23.09.2025 Aufrufe

JOB & CHANCEN Frankfurt/Darmstadt/Wiesbaden Herbst-Ausgabe

Ausbildungsmagazin für Schüler:innen

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JOB & CHANCEN

Frankfurt | Darmstadt | Wiesbaden

Herbst 2025

Orientierung

Was kann ich?

Was interessiert mich?

Ausbildung oder Studium?

Studium

Uni oder HAW?

Wichtige Termine

Studienfinanzierung

Start 2026

Ausbildungs- und Studienplätze

mit QR-Codes!



REGION FRANKFURT HERBST 2025

3

JOB & CHANCEN

AKTUELL 4

ORIENTIERUNG

Was will und was kann ich werden 6

Berufe im Bereich Umwelt- und Klimaschutz 8

Berufe im Bereich Digitalisierung 10

Pro und Contra Ausbildung und (Duales) Studium 12

Praktikum als Orientierung 15

FREIE STUDIEN- UND

AUSBILDUNGSPLÄTZE 2026

SPECIAL STUDIUM

Top Studiengänge mit Zukunft 16

Was ist besser – Universität oder Fachhochschule? 18

Der Numerus Clausus (NC) 19

Vom Praktikum bis Anmeldeschluss

Fristen und Termine 20

Welche Abschlüsse gibt es? 22

Studienfinanzierung 23

BBBank 25

F+U Darmstadt 26

Finanzverwaltung Hessen 27

Ludwig Fresenius Schulen 5

Volunta 32

SERVICE

Bücher, Spiele und APPs 28

ZUKUNFT & CHANCEN

Floristik – Kreativität und künstlerische Gestaltung 31

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4

AKTUELL

3 Min.

Doomscrolling (passiver

Konsum sozialer Me-

dien) reichen, dass die

Konzentration sinkt, das

Stresslevel steigt und

Stimmungsschwankun-

gen entstehen.

Influencer Traumjob oder Dilemma?

Wachsende Reichweite bedeutet nicht automatisch mehr Freiheit – im Gegenteil. Viele der

Befragten erlebten den digitalen Erfolg zunehmend als Einschränkung. Sie berichteten von

der Angst, den Erwartungen der Community nicht mehr zu genügen, von innerem Druck

zur Dauerpräsenz – und vom Gefühl, als Mensch hinter dem Content unsichtbar zu werden.

Cybermobbing

Cybermobbing bezeichnet das absichtliche

und wiederholte Belästigen,

Bedrohen, Bloßstellen oder Beleidigen

von Personen über digitale Kommunikationsmittel.

Dazu zählen soziale Netzwerke,

wie beispielsweise Instagram,

TikTok oder YouTube, Foren, Games,

E-Mails und andere Online-Plattformen.

Was tun? Es gibt verschiedene Maßnahmen,

die man gegen Cybermobbing ergreifen

kann:

• Nicht reagieren! Täter erwarten eine

Reaktion. Bleibt diese aus, verlieren

sie eventuell das Interesse.

• Blockieren und Melden: Täter

blockieren und die Vorfälle dem Betreiber

der Plattform melden.

• Unterstützung suchen: Mit Freunden,

Familie oder Vertrauenspersonen

über das Erlebte sprechen. Professionelle

Hilfe von einer Beratungsstelle

kann ebenfalls hilfreich sein.

• Beweise sichern und Anzeige erstatten:

Nachrichten und Screenshots

speichern. Diese können nützlich

sein, wenn man das Mobbing

anzeigt.

Quelle: Debeka

„Ich frage mich manchmal: Existiere ich noch, wenn ich nicht poste?“, beschreibt ein:e

Interviewpartner:in mit über drei Millionen Followern die emotionale Belastung, die mit

dem ständigen Online-Sein verbunden ist.

Fünf paradoxe Motivationsmuster, die zu Beginn der Karriere als Antrieb

dienen – sich im weiteren Verlauf jedoch oft in Blockaden verwandeln:

Die Digitalisierung ersetzt klassische Handwerksmethoden nicht, sie ergänzt und veredelt

sie. Der Zollstock bleibt ein Symbol für Präzision, doch Bauplanungs-Apps, Aufmaß-Scanner

und Augmented-Reality-Anwendungen erweitern die Möglichkeiten. Gleichzeitig

wird Meisterwissen heute durch CAD-Programme, digitale Materialkataloge und 3D-

Drucktechnik unterstützt. Diese Technologien ermöglichen es Auszubildenden, Projekte

gemeinsam mit erfahrenen Fachkräften umfassend zu planen und in hoher Qualität umzusetzen.

1. Positiver Antrieb: Zugehörigkeit

Kipppunkt/Dilemma: Verlust echter Beziehungen, Angst vor Hate.

2. Positiver Antrieb: Prestige & Fame

Kipppunkt/Dilemma: Druck zur Selbstoffenbarung, Kontrollverlust.

3. Positiver Antrieb: Selbstverwirklichung

Kipppunkt/Dilemma: Identitätserschöpfung durch Dauerpräsenz.

4. Positiver Antrieb: Freiheit

Kipppunkt/Dilemma: Anpassung an Plattformregeln & Follower-Erwartungen.

5. Positiver Antrieb: Finanzieller Erfolg

Kipppunkt/Dilemma: Zukunftsangst & finanzielle Abhängigkeit.

Für junge Creator:innen ist es wichtig, frühzeitig über mentale Gesundheit, Zielklarheit

und Exit-Szenarien nachzudenken.

Quelle: EBS Universität für Wirtschaft und Recht

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AKTUELL 5

ARD Jugendmedientag am 12. November 2025:

Demokratie und du!

Vertrauenswürdige und unabhängige Medien sind für den Meinungsbildungsprozess

wichtiger denn je, Qualitätsjournalismus ist ein Fundament für eine informierte, demokratische

Öffentlichkeit. Es geht darum, wie Medien in unserer Demokratie wirken und

welche Rolle junge Menschen dabei spielen. In einer Zeit, in der Debatten häufig im Netz

eskalieren und Fakten umkämpft sind, setzt die ARD mit diesem Format auf Aufklärung,

Dialog und Teilhabe – und macht transparent, wie öffentlich-rechtlicher Journalismus

funktioniert und warum er für eine lebendige Demokratie unverzichtbar ist.

ARD öffnet ihre Türen für Jugendliche

In ganz Deutschland laden die ARD-Medienhäuser Schülerinnen und Schüler ab der achten

Klasse ein. Es gibt Workshops, Diskussionen und die Gelegenheit zum Selbermachen:

Die Jugendlichen erleben Arbeitsabläufe in Redaktionen, produzieren selbst Medienbeiträge

und treffen die Macher von ARD-Angeboten auf Instagram und TikTok.

Livestream wird von einer Jugendredaktion konzipiert

Auch online gibt es ein breites Angebot für die Schulklassen. Unter anderem bringt ein

vierstündiger Livestream Schülerinnen und Schüler direkt ins Gespräch mit Expertinnen

und Experten. Dieser Livestream auf ARD alpha wird erstmalig von einer Jugendredaktion

vorbereitet.

Ich werde

was.

Mit Spaß und

Perspektive!

Breite Vielfalt der Angebote

Wie jedes Jahr gibt es auch jenseits des Themenschwerpunkts viel zu erleben: Führungen

durch die Produktionsstudios und viele praktische Workshops, in denen die Jugendlichen

zum Beispiel Profitipps zum Drehen mit dem Smartphone bekommen, selbst Interviews

führen oder eine eigene Insta-Story produzieren. Außerdem schalten sich ARD-

Journalistinnen und

-Journalisten in die

Klassenzimmer und

gestalten interaktive

Unterrichtseinheiten.

Das komplette Programm,

weitere Informationen

und die

Möglichkeit zur Buchung

der Angebote

gibt es seit dem 24.

September auf ard.de/

jugendmedientag

Unsere Ausbildungen* in Frankfurt

oder Idstein:

Altenpflegehelfer/in

Ergotherapeut/in

Erzieher/in

Pflegefachmann/-frau (auch verkürzt)

Pharmazeutisch-technische/r

Assistent/in (PTA)

Physiotherapeut/in

Sozialassistent/in

* Förderung durch die Arbeitsagentur

möglich

regelmäßige

Infoveranstaltungen

Was? Wann? Wo?

www.ludwig-fresenius.de

www. job-und-chancen.de


6 ORIENTIERUNG

Was will und was kann ich werden?

Ingenieur oder Influencer? Medizin oder Medien? Lebensmittelfachverkäufer oder Lifestyle-Blogger? Wie finde

ich den richtigen Beruf für mich? Was liegt mir und was interessiert mich? Und was nicht? Wer hilft mir bei der

Orientierung?

Manche wissen von vorne herein, was sie machen wollen –

andere nicht. Die Entscheidung über die richtige Berufswahl ist

nicht immer einfach. Die Hauptsache ist auf jeden Fall, überhaupt

erst einmal anzufangen. Eine duale Ausbildung ist immer

ein guter Start und man kann sich von da aus weiterbilden.

Auch beim Studium kann es sein, dass man nach ein, zwei Semestern

feststellt, dass die Wahl nicht ganz die richtige war.

Um möglichst gut einzuschätzen, wo die eigenen Interessen und

Stärken liegen, hier ein paar Tipps.

1. Selbsteinschätzung

Am Beginn der Überlegungen über den zukünftigen Beruf steht

häufig die Frage „Was interessiert mich?“. Das ist grundsätzlich

nicht falsch, allerdings sollten Sie dieses Thema etwas umfassender

angehen. Hilfreich ist es, einmal eine Art „Datenblatt“

von sich selbst anzulegen. Also eine ehrliche (!) Übersicht der

eigenen Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen.

Hierbei geht es nicht um die der schulischen Leistungen, als

vielmehr um eine Art persönlicher Beschreibung.

Also: Mache ich lieber etwas mit den Händen, mit Materialien

und Werkzeug? Oder sitze ich lieber vor dem PC? Faszinieren

mich Technik oder Maschinen ganz allgemein? Gehe ich gern

mit Menschen um? Kann ich andere gut überzeugen oder sogar

begeistern? Mache ich gerne etwas in der Gruppe/im Team?

Oder beschäftige ich mich lieber allein? Bin ich eher analytisch

veranlagt und löse Probleme nach gründlicher Überlegung? Oder

entscheide ich eher schnell und aus dem Bauch heraus? Habe

ich gern Abwechslung und ständig etwas Neues? Oder fühle ich

mich wohler, wenn ich mich auf bestimmte Regeln und Abläufe

verlassen kann? Prüfen Sie sich selbst kritisch: In welchen

Situationen fühlen Sie sich wohl? In welchen eher nicht? Welche

Aufgaben übernehmen Sie freiwillig und wovor drücken Sie

sich?

Wichtige Informationen kann Ihre Freizeit liefern: Was machen

Sie gern? Sind Sie ständig mit Freunden unterwegs oder kennen

Sie eigentlich nur die Playstation so richtig gut? Sind Sie in

einem Verein? Schachspieler oder American Football? Welche

Hobbies haben Sie? Was gefällt Ihnen an Ihren Hobbies besonders?

Achtung: Es geht bei dieser Analyse nicht um Wünsche,

Träume oder Idealvorstellungen, sondern um eine möglichst realistische

Einschätzung Ihrer Person. Und es geht auch nicht

darum, wie „gut“ oder „schlecht“ Sie sind – am Ende dieser

Betrachtung sollte also keine positive oder negative Bilanz stehen

nach dem Motto „Es gibt viel mehr, was ich nicht kann oder

was mich nicht interessiert“.

Zu diesem frühen Zeitpunkt sollten Sie möglichst auch noch

nicht an bestimmte Berufe denken, die Sie interessieren oder

die im Freundeskreis gerade angesagt sind. Und auch die schulischen

Leistungen oder der (angestrebte) Abschluss sollte (noch)

kein Ausschlusskriterium oder eine gedankliche Bremse sein.

Und denken Sie (einmal) nicht ans Geld, also die Verdienstmöglichkeiten!

Schon gar kein Kriterium sollte eine möglichst hohe

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ORIENTIERUNG 7

Ausbildungsvergütung sein – die maximal 3 Jahre als Azubi

gehen relativ schnell vorüber. Wie sich die Gehälter einzelner

Berufsbilder entwickeln, lässt sich nicht wirklich verlässlich prognostizieren.

Selbst ein extrem gutes Gehalt verliert schnell seinen

Reiz, wenn es in einem Job verdient wird, der Ihnen nicht

liegt oder den Sie nicht mögen – Lohn ist kein Schmerzensgeld.

