18.09.2025 Aufrufe

Methodensammlung Kinderrechte 2024

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

METHODEN

SAMMLUNG

KINDERRECHTE

Methoden, um mit Kindern

über ihre Rechte zu sprechen

UNTERSTÜTZT DURCH DAS



Hallo

und willkommen im Methodenheft!

Wir freuen uns, dass sich viele Kinder für ihre

Rechte stark machen – mit deiner Hilfe.

Bereits seit 1989 gibt es die Kinderrechte. Und ebenso lange setzen wir Kinderfreunde

uns dafür ein, dass sie bekannt gemacht und umgesetzt werden. Die

Kinderrechte wollen, dass jedes Kind ein gutes Leben hat. Das wollen wir Kinderfreunde

seit unserer Gründung im Jahr 1908 auch.

WELCHE KINDERRECHTE GIBT ES?

Es gibt über 40 einzelne Rechte. Sie gelten für alle Kinder von 0-18 Jahren. Man

kann sich zusammengefasst folgendes merken – es gibt:

• Schutzrechte (Schutz des Lebens, Schutz vor Gewalt, Schutz vor Ausbeutung,

Schutz im Krieg, …)

• Versorgungsrechte (Recht auf Gesundheitsversorgung, Recht auf Bildung, Recht

auf Familie, Recht auf angemessenen Lebensstandard, …)

• Teilhaberechte (Recht auf Information, Mitbestimmung, Meinungsäußerung, …)

MIT KINDERN ÜBER KINDERRECHTE SPRECHEN, ABER WIE?

Die Methoden, Spiele und Lieder in dieser Sammlung helfen euch dabei, mit Kindern

und Jugendlichen über ihre Rechte zu sprechen, diese zu thematisieren und

auch in eurem Alltag umzusetzen. Dabei sind einige Dinge besonders wichtig:

• Alle Kinder haben ein Recht darauf, ihre Rechte zu kennen (§42 der KRK). Deswegen

ist es die Aufgabe von Erwachsenen, Kindern diese Rechte begreiflich zu

machen.

• Der wichtigste Punkt in der Vermittlung von Kinderrechten ist die kinderrechtliche

Haltung der Bezugspersonen. Wir sehen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten

mit eigenen Rechten, eigener Meinung und eigenem Willen und nicht als

Objekte – also Heranwachsende, die davon abhängig sind, dass Erwachsene besser

wissen, was gut und wichtig für sie ist.


• Kinder werden als Träger:innen eigener Rechte gesehen und entsprechend respektiert

und behandelt. Erwachsene und Kinder sind also in ihrer Würde ebenbürtig. Entsprechend

ist der gegenseitige Umgang von Respekt, Anerkennung und Freundlichkeit geprägt.

• Kinderrechte im Alltag umzusetzen, bedeutet, dass Abläufe aus Sicht der Kinder nachvollziehbar

und transparent gestaltet sein und alle Kinder die notwendigen Informationen

bekommen sollten, um Dinge zu verstehen, die um sie herum passieren. Außerdem werden

Kinder in Entscheidungen der Gruppe einbezogen.

• Kinderrechte können durch Aktivitäten und Projekte bekannt gemacht werden. Es gibt

verschiedene Möglichkeiten, sich gezielt mit dem Thema Kinderrechte auseinanderzusetzen.

Dabei müssen jeweils keinesfalls alle Kinderrechte thematisiert werden. Im Idealfall

spricht man jene Kinderrechte an, die in der Gruppe oder in der jeweiligen Situation besonders

aktuell sind.

• Kinderrechte können natürlich jedes Jahr rund um den Kinderrechtetag am 20. November

zum Thema gemacht werden (z.B. mit einer Party, Demo oder dem Hissen der Kinderrechte-Fahne).

Aber auch unterm Jahr können Kinderrechte immer wieder auf unterschiedliche

Weise thematisiert werden. Denkt die Kinderrechte immer mit und greift das

ganze Jahr über auf die Methoden, Spiele und Lieder in dieser Sammlung zurück.

Mehr Informationen zu den Kinderrechte findet ihr auf unserer Webseite unter

kinderfreunde.at/kinderrechte.

Viele verschiedene Materialien zum Thema Kinderrechte könnt ihr in unserem Shop

bestellen: shop.kinderfreunde.at/collections/kinderrechte

Bei Fragen zu den Kinderrechten meldet euch einfach im

Kinderfreunde-Bundesbüro per Mail an

kinderrechte@kinderfreunde.at

Viel Spaß beim Erkunden und bei

eurem Einsatz für die Kinderrechte!


Minis und

Freundschaftskinder

METHODEN

AB 4 JAHREN

Kinderrechte-Schatzkiste

• 2 – 25 Personen

• Dauer: 30 Minuten

• Ziel: Kinderrechte sichtbar machen

• Material: Karton und Deko, Schere, Kleber, Stifte & Co,

kleine Gegenstände

METHODEN

AB 4 JAHREN

PHASE 1: GESTALTUNG DER SCHATZKISTE

Nehmt euch eine geeignete Kiste und dekoriert sie wie eine Schatzkiste. Um eine

echte Kinderrechte-Schatzkiste daraus zu machen, könnt ihr auch Grafiken und Bilder

zum Thema Kinderrechte darauf kleben oder malen.

PHASE 2: BEFÜLLUNG DER SCHATZKISTE

Nachdem ihr euch mit einigen Kinderrechten auseinandergesetzt habt, könnt ihr gemeinsam

nach Symbolen für die einzelnen Rechte suchen oder jedes Kind sucht nach

einem Symbol für das Recht, das ihm:ihr aktuell am wichtigsten erscheint.

PHASE 3: ANLASSBEZOGENE VERWENDUNG DER SCHATZKISTE

Nun liegt es an euch, die Schatzkiste mit Leben zu füllen. Wann immer Rechte von

Kindern im Spiel sind, könnt ihr auf die Schatzkiste zurückgreifen. Jede:r, der:die etwas

zu sagen hat, kann die Schatzkiste herbeiholen. Anhand der vorhandenen Gegenstände

kann eine Diskussion stattfinden. Achtet darauf, ob eventuell ein Symbol

fehlt. Ihr könnt die Schatzkiste natürlich auch zu jeder Zeit mit weiteren Symbolen

füllen.


METHODEN

AB 4 JAHREN

Minis und

Freundschaftskinder

METHODEN

AB 4 JAHREN

Die Rechte des kleinen Tigers

5 – 25 Personen

• Dauer: 60 Minuten

• Ziel: Einstieg ins Thema Kinderrechte

• Material: Stofftier, Papierkärtchen, Stift, Papier, Farben

PHASE 1: SITZKREIS MIT STOFFTIER

In der Mitte des Kreises sitzt ein Stofftier (am besten ein Tiger). Zeichnet auf einem

Plakat eine Tabelle und schreibt (oder zeichnet) über die linke Seite "Kleiner Tiger"

bzw. den Namen des Stofftiers. Nun sollen die Kinder herausfinden, was ein Tiger

zum Leben braucht. Schreibt oder zeichnet dann die Vorschläge in die Tabelle. Nun

sollen die Kinder überlegen, ob ein Tiger auf diese Dinge ein Recht hat. Danach

schreibt (oder zeichnet) ihr "Kinder" über die rechte Seite der Tabelle. Die Gruppe

soll nun überlegen, welche Dinge ein Kind braucht, um sich zu entwickeln, glücklich

und gesund zu sein etc. Auch hierbei sollen die Kinder darüber nachdenken, ob

alle Kinder ein Recht auf die von ihnen genannten Dinge haben. Leider erfahren

aber nicht alle Kinder diese Rechte. Nun kann man die Kinder darüber nachdenken

lassen, welche Situationen ihnen einfallen, in denen Rechte von Kindern nicht eingehalten

werden.

PHASE 2: KINDERRECHTE MALEN

Nun zeigt ihr nochmals alle Rechte, die die Kinder bereits benannt haben (also die

Kärtchen) her. Die Kinder sollen sich nun das Recht aussuchen, das sie gerne malen

würden. Danach sucht sich jedes Kind einen Platz im Raum, holt sich die notwendigen

Materialien und malt das ausgesuchte Kinderrecht. Wenn alle Kinder fertig sind,

darf jedes Kind im Kreis reihum sein Bild herzeigen und erklären.

