COBURGER – Das Magazin #35
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Nr. 35 | Oktober 2019
Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.
2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Ist der Herbst das Ende,
oder schon der Beginn des Neuen?
Vergänglichkeit ist Thema in unserer Fotostrecke Herbstzeit-Los!
Ab Seite 24 mit Bildern von Yves Alloinde.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 3
INHALT
AUSGABE 35 | OKTOBER 2019
6 EDITORIAL. Arbeitslebensbalancierer.
8 STADTGESPRÄCHE. Über Ehrwald, St. Tropez und den Rosengarten zu Kaeser.
9 STADT IM BILD. Premiere der Jubiläumstorte.
10 HOFBERICHT. Treffen in der Domäne.
58 COBURGS BESTE. ERNST. VALEO. VERPA.
82 KULTURTIPPS. Erstmal in die Fleischerei.
87 IN EIGENER SACHE. Bilder einer Ausstellung.
96 MONACO FRANKE. Quatro Semmeli.
97 AUF EIN WORT. Sonneberger Blick.
98 DAS LETZTE. Es gibt ein Leben vor dem Tod.
CHRIS WINTER
YVES ALLOINDE
WOLFRAM HEGEN
14
24
32
LETZTE HILFE.
Zuwendung am Ende des Lebens.
HERBSTZEIT. LOS!
Vergänglichkeiten im Detail.
IM GESPRÄCH.
Interview mit Wirtschaftsförderer Stephan Horn.
HELGA MARIA WOLF 40
WAS HÄLT UNS ZUSAMMEN?
Sonderthema Tradition
GABI ARNOLD
WOLFRAM HEGEN
SEBASTIAN BUFF
STEPHANIE FRÖBA
ANNE KLOPP
HEIDI SCHULZ-SCHEIDT
DAVID WANKA
42
BRAUTZUG UND SAUERKRAUT.
Über Karl-Ulrich Pachale.
62 MACHER.
Prof. Johannes Kraft, Geriatrie Regiomed-Kliniken.
64
92
AUTOS SIND SEIN LEBEN.
Ein Ur-Coburger in Bamberg.
FERNÖSTLICH SPORTELN.
Eine Zeitreise.
98 SAALBACH-HINTERGLEMM.
Aus der Reihe „Kultouren“
136 GALERIE.
People People People.
4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
People
People
People.
Fotografien des
Neu-Coburgers
David Wanka in der
Galerie ab Seite 136.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 5
EDITORIAL
EDITORIAL
WOLFRAM HEGEN
Es waren wieder einmal sommerliche Reisen, die das Sichtfeld erweitert haben. Der oft
schale Blick, mittig alltagsfokussiert auf Daseinserhalt und -vorsorge, wendet sich, von
existenziellen Fesseln befreit und von Vorfreude aufgeputscht, neuen Erfahrungen und
Erlebnissen zu. Ein Brandenburgischer See westlich von Berlin. Traumhaftes Herumgefaule.
Endloses Herumgelese. Behäbiges Herumgeschwimme. Ehrgeiziges Rommegespiele
(mit den Töchtern! Keine Gnade!). Also alles wunderbar. Aber auch die Erkenntnis,
dass mangelnder Wettbewerb zwar noch nicht zu einem Versorgungsproblem führt,
man aber schon größere Pizzen für weniger Geld vertilgt und zum Salat auch so etwas wie eine Dressingauswahl
bekommen hat. Aber es gab halt nur ein Restaurant mit überdachter Terrasse (es regnete bisweilen, sehr
entspannend), und das war ein Italiener. Dann Dänemark, Nordseestrand auf der einen, Fjord auf der anderen
Seite. Was für ein Meer! Was für ein Fjord! Was für Strände! Traumhaftes Herumgefaule. Endloses Herumgelese.
Tosendes Herumgewelle. Daher weniger ehrgeiziges Rommegespiele (Kraftverlust im wilden Meer). Also
alles wunderbar. Aber auch die Erkenntnis, dass ein Berg oder wenigstens ein Hügel auch mal schön ist, weil
er neue Horizonte eröffnet und dass - gut, es geht wieder ums Essen, aber wann, wenn nicht im Urlaub - wir
zum Abschluss lecker aus waren … irgendwas mit Pommes. Und zu guter Letzt Kiefersfelden. Bergwandern.
Bayreuther Hütte. Kufstein am Abend. Schön. Aber auch die Erkenntnis, dass Kiefersfelden selbst eher ein
Ort zum Durchreisen ist, oder wie es die Wirtin wörtlich formulierte (Entschuldigung dafür): „Wennst vorna
einifährst, fangsts Speim a, wennst hinten außafährst, hörst wieder auf “.
Haupterkenntnis also: Coburg ist ein Paradies. Zwar ohne (richtigen) See, Meer, (richtige) Berge. Aber ein
fast perfekter Ort zum Leben. „Coburg ist die Kirsche auf der Sahne von der Torte am Buffet“, beschrieb es
einmal ein guter Freund. Selbstverständlich aber ist das nicht. Veste, Hofgarten, Schloss-, Alberts-, Markt-,
Theaterplatz, das Stadtbild also, ist das eine. Das aber ist historisch gewachsen, aber eben kaum ein Verdienst
von Lebenden (Sanierungen ausgeschlossen). Und schöne Architektur haben auch andere Städte, die aber
alles andere als paradiesisch sind. Coburgs heutige Spitzenposition dagegen ist vor allem den Unternehmen
vor Ort zu verdanken.
Die aber bekommen Probleme. Nicht nur wegen mangelnder Fachkräfte, Handelskriegen, Strukturwandel,
sondern auch wegen vieler „Arbeitslebensbalancierer“, die, verwöhnt von der wohligen Wärme von zehn Jahren
Wirtschaftswachstum, ein passives, vielleicht ein bisschen langweiliges Leben, einem aktiven, manchmal
anstrengenden, aber sicherlich spannenderen Leben vorziehen. Mut, Freude, Neugier, Kreativität, Risiko aber
sind es, aus denen Wertschöpfung entsteht (und auch das beste Rezept in Sachen Umweltschutz – aus Angst,
Gejammer und Miesmacherei baut man keine Zukunft).
Was das alles mit diesem Magazin zu tun hat?
So, jetzt sind Sie dran.
P.S. PS darf man bald nicht mehr sagen.
6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
INHALT
14
LETZTE HILFE
Zuwendung am Ende des Lebens
36
PRINZ ALBERTS ANGESTELLTE
Ausstellung im Einzehandel
32
IM GESPRÄCH
Stephan Horn
40
SONDERTHEMA „TRADITION“
Was hält uns zusammen?
92
ZEITREISE
Fernöstliche Sportarten
Coburgs Beste
SERVICEZEITEN:
DI - FR: 9.00 - 18.00 UHR
SA: 9.00 - 14.00 UHR
UND NACH ABSPRACHE
Kasernenstraße 15
96450 Coburg
Tel.: 09561 - 75 677
68
Ernst. Valeo. Verpa.
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AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 7
STADTGESPRÄCH
GUTE FREUNDE
STADTGESPRÄCH...
Geht die Stadt Coburg eine Städtepartnerschaft mit Ehrwald in Tirol ein? Wenn
es nach Mick Böhm vom Städtepartnerschaftsverein der Stadt Coburg geht, auf
jeden Fall. Ehrwald habe das Potential, die erfolgreichste Städtepartnerschaft in
der Geschichte Coburgs zu werden, so Böhm, da es eine Menge an Anknüpfungen
und privaten Verbindungen gebe. „Jeder Coburger aus den Jahrgängen vor
1980 hat bestimmt einmal, die meisten viele Male, einen Urlaub in Ehrwald
verbracht“, mutmaßt der ehemalige Koordinator Stadtmarketing, der heute unter
anderem für das Quartiersmanagement der Stadt Bad Staffelstein verantwortlich
zeichnet. „Ehrwald ist Treffpunkt für Coburger aus vielen sozialen Schichten und
Altersgruppen“, so Böhm gegenüber dem COBURGER. Mit den Überlegungen
für eine Partnerschaft mit Ehrwald ist der Städtepartnerschaftsverein nicht
alleine. Auch der Coburger Alpenverein unterstütze die Bestrebungen, und
Ehrwald sei einer Partnerschaft gegenüber ebenso sehr aufgeschlossen, habe er in
persönlichen Gesprächen erfahren können, sagte Böhm.
KÜNSTLERISCHE ADER 1
Phillip Juri Antonius Kaeser aus der Kaeser Familie ist auf künstlerischen
Wegen unterwegs. Das zeigt nicht nur sein Webauftritt für insgesamt über
50 000 Abonnenten unter www.facebook.com/PhilippJCaesar, auf dem sich nicht
nur viele Musikclips finden, gerne auch mit Gesang und Gitarre, sondern auch
sein Auftritt beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen von Kaeser im Landestheater
Coburg. Dort übernahm er die Moderation.
8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
STADTGESPRÄCH
GUTE IDEE
Kaum im Amt, hat sich der Lautertaler Neu-Bürgermeister Karl Kolb zumindest im
Stadtteil Neukirchen schon unsterblich gemacht: Nachdem er in seiner Rede zum
100-jährigen Bestehen der in Lautertal ansässigen HEIM Pharma Tropfsysteme
GmbH Neukirchen als „St. Tropez vom Coburger Land“ bezeichnet hatte (siehe
COBURGER 34 vom August 2019), prangt jetzt auch ein entsprechender Vermerk
am offiziellen Ortsschild. Wer dafür verantwortlich ist, ist allerdings unbekannt.
KÜNSTLERISCHE ADER 2
Die Künstlerin Jolanta Groffik aus Coburg hatte den COBURGER-Bilderwettbewerb
zum 200. Geburtstag von Prinz Albert gewonnen - mit einem Bild über Prinz
Albert ohne Prinz Albert (siehe COBURGER 34 vom August 2019). Jetzt überbrachte
der COBURGER noch die offiziellen Glückwünsche samt einem Prinz-Albert-Paket
von der Buchhandlung Riemann und den Hauptpreis, eine Fotoausrüstung
im Wert von 500 Euro. Der COBURGER wird die Künstlerin in einer der
kommenden Ausgaben ausführlich portraitieren.
GUTES ENDE
Zwar hat der Stadtrat in seiner Septembersitzung gegen öffentliche Grillplätze
gestimmt, das aber dürfte kaum der Auslöser dafür gewesen sein, dass eine
G(ue)rill(a)-Aktion der Wählergemeinschaft ProCoburg im Rosengarten die
Polizei auf den Plan rief: Die nämlich tauchte in beträchtlicher Personalstärke mit
Hundeverstärkung auf, um einer vermeintlich wilden Party am Sintflutbrunnen
im Rosengarten ein Ende zu bereiten. Dabei hatte man doch nur gegrillt. Der
Irrtum war schnell aufgeklärt, und Bratwürste gab es auch noch.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 9
STADTGESPRÄCH
KEIN FASCHINGSSCHERZ
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COBURGER
Müenhandlun
Müenhandlun
Klaus Wagner // seit 1977 in Coburg
Dann bleiben wir doch beim Rosengarten: Ist er der ideale Ort für ein
Kongresshotel? Oder nicht? Und benötigt Coburg noch ein Hotel? Oder nicht?
Das alles soll Thema sein bei der neuen Ausgabe von „Auf den Punkt“, dem
Regionentalk der Sparkasse Coburg -Lichtenfels von iTVCoburg in Kooperation
mit Radio EINS und dem Coburger Tageblatt. Für das Podium hat sich auch
Michael Stoschek angekündigt, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung
der Brose-Unternehmensgruppe, einer der Befürworter eines Hotelneubaus im
Rosengarten statt wie ursprünglich vorgesehen auf der Fläche der ehemaligen
Angerturnhalle. Die Sendung wird am Montag, den 11.11. im Saal von St. Augustin
aufgezeichnet und ist danach bei iTVCoburg zu sehen. Auch Radio und Zeitung
berichten über den sicherlich kurzweiligen Informationsaustausch.
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10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Samstag
10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
GUTES ENDE 2
Mit dem E-Bike von Coburg nach Gotha: Die Aktion vom Rotary-Club Coburg
sorgte im Mai dieses Jahres für großes Aufsehen, weil sich der an Parkinson
erkrankte Coburger Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha diese Fahrt
vorgenommen hatte. Er wollte damit ein Zeichen setzen und Geld sammeln für
Parkinson-Projekte. 40 000 Euro sind zusammengekommen – Grund genug,
die Aktion noch einmal zu würdigen im Rahmen der Coburger Museumsnacht.
Dort gab es im Vermessungsamt im Marstall viele Bilder und einen Film über die
Aktion zu sehen. Und natürlich kam auch die Hauptperson vorbei: Prinz Andreas
stellte sich den Fragen von Moderator Andreas Leopold Schadt. Mit ihm war auch
Organisator Max Beyersdorf vor Ort.
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Tel. 09561 94 095 // www.muenzen-coburg.de
10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
STADT IM BILD
Premiere einer Torte: Ausgewählte Gäste durften im Cafe Feiler die ersten Stücke
der Prinz-Albert-Torte testen ... Zum 200. Geburtstag hatten die Feilers auf Anregung
des COBURGER diese Torte kreiert. Keine Geringeren als Prinz Albert und Queen
Victoria persönlich begrüßten die Gäste, die bei einem Gewinnspiel eines der
begehrten Premierentickets ergattert hatten.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 11
DER HOFBERICHT
FOTOS: VAL THOERMER
Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg
sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist
sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt
einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern
HOFBERICHT
gerne kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch.
Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann
sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal vom
Demographiekongress von Oberfranken Offensiv in Sonnefeld.
Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und Frank Ebert,
Geschäftsführer Oberfranken Offensiv.
IHK-Präsident Friedrich Herdan (mit Armverletzung nach einem Sturz),
Prof. Dr. Christiane Fritze, Präsidentin der Hochschule Coburg.
12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
DER HOFBERICHT
Roland Jahn und Rainer Kober, Vorsitzender von Kronach creativ e.V.
Ulf Felgenhauer, Oberfranken offensiv, Dr. Christiane Fritze, Präsidentin der
Hochschule Coburg, Frank Herzog, Gründer Concept Laser.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 13
Von Christoph Winter
Letzte
Hilfe
Zuwendung am
Ende des Lebens
14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
DER LETZTE WEG
Der Herbst. Das Jahr neigt sich dem
Ende zu. Die Natur bäumt sich bunt
und schillernd noch einmal auf, bevor
sie für ein paar Monate ihr Kleid
abwirft. Eine Metapher für das Leben
und das Sterben. So fallen in
den Herbst auch die Feiertage, die
den Tod zum Thema haben. Tage, an
denen man trauert, der verstorbenen
Verwandten, Freunde, Kollegen
gedenkt. In Schmerz,
Dankbarkeit, stiller Einkehr.
Tage, die den Blick auf das
Sterben
lenken
und auf das, was
am Ende aller
Tage wirklich wichtig
ist.
Der letzte Erste-Hilfe-Kurs ist für viele Menschen
der erste Erste-Hilfe-Kurs gewesen. In der Regel
wurden die Handgriffe für eine stabile Seitenlage
oder für das Anlegen eines Druckverbandes vor
der Führerscheinprüfung geübt. Mit den Jahren
sind die Kenntnisse der lebensrettenden Sofortmaßnahmen
in Vergessenheit geraten. Der Anblick
eines Unfallopfers macht hilflos. Zumal im
Zeitalter des mobilen Telefonierens professionelle
Hilfe sofort gerufen werden kann, so die weitverbreitete
Ansicht.
Erste Hilfe wird als „Maßnahme zur Hilfe bei akuter
Verletzung und Erkrankung mit dem primären
Ziel, das Überleben der Betroffenen zu sichern“
definiert.
„Maßnahmen zur Hilfe bei lebensbedrohlichen
Erkrankungen mit dem primären Ziel der Linderung
von Leiden und der Erhaltung von Lebensqualität“
beschreibt dagegen prägnant einen
Letzte-Hilfe-Kurs.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 15
LETZTE HILFE
Am Ende des Lebens einander beizustehen, entspringt
also der gleichen humanen Haltung wie
anderen Menschen bei Krankheit und Verletzungen
zu helfen.
Einen Kurs in Letzter Hilfe hat der Hospizverein
Coburg jüngst veranstaltet. Früher vorhandenes,
meist selbstverständliches Wissen zur Sterbebegleitung
ist verloren gegangen. „Beim Thema
‚Tod‘, ‚Lebensende‘ und ‚Sterben‘ sind wir Menschen
Verdrängungskünstler“, wissen Annette
Hofbauer und Barbara Brüning-Wolter vom Hospizverein
Coburg aus ihrer Tätigkeit. „Wir haben
heute für den Trauernden keine gute Trauerkultur
mehr“, sagt Martina Walz. Sie ist Trauertherapeutin
und hält seit vielen Jahren auch Reden
bei Trauerfeiern. Ein guter Abschied von einem
Verstorbenen sei wichtig für die Hinterbliebenen.
Ein gutes Dutzend Menschen hat den ersten Letzte-Hilfe-Kurs
des Hospizvereins Coburg besucht.
Vier Unterrichtsstunden stehen jeweils für eines
der vier Module: „Sterben ist ein Teil des Lebens“,
„Vorsorgen und Entscheiden“, „Leiden lindern“
und „Abschied nehmen vom Leben“. Aber einen
allgemein gültigen Kurs mit stets zutreffenden
Antworten, der alle Fragen und Aspekte zweifelsfrei
erklärt, gibt es nicht. „Jeder Mensch, jeder
Angehörige empfindet den Tod anders“, stellt
Barbara Brüning-Wolter fest. Auch weil die Ursachen
so unterschiedlich sind, die dem Leben ein
Ende setzen. „Haben wir alles richtig gemacht,
haben wir nichts unversucht gelassen?“ fragen
sich die Angehörigen oft, wenn eine Krankheit
dem Todesfall vorausgegangen ist, so Annette
Hofbauer. Noch mehr und drängendere Fragen
würden sich nach einer Selbsttötung aufwerfen.
Mehr als 900.000 Menschen sind im vergangenen
Jahr in Deutschland gestorben. Statistisch gesehen
scheiden etwa zwei Prozent aus dem Leben,
indem sie friedlich für immer einschlafen. Dabei
wünschen sich so einen friedlichen Tod wohl die
allermeisten. Sehr viel mehr sterben durch Unfälle
und die meisten an Krankheiten. Allein deshalb
müssen sich fast alle Menschen irgendwann mit
dem manchmal quälenden Prozess des Sterbens
und Abschiednehmens beschäftigen. Sei es, weil
ein naher Angehöriger schwer krank wird oder
ein guter Freund im Sterben liegt.
Schwerkranken oder sterbenden Menschen kann
auch ohne Medikamente und medizinisches
Wissen geholfen werden. Das kann einfach nur
Zuhören sein, wenn ein schwerkranker Mensch
Unsere beliebte, musikalische Veranstaltung findet am
22. Dezember 2019, um
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in der geschmückten Halle auf dem Friedhof Coburg statt.
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16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
ZUWENDUNG AM ENDE DES LEBENS
noch gut ansprechbar ist. Dasein und Zuhören –
vielen nimmt es einen Teil ihrer Last, wenn sie
jemanden zum Reden haben. Viele Schwerkranke
empfinden auch eine friedliche Umgebung als
angenehm. Manch einer mag es, wenn der Raum
abgedunkelt wird, andere entspannen sich bei ruhiger
Musik oder Meditation.
Angenehme Düfte können beruhigen. Eine sanfte
Berührung, das Festhalten an der Schulter signalisieren
Nähe und füreinander da zu sein. Bewegt
sich jemand nur noch schwer von allein, kann es
Linderung verschaffen, wenn man ihn in seinem
Bett anders lagert. Es sind Kleinigkeiten, die darüber
entscheiden können, wie wohl sich jemand
fühlt, der an seinem Lebensende angekommen
ist.
„Für die Angehörigen ist ein guter Abschied
wichtig“, weiß Martina Walz. Die Trauerrednerin
und -therapeutin erfährt in ihrer Praxis oft,
dass die Menschen unsicher sind angesichts des
Ablebens eines Angehörigen oder Bekannten.
Nach dem Tod eines nahen Menschen geht jeder
Trauernde durch bestimmte Trauerphasen, aber
sie sind natürlich individuell in ihrer Dauer und
werden auch unterschiedlich wahrgenommen.
Trauerphasen dauerten für jeden Menschen unterschiedlich
lange. „Die Zeit zwischen dem Tod
und der Trauerfeier ist sehr wichtig. Aber diese
Tage, die eine Ausnahmesituation darstellen,
sind meist vollgepackt mit vielen organisatorischen
Dingen.“ In der Trauerrede müsse der
Verstorbene wiedererkannt werden können und
die Familie sich sicher sein, „dem Toten hätte
die Feier gefallen“. Martina Walz: „Es kann z.B
durchaus Musik gespielt werden, die vordergründig
nicht diesem speziellen Anlass angemessen
scheint. Das kann auch mal ein wildes, fröhliches
Lied sein, das der Verstorbene gerne hörte.“
Die Kunst einer guten Trauerrede sei es, „niemanden
bloß zu stellen und trotzdem
bei der Wahrheit zu bleiben“.
Die Angehörigen müssten
sich in dem Text gesehen
fühlen, besonders wenn
es negative Dinge oder
schlechte Charakterzüge
des Verstorbenen betrifft.
Zuwendung ist, was wir
alle am Ende des Lebens
brauchen.
Es sind Kleinigkeiten, die darüber entscheiden können,
wie wohl sich jemand fühlt, der an seinem Lebensende
angekommen ist.
AUSGABE 34 / AUGUST 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 17
LETZTE HILFE
Bestattet in völliger Anonymität
„Bestattungen von Amtswegen“ gibt es immer wieder.
Nicht nur in der Anonymität der Großstadt.
„Etwa 20-mal im Jahr veranlasst das Standesamt,
dass ein Leichnam vom Friedhofsamt bestattet
wird“, sagt Tobias Debudey, Abteilungsleiter des Coburger
Friedhofs- und Bestattungswesens. In diesem
Jahr waren es 13 solcher Fälle. Angehörige sind verpflichtet,
die Bestattung eines Verstorbenen zu organisieren.
Gibt es niemanden, so ordnet das Standesamt
die Bestattung an. Das hat seine Ursachen im
Bestattungsgesetz, wonach eine Sarg- oder Feuerbestattung
maximal 96 Stunden nach Eintritt des Todes
erfolgen muss. „Alleinlebende Menschen treffen
oft Vorsorgen und Festlegungen, wie ihre Bestattung
geregelt werden soll“, weiß Debudey. Oft werde Geld
für die Auslagen bereitgelegt und schriftlich erklärt,
ob es eine Sarg- oder Urnenbestattung geben soll.
Wenn nichts dergleichen verfügt wurde, wählt die
Friedhofsverwaltung die kostengünstigere Feuerbestattung.
Bis zur Beisetzung vergehen dann drei bis
vier Monate, „um vielleicht doch noch Angehörige
zu finden, die möglicherweise ein Grab für den Verstorbenen
haben möchten, oder auch um die Kosten
zu übernehmen“. Findet sich niemand, wird die Urne
auf dem Friedhof in aller Stille beigesetzt. „Das geschieht
dann früh am Morgen, wenn wenig Besucher
auf dem Friedhof sind. Es gibt keine Trauerfeier oder
-rede und ein Geistlicher ist nicht anwesend. Die
Stelle wird auch nicht gekennzeichnet.“
„Beim Thema ‚Tod‘, ‚Lebensende‘
und ‚Sterben‘ sind wir Menschen
Verdrängungskünstler“
Letzte-Hilfe-Kurse
Entwickelt wurden die Letzte-Hilfe-Kurse vor vier
Jahren von Georg Bollig, einem Palliativmediziner und Notarzt
aus Schleswig. Henry Dunant, Gründer der Internationalen
Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung gab Bollig den Anstoß
für die Letzten-Hilfe-Kurse. Im Sardinischen Krieg stand Dunant auf dem
Schlachtfeld von Solferino am 24. Juni 1859 den schwerverwundeten Soldaten
des Kaisertums Österreich und des Kaisertums Sardinien zur Seite, die
gegeneinander kämpften. Einige sollen Dunant regelrecht angefleht haben,
bei ihnen zu bleiben, damit sie nicht alleine sterben müssen. „Auf diese Weise
hat Dunant zugleich eine Art Erste Hilfe und Letzte Hilfe geleistet“, erzählt
Georg Bollig. Der erste Kurs fand Anfang 2015 in Schleswig statt, mittlerweile
gibt es die Kurse im ganzen Bundesgebiet.
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18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
NACHLASS
Gesponserter Beitrag
Den eigenen
Tod regeln
Informationen
von der Kanzlei
Hörnlein & Feyler
Wenn ein Angehöriger stirbt, bedeutet
das für die Familie in der Regel einen
schmerzlichen Verlust und Trauer.
Dazu kommen die Bürokratie und
die Organisation der Trauerfeier. Damit
der Tod nicht auch noch unangenehme
bürokratische oder rechtliche
Konsequenzen nach sich zieht, sollte
bereits zu Lebzeiten einiges beachtet
werden. „Denn nur wer sich rechtzeitig
mit dem eigenen Lebensende
auseinandersetzt und sich mit unbeliebten
Formalitäten wie Vollmachten
und Patientenverfügungen beschäftigt,
kann den Hinterbliebenen einen
Teil der Last abnehmen,“ sagt Maren
Feyler, Fachanwältin für Familienrecht
und Erbrecht in der Anwaltskanzlei
Hörnlein & Feyler in Coburg.
Das beginnt damit, dass man seine Rechtsnachfolge
und die Erbenstellung festlegt.
Das kann durch ein eigenhändiges oder notarielles
Testament oder auch durch einen notariellen Erbvertrag
geschehen. Das eigenhändige Testament muss handschriftlich verfasst, mit
Datum versehen und eigenhändig unterschrieben sein. Gegen eine relativ
geringe Gebühr kann dieses Schriftstück beim Nachlassgericht hinterlegt
werden und wird dann im Todesfall von dort eröffnet. Ein notarielles oder
mit anwaltlicher Hilfe erstelltes Testament kostet zwar Geld, sichert dann
aber ab, dass der letzte Wille auch rechtlich „wasserdicht“ formuliert wird.
Wurde das Testament nicht beim Notar erstellt oder beim Nachlassgericht
hinterlegt, muss sichergestellt sein, dass das Testament nach dem Tod auch
gefunden wird. Ebenso wichtig ist es, dass alle anderen wichtigen Urkunden
leicht aufzufinden sind. Es bietet sich die Erstellung einer Übersicht an, wo
die Angehörigen welche Dokumente finden können oder zumindest die Aufbewahrung
in einem Ordner.
Die Vorsorgevollmacht schafft die Grundlage für eine Vertrauensperson,
dann zu handeln, wenn der Betroffene hierzu selbst nicht mehr in der Lage
ist. Diese kann zu Lebzeiten errichtet werden und Gültigkeit über den Tod
hinaus haben, so dass sowohl im Falle einer möglichen Geschäftsunfähigkeit,
als auch nach dem Tod in allen Bereichen, in denen es etwas zu regeln gibt -
wie gegenüber Behörden, Banken und Ärzten - gehandelt werden kann. Eine
Betreuungsverfügung regelt, wer im Bedarfsfalle als Betreuer eingesetzt werden
soll, damit keine fremde Person von Amts wegen eingesetzt wird. Die in
diesem Zusammenhang als wichtig zu erwähnende Patientenverfügung für
die Frage, ob und wenn ja welche lebenserhaltenden Maßnahmen gewünscht
werden, ist ebenfalls sehr sinnvoll. Wichtig hierbei ist, dass möglichst präzise
die Krankheitszustände und Maßnahmen beschrieben werden, deshalb sollte
man sich für eine solche Patientenverfügung fachkundigen Rat einholen.
Wenn Immobilieneigentum vorhanden ist, über welches vielleicht schon zu
Lebzeiten verfügt werden müsste - um beispielsweise die Kosten für einen
Heimplatz zu sichern -, ist eine notarielle Vollmacht erforderlich. Wer mit
Hilfe einer solchen Vollmacht handelt, muss sich bewusst sein, dass er anderen
Miterben oder Berechtigten später über seine Handlungen mithilfe der
Vollmacht Rechenschaft zu erteilen hat.
Sinnvoll ist auch das Erstellen einer Bankvollmacht, denn obwohl die Banken
eine Generalvollmacht oder auch eine Vorsorgevollmacht zu akzeptieren
haben, ist es in der Praxis oft leichter, mit einer frühzeitig bei der Hausbank
selbst hinterlegten Vollmacht an Geld für die Bestattung oder für aufgelaufene
Rechnungen des Krankenhauses oder eines Pflegeheimes zu kommen.
