19.09.2025 Aufrufe

ANDHERI_HILFE_Spenden_Magazin_Indien_Bangladesch_Nepal_punkt_um_02_2025

Schwerpunkt dieses Magazins: Frauen-Realitäten Weitere Themen: - Mit einem Erbe Zukunft schaffen - Jahresrückblick 2024 Die Frauen in unseren Partnerländern stehen auch heute noch vor hartnäckigen Herausforderungen. Der Global Gender Gap Report 2025 zeigt zwar Fortschritte, doch Gewalt, Diskriminierung und fehlende politische Teilhabe bleiben gravierende Probleme. Indien liegt 2025 auf Platz 131 von 146 Ländern in diesem Index, Nepal auf Platz 125. Bangladesch ist mit Platz 24 Spitzenreiter in Südasien – vor allem dank hoher weiblicher Beteiligung in Politik und Bildung. Doch auch hier bleiben Schattenseiten: Human Rights Watch hat ermittelt, dass fast 42 % der Frauen in Bangladesch vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet werden und Gewalt gegen Frauen immer noch alltäglich ist. Während es in allen drei Ländern Fortschritte gibt, verhindern patriarchale Strukturen, ungleiche Machtverhältnisse und mangelnde Rechtsdurchsetzung eine echte Gleichberechtigung. Der Einsatz von Frauen zeigt jedoch, dass Veränderung möglich ist, wenn Mut und Engagement auf strukturelle Unterstützung treffen. www.andheri-hilfe.org

Schwerpunkt dieses Magazins: Frauen-Realitäten
Weitere Themen:
- Mit einem Erbe Zukunft schaffen
- Jahresrückblick 2024

Die Frauen in unseren Partnerländern stehen auch heute noch vor hartnäckigen Herausforderungen. Der Global Gender Gap Report
2025 zeigt zwar Fortschritte, doch Gewalt, Diskriminierung und fehlende politische Teilhabe bleiben gravierende Probleme.
Indien liegt 2025 auf Platz 131 von 146 Ländern in diesem Index, Nepal auf Platz 125.
Bangladesch ist mit Platz 24 Spitzenreiter in Südasien – vor allem dank hoher weiblicher Beteiligung in Politik und Bildung. Doch auch
hier bleiben Schattenseiten: Human Rights Watch hat ermittelt, dass fast 42 % der Frauen in Bangladesch vor ihrem 18. Geburtstag
verheiratet werden und Gewalt gegen Frauen immer noch alltäglich ist. Während es in allen drei Ländern Fortschritte
gibt, verhindern patriarchale Strukturen, ungleiche Machtverhältnisse und mangelnde Rechtsdurchsetzung eine echte Gleichberechtigung.
Der Einsatz von Frauen zeigt jedoch, dass Veränderung möglich ist, wenn Mut und Engagement auf strukturelle Unterstützung treffen.
www.andheri-hilfe.org

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

02/2025

MAGAZIN DER ANDHERI HILFE

SCHWERPUNKT:

FRAUEN-

REALITÄTEN

Jahresrückblick 2024

ENTWICKLUNG

ist weiblich

Mit einem Erbe

Zukunft schaffen


SCHWERPUNKT:

FRAUENREALITÄTEN

Lebensrealität in

unseren Partnerländern

Die Frauen in unseren Partnerländern stehen

auch heute noch vor hartnäckigen Herausforderungen.

Der Global Gender Gap Report

2025 zeigt zwar Fortschritte, doch Gewalt,

Diskriminierung und fehlende politische Teilhabe

bleiben gravierende Probleme. Indien

liegt 2025 auf Platz 131 von 146 Ländern in

diesem Index, Nepal auf Platz 125. Bangladesch

ist mit Platz 24 Spitzenreiter in Südasien

– vor allem dank hoher weiblicher Beteiligung

in Politik und Bildung. Doch auch

hier bleiben Schattenseiten: Human Rights

Watch hat ermittelt, dass fast 42 % der Frauen

in Bangladesch vor ihrem 18. Geburtstag

verheiratet werden und Gewalt gegen Frauen

immer noch alltäglich ist.

Während es in allen drei Ländern Fortschritte

gibt, verhindern patriarchale Strukturen,

ungleiche Machtverhältnisse und mangelnde

Rechtsdurchsetzung eine echte Gleichberechtigung.

Der Einsatz von Frauen zeigt jedoch,

dass Veränderung möglich ist, wenn Mut und

Engagement auf strukturelle Unterstützung

treffen.

FRAUEN

stärken –

FAMILIEN

stärken

2 2/2017 punkt.um ANDHERI HILFE e.V.


EDITORIAL

Liebe Freundinnen und

Freunde der ANDHERI HILFE,

mich hat es sehr berührt, als unsere Partnerin in

Bangladesch, Mashuda Shefali, mir erzählte: „Als

Mädchen wollte ich frei sein, rennen, schwimmen,

auf Bäume klettern. Was für Jungen selbstverständlich

war, galt für mich als beschämend.“

Was wird aus Mädchen, die von Geburt an in die

Rolle der stillen, untergebenen Frau hineinwachsen

müssen, die viel zu früh verheiratet werden

und sich in der Schwiegerfamilie ganz unten in

der Hierarchie befinden? Wie sollen sie denn ihren

Töchtern Selbstbewusstsein und Mut vermitteln?

Mashuda zeigt, was umgekehrt aus einem Mädchen

werden kann: „Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich Eltern habe, die

mich immer unterstützt und mir sogar den Besuch der Universität ermöglicht

haben.“ Seit über 30 Jahren kämpft sie für die Rechte von Frauen in ihrer Heimat.

Mit ihrer Organisation Nari Uddug Kendra (NUK) setzt sie sich besonders für

die Gesundheit und Würde von Textilarbeiterinnen ein. Es sind Frauen wie Mashuda,

die dazu beitragen, dass die Benachteiligung von Frauen in Bangladesch

abnimmt. Möchten Sie mehr über sie erfahren? Ein Interview mit ihr finden Sie

auf Seite 8.

Hier in diesem punkt.um berichten wir Ihnen auch von weiteren starken, mutigen

Frauen, die nicht nur ihre eigenen Lebensrealitäten, sondern auch die der

nächsten Generation positiv verändern! Die Entwicklung fängt bei jeder einzelnen

Frau an. Sie geht weiter in der Familie, im Dorf, im Slum. Da schließen sich

die Frauen zusammen, spüren die Stärke in ihrem gemeinsamen Wirken. Dann

können sie – jetzt auf Augenhöhe – auch die Männer mit einbeziehen. So sind es

die Frauen, die die Grundlagen schaffen, dass Entwicklungen in Gang kommen,

die weiter wirken – über die Grenzen des eigenen Dorfes hinaus und weit in die

Zukunft hinein.