ERGÄNZUNGSPHASE

Variante 1: Kinderrechte-Galerie

Jedes Kind darf sein Bild prominent (im Eingangsbereich der Einrichtung,

im Sitzungssaal der Ortsgruppe etc.) aufhängen; ev. mit Passepartout und jedenfalls

mit einem Schildchen ergänzt, auf dem das jeweilige Kinderrecht steht.


Minis und

Freundschaftskinder

METHODEN

AB 4 JAHREN

Variante 2: selbstgemachtes Kinderrechte-Memory

Kopiert jedes Bild in Farbe, laminiert alle Bilder und so entsteht ein großes Kinderrechte-Memory,

das jederzeit von der Gruppe gemeinsam gespielt werden kann. Dabei

hören die Kinder immer wieder von ihren Rechten.

METHODEN

AB 4 JAHREN

PHASE 3: KINDERRECHTE IMMER WIEDER THEMATISIEREN

Diese Bilder können auch herangezogen werden, wenn es Probleme oder Konflikte

in der Gruppe gibt. Kinder und auch Erwachsene können so einfacher zeigen, was sie

stört oder was sie gerne hätten. Sollte ein Recht fehlen, kann die Bilder-Sammlung

jederzeit ergänzt werden.


METHODEN

AB 4 JAHREN

Minis und

Freundschaftskinder

METHODEN

AB 4 JAHREN

Der Planet Kruziwuz

• 3 – 50+ Personen

• Dauer: 20 Minuten

• Ziel: Einstieg ins Thema Kinderrechte

• Materialien: Mitmachgeschichte

VORBEREITUNG

Bevor ihr diese Geschichte vorlest, teilt ihr die zuhörenden Kinder in 4 Gruppen.

Jede Gruppe bekommt eine der vier Rollen in der Geschichte, ein dazu passendes

Geräusch und die entsprechende Bewegung:

• Rolle 1: Bewohner:innen von Kruziwuz – Geräusch: „blingbling“, Bewegung: mit

den Fingern 2 Fühler/Antennen auf dem eigenen Kopf darstellen

• Rolle 2: die Kinderrechte – Geräusch: „jawohl!“, Bewegung: in die Hände klatschen

• Rolle 3: Kinder – Geräusch: „juhuu!“, Bewegung: Hände in die Höhe werfen

• Rolle 4: Erwachsene – Geräusch: „najanaja“, Bewegung: Kopfschütteln

Wenn die Kinder ihr Stichwort hören, während die Geschichte langsam vorgelesen

wird, sollen sie laut ihr Geräusch und die dazugehörige Bewegung machen.

Nachdem die Geschichte so durchgespielt ist, redet ihr mit den Kindern darüber,

welche Kinderrechte in der Geschichte vorgekommen sind und ob diese in ihrem

Umfeld auch manchmal nicht eingehalten werden.

GESCHICHTE: DER PLANET KRUZIWUZ

Auf dem Planet Kruziwuz sind die Kinderrechte schon lange umgesetzt.

Auf Kruziwuz ist ganz klar, dass Kinder und Erwachsene gleichberechtigt sind. Wenn

also etwas ausgemacht werden muss, setzen sich Erwachsene und Kinder zusammen

und überlegen gemeinsam die beste Lösung.

Die Bewohner:innen von Kruziwuz finden es sehr seltsam, dass auf anderen Planeten

Kinderrechte von vielen nicht einmal gekannt werden oder noch schlimmer: nicht

eingehalten werden – viele Kinder können dort nicht zur Schule gehen und haben

keine Bildung, um sich einen Beruf suchen zu können.

Viele Kinder sind auf der Flucht vor Kriegen, werden dabei oft von ihrer Familie


Minis und

Freundschaftskinder

METHODEN

AB 4 JAHREN

getrennt und müssen sich in einem fremden Land alleine durchschlagen.

Viele Erwachsene erkennen nicht, wie wichtig Spielplätze für Kinder sind und finden

alles andere wichtiger.

Viele Kinder werden von Erwachsenen geschlagen oder gedemütigt.

Und so könnte die Liste noch lange weitergehen …

Die Leute von Kruziwuz wissen aber, dass es so nicht gehen kann, denn alle Menschen

haben Rechte und die Kinder eben Kinderrechte!

Sie geben uns den Rat, ganz vielen Kindern und Erwachsenen von diesen Rechten zu

erzählen und selber darauf zu schauen, dass die Kinderrechte eingehalten werden.

Irgendwann werden sie dann auch bei uns selbstverständlich: die Kinderrechte!

METHODEN

AB 4 JAHREN


METHODEN

AB 4 JAHREN

Minis und

Freundschaftskinder

METHODEN

AB 4 JAHREN

Traumreise

• 5 – 25 Personen

• Dauer: 30 Minuten

• Ziel: Einstieg ins Thema Kinderrechte

• Material: Traumreisegeschichte (Rückseite), Pölster, Decken,

ev. Musik, leere Blätter, Stifte

Für die Traumreise braucht ihr einen Raum, in dem man es sich gemütlich machen

kann, vielleicht etwas ruhige Musik im Hintergrund und die Traumreise-Geschichte

zum Vorlesen.

MALEN

Es wäre schade, wenn ihr nach einer Weile vergesst, was ihr im Land der Kinderrechte

mit der freundlichen Gestalt gesehen habt. Deswegen malen die Kinder im Anschluss

an die Traumreise, was sie in ihrem Kinderrechte-Land gesehen haben. Die Bilder

sollen möglichst präsentiert werden dürfen und jedenfalls gut sichtbar aufgehängt

werden.

Variante: Die Kinder malen Bilder unter dem Motto „Wenn ich was zu sagen hätte“.

Die Kinder malen ihre Ideen und Wünsche für eine Welt, in der die Kinderrechte gelten.

Wie sieht die Welt aus? Wie würde es dort sein?

Zusätzliche Idee: Überlegt gemeinsam: Was davon könnten wir als Gruppe tatsächlich

verändern? Wofür setzen wir uns ein? Daraus könnte ein Mitbestimmungsprojekt

werden!


Minis und

Freundschaftskinder

METHODEN

AB 4 JAHREN

TRAUMREISE- GESCHICHTE

Bevor du mitkommst auf die Traumreise, suchst du dir am besten einen stillen Platz,

wo du ganz ungestört bist. Lege dich gemütlich und entspannt auf eine weiche Decke

und schließe deine Augen. Atme langsam und gleichmäßig ein und aus - dein

Brustkorb hebt und senkt sich. Du fühlst dich leicht wie auf einem fliegenden Teppich

oder auf einer schaukelnden Wolke und deine Gedanken fliegen einfach davon.

Du schwebst langsam an der Sonne vorbei, ihre Strahlen sind so schön warm. Der

Wind bläst sanft über deine Haut und zerzaust deine Haare. Immer weiter geht die

behagliche Reise. Dein Teppich trägt dich sicher zwischen hohen Baumkronen hindurch

und du siehst die glitzernden Blätter im Wind.

Ganz behutsam landest du auf einem Weg. Hier scheint die Sonne am schönsten und

überall wachsen bunte Blumen. Gehe langsam dem Weg nach, bis du an ein großes

Tor kommst. Es öffnet sich von ganz allein. Gleich darauf wirst du von einer freundlichen

Gestalt empfangen:

„Hallo, wie schön, dass du da bist! Bei mir sind alle Kinder willkommen, denn du bist

hier im Land der Kinderrechte. Das Wort ‚Recht‘ hat etwas mit Gerechtigkeit zu tun

und genau darum geht es in diesem Land: Um Gerechtigkeit für alle Kinder - eben um

Kinderrechte. Ich habe sehr gehofft, dass du kommen würdest. Hast du Lust, dann

schau dich doch ein wenig um!“

Was gibt es hier im Lande der Kinderrechte zu sehen oder zu hören? Ob es hier noch

andere Kinder gibt - und wie leben sie? Schaue dir alles genau an!

