SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
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ISSN 2197-5450 SEPTEMBER | OKTOBER 2025
SCHWACHHAUSEN
BOUTIQUE AECHT
Die Freude, Mode zu leben
ITALIEN ZUM GREIFEN NAH
La Scuola Toscana von Sara Gasparri
LIEBE AUF DEN ERSTEN TON
Sendesaal-Intendant Marc Niemann
TIERGEHEGE IM BÜRGERPARK
Unterwegs mit Tierpfleger Christian Panhorst
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für alle!
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EDITORIAL
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Arne Dunker
Gründer und
Geschäftsführer der
Deutschen KlimaStiftung
kennen Sie die Anekdote, wie eine Schuhfabrik
zwei Verkäufer nach Afrika entsendet? Der erste
telegrafiert nach zwei Tagen: „Kein Geschäft
zu machen. Niemand trägt hier Schuhe. Reise
wieder ab.“ Der andere meldet sich nach einer
Woche: „Ein riesiger Markt für uns. Keiner hat
hier Schuhe!“
Diesen unterschiedlichen Blick auf die Welt
rufe ich mir immer wieder in Erinnerung,
wenn ich an die dicken Bretter denke, die es
in der Klimakrise zu bohren gilt und die unsere
Arbeit bei der Deutschen KlimaStiftung bestimmen.
Will die Botschaft niemand hören oder sind
die Unbelehrten und Unbelehrbaren ein riesiger
Markt, den wir erreichen und für den Klimaschutz
sensibilisieren können? Die Realität
liegt irgendwo dazwischen.
Fakt ist, dass die Auswirkungen der globalen
Erwärmung auch bei uns in Bremen immer
deutlicher werden und sich paradoxerweise
zugleich immer weniger Menschen damit
zu befassen scheinen. Vom Handeln ganz zu
schweigen.
In diesem Dezember wird das Pariser Klimaabkommen
zehn Jahre alt. 198 Staaten haben in
diesem Vertrag zur Sicherung unserer Lebensgrundlage
vereinbart, dass sich die Erde bis
zum Ende dieses Jahrhunderts um möglichst
nicht mehr als 1,5 Grad erwärmt. Diesen Wert
haben wir in Deutschland im vergangenen Jahr
bereits überschritten. Wenn wir nicht sofort
umsteuern, wird es bis 2100 im globalen Mittel
über drei Grad wärmer sein als zu Beginn
der Industrialisierung. Was das bedeutet, legt
der in wesentlichen Teilen in Bremen erarbeitete
„1,5-Grad-Bericht“ des Weltklimarats
IPCC dar. Nach dieser Ausgabe des Schwachhausen
Magazins sollte er das nächste sein,
was Sie lesen. Oder Sie kommen uns besuchen
und erfahren mehr über das Thema und über
unsere Arbeit!
Seit Frühjahr 2024 hat die Deutsche Klima-
Stiftung ihren Sitz in Schwachhausen, in einem
wunderschönen Haus der Gerd-Schmidt-
Stiftung in der Arnold-Böcklin-Straße. Von hier
aus organisieren wir unsere Wanderausstellung
Klimaflucht, qualifizieren Menschen zu
Klimabotschaftern, planen den bundesweiten
Schülerwettbewerb YES! - Young Economic Solutions
und sprechen mit der Wirtschaft über
Nachhaltigkeit in der Berufsausbildung und
über grüne Berufsorientierung.
In allen Projekten richten wir ein besonderes
Augenmerk auf die heranwachsende Generation
mit dem Ziel, sie auf die Lösung der epochalen
Herausforderungen der kommenden
Jahrzehnte vorzubereiten. Ganz wichtig sind
uns dabei Zuversicht, Gestaltungswille und
Handlungsmut.
Wir machen eine ganze Menge. Nur Schuhe
verkaufen wir nicht.
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MODEBOUTIQUE
AECHT
MARC
NIEMANN
LA SCUOLA
TOSCANA
22 34
28
52
46
KLECKS
40
48
HERBST-
SÄFTE
THEATER
BREMEN
TIERGEHEGE IM
BÜRGERPARK
47
KUNST-
HALLE
4
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
FRISCH GEMISCHTES
06 Aktuell, informativ, menschlich: unser buntes
Stadtteilleben
AECHT
22 Aus ihrer Liebe und Leidenschaft für Mode &
Beratung gründete Andrea Lindner ihre Modeboutique
AECHT. Hier stehen die Kundinnen mit ihren
Wünschen und Bedürfnissen im Mittelpunkt. Ziel von
Andrea ist es, jeder von ihnen zu einem echten Look
zu verhelfen.
MARC NIEMANN
28 Der Sendesaal Bremen ist ein Ort, der Musiker wie
Publikum gleichermaßen fasziniert. Seit Januar 2025
ist Marc Niemann Intendant und Geschäftsführer des
Sendesaals. Der Sendesaal ist für ihn Arbeitsort, Herzensprojekt
und Zukunftsaufgabe zugleich. Mit neuen
Formaten und Ideen möchte er ihn weiterentwickeln.
LA SCUOLA TOSCANA
34 In der Scuola Toscana wird Italien zur Gewohnheit,
mit Sprache, Wein und Gemeinschaft. Sara Gasparri
hat mit ihrer Italienisch-Schule einen Lernort geschaffen,
der sich wie ein Café anfühlt. Klein und persönlich.
So lernt man besser und lebt schöner.
TIERGEHEGE IM BÜRGERPARK
40 Tierpfleger Christian Panhorst kümmert sich seit über
zwei Jahrzehnten um das Wohl der Tiere im Bürgerpark.
Jeden Tag und bei jedem Wetter. Für die Tiere.
Und für die Menschen, die wegen der Tiere in den
Bürgerpark kommen.
6. September
11.30 Uhr I 13.30 Uhr
MODENSCHAU
Die Modenschau findet
draußen statt.
(Fällt bei Regen aus!)
THEATER BREMEN
46 Madama Butterfly
Oper in drei Akten von Giacomo Puccini
KUNSTHALLE
47 Alberto Giacometti. Das Maß der Welt
11. Oktober 2025 – 15. Februar 2026
RUNDUM GESUND
48 Wenn die Blätter sich in leuchtendes Gelb, Orange
und Rot färben und die Tage kürzer werden, beginnt
die Erntezeit für viele heimische Früchte und Gemüse.
Aus dieser reichen Ernte entstehen wohlschmeckende,
gesunde Herbstsäfte.
FAMILIE & CO
52 Seit über zehn Jahren ist Jana Möllers im kreativen
Bereich tätig. Anfang 2025 hat sie sich mit KLECKS
selbstständig gemacht – einem mobilen Atelier für Kinder.
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 5
L O O P W A Y
FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN
Rhododendronpark
Vortrag der DGGL: Naturstandorte
der Rhododendron – eine kleine
Weltreise durch vier Kontinente
Vortrag der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur
e.V. (DGGL) von Dr. Hartwig Schepker, Stiftung Bremer Rhododendron-Park:
Mit über 1.000 Arten gehört die Gattung Rhododendron zu
den vielfältigsten Gehölzgruppen. Seit über 200 Jahren sind die attraktiven
Blütensträucher bereits in Kultur und gerade in Nordwestdeutschland
kaum aus unseren Gärten wegzudenken. Rhododendron-Spezies
gibt es auf vier Kontinenten. Sie kommen in den Alpen, im Kaukasus,
in den Appalachen, im Himalaya und den benachbarten chinesischen
Gebirgszügen, in Japan und auf vielen südostasiatischen Inseln und sogar
im australischen Queensland vor. Der Leiter des Bremer Rhododendron-
Parks, Dr. Hartwig Schepker, nimmt die Gäste mit auf eine bilderreiche
Reise zu vielen dieser Naturstandorte.
Der Vortrag fi ndet am 7. Oktober von 18 bis 19.30 Uhr in den Seminarräumen
der botanika statt. Es ist keine Anmeldung zur Teilnahme
notwendig. Der Eintritt kostet 5,– Euro, für Mitglieder des DGGL ist er
kostenlos.
Eine Führung zum Thema „Die Vielfalt der Gräser“ von Dr. Hartwig
Schepker fi ndet am 9. Oktober von 17 bis 18.30 Uhr statt. Treffpunkt
ist vor dem Eingang der botanika, eine Anmeldung ist nicht notwendig,
die Kosten liegen bei 5,– Euro (für Schüler, Schülerinnen, Studierende
und bBR-Mitglieder kostenfrei).
»»» rhododendronparkbremen.de
J O H A N N B U E S E N A N J A J O S E
F I N E S C H A N Z C H R I S T O P H S P
R U T E K R I S T I N E T H I E M A N N M
I C H A E L R O H D E O L I V E R Z A B E L
P H I L P
R B E R
U E L L
L U G E
O E N
B I N E
E R S E
D O T T
G E F F
U L R I
Ausblick
mit Raum
O R T E
N D M
E R P F
D D A K
I G S A
W E W
R G E J
T O M
K E N
Ausstellung zum 10. Galerie-Jubiläum vom 9. Oktober bis 29. November
K H A P
P
10
Y D
Jahre
A N N E N
GALERIE
B E R G L E O N
PLUS
I E N
Gemeinschaftsausstellung
zum Jubiläum
O W O T S C H U T E S E I F E R T C H R
I S T I N A V O E L K E R A N J A H Ö P P
N E R M A N F R E D K I R S C H N E R
Seit ihrer Eröffnung im November 2015 hat sich die GALERIE PLUS im
Obergeschoss von STILPLUS OPTIC zu einem festen Ort für Kunst in
der Bremer City entwickelt. Unter der Leitung der Kuratoren Prof. Bernd
Müller-Pfl ug und Oliver Zabel wurden in den vergangenen zehn Jahren
knapp zwanzig Ausstellungen realisiert – mit Arbeiten von etablierten
und aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern.
Zum zehnjährigen Bestehen lädt die GALERIE PLUS zu einer besonderen
Gemeinschaftsausstellung ein: Gezeigt werden Werke aller Kunstschaffenden,
die in den vergangenen Jahren hier ausgestellt haben – ein
vielfältiger Rückblick, der zugleich einen Ausblick in die künstlerische
Zukunft wirft.
Die Vernissage fi ndet am Donnerstag, 9. Oktober, um 19 Uhr statt. Die
Ausstellung läuft bis zum 29. November. Der Eintritt ist frei.
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Das zehnjährige Bestehen von GutsKinder e.V. wird am 27. September
mit einem bunten Programm gefeiert
10 Jahre GutsKinder
Ein Grund zum Feiern!
Viel zu häufig bleiben Kindern mit Behinderung oder chronischer Erkrankung
Türen verschlossen. Besonders isoliert sind dabei schwer betroffene
Kinder. Damit alle Kinder Zugang zu Ferien- und Freizeit-Erlebnissen haben,
wurde GutsKinder e.V. 2015 gegründet.
Mit großer Freude lädt GutsKinder e.V. zu der Feier des 10-jährigen Bestehens
herzlich ein. Die Jubiläumsveranstaltung findet am 27. September
2025 ab 14 Uhr in den Räumlichkeiten in der Gevekohtstraße 12 in
Schwachhausen statt.
Alles begann mit einem Ferienprogramm in Zusammenarbeit mit dem
Pflegedienst Advertus. Nur zwei Wochen nach der Vereinsgründung
konnte GutsKinder e.V. bereits das erste wirklich inklusive Ferienangebot
in Bremen auf die Beine stellen. Sie gingen mit 15 Kindern, fünf von
ihnen chronisch krank, zu verschiedenen Kultur- und Freizeitanbietern
im Land Bremen. Glückliche Kinder, entlastete Eltern und zufriedenes
Betreuungs bzw. Pflegepersonal waren das Ergebnis – ein gelungener
Start, der Lust auf mehr weckte.
Heute ist GutsKinder e.V. – dank großzügiger Spenden, der Starthilfe der
Aktion Mensch und viel ehrenamtlichen Engagements zu einer festen
Größe in Bremer geworden. Die Ferien- und Freizeitaktivitäten finden im
geschützten Raum statt. Die Kinder können sich sicher fühlen und haben
Raum, sich weiterzuentwickeln. Die Erfahrung des Vereins im Umgang
mit behinderten Menschen bringt die unterschiedlichen körperlichen
und kognitiven Voraussetzungen in Einklang mit der gesamten Gruppe.
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Neben dem vom GutsKinder e.V. organisierten Programm bietet der Verein
Unterstützung im Alltag, um die Familien zu entlasten. Außerdem
finden in seinen Räumlichkeiten Informationsveranstaltungen und Elterntreffen
mit kompetenten und erfahrenen Referenten statt.
Bei der Jubiläumsfeier erwartet die Gäste ein buntes Programm, Rückblicke,
Austausch und viel Dankbarkeit für diejenigen, die diese Arbeit
möglich machen, da der Verein komplett auf Spenden angewiesen ist.
»»» gutskinder.de/helfen
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 7
FRISCH GEDRUCKT
Caroline Wahl
Die Assistentin
Neue Stadt, neuer Job, neue Liebe.
Es läuft bei Charlotte – nur in die
ganz falsche Richtung ...
Eine Karriere als Musikerin
– das war eigentlich
Charlottes größter
Wunsch. Aber jetzt ist
es ja eh zu spät, und
sie muss sich um einen
vernünftigen Job kümmern,
schon wegen der
Eltern. Sie fi ndet eine
Stelle in einem Verlag,
auch nicht schlecht,
und München ist eine
schöne Stadt, vor allem
im Sommer.
Im Vorzimmer des
Verlegers sitzt te ganz nah am Zent-
Charlotein
gutes Verhältnis zu ihrem
rum der Macht. Dass
der seine Assistentinnen
oft auswechselt,
kriegt sie schnell mit.
Aber sie entwickelt
Chef, der ihre Stärken erkennt, ihr vertraut. Und dafür muss sie eben viel
in Kauf nehmen, sehr viel, vielleicht auch selbst mit harten Bandagen
kämpfen, vielleicht ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Vielleicht sogar Bo
verlieren, in den sie sich doch gerade erst verliebt hat …
In wunderbar lakonischem Tonfall, mit Humor und Tiefgang erzählt Caroline
Wahls neuer Roman von einer jungen Frau, die sich nicht zum Opfer
machen lassen will und doch in eine Lage gerät, die viele Menschen
kennen: wenn einem der Beruf zur Hölle wird. Eine ganz alltägliche
Leidensgeschichte, ein Roman über Resilienz und Überleben.
Für die Künstlerin Birgit Heimburg haben Polarlichter eine besondere
Bedeutung (Foto: Claudia Höhl)
Polarlichter &
andere Farbexplosionen
Ausstellung von Birgit Heimburg
Die Bremer Künstlerin Birgit Heimburg präsentiert vom 7. bis 30. Oktober
in der Stadtteilfi liale Schwachhausen Malereien und Druckgrafi ken.