Hierfür brauchen die Frauen eine Starthilfe. Lassen Sie uns diese mutigen

Frauen stärken, lassen Sie uns gemeinsam Chancen schaffen!

Mit herzlichem Dank für Ihre Mitwirkung

Ihre

Elvira Greiner

Vorstandsvorsitzende

punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 3


JAHRESRÜCKBLICK 2024

Die ANDHERI

HILFE im Profil

Unser Jahresbericht

Lesen Sie unseren ausführlichen Jahresbericht mit Testat des

unabhängigen Wirtschaftsprüfers auf unserer Internetseite

www.andheri-hilfe.org/jahresberichte oder fordern

Sie Ihr Exemplar an. Wir freuen uns auf Ihren Anruf

unter 0228-926 525 0 oder Ihre E-Mail

an info@andheri-hilfe.org.

Verwaltung

Werbung und

Öffentlichkeitsarbeit

5,04 %

5,03 %

89,93 %

wurden für unsere

satzungsgemäße Projekt- und

Bildungsarbeit eingesetzt

Gesamteinnahmen 2024

7.839.336 Euro

Gesamteinnahmen 2023:

6.652.833 Euro

38,36 %

Zuwendungen und

Zuschüsse (BMZ

und Stiftungen)

42,84 %

Geldspenden, Mitgliederbeiträge

und sonstige

Erträge

18,80 %

Erbschaften

und Nachlässe

8.019.669 Euro setzten wir in 2024 für

unsere Projekte in Indien, Bangladesch

und Nepal ein. Dafür nutzten wir neben den

Einnahmen auch Mittel aus der Projektrücklage

der Vorjahre. Weitere Informationen zu den

wichtigsten Projektpartnern finden Sie auf unserer

Internetseite.

Doch unsere Partnerorganisationen bauen

nicht vorrangig auf unsere Hilfe. Sie informieren

die Menschen in unseren Projekten

über staatliche Förderprogramme und

helfen ihnen, diese zu nutzen. So konnten

die Menschen in unseren Projekten in

Indien im Jahr 2024 Leistungen im Wert

von umgerechnet knapp 25,7 Millionen

Euro aus staatlichen Quellen mobilisieren.

Dazu zählen beispielsweise Alters- und

Witwenrente, staatliche Zuschüsse bei

Krankenhausaufenthalt und das nationale

Arbeitsprogramm, welches armen Familien

mindestens 100 Tage bezahlte Arbeit pro

Jahr garantiert. Diese Wirkung ist für uns

ein hervorragendes Beispiel, wie wir Hilfe

zur Selbsthilfe verstehen, und dass unsere

Arbeit nachhaltig Früchte trägt.

In unseren Projekten in Bangladesch profitierten

im Jahr 2024 rund 1.600 ärmste

Familien aufgrund des Engagements unserer

Partnerorganisationen von staatlichen

Programmen zur sozialen Sicherung.

4 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.


Unsere Projekte

Die Karte zeigt die von uns in 2024 geförderten

Projekte (manche mit Mitteln der Vorjahre). Die Ziffern

kennzeichnen die Anzahl der Projekte in den

einzelnen Bundesstaaten Indiens bzw. den

Provinzen Bangladeschs und Nepals. Unser

landesweites Programm „Augenlicht

retten“ in Bangladesch umfasst acht

Einzelprojekte. Darüber hinaus förderten

wir im vergangenen Jahr in Bangladesch

ein überregionales Projekt zur

Berufsausbildung in mobilen Ausbildungszentren.

In Indien lief ein

landesweites Stipendienprogramm für

junge Frauen aus ländlichen Gebieten,

das aus acht Einzelprojekten bestand.

Untenstehende Zahlen wurden durch unsere Partnerorganisationen

zusammengestellt und vermitteln

einen Eindruck davon, was in unseren Projekten erreicht

werden kann.

1.589.792

Menschen haben 2024 in den drei Ländern direkt

von unseren Projekten profitiert.

286.604

8.351

Projektdörfer und 408 Slums

2

Menschen wurden im Jahr 2024 in Bangladesch augenmedizinisch

betreut, 17.474 Augenkranke operiert.

Gujarat

Dadra, Nagar Haveli,

Daman, and Diu

Rajasthan

Goa

Jammu

and

Kashmir

Punjab

Haryana

4

Maharashtra

10

Karnataka

Ladakh

Himachal

Pradesh

Delhi

Uttarakhand

Madhya Pradesh

Kerala

5

6

Telangana

Andhra

Pradesh

10

Tamil Nadu

7

Sudurpashchim

Uttar Pradesh

Chhattisgarh

Pondicherry

Nepal

3

Odisha

3.865

Rangpur

Bihar

Jharkhand

9

Karnali

3

8

1

Lumbini

Rajshahi

West Bengal

7

2

Khulna

Gandaki

junge Erwachsene befanden sich 2024 in einer Berufsausbildung

oder haben diese abgeschlossen – eine gute

Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.

39.642

Sikkim

Mymensingh

Dhaka

Meghalaya

Bangladesch

Tripura

54 organisationen

Partner-

86 Projekte

zzgl. 1 überregionales

Projekt

Barisal

Bagmati

Madhesh

Assam

Sylhet

Arunachal Pradesh

Manipur

Mizoram

Koshi

Chittagong

Nagaland

Familien in unseren Projekten haben 2024 nachhaltige Landwirtschaft

begonnen oder ihre Anbaumethoden verbessert.

2

1

2

3

163.524

Bäume wurden im Jahr 2024 in

unseren Projekten gepflanzt.

17.361

Familien haben im letzten Jahr eine einkommensschaffende

Tätigkeit aufgenommen.

punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 5


JAHRESRÜCKBLICK 2024

ANDHERI HILFE im Fokus

Das Wichtigste aus dem Jahresbericht 2024

Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge

2024 in Euro 2023 in Euro

Geldspenden 3.225.010,36 3.203.500,71

Mitgliedsbeiträge 17.244,00 17.700,00

Erbschaften, Nachlässe etc. 1.473.871,98 621.442,61

Bußgelder 0,00 1.807,37

Zuwendungen und Zuschüsse 3.006.800,56 2.658.254,61

Zins- und Vermögensergebnis 115.659,44 98.479,60

Übrige Erträge 750,00 51.647,90

Summe 7.839.336,34 6.652.832,80

Aufwendungen

Projektförderung 7.341.624,92 4.994.481,92

Projektbegleitung 678.044,48 650.162,35

Satzungsgemäße Kampagnen-, Bildungsund

Aufklärungsarbeit

22.861,16 22.630,09

Werbung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit 450.308,70 349.722,77

