22.09.2025 Aufrufe

COBURGER – Das Magazin #35

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

Nr. 35 | Oktober 2019

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.


2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Ist der Herbst das Ende,

oder schon der Beginn des Neuen?

Vergänglichkeit ist Thema in unserer Fotostrecke Herbstzeit-Los!

Ab Seite 24 mit Bildern von Yves Alloinde.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 3


INHALT

AUSGABE 35 | OKTOBER 2019

6 EDITORIAL. Arbeitslebensbalancierer.

8 STADTGESPRÄCHE. Über Ehrwald, St. Tropez und den Rosengarten zu Kaeser.

9 STADT IM BILD. Premiere der Jubiläumstorte.

10 HOFBERICHT. Treffen in der Domäne.

58 COBURGS BESTE. ERNST. VALEO. VERPA.

82 KULTURTIPPS. Erstmal in die Fleischerei.

87 IN EIGENER SACHE. Bilder einer Ausstellung.

96 MONACO FRANKE. Quatro Semmeli.

97 AUF EIN WORT. Sonneberger Blick.

98 DAS LETZTE. Es gibt ein Leben vor dem Tod.

CHRIS WINTER

YVES ALLOINDE

WOLFRAM HEGEN

14

24

32

LETZTE HILFE.

Zuwendung am Ende des Lebens.

HERBSTZEIT. LOS!

Vergänglichkeiten im Detail.

IM GESPRÄCH.

Interview mit Wirtschaftsförderer Stephan Horn.

HELGA MARIA WOLF 40

WAS HÄLT UNS ZUSAMMEN?

Sonderthema Tradition

GABI ARNOLD

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

STEPHANIE FRÖBA

ANNE KLOPP

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

DAVID WANKA

42

BRAUTZUG UND SAUERKRAUT.

Über Karl-Ulrich Pachale.

62 MACHER.

Prof. Johannes Kraft, Geriatrie Regiomed-Kliniken.

64

92

AUTOS SIND SEIN LEBEN.

Ein Ur-Coburger in Bamberg.

FERNÖSTLICH SPORTELN.

Eine Zeitreise.

98 SAALBACH-HINTERGLEMM.

Aus der Reihe „Kultouren“

136 GALERIE.

People People People.

4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


People

People

People.

Fotografien des

Neu-Coburgers

David Wanka in der

Galerie ab Seite 136.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 5


EDITORIAL

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN

Es waren wieder einmal sommerliche Reisen, die das Sichtfeld erweitert haben. Der oft

schale Blick, mittig alltagsfokussiert auf Daseinserhalt und -vorsorge, wendet sich, von

existenziellen Fesseln befreit und von Vorfreude aufgeputscht, neuen Erfahrungen und

Erlebnissen zu. Ein Brandenburgischer See westlich von Berlin. Traumhaftes Herumgefaule.

Endloses Herumgelese. Behäbiges Herumgeschwimme. Ehrgeiziges Rommegespiele

(mit den Töchtern! Keine Gnade!). Also alles wunderbar. Aber auch die Erkenntnis,

dass mangelnder Wettbewerb zwar noch nicht zu einem Versorgungsproblem führt,

man aber schon größere Pizzen für weniger Geld vertilgt und zum Salat auch so etwas wie eine Dressingauswahl

bekommen hat. Aber es gab halt nur ein Restaurant mit überdachter Terrasse (es regnete bisweilen, sehr

entspannend), und das war ein Italiener. Dann Dänemark, Nordseestrand auf der einen, Fjord auf der anderen

Seite. Was für ein Meer! Was für ein Fjord! Was für Strände! Traumhaftes Herumgefaule. Endloses Herumgelese.

Tosendes Herumgewelle. Daher weniger ehrgeiziges Rommegespiele (Kraftverlust im wilden Meer). Also

alles wunderbar. Aber auch die Erkenntnis, dass ein Berg oder wenigstens ein Hügel auch mal schön ist, weil

er neue Horizonte eröffnet und dass - gut, es geht wieder ums Essen, aber wann, wenn nicht im Urlaub - wir

zum Abschluss lecker aus waren … irgendwas mit Pommes. Und zu guter Letzt Kiefersfelden. Bergwandern.

Bayreuther Hütte. Kufstein am Abend. Schön. Aber auch die Erkenntnis, dass Kiefersfelden selbst eher ein

Ort zum Durchreisen ist, oder wie es die Wirtin wörtlich formulierte (Entschuldigung dafür): „Wennst vorna

einifährst, fangsts Speim a, wennst hinten außafährst, hörst wieder auf “.

Haupterkenntnis also: Coburg ist ein Paradies. Zwar ohne (richtigen) See, Meer, (richtige) Berge. Aber ein

fast perfekter Ort zum Leben. „Coburg ist die Kirsche auf der Sahne von der Torte am Buffet“, beschrieb es

einmal ein guter Freund. Selbstverständlich aber ist das nicht. Veste, Hofgarten, Schloss-, Alberts-, Markt-,

Theaterplatz, das Stadtbild also, ist das eine. Das aber ist historisch gewachsen, aber eben kaum ein Verdienst

von Lebenden (Sanierungen ausgeschlossen). Und schöne Architektur haben auch andere Städte, die aber

alles andere als paradiesisch sind. Coburgs heutige Spitzenposition dagegen ist vor allem den Unternehmen

vor Ort zu verdanken.

Die aber bekommen Probleme. Nicht nur wegen mangelnder Fachkräfte, Handelskriegen, Strukturwandel,

sondern auch wegen vieler „Arbeitslebensbalancierer“, die, verwöhnt von der wohligen Wärme von zehn Jahren

Wirtschaftswachstum, ein passives, vielleicht ein bisschen langweiliges Leben, einem aktiven, manchmal

anstrengenden, aber sicherlich spannenderen Leben vorziehen. Mut, Freude, Neugier, Kreativität, Risiko aber

sind es, aus denen Wertschöpfung entsteht (und auch das beste Rezept in Sachen Umweltschutz – aus Angst,

Gejammer und Miesmacherei baut man keine Zukunft).

Was das alles mit diesem Magazin zu tun hat?

So, jetzt sind Sie dran.

P.S. PS darf man bald nicht mehr sagen.

6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


INHALT

14

LETZTE HILFE

Zuwendung am Ende des Lebens

36

PRINZ ALBERTS ANGESTELLTE

Ausstellung im Einzehandel

32

IM GESPRÄCH

Stephan Horn

40

SONDERTHEMA „TRADITION“

Was hält uns zusammen?

92

ZEITREISE

Fernöstliche Sportarten

Coburgs Beste

SERVICEZEITEN:

DI - FR: 9.00 - 18.00 UHR

SA: 9.00 - 14.00 UHR

UND NACH ABSPRACHE

Kasernenstraße 15

96450 Coburg

Tel.: 09561 - 75 677

68

Ernst. Valeo. Verpa.

www.friseur-julia-goering.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 7


STADTGESPRÄCH

GUTE FREUNDE

STADTGESPRÄCH...

Geht die Stadt Coburg eine Städtepartnerschaft mit Ehrwald in Tirol ein? Wenn

es nach Mick Böhm vom Städtepartnerschaftsverein der Stadt Coburg geht, auf

jeden Fall. Ehrwald habe das Potential, die erfolgreichste Städtepartnerschaft in

der Geschichte Coburgs zu werden, so Böhm, da es eine Menge an Anknüpfungen

und privaten Verbindungen gebe. „Jeder Coburger aus den Jahrgängen vor

1980 hat bestimmt einmal, die meisten viele Male, einen Urlaub in Ehrwald

verbracht“, mutmaßt der ehemalige Koordinator Stadtmarketing, der heute unter

anderem für das Quartiersmanagement der Stadt Bad Staffelstein verantwortlich

zeichnet. „Ehrwald ist Treffpunkt für Coburger aus vielen sozialen Schichten und

Altersgruppen“, so Böhm gegenüber dem COBURGER. Mit den Überlegungen

für eine Partnerschaft mit Ehrwald ist der Städtepartnerschaftsverein nicht

alleine. Auch der Coburger Alpenverein unterstütze die Bestrebungen, und

Ehrwald sei einer Partnerschaft gegenüber ebenso sehr aufgeschlossen, habe er in

persönlichen Gesprächen erfahren können, sagte Böhm.

KÜNSTLERISCHE ADER 1

Phillip Juri Antonius Kaeser aus der Kaeser Familie ist auf künstlerischen

Wegen unterwegs. Das zeigt nicht nur sein Webauftritt für insgesamt über

50 000 Abonnenten unter www.facebook.com/PhilippJCaesar, auf dem sich nicht

nur viele Musikclips finden, gerne auch mit Gesang und Gitarre, sondern auch

sein Auftritt beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen von Kaeser im Landestheater

Coburg. Dort übernahm er die Moderation.

8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


STADTGESPRÄCH

GUTE IDEE

Kaum im Amt, hat sich der Lautertaler Neu-Bürgermeister Karl Kolb zumindest im

Stadtteil Neukirchen schon unsterblich gemacht: Nachdem er in seiner Rede zum

100-jährigen Bestehen der in Lautertal ansässigen HEIM Pharma Tropfsysteme

GmbH Neukirchen als „St. Tropez vom Coburger Land“ bezeichnet hatte (siehe

COBURGER 34 vom August 2019), prangt jetzt auch ein entsprechender Vermerk

am offiziellen Ortsschild. Wer dafür verantwortlich ist, ist allerdings unbekannt.

KÜNSTLERISCHE ADER 2

Die Künstlerin Jolanta Groffik aus Coburg hatte den COBURGER-Bilderwettbewerb

zum 200. Geburtstag von Prinz Albert gewonnen - mit einem Bild über Prinz

Albert ohne Prinz Albert (siehe COBURGER 34 vom August 2019). Jetzt überbrachte

der COBURGER noch die offiziellen Glückwünsche samt einem Prinz-Albert-Paket

von der Buchhandlung Riemann und den Hauptpreis, eine Fotoausrüstung

im Wert von 500 Euro. Der COBURGER wird die Künstlerin in einer der

kommenden Ausgaben ausführlich portraitieren.

GUTES ENDE

Zwar hat der Stadtrat in seiner Septembersitzung gegen öffentliche Grillplätze

gestimmt, das aber dürfte kaum der Auslöser dafür gewesen sein, dass eine

G(ue)rill(a)-Aktion der Wählergemeinschaft ProCoburg im Rosengarten die

Polizei auf den Plan rief: Die nämlich tauchte in beträchtlicher Personalstärke mit

Hundeverstärkung auf, um einer vermeintlich wilden Party am Sintflutbrunnen

im Rosengarten ein Ende zu bereiten. Dabei hatte man doch nur gegrillt. Der

Irrtum war schnell aufgeklärt, und Bratwürste gab es auch noch.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 9


STADTGESPRÄCH

KEIN FASCHINGSSCHERZ

Wir kaufen zu fairen Preisen

COBURGER

Müenhandlun

Müenhandlun

Klaus Wagner // seit 1977 in Coburg

Dann bleiben wir doch beim Rosengarten: Ist er der ideale Ort für ein

Kongresshotel? Oder nicht? Und benötigt Coburg noch ein Hotel? Oder nicht?

Das alles soll Thema sein bei der neuen Ausgabe von „Auf den Punkt“, dem

Regionentalk der Sparkasse Coburg -Lichtenfels von iTVCoburg in Kooperation

mit Radio EINS und dem Coburger Tageblatt. Für das Podium hat sich auch

Michael Stoschek angekündigt, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung

der Brose-Unternehmensgruppe, einer der Befürworter eines Hotelneubaus im

Rosengarten statt wie ursprünglich vorgesehen auf der Fläche der ehemaligen

Angerturnhalle. Die Sendung wird am Montag, den 11.11. im Saal von St. Augustin

aufgezeichnet und ist danach bei iTVCoburg zu sehen. Auch Radio und Zeitung

berichten über den sicherlich kurzweiligen Informationsaustausch.

An-/Verkauf

» von Gold- und Silbermünzen

ab 1500

» kostenlose Schätzungen

Goldankauf von

» Münzen

» Medaillen

» Schmuckgold

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag

10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

15:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Samstag

10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

GUTES ENDE 2

Mit dem E-Bike von Coburg nach Gotha: Die Aktion vom Rotary-Club Coburg

sorgte im Mai dieses Jahres für großes Aufsehen, weil sich der an Parkinson

erkrankte Coburger Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha diese Fahrt

vorgenommen hatte. Er wollte damit ein Zeichen setzen und Geld sammeln für

Parkinson-Projekte. 40 000 Euro sind zusammengekommen – Grund genug,

die Aktion noch einmal zu würdigen im Rahmen der Coburger Museumsnacht.

Dort gab es im Vermessungsamt im Marstall viele Bilder und einen Film über die

Aktion zu sehen. Und natürlich kam auch die Hauptperson vorbei: Prinz Andreas

stellte sich den Fragen von Moderator Andreas Leopold Schadt. Mit ihm war auch

Organisator Max Beyersdorf vor Ort.

Herrngasse 15 // 96450 Coburg //

Tel. 09561 94 095 // www.muenzen-coburg.de

10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


STADT IM BILD

Premiere einer Torte: Ausgewählte Gäste durften im Cafe Feiler die ersten Stücke

der Prinz-Albert-Torte testen ... Zum 200. Geburtstag hatten die Feilers auf Anregung

des COBURGER diese Torte kreiert. Keine Geringeren als Prinz Albert und Queen

Victoria persönlich begrüßten die Gäste, die bei einem Gewinnspiel eines der

begehrten Premierentickets ergattert hatten.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 11


DER HOFBERICHT

FOTOS: VAL THOERMER

Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg

sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist

sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt

einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern

HOFBERICHT

gerne kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch.

Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann

sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal vom

Demographiekongress von Oberfranken Offensiv in Sonnefeld.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und Frank Ebert,

Geschäftsführer Oberfranken Offensiv.

IHK-Präsident Friedrich Herdan (mit Armverletzung nach einem Sturz),

Prof. Dr. Christiane Fritze, Präsidentin der Hochschule Coburg.

12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


DER HOFBERICHT

Roland Jahn und Rainer Kober, Vorsitzender von Kronach creativ e.V.

Ulf Felgenhauer, Oberfranken offensiv, Dr. Christiane Fritze, Präsidentin der

Hochschule Coburg, Frank Herzog, Gründer Concept Laser.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 13


Von Christoph Winter

Letzte

Hilfe

Zuwendung am

Ende des Lebens

14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


DER LETZTE WEG

Der Herbst. Das Jahr neigt sich dem

Ende zu. Die Natur bäumt sich bunt

und schillernd noch einmal auf, bevor

sie für ein paar Monate ihr Kleid

abwirft. Eine Metapher für das Leben

und das Sterben. So fallen in

den Herbst auch die Feiertage, die

den Tod zum Thema haben. Tage, an

denen man trauert, der verstorbenen

Verwandten, Freunde, Kollegen

gedenkt. In Schmerz,

Dankbarkeit, stiller Einkehr.

Tage, die den Blick auf das

Sterben

lenken

und auf das, was

am Ende aller

Tage wirklich wichtig

ist.

Der letzte Erste-Hilfe-Kurs ist für viele Menschen

der erste Erste-Hilfe-Kurs gewesen. In der Regel

wurden die Handgriffe für eine stabile Seitenlage

oder für das Anlegen eines Druckverbandes vor

der Führerscheinprüfung geübt. Mit den Jahren

sind die Kenntnisse der lebensrettenden Sofortmaßnahmen

in Vergessenheit geraten. Der Anblick

eines Unfallopfers macht hilflos. Zumal im

Zeitalter des mobilen Telefonierens professionelle

Hilfe sofort gerufen werden kann, so die weitverbreitete

Ansicht.

Erste Hilfe wird als „Maßnahme zur Hilfe bei akuter

Verletzung und Erkrankung mit dem primären

Ziel, das Überleben der Betroffenen zu sichern“

definiert.

„Maßnahmen zur Hilfe bei lebensbedrohlichen

Erkrankungen mit dem primären Ziel der Linderung

von Leiden und der Erhaltung von Lebensqualität“

beschreibt dagegen prägnant einen

Letzte-Hilfe-Kurs.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 15


LETZTE HILFE

Am Ende des Lebens einander beizustehen, entspringt

also der gleichen humanen Haltung wie

anderen Menschen bei Krankheit und Verletzungen

zu helfen.

Einen Kurs in Letzter Hilfe hat der Hospizverein

Coburg jüngst veranstaltet. Früher vorhandenes,

meist selbstverständliches Wissen zur Sterbebegleitung

ist verloren gegangen. „Beim Thema

‚Tod‘, ‚Lebensende‘ und ‚Sterben‘ sind wir Menschen

Verdrängungskünstler“, wissen Annette

Hofbauer und Barbara Brüning-Wolter vom Hospizverein

Coburg aus ihrer Tätigkeit. „Wir haben

heute für den Trauernden keine gute Trauerkultur

mehr“, sagt Martina Walz. Sie ist Trauertherapeutin

und hält seit vielen Jahren auch Reden

bei Trauerfeiern. Ein guter Abschied von einem

Verstorbenen sei wichtig für die Hinterbliebenen.

Ein gutes Dutzend Menschen hat den ersten Letzte-Hilfe-Kurs

des Hospizvereins Coburg besucht.

Vier Unterrichtsstunden stehen jeweils für eines

der vier Module: „Sterben ist ein Teil des Lebens“,

„Vorsorgen und Entscheiden“, „Leiden lindern“

und „Abschied nehmen vom Leben“. Aber einen

allgemein gültigen Kurs mit stets zutreffenden

Antworten, der alle Fragen und Aspekte zweifelsfrei

erklärt, gibt es nicht. „Jeder Mensch, jeder

Angehörige empfindet den Tod anders“, stellt

Barbara Brüning-Wolter fest. Auch weil die Ursachen

so unterschiedlich sind, die dem Leben ein

Ende setzen. „Haben wir alles richtig gemacht,

haben wir nichts unversucht gelassen?“ fragen

sich die Angehörigen oft, wenn eine Krankheit

dem Todesfall vorausgegangen ist, so Annette

Hofbauer. Noch mehr und drängendere Fragen

würden sich nach einer Selbsttötung aufwerfen.

Mehr als 900.000 Menschen sind im vergangenen

Jahr in Deutschland gestorben. Statistisch gesehen

scheiden etwa zwei Prozent aus dem Leben,

indem sie friedlich für immer einschlafen. Dabei

wünschen sich so einen friedlichen Tod wohl die

allermeisten. Sehr viel mehr sterben durch Unfälle

und die meisten an Krankheiten. Allein deshalb

müssen sich fast alle Menschen irgendwann mit

dem manchmal quälenden Prozess des Sterbens

und Abschiednehmens beschäftigen. Sei es, weil

ein naher Angehöriger schwer krank wird oder

ein guter Freund im Sterben liegt.

Schwerkranken oder sterbenden Menschen kann

auch ohne Medikamente und medizinisches

Wissen geholfen werden. Das kann einfach nur

Zuhören sein, wenn ein schwerkranker Mensch

Unsere beliebte, musikalische Veranstaltung findet am

22. Dezember 2019, um

14.00 Uhr und um 18.00 Uhr

Weihnachtsmärchen

in der geschmückten Halle auf dem Friedhof Coburg statt.

Organisiert vom

Eingehende Spenden werden wir wie jedes Jahr für die

ambulante Palliativarbeit an Herrn Prof. Dr. Kraft

übergeben.

Eintrittstaler erhalten Sie ab 15. November 2019 von

Montag bis Freitag von 08:00 Uhr - 17:00 Uhr in der

Ketschendorfer Straße 39, 96450 Coburg

für alle Seelen

mit Bojana Blohmann und ihrem

Chor "Die Einfühlsamen"

www.kahl-bestattungen.de - 0 95 61 / 81 20 22

16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


ZUWENDUNG AM ENDE DES LEBENS

noch gut ansprechbar ist. Dasein und Zuhören –

vielen nimmt es einen Teil ihrer Last, wenn sie

jemanden zum Reden haben. Viele Schwerkranke

empfinden auch eine friedliche Umgebung als

angenehm. Manch einer mag es, wenn der Raum

abgedunkelt wird, andere entspannen sich bei ruhiger

Musik oder Meditation.

Angenehme Düfte können beruhigen. Eine sanfte

Berührung, das Festhalten an der Schulter signalisieren

Nähe und füreinander da zu sein. Bewegt

sich jemand nur noch schwer von allein, kann es

Linderung verschaffen, wenn man ihn in seinem

Bett anders lagert. Es sind Kleinigkeiten, die darüber

entscheiden können, wie wohl sich jemand

fühlt, der an seinem Lebensende angekommen

ist.

„Für die Angehörigen ist ein guter Abschied

wichtig“, weiß Martina Walz. Die Trauerrednerin

und -therapeutin erfährt in ihrer Praxis oft,

dass die Menschen unsicher sind angesichts des

Ablebens eines Angehörigen oder Bekannten.

Nach dem Tod eines nahen Menschen geht jeder

Trauernde durch bestimmte Trauerphasen, aber

sie sind natürlich individuell in ihrer Dauer und

werden auch unterschiedlich wahrgenommen.

Trauerphasen dauerten für jeden Menschen unterschiedlich

lange. „Die Zeit zwischen dem Tod

und der Trauerfeier ist sehr wichtig. Aber diese

Tage, die eine Ausnahmesituation darstellen,

sind meist vollgepackt mit vielen organisatorischen

Dingen.“ In der Trauerrede müsse der

Verstorbene wiedererkannt werden können und

die Familie sich sicher sein, „dem Toten hätte

die Feier gefallen“. Martina Walz: „Es kann z.B

durchaus Musik gespielt werden, die vordergründig

nicht diesem speziellen Anlass angemessen

scheint. Das kann auch mal ein wildes, fröhliches

Lied sein, das der Verstorbene gerne hörte.“

Die Kunst einer guten Trauerrede sei es, „niemanden

bloß zu stellen und trotzdem

bei der Wahrheit zu bleiben“.

Die Angehörigen müssten

sich in dem Text gesehen

fühlen, besonders wenn

es negative Dinge oder

schlechte Charakterzüge

des Verstorbenen betrifft.

Zuwendung ist, was wir

alle am Ende des Lebens

brauchen.

Es sind Kleinigkeiten, die darüber entscheiden können,

wie wohl sich jemand fühlt, der an seinem Lebensende

angekommen ist.

AUSGABE 34 / AUGUST 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 17


LETZTE HILFE

Bestattet in völliger Anonymität

„Bestattungen von Amtswegen“ gibt es immer wieder.

Nicht nur in der Anonymität der Großstadt.

„Etwa 20-mal im Jahr veranlasst das Standesamt,

dass ein Leichnam vom Friedhofsamt bestattet

wird“, sagt Tobias Debudey, Abteilungsleiter des Coburger

Friedhofs- und Bestattungswesens. In diesem

Jahr waren es 13 solcher Fälle. Angehörige sind verpflichtet,

die Bestattung eines Verstorbenen zu organisieren.

Gibt es niemanden, so ordnet das Standesamt

die Bestattung an. Das hat seine Ursachen im

Bestattungsgesetz, wonach eine Sarg- oder Feuerbestattung

maximal 96 Stunden nach Eintritt des Todes

erfolgen muss. „Alleinlebende Menschen treffen

oft Vorsorgen und Festlegungen, wie ihre Bestattung

geregelt werden soll“, weiß Debudey. Oft werde Geld

für die Auslagen bereitgelegt und schriftlich erklärt,

ob es eine Sarg- oder Urnenbestattung geben soll.

Wenn nichts dergleichen verfügt wurde, wählt die

Friedhofsverwaltung die kostengünstigere Feuerbestattung.

Bis zur Beisetzung vergehen dann drei bis

vier Monate, „um vielleicht doch noch Angehörige

zu finden, die möglicherweise ein Grab für den Verstorbenen

haben möchten, oder auch um die Kosten

zu übernehmen“. Findet sich niemand, wird die Urne

auf dem Friedhof in aller Stille beigesetzt. „Das geschieht

dann früh am Morgen, wenn wenig Besucher

auf dem Friedhof sind. Es gibt keine Trauerfeier oder

-rede und ein Geistlicher ist nicht anwesend. Die

Stelle wird auch nicht gekennzeichnet.“

„Beim Thema ‚Tod‘, ‚Lebensende‘

und ‚Sterben‘ sind wir Menschen

Verdrängungskünstler“

Letzte-Hilfe-Kurse

Entwickelt wurden die Letzte-Hilfe-Kurse vor vier

Jahren von Georg Bollig, einem Palliativmediziner und Notarzt

aus Schleswig. Henry Dunant, Gründer der Internationalen

Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung gab Bollig den Anstoß

für die Letzten-Hilfe-Kurse. Im Sardinischen Krieg stand Dunant auf dem

Schlachtfeld von Solferino am 24. Juni 1859 den schwerverwundeten Soldaten

des Kaisertums Österreich und des Kaisertums Sardinien zur Seite, die

gegeneinander kämpften. Einige sollen Dunant regelrecht angefleht haben,

bei ihnen zu bleiben, damit sie nicht alleine sterben müssen. „Auf diese Weise

hat Dunant zugleich eine Art Erste Hilfe und Letzte Hilfe geleistet“, erzählt

Georg Bollig. Der erste Kurs fand Anfang 2015 in Schleswig statt, mittlerweile

gibt es die Kurse im ganzen Bundesgebiet.

Bestattungstradition seit fast 50 Jahren.

Es ist egal, zu welchem Zeitpunkt man einen Menschen verliert,

es ist immer zu früh und es tut immer weh.

Wir sind für Sie da, wenn Sie unsere Hilfe brauchen.

persönlich - begleitend - einzigartig

______________________________________________________

Nutzen Sie auch den Vorteil einer kostenfreien Bestattungsvorsorge.

Fordern Sie ganz unverbindlich unser Infomaterial an oder vereinbaren

einen Beratungstermin. Mit einer Bestattungsvorsorge entlasten Sie Ihre

Angehörigen und legen Ihre eigenen Wünsche fest.

Telefon 09563/6107

Kronacher Str. 10, 96472 Rödental - E-Mail: bestattungsinstitut-mayer@web.de

www.Bestattungsinstitut-Mayer.de

...dem Leben einen würdigen Abschluss geben,

durch ein Unternehmen Ihres Vertrauens...

18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


NACHLASS

Gesponserter Beitrag

Den eigenen

Tod regeln

Informationen

von der Kanzlei

Hörnlein & Feyler

Wenn ein Angehöriger stirbt, bedeutet

das für die Familie in der Regel einen

schmerzlichen Verlust und Trauer.

Dazu kommen die Bürokratie und

die Organisation der Trauerfeier. Damit

der Tod nicht auch noch unangenehme

bürokratische oder rechtliche

Konsequenzen nach sich zieht, sollte

bereits zu Lebzeiten einiges beachtet

werden. „Denn nur wer sich rechtzeitig

mit dem eigenen Lebensende

auseinandersetzt und sich mit unbeliebten

Formalitäten wie Vollmachten

und Patientenverfügungen beschäftigt,

kann den Hinterbliebenen einen

Teil der Last abnehmen,“ sagt Maren

Feyler, Fachanwältin für Familienrecht

und Erbrecht in der Anwaltskanzlei

Hörnlein & Feyler in Coburg.

Das beginnt damit, dass man seine Rechtsnachfolge

und die Erbenstellung festlegt.

Das kann durch ein eigenhändiges oder notarielles

Testament oder auch durch einen notariellen Erbvertrag

geschehen. Das eigenhändige Testament muss handschriftlich verfasst, mit

Datum versehen und eigenhändig unterschrieben sein. Gegen eine relativ

geringe Gebühr kann dieses Schriftstück beim Nachlassgericht hinterlegt

werden und wird dann im Todesfall von dort eröffnet. Ein notarielles oder

mit anwaltlicher Hilfe erstelltes Testament kostet zwar Geld, sichert dann

aber ab, dass der letzte Wille auch rechtlich „wasserdicht“ formuliert wird.

Wurde das Testament nicht beim Notar erstellt oder beim Nachlassgericht

hinterlegt, muss sichergestellt sein, dass das Testament nach dem Tod auch

gefunden wird. Ebenso wichtig ist es, dass alle anderen wichtigen Urkunden

leicht aufzufinden sind. Es bietet sich die Erstellung einer Übersicht an, wo

die Angehörigen welche Dokumente finden können oder zumindest die Aufbewahrung

in einem Ordner.

Die Vorsorgevollmacht schafft die Grundlage für eine Vertrauensperson,

dann zu handeln, wenn der Betroffene hierzu selbst nicht mehr in der Lage

ist. Diese kann zu Lebzeiten errichtet werden und Gültigkeit über den Tod

hinaus haben, so dass sowohl im Falle einer möglichen Geschäftsunfähigkeit,

als auch nach dem Tod in allen Bereichen, in denen es etwas zu regeln gibt -

wie gegenüber Behörden, Banken und Ärzten - gehandelt werden kann. Eine

Betreuungsverfügung regelt, wer im Bedarfsfalle als Betreuer eingesetzt werden

soll, damit keine fremde Person von Amts wegen eingesetzt wird. Die in

diesem Zusammenhang als wichtig zu erwähnende Patientenverfügung für

die Frage, ob und wenn ja welche lebenserhaltenden Maßnahmen gewünscht

werden, ist ebenfalls sehr sinnvoll. Wichtig hierbei ist, dass möglichst präzise

die Krankheitszustände und Maßnahmen beschrieben werden, deshalb sollte

man sich für eine solche Patientenverfügung fachkundigen Rat einholen.

