Wanderguide
Wanderguide mit den schönsten Wanderrouten in der StädteRegion Aachen
Wanderguide mit den schönsten Wanderrouten in der StädteRegion Aachen
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Die schönsten
Wanderrouten
in der StädteRegion Aachen
Willkommen in der StädteRegion Aachen!
Gelegen im Dreiländereck in unmittelbarer Nähe zu den Niederlanden und Belgien, versprüht die StädteRegion
Aachen als westlichster Zipfel Deutschlands ein ganz besonderes Grenzflair. Tauche ein in die spannende
Mischung aus beeindruckenden Landmarken, wie die Bergbauhalden, die malerischen Stauseen im
Nationalpark Eifel und das wild-romantische Venn oder lass‘ dich verzaubern vom Charme der alten Kaiserstadt
Aachen mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Aachener Dom. Im Norden und Osten wird die StädteRegion
durch die Haldenlandschaft der ehemaligen Bergbaustandorte des Aachener Reviers geprägt. Im Westen
grenzen die Niederlande und Belgien an und im Süden bietet das idyllische Mittelgebirge der Eifel zahlreiche
Erholungsmöglichkeiten.
Um die landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Region zu entdecken, brauchst du nicht viel, lediglich festes
Schuhwerk, dem Wetter angepasste Kleidung, ein wenig Neugier und diesen kleinen Wanderguide. Ob entlang
des Rursees, über Hochflächen mit malerischen Ausblicken, den sogenannten „Eifel-Blicken“ oder quer
durch den einzigen Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Oder entlang kulturhistorischer Highlights wie den
historischen Altstädten von Aachen, Monschau und Stolberg, vorbei am industriellen Erbe des Bergbaus oder
den zahlreichen Burgen der Region, die StädteRegion Aachen bietet Wanderern fantastische Möglichkeiten,
die vielseitigen Highlights auf zahlreichen Wandertouren zu erkunden.
©Dominik Ketz
©Dominik Ketz, ET GmbH
©Dominik Ketz
©Dominik Ketz
Inhalt
Gut zu wissen. ............................. 4
Touren-Apps. .............................. 5
Beschilderung und Knotenpunkte.......... 6
Eifelsteig. .................................. 8
Wildnis-Trail . ............................. 10
Partnerwege Eifelsteig. . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Wasserlandroute ......................... 14
Struffeltroute. ............................ 16
Narzissenroute. ........................... 18
Klosterroute. ............................. 20
Heckenlandroute . ........................ 22
Inderoute . ............................... 24
Kupferroute . ............................. 26
GrenzRouten ........................... 28
Vom Fuß der Eifel zum Mergelland ....... 30
Neutral-Moresnet ........................ 32
Bleyberg - Eisenbahn und Bergbau
im Göhltal ............................... 34
Zeugnisse der Aachener Stadtgeschichte .. 36
Unterwegs im Öcher Bösch ............... 38
Vallis - Prachtbauten und
Panoramablicke ......................... 40
Orsbach - Kulturlandschaft, Naturschutz,
sanfte Energie .......................... 42
Die Rureifel – Wild auf Natur! ............ 44
Zur Ölmühle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .46
Flurheckenweg . .......................... 48
Das unberührte Land ..................... 50
Uralte Wege, stille Pfade. .................. 52
Panoramaweg. ........................... 54
Riffelsbach-Runde ........................ 56
Kaiser-Karl-Weg. .......................... 58
Aachen – Eine Stadt zum Verlieben! ..... 60
Grenzlandhighlights. ..................... 62
Wolfsschlucht und Gipfelglück ............ 64
Die Mäandertour . ........................ 66
Wurmtour ............................... 68
Haarener Höhen ......................... 70
Iterbachtour . ............................. 72
Stadt-Wasser-Wald ....................... 74
Aachener Land – Überraschend
nachhaldig! ............................ 76
WasserWeg Wurm . ....................... 78
Wildnistour .............................. 80
Paulinentour . ............................ 82
Karbontour .............................. 84
Auf dem Gipfel des Carl-Alexander-Parks. . .86
Dinotour.................................. 88
WasserWeg Blaustein-See . ................ 90
Gut zu wissen
Angaben zu den Routen
Als Wanderzeit wird in diesem Heft die reine Gehzeit angegeben, wobei von einer Geschwindigkeit von 5
Kilometern pro Stunde ausgegangen wird. Die Höhenunterschiede sind den jeweils angegebenen Höhenprofilen
zu entnehmen. Im Rahmen der einzelnen Tourenbeschreibungen wird zudem auf attraktive Ziele,
wie z. B. Natur- und Kulturdenkmäler, Aussichtspunkte, Einkehrmöglichkeiten oder sonstige Sehenswürdigkeiten
hingewiesen.
GPS-Daten
Zu jeder Tour findest du einen QR-Code, der dich zur digitalen Tourenbeschreibung führt. Dort findest du
bspw. auch die GPS-Daten zur jeweiligen Tour. Alternativ findest du die GPS-Daten zu allen Touren als Download
im Internet unter: www.staedteregion-aachen.de/routenplaner.
Lust auf mehr?
Neben den hier aufgeführten Routen gibt es noch zahlreiche weitere attraktive Wanderwege in der Städte-
Region Aachen zu entdecken. Darüber hinaus hat die StädteRegion Aachen auch für Radbegeisterte tolle
Routen zu bieten. Informiere dich einfach auf unserem Tourenplaner unter www.staedteregion-aachen.de/
routenplaner.
Dort findest du die wichtigsten Informationen zu den Routen, wie z. B. Karten, Sehenswürdigkeiten, Schwierigkeitsgrad,
Höhenprofil, An- und Abreise, und kannst diese als PDF zu Hause ausdrucken. Außerdem kannst
du Routen bewerten, mit Kommentaren versehen und eigene Bilder hochladen. Mach‘ mit und gib uns dein
Feedback!
©Anton Röser
©Dominik Ketz
4
Touren-Apps
Touren-APp
Ein hilfreicher Begleiter für unterwegs ist die
kostenlose TourenApp der StädteRegion mit
über 400 Wander- und Radtourentipps (inklusive
der in diesem Heft aufgeführten Touren).
Durch GPS-Ortung kannst du dich jederzeit
orientieren und überprüfen, ob du dich noch
auf dem richtigen Weg befindest oder herausfinden,
wo die nächste Einkehrmöglichkeit
oder der nächste Aussichtspunkt gelegen ist.
Touren und Karten können zudem auch offline
auf dem Handy gespeichert werden, sodass
nicht zwangsläufig ein Mobilfunknetz benötigt
wird. Neben zahlreichen Tourentipps sind
in der App gleichzeitig auch die interessantesten
Ausflugsziele in der Region gelistet.
Installieren lässt sich die App auf Apple iPhones,
iPads und auf Smartphones mit dem
Betriebssystem Android. Sie kann im App Store
und im Google Play Store heruntergeladen
werden. Als Suchbegriff empfiehlt sich hierfür:
„StädteRegion Aachen“
StädteRegion auf Komoot
Seit Kurzem sind wir mit unseren schönsten Wander- und Fahrradtouren
auch auf der Outdoor-Platform Komoot vertreten. Auch dort findest du
die wichtigsten Informationen zu allen Touren, textliche Aufbereitungen
und ansprechende Fotos sowie eine Navigationsfunktion, dank der du
dich immer auf dem richtigen Weg befindest.
All unsere Tourenvorschläge auf Komoot findest du
entweder webbasiert unter www.komoot.de/user/
staedteregionaachen oder du suchst in der Komoot-
App nach dem Benutzer „StädteRegion Aachen“.
Alternativ kannst du aber auch einfach den nebenstehenden
QR-Code scannen, der dich direkt auf unsere
Regionsseite bei Komoot führt. Vergiss nicht, uns zu
folgen, um keine neuen Tourentipps zu verpassen!
5
Beschilderung und Knotenpunkte
Die Ausschilderung im Aachener Land und der Stadt Aachen
Die Wanderwege im Wurm- und Broichbachtal sowie im Aachener Wald und dem Aachener Stadtbezirk Haaren
sind mit einem Wanderknotenpunktsystem ausgeschildert, das in den nächsten Jahren noch auf die
Aachener Stadtbezirke Richterich, Laurensberg und Kornelimünster ausgeweitet werden soll.
Statt langwieriger Tourenbeschreibungen ermöglicht es eine laufende Orientierung vor Ort und eine flexible
Tourengestaltung. Wanderungen lassen sich anhand der Karte ganz leicht planen. Einfach die Zahlenfolge
der Knotenpunkte vorab notieren, sich zum selbst ausgewählten Startpunkt begeben und von dort der Richtung
zum nächsten Knotenpunkt folgen. So kannst du selbst entscheiden, wie weit du wandern möchtest
und die Strecke jederzeit verkürzen, verlängern oder umplanen.
Wie funktioniert das Knotenpunktsystem?
An den Kreuzungen der Wanderwege, den sogenannten Knotenpunkten, sind Pfosten mit Wegweisern und
Orientierungskarte installiert. Die Nummer des Knotenpunkts, an dem du dich befindest, steht ganz oben auf
schwarzem Grund (Bild 1). Die Nummern auf weißem Grund weisen den Weg zu den nächsten Knotenpunkten
(Bild 2). Sie sind auch an Abzweigungen unterwegs zu finden. An Kreuzungen ohne Wegweisung geht es
geradeaus. Auf den Knotenpunktpfosten sind zudem kleinere Übersichtskarten des direkten Umfeldes mit
Darstellung der benachtbarten Knotenpunkten angebracht (Bild 3). An einigen Knotenpunkten findest du
Stahlstangen mit Namen und Kilometerangaben zu wichtigen Zielen (Bild 4). Auch hier steht die Knotenpunktnummer
ganz oben auf schwarzem Grund. Die weißen Plaketten mit den benachbarten Knotennummern
sind unterhalb der Richtungsschilder befestigt.
Die Ausschilderung in der Eifel
In der Eifel pflegt der Eifelverein ein attraktives Wegenetz von Rundwanderwegen, die in beide Richtungen
mit Einzellogos oder auch Nummern markiert und ausgeschildert sind. Die Logos/Nummern (Bild 5) der
Rundwege findet man als „Farbmarkierung“ etwa auf einer Baumrinde oder an einem Felsen aufgesprüht, als
„Markierungsschildchen“ oder „Plakette“ etwa an einer Mauer, einem Pfosten oder auch an Bäumen oder als
„Markierungsaufkleber“ an Laternen, Pfosten oder Rückseiten von Verkehrsschildern.
Und bei den Nachbarn?
Auch die Nachbarregion Ostbelgien, durch die hin und wieder Streckenabschnitte, der in diesem Heft aufgeführten
Touren führen, verfügt über ein vollständig ausgeschildertes Knotenpunktsystem, mit denen das
städteregionale Knotenpunktsystem lückenlos verknüpft ist. Es ist zu beachten, dass optisch abweichende
Wegweiser (Bild 6) verwendet werden, das System bleibt allerdings im Grundsatz das gleiche.
6
© Dominik Ketz
© www.ostbelgien.eu
© Bettina Kreisel
© Bettina Kreisel
© Bettina Kreisel
© Bettina Kreisel
7
Fernwanderwege
©Dominik Ketz, ET GmbH
313 km 6.742 hm 88:00 h
Eifelsteig
Wo Fels und Wasser Dich begleiten: In 15 Etappen (von je 14 bis 29 km Länge) führt der 313 km lange, mit dem
deutschen Wandersiegel ausgezeichnete, Eifelsteig vom flachen Norden bei Aachen-Kornelimünster über
die Hochebenen des Hohen Venns, durch das einsame Rurtal, vorbei an imposanten Stauseen, dem Nationalpark
Eifel und über die Kalk- und die Vulkaneifel bis hin zur Südeifel und schließlich nach Trier. Dabei offenbart
der Eifelsteig dem Wandernden immer wieder neue landschaftliche Eindrücke, grandiose Aussichten
und eine Vielzahl an Formationswechseln – eine Freude für jedes Wanderherz!
15 bis 16 Tage ist man unterwegs, wenn man den Eifelsteig am Stück erwandert. Die Strecke lässt sich aber
auch gut in mehrere Abschnitte aufteilen, so dass jeder in seinem eigenen Rhythmus unterwegs sein kann.
Schritt für Schritt kann man den Stress des Alltags und den Lärm und die Hektik der Stadt hinter sich lassen.
Internet
www.eifelsteig.de
Kontakt
Eifel Tourismus (ET) GmbH
Kalvarienbergstr. 1, 54595 Prüm
Tel.: 06551 96560
E-Mail: info@eifel.info
8
Eifelsteig
Die Route ist komplett mit dem blau-grün-orangen Eifelsteig-Logo ausgeschildert.
Etappen entlang der Strecke
Kornelimünster bis Roetgen
Roetgen bis Monschau
Monschau bis Einruhr
Einruhr bis Gemünd
Gemünd bis Kloster Steinfeld
Kloster Steinfeld, Kall-Urft bis Blankenheim
Blankenheim bis Mirbach
Mirbach bis Hillesheim
Hillesheim bis Gerolstein
Gerolstein bis Daun
Daun bis Manderscheid
Manderscheid bis Kloster Himmerod
Kloster Himmerod bis Bruch
Bruch bis Kordel
Kordel bis Trier
Start/Ziel
Kornelimünster, Benediktusplatz
Trier, Weißhausparkplatz
Parken
Benediktusplatz Kornelimünster
Streckencharakter
Der Eifelsteig verläuft überwiegend über abwechslungsreiche und
naturnahe Wege, mit einem hohen Anteil an erdbelassenen Pfaden.
Tipp des Autors
Ausgearbeitete Wandertouren inklusive Hotel, organisierten
Lunchpaketen und Gepäcktransfer findest du auf www.eifelsteig.de
700m
664m
500m
300m 226m
100m
Höhenprofil
182m
Mehr Informationen
km 80 160 240
9
Fernwanderwege
© Dominik Ketz, ET GmbH
84 km 2.048 hm 21:00 h
Wildnis-Trail
Genieße auf dem Wildnis-Trail einmalige Ausblicke auf die Talsperren Rur-, Ober- und Urftsee und entspanne
während du durch romantische Bachtäler und beeindruckende Buchenwälder wanderst, um Naturidylle pur
zu genießen.
Rauschende Bäche, duftende Blumenwiesen, tiefe Wälder und weite Panoramablicke. ln vier Etappen zwischen
18 und 25 km Länge führt der Wildnis-Trail einmal quer durch den Nationalpark Eifel und zeigt dir die
Vielfalt und Schönheit der Natur. Von Monschau-Höfen im Süden bis zur nördlichen Spitze bei Hürtgen wald-
Zerkall. Richtungsweiser mit dem Wildkatzen - Piktogramm führen dich durch sämtliche Lebensräume und
Landschaften: Die Narzissenwiesen und Nadelwälder im südlichen Nationalpark, die Talsperren- und Flusslandschaften
im Herzen des Gebietes, das weite Grasland des ehemaligen Truppenübungsplatzes Vogelsang
und die naturnahen Laubwälder im Norden. Was dich unterwegs sowie an den jeweiligen Etappenstartpunkten
und -zielen erwartet, kannst du in unserem Tourenplaner bei den einzelnen Etappenbeschreibungen
erfahren.
10
Internet
www.nationalpark-eifel.de
www.monschauerland.de
Kontakt
Monschauer Land Touristik e.V.
Seeufer 3
52152 Simmerath
Tel: 02472 / 804822
info@monschauerland.de
Kontakt
Nationalparkforstamt Eifel
Urftseestraße 34
53937 Schleiden-Gemünd
Tel.: +49 (0) 24 44. 95 10-0
Fax: +49 (0) 24 44. 95 10-85
info@nationalpark-eifel.de
Wildnis-Trail
Die Route ist komplett mit dem schwarz-weißen Wildnis-Trail-Logo ausgeschildert.