Verwaltung 450.436,11 413.944,74

Summe 8.943.275,37 6.430.941,87

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1.103.939,03 221.890,93

Gewinnvortrag vor Verwendung 221.890,93 349.857,54

Entnahme aus zweckgebundener Rücklage 2.113.600,00 0,00

Einstellung in freie Rücklage 221.890,93 150.000,00

Einstellung in zweckgebundene Rücklage 0,00 199.857,54

Bilanzgewinn 1.009.660,97 221.890,93

Die nebenstehende Darstellung des Jahresabschlusses

2024 folgt den Empfehlungen des Deutschen Zentralinstitutes

für soziale Fragen (DZI) zur Finanzberichterstattung

in Jahresberichten. Im Jahr 2024 standen den

Erträgen von 7.839,3 T€ Aufwendungen von 8.943,3 T€

gegenüber. So ergab sich ein Jahresfehlbetrag von

1.103.939,03 €. Durch eine geplante Entnahme von

2.113,6 T€ aus der zweckgebundenen Rücklage (Projektrücklage)

ergab sich ein Bilanzgewinn von 1.009.660,97 €.

Die Gesamterträge stiegen um 1.186,5 T€ gegenüber 2023

auf 7.839,3 T€, denn vor allem die Erträge aus Testamenten

und die Zuschüsse fielen deutlich höher aus.

Bei den Aufwendungen ist hervorzuheben, dass in 2024

zur Förderung von 86 Projekten 7.341,6 T€ zur Verfügung

gestellt wurden. Dies sind 15 Projekte und

2.347,1 T€ mehr als im Vorjahr, was durch die Entnahme

aus der Projektrücklage möglich wurde.

Der Bilanzgewinn von 1.009,7 T€ fließt in das bisherige

Vermögen (Kapital und Rücklagen) von 3.926,8 T€.

Damit sind zukünftige Projekte und die Arbeit der

ANDHERI HILFE gesichert, und wir schauen zuversichtlich

in die Zukunft.

Das DZI hat die ANDHERI HILFE mit dem Spenden-

Siegel ausgezeichnet. Bei der Vergabe sind die Sparsamkeit

und Wirtschaftlichkeit der bewerteten Organisation

wichtige Kriterien. Mit 5,03 % für Werbung und

Öffentlichkeitsarbeit und 5,04 % für Verwaltungskosten

– insgesamt 10,07 % – ist der Anteil an den Gesamtausgaben

der ANDHERI HILFE laut DZI als angemessen

einzustufen (unter 10 % „niedrig“, 10 % bis unter 20 %

„angemessen“, 20 % bis unter 30 % „vertretbar“).

Das Team der ANDHERI HILFE v.l.n.r.: Silke Vandemeulebroecke, Barbara von Hillebrandt-Jung, Georg Witzel, Janine Langer, August Ilg, Bibi Sabina

Tommek, Anna Lisa Schauff, Cornelia Hansen, Sarah Jane Brunk, Sigrid Bachem, Dr. Martin Peter Houscht, Dr. Heike Kluve, Elvira Greiner,

Markus Gronenwald, Elisabeth Schlenkhoff und Sophie Köhler. Es fehlen Katharina Klemens und Wojciech Sniegocki.

6 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.


AUSBLICK

Mutig nach vorne schauen

Starthilfe, um Schritt für Schritt auch

irgendwann am Wirtschaftswachstum

teilhaben zu können.

In Nepal gibt es viel zu wenig Arbeitsmöglichkeiten

für die Bevölkerung. So

ist ein Großteil der Männer im arbeitsfähigen

Alter migriert. Frauen, Kinder

und alte Menschen sind in der Heimat

auf sich allein gestellt. Es braucht die

Schaffung von Überlebensmöglichkeiten

im Land.

Cornelia Hansen, Elvira Greiner und

August Ilg bilden ab Oktober 2025

den Vorstand der ANDHERI HILFE.

Wohin geht es in Deutschland?

Immer größer werden die Sorgen: Die

Kriege kommen immer näher. Die Wirtschaft

leidet unter den wachsenden

Unsicherheiten durch unberechenbare

Machthaber, und die Auswirkungen

des Klimawandels sind immer stärker

auch bei uns zu spüren. Da halten die

einen ihr Geld vorsichtshalber zusammen,

spenden nicht mehr. Die Anderen

wollen jetzt erst recht beitragen, unsere

Welt ein klein wenig mehr zu der Welt zu

machen, in der sie leben wollen; die sich

deshalb ehrenamtlich engagieren, die

spenden, die von dem abgeben, was ihnen

selbst – z.B. durch ein Erbe – zufällt

oder die in ihrem Testament festhalten,

wie das, was ihnen zu Lebzeiten wichtig

ist, mit ihrem Nachlass weiter gefördert

werden soll. Auch Unternehmen erkennen

zunehmend, dass soziales Engagement

ein wichtiger Faktor ist, gute Mitarbeitende

zu gewinnen und zu binden.

Die Politik reagiert auf die weltweiten

Entwicklungen mit massiven Investitionen

in Aufrüstung, in die Förderung von

Wirtschaft und Infrastruktur. Gleichzeitig

wird an anderen Stellen gespart:

auch an der Entwicklungszusammenarbeit.

Dabei können gerade durch gezielte

Entwicklungsprojekte die Ursachen

von weltweiten Konflikten und Migration

wirkungsvoll bekämpft werden.

Wohin geht es in Bangladesch, Indien

und Nepal?

In Bangladesch leitet seit gut einem

Jahr der Friedensnobelpreisträger Muhammad

Yunus eine Übergangsregierung.

Wahlen sind für das Frühjahr

2026 ins Auge gefasst. Es ist zu hoffen,

dass die junge Generation, die den Umsturz

der früheren korrupten Regierung

herbeigeführt hat, ein Land aufbauen

wird, in dem sie eine Zukunft sieht.

Indien ist eine aufstrebende Wirtschaftsmacht

und dennoch leben immer

noch mehr als 800 Millionen Menschen

in Armut. Sie brauchen gezielte

Alle drei Länder leiden extrem unter unberechenbarem

Monsun, unter Dürreund

Überschwemmungskatastrophen.

Dabei haben die Menschen dort kaum

zum Klimawandel beigetragen.

Wohin geht es in der ANDHERI HILFE?