Wenn Immobilieneigentum vorhanden ist, über welches vielleicht schon zu

Lebzeiten verfügt werden müsste - um beispielsweise die Kosten für einen

Heimplatz zu sichern -, ist eine notarielle Vollmacht erforderlich. Wer mit

Hilfe einer solchen Vollmacht handelt, muss sich bewusst sein, dass er anderen

Miterben oder Berechtigten später über seine Handlungen mithilfe der

Vollmacht Rechenschaft zu erteilen hat.

Sinnvoll ist auch das Erstellen einer Bankvollmacht, denn obwohl die Banken

eine Generalvollmacht oder auch eine Vorsorgevollmacht zu akzeptieren

haben, ist es in der Praxis oft leichter, mit einer frühzeitig bei der Hausbank

selbst hinterlegten Vollmacht an Geld für die Bestattung oder für aufgelaufene

Rechnungen des Krankenhauses oder eines Pflegeheimes zu kommen.

Ohne Vollmacht droht eine Kontensperre, bis die Frage der Rechtsnachfolge

durch das Nachlassgericht geklärt ist und ein zu beantragender Erbschein

zum Nachweis der Erbfolge ausgestellt ist.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 19


M. BREHM

Stunden des Abschieds

… sind mit Trauer und Schmerz verbunden.

Hilfe finden die Hinterbliebenen

im Bestattungsinstitut M. Brehm

in Coburg. Das Institut ist das einzige

im Stadt- und Landkreis Coburg mit

einer privat geführten Trauerhalle,

Kaffeezimmern, Verabschiedungsräumen

und einer Ausstellung mit einer

großen Auswahl an Särgen und Urnen.

Im Bestattungsinstitut M. Brehm werden alle Angelegenheiten rund um den

Trauerfall und die Bestattung aus einer Hand abgewickelt. Dazu gehören u. a. die

Erledigung aller notwendigen Formalitäten mit Ämtern und Behörden, die Organisation

der Trauerfeier wie beispielsweise Terminvereinbarungen mit Pfarr- und

Friedhofsämtern, Bestellung des Blumenschmucks, Gestaltung von Trauerdrucken

sowie die musikalische Ausgestaltung.

Im „Haus des Abschieds“ kann die Zeremonie individuell gestaltet werden – und

das liegt Inhaber Jochen Gleißner am Herzen. „Eine Trauerfeier ist etwas sehr

Persönliches. Wir möchten den Menschen in dieser besonderen Lage helfen, sie

unterstützen und ihnen einen Abschied von ihren Lieben nach ihren Wünschen

ermöglichen“, sagt Jochen Gleißner. Ganz gleich ob die Abschiedsrede von einem

Pfarrer, einem Trauerredner oder einem Familienangehörigen gehalten werden

soll – alle Wünsche werden berücksichtigt. Beispielsweise können Erinnerungen

an den Verstorbenen über eine Power-Point-Präsentation laufen, die Dekorationen

auf das Leben des Verstorbenen abgestimmt werden, Solisten spielen oder

Chöre singen, oder das Lieblingslied wird von CD abgespielt – auch bei der musikalischen

Ausgestaltung bleiben keine Wünsche offen. Im Anschluss steht den

20 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


NACHLASS

Advertorial

„Es freut mich, wenn die Angehörigen bei allem

Schmerz mit einem Lächeln gehen.“

Jochen Gleißner, geprüfter Bestatter

Trauergästen auf Wunsch ein Kaffeeraum zur Verfügung,

so kann der Abschied in Ruhe und ohne Zeitdruck

ausklingen.

Das Bestattungsinstitut M. Brehm bietet auf Wunsch

der Angehörigen auch ein besonderes Andenken an

den Verstorbenen an. So kann von einem Fingerabdruck

ein Schmuckstück aus Silber oder Weißgold

angefertigt werden, um die Erinnerung an den geliebten

Menschen wachzuhalten.

Wenn Sie bereits zu Lebzeiten alles rund um ihren

eigenen Abschied planen möchten, gibt es im Bestattungsinstitut

M. Brehm die Möglichkeit in einer

Bestattungsvorsorge alle Rahmenbedingungen festzuhalten.

Dies entlastet Ihre Angehörigen und sie haben

den Kopf frei, für das was wirklich wichtig ist und

ohnehin alle Gedanken überlagert: die Trauer.

Jochen Gleißner …

… geprüfter Bestatter, 35 Jahre alt, aus Untersiemau/Scherneck.

Er ist Vater zweier Kinder

im Alter von sechs und drei Jahren. Das Bestattungsinstitut

M. Brehm hat er, nach langjähriger

Mitarbeit im Institut, im Jahr 2018 vom

Firmengründer Manfred Brehm übernommen

und führt es nun gemeinsam mit seiner Frau

Stefanie in dessen Sinne weiter.

Im Jahr 2012 suchte Manfred Brehm nach geeigneten

Räumen für das „Haus des Abschieds“

und fand diese am Vorderen Floßanger 13 in

Coburg.

Trauerfall:

Sollte ein Trauerfall

eintreten, dann ist das

Bestattungsinstitut

M. Brehm rund um die

Uhr für Sie erreichbar.

Kontakt:

Bestattungsinstitut M. Brehm

Vorderer Floßanger 13, 96450 Coburg | Telefon: 09561 – 20 04 10

Heldburger Straße 16, 96476 Bad Rodach | Telefon: 09564 – 80 91 11

Bahnhofstraße 20, 96484 Meeder | Telefon: 09566 – 80 81 36

www.bestattung-brehm.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 21


RUHEWALD

Ruhe finden in der Natur

Der Wald ist ein lebendiger und friedlicher Ort zugleich. Viele

Menschen spüren hier ihre Verbundenheit zur Natur und finden in

der harmonischen grünen Weite Ruhe vom Alltag. Der Ruhewald

Schloss Tambach ist nicht nur Rückzugsraum für die Lebenden,

sondern auch Ruhestätte für Verstorbene.

Foto: Sebastian Kolm

Foto: Stephanie Fröba

22 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


SCHLOSS TAMBACH

Advertorial

Foto: Sebastian Kolm

Seit mehr als zehn Jahren kann man sich in dem rund sieben Hektar

großen Waldgebiet nahe Weitramsdorf bei Coburg beisetzen

lassen. Jeder – unabhängig von Glaube und Wohnort – hat die

Möglichkeit, sich hier vorsorglich seinen eigenen Ruhebaum zu

suchen. Aus aktuell 1000 Ruhebäumen wählt man gemäß der

persönlichen Wünsche seinen letzten Ruheort aus, beispielsweise

unter einer Lärche in Himmelsrichtung Süden. Auf viele wirkt

diese mitten im Leben getroffene Entscheidung für eine Bestattung

in der Natur beruhigend. Und auch die Angehörigen finden

im Ruhewald Schloss Tambach später einen sanfteren Weg des

Abschiedsnehmens und einen angenehmen Erinnerungsort.

Die Trauerzeremonie ist frei gestaltbar. Christliche Bestattungen

sind hier genauso gängig wie Beisetzungen ohne geistigen

Beistand. Ein Andachtsraum mit Blick zwischen die Bäume

steht zur Verfügung ebenso wie eine Andachtsplatz unter freiem

Himmel. Am ausgewählten Ruhebaum wird auf Wunsch eine

individualisierte Gedenktafel angebracht. Grabpflege durch die

Angehörigen ist im Ruhewald Schloss Tambach nicht nötig.

Hier überlässt man alles der Natur. Sich selbst und das, was daraus

entsteht...

FÜHRUNGEN

Kostenloser Info-Spaziergang durch den Ruhewald.

Jeden Mittwoch und Samstag, jeweils 14:00 Uhr.

Treffpunkt an der Infotafel am Eingang.

Oder nach Vereinbarung.

HINTERGRUND

Der Ruhewald Schloss Tambach ist ein Mischwald mit

rund 30 Baumarten, darunter auch einige seltene wie

Wildbirne oder Elsbeere. Dank der Pflege als Naturfriedhof wird

auch ein Stück heimischer Wald geschützt. Dieser Effekt war für

den Besitzer Graf zu Ortenburg ein wichtiger Grund, sich für die

Nutzung der Fläche als Ruhestätte zu entscheiden.

Alle Infos unter

WWW.RUHEWALD.DE

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 23


24 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 25


26 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 27


28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 29


30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 31


32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


STEPHAN HORN

Im

Gespräch

120 000 Einwohner, 8000 Unternehmen, niedrige Arbeitslosigkeit,

Wohlstand: Coburg ist eine wirtschaftlich starke Region.

Doch weltwirtschaftliche Turbulenzen und die Chancen

und die Risiken der Digitalisierung machen auch vor der

Region nicht halt. Was aus seiner Sicht in der Region Coburg

getan werden muss, um ein starker Standort zu bleiben, darüber

hat sich der COBURGER in der letzten Ausgabe mit

Martin Schmitz unterhalten, dem Leiter der Wirtschaftsförderung

des Landkreises Coburg. Dieses Mal hat der CO-

BURGER Stephan Horn interviewt, den Geschäftsführer der

Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg mbH.

COBURGER: Wo sehen Sie aktuell die

größten Risiken für den Standort Coburg?

Horn: Wir stehen möglicherweise vor einer Welle wirtschaftsunfreundlicher

Politik. Bei manchen Entscheidungen macht man sich in meinen

Augen nicht ausreichend Gedanken über die Folgen für die Wirtschaft.

Ein Beispiel ist die Klimapolitik: Hier darf man nicht so brachial gegen die

Wirtschaft vorgehen, sondern muss mit ihr Hand in Hand arbeiten. Auch

der Handelsstreit der USA mit China beschäftigt uns hier in Coburg, weil

viele Unternehmen Geschäfte mit und in diesen Ländern tätigen. Und lokal

kämpfen wir mit dem Mangel an Fachkräften. Vor allem das Handwerk

hat da Probleme. Vor diesem Hintergrund ist zum Beispiel die Diskussion

um die vorgesehene Schließung des Coburger Berufsbildungs- und Technologiezentrums

BTZ der Handwerkskammer für Oberfranken schwierig.

Es darf nicht geschlossen werden! Wir werden alles dafür tun, dass das

BTZ in Coburg bleibt.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 33


INTERVIEW

Im

Gespräch

COBURGER: Eine Herausforderung ist auch die Digitalisierung. Sie sind

nah an den Unternehmen dran, wie werden dort Risiken und Chancen

wahrgenommen?

Horn: Also ich glaube nicht, dass unsere Unternehmerinnen und Unternehmer

die Digitalisierung als Risiko sehen, sondern eher als Herausforderung

und auch als Chance. Ich will nicht einstimmen in die meines

Erachtens falsche Darstellung, die Unternehmen hierzulande seien nicht

weit genug. Ich sehe das ganz anders. Wir haben doch wegweisende digitale

Innovationen bei großen und kleinen Unternehmen hier in Coburg.

Beispiele sind die HUK mit ihrem Telematik-Tarif, Kaeser als Vorreiter für

Industrie 4.0., Lasco mit den Möglichkeiten der Fernwartung und Brose

natürlich mit seiner digitalen Transformation. Es ist schon viel auf einem

sehr guten Weg!

COBURGER: Um die Digitalisierung vorwärts zu bringen und Unternehmen

auf diesem Weg zu begleiten, gibt es das Digitale Gründerzentrum.

Die Stadt Coburg als Gesellschafter der Zukunft.Coburg.Digital GmbH

ist mit ihrer Wirtschaftsförderungsgesellschaft einer der Treiber. Wie bewerten

Sie die aktuelle Entwicklung des Gründerzentrums mit den zwei

Standorten Schlachthof und dem neuen im ehemaligen Goebel-Gelände

in Rödental?

Horn: Insgesamt ist das Digitale Gründerzentrum auf einem guten Weg. Es

ist von Zukunft.Coburg.Digital bereits viel umgesetzt worden. Allerdings

waren wir ehrlicherweise schon etwas überrascht, als vor einem Jahr plötzlich

der zweite Standort Rödental mit der geplanten digitalen Manufaktur

ins Spiel gebracht wurde. Das hat zunächst zu Verwirrungen auf fachlicher

und politischer Ebene geführt. Wir haben uns aber entschieden, dass wir

dieses Projekt mittragen, haben mit Oberbürgermeister Norbert Tessmer,

mit Landrat Sebastian Straubel und mit dem Rödentaler Bürgermeister

Marco Steiner Gespräche geführt und gehen jetzt die Sache gemeinsam

an. Das Gelände in Rödental ist ebenfalls historisch, man kann es super

weiterentwickeln und es wird sich sicher eine sehr gute Kombination mit

dem Schlachthof ergeben.

COBURGER: Das ehemalige Schlachthofareal soll ja von der Stadt

ertüchtigt werden, noch hat sich aber ja nicht viel Sichtbares getan. Wie

geht’s weiter?

Horn: Die Bauleitung ist aus steuerlichen und organisatorischen Gründen

an das Hochbauamt der Stadt übergegangen und die Planungen für

die ehemalige Kühlhalle sind nun vor dem Abschluss. Allerdings wird das

Projekt wohl teurer als erwartet, unter anderem weil es Unwägbarkeiten

wegen der Decke gibt. Letztlich muss der Stadtrat noch in diesem Jahr entscheiden,

ob wir mehr als die gut fünf Millionen Euro ausgeben wollen,

die eigentlich geplant waren. Das Ergebnis ist noch nicht vorauszusehen.

Also ich glaube nicht, dass

unsere Unternehmerinnen und

Unternehmer die Digitalisierung

als Risiko sehen, sondern eher als

Herausforderung und auch als

Chance.“

34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


STEPHAN HORN

COBURGER: Wie sieht es aus mit Gewerbeansiedlungen in der Stadt?

Die Firma Buttonorder ist, um sich zu erweitern, nach Lautertal, markatus

als größte Werbeagentur ins Goebel-Gelände nach Rödental. Warum

hat man diese Unternehmen nicht halten können?

Horn: Es gibt unter uns Wirtschaftsförderern ein „Gentleman agreement“,

dass Stadt und Landkreis sich nicht gegenseitig Unternehmen abwerben.

Das gilt sogar oberfrankenweit. Wenn aber Unternehmen das aus eigenem

Antrieb tun wollen und sich verändern möchten, dann kann man da nichts

dagegen sagen, auch wenn es manchmal natürlich wehtut. Aber oft entscheiden

sich Unternehmen ja auch für den Standort Coburg. Die Firma

ROS ist da ein positives Beispiel aus unserer Sicht. Die Firma hat hier einen

eindrucksvollen Neubau hingestellt und damit auch ein klares Bekenntnis

zur Stadt Coburg. Und wenn wir uns als gemeinsamen Wirtschaftsraum

sehen, ist es mir auf jeden Fall lieber, ein Unternehmen bleibt hier in der

Region – auch wenn das vielleicht mal in Ahorn oder Rödental ist – als dass

es nach Tschechien oder China abwandert.

COBURGER: Sie haben die Konkurrenzsituation von Stadt und Landkreis

schon angesprochen. Da gibt es eben die Wirtschaftsförderung des

Landkreises und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft von der Stadt

Coburg. Braucht es für eine Region mit gut 120 000 Einwohnern zwei

Wirtschaftsförderungseinrichtungen?

Horn: Es gibt in Bayern keine kreisfreie Stadt, die mit dem Landkreis eine

gemeinsame Wirtschaftsförderungsgesellschaft betreibt. Wir haben das

Thema aber natürlich sehr wohl diskutiert. Langfristig kann das sicher ein

Ziel sein. Aber aktuell gibt es einfach unterschiedliche Arbeitsweisen in

einer kreisfreien Stadt und einem Landkreis. Und dann sind da die unterschiedlichen

Interessen der zugehörigen Städte und Gemeinden. Das würde

eine gemeinsame Gesellschaft sicher in schwierige Situationen bringen.

Ich denke, es ist vorerst besser, projektbezogen zusammenzuarbeiten. Das

kann erfolgreich ablaufen, wie zum Beispiel bei Zukunft.Coburg.Digital.

Und auch so etwas wie eine gemeinsame Gewerbegebietsentwicklungsgesellschaft

wäre bei entsprechender Ausstattung sinnvoll.

COBURGER: Coburg wollte ja 5-G-Modellregion werden. Unterdessen

überholen andere Kommunen die Stadt, obwohl Coburg die erste war,

die das Thema bei der Bayerischen Staatsregierung ins Gespräch gebracht

hat. Warum hat man diese Chance verpasst?

Horn: Es gibt ja immer noch tolle Möglichkeiten, das Thema 5-G hier vor

allem auch für die Unternehmen nutzbar zu machen. Wir sollten einfach

als Region Coburg die Dinge selbst angehen und nicht nur auf mögliche

Förderungen schielen. Wir hätten das auch alleine machen können und

werden da sicherlich auch wieder aktiv werden.

COBURGER: Und was liegt Ihnen persönlich noch am Herzen?

Horn: Das Thema Bürokratie treibt mich sehr um. Wir erleben gerade eine

Phase, in der immer wieder neue Regelungen aufgestellt werden. Alleine

die Themen Beihilfe- und Subventionsrecht fressen uns regelrecht auf. Es

gibt Wochen, da bin ich tageweise nur damit beschäftigt. Und das betrifft

viele klein- und mittelständische Firmen auch, die vielleicht nicht die hausinternen

Möglichkeiten zur juristischen Bearbeitung wie wir haben. Wenn

wir nicht aufpassen, blockieren wir uns in unserem Land noch selbst. Darin

sehe ich eine echte Beeinträchtigung für Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

Fotos von Val Thoermer.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 35


Gesponserter Beitrag

Rudolph Löhlein | c. 1864 | Albumendruck | RCIN 2910267 | Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II 2019


AUSSTELLUNG

Von Michael Selzer

deutsche Angestellte

Eine besondere Ausstellung

im Coburger Einzelhandel

Es ist in der Zwischenzeit fast zwei Jahre her, dass die

beiden damaligen Stadtmarketingfachleute aus Coburg

eine Führung durch das königliche Archiv und

die Bibliothek in Schloss Windsor bekamen. Kein

geringerer als der ehemalige königliche Bibliothekar

Oliver Urquardt-Irvine führte Michael Böhm

und Michael Selzer durch die ehrwürdigen Hallen,

in denen noch immer Prinz Albert an unzähligen

Stellen gegenwärtig ist. Er war es, der mit seinen

Anschaffungen die Bibliothek deutlich vergrößerte

und seine Angestellten ordneten neu, schufen neue

Systematiken für Ablage und Kataloge und legten

so den Grundstein dafür, dass die Bibliothek noch

heute bestens genutzt werden kann.

Das wirklich beeindruckende für die beiden Coburger

aber war das Fotoarchiv. Tausende Aufnahmen

liegen hinter den dicken Mauern des Schlosses – und

nicht wenige davon entstanden in der Zeit und im

Auftrag von Prinz Albert. Obwohl schon mehr als

150 Jahre alt, sind die Aufnahmen noch heute von

einer bestechenden Qualität – fast könnte man denken,

die Abzüge wurden gestern erst gemacht.

Während man normalerweise erwarten könnte, dass

sich auf den Fotos die Abbildungen der königlichen

Familie, Mitglieder aus Adelsfamilien, hohe Politiker

und Staatsgäste tummeln, gibt es auch hier eine

Besonderheit. Prinz Albert – allem Modernen gegenüber

äußerst aufgeschlossen, war sofort ein Fan

der neuen Technologie des Fotografierens und ließ

sowohl im Buckingham Palace wie auch in Windsor

Castle ein Fotolabor einrichten. Damit aber nicht

genug – die Fotos, die während seiner Zeit als Prinzgemahl

entstanden, zeigen eben nicht nur die damalige

„High Society“. Nahezu der gesamte Hofstaat

und teilweise auch die Familien der Angestellten sind

noch heute auf den Bildern in Windsor zu finden.

Es war schnell klar, dass man aus diesem Schatz etwas

für das Jubiläumsjahr in Coburg machen musste und

so wurde die Idee einer Ausstellung geboren. In Zusammenarbeit

mit Jana Riedel, einer deutschen Studierenden,

die gerade an der Londoner Queen Mary

University ihre Doktorarbeit über die von Prinz Albert

initiierte erste Weltausstellung 1851 schreibt,

begann man zu recherchieren.

Tatsächlich fand man auch den ein oder anderen

Angestellten aus dem Coburger Land und viele, die

Prinz Alberts Ruf nach England gefolgt waren und

Deutschland hinter sich ließen. Einige Lebensgeschichten

– wie beispielsweise die von Baron Christian

Friedrich von Stockmar – sind bereits bestens

erforscht. Aber wer kennt Prinz Alberts Kammerdiener

Rudolf Löhlein?

Geboren in Niederfüllbach, als Sohn des dortigen

Försters, war er später im Schatz- und Finanzamt

Rodach tätig (damals noch ohne „Bad-Titel“) und

wechselte später in die Dienste des herzoglichen

Hauses Sachsen-Coburg. Durch eine Empfehlung

von Baron Stockmar wurde Prinz Albert auf Löhlein

aufmerksam und bot ihm eine Anstellung als Kammerdiener

an.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 37


PRINZ ALBERTS DEUTSCHE ANGESTELLTE

... habe ich bereits gesprochen. Er ist ein junger Mensch von sehr anständigem und angenehmem Äußeren,

20 Jahre alt. Allerdings befähigen ihn Erziehung, Manieren und eine gewisse Gymnasial Bildung

zu persönlichen Diener für Eh. Hoheit oder den Prinzen von Wales auf geeignete Weise. Er selbst sagte

mir daß er die in Aussicht gestellte Stelle gerne annehme und bereit sei, dem Rufe so bald zu folgen, als

es Eh. Hoheit genehm sein werde ihn zu ertheilen.“

Baron von Stockmar in einem Brief

vom 11. Mai 1847 an Prinz Albert

... des jungen Löhleins bin ich Ihnen sehr dankbar. Ich würde ihn gern Mitte nächsten Monats oder doch

wenigstens in der zweiten Hälfte desselben hier haben. Es wird am besten sein, ihn auf ein Probejahr zu

engagieren, sein Gehalt soll £150 sein, er natürlich in Wohnung und Essen freigehalten werden. Gefällt

es ihm nach einem Jahre hier nicht oder sagt er mir nicht zu so will ich ihm auf 3 Jahre 300 fl. […]

aussetzen während welcher er sich um eine andere Versorgung umthun kann. Doch ist mir nicht bange

daß wir uns sehr gut conveniren werden nach dem was sie von ihm sagen.“

Prinz Alberts Antwort an von

Stockmar zwei Wochen später

38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


AUSSTELLUNG

inoffizieller Diplomat war es von Stockmars Aufgabe,

die Verbindung von Victoria und Albert vorzubereiten,

noch bevor die beiden selbst davon wussten.

Anfangs war von Stockmar zurückhaltend in der Beurteilung

des jugendlichen Prinzen, den er nur wenig

kannte. In Briefen an Leopold beschrieb er Albert als

„schöner Jüngling “, der eine „frappante Ähnlichkeit“

mit seiner Mutter habe. Seine körperliche Konstitution

schätzte er als „nicht kräftig“ ein und bemerkte: „Er

wird im Ganzen stets bei Männern mehr Glück als bei

Damen machen. Er ist bei diesen zu gleichgültig und

zurückhaltend.“

Hughes & Mullins : Ryde, Isle of Wight | nach Leonida Caldesi (1823–1891)

Baron Christian Friedrich Stockmar | c.1887, Kopie nach einem Original von April 1857

Carbondruck | RCIN 2906642 | Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II 2019

Im Juni 1847 schließlich trat Löhlein seine neue Stelle

als 2. Kammerdiener in London an. Als Isaac Cart,

Alberts 1. Kammerdiener im Jahr 1858 starb, rückte er

auf dessen Position nach und behielt sie bis zum Tod

Alberts 1861.

Drei Jahre nach seiner Ankunft im Palast heiratete Rudolf

Löhlein Elizabeth Collins. Mit ihr hatte er sechs

Kinder, die alle in England geblieben sind.

Der wohl bekannteste Coburger, der seine Fußspuren

eng verknüpft mit denen Alberts in England hinterlassen

hat, ist Baron Christian Friedrich von Stockmar.

Er war ein Mann ohne offizielles politisches Amt, der

bei der Anbahnung der Hochzeit von Albert mit seiner

Cousine Victoria im Hintergrund die Fäden zog. Albert

und Victoria betrachteten ihn beide als ihren Freund

und Mentor. Besonders für Albert wurde er fast eine

Vaterfigur und Stockmar schrieb seinerseits über Albert:

„Ich liebe ihn wie einen Sohn“.

Von Stockmar, der sein halbes Leben beratend zwischen

den Höfen in London und Brüssel zugebracht hatte,

starb 1863 in Coburg. Die vier regierenden Häuser aus

England, Belgien, Preußen und Coburg, denen er besonders

nahe stand, dankten ihm nach seinem Tod mit

der Ausgestaltung der Familiengruft, die noch heute auf

dem Coburger Friedhof am Glockenberg zu finden ist.

Auf der Gedenktafel ist unter der Widmung der Satz zu

lesen: „Ein treuer Freund liebet mehr und stehet fester

bei denn ein Bruder“.

Die Informationen und Bilder zu den beiden, aber natürlich

auch zu weiteren Angestellten , die zusammen

mit Prinz Albert aus Deutschland nach England gegangen

sind, können Interessierte noch mindestens bis

Ende des Jahres in den Schaufenstern einiger Coburger

Einzelhändler finden. Auf großformatigen Plakaten

sind die Rechercheergebnisse zusammengefasst und die

über 150 Jahre alten Fotografien von Alberts Stallmeister,

Pferdepfleger, Privatsekretär, Lehrer, Koch oder

Bibliothekar zu sehen.

Hier sind die Tafel zu sehen:

• Die Augenweide, Steingasse

• Optik Busch, Steinweg

• Buchhandlung Riemann, Markt

• Frind Mode, Ketschengasse

• Hörgeräte Geuter, Mohrenstraße

• Jasmin Franz, Markthalle

• Spielwaren Schleier, Judengasse

• Alexandra Skibbe Women, Kirchgasse

1787 in Coburg geboren, nahm er als Arzt an den napoleonischen

Befreiungskriegen teil und bewohnte später,

zusammen mit seiner Familie, ein Stadthaus in der Webergasse

21. Als er selbst nicht mehr reisen konnte, besuchten

ihn dort nicht nur Albert und Victoria, auch

Victorias Tochter Vicky und ihr Mann, der spätere Kaiser

Friedrich III., waren dort zu Gast.

Von Stockmar war das, was man treffend mit dem Begriff

„Graue Eminenz“ umschreibt - einer, der im Hintergrund

Verhandlungen führt, Verträge vorbereitet

und Wege ebnet. Mit dem belgischen König Leopold,

dessen Leibarzt von Stockmar war, verband ihn eine lebenslange

Freundschaft. In Berichten und Briefen hielt

der Baron fest, wie zielgerichtet dieser die Heirat Victorias

und Alberts aus dem Hintergrund steuerte. Als

Foto: Michael Selzer

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 39


Traditionen

Was hält

uns zusammen?


TRADITIONEN

oder:

Wussten Sie, dass Halloweens

Wurzeln in Europa liegen?

Die Gründe für die Entstehung von Traditionen

sind vielfältig. Meist kommen einige zusammen

wie wirtschaftliche Notwendigkeiten, religiöse

Gebote, ungeschriebene Gesetze oder psychologische

Ursachen. Bräuche werden veränderten

Gegebenheiten angepasst, einzelne Elemente

verschwinden, verbinden sich mit anderen, es

entsteht etwas Neues. Bräuche sind flexibel und

hybrid. Die aktuelle Europäische Ethnologie

sieht kulturelle Erscheinungen als Prozesse, die

„ausgehandelt“ werden.

Bräuche sind nicht „ewig“. Im Jahrhunderte

dauernden Transformierungsprozess geht manches

verloren, wenn die Grundlage wegfällt.

Viele Bräuche hatten agrarischen Charakter

und waren an hierarchische Strukturen gebunden.

Andererseits sorg(t)en Innovationen für

das Entstehen von ständig Neuem. Bräuche mit

Eventcharakter gehorchen eigenen Gesetzmäßigkeiten

und nehmen doch Elemente auf, die

(fast) schon verschwunden waren …

Im Zuge von Globalisierung und elektronischer

Vernetzung spielen geographische Grenzen eine

immer geringere Rolle. Unter den neuen Bräuchen

sind oft auch solche, die aus anderen Kulturkreisen

kommen oder Elemente aus anderen

Kultkreisen aufgreifen. Doch manchmal scheint

es nur so.

Eine Wurzel des „amerikanischen“ Festes Halloween

führt eindeutig zum europäischen Arme-Seelen-Glauben

des Hochmittelalters. Das

legen schon der Termin und die Ableitung von

all hallows evening nahe, dazu braucht man

nicht die Kelten zu bemühen. Allgemein fällt

beim Vergleich von Bräuchen und Brauchelementen

auf, dass sich, über Ländergrenzen hinweg,

vieles ähnelt.

Es zeigt sich, dass das weite Feld der Superstition

– landläufig Aberglaube genannt – fließende

Grenzen zum kirchlich vermittelten

Glauben aufweist. Solche Vorstellungen, die oft

in Bräuchen ihren Ausdruck finden, füllen Bände.