Etappen entlang der Strecke
Höfen-Einruhr
Einruhr-Gemünd
Gemünd-Heimbach
Heimbach-Zerkall
Start/Ziel
Nationalpark-Tor Höfen
Nationalpark-Infopunkt Zerkall
Parken
Parkplätze sind am Startpunkt vorhanden.
Streckencharakter
Steigungen sind etappenabhängig und den einzelnen Etappenbeschreibungen
zu entnehmen.
Tipp des Autors
Informiere dich in den Informationszentren in Höfen, Einruhr, Gemünd,
Vogelsang und Zerkall über die faszinierende Naturlandschaft des
Nationalpark Eifel.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
500
520m
300 284m
336m
km 5 10 15 20
11
12
Partnerwege Eifelsteig
© Dominik Ketz, ET GmbH
Partnerwege des Eifelsteigs
Der Eifelsteig ist der bekannteste Fernwanderweg durch die Eifel und führt auf gut 300 Kilometern von
Aachen nach Trier. Dazwischen findest du jede Menge Natur: Moore, Wälder, plätschernde Flüsse, Vulkankegel
oder meterhohe, rot leuchtende Sandsteinformationen.
Du interessierst dich für den Eifelsteig, möchtest aber nicht ganz so lang unterwegs sein? Kein Problem –
rechts und links des Eifelsteigs gibt es noch so viel mehr Natur und Kultur zu entdecken. Wir stellen dir an
dieser Stelle die sieben Partnerwege in der StädteRegion Aachen vor, die an den Eifelsteig anschließen oder
ihn kreuzen und dich noch tiefer in die schöne Region hineinführen. Die meisten Partnerwege sind Tagestouren,
die als Rundwege geplant sind. Dazu gehören auch längere Strecken, die sich als Zwei- oder Dreitagestouren
eignen.
Allen Partnerwegen ist gleich, dass sie wie der Eifelsteig durchgängig mit dem jeweiligen Logo des Weges
markiert sind. Somit können Wanderbegeisterte ohne große Vorbereitung spontan zu einer der vielen Touren
aufbrechen. Bestaune die Blumenpracht in geschützten Bachtälern, genieße den Ausblick über glitzernde
Talsperren, spaziere durch verwinkelte Altstadtgassen und tauche in die bewegte Geschichte der
Region ein. Sowohl am Eifelsteig als auch an den Partnerwegen gibt es viele freundliche Gastgeber, die auf
die Bedürfnisse von Wandernden eingestellt sind, besondere Tipps geben können und sich den Wegen in
hohem Maße verpflichtet fühlen.
Die sieben Partnerwege des Eifelsteigs im Überblick:
Wasserlandroute ....16,7 km
Struffeltroute ........9,7 km
Narzissenroute ......14,8 km
Klosterroute. . . . . . . . .22,3 km
Heckenlandroute ....14,5 km
Inderoute ............6,2 km
Kupferroute .........15,5 km
Mehr Informationen
Internet
www.eifelsteig.de/partnerwege
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Partnerwege des Eifelsteigs
© Dominik Ketz, ET GmbH
16,7km 371 hm 04:30 h
Wasserlandroute
Mitten im Herzen des Nationalparks Eifel präsentiert die Wasserlandroute Wasser hoch drei! Von Einruhr aus
folgt die Wanderung dem Ufer des Obersees, ermöglicht wundervolle Ausblicke auf den See und führt in
Rurberg über die Staumauer des Rursees.
Malerisch inmitten eines großen Waldgebietes des Nationalparks Eifel liegt die Eifeler Seenplatte, die nicht
umsonst „Amazonas der Eifel“ genannt wird und die sich aus Obersee, Urftsee und Rurtalsperre Schwammenauel
zusammensetzt. Die Route startet in Einruhr und führt rund um den Obersee – vorbei an der Urftseestaumauer,
durch Rurberg und dort über den Staudamm Paulushof. Sie bietet dabei eine abwechslungsreiche
Kombination aus Wald, Wasser und Weideland. Von Einruhr aus folgt die Wanderung zunächst dem Ufer
des Obersees, ermöglicht wundervolle Ausblicke auf den See und führt in Rurberg über die Staumauer des
Rursees. Naturszenarien voller Ruhe und Eleganz beeindrucken entlang der Seen auf Schritt und Tritt, führt
die Tour doch mitten durch den einzigen Nationalpark in Nordrhein-Westfalen. Im Nationalpark sind seltene
Tier- und Pflanzenarten heimisch. Beobachtungen von wildlebenden Tieren auf der Tour sind also keine Seltenheit.
Das Landschaftsbild wird in weiten Teilen von dichtem Laubwald geprägt. Unterwegs bieten sich
dabei immer wieder Möglichkeiten für ein Picknick im Freien, bei dem die Aussicht auf den See genossen
werden kann.
14
Wasserlandroute
Die Route ist komplett mit dem blau-grünen Wasserland-Route-Logo ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Obersee
Naturfreibad Rurberg
Nationaplpark-Tor Rurberg
Nationalpark Eifel
Urfttalsperre
Naturerlebnisbad Einruhr
Start/Ziel
Rurstraße Einruhr
Parken
Wanderparkplatz Einruhr
Streckencharakter
Die Route führt überwiegend über naturbelassene Wege. Aufgrund der
für die Eifel ausgesprochen geringen Steigung ist die Tour konditionell
nicht so anspruchsvoll, einzig die Länge von 16 km sollte nicht
unterschätzt werden.
Tipp des Autors
Wem die ganze Runde zu lang ist, der kann von der Urftseestaumauer aus
mit einem Schiff der Rurseeflotte abkürzen (www.rurseeschifffahrt.de)
m
500
400
Höhenprofil
400m
Mehr Informationen
300 287m
287m
km 4 8 12 16
15
Partnerwege des Eifelsteigs
© Dominik Ketz, ET GmbH
9,7 km 198 hm 03:00 h
Struffeltroute
Der Rundwanderweg im Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn/Eifel führt durch das Wasserzufuhrgebiet
der Dreilägerbachtalsperre. Wanderer können von der Aussichtsplattform einen imposanten Blick auf
die Staumauer genießen und sich auf Tafeln über die Besonderheiten der Landschaft informieren.
Ein weiteres Highlight der Tour ist der auf über 450 m liegende unbewaldete Struffeltkopf zwischen Rott und
Roetgen, dem die Route auch ihren Namen zu verdanken hat und der schon in historischen Karten als Heidegebiet
inmitten bewaldeter Umgebung gekennzeichnet ist. Holzstege sorgen dafür, dass das auf dem Berg
gelegene idyllische Hochmoor trockenen Fußes durchquert werden kann, ohne dabei die seltenen Pflanzenund
Tierarten, die in diesem einmaligen Biotop leben, zu zerstören. Typisch für den Struffelt ist z.B. das Pfeifengras,
dessen Halme mit den violettgrauen Ähren früher als Pfeifenputzer benutzt wurden, da die knotenfreien
Halme beim Durchziehen nicht im Pfeifenhals stecken bleiben.
Auch das im Roetgener Wald gelegene Naturdenkmal Rackesch, eine Gruppe imposanter alter Buchen sowie
das ca. fünf Hektar große Schwarzwildgehege der Gemeinde Roetgen erwartet uns auf dieser Wanderung.
16
Struffeltroute
Die Route ist komplett mit dem blau-grünen Struffeltroute-Logo ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Dreilägerbachtalsperre
Schwarzwildgehege
Naturdenkmal Rackesch
Steganlage im NSG Struffelt
Start/Ziel
Parkplatz Filterwerk Roetgen – Dreilägerbachtalsperre
Parken
Parkplatz Filterwerk Roetgen – Dreilägerbachtalsperre
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittelschwere Auf- und
Abstiege. Neben nur wenigen asphaltierten Passagen führt die Route
überwiegend über Stege oder naturbelassene Wege und Pfade. Die meist
geringe Steigung, und die Länge von knapp 10 km machen den Weg zur
optimalen Tour für die ganze Familie.
Tipp des Autors
Wer nach der Tour die Seele baumeln lassen will, kann dies im Rahmen
eines Besuchs der Roetgentherme (www.roetgentherme.de).
m
600
Höhenprofil
Mehr Informationen
500
400 372m
372m
km 2 4 6 8
17
Partnerwege des Eifelsteigs
© Dominik Ketz, ET GmbH
14,8 km 301 hm 03:30 h
Narzissenroute
Wo einst im Mittelalter Flächen gerodet und als Heuwiesen genutzt wurden, können Wanderer heute im
Frühling in ein goldgelbes Meer aus Narzissen eintauchen. Doch auch in den anderen Monaten bietet die
Rundtour eindrucksvolle Naturerlebnisse.
Auf dieser Tour bewegen wir uns auf den Spuren von über 600 Jahren Landschafts- und Landwirtschaftsgeschichte
und erkunden das Gebiet rund um das Perlenbach- und Fuhrtsbachtal, das 1976 unter Naturschutz
gestellt wurde. Man findet dort heute zum Teil extensive Landwirtschaft, eingebettet in fast unberührter
Natur. Die artenreiche und farbenfrohe Flora und Fauna machen den Wanderweg zu einem ganz besonderen
Erlebnis, denn diese Landschaft ist Lebensraum für viele zum Teil bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Die gute
Qualität des Perlenbachwassers ermöglichte in der Vergangenheit sogar die Ansiedlung der Flussperlmuschel,
so dass zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert Perlenzucht im Tal betrieben wurde. Heute gilt die
Muschel allerdings auch hier als nahezu ausgestorben. Die jüngere Geschichte hat im Fuhrtsbachtal ebenfalls
ihre Spuren hinterlassen: Mehrere um 1938 erbaute „Westwall“-Bunker liegen an der Strecke. Sie erinnern an
den 2. Weltkrieg und die schweren Kämpfe, die im Winter 1944/45 in der Umgebung von Höfen tobten. Zwei
Bunker blieben trotz Sprengung recht gut erhalten. Der größte der beiden duckt sich nur wenige Schritte von
der unteren Brücke entfernt an den Fuß des Steilhanges. Ebenfalls an der Strecke gelegen ist die zur Trinkwassergewinnung
angelegte Perlenbachtalsperre, die ein Fassungsvermögen von 800.000 Kubikmetern aufweist.
18
Narzissenroute
Die Route ist komplett mit dem gelb-grünen Narzissenroute-Logo ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Nationalpark-Tor Höfen
Perlenbachtalsperre
Westwall-Bunker
Narzissenblüte im Frühjahr
Start/Ziel
Nationalpark-Tor Höfen
Parken
Nationalpark-Tor Höfen
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittelschwere Auf- und
Abstiege. Neben nur wenigen asphaltierten Passagen führt die Route
überwiegend über naturbelassene Wege und Pfade. Aufgrund der für die
Eifel moderaten Steigung ist die Tour konditionell nicht anspruchsvoll,
einzig die Länge von knapp 15 km sollte nicht unterschätzt werden.
Tipp des Autors
Besonders reizvoll ist diese Wanderung zur Narzissenblüte Anfang April
bis Anfang Mai, wenn Millionen wilder Narzissen die Talwiese in ein
gelbes Blütenmeer verwandeln.
m
700
Höhenprofil
Mehr Informationen
600
543m
500
543m
km 3 6 9 12
19
Partnerwege des Eifelsteigs
© Dominik Ketz, ET GmbH
22,3 km 659 hm 05:30 h
Klosterroute
Diese Wandertour durch die Eifel fasziniert durch eine außergewöhnliche Vielfalt. Landschaftsmarken wie
der imposante Felsen der Ehrensteinsley, das wild-romantische Rurtal, artenreiche Waldpassagen, das großräumige
Weideland um Kalterherberg mit alten Buchenreihen und Weißdornhecken sowie die Perlenbachtalsperre
garantieren einen abwechslungsreichen Landschaftsgenuss. Für die unterschiedlichen Lebensräume
typische Blumen- und Pflanzenarten säumen den Weg.
Als Geheimtipp gilt der Narzissen-Hang bei Reichenstein, der sich im Frühling in ein gelbes Blütenmeer verwandeln.
Kulturelle Highlights gibt es ebenfalls, so z. B. das ehemalige Prämonstratenserkloster Reichenstein
mit seinem Seerosenweiher, die Nobertuskapelle sowie die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der idyllischen
ehemaligen Tuchmacherstadt Monschau, das zum Verweilen einlädt. Wer einmal durch die von Fachwerkhäusern
geprägte Altstadt von Monschau gebummelt ist, versteht, warum man Monschau auch „die Perle
der Eifel“ oder „rheinisches Rothenburg“ nennt.
20
Klosterroute
Die Route ist komplett mit dem rot-grünen Klosterroute-Logo ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Ehrensteinsley
Rurtal
Prämonstratenserkloster Reichenstein
Norbertuskapelle
Perlenbachtalsperre
Historische Altstadt Monschau
Start/Ziel
Monschau – Markt
Parken
Parkplatz Burgau, Monschau (kostenpflichtig)
Streckencharakter
Sehr abwechslungsreiche Strecke mit nur wenigen asphaltierten
Abschnitten. Aufgrund der Steigungen und einer Länge von insgesamt 22
Kilometern ist die Strecke konditionell anspruchsvoll.
Tipp des Autors
Nimm dir Zeit für einen ausgiebigen Bummel durch die Altstadt von
Monschau oder entdecke die Altstadt im Rahmen einer Stadtführung.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
600
565m
421m
400
421m
km 5 10 15 20
21
Partnerwege des Eifelsteigs
© Dominik Ketz, ET GmbH
14,5 km 540 hm 12:00 h
Heckenlandroute
Die Heckenlandroute führt uns durch abwechslungsreiche Grünlandschaften, sowohl herauf als auch herab.
Wandere im Tal an der Rur entlang oder genieße den Ausblick von der Höhe auf das Rurtal.
Die abwechslungsreiche Tagestour führt Links und Rechts der Rur durch die Kulturlandschaft Monschauer
Heckenland, über die Eicherscheider Hochfläche, von der man einen kilometerweiten Ausblick genießt, zu
markanten Felsformationen wie der „Uhusley“ und hochgelegenen Aussichtspunkten, die tolle Fernsichten
über das Heckenland oder das verschlungene Rurtal gewähren. Sehenswert sind auch die vielen Buchenhecken,
die uns auf den Höhen vor den oft zügigen Eifelwinden schützen. Die für das Monschauer Land typische
und weit über die Region hinaus bekannte Heckenlandschaft lässt sich nirgendwo so intensiv erleben
wie in den weitläufigen Fluren um Eicherscheid. Von unseren Vorvätern angelegt um Weiden und Äcker vor
starken Winden zu schützen, werden die Buchenhecken wegen ihrer zeitintensiven Pflege, heutzutage oft
von Hecken aus Thuja, Eibe oder Liguster abgelöst.
22
Heckenlandroute
Die Route ist komplett mit dem grünen Heckenlandrouten-Logo ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Mullionstruktur-Felsen
Hammerwerk
Rurtal
Uhusley
Monschauer Heckenlandschaft
Start/Ziel
Eicherscheid (Kreuzung L106/Rott)
Parken
Ortsbereich Eicherscheid
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittelschwere Auf- und
Abstiege. Neben nur wenigen asphaltierten Passagen führt die Route
überwiegend über naturbelassene Wege und Pfade. Etwa zur Hälfte der
Strecke begleitet der Eifelsteig die Tour durch das Rurtal.
Tipp des Autors
Diese Tour ist besonders schön im Herbst, wenn die Hecken golden
leuchten.
m
545m
500
Höhenprofil
545m
Mehr Informationen
300
km 3 6 9 12
23
Partnerwege des Eifelsteigs
© Anton Röser, ET GmbH
6,2 km 57 hm 02:00 h
Inderoute
Eine Wanderung für die ganze Familie durch die Natur vor den Toren der Kaiserstadt ins malerische Kornelimünster
mit seinem historischen Ortskern, welcher nach Abschluss der Tour als Highlight auf uns wartet.
