Baublatt Magazin März 2021
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NR. 3 | 2021
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 9,00 € | März 2021 | www.baublatt.at
TB257FR KRAFTPAKET
MIT WENIG PLATZBEDARF
10 | Neue Donaubrücke Linz
Die beiden Brückenbögen wurden
erfolgreich eingeschwommen
18 | Forschungsprojekt
Geothermisches Potenzial von
Tunnelbauten nutzbar machen
42 | Prajo‘s
Neuer Abbruchriese schafft in
Wien Platz für neue Wohnungen
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Generalvertretung von
Faszination
Großbaustelle
Kaum ein großes Bauprojekt geht dieser
Tage ohne Protestveranstaltung über
die Bühne. Umso sympathischer waren
die Bilder, die Ende Februar und Anfang
März im TV und mittels Livestream zu sehen
waren. Zahlreiche Menschen bestaunten über
Stunden fasziniert von beiden Donauufern
aus den Einschwimmvorgang der Brückentragwerke
der Neuen Donaubrücke Linz. Ein
höchst anspruchsvoller Montageprozess mit
gewaltigen Dimensionen, der jedem Bauprofi
das Herz höherschlagen lässt. Die Details
dazu finden Sie in unserer großen Projekt-
Reportage zu Beginn dieser Ausgabe.
Einen ähnlichen Effekt erzielte auch der
Aushub einer Tiefenrinne in der
Salzach vor dem Kraftwerk
Sohlstufe Lehen, den wir
ebenfalls in dieser Ausgabe
beleuchten. Auch bei diesem
Projekt, das sich über einen
längeren Zeitraum erstreckte,
verfolgten immer wieder
Zaungäste von den Ufern der
Salzach aus das Spektakel, das
die von Wasser umfluteten
Bagger boten. Darunter auch
viele Mütter mit Kindern, was
zu der Hoffnung Anlass gibt,
dass so mancher kleine Bub bei
dieser Gelegenheit vielleicht
seine Liebe zu Baumaschinen und Lkw
entdeckt hat. Schließlich ist der Fachkräftemangel
im Bau und Transportbereich nach
wie vor ein zentrales Thema und auch die
Besetzung der angebotenen Lehrstellen ist
für viele Unternehmen alles andere als
einfach.
Doch bleiben wir beim Thema beeindruckende
Dimensionen: Mit einer Arbeitshöhe
von 36 m glänzt der neue Abbruchbagger der
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Firma Prajo‘s. Damit positioniert sich das
Unternehmen in der Top-Liga der heimischen
Abbruchprofis. Neues zu dem Thema gibt es
auch von der Firma Liebherr, die vor kurzem
ihren bislang größten Abbruchbagger mit
einer maximalen Arbeitshöhe von 55 m
übergeben hat. Knapp übertroffen wird er
vom jüngsten Neuzugang im Fuhrpark der
Hagedorn-Gruppe: der maßgeschneiderte
KMC1600S ist aktuell mit 60 m Arbeitshöhe
der größte Abbruchbagger Deutschlands. Zu
all diesen Geräten finden Sie Berichte in
dieser Ausgabe.
Nicht zuletzt stellen wir ein interessantes
neues Forschungsprojekt vor, bei dem unter
Leitung der TU Graz am Beispiel
des Brenner Basistunnels
untersucht wird, ob das im
abgeleiteten Tunnelwasser
steckende geothermische Potenzial
für die Heizung und Kühlung
einzelner Stadtteile in Innsbruck
genutzt werden kann. Wie sich im
Gespräch mit dem zuständigen
Projektleiter zeigt, handelt es sich
dabei um eine komplexe Aufgabenstellung,
bei der ein
hochkarätiger Forschungsverbund
zahlreiche Fachgebiete bis
hin zur Hydrochemie abdeckt.
Denn der Ansatz des Projekts
geht weit über den Brenner Basistunnel
hinaus und prüft die Möglichkeit, ob auch
bereits bestehende Tunnelanlagen als
Energiequelle nutzbar gemacht werden
können. In Zeiten, in denen ganz Europa
ambitionierte Klimaziele verfolgt, möglichweise
ein weiterer Beitrag zur Sicherung
unserer künftigen Energieversorgung.
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Neuer TB257FR: viel Kraft
für engste Baustellen
Huppenkothen präsentiert mit dem
TB257FR den neuen Hüllkreisbagger
der japanischen Marke Takeuchi.
Dieser Minibagger ist speziell für
das uneingeschränkte Arbeiten auf
engsten Baustellen konzipiert. Durch
den patentierten Ausleger-Seitenverschub
ist er noch kompakter und die
beste Alternative zum Kurzheckbagger.
Der TB257FR basiert auf der
ganzen Erfahrung des Erfinders des
Kompaktbaggers und ist serienmäßig
mit 4 Hydraulikkreisen ausgestattet,
davon 3 mit Proportionalsteuerung.
Dieser Hüllkreisbagger wird von
einem Kubota 4-Zylinder-Turbodieselmotor
angetrieben, der mit einer
Leistung von 39 kW bei 2.200 U/min.
besticht.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe März 2021, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
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BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 11.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
3
10
in
Die beiden je ca. 2.800 t schweren Tragwerke
der Neuen Donaubrücke Linz wurden erfolgreich
ihre Endlage eingeschwommen.
MENSCHEN + SZENE
08 Menschen bei Mercedes Benz, Leyrer,
Hünnebeck, Continental, Swietelsky, MTS.
28 Wimmer: Für den Aushub einer Tiefenrinne
in der Salzach vertraute die Firma Böckl auf
verlässliche Geräte, erfahrene Maschinisten
und widerstandsfähige Anbaugeräte.
42
PROJEKTE + PLANUNG
10 Neue Donaubrücke Linz: Ende Februar
und Anfang März wurden die beiden
Brückenbögen der Neuen Donaubrücke
Linz erfolgreich von ihren Montageplätzen
mit Pontonschiffen in ihre Endlage
eingeschwommen und auf den beiden
Brückenpfeilern abgesetzt.
16 ÖBB: Die Koralmbahn zwischen Graz
und Klagenfurt geht ins Finale. Im März
starteten die Arbeiten zwischen Puntigam
und Feldkirchen-Seiersberg.
32 Kuhn: Baumit verstärkt sich für die
Beschickung im Zementwerk Wopfing
mit dem Komatsu-Radlader WA475-10.
33 Lissmac: Der Compactcut 900 P/T sorgt
für Tempo im Trockenschnittverfahren.
34 Ascendum: Volvo CE präsentiert die
aktualisierten Modelle EC250E und EC300E
mit einer gesteigerten Kraftstoffeffizienz.
36 Rubble Master: Das neue, hocheffiziente
Vorsieb RM Active Grid erhöht den Materialdurchsatz
und senkt den Verschleiß.
18 ThermoCluster: Ein Forschungsprojekt
unter Leitung der TU Graz untersucht, wie
das geothermische Potenzial von Tunneln
nutzbar gemacht werden kann.
MASCHINEN + TECHNIK
22 Zeppelin: Im Jakoministeinbruch setzt
die Mineral Abbau GmbH einen neuen
Cat 374F LME mit einem Felstieflöffel
der Firma Baumaschinentechnik ein.
26 Liebherr: Bei den XPower-Radladern
L 550 und L 556 wurden das Hubgerüst
und die Arbeitshydraulik weiter optimiert.
38 Wacker Neuson: In Wien werden bei
einem Bauvorhaben die Außenanlagen
mit zero emission Geräten gestaltet.
40 Wolffkran: Als einer der ersten Hersteller
wurde Wolffkran in Deutschland jetzt
als klimaneutrales Unternehmen zertifiziert.
42 Prajo’s: Für die Neugestaltung des Althan
Quartiers rund um den Wiener Franz-Josefs-
Bahnhof kommt mit dem Hitachi KMC 600-6
das aktuell größte Abbruchgerät des
Unternehmens zum Einsatz.
46 Allison Transmission: Verlängerte
Getriebegarantie für Baufahrzeuge.
46 Kaeser: Bundesheer übernimmt zwei Kaeser
M82 13 kVA in Sonderausführung.
48 HS-Schoch: Mit Qualität und Service auf
Wachstumskurs in Österreich.
50 MWT: Stationäre und mobile Bandwaagen
sorgen für höchste Wiegegenauigkeit.
Fotos: Gregor Hartl; Baublatt.Österreich
4 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
INHALT
66 Liebherr: Die Autobetonpumpe 42 XXT mit
der Powerbloc-Pumpeinheit stellte ihre
Stärken schon vielfach unter Beweis.
67 Goldhofer: Anspruchsvoller Transport von
sechs großen Wärmetauschern.
68 Winkelbauer: So wie beim neuen Cat 326
Next Generation setzt Erdbau Berger seit
1968 auf Ausrüstung von Winkelbauer.
69 Doosan: Die neue „transparente Schaufel“
zeigt über den Monitor die toten Winkel.
70 Kiesel: Die Hagedorn-Gruppe hat mit
dem KMC1600S Deutschlands größten
Abbruchbagger im Fuhrpark.
72 Rockster: Ein neuer R1100S ist bereits der
zweite Rockster Brecher in Burkina Faso.
73 Humbaur: Neuer Spezialtransporter
für die Fahrbahnmarkierungsbranche.
Nachhaltige Lösungen.
Härtester Stahl.
Seit 1945.
52 MCE: Die Rethebrücke in Hamburg erhielt
den Deutschen Brückenbaupreis 2020.
53 Kuhn Ladetechnik: Die Premiumkranreihe
von Palfinger wurde erneut erweitert.
54 Liebherr: Der bisher größte Abbruchbagger,
ein R 980 Demolition, wurde an die
deutsche Firma AWR übergeben.
55 Huesker: Das Geogitter Fortrac T ist ab
sofort auch in der ecoLine verfügbar.
56 Westtech: Die bislang größte Baumschere
CL320 ergänzt die Woodcracker CL-Serie.
57 Kovanda sorgt für raschen Baufortschritt
bei einem Großprojekt in Gerasdorf.
58 Hamm präsentiert mit Smart Doc eine App,
mit der die Verdichtung dokumentiert und
das Ergebnis geteilt werden kann.
60 Sitech Austria: Trimble präsentierte für
Asphaltfertiger die neueste Plattform für
3D-Steuerungssysteme und WorksOS,
ein neues SaaS-Betriebssystem.
63 Bau Power Group liefert als Partner der
TWF Grabenverbausysteme das Material
für sichere Gräben und Baugruben.
64 Bobcat: Das neue Komplettangebot an
leichten Verdichtungsgeräten wurde mit
der Ammann Group entwickelt.
74 Felbermayr: Nächtlicher Spezialtransport
einer stehenden Platane in Wien.
75 Stehr: Staubfreies Streuen und Fräsen.
75 Rädlinger: Radlog wird zum Standard.
75 BKT: Neuer Earthmax SR 412.
76 Ringer ist trotz Corona-Krise gewachsen
und verstärkt das Management.
76 Wolffkran übernimmt tschechischen
Kranvermieter Konstruktiva Lokus.
76 VDMA: Baumaschinenbranche
sichert Arbeitsplätze.
77 Wietersdorfer: Unter der Dachmarke
InterCal stellen sich die Kalk-Unternehmen
effizient für die Zukunft auf.
78 Baublatt.Österreich Test:
Toyota Proace City Verso Family+
SsangYong Tivoli
Mazda MX-30 GTE+ Premium-M
KIA Sorento 2.2 CRDI Platin
80 Volvo Trucks startet die Produktion der
neuesten Lkw-Generation.
Mercedes-Benz Österreich: Vito mit
erweiterten Sicherheitsassistenten.
04 Editorial
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
FUHRPARK
STANDARDS
81 Service
Urlaubstipp: Golden Hill Country Chalets &
Suites in St. Nikolai im Sausal; Literatur
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
5
MENSCHEN + SZENE
DAIMLER TRUCKS & BUSES
Vier Jubiläen in einem Jahr
2021 ist ein besonderes Jahr bei Daimler Trucks & Buses: Vor
125 Jahren haben Gottlieb Daimler und Carl Benz mit der Präsentation
des ersten Lkw den Grundstein für die moderne Transport-
Industrie gelegt. 1951 folgte Otto Kässbohrer mit dem ersten Bus in
selbsttragender Bauweise: Setra. Fünf Jahre zuvor bahnte sich bereits
der erste Unimog als Prototyp seinen Weg durch unwegsames
Gelände. Das Bild zeigt die erste „Prüffahrt“, noch ohne Fahrerhaus,
am 9. Oktober 1946. Chefkonstrukteur Heinrich Rößler am Steuer,
rechts Hans Zabel, der Namensgeber des Unimog. Und 1996 schließlich
erblickte der Prototyp des modernen Lkw, der Mercedes-Benz
Actros, das Licht der Welt. Heute arbeitet die Daimler Truck AG
intensiv an der nächsten Evolutionsstufe: das emissionsfreie, automatisierte
und vernetzte Fahren. www.mercedes-benz-trucks.com
LEYRER + GRAF
Bauprofis von morgen bestens geschult
ei Leyrer + Graf werden die
B Wintermonate intensiv für
Auf die zukünftigen Lehrlinge warten eine qualitativ
hochwertige Ausbildung und interessante Goodies.
Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen
genützt, wovon vor
allem die Nachwuchs-Fachkräfte
stark profitieren. Im Februar haben
die Tiefbau-Lehrlinge die jährliche
Winterschulung im Schotterwerk
Schrems (NÖ) besucht. So hat der
Bau-Nachwuchs die Möglichkeit
von erfahrenen Kollegen zu lernen,
wertvolle Inputs zu erhalten sowie
das Fachwissen zu vertiefen und zu
festigen. Natürlich finden für alle
Lehrlinge in den jeweiligen
Berufen spezielle Trainings und
Übungswochen statt, um deren
Fertigkeiten zu schulen und zu
festigen. Letztes Jahr haben rund
50 Lehrlinge ihre Ausbildung
begonnen. Derzeit werden noch
Hochbauer, Betonbauer, Tiefbauer,
Elektrotechniker, Pflasterer und
Zimmerer für die Standorte
Gmünd, Horn, Traun, Wien,
Schwechat und Bad Pirawarth
gesucht. Weitere Infos unter:
www.lehre.leyrer-graf.at
mobile u. stationäre
tankanlagen
tel. 0 72 43/51 683, fax 0 72 43/51 683-20
CONTINENTAL REIFEN AUSTRIA
Ab April unter österreichischer Leitung
Zum neuen Quartal gibt es einen Wechsel in der Geschäftsführung der
Continental Reifen Austria GmbH in Wiener Neudorf. Der derzeitige Geschäftsführer
Mirco Brodthage wird Leiter der Region Süd-Ost-Europa
mit Sitz in Ungarn und gibt die Führung an den derzeitigen
Vertriebsleiter Ing. Kurt Bergmüller ab. Einhergehend mit
dem Wechsel in der Geschäftsführung soll auch der Austausch
mit dem Nachbarland Schweiz gestärkt werden.
Als neu gegründete „Sub-Region Alpen (CH/AT)“ unter
der Leitung von Daniel Freund wird man mit- und voneinander
lernen und sich den neuen Anforderungen
in den Märkten wie beispielsweise noch mehr
Streben nach Nachhaltigkeit gemeinsam stellen.
www.continental.at
www.emtec-tankanlagen.at
Ing. Kurt Bergmüller.
6
MÄRZ 2021
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MENSCHEN + SZENE
SWIETELSKY
Vorstandswechsel im Baukonzern
H
arald Gindl, MBA folgt per
31. März auf DI Walter Pertl
und verantwortet künftig das
Auslandsgeschäft im Hochbau,
Tiefbau sowie Straßen- und
Brückenbau. Aufsichtsratsvorsitzender
Dr. Norbert Nagele
bedankte sich bei DI Pertl, der
verdienstvoll und auf eigenen
Wunsch hin ausscheidet. Als
Vorstand der Swietelsky AG
habe DI Pertl maßgeblichen
Anteil an der erfolgreichen
Entwicklung des Auslandsgeschäftes
in den genannten
Sparten. Seine Nachfolge im
Vorstand tritt der Niederösterreicher
Harald Gindl, MBA (48)
an. Nunmehr seit 21 Jahren im
Unternehmen tätig, wirkte Gindl
in einer höchst erfolgreichen
Phase der Unternehmensgeschichte
mit, in der sich die
Bauleistung von etwa 300 Mio.
im Jahr 2000 auf rund 3 Mrd.
Euro verzehnfacht hat. In dieser
Zeit habe er maßgeblichen Anteil
daran gehabt, dass die betriebswirtschaftlichen
Strukturen und
Prozesse des Unternehmens
dieses Wachstum ermöglichten,
betont Aufsichtsratsvorsitzender
Norbert Nagele.
www.swietelsky.at
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Fotos: Swietelsky/ Grünwald
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Harald Gindl, MBA (links) folgt auf DI Walter Pertl,
der nun den Ruhestand antritt.
IN KÜRZE
Demomesse: Die Messe Karlsruhe terminiert die RecyclingAktiv & TiefbauLive,
Demonstrationsmesse für Entsorgung und Recycling sowie Straßen-
und Tiefbau, in Absprache mit ihrem Messebeirat, Ausstellern und
Multiplikatoren neu. Die Fachmesse findet nun vom 02. bis 04. September
2021 in der Messe Karlsruhe statt.
www.tiefbaulive.com | www.recycling-aktiv.com
Mapei: Die in Niederösterreich hergestellten Mapei Betoninstandsetzungsmörtel,
Mapegrout T60, Mapegrout T60-AT und Mapegrout Tissotropico
(standfest), überzeugen nicht nur durch innere, sondern auch
durch äußere Werte. Durch die neue Papierverpackung, die Splashbags,
wird auf eine qualitative Papierverpackung gesetzt. Die Splashbags sind
zudem bis zu sechs Stunden regenfest – also perfekt geeignet für Outdoor-Baustellen
in ganz Österreich.
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Der Bauvertrag in der Praxis
21.04.2021, Wien + Digital www.ars.at
Fachtagung: Schimmel
26.04.2021, Wien www.ars.at
Ausbildungskurs Abbrucharbeiten
03.-05.05.2021, Wien www.brv.at
Brunnen- und Quellensanierung
06.05.2021, Tirol www.voebu.at
Abrechnung von Bauprojekten
11.05.2021, Wien www.ars.at
Neue Prozesse - Vergütungsmodelle im ST
28.05.2021, Wien www.voebu.at
Astrad & Austrokommunal
16.-17.06.2021, Wels www.astrad.at
IN KÜRZE
Asfinag: Bereits seit dem Frühjahr
versorgt in Klagenfurt eine große Photovoltaik-Anlage
den Standort mit grünem
Strom. Diese Anlage wurde nun zu einem
„Smart Grid“, also zu einem intelligenten
Stromnetz mit Batteriespeicher, erweitert.
Damit wird der gesamte Standort rund um
die Uhr mit erneuerbarer Energie versorgt
und ist auch für den Fall eines Blackouts
gerüstet.
www.asfinag.at
MTS
MTS-Innovationstage: BIM in der Praxis
I
Ausführliche Details bietet die Info-Broschüre der Firma MTS, die dieser Ausgabe beigelegt ist.
n Deutschland rückt der BIM-Stufenplan
näher und holt jeden ein, der sich damit
nicht rechtzeitig auseinandersetzt. Doch
wie lassen sich die damit verbundenen
Vorteile und Anforderungen konkret auf
den kommunalen Verkehrswege- und
Tiefbau (K-VTB) runterbrechen? Diese
und andere Fragen beantworten die
diesjährigen Innovationstage von MTS am
22. und 23. April 2021 im deutschen
Hayingen konkret und anschaulich
anhand eines 13 Themenstationen und
10.000 m² umfassenden BIM-Parcours mit
Musterbaustelle und Ausstellungsgelände.
Hier können sich die Teilnehmer ihr ganz
persönliches Bild davon machen, wie sich
das „Big Picture“ BIM auf ihren Baustellen
umsetzen lässt. Während der rund
vierstündigen Veranstaltung rotieren die
Teilnehmer in moderierten Kleingruppen
über den Parcours und haben so auch für
weiterführende Fragen und Informationsaustausch
ausreichend Raum und
Gelegenheit. Wer nicht vor Ort dabei sein
kann, hat die Möglichkeit, sich bei diesem
Hybrid-Event erstmals über einen
moderierten Life-Stream auf den Parcour
schalten zu lassen. Eine Teilnahme
erfordert in allen Fällen eine rechtzeitige
Anmeldung bis zum 16.04.2021. Aufgrund
der Outdoor-Veranstaltung und der
limitierten Teilnehmerzahl kann das
Event Corona-konform umgesetzt werden.
Infos und Anmeldung unter
www.mts-Innovationstage.de
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TandemAnhängerTieflader TAT-B
T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth
HÜNNEBECK AUSTRIA
Spatenstich für neue Firmenzentrale
Hünnebeck Geschäftsführer Gerald Schönthaler, Immobilienentwickler
Gerhard Rozboril, Bauherr Markus Plech sowie Bürgermeister Josef
Ehrenberger nahmen Mitte Februar den Spatenstich für die neue
Firmenzentrale der Hünnebeck Austria GmbH vor. Bis Ende 2021
wird im Industriegebiet Münchendorf auf einer Grundfläche von
ca. 29.000 m² das neue Headquarter von einem der führenden Unternehmen
für Schalungstechnik, Gerüstsysteme und Sicherheitstechnik
entstehen. Herzstück der Zentrale mit bis zu 90 Arbeitsplätzen wird ein
ca. 620 m² großes, dreigeschossiges Bürogebäude und eine 1.200 m²
große Arbeits- und Lagerhalle. Die Außenflächen dienen als Lager für
die breite Produktpalette des Unternehmens und sind so dimensioniert,
dass der Standort auch zukünftig mit dem stetigen Unternehmenswachstum
expandieren kann.www.huennebeck.com
8 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
CAT KOMPAKTLADER
226D3
KOMFORTABEL. LEISTUNGSSTARK. SMART.
Der neue Cat Kompaktlader 226D3 bietet mit seiner Radialhubvorrichtung eine eindrucksvolle Reichweite bei mittlerer Hubhöhe
und ausgezeichnete Grableistung mit hervorragender Zugkraft. Ausgestattet mit mehr Platz für höheren Fahrerkomfort,
durch eine überarbeitete Fahrerkabine und einem komfortableren Einstieg mit breiteren Türöffnungen zeigt der Kompaktlader
große Vorzüge. Die integrierte SMART-Technologie, erkennt die Anbaugeräte automatisch und setzt somit neue Maßstäbe
bei Maschinen- und Werkzeugkompatilität.
zeppelin-cat.at
Unsere Bilder zeigen die
Lage des Vormontageplatzes am
Urfahraner Ufer, den Transport der
Tragwerke durch die vier ferngesteuerten
SPMT-Einheiten der Firma Mammoet auf die
Pontonschiffe und die beiden Einschwimmvorgänge.
Das Team der auf komplexe Stahlbauten
spezialisierten MCE GmbH musste einige Herausforderungen
meistern. Im Bild DI Günther
Dorrer (Leitung Brückenbau, 3.v.li.) und DI
Barbara Stelzer (Statik und Konstruktion
Brückenbau, ganz links) mit
Mannschaft.
PROJEKTE + PLANUNG
Fotos: Gregor Hartl
NEUE DONAUBRÜCKE LINZ
Millimeterarbeit
über der Donau
Nach mehr als zweieinhalb Jahren
Bauzeit wurden am 23. und 24. Februar
sowie am 3. und 4. März 2021 die beiden
je ca. 2.800 t schweren Tragwerke
der Neuen Donaubrücke Linz erfolgreich
von ihren Montageplätzen auf
dem Urfahraner Donauufer mit
Pontonschiffen in ihre Endlage
eingeschwommen und auf den beiden
Brückenpfeilern abgesetzt.
N
ach der Fertigstellung der beiden Bypassbrücken im
Zuge des Sicherheitsausbaus der Voestbrücke im
letzten Herbst und den bereits fortschreitenden Arbeiten
an der neuen Hängebrücke der A26 bildet die Neue
Donaubrücke Linz das dritte große Infrastruktur projekt
in der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Alle
neuen Donauquerungen zusammengerechnet, werden
rund 350 Mio. Euro für den Brückenbau und damit für
die Verkehrszukunft bereitgestellt.
Angesichts der korrosionsgeschädigten Stahlkonstruktion
der 115 Jahre alten Eisenbahnbrücke, entschied eine
Volksbefragung 2015 zugunsten der Errichtung einer
neuen Brücke. Entwurf und Ausschreibungsplanung der
neuen Donaubrücke stammen vom Pariser Architekturbüro
Marc Mimram, das mit seinem Konzept einer
Zügelgurtbrücke in Stahlverbundbauweise als Sieger
eines EU-weiten Architekturwettbewerbs hervorging. Die
neue Donauquerung überführt zwei Fahrstreifen für den
motorisierten Individualverkehr, Busspuren sowie
unter- und oberstromseitig angeordnete Geh- und
Radwege.
Mit der Errichtung wurde von der Landeshauptstadt
Linz die ARGE Neue Donaubrücke Linz bestehend aus
der MCE GmbH, Strabag AG und Porr Bau GmbH
beauftragt. Nach dem Abbruch der alten Brücke 2016
starteten im Herbst 2017 umfassende Vorarbeiten, am
4. Juli 2018 erfolgte der Spatenstich. Erste konkrete
Maßnahmen bildeten die beiden neuen Brückenwiderlager
und der Neubau des Urfahraner Vorlandpfeilers
sowie der beiden Flusspfeiler.
Im September 2019 startete die MCE GmbH vor Ort
mit der Montage der drei Großbauteile. Die MCE GmbH,
ein Unternehmen der Habau Group, ist spezialisiert auf
komplexe Stahlbauten und Stahlbauanlagen für Industrie-
und Infrastrukturprojekte. Neben dem Headquarter
in Linz hält das Unternehmen mit insgesamt 460
Mitarbeitern Niederlassungen in Bremen, Rhein-Main
und Toulouse/Frankreich sowie Tochterunternehmen in
Nyiregyhaza/Ungarn und Slany/Tschechien.
Die Neue Donaubrücke Linz hat eine Länge von rund
400 m und eine maximale Breite von 33,7 m. Auf jeder
MÄRZ 2021
11
PROJEKTE + PLANUNG
Letzte Phase im Einschwimmvorgang des südlichen Brückenbogens P3. Damit genügend Spielraum zum Einfädeln
vorhanden war, wurde das Koppelstück um rund 500 mm Richtung Linz verschoben.
Brückenseite werden 4,50 m breite Gehund
Radwege entstehen. Zusätzlich sorgen
Aussichtsbalkone für einen neuen Blick
auf Linz. Die Brücke ist in fünf Abschnitte
gegliedert, wobei das Koppelstück Urfahr,
das daran anschließende Tragwerk P1
sowie das Koppelstück Linz über Land in
Endlage fertig montiert wurden. Die an P1
anschließenden Tragwerke P2 und P3
wurden parallel zur Donau montiert und
Ende Februar bzw. Anfang März eingeschwommen.
Zum Materialbedarf für den Brückenbau
zählen etwa 13.000 m 3 Beton und zirka
2.500 t Bewehrungsstahl. Für die Brückenbögen
lieferte die voestalpine Grobblech,
Linz, etwa 8.400 t hochwertiges Stahlblech
mit Dicken von 6 bis 130 mm, das von der
Firma MCE in den eigenen Werken in
Ungarn und Tschechien sowie teilweise
auch von der Firma Bögl in Deutschland
für den Zusammenbau am Vormontageplatz
in Linz vorgefertigt wurde.
DI Günther Dorrer, Leitung Brückenbau
der MCE GmbH in Linz, erläutert im
Gespräch mit Baublatt.Österreich die
Details: „Wir als MCE sind einerseits als
Technischer Federführer der ARGE für die
Gesamtkoordination und andererseits für
den Stahlbau inklusive der Werkstätten-,
Montage- und Montageablaufplanung
verantwortlich. Das bedeutet, die Fertigungsfolgen,
die Montage inklusive
Korrosionsschutz und die verschiedenen
Ausrüstungsteile wie z.B. Brückengeländer
werden von uns koordiniert.“
In der Ingenieurbau-ARGE werden die
Firmen Strabag und Porr bei der Erneuerung
der Brückenpfeiler inklusive Fundierung
und der Verbundfahrbahnplatte im
Zuge der Brückenkonstruktion sowie den
Straßenanbindungen zusätzlich von der
Firma Habau unterstützt. Die Ausführung
der Brücke als Zügelgurt ist aus technischer
und statischer Sicht eine herausfordernde
Konstruktionsart, denn die Kräfte
werden über die als Bogen ausgebildeten
Zügelgurte und die V-Streben in die Pfeiler
geleitet. Wenn man sich die Querschnitte
im Detail ansieht, dann bestehen die
Hauptträger jeweils aus vier Hohlkästen.
Für den Zügelgurt wurden zwei Hohlkästen
ineinandergeschoben, die im Bogenlauf
ständig ihre Geometrie verändern. Die
Materialstärke beträgt bei den V-Stützen
130 mm, der Hauptträger weist an der
stärksten Stelle 80 mm auf und die Bögen
beginnen mit 80er Blechen, werden aber
nach oben hin dünner. Aus fertigungstechnischer
Sicht bildete diese Konstruktion
eine enorme Herausforderung, beispielsweise
war die Einhaltung der geforderten
hohen Qualität der Schweißnähte schon
alleine durch die Zugänglichkeit schwierig.
Auch wurden die dreidimensional
gekrümmten Bleche aufgrund der Materialstärke
von einem spezialisierten holländischen
Unternehmen geformt und dann in
den Fertigungswerken der MCE segmentweise
zum Zügelgurt zusammengebaut.
Grundsätzlich ist die Brücke doppelt
symmetrisch, im Wesentlichen wurde jeder
Teil vier Mal gefertigt. Ein weiteres
interessantes Detail bilden die sechs
Gußknoten, welche die Verbindung der
V-Streben mit dem Hauptträger herstellen
und über die die Kräfte konzentriert in die
Pfeiler geleitet werden. Die spätere
Betonfahrbahn wird von 131 Querträgern
im 3 m Abstand getragen. Der Aufbau
besteht aus 10 cm Fertigteilplatten, 20 cm
Aufbeton, der Abdichtung und der Asphaltdeckschicht.