Etliches klingt skurril. Längst sind Blitzableiter

und Kunstdünger erfunden – was sollen da

noch Wetterläuten und Feldersegen?

Trotzdem ist es lohnend sich damit auseinanderzusetzen.

Auszüge aus dem Vorwort des Buches „Verschwundene Bräuche“

von Helga Maria Wolf, mit freundlicher Genehmigung des Verlag

„Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG“ Wien

www.brandstaetterverlag.com.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 41


S O N D E R T H E M A

Traditionen

IM PORTRAIT

VON GABI ARNOLD

Brautzug und

Sauerkraut

KARL-ULRICH PACHALE PFLEGT

TRADITION UND BRAUCHTUM

Karl-Ulrich Pachale schneidet den Krautkopf in Stücke und hobelt ihn

klein. Später wandern die Krautkopfstreifen unter Zugabe von Salz,

Kümmel und Wacholderbeeren in einen großen Steintopf, in dem sie

gestampft werden und einige Zeit lagern müssen. Pachale stellt Sauerkraut

auf althergebrachte Weise her – so wie es in früheren Zeiten üblich

war. Sauerkraut galt in der kalten Jahreszeit als wichtiger Lieferant

von Nährstoffen, Mineralen und Vitamin C. Die Zeiten, in denen

Menschen an einem Nährstoffmangel litten, sind längst vorbei. Aber

das Wissen um altes Handwerk, Bräuche und Traditionen ist in der Region

teilweise noch erhalten. Dafür sorgen auch Pachale und die Mitglieder

des Arbeitskreises des Gerätemuseums der „Alten Schäferei“

in Ahorn. Einmal im Jahr am Museumsfest lassen Männer und Frauen

die alten Traditionen lebendig werden. Einer der immer dabei ist, ist

Karl–Ulrich Pachale.

Der Rentner, der früher einmal bei der Firma Waldrich in der Marketingabteilung

gearbeitet hat, ist in Coburg geboren und aufgewachsen und hat sich für ein Leben

auf dem Land entschieden. „Ich habe mir bewusst ein Haus in Brüx gekauft“, sagt

er. In dem Neustadter Stadtteil lebt er seit vielen Jahren mit seiner Frau Lyane und

pflegt alte Traditionen. Thema Traditionen? Da fällt Pachale die Kirchweih, oder

wie in der Coburg Region üblich, die „Kerwa“ ein.

Kirchweihfeste werden seit dem Mittelalter gefeiert und sind ein fester Bestandteil

des Brauchtums im Coburger Land. Dazu gehören zum Auftakt ein Gottesdienst,

das Aufstellen eines Kirchweihbaumes und der Kirchweihtanz. Ein unbedingtes

Muss sind die fränkischen deftigen Spezialitäten wie Bratwürste oder Klöße mit

Braten, die sich die Besucher schmecken lassen. Und in vielen Orten und Stadtteilen

ziehen auch die Kirchweihmusikanten umher und spielen „Ständala“, als Lohn

gibt es ein Schnäpschen oder Bares.

„Traditionen sind ja das, was uns

zusammenhält und verbindet.“

42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Karl-Ulrich Pachale pflegt alte Bräuche, beim Museumsfest

in der Alten Schäferei in Ahorn zeigt wie in

früheren Zeiten Sauerkraut hergestellt wurde.

Foto: Gabi Arnold

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 43


BRAUTZUG UND SAUERKRAUT

„Die historische Gesellschaft kümmert

sich um die geistigen Sachen, im Arbeitskreis

geht es um das Praktische“

„Traditionen sind ja das, was uns zusammenhält und verbindet,“

sagt Pachale. Leider sei Vieles im Laufe der Zeit verloren gegangen,

bedauert er. Damit das eben nicht so ist, gibt

es den Arbeitskreis in der Alten Schäferei in Ahorn,

dem Pachale seit 15 Jahren angehört. Länger

schon, nämlich seit dem Jahr 1983, ist er Mitglied

in der Historischen Gesellschaft in Coburg.

Hier begegnete er Ernst Kienel, dem ehemaligen

Kreisheimatpfleger. Durch diesen Kontakt kam

Pachale zur Alten Schäferei.

„Die Historische Gesellschaft kümmert sich um das Geistige,

im Arbeitskreis geht es um das Praktische“, so Pachale. Das sei genau

die Kombination, die ihm gefalle. Die Alte Schäferei in Ahorn mit

ihrem Gerätemuseum und Festen sei genau der Ort, an dem Traditionen

gelebt werden. „Wir zeigen altes handwerkliches Können wie das Dreschen

und pflegen auch die Traditionen.“ Pachale hat sein Wissen von Gustav Fischer,

der einst den Förderverein des Gerätemuseums mitgegründet hat, um das

barocke Ensemble oberhalb der Gemeinde Ahorn zu erhalten. „Es wird von Generation

zu Generation weitergegeben“, so Pachale.

Und dazu gehört auch das Wissen um die Coburger beziehungsweise Südthüringer

Tracht aus der Itzgründer Gegend, die bis um das Jahr 1850 das Bild in der Region

prägte. Eine Besonderheit ist der Coburger Brautzug - eine Hochzeitgesellschaft

aus dem Jahr 1840. „Braut und Bräutigam waren damals in dunkeln schwarzen Farben

gekleidet“, so Pachale. Die festliche Kleidung aus dem 19. Jahrhundert wurde

originalgetreu nachgeschneidert, bei besonderen Anlässen und Umzügen waren

Pachale und seiner Frau Lyane dabei. Leider sei die Darstellung des Brautzuges

seit einigen Jahren nicht mehr möglich, bedauert Pachale. Es fehle an Nachwuchs,

vor allem an einem jungen Brautpaar. „Wir sind zu alt geworden, um als Brautpaar

mitzumachen“, sagt er. Pachale bedauert das sehr, hofft aber auch, dass sich

irgendwann wieder Jüngere finden, die in die alten Gewänder schlüpfen möchten

und den Brautzug wieder zum Leben erwecken. Die Kleidung kann übrigens beliebig

erweitert werden, so Pachale. Noch in den 1970er und 1980er Jahren galten

Trachten als altbacken und bieder, heute sind sie längst wieder im Trend und erleben

sogar einen richtigen Boom: Rock, Mieder und Lederhose sind wieder en

vogue. Vor einigen Jahren erlebte auch die Coburger Tracht eine Erneuerung und

wurde modisch und zeitgemäß aufgefrischt. Die Schorkendorfer Musikanten zum

Beispiel spielen bei Festen in der original Coburger Tracht auf.

Trachten ebenso wie alte Traditionen und Brauchtümer sind eben kein alter Hut,

das zeigt sich auch beim Museumsfest in Ahorn. Dort sind alle Generationen vertreten

und schauen Karl-Ulrich Pachale über die Schulter, wenn er Kraut hobelt

und einstampft- mit viel Muskelkraft wie in alten Zeiten.

44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Gesponserter Beitrag

EIN BEITRAG DER IHK ZU COBURG

S O N D E R T H E M A

Traditionen

Tradition als Basis für

Innovation & Stärke

Unser Coburger Wirtschaftsraum verbindet in einzigartiger Weise

Tradition und Moderne. Seit den Anfängen der Industrialisierung

um die Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute haben die Betriebe ihren

Aktionsradius und die Wirtschaftlichkeit ständig weiterentwickelt,

Auf- und Abschwünge erlebt und Strukturbrüche gemeistert.

Heute ist der IHK-Bezirk Coburg bayern- und deutschlandweit

ein herausragend starker Wirtschaftsstandort, der insbesondere

von Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Maschinen- und

Anlagenbau, Elektrotechnik, Kunststoffverarbeitung sowie Möbelund

Spielwarenerzeugung geprägt ist und Deutschlands größten

Automobilversicherer beheimatet.

Historisch wie auch wirtschaftlich spielt das Automobil in unserem Raum eine besondere

Rolle: Das weltweit erste Elektroauto wurde hier entwickelt und gebaut,

die elektrische Fensterbetätigung ist eine Coburger Erfindung – und heute gibt

es kaum ein Kfz-Teil, das nicht auch in unserer Region konstruiert, gefertigt oder

weiter- und endbehandelt wird. Dank exzellenter Ingenieursleistung in Bedienungs-,

Klima- und Antriebstechnik, Fahrgestell- und Steuerungskomponenten,

Effizienz und Design ist unsere Automotive-Industrie international erfolgreich.

Über die gesamte Wertschöpfungskette sichert das Automobil bei uns Beschäftigung,

Wachstum und Innovationsdynamik.

Zugleich steht unsere Automotive-Branche vor massiven Veränderungen

– Ausgang offen. Der politisch getriebene Wandel zur Elektromobilität

und immer strengere Abgasvorgaben setzen insbesondere

die Produzenten im Bereich Antriebsstrang

unter Druck, zusätzlich fordert verändertes Verhalten

der Automobilnutzer neue, praxistaugliche Mobilitätslösungen

und ganz nebenbei drängen bisher

unbekannte Konkurrenten in den Markt. Die

aktuellen Umwälzungen stellen ebenso unseren

Maschinenbau, der in „traditionellen“ Produktionstechniken

für die Automobilindustrie führend

ist, vor große Herausforderungen. Um diese

Führungsrolle nicht zu verlieren, gilt es, sich in

neuen Technologiesegmenten durch Alleinstellungsmerkmale

wettbewerbsfähig zu positionieren.

Denn durch anstehende Veränderungen in Mobilität und

Antriebstechnik werden in den kommenden Jahrzehnten wichtige

Segmente eines riesigen Marktes neu besetzt. Unsere Coburger Wirtschaft

verfügt über die Kompetenzen, um auch künftig ganz vorn dabei zu sein. Dazu

bedarf es neben der traditionell ausgeprägten Innovationskraft unserer Unternehmen

auch der Unterstützung durch vertrauensschaffende, zuverlässige Rahmenbedingungen

einer realistisch vorausschauenden Wirtschaftspolitik.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 45


S O N D E R T H E M A

Traditionen

IM PORTRAIT

VON WOLFRAM HEGEN

FOTOS: VAL THOERMER

Ein gepflegter Irrsinn

DR. HANS-HEINRICH EIDT ÜBER SEINE

LEIDENSCHAFT, COBURGS TRADITIONELLE

BAUSUBSTANZ ZU ERHALTEN

Herzensangelegenheit: Dr. Hans-Heinrich Eidt vor dem Haus Schützenstraße 1, das ab 2020 saniert werden soll.

46 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


DR. HANS-HEINRICH EIDT

Bürgerhäuser, prachtvolle Villen, Architektur

quer durch viele Jahrhunderte: Coburgs baulicher

Schatz ist groß, der Bedarf an Erhalt und

Sanierung des historischen Erbes aber auch.

Dabei hilft seit vielen Jahren die „Gemeinschaft

Stadtbild Coburg e.V.“. Der Verein unterstützt

mit Mitteln des Coburger Unternehmers

Michael Stoschek und seiner Schwester

Elisabeth Volkmann Sanierungsmaßnahmen

in Coburg. Einige von Ihnen hat der COBUR-

GER seit 2018 in der Rubrik „Hier wohnte“

vorgestellt. Treibende Kraft hinter diesen Sanierungen

ist der Coburger Rechtsanwalt Dr.

Hans-Heinrich Eidt, seit fast 45 Jahren Vorsitzender

von Stadtbild Coburg.

Pfarrgasse 1 – vor und nach der Sanierung

Die Wurzeln zu seinem großen Engagement für Coburg liegen in seiner Jugend:

Während seines Studiums in Amerika habe er gesehen, „wie schauerlich dort damals

manche Städte ausgesehen haben“, blickt er zurück. „Alles wurde autogerecht

gebaut, Gebäude weggerissen, ohne Rücksicht.“ Und als der gebürtige Ostpreuße

dann nach Coburg kam, habe er hier ähnliche Entwicklungen beobachtet.

„Der Abriss des alten Alexandrinenbades war so ein Sündenfall, das war eines von

dreien in Bayern. Außerdem sollte eine Osttangente über den Schlossplatz gebaut

werden, da dachte ich, das kann doch alles nicht wahr sein.“ Eidt beschließt, sich

zu engagieren für den Erhalt der historischen Bausubstanz. Er wird Mitglied beim

Verein Stadtbild Coburg, der 1973 gegründet wird.

Der passionierte Hobby-Architekt („eigentlich wollte ich ja auch Architektur studieren“)

hat seither über 250 Objekte in Coburg im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme

betreut, alleine 140 von ihnen, seit Michael Stoschek und seine Schwester

Elisabeth Volkmann dem Verein im Jahr 2012 viele Millionen Euro zu Verfügung

gestellt haben. „Das ist einfach meine Leidenschaft geworden“, beschreibt Eidt

sein Engagement, auch wenn die Arbeit als Kümmerer „manchmal ein Fulltimejob“

sei oder scherzhaft „ein gepflegter Irrsinn“. Vor allem, seit er vor einigen Jahren

die Kanzlei verlassen und dadurch noch mehr Zeit für seinen ehrenamtlichen

Einsatz habe, sei der fast rund um die Uhr in Sachen Sanierung beschäftigt. „Ich

freue mich einfach dran, durch die Stadt zu gehen und an vielen Stellen Spuren

hinterlassen zu haben.“ Oder kleine Zeichen der Anerkennung wie kürzlich, als

ein Herr auf ihn zugekommen sei, ihm die Hand gegeben und sich dafür bedankt

habe, was er für die Stadt tue.

Es sind die vielen Kleinigkeiten, die er mit großer Akribie nach vorne bringt:

Die Anfragen von Eigentümern nach Unterstützung einer Sanierung bearbeiten

oder selbst Objekte und der deren Besitzer ausfindig machen, Anträge stellen

zum Beispiel beim Landesamt für Denkmalpflege oder der Oberfrankenstiftung,

Baugenehmigungen und Angebote einholen oder die Sanierung auf der Baustelle

überwachen. Und trotz seiner mittlerweile über 70 Lenze denkt er noch lange

nicht ans Aufhören, zu viele Objekte gebe es noch, die saniert werden müssten.

Ein großes Anliegen ist ihm zum Beispiel die Schützenstraße 1, direkt gegen dem

Ketschenanger, ein „vergammeltes Anwesen, das Dach ist kaputt, es regnet rein.“

Dennoch hat Eidt jetzt einen Investor gefunden, „einen genauso positiv Verrückten“.

Stadtbild Coburg wird die Sanierungskosten, die sich im siebenstelligen Bereich

bewegen, unterstützen. Im nächsten Jahr soll es losgehen. „Bevor ich sterbe,

möchte ich das renoviert sehen“, schmunzelt Eidt. Das Stadtbild von Coburg ist

eben sein Leben.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 47


S O N D E R T H E M A

Traditionen

SPARKASSE

VON GABI ARNOLD

FOTOS: VAL THOERMER

Sparen früher

und heute

TRADITION

WELTSPA RTAG

In der Woche ab 28. Oktober ist wieder Weltspartag

bei der Sparkasse Coburg - Lichtenfels.

Übrigens werden seit über 90 Jahren

Ende Oktober die Spardosen geleert. Aber:

Liegt Sparen überhaupt noch im Trend? Und

wie hat sich das Sparen im Laufe der Jahre

verändert? Der COBURGER hat sich mit Kunden

und Mitarbeitern der Sparkasse Coburg -

Lichtenfels unterhalten.

Am 30. Dezember 1959 zahlte Dieter Langbein 55 DM

auf sein Sparbuch bei der Vereinigte Coburger Sparkassen

in Neustadt ein, damals eine stolze Summe

für einen Schüler. Das Geld hatte sich der 10-jährige

Junge dazu verdient und auf die Seite gelegt – gekauft

wurde nämlich erst etwas, wenn das nötige Kleingeld

vorhanden war. „Mit 13 Jahren habe ich von meinem

Ersparten einen Fotoapparat gekauft“, erinnert sich

der Rentner heute.

Die Zeiten haben sich geändert und damit auch das

Sparverhalten der Bankkunden. Die ältere Generation,

zu der Dieter Langbein gehört, verbindet ihre

ersten Erinnerungen an die Sparkasse häufig mit dem

Weltspartag. Kinder sparten die Münzen das ganze

Jahr über und brachten ihre vollen Spardosen am

31. Oktober zum Leeren in die Filialen. Als Lohn für

das fleißige Sparen gab es kleine Geschenke mit auf

den Nachhauseweg.

48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Advertorial

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 49


WELTSPARTAG

„Der Weltspartag hatte früher vor allem für die Kinder

eine große Bedeutung, heute zahlen eher die

Großeltern für ihre Enkelkinder Geld auf die Konten

ein,“ erinnert sich Ralph Wenzel, Individualkundenberater

bei der Sparkasse Coburg - Lichtenfels. Wenzel

kennt noch die Sparschränke, die in Wirtshäusern

hinter dem Tresen standen, mit einem Fach für jeden

Stammgast, das sich dann im Laufe des Jahres mit

Kleingeld füllte. „Einmal im Jahr, meistens am Bußund

Bettag wurden die Sparschränke dann geleert“,

so Wenzel.

Sparschränke oder auch die legendären Sparstrümpfe

haben längst ausgedient, nicht aber das Sparen.

Die 25-jährige Stefanie Tesar aus Bad Staffelstein

hat zwar kein Sparbuch, aber Geld legt sie dennoch

auf die Seite. „Ich spare zum Beispiel für meine private

Rente, um mir im Rentenalter den Traum einer

Weltreise zu erfüllen“, sagt die Kundin der Sparkasse

Coburg - Lichtenfels. Und: Sollte mal die Waschmaschine

ausfallen oder eine Reparatur am Auto anstehen,

liege Geld auf einem seperaten Konto bereit.

„Sparen liegt nach wie vor im Trend, es hat sich nur

verändert“, bestätigt Sonja Schindelmann, Individualkunden

beraterin bei der Sparkasse Coburg - Lich tenfels.

Wer heute sein Geld richtig und gewinnbringend

anlegen möchte, der ist bei der Sparkasse Coburg -

Lichtenfels an der richtigen Adresse. „Wir erstellen

ein umfassendes Konzept, das auf die persönlichen

Bedürfnisse, Wünsche und Ziele zugeschnitten ist“,

so Schindelmann. Das umfasse beispielweise fest

verzinsliche Wertpapiere, Immobilien-, Aktien- oder

Rentenfonds.

Sparen früher und heute – Der COBURGER

hat sich mit Kunden und Mitarbeitern der

Sparkasse Coburg - Lichtenfels getroffen.

Übrigens: Bei Dieter Langbein gibt es nach wie vor

auch noch die gute alte Spardose. „Die Sparbüchse ist

für die Enkelkinder – die werfen ihr Taschengeld ein,

wenn sie bei uns zu Besuch sind,“ so Langbein. Kinder,

sagt Langbein, sollten von klein auf mit Gefühl

und Verstand an das Sparen herangeführt werden.

„Wenn man mit Bedacht spart wird, wird man auf

dem weiteren Lebensweg wenig Probleme haben“, so

Langbein.

Und, nicht vergessen: 31. Oktober 2019

ist wieder Weltspartag bei der

Sparkasse Coburg - Lichtenfels.

Der erste Weltspartag wurde am 31. Oktober

1925 gefeiert. Ein Jahr zuvor hat das Weltinstitut

der Sparkassen auf dem internationalen

Sparkassenkongress in Mailand die Einführung

des „World Thrift Day“ beschlossen. Das Ziel:

Mit kleinen Beträgen über die Jahre ein Vermögen

aufbauen und den Wert des Geldes schätzen

lernen. Seitdem kommen jedes Jahr Kinder

am letzten Tag im Oktober mit ihrem Sparschwein

zur Sparkasse und zahlen ihr Erspartes

ein. Als Belohnung bekommen sie Luftballons,

eine neue Spardose oder Plüschtiere.

Nur in wenigen Ländern

sind die Sparer so eifrig wie in der

Bundesrepublik. Die Spareinlangen

privater Haushalte lagen

Ende 2018 bei 585, 6 Milliarden

Euro. Fast die Hälfte dieser Beträge

liegt auf Sparbüchern.

Ein Relikt aus vergangenen Tagen:

Dieter Langbein hat schon als Kind

jeden Pfennig zur Seite gelegt und

eingezahlt.

50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


SPARKASSE COBURG - LICHTENFELS

Ein Tag mit Tradition: Verschiedene Aktionen zum Weltspartag

sollen Familien, Kindern und Jugend lichen auf einfache und unterhaltsame

Weise die Bedeutung des Sparens näher bringen.

Dieter Langbein, Sparkassenkunde,

hat sich von seinem

ersten ersparten Geld einen

Fotoapparat gekauft.

Ralph Wenzel, Individualkundenberater

bei der Sparkasse

Coburg - Lichtenfels, kennt

noch die Sparschränke, die in

den Kneipen hinter dem Tresen

standen.

Sonja Schindelmann, Individualkundenberaterin

bei der Sparkasse

Coburg - Lichtenfels, berät

umfassend über die modernen

Formen der Geldanlage.

Stefanie Tesar möchte sich mit

dem Gesparten den Traum einer

Weltreise erfüllen.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 51


S O N D E R T H E M A

Traditionen

KANZLEI HÖRNLEIN & FEYLER

25 Jahre

Wachstum

Ein Vierteljahrhundert anwaltliche Kompetenz, die

größte Kanzlei in Coburg Stadt und Land, eine der

größeren in Oberfranken: Die Fachanwaltskanzlei

Hörnlein & Feyler aus Coburg feiert ein stolzes Jubiläum.

52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


25 JAHRE

Advertorial

Wenn Maren Feyler und Wolfgang Hörnlein an die

Anfänge ihrer Kanzlei zurückdenken, gehen die Blicke

nach links, nach rechts, nach oben. Beide kramen

in ihrem Gedächtnis, suchen nach Erinnerungen.

Immerhin liegt die Gründung ihrer gemeinsamen

Kanzlei schon ein Vierteljahrhundert zurück. Damals,

Anfang Oktober 1994, ging es los. „25 Jahre, das ist ein

rundes Jubiläum, aber irgendwie ist die Zeit wie im

Flug vergangen“, erzählt Maren Feyler. Und Wolfgang

Hörnlein hat den Teppichladen noch vor Augen, der

im heutigen Sitz der Kanzlei in der Kasernenstraße 14

damals sein Zuhause hatte, in diesem Geschäftshaus

aus der Gründerzeit (Glühlampen Jahn). „Seither haben

wir hier unser Büro, das muss also damals die absolut

richtige Entscheidung gewesen sein.“

Maren Feyler und Wolfgang Hörnlein nämlich hatten

damals Großes vor, und die Räume boten mehr als

genug Platz für ihre Visionen. Das Werbeverbot für

Anwälte war Anfang der 1990er Jahre gefallen, immer

mehr Anwälte boten offensiv anwaltliche Dienste an.

„Wir wollten unsere Spezialisierung sichtbar machen,

indem wir zeigen, wer und wo wir sind und was wir

leisten können, und das ging seriöserweise nur mit

einem gut organisierten, zertifizierten Büro und objektivierbaren

Kriterien und dokumentiertem Fachwissen

in Form von Fachanwaltschaften“, erläutert

Hörnlein die damaligen strategischen Überlegungen.

Über 400 Quadratmeter waren es bereits zu Beginn,

am 1. Oktober 1994, an sich viel zu viel. Maren Feyler

und Wolfgang Hörnlein waren die beiden Anwälte,

dazu kamen 5 Mitarbeiter. Die Kanzlei entwickelte

sich gut, war gefragt, „wir haben wahnsinnig viel

gearbeitet“, erinnert sich Hörnlein, „und tun das ja

bis heute“, sagt Maren lachend. Und so lassen die Erweiterungen

nicht lange auf sich warten: 2001 wird

um- und ausgebaut, dann wieder 2011, 2014 und zuletzt

2017. „Mittlerweile sind wir nicht mehr bei 400,

sondern bei 800 Quadratmetern“. Mindestens 35 Beschäftigte

arbeiten heute fest angestellt für Hörnlein

und Feyler, darunter 12 Anwälte und 5 Rechtsfachwirte,

dazu zahlreiche Rechtsanwaltsfachangestellte

und Bürokräfte.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 53


KANZLEI HÖRNLEIN & FEYLER

Und nicht nur in Personal hat man investiert, in deren Fortbildungen,

in deren Qualität, sondern auch in modernste digitale

Serviceleistungen. Die sogenannte WebAkte bietet Mandanten

schon frühzeitig gesicherten Zugriff auf alle Akten eines Falles

– per Internet, unter Sicherstellung der DSGVO-Kriterien.

Die Coburger Kanzlei war eine der ersten in Deutschland, die

im Rahmen eines Pilotprojektes diese neue Dimension der

Rechtsberatung möglich machte und das bis heute tut. 24 Stunden

am Tag kann sich auf diese Weise ein Mandant schnell,

weltweit, ohne zusätzliche Software und sicher, einen Überblick

über seinen Fall verschaffen. Die persönlichen Zugangsdaten

kommen direkt von der Kanzlei. Darüber hinaus schützt

ein umfangreiches Sicherheitspaket die Daten vor unberechtigten

Zugriffen. Sie lagern sicher auf zertifizierten Hochsicherheitsservern.

Und die Kanzlei ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert für anwaltliches

Dienstleistungs- und Kanzleimanagement. Das Begutachtungsunternehmen

DEKRA bescheinigt Hörnlein &

Feyler eine dokumentierte Organisation aller Abläufe in der

Kanzlei, die eine reibungslose Zusammenarbeit untereinander

und mit Mandanten sicherstellt.

So fühlt man sich in der Kasernenstraße auch gut aufgestellt

für die nächsten 25 Jahre, „auch wenn sich dadurch Digitalisierung,

Globalisierung und zusätzlichen Konkurrenzdruck zum

Beispiel durch Legaltech einiges ändern wird.“ Maren Feyler

und Wolfgang Hörnlein haben im ersten Vierteljahrhundert

schon bewiesen, dass sie innovativ sind, dass sie auf Spezialisierung

setzen, dass sie bereit sind zu expandieren, um in Sachen

anwaltlicher Beratung in der Region auch in Zukunft ganz

vorne zu bleiben.

Die Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler ist Montag bis Freitag von 8.00

Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. In der Umgebung befinden sich zahlreiche

Parkmöglichkeiten. Um möglichst gut planen zu können, bitte Termine

vorher telefonisch vereinbaren.

Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

Kasernenstraße 14

D-96450 Coburg

Tel: (09561) 80 11 0

Fax: (09561) 80 11 20

info@hoernlein-feyler.de

Seit der Kanzleigründung 1994 findet man

den Bürokomplex in der Kasernenstraße

14 in Coburg – verkehrsgünstig nahe des

Thüringer Kreuzes gelegen und umringt von

zahlreichen, kostenlosen Parkmöglichkeiten.

In den großzügig geschnittenen Räumen

des Geschäftshauses aus der Gründerzeit

arbeiten derzeit zwölf Rechtsanwälte sowie

rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Hand in Hand mit modernster Technik auf

zwei Etagen und über 800 Quadratmetern

Grundfläche.

Hörnlein

& Feyler

Fachanwälte

Diese Kanzlei ist nach

ISO 9001:2008 zertifiz

anwaltliches Dienstleis

und Kanzleimanageme

Die beiden Gründer der Kanzlei: Wolfgang Hörnlein und Maren Feyler

54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Die Anwälte

DER RECHTSANWALTSKANZLEI

HÖRNLEIN & FEYLER

Wolfgang Hörnlein

Fachanwalt für Medizinrecht

Fachanwalt für Versicherungsrecht

Fachanwalt für Verkehrsrecht

Maren Feyler

Fachanwältin für Familienrecht

Fachanwältin für Erbrecht

Mediatorin (univ.)

Zert. Testamentsvollstreckerin

Dr. Thomas Kunze

Fachanwalt für Verkehrsrecht

Frank Sitte

Fachanwalt für Miet- und

Wohnungseigentumsrecht

Lutz Lindner

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für Verkehrsrecht

Heidi Schüler

Fachanwältin für Verwaltungsrecht

Fachanwältin für Bau- und

Architektenrecht

Dr. Wolfgang Hacker

Vertrauensanwalt des Medizinrechts-

Beratungsnetzes

Master in Health and Medical

Management

Karoline Rink

Fachanwältin für Familienrecht

Eva Grabolus

Fachanwältin für Familienrecht

Julia Gremmelmaier

Strafrecht

Ordnungswidrigkeitenrecht

Jürgen Hopf

Fachanwalt für Miet- und

Wohnungseigentumsrecht

Nadine Werner

Allgemeines Zivilrecht

Forderungseinzug

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 55


S O N D E R T H E M A

Traditionen

SCHUMACHER PACKAGING

Verpackung mit

Zukunft

DER EBERSDORFER VERPACKUNGS-

SPEZIALIST SCHUMACHER PACKAGING

Die deutsche Wirtschaft verdankt ihre Leistungsfähigkeit nicht zuletzt ihrer mittelständischen

Struktur. Sehr oft sind diese Mittelständler Familienunternehmen, die nicht nur Themen wie

Innovation und Leistungsbereitschaft großschreiben, sondern auch Werte wie Tradition und

Verantwortung. Die Inhaber dieser Unternehmen sind in ihrer Region verwurzelt, denken langfristig

und handeln nachhaltig. Kein Vergleich zu börsennotierten Großkonzernen, die häufig

von Aktionärserwartungen getrieben sind.