Ohne Vollmacht droht eine Kontensperre, bis die Frage der Rechtsnachfolge
durch das Nachlassgericht geklärt ist und ein zu beantragender Erbschein
zum Nachweis der Erbfolge ausgestellt ist.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 19
M. BREHM
Stunden des Abschieds
… sind mit Trauer und Schmerz verbunden.
Hilfe finden die Hinterbliebenen
im Bestattungsinstitut M. Brehm
in Coburg. Das Institut ist das einzige
im Stadt- und Landkreis Coburg mit
einer privat geführten Trauerhalle,
Kaffeezimmern, Verabschiedungsräumen
und einer Ausstellung mit einer
großen Auswahl an Särgen und Urnen.
Im Bestattungsinstitut M. Brehm werden alle Angelegenheiten rund um den
Trauerfall und die Bestattung aus einer Hand abgewickelt. Dazu gehören u. a. die
Erledigung aller notwendigen Formalitäten mit Ämtern und Behörden, die Organisation
der Trauerfeier wie beispielsweise Terminvereinbarungen mit Pfarr- und
Friedhofsämtern, Bestellung des Blumenschmucks, Gestaltung von Trauerdrucken
sowie die musikalische Ausgestaltung.
Im „Haus des Abschieds“ kann die Zeremonie individuell gestaltet werden – und
das liegt Inhaber Jochen Gleißner am Herzen. „Eine Trauerfeier ist etwas sehr
Persönliches. Wir möchten den Menschen in dieser besonderen Lage helfen, sie
unterstützen und ihnen einen Abschied von ihren Lieben nach ihren Wünschen
ermöglichen“, sagt Jochen Gleißner. Ganz gleich ob die Abschiedsrede von einem
Pfarrer, einem Trauerredner oder einem Familienangehörigen gehalten werden
soll – alle Wünsche werden berücksichtigt. Beispielsweise können Erinnerungen
an den Verstorbenen über eine Power-Point-Präsentation laufen, die Dekorationen
auf das Leben des Verstorbenen abgestimmt werden, Solisten spielen oder
Chöre singen, oder das Lieblingslied wird von CD abgespielt – auch bei der musikalischen
Ausgestaltung bleiben keine Wünsche offen. Im Anschluss steht den
20 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
NACHLASS
Advertorial
„Es freut mich, wenn die Angehörigen bei allem
Schmerz mit einem Lächeln gehen.“
Jochen Gleißner, geprüfter Bestatter
Trauergästen auf Wunsch ein Kaffeeraum zur Verfügung,
so kann der Abschied in Ruhe und ohne Zeitdruck
ausklingen.
Das Bestattungsinstitut M. Brehm bietet auf Wunsch
der Angehörigen auch ein besonderes Andenken an
den Verstorbenen an. So kann von einem Fingerabdruck
ein Schmuckstück aus Silber oder Weißgold
angefertigt werden, um die Erinnerung an den geliebten
Menschen wachzuhalten.
Wenn Sie bereits zu Lebzeiten alles rund um ihren
eigenen Abschied planen möchten, gibt es im Bestattungsinstitut
M. Brehm die Möglichkeit in einer
Bestattungsvorsorge alle Rahmenbedingungen festzuhalten.
Dies entlastet Ihre Angehörigen und sie haben
den Kopf frei, für das was wirklich wichtig ist und
ohnehin alle Gedanken überlagert: die Trauer.
Jochen Gleißner …
… geprüfter Bestatter, 35 Jahre alt, aus Untersiemau/Scherneck.
Er ist Vater zweier Kinder
im Alter von sechs und drei Jahren. Das Bestattungsinstitut
M. Brehm hat er, nach langjähriger
Mitarbeit im Institut, im Jahr 2018 vom
Firmengründer Manfred Brehm übernommen
und führt es nun gemeinsam mit seiner Frau
Stefanie in dessen Sinne weiter.
Im Jahr 2012 suchte Manfred Brehm nach geeigneten
Räumen für das „Haus des Abschieds“
und fand diese am Vorderen Floßanger 13 in
Coburg.
Trauerfall:
Sollte ein Trauerfall
eintreten, dann ist das
Bestattungsinstitut
M. Brehm rund um die
Uhr für Sie erreichbar.
Kontakt:
Bestattungsinstitut M. Brehm
Vorderer Floßanger 13, 96450 Coburg | Telefon: 09561 – 20 04 10
Heldburger Straße 16, 96476 Bad Rodach | Telefon: 09564 – 80 91 11
Bahnhofstraße 20, 96484 Meeder | Telefon: 09566 – 80 81 36
www.bestattung-brehm.de
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 21
RUHEWALD
Ruhe finden in der Natur
Der Wald ist ein lebendiger und friedlicher Ort zugleich. Viele
Menschen spüren hier ihre Verbundenheit zur Natur und finden in
der harmonischen grünen Weite Ruhe vom Alltag. Der Ruhewald
Schloss Tambach ist nicht nur Rückzugsraum für die Lebenden,
sondern auch Ruhestätte für Verstorbene.
Foto: Sebastian Kolm
Foto: Stephanie Fröba
22 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
SCHLOSS TAMBACH
Advertorial
Foto: Sebastian Kolm
Seit mehr als zehn Jahren kann man sich in dem rund sieben Hektar
großen Waldgebiet nahe Weitramsdorf bei Coburg beisetzen
lassen. Jeder – unabhängig von Glaube und Wohnort – hat die
Möglichkeit, sich hier vorsorglich seinen eigenen Ruhebaum zu
suchen. Aus aktuell 1000 Ruhebäumen wählt man gemäß der
persönlichen Wünsche seinen letzten Ruheort aus, beispielsweise
unter einer Lärche in Himmelsrichtung Süden. Auf viele wirkt
diese mitten im Leben getroffene Entscheidung für eine Bestattung
in der Natur beruhigend. Und auch die Angehörigen finden
im Ruhewald Schloss Tambach später einen sanfteren Weg des
Abschiedsnehmens und einen angenehmen Erinnerungsort.
Die Trauerzeremonie ist frei gestaltbar. Christliche Bestattungen
sind hier genauso gängig wie Beisetzungen ohne geistigen
Beistand. Ein Andachtsraum mit Blick zwischen die Bäume
steht zur Verfügung ebenso wie eine Andachtsplatz unter freiem
Himmel. Am ausgewählten Ruhebaum wird auf Wunsch eine
individualisierte Gedenktafel angebracht. Grabpflege durch die
Angehörigen ist im Ruhewald Schloss Tambach nicht nötig.
Hier überlässt man alles der Natur. Sich selbst und das, was daraus
entsteht...
FÜHRUNGEN
Kostenloser Info-Spaziergang durch den Ruhewald.
Jeden Mittwoch und Samstag, jeweils 14:00 Uhr.
Treffpunkt an der Infotafel am Eingang.
Oder nach Vereinbarung.
HINTERGRUND
Der Ruhewald Schloss Tambach ist ein Mischwald mit
rund 30 Baumarten, darunter auch einige seltene wie
Wildbirne oder Elsbeere. Dank der Pflege als Naturfriedhof wird
auch ein Stück heimischer Wald geschützt. Dieser Effekt war für
den Besitzer Graf zu Ortenburg ein wichtiger Grund, sich für die
Nutzung der Fläche als Ruhestätte zu entscheiden.
Alle Infos unter
WWW.RUHEWALD.DE
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32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
STEPHAN HORN
Im
Gespräch
120 000 Einwohner, 8000 Unternehmen, niedrige Arbeitslosigkeit,
Wohlstand: Coburg ist eine wirtschaftlich starke Region.
Doch weltwirtschaftliche Turbulenzen und die Chancen
und die Risiken der Digitalisierung machen auch vor der
Region nicht halt. Was aus seiner Sicht in der Region Coburg
getan werden muss, um ein starker Standort zu bleiben, darüber
hat sich der COBURGER in der letzten Ausgabe mit
Martin Schmitz unterhalten, dem Leiter der Wirtschaftsförderung
des Landkreises Coburg. Dieses Mal hat der CO-
BURGER Stephan Horn interviewt, den Geschäftsführer der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg mbH.
COBURGER: Wo sehen Sie aktuell die
größten Risiken für den Standort Coburg?
Horn: Wir stehen möglicherweise vor einer Welle wirtschaftsunfreundlicher
Politik. Bei manchen Entscheidungen macht man sich in meinen
Augen nicht ausreichend Gedanken über die Folgen für die Wirtschaft.
Ein Beispiel ist die Klimapolitik: Hier darf man nicht so brachial gegen die
Wirtschaft vorgehen, sondern muss mit ihr Hand in Hand arbeiten. Auch
der Handelsstreit der USA mit China beschäftigt uns hier in Coburg, weil
viele Unternehmen Geschäfte mit und in diesen Ländern tätigen. Und lokal
kämpfen wir mit dem Mangel an Fachkräften. Vor allem das Handwerk
hat da Probleme. Vor diesem Hintergrund ist zum Beispiel die Diskussion
um die vorgesehene Schließung des Coburger Berufsbildungs- und Technologiezentrums
BTZ der Handwerkskammer für Oberfranken schwierig.
Es darf nicht geschlossen werden! Wir werden alles dafür tun, dass das
BTZ in Coburg bleibt.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 33
INTERVIEW
Im
Gespräch
COBURGER: Eine Herausforderung ist auch die Digitalisierung. Sie sind
nah an den Unternehmen dran, wie werden dort Risiken und Chancen
wahrgenommen?
Horn: Also ich glaube nicht, dass unsere Unternehmerinnen und Unternehmer
die Digitalisierung als Risiko sehen, sondern eher als Herausforderung
und auch als Chance. Ich will nicht einstimmen in die meines
Erachtens falsche Darstellung, die Unternehmen hierzulande seien nicht
weit genug. Ich sehe das ganz anders. Wir haben doch wegweisende digitale
Innovationen bei großen und kleinen Unternehmen hier in Coburg.
Beispiele sind die HUK mit ihrem Telematik-Tarif, Kaeser als Vorreiter für
Industrie 4.0., Lasco mit den Möglichkeiten der Fernwartung und Brose
natürlich mit seiner digitalen Transformation. Es ist schon viel auf einem
sehr guten Weg!
COBURGER: Um die Digitalisierung vorwärts zu bringen und Unternehmen
auf diesem Weg zu begleiten, gibt es das Digitale Gründerzentrum.
Die Stadt Coburg als Gesellschafter der Zukunft.Coburg.Digital GmbH
ist mit ihrer Wirtschaftsförderungsgesellschaft einer der Treiber. Wie bewerten
Sie die aktuelle Entwicklung des Gründerzentrums mit den zwei
Standorten Schlachthof und dem neuen im ehemaligen Goebel-Gelände
in Rödental?
Horn: Insgesamt ist das Digitale Gründerzentrum auf einem guten Weg. Es
ist von Zukunft.Coburg.Digital bereits viel umgesetzt worden. Allerdings
waren wir ehrlicherweise schon etwas überrascht, als vor einem Jahr plötzlich
der zweite Standort Rödental mit der geplanten digitalen Manufaktur
ins Spiel gebracht wurde. Das hat zunächst zu Verwirrungen auf fachlicher
und politischer Ebene geführt. Wir haben uns aber entschieden, dass wir
dieses Projekt mittragen, haben mit Oberbürgermeister Norbert Tessmer,
mit Landrat Sebastian Straubel und mit dem Rödentaler Bürgermeister
Marco Steiner Gespräche geführt und gehen jetzt die Sache gemeinsam
an. Das Gelände in Rödental ist ebenfalls historisch, man kann es super
weiterentwickeln und es wird sich sicher eine sehr gute Kombination mit
dem Schlachthof ergeben.
COBURGER: Das ehemalige Schlachthofareal soll ja von der Stadt
ertüchtigt werden, noch hat sich aber ja nicht viel Sichtbares getan. Wie
geht’s weiter?
Horn: Die Bauleitung ist aus steuerlichen und organisatorischen Gründen
an das Hochbauamt der Stadt übergegangen und die Planungen für
die ehemalige Kühlhalle sind nun vor dem Abschluss. Allerdings wird das
Projekt wohl teurer als erwartet, unter anderem weil es Unwägbarkeiten
wegen der Decke gibt. Letztlich muss der Stadtrat noch in diesem Jahr entscheiden,
ob wir mehr als die gut fünf Millionen Euro ausgeben wollen,
die eigentlich geplant waren. Das Ergebnis ist noch nicht vorauszusehen.
Also ich glaube nicht, dass
unsere Unternehmerinnen und
Unternehmer die Digitalisierung
als Risiko sehen, sondern eher als
Herausforderung und auch als
Chance.“
34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
STEPHAN HORN
COBURGER: Wie sieht es aus mit Gewerbeansiedlungen in der Stadt?
Die Firma Buttonorder ist, um sich zu erweitern, nach Lautertal, markatus
als größte Werbeagentur ins Goebel-Gelände nach Rödental. Warum
hat man diese Unternehmen nicht halten können?
Horn: Es gibt unter uns Wirtschaftsförderern ein „Gentleman agreement“,
dass Stadt und Landkreis sich nicht gegenseitig Unternehmen abwerben.
Das gilt sogar oberfrankenweit. Wenn aber Unternehmen das aus eigenem
Antrieb tun wollen und sich verändern möchten, dann kann man da nichts
dagegen sagen, auch wenn es manchmal natürlich wehtut. Aber oft entscheiden
sich Unternehmen ja auch für den Standort Coburg. Die Firma
ROS ist da ein positives Beispiel aus unserer Sicht. Die Firma hat hier einen
eindrucksvollen Neubau hingestellt und damit auch ein klares Bekenntnis
zur Stadt Coburg. Und wenn wir uns als gemeinsamen Wirtschaftsraum
sehen, ist es mir auf jeden Fall lieber, ein Unternehmen bleibt hier in der
Region – auch wenn das vielleicht mal in Ahorn oder Rödental ist – als dass
es nach Tschechien oder China abwandert.
COBURGER: Sie haben die Konkurrenzsituation von Stadt und Landkreis
schon angesprochen. Da gibt es eben die Wirtschaftsförderung des
Landkreises und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft von der Stadt
Coburg. Braucht es für eine Region mit gut 120 000 Einwohnern zwei
Wirtschaftsförderungseinrichtungen?
Horn: Es gibt in Bayern keine kreisfreie Stadt, die mit dem Landkreis eine
gemeinsame Wirtschaftsförderungsgesellschaft betreibt. Wir haben das
Thema aber natürlich sehr wohl diskutiert. Langfristig kann das sicher ein
Ziel sein. Aber aktuell gibt es einfach unterschiedliche Arbeitsweisen in
einer kreisfreien Stadt und einem Landkreis. Und dann sind da die unterschiedlichen
Interessen der zugehörigen Städte und Gemeinden. Das würde
eine gemeinsame Gesellschaft sicher in schwierige Situationen bringen.
Ich denke, es ist vorerst besser, projektbezogen zusammenzuarbeiten. Das
kann erfolgreich ablaufen, wie zum Beispiel bei Zukunft.Coburg.Digital.
Und auch so etwas wie eine gemeinsame Gewerbegebietsentwicklungsgesellschaft
wäre bei entsprechender Ausstattung sinnvoll.
COBURGER: Coburg wollte ja 5-G-Modellregion werden. Unterdessen
überholen andere Kommunen die Stadt, obwohl Coburg die erste war,
die das Thema bei der Bayerischen Staatsregierung ins Gespräch gebracht
hat. Warum hat man diese Chance verpasst?
Horn: Es gibt ja immer noch tolle Möglichkeiten, das Thema 5-G hier vor
allem auch für die Unternehmen nutzbar zu machen. Wir sollten einfach
als Region Coburg die Dinge selbst angehen und nicht nur auf mögliche
Förderungen schielen. Wir hätten das auch alleine machen können und
werden da sicherlich auch wieder aktiv werden.
COBURGER: Und was liegt Ihnen persönlich noch am Herzen?
Horn: Das Thema Bürokratie treibt mich sehr um. Wir erleben gerade eine
Phase, in der immer wieder neue Regelungen aufgestellt werden. Alleine
die Themen Beihilfe- und Subventionsrecht fressen uns regelrecht auf. Es
gibt Wochen, da bin ich tageweise nur damit beschäftigt. Und das betrifft
viele klein- und mittelständische Firmen auch, die vielleicht nicht die hausinternen
Möglichkeiten zur juristischen Bearbeitung wie wir haben. Wenn
wir nicht aufpassen, blockieren wir uns in unserem Land noch selbst. Darin
sehe ich eine echte Beeinträchtigung für Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Fragen stellte Wolfram Hegen.
Fotos von Val Thoermer.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 35
Gesponserter Beitrag
Rudolph Löhlein | c. 1864 | Albumendruck | RCIN 2910267 | Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II 2019
AUSSTELLUNG
Von Michael Selzer
deutsche Angestellte
Eine besondere Ausstellung
im Coburger Einzelhandel
Es ist in der Zwischenzeit fast zwei Jahre her, dass die
beiden damaligen Stadtmarketingfachleute aus Coburg
eine Führung durch das königliche Archiv und
die Bibliothek in Schloss Windsor bekamen. Kein
geringerer als der ehemalige königliche Bibliothekar
Oliver Urquardt-Irvine führte Michael Böhm
und Michael Selzer durch die ehrwürdigen Hallen,
in denen noch immer Prinz Albert an unzähligen
Stellen gegenwärtig ist. Er war es, der mit seinen
Anschaffungen die Bibliothek deutlich vergrößerte
und seine Angestellten ordneten neu, schufen neue
Systematiken für Ablage und Kataloge und legten
so den Grundstein dafür, dass die Bibliothek noch
heute bestens genutzt werden kann.
Das wirklich beeindruckende für die beiden Coburger
aber war das Fotoarchiv. Tausende Aufnahmen
liegen hinter den dicken Mauern des Schlosses – und
nicht wenige davon entstanden in der Zeit und im
Auftrag von Prinz Albert. Obwohl schon mehr als
150 Jahre alt, sind die Aufnahmen noch heute von
einer bestechenden Qualität – fast könnte man denken,
die Abzüge wurden gestern erst gemacht.
Während man normalerweise erwarten könnte, dass
sich auf den Fotos die Abbildungen der königlichen
Familie, Mitglieder aus Adelsfamilien, hohe Politiker
und Staatsgäste tummeln, gibt es auch hier eine
Besonderheit. Prinz Albert – allem Modernen gegenüber
äußerst aufgeschlossen, war sofort ein Fan
der neuen Technologie des Fotografierens und ließ
sowohl im Buckingham Palace wie auch in Windsor
Castle ein Fotolabor einrichten. Damit aber nicht
genug – die Fotos, die während seiner Zeit als Prinzgemahl
entstanden, zeigen eben nicht nur die damalige
„High Society“. Nahezu der gesamte Hofstaat
und teilweise auch die Familien der Angestellten sind
noch heute auf den Bildern in Windsor zu finden.
Es war schnell klar, dass man aus diesem Schatz etwas
für das Jubiläumsjahr in Coburg machen musste und
so wurde die Idee einer Ausstellung geboren. In Zusammenarbeit
mit Jana Riedel, einer deutschen Studierenden,
die gerade an der Londoner Queen Mary
University ihre Doktorarbeit über die von Prinz Albert
initiierte erste Weltausstellung 1851 schreibt,
begann man zu recherchieren.
Tatsächlich fand man auch den ein oder anderen
Angestellten aus dem Coburger Land und viele, die
Prinz Alberts Ruf nach England gefolgt waren und
Deutschland hinter sich ließen. Einige Lebensgeschichten
– wie beispielsweise die von Baron Christian
Friedrich von Stockmar – sind bereits bestens
erforscht. Aber wer kennt Prinz Alberts Kammerdiener
Rudolf Löhlein?
Geboren in Niederfüllbach, als Sohn des dortigen
Försters, war er später im Schatz- und Finanzamt
Rodach tätig (damals noch ohne „Bad-Titel“) und
wechselte später in die Dienste des herzoglichen
Hauses Sachsen-Coburg. Durch eine Empfehlung
von Baron Stockmar wurde Prinz Albert auf Löhlein
aufmerksam und bot ihm eine Anstellung als Kammerdiener
an.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 37
PRINZ ALBERTS DEUTSCHE ANGESTELLTE
... habe ich bereits gesprochen. Er ist ein junger Mensch von sehr anständigem und angenehmem Äußeren,
20 Jahre alt. Allerdings befähigen ihn Erziehung, Manieren und eine gewisse Gymnasial Bildung
zu persönlichen Diener für Eh. Hoheit oder den Prinzen von Wales auf geeignete Weise. Er selbst sagte
mir daß er die in Aussicht gestellte Stelle gerne annehme und bereit sei, dem Rufe so bald zu folgen, als
es Eh. Hoheit genehm sein werde ihn zu ertheilen.“
Baron von Stockmar in einem Brief
vom 11. Mai 1847 an Prinz Albert
... des jungen Löhleins bin ich Ihnen sehr dankbar. Ich würde ihn gern Mitte nächsten Monats oder doch
wenigstens in der zweiten Hälfte desselben hier haben. Es wird am besten sein, ihn auf ein Probejahr zu
engagieren, sein Gehalt soll £150 sein, er natürlich in Wohnung und Essen freigehalten werden. Gefällt
es ihm nach einem Jahre hier nicht oder sagt er mir nicht zu so will ich ihm auf 3 Jahre 300 fl. […]
aussetzen während welcher er sich um eine andere Versorgung umthun kann. Doch ist mir nicht bange
daß wir uns sehr gut conveniren werden nach dem was sie von ihm sagen.“
Prinz Alberts Antwort an von
Stockmar zwei Wochen später
38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
AUSSTELLUNG
inoffizieller Diplomat war es von Stockmars Aufgabe,
die Verbindung von Victoria und Albert vorzubereiten,
noch bevor die beiden selbst davon wussten.
Anfangs war von Stockmar zurückhaltend in der Beurteilung
des jugendlichen Prinzen, den er nur wenig
kannte. In Briefen an Leopold beschrieb er Albert als
„schöner Jüngling “, der eine „frappante Ähnlichkeit“
mit seiner Mutter habe. Seine körperliche Konstitution
schätzte er als „nicht kräftig“ ein und bemerkte: „Er
wird im Ganzen stets bei Männern mehr Glück als bei
Damen machen. Er ist bei diesen zu gleichgültig und
zurückhaltend.“
Hughes & Mullins : Ryde, Isle of Wight | nach Leonida Caldesi (1823–1891)
Baron Christian Friedrich Stockmar | c.1887, Kopie nach einem Original von April 1857
Carbondruck | RCIN 2906642 | Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II 2019
Im Juni 1847 schließlich trat Löhlein seine neue Stelle
als 2. Kammerdiener in London an. Als Isaac Cart,
Alberts 1. Kammerdiener im Jahr 1858 starb, rückte er
auf dessen Position nach und behielt sie bis zum Tod
Alberts 1861.
Drei Jahre nach seiner Ankunft im Palast heiratete Rudolf
Löhlein Elizabeth Collins. Mit ihr hatte er sechs
Kinder, die alle in England geblieben sind.
Der wohl bekannteste Coburger, der seine Fußspuren
eng verknüpft mit denen Alberts in England hinterlassen
hat, ist Baron Christian Friedrich von Stockmar.
Er war ein Mann ohne offizielles politisches Amt, der
bei der Anbahnung der Hochzeit von Albert mit seiner
Cousine Victoria im Hintergrund die Fäden zog. Albert
und Victoria betrachteten ihn beide als ihren Freund
und Mentor. Besonders für Albert wurde er fast eine
Vaterfigur und Stockmar schrieb seinerseits über Albert:
„Ich liebe ihn wie einen Sohn“.
Von Stockmar, der sein halbes Leben beratend zwischen
den Höfen in London und Brüssel zugebracht hatte,
starb 1863 in Coburg. Die vier regierenden Häuser aus
England, Belgien, Preußen und Coburg, denen er besonders
nahe stand, dankten ihm nach seinem Tod mit
der Ausgestaltung der Familiengruft, die noch heute auf
dem Coburger Friedhof am Glockenberg zu finden ist.
Auf der Gedenktafel ist unter der Widmung der Satz zu
lesen: „Ein treuer Freund liebet mehr und stehet fester
bei denn ein Bruder“.
Die Informationen und Bilder zu den beiden, aber natürlich
auch zu weiteren Angestellten , die zusammen
mit Prinz Albert aus Deutschland nach England gegangen
sind, können Interessierte noch mindestens bis
Ende des Jahres in den Schaufenstern einiger Coburger
Einzelhändler finden. Auf großformatigen Plakaten
sind die Rechercheergebnisse zusammengefasst und die
über 150 Jahre alten Fotografien von Alberts Stallmeister,
Pferdepfleger, Privatsekretär, Lehrer, Koch oder
Bibliothekar zu sehen.
Hier sind die Tafel zu sehen:
• Die Augenweide, Steingasse
• Optik Busch, Steinweg
• Buchhandlung Riemann, Markt
• Frind Mode, Ketschengasse
• Hörgeräte Geuter, Mohrenstraße
• Jasmin Franz, Markthalle
• Spielwaren Schleier, Judengasse
• Alexandra Skibbe Women, Kirchgasse
1787 in Coburg geboren, nahm er als Arzt an den napoleonischen
Befreiungskriegen teil und bewohnte später,
zusammen mit seiner Familie, ein Stadthaus in der Webergasse
21. Als er selbst nicht mehr reisen konnte, besuchten
ihn dort nicht nur Albert und Victoria, auch
Victorias Tochter Vicky und ihr Mann, der spätere Kaiser
Friedrich III., waren dort zu Gast.
Von Stockmar war das, was man treffend mit dem Begriff
„Graue Eminenz“ umschreibt - einer, der im Hintergrund
Verhandlungen führt, Verträge vorbereitet
und Wege ebnet. Mit dem belgischen König Leopold,
dessen Leibarzt von Stockmar war, verband ihn eine lebenslange
Freundschaft. In Berichten und Briefen hielt
der Baron fest, wie zielgerichtet dieser die Heirat Victorias
und Alberts aus dem Hintergrund steuerte. Als
Foto: Michael Selzer
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 39
Traditionen
Was hält
uns zusammen?
TRADITIONEN
oder:
Wussten Sie, dass Halloweens
Wurzeln in Europa liegen?
Die Gründe für die Entstehung von Traditionen
sind vielfältig. Meist kommen einige zusammen
wie wirtschaftliche Notwendigkeiten, religiöse
Gebote, ungeschriebene Gesetze oder psychologische
Ursachen. Bräuche werden veränderten
Gegebenheiten angepasst, einzelne Elemente
verschwinden, verbinden sich mit anderen, es
entsteht etwas Neues. Bräuche sind flexibel und
hybrid. Die aktuelle Europäische Ethnologie
sieht kulturelle Erscheinungen als Prozesse, die
„ausgehandelt“ werden.
Bräuche sind nicht „ewig“. Im Jahrhunderte
dauernden Transformierungsprozess geht manches
verloren, wenn die Grundlage wegfällt.
Viele Bräuche hatten agrarischen Charakter
und waren an hierarchische Strukturen gebunden.
Andererseits sorg(t)en Innovationen für
das Entstehen von ständig Neuem. Bräuche mit
Eventcharakter gehorchen eigenen Gesetzmäßigkeiten
und nehmen doch Elemente auf, die
(fast) schon verschwunden waren …
Im Zuge von Globalisierung und elektronischer
Vernetzung spielen geographische Grenzen eine
immer geringere Rolle. Unter den neuen Bräuchen
sind oft auch solche, die aus anderen Kulturkreisen
kommen oder Elemente aus anderen
Kultkreisen aufgreifen. Doch manchmal scheint
es nur so.
Eine Wurzel des „amerikanischen“ Festes Halloween
führt eindeutig zum europäischen Arme-Seelen-Glauben
des Hochmittelalters. Das
legen schon der Termin und die Ableitung von
all hallows evening nahe, dazu braucht man
nicht die Kelten zu bemühen. Allgemein fällt
beim Vergleich von Bräuchen und Brauchelementen
auf, dass sich, über Ländergrenzen hinweg,
vieles ähnelt.
Es zeigt sich, dass das weite Feld der Superstition
– landläufig Aberglaube genannt – fließende
Grenzen zum kirchlich vermittelten
Glauben aufweist. Solche Vorstellungen, die oft
in Bräuchen ihren Ausdruck finden, füllen Bände.