Während die Auflager konventionell
ausgeführt sind, ist der Fahrbahnübergang
aufgrund des Gesamtdehnweges
von 360 mm bei beiden Widerlagern als
Fingerübergangskonstruktion ausgeführt.
Auf dem Vormontageplatz wurden die
beiden Brückentragwerke zunächst auf
Hilfsfundamenten passgenau zusammengebaut.
Um den Abflußquerschnitt im
Hochwasserfall zu gewähren, wurden die
beiden Großbauteile ca. 3 m über dem
Gelände zusammengebaut. Eine zentrale
Rolle für das Einschwimmen der beiden
Tragwerke P2 und P3 spielte das niederländische
Unternehmen Mammoet, das
sich auf Gesamtlösungen für das Heben
und den Transport schwerer Objekte
spezialisiert hat. Durch die Spezialisten der
Firma Mammoet wurde die Stahlkonstruktion
mit vier bzw. sechs Stapeltürmen und
hydraulischen Pressen um weitere 5,50 m
hochgehoben, um sie auf die endgültig
erforderliche Höhe zu bringen. Die
Länge der beiden Tragwerke beträgt bis
zu 121,4 m, die Breite bis zu 33,7 m und
die Höhe bis zu 17,4 m. Tragwerk P2 wiegt
2.687 t, Tragwerk P3 wiegt 2.854 t. Zum
Vergleich: bei den Bypässen zur Voestbrücke
wog das schwerste Teil 1.500 t. An
beiden Einschwimmterminen musste der
Schiffsverkehr auf der Donau jeweils an
zwei Tagen gesperrt werden.
Zum Einsatz kamen auch zwei 900 PS
starke Schubschiffe, die von Rotterdam
über den Rhein-Main-Donaukanal mit vier
großen Pontonschiffen nach Linz anreisten.
Für den Transport der Brückentragwerke
vom Vormontageplatz auf die
Pontonschiffe sorgten jeweils vier SPMT-
Einheiten (self-propelled modular transporter)
mit je 30 Achsen. Nachdem ein
Tragwerk auf die SPMT-Fahrzeuge
umgelagert worden war, fuhren diese mit
dem Großbauteil langsam und synchron
12 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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1
PROJEKTE + PLANUNG
1 Rückblick auf den Montagebeginn: das Koppelstück Urfahr und der daran anschließende Brückenbogen P1 wurden über Land in Endlage
fertig montiert. 2 Fertigung und Montage der Zügelgurtbögen waren eine große Herausforderung. Der Querschnitt besteht aus zwei
ineinandergeschobenen Hohlkästen, die im Bogenlauf ständig ihre Geometrie verändern. 3 Im Vordergrund das Koppelstück Urfahr
und der Brückenbogen P1, dahinter der Vormontageplatz mit den Brückenbögen P2 und P3 (Stand August 2020).
Die Hauptkonstruktion ist zu 100% aus Blechen der voestalpine gefertigt.
2 3
über eine 12 m lange RoRo-Rampe auf die
vier 66 m langen und 11,45 m breiten
Pontonschiffe, die mit Stahlträgern
untereinander fest verbunden waren. Für
den Ausgleich unterschiedlicher Höhen
und Belastungen während des Transports
PROJEKTBETEILIGTE (AUSZUGSWEISE)
Bauherr: Landeshauptstadt Linz
Auftragnehmer: ARGE Neue Donaubrücke Linz
MCE GmbH – Strabag AG - Porr Bau GmbH
konnte jede der 120 Achsen mittels
Fernsteuerung einzeln justiert werden.
Wenn die SPMT-Fahrzeuge ihre Position
am Ponton erreicht hatten, wurde die
RoRo-Rampe gelöst und die Pontonschiffe
wurden mittels Seilwinden am Urfahraner
Entwurfsplanung: ARGE Planung NDL
Marc Mimram Architecture Ingénierie – KMP ZT-GmbH
Ausführungsplanung: ARGE Planung NDL
Marc Mimram Architecture Ingenierie – KMP ZT-GmbH
Bauüberwachung: Schimetta Consult ZT GmbH
IBK Ingenieurbüro Kronawetter ZT GmbH
Prüfingenieur: SBV Ziviltechniker GmbH
tragwerkstatt Ziviltechniker gmbH
Ufer um 90° in Fließrichtung gedreht. Dies
bedeutet den ersten Tag der Schifffahrtssperren.
Am zweiten Tag wurde
der Schiffsverband mit dem Großbauteil
mittels acht Seilwinden mit 1 bis 2 m pro
Stunde in die Mitte der Donau manövriert
und dann in Fließrichtung vor dem
jeweiligen Pfeiler positioniert.
An schließend wurden die Pontons in die
Endlage verbracht und es folgte das exakte
Einrichten und Absetzen des Tragwerks
am Pfeiler. Dazu wurde Ballastwasser in
die Zellen der Pontons gepumpt und durch
die Verringerung des Auftriebs das Bauteil
abgesenkt. Die Feinjustierung erfolgte in
weiterer Folge mit hydraulischen Pressen.
DI Barbara Stelzer, Statik und Konstruktion
Brückenbau, MCE GmbH, erklärt:
„Im Vorfeld der Einschwimmvorgänge
spielten einige Parameter eine große Rolle.
Die Fließgeschwindigkeit durfte nicht
höher als 2 m/s sein, die Windgeschwindigkeit
40 km/h nicht übersteigen und auch
der Wasserstand der Donau musste sich in
14 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
Freuen sich über die erfolgreiche Montage der neuen Donaubrücke
(von links): Stefan Bacher (ÖBA IBK Ingenieurbüro Kronawetter ZT
GmbH) und Paul Koller (ÖBA Schimetta Consult ZT GmbH).
Auf dem Vormontageplatz wurden die beiden
Brückentragwerke zunächst auf Hilfsfundamenten
passgenau zusammengebaut.
einem Schwankungsbereich von 75 cm
bewegen, damit der von uns eingeplante
Spielraum ausreicht. Auch wenn sich
Wasserstand und Windgeschwindigkeit
einigermaßen verlässlich vorhersagen
lassen, so bleibt immer noch der Nebel als
schwer einzuschätzender Faktor. Denn
ohne ausreichende Sicht auf 300 m kann
der Einschwimmvorgang nicht durchgeführt
werden. Die endgültige Entscheidung
über den Start erfolgte daher jeweils
sehr kurzfristig. Während des eigentlichen
Einschwimmvorgangs erfolgte die enge
Kommunikation zwischen den Spezialisten
von Mammoet und MCE nach festgelegten
Regeln. Dadurch ist es möglich, die
Tragwerke millimetergenau in seiner
endgültigen Lage abzusetzen und temporär
zu fixieren.“
Anschließend wird das ganze Bauwerk
vermessen, die Montagestöße in Endlage
verschweißt und der Korrosionsschutz
ergänzt.
Zu den nächsten Schritten zählt die
Herstellung der Betonfahrbahnplatte
samt Abdichtung und die Anbringung der
Brückenausrüstung, wie Geländer,
Fahrbahnübergangskonstruktion,
Inspektionswagen etc. Danach sind die
Straßen- und Effektbeleuchtung sowie die
Fertigstellung der beidseitigen Straßenanschlüsse
an die Linke Brückenstraße und
an die Hafenstraße geplant. Den Abschluss
der Arbeiten an der Neuen Donaubrücke
Linz bilden der Rückbau des Vormontageplatzes
sowie Ufergestaltungs- und
Bepflanzungsmaßnahmen.
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PROJEKTE + PLANUNG
ÖBB
Koralmbahn zwischen Graz
und Klagenfurt geht ins Finale
Der viergleisige Ausbau zwischen Graz und Feldkirchen ist ein wichtiger
Teil der neuen Koralmbahn. Nachdem der Abschnitt Don Bosco – Puntigam
bereits in Betrieb genommen wurde, starten ab März 2021 die Arbeiten
zwischen Puntigam und Feldkirchen-Seiersberg.
D
er letzte große Rohbauabschnitt
zwischen Feldkirchen und Weitendorf
ist voll in Bau und auch der viergleisige
Ausbau zwischen Graz und Feldkirchen
schreitet im Eiltempo voran. Mit dem
Ausbau werden die S-Bahn Verbindungen
und der Zugang zum Fernverkehr noch
komfortabler und sicherer. Gleichzeitig
wird die Bahnstrecke für die Anforderungen
der Zukunft fit gemacht. Der erste Teil
des viergleisigen Ausbaus wurde bereits
Mitte 2020 von Don Bosco bis Puntigam
planmäßig in Betrieb genommen. Jetzt
startet die zweite Phase zwischen Puntigam
und Feldkirchen-Seiersberg. Von März
2021 bis Ende 2023 wird hier die Bahnstrecke
von derzeit zwei auf vier Gleise
erweitert – und das bei laufendem Bahnbetrieb.
Das bedeutet nicht „nur“ zwei
weitere Gleise zu verlegen, sondern eine
Vielzahl an weiteren Maßnahmen und
Umbauarbeiten, die zeitlich und logistisch
genau aufeinander abgestimmt werden.
Der Ausbau der Bahntrasse wird unter
Berücksichtigung modernster Standards
gebaut. Für die neuen Gleise entstehen
unter anderem neue Grabenmauern,
Entwässerungsanlagen, Oberleitungs- und
Kabelanlagen, moderne Lärmschutzwände
und Bodenverbesserungen inklusive
Erschütterungsschutz für optimale
Schallreduktion. Die Haltestellen Puntigam
und Feldkirchen-Seiersberg werden
grundlegend umgebaut und zu 100%
barrierefrei gestaltet. Am Bahnhof
Puntigam entsteht ein zweiter Inselbahnsteig
mit einer Länge von rund 220 m. Zur
Erreichbarkeit des Inselbahnsteiges wird
ein neuer Aufgang mit integrierter
Aufzugsanlage für die barrierefreie
Erreichbarkeit des neuen Bahnsteiges
umgesetzt.
Die Haltestelle Feldkirchen-
Seiersberg wird ebenfalls um zwei
„Koralmbahngleise“ erweitert.
Dazu wird der westliche, bestehende
Randbahnsteig im Bereich des bestehenden
Stiegenaufganges von der Feldkirchner
Straße zu einem Inselbahnsteig umfunktioniert.
Die gesamte Ausstattung und
Zugangssituation zum Bahnsteig muss
auch hier neu arrangiert werden. Die
Arbeiten umfassen zusätzlich die beiden
Brückentragwerke und Bahnsteigbrückentragwerke
für die neuen Koralmbahngleise
im Unterführungsbereich der
Feldkirchnerstraße, sowie die Errichtung
einer überdachten Stiegenaufgangsanlage
zur bestehenden P+R-Anlage.
130 km neue Strecke, davon 47 Tunnelkilometer,
über 100 Brücken sowie 23
moderne Bahnhöfe und Haltestellen: Die
Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt
ist Teil der neuen Südstrecke und
eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte
Europas. Ihr Herzstück ist der 33 km
lange Koralmtunnel. Nach der Fertigstellung
verkürzt sich die schnellste Verbindung
zwischen den Landeshauptstädten
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Von März 2021 bis Ende 2023 wird zwischen Puntigam und Feldkirchen-Seiersberg
die Strecke bei laufendem Bahnbetrieb von derzeit zwei auf vier Gleise erweitert.
Fotos: ÖBB/Zenz
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PROJEKTE + PLANUNG
Die Nutzung von Erdwärme aus Tunnels bietet eine
umweltfreundliche Möglichkeit zur Heizung
und Kühlung von Gebäuden im
Nahbereich des Tunnelbauwerks.
THERMOCLUSTER
Forschungsprojekt will geothermisches
Potenzial von Tunneln nutzbar machen
Seit kurzem untersucht ein Forschungsverbund unter Leitung der TU Graz am
Beispiel des Brenner Basistunnels, ob das im abgeleiteten Tunnelwasser steckende
geothermische Potenzial für die Heizung und Kühlung einzelner Stadtteile in
Innsbruck genutzt werden kann. Ziel ist es, bereits bestehende Tunnelanlagen
als Energiequelle nutzbar zu machen.
W
er bei der Fahrt durch einen längeren
Tunnel in seinem Fahrzeug die
Temperaturanzeige beobachtet, kennt den
Effekt des höheren Wärmeniveaus im
Berginneren. Dieser Effekt ist umso
größer, je höher die Überdeckung des
Tunnels durch das Bergmassiv ist.
Um dieses Wärmepotenzial nachhaltig
zu nutzen, wurde vor rund
10 Jahren der
sogenannte
Energietübbing entwickelt. Dieser ist mit
Absorberleitungen für die Wärmegewinnung
bestückt und wurde bereits im Zuge
der Errichtung mehrerer neuer Tunnelanlagen
– unter anderem auch in Jenbach in
Tirol – eingesetzt. Im Gegensatz zu dieser
Lösung für den Tunnelneubau untersucht
das nun gestartete Forschungsprojekt
ThermoCluster die technischen Möglichkeiten
für die thermische Nutzung
bestehender Tunnelanlagen.
Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts
steht der Brenner Basistunnel, der
aufgrund der Nähe zu Innsbruck vorteilhafte
Randbedingungen zur Nutzung der
aus dem Tunnel gewonnenen Energie
bietet. Natürlich ist die Planung bzw.
der Bau des BBT schon zu weit
fortgeschritten, als dass man noch
in den Bauablauf eingreifen
Im Rahmen des
FFG-Programms „Stadt
der Zukunft“ wird ein
nachhaltiges Konzept für die
Stadt Innsbruck erarbeitet.
könnte. Der Fokus liegt daher auf Lösungen,
die auch nachträglich installiert
werden können.
Die besonderen Vorteile des BBT: Durch
seine Länge und die Neigung zu Innsbruck
hin fließt das Tunnelwasser automatisch
und ohne zusätzlichen Pumpenaufwand
auf die Stadt zu. Außerdem befindet sich
unter den Hauptröhren ein Erkundungsstollen,
der schon fast fertiggestellt ist und
über den auch das Drainagewasser der
Haupttunnel zukünftig abgeleitet wird. Im
Erkundungsstollen können somit Konzepte
zur Energiegewinnung entwickelt
werden, die den Bahnbetrieb nicht
behindern.
Angesichts dieser idealen Rahmenbedingungen
wollen die Brenner Basistunnel
Gesellschaft (BBT SE) und die Innsbrucker
Kommunalbetriebe in enger Zusammenarbeit
mit dem Institut für Felsmechanik
und Tunnelbau der TU Graz das
geothermische Potenzial des Tunnels
ermitteln, wie Institutsleiter Thomas
Marcher erklärt: „Wir untersuchen, ob und
wie das Drainagewasser aus dem Brenner
Basistunnel zum klimafreundlichen
Heizen und Kühlen von Häusern oder
Fotos: BBT SE; Lunghammer – TU Graz; Baublatt.Österreich; Innsbruck Tourismus / Helga Andreatta
18 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
sogar ganzen Stadtvierteln in Innsbruck
genutzt werden kann.“
Baublatt.Österreich informierte sich im
Gespräch mit Projektleiter Thomas Geisler
vom Institut für Felsmechanik und Tunnelbau
über die Details. Geisler: „Die Nutzung
des geothermischen Potenzials von bestehenden
Tunnelanlagen kann in Zukunft eine
von vielen neuen Maßnahmen sein, mit der
wir unsere Energieversorgung sichern. Es
freut mich daher sehr, dass ich dieses
interessante Projekt in Abstimmung mit
Institutsleiter Thomas Marcher und in
Zusammenarbeit mit einem wirklich
hochkarätigen Forschungsverbund leiten
darf. In dieses interdisziplinäre Projekt sind
auch Teams des AIT und der Geologischen
Bundesanstalt sowie von BOKU-Forschenden
des Instituts für Angewandte Geologie
und des Instituts für Energie und Verfahrenstechnik
eingebunden, denn das Projekt
betrifft auch die Fachgebiete Hydrogeologie,
Tunnelbau, Verfahrenstechnik und
Hydrochemie.“
Das Projekt ThermoCluster ist an der TU
Graz in den „Fields of Expertise“ Advanced
Materials Science und Sustainable Systems
verankert, zwei von fünf strategischen
Schwerpunktfeldern der Universität.
Gefördert wird das Projekt durch das
Bundesministerium für Klimaschutz,
Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation
und Technologie im Rahmen des
Programms Stadt der Zukunft der
Österreichischen Forschungsgesellschaft
(FFG).
Geisler: „Eine wichtige Basis für
unsere Arbeit ist das ausgezeichnete
Wasser-Monitoring der BBT SE, das
uns bereits zu Beginn des Projekts eine
Fülle an Daten zur Verfügung stellt.
Interessant ist für uns vor allem, welche
Schüttmengen auf Dauer zur Verfügung
stehen und welches Temperaturniveau
sie aufweisen. Im Tunnel haben diese
Wässer je nach Überlagerung
natürlich unterschiedliche
Temperaturen.
Beim BBT
beträgt die
maximale
Überlagerung ca. 1.800 m. Das lässt ein
interessantes Temperaturniveau erwarten,
denn im Mittel steigt die Temperatur im
Berginneren etwa 3° pro 100 m. Da über die
Tunnellänge verschiedene Wasserschüttungen
mit unterschiedlichen Temperaturen
auftreten, ist es unser Ziel, kalte Wassermengen
getrennt auszuleiten und so ein
möglichst hohes Temperaturniveau zu
erzielen. In diesem Sinne überlegen wir
auch, über verschiedene Absorber-Techniken
an der Tunnelinnenwand die Gebirgswärme
zu gewinnen und das Bergwasser weiter zu
erwärmen. Natürlich hat hier der ungestörte
Bahnverkehr immer Priorität. Grundsätzlich
gilt je höher die Temperatur, umso besser,
denn jedes zusätzliche Grad bringt uns einen
höheren Energieoutput. Alle Ansätze werden
von uns zunächst in Simulationen weiterentwickelt.
Danach werden wir kleinere
Prototypen in einem klimatisch gesteuerten
Raum testen.“
Wie die Experten ausdrücklich betonen,
wird sich das Projekt in keiner Weise auf
vorhandene Quellen in der Region aus-
TU Graz-Forscher
Thomas Geisler ist
Projektleiter im
Forschungsprojekt
ThermoCluster.
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FORSCHUNGSPROJEKT THERMOCLUSTER
Beteiligte Organisationen:
Technische Universität Graz – Institut für Felsmechanik und Tunnelbau (Leitung)
AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Center for Energy
Galleria di Base del Brennero – Brenner Basistunnel BBT SE
Innsbrucker Kommunalbetriebe Aktiengesellschaft
Geologische Bundesanstalt, Abteilung für Hydrogeologie und Geothermie
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Angewandte Geowissenschaften
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Verfahrens- und Energietechnik
HS-Schoch GmbH
Laurenz-Dorrer-Straße 6
3300 Amstetten Österreich
Fon: +437472 2075-2
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
19
PROJEKTE + PLANUNG
wirken. Es wird nicht nach Wasser gesucht
bzw. gebohrt, sondern ausschließlich das
ohnehin im Tunnel anfallende Bergwasser
genutzt. Es wird auch in keiner Weise
verändert, es wird lediglich das Temperaturniveau
genutzt.
Wie bereits erwähnt, zielt ein weiterer
wichtiger Kernaspekt der Arbeit auf die
Übertragbarkeit des Konzepts auf andere,
auch bestehende Tunnelbauten ab. Die
Forschungsgruppe wird im Zuge des
Projekts untersuchen, mit welchen Technologien
aktuelle Tunnelbauprojekte ergänzt
und bereits aktive Tunnelanlagen nachgerüstet
werden können, um ihr energetisches
Potenzial voll auszuschöpfen. „Das oberirdische
Platzangebot wird immer knapper und
der Energiebedarf immer größer. Untertagebauwerke
sind natürliche Energie- und
Wärmequellen. Nicht nur aus ökologischer
Sicht, auch aus Platzgründen ist es also nur
gut und sinnvoll, diese Infrastruktur
zukünftig verstärkt für die Energieversorgung
zu nutzen“, hofft Thomas Marcher auf
Vorbildwirkung für Tunnelplaner und
-betreiber auf der ganzen Welt. Bei aller
Zuversicht für eine nachhaltige Wärmenutzung
mahnt der Felsmechaniker zu einem
besonnenen Vorgehen: „Wir müssen intensiv
überprüfen, wie sich der Wärmeentzug
langfristig auf die thermophysikalischen
Eigenschaften des Gebirges auswirkt. Denn
was wir alle nicht wollen: Eine Abkühlung
in einer solchen Dimension, die die Energiegewinnung
langfristig schmälert.“
Apropos Kühlung: Angesichts der
vermehrt auftretenden Hitzetage in den
letzten Jahren steigt natürlich auch die
Bedeutung der getrennt ausgeleiteten
kalten Bergwässer, denn sie könnten in
Zukunft einen Beitrag zur Deckung des
Kühlbedarfs der Gebäude in Innsbruck
liefern.
www.tugraz.at
Thomas Marcher leitet das
Institut für Felsmechanik und
Tunnelbau an der TU Graz.
MAX BÖGL
Baubeginn für das Projekt Femern
Am 1. Jänner 2021 begann die Arbeitsgemeinschaft Femern Link
Contractors mit dem Bau des längsten Absenktunnels der Welt. Mit
einer Höhe von bis zu 9 m und einer Breite von 43 m wird der 18 km
lange kombinierte Straßen- und Eisenbahntunnel Deutschland und
Dänemark verbinden.
Auf dänischer Seite haben die Arbeiten mit dem Bau des Werks begonnen,
in dem die 200 m langen Betonfertigteilträger für die Verbindung
zwischen der dänischen Region Lolland Falster und dem
deutschen Bundesland Schleswig-Holstein hergestellt werden. In der
Hochphase des Projekts werden 2.000 Mitarbeiter beschäftigt sein.
Diese neue Infrastruktureinrichtung – eines der ehrgeizigsten laufenden
Projekte in Europa – wird die Reisezeit zwischen der deutschen
und der dänischen Küste auf nur 7 min. mit dem Zug und 10
min. mit dem Auto verkürzen – gegenüber der derzeitigen Reisezeit
von einer Stunde mit der Fähre oder einem Umweg von 160 km mit
dem Auto. Die Fertigstellung ist für Mitte 2029 geplant.
Hakim Naceur, Projektleiter Tunnel Nord und Tunnel Süd: „Wir haben
uns auf diesen Moment gefreut und sind sehr froh, dass dieses
großartige Projekt nun realisiert werden kann. Es wird eine großartige
Leistung sein, wenn es fertiggestellt ist – eine Leistung, die
nicht ohne die Hilfe, das Engagement und die Zusammenarbeit des
Eigentümers Femern A/S und unserer Partner, Nachunternehmer,
Lieferanten sowie aller deutschen und dänischen Beteiligten möglich
ist.“
Christian Lundhus, Projektleiter (Tunnel, Portal und Rampen): „Unser
Team, das von Tag zu Tag wächst, ist begeistert, Teil des Projekts
zu sein und ist bereits sehr beschäftigt. Ab heute konzentrieren wir
uns auf die Planung, das Gelände in Rødby wird für unsere Büros,
das Dorf und nicht zuletzt die riesige Fabrik vorbereitet, in der die
Tunnelelemente gebaut werden sollen.“
Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus Vinci Construction Grands Projets
(federführend bei den beiden Verträgen für den Bau des Absenktunnels
und des Fertigteilwerks), Per Aarsleff Holding A/S (federführend
beim dritten Vertrag, der die Tunnelzufahrtsrampen umfasst),
Soletanche Bachy International (eine Tochtergesellschaft von
Vinci Construction), CFE, Dredging International NV, Wayss & Freytag
Ingenieurbau, Max Bögl Stiftung & Co, BAM Infra und BAM International.
Ausführungsplanung: Cowi.
www.max-boegl.de
Der längste Absenktunnel der Welt wird Dänemark und Deutschland verbinden. Die Bilder zeigen den Hafen in Rødby,
die Herstellung der Tunnelelemente und das Absenken und Verbinden der Tunnelelemente.
Foto/Grafiken: Femern A/S
20 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
SMART UND
EFFIZIENT
ARBEITEN
Mit Trimble ® WorksManager
Die Trimble WorksManager-Software verbindet das Büro mit der Baustelle. Mit dem
nahtlosen Datenaustausch sind Sie auch aus der Ferne in ständigem Kontakt mit Ihrem
Bauteam. Dank detaillierten Echtzeitinformationen haben Sie das Baugeschehen immer
im Blick, können auf Probleme umgehend reagieren und Ihre Bauprojekte schneller und
präziser fertigstellen.
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MASCHINEN + TECHNIK
Rund 500.000 t Hartgestein baut die Mineral
Abbau GmbH pro Jahr im Jakoministeinbruch
ab. Der neue Cat 374F LME ist mit der
verkürzten und verstärkten Ausrüstung
sowie dem Felstieflöffel der Firma
Baumaschinentechnik für den schwierigen
Einsatz bestens gerüstet.
Von links: Andreas Wertschnig (Betriebsaufseher,
Mineral Abbau GmbH), Christian
Kofler (Betriebsleiter, Mineral Abbau GmbH),
Ferdinand Luschnig (Leiter der Zeppelin
Niederlassung Villach), Fritz Koch (zuständiger
Betreuer, Zeppelin Niederlassung
Villach), Michael Perwein (Geschäftsführer
der Firma Baumaschinentechnik in Villach)
und Walter Steiner (Produktionsund
Konstruktionsleitung, Firma
Baumaschinentechnik).
MINERAL-GRUPPE / ZEPPELIN / BAUMASCHINENTECHNIK
Jakoministeinbruch: Mineral setzt auf neuen
Cat 374F LME mit Felstieflöffel von BMT
Eine der modernsten Aufbereitungsanlagen für Hartgestein in Mitteleuropa befindet sich
im Jakoministeinbruch in Bad Bleiberg, wo die Mineral Abbau GmbH seit 1992 Diabas im
Tagbau abbaut. Vor einigen Monaten wurde ein Cat 365 als zentraler Leistungsträger nach
problemlosen 22.000 Betriebsstunden durch ein neues Gerät ersetzt. Die Entscheidung fiel
auf einen neuen Cat 374F LME mit Stufe-V-Motor, der mit einem Felstieflöffel der Firma
Baumaschinentechnik ausgerüstet ist.
D
ie Mineral-Gruppe ist eine der
führenden Rohstoffmarken in Mittel-,
Südost- und Osteuropa und Teil des
Strabag-Konzerns. Auf Basis einer
nachhaltigen Abbauplanung und Rohstoffgewinnung
in ihren rund 200 Steinbrüchen
und Kiesgruben stellt sie die Versorgung
mit hochqualitativen mineralischen
Rohstoffen sicher. Dazu zählt auch der
Jakoministeinbruch in Bad Bleiberg, der
seit 1967 in Betrieb ist und 1992 durch die
Mineral Abbau GmbH übernommen
wurde. Das Unternehmen baut im
Tagbau mit Bohr- und Sprengarbeiten pro
Jahr rund 500.000 t Diabas-Hartgestein
ab. In den letzten Jahren wurde die Anlage
im Jakoministeinbruch umfassend
modernisiert. Der Betrieb verfügt heute
über eine vollautomatisierte Lkw- und
Bahnverladeanlage und aufgrund seiner
Lage über eine hervorragende Anbindung
22 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Neben Sanden und Splitten für den Straßenbau
sowie Gleisschotter für den Bahnbau erzeugt
die Mineral Abbau GmbH in Bad Bleiberg
noch viele weitere Produkte.
Condecta Schnelleinsatzkrane
sind zu 100 % feuerverzinkt.
Ausladung von 24 m bis 45 m,
Hakenhöhe bis 30 m.
an das Straßen- und Bahnnetz.
Die insgesamt 16 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von Mineral bereiten das im
Steinbruch gewonnene Material für die
verschiedensten Verwendungsbereiche auf
und für den Verkauf an Groß- und Privatkunden
vor. Im Mittelpunkt der breiten
Produktpalette stehen Sande und Splitte für
den Straßenbau sowie Gleisschotter für den
Bahnbau. Erzeugt werden aber auch
Wasserbausteine sowie Filterkiese, Frostkoffer,
Gradermaterial oder Schmelzgestein
für die Mineralwollerzeugung.
Das gesprengte Hauwerk wird mit dem
neuen Cat 374F LME zunächst auf zwei
Muldenkipper verladen. Diese transportieren
es zur ersten Brechstufe, wo das Material auf
eine Größe bis max. 300 mm zerkleinert
wird. Danach wird es in einem Freilager
zwischengelagert, von wo es unterirdisch für
die weitere Aufbereitung abgezogen wird. Die
breite Palette der Endprodukte erstreckt sich
von der kleinsten Körnung 0-2 bis zum
Gleisbauschotter. Das Material wird in
Betonsilos gelagert und kommt von dort
entweder auf ein Zwischenlager oder direkt
zu den Kundinnen und Kunden. Dank der
vollautomatischen Verladung kann das
Material 24 Stunden am Tag abgeholt
werden, sämtliche Produkte können auch
über die Schiene transportiert werden.
Aktuell ist die Auslastung am Standort in
Bad Bleiberg unter anderem durch die
Projekte Karawankentunnel und
Koralmbahn zufriedenstellend.
Cat 374F LME mit kurzer Ausrüstung
Caterpillar Geräte spielen im Jakoministeinbruch
seit Jahrzehnten eine große Rolle.
Dazu Betriebsaufseher Andreas Wertschnig:
„Als wir den Betrieb 2006 übernommen
haben, befanden sich auch zwei große
Radlader Cat 988B im Fuhrpark. Das waren
damals schon zwei sehr robuste Geräte. Wir
ATC Asphalt-
Thermo-Container,
beheizt und isoliert für 2,5–20 t Asphalt
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Umfassendes
Sicherheitskonzept:
der Cat 374F LME
verfügt über Kabinen-
Schutzgitter, Laufrollenschutz
und
Löffelzylinderschutz.
Dank der Standheizung
muss der
Fahrer im Winter
die Scheiben nicht
vom Eis befreien.
