Hof&Markt | Fleisch&Markt | Hof&Gast 9/2025
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Die Zeitung für Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer Ausgabe 9/2025
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Inhalt
Hof Markt
Aktuelles S 3-6
Die würzige Jahreszeit S 11
Ausdauernder
Baumspinat S 12
Hanf: Alles andere als
berauschend S 13
Fleisch Markt
Frisch aus dem Kessel
auf die Wies’nS 17
Wer nicht wolft, der nicht
gewinntS 22
Würze, Witz und
Wumms S 27
Fleischlaberl:
heimisches KulturgutS 28
Hof Gast
Weinkultur in Mailberg S 7
Kneten, Rühren,
KnuspernSeite 10
Retouren an Postfach 555, 1008 Wien
Eiweiß ahoi!
Proteine sind im Trend – und das kommt nicht nur der
Gesundheit, sondern auch Direktvermarktern und Fleischern
zugute.
Von Kurt Heinz
Die neuesten Daten der
rollierenden Agrarmarktanalyse
(RollAMA) der
AMA-Marketing liefern spannende
Einblicke: 2.800 österreichische
Haushalte dokumentieren
laufend ihre Einkäufe – und
das Ergebnis der ersten Jahreshälfte
2025 zeigt eindeutig, dass
eiweißreiche, tierische Lebensmittel
gefragter sind denn je.
Besonders bei Milchprodukten
ist der Boom kaum zu übersehen.
Naturjoghurt und Skyr
legten um satte 12,3 Prozent
zu, Topfen um 4,9 Prozent.
Auch Cottage Cheese, lange als
Nischenprodukt belächelt, ist mit
12,6 Prozent Zuwachs im Mainstream
angekommen. Selbst
Milchmischgetränke, bisher
eher Nebenprodukt, konnten um
6,0 Prozent zulegen. Und sogar
Butter profitierte vom Protein-
Trend und schaffte ein Plus von
7,4 Prozent.
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Fleisch Markt
Die Zeitung für Fleischer und Direktvermarkter Ausgabe 9/2025
Frisch aus dem Kessel
auf die Wies’n
E
s gibt wohl kaum eine
andere (Wurst-)Spezialität,
die so eng mit
Bayern verbunden ist
wie die Weißwurst. Sie gilt als
kulinarisches Wahrzeichen des
Freistaats, als Symbol bayerischer
Lebensart und als fester
Bestandteil der Wirtshauskultur.
Ihr Siegeszug begann in
den Wirtshäusern der Stadt und
setzte sich bald in ganz Altbayern
fort. Später wurde die Weißwurst
auch dank der gutbesuchten
Brauchtumsfeste – wie etwa
das weltberühmte Oktoberfest
in München, wo Zigtausende
Weißwürste serviert werden –
weit über die Grenzen hinaus
bekannt.
Beste Münchner
Weißwürste
Ein wahrer Meister der Weißwurstherste
lung ist die Metzgerei
Gaßner in München. Andreas
Gaßner leitet die Geschicke in
dritter Generation und produziert
mit seiner Mannschaft traditione
le Klassiker wie die Weißwurst,
aber auch neue Kreationen wie
etwa Tomate-Mozzare la-Bratwürste.
Ihre Wurstspezialitäten
liefert der Familienbetrieb an
Hotels, Gastrobetriebe, Metzgereien,
Biergärten, Großverbraucher
und Festzelte in ganz
Bayern. Und auch auf dem Oktoberfest
sind die Gaßner-Weißwürste
zu finden. Diese werden
zur Festzeit täglich frisch an
die langjährigen Gastrokunden
geliefert und erfreuen Touristen
wie Einheimische. Das seit 1937
bestehende Unternehmen setzt
auf kompromisslose Qualität und
Frische. Erst kürzlich schaffte es
die Münchner Weißwurst aus
dem Hause Gaßner aufs Siegerstockerl
und wurde mit einer
Auszeichnung des renommierten
internationalen Kulinarik-
Portals TasteAtlas geehrt. In einer
Auswahl von über 100 international
getesteten Wurstprodukten
erreichten die Gaßner-Weißwürste
den dritten Platz – hinter
einer italienischen Mortadella
und einer spanischen Chorizo.
Wir haben mit Andreas Gaßner,
passionierter Metzgermeister,
Obermeister der Metzger-Innung
München und selbsternannter
Wurstfetischist über das Metzgerhandwerk
in der heutigen Zeit,
die beste Weißwurst der Welt und
No-Gos beim Weißwurstessen
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Tradition gekonnt mit der
Moderne. Welche Philosophie
verfolgen Sie?
Wie die Metzgerei Gaßner auf dem Oktoberfest für Wurstgenuss sorgt. Von Katrin Hammer
Wir hatten schon durch meinen
Vater, der die Metzgerei groß
gemacht hat, immer den höchsten
Qualitätsanspruch. Er hat
immer gesagt: Es gibt kein besseres
Gewürz als ein frisches Fleisch.
Dazu Top-Gewürze, Top-Auswahl
und ordentliche Mitarbeiter. Das
ist eigentlich der Schlüssel zu
einem guten Handwerksbetrieb
und zum Erfolg. Und da hatte er
recht. Wenn du das a les ausgewogen
machst und du deine
Sachen selbst gerne isst, und das
tu ich mit Leib und Seele, ich bin
Auch bei Fleisch und Eiern
bleibt die Nachfrage stabil auf
Wachstumskurs: Rind- und Kalbfleisch
stiegen um 5,6 Prozent,
Hühnerfleisch um 4,0 Prozent
und frische Eier konnten mit
6,0 Prozent zulegen. Der rote
Faden ist klar: Die Menschen
wollen hochwertige, eiweißreiche
Lebensmittel – und greifen
dafür bewusst zu tierischen
Produkten.
Christina Mutenthaler-
Sipek, Geschäftsführerin
der AMA-Marketing, bringt
es auf den Punkt: „Die
Lesen Sie weiter auf Seite 18 ›
Fleisch&Markt
ab Seite 17
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Seite 2, 9/2025
Coverstory
Hof & Markt
Editorial
von Kurt
& Michael
Heinz
„Endlich normal verrückt“
Oktober – der Monat, in dem sich Landwirtschaft, Direktvermarkter,
Fleischer, Heurige und Winzer gleichermaßen auf die
nächste Saison einstimmen. Die Ernten waren heuer erfreulich gut
– dank des feuchten Juli. Doch was für Konsumenten nach einem
„Rekordjahr“ aussieht, ist für die Landwirte schlicht ein gutes, solides
Jahr. Es macht vor allem deutlich, wie sehr die letzten Saisonen
durch Trockenheit, Hitze und Extremwetter geprägt und damit
unterdurchschnittlich waren.
Auch beim Wein zeigt sich dieses „neue Normal“. Vielen kommt
die Lese heuer spät vor. Tatsächlich ist sie wieder im üblichen
Rhythmus – nach Jahren, in denen aufgrund von Hitzewellen
schon im August gelesen wurde. Dass wir eine normale Erntezeit
als „spät“ empfinden, verdeutlicht, wie sehr wir uns bereits an
Ausnahmesituationen gewöhnt haben.
Für die Direktvermarkter heißt es nun, die frischen Produkte
stimmig zu präsentieren und den Herbstmarkt zu nutzen. Fleischer
und Heurige setzen auf saisonale Schmankerln, die zum Sturm und
Jungwein passen. Winzer sind mitten in der Lese und bereiten die
Kellerarbeit vor. Gemeinsam zeigt der Oktober: Zwischen goldener
Normalität und den immer wiederkehrenden Extremen müssen
wir flexibel bleiben – und das Beste daraus machen.
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Hof&Markt/Fleisch&Markt/Hof&Gast erscheint 2025 bereits
10-mal/Jahr und erreicht Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und
Winzer in ganz Österreich, Südtirol und Süddeutschland. In der
nächsten Ausgabe Ende Oktober ist die Erntezeit Großteils vorbei
und die Gansl Zeit steht vor der Tür. Außerdem haben wir unser
BIO-Spezial sowie die Themen Molkereitechnik, Huhn & Stall,
E-Mobilität und Keksvariationen und in Hof&Gast die Themen
Gewürze, Sous-Vide sowie unser Spezial zur Alles für den Gast
Messe in Salzburg. In Fleisch & Markt haben wir die Fachthemen
Füllen & Clippen, Därme, Festtagsplatten, Vakuum-Verpackung
sowie in unserer Herstellungs-Serie die „Feinen Pasteten“. Bis dahin
wünschen wir Ihnen einen ertragreichen Herbst.
Hof Markt
Impressum
Fleisch Markt
Hof Gast
Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz (MedG) für die Print-Ausgabe der Zeitung
„Hof&Markt“ | Medieninhaber: H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer
Straße 87, 1180 Wien | Herausgeber, Verleger: H1 Medien & GASTRO Verlag
GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Tel.: +43/664/7510 26 29, E-Mail: office@
hofundmarkt.at | Gegenstand des Unternehmens: Herausgabe, Verlag, Druck und
Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften.
Die Durchführung von Werbungen aller Art, insbesondere Inseratenwerbung (Anzeigenannahme),
Plakatwerbung, Ton- und Bildwerbung, Reportagen, Ausarbeitung
von Werbeplänen und alle sonstigen zur Förderung der Kundenwerbung dienenden
Leistungen. | Blattlinie: Hof & Markt versteht sich als das Informationsmedium für
alle Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer des gesamten deutschsprachigen
Raumes. Hof & Markt ist unabhängig und bündelt mediengerecht das Beste aus
allen Informations- und Unterhaltungsbereichen. Alle verwendeten geschlechtsspezifischen
Formulierungen meinen die weibliche und männliche Form
| Redaktion: Kurt Heinz (Chefredakteur), Michael Heinz (Chef vom Dienst), Katrin
Hammer, Andrea Jungwirth, Petra Pachler, Nele Klaffl | Anzeigen: H1 Medien & GAS-
TRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Kurt HEINZ Tel.: +43/664/7510
26 29, E-Mail: k.heinz@hofundmarkt.at und Michael HEINZ Tel.: +43/664/521 69 36,
E-Mail: m.heinz@hofundmarkt.at | Grafik: der bock – Werbeagentur Georg BOCK,
A - 2345 Brunn am Gebirge, Krotenbachgasse 21, Tel.: +43/699/191 303 42, E-Mail:
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Fischer | Fotos Blitzlichter: Michael Heinz
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Dieses Produkt
| Hersteller: Druckerei Ferdinand Berger &
stammt aus
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bewirtschafteten
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Wäldern
| Bankverbindung: Erste Bank, IBAN: AT09
PEFC/06-39-01 www.pefc.at
2011 1843 54355800, BIC: GIBAATWWXXX
RollAMA-Daten zeigen klar, dass
proteinreiche Lebensmittel aus
Österreich weiterhin einen wichtigen
Platz in den Einkaufswägen
haben. Milchprodukte, Fleisch
oder Eier, die mit dem rot-weißroten
AMA-Gütesiegel versehen
sind, stehen für geprüfte Qualität
und nachvollziehbare Herkunft.“
Was Direktvermarkter
und Fleischer daraus
lernen können
Für Direktvermarkter und Fleischer
steckt in diesen Zahlen eine
echte Chance. Der Trend zum
„Eiweiß aus Österreich“ ist ein
Türöffner für gezielte Vermarktung
– sei es im Hofladen, auf
Märkten oder über Online-
Kanäle. Drei zentrale Punkte
lassen sich ableiten:
Protein als
Verkaufsargument
Viele Käufer achten auf eine
eiweißreiche Ernährung – Stichwort
Fitness, Muskelaufbau oder
„gesund satt werden“. Direktvermarkter
sollten diesen Mehrwert
aktiv in den Vordergrund stellen:
„Unser Rindfleisch – reich an
hochwertigem Eiweiß“ oder „Hof-
Eier als natürlicher Protein-Kick“.
Herkunft schafft
Vertrauen
Das AMA-Gütesiegel oder AMA-
Biosiegel ist ein starkes Verkaufsargument.
Wer direkt vermarktet,
kann zusätzlich mit Transparenz
punkten: kurze Transportwege,
artgerechte Tierhaltung und die
Möglichkeit, den Betrieb kennenzulernen.
So wird Qualität greifbar.
Veredelung bringt
Zusatznutzen
Proteinreiche Produkte lassen
sich kreativ erweitern:Topfenaufstriche,
Joghurtdrinks mit
Früchten, hausgemachte Eiweiß-
Burger-Patties oder Eiernudeln
vom Hof. Wer mehr als nur das
Grundprodukt anbietet, steigert
Absatz und Kundenbindung.
Tipps & Tricks
Geschichten erzählen: Kunden
kaufen nicht nur Lebensmittel,
sondern auch Regionalität, Tradition
und Authentizität. Erzähle,
was dein Betrieb besonders
macht.
Kostproben anbieten: Verkostungen
am Marktstand oder im
Hofladen sind die beste Werbung.
Ein Löffel Cottage Cheese oder
ein Stück Rinderbraten überzeugt
sofort.
Social Media nutzen: Rezepte
mit Eiweiß-Fokus funktionieren
hervorragend auf Instagram
oder Facebook. Zeige, wie man
aus deinem Hühnerfleisch ein
schnelles Fitness-Menü zaubert
oder wie dein Topfen zum Lieblings-Dip
wird.
Produktpakete schnüren:
Eiweiß-Pakete mit Fleisch, Eiern
und Milchprodukten sind beliebt.
Ein „Protein-Korb“ fürs Wochenende
spricht Stammkunden
genauso an wie neue Zielgruppen.
Kooperationen suchen:
Zusammenarbeit mit Fitnessstudios,
Personal Trainern oder
Ernährungsberatern öffnet neue
Absatzwege. Ein Bauernhof, der
als „Protein-Partner“ auftritt,
bleibt in Erinnerung.
Eiweiß ist das neue
Gold
Der Trend zu proteinreichen
tierischen Lebensmitteln bietet
Direktvermarktern und Fleischern
viele Chancen. Wer
den gesundheitlichen Mehrwert
betont, die Herkunft klar
kommuniziert und innovative
Produkte anbietet, kann den
aktuellen Boom optimal nutzen.
Die Nachfrage nach Qualität
und Authentizität wächst – jetzt
ist die beste Zeit, sie mit klarer
Strategie zu bedienen.
Oder anders gesagt: Wer heute
auf Eiweiß setzt, hat morgen den
Einkaufswagen voll.
https://b2b.amainfo.at
Foto: pixabay
& Hof Markt
Aktuelles
Seite 3, 9/2025
Foto: VHM e. V.
TikTok-taugliches Joghurt
Die Deutsche Milch- und
Käseprüfung hat 2025 erstmals
einen Social-Media-Preis
verliehen. Damit reagiert der
Verband für handwerkliche
Milchverarbeitung (VHM) auf
die wachsende Bedeutung von
Instagram, TikTok und Co. für die
Wahrnehmung handwerklicher
Lebensmittel. „Digitale Kommunikation
prägt zunehmend die
Art, wie Verbraucher Lebensmittel
entdecken und bewerten“,
betont Marc Albrecht-Seidel
vom VHM. Bewertet wurden
die Produkte von einer Jury aus
Food-Bloggern und Podcastern:
@kaptncheese, @petraschweim,
@cheese.commerce, @allgaeu.
foodguide und @toelzer_kasladen.
Sie achteten auf sensorische
Qualität, Inspirationspotenzial
und Content-Tauglichkeit.
Premiere-Preisträger ist der
Landwirtschaftsbetrieb Korn
aus Tauche-Stremmen in Brandenburg.
Sein Rhabarber-Vanille-
Joghurt überzeugte mit cremiger
Konsistenz, hervorragendem
Geschmack und einer Story, die
zum Erzählen einlädt. Der Familienbetrieb
ist kein Unbekannter
und konnte bereits in den
vergangenen Jahren Publikumspreise
und Fachauszeichnungen
gewinnen. Den Hofladen findet
man unter @hofladenstremmen.
Die Preisverleihung findet am 9.
November 2025 auf der Cheese
Berlin statt, wo auch die Hauptpreise
der Käseprüfung vergeben
werden.
www.milchhandwerk.info
Kurz notiert
Am 23. September wird jährlich der Tag der Bio-Landwirtschaft gefeiert,
der von der Europäischen Union initiiert wurde. Damit soll die Bedeutung
der biologischen Landwirtschaft für Umweltschutz, und Biodiversität
hervorgehoben und somit auf die wertvolle Arbeit der Biobäuerinnen
und Biobauern aufmerksam gemacht werden. Österreich ist mit
rund 27 Prozent Bio-Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche
Spitzenreiter der EU. Das BMLUK hat ein Bio-Aktionsprogramm erarbeitet.
Damit wurden die Bio-Prämien 2024 um 8 Prozent erhöht und damit
jährlich zusätzlich 10 Mio. Euro im Rahmen des Agrarumweltprogramms
ÖPUL an Bio-Betriebe bereitgestellt. Seit Jahresbeginn 2025
kommen nochmals jährlich 20 Mio. Euro dazu. www.bmluk.gv.at
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■ Darmschonendes Abdrehen
■ Maximaler Rohwursteinzug
■ Rascher Sortenwechsel
■ Niedrigster Energieverbrauch
Die RIEDER MESSE 2025
begeisterte heuer mit ihrem
4-Säulen-Konzept, das Landund
Forstwirtschaft, Austro
Tier, Herbstmesse und Volksfest
vereinte. Rund 540 Aussteller aus
12 Nationen präsentierten ihre
Produkte und Dienstleistungen
und boten den Besuchern eine
vielseitige Ausstellung.
Das Publikum durfte sich
auf Tierschauen mit Rindern,
Pferden, Schafen, Ziegen und
Kleintieren sowie spektakuläre
Tiervorführungen freuen.
Die OÖ. Jungkuhschau und die
Eliteversteigerung am Rindertag
zogen zahlreiche Fachbesucher
an, während die Pferdeschauen
für große Begeisterung
bei den großen und kleinen
Gästen sorgten. Im Blickpunkt
der Besucher standen
neben den Ausstellern aus den
verschiedensten Branchen die
zahlreichen Sonderschauen wie
die Schmidt’s Weyland Steiner
Handwerkswelt oder die Innovation
Farm mit der Präsentation
einer Weltneuheit in der Grünlandverfahrenstechnik.
Parallel
dazu fand das RIEDER VOLKS-
FEST mit rund 70 Schaustellern
und Gastrobetrieben statt. Die
Fahrgeschäfte und die Autodrom
Team WM sorgten für Spaß und
ausgelassene Stimmung.
In den Eröffnungsreden betonten
Bundeskanzler Dr. Christian
Stocker und Mag. Norbert
Totschnig, Bundesminister für
Land- und Forstwirtschaft, die
hohe Bedeutung der RIEDER
MESSE. Dr. Christian Stocker:
„Sie ist viel mehr als eine Fachmesse
– sie stellt gesellschaftliche
Fragen, fördert den Dialog,
regt zum Nachdenken an – über
Zusammenhalt, Nachhaltigkeit
und Zukunft.“ „Messen wie die
RIEDER MESSE sind wichtiger
denn je“, ergänzt Totschnig.