Nach einer Weile ist es Zeit, das Land der Kinderrechte wieder zu verlassen. „Vielleicht

besuchst du mich bald wieder,“ sagt die freundliche Gestalt, „du kannst kommen,

wann immer du willst!“

Du winkst noch einmal, wanderst durch das Tor hindurch und machst es dir wieder

auf dem fliegenden Teppich bequem. Der Wind hebt dich hoch und du schwebst gemütlich

hinauf in den Himmel durch Bäume, Wolken, vorbei an der Sonne, zurück

nach Hause. Jetzt öffnest du langsam die Augen - da liegst du wieder auf deiner weichen

Decke und die Traumreise ist zu Ende.

METHODEN

AB 4 JAHREN


METHODEN

AB 4 JAHREN

Minis und

Freundschaftskinder

METHODEN

AB 4 JAHREN

Mal dir deine Kinderrechte

• 5 – 25 Personen

• Dauer: 30 Minuten

• Ziel: Einstieg ins Thema Kinderrechte

• Material: Kinderrechte-Kärtchen, leere Blätter, Stifte

BESCHREIBUNG

Legt einen Stapel mit vorbereiteten Kinderrechte-Karten (UN-Kinderrechts-Konvention)

sowie leere Blätter und (Filz-)Stifte in die Mitte des Kreises.

Nun zieht ein Kind eine Karte vom Stapel und beginnt (ohne zu sagen, um welches

Recht es sich handelt) dieses Recht zu zeichnen. Die anderen Kinder versuchen herauszufinden,

welches der Kinderrechte gemalt wird. Gelingt ihnen das nicht, sagt

der:die Zeichnende, um welches Recht es sich handelt und die Gruppe erläutert dieses.

Danach zieht ein anderes Kind eine neue Karte und zeichnet. Sind alle Karten

gezogen kann die Gruppe die Kinderrechte besprechen.

VARIANTE OHNE LESEN

Es gibt im Internet viele bereits gemalte Varianten der Kinderrechte. Druckt sie aus

und lasst die Kinder anhand der Bilder raten, um welche Rechte es sich handelt.

Expert:innen-Tipp: Gerade bei jüngeren Kindern solltet ihr die Kinderrechte vorher

besprechen.


Minis und

Freundschaftskinder

METHODEN

AB 4 JAHREN

Kinderversammlung

• 5 – 25 Personen

• Dauer: 30 min

• Sichtbar machen, Informationen, Feedback, Entscheidungsfindung

• Material: Papier, Stifte

METHODEN

AB 4 JAHREN

BESCHREIBUNG

Wie auch immer ihr es nennen mögt, setzt euch regelmäßig mit allen Kinder zusammen

und verankert diese Zusammenkünfte fix in euren Wochen- oder Monatsplänen.

Dabei kann es um mehrere Dinge gehen:

1) Informationen austauschen, die alle betreffen,

2) Probleme, Konflikte besprechen und gemeinsam Lösungen suchen,

3) gemeinsam zukünftige Aktivitäten, Projekte planen und besprechen.

Wenn bestimmte Themen oder Fragen auftauchen, können auch die dafür Zuständigen

dazu eingeladen werden.

Haltet jedenfalls die Ereignisse schriftlich oder bildlich fest, sodass sie für alle jederzeit

sichtbar sind und ihr beim nächsten Mal darauf aufbauen könnt.

Expert:innen-Tipps:

• Denkt gemeinsam über Regeln nach, wie miteinander gesprochen wird. Das betrifft

u.a.: Wann, wie lange und wie oft darf wer reden? Wie wird garantiert, dass alle zu

Wort kommen bzw., dass alle anderen zuhören etc.

• Verwendet verschiedene Utensilien, um die Regeln gut im Blick zu behalten und zu

veranschaulichen: Redehut (nur wer ihn aufhat, darf reden); Sanduhr (wenn sie ausläuft,

ist die Redezeit um); jedes Kind hat 3 Steinchen (= Anzahl der Wortmeldungen;

bei jeder Wortmeldung muss 1 abgegeben werden) etc.

VARIANTE

Ihr könnt gemeinsam einen Gruppenvertrag erstellen. Darin werden die gemeinsam

vereinbarten Regeln und Pflichten samt Konsequenzen bei Nichteinhaltung festgeschrieben.

Dieser Vertrag wird von jedem Kind, jeder Pädagogin:jedem Pädagogen

und eventuell sogar den Eltern unterschrieben.


METHODEN

AB 4 JAHREN

Minis und

Freundschaftskinder

METHODEN

AB 4 JAHREN

Infotafel für Kinder

• 2 – 50+ Personen

• Dauer: durchgängig einsetzbar

• Material: Infoboard (Magnettafel, Pinnwand, Karton etc.),

Magnete/Pins/Klebeband, kleinere Tafeln mit Symbolen

BESCHREIBUNG

Eine Tafel oder ein Papierbogen wird an einem Ort so aufgehängt, dass die Kinder

jederzeit ohne Hilfe draufschauen können.

Darauf können unterschiedlichste, für die Kinder wichtige Informationen abgebildet

werden: Wochenablauf, Tagesablauf, besondere Aktivitäten, Veranstaltungen, Speiseplan,

diensthabende Pädagog:innen etc.

Tipp: Wenn die Kinder noch nicht lesen können, muss auf nonverbale Informationen

geachtet werden: Symbole und Piktogramme sind hier hilfreich.


Minis und

Freundschaftskinder

METHODEN

AB 4 JAHREN

Stimmungsbarometer,

Meckerkasten, Klagebaum

• 2 – 25 Personen

• Dauer: 15 Minuten

• Ziel: Feedback

• Material: Papier, Stifte, ev. Box mit Schlitz oder Holz mit Löchern,

Gefühlsuhr oder Stimmungswürfel

METHODEN

AB 4 JAHREN

STIMMUNGSBAROMETER

Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten, die Stimmung von Kindern generell oder

zu einer bestimmten Sache abzufragen: Stimmungswürfel mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken

drauf; eine Kartonscheibe, auf die verschiedene Wettersituationen

gemalt sind, die Kinder können mit einer Kluppe, auf der ihr Name steht, das Wetter

anklipsen, das ihrer Gefühlslage am ehesten entspricht…

Variante für Kleinkinder: An der Wand hängen drei Gesichter mit unterschiedlichem

Ausdruck. Es liegen in einem Körbchen Kluppen in der Anzahl der Kinder bereit. Die

Kinder werden aufgefordert, die Kluppe zu dem Gesicht zu hängen, das ihrer Stimmung

am meisten entspricht. Die Kinder, die ihre Kluppe zum Gesicht stecken, werden

gefragt, was man ihnen Gutes tun könnte. Die Gruppe versucht dann, diesen

Wunsch zu erfüllen.

MECKERKASTEN/KLAGEBAUM

In eine Box mit Schlitz oder ein Holz mit Löchern, welche/s jederzeit zugänglich ist,

können Kinder Zettel mit Bildern oder Text hineinwerfen/stecken. Das kann auch anonym

geschehen. Bei jeder Kinderversammlung wird die Box bzw. das Holz geleert

und gemeinsam beraten, was mit den Infos passieren soll.

Tipp: Nur wenn von Anfang an mit den Zetteln achtsam und respektvoll umgegangen

wird, werden die Kinder diese Möglichkeit nutzen. Gemeinsam ein Problem erkennen

und nach einer Lösung suchen stärkt die ganze Gruppe. Es werden bestimmt auch

lustige oder aber unangenehme Zettel (z.B. ein Kind beschimpft ein anderes) dabei

sein. Besprecht dann, dass man Probleme so formulieren soll, dass niemand anderer

verletzt wird. Gebt Kindern die Chance, den Zettel neu zu formulieren.


METHODEN

AB 6 JAHREN

Freundschaftskinder

und Rote Falken

Kinderrechte-Reporter:innen

METHODEN

AB 6 JAHREN

• 8 – 25 Personen

• Dauer: 120 Minuten

• Ziele: Kinderrechte sichtbar machen,

Informationen zum Thema Kinderrechte

• Material: Kinderfreundliche Kinderrechtekonvention (z.B. von der

Webseite), eine Kamera pro Kleingruppe, Drucker oder Beamer,

Stadtpläne, Papier und Stifte

BESCHREIBUNG

1. Diskutiert in der Gruppe, welche Zeitungen oder Nachrichtensendungen oder Webseiten

die Kinder kennen. Erklärt, dass ihr für einen Tag alle Nachrichtenreporter:innen

seid, die über Kinderrechte berichten wollen.