Natürlich verdient ein Bankkaufmann, zumal mit Studium (die finanziell

knappe Studienzeit wird nach dem Abschluss durch höhere

Einstiegsgehälter in der Regel wieder ausgeglichen), mehr

als ein Landschaftsgärtner. Nach 5 oder 10 Jahren Berufserfahrung

werden aber mehr Landschaftsgärtner eine eigene Gärtnerei

besitzen als Bankkaufleute eine eigene Bank – raten Sie

einmal, wer dann die besseren Einkommensmöglichkeiten hat.

2. Überprüfung von außen

Als nächsten Schritt lassen Sie diese Selbsteinschätzung von

jemand überprüfen. Das kann ein guter Freund/eine gute Freundin

sein, die Eltern, ein Lehrer des Vertrauens oder der Trainer

im Sportverein – eben jemand, der Sie gut kennt und halbwegs

ehrlich zu Ihnen ist. Stellen Sie aber nicht die Frage „Ich möchte

Arzt werden – glaubst Du, ich kann das?“. Sprechen Sie

darüber, ob Ihr Bild von sich selbst stimmt oder ob andere Sie

vielleicht anders wahrnehmen. Bitten Sie um eine Einschätzung

Ihrer Person nach ähnlichen Kriterien, aber nicht um die gleichen

Antworten.

Und streiten Sie nicht – es gibt bei diesem Thema kein richtig

oder falsch! Nehmen Sie einen anderen Eindruck oder ergänzende

Hinweis als nützliche Hilfe, nicht als Kritik an Ihrer Person

an! Und sprechen Sie nicht nur mit einer Person über dieses

Thema – je mehr Urteile Sie bekommen, umso besser. Stimmt

danach Ihre eigene Einschätzung und das Feedback der anderen

einigermaßen überein – Glückwunsch! Offenbar kennen Sie sich

recht gut.

Und wenn nicht? Fragen Sie sich kritisch, ob Ihre SELBSTeinschätzung

ehrlich war. Oder ob Sie nicht vielleicht doch auf

einen bestimmten Eindruck, ein „Ziel“ oder ein Ideal hinauswollten.

Und fragen Sie Ihre Gesprächspartner, WARUM abweichende

Eindrücke bei ihnen entstanden sind – Ihr für Sie logisches

Verhalten in einer bestimmten Situation ist für alle anderen vielleicht

völlig unlogisch bzw. wird ganz anders verstanden, als es

Ihre Absicht war.

3. Abgleich

Haben Sie ein einigermaßen zutreffendes Profil von sich erstellt,

ist die nächste Frage die nach den dazu „passenden“ Berufen.

Spätestens an dieser Stelle kommen naturgemäß Eltern, Freunde

usw. ins Spiel. Wichtiger als Fragen nach Gehalt, Arbeitszeit

oder Karrieremöglichkeiten sind in jedem Fall Themen wie „Was

ist der Schwerpunkt der Tätigkeit?“, „Wie sieht ein typischer

Arbeitstag aus?“ und „Was wird als Ergebnis eines Tages/einer

Woche/eines Monats erwartet?“.

Nutzen Sie möglichst viele Möglichkeiten, mit anderen über deren

Beruf zu sprechen – die (ehrliche) persönliche Auskunft ist

durch nichts zu ersetzen! Allerdings werden Sie es kaum schaffen,

auf diese Weise einen vollständigen Überblick der für Sie in

Frage kommenden Berufe zu erhalten. Und es wäre doch ärgerlich,

wenn Sie Ihren Traumberuf nur deswegen verpassen, weil

Sie ihn schlichtweg nicht kennen, oder? Also ab zur Beratung

durch die Fachleute bei der Arbeitsagentur zum:

4. Check beim Profi

Ein Informationsangebot (nicht nur) für die erste Orientierungsphase

sollten Sie nicht einfach links liegen lassen. Nämlich das

Internetangebot und natürlich die Filialen vor Ort der Agentur

für Arbeit.

Hier sitzen die Profis

Neutral, unabhängig, kostenlos und immer up to date – die

Experten der Berufsberatung der Agentur für Arbeit sind

einfach nicht zu schlagen. Und in den Berufsinformationszentren

(BiZ) gibt es dazu eine umfangreiche Bibliothek,

jede Menge Broschüren und Unterlagen zum Thema Ausbildung

& Studium sowie kostenlosen Zugang zum Internet

für die Recherche nach freien Stellen oder Universitäten.

Im BiZ können Sie sich über alles rund um Arbeitsmarkt, Berufs-

und Studienwahl, Stellensuche sowie Weiterbildung

selbst informieren und nach passenden und Arbeits- und Ausbildungsplätzen

oder Studienmöglichkeiten suchen. Sie können

das breit gefächerte Angebot solange und so oft nutzen

wie Sie möchten – ohne Anmeldung. Bei Fragen zum vielfältigen

Informationsangebot stehen Ihnen fachkundige Ansprechpartner

zur Verfügung.

Zu erreichen sind die Agenturen für Arbeit im Internet unter www.

arbeitsagentur.de sowie unter der kostenlosen Servicetelefonnummer

0800 / 455 55-00.

64295 Darmstadt – Groß-Gerauer Weg 7

Mo, Di, Mi, Fr

7:30 Uhr – 12:30 Uhr

Do

13:30 Uhr – 18:00 Uhr

60311 Frankfurt – Fischerfeldstr. 10-12

Mo, Di, Mi, Do, Fr

8:00 Uhr – 12:00 Uhr

63450 Hanau – Am Hauptbahnhof 1

Mo

08:00 Uhr – 16:00 Uhr

Di, Do

08:00 Uhr – 13:00 Uhr

Fr

08:00 Uhr – 12:00 Uhr

65549 Limburg a.d.L. – Ste.-Foy-Str. 23

Mo, Di, Mi, Fr

8:00 Uhr – 12:00 Uhr

Do 8:00 Uhr - 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 17:00 Uhr

63067 Offenbach – Domstr. 68

Mo, Di, Mi, Fr

8:00 Uhr – 12:00 Uhr

Do 8:00 Uhr - 12:00 Uhr und 13:30 Uhr – 16:00 Uhr

65197 Wiesbaden – Klarenthaler Str. 34

Mo, Mi, Fr

8:00 Uhr – 12:00 Uhr

Di

07:30 Uhr – 12:00 Uhr

Do 8:00 Uhr - 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 17:00 Uhr

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8 ORIENTIERUNG

Nachhaltig durchstarten

Der Schutz von Klima und Umwelt ist wichtig wie nie. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, um im Bereich Umweltund

Klimaschutz zu arbeiten und Zukunft mitzugestalten. Viele dieser Berufe wurden in der Corona-Krise als

systemrelevant eingestuft.

JOBS IM BEREICH

ERNEUERBARE ENERGIEN

Ein Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung

(BIBB) hat gezeigt, dass die vorhandenen Ausbildungsberufe im

dualen System durch ihre zukunftsoffene Ausgestaltung die Anforderungen

an Facharbeiter im Bereich Energiewende erfüllen.

Die befragten Beschäftigten in diesem Sektor empfanden

ihre Tätigkeiten als abwechslungsreicher

und herausfordernder als vergleichbare

Tätigkeiten in anderen

Branchen. Auf Facharbeiterebene

suchten die befragten

Unternehmen im Bereich Erneuerbare

Energien häufig

Fachkräfte im Handwerk

und in der Industrie in

den Ausbildungsberufen

Anlagenmechaniker/in,

Elektriker/in, Elektroniker/in,

Heizungsbauer/in,

Gas- und Wasserinstallateur/in.

Bei der Analyse von Stellenangeboten

lagen die

Angebote für Ausbildungsplätze

in den Berufsausbildungen

Anlagenmechaniker/in

für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik

(SHK), Elektroniker/in Energie-

und Gebäudetechnik und Industriekaufleute

deutlich vorn. Erneuerbare Energien und

Umwelttechnik ist eines von vier Einsatzgebieten, die gewählt

werden können. In den Bereichen Sanitär- und Heizungstechnik

sowie Lüftungs- und Klimatechnik spielen Nachhaltigkeit,

erneuerbare Energien und der Einfluss auf die Umwelt ebenfalls

eine Rolle.

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Auch der Ausbildungsberuf

Dachdecker/in enthält den

Schwerpunkt Energietechnik

an Dach und Wand,

der sich der Photovoltaik,

der Solarthermie

und der Windenergie an

Dach und Wand widmet.

Somit sind Dachdecker/innen

Fachleute

für energetische Maßnahmen

an der Gebäudehülle.

Mit dem Elektroniker/der

Elektronikerin für Gebäudesystemintegration

wird ein neuer

Beruf geschaffen. Dieser soll in Zukunft

die Vernetzung und optimale Abstimmung

der vielfältigen Gewerke im Hinblick auf ihre Energieeffizienz

sicherstellen. Hierzu gehören Heizung, Sanitär, Kommunikations-

und Sicherheitstechnik sowie Energieversorgung und

Energieerzeugung.

Duale Ausbildungen

• Anlagenmechaniker:in für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik

• Elektroniker:in – Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik

• Industriekaufleute

• Dachdecker:in

• Elektroniker:in für Gebäudesystemintegration

Studiengänge zum Thema

• Umweltingenieurwissenschaften

• Umweltingenieurwesen

• Environmental and Resource Management

• Energie- und Umweltmanagement

• Energietechnik


ORIENTIERUNG 9

UMWELTTECHNISCHE BERUFE

Die Umwelttechnischen Berufe spielen eine wichtige

Rolle in unserem täglichen Leben. Fachkräfte

für Wasserversorgungstechnik bereiten das

Trinkwasser auf. Fachkräfte für Abwassertechnik

stellen sicher, dass das genutzte Wasser wieder

gereinigt wird, damit es in den Wasserkreislauf

zurückgeführt werden kann. Fachkräfte für Rohr-,

Kanal- und Industrieservice sorgen dafür, dass im

privaten und öffentlichen Bereich das Kanalnetz

funktioniert. Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

sind dafür verantwortlich, dass Abfälle

korrekt entsorgt und weiterverwertet werden. Um die

vier Umwelttechnischen Berufe fit für die Zukunft zu

machen, wird zurzeit eine Neuordnung diskutiert.

Die Fachkraft für Abwassertechnik ist übrigens einer der Berufe,

die im Projekt Berufsbildung 4.0 auf die Auswirkungen

der Digitalisierung untersucht wurden. Erste Ergebnisse zeigen,

dass die Aufgaben durch den Einsatz digitaler Technologien anspruchsvoller

geworden sind.

Duale Ausbildungen

• Fachkraft für Abwassertechnik

• Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

• Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

• Fachkraft für Wasserversorgungstechnik

Studiengänge zum Thema

• Energie- und Umwelttechnik

• Climate Change Management

• Umweltingenieurwesen

• Umweltwissenschaften

• Umweltschutztechnik

• Wirtschaftsingenieurwesen Energiesysteme mit Erneuerbaren

Energien

UMWELTTECNIK

Es geht dabei immer darum,

Umweltprobleme zu erklären

und zu analysieren, diese in Zusammenhang

mit menschlichen

Handlungsmustern zu setzen und

(nachhaltige) Lösungen zu finden.

Diese Lösungen beziehen sich u.a.

auf die Bereiche Abfall, Wasser,

Produktion, Verkehr, Lärmschutz

und Bau. Auch die Schadstoffüberwachung

und das Messen der Umweltbelastungen

in diesen

!Bereichen zählen dazu.

NACHHALTIGKEIT IM

KAUFMÄNNISCHEN BEREICH

In puncto Nachhaltigkeit sind die Herausforderungen groß und

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung haben großes

Potential: Sie organisieren den Versand, den Umschlag sowie die

Lagerung von Gütern. Sie verkaufen logistische Dienstleistungen

nicht nur unter Beachtung einschlägiger Rechtsvorschriften,

sondern auch explizit im Hinblick auf die Belange des Umweltschutzes.

In der Kundenberatung sind dabei beispielsweise verschiedene

Transportmittel wie Flugzeug, Schiff, Bahn oder LKW

unter ökonomischen und ökologischen Aspekten zu bewerten

und zu kombinieren. Es gilt Lärmerzeugung und Schadstoffausstoß

zu vergleichen, um Belastungen auch in innerstädtischen

Bereichen zu minimieren. Die effiziente Nutzung von Lagerkapazitäten

ist ebenso ein wichtiger Aspekt bei der Planung einer

nachhaltigen logistischen Leistungserstellung.