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DIREKT VOM
PRODUZENTEN
Seite 4, 9/2025
Verpackung
Hof & Markt
Schöne Verpackungen, starke Botschaften –
Geschenkverpackungen vom Verpackungsstadl
Wer Lebensmittel oder Hofprodukte mit Liebe herstellt, weiß: Der erste Eindruck zählt.
Fotos: Verpackungsstadl
Noch bevor Kundinnen und
Kunden das Produkt selbst
probieren, vermittelt die Verpackung
bereits eine Botschaft
– über Qualität, Wertigkeit und
die Besonderheit des Inhalts.
Genau an diesem Punkt setzt
die Verpackungsstadl GmbH
an. Seit über einem Jahrzehnt
beliefert das oberösterreichische
Familienunternehmen Direktvermarkter
in ganz Europa mit
durchdachten Verpackungslösungen
– vom Einmachglas bis
zur edlen Geschenkverpackung.
Geschenkverpackungen,
die Geschichten
erzählen
Ein besonderer Schwerpunkt
im aktuellen Sortiment liegt auf
hochwertigen Geschenkverpackungen
aus Karton, die nicht nur
praktisch, sondern auch visuell
ein echtes Highlight sind. Denn
gerade in der Direktvermarktung
spielt die Präsentation eine
entscheidende Rolle – sei es am
Marktstand, im Hofladen oder als
besonderes Mitbringsel.
Besonders beliebt sind die
Laserschnitt-Kartonagen, die
in vier attraktiven Motiven und
jeweils drei Größen (S, M, L)
erhältlich sind:
u Winter & Weihnachten: Filigrane
Schneeflocken und
ein Tannenbaum im Laserschnitt,
kombiniert mit
blauen Schneeflockenprints
– ideal für festliche Geschenkideen
in der kalten
Jahreszeit.
u Honig: Eine detailreiche
Biene mit Honigwaben im
Laserschnitt und eine aufgedruckte
Biene – die perfekte
Verpackung für Imker und
Honigprodukte.
u Gemüse: Verschiedene Einlegemotive
wie Chili oder
Paprika, ergänzt durch aufgedruckte
Tomaten und Salat
– stimmig für Landwirte
und Produzenten herzhafter
Spezialitäten.
u Früchte: Obst-Laserschnitte
und Aufdrucke von Erdbeeren,
Pflaumen und mehr –
ideal für Marmeladen, Säfte
und Fruchtkreationen.
Die feinen Laserschnitte verleihen
den Schachteln eine besondere
Raffinesse und lassen den
Blick auf den Inhalt frei – ein
subtiler Vorgeschmack auf das,
was Kundinnen und Kunden
erwartet.
Edle Schlichtheit:
Kartonagen mit
Sichtfenster
Neben den Motiven mit Laserschnitt
führt Verpackungsstadl
auch eine breite Auswahl an
Kartonagen mit Sichtfenster.
Diese sind in verschiedenen
Größen und Farben erhältlich –
darunter Natur/Braun, Schwarz,
Bordeaux und Grün.
Das Sichtfenster gibt den
Produkten eine Bühne, noch
bevor sie geöffnet werden. Es
ermöglicht Kundinnen und
Kunden einen direkten Blick
auf das Glas Honig, die feine
Marmelade oder das exklusive
Öl im Inneren – ein Vorteil, der
Vertrauen schafft und die Kaufentscheidung
erleichtert. Die
klaren Linien und edlen Farben
der Kartons unterstreichen die
Wertigkeit der Produkte, ohne
sich in den Vordergrund zu
drängen.
gen sind unkompliziert über
den firmeneigenen Onlineshop
möglich – vom Einzelkarton bis
zur Palettenmenge. Wer persönliche
Beratung wünscht, erreicht
das Team direkt per Telefon oder
E-Mail und erhält kompetente
Unterstützung bei der Wahl der
passenden Verpackungslösung.
Damit ist Verpackungsstadl
weit mehr als nur ein Händler:
Das Unternehmen versteht
sich als verlässlicher Partner
für alle, die ihren Produkten mit
der passenden Verpackung den
letzten Schliff verleihen wollen.
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schützt nicht nur – sie erzählt die
Geschichte des Produkts.
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& Hof Markt
Aktuelles
Seite 5, 9/2025
Brot-Kaiser 2026 gesucht!
Foto: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner
Die Größte aller
Zeiten
Mit rund 8.000 Ausstellern aus
110 Ländern und einer Bruttofläche
von etwa 290.000 m 2
wird die Anuga 2025 vom 4. bis
8. Oktober die größte Ausgabe
ihrer Geschichte. Köln verwandelt
sich erneut in die Hauptstadt
der Ernährungswirtschaft,
erwartet über 140.000 Fachbesucher
aus fast 200 Ländern und
setzt mit einem Auslandsanteil
von 94 Prozent neue Maßstäbe
in Internationalität und Branchenbedeutung.
„Die Anuga ist
weit mehr als eine Messe – sie
ist Marktplatz, Impulsgeber
und Taktgeber für die globale
Ernährungswirtschaft. In Köln
treffen sich die führenden Köpfe
der Branche, um Innovationen
zu präsentieren und die Trends
von morgen zu diskutieren“, sagt
Gerald Böse, Vorsitzender der
Geschäftsführung der Koelnmesse
GmbH.
Innovationen stehen im
Mittelpunkt. Mit der neuen
Fachmesse Anuga Alternatives
werden pflanzenbasierte
und zellkultivierte Produkte
ins Rampenlicht gerückt, die
Trend Zone liefert Marktdaten,
die Taste Innovation Show
präsentiert die Top-Neuheiten
und der Boulevard of Innovations
zeigt über 100 Start-ups.
Korea als Partnerland begeistert
unter dem Motto „Flavour meets
Trends“ mit über 100 Ausstellern.
Das Messeprogramm
reicht vom Halal Forum über
die International Frozen Food
Conference bis hin zu Panels
zu KI, Kreislaufwirtschaft und
Nachhaltigkeit. Gemeinsam
mit hochrangigen Gästen aus
Politik und Wirtschaft, darunter
Bundesminister Alois Rainer
und koreanische Vertreter, wird
die Anuga 2025 einmal mehr zur
globalen Bühne für Innovation
und internationale Vernetzung.
www.anuga.de
2026
Die Prämierung Brot-Kaiser
der Messe Wieselburg bietet
auch im Jahr 2026 eine Bühne
für Brot- und Feingebäckspezialitäten,
bei der Bäcker aus bäuerlicher
und kleingewerblicher
Produktion zeigen, was in ihren
Öfen steckt. Neben Geschmack
zählen vor allem Kreativität,
Handwerkskunst und die Liebe
zum Detail.
Eingereicht werden kann
alles, was die Herzen von Brotliebhabern
höherschlagen
lässt: klassische Bauernbrote,
Ölsaatenbrote, aromatische
Vollkornvariationen oder außergewöhnliche
Sonderbrote. Doch
auch Fans von süßem Hefe-
Wir Suchen
teig kommen auf ihre Kosten:
Brioche, Krapfen, Strudel oder
Stollen stehen ebenso auf dem
Prüfstand wie Plunder- und Blätterteigkreationen.
Die Kategorie
„Feine Backwaren“ bewertet
alles von Mürbteiggebäck über
Biskuit- und Sandmasse-Kreationen
bis zu Keksen, Lebkuchen,
Waffeln oder Makronen. Ergänzt
wird das umfangreiche Spektrum
durch Früchte- und Kletzenbrote,
die besonders in der Vorweihnachtszeit
geschätzt werden.
Die feierliche Siegerehrung
findet schließlich im Rahmen der
AB HOF Messe 2026 in Wieselburg
statt. Dort bekommen die
prämierten Meisterwerke die
Wiederverkäufer
Aufmerksamkeit, die sie verdienen,
und die Bäcker können stolz
zeigen, welch außergewöhnliche
Vielfalt und Qualität in österreichischem
Backhandwerk steckt.
Wer seine Brot- oder Backwarenkreation
ins Rennen schicken
möchte, sollte den Anmeldeschluss
am 28. Oktober 2025
nicht verpassen. Die Prämierung
Brot-Kaiser 2026 verspricht
damit erneut eine spannende
Plattform für die Vielfalt und
Qualität österreichischer Backkunst
– von traditionellen
Klassikern bis zu innovativen
Neuinterpretationen.
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Wechsel mit
klarer Vision
Die GHM Gesellschaft für
Handwerksmessen mbH
gibt einen Leitungswechsel bei
ihrer Fachmesse iba bekannt.
Florian Gmeinwieser übernimmt
als Director die Verantwortung
für Zukunft und
Entwicklung der Weltmesse für
Bäckerei, Konditorei und Snacks.
Er folgt auf Susann Seidemann,
die innerhalb der GHM als Chief
Sales Officer eine neue Position
übernimmt. Mit über 20 Jahren
Erfahrung im B2B-Bereich,
Digital Marketing und Strategieentwicklung
bringt Gmeinwieser
umfassende Expertise
mit. „Die Verbindung von traditionellem
Bäckerhandwerk mit
innovativen Technologien und
nachhaltigen Lösungsansätzen
ist ein Zukunftstrend, den ich bei
der iba vorantreiben möchte“,
sagt Gmeinwieser. Roland
Ermer, Präsident des Zentralverbands,
ergänzt: „Mit ihm hat die
GHM einen Strategen gewinnen
können, der nationale und internationale
Kunden zusammenbringt.“
Gemeinsam wollen sie
die Branche fit für die Zukunft
machen.
www.iba-tradefair.com
DEIN HUHN ist eine Marke der Schropper GmbH und richtet
sich an Privatkunden und Legehennenhalter bis 200 Stück.
Wir sind auf der Suche nach kompetenter Unterstützung
in Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland um
den Kauf von Hühnern für unsere Kunden zu erleichtern.
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Auestraße 35, A-2640 Gloggnitz
office@schropper.at
Instagram:
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DEIN
HUHN
DEINHUHN.at
Seite 6, 9/2025
Aktuelles
Hof & Markt
Foto: Land schafft Leben
Kolumne
Von Hannes
Royer
Keine Landwirtschaft – kein
Tourismus
Jedes Jahr verbringen unzählige Menschen ihren Urlaub in Österreich
– und das vor allem aus einem Grund: der schönen Landschaft.
Die vermeintliche „Natur“, die die Gäste bewundern, ist in
Wahrheit Kulturlandschaft. Denn das Bild, das wir von Österreich
kennen, ist menschengemacht. Ein besonders plakatives Beispiel
sind unsere Almen. Wo Weidetiere fressen und wo Landwirtinnen
und Landwirte mähen, bleibt die Landschaft offen, artenreich
und vielfältig – und damit attraktiv. Ohne die Bewirtschaftung der
Flächen gäbe es auf lange Sicht vor allem eines: Wald. Dadurch
würde die Grundlage für Wander- und Skitourismus fehlen.
Außerdem macht ein Wald nicht satt. Wir Landwirte betreiben
also Landschaftspflege und produzieren allem voran auch hochwertige
Lebensmittel.
Doch die Zahl der Höfe und die Almflächen gehen massiv zurück.
Dadurch verlieren wir die Basis für unseren Tourismus genauso
wie unsere Versorgungssicherheit. Als Bergbauer sehe ich täglich
wie das alles ineinandergreift, vielen anderen Menschen müssen
wir diese Zusammenhänge erst wieder bewusst machen. Landwirtschaft
und Tourismus sind keine getrennten Welten. Unsere
Arbeit am Hof erschafft das, was Gäste bewundern. Und umgekehrt
wäre Österreich ohne Tourismus ein deutlich ärmeres Land. Diese
Symbiose müssen wir bewahren.
Einer der stärksten Hebel dabei: mehr Österreich am Teller.
So können wir die Wertschöpfung im Land behalten und geben
unseren Bäuerinnen und Bauern den Auftrag, weiterhin hochwertige
Lebensmittel zu produzieren und unsere Kulturlandschaft zu
erhalten. Außerdem profitiert der Tourismus von einer unglaublichen
Lebensmittelvielfalt und -qualität. Es ist ein Geben und
Nehmen, bei dem wir alle unseren Beitrag leisten können, sowohl
im Hotel und im Gasthaus als auch zuhause. Österreich gibt es zwar
nicht zum billigsten Preis, aber es zahlt sich auf alle Fälle aus. Damit
unser Land weiterhin zu den beliebtesten Urlaubsregionen der Welt
gehört und wir uns international als echte Kulinarik-Destination
behaupten können.
www.landschafftleben.at
Buchtipps
Backen durch die Jahreszeiten
Mit süßen und herzhaften Köstlichkeiten zum Backen
führt dieses Buch durch Frühling, Sommer, Herbst und
Winter. Ob Ostern, Weihnachten, Geburtstage oder
Sommerparty, hier finden Profis wie Amateure eine
Fülle an Ideen für jeden Anlass. Von frühlingshaften
Tartes über herbstliche Quiches bis hin zu festlichen
Keksen sind die Rezepte leicht verständlich, saisonal
inspiriert und immer gelingsicher.
www.tyroliaverlag.at
Umfang: 192 Seiten
Einband: Gebunden
29 €, ISBN: 978-3-7022-4304-3
Foto: Tyrolia
Die Natur zählt
Intakte Ökosysteme, Artenvielfalt und sauberes Wasser
bilden die Grundlage unseres Lebens, und diese
Ressourcen gehen rapide zurück. Partha Dasgupta,
Wirtschaftswissenschaftler aus Cambridge, plädiert
dafür, den Wert der Natur in die Wirtschaft einzubeziehen.
In seinem ersten Buch für ein breiteres Publikum
zeigt er Wege auf, wie nachhaltiges Handeln und ein
bewusster Umgang mit Ressourcen möglich werden.
www.penguinrandomhouse.de
Umfang: 288 Seiten
Einband: Gebunden
26,80 €, ISBN: 978-3-8275-0202-5
Foto: Penguin Random House
Nostalgie aus Deutschland
Bei richtig gutem Gebäck, kann sich schon allein der
Duft wie eine warme Umarmung für die Seele anfühlen.
Genau das gelingt mit Jürgen Krauss’ Backbuch. »Es
ist ein persönliches Buch mit allem, was ich als Kind
gerne gegessen habe«, sagt er. Von Schwarzwälder
Kirschtorte bis Zwiebelkuchen – Klassiker und Festtagsgebäck
laden mit Rezepten aus der deutschen Küche
zum Nachbacken und Genießen ein.
www.penguin.de
Umfang: 208 Seiten
Einband: Gebunden
25,70 €, ISBN: 978-3-517-10356-3
Foto: Südwest
Iss dich gesund!
Ernährungsbewusstes Kochen kann einiges bewirken.
Das weiß auch Jamie Oliver und widmet sich diesem
Thema daher in seinem neuen Buch. In 120 ernährungswissenschaftlich
geprüften Rezepten nimmt er
seine Leserschaft mit auf die Reise zu einem neuen Lebensgefühl,
inklusive zweiwöchigen „Kickstarter“-Ernährungsplan.
Er zeigt, gesundes Essen kann Energie
spenden, sättigen, revitalisieren und Spaß machen.
www.dorlingkindersley.de
Umfang: 320 Seiten
Einband: Gebunden
32 €, ISBN: 978-3-8310-5230-1
Foto: DK Verlag
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Bewährte Grundrezepte
Echte Alltagsküche ist einfach, frisch, vielseitig und mit
wenigen Grundzutaten immer neu variiert. „Mei liabste
Speis“ präsentiert Grundrezepte für Strudel, Kartoffelteig,
Spätzle und Co., ergänzt durch kreative Ideen für
süße wie pikante Variationen. Über 70 Rezepte machen
gesundes Kochen leicht und inspirierend. Denn selber
kochen ist eine lohnende Investition in Wohlbefinden
und gemeinsame Momente.
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Umfang: 184 Seiten
Einband: Gebunden
29 €, ISBN: 978-3-7022-4305-0
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Hof Gast
Die Zeitung für Hofgastronomie, Heurige und Winzer Ausgabe 9/2025
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Die Rebstöcke stehen in den besten
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Weinkultur in Mailberg
Das Weingut Zens setzt auf charakterstarke Weine, die Herkunft zeigen..
Von Katrin Hammer
Eingebettet am Fuße des
Buchberges und geschützt
von sanften Berghängen
liegt Mailberg – ein beschaulicher
Ort im nordwestlichen
Weinviertel. Der Weinbau hat
hier eine lange Tradition: Schon
um 1140 erhielt der Malteser-
Ritter-Orden in „Mourberg“
Weingärten geschenkt und hat
den Weinbau fortan gefördert.
Seither prägt der Rebstock das
Landschaftsbild und die Kultur.
Die Weingärten ziehen sich rund
um das Kesseltal und genießen
damit einen natürlichen
Vorteil: Während kalte Nordwinde
draußen bleiben, baden
die Reben von früh bis spät im
Sonnenlicht – ideale Bedingungen
für eine langsame und
gleichmäßige Reife. Dazu kommt
der Boden: kalkreich, überzogen
mit lehmigen Sanden und Löss.
Er schenkt den Mailberger
Weinen jene unverwechselbare
Frische und feine Würze, die sie
auszeichnen.
Beste Lagen
Die Familie Zens ist seit 1670
Teil dieser Weinbaugeschichte.
Heute bewirtschaftet sie rund
sechs Hektar Rebfläche – mit
einem klaren Bekenntnis zur
Qualität. „Wir setzen schon im
Weingarten die entscheidenden
Akzente“, so Michael Zens, der
den Familienbetrieb in vierter
Generation im Nebenerwerb
führt. Dazu gehören kurze
Rebschnitte, sorgfältige Laubarbeit
und eine strenge Mengenbeschränkung.
Im Schnitt werden
etwa 50 Hektoliter pro Hektar
geerntet. Die Sortenvielfalt ist
Mailberger Klassik pur: etwa zur
Hälfte Grüner Veltliner, ergänzt
von Riesling, Chardonnay (die
Chardonnay Reserve 2023 wurde
kürzlich sogar im Rahmen der
Salon-Weinprämierung ausgezeichnet),
Weißburgunder,
Müller Thurgau, Muskateller
und Gewürztraminer. Gepflanzt
sind sie ausschließlich in besten
Lagen. „Hundschupfen ist die
bekannteste Lage in Mailberg,
die absolute Süd-/Südwestausrichtung,
da wo die kräftigsten
Weine entstehen. Vier Weingärten
haben wir jetzt in der
Hundschupfen, mit Veltliner
und Riesling. Wir machen
die Lagenbezeichnung aber
auch von anderen Lagen und
versuchen diese etwas mehr zu
promoten und die unterschiedlichen
Böden dort zu reflektieren“,
erzählt der Mailberger
Winzer. So gedeiht etwa der
elegante Weißburgunder in der
Ried Antlasbergen heran und
kommt bewusst ohne einen
dominanten Barrique-Ausbau
in die Flasche. In der Ried Saazen
ist der Müller Thurgau zu finden,
eine Sorte, die mittlerweile
eine Rarität geworden ist. „Die
Müller Thurgau-Reben haben
wir vor zwei Jahren reaktiviert.