2. Fragt die Gruppe dann, was sie schon über Kinderrechte wissen und besprecht die

(kindgerechte) Kinderrechte-Konvention gemeinsam.

3. Teilt die Gruppe dann in Kleingruppen (4-5 Personen) und gebt jeder einen Fotoapparat,

Notizzettel und Stifte. Sie können damit bald auf die Straße gehen und sollen

von Dingen oder Orten Fotos machen, die ein Beispiel für Kinderrechte sein können.

Es kann etwas sein, das zeigt, wie Kinderrechte verletzt werden oder wo Kinderrechte

gelten. Sie können auch Fotos von Dingen machen, die sie gerne verändern würden.

4. Bevor sie rausgehen, sollen die Gruppen sich überlegen, auf welches Recht sie sich

konzentrieren wollen. Gebt ihnen etwas Zeit, nochmal durch die Liste der Rechte zu

gehen und bittet alle, euch zu sagen, welches Recht sie besonders interessiert. Alle

in der Gruppe sollten wenigstens ein Foto machen und für ein anderes Foto Notizen

aufschreiben. Legt fest, wann alle Gruppen zurück sein müssen. Je nach Alter und

Stadt muss eventuell eine erwachsene Person mit jeder Kleingruppe mitgehen.

5. Wenn die Gruppen zurück sind, sollen sie einen Nachrichtenbericht mit ihren Ergebnissen

vorbereiten. Sie können Fernsehnachrichten spielen oder eine Zeitungsseite

basteln. Ihre Nachrichten sollten wenigstens eine Überschrift und eine Beschreibung

der Fotos haben (wo wurde es gemacht, welches Recht zeigt es) und erklären,

was die Gruppe gerne verändern möchte.


Freundschaftskinder

und Rote Falken

METHODEN

AB 6 JAHREN

AUSWERTUNG

• Wie war es, Reporter:in zu sein?

• War es schwer, eine Situation in einem Foto aufzunehmen?

• Habt ihr irgendetwas Interessantes oder Überraschendes festgestellt?

• Was habt ihr über Kinderrechte in eurem Ort rausfinden können?

• Gab es irgendwelche positiven Beispiele für Kinderrechte?

• Gab es negativen Beispiele, wo Kinderrechte nicht beachtet werden?

• Habt ihr Fotos von Dingen gemacht, wo ihr genau wisst, wie ihr sie

verändern möchtet?

• Die Kinderrechtskonvention gibt euch das Recht eure Meinung frei zu

äußern. Wo und wie benutzt ihr dieses Recht? Wie könnten wir es effektiver

nutzen? Können wir die Ergebnisse des heutigen Tages dafür nutzen?

METHODEN

AB 6 JAHREN

EXPERT*INNEN-TIPPS

• Ihr könnt auch vorher einige Rechte aus der KRK heraussuchen, anstatt den

Kindern die ganze Liste zu geben.

• Ihr könnt die Methode so verändern, dass sie nur ein Thema beleuchtet,

etwa Partizipation, Gewalt, Gendergerechtigkeit etc.

• Betont, dass es nicht nur wichtig ist herauszufinden, wo Rechte nicht eingehalten

werden, sondern auch positive Beispiele zu finden.

• Stellt sicher, dass alle wissen, wie sie die Kameras bedienen. Wenn ihr kein

technisches Material habt, könnt ihr die Orte auch zeichnen oder die

Gruppen finden Leute, die sie interviewen können. Wenn ihr genügend Zeit

und Material habt, könnt ihr auch ausgefeiltere Videos machen und diese

gemeinsam bearbeiten.


METHODEN

AB 6 JAHREN

Freundschaftskinder

und Rote Falken

Stadtplan der Kinderrechte

METHODEN

AB 6 JAHREN

• 4 – 25 Personen

• Dauer: 90 Minuten

• Ziele: Kinderrechte sichtbar machen, Auseinandersetzung

mit dem Thema Kinderrechte

• Material: Stadtpläne, Liste der Kinderrechte, die für Beteiligung

wichtig sind (Artikel 12-15, 17, 23, 24, 27, 28, 31 und 37 aus der Liste

der kinderfreundlichen Kinderrechte auf der Webseite), Material

zum Malen, Flipchartpapier

www.kinterfreunde.at/kinderrechte

BESCHREIBUNG

1. Bittet die Teilnehmenden, wichtige Orte in ihrer Nachbarschaft auszurufen (Parks,

Stadthalle, Krankenhäuser, Schule, Supermarkt etc.).

2. Dann teilt die Gruppe in Kleingruppen von 4-5 Personen auf und verteilt die Poster

und Malsachen. Bittet sie, einen Stadtplan ihrer Nachbarschaft aufzumalen, auf

dem sie ihre eigenen Wohnorte, die eben genannten Orte und andere wichtige Plätze

eintragen können.

3. Wenn die Karten fertig sind, kommt wieder in einem Kreis zusammen und verteilt

die Rechtelisten. Ihr könnt die Rechte gemeinsam durchlesen. Erklärt, dass diese

Rechte – gemeinsam mit einigen anderen – die UN-Kinderrechtskonvention darstellen.

Diskutiert die Beteiligungsrechte (12, 13, 14, 15 und 17) und erklärt, warum diese

wichtig sind.

4. Bittet dann alle, in ihre Kleingruppen zurückzugehen und zu überlegen, welche

Rechte sie mit welchen Orten in Verbindung bringen können. Insbesondere sollen

sie überlegen, wo sie sich beteiligen können, ihre Meinung sagen können und Entscheidungen

treffen dürfen. Eine Schule kann zum Beispiel mit dem Recht auf Bildung

in Verbindung gebracht werden, eine Bücherei mit dem Recht auf Information.

Sie können die Nummern der Rechte in ihre Stadtpläne eintragen.

Am Ende könnt ihr euch gegenseitig die Stadtpläne vorstellen.


Freundschaftskinder

und Rote Falken

METHODEN

AB 6 JAHREN

AUSWERTUNG

• Wart ihr überrascht, dass ihr in eurer Gegend Kinderrechte entdecken konntet?

• Sind sich eure Stadtpläne ähnlich oder gibt es große Unterschiede?

• Gibt es Plätze in eurer Nachbarschaft, die ihr mit mehr als einem Recht verbinden

konntet?

• Gibt es Orte auf euren Plänen, die ihr mit keinem Recht verbinden konntet?

• Gibt es Rechte, die besser respektiert werden als andere?

• Gibt es Rechte, die keine Gruppe auf ihren Plänen verzeichnet hat?

• Welche Plätze habt ihr mit den Beteiligungsrechten verbunden? Wie könnt ihr

euch dort beteiligen?

• An welchen Orten, an denen ihr keine Beteiligungsrechte verzeichnet habt, würdet

ihr euch gern an Entscheidungen beteiligen? Warum?

• Gibt es Orte in eurer Nachbarschaft, an denen Menschen für Kinderrechte

eintreten und euch dabei helfen, eure Rechte wahrzunehmen? (Was ist mit Eltern,

Lehrer:innen, Sozialarbeiter:innen, der Polizei etc. Was ist ihre Rolle, wenn es um

Kinderbeteiligung geht?)

• Was hat das Recht auf Beteiligung mit anderen Kinderrechten zu tun?

METHODEN

AB 6 JAHREN


METHODEN

AB 6 JAHREN

Freundschaftskinder

und Rote Falken

Kinderrechte-Werbespot erstellen

• 5 – 25 Kinder

• Dauer: 120 Minuten

• Ziele: Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderrechte,

Informationen sammeln

• Material: Kärtchen, Stifte, Kamera, ev. Stativ, Requisiten

METHODEN

AB 6 JAHREN

BESCHREIBUNG

Die Kinder bilden Dreier- oder Vierergruppen. Sagt der Gruppe, dass sie den Auftrag

bekommen hat, Werbung für die Kinderrechte zu machen. Sie sollen einen einbis

dreiminütigen Fernsehwerbespot drehen, der den Zuschauenden ein bestimmtes

Recht nahebringt.

Bittet die Kinder, einige Fernsehwerbespots zu beschreiben, die ihnen aufgefallen

sind. In einem Brainstorming trägt die Gruppe zusammen, was einen Spot zu guter

Werbung macht (z.B. clevere Slogans, Soundeffekte, Musik, Humor, seriöse Botschaft).