Noch bevor im Oktober 2024 Polarlichter am Himmel über Bremen und
Umgebung gesichtet wurden, zogen Birgit Heimburg die Farben in ihrer
besonderen Leuchtkraft wie magisch an: „Der Himmel gerät in Bewegung,
die Farben tanzen wie von unsichtbaren Kräften gelenkt.“ Dieses
faszinierende Motiv wollte sie unbedingt ins Bild bringen. Polarlichter
lassen sich wissenschaftlich analysieren. Trotzdem scheint Magie auch
für uns Menschen in der Luft zu liegen, wenn sich Polarlichter zeigen. In
Malereien und Druckgrafi ken versucht die Künstlerin, dem phänomenalen
Lichtspiel nahe zu kommen.
Die Vernissage ist am 7. Oktober um 18.30 Uhr in der Stadtteilfi liale
Schwachhausen. Der Einlass beginnt um 18.20 Uhr. Um Anmeldung zu
dieser kostenlosen Veranstaltung wird gebeten:
Stadtteilfi liale Schwachhausen
Telefon: (0421) 179-2638
Mail: stadtteilfi liale.schwachhausen@sparkasse-bremen.de
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Preis: 24,– Euro
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ausgeschlossen.
8
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
TOP 100-Auszeichnung für Nordic CAMPUS: Ranga Yogeshwar (l.) und
Geschäftsführer Nordic CAMPUS Dr. Torben Möller (r.)
(Foto: KD Busch / compamedia)
TOP 100-Auszeichnung
Ranga Yogeshwar würdigt
Innovationskraft von Nordic CAMPUS
Ranga Yogeshwar gratulierte der Nordic CAMPUS Berufsbildungswerk
Bremen gGmbH zu ihrem Erfolg beim Innovationswettbewerb TOP 100.
Die Preisverleihung fand am 27. Juni 2025 im Rahmen des Deutschen
Mittelstands-Summits in Mainz statt. Der Wissenschaftsjournalist begleitete
den zum 32. Mal ausgetragenen Wettbewerb als Mentor. Nordic
CAMPUS überzeugte in der Größenklasse C (über 200 Mitarbeiter in
Deutschland) besonders in der Kategorie „Agility“ – und gehört bereits
zum zweiten Mal zu den Top-Innovatoren.
Der „Nordic CAMPUS“ in Bremen bietet jungen Menschen mit Handicap
beste Voraussetzungen, Berufe aller Art zu erlernen. Hier wurde ein
Ausbildungsort geschaffen, der Lernende und Lehrende mit ihren Ideen
ernst nimmt. Ein strukturierter Innovationsprozess stellt sicher, dass jede
Idee wahrgenommen und gewürdigt wird.
Rund 600 Rehabilitand:innen profitieren von sozialpädagogischer Betreuung,
begleitenden Diensten und einem Campus-Internat. „Unsere
Rehabilitanden legen ihre Abschlussprüfung vor der Handelskammer auf
demselben Niveau ab wie jeder andere Prüfling“, betont Geschäftsführer
Dr. Torben Möller. Mit über 30 Berufsbildern, eigener Berufsschule und
Lehrwerkstätten ist die Ausbildung praxisnah. Ein Beispiel ist der nachhaltige
REVIVE-Shop des Berufszweigs „Kaufleute im E-Commerce“.
Dort werden gebrauchte Gegenstände wie Bücher, Kleidung oder Möbel
aufbereitet und online verkauft – ein Projekt, das komplett von Auszubildenden
umgesetzt wurde.
Ideen entstehen in allen Berufsfeldern und werden über verschiedene
Kanäle gesammelt. Die Innovationsfindungskommission – bestehend aus
Geschäftsführung und Abteilungsleitungen – prüft sie auf langfristigen
Nutzen. „Wir setzen vor allem auf Projekte, die dem Campus nachhaltig
zugutekommen“, erklärt Dr. Möller. Das zentrale Ziel bleibt, die
Absolvent:innen auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten – mit
Ausbildung, die befähigt, ohne einzuschränken.
»»» top100.de/die-top-innovatoren
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 9
Die Sonderausstellung Magie im Übersee-Museum kann man ab dem
18. Oktober besuchen
Ausstellung: Magie
Ein Märchenwald,
ein Hexenhut, eine Zaubershow,
schwarzer Zauber…
Ab 18. Oktober 2025
Magie ist die Fähigkeit, den gewöhnlichen Lauf der Dinge durch den
Einsatz okkulter Kräfte zu verändern oder unsere Wahrnehmung durch
das Wirken von Illusionen zu beeinflussen. Im Laufe ihrer langen Geschichte,
hier wie dort, schwankte die Magie zwischen Glauben und
Wissen, zwischen bösen und guten Absichten, zwischen Geheimhaltung
und Spektakel.
Von der Naturmagie des Wolfes und des schwarzen Holunder über heilende
Steine bis hin zum raffinierten Bühnenzauber von Robert Houdin
– „Magie“ ist alles zugleich: Illusion, Zauber, Aberglaube und ein Rausch
der Sinne.
In der Welt der Magie verschwimmen die Grenzen zwischen Realität
und Fiktion, zwischen Wissen und Wunder. Was ist Täuschung, was
Wahrheit? Was glauben wir – und warum?
Durch den Wald der Magie öffnen sich viele Wege… geheimnisvoll, voller
Rätsel und Wunder. Bitte eintreten und verzaubern lassen!
»»» uebersee-museum.de
10
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Das Munte-Wellnesshotel am Stadtwald bietet seinen Gästen seit mehr
als fünf Jahren eine Spendenaktion an: Für jede Übernachtung ohne Zimmerreinigung
spendet das Hotel 5 Euro an zwei gemeinnützige Bremer
Organisationen.
Alternativ können die Gäste auch einen Gutschein für die Bar wählen. So
wird der Wasser-, Strom und Waschmittelverbrauch gesenkt und die Umwelt
geschont. Kürzlich übergaben Christin Reincke (Empfangsleiterin)
und Michael Ziegler (stellvertretender Bankettverkaufsleiter) gemeinsam
mit Inhaber Detlef Pauls im Namen aller Mitarbeitenden je 1.440 Euro
aus der Spendenbox an Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und
den Bremer Treff, die Begegnungsstätte für Menschen in materiellen,
körperlichen oder seelischen Notlagen.
Insgesamt wurden somit im ersten Halbjahr 5.595 Euro an die beiden
Organisationen gespendet.
»»» hotel-munte.de
Spendenbox vom Hotel Munte
Munte-Wellnesshotel am Stadtwald spendet 5.595 Euro an
Trauerland und Bremer Treff
Inhaber Detlef Pauls präsentiert gemeinsam mit Christin Reincke
(Empfangsleitung) und Michael Ziegler (stellvertretender Bankettverkaufsleiter)
die Spendenbox. (Foto: Munte–Wellnesshotel am Stadtwald)
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 11
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Malerei
28. September – 23. November
Zu Beginn der Herbstsaison möchte die Galerie Corona Unger in Jürgen
Jansens polychrom schillernde Bildwelten entführen, dessen Tafelbilder
oft wie hauchzarte Aquarelle wirken. Und dennoch arbeitet der Künstler
mit Ölfarben, Pigmenten und Harzen auf Holzgrund. Er experimentiert
mit Variationen des Farbauftrags und erprobt die Wirkung verschiedener
Farbverbindungen, -überlagerungen oder Trocknungsprozesse. Zunächst
versetzt er die gesamte Bildfläche in einen fließenden Zustand, indem er
sie mit farblosem Harz überzieht. In diese Fläche werden viele Schichten
Farbe gegossen, getropft oder gespritzt und anschließend ihre Vermischungen
mit Rakel oder Druckluft stellenweise wieder aufgelöst, so dass
der Blick erneut in tiefer gelegene Ebenen dringen kann.
Die intensive Farbigkeit von Jürgen Jansens Malerei umfasst ein weites
Spektrum. Sie besitzt sowohl deckende als auch durchsichtige Partien,
wobei v. a. die Transparenz des Farbauftrags wesentlich in seinem
künstlerischen Schaffen ist, denn sie erzeugt eine besondere räumliche
Illusion, in der die Bildelemente in ständiger Bewegung erscheinen –
schwebend oder in die Raumtiefe gleitend – die der Künstler letztendlich
zu einer glänzenden Fläche verschmilzt. Wie hinter einem Schleier,
einem Spiegel oder einer Wasseroberfläche öffnet sich ein Kosmos, der
an Motive aufblühender Blumenbouquets, Momentaufnahmen aus den
Tiefen des Ozeans oder den Blick in mikro- und makroskopische Systeme
denken lässt. Sie verbinden sich zu einer betörenden Bildwirklichkeit
amorpher, ineinander verflochtener Strukturen, die das Auge in einen
Strudel changierender Perspektiven ziehen.
Veranstaltungshinweise
Sonntag, 28.09.2025, 12 – 18 Uhr Vernissage der Ausstellung
Sonntag, 12.10.2025, 15 Uhr Bildbetrachtung und Lesung
Donnerstag, 30.10.2025, 18 – 22 Uhr Apéro/l’Art – Kurzführung und
Aperitif
Sonntag, 23.11.2025, 15 Uhr Rundgang, Sekt und Süßigkeiten zur Finissage
der Ausstellung
»»» galerie-corona-unger.de
12
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Das Gut Horn am Zwischenahner Meer präsentiert vom 25. bis 28. September in stilvollen Pagoden über 150 handverlesene Aussteller und ein
vielfältiges kulinarisches Angebot mit abwechslungsreichem Begleitprogramm
Raus aufs Land, rein ins Vergnügen!
Immer mehr Bremer entdecken die Freuden der Landpartie auf
Gut Horn am Zwischenahner Meer
Inmitten weiter Felder, Wiesen und Pferdekoppeln liegt idyllisch das
traditionsreiche Gut Horn. Von mächtigen Bäumen umarmt, präsentiert
sich die Landpartie in einem wunderschönen Ensemble mit dem weißen
Herrenhaus, ausladenden Scheunen, rosen-berankten Remisen und einer
lichtdurchfl uteten Orangerie.
Dort locken in eleganten Pagoden 150 handverlesene Aussteller, ein
ebenso feines wie vielfältiges kulinarisches Angebot, das vom Foodtruck
bis zum Sternerestaurant reicht, sowie ein inspirierendes Begleitprogramm
mit perlendem Soul & Jazz, beeindruckender Floristik, den Vorkriegsrennwagen
der populären Vintage Race Days und einem kleinen
„Golfplatz auf Zeit“.
Schon um die Jahrhundertwende fuhr man von Bremen mit Sonderzügen
ins Ammerland – um die Natur und Gastronomie zu genießen. Zeit,
diese schöne Tradition wieder aufzunehmen und entspannte Tage mit
der Familie und guten Freunden zu verbringen.
Öffnungszeiten
25. bis 28. September, täglich von 10 bis 19 Uhr
Eintritt
Tageskarte im VVK im Online-Ticketshop 16,– Euro
Tageskarte 20,– Euro
(Kinder bis 16 Jahre frei)
Anfahrt
Gut Horn 1, 26215 Wiefelstede
Die Anfahrt ist in der
Nähe des Gutes ausgeschildert.
Kostenfreie Parkplätze am Gut.
»»» landpartie-gut-horn.de
Verlosung!
3 x 2 Karten
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22. September schicken
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Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
14
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Am 20. September öffnen 20 Bremer Spielstätten ihre Türen zur 2. Langen
Nacht der Bühnen – ein Nachmittag und Abend voller Theater, Tanz,
Musik und kultureller Vielfalt für Groß und Klein
2. Lange Nacht der
Bühnen in Bremen
Bremen öffnet erneut seine
Theater- und Kulturbühnen
Am 20. September geht die Lange Nacht der Bühnen in die zweite Runde!
Die 2. Lange Nacht der Bühnen ist eine gemeinsame Veranstaltung
von 20 Bremer Spielstätten, die einen Nachmittag und Abend lang ihre
Türen öffnen und die Vielfalt der darstellenden Künste in der Stadt präsentieren.
AZ_RA-KorzusPiewack_SM_05-22_Layout 1 16.11.22 11:38 Seite 1
Mit dabei sind in diesem Jahr: AMS! Theater, Blaumeier-Atelier, Boulevardtheater
Bremen, bremer kriminal theater, Bremer Philharmoniker,
bremer shakespeare company, Bremer Tourneetheater im Lagerhaus,
Bürgerhaus Weserterrassen, etage° Bremen, Mensch, Puppe!, Metropol
Theater Bremen, OpusEinhundert im Theater im Volkshaus, Schlachthof,
Schnürschuh Theater, Schwankhalle, tanzbar_bremen, Theater 11, Theater
Bremen, Theaterschiff Bremen, Zentrum für Kunst.
Zwischen 15 und 22 Uhr erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches
Programm quer durch alle Sparten: offene Proben, Ausschnitte aus
Produktionen, Performances, Konzerte, Hausführungen – und ganz viel
Gelegenheit, die darstellenden Künste in all ihren Facetten neu zu entdecken.
Ob Tanz, Schauspiel, Musiktheater, Zauberei oder Figurenspiel:
Die beteiligten Bühnen laden dazu ein, neue Orte kennenzulernen und
dort zu verweilen, hinter die Kulissen zu blicken und kulturelle Vielfalt
live zu erleben. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Party im Falstaff
in der bremer shakespeare company ab 21.30 Uhr.
Die Lange Nacht der Bühnen ist ein Projekt des Landesverbands freie
darstellende Künste Bremen e. V. und Teil des landesweiten Engagements
für eine lebendige, zugängliche und vielfältige Theaterlandschaft.
Sie findet in diesem Jahr am Weltkindertag statt, mit einem besonderen
Fokus auf Kinderkultur, Familienangebote und kulturelle Teilhabe für
junges Publikum.
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Denise Fromme
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 15
Begegnungen, Inspiration und Freude am Besonderen kann man bei der HerbstZeit vom 3. bis 5. Oktober erleben
HerbstZeit: Auf zur Indoor-Landpartie!
Genuss, Handwerk und Design: Halle 5 wird zum herbstlichen Marktplatz Bremens
Regen, Wind, kühle Temperaturen – typisch norddeutsches Herbstwetter.
Wer trotzdem etwas Schönes erleben möchte, fi ndet mit der Herbst-
Zeit vom 3. bis 5. Oktober genau den richtigen Ort: eine Landpartie unter
Dach, wettergeschützt und modern interpretiert. In Halle 5 entsteht
eine abwechslungsreiche Landschaft aus Pagodenzelten, Holzbauten und
herbstlicher Dekoration. Anstelle geradliniger Gänge laden geschwungene
Wege zum Flanieren und Entdecken ein.
Genuss & Handwerk
Ob Käse aus den Alpen, Knoblauchspeck, Wildspezialitäten oder knackfrische
Macadamia-Nüsse von NutQueen – kulinarische Vielfalt ist garantiert.
Das Schuhcafé desenrasco aus Leer verbindet Handwerkskunst mit
hausgemachten Waffeln, Pasteis de Nata und Bio-Kaffee.
