ANDHERI_HILFE_Spenden_Magazin_Indien_Bangladesch_Nepal_punkt_um_02_2025
Schwerpunkt dieses Magazins: Frauen-Realitäten Weitere Themen: - Mit einem Erbe Zukunft schaffen - Jahresrückblick 2024 Die Frauen in unseren Partnerländern stehen auch heute noch vor hartnäckigen Herausforderungen. Der Global Gender Gap Report 2025 zeigt zwar Fortschritte, doch Gewalt, Diskriminierung und fehlende politische Teilhabe bleiben gravierende Probleme. Indien liegt 2025 auf Platz 131 von 146 Ländern in diesem Index, Nepal auf Platz 125. Bangladesch ist mit Platz 24 Spitzenreiter in Südasien – vor allem dank hoher weiblicher Beteiligung in Politik und Bildung. Doch auch hier bleiben Schattenseiten: Human Rights Watch hat ermittelt, dass fast 42 % der Frauen in Bangladesch vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet werden und Gewalt gegen Frauen immer noch alltäglich ist. Während es in allen drei Ländern Fortschritte gibt, verhindern patriarchale Strukturen, ungleiche Machtverhältnisse und mangelnde Rechtsdurchsetzung eine echte Gleichberechtigung. Der Einsatz von Frauen zeigt jedoch, dass Veränderung möglich ist, wenn Mut und Engagement auf strukturelle Unterstützung treffen. www.andheri-hilfe.org
Schwerpunkt dieses Magazins: Frauen-Realitäten
Weitere Themen:
- Mit einem Erbe Zukunft schaffen
- Jahresrückblick 2024
Die Frauen in unseren Partnerländern stehen auch heute noch vor hartnäckigen Herausforderungen. Der Global Gender Gap Report
2025 zeigt zwar Fortschritte, doch Gewalt, Diskriminierung und fehlende politische Teilhabe bleiben gravierende Probleme.
Indien liegt 2025 auf Platz 131 von 146 Ländern in diesem Index, Nepal auf Platz 125.
Bangladesch ist mit Platz 24 Spitzenreiter in Südasien – vor allem dank hoher weiblicher Beteiligung in Politik und Bildung. Doch auch
hier bleiben Schattenseiten: Human Rights Watch hat ermittelt, dass fast 42 % der Frauen in Bangladesch vor ihrem 18. Geburtstag
verheiratet werden und Gewalt gegen Frauen immer noch alltäglich ist. Während es in allen drei Ländern Fortschritte
gibt, verhindern patriarchale Strukturen, ungleiche Machtverhältnisse und mangelnde Rechtsdurchsetzung eine echte Gleichberechtigung.
Der Einsatz von Frauen zeigt jedoch, dass Veränderung möglich ist, wenn Mut und Engagement auf strukturelle Unterstützung treffen.
www.andheri-hilfe.org
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02/2025
MAGAZIN DER ANDHERI HILFE
SCHWERPUNKT:
FRAUEN-
REALITÄTEN
Jahresrückblick 2024
ENTWICKLUNG
ist weiblich
Mit einem Erbe
Zukunft schaffen
SCHWERPUNKT:
FRAUENREALITÄTEN
Lebensrealität in
unseren Partnerländern
Die Frauen in unseren Partnerländern stehen
auch heute noch vor hartnäckigen Herausforderungen.
Der Global Gender Gap Report
2025 zeigt zwar Fortschritte, doch Gewalt,
Diskriminierung und fehlende politische Teilhabe
bleiben gravierende Probleme. Indien
liegt 2025 auf Platz 131 von 146 Ländern in
diesem Index, Nepal auf Platz 125. Bangladesch
ist mit Platz 24 Spitzenreiter in Südasien
– vor allem dank hoher weiblicher Beteiligung
in Politik und Bildung. Doch auch
hier bleiben Schattenseiten: Human Rights
Watch hat ermittelt, dass fast 42 % der Frauen
in Bangladesch vor ihrem 18. Geburtstag
verheiratet werden und Gewalt gegen Frauen
immer noch alltäglich ist.
Während es in allen drei Ländern Fortschritte
gibt, verhindern patriarchale Strukturen,
ungleiche Machtverhältnisse und mangelnde
Rechtsdurchsetzung eine echte Gleichberechtigung.
Der Einsatz von Frauen zeigt jedoch,
dass Veränderung möglich ist, wenn Mut und
Engagement auf strukturelle Unterstützung
treffen.
FRAUEN
stärken –
FAMILIEN
stärken
2 2/2017 punkt.um ANDHERI HILFE e.V.
EDITORIAL
Liebe Freundinnen und
Freunde der ANDHERI HILFE,
mich hat es sehr berührt, als unsere Partnerin in
Bangladesch, Mashuda Shefali, mir erzählte: „Als
Mädchen wollte ich frei sein, rennen, schwimmen,
auf Bäume klettern. Was für Jungen selbstverständlich
war, galt für mich als beschämend.“
Was wird aus Mädchen, die von Geburt an in die
Rolle der stillen, untergebenen Frau hineinwachsen
müssen, die viel zu früh verheiratet werden
und sich in der Schwiegerfamilie ganz unten in
der Hierarchie befinden? Wie sollen sie denn ihren
Töchtern Selbstbewusstsein und Mut vermitteln?
Mashuda zeigt, was umgekehrt aus einem Mädchen
werden kann: „Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich Eltern habe, die
mich immer unterstützt und mir sogar den Besuch der Universität ermöglicht
haben.“ Seit über 30 Jahren kämpft sie für die Rechte von Frauen in ihrer Heimat.
Mit ihrer Organisation Nari Uddug Kendra (NUK) setzt sie sich besonders für
die Gesundheit und Würde von Textilarbeiterinnen ein. Es sind Frauen wie Mashuda,
die dazu beitragen, dass die Benachteiligung von Frauen in Bangladesch
abnimmt. Möchten Sie mehr über sie erfahren? Ein Interview mit ihr finden Sie
auf Seite 8.
Hier in diesem punkt.um berichten wir Ihnen auch von weiteren starken, mutigen
Frauen, die nicht nur ihre eigenen Lebensrealitäten, sondern auch die der
nächsten Generation positiv verändern! Die Entwicklung fängt bei jeder einzelnen
Frau an. Sie geht weiter in der Familie, im Dorf, im Slum. Da schließen sich
die Frauen zusammen, spüren die Stärke in ihrem gemeinsamen Wirken. Dann
können sie – jetzt auf Augenhöhe – auch die Männer mit einbeziehen. So sind es
die Frauen, die die Grundlagen schaffen, dass Entwicklungen in Gang kommen,
die weiter wirken – über die Grenzen des eigenen Dorfes hinaus und weit in die
Zukunft hinein.