Der Ausbildungsberuf Kaufmann/ Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement

bietet ein abwechslungsreiches und

interessantes Aufgabenspektrum im nationalen und internationalen

Handel – mit wachsenden Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten

für einen „nachhaltigen Handel“. Einsatzgebiete

von Kaufleuten für Groß- und Außenhandelsmanagement sind

die Beschaffung von Waren im In- und Ausland, ihre Lagerung,

Marketing und Vertrieb sowie waren- und kundenbezogene

Dienstleistungen. Absolvent:innen der Fachrichtung Außenhandel

wickeln insbesondere Außenhandelsgeschäfte ab. In vielen

dieser Tätigkeitsbereiche spielen zunehmend auch Aspekte.

Kaufleute im Einzelhandel erhalten die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichen

Sortimenten (Bekleidung, Lebensmittel, Elektronik

etc.) und deren Entwicklung auseinanderzusetzen und ihre

Kunden zu den jeweiligen Waren und Dienstleistungen individuell

zu beraten. Zudem gestalten sie anspruchsvolle betriebliche

Prozesse wie die Warenbeschaffung, Werbung und Verkaufsförderung

sowie die Erfolgskontrolle und berücksichtigen dabei

Aspekte der Nachhaltigkeit.

• Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung

• Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement

• Kaufleute im Einzelhandel

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10 ORIENTIERUNG

Digitalisierung mitgestalten

Es wird viel über die Digitalisierung gesprochen und es gibt noch viel zu tun. In den meisten Ausbildungen spielt

die Digitalisierung schon eine Rolle, aber es gibt auch Ausbildungen, mit denen die Digitalisierung gestaltet und

voran gebracht werden kann.

Die Kennzeichen der Digitalisierung sind die Virtualisierung und

Vernetzung der realen Welt, das Teilen von Daten sowie die

plattformbasierte Organisation von Wertschöpfungsketten. Das

Besondere daran ist, dass Daten und Datenmodelle keinem physischen

Verschleiß unterliegen und deshalb von mehreren Akteuren

gleichzeitig und mehrfach genutzt werden können.

Die Digitalisierung bezeichnet das vermehrte Nutzen digitaler

Medien — sowohl im Alltag als auch im sozialen und wirtschaftlichen

Bereich. So wird heute hauptsächlich über Social Media

kommuniziert und in der Industrie können viele Arbeitsprozesse

durch Computer und Roboter automatisiert werden.

Ursprünglich bezeichnete die Digitalisierung nur den technischen

Vorgang, analoge Daten in digitale Daten umzuwandeln,

wie zum Beispiel das Einscannen eines Blatt Papiers mit einem

Drucker.

Mittlerweile ist die Digitalisierung ein allgemeiner Begriff für die

Verwendung digitaler Technik in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

Der technische Fortschritt schafft in diesen Bereichen

viele neue Möglichkeiten: Unternehmen profitieren beispielsweise

davon, viele Daten online sammeln und auswerten zu

können. Denn dadurch lassen sich viele neue Erkenntnisse über

Arbeitsprozesse oder die Kunden des Unternehmens gewinnen.

Auf digitalen Social Media Plattformen können die Unternehmen

dann personalisierte Werbung setzten und so einfacher neue

Kunden gewinnen.

Da es ständig neue technische Innovationen gibt, wird unsere

Welt zunehmend digitaler. Die Digitalisierung wird also auch in

Zukunft eine immer größere Bedeutung in unserem Alltag und

Berufsleben haben.

Duale Ausbildungen

• Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement

• Elektroniker:in für Informations- und Systemtechnik

• Elektroniker:in für Gebäudesystemintegration

• Fachinformatiker:in für Anwendungsentwicklung

• IT-Systemelektroniker:in

• Fachinformatiker:in für Systemintegration

• Fachinformatiker:in für digitale Vernetzung

• Mathematisch-technische:r Softwareentwickler:in

• Technische:r Assistent:in für Informatik

• Fachberater:in für integrierte Systeme

• Fachberater:in Sotwaretechniken

• Game Designer:in

• Game Programmierer:in

• Game Artist

• Game Producer

• Kaufmann/-frau für IT-Systemmanagement

Duales Studium

• Duales Studium Wirtschaftsinformatik

• Duales Studium Elektrotechnik

• Duales Studium Angewandte Informatik

• Duales Studium Technische Informatik

• Duales Studium Scientific Programming

• Duales Studium Informatik

• Duales Studium Informationstechnik

• Duales Studium Verwaltungsinformatik

• Duales Studium Informatikingenieurwesen

• Duales Studium Telekommunikationsinformatik

• Duales Studium BWL – Dialog- und Onlinemarketing

• Duales Studium IT-Security

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ORIENTIERUNG 11

• Duales Studium Robotik

• Duales Studium Softwaretechnik

• Duales Studium Geoinformatik

• Duales Studium Management und Digitalisierung

• Duales Studium Digitale Verwaltung

• Duales Studium Digitale Medien

DIGITALSIERUNG

!

– WAS IST DAS?

Digitalisierung bedeutet die Verwendung

von Daten und algorithmischen

Systemen für neue oder verbesserte

Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle.

Studiengänge

• Computer Science

• Data Science

• Digitale Medien

• E-Commerce

• Informatik

• Informationstechnik

• IT-Management

• Medieninformatik

• Software Engineering

• Wirtschaftsinformatik

• App-Entwicklung

• Angewandte Künstliche Intelligenz

• Digital Forensics

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12 ORIENTIERUNG

Ausbildung oder Studium?

Das letzte Schuljahr vergeht wie im Flug. Beginne ich eine Ausbildung? Oder will ich studieren? Oder entscheide

ich mich für eine Mischform aus Ausbildung und Studium, für ein sogenanntes Duales Studium? Egal

welche Entscheidung man trifft, jede hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Es gilt also die Entscheidung zu

treffen, die mit den persönlichen Vorstellungen und Zukunftsplanungen am ehesten übereinstimmt.

AUSBILDUNG

Die Ausbildung ist der häufigste Start ins Berufsleben in Deutschland. Die Ausbildung im dualen System erfolgt an zwei Lernorten,

dem Betrieb und der Berufsschule. Der praktische Teil der Ausbildung wird den Auszubildenden in den Betrieben vermittelt, den

theoretischen Teil übernimmt die Berufsschule. Darüber hinaus ist es vielerorts an Berufsschulen auch möglich, Zusatzqualifikationen

zu erwerben. Beim Besuch einer berufsbildenden Schule (Schule mit Berufsabschluss) ist die duale Ausbildung durch den

allgemeinbildenden/theoretischen Unterricht und den praktischen Werkstattunterricht sichergestellt.

Die Ausbildung in den Betrieben findet an drei bis vier Tagen pro Woche statt, an ein bis zwei Tagen (Länderrechtliche Regelungen:

je nach Ausbildungsberuf und Ausbildungsjahr) werden Berufsschultage angeboten. Alternativ wird auch sogenannter

Blockunterricht durchgeführt. Das bedeutet, dass der Auszubildende für bis zu acht Wochen am Stück vollständig nur in der

Schule ist. Sie wird oft ergänzt durch die überbetriebliche Ausbildung, die in eigenen Werkstätten der Handwerksinnungen und

Kammern stattfindet. Diese überbetrieblichen Lehrgänge sollen die Ausbildungsdefizite, die durch die Spezialisierung vieler Betriebe

entstanden sind, ausgleichen. Die Dauer solcher Lehrgänge kann drei bis vier Wochen pro Jahr betragen. Einige Lehrgänge

sind, je nach Ausbildungsberuf, in der jeweiligen Ausbildungsordnung vorgeschrieben, andere sind freiwillig.

Während der Berufsausbildung ist eine Zwischenprüfung abzulegen, die den Erfolg der bisherigen Ausbildung aufzeigen soll. Diese

findet in etwa in der Mitte der Ausbildung statt. Am Ende der Ausbildung steht die Abschlussprüfung, in der die zu Prüfenden

ihre berufliche Handlungskompetenz nachweisen müssen. Im Handwerk heißt die Abschlussprüfung traditionell Gesellenprüfung.

Vorteile

Einkommen: Wer finanziell schnell auf eigenen Füßen stehen

möchte, dem bietet sich eine Berufsausbildung an. Ein Azubi

verdient ab dem ersten Tag.

Schulabschluß und Noten: Für die meisten Ausbildungsberufe

ist ein guter Realschulabschluß ausreichend; wer ein Abitur

vorweisen kann, dem stehen praktisch alle Ausbildungsberufe

offen.

Praxis, Praxis, Praxis: Eine Berufsausbildung vermittelt genau

das, was in dem jeweiligen Beruf gebraucht wird. Anders als

in der Schule erklärt sich damit der Sinn theoretischer Ausbildungsbestandteile

sofort, denn der Azubi kann täglich in

seinem Betrieb nachvollziehen, das dieses Wissen tatsächlich

gebraucht wird.

Nachteile

Gehalt: Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung verdient

man gut, aber gerade langfristig weniger als mit abgeschlossenem

Studium. Die Gehaltsschere geht immer weiter auseinander,

je länger man im Berufsleben ist.

Aufstiegschancen: Die sind bei Akademikern eindeutig besser.

Die Wahrscheinlichkeit einer Beförderung in die Führungsebenen

eines Unternehmens ist mit abgeschlossenem

Studium ungleich höher.

Schneller Start: Der Start ins Berufsleben erfolgt praktisch mit

dem ersten Tag. Azubis werden in die betrieblichen Abläufe

einbezogen und können sofort loslegen.

Übernahme: Bei guten Leistungen ist die Wahrscheinlichkeit

sehr hoch, nach Ausbildungsende übernommen zu werden.

Das ist für den Betrieb der Sinn: Junge Menschen auszubilden

und zu übernehmen, die den Betrieb und seine Abläufe schon

genau kennen und das Unternehmen aktiv mit voran bringen.

Studiumsvorbereitung: Das sehen die Betriebe nicht immer

gern, aber legitim ist es schon – wer nach seiner Ausbildung

ein Studium beginnt, der weiß bereits, auf was es in der Praxis

ankommt und wo es klemmt. Und wer sein Studium erfolgreich

abschließt, der hat bei der Jobsuche die besten Karten,

denn diese Mischung aus Praxiserfahrung und Theoriewissen

macht aus dem Absolventen eine gesuchte Fachkraft.

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ORIENTIERUNG 13

UNIVERSITÄTS-STUDIUM

Universitäten kennzeichnet ihre wissenschaftliche und forschungsorientierte Ausrichtung. Es gibt keinen bis ins letzte geregelten

Studienablauf, so dass Sie als Student ein wenig Freiraum bei der Studienorganisation haben. Die organisatorischen Vorgaben

sind seit der Einführung der Bachelor-/Master-Studiengänge allerdings einigermaßen straff. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel

die allgemeine Hochschulreife (Abitur). Mit guten oder sehr guten Noten können Sie grundsätzlich alle Studiengänge belegen;

mit einer fachgebundenen Hochschulreife nur die der entsprechenden Fachrichtung. Daneben gibt es für viele Studiengänge

bundesweite und/oder hochschulspezifische Zulassungsvoraussetzungen und -Tests.

Vorteile

Profundes Wissen: Wenn es ein Sachgebiet gibt, dass Sie so

richtig interessiert, dann sind Sie an einer Universität richtig.

Hintergründe, Geschichte, Theorien, Forschung, aktuelle Entwicklungen

– an einer Universität wird mit wissenschaftlichem

Anspruch gelehrt, und das merkt man.

Freiheit: Auch wenn es mit der „Akademischen Freiheit“ zu

Zeiten von Bachelor und Master nicht mehr wirklich weit her

ist, haben Sie an einer Uni immer noch die größten Freiheiten,

in welche Richtung Sie Ihr Wissen erweitern möchten. Und

sein Leben in einer fremden Unistadt selbst in die Hand zu nehmen,

ist ja auch ein faszinierendes Stück Freiheit!

Praktika: Sind das A und O eines Studiums, denn nur so erfahren

Sie jenseits der vielen Theorie, welche Richtung Ihnen am

besten gefällt.

Karriere: Ein Studium wird auch in Zukunft ein Karrieresprungbrett

sein, nirgends sonst sind die Aufstiegsmöglichkeiten besser.

Und Akademiker werden seltener arbeitslos.

Gehalt: Wer ein Studium vorweisen kann, steigt mit einem

deutlich höheren Gehalt in den Berufsmarkt ein, als etwa mit

einer Berufsausbildung. Da lohnt es sich schon, während des

Studiums ein paar Jahre lang den Gürtel enger zu schnallen.

