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Thermenland_10-2025

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AUSGABE 168 OKT. 2025

Thermenland

MAGAZIN

10 Jahre Weberzeile: „Wir sind die Shopping-Mall Nr.1“

Landleben: Genossenschaften sorgen für mehr Lebensqualität

Apotheker-Tipp: Das hilft, wenn die Haare dünner werden



Mehr Verantwortung

AKTUELL

für die Lebenswelt vor der eigenen Haustür

als die Menschen, die sich in den Gremien von

Gemeinden, Städten und Landkreisen ehrenamtlich

als gewählte Räte engagieren, kann

man für die Gemeinschaft kaum übernehmen.

Ihr Mitdenken, Mitreden und Mitmischen

sind für eine lebendige und funktionierende

Gesellschaft von großer Bedeutung.

Ihre Entscheidungen haben Auswirkungen

auf Bildungseinrichtungen, Gesundheitsdienste,

Straßenbau, Umweltschutz usw.

Bürgerinnen und Bürger kennen ihre Gemeinde

am besten und sind daher oft in der

Lage, lokale Probleme genau zu erkennen und

kreative Lösungen zu finden.

Am 8. März 2026, also in etwa einem halben

Jahr, werden die kommunalen Räte neu gewählt

– wer auf dem Wahlzettel stehen wird,

ist oft aber völlig unklar – die Frist für Wahlvorschläge

endet erst am 8. Januar. Erst dann

werden wir sehen, ob es in der ein oder anderen

Gemeinde weniger Bewerberinnen und

Bewerber gibt, als Ämter und Sitze zu vergeben

sind. Dennoch bestehen ein halbes Jahr

vor der Kommunalwahl mancherorts noch

Sorgen, ob man engagierte Rats- oder gar Bürgermeister-Kandidaten

findet. Es gebe immer

mehr Menschen, die sagten: „Mache ich nicht“,

warnt zumindest Innenminister Joachim

Herrmann. Immerhin fand sich letztes Jahr

bei den Kommunalwahlen in Thüringen laut

Landesamt für Statistik in 210 Gemeinden

maximal eine Kandidatin oder ein Kandidat

für das Bürgermeister-Amt, in 5 Gemeinden

bewarb sich gar niemand. Bei den Bürgermeisterwahlen

in den oberpfälzischen Landgemeinden

Schwarzach bei Nabburg und

Trausnitz fanden sich zu außerturnusmäßigen

Wahlen dieses und letztes Jahr gar keine

Kandidatinnen oder Kandidaten für das Bürgermeisteramt.

Es mussten Urwahlen stattfinden.

Dabei konnte jeder Bürger einen Namen

auf dem Wahlzettel eintragen – am Ende fand

sich erst auf diese Weise in beiden Gemeinden

jemand, der den Job übernahm.

Vor allem die großen Parteien wie die CSU

und die SPD haben auf Stadt- oder Landkreisebene

kaum Probleme, Kandidierende für

ihre Listen zu finden. Anders ist das bei

kleinen Parteien und bürgerlichen Wählergemeinschaften.

Die tun sich schwer, Leute zu

finden, die sich auf ihren Listen um einen

Ratssitz bewerben. Gerade im ländlichen Bereich

geht es dabei aber oft um die Vertretung

von Ortsteilen, die durch ihre Vertretung im

Kommunalparlament nicht nur die Identität

sichern, sondern auch dafür sorgen, dass die

dörflichen Interessen in den Gesamtgemeinden

nicht vergessen werden.

Gründe dafür, dass viele ein kommunales

Spitzenamt scheuen, sind nach Darstellung

von Innenminister Herrmann der Hass und

die Hetze, die Amtsträgern teilweise entgegenschlagen.

„Es ist unübersehbar spürbar,

dass es zugenommen hat. Es ist Gott sei Dank

noch nicht die Regel, aber es hat unübersehbar

zugenommen.“ Auch der Präsident des

bayerischen Gemeindetags, Uwe Brandl, hat

festgestellt, dass sich die Auseinandersetzungs-

und Diskussionskultur stark verändert

hat: Früher habe man offen diskutiert, heute

müsse man dagegen damit rechnen, eine

Martin Semmler M. A., Chefredakteur

Online-Petition oder einen Shitstorm am

Hals zu haben. So trat der parteilose Bürgermeisters

von Markt Schwaben, Michael Stolze,

im Mai 2024 zurück. Er begründete das mit

vielen Beleidigungen und Anfeindungen in

den sozialen Medien und dem rauen Ton im

Gemeinderat.

Wenn bei der nächsten Wahl auch noch AfD-

Mitglieder in die Gremien einziehen, wird es

wohl noch härter werden, da diese nicht eben

für eine konstruktive Zusammenarbeit bei lokalen

Problemen bekannt sind, sondern eher

dafür, landes- oder bundespolitische Themen

wie Migration sowie Sicherheit & Ordnung in

den Ortsräten zu diskutieren. Dabei brauchen

unsere Kommunen in ihren Gremien Räte, die

sich für die Belange der Gemeinde interessieren,

sich für konstruktive Zusammenarbeit

einsetzen und gemeinsam Lösungen finden.

Darum ist es jetzt an der Zeit, sich innerlich

einen Ruck zu geben und eine Kandidatur zu

wagen.

DO SCHAU HER...

Seit 75 Jahren ist das Thermalbad Füssing nun

schon staatlich anerkannte Heilquelle. Dieses

Jubiläum unterstreicht eine außergewöhnlich

facettenreiche Kunstausstellung, die noch bis

zum 11. Oktober im Großen Kurhaus täglich

von 9 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen ist.

Insgesamt 13 Künstlerinnen und Künstler

zeigen hier rund 50 sehr individuelle Werke

rund um das Thema „Heilwasser, Wasser- und

Thermenwelten“. Neben bekannten regionalen

Künstlern wie Otto Müller, Leopold Schmidt

und Dr. Rudolf J. Sommer sind auch eher weniger

bekannte, aufstrebende und solche vertreten,

die nur eine persönliche Beziehung

zum Kurort haben. Außerdem wird ein wirklich

sehenswertes Mosaik aus 16 kleinen Bildern,

das im Ferienprogramm der Gemeinde unter

Betreuung der ukrainischen Künstlerinnen

Oksana Hlynska und Tetyana Gerasymenko

entstanden ist, gezeigt. Letztere erzählt mit

ihrem Werk „Wellen der Heilung“ in 13 linolschnittartigen

Graphiken Weiß auf Blau den

Aufstieg Bad Füssings von der Erbohrung der

Quelle bis zum beliebtesten Heilbad Europas.

Foto: Semmler


AKTUELL

Editorial: Mehr Verantwortung wagen 3

Doschauher: Beeindruckende Heilwasser-Ausstellung 3

Genossenschaften: Lösung für mehr Lebensqualität 5

Thermen: Erneuerbare Energien für bessere Bilanz 6

Krankenhausreform: Keine Benachteiligung fürs Land 8

Jubiläum: 75 Jahre AWO-Ortsverein in Pocking 24

Zahl des Monats: Männer überschätzen sich im Haushalt 29

INHALT

6

GENIESSEN & ERLEBEN

145. Geburtstag: Robert-Stolz-Revue in Pfarrkirchen 9

Interview: 10 Jahre Event-Shopping in Weberzeile Ried 10

Hochadelige Rezepte: Zuckher Paudexen zum Kompott 12

Frauenpilgertag: Besinnlich unterwegs durchs Innviertel 13

Alltagsflucht: Ideen zum Urlaub für einen Tag 13

Räucherwerk: Fischräucherkurs in Lindbergmühle 18

13

FIT & GESUND

Naturapotheke: Der Alant – Lichtbringer fürs Herz 14

Thermen-Sauna: Gesundheit stärken, Wärme genießen 15

Apotheker: Das hilft, wenn Haare dünner werden 16

Stummfilmabend: Lachen ist die beste Therapie 17

KULTUR & FREIZEIT

Göttler-Lesung: Die Emerenz und andere Dichterinnen 18

Puppentheater: Der kleine Drache Robinson im Schloss 18

Jahresausstellung: BBK-Künstler im Format 30x30x30 18

Konzerttradition: Bläserfreundschaft Bayern-Südtirol 19

TV-Kabarett: Malarina präsentiert neues Programm 20

Leonhardimuseum: Ausstellung, Lesung & Musik 20

Kino: Regisseur stellt selbst neue Bayernkomödie vor 20

Glühwein-Verlosung: Weihnachts-Wunderland im Park 21

21

UNTERWEGS MIT DEGENHART

Neues Buch: Lebenslagen. Kindheit. Kirche. Kamera. 22

Entwicklungshilfe: Der Wasserprophet von der Caritas 23

RAT & TAT

Kindernothilfe: Hinsehen. Handeln. Schützen. 25

Kinderuni: Neues vom Klima-Retter aus dem Wald 26

Umwelt-Tipp: Mit ToxFox-App Gifte sichtbar machen 26

Verkehr: Ist das Auto fit für Herbst und Winter? 27

26

SERVICE

Thermenland Horoskop 28

Wetterprophet, Zahl des Monats 29

Impressum 29

Notrufnummern 30

Apotheken-Notdienst 30

www.thermenland-magazin.de

4


AKTUELL

Bezirkstagspräsident Heinrich wirbt für mehr Genossenschaften am Land

„In lokalen Initiativen liegt großes Potenzial“

Wie stärkt man den ländlichen Raum und macht ihn zukunftsfähig?

Welche Innovationen sind dafür notwendig? Über diese Fragen debattierten

im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in der Bayerischen

Vertretung in Berlin Vertreter aus Landwirtschaft, Landesamt

für Landwirtschaft, die langjährige Chefin der mittelständischen

Käserei Bergader aus Waging am See mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf

Heinrich und der Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und

Forsten sowie Tourismus, Michaela Kaniber.

Ins Heimatdorf investieren

Der niederbayerische Bezirkstagspräsident unterstrich, dass nach seiner

Überzeugung die Aktivierung von privatem Kapital besonders wichtig sei,

um ländliche Kommunen in Zeiten zunehmender Finanznot weiterzuentwickeln.

„Viele Menschen im ländlichen Raum sind mit ihrem Heimatort

verbunden. Wer womöglich schon seit Generationen vor Ort verwurzelt ist,

ist viel eher bereit, selbst einen aktiven Beitrag zu leisten als jemand, der

in einer großstädtischen Agglomeration lebt. In der Kombination von kommunalen

Rahmenbedingungen und privatem Beitrag liegt ein Schlüssel für

die Zukunft unserer ländlichen Gemeinden“, zeigte sich Heinrich überzeugt.

Angebote vor Ort nutzen

Heinrich verwies darauf, dass die Gründung von Genossenschaften sowohl

für die Daseinsvorsorge als auch für die Lebensmittelproduktion und den

Einzelhandel Perspektiven bieten könne. Staatsministerin Michaela Kaniber

ergänzte, es sei mindestens ebenso wichtig, dass die Konsumenten

schon vor der Schließung des örtlichen Bäckers, Metzgers oder Einzelhandelsgeschäfts

diese Betriebe durch ihre eigenen Einkäufe und Umsätze stabilisierten.

„Selbstverständlich kann eine gemeinschaftlich gegründete

Unternehmung nur in überschaubaren Fällen das ersetzen, was Private aufgeben

müssen“, so der Bezirkstagspräsident. „Deswegen muss jeder Verbraucher

wissen: Mit seinem Einkauf trifft er Richtungsentscheidungen für

seinen Heimatort. Wer im Internet bestellt, im Supermarkt einkauft und die

örtlichen Lebensmittelproduzenten links liegen lässt, darf sich nicht wundern,

wenn es irgendwann kein regionales Angebot mehr gibt.“

Ehrenamtlich Initiative ergreifen

Bezirkstagspräsident und Freyunger Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich hat sich in der

Bayerischen Vertretung in Berlin an der Debatte zur Zukunft des ländlichen Raumes

beteiligt: „Im privaten Beitrag liegt ein Schlüssel für die Zukunft unserer ländlichen

Gemeinden.“

Bildquelle: Rentenbank

Olaf Heinrich ist selbst bei Genossenschaften ehrenamtlich aktiv. So initiierte

er als Bürgermeister von Freyung im 2014 durch die Gründung einer

Genossenschaft die Rettung des 1856 dort gegründeten „Lang Bräu“. Seitdem

amtiert er als Vorsitzender des Aufsichtsrats. Die Genossenschaft hat

seit 2014 mehr als 3 Millionen Euro in den innerstädtischen Standort investiert

und schreibt schwarze Zahlen. Der Bierausstoß konnte jährlich gesteigert

werden.

In der Gemeinde Eppenschlag unterstützt Olaf Heinrich die 2021 gegründete

Genossenschaft für regionale Vermarktung eG als Mitglied des Aufsichtsrats.

Sie vermarktet regionale und Bio-Produkte, betreibt eine

Bauernmarkthalle, organisiert einen Genuss- und Bauernmarkt und

betreibt das Gasthaus „Beim Alten Bräu“.

Die Heimat selbst gestalten

In Freyung beteiligte sich Heinrich an der Gründung einer weiteren Genossenschaft,

die das leerstehende Freibad-Umkleidehaus aus den 60er-Jahren

zur öffentliche Sauna-Oase „Sofy“ umgebaut hat. Auch hier fungiert der

Bürgermeister als Aufsichtsratsvorsitzender. Und das nächste genossenschaftliche

Projekt steht bereits in den Startlöchern: Ein leerstehendes

Wirtshaus am Stadtplatz soll zur Genussmanufaktur werden. Rund 70 Bürger

haben laut Olaf Heinrich schon Interesse gezeigt. „In Zeiten, in denen

die Kommunen immer weniger Geld haben, hat dieses Modell wirklich

Zukunft“, sagt Heinrich. „Ich bin überzeugt davon, dass es viele Menschen

gibt, die Lust darauf haben, zu gestalten. Das geht in der Genossenschaft

hervorragend.“

sam

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AKTUELL

Niederbayerische Thermen setzen auf erneuerbare Energien

Meilenstein für Wirtschaftlichkeit und Klima

Die Heil- und Thermalbäder der Niederbayerischen Thermengemeinschaft

– Rottal Terme Bad Birnbach, Europa Therme Bad Füssing, Wohlfühl-Therme

Bad Griesbach und die Limes-Therme Bad Gögging –

treiben ihre Umstellung auf erneuerbare Energien konsequent voran.

Ziel ist es, die Einrichtungen weitgehend unabhängig von fossilen

Brennstoffen zu machen und gleichzeitig die wirtschaftliche Basis der

Thermen zu stärken.

Umfassendes Energiekonzept

Die Thermen setzen dabei auf ein breites Spektrum regenerativer Technologien:

Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung, Wärmerückgewinnung

aus dem Thermalwasser, Grundwasser-Wärmepumpen sowie die

Anbindung der Rottal Terme an das zukünftige Nahwärmenetz von Bad

Birnbach. Zudem prüfen die Verantwortlichen aktuell die Anschlussmöglichkeiten

weiterer Thermen an entstehende Nahwärmenetze in Bad Gögging

und Bad Griesbach. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden

Energiekonzepts, das für jede Einrichtung individuell entwickelt und in

enger Zusammenarbeit mit den Kommunen sowie externen Fachplanern

umgesetzt wird.