Kunst & Design
Die Bremer Künstlerin Rita Rassenhövel zeigt KI-generierte Stadtmusikanten-Motive
auf Papier, Holz und Textil. Mit einer historischen Druckpresse
entstehen Drucke direkt vor Ort, ergänzt durch einen Selfi e-Spot.
Zudem präsentieren Aussteller:innen Möbel, Schmuck und Kunstwerke
aus Holz, Glas, Metall oder Gips – von Natur Top Line über Opale Blum
bis Patricia Jann.
Besondere Momente
Wer seine Apfelsorte bestimmen lassen
möchte, ist bei Boomgarden e.V. richtig.
In der Showküche stehen die
Brothers Bremen an allen drei gen bereit und kochen spontan
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frischen Zutaten.
„HerbstZeit bedeutet Begegnung,
Inspiration und Freude
am Besonderen“, so Kerstin
Renken, Bereichsleitung Publikumsmessen
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16
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
65 Jahre Kosmos Apotheke in der Berliner Freiheit
Dr. Stefan Schwenzer ist Inhaber in der 3. Generation
Die Kosmos Apotheke in der Berliner Freiheit feiert in diesem Jahr ihr
65-jähriges Bestehen – seit ihrer Gründung 1960 ist sie im Besitz derselben
Familie. Apotheker Werner Schwenzer eröffnete sie damals im
Einkaufszentrum Berliner Freiheit. Nach seinem Tod führte Sohn Jürgen
die Apotheke weiter, ehe sie 1985 ins neu errichtete Ärztehaus umzog.
2016 übernahm schließlich dessen Sohn Dr. Stefan Schwenzer die Leitung
in dritter Generation.
Dr. Stefan Schwenzer, 1966 geboren, studierte zunächst Pharmazie in
Berlin, später auch Archäologie, in der er promovierte. Beruflich war
er viele Jahre zweigleisig unterwegs – u. a. als Beratungsapotheker und
Dozent. Seit 2007 konzentriert er sich ganz auf die Pharmazie und entschied
sich 2016, die Familientradition fortzuführen. „Es ist schön, den
Menschen im Stadtteil durch unsere lange Erfahrung eine verlässliche
Versorgung bieten zu können“, sagt er.
Heute ist die Apotheke für ihn Leidenschaft und Zukunftsaufgabe zugleich.
Geplant ist u. a. ein 24-Stunden-Abholsystem für Medikamente.
Auch Aktionen für Kundinnen und Kunden gehören dazu, etwa der digitale
Adventskalender mit kleinen Überraschungen.
Die Kosmos Apotheke ist montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr sowie
samstags von 8.30 bis 14 Uhr geöffnet. Kontakt: Tel. (0421) 461318,
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Für Dr. Stefan Schwenzer ist die Kosmos Apotheke Leidenschaft und
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 17
Ausmisten, tauschen und neue Lieblingsstücke entdecken - Kleidertauschparty
im Klima Bau Zentrum (Foto: Katja Thiele)
Im September geht es im Klima Bau Zentrum Bremen (Knochenhauerstraße
9) um Klima- und Ressourcenschutz mit viel Gemeinschaft und
Austauschmöglichkeiten: Von aktuellen Informationen zu Wärmepumpen
über unterhaltsames Quizzen bis hin zum nachhaltigen Weg zum
neuen Lieblingskleidungsstück. Die Veranstaltungen eröffnen neue Perspektiven
für einen bewussteren Umgang mit Umwelt und Ressourcen
sowie den richtigen Einsatz von energieeffizienter Technologie.
Neben den Vorträgen und Veranstaltungen können die Besuchenden die
Ausstellung des Klima Bau Zentrums für klimafreundliches Bauen und
Wohnen in Augenschein nehmen und entdecken. Weitere Informationen
zu den Veranstaltungen sowie zur Anmeldung unter klimabauzentrum.
de/veranstaltungen.
24. September, 19 bis 21 Uhr (Klima Bau Zentrum Bremen)
Klima Quiz Night meets Science
Teams mit drei bis fünf Personen treten in sechs Runden zu Umwelt,
Bauwesen und Allgemeinwissen an. Außerdem gibt es Live-Experimente
und einen Impulsvortrag. Die Teilnahme ist allein oder im Team möglich.
Gratis Popcorn und Getränke inklusive.
Klima Quiz Night meets Science im Klima Bau Zentrum (Foto: Katja
Thiele)
Klima Bau Zentrum Bremen
Das Septemberprogramm im Überblick
25. September, 18 bis 19.30 Uhr (Klima Bau Zentrum Bremen)
Heizung, auch mit Kühlung möglich?
Der Vortrag klärt auf, wie sich Wärmepumpen in Bestandsgebäuden wirtschaftlich
einsetzen lassen – inklusive Kühlfunktion. Außerdem werden
Einsparpotenziale, Alternativen sowie aktuelle Förderprogramme und Finanzierungswege
vorgestellt. Teilnehmende erhalten zudem einen Überblick
über die wichtigsten Anforderungen für den Einbau. Die Teilnahme
ist kostenfrei.
27. September, 11 bis 13 Uhr (Klima Bau Zentrum Bremen)
Kleidertauschparty im Klima Bau Zentrum
Bei der Kleidertauschparty wechseln gut erhaltene Kleidungsstücke den
Besitzer und finden neue Liebhaber:innen. Bis zu fünf Teile können
getauscht werden (ausgenommen Unterwäsche und Socken). Nicht getauschte
Kleidung wird gespendet; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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18
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Duckomenta geht
in die zweite Runde
Momente der Kulturgeschichte
Die Duckomenta geht im Focke-Museum in die zweite Runde. Im Ostflügel
des Haupthauses präsentieren sich die Enten in einer neuen Zusammenstellung.
74 bisher nicht gezeigte Werke ergänzen die Schau und
zeigen neue Welten. Auch im Haus Riensberg und der Wissenswerkstatt
Archäologie kann man auf Entdeckungstour gehen. Die Besucher:innen
können sich auf ein Wiedersehen mit der Mona Lisa und dem Dötzi freuen
und gespannt sein, wie die Enten die Welt entdeckten.
Hinter der Duckomenta steht die Berliner Künstlergruppe interDuck.
Seit über 30 Jahren kreieren die Mitglieder der Gruppe mit ironischem
Witz täuschend echte Enten-Exponate, die die Besucher:innen immer
wieder verblüffen.
Führungen durch die Ausstellung mit Gabriele Kroll sowie auch durch
Haus Riensberg und in den Eichenhof finden am Sonntag, 21. September,
um 15 Uhr, am Dienstag, 30. September, um 15.30 Uhr sowie am
Sonntag, 12. Oktober, um 11.30 Uhr statt. Die Gebühr beträgt 5,– Euro
zzgl. Eintritt.
Die Ausstellung zur Stadtgeschichte und das Schaumagazin sind noch bis
Ende 2027 wegen Umbaumaßnahmen geschlossen.
»»» focke-museum.de
Die Enten entdecken die Welt (Foto: ©interDuck)
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 19
Verlagssonderseite
Kundenberatung in moderner Ausstellung bei Hansa Holz
Hansa Holz Ausstellung für Türen und Böden.
Inspiration in modernem Ambiente
Hansa Holz in Bremen steht seit Jahrzehnten
für hochwertige Holzprodukte, umfassendes
Fachwissen und zuverlässigen Service – für
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die Projekte unserer Kundschaft: Konstruktionsholz,
Bauschnittholz, Plattenwerk- und
Dämmstoffe, Hobelware, Holz für den Garten,
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Moderne Ausstellung – Inspiration live
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Unsere Präsentation kombiniert das klassische
Erleben vor Ort mit modernen digitalen Lösungen:
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Fabrikverkauf, Hobelwerk,
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20
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
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Berater:innen unterstützen Sie dabei, Varianten
zu vergleichen, die passende Produktauswahl
zu treffen und die Details auf Ihre individuellen
Bedürfnisse abzustimmen.
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Persönliche Beratung – weil jedes Projekt
einzigartig ist
Bei Hansa Holz nehmen wir Beratung ernst.
Unser Ziel ist es nicht nur, Produkte zu verkaufen,
sondern gemeinsam mit Ihnen die beste
Lösung für Ihr Vorhaben zu fi nden. Dabei
hören wir genau zu, fragen nach Ihren Wünschen,
Anforderungen und Rahmenbedingungen
und zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten
es gibt. Wir sprechen über Vor- und Nachteile,
über Pfl ege und Haltbarkeit, über Kosten
und Budget. Und wir begleiten Sie Schritt für
Schritt – von der ersten Idee über die Auswahl
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 21
aus Schwachhausen
In der Boutique von Andrea Lindner
entdecken Frauen ihren echten Look
TEXT | ANDREAS SCHACK
FOTOS | VERA DÖPCKE & AECHT
„Das hätte ich mir selbst nie ausgesucht“, gibt die Frau vor dem Spiegel
zu, während sie sich zufrieden lächelnd und fast tänzelnd im Spiegel
betrachtet. Andrea Lindner kennt diese Momente. „Wenn eine Kundin
strahlt, weil sie sich neu entdeckt, weiß ich, dass ich alles richtig gemacht
habe.“ Es sind diese besonderen Augenblicke, für welche die Modehändlerin
vor sechs Jahren ihre Boutique in der Scharnhorststraße eröffnet
hat.
AECHT heißt ihr Damenmodegeschäft, gesprochen wie „echt“. Der
Name ist ein Wortspiel aus den Initialen A und E ihres Geburtsnamens
Andrea Ebersbach. Doch dahinter steckt noch mehr: „Mode soll nicht
verkleiden, sondern befl ügeln“, erklärt sie. Ihr Ziel ist es, Frauen zu ihrem
„echten Look“ zu führen – authentisch, mutig und nicht verkleidet.
Viele Kundinnen wagen hier etwas, das sie allein im Geschäft nie ausgewählt
hätten. „Und wenn sie sich dann mit leuchtenden Augen im
Spiegel sehen, spüre ich die positive Energie. Das befl ügelt mich auch.“
Wer die Tür zu AECHT öffnet, wird von Andrea und ihrem Team herzlich
begrüßt. „Viele erzählen, sie hätten sich erst nicht reingetraut, weil
sie bei einer Boutique an etwas Strenges denken. Aber sobald sie drin
sind, fühlen sie sich wie zu Hause.“
Die 37-Jährige hat den Standort in Schwachhausen bewusst gewählt.
„Man kennt sich hier, winkt sich zu. Das wollte ich auch für meinen
Laden.“ Ihr Corporate Design in Schwarz-Weiß-Gold zieht sich durch die
Geschäftsausstattung. Doch sobald der Blick über die Regale im Laden
schweift, fallen die kräftigen Farben ins Auge: Pink, frisches Grün, warme
Erdtöne. „Wir trotzen dem Bremer Wetter. Bei uns gibt es auch im
Winter etwas Fröhliches“, verspricht sie.
22
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Andrea berät ihre Kunden mit Ruhe und
Leidenschaft. Ihr Ziel ist immer, den
echten Look zu finden.
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 23
BOUTIQUE AECHT
Ganz privat: Traumhochzeit am Strand
von Amrum – Andrea und ihr Mann
Marcel feierten dort mit Hund Mylo als
inoffiziellem Trauzeugen.
Mode mit Stil
Das Sortiment ist handverlesen. Dazu gehören
Labels wie Summum aus Amsterdam und
nachhaltige Jeans von Dawn Denim, ebenso
wie die farbenfrohen KKNEKKIs – Haar- und
Armbänder, die längst Sammelstatus haben.
„Bei Dawn Denim können Kundinnen den
Näherinnen per QR-Code ein Trinkgeld senden.
Das Konzept hat mich sofort begeistert.“
Preislich bleibt AECHT bewusst im mittleren
Segment. „Eine Jeans für 140 Euro ist eine
Investition, aber eine faire. Mode soll Freude
machen, nicht Kopfschmerzen. Hier soll man
sich immer etwas gönnen können.“
Geschichten aus dem Laden
Die Geschichten, die Andrea erzählt, zeigen,
was Mode bedeuten kann. Dazu gehört auch
die 86-jährige Stammkundin, die sich erst
kürzlich eine moderne Lederjacke gönnte.
„Einfach, weil sie Lust darauf hatte. Das ist für
mich Modeglück.“ Oder die Tennismädchen,
die nach dem Training mit ihrem Hollandrad
vorbeikommen, um die neuesten KKNEKKIs
zu kaufen. „Die sammeln sie wie wir früher Stickeralben.
Jede neue Farbe muss dabei sein.“
Auch unterwegs im Stadtteil entdeckt Andrea
ihre Looks wieder. „Neulich stand ich an der
Ampel, und neben mir fuhr eine Kundin im
kompletten AECHT-Outfit. Eine weiche Sommerjeans,
ein fliederfarbener Sweater, dazu ein
T-Shirt in der gleichen Farbe. Sie sah so entspannt
aus, dass ich dachte: Ja, genau das ist
schöne Bremen-Mode.“
Beratung mit Herz
Für Andrea ist Beratung kein Beiwerk, sondern
Kern ihrer Arbeit. Sie erklärt, wie ein Outfit
sich schnell verwandeln lässt: Ein Hosenanzug
wirkt mit Sneakern sportlich, mit Pumps und
Clutch elegant. „Mode lebt von Nuancen. Accessoires
entscheiden oft über den Charakter.“
Beliebt sind auch die Private-Shopping-Abende
in ihrer Boutique, bei denen Kundinnen oft
schon vor Verkaufsstart die neuen Kollektionen
entdecken können. „Wir machen das mit Prosecco
und viel Zeit, fast wie ein kleines Event.“
Oder das Style-Coaching, bei dem Kundinnen
ihre „Schrankleichen“ mitbringen. „Dann
puzzeln wir sie zusammen und mit ein, zwei
neuen Teilen entstehen plötzlich ganz neue
Looks.“
Ein Team wie Familie
Hinter AECHT steht ein kleines, eingespieltes
Team. Eva, langjährige Freundin und Trauzeugin,
arbeitet fast seit Beginn mit. Heike, früher
Stammkundin, unterstützt seit ihrer Rente im
Verkauf. Malin, Anfang 20, bringt frischen
Blick und Social-Media-Kompetenz. „Wir haben
keine Hierarchien. Jede bringt ihre Stärken
ein, und die Kundinnen spüren das. Es fühlt
sich eher an wie eine Familie.“
Und dann war da noch Dackel Mylo. Fast 18
Jahre begleitete er Andrea. „Viele Kundinnen
24
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
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Dackel Mylo begleitete Andrea fast zwei Jahrzehnte
fragten sofort beim Reinkommen: Ist Mylo heute da?“ Bei ihrer Hochzeit
auf Amrum – der Rückzugsort des Paares – war er natürlich auch dabei,
„als inoffizieller Trauzeuge“. Viele Stammkundinnen haben ihn ebenso
in ihr Herz geschlossen wie Andrea und ihr Mann. Schweren Herzens
mussten sie ihn Anfang September gehen lassen.