Status: Ein akademischer Grad ist neben beruflichen Aspekten

auch gesellschaftlich vorteilhaft, denn der persönliche Status

steigt.

Nachteile

Disziplin und Wille: Ein Studium dauert

lange und ist anstrengend. Das

hält nur durch, wer neben dem nötigen

Grips auch den Willen und die Disziplin

mitbringt, das Studium bis zum

Abschluß durchzuziehen.

Kosten: Mehrere Jahre lang ist sparen

angesagt, denn schließlich

muss ein Studierender neben

allerlei Gebühren auch seinen

Lebensunterhalt bestreiten. Bei monatlichen

Kosten zwischen 600 und

1.000 € kommen so schnell gehörige

Beträge zusammen und nebenher

jobben ist nur eingeschränkt möglich.

BAföG und Studienkredite sind

nur ein kleiner Trost, denn beides

muss man schließlich nach

Studienende zurückzahlen.

Wenig Praxis: Universitäten

vermitteln sehr viel Theorie.

Wie diese dann in die Praxis

umzusetzen ist, steht

allerdings nicht auf dem Lehrplan.

DAS FACHHOCHSCHUL-STUDIUM

Fachhochschulen (oder auch Hochschulen für angewandte Wissenschaften, University of Applied Sciences) bilden mit

einem stärkeren Praxisbezug aus und bieten hauptsächlich Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Design und

Sozialwesen an. Der Ablauf des Studiums ist klar in der Studienordnung definiert. Oft muss vor Studienbeginn auch ein fachspezifisches

Praktikum absolviert werden. Zugangsvoraussetzung ist die Fachhochschulreife.

Vorteile

Mehr Praxis: Allein schon durch vorgeschriebene Pflichtpraktika

ist der Praxisbezug deutlich größer. Auch der Stoff wird

weniger theorielastig vermittelt.

Unternehmenskontakte: Pflichtpraktika sorgen frühzeitig für

Kontakte zu Firmen, die nach Studienende für den Berufseinstieg

sehr nützlich sind; auch Diplomarbeiten entstehen häufig

im Rahmen von Kooperationen.

Nachteile

Gehalt: Nach den ersten Jahren im Beruf – mit Anfang 30 –

driften die Stundenlöhne zu den Universitätsabsolventen auseinander.

Auch die Beschäftigungsquoten von Uni-Absolventen

sind langfristig deutlich höher.

Kosten: Hier ist kein großer Unterschied zu einer Uni festzustellen,

wenn überhaupt. Die Kosten liegen praktisch gleichauf.

Struktur: Wer Probleme hat, sich selbst effizient zu organisieren,

ist an einer FH goldrichtig, denn das Studium ist stark

verschult. Feste Stundenpläne und klar strukturierte Abläufe

sorgen dafür, dass auch schlechter organisierte Studierende

nicht den Anschluß verlieren.

Nur Fachabi: An einer FH ist keine allgemeine Hochschulreife

erforderlich, das Fachabitur tut´s auch.

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14 ORIENTIERUNG

Das Duale Studium

Das Duale Studium bezeichnet eine Sonderform, nämlich das berufsbegleitende Studium an der Dualen Hochschule (DH). Die

Besonderheit: An einer Dualen Hochschule kann nur studieren, wer einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen vorweisen

kann. Duale Studiengänge werden jedoch nicht in allen Fachrichtungen angeboten; am häufigsten sind Ingenieurwissenschaften,

Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Wirtschaftsinformatik.

Vorteile

Nachteile

Gehalt: Ein Duales Studium beinhaltet immer auch ein Gehalt,

das vom ausbildenden Betrieb bezahlt wird. Das bedeutet

deutlich mehr finanzielle Spielräume als bei jedem anderen

Studium.

Theorie und Praxis: Durch die konkrete Einbindung in ein

bestimmtes Unternehmen und sich abwechselnde Theorieund

Praxisphasen besteht ständig ein konkreter Bezug zur

realen Arbeitswelt, was Vieles verständlicher, sinnvoller und

nachvollziehbarer wirken lässt.

Zwei für eines: „Dual“ bedeutet, dass nicht nur eine Ausbildung,

sondern gleichzeitig ein akademisches Studium absolviert

wird. Das heisst: In relativ kurzer Zeit hat man

nicht nur einen Berufsabschluss, sondern auch einen

Studienabschluss in der Tasche.

Freizeit: Gibt es nur sehr wenig, Ausbildung und Studium zugleich

bedeutet eine Doppelbelastung, die kaum Raum für anderes

lässt. Fleiß und Durchhaltevermögen sind unverzichtbar.

Festlegung: Das Unternehmen, bei dem Sie ein Duales Studium

absolvieren, prägt Sie auf die eigenen Anforderungen und

bildet vorrangig für die eigenen Bedürfnisse aus. Das kann

ggfls. einen späteren Wechsel erschweren.

Nur Bachelor: Der Erwerb eines

Masters (oder gar eine Promotion)

sind nicht vorgesehen.

Für den Start ins Berufsleben

muss also ein Bachelor

reichen.

Übernahme: Das Unternehmen, bei dem Sie ein

Duales Studium absolvieren, übernimmt Sie mit

höchster Wahrscheinlichkeit – nur aus diesem

Grund trägt der Betrieb schließlich die hohen Kosten.

Kein Abitur: Aber die Fachhochschulreife

sollte es zumindest sein. Damit kommt

ein Duales Studium auch für begabte

und engagierte Realschulabsolventen in

Frage.

Aufstiegschancen: Wer sein Duales

Studium mit Erfolg abschließt,

kann mit besten Karriereperspektiven

rechnen. Gehalt

und Aufstiegschancen sind

überdurchschnittlich gut.

!

FAZIT

Die Wahl fällt nicht leicht. Neben Interesse und der eigenen Persönlichkeit sind

auch berufliche Perspektiven, finanzielle Aspekte sowie Arbeitsplatz-Sicherheit

wichtige Entscheidungsgrößen: Brauche ich (stark) strukturierte Abläufe? Oder

kann ich mich über mehrere Jahre selbst motivieren, um laufend am Ball zu bleiben?

Der erste Schritt sollte eine gründliche Selbstanalyse sein; erst wenn Sie sich

ein realistisches Bild Ihrer eigenen Persönlichkeit und Fähigkeiten gemacht haben,

können Sie eine fundierte Entscheidung über Ihre

berufliche Zukunft treffen.

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ORIENTIERUNG 15

Die berufsorientierenden Praktika lassen erste Rückschlüsse auf

Ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen (Teamfähigkeit,

selbständiges Arbeiten, Leistungsbereitschaft, Eigeninitiative,

Sorgfalt) zu. Sie lernen durch das Feedback des Betriebes also

auch etwas über sich selbst. Einfache, aber typische Tätigkeiten

werden Ihnen nach kurzer Einarbeitung übertragen.

Wird das Ferienpraktikum nicht von der Schule unterstützt,

sind Sie bei der Suche selbst gefordert. Wichtig: Sie brauchen

einen Ansprechpartner, mit dem Sie Fragen klären können und

der Ihnen eine erste Einschätzung Ihrer Leistungen gibt. Ein

Ferienpraktikum ist KEIN Ferienjob! Sagen Sie also beim ersten

Gespräch klar und deutlich, dass Sie keinen Ferienjob suchen!

Vor dem Praktikum

Wählen Sie sorgfältig aus:

• Was interessiert mich? Was möchte ich ausprobieren?

• Was kann ich mir als zukünftigen Beruf vorstellen?

• Welchen Betrieb möchte ich kennenlernen?

Informieren Sie sich:

• Wie sieht die Tätigkeit aus?

• Was möchte ich sehen und was selbst ausprobieren?

• Welche Abteilungen möchte ich kennenlernen?

Bereiten Sie Ihr Praktikum vor:

• Wer ist mein Praktikumsbetreuer?

• Welche Fragen habe ich?

• Wie oft und wann treffen wir uns?

• Was besprechen wir?

• Welche Bereiche und Tätigkeiten lerne ich kennen?

• Welche Lernfortschritte werden von mir erwartet?

Selbst Ziele setzen:

• Was möchte ich über mich selbst erfahren?

• Was möchte ich über den Job oder den Betrieb lernen?

• Was will ich mit dem Praktikum erreichen?

Anhand dieser Punkte können Sie während des Praktikums

regelmäßig prüfen, ob es wirklich vorwärts geht.

Nach dem Praktikum

Denken Sie an die Praktikumsbestätigung und, falls vereinbart, das

Praktikumszeugnis – wichtig für Ihre Bewerbungsunterlagen! Es

kann es ein paar Tage dauern, bis Sie die Unterlagen bekommen.

Nach 2 bis 3 Wochen können Sie aber höflich nachfragen.

Machen Sie eine Manöverkritik:

• Wie ist das Praktikum aus Ihrer Sicht gelaufen?

• Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

• Welche Tätigkeiten haben Ihnen gefallen, welche nicht?

• Haben Sie etwas vermisst?

Und nicht vergessen: Das Praktikum sollte Ihnen einen ersten

Eindruck verschaffen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wenn der Beruf oder das Unternehmen doch nichts für Sie ist,

hat das Praktikum seinen Zweck voll und ganz erfüllt. Und wenn

es Ihnen gefallen hat? Umso besser – dann wissen Sie, dass der

„getestete“ Job in Frage kommt.

Die häufigsten Fragen

• Praktikumsvertrag, in dem Dauer, Lernziele des Praktikums,

Betreuer/in, Vergütung, Tätigkeiten sowie Arbeitsort und

-zeit geregelt werden.

• Als Praktikant haben Sie keinen Anspruch auf Urlaub oder

eine Vergütung – viele Betriebe zahlen aber ein Taschengeld

von ein paar Hundert Euro.

• Die Arbeitszeiten richten sich nach der betrieblichen Arbeitszeit.

Die tägliche Arbeitszeit beträgt in der Regel (ohne Pausen)

max. 8 Stunden. Bei Praktikanten/innen unter 18 Jahren

greift das Jugendarbeitsschutzgesetz.

• Anspruch auf ein Praktikumszeugnis besteht nicht. Üblich ist

eine Praktikumsbestätigung. Wird ein Praktikumszeugnis erstellt,

sollten Sie genau hinsehen – was sich positiv anhört,

kann ganz anders gemeint sein.

• Schüler sind während eines Praktikums unfallversichert.

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16 16 SPECIAL STUDIUM

Studieren – aber was?

Top Studiengänge mit Zukunft

Der Schulabschluss steht an und die Frage nach dem

Studiengang stellt sich. Bei den Möglichkeiten fällt die

Wahl nicht unbedingt leicht. Ein Kriterium ist, ob ein

Studiengang Zukunftsaussichten für spätere Jobchancen

hat.

KREATIVE STUDIENGÄNGE

• Lehrer/in: Gute Zukunftsaussichten und guter Verdienst.Kreative

Fächer wie Kunst/Musik/Darstellendes

Spiel sind abwechslungsreich und man kann viel Eigeninitiative

einbringen.

• Kunst/Musiktherapie: Ebenfalls haben Kunst- und Musiktherapie

gute Zukunftssicherheit und sind sehr kreative

Studiengänge/Jobs.

• Schmuckdesign: Auch wenn Schmuckdesign durch

Massenproduktion nicht mehr so beliebt ist wie früher,

schätzen viele Kund:innen die Handarbeit. Besonders,

wenn es um Einzelstücke wie Hochzeitsringe oder Andenken

geht, gehen die meisten lieber zu Künstler bzw.

Künstlerinnen.

• Medien/Grafikdesign: Besonders in der heutigen Zeit

sind Medien und Grafikdesign äußerst beliebt.

• Medienmanagement: Social Media und andere Medien sind

nicht mehr wegzudenken, weshalb Studiengänge in der

Medienbranche als zukunftssicher gelten. Dazu sind sie,

besonders wenn es um Social Media Management geht,

äußerst kreativ und innovativ.

• Architektur: Architektur verbindet künstlerische und

mathematische Themen. Architekten und Architektinnen

sind gefragte Jobs, die gut bezahlt sind.

NATURWISSENSCHAFTLICHE STUDIENGÄNGE

• Humanmedizin: Hat viele MINT Anteile und gilt als einer

der gefragtesten Jobs. Jedoch ist das Studium sehr anspruchsvoll.

• Zahnmedizin: Auch die Zahnmedizin ist sehr gefragt und

zukunftssicher.

• Veterinärmedizin: Hat einen hohen MINT Anteil, auch

später im Job haben viele Tierärzte- und Ärztinnen ihre

eigenen Labore und Analyseverfahren.