Vorreiter & Vorbild bei Umbau

Durch intelligente Planung, moderne Technik und eine konsequente Umsetzung

des Energieumbaus will auch der Bezirk Niederbayern „mehr und

mehr zum Vorreiter und Vorbild im Bereich der öffentlichen Hand werden“,

betonte der Bezirkstagspräsident. Dazu sei auch angedacht, in einzelnen

Projekten Public-Private-Partnerships, also Kooperationen mit Dritten zu

prüfen. So sei beispielsweise denkbar, dass bestimmte Investitionen in Thermalbäder

durch Energiegenossenschaften ermöglicht werden.

Für Heinrich ist die Frage der Energieversorgung langfristig auch zentral

für den Wirtschaftsstandort Niederbayern wichtig. „Vieles sollte man kommunal

steuern und nicht zu viel aus der Hand geben.“ Zumal, so hoben

auch die Coplan-Verantwortlichen hervor, die regionale Wertschöpfung ein

erhebliches wirtschaftliches Potential für Niederbayern biete und gerade

auch Effizienzmaßnahmen und innovative Konzepte für den Energiemix

viele ökonomische Vorteile bringen würden.

Investoren in die eigene Heimat

„Anstatt die Gewinne den großen Investoren und Fonds zu überlassen, sollten

sich Kommunen überlegen, die ein oder andere Maßnahme selbst umzusetzen

– am besten mit Bürgerbeteiligung“, so Olaf Heinrich. Am Geld

würde es nicht scheitern. „Allein die Einlagen bei den Sparkassen und

Volksbanken in Freyung-Grafenau, dem ärmsten Landkreis in Bayern,

betragen über eine Milliarde Euro“, so Heinrich, der selbst Bürgermeister

von Freyung ist. Es gelte, dieses Geld für Projekte in der Region zu mobilisieren

und die Menschen zu Investoren in die eigene Heimat zu machen,

anstatt die Rendite für Öl oder Gas ins Ausland zu transferieren. „Jeder Liter

Heizöl und jeder Kubikmeter Gas, den wir verwenden, erzeugt einen Kapitalabfluss

ins Ausland. Nachwachsende Rohstoffe, Biogas, Wasserkraft,

Wind- und Sonnenenergie, die in der Region genutzt werden, stärken

regionale Wirtschaftskreisläufe. Davon können die Menschen in Niederbayern

direkt finanziell profitieren“, unterstrich der Bezirkstagspräsident.

Weg zur Energieautonomie

Die vier Thermen wurden kürzlich erfolgreich nach dem anerkannten Energiemanagementsystem

nach ISO 500001 zertifiziert, das eine systematische

Erfassung, Bewertung und Optimierung des Energieverbrauchs ermöglicht.

Die niederbayerischen Thermen nutzen das heilkräftige Wasser auch zur Energiegewinnung.

Foto: Frank Heuer, TVO

So lassen sich Einsparpotenziale identifizieren, die Effizienz der Maßnahmen

deutlich steigern und die CO 2 -Emissionen reduzieren. „Die Einführung

des Energiemanagementsystems war ein logischer Schritt auf unserem Weg

zur Energieautonomie. Es unterstützt uns dabei, gezielt zu handeln und

unsere Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen“, erklären Geschäftsführer

Franz Altmannsperger und Matthias Kopf, Bezirksbaumeister und

verantwortlich für die bauliche Umsetzung, einhellig.

Zentrale Zukunftsfrage Energie

Auch Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagspräsident und Vorsitzender der Bäderzweckverbände,

unterstreicht die Bedeutung der Transformation: „Die Energieversorgung

ist eine zentrale Zukunftsfrage. Wir haben aus den Krisen

der letzten Jahre gelernt und setzen nun konsequent auf regenerative Energien.

Damit sichern wir nicht nur die wirtschaftliche Stabilität unserer

Thermen, sondern leisten auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.“

Die energetische Transformation ist nicht nur ein ökologisches Projekt,

sondern auch ein wirtschaftlicher Impuls für die Region. Als bedeutende

Arbeitgeber und touristische Anziehungspunkte profitieren die Thermen

von niedrigeren Energiekosten und einer höheren Versorgungssicherheit,

was ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärkt.

sam

www.thermenland-magazin.de

6



AKTUELL

MdL Meyer im gesundheitspolitischen Austausch mit der AOK Bayern im Rottal

„Reform darf das Land nicht benachteiligen“

Die gesundheitspolitischen Positionen

der AOK-Direktion für das

Rottal waren Gegenstand eines

Austauschs von MdL Stefan Meyer,

Günter Schober, Beauftragter des

Vorstandes bei der AOK Bayern

und Direktor Richard Kirmaier.

Als Mitglied im Landtagsausschuss

für Gesundheit, Pflege und

Prävention ist MdL Stefan Meyer

seit nunmehr gut eineinhalb

Jahren weiter auch zum Landesgesundheitsrat

bestellt und

fungiert in dieser Funktion als

Bindeglied und Schnittstelle zum

Wissenschaftsausschuss, unter

anderem mit den Themen Medizinerausbildung

sowie Zukunft

der Universitätskliniken.

Für Widerspruchslösung

Zum politischen Austausch trafen sich (v. l.) AOK-Direktor Richard Kirmaier, Günter Schober (Beauftragter des

Vorstandes bei der AOK Bayern) und MdL Stefan Meyer.

Foto: Starke/Windpassinger

„Ein ganz präsentes Thema ist hier aktuell die

Organtransplantation und in diesem Zusammenhang

der Umgang mit den Spenderausweisen

– dies ist jedoch in erster Linie eine ethische

Frage, wobei Aufklärung eine große Rolle

spielt“, betont MdL Meyer, der sich hinsichtlich

der Organspende für eine Widerspruchslösung

einsetzt. Auch die Gesundheitsreform beschäftige

die Landespolitik massiv. „Wir brauchen

diese Reform, aber in einer Variante, die den

ländlichen Raum nicht benachteiligt“, so MdL

Meyer.

Gegen Leistungskürzungen

Damit rennt der CSU-Abgeordnete offene Türen

bei den Krankenkassen-Vertretern ein, die sich

für regionales und gemeinschaftliches Agieren

aussprechen. „Für eine gute Versorgung müssen

alle an einen Tisch kommen: Politik, Krankenhäuser,

Ärzteschaft und Krankenkassen“, betont

Günter Schober aus dem bayernweiten AOK-Vorstand.

Er teilt mit, dass Bayerns größte gesetzliche

Krankenversicherung mindestens bis

Jahresende eine Beitragsstabilität garantieren

kann und gegen Leistungskürzungen sei.

„Wir bleiben in der Fläche“

Direktor Richard Kirmaier greift auf, dass Gesundheitsversorgung

regional vor Ort bei den

Menschen passiere. „Wir bekennen uns zur regionalen

Versorgung und bleiben als einzige Kasse

in der Fläche. Wir wünschen uns eine qualitativ

hochwertige Vor-Ort-Versorgung. Dabei sollten

auch regionale Vertragsmöglichkeiten und

Kooperationen mit Gesundheitspartnern eine

größere Rolle spielen. Jede Region tickt anders

und daher wünschen wir uns mehr Handlungsspielraum

im Schulterschluss mit unseren lokalen

Vertragspartnern.“

„Die ePA ist die Zukunft“

Kirmaier geht auf weitere für die Krankenkassen

essenziellen Themen dieser Zeit ein: „Europa

macht es vor, die digitale Patientenakte ist die

Zukunft und wir sind durchaus dankbar, dass die

,ePA’ so konsequent durchgezogen wurde, auch

wenn sich freilich noch Optimierungsnotwendigkeiten

ergeben.“ Natürlich genieße hier der

Datenschutz oberste Priorität, aber die Digitalisierung

sei in diesem Zusammenhang unerlässlich

und eine große Chance hinsichtlich einer

umfassenden medizinischen Versorgung. „Die

Digitalisierung kann in diesem Fall Leben retten“,

ist Kirmaier überzeugt. Im Sinne der Kunden

gelte es, Digitalität und lokale Aufstellung

geschickt zu verknüpfen, bringt er beispielsweise

den MedizinCampus Niederbayern ins

Spiel. „Das ist ein Segen für unsere Region“, lobt

er dabei das Zusammenspiel sämtlicher Akteure.

Diskutiert wurde hier auch über mögliche Aufnahmetests

zu Medizinstudienplätzen und die

Abkehr von der reinen Fokussierung auf den

Numerus Clausus.

Weniger Umsatzsteuer bei Arznei?

Was die AOK-Vertreter massiv beschäftigt: Die

explodierenden Ausgaben im Bereich der Arzneimittel.

„Es ist wichtig, dass wir unsere Versicherten

gut versorgen können, aber die Preisentwicklung

auf diesem Sektor macht uns schon

Sorgen“, betont Günter Schober. Die AOK halte deshalb

auch Arzneimittelrabattverträge für sinnvoll

und spreche sich für den ermäßigten Mehrwertsteuersatz

aus. „Es ist unerklärlich, warum die

Mehrwertsteuer auf Medikamente 19 Prozent

beträgt und die auf Gummibärchen nur 7 Prozent“,

so der Vertreter der AOK-Bayern weiter.

Medikamente selbst produzieren

„Ein Ansatz muss sein, dass wir wieder selbst

produzieren und nicht so viele Arzneimittel

aus dem Ausland beziehen“, ist auch MdL

Meyer überzeugt. Neben der Sicherstellung der

Notfallversorgung, einer höheren Effizienz des

Gesundheitssystems sowie stabile Finanzen für

Gesundheitsleistungen, wurden auch die Themenfelder

Pflege, Rehabilitation und Prävention

diskutiert. „Die große Stärke der AOK ist

die Fokussierung auf Vorsorge und Prävention

und die regionale Verwurzelung mit Geschäftsstellen

auch in ländlichen Gebieten“, dankt

MdL Meyer abschließend für den transparenten

Austausch.

Stefanie Starke

www.thermenland-magazin.de

8


GENIESSEN & ERLEBEN

Theater in Pfarrkirchen erinnert zu seinem 145. Geburtstag an Robert Stolz

Mein Liebeslied muss ein Walzer sein…

Das „Theater in Pfarrkirchen“ ehrt am 10.

Oktober den großen Komponisten und Dirigenten

Robert Stolz im Rahmen einer Geburtstags-Gala

im Hans-Reiffenstuel-Haus in

Pfarrkirchen.

Robert Stolz war ein Mann, dessen Leben und

Schaffen wohl als einmalig zu bezeichnen ist:

50 Bühnenwerke, überwiegend Operetten, hat

er komponiert, die Zahl seiner Lied-Kompositionen

liegt bei ungefähr 2.000, gut zwei

Dutzend hohe Ehrungen, Orden und Ehrenmitgliedschaften

wurden ihm verliehen, und

er erreichte ein Lebensalter von immerhin 95

Jahren.

Oscar-Nominierungen im Exil

Dieses Leben war ein durchaus wechselvolles,

doch bei allen Höhen und Tiefen behielten die

Erfolge eindeutig die Oberhand. Die Musik war

ihm als 12. Kind eines Komponisten und einer

Musiklehrerin schon in die Wiege gelegt. Der

Wirkungsraum des gebürtigen Grazers wurde

zunächst Wien; allerdings flüchtete Stolz bald

nach Berlin, als seine 1924 gegründete „Robert-

Stolz-Bühne“ schon nach zwei Jahren pleite

machte. Dies wurde zum Glücksfall für ihn. Unter

anderem lernte er dort Ralph Benatzky kennen

und schrieb für dessen „Weißes Rössl“ die meisten

der Evergreens in dieser weltberühmten

Operette. Wie viele andere entzog sich Robert

Stolz der Nazi-Diktatur durch Emigration nach

Frankreich, später nach New York und wurde in

den USA sogar zweimal für den „Oscar“ nominiert

(1941 Bester Filmsong „Waltzing in the

Clouds“, 1945 Filmmusik für die Liebeskomödie

„Es geschah morgen“) – aber dem Ruf nach Wien

konnte er sich nach dem Krieg nicht entziehen

und feierte hier einen Triumph nach dem anderen,

als Komponist und Dirigent.

Großneffe als Schirmherr

Am 10. Oktober werden nun auf der Bühne des

Hans-Reiffenstuel-Hauses zahlreiche Werke von

Robert Stolz erklingen. Schirmherr dieses besonderen

Abends ist Hans Stolz, Großneffe und

Nachlassverwalter des berühmten Komponisten,

ein absoluter Experte, was Leben und Werk von

Robert Stolz betrifft. Intendantin Petra Weber-

Schuwerack hat für diesen großen Robert-Stolz-

Abend ein besonderes Ensemble zusammengestellt

und Moderator Franz-Josef Schuwerack

wird Anmerkungen zur bewegten Lebensgeschichte

von Robert Stolz beisteuern – auch

manches Persönliche.

Vorverkauf unter +49-172-483414 oder über E-

Mail passione.musica@t-online.de

sam

jetzt neu

Feierabendticket

September und Oktober I Montag - Samstag

ab 16:30 Uhr I € 15

Mit wechselnden gratis Extras passend zum

Motto, z.B. Sauna, Cocktail u. v. m. – ganz

ohne Aufpreis! *

Montag Pizzaabend

Dienstag Vitalabend

Mittwoch Musikabend

Donnerstag Sommerabend

Freitag Partnerabend

Samstag Cocktailabend

+ gratis

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*nähere Informationen zu den Extras

finden Sie auf unserer Website

Johannesbad Therme Bad Füssing

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9 www.thermenland-magazin.de


GENIESSEN & ERLEBEN

Die Weberzeile Ried feiert 10jähriges Jubiläum – Center-Manager Vormair bekennt im Thermenland-Interview:

„Wir sind der beliebteste Shopping-Treffpunkt für

Die Eröffnung der Weberzeile am 28. August 2015 markiert einen Meilenstein

in der Geschichte der Stadt Ried. Schließlich hatte es bereits

seit über 10 Jahren in der Bürgerschaft eine teils sehr emotionsgeladene

Diskussion um die Errichtung eines Einkaufszentrums in oder bei

Ried gegeben. Lange Zeit war sogar ein Standort auf den Gelände der

Messe Ried im Gespräch. Vor allem die Rieder Kaufmannschaft hatte

erhebliche Bedenken, dass durch solch ein Projekt die Altstadt geschäftlich

veröden würde und schlug sogar eine Überkuppelung der

Altstadt als bestehendes Shopping-Center vor. Am Ende stimmte die

Stadtbevölkerung über Shopping-Center-Konzepte zweier konkurrierender

Projektgesellschaften ab. Im April 2013 war Baubeginn für das

innerstädtische Einkaufsquartier, in das die SES Spar European Shopping

Centers 70 Millionen Euro investieren würde. Das Thermenland

Magazin sprach zum 10jährigen Jubiläum mit Mag. Christoph Vormair,

seit 2019 Center-Manager der Weberzeile Ried, über Tradition, Erfolg

und Zukunft des Shopping Centers.

„Die Weberzeile ist heute die Shopping-Destination

Nummer 1 im Innviertel“

Thermenland Magazin: Herr Vormair, Hand aufs Herz, hat sich die Investition

der Spar-Gruppe in den Standort ausgezahlt?

Vormair: Die Ziele sind zu 100 Prozent aufgegangen und wir sind mit der

Entwicklung der ersten 10 Jahre absolut zufrieden, schließlich ist die Weberzeile

heute die Shopping-Destination Nummer 1 im Innviertel mit zahlreichen

Shops, die exklusiv im Innviertel nur in der Weberzeile mitten in

Ried zu finden sind. Gerade wenn ich mich an die vielen Highlight-Events

in den letzten Jahren erinnere, die wir für unsere Kund:innen veranstaltet

haben – ob Fashion Shows, große Perchtenläufe, unsere Jubiläumsfeste mit

Autoverlosungen oder auch exklusive Show-Abende mit dem Magierpaar

Tommy Ten und Amelie von Tass oder einem Varieté. Wir haben uns im Innviertel

zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt und unsere

Events sind immer eine Reise wert.