Hierfür brauchen die Frauen eine Starthilfe. Lassen Sie uns diese mutigen
Frauen stärken, lassen Sie uns gemeinsam Chancen schaffen!
Mit herzlichem Dank für Ihre Mitwirkung
Ihre
Elvira Greiner
Vorstandsvorsitzende
punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 3
JAHRESRÜCKBLICK 2024
Die ANDHERI
HILFE im Profil
Unser Jahresbericht
Lesen Sie unseren ausführlichen Jahresbericht mit Testat des
unabhängigen Wirtschaftsprüfers auf unserer Internetseite
www.andheri-hilfe.org/jahresberichte oder fordern
Sie Ihr Exemplar an. Wir freuen uns auf Ihren Anruf
unter 0228-926 525 0 oder Ihre E-Mail
an info@andheri-hilfe.org.
Verwaltung
Werbung und
Öffentlichkeitsarbeit
5,04 %
5,03 %
89,93 %
wurden für unsere
satzungsgemäße Projekt- und
Bildungsarbeit eingesetzt
Gesamteinnahmen 2024
7.839.336 Euro
Gesamteinnahmen 2023:
6.652.833 Euro
38,36 %
Zuwendungen und
Zuschüsse (BMZ
und Stiftungen)
42,84 %
Geldspenden, Mitgliederbeiträge
und sonstige
Erträge
18,80 %
Erbschaften
und Nachlässe
8.019.669 Euro setzten wir in 2024 für
unsere Projekte in Indien, Bangladesch
und Nepal ein. Dafür nutzten wir neben den
Einnahmen auch Mittel aus der Projektrücklage
der Vorjahre. Weitere Informationen zu den
wichtigsten Projektpartnern finden Sie auf unserer
Internetseite.
Doch unsere Partnerorganisationen bauen
nicht vorrangig auf unsere Hilfe. Sie informieren
die Menschen in unseren Projekten
über staatliche Förderprogramme und
helfen ihnen, diese zu nutzen. So konnten
die Menschen in unseren Projekten in
Indien im Jahr 2024 Leistungen im Wert
von umgerechnet knapp 25,7 Millionen
Euro aus staatlichen Quellen mobilisieren.
Dazu zählen beispielsweise Alters- und
Witwenrente, staatliche Zuschüsse bei
Krankenhausaufenthalt und das nationale
Arbeitsprogramm, welches armen Familien
mindestens 100 Tage bezahlte Arbeit pro
Jahr garantiert. Diese Wirkung ist für uns
ein hervorragendes Beispiel, wie wir Hilfe
zur Selbsthilfe verstehen, und dass unsere
Arbeit nachhaltig Früchte trägt.
In unseren Projekten in Bangladesch profitierten
im Jahr 2024 rund 1.600 ärmste
Familien aufgrund des Engagements unserer
Partnerorganisationen von staatlichen
Programmen zur sozialen Sicherung.
4 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.
Unsere Projekte
Die Karte zeigt die von uns in 2024 geförderten
Projekte (manche mit Mitteln der Vorjahre). Die Ziffern
kennzeichnen die Anzahl der Projekte in den
einzelnen Bundesstaaten Indiens bzw. den
Provinzen Bangladeschs und Nepals. Unser
landesweites Programm „Augenlicht
retten“ in Bangladesch umfasst acht
Einzelprojekte. Darüber hinaus förderten
wir im vergangenen Jahr in Bangladesch
ein überregionales Projekt zur
Berufsausbildung in mobilen Ausbildungszentren.
In Indien lief ein
landesweites Stipendienprogramm für
junge Frauen aus ländlichen Gebieten,
das aus acht Einzelprojekten bestand.
Untenstehende Zahlen wurden durch unsere Partnerorganisationen
zusammengestellt und vermitteln
einen Eindruck davon, was in unseren Projekten erreicht
werden kann.
1.589.792
Menschen haben 2024 in den drei Ländern direkt
von unseren Projekten profitiert.
286.604
8.351
Projektdörfer und 408 Slums
2
Menschen wurden im Jahr 2024 in Bangladesch augenmedizinisch
betreut, 17.474 Augenkranke operiert.
Gujarat
Dadra, Nagar Haveli,
Daman, and Diu
Rajasthan
Goa
Jammu
and
Kashmir
Punjab
Haryana
4
Maharashtra
10
Karnataka
Ladakh
Himachal
Pradesh
Delhi
Uttarakhand
Madhya Pradesh
Kerala
5
6
Telangana
Andhra
Pradesh
10
Tamil Nadu
7
Sudurpashchim
Uttar Pradesh
Chhattisgarh
Pondicherry
Nepal
3
Odisha
3.865
Rangpur
Bihar
Jharkhand
9
Karnali
3
8
1
Lumbini
Rajshahi
West Bengal
7
2
Khulna
Gandaki
junge Erwachsene befanden sich 2024 in einer Berufsausbildung
oder haben diese abgeschlossen – eine gute
Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.
39.642
Sikkim
Mymensingh
Dhaka
Meghalaya
Bangladesch
Tripura
54 organisationen
Partner-
86 Projekte
zzgl. 1 überregionales
Projekt
Barisal
Bagmati
Madhesh
Assam
Sylhet
Arunachal Pradesh
Manipur
Mizoram
Koshi
Chittagong
Nagaland
Familien in unseren Projekten haben 2024 nachhaltige Landwirtschaft
begonnen oder ihre Anbaumethoden verbessert.
2
1
2
3
163.524
Bäume wurden im Jahr 2024 in
unseren Projekten gepflanzt.
17.361
Familien haben im letzten Jahr eine einkommensschaffende
Tätigkeit aufgenommen.
punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 5
JAHRESRÜCKBLICK 2024
ANDHERI HILFE im Fokus
Das Wichtigste aus dem Jahresbericht 2024
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge
2024 in Euro 2023 in Euro
Geldspenden 3.225.010,36 3.203.500,71
Mitgliedsbeiträge 17.244,00 17.700,00
Erbschaften, Nachlässe etc. 1.473.871,98 621.442,61
Bußgelder 0,00 1.807,37
Zuwendungen und Zuschüsse 3.006.800,56 2.658.254,61
Zins- und Vermögensergebnis 115.659,44 98.479,60
Übrige Erträge 750,00 51.647,90
Summe 7.839.336,34 6.652.832,80
Aufwendungen
Projektförderung 7.341.624,92 4.994.481,92
Projektbegleitung 678.044,48 650.162,35
Satzungsgemäße Kampagnen-, Bildungsund
Aufklärungsarbeit
22.861,16 22.630,09
Werbung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit 450.308,70 349.722,77
Verwaltung 450.436,11 413.944,74
Summe 8.943.275,37 6.430.941,87
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1.103.939,03 221.890,93
Gewinnvortrag vor Verwendung 221.890,93 349.857,54
Entnahme aus zweckgebundener Rücklage 2.113.600,00 0,00
Einstellung in freie Rücklage 221.890,93 150.000,00
Einstellung in zweckgebundene Rücklage 0,00 199.857,54
Bilanzgewinn 1.009.660,97 221.890,93
Die nebenstehende Darstellung des Jahresabschlusses
2024 folgt den Empfehlungen des Deutschen Zentralinstitutes
für soziale Fragen (DZI) zur Finanzberichterstattung
in Jahresberichten. Im Jahr 2024 standen den
Erträgen von 7.839,3 T€ Aufwendungen von 8.943,3 T€
gegenüber. So ergab sich ein Jahresfehlbetrag von
1.103.939,03 €. Durch eine geplante Entnahme von
2.113,6 T€ aus der zweckgebundenen Rücklage (Projektrücklage)
ergab sich ein Bilanzgewinn von 1.009.660,97 €.
Die Gesamterträge stiegen um 1.186,5 T€ gegenüber 2023
auf 7.839,3 T€, denn vor allem die Erträge aus Testamenten
und die Zuschüsse fielen deutlich höher aus.
Bei den Aufwendungen ist hervorzuheben, dass in 2024
zur Förderung von 86 Projekten 7.341,6 T€ zur Verfügung
gestellt wurden. Dies sind 15 Projekte und
2.347,1 T€ mehr als im Vorjahr, was durch die Entnahme
aus der Projektrücklage möglich wurde.
Der Bilanzgewinn von 1.009,7 T€ fließt in das bisherige
Vermögen (Kapital und Rücklagen) von 3.926,8 T€.
Damit sind zukünftige Projekte und die Arbeit der
ANDHERI HILFE gesichert, und wir schauen zuversichtlich
in die Zukunft.
Das DZI hat die ANDHERI HILFE mit dem Spenden-
Siegel ausgezeichnet. Bei der Vergabe sind die Sparsamkeit
und Wirtschaftlichkeit der bewerteten Organisation
wichtige Kriterien. Mit 5,03 % für Werbung und
Öffentlichkeitsarbeit und 5,04 % für Verwaltungskosten
– insgesamt 10,07 % – ist der Anteil an den Gesamtausgaben
der ANDHERI HILFE laut DZI als angemessen
einzustufen (unter 10 % „niedrig“, 10 % bis unter 20 %
„angemessen“, 20 % bis unter 30 % „vertretbar“).
Das Team der ANDHERI HILFE v.l.n.r.: Silke Vandemeulebroecke, Barbara von Hillebrandt-Jung, Georg Witzel, Janine Langer, August Ilg, Bibi Sabina
Tommek, Anna Lisa Schauff, Cornelia Hansen, Sarah Jane Brunk, Sigrid Bachem, Dr. Martin Peter Houscht, Dr. Heike Kluve, Elvira Greiner,
Markus Gronenwald, Elisabeth Schlenkhoff und Sophie Köhler. Es fehlen Katharina Klemens und Wojciech Sniegocki.
6 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.
AUSBLICK
Mutig nach vorne schauen
Starthilfe, um Schritt für Schritt auch
irgendwann am Wirtschaftswachstum
teilhaben zu können.
In Nepal gibt es viel zu wenig Arbeitsmöglichkeiten
für die Bevölkerung. So
ist ein Großteil der Männer im arbeitsfähigen
Alter migriert. Frauen, Kinder
und alte Menschen sind in der Heimat
auf sich allein gestellt. Es braucht die
Schaffung von Überlebensmöglichkeiten
im Land.
Cornelia Hansen, Elvira Greiner und
August Ilg bilden ab Oktober 2025
den Vorstand der ANDHERI HILFE.
Wohin geht es in Deutschland?
Immer größer werden die Sorgen: Die
Kriege kommen immer näher. Die Wirtschaft
leidet unter den wachsenden
Unsicherheiten durch unberechenbare
Machthaber, und die Auswirkungen
des Klimawandels sind immer stärker
auch bei uns zu spüren. Da halten die
einen ihr Geld vorsichtshalber zusammen,
spenden nicht mehr. Die Anderen
wollen jetzt erst recht beitragen, unsere
Welt ein klein wenig mehr zu der Welt zu
machen, in der sie leben wollen; die sich
deshalb ehrenamtlich engagieren, die
spenden, die von dem abgeben, was ihnen
selbst – z.B. durch ein Erbe – zufällt
oder die in ihrem Testament festhalten,
wie das, was ihnen zu Lebzeiten wichtig
ist, mit ihrem Nachlass weiter gefördert
werden soll. Auch Unternehmen erkennen
zunehmend, dass soziales Engagement
ein wichtiger Faktor ist, gute Mitarbeitende
zu gewinnen und zu binden.
Die Politik reagiert auf die weltweiten
Entwicklungen mit massiven Investitionen
in Aufrüstung, in die Förderung von
Wirtschaft und Infrastruktur. Gleichzeitig
wird an anderen Stellen gespart:
auch an der Entwicklungszusammenarbeit.
Dabei können gerade durch gezielte
Entwicklungsprojekte die Ursachen
von weltweiten Konflikten und Migration
wirkungsvoll bekämpft werden.
Wohin geht es in Bangladesch, Indien
und Nepal?
In Bangladesch leitet seit gut einem
Jahr der Friedensnobelpreisträger Muhammad
Yunus eine Übergangsregierung.
Wahlen sind für das Frühjahr
2026 ins Auge gefasst. Es ist zu hoffen,
dass die junge Generation, die den Umsturz
der früheren korrupten Regierung
herbeigeführt hat, ein Land aufbauen
wird, in dem sie eine Zukunft sieht.
Indien ist eine aufstrebende Wirtschaftsmacht
und dennoch leben immer
noch mehr als 800 Millionen Menschen
in Armut. Sie brauchen gezielte
Alle drei Länder leiden extrem unter unberechenbarem
Monsun, unter Dürreund
Überschwemmungskatastrophen.
Dabei haben die Menschen dort kaum
zum Klimawandel beigetragen.
Wohin geht es in der ANDHERI HILFE?