Jede Gruppe soll sich für ein Recht entscheiden, für das sie werben, und für eine

Zielgruppe, die sie ansprechen will. Sie sollten ein Recht auswählen, das die Leute

ihrer Meinung nach unbedingt kennen sollten, und eine Zielgruppe, die es unbedingt

kennen sollte. Ein Kind aus jeder Gruppe berichtet, für welches Recht und für welche

Zielgruppe sie sich entschieden haben.

Anschließend sollen die Gruppen eine Werbeidee dafür entwickeln. Sie sollen sich

viele verschiedene Möglichkeiten ausdenken, wie sie das Recht darstellen könnten

(z.B. eine Geschichte spielen, ein Lied singen, einen Cartoon zeichnen). Erinnert die

Kinder daran, dass es ein Video fürs Fernsehen werden soll und daher fürs Auge interessant

sein und Action enthalten soll. Die Idee sollte nicht zu kompliziert sein,

sodass man sie in weniger als drei Minuten darstellen kann.

Geht von einer Gruppe zur anderen, um die Fortschritte zu beobachten und gegebenenfalls

zu helfen. Hat eine Gruppe ihren Werbespot konzipiert, kann sie ihm einen

Titel geben und dann mit den Proben beginnen. Die Zeit sollte im Auge behalten

werden und wenn ihr nur noch etwa 20 Minuten Zeit habt, mit dem Drehen der Werbespots

begonnen werden.

Die Gruppen präsentieren anschließend einander ihre Werbespots und Vorhaben.


Freundschaftskinder

und Rote Falken

METHODEN

AB 6 JAHREN

AUSWERTUNG

Schaut euch gemeinsam die Werbespots an und gebt die Chance für Feedback. Dabei

ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass das Feedback positiv formuliert sein soll und

Wertschätzung für die Arbeit aller Gruppen bestehen muss. Es dürfen auch noch

weitere Ideen gebracht werden.

Im Fall, dass hier noch mehr Zeit über ist, kann auch eine zweite Phase Werbespot

drehen eingelegt werden.

METHODEN

AB 6 JAHREN


METHODEN

AB 6 JAHREN

Freundschaftskinder

und Rote Falken

Kinderrechte-Quiz

• 5 – 100 Kinder

• Dauer: 20 – 30 Minuten

• Ziele: Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderrechte,

Informationen sammeln

• Material: Quizfragen auf Zetteln oder als 1, 2 oder 3

METHODEN

AB 6 JAHREN

BESCHREIBUNG

Hier geht es darum, dass die Kinder ein Quiz beantworten.

Dabei gibt es verschiedene Varianten, wie gespielt werden kann:

• Alle Kinder bekommen einen Zettel mit den Fragen sowie einen Bleistift und können

alle Fragen individuell oder zu zweit beantworten.

• Jede Frage ist auf einem Blatt Papier ausgedruckt (mit der Lösung auf der Rückseite)

und am Boden aufgelegt oder wenn möglich irgendwo aufgehängt. Nun kann

die ganze Gruppe Frage für Frage diskutieren und beantworten.

• Es wird als „1,2 oder 3“ gespielt, bei dem sich jedes Kind Frage für Frage selbst für

eine der 3 Antwortmöglichkeiten entscheiden und sich davorstellen kann.

Mögliche Quizfragen könnten so lauten:

QUIZ

Für wen gelten die Kinderrechte?

a. Für Erwachsene

b. Für Kinder bis 14 Jahre

c. Für alle Kinder auf der Welt bis 18 Jahre

Nur ein Land hat die Kinderrechtskonvention bislang nicht umgesetzt.

Welches?

a. Österreich

b. USA

c. Antarktis


Freundschaftskinder

und Rote Falken

METHODEN

AB 6 JAHREN

In welchem Jahr wurde die Kinderrechtskonvention von

der UNO beschlossen?

a. 1553

b. 1989

c. 2089

Was bedeutet das „Recht auf Meinungsfreiheit“? Ein Kind darf sagen,

a. … was es will.

b. … was es denkt, sofern das andere Menschen nicht verletzt.

c. … was es denkt, sofern es seine Eltern erlauben.

Haben alle Kinder die gleichen Rechte?

a. Nein, weil es Kinder geben soll, die keine Rechte haben.

b. Ja, alle Kinder haben die gleichen Rechte, egal woher sie kommen,

wie sie aussehen, ob Mädchen oder Bub.

c. Nein, ältere Kinder haben mehr Rechte als jüngere.

METHODEN

AB 6 JAHREN

Wem gehört ein Kind?

a. Seinen Eltern.

b. Niemanden, außer sich selbst.

c. Dem Staat, in dem es geboren wurde.

Dürfen Kinder geschlagen werden?

a. Nein, niemals.

b. Ja, wenn die Eltern es für richtig halten.

c. Ja, wenn es schlimm war.

Was bedeutet das Recht auf Bildung?

a. Alle Kinder dürfen lernen, was sie wollen.

b. Alle Kinder dürfen sich etwas Fantasievolles einbilden.

c. Alle Kinder dürfen Bilder aufhängen.


METHODEN

AB 6 JAHREN

Freundschaftskinder

und Rote Falken

Wer darf die Post von Kindern öffnen?

a. Eltern

b. LehrerInnen

c. Nur das Kind selbst

METHODEN

AB 6 JAHREN

Das Recht auf Mitsprache bedeutet ...

a. ... alle müssen machen, was ich sage.

b. ... meine Meinung zählt.

c. ... wenn ich schreie werde ich besser gehört.

Können sich Kinder und Jugendliche selbst für ihre Rechte einsetzen?

a. Ja, aber nur, wenn es ihre Eltern erlauben.

b. Ja, das können sie, denn sie haben ein Recht auf freie Meinungsäußerung.

c. Nein, erst wenn sie über 18 sind.

MÖGLICHE FRAGEN NACH DEM QUIZ:

• Waren die Fragen schwer – Was wusstet ihr und was nicht?

• Ist das wichtiges Wissen? Glaubt ihr alle Erwachsenen wissen das?


Freundschaftskinder

und Rote Falken

METHODEN

AB 6 JAHREN

Kinderrechte-Ballonfahrt

• 3 – 50+ Personen

• Dauer: 20 Minuten

• Ziel: Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderrechte

• Material: Stifte, Kärtchen

BESCHREIBUNG

Zuerst teilen sich die Kinder in verschiedene Kleingruppen auf – pro Gruppe sollten

es etwa vier bis fünf Kinder sein. Wenn das geschafft ist, soll sich jede Gruppe zehn

Kinderrechte aussuchen und auf Kärtchen schreiben. Die Anzahl der Kinderrechte

kann auch variiert werden.

Um diese Kinderrechte in die Welt hineinzutragen, begeben sich die Kinder nun auf

eine Ballonfahrt. Mit ihrem Ballon steigen sie hoch in die Luft, aber plötzlich verlieren

sie an Höhe. Um wieder aufsteigen zu können, müssen sie nach und nach die

einzelnen Kinderrechte über Bord werfen:

• Welches Recht soll als Erstes über Bord gehen?

• Auf welches Recht kann danach verzichtet werden?

METHODEN

AB 6 JAHREN

Die Kinderrechte-Karten werden in der Reihenfolge, in der sie über Bord geworfen

werden, nummeriert. Die erste Karte bekommt die 1, die zweite Karte die 2 usw. Das

letzte Recht, das an Bord bleiben darf, erhält die Nummer 10. Anschließend werden

die einzelnen Karten gesammelt und entsprechend der Nummerierung auf ein großes

Plakat geklebt.

ABSCHLUSS

Besprecht miteinander:

• Welche Rechte wurden als Erstes hinausgeworfen?

• Auf welches Kinderrecht sollte nicht verzichtet werden?


METHODEN

AB 10 JAHREN

Rote Falken

Einen Schritt nach vorn

• 6 – 20 Personen

• Dauer: 30 Minuten

• Ziel: Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderrechte

• Material: Rollenkärtchen (auf der Webseite), Fragen

www.kinterfreunde.at/kinderrechte

BESCHREIBUNG

METHODEN

AB 10 JAHREN

Verteilt die Rollenkärtchen und sagt den Teilnehmenden, sie sollen sich in die Rolle

hineinversetzen, den anderen aber nicht sagen, wer sie sind.