Etliches klingt skurril. Längst sind Blitzableiter
und Kunstdünger erfunden – was sollen da
noch Wetterläuten und Feldersegen?
Trotzdem ist es lohnend sich damit auseinanderzusetzen.
Auszüge aus dem Vorwort des Buches „Verschwundene Bräuche“
von Helga Maria Wolf, mit freundlicher Genehmigung des Verlag
„Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG“ Wien
www.brandstaetterverlag.com.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 41
S O N D E R T H E M A
Traditionen
IM PORTRAIT
VON GABI ARNOLD
Brautzug und
Sauerkraut
KARL-ULRICH PACHALE PFLEGT
TRADITION UND BRAUCHTUM
Karl-Ulrich Pachale schneidet den Krautkopf in Stücke und hobelt ihn
klein. Später wandern die Krautkopfstreifen unter Zugabe von Salz,
Kümmel und Wacholderbeeren in einen großen Steintopf, in dem sie
gestampft werden und einige Zeit lagern müssen. Pachale stellt Sauerkraut
auf althergebrachte Weise her – so wie es in früheren Zeiten üblich
war. Sauerkraut galt in der kalten Jahreszeit als wichtiger Lieferant
von Nährstoffen, Mineralen und Vitamin C. Die Zeiten, in denen
Menschen an einem Nährstoffmangel litten, sind längst vorbei. Aber
das Wissen um altes Handwerk, Bräuche und Traditionen ist in der Region
teilweise noch erhalten. Dafür sorgen auch Pachale und die Mitglieder
des Arbeitskreises des Gerätemuseums der „Alten Schäferei“
in Ahorn. Einmal im Jahr am Museumsfest lassen Männer und Frauen
die alten Traditionen lebendig werden. Einer der immer dabei ist, ist
Karl–Ulrich Pachale.
Der Rentner, der früher einmal bei der Firma Waldrich in der Marketingabteilung
gearbeitet hat, ist in Coburg geboren und aufgewachsen und hat sich für ein Leben
auf dem Land entschieden. „Ich habe mir bewusst ein Haus in Brüx gekauft“, sagt
er. In dem Neustadter Stadtteil lebt er seit vielen Jahren mit seiner Frau Lyane und
pflegt alte Traditionen. Thema Traditionen? Da fällt Pachale die Kirchweih, oder
wie in der Coburg Region üblich, die „Kerwa“ ein.
Kirchweihfeste werden seit dem Mittelalter gefeiert und sind ein fester Bestandteil
des Brauchtums im Coburger Land. Dazu gehören zum Auftakt ein Gottesdienst,
das Aufstellen eines Kirchweihbaumes und der Kirchweihtanz. Ein unbedingtes
Muss sind die fränkischen deftigen Spezialitäten wie Bratwürste oder Klöße mit
Braten, die sich die Besucher schmecken lassen. Und in vielen Orten und Stadtteilen
ziehen auch die Kirchweihmusikanten umher und spielen „Ständala“, als Lohn
gibt es ein Schnäpschen oder Bares.
„Traditionen sind ja das, was uns
zusammenhält und verbindet.“
42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Karl-Ulrich Pachale pflegt alte Bräuche, beim Museumsfest
in der Alten Schäferei in Ahorn zeigt wie in
früheren Zeiten Sauerkraut hergestellt wurde.
Foto: Gabi Arnold
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 43
BRAUTZUG UND SAUERKRAUT
„Die historische Gesellschaft kümmert
sich um die geistigen Sachen, im Arbeitskreis
geht es um das Praktische“
„Traditionen sind ja das, was uns zusammenhält und verbindet,“
sagt Pachale. Leider sei Vieles im Laufe der Zeit verloren gegangen,
bedauert er. Damit das eben nicht so ist, gibt
es den Arbeitskreis in der Alten Schäferei in Ahorn,
dem Pachale seit 15 Jahren angehört. Länger
schon, nämlich seit dem Jahr 1983, ist er Mitglied
in der Historischen Gesellschaft in Coburg.
Hier begegnete er Ernst Kienel, dem ehemaligen
Kreisheimatpfleger. Durch diesen Kontakt kam
Pachale zur Alten Schäferei.
„Die Historische Gesellschaft kümmert sich um das Geistige,
im Arbeitskreis geht es um das Praktische“, so Pachale. Das sei genau
die Kombination, die ihm gefalle. Die Alte Schäferei in Ahorn mit
ihrem Gerätemuseum und Festen sei genau der Ort, an dem Traditionen
gelebt werden. „Wir zeigen altes handwerkliches Können wie das Dreschen
und pflegen auch die Traditionen.“ Pachale hat sein Wissen von Gustav Fischer,
der einst den Förderverein des Gerätemuseums mitgegründet hat, um das
barocke Ensemble oberhalb der Gemeinde Ahorn zu erhalten. „Es wird von Generation
zu Generation weitergegeben“, so Pachale.
Und dazu gehört auch das Wissen um die Coburger beziehungsweise Südthüringer
Tracht aus der Itzgründer Gegend, die bis um das Jahr 1850 das Bild in der Region
prägte. Eine Besonderheit ist der Coburger Brautzug - eine Hochzeitgesellschaft
aus dem Jahr 1840. „Braut und Bräutigam waren damals in dunkeln schwarzen Farben
gekleidet“, so Pachale. Die festliche Kleidung aus dem 19. Jahrhundert wurde
originalgetreu nachgeschneidert, bei besonderen Anlässen und Umzügen waren
Pachale und seiner Frau Lyane dabei. Leider sei die Darstellung des Brautzuges
seit einigen Jahren nicht mehr möglich, bedauert Pachale. Es fehle an Nachwuchs,
vor allem an einem jungen Brautpaar. „Wir sind zu alt geworden, um als Brautpaar
mitzumachen“, sagt er. Pachale bedauert das sehr, hofft aber auch, dass sich
irgendwann wieder Jüngere finden, die in die alten Gewänder schlüpfen möchten
und den Brautzug wieder zum Leben erwecken. Die Kleidung kann übrigens beliebig
erweitert werden, so Pachale. Noch in den 1970er und 1980er Jahren galten
Trachten als altbacken und bieder, heute sind sie längst wieder im Trend und erleben
sogar einen richtigen Boom: Rock, Mieder und Lederhose sind wieder en
vogue. Vor einigen Jahren erlebte auch die Coburger Tracht eine Erneuerung und
wurde modisch und zeitgemäß aufgefrischt. Die Schorkendorfer Musikanten zum
Beispiel spielen bei Festen in der original Coburger Tracht auf.
Trachten ebenso wie alte Traditionen und Brauchtümer sind eben kein alter Hut,
das zeigt sich auch beim Museumsfest in Ahorn. Dort sind alle Generationen vertreten
und schauen Karl-Ulrich Pachale über die Schulter, wenn er Kraut hobelt
und einstampft- mit viel Muskelkraft wie in alten Zeiten.
44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Gesponserter Beitrag
EIN BEITRAG DER IHK ZU COBURG
S O N D E R T H E M A
Traditionen
Tradition als Basis für
Innovation & Stärke
Unser Coburger Wirtschaftsraum verbindet in einzigartiger Weise
Tradition und Moderne. Seit den Anfängen der Industrialisierung
um die Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute haben die Betriebe ihren
Aktionsradius und die Wirtschaftlichkeit ständig weiterentwickelt,
Auf- und Abschwünge erlebt und Strukturbrüche gemeistert.
Heute ist der IHK-Bezirk Coburg bayern- und deutschlandweit
ein herausragend starker Wirtschaftsstandort, der insbesondere
von Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Maschinen- und
Anlagenbau, Elektrotechnik, Kunststoffverarbeitung sowie Möbelund
Spielwarenerzeugung geprägt ist und Deutschlands größten
Automobilversicherer beheimatet.
Historisch wie auch wirtschaftlich spielt das Automobil in unserem Raum eine besondere
Rolle: Das weltweit erste Elektroauto wurde hier entwickelt und gebaut,
die elektrische Fensterbetätigung ist eine Coburger Erfindung – und heute gibt
es kaum ein Kfz-Teil, das nicht auch in unserer Region konstruiert, gefertigt oder
weiter- und endbehandelt wird. Dank exzellenter Ingenieursleistung in Bedienungs-,
Klima- und Antriebstechnik, Fahrgestell- und Steuerungskomponenten,
Effizienz und Design ist unsere Automotive-Industrie international erfolgreich.
Über die gesamte Wertschöpfungskette sichert das Automobil bei uns Beschäftigung,
Wachstum und Innovationsdynamik.
Zugleich steht unsere Automotive-Branche vor massiven Veränderungen
– Ausgang offen. Der politisch getriebene Wandel zur Elektromobilität
und immer strengere Abgasvorgaben setzen insbesondere
die Produzenten im Bereich Antriebsstrang
unter Druck, zusätzlich fordert verändertes Verhalten
der Automobilnutzer neue, praxistaugliche Mobilitätslösungen
und ganz nebenbei drängen bisher
unbekannte Konkurrenten in den Markt. Die
aktuellen Umwälzungen stellen ebenso unseren
Maschinenbau, der in „traditionellen“ Produktionstechniken
für die Automobilindustrie führend
ist, vor große Herausforderungen. Um diese
Führungsrolle nicht zu verlieren, gilt es, sich in
neuen Technologiesegmenten durch Alleinstellungsmerkmale
wettbewerbsfähig zu positionieren.
Denn durch anstehende Veränderungen in Mobilität und
Antriebstechnik werden in den kommenden Jahrzehnten wichtige
Segmente eines riesigen Marktes neu besetzt. Unsere Coburger Wirtschaft
verfügt über die Kompetenzen, um auch künftig ganz vorn dabei zu sein. Dazu
bedarf es neben der traditionell ausgeprägten Innovationskraft unserer Unternehmen
auch der Unterstützung durch vertrauensschaffende, zuverlässige Rahmenbedingungen
einer realistisch vorausschauenden Wirtschaftspolitik.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 45
S O N D E R T H E M A
Traditionen
IM PORTRAIT
VON WOLFRAM HEGEN
FOTOS: VAL THOERMER
Ein gepflegter Irrsinn
DR. HANS-HEINRICH EIDT ÜBER SEINE
LEIDENSCHAFT, COBURGS TRADITIONELLE
BAUSUBSTANZ ZU ERHALTEN
Herzensangelegenheit: Dr. Hans-Heinrich Eidt vor dem Haus Schützenstraße 1, das ab 2020 saniert werden soll.
46 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
DR. HANS-HEINRICH EIDT
Bürgerhäuser, prachtvolle Villen, Architektur
quer durch viele Jahrhunderte: Coburgs baulicher
Schatz ist groß, der Bedarf an Erhalt und
Sanierung des historischen Erbes aber auch.
Dabei hilft seit vielen Jahren die „Gemeinschaft
Stadtbild Coburg e.V.“. Der Verein unterstützt
mit Mitteln des Coburger Unternehmers
Michael Stoschek und seiner Schwester
Elisabeth Volkmann Sanierungsmaßnahmen
in Coburg. Einige von Ihnen hat der COBUR-
GER seit 2018 in der Rubrik „Hier wohnte“
vorgestellt. Treibende Kraft hinter diesen Sanierungen
ist der Coburger Rechtsanwalt Dr.
Hans-Heinrich Eidt, seit fast 45 Jahren Vorsitzender
von Stadtbild Coburg.
Pfarrgasse 1 – vor und nach der Sanierung
Die Wurzeln zu seinem großen Engagement für Coburg liegen in seiner Jugend:
Während seines Studiums in Amerika habe er gesehen, „wie schauerlich dort damals
manche Städte ausgesehen haben“, blickt er zurück. „Alles wurde autogerecht
gebaut, Gebäude weggerissen, ohne Rücksicht.“ Und als der gebürtige Ostpreuße
dann nach Coburg kam, habe er hier ähnliche Entwicklungen beobachtet.
„Der Abriss des alten Alexandrinenbades war so ein Sündenfall, das war eines von
dreien in Bayern. Außerdem sollte eine Osttangente über den Schlossplatz gebaut
werden, da dachte ich, das kann doch alles nicht wahr sein.“ Eidt beschließt, sich
zu engagieren für den Erhalt der historischen Bausubstanz. Er wird Mitglied beim
Verein Stadtbild Coburg, der 1973 gegründet wird.
Der passionierte Hobby-Architekt („eigentlich wollte ich ja auch Architektur studieren“)
hat seither über 250 Objekte in Coburg im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme
betreut, alleine 140 von ihnen, seit Michael Stoschek und seine Schwester
Elisabeth Volkmann dem Verein im Jahr 2012 viele Millionen Euro zu Verfügung
gestellt haben. „Das ist einfach meine Leidenschaft geworden“, beschreibt Eidt
sein Engagement, auch wenn die Arbeit als Kümmerer „manchmal ein Fulltimejob“
sei oder scherzhaft „ein gepflegter Irrsinn“. Vor allem, seit er vor einigen Jahren
die Kanzlei verlassen und dadurch noch mehr Zeit für seinen ehrenamtlichen
Einsatz habe, sei der fast rund um die Uhr in Sachen Sanierung beschäftigt. „Ich
freue mich einfach dran, durch die Stadt zu gehen und an vielen Stellen Spuren
hinterlassen zu haben.“ Oder kleine Zeichen der Anerkennung wie kürzlich, als
ein Herr auf ihn zugekommen sei, ihm die Hand gegeben und sich dafür bedankt
habe, was er für die Stadt tue.
Es sind die vielen Kleinigkeiten, die er mit großer Akribie nach vorne bringt:
Die Anfragen von Eigentümern nach Unterstützung einer Sanierung bearbeiten
oder selbst Objekte und der deren Besitzer ausfindig machen, Anträge stellen
zum Beispiel beim Landesamt für Denkmalpflege oder der Oberfrankenstiftung,
Baugenehmigungen und Angebote einholen oder die Sanierung auf der Baustelle
überwachen. Und trotz seiner mittlerweile über 70 Lenze denkt er noch lange
nicht ans Aufhören, zu viele Objekte gebe es noch, die saniert werden müssten.
Ein großes Anliegen ist ihm zum Beispiel die Schützenstraße 1, direkt gegen dem
Ketschenanger, ein „vergammeltes Anwesen, das Dach ist kaputt, es regnet rein.“
Dennoch hat Eidt jetzt einen Investor gefunden, „einen genauso positiv Verrückten“.
Stadtbild Coburg wird die Sanierungskosten, die sich im siebenstelligen Bereich
bewegen, unterstützen. Im nächsten Jahr soll es losgehen. „Bevor ich sterbe,
möchte ich das renoviert sehen“, schmunzelt Eidt. Das Stadtbild von Coburg ist
eben sein Leben.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 47
S O N D E R T H E M A
Traditionen
SPARKASSE
VON GABI ARNOLD
FOTOS: VAL THOERMER
Sparen früher
und heute
TRADITION
WELTSPA RTAG
In der Woche ab 28. Oktober ist wieder Weltspartag
bei der Sparkasse Coburg - Lichtenfels.
Übrigens werden seit über 90 Jahren
Ende Oktober die Spardosen geleert. Aber:
Liegt Sparen überhaupt noch im Trend? Und
wie hat sich das Sparen im Laufe der Jahre
verändert? Der COBURGER hat sich mit Kunden
und Mitarbeitern der Sparkasse Coburg -
Lichtenfels unterhalten.
Am 30. Dezember 1959 zahlte Dieter Langbein 55 DM
auf sein Sparbuch bei der Vereinigte Coburger Sparkassen
in Neustadt ein, damals eine stolze Summe
für einen Schüler. Das Geld hatte sich der 10-jährige
Junge dazu verdient und auf die Seite gelegt – gekauft
wurde nämlich erst etwas, wenn das nötige Kleingeld
vorhanden war. „Mit 13 Jahren habe ich von meinem
Ersparten einen Fotoapparat gekauft“, erinnert sich
der Rentner heute.
Die Zeiten haben sich geändert und damit auch das
Sparverhalten der Bankkunden. Die ältere Generation,
zu der Dieter Langbein gehört, verbindet ihre
ersten Erinnerungen an die Sparkasse häufig mit dem
Weltspartag. Kinder sparten die Münzen das ganze
Jahr über und brachten ihre vollen Spardosen am
31. Oktober zum Leeren in die Filialen. Als Lohn für
das fleißige Sparen gab es kleine Geschenke mit auf
den Nachhauseweg.
48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Advertorial
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 49
WELTSPARTAG
„Der Weltspartag hatte früher vor allem für die Kinder
eine große Bedeutung, heute zahlen eher die
Großeltern für ihre Enkelkinder Geld auf die Konten
ein,“ erinnert sich Ralph Wenzel, Individualkundenberater
bei der Sparkasse Coburg - Lichtenfels. Wenzel
kennt noch die Sparschränke, die in Wirtshäusern
hinter dem Tresen standen, mit einem Fach für jeden
Stammgast, das sich dann im Laufe des Jahres mit
Kleingeld füllte. „Einmal im Jahr, meistens am Bußund
Bettag wurden die Sparschränke dann geleert“,
so Wenzel.
Sparschränke oder auch die legendären Sparstrümpfe
haben längst ausgedient, nicht aber das Sparen.
Die 25-jährige Stefanie Tesar aus Bad Staffelstein
hat zwar kein Sparbuch, aber Geld legt sie dennoch
auf die Seite. „Ich spare zum Beispiel für meine private
Rente, um mir im Rentenalter den Traum einer
Weltreise zu erfüllen“, sagt die Kundin der Sparkasse
Coburg - Lichtenfels. Und: Sollte mal die Waschmaschine
ausfallen oder eine Reparatur am Auto anstehen,
liege Geld auf einem seperaten Konto bereit.
„Sparen liegt nach wie vor im Trend, es hat sich nur
verändert“, bestätigt Sonja Schindelmann, Individualkunden
beraterin bei der Sparkasse Coburg - Lich tenfels.
Wer heute sein Geld richtig und gewinnbringend
anlegen möchte, der ist bei der Sparkasse Coburg -
Lichtenfels an der richtigen Adresse. „Wir erstellen
ein umfassendes Konzept, das auf die persönlichen
Bedürfnisse, Wünsche und Ziele zugeschnitten ist“,
so Schindelmann. Das umfasse beispielweise fest
verzinsliche Wertpapiere, Immobilien-, Aktien- oder
Rentenfonds.
Sparen früher und heute – Der COBURGER
hat sich mit Kunden und Mitarbeitern der
Sparkasse Coburg - Lichtenfels getroffen.
Übrigens: Bei Dieter Langbein gibt es nach wie vor
auch noch die gute alte Spardose. „Die Sparbüchse ist
für die Enkelkinder – die werfen ihr Taschengeld ein,
wenn sie bei uns zu Besuch sind,“ so Langbein. Kinder,
sagt Langbein, sollten von klein auf mit Gefühl
und Verstand an das Sparen herangeführt werden.
„Wenn man mit Bedacht spart wird, wird man auf
dem weiteren Lebensweg wenig Probleme haben“, so
Langbein.
Und, nicht vergessen: 31. Oktober 2019
ist wieder Weltspartag bei der
Sparkasse Coburg - Lichtenfels.
Der erste Weltspartag wurde am 31. Oktober
1925 gefeiert. Ein Jahr zuvor hat das Weltinstitut
der Sparkassen auf dem internationalen
Sparkassenkongress in Mailand die Einführung
des „World Thrift Day“ beschlossen. Das Ziel:
Mit kleinen Beträgen über die Jahre ein Vermögen
aufbauen und den Wert des Geldes schätzen
lernen. Seitdem kommen jedes Jahr Kinder
am letzten Tag im Oktober mit ihrem Sparschwein
zur Sparkasse und zahlen ihr Erspartes
ein. Als Belohnung bekommen sie Luftballons,
eine neue Spardose oder Plüschtiere.
Nur in wenigen Ländern
sind die Sparer so eifrig wie in der
Bundesrepublik. Die Spareinlangen
privater Haushalte lagen
Ende 2018 bei 585, 6 Milliarden
Euro. Fast die Hälfte dieser Beträge
liegt auf Sparbüchern.
Ein Relikt aus vergangenen Tagen:
Dieter Langbein hat schon als Kind
jeden Pfennig zur Seite gelegt und
eingezahlt.
50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
SPARKASSE COBURG - LICHTENFELS
Ein Tag mit Tradition: Verschiedene Aktionen zum Weltspartag
sollen Familien, Kindern und Jugend lichen auf einfache und unterhaltsame
Weise die Bedeutung des Sparens näher bringen.
Dieter Langbein, Sparkassenkunde,
hat sich von seinem
ersten ersparten Geld einen
Fotoapparat gekauft.
Ralph Wenzel, Individualkundenberater
bei der Sparkasse
Coburg - Lichtenfels, kennt
noch die Sparschränke, die in
den Kneipen hinter dem Tresen
standen.
Sonja Schindelmann, Individualkundenberaterin
bei der Sparkasse
Coburg - Lichtenfels, berät
umfassend über die modernen
Formen der Geldanlage.
Stefanie Tesar möchte sich mit
dem Gesparten den Traum einer
Weltreise erfüllen.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 51
S O N D E R T H E M A
Traditionen
KANZLEI HÖRNLEIN & FEYLER
25 Jahre
Wachstum
Ein Vierteljahrhundert anwaltliche Kompetenz, die
größte Kanzlei in Coburg Stadt und Land, eine der
größeren in Oberfranken: Die Fachanwaltskanzlei
Hörnlein & Feyler aus Coburg feiert ein stolzes Jubiläum.
52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
25 JAHRE
Advertorial
Wenn Maren Feyler und Wolfgang Hörnlein an die
Anfänge ihrer Kanzlei zurückdenken, gehen die Blicke
nach links, nach rechts, nach oben. Beide kramen
in ihrem Gedächtnis, suchen nach Erinnerungen.
Immerhin liegt die Gründung ihrer gemeinsamen
Kanzlei schon ein Vierteljahrhundert zurück. Damals,
Anfang Oktober 1994, ging es los. „25 Jahre, das ist ein
rundes Jubiläum, aber irgendwie ist die Zeit wie im
Flug vergangen“, erzählt Maren Feyler. Und Wolfgang
Hörnlein hat den Teppichladen noch vor Augen, der
im heutigen Sitz der Kanzlei in der Kasernenstraße 14
damals sein Zuhause hatte, in diesem Geschäftshaus
aus der Gründerzeit (Glühlampen Jahn). „Seither haben
wir hier unser Büro, das muss also damals die absolut
richtige Entscheidung gewesen sein.“
Maren Feyler und Wolfgang Hörnlein nämlich hatten
damals Großes vor, und die Räume boten mehr als
genug Platz für ihre Visionen. Das Werbeverbot für
Anwälte war Anfang der 1990er Jahre gefallen, immer
mehr Anwälte boten offensiv anwaltliche Dienste an.
„Wir wollten unsere Spezialisierung sichtbar machen,
indem wir zeigen, wer und wo wir sind und was wir
leisten können, und das ging seriöserweise nur mit
einem gut organisierten, zertifizierten Büro und objektivierbaren
Kriterien und dokumentiertem Fachwissen
in Form von Fachanwaltschaften“, erläutert
Hörnlein die damaligen strategischen Überlegungen.
Über 400 Quadratmeter waren es bereits zu Beginn,
am 1. Oktober 1994, an sich viel zu viel. Maren Feyler
und Wolfgang Hörnlein waren die beiden Anwälte,
dazu kamen 5 Mitarbeiter. Die Kanzlei entwickelte
sich gut, war gefragt, „wir haben wahnsinnig viel
gearbeitet“, erinnert sich Hörnlein, „und tun das ja
bis heute“, sagt Maren lachend. Und so lassen die Erweiterungen
nicht lange auf sich warten: 2001 wird
um- und ausgebaut, dann wieder 2011, 2014 und zuletzt
2017. „Mittlerweile sind wir nicht mehr bei 400,
sondern bei 800 Quadratmetern“. Mindestens 35 Beschäftigte
arbeiten heute fest angestellt für Hörnlein
und Feyler, darunter 12 Anwälte und 5 Rechtsfachwirte,
dazu zahlreiche Rechtsanwaltsfachangestellte
und Bürokräfte.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 53
KANZLEI HÖRNLEIN & FEYLER
Und nicht nur in Personal hat man investiert, in deren Fortbildungen,
in deren Qualität, sondern auch in modernste digitale
Serviceleistungen. Die sogenannte WebAkte bietet Mandanten
schon frühzeitig gesicherten Zugriff auf alle Akten eines Falles
– per Internet, unter Sicherstellung der DSGVO-Kriterien.
Die Coburger Kanzlei war eine der ersten in Deutschland, die
im Rahmen eines Pilotprojektes diese neue Dimension der
Rechtsberatung möglich machte und das bis heute tut. 24 Stunden
am Tag kann sich auf diese Weise ein Mandant schnell,
weltweit, ohne zusätzliche Software und sicher, einen Überblick
über seinen Fall verschaffen. Die persönlichen Zugangsdaten
kommen direkt von der Kanzlei. Darüber hinaus schützt
ein umfangreiches Sicherheitspaket die Daten vor unberechtigten
Zugriffen. Sie lagern sicher auf zertifizierten Hochsicherheitsservern.
Und die Kanzlei ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert für anwaltliches
Dienstleistungs- und Kanzleimanagement. Das Begutachtungsunternehmen
DEKRA bescheinigt Hörnlein &
Feyler eine dokumentierte Organisation aller Abläufe in der
Kanzlei, die eine reibungslose Zusammenarbeit untereinander
und mit Mandanten sicherstellt.
So fühlt man sich in der Kasernenstraße auch gut aufgestellt
für die nächsten 25 Jahre, „auch wenn sich dadurch Digitalisierung,
Globalisierung und zusätzlichen Konkurrenzdruck zum
Beispiel durch Legaltech einiges ändern wird.“ Maren Feyler
und Wolfgang Hörnlein haben im ersten Vierteljahrhundert
schon bewiesen, dass sie innovativ sind, dass sie auf Spezialisierung
setzen, dass sie bereit sind zu expandieren, um in Sachen
anwaltlicher Beratung in der Region auch in Zukunft ganz
vorne zu bleiben.
Die Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler ist Montag bis Freitag von 8.00
Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. In der Umgebung befinden sich zahlreiche
Parkmöglichkeiten. Um möglichst gut planen zu können, bitte Termine
vorher telefonisch vereinbaren.
Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler
Kasernenstraße 14
D-96450 Coburg
Tel: (09561) 80 11 0
Fax: (09561) 80 11 20
info@hoernlein-feyler.de
Seit der Kanzleigründung 1994 findet man
den Bürokomplex in der Kasernenstraße
14 in Coburg – verkehrsgünstig nahe des
Thüringer Kreuzes gelegen und umringt von
zahlreichen, kostenlosen Parkmöglichkeiten.
In den großzügig geschnittenen Räumen
des Geschäftshauses aus der Gründerzeit
arbeiten derzeit zwölf Rechtsanwälte sowie
rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Hand in Hand mit modernster Technik auf
zwei Etagen und über 800 Quadratmetern
Grundfläche.
Hörnlein
& Feyler
Fachanwälte
Diese Kanzlei ist nach
ISO 9001:2008 zertifiz
anwaltliches Dienstleis
und Kanzleimanageme
Die beiden Gründer der Kanzlei: Wolfgang Hörnlein und Maren Feyler
54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Die Anwälte
DER RECHTSANWALTSKANZLEI
HÖRNLEIN & FEYLER
Wolfgang Hörnlein
Fachanwalt für Medizinrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Maren Feyler
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Erbrecht
Mediatorin (univ.)
Zert. Testamentsvollstreckerin
Dr. Thomas Kunze
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Frank Sitte
Fachanwalt für Miet- und
Wohnungseigentumsrecht
Lutz Lindner
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Heidi Schüler
Fachanwältin für Verwaltungsrecht
Fachanwältin für Bau- und
Architektenrecht
Dr. Wolfgang Hacker
Vertrauensanwalt des Medizinrechts-
Beratungsnetzes
Master in Health and Medical
Management
Karoline Rink
Fachanwältin für Familienrecht
Eva Grabolus
Fachanwältin für Familienrecht
Julia Gremmelmaier
Strafrecht
Ordnungswidrigkeitenrecht
Jürgen Hopf
Fachanwalt für Miet- und
Wohnungseigentumsrecht
Nadine Werner
Allgemeines Zivilrecht
Forderungseinzug
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 55
S O N D E R T H E M A
Traditionen
SCHUMACHER PACKAGING
Verpackung mit
Zukunft
DER EBERSDORFER VERPACKUNGS-
SPEZIALIST SCHUMACHER PACKAGING
Die deutsche Wirtschaft verdankt ihre Leistungsfähigkeit nicht zuletzt ihrer mittelständischen
Struktur. Sehr oft sind diese Mittelständler Familienunternehmen, die nicht nur Themen wie
Innovation und Leistungsbereitschaft großschreiben, sondern auch Werte wie Tradition und
Verantwortung. Die Inhaber dieser Unternehmen sind in ihrer Region verwurzelt, denken langfristig
und handeln nachhaltig. Kein Vergleich zu börsennotierten Großkonzernen, die häufig
von Aktionärserwartungen getrieben sind.