Der Name „Weberzeile“ ist eher untypisch

für ein Einkaufszentrum. Woher kommt er

denn?

Vormair: Der Name kommt von den Textilfärbern

und Leinenwebern, die hier bereits

im 18. Jahrhundert lebten und arbeiteten.

Damit wurde der direkte Bezug zur historischen

Handelsstadt Ried und zur Fashion

hergestellt. Der Standort wurde bewusst so

gewählt, da dieser seit Jahrzehnten ein gelebter

Handelsstandort mit dem Modehaus

Kastner & Öhler war und ist. Dieses besondere

Modegeschäft mit zahlreichen Top-Marken

von Marc Cain über Boss, Joop feiert

übrigens heuer sein 40jähriges Standort-Jubiläum

in Ried.

Center-Manager Christoph

Vormair hat mit der

Weberzeile noch einiges vor.

Foto: Eva Trifft

„Durch uns ist Ried ein beliebter urbaner

Einkaufsknotenpunkt mit überregionaler Bedeutung“

Die SES wurde von der Stadt Ried damit beauftragt, mit dem Bau des Einkaufszentrums

auch einen Beitrag zur Belebung und Vernetzung der Innenstadt

zu leisten. Wie beurteilen Sie die Situation heute?

Vormair: Der Standort der Weberzeile wurde ja bewusst ausgewählt, weil er

traditioneller Ort des Handels und der Kaufleute ist. Natürlich ist die Weberzeile

als Shopping Center mit 50 Shops etwas Besonderes. Die Innenstadtlage

ist aktuell ein absoluter Trend und ein wichtiger Grund für den

Erfolg des Centers. Damit ist die Weberzeile ein wichtiger Impulsgeber für

den gesamten Handelsstandort Ried, denn es geht schließlich auch darum,

den Charakter der Stadt Ried zu unterstützen und damit die gesamte Region

zu stärken. Nicht zuletzt verschmilzt die Weberzeile mit der historischen

Stadt durch ihre Architektur, die als städtebaulicher Anker zwischen

Altstadt und Gewerbegebiet dient. Die Weberzeile ist somit einzigartig und

kann nur hier in Ried stehen.

Die Weberzeile ist vom Rottaler Bäderdreieck in etwa gleich weit entfernt

wie die Stadtgalerie in Passau. Hatte man bei der Errichtung der Weberzeile

auch das Grenzland jenseits des Inns im Blick, oder war der Fokus allein

aufs Innviertel gerichtet?

Vormair: Nun, zunächst einmal haben wir mit der Weberzeile sicher einen

wichtigen Impuls gesetzt, um Ried wieder zu einem interessanten Marktplatz

im Innviertel zu machen. Darüber hinaus wurde die Stadt zu einem

beliebten urbanen Einkaufsknotenpunkt mit überregionaler Bedeutung.

Die Straßen von Schärding und Obernberg sind gut ausgebaut, so dass man

sich die Autobahn-Vignette sparen kann und das Parken in unserer Parkgarage

ist für 2 Stunden kostenlos, wenn Sie die Angebote in unseren Restaurants

oder Cafés genießen, sogar 3 Stunden.

„Neben den Shops ist unsere Weberzeile

für eine ausgezeichnete Gastronomie

in entspannten Wohlfühlambiente bekannt“

Welche Angebote können Sie aus Ihren 50 Shops nennen, die Konsumenten

im grenznahen Bayern nicht oder nicht so finden?

Vormair: In unserem Shopping Center befinden sich zahlreiche Shops, die

exklusiv im Innviertel nur bei uns mitten in Ried zu finden sind. Speziell

im Modebereich haben wir mit H&M, Kastner&Öhler, ONLY, Intimissimi und

Calzedonia interessante Angebot für den grenznahen Bereich. Aber auch

viele weitere Marken wie zum Beispiel MediaMarkt, Rituals, Thalia, die Fussl

Modestraße und das Modehaus Mittermayr sind eine Fahrt nach Ried wert.

Beim Publikum sehr beliebt: Die großen Events für die ganze Familie wie hier der

Maskottchen-Empfang zum 10 Geburtstag der Weberzeile. Foto: SkylineMedien

Warum lohnt sich Ihrer Ansicht nach eine Shoppingfahrt aus dem Rottal

zur Weberzeile noch?

www.thermenland-magazin.de

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GENIESSEN & ERLEBEN

Jung und Alt in der ganzen Region“

Vormair: Neben den Shops ist unsere Weberzeile für eine ausgezeichnete

Gastronomie sowie ein entspanntes Shopping Erlebnis mit Wohlfühlambiente

bekannt. Dies zeigt uns auch die Marktforschung, wo unsere

Besucher:innen die besondere Aufenthaltsqualität im Center sehr positiv

beurteilen. Wir bieten ein urbanes Shoppingerlebnis in einem entspannten

Innenstadtflair.

„Jedes Jahr spielen hier über 20.000 Kinder und

werden über 650 Partys gefeiert!“

Für welche Zielgruppen sehen Sie die Angebote der Weberzeile als besonders

attraktiv?

Vormair: Als Shopping Center arbeiten wir tagtäglich daran, dass sich alle

Generationen bei uns wohlfühlen, aber ich bin der Meinung, dass wir speziell

für Familien mit Kindern sowie für die ältere Zielgruppe sehr interessant

sind. Mit unserem Shopping-Mix und der Architektur des Hauses

schaffen wir ein urbanes Shopping-Erlebnis ganz ohne den Großstadtstress.

Sie legen großen Wert auf Familienfreundlichkeit. Welche Services halten

Sie in der Weberzeile besonders für Familien mit Kindern bereit?

Die Themen Natur, Wald und Wildtiere rückt die Weberzeile gemeinsam mit der Jägerschaft

Ried bei einer 2tägigen Veranstaltung am Freitag, 10., und Samstag, 11. Oktober,

in den Mittelpunkt. Dabei wird ein spannendes und abwechslungsreiches

Programm mit interessanten Talks, einer Ausstellung der heimischen Wildtiere, Musikeinlagen

der Jagdhornbläser und einer Kinderecke geboten. Auch der kulinarische

Genuss kommt an beiden Tagen nicht zu kurz, versprechen (v. l. n. r.) Weberzeile-Manager

Christoph Vormair, Bezirksjägermeister Andreas Gasslsberger und sein Stellvertreter

Manfred Schabetsberger.

Foto: Weberzeile

Einmaliges Ambiente: Die Weberzeile bietet einen Indoor-Marktplatz mit Café und

lebenden Bäumen.

Foto: Robert Fritz

Vormair: Von der Anreise und dem Parken auf übergroßen Familienparkplätzen

bis hin zu gratis Shopping Cars und einem gemütlichen Still- und

Wickelraum mit Gratis-Windeln haben wir einen starken Fokus auf Familien

– ein besonderes Highlight ist die über 350 Quadratmeter große Kindererlebniswelt

Planet Lollipop mit Klettergerüst, großer Rutsche, Bällebad

und vielem mehr. Im Jahr spielen hier über 20.000 Kinder und werden über

650 Partys gefeiert!

„Neben einer großen PV-Anlage haben wir

auch Bienen auf dem Dach“

Welche Rolle könnte für Besucher der Weberzeile auch die Stadt Ried als Erlebnisort

spielen?

Vormair: Wie die Weberzeile ist auch die Stadt Ried ein vielseitiger Ort. Von

den abwechslungsreichen Messen, den sportlichen Highlights bis hin zu traditionellen

Events wie dem Rieder Kultursommer oder dem Rieder Pferdemarkt,

die Stadt Ried ist immer eine Reise wert.

So ein Einkaufszentrum ist ein dynamischer Ort. Gibt es schon Vorzeichen

für weitere Entwicklungen im Angebot der Weberzeile?

Vormair: In Sachen Nachhaltigkeit sind wir für die Zukunft schon gut gerüstet:

Mit der 520 Kilowatt-Photovoltaik-Anlage am Dach können wir bereits

etwa 30 Prozent des Strombedarfs selber decken, wir beziehen

Fernwärme über Geothermie, haben ein zertifiziertes Umweltmanagement

und das gesamte Center ist mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet, was

jede Menge Strom spart. Übrigens haben wir auch Bienen auf unserem

Dach! Sie sind uns ein Vorbild, tagtäglich daran zu arbeiten, unser Angebot

der Dienstleistungen und Services für unsere Besucher:innen weiter zu verbessern.

Als regionaler Nahversorger, aber auch als Shopping-Center mit

hoher Modekompetenz ist es uns wichtig, dass unsere Kund:innen alles

unter einem Dach vorfinden.

Martin Semmler

... die Druckerei dahoam.

Drucken Sie regional.

Drucken Sie bei uns!

Jetzt bewerben – job@passavia.de

11 www.thermenland-magazin.de


KULTUR FIT AKTUELL & GESUND & FREIZEIT

Bei einzelnen Rezepten aus dem Kochbuch der Ortenburger Grafen sind Namen angegeben, die auf eine Geberin

schließen lassen, meist Hochadelige aus dem Habsburgischen Herrschaftsbereich, die zum protestantischen

Glauben übergetreten waren. Diese hier (E:V:E) konnte von Elmar Grimbs noch nicht zugeodnet werden. Zur

herbstlichen Jahreszeit passen Rohrnudeln z. B. mit Zwetschgenkompott ganz gut.

Zuckher Paudexen1) von freillen

E : V : E2)

Nembt frischen Butter, Einer Welische(n) Nuß3)

groß Schmalz auch souil, laß bedes in einer

Pfan zugehen, dan gieß darzue Sieße obere

Milch4) ein 5 Eß Leffel vol, die fein Lablet5)

ist und ain Leffel uol, gewaßerte büer

germb6), dißes rier wol durcheinander,

und gieß es in ein Mel, das in einer Erden

Schißl ein wenig warmb worden, schlag

Seite 220 / darzue ain Ay, und 2 Ayr dotter, Salzs

ein wenig, dan Rier den Taig also ab, d(as)

er in d(er) Tückhn7) ohngefehr, wie ein Nockhen-

Taig ist, dan laß in ein guete Stundt, ohn

ein and(er) Rihren8), Zukhern, Vnd laß in bey

einem offen stehen, d(as) er geht, wan

er nun wol gegangen ist, so eul9) in, Vnd

mach kleine Laibl darauß, sträe Mel

auf ein Duech, leg die Laibel darauf, laß

wider wol aufgehen, dan bach sie in einer

dortten Pfan fein gemach, das Blädtl10) schmier

wol mit Butter, das sie sich nit anbachen,

oben auf Schmier auch die Laibl, mit Einem

Zergangenen Butter, folgents leg sie in

ein Zinene Schißl, Leg darauf gieß, obere

sieße Milch11), die fein Zukhert ist, Vnd laß

die laibl also lang siedtn, bis sich die milch

ganz in die Laibl hinein gesotten hat, dan Seite 221/

gieß die Schießel wid(er) mit Milch wie Vor, wol

Zukhert, Vol an, Vnd laß ohngefehr halbes ein

siedten, dan gibs Zu Eßen, man muß Zun

außmachen, die Laibl, nit mit Zu Vil

mel ankhnedten, Es muß der Taig Zuvor

seine Rechte dickhen haben. (…)*)

Anmerkungen:

1) Paudexen = Buchteln, Rohrnudeln, Baudaxl

= Spottnamme für einen kleinen dicken Menschen

(Schmeller I/183, 382)

2) freillen = Fräulein

3) Welische(n) Nuß = Walnuss (welsche Nuss)

4) Sieße obere Milch = Rahm (in Österreich "Obers");

5) Lablet = lauwarm

6) büer germb = Bierhefe

7) Tückhn = in der Dicke;

8) ohn ein and(er) Rihren = ohne weiteres Rühren;

9) so eul in = so beeile dich

10) das Blädtl = den Boden:

*.) (…) = Schreiberzeichen (Viele Rezepte sind mit

unterschiedlichen Schreiberzeichen versehen.)

www.thermenland-magazin.de

12


GENIESSEN & ERLEBEN

Frauenpilgertag der Katholischen Frauenbewegung im Innviertel

Zeit zu leben: Ein Tag von Frauen für Frauen

Foto: Wallfahrtsausschuss Maria Schmolln

Das Innviertel ist eine hügelige Gegend voller

Geschichte, Geschichten und geselligen Menschen

– kulinarische Köstlichkeiten und 1000

Wanderkilometer inklusive. Zum Glück braucht’s

oftmals nur einen Ort zum Durchatmen und

Herunterkommen, zum Sich-umschauen und

Bei-sich-Sein. Eine Landschaft, die nicht fordert,

sondern gibt, und Menschen mit Herz und

Humor. Dazu passt der Frauenpilgertag, den die

Katholische Frauenbewegung am Samstag, 11.

Oktober 2025 mit gleich zwei Pilgerrouten organisiert.

Insgesamt werden dann in ganz Österreich

100 Pilgerinnengruppen an verschiedenen

Orten, auf verschiedenen Wegen, in verschiedene

Richtungen unterwegs sein. Auf dem Weg

laden kurze spirituelle Impulse zum Innehalten

ein. „Zeit zu leben“ beim gemeinsamen Gehen.

Anmeldung für beide Wege unter

www.frauenpilgertag.at/ooe.

„Gemma Schmolln schau’n“

In Maria Schmolln führt die Route 014 von

der Wallfahrtskirche über die alte Schmollner

Straße zum 2. Teil des Landschaftsrahmenweges

„gemma Schmolln schau’n“. Birgit Horlacher,

Sonja Berer und Anita Egger werden die Gruppe

begleiten. Zur kostenlosen Teilnahme sind alle

Frauen herzlich eingeladen.

Streckenlänge 8 km (leicht), Treffpunkt 8.30 Uhr

beim Pilgerbrunnen, Start 9 Uhr (bei jeder Witterung).

Parkmöglichkeit: Öffentlicher Parkplatz,

5241 Maria Schmolln 31 und Sportanlage.

Weitere Informationen unter +43-677-61557770

Pilgern entlang des Inns

Die Pilgerinnenstrecke 015 beginnt in Kirchdorf

am Inn und führt auf einem befestigten Schotterweg

sowie Asphaltstrecken entlang des malerischen

Innufers und durch die idyllischen

Innauen. Der Weg nach Reichersberg bietet nicht

nur herrliche Natur, sondern auch faszinierende

Ausblicke auf Europas größte Lachmöwenkolonie,

ein echtes Highlight der Strecke. Da es sich

um keinen Rundweg handelt, erfolgt die Rückfahrt

bequem per Shuttle. Die Wegbegleiterinnen

Elisabeth Weinberger und Maria Klambauer

freuen sich auf eine schöne Wanderung.

Streckenlänge 9 km (leicht), Treffpunkt Pfarrkirche.

Parkmöglichkeit: Gemeindeamt 4982

Kirchdorf am Inn; Shuttle zurück zum Treffpunkt:

Kosten: 3 Euro.

sam

Andreas Muhlleitner_Innviertel aktiv

Urlaub für einen Tag mit

Auszug aus unserem

Mehrtagesfahrten Programm:

Wolfgangsee

inkl. Schifffahrt

Eingerahmt von Hügeln und Bergen, liegt der

Wolfgangsee wie ein gefasster Schmuckstein

glänzend inmitten der abwechslungsreichen

Landschaft des Salzkammerguts.

