26.09.2025 Aufrufe

Baublatt Magazin Januar/Februar 2021

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

www.baublatt.at

NR. 1-2 | 2021

ein magazin der

specialmediacom

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 9,00 € | Jänner/Februar 2020 | www.baublatt.at

Gscheit

oder gar nicht!

Starke Leistung braucht

einen starken Partner:

... Verlässlichkeit hat einen Namen.

Ihr offizieller Vertriebspartner

und Spezialist für die Marken

12 | Eiger Express

Neue 3S-Bahn wartet mit vielen

technischen Innovationen auf

18 | Interview

Baumeister Richard Lugner im

Rückblick auf seine Bau-Karriere

70 | Neuauflage ÖNorm B 2061

In dieser Ausgabe: Kalkulation

von Regieleistungen


TB257FR

» 4 hydraulische Steuerkreise (davon 3 proportional gesteuert)

für eine Vielzahl von Anbaugeräten

» 1. Steuerkreis proportional gesteuert mit 105 l/min High Flow

» Patentierter Ausleger-Seitenverschub für einen minimalen Schwenkradius

» Optimaler Fahrerkomfort durch Klimaanlage, Heizung und Bluetooth Radio

» Beste Ausleuchtung des Arbeitsumfeldes durch 5 LED-Scheinwerfer

» Inklusive HUPPIFleetManagement

(Vbg)

6923 Lauterach

T +43 5574 785 30

(T)

6020 Innsbruck

T +43 512 390 400

Mietstation

Going

M +43 664 828 83 86

(NÖ)

3254 Bergland

T +43 7412 555 82

(Sbg)

5303 Thalgau

T +43 6235 59 10

Mietstation

St. Veit | Pongau

M +43 664 887 830 10


Huppenkothen Flottenmanagement

» Immer alle Maschinen im Blick

» Optimale Maschinenauslastung

» Höchste Wirtschaftlichkeit

Mehr Informationen unter

(OÖ)

4063 Hörsching

T +43 7221 724 02

(OÖ West)

4844 Regau

T +43 506 634 12

(Stmk)

8143 Dobl

T +43 3136 540 40-0

(Obersteiermark)

8770 Traboch

T +43 506 634 09

(W | B)

2351 Wr. Neudorf

T +43 2236 639 78

Mietstation

Grossebersdorf

M +43 664 182 98 90

(K)

9020 Klagenfurt

T +43 463 715 88


EDITORIAL

Messe-Blues

Hatte man im Oktober noch auf eine

Messe-Planung in Form verschobener

Termine gesetzt, so dominiert bei

vielen Veranstaltern inzwischen nur noch die

Messe-Hoffnung. Auch wenn die neuen

digitalen Messe-Formate interessant und

wichtig sind – eine reale Baufachmesse

können sie leider nicht ersetzen. Das direkte

Gespräch zwischen dem Kunden und seinem

Betreuer ist nach wie vor das zentrale

Element bei der Vorstellung neuer Geräte.

Nicht umsonst hat die Handschlagqualität

gerade in der Baubranche einen so hohen

Stellenwert.

Reihenweise wurden die einschlägigen

Messen von den Organisatoren zunächst um

einige Monate verschoben und schließlich

abgesagt. Betroffen sind davon so wichtige

Veranstaltungen wie MAWEV-Show, Steinexpo,

Samoter oder Intermat. Auch unser

jährlich stattfindender Branchentreff

ist leider der Pandemie

zum Opfer gefallen.

Generell ist die heimische

Bauwirtschaft von einem

vorsichtigen Optimismus

geprägt. Der Grund dafür liegt

vor allem in der zufriedenstellenden

Auftragslage, denn die

Höhe der Auftragseingänge

unterscheidet sich nur geringfügig

von den Zahlen, die zu

Jahresbeginn 2020 erhoben

wurden. In der insgesamt

schwierigen Situation, in der

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

sich Österreichs Wirtschaft befindet, gibt die

Baubranche damit erneut ein deutliches

Signal für ihre Stabilität.

Einen durchaus positiven Ausblick gibt die

neueste Prognose des Wifo, die ein Plus von

rund 2,8% für 2021 und 2,1% für 2022 im

Hoch- und Tiefbau vorhersagt.

In der vorliegenden Ausgabe haben wir für

Sie wie gewohnt aktuelle Branchennews und

interessante Einsatzberichte zusammengestellt.

Zu Beginn informieren wir über den

Eiger Express, der Anfang Dezember in

Betrieb ging und als erste Seilbahn einen

vollautomatischen Personen- und Güterbetrieb

kombiniert. Nicht weniger interessant

war die Zeitreise mit Baumeister Richard

Lugner, der im Rahmen unseres ausführlichen

Interviews einige Highlights seiner

langen Bau-Karriere Revue passieren ließ.

Zum Schluss sei an dieser Stelle nochmals

auf einen wichtigen Termin

hingewiesen: Unternehmen, die

für eine Erneuerung des Geräteparks

die Investitionsprämie

nutzen möchten, müssen bis zum

28.02.2021 erste Maßnahmen

setzen, die den Beginn der

Investitionstätigkeit kennzeichnen.

Wir wünschen Ihnen einen

guten Start in die heurige

Saison, bleiben Sie gesund,

halten Sie Abstand – und bleiben

Sie geduldig!