• Pharmazie: Hoher Chemie-Anteil. Ein sehr gefragter

Job mit guten Gehaltsaussichten.

• Lehrer/in für Mathe/Chemie/Physik/Biologie: Lehrende

haben viel Zukunftssicherheit und werden gut bezahlt.

Es können im Lehramt Studium auch mehrere MINT Fächer

verbunden werden.

• Chemieingenieurwesen: Schnittstelle zwischen Chemie

und Prozesswissenschaften. Inhalte sind besonders Mathematik,

Physik und Chemie. Der Studiengang ist sehr

gefragt und hat gute Aufstiegschancen.

• Verfahrenstechnik: Verbindet chemische und technischphysische

Prozesse. Man verbringt viel Zeit im Labor,

aber zeichnet auch Bauteilen oder plant Baukonzepte.

INGENIEUR STUDIENGÄNGE

• Maschinenbau: Beliebter Studiengang mit guten Zukunftsaussichten.

Hier geht es bspw. um Flugzeugtriebwerke

oder Roboter für Lebensmittelproduktionen.

Quelle: StudySmarter

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SPECIAL STUDIUM 17

Schwerpunkte sind z. B. Mechanik, Elektrotechnik &

Thermodynamik.

• Bauingenieurwesen: Zählt zu den klassischen und beliebtesten

Ingenieurwissenschaften. Die Einsatzmöglichkeiten

sind groß und beinhalten alles vom Planen zur

Konstruktion und Instandhaltung von Bauwerken.

• Elektrotechnik: In der heutigen Zeit dreht sich alles um

Elektrizität und Energie. Durch den technischen Fortschritt

entstehen ständig neue Anwendungsbereiche.

Die Schwerpunkte sind Elektronik, Informatik, Messund

Regeltechnik.

• Wirtschaftsingenieurwesen: Verbindet Technik und

BWL. Die begehrten Fachkräfte sind in der Logistik, Vertrieb

und Marketing oder Produktion zu finden.

SOZIALE STUDIENGÄNGE

• Psychologie: Das klassische Psychologie-Studium ist

zwar anspruchsvoll, jedoch hat man als Psycholog:in

sehr gute Berufsaussichten.

• Pädagogik: Unter den Pädagogikschirm fallen viele Erziehungsberufe

wie z. B. Sonderpädagogik oder Medienpädagogik.

Jobs gibt es in vielen verschiedenen Gebieten.

• Soziale Arbeit: Beliebter Studiengang mit breitem Anwendungsgebiet,

z. B. Hilfe in Krisensituationen oder

Präven-tionsarbeit.

• Ergotherapie: Unterstützt Menschen, eine durch Verletzung,

Krankheit oder Behinderung verlorengegangene

oder noch nicht erlernte Fähigkeit zu erlangen.

• Gesundheitsmanagement: Verbindet ökonomische und

gesundheitswissenschaftliche Inhalte. Die stetig neuen

medizintechnischen Entwicklungen müssen mit dem

vorhandenen Pflegepersonal gemanagt werden.

GEISTESWISSENSCHAFTLICHE STUDIENGÄNGE

• Journalismus: Oft werden im Journalismus nach Leuten

mit einem Studium der Sprach-, Literatur- oder Kulturwissenschaften

gesucht.

• Jura: Gehört zu den Geisteswissenschaften und ist ein

sehr gefragtes, aber auch sehr schwieriges Studium.

• Kommunikations- und Medienwissenschaften: Hier beschäftigt

man sich mit der menschlichen Kommunikation

und der Funktion, Wirkung und Einflüssen von Medien

auf die Gesellschaft.

• Verlagswesen: Im Verlagswesen arbeiten viele Sprachwissenschaftler

und -wissenschaftlerinnen. Man begegnet

Fachgebieten wie Lektorat, Vertrieb, Presse oder

Rechte und Lizenzen.

WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT

• Wirtschaftsinformatik: Verbindet Informatik mit wirtschaftswissenschaftlichen

Themen. Typische wirtschaft-liche

Schwerpunkte wie Unternehmensführung,

Marketing und Vertrieb und Informatikschwerpunkte

wie Webtechnologien, Betriebssysteme oder Softwaretechnik.

• BWL: Damit stehen viele Türen offen, da es eine Vielzahl

von Schwerpunkten, wie Projektmanagement,

Marketing oder Unternehmensführung gibt. Auf dem

Arbeitsmarkt wird man mit BWL einen guten Job finden.

• Data Science: Bei Data Science werden große Datenmengen

analysiert und für Firmen aufgearbeitet. Hier

erwarten dich vor allem Themen mit Mathematik, Programmierung,

Informatik und Statistik. Jobs in verschiedenen

Bereichen wie Marketing oder Medizin arbeiten.

• Marketing/Digitales Marketing: Das Studium ist sehr

vielfältig und hat ein breites Anwendungsgebiet. Besonders

Online Marketing wird auch in Zukunft stark gebraucht

und gilt als sicherer Job.

• Digital Transformation: Hier geht es um die digitale

Transformierung von Unternehmen, was in der heutigen

Zeit ein Muss ist. Jobs in diesem Gebiet sind deshalb

sehr gefragt.

• Wirtschaftspsychologie: Ähnlich wie BWL ein sehr vielseitiges

Studium, das Wirtschaft und Psychologie verbindet.

Spätere Jobs gibt es z. B. im Marketing, Change

Management oder PR.

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18 SPECIAL STUDIUM

Universität oder Fachhochschule?

Rund die Hälfte aller Hochschulen in Deutschland sind Fachhochschulen (FH) bzw. Hochschulen für angewandte

Wissenschaften (Universities of Applied Sciences, UAS), ein Viertel sind Universitäten. Daneben gibt

es noch einzelne Spezial-Hochschulen, etwa Kunst-, Musik, Schauspiel- und Filmhochschulen, Pädagogische

oder Theologische Hochschulen. Verwaltungsfachhochschulen bilden speziell für eine Karriere in Behörden oder

Ministerien aus. Private Hochschulen sind bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich FHs.

Erkennt man am Namen, ob es sich um eine Uni oder

eine FH handelt?

Der Oberbegriff für beides ist Hochschule. Die meisten Universitäten

tragen ihre Bezeichnung auch in ihrem Namen, etwa die

Humboldt-Universität zu Berlin. Nur noch rund 30 FHs heißen

auch „Fachhochschule“. Viele andere nennen sich nun „Hochschule“

oder „Hochschule für angewandte Wissenschaften“.

Wo gibt es eine größere Auswahl an Fächern?

An einer Universität hat man in der Regel die größere Auswahl.

An sogenannten Volluniversitäten gibt es Studiengänge aller

Fachbereiche. FHs bieten meist ein kleineres Fächerspektrum an.

Welche Fächer kann man nur an einer Uni studieren,

welche nur an einer FH?

Fächer wie Lehramt, Medizin, Jura oder Theologie können

ausschließlich an Universitäten studiert werden. Viele andere

Fächer werden an beiden Hochschultypen angeboten. Studiengänge

im sozialen Bereich wie Soziale Arbeit oder Pflegewissenschaften

gibt es aktuell fast nur an FHs.

Was sind die wichtigsten Vorteile eines Uni-Studiums?

Bei Universitäten ist alles ein bisschen größer, sowohl was die

Zahl der Studierenden als auch die Universitätsstadt angeht.

Dadurch lernt man auf der einen Seite mehr Leute kennen und

hat ein größeres Kultur-, Sport- oder Freizeitangebot. Andererseits

sind die Lebenshaltungskosten und Mieten höher. Da es an

Universitäten viele Master-Angebote gibt, muss man nach dem

Bachelor nicht zwingend die Hochschule wechseln und kann im

gewohnten Umfeld bleiben. Wer schon zu Studienbeginn weiß,

dass er einen Doktor machen oder forschen möchte, sollte sich

an einer Uni einschreiben.

Was sind die wichtigsten Vorteile eines FH-Studiums?

Wer eine Hochschule in der Nähe sucht, hat bei FHs eine größere

Chance, fündig zu werden. Es gibt fast doppelt so viele

FHs wie Universitäten und sie sind oft auch an kleineren

Standorten. Hier ist es in der Regel leichter, bezahlbaren

Wohnraum zu finden. Die Zahl der Studienanfänger pro

Semester ist an FHs ebenso wie die Zahl der Seminarteilnehmer

oft geringer. Wer schon zu Beginn des Studiums

einen starken Bezug zur späteren Berufspraxis

haben möchte, sollte sich an einer FH einschreiben.

Gibt es Unterschiede bei der Zulassung?

Für einen Studienplatz an einer FH reicht das Fachabitur,

an Universitäten benötigt man für die

Einschreibung das Abitur. Zulassungsbeschränkte

Studiengänge, also solche, für die

man sich bewerben muss, gibt es an beiden

Hochschultypen. Bei FHs ist deren Anteil jedoch

etwas höher als an Unis.

Ist man an einer FH schneller fertig

mit dem Studium?

Nein, zumindest was einen Masterabschluss

angeht – bei beiden Hochschultypen

geht man von einer Studiendauer

von 10 Semestern aus.

Unterschiede gibt es nur beim Bachelor/Master-Verhältnis.

An der Uni folgt auf ein meist 6-semestriges Bachelor-

Studium ein 4-semestriges Masterstudium. An der FH ist der

Anteil 7 zu 3 Semester.

Gibt es Unterschiede bei BAföG, Stipendien, Nebenjobs

und Co.?

Nein, BAföG, Stipendien oder Studienkredite erhält man für beide

Hochschultypen. Unterschiede kann es höchstens beim Angebot

an möglichen studentischen Nebenjobs geben. Hier gibt

es an einer großen Universität bzw. Unistadt automatisch mehr

Stellen und Job-Angebote als an einer FH in einer Kleinstadt.

Wie unterscheiden sich die Lehrenden?

Uni-Professoren kommen in der Regel aus der Forschung, FH-

Professoren kommen aus der Berufspraxis. Das bedeutet, sie

haben nach ihrem Studium drei bis fünf Jahre außerhalb einer

Hochschule gearbeitet. Der direkte Kontakt mit den Professoren

ist an einer FH meist enger und direkter. Das liegt daran, dass

sie mehr Lehrveranstaltungen halten müssen als Uni-Profs, bei

denen das Thema Forschung einen größeren Stellenwert hat.

Wo kann man leichter ein Auslandssemester machen?

Es ist an jeder Hochschule möglich, eine Zeit im Ausland zu verbringen.

Auch kleine FHs sind mittlerweile gut vernetzt.

Was ist ein Praxissemester?

In fast jedem Studiengang an einer FH gibt es auch das sogenannte

Praxissemester während der Bachelorphase. Hier macht

man ein Praktikum für die Dauer eines Semesters in einem Betrieb.

Wegen des Praxissemesters dauert ein FH-Studium im Bachelor

meist ein Semester länger als an der Uni.

Wo gibt es duale Studiengänge?

Der überwiegende Teil dualer Studiengänge wird von FHs angeboten,

aber es gibt auch Angebote von Universitäten. Duale

Hochschulen bieten, wie der Name schon sagt, nur Duale

Studiengänge an. Eine besonders beliebte Form des

dualen Studiums ist ein Studiengang mit integrierter

Berufsausbildung: das bedeutet man hat am Ende

einen Berufs- und einen Bachelorabschluss und verbringt

abwechselnd Zeit an der Uni und im Unternehmen.

Kann man zwischen Uni und FH wechseln?

Ein Wechsel zwischen Bachelor- und Masterstudium

ist zwischen FH und Universität

möglich. Wie bei jedem Hochschulwechsel

wird dann allerdings grundsätzlich geprüft,

welche Leistungen angerechnet werden,

bzw. ob noch einzelne Kurse nachgeholt

werden müssen.

Kann man an einer FH auch promovieren?

Mittlerweile kann man auch an FHs

promovieren und muss nicht mehr

die Hochschule wechseln, weil einige

FHs mit Universitäten kooperieren.

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SPECIAL STUDIUM 19

Der NC – Was kann ich wo studieren?

Immer größere Anteile der Abiturjahrgänge streben ein Studium an, aber auch immer mehr Personen ohne schulische

Hochschulzugangsberechtigung und Berufstätige drängen an die Hochschulen – Hochschulbildung wird

in Deutschland zunehmend zum Normalfall. Da stellt sich für Studieninteressierte eine zentrale Frage: Welche

Chance habe ich auf das Studium meiner Wahl? Und hier kommt der Numerus Clausus (NC) ins Spiel.