Dann stellen sich alle in einer Reihe auf und es werden nach der Reihe Fragen vorgelesen.

Bei jeder Frage, die die Mitspielenden in ihrer Rolle mit „Ja“ beantworten

können, dürfen sie einen Schritt nach vorne gehen.

Am Ende der Fragen wird sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Rollen

zeigen. Die Teilnehmenden sollen auf ihren Positionen stehen bleiben, während sie

die Übung gemeinsam reflektieren. Sie dürfen dann auch erzählen, welche Rolle sie

gehabt haben.

MÖGLICHE FRAGEN FÜR DIE SCHRITTE

• Weißt du, welche Rechte du als Kind hast?

• Kannst du zur Schule gehen, ohne dafür bezahlen zu müssen?

• Hast du genügend Zeit und Möglichkeiten zum Spielen und Ausruhen?

• Gibt es in deinem Umfeld jemanden, zu dem du gehen kannst, wenn du Probleme

hast oder Hilfe brauchst?

• Wirst du in deiner Schule oder Gemeinde ermutigt, deine Meinung zu äußern und

an Entscheidungen teilzunehmen?

• Hast du Zugang zu Büchern, Internet und anderen Lernressourcen, die du für deine

Bildung brauchst?

• Hast du die Möglichkeit auf Unterstützung bei schulischen Aufgaben (Nachhilfe)?

• Fühlst du dich von deinen Lehrer:innen und Betreuer:innen fair behandelt, unabhängig

von deinem Hintergrund oder deiner Herkunft?

• Kannst du ein Leben ohne Gewalt leben?


Rote Falken

METHODEN

AB 10 JAHREN

• Hast du Zugang zu Gesundheitsversorgung, wenn du krank bist oder medizinische

Hilfe benötigst?

• Wirst du ermutigt, deine Kultur, Sprache und Traditionen zu pflegen und zu feiern?

• Wird deine Herkunft und Religion akzeptiert und du wirst nicht diskriminiert?

• Hast du genug Zeit, um mit deiner Familie und Freunden zusammen zu sein?

• Fühlst du dich sicher genug, um deine Meinung frei zu äußern, ohne Angst vor Bestrafung?

• Gibt es in deiner Schule oder Gemeinde Programme oder Unterstützung für Kinder

mit besonderen Bedürfnissen oder Behinderungen?

• Kannst du dich frei bewegen und an sicheren Orten spielen?

• Hast du genug zu essen und Zugang zu gesunder Ernährung?

• Hast du genug warme Kleidung und einen sicheren Ort zum Schlafen?

• Fühlst du dich respektiert und wertgeschätzt von den Erwachsenen um dich herum?

REFLEXIONSFRAGEN

• Hast du dich gut in deine Rolle hineinversetzen können?

• Wie fühlst du dich auf deiner Endposition?

• Wie ist es dir gegangen als andere einen Schritt gehen konnten und du nicht?

• Woran glaubst du liegt es, dass welche weiter vorne und welche weiter hinten

stehen?

• An welche Bedingungen sind Kinderrechte gebunden?

• Warum haben zwar alle Kinder die gleichen Rechte, aber trotzdem stehen nicht

alle Kinder vorne?

• Welche Fragen waren „wichtiger“ und welche „unwichtiger“ für Kinder?

METHODEN

AB 10 JAHREN


METHODEN

AB 10 JAHREN

Rote Falken

Stationen einer Flucht –

Rechte von geflüchteten Kindern

• 5 – 20 Personen

• Dauer: 90 Minuten

• Zielsetzung: Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderrechte

• Material: Comicstreifen (Webseite), Flipchart,

Kleber oder Klebeband, Post-its

METHODEN

AB 10 JAHREN

BESCHREIBUNG

Was ist Frieden?

Sammelt mit den Kindern, was für sie Frieden ist. Sollten sie nicht so viele Ideen

haben, versucht ein bisschen herauszukitzeln, was alles zu Frieden dazugehört,

außer der Abwesenheit von Gewalt. Erklärt zum Ende, dass es Menschen und auch

Kinder gibt, die vor Krieg fliehen (müssen), und dass ihr euch jetzt gemeinsam eine

Geschichte anschauen werdet, in der es um eine Familie geht, die fliehen musste.

Stationen einer Flucht

Gebt den Kindern die einzelnen Comicstreifen und stellt ihnen die Aufgabe, sie in

die richtige Reihenfolge zu bringen. Wichtig dabei ist, dass sie als Gruppe entscheiden,

in welche Reihenfolge die Geschichte gehört. Wenn sie als Gruppe befinden,

dass es richtig so ist, geht die Gruppenleitung mit der Lösung einmal drüber und

adaptiert die Reihenfolge, wenn nötig.

Wie geht es den Menschen an den verschiedenen Stationen?

Lest nun die Geschichte noch einmal langsam vor und die Kinder sollen sich überlegen,

wie sie sich – wenn sie in der Situation wären – an jeder Station fühlen würden

und was sie bräuchten, um sich so wohl wie möglich zu fühlen. Lest dann nochmal

Station für Station vor und zu jeder Station äußern die Kinder ihre Gedanken und

schreiben sie auf Post-its, die ihr dann zu den jeweiligen Einzelbild dazuklebt. Überlegt

euch, welche Kinderrechte speziell für Kinder auf der Flucht bzw. mit Fluchterfahrung

gelten müssen. Worauf muss besonders geachtet werden?


Rote Falken

METHODEN

AB 10 JAHREN

METHODEN

AB 10 JAHREN


METHODEN

FÜR ALLE

Spielstationen,

Spiele und Kreatives

Kinderrechte-Activity

• Dauer: 30 – 45 Minuten

• Material: Spielplan (nächste Seite), Spielfiguren, Stifte,

Papier, Stoppuhr, Kinderrechte Memory-Karten oder

selbst geschriebene Kärtchen

BESCHREIBUNG

Das klassische Activity kennt ihr wahrscheinlich, wir haben es aber ein bisschen abgewandelt

und es ganz unter das Thema Kinderrechte gestellt.

METHODEN

FÜR ALLE

Zuerst bildet ihr 2 etwa gleich große Gruppen und jede Gruppe bekommt eine

Spielfigur. Jede Gruppe ist dann abwechselnd an der Reihe. 1 Kind zieht dazu eine

Karte vom Stapel, ohne dass die anderen Kinder die Karte sehen. Je nachdem, wo

sich die Spielfigur der Gruppe gerade auf dem Spielplan befindet, muss das Kinderrecht

gezeichnet oder pantomimisch dargestellt werden. Die eigene Gruppe versucht

dann, das Kinderrecht zu erraten, hat dafür aber immer nur 30 Sekunden Zeit

(ihr könnt die Zeit auch an das Alter der Gruppe anpassen).

Errät die Gruppe das Kinderrecht in der vorgegebenen Zeit darf sie 3 Felder vorrücken.

Variante: Können die Kinder das Kinderrecht auch schlüssig erklären dürfen sie 2 weitere

Felder vorrücken.

Gewonnen hat die Gruppe, die als erstes im Ziel landet.

Alternativ könnt ihr das Spiel natürlich auch kooperativ spielen – alle sind in einer

Gruppe.

Zeichnen: Das Kinderrecht muss gezeichnet werden. Die Zeichnung darf keine

Buchstaben, Zahlen oder Symbole enthalten.

Pantomime: Der Begriff muss pantomimisch dargestellt werden. Dabei darf weder

gesprochen, noch dürfen Geräusche gemacht oder Gegenstände verwendet bzw.

auf die gezeigt werden.



METHODEN

FÜR ALLE

Spielstationen,

Spiele und Kreatives

Rechte von Kindern mit Behinderung

• Dauer: 10 - 20 Minuten

• Material: Augenbinden,

Material für Parcour (Bänke, Hütchen etc.)

BESCHREIBUNG

Baut einen kleinen Parcours auf, den die Kinder paarweise machen sollen. Jedes

Paar bekommt eine Augenbinde, mit der einem der Kinder die Augen verbunden

werden. Erklärt nun, dass das Kind mit den verbundenen Augen den Parcours absolvieren

soll, ohne Angst zu haben und ohne sich zu verletzen. Dazu ist es wichtig,

dass das zweite Kind ihm beisteht und behilflich ist. Nun absolviert jedes Paar nacheinander

den Parcours. Wenn möglich, können die Paare die Rollen tauschen und

noch einmal den Parcours durchmachen.