Ein Beispiel dafür, wie Tradition und Innovation im deutschen Mittelstand ineinandergreifen,

liefert Schumacher Packaging aus Ebersdorf. Der Spezialist für Verpackungen aus Voll- und

Wellpappe hat seinen Stammsitz noch immer bei Coburg. Das Ebersdorfer Stammwerk ist heute

sogar eines der leistungsfähigsten Wellpappenwerke weltweit. Gelenkt wird das Familienunternehmen

von der inzwischen dritten Generation: von den Brüdern Björn und Hendrik Schumacher.

Tradition und Innovation, Leistungsbereitschaft und Nachhaltigkeit – Schumacher Packaging

ist einer dieser inhabergeführten Mittelständler, bei denen das Hand in Hand geht.

56 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


DER VERPACKUNGSSPEZIALIST

Advertorial

Was gut war, kommt wieder

Warum Wellpappe Ressourcen schont

Das Thema Nachhaltigkeit ist Schumacher Packaging

praktisch in die Wiege gelegt. Wer Verpackungen aus

nachwachsenden Rohstoffen aus der Natur fertigt, für

den gehört Umweltbewusstsein sozusagen zur Unternehmens-DNA.

Prinzipiell entsteht Papier aus Holz.

Aber in Deutschland stammt der Löwenanteil des

Materials für das Wellpappen-Rohpapier – 80 Prozent

– heute schon aus dem Recycling. Weil Transportverpackungen

aus Wellpappe sogenannte Einstoffverpackungen

sind, lassen sie sich perfekt entsorgen

und recyceln: Fast 100 Prozent der gebrauchten Verpackungen

wandern einfach in die grüne Tonne und

kommen in die Wiederverwertung. Das gilt für Privathaushalte

genauso wie für Supermärkte. Auch da

wird Wellpappe sortenrein gebündelt und geht zum

Altpapierverwerter. Nachhaltig agiert Schumacher

Packaging übrigens schon in der eigenen Produktion:

Stanzabfälle, Verpackungsreste und Büropapier

werden wieder zu Rohstoffen für die Wellpappenherstellung.

Aus der Perspektive von Umweltschutz und

Ressourcenschonung ist der geschlossene Rohstoffkreislauf

der Wellpappe natürlich ideal.

Nachhaltigkeit mit Siegel

FSC-zertifizierte Rohstoffe

Nachhaltigkeit ist jetzt schon seit einiger Zeit in aller

Munde – zu Recht. Der Begriff stammt aus der

Forstwirtschaft, und die denkt langfristig. Im Wald

geht es immer um Jahre und Jahrzehnte. FSC® (Forest

Stewardship Council®) ist eine internationale

Non-Profit-Organisation mit einer klaren Vorstellung

in Sachen Wald. Das FSC will durch seine Zertifizierungen

ein kontinuierliches Wachstum von nachhaltigen

Waldflächen fördern. Der Anbau soll den sozialen,

ökonomischen und ökologischen Rechten und

Bedürfnissen von heute gerecht werden. Wellpappenrohpapiere

entstehen in Deutschland zwar ganz

überwiegend aus Recyclingmaterial, aber dennoch

beträgt der Anteil an benötigten Frischfasern noch

rund 20 Prozent. Und die stammen aus dem Bruchund

Durchforstungsholz, das bei der nachhaltigen

Waldbewirtschaftung anfällt. Schumacher Packaging

unterstützt die Ziele des FSC und ist darum schon

seit 2011 gruppenweit FSC-zertifiziert.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 57


SCHUMACHER PACKAGING

Pappe statt Plastik

Die Schutzgasverpackung ohne Kunststoffschale

Bio-Produkte in der Kunststoffschale kaufen – für viele Verbraucher

passt das nicht zusammen. Nachhaltig und umweltgerecht

wirkt eine Kunststoffverpackung fast nie. Ist sie auch nicht.

Gut, dass die Industrie an Alternativen arbeitet. Bei

Schumacher Packaging jedenfalls gibt es jetzt so

etwas wie eine kleine Revolution, wenn es darum

geht, leichtverderbliche Lebensmittel luftdicht

zu verpacken. Statt der herkömmlichen

Kunststoffschale verwendet Schumacher

Packaging einen stabilen Pappkarton, der innen

mit einer sehr dünnen, gasdichten Kunststofffolie

ausgekleidet ist. So entsteht „Halopack“: eine moderne

Schutzgasverpackung, die 70 bis 90 Prozent weniger Plastik

braucht. Verbraucher können die Verpackung zuhause leicht

entsorgen: Die dünne Folie geht in die gelbe Tonne und die Pappschale

ins Altpapier, wo sie zu 100 Prozent recycelt wird. Mit seiner dünnen

Folie schützt Halopack Lebensmittel sogar besser vor Umwelteinflüssen, als

herkömmliche Kunststoffschalen das können. Die Folge: eine längere Haltbarkeit

der Lebensmittel und weniger Verschwendung.

Schön und umweltfreundlich

Pionier beim Mass-Volume-Digitaldruck

Das stetige, organische Wachstum des Verpackungsspezialisten

aus Ebersdorf hat viel mit seiner Innovationskraft

zu tun. Ein Beispiel: Schumacher

Packaging ist in der Branche der Pionier im schnellen

Digitaldruck für Wellpappeverpackungen. Bei diesem

sogenannten Mass-Volume-Digitaldruck lassen

sich große Auflagen in beliebige Teilserien splitten,

mit saisonalen, regionalen oder sogar personalisierten

Druckmotiven. Schon aus Nachhaltigkeitsperspektive

spricht viel für das neue Verfahren. Denn

der Digitaldruck braucht weder Klischees wie der

Flexodruck noch Druckplatten wie der Offsetdruck.

Entsprechend gibt es für die Druckmotive auch keine

Mindestmengen. So können Hersteller ihre Verpackungen

immer in bedarfsgerechten Stückzahlen bestellen.

Auch bei Aktionsverpackungen gibt es darum

keine große Lagerhaltung mehr und viel weniger Abfall

als früher. Anders als der Flexodruck zaubert der

innovative Digitaldruck sogar auf Recyclingpapier attraktive,

bunte Druckbilder – mit umweltgerechten,

lebensmittelkonformen Farben. Und weil sich jede

Verpackung individuell bedrucken lässt, vermeiden

Hersteller sogar den Aufwand, ihre Verpackungen zu

etikettieren. Stattdessen lässt sich ein fortlaufender

Barcode oder QR-Code jetzt gleich auf die Verpackung

drucken. Auch so schont der moderne Digitaldruck

Ressourcen und reduziert Kosten.

www.schumacher-packaging.com

58 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 59


Zahlen

Fakten

&

So speisen Ost und West zum Fest

42%

57%

Würtchen &

Kartoffelsalat

Alte Bundesländer

Neue Bundesländer

17% 16%

Geflügel

13%

Traditionen bei der Hochzeit

ZAHLEN & FAKTEN

13% 12%

9% 8%

Fisch Raclette Fondue

Bräutigam hat Kleid

vorab nicht gesehen 81%

Tradition in 124 Wörtern

Tradition (von lateinisch tradere „hinüber-geben“ oder traditio „Übergabe, Auslieferung,

Überlieferung“) bezeichnet die Weitergabe von Handlungsmustern, Überzeugungen und

Glaubensvorstellungen u. a. oder das Weitergegebene selbst. Tradition geschieht innerhalb einer

Gruppe oder zwischen Generationen und kann mündlich oder schriftlich über Erziehung,

Vorbild oder spielerisches Nachahmen erfolgen.

Die soziale Gruppe wird dadurch zur Kultur. Weiterzugeben sind jene Verhaltens- und Handlungsmuster,

die im Unterschied zu Instinkten nicht angeboren sind. Dazu gehören einfache

Handlungsmuster wie der Gebrauch von Werkzeugen oder komplexe wie die Sprache. Die

Fähigkeit zur Tradition und damit die Grundlage für Kulturbildung beginnt bei Tieren, wie

beispielsweise Krähen oder Schimpansen, und kann im Bereich der menschlichen Kulturbildung

umfangreiche religiös-sittliche, politische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Systeme

erreichen, die durch ein kompliziertes Bildungssystem weitergegeben wurden. Tradition

kann ein Kulturgut sein.

Beliebte traditionelle

Namen

Almut

Karla

Amalia

Berta

Emma

Mathilda

Frederike

Lotte

Viktoria

7%

Maximilian

Leopold

Friedrich

Georg

Artur

Kaspar

Benno

Wilhelm

Karl

TOP TEN

Die traditionsreichsten

Unternehmen der Welt

10 Old Bushmills Whiskey Brennerei

gegründet 1608

9 Whitechapel Bell Foundry

gegründet 1570

8 Cambridge University Press

gegründet 1534

7 Fabricca d’Armi Pietro Beretta

gegründet 1526

6 The Shore Porters Society

gegründet 1498

5 Frapin

gegründet 1270

4 Bayrische Staatsbrauerei Weihenstephan

gegründet 1040

3 Sean’s Bar

Gegründet im Jahr 900 unter dem Namen Luain’s Inn

besteht die Bar bis heute im irischen Athlone.

2 Stiftskeller St. Peter

gegründet 803; Schon Könige, Präsidenten und Kardinäle

sind im Restaurant in Salzburg bedient worden.

1 Nisiyama Onsen Keiukan

gegründet 705; Seit über 52 Generationen befindet sich

das japanische Hotel in Familienhand.

Einsatz in der Freizeit

für Pflege von Kultur und Tradition

Bräutigam wartet in der

Kirche/Standesamt auf die Braut

Tanzfläche mit

Hochzeitswalzer eröffnet

Brautstrauß

geworfen

48%

48%

47%

Brautvater führt

Braut zum Altar

Braut trägt

keinen Schleier

Getrennte Nacht

vor Hochzeitsnacht

32%

29%

36%

Oft

3,1%

Gelegentlich

15,3%

Nie

80,6%

Braut über die

Türschwelle tragen

17%

60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


TUTTY TRAN

CHRISTIN HENKEL

BADEMEISTER

JONAS GREINER

Der Berliner Stand-Up-Comedian

begeistert regelmäßig im

Quatsch Comedy Club und bei

Nightwash

Die Liedermacherin fasziniert

mit ihrem Musikkabarett

und tiefschwarzem Humor

Der Superheld in kurzer Hose,

mit Plauze und Badelatschen

redet, rockt und rappt

Die Nachwuchshoffnung der

ostdeutschen Kabarett- und

Comedyszene aus Lauscha

BENEFIZ-VERANSTALTUNG

LACHEN FÜR EINEN GUTEN ZWECK!

ROUND TABLE 151 COBURG

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 61



KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der

großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe

einer oder eine – Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Prof. Johannes Kraft, er hat die Fachklinik für Geriatrie und Rehabilitation am Klinikum Coburg

zu einem deutschlandweiten Vorzeigemodell gemacht.

Sind Sie ein Macher?

Ich glaube schon, ja.

Warum sind Sie ein Macher?

Arzt ist für mich ein absoluter Traumberuf, weil

man aktiv Menschen hilft, weil man das gerne,

und mit Freude tut. Ich möchte darüber hinaus

aber auch Strukturen schaffen, damit das Helfen

noch besser gelingen kann. Dazu muss man das

richtige Umfeld haben, Menschen, die man von

einer Idee überzeugen kann. Gemeinsam mit

anderen Menschen helfen zu können: Das macht

Freude und ist sinnvoll.

Wie ging es los mit dem Machen?

Zum einen war ich das älteste von fünf Kindern,

da konnte ich schon früh Verantwortung

übernehmen, zum anderen - wie in einer

Großfamilie ja oft gar nicht anders möglich -

auch mein Studium zum Teil selbst verdienen,

da wird man zielorientiert und macht viele

zusätzliche Erfahrungen. Und als nach dem

Studium zunächst alles auf eine Unikarriere

hinauslief, habe ich zunächst lieber als Landarzt

gearbeitet, ich wollte ja als Arzt etwas für die

Menschen machen. Auch da bist Du für alles

verantwortlich, vom Alltagswehwehchen bis zur

Familientherapie, 24 Stunden 7 Tage lang. Also

ich habe in verschiedenen Phasen meines Lebens

gelernt, Verantwortung zu übernehmen, das

hat mir auch immer viel Freude bereitet, das ist

denke ich ganz wichtig, um etwas machen, etwas

bewegen, vorwärtsbringen zu können.

Und wie kam es zur Entwicklung der Geriatrie?

In meiner Tätigkeit als Arzt am Klinikum

Coburg wurde mir rasch klar, dass es zunehmend

Menschen mit gleichzeitig vielen verschiedenen

Krankheitsbildern gab, darunter vor allem

viele Ältere. Die treffen ja normalerweise auf

ein hochspezialisiertes organkonzentriertes

medizinisches System, das sich dann auf eine

Krankheit fokussiert, brauchen aber auch

jemanden, der sich ein gesamtes Bild macht,

und dann priorisiert, welche Behandlung für den

Betroffenen wirklich wichtig ist.

Außerdem war schon vor vielen Jahrzehnten

klar, dass es immer mehr ältere Menschen geben

wird. Und so haben wir dann hier die Geriatrie

angesiedelt. Jetzt machen wir das seit bald 25

Jahren und sind in der Branche das „Coburger

Modell“. Wir hatten als erste in Deutschland eine

stationäre geriatrische Rehabilitation an einem

Großklinikum, dann die erste ambulante, die erste

mobile ambulante, eine Gedächtnisambulanz

und viele weitere Angebote. Über 2000 Patienten

kommen mittlerweile jährlich zu uns, teilweise

aus dem gesamten Bundesgebiet, drei von vier

können wir gar nicht aufnehmen, weil wir an

unserer Kapazitätsgrenze angelangt sind.

Ist die Region Coburg ein guter Standort für Macher?

Ich bin überzeugt, dass man in der Region

Coburg manches schneller erreichen kann als in

der Metropole, weil Strukturen kleinräumiger

und gleichzeitig offener sind, man sich kennt,

weil die Widerstände für Neues dadurch geringer

sind, und weil die Stadt mit ihrem großartigen

kulturellen Angebot, Ihrer Kreativität und

den weltweit erfolgreichen Unternehmen und

Unternehmern weltläufiger ist als ähnliche Städte

dieser Größe. Letztlich sind zum Machen immer

die Menschen das Wichtigste, ohne gute Leute

kannst Du nichts erreichen.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.


64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


ANDRE GROSCH

Andre Grosch stammt aus einem Coburger Autohaus mit

Tradition über die Generationen hinweg. Als Unternehmersohn

des Citroën-Autohändlers Herbert Grosch lebt

er mit der Erwartungshaltung, dass er irgendwann einmal

den Familienbetrieb übernimmt. Nach fast 20-jähriger

Mitarbeit im väterlichen Unternehmen erscheint

dieser Schritt beinahe vorprogrammiert – wie eine automatische

Folge. Doch Anfang des Jahres durchbricht

Andre Grosch diesen Automatismus und entscheidet,

Fahrt aufzunehmen und andere Wege zu gehen...

Von einem automatischen Werdegang

und nicht-automatischen Wegen.

Seit März 2019 arbeitet er erfolgreich in Bamberg. Als

Verkaufsleiter für MINI im neu aufgebauten Autohaus

Sperber in der Ohmstraße nimmt er eine der leitenden

Positionen innerhalb des rund 110-köpfigen

Teams ein. Ende des Jahres kommt noch die Teamleitung

für den BMW-Neuwagenverkauf dazu. „Für

mich ist das ein echter Karrieresprung, ein ganz anderes

Level. Die Strukturen innerhalb eines Autohauses

dieser Größe bieten ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten“,

erklärt Andre Grosch. Er sieht die berufliche

Veränderung als persönliche Entwicklungschance

und als ein „Weiter“ auf seinem autonomen Weg.

Die Leidenschaft Auto wurde natürlich fast automatisch

zu Hause entfacht. „Für mich war schon als Kind

das elterliche Autohaus wie ein riesiger Spielplatz,

auf dem es jeden Tag etwas neues zu entdecken gab“,

erinnert sich der Coburger strahlend, „ich habe dort

meine ersten eigenen Fahrversuche gemacht und

mich mehr und mehr für Fahrzeuge aller Art begeistert.“

Heute ist Andre Groschs favorisiertes „Spielareal“

der Frankenwald. Er liebt es, sich am Wochenende

ein BMW- oder MINI-Cabrio direkt von seinem neuen

Arbeitsplatz im Autohaus Sperber mitzunehmen

und zur Ködeltalsperre zu fahren oder einfach durch

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 65


ANDRE GROSCH

„Genauso wichtig ist das Vertrauensverhältnis. Ich

schaffe diese Basis, indem ich den Kunden seinen

Bedürfnissen entsprechend berate. Manchmal bedeutet

das auch, ihn davon abzuhalten, mehr Ausstattung

zu kaufen als er wirklich braucht. Meine

Überzeugung ist es, dass ein Kunde, der lang fristig

mit seinem Wagen zufrieden ist, weil er genau zu

ihm passt, immer wieder kommt. Und dann habe ich

mehr erreicht als mit jedem emotional provozierten

Auto-Kauf.“

Andre Grosch über das Vertrauen seiner Kunden

66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


VON WERDEGANG UND WEGEN

die Landschaft zu cruisen. „Das ist wirklich

genau mein Ding!“ Die Begeisterung fürs

Fahren und Ausprobieren der verschiedenen

Auto-Modelle ist Teil des Erfolgsrezeptes

von Andre Grosch. Es macht ihn als Verkäufer

glaubhaft. Denn die Leidenschaft spürt

man. Und er weiß, wovon er spricht, wenn

er Kunden vom Kurvenverhalten des Mini

Clubman berichtet oder von der Sportlichkeit

des klassischen Minis. „Genauso wichtig“,

weiß er aus seiner langen Erfahrung heraus,

„ist das Vertrauensverhältnis. Ich schaffe

diese Basis, indem ich den Kunden seinen

Bedürfnissen entsprechend berate. Manchmal

bedeutet das auch, ihn davon abzuhalten,

mehr Ausstattung zu kaufen als er wirklich

braucht. Meine Überzeugung ist es, dass ein

Kunde, der langfristig mit seinem Wagen zufrieden

ist, weil er genau zu ihm passt, immer

wieder kommt. Und dann habe ich mehr erreicht

als mit jedem emotional provozierten

Auto-Kauf.“

Die Praxis gibt dem 39-Jährigen recht. Seine

Kunden vertrauen ihm und bauen ein persönliches

Verhältnis zu ihm auf. Im Coburger

Autohaus kam beispielsweise ein Ehepaar

aus Erfurt nach dem Wagenkauf regelmäßig

zu Besuch, um Faschingskrapfen und Weihnachtsplätzchen

zu bringen oder ihm mit

einem Geburtstagskuchen eine Freude zu

machen. Und auch in Bamberg gibt es bereits

nach einem halben Jahr vergleichbare Geschichten:

„Hier kam mal eine Frau, die beruflich

unterwegs war, nach Feierabend mit

einer Autopanne ins Haus geschneit. Da sie

noch am Abend einen wichtigen Termin in

Nürnberg wahrnehmen musste, habe ich sie

kurzentschlossen dorthin gefahren und am

nächsten Tag, nachdem ihr Auto repariert

war, wieder abgeholt. Das war damals keine

Kundin unseres Hauses, aber seit der Aktion

haben wir aufgrund ihrer Empfehlung mehrere

Neukunden gewinnen können“, erzählt

der Verkaufsleiter aus dem Autohaus Sperber.

Dass der Job als PKW-Verkäufer eine Berufung

ist, war Andre Grosch anfangs gar nicht

bewusst. Nach der Schule wollte er eine

Ausbildung außerhalb des elterlichen Unternehmens

absolvieren. So entschied er sich

zunächst für einen Weg als Steuerfachangestellter.

Aber die Sache passte nicht. Es war

nicht sein Weg. Deshalb packte er sein Wissen

aus der Bilanzbuchhaltung ein und ging

damit in den Familienbetrieb. Dort durchlief

er von der Werkstatt übers Controlling bis

hin in den Verkauf nahezu alle Bereiche im

Autohaus und wurde zu dem, der er jetzt ist.

Wie die nicht-automatische Entscheidung

fürs Autohaus „zu Hause“ damals, ist auch

die heutige Entscheidung weg davon richtig.

Andre Grosch fühlt sich wohl im Bamberger

Team des Autohauses Sperber. Er betont vor

allem die Wertschätzung der verschiedenen

Kompetenzen im Sperber-Kollegenkreis:

„Hier hat von Anfang an die Chemie untereinander

gestimmt. Man vertraut sich. Und das

ist wirklich wertvoll.“

Autohaus Sperber

Ohmstraße 10a

96050 Bamberg

Telefon: 0951 - 9643330

Öffnungszeiten

Autohaus Sperber

Grünewaldstraße 3A

96215 Lichtenfels

Telefon: 09571 - 92300

Öffnungszeiten

Das Autohaus Sperber für Mini und BMW berät Kunden

der gesamten Region Oberfranken. In den beiden Niederlassungen

Bamberg und Lichtenfels ist das Team für Interessenten

da.

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

07:00–18:00 Uhr

07:00–18:00 Uhr

07:00–18:00 Uhr

07:00–18:00 Uhr

07:00–18:00 Uhr

09:00–13:00 Uhr

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

08:00–18:00 Uhr

08:00–18:00 Uhr

08:00–18:00 Uhr

08:00–18:00 Uhr

08:00–18:00 Uhr

08:00–13:00 Uhr

www.autohaus-sperber.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 67


Coburg, das Coburger Land und die angrenzenden Gebiete:

Eine lebenswerte Region, mitten in Europa. Naturnah und doch

urban, mit Sinn für Kultur, Platz für Freizeit, Raum für Bildung.

Und vor allem ein idealer Ort zum Arbeiten. Das belegen viele

erfolgreiche Unternehmen. Sie sind die Treiber der Region

Coburg, tief verwurzelt in ihrer Heimat und weltoffen zugleich,

verantwortungsbewusst, visionär. Sie sind …

Coburgs Beste

COBURGS BESTE ist des neue LABEL des COBURGER – seit Ende 2018.

COBURGS BESTE steht als LABEL für die besten

Unternehmen der Region Nordwestoberfranken und Südthüringen.

68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


COBURGS BESTE

Der COBURGER wählt sie aus und stellt sie vor – Unternehmen, die sich durch

die Kombination verschiedener Kriterien auszeichnen:

· Innovation

· Tradition

· Ausbildung

· Engagement

Quer über alle Branchen, ob Industrie, Handwerk, Handel oder Dienstleistung.

Diese Unternehmen bekommen die Chance, sich im COBURGER als COBURGS

BESTE zu präsentieren.

In einem gemeinsamen Workshop erarbeitet der COBURGER mit einem Team

bestehend aus Redakteur, Designer und Marketingfachleuten den Wesenskern

dieser Unternehmen heraus.

Im Mittelpunkt steht dabei die Antwort auf die Frage, was das Unternehmen

treibt, wo es sich in der Zukunft sieht, welche Innovationen, welche Visionen

es tragen. Am Ende steht eine individuelle Unternehmenspräsentation auf vier

Seiten, optisch, inhaltlich, emotional aufbereitet.

Das waren bisher COBURGS BESTE seit Dezember 2018:

Ausgabe 30: 12/2018

Ausgabe 31: 02/2019

Ausgabe 32: 04/2019

Ausgabe 33: 06/2019

Ausgabe 34: 08/2019

COBURGS BESTE in dieser Ausgabe sind:

®

Und in den nächsten Ausgaben können Sie sich schon jetzt auf viele ganz

besondere Geschichten ganz besonderer Unternehmen aus der Region freuen.

Diese Firmen nämlich sind 2019 auf jeden Fall COBURGS BESTE:

Darüber hinaus viele weitere Topunternehmen.

COBURGS BESTE. NUR IM COBURGER.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 69


" Ich bin für Valeo auf der

ganzen Welt unterwegs, oft auch

längere Zeit, und trotzdem sind

wir wie eine kleine Familie,

sind immer miteinander

verbunden, ich fühle mich

einfach aufgehoben. "

- Ibram Gerges,

aus Ägypten

" Als ich 2015 nach

Deutschland kam, war das

echt ein Schock mit der

neuen Sprache. Und jetzt?

Ich kann mir nichts

Schöneres vorstellen, als

hier mit den Kollegen zu

kommunizieren, und vor

allem weltweit. "

- Nandina Naga-Sreeja,

aus Indien

" Ich suche gerne die

Herausforderung, den

Wettbewerb. Das spornt

mich an. Da bin ich hier

genau richtig, bin nach

vier Jahren schon

befördert worden. Also

ich bleibe bei Valeo,

habe auch schon ein Haus

gekauft für meine kleine

Familie. "

" Ich bin seit fast 25

Jahren bei Valeo und es

gibt keinen Tag, an dem

ich nicht etwas Neues

kennengelernt habe.

Meine Arbeit ist so

abwechslungsreich,

spannend, so vielfältig,

ich gehe jeden Tag mit

einem Lachen in die

Firma und mit einem

Lachen wieder raus. "

- Kathrin Weinmar,

aus Sachsen

- Arnaud Koch,

aus Frankreich

70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Advertorial

" Valeo ist mein Leben.

Ich habe schon mit 14 bei

der Firma angefangen,

damals noch in Brasilien,

wollte aber unbedingt

nach Deutschland. Dann

hat sich der Traum

erfüllt. Valeo hat mir

alles gegeben, mein

ganzes Wissen,

Anerkennung, eine Familie

– und meine Frau habe ich

auch durch Valeo

getroffen. "

" Ich bin so ein

richtiges Valeo-Kind,

bin hier ausgebildet

worden, habe dann

verschiedene Aufgaben

übernommen, habe mich

währenddessen weitergebildet.

Dass ich hier

in meiner Heimat bleiben

kann, aber gleichzeitig

international arbeite,

ist für mich perfekt. "

- Lucas Micke,

aus Brasilien

- Andreas Gatzer,

aus Thüringen

" Ich bin seit 22 Jahren

da, ich glaube, das sagt

schon viel aus. Als

Experte für Strömungssimulationen

habe ich mir

einen Status erarbeitet,

der weltweit gefragt ist.

Diese internationale

Vernetztheit, die vielen

guten freundschaftlichen

Kontakte überall, das

schätze ich sehr. "

- Oliver Lauer,

aus Franken

" Ich darf gerade im Rahmen

meines Masterstudiums beweisen,

dass ich ein komplexes Projekt

hier bei Valeo führen kann.

Diese Eigenverantwortung, diese

Freiheit, genieße ich sehr. Ich

will auf jeden Fall bei Valeo

bleiben. "

- Phillip Lauer,

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019

aus Franken

COBURGER | DAS MAGAZIN 71


Coburgs Beste

VALEO

Gibt’s nicht gibt’s nicht

Die Valeo Klimasysteme GmbH Bad Rodach

Ein Besuch bei Valeo Klimasysteme Bad Rodach ist ein Erlebnis. Ein

technisches Erlebnis ohnehin angesichts der hohen Entwicklungsund

Produktionskompetenz des Unternehmens. Aber vor allem ist

der Besuch ansteckend. Menschlich ansteckend. Bunt. Fröhlich.

Lebendig. International.

Menschen aus über 30 Ländern arbeiten in Bad Rodach.

Nicht nur aus dem Mutterland des französischen

Konzerns mit seinen insgesamt über 100.000

Mitarbeitern weltweit, sondern von allen Kontinenten.

Europäer, Afrikaner, Latein- und Nordamerikaner,

Asiaten. Ihr Zusammenspiel macht aus dem

kleinen Ort „am Rand vom Rand der Welt“, wie ihn

Produktmarketing & Kommunikations Manager Kathrin

Weinmar liebevoll nennt, einen internationalen

Platz.

„Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht etwas Neues

kennengelernt habe“, sagt Weinmar, „alles, was man

sich vorstellen und was man sich nicht vorstellen

kann, habe ich erlebt, das ist wahnsinnig spannend …

und oft auch sehr lustig.“

Valeo Bad Rodach ist auf diese Weise trotz seiner

1.100 Mitglieder eine Familie, zu der man gerne zurückkehrt,

zu der man sich verbunden fühlt. Viele

Mitarbeiter sind oft in der Welt unterwegs, ihre

Kompetenz ist gefragt bei den Kunden, namhaften

Herstellern der Automobilindustrie, oder in anderen

Niederlassungen des Konzerns. In Bad Rodach aber

schlägt ihr Herz, hier sind ihre Familien, hier engagieren

sich viele über die Arbeit hinaus, hier stehen ihnen

viele Karrieremöglichkeiten offen.

„Gibt’s nicht gibt’s nicht“ nennt Kathrin Weimar das

lachend. Alles ist möglich bei Valeo Klimasysteme

GmbH.