Der Weingarten ist jetzt wieder
Lesen Sie weiter auf Seite 8 ›
Seite 8, 9/2025
Winzertalk
Hof Gast
perfekt“, ist Michael Zens von
der Sorte begeistert, die 2023 seit
Langem wieder abgefüllt wurde.
Vielleicht demnächst auch in
der urigen Doppler-Flasche?
Denn während die traditionelle
österreichische 2-Liter-Weinflasche
früher hauptsächlich für
einfachen Landwein oder Tafelwein
in Gaststätten verwendet
wurde, erlebt die Doppler-Flasche
derzeit ein Revival. Winzer aus
verschiedenen Regionen, darunter
das Weinviertel, beleben das
Format wieder, um damit qualitativ
hochwertigen Wein zu präsentieren
und kulturelle Tradition
zu bewahren. „Ich habe letzthin
etwas gelesen von einer Weinjournalistin,
die geschrieben hat:
,Lieber Winzer, füllt’s wieder was
in einen Doppler ab, weil das ist
eine tolle Flasche!', und da bin ich
zu 100 Prozent bei ihr. Unseren
Müller Thurgau könnte ich mir
sehr gut im Doppler vorstellen“,
so Zens.
Fossile Zeugen
Auch im Keller bleibt die Linie
konsequent: saubere, schonende
Verarbeitung, Vergärung im Tank
und sortengerechter Ausbau im
Stahltank oder im großen Holzfass.
„Du siehst keine spektakulären
Geräte bei uns, weil man das
grundsätzlich auch nicht braucht.
Die Qualität entsteht draußen im
Weingarten“, ist Michael Zens
überzeugt. Gearbeitet wird in
einem alten Presshaus bzw. in
zwei Presshäusern, die zusammengelegt
wurden. Während
das eine Haus mit der alten
Baumpresse für Verkostungen
genutzt wird, stehen die wenigen
Gerätschaften zum Arbeiten im
anderen Presshaus. Hier wird
gerebelt, also die Stiele von den
Trauben getrennt, je nach Sorte
eingemaischt und pneumatisch
gepresst. „Da verwenden wir 1,2
Bar, also nicht viel, damit die
Bitterstoffe nicht herauskommen.
Man muss nicht alles ausquetschen,
das hat man leider in den
80er Jahren gemacht. Heutzutage
weiß man, dass viel Druck
nicht förderlich ist“, erklärt der
Weinviertler. „Nach dem Pressen
wird im Vorgärtank geklärt, der
blanke Most vom Trub getrennt,
der blanke Most kommt runter
in den Keller und wird vergoren.
Vor der Abfüllung wird der Wein
noch gefiltert, damit auch die
kleinsten Trübungen im Wein
weg sind. Bevor der Wein in den
Verkauf kommt, lassen wir ihn
für vier Wochen liegen, damit er
sich vor dem Vorgang erholen
kann“, beschreibt Michael Zens
die Arbeit im Keller. Ein paar
Meter weiter unter der Erde,
in der Kellerröhre, zeigt sich
eindrucksvoll die Beschaffenheit
des Mailberger Bodens. Während
Teile der Kellerröhre durch den
verdichteten Sand sehr gut von
alleine halten, wurde dort, wo
Fotos: Weingut Zens
Michael Zens (li.) führt den Familienbetrieb in vierter
Generation. Bereits im Weingarten werden die
entscheidenden Akzente gesetzt.
eine nicht ganz so stabile Lehmschicht
war, ein Gewölbe draufgesetzt.
„Hier haben wir auch
einen Sternenhimmel der etwas
anderen Art“, grinst Michael Zens
und deutet auf die versteinerten
Seesterne an der Kellerdecke.
Wo heute Weinreben stehen,
befand sich einst ein Urmeer
– verschiedenste fossile Überreste
von Meerestieren zeugen
noch heute davon. Doch zurück
zum Wein: Dieser profitiert von
den überwiegend kalkhaltigen
und mit lehmigen Sanden sowie
Löss bedeckten Böden. Spezielle
Bodenbedingungen, die sich von
den typischen Lössböden des
Weinviertels unterscheiden, und
die für den unverwechselbaren
Charakter der Mailberger Weine
mitverantwortlich sind.
Tipp: Im Schloss Mailberg
bieten die Mailberger Winzer
ihre Weine direkt ab Hof an –
auch die Familie Zens. Das Gütesiegel
„Mailberg Valley“ ist dabei
ein besonderes Versprechen: Es
garantiert, dass jeder Wein mit
dieser Herkunftsbezeichnung
ausschließlich aus den Rieden
rund um Mailberg stammt.
Typisch für diese Weine sind ihre
unverkennbare Würze, die ausgewogene
Fülle, eine angenehme
Bekömmlichkeit und die reife
Ausdruckskraft, die das Terroir
des Kesseltales so eindrucksvoll
hervorbringt.
INFO
Weingut Zens
Holzgasse 66
A-2024 Mailberg
Tel.: +43 2943 3557
Mail: office@weingutzens.at
www.weingutzens.at
Effizienz auf Schnitt und Tritt
Foto: Graef
Mit zwei innovativen
Geräten macht Graef
effizientes und ergonomisches
Arbeiten im Thekenbetrieb nun
noch einfacher. Der Vollautomat
VA 802 H überzeugt dabei
mit maximaler Flexibilität.
Für spezielle Schneidgutarten
oder Kleinstmengen lässt sich
der Schlitten per T-Griff ganz
einfach von Automatik- auf
Halbautomatikbetrieb umstellen.
Dank Servounterstützung
gleitet er mühelos, ohne
zusätzlichen Kraftaufwand.
Das clevere Ablagesystem
ermöglicht Stapeln bis zu vier
Stapeln mit einer Höhe von 60
mm oder das Fächern in Längsoder
Querrichtung. Auch Rundablagen
sind möglich. Mit
patentiertem Kettenrahmen,
optionalem Käserahmen und
automatischer Schneidgutzufuhr
arbeitet das Gerät schnell
und besonders restefrei. Die
Software erlaubt die Vorgabe
von Ablagebildern, Scheibenanzahl
oder Ablageposition und
kann über serielle sowie Bluetooth-Schnittstellen
erweitert
werden.
Der Master 3020 Vario
Slice steht vor allem für
Ergonomie und Sicherheit.
Herzstück ist der patentierte
Vario-Slice-Schlitten, der mit
einem einfachen Umschwenken
in die V-Stellung genutzt
werden kann. Dadurch bleibt
das Schneidgut stets an der
Schlittenrückwand und wird
bis zur letzten Scheibe präzise
verarbeitet. Diese Technik
ermöglicht entspanntes Arbeiten,
beugt Sehnenerkrankungen
vor und bietet höchste
Sicherheit im täglichen Einsatz.
Auch hier überzeugt Graef mit
praxisnaher Ausstattung: ein
abnehmbarer Schlitten für
leichte Reinigung, großzügige
Schnittgröße von 260 x 195
mm und stabile Bauweise für
den Dauereinsatz.
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1030 Wien
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Elfter Volltreffer für
heimischen Süßwein
Der Illmitzer Winzer Hans
Tschida setzt seine Erfolgsserie
fort. Bei der International
Wine Challenge (IWC) in
London wurde er zum elften
Mal zum „Sweet Winemaker of
the Year“ gekürt. Mit fünf Goldund
zwölf Silbermedaillen
sowie zwei Trophäen bestätigte
er einmal mehr seine internationale
Ausnahmestellung. Elf
Erfolge in fünfzehn Jahren, das
bedeutet Champions League
für den Süßwein aus dem
Seewinkel.
„Die erneute Ernennung
zum 'Sweet Winemaker of
the Year' ist Ausdruck meiner
lebenslangen Leidenschaft für
Süßweine und den Charakter
unserer Weinberge am
Angerhof Tschida – und eine
Bestätigung für mich und mein
Team“, erklärt der Winzer, der
das Weingut mit seiner Tochter
Daniela Salzl-Tschida führt.
Neben dem Hauptpreis erhielt
Tschida auch die Austrian
Sweet Wine Trophy für die
Sämling 88 Beerenauslese
2021 sowie die Neusiedlersee
Trophy für die Muskat Ottonel
Beerenauslese 2021. „Hans
Tschida hat die nötigen Techniken
perfektioniert, sodass er
Weine von beeindruckender
Konsistenz herstellt“, würdigt
Tim Atkin MW, Co-Chairman
der IWC, den Preisträger. Das
Weingut Anger hof Tschida
bewirtschaftet 30 Hektar
Rebfläche im burgenländischen
Seewinkel. Das besondere
Mikroklima rund um den
Neusiedlersee sowie mineralische
Böden prägen Muskat
Ottonels, Gelben Muskateller
und weitere Rebsorten.
www.angerhof-tschida.at
Foto: IWC
Hof Gast
Wein & Aktuelles
Seite 9, 9/2025
Branchentreffpunkt für
Wein- und Obstbau
Foto: Messe Tulln
Vom 29. bis 31. Jänner 2026
öffnet die Austro Vin Tulln
bereits zum vierten Mal ihre
Tore. Österreichs führende
Fachmesse für Wein- und
Obstbau hat sich in den vergangenen
Jahren als zentrale Plattform
für die Landwirtschaft in
Österreich und Zentraleuropa
etabliert. Sie bietet Fachbesucherinnen
und Fachbesuchern
die einzigartige Möglichkeit,
sich über die neuesten Trends,
Entwicklungen und Innovationen
der Branche umfassend zu
informieren.
Die Veranstaltung vereint
Wirtschaft, Wissenschaft und
Praxis auf höchstem Niveau. Im
Mittelpunkt stehen modernste
Technologien, Produkte und
Dienstleistungen, die den
Wein- und Obstbau zukunftsfit
machen. Begleitet wird die
Messe von einem hochkarätigen
Fachprogramm, das inhaltlich
von den ideellen Trägern – dem
Weinbauverband Österreich
und dem Bundesobstbauverband
Österreich – gestaltet
wird. In Kooperation mit der
Universität für Bodenkultur
Wien (BOKU) sowie den Fachschulen
für Wein- und Obstbau
entsteht ein Programm, das
wissenschaftliche Erkenntnisse
mit praxisnahen Inhalten
verbindet.
Rund 40 renommierte Expertinnen
und Experten aus allen
relevanten Fachbereichen
präsentieren auf der Expertenbühne
an allen drei Messetagen
ein abwechslungsreiches
Programm. Die Themenpalette
reicht von aktuellen Forschungsergebnissen
über innovative
Anbaumethoden bis hin zu
praxisorientierten Lösungsansätzen
für den Arbeitsalltag im
Wein- und Obstbau.
Die Austro Vin Tulln richtet
sich gezielt an Fachpublikum
und versteht sich als Branchentreffpunkt
mit hohem Mehrwert.
Besucherinnen und Besucher
profitieren nicht nur von
einem Wissensvorsprung durch
neueste Informationen, sondern
auch von wertvollen Kontakten
innerhalb der Branche. Gleichzeitig
bietet die Messe den
Ausstellern eine hervorragende
Plattform, um ihre Innovationen
zu präsentieren und Impulse für
die Zukunft zu setzen.
www.messe-tulln.at/
messe-kalender/austro-vin-tulln/
Ein Sommer voller
Kultur
Mit einem gemütlichen
Indiepop-Konzert der
Wiener Musikerin aNNika
endete das diesjährige Finale
von „Kultur bei Winzerinnen
und Winzern“ im Weingut
Hiedler in Langenlois. Seit Juni
hatten sich in der sommerlichen
Eventreihe Kultur, Wein
und Tourismus auf Augenhöhe
begegnet, an 34 Abenden,
verteilt auf alle acht niederösterreichischen
Weinbaugebiete.
Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner betont: „Die Veranstaltungen
von ‚Kultur bei Winzerinnen
und Winzern' zeigen jedes
Jahr aufs Neue, wie einzigartig
gut Wein, Kultur und Tourismus
gemeinsam klingen und schmecken.
Diese für Niederösterreich
so typische Kombination aus
einer lebendigen, modernen
Kulturszene, authentischer
Kulinarik sowie hervorragenden
Weinen aus der Region und
herzlicher Gastfreundschaft […]
schätzen auch unsere Gäste.“
Die Veranstaltungsreihe vereinte
etablierte Acts wie 5/8erl in Ehr’n
und Birgit Denk mit spannenden
Newcomern wie Das Schottische
Prinzip oder dem Trio
Lepschi, sorgfältig kuratiert von
Tini Trampler und Stephan Sperlich.
Rund 2.800 Karten wurden
verkauft, viele Abende waren
ausverkauft. Martin Grüneis,
stellvertretender Leiter der
Abteilung Kunst und Kultur: „Die
diesjährige Saison hat wieder
ein starkes Zeichen gesetzt und
gezeigt, wie vielseitig die niederösterreichische
Kulturszene ist.“
Mit dieser gelungenen Saison
festigt „Kultur bei Winzerinnen
und Winzern“ seine Rolle als
Fixpunkt im sommerlichen
Kulturkalender Niederösterreichs
und liefert gleichzeitig
den Auftakt zum diesjährigen
Weinherbst.
www.niederoesterreich.at
Foto: David Bartus
WEINBAU • OBSTBAU
KELLEREITECHNIK • VERMARKTUNG
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DIE FACHMESSE:
29. – 31. JÄN. 2026
Seite 10, 9/2025
Saisonales
Hof Gast
Rezepte
Zimtige Apfeltarte zum Erntedank
powered by Fini’s Feinstes
Zur Erntezeit vereinen sich saftige Äpfel, duftende Gewürze
und goldene Herbstmomente. Diese zimtige
Apfeltarte bringt den Herbst auf den Teller: mit knusprigem
Teig, süßer Frucht und einem Hauch von Zimt, der
Wärme verbreitet. So lässt sie zum Erntedank die Augen
der Liebsten strahlen.
Foto: pixabay
Zutaten 1 Kuchen mit bis
zu ø 25cm:
Mürbteig
u 300 g Fini’s Feinstes
Weizenmehl glatt oder
universal
u 200 g kalte Butter
u 100 g Staubzucker
u 1 Ei
u 1 Packung Vanillezucker
u 1 Prise Salz
Füllung
u 4-5 große säuerliche Äpfel
(Boskop, Elstar etc.)
u 1 Zitrone
u 1 EL Maisstärke (Maizena oder
Brösel)
u 50 g brauner Zucker
Kneten, Rühren,
Knuspern
Vom Teigrührwerk bis zum Holzofen: Wer direkt vermarkten
will, braucht nicht nur gute Rezepte, sondern auch die
richtige Technik.
Von Michael Heinz
Ob im Hofladen, beim
Heurigen oder in der
Buschenschank –
überall dort, wo Gäste regionale
Köstlichkeiten erwarten,
spielt das Backhandwerk eine
zentrale Rolle. Doch um als
kleiner Betrieb Brote, Kuchen
und Tarten frisch anbieten zu
können, braucht es mehr als
Leidenschaft: Die Technik, die
Planung und das wirtschaftliche
Augenmaß sind entscheidend.
Am Anfang der Planung steht
das Teigrührwerk. Es spart Zeit
und Muskelkraft und liefert
gleichmäßige Ergebnisse –
eine Investition, die sich rasch
bezahlt macht, sobald mehrere
Bleche pro Tag gefüllt werden.
Angeboten wird alles von der
kleinen Tischmaschine bis
zum robusten Spiralkneter.
Hier lohnt es sich, in Qualität zu
investieren, da Reparaturen im
Betrieb schnell teurer werden
als eine solide Grundausstattung.
Wenn der Ofen passt
Beim Backofen gilt: Größe
und Energieverbrauch müssen
zur Betriebsstruktur passen.
Ein Holzofen schafft authentisches
Aroma und Erlebniswert,
erfordert aber mehr Zeit
und Handarbeit. Ein moderner
Heißluft- oder Kombi-Ofen
punktet durch Effizienz, konstante
Temperaturen und Zeiteinsparung
– Faktoren, die sich
direkt in den Betriebskosten
niederschlagen. Wer nur kleine
Mengen produziert, fährt oft
mit einem energiesparenden
Kompaktgerät besser, während
größere Buschenschanken von
mehr Einschüben profitieren.
Auch das Zubehör ist ein
Kostenpunkt: Bleche, Gärkörbchen,
Teigausroller oder Kühlschränke.
All das summiert
sich – doch die Ausgaben
sollten immer im Verhältnis
zur geplanten Produktionsmenge
stehen. Förderungen für
Direktvermarkter oder Investitionszuschüsse
können helfen,
die Anfangskosten abzufedern.
Fixkosten im Blick
Neben den Anschaffungskosten
spielen laufende Kosten eine
Rolle: Strom oder Holz, Wartung,
Personalaufwand. Wer hier gut
kalkuliert und saisonale Spitzen
berücksichtigt, kann die Preise
so gestalten, dass die Produkte
attraktiv bleiben und trotzdem
Gewinn abwerfen.
Ein nicht zu unterschätzender
wirtschaftlicher Faktor ist
die Präsentation und Vermarktung:
Duftendes Brot direkt
aus dem Ofen in die Auslage,
schön verpackte Mehlspeisen
oder kleine Kostproben – all das
steigert die Kaufbereitschaft.
Besonders im Heurigen oder in
der Buschenschank verbindet
sich der Genuss mit dem Erlebnis:
Gäste schätzen die Nähe
zum Produzenten und zahlen
gerne einen fairen Preis für
ehrliche Qualität.
❱ Alle Zutaten für den Teig kurz, aber kräftig verkneten.
Tipp: Dabei darauf achten, dass der Teig nicht zu warm
wird.
❱ Den fertigen Teig in Frischhaltefolie packen und für mindestens
30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen.
❱ Nun die Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben
schneiden. Die Apfelscheiben mit dem Saft der
Zitrone beträufeln, damit diese nicht braun werden.
❱ Die Stärke und den Zucker darüber geben und alles
verrühren.
❱ Nun eine ø 24cm Auflauf- oder Tarteform ausbuttern
und bemehlen. Den Mürbteig dünn ausrollen und die Tarteform
damit auslegen. Den Überschuss abschneiden
und zu einer Kugel formen.
❱ Darauf die Apfelfüllung gleichmäßig verteilen. Den übrigen
Mürbteig nochmal dünn ausrollen und den ganzen
Apfelkuchen mit Mürbteig verschließen.
❱ Den Apfelkuchen mit Mürbteig nun für ca. 45 Minuten
bei 200 °C Ober- und Unterhitze (bzw. 180 °C Umluft)
goldgelb backen.
❱ Fini’s Tipp: Schmeckt herrlich mit etwas Zimt in der
Apfelfüllung!
www.finis-feinstes.at
& Hof Markt
Milch&Käse
Seite 11, 9/2025
Die würzige Jahreszeit
Käse und seine herbstlichen Begleiter.