Wir sehen die immensen Herausforderungen
in unserem Land, in unseren
Projektländern, weltweit. Genau deshalb
sind wir fest entschlossen, MUTIG nach
vorne zu schauen. Wir stärken unsere
Strukturen, stellen Gremien und Team
zukunftsfähig auf, gewinnen weitere
engagierte Menschen, Unternehmen
und Stiftungen zum Mitmachen. Gemeinsam
mit unseren Partnerorganisationen,
den Menschen in den Dörfern
und Slums und auch den Menschen hier
in unserem Land, die mitwirken wollen
an nachhaltigen positiven Veränderungen,
setzen wir alles daran, auch künftig
wichtige Erfolge zu erzielen, um unsere
Vision Wirklichkeit werden zu lassen:
Wir sehen eine Welt, die für alle
lebenswerter geworden ist. Eine
Welt, in der Fortschritt ein mehr an
Gerechtigkeit und Menschlichkeit
bedeutet; eine Welt, in der heutigen
und künftigen Generationen Zukunftschancen
gesichert werden.
punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 7
FRAUENREALITÄTEN
„Gesundheit ist eine Investition,
die allen nützt“
Interview mit Mashuda Khatun Shefali, Gründerin von NUK, Bangladesch
Die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken
haben sich verbessert, bleiben aber schwierig.
Seit über 30 Jahren kämpft die
Menschenrechtsaktivistin Mashuda
Khatun Shefali in Bangladesch
für die Rechte von Frauen. Mit ihrer
Organisation Nari Uddug Kendra
(NUK) setzt sie sich besonders für
die Gesundheit und Würde von Textilarbeiterinnen
ein.
Frau Shefali, was hat Sie dazu motiviert,
NUK zu gründen?
Ich bin in einer ländlichen, konservativen
Gegend Bangladeschs aufgewachsen.
Frauen und Mädchen zählen dort weniger
als Männer. Aber schon als Kind
spürte ich: Ich wollte frei sein – schwimmen,
auf Bäume klettern, rennen. Was
für Jungen selbstverständlich war, galt
für mich als beschämend. Doch ich kann
mich glücklich schätzen, dass ich Eltern
habe, die mich immer unterstützt und
mir sogar den Besuch der Universität
ermöglicht haben. Mit NUK wollte ich
keine Wohltätigkeitsorganisation gründen,
sondern eine Bewegung. Eine Bewegung,
in der Frauen nicht am Rand
stehen, sondern im Mittelpunkt: als
Handelnde, nicht als Hilfsbedürftige.
Wie kamen Sie dazu, sich für die Augengesundheit
von Textilarbeiterinnen
einzusetzen?
2008, nach einer internen Studie, wurde
uns klar, wie groß das Problem im
Textilsektor ist: 92 % der befragten Beschäftigten
litten unter unbehandelten
Augenproblemen – von Augenbrennen
und Kopfschmerzen über Fehlsichtigkeit
bis hin zu Grauem Star. Das war
ein Weckruf. Wir begannen mit einfachen
Seh-Checks direkt in den Fabriken
– mit Sehtests und Augenuntersuchungen.
Wir verteilten Medikamente und
Brillen. Daraus wurde ein umfassendes
Programm.
Welche Rolle spielt die
ANDHERI HILFE?
Die ANDHERI HILFE ist seit 2015 unser
wichtigster Partner – nicht nur durch Finanzierung,
sondern als echte Wegbegleiterin.
Mit ihrer Unterstützung konnten
wir allein über 140.000 Menschen
augenärztlich versorgen. Besonders
wertvoll ist die Arbeit in den Fabriken:
Jedes Jahr untersuchen wir über 3.000
Angestellte direkt am Arbeitsplatz.
Wie sieht ein typischer Tag im Leben
einer Textilarbeiterin aus?
Die meisten Frauen stehen vor Sonnenaufgang
auf, um in den überfüllten
Gemeinschaftsunterkünften zu kochen
und sich fertig zu machen. Die Wege zur
Arbeit sind lang, der Arbeitstag dauert
10 bis 12 Stunden – mit strengen Vorgaben,
schlechter Belüftung und kaum
Pausen. Nach Feierabend geht es weiter
mit Kochen, Waschen, Kinderbetreuung.
Was passiert, wenn eine Arbeiterin
Sehprobleme hat?
Viele schweigen aus Angst. Eine Brille
zu tragen, gilt oft als Schwäche – manche
befürchten sogar, entlassen zu
werden.
Was entgegnen Sie Menschen in
Europa, die sagen: ‚Dann kaufen
wir lieber keine Kleidung mehr aus
Bangladesch‘?
Das wäre ein schwerer Fehler – vor allem
für die Frauen. Die Textilindustrie
ist die Lebensader unseres Landes. Ein
Boykott würde nicht die Fabrikbesitzer
treffen – sondern die Näherinnen. Nach
der Tragödie von Rana Plaza (Beim Einsturz
einer Fabrik starben 2013 mehr als
1.100 Menschen, 2.500 wurden verletzt.)
hat der internationale Druck viel bewirkt
und Leben gerettet. Die Frauen
in Bangladeschs Textilfabriken fordern
nicht, dass die Welt aufhört, dort einzukaufen
– sie fordern faire Partnerschaften.
Sie wollen, dass diejenigen, die die
von ihnen genähte Kleidung kaufen,
bessere Bedingungen von den Fabrikbesitzern
verlangen und eine Lieferkette
unterstützen, die Menschen ebenso
wertschätzt wie Profit.
Die vollständige Fassung des Interviews
finden Sie auf unserer Website:
www.andheri-hilfe.de/textilfabrik.
8 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.
Fundierte Ausbildung lässt
eigene Träume wahr werden
Thirsha wurde im Slum geboren
– heute studiert sie am College
„Visuelle Kommunikation“.
das College zu besuchen. „Hier wurde ich
auf das Programm der ANDHERI HILFE
aufmerksam, das meine Kommilitoninnen
und mich neben unserem Studienfach
auch in „Soft Skills“ ausbildet, damit
wir die eigenen Talente entdecken
und uns zu verantwortungsbewussten
und sozial engagierten Persönlichkeiten
entwickeln. So bringen wir unser Wissen
für das „Empowerment“ von Frauen
und Mädchen in die Gemeinschaft ein
und können etwas zurückgeben.“
Inzwischen studiert Thirsha im dritten
Jahr „Visuelle Kommunikation“ und
kann ihrer Begeisterung und Kreativität
durch ihre Werke Ausdruck verleihen.