Gruppe

• Automobilzulieferer für alle Hersteller weltweit

• 19 Milliarden Euro Umsatz

• 113.000 Mitarbeiter in 33 Ländern

72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


VALEO

Klimasysteme GmbH

Bad Rodach

• 1.100 Mitarbeiter aus 30 Nationen

• Produktionsstätte und Entwicklungszentrum

• Klimaanlagen und Klimasystem-Komponenten

• Kompetenzzentrum für Spritzgießverfahren

• Entwicklungsbereich für innovative Bedienelemente

www.valeo.de

AUSGABE 35 /OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 73


Coburgs Beste

VERPA FOLIE WEIDHAUSEN

Folien und Umwelt

sind kein

Widerspruch

Sie finden sich in vielen Bereichen und sind allgegenwärtig:

Hauchdünne Folien, reißfeste Säcke, Inliner-Bags oder Abdeckhauben

aus dem Hause Verpa sind nicht zu ersetzen. Sie werden

im Tiefkühlbereich, in der Getränkeindustrie, bei Tierfutterverpackungen

und vielem mehr eingesetzt. Sie halten Obst und Gemüse

frisch, werden zu Schläuchen verarbeitet und sind selbst

in der Polsterindustrie nicht wegzudenken.

Verpa Folie Weidhausen, ein dynamisch wachsendes

Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern,

ist Marktführer in der Folienbranche und Pionier

zugleich. Der Hauptsitz des Familienunternehmens

ist Weidhausen, wo im eigenen Labor neue Produkte

entwickelt und im Werk produziert werden. Mit

über 35 Extrusionsanlagen stellt das Unternehmen an

verschiedenen europäischen Standorten Mono- und

Coexfolien in verschiedenen Breiten und Foliendicken

her und bedruckt diese in hochmodernen Flexodruckanlagen

mit bis zu 10-Farben. Die qualitätsvollen

Ergebnisse reichen von der endlosen Rollenware

bis zu kundenspezifisch maßgeschneiderten Konfektionsprodukten

wie Folienbeutel und vielem mehr.

Auf eines legt das Unternehmen größten Wert:

„Wir arbeiten seit der Gründung umweltbewusst“,

sagt Geschäftsführer André Baumann. Das wird

deutlich beim Markenprodukt Verpalin – dickenreduzierte

PE-Folien, bei deren Herstellung jedes

Jahr mehr als 40.000 Tonnen Grundstoffmaterial

eingespart werden, ein messbarer Beitrag in Nachhaltigkeit

– sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch.

Mit seiner Linie „Verpalin Green life“ geht

das Unternehmen einen weiteren Schritt in die

Zukunft. Alle Produkte aus dem Hause Verpa sind

zudem zu 100 Prozent recyclingfähig und werden

somit wiederverwendet. „Kunststoff darf kein Müll

sein, sondern ein Wertstoff für neue Verpackungen

oder nutzbar zur Energierückgewinnung“, betont

Baumann. Somit sei im geschlossenen Kreislauf das

Benutzen, Sammeln, Recyceln und Wiederverwerten

von Kunststoff ein kostbarer Beitrag zur ökologischen

Entlastung.

„Kunststoff ist wie keine andere, die mit Abstand beste

Verpackungsform um die Lebensmittelhaltbarkeit bis zu verzehnfachen

und so die Nahrungsmittelverschwendungen wirksam zu senken.“

Verpa Folie Weidhausen

74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019



Coburgs Beste

VERPA FOLIE WEIDHAUSEN

Die Philosophie des Unternehmens: Begeistern.

Dazu zeigt sich vor allem auch in der Mitarbeiterführung.

Die Geschäftsleitung pflegt ein freundliches,

kollegiales und ehrliches Miteinander auf allen

Ebenen. „Jeder Einzelne im Unternehmen übernimmt

Verantwortung und trägt somit zum Erfolg

bei,“ freut sich Baumann.

Verpa Folie Weidhausen bildet in verschiedenen Berufen

auf hohem Niveau aus. Die „Azubis“ werden

Verpa Folie ist der Partner für die europäische und nordamerikanische

Industrie im Bereich Polyethylen-Folie. An drei Standorten produzieren das

Unternehmen PE-Folie in verschiedensten Breiten und Qualitäten.

Kunden begeistern mit begeisternden Produkten und begeisterten

Mitarbeitern. Wir müssen immer besser werden um richtig gut zu sein!

Firmenphilosophie Verpa Folie

während ihrer Ausbildung intensiv begleitet. Ideen,

Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik

sind als positives Engagement willkommen. „Dabei

steht immer der Mensch im Mittelpunkt. Wir gehen

mit unseren Azubis durch Höhen und Tiefen des täglichen

Lebens“, betont Baumann. Den „Azubis“ bietet

das Unternehmen tolle Aufstiegschancen, Führerscheinzuschuss,

ein eigenes Auto nach der Lehre

und vieles mehr.

Die Verpa Geschäftsleitung

Das Unternehmen Verpa Folie:

• Innovationsführer für stärkenreduzierte & nachhaltige Folienlösungen

• international agierendes fränkisches Familienunternehmen seit 40 Jahren

• 3 Produktionsstandorte (Weidhausen, Gunzenhausen, Wroclaw/PL)

• mehr als 530 Mitarbeiter, 51 Auszubildende

• jährliche Produktionsmenge mehr als 65.000 Tonnen (alle Branchen)

• 35 Extrusionsanlagen, bis 3.600 mm breite, bis 6 µm, Wertstoff-Recycling-Anlage,

10 Farben-Flexodruck, Konfektions-Fertigung

• verantwortungsvolles solziales Engagement für Mitarbeiter und Region

76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Was die Wenigsten wissen ...

Es ist nicht eine Frage der Alternative,

sondern nach der Sinnhaftigkeit dieser.

Jede Lösung da, wo sie am besten ist.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 77


Coburgs Beste

Es ist Ernst …

Der Chef unkonventionell, der Service unkompliziert, das

Klima familiär. Im Autohaus Willy Ernst passt einfach alles.

Das Coburger Traditionsunternehmen in der Neustadter Straße

14 ist die Anlaufstelle für jeden, der sich und sein Auto in

professionellen Händen wissen will.

78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Advertorial

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 79


Coburgs Beste

AUTOHAUS WILLY ERNST

Joachim Ernst, Geschäftsführer

Das ist vor allem dem Chef des Unternehmens

Joachim Ernst zu verdanken. Eigentlich hat der

50-jährige ja Radio- und Fernsehtechniker gelernt,

aber seine Liebe zum Auto hat ihn an die Spitze

des Familienunternehmens gebracht. „Ich bin in

der Werkstatt aufgewachsen, ich liebe es, Öl zu riechen“,

schwärmt der Geschäftsführer. Diese Liebe

zeigt sich bei einer Besichtigung des Firmengeländes,

einschließlich der Werkstätten und Aufenthaltsräume

bis in das kleinste Detail. Das Thema

Automobil spiegelt sich sogar in den sanitären Anlagen

wider.

„Nur wenn der Kunde zufrieden

ist und der Mitarbeiter lächelt,

dann hast Du es richtig gemacht.“

Joachim Ernst, Geschäftsführer

Das Autohaus Ernst blickt auf eine lange Tradition

zurück: Gegründet vor über 90 Jahren - im

Jahr 1926 - von Willy Ernst, von Sohn Hubertus

übernommen und mittlerweile in dritter Generation

von Joachim Ernst geleitet. Im Laufe der Jahre

wurde das Unternehmen kontinuierlich erweitert

und ausgebaut. Heute beschäftigt der Betrieb rund

80 Mitarbeiter im Alter von 15 bis 66 Jahren in den

verschiedenen Bereichen. Es ist ein Team, über das

sich Joachim Ernst besonders freut. „Über die Jahre

hinweg habe ich eine Truppe aufgebaut, die mich

unheimlich stolz macht.“ Dazu musste er zunächst

alte Strukturen aufbrechen- ein Prozess, der zwar

einige Jahre gedauert, aber sich gelohnt habe, so

Ernst. Denn zum Erfolg eines Unternehmens trage

nicht zuletzt das Betriebsklima bei, ist Ernst überzeugt.

„Die Leute müssen bei Dir arbeiten wollen“,

sagt er. Als anerkannter Ausbildungsbetrieb bietet

das Autohaus jedes Jahr zahlreiche Lehrstellen an:

Vom Automobilkaufmann bis zum Fahrzeuglackierer.

Außerdem haben die Mitarbeiter die Möglichkeit

sich dauerhaft fort- und weiterzubilden und

verschiedene Lehrgänge, Seminare und Schulungen

zu besuchen.

Im Mittelpunkt der Arbeit des gesamten Teams

steht der Kunde. „Nur wenn der Kunde zufrieden ist

und der Mitarbeiter lächelt, dann hast Du es richtig

gemacht“, sagt Ernst. Ob im Verkauf, bei den Modellen,

im Service oder im Umgang mit den Kunden

– das Autohaus Ernst setzt auf höchste Qualität. Das

Team legt besonderen Wert auf individuelle Beratung

in Service, Vertrieb und Werkstatt. In mehreren

Werkstätten inklusive eigener Lackiererei

werden umfangreiche Serviceleistungen für jedes

Fahrzeug angeboten. Das zahlt sich aus: Der Traditionsbetrieb

hat Stammkunden, die kilometerweite

Wege zurücklegen, um in das Autohaus ihres Vertrauens

zu kommen.

„Unsere tägliche Mission

lautet so einfach wie

konsequent: Gute Arbeit.“

Joachim Ernst, Geschäftsführer

80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


AUTOHAUS WILLY ERNST

Joachim Ernst hat ein Faible für Autos. Vor allem

schlägt sein Herz Fahrzeuge aus den 1980er Jahren,

seine Lieblingsautos sind der VW Typ 181 Kübel und

ein VW T3 Syncro. Da liegt es auf der Hand, dass Ernst

offiziell „Classic Competence Center“ von Volkswagen

ist. Als einer von ca. 60 Betrieben bundesweit ist das

Autohaus Willy Ernst Experte für Old- und Youngtimer

aus dem Hause Volkswagen, Audi und Porsche. Mit den

richtigen Werkzeugen und dem alten Wissen wird bei

Ernst repariert, was andere schon gar nicht mehr kennen.

Dank der langjährigen Erfahrung kennt das Team

alte VWs in und auswendig.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 81


Das ehemalige

Goebel-

Seit Oktober neues Zuhause von markatus, der

führenden Werbeagentur aus der Region. Hier

entsteht außerdem die digitale Manufaktur des

Digitalen Gründerzentrums der Region Coburg.

82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Gelände

in Rödental …

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 83


ITV

iTV. Gute Geschichten.

Gute Bilder. Gut erzählt.

Imagefilme.

Werbespots.

Eventmovies.

Erklärfilme.

Für Social Media. Kino. TV. Messe.

84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


GUTE BILDER

Advertorial

Unsere Filme erzählen Geschichten von Menschen für

Unternehmen und von Unternehmen für Menschen.

Unterhaltend, informativ, emotional. Immer entlang der

Ziele und des Leitbildes unserer Kunden - als Imagefilm,

Werbespot, Erklärfilm, Produktvideo oder Eventmovie.

Jeder Film ist ein Einzelstück, individuell entworfen

und umgesetzt. Von der strategischen Beratung über die

Konzeptionierung, die Dreharbeiten und die Postproduktion

bis hin zur Präsentation oder Verbreitung: Wir

kümmern uns um jeden Schritt einer Produktion, und

vor allem um unsere Kunden: Viele von ihnen sind kleinund

mittelständische Unternehmen aus unserer Heimatregion

mitten in Deutschland.

iTV ist ein erfahrener, kompetenter und kreativer

Dienstleister für Film- und TV-Produktionen. Ein zehnköpfiges

Netzwerk ausgebildeter und kreativer Redakteure,

Autoren, PR-Fachleute, Kameraleute und Cutter

steht für qualitativ hochwertige Bewegtbildkommunikation

zu fairen Preisen. Über die Unternehmensmutter,

die süc//dacor GmbH, greifen wir zudem auf große

IT-Kompetenz und ein hauseigenes Rechenzentrum

zurück.

So haben wir uns zu einem der führenden Produzenten

von Bewegtbildinhalten in der Region Franken und

Südthüringen entwickelt. Das belegen Auszeichnungen

wie zwei Fernsehpreise der Bayerischen Landesanstalt

für neue Medien, ein Coburger Medienpreis oder auch

ein Deutscher Nachhaltigkeitspreis. Und vor allem die

vielen Produktionen für zahlreiche Kunden aus dem Coburger

Land und darüber hinaus.

Unsere Werbeproduktionen laufen im klassischen Fernsehen

genauso wie im Kino oder in den sozialen Medien.

Immer im Dienste unserer Kunden, im Dienste ihres Erfolgs.

Mit unserem hauseigenen regionalen TV-Sender

iTVCoburg, dem zu seinen Anfangszeiten ersten lizenzierten

bayerischen Regionalsender im Netz, verfügen

wir zudem über ein eigenes Medium für insgesamt über

70 000 Kontakte. Und auch wenn die Medienbranche

sich in einem schnellen Wandel befindet, die Anforderungen

an erfolgreiche Film- und TV-Produktionen sind

dieselben geblieben: Es geht darum, gute Geschichten

mit guten Bildern gut zu erzählen.

Unsere Produktionen

Werbespot Frischecenter Wagner

Werbespot SÜC

Imagefilm Kongresshaus Rosengarten

Livetalk Sparkasse

Erklärfilm Energieversorger

Imagefilm Heinz Glas

Imagefilm Audio Logo

Eventfilm Gelder und Sorg

Eventfilm 200 Jahre Prinz Albert

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 85


ITV

Unsere Kunden

Unsere Leistungen

STRATEGIE

Jeder Film ist Teil einer übergeordneten

Strategie bei unseren Kunden. In einem

Vorgespräch geht es daher darum, unseren

Kunden, sein Unternehmen, seine Produkte

kennenzulernen. Wir wollen gerne etwas erfahren

über seine Ziele, seinen Markt, seinen

Antrieb, bekommen gerne einen Einblick in

seine Überlegungen.

KONZEPT

Ob Imagefilm, Werbespot, Eventmovie oder

Erklärfilm: Jeder Film hat eine Botschaft.

Um diese zu transportieren, benötigt er eine

Geschichte, eine Story mit Figuren, mit Orten,

mit Handlungen. Wir entwerfen daher

zunächst Ideen, was für eine Geschichte wir

erzählen könnten. Ob emotional, informativ,

unterhaltend, witzig oder alles zusammen.

Aus einer der Ideen entwickeln wir ein Drehbuch.

DREH

Wir kümmern uns um die komplette Durchführung

der Dreharbeiten, personell, technisch,

organisatorisch. Das fängt bei der

Drehplanung und der Suche nach geeigneten

Locations an, geht über die Wahl geeigneter

Darsteller und die Zusammenstellung der benötigten

Technik bis hin zu den eigentlichen

Dreharbeiten.

POST

Am Schnittplatz entsteht auf Basis des Drehbuchs

und der gedrehten Sequenzen der fertige

Film. Dort werden die Bilder montiert, mit

Texten, Geräuschen, Effekten, Musik, Animationen

und Grafiken kombiniert. Am Ende

bekommt ein Film den letzten Schliff, wenn

wir Farben und Sound designen.

VERBREITUNG

Im Vorfeld der Produktion sind die späteren

Verbreitungswege festgelegt worden.

Ob TV, soziale Medien, Kino, Messe, andere

Einsatzzwecke oder auch unser hauseigenes

Regionalfernsehen iTVCoburg. Gerne kümmern

wir uns auch um die strategische Mediaplanung.

86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


GUTE BILDER

Unser Team

Rebecca Klett

Deborah Illing

Wolfram Hegen

Stephanie Fröba

Maria Zoll

Gabi Arnold

Alex Mrazek

Lars Friedmann

Anne Klopp

Timo Schmidt

Andreas Leopold Schadt

Tobias Zwiener

Unsere Ansprechpartner

MEDIENBERATER WOLFRAM HEGEN

Mobil: 01 71 / 690 52 84

Telefon: 0 95 61 / 976 21 - 51

E-Mail: wh@itv-coburg.de

MEDIENBERATERIN MARIA ZOLL

Mobil: 0 174 / 3901 250

Telefon: 0 95 61 / 976 21 - 50

E-Mail: mz@itv-coburg.de

www.iTVBiz.de

www.iTVCoburg.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 87


CONNECT

Gesponserter Beitrag

Führung heute Führung = (K) 4

Eine Formel für erfolgreiche

Personalentwicklung

Der COBURGER im Gespräch mit dem connect Coachingteam Anne

Tränkner, Sabine Schmidt-Braunersreuther und Monika Liebermann

Arbeitswelt heute: Die Arbeitswelt ist jeden Tag neu im Umbruch, Märkte ändern

sich in einem rasanten Tempo, die Digitalisierung schreitet mit großem

Schritt in allen Bereichen voran - Wo sieht sich das connect Projekt Team in

diesem Prozess?

Anne Tränkner: Unternehmen und ihre Führungskräfte sehen sich in einem

neuen Tempo mit Veränderungen konfrontiert. Ein Tempo, das viele

Verantwortliche unvorbereitet trifft. Der rationale, betriebswirtschaftliche

Ansatz in der Wirtschaft stellt dabei das eine Handlungsfeld dar. Parallel

dazu ist die Herausforderung, die Mitarbeiter bei den notwendigen Veränderungen

mitzunehmen. Veränderungen machen oft Angst, insbesondere,

wenn man nicht selbst bestimmt, was passiert. In dem einen oder anderen

Bereich kennen wir das alle. Findet dieser Aspekt in der Führung zu wenig

Beachtung, führt das zu Konflikten, Überforderung und auch Demotivation.

Personalentwicklung und Führung sind hier keine Selbstläufer und das

erkennen immer mehr Unternehmen. Wer ein guter Facharbeiter ist mit

hoher fachlicher Expertise, ist nicht automatisch eine gute Führungskraft,

wenn es um das Mitnehmen der Mitarbeiter, um den Umgang mit Veränderungen

geht. Für den Erfolg unserer Unternehmen, braucht es Führungskräfte,

die den Wandel positiv und aktiv mitgestalten und klare Orientierung

für ihre Mitarbeiter geben. In einer Formel ausgedrückt ist Führung=(K) 4 =

Kraft*Kommunikation*Klarheit*Konsequenz

Sabine Schmidt-Braunersreuther: Viele Führungskräfte stehen unter großem

Druck. Von der Konzernspitze oder der Geschäftsführung kommen

zu erfüllende Vorgaben, auf der anderen Seite klagen Mitarbeiter über zunehmende

Belastungen. Die Krankenquote steigt, die Produktivität sinkt,

notwendige neue Entwicklungsschritte bleiben auf der Strecke. Veränderungen

führen auch auf diesem Weg zu Unsicherheit. Alte Denk- und

Handlungsweisen verlieren jetzt ihre Wirkkraft. Hier kommt unser Ansatz

- Führung=(K) 4 ins Spiel. Wir arbeiten mit den Führungskräften und Teams

daran, die aktuelle Situation jeweils in ihren verschiedenen Aufgabenfeldern

zu erfassen, Probleme in Ziele zu verwandeln und die Vielfalt der Teams als

Ressource für Lösungsansätze zu nutzen.

Wie gehen sie konkret vor?

Monika Liebermann: connect hat genau dafür ein Kombinations-Tool entwickelt

und erfolgreich erprobt. Mit den Analysetools Arbeitsbewältigungscoaching

(ab-c®) und Lebensuhr Unternehmen holen wir Führungskräfte

und ihre Mitarbeiter ins Boot und erfassen ihre Situation, Erfahrungen und

Lösungsideen. Mit Unterstützung des connect Lebensphasenressourcenkonzepts

und unserer langjährigen Beratungs- und Umsetzungserfahrung

entstehen Impulse für eine Maßnahme-Matrix.

Um die richtigen Maßnahmen gemeinsam mit Unternehmen und Mitarbeiter/innen

zur richtigen Zeit umzusetzen, finden wir gemeinsam konkrete

Antworten und praktische Lösungen:

Wie funktioniert eine flexible Schichtplanung? Wie können Schichtteams

sich eigenverantwortlich organisieren? Wie ist eine qualifizierte Integration

von Teilzeitkräften in Schichten möglich? Wie wird ein strukturierter, wertschätzender

Wissenstransfer im Tandem von älteren und nachkommenden,

jüngeren Mitarbeitern erreicht? Was können On Boarding Programme leisten,

um Mitarbeiter/innen auf Veränderungen gut vorzubereiten?

Anne Tränkner: Wichtig ist, dass die Mannschaft dann auch kontinuierlich

im Lösungsprozess am Ball bleibt. Jedes Auto wird regelmäßig gewartet:

Unsere Mitarbeiter sollten uns dies erst recht wert sein! Unser connect

Wartungsvertrag und Boxenstopp sichern die Weiterführung angestoßener

Entwicklungen und die tatsächliche Umsetzung neuer Tools, Regeln und

Verhaltensmuster. Das schafft Sicherheit und dann funktionieren diese

Tools auch in stressigen Zeiten, in Krisen und Übergängen. Dies braucht

kontinuierlich Raum und Zeit zur Sicherung des Erreichten, zur Reflektion

und weiteren Entwicklung. Das Ziel ist Klarheit & Orientierung in der Führung

und eine gemeinsame wertschätzende und produktive Arbeitsweise

im Team. Dann stimmt auch das betriebswirtschaftliche Ergebnis.

connect plant 2020 ein ESF-gefördertes

Personalentwicklungs-Projekt-WIN

WIN, um Unternehmen zwei Jahre aktiv bei der

Umsetzung wichtiger Themen zu unterstützen.

Interessierte Unternehmen können sich gerne für

eine Teilnahme am Projekt „WIN WIN“ bewerben.

Mehr Info zu diesen Themen:

E-Mail an at@connect-neustadt.de oder

Telefon: 0 95 68 / 896 71 14

connect Neustadt GmbH & Co.KG

Arnoldplatz 2

96465 Neustadt b. Coburg

Telefon: 09568 8967 114

Fax: 09568 8967 169

E-Mail: at@connect-neustadt.de

Internet: www.connect-neustadt.de

88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Spielend leicht

zum

Fuhrerschein...

Advertorial

… denn ohne diesen dürfen Gabelstapler, Krane, Hubarbeitsbühnen,

Teleskope oder Erdbaumaschinen nicht

bedient werden. Die Unternehmen sind verpflichtet ihre

Mitarbeiter entsprechend ausbilden und unterweisen zu

lassen, bevor sie diese hinter den Lenker der Maschinen

setzen dürfen. Unsere zertifizierten Ausbilder führen die

Schulungen und Unterweisungen in modernen Räumlichkeiten

in Sonneberg oder auch in Ihrem Hause durch.

Die Ausbilder verstehen ihr Handwerk. Darauf geben wir

Ihnen Brief und Siegel: Neben der Zertifizierung nach

ISO 9001 verfügt die FVG mbH auch über das Zertifikat

der Berufsgenossenschaft „ Zertifizierter Ausbilder von

Flurförderzeugfahrern/-innen “ nach DGUV Grundsatz

308-001.

Ein besonderer Service sind die Azubi-Tage. In der Woche

vom 04.11. bis 07.11.2019 können Unternehmen für ihre

Auszubildenden eine Grundausbildung für Gabelstapler,

Kran und Hubarbeitsbühne zu einem fairen Preis buchen.

Des Weiteren beraten wir Sie auch wenn es um die Themen

Arbeitssicherheit, Brand-, oder Datenschutz geht.

Alle Informationen hier:

FVG MBH

An der Müß 15 | 96515 Sonneberg

Telefon 03675 – 422 534

Fax 03675 – 422 535

E-Mail: lg@fvg-mbh.info

Web: www.fvg-mbh.info

Unterweisung

Befahigung

Einweisung

Beauftragung

COBURGER | DAS MAGAZIN 89


Zukunftsrat

der Bayerischen Wirtschaft

TechCheck

2019.

Erfolgsfaktor

Mensch.

Bayerns Zukunftstechnologien im Fokus.

In diesem Jahr beschäftigt sich der Zukunftsrat der Bayerischen

Wirtschaft mit den für Bayern wichtigsten

technologischen Zukunftsfeldern und unterzieht sie einem

Check : Wo stehen wir heute und was müssen wir

tun, damit wir die Potenziale noch besser ausschöpfen

können ?

Die Innovationen, die aus den Zukunftstechnologien

hervorgehen, werden die bayerische Wirtschaft und

die Gesellschaft entscheidend prägen. Zentraler Erfolgsfaktor

ist dabei die konsequente Ausrichtung auf

den Menschen.

Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten neuer Technologien

und welche Bedeutung sie für den Menschen

haben. Diskutieren Sie dazu aktiv mit bei „Frag den Rat“.

09. 12. 2019, 18:00 Uhr

Energiepark Hirschaid

Leimhüll 8, 96114 Hirschaid

Weitere Informationen und Anmeldung unter

www.vbw-bayern.de/VA96341

Die Teilnahme ist kostenlos.

90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Pleuel für höchste Belastung

gewalzt und geschmiedet

Moderne Motoren stellen höhere Anforderungen

an Zylinderkomponenten als jemals zuvor.

Nur mit innovativen Konzepten und Materialien

in ganz neuer Leistungsstärke sowie optimal

aufeinander abgestimmten Systemelementen

können weitere Leistungsreserven mobilisiert werden.

Hochleistungskomponenten, wie Pleuel, werden

von international führenden Herstellern auf

verketteten Aggregaten von LASCO zunächst

gewalzt und dann ausgeschmiedet.

LASCO — aus der Region in die Welt!

LASCO entwickelt,

konstruiert & produziert:

Hydraulische Gesenkschmiedemaschinen

Hydraulische Pressen für die

Massiv- und Blechumformung

sowie die Pulvermetallurgie

Spindelpressen

Querkeil- und Reckwalzen

Stauchanlagen

Sondermaschinen

lasco.com

Automatisierungen

Hahnweg 139 - 96450 Coburg - Tel. 0 95 61/ 6 42-0

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 91



FERNÖSTLICHE SPORTARTEN

Von Anne Klopp

E I N E Z E I T R E I S E

Qi, Tai und Yoga

Auf den Spuren der fernöstlichen Sportarten

Tief einatmen – und wieder ausatmen: Atemübungen, Entspannung, mit sich

und seinem Körper im Einklang sein: Fernöstliche Techniken wie Yoga, Qigong

oder Tai-Chi sind schon lange keine Exoten mehr bei uns in Deutschland.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 93


EINE ZEITREISE

sportland –

macht spass,

fit & gesund

fitness

gesundheit

sport

bowling

TELEFON: 09561/68015

WWW.SPORTLAND-COBURG.DE

94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


FERNÖSTLICHE SPORTARTEN

… über 2000 Jahre in die Vergangenheit. Damals wurde in Indien Yoga entwickelt.

Ziel: Jede Person soll im Einklang mit sich selbst leben. Anfangs praktizierte

man Yoga rein spirituell. Die Technik diente zur Vorbereitung auf die

stundenlange Meditation. Das alte altindische Wort Yoga heißt wörtlich übersetzt

„anschirren“ oder „anjochen“. So wie ein Reiter sein Pferd anschirrt, also

das Geschirr des Pferdes mit der Kutsche verbindet, soll Yoga Körper und Geist

zusammenbringen.

In Deutschland steigt die Nachfrage danach seit den 1960-er Jahren. Laut einer

Studie, die vom Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland 2014 in Auftrag

gegeben wurde, praktizieren 2,7 Millionen Deutsche Yoga. Anbieter gibt

es rund 6000. Für viele Menschen ist Yoga eine Lebensphilosophie.

Wir verlassen Indien und reisen nach China. Qigong gehört nämlich zur „Traditionellen

Chinesischen Medizin“. Vor zweieinhalbtausend Jahren ist die Sportart

entstanden. Das Ziel ist ähnlich wie beim Yoga, Körperenergien zum Harmonieren

zu bringen, die Energien in den Leitbahnen unseres Körpers fließen

zu lassen. Das sogenannte Qi ist eine globale Lebensenergie, eine Kraft, die wir

gemäß der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ in uns haben, die aber auch

in der Natur vorkommt. Wir können sie positiv zu unserem Wohl benutzen.

Körperbewegungen und stille Übungen machen Qigong aus. Es gibt mehrere

hunderte Techniken in drei Kategorien: Die medizinische Technik, die zur Erhaltung

der Gesundheit und Heilung dient. Die kämpferische, um seinen Mut

zu verbessern, und die religiöse, um geistige Erleuchtung zu erhalten.

Meine Zielgruppe sind

Führungskräfte, Selbstständige,

Unternehmer und Ärzte, die ihr

Potenzial beruflich, privat und

gesellschaftlich voll und effektiv

ausschöpfen wollen.

Personaltrainer/Fitnessfachwirt

Frank Sperschneider

Trainingsstützpunkt

Bahnhofstrasse 14 | 96450 Coburg

Tel. 09561 973 44 68 | Mobil. 0177 299 39 21

hallo@frank-sperschneider.de

www.frank-sperschneider.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 95


EINE ZEITREISE

96 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


FERNÖSTLICHE SPORTARTEN

Wir bleiben in China. Wer kennt es nicht? Stress auf der Arbeit, vielleicht auch

in der Familie. Alles steigt einem zu Kopf, man ist fertig mit der Welt. Ein Bewegungsausgleich

kann hier den entscheidenden Unterschied machen. Eine

Variante ist das Tai-Chi, eine Kampfkunst. Aus dem 17. Jahrhundert stammt

der erste historische Nachweis der Sportart. Die Legende aber blickt tiefer in

die Vergangenheit: Bereits im 13. Jahrhundert soll es einen Kampf zwischen einer

Schlange und einem Kranich gegeben haben. Daraufhin soll der taoistische

Mönch Zhang Sanfeng die Grundsätze des Tai-Chi entwickelt haben. Ob das so

stimmt werden wir wohl nie erfahren. Fakt ist: Tai-Chi ist gesundheitsfördernd

und dient der Persönlichkeitsentwicklung sowie der Meditation. Egal, ob junger

Hüpfer oder doch schon etwas älter, Tai-Chi ist für alle Altersklassen und

Fitnessgrade gedacht.