Die Route führt im weitläufigen Tal der Inde von Aachen-Brand nach Kornelimünster. Das klare Wasser der
Inde ist wegen der Mäander und Altarme fischreich, sie windet sich durch Feuchtwiesen mit einzelnen Baumgruppen.
Zunächst geht es durch offene Wiesen mit Panorama auf die Höhenzüge der Eifel zur Komericher
Mühle (16. Jhd.) weiter zum restaurierten Kalkofen Bilstermühle (1870) mit einem geologischen Aufschluss.
Der zweite Teil des Weges führt uns ins älteste Naturschutzgebiet im Stadtgebiet von Aachen. Das Klauser
Wäldchen und der Frankenwald, ein Kalk-Schluchtwald mit bizarren Felsformationen, wurden bereits 1928
unter Schutz gestellt. Im Naturschutzgebiet Klauser Wald und Frankenwald sind Eschen, Berg-Ahorn und
Berg-Ulmen sowie 200 Jahre alte Buchen zu finden. Zuletzt folgt der Weg flussaufwärts den Mäandern der
Inde zur ehemaligen Reichsabtei, die 814 gegründet und 1802 aufgehoben wurde. 1721-28 wurde das Abteigebäude
als dreiflügelige Anlage im Stil des maasländischen Barock neu erbaut. Hier befindet sich heute das
Kunsthaus Nordrhein-Westfalen. Schließlich führt uns der Weg bis zum mittelalterlichen Stadtkern von Kornelimünster,
zum Startpunkt des Eifelsteigs.
24
Inderoute
Die Route ist komplett mit dem blau-grünen Inderouten-Logo ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Naturschutzgebiet Indetal
Kalkofen Bilstermühle
Historischer Ortskern Kornelimünster
Benediktinerabtei Kornelimünster
Start/Ziel
Ringstraße, Aachen-Brand
Korneliusmarkt, Kornelimünster
Parken
Parkplätze entlang der Ringstraße
Nächstgelegene Haltestellen
Start: Aachen Brand
Ziel: Kornelimünster-Napoleonsberg
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet lediglich leichte Auf- und Abstiege. Neben
wenigen asphaltierten Passagen führt die Route überwiegend über
naturbelassene Wege und Pfade. Die meist geringe Steigung, und die
Länge von ca. 6 km machen den Weg zur optimalen Tour für die ganze
Familie.
Tipp des Autors
Bummel‘ nach der Tour durch den historischen Ortskern von
Kornelimünster und genieße das Flair der alten Bürgerhäuser bei einer
Tasse Cafe, einem Eis, oder etwas Herzhaftem.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
400
200
267m
226m
km 1 2 3 4 5 6 7
25
Partnerwege des Eifelsteigs
© Dominik Ketz, ET GmbH
15,5 km 345 hm 04:30 h
Kupferroute
Die knapp 16 km lange Kupferroute bietet dir nicht nur unvergessliche Naturerlebnisse, sondern führt dich
auch zu markanten und eindrucksvollen Zeugnissen der langen Geschichte von Metall verarbeitendem
Gewerbe in Stolberg. Der Name „Kupferroute“ leitet sich dabei aus der Geschichte der Stadt Stolberg mit
ihren berühmten Kupfermeistern, Kupferhöfen und Kupfermühlen ab. Eigentlich ist der Name aber irreführend,
denn Kupfer, wie wir es heute kennen, wurde in der Gegend um Stolberg nie verarbeitet. Vielmehr war
es das Messing, das Stolberg berühmt machen sollte.
Die Route startet im Herzen der historischen Altstadt am „Alter Markt“, direkt unterhalb der trutzigen Burganlage
und führt uns hinauf auf den Hammerberg. Vorbei am Steinbruch Binsfeldhammer wandern wir über
Mausbach nach Vicht. Durch den Wald geht es in das Naturschutzgebiet Schlangenberg mit seiner speziellen
und seltenen Galmeiflora. Von hier führt die Route durch den Münsterwald Richtung Zweifall, dem im Naturpark
Nordeifel gelegenen nördlichen Tor zur Eifel. Bei Venwegen überschreitet die Kupferroute die Stadtgrenze
nach Aachen und verbindet die Kupferstadt Stolberg mit dem Eifelsteig.
26
Kupferroute
Die Route ist komplett mit dem kupferfarbenen Kupferrouten-Logo ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
historische Altstadt Stolberg
Burg Stolberg
Steinbruch Binsfeldhammer
NSG Schlangenberg
Start/Ziel
Alter Markt, Stolberg
Kitzenhausweg, Kitzenhaus
Parken
Heinrich-Böll-Platz (kostenpflichtig)
Nächstgelegene Haltestellen
Start: Stolberg Altstadt
Ziel: Vennwegen Süd
Streckencharakter
Sehr abwechslungsreiche Strecke mit nur wenigen asphaltierten
Abschnitten. Aufgrund von nur moderaten Steigungen und mit einer
Länge von ca. 15 km ist diese Strecke mit einer guten Grundkondition
problemlos zu bewältigen.
Tipp des Autors
Wer abkürzen und die Tour als Rundtour laufen möchte, kann ab Vicht auf
den Wanderweg 4 abbiegen, der zurück zum historischen Stadtzentrum
von Stolberg führt.
m
400
300
Höhenprofil
345m
338m
Mehr Informationen
199m
200
km 3 6 9 12 15
27
Grenzenlos wandern
auf den Grenzrouten!
28
© Anton Röser, ET GmbH
Grenzrouten
Auf den GrenzRouten erleben wir die Landschaft, die Kultur und die Geschichte der Dreiländerregion. Ob
durch die weite Heckenlandschaft Ostbelgiens, entlang knorriger Buchenreihen am historischen Landgraben,
durch das reizvolle Göhltal oder über die sanften Hügel des limburgischen Heuvellandes – hier können
wir unsere Grenzen überschreiten!
Die zentrale Achse des Wandernetzes führt auf knapp 30 km von Raeren (B) über den Dreiländerpunkt bis
Orsbach (D). Sie folgt dem Verlauf der belgisch-deutschen und niederländisch-deutschen Grenze. Die daran
angeschlossenen Rundrouten bieten auf 6–19 km spannende Touren durch drei Länder. Sie liegen auf dem
Gebiet von Aachen, Kelmis, Plombières, Raeren und Vaals. Die Wege haben thematische Schwerpunkte, etwa
die Geschichte des Galmeibergbaus, des Zwergstaates Neutral-Moresnet oder des uralten Landgrabens, der
einst das Aachener Reich umgab. Alle Wege bieten zahlreiche Anregungen für die Fantasie und das Auge und
überall entlang der Routen befinden sich Hinweise auf die bewegte Geschichte der Region. Die Burgundersteine,
der Königswald, der Landgraben, der Westwall, alte Landgüter und Pilgerwege und vieles mehr.
Als Wegweiser durch das gesamte grenzüberschreitende Wegenetz dient die Plakette mit dem Logo der
GrenzRouten. An den Einstiegspunkten findest du Orientierungstafeln mit einer Wanderkarte, an der Strecke
informieren Thementafeln über Besonderheiten.
Die GrenzRouten im Überblick:
GrenzRoute 1: Vom Fuß der Eifel zum Mergelland ................27,6 km
GrenzRoute 2: Neutral-Moresnet . ...............................19,8 km
GrenzRoute 3: Bleyberg .........................................15,0 km
GrenzRoute 4: Zeugnisse der Aachener Stadtgeschichte ..........10,1 km
GrenzRoute 5: Unterwegs im Öcher Bösch .......................11,7 km
GrenzRoute 6: Vallis ............................................15,6 km
GrenzRoute 7: Orsbach ..........................................6,0 km
Mehr Informationen
Internet
www.grenzrouten.eu
Wegweiser
29
GrenzRouten
© Dominik Ketz, ET GmbH
27,6 km 423 hm 07:00 h
Vom Fuß der Eifel zum Mergelland
Raeren, Itertal, Lichtenbusch, Köpfchen, Dreiländerpunkt, Vaals, Schneeberg, Orsbach: Das sind die Wegmarken,
die von der Hauptachse des GrenzRouten-Netzes berührt werden. Die Route verläuft durch reizvolle
Bachtäler, Wiesenlandschaften, über die Kämme von Höhenzügen und durch Waldgebiete von ganz unterschiedlichem
Charakter. Auf diese Weise vereint ein einziger Wanderweg viele der landschaftlichen und kulturhistorischen
Sehenswürdigkeiten, die das Grenzgebiet so attraktiv machen.
Zu den landschaftlichen Highlights gehören insbesondere das Iterbachtal, die Göhlquelle, die Zyklopensteine,
die imposanten, zum Teil über 200 Jahre alten Grenzbuchen auf dem alten Aachener Landgraben
sowie das von Kreidemergel geprägte Vaalser Heuvelland. Hinzu kommen historische Zeugnisse, wie z. B. die
ehemalige Töpfereihochburg Raeren mit dem in der Burg befindlichen Töpfereimuseum, die Orsbacher Burg
und die Brandenburg sowie zahlreiche Grenzrelikte, wie z. B. die alten Grenzsteine im Aachener Wald oder
die Höckerlinie des ehemaligen Westwalls, die mit der Zeit zu einem Rückzugsort für viele seltene Pflanzen
und Tiere geworden ist. Der Grenzübergang Köpfchen mit seinem kulturellen Angebot, das kleinste niederländische
Museum im ehemaligen Grenzhäuschen „Kleng Wach“ oder der Dreiländerpunkt mit seinen vielseitigen
Freizeitangeboten sind ebenfalls lohnenswert.
30
Vom Fuß der Eifel zum Mergelland
Die Route ist komplett mit dem roten Grenzrouten-Logo Nr. 1 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Töpfereimuseum Raeren
Iterbachtal
Brandenburg
Göhlquelle
Zyklopensteine
Aachener Landgraben
Start/Ziel
Burg Raeren (B)
Burg Orsbach
Parken
Burg Raeren (B)
Grenzübergang Köpfchen
Westwall
Dreiländerpunkt
„Kleng Wach“
Burg Orsbach
Nächstgelegene Haltestellen
Start: Raeren-Driesch (B)
Ziel: Orsbach-Schule
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittelschwere Auf- und
Abstiege. Neben asphaltierten Passagen führt die Route über
naturbelassene Wege und Pfade. Mit einer Gesamtlänge von knapp 30 km
ist diese Tour trotz ihres relativ flachen Verlaufs konditionell
anspruchsvoll.
Tipp des Autors
Stärke dich während der langen Wanderung in einem der zahlreichen
Wandercafés entlang des Weges. Schöne Cafés findest du in den
Ortschaften Raeren, Lichtenbusch, am Grenzübergang Köpfchen, in
Hauset, in Aachen, am Dreiländerpunkt, in Vaals oder in Orsbach.
m
400
Höhenprofil
349m
Mehr Informationen
300 274m
200
199m
km 6 12 18 24
31
GrenzRouten
© Andrea Borowski
19,8 km 358 hm 05:30 h
Neutral-Moresnet
Auf den Spuren eines politischen Kunstproduktes: Kelmis, Moresnet, Dreiländerpunkt, Preuswald und Hergenrath
– diese Eckpunkte skizzieren den Verlauf der Wanderroute, die in etwa das Gebiet des ehemaligen
Zwergstaates Neutral-Moresnet (1815 bis 1919) umrundet.
Ein zweites Thema der Route ist die Religion: So folgt die Strecke für eine längere Passage dem Jakobspilgerweg
nach Santiago de Compostela, der durch den Preuswald führend, gleichzeitig der historische Prozessionsweg
zwischen Aachen und Moresnet ist. Lohnenswert in diesem Zusammenhang ist ein Abstecher in den
Wallfahrtsort Moresnet Chapelle mit Kalvarienberg sowie die am Zusammenfluss von Hohnbach und Grünstrasserbach
gelegene Rochuskapelle aus dem 16. Jahrhundert.
Landschaftlich prägen die Waldgebiete des Aachener Waldes den nördlichen Teil der Tour, während im südlichen
Bereich eher offene Wiesenlandschaften dominieren. Hinzu kommen historische Zeugnisse entlang
der Strecke wie z.B. die Eyneburg, die einzig erhaltene Höhenburg im Eupener Land. Sie war ursprünglich der
Sitz des Rittergeschlechts „Van Eyneberg“. Im Volksmund trägt sie auch den Namen „Emmaburg“, da sich der
Legende nach Emma, eine Tochter Karls des Großen, hier mit ihrem Geliebten Einhard getroffen haben soll.
Daneben liegen mit dem von Bruchsteinhäusern geprägten historischen Ortskern von Moresnet sowie den
Burgundersteinen im Königswald zwei weitere historische Highlights entlang der Strecke. Nicht zuletzt ist
auch der Dreiländerpunkt mit seinen fantastischen Aussichten sowie einem breiten Spektrum an Freizeitund
Gastronomieangeboten immer einen Besuch wert.
32
Neutral-Moresnet
Die Route ist komplett mit dem roten Grenzrouten-Logo Nr. 2 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Eyneburg
Rochuskapelle
Historischer Ortskern Moresnet
Moresnet Chapelle
Burgundersteine
Dreiländerpunkt
Aachener Wald
Start/Ziel
Altenberger Straße, Hergenrath (B)
Parken
Altenberger Straße, Hergenrath (B)
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittellschwere Auf- und
Abstiege. Neben asphaltierten Passagen führt die Route über
naturbelassene Wege und Pfade. Während die Strecken im nördlichen Teil
der Route großenteils durch Waldgebiete verlaufen, durchquert man im
südlichen Teil häufiger offenes Wiesengelände und berührt die bebauten
Gebiete der Dörfer und Ortschaften.
Tipp des Autors
In den Ortschaften Hergenrath, Kelmis, Moresnet, Dreiländerpunkt,
Aachen sind Wandercafes vorhanden.
m
400
Höhenprofil
349m
Mehr Informationen
300
216m
200
216m
km 4 8 12 16
33
GrenzRouten
© Dominik Ketz
15 km 271 hm 04:30 h
Bleyberg - Eisenbahn und Bergbau im Göhltal
Zwischen Göhltal und Dreiländerpunkt liegen nicht nur etliche Höhenmeter, sondern auch eine Vielzahl
landschaftlicher und historischer Attraktionen. Entlang der Orte Moresnet, Moresnet-Chapelle, Gemmenich
und Plombières/Bleyberg präsentiert sich die Route sehr abwechslungsreich: Passagen durch hohen, lichten
Wald, schmale, von Brombeergestrüpp gesäumte Pfade, breite Wege durch offenes Weide- und Ackerland
und einen vom Rauschen des Wassers begleiteten Abschnitt am landschaftlich ausgesprochen reizvollen
Ufer der Göhl. Zudem bietet die Route, vor allem im Bereich des Dreiländerpunktes zahlreiche Punkte, an
denen man einen fantastischen Blick über das Land der drei Grenzen und bis auf die Wälder der belgischen
Eifel genießen kann. In der Umgebung des Dreiländerecks ist aus dem Tal immer wieder das Geräusch der
rollenden Züge zu vernehmen – die Strecke zwischen dem Güterbahnhof Montzen und Aachen ist stark frequentiert.
Die Anhöhe des Dreiländerpunktes unterquert die Bahnlinie im 870 Meter langen Gemmenicher
Tunnel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sowohl Tunnel als auch die darin fahrenden Bahnen zum
Schmuggeln genutzt.
Absolut sehenswert sind auch der stille, am Jakobsweg gelegene Wallfahrtort Moresnet Chapelle mit Kalvarienberg,
der historische Ortskern des Örtchens Moresnet, dessen Bild von traditionellen Bruchsteinhäusern
dominiert wird, das rund 1100 m lange Göhltal-Viadukt, das zu den längsten Viadukten Mitteleuropas gehört
sowie das ehemals vom Bergbau geprägte Plombières.