Gegen Ende kann gefragt werden:

• Wie war das für dich, blind zu sein?

• Wie war es für dich, dass dir wer geholfen hat?

• Wie war es, jemandem zu helfen?

• Worauf musste man speziell achten?

METHODEN

FÜR ALLE


Spielstationen,

Spiele und Kreatives

METHODEN

FÜR ALLE

Dein Recht auf deinen eigenen Körper

• Dauer: 15 – 20 Minuten

• Material: Packpapier, Stifte, Farben und Pinsel

BESCHREIBUNG

Die Kinder bilden Paare und pausen sich anschließend gegenseitig auf einem Bogen

Packpapier oder auf Plakaten ab. Jedes Kind bemalt dann mit roter Farbe die Körperteile,

die nicht von anderen berührt werden sollen, mit grün die Körperteile, an

denen es gerne berührt wird.

Variante: Die Farbe Gelb könnte auch für Bereiche stehen, an denen ich nicht von

jeder Person angegriffen werden möchte, aber von bestimmten Personen durchaus.

Fragen, um ins Gespräch darüber zu kommen, könnten sein:

• Sind bei allen Kindern die roten Bereiche an denselben Stellen?

• Respektieren alle diese Grenzen?

• Wie kann man sich wehren, wenn Leute trotzdem dort anfassen, wo das nicht in

Ordnung ist?

Es wird besprochen, dass jedes Kind das Recht hat, selbst zu entscheiden, wo es

berührt wird. Ihr könnt dann auch besprechen und üben, wie Grenzen mitgeteilt

werden können (bspw. mit STOPP und HALT) und dass alle die Grenzen von anderen

respektieren müssen.

METHODEN

FÜR ALLE


METHODEN

FÜR ALLE

Spielstationen,

Spiele und Kreatives

Kinderrechte-Sticker/Buttons machen

• Dauer: 5 - 10 Minuten

• Material: Stifte, Scheren, Stickermaschine, Sticker

BESCHREIBUNG

Borgt euch eine Buttonmaschine aus und lasst die Kinder ihren persönlichen Kinderrechte-Button

malen. Ihr könnte auch Vorlagen gestalten, die die Kinder selbst

bunt bemalen können.

METHODEN

FÜR ALLE


Spielstationen,

Spiele und Kreatives

METHODEN

FÜR ALLE

Großes Kinderrechte-Transparent

• Dauer: 30 - 60 Minuten

• Material: Transparentstoff, Pinsel, Farben, ev. Malschürzen

BESCHREIBUNG

Legt ein großes Stück Stoff auf und stellt Farben und Pinsel bereit. Ladet die Kinder

(und die Eltern) ein, ein riesiges Kinderrechte-Transparent zu malen, das an prominenter

Stelle aufgehängt wird. Das kann auch gleich ein schönes Andenken an euer

Fest sein!

METHODEN

FÜR ALLE


METHODEN

FÜR ALLE

Spielstationen,

Spiele und Kreatives

Vielfalt zeigen

• Dauer: 10 - 20 Minuten

• Material: ev. Musik

BESCHREIBUNG

Dieses Spiel kann mit Musik oder ohne gespielt werden. Zur Begleitung der Musik

oder aber bis zu einem vorher ausgemachten Zeichen (Pfeifen, Klatschen, Schnippen,

...) bewegen sich die Kinder im Raum. Wenn die Musik stoppt bzw. das Zeichen

gemacht wird, wird eine Aufgabe genannt, welche die Kinder erfüllen sollen bzw.

Teams, die sich finden sollen.

• Gruppen bilden: gleiche Schuhgröße, Augenfarbe, Geburtsmonat, Erstsprache,

Geschwister, Aufstellen nach Größe etc.

Fragen, die danach gestellt werden können:

• Wie sind wir unterschiedlich?

• Wie wäre es, wenn wir alle gleich wären?

• Wie gehen wir mit Vielfalt um?

METHODEN

FÜR ALLE


Spielstationen,

Spiele und Kreatives

METHODEN

FÜR ALLE

Kinderrechte-Legespiel

• Dauer: 20 – 30 Minuten

• Material: Kinderrechte-Legespiel

BESCHREIBUNG

Mit unserem Kinderrechte-Legespiel könnt ihr spielerisch in die Welt der Kinderrechte

eintauchen. Wie beim klassischen Memory mischt ihr die Karten durch und

legt sie verdeckt auf. Versucht gemeinsam, alle Kinderrechte-Paare aufzudecken.

Immer wenn ein Paar gefunden wurde, könnt ihr darüber sprechen, welches Kinderrecht

auf den Karten dargestellt ist, warum dieses wichtig ist und vielleicht auch,

wo die Kinder dieses Recht in ihrem eigenen Alltag erleben.

Das Legespiel könnt ihr in unserem Shop bestellen:

shop.kinderfreunde.at

Oder ihr könnt euch die Karten von unserer Webseite

kinderfreunde.at/kinderrechte selbst ausdrucken.

Tipp:

Die Memory-Karten könnt ihr auch für andere Spiele oder Methoden verwenden!

METHODEN

FÜR ALLE


METHODEN

FÜR ALLE

Spielstationen,

Spiele und Kreatives

Wer bin ich

• Dauer: 20 – 30 Minuten

• Material: Post-its, Stifte

BESCHREIBUNG

Jedes Kind bekommt ein Post-it auf das es geheim ein Kinderrecht schreibt. Dieses

klebt dann jede:r der Person links von sich auf die Stirn, ohne, dass die Person dabei

sieht, was auf dem Post-it steht. Jetzt wird nach der Reihe versucht, auf das Kinderrecht

zu kommen, das auf der eigenen Stirn klebt. Dazu dürfen Fragen gestellt

werden, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Wird eine Frage mit

Ja beantwortet, darf gleich noch eine Frage gestellt werden, solange, bis eine Frage

verneint wird. Dann ist das nächste Kind an der Reihe. Gespielt wird, bis alle “ihr”

Kinderrecht erraten haben.

METHODEN

FÜR ALLE


Spielstationen,

Spiele und Kreatives

METHODEN

FÜR ALLE

Kinderrechte-Salat

• Dauer: 15 Minuten

BESCHREIBUNG

Die Gruppe sitzt in einem Sesselkreis, ein Kind hat keinen Sitzplatz und steht in der

Mitte des Kreises. Nun sucht sich jedes Kind ein Kinderrecht aus, das es sein möchte.

Dazu könnt ihr vorher eine Handvoll Kinderrechte definieren, aus denen jede:r

eines auswählt oder ihr lasst den Kindern die Wahl ganz frei. Die Person in der Mitte

des Kreises nennt nun zumindest 2 Kinderrechte (die in der Gruppe auch vertreten

sind). Die Kinder, die die genannten Kinderrechte haben, müssen versuchen Platz

zu tauschen. In diesem Kuddelmuddel versucht auch die Person in der Mitte einen

freien Sitzplatz zu ergattern. Wer nach dem Platzwechsel keinen Sitzplatz hat, steht

als nächstes in der Mitte und eine neue Runde beginnt.

Statt einzelne Kinderrechte aufzuzählen kann auch einfach “Kinderrechte” gesagt

werden, dann müssen alle Platz tauschen.

Expert:innen-Tipp:

Ihr könnt auch zusätzlich Regeln einführen, um mehr Bewegung ins Spiel zu bringen.

Zum Beispiel, dass bei “Kinderrechte” immer mindestens 2 Plätze weitergerutscht

werden muss oder, dass nicht gleich in der ersten Runde “Kinderrechte”

gesagt werden darf.