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für Personen- und Materialtransporte
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MASCHINEN + TECHNIK
haben seither sehr gute Erfahrungen mit
Caterpillar gemacht und sind der Marke
treu geblieben. Das gilt auch für die
jüngste Investition in den neuen Cat 374F
LME, denn das Vorgängermodell, ein Cat
365, hat in unserem Hartgestein-Steinbruch
rund 22.000 Betriebsstunden
problemlos geleistet. Außer der regelmäßigen
Wartung und kleinen Verschleißteilen
gab es keine Ausfälle. Das ist für einen
Steinbruch schon beeindruckend, immerhin
hat der Cat 365 rund 7 Mio. t Diabas
geschaufelt. Neben der Geräte-Qualität ist
es natürlich auch wichtig, dass der Fahrer
den Bagger so behandelt, als ob es sein
eigenes Gerät wäre.“
Angetrieben wird der neue Cat 374F
LME von einem effizienten Stufe-V-Motor.
Das 75-t-Gerät verlädt nicht nur das
gesprengte Material auf die beiden
Muldenkipper, die es zur Vorbrechanlage
transportieren, sondern verrichtet
zusätzlich die im Steinbruch anfallenden
Nebenarbeiten. Wie bereits die Typenbezeichnung
verrät, verfügt das Gerät
speziell für den Steinbruch über eine
Durch die vollautomatische
Verladung der Mineral
Abbau GmbH kann das
Material 24 Stunden am
Tag abgeholt werden.
kurze ME-Ausrüstung. Diese ist extrem
widerstandsfähig und sorgt dank der
guten Hebelwirkungen für eine hohe
Reißkraft. Je nach geforderter Produktionsleistung
läuft der Cat 374F LME im
Ein- oder Zwei-Schicht-Betrieb.
Dazu Ferdinand Luschnig, Leiter der
Zeppelin Niederlassung in Villach: „Wir
sind der einzige Anbieter, der die ME-
Ausrüstung in dieser Form anbietet. Stiel
und Ausleger sind verkürzt ausgeführt
und durch eine größere Wandstärke auch
extrem belastbar. Grundsätzlich ist der
Cat 374F LME auch mit einer normalen
Ausrüstung und Schnellwechselsystem
verfügbar, denn er wird in Steinbrüchen
auch mit Reißzahn verwendet. Für den
Einsatz hier bei der Mineral Abbau GmbH
ist der Cat 374F LME mit Kabinen-
Schutzgitter, durchgehendem Laufrollenschutz,
Löffelzylinderschutz und Zentralschmieranlage
optimal ausgerüstet. Ein
weiterer Sicherheitsaspekt ist die Standheizung,
denn der Fahrer muss im Winter
nicht herumklettern und das Eis von den
Scheiben kratzen. Natürlich sorgt die
Von links: Ferdinand
Luschnig (Leiter der
Zeppelin Niederlassung
Villach) und
Michael Perwein
(Geschäftsführer
der Firma Baumaschinentechnik
in
Villach) mit dem
neuen Felstieflöffel
des Cat 374F LME.
Standheizung durch den vorgewärmten
Motor auch für weniger Verschleiß
gegenüber einem Kaltstart. Für den Cat
374F LME wurde eine Vollwartung
abgeschlossen, sämtliche Services und
Reparaturarbeiten werden von uns
durchgeführt. Sollte darüber hinaus eine
Fehlermeldung vorliegen, so sehen wir das
auch über die Fernwartung. Natürlich ist
die Nähe unserer Niederlassung in Villach
ein weiterer Vorteil. Im Fall des Falles sind
wir zu 100% am selben Tag vor Ort, wobei
wir darauf achten, dass immer derselbe
Monteur die Betreuung übernimmt.“
Hochwertiger Felstieflöffel
von Baumaschinentechnik
Nicht nur der Hydraulikbagger selbst,
auch das Anbaugerät ist im Hartgestein-
Steinbruch extremsten Belastungen
ausgesetzt. Auf der Suche nach der
qualitativ besten Lösung entschied sich
das Team der Mineral Abbau GmbH dazu,
den Cat 374F LME mit einem direkt
verbolzten Felstieflöffel der in Villach
ansässigen Firma Baumaschinentechnik
auszurüsten.
Dazu Michael Perwein, Geschäftsführer
der Firma Baumaschinentechnik: „Unser
verstärkter Felstieflöffel KL 80 mit einer
Schnittbreite von 2.100 mm und einem
Fassungsvermögen von 4,5 m 3 wurde für
den schweren Felseinsatz in der besten
Materialqualität hergestellt. Das gesamte
Gefäß ist aus Hardox 450 gefertigt, das
gilt auch für die Schneidkante und die
Bodenpanzerung. Boden und Seitenteile
sind gepanzert, die Bodenpanzerung HD
ist längs und quer ausgeführt. Eckteil und
Seitenteilverstärkung sind aus einem
Stück gefertigt. Die Trapezschneidkante
ist mit vier Zähnen des Systems Star Met
bestückt. Zwischen den Zähnen sind
hochfeste Verschleißschutzprotektoren
aufgeschweißt, auf den Zahnhaltern gibt
es weitere Verschleißsegmente. Diese
Dimensionen sind für jeden Stahl- oder
Maschinenbauer natürlich eine Herausforderung.
Um derartige Wandstärken biegen
zu können, braucht man leistungsfähige
Abkantpressen und die Qualitätsansprüche
an die Schweißnaht sind extrem hoch.
Die Firma Baumaschinentechnik ist aber
auch für derart anspruchsvolle Anbaugeräte
bestens ausgerüstet, denn wir
verfügen unter anderem über eine der
modernsten CNC-Fertigungen sowie eine
Schweißroboterfertigung. Unser Team
verfügt in allen Bereichen über große
Kompetenzen und die hohe Produktqualität
in Verbindung mit den kurzen
Lieferzeiten sind die Basis für unsere
zufriedenen Kundinnen und Kunden.“
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24 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Der Radlader L 556 XPower mit Z-Kinematik und
Erdbauschaufel in einem klassischen Gewinnungseinsatz. Zu
den Neuerungen gehört auch eine Anhebung von Kipplast,
Ausbrechkraft und Motorleistung.
Modellpflege: Liebherr erhöht Leistung bei
den XPower-Radladern L 550 und L 556
In den rund fünf Jahren seit ihrer Premiere haben sich die XPower-Großradlader von
Liebherr als Vorreiter in Sachen Kraftstoffeffizienz und Standfestigkeit etabliert. Nun
unterzieht Liebherr zwei Modelle dieser Baureihe, den L 550 XPower und den L 556
XPower, einer Modellpflege. Mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit weiter zu erhöhen,
verstärkt Liebherr das Hubgerüst und überarbeitet die Arbeitshydraulik.
D
ie Radlader L 550 XPower und L 556
XPower verfügen weiterhin über den
leistungsverzweigten Fahrantrieb, den
Liebherr bei allen XPower-Radladern
serienmäßig verbaut. Durch eine Anhebung
der Motorleistung bei beiden
Modellen ist der Fahrantrieb bei gleichbleibend
niedrigem Verbrauch noch
kraftvoller, etwa beim Beschleunigen oder
beim Eindringen ins Material. Das gilt
auch, wenn die Radlader in Industrie-
Einsätzen mit schweren Schutzvorrichtungen
oder Vollgummireifen ausgestattet
sind.
Der Liebherr-Radlader L 550 XPower
ist häufig in Industrie-Einsätzen,
etwa im Metallrecycling,
zu
finden.
Eine Leistungssteigerung bei der
Arbeitshydraulik ermöglicht dynamische
Hub- und Kippfunktionen, unabhängig
von Größe oder Gewicht des Anbauwerkzeugs.
Konstruktive Anpassungen am
Hubgerüst sorgen für größere Ausbrech-,
Halte- und Rückholkräfte als bisher.
Folglich kann der Maschinenführer vor
allem im oberen Hubbereich anspruchsvolle
Materialen wie Metallschrott, Papier,
Kompost oder Rundholz effizient
manipulieren.
Vier Hubgerüstvarianten zur Auswahl
Für die XPower-Radlader L 550 und L 556
bietet Liebherr mit der Z-Kinematik und
der Industrie-Kinematik, jeweils in den
Ausführungen Standard oder High Lift,
insgesamt vier Hubgerüstvarianten an.
Beim Kauf können Kunden zwischen
diesen vier Versionen wählen und so den
Radlader für ihre individuellen Anforderungen
konfigurieren. Im Zuge der
Modellpflege hat Liebherr alle Varianten
des Hubgerüsts überarbeitet und den
Stahlbau verstärkt.
Die modifizierte Z-Kinematik der
Radlader L 550 und L 556 hat ihre
Stärken im unteren Hubbereich und sorgt
für noch bessere Ausbrechkräfte als bisher.
Die maximale Kraft entfaltet sich, wenn
das Anbauwerkzeug in Bodennähe
arbeitet und beispielsweise Material aus
einem Haufwerk herausbricht. Diese
Eigenschaft ist wichtig beim Aufnehmen
und Verladen von Gestein, Kies oder
Bauschutt.
Liebherr hat auch die Industrie-Kinematik
der beiden Radlader runderneuert.
Sie ist maßgeschneidert für Industrie-
Einsätze, in denen die Betreiber häufig
mit schweren Anbauwerkzeugen wie
Leichtgutschaufeln, Hochkippschaufeln
oder Holzgreifern arbeiten. Die Industrie-
Kinematik bietet zudem eine Parallelführung,
die optimal für den Einsatz von
Ladegabeln ist. Bei der Variante High Lift
(jeweils für Z- oder Industrie-Kinematik)
handelt es sich um eine verlängerte
Version des Hubgerüsts, das für mehr
Reichweite und einen produktiveren
Ladebetrieb in größerer Höhe sorgt.
Die Überarbeitung des Hubgerüsts
führt auch zu einer höheren Kipplast. Das
bedeutet, Betreiber eines neuen L 550
XPower oder L 556 XPower können mit
größeren Schaufeln arbeiten als bisher
und pro Ladevorgang mehr Material
bewegen. Liebherr hat das zum Anlass
genommen, auch das Schaufeldesign bei
beiden Modellen neu zu gestalten. Kunden
haben dadurch beim Kauf die Möglichkeit,
26 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Ein L 556 XPower mit Industrie-Kinematik und Hochkippschaufel
verlädt Erde und Substrate.
die einzelnen Module und Verschleißteile
der Schaufeln noch individueller auf ihre
Bedürfnisse abzustimmen.
Erstmalig ist für die Radlader L 550
XPower und L 556 XPower das von den
Liebherr-Hydraulikbaggern bekannte
vollautomatische Schnellwechselsystem
Likufix erhältlich. Es entfaltet seine
Vorteile bei Arbeiten, die den Einsatz
unterschiedlicher Anbauwerkzeuge
erfordern. Denn mit Likufix kann der
Maschinenführer mechanische und
hydraulische Anbauwerkzeuge sicher und
komfortabel per Knopfdruck von der
Kabine aus tauschen.
Weitere Ausstattungen bieten die
Möglichkeit, die beiden XPower-Radlader
auf kundenspezifische Anforderungen
vorzubereiten. Ein sichtoptimierter
hydraulischer Schnellwechsler steht
ebenso auf Kundenwunsch zur Verfügung
wie verschiedene Assistenzsysteme. Ein
Beispiel hierfür ist die aktive Personenerkennung
heckseitig mit neuem Bremsassistent,
um die Sicherheit in der täglichen
Arbeit zu erhöhen. Die beiden leistungsoptimierten
Modelle sind ab sofort bei allen
Liebherr-Vertriebspartnern bestellbar.
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Für die Herstellung der
Tiefenrinne in der Salzach
wurden von der Firma
Böckl in Spitzenzeiten
sechs Bagger und zwei
Muldenkipper eingesetzt.
Ausgerüstet waren die
Hydraulikbagger aufgrund
der abschleifenden
Wirkung des Materials mit
robusten XHD-Tieflöffeln
der Firma Wimmer.
BÖCKL / WIMMER
Tiefenrinne in der Salzach verbessert
den Hochwasserschutz in Salzburg
Die Bagger der Firma Böckl Erdbau und Abbruch GmbH lockten in den letzten
Monaten zahlreiche Schaulustige an das Salzachufer in Salzburg-Lehen. Zwischen
dem Müllner Steg und dem Kraftwerk Sohlstufe Lehen hoben sie in der Mitte der
Salzach eine Tiefenrinne aus, damit das Geschiebe besser abfließen kann und der
Hochwasserschutz verbessert wird. Ein Job, bei dem verlässliches Gerät, erfahrene
Maschinisten und widerstandsfähige Anbaugeräte gefragt waren.
Die von der Salzburg AG beigestellten Ist- und
Soll-Werte wurden als Geländemodell in das
Leica GPS System der Firma Böckl eingespeist.
A
ls einer der größten Alpenflüsse
transportiert die Salzach auf ihrem
Weg durch die Gebirgsgaue auch große
Mengen Geschiebe. Ein Teil davon hat
sich im Laufe der Jahre unter anderem
im Rückstaubereich des Wasserkraftwerks
Sohlstufe Lehen abgelagert. Aus
diesem Grund nutzte die Salzburg AG
die niedrige Wasserführung der Salzach
in den Wintermonaten für die Herstellung
einer Tiefenrinne. „Die Tiefenrinne
soll die Strömungsgeschwindigkeit der
Salzach und damit auch die Schleppkraft
wesentlich erhöhen. Das Geschiebe, das
wir herausnehmen, wird im Uferbereich
deponiert“, so Gerald Tscherne, Bereichsleiter
der Kraftwerke bei der Salzburg
AG.
Durchgeführt wurden die Arbeiten
von der Firma Böckl Erdbau und
Abbruch GmbH in St.Gilgen zwischen
November und Februar. Die Wurzeln des
Unternehmens, das mit Holztransporten
begann und diese rasch durch die
Bereiche Rohstoffproduktion und Erdbau
erweiterte, reichen bis in das Jahr 1958
zurück. 1995 wurde die heutige Böckl
Erdbau und Abbruch GmbH gegründet,
drei Jahre später kam das Baumeistergewerbe
dazu. Heute leitet mit Matthias
Böckl III bereits die 3. Generation das
Unternehmen. Ein moderner und
leistungsfähiger Fuhrpark, die umfangreiche
Maschinenpalette und das
jahrzehntelange Know-how sorgen
unabhängig von Größe und Anforderung
28 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Von links: Andreas Wimmer (Geschäftsführer
Wimmer Hartstahl GmbH in
Thalgau), Matthias Böckl jun. (Böckl
Erdbau und Abbruch GmbH),
Thomas Böckl (Böckl Erdbau und Abbruch
GmbH) und Martin Eder (Außendienst
Wimmer Hartstahl GmbH).
Der Wasserstand und die Gefahr einer Unterspülung mussten von den Baggerfahrern
ständig im Auge behalten werden. Im Bild ein Cat 5F L der Firma Böckl, der ebenfalls
mit einem Felstieflöffel der Firma Wimmer ausgerüstet ist.
des Projekts für zufriedene Kunden. Bei
den Anbaugeräten setzt das Unternehmen
seit vielen Jahren auch auf die Produkte
der Firma Wimmer in Thalgau.
Im Rahmen der Besichtigung der
Aushubarbeiten mit Baublatt.Österreich
erklärt Geschäftsführer Matthias Böckl
jun.: „Das Projekt der Tiefenrinne
erstreckt sich über eine Länge von etwa
1,5 km vom Müllner Steg bis zur Sohlstufe
Lehen. In diesem Abschnitt werden von
uns ca. 40.000 m³ Geschiebe umgelagert.
Im Schnitt wird das Flussbett um rund 1
m vertieft, wobei das Material nur
umgelagert wird, es wird nichts abtransportiert.
Teilweise war es notwendig, in der
Salzach Bahnen aufzuschütten, damit die
Bagger bis zur Aushubstelle fahren
können. Vom Ablauf her übernimmt ein
Bagger die Geschieberäumung, also die
Schöpfarbeit, und ein anderer belädt
damit die Muldenkipper, die es zu den
Aufschüttungen transportieren. Parallel
dazu werden von uns auch die Uferbereiche
saniert, in denen sich vor allem
Feinsand abgelagert hat.“
In Spitzenzeiten setzte die Firma Böckl
sechs Bagger und zwei Muldenkipper ein.
Konkret handelte es sich um die Hydraulikbagger
Cat 325F, Cat 5F L, Volvo
EC220, Volvo ECR235EL, Volvo EC300EL
und Hitachi ZX350 sowie die beiden Volvo
Muldenkipper A 25G und A 30G.
Drei Hydraulikbagger waren im Zuge
der Arbeiten mit einem GPS-System von
Leica ausgerüstet und erstellten die
Tiefenrinne anhand eines digitalen
Geländemodells. Dazu wurden von der
Salzburg AG Ist- und Soll-Höhen beigestellt,
die vom Techniker der Firma Böckl
in ein 3D-Geländemodell überspielt
wurden. So wussten die Maschinisten
jederzeit exakt, wo sie noch wieviel
abtragen müssen. Generell wurde die
Tiefenrinne etwas tiefer als gefordert
angelegt, da sich jederzeit wieder neues
Material ablagern kann. Wichtig war es in
diesem Zusammenhang daher in Flussrichtung
zu arbeiten, weil sich das
aufgewirbelte Material flussabwärts
wieder anlagert.
Es hat sich in der Branche schon längst herumgesprochen:
Verlässlichkeit hat einen Namen
– Eisenwagen. Als Ihr Spezialist für das gesamte
Bobcat®-Sortiment mit unzähligen Möglichkeiten
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
29
Das Geschiebe der Tiefenrinne wurde im
Uferbereich wieder aufgeschüttet.
Wimmer Hartstahl ist seit kurzem ein Clean System Partner von OilQuick. So wie
bei den Geräten der Firma Böckl werden die eigenen Anbauwerkzeuge mit Original
OilQuick-Platten bzw. die Tieflöffel mit Original-Aufnahmen von OilQuick
ausgerüstet. Im Bild ein Volvo EC300EL der Firma Böckl.
Besonders aufmerksam beobachteten
die Baggerfahrer den Wasserstand, da sich
dieser jederzeit ändern konnte. Matthias
Böckl jun.: „Das Material wird Richtung
Sohlstufe feinkörniger, wodurch auch die
Gefahr der Unterspülung größer wurde.
Der Baggerfahrer muss mit seiner
Erfahrung ein Gefühl dafür haben, wie
sicher er steht, denn im trüben Wasser
sieht er nichts. In diesem Zusammenhang
mussten wir auch einige Auflagen einhalten.
So war ein Rettungsboot immer in der
Nähe und die Baggerfahrer wurden von
uns mit Schwimmwesten versorgt. Auch
Ölbindemittel stand für den Fall des Falles
griffbereit. Neben den vielen Zuschauern
lag eine weitere Besonderheit des Projekts
in der großen Bandbreite der Gegenstände,
die von uns im Zuge der Aushubarbeiten
ans Tageslicht gefördert wurden.
Vom Fahrrad über Baustahlgitter bis hin
zu kleinen Elektrowerkzeugen war alles
dabei.“
Böckl und Wimmer: generationenübergreifende
Partnerschaft
Matthias Böckl jun.: „Die Zusammenarbeit
zwischen unseren beiden Unternehmen
begann bereits vor 35 Jahren, als sich
unsere Senior-Chefs über den ersten
Schnellwechsler handelseins wurden.
Mein Vater war immer sehr motiviert,
technisch vorne mit dabei zu sein und die
ersten Schnellwechsler – damals natürlich
noch ohne vollhydraulische Kupplung
– waren ja schon ein großer Fortschritt.
Heute haben wir die gesamte Palette der
Firma Wimmer an Anbauwerkzeugen bei
uns im Betrieb – vom normalen Löffel
über den Hydraulikhammer, Greifer und
die Abbruchzange bis hin zur Fräse.“
Eine Besonderheit der Geschieberäumung
in der Salzach ist die abschleifende
Wirkung des Materials auf den Baggerlöffel,
wie Geschäftsführer Andreas
Wimmer betont: „Der Schotter, der am
Boden der Salzach mittransportiert wird,
beansprucht das Anbaugerät enorm. Man
darf nicht unterschätzen, welchem
Verschleiß der Baggerlöffel hier ausgesetzt
ist. Es ist uns bei jedem Auftrag wichtig,
gemeinsam mit unseren Kunden die
optimale Qualität des Anbaugeräts für den
jeweiligen Einsatz zu finden und so haben
wir natürlich auch mit der Firma Böckl
eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt.
Erst das Zusammenspiel aus Löffelform,
Kubatur und der Abstimmung auf das
Trägergerät ermöglicht einen hocheffizienten
Einsatz. Für die Arbeiten in der
Salzach stand vor allem die verschleißfeste
Ausführung im Mittelpunkt, die wir mit
unserer robusten XHD-Tieflöffelserie für
Hydraulikbagger bis 140 t anbieten. Diese
sind komplett aus WHD 450 Sonderverschleißstahl
gefertigt, wobei ein selbst
nachstellender Verschleißausgleich das
Löffelspiel verhindert. Anmerken möchte
ich noch, dass die Firma Böckl das Schnellwechselsystem
von OilQuick verwendet.
Wir verfügen zwar mit A-Lock oder
W-Lock über unsere eigenen Schnellwechselsysteme,
produzieren aber auch für
OilQuick die passenden Tieflöffel. Die
Firma Wimmer ist seit kurzem ein Clean
System Partner von OilQuick, das heißt
wir können unsere Anbauwerkzeuge mit
Original OilQuick-Platten bzw. die
Tieflöffel mit Original-Aufnahmen von
OilQuick anbieten. Im Falle einer Umrüstung
von einem alten System bieten wir
auch den Schnellwechsler an. Wir reagieren
damit auf die Entwicklung im deutschsprachigen
Raum und sind für unsere
Kunden im Sinne eines Komplettanbieters
nun auch Ansprechpartner für Systemlösungen
mit OilQuick.“
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30 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
Baumit erwarb
den Komatsu-Radlader
WA475-10
bei Kuhn (von
links): Roland
Hochwartner
(Baumit Werksleitung
Wopfing),
Johann Kornfeld
(Baumit Werkstättenleiter),
Fahrer
Peter Fiala und
Michael Klima
(Verkauf Kuhn).
KUHN
Baumit verstärkt sich mit dem
Komatsu-Radlader WA475-10
Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind für Baumit entscheidende Faktoren.
Umso besser passt der emissionsarme Komatsu-Radlader WA475-10 von Kuhn
in den Fuhrpark des Unternehmens. Zudem besticht der Radlader durch eine
sehr hohe Hub- und Schubkraft.
B
aumit ist Österreichs führender
Hersteller für Fassaden, Putze und
Estriche. Traditionsreichtum spielt für das
Familienunternehmen mit österreichweit
acht Standorten eine große Rolle. Die
Unternehmenszentrale befindet sich in
Waldegg im Bezirk Wiener Neustadt-Land
in Niederösterreich, wo das Werk Wopfing
zu finden ist. Baumit ist heute in 25
Ländern vertreten, wobei die internationale
Präsenz während der letzten 30 Jahre
auf einem soliden Fundament gewachsen
ist. Die derzeit 3.200 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter stehen für die Vision, dass alle
Menschen gesund, energieeffizient und
schön wohnen können. Immerhin verbringen
die Menschen die meiste Zeit ihres
Lebens in Innenräumen.
Nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz
stehen für Baumit seit jeher im
Fokus. Seit 2011 ist der Standort Wopfing
das sauberste Baustoffwerk der Welt.
Ganz im Einklang mit dieser Philosophie
achtet das Unternehmen auch bei der
Auswahl seiner Maschinen und des
Fuhrparks auf Nachhaltigkeit. Kürzlich
erwarb Baumit bei der Firma Kuhn den
Komatsu-Radlader WA475-10. Der Motor
dieses Gerätes, gemäß Abgasnorm
EU-Stufe V, reduziert Emissionen und
bietet hohe Leistung sowie ein hohes
Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen.
Die Abgasnachbehandlung erfolgt über
einen Dieselpartikelfilter von Komatsu
und ein SCR-Modul zur selektiven
katalytischen Reduktion. Generell eignet
sich der 25 t schwere und leistungsstarke
Radlader perfekt für jegliche
Transport- und Ladeeinsätze, da er
Kraftstoffeffizienz, Produktivität und
einfache Bedienung perfekt kombiniert.
„Das Preis-Leistungsverhältnis passt und
auch die Lebensdauerkosten von
Komatsu-Maschinen sind gut. Zudem sind
wir mit dem Service von Kuhn zufrieden“,
nennt Roland Hochwartner, Baumit-
Werksleiter Wopfing, die Gründe für den
Erwerb des Radladers.
Baumit pflegt mit Kuhn eine langjährige
Partnerschaft und hat schon zahlreiche
Geräte und Maschinen von Komatsu
erworben. Darunter Muldenkipper,
Radlader und Tieflöffelbagger. „Der
WA475-10 zeichnet sich vor allem durch
seine sehr hohe Hub- und Schubkraft aus.
Unser Fahrer ist mit der Maschine sehr
zufrieden, auch weil die Lenkung mit
Lenkrad und Joystick kombiniert möglich
ist“, erklärt Roland Hochwartner. Eingesetzt
wird der leistungsstarke Radlader
laut dem Baumit-Werksleiter für die
Beschickung des Zementwerkes Wopfing
mit Rohstoffen.
Zu den besonderen Stärken des
WA475-10 zählt sein leistungsverzweigtes
Getriebe, eine innovative Technologie von
Komatsu. Dieses macht das Arbeitsgerät
noch leistungsstärker und kraftstoffeffizienter.
Durch das variable Übersetzungsverhältnis
arbeitet der Motor stets im
Hocheffizienzbereich. Was Bediener des
Radladers zudem freut: Die Fahrerkabine
bietet einen Innengeräuschpegel von
lediglich 70 dB(A). Mit nur vier Säulen in
der komplett verglasten Kabine ist
perfekte Sicht garantiert. Und die Bedienhebelkonsole
besitzt einen Schnellwahlschalter
und kann aufgrund der fünfdimensionalen
Anpassung für jeden Fahrer
perfekt eingestellt werden.
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32 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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kostenintensive Entsorgen von Schneidschlämmen.
D
er Compactcut 900 P/T ist eine
Spezialausführung für das
Erstellen von Fugen im Trockenschnittverfahren.
In einem Arbeitsschritt
entstehen vergussfertige
Fugen mit einer Tiefe von bis zu 125
mm. Damit ist der Compactcut 900
P/T die erste Wahl für zeitkritische
Einsätze. Er bewährt sich hervorragend
bei Sanierungsarbeiten, bei der
Herstellung von Anschluss- und
Dehnungsfugen und auf engen
Baustellen, wo ihn sein Bediener
mittels leichtgängiger Achsschenkelverstellung
steuern und führen kann.
Die Herstellung von wand- und
bordsteinbündigen Fugen erledigt der
Compactcut 900 P/T durch ein
senkrechtes Schneiden, wie es die
ZTV Fug vorschreibt. Möglich macht
das die speziell geformte Absaughaube,
ein zentrales Bauteil der
integrierten Trockenabsaugung
Vacuum-Dry 100. Dieses geschlossene
Absaugsystem garantiert ein staubfreies
Trockenschneiden, was nicht
nur Zeit spart, sondern auch den
Arbeitsschutz des Bedieners und des
gesamten Teams auf der Baustelle
fördert. Ebenfalls anwenderfreundlich
sind das übersichtlich gestaltete
Bedienpult sowie die höhenverstellbaren
Handgriffe. Mit einem feinfühlig
reagierenden Fahrhebel wird der
robuste Hydrostat angesteuert, der
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Maschinenführung gewährleistet.
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Der Leitwolf. The leader of the pack.
MASCHINEN + TECHNIK
Mehr bewegen für weniger Geld:
Die aktualisierten Modelle EC300E
und EC250E (im Bild) bieten dank einer
intelligenteren Elektrohydraulik, dem
klassischem ECO-Modus, wählbaren Arbeitsmodi
und dem neuen Volvo-Motor D8M
eine um bis zu 10% gesteigerte
Kraftstoffeffizienz.
ASCENDUM
Volvo CE präsentiert die aktualisierten
Modelle EC250E und EC300E
Mit einer um bis zu 10% gesteigerten Kraftstoffeffizienz – kombiniert mit einer
verbesserten Leistung, Kontrolle und Servicefreundlichkeit – sind der EC250E und
EC300E von Volvo Construction Equipment die perfekten Teamplayer.
D
ie neuen Raupenbagger EC250E und
EC300E von Volvo Construction
Equipment (Volvo CE) sind Schwerlastmaschinen
mit einem Gewicht von 26 bis
31,5 t (EC250E) bzw. 30,2 bis 36,8 t
(EC300E). Diese weiterentwickelten
Maschinen sind vollgepackt mit neuester
Technologie, neuen und bewährten
Funktionen und können mit speziell
Weitere
Infos
bietet
dieses
Video:
Bewährte Merkmale
wie einfache Zugänge,
verschraubte Anti-
Rutsch-Platten, gut
sichtbare Handläufe
und die geräumige,
ergonomische und die
geräuscharme Volvo-
Komfortkabine gewährleisten
ein Höchstmaß
an Fahrerkomfort
und Sicherheit.
angefertigten Anbaugeräten ausgestattet
werden – damit die Kunden mehr bewegen
können für weniger Geld. Dank ihrer
robusten Konstruktion sind diese Volvo-
Bagger sichere, komfortable und zuverlässige
Säulen eines Maschinenparks.
Die aktualisierten Modelle bieten eine
um bis zu 10% gesteigerte Kraftstoffeffizienz
dank einer Kombination von Merkmalen,
zu denen eine intelligentere Elektrohydraulik,
der klassische ECO-Modus,
wählbare Arbeitsmodi und nicht zuletzt
auch der neue Volvo-Motor D8M gehören.
Dieser verbesserte Motor reduziert die
Drehzahl von 1.800 auf 1.600 Umdrehungen
pro Minute und bietet zugleich eine
Leistungssteigerung von 5%. Der EC300E
verfügt zudem über ein um 700 kg
schwereres Gegengewicht, das für noch
mehr Stabilität und eine um 5% höhere
Hubkapazität sorgt. Darüber hinaus
haben beide Maschinen neue Prioritätsfunktionen,
die die Steuerbarkeit verbessern,
indem sie es dem Fahrer ermöglichen,
einer Funktion – Ausleger/Schwenkung
und Ausleger/Fahrt – Vorrang vor
einer anderen zu geben. Hinzu kommt
eine erhöhte Hubgeschwindigkeit, die
einstellbar ist und sich ideal für Präzisionsaufgaben
eignet.