Erleben und entdecken Sie die Schönheiten

der einzigartigen Kultur- und Naturlandschaft

bei einer romantischen Schifffahrt.

Termin 26.10.

Inklusive Fahrt im modernen Fernreisebus,

SchifffahrtWolfgangsee

Abfahrt

07:00 Bad Füssing, Betriebshof

Bayerische Innschifffahrt

Historisches Prunkschiff

Lernen Sie das untere Inntal von seiner

schönsten Seite an Bord der Prunkplätte

„Neuhaus“ kennen. Die elektrisch betriebene

Holzplätte gleitet beinahe lautlos durch

das grüne Inntal, vorbei an alten Burgen und

Klöstern, herrschaftlichen Schlössern und

der sagenumwobenen Innhexe.

Termine

jeden Mittwoch und Freitag

Inklusive Fahrt im modernen Fernreisebus,

Innschifffahrt Neuhaus – Wernstein

und zurück

Abfahrt

13:00 Uhr Bad Füssing, Betriebshof

48.-

34.-

49.-

Zillertal

Gerlospass & Krimmler Wasserfälle

Die schönsten Landschaften der österreichischen

Alpen sind heute Ihr Ziel – das Zillertal.

In steiler Bergfahrt erreichen Sie den Gerlospass.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch

der Krimmler Wasserfälle. Die Rückfahrt führt

vorbei am Zeller See in das schöne Zell am

See.

Termin 11.10.

Inklusive Fahrt im modernen Fernreisebus,

Maut Gerlos Alpenstraße

Eichberger Reisen GmbH & Co. KG I Dürnöderweg 1 I 94072 Bad Füssing | Tel. 08531 9 44 90

www.eichberger-reisen.de Gleich online buchen!

Abfahrt

08:00 Bad Füssing, Betriebshof

TERME RADENCI Wellness

23.11. – 30.11. ....................8 Tage HP...ab 777.-

23.11. – 26.11. ......................4 Tage HP...ab 444.-

28.11. – 30.11. .....................3 Tage HP...ab 299.-

ADVENTSINGEN Salzburg

07.12. | 14.12. .............................1 Tag...ab 45.-

PRAG Lichterzauber

13.12. – 14.12. | 20.12. – 21.12.. .2 Tage ÜF...ab 149.-

SÜDTIROL Christkindlmärkte

14.12. – 16.12. ......................3 Tage HP...ab 333.-

WINDISCHGARSTEN Wellness-Weihnacht

22.12. – 26.12. .....................5 Tage VP...ab 888.-

ROGASKA TERME Festtage in Slowenien

23.12. – 27.12. | 30.12. – 03.01. 5 Tage HP...ab 555.-

23.12. – 03.01. ...................12 Tage HP...ab1111.-

PRAG Silvester

30.12. – 01.01. .....................3 Tage ÜF...ab 399.-

13 www.thermenland-magazin.de


Der Alant, auch als Echter Alant

oder Helenenkraut bekannt, ist eine

ausdauernde Pflanze aus der Familie

der Korbblütler. Ursprünglich in

Asien beheimatet, ist die Pflanze

heutzutage in vielen Teilen Europas

verwildert anzutreffen. Auf nährstoffreichen

Böden an Waldrändern,

Böschungen oder in Gärten wächst

er bevorzugt. Im Sommer schmücken

den bis zu zwei Meter hohen

Stängel auffällig goldgelbe Blüten,

die etwas an Sonnenblumen erinnern.

FIT & GESUND

HEILKRÄFTE DER NATUR

Der Alant

Lichtbringer für unser Herz

Alant ist seit der Antike eine geschätzte

Heilpflanze. Besonders die Wurzel enthält

ätherische Öle, Inulin, Bitterstoffe

und Saponine – eine Kombination, die

Alant zu einem wertvollen Mittel bei

Husten, Bronchitis und Verdauungsbeschwerden

macht. Der Wurzelextrakt

wirkt schleimlösend, antibakteriell

und entzündungshemmend. Traditionell

wird Alantwurzel als Tee, Tinktur oder

Sirup verwendet. Auch in der Naturkosmetik

und der Likörherstellung

findet die Pflanze Anwendung. Ihre

Bitterstoffe regen Appetit und Verdauung

an.

Die Wurzel des Alants riecht aromatisch

und hat einen hohen Inulingehalt. Der

Zuckeraustauschstoff Inulin kann die

Blutzuckerwerte normalisieren und bei

der Behandlung von Diabetikern unterstützend

eingesetzt werden. Außerdem

wirkt sie als starkes Räuchermittel,

kann antidepressiv, aufmunternd und

stärkend wirken, schenkt dem Herzen

Wärme, wirkt reinigend und keimtötend.

Dafür die Wurzel im Herbst gut säubern,

klein schneiden und trocknen. Falls man

den Alant ohnehin schon im Garten hat,

kann man den großen Wurzelstock

teilen. Einen Teil davon zum Räuchern

verwenden und die andere Hälfte an

www.thermenland-magazin.de

anderen Stellen im Garten zum Weiterwachsen

wieder einpflanzen.

Bitte immer vorsichtig anwenden, da die

Pflanze bei manchen Menschen allergische

Reaktionen hervorrufen kann.

Diese Anwendungen sind nur Ratschläge

für Therapiemöglichkeiten und sollen

den Besuch eines Arztes bzw. einer Ärztin

oder Heilpraktiker/in nicht ersetzen.

Schwangeren wird von einer Anwendung

abgeraten.

Wenn Sie neugierig auf die Natur

und Ihre Wunder sind, können Sie

sich gerne zu einer Kräuterwanderung

oder einem Workshop bei Holler und Co

anmelden:

14

Handy: 0151/64000020

E-Mail: hollerundco@gmx.de

Instagram:

www.instagram.com/hollerundco/


Sauna erleben – Gesundheit

stärken, Wärme genießen

in den Thermen der Niederbayerischen

Thermengemeinschaft

Wenn sich draußen die Blätter bunt färben, der Wind frischer weht

und die Nächte wieder länger werden, wächst die Sehnsucht nach

Wärme und Geborgenheit. Was gibt es Schöneres, als den Alltag hinter

sich zu lassen und in der Sauna neue Kraft zu tanken? Jeder Aufguss

ist wie eine kleine Reise: die wohltuende Hitze öffnet die Poren,

die anschließende Abkühlung weckt die Lebensgeister. So wird der

Kreislauf und das Herz gestärkt, das Immunsystem trainiert und

Stress fällt ab wie das Laub im Herbst.

Doch Saunieren ist weit mehr als nur Entspannung – es ist ein Erlebnis.

Und in den Thermen der Niederbayerischen Thermengemeinschaft warten

in den kommenden Wochen besondere Abende, die den Saunagang zu

etwas Einzigartigem machen:

FIT & GESUND

SPLASH

& BEATS

EUROPA THERME AFTERGLOW PARTY

● In der Wohlfühl-Therme Bad Griesbach geht am 31. Oktober eine neue

Saunareihe in die nächste Runde: Unter dem Motto „Sauna pur mal

anders“ wird jeden letzten Freitag im Monat bis 22 Uhr Saunakultur

einmal neu interpretiert – mit besonderen Ideen und abwechslungsreicher

Atmosphäre.

● In der Europa Therme verschmelzen am 10. Oktober Wellness und Beats.

Bei der Splash&Beats AFTERGLOW Party sorgt Musik zusammen mit

einer besonderen Textilsauna für ein Saunaerlebnis, das gleichermaßen

entspannt und elektrisiert.

● In der Rottal Terme Bad Birnbach erleben Gäste am 24. Oktober eine

unvergessliche Sauna-Nacht. Bis Mitternacht taucht die Therme in eine

besondere Atmosphäre ein – mit stimmungsvollen Aufgüssen, wohliger

Wärme und viel Zeit zum Durchatmen.

So wird der Herbst zur Einladung: Wärme spüren, loslassen, neue Energie

tanken. Die Saunazeit ist da – und sie könnte schöner nicht beginnen.

EVENTTICKET

15,50 €

(ab 15 Uhr,

Aufpreis Sauna 4,50 €)

KINDER

10,00 €

(ab 3 bis 14 Jahren)

10.10.2025

von 16 bis 22 Uhr - Einlass ab 15 Uhr

EVENTHIGHLIGHTS:

• Coole Drinks & herzhafte Snacks

• Getränkeservice am Becken

• Live-DJ mit den besten Party-Hits:

Schlager, 90er & mehr

• ThermenRUN: Das spaßige

Wasser-Rennen

• und viele weitere Highlights

Noch mehr

Eventdetails

In den Thermen der Niederbayerischen Thermengemeinschaft findet jeder Sauna-

Typ sein Lieblingsplätzchen.

(Foto: Rottal Terme)

Europa Therme Bad Füssing

Kurallee 23

D-94072 Bad Füssing

info@europatherme.de

www.europatherme.de

Telefon: +49 (0) 8531 9447 - 0

15 www.thermenland-magazin.de


FIT & GESUND

Pockings Marienapotheker weiß auch bei sehr persönlichen Gesundheitsfragen Rat

Was hilft wirklich, wenn Haare dünner werden?

Kräftiges, volles Haar steht für Vitalität und

Attraktivität. Umso größer ist der Schreck,

wenn beim Bürsten oder Duschen plötzlich

mehr Haare in der Hand bleiben als gewohnt,

oder wenn sich am Scheitel immer deutlicher

die Kopfhaut zeigt. Haarausfall kann sehr

belastend sein – doch er ist kein Schicksal,

dem man hilflos ausgeliefert ist. Wichtig

ist, die Ursache zu erkennen und passende

Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen.

Warum fallen Haare aus?

Foto: Neocapil.ch

Haarausfall ist keineswegs selten. Ärzte unterscheiden

verschiedene Formen. Am häufigsten

ist der sogenannte erblich bedingte Haarausfall,

die androgenetische Alopezie. Dabei reagieren

die Haarwurzeln empfindlich auf ein Abbauprodukt

des männlichen Hormons Testosteron, das

Dihydrotestosteron (DHT). Das Haar wird mit

jeder Wachstumsphase feiner, bis die Wurzeln

schließlich gar keine Haare mehr produzieren.

Männer trifft es oft früh, bei Frauen zeigt sich die

lichter werdende Frisur meist später – häufig

durch einen immer breiter werdenden Scheitel.

Seelische Belastung als Grund

Eine andere Form ist der diffuse Haarausfall.

Hier dünnt das Haar gleichmäßig am ganzen

Kopf aus. Auslöser können körperliche oder seelische

Belastungen sein, aber auch Infekte,

Schilddrüsenerkrankungen oder ein Mangel an

Nährstoffen wie Eisen oder Zink. Auch bestimmte

Medikamente – etwa Blutgerinnungshemmer

oder Retinoide – stehen auf der Liste

möglicher Ursachen.

Welche Medikamente helfen

Für den erblich bedingten Haarausfall stehen

heute bewährte Wirkstoffe zur Verfügung. Am

bekanntesten ist Minoxidil, das als Lösung oder

Schaum direkt auf die Kopfhaut aufgetragen

wird. Es verlängert die Wachstumsphase der

Haare und kann so den Haarausfall bremsen

und neues Wachstum anregen. Geduld ist allerdings

nötig: Erste Effekte zeigen sich frühestens

nach drei bis sechs Monaten regelmäßiger Anwendung.

Männern steht zusätzlich der Wirkstoff Finasterid

zur Verfügung, ein verschreibungspflichtiges

Medikament in Tablettenform. Es hemmt die Bildung

von DHT und kann so das Fortschreiten des

Haarausfalls stoppen. Für Frauen ist Finasterid

nicht geeignet – insbesondere in Schwangerschaft

und Stillzeit wäre es sogar gefährlich.

Sonderfall: Runder Haarverlust

Daneben gibt es den kreisrunden Haarausfall,

eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem

fälschlicherweise die Haarwurzeln

angreift. Es entstehen plötzlich runde kahle Stellen,

die für Betroffene sehr auffällig sind. Auch

hormonelle Veränderungen – etwa nach einer

Schwangerschaft, während der Stillzeit oder in

den Wechseljahren – können den Haarzyklus

beeinflussen und vorübergehend zu dünnerem

Haar führen.

Bei kreisrundem Haarausfall setzen Hautärzte

manchmal Kortisonpräparate ein, die als Creme

oder in Form kleiner Injektionen verabreicht

werden. Sie sollen die überschießende Immunreaktion

bremsen. In spezialisierten Zentren

werden zudem neue Ansätze wie die Behandlung

mit Blutplasma (PRP) oder sogenannte JAK-

Inhibitoren erprobt. Diese Verfahren gelten

jedoch noch nicht als Standardtherapie.

Alternative Möglichkeiten

Nicht immer ist eine Arzneimitteltherapie die

einzige oder beste Lösung. Manchmal genügt es

schon, die Ursache zu beheben – etwa einen

Nährstoffmangel auszugleichen. Besonders

Eisen, Zink und Biotin sind für gesundes Haarwachstum

wichtig. Wer ausgewogen isst, deckt

seinen Bedarf meist problemlos. Hochdosierte Vitaminpillen

bringen oft keinen zusätzlichen Nutzen,

solange kein Mangel vorhanden ist.

Transplantation von Haaren

Für viele Betroffene mit erblich bedingtem Haarverlust

kann auch eine Haartransplantation

infrage kommen. Dabei werden Haare vom Hinterkopf

in lichte Bereiche verpflanzt. Das Ergebnis

wirkt in der Regel dauerhaft, ist aber mit

Kosten und einem gewissen Aufwand verbunden.

Wenn medizinische Therapien nicht greifen

oder der Haarverlust sehr stark ist, können

Perücken oder Haarteile eine Entlastung sein.

Die Krankenkassen beteiligen sich in manchen

Fällen an den Kosten.

Wenn Kinder betroffen sind

Daneben spielt die tägliche Pflege eine wichtige

Rolle (siehe Kasten). Stressabbau wirkt sich ebenfalls

günstig aus: Entspannungstechniken, Spaziergänge

oder Yoga helfen nicht nur der Seele,

sondern indirekt auch den Haaren.

Auch Kinder können Haarausfall entwickeln,

zum Beispiel nach Infekten, durch Eisenmangel

oder bei Pilzerkrankungen der Kopfhaut. In solchen

Fällen ist ein Besuch beim Kinder- oder

Hautarzt unbedingt notwendig.

Realistische Erwartungen sind wichtig

Egal, welche Behandlung gewählt wird – Betroffene

sollten wissen: Aus einer lichten Frisur wird

nicht wieder die volle Haarpracht der Jugend.

Medikamente können das Fortschreiten oft aufhalten

und in manchen Fällen für etwas Nachwuchs

sorgen, doch Wunder sind selten.

Entscheidend ist, die passende Lösung für die

individuelle Situation zu finden – sei es durch

Medikamente, eine Transplantation, durch Haarteile

oder auch durch die bewusste Entscheidung,

die neue Frisur mit Selbstbewusstsein zu tragen.

Wichtig: rechtzeitig zum Hautarzt

Haarausfall hat viele Gesichter – und ebenso

vielfältig sind die Behandlungsmöglichkeiten.

Wer rechtzeitig den Hautarzt aufsucht, hat die

besten Chancen, die passende Therapie zu finden.