Wir sehen die immensen Herausforderungen

in unserem Land, in unseren

Projektländern, weltweit. Genau deshalb

sind wir fest entschlossen, MUTIG nach

vorne zu schauen. Wir stärken unsere

Strukturen, stellen Gremien und Team

zukunftsfähig auf, gewinnen weitere

engagierte Menschen, Unternehmen

und Stiftungen zum Mitmachen. Gemeinsam

mit unseren Partnerorganisationen,

den Menschen in den Dörfern

und Slums und auch den Menschen hier

in unserem Land, die mitwirken wollen

an nachhaltigen positiven Veränderungen,

setzen wir alles daran, auch künftig

wichtige Erfolge zu erzielen, um unsere

Vision Wirklichkeit werden zu lassen:

Wir sehen eine Welt, die für alle

lebenswerter geworden ist. Eine

Welt, in der Fortschritt ein mehr an

Gerechtigkeit und Menschlichkeit

bedeutet; eine Welt, in der heutigen

und künftigen Generationen Zukunftschancen

gesichert werden.

punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 7


FRAUENREALITÄTEN

„Gesundheit ist eine Investition,

die allen nützt“

Interview mit Mashuda Khatun Shefali, Gründerin von NUK, Bangladesch

Die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken

haben sich verbessert, bleiben aber schwierig.

Seit über 30 Jahren kämpft die

Menschenrechtsaktivistin Mashuda

Khatun Shefali in Bangladesch

für die Rechte von Frauen. Mit ihrer

Organisation Nari Uddug Kendra

(NUK) setzt sie sich besonders für

die Gesundheit und Würde von Textilarbeiterinnen

ein.

Frau Shefali, was hat Sie dazu motiviert,

NUK zu gründen?

Ich bin in einer ländlichen, konservativen

Gegend Bangladeschs aufgewachsen.

Frauen und Mädchen zählen dort weniger

als Männer. Aber schon als Kind

spürte ich: Ich wollte frei sein – schwimmen,

auf Bäume klettern, rennen. Was

für Jungen selbstverständlich war, galt

für mich als beschämend. Doch ich kann

mich glücklich schätzen, dass ich Eltern

habe, die mich immer unterstützt und

mir sogar den Besuch der Universität

ermöglicht haben. Mit NUK wollte ich

keine Wohltätigkeitsorganisation gründen,

sondern eine Bewegung. Eine Bewegung,

in der Frauen nicht am Rand

stehen, sondern im Mittelpunkt: als

Handelnde, nicht als Hilfsbedürftige.

Wie kamen Sie dazu, sich für die Augengesundheit

von Textilarbeiterinnen

einzusetzen?

2008, nach einer internen Studie, wurde

uns klar, wie groß das Problem im

Textilsektor ist: 92 % der befragten Beschäftigten

litten unter unbehandelten

Augenproblemen – von Augenbrennen

und Kopfschmerzen über Fehlsichtigkeit

bis hin zu Grauem Star. Das war

ein Weckruf. Wir begannen mit einfachen

Seh-Checks direkt in den Fabriken

– mit Sehtests und Augenuntersuchungen.

Wir verteilten Medikamente und

Brillen. Daraus wurde ein umfassendes

Programm.

Welche Rolle spielt die

ANDHERI HILFE?

Die ANDHERI HILFE ist seit 2015 unser

wichtigster Partner – nicht nur durch Finanzierung,

sondern als echte Wegbegleiterin.

Mit ihrer Unterstützung konnten

wir allein über 140.000 Menschen

augenärztlich versorgen. Besonders

wertvoll ist die Arbeit in den Fabriken:

Jedes Jahr untersuchen wir über 3.000

Angestellte direkt am Arbeitsplatz.

Wie sieht ein typischer Tag im Leben

einer Textilarbeiterin aus?

Die meisten Frauen stehen vor Sonnenaufgang

auf, um in den überfüllten

Gemeinschaftsunterkünften zu kochen

und sich fertig zu machen. Die Wege zur

Arbeit sind lang, der Arbeitstag dauert

10 bis 12 Stunden – mit strengen Vorgaben,

schlechter Belüftung und kaum

Pausen. Nach Feierabend geht es weiter

mit Kochen, Waschen, Kinderbetreuung.

Was passiert, wenn eine Arbeiterin

Sehprobleme hat?

Viele schweigen aus Angst. Eine Brille

zu tragen, gilt oft als Schwäche – manche

befürchten sogar, entlassen zu

werden.

Was entgegnen Sie Menschen in

Europa, die sagen: ‚Dann kaufen

wir lieber keine Kleidung mehr aus

Bangladesch‘?

Das wäre ein schwerer Fehler – vor allem

für die Frauen. Die Textilindustrie

ist die Lebensader unseres Landes. Ein

Boykott würde nicht die Fabrikbesitzer

treffen – sondern die Näherinnen. Nach

der Tragödie von Rana Plaza (Beim Einsturz

einer Fabrik starben 2013 mehr als

1.100 Menschen, 2.500 wurden verletzt.)

hat der internationale Druck viel bewirkt

und Leben gerettet. Die Frauen

in Bangladeschs Textilfabriken fordern

nicht, dass die Welt aufhört, dort einzukaufen

– sie fordern faire Partnerschaften.

Sie wollen, dass diejenigen, die die

von ihnen genähte Kleidung kaufen,

bessere Bedingungen von den Fabrikbesitzern

verlangen und eine Lieferkette

unterstützen, die Menschen ebenso

wertschätzt wie Profit.

Die vollständige Fassung des Interviews

finden Sie auf unserer Website:

www.andheri-hilfe.de/textilfabrik.

8 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.


Fundierte Ausbildung lässt

eigene Träume wahr werden

Thirsha wurde im Slum geboren

– heute studiert sie am College

„Visuelle Kommunikation“.

das College zu besuchen. „Hier wurde ich

auf das Programm der ANDHERI HILFE

aufmerksam, das meine Kommilitoninnen

und mich neben unserem Studienfach

auch in „Soft Skills“ ausbildet, damit

wir die eigenen Talente entdecken

und uns zu verantwortungsbewussten

und sozial engagierten Persönlichkeiten

entwickeln. So bringen wir unser Wissen

für das „Empowerment“ von Frauen

und Mädchen in die Gemeinschaft ein

und können etwas zurückgeben.“

Inzwischen studiert Thirsha im dritten

Jahr „Visuelle Kommunikation“ und

kann ihrer Begeisterung und Kreativität

durch ihre Werke Ausdruck verleihen.