Ein Beispiel dafür, wie Tradition und Innovation im deutschen Mittelstand ineinandergreifen,
liefert Schumacher Packaging aus Ebersdorf. Der Spezialist für Verpackungen aus Voll- und
Wellpappe hat seinen Stammsitz noch immer bei Coburg. Das Ebersdorfer Stammwerk ist heute
sogar eines der leistungsfähigsten Wellpappenwerke weltweit. Gelenkt wird das Familienunternehmen
von der inzwischen dritten Generation: von den Brüdern Björn und Hendrik Schumacher.
Tradition und Innovation, Leistungsbereitschaft und Nachhaltigkeit – Schumacher Packaging
ist einer dieser inhabergeführten Mittelständler, bei denen das Hand in Hand geht.
56 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
DER VERPACKUNGSSPEZIALIST
Advertorial
Was gut war, kommt wieder
Warum Wellpappe Ressourcen schont
Das Thema Nachhaltigkeit ist Schumacher Packaging
praktisch in die Wiege gelegt. Wer Verpackungen aus
nachwachsenden Rohstoffen aus der Natur fertigt, für
den gehört Umweltbewusstsein sozusagen zur Unternehmens-DNA.
Prinzipiell entsteht Papier aus Holz.
Aber in Deutschland stammt der Löwenanteil des
Materials für das Wellpappen-Rohpapier – 80 Prozent
– heute schon aus dem Recycling. Weil Transportverpackungen
aus Wellpappe sogenannte Einstoffverpackungen
sind, lassen sie sich perfekt entsorgen
und recyceln: Fast 100 Prozent der gebrauchten Verpackungen
wandern einfach in die grüne Tonne und
kommen in die Wiederverwertung. Das gilt für Privathaushalte
genauso wie für Supermärkte. Auch da
wird Wellpappe sortenrein gebündelt und geht zum
Altpapierverwerter. Nachhaltig agiert Schumacher
Packaging übrigens schon in der eigenen Produktion:
Stanzabfälle, Verpackungsreste und Büropapier
werden wieder zu Rohstoffen für die Wellpappenherstellung.
Aus der Perspektive von Umweltschutz und
Ressourcenschonung ist der geschlossene Rohstoffkreislauf
der Wellpappe natürlich ideal.
Nachhaltigkeit mit Siegel
FSC-zertifizierte Rohstoffe
Nachhaltigkeit ist jetzt schon seit einiger Zeit in aller
Munde – zu Recht. Der Begriff stammt aus der
Forstwirtschaft, und die denkt langfristig. Im Wald
geht es immer um Jahre und Jahrzehnte. FSC® (Forest
Stewardship Council®) ist eine internationale
Non-Profit-Organisation mit einer klaren Vorstellung
in Sachen Wald. Das FSC will durch seine Zertifizierungen
ein kontinuierliches Wachstum von nachhaltigen
Waldflächen fördern. Der Anbau soll den sozialen,
ökonomischen und ökologischen Rechten und
Bedürfnissen von heute gerecht werden. Wellpappenrohpapiere
entstehen in Deutschland zwar ganz
überwiegend aus Recyclingmaterial, aber dennoch
beträgt der Anteil an benötigten Frischfasern noch
rund 20 Prozent. Und die stammen aus dem Bruchund
Durchforstungsholz, das bei der nachhaltigen
Waldbewirtschaftung anfällt. Schumacher Packaging
unterstützt die Ziele des FSC und ist darum schon
seit 2011 gruppenweit FSC-zertifiziert.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 57
SCHUMACHER PACKAGING
Pappe statt Plastik
Die Schutzgasverpackung ohne Kunststoffschale
Bio-Produkte in der Kunststoffschale kaufen – für viele Verbraucher
passt das nicht zusammen. Nachhaltig und umweltgerecht
wirkt eine Kunststoffverpackung fast nie. Ist sie auch nicht.
Gut, dass die Industrie an Alternativen arbeitet. Bei
Schumacher Packaging jedenfalls gibt es jetzt so
etwas wie eine kleine Revolution, wenn es darum
geht, leichtverderbliche Lebensmittel luftdicht
zu verpacken. Statt der herkömmlichen
Kunststoffschale verwendet Schumacher
Packaging einen stabilen Pappkarton, der innen
mit einer sehr dünnen, gasdichten Kunststofffolie
ausgekleidet ist. So entsteht „Halopack“: eine moderne
Schutzgasverpackung, die 70 bis 90 Prozent weniger Plastik
braucht. Verbraucher können die Verpackung zuhause leicht
entsorgen: Die dünne Folie geht in die gelbe Tonne und die Pappschale
ins Altpapier, wo sie zu 100 Prozent recycelt wird. Mit seiner dünnen
Folie schützt Halopack Lebensmittel sogar besser vor Umwelteinflüssen, als
herkömmliche Kunststoffschalen das können. Die Folge: eine längere Haltbarkeit
der Lebensmittel und weniger Verschwendung.
Schön und umweltfreundlich
Pionier beim Mass-Volume-Digitaldruck
Das stetige, organische Wachstum des Verpackungsspezialisten
aus Ebersdorf hat viel mit seiner Innovationskraft
zu tun. Ein Beispiel: Schumacher
Packaging ist in der Branche der Pionier im schnellen
Digitaldruck für Wellpappeverpackungen. Bei diesem
sogenannten Mass-Volume-Digitaldruck lassen
sich große Auflagen in beliebige Teilserien splitten,
mit saisonalen, regionalen oder sogar personalisierten
Druckmotiven. Schon aus Nachhaltigkeitsperspektive
spricht viel für das neue Verfahren. Denn
der Digitaldruck braucht weder Klischees wie der
Flexodruck noch Druckplatten wie der Offsetdruck.
Entsprechend gibt es für die Druckmotive auch keine
Mindestmengen. So können Hersteller ihre Verpackungen
immer in bedarfsgerechten Stückzahlen bestellen.
Auch bei Aktionsverpackungen gibt es darum
keine große Lagerhaltung mehr und viel weniger Abfall
als früher. Anders als der Flexodruck zaubert der
innovative Digitaldruck sogar auf Recyclingpapier attraktive,
bunte Druckbilder – mit umweltgerechten,
lebensmittelkonformen Farben. Und weil sich jede
Verpackung individuell bedrucken lässt, vermeiden
Hersteller sogar den Aufwand, ihre Verpackungen zu
etikettieren. Stattdessen lässt sich ein fortlaufender
Barcode oder QR-Code jetzt gleich auf die Verpackung
drucken. Auch so schont der moderne Digitaldruck
Ressourcen und reduziert Kosten.
www.schumacher-packaging.com
58 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 59
Zahlen
Fakten
&
So speisen Ost und West zum Fest
42%
57%
Würtchen &
Kartoffelsalat
Alte Bundesländer
Neue Bundesländer
17% 16%
Geflügel
13%
Traditionen bei der Hochzeit
ZAHLEN & FAKTEN
13% 12%
9% 8%
Fisch Raclette Fondue
Bräutigam hat Kleid
vorab nicht gesehen 81%
Tradition in 124 Wörtern
Tradition (von lateinisch tradere „hinüber-geben“ oder traditio „Übergabe, Auslieferung,
Überlieferung“) bezeichnet die Weitergabe von Handlungsmustern, Überzeugungen und
Glaubensvorstellungen u. a. oder das Weitergegebene selbst. Tradition geschieht innerhalb einer
Gruppe oder zwischen Generationen und kann mündlich oder schriftlich über Erziehung,
Vorbild oder spielerisches Nachahmen erfolgen.
Die soziale Gruppe wird dadurch zur Kultur. Weiterzugeben sind jene Verhaltens- und Handlungsmuster,
die im Unterschied zu Instinkten nicht angeboren sind. Dazu gehören einfache
Handlungsmuster wie der Gebrauch von Werkzeugen oder komplexe wie die Sprache. Die
Fähigkeit zur Tradition und damit die Grundlage für Kulturbildung beginnt bei Tieren, wie
beispielsweise Krähen oder Schimpansen, und kann im Bereich der menschlichen Kulturbildung
umfangreiche religiös-sittliche, politische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Systeme
erreichen, die durch ein kompliziertes Bildungssystem weitergegeben wurden. Tradition
kann ein Kulturgut sein.
Beliebte traditionelle
Namen
Almut
Karla
Amalia
Berta
Emma
Mathilda
Frederike
Lotte
Viktoria
7%
Maximilian
Leopold
Friedrich
Georg
Artur
Kaspar
Benno
Wilhelm
Karl
TOP TEN
Die traditionsreichsten
Unternehmen der Welt
10 Old Bushmills Whiskey Brennerei
gegründet 1608
9 Whitechapel Bell Foundry
gegründet 1570
8 Cambridge University Press
gegründet 1534
7 Fabricca d’Armi Pietro Beretta
gegründet 1526
6 The Shore Porters Society
gegründet 1498
5 Frapin
gegründet 1270
4 Bayrische Staatsbrauerei Weihenstephan
gegründet 1040
3 Sean’s Bar
Gegründet im Jahr 900 unter dem Namen Luain’s Inn
besteht die Bar bis heute im irischen Athlone.
2 Stiftskeller St. Peter
gegründet 803; Schon Könige, Präsidenten und Kardinäle
sind im Restaurant in Salzburg bedient worden.
1 Nisiyama Onsen Keiukan
gegründet 705; Seit über 52 Generationen befindet sich
das japanische Hotel in Familienhand.
Einsatz in der Freizeit
für Pflege von Kultur und Tradition
Bräutigam wartet in der
Kirche/Standesamt auf die Braut
Tanzfläche mit
Hochzeitswalzer eröffnet
Brautstrauß
geworfen
48%
48%
47%
Brautvater führt
Braut zum Altar
Braut trägt
keinen Schleier
Getrennte Nacht
vor Hochzeitsnacht
32%
29%
36%
Oft
3,1%
Gelegentlich
15,3%
Nie
80,6%
Braut über die
Türschwelle tragen
17%
60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
TUTTY TRAN
CHRISTIN HENKEL
BADEMEISTER
JONAS GREINER
Der Berliner Stand-Up-Comedian
begeistert regelmäßig im
Quatsch Comedy Club und bei
Nightwash
Die Liedermacherin fasziniert
mit ihrem Musikkabarett
und tiefschwarzem Humor
Der Superheld in kurzer Hose,
mit Plauze und Badelatschen
redet, rockt und rappt
Die Nachwuchshoffnung der
ostdeutschen Kabarett- und
Comedyszene aus Lauscha
BENEFIZ-VERANSTALTUNG
LACHEN FÜR EINEN GUTEN ZWECK!
ROUND TABLE 151 COBURG
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 61
KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der
großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe
einer oder eine – Männer und Frauen.
MACHER
Dieses Mal: Prof. Johannes Kraft, er hat die Fachklinik für Geriatrie und Rehabilitation am Klinikum Coburg
zu einem deutschlandweiten Vorzeigemodell gemacht.
Sind Sie ein Macher?
Ich glaube schon, ja.
Warum sind Sie ein Macher?
Arzt ist für mich ein absoluter Traumberuf, weil
man aktiv Menschen hilft, weil man das gerne,
und mit Freude tut. Ich möchte darüber hinaus
aber auch Strukturen schaffen, damit das Helfen
noch besser gelingen kann. Dazu muss man das
richtige Umfeld haben, Menschen, die man von
einer Idee überzeugen kann. Gemeinsam mit
anderen Menschen helfen zu können: Das macht
Freude und ist sinnvoll.
Wie ging es los mit dem Machen?
Zum einen war ich das älteste von fünf Kindern,
da konnte ich schon früh Verantwortung
übernehmen, zum anderen - wie in einer
Großfamilie ja oft gar nicht anders möglich -
auch mein Studium zum Teil selbst verdienen,
da wird man zielorientiert und macht viele
zusätzliche Erfahrungen. Und als nach dem
Studium zunächst alles auf eine Unikarriere
hinauslief, habe ich zunächst lieber als Landarzt
gearbeitet, ich wollte ja als Arzt etwas für die
Menschen machen. Auch da bist Du für alles
verantwortlich, vom Alltagswehwehchen bis zur
Familientherapie, 24 Stunden 7 Tage lang. Also
ich habe in verschiedenen Phasen meines Lebens
gelernt, Verantwortung zu übernehmen, das
hat mir auch immer viel Freude bereitet, das ist
denke ich ganz wichtig, um etwas machen, etwas
bewegen, vorwärtsbringen zu können.
Und wie kam es zur Entwicklung der Geriatrie?
In meiner Tätigkeit als Arzt am Klinikum
Coburg wurde mir rasch klar, dass es zunehmend
Menschen mit gleichzeitig vielen verschiedenen
Krankheitsbildern gab, darunter vor allem
viele Ältere. Die treffen ja normalerweise auf
ein hochspezialisiertes organkonzentriertes
medizinisches System, das sich dann auf eine
Krankheit fokussiert, brauchen aber auch
jemanden, der sich ein gesamtes Bild macht,
und dann priorisiert, welche Behandlung für den
Betroffenen wirklich wichtig ist.
Außerdem war schon vor vielen Jahrzehnten
klar, dass es immer mehr ältere Menschen geben
wird. Und so haben wir dann hier die Geriatrie
angesiedelt. Jetzt machen wir das seit bald 25
Jahren und sind in der Branche das „Coburger
Modell“. Wir hatten als erste in Deutschland eine
stationäre geriatrische Rehabilitation an einem
Großklinikum, dann die erste ambulante, die erste
mobile ambulante, eine Gedächtnisambulanz
und viele weitere Angebote. Über 2000 Patienten
kommen mittlerweile jährlich zu uns, teilweise
aus dem gesamten Bundesgebiet, drei von vier
können wir gar nicht aufnehmen, weil wir an
unserer Kapazitätsgrenze angelangt sind.
Ist die Region Coburg ein guter Standort für Macher?
Ich bin überzeugt, dass man in der Region
Coburg manches schneller erreichen kann als in
der Metropole, weil Strukturen kleinräumiger
und gleichzeitig offener sind, man sich kennt,
weil die Widerstände für Neues dadurch geringer
sind, und weil die Stadt mit ihrem großartigen
kulturellen Angebot, Ihrer Kreativität und
den weltweit erfolgreichen Unternehmen und
Unternehmern weltläufiger ist als ähnliche Städte
dieser Größe. Letztlich sind zum Machen immer
die Menschen das Wichtigste, ohne gute Leute
kannst Du nichts erreichen.
Die Fragen stellte Wolfram Hegen.
64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
ANDRE GROSCH
Andre Grosch stammt aus einem Coburger Autohaus mit
Tradition über die Generationen hinweg. Als Unternehmersohn
des Citroën-Autohändlers Herbert Grosch lebt
er mit der Erwartungshaltung, dass er irgendwann einmal
den Familienbetrieb übernimmt. Nach fast 20-jähriger
Mitarbeit im väterlichen Unternehmen erscheint
dieser Schritt beinahe vorprogrammiert – wie eine automatische
Folge. Doch Anfang des Jahres durchbricht
Andre Grosch diesen Automatismus und entscheidet,
Fahrt aufzunehmen und andere Wege zu gehen...
Von einem automatischen Werdegang
und nicht-automatischen Wegen.
Seit März 2019 arbeitet er erfolgreich in Bamberg. Als
Verkaufsleiter für MINI im neu aufgebauten Autohaus
Sperber in der Ohmstraße nimmt er eine der leitenden
Positionen innerhalb des rund 110-köpfigen
Teams ein. Ende des Jahres kommt noch die Teamleitung
für den BMW-Neuwagenverkauf dazu. „Für
mich ist das ein echter Karrieresprung, ein ganz anderes
Level. Die Strukturen innerhalb eines Autohauses
dieser Größe bieten ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten“,
erklärt Andre Grosch. Er sieht die berufliche
Veränderung als persönliche Entwicklungschance
und als ein „Weiter“ auf seinem autonomen Weg.
Die Leidenschaft Auto wurde natürlich fast automatisch
zu Hause entfacht. „Für mich war schon als Kind
das elterliche Autohaus wie ein riesiger Spielplatz,
auf dem es jeden Tag etwas neues zu entdecken gab“,
erinnert sich der Coburger strahlend, „ich habe dort
meine ersten eigenen Fahrversuche gemacht und
mich mehr und mehr für Fahrzeuge aller Art begeistert.“
Heute ist Andre Groschs favorisiertes „Spielareal“
der Frankenwald. Er liebt es, sich am Wochenende
ein BMW- oder MINI-Cabrio direkt von seinem neuen
Arbeitsplatz im Autohaus Sperber mitzunehmen
und zur Ködeltalsperre zu fahren oder einfach durch
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 65
ANDRE GROSCH
„Genauso wichtig ist das Vertrauensverhältnis. Ich
schaffe diese Basis, indem ich den Kunden seinen
Bedürfnissen entsprechend berate. Manchmal bedeutet
das auch, ihn davon abzuhalten, mehr Ausstattung
zu kaufen als er wirklich braucht. Meine
Überzeugung ist es, dass ein Kunde, der lang fristig
mit seinem Wagen zufrieden ist, weil er genau zu
ihm passt, immer wieder kommt. Und dann habe ich
mehr erreicht als mit jedem emotional provozierten
Auto-Kauf.“
Andre Grosch über das Vertrauen seiner Kunden
66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
VON WERDEGANG UND WEGEN
die Landschaft zu cruisen. „Das ist wirklich
genau mein Ding!“ Die Begeisterung fürs
Fahren und Ausprobieren der verschiedenen
Auto-Modelle ist Teil des Erfolgsrezeptes
von Andre Grosch. Es macht ihn als Verkäufer
glaubhaft. Denn die Leidenschaft spürt
man. Und er weiß, wovon er spricht, wenn
er Kunden vom Kurvenverhalten des Mini
Clubman berichtet oder von der Sportlichkeit
des klassischen Minis. „Genauso wichtig“,
weiß er aus seiner langen Erfahrung heraus,
„ist das Vertrauensverhältnis. Ich schaffe
diese Basis, indem ich den Kunden seinen
Bedürfnissen entsprechend berate. Manchmal
bedeutet das auch, ihn davon abzuhalten,
mehr Ausstattung zu kaufen als er wirklich
braucht. Meine Überzeugung ist es, dass ein
Kunde, der langfristig mit seinem Wagen zufrieden
ist, weil er genau zu ihm passt, immer
wieder kommt. Und dann habe ich mehr erreicht
als mit jedem emotional provozierten
Auto-Kauf.“
Die Praxis gibt dem 39-Jährigen recht. Seine
Kunden vertrauen ihm und bauen ein persönliches
Verhältnis zu ihm auf. Im Coburger
Autohaus kam beispielsweise ein Ehepaar
aus Erfurt nach dem Wagenkauf regelmäßig
zu Besuch, um Faschingskrapfen und Weihnachtsplätzchen
zu bringen oder ihm mit
einem Geburtstagskuchen eine Freude zu
machen. Und auch in Bamberg gibt es bereits
nach einem halben Jahr vergleichbare Geschichten:
„Hier kam mal eine Frau, die beruflich
unterwegs war, nach Feierabend mit
einer Autopanne ins Haus geschneit. Da sie
noch am Abend einen wichtigen Termin in
Nürnberg wahrnehmen musste, habe ich sie
kurzentschlossen dorthin gefahren und am
nächsten Tag, nachdem ihr Auto repariert
war, wieder abgeholt. Das war damals keine
Kundin unseres Hauses, aber seit der Aktion
haben wir aufgrund ihrer Empfehlung mehrere
Neukunden gewinnen können“, erzählt
der Verkaufsleiter aus dem Autohaus Sperber.
Dass der Job als PKW-Verkäufer eine Berufung
ist, war Andre Grosch anfangs gar nicht
bewusst. Nach der Schule wollte er eine
Ausbildung außerhalb des elterlichen Unternehmens
absolvieren. So entschied er sich
zunächst für einen Weg als Steuerfachangestellter.
Aber die Sache passte nicht. Es war
nicht sein Weg. Deshalb packte er sein Wissen
aus der Bilanzbuchhaltung ein und ging
damit in den Familienbetrieb. Dort durchlief
er von der Werkstatt übers Controlling bis
hin in den Verkauf nahezu alle Bereiche im
Autohaus und wurde zu dem, der er jetzt ist.
Wie die nicht-automatische Entscheidung
fürs Autohaus „zu Hause“ damals, ist auch
die heutige Entscheidung weg davon richtig.
Andre Grosch fühlt sich wohl im Bamberger
Team des Autohauses Sperber. Er betont vor
allem die Wertschätzung der verschiedenen
Kompetenzen im Sperber-Kollegenkreis:
„Hier hat von Anfang an die Chemie untereinander
gestimmt. Man vertraut sich. Und das
ist wirklich wertvoll.“
Autohaus Sperber
Ohmstraße 10a
96050 Bamberg
Telefon: 0951 - 9643330
Öffnungszeiten
Autohaus Sperber
Grünewaldstraße 3A
96215 Lichtenfels
Telefon: 09571 - 92300
Öffnungszeiten
Das Autohaus Sperber für Mini und BMW berät Kunden
der gesamten Region Oberfranken. In den beiden Niederlassungen
Bamberg und Lichtenfels ist das Team für Interessenten
da.
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
07:00–18:00 Uhr
07:00–18:00 Uhr
07:00–18:00 Uhr
07:00–18:00 Uhr
07:00–18:00 Uhr
09:00–13:00 Uhr
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
08:00–18:00 Uhr
08:00–18:00 Uhr
08:00–18:00 Uhr
08:00–18:00 Uhr
08:00–18:00 Uhr
08:00–13:00 Uhr
www.autohaus-sperber.de
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 67
Coburg, das Coburger Land und die angrenzenden Gebiete:
Eine lebenswerte Region, mitten in Europa. Naturnah und doch
urban, mit Sinn für Kultur, Platz für Freizeit, Raum für Bildung.
Und vor allem ein idealer Ort zum Arbeiten. Das belegen viele
erfolgreiche Unternehmen. Sie sind die Treiber der Region
Coburg, tief verwurzelt in ihrer Heimat und weltoffen zugleich,
verantwortungsbewusst, visionär. Sie sind …
Coburgs Beste
COBURGS BESTE ist des neue LABEL des COBURGER – seit Ende 2018.
COBURGS BESTE steht als LABEL für die besten
Unternehmen der Region Nordwestoberfranken und Südthüringen.
68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
COBURGS BESTE
Der COBURGER wählt sie aus und stellt sie vor – Unternehmen, die sich durch
die Kombination verschiedener Kriterien auszeichnen:
· Innovation
· Tradition
· Ausbildung
· Engagement
Quer über alle Branchen, ob Industrie, Handwerk, Handel oder Dienstleistung.
Diese Unternehmen bekommen die Chance, sich im COBURGER als COBURGS
BESTE zu präsentieren.
In einem gemeinsamen Workshop erarbeitet der COBURGER mit einem Team
bestehend aus Redakteur, Designer und Marketingfachleuten den Wesenskern
dieser Unternehmen heraus.
Im Mittelpunkt steht dabei die Antwort auf die Frage, was das Unternehmen
treibt, wo es sich in der Zukunft sieht, welche Innovationen, welche Visionen
es tragen. Am Ende steht eine individuelle Unternehmenspräsentation auf vier
Seiten, optisch, inhaltlich, emotional aufbereitet.
Das waren bisher COBURGS BESTE seit Dezember 2018:
Ausgabe 30: 12/2018
Ausgabe 31: 02/2019
Ausgabe 32: 04/2019
Ausgabe 33: 06/2019
Ausgabe 34: 08/2019
COBURGS BESTE in dieser Ausgabe sind:
®
Und in den nächsten Ausgaben können Sie sich schon jetzt auf viele ganz
besondere Geschichten ganz besonderer Unternehmen aus der Region freuen.
Diese Firmen nämlich sind 2019 auf jeden Fall COBURGS BESTE:
Darüber hinaus viele weitere Topunternehmen.
COBURGS BESTE. NUR IM COBURGER.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 69
" Ich bin für Valeo auf der
ganzen Welt unterwegs, oft auch
längere Zeit, und trotzdem sind
wir wie eine kleine Familie,
sind immer miteinander
verbunden, ich fühle mich
einfach aufgehoben. "
- Ibram Gerges,
aus Ägypten
" Als ich 2015 nach
Deutschland kam, war das
echt ein Schock mit der
neuen Sprache. Und jetzt?
Ich kann mir nichts
Schöneres vorstellen, als
hier mit den Kollegen zu
kommunizieren, und vor
allem weltweit. "
- Nandina Naga-Sreeja,
aus Indien
" Ich suche gerne die
Herausforderung, den
Wettbewerb. Das spornt
mich an. Da bin ich hier
genau richtig, bin nach
vier Jahren schon
befördert worden. Also
ich bleibe bei Valeo,
habe auch schon ein Haus
gekauft für meine kleine
Familie. "
" Ich bin seit fast 25
Jahren bei Valeo und es
gibt keinen Tag, an dem
ich nicht etwas Neues
kennengelernt habe.
Meine Arbeit ist so
abwechslungsreich,
spannend, so vielfältig,
ich gehe jeden Tag mit
einem Lachen in die
Firma und mit einem
Lachen wieder raus. "
- Kathrin Weinmar,
aus Sachsen
- Arnaud Koch,
aus Frankreich
70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Advertorial
" Valeo ist mein Leben.
Ich habe schon mit 14 bei
der Firma angefangen,
damals noch in Brasilien,
wollte aber unbedingt
nach Deutschland. Dann
hat sich der Traum
erfüllt. Valeo hat mir
alles gegeben, mein
ganzes Wissen,
Anerkennung, eine Familie
– und meine Frau habe ich
auch durch Valeo
getroffen. "
" Ich bin so ein
richtiges Valeo-Kind,
bin hier ausgebildet
worden, habe dann
verschiedene Aufgaben
übernommen, habe mich
währenddessen weitergebildet.
Dass ich hier
in meiner Heimat bleiben
kann, aber gleichzeitig
international arbeite,
ist für mich perfekt. "
- Lucas Micke,
aus Brasilien
- Andreas Gatzer,
aus Thüringen
" Ich bin seit 22 Jahren
da, ich glaube, das sagt
schon viel aus. Als
Experte für Strömungssimulationen
habe ich mir
einen Status erarbeitet,
der weltweit gefragt ist.
Diese internationale
Vernetztheit, die vielen
guten freundschaftlichen
Kontakte überall, das
schätze ich sehr. "
- Oliver Lauer,
aus Franken
" Ich darf gerade im Rahmen
meines Masterstudiums beweisen,
dass ich ein komplexes Projekt
hier bei Valeo führen kann.
Diese Eigenverantwortung, diese
Freiheit, genieße ich sehr. Ich
will auf jeden Fall bei Valeo
bleiben. "
- Phillip Lauer,
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
aus Franken
COBURGER | DAS MAGAZIN 71
Coburgs Beste
VALEO
Gibt’s nicht gibt’s nicht
Die Valeo Klimasysteme GmbH Bad Rodach
Ein Besuch bei Valeo Klimasysteme Bad Rodach ist ein Erlebnis. Ein
technisches Erlebnis ohnehin angesichts der hohen Entwicklungsund
Produktionskompetenz des Unternehmens. Aber vor allem ist
der Besuch ansteckend. Menschlich ansteckend. Bunt. Fröhlich.
Lebendig. International.
Menschen aus über 30 Ländern arbeiten in Bad Rodach.
Nicht nur aus dem Mutterland des französischen
Konzerns mit seinen insgesamt über 100.000
Mitarbeitern weltweit, sondern von allen Kontinenten.
Europäer, Afrikaner, Latein- und Nordamerikaner,
Asiaten. Ihr Zusammenspiel macht aus dem
kleinen Ort „am Rand vom Rand der Welt“, wie ihn
Produktmarketing & Kommunikations Manager Kathrin
Weinmar liebevoll nennt, einen internationalen
Platz.
„Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht etwas Neues
kennengelernt habe“, sagt Weinmar, „alles, was man
sich vorstellen und was man sich nicht vorstellen
kann, habe ich erlebt, das ist wahnsinnig spannend …
und oft auch sehr lustig.“
Valeo Bad Rodach ist auf diese Weise trotz seiner
1.100 Mitglieder eine Familie, zu der man gerne zurückkehrt,
zu der man sich verbunden fühlt. Viele
Mitarbeiter sind oft in der Welt unterwegs, ihre
Kompetenz ist gefragt bei den Kunden, namhaften
Herstellern der Automobilindustrie, oder in anderen
Niederlassungen des Konzerns. In Bad Rodach aber
schlägt ihr Herz, hier sind ihre Familien, hier engagieren
sich viele über die Arbeit hinaus, hier stehen ihnen
viele Karrieremöglichkeiten offen.
„Gibt’s nicht gibt’s nicht“ nennt Kathrin Weimar das
lachend. Alles ist möglich bei Valeo Klimasysteme
GmbH.
Gruppe
• Automobilzulieferer für alle Hersteller weltweit
• 19 Milliarden Euro Umsatz
• 113.000 Mitarbeiter in 33 Ländern
72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
VALEO
Klimasysteme GmbH
Bad Rodach
• 1.100 Mitarbeiter aus 30 Nationen
• Produktionsstätte und Entwicklungszentrum
• Klimaanlagen und Klimasystem-Komponenten
• Kompetenzzentrum für Spritzgießverfahren
• Entwicklungsbereich für innovative Bedienelemente
www.valeo.de
AUSGABE 35 /OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 73
Coburgs Beste
VERPA FOLIE WEIDHAUSEN
Folien und Umwelt
sind kein
Widerspruch
Sie finden sich in vielen Bereichen und sind allgegenwärtig:
Hauchdünne Folien, reißfeste Säcke, Inliner-Bags oder Abdeckhauben
aus dem Hause Verpa sind nicht zu ersetzen. Sie werden
im Tiefkühlbereich, in der Getränkeindustrie, bei Tierfutterverpackungen
und vielem mehr eingesetzt. Sie halten Obst und Gemüse
frisch, werden zu Schläuchen verarbeitet und sind selbst
in der Polsterindustrie nicht wegzudenken.
Verpa Folie Weidhausen, ein dynamisch wachsendes
Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern,
ist Marktführer in der Folienbranche und Pionier
zugleich. Der Hauptsitz des Familienunternehmens
ist Weidhausen, wo im eigenen Labor neue Produkte
entwickelt und im Werk produziert werden. Mit
über 35 Extrusionsanlagen stellt das Unternehmen an
verschiedenen europäischen Standorten Mono- und
Coexfolien in verschiedenen Breiten und Foliendicken
her und bedruckt diese in hochmodernen Flexodruckanlagen
mit bis zu 10-Farben. Die qualitätsvollen
Ergebnisse reichen von der endlosen Rollenware
bis zu kundenspezifisch maßgeschneiderten Konfektionsprodukten
wie Folienbeutel und vielem mehr.
Auf eines legt das Unternehmen größten Wert:
„Wir arbeiten seit der Gründung umweltbewusst“,
sagt Geschäftsführer André Baumann. Das wird
deutlich beim Markenprodukt Verpalin – dickenreduzierte
PE-Folien, bei deren Herstellung jedes
Jahr mehr als 40.000 Tonnen Grundstoffmaterial
eingespart werden, ein messbarer Beitrag in Nachhaltigkeit
– sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch.
Mit seiner Linie „Verpalin Green life“ geht
das Unternehmen einen weiteren Schritt in die
Zukunft. Alle Produkte aus dem Hause Verpa sind
zudem zu 100 Prozent recyclingfähig und werden
somit wiederverwendet. „Kunststoff darf kein Müll
sein, sondern ein Wertstoff für neue Verpackungen
oder nutzbar zur Energierückgewinnung“, betont
Baumann. Somit sei im geschlossenen Kreislauf das
Benutzen, Sammeln, Recyceln und Wiederverwerten
von Kunststoff ein kostbarer Beitrag zur ökologischen
Entlastung.
„Kunststoff ist wie keine andere, die mit Abstand beste
Verpackungsform um die Lebensmittelhaltbarkeit bis zu verzehnfachen
und so die Nahrungsmittelverschwendungen wirksam zu senken.“
Verpa Folie Weidhausen
74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Coburgs Beste
VERPA FOLIE WEIDHAUSEN
Die Philosophie des Unternehmens: Begeistern.
Dazu zeigt sich vor allem auch in der Mitarbeiterführung.
Die Geschäftsleitung pflegt ein freundliches,
kollegiales und ehrliches Miteinander auf allen
Ebenen. „Jeder Einzelne im Unternehmen übernimmt
Verantwortung und trägt somit zum Erfolg
bei,“ freut sich Baumann.
Verpa Folie Weidhausen bildet in verschiedenen Berufen
auf hohem Niveau aus. Die „Azubis“ werden
Verpa Folie ist der Partner für die europäische und nordamerikanische
Industrie im Bereich Polyethylen-Folie. An drei Standorten produzieren das
Unternehmen PE-Folie in verschiedensten Breiten und Qualitäten.
Kunden begeistern mit begeisternden Produkten und begeisterten
Mitarbeitern. Wir müssen immer besser werden um richtig gut zu sein!
Firmenphilosophie Verpa Folie
während ihrer Ausbildung intensiv begleitet. Ideen,
Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik
sind als positives Engagement willkommen. „Dabei
steht immer der Mensch im Mittelpunkt. Wir gehen
mit unseren Azubis durch Höhen und Tiefen des täglichen
Lebens“, betont Baumann. Den „Azubis“ bietet
das Unternehmen tolle Aufstiegschancen, Führerscheinzuschuss,
ein eigenes Auto nach der Lehre
und vieles mehr.
Die Verpa Geschäftsleitung
Das Unternehmen Verpa Folie:
• Innovationsführer für stärkenreduzierte & nachhaltige Folienlösungen
• international agierendes fränkisches Familienunternehmen seit 40 Jahren
• 3 Produktionsstandorte (Weidhausen, Gunzenhausen, Wroclaw/PL)
• mehr als 530 Mitarbeiter, 51 Auszubildende
• jährliche Produktionsmenge mehr als 65.000 Tonnen (alle Branchen)
• 35 Extrusionsanlagen, bis 3.600 mm breite, bis 6 µm, Wertstoff-Recycling-Anlage,
10 Farben-Flexodruck, Konfektions-Fertigung
• verantwortungsvolles solziales Engagement für Mitarbeiter und Region
76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Was die Wenigsten wissen ...
Es ist nicht eine Frage der Alternative,
sondern nach der Sinnhaftigkeit dieser.
Jede Lösung da, wo sie am besten ist.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 77
Coburgs Beste
Es ist Ernst …
Der Chef unkonventionell, der Service unkompliziert, das
Klima familiär. Im Autohaus Willy Ernst passt einfach alles.
Das Coburger Traditionsunternehmen in der Neustadter Straße
14 ist die Anlaufstelle für jeden, der sich und sein Auto in
professionellen Händen wissen will.
78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Advertorial
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 79
Coburgs Beste
AUTOHAUS WILLY ERNST
Joachim Ernst, Geschäftsführer
Das ist vor allem dem Chef des Unternehmens
Joachim Ernst zu verdanken. Eigentlich hat der
50-jährige ja Radio- und Fernsehtechniker gelernt,
aber seine Liebe zum Auto hat ihn an die Spitze
des Familienunternehmens gebracht. „Ich bin in
der Werkstatt aufgewachsen, ich liebe es, Öl zu riechen“,
schwärmt der Geschäftsführer. Diese Liebe
zeigt sich bei einer Besichtigung des Firmengeländes,
einschließlich der Werkstätten und Aufenthaltsräume
bis in das kleinste Detail. Das Thema
Automobil spiegelt sich sogar in den sanitären Anlagen
wider.
„Nur wenn der Kunde zufrieden
ist und der Mitarbeiter lächelt,
dann hast Du es richtig gemacht.“
Joachim Ernst, Geschäftsführer
Das Autohaus Ernst blickt auf eine lange Tradition
zurück: Gegründet vor über 90 Jahren - im
Jahr 1926 - von Willy Ernst, von Sohn Hubertus
übernommen und mittlerweile in dritter Generation
von Joachim Ernst geleitet. Im Laufe der Jahre
wurde das Unternehmen kontinuierlich erweitert
und ausgebaut. Heute beschäftigt der Betrieb rund
80 Mitarbeiter im Alter von 15 bis 66 Jahren in den
verschiedenen Bereichen. Es ist ein Team, über das
sich Joachim Ernst besonders freut. „Über die Jahre
hinweg habe ich eine Truppe aufgebaut, die mich
unheimlich stolz macht.“ Dazu musste er zunächst
alte Strukturen aufbrechen- ein Prozess, der zwar
einige Jahre gedauert, aber sich gelohnt habe, so
Ernst. Denn zum Erfolg eines Unternehmens trage
nicht zuletzt das Betriebsklima bei, ist Ernst überzeugt.
„Die Leute müssen bei Dir arbeiten wollen“,
sagt er. Als anerkannter Ausbildungsbetrieb bietet
das Autohaus jedes Jahr zahlreiche Lehrstellen an:
Vom Automobilkaufmann bis zum Fahrzeuglackierer.
Außerdem haben die Mitarbeiter die Möglichkeit
sich dauerhaft fort- und weiterzubilden und
verschiedene Lehrgänge, Seminare und Schulungen
zu besuchen.
Im Mittelpunkt der Arbeit des gesamten Teams
steht der Kunde. „Nur wenn der Kunde zufrieden ist
und der Mitarbeiter lächelt, dann hast Du es richtig
gemacht“, sagt Ernst. Ob im Verkauf, bei den Modellen,
im Service oder im Umgang mit den Kunden
– das Autohaus Ernst setzt auf höchste Qualität. Das
Team legt besonderen Wert auf individuelle Beratung
in Service, Vertrieb und Werkstatt. In mehreren
Werkstätten inklusive eigener Lackiererei
werden umfangreiche Serviceleistungen für jedes
Fahrzeug angeboten. Das zahlt sich aus: Der Traditionsbetrieb
hat Stammkunden, die kilometerweite
Wege zurücklegen, um in das Autohaus ihres Vertrauens
zu kommen.
„Unsere tägliche Mission
lautet so einfach wie
konsequent: Gute Arbeit.“
Joachim Ernst, Geschäftsführer
80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
AUTOHAUS WILLY ERNST
Joachim Ernst hat ein Faible für Autos. Vor allem
schlägt sein Herz Fahrzeuge aus den 1980er Jahren,
seine Lieblingsautos sind der VW Typ 181 Kübel und
ein VW T3 Syncro. Da liegt es auf der Hand, dass Ernst
offiziell „Classic Competence Center“ von Volkswagen
ist. Als einer von ca. 60 Betrieben bundesweit ist das
Autohaus Willy Ernst Experte für Old- und Youngtimer
aus dem Hause Volkswagen, Audi und Porsche. Mit den
richtigen Werkzeugen und dem alten Wissen wird bei
Ernst repariert, was andere schon gar nicht mehr kennen.
Dank der langjährigen Erfahrung kennt das Team
alte VWs in und auswendig.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 81
Das ehemalige
Goebel-
Seit Oktober neues Zuhause von markatus, der
führenden Werbeagentur aus der Region. Hier
entsteht außerdem die digitale Manufaktur des
Digitalen Gründerzentrums der Region Coburg.
82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Gelände
in Rödental …
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 83
ITV
iTV. Gute Geschichten.
Gute Bilder. Gut erzählt.
Imagefilme.
Werbespots.
Eventmovies.
Erklärfilme.
Für Social Media. Kino. TV. Messe.
84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
GUTE BILDER
Advertorial
Unsere Filme erzählen Geschichten von Menschen für
Unternehmen und von Unternehmen für Menschen.
Unterhaltend, informativ, emotional. Immer entlang der
Ziele und des Leitbildes unserer Kunden - als Imagefilm,
Werbespot, Erklärfilm, Produktvideo oder Eventmovie.
Jeder Film ist ein Einzelstück, individuell entworfen
und umgesetzt. Von der strategischen Beratung über die
Konzeptionierung, die Dreharbeiten und die Postproduktion
bis hin zur Präsentation oder Verbreitung: Wir
kümmern uns um jeden Schritt einer Produktion, und
vor allem um unsere Kunden: Viele von ihnen sind kleinund
mittelständische Unternehmen aus unserer Heimatregion
mitten in Deutschland.
iTV ist ein erfahrener, kompetenter und kreativer
Dienstleister für Film- und TV-Produktionen. Ein zehnköpfiges
Netzwerk ausgebildeter und kreativer Redakteure,
Autoren, PR-Fachleute, Kameraleute und Cutter
steht für qualitativ hochwertige Bewegtbildkommunikation
zu fairen Preisen. Über die Unternehmensmutter,
die süc//dacor GmbH, greifen wir zudem auf große
IT-Kompetenz und ein hauseigenes Rechenzentrum
zurück.
So haben wir uns zu einem der führenden Produzenten
von Bewegtbildinhalten in der Region Franken und
Südthüringen entwickelt. Das belegen Auszeichnungen
wie zwei Fernsehpreise der Bayerischen Landesanstalt
für neue Medien, ein Coburger Medienpreis oder auch
ein Deutscher Nachhaltigkeitspreis. Und vor allem die
vielen Produktionen für zahlreiche Kunden aus dem Coburger
Land und darüber hinaus.
Unsere Werbeproduktionen laufen im klassischen Fernsehen
genauso wie im Kino oder in den sozialen Medien.
Immer im Dienste unserer Kunden, im Dienste ihres Erfolgs.
Mit unserem hauseigenen regionalen TV-Sender
iTVCoburg, dem zu seinen Anfangszeiten ersten lizenzierten
bayerischen Regionalsender im Netz, verfügen
wir zudem über ein eigenes Medium für insgesamt über
70 000 Kontakte. Und auch wenn die Medienbranche
sich in einem schnellen Wandel befindet, die Anforderungen
an erfolgreiche Film- und TV-Produktionen sind
dieselben geblieben: Es geht darum, gute Geschichten
mit guten Bildern gut zu erzählen.
Unsere Produktionen
Werbespot Frischecenter Wagner
Werbespot SÜC
Imagefilm Kongresshaus Rosengarten
Livetalk Sparkasse
Erklärfilm Energieversorger
Imagefilm Heinz Glas
Imagefilm Audio Logo
Eventfilm Gelder und Sorg
Eventfilm 200 Jahre Prinz Albert
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 85
ITV
Unsere Kunden
Unsere Leistungen
STRATEGIE
Jeder Film ist Teil einer übergeordneten
Strategie bei unseren Kunden. In einem
Vorgespräch geht es daher darum, unseren
Kunden, sein Unternehmen, seine Produkte
kennenzulernen. Wir wollen gerne etwas erfahren
über seine Ziele, seinen Markt, seinen
Antrieb, bekommen gerne einen Einblick in
seine Überlegungen.
KONZEPT
Ob Imagefilm, Werbespot, Eventmovie oder
Erklärfilm: Jeder Film hat eine Botschaft.
Um diese zu transportieren, benötigt er eine
Geschichte, eine Story mit Figuren, mit Orten,
mit Handlungen. Wir entwerfen daher
zunächst Ideen, was für eine Geschichte wir
erzählen könnten. Ob emotional, informativ,
unterhaltend, witzig oder alles zusammen.
Aus einer der Ideen entwickeln wir ein Drehbuch.
DREH
Wir kümmern uns um die komplette Durchführung
der Dreharbeiten, personell, technisch,
organisatorisch. Das fängt bei der
Drehplanung und der Suche nach geeigneten
Locations an, geht über die Wahl geeigneter
Darsteller und die Zusammenstellung der benötigten
Technik bis hin zu den eigentlichen
Dreharbeiten.
POST
Am Schnittplatz entsteht auf Basis des Drehbuchs
und der gedrehten Sequenzen der fertige
Film. Dort werden die Bilder montiert, mit
Texten, Geräuschen, Effekten, Musik, Animationen
und Grafiken kombiniert. Am Ende
bekommt ein Film den letzten Schliff, wenn
wir Farben und Sound designen.
VERBREITUNG
Im Vorfeld der Produktion sind die späteren
Verbreitungswege festgelegt worden.
Ob TV, soziale Medien, Kino, Messe, andere
Einsatzzwecke oder auch unser hauseigenes
Regionalfernsehen iTVCoburg. Gerne kümmern
wir uns auch um die strategische Mediaplanung.
86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
GUTE BILDER
Unser Team
Rebecca Klett
Deborah Illing
Wolfram Hegen
Stephanie Fröba
Maria Zoll
Gabi Arnold
Alex Mrazek
Lars Friedmann
Anne Klopp
Timo Schmidt
Andreas Leopold Schadt
Tobias Zwiener
Unsere Ansprechpartner
MEDIENBERATER WOLFRAM HEGEN
Mobil: 01 71 / 690 52 84
Telefon: 0 95 61 / 976 21 - 51
E-Mail: wh@itv-coburg.de
MEDIENBERATERIN MARIA ZOLL
Mobil: 0 174 / 3901 250
Telefon: 0 95 61 / 976 21 - 50
E-Mail: mz@itv-coburg.de
www.iTVBiz.de
www.iTVCoburg.de
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 87
CONNECT
Gesponserter Beitrag
Führung heute Führung = (K) 4
Eine Formel für erfolgreiche
Personalentwicklung
Der COBURGER im Gespräch mit dem connect Coachingteam Anne
Tränkner, Sabine Schmidt-Braunersreuther und Monika Liebermann
Arbeitswelt heute: Die Arbeitswelt ist jeden Tag neu im Umbruch, Märkte ändern
sich in einem rasanten Tempo, die Digitalisierung schreitet mit großem
Schritt in allen Bereichen voran - Wo sieht sich das connect Projekt Team in
diesem Prozess?
Anne Tränkner: Unternehmen und ihre Führungskräfte sehen sich in einem
neuen Tempo mit Veränderungen konfrontiert. Ein Tempo, das viele
Verantwortliche unvorbereitet trifft. Der rationale, betriebswirtschaftliche
Ansatz in der Wirtschaft stellt dabei das eine Handlungsfeld dar. Parallel
dazu ist die Herausforderung, die Mitarbeiter bei den notwendigen Veränderungen
mitzunehmen. Veränderungen machen oft Angst, insbesondere,
wenn man nicht selbst bestimmt, was passiert. In dem einen oder anderen
Bereich kennen wir das alle. Findet dieser Aspekt in der Führung zu wenig
Beachtung, führt das zu Konflikten, Überforderung und auch Demotivation.
Personalentwicklung und Führung sind hier keine Selbstläufer und das
erkennen immer mehr Unternehmen. Wer ein guter Facharbeiter ist mit
hoher fachlicher Expertise, ist nicht automatisch eine gute Führungskraft,
wenn es um das Mitnehmen der Mitarbeiter, um den Umgang mit Veränderungen
geht. Für den Erfolg unserer Unternehmen, braucht es Führungskräfte,
die den Wandel positiv und aktiv mitgestalten und klare Orientierung
für ihre Mitarbeiter geben. In einer Formel ausgedrückt ist Führung=(K) 4 =
Kraft*Kommunikation*Klarheit*Konsequenz
Sabine Schmidt-Braunersreuther: Viele Führungskräfte stehen unter großem
Druck. Von der Konzernspitze oder der Geschäftsführung kommen
zu erfüllende Vorgaben, auf der anderen Seite klagen Mitarbeiter über zunehmende
Belastungen. Die Krankenquote steigt, die Produktivität sinkt,
notwendige neue Entwicklungsschritte bleiben auf der Strecke. Veränderungen
führen auch auf diesem Weg zu Unsicherheit. Alte Denk- und
Handlungsweisen verlieren jetzt ihre Wirkkraft. Hier kommt unser Ansatz
- Führung=(K) 4 ins Spiel. Wir arbeiten mit den Führungskräften und Teams
daran, die aktuelle Situation jeweils in ihren verschiedenen Aufgabenfeldern
zu erfassen, Probleme in Ziele zu verwandeln und die Vielfalt der Teams als
Ressource für Lösungsansätze zu nutzen.
Wie gehen sie konkret vor?
Monika Liebermann: connect hat genau dafür ein Kombinations-Tool entwickelt
und erfolgreich erprobt. Mit den Analysetools Arbeitsbewältigungscoaching
(ab-c®) und Lebensuhr Unternehmen holen wir Führungskräfte
und ihre Mitarbeiter ins Boot und erfassen ihre Situation, Erfahrungen und
Lösungsideen. Mit Unterstützung des connect Lebensphasenressourcenkonzepts
und unserer langjährigen Beratungs- und Umsetzungserfahrung
entstehen Impulse für eine Maßnahme-Matrix.
Um die richtigen Maßnahmen gemeinsam mit Unternehmen und Mitarbeiter/innen
zur richtigen Zeit umzusetzen, finden wir gemeinsam konkrete
Antworten und praktische Lösungen:
Wie funktioniert eine flexible Schichtplanung? Wie können Schichtteams
sich eigenverantwortlich organisieren? Wie ist eine qualifizierte Integration
von Teilzeitkräften in Schichten möglich? Wie wird ein strukturierter, wertschätzender
Wissenstransfer im Tandem von älteren und nachkommenden,
jüngeren Mitarbeitern erreicht? Was können On Boarding Programme leisten,
um Mitarbeiter/innen auf Veränderungen gut vorzubereiten?
Anne Tränkner: Wichtig ist, dass die Mannschaft dann auch kontinuierlich
im Lösungsprozess am Ball bleibt. Jedes Auto wird regelmäßig gewartet:
Unsere Mitarbeiter sollten uns dies erst recht wert sein! Unser connect
Wartungsvertrag und Boxenstopp sichern die Weiterführung angestoßener
Entwicklungen und die tatsächliche Umsetzung neuer Tools, Regeln und
Verhaltensmuster. Das schafft Sicherheit und dann funktionieren diese
Tools auch in stressigen Zeiten, in Krisen und Übergängen. Dies braucht
kontinuierlich Raum und Zeit zur Sicherung des Erreichten, zur Reflektion
und weiteren Entwicklung. Das Ziel ist Klarheit & Orientierung in der Führung
und eine gemeinsame wertschätzende und produktive Arbeitsweise
im Team. Dann stimmt auch das betriebswirtschaftliche Ergebnis.
connect plant 2020 ein ESF-gefördertes
Personalentwicklungs-Projekt-WIN
WIN, um Unternehmen zwei Jahre aktiv bei der
Umsetzung wichtiger Themen zu unterstützen.
Interessierte Unternehmen können sich gerne für
eine Teilnahme am Projekt „WIN WIN“ bewerben.
Mehr Info zu diesen Themen:
E-Mail an at@connect-neustadt.de oder
Telefon: 0 95 68 / 896 71 14
connect Neustadt GmbH & Co.KG
Arnoldplatz 2
96465 Neustadt b. Coburg
Telefon: 09568 8967 114
Fax: 09568 8967 169
E-Mail: at@connect-neustadt.de
Internet: www.connect-neustadt.de
88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Spielend leicht
zum
Fuhrerschein...
Advertorial
… denn ohne diesen dürfen Gabelstapler, Krane, Hubarbeitsbühnen,
Teleskope oder Erdbaumaschinen nicht
bedient werden. Die Unternehmen sind verpflichtet ihre
Mitarbeiter entsprechend ausbilden und unterweisen zu
lassen, bevor sie diese hinter den Lenker der Maschinen
setzen dürfen. Unsere zertifizierten Ausbilder führen die
Schulungen und Unterweisungen in modernen Räumlichkeiten
in Sonneberg oder auch in Ihrem Hause durch.
Die Ausbilder verstehen ihr Handwerk. Darauf geben wir
Ihnen Brief und Siegel: Neben der Zertifizierung nach
ISO 9001 verfügt die FVG mbH auch über das Zertifikat
der Berufsgenossenschaft „ Zertifizierter Ausbilder von
Flurförderzeugfahrern/-innen “ nach DGUV Grundsatz
308-001.
Ein besonderer Service sind die Azubi-Tage. In der Woche
vom 04.11. bis 07.11.2019 können Unternehmen für ihre
Auszubildenden eine Grundausbildung für Gabelstapler,
Kran und Hubarbeitsbühne zu einem fairen Preis buchen.
Des Weiteren beraten wir Sie auch wenn es um die Themen
Arbeitssicherheit, Brand-, oder Datenschutz geht.
Alle Informationen hier:
FVG MBH
An der Müß 15 | 96515 Sonneberg
Telefon 03675 – 422 534
Fax 03675 – 422 535
E-Mail: lg@fvg-mbh.info
Web: www.fvg-mbh.info
Unterweisung
Befahigung
Einweisung
Beauftragung
COBURGER | DAS MAGAZIN 89
Zukunftsrat
der Bayerischen Wirtschaft
TechCheck
2019.
Erfolgsfaktor
Mensch.
Bayerns Zukunftstechnologien im Fokus.
In diesem Jahr beschäftigt sich der Zukunftsrat der Bayerischen
Wirtschaft mit den für Bayern wichtigsten
technologischen Zukunftsfeldern und unterzieht sie einem
Check : Wo stehen wir heute und was müssen wir
tun, damit wir die Potenziale noch besser ausschöpfen
können ?
Die Innovationen, die aus den Zukunftstechnologien
hervorgehen, werden die bayerische Wirtschaft und
die Gesellschaft entscheidend prägen. Zentraler Erfolgsfaktor
ist dabei die konsequente Ausrichtung auf
den Menschen.
Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten neuer Technologien
und welche Bedeutung sie für den Menschen
haben. Diskutieren Sie dazu aktiv mit bei „Frag den Rat“.
09. 12. 2019, 18:00 Uhr
Energiepark Hirschaid
Leimhüll 8, 96114 Hirschaid
Weitere Informationen und Anmeldung unter
www.vbw-bayern.de/VA96341
Die Teilnahme ist kostenlos.
90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
Pleuel für höchste Belastung
gewalzt und geschmiedet
Moderne Motoren stellen höhere Anforderungen
an Zylinderkomponenten als jemals zuvor.
Nur mit innovativen Konzepten und Materialien
in ganz neuer Leistungsstärke sowie optimal
aufeinander abgestimmten Systemelementen
können weitere Leistungsreserven mobilisiert werden.
Hochleistungskomponenten, wie Pleuel, werden
von international führenden Herstellern auf
verketteten Aggregaten von LASCO zunächst
gewalzt und dann ausgeschmiedet.
LASCO — aus der Region in die Welt!
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Hydraulische Gesenkschmiedemaschinen
Hydraulische Pressen für die
Massiv- und Blechumformung
sowie die Pulvermetallurgie
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AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 91
FERNÖSTLICHE SPORTARTEN
Von Anne Klopp
E I N E Z E I T R E I S E
Qi, Tai und Yoga
Auf den Spuren der fernöstlichen Sportarten
Tief einatmen – und wieder ausatmen: Atemübungen, Entspannung, mit sich
und seinem Körper im Einklang sein: Fernöstliche Techniken wie Yoga, Qigong
oder Tai-Chi sind schon lange keine Exoten mehr bei uns in Deutschland.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 93
EINE ZEITREISE
sportland –
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gesundheit
sport
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94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
FERNÖSTLICHE SPORTARTEN
… über 2000 Jahre in die Vergangenheit. Damals wurde in Indien Yoga entwickelt.
Ziel: Jede Person soll im Einklang mit sich selbst leben. Anfangs praktizierte
man Yoga rein spirituell. Die Technik diente zur Vorbereitung auf die
stundenlange Meditation. Das alte altindische Wort Yoga heißt wörtlich übersetzt
„anschirren“ oder „anjochen“. So wie ein Reiter sein Pferd anschirrt, also
das Geschirr des Pferdes mit der Kutsche verbindet, soll Yoga Körper und Geist
zusammenbringen.
In Deutschland steigt die Nachfrage danach seit den 1960-er Jahren. Laut einer
Studie, die vom Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland 2014 in Auftrag
gegeben wurde, praktizieren 2,7 Millionen Deutsche Yoga. Anbieter gibt
es rund 6000. Für viele Menschen ist Yoga eine Lebensphilosophie.
Wir verlassen Indien und reisen nach China. Qigong gehört nämlich zur „Traditionellen
Chinesischen Medizin“. Vor zweieinhalbtausend Jahren ist die Sportart
entstanden. Das Ziel ist ähnlich wie beim Yoga, Körperenergien zum Harmonieren
zu bringen, die Energien in den Leitbahnen unseres Körpers fließen
zu lassen. Das sogenannte Qi ist eine globale Lebensenergie, eine Kraft, die wir
gemäß der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ in uns haben, die aber auch
in der Natur vorkommt. Wir können sie positiv zu unserem Wohl benutzen.