Die Bediener profitieren dank des
elektrischen Steuerjoysticks und der
vollelektrischen Fahrpedale von verkürzten
Ansprechzeiten. Sie werden dabei
unterstützt vom optionalen Maschinensteuerungssystem
Dig Assist, das mit den
Softwarepaketen 2D, In Field-Design, 3D
sowie neuen Anwendungen für das
integrierte Wiegen ausgestattet ist, die
34 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Die weiterentwickelten Maschinen sind
nicht nur vollgepackt mit neuester
Technologie, sie sind mit ihrer
robusten Konstruktion auch
für härteste Einsätze gerüstet.
alle auf dem hochauflösenden 10-Zoll-
Tablett des Volvo Co-Pilot in der Fahrerkabine
angezeigt werden. Hinzu kommt
die Volvo Active Control, die mit automatisierten
Ausleger- und Löffelbewegungen
für effizientere, präzisere und weniger
aufwendige Aushubarbeiten sorgt und es
ermöglicht, Arbeitsvorgänge um bis zu
45% schneller abzuschließen. Die Fahrer
können zudem problemlos Schwenk-,
Höhen- und Tiefenbegrenzungen einstellen,
um den Kontakt mit seitlichen
Hindernissen, Stromleitungen oder
Decken sowie mit unterirdischen Elementen
wie Rohren und Kabeln zu vermeiden.
Neben der Sicherheit zählt auch der
Bedienerkomfort zu den obersten Prioritäten.
Volvo hat die Erschütterungen der
Maschine dank einer neuen Technologie
zur Reduzierung von Ausleger- und
Stielrückschlägen gemindert. Die Komfortlenkung
trägt zur Verringerung der
Ermüdung bei, indem sie es dem Fahrer
ermöglicht, die Maschine mit dem Proportionalschieber
für den Zeigefinger am
Joystick statt mit den Pedalen zu lenken.
Anpassbare Einstellungen, durch die sich
die bevorzugten Steuerungsmuster einfach
über den Monitor auswählen lassen, und
die neue „Long Push“-Funktion am
Joystick, mit welcher der Bediener eine
weitere Shortcut-Funktion einstellen
kann, erleichtern das Arbeiten zusätzlich.
Mit dem neuen Steelwrist Auto
Connect-Schnellwechsler können hydraulische
Anbaugeräte bequem von der
Kabine aus angeschlossen werden. Die
Kompatibilität mit Steelwrist-, Engcon-,
Rototilt-, SMP- und OilQuick-Tiltrotatoren
erhöht die Produktivität und macht
das Graben in jedem Winkel möglich. Das
werkseitig montierte Tiltrotator-Vorbereitungssystem
erlaubt es, sowohl den
Bagger als auch den Tiltrotator mit den
MASCHINEN + TECHNIK
Original-Joysticks zu steuern, wobei die
Informationen auf dem Hauptdisplay
angezeigt werden. Die langfristige
Leistung all dieser Anbaugeräte wurde
dank der um 10% verbesserten Kühlleistung
der hydraulischen Anbaugeräte
sichergestellt.
Der neue Volvo-Motor D8M basiert auf
langjähriger bewährter Volvo-Motorentechnologie
und bietet eine überragende
Zuverlässigkeit. Durch die automatische
Motor-Regeneration und die aktualisierte
Hydraulik reduzieren sich auch die
Wartungsanforderungen. Das neue
Hydrauliksystem kommt mit weniger
Schläuchen aus, was den Bedarf an
Kupplungen reduziert und die Zuverlässigkeit
weiter erhöht. Der Zeitaufwand
und die Wartungskosten verringern sich
weiter, da die Motoröl- und Filterwechselintervalle
auf 1.000 Stunden verdoppelt
wurden. Und wenn der Harnstoff nachgefüllt
werden muss, sorgt der neue Spritzschutz
für eine schnellere und einfachere
Befüllung – bei gleichzeitiger Reduzierung
der Gefahr des Verschüttens und der
nachfolgenden Korrosion von darunter
verbauten Komponenten.
Selbst die härtesten Einsätze stellen
für den EC300E und EC250E keinerlei
Problem dar. Beide Bagger verfügen über
robuste Fahrwerke mit verstärkten
Laufradrahmen, Kettengliedern und
Stützrollen. Die Widerstandsfähigkeit und
Langlebigkeit werden durch ein verstärktes
Löffelgestänge, ein optionaler Schwerlastschutz
des Oberbaus und leicht
austauschbare, angeschraubte Verschleißplatten
zusätzlich unterstützt.
www.ascendum.at
MASCHINEN + TECHNIK
Die hocheffiziente Vorabsiebung mit
dem patentierten RM Active Grid sorgt für mehr
Brecher-Durchsatz und niedrigere Kosten. Erhältlich
ist das RM Active Grid für die Brecher RM 100GO!
und RM 120X.
RUBBLE MASTER
Hocheffiziente Vorabsiebung mit
dem patentierten RM Active Grid
Ein hoher Feinanteil in der Brechkammer senkt die Effizienz und Profitabilität
des Brechers. Rubble Master hat mit dem patentierten RM Active Grid ein
neues hocheffizientes Vorsieb auf den Markt gebracht, das den Materialdurchsatz
um bis zu 30% erhöht und den Verschleiß senkt.
A
bbruchmaterial, Betonbruch, Asphalt,
Wandschotter und Flußschotter sind
nur einige Beispiele, wo ein hoher Feinanteil
im Aufgabematerial zu finden ist. Wird
auf eine Vorsiebanlage verzichtet, so
landet das gesamte Material unabhängig
der Korngrößen im Brecher und läuft
nicht selten vollständig durch den Brechprozess.
Das feine Material sorgt aber in
der Brechkammer für einen unnötigen
Verschleiß der Schlagleisten, Prall- und
Verschleißplatten, sowie für einen höheren
Energieverbrauch in Form von Diesel oder
Strom, da der Rotor stärker belastet wird.
Das Ergebnis sind höhere Kosten für den
Durch die aktive Schwingung eines Teils
des Stabrostes wird die Absiebleistung
deutlich gesteigert. Nicht zuletzt wird
diese Effizienz auch durch den Selbstreinigungseffekt
des Active Grid erhöht.
häufigeren Tausch der Schlagleisten und
Platten, sowie kürzere Wartungszyklen.
Das senkt nicht nur die Effizienz des
Brechers, sondern auch den Profit, da der
Materialdurchsatz geringer ist, die Kosten
jedoch höher.
Aus diesem Grund wird in vielen Fällen
ein Stabrost zur Vorabsiebung des
Feinanteils und der kleinen Korngrößen
eingesetzt. Soweit so gut, doch hat der
Stabrost den Nachteil, dass er aufgrund
seiner starren Bauweise speziell bei
feuchtem, klebrigem oder lehmigem,
bindigem Material mit der Zeit zuwächst
und die Effizienz der Vorabsiebung so
sinkt. Selbst bei trockenem Material ist
die Absiebrate oft nicht ideal. Damit
kommt erneut der Großteil des Materials
in die Brechkammer oder es wird der
Einlauf zur Brechkammer blockiert,
sodass sich der Materialfluss verlangsamt.
Das hat wiederum den Effekt, dass der
Brecherdurchsatz sinkt, der Verschleiß
steigt und der Brecher wegen der notwendigen
Reinigung des Stabrostes stillsteht.
Abhilfe für die oben beschriebenen
Probleme schafft das von Rubble Master
entwickelte RM Active Grid. Es besteht
aus einem starren und einem beweglichen,
speziell gelagerten Teil des Stabrostes. Die
Schwingung der Vibrorinne versetzt das
Active Grid in eine Eigenschwingung,
daher ist ein eigener Antrieb nicht nötig.
Durch die aktive Schwingung eines Teils
des Stabrostes wird die Absiebleistung
deutlich gesteigert und je nach Material
und Aufgabe der gesamte Materialdurchsatz
um bis zu 30% erhöht. Nicht zuletzt
wird diese Effizienz auch durch den
Selbstreinigungseffekt des Active Grid
erhöht, der für eine konstante Absiebleistung
sorgt. Das Feinmaterial kann über
den Bypass der Brechkammer auf das
Hauptaustrageband laufen, oder über ein
Seitenaustrageband ausgebracht werden.
Ergebnis: mehr Materialdurchsatz,
weniger Verschleiß, niedrigere Kosten und
geringere Wartungszyklen, was letztendlich
mehr Produktivität und Profitabilität
bedeutet. Sollte bei wechselnden Einsatzfällen
des Brechers einmal keine Vorabsiebung
nötig sein, so kann das Active Grid
auch mit einem Blindboden ausgestattet
werden, das sich rasch montieren lässt.
Erhältlich ist das RM Active Grid für
die Brecher RM 100GO! und RM 120X.
Da die Erfordernisse in der Materialaufbereitung
sehr unterschiedlich sind,
bietet Rubble Master selbstverständlich
eine Reihe von Lösungen für die Vorabsiebung.
Neben dem Active Grid und einem
Standard-Stabrost wird auch ein im
Aufgeber integriertes 2-Deck Vorsieb für
definierte Korngrößen in der Vorabsiebung
angeboten. Zusätzlich stehen mobile
Vorsiebanlagen der HS Serie in unterschiedlichen
Größen zur Verfügung.
www.rubblemaster.com
36 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
VERNETZTES
ARBEITEN
Rahofer.
MIT BAUMASCHINENTECHNIK DIE ZUKUNFT KOPPELN
Die Schnellwechselvorrichtung SW2-Q GPS und SW3-Q GPS mit Oil- und Elektro-Quickfunktion
für Hydraulik bagger (12t bis 40t) macht das automatische Kuppeln von digital
aufbereiteten Gelände plandaten zum Kinderspiel. Ein zu tiefes Eindringen des Böschungs
löffels über das Zielprofil hinaus wird verhindert, indem die Löffelkante in Echt zeit
und Relation zur Maschinenposition und den Geländeplandaten durch gezielte Sensorik
und 3D-Daten gesteuert wird. Schnell, einfach, intelligent – und sicher. Denn durch die
selbstnach stellende, konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck
sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
MASCHINEN + TECHNIK
Im Rahmen eines privaten
Bauvorhabens, bei dem ein
Gebäudekomplex aus
Wohnhochhäusern, einem
Bürohaus und einem Hotel
entsteht, werden die Außenanlagen
mit Hilfe der zero
emission Reihe von Wacker
Neuson gestaltet.
D
as ausführende Bauunternehmen
Swietelsky AG setzt hier bewusst auf
die E-Maschinen von Wacker Neuson: „Im
Zuge unseres Engagements für mehr
Nachhaltigkeit am Bau möchten wir
schrittweise die CO2-Emissionen und
gerade im innerstädtischen Bereich auch
die Lärmemissionen reduzieren“, sagt Karl
Weidlinger, Vorstandsvorsitzender der
Swietelsky AG.
Vom Innenrüttler zur Betonverdichtung
bis zum vollelektrischen 1,7-t-Bagger
wurde auf der Wiener Baustelle fast das
gesamte zero emission Portfolio von
Wacker Neuson eingesetzt. „Mit unseren
elektrisch betriebenen Maschinen können
wir viele Anwendungsszenarien abdecken“,
sagt Alexander Greschner, Vertriebsvorstand
der Wacker Neuson Group.
„Der Einsatz in Wien zeigt, dass unsere
zero emission Lösungen nicht nur für
Vom Innenrüttler über Stampfer und
Vibrationsplatten bis hin zum Dumper und
Minibagger haben die elektrischen Maschinen und Geräte
von Wacker Neuson bewiesen, dass sie für den täglichen
Praxiseinsatz ideal geeignet sind. Im Bild der akkubetriebene
Minibagger EZ17e und der elektrische
Dumper DW15e.
WACKER NEUSON
E-Maschinen überzeugen
im Praxiseinsatz in Wien
Spezialeinsätze, sondern auch für ganz
alltägliche Aufgaben auf Baustellen im
innerstädtischen Bereich ideal geeignet
sind. Hier sind wir mit unserem breiten
Portfolio Vorreiter in der Branche.“
Mit bis zu 90% geringeren CO2-Emissionen
– Batterieproduktion und Energiegewinnung
sind hier bereits enthalten –
machen die E-Maschinen nicht nur das
Arbeiten auf der Baustelle angenehmer,
sondern leisten auch einen Beitrag zum
Erreichen der Klimaziele. In Wien
überzeugten die extrem leisen Elektrobagger,
-dumper, -radlader und Co. Swietelsky
zudem mit ihrem einfachen Handling in
der Praxis: Alle Maschinen können über
Nacht geladen werden und der Akku
reicht für einen durchschnittlichen
Arbeitstag. „Die elektrischen Produkte von
Wacker Neuson bieten zahlreiche Vorteile“,
erklärt Mario Lang, Polier bei der Swietelsky
AG. „Wir können mit ihnen die
Betriebskosten verringern und die
Bediener noch besser schützen. Insbesondere
die einfache Handhabung und das
reibungslose Zusammenspiel der Maschinen
und Geräte haben uns überzeugt.
Einem Einsatz der elektrisch betriebenen
Maschinen von Wacker Neuson bei
weiteren Baustellen steht nichts im Weg.“
Bei dem Bauprojekt entstehen unter
anderem Außenanlagen, Kinderspielplätze,
Sitzmöglichkeiten, Gehsteige und
Ladezonen. Dafür wurden Kabel verlegt,
Grünflächen angelegt, Wege vorbereitet
und Betonfundamente gesetzt. Für die
anfallenden Aushubarbeiten kam der
akkubetriebene Minibagger EZ17e zum
Einsatz. Die hochwertige Lithium-Ionen-
Technologie wird bereits seit einigen
Jahren von Wacker Neuson eingesetzt,
denn mit ihr wird die Maschine den hohen
Anforderungen an Leistungsdauer,
Langlebigkeit, Sicherheit und Robustheit
gerecht. Die großzügige Batteriekapazität
sorgt dafür, dass die hydraulischen
Funktionen mit gleicher Leistung wie
beim konventionellen Modell einen ganzen
Arbeitstag lang verfügbar sind. Über das
7-Zoll-Display wird der Bediener jederzeit
über den Zustand der Maschine, beispielsweise
den aktuellen Ladestand und die
38 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Hier geht’s zum Video
über den emissionsfreien
Einsatz in Wien:
damit verbleibende Verwendungsdauer,
informiert. Aufgeladen wird er über eine
Haushaltssteckdose (110-230 Volt) oder
per Schnellladung über Starkstrom (bis zu
415 Volt) in nur vier Stunden. Das
ausgehobene Material wird mithilfe des
elektrischen Dumpers DW15e transportiert.
Im Vergleich zum konventionellen
Modell wurden hier die Geräuschemissionen
um mehr als 20 Dezibel auf 60 db(A)*
Dezibel reduziert, was in etwa normaler
Zimmerlautstärke entspricht.
Im Zuge der Bodenverdichtung kamen
sowohl der Akkustampfer AS60e als auch
zwei akkubetriebene Vibrationsplatten
zum Einsatz. Zudem verdichtete der
Hochfrequenz-Innenrüttler IEe zuverlässig
den Beton für die Spielplatzfundamente.
Der Akku wird dabei in den
Umformer-Rucksack (ACBe) eingesetzt.
Dadurch trägt der Bediener die Energiequelle
beim Arbeiten auf dem Rücken und
lange Stromkabel sind nicht mehr nötig.
Das bedeutet mehr Sicherheit, neue
Bewegungsfreiheit und hohen Bedienkomfort.
Alle zero emission Verdichtungsgeräte
von Wacker Neuson, also Akkustampfer,
Akkuplatten und Innenrüttler, werden mit
demselben modularen Lithium-Ionen-
Akku betrieben. Dieser kann im Handumdrehen
entweder durch einen zweiten
Akku ausgetauscht oder zwischen den
Geräten gewechselt werden – ein zusätzliches
Plus an Flexibilität im Baustellenalltag.
In den eigens für Wacker Neuson
UN-zertifizierten Systemboxen der Marke
Alle zero
emission Verdichtungsgeräte
von Wacker
Neuson, also
Akkustampfer,
Akkuplatten
und Innenrüttler,
werden mit
demselben
modularen
Lithium-Ionen-
Akku betrieben.
Systainer sind der Akku und das Ladegerät
vor Verschmutzung und Beschädigung
geschützt. Der Akku kann damit gemäß
ADR/RID-Richtlinien transportiert und
sicher gelagert werden.
Heimische Betriebe können mit
emissionsfreien Lösungen von Fördergeldern
profitieren, denn zero emission
Fahrzeuge sind im Rahmen der E-Mobilitätsförderung
2021 förderfähig.
www.wackerneusongroup.com
Lowatschek & Regner KG
WWW.LOWATSCHEK-REGNER.AT
MASCHINEN + TECHNIK
In die Berechnung der Treibhausgasemissionen
werden die sieben vom
Weltklimarat IPCC und im Kyoto-Protokoll festgelegten
Haupttreibhausgase Kohlendioxid (CO2),
Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe
(FKWs), Perfluorcarbone (PFCs),
Stickstofftrifluorid (NF3) und Schwefelhexafluorid
(SF6) einbezogen.
Der Technikstandort Ilsfeld im Landkreis Heilbronn.
Insgesamt beschäftigt Wolffkran an den drei
Standorten 377 Menschen. Sie sollen in diesem
Jahr alle eine umfassende Schulung zum
Thema Klimaschutz im Arbeitsalltag erhalten.
WOLFFKRAN
Engagement im Klimaschutz
Als einer der ersten Hersteller in der Branche wurde Wolffkran in Deutschland jetzt
als klimaneutrales Unternehmen zertifiziert. Andreas Kahl, Geschäftsführer der
Wolffkran GmbH, kündigte zahlreiche weitere Vorhaben für den Klimaschutz an.
V
orgenommen hat die Zertifizierung
die Fokus Zukunft GmbH & Co. KG,
eine unabhängige Beratungsgesellschaft
für Nachhaltigkeit. Sie durchleuchtete die
beiden Produktionsstandorte in Heilbronn
und Luckau sowie den Technikstandort in
Ilsfeld hinsichtlich ihrer CO2-Emmissionen
und ermittelte einen Gesamt-Fußabdruck
CO2-äquivalenter Schadstoffe1 von
4.035 t pro Jahr. Zum Vergleich: der oder
die Durchschnittsdeutsche verursacht pro
Jahr rund elf t CO2. „Wir sind uns der
besonderen Verantwortung als Industriebetrieb
gegenüber kommenden Generationen
bewusst“, sagt Andreas Kahl. „Die
Zertifizierung ist ein wichtiger Schritt auf
unserem Weg zum klimabewussten
Unternehmen.“
Die ermittelten jährlichen Treibhausgasemissionen
gleicht der Kranhersteller
durch den Erwerb von 8.070 Klimaschutzzertifikaten
für die Jahre 2020 und 2021
aus. Damit ist Wolffkran einer der ersten
Hersteller in der Branche, der seine
Emissionen nach dem „Clean Development
Mechanism“, einem durch das
Kyoto-Protokoll festgelegten Mechanismus
zur Reduktion von Treibhausgasen,
freiwillig kompensiert. „Durch den Kauf
der Zertifikate unterstützen wir ein
Wasserkraftprojekt in Uganda“, erläutert
Andreas Kahl. „Wir haben dieses UNzertifizierte
und TÜV-geprüfte Projekt
sehr gewissenhaft ausgewählt und sind
überzeugt, dass es einen positiven Beitrag
zum Klimaschutz leistet“, so Kahl.
Der CO2-Ausgleich durch Klimazertifikate
ist nur ein Baustein von Wolffkrans
Klimaschutzbestrebungen. „2021 wollen
wir viele weitere Schritte in Deutschland
gehen“, so der Geschäftsführer. „Wir
planen unter anderem Solaranlagen auf
1 In die Berechnung der Treibhausgasemissionen werden die sieben vom Weltklimarat IPCC und im Kyoto-Protokoll
den Werksdächern zu installieren.
Außerdem möchten wir die deutschen
Produktionsstätten auf Ökostrom
umstellen, unsere Belegschaft großflächig
zum Thema Energie- und Ressourceneinsparung
im Arbeitsalltag weiterbilden, ein
Waldaufforstungsprojekt in der Region
Luckau fördern und gemeinsam mit
Heilbronner Schulen Blühwiesen anlegen
und Bienenvölker ansiedeln“, gibt
Andreas Kahl einen Ausblick. „Ich bin
überzeugt, dass die Erhebung und
Visualisierung unseres CO2-Ausstoßes
langfristig das Bewusstsein für ein
großangelegtes Um- und Neudenken in
Sachen Klimaschutz schärfen wird –
sowohl innerhalb unseres Unternehmens
als auch bei unseren Kunden, Partnern
und letztlich sogar in unserer ganzen
Branche.“
www.wolffkran.com
40 MÄRZ 2021 festgelegten Haupttreibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe
BAUBLATT.ÖSTERREICH
(FKWs), Perfluorcarbone (PFCs), Stickstofftrifluorid (NF3) und Schwefelhexafluorid (SF6) einbezogen.
Den Fortschritt erleben.
Die neue Generation der Liebherr-Raupenbagger
Die Liebherr-Raupenbagger der 8. Generation sind innovativ und zukunftsorientiert. Liebherr
hat die Maschinen komplett überarbeitet, um seinen Kunden komfortablere und effizientere
Produkte anzubieten. Zu den Stärken der neuen Raupenbaggergeneration gehören:
eine gesteigerte Motorleistung, ein schweres Gegengewicht für größere Löffelkapazitäten und
ein reduzierter Kraftstoffverbrauch.
Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH
Dr.-Hans-Liebherr-Straße 4
5500 Bischofshofen
Tel.: +43 50809 1 0
E-Mail: info.lbh@liebherr.com
www.facebook.com/LiebherrConstruction
www.liebherr.com
MASCHINEN + TECHNIK
Eines der derzeit
spannendsten Projekte
in der Wiener Stadtentwicklung
ist die Neugestaltung
des Althan
Quartiers rund um den
Franz-Josefs-Bahnhof
durch den Projektentwickler
6B47. Für die
Realisierung der Wohnbauprojekte
„Sophie“
und „Joseph“ sorgt die
Firma Prajo‘s mit ihrem
aktuell größten Abbruchgerät
– einem
Hitachi KMC 600-6 mit
36 m Arbeitshöhe – trotz
der engen Verhältnisse
für einen raschen Baufortschritt.
PRAJO‘S / 6B47
Prajo‘s neuer Abbruchriese schafft in
Wien-Alsergrund Platz für neue Wohnungen
S
o wie die Rossau oder Spittelau wurde
auch der Althangrund als ehemalige
Vorstadt in den 9. Wiener Gemeindebezirk
Alsergrund eingegliedert. Im Zentrum des
Bezirks liegt der Franz-Josefs-Bahnhof
mit seiner markanten Glasfassade, der als
Endstelle zahlreicher Regionalexpress-
Verbindungen für eine starke Belebung
sorgt. Rund um den Bahnhof entstand im
Laufe der Jahre das ca. 2,4 ha umfassende
Althan Quartier, an dessen Neugestaltung
bzw. Neubelebung seit einigen Jahren die
6B47 Real Estate Investors AG arbeitet.
Das Unternehmen zählt zu den führenden
Immobilienentwicklern im deutschsprachigen
Raum und verfügt über Standorte in
Die Abbrucharbeiten
umfassen
ca. 130.000 m³
umbauten
Raum, die
Schad- und
Störstoffe der
Entkernung
wurden
fachgerecht
entsorgt.
Wien, Düsseldorf, Berlin, München und
Warschau. Läuft alles nach Plan, dann
werden die Arbeiten am neuen Althan
Quartier bis 2023 abgeschlossen sein. Das
neue Viertel wird dann eine bunte
Mischnutzung aus Arbeiten, Wohnen,
Gewerbe, Handel, Tourismus sowie
Sozialem bieten und auch rund 2.500
Arbeitsplätze schaffen.
Einen Überblick über die vier zentralen
Projekte des neuen Althan Quartiers gibt
Prokurist DI Christian Großschartner,
Leiter Projektentwicklung der 6B47:
„Unser Ausgangspunkt für dieses Entwicklungsgebiet
war das benachbarte
Projekt Althan Park, wo wir ab 2014 in
einem ehemaligen Bürogebäude rund 240
Wohnungen geschaffen haben. Eines der
vier aktuellen Projekte betrifft den
Kopfbau des Bahnhofs, der unter dem
Titel ,Francis‘ vollständig erneuert werden
wird. Eine Besonderheit des Projekts sind
die großen Raumhöhen von bis zu 3,5 m,
die vertikale Raumkonzepte ermöglichen.
Als zweites Projekt wird in der Althanstraße
die bestehende Hochgarage saniert
Rendering/Fotos: WOOW Studio; Prajo´s; Baublatt.Österreich
42 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Der neue Abbruchbagger Hitachi
KTEG KMC600-6 der Firma Prajo‘s
erreicht eine Arbeitshöhe von 36 m.
Damit positioniert sich das Unternehmen
in der Oberliga der
heimischen Abbruchunternehmen.
Mobile
wiege
technik
und über ihr ein zweigeschossiges Hotel
mit ca. 160 Zimmern errichtet. Bereits
begonnen haben die Abbrucharbeiten an
den bestehenden Bürogebäuden in der
Nordbergstraße, wo wir mit den beiden
neuen Wohngebäuden ,Sophie‘ und
,Joseph‘ rund 250 Eigentumswohnungen
schaffen. Die Realisierung der
Projekte erfolgt gestaffelt, als erstes
Projekt wird ,Sophie‘ im ersten Quartal
2023 fertiggestellt sein.“
Mit den Rückbauarbeiten in der
Nordbergstraße wurde die Firma Prajo‘s
beauftragt, die im September mit den
Entkernungsarbeiten startete und seit
Dezember den konstruktiven Abbruch
vorantreibt. Bei den Bestandsgebäuden
handelt es sich um Bürogebäude in
Stahlbetonbauweise, die mit Zwischenwänden,
abgehängten Decken und
Doppelböden ausgestattet sind. Die
Abbrucharbeiten umfassen ca. 130.000
m³ umbauten Raum, die Schad- und
Störstoffe der Entkernung wurden
fachgerecht entsorgt. Insgesamt müssen
ca. 45.000 t vorsortiertes Abbruchmaterial
zur Wiederverwertung abtransportiert
werden, was angesichts der engen
Nebenstraßen eine große logistische
Herausforderung darstellt. So ist ein
Mitarbeiter im Büro der Firma Prajo‘s
permanent damit beschäftigt, über ein
Telematik-System den Lkw-Einsatz zu
optimieren. Der Transport selbst erfolgt
über die firmeneigenen Lkw im Verbund
mit anderen Unternehmen, wie etwa
der Firma ContraCon.
Die Firma Prajo‘s Bau verfügt seit
rund 30 Jahren über Erfahrung in der
Abbruchbranche und hat bereits
Projekte jeder Größenordnung
JeDes graMM zählt
Von links: Firmenchef
Nikola Prajo und
Prokurist DI Christian
Großschartner (Leiter
Projektentwicklung
6B47) vor dem Standort
des künftigen
Wohnbauprojekts
„Sophie“.
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MASCHINEN + TECHNIK
Abbruch mit Aussicht: Für den Neubau des benachbarten Wohnbauprojekts Joseph haben ein Takeuchi TB250-2 und ein TB235-2 mit
dem Teilabbruch begonnen. Sie werden dabei auch von einer Seilsäge unterstützt. Abbruchelement bis 8 t werden von einem Mobilbaukran
der Firma Prangl abtransportiert.
abgewickelt. Geleitet wird sie von Nikola
Prajo, der als geschäftsführender Gesellschafter
in die Fußstapfen seines Vaters
Zoran Prajo steigt. Das Unternehmen
beschäftigt rund 60 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter bzw. rund 120 Personen in
verschiedenen Sub-Unternehmen.
Firmenchef Nikola Prajo: „Im Abbruch
sind wir im Raum Wien und Umgebung
sehr gut aufgestellt. Eines unserer großen
Zukunftsprojekte ist ein moderner
Recycling-Standort in Himberg, den wir im
nächsten Jahr realisieren werden. Unser
Ziel ist es, an diesem Standort in Kooperation
mit bekannten Unternehmen aus der
Recycling Branche die qualitative Aufbereitung
der bei unseren Projekten anfallenden
Baurestmassen sicherzustellen.
Ein weiteres Projekt ist ein neues Zwischenlager
im 23. Bezirk, mit dem im
Süden von Wien die Abläufe erleichtert
werden sollen. Unsere aktuellste Neuheit
ist aber unser neuer Hitachi KTEG
KMC600-6, der im Dezember von der
Firma Kiesel aus Deutschland gekommen
ist. Es ist das erste Gerät dieser Type in
Österreich und aktuell unser größter
Abbruchbagger. Er wiegt mit dem Aufbau
und Anbaugeräten ca. 85 t, verfügt über
ein hydraulisch ausfahrbares Fahrwerk
und erreicht mit seinem Teleskopausleger
eine Arbeitshöhe von 36 m. Durch dieses
extrem leistungsfähige und transportfreundliche
Gerät sind wir nicht nur voll
im Zeitplan, wir haben uns damit auch
ganz klar in der Oberliga der heimischen
Abbruchunternehmen positioniert.“
Bei dem neuen Abbruchbagger handelt
es sich um ein maßgeschneidertes Gerät
der Kiesel Technologie- & Entwicklungsgesellschaft
(kurz: KTEG). Das Unternehmen
ist ein kompetenter Partner rund um
Der Abtransport des Abbruchmaterials zur Wiederverwertung ist in dem
beengten Wohngebiet eine logistische Herausforderung. Der Hitachi
ZX190LC übernimmt die Vorsortierung und die Beladung der Lkw.
den Spezialmaschinenbau, die Geschäftsfelder
reichen von Systemen für Abbruch
und Spezialtiefbau, über batteriebetriebene
Raupenbagger bis hin zu digitalen
Assistenzsystemen. Das Grundgerät des
Hitachi KMC600-6 wiegt 72 t. Der
Oberbau stammt von einem Hitachi 490,
Unterbau und Ausleger kommen von der
Firma Kiesel. Der Verstellausleger wiegt
26 t, mit ihm lässt sich ein 3,5 t schweres
Anbaugerät in der maximalen Arbeitshöhe
von 36 m einsetzen. Für das Gerät stehen
grundsätzlich 12 verschiedene Ausleger
für die verschiedenen Einsatzbereiche zur
Verfügung.