Ihr Weg zur Mode erscheint rückblickend wie vorgezeichnet. Andrea
wuchs in Oyten auf, studierte Freizeitwissenschaften und jobbte schon
als Schülerin im Modehandel. „Mode war schon immer mein Ding. Meine
Mutter erzählt, dass ich schon als Kind dreimal am Tag das Outfit
gewechselt habe.“ Mit 31 erfüllte sie sich dann den Traum vom eigenen
Laden, unterstützt von ihrem Mann Marcel Lindner, der die Einrichtung
baute. „Wir haben den Grundriss damals mit Klebeband auf dem Boden
abgeklebt. Er hat die Metallkonstruktionen gefertigt. Ohne ihn wäre
vieles nicht möglich gewesen.“ Heute lebt das frisch verheiratete Paar
nur wenige Straßen vom Geschäft entfernt. „Es war mir wichtig, hier zu
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 25
BOUTIQUE AECHT
Andrea lebt Mode mit Herz. In Schwachhausen hat sie ihren Traum vom eigenen Laden verwirklicht.
wohnen und zu arbeiten. Schwachhausen ist
mein Zuhause.“
Echt Schwachhausen
Filialen in Hamburg oder Oldenburg? Nicht ihr
Ziel. „Höher, schneller, weiter? Das reizt mich
nicht. Ich will bis zur Rente hier stehen, beraten
und Menschen glücklich machen.“ Statt
Expansion setzt sie auf Beständigkeit, Nachbarschaft
und den besonderen Moment, wenn
eine Kundin mit leuchtenden Augen zum Spiegel
geht.
Im Herbst prägen warme Brauntöne, Aubergine
und Rot die Kollektion. Doch egal, was
gerade Trend ist, eines bleibt: Farbe, Persönlichkeit
und die Freude, Mode zu leben. Vielleicht
bringt Andrea es selbst am besten auf den
Punkt: „AECHT ist ein bisschen Wohnzimmer,
ein bisschen Modebühne, ein bisschen Zuhause.“
Und wer einmal hier war, spürt genau das.
www.a-echt.de
Anfang September musste Andrea
sich von ihrem geliebten Mylo verabschieden
– kurz vor seinem 18. Geburtstag.
Im Herzen bleibt er immer ein Teil von ihr.
26
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
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Ein Saal
voller Klang
Intendant Marc Niemann
öffnet uns die Türen zum Sendesaal
und zeigt, warum dieser Ort
so einzigartig ist
TEXT | ANDREAS SCHACK
FOTOS | KRISTIN NIEMANN, ANDREAS SCHACK & SENDESAAL BREMEN
„Sehen Sie diese Federn?“ Marc Niemann deutet nach oben. Zwischen
Balken und Kabeln hängen Hunderte Metallfedern, die das Gebäude tragen.
„Der ganze Saal hängt in diesem Gerüst. So können keine Schwingungen
von außen übertragen werden.“ Und tatsächlich: Wer auf den
Dachboden des Sendesaals steigt, sieht sofort, dass dies kein gewöhnliches
Haus ist. Hier schwebt ein Raum in einem Raum, gebaut für die Stille und
für den perfekten Klang.
Unten im Saal wird alles noch greifbarer. Die Wände sind verkleidet mit
Holz, die Bühne ist groß, der Zuschauerraum vergleichsweise klein. „Etwas
mehr als eine Sekunde Nachhall – das ist optimal“, erklärt Niemann.
„Nicht zu trocken, nicht zu schwammig. Musiker lieben das.“
Ein Haus mit Geschichte
Gebaut wurde der Sendesaal in den 1950er Jahren. Von hier wurden auch
die Konzerte des Radio Bremen Orchesters übertragen. „Ja, es gab ein eigenes
Orchester!“ Ursprünglich war der Sendesaal weniger Konzertsaal
als Produktionsstudio, für Aufnahmen, Übertragungen und Hörspiele.
Noch heute zeugen alte Bandmaschinen, analoge Pulte und Kabelstränge
von dieser Zeit. „Wir haben hier eine einzigartige Mischung aus High-
End-Technik der 90er und modernster Digitaltechnik“, sagt Niemann und
schmunzelt: „Manchmal kommen Künstler mit dem MacBook und brauchen
nur einen Stecker. Andere schwören auf die alten analogen Schätze.“
28
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Marc Niemann plant neue Formate von
„HB unplugged“ bis zum Liedfestival
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 29
SENDESAAL BREMEN
„Hier zu spielen ist ein Traum“ – Marc Niemann in seinem neuen Arbeitsumfeld
Legendär ist der Saal spätestens seit 1973, als Keith Jarrett hier ein
Konzert spielte. „Die Aufnahme ging um die Welt“, erzählt Niemann.
„Bremen, Lausanne – ein Meilenstein.“ Auch Alfred Brendel, Christian
Tetzlaff und Marc-André Hamelin haben hier schon gespielt oder aufgenommen.
Rund 80 bis 100 Produktionstage pro Jahr kommen so zusammen,
fast ebenso viele Konzerte. „Hier war schon das Who’s who der
internationalen Musikszene.“
Marc Niemann übernimmt
Seit Januar 2025 ist Marc Niemann Intendant und Geschäftsführer des
Sendesaals. Der 52-Jährige ist in der Musikszene kein Unbekannter. In
Hannover geboren, studierte er Klavier und Dirigieren, arbeitete an Theatern
in ganz Deutschland und wurde 2014 Generalmusikdirektor in
Bremerhaven. Dort baute er neue Formate auf, erweiterte das Publikum,
produzierte CDs und gewann überregionale Aufmerksamkeit.
Nach elf Jahren suchte er eine neue Herausforderung. „Der Sendesaal
war für mich Liebe auf den ersten Ton“, sagt er. Als Dirigent hat er hier
mit seinem Orchester eine CD aufgenommen. „Diese Akustik ist unvergleichlich.
Man hört hier Dinge, die man sonst nie hört, gerade die leisen,
feinen Nuancen.“
Stille, die berührt
Wer im Saal Platz nimmt, erlebt etwas Besonderes. Kein Rumpeln von
Straßenbahnen wie in der Glocke, kein Brummen von außen. „Hier
herrscht absolute Stille“, sagt Niemann. „Das macht es für Musiker wie
Publikum gleichermaßen einzigartig. Jeder Atemzug, jeder Bogenstrich
wird hörbar.“ Diese Nähe prägt auch das Publikum. „Die Leute hier sind
sehr kunstsinnig“, erzählt Niemann. „Man spürt sofort, dass sie ganz bei
der Musik sind.“
Kleines Team, großer Verein
Hinter dem Sendesaal steht ein Trägerverein mit rund 700 Mitgliedern.
Sie sichern die Arbeit, tragen den Betrieb und bekommen dafür die Hälfte
des Eintrittspreises erlassen. „Das lohnt sich schon nach wenigen Konzerten“,
sagt Niemann. Sein festes Team besteht aus nur vier Personen,
ergänzt durch Techniker, Kassenkräfte und freie Mitarbeitende. „Ein
kleiner Betrieb, aber ein hochprofessioneller.“ Die Förderung der Stadt
beträgt lediglich 50.000 Euro im Jahr. „Das reicht für eine Stelle“, erklärt
er nüchtern. Der Rest muss über Produktionen, Konzerte, Förderungen
und Mitgliedsbeiträge erwirtschaftet werden.
30
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Marc Niemann auf dem Dachboden des Sendesaals. An Stahlfedern
aufgehängt, schwebt der Saal im Gebäude.
Neue Formate, neue Ideen
Trotz knapper Mittel möchte Niemann den Saal weiterentwickeln. „Wir
bieten hier Champions League“, sagt er. Namen wie Christian Tetzlaff
oder Viktoria Mullova stehen für internationale Qualität. Daneben sollen
neue Formate entstehen: ein Liedfestival mit Opernsänger Dietrich Henschel,
Abende mit Musik und Literatur, Stummfilme mit Livemusik. Und
unter dem Titel „HB unplugged“ sollen künftig auch Singer-Songwriter
und junge Bands aus Bremen auftreten. „Wir wollen die Szene fördern
und gleichzeitig neue Besuchergruppen ansprechen.“
Kulturmanager mit Taktstock
Niemann versteht sich als Musiker und Kulturmanager gleichermaßen.
„Ein Dirigent leitet nicht nur Konzerte, er verantwortet auch Finanzen
und Personal. Diese Doppelrolle hilft mir hier sehr.“ Und wenn er selbst
dirigiert? „Dann freue ich mich, wenn es am Abend still ist.“ Denn auch
er braucht manchmal Abstand vom Klang. Zu Hause in Hamburg hört er
Jazz und legt gelegentlich noch eine Schallplatte auf. „Ich habe tatsächlich
noch einen alten Plattenspieler.“
Der Sendesaal Bremen ist ein Ort, der Musiker wie Publikum gleicher-
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 31
SENDESAAL BREMEN
Der Sendesaal ist Studio und Konzertsaal zugleich. Rund 80 Produktionen
finden hier jährlich statt.
maßen fasziniert. Für Marc Niemann ist er Arbeitsort, Herzensprojekt
und Zukunftsaufgabe zugleich. „Hier zu spielen, ist für viele Künstler ein
Traum. Und für das Publikum jedes Mal ein Erlebnis.“
www.sendesaal-bremen.de
32
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Absolute Stille: Der Sendesaal gilt als akustisch einzigartig – jeder Ton wird hörbar.
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 33
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34
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 35
LA SCUOLA TOSCANA
La Scuola Toscana: viel Licht, gemütliche Tische, Wein – ein Lernort, der sich wie ein Café anfühlt. Sara Gasparri begrüßt ihre Gruppen mit Espresso
und einem Lächeln. Sie bietet auch Weinabende an: 12 bis 15 Gäste, 5 bis 6 Weine, dazu gibt es Bruschetta, Käse und Gespräche.
In der Scuola Toscana von Sara Gasparri wird Italien zur Gewohnheit,
mit Sprache, Wein und Gemeinschaft.
Die Espressomaschine zischt, während die ersten Stimmen in dem kleinen
Café im Fedelhören erklingen. „Buonasera! Come stai?“ Sara Gasparri
lacht, reicht ihren Gästen die kleinen Tassen über den Tresen, und
plötzlich erscheint der Alltag vor den großen Fenstern weit entfernt.
„Das hier ist meine kleine italienische Welt“, sagt sie. „Damit ich hier im
Norden besser leben kann, habe ich sie mir gebaut. Und viele fühlen sich
darin mittlerweile genauso zu Hause wie ich.“
La Scuola Toscana – so heißt ihre Italienisch-Schule. Unterrichtsraum,
Weinhaus, Wohnzimmer, Wintergarten und ein bisschen Café, alles
spielt hier zusammen. Bücherregale, Weinfl aschen, Amaretti und Fotos
aus der Heimat schmücken die Wände. Unten das gemütliche Café mit
Blick auf das Weinregal. Oben das helle Klassenzimmer, mit einem langen
Holztisch, der sich für Weinabende ausziehen lässt.
„Ich habe 1998 als Mini-Sprachschule in meinem Haus begonnen, zuerst
in der Neustadt, später hier im Fedelhören“, erzählt die 53-Jährige. Drei
Jahre kehrte sie zwischendurch nach Italien zurück, nach Livorno an
die Küste: „Sonne, Meer, Familie!“. Dort begann sie spontan eine Ausbildung
zum Wein-Sommelier und entwickelte sich nach erfolgreicher
Prüfung zu einer gefragten Weinexpertin. 2011 zurück in Bremen, kombinierte
sie ihre beiden Leidenschaften: Sprache und Wein aus Italien.
Seit 2013 befi ndet sich die Scuola Toscana in den heutigen Räumen.
2016 kamen ein dritter Raum und ein kleiner Ladenbereich dazu. „Alles,
was man hier sieht, ist da, weil ich es liebe“, sagt sie und zeigt auf
Amaretti-Dosen, Cantuccini aus Prato, Espresso aus ihrer Heimat und
eine Flasche Limoncello.
Rund 150 Menschen lernen aktuell italienisch in der Scuola Toscana. Die
Gruppen sind klein, maximal neun Personen, 60 Minuten pro Woche,
dazu Hausaufgaben. „Wunder kann ich noch nicht bewirken“, sagt Sara
und grinst. „Einmal pro Woche hier und einmal zu Hause, nur so wächst
die Sprache.“ In jeder Stunde beginnt sie mit dem gleichen Ritual: „Erzählt
was Schönes.“ Keine Weltlage, kein Trübsinn. Lieber von einem
netten Gespräch, einem guten Film, einem Spaziergang. „Solo Cose Belle
– nur schöne Dinge. Das tut der Gruppe gut. Und mir auch.“
Einsteiger starten in Anfängerkursen, sobald wieder ein Termin frei wird.
Der Altersmix reicht von Anfang 20 bis über 80. Die Motive der Schüler
sind so bunt wie Italien: Sehnsucht nach dem Klang der Sprache, Opernleidenschaft,
Urlaubspläne, ein Haus in Italien, Familie. Oder einfach die
Lust, sich einmal pro Woche an einen großen Tisch zu setzen und zu
reden.
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Eine Gemeinschaft
Und so ist La Scuola mehr als ein Lernort. Es ist ein Mikrokosmos. „Das
Leben geht durch diese Räume“, erzählt Sara. „Freudiges, Schwieriges
– alles.“ Zweimal im Jahr gibt es große Feste mit Buffet, Kennenlernspiel
und einem gemeinsamen Lied – von „Azzurro“ bis „Volare“. Eine Woche
lang wird dafür in jeder Klasse geübt. Am Abend singen alle zusammen.
Oft verabreden sich Gruppen auch außerhalb, feiern Geburtstage, gehen
gemeinsam in die Oper am Goetheplatz, wenn eine italienische Produktion
läuft. „Ich begrüße jeden mit einem Lächeln“, sagt Sara. „Ein Lächeln
ist besser als Medizin.“ „Diese Haltung trage ich hier hinein. Sie macht
etwas mit uns. Man geht leichter aus der Stunde, als man hineingekommen
ist.“
Alle sechs bis acht Wochen verwandelt sich der lange Tisch in eine Tafel
für 12 bis 15 Gäste. Dann führt Sommelier Sara durch einen Abend mit
Weinen aus unterschiedlichen Regionen. Dazu passendes Fingerfood:
Bruschetta, eine schnelle Pasta mit Trüffel, Quiche, Aufschnitt- und Käseplatten,
Cremes zum Streichen. „Wein hilft ins Gespräch“, sagt sie.
Die Weinabende sind kein Pfl ichtprogramm, sondern Teil des Konzepts.
Sprache, Genuss, Kultur – alles greift ineinander. „Wer zuerst für den
Wein kommt, entdeckt häufi g die Sprache. Und umgekehrt.“
Für den Sommer organisiert Sara oft eine Reise in ihre Heimatstadt
Livorno. Da ist dann die Stadt der Klassenraum.
Für den Sommer organisiert Sara oft eine Reise in ihre Heimatstadt Livorno.