Von Katrin Hammer
Foto: vvmich
Der Herbst ist eine Zeit
der Fülle, der Ernte und
des Genusses. Gerade
Käse und andere Milchprodukte
spielen jetzt eine besondere
Rolle, denn sie verbinden das
Bedürfnis nach Wärme und
Herzhaftigkeit mit regionaler
Vielfalt und handwerklicher
Qualität. Für Direktvermarkter
bietet die herbstliche Jahreszeit
viele Anknüpfungspunkte, um
ihre Produkte in den Mittelpunkt
zu stellen und Kundinnen und
Kunden mit neuen Geschmackserlebnissen
zu überraschen.
Kräftig und aromatisch
Wenn die Temperaturen niedriger
werden, sehnen sich viele
Menschen nach kräftigeren,
vollmundigen Aromen. Während
im Sommer frische, leichte Käsesorten
beliebt sind, darf es jetzt
würziger und intensiver werden.
Besonders gefragt sind Bergkäse
und Alpkäse, deren lange Reifezeit
für Tiefe und Charakter sorgt
und die hervorragend zu rustikalen
Herbstgerichten passen.
Ebenso beliebt sind cremige
Weichkäse wie Camembert
oder Brie, deren erdige Noten
gut mit den typischen Aromen
der Saison harmonieren. Auch
Ziegenkäse erlebt im Herbst eine
besondere Nachfrage, vor allem
die etwas gereifteren Varianten
mit feiner Säure, die sich
wunderbar mit süßen Früchten
wie Birnen, Äpfeln oder Trauben
kombinieren lassen. Für einen
besonderen Akzent sorgen Blauschimmelkäse,
deren pikante
Würze durch Nüsse, Honig oder
Feigen noch unterstrichen wird.
Käse, Kürbis und
Maroni
Eine der schönsten herbstlichen
Kombinationen ist Käse
mit Kürbis. Der Kürbis ist das
Symbol dieser Jahreszeit, mild im
Geschmack und leicht süßlich,
und damit der ideale Partner
für aromatischen Käse. Ein
Hokkaido-Kürbis aus dem Ofen,
überbacken mit Bergkäse, bringt
wärmenden Genuss in die kühle
Jahreszeit. Eine samtige Kürbissuppe,
die mit Ziegenfrischkäse
oder einem Klecks Sauerrahm
verfeinert wird, eignet sich
perfekt für Verkostungen oder
als Angebot (z.B. in Einmachgläsern
zubereitet) im Hofladen.
Auch als Belag für Flammkuchen
ist Kürbis in Kombination mit
Camembert und roten Zwiebeln
ein echter Hingucker und
schmeckt köstlich. Nicht minder
reizvoll ist das Zusammenspiel
von Käse und Maroni. Die Kastanien,
ob geröstet, gekocht oder
als Püree, bringen eine erdige
Süße mit, die sowohl mit cremigen
Weichkäsen als auch mit
würzigen Sorten harmoniert.
Eine Maronensuppe, garniert
mit knusprigen Croutons aus
Blauschimmelkäse, macht
Eindruck auf jedem herbstlichen
Menü. Ebenfalls köstlich ist ein
Auflauf aus Kartoffeln, Maroni
und würzigem Käse, der rustikale
Küche und edlen Geschmack
vereint. Selbst für kleine Kostproben
oder Marktstände eignen
sich Maroni hervorragend –
frisch geröstet und zusammen
mit einem Stück Camembert
und einem Glas Sturm oder auch
jungem Rotwein sind sie eine
unkomplizierte, aber raffinierte
Kombination.
Käse und Wein
Natürlich darf im Herbst auch
das Thema Käse und Wein nicht
fehlen. Während die Winzer
ihre Trauben ernten, bietet sich
die perfekte Gelegenheit für
gemeinsame Veranstaltungen
oder Genussaktionen. Kräftige
Rotweine wie Zweigelt,
Blaufränkisch oder Pinot Noir
unterstreichen die Würze von
Bergkäse und Blauschimmel.
Ein frischer Riesling oder
Sauvignon Blanc hebt die feine
Säure von Ziegenkäse hervor.
Und für besondere Genussmomente
empfiehlt sich die
Kombination von Süßweinen,
etwa einer Beerenauslese oder
einem Eiswein, mit pikantem
Blauschimmelkäse – ein Spiel
von Süße und Würze, das
bei Verkostungen garantiert
Eindruck hinterlässt.
Rezepte
Maroni-Käse-Risotto
Zutaten für 4 Personen:
u 250 g Risotto-Reis (z. B.
Arborio oder Carnaroli)
u 200 g gegarte Maroni
(frisch geschält oder
vakuumiert)
u 1 Zwiebel
u 1 Knoblauchzehe
u 100 ml trockener Weißwein
u ca. 700-750 ml Gemüse-
oder Geflügelbrühe
(heiß)
u 30 g Butter
u 2 EL Olivenöl
u 80 g Parmesan frisch gerieben
u 50 g kräftiger Bergkäse
oder 60 g Gorgonzola (je
nach gewünschter Würze)
u Salz, frisch gemahlener
Pfeffer
u 1 Zweig frischer Thymian
oder Rosmarin zum Anrichten
❱ Brühe erhitzen und heiß bereithalten. Maroni grob
hacken (einige ganz lassen für die Deko). Zwiebel und
Knoblauch fein würfeln. In einem großen Topf Olivenöl
erhitzen, Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten.
❱ Den Risotto-Reis hinzufügen und unter Rühren anschwitzen,
bis die Körner leicht transparent sind. Mit
Weißwein ablöschen und unter Rühren einkochen lassen,
bis der Wein fast vollständig vom Reis aufgenommen
wurde.
❱ Nun nach und nach die heiße Brühe schöpfkellenweise
zum Reis geben. Immer wieder rühren und warten,
bis die Flüssigkeit aufgenommen ist, bevor die nächste
Portion Brühe dazukommt. Dieser Vorgang dauert etwa
18–20 Minuten.
❱ Nach etwa 10 Minuten Kochzeit die gehackten Maroni
unterrühren und mitgaren. Sie geben dem Risotto eine
leicht süßliche, erdige Note.
❱ Wenn der Reis gar, aber noch bissfest ist, vom Herd
nehmen. Butter, Parmesan und den gewählten Käse
(Bergkäse für nussig-würzig, Gorgonzola für cremig-pikant)
unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Risotto sofort anrichten. Mit einigen ganzen Maroni und
frischem Thymian oder Rosmarin garnieren.
Foto: kabVisio
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Seite 12, 9/2025
Obst&Gemüse
Hof & Markt
Rezepte
Baumspinat-Gemüse
Zutaten für 2 Personen als
Beilage:
u Baumspinat
u 1 Zwiebel
u 2 Knoblauchzehen
u Salz und Pfeffer
u ein Schuss Sojasauce oder
etwas Misopaste
u etwas Ingwerpulver
u etwas Chilipulver
u eventuell ein paar Spritzer
Zitronensaft
Ausdauernder
Baumspinat
Reiche Ernte bis zum Frost.
Jeder, der den Anbau von
Spinat im Garten als zu
mühsam empfindet, für den
ist diese Pflanze, die ihre Heimat
in Ostasien hat, vielleicht die
richtige Wahl. Kein mühsames
Bücken mehr beim Sähen oder
Ernten, kein häufiges Waschen,
um Sandreste zu entfernen und
trotzdem ein reicher Ertrag.
Er wächst und wächst
und wächst
Ursprünglich in weiten Teilen
Chinas, in Bhutan, Nepal, Indien,
Burma und Vietnam beheimatet,
ist er bei uns eine noch sehr
seltene Gemüsepflanze. Der
Ausdauernde Baumspinat (Fagopyrum
cymosum, Fagopyrum
dibotrys) ist mit dem Buchweizen
verwandt, was an den Blättern
erkennbar ist, jedoch trägt er
den Namen ausdauernd zu recht.
Einmal gepflanzt, entwickelt sich
das Wurzelrhizom sehr schnell.
Im Gegensatz zum Baumspinat
(Chenopodium giganteum)
ist die Pflanze mehrjährig und
verträgt auch Frost sehr gut. Der
oberirdische Teil stirbt im Herbst
zwar ab, treibt aber im späten
Frühjahr zuverlässig wieder aus.
Fühlt er sich am Standort wohl,
so vermehrt er sich schnell, bildet
kleine Horste und die Triebe
wachsen bis zu 2 oder 2,5 Meter
in die Höhe. Geerntet wird ab
Juni, dazu werden die Triebspitzen
einfach abgeschnitten,
die Triebe wachsen sehr schnell
wieder in die Höhe. Wer sie
regelmäßig erntet, regt zudem
die Pflanze zur Verzweigung
und noch mehr Wachstum an.
Auf derselben Fläche, auf der
sonst Spinat wachsen würde,
kann so das zigfache geerntet
werden, und das Jahr für Jahr.
Einmal gepflanzt, kann man
immer ernten, ein Traum für viel
Gärtner.
Nicht verwechseln
Der Ausdauernde Baumspinat
stammt aus der Familie der
Knöterichgewächse, typisch für
ihn sind die aufrechten und stark
verzweigten Stängel, an denen
die grünen, wechselständigen
Blätter wachsen. Die Blattadern
sind violett gefärbt. Unter dem
Namen Baumspinat ist auch
eine andere Pflanze bekannt,
die genauso hoch wächst, aber
keine lila Triebspitzen und Adern
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
hat. Diese Pflanze ist jedoch nur
einjährig.
Die mehrjährige Gemüsestaude
liebt sonnige Standorte,
kommt aber auch sehr gut mit
Halbschatten zurecht. Der
Boden sollte nährstoffreich sein,
er wächst aber auch auf festeren,
lehmigen oder tonhaltigen
Böden. Er passt daher gut an
Stellen, auf denen andere Gemüsesorten
nicht so gut wachsen.
Der Boden sollte immer etwas
feucht sein und bei Hitze freut er
sich über eine gute Bewässerung.
Aber, wenn er sich wohl fühlt,
wächst auch das Wurzelrhizom.
Damit es nicht ausufert, kann es
mit einer Wurzelsperre begrenzt
werden. Die Pflanze selbst ist
wenig schädlingsanfällig, außer
Schnecken, die die Jungpflanzen
mögen. Ist er einmal in die Höhe
gewachsen, finden auch die
Schnecken den Weg nach oben
zu mühsam.
In der Küche
Die Blätter und jungen Triebe
können wie Spinat verwendet
werden, sie schmecken aber
etwas würziger. Die jungen
Blätter werden bevorzugt roh
❱ Zwiebel und Knoblauch schälen und fein schneiden.
Baumspinat waschen.
❱ Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, Spinat
in Streifen schneiden und dazugeben. Das Gemüse 5-10
Minuten dünsten. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, Ingwer,
Chili, Zitronensaft und Sojasauce/Miso abschmecken.
❱ Tipp: Das Gemüse passt sehr gut zu Fisch oder auch
einem gegrillten Steak, ebenso zu Reis oder Couscous.
gegessen und landen so im
Salat, die älteren werden leicht
blanchiert oder gedünstet und
passen zur Pasta, in den Auflauf
oder auch auf die Pizza. Der große
Vorteil gegenüber Spinat ist das
Volumen. Gedünstet oder blanchiert
bleibt vom normalen Spinat
nur sehr wenig übrig, die benötigte
rohe Blattmasse ist enorm. Beim
Baumspinat dagegen bleibt viel
mehr Volumen übrig. Er fällt nicht
so stark zusammen.
Die Blüten der Pflanze sollten
aber nicht auf dem Teller landen,
sie enthalten sehr viel Fagopyrin,
ein Stoff, der die Haut lichtempfindlich
macht, ähnlich wie das
Hypericin im Johanniskraut. In
der Traditionellen Chinesischen
Medizin wird das getrocknete
Rhizom als Heilpflanze verwendet.
Die Blätter sind aber unbedenklich
zu genießen, diese sind
sogar sehr gesund und enthalten
ähnlich wie Buchweizen
auch gefäßstärkendes Rutin und
weitere gesunde Inhaltsstoffe
wie Quercitrin oder Quercetin.
Sie enthalten zudem für Gemüse
sehr viel Protein, Kieselsäure und
Mineralstoffe, vor allem Kalium,
Kalzium und Eisen. Die Werte
übertreffen deutlich die anderer
Gemüsesorten. Bei heimischem
Gemüse ist die Brennnessel sehr
reich an Kalzium, doch selbst sie
wird vom Ausdauernden Baumspinat
noch um das Doppelte
übertroffen. Und auch der Eisenwert
ist beachtlich. Spinat wurde
durch einen Kommafehler als
eisenreich angesehen, das weiß
man heute, aber der Baumspinat
übertrifft den Eisengehalt von
Spinat um das zehnfache! Auch
der Kalziumgehalt ist beachtlich.
Er kommt an den Wert von Käse
heran und übertrifft ihn sogar bei
etlichen Sorten.
& Hof Markt
Obst&Gemüse
Seite 13, 9/2025
Alles andere als berauschend
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Kaum eine Pflanze wird so
zwiespältig gesehen, wie
der Hanf. Als Lebensmittel
wird er völlig zu Unrecht in Frage
gestellt. Hanf war früher eine
beliebte Kulturpflanze, aus der
unter anderem Flachs hergestellt
wurde, die essbaren Hanfsamen,
aus denen Öl gepresst und Hanfmehl
hergestellt werden, sind
äußert gesund und auf keinen
Fall berauschend.
Essbare Hanfnüsse und
wertvolle Fasern
Hanf aus der Familie der Hanfgewächse
ist mit dem Hopfen
verwandt, beides sind krautig
wachsende Pflanzen, die sehr
robust sind. Hanf wächst
einjährig, charakteristisch sind
die handförmig zusammengesetzten,
spitzen Blätter. Die
Pflanze kann bis zu 3 Meter hoch
wachsen und wurde vor allem als
wichtiger Faserlieferant genutzt.
Die Flachsfasern wurden zu
Leinen und Seilen verarbeitet.
Als die Baumwolle Ende des 19.
Jahrhunderts den Flachs ersetzte,
geriet die Nutzpflanze Hanf in
Vergessenheit und wurde kaum
noch angebaut. Doch seit 1995
ist Hanf wieder als Nutzpflanze
zugelassen und es werden
Sorten kultiviert, denen der
berauschende Stoff THC (Tetrahydrocannabinol)
weggezüchtet
wurde. Wobei THC vor allem
in weiblichen Blütenständen
vorkommt, aber nicht in den
essbaren Samen. Die essbaren
Samen sind botanisch gesehen
eigentlich Nüsse und sind wie
die klassischen Vertreter reich an
wertvollem Fett. Aus den Samen
wird das ernährungsphysiologisch
wertvolle Hanföl gepresst,
der Pressrückstand wird zu
Hanfmehl verarbeitet. Dazu wird
der Presskuchen getrocknet und
fein vermahlen. Hanföl gilt als ein
ernährungsphysiologisch sehr
hochwertiges Pflanzenöl, es ist
besonders reich an ungesättigten
Fettsäuren, aber auch an Vitamin
E und enthält somit mehr an dem
antioxidativ wirkenden Vitamin
als Leinöl.
Hanfmehl
Hanfmehl schmeckt leicht
nussig, ist reich an Fett und
Protein. Mit Mehl aus Getreide
hat es natürlich nichts zu tun,
es ist glutenfrei, die klassischen
Backeigenschaften besitzt Hanfmehl
daher nicht. Aber es lassen
sich 10 bis maximal 20 Prozent
des normalen Mehles in einem
Rezept durch Hanfmehl ersetzen.
Es eignet sich daher zum Backen
und Kochen und schmeckt gut in
Broten, Kuchen und auch Keksen.
Wird mehr Hanfmehl in einem
Rezept verwendet, so können
einerseits die Backeigenschaften
verloren gehen und es kann auch
leicht bitter schmecken. Ansonsten
passt es sehr gut zu Nüssen
und Kernen, schmeckt im Pesto
oder Brot oder passt ins Müsli.
Hanfmehl hat eine leicht
sandige Konsistenz im Mund.
Die körnige Struktur erinnert an
Maismehl. Daher sollte niemals
zu viel davon verwendet werden.
Die übrigen Zutaten entscheiden,
ob dieses Mundgefühl erwünscht
ist. Im Crumble, im Müsli und
Früchteriegel und im Vollkornbrot
passt es sehr gut, weniger aber in
feinen Teigen wie Biskuit.
Zutaten:
u 250 g Mehl
u 30 g Hanfmehl
u 150 g Butter
Rezepte
Mürbe Hanfkekse
u 70 g Zucker
u 1 Packung Vanillezucker
u 2 Eidotter
❱ Alle Zutaten mit den Händen rasch zu einem glatten
Teig verkneten. Die Teigkugel in Frischhaltefolie einwickeln
und im Kühlschrank ein halbe Stunde rasten
lassen.
❱ Etwas Mehl auf eine Arbeitsfläche streuen und den
Teig etwas 3 mm dick ausrollen. Ausstechform in Mehl
tauchen und Kekse ausstechen.
❱ Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech
legen und bei 180 Grad Celsius etwa 7 – 10 Minuten
hell backen. Die Kekse sollen nicht bräunen.
❱ Kekse auskühlen lassen.
❱ Die Hälfte der Kekse mit Marmelade bestreichen und
mit den restlichen Keksen zusammensetzen. Die Kekse
mit Staubzucker bestreuen. Oder die Kekse nach Belieben
ausstechen, backen und mit einer Glasur verzieren.
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Seite 14, 9/2025
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H&M 9/2025
Seite 16, 9/2025
Aktuelles
Hof & Markt
Der Countdown läuft
Von 8. bis 11. November 2025
öffnet die „Alles für den
Gast“ endlich wieder ihre Tore,
und das bereits zum 55. Mal.
Was 1970 als kleine Fachmesse
mit großen Zielen begann, hat
sich über die Jahrzehnte zu
einem pulsierenden Treffpunkt
für Gastronomie, Hotellerie
und Genusskultur im gesamten
Donau-Alpen-Adria-Raum
entwickelt. An vier Messetagen
treffen 711 Aussteller auf
über 35.000 Fachbesucher –
eine ideale Gelegenheit, neue
Kunden zu gewinnen, wertvolle
Kontakte zu knüpfen und Teil
eines großen Branchentreffs zu
sein.
Gerade in einer Zeit, in der
sich die Gastronomie stetig
neu erfinden muss, sei es
08.–11. NOV. 2025
MESSEZENTRUM SALZBURG
durch Digitalisierung, gesetzliche
Auflagen oder veränderte
Gästebedürfnisse, bleibt die
Messe ein verlässlicher Taktgeber.