Der Ausleger des Hitachi KMC600-6
der Firma Prajo‘s ist mit zwei OilQuick
Schnellwechselsystemen ausgerüstet: ein
OQ80 für die Abbruchschere und ein
OQ120 für die Auslegerverlängerung. Der
Auslegerwechsel selbst dauert nur wenige
Minuten und kann ohne Zweitgerät
durchgeführt werden. Nach der Ablage
bzw. Aufnahme über das Transportgestell
müssen nur noch die Strom- und Wasserleitungen
verbunden werden. Ausgerüstet
ist der Teleskopausleger mit Wasserleitungen
und Sprühdüsen sowie einem Kamerasystem
für das sichere Arbeiten in
großer Höhe. Der Vorteil des Teleskopauslegers:
wo für die verschiedenen Arbeitshöhen
bis jetzt verschiedene Geräte mit
unterschiedlichen Reichweiten eingesetzt
werden mussten, kann nun der Hitachi
KMC600-6 alleine verschiedene Gebäudeklassen
abbrechen.
Beim Abbruch in der Nordbergstraße
arbeitet das Gerät aus mehreren Gründen
auf einer aufgeschütteten Rampe. Einerseits
können so trotz der enormen Reichweite
auch die obersten Gebäudeteile
erreicht werden, andererseits ermöglicht
die Aufschüttung einen Sicherheitsabstand
zum Gebäude. Eine weitere zentrale
Aufgabe des Schüttkörpers besteht aber
darin, den Aufprall der herabstürzenden
44 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Die Abbruchprofis der Firma Prajo‘s sind täglich gemeinsam für ihre Kunden im Einsatz
(von links): die Poliere Zdravko Prajo und Dajan Vudrag, Firmenchef Nikola Prajo
und Maschinist Gerhard Grünwald.
Teile zu dämpfen. Dies ist vor allem
deshalb von Bedeutung, weil durch die
angrenzenden Gleise der ÖBB ein
Erschütterungswert von 24 mm pro
Sekunde nicht überschritten werden darf.
Eine Forderung, die einen zentralen Punkt
in den Vorbereitungen bzw. bei den
Ausschreibungen bildete. Mit Rücksicht
auf diese Grenzwerte muss Maschinist
Gerhard Grünwald daher im Abbruch sehr
sorgfältig auf möglichst kleine Teile
hinarbeiten. Das bedeutet natürlich einen
Mehraufwand, der sich auch zeitlich
niederschlägt.
Parallel zum Rückbau des Bürogebäudes
am Standort Sophie hat auch
schon der Teilabbruch am Standort Joseph
durch die Firma Prajo´s begonnen. Zwei
Takeuchi Bagger, ein TB250-2 und ein
TB235-2, arbeiten zurzeit mit Hydraulikhämmern
vom Dach abwärts daran, die
Teile in den einzelnen Geschossen abzubrechen,
die über die Gleishalle der ÖBB
auskragen. Die unterste Decke kragt am
weitesten aus, sodass die oberen Ebenen
mit den Kompaktgeräten – unterstützt
durch Seilsägen – rückgebaut werden
können. Das bis zu einer Stückgröße von
8 t zerkleinerte Material wird mit einem
Mobilbaukran der Firma Prangl nach
unten transportiert. Am Schluss wird die
unterste Decke besonders vorsichtig
herausgeschnitten. Sobald gegenüber
der Gleishalle eine gerade Fluchtlinie
vorhanden ist, wird hier zunächst der
bewährte Kobelco SK400DLC der Firma
Prajo´s mit Long Reach Ausrüstung samt
Wassersprüheinrichtung und in der Folge
auch der neue Hitachi KMC600-6 den
weiteren Abbruch vornehmen. Bis
spätestens Mitte April werden bei Sophie
die Abbrucharbeiten abgeschlossen sein,
wenige Wochen später ist dann auch der
Weg frei für die Errichtung des Wohnbauprojekts
Joseph.
www.prajos-bau.at | www.6b47.com
MASCHINEN + TECHNIK
ALLISON TRANSMISSION
Verlängerte Getriebegarantie
Allison Transmission, weltweit größter Hersteller von vollautomatischen
Getrieben für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge, hat eine neue Aktion
für die Bauindustrie gestartet. Für alle neuen On-Highway-Baufahrzeuge
mit Allison-Vollautomatikgetrieben der 4.000er Baureihe, die zwischen
dem 1. Jänner und dem 31. Dezember 2021 bestellt und ausgeliefert
werden, bietet Allison eine kostenlose Verlängerung der Getriebegarantie
von den üblichen 2 Jahren auf 5 Jahre. Dies gilt ausschließlich für
Baufahrzeuge wie Kipper, Absetz- und Abrollkipper und Betonmischer.
www.allisontransmission.com
KAESER
Bundesheer übernimmt zwei Kaeser
M82 13 kVA in Sonderausführung
Ende Februar wurden von Kaeser Österreich zwei Stück Mobilair M82 mit 7 bar
Betriebsdruck und 13 KVA Generator in kundenspezifischer Ausführung an das
Österreichische Bundesheer übergeben.
Ü
bergeben wurden die beiden Geräte, die
durch die Firma Laurer verkauft
wurden, in der Schwarzenberg Kaserne in
Salzburg. Eine Anlage ist für die Pioniere in
Oberösterreich und eine für die Steiermark
bestimmt. Die neuen Geräte sollen sowohl
für den Brückenbau als auch zur Hangsicherung
verwendet werden.
Der neue Motor mit knapp 55 kW
Nennleistung hält mit dem serienmäßigen
Dieselpartikelfilter die strenge europäische
Abgasstufe V ein und öffnet ohne den
Einsatz von AdBlue die Tür zu allen
Umweltzonen. Die Motorleistung beflügelt
den Kaeser-Schraubenkompressorblock mit
Sigma-Profil zu hohen Liefermengen von
zum Beispiel 8,4 m³/min bei 7 bar bis zu
starken 5,5 m³/min bei 14 bar und stellt die
Druckluftversorgung für zum Beispiel
Trockeneisstrahlen, Sandstrahlen oder
Die beiden Kaeser Mobilair M82 werden vom Österreichischen Bundesheer in Oberösterreich
und in der Steiermark für den Brückenbau und zur Hangsicherung eingesetzt.
Arbeiten mit dem Abbruchhammer sicher.
Während Betreiber von Abbruch- oder
Bohrhämmern die patentierte Anti-Frost-
Regelung schätzen, die in Verbindung mit
einem eingebauten Werkzeugöler den
perfekten Schutz der angeschlossenen
Werkzeuge vor Korrosionsschäden und vor
dem Einfrieren bietet, kann bei der
konfigurierten Druckluftaufbereitungsvariante
mit Nachkühler und Rückerwärmung
die für den Prozess optimale Druckluftaustrittstemperatur
für zum Beispiel
Strahlanwendungen stufenlos eingestellt
werden. Ist eine Mikrofilter-Kombination an
Bord, dann fördert die kompakte Anlage
technisch ölfreie Druckluft mit einem
Ölrestgehalt von 0,01 ppm.
Die integrierte Kompressorsteuerung
Sigma Control Smart ist kinderleicht zu
bedienen. Das Farbdisplay gibt Aufschluss
über alle Betriebsparameter, meldet
Störungen und zeigt anstehende Wartungen
rechtzeitig an. Neben dem zuverlässigen
Kaltstart auf Knopfdruck kann auch der
Arbeitsdruck einfach und exakt in 0,1 bar
Schritten bis 5 bar reduziert und somit
exakt auf die Bedürfnisse vor Ort angepasst
werden. Bei der M82, die optional mit einem
8,5 oder 13 kVA-Stromerzeuger ausrüstbar
ist, sorgt die Steuerung für die maximale
Druckluftverfügbarkeit im Verhältnis zum
Strombedarf. Je nach den eigenen Präferenzen
können unterschiedliche Fahrwerksund
stationäre Varianten gewählt werden
sowie zahlreiche weitere Optionen. So lässt
sich ein zuverlässiger und umweltschonender
Baukompressor für die härtesten
Arbeitsbedingungen zusammenstellen, der
in jeder Umweltzone gern gesehen ist.
www.kaeser.at
46 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
KEINEN CAT KÖNNEN
WIR UNS NICHT LEISTEN.
Wir sind ein breit aufgestelltes Familienunternehmen mit starken Werten und nachhaltiger Ausrichtung. Qualifizierte Mitarbeiter
und modernste Technologien garantieren unser hohes Niveau, das wir mit starken Partnern permanent verbessern.
Ohne die Maschinen von Caterpillar und den Service von Zeppelin auszukommen, das können wir uns nicht leisten.
Christian, Bruno und Johannes Urschitz,
Ing. Bruno Urschitz GmbH, Finkenstein
zeppelin-cat.at
MASCHINEN + TECHNIK
Perfekt für den
Kanalbau: Schwenktieflöffel
und Trapezlöffel von
HS-Schoch.
Marcel Schoch, geschäftsführender
Gesellschafter der HS-Schoch Gruppe ist
stolz auf die Entwicklung der HS-Schoch
GmbH Austria.
HS-SCHOCH
Mit Qualität und Service auf
Wachstumskurs in Österreich
Vor genau drei Jahren expandierte Anbaugeräte-Experte HS-Schoch nach
Österreich. Grund dafür war die anhaltende Nachfrage am Markt. Seitdem
kümmert sich der Amstettner Felix Funke als geschäftsführender Gesellschafter
um den Standort und den Vertrieb von Baumaschinenzubehör,
Anbaugeräten und Verschleißteilen sowie den dazugehörigen Service.
B
ereits seit 1986 entwickelt und
produziert HS-Schoch mit Hauptsitz in
Deutschland Anbaugeräte wie Löffel,
Schaufeln und Greifer. Oberste Priorität
haben Qualität und Service. Das Produktsortiment
umfasst u.a. Tieflöffel, Abbruchgeräte,
Standardschaufeln, Kombischaufeln,
Hochkippschaufeln, Sieblöffel,
Hydraulikgreifer, Schnellwechseleinrichtungen,
Abbruchgreifer und
Sonderkonstruktionen.
Top Qualität durch top Partner
HS-Schoch ist Hardox-Wearparts Partner
und verfügt über langjährige Erfahrung in
der Verarbeitung von Hardox-Verschleißblech.
Darüber hinaus ist HS-Schoch
Borox Partner. Borox Messerstahl und
Verschleißstreifen zeichnen sich durch
eine hervorragende Verschleißfestigkeit
und Beständigkeit gegen Bruch auf Grund
von Stoßeinwirkung aus. Bei den Zahnsystemen
vertraut man auf die Qualität von
Esco und MTG.
Geschäftsführender Gesellschafter der
HS-Schoch Gruppe Marcel Schoch ist stolz
auf die Entwicklung der HS-Schoch GmbH
Austria: „Dass es einen großen Markt in
Österreich für Anbaugeräte gibt, war uns
schon lange bekannt und seit jeher
beliefern wir auch den D-A-CH Markt von
Deutschland aus. Mit Felix Funke als
Ansprechpartner direkt in Österreich
haben wir jetzt aber noch einmal ein ganz
anderes Statement setzen können. Die
Wege sind kurz und wir kümmern uns vor
Ort um die Wünsche und Anforderungen
der Kunden, d.h. wir können auch viel
schneller bzw. kurzfristiger reagieren.
Felix hat innerhalb der letzten drei Jahre
ein großes Netzwerk aufbauen und einige
namhafte Kunden für sich und uns
gewinnen können.“
Der 28-jährige Felix Funke ist Wirtschaftsingenieur
und kann bereits einige
Erfahrung in der Baumaschinenbranche
vorweisen. Auch er ist glücklich über den
Werdegang des österreichischen Standorts:
„Die Baubranche und mit ihr die Nachfrage
an qualitativen Anbaugeräten am
Markt wächst stetig. Ich freue mich sehr
über die Entwicklung und die tolle
Zusammenarbeit mit allen Kolleginnen
und Kollegen der HS-Schoch Gruppe.
48 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
1 2 3
1 Bereit für den Abbruch: Pladdet Abbruch- und Sortiergreifer. 2 HS-Reißlöffel „The Beast“.
3 Felstieflöffel im Einsatz: Inhalt 5,2 m³, Eigengewicht 8,5 t.
Felix Funke,
geschäftsführender
Gesellschafter der
HS-Schoch GmbH
in Österreich,
freut sich über
das steigende
Inter esse der
heimischen
Bauunternehmen.
Durch die bewährte Qualität der Produkte
‚made in Germany‘ und die Vorteile als
Full-Liner im Bereich Baumaschinen mit
der HS-Schoch GmbH & Co.KG, der ZFE
GmbH und der bsg GmbH können wir
unsere Schlagkraft und den geforderten
Mehrwert für unsere Kunden täglich
unter Beweis stellen. Dank eines großen
Mietparks können wir Geräte auch
unverbindlich und zu günstigen Konditionen
zur Miete anbieten. Ich freue mich auf
viele weitere interessante Anfragen und
Kundenbegegnungen.“
www.hs-schoch.at
BOBCAT
BIETET HEUTE
DIE LÖSUNGEN
FÜR MORGEN
Vor vielen Jahren gründete Bobcat die Kompaktmaschinenindustrie. Heute erfinden wir sie neu!
Bei der Entwicklung der Kompaktbagger stand der Fahrer wahrlich im Mittelpunkt. Alle Wünsche und
Anforderungen der Unternehmen wurden konsequent in Lösungen umgesetzt. Daraus ist eine gelungene
Mischung aus hoher Leistungsfähigkeit, anwenderfreundlichen, intuitiven Bedien elementen und erstklassigem
Komfort entstanden.
Exzellente Steuerbarkeit | Mehr Sicherheit durch Stabilität | Leistung und Produktivität | Vielseitigkeit
Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Händler oder unter www.bobcat.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
49
MASCHINEN + TECHNIK
Mit innovativen Lösungen sorgt MWT sowohl bei stationären als auch bei
mobilen Bandwaagen für präzise Wiegeergebnisse.
MWT
Stationäre und mobile Bandwaagen
sorgen für höchste Wiegegenauigkeit
MWT bietet zahlreiche Varianten zur kontinuierlichen Verwiegung von Schüttgut.
Hier sorgen Bandwaagen für präzise Wiegeergebnisse und müssen Messaufgaben unter
schwierigen Einflüssen wie z.B. Vibrationen, Erschütterungen, Wasser, Staub oder
Temperaturschwankungen durchführen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die
Bandwaage robust, zuverlässig, bedienerfreundlich und wartungsarm arbeitet.
D
ie Förderbänder auf den Bandwaagen
sind ständig in Bewegung und müssen
in der Lage sein, die Wiegegüter exakt zu
erfassen. Deshalb erfolgt die Gewichtsermittlung
der Bandwaagen mit Hilfe der
dynamischen Verwiegung. Eine präzise
und zuverlässige Bandgeschwindigkeitsmessung,
sorgt für optimale Messergebnisse.
Die Bandwaagen besitzen eine
Wiegeleistung von 3.000 t/h und sind aus
qualitativ hochwertigen Materialien
hergestellt, um bei allen Begebenheiten
bestens zu funktionieren. Die spezielle
Konstruktion erlaubt, dass die Waage in
fast allen gängigen Förderbandkonstrukti-
Fotos: Öllinger
50 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
onen und in bereits bestehende Förderbänder
nachträglich ein gebaut werden kann.
Innovative Wiege-Elektronik
verbessert Bedienbarkeit
Aus dem Gewichts- und Geschwindigkeitsmesswert
wird von der neuen Wiege-Elektronik
BM10 die aktuelle Förderleistung
des Bandes berechnet und aufsummiert.
Diese zuverlässige Wiegeelektronik
enthält ein komfortables 10 Zoll Display
und erleichtert den Zugriff sowie die
Auswertung sämtlicher Wiegedaten. Die
Software kann Daten von verschiedensten
Wiegeterminals einlesen und ist mit
diversen Schnittstellen für Stammdaten
und Benutzerverwaltung ausgestattet. Mit
einem angeschlossenen Drucker wird der
Wiegeschein ausgedruckt, der die aktuelle
Fördermenge, Kundenadresse, Frächter,
Produkt sowie Datum und Uhrzeit
anzeigt. Durch die hohe Modularität
können vom einfachsten Wiegeablauf, bis
zur komplexen branchenspezifischen
Selbstbedienungswaage, fast alle Aufgabenstellungen
abgebildet werden.
Die Auswertungen der Bandstatistik
des MultiControlPanel BM10 zeigen
folgende Ergebnisse an:
n Datum für die
Statistikanzeige
n Balkendiagramm der
Stundenleistung je Band
n Anzeige der Fördermengen
an Baustellen bei Tagen,
Wochen, Monaten
n Die jeweilige Bandauswahl
n Bandprotokoll der
Bandlasten
n Wiegeschein Archiv
n Ermittlung der Fördermengen
für einen einstellbaren
Zeitraum
n Versenden eines
Tagesberichtes
n Export der Tagesfördermengen
im CSV-Format
n Eine LOG-Datei mit allen
Ereignissen
n Erstellen von Tages-, Wochenund
Monatsberichten als
Datei, Druck oder Mail
„Die neue Wiegeelektronik BM10 ist
eine umfassende Anzeige- und Schaltzentrale
der neuesten Generation. Somit wird
die Leistungsfähigkeit und Betriebsdatenerfassung
aller Bandwaagen noch
Durch die neue Wiege-Elektronik BM10 wird
die aktuelle Förderleistung des Bandes
berechnet und aufsummiert.
besser unterstützt. Eine weitere Stärke
des Produktes ist, dass kundenspezifische
Wünsche mit geringem Aufwand realisiert
werden können und somit maßgeschneiderte
Lösungen kostengünstig sind“,
betont MWT Geschäftsführer Günter
Schmalnauer.
www.mwt-systeme.at
DIE NEUEN
RADLADER
DER SERIE 7
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
51
MASCHINEN + TECHNIK
Fotos: MCE GmbH & HPA
MCE
Deutscher Brückenbaupreis für Rethebrücke
Im März wurde die neue Rethebrücke in Hamburg als in Europa einzigartige
Konstruktion mit dem Deutschen Brückenbaupreis 2020 ausgezeichnet.
Eindrucksvolle Montage: Die
vier Klappen wurden auf einem
Vormontageplatz in Wilhelmshaven
zusammengebaut,
anschließend in einem Stück
mittels Pontoneinheiten nach
Hamburg transportiert und mit
einem Schwimmkran in ihre
Endlage gehoben.
D
ie ursprüngliche Konstruktion
der Rethe-Hubbrücke in
Hamburg aus dem Jahr 1934
war in die Jahre gekommen und
hielt den modernen Anforderungen
an Infrastruktur nicht mehr
stand. Das Habau Group
Unternehmen MCE (siehe auch
Bericht ab Seite 10) wurde
deshalb von Hamburg Port
Authority AöR mit den ARGE-
Partnern Hochtief, Bilfinger und
Waagner Biro Bridge Systems
mit der Errichtung der neuen
Konstruktion, einer zweiflügligen
Klappbrücke, beauftragt.
Das Bauwerk misst eine
Spannweite zwischen den
Drehlagern von 104,2 m und
zählt somit zu den größten
Klappbrücken weltweit.
Für das Projekt war nicht nur
größte Exaktheit, sondern auch
Innovationsreichtum gefragt, wie
Projektleiter Günther Dorrer von
der MCE berichtet: „Dadurch,
dass über die Brücke auch die
Hafenbahn auf einer festen
Fahrbahnkonstruktion geführt
wird, durften die Toleranzen im
Gleisbereich von einem Millimeter
nicht überschritten werden.
Bei einer Klappbrücke von dieser
Dimension ist das eine großartige
Leistung.“ Hierfür war es
nötig, dass die Bereiche Ingenieur-,
Stahl- und Maschinenbau
sowie Elektro- und Steuerungstechnik
interdisziplinär und eng
zusammenarbeiteten. „Die
Rethebrücke zeichnet sich durch
das Novum aus, dass an der
Klappenspitze keine wartungsintensive
mechanische Verriegelung
eingebaut wurde. Die
Klappen zentrieren sich über die
sogenannte Fingerkonstruktion
selbstständig“, so Dorrer weiter.
Seitens Bundesingenieurkammer
und dem Verband Beratender
Ingenieure gab es für diesen
„europaweit einzigartigen
Schließmechanismus“ nun den
Deutschen Brückenbaupreis
verliehen.
www.mce-hg.com
MASCHINEN + TECHNIK
Nach der Vorstellung der
acht neuen TEC 7-Krane von
Palfinger wird die Premiumkranreihe
um weitere vier
Modelle erweitert.
D
ie gesamte TEC 7-Kranbaureihe
besticht durch einzigartige Assistenzsysteme
und Innovationen auf allen
Ebenen. So überwacht die Steuerungssoftware
mit der Wiegefunktion Weigh die
unterschiedlichen Drücke der Zylinder und
kann so das Gewicht der Last am Kranhaken
auf 5% exakt berechnen. Ein optionales
Längenmesssystem im Ausschubsystem
(in Verbindung mit Fly-Jib serienmäßig)
ermöglicht die Optimierung der Hubkräfte
in höheren Armstellungen. Die gehobenen
Gewichte sind direkt auf der Palcom P7
ersichtlich. Alternativ dazu kann zwischen
Kran und Kranhaken ein kabelloses
Wiegesystem eingebaut werden. Die Daten
werden dann direkt über Bluetooth auf
dem Mobiltelefon ausgelesen. Der Mehrwert
dieses Systems ist es, das Gewicht der
Last exakt zu kennen. Dies erleichtert den
Arbeitsalltag des Bedieners, ist aber auch
ein wesentlicher Sicherheitsfaktor bei der
Einschätzung, ob ein Untergrund stabil
genug ist oder womöglich nicht.
Weiters wurde bei der Konzeption der
Seilwinde höchstes Augenmerk auf
Hubleistung, Geschwindigkeit und
optimales Wickelverhalten gelegt. Die
Seilwinde kann zu jeder Zeit unter Volllast
KUHN-LADETECHNIK
Neue Modelle der Palfinger
Tec 7-Premiumkranreihe
Der PK45002 TEC 7,
PK 48002 TEC 7 (Bild),
PK 55002 TEC 7 und der PK
58002 TEC 7 mit P-Profil sind
ab sofort bei Kuhn-Ladetechnik
verfügbar.
in Gang gesetzt werden (maximales
Anfahrtsmoment) – mit Seilgeschwindigkeiten,
die konventionelle Winden um 50%
übertreffen, mit Seillängen von bis zu 90 m
und auch wenn Fly-Jibs zum Einsatz
kommen. Die Seilwinde lässt sich über die
Fernbindung bequem abklappen und
reduziert damit die Gesamthöhe. Intelligente
Assistenzsysteme der TEC-Reihe
verwandeln die Seilwinde in ein intelligentes
Werkzeug, das den Abstand zwischen
Rollenkopf und Unterflasche bei jeder
Kranbewegung konstant hält (RTC).
Dadurch wird die Effizienz und Flexibilität
im Einsatz gesteigert. Die Power Link
Seilwinde, RTC und P-Fold machen es
möglich, den Kran nur mit einer Hebelbewegung
– quasi auf Knopfdruck – zu
entfalten oder zusammenzulegen.
www.kuhn.at
MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Übergabe des bisher größten
Abbruchbaggers von Liebherr
Das deutsche Abbruchunternehmen AWR Abbruch GmbH erhielt den Schlüssel
für den R 980 Abbruch bei einer offiziellen Übergabe am Standort Colmar.
Dieser Bagger mit seinen beeindruckenden Dimensionen wurde von der
Liebherr-France SAS entwickelt und produziert.
Der R 980 Demolition hat ein
Einsatzgewicht von 190 t, ein
Ballastgewicht von 35 t und kann
ein 3 t Anbaugerät in der maximalen Arbeitshöhe
von 55 m einsetzen.
Dieser Stahlglobus wurde
von den Auszubildenden des
Schweißtrainingszentrums der
Liebherr-France SAS gefertigt.
Von rechts: Martin Schickel (Geschäftsführer Liebherr-France SAS), Brigitte Klinkert
(Ministerin für Arbeit, Beschäftigung, Berufsbildung und sozialen Dialog), Nazmi Viqa
(AWR Abbruch GmbH) und Ilmi Viqa (AWR Abbruch GmbH).
D
er deutsche Kunde ist bereits mit Liebherr-
Abbruchmaschinen vertraut und besitzt
insbesondere eine im Jahr 2007 erworbene
R 974 Abbruch-Maschine. Diese ist auch heute
noch in Betrieb. Seit diesem ersten Projekt hat
die AWR Abbruch GmbH auch weitere Liebherr-Geräte
erworben, darunter zwei Abbruchbagger,
Mobilbagger und Radlader.
Der Auftrag wurde am Produktionsstandort
der Liebherr-France SAS in Colmar in Zusammenarbeit
mit dem Kunden entwickelt und
ausgeführt. Die Maschine hat ein Einsatzgewicht
von 190 t, ein Ballastgewicht von 35 t und
erforderte monatelange Studien, Tests und
Änderungen, um ein Ergebnis zu erzielen, das
den Erwartungen des Kunden vollkommen
entspricht. Der von Liebherr-France SAS
entwickelte und produzierte R 980 Abbruch
verfügt über vier Abbruchausrüstungen von
jeweils 21, 26, 36 und 55 m Länge. Die 21- und
26-m-Geräte werden 15-t-Werkzeuge tragen
können, 7 t bei der 36-m-Version und schließlich
3 t bei der 55-m-Version.
Die vor 55 Jahren gegründete AWR Abbruch
GmbH zählt zu den führenden Abbruchunternehmen
in Deutschland. Das Unternehmen ist
spezialisiert in den Bereichen Schadstoffsanierung,
Verwertung, Entsorgung, Erd- und Grundbau
sowie Sprengungen. Die Unternehmensführung
entschied sich erneut für Liebherr wegen
des Know-hows, der Anpassungsfähigkeit der
Produkte und vor allem der über dreißigjährigen
Erfahrung von Liebherr mit Abbruchbaggern.
Neben der beeindruckenden Maschine wurde
auch ein Stahlglobus besichtigt, der von den
Auszubildenden des Schweißtrainingszentrums
der Liebherr-France SAS gefertigt wurde. Ihr
Werk steht für die internationale Bedeutung
und das lokale Know-how des Produktionsstandorts.
Der Globus wird auf dem Werksrundgang
vor drei historischen Modellen der
Produktionsstätte ausgestellt werden. Die
Liebherr-France SAS begrüßt dieses Jahr mehr
als 70 Auszubildende an ihrem Produktionsstandort
in Colmar. Die Ausbildung ist ein fester
Bestandteil der Einstellungspolitik des Unternehmens:
Sie ist der beste Weg, einen Beruf zu
erlernen und sich dabei so früh wie möglich in
das berufliche Umfeld zu integrieren.
www.liebherr.com
54 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Das langjährig bewährte
Geogitter Fortrac T ist ab
sofort auch in der ecoLine
verfügbar.
D
er Huesker Gruppe ist es gelungen,
das flexible, extrem belastbare
Geogitter für die Bewehrung von Erdkonstruktionen
aus 100% recycelten PET-Garnen
herzustellen. Zuvor hatte das Unternehmen
bereits erfolgreich einen weiteren
Produktklassiker, die Asphaltbewehrung
HaTelit C eco, ebenfalls aus PET-Recycling-Garnen,
in der ecoLine eingeführt. Die
verwendeten Garne der ecoLine sind zu
100% PET-Recyclingmaterial. Sie leisten
durch den Verzicht auf primäre Rohstoffe
einen wertvollen Beitrag für nachhaltiges
Bauen durch Ressourcenschonung und
CO2-Emissionseinsparungen. Die Anforderungen
an die Produktqualität und
-sicherheit von Fortrac T eco sind hoch.
„Unsere Geogitter der ecoLine erfüllen
dieselben hohen Qualitätsstandards wie
das Ursprungsprodukt aus Originalfasern.
Fortrac T eco wird aus hochmodulen
Polyestergarnen hergestellt und hält
Zugkräften bis 1.600 kN/m stand“, erklärt
HUESKER
Hochzugfestes Geogitter
Fortrac Geogitter zeigen
eine sehr gute Verbundflexibilität,
die für eine
optimale Bodenverzahnung
sorgt, sie
sind extrem belastbar
und halten
hohen Zugkräften
stand.
Sven Schröer, Geschäftsführer für die
weltweiten Vertriebs- und Anwendungstechnikaktivitäten
der Huesker Gruppe im
Bereich Geokunststoffe.
Auch für Fortrac T eco gilt: Die hohe
Verbundflexibilität sorgt für optimale
Bodenverzahnungseffekte. Die Hochwertigkeit
des Geogitters zeigt sich auch in
den Kreuzungspunkten. Sie sind frei von
Schwachstellen, da es keine produktionsbedingten
molekularen Strukturveränderungen
gibt. Fortrac Geogitter werden,
unter anderem, bei der Errichtung von
Steilböschungen, Stützkonstruktionen,
Erdfallüberbrückungen oder auch zur
Bewehrung über vertikalen Traggliedern
eingesetzt. Durch die hohe Bemessungsfestigkeit
können niedrigere – und somit
günstigere – Festigkeiten gewählt werden.
www.huesker.de
mit unseren hydraulischen anbauteilen bewegen sie welten
anrufen & mehr erfahren
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MASCHINEN + TECHNIK
Die Woodcracker CL-Serie
zeichnet sich durch leichte,
flinke Maschinen aus, die
gerade wegen ihres geringen
Eigengewichts, vielseitig
einsetzbar sind. Um die
Einsatzmöglichkeiten noch
zu erweitern, wurde nun die
bislang größte Baumschere
in dieser Baureihe entwickelt:
der Woodcracker CL320
D
ie bisherigen CL-Maschinen werden
an Trägerfahrzeuge von 2,5 bis 14 t
angebaut und können mit einem Schneiddurchmesser
bis zu 320 mm bei der Ernte
von Bäumen und Sträuchern ihre Power
beweisen. Der Woodcracker CL320 schafft
einen Schneiddurchmesser bis zu 400 mm
im Weichholz und bis zu 320 mm im
Hartholz. Die Basismaschine bringt ca.