„Die Gespräche mit meiner Mentorin

sowie die Workshops und Fortbildungstreffen

mit anderen jungen Frauen,

die aus ähnlichen armen Verhältnissen

stammen wie ich, haben mir sehr

geholfen. Aktuell arbeite ich an einem

„Storytelling-Projekt“, das den Entwicklungsweg

von Studentinnen aus dem

Slum dokumentiert. Jede von uns hat

ihre eigene Geschichte – und niemand

von uns hätte gedacht, dass wir einmal

ein Leben fernab der Straße mit einer

fundierten Ausbildung und einem regelmäßigen

Einkommen haben würden.“

Durch die Förderung der ROSI-GOLL-

MANN-ANDHERI-STIFTUNG werden

jährlich 25 junge Frauen aus den Slums

von Chennai mit einem Stipendium für

eine dreijährige weiterführende Ausbildung

gefördert.

Im Slum geboren – das bedeutet

ein Leben auf der Straße: als Autoscheiben-

oder Schuhputzer, als

Müllsammlerin oder Dienstmädchen

– und das von klein auf.

Mit ihrer jüngeren Schwester und ihrem

Bruder lebt Thirsha im südindischen

Chennai. Die Eltern versuchen mit harter

Arbeit im Tagelohn über die Runden

zu kommen und investieren – trotz der

prekären Lage – in die Ausbildung ihrer

drei Kinder. „Ich bin so dankbar, dass

meine Eltern mir eine Chance gegeben

haben“, sagt Thirsha, „und das, obwohl

ich ein Mädchen bin.“ Sie blickt zu Boden.

In vielen Familien gilt die Geburt

einer Tochter als Unglück, verursachen

sie doch nur Kosten.

Das Bewusstsein, wie sehr die Eltern

sich für die Bildung ihrer Kinder einsetzten,

entfachte bei Thirsha den Ehrgeiz,

Vielen Kindern in den Slums fehlt eine Perspektive,

doch eine gute Ausbildung ändert alles.

punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 9


FRAUENREALITÄTEN

Aus der Not heraus in

ein selbstbestimmtes Leben

Vor einem Jahr gebar Mahiya eine

Tochter. In ihrem Dorf im ostindischen

Bundesstaat Odisha lebt sie

in einem fern abgelegenen Gebiet,

in dem die Wasser- und Stromversorgung

prekär sind. Es gibt kaum

Nutzland, denn die Landschaft ist

durch Hügel gezeichnet.

Folglich gibt es kaum Anbaumöglichkeiten,

kaum Einkommen. Dadurch

können sich die Menschen seit Generationen

nicht ausgewogen ernähren. Vor

zwei Jahren begann unsere Partnerorganisation

mit unserer Förderung ihre

Arbeit.

Mahiya schloss sich, kurz nachdem sie

schwanger geworden war, mit anderen

Frauen aus dem Dorf zusammen: „Wir

wollten einfach eine sichere Zukunft

für unsere Kinder!“ Zunächst stellte die

Dorfgemeinschaft mithilfe der Partnerorganisation

Kontakt zu lokalen Behörden

her, um die Straße so herrichten zu

Mahiya kann nun ihr eigenes Gemüse anbauen. Auch

ließ sie sich als Gesundheitshelferin ausbilden und unterstützt

vor allem Schwangere.

lassen, dass Baggerarbeiten durchgeführt

werden konnten. Dann wurde das

Land rund um das Dorf mit Baggern so

bearbeitet, dass Gemüseanbau möglich

ist. Inzwischen ist das Wissen über

Anbau und Verarbeitung in der Dorfgemeinschaft

verbreitet. „Schon immer

habe ich mich dafür interessiert, wie

Schwangere besonders gut für sich und

ihr Ungeborenes sorgen können“, berichtet

Mahiya. „Darum habe ich mich

als eine von zwei Gesundheitshelferinnen

im Dorf ausbilden lassen.“ Jeden

Tag treffen sich rund zehn Frauen im

Begegnungsraum.

„Wir Frauen hier bei uns im Dorf hatten

einfach ein tiefes Bedürfnis, uns mit

anderen Schwangeren in geschütztem

Raum auszutauschen, uns auf die Geburt

und auch auf die Zeit danach vorzubereiten.

Das gab es bisher nicht“,

sagt sie. „Vor allem die Sorge um die

Ernährung trieb uns um.“ Seit die Wasserversorgung

durch umfangreiche

Wasserauffangmaßnahmen gesichert

und Gemüseanbau möglich ist, haben

die Frauen eine Perspektive.

„Unseren Kindern geht es heute viel

besser, wir haben eine Zukunftsperspektive“,

strahlt Mahiya. „Inzwischen,

wenn die ersten Kinder in die Schule

gehen, erhalten wir regelmäßig Schulungen,

wie wir die ökologisch produzierten

Produkte verwenden und verkaufen

können.“

Bei allen Maßnahmen bewahren die

Projektmitarbeitenden die Kultur der

Menschen. So wird wertvolles traditionelles

Wissen mit effizienten und nachhaltigen

Methoden kombiniert. Mahiya

und die Dorfgemeinschaft haben in den

letzten Jahren erfahren, dass sie es

schaffen können, die eigenen Rechte

einzufordern und auch, dass es ihnen

Freude macht, Verantwortung zu übernehmen

für die nachhaltige positive

Entwicklung in ihren Familien und in

ihrem Dorf.

10 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.


„Unberührbar“ in Nepal

Arbeitsmigration und Ausbeutung sind Alltag

Als Dalit, sogenannte „Unberührbare“,

geboren zu werden, ist in

Bangladesch, Indien und Nepal ein

lebenslanges Stigma. Kuri lebt mit

ihren vier Kindern in einem Dorf

nahe der indisch-nepalesischen

Grenze.

Vor gut einem Jahr hat unsere Partnerorganisation

in Nepal mit der Arbeit

begonnen. Die Menschen haben kaum

eine Chance, der Armut zu entkommen.

Nach der 7. Klasse arbeiten die meisten

Jugendlichen mit, als Tagelöhner auf

den Feldern der Landbesitzer oder bei

der schweren Hausarbeit. „Mein Mann

ist vor fünf Monaten weggegangen, auf

der Suche nach Arbeit“, Kuri blickt ihren

Jüngsten an. „Wenn wir nur wüssten,

wann er zurückkommt…“ Er versucht auf

Baustellen oder in Ziegelfabriken Arbeit

zu finden. „Wenn wir mehr Geld hätten,

könnten die Kinder die Schule besuchen.“

Auch Kuri bearbeitete ein Stück

Land, das einem Landbesitzer gehört,

kaufte Saatgut und Düngemittel. „Doch

dann kam der Starkregen und hat alles

zerstört“, sie wischt sich eine Träne

aus dem Augenwinkel. Alle Arbeit, alles,

was sie investiert hat, war umsonst.

Kuris Mann musste migrieren,

um die Familie zu ernähren.