Klar ist: Ganz hilflos ist heute niemand

mehr. Mit Geduld, der richtigen Behandlung und

guter Beratung lässt sich der Verlust oft bremsen

und das Selbstvertrauen wieder stärken.

Tipps für die Haarpflege:

Ihr Marienapotheker Gerald Kunz

• Shampoos sind zur Reinigung von Haaren und Kopfhaut da, nicht

zu viel verwenden und die Haare anschließend gut ausspülen

• Die Haarpflegeprodukte sollten auf Haar und Kopfhaut abgestimmt

sein

• Ab und zu freuen sich die Haare über Spülungen und Kuren, dadurch

wird das Haar besser kämmbar

• Haare nach dem Waschen nicht trockenrubbeln sondern behutsam

"trocken drücken" und gerne einige Minuten im Handtuch belassen

• Nur lauwarm föhnen, den Föhn nicht zu dicht ans Haar halten,

alternativ die Haare an der Luft trocknen lassen

• Haare und Kopfhaut vor UV-Strahlung schützen

Nicht zu häufig Stylingprozeduren wie Bleichen, Glätten oder Dauerwellen

anwenden – das kann die Haare strapazieren und Haare brüchiger

machen. Haarausfall entsteht aber dabei in der Regel nicht.

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16


FIT & GESUND

Stummfilmklassiker mit virtuoser Musikbegleitung

Lachen ist die beste Gesundheitstherapie

Bereits zum 14. Mal lädt die Gesunde

Gemeinde zum Filmabend mit Stummfilm-

Pianist Gerhard Gruber in die Landesmusikschule

Altheim ein. Am Mittwoch,

22. Oktober wird der renommierte Musiker

verschiedene Laurel & Hardy-Kurzfilme am

Klavier begleiten. Sie gelten als absolute

Klassiker des Slapstick-Kintop.

Grubers Ansatz zur Musikbegleitung bei Stummfilmen

zeichnet sich besonders durch seine Improvisation

aus. Er betrachtet diese als

fortwährenden, immer wieder neuen Austausch

mit den Geschehnissen auf der Leinwand, was

dazu führt, dass keine zwei Aufführungen identisch

sind. Er genießt es, sich jedes Mal von den

Filmen neu inspirieren zu lassen und diese Begeisterung

auf das Publikum zu übertragen.

Beginn ist um 19.30 Uhr. Eintrittskarten gibt es

zwar an der Abendkasse, aber wir raten dringend

zu einer Reservierung unter

+43-7723-4225542 oder

annika.mayr-staufer@altheim.ooe.gv.at

Foto: Veranstalter

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KULTUR & FREIZEIT

Lesung auf Schloss Ortenburg mit Hans Göttler

Die Emerenz und andere Dichterinnen

„Küsse für Emerenz und andere niederbairische

Schreiberinnen – Schräge und gerade

Texte aus drei Jahrhunderten“ präsentiert

Hans Göttler am Donnerstag, 30. Oktober,

ab 19 Uhr im Schloss Ortenburg. Der leidenschaftliche

Literaturarchäologe hat sich in

den letzten Jahren vor allem auf den Nachlass

und die Lebensspuren niederbayerischer

Dichterinnen fokussiert. Soeben hat er sein

neues Buch „Küsse für Emerenz. 2025“

herausgebracht, das sich wieder einmal mit

„seiner“ Emerenz Meier beschäftigt.

sondern auch um die Ortenburgerin Katharina

Koch, die in Hauzenberg geborene Maria Mayer

aus Passau und die vom Schloss Schönburg bei

Pocking stammende Mechtilde Lichnowsky,

geborene Gräfin von und zu Arco-Zinneberg.

Für seine Verdienste zum Erhalt der heimischen

Literatur erhielt dafür Göttler bereits 1993 den

Kulturpreis des Landkreises Passau. Seit 2005 ist

er Mitglied der renommierten Schriftstellervereinigung

„Münchner Turmschreiber“.

Das Buch über die Emerenz Meier kann bei der

Veranstaltung (signiert) erworben werden.

Bei der Lesung geht es aber nicht nur um die

inzwischen recht bekannte Bayerwalddichterin,

Eintritt frei – Spenden erbeten!

Foto: Förderkreis Schloss Ortenburg

sam

Puppentheater im Ortenburger Gräfinnenzimmer

Der kleine Drache Robinson

Eine pfiffige und spannende Entdeckungsreise zum eigenen Element zeigt

das Passauer Klappmaul-Puppentheater „Lumumba“ für Kleine und Große

ab 4 Jahren am Dienstag, 4. November, ab 15 Uhr im Schloss Ortenburg.

Drachen hüten Schätze, das weiß jeder. Doch was passiert, wenn ein

Drachenjunges aus der Art schlägt? Zum Kummer des alten Erddrachen

Rachmanulus sträubt sich sein kleiner Drachensohn gegen die alte Familientradition.

Viel zu ungeduldig und neugierig auf die Welt außerhalb der

Höhle ist er! Die Hexe Pomeranzia Puhbacke, die es seit 700 Jahren auf den

Familienschatz abgesehen hat, hat mit ihm leichtes Spiel. Der Schatz ist weg

und die Schande ist groß. Da fasst der kleine Drache Rubinson einen mutigen

Entschluss: Er wagt sich raus aus der Drachenhöhle und hinein in die

große weite Welt, um den Schatz zurück zu erobern!

Info: Alfons Niederhofer, Tel. +49-8542-7678 oder Rosi Berger, +49-176-

45684369 sam

Fischräucherkurs in

Lindbergmühle

Im Fischereilichen Lehr- und Beispielbetrieb Lindbergmühle bei Zwiesel

dreht sich am Samstag, 18. Oktober, wieder alles um die Frage: Wie geht es

weiter nach dem großen Fang? Wie räuchert und entgrätet man die ergatterten

Fische? Über passende Methoden für verschiedene Fischarten informiert

dann ab 9 Uhr der alljährliche Fischräucherkurs der Fachberatung

für Fischerei des Bezirks Niederbayern.

Der Kurs (Beitrag 40 Euro) vermittelt theoretische Grundlagen und praktische

Kenntnisse des Räucherns. Es handelt sich um einen Einsteigerkurs,

der keine Vorkenntnisse voraussetzt. Natürlich können aber auch Fortgeschrittene

vom angebotenen Erfahrungsaustausch mit unseren erfahrenen

Räucherprofis profitieren. Die Teilnehmer bewerten die Qualität der

Ergebnisse anschließend im Rahmen einer Verkostung.

Anmeldung per E-Mail an fff@bezirk-niederbayern.de oder unter

+49-871-97512-750 sam

So werden Saibling und Weißfisch richtig geräuchert: Über 100 Fische sind für den

Räucherkurs in Lindbergmühle vorbereitet.

Foto: Florian Parsche, Bezirk Niederbayern

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18


KULTUR & FREIZEIT

Konzert im Rahmen der Bläserfreundschaft Bayern-Südtirol mit

dem Sinfonischen Blasorchester Bad Griesbach und der Musikkapelle

Terlan am 25. Oktober 2025 in der Stadthalle

Ein außergewöhnliches Vergnügen verspricht auch in diesem Jahr das Konzert im Rahmen der Bläserfreundschaft Bayern-

Südtirol zu werden. Das Sinfonische Blasorchester Bad Griesbach, das musikalische Aushängeschild für konzertante Blasmusik

aus Bayern, und die Musikkapelle Terlan konzertieren gemeinsam unter dem Motto „Bläserfreundschaft Bayern-Südtirol“. Dabei

stehen neben traditionellen Märschen, modernen Werken auch anspruchsvolle Höhepunkte der sinfonischen Blasmusik auf dem

Programm. Die beiden Orchester, bestehend aus über 100 Musikerinnen und Musikern, treten abwechselnd auf und werden von

den jeweiligen Kapellmeistern Meinhard Windisch und Hans Killingseder dirigiert.

der Kurstadt Bad Griesbach und des Landkreises Passau, der dem Orchester

als besonderes Dankeschön 1999 den Kulturpreis verliehen hat.

Foto: Musikkapelle Terlan

Die Musikkapelle Terlan wurde im Jahre 1840 gegründet und hat sich

seitdem zu einem wichtigen Dorfverein und Kulturträger entwickelt. Die

Kapelle begleitet das Dorfleben sowohl bei freudigen wie auch bei traurigen

Anlässen, gestaltet kirchliche und weltliche Feiern musikalisch – auch von

kleinen Formationen wie der Böhmischen, Bläsergruppen oder der Jugendkapelle

vertreten.

Das Vereinsleben beschränkt sich jedoch nicht nur auf Auftritte im Dorf und

der näheren Umgebung, die Kapelle weiß auch im Ausland zu begeistern.

Die Pflege der Blasmusik und der Geselligkeit steht seit jeher im Vordergrund,

außerdem ist die Förderung der Jugend ein großes Anliegen.

Das Musikrepertoire ist in den letzten Jahren um einiges gewachsen, von

traditioneller Blasmusik bis hin zu modernen, teils eigens für die Kapelle

komponierten Werken, sind bei den Konzerten vielseitige Programme zu

hören. Nicht nur die Musik, sondern auch die Mitglieder betreffend hat sich

die Musikkapelle stetig weiterentwickelt und so zählen heute 56 Mitglieder

sowie 26 Jungmusikanten der Jugendkapelle zum Verein.

Als musikalischer Leiter versteht es Meinhard Windisch seit 2019 die Musik

in den Mittelpunkt zu stellen und immer neue musikalische

Herausforderungen zu finden. Als Obfrau steht

Sylvia Verdross seit 2024 an der Spitze der Musikkapelle

Terlan, tatkräftig unterstützt von ihrem Stellvertreter

Dietmar Folie. Sylvia Verdross – Musikkapelle Terlan

In den nunmehr über 50 Jahren ihres Bestehens hat die Stadtkapelle Bad

Griesbach aus kleinen Anfängen heraus eine äußerst beachtenswerte Entwicklung

genommen. Inzwischen gilt sie als musikalisches Aushängeschild

Mit Hans Killingseder als Orchesterchef, Träger der Ehrennadel in Gold und

Diamant des Musikbundes von Ober- und Niederbayern, steht eine Musikerpersönlichkeit

von internationalem Ruf an der Spitze des Orchesters und formierte

dieses zu einem Synonym für anspruchsvolle konzertante Blasmusik.

Zahlreiche nationale wie auch internationale Auszeichnungen zeugen von

der Leistungsfähigkeit der Kapelle und dem ständigen Bestreben, sich der

Konkurrenz im musikalischen Wettstreit zu stellen. Als besonderen Höhepunkt

darf man hier den Gesamtsieg im Juni 2024 beim 25. Internationalen

Blasmusikfestival in Prag nennen. Mit dem Gesamturteil „Gold mit Auszeichnung“

in der Höchststufe erreiche das Orchester die höchste Bewertung aller

Teilnehmer, die aus Europa und sogar aus Thailand angereist waren.

Musikkapelle Terlan / SBO Bad Griesbach

Die Eintrittskarten (17,50 Euro (VVK) / 22 Euro (AK) – Jugendliche bis 16

Jahre (12 Euro)), erhalten Sie am Freitag, 10. Oktober, von 13:30 Uhr bis 15:00

Uhr im Rathaus Pocking (Stadtparkzimmer) sowie ab Montag, 13. Oktober

telefonisch unter 08531 / 709-41 zu den amtsüblichen Öffnungszeiten.

BLÄSERFREUNDSCHAFT

BAYERN - SÜDTIROL

Sinfonisches Blasorchester Bad Griesbach

Musikkapelle Terlan

Leitung SBO Bad Griesbach: Hans Killingseder

Leitung Musikkapelle Terlan: Meinhard Windisch

25. OKT

19:00 UHR

STADTHALLE

POCKING

EINTRITT: VVK 17,50 € / AK 22 €

Tickets erhalten Sie am 10.10.25 von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr

im Rathaus (Stadtparkzimmer) der Stadt Pocking sowie ab

13.10. telefonisch unter 08531 / 709-41 zu den amtsüblichen

Öffnungszeiten. Weitere Infos im Netz: www.pocking.de

Foto: SBO Bad Griesbach

19 www.thermenland-magazin.de


KULTUR & FREIZEIT

Kulturinitiative Mettmach präsentiert:

Trophäen-Frauen vom Balkan

In ihrem zweiten Solo-Programm beschäftigt

sich die aus dem TV bekannte Kabarettistin Malarina

mit dem Phänomen der „Trophäen-

Frauen“ aus dem Osten. „Warum wählen Männer

wie Donald Trump oder Johann Gudenus Frauen

vom Balkan? Und wie wird man selbst zu einer

solchen Frau?“, fragt die geborene Serbin. Malarina

lässt ihre Vergangenheit als Sozialistin hinter

sich und begibt sich auf die Suche nach altem

Geld. Aber, wer ist nun die Trophäe, die Frau oder

das Erbe? Und wer wird beraubt? Die Frauen,

denen ein reicher Mann entgeht, oder die balkanischen

Männer, denen die „Trophäen-Frauen”

gestohlen werden?

Zwischen Kapitalismus und Kommunismus,

zwischen der Europäischen Union und China

ergründet Malarina, die 2023 mit dem Kleinkunstpreis

„Salzburger Stier“ ausgezeichnet

wurde, die Wege der modernen Kolonialisierung.

Malarina gastiert am Samstag, 18.10. ab 19.30

Uhr im Gasthaus Stranzinger, Mettmach.

Infos auf www.KIMM.at

Foto: Christopher Glanzl

sam

Lesung mit Musik zu Dietrich Bonhoeffer

Vom kirchlichen zum politischen Widerstand

„Musik und Wort“ nennt sich die offizielle Abschlussveranstaltung des Aigener

Leonhardimuseums zum Ende der diesjährigen Ausstellungssaison. Ein

gemütlicher Nachmittag, der sicher auch immer wieder zum Nachdenken anregen

wird, soll es werden. Kirchenrat Norbert Stapfer wird Einblick in das

Leben von Dietrich Bonhoeffer, einem Gegner des Nazis-Regimes geben, der

seine Kraft aus dem Glauben schöpfte. „Von guten Mächten wunderbar geborgen“,

den Text zu diesem, heute weitum bekannten Kirchenlied hatte Bonhoeffer

in einem seiner letzten Briefe aus der Gestapo-Haft geschrieben.

Theologe & Antifaschist

Der hervorragende Theologe wuchs in besseren Verhältnissen in Berlin auf,

schrieb in jungen Jahren bereits seine Doktorarbeit und promovierte als

Professor. Früh engagierte er sich auch im kirchlichen Widerstand gegen

den aufkeimenden Nationalsozialismus. Vom Amt für Spionageabwehr

unter Admiral Canaris wurde er mit einem entsprechenden Auftrag ins Ausland

geschickt. Was ihn letztlich auch zum politischen Widerstand gegen

das Regime führte. Kurz vor Kriegsende wurde er im April 1945 hingerichtet.

Zu seinem 80. Todesjahr liest und erzählt Norbert Stapfer von „der Symbolfigur

des christlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus“.

Wer noch mehr erfahren will, ist eingeladen am Sonntag, 26. Oktober, ins

Leonhardimuseum in Aigen am Inn. Ab 16 Uhr (Einlass ab 15 Uhr) wird Norbert

Stapfer mehr über Bonhoeffer erzählen. Der Eintritt ist frei, um Spenden

wird gebeten.