34
Bleyberg - Eisenbahn und Bergbau im Göhltal
Die Route ist komplett mit dem roten Grenzrouten-Logo Nr. 3 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Plombières
Dreiländerpunkt
Moresnet Chapelle
Historischer Ortskern Moresnet
Göhltal
Start/Ziel
Rathaus, Plombières (B)
Parken
Rue de Chemin de Fer, Plombières (B)
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittelschwere Auf- und
Abstiege. Neben asphaltierten Passagen führt die Route über
naturbelassene Wege und Pfade.
Tipp des Autors
Genieße die atemberaubende Aussicht über die Dreiländerregion von
einem der beiden Aussichtstürme am Dreiländerpunkt aus.
m
400
300
Höhenprofil
330m
Mehr Informationen
200
154m
154m
km 3 6 9 12 15
35
GrenzRouten
© Anton Röser, ET GmbH
10,1 km 243 hm 03:00 h
Zeugnisse der Aachener Stadtgeschichte
Der Landgraben, mittelalterliche Güter und alte Wegeverbindungen – zwischen Dreiländerpunkt und Preuswald
treffen Wanderer auf vielfältige Spuren der lokalen Historie. Die Route verläuft durch schöne Abschnitte
des Aachener Waldes von der Waldschenke via Fernsehturm Mulleklenkes hinauf zum Dreiländerpunkt und
zurück durch den Friedrichswald.
Thema ist der Landgraben, der die Außengrenze des Aachener Reiches bildete und dessen Verlauf entlang
der heutigen Grenze zu Belgien gut erkennbar ist. Entlang der Route liegen weitere lokalgeschichtliche
Attraktionen, die unbedingt einen Blick bzw. einen kleinen Abstecher wert sind.
Die Wanderung beginnt an der Waldschenke und führt zunächst durch den Königswald. Es geht vorbei am
Fernmeldeturm Mulleklenkes, ein kurzes Stück auf belgischem Staatsgebiet, bevor die Route auf den Dreiländerpunkt
trifft. Wie der Name vermuten lässt, laufen hier die Grenzen der Niederlande, Belgiens und Deutschlands
in einem Punkt zusammen. Mit etwa 800.000 Besuchern jährlich ist der Ort zu einer Attraktion für
Touristen geworden. Gleichzeitig mit 322,5 Metern über Meereshöhe der höchste Punkt der Niederlande,
steht der Dreiländerpunkt auch für die historisch gewachsenen Gemeinsamkeiten und Verbindungen zwischen
den Bewohnern der Dreiländerregion.
Vom Dreiländerpunkt aus führt die Route durch den gleichnamigen Wald in nordwestliche Richtung. An einigen
Stellen ist der Weg in die umgebende Landschaft eingelassen. Rechts und links des Weges ragen steile,
bis zu mehreren Metern hohe „Wände“ empor. Dabei handelt es sich um sogenannte Hohlwege, welche
durch die fortwährende Nutzung durch Fuhrwerke, Frachtverkehr und Viehtrieb über Jahrhunderte entstanden
sind.
36
Zeugnisse der Aachener Stadtgeschichte
Die Route ist komplett mit dem roten Grenzrouten-Logo Nr. 4 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Landgraben
Dreiländerpunkt
Türmchen Beek
Landgraben
Historische Karrenwege
Start/Ziel
Aachen, Waldschenke (Lütticher Straße 340)
Parken
Parkplätze sind in begrenzter Anzahl an der Waldschenke vorhanden.
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittelschwere Auf- und
Abstiege. Neben asphaltierten Passagen führt die Route über
naturbelassene Wege und Pfade.
Tipp des Autors
Wandercafés entlang der Strecke befinden sich in Aachen und am
Dreiländerpunkt.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
400
297m
308m
200
km 2 4 6 8 10
37
GrenzRouten
© Dominik Ketz
11,7 km 229 hm 03:30 h
Unterwegs im Öcher Bösch
Auf dieser Tour entdecken wir den Aachener Wald, eines der beliebtesten Naherholungsgebiete der Kaiserstadt.
Vom Grenzübergang Köpfchen führt die Route zunächst vorbei an Resten des ehemaligen Westwalls,
ein Relikt der nationalsozialistischen Kriegspolitik, das in der Aachener Region an vielen Stellen als Landschaftsmarke
erhalten ist. Die Höcker stehen heute zum Teil unter Denkmalschutz und sind mit der Zeit zu
einem Rückzugsort für viele seltene Pflanzen und Tiere geworden. Im weiteren Verlauf der Route wechseln
wir kurz über die Grenze und queren dabei den Aachener Landgraben. Weiter entlang des Weges treffen wir
auf imposante Buchen. Hundert Jahre nicht mehr beschnitten, sind sie aus dem ursprünglichen Kopf heraus
zu einzelnen Stämmlingen herangewachsen.
Über Gut Entenpfuhl geht es weiter durch den Aachener Wald. Am Alt-Linzenshäuschen wird die Geschichte
des Landgrabens erneut aufgegriffen. Der Landgraben des Aachener Reiches wurde mit Wachtürmen gesichert.
Einer dieser Wachtürme ist der Turm auf dem Brandenberg. 1499 wurde Lenz Besteyn zum Wächter auf
Lebenszeit bestellt. Aufgrund seiner kleinen Gestalt und des für die damalige Zeit herrschaftlichen Wohnturmes
wurde er im Volksmund „Leensgyn up ghen Huysyijn“ – „Lenzchen auf seinem Häuschen“ genannt. Über
die Jahrhunderte entwickelte sich der Name des Turmes daher zu „Linzenshäuschen“. Bevor der Rundgang
am Grenzübergang Köpfchen endet, trifft die Grenzroute auf die Pionierquelle, die 1939/40, kurz vor dem
Überfall der deutschen Wehrmacht auf Belgien und die Niederlande, durch Pioniertruppen angelegt wurde,
die in der Nähe im Quartier lagen.
Jenseits von Gut Reinartzkehl erreicht die Grenzroute den Friedrichwald. An seinem nördlichen Rand begleitet
sie einige Zeit ein besonders schönes Stück des inneren Landgrabens. Im Norden des Preuswaldes geht es
zurück zum Ausgangspunkt an der Waldschenke.
38
Unterwegs im Öcher Bösch
Die Route ist komplett mit dem roten Grenzrouten-Logo Nr. 5 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Grenzübergang Köpfchen
Westwall
Aachener Landgraben
Wachtturm Alt-Linzenshäuschen
Pionierquelle
Start/Ziel
Grenzübergang Köpfchen, Eupener Straße
Parken
Parkplatz Grenzübergang Köpfchen
Streckencharakter
Starke Steigungen gibt es auf der Tour zwar kaum, aber dafür geht es
stetig auf und ab. Dabei verläuft die Route überwiegend über
naturbelassene Pfade und Waldwege.
Tipp des Autors
Durch die Anbindung an den ÖPNV kann die Grenzroute auch von
Nebeneinstiegen aus begonnen werden:
1. Entenpfuhl, Entenpfuhler Weg
2. Alt-Linzenshäuschen, Düsbergweg
m
500
Höhenprofil
Mehr Informationen
400
300
289m
287m
km 2 4 6 8 10
39
GrenzRouten
© Dominik Ketz
15,6 km 317 hm 04:30 h
Vallis - Prachtbauten und Panoramablicke
Die Route verläuft durch Vaals und das grüne Umland des Ortes und bietet einen spannungsreichen Landschaftswechsel
sowie großartige Ausblicke über das südlimburgische Heuvelland.
In Vaals finden wir viele kulturhistorisch bedeutende Bauwerke, die von einer bewegten Geschichte künden.
Nennenswert sind beispielsweise die barocken Gebäude des Stadtpalais und die Fabrik des ehemaligen Textilfabrikanten
Johann Arnold von Clermont, nach dem der Platz benannt ist oder auch die Vaalser Kirchen, die
von frühen grenzüberschreitenden Einflüssen im niederländisch-belgischen Grenzraum geprägt sind. In der
Reformationszeit kamen viele protestantische Belgier nach Vaals, da ihnen in Belgien die Ausübung ihrer
Religion verboten war. Entlang der Route treffen wir außerdem auf das Grenzhäuschen „Kleng Wach“, dem
kleinsten Museum der Niederlande.
Wir folgen dem Naturerlebnispfad entlang des Inneren Landgrabens, um schließlich auf steilem Weg den
Vaalser Berg bis zum Dreiländerpunkt zu erklimmen. Bei Letztgenanntem laufen die Grenzen der Niederlande,
Belgiens und Deutschlands in einem Punkt zusammen. Gleichzeitig mit 322,5 Metern über Meereshöhe
der höchste Punkt der Niederlande, steht der Dreiländerpunkt auch für die historisch gewachsenen
Gemeinsamkeiten und Verbindungen zwischen den Bewohnern der Dreiländerregion.
Im weiteren Verlauf führt die Grenzroute durch den Malensbosch, dem größten, zusammenhängenden
Waldgebiet der Niederlande bis zum Kasteel Lemiers. Unweit des Kasteel Lemiers trifft die Route auf die
Catharina-Kapelle Lemiers, die zu den ältesten Bauwerken ihrer Art in den Niederlanden zählt. An der Kapelle
steht ein Adlerstein des Aachener Reiches, den die findigen Niederländisch-Lemierser in den 1940er Jahren
angespült im Senserbach gefunden hatten und ihn auf ihre Seite der Landesgrenze „retteten“.
40
Vallis - Prachtbauten und Panoramablicke
Die Route ist komplett mit dem roten Grenzrouten-Logo Nr. 6 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Stadtpalais Vaals
Grenzhäuschen „Kleng Wach“
Dreiländerpunkt
Malensbosch
Kasteel Lemiers
Kapelle Lemiers
Kasteel Bloemendal
Start/Ziel
Clermontplein, Vaals (NL)
Parken
Clermontplein, Vaals (NL)
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittelschwere Aufund
Abstiege. Neben asphaltierten Passagen führt die Route über
naturbelassene Wege und Pfade. Aufgrund ihrer Länge und den
zu überwindenden Höhenmetern ist die Tour konditionell eher
anspruchsvoll.
Tipp des Autors
Genieße die atemberaubende Aussicht über die Dreiländerregion von
einem der beiden Aussichtstürme am Dreiländerpunkt aus.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
300
201m
328m
201m
100
km 3 6 9 12 15
41
GrenzRouten
© Laura Bauer
6 km 95 hm 02:00 h
Orsbach - Kulturlandschaft, Naturschutz,
sanfte Energie
Die Wanderroute führt durch den äußersten Westen des Aachener Stadtgebietes und verläuft teilweise
unmittelbar entlang der niederländischen Grenze. Dabei gewährt uns die Route immer wieder malerische
Weitblicke auf die idyllische Hügellandschaft zwischen Vaals, Vijlen und Mechelen. Kulturlandschaft, Naturschutz,
sanfte Energie. Im grünen Westen der Stadt Aachen lassen sich etliche Beispiele für eine nachhaltige
Nutzung der natürlichen Ressourcen finden.
Die Wanderroute beginnt im Schatten der Burg Orsbach. Das Bruchsteingebäude wurde gegen Ende des 14.
Jahrhunderts erbaut und diente den Förstern als Dienst- und Wohngebäude. Ob das Gebäude zu den Wachtürmen
des ehemaligen Aachener Landgrabens gehörte, konnte bis heute nicht wissenschaftlich geklärt
werden. Entlang der Route, vor allem aber auf dem Plateau, befindet sich eine große Anzahl der für die
gesamte Grenzregion typischen Wegekreuze. Die Gründe für die Errichtung eines solchen Kreuzes waren
vielfältig und können nur noch selten genau rekonstruiert werden. Entlang der niederländischen Grenze
führt die Route vorbei an der Obstwiese Finkenhag. Um die historisch gewachsene Kulturlandschaft zu erhalten
bzw. wiederherzustellen, wurden durch den Naturschutzbund hier seltene regionale Obstsorten wie
Münsterbirne oder Rheinischer Bohnapfel gepflanzt. Im Anschluss an die Obstwiese links der Route im dichten
Gebüsch wurde ein kleines Stück Wall der Aachener Landwehr entdeckt. Der Graben und andere Teile des
Walls sind verfüllt.
Nördlich an der Ortschaft Mamelis vorbei führt die Route zurück nach Orsbach. Ein Teilstück wird auf dem
Mameliser Mühlenweg zurückgelegt. Dieser steile und durch Erosion ausgespülte Grenzweg gehört zur
Hälfte der Stadt Aachen und der Gemeinde Vaals. Vermutlich entspricht der Weg dem Graben der Landwehr,
während der Wall durch die Landwirtschaft überformt wurde. An der grünen Grenze zu Mamelis trifft man
wieder auf einen Adlerstein, eingefasst durch alte Rosskastanien und ein Wegkreuz.
42
Orsbach - Kulturlandschaft, Naturschutz, sanfte Energie
Die Route ist komplett mit dem roten Grenzrouten-Logo Nr. 7 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Burg Orsbach
Streuobstwiese Finkenhag
Ausblick ins Heuvelland
Start/Ziel
Burg Orsbach
Parken
Burg Orsbach
Streckencharakter
Relativ flache Route mit nur geringen Steigungen. Neben asphaltierten
Passagen in den Ortschaften führt die Route über naturbelassene Wege
und Pfade. Durch die überschaubare Länge und die geringen Steigungen
ist die Strecke insbesondere auch für Familien mit Kindern zu empfehlen.
Tipp des Autors
Kurz vor der Ortschaft Mamelis liegt das Kloster St. Benedictusberg etwa
10 min abseits der Grenzroute. Ein Abstecher zu dem architektonisch
interessanten Gebäude lohnt sich in jedem Fall.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
300
199m
199m
100
km 1 2 3 4 5 6
43
Die Rureifel –
Wild auf Natur!
44
© Dominik Ketz, ET GmbH
Die Rureifel
Im Süden der StädteRegion Aachen beginnt mit der Rureifel eine einzigartige Mittelgebirgsregion mit atemberaubender
Naturlandschaft. Wir treffen auf Narzissenwiesen und mächtige Buchenwälder, wandern entlang
rauschender Flüsse und glitzernder Seen, entdecken bizarre Felsformationen und wildromantische
Täler und lassen weites Grasland und raschelnde Laubwälder auf uns wirken.
Inmitten der malerischen Seenlandschaft des Rursees
erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 110 Quadratkilometern
der Nationalpark Eifel, als einziger
seiner Art in NRW. Außerhalb dieses einzigartigen
Schutzgebietes prägen historische Altstädte, heimelige
Dörfer, nicht alltägliche Museen, sagenumwobene
Burgen und bekannte Klöster eine jahrhundertealte
und von Menschen geprägte
Kulturlandschaft. In Richtung Belgien treffen wir auf
das Hohe Venn. Urwüchsig, unberührt und wild
zeigt sich die Moor- und Heidelandschaft, dessen
Ausläufer ebenfalls bis in die Rureifel reichen.
Auf dem vom Eifelverein ausgeschilderten und gut
gepflegten Netz von hochwertigen Rundwegen
kann die Rureifel auch fernab von Eifelsteig und den
Partnerwegen des Eifelsteigs hautnah erlebt werden.
Im Nationalpark Eifel stehen Wanderfreunden
darüber hinaus 240 Kilometer beschilderte Wanderwege
zur Verfügung, um die einzigartige Naturlandschaft
auf eigene Faust zu erkunden.
Baesweiler
Herzogenrath
Alsdorf
Würselen
Eschweiler
Aachen
Stolberg
Roetgen
Simmerath
Monschau
Mehr Informationen
Monschauer Land Touristik e. V.
Seeufer 3 ,52152 Simmerath
Telefon: 02473 93770
E-Mail: info@monschauerland.de
Internet
www.monschauerland.de
45
Rureifel
© Dominik Ketz
10,9 km 240 hm 03:00 h
Zur Ölmühle
Die abwechslungsreiche Wanderung führt uns durch die einzigartige Heckenlandschaft des Monschauer
Landes. Über Höhen, Täler, Wälder, Wiesen und Flüsse bietet die Wanderung ein abwechslungsreiches Profil
und ebenso vielfältige Impressionen und Eindrücke.