Was man über den NC wissen sollte:

Wer studieren möchte, muss sich früher oder später mit dem

NC auseinandersetzen und sei es, um festzustellen, dass der

gewünschte Studiengang NC-frei ist. Leider kursiert zu diesem

Thema viel Halbwissen.

Was ist der Numerus Clausus?

Ein Numerus Clausus bedeutet, dass es nur

eine bestimmte Anzahl an Studienplätzen in

diesem Studiengang gibt. Und nicht, wie oft

angenommen, eine bestimmte erforderliche

Abiturnote. Vielmehr werden auf Grundlage

eines Hochschulauswahlverfahrens oder der

Wartezeit Ranglisten gebildet, anhand derer

die zur Verfügung stehenden Studienplätze

!vergeben werden.

Für über die Hälfte der in Deutschland angebotenen Studiengänge

gibt es keinen NC! Im Regelfall reicht die Hochschulzugangsberechtigung

aus, um sich in den Studiengang einzuschreiben.

Für die anderen Studiengänge gibt es einen NC.

Wie und wo bewerbe ich mich?

Es gibt drei verschiedene Fälle: kein NC, lokaler NC und bundesweiter

NC. Welche Variante jeweils zutrifft, kann man entweder

auf den Webseiten der Hochschulen und Studiengänge herausfinden

oder zentral über die Studiengangsuche auf

www.hochschulkompass.de.

Kein NC:

Hier kann man sich, wenn die Zulassungsvoraussetzungen

erfüllt sind – man also in der Regel die Hochschulreife

nachweisen kann – einfach bei der Hochschule einschreiben.

Allerdings sind hier trotzdem die Bewerbungsfristen

zu beachten. Wer sich rechtzeitig beworben hat und die

Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, hat den Platz aber

sicher. Die Hochschule kann nicht nachträglich einen „Einschreibestopp“

verhängen, wenn sich zu viele bewerben,

sondern muss jeden nehmen.

Lokaler NC:

Hier muss man sich direkt bei der Hochschule für einen

Platz bewerben. Die Hochschule wählt dann die „besten/

passendsten“ Bewerber aus und bietet diesen dann einen

Studienplatz an. Wer den Platz annehmen möchte, muss

sich – fristgerecht – einschreiben, sonst verfällt der angebotene

Platz. Für einige Studiengänge mit lokalem NC ist

auch die Stiftung für Hochschulzulassung zuständig.

Bundesweiter NC:

Dieser gilt für die Fächer Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin

und Pharmazie (an staatl.Hochschulen). Hier ist die Bewerbung

an die Stiftung für Hochschulzulassung zu richten.

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20 SPECIAL STUDIUM

Fristen und Termine bis zum Start!

Schlusstermine, Ausschlussfristen: Bis zum Beginn eines Studiums sollte man den Kalender genau im Auge

behalten, um nichts Wichtiges zu verpassen – schließlich wäre es extrem ärgerlich, das Wunschstudium nicht

antreten zu können, nur weil man etwas verschlafen hat.

EIN JAHR VOR DEM ABI

Noch ist scheinbar viel Zeit. Das Beste ist, sich jetzt die

Wunsch-Uni(s) näher anzuschauen. Dabei sind Tage der offenen

Tür nützlich, aber auch Abi-Messen geben wichtigen Input. Teilweise

werden für Schüler auch Schnupperstudien während der

Ferien angeboten. Ansonsten gilt: informieren!

• Wird ein Praktikum vor dem Studium empfohlen oder ist es

Pflicht? Dann sollten Sie sich jetzt um etwas Passendes bewerben.

• Möchten Sie ein FSJ oder ein FÖJ absolvieren? Dann sollten

Sie nach Einsätzen suchen, die Ihnen später im Studium weiterhelfen,

sei es durch Verbesserung Ihrer Sprachkenntnisse

(FSJ im Ausland), sei es durch den Erwerb von Hintergrundbzw.

praktischem Wissen durch einen pflegerischen Einsatz

für Studiengänge im medizinischen oder sozialen Bereich.

Jetzt sollten Sie planen, was Sie machen wollen.

• Sportstudenten müssen Eignungsprüfungen ablegen. Am

besten, Sie starten mit Ihrem Training frühzeitig.

• Wer Kunst oder Musik studieren möchte, muss sich mit einer

Mappe bewerben bzw. eine Aufnahmeprüfung ablegen. An

den meisten Hochschulen finden Mappen-Beratungen zwischen

Oktober und April statt.

• Wer Human- oder Zahnmedizin studieren möchte, sollte sich

zwischen Anfang Dezember und Mitte Januar online unter

www.tms-info.org für den Medizinertest anmelden. Der Test

selbst findet im Frühjahr statt.

Die Teilnahme ist freiwillig, kann aber die Chance auf einen

Studienplatz erhöhen.

FEBRUAR

• Bewerbung: Ab jetzt (bis Mitte Juli) kann man sich bei vielen

privaten Hochschulen bewerben. Also: Über die genauen

Fristen informieren!

• Künstler/Musiker: Je nach Hochschule können Sie ab jetzt

(bis Mai) Ihre Mappe abgeben bzw. sich für die Eignungsprüfung

anmelden. Die Prüfungen selbst finden zwischen März

und Juli statt.

• Design/Architektur: Jetzt geben Sie Ihre Mappe ab und melden

sich (je nach Fristen der gewünschten Uni) zur Eignungsprüfung

an. Die Prüfungen finden meist von Mai bis Juli statt.

• Sport: Zur Eignungsprüfung anmelden – die Prüfungen finden

ebenfalls von Mai bis Juli statt.

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SPECIAL STUDIUM 21

APRIL

• Wissen Sie schon, wie Sie Ihr Studium finanzieren? Jetzt haben

Sie noch Zeit, sich z.B. um Stipendien zu bewerben.

• Für angehende Mediziner: Wenn die Wunsch-Uni den Medizinertest

berücksichtigt, sollten Sie jetzt teilnehmen, um Ihren

Abi-Schnitt aufzubessern.

MAI

• Jetzt sollten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen für Ihre Wunschhochschule

vorbereiten – das nimmt Zeit in Anspruch! Unbedingt

den genauen Schlusstermin erfragen: Obwohl an den

meisten Unis bis Mitte Juli Bewerbungen möglich sind, ist

mancherorts bereits im Mai oder Juni Schluss!

• Einen Krankenversicherungsnachweis für die Einschreibung

besorgen.

JUNI

• Medizin: Ende Juni können Sie Ihre Ergebnisse im Medizinertest

im Internet abrufen.

• Neu in der Stadt? Am Gymnasium läuft kein Unterricht mehr

- das ist jetzt die ideale Zeit, um die neue Stadt, das Umfeld

der Wunschuni und die angesagten Viertel, das Nachtleben

und die Angebote für Studenten zu erkunden.

JULI

• Schlusstermin nicht verpassen: Am 15. Juli ist Bewerbungsschluss

für die bundesweit zulassungsbeschränkten Fächer

Human-, Zahn- und Tiermedizin sowie Pharmazie auf der

Website www.hochschulstart.de

• Der 15. Juli ist ebenfalls für viele örtlich zulassungsbeschränkte

Fächer Bewerbungsschluss.

AUGUST

• www.hochschulstart.de verschickt für die bundesweit zulassungsbeschränkten

Studienfächer die Zusagen für die Plätze

nach den besten Noten und der längsten Wartezeit (jeweils

20 %).

• Wenige Tage später werden auch die Bescheide über die Vorauswahl

für die nächsten 60 % der Studienplätze in bundesweit

zulassungsbeschränkten Studiengängen verschickt.

• Ab Mitte August versenden die Hochschulen zumeist die Zusagen

für die örtlich zulassungsbeschränkten Studiengänge.

• Wenn Sie jetzt eine Zusage haben, sollten Sie sich langsam

nach einem Zimmer in einer WG oder einem Wohnheimplatz

umsehen.

• Einschreibungstermin: Schauen Sie auf der Website Ihrer

Hochschule nach, wie die Terminlage ist. Meist findet die

Einschreibung zwischen Mitte August und Ende September

statt.

• Lassen Sie sich die Bezahlung der Einschreibegebühr quittieren.

• BAföG: Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, die geforderten Unterlagen

für Ihren Antrag zusammenzustellen; die Einreichung

sollte spätestens bis Semesterbeginn erfolgen, besser früher.

• Wissenslücken: Nutzen Sie die Möglichkeit, mit Vorbereitungskursen

Lücken zu schließen, um möglichst fit ins Semester

zu starten. Praktisch alle Hochschulen bieten derlei

Kurse an.

SEPTEMBER

• An vielen Fachhochschulen startet bereits jetzt das Semester,

ebenso die Vorlesungen.

• Bis Ende September werden die Zusagen und Ablehnungen

in den bundesweit zulassungsbeschränkten Fächern verschickt.

• Ablehnung erhalten? Je nach Hochschule können Sie sich bis

Mitte Oktober für die Losverfahren an den einzelnen Hochschulen

bewerben.

• Und sonst: Nebenjob? Spracheinstufungstests?

Semesterticket, Bibliotheksausweis? Jetzt ist

Zeit für die nicht ganz so wichtigen Dinge.

OKTOBER

• Jetzt geht’s an den Universitäten

los; Vorlesungsbeginn ist meist

Mitte Oktober.

• Bis Mitte Oktober werden

auch die Zulassungen

für die Nachrückrunde

im Zulassungsverfahren

für

die bundesweit

zulassungsbeschränkten

Studienfächer

verschickt.

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22 SPECIAL STUDIUM

Welche Abschlüsse gibt es?

Neben der Wahl eines Studiengangs und einer Hochschule sollte die Wahl des Studienabschlusses ebenfalls

ein Teil der Studien- und Berufsplanung sein. Die Wahl eines Studienfaches bestimmt oftmals schon, welcher

Abschluss erlangt werden kann. Allerdings bieten nicht alle Hochschulen die Abschlüsse, die generell in einem

Studienfach möglich sind, auch unbedingt an.

Inzwischen gibt es oft keine Wahl mehr – die meisten Studiengänge

gibt es nur noch mit Bachelor-Abschluss, darauf aufbauend

den Master. Einige Uni-Studiengänge sind weiterhin nur mit

Staatsexamen (staatlicher Prüfung) möglich, wie Human-, Tierund

Zahn-Medizin sowie Pharmazie. Diplom und insbesondere

Magister gibt es nur noch sehr selten. Gemeinsam haben alle

Abschlüsse, dass sie berufsqualifizierend sind.

Der BACHELOR ist ein erster Studienabschluss, den es weltweit

in vielen Ländern gibt. Ein Bachelorstudium dauert normalerweise

3 bis 4 Jahre. Am Ende wird eine Abschlussarbeit geschrieben.

Dann darf man sich je nach Fachbereich zum Beispiel Bachelor

of Arts, Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering

nennen. Mit einem Bachelorabschluss ist man in vielen Berufen

schon grundlegend gerüstet für die Arbeitswelt.

Der Bachelorabschluss berechtigt grundsätzlich dazu, ein Masterstudium

aufzunehmen. Die Hochschulen können aber weitere

Voraussetzungen für den Zugang zum Masterstudium festlegen.

Ein MASTER ist ein weiterführender Abschluss, mit dem Wissen

vertieft wird. Das Studium dauert in der Regel ein bis 2 Jahre.

Das Masterstudium baut meist auf einem Bachelorabschluss auf

(„konsekutiver Master“). Es ist auch möglich, nach dem Bachelor

erst einmal Berufspraxis zu sammeln und dann ein Masterstudium

anzuhängen („weiterbildender Master“).

Masterabschlüsse, die an Universitäten und gleichgestellten

Hochschulen oder an Fachhochschulen erworben wurden, berechtigen

grundsätzlich zur Promotion. Sie eröffnen auch den

Zugang zu den Laufbahnen des höheren Dienstes in der öffentlichen

Verwaltung.

Was heißt eigentlich B.A., B.Sc. oder

B.Eng.?

Die Abkürzungen stehen für die Art des Abschlusses, sprich

den Akademischen Grad, der beim Absolvieren eines Studiengangs

erreicht wird. Die Abkürzungen bestehen aus zwei Teilen:

B. bzw. M. steht für den Grad des Bachelors oder Masters,

A., Sc. oder Eng. für die jeweilige Studienrichtung.