„Die Gespräche mit meiner Mentorin
sowie die Workshops und Fortbildungstreffen
mit anderen jungen Frauen,
die aus ähnlichen armen Verhältnissen
stammen wie ich, haben mir sehr
geholfen. Aktuell arbeite ich an einem
„Storytelling-Projekt“, das den Entwicklungsweg
von Studentinnen aus dem
Slum dokumentiert. Jede von uns hat
ihre eigene Geschichte – und niemand
von uns hätte gedacht, dass wir einmal
ein Leben fernab der Straße mit einer
fundierten Ausbildung und einem regelmäßigen
Einkommen haben würden.“
Durch die Förderung der ROSI-GOLL-
MANN-ANDHERI-STIFTUNG werden
jährlich 25 junge Frauen aus den Slums
von Chennai mit einem Stipendium für
eine dreijährige weiterführende Ausbildung
gefördert.
Im Slum geboren – das bedeutet
ein Leben auf der Straße: als Autoscheiben-
oder Schuhputzer, als
Müllsammlerin oder Dienstmädchen
– und das von klein auf.
Mit ihrer jüngeren Schwester und ihrem
Bruder lebt Thirsha im südindischen
Chennai. Die Eltern versuchen mit harter
Arbeit im Tagelohn über die Runden
zu kommen und investieren – trotz der
prekären Lage – in die Ausbildung ihrer
drei Kinder. „Ich bin so dankbar, dass
meine Eltern mir eine Chance gegeben
haben“, sagt Thirsha, „und das, obwohl
ich ein Mädchen bin.“ Sie blickt zu Boden.
In vielen Familien gilt die Geburt
einer Tochter als Unglück, verursachen
sie doch nur Kosten.
Das Bewusstsein, wie sehr die Eltern
sich für die Bildung ihrer Kinder einsetzten,
entfachte bei Thirsha den Ehrgeiz,
Vielen Kindern in den Slums fehlt eine Perspektive,
doch eine gute Ausbildung ändert alles.
punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 9
FRAUENREALITÄTEN
Aus der Not heraus in
ein selbstbestimmtes Leben
Vor einem Jahr gebar Mahiya eine
Tochter. In ihrem Dorf im ostindischen
Bundesstaat Odisha lebt sie
in einem fern abgelegenen Gebiet,
in dem die Wasser- und Stromversorgung
prekär sind. Es gibt kaum
Nutzland, denn die Landschaft ist
durch Hügel gezeichnet.
Folglich gibt es kaum Anbaumöglichkeiten,
kaum Einkommen. Dadurch
können sich die Menschen seit Generationen
nicht ausgewogen ernähren. Vor
zwei Jahren begann unsere Partnerorganisation
mit unserer Förderung ihre
Arbeit.
Mahiya schloss sich, kurz nachdem sie
schwanger geworden war, mit anderen
Frauen aus dem Dorf zusammen: „Wir
wollten einfach eine sichere Zukunft
für unsere Kinder!“ Zunächst stellte die
Dorfgemeinschaft mithilfe der Partnerorganisation
Kontakt zu lokalen Behörden
her, um die Straße so herrichten zu
Mahiya kann nun ihr eigenes Gemüse anbauen. Auch
ließ sie sich als Gesundheitshelferin ausbilden und unterstützt
vor allem Schwangere.
lassen, dass Baggerarbeiten durchgeführt
werden konnten. Dann wurde das
Land rund um das Dorf mit Baggern so
bearbeitet, dass Gemüseanbau möglich
ist. Inzwischen ist das Wissen über
Anbau und Verarbeitung in der Dorfgemeinschaft
verbreitet. „Schon immer
habe ich mich dafür interessiert, wie
Schwangere besonders gut für sich und
ihr Ungeborenes sorgen können“, berichtet
Mahiya. „Darum habe ich mich
als eine von zwei Gesundheitshelferinnen
im Dorf ausbilden lassen.“ Jeden
Tag treffen sich rund zehn Frauen im
Begegnungsraum.
„Wir Frauen hier bei uns im Dorf hatten
einfach ein tiefes Bedürfnis, uns mit
anderen Schwangeren in geschütztem
Raum auszutauschen, uns auf die Geburt
und auch auf die Zeit danach vorzubereiten.
Das gab es bisher nicht“,
sagt sie. „Vor allem die Sorge um die
Ernährung trieb uns um.“ Seit die Wasserversorgung
durch umfangreiche
Wasserauffangmaßnahmen gesichert
und Gemüseanbau möglich ist, haben
die Frauen eine Perspektive.
„Unseren Kindern geht es heute viel
besser, wir haben eine Zukunftsperspektive“,
strahlt Mahiya. „Inzwischen,
wenn die ersten Kinder in die Schule
gehen, erhalten wir regelmäßig Schulungen,
wie wir die ökologisch produzierten
Produkte verwenden und verkaufen
können.“
Bei allen Maßnahmen bewahren die
Projektmitarbeitenden die Kultur der
Menschen. So wird wertvolles traditionelles
Wissen mit effizienten und nachhaltigen
Methoden kombiniert. Mahiya
und die Dorfgemeinschaft haben in den
letzten Jahren erfahren, dass sie es
schaffen können, die eigenen Rechte
einzufordern und auch, dass es ihnen
Freude macht, Verantwortung zu übernehmen
für die nachhaltige positive
Entwicklung in ihren Familien und in
ihrem Dorf.
10 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.
„Unberührbar“ in Nepal
Arbeitsmigration und Ausbeutung sind Alltag
Als Dalit, sogenannte „Unberührbare“,
geboren zu werden, ist in
Bangladesch, Indien und Nepal ein
lebenslanges Stigma. Kuri lebt mit
ihren vier Kindern in einem Dorf
nahe der indisch-nepalesischen
Grenze.
Vor gut einem Jahr hat unsere Partnerorganisation
in Nepal mit der Arbeit
begonnen. Die Menschen haben kaum
eine Chance, der Armut zu entkommen.
Nach der 7. Klasse arbeiten die meisten
Jugendlichen mit, als Tagelöhner auf
den Feldern der Landbesitzer oder bei
der schweren Hausarbeit. „Mein Mann
ist vor fünf Monaten weggegangen, auf
der Suche nach Arbeit“, Kuri blickt ihren
Jüngsten an. „Wenn wir nur wüssten,
wann er zurückkommt…“ Er versucht auf
Baustellen oder in Ziegelfabriken Arbeit
zu finden. „Wenn wir mehr Geld hätten,
könnten die Kinder die Schule besuchen.“
Auch Kuri bearbeitete ein Stück
Land, das einem Landbesitzer gehört,
kaufte Saatgut und Düngemittel. „Doch
dann kam der Starkregen und hat alles
zerstört“, sie wischt sich eine Träne
aus dem Augenwinkel. Alle Arbeit, alles,
was sie investiert hat, war umsonst.
Kuris Mann musste migrieren,
um die Familie zu ernähren.