Die Messehallen sind dabei
thematisch gegliedert von der
E-Mobility Welt mit Lösungen
für nachhaltige Gastronomie
und Hotellerie über die Startup-Area
und BIOWELT bis hin
zur Getränkewelt mit Tastings,
Wettbewerben und Bar-Feeling
sowie dem Kompetenzzentrum
Großküchentechnik. Neue
Formate, Side-Events wie die
NEXT GASTRO, Räume für
Zukunftsthemen, Workshops
und Live-Erlebnisse zeigen,
dass es hier vor allem um Perspektiven
geht. Programmpunkte
wie die Masterclass-Bühne mit
Showküche, spannende Wettbewerbe
wie der Austrian Bartender
Award sowie Ehrungen wie
die TOP50 Hoteliers Österreichs
oder die TOP50 Köche Südtirols
machen die Messe zu einem Ort
für Impulse und Inspiration.
Damit verspricht die „Alles für
den Gast“ 2025 exklusive Einblicke
in die Zukunft der Branche.
Wer hier dabei ist, erlebt die
Gastronomie in all ihren Facetten,
vernetzt, innovativ und
erfrischend lebendig.
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www.gastmesse.at
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Alles für den Gast
55. INTERNATIONALE FACHMESSE FÜR GASTRONOMIE UND HOTELLERIE
Rezepte aus
Südfrankreich
Mit „Provenzalischer
Wintergenuss“ entführt
Bestsellerautorin Sophie
Bonnet ihre Leser in
die festliche Küche Südfrankreichs.
In sieben
stimmungsvollen Kapiteln
versammelt sie herzhafte
und süße Lieblingsrezepte
der Provence für
Herbst und Winter. Von
Zwiebelsuppe bis Bûche
de noël, dazu regionale
Anekdoten und stimmungsvolle
Bilder – ein
Begleiter für alle, die mediterrane
Winterküche lieben.
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Die Zeitung für Fleischer und Direktvermarkter Ausgabe 9/2025
Linz / Wien / Graz
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Frisch aus dem Kessel
auf die Wies’n
Wie die Metzgerei Gaßner auf dem Oktoberfest für Wurstgenuss sorgt.
Von Katrin Hammer
Es gibt wohl kaum eine
andere (Wurst-)Spezialität,
die so eng mit
Bayern verbunden ist
wie die Weißwurst. Sie gilt als
kulinarisches Wahrzeichen des
Freistaats, als Symbol bayerischer
Lebensart und als fester
Bestandteil der Wirtshauskultur.
Ihr Siegeszug begann in
den Wirtshäusern der Stadt und
setzte sich bald in ganz Altbayern
fort. Später wurde die Weißwurst
auch dank der gutbesuchten
Brauchtumsfeste – wie etwa
das weltberühmte Oktoberfest
in München, wo Zigtausende
Weißwürste serviert werden –
weit über die Grenzen hinaus
bekannt.
Beste Münchner
Weißwürste
Ein wahrer Meister der Weißwurstherstellung
ist die Metzgerei
Gaßner in München. Andreas
Gaßner leitet die Geschicke in
dritter Generation und produziert
mit seiner Mannschaft traditionelle
Klassiker wie die Weißwurst,
aber auch neue Kreationen wie
etwa Tomate-Mozzarella-Bratwürste.
Ihre Wurstspezialitäten
liefert der Familienbetrieb an
Hotels, Gastrobetriebe, Metzgereien,
Biergärten, Großverbraucher
und Festzelte in ganz
Bayern. Und auch auf dem Oktoberfest
sind die Gaßner-Weißwürste
zu finden. Diese werden
zur Festzeit täglich frisch an
die langjährigen Gastrokunden
geliefert und erfreuen Touristen
wie Einheimische. Das seit 1937
bestehende Unternehmen setzt
auf kompromisslose Qualität und
Frische. Erst kürzlich schaffte es
die Münchner Weißwurst aus
dem Hause Gaßner aufs Siegerstockerl
und wurde mit einer
Auszeichnung des renommierten
internationalen Kulinarik-
Portals TasteAtlas geehrt. In einer
Auswahl von über 100 international
getesteten Wurstprodukten
erreichten die Gaßner-Weißwürste
den dritten Platz – hinter
einer italienischen Mortadella
und einer spanischen Chorizo.
Wir haben mit Andreas Gaßner,
passionierter Metzgermeister,
Obermeister der Metzger-Innung
München und selbsternannter
Wurstfetischist über das Metzgerhandwerk
in der heutigen Zeit,
die beste Weißwurst der Welt und
No-Gos beim Weißwurstessen
gesprochen.
Sie führen Ihre Metzgerei
erfolgreich in dritter Generation
und kombinieren
Tradition gekonnt mit der
Moderne. Welche Philosophie
verfolgen Sie?
Wir hatten schon durch meinen
Vater, der die Metzgerei groß
gemacht hat, immer den höchsten
Qualitätsanspruch. Er hat
immer gesagt: Es gibt kein besseres
Gewürz als ein frisches Fleisch.
Dazu Top-Gewürze, Top-Auswahl
und ordentliche Mitarbeiter. Das
ist eigentlich der Schlüssel zu
einem guten Handwerksbetrieb
und zum Erfolg. Und da hatte er
recht. Wenn du das alles ausgewogen
machst und du deine
Sachen selbst gerne isst, und das
tu ich mit Leib und Seele, ich bin
Lesen Sie weiter auf Seite 18 ›
Portrait
Seite 18, 9/2025
Fleisch Markt
ein absoluter Wurstfetischist, mir
kannst du keine größere Freude
machen, als wie irgendwelche
Würstel, dann hast du alles richtig
gemacht. Dass wir natürlich eine
so wahnsinnige Auszeichnung
bekommen vom TasteAtlas,
die drittbeste Wurst der Welt,
das hat mich echt gefreut. Für
meinen Vater, Gott hab ihn selig,
wäre das die höchste Auszeichnung
gewesen. Wir sind mit Leib
und Seele Handwerksmetzger
und mein Sohn, der inzwischen
auch schon in der Firma ist, hat
die gleiche Philosophie und sagt:
Papa, bei uns gibt’s nur top Qualität,
keine Kompromisse. Das ist
schon schön, wenn das Ganze
auch weitergetragen wird.
Ihre Weißwurst wurde zur
drittbesten Wurst weltweit
gekürt. Was macht eine gute
Weißwurst aus?
Die gute Weißwurst macht aus,
dass man ein frisches Fleisch
verwendet, dass man einen
frischen Petersil und eine ausgewogene
Gewürznote hat von
Macis (die Blüte der Muskatnuss)
und eine leichte Spur von
Zitrone, die so ein bisschen
Frische vermittelt. Die Weißwurst
sollte nicht zu lange gelagert
werden, weil mit jedem Tag
der Lagerung verliert die Wurst
an Geschmack. Ich habe ein ganz
altes Rezept, wo mit Handschrift
von meinem Großvater eigentlich
das Rezept genau so geschrieben
ist, wie wir die Würste jetzt nach
über 85 Jahren noch machen.
Da hat sich nichts geändert und
da ändern wir auch nichts. Das
Fleisch beziehen wir von einem
Partnerbetrieb. Gegenüber beim
Schlachthof werden leider seit
ein paar Jahren keine Schweine
mehr geschlachtet, deshalb
arbeiten wir mit einem Schlachthof
aus Ingolstadt zusammen, der
„Qualität aus Bayern“-zertifiziert
ist und da wissen wir, dass auch
die Haltungsformen passen. Die
Verantwortung, die wir selber
haben: Dass wir gut zu den
Tieren sind, dass wir respektvoll
mit dem Rohstoff umgehen, dass
wir Qualität produzieren, dass wir
„from Nose-to-Tail“ arbeiten und
dass nix weggeschmissen wird.
Was gehört zum Weißwurstfrühstück
und welche No-
Gos gibt es?
Andreas Gaßner (li.)
leitet die Metzgerei in
dritter Generation.
Was ein gutes Weißwurstfrühstück
ausmacht: Eine gute Weißwurst,
am besten mit einem
schönen halben Bier und einer
reschen Brezn in einer angenehmen
Gesellschaft. Das ist dann
das wo man sagen kann: das ist der
Himmel auf Erden. Ein No-Go ist,
wenn die Gäste sagen, sie hätten
gerne zur Weißwurst ein Sauerkraut.
Oder du schaust ihnen zu
wie sie Weißwurst mit Ketchup
essen. Das geht gar nicht. Es ist
auch immer meine Empfehlung,
dass man die ersten paar Bissen
ohne Senf probiert. Die Weißwurst
Foto: Metzgerei Gaßner
zuerst riechen und dann schmecken:
Wie ist die Konsistenz, wie
kommen die Gewürze, schmecke
ich den frischen Petersil? Und das
kannst du nur ohne Senf machen.
Ein Oktoberfest ohne
(Weiß-)Wurst wäre möglich
aber sinnlos. Wie herausfordernd
ist für Sie die Oktoberfest-Zeit?
Das Oktoberfest geht bei uns
eigentlich Anfang September los,
wenn langsam alle Lager gefüllt
werden. Da merkt man auch
schon, dass Touristen kommen
und Vorbereitungen fürs Oktoberfest
gemacht werden. Wir
können auch nicht alles einen
Tag vorher produzieren, so wie die
Weißwurst. Es gibt Wurstsorten,
die muss man reifen lassen, dass
sie optimal sind. So baut sich das
bei uns stufenmäßig auf. Wenn’s
losgeht, um 12 Uhr mittags, wenn
der Oberbürgermeister das erste
Fass anzapft und sagt: „O’zapft is
und auf a friedliche Wiesn!“, dann
muss bei uns alles funktioniert
haben. Wir können nicht sagen:
Die Auslieferung Ihrer Bratwürste
verzögert sich um Monate. Bei
uns ist das eine Punktlandung.
Man kämpft jeden Tag mit der
Stammmannschaft, wir sind jetzt
40 Mitarbeiter im Haus und mein
längster Mitarbeiter ist seit über
30 Jahren bei mir. So können wir
zusammen dann auch ein Oktoberfest
bestreiten, wo wir natürlich
von der Produktionsmenge
her auf einmal 100-150 % mehr
produzieren.
Zu guter Letzt: Zuzeln oder
schneiden?
Es kommt immer auf die Situation
drauf an. Wenn ich auf einem
Stehempfang bin und hab vor
mir keinen Tisch, dann ist es das
Beste, dass man die Weißwurst in
der Mitte auseinanderbricht und
zuzelt. Aber ansonsten bin ich
eigentlich ein Freund von Messer
und Gabel. Aber gehen tut beides
und ein jeder soll die Weißwurst so
essen, wie es für ihn passt. Hauptsache
es schmeckt!
INFO
Metzgerei Gaßner GmbH
Zenettistraße 11 / Viehhof
D-80337 München
Telefon: +49 89 746141-0
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bis hin zur neuesten Generation
des JOKER. Dabei bleibt das
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treu: „100 Prozent Made
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durch deutsche Ingenieursund
Handwerkskunst, während
moderne Technologie umweltschonend
und einfach in der
Bedienung ist.
Die Geräte JOKER bieten
flexible Optionen, um allen Anforderungen
der Profiküche gerecht
zu werden. Die zweifach verglasten
Türen mit hochwertiger
Spezialbeschichtung sind leicht
zu reinigen, weniger wartungsintensiv
und standardmäßig für
alle Geräte verfügbar. Die Türverschlüsse
reichen vom Türschnellverschluss
über den zweistufigen
Sicherheitstürverschluss bis hin
zum elektrischen Türöffner, der
sich automatisch am Programmende
öffnet.
Design und Funktion lassen
sich individuell anpassen. So
stehen fünf Farbauswahlen zur
Verfügung, speziell für Front
Cooking geeignet und anpassbar
an das Ladenbaukonzept. Die
Rückwand kann mit einem Acrylglas-Verdeck
versehen werden,
das Anschlüsse verdeckt, und
optional ist eine Geräteablage
oben möglich.
Vielfältiges Zubehör rundet
die Einsatzmöglichkeiten
ab: Kondensationshauben,
Räucherei einheiten, Wandkonsolen
und Spezialzubehör
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Wendegrillplatten oder Muldenplatten
ermöglichen ein flexibles
Arbeiten in der Profiküche.
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Fleisch
Markt
Wolfen
Seite 19, 9/2025
Die Revolution im Zerkleinern und Trennen
von Fleisch
20- bis 30-mal länger ohne Nachschärfen,
Metallabrieb konnte
nicht nachgewiesen werden.
Ein wesentlicher technologischer
Vorteil liegt in der
gleichzeitigen Zerkleinerung,
Separation und im verbesserten
Eiweißaufschluss. Durch die
elektronische Steuerung bleibt
das Fleisch kühl, was die Bindung
und Emulgierung bei der Wurstproduktion
verbessert.
Fotos: Ekomex
Das neu entwickelte SINGRI-
SET-System kombiniert die
Vorteile eines Fleischwolfs mit
denen eines Trennverfahrens.
Dadurch wird hochwertiges
Fleisch mit minimalen Verlusten
von Knochen und festen
Bestandteilen getrennt. Mit nur
einer Maschine entfallen drei
Arbeitsschritte:
u Zuführen und Zerkleinern
von gefrorenen Fleischblöcken
u Wolfen und Mischen in einem
Arbeitsgang
u Separieren von Knochen,
Knorpel, Sehnen, Adern und
kollagenem Gewebe
Das Ergebnis ist hochwertiges,
fein zerkleinertes Fleisch, optimal
für die Wurstwarenherstellung.
Die eingesetzten Werkzeuge
vereinen Fleischzerkleinerung
in gewünschter Korngröße mit
einem innovativen Trennprinzip.
Da das Fleisch nicht über
Messer gerieben wird, entsteht
kein Metallabrieb. Das Verfahren
arbeitet schonend, wodurch die
sensorische Qualität des Endprodukts
deutlich steigt. Das patentierte
System kann in geeigneten
Fleischwölfen als Schneid- und
Trennmodul verwendet werden.
Besonders abgestimmt wurde
SINGRISET auf Hochleistungswölfe
von EKOMEX Pilsniak,
die mit spezieller Software
ausgestattet sind. Diese steuert
Geschwindigkeit, Druck, Temperatur
und alle relevanten Prozessparameter
vollautomatisch. Eine
laufende Qualitäts- und Fehlerüberwachung
dokumentiert die
Ergebnisse in QS-Protokollen.
Damit erfüllen die EKOMEX-
Maschinen höchste hygienische
und industrielle Standards.
Die Entwicklung basiert auf
jahrelanger Forschung. Vor der
Markteinführung wurde das
System in einem namhaften
deutschen Fleischwarenbetrieb
über sechs Monate getestet.
Täglich wurden rund 40 Tonnen
Frisch- und Tiefkühlfleisch
verarbeitet.
Die Ergebnisse
u Einsatz mit Frisch- und TK-
Fleisch möglich
u Kein Metallabrieb trotz hoher
Drücke
u Werkzeuge bestehen aus
gehärtetem Edelstahl nach
COP-Standard
u Temperaturanstieg beim Zerkleinern
lediglich 1–3 °C
u Selbst hartes Rinderfett
konnte sauber und körnig
verarbeitet werden
Alle Prozessschritte erfolgten
ohne Unterbrechung. Im
Schneidkopf blieben keine
Knorpel- oder Knochensplitter
zurück. Die Zerkleinerung erfolgt
über Druck, Schubwirkung und
eine speziell geformte Förderschnecke,
wodurch traditionelle
Messersätze ersetzt werden.
Dank größerer Schneidfläche
und optimierter Bohrungen
werden Energie und Kosten
eingespart. Werkzeuge halten
Mehr Einsatzmöglichkeiten
von SINGRISET
u Trennung von Sehnen, Knorpel
und Knochenresten bei
Schwein, Rind und Schaf
u Separation in der Fisch- und
Meeresfrüchteverarbeitung
u Verarbeitung von Geflügel,
Wild und Kleintieren
u Aufbereitung von Käseprodukten
u Herstellung von MDM-
Fleisch mit Schlitzfiltern von
0,6 bis 3 mm zur Einhaltung
der Ca-Grenzwerte
Das SINGRISET-System gilt
heute als technisch ausgereift,
praxisbewährt und sicher in der
industriellen Anwendung.
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Ladenbau
Seite 20, 9/2025
Fleisch Markt
Frische clever präsentieren
PricoPlex bietet mit seinen
Kunststoffprodukten eine
langfristig attraktive Lösung für
die Präsentation frischer Lebensmittel.
Das Unternehmen setzt
auf bruchfeste Theken- und
Buffettausstattung im flexiblen
Baukastensystem, erhältlich
in ausdrucksstarken Formen,
Farben und Oberflächen. Seit der
Gründung 1953 optimiert Prico-
Plex kontinuierlich Materialien
und Verarbeitungsmethoden
und produziert dabei modern in
Deutschland.
Nachhaltigkeit bedeutet für
PricoPlex innovative Produktpolitik,
bewusster Umgang
mit Energie, Rohstoffen und
Verantwortung für Mensch und
Fotos: PricoPlex
Natur sowie eine langfristige
Nachkaufgarantie. Vom Rohstoff
über die Produktion bis zum
Entsorgungsmanagement setzt
das Unternehmen auf transparente
Prozesse. Spritzgussund
Vakuumtiefziehverfahren
in Bayern gewährleisten hohe
Qualität, faire Arbeitsbedingungen
und emissionsarme Fertigung
mithilfe von Ökostrom.
Der grüne Firmensitz nutzt
Erdwärme, eine PV-Anlage und
ein begrüntes Dach für Klimaschutz
und Ressourcenschonung.
Die Materialien sind langlebig,
bruch- und stoßfest sowie spülmaschinengeeignet.
Sie lassen
sich recyceln, und PricoPlex führt
ausgediente Produkte zuverlässig
zurück in den Rohstoffkreislauf.
Neue organisch geformte
Schalen und Platten erweitern
das Sortiment in der Kategorie
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Inszenierungen in der Theke oder
beim Catering, unterstreichen
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Neuer Glanz für den Metzker-Laden in Wien
Vor drei Jahren besuchte
Christian Metzker die IFFA
in Frankfurt und informierte sich
am Stand von Hanke über die
neuesten Lösungen im Ladenbau.
Kurz darauf reiste Thomas
Hanke nach Wien, um sich das
traditionsreiche Fleischerei anzusehen,
die bereits auf über 45
Jahre Geschichte zurückblickte.
Das Hanke-Team entwickelte
daraufhin ein maßgeschneidertes
Konzept, bei dem
die kompakte Verkaufsfläche
optimal genutzt wurde. Besonderen
Wert legte Herr Metzker
auf eine helle, freundliche Atmosphäre
mit Holz-Elementen,
die bewusst einen Kontrast zu
klassischen, dunklen Ladengestaltungen
bilden sollte.
Umgesetzt wurde eine 4,60
Meter lange Thekenanlage
Santana III mit zwei Eckteilen,
ausgestattet mit Granit-Auslage
und Arbeitsbrett, kombiniert mit
einer 3 x 1,5 GN Heißen Theke.
Ergänzend erhielten alle Ablagen
im Laden eine Verkleidung aus
Granit Nero Assoluto matt.