Körperbewegungen und stille Übungen machen Qigong aus. Es gibt mehrere
hunderte Techniken in drei Kategorien: Die medizinische Technik, die zur Erhaltung
der Gesundheit und Heilung dient. Die kämpferische, um seinen Mut
zu verbessern, und die religiöse, um geistige Erleuchtung zu erhalten.
Meine Zielgruppe sind
Führungskräfte, Selbstständige,
Unternehmer und Ärzte, die ihr
Potenzial beruflich, privat und
gesellschaftlich voll und effektiv
ausschöpfen wollen.
Personaltrainer/Fitnessfachwirt
Frank Sperschneider
Trainingsstützpunkt
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AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 95
EINE ZEITREISE
96 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
FERNÖSTLICHE SPORTARTEN
Wir bleiben in China. Wer kennt es nicht? Stress auf der Arbeit, vielleicht auch
in der Familie. Alles steigt einem zu Kopf, man ist fertig mit der Welt. Ein Bewegungsausgleich
kann hier den entscheidenden Unterschied machen. Eine
Variante ist das Tai-Chi, eine Kampfkunst. Aus dem 17. Jahrhundert stammt
der erste historische Nachweis der Sportart. Die Legende aber blickt tiefer in
die Vergangenheit: Bereits im 13. Jahrhundert soll es einen Kampf zwischen einer
Schlange und einem Kranich gegeben haben. Daraufhin soll der taoistische
Mönch Zhang Sanfeng die Grundsätze des Tai-Chi entwickelt haben. Ob das so
stimmt werden wir wohl nie erfahren. Fakt ist: Tai-Chi ist gesundheitsfördernd
und dient der Persönlichkeitsentwicklung sowie der Meditation. Egal, ob junger
Hüpfer oder doch schon etwas älter, Tai-Chi ist für alle Altersklassen und
Fitnessgrade gedacht.
Be in
Shape
Fazit unserer kleinen Zeitreise durch Asien: Fernöstlicher Sport zielt eher auf
die Einheit von Körper und Geist, auf Gesundheit als auf den Wettkampf wie in
der westlichen Tradition. Also immer daran denken:
Tief ein und ausatmen, das Qi finden
und sich mit neuer Kraft neuen
Herausforderungen stellen.
Yoga
• Entstanden vor über 2000 Jahren in Indien
• Wörtlich: „anschirren“ / „anjochen“
• Ziel: Im Einklang mit sich selber leben
• Philosophie und Sport
Qigong
• Entstanden vor circa 2500 Jahren in China
• Gehört zur „Traditionellen Chinesischen Medizin“
• Ziel: Körperenergien zum Harmonieren bringen
• Qi = globale Lebensenergie
Tai-Chi
• Kampfkunst
• Historischer Nachweis aus dem 17. Jahrhundert
• Laut Legende auf das 13. Jahrhundert zurückzuführen
• Für alle Altersklassen und Fitnessgrade
Das Trainingsprogramm
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AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 97
REISEN
Kultouren
DER COBURGER AUF REISEN
SAALBACH-HINTERGLEMM
VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT
Reisen alleine, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus
dem Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa,
die mit dem Auto, per Bahn, mit dem Bus oder dem Flugzeug
in ein paar Stunden erreichbar sind. Ziele für Menschen,
die etwas sehen und erleben wollen, die interessiert sind an
Kultur, Land und Leuten, an Natur, Bergen und Meer, gerne
verbunden mit Bewegung an der frischen Luft und manchmal
auch mit ein bisschen kalkuliertem Abenteuer. Das sind
unsere COBURGER-Kultouren. In jedem Magazin eine. Mit
vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen, und mit ein
paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie dieser Lust
erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.
SAALBACH-HINTERGLEMM
REISEN
WANDERBAR UND LÄSSIG
Ja, das Motto unseres Urlaubszieles dieses Mal gefällt mir. Mit dem Slogan „Home
of Lässig“ bewirbt die Region Saalbach-Hinterglemm ihr Wanderparadies in den
Kitzbühler Alpen. Lässig, das ist wichtig, wenn man mit Kindern verreist, wer
wüsste das nicht. Und so kommt es bei der ganzen Familie schon mal gut an, dass
wir die ewig vollgestopfte A8 nach dem Chiemsee schon verlassen und über Inzell
auf der Loferer Bundesstraße hineinfahren in die Berge, die bis in den Herbst hinein
zu Wandertouren einladen. Wie oft fährt man an den schönsten Ausflugszielen
einfach vorbei auf dem Weg in den Urlaub. Das kann man auch anders machen.
Und so haben wir nach 4 Stunden Fahrtzeit das erste Etappenziel erreicht und
steigen aus an einer der Naturgewalten des Salzburger Saalachtales.
EINE KLAMM ZUM STAUNEN
BÄTZOLDT oHG // Plakat „70 Jahre”
BÄTZOLDT oHG // Plakat „70 Jahre”
PLAKAT
PLAKAT
DIN A2
DIN A2
BÄTZOLDT OHG–
EINFACH GUT
SEIT 70 JAHREN!
Sagt sogar
der TÜV ...
KFZ-WERKSTATT
Version 1
Version 1
Zweimal Technik – ein Team.
Hier an den Ausläufern des Steinernen Meeres hat die Natur auf engstem Raum
bizarre Felsen geformt und tobende Wasserfälle geschaffen. Der perfekte Ort für
eine aktive Pause auf dem Weg in den Urlaub: Die Vorderkaserklamm. Am Ende
der Eiszeit schliffen sich enorme Wassermassen unaufhaltsam ihren Weg in den
Fels hinein. So entstand das Naturdenkmal. Mittlerweile ist die Klamm 400 Meter
lang und 80 Meter tief und an ihrer engsten Stelle nur 80 Zentimeter breit. Über
hölzerne Stege und hunderte von Stufen schaffen wir die knapp 200 Höhenmeter
Version 1
in einer Version halben 1 Stunde und werden mit herrlichen Aussichten und laut tosenden
Wasserfällen mitten im Fels belohnt. Wer noch ein bisschen links und rechts vom
Weg schaut, entdeckt auf dem Orchideenweg eine Vielfalt einheimischer Pflanzen.
Auf dem Rückweg kommt man an einem von Kiefern bewachsenen Naturbadesee
mit Grillplätzen vorbei. Wir sind schon voll im Urlaubsfeeling!
HINAUF IN LUFTIGE HÖHEN
Die erste Bergtour in Saalbach-Hinterglemm führt uns mit dem Schattberg Xpress
auf über 2000 Meter. Dank der Jokercard, die man vom Hotel oder dem Beherbergungsbetrieb
für die Zeit des Urlaubs ausgestellt bekommt, im übrigen kostenlos.
Ein ganz großer Pluspunkt, denn so eine Bergfahrt kostet für die ganze
Familie schnell mal an die 40 Euro. Vom Ostgipfel auf den Westgipfel vorbei an
kleinen Bergbächen, Speicherseen und einer lustigen Murmeltierfamilie. Die Sonne
scheint, die Einkehr auf der Gipfelhütte lockt mit Kaiserschmarrn und Weizenbier.
Den Rückweg trauen wir uns über einen ungesicherten schmalen Grat
auf den Mittelgipfel und zurück über ein kleines Hochmoor. Die Aussicht vom
Hausberg der Saalbacher ist beeindruckend: Großvenediger und Großglockner
immer im Hintergrund.
GARTENTECHNIK
OHG
© FRESH ART Konzept & Design I I 4. Februar 2019
BÄTZOLDT oHG
Neustadter-Str. 10-12 | 96450 Coburg
Tel.: 09561 5529-0 | Fax.:09561 5529-10
Mail: info@baetzoldt.com | www.baetzoldt.com
OHG
OHG
© FRESH ART Konzept & Design I 4. Februar 2019
© FRESH ART Konzept & Design I 4. Februar 2019
100 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
LJUBLJANA
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 101
102 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
SAALBACH-HINTERGLEMM
ZU WASSER, LAND UND LUFT
Auch die Kinder fordern ihr Recht auf Erholung ein. Also heute mal nur eine kleine
Tour, mäßig bergauf von Lengau auf die Lindlingalm. Hier im Talschluss des
Glemmtales entspringt nicht nur die Saalach, die sich bis Bayern schlängelt. Hier
ist das Zentrum für sportliche Aktivitäten aller Art und aller Altersklassen. Wer es
ein bisschen extremer mag, ist beim Canyoning im Gebirgsfluss oder einem Flying
fox Abenteuer in 80 Meter Höhe gut aufgehoben. Gemütlicher geht es zu, wen
man den Baumzipfelweg mit allerlei Spiel- und Motorikstationen und die Golden
Gate Bridge überschreitet, die den Talschluss überspannt. Hier kann man sich einen
ganzen Tag aufhalten. Denn es lockt auch noch ein Jump and slide Park mit
Riesenrutschen und Sprungtürmen, das Teufelswasser und der Hochseilgarten.
Und wer am Ende des Tages zu kaputt ist, um zurückzuwandern zum Parkplatz,
der nimmt einfach den Bummelzug. Kostenlos natürlich.
KULTIVIERTES ZELL AM SEE
Wer dann irgendwann doch einmal Lust auf was anderes bekommt, dem sei Zell
am See empfohlen. Hier kann man natürlich auch wandern, auf die Schmittenhöhe
zum Beispiel. Es lockt eine Dampferfahrt mit der MS Sissi oder ein Sprung ins
gar nicht so kühle Nass des Zeller Sees von einem der schön gelegenen Strandbäder
aus. Am Dienstag, Donnerstag und Sonntag taucht der See an der Esplanade
ab 22 Uhr mit einer gigantischen Wasser- und Lasershow in ein völlig anderes
Licht. Wir genießen das Spektakel bei guter Musik und fahren anschließend wieder
zurück ins Glemmtal.
THE 3
Freude am Fahren
DER BMW 3er ZU
ATTRAKTIVEN KONDITIONEN.
Pure Fahrfreude und sportliches Design – diesen Anspruch
setzt auch die neueste Generation der ultimativen Sportlimousine
konsequent fort: mit einer stilprägenden Designsprache
und einer Vielzahl an optionalen intelligenten
Assistenten. Entscheiden Sie sich jetzt für den BMW 3er
und profitieren Sie von attraktiven Konditionen.
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80939 München; alle Preise inkl. 19 % MwSt.; Stand 07/2019. Ist der Leasingnehmer
Verbraucher, besteht nach Vertragsschluss ein gesetzliches Widerrufsrecht.
Nach den Leasingbedingungen besteht die Verpflichtung, für das Fahrzeug eine
Vollkaskoversicherung abzuschließen.
* gebunden für die gesamte Vertragslaufzeit
Wir vermitteln Leasingverträge ausschließlich an die BMW Bank GmbH, Lilienthalallee
26, 80939 München.
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Kraftstoffverbrauch innerorts: 5,2 l/100 km, außerorts: 3,8
l/100 km, kombiniert: 4,3 l/100 km, CO2-Emission kombiniert:
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AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 103
REGIONALER BIERGENUSS
Advertorial
Biergenuss aus
Oberfranken
Große Auswahl beim Frischecenter Wagner
Das beste Bier der Welt kommt aus – Franken. Da
sind sich wohl nicht nur die Einheimischen einig.
Die jahrhundertealte handwerkliche Biertradition
spiegelt sich in einer Fülle an kleinen unabhängigen
Brauereien. Gerade Oberfranken ist in dieser
Hinsicht weltweit einmalig. Auf Regionalität in
seiner Produktauswahl baut seit jeher auch der
Frischecenter Wagner auf der Lauterer Höhe in
Coburg. Das Sortiment umfasst daher eine Vielzahl
an Bieren aus der Heimat. Ob naturtrüb,
leuchtend gelb oder alkoholfrei, ob Kellerbier, Pils
oder Weizen, im Getränkemarkt des Frischecenter
Wagner kommt der Biergourmet auf seine Kosten.
Antla Bier (Kronach)
Brauerei Eller (Birkach am Forst)
Brauerei Hartmann (Würgau)
Brauerei Trunk (Bad Staffelstein)
Braugasthof Grosch (Rödental)
Brauhaus Altenkunstadt
Ebensfelder Brauhaus
Frauendorfer Bier (Bad Staffelstein)
Gampertbräu (Weißenbrunn)
Huppendorfer Bier
Mahrs Bräu Bamberg
Püls Bräu (Weismain)
Schlossbrauerei Reckendorf
Staffelberg-Bräu (Bad Staffelstein)
Traditionsbrauerei Schleicher
(Itzgrund-Kaltenbrunn)
Der Frischecenter Wagner bietet darüber hinaus natürlich auch Bierspezialitäten
aus aller Welt und eine große Auswahl an Weinen und alkoholfreien Getränken.
104 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
DIE ALTE WEIHNACHTSFABRIK
Advertorial
Eine Tradition in vielen Variationen
Die Glaskugel von INGE-GLAS ® -MANUFAKTUR
Keine Zeit im Jahresverlauf ist so besonders wie die
Weihnachtszeit. Alles trifft sich, schmückt sich, bereitet
sich vor auf das große Fest am 24. Dezember. Es
ist die Zeit der romantischen Lichter und würzig-süßen
Düfte – des Zusammenkommens und Schenkens.
Und obwohl sich die meisten Menschen der
Tradition anschließen, Weihnachten zu feiern,
macht es jeder ein bisschen auf seine Weise…
Das merkt man auch, wenn man die Alte
Weih nachts fabrik der Inge‘s Christmas
Decor GmbH in Neustadt bei Coburg
betritt: Aus allen Ecken der 800 m² großen
Verkaufsfläche glänzen und glitzern
Kugeln und Christbaumschmuck
in zahl reichen Variationen und vielen
verschiedenen Farben. Jedes Jahr kreieren
die Designer hier fünf neue Trendthemenwelten
für die unterschiedlichen
An sprüche und Geschmäcker der Kunden.
2019 zeigen sich beispielsweise die Kugeln
der Serie Rich and Glorious in opulenten
Farben und üppigen Zierden, während die
Serie Real and Calm mit den natürlichen Farbtönen
Felsgrau, Schneeweiß, einem zarten Blau und
warmen Beige eine ruhige, besinnliche Atmosphäre
schafft. Man könnte einen ganzen Tag zwischen
all den filigranen Kunstwerken von Inges Christmas
Decor verbringen und sich noch nicht satt gesehen
haben...
Eines haben die in Neustadt gefertigten Linien der
INGE-GLAS® MANUFAKTUR jedoch gemeinsam:
Die Kugeln sind alle mundgeblasen und
handbemalt. Besonderes Markenzeichen ist
das Sternenkrönchen an der Fassung – es steht
für echtes Meisterhandwerk und Qualität. Der
Familienbetrieb schöpft seine Erfahrung aus
15 Generationen Glas macherhandwerks-
Tradition.
Die zauberhafte Welt der Alten Weihnachtsfabrik
öffnet alljährlich im
September ihre Türen. Bis kurz nach
Neujahr wird den Besuchern einiges geboten:
Das Weihnachtsmuseum lädt ein,
die historischen Spuren der Weihnachtstradition
zu verfolgen. An den Sonntagen
ab Ende Oktober führen Glasbläser live
ihr Handwerk vor. An mehreren Samstagen
hat man außerdem die Gelegenheit,
seine Weihnachtskugel mit einem
persönlichen
Gruß zu versehen.
Wer sich auf Weihnachten
einstimmen will, ist hier
an der richtigen Adresse –
und ebenso, wer sich den besonderen
Glanz von Weihnachten
nach Hause holen
will.
Großer Weihnachts-Schnäppchenmarkt
bei der Alten Weihnachtsfabrik!
WAS? Tolle Rabatte
Eine Box Kugeln ab 1,50 Euro!
WO? Sternenweg 2 | Neustadt bei Coburg
WANN? Jeden Samstag
26. Oktober bis 21. Dezember 2019
INFO? www.alteweihnachtsfabrik.de
Öffnungszeiten Weihnachtssaison 2019/2020
20. September 2019 bis 4. Januar 2020
Montag – Samstag 9.30 – 18.00 Uhr
Sonntag bis einschließlich 22.12.2019
13.00 – 18.00 Uhr
Heiligabend und Silvester 9.30 – 12.30 Uhr
Weihnachtsfeiertage und Neujahr geschlossen
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 Ausgefallen und besonders: Queen Victoria und Prinz Albert
COBURGER | DAS MAGAZIN 105
Rainer und Birgit Bezold, Gesellschafter und Geschäftsführer,
haben sich diese Maxime auf die Fahnen
geschrieben. Rainer Bezold blickt auf eine langjährige
Erfahrung in seiner Branche zurück: Bevor er
vor zehn Jahren sein Unternehmen gründete, war er
in zwei großen Unternehmen in der Schlafforschung
und in der Produktentwicklung tätig; sein geballtes
Knowhow fließt nun in sein in Grub an Forst ansässiges
Unternehmen ein.
RICHTIG SCHLAFEN
Advertorial
Bei RB fitialia nicht nur ein Slogan,
sondern Geschäftsphilosophie
fitalia-Matratzen mindern
schädliche Umwelteinflüsse
und erhöhen damit die
Das Besondere: In den zwei Firmengebäuden am
Standort Grub am Forst wird nicht nur beraten und
verwaltetet, sondern auch gefertigt - passgenau für
jeden Bedarf. Bei RB fitialia finden die Kunden nicht
nur die übliche Standardware, sondern vor allem
auch Sonderanfertigungen sowohl für den gewerblichen
Bereich als auch für den privaten. Mit viel Liebe
zum Detail, aus hochwertigen und umweltfreundlichen
Rohstoffen, und mit modernster Technologie
wird in der eigenen Werkstatt produziert. Das garantiert
eine hohe Qualität. „Diese Qualität gewährleistet
einen Komfort über viele Jahre,“ weiß Bezold. Übrigens:
Nach spätestens acht Jahren sollte eine Matratze
gewechselt werden, rät der Fachmann.
Lebensqualität.
Der Chef des Unternehmens übt seinen Beruf mit
Leidenschaft aus. Es sei der Umgang mit den Materialen,
den Stoffen und den Schnitten, die ihm Freude
bereiten, verrät er. „Man kann sich einfach kreativ
ausleben und Neues entwickeln.“ Ein Beispiel sind die
energetischen Matratzen der Linie „fitalia engery“.
Dabei handelt es sich um ein innovatives Produkt, das
für einen gesunden und erholsamen Schlaf entwickelt
wurde und auf Bestellung in Grub am Forst angefertigt
wird. Die speziell entwickelte Kaltschaummatratze
soll einen positiven Einfluss auf das biologische
Energiegleichgewicht und den Energiefluss haben.
Schädliche Belastungen, die zum Beispiel durch
geopathische Störfelder, Erdstrahlen oder Wasseradern
entstehen können, werden demnach durch die Matratze
gemindert. „Fließt die Energie positiv, dann trägt das zum
Wohlbefinden bei und stärkt das Immunsystem,“ sagt Bezold.
Und das wiederum wirke sich nachhaltig auf die Gesundheit
aus und erhöhe somit auch die Lebensqualität,
weiß er. Eine Störung des biologischen Gleichgewichtes
hingegen könne die Gesundheit negativ beeinflussen und
Beschwerden und Krankheiten begünstigen, angefangen
von Kopfschmerzen über Schlafstörungen und Vergesslichkeit
bis hin zu Depressionen. Natürlich gibt es zu allen
Matratzen auch die passenden Lattenroste bei RB fitialia.
Neu im Sortiment:
fitalia Komfort – individuelle
Polster u. Matratzen für
Wohnmobile, Wohnwägen & Boote.
Ein weiterer Bereich des Unternehmens sind passgenaue
Polsterteile für Kindergärten. Kleine Sitzelemente,
große Kuschelecken und vieles mehr sind bei RB Fitialia
erhältlich – der online Katalog ist auf der Website abrufbar.
Auch Flechtmaterial für den Großhandel und Behindertenwerkstätten
bietet das Unternehmen an. Zu den
Kunden gehören Kindergartenausstatter, Versandhäuser
und Sportzubehörhändler, aber auch Privatkunden sind
willkommen.
Mehr Informationen unter
www.fitalia.de
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 107
ERÖFFNUNG
AUGEN
AUF
„Eyes + more“
jetzt auch in Coburg
IN DER SPITALGASSE 17 HAT
„EYES + MORE“ NUN EINE FILIALE
ERÖFFNET. DIE INTER NATIONAL
AGIERENDE HANDELS KETTE
VON AUGENOPTIKER FACH
GESCHÄFTEN SETZT AUF EIN
BESONDERES KONZEPT. „BEI
UNS GIBT ES ALLES AUS EINER
HAND“, SAGT STOREMANAGERIN
GABRIELE JONES.
108 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
EYES + MORE
Advertorial
Das fängt bei dem Entwurf der Brille an, eigene Designer
entwickeln alle vier Wochen eine neue Kollektion
in Form und Farbe. Ob das elegante Modell für
den Abend, die praktische Brille für den Sport oder
die Sehhilfe für die Arbeit am Bildschirm – Kunden
von „eyes + more“ sind immer „up to date“. „Wir kümmern
uns um die klare Sicht unserer Kunden aber
eben auch um die Mode,“ so Jones.
Die hochwertigen Designermodelle gibt es inklusive
Gläser zu günstigen Festpreisen, egal ob der Kunde
eine Einstärkenbrille oder Gleitsichtbrille benötigt.
Übrigens handelt es sich bei jeder zweiten Brille, die
in den Stores der Handelskette verkauft wird, um eine
Gleitsichtbrille. Hier setzt das Unternehmen ebenfalls
auf allerhöchste Qualität und verwendet ausschließlich
Essence Individual Gleitsichtgläser von ip lens.
Das ermöglicht stufenlos scharfes Sehen in allen Distanzen.
„Es handelt sich um den höchsten Standard
am Markt“, so Jones. Selbstverständlich wird jede
Brille auf die individuellen Bedürfnisse angepasst
und somit hohe Verträglichkeit und Tragekomfort
garantiert. Alle zusätzlichen Veredelungen wie Hartschicht,
Superentspiegelung oder UV-Schutz sind
im Preis enthalten. Zum Rundum-Paket gehört eine
zweijährige Garantie auf alle Brillen.
Eine Einstärkenbrille kostet regulär 111 Euro, eine
Gleitsichtbrille 222 Euro. Je mehr Brillen ein Kunde
kauft, um so günstiger wird der Preis.
„Eyes + more“ hat 200 Läden in Europa, in Deutschland
150 Filialen und eine davon nun in Coburg.
Eyes + more Coburg
Spitalgasse 17 | 96450 Coburg
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 8.30 Uhr – 18.30 Uhr
Samstag von 8.30 Uhr – 16 Uhr
Telefon: 0 95 61 / 7 94 15 60
E-Mail: coburg@eyesandmore.de
Webseite: www.eyesandmore.com
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 109
OPTIK MÜLLER
Jedes Detail sicher im Blick –
auch bei Nässe, Nebel und Dämmerung.
Nebel hängt über der Straße, Regen fällt auf die Windschutzscheibe,
die Straßen sind nass, es wird früh dunkel …
Bei diesen Bedingungen ist Autofahren eine Herausforderung für
die Augen. Dabei ist es für die Fahrsicherheit besonders wichtig,
vorausschauend zu fahren, die anderen Fahrzeuge im Blick zu
behalten und rechtzeitig bremsen zu können.
Mit ZEISS DriveSafe Brillengläsern speziell für Autofahrer sind Sie
auch in der dunklen Jahreszeit entspannt unterwegs.
Ganz nach dem Motto: Je mehr Sie sehen und je früher Sie
Hindernisse oder Gefahren wie zum Beispiel Bremslichter im
dichten Nebel erkennen, desto sicherer für Sie und die anderen
Verkehrsteilnehmer.
Endlich ist Sehstress beim Autofahren kein Thema mehr:
Mit ZEISS DriveSafe Brillengläsern sehen Sie klar – auch bei Nässe,
Nebel und Dämmerung. Sie fühlen sich nachts weniger von
entgegenkommenden Fahrzeugen geblendet und können Ihren
Blick schnell und mühelos zwischen Straße, Navi und Rückspiegel
hin und herwandern lassen. Und auch im Alltag sind
die Brillengläser gute Begleiter. Erhältlich als Einstärken- oder
Jedes Detail sicher im Blick –
Gleitsichtgläser.
auch bei Nässe, Nebel und Dämmerung.
Nebel hängt über der Straße, Regen fällt
auf die Windschutzscheibe, die Straßen
sind nass, es wird früh dunkel …
Bei diesen Bedingungen ist Autofahren eine
Herausforderung für die Augen. Dabei ist es
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zu fahren, die anderen Fahrzeuge
im Blick zu behalten und rechtzeitig
bremsen zu können.
Mit ZEISS DriveSafe Brillengläsern speziell
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Nebel erkennen, desto sicherer für Sie und
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oder Gleitsichtgläser.
Mehr über ZEISS DriveSafe Brillengläser
erfahren Sie bei Ihrem ZEISS Augenoptiker:
Augenoptik Musterstadt in der
Musterstraße 12.
www.optik-mustermann.de
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Nässe
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Dämmerung
96450 Coburg · Mohrenstr. 31 · Tel.: 0 95 61 / 98 49
Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr · Sa. 8.30 − 14.30 Uhr
96472 Rödental · Bürgerplatz 8 · Tel.: 0 95 63 / 26 26
Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr · Sa. 08.30 − 12.30 Uhr
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Untersucht: 8 AUGENOPTIKER
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Freundlichkeit: 95,8% (Platz 1)
Beratungsqualität: 92,4% (Platz 1)
Preis-Leistungs-Verhältnis: 86,8% (Platz 1)
Kundenbefragung: 03/2018
Befragte (Optiker) =604 von N(Gesamt) =913
www.kundenspiegel.de
MF Consulting Dipl.-Kfm. Dieter Grett
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 111
112 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
HIER WOHNTE …
HIER WOHNTE…
VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT
FOTOS: VAL THOERMER
… HERZOG CARL EDUARD
Das war eine gelungene Gemeinschaftsaktion,
als das Großherzogtum Sachsen-
Weimar-Eisenach und die Herzogtümer
Sachsen-Coburg und Gotha sowie Sachsen
in einem Staatsvertrag 1856 beschlossen,
eine Eisenbahnstrecke von Eisenach
nach Coburg zu bauen. Bereits zwei Jahre
später konnte die 130 Kilometer lange
Strecke feierlich eingeweiht werden. Eine
bemerkenswert schnelle Bauzeit. Schließlich
entstanden neben der eingleisigen
Strecke auch zahlreiche Lokschuppen,
Betriebsgebäude, Brücken sowie Überund
Unterführungen. Und in Coburg sogar
ein fürstlicher Wartesaal.
Den Mitgliedern des Herzogshauses und auch deren Verwandten
aus dem europäischen Hochadel konnte - so die Überzeugung
damals - das gemeinsame Warten mit dem normalen Bürger
unmöglich zugemutet werden. Also wurde zwischen 1911
und 1915 begonnen, ein neues Empfangsgebäude mit Anbau
nur für die Herzogsfamilie zu errichten. Zwischenzeitlich kamen
die Bauarbeiten aufgrund des 1.Weltkriegs allerdings komplett
zum Erliegen. Erst im Jahre 1923 wurde das Stationsgebäude
so, wie es heute noch steht, fertig gestellt. Der Südflügel,
der sogenannte Fürstenbahnhof, war zu dieser Zeit aber schon
seiner eigentlichen Funktion beraubt. Denn der letzte Coburger
Herzog Carl Eduard hatte bereits 1918 abgedankt. So war der
Fürstenbahnhof, den die Coburger kurz „Fürstenbau“ nennen,
nur kurze Zeit in Betrieb. Ein bisschen Stolz mag bei seinen Untertanen
dennoch mitgeschwungen haben, wenn Carl Eduard
mit seinem von der Gothaer Waggonfabrik gelieferten Salonwagen
in den Coburger Bahnhof einfuhr. Er war mit der neuesten
Technik ausgestattet, hatte zwei Schlafzimmer, einen Salon und
drei Toiletten. Damit ließe es sich auch heute noch komfortabel
vorwärtskommen. Die zwei Löwen über dem Eingang des Fürstenbahnhofes
erinnern an diese Zeit: Die Tiere halten bis heute
das Wappen des Herzogshauses fest in ihren Tatzen.