Wolfgang Hofer

Ausstellungen geöffnet: Bei der Gelegenheit kann man sich vor der Winterpause auch

noch die Ausstellung zur Wallfahrt und Geschichte Aigens sowie die aktuelle Kunstausstellung

zum Aigener Maler Hans Waiblinger (Bild: Beduinen mit Kamelen, Aquarell,

1941/42 Libyen) ansehen, der viel mehr war als der bekannte „Gockerl-Maler“.

Foto-Repro: Waiblinger-Stiftung

Zu Gast in der Filmgalerie Bad Füssing

Julius Grimm und seine „Zweigstelle“

Der Regensburger Regisseur Julius Grimm wird

am Montag, 13. Oktober um 19.30 Uhr seine bayerische

Komödie „Zweigstelle“ persönlich in der

Filmgalerie Bad Füssing vorstellen und erwartet

dazu auch noch einige Überraschungsgäste.

In seiner ersten abendfüllenden Kinokomödie

endet der Alpenausflug von drei Freundinnen abrupt

durch einen Unfall – und sie finden sich in

der „Zweigstelle“ wieder, einer kuriosen Jenseits-

Behörde mitten in Bayern. Als die Beamteten der

Zweigstelle feststellen, dass die Clique an nichts

glaubt – weder an Gott noch an ein Leben nach

dem Tod – wird die Sache kompliziert …

„Zweigstelle“ ist das Kinofilmdebüt von Regisseur

Julius Grimm, der mit viel Humor und

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einem scharfen Blick die Bürokratie Deutschlands

aufs Korn nimmt. Mit dabei sind Luise Kinseher,

Rainer Bock, Johanna Bittenbinder, Maxi

Schafroth, Florian Brückner und Rick Kavanian

als Bestatter uva.

Auf dem Filmfest-München hat Grimm mit

„Zweigstelle“ die Publikums-Auszeichnung National

Audience Award erhalten.

Außerdem laufen noch einmalig die Film-Klassiker:

„Ich kämpfe um dich“, Hitchcocks Meister-

Thriller von 1945 mit Ingrid Bergman und

Gregory Peck auf dem Zenit ihrer Karriere und

der surrealistischen Traumsequenz, die Salvador

Dalí für den Film konzipierte. Dienstag, 07.10.,

19:30 Uhr

20

„Manche mögen's heiß“, meisterlich überdrehte

Trans-Komödie von 1959 mit Tony Curtis und

Jack Lemmon sowie Marilyn Monroe in ihrer

wohl legendärsten Rolle. Mittwoch, 08.10., 19.30

Uhr.

sam


KULTUR & FREIZEIT

Bad Füssinger Winterzauber 2025:

Spektakuläres Weihnachts-Wunderland im Kurpark

Bad Füssing verwandelt sich an den beiden letzten

Wochenenden im November wieder in ein

adventliches Wunderland zwischen den Thermen

mit Christkindlmarkt-Romantik, einem

funkelnden Lichtermeer und Lichtkunst-Inszenierungen

der besonderen Art mit stündlicher

Laser-Show und stimmungsvollen Musikarrangements.

Inmitten des Kurwaldes und an der

Konzertmuschel hält der Winterzauber dieses

Jahr sogar an jeweils 4 Tagen Einzug und die

besondere Magie des Ortes in der Adventszeit

macht einen Besuch zu einem einzigartigen und

besonders stimmungsvollen Erlebnis.

Die Besucher erwarten vom 20. bis 23. November

sowie vom 27. bis 30. November ein glitzerndes

Meer aus Lichtern, adventliche Live-Musik und

kulinarische Köstlichkeiten - eine Mischung, die

es so nur vor Weihnachten gibt. Feuertonnen

und Licht-Illumination tauchen das gesamte Veranstaltungsgelände

in ein glanzvolles und weihnachtliches

Lichtermeer.

Kunst, Kulinarik & Live-Musik

Verkaufsstände eröffnen den Winterzauber-

Gästen viele Möglichkeiten, Schmankerl aus der

Region, aber auch traditionelles niederbayerisches

Kunsthandwerk zu entdecken. Besuchende

können auf ihrem Rundgang über 50 verschiedene

Aussteller entdecken, davon rund die Hälfte

traditionelle Handwerksbetriebe. Auch ein kostenloses

Kinderkarussell wird wieder vor Ort

sein. Geplant sind außerdem zahlreiche Live-

Darbietungen an allen 8 Winterzauber-Tagen: Sie

umrahmen das adventliche Treiben musikalisch

und kulturell - von bayerisch bis poppig und von

jazzig bis klassisch.

Feierliche Eröffnung mit Christkind

An den Freitagen und Samstagen öffnet der Bad

Füssinger Winterzauber jeweils von 16 Uhr bis

22 Uhr und an den Sonntagen von 13 Uhr bis 22

Uhr. Feierlich eröffnet wird der Markt am 20. November

durch das Bad Füssinger Christkind. Der

Winterzauber-Markt wird auch am Totensonntag,

23.11., stattfinden, jedoch ohne musikalische

Darbietungen auf der Bühne.

Täglich ab 17 Uhr wird zu jeder vollen Stunde

eine besondere mehrminütige Laser-Lichtershow

den Bad Füssinger

Kurwald durchfluten,

begleitet von

passender Musik.

Winterzauber-Gutscheine

zu gewinnen

„Diese inspirierende

Performance trägt

dazu bei, die Besucher

in eine magische und

träumerische Winterwelt

zu entführen“, ist

Bad Füssings Kur- &

Tourismusmanagerin Daniela Leipelt überzeugt.

„Wir sind uns sicher, dass die ausgesuchte Musik

die visuelle Pracht der Laser- und Licht-Show

perfekt ergänzt und den Besuchern ein unvergessliches

Erlebnis bieten wird."

Das Thermenland Magazin verlost zusammen mit

dem VeranstaltungsService Bad Füssing 4 x 2

Glühwein-Gutscheine unter allen, die bis zum 30.

Oktober eine E-Mail mit ihrer Adresse schreiben

an: Mein-Thermenland-Magazin@gmx.de

Mehr Informationen über den Bad Füssinger

Winterzauber wie einen Programm, Übersichtsund

Parkplatzplan finden Sie im Internet unter

www.winterzauber-badfuessing.de sam

Foto: Kur- & GästeService Bad Füssing

BAD FÜSSING

03.10. Hausmeister Krause – Theater

05.10. Die Schürzenjäger Live

Oktober

2025

Vorschau

Weihnachten in Bad Füssing

20.-23.11. & Bad Füssinger

27.-30.11.

Winterzauber

06.12.

Die Nacht der Tenöre

22.12. Tanzabend mit Nicki

25.12. Festkonzert zu Weihnachten – Bad Füssinger

Kurorchester

26.12. Bad Füssinger Weihnachtsgala mit Reiner

Kirsten, Bergkristall, Romy & STEFAN MROSS

08.10.

11.10.

Pippi Langstrumpf – Kindertheater

Best of Filmmusik – Bad Füssinger

Kurorchester

Karten / Infos unter www.events-badfuessing.de

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KULTUR & FREIZEIT

Unterwegs mit Degenhart

Lebenstage. Kindheit. Kirche. Kamera.

Der Titel des neuen Buches von Helmut Degenhart bringt es bereits auf

den Punkt um was es Inhalt geht. Es sind Erzählungen aus der Kindheit

in der Nachkriegszeit, Berichte über Reisen wie sie heute kaum noch

zu unternehmen sind, weil zu gefährlich und über Begegnungen mit

vielen Menschen der Zeitgeschichte.

In seinen 35 Jahren die er als Journalist bei „unserRadio“ Passau,

bei TRP 1 und nun seit Jahren bei „Niederbayerntv“ tätig ist, hat er

viele Prominente aus Politik und Kirche interviewt von denen er

in seinem Buch erzählt. An seinen Reisen nach Afrika oder Südamerika,

nach Indien oder zu den Erdbebeneinsätzen nach Italien lässt er uns

in dem Buch teilhaben.

Auch von den Begegnungen mit den beiden Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. hat er viele

Geschichten zu erzählen, ebenso wie vom Dalai Lama.

Helmut Degenhart Radio- und Fernsehjournalist, Sozialarbeiter

und Dipl. Lebensberater schreibt gerne und viel:

die täglich anfallenden Texte der Fernsehbeiträge für den

Fernsehsender Niederbayerntv oder die Geschichten für sein

erfolgreich verkauftes Buch „Schön war die Zeit“. Dazu Texte

zu acht erfolgreich aufgeführten Musicals. Das Neunte mit

dem Titel „Wohin das Leben uns treibt“ hat am 11. Oktober in

der Stadthalle in Pocking Premiere. Dazu zwei neue Gedichtbände:

„Melancholie“ und „Wenn der Himmel offensteht“.

In Lebenstage erinnert er sich an schöne Momente seines

beruflichen Schaffens und an Begegnungen mit besonderen

Menschen.

Fotos: Degenhart

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22


Der Wasserprophet

Das Überleben von Menschen und Tieren in der afrikanischen Sahelzone hängt vom Wasser ab. In den

Dörfern weitab der großen Städte und Zentren, in den kleinen Dörfern auf dem Land, gibt es meist nur einen

einzigen Ziehbrunnen für die Bewohner. Nicht selten sind die 200 bis 300 Bewohner eines Dorfes auf so

einen einfachen Ziehbrunnen angewiesen. So auch im Norden der Republik Senegal. Leider trocknen diese

Brunnen aus verschiedenen Gründen immer wieder aus.

Von Staat und Kirche wird der Bau von neuen Brunnen unterstützt. Auch private Spender tragen dazu bei,

dass neue Brunnen gebaut werden können. Die Grabung für einen Brunnen ist einem Team von drei Männern

vorbehalten, das sich auf den Ausbau neuer Brunnen spezialisiert hat. Diese Fachleute werden von den

Dorfältesten angefordert, bekommen Unterkunft und Verpflegung, und eine entsprechend ausgehandelte

Geldsumme für ihre Tätigkeit. Das Grabungsteam, das von Ort zu Ort zieht und die Grabungen, 20 Meter und

tiefer, von Hand ausführt, lebt nicht ungefährlich. Immer wieder kommt es zu Unfällen. Vor wenigen Jahren

verunglückte einer dieser Männer, was den Brunnenbau zum Erliegen brachte.

Eine entscheidende Rolle über den Standort des neuen Brunnens spielte länderübergreifend in der Sahelregion

Frere Matthias. Ein Franziskanerpater, der damals um die Jahrtausendwende eine in der Sahelregion

bekannte und wichtige Person war, wenn es um den Brunnenbau ging. Frere Matthias war ein Wünschelrutengänger,

der immer dann geholt wurde, wenn in einem Dorf ein neuer Brunnen gegraben werden sollte.

Die Bewohner erhofften sich von ihm einen Hinweis über den Verlauf der unterirdischen Wasseradern und

Wasservorräte.

Das ganze Dorf wartete geduldig bis Frere Matthias nach mehreren Tagen eintraf. Der machte sich gleich

nach seiner Ankunft einen Plan des Dorfes und ging es mit seiner Wünschelrute von einem bis zum anderen

Ende ab. Dann versammelte er die Dorfältesten, um ihnen den Platz für den Brunnen zu erläutern.

Feierlich zogen dann die Honoratioren an den von Frere Matthias ausgesuchten Platz, den dieser mit einem

Kreis gekennzeichnet hatte. Hier sollte man, seinen Erkenntnissen nach, den neuen Brunnen graben.

Der Pater legte einen

Stein auf den Boden

und setzte damit

symbolisch den

Grundstein für den

Brunnen. Seine Festlegung

des Platzes

verhinderte, dass es

Streit gab um die

Lage des Brunnens.

Wer im Dorf ist

näher daran, wer hat

weitere Wege zu

gehen um Wasser zu

holen. Diesen Streit

darüber ersparte sich

das Dorf, denn

schließlich hat für

sie ein unabhängiger

Fachmann den Platz

festgelegt.

Eine gute und

kluge Möglichkeit

den Dorffrieden

zu bewahren.

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KULTUR & FREIZEIT

v.l. Co-Landesvorsitzende Nicole Schley, Bezirksvositzender Bernhard Feuerecker,

Kreisvorsitzender Christian Plach, Ortsvorsitzende Eveline Kretschmer, Siegi Depold

75 Jahre Solidarität, Herz und Engagement zeigt der AWO-Ortsverein Pocking für die Bevölkerung von Pocking. Die Co-Landesvorsitzende

Nicole Schley, die als Festrednerin gerne zu diesem Festakt kam, sowie der Bezirksvorsitzende (Niederbayern/Oberpfalz)

Bernhard Feuerecker, würdigten die Arbeit und das beispielhafte Engagement des Ortsvereins.

Die Ortsvorsitzende Eveline Kretschmer, die 2024 den Ortsvorsitz übernommen hatte, begrüßte die Ehrengäste, Co-Landesvorsitzende

Nicole Schley, Bezirksvositzender Bernhard Feuerecker, Kreisrätin und stellvertretende Landrätin, Bgm. Franz Krah,

2. Bgm. Barbara Weiss, Kreisvorsitzender Christian Plach und zahlreiche Stadträte. AWO-Urgestein Siegi Depold, der 18 Jahre Vorsitzender

des AWO-Ortsvereins war, gab einen historischen Rückblick auf die AWO-Vereinsgründung im Gasthof Freudenstein.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das “Saxophon-Trio” der Passauer Kreismusikschule unter Regie von deren Bezirksvorsitzenden

Arno Eiboszyc.

Fotos: F.X. Miedl

Eveline Kretschmer

Christian Plach Franz Krah Gerlinde Kaupa Siegi Depold

Nicole Schley Saxophon-Trio Bernhard Feuerecker

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24


KULTUR & FREIZEIT

Passauer Mutter-Kind-Hilfswerk appelliert: Kindeswohlgefährdung geht uns alle an!

„Hinsehen. Handeln. Schützen.“

Gegenteil ist der Fall: Wer schweigt, obwohl er

etwas sieht, wird Teil des Problems.

Was tun bei einem Verdacht?

Der Mutter-Kind-Hilfswerk e.V. appelliert: Hinschauen,

dann handeln. Wenn ein Kind z. B. ungepflegt

wirkt, regelmäßig krank erscheint,

Angst vor bestimmten Personen zeigt oder auffällige

Verhaltensweisen entwickelt – dann sind

dies möglicherweise Warnzeichen. Auch ständige

Demütigungen, Isolation oder extreme Kontrolle

durch Bezugspersonen können Anzeichen

psychischer Misshandlung sein.

Kinder sind unsere Zukunft. Sie zu schützen,

ist nicht nur eine gesetzliche, sondern vor

allem eine menschliche Pflicht. Dennoch erleben

wir in unserer Gesellschaft immer wieder,

dass Kinder mit ihren Sorgen und

Ängsten übersehen werden – sei es aus Scham,

Unsicherheit oder weil viele glauben: „Das

geht mich nichts an." Der Mutter-Kind-Hilfswerk

e.V. ruft dazu auf, dieser Gleichgültigkeit

entgegenzutreten und Verantwortung zu

übernehmen – für die eigenen Kinder wie

auch für fremde.