Mit sogenanntem Share-Cropping, bei
dem als Pacht Ernteerträge eingesetzt
werden, versuchen viele Menschen hier
über die Runden zu kommen – doch sie
verlieren alles, wenn die Ernte zerstört
wird. Selbst wenn sie einen guten Ertrag
erzielen, bleibt nicht viel: 50 % der
Ernte geht an den Landbesitzer, obwohl
sie allein alle Ausgaben getätigt und
die Arbeit geleistet haben.
Perspektiven aufbauen
Gemeinsam mit den Mitarbeitenden der
Partnerorganisation treffen sich auch
in diesem Dorf die Frauen in Gruppen.
Viele müssen alleine mit ihren Kindern
den Alltag bewerkstelligen und benötigen
Lebensmittel, Arbeit, Beratung und
eine Perspektive. Seit ein paar Wochen
besitzt Kuri zwei Ziegen. Auch der Gemüseanbau
auf den Feldern, der den
Menschen, die die Arbeit leisten, zugute
kommt, soll in den nächsten Monaten
ausgebaut werden. „Dann weiß ich
endlich, dass ich etwas bewirken kann“,
freut sich Kuri. „Und wenn es dann auch
für meinen Mann Arbeit gibt, können
wir endlich wieder als Familie gemeinsam
für unsere Kinder sorgen.“
Unterstützen Sie
unsere Projekte!
Spenden Sie mit dem Stichwort
„Starke Frauen“ für Frauen
in Bangladesch, Indien und Nepal. Auf
SIE kommt es an! Danke, dass Sie mitwirken:
Menschen stärken – Chancen
schaffen.
punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 11
ENGAGEMENT IN DEUTSCHLAND
Laufen für volle Löffel –
Seien Sie dabei beim Deutsche Post Marathon in Bonn 2026!
Am 19. April 2026 treten wir erneut
beim Post Marathon Bonn an – unter
dem Motto „Laufen für volle Löffel“.
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir
ein Zeichen gegen Hunger und Not
setzen und Spenden für Bedürftige in
Nepal sammeln.
Dort leiden 31 % der Kinder an Unteroder
Mangelernährung – einige bereits
vor der Geburt. Das führt zu schweren
gesundheitlichen Problemen und lebenslangen
Folgen. Gemeinsam können
wir dafür sorgen, dass kein Kind mehr
hungrig aufwachsen muss!
Rückblick 2025: Gemeinsam stark
Schon im April 2025 hat die ANDHERI
HILFE gezeigt, wie viel bewegt werden
kann, wenn Menschen zusammen laufen:
90 Läuferinnen und Läufer, darunter
77 Schülerinnen und Schüler des
St. Ursula-Gymnasiums Brühl sowie viele
ANDHERI-Freundinnen und -Freunde,
gingen an den Start und sammelten
Spenden.
2026 – Noch mehr Wirkung erreichen
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir
dieses Engagement noch übertreffen!
Melden Sie sich an und machen Sie Ihren
Lauf zu etwas Besonderem – einem
Spendenlauf, der echte Hilfe ermöglicht:
Werden Sie Teil einer motivierten Gemeinschaft
aus Sportlern, Familien und
Schulgruppen und sammeln Sie Spenden.
Es muss nicht gleich der Marathon
sein: Ab 10 km geht es los. Jeder Beitrag
unterstützt die Arbeit der ANDHERI HIL-
FE in Nepal: für Saatgut, Anbauflächen
und medizinische Hilfe.
So können Sie
mitmachen:
1. Melden Sie sich an über www.deutschepostmarathonbonn.de.
2. Geben Sie uns eine kurze Rückmeldung, dass Sie dabei sind.
3. Machen Sie Ihren Lauf zum Spendenlauf – gewinnen Sie Unterstützer und
Unterstützerinnen, die pro Kilometer oder pauschal spenden.
Gerne stellen wir Ihnen Infomaterialien zur Weitergabe zur Verfügung.
Rotary Club spendet 16.000 €
für Augenoperationen in Bangladesch
Schon die Jüngsten erkranken in Bangladesch am
Grauen Star. Doch eine OP bringt Heilung.
Der Rotary Club Wesel-Dinslaken hat
sich selbst übertroffen: Gemeinsam
mit der Rotary Foundation haben sie
16.000 Euro für augenkranke und
blinde Menschen in Bangladesch gesammelt.
Mit 6 Eye Camps über 6.000 Leben
verändern
Mit dieser Spende können insgesamt
sechs Eye Camps finanziert werden an
Orten, wo die Menschen sonst keinerlei
Zugang zu augenärztlicher Versorgung
haben. Damit können über 6.000 Menschen
in Bangladesch untersucht und
behandelt werden. Mehr als 400 Blinde
werden operiert und geheilt. Dies
bedeutet echte Perspektiven für ein
selbstbestimmtes Leben: Kinder können
wieder zur Schule gehen, Erwachsene
ihren Beruf ausüben, ältere Menschen
für sich selbst sorgen und ihre Enkelkinder
betreuen.
Trauer und Hoffnung – Augenlicht
schenken statt Blumen
Besonders berührt hat uns, dass der
Präsident des Rotary Clubs, dessen
Frau sterbenskrank war, gemeinsam
mit ihr überlegt hat, dass anlässlich ihrer
Beisetzung auf Blumen und Kränze
verzichtet werden und stattdessen um
Spenden für die augenkranken und blinden
Menschen in Bangladesch gebeten
werden soll. Ihre Augen haben sich für
immer geschlossen. Doch mit den Spenden
anlässlich ihres Heimgangs können
zwei weitere Eye-Camps finanziert,
können 2.000 augenkranke Menschen
behandelt werden. Für etwa 150 Blinde
werden sich durch die Licht bringende
Operation die Augen wieder öffnen.
12 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.
Zukunft schenken mit der ANDHERI-Geschenkkarte
Ein Weihnachtsgeschenk, das doppelt Freude macht
Jedes Jahr die gleiche Frage: Was
schenke ich nur? Oft haben unsere
Liebsten bereits alles, was sie brauchen.
In unseren Partnerländern jedoch
sieht die Realität ganz anders
aus.
Mit der ANDHERI-Geschenkkarte machen
Sie Ihren Liebsten eine Freude und
eröffnen zugleich Menschen in Not neue
Chancen.
Schon kleine Beträge können Großes
bewirken:
● 50 € für eine Augenoperation in
Bangladesch, die einem Erwachsenen
das Augenlicht zurückgibt.
● 170 € für die Operation eines blinden
Kindes.
● 100 € für einen Kleinkredit, mit dem
eine Frau z. B. eine Nähmaschine
kaufen und ein eigenes Einkommen
erwirtschaften kann.
● 10 € für einen Küchengarten,
der eine Familie mit frischem
Gemüse versorgt.