Be in

Shape

Fazit unserer kleinen Zeitreise durch Asien: Fernöstlicher Sport zielt eher auf

die Einheit von Körper und Geist, auf Gesundheit als auf den Wettkampf wie in

der westlichen Tradition. Also immer daran denken:

Tief ein und ausatmen, das Qi finden

und sich mit neuer Kraft neuen

Herausforderungen stellen.

Yoga

• Entstanden vor über 2000 Jahren in Indien

• Wörtlich: „anschirren“ / „anjochen“

• Ziel: Im Einklang mit sich selber leben

• Philosophie und Sport

Qigong

• Entstanden vor circa 2500 Jahren in China

• Gehört zur „Traditionellen Chinesischen Medizin“

• Ziel: Körperenergien zum Harmonieren bringen

• Qi = globale Lebensenergie

Tai-Chi

• Kampfkunst

• Historischer Nachweis aus dem 17. Jahrhundert

• Laut Legende auf das 13. Jahrhundert zurückzuführen

• Für alle Altersklassen und Fitnessgrade

Das Trainingsprogramm

“Figurtraining” kombiniert

Kraftausdauertraining &

Muskelaufbau für eine

sanfte Körperdefinition.

Starte jetzt Dein Training

an unseren eGYM PREMI-

UM-Geräten & erreiche

Dein Ziel!

Jetzt Probetraining

vereinbaren:

09561 55500 oder

mail@vitadrom.de

vitadrom.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 97


REISEN

Kultouren

DER COBURGER AUF REISEN


SAALBACH-HINTERGLEMM

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

Reisen alleine, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus

dem Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa,

die mit dem Auto, per Bahn, mit dem Bus oder dem Flugzeug

in ein paar Stunden erreichbar sind. Ziele für Menschen,

die etwas sehen und erleben wollen, die interessiert sind an

Kultur, Land und Leuten, an Natur, Bergen und Meer, gerne

verbunden mit Bewegung an der frischen Luft und manchmal

auch mit ein bisschen kalkuliertem Abenteuer. Das sind

unsere COBURGER-Kultouren. In jedem Magazin eine. Mit

vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen, und mit ein

paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie dieser Lust

erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.

SAALBACH-HINTERGLEMM


REISEN

WANDERBAR UND LÄSSIG

Ja, das Motto unseres Urlaubszieles dieses Mal gefällt mir. Mit dem Slogan „Home

of Lässig“ bewirbt die Region Saalbach-Hinterglemm ihr Wanderparadies in den

Kitzbühler Alpen. Lässig, das ist wichtig, wenn man mit Kindern verreist, wer

wüsste das nicht. Und so kommt es bei der ganzen Familie schon mal gut an, dass

wir die ewig vollgestopfte A8 nach dem Chiemsee schon verlassen und über Inzell

auf der Loferer Bundesstraße hineinfahren in die Berge, die bis in den Herbst hinein

zu Wandertouren einladen. Wie oft fährt man an den schönsten Ausflugszielen

einfach vorbei auf dem Weg in den Urlaub. Das kann man auch anders machen.

Und so haben wir nach 4 Stunden Fahrtzeit das erste Etappenziel erreicht und

steigen aus an einer der Naturgewalten des Salzburger Saalachtales.

EINE KLAMM ZUM STAUNEN

BÄTZOLDT oHG // Plakat „70 Jahre”

BÄTZOLDT oHG // Plakat „70 Jahre”

PLAKAT

PLAKAT

DIN A2

DIN A2

BÄTZOLDT OHG–

EINFACH GUT

SEIT 70 JAHREN!

Sagt sogar

der TÜV ...

KFZ-WERKSTATT

Version 1

Version 1

Zweimal Technik – ein Team.

Hier an den Ausläufern des Steinernen Meeres hat die Natur auf engstem Raum

bizarre Felsen geformt und tobende Wasserfälle geschaffen. Der perfekte Ort für

eine aktive Pause auf dem Weg in den Urlaub: Die Vorderkaserklamm. Am Ende

der Eiszeit schliffen sich enorme Wassermassen unaufhaltsam ihren Weg in den

Fels hinein. So entstand das Naturdenkmal. Mittlerweile ist die Klamm 400 Meter

lang und 80 Meter tief und an ihrer engsten Stelle nur 80 Zentimeter breit. Über

hölzerne Stege und hunderte von Stufen schaffen wir die knapp 200 Höhenmeter

Version 1

in einer Version halben 1 Stunde und werden mit herrlichen Aussichten und laut tosenden

Wasserfällen mitten im Fels belohnt. Wer noch ein bisschen links und rechts vom

Weg schaut, entdeckt auf dem Orchideenweg eine Vielfalt einheimischer Pflanzen.

Auf dem Rückweg kommt man an einem von Kiefern bewachsenen Naturbadesee

mit Grillplätzen vorbei. Wir sind schon voll im Urlaubsfeeling!

HINAUF IN LUFTIGE HÖHEN

Die erste Bergtour in Saalbach-Hinterglemm führt uns mit dem Schattberg Xpress

auf über 2000 Meter. Dank der Jokercard, die man vom Hotel oder dem Beherbergungsbetrieb

für die Zeit des Urlaubs ausgestellt bekommt, im übrigen kostenlos.

Ein ganz großer Pluspunkt, denn so eine Bergfahrt kostet für die ganze

Familie schnell mal an die 40 Euro. Vom Ostgipfel auf den Westgipfel vorbei an

kleinen Bergbächen, Speicherseen und einer lustigen Murmeltierfamilie. Die Sonne

scheint, die Einkehr auf der Gipfelhütte lockt mit Kaiserschmarrn und Weizenbier.

Den Rückweg trauen wir uns über einen ungesicherten schmalen Grat

auf den Mittelgipfel und zurück über ein kleines Hochmoor. Die Aussicht vom

Hausberg der Saalbacher ist beeindruckend: Großvenediger und Großglockner

immer im Hintergrund.

GARTENTECHNIK

OHG

© FRESH ART Konzept & Design I I 4. Februar 2019

BÄTZOLDT oHG

Neustadter-Str. 10-12 | 96450 Coburg

Tel.: 09561 5529-0 | Fax.:09561 5529-10

Mail: info@baetzoldt.com | www.baetzoldt.com

OHG

OHG

© FRESH ART Konzept & Design I 4. Februar 2019

© FRESH ART Konzept & Design I 4. Februar 2019

100 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


LJUBLJANA

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 101


102 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


SAALBACH-HINTERGLEMM

ZU WASSER, LAND UND LUFT

Auch die Kinder fordern ihr Recht auf Erholung ein. Also heute mal nur eine kleine

Tour, mäßig bergauf von Lengau auf die Lindlingalm. Hier im Talschluss des

Glemmtales entspringt nicht nur die Saalach, die sich bis Bayern schlängelt. Hier

ist das Zentrum für sportliche Aktivitäten aller Art und aller Altersklassen. Wer es

ein bisschen extremer mag, ist beim Canyoning im Gebirgsfluss oder einem Flying

fox Abenteuer in 80 Meter Höhe gut aufgehoben. Gemütlicher geht es zu, wen

man den Baumzipfelweg mit allerlei Spiel- und Motorikstationen und die Golden

Gate Bridge überschreitet, die den Talschluss überspannt. Hier kann man sich einen

ganzen Tag aufhalten. Denn es lockt auch noch ein Jump and slide Park mit

Riesenrutschen und Sprungtürmen, das Teufelswasser und der Hochseilgarten.

Und wer am Ende des Tages zu kaputt ist, um zurückzuwandern zum Parkplatz,

der nimmt einfach den Bummelzug. Kostenlos natürlich.

KULTIVIERTES ZELL AM SEE

Wer dann irgendwann doch einmal Lust auf was anderes bekommt, dem sei Zell

am See empfohlen. Hier kann man natürlich auch wandern, auf die Schmittenhöhe

zum Beispiel. Es lockt eine Dampferfahrt mit der MS Sissi oder ein Sprung ins

gar nicht so kühle Nass des Zeller Sees von einem der schön gelegenen Strandbäder

aus. Am Dienstag, Donnerstag und Sonntag taucht der See an der Esplanade

ab 22 Uhr mit einer gigantischen Wasser- und Lasershow in ein völlig anderes

Licht. Wir genießen das Spektakel bei guter Musik und fahren anschließend wieder

zurück ins Glemmtal.

THE 3

Freude am Fahren

DER BMW 3er ZU

ATTRAKTIVEN KONDITIONEN.

Pure Fahrfreude und sportliches Design – diesen Anspruch

setzt auch die neueste Generation der ultimativen Sportlimousine

konsequent fort: mit einer stilprägenden Designsprache

und einer Vielzahl an optionalen intelligenten

Assistenten. Entscheiden Sie sich jetzt für den BMW 3er

und profitieren Sie von attraktiven Konditionen.

Abb. zeigt Sonderausstattungen.

BMW 318d Limousine

Navigationssystem, Park Distance Control, Sitzheizung

Leasingbeispiel von der BMW Bank GmbH:

BMW 318d Limousine

Anschaffungspreis:

Leasingsonderzahlung:

Laufleistung p.a.:

Laufzeit:

36 monatliche Leasingraten à:

Sollzinssatz p. a.*:

Effektiver Jahreszins:

Gesamtbetrag:

34.955,55 EUR

5.900,00 EUR

10.000 km

36 Monate

289,00 EUR

2,99 %

3,03 %

16.394,00 EUR

Ein unverbindliches Leasingbeispiel der BMW Bank GmbH, Lilienthalallee 26,

80939 München; alle Preise inkl. 19 % MwSt.; Stand 07/2019. Ist der Leasingnehmer

Verbraucher, besteht nach Vertragsschluss ein gesetzliches Widerrufsrecht.

Nach den Leasingbedingungen besteht die Verpflichtung, für das Fahrzeug eine

Vollkaskoversicherung abzuschließen.

* gebunden für die gesamte Vertragslaufzeit

Wir vermitteln Leasingverträge ausschließlich an die BMW Bank GmbH, Lilienthalallee

26, 80939 München.

Zzgl. 740,00 EUR für Zulassung, Transport und Überführung.

Kraftstoffverbrauch innerorts: 5,2 l/100 km, außerorts: 3,8

l/100 km, kombiniert: 4,3 l/100 km, CO2-Emission kombiniert:

113 g/km, Energieeffizienzklasse: A. Fahrzeug ausgestattet

mit Schaltgetriebe.

Autohaus Sperber GmbH & Co. KG

Ohmstrasse 10a

96050 Bamberg

Tel. 0951 964 333-0

Fax 0951 964 303-39

Grünewaldstr. 3a

96215 Lichtenfels

Tel. 09571 9230-0

Fax 09571 9230-30

www.autohaus-sperber.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 103


REGIONALER BIERGENUSS

Advertorial

Biergenuss aus

Oberfranken

Große Auswahl beim Frischecenter Wagner

Das beste Bier der Welt kommt aus – Franken. Da

sind sich wohl nicht nur die Einheimischen einig.

Die jahrhundertealte handwerkliche Biertradition

spiegelt sich in einer Fülle an kleinen unabhängigen

Brauereien. Gerade Oberfranken ist in dieser

Hinsicht weltweit einmalig. Auf Regionalität in

seiner Produktauswahl baut seit jeher auch der

Frischecenter Wagner auf der Lauterer Höhe in

Coburg. Das Sortiment umfasst daher eine Vielzahl

an Bieren aus der Heimat. Ob naturtrüb,

leuchtend gelb oder alkoholfrei, ob Kellerbier, Pils

oder Weizen, im Getränkemarkt des Frischecenter

Wagner kommt der Biergourmet auf seine Kosten.

Antla Bier (Kronach)

Brauerei Eller (Birkach am Forst)

Brauerei Hartmann (Würgau)

Brauerei Trunk (Bad Staffelstein)

Braugasthof Grosch (Rödental)

Brauhaus Altenkunstadt

Ebensfelder Brauhaus

Frauendorfer Bier (Bad Staffelstein)

Gampertbräu (Weißenbrunn)

Huppendorfer Bier

Mahrs Bräu Bamberg

Püls Bräu (Weismain)

Schlossbrauerei Reckendorf

Staffelberg-Bräu (Bad Staffelstein)

Traditionsbrauerei Schleicher

(Itzgrund-Kaltenbrunn)

Der Frischecenter Wagner bietet darüber hinaus natürlich auch Bierspezialitäten

aus aller Welt und eine große Auswahl an Weinen und alkoholfreien Getränken.

104 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


DIE ALTE WEIHNACHTSFABRIK

Advertorial

Eine Tradition in vielen Variationen

Die Glaskugel von INGE-GLAS ® -MANUFAKTUR

Keine Zeit im Jahresverlauf ist so besonders wie die

Weihnachtszeit. Alles trifft sich, schmückt sich, bereitet

sich vor auf das große Fest am 24. Dezember. Es

ist die Zeit der romantischen Lichter und würzig-süßen

Düfte – des Zusammenkommens und Schenkens.

Und obwohl sich die meisten Menschen der

Tradition anschließen, Weihnachten zu feiern,

macht es jeder ein bisschen auf seine Weise…

Das merkt man auch, wenn man die Alte

Weih nachts fabrik der Inge‘s Christmas

Decor GmbH in Neustadt bei Coburg

betritt: Aus allen Ecken der 800 m² großen

Verkaufsfläche glänzen und glitzern

Kugeln und Christbaumschmuck

in zahl reichen Variationen und vielen

verschiedenen Farben. Jedes Jahr kreieren

die Designer hier fünf neue Trendthemenwelten

für die unterschiedlichen

An sprüche und Geschmäcker der Kunden.

2019 zeigen sich beispielsweise die Kugeln

der Serie Rich and Glorious in opulenten

Farben und üppigen Zierden, während die

Serie Real and Calm mit den natürlichen Farbtönen

Felsgrau, Schneeweiß, einem zarten Blau und

warmen Beige eine ruhige, besinnliche Atmosphäre

schafft. Man könnte einen ganzen Tag zwischen

all den filigranen Kunstwerken von Inges Christmas

Decor verbringen und sich noch nicht satt gesehen

haben...

Eines haben die in Neustadt gefertigten Linien der

INGE-GLAS® MANUFAKTUR jedoch gemeinsam:

Die Kugeln sind alle mundgeblasen und

handbemalt. Besonderes Markenzeichen ist

das Sternenkrönchen an der Fassung – es steht

für echtes Meisterhandwerk und Qualität. Der

Familienbetrieb schöpft seine Erfahrung aus

15 Generationen Glas macherhandwerks-

Tradition.

Die zauberhafte Welt der Alten Weihnachtsfabrik

öffnet alljährlich im

September ihre Türen. Bis kurz nach

Neujahr wird den Besuchern einiges geboten:

Das Weihnachtsmuseum lädt ein,

die historischen Spuren der Weihnachtstradition

zu verfolgen. An den Sonntagen

ab Ende Oktober führen Glasbläser live

ihr Handwerk vor. An mehreren Samstagen

hat man außerdem die Gelegenheit,

seine Weihnachtskugel mit einem

persönlichen

Gruß zu versehen.

Wer sich auf Weihnachten

einstimmen will, ist hier

an der richtigen Adresse –

und ebenso, wer sich den besonderen

Glanz von Weihnachten

nach Hause holen

will.

Großer Weihnachts-Schnäppchenmarkt

bei der Alten Weihnachtsfabrik!

WAS? Tolle Rabatte

Eine Box Kugeln ab 1,50 Euro!

WO? Sternenweg 2 | Neustadt bei Coburg

WANN? Jeden Samstag

26. Oktober bis 21. Dezember 2019

INFO? www.alteweihnachtsfabrik.de

Öffnungszeiten Weihnachtssaison 2019/2020

20. September 2019 bis 4. Januar 2020

Montag – Samstag 9.30 – 18.00 Uhr

Sonntag bis einschließlich 22.12.2019

13.00 – 18.00 Uhr

Heiligabend und Silvester 9.30 – 12.30 Uhr

Weihnachtsfeiertage und Neujahr geschlossen

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 Ausgefallen und besonders: Queen Victoria und Prinz Albert

COBURGER | DAS MAGAZIN 105


Rainer und Birgit Bezold, Gesellschafter und Geschäftsführer,

haben sich diese Maxime auf die Fahnen

geschrieben. Rainer Bezold blickt auf eine langjährige

Erfahrung in seiner Branche zurück: Bevor er

vor zehn Jahren sein Unternehmen gründete, war er

in zwei großen Unternehmen in der Schlafforschung

und in der Produktentwicklung tätig; sein geballtes

Knowhow fließt nun in sein in Grub an Forst ansässiges

Unternehmen ein.


RICHTIG SCHLAFEN

Advertorial

Bei RB fitialia nicht nur ein Slogan,

sondern Geschäftsphilosophie

fitalia-Matratzen mindern

schädliche Umwelteinflüsse

und erhöhen damit die

Das Besondere: In den zwei Firmengebäuden am

Standort Grub am Forst wird nicht nur beraten und

verwaltetet, sondern auch gefertigt - passgenau für

jeden Bedarf. Bei RB fitialia finden die Kunden nicht

nur die übliche Standardware, sondern vor allem

auch Sonderanfertigungen sowohl für den gewerblichen

Bereich als auch für den privaten. Mit viel Liebe

zum Detail, aus hochwertigen und umweltfreundlichen

Rohstoffen, und mit modernster Technologie

wird in der eigenen Werkstatt produziert. Das garantiert

eine hohe Qualität. „Diese Qualität gewährleistet

einen Komfort über viele Jahre,“ weiß Bezold. Übrigens:

Nach spätestens acht Jahren sollte eine Matratze

gewechselt werden, rät der Fachmann.

Lebensqualität.

Der Chef des Unternehmens übt seinen Beruf mit

Leidenschaft aus. Es sei der Umgang mit den Materialen,

den Stoffen und den Schnitten, die ihm Freude

bereiten, verrät er. „Man kann sich einfach kreativ

ausleben und Neues entwickeln.“ Ein Beispiel sind die

energetischen Matratzen der Linie „fitalia engery“.

Dabei handelt es sich um ein innovatives Produkt, das

für einen gesunden und erholsamen Schlaf entwickelt

wurde und auf Bestellung in Grub am Forst angefertigt

wird. Die speziell entwickelte Kaltschaummatratze

soll einen positiven Einfluss auf das biologische

Energiegleichgewicht und den Energiefluss haben.

Schädliche Belastungen, die zum Beispiel durch

geopathische Störfelder, Erdstrahlen oder Wasseradern

entstehen können, werden demnach durch die Matratze

gemindert. „Fließt die Energie positiv, dann trägt das zum

Wohlbefinden bei und stärkt das Immunsystem,“ sagt Bezold.

Und das wiederum wirke sich nachhaltig auf die Gesundheit

aus und erhöhe somit auch die Lebensqualität,

weiß er. Eine Störung des biologischen Gleichgewichtes

hingegen könne die Gesundheit negativ beeinflussen und

Beschwerden und Krankheiten begünstigen, angefangen

von Kopfschmerzen über Schlafstörungen und Vergesslichkeit

bis hin zu Depressionen. Natürlich gibt es zu allen

Matratzen auch die passenden Lattenroste bei RB fitialia.

Neu im Sortiment:

fitalia Komfort – individuelle

Polster u. Matratzen für

Wohnmobile, Wohnwägen & Boote.

Ein weiterer Bereich des Unternehmens sind passgenaue

Polsterteile für Kindergärten. Kleine Sitzelemente,

große Kuschelecken und vieles mehr sind bei RB Fitialia

erhältlich – der online Katalog ist auf der Website abrufbar.

Auch Flechtmaterial für den Großhandel und Behindertenwerkstätten

bietet das Unternehmen an. Zu den

Kunden gehören Kindergartenausstatter, Versandhäuser

und Sportzubehörhändler, aber auch Privatkunden sind

willkommen.

Mehr Informationen unter

www.fitalia.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 107


ERÖFFNUNG

AUGEN

AUF

„Eyes + more“

jetzt auch in Coburg

IN DER SPITALGASSE 17 HAT

„EYES + MORE“ NUN EINE FILIALE

ERÖFFNET. DIE INTER NATIONAL

AGIERENDE HANDELS KETTE

VON AUGENOPTIKER FACH­

GESCHÄFTEN SETZT AUF EIN

BESONDERES KONZEPT. „BEI

UNS GIBT ES ALLES AUS EINER

HAND“, SAGT STOREMANAGERIN

GABRIELE JONES.

108 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


EYES + MORE

Advertorial

Das fängt bei dem Entwurf der Brille an, eigene Designer

entwickeln alle vier Wochen eine neue Kollektion

in Form und Farbe. Ob das elegante Modell für

den Abend, die praktische Brille für den Sport oder

die Sehhilfe für die Arbeit am Bildschirm – Kunden

von „eyes + more“ sind immer „up to date“. „Wir kümmern

uns um die klare Sicht unserer Kunden aber

eben auch um die Mode,“ so Jones.

Die hochwertigen Designermodelle gibt es inklusive

Gläser zu günstigen Festpreisen, egal ob der Kunde

eine Einstärkenbrille oder Gleitsichtbrille benötigt.

Übrigens handelt es sich bei jeder zweiten Brille, die

in den Stores der Handelskette verkauft wird, um eine

Gleitsichtbrille. Hier setzt das Unternehmen ebenfalls

auf allerhöchste Qualität und verwendet ausschließlich

Essence Individual Gleitsichtgläser von ip lens.

Das ermöglicht stufenlos scharfes Sehen in allen Distanzen.

„Es handelt sich um den höchsten Standard

am Markt“, so Jones. Selbstverständlich wird jede

Brille auf die individuellen Bedürfnisse angepasst

und somit hohe Verträglichkeit und Tragekomfort

garantiert. Alle zusätzlichen Veredelungen wie Hartschicht,

Superentspiegelung oder UV-Schutz sind

im Preis enthalten. Zum Rundum-Paket gehört eine

zweijährige Garantie auf alle Brillen.

Eine Einstärkenbrille kostet regulär 111 Euro, eine

Gleitsichtbrille 222 Euro. Je mehr Brillen ein Kunde

kauft, um so günstiger wird der Preis.

„Eyes + more“ hat 200 Läden in Europa, in Deutschland

150 Filialen und eine davon nun in Coburg.

Eyes + more Coburg

Spitalgasse 17 | 96450 Coburg

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 8.30 Uhr – 18.30 Uhr

Samstag von 8.30 Uhr – 16 Uhr

Telefon: 0 95 61 / 7 94 15 60

E-Mail: coburg@eyesandmore.de

Webseite: www.eyesandmore.com

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 109



OPTIK MÜLLER

Jedes Detail sicher im Blick –

auch bei Nässe, Nebel und Dämmerung.

Nebel hängt über der Straße, Regen fällt auf die Windschutzscheibe,

die Straßen sind nass, es wird früh dunkel …

Bei diesen Bedingungen ist Autofahren eine Herausforderung für

die Augen. Dabei ist es für die Fahrsicherheit besonders wichtig,

vorausschauend zu fahren, die anderen Fahrzeuge im Blick zu

behalten und rechtzeitig bremsen zu können.

Mit ZEISS DriveSafe Brillengläsern speziell für Autofahrer sind Sie

auch in der dunklen Jahreszeit entspannt unterwegs.

Ganz nach dem Motto: Je mehr Sie sehen und je früher Sie

Hindernisse oder Gefahren wie zum Beispiel Bremslichter im

dichten Nebel erkennen, desto sicherer für Sie und die anderen

Verkehrsteilnehmer.

Endlich ist Sehstress beim Autofahren kein Thema mehr:

Mit ZEISS DriveSafe Brillengläsern sehen Sie klar – auch bei Nässe,

Nebel und Dämmerung. Sie fühlen sich nachts weniger von

entgegenkommenden Fahrzeugen geblendet und können Ihren

Blick schnell und mühelos zwischen Straße, Navi und Rückspiegel

hin und herwandern lassen. Und auch im Alltag sind

die Brillengläser gute Begleiter. Erhältlich als Einstärken- oder

Jedes Detail sicher im Blick –

Gleitsichtgläser.

auch bei Nässe, Nebel und Dämmerung.

Nebel hängt über der Straße, Regen fällt

auf die Windschutzscheibe, die Straßen

sind nass, es wird früh dunkel …

Bei diesen Bedingungen ist Autofahren eine

Herausforderung für die Augen. Dabei ist es

für die Fahrsicherheit besonders wichtig, vorausschauend

zu fahren, die anderen Fahrzeuge

im Blick zu behalten und rechtzeitig

bremsen zu können.

Mit ZEISS DriveSafe Brillengläsern speziell

für Autofahrer sind Sie auch in der dunklen

Jahreszeit entspannt unterwegs.

Nässe Nebel Ganz nach dem Motto: Je mehr Dämmerung

Sie sehen

und je früher Sie Hindernisse oder Gefahren

wie zum Beispiel Bremslichter im dichten

Nebel erkennen, desto sicherer für Sie und

die anderen Verkehrsteilnehmer.

Endlich ist Sehstress beim Autofahren kein

Thema mehr:

Mit ZEISS DriveSafe Brillengläsern sehen Sie

klar – auch bei Nässe, Nebel und Dämmerung.

Sie fühlen sich nachts weniger von entgegenkommenden

Fahrzeugen geblendet und können

Ihren Blick schnell und mühelos zwischen

Straße, Navi und Rückspiegel hin und herwandern

lassen. Und auch im Alltag sind die

Brillengläser gute Begleiter. Erhältlich als Einstärken-

oder Gleitsichtgläser.

Mehr über ZEISS DriveSafe Brillengläser

erfahren Sie bei Ihrem ZEISS Augenoptiker:

Augenoptik Musterstadt in der

Musterstraße 12.

www.optik-mustermann.de

Mehr über ZEISS DriveSafe Brillengläser erfahren Sie bei Ihrem ZEISS Augenoptiker der Region

AO Logo

Nässe

Nebel

Dämmerung

96450 Coburg · Mohrenstr. 31 · Tel.: 0 95 61 / 98 49

Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr · Sa. 8.30 − 14.30 Uhr

96472 Rödental · Bürgerplatz 8 · Tel.: 0 95 63 / 26 26

Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr · Sa. 08.30 − 12.30 Uhr

www.optikmueller24.de

facebook.com/optikmueller24

DriveSafe19_Advertorial_A5q.indd 1 19.09.19 14:24

6. COBURGER

KUNDENSPIEGEL

Untersucht: 8 AUGENOPTIKER

91,7% Durchschnittlicher Zufriedenheitsgrad

Freundlichkeit: 95,8% (Platz 1)

Beratungsqualität: 92,4% (Platz 1)

Preis-Leistungs-Verhältnis: 86,8% (Platz 1)

Kundenbefragung: 03/2018

Befragte (Optiker) =604 von N(Gesamt) =913

www.kundenspiegel.de

MF Consulting Dipl.-Kfm. Dieter Grett

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 111


112 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


HIER WOHNTE …

HIER WOHNTE…

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

FOTOS: VAL THOERMER

… HERZOG CARL EDUARD

Das war eine gelungene Gemeinschaftsaktion,

als das Großherzogtum Sachsen-

Weimar-Eisenach und die Herzogtümer

Sachsen-Coburg und Gotha sowie Sachsen

in einem Staatsvertrag 1856 beschlossen,

eine Eisenbahnstrecke von Eisenach

nach Coburg zu bauen. Bereits zwei Jahre

später konnte die 130 Kilometer lange

Strecke feierlich eingeweiht werden. Eine

bemerkenswert schnelle Bauzeit. Schließlich

entstanden neben der eingleisigen

Strecke auch zahlreiche Lokschuppen,

Betriebsgebäude, Brücken sowie Überund

Unterführungen. Und in Coburg sogar

ein fürstlicher Wartesaal.

Den Mitgliedern des Herzogshauses und auch deren Verwandten

aus dem europäischen Hochadel konnte - so die Überzeugung

damals - das gemeinsame Warten mit dem normalen Bürger

unmöglich zugemutet werden. Also wurde zwischen 1911

und 1915 begonnen, ein neues Empfangsgebäude mit Anbau

nur für die Herzogsfamilie zu errichten. Zwischenzeitlich kamen

die Bauarbeiten aufgrund des 1.Weltkriegs allerdings komplett

zum Erliegen. Erst im Jahre 1923 wurde das Stationsgebäude

so, wie es heute noch steht, fertig gestellt. Der Südflügel,

der sogenannte Fürstenbahnhof, war zu dieser Zeit aber schon

seiner eigentlichen Funktion beraubt. Denn der letzte Coburger

Herzog Carl Eduard hatte bereits 1918 abgedankt. So war der

Fürstenbahnhof, den die Coburger kurz „Fürstenbau“ nennen,

nur kurze Zeit in Betrieb. Ein bisschen Stolz mag bei seinen Untertanen

dennoch mitgeschwungen haben, wenn Carl Eduard

mit seinem von der Gothaer Waggonfabrik gelieferten Salonwagen

in den Coburger Bahnhof einfuhr. Er war mit der neuesten

Technik ausgestattet, hatte zwei Schlafzimmer, einen Salon und

drei Toiletten. Damit ließe es sich auch heute noch komfortabel

vorwärtskommen. Die zwei Löwen über dem Eingang des Fürstenbahnhofes

erinnern an diese Zeit: Die Tiere halten bis heute

das Wappen des Herzogshauses fest in ihren Tatzen.