Kinder brauchen Aufmerksamkeit

Kindeswohlgefährdung ist kein Randphänomen

– sie geschieht täglich, oft unbemerkt und mitten

unter uns. Es kann sich um Vernachlässigung,

körperliche oder psychische Misshandlung,

sexuelle Gewalt oder gefährliche digitale Ausbeutung,

wie etwa durch die unreflektierte

Veröffentlichung von Kinderbildern im Netz

handeln. Allen Formen ist eines gemeinsam: Sie

hinterlassen Spuren, oft lebenslang. Die Realität

ist ernüchternd: Viele Erwachsene möchten sich

nicht einmischen. Sie fühlen sich überfordert,

unsicher oder haben Angst etwas falsch zu machen.

Doch Wegsehen schützt kein Kind.

„Wir sollten das Schweigen brechen“

Es gibt eine tief verwurzelte Hemmschwelle in

der Bevölkerung, wenn es darum geht, bei Kindeswohlgefährdung

aktiv zu werden. Viele Menschen

denken: „Wenn ich nichts mache, trage

ich auch keine Verantwortung.“ Doch genau das

Bei Verdacht sollte man:

1. Beobachtungen dokumentieren – neutral und

sachlich.

2. Vertrauensvolle Gespräche mit Fachpersonen

suchen, z. B. mit einer „insoweit erfahrenen

Fachkraft“ (ISEF) vom Jugendamt, Kinderschutzbund,

pro familia, der Caritas etc.

3. Nicht zögern, das Jugendamt zu informieren –

auch anonym ist dies möglich.

4. Sich selbst beraten lassen, z. B. bei Beratungsstellen

oder Hilfetelefonen wie Nummer gegen

Kummer: (D) 0800 111 0 550 / (A) 147 (auch für

Großeltern, Nachbarn, Freunde – kostenfrei &

anonym) oder online bei bke-Elternberatung:

www.bke-elternberatung.de

Kindeswohl ist Gemeinschaftsaufgabe

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Donnerstag Ruhetag

Kinderschutz ist kein Denunziantentum, sondern

Zivilcourage. Es geht nicht um Schuldzuweisungen

– sondern um Hilfe für ein Kind in

Not. Das Grundgesetz verpflichtet den Staat zum

Schutz von Kindern – doch dieser Auftrag endet

nicht bei den Behörden. Schulen, Kitas, Ärztinnen

und Ärzten, Nachbarn, Verwandten, Bekannten

– alle tragen Mitverantwortung. Wer als

Gesellschaft Kinder stärken will, sollte sie zuerst

sehen – und darf bei Gefährdung nicht wegschauen.

Kinderschutz braucht Mut

Jeder Schritt zählt. Jeder Hinweis kann ein Kind

schützen. Niemand muss allein handeln – aber

niemand darf untätig bleiben. Wer das Wohl

eines Kindes bedroht sieht, darf nicht wegsehen.

Denn das wichtigste Signal an ein Kind in Not

lautet:

„Ich sehe dich. Du bist nicht allein.“

Benedikt Leicht

Illustration: Katholische Jugendagentur Bonn

25 www.thermenland-magazin.de


RAT & TAT

Kinderuni am European Campus Rottal-Inn

Der Klima-Retter aus dem Wald

Der European Campus Rottal-Inn lädt im Oktober wieder interessierte

Kinder von 8 bis 12 Jahren zur Kinderuni in die Max-Breiherr-Straße

32 in Pfarrkirchen ein. Am Freitag, 17. Oktober, geht’s ab 17 Uhr mit

Alexander Schulze vom C.A.R.M.E.N. e.V. um das Holz aus dem Wald:

„Wir brauchen Holz zum Bauen, z. B. auf dem Spielplatz oder für den Tisch

im Klassenzimmer. Holz kann Häuser dämmen oder in Papier einfließen.

Das kennen wir. Doch was hat Holz mit Zahnpasta und Kaugummi zu tun?

Komm und finde es heraus“, lädt die Kinder-Uni am European Campus ein.

Das wird spannend, denn der Wald kann noch viel mehr: Er macht unsere

Luft sauber und bildet den für uns zum Leben so wichtigen Sauerstoff. Wie

sieht der Wald der Zukunft aus? Was müssen Försterinnen und Förster

bedenken, wenn sie unseren Wald für die Zukunft rüsten wollen? Welche

Baumarten sollten dort wachsen, welche vielleicht nicht? „All dies besprechen

wir mit dir in unserer Kinderuni über Holz und Wald“, verspricht

Alexander Schulze.

Foto: TH Deggendorf

Die Kinderuni am ECRI ist ohne Anmeldung und kostenlos. Infos gibt es

unter +49-991-3615-8863, kinderuni@th-deg.de

sam

Ökotipp: Wie man in Kosmetik auf Umweltschadstoffe verzichten kann

Von der Haut in Fluss und Trinkwasser

Ob Mikroplastik oder andere sehr langlebige

Chemikalien: In Kosmetik sind Umweltschadstoffe

weit verbreitet. Bei der Zulassung von

kosmetischen Inhaltsstoffen spielen Umweltauswirkungen

keine Rolle. Luise Körner, Chemie-Expertin

beim Bund für Umwelt und

Naturschutz Deutschland (BUND), erklärt,

wie Sie umweltschädigende Inhaltsstoffe

beim Kauf von Kosmetik ausfindig machen

und vermeiden können.

Kosmetikstoffe im Trinkwasser

Viele beständige („persistente“), mobile und

giftige („toxische“) Stoffe, die unser Trinkwasser

gefährden, kommen auch in Kosmetik vor.

Dazu gehören etwa der UV-Filter Benzophenone-4

in Sonnencreme und der blaue Farbstoff

CI 42051 als Farbgeber in Schaumbädern, Zahnpasta

und Co. „Wenn Sie unser Trinkwasser

schützen wollen, schauen Sie sich beim Kauf

Ihrer Kosmetika die Inhaltsstoffe genau an oder

nutzen Sie unsere ToxFox-App“, erklärt Luise

Körner.

Wasserlösliche Chemikalien

Chemikalien der Kategorie „persistent, mobil,

toxisch (PMT)“ oder „sehr persistent und sehr

mobil (vPvM)“ landen besonders leicht in Gewässern.

Denn es sind Schadstoffe, die sehr gut in

Wasser löslich sind und sich schlecht in der Umwelt

abbauen. Einmal in der Umwelt ist es somit

sehr wahrscheinlich, dass diese Chemikalien ins

Grund- oder Oberflächenwasser gelangen, auch

wenn sie etwa zunächst den Boden verschmutzt

haben. In Kläranlagen werden sie nicht oder nur

kaum zurückgehalten.

App erkennt Umweltgifte

Die gute Nachricht: Zertifizierte Naturkosmetik

setzt auf pflanzliche Inhaltsstoffe, die in der

Regel gut abbaubar sind. Da diese Inhaltsstoffe

aus der Umwelt kommen, gibt es Mikroorganismen

wie Pilze und Bakterien, die diese abbauen

können.

Und auch die kostenlose ToxFox-App des BUND

hilft hier weiter: Neben Mikroplastik, Nano-Stoffen,

PFAS und hormonellen Schadstoffen spürt

der ToxFox nun auch die vom Umweltbundesamt

als trinkwassergefährdend eingestuften Schadstoffe

(PMT und vPvM) auf. Einfach den Barcode

von Kosmetik scannen und direkt das Ergebnis

bekommen: Die ToxFox-App gibt es für Android,

iOS und auch ohne App Store kostenlos unter

„ToxFox – der Produktcheck“ beziehen.

Kosmetik selber machen

Sie möchten die Inhaltsstoffe Ihrer Kosmetik

selbst bestimmen? Dann können Sie diese auch

selber machen. Oft ist dafür gar nicht viel nötig.

Deo können Sie zum Beispiel ganz einfach selbst

herstellen:

Für ein Trocken-Deo benötigen Sie Natron aus

dem Supermarkt. Optional können Sie das Pulver

mit 5 Tropfen ätherischem Öl parfümieren.

Geben Sie das Pulver in einen Tiegel. Zum Auftragen

einfach mit zwei feuchten Fingern etwas

Pulver aufnehmen und unter den Achseln verteilen.

Das Natron neutralisiert Gerüche – so

haben Sie ein Deo ganz ohne überflüssige Farbund

Duftstoffe.

BUND/sam

Eine Anleitung zur ToxFox-App vom BUND gibt

es unter https://tinyurl.com/TLM-ToxFox-App-Flyer

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26


RAT & TAT RAT & TAT

GTÜ rät zu rechtzeitiger Vorbereitung für Herbst und Winter

Auto fit machen und sicherer unterwegs sein

Sinkende Temperaturen sind ein klares Zeichen: Herbst

und Winter kommen näher. Die Gesellschaft für

Technische Überwachung mbH (GTÜ) empfiehlt allen

Autofahrern, ihr Fahrzeug rechtzeitig auf die kalte Jahreszeit

vorzubereiten. Denn wer jetzt vorsorgt, reduziert

Pannenrisiken und sorgt zudem für mehr Sicherheit im

Straßenverkehr.

Licht und Batterie prüfen

Kurze Tage und schlechte Sichtverhältnisse erfordern eine einwandfreie

Beleuchtung. Die GTÜ rät, sämtliche Leuchten und Scheinwerfer zu kontrollieren

und bei Bedarf einstellen zu lassen. Viele Werkstätten bieten dazu im

Oktober den kostenlosen Lichttest an. Ebenso wichtig: die Starterbatterie.

Schwache Akkus geben bei Kälte oft als Erste auf. Ein Batteriecheck beugt

Startproblemen vor.

Frostschutz und Scheiben

Kühlflüssigkeit und Scheibenwaschanlage sollten über ausreichenden

Frostschutz verfügen – mindestens bis minus 25 Grad Celsius. Für klare

Sicht sorgen zudem frische Wischerblätter. Ein erneuerter Innenraumfilter

(Pollen- oder Aktivkohlefilter) verbessert die Luftzirkulation im Innenraum

und reduziert das Risiko beschlagener Scheiben.

Gefährlicher Herbst: Nebelfeuchte und Blätter bilden einen sehr rutschigen Straßenbelag.

Vorsicht in Kurven und beim Abbremsen!

Foto: GTÜ

Reifen rechtzeitig wechseln

Sobald die Temperaturen dauerhaft unter sieben Grad Celsius sinken oder

wenn mit winterlichen Straßenverhältnissen zu rechnen ist, gehören

Winter- oder Ganzjahresreifen mit dem Alpine-Symbol ans Auto. Die GTÜ

empfiehlt mindestens vier Millimeter Restprofil. Auch der Reifendruck

sollte regelmäßig überprüft werden, da er bei Kälte sinkt.

Karosserie und Dichtungen

Türdichtungen lassen sich mit speziellen Gummipflegemitteln vor dem

Festfrieren bewahren. Zudem ist es sinnvoll, das Auto vor dem Winter mit

einer Wachsschicht zu schützen und bei Salzfahrten regelmäßig die Waschanlage

zu nutzen. Gegen zugefrorene Schlösser einen Enteiser kaufen – und

diesen außerhalb des Autos griffbereit haben.

Mit angepasster Energie fahren

Dieselfahrer sollten ab Mitte November auf Winterdiesel achten, der bis

minus 20 Grad Celsius kältefest ist. Die Tankstellen haben ihn dann meist

standardmäßig in den Reservoirs.

Um Reichweite zu sichern, profitieren Besitzer von Elektrofahrzeugen

vom Vorkonditionieren der Batterie am Ladekabel und sollten ebenfalls auf

korrekten Reifendruck achten.

Praktische Helfer bereit halten

Unverzichtbar im Winter sind Eiskratzer, Schneebesen, Enteiserspray für

die Scheiben, Handschuhe, Decke, Taschenlampe sowie Starthilfekabel. Stets

vorgeschrieben sind Warnweste und Verbandkasten nach aktueller Norm.

Hilfreich sein können eine kleine Schaufel oder etwas Streusplitt.

Wer sein Auto rechtzeitig auf den Winter vorbereitet, spart Ärger, Kosten

und erhöht die Sicherheit für sich und andere Verkehrsteilnehmer. Zudem

empfiehlt die GTÜ, spätestens im Oktober einen gründlichen Herbst-Check

durchzuführen – selbst oder in der Fachwerkstatt.

GTÜ

27 www.thermenland-magazin.de


SERVICE

Thermenland-Horoskop für den Spätsommer

NUR IM THERMENLAND-MAGAZIN · EXKLUSIV VON SIEGI LILITH

Widder

Liebe: Ihnen geht es richtig gut, wenn die Beziehung

Spiel, Spaß & Spannung beinhaltet. Wird es

zu langweilig, werden Sie unleidig und machen es

den anderen nicht gerade leicht, mit Ihnen zurecht

zu kommen. Vielleicht sollten Sie sich mitteilen,

dann wäre allen geholfen.

Körper: Ein nicht ausgeheiltes Nervenleiden oder

eine falsch behandelte Erkrankung des Bewegungsapparates

verlangt nach einer Langzeittherapie

mit außergewöhnlichen alternativen

Heilmethoden. Diese versprechen den besten Erfolg

für Ihre Gesundheit.

Beruf: Damit hätten Sie doch rechnen müssen,

dass es schwierig wird, das Pensum zu erreichen,

wenn man alles jeden Tag erneut auf den nächsten

verschiebt. Von den Kollegen brauchen Sie keine

Hilfe zu erwarten, da Sie dieses Spielchen schon

zu oft gespielt haben.

Stier (21.4.-20.5.)

Liebe: Sie zaudern immer oder warten zu lange

darauf, dass der/die andere aktiv wird. Ändern Sie

das, sonst läuft Ihnen noch die Liebe Ihres Lebens

davon. Sie sind genial, wenn andere von Ihnen Hilfe

in kniffligen Situationen brauchen. Hören Sie auch

mal auf Ihre eigenen Ratschläge.

Körper: Sind Sie echt so knausrig, dass Sie die

Untersuchungskosten scheuen oder glauben Sie

wirklich, dass Sie über allem stehen, was man

Krankheit nennt? Vorsorgeuntersuchungen sind

kostenlos. Sie sparen also am falschen Ende und

tun sich damit keinen Gefallen!

Beruf: Sie stehen mit Ihren Ideen ziemlich alleine

da. Sie sind überzeugt vom Erfolg, doch ohne den

Beistand Ihres Vorgesetzten ist es nicht umsetzbar.

Warum verschwenden Sie hier noch Energie?

Sprechen Sie mit der Bank und denken über eine

Selbstständigkeit nach.

Zwillinge (21.5.-21.6.)

Liebe: Jede Aussage des Partners, der Freunde

und Bekannten wird geprüft. Dabei hören Sie oft

Dinge heraus, die gar nicht real sein können. Deshalb

Sie gehen auf Tauchstation oder beenden

schon mal eine länger währende Freundschaft?

Das könnte Ihnen noch leid tun.

Körper: Ihre harmonische Art öffnet Sie für die

positive Wirkung von Entspannungsbädern, Wohlfühlmassagen

und Kuren. Machen Sie es sich mit

einer Tasse Tee bequem und legen Sie die Beine

hoch – dann kann Sie nichts mehr aus der Ruhe

bringen.

Beruf: Sie müssen lernen, Nein zu sagen, oder

versuchen, die Lösung der Probleme der Kollegen

auf die Pausen oder in die Freizeit zu verschieben.

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Arbeit, sonst gibt's

eine Abmahnung.

Krebs (22.6.-22.7.)

Liebe: Die innere Unruhe, die Sie vom Beruf mit

nach Hause bringen, verunsichert Ihren Partner.

Vermengen Sie sie nicht mit Problemen im häuslichen

Bereich. Es wird zu einer sehr klaren Aussprache

kommen, die, wenn sie diplomatisch

geführt wird, mit einer feurigen Versöhnung endet.