„Die Stadt ist nicht touristisch. Das ist das Tolle“, sagt sie. „Man muss
Italienisch sprechen, in der Bar, im Buchladen, beim Einkauf, auf dem
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 37
LA SCUOLA TOSCANA
„Erzählt etwas Schönes“: So beginnt jede Stunde. Positives Denken gehört hier zum Lehrplan.
Markt.“ Unterricht fi ndet statt. Aber die Stadt ist der Klassenraum. Dazu
kommen Ausfl üge, Menschen, Handwerk, Küche. „Die Teilnehmer tauchen
in meine Welt ein, meine Orte, Freunde, manchmal Familie. Das
prägt. Zurück in Bremen kennen sie mich anders und sich selbst auch.“
Der Weg nach Bremen
1994 kam Sara, während ihres Studiums, für ein dreimonatiges Praktikum
nach Bremen. „Ich wusste bis dahin nicht einmal, dass es die Stadt
aus dem Märchen der Bremer Stadtmusikanten wirklich gibt“, erinnert
sie sich und lacht. Aus drei Monaten wurden drei Jahrzehnte, der Liebe
wegen. Mit ihrer Rückkehr nach Italien 2008 stillte sie ihre Sehnsucht
nach Heimat und Familie. 2011 kehrte sie zurück nach Bremen, zu ihren
Freunden. 2013 folgte der Umzug in die heutigen Räume, 2016 der
Ausbau. „Ich wachse peu à peu – so, wie es zu mir passt.“
Ihre Kinder, Lorenzo und Letizia sind längst erwachsen, mehrsprachig
aufgewachsen und haben bei den Weinabenden oft mitgeholfen. „Wir
haben viel als Familie gemacht.“ Heute bereiten auch Saras Schüler gelegentlich
das Anrichten mit vor und freuen sich darüber. „Das verbindet.“
Leichtigkeit, die bleibt
Es ist nicht die pure Grammatik, auch wenn Sara beim Konjunktiv keine
Gnade kennt. Es ist die Atmosphäre. Der Einstieg mit der Frage nach
dem Schönen. Das Lachen über kleine Fehler. Die Nähe. Die Verlässlichkeit
der kleinen Einheit: „Ich will keine Volkshochschule werden“, sagt
sie. „Es soll klein bleiben, persönlich. So lernt man besser und lebt schöner.“
„Doch wenn es klappt, würde ich gern noch eine weitere Lehrkraft
dazunehmen“, sagt sie. „Jemand Italienisches aus Bremen, der oder die
unsere Art teilt: herzlich, klar, spielerisch.“
Draußen rauscht der Verkehr, drinnen erklingt ein vielstimmiges „Ciao,
a presto!“. Auf dem Tisch stehen jetzt leere Tassen, ein paar Krümel
Cantuccini, ein Notizzettel mit neuen Vokabeln: sorriso – das Lächeln.
„Ich bin ehrgeizig für meine Leute“, sagt Sara Gasparri beim Abschied.
„Sie sollen lernen. Aber noch wichtiger: Sie sollen sich auf diese Stunde
freuen. Solo Cose Belle – davon lebt man länger als von Regeln.“
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Tierpflege mit Herz: Seit über 20 Jahren
kümmert sich Christian Panhorst um
Ziegen, Esel, Alpakas & Co. im Bremer
Bürgerpark – mit großer Erfahrung, viel
Geduld und echter Leidenschaft.
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Zwei Jahrzehnte
für Ziegen, Esel & Co.
Ein Tag mit dem Tierpfleger Christian Panhorst
im Bremer Bürgerpark
TEXT & FOTOS | DOREEN VON OESEN
Von außen wirkt das Tiergehege im Bremer Bürgerpark wie ein kleines
Idyll: Ziegen, Alpakas, Ponys und Esel trotten durchs Gehege, Kinder
drücken sich an die Zäune, Erwachsene zücken ihre Handys. Und mittendrin:
Christian Panhorst. Seit über 20 Jahren kümmert er sich um
das Wohl der Tiere im grünen Herzen Bremens. Doch wer genauer hinschaut,
merkt schnell: Hier steckt nicht nur viel Arbeit, sondern auch ein
hohes Maß an Verantwortung, Erfahrung und ja, – echte Leidenschaft.
„Tierpfl eger? Bin ich eigentlich gar nicht“, sagt Panhorst, der gebürtig aus
der Nähe von Bielefeld kommt, als sei das nichts Besonderes. Gelernt hat
er Landwirt, doch seit 2003 steht er mit Gummistiefeln und Heugabel
auf dem Gelände mitten im Bürgerpark. „Die Stelle war bundesweit ausgeschrieben
– meine Lebensgefährtin und ich haben uns damals einfach
beworben. Und Schwups, waren wir in Bremen.“ Seitdem ist er geblieben.
Ob das bis zur Rente so bleibt? „Vielleicht. Ich denke da nicht viel
drüber nach.“
Kein romantisierter Traumjob
Ein bisschen klingt es so, als sei der heute 54-Jährige damals in den Beruf
hineingestolpert. Geblieben ist er über all die Jahre trotzdem. Warum?
„Ich mag den Job. Wenn ich ihn nicht gerne machen würde, wäre ich
schon weg“, sagt er trocken. Romantisieren will er aber nichts: „Es ist
kein Märchenjob. Aber er hat was“, fügt er hinzu. Die Arbeit beginnt
um sieben Uhr morgens mit Füttern, Stall ausmisten und Putzen. Esel,
Schweine, Ziegen, Alpakas sowie auch Meerschweinchen – rund 70 bis
80 Tiere leben hier, je nach Saison, in dem kleinen Tierpark.
Ob Tiere verschiedene Charakterzüge haben? „Ganz sicher“, sagt Panhorst.
„Manche kommen schon so auf die Welt. Wie bei uns Menschen.“
Und alle Tiere hier im Bürgerpark haben auch ihre Eigenheiten. „Die
Schweine zum Beispiel – die sind richtig charakterstark“, berichtet er
und lacht. „Neulich hatte ein Schwein elf Ferkel – da war hier richtig
was los!“
Der Job bringt Routine, aber nie Langeweile. Neben der täglichen Pfl ege
von Stall und Tieren gehört auch Bildungsarbeit zu seinem Job: Führungen
mit Kindertagesstätten und Schulklassen sind fester Bestandteil
seines Alltags. „Gerade Kinder haben heute oft kaum noch Berührungspunkte
mit Tieren“, so Panhorst. Dabei sei das Wissen um deren Bedürfnisse
und Lebensweise essenziell. Was fressen Esel? Warum können
Schweine nicht schwitzen? Und was macht die Schwalben zu Stammgästen
im Stall? Im Sommer kommen fast täglich Schulklassen. „Aber bitte
nicht alle auf einmal. Fünfzig Kinder schaffe ich nicht. Esel übrigens auch
nicht“, ergänzt er schmunzelnd.
Der Bürgerpark als Naherholungsort –
ein Park wie kein anderer
Was macht den Bürgerpark eigentlich so besonders? Für Panhorst ist es
die Kombination aus Natur, Erholung und Überraschung: „Viele Besucher
– gerade die, die nicht aus Bremen kommen, sind erst mal baff, dass
mitten in der Stadt so ein großer, schöner Park liegt.“ Und dann noch
mit Tieren – kostenlos zugänglich für alle. „Das gibt’s nicht oft“, fasst
er zusammen. Der Vergleich, den er zieht, kommt nicht von ungefähr:
„Der Englische Garten in München ist natürlich bekannter – aber der
Bürgerpark kann da locker mithalten“, so Panhorst. Die Mischung aus
historischer Parkanlage, grüner Lunge der Stadt und Tiergehege mache
den Reiz aus. Und vielleicht ist es gerade das: dass er nicht so überlaufen
ist, aber trotzdem genauso besonders.
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TIERGEHEGE
Das Tiergehege im Bürgerpark ist ein beliebter Ort für Familien. Hier können Kinder Tieren begegnen – und gleichzeitig viel über deren Bedürfnisse
lernen.
Der Tierpfl eger weiß, wie wichtig das Gehege für die Stadt ist. „Gerade
Familien, die sich z. B. keinen Zoobesuch leisten können, kommen hierher.
Der Park ist frei zugänglich, die Tiere auch – das ist ein Geschenk.“
Ein bisschen stolz klingt er dabei schon, wenn er von der Bedeutung für
Bremen spricht.
Esel als Wachhunde
Und dann gibt es da noch die Geschichten, die man nicht vergisst. Etwa
die von dem Mann, der spätabends, nur in Unterhose bekleidet, im Gehege
der Esel stand und laut „I love you, donkey!“ rief. „Die Esel sind
wie Wachhunde“, sagt Panhorst. „Wenn sie laut rufen, stimmt meistens
was nicht.“ Wichtig ist ihm, dass die Tiere hier nicht nur zur Schau
stehen, sondern sich auch wohlfühlen können. „Die brauchen Rückzugsorte
– gesetzlich vorgeschrieben, aber vor allem auch sinnvoll.“ Dass
Besucher die Tiere streicheln oder füttern, kommt selten vor – „früher
war das schlimmer. Da haben Leute hier Küchenabfälle entsorgt. Heute
läuft das meiste ziemlich gut.“
Kein Liebling – aber eine tiefe Bindung
Auf die Frage nach seinem Lieblingstier überrascht Panhorst: „Die
Schwalben“, sagt er wie selbstverständlich. Keine Esel, keine Ponys,
sondern die leichten, fast unauffälligen Flugkünstler, die im Sommer
ihre Nester unter dem Dach des Geheges bauen. „Die gehören genauso
dazu“, sagt er. Vielleicht ist es kein Zufall, dass Panhorst ausgerechnet die
Schwalben schätzt. Sie gelten als Symbol für Heimkehr und Treue und
dafür, dass manches einfach richtig ist, wenn es wiederkehrt. Außerdem
sind sie sensible Dauerbewohner: still, unaufgeregt und trotzdem überall
dabei. Wie ihr Tierpfl eger. Seit über 20 Jahren im Bürgerpark.
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Im Herzen Bremens liegt das traditionsreiche Tiergehege. Mit rund 80 Tieren bietet es Begegnung, Bildung und Erholung – ganz ohne Eintritt, für
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 43
TIERGEHEGE
Wichtig ist Christian Panhorst, dass die Tiere im Tiergehege nicht nur zur Schau stehen,
sondern sich auch wohlfühlen können. „Sie brauchen Rückzugsorte – gesetzlich vorgeschrieben,
aber vor allem auch sinnvoll.“
Aber auch mit den Eseln, Ziegen oder Alpakas ist über die Jahre eine
Beziehung gewachsen. „Klar, entsteht da was. Das sind schon irgendwie
Familienmitglieder“, so Panhorst.
Lernen von Tieren
Christian Panhorst ist keiner, der große Reden schwingt – aber einer, der
für das spricht, was er täglich tut: „Die Tiere sind feinfühlig und geben
einem viel zurück. Wenn man gut mit ihnen umgeht und nett zu ihnen
ist, sind sie’s auch.“ Was er in all den Jahren gelernt hat? „Dass man
Geduld braucht. Und dass Tiere einem zeigen, wie wichtig Vertrauen
ist.“ Gerade Kinder könnten laut Panhorst im Tiergehege viel lernen:
„Die meisten wissen gar nicht mehr, wie ein Schaf klingt – geschweige
denn, wie es lebt“.
Was bleibt?
Was sich Christian Panhorst für die Zukunft wünscht? Vor allem, dass
alles so bleibt, wie es ist. „Es gibt hier viel Wertschätzung der Besucher.
Aber es ist nicht selbstverständlich, dass so ein Gehege in einer Stadt wie
Bremen erhalten bleibt.“ Natürlich gebe es Sanierungsbedarf – Dächer,
Stallungen, Kleinigkeiten, die sich summieren. „Aber das ist wie bei jedem
alten Haus: Man ist nie fertig.“ Und wie lange macht er das noch?
Panhorst zuckt erneut mit den Schultern: „Weiß ich nicht. Vielleicht bis
zur Rente. Vielleicht länger. Oder kürzer. Aber ich bleibe, solange ich’s
gerne mache.“ Und auch wenn diese Frage offen bleibt: Noch ist er hier.
Jeden Tag, bei jedem Wetter. Für die Tiere. Und für die Menschen, die
wegen der Tiere in den Bürgerpark kommen.
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 45
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Madama Butterfly
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Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
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„Madama Butterfl y“ am 16. Oktober
um 19 Uhr im Theater am Goetheplatz.
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Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
Cio-Cio San wartet und hofft, jahrelang. Sie wartet darauf, den Mann
wiederzusehen, der ihr ein Leben in Liebe und Sicherheit versprach.
US-Leutnant Pinkerton hingegen kaufte sich seine Braut und damit ihre
Träume, gefesselt von einem für ihn fremden Land, „in dem die Häuser
so fl exibel sind wie die Verträge“. Fasziniert warf Puccini einen westlichen
Blick auf die „japanische Tragödie“ und betrachtete sein Werk als
sein liebstes und bestes. Mit schönen Tönen und dramatischen Farben
zeichnete er das Porträt einer Frau, die mehr Projektion denn Person
werden durfte. Diesem Abziehbild eines Menschen zwischen Hingabe
und Hoffnung im Spannungsfeld verpasster Lebens- und Liebeschancen
widmet sich Regisseurin Ulrike Schwab, die für ihre dritte Arbeit ans
Theater Bremen kommt. Am Ende bleibt die Hoffnung, nicht auf Pinkertons
Rückkehr, sondern auf Selbstermächtigung. Und der Blick auf das
Wesentliche: sich selbst.
Besetzung:
Musikalische Leitung: Sasha Yankevych
Regie: Ulrike Schwab
Bühne: Rebekka Dornhege Reyes
Kostüme: Martha Lange, Lena Schmid
Mit: Angela Jiyoung Shin, Sarah-Jane Brandon, Brigitte Hahn, Nathalie
Mittelbach, Oliver Sewell, Michał Partyka, Fabian Düberg, Arvid Fagerfjäll,
Jasin Rammal-Rykała, Paul J. Ham, Daniel Ratchev, Yosuke Kodama,
Krassena Velkova, Andrezza Reis, Zlatina Genova-Wolf sowie dem Chor
und der Statisterie des Theater Bremen. Es spielen die Bremer Philharmoniker.
Vorstellungen:
Sonntag, 14. September 2025, 18.00 Uhr (Premiere)
Sonntag, 21. September 2025, 18.00 Uhr
Sonntag, 05. Oktober 2025, 15.30 Uhr
Samstag, 11. Oktober 2025, 19.00 Uhr
Donnerstag, 16. Oktober 2025, 19.00 Uhr
Freitag, 31. Oktober 2025, 18.00 Uhr
www.theaterbremen.de
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Alberto Giacometti. Das Maß der Welt
11. Oktober 2025 – 15. Februar 2026
Die erste große Alberto Giacometti-Retrospektive
in Deutschland seit mehr als zehn Jahren
bietet einen umfassenden Überblick über das
Schaffen des berühmten Schweizer Bildhauers
und Malers: von frühen Aquarellen, Kunstwerken
aus der surrealistischen Periode bis zu
seinen berühmten Skulpturen aus der Nachkriegszeit.