Vieles hat sich seitdem verändert. Wo man im Jahre 2019 Bücher

und Zeitungen kaufen kann oder sich einen Kaffee to go im

Vorbeigehen mitnimmt, gab es früher eine Bahnhofsgaststätte

und Wartebereiche für die 1. und 2. Klasse. Also sonderte sich

nicht nur der Adel von den Bürgern ab, sondern selbst die Bürger

untereinander. Selbst ein Gepäcklager mit Münzwaage zur

Kontrolle des Gepäcks beherbergte das Gebäude. Beim Ausbau

der Stadtautobahn verschwanden etliche Bauwerke der Bahn.

Bei Ed’s Bräustüble etwa ein Stellwerk, eine Bahnmeisterei an

der Adamistraße und ein Wohnhaus für Bahnarbeiter im Rummental.

Und im Fürstenbahnhof? Da herrscht bis heute noch

viel Verkehr. Kundenverkehr. Denn seit 1992 kümmert sich das

Team um Heidi Scheler gemeinsam um die Haare ihrer Kunden.

Hier wird geschnitten, gefärbt, gewellt und geglättet. Aber auch

die neuesten Neuigkeiten ausgetauscht bei einer schönen Tasse

Kaffee. Wie sich das so gehört auf einem Bahnhof.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 113


HIER WOHNTE …

114 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


… HERZOG CARL EDUARD

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 115


HIER WOHNTE …

116 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


… HERZOG CARL EDUARD

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?

Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises

für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.

SÜC Energie und H 2

O GmbH

energieausweis@suec.de | Telefon: 09561 749-1555

www.suec.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 117


Botschafter

der Region

118 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


BOTSCHAFTER DER REGION

Advertorial

Dieter und Sonja Haimann

vom Immobilienbüro

Engel & Völkers

Wenn die Haimanns reden, glänzen ihre Augen.

Sie sind begeistert von Landschaft, Möglichkeiten,

Veranstaltungen, Unternehmen, die es im Raum

Coburg und Lichtenfels und in umliegenden

Städten wie Kulmbach oder Kronach gibt. „Gerade

das Kulturprogramm hier braucht sich doch auch

international nicht zu verstecken“, schwärmt Dieter

Haimann, und seine Frau und Geschäftspartnerin Sonja

Haimann legt noch einen drauf: „Wir lieben das Leben

hier.“ So sehr, dass sie in diesem Jahr kaum Urlaub

gemacht haben. „Warum sollten wir denn weg?

Es gibt doch hier wahnsinnig viel zu entdecken.“

Die beiden versprühen einen Enthusiasmus,

den man bei ihrem Berufsstand – ehrlicherweise

- nicht gleich erwartet: Dieter aus

Forchheim und Sonja aus Nordrhein-Westfalen

sind seit zwei Jahren Lizenznehmer des

international renommierten Immobilienbüros

„Engel & Völkers“, sie leiten das Coburger

Büro in der Ketschengasse 41. Immobilien - da

geht es um Objekte, um Lage, Quadratmeter,

Baujahr, Preis, um knallharte Fakten also,

um das Geschäft eben. Aber doch nicht um

Leidenschaft? „Doch, natürlich“, lacht Dieter

Haimann, „wir brennen für außergewöhnliche

Immobilien und diese Region.“

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 119


BOTSCHAFTER DER REGION

Landschaft, Freizeit, Kultur, tolle Unternehmen,

eine gute Verkehrsanbindung, wenig

Kriminalität, wirtschaftliche Entwicklung.

„Veranstaltungen in der Region wie den Firmenlauf

in Bad Rodach, das Altstadtfest in

Seßlach unterstützen wir, sind Sponsor des

HSC Coburg, Heimspiele lassen wir uns nicht

entgehen.“ Das alles hat es den Haimanns angetan.

„Es ist doch eine pure Freude, hier leben

zu dürfen. Und mit dieser Lebensqualität

werben wir für die Region.“ Grundstücke,

Einfamilienhäuser, Wohnungen sind gefragt.

„Wir bekommen viele Anfragen über unser

Netzwerk aus München oder Berlin – der

ganzen Republik.“ Menschen, die das Leben

in einer Metropole satthaben, die ländliche

Lebensqualität suchen und dennoch nicht auf

ein breites kulturelles und urbanes Angebot

verzichten wollen, Anleger, die Oberfrankens

Mietobjekte für sich entdeckt haben, weil hier

niedrige Kaufkosten auf ordentliche Mieten

treffen. „Kapitalanleger bekommen hier eine

attraktive Rendite bei einem guten und fairen

Mietniveau.“

Um die 25 Objekte hat man bei Engel & Völkers

in Coburg immer parallel im Angebot. „Einige

Immobilien aber kommen überhaupt nicht in

die öffentliche Vermarktung“, erklärt Dieter

Haimann. Die eigene Kartei nämlich umfasst

über 1.200 Kunden, die aktiv nach Immobilien

suchen. Das Engel & Völkers Netzwerk mit

weltweit ca. 800 Standorten steht darüber hinaus

zur Verfügung, dann ein Newsletter, und

erst, wenn sich dann immer noch kein Interessent

gefunden haben sollte, wird das Haus,

Grundstück oder die Wohnung öffentlich angeboten.

„Davor geht das alles vertraulich über

die Bühne, keine Öffentlichkeit, kein Nachbar

bekommt mit, dass ein Objekt verkauft wird.“

Immobilienverkauf ist eben Vertrauenssache –

und ganz viel Leidenschaft.

Das Preis-Leistungsverhältnis also passt. Der

Standort boomt. Das wäre die ganz nüchterne

Analyse. Aber die Haimanns wären nicht die

Haimanns, wenn sie es dabei belassen würden:

„Wer sich mal auf Entdeckungsreise im Coburger

Land oder im Maintal oder in Richtung

Frankenwald macht, der stößt auch immer

wieder auf ganz besondere Immobilien.“ Dieter

und Sonja erzählen vom Luxus-Bungalow

mit Pool, „den sich in Metropolen kaum einer

leisten kann, hier aber schon“, vom Wohnen

auf fast 600 Quadratmetern in historischen

Klostergemäuern, von der Senioren-Wohngemeinschaft

im sanierten Schulhaus bei Kronach,

„ein echtes Modell für die Zukunft, weil

jeder sein eigener Herr bleibt in seinem Eigentum,

wichtige Dienstleistungen und Alltagshilfe

aber zentral angeboten werden.“

„Es ist doch eine pure Freude, hier leben

zu durfen. Und mit dieser Lebensqualitat

werben wir fur die Region.“

120 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


ENGEL & VÖLKERS

Das Team von Engel & Völkers Coburg: Nina Scherbel, Jan Luca Erichreineke, Sonja und Dieter Haimann, Romina Leicht und Florian Diezmann

Erfahrung seit über 40 Jahren

Engel & Völkers steht für Tradition und hohe

Dienstleistungsqualität in Sachen Immobilien. Seit

über 40 Jahren ist das Unternehmen in der Vermittlung

hochwertiger und besonderer Immobilien tätig. Engel

& Völkers ist mittlerweile an über 800 Standorten in

33 Ländern auf vier Kontinenten mit mehr als 12.200

Mitarbeitern vertreten – damit ist Engel & Völkers

ein weltweit führendes Dienstleistungsunternehmen

für private und institutionelle Kunden. Die

Dienstleistungspalette umfasst die Beratung, die

Vermietung, den Verkauf oder auch Bewertungen

rund um Immobilien. Dieses Know-How ist seit zwei

Jahren auch für die Region rund um Coburg verfügbar.

Engel & Völkers Coburg

Ketschengasse 41 • 96450 Coburg

Tel.: +49 (0)9561 795 2400 • coburg@engelvoelkers.com

www.engelvoelkers.com/coburg • Immobilienmakler

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 121


122 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


DRUCKEREI & COPYSHOP

Advertorial

GRÖSSER.

SCHÖNER.

BESSER.

DCT Copyshop und Druckerei

ab sofort unter einem Dach

in Coburg-Scheuerfeld

Ein Standort, das heißt effizienteres Arbeiten, das

heißt ein starkes Team, das heißt ein Lager. Diese

Vorteile gibt DCT an alle Kunden weiter: Kopieraufträge

oder Bestellungen von Drucksachen stehen

durch die Zusammenlegung jetzt noch schneller und

günstiger zur Verfügung. Außerdem finden sich direkt

vor dem DCT Copyshop in der Nicolaus-Zech

Straße in Coburg auch viel mehr Parkplätze als bisher

in der Innenstadt.

Alle Kunden erwartet dort das kompetente Kundencenter

der DCT mit den bekannten Ansprechpartnern.

Auch die gesamte Leistungspalette des

bisherigen Copyshops von DCT steht weiterhin zur

Verfügung:

Klassisches Kopieren

Farbkopieren

Posterdruck

Fotodruck

Laminieren

Scannen

Textildruck

Buchbindung

Die Frage, ob kopieren oder drucken, stellt sich durch

die Zusammenlegung ab sofort auch nicht mehr: Neben

den Mitarbeitern des Copyshops stehen für spezielle

Fragen auch die Experten aus der Druckerei zur

Verfügung. Das bedeutet eine größere Auswahl an

Produkten, mehr Kreativität und vor allem eine beeindruckende

Flexibilität.

Die DCT GmbH ist eine der modernsten mittelständischen Druckereien im

süddeutschen Raum. 1983 gegründet, tritt das heute 85-köpfige Team für

innovative Drucklösungen und ein Höchstmaß an Qualität in den Spezialbereichen

Druckveredelung, Offset-, Digital- und Großformat-Druck an.

DCT GmbH

Nicolaus-Zech-Straße 64 – 68

96450 Coburg – Scheuerfeld

Telefon: 09561 8345-0

E-Mail: info@dct.de

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag

8.00 bis 18.00 Uhr

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 123


Advertorial

KULTURTIPPS

KULTUR

Veranstaltungen, Konzerte, Theater, Ausstellungen, Lebensart und

alles, was Freude macht. Zusammengestellt von Anja Hampel.

THEATER

Foto: wikipedia.de

THEATRE & MUSIC IN THE SLAUGHTERHOUSE

Vom prachtvollen Großen Haus des Landestheaters in die ehemalige

Schlachterei Schlick im Steinweg - Schon zum zweiten Mal tauscht das

Ensemble des Landestheaters Coburg diese beiden ungleichen Locations. Die

Abende „Theatre & Music“ entstanden in Kooperation mit der Wohnbau und

Stadtentwicklungsgesellschaft Coburg GmbH. An sechs Donnerstagen dürfen

sich Kunst- und Kulturinteressierte zwischen Kacheln und Fleischtheke in der

alten Metzgerei auf kleine, feine, experimentelle, performative, musikalische und

cineastische Abende aller Sparten freuen.

JUGEND OHNE GOTT

Die Zeit des aufkeimenden Faschismus im Jahr 1936 steht im Zentrum des Stücks

nach dem gleichnamigen Roman von Ödön von Horváth. Die junge Generation

wird ohne Individualität, ohne eigenes Urteilsvermögen und ohne humanitäre

Werte wie Empathie großgezogen. Dass seine Schüler die propagierte Weltsicht

so unreflektiert übernehmen, stört den Lehrer im Stück. Allerdings will er seinen

Ruhestand nicht gefährden und schaut weg. Auch, als er einen folgenschweren

Fehler macht: Heimlich öffnet er ein Kästchen, um das Tagebuch des Schülers

Z zu lesen. Dieser verdächtigt Mitschüler N, der kurz darauf erschlagen im Wald

gefunden wird. Der Lehrer schweigt. Erst als Z vor Gericht landet, macht der

Lehrer reinen Tisch. In der Spielfassung von Kristo Šagor zeigt „Jugend ohne

Gott“, wie schnell die demokratische Grundordnung aus der Balance geraten kann.

Wann? 10. Oktober um 19 Uhr (weitere Termine bis 4. Juni 2020)

Wo? Schlick 29, Steinweg 29, Coburg

Weitere Infos? www.landestheater-coburg.de

Wann? Premiere am 6. Dezember um 20 Uhr (weitere Termine bis April 2020)

Wo? Reithalle des Landestheaters Coburg

Weitere Informationen? www.landestheater-coburg.de

124 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


KULTURTIPPS

MUSIKALISCHES

DIE HISTORISCHE GLASHARFE BIS HEUTE – EINE KLANGBEGEGNUNG

Foto: glasmuseum.kunstsammlungen-coburg.de

David Sheppy -

the man behind our

Best English

Somerset

Cider

Die originale Glasharfe von Erich Nauwerck ist eine

echte Rarität. In Rödental erklingt sie zum ersten Mal

seit 100 Jahren. Die Musikerin Susanne Würmell hat

das außergewöhnliche Instrument für sich entdeckt

und versetzt die 43 handgefertigten Kristallgläser mit

zehn Fingern und ein bisschen Wasser in Schwingung.

Die Volkshochschule Coburg und das Europäische

Museum für Modernes Glas laden gemeinsam zu dem

außergewöhnlichen Konzert ein. Susanne Würmell

spielt dabei u.a. Stücke von Wolfgang Amadeus

Mozart, Bruno Hoffmann, Johann Abraham Peter

und anderen. Ihre Musik begeisterte schon im

ausgezeichneten Kurzfilm „Kristall“ bei den 59.

Filmfestspielen in Cannes. Auch in der Berliner

Philharmonie wurde die Glasharfenistin schon

gefeiert.

Wann? 21. November um 19.30 Uhr

Wo? Europäisches Museum für Modernes Glas, Rödental

Weitere Informationen? glasmuseum.kunstsammlungen-coburg.de

David Sheppy

Master of Cider

Seit über 200 Jahren ist SHEPPY‘S für

die Herstellung feinster Cider bekannt.

Master of Cider David Sheppy führt

die Firma in der sechsten Generation.

Wir führen 9 Sheppy‘s Cidersorten.

SEIT ÜBER15 JAHREN

STREICHSALAT – KINDERKONZERT

Was braucht es, um ein Konzert so richtig zu

verkorksen? Wenn der Dirigierstab fehlt, das

Musikstück noch gar nicht fertig ist und die Musiker

nicht genug geübt haben, stehen die Chancen

für ein Fiasko nicht schlecht. Zum Glück können

die kleinen Zuhörer helfen! Beim Kinderkonzert

Wann? 17. Oktober um 10 Uhr und 9. November um 11 Uhr

Wo? Landestheater Coburg, Spiegelsaal im Großen Haus

Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

„Streichsalat“ des Landestheaters versuchen Herr

Taktstock (Frederik Leberle) und die Musiker des

Philharmonischen Orchesters, das Beste daraus zu

machen – natürlich mit Hilfe ihres Publikums! Das

kann sich auf kurze Stücke von Mozart bis Vivaldi

freuen.

BEST ENGLISH CIDER

Ernstfarm Coburg, Kürengrund 80,

Mobil 0171 9234203 . Öffnungszeiten:

Di.,Do.,Fr.:15-18 Uhr, Sa:14-18 Uhr

www.ciderhof.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 125


KULTURTIPPS

ALTE BEKANNTE – „WIR SIND DA!“

Sie kommen ohne Klavier, Gitarre, Bass oder Drums aus. Ihre Instrumente

sind ihre Stimmen. Die fünfköpfige A-Capella-Band Alte Bekannte geben auf

der Bühne des Kongresshauses Popmusik mit deutschen Texten zum Besten –

emotional, mitreißend, bissig und humorvoll.

Wann? 11. Oktober um 20 Uhr

Wo? Kongresshaus Rosengarten, Coburg

Weitere Informationen? www.kongress-coburg.de

Foto: altebekannte.band

Ludwig

Richter

Schöne heile Welt

20.10.2019

19.01.2020

Di bis 20 Uhr

Mi bis So 10 – 17 Uhr

museumgeorgschaefer.de

Ludwig Richter: Frau mit Kindern an der Quelle / Am Brunnen, 1868

© Museum Georg Schäfer, Schweinfurt

126 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


KULTURTIPPS

Mein erstes Mal

im Kongresshaus

Rosengarten?

Foto: www.martin-tingvall.com

„War vor über 60 Jahren.

Seither genieße ich die

MARTIN TINGVALL – PIANO-JAZZ-SOLO

Dem schwedischen Pianisten Martin Tingvall ist gelungen, was in der Jazz-Szene

eher selten ist: Er ist nicht nur unter Kritikern und Jazz-Enthusiasten beliebt,

sondern auch im Mainstream angekommen. Tingvall landete mit seinem Tingvall-

Trio auf Platz eins in den Jazz-Charts, in den deutschen Pop-Charts und hat

diverse Auszeichnungen, darunter mehrere ECHOS, eingeheimst. Außerdem

schreibt Tingvall Musik für andere Künstler, für Theater- und Filmproduktionen.

Mit seinem neuen Album „The Rocket“ kommt er jetzt solo nach Coburg.

besondere Atmosphäre.“

Ingrid Scholz

Wann? 17. November um 18 Uhr

Wo? Leise am Markt, Coburg

Weitere Informationen? www.leise-am-markt.de

Foto: www.landestheater-coburg.de

WUNDERLAND

Drei Sänger und vier Instrumente entführen die Zuhörer tief in den Kaninchenbau

und in eine wundersame Welt. Angelehnt an Lewis Carrolls Romanklassiker „Alice

im Wunderland“ zeigt der Songzyklus in Kooperation mit der Oper Dortmund,

dass im Wunderland eben alles möglich ist – vom Nichtgeburtstag bis hin zu

Antworten, für die es keine Fragen gibt. In „Wunderland“ trifft das Publikum

die Kultfiguren aus dem Buch wieder: den verrückten Hutmacher, das weiße

Kaninchen und natürlich Alice, die durch das bunt-skurrile Wunderland spaziert.

Die Musik ist genauso bunt und reicht von Jazz und Folk über Blues-Rock bis hin

zum Zwölfton-Kontrapunkt.

Wann? 23., 25., 27. und 29. Oktober um jeweils 11 Uhr

Wo? Reithalle, Landestheater Coburg

Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

Kongresshaus Rosengarten.

Der Ort für besondere Momente.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 127


KULTURTIPPS

TANZ

KABARETT

Foto: www.landestheater-coburg.de

Foto: www.hagenrether.de

BALLET ROCKS!

Mit einer getanzten Rockrevue bringt Ballettdirektor Mark McClain mit

seinem Ensemble das besondere Lebensgefühl des Rock auf die Bühne –

wild, freiheitsliebend, rebellisch, aber auch sexy und romantisch. Auf einer

rasanten Reise durch die Musikwelt erlebt das Publikum harte E-Gitarren-Riffs,

charismatische Stimmen und treibende Beats gepaart mit der Ästhetik des Tanzes

- Rockklassiker von den Beatles und Elvis über die Rolling Stones, U2 und Guns n´

Roses bis hin zu Bon Jovi und den Imagine Dragons inklusive.

HAGEN RETHER – LIEBE

Am Ende des Abends hat sein Publikum einen anderen Blick auf die Welt, auf

die Zukunft und teilweise sogar auf sich selbst. Hagen Rether schafft es scheinbar

mühelos, sein Publikum mit Klavier und Stimme zu einem Perspektivwechsel zu

verführen.

Wann? Premiere am 26. Oktober um 19.30 Uhr (weitere Termine bis 22. 02.2020.)

Wo? Großes Haus, Landestheater Coburg

Weitere Informationen? Am 17. Oktober findet um 18.30 Uhr ein

kostenloses Werkstattgespräch zum Stück statt

Alle Informationen: www.landestheater-coburg.de

Wann? 8. November um 20 Uhr

Wo? Kongresshaus Rosengarten, Coburg

Weitere Informationen und Tickets? www.kongress-coburg.de

Unsere Veranstaltungen im Herbst

Unsere Veranstaltungen im Herbst

KONGRESSHAUS-HIGHLIGHTS IM HERBST

19.10. Faisal Kawusi – „Anarchie“

21.10. Lazarus String Quartett – Konzert

29.10. SIXX PAXX – „followme Tour“

31.10. Barclay James Harvest

RetrospectiveTour 2019

02.11. YAKARI

Figurentheater für Kinder

04.11. Pater Anselm Grün - Vortrag

07.11. Urban Priol – „Im Fluss“

08.11. Hagen Rether – „Liebe“

09.11. 26. Bürger- und Polizeiball

14.11. VIVA VOCE – „Es lebe die Stimme“

16.11. Frankenmasters 2019

Tanzsportgarde Coburger Mohr

23.11. Rolf Miller – „Obacht Miller“

24.11. Bastel- und Kunsthandwerkermarkt

30.11. Xmas Con

Anime-Manga-Weihnachtsconvention

02.12. Moskauer Jölkafest

Russisches Kindertheater

Weitere Weitere Informationen Informationen unter: unter: www.coburg-kongress.de

www.coburg-kongress.de

Berliner Platz 1 96450 Coburg Tel.: 09561 89-830 Fax: 09561 89-8384 info@kongress.coburg.de www.coburg-kongress.de

Berliner Platz 1 96450 Coburg Tel.: 09561 89-830 Fax: 09561 89-8384 info@kongress.coburg.de www.coburg-kongress.de

128 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


HANDBALL SEIT 2000

KULTURTIPPS

FESTE UND MÄRKTE

HEIMSPIELE DES

HSC 2000 COBURG

COBURGER WEIHNACHTSMARKT

Nicht nur die Coburger halten diesen Weihnachtsmarkt für den schönsten. Wie

sich die Buden rund um die Prinz-Albert-Statue drängen. Wie sich die klammen

Finger unter dem Sternenhimmel am ersten, dritten oder vielleicht sogar vierten

Glühwein festklammern. Wie jeder Exil-Coburger in der Vorweihnachtszeit in

die Stadt zurückkehrt – und natürlich auch dem Weihnachtsmarkt einen Besuch

abstattet. Spezialitäten, Kunsthandwerk, Feuerzangenbowle für einen guten

Zweck und sogar Spezialitäten und Schönes aus den Coburger Partnerstädten

Oudenaarde und Isle of Wight – all das gibt es auf dem Marktplatz vor dem

Rathaus.

Wann? Vom 29. November bis 23. Dezember von 11 Uhr bis 21.30 Uhr

Wo? Marktplatz, Coburg

Weitere Informationen? www.coburg.de

VORTRÄGE

PATER ANSELM GRÜN

Der Benediktinerpater lebt nicht zurückgezogen von der Welt, sondern zieht wie

ein Popstar die Massen an – ganz unabhängig von Konfession und Weltanschauung.

Seine Bücher sind Bestseller, weltweit hat Pater Anselm Grün über 14 Millionen

Exemplare verkauft. Seine Anhänger suchen bei ihm Hilfe in schwierigen

Lebenslagen und Anregungen zu Psychologie, Glauben und Spiritualität. Sein

Thema im Kongresshaus sind die verschiedenen Aspekte der Zufriedenheit.

Foto: coburger-weihnachtsland.de

HSC

COBURG

HSC 2000 COBURG –

ASV HAMM-WESTFALEN

Samstag, 02.11.2019 | Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 COBURG –

THSV EISENACH

Samstag, 16.11.2019 | Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 COBURG –

HANDBALL SPORT

VEREIN HAMBURG

Samstag, 30.11.2019 | Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 COBURG –

DJK RIMPAR WÖLFE

Samstag, 14.12.2019 | Anwurf: 19:30 Uhr

Wann? 4. November um 20 Uhr

Wo? Kongresshaus Rosengarten, Coburg

Weitere Informationen? www.coburg-kongress.de

in der

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 129


KULTURTIPPS

Advertorial

DAS KONGRESSHAUS ROSENGARTEN

ÄSTHETISCH UND VIELSEITIG

Inmitten der Stadt und dennoch im Grünen liegt das Kongresshaus Rosengarten.

Für Coburger und Besucher der Vestestadt ist das architektonisch interessante

Gebäude die Adresse, wenn es um gesellschaftliche, wirtschaftliche oder

kulturelle Veranstaltungen geht.

Das Ambiente, die schlichte Eleganz und der Blick ins Grüne bieten den geeigneten

Rahmen für Kongresse, Seminare und Bälle, ebenso wie für Auftritte von

Künstlern oder Konzerte aller Art. „Unsere Kunden kommen immer wieder gerne

nach Coburg“, freut sich die Leiterin des Kongresshauses, Karin Schlecht. Für

Veranstaltungen stehen verschiedene klimatisierte Räume in unterschiedlichen

Größen und Ausstattungen bereit.

Im Festsaal haben bis zu 1100 Personen Platz. Die Bühnengröße lässt sich flexibel

einstellen. Die Seminar- und Tagungsräume im Obergeschoss können durch

Trennwände verkleinert oder vergrößert werden. Moderne Ausstattung in allen

Räumen ist selbstverständlich.

Auch die großzügige Dachterrasse darf genutzt werden, sei es für Gespräche in

lockerer Atmosphäre oder zum Entspannen in der Pause. Von der Terrasse haben

die Besucher eine herrliche Aussicht ins Grüne: Direkt vor dem lichtdurchfluteten

Haus liegt der Rosengarten. Die grüne und blühende Oase lädt zum Verweilen und

Flanieren ein. Die Gestaltung ist dem Kongresshaus in der Formgebung angepasst.

Die geschwungenen Wege des Rosengartens setzen die Rundungen des Gebäudes

fort – Rosengarten und Kongresshaus mit seiner auffallenden Glasfassade fließen

ineinander über.

Zum Wohlfühlen trägt aber vor allem auch das Team des Kongresshauses

bei, das bei allen Fragen rund um den Ablauf der Veranstaltungen oder dem

Rahmenprogramm mit Rat und Tat weiterhilft. „Wir unterstützen unsere Kunden

gerne und kompetent “, so Karin Schlecht.

Überhaupt befindet sich nur wenige Gehminuten vom Kongresshaus entfernt

das Zentrum mit dem historischen Marktplatz – übrigens einer der schönsten

in ganz Deutschland. Auch Landestheater, Schloss Ehrenburg oder Hofgarten

sind auf kurzem Weg zu erreichen. Vom Hofgarten gelangt man zu Fuß zur Veste

Coburg, die mit ihren Kunst-, Glas- und Waffensammlungen von internationaler

Bedeutung ist. Wer es bequemer haben möchte, erreicht die Veste auch mit dem

Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Naherholungsgebiete und eine reiche

kulturelle Vielfalt runden einen Besuch in Coburg ab.

Das Ambiente des Kongresshauses Rosengarten und die Attraktivität der

ehemaligen Residenzstadt mit ihrer Umgebung lassen jedes Event zu einem

unvergesslichen Erlebnis werden.

Und noch etwas: In unmittelbarer Nähe des Kongresshauses befinden sich auf dem

Ketschenanger und in den Parkhäusern Zinkenwehr und Albertsplatz Parkplätze

in ausreichender Zahl.

Das besondere Ambiente, Flexibilität und Know-how machen das

Kongresshaus Rosengarten zu einem besonderen Ort der Begegnung.

130 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 131


KULTURTIPPS

Advertorial

BUCHEMPFEHLUNG

MARTIN VÖGELE VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN

„Im Internet können die Armen jeden Tag beobachten, wie die Superreichen leben.“

Mit „#KillTheRich. Wer Neid sät, wird Hass ernten“ ist dem jungen Autor Lucas Fassnacht ein packender,

hochaktueller und beklemmender Politthriller der Spitzenklasse gelungen.

Seine Faszination zieht das Buch zum einen aus der Tatsache, dass es nicht großer Phantasie bedarf, sich das

Geschilderte vorzustellen. Zum anderen sind die handelnden politischen Akteure real und die vorkommenden

internationalen Institutionen ebenfalls. Neben bedeutenden Politiker*innen spielen auch die EU und die UN

wichtige Rollen.

Das beschriebene Szenario ist realitätsnah: Die Reichen und Mächtigen der Welt haben es zu weit getrieben.

Täglich können die Zurückgelassenen, chancenlos und wütend, auf ihren Smartphones mit ansehen, wie es

in der Hochglanz-Welt der Schönen und Reichen zugeht. Ein Panoptikum unfassbaren Reichtums tut sich

auf ihren Bildschirmen auf, Hochmut, Hohn und Dekadenz werden live und ungefiltert übertragen. Die

Perspektivlosen sind nicht länger bereit, den Preis für Machtmissbrauch, Korruption und Vetternwirtschaft

zu bezahlen und begehren auf.

Gebundenes Buch

mit Schutzumschlag, 688 Seiten:

ISBN: 978-3-7645-0675-9

22,00 Euro

eBook:

ISBN: 978-3-641-23159-0

14,99 Euro

Hörbuch / MP3-CDs:

ISBN: 978-3-8371-4793-3

22,00 Euro

Das Außergewöhnliche und Beklemmende an dem in #KillTheRich geschilderten Szenario ist, dass sich einer

dieser zunächst lokal begrenzten Proteste - gespeist aus Frustration, Armut und Perspektivlosigkeit - wie ein

Lauffeuer um den Globus verbreitet. Befeuert vom Internet geraten zunächst Brasilien, dann Russland, Asien,

die USA und schließlich Europa aus den Fugen. Die Welt steht buchstäblich in Flammen.