Wir starten im malerischen Dorf Eicherscheid. Denkmalgeschützte Fachwerkhäuser, die sich hinter meterhohen
Hausschutzhecken vor dem scharfen Eifelwind verstecken, kleine Kapellchen und Wegkreuze prägen
den Ortskern. Nach Verlassen des idyllischen Örtchens führt die Tour durch die Heckenlandschaft des Monschauer
Landes. Landschaftsprägend für diese einzigartige Kulturlandschaft sind die zahlreichen Viehhecken.
Sie umzäunen die Viehweiden und bieten den Tieren idealen Windschutz, wenn die Eifelstürme über
das Land fegen. Nördlich von Huppenbroich erreichen wir die Mariagrube, einen ehemaligen Schieferbruch,
der seinerzeit eines der frühesten „Wirtschaftsunternehmen“ Simmeraths war. Wo damals die Werksgebäude
standen, befindet sich heute der Jugendzeltplatz Tiefenbachtal. Durch das Naturschutzgebiet Tiefenbachtal
geht es dann stetig bergab und wir erreichen nach wenigen Kilometern eine ehemalige Ölmühle, wo im 17.
Jahrhundert Bucheckern- und sonstige Speiseöle hergestellt wurden. Der Weg führt weiter bis ins Rurtal,
dem niedrigsten Punkt dieser Tour. Anders, als in der kargen Vennlandschaft herrscht im Rurtal ein gemäßigtes
Klima. Daher wurde früher viel Obstanbau betrieben, was bis heute an zahlreichen Obstbäumen im Ortsbild
der Rurtaldörfer ablesbar ist. Vom Rurtal geht es zum Schluss der Tour bergauf zurück nach Eicherscheid,
wo die wunderschöne Tour ihr Ende findet.
46
Zur Ölmühle
Der Rundweg ist mit der Nr. 47 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Ortskern Eicherscheid
Ölmühle
Rurtal
Start/Ziel
Wanderparkplatz Bachstraße, Eicherscheid
Parken
Wanderparkplatz Bachstraße, Eicherscheid
47
Streckencharakter
Der Weg ist abwechslungsreich und führt überwiegend über Pfade und
Schotterwege, aber auch über Feld- und Waldwege.
Tipp des Autors
Lass‘ den Tag in einem der gemütlichen Cafés im Ortszentrum von
Simmerath ausklingen.
m
549m
500
Höhenprofil
550m
Mehr Informationen
300
km 2 4 6 8 10
47
Rureifel
© Tobias Vollmer, ET GmbH
7,9 km 95 hm 02:30 h
Flurheckenweg
Das Monschauer Land ist berühmt für seine einzigartigen Hecken, die uns während dieser ca. 8 km langen
Wanderung begleiten. An verschiedenen Informationspunkten entlang der Strecke kann man mehr über die
Geschichte der Eifler Natur- und Heckenlandschaften erfahren.
Unsere Tour startet in Eicherscheid. Das malerische Dorf liegt inmitten jahrhundertealter Flurhecken und hat
auch in seinem Inneren sehr viel Charme. Denkmalgeschützte Fachwerkhäuser, kleine Kapellchen und Wegkreuze
prägen den Ortskern. Die am Startpunkt gelegene Pfarrkirche wurde im Jahre 1933 erbaut. Auf der
Rückseite der Friedhofsmauer befinden sich zahlreiche alte Grabkreuze aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Nachdem wir das idyllische Eifelörtchen passiert haben, tauchen wir direkt ein in die beeindruckende Flurheckenlandschaft
rund um das Dorf. Über 100 Kilometer ziehen sich die teilweise jahrhundertealten Rotbuchenhecken
über die Flure. Die teils mehr als 300 Jahre alten Bäume prägen das Landschaftsbild und wurden
einst als Grenzmarkierung genutzt. Als „grüne und lebendige Weidezäune“ halten sie auch heute noch das
Vieh von den Äckern fern und bieten ihm Schutz vor dem Wind. Am Eifelblick „Worbelescheed“ genießen wir
schließlich die Aussicht über das Rurtal. Von hier kann man gleichzeitig die Schleidener Höhenorte Herhahn
und Dreiborn gut erkennen, genauso wie die riesigen Windkraftanlagen der beiden Windparks Schöneseiffen
und Dreiborn.
48
Flurheckenweg
Der Rundweg ist mit der Nr. 17 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Kirche St. Lucia
Ortskern Eicherscheid
Eifelblick „Worbelescheed“
Heckenlandschaft
Start/Ziel
Wanderparkplatz Bachstraße
Parken
Wanderparkplatz Bachstraße
17
Streckencharakter
Der komplette Weg ist aufgrund seiner durchgehenden Asphaltierung
barrierefrei, jedoch sind im Verlauf kürzere Steigungen von bis zu 10 % zu
überwinden.
Tipp des Autors
Lass‘ den Tag in einem der gemütlichen Cafés im Ortszentrum von
Simmerath ausklingen.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
700
500
549m
549m
km 1 2 3 4 5 6 7
49
Rureifel
© Dominik Ketz, ET GmbH
14,8 km 172 hm 04:00 h
Das unberührte Land
Bereits ab den ersten Metern führt der Weg in eine wunderschöne Landschaft. Der Pfad überragt das durch
die Weser geformte Tal. Eine schöne Einstimmung, bevor wir den Eschbach entlanggehen, einen breiten
Fluss, der sich zwischen den Nadelbäumen schlängelt und der Gegend ein gewisses Rio-Flair des Hohen
Nordens verleiht. Dieser Eindruck wird im Winter noch verstärkt, wenn der Fluss sich mit seinem weißen Kleid
schmückt.
Der Weg steigt wieder an und die Umgebung wird immer wilder. Je mehr wir in diese Gegend eindringen,
desto mehr verkümmert der Nadelwald, bis nur noch vereinzelt Bäume auftauchen. Später verschwindet der
Wald ganz und das weite Heideland des östlichen Hohen Venns erscheint. Diese Seite des Hohen Venns ist
weniger bekannt, aber vielleicht umso rauer. Die Strecke nähert sich dem Venn und schlägt einen Pfad entlang
des Baches ein. Auf 500 m Höhe spürt man die Kälte der Hochebene deutlich. Auch auf dem Rückweg ist
Wasser unser ständiger Gefährte, führt die Wanderung doch entlang des Ufers des ebenso quirligen Steinbachs.
50
Das unberührte Land
32
95
38
21
87
98
93
90
37
92
32 95 38 21 87 98 92 37 90 93 87 21 95 32
Highlights entlang der Strecke
Wesertal
Eschbach
Hohes Venn
Steinbach
Start/Ziel
Roetgen-Petergensfeld
Parken
Schießhalle, Wesertalstraße
Streckencharakter
Die Strecke führt hauptsächlich über naturbelassene Wege mit nur
wenigen asphaltierten Abschnitten. Konditionell stellt die sehr
angenehme Wanderung, abgesehen von ihrer Länge von knapp 15 km,
keine besonderen Ansprüche.
Tipp des Autors
Entspanne dich nach der Tour in den Roetgenthermen. Dort finden
Sauna- und Wohlfühl-Fans alles, was das Herz begehrt.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
600
518m
414m
400
414m
km 3 6 9 12
51
Rureifel
© Dominik Ketz
10,3 km 244 hm 03:30 h
Uralte Wege, stille Pfade
Die Vielfalt der Voreifel auf einer Tour. Wer verwunschene Pfade durch eine urwüchsige Natur, herrliche Fernsichten
und zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus fünf Jahrhunderten liebt, der kommt bei dieser Wanderung
voll auf seine Kosten.
Vom Wanderparkplatz aus führt der Weg uns in das idyllische Belgenbachtal, wo uns wohltuende Stille
umfängt. Das Tal mit dem munter dahinplätschernden Bach ist ein Paradies für zahlreiche Tier und Pflanzenarten
und wie geschaffen für ein befreites Aufatmen. Gleich hinter dem ehemaligen Mühlenteich durchstößt
ein uralter Weg den mächtigen Schieferfels. Zahllose Fuhrwerke mit eisenbeschlagenen Rädern haben hier
seit dem Mittelalter einen der besterhaltenen historischen Wege des Monschauer Landes geschaffen. Ziel
ihrer Fahrt war die Belgenbacher Mühle. Sie wurde zwischen 1550 und 1560 als „Bei-Mühle“ zur bereits 1306
erwähnten, weiter talaufwärts gelegenen ersten Mühle im Belgenbachtal errichtet, von der leider nichts
mehr zu sehen ist. Über einen Waldweg erreichen wir die nächste Attraktion: eine großartige Aussicht vom
„Eifel-Blick“ hoch über dem Tal der Rur. Wir gelangen nach Menzerath, einem kleinen Ort, der uns mit einem
kulturellen Highlight überrascht: Hinter einer hohen Bruchsteinmauer verbirgt sich ein alter Friedhof mit
imposanten Grabsteinen. Im weiteren Verlauf erreichen wir die für die Region typische Heckenlandschaft.
Zum Abschluss der Wanderung erwarten uns erneut einige Besonderheiten. Vor einer mit mächtigen Bäumen
eingerahmten Parzelle erinnert ein Steinkreuz an den Friedhof Walchenau. Am westlichsten Punkt der
Route treffen wir außerdem auf ein Relikt des 2. Weltkrieges: den Westwall. Was aber am meisten beeindruckt
ist das großartige Panorama.
52
Uralte Wege, stille Pfade
Die Route ist komplett mit der Wegenummer 62 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Belgenbachtal
Belgenbacher Mühle
Eifel-Blick
Friedhof Menzerath
Westwall
Vennrand-Blick
Start/Ziel
Ehrenmal, Imgenbroich
Parken
Wanderparkplatz Am Ehrenmal, Imgenbroich
Streckencharakter
62
Die Route beinhaltet kleinere Auf- und Abstiege und ist grundsätzlich für
jeden Wandertyp geeignet. Neben asphaltierten Teilstrecken führt die
Route über naturbelassene Wege und Pfade.
Tipp des Autors
Lass‘ den Tag in einem der gemütlichen Cafés in Imgenbroich ausklingen.
m
700
Höhenprofil
Mehr Informationen
600
554m
554m
500
km 2 4 6 8 10
53
Rureifel
© Dominik Ketz, ET GmbH
15 km 150 hm 04:30 h
Panoramaweg
Der ca. 15 Kilometer lange Panoramaweg verläuft westlich oberhalb des Rursees und bietet dabei immer
wieder tolle Ausblicke auf die Woffelsbacher Bucht und den Nationalpark Eifel.
Die Wanderung startet an der Kirche St. Matthias in Strauch. Im Jahre 1850 von den Dorfbewohnern als kleine
Kapelle gebaut, wurde das Gotteshaus in Anbetracht der wachsenden Bevölkerung in Strauch schnell zu
klein, so dass bereits 1922 der Grundstein für das heutige, deutlich größere Gebäude gelegt wurde. Wir verlassen
Strauch zunächst in Richtung Windpark Michelshof, der heute einen hohen Anteil des Bedarfes der
Gemeinde Simmerath an erneuerbaren Energien deckt. Nach Querung von Michelsbach und Hesselbach,
zwei für die Eifel typische quirlige Bäche, verläuft der Weg für einige Kilometer am Waldrand entlang, bis der
Rursee in Sichtweite kommt und sich uns eine wunderschöne Aussicht auf die Woffelsbacher Bucht bietet.
Auf der anderen Seite des Rursee-Ufers ist zudem der Höhenzug „Kermeter“ zu erkennen. Er liegt 527,8 Meter
über dem Meeresspiegel und bildet das „ökologische Herzstück“ des Nationalparks Eifel, dem einzigen Nationalpark
in NRW. Auf dem Bergrücken zwischen Rursee und Urftsee wachsen auf großer Fläche heimische
Rotbuchen-Mischwälder, die mit etwa 33 km² eines der größten geschlossenen Laubwaldgebiete des Rheinlands,
bildet. Im weiteren Verlauf erreichen wir nach wenigen Kilometern den 455 Meter über dem Meeresspiegel
liegenden Eifel-Blick Kierberg. Auch von hier aus reicht der Blick weit über den Rursee hinweg in
östlicher Richtung in den Nationalpark Eifel. Am Waldrand entlang geht es schließlich zurück nach Strauch
zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.
54
Panoramaweg
Der Rundweg ist mit der Nr. 13 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Kirche St. Matthias
Eifel-Blick Kierberg
Rurseepanorama
Windpark Michelshof
Start/Ziel
Dorfplatz Strauch
Parken
Dorfplatz Strauch
13
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittelschwere Auf- und
Abstiege. Neben asphaltierten Passagen führt die Route über
naturbelassene Wege und Pfade, die durch Wald- und Wiesenlandschaften
verlaufen.
Tipp des Autors
Die Orte Rurberg, Einruhr und Woffelsbach laden mit gemütlichen Cafés
zum Verweilen ein.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
600
533m
532m
400
km 3 6 9 12
55
Rureifel
©Jessica Jehnen
4,8 km 111 hm 02:00 h
Riffelsbach-Runde
Zuerst führt die Rundwanderung durch den wunderschönen Eifelort Hammer vorbei an der alten Kirche,
dem Hammerwerk und zahlreichen Fachwerkhäusern. Am Ortsausgang führt eine alte Holzbrücke über die
Rur und ein etwas steilerer Anstieg bringt uns in die Höhe der Eifelwälder. Oben angekommen werden wir
mit einem Ausblick auf das malerische Rurtal mit seinen steilen, bewaldeten Hängen und auf den verschlungenen
Lauf des Flusses Rur belohnt.
Weiter geht es dann vom Rurtal ins Riffelsbachtal, wo wir die letzten Höhenmeter bergauf zurücklegen, um
dann den Riffelsbach am südlichsten Punkt der Tour zu überqueren. Der verschlungene Pfad durch das Riffelsbachtal
führt an einer ehemaligen Streuobstwiese vorbei. Auch wenn das Grundstück längst verwildert
und von der Natur zurückerobert ist, kann man noch gut erkennen, dass hier früher – wie im ganzen Rurtal
verbreitet – leckeres Obst geerntet wurde. Die kleinen Fischteiche, die sich dort noch vor einiger Zeit befunden
haben, sind dagegen gänzlich verschwunden. Kurz vor dem Ende der Rundtour ist eine Furt und ein
Hohlweg zu erkennen. Was wir heute als urigen Wanderweg erleben, war früher eine wichtige Transportroute.
Durch die jahrhundertelange Nutzung mit Fuhrwerken und Vieh hat sich der Weg tief ins Erdreich
geschnitten. Dort, wo früher schwere Karren an der Furt durch das Bachbett gezogen werden mussten,
erleichtert heute eine kleine Brücke dem Wanderer die Querung bevor wir kurz darauf wieder an unseren
Ausgangspunkt, dem Campingplatz Hammer, zurückkehren.
56
Riffelsbach-Runde
Der Rundweg ist mit der Nr. 76 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Hammerwerk
Aussicht auf das Rurtal
Streuobstwiese
Fuhrt am Hohlweg
Start/Ziel
An der Streng, Hammer
Parken
An der Streng, Hammer
76
Streckencharakter
Eine gute Grundkondition ist aufgrund des knackigen Anstiegs zu Beginn
der Tour hilfreich. Davon abgesehen ist die Runde aufgrund der geringen
Wegelänge konditionell nicht anspruchsvoll.