Mit sogenanntem Share-Cropping, bei

dem als Pacht Ernteerträge eingesetzt

werden, versuchen viele Menschen hier

über die Runden zu kommen – doch sie

verlieren alles, wenn die Ernte zerstört

wird. Selbst wenn sie einen guten Ertrag

erzielen, bleibt nicht viel: 50 % der

Ernte geht an den Landbesitzer, obwohl

sie allein alle Ausgaben getätigt und

die Arbeit geleistet haben.

Perspektiven aufbauen

Gemeinsam mit den Mitarbeitenden der

Partnerorganisation treffen sich auch

in diesem Dorf die Frauen in Gruppen.

Viele müssen alleine mit ihren Kindern

den Alltag bewerkstelligen und benötigen

Lebensmittel, Arbeit, Beratung und

eine Perspektive. Seit ein paar Wochen

besitzt Kuri zwei Ziegen. Auch der Gemüseanbau

auf den Feldern, der den

Menschen, die die Arbeit leisten, zugute

kommt, soll in den nächsten Monaten

ausgebaut werden. „Dann weiß ich

endlich, dass ich etwas bewirken kann“,

freut sich Kuri. „Und wenn es dann auch

für meinen Mann Arbeit gibt, können

wir endlich wieder als Familie gemeinsam

für unsere Kinder sorgen.“

Unterstützen Sie

unsere Projekte!

Spenden Sie mit dem Stichwort

„Starke Frauen“ für Frauen

in Bangladesch, Indien und Nepal. Auf

SIE kommt es an! Danke, dass Sie mitwirken:

Menschen stärken – Chancen

schaffen.

punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 11


ENGAGEMENT IN DEUTSCHLAND

Laufen für volle Löffel –

Seien Sie dabei beim Deutsche Post Marathon in Bonn 2026!

Am 19. April 2026 treten wir erneut

beim Post Marathon Bonn an – unter

dem Motto „Laufen für volle Löffel“.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir

ein Zeichen gegen Hunger und Not

setzen und Spenden für Bedürftige in

Nepal sammeln.

Dort leiden 31 % der Kinder an Unteroder

Mangelernährung – einige bereits

vor der Geburt. Das führt zu schweren

gesundheitlichen Problemen und lebenslangen

Folgen. Gemeinsam können

wir dafür sorgen, dass kein Kind mehr

hungrig aufwachsen muss!

Rückblick 2025: Gemeinsam stark

Schon im April 2025 hat die ANDHERI

HILFE gezeigt, wie viel bewegt werden

kann, wenn Menschen zusammen laufen:

90 Läuferinnen und Läufer, darunter

77 Schülerinnen und Schüler des

St. Ursula-Gymnasiums Brühl sowie viele

ANDHERI-Freundinnen und -Freunde,

gingen an den Start und sammelten

Spenden.

2026 – Noch mehr Wirkung erreichen

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir

dieses Engagement noch übertreffen!

Melden Sie sich an und machen Sie Ihren

Lauf zu etwas Besonderem – einem

Spendenlauf, der echte Hilfe ermöglicht:

Werden Sie Teil einer motivierten Gemeinschaft

aus Sportlern, Familien und

Schulgruppen und sammeln Sie Spenden.

Es muss nicht gleich der Marathon

sein: Ab 10 km geht es los. Jeder Beitrag

unterstützt die Arbeit der ANDHERI HIL-

FE in Nepal: für Saatgut, Anbauflächen

und medizinische Hilfe.

So können Sie

mitmachen:

1. Melden Sie sich an über www.deutschepostmarathonbonn.de.

2. Geben Sie uns eine kurze Rückmeldung, dass Sie dabei sind.

3. Machen Sie Ihren Lauf zum Spendenlauf – gewinnen Sie Unterstützer und

Unterstützerinnen, die pro Kilometer oder pauschal spenden.

Gerne stellen wir Ihnen Infomaterialien zur Weitergabe zur Verfügung.

Rotary Club spendet 16.000 €

für Augenoperationen in Bangladesch

Schon die Jüngsten erkranken in Bangladesch am

Grauen Star. Doch eine OP bringt Heilung.

Der Rotary Club Wesel-Dinslaken hat

sich selbst übertroffen: Gemeinsam

mit der Rotary Foundation haben sie

16.000 Euro für augenkranke und

blinde Menschen in Bangladesch gesammelt.

Mit 6 Eye Camps über 6.000 Leben

verändern

Mit dieser Spende können insgesamt

sechs Eye Camps finanziert werden an

Orten, wo die Menschen sonst keinerlei

Zugang zu augenärztlicher Versorgung

haben. Damit können über 6.000 Menschen

in Bangladesch untersucht und

behandelt werden. Mehr als 400 Blinde

werden operiert und geheilt. Dies

bedeutet echte Perspektiven für ein

selbstbestimmtes Leben: Kinder können

wieder zur Schule gehen, Erwachsene

ihren Beruf ausüben, ältere Menschen

für sich selbst sorgen und ihre Enkelkinder

betreuen.

Trauer und Hoffnung – Augenlicht

schenken statt Blumen

Besonders berührt hat uns, dass der

Präsident des Rotary Clubs, dessen

Frau sterbenskrank war, gemeinsam

mit ihr überlegt hat, dass anlässlich ihrer

Beisetzung auf Blumen und Kränze

verzichtet werden und stattdessen um

Spenden für die augenkranken und blinden

Menschen in Bangladesch gebeten

werden soll. Ihre Augen haben sich für

immer geschlossen. Doch mit den Spenden

anlässlich ihres Heimgangs können

zwei weitere Eye-Camps finanziert,

können 2.000 augenkranke Menschen

behandelt werden. Für etwa 150 Blinde

werden sich durch die Licht bringende

Operation die Augen wieder öffnen.

12 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.


Zukunft schenken mit der ANDHERI-Geschenkkarte

Ein Weihnachtsgeschenk, das doppelt Freude macht

Jedes Jahr die gleiche Frage: Was

schenke ich nur? Oft haben unsere

Liebsten bereits alles, was sie brauchen.

In unseren Partnerländern jedoch

sieht die Realität ganz anders

aus.

Mit der ANDHERI-Geschenkkarte machen

Sie Ihren Liebsten eine Freude und

eröffnen zugleich Menschen in Not neue

Chancen.

Schon kleine Beträge können Großes

bewirken:

● 50 € für eine Augenoperation in

Bangladesch, die einem Erwachsenen

das Augenlicht zurückgibt.

● 170 € für die Operation eines blinden

Kindes.

● 100 € für einen Kleinkredit, mit dem

eine Frau z. B. eine Nähmaschine

kaufen und ein eigenes Einkommen

erwirtschaften kann.

● 10 € für einen Küchengarten,

der eine Familie mit frischem

Gemüse versorgt.