590 kg auf die Waage, was mit der
herausragenden Schnittleistung in
Kombination noch nicht dagewesene
Anwendungs-Möglichkeiten eröffnet.
Durch dieses Eigengewicht wird der
Schneidkopf an Trägerfahrzeuge mit
einem Gewicht von 12 bis 20 t angebaut.
Damit eignet sich auch diese Baumschere,
wie ihre leichteren Brüder, ideal
für das Ernten von kleineren Bäumen
oder Sträuchern, für die Ernte von
Kurzumtriebsplantagen, für die Kultivierung
und Landschaftspflege und für den
landwirtschaftlichen Einsatz. Angebaut
WESTTECH
Zuwachs in der CL-Familie:
Woodcracker CL320
Der Woodcracker CL320 schafft einen
Schneiddurchmesser bis zu 400 mm im
Weichholz und wird mit einem Eigengewicht
von ca. 590 kg an Trägerfahrzeuge mit einem
Gewicht von 12 bis 20 t angebaut.
wird diese Maschine durch ein Plug-and-
Play-System und sie ist ebenfalls aus
hochfestem Hardox-Stahl gefertigt,
wodurch sie äußerste Robustheit
aufweist.
Das Woodcracker-Orange wird mit
kathodischer Tauchlackierung und
Pulverdeck-Lackierung angebracht,
womit ein Qualitätsstandard geschaffen
wird, den man so sonst nur in der
Automobilindustrie findet. Diese Lackiermethode
zeichnet sich durch besondere
Elastizität und Langlebigkeit aus.
Der CL320 verfügt über ein hochfestes
Messer, das einfach nachzuschärfen und
unempfindlich gegen Schmutz ist. Sollte
es doch einmal zum Tauschen sein, so ist
dies sehr einfach möglich. Bei der
Entwicklung wurde auf robuste und
bewährte Technik zurückgegriffen,
wodurch der Woodcracker CL320 ebenfalls
wartungs- und verschleißarm ist. Um
diese Eigenschaften zu erreichen, wurden
u.a. groß dimensionierte Lager konstruiert.
Wie in der CL-Serie üblich, ist
optional auch hier ein Sammler und/oder
eine Schwenkeinheit für die effiziente
Ernte verfügbar. Der Woodcracker CL320
ist ab Sommer 2021 erhältlich.
www.westtech.at
56 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
KOVANDA
Großprojekt in Gerasdorf
Die Neuerrichtung der Kläranlage und des Wirtschaftshofes
in Gerasdorf ist mit einem Gesamtinvestitionsvolumen
von 15 Mio. Euro das größte
Bauprojekt der Stadtgemeinde.
S
üdlich des Marchfeldkanals werden
bis 2022 die Bauprojekte Kläranlage
und neuer Wirtschaftshof der Stadtgemeinde
Gerasdorf umgesetzt. „Wir sind
sehr stolz, dass wir unseren Beitrag zu
diesem für die Gemeinde bedeuteten
Großprojekt leisten dürfen. Das ist eine
Investition in die Zukunft“, sagt KR
Leopold Kovanda, Geschäftsführer der
Kovanda GmbH. Im Auftrag der Habau
Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H.
führt Kovanda diverse Tätigkeiten
durch, die das Fundament des Projekts
bilden. Im ersten Schritt – Startschuss
der Arbeiten war Anfang Februar 2021
– wird der Bodenaushub durchgeführt.
In diesem Zusammenhang wurden bis
22. Februar 2021 9.500 t Erdreich
weggebracht. Das Gesamtvolumen des
Bodenaushubs beträgt an die 91.000 t,
was ungefähr 5.000 Lkw-Ladungen
entspricht. Im Einklang mit den eigenen
Nachhaltigkeits- und Naturschutzzielen
hat Kovanda 700 t recycelten Beton
zugeführt, um die Baustraße zu
errichten. Weitere Aufgabengebiete von
Kovanda sind der Bau des Fundaments
des Wirtschaftshofs, wo Künetten
verlegt werden, sowie die Aushubarbeiten
für die Kläranlage. „Bei diesen
Projekten zeigt sich, wie wichtig die
Nähe der primären Rohstoffgewinnung
für uns alle ist: Der CO2-Fußabdruck
unserer Lieferungen ist minimal. Das
liegt uns auch für kommende Generationen
am Herzen“, betont KR Kovanda.
Die Firma Kovanda ist ein Familienbetrieb
in dritter Generation unter der
Leitung von KR Leopold und KR Ing.
Eva Kovanda mit über 100 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern. Kovanda ist
Hersteller von Fertigbeton und bietet
verschiedene Dienstleistungen wie
Abbrucharbeiten, Erdarbeiten,
Gewinnung von Kies (Sand-Schotter),
Recycling und Transporte für das
Baugewerbe.
www.kovanda.at
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Nr. 0124850
11
12
1
10
27
26 21
2
9
25 22
3
8 24 23 4
7
6
5
Fotos: Kovanda / Hron
Das Gerasdorfer Familienunternehmen Kovanda setzt den Bodenaushub,
das Fundament und die Basisarbeiten für die Klärbecken um.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
PRÜFPLAKETTEN &
PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO
Ein SERVICE des MAWEV
Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei
Durchschlagblättern und für die fortlaufend
nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,
äußerst wetterbeständig, – 40° bis +130°)
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MASCHINEN + TECHNIK
Die App Smart Doc von Hamm
zeigt in Echtzeit, wie sich die Verdichtung
der jeweiligen Überfahrt entwickelt. Für
unerfahrene Fahrer ist sie bei der
Einarbeitung eine große Hilfe.
Mit Smart Doc präsentiert
Hamm eine App, mit der
die Verdichtung im Erdbau
transparent dokumentiert
und das Ergebnis mit Dritten
geteilt werden kann. Die
schlanke App wurde in
enger Abstimmung mit
Baupraktikern entwickelt.
I
m Fokus stand vor allem die Möglichkeit
zur Eigenüberwachung bei der Verdichtung
im Erdbau. Smart Doc erfüllt zudem
die Mindestanforderungen an die flächendeckende
Verdichtungskontrolle (FDVK).
Die App leistet mit einer intuitiven
Bedienoberfläche auch einen Mehrwert
beim Anlernen von neuen Walzenfahrern,
da alle relevanten Verdichtungsparameter
in Echtzeit auf dem Smartphone visualisiert
werden.
„Mit der App verfolgen wir zwei
wesentliche Ziele: Zum einen bieten wir
Kunden, die nur gelegentlich Erdbaustellen
abwickeln, ein Werkzeug, mit dem sie
sehr einfach einen Verdichtungsnachweis
erstellen können. Zum anderen unterstützen
wir mit Smart Doc unerfahrene
Walzenfahrer bei ihrer täglichen Arbeit.
Sie haben oft nicht die Praxiserfahrung
ihrer Kollegen, sind aber mit der digitalen
Welt vertraut. Die Live-Anzeige auf dem
Smartphone veranschaulicht visuell, wie
sich die Verdichtung bei der aktuellen
Überfahrt entwickelt. Somit kann eine
qualitativ hochwertige und homogene
Verdichtung auch von jungen Walzenfahrern
erzielt werden. Die Erfahrung wächst
HAMM
Eigenüberwachung im
Erdbau via Smart Doc
dabei spielerisch“, erläutert Dr. Axel
Mühlhausen, Product Manager Digital
Solutions bei der Hamm AG.
Verfügbar für Serie H und
Serie H CompactLine
Mit Smart Doc kann jeder Walzenfahrer
eines Walzenzuges der Serie H oder der
Serie H CompactLine ein Protokoll über
die Verdichtung anfertigen. Als Voraussetzung
müssen die Walzenzüge mit dem
Hamm Compaction Meter ausgerüstet
sein, den viele Kunden ohnehin bereits
nutzen. Dazu kommt eine Bluetooth-
Schnittstelle. Diese steht als Option für
die entsprechenden Modelle zur Verfügung.
Die Walzenzüge der Serie H CompactLine
sollten zudem mit einem
Geschwindigkeitsmesser und einer
Frequenzanzeige für die Vibration
ausgestattet sein.
Sobald das Mobiltelefon über die App
per Bluetooth mit dem CAN-Bus der
Walze verknüpft ist, werden die aktuellen
Verdichtungsparameter (Geschwindigkeit,
Frequenz, Amplitude und Verdichtungswert)
an die App übertragen. Dabei sorgt
Die neue App von Hamm, Smart Doc,
zeichnet während der Verdichtung die
Geschwindigkeit, die Frequenz, die Amplitude,
den Anteil an Sprungbetrieb sowie den
erreichten Verdichtungswert (HMV) auf.
der Bluetooth Low Energy-Standard für
einen äußerst energiesparenden Datentransfer.
Sollte der Akku des Mobiltelefons
trotzdem leer werden, kann er über die
12-V-Steckdose oder den optionalen
USB-Ladeanschluss am Fahrerstand
geladen werden.
58 MÄRZ 2021
MASCHINEN + TECHNIK
Als Ergebnis liefert die App einen
Verdichtungsreport im PDF-Format.
Dieser zeigt die wesentlichen Daten zu
Projekt und Baulos, die technischen Daten
des Walzenzugs (Gewicht, Bandagenbreite
und statische Linienlast), die verschiedenen
Verdichtungsparameter und die
Anzahl der Überfahrten pro Walzbahn. Der
Bericht beinhaltet zudem eine Grafik, die
verdeutlicht, an welchen Stellen bereits
wie intensiv verdichtet wurde.
Smart Doc zeichnet Daten auf, sobald
mit Vibration oder Oszillation verdichtet
wird. Dazu wird während der dynamischen
Verdichtung über einen Beschleunigungssensor
an der Bandage die Tragfähigkeit
des Bodens ermittelt. Als Messgröße für die
Verdichtung wird der HMV (= Hamm
Measurement Value) verwendet, ein Maß
für die Tragfähigkeit des Untergrundes bei
der Verdichtung. Mit der Echtzeit-Visualisierung
der Verdichtungsdaten sowie der
Möglichkeit, jederzeit einen Verdichtungsreport
zu generieren und vorzuweisen,
erfüllt Smart Doc die Basis-Anforderungen
an ein FDVK-System. Kurzum: Mit Smart
Doc bietet Hamm eine wirtschaftliche
Alternative, um bei Erdbaustellen mit
erforderlicher Basis-FDVK nachweissicher
hochwertige Verdichtung zu erreichen.
So wie die Hamm Walzenzüge selbst, ist
auch die App sehr einfach zu bedienen.
Nach der Eingabe der Projektdaten können
Start und Stopp der Aufzeichnung beim
Ein- bzw. Ausschalten der Vibration bzw.
Oszillation automatisiert erfolgen. Zudem
kann jede Überfahrt und jede neue Spur
einzeln dokumentiert und automatisch
gespeichert werden. Nach dem Ende der
Arbeiten löst ein Fingertipp den Export der
Daten aus. Während der Verdichtung mit
Vibration oder Oszillation kann der Fahrer
den aktuellen Status live auf dem Smartphone
verfolgen. Diese Darstellung eignet
sich hervorragend, um neues Personal
anzulernen, denn mit Smart Doc können
unerfahrene Bediener ihre Wahrnehmung
mit dem tatsächlichen Verdichtungsergebnis
abgleichen.
Die App ist kostenlos und kann über
den Google Play Store auf allen Android-
Smartphones und Tablets ab Android 6.0
installiert werden. Die App steht in den
Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und
Französisch zur Verfügung.
www.wirtgen-group.com
Mit der App Smart Doc kann ein
Prüfbericht automatisch erstellt und
als PDF versendet werden – ein einfacher,
aber dennoch zuverlässiger und
präziser Basis-FDVK-Nachweis.
MASCHINEN + TECHNIK
Trimble Roadworks entwickelt die
Steuerungssysteme für Asphaltfertiger
weiter – mit intuitiver
Software, robuster Hardware und
Konnektivität zwischen Büro und
Baustelle.
Die 3D-Steuerungsplattform
Trimble Roadworks für Asphaltfertiger
ermöglicht es Fahrern
aller Kenntnisstufen schneller
und produktiver zu arbeiten. Sie
ist ab sofort weltweit über das
Sitech-Vertriebsnetz erhältlich.
TRIMBLE / SITECH AUSTRIA
Neueste 3D-Steuerung für Asphaltfertiger
und neues Betriebssystem WorksOS
Trimble präsentierte Anfang Februar mit Trimble Roadworks die neueste Plattform
für 3D-Steuerungssysteme für Asphaltfertiger und informierte auch über WorksOS, ein
neues Software-as-a-Service (SaaS)-Betriebssystem. Mit WorksOS können Benutzer
über eine zentrale Anwendung alle Daten zu Auftrag, Abtrag, Volumen und Verdichtung
in Echtzeit anzeigen lassen und so die Baustellenproduktivität maximieren.
60 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
WWW.KAESER.AT
T
BAUBLATT.ÖSTERREICH
3D-Entwürfe werden aus dem Büro über die Cloud zur
Maschine übertragen, gleichzeitig werden automatisch die
Produktivitätsdaten der Maschine zurück ans Büro gemeldet.
rimble Roadworks ist ein
hochpräzises Automatiksystem
zur 3D-Steuerung des
Belageinbaus. Mit diesem System
können Produktivität und
Ebenheit deutlich gesteigert
werden, indem anstelle einer
Oberfläche oder eines Leitdrahts
direkt der Entwurf als Referenz
dient. Asphalteinsatz und
Mehrverbrauch werden minimiert,
gleichzeitig die Termintreue
und das Budget gehalten.
Die auf Android basierende
Anwendung wird auf einem
Trimble TD520 Touchscreen-
Display mit 25,7 cm (10 Zoll)
Bildschirmdiagonale ausgeführt.
Die Bedienoberfläche der
Software Trimble Roadworks ist
Trimble-Benutzern vertraut und
auf effiziente Bedienung ausgelegt.
Farbige Grafiken, natürliche
Interaktionen und Gesten sowie
selbsterklärende Funktionen
machen die Software intuitiv und
leicht erlernbar. Jeder Benutzer
kann die Oberfläche an seinen
Arbeitsablauf anpassen. Mithilfe
konfigurierbarer Darstellungsmodi
ist die passende Ansicht für
eine optimale Produktivität leicht
einzustellen. Dank hochmoderner
Software und Hardware können
Fahrer aller Kenntnisstufen
schneller und produktiver
arbeiten als je zuvor.
Trimble Roadworks profitiert
von der bewährten, robusten und
haltbaren Trimble-Systemhardware
für raue Einsatzbedingungen
beim Asphaltieren. Die
Komponenten von Trimble
Roadworks sind aufeinander
abgestimmt und ihre Verwendung
erhöht nicht nur die
Mobilität der Hardware, sondern
steigert auch die Rentabilität.
Unter dem Android-Betriebssystem
können außerdem weitere
Fremdanwendungen als zusätzliche
nützliche Hilfsmittel für den
Fahrer in der Kabine heruntergeladen
werden.
„Trimble Roadworks ist leicht
erlernbar und eignet sich für die
verschiedensten Arten von
Bauunternehmen, da es die
intuitive Trimble-Maschinensteuerungsoberfläche
nutzt und auf
Asphaltfertiger anwendet“, so
Johann Bosch, Geschäftsführer
„Trimble Roadworks ist leicht
erlernbar und eignet sich für die
verschiedensten Arten von
Bauunternehmen“, betont
Johann Bosch, Geschäftsführer
vom Trimble Vertriebspartner
Sitech Austria GmbH.
M59 - Das Kraftwerk
für Druckluft und Strom
Ausrüstbar mit Druckluftaufbereitung und Generator •
Sparsamer und abgasarmer Stufe V Motor • Großes Anwendungsspektrum
dank serienmäßiger pV-Regelung •
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Unsere Händler und Vermietpartner:
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Jürgen Dietrich +43 (660) 4463493
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9020 Klagenfurt
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STEEL CASTED
STEELWRIST
MASCHINEN + TECHNIK
vom Trimble Vertriebspartner Sitech
Austria GmbH. „Dank dieser Plattform
kann auch die branchenführende Asphaltfertiger-Technologie
von Trimble Teil einer
Reihe von integrierten, vernetzten Lösungen
werden, die ihre Vorteile bei komplexen
Infrastrukturprojekten voll ausspielt.“
Durch die drahtlose Verbindung von
Büro und Baustelle wird mit effizienter
Kommunikation und Datenübertragung
für das gesamte Projekt der Mehrverbrauch
reduziert. Mithilfe des Trimble
SNM941 Connected Site Gateway kann
Trimble Roadworks 3D-Entwürfe aus
dem Büro über die Cloud zur Maschine
übertragen, sodass die Benutzer stets mit
aktuellen Entwürfen arbeiten. Außerdem
werden automatisch die Produktivitätsdaten
der Maschine zurück ans Büro
gemeldet.
Neues Betriebssystem Trimble
WorksOS auf SaaS-Basis
Das cloudbasierte System führt Daten von
Trimble und Drittanbietern zu Kalkulation,
Disposition, Entwürfen und Einsatzorten
über den gesamten Lebenszyklus
von Bauprojekten zusammen. Trimble
WorksOS zeigt, wie 3D-Produktivität und
Planfortschritt auf der Baustelle in
Echtzeit und transparent wie nie zuvor ins
Büro übertragen werden.
„Wir verstehen die Abhängigkeiten der
Lösungen, die unsere Kunden benötigen,
um in allen Bauphasen erfolgreich zu
sein“, so Mark Schwartz, Vizepräsident
von Trimble. „Mithilfe eines neuen
Betriebssystems, das die Grundfunktionen
der Baustelle unterstützt, z.B. die Kombination
von einer einfachen Aufgabenverwaltung
mit der Produktivität der
Baustelle, können Projektmanager die
Gesamteffizienz des Projekts maximieren.
Unser neues Betriebssystem Trimble
WorksOS auf SaaS-Basis für das Bauwesen
verknüpft Arbeitsabläufe über den
gesamten Lebenszyklus des Bauprojekts.“
Gegenwärtig müssen Bauleiter und
Projektmanager zwischen verschiedenen
Systemen wechseln, um bei den täglichen
Produktionsmengen, den Arbeits- und
Einsatzzeiten sowie den Maschinenwartungsplänen
auf dem Laufenden zu
bleiben. Trotz all dieser Systeme fehlt
ihnen ein Blick auf den Baufortschritt in
Echtzeit und dessen Auswirkung auf den
Zeitplan und die Kosten. Benutzer können
mit WorksOS über eine zentrale Anwendung
alle Daten zu Auftrag, Abtrag,
Volumen und Verdichtung in Echtzeit
anzeigen lassen und so die Baustellenproduktivität
maximieren.
WorksOS punktet mit einer benutzerfreundlichen
Übersicht, mit der Führungskräfte,
einschließlich Baustellenleiter, die
täglichen Arbeitsziele anpassen können
und sicherstellen, dass die Arbeit wie
erwartet voranschreitet. Bauleiter
erhalten außerdem tägliche Volumenberechnungen,
Kennzahlen zur Verdichtungsqualität
und transparente Daten
zum Maschineneinsatz, um den Fortschritt
zu überwachen und festzustellen, ob das
Projekt noch im Zeitplan liegt.
www.trimble.com
https://heavyindustry.trimble.com/roadworks
Trimble WorksOS verbindet Arbeitsabläufe
und integriert Trimble Business
Center, Trimble WorksManager, das
Trimble Siteworks-Positionierungssystem,
die Trimble Earthworks-Maschinensteuerungs-Plattform
und die Flottenund
Ausrüstungsverwaltungssoftware
Trimble Pulse, um branchenführende
Lösungen zum Vorteil aller Phasen des
Baulebenszyklus zusammenzubringen.
62 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Als Partner der TWF-
Grabenverbausysteme und
auf Basis des eigenen umfangreichen
Know-hows
kann Bau Power Group
jederzeit das richtige
Tiefbau-Produkt anbieten.
F
ür den Grabenverbau gibt es verschiedenste
Elemente, Beratung ist
daher das A und O in der Tiefbautechnik.
Je nach Größe steht von der Leichtverbau-
Box bis hin zur Doppelgleitschiene oder
Kanaldiele mit Kammerelementen eine
Fülle an ausgereiften technischen
Lösungen zur Verfügung. Ergänzend dazu
unterstützt die Bau Power Group ihre
Kunden mit den passenden Serviceleistungen,
etwa dem Rundum-Service:
auf Wunsch wird der Materialbedarf
berechnet und die nötigen Rüstpapiere
werden beigestellt. Für Submissionsphasen
werden CAD-Pläne erstellt und bei
Sonderlösungen bietet das Unternehmen
technische Unterstützung. Baustellen-
Besuche oder die Koordinationshilfe bei
der Logistik sind ebenso hilfreich wie eine
BAU POWER GROUP
Sicherheit im Tiefbau
kompetente Schulung im Umgang mit
Grabenverbausystemen. Damit stets
korrektes und einsatzfähiges Material
verfügbar ist, bietet Bau Power Group
einen Spindelservice und eine Verbau-
Platten-Reparatur nach jedem Einsatz an
und eruiert auf Wunsch auch die entsprechenden
Fehlmengen. Durch das kompakte
Serviceangebot kann sich der
Für sichere Gräben
und Baugruben erhalten
Bauunternehmen bei Bau
Power Group das richtige
Material zur richtigen Zeit
am richtigen Ort.
Anwender auf die Arbeiten vor Ort
fokussieren. Bauunternehmen haben
zudem die Wahl zwischen den Varianten
Mieten, Miet-Kauf oder Kaufen. Ein
erstes Beratungsgespräch gibt Aufschluss
darüber, welche Form für das geplante
Projekt die idealste und kostengünstigste
ist.
www.baupowergroup.com
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MASCHINEN + TECHNIK
Dieses Video informiert über die neuen leichten Verdichtungsgeräte:
EISENWAGEN / BOBCAT
Bobcat präsentiert Komplettangebot
an leichten Verdichtungsgeräten
Vom Vibrationsstampfer über vorwärtslaufende, reversierbare und hydrostatische
Rüttelplatten bis hin zu handgeführten Walzen, Grabenwalzen und Tandemwalzen
hat Bobcat im Bereich leichte Verdichtung eine neue Produktlinie auf den Markt
gebracht, die in Zusammenarbeit mit der Ammann Group entwickelt wurde.
D
iese jüngste Produktlinienerweiterung,
die Bobcat unter dem Unternehmensmotto
„Next is Now“ einführt, bietet für
jede Verdichtungsanforderung auf der
Baustelle das passende Gerät. Modernste
Technologien sorgen für maximale
Leistung, ohne dass Bedienkomfort und
Sicherheit auf der Strecke bleiben. Mike
Vought, Senior Director im Produktmanagement
bei Doosan Bobcat EMEA meint
dazu: „Neben den Radladern sind die
Verdichtungsgeräte die zweite völlig neue
Produktkategorie, die Bobcat im Jahr 2020
einführte. Ergänzend dazu wartet Bobcat
auch mit bedeutenden Neuentwicklungen
im Sortiment der Minibagger, Teleskoplader,
Kompaktlader und Kompakt-Raupenlader
sowie Baggerlader auf.“
Vibrationsstampfer
Das Sortiment von Bobcat umfasst sechs
Modelle in der Gewichtsklasse von 29 bis
89 kg – R30, R60, R68, R60P, R68P und
R70D. Für maximale Sicherheit und
optimalen Bedienkomfort sind alle
Bobcat-Vibrationsstampfer mit vibrationsgedämpften
Führungsbügeln und
modernster, per CAD berechneter
Gewichtsverteilung ausgestattet. In die
Modelle ab R60 ist auch ein System zur
Höhenverstellung integriert.
Vorwärtslaufende, reversierbare und
hydrostatische Rüttelplatten
Sechs verschiedene vorwärtslaufende
Rüttelplatten stehen zur Verdichtung von
Sand, Kies, Beton, bitumenumhülltem
Kies und Pflastersteinen zur Verfügung.
Die Modelle FP10.33, FP12.40, FP15.40,
FP15.50, FP20.50 und FP20.50D sind die
Alle Bobcat-Vibrationsstampfer, im Bild das
Modell R68, sind mit vibrationsgedämpften
Führungsbügeln und modernster, per CAD
berechneter Gewichtsverteilung ausgestattet.
kleinsten Vertreter des Angebots an
Rüttelplatten von 54 bis 115 kg. Die
intelligent konstruierten Führungsbügel
schützen den Bediener vor ungewollter
Vibrationsbelastung. Der Maschinenrahmen
bietet sichere Halte- und einfache
Lenkmöglichkeiten.
Alle reversierbaren Rüttelplatten von
Bobcat arbeiten mit einem Zwei-Wellen-
System zur einfachen Änderung der
Laufrichtung – einer Technologie, die auch
zu einer Verdoppelung des Gewichts und
einer besseren Verdichtungskraft führt.
Die hydrostatische Lenkung ist unkompliziert
und ermöglicht rasche Richtungsänderungen.
Diese 12 Modelle haben ein
Maschinengewicht zwischen 109 bis 490
kg: RP22.40, RP22.40D, RP25.40D,
RP25.50D, RP30.50, RP30.50D, RP30.60,
RP30.60D, RP40.60, RP40.60D, RP49.20D
und RP59.20D.
Vier hydrostatische Rüttelplatten
runden das Angebot an Verdichtungsplatten
ab: Die Modelle HP50.75, HP55.75,
HP60.85 und HP65.85 haben ein Gewicht
zwischen 450 und 582 kg. Hydrostatische
Rüttelplatten sind auf schwerere Verdichtungsarbeiten
im Hoch- und Tiefbau sowie
im Straßenbau ausgelegt. Alle hydrostatischen
Rüttelplatten von Bobcat basieren
auf einem komplett hydraulischen System
64 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
In sieben Produktfamilien mit insgesamt
37 Modellen sind von Stampfern ab 29 kg
bis hin zu Tandemwalzen von 2,6 t alle
Verdichtungsgeräte vertreten.
Bei den Grabenwalzen
umfasst das Angebot
von Bobcat das knickgelenkte
Modell TR75
mit 1.340 kg (im Bild)
und die TR85S mit
1.305 kg.
und benötigen daher keine Keilriemen.
Die Geräte werden mit einem zwei Wellen
System (HP50.75 und HP60.85) oder sogar
branchenweit einzigartigen drei Wellen
System (HP55.75 und HP65.85) betrieben
und weisen damit eine maximale Verdichtungsleistung
und unschlagbare Steigfähigkeit
auf.
Handgeführte Walzen,
Graben- und Tandemwalzen
Bobcat bietet das WR65-Modell in zwei
Versionen mit Hatz- oder Yanmar-Motor,
beide mit Doppelwalzen für maximale
Verdichtung. In die vollhydraulischen
Maschinen ist serienmäßig ein Wasserberieselungssystem
integriert. Die handgeführten
Walzen von Bobcat sind zudem
mit zwei Amplitudeneinstellungen
ausgestattet, wodurch eine sekundenschnelle
Umschaltung zwischen Boden/
Kies- sowie Asphalt/Bitumen-Verdichtung
möglich ist. Bei Grabenwalzen umfasst
das Angebot von Bobcat das knickgelenkte
Modell TR75 mit 1.340 kg und die TR85S
mit 1.305 kg. Bei den Tandemwalzen plant
Bobcat ein Angebot von fünf knickgelenkten
Aufsitzwalzen. Die ersten beiden
Modelle ATR23 und ATR26, mit einem
Gewicht von jeweils 2,3 und 2,6 t, werden
im März 2021 erhältlich sein. Drei weitere
Modelle ab 1,2 t folgen im Sommer 2021.
Offizielle Vertriebspartner von Bobcat sind
in Österreich die Eisenwagen Baumaschinen
GmbH in Himberg und die Kaiser
Fahrzeugtechnik GmbH in Nenzing.
www.bobcat.com
www.eisenwagen.co.at
www.kaiser-fahrzeugtechnik.at
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
65
MASCHINEN + TECHNIK
Autobetonpumpe 42 XXT mit Powerbloc: Ergänzt wird die innovative
Antriebseinheit durch einen neu konzipierten, hocheffizienten und halb ge schlossenen
Ölkreislauf. Nach Angaben der Firma Liebherr ist Powerbloc bald für weitere
Betonpumpentypen verfügbar.
LIEBHERR
Powerbloc bewährt sich beim Betonpumpen
Nach der Vorstellung der Weltneuheit Liebherr-Powerbloc auf der bauma 2019
konnte die Autobetonpumpe 42 XXT mit der Powerbloc-Pumpeinheit ihr
Können vielfach unter Beweis stellen.
B
ereits seit zwei Jahren ist die Autobetonpumpe
42 M5 XXT inzwischen bei
der Betonpumpen-Union (BPU) in und um
Ulm stetig im Einsatz. Zuletzt sogar bei
der Betonage einer sehr massiven Bodenplatte
im Liebherr-Werk Ehingen, wo
Mobil- und Raupenkrane hergestellt
werden. Um die durchgängig hohe
Qualität der Liebherr Krane sicherzustellen,
ist eine hoch tragfähige Testfläche
notwendig. Hierfür wurde mit Hilfe der
42 M5 XXT Autobetonpumpe eine Prüfplatte
bestehend aus rund 750 m³ Beton
gepumpt. Die kompletten Betonagearbeiten
konnten innerhalb von nur einem
Arbeitstag abgeschlossen werden. Vor Ort
war zusätzlich mit der 37 XXT noch eine
weitere Autobetonpumpe aus dem Hause
Liebherr.