Körper: Das Beste für den Krebs, um die innere

Ruhe wieder zu finden, sind Spaziergänge. Durch

den Wald, barfuß über eine Wiese, gut eingepackt

durch den Regen mit anschließendem Aromabad.

Das verspricht Entspannung für den ganzen Tag

und macht den Kopf frei.

Beruf: Sie haben jetzt lange genug zugesehen,

wie die anderen Mist bauen und so ein wichtiges

Projekt in Gefahr bringen. Lassen Sie sich nicht

mehr dreinreden und übernehmen Sie die Führung.

Das wirkt sich auf Ihr Selbstwertgefühl und Ihren

Geldbeutel sehr positiv aus.

Löwe (23.7.-23.8.)

Liebe: Seien Sie nicht so wählerisch bei der Wahl

desPartners.SieübersehendiepositivenSeitender

Person, die schon da ist und gerne das Leben mit

Ihnen teilen möchte. Sie setzen sehr viel aufs Spiel,

wenn Sie einfach so nach etwas Besserem suchen.

Körper: Immer für Extravagantes aufgeschlossen

könnten Sie Ihre Muskeln mal mit Pilates, Tae Bo

oder Taekwondo trainieren. Da hier verschiedene

Übungen miteinander kombiniert werden, wird es

nicht langweilig und Sie tun Ihrem Körper wirklich

etwas Gutes.

Beruf: Alles braucht seine Zeit. Träumen Sie nicht

schon vom Erfolg und feiern ihn, wenn der Weg,

der dorthin führen soll, noch nicht mal geplant ist.

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Idee und üben Sie

sich in Geduld. Sie werden immer eine Hilfe an

Ihrer Seite finden.

Jungfrau (24.8.-23.9.)

Liebe: Wissen Ihre Freunde und Bekannten, dass

Sie wieder frei und reif für eine Beziehung sind?

Kommen Sie raus aus Ihrem Schneckenhaus. Sonst

werden Sie keine Möglichkeit haben, den trüben

Herbst und kalten Winter zu zweit unter der Bettdecke

zu genießen.

Körper: Nützen Sie die letzten warmen Tage dieses

Jahres dafür, sich bei Spaziergängen, beim

Schwimmen in den Thermen oder vielleicht einem

Besuch im Solarium ein Gefühl von Sommer und

Wärme zu bewahren. So kommt auch die Lust nach

leichtem Sport.

Beruf: Sie haben das Gefühl, dass alles wunderbar

funktioniert, solange sich niemand einmischt. Entsprechend

abweisend verhalten Sie sich zu Ihren

Kollegen. Sie müssen lernen, dass Sie mit- und

nicht gegeneinander arbeiten müssen. Sonst bleibt

nur die Selbstständigkeit.

Waage (24.9.-23.10.)

Liebe: Sie wissen genau, wie Sie es angehen

müssen, um herauszufinden wie weit Sie bei Ihrem

Partner gehen können, ohne ihn vor den Kopf zu

stoßen. Bevor Sie sich aber verführen lassen, muss

sich der Partner schon viel einfallen lassen und

auch sehr anstrengen.

Körper: Um die gewünschte Traumfigur zu erhalten,

reicht es nicht, wenn Sie alle 2 Wochen mal

im Fitnessstudio vorbeischauen. Schließen Sie ein

Abo ab und halten Sie sich an die Empfehlungen

der Trainer. Im Spiegel wird die positive Entwicklung

des Trainings sichtbar.

Beruf: Mit Ihrer positiven Ausstrahlung haben Sie

bis Mitte des Monats alle wichtigen Verträge zu

einem guten Abschluss gebracht. Keine Zeit, nachzulassen

und sich auf den Lorbeeren auszuruhen.

Nutzen Sie den restlichen Monat für einen Blick auf

die künftigen Aktionen.

Skorpion (24.10.-22.11.)

Liebe: Morgens nur ein Tipp, wie Sie sich den

Abend vorstellen, ohne ins Detail zu gehen. Die

Vorfreude regt die Phantasie an und es kann nur

eine unvergessliche Nacht werden. Behalten Sie

es als gemeinsames Geheimnis, sonst waren die

Bemühungen umsonst.

Körper: Um die angesetzten Ziele auch zu erreichen,

sollten Sie sich unbedingt nach Gleichgesinnten

umsehen, indem Sie sich z.B. einem Verein

anschließen. Ihr Körper macht es Ihnen durch seine

Launenhaftigkeit schwer, Ihren inneren Schweinehund

zu überwinden.

Beruf: Machen Sie jetzt keine Dummheit oder lassen

sich zu unüberlegten Äußerungen hinreißen,

nur weil Ihre Arbeit nicht sofort gewürdigt wird.

Manches kommt etwas später, aber dafür schlägt

es dann wie eine „Geld“-Bombe ein. Der Herbsturlaub

wäre damit gesichert.

Schütze (23.11.-21.12.)

Liebe: Relaxen statt Action & heiße Liebesnächte.

Wo ist der feurige, zu spontanen Liebesabenteuer

bereite Schütze? Bei einer Runde „Dirty Dancing“

dürfte es auch Ihnen heiß genug werden. Faul herumhängen

können Sie auch, wenn Sie alleine sind.

Körper: Warum lassen Sie sich bei einem simplen

Schnupfen ohne Ende bemitleiden, aber bei nicht

offensichtlichen Krankheiten arbeiten Sie bis zum

Umfallen. Haben Sie etwa Angst, dass man Sie da

nicht ernst nimmt? Nehmen Sie sich Zeit für einen

Ganzkörper-Check.

Beruf: Leistung ist nicht alles. Die Vorgesetzten

wünschen sich auch Loyalität und Eigeninitiative

von ihren Angestellten. Ein bisschen Kritik müssen

Sie sich schon gefallen lassen. Nicht ärgern, sondern

darüber nachdenken, ob nicht auch die anderen

recht haben könnten.

Steinbock (22.12.-20.1.)

Liebe: Ein Liebesurlaub mit Ihrem/r Liebsten.

Dahin, wo Sie noch richtig Wärme tanken können

und der Flair romantische Stimmung aufkommen

lässt. Erinnerungen an diesen Urlaub verkürzen die

kalte Jahreszeit, wobei Sie sich von Beginn an

schon nach dem Frühling sehnen.

Körper: Mit Hilfe Ihres Therapeuten werden Sie

gesundheitliche Probleme schnell in den Griff bekommen.

Eine geplante Kur wird ein voller Erfolg.

Sie agieren aus dem Bauch heraus und werden

nicht enttäuscht.

Beruf: Da Ihnen in der 1. Monatshälfte überzeugende

Worte nur so zufliegen, erreichen Sie Ihr

gesetztes Ziel mit Leichtigkeit. Jetzt den Urlaubsantrag

für die 2. Hälfte abgeben und genießen.

Missgünstige Kollegen wollen Ihnen was anhängen.

Doch Sie waren ja nicht da.

Wassermann (21.1.-19.2.)

Liebe: Um keine Langeweile aufkommen zu lassen,

sollten auch Sie mal in die Trickkiste greifen

und für Abwechslung sorgen. Es ist nicht nur die

Aufgabe des Partners, dass der Kick in der Beziehung

bleibt. Rollenspiele sind eine beliebte Methode,

um Phantasien auszuleben.

Körper: Stress und eine schlechte Körperhaltung

verursachen Rücken- und Nackenschmerzen. Ein

paar Minuten Gymnastik am Tag erleichtern die Beschwerden.

Die Haut ist die Stimme Ihrer Seele.

Emotionale wie körperliche Distanz zu Mitmenschen

führt zu Ausschlag.

Beruf: Die Konkurrenz schläft nicht. Da wird

gemogelt, getrickst und versucht, Sie auszubooten.

Doch die Glücksplaneten sind auf Ihrer Seite. Auch,

wenn Sie hin und wieder verzweifeln möchten,

gehen Sie erhobenen Hauptes Ihren Weg und glauben

Sie an sich!

Fische (20.2.-20.3.)

Liebe: Sie träumen von vergangenen Zeiten und

wünschen sich sie zurück. Vielleicht erinnern Sie

sich auch daran, was Sie alles ändern und verbessern

wollten. Jetzt wäre die richtige Zeit, die

Beziehung, Freundschaften oder auch ein Suchtverhalten

neu zu überdenken.

Körper: Sie sollten sich nicht nur für eine Sportart

entscheiden, weil sich dort sehr viele Mitglieder

des anderen Geschlechts aufhalten. Der Sport, den

Sie bevorzugen, braucht jemanden, auf den man

sich 100prozentig verlassen kann. Egal, welches

Geschlecht diese Person hat.

Beruf: Haben Sie sich gut überlegt, ob Sie diese

Führungsposition wirklich wollen. Der magere Inhalt

des Geldbeutels sollte nicht ausschlaggebend

für diese Wahl sein. Wenn sich die negative Seite

des Jobs zeigt, wie Mehrarbeit und fehlende Freizeit,

wird es Ihnen leid tun.

Genießen Sie jeden Sonnentag im goldenen Oktober! Ihre Siegi Lilith


Die 100-jährige Wettervorhersage für den Oktober:

SERVICE

Herbstwetter mit schönen und nassen Tagen

Durchwachsen hat der Herbst Ende September begonnen und ebenso durchwachsen

geht’s im Oktober weiter – nur vielleicht eine Spur kühler. So mancher

Regenschauer kam im letzten Monat leider gerade die großen Volksfeste

kalt erwischt. Andererseits müssen wir angesichts der immer weiter um sich

greifenden Wasserknappheit über jedes Regenwetter froh sein. Davon werden

auch die ein Lied singen können, die in den letzten Ferienwochen noch

die Wärme im Süden suchten und vor leeren Pools standen.

Der Oktober beginnt laut Mauritius Knauer mit einen schönen Mittwoch,

doch bereits tags drauf bricht „Blitz, Donner und großer Regen“ übers Land

herein. Fast eine ganze Woche bleibt „trübes Wetter mit Regen“, aber übers

2. Oktoberwochenende ist es dann „schön warm“. Dieses „schöne und gute

Wetter“ hält sich bis zum 27. Obtober. Nur einmal, am 14., „gibt es Nachmittag

Regen, früh hat es gereift“. Mit dem 28. Oktober kommt die Kälte. Bei Knauer

hat es damals „Eis gefroren“ und geschneit. Wahrscheinlich klingt der Monat

aber eher trüb mit Nieselregen aus.

sam

Diese Wettervorhersage basiert auf der Langzeitstudie von Mauritius

Knauer, 1649 bis 1664 Abt des fränkischen Zisterzienser-Klosters Langheim,

bekannt als „100jähriger Kalender“.

ZAHL

DES

MONATS

68 Prozent

der Männer

...

68 Prozent der Männer

sagen in einer aktuellen Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation, dass

beide Partner „gemeinsam“ oder zumindest „meistens gemeinsam“ für Aufgaben

im Haushalt zuständig sind. Frauen sehen das allerdings ganz anders:

nur 44% von ihnen geben an, dass die Aufgaben gleich verteilt sind. Ähnlich

unterschiedlich ist die Wahrnehmung, wenn es um die klassische, getrennte

Zuständigkeit für den Haushalt geht: in 54% der Fälle sehen Frauen die

Zuständigkeit immer oder meistens bei sich selbst. Demgegenüber sagen nur

knapp 22% der Männer, dass die Zuständigkeit zumeist bei ihrer Partnerin

liegt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Onlinebefragung, die das

Institut für die Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat.

Männer investieren weniger Zeit

Das unterschiedliche Verständnis von einer gleichmäßigen Verteilung der

Aufgaben zeigt sich laut Studie auch beim Zeitaufwand, den Männer und

Frauen für Jobs im Haushalt und für die Kinderbetreuung angeben. Selbst bei

den Befragten, die das Prinzip „Wir machen das gemeinsam“ bejahen, geben

Männer an, pro Woche 6,7 Stunden für den Haushalt zu investieren. Bei Frauen

sind es 10,6 Stunden – also deutlich mehr. Noch eklatanter ist der Unterschied

bei der Kinderbetreuung. Bei Paaren mit gemeinsamer Sorgeverantwortung

investieren Männer nach eigener Einschätzung durchschnittlich 17,5 Stunden,

bei Frauen sind es dagegen 27,5 Stunden pro Woche.

Frauen mit Aufteilung unzufrieden

Wenig überraschend ist, dass ein Großteil der Frauen unzufrieden ist mit der

Aufteilung von Erwerbs-, Haushalts- und Sorgearbeit im gemeinsamen Haushalt.

Auf einer 11-Punkte-Zufriedenheitsskala liegen die Männer bei 7,7

Punkten, die Frauen nur bei 6,8. Insgesamt sind Frauen deutlich zufriedener,

wenn beide Partner gemeinsam für Haushaltsaufgaben zuständig sind (7,6),

als wenn sie allein dafür zuständig sind (5,9).

Personalpolitik ändern

Der direkte Vergleich von Zuständigkeit und tatsächlichem Zeitaufwand zeigt,

dass die Männer mit ihrer Einschätzung falsch liegen. Sie leisten deutlich

weniger als ihre Partnerinnen. „Männer müssen ihre Verantwortung in Haushalt

und Familie stärker wahrnehmen und für diesen Zweck auch Angebote

wie Brückenteilzeit und flexible Arbeitszeitmodelle häufiger in Anspruch nehmen“,

so das Fazit der Studie. Damit das gelingt, müssten auch Betriebe ihren

Beitrag leisten. „Führungsaufgaben in Teilzeit oder Rücksichtnahme auf Kita-

Schließzeiten sollten auch für Männer normal sein und vom Arbeitgeber

offensiv angeboten werden.“

Die Studie gibt es kostenlos als PDF-Download unter:

https://tinyurl.com/TLM-Haushaltstudie2025

sam

IMPRESSUM

HERAUSGEBER:

Rottal-Verlag e.K.

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Chefredakteur: Martin Semmler M.A. (sam)

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angegebenen Tages bis um 8.00 8.30 Uhr morgens des folgenden Tages von der Apotheke versehen.

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Apotheke St. Georg 8531-249020 Passauer Str. 23, 94060 Pocking 11./20.

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Marien-Apotheke 08531-31210 Hauptstr. 30, 94099 Ruhstorf 28.

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Löwen-Apotheke 08531-29279 Thermalbadstr. 9, 94072 Bad Füssing 04./14.

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Rottal-Apotheke 08533-7221 Marktplatz 23, 94094 Rotthalmünster 03./21.

Neue Markt-Apotheke 08536-9192330 Marktplatz 18, 94149 Kößlarn 20./26.

Landgerichts-Apotheke 08532-1334 Stadtplatz 7, 94086 Bad Griesbach 07.

St.-Konrad-Apotheke 08531-8866 Hauptstr. 16, 94086 Bad Griesbach 08.

Kur-Apotheke 08563-91140 Neuer Markt 2, 84364 Bad Birnbach 22.

Hofmark-Apotheke 08563-3935 Hofmark 20, 84364 Bad Birnbach 14.

Apotheke am Rathaus 08542-8982131 Marktplatz 7, 94496 Ortenburg 12./23.

Schloss-Apotheke 08542-91116 Marktplatz 25, 94496 Ortenburg 13.

Engel-Apotheke 08562-1201 Oberer Markt 5, 84371 Triftern 21.

Markt-Apotheke 08562-2687 Unterer Markt 11, 84371 Triftern 01./04./27.

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