Vieles hat sich seitdem verändert. Wo man im Jahre 2019 Bücher
und Zeitungen kaufen kann oder sich einen Kaffee to go im
Vorbeigehen mitnimmt, gab es früher eine Bahnhofsgaststätte
und Wartebereiche für die 1. und 2. Klasse. Also sonderte sich
nicht nur der Adel von den Bürgern ab, sondern selbst die Bürger
untereinander. Selbst ein Gepäcklager mit Münzwaage zur
Kontrolle des Gepäcks beherbergte das Gebäude. Beim Ausbau
der Stadtautobahn verschwanden etliche Bauwerke der Bahn.
Bei Ed’s Bräustüble etwa ein Stellwerk, eine Bahnmeisterei an
der Adamistraße und ein Wohnhaus für Bahnarbeiter im Rummental.
Und im Fürstenbahnhof? Da herrscht bis heute noch
viel Verkehr. Kundenverkehr. Denn seit 1992 kümmert sich das
Team um Heidi Scheler gemeinsam um die Haare ihrer Kunden.
Hier wird geschnitten, gefärbt, gewellt und geglättet. Aber auch
die neuesten Neuigkeiten ausgetauscht bei einer schönen Tasse
Kaffee. Wie sich das so gehört auf einem Bahnhof.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 113
HIER WOHNTE …
114 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
… HERZOG CARL EDUARD
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 115
HIER WOHNTE …
116 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
… HERZOG CARL EDUARD
Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?
Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises
für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.
SÜC Energie und H 2
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energieausweis@suec.de | Telefon: 09561 749-1555
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AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 117
Botschafter
der Region
118 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
BOTSCHAFTER DER REGION
Advertorial
Dieter und Sonja Haimann
vom Immobilienbüro
Engel & Völkers
Wenn die Haimanns reden, glänzen ihre Augen.
Sie sind begeistert von Landschaft, Möglichkeiten,
Veranstaltungen, Unternehmen, die es im Raum
Coburg und Lichtenfels und in umliegenden
Städten wie Kulmbach oder Kronach gibt. „Gerade
das Kulturprogramm hier braucht sich doch auch
international nicht zu verstecken“, schwärmt Dieter
Haimann, und seine Frau und Geschäftspartnerin Sonja
Haimann legt noch einen drauf: „Wir lieben das Leben
hier.“ So sehr, dass sie in diesem Jahr kaum Urlaub
gemacht haben. „Warum sollten wir denn weg?
Es gibt doch hier wahnsinnig viel zu entdecken.“
Die beiden versprühen einen Enthusiasmus,
den man bei ihrem Berufsstand – ehrlicherweise
- nicht gleich erwartet: Dieter aus
Forchheim und Sonja aus Nordrhein-Westfalen
sind seit zwei Jahren Lizenznehmer des
international renommierten Immobilienbüros
„Engel & Völkers“, sie leiten das Coburger
Büro in der Ketschengasse 41. Immobilien - da
geht es um Objekte, um Lage, Quadratmeter,
Baujahr, Preis, um knallharte Fakten also,
um das Geschäft eben. Aber doch nicht um
Leidenschaft? „Doch, natürlich“, lacht Dieter
Haimann, „wir brennen für außergewöhnliche
Immobilien und diese Region.“
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 119
BOTSCHAFTER DER REGION
Landschaft, Freizeit, Kultur, tolle Unternehmen,
eine gute Verkehrsanbindung, wenig
Kriminalität, wirtschaftliche Entwicklung.
„Veranstaltungen in der Region wie den Firmenlauf
in Bad Rodach, das Altstadtfest in
Seßlach unterstützen wir, sind Sponsor des
HSC Coburg, Heimspiele lassen wir uns nicht
entgehen.“ Das alles hat es den Haimanns angetan.
„Es ist doch eine pure Freude, hier leben
zu dürfen. Und mit dieser Lebensqualität
werben wir für die Region.“ Grundstücke,
Einfamilienhäuser, Wohnungen sind gefragt.
„Wir bekommen viele Anfragen über unser
Netzwerk aus München oder Berlin – der
ganzen Republik.“ Menschen, die das Leben
in einer Metropole satthaben, die ländliche
Lebensqualität suchen und dennoch nicht auf
ein breites kulturelles und urbanes Angebot
verzichten wollen, Anleger, die Oberfrankens
Mietobjekte für sich entdeckt haben, weil hier
niedrige Kaufkosten auf ordentliche Mieten
treffen. „Kapitalanleger bekommen hier eine
attraktive Rendite bei einem guten und fairen
Mietniveau.“
Um die 25 Objekte hat man bei Engel & Völkers
in Coburg immer parallel im Angebot. „Einige
Immobilien aber kommen überhaupt nicht in
die öffentliche Vermarktung“, erklärt Dieter
Haimann. Die eigene Kartei nämlich umfasst
über 1.200 Kunden, die aktiv nach Immobilien
suchen. Das Engel & Völkers Netzwerk mit
weltweit ca. 800 Standorten steht darüber hinaus
zur Verfügung, dann ein Newsletter, und
erst, wenn sich dann immer noch kein Interessent
gefunden haben sollte, wird das Haus,
Grundstück oder die Wohnung öffentlich angeboten.
„Davor geht das alles vertraulich über
die Bühne, keine Öffentlichkeit, kein Nachbar
bekommt mit, dass ein Objekt verkauft wird.“
Immobilienverkauf ist eben Vertrauenssache –
und ganz viel Leidenschaft.
Das Preis-Leistungsverhältnis also passt. Der
Standort boomt. Das wäre die ganz nüchterne
Analyse. Aber die Haimanns wären nicht die
Haimanns, wenn sie es dabei belassen würden:
„Wer sich mal auf Entdeckungsreise im Coburger
Land oder im Maintal oder in Richtung
Frankenwald macht, der stößt auch immer
wieder auf ganz besondere Immobilien.“ Dieter
und Sonja erzählen vom Luxus-Bungalow
mit Pool, „den sich in Metropolen kaum einer
leisten kann, hier aber schon“, vom Wohnen
auf fast 600 Quadratmetern in historischen
Klostergemäuern, von der Senioren-Wohngemeinschaft
im sanierten Schulhaus bei Kronach,
„ein echtes Modell für die Zukunft, weil
jeder sein eigener Herr bleibt in seinem Eigentum,
wichtige Dienstleistungen und Alltagshilfe
aber zentral angeboten werden.“
„Es ist doch eine pure Freude, hier leben
zu durfen. Und mit dieser Lebensqualitat
werben wir fur die Region.“
120 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
ENGEL & VÖLKERS
Das Team von Engel & Völkers Coburg: Nina Scherbel, Jan Luca Erichreineke, Sonja und Dieter Haimann, Romina Leicht und Florian Diezmann
Erfahrung seit über 40 Jahren
Engel & Völkers steht für Tradition und hohe
Dienstleistungsqualität in Sachen Immobilien. Seit
über 40 Jahren ist das Unternehmen in der Vermittlung
hochwertiger und besonderer Immobilien tätig. Engel
& Völkers ist mittlerweile an über 800 Standorten in
33 Ländern auf vier Kontinenten mit mehr als 12.200
Mitarbeitern vertreten – damit ist Engel & Völkers
ein weltweit führendes Dienstleistungsunternehmen
für private und institutionelle Kunden. Die
Dienstleistungspalette umfasst die Beratung, die
Vermietung, den Verkauf oder auch Bewertungen
rund um Immobilien. Dieses Know-How ist seit zwei
Jahren auch für die Region rund um Coburg verfügbar.
Engel & Völkers Coburg
Ketschengasse 41 • 96450 Coburg
Tel.: +49 (0)9561 795 2400 • coburg@engelvoelkers.com
www.engelvoelkers.com/coburg • Immobilienmakler
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 121
122 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
DRUCKEREI & COPYSHOP
Advertorial
GRÖSSER.
SCHÖNER.
BESSER.
DCT Copyshop und Druckerei
ab sofort unter einem Dach
in Coburg-Scheuerfeld
Ein Standort, das heißt effizienteres Arbeiten, das
heißt ein starkes Team, das heißt ein Lager. Diese
Vorteile gibt DCT an alle Kunden weiter: Kopieraufträge
oder Bestellungen von Drucksachen stehen
durch die Zusammenlegung jetzt noch schneller und
günstiger zur Verfügung. Außerdem finden sich direkt
vor dem DCT Copyshop in der Nicolaus-Zech
Straße in Coburg auch viel mehr Parkplätze als bisher
in der Innenstadt.
Alle Kunden erwartet dort das kompetente Kundencenter
der DCT mit den bekannten Ansprechpartnern.
Auch die gesamte Leistungspalette des
bisherigen Copyshops von DCT steht weiterhin zur
Verfügung:
Klassisches Kopieren
Farbkopieren
Posterdruck
Fotodruck
Laminieren
Scannen
Textildruck
Buchbindung
Die Frage, ob kopieren oder drucken, stellt sich durch
die Zusammenlegung ab sofort auch nicht mehr: Neben
den Mitarbeitern des Copyshops stehen für spezielle
Fragen auch die Experten aus der Druckerei zur
Verfügung. Das bedeutet eine größere Auswahl an
Produkten, mehr Kreativität und vor allem eine beeindruckende
Flexibilität.
Die DCT GmbH ist eine der modernsten mittelständischen Druckereien im
süddeutschen Raum. 1983 gegründet, tritt das heute 85-köpfige Team für
innovative Drucklösungen und ein Höchstmaß an Qualität in den Spezialbereichen
Druckveredelung, Offset-, Digital- und Großformat-Druck an.
DCT GmbH
Nicolaus-Zech-Straße 64 – 68
96450 Coburg – Scheuerfeld
Telefon: 09561 8345-0
E-Mail: info@dct.de
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
8.00 bis 18.00 Uhr
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 123
Advertorial
KULTURTIPPS
KULTUR
Veranstaltungen, Konzerte, Theater, Ausstellungen, Lebensart und
alles, was Freude macht. Zusammengestellt von Anja Hampel.
THEATER
Foto: wikipedia.de
THEATRE & MUSIC IN THE SLAUGHTERHOUSE
Vom prachtvollen Großen Haus des Landestheaters in die ehemalige
Schlachterei Schlick im Steinweg - Schon zum zweiten Mal tauscht das
Ensemble des Landestheaters Coburg diese beiden ungleichen Locations. Die
Abende „Theatre & Music“ entstanden in Kooperation mit der Wohnbau und
Stadtentwicklungsgesellschaft Coburg GmbH. An sechs Donnerstagen dürfen
sich Kunst- und Kulturinteressierte zwischen Kacheln und Fleischtheke in der
alten Metzgerei auf kleine, feine, experimentelle, performative, musikalische und
cineastische Abende aller Sparten freuen.
JUGEND OHNE GOTT
Die Zeit des aufkeimenden Faschismus im Jahr 1936 steht im Zentrum des Stücks
nach dem gleichnamigen Roman von Ödön von Horváth. Die junge Generation
wird ohne Individualität, ohne eigenes Urteilsvermögen und ohne humanitäre
Werte wie Empathie großgezogen. Dass seine Schüler die propagierte Weltsicht
so unreflektiert übernehmen, stört den Lehrer im Stück. Allerdings will er seinen
Ruhestand nicht gefährden und schaut weg. Auch, als er einen folgenschweren
Fehler macht: Heimlich öffnet er ein Kästchen, um das Tagebuch des Schülers
Z zu lesen. Dieser verdächtigt Mitschüler N, der kurz darauf erschlagen im Wald
gefunden wird. Der Lehrer schweigt. Erst als Z vor Gericht landet, macht der
Lehrer reinen Tisch. In der Spielfassung von Kristo Šagor zeigt „Jugend ohne
Gott“, wie schnell die demokratische Grundordnung aus der Balance geraten kann.
Wann? 10. Oktober um 19 Uhr (weitere Termine bis 4. Juni 2020)
Wo? Schlick 29, Steinweg 29, Coburg
Weitere Infos? www.landestheater-coburg.de
Wann? Premiere am 6. Dezember um 20 Uhr (weitere Termine bis April 2020)
Wo? Reithalle des Landestheaters Coburg
Weitere Informationen? www.landestheater-coburg.de
124 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
KULTURTIPPS
MUSIKALISCHES
DIE HISTORISCHE GLASHARFE BIS HEUTE – EINE KLANGBEGEGNUNG
Foto: glasmuseum.kunstsammlungen-coburg.de
David Sheppy -
the man behind our
Best English
Somerset
Cider
Die originale Glasharfe von Erich Nauwerck ist eine
echte Rarität. In Rödental erklingt sie zum ersten Mal
seit 100 Jahren. Die Musikerin Susanne Würmell hat
das außergewöhnliche Instrument für sich entdeckt
und versetzt die 43 handgefertigten Kristallgläser mit
zehn Fingern und ein bisschen Wasser in Schwingung.
Die Volkshochschule Coburg und das Europäische
Museum für Modernes Glas laden gemeinsam zu dem
außergewöhnlichen Konzert ein. Susanne Würmell
spielt dabei u.a. Stücke von Wolfgang Amadeus
Mozart, Bruno Hoffmann, Johann Abraham Peter
und anderen. Ihre Musik begeisterte schon im
ausgezeichneten Kurzfilm „Kristall“ bei den 59.
Filmfestspielen in Cannes. Auch in der Berliner
Philharmonie wurde die Glasharfenistin schon
gefeiert.
Wann? 21. November um 19.30 Uhr
Wo? Europäisches Museum für Modernes Glas, Rödental
Weitere Informationen? glasmuseum.kunstsammlungen-coburg.de
David Sheppy
Master of Cider
Seit über 200 Jahren ist SHEPPY‘S für
die Herstellung feinster Cider bekannt.
Master of Cider David Sheppy führt
die Firma in der sechsten Generation.
Wir führen 9 Sheppy‘s Cidersorten.
SEIT ÜBER15 JAHREN
STREICHSALAT – KINDERKONZERT
Was braucht es, um ein Konzert so richtig zu
verkorksen? Wenn der Dirigierstab fehlt, das
Musikstück noch gar nicht fertig ist und die Musiker
nicht genug geübt haben, stehen die Chancen
für ein Fiasko nicht schlecht. Zum Glück können
die kleinen Zuhörer helfen! Beim Kinderkonzert
Wann? 17. Oktober um 10 Uhr und 9. November um 11 Uhr
Wo? Landestheater Coburg, Spiegelsaal im Großen Haus
Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de
„Streichsalat“ des Landestheaters versuchen Herr
Taktstock (Frederik Leberle) und die Musiker des
Philharmonischen Orchesters, das Beste daraus zu
machen – natürlich mit Hilfe ihres Publikums! Das
kann sich auf kurze Stücke von Mozart bis Vivaldi
freuen.
BEST ENGLISH CIDER
Ernstfarm Coburg, Kürengrund 80,
Mobil 0171 9234203 . Öffnungszeiten:
Di.,Do.,Fr.:15-18 Uhr, Sa:14-18 Uhr
www.ciderhof.de
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 125
KULTURTIPPS
ALTE BEKANNTE – „WIR SIND DA!“
Sie kommen ohne Klavier, Gitarre, Bass oder Drums aus. Ihre Instrumente
sind ihre Stimmen. Die fünfköpfige A-Capella-Band Alte Bekannte geben auf
der Bühne des Kongresshauses Popmusik mit deutschen Texten zum Besten –
emotional, mitreißend, bissig und humorvoll.
Wann? 11. Oktober um 20 Uhr
Wo? Kongresshaus Rosengarten, Coburg
Weitere Informationen? www.kongress-coburg.de
Foto: altebekannte.band
Ludwig
Richter
Schöne heile Welt
20.10.2019
–
19.01.2020
Di bis 20 Uhr
Mi bis So 10 – 17 Uhr
museumgeorgschaefer.de
Ludwig Richter: Frau mit Kindern an der Quelle / Am Brunnen, 1868
© Museum Georg Schäfer, Schweinfurt
126 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
KULTURTIPPS
Mein erstes Mal
im Kongresshaus
Rosengarten?
Foto: www.martin-tingvall.com
„War vor über 60 Jahren.
Seither genieße ich die
MARTIN TINGVALL – PIANO-JAZZ-SOLO
Dem schwedischen Pianisten Martin Tingvall ist gelungen, was in der Jazz-Szene
eher selten ist: Er ist nicht nur unter Kritikern und Jazz-Enthusiasten beliebt,
sondern auch im Mainstream angekommen. Tingvall landete mit seinem Tingvall-
Trio auf Platz eins in den Jazz-Charts, in den deutschen Pop-Charts und hat
diverse Auszeichnungen, darunter mehrere ECHOS, eingeheimst. Außerdem
schreibt Tingvall Musik für andere Künstler, für Theater- und Filmproduktionen.
Mit seinem neuen Album „The Rocket“ kommt er jetzt solo nach Coburg.
besondere Atmosphäre.“
Ingrid Scholz
Wann? 17. November um 18 Uhr
Wo? Leise am Markt, Coburg
Weitere Informationen? www.leise-am-markt.de
Foto: www.landestheater-coburg.de
WUNDERLAND
Drei Sänger und vier Instrumente entführen die Zuhörer tief in den Kaninchenbau
und in eine wundersame Welt. Angelehnt an Lewis Carrolls Romanklassiker „Alice
im Wunderland“ zeigt der Songzyklus in Kooperation mit der Oper Dortmund,
dass im Wunderland eben alles möglich ist – vom Nichtgeburtstag bis hin zu
Antworten, für die es keine Fragen gibt. In „Wunderland“ trifft das Publikum
die Kultfiguren aus dem Buch wieder: den verrückten Hutmacher, das weiße
Kaninchen und natürlich Alice, die durch das bunt-skurrile Wunderland spaziert.
Die Musik ist genauso bunt und reicht von Jazz und Folk über Blues-Rock bis hin
zum Zwölfton-Kontrapunkt.
Wann? 23., 25., 27. und 29. Oktober um jeweils 11 Uhr
Wo? Reithalle, Landestheater Coburg
Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de
Kongresshaus Rosengarten.
Der Ort für besondere Momente.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 127
KULTURTIPPS
TANZ
KABARETT
Foto: www.landestheater-coburg.de
Foto: www.hagenrether.de
BALLET ROCKS!
Mit einer getanzten Rockrevue bringt Ballettdirektor Mark McClain mit
seinem Ensemble das besondere Lebensgefühl des Rock auf die Bühne –
wild, freiheitsliebend, rebellisch, aber auch sexy und romantisch. Auf einer
rasanten Reise durch die Musikwelt erlebt das Publikum harte E-Gitarren-Riffs,
charismatische Stimmen und treibende Beats gepaart mit der Ästhetik des Tanzes
- Rockklassiker von den Beatles und Elvis über die Rolling Stones, U2 und Guns n´
Roses bis hin zu Bon Jovi und den Imagine Dragons inklusive.
HAGEN RETHER – LIEBE
Am Ende des Abends hat sein Publikum einen anderen Blick auf die Welt, auf
die Zukunft und teilweise sogar auf sich selbst. Hagen Rether schafft es scheinbar
mühelos, sein Publikum mit Klavier und Stimme zu einem Perspektivwechsel zu
verführen.
Wann? Premiere am 26. Oktober um 19.30 Uhr (weitere Termine bis 22. 02.2020.)
Wo? Großes Haus, Landestheater Coburg
Weitere Informationen? Am 17. Oktober findet um 18.30 Uhr ein
kostenloses Werkstattgespräch zum Stück statt
Alle Informationen: www.landestheater-coburg.de
Wann? 8. November um 20 Uhr
Wo? Kongresshaus Rosengarten, Coburg
Weitere Informationen und Tickets? www.kongress-coburg.de
Unsere Veranstaltungen im Herbst
Unsere Veranstaltungen im Herbst
KONGRESSHAUS-HIGHLIGHTS IM HERBST
19.10. Faisal Kawusi – „Anarchie“
21.10. Lazarus String Quartett – Konzert
29.10. SIXX PAXX – „followme Tour“
31.10. Barclay James Harvest
RetrospectiveTour 2019
02.11. YAKARI
Figurentheater für Kinder
04.11. Pater Anselm Grün - Vortrag
07.11. Urban Priol – „Im Fluss“
08.11. Hagen Rether – „Liebe“
09.11. 26. Bürger- und Polizeiball
14.11. VIVA VOCE – „Es lebe die Stimme“
16.11. Frankenmasters 2019
Tanzsportgarde Coburger Mohr
23.11. Rolf Miller – „Obacht Miller“
24.11. Bastel- und Kunsthandwerkermarkt
30.11. Xmas Con
Anime-Manga-Weihnachtsconvention
02.12. Moskauer Jölkafest
Russisches Kindertheater
Weitere Weitere Informationen Informationen unter: unter: www.coburg-kongress.de
www.coburg-kongress.de
Berliner Platz 1 96450 Coburg Tel.: 09561 89-830 Fax: 09561 89-8384 info@kongress.coburg.de www.coburg-kongress.de
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128 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
HANDBALL SEIT 2000
KULTURTIPPS
FESTE UND MÄRKTE
HEIMSPIELE DES
HSC 2000 COBURG
COBURGER WEIHNACHTSMARKT
Nicht nur die Coburger halten diesen Weihnachtsmarkt für den schönsten. Wie
sich die Buden rund um die Prinz-Albert-Statue drängen. Wie sich die klammen
Finger unter dem Sternenhimmel am ersten, dritten oder vielleicht sogar vierten
Glühwein festklammern. Wie jeder Exil-Coburger in der Vorweihnachtszeit in
die Stadt zurückkehrt – und natürlich auch dem Weihnachtsmarkt einen Besuch
abstattet. Spezialitäten, Kunsthandwerk, Feuerzangenbowle für einen guten
Zweck und sogar Spezialitäten und Schönes aus den Coburger Partnerstädten
Oudenaarde und Isle of Wight – all das gibt es auf dem Marktplatz vor dem
Rathaus.
Wann? Vom 29. November bis 23. Dezember von 11 Uhr bis 21.30 Uhr
Wo? Marktplatz, Coburg
Weitere Informationen? www.coburg.de
VORTRÄGE
PATER ANSELM GRÜN
Der Benediktinerpater lebt nicht zurückgezogen von der Welt, sondern zieht wie
ein Popstar die Massen an – ganz unabhängig von Konfession und Weltanschauung.
Seine Bücher sind Bestseller, weltweit hat Pater Anselm Grün über 14 Millionen
Exemplare verkauft. Seine Anhänger suchen bei ihm Hilfe in schwierigen
Lebenslagen und Anregungen zu Psychologie, Glauben und Spiritualität. Sein
Thema im Kongresshaus sind die verschiedenen Aspekte der Zufriedenheit.
Foto: coburger-weihnachtsland.de
HSC
COBURG
HSC 2000 COBURG –
ASV HAMM-WESTFALEN
Samstag, 02.11.2019 | Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 COBURG –
THSV EISENACH
Samstag, 16.11.2019 | Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 COBURG –
HANDBALL SPORT
VEREIN HAMBURG
Samstag, 30.11.2019 | Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 COBURG –
DJK RIMPAR WÖLFE
Samstag, 14.12.2019 | Anwurf: 19:30 Uhr
Wann? 4. November um 20 Uhr
Wo? Kongresshaus Rosengarten, Coburg
Weitere Informationen? www.coburg-kongress.de
in der
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 129
KULTURTIPPS
Advertorial
DAS KONGRESSHAUS ROSENGARTEN
ÄSTHETISCH UND VIELSEITIG
Inmitten der Stadt und dennoch im Grünen liegt das Kongresshaus Rosengarten.
Für Coburger und Besucher der Vestestadt ist das architektonisch interessante
Gebäude die Adresse, wenn es um gesellschaftliche, wirtschaftliche oder
kulturelle Veranstaltungen geht.
Das Ambiente, die schlichte Eleganz und der Blick ins Grüne bieten den geeigneten
Rahmen für Kongresse, Seminare und Bälle, ebenso wie für Auftritte von
Künstlern oder Konzerte aller Art. „Unsere Kunden kommen immer wieder gerne
nach Coburg“, freut sich die Leiterin des Kongresshauses, Karin Schlecht. Für
Veranstaltungen stehen verschiedene klimatisierte Räume in unterschiedlichen
Größen und Ausstattungen bereit.
Im Festsaal haben bis zu 1100 Personen Platz. Die Bühnengröße lässt sich flexibel
einstellen. Die Seminar- und Tagungsräume im Obergeschoss können durch
Trennwände verkleinert oder vergrößert werden. Moderne Ausstattung in allen
Räumen ist selbstverständlich.
Auch die großzügige Dachterrasse darf genutzt werden, sei es für Gespräche in
lockerer Atmosphäre oder zum Entspannen in der Pause. Von der Terrasse haben
die Besucher eine herrliche Aussicht ins Grüne: Direkt vor dem lichtdurchfluteten
Haus liegt der Rosengarten. Die grüne und blühende Oase lädt zum Verweilen und
Flanieren ein. Die Gestaltung ist dem Kongresshaus in der Formgebung angepasst.
Die geschwungenen Wege des Rosengartens setzen die Rundungen des Gebäudes
fort – Rosengarten und Kongresshaus mit seiner auffallenden Glasfassade fließen
ineinander über.
Zum Wohlfühlen trägt aber vor allem auch das Team des Kongresshauses
bei, das bei allen Fragen rund um den Ablauf der Veranstaltungen oder dem
Rahmenprogramm mit Rat und Tat weiterhilft. „Wir unterstützen unsere Kunden
gerne und kompetent “, so Karin Schlecht.
Überhaupt befindet sich nur wenige Gehminuten vom Kongresshaus entfernt
das Zentrum mit dem historischen Marktplatz – übrigens einer der schönsten
in ganz Deutschland. Auch Landestheater, Schloss Ehrenburg oder Hofgarten
sind auf kurzem Weg zu erreichen. Vom Hofgarten gelangt man zu Fuß zur Veste
Coburg, die mit ihren Kunst-, Glas- und Waffensammlungen von internationaler
Bedeutung ist. Wer es bequemer haben möchte, erreicht die Veste auch mit dem
Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Naherholungsgebiete und eine reiche
kulturelle Vielfalt runden einen Besuch in Coburg ab.
Das Ambiente des Kongresshauses Rosengarten und die Attraktivität der
ehemaligen Residenzstadt mit ihrer Umgebung lassen jedes Event zu einem
unvergesslichen Erlebnis werden.
Und noch etwas: In unmittelbarer Nähe des Kongresshauses befinden sich auf dem
Ketschenanger und in den Parkhäusern Zinkenwehr und Albertsplatz Parkplätze
in ausreichender Zahl.
Das besondere Ambiente, Flexibilität und Know-how machen das
Kongresshaus Rosengarten zu einem besonderen Ort der Begegnung.
130 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 131
KULTURTIPPS
Advertorial
BUCHEMPFEHLUNG
MARTIN VÖGELE VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN
„Im Internet können die Armen jeden Tag beobachten, wie die Superreichen leben.“
Mit „#KillTheRich. Wer Neid sät, wird Hass ernten“ ist dem jungen Autor Lucas Fassnacht ein packender,
hochaktueller und beklemmender Politthriller der Spitzenklasse gelungen.
Seine Faszination zieht das Buch zum einen aus der Tatsache, dass es nicht großer Phantasie bedarf, sich das
Geschilderte vorzustellen. Zum anderen sind die handelnden politischen Akteure real und die vorkommenden
internationalen Institutionen ebenfalls. Neben bedeutenden Politiker*innen spielen auch die EU und die UN
wichtige Rollen.
Das beschriebene Szenario ist realitätsnah: Die Reichen und Mächtigen der Welt haben es zu weit getrieben.
Täglich können die Zurückgelassenen, chancenlos und wütend, auf ihren Smartphones mit ansehen, wie es
in der Hochglanz-Welt der Schönen und Reichen zugeht. Ein Panoptikum unfassbaren Reichtums tut sich
auf ihren Bildschirmen auf, Hochmut, Hohn und Dekadenz werden live und ungefiltert übertragen. Die
Perspektivlosen sind nicht länger bereit, den Preis für Machtmissbrauch, Korruption und Vetternwirtschaft
zu bezahlen und begehren auf.
Gebundenes Buch
mit Schutzumschlag, 688 Seiten:
ISBN: 978-3-7645-0675-9
22,00 Euro
eBook:
ISBN: 978-3-641-23159-0
14,99 Euro
Hörbuch / MP3-CDs:
ISBN: 978-3-8371-4793-3
22,00 Euro
Das Außergewöhnliche und Beklemmende an dem in #KillTheRich geschilderten Szenario ist, dass sich einer
dieser zunächst lokal begrenzten Proteste - gespeist aus Frustration, Armut und Perspektivlosigkeit - wie ein
Lauffeuer um den Globus verbreitet. Befeuert vom Internet geraten zunächst Brasilien, dann Russland, Asien,
die USA und schließlich Europa aus den Fugen. Die Welt steht buchstäblich in Flammen.