Die Ausstellung zeigt dabei erstmals,
wie intensiv sich Giacometti mit Landschaften
beschäftigte – und wie diese seine ikonischen
Figuren beeinfl ussten.
Giacometti sah die Welt in Analogien: Ein
Baum wurde zur stehenden Frau, ein Stein
zum Kopf, ein Berg zu einer männlichen Büste.
Trotz seines Lebens in Paris kehrten seine
Gedanken immer wieder zu den prägenden
Berglandschaften seiner Jugend in der Schweiz
zurück. Die Ausstellung beleuchtet erstmals,
wie seine Faszination für die Verbindung von
Mensch und Natur auch durch Ideen der Romantik
inspiriert wurde.
In einer abwechslungsreichen Inszenierung
wird die Schau sowohl herausragende Meisterwerke
wie auch bisher Unveröffentlichtes
präsentieren. Gezeigt werden über einhundert
Werke aus dem Bestand der renommierten
Fondation Giacometti in Paris – Skulpturen,
Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Drucke
sowie dokumentarisches Material. Ergänzt
werden diese bedeutenden Leihgaben durch
bisher kaum gezeigte Zeichnungen und Drucke
von Alberto Giacometti aus der Sammlung der
Kunsthalle Bremen.
Gemeinsam organisiert von der Kunsthalle Bremen
und der Fondation Giacometti, Paris.
www.kunsthalle-bremen.de
Alberto Giacometti, Landschaft, Hügel von Capolago und Silsersee, 1919
Aquarell und Bleistift auf Papier, 28 x 20 cm
Fondation Giacometti, Paris © Succession Alberto Giacometti / VG Bild-Kunst, Bonn 2025
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 47
Herbstsäfte sind eine sinnvolle Ergänzung zur Ernährung, da
sie auf natürliche Weise das Immunsystem stärken. Sie liefern
Energie, ohne zu belasten und bieten eine schmackhafte
Möglichkeit, mehr Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
HERBSTSÄFTE
Gesunder Genuss aus der
goldenen Jahreszeit
Der Herbst ist eine Jahreszeit voller Farben, Düfte und vor allem
Aromen. Wenn die Blätter sich in leuchtendes Gelb, Orange und
Rot färben und die Tage kürzer werden, beginnt die Erntezeit für
viele heimische Früchte und Gemüse. Aus dieser reichen Ernte entstehen
wohlschmeckende, gesunde Herbstsäfte – ein Genuss, der
nicht nur den Gaumen erfreut, sondern auch das Immunsystem
stärkt und den Körper auf die kalte Jahreszeit vorbereitet.
Die Vielfalt der herbstlichen Ernte
Zu den typischen Früchten und Gemüsesorten, die im Herbst geerntet
werden und sich hervorragend zur Saftherstellung eignen,
zählen Äpfel, Birnen, Trauben, Quitten, Karotten, Rote Bete, Kürbis
und Sanddorn. Auch Wildfrüchte wie Hagebutten, Holunderbeeren
oder Schlehen kommen in dieser Zeit in die Presse. Die Kombination
aus süßen, sauren und herben Aromen sorgt für eine besondere
Geschmacksvielfalt, die den Herbst in flüssiger Form einfängt.
Apfelsaft – Der Klassiker unter den Herbstsäften
Apfelsaft ist wohl der bekannteste und beliebteste Herbstsaft. Mit
dem Beginn der Apfelernte im Spätsommer und Herbst ist die Auswahl
an Sorten besonders groß. Je nach Apfelsorte – süß, sauer
oder leicht herb – variiert auch der Geschmack des Safts. Besonders
beliebt ist naturtrüber Apfelsaft, da er viele Ballaststoffe und sekundäre
Pflanzenstoffe enthält. Er schmeckt intensiv und enthält noch
einen Großteil der natürlichen Inhaltsstoffe des Apfels.
Frisch gepresster Apfelsaft ist nicht nur lecker, sondern auch gesund:
Er enthält viele Vitamine wie Vitamin C und zahlreiche Antioxidantien.
In Kombination mit anderen Früchten wie Birnen oder
Quitten entstehen spannende Mischsäfte mit herbstlich-fruchtiger
Note.
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 49
Äpfel, Birnen, Trauben, Quitten, Karotten, Rote Bete, Kürbis und Sanddorn sind typische Früchte und Gemüsesorten, die im Herbst geerntet werden
und sich hervorragend zur Saftherstellung eignen
Rote Bete und Karotte – Gemüsesäfte für Vitalität
Auch Gemüse spielt im Herbst eine große Rolle. Rote Bete beispielsweise
ist ein typisches Herbstgemüse, das sich hervorragend für die Saftherstellung
eignet. Ihr erdiger Geschmack wird oft mit Apfelsaft gemischt,
um eine süßere, mildere Note zu erzielen. Der Saft der Roten Bete ist
reich an Eisen, Folsäure, Kalium und Nitraten, die sich positiv auf den
Blutdruck auswirken können.
Karottensaft wiederum überzeugt mit seinem hohen Gehalt an Beta-
Carotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird – wichtig für
Haut, Augen und das Immunsystem. Karottensaft lässt sich gut mit Apfel,
Orange oder Ingwer kombinieren und schmeckt angenehm süß.
Sanddorn, Holunder und Hagebutte – echte Vitaminbomben
Weniger bekannt, aber äußerst gesund sind Säfte aus Wildfrüchten wie
Sanddorn, Holunder oder Hagebutte. Diese Früchte enthalten besonders
hohe Mengen an Vitamin C und anderen antioxidativen Stoffen. Sanddornsaft
beispielsweise schmeckt sehr sauer und wird meist mit anderen
Fruchtsäften gemischt. Er stärkt das Immunsystem und kann bei Erkältungskrankheiten
unterstützend wirken.
Holundersaft ist bekannt für seine antivirale Wirkung. Er wird traditionell
bei grippalen Infekten oder zur Vorbeugung von Erkältungen getrunken.
Warm serviert mit etwas Honig ist Holundersaft im Herbst ein wohltuendes
Hausmittel. Auch Hagebuttensaft, aus den Früchten der Wildrose, ist
reich an Vitamin C und fördert die Abwehrkräfte.
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
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Kürbissaft – Eine herbstliche Rarität
Kürbis kennt man vor allem in der Suppe oder als Ofengemüse – doch
auch als Saft hat er seinen Reiz. Der Geschmack ist mild, leicht süßlich
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Die Herstellung – Frisch, naturtrüb und möglichst regional
Bei der Saftherstellung im Herbst stehen Frische und Natürlichkeit im
Vordergrund. Wer einen Garten mit Obstbäumen besitzt oder selbst erntet,
kann die Früchte in einer Mosterei pressen lassen. Dort erhält man
seinen ganz persönlichen, regionalen Saft – naturtrüb, ohne Zusätze und
reich an Inhaltsstoffen. Auch auf Wochenmärkten oder in Hofläden werden
häufig Herbstsäfte aus lokaler Produktion angeboten. Wichtig ist,
beim Kauf auf Qualität zu achten: Direktsäfte enthalten mehr Nährstoffe
als Konzentrate, und naturtrübe Säfte bieten oft eine höhere Dichte an
sekundären Pflanzenstoffen.
Herbstsäfte als Teil einer gesunden Ernährung
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In der kalten Jahreszeit steigt der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen.
Herbstsäfte sind daher eine sinnvolle Ergänzung zur Ernährung, da
sie auf natürliche Weise das Immunsystem stärken. Sie liefern Energie,
ohne zu belasten, und bieten eine schmackhafte Möglichkeit, mehr Obst
und Gemüse zu sich zu nehmen. Besonders in der Erkältungssaison kann
ein Glas Sanddorn-Apfel-Saft oder Holunder-Karotte am Morgen helfen,
gesund durch den Tag zu kommen. Auch als alkoholfreie Alternative zu
Glühwein oder Punsch eignen sich erwärmte Herbstsäfte mit Gewürzen
wie Zimt, Nelken oder Ingwer hervorragend.
Herbstsäfte sind mehr als nur ein saisonaler Trend – sie sind ein Spiegel
der Natur, vollgepackt mit Vitaminen, Geschmack und Tradition. Ob süß,
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 51
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
„Familie & Co“
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bunte Spraydosen, an der Wand
trocknet ein Pullover, den sie selbst
mit Farbe gestaltet hat. Zwischen bunten Farbdosen, Pinseln und
kleinen Leinwänden wirkt sie ganz in ihrem Element. „Ich liebe
es, wenn Kinder völlig in eine Idee eintauchen und am Ende selbst
überrascht sind, was sie geschaffen haben“, erzählt die 43-Jährige.
Die gebürtige Bremerin ist Mediendesignerin und Künstlerin – und
seit Anfang 2025 Gründerin von KLECKS, einem mobilen Kreativ-
Atelier für Kinder.
Die Idee: Statt Kinder in ein Atelier bringen zu müssen, kommt das Atelier
zu ihnen. Möllers bringt Farbe und Fantasie dorthin, wo sie gebraucht
werden. Ob Kindergeburtstag, Projekttage in Kindergarten oder Schule,
eine Ferienaktion oder ein Nachmittag im Garten – sie reist mit ihrem
Material an, baut alles auf, begleitet die Kinder beim kreativen Gestalten
und räumt hinterher wieder auf. „Viele Eltern sind froh, dass sie zuhause
Gastgeber sein können, ohne sich selbst um alles kümmern zu müssen“,
sagt die Gründerin. Am Ende bleibt nur die Freude – und ein Kunstwerk,
das die Kinder stolz mit nach Hause nehmen.
Von der Grafikerin zum mobilen Atelier
Kreativität war für Möllers schon immer ein Lebenselixier. Ihre Mutter
förderte sie früh, erste Kurse besuchte sie bereits als Kind. „Am liebsten
saß ich am Zeichentisch“, erzählt sie strahlend. „Es gibt Fotos von mir,
wie ich mit fünf Jahren in einem Kunstkurs sitze und konzentriert male.“
Für die Bremerin war schnell klar: Das gehört zu meinem Leben. Später
studierte sie Grafikdesign, unterrichtete digitales Zeichnen und sammelte
über zehn Jahre Erfahrung in verschiedenen Kunstprojekten. Die Begeisterung
für Farben, Materialien und die Fantasie der Kinder hat sie nach
eigener Beschreibung nie losgelassen. Schon früh kamen Anfragen, ob
sie nicht auch für Geburtstage oder Projekte buchbar sei. „Irgendwann
dachte ich: Warum nicht all das in eine eigene Idee stecken?“, erinnert
sich Möllers an die Anfänge. Mit KLECKS erfüllte sie sich diesen Wunsch
– ein Atelier, das nicht an einen festen Ort gebunden ist, sondern dorthin
fährt, wo Kinder gerade kreativ werden wollen.
Kleine Hände, große Ideen
Ihre Angebote sind vielfältig: Graffiti-Stencil-Art auf Leinwänden,
Schmuckkästchen, Traumfänger, Miniaturwelten aus Naturmaterialien.
Manchmal wird auch gestaltet oder Kleidung bemalt. „Die Kinder dürfen
ausprobieren, matschen, sprühen, kleben – alles, was Spaß macht“,
erzählt die Ideengeberin hinter KLECKS. Besonders beeindruckt war sie
von einer Ferienaktion beim Bremer Martinsclub, wo Kinder mit und
ohne Beeinträchtigung gemeinsam kreativ wurden. „Da war so eine Offenheit,
so viel Freude am Gestalten, das hat mich sehr berührt“, erinnert
sich Möllers. Solche Erfahrungen bestätigen sie darin, dass Kreativität
nicht nur ein schöner Zeitvertreib ist, sondern auch ein Stück Inklusion,
Selbstbewusstsein und Gemeinschaft fördert. „Alle waren gleich mittendrin,
keiner hat auf Unterschiede geschaut“, fügt die Gründerin noch
hinzu.
Jana Möllers beim Malen – Kreativität ist ihre Leidenschaft
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 53
„Familie & Co“
Graffiti-Workshop auf einem Kindergeburtstag
Spraykunst zum Anziehen: Pullover-Design ist auch
ein Teil des KLECKS-Angebots.
Freiheit statt Perfektion
Möllers legt Wert darauf, den Kindern möglichst wenig vorzugeben.
„Wenn ich eine Vorlage mitbringe, richten sich die Kinder sehr schnell
danach. Aber wenn sie frei gestalten, kommen die besten Ideen.“ Besonders
beim beliebten Pullover-Design, das sie oft bei Geburtstagen anbietet,
entstehen Überraschungen. Manche Kinder seien zu Beginn sehr
selbstkritisch und glaubten, sie könnten das nicht. „Und dann halten sie
ein selbstgestaltetes Kleidungsstück in der Hand und strahlen. Diese Momente
sind unbezahlbar“, sagt sie lächelnd und fügt noch hinzu: „Genau
dafür mache ich das.“
Für die Gründerin ist die Zeit im mobilen Atelier von KLECKS mehr als
Basteln. „Es ist ein Erlebnis, das sie stärkt und begleitet“, erläutert sie.
Auch Eltern seien überrascht, wie konzentriert und lange ihre Kinder bei
der Sache bleiben. Gerade in einer Zeit, in der Bildschirme viel Raum einnehmen,
sei es schön zu erleben, wie Kreativität den Alltag entschleunigt
und Momente echter Hingabe schafft.
Werte, die bleiben
Bei KLECKS geht es nicht nur um schöne Ergebnisse, sondern um das,
was dahintersteckt: Selbstvertrauen, Freude am Ausprobieren, Gemeinschaft.
„Mir ist wichtig, dass Kinder spüren: Alles was gemalt oder gebastelt
wird, ist wertvoll“, betont die Workshop-Leiterin. Das Erleben
in der Gruppe spiele ebenfalls eine große Rolle. „Wenn Kinder merken,
dass ihre Idee so gut ist, dass auch andere sie übernehmen, dann lernen
sie: Teilen macht stark. Und Nachahmen ist nicht schlimm, sondern ein
Kompliment.“
Mehr als Kinderkunst
Obwohl KLECKS als Kinderatelier gestartet ist, denkt Möllers bereits weiter.
Sie träumt von offenen Kursen für Eltern-Kind-Teams, Projekten mit
Jugendlichen und vielleicht sogar von Nachmittagen für Senioren. „Kreativität
verbindet alle Generationen. Es ist so schön, wenn man gemeinsam
an einem Tisch sitzt, wo jeder etwas Eigenes erschafft“, erzählt sie.
Im öffentlichen Raum auf Stadtteilfesten ist KLECKS bereits mit Angeboten
und Aktionen wie Kinderschminken vertreten. Für Events wie Hochzeiten
kann man das mobile Kreativ-Atelier ebenfalls buchen.