Ob zu Weihnachten, zum Geburtstag
oder zu anderen freudigen
Anlässen – mit der ANDHERI-Geschenkkarte
schenken Sie Hoffnung,
Chancen und Selbstständigkeit.
So einfach geht’s: Bestellen Sie
Ihre Geschenkkarte telefonisch unter
0228 / 9265250 oder per E-Mail an
info@andheri-hilfe.org. Wir senden Ihnen
die Karte zu – und Sie machen Ihren
Liebsten ein Geschenk, das Leben verändert.
ZUKUNFT
schenken
Ein Geschenk
gegen Armut und
Unterdrückung
Mit Solarenergie in die Zukunft
Seit 2008 arbeiten die ANDHERI
HILFE und naturstrom bei der Errichtung
von Solaranlagen in Bangladesch
zusammen.
Die Gelder stammen unter anderem
aus dem erfolgreichen Freundschaftswerbungs-Programm
von naturstrom.
Hier können Kundinnen und Kunden,
die naturstrom weiterempfehlen, ihre
Bei der Installation der Solaranlage packte
auch das ANDHERI-Team tatkräftig mit an.
Werbeprämie an die ANDHERI HILFE
spenden. Damit ermöglichen sie die Installation
einer Solaranlage, bestehend
aus Solarmodul, Batterie und Lampe.
„Wir freuen uns, dass sich bislang
tausende naturstrom-Kundinnen und
-Kunden dafür entschieden haben,
den Ausbau erneuerbarer Energien in
Bangladesch zu fördern. Mit ihrer Hilfe
konnten wir bereits über 5.500 Solaranlagen
für arme Familien installieren“,
berichtet Elvira Greiner.
Auch Shina und ihre Familie haben
so eine Solaranlage erhalten. Bislang
musste ihr kleines Haus abends mit
alten Petroleumlampen erleuchtet werden.
Diese waren nicht besonders hell,
haben viel Petroleum verbraucht und
stark gequalmt. Heute hat die Familie
dank der kleinen Solaranlage eine helle
Lichtquelle, sie spart das Geld für
das Petroleum und das Klima profitiert
ebenfalls.
Termine
20. November, 19 Uhr: Filmvorführung
„Rikscha Girl“ im Leerstand als
Begegnungsraum (Friedrichstraße 5,
53111 Bonn).
26. November, 18 Uhr: Filmevent
„Maaleekaa“ in Kooperation mit der
Filmfair und der Uni Bonn. Ein Film zu
Frauenempowerment im Terai/Nepal.
Weitere Informationen finden
Sie zeitnah auf unserer Website.
Solaranlage bei der ANDHERI HILFE
Auch in unserer Bonner Geschäftsstelle
steht jetzt eine Solaranlage auf dem
Dach. Nach unseren Berechnungen
sparen wir bei der jährlichen Produktion
von durchschnittlich 5.728 KWh
insgesamt rund 2,3 Tonnen CO ²
im Jahr
ein. So leisten wir nicht nur mit den Solaranlagen
in Bangladesch und Klimaschutzprojekten
in Indien einen wertvollen
Beitrag zur weltweiten Reduktion
von Treibhausgasen, sondern gestalten
auch die Arbeit in unserem Bonner Büro
umweltfreundlicher.
punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 13
PROJEKTE
TESTAMENTARISCHE ZUWENDUNGEN
Mit Ihrem Erbe Zukunft
schaffen
Gutes tun über den Tod hinaus mit Ihrer
Erbschaft oder Ihrem Vermächtnis
Wir haben vieles gemeinsam: ANDHERI
HILFE, die ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-
STIFTUNG und Sie. Wir setzen uns gemeinsam
für benachteiligte Menschen in
Bangladesch, Indien und Nepal ein. Dass
Sie sich für die Menschen in unseren
Projekten auch über Ihren Tod hinaus engagieren
möchten, wirkt nachhaltig und
ermöglicht den unzähligen unterprivilegierten
Menschen ein selbstbestimmtes
Leben mit Zukunftsperspektive.
Gute Gründe für ein Testament
● Sie entscheiden selbst, was mit Ihrem
Nachlass geschieht.
● Sie können geliebte Menschen und
Herzensprojekte gleichermaßen bedenken.
● Sie schaffen Klarheit und vermeiden
Streit unter denjenigen, die erben.
● Sie können steuerliche Vorteile nutzen,
wenn Sie gemeinnützig vererben.
Ihr Erbe schafft Zukunft
Ratgeber zu Testament
Rosi-Gollmann-
Andheri-Stiftung
und Nachlassregelung
● Und vor allem: Sie geben Hoffnung –
für eine gerechtere Welt.
ANDHERI HILFE e.V. und die ROSI-
GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG:
Hilfe, die ankommt.
Wie viel erbt der Staat?
Der Staat erbt immer dann, wenn ein
Mensch verstirbt, der weder Ehepartner,
Ehepartnerin noch Blutsverwandte
hinterlässt und von dem auch kein Testament
vorliegt. Indirekt ist der Staat
durch die Erbschaftssteuer an jedem
Erbfall beteiligt, soweit der Wert des
Nachlasses die Freibeträge übersteigt.
Die Höhe der Erbschaftssteuer ist abhängig
vom Verwandtschaftsgrad sowie
vom Umfang der Erbschaft. Wer zu Lebzeiten
Teile seines Besitzes als Schenkung
weitergibt, Freibeträge ausnutzt
und das Testament wohlüberlegt gestaltet,
kann die Steuerlast für die Erbenden
unter Umständen deutlich vermindern.
Gemeinnützige Organisationen wie
ANDHERI HILFE e.V. und die ROSI-
GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG
sind von der Schenkungs- und Erbschaftssteuer
befreit. Die ihnen zugewandten
Vermögenswerte können also
ohne steuerliche Abzüge für den vorgesehenen
Zweck eingesetzt werden.
Wie wird mein Erbe eingesetzt,
wenn ich
… ANDHERI HILFE e.V. bedenke?
Ihr Erbe oder Vermächtnis wird direkt
gemäß Ihrer Bestimmung für Menschen
in Not eingesetzt und hilft, Zukunft
zu schaffen. Durch den zeitnahen
Einsatz der Mittel werden die Ursachen
von mangelnder Bildung, fehlender
Ausbildung, Armut und Unrecht sofort
Ihr Erbe kann bewirken, dass Kinder in Bangladesch,
Indien und Nepal zur Schule gehen können
– schenken Sie Zukunft!
angegangen und bekämpft. So können
wir Kinder, Familien, blinde und behinderte
Menschen unmittelbar in ihrer
Entwicklung unterstützen. Kurz gesagt:
Hier bringt Ihr Erbe unmittelbar wirksame
Hilfe, es kann schnell viel bewirkt
werden.