Im Schaufenster installierte
das Team eine Speckkühlung,
in der verpackte Spezialitäten
präsentiert werden. Direkt im
Eingangsbereich wurde ein Cally-
Christian Metzker (li.) und Thomas Hanke waren
sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit.
Fotos: Kurt Heinz
Wandkühlregal mit Glasrückwand
integriert, das Passanten
bereits von außen einen Einblick
ins Sortiment ermöglicht.
Die Wandgestaltung in
hellen Farben, kombiniert mit
Holz und dezenten Schwarztönen,
verleiht dem Laden eine
moderne und zugleich warme
Ausstrahlung. Drei funktionale
Wandtafeln mit Regalböden
und Gehänge-Kombinationen
schaffen zusätzlichen Platz für
die Warenpräsentation. Auch
praktische Details fanden
Berücksichtigung: So wurden
im Eckbereich Ladestellen für
Handys eingebaut, damit die
Verkäuferinnen – viele von
ihnen junge Mütter – stets mit
Kindergarten, Schule oder Kita
in Verbindung bleiben können.
Eine Akustikdecke sorgt für
eine deutliche Reduzierung der
Geräuschkulisse im Verkaufsraum,
während ein professionelles
Bäro-Lichtkonzept die Produkte
ins richtige Licht setzt und das
Einkaufserlebnis abrundet.
Fazit von Christian
Metzker
„Das Hanke-Team hat hervorragende
Arbeit geleistet. Ende
September konnten wir unseren
modernisierten Laden erfolgreich
eröffnen und unseren
Kunden präsentieren. Die Rückmeldungen
waren durchweg
positiv, und wir freuen uns sehr
über das Ergebnis.“
www.ladenbau-hanke.de
www.fleischerei-metzker.at
Fleisch
Markt
Wolfen
Seite 21, 9/2025
Zerkleinern auf
Profi-Niveau
Foto: NOMA NOWICKI
Seit mittlerweile 50 Jahren
stellt NOMA NOWICKI
Maschinen für die Fleischbearbeitung
und Lebensmittelherstellung
her. In der nach
modernsten Standards eingerichteten
Produktionsstätte
fertigt das Unternehmen jährlich
rund 1.000 Geräte für Industrie
und Gewerbe, die in über 100
Länder exportiert werden.
Eine von den zahlreichen
Maschinen ist die Automaten-
Winkel-Wolf 130, ein kompaktes
Gerät aus Edelstahl, das
sich sowohl für frisches als
auch tiefgefrorenes Fleisch bis
minus 18 Grad Celsius eignet.
Die Zerkleinerung erfolgt in der
vom Anwender gewünschten
Stärke. Unter die Arbeitsschnecke
lässt sich ein 200-Liter-
Wagen fahren, wodurch auch
größere Mengen verarbeitet
werden können. Für eine
schnelle Reinigung sorgt die
leicht demontierbare Zubringerschnecke.
Die Maschine
verfügt über höhenverstellbare
Edelstahlfüße, die eine einfache
Montage auf verschiedenen
Unterböden erlauben. Je nach
Einsatz kommen hierbei dreioder
fünfteilige Schneidsätze
zum Einsatz. Die Anschlussleistung
beträgt 23 kW bei einer
Spannung von 3x 400V/50Hz
und die Produktionsleistung
liegt bei Fleisch bei bis zu 3.000
kg pro Stunde, bei Käse bei
1.600 kg pro Stunde.
Mit der Automaten-Winkel-
Wolf 130 bietet NOMA
NOWICKI eine robuste Lösung
für die Verarbeitung großer
Mengen Fleisch und Käse. Die
Maschine kombiniert einfache
Bedienung, Reinigung und
Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche
Produktionsanforderungen
und ist damit für eine
breite Palette industrieller und
gewerblicher Anwendungen
geeignet.
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Penias Lebensmitteltechnik
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Effizienz in Aktion
Foto: K+G Wetter
K
+G Wetter präsentierte sich
auf der Anuga FoodTec 2024
in Köln mit einem starken Auftritt.
Im Mittelpunkt stand eine Messeneuheit,
der Winkelwolf WW
U200. Das kompakte Kraftpaket
überzeugt mit minimalem Platzbedarf
und maximaler Flexibilität.
Es verarbeitet frische Produkte
genauso sorgfältig wie Gefrierfleisch-Blöcke
und das ganz
ohne Vorzerkleinerung. Möglich
machen das smarte Details wie
ein 500-Liter-Trichter in asymmetrischer
Form, der Fleisch und
Zutaten zur Zubringerschnecke
führt. Selbst sperrige Gefrierblöcke
werden sauber erfasst und
dank spezieller Schneidkante
präzise vom Block geschnitten.
Das Ergebnis: ein klares Schnittbild
bei minimaler
Temperaturerhöhung.
Auch in Sachen Hygiene
punktet der WW U200. Glatt
polierte Edelstahl-Oberflächen,
werkzeuglos entnehmbare
Schnecken und die bewährte
Spülkammertechnik sorgen für
eine sichere Reinigung. Flexible
Beladungsmöglichkeiten, sei es
durch Mastbeschickung oder
mit einem Fleischwagen, passen
sich an die Gegebenheiten im
Betrieb an. Optional erleichtert
ein großes Touchpanel die Bedienung,
zeigt Schneidsatzkonfigurationen
und empfiehlt optimale
Einstellungen. So verbindet der
WW U200 kompakte Bauweise,
intuitive Handhabung und hohe
Produktqualität und ist damit
ein Gewinn für Mittelstand und
Industrie gleichermaßen.
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INFO
Das Beste aus jedem Stück
LASKA hat seit vielen Jahren
die Ladenwölfe der Firma
KOLBE im Verkaufsprogramm.
Mit ihrer eleganten Form sind sie
beliebt in Fleischereien, Supermärkten
und überall dort, wo
Faschiertes frisch und portionsweise
benötigt wird.
Das Modell LW82 ist ausgestattet
mit einem 3-teiligen
H82 Schneidsystem, bestehend
aus Vorschneider, 3mm Lochscheibe,
Messer und Einlegering.
Auf Wunsch ist auch ein
5-teiliger Schneidsatz möglich.
Das größere Tischmodell, TW98,
Foto: Kolbe
Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
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ist mit einer bis zu 45 Liter
fassenden Schüssel und einem
Einfüllschacht von 95x95 mm
ausgestattet. Der Lochscheibendurchmesser
beträgt 98 mm.
Unter der Bezeichnung SW98 ist
dieser Wolf auch als fahrbarer
Standwolf mit zwei Bockrollen
und zwei Gummipuffern lieferbar.
Einfache Bedienung und Reinigung
sind Merkmale aller Kolbe
Wölfe.
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Johann Laska u. Söhne
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Wolfen
Seite 22, 9/2025
Fleisch Markt
Foto: pixabay
Wer nicht wolft, der nicht gewinnt
Wolfen gehört zu den grundlegenden Arbeitsschritten in der Fleischerei – und ist viel mehr als nur
Hackfleischproduktion.
Von Kurt Heinz
Ob in der handwerklichen
Metzgerei, in der Direktvermarktung
oder in der
Wildverarbeitung: Das Wolfen
bildet die Basis für zahlreiche
Produkte, von frischem Faschiertem
über Brät bis hin zu kreativen
Convenience-Artikeln. Doch
nicht jedes Fleisch eignet sich
gleich gut dafür, und auch die
richtige Technik sowie Hygiene
spielen eine entscheidende Rolle.
Top-Qualität
Top-Schärfe
SICK Hermann
Werksvertretungen e.U.
Welche Stücke eignen
sich fürs Wolfen?
Grundsätzlich werden beim
Wolfen Fleischabschnitte, durchwachsenes
Material und Sehnenanteile
verarbeitet, die sich für
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Steaks oder Braten weniger
eignen. Typische Partien sind
Schulter, Bauch, Nacken und
Teile der Keule. Diese Stücke
bringen Geschmack und Bindung
ins Endprodukt, ohne, dass wertvolle
Edelstücke „verschwendet“
werden. Filet oder Roastbeef zu
wolfen wäre reine Verschwendung
– diese Cuts sind für den
Verkauf im Ganzen zu schade.
In der Direktvermarktung spielt
der Ladenwolf eine besondere
Rolle: Er ermöglicht die hygienische
und schnelle Herstellung von
Hackfleisch direkt vor den Augen
des Kunden. Besonders kleinere
Betriebe profitieren davon, da sie
frisch nach Bedarf portionieren
können. So entsteht Vertrauen
und gleichzeitig weniger Verderb.
Hygiene, Schärfe und
Produktvielfalt
Das A und O beim Wolfen ist
die Hygiene. Maschinen sollten
fugenfrei gebaut sein und täglich
gründlich gereinigt werden. Schon
kleinste Fleischreste können
Keime begünstigen. Ebenso
wichtig ist die Messer- und
Lochscheibenschärfe: Stumpfe
Schneidsätze zerquetschen das
Fleisch, erhöhen die Temperatur
und beeinträchtigen die Qualität
des Faschierten. Ein sauberer
Schnitt sorgt hingegen für saftige,
optisch ansprechende Produkte.
Neben Rind, Schwein oder
Lamm lassen sich auch Wildsorten
hervorragend wolfen.
Reh- oder Wildschweinfleisch
eignet sich besonders gut für
Burger, Würste oder Ragouts.
Direktvermarkter punkten
hier mit regionaler Herkunft
und Frische. Aber auch abseits
vom klassischen Fleisch gibt es
Einsatzgebiete: Gemüse, Käse
oder auch Brot können durch den
Wolf, wenn es um Spezialitäten
oder Resteverwertung geht.
Kreative Fleischereien nutzen
dies für Aufstriche, Füllungen
oder vegetarische Ergänzungen.
Tipps und Tricks aus
der Praxis
u Nie zu warm wolfen: Gekühltes
Fleisch ergibt die bessere
Struktur und verhindert
Schmieren.
u Messer regelmäßig schleifen:
Nur so bleibt die Schnittqualität
gleichmäßig hoch.
u Mehrfaches Wolfen vermeiden:
Besser einmal sauber
durch einen feinen Schneidsatz
als mehrmals grob, um
die Bindung nicht zu zerstören.
u Füllmenge im Blick behalten:
Überladen schadet der
Schnittqualität und erhöht
den Verschleiß.
u Wild verarbeiten: Vorher gut
parieren, damit Schrot- oder
Knochensplitter nicht im
Wolf landen.
Wolfen ist der Schlüssel zu
Produktqualität, Vielfalt und
Kundenvertrauen. Wer die richtigen
Fleischstücke auswählt, auf
Hygiene achtet und seine Messer
scharf hält, schafft nicht nur
perfektes Faschiertes, sondern
legt die Grundlage für eine ganze
Produktwelt – von der Theke bis
zur Direktvermarktung.
Fleisch
Markt
Wolfen
Seite 23, 9/2025
Die funky 80er
Effizient
trennen,
flexibel
verarbeiten
Die Maschinenfabrik Seydelmann
KG bringt kontinuierlich
Lösungen aus der Industrie
ins Handwerk, und umgekehrt.
Dieses Prinzip spiegelt sich
auch in der Entwicklung der
Schneidtrommel wider. Seit
Jahren erfolgreich bei Industriewölfen
mit Auslassgrößen
von bis zu 200 mm im Einsatz,
ist es nun möglich, den Automatenwolf
AE 130 mit einer
Schneidtrommel auszustatten.
Diese sorgt für eine effiziente
Entfernung von Hartteilen wie
Knochenstücken, Knorpeln
oder Sehnen, als auch von
Fremdkörpern wie Kunststoffteilchen
oder Folienreste. Das
System, bestehend aus einer
Lochtrommel und einer verlängerten
Arbeitsschnecke, bietet
im Vergleich zu herkömmlichen
Schneidsätzen einen
höheren Durchsatz bei gleichzeitig
reduziertem Temperatureintrag
und steigert so die
Stundenleistung.
Darüber hinaus kann auch
der neue Automatenmischwolf
AE 130 M, neben einem manuellen
oder pneumatischen
Trennsatz, mit der Seydelmann
Schneidtrommel betrieben
werden. Das kompakte Gerät
vereint vier Funktionen auf
kleinem Raum und sorgt so für
maximale Flexibilität in der
Produktion: Mischen, Homogenisieren
und anschließendes
Wolfen erfolgen direkt über
den Wolfauslass. Dank des
entnehmbaren Mischwerks
und der leistungsstarken
Zubringerschnecke lässt sich
der AE 130 M auch als reiner
Automatenwolf betreiben,
der selbst große Muskelstücke
dem Schneidsatz zuführt.
Zusätzlich kann das Gerät
als reiner Mischer verwendet
werden – mit Entleerung über
eine separate Klappe –, was die
Einsatzmöglichkeiten nochmals
erweitert.
www.seydelmann.com
INFO
Foto: Seydelmann
Strasser GmbH & Co. KG
Gewerbestrasse 1
Gewerbegebiet Weitwörth
A-5151 Nussdorf am Haunsberg
Tel.:+4362726184
office@strasser.co.at
www.strasser.co.at
Grau in Grau, so kann ein
Arbeitsbereich in der Fleischverarbeitung
schnell aussehen.
Ab sofort sorgt die PrimeLine
von Giesser für einen Farbtupfer:
Die Ausbeinmesser sind jetzt in
auffälligem „Funky Pink“ erhältlich
und bringen so Farbe und
Freude in den Arbeitsalltag. Alle
Messer der PrimeLine gibt es
in unterschiedlichen Klingenformen
und -längen, wahlweise
mit flexibler oder starker Klinge,
kurzer oder langer Griffnase.
Damit sind sie ideal für sämtliche
Aufgaben in der Fleischverarbeitung
und auch für den gastronomischen
Einsatz geeignet.
Besonderer Wert wurde auf
eine optimale Balance und die
Proportionen zwischen Klinge
und Griff gelegt, ein müheloses,
ermüdungsfreies Schneiden
zu ermöglichen. Die gerundete
Griffform mit Schutznase liegt
hervorragend in der Hand und
schont Sehnen sowie Gelenke.
Der weiche Kunststoff des Griffmantels
passt sich der Hand an,
sorgt für Stabilität und erleichtert
auch bei feuchten Händen
das Arbeiten.
Die pinken Messer mit
rutschsicherem Griff und halbflexiblen
Klingen in 13 und 15
cm verbinden Funktionalität
mit Style. Dank hoher Qualität
und ergonomischem Design
sind sie die ideale Wahl für Fleischer
sowie alle, die Präzision,
Sicherheit und ein wenig Spaß
am Arbeitsplatz verbinden
möchten. PrimeLine-Messer
sind kleine Hingucker, die jede
Küche oder Fleischerei aufwerten
und den Arbeitsalltag gleich
ein wenig bunter machen.
www.giesser-shop.de
INFO
SICK Hermann
Werksvertretungen e.U.
Bahnhofstraße 5 + 6a/
Mooshanslweg 8
9560 Feldkirchen
office@sick-werksvertretung.com
www.sick-werksvertretung.com
Peter Schön Ges.m.b.H. -
Fleischereimaschinen
Schlachthausgasse 22
1030 Wien
office@schoen-gmbh.at
www.schoen-gmbh.at
Foto: Giesser
Perfekte
Konstruktion!
Kutter und Wölfe von LASKA.
LASKA WW130-H
Das ideale Model
für den qualitätsbewußten
Gewerbebetrieb.
Hohe Leistung.
Ausgezeichnetes Schnittbild.
Perfekte Hygiene!
Johann Laska u. Söhne
Linz/Wien/Graz
Tel.: +43 (0)732/77 32 11
info@laska.co.at, www.laska.co.at
LASKA Winkelwolf WWB 200-H
Das ideale Model
für die qualitätsbewußten
Handwerksbetriebe.
Ausgezeichnetes
Schnittbild.
Perfekte Hygiene!
LASKA Kutter KU 65-B
...mit stufenlosem Antrieb
ist die ideale Maschine für
Gewerbebetriebe.
LASKA, der Partner für innovative Fleisch- und Lebensmittelverarbeiter.
Wolfen
Seite 24, 9/2025
Fleisch Markt
712 26 53
n-gmbh.at
Tel. +43/1/718 53 55, Tel. + Fax: +43/1/712 26 53
office@schoen-gmbh.at www.schoen-gmbh.at
Hand- & Bandarbeit
Tel. +43/1/718 53 55, Tel. + Fax: +43/1/712 26 53
office@schoen-gmbh.at www.schoen-gmbh.at
Foto: REX-Technologie
Ein faschiertes Laibchen,
das aussieht wie von Hand
geformt und zugleich in gleichbleibender
Qualität vom Band
kommt – genau das leistet die
UFM 300-5 von REX-Technologie.
Diese Maschine wurde
speziell für die Herstellung im
Niederdruckverfahren entwickelt.
So sorgt das Verfahren für
eine besonders gleichmäßige
Struktur und eine Optik, die an
sorgfältige Handarbeit erinnert.
Die UFM 300-5 wird direkt an
eine REX-Füllmaschine angebunden.
Ein pneumatischer
Formschneider übernimmt die
exakte Portionierung und legt
die Rohlinge auf ein Transportband.
Dort erhalten sie durch das
Formband ihre typische Gestalt.
Damit der Produktionsprozess
ohne Unterbrechungen abläuft,
verhindert eine integrierte
Wassersprüheinheit das Anhaften
von Rohmasse an Messern
und Bändern.
Neben Präzision erlaubt die
Maschine auch Flexibilität. Auf
Wunsch kann am Ende des
Transportbands eine Prägerolle
eingesetzt werden, die der Oberfläche
der Fleischlaibchen eine
Struktur verleiht. Das Ergebnis
wirkt besonders authentisch
und erinnert an Produkte, die
von Hand geformt wurden. Wer
zusätzlich Vielfalt im Sortiment
bieten möchte, hat die
Möglichkeit, die Maschine mit
einem Aufsatz zur Herstellung
von Cevapcici zu erweitern. Ein
weiterer Schwerpunkt liegt auf
der Hygiene. Optional ist die
UFM 300-5 mit einer UV-C-
Lichtentkeimung ausgestattet,
die Förder- und Formband
zuverlässig von Keimen befreit.
Damit unterstützt die Maschine
Produzenten dabei, die hohen
Hygienestandards der Lebensmittelindustrie
sicher einzuhalten.
INFO
REX-Technologie GmbH & Co. KG
Irlachstraße 31
5303 Thalgau
Tel. +43(0)6235-6116-0
office@rex-technologie.com
www.rex-technologie.com
Laden- und Stopfwölfe
Die Laden- und Stopfwölfe
von MADO der Baureihen
JUNIOR, PRIMUS, ESKIMO und
OPTIMO stehen für höchste
Präzision, Zuverlässigkeit und
Anwenderfreundlichkeit. Ihre
fugenfreie Konstruktion ohne
Schmutzkanten garantiert optimale
Hygiene und erleichtert
die Reinigung erheblich. Durch
den modularen Aufbau mit
austauschbaren Komponenten
bleiben die Verschleißteilkosten
äußerst gering. Während der
Verarbeitung erwärmt sich das
Produkt nur minimal um 1–2
°C. Alle Modelle sind platzsparend
in Querbauweise gefertigt,
bestehen aus rostfreiem Edelstahl
und verfügen über Edelstahlschnecken.