• B. A.: Bachelor of Arts

Absolventen der Sozial-, Sprach-, Kultur-, Informationsund

Wirtschaftswissenschaften

• B. Sc.: Bachelor of Science

Absolventen der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik,

Natur- und Technik- bzw. Ingenieurwissenschaften), Wirtschaftswissenschaften

und Psychologie

• LL. B.: Bachelor of Laws

Absolventen der Rechtswissenschaften

• B. Ed.: Bachelor of Education

Absolventen des Lehramtsstudiums

• B. Eng.: Bachelor of Engineering

Absolventen der Ingenieurwissenschaften, an Kunst- und

Musikhochschulen kommen außer dem Bachelor of Arts

folgende Abschlussbezeichnungen hinzu:

• B. F. A.: Bachelor of Fine Arts

Absolventen der Studiengänge zur (bildenden) Kunst

• B. Mus.: Bachelor of Music)

Absolventen musischer Studiengänge

• B.M.A.: Bachelor of Musical Arts

Operngesang

Einige Studiengänge schließen mit einer staatlichen Prüfung

ab, dem STAATSEXAMEN. Dazu gehören Human-, Tier- und

Zahnmedizin, Rechtswissenschaften, Pharmazie, Lebensmittelchemie

und je nach Bundesland auch einige Lehramtsstudiengänge.

Mit bestandenem Staatsexamen ist die Zulassung zu bestimmten

Berufen beziehungsweise Vorbereitungsdiensten verbunden.

Auf das erste Staatsexamen folgt dann meist noch ein

zweites oder drittes Staatsexamen, oft nach einer praktischen

Phase, zum Beispiel einem Referendariat.

Ein Diplomstudiengang dauert in der Regel 3 bis 5 Jahre. Er

besteht aus einem Grund- und einem Hauptstudium in einem

einzelnen Fach. Nach dem Grundstudium muss eine Zwischenprüfung

abgelegt werden, nach dem Hauptstudium wird eine

Diplomarbeit geschrieben.

Diplomstudiengänge werden derzeit nur noch vereinzelt angeboten.

Sie wurden in den vergangenen Jahren weitgehend durch

Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschluss ersetzt.

Analog dazu

bauen sich

auch die Abkürzungen

der Masterstudiengänge

auf: M.A., M.Sc., LL.M.,

M.Ed. usw.

Darüber hinaus gibt es

noch den MBA, den

Master of Business

Administration für weiterbildende

und nichtkonsekutive

Masterstudiengänge.

PROMOTIONEN sind an Universitäten und Fachhochschulen

möglich. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Promotion Voraussetzung

für eine wissenschaftliche Laufbahn. Bedingung ist in

der Regel einer der Hochschulabschlüsse Master oder Staatsexamen.

Nach der Promotion bekommt man den akademischen

Titel eines Doktors verliehen.

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SPECIAL STUDIUM 23

Studienfinanzierung

Viel Lernen, wenig Geld – ein Studium macht sich oft erst im Nachhinein bezahlt. Aber erst einmal muss man

sich das Studium überhaupt leisten können. 930 € geben Studierende durchschnittlich im Monat für Lebenshaltungskosten

aus.

Knapp zwei Drittel der Studierenden in Deutschland erhalten

dabei Unterstützung der Eltern. Trotzdem sollte man andere

Möglichkeiten in Betracht ziehen, denn die Eltern haben oft

nicht genug Geld, um das gesamte Studium ihrer Kinder finanziell

zu stemmen. Es gibt nicht nur einen Weg, das Studium zu

finanzieren: BAföG, Studienkredite, Bildungsfonds, Nebenjobs

oder Stipendien - meist ist eine Mischung sinnvoll.

Unterstützung von den Eltern

Für viele sind die Eltern nach wie vor die größten Sponsoren.

Sie sind in erster Linie für die Kosten des Lebensunterhaltes

ihres Kindes während eines Studiums verantwortlich. Besteht

auch ein rechtlicher Anspruch? Ja – solange sich das Kind in

der Erstausbildung befindet, kein eigenes Einkommen bezieht

und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, sind die Eltern

zur finanziellen Unterstützung verpflichtet. Erst wenn die Eltern

dazu nicht oder nur zum Teil in der Lage sind, gibt es BAföG.

Hilfe vom Staat: BAföG

Sollten im Elternhaus die finanziellen Voraussetzungen für ein

Studium fehlen, gibt es Hilfe vom Staat. Die Abkürzung BAföG

steht für das Bundesausbildungsförderungsgesetz, das den

Start in die berufliche Zukunft für Studierende mit einer Kombination

aus Zuschüssen und einem zinslosen Darlehen absichert.

Grundsätzlich können Studierende an Hochschulen sowie

Berufsakademien, deren Abschlüsse nach Landesrecht Hochschulabschlüssen

gleichgestellt sind, BAföG beantragen. Das

gilt auch für private Hochschulen und private Berufsakademien.

Ob und wie viel BAföG monatlich gezahlt wird, hängt von den

persönlichen Lebensumständen und der gewählten Ausbildungsform

ab. Die Förderung ist abgestimmt auf die individuellen finanziellen

Möglichkeiten der Antragstellenden und ihrer Familien.

Die Hälfte der BAföG-Förderung ist ein Zuschuss, der nicht

zurückgezahlt werden muss. Die andere Hälfte wird als zinsloses

Darlehen gewährt. Die Rückzahlung erfolgt zu günstigen

Bedingungen: Mehr als 10.010 € sind auf keinen Fall zurückzuzahlen,

auch wenn das Darlehen höher war. Rückzahlungsbeginn

ist fünf Jahre nach Ablauf der Förderungshöchstdauer. In

der Regel ist die Rückzahlung des Darlehensanteils beim BAföG

nach 6,5 Jahren abgeschlossen.

Wichtig: Die Förderung beginnt frühestens mit dem Antragsmonat,

auch dann, wenn die Ausbildung schon früher begonnen

hat! Wer BAföG-berechtigt ist, kann trotzdem einen Ferien- oder

Nebenjob ausüben.

Kredite – verschuldet vor dem ersten Gehalt?

Bei einem Studienkredit sieht das schon etwas anders aus: Das

von den Banken geliehene Geld muss vollständig zurückgezahlt

werden, und das mit Zinsen. Achtung - die Zinssätze variieren

stark, diese sollte man vor Abschluss prüfen und mit anderen

Angeboten vergleichen.

Bildungsfond – Kredit ohne Überschuldung

Ein Bildungsfond funktioniert wie ein Kredit - abgesehen von

den Rückzahlungsmodalitäten. Anders als bei einem Studienkredit

erfolgt die Rückzahlung einkommensabhängig und erst nach

erfolgreichem Berufseinstieg. Der Studierende erteilt dem Fond

das Recht, von seinem späteren Einkommen für eine festgelegte

Zeit einen bestimmten Prozentsatz einzuziehen. Das kann am

Ende etwas mehr, aber auch etwas weniger sein als der Betrag,

den sich der Student vorher geliehen hat. In jedem Fall aber nur

so viel, wie man sich monatlich leisten kann. Somit besteht ein

deutlich geringeres Risiko an Überschuldung.

Geheimtipp Stipendium – Bewerben lohnt

sich

Aktuell beziehen nur fünf Prozent der Studierenden Geld in Form

eines Stipendiums. Dabei sind die Chancen, ein Stipendium zu

ergattern, größer als gedacht. Was viele nicht wissen: Ein Stipendium

ist nicht nur etwas für Überflieger, auch „Normalos“

haben eine Chance. Neben 13 großen Organisationen unterstützen

mehr als 2.500 kleinere Stiftungen und Institutionen bei der

Finanzierung.

Nebenjob – gut für Geldbeutel und

Lebenslauf

Wenn das Studium die Möglichkeit lässt, nebenher zu jobben,

ist das sinnvoll – idealerweise mit flexiblen Arbeitszeiten und in

einem Bereich, in dem man später auch arbeiten möchte. Denn

das macht sich gut im Lebenslauf.

Wichtig: Damit keine Probleme mit der Kranken- und Sozialversicherung

entstehen, sollte die hierfür geltende Einkommensgrenze

von 6.240 € im Jahr beachtet werden. Hierbei gilt „brutto

gleich netto“, da Studierende – egal ob Mini- oder Nebenjob als

studentische Hilfskraft – keine Sozialabgaben zahlen müssen.

Beim Anspruch auf Kindergeld gibt es keine Einkommensgrenze.

Wenn Studierende jedoch mehr als durchschnittlich 20 Stunden

pro Woche arbeiten, verlieren sie das Recht darauf.

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24 SPECIAL STUDIUM

Technische Gadgets

Die aktuelle Umfrage der Hochschul-

App UniNow unter einer halben Million

Studierenden zeigt, wie beliebt elektronische

Gadgets – ob für daheim oder unterwegs

– sind. Diese Gadgets tragen mit

dazu bei, dass sich Kommunikation und

Medienkonsum der jetzt heranwachsenden

Generation drastisch verändern.

Jeder fünfte Studierende gibt mehr

als 500 € für technische Gadgets und

Smart Home aus

Wie viel BAföG kann es geben?

Je nach dem, ob es um Studierenden-BAföG oder Schüler-BAföG geht, unterscheidet sich

die Höhe deutlich. Bei Schülern gibt es sogar drei verschiedene Stufen.

Der BAföG-Höchstsatz für Studierende liegt ab Wintersemester 2024/25 bei 992 €, sofern

nicht bei den Eltern gewohnt wird und keine Familienversicherung mehr möglich ist. Dieser

Betrag setzt sich aus dem Grundbedarf (475 Euro), einer Wohnpauschale (380 Euro)

und einem Zuschlag für die Kranken- und Pflegeversicherung (137 Euro) zusammen. Für

Schülerinnen und Schüler gibt es unterschiedliche Höchstsätze je nach Schulart und

Wohnsituation, die zwischen etwa 803 Euro und 959 Euro liegen können.

Ob intelligente Beleuchtungsmittel, cloudbasierte

Sprachdienste, Haustierkamera

oder Smartwatches: Elektronische Gadgets

sind aus dem studentischen Alltag

kaum wegzudenken.

So gaben die Studierenden in einer Uni-

Now-Befragung an:

• 8% der Studierenden kaufen Gadgets

im Wert von mehr als 1.000 € im

Jahr,

• 12% für mehr als 500 € und weniger

als 1.000 € im Jahr,

• 36% nehmen zwischen 100 und 500 €

im Jahr in die Hand.

• 44% und damit die Minderheit gibt

weniger als 100 € im Jahr für Gadgets

aus.

Für (fast) jedes analoge Problem

eine digitale Lösung

Die Begeisterung der Generation Z für

technische Gadgets zeigt eine veränderte

Interaktion mit der Umwelt und bietet

wertvolle Einblicke in ihre Prioritäten. Bei

vielen dieser elektronischen Geräte handelt

es sich um vernetzte Devices, die per

Bluetooth oder Wi-Fi

Haushaltsgeräte oder

diverse Online-Dienste

ansteuern. Diese

vernetzten Geräte

erleichtern die Kommunikation,

unterstützen

bei der Studien-

und Jobplanung

und sparen Zeit im

Haushalt. Auch für

die Finanzplanung

und Steuerklärung

werden Smartphones

immer mehr

eingesetzt.

BAföG-Höchstsatz für Studierende ab WiSe 2025/26

Grundbedarf 475 €

plus Wohnpauschale für gemietete Unterkunft 1 380 €

Summe BAföG-Höchstsatz ohne KV/PV 2 855 €

plus Zuschlag KV/PV 137 €

BAföG-Höchstsatz mit KV/PV 2 992 €

1

Wer noch bei den Eltern oder in einer Wohnung/Haus, die den Eltern gehört, wohnt, erhält nur 59 € Wohnpauschale.

2

KV = Krankenversicherung; PV = Pflegeversicherung. Den Zuschlag gibt es nur, wenn ihr selbst beitragspflichtig

versichert seid. In den meisten Fällen sind Studierende noch familienversichert.

Mit BAföG-Höchstsatz wird in der Regel die Summe aus Grundbedarf, Wohnpauschale

für nicht bei den Eltern wohnende Auszubildende und der Zuschlag zu Kranken- und

Pflegeversicherung bezeichnet. Der Zuschlag für die Kranken- und Pflegeversicherung

ist allerdings meist ein durchlaufender Posten: Wer jünger als 25 ist, kann meist ohne

extra Kosten über die Eltern versichert sein (und bekommt daher auch keinen Zuschlag),

wer über 25 ist, bekommt den Zuschlag, muss aber auch ungefähr diesen Betrag selbst

bezahlen.