Tipp des Autors
Eine Schifffahrt auf dem Rursee oder Obersee bietet eine schöne
Gelegenheit die reizvolle Landschaft des Nationalparks Eifel vom Wasser
aus zu bewundern.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
500
440m
329m
300
331m
km 1 2 3 4
57
Rureifel
© Stadt Monschau
8,7 km 139 hm 02:30 h
Kaiser-Karl-Weg
Die Wanderung beginnt und endet am Wanderparkplatz Kirche in Konzen. An vielen der insgesamt 17 Stationen
und Standorte können Groß und Klein das ehemalige Jagdrevier Kaiser Karls des Großen sowohl naturnah
im Hohen Venn als auch historisch mit dem Königshof und der Pankratiuskapelle (ältestes nachrömisches
Baudenkmal des Rheinlandes) „erleben, erobern und erlesen“. Unterwegs bietet sich nicht nur eine Menge an
Gelegenheiten zur Spurensuche, zum Spielen, Tüfteln, Innehalten und Toben. Wir erhalten auch spezifische
Informationen zum Themenweg selbst, einiges zur Geschichte des sagenumwobenen „Bodens“ und zur
Landschaft in der Region. Hierzu stehen sieben Informations- und fünf Aktionsstandorte sowie zwei
Geschichts- und drei Fragetafeln zur Verfügung.
An markanten Stellen befestigte Karlssiegel signalisieren uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen
haben und begleiten uns durchgängig durch das deutsch-belgische Grenzgebiet, dies- und jenseits der
Venn bahnroute und an den Rand des Hohen Venns, jener beeindruckenden und einzigartigen Landschaft.
Mit insgesamt 8,7 km Länge ist der große Kaiser-Karl-Themenweg eine gemütliche, mehrstündige Tour auf
befestigten Wegen und Pfaden. Es kann auch eine mittlere von 7,5 km oder zwei kleine Varianten mit 5 und
4 km gewählt werden.
58
Kaiser-Karl-Weg
Der Themenweg ist durch das Konzener Dorfwappen Karls des Großen in beide Richtungen markiert.
Highlights entlang der Strecke
Vennlandschaft
Kaiser Karls Bettstatt
Troisdorfer Weiher
Pankratiuskapelle
Start/Ziel
Wanderparkplatz Konzen Kirche
Parken
Wanderparkplatz Konzen Kirche
Streckencharakter
Die Streckenlänge von 8,7 km, mit Optionen kürzerer Varianten von
7,5 km sowie 5 und 4 km, erfordert keine besondere Grundkondition.
Aufgrund der geringen Distanz und den durchgehend befestigten
Passagen ist der Themenweg auch für Kinder und Kinderwagen geeignet.
Tipp des Autors
Vom Vennort Mützenich aus kann das historische Ziel „Kaiser-Karls-
Bettstatt“ sogar barrierefrei überwunden werden, Hin- und Rückweg
betragen etwa 4 km.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
700
500
551m
550m
km 2 4 6 8
59
Aachen – Eine Stadt
zum Verlieben!
60
© Dominik Ketz, ET GmbH
Die Kaiserstadt Aachen
Liebenswert, lebenswert, erlebenswert – in Aachen ist europäische Geschichte seit Karl dem Großen, also
seit über 1.200 Jahren, lebendig. Davon zeugen das UNESCO-Weltkulturerbe Aachener Dom, das historische
Rathaus und die malerische Altstadt. Die Gassen und Plätze der historischen Altstadt laden zum Einkaufen,
Verweilen und Genießen ein. Neben zahlreichen Museen sind auch die Carolus Thermen Bad Aachen immer
einen Besuch wert.
Aber nicht nur die Aachener Innenstadt ist einen
Besuch wert, auch das Aachener Umland ist besonders
für Naturfreunde sehenswert – auf insgesamt
240 Kilometern ausgeschilderten Wanderwegen ist
die Kaiserstadt aufgrund des Wanderknotenpunktnetzes
hervorragend mit ihrem Umland vernetzt.
Auf diesem Netz lässt es sich unbeirrt auf ruhigen
Nebenwegen durch die historische Innenstadt hinaus
auf die Höhen des Aachener Kessels wandern
und von dort geht es weiter ins Umland. Städtisches
Treiben und Verkehr werden schnell von einer ruhigen
Vorstadtidylle abgelöst und man taucht unvermittelt
vom Trubel der Großstadt ab in grüne
Oasen.
Immer stadtnah und doch im Grünen treffen wir
dabei auf altes Kulturland mit herrschaftlichen
Höfen und Burgen, wandern gemütlich an Bächen
entlang, erklimmen sanfte Hügel mit traumhaftem
Weitblick und treffen auf Stauweiher im lauschigen
Waldgürtel des altehrwürdigen „Öcher Bösch“. Ob
das Mittelgebirge der Eifel, das Mergelland in Belgien
oder die Haldenlandschaft des Aachener Landes,
all diese Landschaften lassen sich auf attraktiven
Tagestouren von Aachen aus problemlos
erkunden.
Baesweiler
Herzogenrath
Alsdorf
Würselen
Eschweiler
Aachen
Stolberg
Roetgen
Simmerath
Monschau
Mehr Informationen
aachen tourist service e. V.
Markt 45-47
52062 Aachen
0241 18029-0
info@aachen-tourismus.de
Internet
www.aachen-tourismus.de
61
Kaiserstadt Aachen
© Dominik Ketz
10,5 km 175 hm 3:00 h
Grenzlandhighlights
Zu Beginn passieren wir das Wahrzeichen des Aachener Waldes: Mit 133 Metern ragt der Fernmeldeturm,
auch „Mulleklenkes“ genannt, aus der Karlshöhe hervor und markiert weithin sichtbar den Höhenrücken im
Südwesten der Stadt. An den versteckten Grenzsteinen entlang des Weges identifizieren wir die heutige
deutsch-belgische Grenze. Beim näheren Hinschauen kommt mit dem Landgraben eine noch viel ältere
Grenzlinie hinzu. Mit einem Erdwall und einer dichten Buchenhecke sicherten die Aachener ab dem 14. Jahrhundert
die Gebiete außerhalb der Stadtmauern. Als die Stadt rundum mit der 70 Kilometer langen grünen
Grenze befestigt war, markierte man sie ab 1611 mit Grenzsteinen mit eingemeißeltem Adler, dem Aachener
Stadtwappen. Relikte des ehemaligen Landgrabens, ein Adlerstein und auch ein vormaliger Wachturm am
Türmchen Beeck finden sich bis heute als Zeugen alter Grenzgeschichte auf unserer Wanderung.
Entlang des alten Bittwegs von Aachen nach Moresnet-Chapelle über den Königswald gelangen wir zu einer
weiteren Grenze: dem Dreiländerpunkt. Am Grenzstein aus Blaustein wechseln wir leichtfüßig zwischen drei
Ländern. Über 100 Jahre waren es sogar vier. Auch hier hatten Differenzen über Nutzungsrechte den Ausschlag
gegeben. In diesem Fall hatten sich Preußen und Niederländer 1815 über den lukrativen Galmeiabbau
in Kelmis nicht einigen können. So schuf man den Ministaat Neutral Moresnet, ein Gebietsdreieck von 350
Hektar zwischen Dreiländerpunkt, Kelmis und Lütticher Straße. Zinkindustrie und Schnapsschmuggel führten
zu wirtschaftlicher Blüte, dann läutete der Niedergang der Grube das Ende der politischen Sonderstellung
ein. 1919 kam Neutral Moresnet zu Belgien.
62
Grenzlandhighlights
12
27
30
29
28
26
37
25
77
76
18
67
27 42
11
87
43
44
17
16
15
20
55
16 15 55 44 43 42 87 20 11 27 37 30 12 29 28 27 26 25 77 76 18 67 17 16
Highlights entlang der Strecke
Fernmeldeturm Mulleklenkes
Landgraben, Grenzbuchen, Adlersteine am Bittweg
Burgundersteine
Grenze Neutral Moresnet
Dreiländerpunkt (D/B/NL), Baudouinturm, höchster Punkt
der Niederlande
Türmchen Beeck
Landgraben, Grenzbuchen am Philippionsweg
Start/Ziel
Wanderparkplatz Waldschenke
Parken
Wanderparkplatz Waldschenke
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittelschwere Auf- und
Abstiege. Dabei führt die Route größtenteils über Schotterwege und
naturbelassene Wege und Pfade.
Tipp des Autors
Spaß für die ganze Familie garantiert das Labyrinth am Dreiländerpunkt.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
400
303m
300m
200
km 2 4 6 8 10
63
Kaiserstadt Aachen
© Dominik Ketz, ET GmbH
7,8 km 155 hm 2:30 h
Wolfsschlucht und Gipfelglück
Diese Wanderung führt durch das Herz des Aachener Waldes und hinauf auf seine Höhenrücken zum Steineknipp,
den mit 359 Metern höchsten Punkt des Aachener Waldes. Bergauf, bergab fernab von Straßen und
Siedlungen durchwandern wir den Öcher Bösch mit seinen alten herrlichen Baumbeständen, verschlungenen
Pfaden und breiten Forstwegen.
Die Tatsache, dass wir zwischen Eupener und Lütticher Straße ein imposantes weitläufiges Waldgebiet vorfinden,
haben wir Oberförster Franz Oster zu verdanken. Von ihm stammte die Idee, den Öcher „Bösch“ zum
Hochwald mit primärer Erholungsfunktion zu machen. Bäume mussten mindestens 80-100 Jahre sein, bevor
sie gefällt werden durften. Mit dem sogenannten Wohlfahrtsbeschluss, deutschlandweit der erste seiner Art,
folgte der Aachener Stadtrat 1882 der Vision des Försters. Unterstützt durch das Engagement des damaligen
Bürgermeisters Ludwig Pelzer entstand ein Waldwegenetz, das bis heute Bestand hat. Schutzhütten, Ausflugsgastronomie,
Aussichtspunkte und der Ausbau der Straßenbahn, deren Linien die Ausflügler an den
Stadtrand brachten, folgten. Auch unser Startpunkt am Linzenshäuschen, ehemals mittelalterlicher Wachturm
an der grünen Stadtgrenze am Landgraben, war mit der Straßenbahn erreichbar. Von hier aus führt
unser Weg hinauf zum Beginn der Wolfsschlucht. Hier hat sich ein Arm der Wurm in seinem Ursprung tief in
die Schichten des Aachener Waldes eingegraben. Unterirdische Ausspülungen taten ihr Übriges, um aus dem
Sandgestein im Untergrund nach und nach steile Hänge zu formen. Am höchsten Punkt des Aachener Waldes,
dem Steineknipp, liegen die Ruinen des Pelzerturms (42m), einst Aussichtsturm und Ausflugslokal.
64
Wolfsschlucht und Gipfelglück
63
64
65
51
60
61
62
65 64 63 61 60 51 62 64 65
Highlights entlang der Strecke
Wolfsschlucht
Gipfelglück
Ruine Pelzerturm
Start/Ziel
KP 65 am Wanderparkplatz Forsthaus Linzenshäuschen
Parken
Wanderparkplatz Forsthaus Linzenshäuschen
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittelschwere Auf- und
Abstiege. Dabei führt die Route größtenteils über Schotterwege und
naturbelassene Wege und Pfade.
Tipp des Autors
Nach der Wanderung lohnt sich eine Einkehr bei Gut Entenpfuhl.
m
500
Höhenprofil
Mehr Informationen
400
370m
300 266m
270m
km 1 2 3 4 5 6 7
65
Kaiserstadt Aachen
© Dominik Ketz
11,5 km 64 hm 3:00 h
Die Mäandertour
Was sind Mäander? Diese ca. 11,5 km lange Wanderung führt uns in die Welt der Mäander ein und beantwortet
die Frage wie aus dem Bilderbuch.
Auf den Spuren des Beverbachs bewundern wir dessen schlängelnden Verlauf mal vom Talrand aus erhöhter
Position, mal ganz nah von einem seiner Brückchen. Am Grund der alten Wälder lässt er seiner Natur freien
Lauf und bildet nach Herzenslust eine Schleife nach der nächsten. Durch alte Wälder wandern wir am Beverbach
entlang der Grenze des ehemaligen Klosterterritoriums. Nahtlos gelangen wir in den Augustinerwald
und betreten mit dem damaligen Amt Schönforst das Jülicher Herzogtum. Dann geht es aus dem Wald hinaus
über freie Weiden, wo wir auf bestehende und Jahrhunderte alte Grenzen treffen. Ab dem 14. Jahrhundert
führte ein sogenannter Landgraben 70 Kilometer rund um die Stadt Aachen und sicherte die Wälder und
Weiden der ländlichen Gebiete außerhalb der Stadtmauern vor Überfällen. Entlang unseres Weges lassen
sich Reste des Erdwalls mit seinem Graben und den heute mächtigen, knorrig verwachsenen Buchen der
einstigen Schutzhecke entdecken. Versteckt im Wald ruhen die Zyklopensteine. Ein mystischer Platz, um den
sich einige Erzählungen ranken. Zwar waren hier keine Riesen, sondern Wind und Wetter am Werk, die das
Aachener Sandgestein zu rundlichen Felsblöcken geschliffen haben, doch imposant sind sie allemal. Über
den Augustinerweg geht es sanft bergab zurück durch die Wälder des alten Klosterterritoriums.
66
Die Mäandertour
75
72
78
71
79
80
70
81
59
58
56
57
38
35
75 78 79 80 81 35 38 57 56 59 58 70 71 72 75
Highlights entlang der Strecke
Beverbach Mäander
Landgraben
Zyklopensteine
Grenzübergang Köpfchen
Start/Ziel
Wanderparkplatz Forsthaus Schöntal
Parken
Wanderparkplatz gegenüber Forsthaus Schöntal
Streckencharakter
Der Streckenverlauf beinhaltet leichte und mittelschwere Auf- und
Abstiege. Dabei führt die Route größtenteils über naturbelassene Wege
und Schotterwege.
Tipp des Autors
Am Grenzübergang Köpfchen lädt das gesellige Café KuKuK zu einer
wohlverdienten Pause ein.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
400
200
241m
242m
km 2 4 6 8 10
67
Kaiserstadt Aachen
© Dominik Ketz
16,5 km 97 hm 5:00 h
Wurmtour
Diese ca. 16,5 km lange Wanderung führt uns zunächst durch die historische Altstadt von Aachen und dann
hinaus in das wilde, idyllische Wurmtal. Unverbaute Flussschleifen, weite Wiesenauen, vergangene Altarme,
lehrbuchartige Prall- und Gleithänge, gehören zu den Assen, die das Schutzgebiet im Ärmel hält. Mit seiner
schützenswerten Tier- und Pflanzenwelt ist es als Natura-2000-Gebiet ausgezeichnet, ein Schutzstatus von
internationalem Rang.
Auf unserer Route kommen wir dem Fluss ganz nah, überqueren ihn und erklimmen seine Hänge. Begleitet
vom Plätschern geht es durch Wiesenauen und alte Wälder. Ein alter Stollen und ein Steinbruch erinnern an
die jahrhundertealte Bergbaugeschichte des Tals. Der Dorfanger mit seinen alten Höfen ringsum stellt klar,
dass hier auch die Landwirtschaft eine lange Geschichte hat. Dann gilt es, die Wurmhöhen zu erklimmen. In
exponierter Hanglage können wir mit Wilhelmstein und Rode gleich zwei Burgen auf der Tour erkunden.
68
Wurmtour
38
33 37
34
24
18
16 15 30
9
8
7
48 54
3
44
43
42 39
41
38
35
25
27
23
13
15 14
16
19
19 16 15 14 13 23 27 25 35 38 39 41 42 43 44 3 4 5 48 7 8 9 30 15 1 6 18 34 33 37 38
Highlights entlang der Strecke
Historische Altstadt mit Dom
Lousberg
Wurmtal
Burg Wilhelmstein
Burg Rode
Start/Ziel
Aachen Hauptbahnhof
Herzogenrath Bahnhof
Parken
Aachen Hauptbahnhof (kostenpflichtig)
Streckencharakter
Trotz kleinerer An- und Abstiege ist die Tour fast für jeden Wandertyp
geeignet. Lediglich die Länge von insgesamt ca. 16,5 km setzt eine
gewisse Grundkondition voraus.
Tipp des Autors
Ein kurzer Abstecher zur Burg Rode in Herzogenrath ist lohnenswert.