Ladenwölfe MEW 710
– MEW 716
Diese Serie verbindet modernes
Design mit beeindruckender
Leistung. Sie fügt sich nahtlos
in zeitgemäße Ladenkonzepte
ein und erzielt eine unerreichte
Stundenleistung. Der konische
Einfüllschacht macht den
Einsatz eines Stopfers überflüssig.
Je nach Modell lassen
sich verschiedene Schneidsysteme
integrieren (Unger H 82
oder Enterprise E 22). Weitere
Vorteile: eine abnehmbare
Schale beim MEW 710, Rückwärtslauf
beim MEW 713 sowie
Vorkammern aus Kunststoff mit
optionalem Portioniergerät bei
MEW 715 und MEW 716.
Stopfwölfe MEW 717 –
MEW 719
Die Stopfwölfe von MADO
sind für besonders hohe Stundenleistungen
ausgelegt. Mit
Einfüllschalen von 60 bis 80
Litern ermöglichen sie eine
effiziente Verarbeitung. Der
MEW 717 ist als halbfahrbares
Standgerät mit praktischem
Ablagefach erhältlich. Der MEW
718 und MEW 719 verfügen
über Rückwärtslauf, abnehmbaren
Handschutz und optional
eine fahrbare Ausführung. Der
MEW 719 bietet zusätzlich zwei
Geschwindigkeiten.
Zur weiteren Anpassung sind
fahrbare Versionen mit Rollen
sowie Trennsätze für Unger-
Schneidsysteme erhältlich.
www.mado.de
INFO
Peter Schön Ges.m.b.H. -
Fleischereimaschinen
Schlachthausgasse 22
1030 Wien
office@schoen-gmbh.at
www.schoen-gmbh.at
Strasser GmbH & Co. KG
Gewerbestrasse 1
Gewerbegebiet Weitwörth
A-5151 Nussdorf am Haunsberg
Tel.:+4362726184
office@strasser.co.at
www.strasser.co.at
Foto: Mado
Fleisch
Markt
Wolfen
Seite 25, 9/2025
Erleben Sie zuverlässige, starke Leistung - erleben
Sie Kolbe-Qualität
Fotos: Kolbe
In der Fleischverarbeitung
setzen Unternehmen weltweit
bereits auf Kolbe-Qualität. Dabei
entwickeln wir unsere Maschinen
stetig weiter, um unseren
Kunden stets die bestmögliche
Erfahrung und Qualität bieten
zu können.
Vom örtlichen Metzger bis
hin zur industriellen Fleischverarbeitungsanlage:
Kolbe Foodtec
bietet für jede Betriebsgröße den
passenden Stopf-, Misch- oder
Automatenwinkelwolf. Dabei
hilft Ihnen unser geschultes
Fachpersonal gerne bei der
richtigen Auswahl. Dank zahlreicher
Ausstattungsoptionen ist
es uns möglich, auf individuelle
Wünsche und Bedürfnisse einzugehen
und unsere Fleischwölfe
speziell auf die Produktverarbeitung
unserer Kunden abzustimmen.
Wie unser AWM130-100,
der als kompakte Alternative zu
unseren größeren Automatenwinkelwölfen
entwickelt wurde
und mit einem starken Antrieb
sowie hoher Förderleistung überzeugt.
Durch die Anordnung von
Zubringer- und Arbeitsschnecke
kann der Wolf auch große Teilstücke
problemlos verarbeiten.
Zudem ist die Anwendungsvielfalt
durch den flexibel einsetzbaren
Mischarm sehr groß.
Auch die Sicherheit
von Ihnen
und Ihren Mitarbeitern
liegt uns
mindestens genauso
am Herzen wie die Herstellung
von qualitativ hochwertigen
und zuverlässigen Maschinen.
Deshalb wurde unsere Stopfwolfserie
SW/TW um einen
Eingriffschutz am Einfüllschacht
erweitert. Damit wurde
die Sicherheit unserer kleinsten
Maschinen weiter erhöht –
ohne die Bedienbarkeit oder die
Produktivität zu beeinträchtigen.
Wir von Kolbe Foodtec freuen
uns darauf, Sie zu unseren
Maschinen beraten zu dürfen
und Ihnen Lösungen anzubieten,
die genau auf Sie zugeschnitten
sind. Gerne ist auch unser Partner
in Österreich, Johann Laska &
Söhne Gesellschaft m.b.H. & Co.
KG, für Sie da. Entscheiden auch
Sie sich für Zuverlässigkeit und
starke Leistung. Entscheiden Sie
sich für Kolbe-Qualität – Made in
Germany.
INFO
Paul KOLBE GmbH
foodtec
Gewerbestraße 5
D-89275 Elchingen
Tel. +49/73 08/96 10 - 0
info@kolbe-foodtec.com
www.kolbe-foodtec.com
Johann Laska u. Söhne
Linz – Wien – Graz
Tel. +43 (0)732/77 32 11
info@laska.co.at
www.laska.co.at
Seite 26, 9/2025
Fleisch Markt
Aktuelles
Der Online-Auktionator für die Lebensmittelindustrie
Industrial Auctions ist der
Online-Auktionator, der sich
auf gebrauchte Maschinen für
die Lebensmittel- und Getränkeindustrie
spezialisiert hat. Das
Unternehmen bietet ein breites
Spektrum sofort einsetzbarer
Anlagen, sodass Unternehmen
schnell auf ihre Produktionsbedürfnisse
reagieren können.
Beispiele hierfür sind Treif-
Schneider, Handtmann-Vakuumfüller
und Multivac-Schalenverschließer
sowie Loma- und
Mesutronic-Metalldetektoren,
Ishida-Waagenlinien und Laska-
Fleischwolfmaschinen. Selbst
komplette Verpackungslinien
kommen regelmäßig unter den
Hammer.
Neben diesen Maschinen ist
auf der Plattform auch eine Vielzahl
an unterstützenden Geräten
verfügbar: von Kühl- und Gefrieranlagen
über CIP-Systeme, Roboterarme
bis hin zu Edelstahltanks.
Manchmal handelt es sich um
einzelne Geräte, manchmal sogar
um komplette Produktionslinien,
die auf einen Schlag verfügbar
werden. Dank dieser Vielseitigkeit
kann Industrial Auctions eine
breite Palette von Unternehmen
in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie
bedienen. Der Auktionator
ist stark in der Fleischverarbeitungsbranche
vertreten,
aber auch in den Bereichen Milch,
Bäckerei, Obst- und Gemüseverarbeitung
sowie Verpackung.
Das umfangreiche Angebot
ist einer der Pluspunkte von
Industrial Auctions. Ein weiterer
wichtiger Vorteil ist die sofortige
Verfügbarkeit der Anlagen.
Während brandneue Maschinen
oft Monate auf die Lieferung
warten, können über Industrial
Auctions versteigerte Maschinen
in der Regel bereits eine Woche
nach Auktionsende abgeholt
werden. Dadurch reduziert die
Plattform die Wartezeiten drastisch
und verhindert kostspielige
Produktionsstillstände.
Jede Maschine wird online mit
klaren Spezifikationen, Fotos und
häufig auch Videos präsentiert.
Dies ermöglicht es Interessenten,
gut informierte Entscheidungen
zu treffen. Dank der Online-
Plattform können Gebote aus
der ganzen Welt abgegeben
werden, direkt vom Büro oder
der Fabrik aus. Für diejenigen, die
einen großen Schritt auf einmal
machen möchten, stehen auch
komplette Produktionslinien zur
Verfügung, die mit einem einzigen
Gebot erworben werden können.
Was Industrial Auctions einzigartig
macht, ist, dass das Unternehmen
sowohl für Käufer als
auch Verkäufer alles organisiert.
Das Team inventarisiert die
Maschinen vor Ort, präsentiert sie
professionell online, organisiert
Besichtigungstage und unterstützt
beim Abbau und Transport.
So sorgen das Unternehmen und
sein Team dafür, dass der gesamte
Prozess von Anfang bis Ende
reibungslos abläuft. Ob man nun
einen einzelnen Schneider oder
eine komplette Produktionslinie
suchen – Industrial Auctions hat
sich als zuverlässiger Partner für
schnelle, effiziente und skalierbare
Lösungen bewährt.
INFO
Industrial Auctions BV
Looyenbeemd 11
5652 BH Eindhoven (NL)
T: +31 (0)40 2409 208
info@industrial-auctions.com
www.Industrial-Auctions.com
Fotos: Industrial Auctions BV
Schärfe in einer Minute
Mit dem Messerschleifer
K20 wird das Handmesserschleifen
zur Leichtigkeit.
„In einer Minute ein scharfes
Messer“, lautet das Versprechen,
das nicht nur Zeit spart,
sondern auch Messer schont.
Dank bewährter GS-Schleiftechnik
verbindet das Gerät
Nassschleifen und Abziehen
in einem Schritt. Die
Nassschleiftechnologie
verhindert das Ausglühen
der Messerschneide, sorgt
für längere Standzeiten und
minimiert den Verschleiß
im Vergleich zum Trockenschliff.
Gleichzeitig bieten
die speziellen Polierscheiben
Foto: Michael Geiselsoeder
aus Baumwolle mit gefalteter
Struktur eine schonende,
langlebige Politur ohne übermäßigen
Materialverlust. Ein
Schleifvorgang kostet dabei
durchschnittlich nur rund
vier Cent pro Messer,
während die Schleifscheiben
beeindruckende
60.000 Schleifvorgänge
leisten. Die Schleifwinkelführung
sorgt für exakte Ergebnisse,
während der wartungsfreie
Antrieb und die einfache
Handhabung den Arbeitsalltag
deutlich erleichtern. Dank der
langlebigen Schleifmittel bleibt
die Maschine über lange
Zeit zuverlässig, und die
hochwertige Edelstahlausführung
garantiert
Robustheit. Die konsequent
weiterentwickelte
Nassschleiftechnik macht
den K20 zum unverzichtbaren
Helfer in der Küche. Wer auf
Effizienz, Schärfe und Langlebigkeit
setzt, findet in diesem
Gerät die ideale Lösung für
hohe Ansprüche beim Messerhandwerk.
www.gs-de.eu
INFO
SICK Hermann
Werksvertretungen e.U.
Bahnhofstraße 5 + 6a/
Mooshanslweg 8
9560 Feldkirchen
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www.sick-werksvertretung.com
Peter Schön Ges.m.b.H. -
Fleischereimaschinen
Schlachthausgasse 22
1030 Wien
office@schoen-gmbh.at
www.schoen-gmbh.at
Fleisch
Markt
Gewürze
Seite 27, 9/2025
Würze, Witz und Wumms
Gewürze sind das Handwerkszeug, mit dem Fleischer und Direktvermarkter aus bestem Fleisch
unverwechselbare Spezialitäten schaffen.
Von Michael Heinz
Egal ob im klassischen
Fleischereibetrieb, in der
Direktvermarktung am
Hof oder im Buschenschank:
Gewürze und Zusatzstoffe
bestimmen maßgeblich den
Charakter von Wurst, Schinken
und Fleischgerichten. Dabei
stellt sich in der Praxis immer
wieder die Frage: Greift man zu
fertigen Mischungen oder setzt
man auf reine Gewürze und
eigene Rezepturen?
Fertige Mischungen
– Sicherheit, Hygiene
und Konstanz
Ein klarer Vorteil fertiger Gewürzmischungen
ist ihre Reproduzierbarkeit.
Jede Charge schmeckt
gleich, unabhängig davon, wer in
der Produktion das Würzen übernimmt.
Für Standardprodukte, die
Kundinnen und Kunden regelmäßig
kaufen, ist das unverzichtbar.
Ein Leberkäse soll immer vertraut
schmecken, eine Bratwurst darf
keine unerwarteten Abweichungen
haben.
Auch Hygiene und Lebensmittelsicherheit
sprechen
für Mischungen. Sie werden
industriell unter kontrollierten
Bedingungen hergestellt, sind
mikrobiologisch unbedenklich
und haben eine deklarierte Haltbarkeit.
Das reduziert das Risiko
für kleinere Betriebe wie für klassische
Fleischereien.
Darüber hinaus sparen
Mischungen Zeit und Arbeitskosten.
Statt viele Einzelgewürze
einzeln zu lagern, abzuwiegen
und zu kombinieren, reicht ein
Handgriff. Häufig sind Salz,
Antioxidantien oder auch Farbund
Geschmacksstabilisatoren
bereits enthalten – ein Vorteil bei
Brühwürsten oder Aufstrichen.
Typische Einsatzbereiche für
fertige Mischungen:
u Leberkäse: gleichbleibendes
Aroma ist Pflicht.
u Brühwürste wie Frankfurter
oder Knacker: stabile Rezeptur,
Farbe und Geschmack.
u Streichfähige Produkte wie
Pasteten oder Aufstriche: Abweichungen
fallen sofort auf.
Pure Gewürze – Individualität
und Profil
Wer sein Sortiment unverwechselbar
machen will, setzt auf
eigene Mischungen mit puren
Gewürzen. Damit können Fleischer
wie Direktvermarkter
ihren Produkten eine Handschrift
geben, die sie von der Konkurrenz
abhebt.
Die Arbeit mit Einzelgewürzen
erfordert jedoch präzise
Dosierung, Rezepttreue und
Dokumentation. Nur so lässt
sich vermeiden, dass Produkte
von Charge zu Charge unterschiedlich
schmecken. Besonders
heikel ist der Salzgehalt, der
neben dem Aroma auch Haltbarkeit
und Textur beeinflusst.
Typische Einsatzbereiche für
Eigenmischungen:
u Weißwürste: frische Petersilie,
Zitronenschale oder Muskatblüte
geben individuellen
Charakter.
u Rohwürste wie Kaminwurzen
oder Haus-Salami: feine Unterschiede
bei Pfeffer, Knoblauch
oder Wacholder prägen
den Betriebsgeschmack.
u Saisonale Spezialitäten wie
Wildbratwürste, Osterkrainer
oder Festtagsschinken: hier
können Betriebe Kreativität
zeigen und saisonale Profile
entwickeln.
Wirtschaftliche und
rechtliche Aspekte
Für Fleischereien und Direktvermarkter
zählt neben dem
Geschmack auch die Wirtschaftlichkeit.
Fertige Mischungen sind
in der Anschaffung meist teurer,
sparen aber Arbeitszeit und
reduzieren Fehlerquellen. Eigenmischungen
wirken günstiger,
bedeuten jedoch mehr Aufwand
bei Einkauf, Lagerung, Qualitätssicherung
und Kennzeichnung.
Rechtlich gilt: Bei Eigenmischungen
muss der Betrieb
INFO
eine vollständige Zutaten- und
Allergenkennzeichnung sicherstellen.
Bei fertigen Mischungen
liefert der Hersteller diese
Angaben bereits mit – ein nicht
zu unterschätzender Vorteil in
Hinblick auf Kontrollen und
Haftung.
Tipps fürs richtige Würzen
• Konstanz sichern: Rezepte und Abläufe genau dokumentieren.
• Salz im Blick: Salz beeinflusst nicht nur Geschmack, sondern auch Haltbarkeit
und Bindung.
• Hygiene einhalten: Gewürze kühl, trocken und lichtgeschützt lagern, offene
Behälter vermeiden.
• Recht beachten: Bei Eigenmischungen Allergen- und Zutatenkennzeichnung
selbst übernehmen.
• Wirtschaftlich abwägen: Mischungen sparen Zeit, Eigenmischungen
schaffen Individualität – die Balance macht’s.
Foto: pixabay
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Herstellung
Seite 28, 9/2025
Fleisch Markt
Rezepte
Fleischlaberl
Zutaten:
u 400 g gemischtes Faschiertes
(halb Schwein,
halb Rind)
u 1 altbackene Semmel
u 1 Zwiebel
u 1 Knoblauchzehe
u 1 Ei
u 1 – 2 Esslöffel Estragonsenf
u Salz und Pfeffer
u getrockneter Majoran
u Petersilie
u eventuell etwas
Paprikapulver edelsüß
u Semmelbrösel zum
Wälzen
u Pflanzenöl zum Braten
Fleischlaberl:
heimisches Kulturgut
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Die österreichische Küche
ist deftig und reich an
schmackhaften Fleischgerichten,
und nur wenige Speisen
sind so tief in der kulinarischen
Seele des Landes verwurzelt wie
etwa das Wiener Schnitzel und
auch das Fleischlaberl. Wobei
Letzteres je nach Region und
Familientradition sehr unterschiedlich
zubereitet wird.
Ein Gericht,
unterschiedliche
Bezeichnungen
Der Name „Laberl" ist typisch
österreichisch und bedeutet so
viel wie "kleiner Laib", was die
runde Form beschreibt. Es ist
ein Gericht mit einer langen
Kochtradition und wird auch als
Faschiertes Laibchen bezeichnet.
Unsere deutschen Nachbarn
lieben ebenfalls Fleischlaberl,
bezeichnen es aber sehr unterschiedlich.
Die Schwaben sagen
„Fleischküchle“ und Norddeutsche
essen „Fleischklopse“, für
andere sind es Frikadellen, Buletten
oder Fleischpflanzerl. Ein
Bayer und ein Berliner würden
zwar fast dasselbe essen, es aber
völlig anders nennen. Während
die Grundzutaten der österreichischen
Laberl, wie Faschiertes,
eingeweichte Semmeln, Ei und
Zwiebeln mit den bayrischen
Pflanzerl ident sind, so kann sich
die Würzung aber etwas unterscheiden.
In Österreich kommt
auf keinen Fall Tomatenmark
hinein, selten Kalbfleisch, stattdessen
wird gerne intensiv mit
Majoran gewürzt.