Ob zu Weihnachten, zum Geburtstag

oder zu anderen freudigen

Anlässen – mit der ANDHERI-Geschenkkarte

schenken Sie Hoffnung,

Chancen und Selbstständigkeit.

So einfach geht’s: Bestellen Sie

Ihre Geschenkkarte telefonisch unter

0228 / 9265250 oder per E-Mail an

info@andheri-hilfe.org. Wir senden Ihnen

die Karte zu – und Sie machen Ihren

Liebsten ein Geschenk, das Leben verändert.

ZUKUNFT

schenken

Ein Geschenk

gegen Armut und

Unterdrückung

Mit Solarenergie in die Zukunft

Seit 2008 arbeiten die ANDHERI

HILFE und naturstrom bei der Errichtung

von Solaranlagen in Bangladesch

zusammen.

Die Gelder stammen unter anderem

aus dem erfolgreichen Freundschaftswerbungs-Programm

von naturstrom.

Hier können Kundinnen und Kunden,

die naturstrom weiterempfehlen, ihre

Bei der Installation der Solaranlage packte

auch das ANDHERI-Team tatkräftig mit an.

Werbeprämie an die ANDHERI HILFE

spenden. Damit ermöglichen sie die Installation

einer Solaranlage, bestehend

aus Solarmodul, Batterie und Lampe.

„Wir freuen uns, dass sich bislang

tausende naturstrom-Kundinnen und

-Kunden dafür entschieden haben,

den Ausbau erneuerbarer Energien in

Bangladesch zu fördern. Mit ihrer Hilfe

konnten wir bereits über 5.500 Solaranlagen

für arme Familien installieren“,

berichtet Elvira Greiner.

Auch Shina und ihre Familie haben

so eine Solaranlage erhalten. Bislang

musste ihr kleines Haus abends mit

alten Petroleumlampen erleuchtet werden.

Diese waren nicht besonders hell,

haben viel Petroleum verbraucht und

stark gequalmt. Heute hat die Familie

dank der kleinen Solaranlage eine helle

Lichtquelle, sie spart das Geld für

das Petroleum und das Klima profitiert

ebenfalls.

Termine

20. November, 19 Uhr: Filmvorführung

„Rikscha Girl“ im Leerstand als

Begegnungsraum (Friedrichstraße 5,

53111 Bonn).

26. November, 18 Uhr: Filmevent

„Maaleekaa“ in Kooperation mit der

Filmfair und der Uni Bonn. Ein Film zu

Frauenempowerment im Terai/Nepal.

Weitere Informationen finden

Sie zeitnah auf unserer Website.

Solaranlage bei der ANDHERI HILFE

Auch in unserer Bonner Geschäftsstelle

steht jetzt eine Solaranlage auf dem

Dach. Nach unseren Berechnungen

sparen wir bei der jährlichen Produktion

von durchschnittlich 5.728 KWh

insgesamt rund 2,3 Tonnen CO ²

im Jahr

ein. So leisten wir nicht nur mit den Solaranlagen

in Bangladesch und Klimaschutzprojekten

in Indien einen wertvollen

Beitrag zur weltweiten Reduktion

von Treibhausgasen, sondern gestalten

auch die Arbeit in unserem Bonner Büro

umweltfreundlicher.

punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 13


PROJEKTE

TESTAMENTARISCHE ZUWENDUNGEN

Mit Ihrem Erbe Zukunft

schaffen

Gutes tun über den Tod hinaus mit Ihrer

Erbschaft oder Ihrem Vermächtnis

Wir haben vieles gemeinsam: ANDHERI

HILFE, die ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-

STIFTUNG und Sie. Wir setzen uns gemeinsam

für benachteiligte Menschen in

Bangladesch, Indien und Nepal ein. Dass

Sie sich für die Menschen in unseren

Projekten auch über Ihren Tod hinaus engagieren

möchten, wirkt nachhaltig und

ermöglicht den unzähligen unterprivilegierten

Menschen ein selbstbestimmtes

Leben mit Zukunftsperspektive.

Gute Gründe für ein Testament

● Sie entscheiden selbst, was mit Ihrem

Nachlass geschieht.

● Sie können geliebte Menschen und

Herzensprojekte gleichermaßen bedenken.

● Sie schaffen Klarheit und vermeiden

Streit unter denjenigen, die erben.

● Sie können steuerliche Vorteile nutzen,

wenn Sie gemeinnützig vererben.

Ihr Erbe schafft Zukunft

Ratgeber zu Testament

Rosi-Gollmann-

Andheri-Stiftung

und Nachlassregelung

● Und vor allem: Sie geben Hoffnung –

für eine gerechtere Welt.

ANDHERI HILFE e.V. und die ROSI-

GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG:

Hilfe, die ankommt.

Wie viel erbt der Staat?

Der Staat erbt immer dann, wenn ein

Mensch verstirbt, der weder Ehepartner,

Ehepartnerin noch Blutsverwandte

hinterlässt und von dem auch kein Testament

vorliegt. Indirekt ist der Staat

durch die Erbschaftssteuer an jedem

Erbfall beteiligt, soweit der Wert des

Nachlasses die Freibeträge übersteigt.

Die Höhe der Erbschaftssteuer ist abhängig

vom Verwandtschaftsgrad sowie

vom Umfang der Erbschaft. Wer zu Lebzeiten

Teile seines Besitzes als Schenkung

weitergibt, Freibeträge ausnutzt

und das Testament wohlüberlegt gestaltet,

kann die Steuerlast für die Erbenden

unter Umständen deutlich vermindern.

Gemeinnützige Organisationen wie

ANDHERI HILFE e.V. und die ROSI-

GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG

sind von der Schenkungs- und Erbschaftssteuer

befreit. Die ihnen zugewandten

Vermögenswerte können also

ohne steuerliche Abzüge für den vorgesehenen

Zweck eingesetzt werden.

Wie wird mein Erbe eingesetzt,

wenn ich

… ANDHERI HILFE e.V. bedenke?

Ihr Erbe oder Vermächtnis wird direkt

gemäß Ihrer Bestimmung für Menschen

in Not eingesetzt und hilft, Zukunft

zu schaffen. Durch den zeitnahen

Einsatz der Mittel werden die Ursachen

von mangelnder Bildung, fehlender

Ausbildung, Armut und Unrecht sofort

Ihr Erbe kann bewirken, dass Kinder in Bangladesch,

Indien und Nepal zur Schule gehen können

– schenken Sie Zukunft!

angegangen und bekämpft. So können

wir Kinder, Familien, blinde und behinderte

Menschen unmittelbar in ihrer

Entwicklung unterstützen. Kurz gesagt:

Hier bringt Ihr Erbe unmittelbar wirksame

Hilfe, es kann schnell viel bewirkt

werden.