Insbesondere der Ritterhelm am Fuße der Burg mit Infotouchscreen bietet
spannende Einblicke in die Geschichte der Burg.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
300
100
187m
110m
km 4 8 12 16
69
Kaiserstadt Aachen
© Dominik Ketz
6,6 km 88 hm 1:40 h
Haarener Höhen
„Als es Nacht wurde, setzte ich mich auf eine abschüssige Wiese. Aachen erstreckte sich vor mir und lag in
seinem Tal wie in einer hübschen Wanne.“ So schrieb Victor Hugo 1860 zu Beginn seiner Rheinreise. Auch
heute locken die Höhenzüge rund um den Aachener Kessel mit attraktiven Ausblicken. Abseits von Siedlung
und Verkehr führt uns die folgende Wanderung durch das lauschige Haarbachtal zu Aachens einzigem Gipfelkreuz
auf 239 Metern.
Gleich zu Beginn der Wanderung treffen wir die Welsche Mühle, eine von drei Mühlen, die der Haarbach seit
dem 15. Jahrhundert betrieb. Ihre beiden parallel arbeitenden Mahlwerke und das Getriebe aus Holz sind ein
Kleinod der Technikgeschichte. Heute bietet die Mühle Raum für Festlichkeiten und lädt zur Wanderpause
auf Wiese und Spielgelände. Nach einem gemächlichen, stetigen bergan durchs grüne Tal erreichen wir die
Siedlung Verlautenheide. Am Ortsrand lockt der Panoramaweg mit wunderbaren Aussichten vom Kesselrand.
Auf der Höhe beim kurzen Abstecher zum Gipfelkreuz liegt uns die gesamte Stadt mit ihren umgebenden
Höhenzügen zu Füßen. Im Süden ragt der Fernmeldeturm „Mulleklenkes“ aus dem Aachener Wald, dessen
höchste Punkte noch rund 120 Meter höher als der Haarberg liegen. Doch den Rundumblick von 360
Grad gibt es nur hier. Auf sanften Wegeschleifen mit schönem Blick geht es gemütlich den Hang hinunter,
vorbei an Streuobstwiesen und dem alten jüdischen Friedhof, versteckt in einem Heckenhain.
70
Haarener Höhen
4
12
13
14
10
15
2
3
16
1
7
9
5
6
29
1 5 29 6 7 9 16 15 14 13 12 4 10 3 2 1
Highlights entlang der Strecke
Welsche Mühle
Haarener Kreuz, Aussicht
Jüdischer Friedhof
Start/Ziel
KP 1 am Haarener Markt
Parken
Haarener Markt
Streckencharakter
Neben asphaltierten Passagen in den Ortschaften führt die Route in
großen Teilen über naturbelassene und geschotterte Wege und ist trotz
kleinerer An- und Abstiege für fast jeden Wandertyp geeignet.
Tipp des Autors
An Knotenpunkt 13 lohnt sich ein Abstecher zum Haarener Kreuz mit
Aussichtsplattform und Rundumblick auf den Aachener Kessel.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
300
100
146m
146m
km 1 2 3 4 5 6
71
Kaiserstadt Aachen
© Dominik Ketz
8,3 km 84 hm 2:00 h
Iterbachtour
Als sich Benedikt von Aniane 814 im Auftrag des Kaisers ein Gebiet für eine Klostergründung aussuchen
sollte, wählte er ein Sahneschnittchen: Die Gegend von Kornelimünster am Zusammenfluss von Inde und Iter
bot attraktive Grundlagen zur Sicherung des zukünftigen Abteieinkommens. Hier lockten Waldreichtum,
nutzbare Fließgewässer und Erzvorkommen. Günstigerweise hatten schon die Römer all dies genutzt, die
Landschaft in Kultur genommen und ein frühes Wegenetz angelegt. Heute zeigt sich das Itertal als Sahneschnittchen
zum Wandern und der Natur. Auf idyllischen Pfaden entdecken wir den frei fließenden Bach,
laufen über üppige Wiesen und durchs Gebüsch. Von den Talhöhen genießen wir den Weitblick über die
sanft gewellte Weiden- und Heckenlandschaft des Münsterländchens und streifen den Ortsrand von Walheim.
72
Iterbachtour
Die Route ist mit der Nummer 5 ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Kornelimünster, historischer Ortskern, ehemalige
Reichsabtei, Probsteikirche St. Kornelius
Vennbahn Iterbach-Viadukt
NSG Itertal
Königsmühle
Start/Ziel
Korneliusmarkt, Kornelimünster
Parken
Abteigarten Kornelimünster
Streckencharakter
5
Neben asphaltierten Passagen in den Ortschaften führt die Route in
großen Teilen über naturbelassene Wege und Pfade und ist trotz kleinerer
An- und Abstiege für fast jeden Wandertyp geeignet.
Tipp des Autors
In Kornelimünster lohnt sich ein Besuch der Dauerausstellung
„Zeitgenössische Kunst aus NRW“ im spätbarocken Ambiente der Abtei.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
400
226m
200
226m
km 2 4 6 8
73
Kaiserstadt Aachen
© Bettina Kreisel
8,9 km 118 hm 2:30 h
Stadt-Wasser-Wald
Warum nicht mal eine Waldwanderung mitten in der Stadt beginnen? Auf grünen Adern schlendern wir auf
dieser ca. 8,9 km langen Wanderung entlang von Parks, Bächen, Wiesen und Weiden hinaus in die ländlichen
Gebiete der Stadt und den Aachener Wald.
Kurz nach dem Start am Hauptbahnhof macht der Burtscheider Kurpark den grünen Beginn. Hoch oben
thront die barocke Abteikirche St. Johann und erinnert an das über Jahrhunderte unabhängige Territorium
der einstigen Burtscheider Abtei, die bereits auf das Jahr 999 zurückging. Der Kirchenschatz ist sehenswert
und erzählt einige Geschichten. Dann heißt es inmitten der Siedlung ganz ins Grüne abtauchen. Bis in den
Wald folgt unser Weg dem Gillesbach, einem der vielen Aachener Flüsschen, die aus den Höhen des Aachener
Waldes stammen. Am Waldrand lassen weite Weiden, Obstwiesen und das Gut Waldhausen ländliche
Atmosphäre aufkommen, am Milchstübchen können wir Milch zapfen und uns mit regionalen Produkten
eindecken. Bänke und Spielplatz am Kupferbachstauweiher laden zur Pause. Dann geht es leicht aber stetig
bergan bis zum Grenzübergang Köpfchen. Der Elleterweg führt als Hohlweg am gleichnamigen Berg entlang.
Parallel lässt sich der Wall des alten Landgrabens mit seinen stattlichen Buchen erkennen, die auf die
einstige Schutzhecke zurückgehen. Auf dem Weg zum Grenzübergang Köpfchen – heute lebendiges Kulturzentrum
und Café – können wir den bizarren Buchen und dem Wall noch einmal begegnen, hier trennte er
das Aachener Reich vom Herzogtum Limburg und später bis 1611 als „Spanische Grenze“ vom niederländisch-spanischen
Reich der Habsburger. Bei den imposanten kugeligen Zyklopensteinen, die in Jahrmillionen
aus dem Untergrund des Aachener Sandsteins herausmodelliert wurden und in den Cafés am Grenzübergang
können wir Pause einlegen, bevor es mit dem Bus zum Ausgangspunkt zurückgeht.
74
Stadt-Wasser-Wald
3
19
23
20
21
24
66
69
59 58
56
38
70
57
3 19 20 21 23 24 66 69 70 58 38 57 56 5 9
Highlights entlang der Strecke
Burtscheid, Kurpark, St. Johann, St. Michael
Gillesbachtal
Stauanlage Kupferbach, Spielplatz
Pionierquelle, Spielplatz
Landgraben
Zyklopensteine
Grenzübergang Köpfchen
Start/Ziel
Hauptbahnhof Aachen
Bushaltestelle Köpfchen-Altes Zollamt
Parken
Aachen Hauptbahnhof (kostenpflichtig)
Streckencharakter
Neben asphaltierten Passagen in den Ortschaften führt die Route in
großen Teilen über naturbelassene und geschotterte Wege und ist trotz
kleinerer An- und Abstiege für fast jeden Wandertyp geeignet.
Tipp des Autors
Rund um den wertvollen Kirchenschatz von St. Johann gibt es
interessante Geschichten zu entdecken. Besichtigung jeden ersten
Samstag und dritten Mittwoch im Monat von 15.00 – 17.00 Uhr.
m
400
300
Höhenprofil
317m
290m
Mehr Informationen
200
190m
km 2 4 6 8
75
Aachener Land –
Überraschend
nachhaldig!
76
© Dominik Ketz
Aachener Land
Schon einmal zufällig Steinkohle im Wald entdeckt, etwas von einer fliegenden Räuberbande gehört oder in
einem Ritterhelm Filme geguckt? Komm mit auf eine Wanderung durchs Aachener Land, durch alte Wälder
und Auen entlang der Täler von Wurm und Broichbach, über die Höhen der Börde mit ihren Haldengipfeln
und entdecke attraktive Landschaften, himmlische Aussichten und überraschende Geschichten.
Auf den Spuren des Bergbaus wandern bedeutet
auch, die grünen Seiten des Aachener Lands zu entdecken.
Die Spur zum schwarzen Gold führt uns
vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Wir finden Kohlestückchen
im Fels, alte Stollen und versunkene
Eisenbahnverbindungen und stellen fest, dass auch
die Burgen bereits einen Bezug zur Kohle hatten.
Die imposanten Halden, die im Zuge des Bergbaus
entstanden, sind ebenfalls Zeugen der Bergbauvergangenheit
und erinnern uns an die stillgelegten
Zechen, die die Region über ein Jahrhundert prägten.
Längst sind aus den industriellen Zentren der
Kohleförderung touristische Landmarken geworden,
die mit Touristinformation, Museum, Restauration
und Panoramaplattform auf dem Haldengipfel
locken.
Auf attraktiven Wanderungen lernst du die
abwechslungsreiche Landschaft im Norden der
StädteRegion Aachen kennen und erfährst so einiges
über die Geschichte und den Wandel der
Region. Und ganz überraschend zeigt das Aachener
Land beim Wandern entlang der geschützten Wildnis
des Wurm- und Broichbachtals und jahrhundertealten
Gehöften sein naturnahes ländliches
Gesicht.
Baesweiler
Herzogenrath
Alsdorf
Würselen
Eschweiler
Aachen
Stolberg
Roetgen
Simmerath
Monschau
Mehr Informationen
Grünmetropole e. V.
Konrad-Adenauer-Allee 7
02404-599 1111
info@gruenmetropole.eu
Internet
www.gruenmetropole.eu
77
Aachener Land
© Tobias Vollmer, ET GmbH
5,1 km 54 hm 01:40 h
WasserWeg Wurm
Auf dieser grenzüberschreitenden und rund 5,1 km langen Wanderung an der Wurm entdecken wir eine in
unserer Region einzigartige natürliche Flusslandschaft. Unsere Tour beginnt an der Baalsbrugger Mühle und
führt uns direkt auf niederländisches Gebiet. Wir befinden uns nun schon mitten im malerischen Auenbereich
der Wurm und folgen dem Verlauf des Flusses auf naturnahen Wald- und Uferwegen. Auf deutscher
Seite geht es anschließend entlang der Nivelsteiner Sandwerke und durch den reizvollen Naturpark Worm-
Wildnis zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs können wir immer wieder tolle Blicke auf die eindrucksvolle
Flusslandschaft der Wurm erhaschen.
Zusätzlich zum reinen Naturerlebnis informieren insgesamt 13 Informationstafeln, eine interaktive Tafel und
eine Übersichtstafel entlang des WasserWeges auf Deutsch und Niederländisch über die besonderen Aspekte
des Gewässers und seiner Umgebung. Der Eisvogel „Kiri“ und seine erzählten Geschichten begleiten uns auf
unserem Weg. Der Schwerpunkt des Wasserwegs liegt auf den charakteristischen Themen der Wurm: dem
Eingriff des Menschen und den ökologischen Besonderheiten. Wir erfahren etwas über Eisvögel, Biber, die 13
Kläranlagen, die zahlreichen Mühlen, die Wurm als Grenze und das einstige Bergbaurevier.
Der grenzüberschreitende WasserWeg Wurm zwischen Herzogenrath (bei Aachen, DE) und Kerkrade (NL) ist
im Rahmen des Projektes WasserWege der Natur-Freunde NRW durch die NaturFreunde Herzogenrath-Merkstein
erarbeitet worden.
78
WasserWeg Wurm
Die Route ist mit dem WasserWege-Logo ausgeschildert.
Highlights entlang der Strecke
Baalsbrugger Mühle
NSG Unteres Wurmtal
Start/Ziel
Baalsbrugger Mühle, Kerkrade (NL)
Parken
Kirchrather Straße/Merksteinstraat
Streckencharakter
Die Route führt größtenteils über naturnahe Wald- und Uferpade und ist
daher, trotz der sehr geringen Steigung, nicht barrierefrei und nicht für
Fahrrad oder Kinderwagen geeignet.
Tipp des Autors
Informationen zum Projekt und weitere WasserWege in NRW findest du
unter www.wasserwege-nrw.de
m
300
Höhenprofil
Mehr Informationen
200
100m
100
102m
km 1 2 3 4 5
79
Aachener Land
© Tobias Vollmer, ET GmbH
9,3 km 45 hm 02:30 h
Wildnistour
Wetten, dass wir auf dieser knapp 10 km langen Tour garantiert einem Hirsch begegnen, einen Sandstrand
finden und urige Hang- und Auenwälder unseren Weg begleiten? Eine Wanderung durch das Broichbachtal
bietet vielerlei Einblicke in das „wilde Alsdorf“. Zugegeben, die Hirsche grasen im Alsdorfer Tierpark, unsere
Wanderung führt mittendurch. Wilde Freizeiterlebnisse locken am Alsdorfer Weiher: Wie wär’s mit einer BBQ-
Tretbootfahrt oder Picknick auf der Wiese, während die Kinder auf dem Spielgelände toben?
Bachaufwärts wird es wirklich wild, diesmal in der Naturvariante. Der Trubel verschwindet, die Teiche werden
stiller, im Wasser spiegeln sich Erlen-Bruchwälder, mittendrin späht ein Kormoran von einem abgestorbenen
Ast. Das Naturschutzgebiet Mittleres Broichbachtal bewahrt eine urwüchsige Auenlandschaft und alte Hangwälder,
die wir auf attraktiven Pfaden genießen können.
80
Wildnistour
45
41 44
40
43
42
48 49
51 52
50 53
57
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60
61
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71
73
70
44 43 41 40 42 54 50 53 58 59 63 61 65 67 68 70 73 71 68 67 66 65 61 57 52 51 49 48 45 44
Highlights entlang der Strecke
Spielgelände Alsdorfer Weiher
Tierpark Alsdorfer Weiher
NSG Mittleres Broichbachtal
Ehemaliger Bahndamm
Sandufer
Bergarbeiterkolonie Blumenrath
Schloss Kellersberg
Bergarbeiterkolonie Kellersberg
Bootsverleih, Minigolf, Bootshaus am Tierpark
Start/Ziel
KP 44 am Tierpark Alsdorf
Parken
Alsdorfer Tierpark (kostenpflichtig!)
Streckencharakter
Der Weg ist in beide Richtungen über das Wanderknotenpunktsystem gut
markiert. Trotz kleinerer An- und Abstiege ist die Tour fast für jeden
Wandertyp geeignet.
Tipp des Autors
Der Tierpark ist kostenfrei. Bitte beachten: Für das Öffnen der
Parkplatzschranke sind 3 € in Münzen notwendig. Der Wegeabschnitt
durch den Tierpark ist nur bis 18:30 Uhr geöffnet.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
300
100
136m
136m
km 2 4 6 8
81
Aachener Land
© Tobias Vollmer, ET GmbH
7,3 km 110 hm 02:00 h
Paulinentour
Die ca. 7 km lange Schleife führt rund um die Adamsmühle durch die idyllische Landschaft des Wurmtals, die
grüne Lunge zwischen Herzogenrath und Aachen.