Beliebt seit eh und je
Klassisch wird das Laberl
aus Faschiertem, meist einer
Mischung aus Rind- und Schweinefleisch,
hergestellt, es kann
auch Kalbfleisch verwendet
werden. Weitere Grundzutaten
sind eingeweichte Semmeln,
Ei und Zwiebeln und Gewürze
wie Majoran, Knoblauch, Senf
und Petersilie sowie natürlich
Salz und Pfeffer. Eingeweichtes
Brot oder Semmeln werden
dabei als Bindemittel verwendet
und dienen dazu, die Masse
zu lockern, die Laberl saftiger
zu machen und das Fleisch zu
strecken – eine kluge Praxis in
früheren Zeiten, in denen Fleisch
ein kostbares Gut war, denn das
Gericht wird schon seit Jahrhunderten
gekocht. Die Urform
des Fleischlaberls gab es wahrscheinlich
schon im alten Rom,
gewürzt mit garum, einer dominanten
Fischsauce. Im Mittelalter
war das Zerkleinern von Fleisch
eine gängige Methode, um auch
zäheres Fleisch schmackhaft zu
verkochen. In Klöstern wurden
gewürzte Fleischmassen geformt
und gebraten, oft um Reste zu
verwerten oder Pastetenfüllungen
herzustellen. Das heutige
Fleischlaberl taucht danach in
den Kochbüchern des 18. Jahrhunderts
auf und es wird heute
noch ähnlich zubereitet. Die
altbackenen Semmeln werden
in Wasser oder besser in Milch
eingeweicht, danach gut ausgedrückt
und so unter die Fleischmasse
gemischt. Die feingehackten
Zwiebeln werden entweder
roh oder bei der feineren Variante
zuvor in Fett leicht angebraten
dazugegeben. Zur Masse kommen
noch Eier, anschließend wird gut
gewürzt und alles wird am besten
mit der Hand vermischt, bis einen
gute Bindung gegeben ist. Danach
werden Fleischkugeln geformt,
die anschließend mit der Hand
flachgedrückt werden. Nun variieren
die weiteren Zubereitungsschritte.
Die Laibchen werden
nun in etwas Fett beidseitig
knusprig gebraten, zuvor können
sie aber auch in Semmelbröseln
gewendet werden, was für eine
bessere Kruste sorgt. Typisch
wienerisch ist es auch, die rohen
Fleischlaberl, ähnlich wie das
Wiener Schnitzel, zu panieren
und so im Fett herauszubacken.
Egal für welche Variante man sich
entscheidet, Kartoffelpüree oder
–salat passen perfekt dazu und
das weckt bei vielen Kindheits-
❱ Semmel in warmem Wasser einweichen und danach
gut ausdrücken.
❱ Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Frische Petersilie
waschen und fein hacken.
❱ Alle Zutaten für die Laberl gut vermischen und mit den
Fingern kneten. Die Fleischmasse herzhaft abschmecken.
❱ Mit nassen Händen Bällchen formen und anschließend
mit der Hand flach drücken. Die Laberl beidseitig in
Semmelbröseln wenden und anschließend langsam in Öl
beidseitig knusprig braten.
erinnerungen. Nur bei der Sauce
scheiden sich die Geister. In Österreich
wird darauf meist verzichtet,
eventuell etwas Bratenfett über
dem Püree verteilt, in Deutschland
dagegen ist eine Bratensauce
gerne gesehen.
Hamburger versus
Fleischlaberl:
Eins ist eindeutig, das Fleischlaberl
war früher da, aber inzwischen ist
die amerikanische Konkurrenz
bei Jugendlichen beliebter. Der
Hamburger hat eine viel jüngere
Tradition und kommt von deutschen
Auswanderern im 19. Jahrhundert.
Der Name leitet sich vom
"Hamburger Stück" ab und war
anfangs ein Tellergericht, ähnlich
einem Tatar, das manchmal auch
leicht angebraten wurde. Die Idee,
dieses Laibchen in ein Brötchen
zu geben, kam erst viel später.
Das bescherte aber dem Hamburger
schlussendlich seinen Erfolg.
Aber die Herkunft zeigt auch
deutlich die Unterschiede in der
Zubereitung. Das Patty wird aus
reinem Rindfleisch ohne Ei und
Semmeln hergestellt. Es ist daher
nach dem Braten viel fester in der
Konsistenz. Es wird auch anders
gewürzt, meist kommen nur Salz
und Pfeffer hinein, auf keinen
Fall Majoran. Das gewisse Etwas
kommt danach durch die Saucen.
Die Konkurrenz durch den
Hamburger ist groß und doch ist
das Fleischlaberl fester Bestandteil
im Sortiment der meisten
Fleischereien. Es wird warm
am Mittagstisch oder kalt zum
Jausnen angeboten. Auch ist es
beliebt bei Caterings und unverzichtbar
für den klassischen
Wiener Heurigen. Und natürlich
passt es auch in die Semmel
als heimisches Pendant zum
Hamburger.
Fleisch
Markt
Gewürze
Seite 29, 9/2025
Herstellung
powered by Moguntia
Grünkohl-Rolle vom Schweinebauch
u 1 kg Schweinebauch mit Schwarte
u 300 g Grünkohl Konserve abgetropft
gegart
u 50 g Bauchspeckwürfel
u 50 g Zwiebelwürfel
u 100 g M4293 AROMETTE®
m. Kräuterb.Geschm. Würzcreme-
Paste CL g)
u 1 l Vollmilch 3,5% Fett g)
Rancho – Chocolat Mousse
(mit Bacon & Fried Onions)
u
u 500 g 99100193 Mousse au
Chocolat nach französischer
9) g)
Art CL
180 g Bacon in Scheiben
u 20 g Zucker braun
u 120 g E7040 Röstzwiebeln 6-9mm /SG a)
Fotos: Moguntia
❱ Den Schweinebauch rechteckig zurechtschneiden und die Schwartenseite
mit einem Messer einritzen.
❱ Anschließend den Bauch als Platte aufschneiden.
❱ Den Grünkohl gut abtropfen lassen und mit den Zwiebelwürfeln und
den Speckwürfeln vermengen.
❱ Anschließend auf dem aufgeschnittenen Bauch verteilen, rollen und
mit einem Knüpfgarn in Abständen von 2 cm knüpfen.
❱ Zum Schluß mit der Marinade bestreichen.
❱ Die Baconscheiben auf Backbleche verteilen, mit dem Zucker bestreuen
und im Backofen knusprig ausbacken.
❱ Auf Küchenkrepp erkalten lassen und zerkrümeln.
❱ Mit den Röstzwiebeln vermischen.
❱ Das Moussepulver in die kalte Milch einrühren und mit der Anschlagmaschine
ca. 5 Minuten auf das doppelte Volumen cremig aufschlagen.
❱ Auf ca. 20 Gläser portionieren und mit der karamellisierten Baconmischung
bestreuen.
Zusatzstoffe/Kennzeichen: 1) Farbstoffe 1a) Farbstoff (E 124) 2) Konservierungsstoffe 3) Antioxidationsmittel 4) Geschmacksverstärker 5) Geschwefelt 6) Geschwärzt 7) Gewachst 8) Süßungsmittel
8a) Aspartam(Phenylalanin) 9) Stabilisatoren Allergene: a) Glutenhaltiges Getreide(Weizen) b) Krebstiere c) Eier d) Fisch e) Erdnuesse f) Soja g) Milch h) Schalenfruechte i) Sellerie j) Senf k)
Sesamsamen l) Sulfite m) Lupine n) Weichtiere
MOGUNTIA FOOD
TRENDS 2025!
Starker Geschmack bedeutet kraftvolle Aromen, mutige
Kombinationen und Genuss, der im Gedächtnis bleibt.
Salzig trifft auf Umami, süß auf sauer – bringen Sie neue
Dynamik an Theke & Herd. Wie wäre es mit einer Mousse
au Chocolat mit Röstzwiebeln & Bacon?
Entdecken Sie unsere Konzepte: kraftvoll im
Geschmack, zeitgemäß in der Umsetzung.
Mehr Infos gibt‘s hier
Seite 30, 9/2025
Fleisch Markt
Aktuelles
Zwei starke Partner für das Fleischerhandwerk
Die Fleischerverband eGen,
Marktführer im Bereich Fleischereibedarf,
vertraut im Ladenbau
auf die Expertise von Ladenbau
Hanke. Gemeinsam bieten
sie Metzgereien ganzheitliche
Lösungen – von der Ausstattung
bis zum modernen Verkaufsraum.
Zukunftsorientierter
Ladenbau
Ladenbau Hanke entwickelt
maßgeschneiderte Verkaufskonzepte
für Metzgereien, die traditionelle
Handwerkskunst mit
modernen Einkaufsbedürfnissen
verbinden. Ziel ist ein Einkaufserlebnis,
das begeistert – effizient,
flexibel und digital.
Unsere Lösungen im
Überblick
u Hybride Verkaufskonzepte:
Bedientheke trifft Selbstbedienung
– für mehr Effizienz
und Kundenzufriedenheit.
u CRM & Newsletter: Stärkere
Kundenbindung durch individuelle
Ansprache.
u 24/7-Selbstbedienung:
SmartStore-Systeme ermöglichen
unabhängigen Verkauf
rund um die Uhr.
u Digitale Bestelllösungen:
Kunden bestellen bequem
online und holen ihre Ware
zur Wunschzeit ab.
u KI im Betrieb: Unterstützung
bei Einarbeitung, Weiterbildung
und Marketing.
Frisch, effizien und nachhaltig ist
die patentierte Hanke-Kühltechnik.
Das innovative Theken-Kühlsystem
sorgt für gleichmäßige
Kühlung, optimale Präsentation
und minimale Warenverluste
– bei reduziertem Energieverbrauch.
Herausnehmbare Kühlgitter
vereinfachen die Reinigung.
Optimierte
Produktionsplanung
Foto: Bartoldus Borgentreich
Erst durch die individuellen
Betriebsanalysen entstehen
Arbeitsabläufe und Raumkonzepte,
die Hygiene und Effizienz auf
höchstem Niveau vereinen – von
der Herstellung bis zum Verkauf.
Philosophie mit
Weitblick
Thomas Hanke setzt auf Ehrlichkeit,
Innovation und Respekt vor
dem Handwerk. „Wir machen
Metzgereien fit für die Zukunft
– wirtschaftlich, attraktiv und
erfolgreich.“
INFO
Fleischerverband eGen
Dr. Hans-Lechner-Straße 1,
5071 Wals-Siezenheim
Tel. 0043 50 19350
bestellung@fleischerverband.at
www.hausschlachter.at
Ladenbau Hanke GmbH
Henleinstraße 9
93092 Barbing-Unterheising
Tel. +49 (0)9401-527680
info@ladenbau-hanke.de
ladenbau-hanke.de
Foto: Hanke
Für einen
gelungenen Herbst
Foto: 1. BFS
Kunden sensibilisieren
Mit dem Buch-Set „SEE. SMELL.
TASTE. TELL.“ hat die 1. Bayerische
Fleischerschule Landshut ein
wegweisendes Werkzeug für die Fleischbranche
geschaffen. Das Set vereint
fundiertes Fachwissen mit praxisnaher
Anwendung und eröffnet eine neue Art,
über Fleisch und Wurst zu sprechen, sie
zu bewerten und Kunden die Qualität
handwerklicher Produkte verständlich
und greifbar zu machen. Es besteht
aus dem „Handbuch für Fleisch- und
Wurstprofis“ mit einer systematischen
Beschreibung sensorischer Merkmale
von 30 verschiedenen Fleischstücken
und Fleischerzeugnissen sowie dem
„Spezialitäten-Tagebuch“, das Raum
für eigene Notizen und Verkostungserfahrungen
bietet. Das Set schafft
Gesprächsanlässe am Verkaufstresen,
erleichtert die anschauliche Vermittlung
von Qualitätsunterschieden zwischen
handwerklichen und industriellen
Produkten und regt Konsumenten dazu
an, sich intensiver mit Geschmack,
Textur und Geruch auseinanderzusetzen
Ab sofort können Wiederverkäufer das
Buch-Set zu attraktiven Konditionen
in ihr Sortiment aufnehmen. Statt des
regulären Preises von 25 Euro erhalten
Fachbetriebe das Set nun für nur 20 Euro
pro Exemplar.
www.fleischerschule-landshut.de
Der Herbst ist die Zeit der Wildspezialitäten.
Ob geschmort, gebraten oder
paniert, mit dem Einzug des Herbsts
kommen herzhafte Delikatessen vom
Wild auf den Tisch, und die vielfältigen
NovaTaste-Produkte helfen
dabei, diese gekonnt zu veredeln.
Das Fleisch von Hirsch, Wildschwein
und Co. erfreut sich seit
Jahren wachsender Beliebtheit.
Viel Bewegung, ein geringer Fettgehalt
und natürliches Futter sind
die Gründe für den besonderen
Geschmack. Heiße Wildgerichte
aus der Fleischertheke sind ebenso
gefragt wie vorgegarte Speisen,
welche die Kunden zu Hause nur
mehr erwärmen oder ihnen den
letzten Schliff geben müssen.
Ein Klassiker neu interpretiert bieten
etwa die saftigen Wildschnitzel. Sie
gelingen besonders gut, wenn zur Goldini
Fertigpanade die Gewürzzubereitung
Diana Wildwürzung OG AF gemischt
wird. Mit ihren rustikalen Nuancen von
Wacholder, Koriander und Piment fängt
sie den Reichtum des Waldes ein und
schafft ein geschmacklich harmonisches
Umfeld für das Wildfleisch. Wer seinen
Kunden das Besondere bieten will,
verpasst dem saftigen Wildschweinbraten
eine köstlich-krosse Kräuterkruste.
Reichenau Kräuter Marinade Pure Oil
und Lucullus-Fix für Knödel geben dem
Knödelbrot würzigen Geschmack und
optimale Bindung. Das Bratenstück vom
Wildschwein wird zusätzlich mit Weinbauer
OG verfeinert.
Mit diesen Zutaten und Zubereitungen
können Gastgeber ihren Gästen den
Herbst auf den Teller bringen, aromatisch,
rustikal und immer ein Genuss.
www.novataste.com
Foto: Matthias Muenz
Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite 31, 9/2025
Steirisches Duo
LOIDL und die Obersteirische
Molkerei präsentieren gemeinsam
mit dem neuen Steirischen
Genuss Duo eine geschmackvolle
Verbindung zweier steirischer
Spezialitäten, die die regionale
Jausenkultur in ihrer schönsten
Foto: Loidl
Form zelebriert. Die kräftigwürzige
LOIDL Bauernsalami
trifft auf den edelherb-aromatischen
Peter Rosegger Käse. Damit
bündeln zwei Traditionsunternehmen
ihre Kompetenzen und
setzen auf echte Qualität aus der
Steiermark.
Die LOIDL Bauernsalami
begeistert mit ihrem herzhaften
Geschmack, grober Schnittführung
und einer über zwölf
Wochen dauernden Naturreifung.
Eine feine Senfnote verleiht
ihr dabei eine unverwechselbare
Würze. Der Peter Rosegger
Käse, ein halbharter Schnittkäse
mit hellgelbem Teig und
feiner Lochung, reift rund zwei
Monate, wird regelmäßig gewendet
und sorgfältig mit Rotkultur
gepflegt. So entsteht ein Käse
mit geschmeidiger Konsistenz
und ausdrucksstarkem Aroma.
Gemeinsam ergeben Salami
und Käse ein harmonisches
Duo, das sich ideal für die klassische
Brettljause, auf frischem
Bauernbrot oder als herzhafte
Zwischenmahlzeit eignet. „So
entsteht ein Stück Esskultur,
das Tradition und Qualität
vereint“, erklärt Norbert Marcher,
Geschäftsführer der Marcher
Fleischwerke.
www.loidl-spezialitaeten.at
Top-Marke 2025
Foto: Wiesbauer
Jedes Jahr prämiert die deutsche
Lebensmittel Zeitung
die 100 erfolgreichsten Marken
aus verschiedenen Warengruppen
mit dem Titel „Top-
Marke“. Diese herausragenden
Marken der FMCG-Branche
zeichnet aus, dass sie in den
letzten Jahren am deutschen
Markt besonders erfolgreich im
Handel verkauft wurden und
in der Gunst der Konsumenten
zulegen konnten. Sie stehen also
für nachhaltige Markenleistung,
Relevanz im Handel und eine
hohe Verbraucherakzeptanz.
Die Basis für diese Auszeichnung
ist eine objektive, datengetriebene
Erhebung von rund
30.000 Haushalten bzw. 40.000
Käufern.
In der Kategorie „Brühwürste“
(ohne Geflügel) setzte sich das
österreichische Traditionsunternehmen
Wiesbauer an
die Spitze und ließ seine Mitbewerber
hinter sich. Damit darf
sich Wiesbauer mit dem Titel
„Top- Marke 2025“ schmücken
– und tut das auch: Ab Ende
August wird die Anerkennung
direkt am Point of Sale sichtbar.
Die Slicer-Verpackungen
der Wiesbauer-Brühwurstprodukte
tragen einen Sticker mit
dem „Top-Marke 2025“-Logo.
„Diese Auszeichnung freut uns
ganz besonders, weil sie zeigt,
dass unsere österreichischen
Wurstspezialitäten auch in der
Gunst der deutschen Konsumenten
ganz oben stehen –
und das nachhaltig“, freut sich
Wiesbauer-Geschäftsführer
Thomas Schmiedbauer. Zu den
Produkten, die das Siegel tragen,
zählen unter anderem Feine
Extra, Knacker in verschiedenen
Varianten sowie Gourmet- und
Frühstücksaufschnitt.
www.wiesbauer.at
Därme
Seite 32, 3/2025 9/2025
Fleisch Markt
Höchste Qualität für Würste
Das Unternehmen Amjadi
bietet eine breite Auswahl
an hochwertigen Saitlingen in
unterschiedlichen Varianten –
trocken gesalzen, füllfertig (FF),
auf Röhrchen oder als Streifen.
Kunden haben die Möglichkeit,
zwischen drei Qualitätsstufen zu
wählen: IA für feine Füllungen,
AB für mittelgroße Wurstwaren
und BC für größere Kaliber. Auf
Wunsch sind auch geräucherte
Därme erhältlich.
Als familiengeführtes Unternehmen
in dritter Generation
hat Amjadi sich auf die
Herstellung, Verarbeitung und
den Handel mit Naturdärmen
spezialisiert. Die Rohmaterialien
stammen aus der eigenen
Produktion sowie von sorgfältig
ausgewählten Partnerbetrieben
im Iran, Nahen Osten und China.
Jahrzehntelange Erfahrung
und tief verwurzelte Tradition
sichern höchste Qualitätsstandards,
die den Produktionsprozess
der Kunden nachhaltig
optimieren.
Der Einsatz von Amjadi-
Därmen steigert die Effizienz
und senkt die Kosten – durch
reduzierten Materialverbrauch,
kürzere Produktionszeiten und
geringere Arbeitskosten. Dank
einer umfangreichen Kaliberpalette
von 16/18 bis 28/30 in
2-mm-Schritten findet sich für
unterschiedlichste Wurstwaren
immer die passende Lösung.
Strenge Qualitätskontrollen,
ein HACCP-System und die IFS-
Zertifizierung gewährleisten
höchste hygienische Standards.
Besonderen Wert legt Amjadi
auf den direkten Austausch mit
den Kunden, um individuelle
Anforderungen bestmöglich
zu erfüllen. Die Qualitäts-Saitlinge
sind in Österreich bei allen
Fleischervereinigungen erhältlich
und stehen direkt für den
Liebe
geht durch
den Darm.
professionellen Einsatz bereit.
Weitere Informationen finden
Sie bei Amjadi.
www.amjadi.com
Amjadi Därme sind bei allen Fleischerverbänden
und Genossenschaften erhältlich!
Fotos: Amjadi
Qualitätsdärme von Amjadi – immer die richtige Wahl.
MHS