„Alles ist Kunst“
Am Ende des Gesprächs fasst Jana Möllers ihre positive Haltung in einem
Satz zusammen: „Alles, was gemalt oder gebastelt wird, ist Kunst. Und
jedes Kind soll spüren: Ich kann etwas. Ich bin so gut, wie ich bin.“ So
schafft KLECKS kreative Momente, die Kindern Mut machen, eigene
Ideen zu entdecken – und sie dann stolz mit nach Hause zu tragen.
www.klecks-bremen.de
Jana Möllers, Tel. 0176-64 35 94 52
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
AOK_Logo mit Deskriptor.indd 1 12.04.22 10:59
„Familie & Co“
DayCamp Herbst 2025
Ferienbetreuung mit Spaß,
Abenteuer & Gemeinschaft!
Das Herbst DayCamp des CVJM Bremen e.V. bietet auch 2025 wieder
eine abwechslungsreiche Ferienbetreuung für Kinder von 4 bis 12 Jahren
an. In zwei thematisch gestalteten Wochen erwarten die Teilnehmenden
kreative Aktivitäten, Naturerlebnisse und ein starkes Gemeinschaftsgefühl
– jeweils von Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr, mit optionalem Frühdienst
ab 7.30 Uhr und Spätdienst bis 16.30 Uhr.
Woche 1: 13. bis 17. Oktober – Geschichten erfinden
Diese Woche steht ganz im Zeichen der Fantasie. Die Kinder entwickeln
eigene Geschichten – geschrieben, gemalt, erzählt oder gespielt. Ziel ist
es, kreative Ausdrucksformen zu entdecken und vielleicht sogar ein gemeinsames
Geschichtenbuch entstehen zu lassen.
Woche 2: 20. bis 24. Oktober – Basteln mit herbstlichen Naturmaterialien
In der zweiten Woche wird der Herbst mit all seinen Farben und Formen
kreativ genutzt. Aus Stöcken, Kastanien, Eicheln, Blättern und Beeren
entstehen fantasievolle Kunstwerke. Eigene Ideen sind ebenso willkommen
wie die Impulse des Betreuungsteams.
In den Leistungen ist folgendes enthalten: Stilles und Medium Wasser,
Obst & Rohkost nach Bedarf, ein Kindgerechtes Mittagessen, Spielund
Bastelmaterial.
Veranstaltungsort ist: Am Stadtwaldsee 1 in Horn – auf dem Gelände des
ehemaligen Campingplatzes am Unisee. Die Kosten pro Woche liegen
bei 130,– Euro, für CVJM-Mitglieder 110,– Euro. Eine Anmeldung ist
erforderlich, bitte bei Susanne Kettler unter der Nummer (0421) 169 12
93 oder per E-Mail: daycamp@cvjm-bremen.de.
»»» cvjm-bremen.de
Gemeinsame
Sache
AOK Bremen/Bremerhaven und
Bremen 1860 bilden ein Team
Alle Versicherten der AOK Bremen/Bremerhaven
profitieren bei einer Neumitgliedschaft bei
Bremen 1860 gleich von mehreren Vorteilen:
• Keine Aufnahmegebühr
• Die ersten zwei Monate sind beitragsfrei
AOK Bremen/Bremerhaven
Die Gesundheitskasse.
Offizielle Gesundheitspartnerschaft
Noch kein
Mitglied?
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 55
„Familie & Co“
Peter und der Wolf
Figurentheater -
Ein musikalisches Märchen
von Sergej Prokofjew
Der Großvater sagt zu Peter: „Wenn du in den Garten gehst, mach das
Tor wieder zu!“ Doch was macht Peter, der kleine Schlingel? Er vergisst
natürlich, das Tor zu schließen. Statt brav auf den Großvater zu hören,
ist er viel zu neugierig und spielt lieber mit seinen Freunden: der Ente,
die fröhlich im Wasser planscht, und dem kleinen Vogel, der zwitschernd
durch die Luft schwirrt. Auch der Kater schleicht leise und mit spitzen
Pfoten um die drei herum – und schon jetzt merkt man, dass in diesem
Garten einiges los ist.
Was dann geschieht, ist eine richtig spannende Geschichte! Denn plötzlich
wird es gefährlich – sehr gefährlich sogar! Doch Peter lässt sich nicht
so leicht einschüchtern. Mit viel Mut, Cleverness und einer guten Portion
Unerschrockenheit stellt er sich der Herausforderung. Und das Beste
daran: Er ist nicht allein. Gemeinsam mit seinen tierischen Freunden
wächst Peter über sich hinaus. Zusammen beweisen sie, dass Freundschaft,
Mut und Zusammenhalt Berge versetzen können – oder zumindest
einen sehr gefährlichen Gegner in die Flucht schlagen!
Ein musikalisch-poetisches Abenteuer für die ganze Familie, voller Witz,
Spannung und Überraschungen. Die liebevoll gespielten Figuren ziehen
Klein und Groß sofort in ihren Bann und machen die bekannte Geschichte
zu einem besonderen Erlebnis.
Für Kinder ab 4 Jahren · Dauer: ca. 40 Minuten
Sonntag, 26. Oktober um 15 Uhr
Nils Mohl
Die Insel der Schlasocks
Wenn das nicht die Chance aufs
Abenteuer seines Lebens ist!
Mitten in der Nacht fl iegt Jasper mit einer Drohne übers Meer, denn zu
Hause fühlt er sich im Stich gelassen. So landet er auf der Insel der Schlasocks.
Schnarnas und Trütass gibt es dort auch. Aber was sind das nur für
seltsame Monster, die nicht wissen, was ein Kind so macht? Kann Jasper
das Rätsel dieses geheimnsivollen Ortes knacken? Mit viel Fantasie und
Witz und einer gehörigen Portion Mut schafft er es, diesen monströs müden
Haufen aufzumischen und Freundschaften zu schließen. Doch dann
gerät plötzlich die anze Insel in größte Gefahr. Wenn überhaupt noch
etwas hilft, dann die Hoffnung, dass sie alle gemeinsam anpacken ...
Originalausgabe
288 Seiten
ISBN: 978-3-423-76586-2
Preis: 15,– Euro
Format: 14,3 x 22,0 cm
Lesealter ab 8
»»» dtv.de
Verlosung!
2 x „Die Insel der Schlasocks“
Einfach eine E-Mail bis
zum 15. Oktober an:
gewinnen@magazine-bremen.de
Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
»»» menschpuppe.de
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
„Familie & Co“
Neu: Offener Trauertreff für Jugendliche
Raum und Zeit zum Erzählen, Zuhören, Fragen stellen und gemeinsam
Spaß haben. Neben inhaltlichen Angeboten zum Entdecken eigener
Kraftquellen oder dem Bewahren von Erinnerungen an die verstorbene
Person gibt es parallel auch immer die Möglichkeit für Gruppenaktivitäten
wie Kochen, Kickern oder Spiele spielen. Vieles darf, nichts muss.
Das Angebot ist so konzipiert, dass neben den (kreativen) Angeboten
zu den Themen, genug Zeit für den Austausch untereinander bleibt.
Die Treffen finden einmal im Monat jeweils an einem Dienstagnachmittag
in der Zeit von 16.30 bis 19 Uhr in der Buchenstraße 8a, 28211
Bremen, statt.
Bei dem Trauertreff haben Jugendliche die Gelegenheit, andere trauernde
Jugendliche kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen
Der gemeinnützige Verein Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder
und Jugendliche e. V. bietet ab September einen monatlich stattfindenden
Trauertreff für Jugendliche an, bei denen ein naher Mensch
gestorben ist.
Bei dem Trauertreff haben Jugendliche die Gelegenheit, andere trauernde
Jugendliche kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen.
Die Gruppen beginnen und enden gemeinsam. Dazwischen gibt es viel
Die nächsten Termine sind:
Dienstag, 7. Oktober 2025
Dienstag, 11. November 2025
Dienstag, 2. Dezember 2025
Dienstag, 13. Januar 2026
Interessierten Jugendlichen steht es frei, an einem der Treffen teilzunehmen
oder an beliebig vielen. Die Treffen sind kostenfrei. Um Voranmeldung
wird gebeten: entweder über das Beratungstelefon unter (0421)
69 66 72 80 oder per Mail an beratung@trauerland.org.
»»» trauerland.org
An diesen Orten
ermög lichen wir
regel mäßig allen
unter 18 Jahren
den KOSTENLOSEN
Besuch.
Eintritt frei!
Mehr Infos und Bedingungen ( * ) unter:
www.sparkasse-bremen.de/vorteile
Stark. Fair. Hanseatisch.
Kunsthalle
Bremen
Übersee-
Museum*
Universum ®
Bremen*
kek
Kindermuseum*
Museen
Böttcherstraße
Weserburg
Focke-Museum
Hafenmuseum
botanika*
Wilhelm
Wagenfeld Haus
Atlantis
Filmtheater*
Schulmuseum
Bremen
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 57
„Familie & Co“
Lustige Ideen für einen
Halloween Teller
Kürbisse: Schäle die Mandarine und achte darauf, sie nicht zu teilen.
Nimm dir nun ein paar Schnüre und schneide sie in ca. 4 cm lange Stücke.
Stecke sie anschließend in das Loch der Mandarine.
Geister: Schmelze etwas Schokolade und schäle die Banane. Teile sie
anschließend und bestreiche sie mit etwas Zitronensaft, damit sie nicht
braun wird. Schneide an der Schnittseite kleine Zacken ein und male mit
der Schokolade ein Geistergesicht auf.
Monsteraugen: Schmelze etwas Schokolade. Tunke anschließend die
gewaschene Weintraube leicht in die Schokolade und klebe ein Zuckerauge
an.
Hexenbesen: Schneide ein schmales Stück Käse ab und schneide dann
mehrfach für die Fransen in den Käse. Breche eine Salzstange in der
Mitte durch und wickle den Käse an einem Ende um die Stange. Knote
den Käse mit einem Stück Schnittlauch zu.
Frankensteins Monster: Entferne 2/3 der Schale einer Kiwi mit einem
harten Schnitt. Schmelze etwas Schokolade und male einen Mund
auf die Kiwi. Außerdem kannst du damit die Zuckeraugen ankleben. Stecke
an den Seiten je ein Stück Salzstange in die Kiwi.
Monstermünder: Drittel einen Apfel und entferne das Kerngehäuse.
Schneide eine Kerbe ein und bestreiche diesen Bereich mit Erdbeermarmelade.
Schneide aus einer Drachenzunge (Süßigkeit) eine Zunge und
lege sie in die Kerbe. Platziere kleine Marshmallows für die Zähne. Klebe
mit etwas geschmolzener Schokolade die Augen an.
Mumienlichter
basteln
Materialien:
5 unterschiedlich große Weck- oder Marmeladengläser
Selbsthaftende Mullbinde
Wackelaugen in verschiedenen Größen
LED-Teelichter (warmweiß oder gelb, am besten mit Timer)
So geht’s:
Die Mullbinde wird locker und unregelmäßig um die Gläser gewickelt.
Bei kleineren Gläsern empfiehlt es sich, die Binde der Länge nach zu
teilen.
Ein kleiner Bereich bleibt frei, dort werden die Wackelaugen aufgeklebt.
Anschließend wird ein LED-Teelicht ins Glas gestellt. (Echte Kerzen sind
ebenfalls möglich, LED ist jedoch sicherer.)
Zum Schluss werden die fertigen Mumienlichter auf Fensterbank, Tisch
oder im Garten dekorativ platziert.
Schon leuchten die kleinen Mumien und sorgen für eine stimmungsvolle
Halloween-Atmosphäre!
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
„Familie & Co“
Süße DIY-Monster zum Fürchten
Freche kleine Monster passen nicht nur perfekt zu Halloween, sondern
bringen das ganze Jahr über Spaß auf den Basteltisch. Mit wenigen Materialien
entstehen fantasievolle Figuren, die Kinder zum Lachen bringen
– und bei denen ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Schon
mit einfachen Utensilien wie Tonpapier, Filz oder leeren Klopapierrollen
lassen sich tolle Ungeheuer gestalten. Hier findet ihr ein paar originelle
Ideen zum Nachmachen.
Wollmonster-Kraken
Wie wäre es mit einem Kraken, der drei Augen hat? Diese witzigen Wollmonster
sind schnell gebastelt und sehen richtig ulkig aus. Ihr benötigt lediglich
ein Stück Pappe, Wolle, Wackelaugen, Pfeifenreiniger, Schere und
Bastelkleber. Wickelt die Wolle mehrfach um die Pappe, schneidet die
Stränge unten auf und bindet sie mit einem Pfeifenreiniger zusammen.
Mit einem weiteren Pfeifenreiniger trennt ihr den Kopf vom Körper ab.
Danach die Fäden gleichmäßig kürzen, Wackelaugen ankleben – fertig
ist der lustige Kraken. Besonders pfiffig wirken zusätzliche Augen, die in
kleine Pfeifenreinigerringe geklebt werden.
Handmonster
Eine ganz einfache Idee: Malt die Umrisse einer Hand auf Bastelkarton,
schneidet sie aus und dekoriert die Form nach Lust und Laune. Augen,
Zähne oder ein Mund lassen sich schnell aus buntem Papier ausschneiden
und aufkleben. Mit Filzstiften könnt ihr außerdem Haare, Pupillen
oder kleine Details hinzufügen – so wird jede Hand zum ganz persönlichen
Monster.
Filzmonster zum Kuscheln
Diese Variante eignet sich für Kinder, die gern nähen: Schneidet eine
einfache Figur mit zwei Beinen zweimal aus farbigem Filz aus. Fügt Augen
und Zähne aus Filz hinzu, malt Pupillen oder stickt einen Mund auf.
Dann legt ihr die beiden Filzteile übereinander und näht sie mit einem
Steppstich zusammen. Kurz bevor die Figur geschlossen ist, kommt etwas
Watte hinein – und schon habt ihr ein kleines Kuschelmonster.
Monster aus Klopapierrollen
Leere Klorollen sind perfekte Bastelrohlinge, die man vielseitig gestalten
kann. Bemalt sie nach Belieben, klebt Augen, Haare und Zähne auf oder
verwandelt sie mit Mullbinden und Wackelaugen in gruselige Mumien.
So entstehen im Handumdrehen bunte Monster, die sich auch hervorragend
als Dekoration eignen – nicht nur zu Halloween.
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 59
„Familie & Co“
Rallyes
im Focke-Museum
Zeitreise durch die Bremer Geschichte und Kultur
Für Kinder ab 6 Jahren und ihre Begleitung
Warum fehlt dem unbekannten Herrn ein Hut? Wie viele Fliesen ergeben
ein Bild? Wurde aus einer alten Kanne früher Eistee getrunken? Das
Focke-Museum bietet für Kinder ab sechs Jahren eine unbetreute Rallye
an. Die Reise durch die Zeit geht durch verschiedene Räume des Haus
Riensberg, die genau unter die Lupe genommen werden. Dabei werden
über 500 Jahre Bremer Geschichte und Kultur bereist. Die Kinder erfahren,
wie die Menschen früher gewohnt und wie sie sich gekleidet haben,
und auch wie Kinder früher spielten.
Die Teilnahme ist während der Öffnungszeiten des Museums möglich.