Ein wesentliches Highlight der neuen
42 M5 XXT Autobetonpumpe ist die neu
entwickelte Antriebseinheit Liebherr-
Powerbloc. Sie zeichnet sich insbesondere
durch die vollständige Integration aller
hydraulischen Schalt- und Messelemente
aus. Dadurch werden zahlreiche zuvor noch
Zu den Vorteilen der innovativen Technologie zählen dank des neuen Powerbloc-Systems
auch der ruhige und kraftvolle Betrieb der Pumpeinheit. Hier die Liebherr 42 XXT beim
Einsatz im Liebherr-Werk Ehingen.
notwendige Hydraulikschläuche sowie
weitere Bauteile überflüssig. Damit ist die
Antriebseinheit ein wahrliches Unikat in
der Betonpumpenwelt. Die herausragenden
Eigenschaften des neuen Systems sind
allen voran die hohe Robustheit und
Leistung sowie die Laufruhe im Betrieb.
Christian Klafszky, Geschäftsführer der
BPU Ulm, ist von der Betriebseinheit nach
rund eineinhalb Jahren Baustelleneinsatz
vollends überzeugt und bestätigt: „Was
mir an dieser Maschine besonders gut
gefällt, ist der ruhige und kraftvolle
Betrieb der Pumpeinheit. Dies ist möglich
dank des neuen Powerbloc-Systems.“
Ergänzt wird die innovative Antriebseinheit
durch einen neu konzipierten,
hocheffizienten halbgeschlossenen
Ölkreislauf. Dieser garantiert, dass
sämtliche Antriebe permanent sowohl
zuverlässig als auch kraftvoll mit hydraulischer
Energie versorgt werden. Dem von
Liebherr eigens entwickelten System
gelingt damit die optimale Verschmelzung
aller Vorteile der am Markt aktuell
erhältlichen offenen und geschlossenen
Kreise ohne deren jeweilige Nachteile.
Infolgedessen kann das Ölvolumen
erheblich reduziert werden.
Derzeit ist der Powerbloc noch lediglich
in Kombination mit der 42 M5 XXT
Autobetonpumpe verfügbar. Allerdings
wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass
das innovative System schon in naher
Zukunft auch für weitere Betonpumpentypen
angeboten werden kann.
www.liebherr.com
66 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
GOLDHOFER
Gasverflüssigungsanlage für Russland
Insgesamt sechs große Wärmetauscher hatte die Unternehmensgruppe
Kahl Ende letzten Jahres von einer Werkshalle in der Nähe des
Eurohafen Haren/Ems bis auf das Transportschiff zu verbringen.
O
bwohl die Transportstrecke
nur ca. 800 m
betrug, waren die Herausforderungen
aufgrund der beengten
Platzverhältnisse enorm, da
das gesamte Hafenbecken
umrundet werden musste. Zum
Einsatz für den rund 658 t
schweren Cooler setzte das
Transportteam auf seine
bewährten Goldhofer Schwerlastmodule.
In der Konfiguration
als Nachläufer mit 2 x 12
Achslinien PST/SL-E P (1+1/2)
wurde der Koloss hydraulisch
ohne fremde Kranhilfe
aufgenommen. Bei der Fahrzeugkombination
P (1+1/2)
handelt es sich um eine so
genannte Split-Ausführung.
Dabei wird ein Fahrzeugmodul
längs geteilt und mit einem
weiteren Modul parallel
gekoppelt. Dies bietet zum
einen eine spürbar bessere
Stabilität als ein Fahrzeug mit
einfacher Breite und zum
anderen erfordert es weniger
Platz zum Manövrieren als die
doppelt breite P (1+1)-Ausführung.
Angetrieben wurde der
jeweilige 12-Achser von einem
leistungsstarken Powerpack
mit 490 PS. Da die 658 t fix auf
den beiden eineinhalbfachen
Selbstfahrern verzurrt wurden,
grenzte es schon an eine
Meisterleistung die drei
anstehenden 90° Kurven mit
einer Gesamtlänge von mehr
als 50 m und einer Ladungsbreite
von 6,43 m zu bewältigen.
Dass solche Transporte
auch ohne Drehschemel (bietet
den Vorteil einer deutlich
besseren Kippstabilität)
bewältigt werden können,
Ständig mussten
die Operator an den
Fahrzeugen den Lenkeinschlag
im Auge behalten, da die
Fahrzeuge ja starr über die
Ladung miteinander verbunden
waren.
bedarf schon einer akribischen
Vorarbeit und viel Transporterfahrung,
die das eingespielte
Transportteam von Kahl und
Pieper jedoch täglich unter
Beweis stellt.
www.goldhofer.com
Foto: Knieper
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MARKET LEADING CRUSHING AND SCREENING TECHNOLOGY
www.kuhn.at
Kuhn Baumaschinen GmbH • Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg
Telelon: 0043 (0) 6225 8206 0 • Telefax: 0043 (0) 6225 8206 190 • Email: office-bm@kuhn.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
67
Von links: Othmar Rechberger
(Außendienst Firma Winkelbauer),
Simon Durlacher (Firma Berger), Tanja
und Michael Berger (Geschäftsführer
Firma Berger) und Geschäftsführer
Michael Winkelbauer.
WINKELBAUER
Erdbau Michael Berger setzt seit 1968
auf Winkelbauer Baumaschinenausrüstung
Der Familienbetrieb Erdbau Michael Berger in Anger bei Weiz blickt auf über
60 Jahre Erdbauerfahrung zurück. Bereits in den frühen Anfangsjahren setzte das
Unternehmen auf die Baumaschinenausrüstung der benachbarten Winkelbauer
GmbH. Vor kurzem wurde nun ein neuer Cat 326 von Winkelbauer ausgerüstet.
Bereits in der 3. Generation bezieht das
Erdbauunternehmen die Baggerausrüstungen
von Winkelbauer. Der Cat 326 Next
Generation wurde mit einem vollhydraulischen
Schnellwechsler multiconnect mit
coupfix sowie front-pin-lock und einem
Löffelpaket von Winkelbauer ausgestattet.
E
rdbau Michael Berger war 1968 der
erste Baumaschinenkunde des
oststeirischen Baumaschinenausrüsters
und Komponentenfertigers Winkelbauer.
Den Grundstein für Zusammenarbeit der
beiden Angerer Unternehmen legte der
Großvater des jetzigen Geschäftsführers
des Erdbaubetriebs, Michael Berger,
indem er bereits in den sechziger Jahren
erste Ausrüstungen bei Winkelbauer
reparieren ließ.
Aber nicht nur die Firma Erdbau
Berger wurde schon damals von der guten
Qualität der ausgetauschten Produkte
überzeugt, sondern auch Johann Zöhrer,
Verkaufsleiter beim Handelshaus
Schöller. Der Familienbetrieb Berger
hatte zu dieser Zeit einen Hanomag
Lader, eine Komatsu Laderaupe und
einen Massey Ferguson Baggerlader im
Fuhrpark. Beim Anblick eines von der
Firma Winkelbauer reparierten Löffels
wurde Johann Zöhrer klar, dass der
reparierte Löffel besser war, als die
originalen englischen Löffel. Spontan hat
er daher bei der Firma Winkelbauer
mehrere dutzend Löffel angefragt und
damit die Basis für den Einstieg der
Firma Winkelbauer in die Löffelneuproduktion
gelegt.
Seit 20 Jahren ist Michael Berger
Geschäftsführer des gleichnamigen
Erdbauunternehmens. Rund 15 Mitarbeiter
beschäftigt der Familienbetrieb
derzeit. Der Fuhrpark umfasst 17 Miniund
Kompaktbagger sowie drei große
Hydraulikbagger. Seit Jahresbeginn
vergrößert der neue Cat 326 Next
Generation neben einem Cat 323E und
dem Cat 323D die Baggerflotte. Der Cat
326 wurde mit einem vollhydraulischen
Winkelbauer Schnellwechsler multiconnect
mit coupfix sowie front-pin-lock und
einem Löffelpaket von Winkelbauer
ausgestattet. Neben den robusten Löffeln
wird mit dem vollhydraulischen Schnellwechsler
inklusive front-pin-lock ein
rascher Werkzeugwechsel sowie höhere
Sicherheit gewährleistet.
„Bereits von Anfang an wurden unsere
Baumaschinen mit Winkelbauer-Ausrüstungen
ausgestattet. Die qualitativen und
langlebigen Produkte von Winkelbauer
haben uns von Beginn an überzeugt“, so
Geschäftsführer Michael Berger. Alle
großen Hydraulikbagger sind mit
Winkelbauer Schnellwechsler, Anbaugeräten
und Abbruchwerkzeugen ausgestattet.
Auch zahlreiche Mini- und Kompaktgeräte
sind mit Anbaugeräten und Löffelpaketen
von Winkelbauer ausgerüstet.
www.winkelbauer.com | www.erdbau-berger.at
68 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Doosan Infracore Europe
hat das branchenweit erste
„transparente Schaufelsystem“
für Radlader auf den
Markt gebracht, das dem
Fahrer über den Monitor in
der Kabine die toten Winkel
im vorderen Bereich der
Maschine zeigt.
D
ieses innovative System nimmt Bilder
vor dem Radlader mit oben und unten
angebrachten Frontkameras auf und zeigt
kombinierte Aufnahmen in Echtzeit
mittels eines „gekrümmte Projektion“
genannten Projektionsverfahrens. Aufgrund
von toten Winkeln, die hinter den
Schaufeln von Radladern auftreten, gilt
der Bereich vor den Maschinen als
besonders sicherheitsrelevanter Bereich.
Mit der neuen Funktion, die die Schaufel
sozusagen „durchsichtig“ macht, kann der
Fahrer jedoch den toten Winkel vor der
Schaufel bequem über den Kabinenmonitor
kontrollieren, so die Sicherheit erhöhen
und Unfälle vermeiden. Ein weiterer
DOOSAN
Neue „transparente Schaufel“
Vorteil des Systems liegt darin, dass es die
Arbeitseffizienz erheblich verbessern kann,
indem es dem Fahrer beim Be- und
Entladen oder beim Materialtransport eine
Vorwärtsperspektive bietet. Doosan
Infracore ist das erste Unternehmen
weltweit, das eine Frontprojektionsfunktion
mit der „transparenten“ Schaufel für
Baumaschinen entwickelt und in Korea,
Das System der
„transparenten
Schaufel“ für
Radlader ermöglicht
es dem Fahrer, tote
Winkel vor der
Schaufel der
Maschine zu sehen.
Nordamerika, Europa und China zum
Patent angemeldet hat. Doosan hat weitere
hochmoderne Sicherheitssysteme für die
eigene Radlader-Reihe entwickelt, wie z. B.
das AVM-System („Around View Monitor“),
das die Umgebung der Maschine beobachten
kann, sowie ein heckseitiges Warnsystem
mit Ultraschallsensoren.
www.eu.doosanequipment.com
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
69
MASCHINEN + TECHNIK
Der KMC1600S steht für Kraft wie
Präzision gleichermaßen. Die Maschine
ermöglicht chirurgische Feinarbeit in 60 m
Höhe wie auch brachiale Reißkräfte
von bis zu 324 kN.
KIESEL / HAGEDORN
Deutschlands größter Abbruchbagger
Für die Rückbauarbeiten von großen Industriearealen und Kraftwerken werden
besonders leistungsstarke Maschinen benötigt. Die deutsche Hagedorn-Gruppe
konzipierte deshalb gemeinsam mit ihrem Partner Kiesel ein ideales
Maschinenkonzept für diese Aufgaben.
D
eutschland steckt im Wandel. Die
Energiewende und der Ausstieg aus
der Kohleverstromung sind politisch
gesehen beschlossene Sache. Gehen die
Kohlekraftwerke vom Netz, bleiben
ausgediente Industrieruinen zurück, die
revitalisiert und in eine neue Nutzung
überführt werden müssen. Um das
umzusetzen, braucht es einen effizienten
Rückbau und entsprechende Maschinen.
Die Hagedorn Unternehmensgruppe ist
einer der Vorreiter der Branche und hat
ihren hauseigenen Maschinenpark jetzt
um den größten Abbruchbagger Deutschlands
erweitert: den KTEG Multi Carrier
1600S, kurz KMC1600S. Gemeinsam mit
der KTEG GmbH, einem Unternehmen
der Kiesel Gruppe, konzipierte Hagedorn
ein 230 t Schwergewicht, das wesentlich
schneller und leistungsfähiger ist als ein
Standardbagger. Die KTEG GmbH hat es
sich zur Aufgabe gemacht, solch maßgeschneiderte
Lösungen zu entwickeln und
zu bauen. Die Erfolgsgeschichte begann im
Jahr 2013 und wurde bis hin zur Marktführerschaft
mit einem Marktanteil von
aktuell über 50% im Segment Abbruch
fortgeschrieben. Inzwischen arbeiten 30
Ingenieure daran, die Produkte stetig
weiter zu entwickeln. Mit dem flächendeckenden
Netzwerk für Vertrieb, Service
und Ersatzteilversorgung der Kiesel
Gruppe hat man einen starken Partner
mit einer über 60-jährigen Branchenerfahrung
an seiner Seite. „Die neuen Herausforderungen
und Dimensionen brauchen
derartige Innovationen. Der KMC, der
genau nach unseren Anforderungen
entwickelt wurde, ist ein Leistungsträger,
der unsere immer komplexer werdenden
Rückbauprojekte effizienter bewältigen
kann“, sagt Thomas Hagedorn, geschäftsführender
Gesellschafter der Hagedorn
Unternehmensgruppe.
Als Basis für den modifizierten Oberwagen
dient ein Hitachi EX1200. Dank des
Cummins-Niederemissionsmotor mit
Ladeluftkühlung, kommt er mit 23,15 L
Hubraum auf 771 PS. Auch sonst kann er
mit einigen großen Zahlen auftrumpfen.
Die hydraulische Leistung liegt bei bis zu
1.000 l/min. und bis zu 370 bar. Die
Gesamtmenge des Hydrauliksystems kann
mit 1.700 l punkten. Das Gesamtgewicht
des Baggers kommt mit den Ausrüstungsvarianten
auf über 300 t. Hierbei ist der
Einsatz von Anbauwerkzeugen mit einem
Gewicht von bis zu 25 t möglich.
Die erste Station des KMC ist das
ehemalige Steag-Kraftwerk an der
Moltkestraße in Lünen. Anfang 2020 hat
die Hagedorn-Gruppe die Fläche mit allen
Risiken und Herausforderungen erworben,
um sie zu einer baureifen Fläche zu
entwickeln, denn der systematische
Rückbau von Gebäuden in jeglicher Größe
ist eine der Kernkompetenzen des
Gütersloher Familienbetriebs. Um das
Kraftpaket Anfang Februar vom badischen
70 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Der KMC1600S verfügt
über mehrere Auslegersysteme:
die Triple
Boom-Ausrüstung mit
Arbeitshöhen von 21,
30 oder optional 36 m
sowie die Tele-High-
Reach-Ausrüstung
bis 60 m. Leider waren
bis Redaktionsschluss
keine Einsatzbilder mit
der 60 m Variante
verfügbar.
Symbolische Schlüsselübergabe (von links): Geschäftsführer Thomas Hagedorn und
Maschinist Peter Elstermann (beide Hagedorn-Gruppe). Rechts Harald Thum
(Geschäftsführer der KTEG GmbH) hatte die Flasche für die Sekttaufe im Gepäck.
Geisingen zu seinem ersten Einsatzort ins
westfälische Lünen zu bringen, war ein
immenses Transportaufgebot sowie eine
lange Planung nötig. 730 km lagen vor
dem Konvoi, bestehend aus sechs Hagedorn-
und drei Fremd-Tiefladern, BF3-
und streckenweise BF4-Fahrzeugen sowie
polizeilicher Begleitung. Aufgrund der
Dimensionen musste die Maschine in
mehrere Segmente zerlegt transportiert
werden. Die Seitenschiffe und das Kontergewicht
demontiert die Maschine dabei in
Eigenregie und ohne externe Hilfsgeräte.
Am Zielort baut sie sich genauso selbständig
wieder auf. Dieses Konzept macht das
Handling selbst einer solchen Großmaschine
einfach und kostengünstig. Peter
Elstermann, Fahrer bei Hagedorn, steuert
MASCHINEN + TECHNIK
den KMC und ist von der Triple-Boom-
Ausrüstung mit seinen leistungsfähigen
Anbauwerkzeugen begeistert: „Vor allem
freue ich mich, den Bagger in Kombination
mit unserer Betonschere, der NPK
SV-100XR, zu nutzen, die eine Maulöffnungsweite
von 2,2 m aufweist.“
Das Konzept des Multi Carriers
beinhaltet die Möglichkeit, den Ausleger
bedarfsgerecht zu wechseln. So kommt
auch der KMC1600S mit gleich mehreren
Auslegersystemen daher. Dies ist zum
einen die Triple Boom-Ausrüstung mit
Arbeitshöhen von 21, 30 oder optional
36 m, die es ermöglicht, eine Schrottschere
anzubauen, um Stahlträger bis 1.000 mm
zu schneiden. 60 m hinaus geht es mit der
Tele-High-Reach-Ausrüstung – optimal
geeignet für den Rückbau großer Industrieareale
wie das in Lünen. Das maximale
Anbaugerätegewicht liegt bei 25 t in 21 m,
über 12 t in 36 m bis hin zu beachtlichen
3 t in 60 m. Der Wechsel des Anbaugerätes
erfolgt dank des vollhydraulischen
Schnellwechselsystems OilQuick genauso
spielend, wie man das von Baggern
kleinerer Baugrößen kennt.
Die Hagedorn Unternehmensgruppe ist
einer von Deutschlands leistungsstärksten
Rundum-Dienstleistern in den Bereichen
Abbruch, Entsorgung, Tiefbau und
Flächenrevitalisierung. Das Familienunternehmen
mit Barbara und Thomas
Hagedorn an der Spitze, erzielte im
Geschäftsjahr 2019 eine Gesamtleistung
von 215 Mio. Euro. Damit gehört der im
Jahr 1997 von Thomas Hagedorn gegründete
Betrieb mit seinen knapp 650
Mitarbeitern zu den Top 5 der größten und
erfolgreichsten Abbruchunternehmen der
Welt. Neben dem Hauptsitz in Gütersloh
ist Hagedorn heute mit zusätzlichen
Standorten in Berlin, Hannover, Köln
und Ulm deutschlandweit aktiv.
www.kiesel.net
www.kteg-gmbh.com
www.unternehmensgruppe-hagedorn.de
KAISER Fahrzeugtechnik GmbH
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Tel. +43-55 25-641 80
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PAUS Senkmuldenkipper SMK 365
BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
71
MASCHINEN + TECHNIK
Brechen von Dolomitkalkstein mit dem Rockster Prallbrecher
R1100S auf 0/32mm. Das hochwertige, kubische Endmaterial
wird zur Erzeugung von Zement weiterverkauft.
ROCKSTER
Zweiter Rockster Brecher in Burkina Faso
Seit 2008 hat der burkinische Bergbau-Spezialist den Rockster Prallbrecher R900
im Einsatz, welcher im Herbst 2020 zur Steigerung der Kapazitäten in der Kalksteinaufbereitung
um einen neuen R1100S ergänzt wurde.
L
angfristige Kundenzufriedenheit und
zuverlässig hohe Produktionsleistung
waren die beiden Hauptfaktoren für den
Verkauf eines weiteren Rockster Brechers
in das westafrikanische Land Burkina
Faso, was so viel bedeutet wie „Land des
aufrichtigen Menschen“. Aufrichtig und
beständig ist auch die langjährige
Geschäftsbeziehung zwischen Rockster
aus Österreich und dem burkinischen
Unternehmen Tropic Mining & Quarry
SASU mit Sitz in Burkina Fasos Hauptstadt
Ouagadougou. Das Team rund um
Geschäftsführer Al Hassane Sienou ist
spezialisiert auf Bergbau und Steinbrucharbeiten.
Die Rockster Prallbrecher setzen
sie hauptsächlich zum Zerkleinern von
Dolomitkalkstein für die Herstellung von
Zement ein.
Im Jahr 2008 wurde der erste Rockster
Brecher an T.M.Q. geliefert und der Kunde
war von Anfang an begeistert: „Der R900
war genau die richtige Brechanlage zum
Start in das Aufbereitungsgeschäft. Sie ist
sehr einfach zu handhaben und zu warten
und die Leistung ist hervorragend“, so
Al Hassane Sienou. Mittlerweile ist das
Geschäft gewachsen und die Kapazitäten
mussten aufgestockt werden.
Das Team von Tropic Mining & Quarry lobt
vor allem die einfache Handhabung und gute
Zugängigkeit für Wartungsarbeiten bei Rockster’s
Brechanlagen.
600.000 t Dolomitkalkstein mit bis zu 800 mm
Durchmesser werden von T.M.Q. auf 0/32 mm
feines Endkorn gebrochen.
Größere Brechanlage für
noch mehr Produktionsleistung
T.M.Q. blieb Rockster treu und orderte
nach 12 Jahren den nächsten Brecher des
oberösterreichischen Herstellers. „Wir sind
von der Robustheit und Langlebigkeit
dieser Prallbrecher überzeugt und haben
daher in die nächstgrößere Anlage von
Rockster investiert. Unser neuer R1100S
besitzt außerdem ein Siebsystem bestehend
aus Siebbox und Rückführband,
womit wir perfekt definiertes Endkorn
erzeugen können. Wir produzieren in etwa
300 t pro Stunde 0/32mm feinen Kalkstein
und können diesen sehr gut an Zementhersteller
weiterverkaufen“, ist Al
Hassane Sienou zufrieden. Der Betrieb
will damit im Jahr 600.000 t Endmaterial
herstellen.
www.rockster.at
72 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
27.07.20 07:55
MASCHINEN + TECHNIK
HUMBAUR
Speziallösung für Fahrbahnmarkierung
Aus dem geballten Know-how der Firmen Humbaur und Hima aus Nürnberg
entstand der ideale Anhänger für die Fahrbahnmarkierungsbranche.
D
ie Tieflade-Anhänger sind
nicht nur mit einem
extrem flachen Auffahrwinkel
versehen. Zahlreiche Besonderheiten
machen den Alltag der
Nutzer deutlich einfacher.
Zudem wird der Zeitaufwand
beim Be- und Entladen
reduziert. Das erhöht gleichzeitig
die Wirtschaftlichkeit.
Besonderheiten des HBTZ BS
10 62 24 BS sind die spezielle
Überfahrwand mit verzinktem
Stahl-Gitterrostbelag am Heck,
die Anhängerkupplung an der
Stirnwand-Innenseite und die
speziell abgeflachte Heckschräge.
Der Vorteil der speziellen
Überfahrwand liegt darin, dass
sie nicht auf die Stromversorgung
des Zugfahrzeugs
angewiesen ist. Sie wird über
eine am Anhänger befindlichen
Elektrohydraulik gesteuert.
Damit kann der Anhänger
autark genutzt werden. Durch
die im Inneren integrierte
Anhängerkupplung können
Fahrbahnmarkierungsmaschinen
fixiert werden. So wird
sichergestellt, dass sie immer
in der gleichen Position
befestigt werden, wodurch die
Genauigkeit weiter steigt.
Durch die abgeflachte Heckschräge
um ca. 7° ist ein
sicheres Be- und Entladen
gewährleistet. Für einen
langjährigen Einsatz, auch
unter extremen Witterungsbedingungen,
sorgen das im
Tauchbad feuerverzinkte
Fahrgestell, Zugrohr und die
Rampen. Das verbaute
Elektro-Hydraulikaggregat am
Anhänger ist mit autarken
Batterien versehen. Diese
werden während des normalen
Fahrbetriebs geladen und sind
somit stets einsatzbereit.
Weitere Besonderheit des
Spezialanhängers: die LED-
Der Tieflade-
Anhänger wurde
für die besonderen
Anforderungen der
Fahrbahnmarkierungsbranche
maßgeschneidert.
Innenbeleuchtung, zwei
LED-Rundumkennleuchten
hinten oben auf dem Verdeck
und zwei LED-Rückfahrscheinwerfer
am Heck. Damit ist der
Anhänger auch im Dunkeln
gut sichtbar und bietet
Sicherheit für seine Nutzer.
www.humbaur.com
BRUNNER HYDRAULIK SERVICE GmbH liefert
NEUE flachdichtende Schraubkupplungen
Sechs Monate konnte sich Firma Magyer Betriebs GmbH aus
Untersiebenbrunn von der neuen Faster Schraubkupplung
FHV HD1 überzeugen, die durch Brunner
Hydraulik Service GmbH zur Verfügung
gestellt wurde. Die neue Faster FHV HD1
ist geeignet für Baumaschinen und Heavy
Duty Applikationen.
Die Zink-Nickel-Oberflächenbeschichtung,
garantiert eine außergewöhnliche Resistenz
gegenüber Korrosion und ist von
Hand (bis zu 350 bar im Stecker) unter
Restdruck kuppelbar. Dank des integrierten zweireihigen
Kugellagers, kommt es zu keiner Schlauchtorsion beim Kuppelund
Entkuppelvorgang.
Hydraulikschlauchnotdienst
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Marcel Magyer haben die Produkte von Faster
überzeugt und es wurden bereits sämtliche Großbaumaschinen
und Anbaugeräte durch Brunner Hydraulik GmbH aus Breitstetten
umgerüstet. Brunner Hydraulik Service GmbH bietet
Hydraulik-
Hydraulikschlauch-vor-Ort-Service, Hydraulikzylinderreparaturen
und Hydraulikkomponenten
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
73
MASCHINEN + TECHNIK
Mit rund 86 t Gesamttransportgewicht
und unter
großer Anteilnahme Schaulustiger
ging der 80-jährige
Baum auf die Reise.
FELBERMAYR
Spezialtransport zur Geisterstunde
Einen Auftrag mit Seltenheitswert meisterten die Mitarbeiter der Felbermayr-
Niederlassung Lanzendorf bei Wien Mitte Februar. Dabei wurde eine 22 m hohe
und 12 m breite Platane in der Wiener Innenstadt zu einem rund 350 m
entfernten Standort per Spezialtransport übersiedelt.
S
eit etwa 1940 schlug die inzwischen
22 m hohe Platane im achten Wiener
Gemeindebezirk ihre Wurzeln. Jetzt, etwa
80 Jahre danach muss sie dem Bau einer
U-Bahn-Station weichen. Im Vorjahr wurde
eine europaweite Ausschreibung für die
Übersiedelung durchgeführt, einige lehnten
wegen Undurchführbarkeit ab, andere
wiederum machten Angebote, die den
Wiener Linien zu teuer waren. Doch
aufgrund zahlreicher Interventionen von
Naturliebhabern sollte der Baum in letzter
Sekunde doch noch gerettet werden und
einen neuen Platz bekommen. Mit der
Übersiedelung dieses 22 m hohen ahornblättrigen
Gewächses wurde die Felbermayr-Abteilung
für Spezialtransporte in
Lanzendorf bei Wien beauftragt. Und da
der schmucke Baum laut Gutachten in
übersiedelungsfähigem Zustand rund 42 t
auf die Waage bringen sollte, kamen dafür
zwei stattliche Mobilkrane von Felbermayr
zum Einsatz.
Nur rund drei Wochen dauerten die
Vorbereitungen für diesen Großeinsatz zu
nächtlicher Stunde, für den auch zahlreiche
Genehmigungen nötig waren. Das
größte Problem sei laut Thomas Daxelmüller
die Höhe des Baumes gewesen: „Ein
liegender Transport wäre einfach gewesen,
kam aber nicht in Frage, da dabei zahlreiche
Äste gebrochen wären“, erklärt
Daxelmüller, der auch die Kranabteilung
bei Felbermayr in Lanzendorf leitet. Somit
musste ein Konzept erarbeitet werden, um
die Platane „erhobenen Hauptes“ zu ihrem
neuen, etwa 350 m entfernten Standort zu
übersiedeln.
Transportfähig verpackt wurde der
Baum, indem rund um den Wurzelbereich
ein Spundwandkasten errichtet wurde. An
diesem wurde er dann mittels Textilschlingen
und einem Heberahmen an der
Kranflasche angeschlagen. „Inklusive
dieser Stahlkonstruktion erreichte der
Baum ein Gewicht von rund 55 t“, schildert
Daxelmüller. Werden dann noch das
Gewicht des Tiefladers und der Sattelzugmaschine
hinzugerechnet, kommt man auf
knapp 86 t. „Damit waren wir statisch
betrachtet sehr nah an der zulässigen
Belastbarkeit der Fahrbahn“, merkt
Daxelmüller an und weist auf die bestehende,
nur 1,4 m unter der Fahrbahn
liegende U-Bahn sowie auf die zahlreichen
unterirdischen Leitungen unterhalb der
Transportroute und der Kranstellplätze
hin. Deshalb wurde aus Sicherheitsgründen
auch ein Live-Monitoring im U-Bahn-
Tunnel durchgeführt, um allfällig entstehende
Veränderungen dokumentieren zu
können.
Zu guter Letzt sei aber alles laut Plan
gelaufen und die 80-jährige Platane
erreichte noch vor dem Einsetzen des
Frühverkehrs ihren neuen Standplatz im
1. Wiener Gemeindebezirk unweit des
Justizpalastes. Für das Ausheben des
Baumes war noch ein Mobilkran (LTM
1350-6.1 von Liebherr) mit 350 t maximaler
Traglast und 100 t Ballast ausreichend.
Für das Einheben des Baumes am Zielort
war mit etwa 23 m die benötigte Ausladung
aber fast doppelt so weit. „Deshalb ist dort
ein LTM 1450-8.1 mit 134 t Ballast und
einer maximalen Traglast von 450 t zum
Einsatz gekommen“, erklärt Daxelmüller.
www.felbermayr.cc
74 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Die Stehr Baumaschinen
GmbH mit Sitz im deutschen
Storndorf hat angesichts der
Bestimmungen für staubfreies
Streuen und Fräsen
ihre Anbaugeräte
weiterentwickelt.
M
it der bereits angebotenen Kombination
aus Bindemittelstreuer und
Fräse mit Fassungsvermögen von 6 m³
bzw. 9 m³ ist ein absolut staubfreies
Aufbringen und Einmischen von aggressiven
und vor allem gesundheitsschädigenden
Bindemitteln möglich. Um in Zukunft
noch leistungsfähiger zu werden, entwickelten
die Stehr Ingenieure jetzt eine
hydraulisch angetriebene Zusatzachse.