Zunächst im Paulinenwäldchen, benannt nach Pauline, der Schwester Napoleons, die hier ebenfalls gerne
spazieren ging. Aus dieser Epoche stammt auch der Obelisk aus Blaustein von 1810. Er war einer der Referenzpunkte
für den Geographen Jan Joseph Tranchot, der im Auftrag der französischen Regierung das Rheinland
kartierte.
Entlang von Streuobstwiesen, Weiden und Hohlwegen wandern wir sanft ins Wurmtal hinab. Im Laufe der
Wanderung kommen wir der Wurm immer näher, beobachten sie aus halber Höhe vom Talhang und werden
von ihrem Plätschern begleitet. Über 700 Jahre hielt der Fluss 45 Mühlen in Gang. An der Adamsmühle wurde
Öl gepresst und Korn gemahlen, am Teuterhof Grubenwasser abgepumpt und an der Wolfsfurth ein Webstuhl
betrieben.
Auch ein imposanter Hohlweg lässt uns staunen: Die Buchen auf den Wällen des mittelalterlichen Landgrabens
gehen auf die alte Schutzhecke zurück.
82
Paulinentour
25
27
28
23
30
22
21
47
5
17 16
15
14
4
3
2
16 17 47 23 27 25 26 28 30 22 21 5 4 3 2 14 15 16
Highlights entlang der Strecke
Obelisk/Paulinenwäldchen
Adamsmühle/Steinbruch
Steinbruch
Wolfsfurth
Landgraben
Start/Ziel
KP 16 am Parkplatz Paulinenwäldchen
Parken
Parkplatz Paulinenwäldchen
Streckencharakter
Der Weg ist in beide Richtungen über das Wanderknotenpunktsystem gut
markiert. Trotz kleinerer An- und Abstiege ist die Tour fast für jeden
Wandertyp geeignet.
Tipp des Autors
Es lohnt sich eine Einkehr in die auf dem Weg liegende Teuterhof Hütt‘n.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
300
131m
100
131m
km 1 2 3 4 5 6 7
83
Aachener Land
© Dominik Ketz
8,4 km 158 hm 03:00 h
Karbontour
Entdecke auf dieser ca. 9 km langen Tour die Spuren des Bergbaus im direkt südlich von Herzogenrath gelegenen
Teil des Wurmtals und erfahre mehr über dessen Geschichte.
Kohleflöze im Wurmtal reichen aufgrund einer Verwerfungslinie nahe an die Oberfläche. Das Flusstal hat sich
in die Felsschichten gegraben und eröffnet einen Zugang durch Stollen und Schächte. Die Wanderung führt
zu imposanten Felsbereichen, die zum Teil als Sandsteinbrüche genutzt wurden. Zum Teil lassen sich dünne
Kohlelagen im schiefrigen Gestein erkennen, der bröcklige Schutt am Weg ist zwar Tonschiefer, aber immerhin
schwarz. Die sogenannte Fahrkunst machte die Grube Furth zum Hightechbetrieb. Hier beförderte im 18.
Jahrhundert ein ausgetüfteltes Eisengestänge die Arbeiter auf Trittbrettern und Leitern unter Tage. Für den
Antrieb sorgte das Wurmwasser, das über Kanäle hergeleitet wurde.
Unser Weg führt durch alte Laub- und Niederwälder das Wurmtal hinauf und hinunter. Oben genießen wir
reizvolle Ausblicke auf den Fluss, der durch das Laub der alten Bäume blitzt. Unten begleitet uns eine
geschützte Auen- und Wiesenlandschaft, mit ihren Sandufern, Kiesbänken und einer Streuobstwiese.
84
Karbontour
16
15
12
30
9
11
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54
8
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49
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64 62
65
5
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3
3 4 68 66 65 62 64 50 51 52 54 10 11 12 16 15 30 8 9 10 49 48 5 4 3
66
Highlights entlang der Strecke
Burg Wilhelmstein
Westwall
Gedenktafel NS-Lager
Ortskern Pley
Steinbruch, Kohleflöz
Steinbruch, Stollenmundloch
Grube Neue Furth
Start/Ziel
KP 3 bei Burg Wilhelmstein
Parken
Parkplatz Burg Wilhelmstein
Streckencharakter
Trotz kleinerer An- und Abstiege ist die Tour fast für jeden Wandertyp
geeignet.
Tipp des Autors
In den Sommermonaten finden auf Burg Wilhelmstein kulturelle
Veranstaltungen von Klassik bis Rock, von Theater über Kabarett bis hin
zu Open Air-Kino statt, die weit über die Region hinaus bekannt und
beliebt sind.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
300
100
155m
155m
km 2 4 6 8
85
Aachener Land
© Dominik Ketz
1,8 km 78 hm 01:00 h
Auf dem Gipfel des Carl-Alexander-Parks
Erklimme auf diesem kurzen, aber durch Halden-Aufstieg konditionell auch fordernden Spaziergang den
Gipfel der Halde Carl Alexander und genieße den Panoramaausblick auf die unterschiedlichen Halden des
durch die Bergbaugeschichte geprägten Aachener Landes.
Am Bergfoyer, dem zentralen Treffpunkt im Carl-Alexander-Park, beginnt der Aufstieg zum in 80 m Höhe
gelegenen Bergplateau, einem ruhigen Ort zum Verweilen mit grandiosem Panoramablick über die Euregio
Maas-Rhein. Der Aufstieg zum Bergplateau erfolgt auf spektakuläre Weise über eine im Bergfoyer installierte
Steganlage, die durch die Baumwipfel der Halde hindurchführt.
Dabei klären Informationstafeln über die ganz besondere Pflanzen- und Tierwelt auf, die sich nach Rückkultivierung
der Halde entlang der Hänge angesiedelt hat. Der Rückweg führt über einen wunderschönen Bergpfad,
der mit Ruheplätzen und einem Aussichtspunkt auf die Alte Römerstraße „Via Belgica“ zum Verweilen
einlädt.
Zum Schluss empfiehlt sich noch die Erkundung des Bergparks am Fuße der Halde, der auf einer Größe von
rund sieben Hektar am südlichen Rand der Halde vor der imposanten Kulisse des Industriewaldes entstanden
ist. Im Bergpark befinden sich zudem das Jugendcamp mit Campbox sowie großzügige Freiflächen für zahlreiche
Spiel- und Sportmöglichkeiten, sodass die Tour zum optimalen Ausflug für die gesamte Familie wird.
86
Auf dem Gipfel des Carl-Alexander-Parks
Highlights entlang der Strecke
Bergfoyer
Haldenaufstieg
Bergplateau
Aussicht auf die „Via Belgica“
Spiel- und Erlebnismodule
Start/Ziel
Bergfoyer am Fuße der Halde
Parken
Parkplatz am CarlAlexanderPark
Streckencharakter
Die Wanderung führt größtenteils über naturbelassene Pfade und Wege.
Streckenführung
Startpunkt ist die Treppe im Bergfoyer, die uns über eine ca. 25 Meter
lange Hängebrücke in den „Schwebesteg“ führt, der später in die
„Himmelsstiege“ übergeht. Teilweise durch Baumkronen hindurch geht
man etwa sechs bis zehn Meter über der Erde den Hang aufwärts und
erreicht das weite Bergplateau.
Tipp des Autors
Zahlreiche Spiel- und Sport- und Picknickmöglichkeiten im Bergpark
machen den Ausflug zu einem tollen Erlebnis für die ganze Familie.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
300
100
140m
141m
km 1
87
Aachener Land
©Tobias Vollmer, ET GmbH
6,4 km 114 hm 02:30 h
Dinotour
Einmal Wurmtal mit Seitenwechsel. Auf dieser ca. 6,5 km langen Wanderung erwarten uns Kontraste aus
Berg und Tal, Menschengemachtes und reiner Natur.
Gleich zu Beginn liegen riesenhafte weiße Steineier im Weg, kein Dinosauriergelege, sondern die Kunstinstallation
„Black & White“. Sie erinnern an die bis 1929 aktive Sodafabrikation in Würselen. Auch deren Vermächtnis,
eine bis zu 10 Meter mächtige Kalkhalde aus Rückständen der Fabrik, wirkt fast wie ein Alien im
Wurmtal. Schwarzes finden wir hüben wie drüben an den Hängen des Flusses. Reine Natur, da die Kohle hier
bis an die Erdoberfläche reicht. Vom menschlichen Wirken erzählen die bis heute sichtbaren laubbedeckten
Schürfmulden, die wir im Wald entdecken können. Menschengemacht, da die Hänge den Kohleabraum aufnehmen
mussten. Die Hochebene der schwarzen angeschütteten Halde Gouley erstreckt sich zu Füßen einer
Aussichtsplattform, während die der Halde Langenberg auf der Kohlscheider Wurmseite versteckt im Grün
von Wald und Volksgarten schlummert. Die Wurm ganz unten kümmert es wenig, geschützt darf sie durch
ihre selbst geschaffene Auenlandschaft mäandrieren.
88
Dinotour
68
4
3
44
71
70
72
74
43
42
41
40
75
39
32
38
26 32 40 39 41 42 43 44 3 4 68 70 71 72 74 75 35 25 26
35
26
25
Highlights entlang der Strecke
Kalkhaldenblick
Installation „Dinoeier“
Aussichtsplattform Halde
Von-Goerschen-Stollen
Alte Mühle
Burg Wilhelmstein
Volksgarten
Start/Ziel
KP 26 am Teuterhof Würselen
Parken
Parkplatz Teuterhof
Streckencharakter
Der Weg ist in beide Richtungen über das Wanderknotenpunktsystem gut
markiert. Trotz kleinerer An- und Abstiege ist die Tour fast für jeden
Wandertyp geeignet.
Tipp des Autors
Auf der Strecke begegnen uns verschiedene Einkehrmöglichkeiten, wie
beispielsweise die Teuterhof Hütt`n in Würselen, die Burg Wilhelmstein in
Bardenberg oder das Landhaus Wurmtal in Kohlscheid.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
300
131m
100
131m
km 1 2 3 4 5 6
89
Aachener Land
© Dominik Ketz
5,2 km 9 hm 01:30 h
WasserWeg Blaustein-See
Auf den Spuren des menschgenemachten Landschaftswandels wurde dieser insgesamt 5,2 km lange
Themen rundweg „WasserWeg Blaustein-See“ in Zusammenarbeit mit den NaturFreunden Eschweiler im
Rahmen des Projektes WasserWege der NaturFreunde NRW erarbeitet. Er führt durch eine neue Landschaft
mit vielen Erinnerungen und stellt den Blaustein-See mit all seinen interessanten Geschichten in den Mittelpunkt.
Wo einst Ortschaften und Felder dem Braunkohleabbau weichen mussten, befindet sich heute der etwa 100
Hektar große und 46 Meter tiefe Blaustein-See und bietet Bade- und Freizeitspaß für Groß und Klein. Der
künstliche See entstand im Rahmen der Rekultivierung des Tagebaus Zukunft-West durch die Auffüllung
eines Tagebaurestlochs mit Oberflächenwasser und befindet sich heute in einem ständigen Spannungsfeld
zwischen Freizeitnutzung und Naturschutz. Die ganze Geschichte erwartet dich in Form von interaktiven
Informationstafeln entlang des Rundweges. Außerdem werden auf diese Weise weitere spannende Themen
rund um die Eigenheiten des Sees und den regionalen Strukturwandel nähergebracht. Gedenk steine und
Wegekreuze erinnern an einst vorhandene und im Zuge des Tagebaus verdrängte Orte.
Auch abseits der thematischen Aufbereitung des Wasserweges, kannst du dich auf eine abwechslungsrei che
Wanderung freuen. Die Route führt zum Teil direkt entlang des Seeufers, sodass sich gleich an mehreren
Punkten ein toller Ausblick auf die Wasserfläche bietet.
90
WasserWeg Blaustein-See
Die Route ist komplett mit dem blau-grünen WasserWege-Logo ausgeschildert.
Start/Ziel
Parkplatz, Dürwiß-Blausteinsee
Parken
Parkplatz Dürwiß-Blaustein-See
Parkplatz am Freizeitzentrum Blaustein-See (kostenpflichtig)
Streckencharakter
Der Weg weist nur wenige Steigungen auf und führt
größtenteils über Schotterwege, schmale (Wald-)
Pfade und Feldwege, ist aber dennoch nicht barrierefrei.
Tipp des Autors
Falls du die Wanderung erweitern möchtestn, können wir dir den
Histo rischen Pfad rund um den Blaustein-See ans Herz legen.
Außerdem ist eine Erweiterung von ca. 6,5 km über den Kirchspielwanderweg
zur Gedächtniskapelle Lohn möglich.
m
Höhenprofil
Mehr Informationen
300
100
153m
132m
km 1 2 3 4 5
91
Die schönsten Radrouten
Du fährst außerdem gerne Fahrrad? Auch hier
bietet die StädteRegion tolle Möglichkeiten
zur Erkundung der Region.
Der Fahrradguide der StädteRegion Aachen
bietet eine hervorragende Übersicht über die
gut ausgebauten Radwege in der gesamten
StädteRegion Aachen.
Den Fahrradguide erhältst du in allen Tourist-
Informationen innerhalb der StädteRegion
Aachen. Du kannst den Fahrradguide aber
auch gerne per Mail an fahrrad@staedteregion-aachen.de
kostenfrei bestellen.
Die schönsten
Radrouten
in der StädteRegion Aachen
Respektvoll miteinander – ein kleiner Wanderknigge
Ob eine Wanderung entlang der Haldenlandschaft im Aachener Land, eine Tour entlang der vielen attraktiven
Bachtäler, durch die Wälder und Wiesen der StädteRegion oder durch die einzigartigen Schutzgebiete
des Nationalparks Eifel: Um ein faires und respektvolles Verhalten der Natur, der Tierwelt und anderen Outdoor-Begeisterten
gegenüber zu gewährleisten, bitten wir dich ein paar Regeln einzuhalten:
Bleibe bitte auf den ausgewiesenen Wegen
Nimm deinen Abfall bitte wieder mit
Mach‘ bitte kein Feuer
Schließe Tore, Gitter etc., die du auf deinem Weg öffnest
Lass‘ deinen Hund bitte nicht frei laufen
Folge bitte keinen Tierspuren und Tieren
Verlasse bitte vor Einbruch der Dämmerung den Wald
Beachte bitte, dass „wildes Campen“ und Übernachten in Schutzhütten nicht erlaubt ist
Geh‘ bitte nicht bei Sturm oder Gewitter wandern
92
Herausgeberin
StädteRegion Aachen
Der Städteregionsrat
S 85 | Wirtschaftsförderung,
Tourismus und Europa
Zollernstraße 10
52070 Aachen
Telefon 0241/5198-0
info@staedteregion-aachen.de
Internet
www.staedteregion-aachen.de
Verantwortlich
Redaktion/Text
Gestaltung
Bezeichnung
Bilder
Kartengrundlage
Kartografie
Höhenprofile
S 85 | Wirtschaftsförderung, Tourismus und Europa
S 85 | Wirtschaftsförderung, Tourismus und Europa, aixplan, Aachen
Hausdruckerei StädteRegion Aachen
S 85/Fahrradguide
© Dennis Stratmann, Dominik Ketz, Anton Röser, Tobias Vollmer, Bettina Kreisel,
Andrea Borowski, Laura Bauer, Jessica Jehnen
outdooractive
© OpenStreetMap (www.openstreetmap.org)
© Printmaps.net
Stand Dezember 2023
93
StädteRegion Aachen
Der Städteregionsrat
Postanschrift
StädteRegion Aachen
52090 Aachen
Telefon +49 241 5198-0
E-Mail info@staedteregion-aachen.de
Internet staedteregion-aachen.de
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