Die Rallye ist kostenfrei an der Museumskasse im Haus Riensberg erhältlich,
wo sie auch startet.
Kinder haben freien Eintritt
Entenjagd
Für Kinder ab 6 Jahren und ihre Begleitung
Kekse, Kunst &
Limonade
Kunstworkshop
für Kinder ab 6 Jahren
Hier wird Kunst genascht und erschaffen! Nach einem Ausstellungsrundgang
können Kinder selbst zu Freestyle-Künstler:innen werden: Buntes
Acryl, tiefschwarze Chinatusche oder luftige Aquarellfarben - unterschiedlichste
Materialien und fachkundige Anleitung schaffen eine kreative
Atmosphäre, die viel Raum zum Ausprobieren bietet.
Dieser Kunstworkshop mit Vanessa Hartmann findet am Samstag,
27. September von 12 bis 15 Uhr statt.
Kosten
16 Euro Kind(er)
14 Euro Kind(er) / Mitglied
inklusive Eintritt in die Kunsthalle Bremen
»»» kunsthalle-bremen.de
Befindet sich eine Ente im Seerosen-Gemälde? Ist Mickey Maus auf einer
Höhlenzeichnung aus der Steinzeit abgebildet? Die „Entenjagd“ führt
durch die Duckomenta 2.0 im Haupthaus des Focke-Museums, durch
den Eichenhof und ins Haus Riensberg. Am Ende wartet im Haus Riensberg
ein kleiner Preis auf die Kinder.
Die Teilnahme ist kostenfrei und während der Öffnungszeiten des Museums
möglich. Die Entenjagd gibt es auch digital, sie kann auf dem Smartphone
gespielt werden und steht im Museum kostenfrei zum Download
bereit.
Rallye durch 200 Jahre und kein bisschen leise
Für Kinder ab 9 Jahren und ihre Begleitung
Seit 200 Jahren fördert die Philharmonische Gesellschaft Bremen das
Musikleben Bremens. Die Rallye für Kinder ab 9 Jahren und ihre Begleitung
führt durch die Ausstellung, die sich der Geschichte der Gesellschaft
widmet. Am Ende können die Kinder an Medienstationen hören,
wie klassische Musikinstrumente klingen, sie ausprobieren und ein Orchester
dirigieren. Nach Durchführung der Rallye wartet ein kleiner Preis
an der Kasse im Hauptgebäude.
Die Teilnahme ist kostenfrei und während der Öffnungszeiten des Museums
möglich. Die Rallye gibt es auch digital, sie kann auf dem Smartphone
gespielt werden und steht im Museum kostenfrei zum Download
bereit.
»»» focke-museum.de
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SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
„Familie & Co“
Ein kleiner Stern hat seinen Klang verloren und begibt sich auf eine
Reise durch eine fantasievolle Welt voller sprechender Tiere, leuchtender
Klänge und magischer Momente
Sternenklang
Das Familienkonzert
zum Träumen
Sternenklang – Wenn Musik Geschichten erzählt. Eine musikalische
Reise für die ganze Familie – geführt von einem einfühlsamen Erzähler
und begleitet von traumhafter Klaviermusik kann man am Samstag, 25.
Oktober um 15 Uhr in der Glocke (Kleiner Saal) erleben. Ein Konzert,
das Kinder und Eltern gemeinsam verzaubert.
Das Besondere: Kinder werden an ausgewählten Stellen aktiv in die
Geschichte einbezogen – fantasievoll und mit Feingefühl. So entsteht
ein Konzert, das nicht nur gehört, sondern gemeinsam erlebt wird. Kinder
tauchen ein in eine Geschichte über Träume, Mut und den eigenen
Klang. Für Eltern ist es ein Moment der Nähe, der Entschleunigung –
und echter Verbindung. Jetzt Tickets sichern und gemeinsam träumen.
Programm: Ein kleiner Stern hat seinen Klang verloren und begibt sich
auf eine Reise durch eine fantasievolle Welt voller sprechender Tiere,
leuchtender Klänge und magischer Momente. Die Erzählung wird von
stimmungsvoller Musik am Konzertflügel begleitet – verträumt, bewegend
und voller Atmosphäre.
»»» glocke.de
Tolle Veranstaltungsformate zum Hören und Entdecken, Erleben und
Mitmachen bietet die Musikvermittlungsabteilung „Musik im Ohr“
Außergewöhnliche Konzerte und
kreative Projekte für Groß & Klein
„Musik im Ohr“ startet am
21. September in die neue Saison
Die Musikvermittlungsabteilung „Musik im Ohr“ bietet zahlreiche Veranstaltungsformate
für Groß und Klein – zum Hören und Entdecken,
Erleben und Mitmachen. Die verschiedenen Reihen bieten Raum für unterschiedlichste
Altersgruppen, Musikstile und Formate und machen die
Auseinandersetzung mit Musik zu einem Erlebnis.
Nach dem Erfolg des Ferienprogramms „TonMalerei“ können Kinder von
8 bis 12 Jahren im Glocke Ferienprogramm „Klang-Malerei“ im Herbst
erneut das Zusammenspiel zwischen Kunst und Musik erforschen. In
dieser erstmaligen Kooperation mit der Kunsthalle Bremen werden die
Teilnehmenden Klangfarben nicht nur auf Instrumenten und in Musik
entdecken, sondern auch künstlerisch mit Aquarell- oder Acrylfarben
umsetzen, inspiriert von den Bildern in der Kunsthalle (15. und 16. Oktober).
„Bühne frei“ für innovative Konzertformate heißt es in der Reihe Glocke
ImPuls, in der am 5. Oktober zum vierten Mal in Kooperation mit
dem Landesjugendorchester Bremen der „German GameMusic Award“
vergeben wird. Europaweit wurden junge Komponist:innen aufgerufen,
Musik in großer sinfonischer Orchesterbesetzung zum Trailer vom Anime-Game
„Atelier Yumia: The Alchemist of Memories“ zu schreiben. Im
Finale werden die drei besten Beiträge mit gleichzeitiger Projektion des
Trailers erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, bevor eine Fachjury und
das Publikums-Voting den Gewinner ermitteln. Außerdem erklingt Musik
aus weiteren Computerspielen und Animationsfilmen – live gespielt
in vollem orchestralen Sound (für Erwachsene und Jugendliche ab 12
Jahren).
»»» glocke.de
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 61
Die neu gegründete Line Dance Gruppe bei Bremen 1860 ist die ideale Möglichkeit ohne Tanzpartner zu tanzen
Tanzen bei Bremen 1860
Ausdruck, Energie und Gemeinschaft
Ob mit Anmut, Kraft oder purer Lebensfreude – Tanzen hat viele Facetten.
Bei Bremen 1860 ist daraus eine lebendige Abteilung entstanden,
die in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist. Das Besondere: Hier
fi nden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen ihren Platz –
vom ersten Hineinschnuppern bis zur Bühnenreife.
Bewegung erleben: Angebote für Kinder und Jugendliche
Im Kinder- und Jugendbereich liegt der Fokus auf dem spielerischen Erleben
von Bewegung, Musik und Rhythmus. Die jungen Tänzer:innen
lernen erste Bewegungsabfolgen kennen, entdecken ihre Körperwahrnehmung
und entwickeln ein Gefühl für Raum und Ausdruck. In den
Gruppen des Modern Dance und Dance and Show werden neben dem
Tanzen auch die Kreativität gefördert und das Selbstbewusstsein gestärkt.
Elemente aus Hip-Hop, Jazz, Ballett und Akrobatik sorgen für Abwechslung
und machen das Training lebendig.
Im Bereich Acrobatic Dance kommen neben tänzerischen auch akrobatische
Elemente wie Spagat, Handstand oder Radschlag zum Einsatz. Das
ist ideal für bewegungsfreudige Kinder und Jugendliche, die gern Neues
Familie Tielitz
und Mitarbeiter
in 5. Generation
Friedhofstraße 19
28213 Bremen
www.tielitz.de
Tag & Nacht
0421 - 20 22 30
62
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Ein weiteres Angebot für Erwachsene ist der Standardtanzkurs im Therafi
t unter der Leitung von Sandra Kailbach. Hier steht das gemeinsame
Tanzen in entspannter Atmosphäre im Vordergrund – perfekt, um ein
Rhythmusgefühl zu entwickeln oder wiederzugewinnen.
Gemeinschaft feiern – auf der Bühne und im Verein
Die Acrobatic Dance Gruppe trainiert für spektakuläre und bunte
Shows
Höhepunkte des Tanzjahres sind die beiden großen Shows im Sommer
und zur Weihnachtszeit. Bei der Sommershow am 22. Juni 2025 begeisterten
zuletzt rund 120 aktive Tänzerinnen und Tänzer über 280
Besucher:innen. Mit dabei war wie immer das Demo-Team der Taekwondo-Abteilung,
das das Programm mit spektakulären Einlagen bereicherte.
Tanzen bei Bremen 1860 bedeutet Bewegung, Ausdruck und Gemeinschaft
– auf der Bühne und im Alltag. Also gern hereinschnuppern und
ausprobieren.
ausprobieren und sich präsentieren möchten. Ergänzend dazu gibt es
klassische Ballettangebote für den Nachwuchs, die Haltung, Balance und
Ausdruck in den Mittelpunkt stellen.
Kreativ, anspruchsvoll und inklusiv: Angebote für Erwachsene
Die Erwachsenenangebote bei Bremen 1860 sind ebenso vielfältig wie
die Teilnehmenden selbst. Wer Lust auf choreografi sch anspruchsvolle
Tänze hat, ist bei der Gruppe „Dance and Show“ genau richtig. Unter
professioneller Leitung werden hier Bühnenstücke einstudiert – mit Erfolg:
Die Gruppe erreichte kürzlich den 3. Platz beim DTB-Cup auf dem
Deutschen Turnfest in Leipzig. Wer ohne Leistungsdruck, aber mit viel
Freude tanzen möchte, fi ndet beim Line Dance sein Format: Gemeinsam
in der Gruppe, aber ohne Tanzpartner, werden Tänze aus verschiedenen
Stilrichtungen eingeübt – von Country bis Latein. Trainerin Susanne Urhahn
bringt dabei Energie und Inklusion ins Training – auch Menschen
mit Handicap sind herzlich willkommen.
Modern Dance bei Bremen 1860 vereint unterschiedliche Tanzstile wie
Hip Hop, Modern Dance und Jazz Dance
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 63
Beim Sportkompass probieren die Kinder verschiedene Sportarten aus
Kindersport bei Bremen 1860
Mit Bewegung ins Leben starten!
Bewegung, Gemeinschaft und Struktur sind die Grundpfeiler des Kindersports
bei Bremen 1860, wo Kinder von 0 bis 10 Jahren alles fi nden,
was sie für eine gesunde Entwicklung benötigen. Mit rund 2.400 jungen
Mitgliedern ist es die größte Abteilung des Vereins – ein Beweis für Qualität
und Beliebtheit.
Vom Baby bis zum Schulkind
Die sportliche Reise beginnt für die Kleinsten mit DELFI ® -Kursen und
Rückbildungskursen, die sie gemeinsam mit der Mutter besuchen.
Anschließend wechseln sie in den Fitnesskurs „Mum&Fit”. Auch hier
können die Kinder dabei sein. Sind die Kinder selbst mobil, stehen Eltern-Kind-Krabbelkurse
bereit. Hier entdecken die Kinder eine speziell
aufgebaute Bewegungslandschaft und erschließen sich mit Musik und
verschiedensten Sportgeräten auf spielerische Weise ihre Umgebung.
Wenn die Kinder laufen können, wechseln sie in den Eltern-Kind-Sport.
Noch im Beisein ihrer Eltern werden die Möglichkeiten des Kinderbewegungszentrums
musikalisch und spielerisch erkundet. Ab dem Kindergartenalter,
wenn der Abnabelungsprozess beginnt, bleiben die Eltern
dann „draußen“ und die Kinder machen ihren ersten Sport alleine. Die
AZ_Tischlerei_BVoss_HM_03-20_L 16.11.22 11:44 Seite 1
Fenster
Haustüren
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und den modernen Maschinenpark können
alle auszuführenden Leistungen in hoher
Qualität und zudem noch kostengünstig
ausgeführt werden.
Überzeugen Sie sich doch in einem
persönlichen Gespräch von der Vielfältigkeit
und der Qualität unserer Arbeiten.
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Mail: tischlerei-voss-gmbh@t-online.de
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64
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025
Gruppen bauen inhaltlich aufeinander auf und folgen einem didaktischen
Konzept, das von Musik und altersgemäßen Bewegungsanregungen bis
hin zu den ersten Regelspielen und Fitnessübungen reicht. All dies fi n-
det in der gewohnten Umgebung der drei Sporthallen des Kinderbewegungszentrums
statt: der Sing- und Spielhalle, der Schaukelhalle und der
Bewegungslandschaft.
Als Parallelzweig beginnt für Kinder ab 4 Jahren der Sportkompass, eine
vielseitige motorische Grundausbildung mit Sportarten wie Handball,
Basketball oder Badminton, die von ausgebildeten Trainer:innen und
FSJler:innen betreut wird. Arne, der Leiter des Kindersports, sagt: „Unser
Anspruch ist eine liebevolle, strukturierte und fantasievolle Umgebung –
mit dem Blick auf das, was Kinder wirklich benötigen.“
Das Kinderbewegungszentrum
Das KBZ bietet eine abwechslungsreiche Bewegungslandschaft für Kinder
von 1 bis 10 Jahren, die auch bei Kindergeburtstagen gerne genutzt
wird. Ohne Warten oder Anstehen können sich dort alle Kinder kontinuierlich
bewegen. Das Angebot ist auch ergotherapeutisch wertvoll, da
jedes Kind im eigenen Tempo lernt.
Jährlicher Umbau mit pädagogischem Mehrwert
In den Sommerferien wird das KBZ vollständig in Einzelteile zerlegt,
von Hand gereinigt, überprüft sowie wieder neu aufgebaut. Etwa 100
Arbeitsstunden entfallen auf den Abbau, bei dem wir tatkräftig von engagierten
Eltern unterstützt werden. Der Wiederaufbau erfordert bis zu
400 Stunden durch das erfahrene Team.
Dieser aufwendige Prozess dient nicht nur der Sicherheit und Materialschonung,
sondern erfüllt auch wichtige pädagogische Ziele. Neue
Wege, Geräte und Herausforderungen regen zum fantasievollen Spiel an,
wecken den Entdeckergeist und fördern die Fähigkeit, sich auf Veränderungen
einzulassen. Auch in den Weihnachtsferien wird das Zentrum
gründlich gereinigt und technisch überprüft, damit es das ganze Jahr
über in einwandfreiem Zustand bleibt.
Im Kinderbewegungszentrum können sich Kinder ausprobieren und in
der Bewegungslandschaft ausgiebig toben
BREMEN 1860
Baumschulenweg 6
28213 Bremen
Tel.: (0421) 21 18 60
www.bremen1860.de
SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2025 65
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