METHODEN

FÜR ALLE


METHODEN

FÜR ALLE

Spielstationen,

Spiele und Kreatives

Kinderrechte suchen

• Dauer: 20 Minuten

• Material: Kärtchen mit Begriffen

BESCHREIBUNG

In einem gut abgegrenzten Gelände werden 15 Karten mit diversen Begriffen zum

Thema Kinderrechte verteilt. Die Gruppenleitung nennt jedem Team einen anderen

„ersten Begriff“. Team 1 bekommt zum Beispiel den Begriff „Bildung“. Die Aufgabe

besteht nun darin, genau diesen Begriff auf einer versteckten Karte zu finden. Dieser

Begriff muss in der ersten Zeile stehen. Team 1 findet die entsprechende Karte

mit dem Begriff „Bildung - Meinung“. Der Begriff in der zweiten Zeile (Meinung), ist

der Begriff, den das Team als nächstes finden muss (welcher wiederum in der ersten

Zeile stehen muss). Gewonnen hat jenes Team, das sich als Erstes durch alle Begriffe

durchgearbeitet hat und wieder beim Startwort ist. Danach kann gemeinsam überlegt

werden, was all diese Begriffe gemeinsam haben.

Für jüngere Kinder können statt Begriffen auch Symbole verwendet werden.

METHODEN

FÜR ALLE


Spielstationen,

Spiele und Kreatives

METHODEN

FÜR ALLE

Staffel-Stift

• Dauer: 20 Minuten

• Material: Stifte, Plakate

BESCHREIBUNG

Zwei Teams stehen hintereinander, der:die Erste hält einen Stift in der Hand. In einiger

Entfernung befindet sich am Boden für jedes Team ein Plakat. Dorthin gilt es

zu spurten und ein Wort niederzuschreiben. Kurz vor dem Start gibt die Gruppenleitundg

den Oberbegriff für diesen Durchgang bekannt. Wird beispielsweise „Kinderrechte“

ausgerufen, so rennt der:die Erste des jeweiligen Teams mit dem Stift zum

Papier, lässt sich währenddessen ein Kinderrecht einfallen und notiert dieses dann

auf dem Plakat. Flugs läuft er:sie zurück, übergibt den Stift an die nächste Person,

die wiederum losläuft und ein weiteres Kinderrecht dazuschreibt. Am Ende werden

die verschiedenen Begriffe beider Teams verglichen. Jedes richtige Wort zählt

einen Punkt, doppelt genannte Kinderrechte innerhalb eines Teams gelten jedoch

beide nicht.

Weitere Oberbegriffe/Fragen:

• Wo/Wie könnt ihr mitbestimmen?,

• Was braucht ihr für ein gutes Leben?

• Was/Wie lernt ihr gerne?

METHODEN

FÜR ALLE


METHODEN

FÜR ALLE

Spielstationen,

Spiele und Kreatives

Auf der Suche nach Kinderrechten

• Dauer: 20 Minuten

BESCHREIBUNG

Die Kinder bekommen die Aufgabe, einen Gegenstand (im Raum, im Umfeld) zu

suchen, der für sie ein Kinderrecht symbolisiert, welches ihnen wichtig ist. Haben

alle einen Gegenstand gefunden, kommt die Gruppe wieder zusammen und wer

möchte, kann den eigenen Gegenstand erklären und beschreiben, warum das entsprechende

Kinderrecht so wichtig ist. Die Gegenstände können dann z.B. auch in

die Kinderrechte-Schatzkiste gegeben werden.

METHODEN

FÜR ALLE


LIEDER

FÜR ALLE

Für die Kinderrechte

Melodie: If you’re happy and you know it

C

G

Für die Kinderrechte klatsche in die Hand. (klatsch klatsch)

G

C

Für die Kinderrechte klatsche in die Hand. (klatsch klatsch)

F

Deine Rechte kennst du schon,

C

drum erzähl allen davon.

G

Für die Kinderrechte klatsche in die Hand.

C

Für die Kinderrechte stampfe mit dem Fuß ...

Für die Kinderrechte schnipse mit dem Finger ...

Für die Kinderrechte klopf dir auf die Schenkel ...

Für die Kinderrechte schreie laut „Hurra!“ ...

Für die Kinderrechte mache alle 5 ...

LIEDER

FÜR ALLE


LIEDER

FÜR ALLE

Packt uns nicht in Watte ein

Text: Doris Rögner

Musik: Ralph und Max Wakolbinger

G

D

Eine Welt der runden Ecken,

C

G

Einen Wald ganz ohne Zecken,

C

G

Stumpfes Messer, Plastikhammer,

a D

so zu leben ist ein Jammer.

G

D

Einen Kaktus, der nicht sticht,

C D G

Den wolln wir nicht!

G A 7

Packt uns nicht in Watte ein,

C

G

Wir wollen was er-le-ben!

„Kind, im Heu schläfst du mir nie.

Du hast eine Allergie!“

Sicherheit ist euer Ziel,

doch was zu viel ist, ist zu viel.

Einen Kaktus, der nicht sticht,

den wolln wir nicht!

Packt uns nicht …

Uns vor Schaden zu bewahren,

uns zu schützen vor Gefahren,

es ist schön, wenn ihr das tut.

Doch manchmal meint ihrs gar zu gut.

Denn: Einen Kaktus, der nicht sticht,

den wolln wir nicht!

Packt uns nicht …

G A 7

Wir wolln, und sind wir noch so klein,

C

G

Auch in Gefahren schweben.

LIEDER

FÜR ALLE


LIEDER

FÜR ALLE

Kinder – sind so kleine Hände

Text & Melodie: Bettina Wegner

a d E

Sind so kleine Hände

a

win‘zge Finger dran

d

Darf man nie drauf schlagen

a C

die zerbrechen dann.

G

Sind so kleine Füße

a C

mit so kleinen Zehn.

G

Darf man nie drauf treten

a

könn sie sonst nicht gehen.

E

Sind so kleine Ohren

scharf, und Ihr erlaubt.

Darf man nie zerbrüllen

werden davon taub.

Sind so schöne Münder

sprechen alles aus.

Darf man nie verbieten

kommt sonst Nichts mehr raus.

Sind so kleine Seelen

offen und ganz frei.

Darf man niemals quälen

gehen kaputt dabei.

Ist son kleines Rückgrat

sieht man fast noch nicht.

Darf man niemals beugen

weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen

wärn ein schönes Ziel.

Leute ohne Rückrat

hab´n wir schon zuviel.

LIEDER

FÜR ALLE


LIEDER

FÜR ALLE

Verändern wir die Welt

Text: Daniel Bohmann & Jürgen Czernohorszky

Musik: Willi Ganster

D C G A D C G A

//:Nananaa nana nana Nananana nanana://

D

Hey, wach auf! Ein neuer Tag beginnt!

Wir haben noch viel vor, und die Zeit verrinnt!

C

Wenn man nur rumsitzt, keinen Finger rührt,

G

D

nur wartet drauf, dass irgendwas passiert …

D

Hey, mach mit! Heut ändern wir die Welt!

Da gibt‘s noch allerhand was uns nicht gefällt.

C

Und jede Reise, sei sie noch so groß

G

D

fängt mit dem ersten Schritt an - also los!

LIEDER

FÜR ALLE

D

A

Wir wollen die Welt verändern!

G D

Schritt für Schritt.

A

Zusammen geht mehr weiter,

G D

mach doch mit!

A

Die Zukunft kommt von selber,

G D em

doch wenn wir uns traun’ was zu tun,

A

D

dann wird sie wie in unserm Traum!


LIEDER

FÜR ALLE

D C G A D C G

//:Nananaa nananana - Verändern wir die Welt! Nananana nanana://

Gib’ nicht auf! Gemeinsam sind wir viele.

Wir wissen was wir wollen, haben große Ziele:

Ohne Krieg und mit mehr Kinderrecht

da wär die Welt schon gar nicht mehr so schlecht.

Hey, komm mit! Wir müssen etwas tun!

Der Weg ist weit, die Zeit zu knapp sich auszuruh’n.

Mit Muss-so-sein und Ist-halt-so

ändert sich die Welt doch nirgendwo.

Wir wollen die Welt verändern …

G

D

Und wenn jemand zu uns spricht:

em

hm

„Die Welt verändern, geht doch nicht.

G

D

Die Welt ist groß und ihr seid klein.

em

Kauft halt was, dann geht’s euch gut.“

G

Da halten wir dagegen: Nein!

A

Wir wollen was und haben Mut,

die Welt soll eine bess‘re sein.

Nananaa nananana - Verändern wir die Welt...

LIEDER

FÜR ALLE


UNTERSTÜTZT DURCH DAS

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!