Durch diese lässt sich die Traktion und
somit der Vortrieb um 30% steigern. Die
Ölversorgung erfolgt über die Load-Sensing-Funktion
des Schleppers und wird
über den vorhandenen Bordcomputer von
Stehr, der die exakte Streumenge unter
Wasserzugabe bis zu 70.000 l/h sowie die
Drehzahl der Räder der Zusatzachse
genau an die Fahrtgeschwindigkeit des
STEHR
Staubfreies Streuen und Fräsen
Stehr präsentiert Neuheiten im Rahmen des kombinierten staubfreien Systems
aus Bindemittelstreuer und Bodenstabilisierungsfräse.
Traktors anpasst. Die Zusatzachse ist so
konstruiert, dass man sämtliche bestehende
Maschinen nachrüsten kann.
Weiters bringt Stehr aufgrund der
Nachfrage nach kleineren Maschinen für
räumlich beschränkte Baustellen nun eine
kostengünstige, innovative Maschine als
Kombination Streuer/Fräse für Traktoren
von 160-240 PS auf den Markt. Verbaut
werden darin bewährte Komponenten,
wie die Stehr Fräse SBF 24/L und der
Bindemittelstreuer SBS 3000 mit
Frästiefen bis 450 mm und einem
Behältervolumen von 3,6 m³.
www.stehr.tv
www.stehr.com
RÄDLINGER
Radlog-Aufnahme wird zum Standard
Die Rädlinger Maschinen- und Stahlbau GmbH produziert
ihre Baggerlöffel für die Klassen MS01, MS03 und MS08
zukünftig standardmäßig mit Radlog-Aufnahme.
D
ie Radlog-Aufnahme besteht aus zwei
gegenüberliegenden Wellen, die beide
mit allen nötigen Elementen zur Verriegelung
des Schnellwechslers ausgestattet
sind. Sie ermöglicht es, einen Tieflöffel auch
um 180 Grad gedreht mit einem Schnellwechsler
aufzunehmen und ihn so als
Hochlöffel zu nutzen. Dadurch eröffnet sich
eine Vielzahl weiterer Einsatzmöglichkeiten.
Bisher war die Ausstattung mit Radlog
für den Endkunden mit einem Aufpreis
verbunden. Durch die Standardisierung
sinkt dieser stark. Denn auch Rädlinger hat
dadurch einen Vorteil: „Wir können unsere
Produktvarianten so verringern. Dadurch
können wir unseren Lagerbestand konzentriert
ausbauen und es ist uns zukünftig
möglich, alle Standardprodukte auf Lager
zu halten und schnell zu liefern“, führt
Schraml aus. Ein Vorteil, der letztlich
wieder den Endkunden zu Gute kommt.
www.raedlinger.de
Alle Baggerlöffel mit einem
Einsatz gewicht von bis zu 12 t
produziert Rädlinger künftig
mit Radlog-Aufnahme.
BKT
Neuer Earthmax SR 412
Das BKT-Sortiment von
über 2.700 Reifen wird
erneut erweitert: Der
jüngste Neuzugang ist
der Earthmax SR 412,
der für die Ausrüstung
von knickgelenkten
Muldenkippern,
Ladern und Planierraupen
entwickelt
wurde. Das robuste Gehäuse
und die Vollstahlgurte
ermöglichen es dem
Earthmax SR 412, schwere
Lasten zu transportieren und dabei
Risse und Durchschläge zu vermeiden.
Das Profil weist eine E-4-Tiefe
auf, die eine außergewöhnliche
Traktion und eine hohe Hitzebeständigkeit
garantiert, während die
kantige Schulter dafür sorgt, dass der
Earthmax SR 412 einen festen Halt
auf dem Boden hat, was dem
Fahrzeug mehr Kontrolle und Manövrierfähigkeit
verleiht. Der Earthmax
SR 412 ist in den Größen 29,5 R 25
und 750/65 R 25 erhältlich.
www.bohnenkamp.at
MÄRZ 2021
75
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
RINGER
Trotz Corona-Krise gewachsen
Der Regauer Gerüst- und Schalungshersteller Ringer hat
ein herausforderndes Jahr hinter sich, konnte aber trotz
der Corona-Krise auch im abgelaufenen Geschäftsjahr
ein Wachstum einfahren. Seit Februar 2021 verstärkt
Ing. Robert Traxl MSC MBA das Ringer Management
als technischer Geschäftsführer.
T
raxl bringt 25 Jahre Erfahrung aus
einem international tätigen Familienunternehmen
mit. Er war beim Welser
Stahlseilproduzenten Teufelberger tätig,
zuerst im Bereich Forschung und Technologie
im Drahtseilsegment, zuletzt als
technischer Leiter und Mitglied der
Geschäftsführung.
„Ringer wächst dynamisch und ist in
seinen Märkten äußerst erfolgreich. Ich
freue mich, das bestehende Team mit
meinen Fähigkeiten zu ergänzen um den
Erfolgskurs gemeinsam fortzusetzen“, sagt
der studierte Innovationsmanager. Traxl
kümmert sich bei Ringer um die Bereiche
der Produktion, Logistik und Produktentwicklung
und ist neben Geschäftsführer
MMag. Peter Rungger damit für den
gesamten Bereich Technik verantwortlich.
Die Familienmitglieder und Gesellschafter
Peter, DI(FH) Thomas und Markus Ringer
sind unverändert operativ im Unternehmen
tätig. „Die Herausforderungen des
Marktes sind komplex und werden immer
komplexer. Wir sind stolz auf die Erweiterung
unseres Teams durch einen Experten
mit internationaler Erfahrung und
enormem technischen Know-how“, sagt
Vertriebsleiter Markus Ringer. Der
Regauer Peter Rungger ist seit 2017 als
Geschäftsführer im Unternehmen.
„Wir sind gut aufgestellt in die Krise
gegangen und haben schnell auf die neue
Situation reagiert“, so GF MMag. Peter
Rungger. 2019 war in den Ausbau des
Standortes Regau und einen modernen
Schalungsreinigungsroboter investiert
worden, schon vor dem Ausbruch der
Corona Krise hatte Ringer verstärkt auf
Digitalisierung gesetzt. 2020 arbeiteten
viele Mitarbeiter im Home-Office, gleichzeitig
konnte der direkte Kontakt zu den
Ing. Robert Traxl MSC MBA ist neuer
technischer Geschäftsführer.
Kunden durchgehend aufrechterhalten
werden. „Wir waren und sind immer für
unsere Kunden erreichbar“, sagt Rungger
und verweist damit auf die jahrzehntelange
Unternehmensphilosophie der
direkten und persönlichen Kundenbetreuung.
Die 2020 getätigten Investitionen in
Digitalisierung sieht er gleichzeitig als
Investitionen in die Zukunft. „Wir haben
uns durch die spontanen Herausforderungen
der Krise schneller und intensiver auf
zukünftige Herausforderungen vorbereitet“,
so Rungger. Ein top Ranking in den
„Austria‘s Leading Companies“ und die
erneute Wahl Ringers zum besten Schalungslieferanten
Österreichs“ bestätigten
die Bemühungen in den Bereichen Service,
Termintreue und Preis-Leistung.
www.ringer.at
WOLFFKRAN
Wolffkran übernimmt
tschechischen Kranvermieter
Ende Februar übernahm Kranhersteller Wolffkran den tschechischen Kranvermieter
Konstruktiva Lokus a.s. Das Unternehmen mit Sitz in Prag ist auf dem tschechischen Markt
seit Jahrzehnten etabliert. Das 1929 gegründete Unternehmen und Wolffkran ver bindet eine
lange Partnerschaft. Die rund 120 Oben- und Unten dreher umfassende Flotte besteht zu
einem Großteil aus Wolff-Kranen, die Konstruktiva Lokus seit fast 30 Jahren an Kunden in
Tschechien, der Slowakei, Deutschland und Polen vermietet und verkauft. Der Übernahme
voraus ging zudem eine langjährige Zusammenarbeit mit der Wolffkran Austria GmbH.
www.wolffkran.com
Jan Drastík (links,
Vorsitzender der
Geschäftsführung)
und Jiří Řezáč (Mitglied
der Geschäftsführung),
blicken
positiv in die Zukunft
von Konstruktiva
Lokus.
VDMA
Baumaschinenbranche
sichert Arbeitsplätze
Die Mitgliederversammlung des VDMA
Baumaschinen und Baustoffanlagen am
3. März 2021 zog ein positives Fazit für
das vergangene und laufende Jahr.
Zwei zentrale Themen waren die wirtschaftliche
Situation und die Bedeutung der europäischen
Klimaziele 2050 für die Branche.
„Wir sind tatsächlich mit einem blauen Auge
davongekommen. Hätte man uns am Anfang
der Pandemie prophezeit, dass der
Umsatzrückgang nur moderat sein wird, wir
hätten es nicht geglaubt“, resümierte
Franz-Josef Paus, Vorsitzender des VDMA
Baumaschinen und Baustoffanlagen. Im
vergangenen Jahr lag der Branchenumsatz
von Baumaschinen aus deutscher Produktion
bei 10,5 Mrd. Euro. Das entspricht einem
Minus von 17% gegenüber dem hohen Niveau
im Jahr 2019. Vergleichbar ist das Umsatzvolumen
mit der Situation im Jahr 2017.
76 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
„Dank länderübergreifender
Synergieeffekte
ist es uns möglich,
einen noch stärkeren Fokus auf
das Thema nachhaltige Produktion
zu legen“, betont Lutz Weber,
Geschäftsführer von InterCal für
die Bereiche Produktion
und Technik.
Die Pandemie wirkte sich somit nicht so
stark aus, wie zur Jahresmitte 2020 befürchtet.
Weltweit ging der Absatz von
Baumaschinen im Jahr 2020 um 3% zurück,
allerdings legte der chinesische Markt um
30% zu, sodass der Weltmarkt ohne China
tatsächlich um 17% abflaute. In Europa war
das Kompaktmaschinengeschäft kaum
betroffen, das Großmaschinengeschäft
verzeichnete dagegen wegen der erforderlichen
höheren Investitionen deutliche
Rückgänge. Das vierte Quartal 2020 und
das erste Quartal 2021 zeigten eine verstärkte
Nachfrage, sodass die Branche ein Umsatzplus
im ersten Halbjahr 2021 erwarten
kann. Sie wird die Rückgänge im Jahr 2020
allerdings nicht mehr ausgleichen.
bub.vdma.org
www.cece.eu
mic40.org
WIETERSDORFER
Kalkaktivitäten gebündelt
Unter der Dachmarke InterCal stellen sich die
Kalk-Unternehmen der Wietersdorfer Gruppe modern
und effizient für die Zukunft auf.
S
eit dem Jahreswechsel treten die
Kalk-Unternehmen der Wietersdorfer
Gruppe unter der gemeinsamen Dachmarke
InterCal auf. Kernkompetenz der Unternehmensgruppe
ist die Produktion hochwertiger
Kalkprodukte für verschiedenste
Anwendungsbereiche in der Stahl- und
chemischen Industrie, der Landwirtschaft
sowie in der Papier- und Baubranche. Dabei
reichen die Wurzeln von InterCal über 200
Jahre in die Vergangenheit zurück. Das
erste Kalkwerk der Gruppe nahm bereits
im Jahr 1804 die Produktion im slowenischen
Zagorje ob Savi auf – knapp 90 Jahre
vor dem Wietersdorfer Stammwerk in
Österreich. Heute erwirtschaftet InterCal
mit 130 Mitarbeitern an fünf Standorten in
Österreich, Slowenien und Kroatien durch
die Veredelung von 700.000 t Kalkstein
jährlich über 26 Mio. Euro.
Durch die engere Zusammenarbeit der
regional verwurzelten InterCal Standorte
wird sichergestellt, dass Best-Practice
Beispiele für nachhaltige Produktion und
Abbautechnik auch auf andere Standorte
ausgerollt werden können. So werden heute
am österreichischen Standort Peggau
Drohnen beispielsweise im Bergbau
eingesetzt, um eine präzisere und damit
ressourcenschonende Abbauplanung zu
gewährleisten. Zudem wurde am gleichen
Standort im Jahr 2019 der Kalkofen um
eine Vorrichtung zum Einblasen von
Holzstaub erweitert. Dadurch konnte der
Anteil fossiler Brennstoffe reduziert und die
CO2-Bilanz des Standortes nachhaltig
verbessert werden. Für die Implementierung
dieser Technik an weiteren Standorten
in Slowenien und Kroatien laufen bereits
heute entsprechende Genehmigungsverfahren.
www.intercal.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
77
FUHRPARK
FACTS
Motor: 1,5 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,
96 kW (131 PS)
Eigengewicht: 1.659 kg
Sitzplätze: 6+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.100 kg
Testverbrauch: 7,1 l/100 km
Listenpreis: 43.590,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ trotz Konzerngenen eigenständiges Ego
+ unzählige praktische Ablagen
+ intelligente Traktionskontrolle
- relativ weich gefedert
- zu große Mittelkonsole
- schwergängige Schiebetüren
D
ie ursprünglichen Pläne mussten wir
leider ad acta legen. Wenn ein Auto
schon den Zusatz Family+ im Namen trägt
und die Semesterferien vor der Türe
stehen, wäre der geplante Skiurlaub wie
geschaffen dafür gewesen, den Toyota
Proace City Verso aus der Reserve zu
locken. Vier Erwachsene, zwei Kinder und
jede Menge Gepäck. Journalistenherz was
willst Du mehr? Aus der Semesterwoche
wurden letztlich arbeitsreiche Tage zu
TOYOTA PROACE CITY VERSO FAMILY+
Hauptdarsteller beim Plan B
Hause, die den Siebensitzer (den fünften
und sechsten Sitz gibt es um 1.100 Euro
Aufpreis) zum König der Kurz- und
Mittelstrecken werden ließen. Was man in
einer Woche so alles erledigen kann, wenn
der Urlaub flachfällt, eigentlich unglaublich.
Zwei Termine in benachbarten
Bundesländern, der Proace Verso City
spult die Kilometer munter auf der
Autobahn herunter. 131 PS aus 1,5 l
Hubraum sind das optimale Startkapital
Raumwunder – den
Toyota Proace Verso
City gibt es auf Wunsch
auch als Siebensitzer.
für nicht ganz 1.700 kg Eigengewicht. Drei
Tage Kinderdienst zu Hause. Von einem
elterlichen Taxidienst zum nächsten. Mit
der abschließenden Erkenntnis, dass sich
der Innenraum angenehm einfach
reinigen lässt. Und auch der vergessene
Traubenzuckerschlecker auf der Rückbank
tatsächlich keine Spuren hinterlassen hat.
Fazit: Auch ohne Urlaub ein Auto
zum entspannten Dahinrollen, egal ob
auf der Kurz-, Mittel- oder Langstrecke.
SSANGYONG TIVOLI
Nicht nur preislich attraktiv
G
leich zu Beginn, ein Geständnis: Mit
dem Begriff City-SUV haben wir
eigentlich so unsere liebe Not. In der Stadt
sehnen wir uns vordergründig nach einem
Asphalthupferl, das jeden noch so kleinen
Parkplatz erobern kann. Punkt. Dass
Vorurteile auch dazu da sind, ein für
allemal umgestoßen zu werden, zeigten
zwei kurzweilige Wochen mit dem erst im
vergangenen Jahr facegelifteten Ssang-
Yong Tivoli. Ein City-SUV wie es im Buche
steht, noch dazu ohne Allradantrieb. Mit
4,23 m Länge von außen angenehm
kompakt gehalten, dürfen sich die bis zu
fünf Personen an Bord über mehr als
ausreichend Platz freuen. Der Chauffeur
lernt den Tivoli im Handumdrehen als
angenehm fahraktiven und noch dazu sehr
wendigen Zeitgenossen kennen. Womit das
eingangs erwähnte Argument der innerstädtischen
Parkplatzsuche gekonnt
ausgehebelt wäre. 50 l Tankinhalt sind
Komplettpaket – der
SsangYong Tivoli punktet
mit umfangreicher
Ausstattung und
attraktivem Preis.
FACTS
Motor: 1,6 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,
100 kW (136 PS)
Eigengewicht: 1.425 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 500 kg/1.500 kg
Testverbrauch: 6,9 l/100 km
Listenpreis: 29.990,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ übersichtliches Cockpit
+ viel Platz im Fond
+ Fahrwerk straff und doch komfortabel
- eigenwilliges Heckdesign
- kompakter Kofferraum
- manuelle Handbremse
nicht viel, nach einem Seitenblick auf die
populärsten Marktbegleiter scheinbar
Standard. Lobende Worte verdient sich
auch die Preisgestaltung des Koreaners.
In der von uns gefahrenen Ausstattungsvariante
Icon (die Zweitbeste im Portfolio)
gibt es den umfangreich ausgestatteten
Tivoli als Fronttriebler um moderate
29.990 Euro (inkl. MwSt. & NoVA).
Fazit: Ein City-SUV, das uns ganz
locker um den Finger gewickelt hat.
78 MÄRZ 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MAZDA MX-30 GTE+ PREMIUM-M
Charmant – der Mazda
MX-30 gefällt durch
seine gelungene Form
und dem ansprechenden
Interieur.
Unterwegs mit Billy, Ivar und Co.
H
ier fühlt man sich tatsächlich sofort
wie zu Hause. Noch dazu, wenn das
eigene Wohnzimmer dem Katalog eines
bekannten, schwedischen Möbelhauses
entstammt. Im rein elektrisch betriebenen
Mazda CX-30 Platz zu nehmen,
wirkt optisch wie der angenehm,
geschmackvolle Abstecher in die Welt von
Billy, Ivar und Co. Der Stoff der Sitze
kommt dir irgendwie von der eigenen
Couch bekannt vor. Die Ablagen mit
Korkapplikationen sind alles andere als
alltäglich. Genauso wie die Frage, wie sie
sich nach einigen Monaten erstmals
wirkungsvoll reinigen lassen. Das
Karosseriekonzept, mit den gegengleich
öffnenden Türen ist sowieso der Hammer.
Vom Interieur und dem Blechkleid zum
Fahrspaß: In Sachen Antriebskonzept hat
der Mazda CX-30 in der aktuellen Form
noch deutlich Luft nach oben. Was mehr
am elektrischen Tankinhalt als an der
FACTS
Motor: Elektro, 107 kW (146 PS)
Eigengewicht: 1.675 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): k. A.
Reichweite: rund 150 km
Grundpreis: 41.490,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ pfiffiges Interieur
+ sportliche Erscheinung
+ witziges Türenkonzept
- mangelnde Reichweite
- wenig Platz in zweiter Reihe
- lädt nur mit einer Phase
FUHRPARK
Fahrleistung des schnittigen Japaners
liegt. 35,5 kWh Batteriekapazität
reichen im normalen Alltagsbetrieb für
rund 150 km. Das kann, nach eigenen
Erfahrungen, dort und da recht knapp
werden. Noch dazu, wenn das Auto über
Nacht nicht am Ladekabel gehangen ist.
Fazit: Ein außen wie innen wirklich
gelungenes Strommobil, das sich
schleunigst eine größere Batterie
verdient hat.
FACTS
Motor: 2,2 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,
148 kW (201 PS)
Eigengewicht: 1.954 kg
Sitzplätze: 6+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/2.500 kg
Testverbrauch: 8,2 l/100 km
Listenpreis: 62.490,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ top motorisiert
+ Bose-Soundsystem
+ Fußmatten in Walkjanker-Optik
- unhandlicher Fahrzeugschlüssel
- nur ein Dieselmotor im Programm
- langsame Tankentlüftung
D
em unverkennbaren Trend zum
Hubraum-Downsizing, alternativen
Antriebsquellen und CO2-Fußabdrücken in
Ehren: Hin und wieder ist es Zeit, als
Kapitän eines echten Schlachtschiffes in
See zu stechen. Nur mit Dieselpower unter
der Haube. Wobei der Vergleich eigentlich
schon von Anfang an hinkt. Denn den Kia
Sorento, um den es in dieser Geschichte
geht, gibt es schon längst auch als Hybrid
und Plug-in Hybrid. Doch dazu gerne ein
KIA SORENTO 2.2 CRDI PLATIN
Groß, größer, Sorento
anderes Mal. Wir verlassen uns hier einzig
und alleine auf die (Antriebs)Qualitäten des
2,2 l-Vierzylinders mit deftigen 201 PS. Die
sich im Umfeld des doch 1.954 kg schweren
Siebensitzers (Sie haben sich nicht verlesen,
der Sorento hat auf Wunsch zwei Einzelsitze
im Heck) ausgesprochen wohl fühlen.
Mit 4,81 m Länge und einer Gesamtbreite
von 1,90 m ist der Sorento eine stattliche
Erscheinung im Straßenverkehr, die sich
zur Freude seines Chauffeurs jedoch
Stattliche Erscheinung
– der Kia Sorento ist ein
angenehm handlich zu
manövrierendes, top
motorisiertes
Schlachtschiff.
absolut wendig zeigt. Im Innenraum geben
sich durchwegs durchdachte Detaillösungen
ein Stelldichein. Egal ob die anstelle von
Tacho bzw. Drehzahlmesser beim Blinken
projizierten Bilder der Außenkameras oder
die in den Rücklehnen von Fahrer und
Beifahrersitz integrierten USB-Stecker für
die Fahrgäste der zweiten Reihe.
Fazit: Bewerben Sie sich schnellstens
um den Kapitänsposten auf diesem
Schlachtschiff, bevor es andere machen.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MÄRZ 2021
79
FUHRPARK
VOLVO TRUCKS
Produktionsstart der neuen Lkw-Generation
Volvo Trucks startet die Produktion der neuesten Lkw-Generation. Die Modelle
Volvo FH, FH16, FM und FMX werden in Kürze in Europa ausgeliefert.
I
n den Volvo-Produktionsstätten in
Schweden, Belgien und Russland laufen
die Bänder für die in 2020 vorgestellten
Modelle an. Wegen der Corona-Pandemie
mussten zunächst die Präsentation und
darauf folgend die Produktion verschoben
werden. „Wir freuen uns sehr, dass unsere
neue Lkw-Generation schon bald unsere
geschätzten Kunden erreichen wird. Alle
vier Lkw-Modelle wurden mit einem
starken Fokus auf die Verbesserung der
Fahrerumgebung, die Sicherheit und die
Produktivität der Fahrzeuge entwickelt
und sind effizienter als ihre Vorgänger“,
sagt Roger Alm, Präsident von Volvo
Trucks.
Die Modelle Volvo FM und FMX haben
eine komplett neue Kabine mit veränderten
A-Säulen. Dadurch erhalten Fahrerinnen
und Fahrer bis zu einem zusätzlichen
Kubikmeter mehr Platz im Innenraum
und eine verbesserte Lichtsituation in der
Kabine. Zudem erhöht dies die Sicht auf
den umliegenden Straßenverkehr. Diese
kann für die Fahrer noch weiter durch
eine Kamera im Spiegelsockel der Beifahrerseite
verbessert werden. Sie bietet eine
vollständigere Seitenansicht und wird auf
Die Serienproduktion
der
neuen Generation
von Volvo Trucks
ist im CO2-
neutralen
Tuve-Werk in
Göteborg,
Schweden,
angelaufen.
einem zusätzlichen Display im Armaturenbrett
angezeigt. Bis zu acht Kameras
können optional installiert werden.
Weitere wichtige Updates sind die neue
Fahrerschnittstelle und die optionalen
adaptiven Scheinwerfer, die für noch mehr
Sicherheit am Volvo FH und FH16 sorgen.
Die neuen Volvo FH und FM können auch
auf erhebliche Kraftstoff- und CO2-Einsparungen
zugeschnitten werden, beispielsweise
beim Volvo FH mit der I-Save-Technologie.
Das Engagement von Volvo Trucks
für nachhaltige Transportlösungen wird
auch bei den neuen Modellen sichtbar. Sie
wurden mit Blick auf elektrifizierte
Antriebsstränge entwickelt, deren
Produktionsstart im Jahr 2022 sein wird.
www.volvotrucks.at
MERCEDES-BENZ ÖSTERREICH
Weiteres Sicherheitsfeature zum Jubiläum
Zum 25-jährigen Markteinführungsjubiläum ist der Mercedes-Benz Vito ab sofort
mit einem erweiterten Sicherheitsassistenten bestellbar.
Passend zur 25-jährigen Markteinführung
ist der vielseitige Mercedes-Benz Vito ab
sofort kostenfrei auch mit Rear Cross
Traffic Alert bestellbar, in Kombination
mit dem Totwinkelassistenten.
D
er Rear Cross Traffic Alert ermöglicht
die Erkennung von Querverkehr bis zu
einer Geschwindigkeit von 10 km/h beim
Rückwärtsfahren, zum Beispiel aus einer
Ausfahrt oder einer Parklücke. Vor einer
möglichen Gefahrenquelle wird sowohl
optisch über rote Dreiecke im Spiegel
gewarnt als auch akustisch. Zur Verfügung
steht dieser Dienst in Verbindung mit dem
Totwinkelassistenten.
Der im Jahr 2020 technisch und optisch
aktualisierte Vito ist dank neuer Vierzylinder-Dieselmotoren
und eines ausgewogenen
Preis-Leistungs-Verhältnisses attraktiver
denn je. Als Antrieb stehen fünf effiziente
Vierzylinder-Diesel der Motorenfamilie
1 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die WLTP-CO2-Werte i.S.v. Art. 2
OM654 und OM622 in Leistungsstufen bis
174 kW (237 PS) zur Auswahl. Das Topaggregat
Vito 124 CDI mit 174 kW (237 PS)
und 500 Nm Drehmoment (Kraftstoffverbrauch
kombiniert 8,2-7,3 l/100 km,
CO2-Emissionen kombiniert 214-191 g/km) 1
ist exklusiv dem Tourer mit Pkw-Zulassung
vorbehalten. Zu den weiteren Neuheiten der
aktuellen Vito Generation zählen das
aufgewertete Infotainment-Portfolio, das
9G-Tronic Automatikgetriebe, die Luftfederung
Airmatic für mehr Fahrkomfort
sowie weitere Safety-Systeme. Aufgefrischte
Designdetails innen und außen runden die
Modellpflege ab.
www.pappas.at | www.mercedes-benz.at
80 MÄRZ 2021 Nr. 3 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
SERVICE
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Eine Reise in die magische Golden Hill Welt
Luxus im Einklang mit der Natur findet sich in den Golden Hill Country Chalets & Suites in
der Südsteiermark. Als stolzes Mitglied der Hideaways Hotels Collection und vielfach prämiert,
wird das Wohlfühlrefugium der Superlative um gleich zwei neue Chalets erweitert.
D
er Tourismus ist seit Monaten im
Stillstand und hat zu kämpfen. Der
Trend zum Individualurlaub im eigenen
Chalet hat sich jedoch durch die aktuellen
Herausforderungen enorm verstärkt. Die
Gastgeber Barbara und Andreas Reinisch
kommen ins inspirierte Tun. Sie investieren
in die Zukunft, lassen den Traum von
der luxuriösen Auszeit ein weiteres Mal
zur Realität werden. Das Ergebnis? Zwei
neue, exklusiv ausgestattete Chalets –
bezugsfertig ab 17. Mai 2021. Dieser
Tatendrang ist gerne gesehen und
hochgeschätzt: So kürte der renommierte
Gault&Millau Guide das Golden Hill mit
dem Award „Beste Chalets 2021“ und
schließt damit an zahlreiche Auszeichnungen
der Vergangenheit an, darunter 2019
der 1. Platz in der Kategorie Chalets bei
„Die besten Hotels Österreichs“ des
Connoisseur Circles und der Lifestyle-
Insider Award im Jahr 2020.
Privatissimum pur im Galeriehaus
Polarfuchs, errichtet wieder in Vollholz-
Bauweise, das seine Gäste mit „polariger“
Extravaganz empfängt. Wie auf einer
Wolke schwebt man hier in den Tag
hinein. Dafür sorgen das ausgesuchte
Interieur – alles in Weiß – und die goldene,
vor dem Kamin stehende Devon &
Devon-Badewanne. Nicht zuletzt dann
noch das völlig private Spa mit extra
Ob Badewanne vor dem
Kamin, Naturschwimmteich oder
ganzjahresbeheizter Infinity-Pool mit Outdoor-Sauna-Kubus
und Whirlpool: das Golden
Hill Country Chalets & Suites in St. Nikolai
im Sausal ist ein Wohlfühlrefugium der
Superlative.
großem Sauna-Kubus im eigenen Spa-
Garten sowie den im Park schimmernden
Naturschwimmteich.
Luxus ohne Grenzen wartet derweil
auch im 200 m² Chalet Steppenfuchs,
dessen 10 m Panorama-Glasfront die
umliegende Natur nach drinnen holt.
Zentraler Blickfang sind der mächtige
Kamin, dessen knisterndes Feuer man
auch vom übergroßen King Size Bett aus
noch im Blick hat und eine massive
Metallwendeltreppe in Bronze, die vom
Erdgeschoß in den ersten Stock führt.
Besonderes zukunftsweisendes Highlight:
das Premium Chalet mit seinem 10 x 4 m
ganzjahresbeheiztem Infinity-Pool mit
Outdoor-Sauna-Kubus und
Whirlpool wird energieautark
sein. Luftwärme und
eine 36 kWp Photovoltaik-
Anlage machen dies
möglich. Die nachhaltige
Bauweise ist Ziegel und
Vollholz nach den Prinzipien
höchster Ressourcen- und
Energieeffizienz. Eine
wahre Energie-Quelle für
die Golden Hill-Gäste und
Luxus im Einklang mit der
Natur. Zu genießen ab
17. Mai 2021.
Für weitere Informationen
steht das Team von
Golden Hill Country Chalets
& Suites in St. Nikolai im
Sausal unter welcome@
golden-hill.at gerne
zur Verfügung.
www.golden-hill.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2021
81
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noch unter dem Titel Englische
Grammatik für die Wirtschaftskommunikation.
Die nunmehr vierte
Auflage wurde erstmals von einem
Autoren-Duo verfasst. Fundierte
Kenntnisse der Grammatik sind
unerlässlich, um im Englischen
kompetent, gewandt und rhetorisch
effektiv zu kommunizieren. Sowohl
Studierende als auch Fach- und
Führungskräfte aus der Wirtschaft
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aus den zentralen Themenbereichen
der englischen Grammatik, mehrere hundert Beispielsätze aus
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Architektur und Städtebau der
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Freilichtmuseum
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