… die ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-

STIFTUNG bedenke?

Wenn Sie sich für einen Stiftungsfonds,

eine Zustiftung oder Treuhandstiftung

entscheiden, dann bleibt Ihr Vermögen

auf Dauer erhalten. Jahr für Jahr werden

die ERTRÄGE gezielt zur Förderung

ausgewählter Projekte der ANDHERI

HILFE eingesetzt. Ihr Erbe bedeutet somit

eine langfristige Unterstützung der

Arbeit des ANDHERI HILFE e. V. Kurz

gesagt: Hier bleibt Ihr Vermögen „auf

ewig“ erhalten, und die Erträge bringen

konstante Hilfe für Menschen in Not.

Auch auf Verbrauch ausgerichtete Zuwendungen

sind möglich.

Ihre Ansprechpartnerin

bei

ANDHERI HILFE

Elvira Greiner,

Vorstandsvorsitzende,

elvira.greiner@andheri-hilfe.org

0228 - 926 52 533

14 punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V.


Neues von der ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG

Ihr Nachlass für ein Herzensprojekt

In unserem kleinen Stiftungsbüro im Haus der ANDHERI HILFE wird es nie langweilig.

Fast täglich erreichen uns Botschaften, die uns innehalten lassen. Nachrichten,

die uns besonders tief berühren: der Tod eines Stifters oder einer Stifterin. Und

dennoch schwingt neben der Trauer auch Dankbarkeit mit. Dankbarkeit über die

gemeinsame Zeit und über die teils jahrzehntelange Verbundenheit. Oft folgt dann

als letzter stiller Gruß die Mitteilung, dass unsere Stiftung im Testament bedacht

wurde. Solche Gesten beeindrucken uns zutiefst. Sie zeigen, wie viel Vertrauen und

Hoffnung Menschen in unsere Arbeit setzen. Und sie erinnern uns daran, wie vielfältig

die Möglichkeiten sind, mit einem Testament Gutes zu bewirken.

Eine besondere Geschichte:

Symbolbild (KI-generiert)

Als wir im Jahr 2020 über die testamentarische Verfügung eines großzügigen Stifters informiert wurden, war

schnell klar: Hier hatte jemand mit großer Sorgfalt und Herz entschieden, wie sein Lebenswerk über den Tod

hinaus wirken soll.

Der Stifter setzte in seinem Testament die ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG als Haupterbin ein. Sein

ausdrücklicher Wunsch: Aus dem Erlös seines Vermögens sollte ein Verbrauchsfonds gegründet werden, der über

10 Jahre mit etwa gleich hohen Jahresbeträgen seinem ganz persönlichen Herzensprojekt innerhalb unserer

Stiftungsarbeit zugutekommen soll. Auch den Namen seines Fonds legte er im Testament fest. So gründeten wir

für ihn den „Verbrauchsfonds Elisabetha und Josef Strahl“.

Auch heute, fünf Jahre nach seinem Tod, sind wir noch voller Dankbarkeit und Bewunderung für diesen letzten

Gruß und freuen uns über die verlässliche Sicherheit, dass bis zum Ablauf der 10 Jahre jedes Jahr ein fester

Betrag zur Ausschüttung zur Verfügung steht. Eine langfristige Planbarkeit ist in der Projektarbeit vor Ort von

entscheidender Bedeutung, denn genau so ist eine nachhaltige Hilfe möglich.

Ein Testament kann nicht nur Menschen absichern –

es kann auch Hoffnung schenken

Wenn auch Sie darüber nachdenken, die ROSI-GOLLMANN-

ANDHERI-STIFTUNG oder den ANDHERI HILFE e.V. in Ihrem

Testament zu bedenken, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung

setzen oder Sie fordern unsere Erbschaftsbroschüre

kostenlos und unverbindlich an.

Herzliche Grüße

Ihre

Rosi Gollmann

Vorstandsvorsitzende

Ihre Ansprechpartnerin:

Daniela Wesseling

Assistentin des Vorstands

daniela.wesseling@rgast.de

0228 – 92 65 25 61

Rosi Gollmann

Vorstandsvorsitzende

Daniela Wesseling

Assistentin des Vorstands

Rosi-Gollmann-

Andheri-Stiftung

ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG

Mackestr. 53, 53119 Bonn

Tel.: 0228-926 525 61 oder -36

Informieren Sie sich unter www.rgast.de

oder stellen Sie uns Ihre Fragen:

E-Mail: info@rgast.de

Konto für die Förderung der STIFTUNG:

IBAN: DE07 3706 0193 0028 9410 13

Pax-Bank Köln

punkt.um 2/2025 ANDHERI HILFE e.V. 15


Beispiele zu unserem Beitrag

zu den SDGs im Jahr 2024

4. Hochwertige

Bildung

1. Keine Armut

2.869 ehemalige Kinderarbeiter

können nun wieder die Schule

besuchen.

1.589.792 Menschen haben 2024 in

Bangladesch, Indien und Nepal direkt

von unseren Projekten profitiert.

3. Gesundheit und

Wohlergehen

12. Nachhaltige/r

Konsum und

Produktion

286.604 Menschen wurden im Jahr 2024

in Bangladesch augenmedizinisch

betreut, 17.474 Augenkranke operiert.

39.642 Familien in unseren Projekten

haben 2024 nachhaltige Landwirtschaft

begonnen oder ihre Anbaumethoden

verbessert.

Direkt hier

spenden

IMPRESSUM

Herausgeberin:

ANDHERI HILFE e.V.

Mackestr. 53, 53119 Bonn

Telefon: 0228 926 525-0

Telefax: 0228 926 525-99

info@andheri-hilfe.org

www.andheri-hilfe.org

Unser Spendenkonto: IBAN: DE80 3705 0198 0000 0400 06, SWIFT-BIC: COLSDE33

V. i. S. d. P.: Elvira Greiner

Redaktion: Elvira Greiner, Cornelia Hansen, August Ilg,

Elisabeth Schlenkhoff, Bibi Sabina Tommek,

Anna Lisa Schauff, Georg Witzel

Fotos: Ursula Meissner, Sudharak Olwe, ANDHERI HILE e.V.,

Grafik: Monika Schmitt, mschmitt@fachwerkdesign.de

Produktion:

Rautenberg Media KG, Troisdorf

Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier.

Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier.

ANDHERI HILFE

gehört zu den Erstunterzeichnern

der:

Das DZI-Spenden-Siegel

Die ANDHERI HILFE trägt seit 1994 das

DZI-Spendensiegel, als Zei chen geprüfter

Seriosität und Spendenwürdigkeit.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!