Zeitgleich recherchiert ein indischer Journalist in einem Fall mit unglaublicher Brisanz. Es geht um ein

weltweites Netzwerk politischer Einflussnahme mit einer nie da gewesenen politischen Sprengkraft. Die

Niederländerin Conrada van Pauli, die beim Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) tätig ist und sich zu

einer zentralen Figur des Geschehens entwickelt, feilt an einem kühnen Plan, um die globalen Unruhen zu

befrieden. Um die Vollversammlung der Vereinten Nationen von ihrer radikalen zu überzeugen, ist sie bereit,

bis zum Äußersten zu gehen.

Ob es ihr gelingt? Finden Sie es heraus. Sie werden die Lektüre nicht bereuen!

INHALTSANGABE

Was, wenn unsere Welt vor einem globalen

Bürgerkrieg steht – den nur zwei Personen verhindern

können?

Ein achtloser Online-Post stürzt die ganze Welt

ins Chaos: Die Armen erheben sich gegen die

Reichen, der Zorn derer, die nichts haben,

lodert hoch. Nur Tage später kommt es überall

zu Unruhen, Demonstrationen und Anschlägen.

Straßenschlachten und Polizeigewalt bestimmen

das tägliche Leben – alles dokumentiert unter dem

Hashtag „KillTheRich“. Und das ist erst der Anfang! Es

gibt nur zwei Personen, die den globalen Bürgerkrieg

noch verhindern können: die mutige niederländische

Diplomatin Conrada van Pauli und der alternde

indische Starjournalist Bimal Kapoor. Während

Conrada nach Brasilien reist, um sich ein Bild der

Lage zu machen, verfolgt Bimal eine Spur, die nach

Frankreich führt. Doch beide haben sich mächtige

Feinde gemacht, die vor nichts zurückschrecken

werden ...

LUCAS FASSNACHT

… wurde 1988 in Dieburg geboren; zurzeit wohnt er

in Nürnberg, nachdem er in Erlangen Altgriechisch,

Germanistik und Linguistik studiert hat. Neben seiner

Arbeit als Autor gibt Fassnacht Workshops für

Kreatives Schreiben. Er veranstaltet regelmäßig Literatur-Shows

in Nürnberg und Erlangen. Von März

bis November 2015 leitete er eine Poetry-Slam-Werkstatt

mit Mittelschülerinnen und -schülern der Nürnberger

Südstadt, welche mit der Kamera begleitet

wurden. Der entstandene Dokumentarfilm Südstadthelden

feiert Anfang Oktober 2019 Premiere im Rahmen

des Internationalen Nürnberger Filmfestivals

der Menschenrechte. »#KillTheRich. Wer Neid sät,

wird Hass ernten« ist sein Debüt als Thrillerautor.

Ein komplexer Politthriller, der Sie mit auf eine

atemberaubende Hetzjagd um die Welt nimmt – jung,

frisch, klug und hervorragend recherchiert!

132 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019

©Frank Hanewacker


Advertorial

AUSGEWÄHLTE EVENTS VOM VERANSTALTUNGSSERVICE BAMBERG

HERBSTFLIMMERN

Der Open-air-Sommer 2019 ist Geschichte – mit Rekordbesuch auf dem Coburger Schlossplatz

und vielen anderen Konzerten unter freiem Himmel zum Beispiel auf Kloster Banz oder im Park

von Schloss Eyrichshof. Schade. Aber auch im Herbst bietet der Veranstaltungsservice Bamberg ja

tolle Konzerte andere Höhepunkt in der Region.

BARCLAY JAMES HARVEST FEAT. LES HOLROYD

31.10.2019 | 20 Uhr | Kongresshaus Coburg

Vor 50 Jahren starteten Barclay James Harvest um Gründer Les Holroyd in

Oldham/ Manchester ihre musikalische Reise. Auf ihrer „Retrospective Tour 2019“

wird die legendäre Band dieses Jubiläum weiterhin feiern. Die wohl subtilsten

Vertreter des Klassik-Rock-Genres fanden 1967 zusammen und begeistern

seitdem mit schwermütigem Classic-Rock und esoterischen Sphärenklängen. Seit

ihrem Albumdebüt 1970 ist ihr Erfolg ungebrochen. Bandleader und Frontmann

Les Holroyd ist heute wie damals für den unverwechselbaren Sound der Band

verantwortlich und hat ihn entscheidend geprägt. Hits wie „Life Is For Living“,

„Hymn“ und viele andere gehören längst zu den Klassikern der modernen

Musikgeschichte.

HAGEN RETHER

07.11.2019 | 19 Uhr | Konzerthalle Bamberg

08.11.2019 | 20 Uhr | Kongresshaus Coburg

Es ist kein klassisches Kabarett, was Hagen Rether seinem Publikum serviert,

sondern eher ein assoziatives Spiel, ein Mitdenkangebot. Der Kabarettist

verweigert die Verengung komplexer Zusammenhänge und gesellschaftlicher

wie politischer Absurditäten auf bloße Pointen. In aller Ausführlichkeit

verknüpft Rether Aktuelles mit Vergessenem, Nahes mit Fernem, stellt infrage,

bestreitet, zweifelt. An zentralen Glaubenssätzen westlicher „Zivilisation“ rüttelt

er gründlich, sogenannte Sachzwänge gibt er als kollektive Fiktionen dem

Gelächter preis. Mit überraschenden Vergleichen verführt er das Publikum zum

Perspektivwechsel – zu einem anderen Blick auf die Welt, in die Zukunft, in den

Spiegel, auch unbequemer Wahrheit ins Auge. Und er ruft dazu auf, dass wir uns

von unserer vielfach instrumentalisierten Angst und Wut befreien.

CHIEMGAUER VOLKSTHEATER: BAUER SUCHT…

27.12.19 | 19 Uhr | Kongresshaus Coburg

28.12.19 | 19 Uhr | Konzerthalle Bamberg

02.02.20 | 18 Uhr | Amberger Congress Centrum

In Benis Landgasthof treffen sich jeden Abend drei einsame Gäste: Der Pferdewirt

Tom, der Landwirt Florian und der Forstanwärter Markus. Per Dating-Apps

versuchen die „oaschichtigen“ Jungmänner die jeweils passende Braut zu finden

und beschließen dafür ein eigenes Bewerbungsvideos zu drehen. Dazu stößt die

Lokaljournalistin Kristina. Beim Videodreh präsentiert sich Tom gekonnt mit

einem Bayern-Lied, Markus bringt seine stattliche Figur vorteilhaft ins Bild, nur

Florian braucht hochprozentige Hilfe zur Bekämpfung seines Lampenfiebers,

was wiederum zu massiven Haltungsproblemen führt. Mitten in die Dreharbeiten

platzt der Filmproduzent Olaf und übernimmt sofort die Regie bei der ländlichen

Brautschau: er präsentiert die drei Kandidaten mit einem zünftigen Lederhosen-

Striptease. Unter fachkundigem Handanlegen des Meisters kommt es schließlich

zur alles entscheidenden Frage: wie viel soll „Mann“ zeigen. Wirklich alles?

VIVA VOCE

14.11.2019 | 20:00 Uhr | Kongresshaus Coburg

05.01.2020 | 19:00 Uhr | Konzerthalle Bamberg

VIVA VOCE wird 20 – und die Fans bekommen die Geschenke! Andere brauchen

ein Schlagzeug, Soundeffekte oder gar ein ganzes Orchester, um richtig groß zu

klingen. Bei VIVA VOCE ist das alles völlig überflüssig. Die fünf Sänger ersetzen

mit ihren Stimmen ein ganzes Orchester. Sie sind die „Band ohne Instrumente“

und gleichzeitig die Pop-Stars der deutschsprachigen a cappella Szene. Modern,

mitreißend, originell, witzig, charmant und hochmusikalisch: Das alles

vereinen die Träger des Bayerischen Kulturpreises in ihrer beeindruckenden

Bühnenperformance. Anlässlich des 20-jährigen Bandjubiläums lassen es die

Stimmen-Künstler mit einem Best-Of-Programm wieder einmal so richtig

krachen, wenn es heißt: 20 Jahre „Es lebe die Stimme!“ - Die Jubiläumsshow.

© Nussbaumer & Broell Fotografie

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen,

telefonisch unter der Hotline 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 133


KULTURTIPPS

AUSSTELLUNGEN

CORNELIUS VÖLKER IM KUNSTVEREIN KRONACH

Ein Blick in den Nachbarlandkreis lohnt sich. Der vielfach ausgezeichnete Maler

Cornelius Völker, selbst in Kronach geboren und mittlerweile in Düsseldorf

lebend und schaffend, erlaubt dem Betrachter einen ungewöhnlichen Blick auf

Alltagsszenen, Gegenstände, Menschen. Seine oft großformatigen Ölgemälde

zeigen Ausschnitte von Körperteilen, Feinripp-Unterwäsche, Tassen und Obst

ebenso wie Halbglatzen oder Personen, die sich umständlich ihre Pullover über

den Kopf ziehen.

Wann? Bis 3. November; Öffnungszeiten: Do. – So. 15 bis 18 Uhr

Wo? Galerie im Kreiskulturraum, Siechenangerstraße 13, Kronach

Weitere Informationen: www.kunstverein-kronach.de

oder www.cornelius-voelker.de

DER BESONDERE TIPP

SYMPOSIUM ZUR VERABSCHIEDUNG

VON DR. ALFRED GEIBIG

Dr. Geibig leitete 30 Jahre lang die Abteilung für Historische Waffen in den

Kunstsammlungen der Veste Coburg, hat sich durch Publikationen, Ausstellungen,

Workshops und die ZEITREISE-Veranstaltungen auf der Veste international

einen Namen gemacht. Bevor er in den Ruhestand geht, lässt Dr. Geibig alle

Interessierten in einem Symposium an seiner Expertise teilhaben. Dabei werden

auch weitere Fachleute zu Wort kommen. Es geht um die ergonomische Form

frühmittelalterlicher Schwertgriffe, Saufedern und Bäreneisen, das Baseler

Sturmfass und die Verwendung von Quecksilber in Artillerie und Feuerwerk –

unter anderem. Neben waffenspezifischen Themen geht es auch um Reenactment,

also die möglichst authentische Neuinszenierung historischer Ereignisse, und

Living History - das Darstellen historischer Lebenswelten.

CREAPOLIS REPAIR CAFÉ

Reparieren statt Wegwerfen liegt im Trend. Warum nicht gemeinsam tüfteln und

schrauben, kleben und löten? Ehrenamtliche helfen mit ihrem Know How, jeder

soll aber so viel wie möglich selbst reparieren. Und wer keinen kaputten Toaster,

keinen wackligen Stuhl und kein kaputtes Fahrrad oder Radio mitbringen kann,

hilft einfach den anderen. Werkzeug ist vorhanden.

Wann? 18. Oktober, 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr

Wo? Veste Coburg

Weitere Informationen? Anmeldung bis 11. Oktober

unter sekretariat@kunstsammlungen-coburg.de.

Auf www.kunstsammlungen-coburg.de gibt es auch das

komplette Programm des Symposiums.

Wann? 12. Oktober, 9. November & 14. Dezember jeweils von 14 – 17 Uhr.

Wo? CREAPOLIS-Makerspace, Schlachthofstraße 1, Coburg

Weitere Informationen? Creapolis-Coburg auf Facebook

Anmeldung unter creapolis@hs-coburg.de

134 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM

IN EIGENER SACHE

AKTIV GEGEN PARKINSON

FÜR DEN GUTEN ZWECK

Wir haben in diesem Jahr mehrfach von ihr berichtet

– von der mehrtägigen Fahrradtour des an

Parkinson erkrankten Prinz Andreas von Sachsen-Coburg

und Gotha von Coburg nach Gotha.

Der gute Zweck stand im Mittelpunkt der Aktion des

Rotary-Club Coburg – fast 40000 Euro für Parkinson-Projekte

an der Geriatrie am Klinikum Coburg

gingen ein – und natürlich sollte die Fahrt vor allem

Mut machen, denen, die auch an Parkinson erkrankt

sind, sich nicht zu verstecken. Eine lobenswerte

Initiative, finden wir, und haben deswegen im Rahmen

der Museumsnacht im Vermessungsamt viele

Bilder der Tour gezeigt und die filmische Zusammenfassung

von iTVCoburg. Zahlreiche Besucher

würdigten die Aktion – und trafen dabei auch Prinz

Andreas persönlich, der für einige Stunden selbst

vor Ort war.

Haben Sie auch Interesse?

PREMIUM

PARTNER

Infos unter

www.coburger-magazin.de/premium-partner

PREMIUM PARTNER

… LIEGEN UNS AM HERZEN

Ein Partner, das ist jemand, auf den man sich verlassen

kann - und der sich auf einen verlassen kann.

So etwas sind unsere PREMIUM-PARTNER.

Langfristige Bindungen geben Sicherheit – auf beiden

Seiten. Auch in diesem Magazin sind wieder

einige Geschichten von und mit unseren PREMI-

UM-PARTNERN. Danke fürs Vertrauen.

Unsere PREMIUM-KUNDEN 2019:

Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

Autohaus Willy Ernst

Automobile Weberpals

Baugesellschaft Otto Hauch

Bätzoldt oHG

Bodystreet Coburg Heiligkreuz

Buchhandlung Riemann

Ciderhof Coburg

Coburg Stadt und Land aktiv

Connect Telezentrum

Engel & Völkers

Frischecenter Wagner

Friseur Julia Göring Intercoiffure

FVG mbH

Hörgeräte Geuter

HSC 2000 Coburg

IHK zu Coburg

Intersport Wohlleben

iTVCoburg

Kongresshaus Rosengarten

Kunstsammlungen der Veste Coburg

Lasco Umformtechnik

Optik Müller

ROB – Roberto Bauer Herrenmoden

Schumacher Packaging

Sparkasse Coburg – Lichtenfels

Sportland Coburg

Stadtbild Coburg

SÜC

süc//dacor

Thomas Bittorf tb.legal

Tourismus & Stadtmarketing

Citymanagement Coburg

Veranstaltungsservice Bamberg

Vitadrom

Von Poll Immobilien

COBURGER – Das Magazin

Ausgabe 35 / Oktober 2019

Sechster Jahrgang

Auflage 3750 Stück

www.coburger-magazin.de

Verlag:

Markatus

Branding | Marketing | Digital

Coburger Straße 7

96472 Rödental

Telefon 0 95 61 / 973 45 00

www.markatus.de

Herausgeber und Chefredakteur:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Gründungsherausgeber:

Peter Einheuser

Wolfram Hegen

Redaktion/ Autoren dieser Ausgabe:

Wolfram Hegen

Wolfram Porr

Heidi Schulz-Scheidt

Chris Winter

Gabi Arnold

Anne Klopp

Anja Hampel

Fotografen dieser Ausgabe:

Sebastian Buff

Val Thoermer

Yves Alloinde

David Wanka

Titelbild: „Blattsalat“

Projektleitung Coburgs Beste:

Melanie Krempel

Layout/ Illustrationen:

Axel Straubinger

Lisa Obermüller

Grundlayout:

Peter Einheuser

Anzeigengestaltung:

Markatus

Branding | Marketing | Digital

Anzeigenvertrieb:

Wolfram Hegen

hegen@coburger-magazin.de

Anke Feuer

feuer@coburger-magazin.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2019

Druck:

DCT GmbH

www.dct.de

Preis:

kostenlos

Vertrieb:

über 200 Verteilstellen

in Coburg Stadt und Land

Bestellung:

Online über www.coburger-magazin.de

Preis inkl. Verpackung und Versand

innerhalb Deutschlands

5 Euro inkl. MwSt.

Schreiben Sie uns an

hegen@coburger-magazin.de

oder NEU auch an Anke Feuer

AUSGABE feuer@coburger-magazin.de

33 / JUNI 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 135


136 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


GALERIE

G A L E R I E

D A V I D W A N K A

David Wanka, geboren im „grünen Herzen Deutschlands “, hat

einen Gesellenbrief als Fotograf and studierte visuelle Kommunikation

an der Bauhaus Universität Weimar. Seit 2010 arbeitet

er als freischaffender Fotograf in den Bereichen People -und

Interieur und Art Director und ist seit März 2014 in Coburg ansässig.

Er arbeitet für Werbe – und Promotionagenturen, Industrieunternehmen,

Organisationen, Plattenlabels, Magazinen,

Bands, Designern und Jedem mit einer guten Idee.

www.davewanka.com

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 137


GALERIE

www.hoernlein-feyler.de

Kasernenstraße 14 • 96450 Coburg

T. 09561/ 80110

www. hoernlein-feyler.de

Wir setzen auf Spezialisierung.

Maren Feyler

Fachanwältin für Familienrecht

Fachanwältin für Erbrecht

Mediatorin (univ.)

Testamentsvollstreckerin

Wolfgang Hörnlein

Fachanwalt für Medizinrecht

Fachanwalt für Versicherungsrecht

Fachanwalt für Verkehrsrecht

Dr. Thomas Kunze

Fachanwalt für Verkehrsrecht

Frank Sitte

Fachanwalt für Miet- und

Wohnungseigentumsrecht

Lutz Lindner

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für Verkehrsrecht

Heidi Schüler

Fachanwältin für Verwaltungsrecht

Dr. Wolfgang Hacker

Fachanwalt für Medizinrecht

Master in Health and Medical

Management

Karoline Rink

Fachanwältin für Familienrecht

Eva Grabolus

Fachanwältin für Familienrecht

Julia Gremmelmaier

Rechtsanwältin

Jürgen Hopf

Fachanwalt für Miet- und

Wohnungseigentumsrecht

Nadine Werner

Rechtsanwältin

Diese Kanzlei ist nach

ISO 9001:2008 zertifiziert für

anwaltliches Dienstleistungsund

Kanzleimanagement.

138 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


DAVID WANKA

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 139


GALERIE

140 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


DAVID WANKA

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 141


GALERIE

142 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


DAVID WANKA

Gute Geschichten.

Gute Bilder. Gut erzählt.

Imagefilme. Werbespots.

Eventmovies. Erklärfilme.

www.itv-biz.de

www.itv-coburg.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 143


MONACO FRANKE

Die Urlaubszeit ist vorbei. Schee wor’s! Alle sind endlich

wieder dahaam. Gott sei Dank“ wird der eine oder

andere sagen, und damit meint der Monaco jetzt nicht

die Hoteliers und Campingplatzbesitzer auf Mallorca,

an der Costa Blanca, der Adria oder am Gardasee. Zuhause

ist es halt doch am schönsten, wenn man vielen

Heimkehrern glauben darf. So

eine Hymne auf Daheim hört

sich sinngemäß in etwa so an:

„Hier kenn ich mich aus, hier

weiß ich, wos aufm Teller

liegt, hier schmeckt ma mei

Bier – weil bei dem ganzen

Fischgewürm wird ma ganz

annersch und vo‘ dem Sangria

oder dem ‚rosso de la casa‘

kriech ich allweil Sodbrenna!“

Andererseits: ‚Wenn einer

eine Reise tut, dann kann

er was erzählen‘ heißt es so

schön. Und das muss ja nicht

die haarklein detaillierte Beschreibung

des Stuhlgangs

sein, den ein italienisches

Rote-Beete-Risotto, eine

südfranzösische Bouillabaisse

oder eine spanische Paellapfanne

verursacht hat. Ist

es nicht schön, mal den eigenen

vier Wänden zu entfliehen und etwas Neues zu

entdecken? Dolce vita zu genießen, am fernen Urlaubsort

Land und Leute kennenzulernen und deren

Alltag mitzuerleben. Andere Länder, andere Sitten!

Das erweitert den Horizont und macht im Idealfall

aus einem bornierten deutschen Stubenhocker einen

weitgereisten, polyglotten und weltgewandten Globetrotter.

So weit die Theorie. Denn in der Praxis sieht es

doch meistens ein bisschen anders aus. Denn nichts

liegt näher, als eine neue Entdeckung, welcher Art

sie auch sein mag, mit den Verhältnissen daheim zu

vergleichen. Das gilt nicht nur fürs Essen („also, die

Salsiccia is ja ned schlecht. Kamma ned meckern.

Oba es geht halt nix über scheene fränkische Brodworschd!”)

genauso wie für Sehenswürdigkeiten („mir

wor’n doch erschd in Vierzehnheiligen! Jetzt muss

ich mir scho widder lauter Kerng o’schaua!“) oder

Landschaften („a scheene Aussicht hob ich aa vom

Staffelberg. Dafür hätt‘ ma ned dausend Kilomeder

foahrn müssen!“).

Jetzt ist es scho a weng lachhaft, den Staffelberg mit

dem Monte Baldo oder gar einem der Drei- oder Viertausender

in den Alpen zu vergleichen. Und dass die

Oberbayern den Chiemsee als „bayerisches Meer“

rühmen, ist nichts weiter als ein heilloser Euphemismus,

der nette Versuch, darüber hinwegzutäuschen,

dass es in dem fraglos schönen Winkel unseres Bayernlandes

eben keine Brandung, keinen echten Sandstrand

und keinen Horizont gibt. Es würde doch auch

niemand behaupten, dass der Kohlmannsee der fränkische

Lago Maggiore ist. Und gegen den Dom in Florenz

oder die La Sagrada Familia in Barcelona ist die

Stadtpfarrkirche St. Augustin bestenfalls a Kapelln!

Fast jeder kennt auch den Urlaubs-Siebmgscheid –

der, wenn er nicht in der eigenen Familie zu finden

ist, spätestens in der Taverne am Nebentisch sitzt und

dabei so laut doziert, dass man ihm einfach zuhören

MUSS. So erfährt man dann, dass am heimischen

Hausberg Pflanzenarten wachsen, nach denen sich

die Südandorraner die Finger lecken oder dass der

Martin Luther in St. Moriz schon predigte, noch ehe

der Bau überhaupt fertiggestellt war. „Des hod’s ned

amoll in Rom gehm‘.“

DER MONACO FRANKE

Eine Ausnahme? Vielleicht. Sicher bemühen sich viele

unserer Landsleute im Ausland, sind wissbegierig

und passen sich so gut wie möglich an. Die Tatsache,

dass Deutsche u.a. in Spanien als unbeliebteste Touristen

gelten, spricht aber dafür, dass es doch einige

gibt, die das nicht schaffen, sondern sich irgendwie

danebenbenehmen oder sich

so verhalten, dass man sich

fremdschämt - vom Tragen

dieser unsäglichen, abgrundtief

hässlichen Trackingsandalen

an dieser Stelle mal

ganz zu schweigen!

So wurde der Monaco in seinem

Italienurlaub Zeuge der

folgenden Szene: So a schwäbischer

Doldi, der beim Bäcker

vor ihm in der Schlange

stand, zeigte mit Daumen,

Zeige- und Mittelfinger eine

„3“ an, um dann seine Bestellung

aufzugeben: „Quatro

Semmeli, per favore!“ Herrlich!

Iech kumm ausm Lachen

goar nimmer raus!

Der gute Mann wird sicher

froh sein, wenn er wieder seine

Weckle oder seine Brezzle

bestellen kann. Vielleicht ist er ja ein besserer Gastgeber.

Gut möglich, denn immerhin nimmt die Zahl der

Touristen in Coburg oder Bamberg von Jahr zu Jahr

immer weiter zu. Und die würden ja nicht kommen,

wenn alle garschdich zu ihnen wären und es ihnen

hier nicht wenigstens ein bisschen gefallen würde,

oder?! Veste, Marktplatz, Ehrenburg – alles nicht zu

verachten. Erst ein wenig abseits der bekannten Touristenwege

stellt sich die Frage, wieviel Seidla man

ihnen wohl hinterrücks einflößen muss, bis sie alles

supertoll finden. Ganz wie in dem Ballermann-Hit

von Mickie Krause, der singt: „Geh mal Bier hol‘n/

Du wirst schon wieder hässlich/Ein, zwei Bier/und

Du bist wieder schön“!

Schätzla, schau wie iech schau!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

144 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


AUF EIN WORT

In jedem

COBURGER laden wir

an dieser Stelle Coburger

oder Nicht-Coburger

ein, ihre Meinung

zu sagen.

30 JAHRE SPÄTER

Von Jörg Pasztori aus Sonneberg

Es steht wieder mal ein rundes Jubiläum an, allerorten sind Geschichten zu lesen, zu hören und zu sehen,

die die Tage im November 1989 und besonders den für die deutsche Nation im 20. Jahrhundert so schicksalhaften

9. des meist trüben Herbstmonats im Blick haben. Aber wie wichtig ist diese Erinnerung an

den Tag, an dem hier bei uns Sperrzone, Signal -und Metallgitterzaun Löcher bekamen? An den Tag, an

dem die unteilbare deutsche Nation sich dessen zwar noch unbewusst, aber deshalb nicht weniger rasant,

auf den Weg zur Herstellung der staatlichen Einheit gemacht hat. Brauchen wir zum Erinnern daran den

Glanz von Jubiläumsfeiern?

Ja und Nein.

Nein, denn hier in der Region Coburg-Sonneberg haben wir diesen Teil deutscher Geschichte ständig vor

Augen. Seit mehr als 50 Jahren fällt mein Blick aus Sonneberg fast täglich auf die herübergrüßende Veste

Coburg und die Flur zwischen Meilschnitz und Fürth am Berg. Die erste Hälfte dieser 50 Jahre mit der

Gewissheit, diese Orte nie betreten zu dürfen und immer mit der Neugier auf dieses andere Deutschland.

Die zweite Hälfte mit der Dankbarkeit, dass diese Gewissheit dann doch keine war, und in Windeseile

Kalter Krieg und Diktatur den Chancen eines freibestimmten Lebens in diesem anderen Deutschland

gewichen sind.

Erstaunlich aber bleibt, wie lange die Zeit der Teilung in den Menschen nachhallt. Auch wenn die Grenze

dort, wo sie davor für alle sichtbar Rodachtal, Itzgrund und die Linder Ebene zerschnitten hatte, lange

schon verschwunden ist, entfaltet sie doch noch eine unsichtbare Wirkung. Sie hat den Menschen gemeinsame

Zeit geraubt. Zwischen 1945 und 1990 erleben Coburger und Sonneberger gänzlich unterschiedliche

Welten, ohne dass es einen Austausch an Informationen gibt. Zwar überspringen später die elektronischen

Medien Stacheldraht und Minenfelder, erzählen aber nur selten etwas über das unmittelbare Umland. Aus

Neustadt oder Coburg erfährt der Sonneberger nichts. Und auch den Neustadtern bleibt vorerst nur der

Blick vom Muppberg. Die Informationssperre ist perfekt. Sie hat das Potential zur Entfremdung, die später

bei so manchem zu den altbekannten Vorurteilen vom „Besser-Wessi“ und vom „Jammer-Ossi“ führt.

Heute ist nicht alles anders: Information ist frei verfügbar, wird aber gezielt lanciert, Meinungsfreiheit ein

hohes Gut, von manchen aber gezielt missbraucht. Nicht jeder ist Medienflut und Redefreiheit gewachsen.

Parolen von Rechtsaußen im Thüringer Landtagswahlkampf konterkarieren die vermeintliche Meinungsfreiheit

mit unverschleierter Hetze. Der instrumentalisierte Bezug zu den Tagen von 1989 zeigt: Ja, es ist

wichtig, ganz bewusst an diese Tage und ihre Werte zu erinnern. Wir brauchen offensichtlich den Glanz

des Jubiläums.

Und wir brauchen hier bei uns verbindende Lokalmedien, die die relevanten Informationen für die Gesamtregion

aufbereiten. Aber auch da gibt es heute eine Grenze, die zwischen Bayern und Thüringen:

Medienregulierung ist Ländersache und da macht jeder seins. Es gibt sie also immer noch - unsichtbar

zwar, aber wirksam doch.

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 145


Coburger | Das Magazin

erscheint wieder am 11. Dezember 2019

Anzeigenschluss ist

der 27. November 2019.

Zitate zum Tod sind dieses Mal … das Letzte

„Es gibt ein Leben vor dem Tod.“ Wolf Biermann

„Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern.“ Benjamin Franklin

„Der Tod lächelt uns alle an, das einzige was man machen kann ist zurücklächeln.“ Marcus Aurelius

„Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern – Sie könnten an einem Druckfehler sterben.“ Mark Twain

„Sinn des Lebens: Etwas, das keiner genau weiß. Jedenfalls hat es wenig Sinn,

der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.“ Sir Peter Ustinov

„Auch Nichtraucher müssen sterben.“ Friedrich Torberg

„Beim Lesen von Todesanzeigen wird man belehrt, dass nur engelsgleiche Personen diese Welt verlassen.“ Hans Arndt

„Man muss erst einige Male sterben um wirklich leben zu können.“ Charles Bukowski

„Der Tod hat das vollständigste Adressbuch.“ Fred Ammon

146 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019


Schnelles Internet

für die Region.

Verfügbarkeitsabfrage unter www.dacor.de

Kontakt

Öffnungszeiten

Shop Coburg

Telefon: (09561) 97621-0

Mo - Do: 8:30 Uhr - 17:00 Uhr

Schillerplatz 1

E-Mail: vertrieb@dacor.de

Fr: 8:30 Uhr - 14:00 Uhr

96450 Coburg

web: www.dacor.de

AUSGABE 35 / OKTOBER 2019 COBURGER | DAS MAGAZIN 147


Nähe

ist einfach.

Weil man die Sparkasse immer

und überall erreicht.

Von zu Hause, mobil und in

der Filiale.

sparkasse-co-lif.de

148 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 35 / OKTOBER 2019

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!