… die ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-
STIFTUNG bedenke?
Wenn Sie sich für einen Stiftungsfonds,
eine Zustiftung oder Treuhandstiftung
entscheiden, dann bleibt Ihr Vermögen
auf Dauer erhalten. Jahr für Jahr werden
die ERTRÄGE gezielt zur Förderung
ausgewählter Projekte der ANDHERI
HILFE eingesetzt. Ihr Erbe bedeutet somit
eine langfristige Unterstützung der
Arbeit des ANDHERI HILFE e. V. Kurz
gesagt: Hier bleibt Ihr Vermögen „auf
ewig“ erhalten, und die Erträge bringen
konstante Hilfe für Menschen in Not.
Auch auf Verbrauch ausgerichtete Zuwendungen
sind möglich.
Ihre Ansprechpartnerin
bei
ANDHERI HILFE
Elvira Greiner,
Vorstandsvorsitzende,
elvira.greiner@andheri-hilfe.org
0228 - 926 52 533
14 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.
Neues von der ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG
Ihr Nachlass für ein Herzensprojekt
In unserem kleinen Stiftungsbüro im Haus der ANDHERI HILFE wird es nie langweilig.
Fast täglich erreichen uns Botschaften, die uns innehalten lassen. Nachrichten,
die uns besonders tief berühren: der Tod eines Stifters oder einer Stifterin. Und
dennoch schwingt neben der Trauer auch Dankbarkeit mit. Dankbarkeit über die
gemeinsame Zeit und über die teils jahrzehntelange Verbundenheit. Oft folgt dann
als letzter stiller Gruß die Mitteilung, dass unsere Stiftung im Testament bedacht
wurde. Solche Gesten beeindrucken uns zutiefst. Sie zeigen, wie viel Vertrauen und
Hoffnung Menschen in unsere Arbeit setzen. Und sie erinnern uns daran, wie vielfältig
die Möglichkeiten sind, mit einem Testament Gutes zu bewirken.
Eine besondere Geschichte:
Symbolbild (KI-generiert)
Als wir im Jahr 2020 über die testamentarische Verfügung eines großzügigen Stifters informiert wurden, war
schnell klar: Hier hatte jemand mit großer Sorgfalt und Herz entschieden, wie sein Lebenswerk über den Tod
hinaus wirken soll.
Der Stifter setzte in seinem Testament die ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG als Haupterbin ein. Sein
ausdrücklicher Wunsch: Aus dem Erlös seines Vermögens sollte ein Verbrauchsfonds gegründet werden, der über
10 Jahre mit etwa gleich hohen Jahresbeträgen seinem ganz persönlichen Herzensprojekt innerhalb unserer
Stiftungsarbeit zugutekommen soll. Auch den Namen seines Fonds legte er im Testament fest. So gründeten wir
für ihn den „Verbrauchsfonds Elisabetha und Josef Strahl“.
Auch heute, fünf Jahre nach seinem Tod, sind wir noch voller Dankbarkeit und Bewunderung für diesen letzten
Gruß und freuen uns über die verlässliche Sicherheit, dass bis zum Ablauf der 10 Jahre jedes Jahr ein fester
Betrag zur Ausschüttung zur Verfügung steht. Eine langfristige Planbarkeit ist in der Projektarbeit vor Ort von
entscheidender Bedeutung, denn genau so ist eine nachhaltige Hilfe möglich.
Ein Testament kann nicht nur Menschen absichern –
es kann auch Hoffnung schenken
Wenn auch Sie darüber nachdenken, die ROSI-GOLLMANN-
ANDHERI-STIFTUNG oder den ANDHERI HILFE e.V. in Ihrem
Testament zu bedenken, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung
setzen oder Sie fordern unsere Erbschaftsbroschüre
kostenlos und unverbindlich an.
Herzliche Grüße
Ihre
Rosi Gollmann
Vorstandsvorsitzende
Ihre Ansprechpartnerin:
Daniela Wesseling
Assistentin des Vorstands
daniela.wesseling@rgast.de
0228 – 92 65 25 61
Rosi Gollmann
Vorstandsvorsitzende
Daniela Wesseling
Assistentin des Vorstands
Rosi-Gollmann-
Andheri-Stiftung
ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG
Mackestr. 53, 53119 Bonn
Tel.: 0228-926 525 61 oder -36
Informieren Sie sich unter www.rgast.de
oder stellen Sie uns Ihre Fragen:
E-Mail: info@rgast.de
Konto für die Förderung der STIFTUNG:
IBAN: DE07 3706 0193 0028 9410 13
Pax-Bank Köln
punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 15
Beispiele zu unserem Beitrag
zu den SDGs im Jahr 2024
4. Hochwertige
Bildung
1. Keine Armut
2.869 ehemalige Kinderarbeiter
können nun wieder die Schule
besuchen.
1.589.792 Menschen haben 2024 in
Bangladesch, Indien und Nepal direkt
von unseren Projekten profitiert.
3. Gesundheit und
Wohlergehen
12. Nachhaltige/r
Konsum und
Produktion
286.604 Menschen wurden im Jahr 2024
in Bangladesch augenmedizinisch
betreut, 17.474 Augenkranke operiert.
39.642 Familien in unseren Projekten
haben 2024 nachhaltige Landwirtschaft
begonnen oder ihre Anbaumethoden
verbessert.
Direkt hier
spenden
IMPRESSUM
Herausgeberin:
ANDHERI HILFE e.V.
Mackestr. 53, 53119 Bonn
Telefon: 0228 926 525-0
Telefax: 0228 926 525-99
info@andheri-hilfe.org
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Unser Spendenkonto: IBAN: DE80 3705 0198 0000 0400 06, SWIFT-BIC: COLSDE33
V. i. S. d. P.: Elvira Greiner
Redaktion: Elvira Greiner, Cornelia Hansen, August Ilg,
Elisabeth Schlenkhoff, Bibi Sabina Tommek,
Anna Lisa Schauff, Georg Witzel
Fotos: Ursula Meissner, Sudharak Olwe, ANDHERI HILE e.V.,
Grafik: Monika Schmitt, mschmitt@fachwerkdesign.de
Produktion:
Rautenberg Media KG, Troisdorf
Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier.
Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier.
ANDHERI HILFE
gehört zu den Erstunterzeichnern
der:
Das DZI-Spenden-Siegel
Die ANDHERI HILFE trägt seit 1994 das
DZI-Spendensiegel, als Zei chen geprüfter
Seriosität und Spendenwürdigkeit.