Zeitgleich recherchiert ein indischer Journalist in einem Fall mit unglaublicher Brisanz. Es geht um ein
weltweites Netzwerk politischer Einflussnahme mit einer nie da gewesenen politischen Sprengkraft. Die
Niederländerin Conrada van Pauli, die beim Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) tätig ist und sich zu
einer zentralen Figur des Geschehens entwickelt, feilt an einem kühnen Plan, um die globalen Unruhen zu
befrieden. Um die Vollversammlung der Vereinten Nationen von ihrer radikalen zu überzeugen, ist sie bereit,
bis zum Äußersten zu gehen.
Ob es ihr gelingt? Finden Sie es heraus. Sie werden die Lektüre nicht bereuen!
INHALTSANGABE
Was, wenn unsere Welt vor einem globalen
Bürgerkrieg steht – den nur zwei Personen verhindern
können?
Ein achtloser Online-Post stürzt die ganze Welt
ins Chaos: Die Armen erheben sich gegen die
Reichen, der Zorn derer, die nichts haben,
lodert hoch. Nur Tage später kommt es überall
zu Unruhen, Demonstrationen und Anschlägen.
Straßenschlachten und Polizeigewalt bestimmen
das tägliche Leben – alles dokumentiert unter dem
Hashtag „KillTheRich“. Und das ist erst der Anfang! Es
gibt nur zwei Personen, die den globalen Bürgerkrieg
noch verhindern können: die mutige niederländische
Diplomatin Conrada van Pauli und der alternde
indische Starjournalist Bimal Kapoor. Während
Conrada nach Brasilien reist, um sich ein Bild der
Lage zu machen, verfolgt Bimal eine Spur, die nach
Frankreich führt. Doch beide haben sich mächtige
Feinde gemacht, die vor nichts zurückschrecken
werden ...
LUCAS FASSNACHT
… wurde 1988 in Dieburg geboren; zurzeit wohnt er
in Nürnberg, nachdem er in Erlangen Altgriechisch,
Germanistik und Linguistik studiert hat. Neben seiner
Arbeit als Autor gibt Fassnacht Workshops für
Kreatives Schreiben. Er veranstaltet regelmäßig Literatur-Shows
in Nürnberg und Erlangen. Von März
bis November 2015 leitete er eine Poetry-Slam-Werkstatt
mit Mittelschülerinnen und -schülern der Nürnberger
Südstadt, welche mit der Kamera begleitet
wurden. Der entstandene Dokumentarfilm Südstadthelden
feiert Anfang Oktober 2019 Premiere im Rahmen
des Internationalen Nürnberger Filmfestivals
der Menschenrechte. »#KillTheRich. Wer Neid sät,
wird Hass ernten« ist sein Debüt als Thrillerautor.
Ein komplexer Politthriller, der Sie mit auf eine
atemberaubende Hetzjagd um die Welt nimmt – jung,
frisch, klug und hervorragend recherchiert!
132 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
©Frank Hanewacker
Advertorial
AUSGEWÄHLTE EVENTS VOM VERANSTALTUNGSSERVICE BAMBERG
HERBSTFLIMMERN
Der Open-air-Sommer 2019 ist Geschichte – mit Rekordbesuch auf dem Coburger Schlossplatz
und vielen anderen Konzerten unter freiem Himmel zum Beispiel auf Kloster Banz oder im Park
von Schloss Eyrichshof. Schade. Aber auch im Herbst bietet der Veranstaltungsservice Bamberg ja
tolle Konzerte andere Höhepunkt in der Region.
BARCLAY JAMES HARVEST FEAT. LES HOLROYD
31.10.2019 | 20 Uhr | Kongresshaus Coburg
Vor 50 Jahren starteten Barclay James Harvest um Gründer Les Holroyd in
Oldham/ Manchester ihre musikalische Reise. Auf ihrer „Retrospective Tour 2019“
wird die legendäre Band dieses Jubiläum weiterhin feiern. Die wohl subtilsten
Vertreter des Klassik-Rock-Genres fanden 1967 zusammen und begeistern
seitdem mit schwermütigem Classic-Rock und esoterischen Sphärenklängen. Seit
ihrem Albumdebüt 1970 ist ihr Erfolg ungebrochen. Bandleader und Frontmann
Les Holroyd ist heute wie damals für den unverwechselbaren Sound der Band
verantwortlich und hat ihn entscheidend geprägt. Hits wie „Life Is For Living“,
„Hymn“ und viele andere gehören längst zu den Klassikern der modernen
Musikgeschichte.
HAGEN RETHER
07.11.2019 | 19 Uhr | Konzerthalle Bamberg
08.11.2019 | 20 Uhr | Kongresshaus Coburg
Es ist kein klassisches Kabarett, was Hagen Rether seinem Publikum serviert,
sondern eher ein assoziatives Spiel, ein Mitdenkangebot. Der Kabarettist
verweigert die Verengung komplexer Zusammenhänge und gesellschaftlicher
wie politischer Absurditäten auf bloße Pointen. In aller Ausführlichkeit
verknüpft Rether Aktuelles mit Vergessenem, Nahes mit Fernem, stellt infrage,
bestreitet, zweifelt. An zentralen Glaubenssätzen westlicher „Zivilisation“ rüttelt
er gründlich, sogenannte Sachzwänge gibt er als kollektive Fiktionen dem
Gelächter preis. Mit überraschenden Vergleichen verführt er das Publikum zum
Perspektivwechsel – zu einem anderen Blick auf die Welt, in die Zukunft, in den
Spiegel, auch unbequemer Wahrheit ins Auge. Und er ruft dazu auf, dass wir uns
von unserer vielfach instrumentalisierten Angst und Wut befreien.
CHIEMGAUER VOLKSTHEATER: BAUER SUCHT…
27.12.19 | 19 Uhr | Kongresshaus Coburg
28.12.19 | 19 Uhr | Konzerthalle Bamberg
02.02.20 | 18 Uhr | Amberger Congress Centrum
In Benis Landgasthof treffen sich jeden Abend drei einsame Gäste: Der Pferdewirt
Tom, der Landwirt Florian und der Forstanwärter Markus. Per Dating-Apps
versuchen die „oaschichtigen“ Jungmänner die jeweils passende Braut zu finden
und beschließen dafür ein eigenes Bewerbungsvideos zu drehen. Dazu stößt die
Lokaljournalistin Kristina. Beim Videodreh präsentiert sich Tom gekonnt mit
einem Bayern-Lied, Markus bringt seine stattliche Figur vorteilhaft ins Bild, nur
Florian braucht hochprozentige Hilfe zur Bekämpfung seines Lampenfiebers,
was wiederum zu massiven Haltungsproblemen führt. Mitten in die Dreharbeiten
platzt der Filmproduzent Olaf und übernimmt sofort die Regie bei der ländlichen
Brautschau: er präsentiert die drei Kandidaten mit einem zünftigen Lederhosen-
Striptease. Unter fachkundigem Handanlegen des Meisters kommt es schließlich
zur alles entscheidenden Frage: wie viel soll „Mann“ zeigen. Wirklich alles?
VIVA VOCE
14.11.2019 | 20:00 Uhr | Kongresshaus Coburg
05.01.2020 | 19:00 Uhr | Konzerthalle Bamberg
VIVA VOCE wird 20 – und die Fans bekommen die Geschenke! Andere brauchen
ein Schlagzeug, Soundeffekte oder gar ein ganzes Orchester, um richtig groß zu
klingen. Bei VIVA VOCE ist das alles völlig überflüssig. Die fünf Sänger ersetzen
mit ihren Stimmen ein ganzes Orchester. Sie sind die „Band ohne Instrumente“
und gleichzeitig die Pop-Stars der deutschsprachigen a cappella Szene. Modern,
mitreißend, originell, witzig, charmant und hochmusikalisch: Das alles
vereinen die Träger des Bayerischen Kulturpreises in ihrer beeindruckenden
Bühnenperformance. Anlässlich des 20-jährigen Bandjubiläums lassen es die
Stimmen-Künstler mit einem Best-Of-Programm wieder einmal so richtig
krachen, wenn es heißt: 20 Jahre „Es lebe die Stimme!“ - Die Jubiläumsshow.
© Nussbaumer & Broell Fotografie
Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen,
telefonisch unter der Hotline 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 133
KULTURTIPPS
AUSSTELLUNGEN
CORNELIUS VÖLKER IM KUNSTVEREIN KRONACH
Ein Blick in den Nachbarlandkreis lohnt sich. Der vielfach ausgezeichnete Maler
Cornelius Völker, selbst in Kronach geboren und mittlerweile in Düsseldorf
lebend und schaffend, erlaubt dem Betrachter einen ungewöhnlichen Blick auf
Alltagsszenen, Gegenstände, Menschen. Seine oft großformatigen Ölgemälde
zeigen Ausschnitte von Körperteilen, Feinripp-Unterwäsche, Tassen und Obst
ebenso wie Halbglatzen oder Personen, die sich umständlich ihre Pullover über
den Kopf ziehen.
Wann? Bis 3. November; Öffnungszeiten: Do. – So. 15 bis 18 Uhr
Wo? Galerie im Kreiskulturraum, Siechenangerstraße 13, Kronach
Weitere Informationen: www.kunstverein-kronach.de
oder www.cornelius-voelker.de
DER BESONDERE TIPP
SYMPOSIUM ZUR VERABSCHIEDUNG
VON DR. ALFRED GEIBIG
Dr. Geibig leitete 30 Jahre lang die Abteilung für Historische Waffen in den
Kunstsammlungen der Veste Coburg, hat sich durch Publikationen, Ausstellungen,
Workshops und die ZEITREISE-Veranstaltungen auf der Veste international
einen Namen gemacht. Bevor er in den Ruhestand geht, lässt Dr. Geibig alle
Interessierten in einem Symposium an seiner Expertise teilhaben. Dabei werden
auch weitere Fachleute zu Wort kommen. Es geht um die ergonomische Form
frühmittelalterlicher Schwertgriffe, Saufedern und Bäreneisen, das Baseler
Sturmfass und die Verwendung von Quecksilber in Artillerie und Feuerwerk –
unter anderem. Neben waffenspezifischen Themen geht es auch um Reenactment,
also die möglichst authentische Neuinszenierung historischer Ereignisse, und
Living History - das Darstellen historischer Lebenswelten.
CREAPOLIS REPAIR CAFÉ
Reparieren statt Wegwerfen liegt im Trend. Warum nicht gemeinsam tüfteln und
schrauben, kleben und löten? Ehrenamtliche helfen mit ihrem Know How, jeder
soll aber so viel wie möglich selbst reparieren. Und wer keinen kaputten Toaster,
keinen wackligen Stuhl und kein kaputtes Fahrrad oder Radio mitbringen kann,
hilft einfach den anderen. Werkzeug ist vorhanden.
Wann? 18. Oktober, 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr
Wo? Veste Coburg
Weitere Informationen? Anmeldung bis 11. Oktober
unter sekretariat@kunstsammlungen-coburg.de.
Auf www.kunstsammlungen-coburg.de gibt es auch das
komplette Programm des Symposiums.
Wann? 12. Oktober, 9. November & 14. Dezember jeweils von 14 – 17 Uhr.
Wo? CREAPOLIS-Makerspace, Schlachthofstraße 1, Coburg
Weitere Informationen? Creapolis-Coburg auf Facebook
Anmeldung unter creapolis@hs-coburg.de
134 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
IN EIGENER SACHE
IMPRESSUM
IN EIGENER SACHE
AKTIV GEGEN PARKINSON
FÜR DEN GUTEN ZWECK
Wir haben in diesem Jahr mehrfach von ihr berichtet
– von der mehrtägigen Fahrradtour des an
Parkinson erkrankten Prinz Andreas von Sachsen-Coburg
und Gotha von Coburg nach Gotha.
Der gute Zweck stand im Mittelpunkt der Aktion des
Rotary-Club Coburg – fast 40000 Euro für Parkinson-Projekte
an der Geriatrie am Klinikum Coburg
gingen ein – und natürlich sollte die Fahrt vor allem
Mut machen, denen, die auch an Parkinson erkrankt
sind, sich nicht zu verstecken. Eine lobenswerte
Initiative, finden wir, und haben deswegen im Rahmen
der Museumsnacht im Vermessungsamt viele
Bilder der Tour gezeigt und die filmische Zusammenfassung
von iTVCoburg. Zahlreiche Besucher
würdigten die Aktion – und trafen dabei auch Prinz
Andreas persönlich, der für einige Stunden selbst
vor Ort war.
Haben Sie auch Interesse?
PREMIUM
PARTNER
Infos unter
www.coburger-magazin.de/premium-partner
PREMIUM PARTNER
… LIEGEN UNS AM HERZEN
Ein Partner, das ist jemand, auf den man sich verlassen
kann - und der sich auf einen verlassen kann.
So etwas sind unsere PREMIUM-PARTNER.
Langfristige Bindungen geben Sicherheit – auf beiden
Seiten. Auch in diesem Magazin sind wieder
einige Geschichten von und mit unseren PREMI-
UM-PARTNERN. Danke fürs Vertrauen.
Unsere PREMIUM-KUNDEN 2019:
Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler
Autohaus Willy Ernst
Automobile Weberpals
Baugesellschaft Otto Hauch
Bätzoldt oHG
Bodystreet Coburg Heiligkreuz
Buchhandlung Riemann
Ciderhof Coburg
Coburg Stadt und Land aktiv
Connect Telezentrum
Engel & Völkers
Frischecenter Wagner
Friseur Julia Göring Intercoiffure
FVG mbH
Hörgeräte Geuter
HSC 2000 Coburg
IHK zu Coburg
Intersport Wohlleben
iTVCoburg
Kongresshaus Rosengarten
Kunstsammlungen der Veste Coburg
Lasco Umformtechnik
Optik Müller
ROB – Roberto Bauer Herrenmoden
Schumacher Packaging
Sparkasse Coburg – Lichtenfels
Sportland Coburg
Stadtbild Coburg
SÜC
süc//dacor
Thomas Bittorf tb.legal
Tourismus & Stadtmarketing
Citymanagement Coburg
Veranstaltungsservice Bamberg
Vitadrom
Von Poll Immobilien
COBURGER – Das Magazin
Ausgabe 35 / Oktober 2019
Sechster Jahrgang
Auflage 3750 Stück
www.coburger-magazin.de
Verlag:
Markatus
Branding | Marketing | Digital
Coburger Straße 7
96472 Rödental
Telefon 0 95 61 / 973 45 00
www.markatus.de
Herausgeber und Chefredakteur:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 / 690 52 84
hegen@coburger-magazin.de
Gründungsherausgeber:
Peter Einheuser
Wolfram Hegen
Redaktion/ Autoren dieser Ausgabe:
Wolfram Hegen
Wolfram Porr
Heidi Schulz-Scheidt
Chris Winter
Gabi Arnold
Anne Klopp
Anja Hampel
Fotografen dieser Ausgabe:
Sebastian Buff
Val Thoermer
Yves Alloinde
David Wanka
Titelbild: „Blattsalat“
Projektleitung Coburgs Beste:
Melanie Krempel
Layout/ Illustrationen:
Axel Straubinger
Lisa Obermüller
Grundlayout:
Peter Einheuser
Anzeigengestaltung:
Markatus
Branding | Marketing | Digital
Anzeigenvertrieb:
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hegen@coburger-magazin.de
Anke Feuer
feuer@coburger-magazin.de
Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2019
Druck:
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Preis:
kostenlos
Vertrieb:
über 200 Verteilstellen
in Coburg Stadt und Land
Bestellung:
Online über www.coburger-magazin.de
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innerhalb Deutschlands
5 Euro inkl. MwSt.
Schreiben Sie uns an
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oder NEU auch an Anke Feuer
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33 / JUNI 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 135
136 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
GALERIE
G A L E R I E
D A V I D W A N K A
David Wanka, geboren im „grünen Herzen Deutschlands “, hat
einen Gesellenbrief als Fotograf and studierte visuelle Kommunikation
an der Bauhaus Universität Weimar. Seit 2010 arbeitet
er als freischaffender Fotograf in den Bereichen People -und
Interieur und Art Director und ist seit März 2014 in Coburg ansässig.
Er arbeitet für Werbe – und Promotionagenturen, Industrieunternehmen,
Organisationen, Plattenlabels, Magazinen,
Bands, Designern und Jedem mit einer guten Idee.
www.davewanka.com
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 137
GALERIE
www.hoernlein-feyler.de
Kasernenstraße 14 • 96450 Coburg
T. 09561/ 80110
www. hoernlein-feyler.de
Wir setzen auf Spezialisierung.
Maren Feyler
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Erbrecht
Mediatorin (univ.)
Testamentsvollstreckerin
Wolfgang Hörnlein
Fachanwalt für Medizinrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Dr. Thomas Kunze
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Frank Sitte
Fachanwalt für Miet- und
Wohnungseigentumsrecht
Lutz Lindner
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Heidi Schüler
Fachanwältin für Verwaltungsrecht
Dr. Wolfgang Hacker
Fachanwalt für Medizinrecht
Master in Health and Medical
Management
Karoline Rink
Fachanwältin für Familienrecht
Eva Grabolus
Fachanwältin für Familienrecht
Julia Gremmelmaier
Rechtsanwältin
Jürgen Hopf
Fachanwalt für Miet- und
Wohnungseigentumsrecht
Nadine Werner
Rechtsanwältin
Diese Kanzlei ist nach
ISO 9001:2008 zertifiziert für
anwaltliches Dienstleistungsund
Kanzleimanagement.
138 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
DAVID WANKA
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 139
GALERIE
140 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
DAVID WANKA
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 141
GALERIE
142 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
DAVID WANKA
Gute Geschichten.
Gute Bilder. Gut erzählt.
Imagefilme. Werbespots.
Eventmovies. Erklärfilme.
www.itv-biz.de
www.itv-coburg.de
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 143
MONACO FRANKE
Die Urlaubszeit ist vorbei. Schee wor’s! Alle sind endlich
wieder dahaam. Gott sei Dank“ wird der eine oder
andere sagen, und damit meint der Monaco jetzt nicht
die Hoteliers und Campingplatzbesitzer auf Mallorca,
an der Costa Blanca, der Adria oder am Gardasee. Zuhause
ist es halt doch am schönsten, wenn man vielen
Heimkehrern glauben darf. So
eine Hymne auf Daheim hört
sich sinngemäß in etwa so an:
„Hier kenn ich mich aus, hier
weiß ich, wos aufm Teller
liegt, hier schmeckt ma mei
Bier – weil bei dem ganzen
Fischgewürm wird ma ganz
annersch und vo‘ dem Sangria
oder dem ‚rosso de la casa‘
kriech ich allweil Sodbrenna!“
Andererseits: ‚Wenn einer
eine Reise tut, dann kann
er was erzählen‘ heißt es so
schön. Und das muss ja nicht
die haarklein detaillierte Beschreibung
des Stuhlgangs
sein, den ein italienisches
Rote-Beete-Risotto, eine
südfranzösische Bouillabaisse
oder eine spanische Paellapfanne
verursacht hat. Ist
es nicht schön, mal den eigenen
vier Wänden zu entfliehen und etwas Neues zu
entdecken? Dolce vita zu genießen, am fernen Urlaubsort
Land und Leute kennenzulernen und deren
Alltag mitzuerleben. Andere Länder, andere Sitten!
Das erweitert den Horizont und macht im Idealfall
aus einem bornierten deutschen Stubenhocker einen
weitgereisten, polyglotten und weltgewandten Globetrotter.
So weit die Theorie. Denn in der Praxis sieht es
doch meistens ein bisschen anders aus. Denn nichts
liegt näher, als eine neue Entdeckung, welcher Art
sie auch sein mag, mit den Verhältnissen daheim zu
vergleichen. Das gilt nicht nur fürs Essen („also, die
Salsiccia is ja ned schlecht. Kamma ned meckern.
Oba es geht halt nix über scheene fränkische Brodworschd!”)
genauso wie für Sehenswürdigkeiten („mir
wor’n doch erschd in Vierzehnheiligen! Jetzt muss
ich mir scho widder lauter Kerng o’schaua!“) oder
Landschaften („a scheene Aussicht hob ich aa vom
Staffelberg. Dafür hätt‘ ma ned dausend Kilomeder
foahrn müssen!“).
Jetzt ist es scho a weng lachhaft, den Staffelberg mit
dem Monte Baldo oder gar einem der Drei- oder Viertausender
in den Alpen zu vergleichen. Und dass die
Oberbayern den Chiemsee als „bayerisches Meer“
rühmen, ist nichts weiter als ein heilloser Euphemismus,
der nette Versuch, darüber hinwegzutäuschen,
dass es in dem fraglos schönen Winkel unseres Bayernlandes
eben keine Brandung, keinen echten Sandstrand
und keinen Horizont gibt. Es würde doch auch
niemand behaupten, dass der Kohlmannsee der fränkische
Lago Maggiore ist. Und gegen den Dom in Florenz
oder die La Sagrada Familia in Barcelona ist die
Stadtpfarrkirche St. Augustin bestenfalls a Kapelln!
Fast jeder kennt auch den Urlaubs-Siebmgscheid –
der, wenn er nicht in der eigenen Familie zu finden
ist, spätestens in der Taverne am Nebentisch sitzt und
dabei so laut doziert, dass man ihm einfach zuhören
MUSS. So erfährt man dann, dass am heimischen
Hausberg Pflanzenarten wachsen, nach denen sich
die Südandorraner die Finger lecken oder dass der
Martin Luther in St. Moriz schon predigte, noch ehe
der Bau überhaupt fertiggestellt war. „Des hod’s ned
amoll in Rom gehm‘.“
DER MONACO FRANKE
Eine Ausnahme? Vielleicht. Sicher bemühen sich viele
unserer Landsleute im Ausland, sind wissbegierig
und passen sich so gut wie möglich an. Die Tatsache,
dass Deutsche u.a. in Spanien als unbeliebteste Touristen
gelten, spricht aber dafür, dass es doch einige
gibt, die das nicht schaffen, sondern sich irgendwie
danebenbenehmen oder sich
so verhalten, dass man sich
fremdschämt - vom Tragen
dieser unsäglichen, abgrundtief
hässlichen Trackingsandalen
an dieser Stelle mal
ganz zu schweigen!
So wurde der Monaco in seinem
Italienurlaub Zeuge der
folgenden Szene: So a schwäbischer
Doldi, der beim Bäcker
vor ihm in der Schlange
stand, zeigte mit Daumen,
Zeige- und Mittelfinger eine
„3“ an, um dann seine Bestellung
aufzugeben: „Quatro
Semmeli, per favore!“ Herrlich!
Iech kumm ausm Lachen
goar nimmer raus!
Der gute Mann wird sicher
froh sein, wenn er wieder seine
Weckle oder seine Brezzle
bestellen kann. Vielleicht ist er ja ein besserer Gastgeber.
Gut möglich, denn immerhin nimmt die Zahl der
Touristen in Coburg oder Bamberg von Jahr zu Jahr
immer weiter zu. Und die würden ja nicht kommen,
wenn alle garschdich zu ihnen wären und es ihnen
hier nicht wenigstens ein bisschen gefallen würde,
oder?! Veste, Marktplatz, Ehrenburg – alles nicht zu
verachten. Erst ein wenig abseits der bekannten Touristenwege
stellt sich die Frage, wieviel Seidla man
ihnen wohl hinterrücks einflößen muss, bis sie alles
supertoll finden. Ganz wie in dem Ballermann-Hit
von Mickie Krause, der singt: „Geh mal Bier hol‘n/
Du wirst schon wieder hässlich/Ein, zwei Bier/und
Du bist wieder schön“!
Schätzla, schau wie iech schau!
Für den COBURGER von Wolfram Porr
144 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019
AUF EIN WORT
In jedem
COBURGER laden wir
an dieser Stelle Coburger
oder Nicht-Coburger
ein, ihre Meinung
zu sagen.
30 JAHRE SPÄTER
Von Jörg Pasztori aus Sonneberg
Es steht wieder mal ein rundes Jubiläum an, allerorten sind Geschichten zu lesen, zu hören und zu sehen,
die die Tage im November 1989 und besonders den für die deutsche Nation im 20. Jahrhundert so schicksalhaften
9. des meist trüben Herbstmonats im Blick haben. Aber wie wichtig ist diese Erinnerung an
den Tag, an dem hier bei uns Sperrzone, Signal -und Metallgitterzaun Löcher bekamen? An den Tag, an
dem die unteilbare deutsche Nation sich dessen zwar noch unbewusst, aber deshalb nicht weniger rasant,
auf den Weg zur Herstellung der staatlichen Einheit gemacht hat. Brauchen wir zum Erinnern daran den
Glanz von Jubiläumsfeiern?
Ja und Nein.
Nein, denn hier in der Region Coburg-Sonneberg haben wir diesen Teil deutscher Geschichte ständig vor
Augen. Seit mehr als 50 Jahren fällt mein Blick aus Sonneberg fast täglich auf die herübergrüßende Veste
Coburg und die Flur zwischen Meilschnitz und Fürth am Berg. Die erste Hälfte dieser 50 Jahre mit der
Gewissheit, diese Orte nie betreten zu dürfen und immer mit der Neugier auf dieses andere Deutschland.
Die zweite Hälfte mit der Dankbarkeit, dass diese Gewissheit dann doch keine war, und in Windeseile
Kalter Krieg und Diktatur den Chancen eines freibestimmten Lebens in diesem anderen Deutschland
gewichen sind.
Erstaunlich aber bleibt, wie lange die Zeit der Teilung in den Menschen nachhallt. Auch wenn die Grenze
dort, wo sie davor für alle sichtbar Rodachtal, Itzgrund und die Linder Ebene zerschnitten hatte, lange
schon verschwunden ist, entfaltet sie doch noch eine unsichtbare Wirkung. Sie hat den Menschen gemeinsame
Zeit geraubt. Zwischen 1945 und 1990 erleben Coburger und Sonneberger gänzlich unterschiedliche
Welten, ohne dass es einen Austausch an Informationen gibt. Zwar überspringen später die elektronischen
Medien Stacheldraht und Minenfelder, erzählen aber nur selten etwas über das unmittelbare Umland. Aus
Neustadt oder Coburg erfährt der Sonneberger nichts. Und auch den Neustadtern bleibt vorerst nur der
Blick vom Muppberg. Die Informationssperre ist perfekt. Sie hat das Potential zur Entfremdung, die später
bei so manchem zu den altbekannten Vorurteilen vom „Besser-Wessi“ und vom „Jammer-Ossi“ führt.
Heute ist nicht alles anders: Information ist frei verfügbar, wird aber gezielt lanciert, Meinungsfreiheit ein
hohes Gut, von manchen aber gezielt missbraucht. Nicht jeder ist Medienflut und Redefreiheit gewachsen.
Parolen von Rechtsaußen im Thüringer Landtagswahlkampf konterkarieren die vermeintliche Meinungsfreiheit
mit unverschleierter Hetze. Der instrumentalisierte Bezug zu den Tagen von 1989 zeigt: Ja, es ist
wichtig, ganz bewusst an diese Tage und ihre Werte zu erinnern. Wir brauchen offensichtlich den Glanz
des Jubiläums.
Und wir brauchen hier bei uns verbindende Lokalmedien, die die relevanten Informationen für die Gesamtregion
aufbereiten. Aber auch da gibt es heute eine Grenze, die zwischen Bayern und Thüringen:
Medienregulierung ist Ländersache und da macht jeder seins. Es gibt sie also immer noch - unsichtbar
zwar, aber wirksam doch.
AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 145
Coburger | Das Magazin
erscheint wieder am 11. Dezember 2019
Anzeigenschluss ist
der 27. November 2019.
Zitate zum Tod sind dieses Mal … das Letzte
„Es gibt ein Leben vor dem Tod.“ Wolf Biermann
„Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern.“ Benjamin Franklin
„Der Tod lächelt uns alle an, das einzige was man machen kann ist zurücklächeln.“ Marcus Aurelius
„Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern – Sie könnten an einem Druckfehler sterben.“ Mark Twain
„Sinn des Lebens: Etwas, das keiner genau weiß. Jedenfalls hat es wenig Sinn,
der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.“ Sir Peter Ustinov
„Auch Nichtraucher müssen sterben.“ Friedrich Torberg
„Beim Lesen von Todesanzeigen wird man belehrt, dass nur engelsgleiche Personen diese Welt verlassen.“ Hans Arndt
„Man muss erst einige Male sterben um wirklich leben zu können.“ Charles Bukowski
„Der Tod hat das vollständigste Adressbuch.“ Fred Ammon
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