Das BAföG besteht im wesentlichen aus Grundbedarf und Wohnpauschale. Dazu kommen

bei Bedarf diverse Zuschläge für Kranken- und Pflegeversicherung, Kinderbetreuung

und Auslandsaufenthalte.

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www.bafoeg-rechner.de

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Quelle: UniNow

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28 SERVICE

Klischeefrei-Quiz-App

Klischees im Berufsleben auf den Prüfstand stellen

Beim Klischeefrei-Quiz stellen die Spielerinnen und Spieler Klischees im Berufsleben auf

den Prüfstand. Gemeinsam werden alte Denkmuster hinterfragt und über den Tellerrand

der Geschlechterklischees geblickt!

„Arbeitsmarkt für 60 Punkte, Familie & Beziehung für 40 oder Kultur für 100?“ Das Spielprinzip

ist denkbar einfach, verspricht aber Spannung auf der Jagd nach dem Highscore.

In fünf Kategorien können Spieler*innen 20 bis 100 Punkte sammeln – je nach Schwierigkeitsgrad

der Frage. Doch nicht immer gibt es bei diesem kurzweiligen Quiz richtig oder

falsch. Denn es geht gar nicht so sehr ums Gewinnen, sondern um (gemeinsames) Raten,

Überlegen, Diskutieren und in der Kategorie „100 Punkte“ gar um spannende Aufgaben in

Form von Rollenspielen.

Dank drei verschiedener Spielvarianten ist für jede Situation etwas dabei: Im Team-Match stehen sich zwei Gruppen gegenüber

und ermitteln in einem Duell den Sieger. Dieser Modus ist für kleine wie große Teams geeignet, egal ob Freundeskreis

oder Klasse, zuhause oder im Unterricht. Aber auch alleine lässt sich eine Partie mit 25 zufällig ausgewählten Fragen (je 5

Fragen in 5 Kategorien) spielen und das eigene Wissen testen. Und für die kurze Pause zwischendurch gibt es die Blitzpartie

mit 3 schnellen Fragen – ebenfalls im Einzelspielmodus.

Zu jeder Wissensfrage, These oder Aufgabe gibt es weiterführende Informationen, die die Spieler*innen besser mit dem Thema

vertraut machen und spannenden Fakten und Anregungen liefern,

um sich näher mit dem Thema Berufswahl und Arbeitsmarkt zu beschäftigen.

Gespielt werden kann mit oder ohne Registrierung. Wer den eigenen

Highscore in die Höhe treiben möchte, sollte sich registrieren, um

die eigenen Spielstände speichern zu können. Zudem winken witzige

Awards und Abzeichen wie „Kluges Köpfchen“, „Teamplayer/-in“ oder

„Golddigger/-in“ in den Varianten Bronze, Silber und Gold!

https://kfquiz.kompetenzz.net

Rippler · Luck

Praktikumsknigge

Stefan Rippler · Nadine Luck

Praktikumsknigge

Der Leitfaden

zum Berufseinstieg

Duzen oder siezen?

Aufmucken oder Akzeptieren?

Umfassend und praxisorientiert! Der Praktikumsknigge erklärt wie

Schulabgänger:innen, Student:innen oder Absolvent:innen ein Praktikum

zum wirklichen Karrierebaustein machen. Von den Spielarten der Praktika

und ihren Auswirkungen auf Steuer, Versicherung, Arbeitsrecht und

BAföG bis zum richtigen Netzwerken nach dem Unternehmensbesuch.

Der Praktikumsknigge beschreibt die Methoden intelligenter Stellensuche,

zeigt, wie aus einem selbstkritischen Auftreten eine selbstbewusste

Bewerbung wird. Daneben vermittelt er die klassischen „Knigge“-Regeln:

Die Kollegen am ersten Tag duzen oder siezen? Aufmucken oder Akzeptieren?

Kopieren ohne Ende oder das klärende Gespräch und eine sinnvolle

Beschäftigung suchen? Auf Dutzende solcher Fragen gibt der Praktikumsknigge

Antworten.

3. Aufl.

160 Seiten Verlag Springer Gabler

Taschenbuch 24,99 € ISBN 978-3658423186

eBook 19,99 €

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SERVICE

29

Bewerben App

Mit der App erfährst du eine völlig neue &

einfache Art der Bewerbung. Sie spart viel

Recherche-Zeit, die zumeist in das Anschreiben,

deinen Lebenslauf & den Upload, Formatierung

& Konvertierung unzähliger Anhänge & Dokumente

investieren werden muss.

Apps

Die App fragt alle notwendigen Informationen, die für den künftigen

Arbeitgeber wichtig & relevant sind ganz einfach ab.

Wähle einfach eines der besten und getesteten Bewerbungslayouts

aus & präsentiere deine Bewerbungsunterlagen in einem

Design, das einfach & auf dich abgestimmt ist.

Mit den bereits angegeben Daten erstellt dir die App ein individuelles

Firmenanschreiben, worin die App auch auf persönliche

Angaben deines künftigen Arbeitsgebers eingeht.

Natürlich dürfen bei einer professionellen & vollständigen Bewerbung

entsprechende Anlagen, wie beispielsweise Zeugnisse,

zusätzliche Zertifikate, Ausbildungsscheine oder Empfehlungsschreiben

nicht fehlen.

Die App gibt Tipps & Hinweise, welche Dokumente sinnvoll und

notwendig sind, und weist auch hier auf eine Schritt-für-Schritt

Bewerbungscheckliste hin, sodass letztlich kein Punkt oder

Information ausgelassen oder vergessen wird.

Zum Schluss gibt es eine komplett zusammengefasste Profi-

Bewerbung, die bereits als fertige PDF-Datei zusammengeführt,

mit individuellen Design gestylt und entsprechend auch eine

optimale Dateigröße konvertiert ist.

Azubiheft

Durch ein Online-Berichtsheft können Sie Ihre Prozesse bei der

Ausbildung vereinfachen. Das Azubiheft bietet simple Handhabung

für Unternehmen, Ausbilder und Azubis. Damit wird jeder

Ausbildungsnachweis online verwaltet – und Sie haben alle

Informationen immer im Blick.

Die Digitalisierung des Berichtshefts ermöglicht es jederzeit

alle Informationen online zu erfassen und an den Ausbilder zu

übermitteln. Das spart Zeit, Geld und Papier! Durch die einfache

Bedienung der App, mit der die Ausbildungsnachweise gepflegt

werden, können Sie das Berichtsheft auch von unterwegs ausfüllen.

Berufsfindung

Endlich ist die Schule geschafft!

Aber was kommt jetzt? Wie und wo möchte ich einmal

arbeiten? Was begeistert mich und was macht mir Angst?

Wie wichtig ist mir Karriere und wie grenze ich mich von den

Erwartungen anderer ab?

Ausführliche Informationen für alles, was nach der Schule

kommen kann! Gut recherchiert, klar gegliedert und mit vielen

echten Erfahrungsberichten.

Autor: Anja Reumschüssel

Verlag: Carlsen

240 Seiten

ISBN : 978-3-551-31976-0 Taschenbuch 7,99 €

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30 VORSCHAU

Im nächsten Heft:

SUCHEN UND FINDEN

KLASSISCH: Zeitungen, Zeitschriften, Ausbildungsmagazine

wie JOB & CHANCEN, Branchendienste

– was finden Sie wo?

SUCHEN ODER FINDEN LASSEN? Portale bieten

Bewerberprofile, Websites werben mit (kostenpflichtigen)

Einträgen für Bewerber, Anzeigen

schalen. Bringt das was?

4. DEZEMBER 2025

WINTER-AUSGABE

AUSBILDUNGSMESSEN: Von ganz klein bis ganz

groß, von sehr allgemein bis extrem spezialisiert

– so klappt es auf der Ausbildungsmesse. Dazu:

So benehmen Sie sich richtig am Messestand.

WWW.SUCHE.DE: Was gibt es im Netz? Was

sind POrtale, was leisten Suchagenten? Was ist

wichtig bei der Suche im Netz? Wie erkennen Sie

Betrüger? Kostenpflichtig oder umsonst?

DIE BEWERBUNG

BEWERBUNGSMAPPE: Was gehört dazu, was

nicht? Worauf legen die Personaler Wert?

ANSCHREIBEN: Was wird erwartet? Wie ist es

aufgebaut? Wie überzeugt mein Anschreiben auf

den ersten Blick?

LEBENSLAUF: Wie wird er aufgebaut? Chronologisch

oder thematisch? Was tun bei „Lücken“?

Was ist erlaubt, was nicht?

Mit oder ohne? BEWERBUNGSFOTO

ELEKTRONISCHE BEWERBUNG: Welche Dateien

werden wie verschickt.

BEWERBUNGSPORTALE: So stechen Sie aus der

Masse raus?

FREIE STELLEN 2026

Unternehmen, Universitäten und Bildungsinstitute

stellen sich vor – mit freien Plätzen und

Angeboten für eine Ausbildung oder ein Studium.

Mit QR-Codes – so kommen Sie direkt auf

die Website, auf das Ausbildungsportal oder z.

B. den Azubi- bzw. Studentenblog.

Änderungen vorbehalten

Verlag:

mgs mediengesellschaft stuttgart UG

Lessingstraße 145

71409 Schwaikheim

Chefredaktion (v.i.s.d.P.):

Christine Breitkopf

c.breitkopf@mgs-medien.de

Tel.: 071 95 / 590 78 30

Verantwortlich für Anzeigen:

Christine Breitkopf

Druck:

Offizin Scheufele

Druck und Medien GmbH & Co.KG

Tränkestr. 17, 70597 Stuttgart

JOB & CHANCEN wird auf umweltfreundlichem

Recycling Charisma silk FSC gedruckt.

Copyright: © 2025 für Texte und gestaltete

Anzeigen beim Verlag.

© Bilder, soweit nicht anders vermerkt,

www.shutterstock.com oder Unternehmen

(Porträts).

Jahrgang: 17. Jahrgang 2025

Erscheinungsweise: viermal jährlich

JOB & CHANCEN wird kostenlos an die

Abschlussklassen von Realschulen und

Gymnasien verteilt und liegt außerdem in

ausgewählten Berufsinformationszentren

der Agenturen für Arbeit aus.

Nachdruck oder Vervielfältigung nur mit

schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Alle Rechte vorbehalten. Keine Gewähr für

unverlangt eingesandte Materialien.

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben

die Meinung des Autors, nicht aber der

Redaktion wieder.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit

wird die gewohnte männliche Sprachform

bei personenbezogenen Substantiven und

Pronomen verwendet. Dies impliziert keine

Benachteiligung des weiblichen oder dritten

Geschlechts, sondern soll im Sinne der

sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral

zu verstehen sein.

Alle Angaben nach bestem Wissen, aber

ausdrücklich ohne jegliche Gewähr.

www. job-und-chancen.de


ZUKUNFT & CHANCEN

31

KREATIVITÄT UND

GESTALTUNG

Die Welt der Blumen und Pflanzen als Beruf: In der Floristik verbindet sich Kreatität mit künstlerischer

Gestaltung. Die Ausbildung verspricht glänzende Berufsaussichten in verschiedenen Bereichen.

VOM BRAUTSTRAUSS BIS ZUR TISCHDEKORATION

Die Begeisterung der Menschen für Blumen und Blüten ist groß. Blumen gehören zum Alltag und zu besonderen

Anlässen wie Geburtstagen, Hochzeiten und Jubiläen. Die Floristik-Ausbildung ist eine wunderbare Wahl für

alle, die Kreativität, Naturverbundenheit und handwerkliches Geschick miteinander verbinden möchten. Kaum

ein Beruf vereint so viele sinnliche und gestalterische Aspekte: Man arbeitet täglich mit frischen Blumen, Pflanzen

und natürlichen Materialien, gestaltet Sträuße, Gestecke und Dekorationen für ganz unterschiedliche Anlässe.

Dabei ist jeder Tag anders, weil auch jede*r Kund*in und jedes florale Werkstück individuell ist. Florist*innen

haben die Möglichkeit, ihre kreative Ader voll auszuleben und gleichzeitig Menschen mit ihrer Arbeit eine Freude

zu machen

BERUFLICHE TÄTIGKEITSFELDER

Floristen und Floristinnen arbeiten in Floristikfachgeschäften sowie Gartencentern und Baumärkten. Darüber

hinaus arbeiten sie in Beherbergungsbetrieben, im Einzelhandel, in Erwerbsgärtnereien und auf Kreuzfahrtschiffen.

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BESTE

SCHULE?

DAS

LEBEN

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Freiwilligendienst

in Hessen oder weltweit

volunta.de

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

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