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

Eisenwagen: starker Partner

für Bobcat, Doosan & Rammer

Die Firma Eisenwagen Baumaschinen

GmbH beschäftigt sich seit Jahren

erfolgreich mit Reparatur, Service

und Verkauf von Baumaschinen.

Seit mehr als einem Jahr ist das

­Unternehmen nicht nur offizieller

Importeur von Bobcat und Rammer,

sondern auch von Doosan. Für alle

drei Marken kann die Firma

Eisenwagen Baumaschinen GmbH

sämtliche Wünsche der Kunden

hinsichtlich Reparatur und Verkauf

erfüllen. Das Portfolio umfasst vom

kleinen Kompaktlader bis hin zum

100 t Kettenbagger alle Geräte in

Topqualität.

OFFENLEGUNG | gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber ist die specialmedia.com GmbH mit Sitz in 1040 Wien, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, Geschäftsführer sind

Hans-Jörgen Manstein und Mag. Michael Grabner, Gegenstand des Unternehmens ist der Verlag, die Herausgabe und der Vertrieb von Zeitschriften; die Konzeption, Herausgabe

und der Betrieb von elektronischen Medien sowie sämtliche daraus folgende Medienaktivitäten. Gesellschafter der specialmedia.com GmbH sind: Hans-Jörgen Manstein (50%),

die Manstein Zeitschriftenverlagsgesellschaft m.b.H. (30%), die Michael Grabner Media Ges.m.b.H. (20%). Offenlegung der Blattlinie – Erklärung über die grundlegende Richtung:

BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung über Baumaschinen, -geräte und –technik.

IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Jänner/Februar 2021, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 11.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann

keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck

freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

4 JÄNNER/FEBRUAR 2021


CAT RADLADER

966M XE

RADLADER, DIE FÜR MEHR GEMACHT SIND

Der Cat Radlader 966M XE vereint erhebliche Kraftstoffeinsparungen und langfristige Kostensenkung mit höherer

Leistung. Durch ihre Zuverlässig-, Langlebig- und Vielseitigkeit sind diese Maschinen noch besser auf Ihre Bedürfnisse

ausgerichtet. Für besonders anspruchsvolle Einsatzzwecke benötigen Sie einen Radlader, der speziell für solche Aufgaben

entwickelt wurde. Mit den wahlweisen verfügbaren Cat-Arbeitsgeräten ist der Radlader so konzipiert, dass er alle Anforderungen

auch spezieller Anwendugen bestens erfüllt.

zeppelin-cat.at


Der Anfang Dezember 2020 eröffnete Eiger Express

kombiniert als erste Seilbahn vollautomatischen 12Personen- und Güterbetrieb.

MENSCHEN + SZENE

08 Menschen bei Flughafen Wien, EuroSkills,

Landesinnung Bau/WKO Wien, VÖB,

Kemroc, Kuhn und Baumit.

PROJEKTE + PLANUNG

12 Eiger Express: Die neue 3S-Bahn von

Doppelmayr/Garaventa beeindruckt nicht

nur mit ihrer bautechnischen Umsetzung,

sondern auch mit ihren technisch

anspruchsvollen Kabinen.

INTERVIEW

18 Richard Lugner: Im Gespräch mit

Baublatt.Österreich blickt Baumeister

Richard Lugner auf wichtige Stationen

seiner Bau-Karriere zurück.

MASCHINEN + TECHNIK 18

22 Zeppelin: Mit seinen Assistenzsystemen

sorgt der neue Kettenbagger Cat 352 für

noch mehr Effizienz in der 50-t-Klasse.

24 Liebherr: Mit einem LR 11000 entlädt

Felbermayr einen 450-t-Generator

aus einem Binnenschiff in Herne.

26 Westtech: Der neue Fellertruck bietet einen

mobilen Fällkran auf einem Lkw-Fahrgestell.

27 Hamm: Das Umweltmanagement-System

wurde nach ISO 14001 zertifiziert.

28 Sandvik: Neues einarmiges Bohrgerät

sorgt für Präzision in kleinen Profilen.

28 Avesco AG: Personelle Veränderung in der

Niederlassung in St. Martin im Mühlkreis.

30 Kiesel: Beim Bau einer Fischwanderhilfe

setzt die GLS Bau und Montage GmbH

auf die Stärken des neuen Hitachi ZX300-7.

32 MWT: Das Pfreundt Web Portal ermöglicht

dank neuester Technologie den Zugriff auf

sämtliche Wiegedaten in Echtzeit.

34 Kuhn: An die Bernegger Gruppe wurden

ein Hydraulikbagger PC490/LC-11 und vier

Muldenkipper HM300-5 übergeben.

35 Emtec: Ab sofort ist bei Baustellentanks

die 4. Generation des erfolgreichen Typs

Quadro als Typ DV und D lieferbar.

36 Wirtgen: Neue Kaltrecycling-Mischanlage

KMA 240(i) bereitet aus verschiedenen

Baustoffen pro Stunde 240 t Mischgut auf.

38 BHS: Neuer Name schärft Markenprofil.

38 Zandt: Außenroller von HKM BTA für

verschiedenste Anwendungsbereiche.

39 Kuhn Ladetechnik: Mit acht neuen Kranen

wird die Kran-TEC-Baureihe erweitert.

40 TWF: Seit wenigen Monaten verfügt das

Unternehmen in Heinsberg über einen

größeren und moderneren Standort.

6 JÄNNER/FEBRUAR 2021


INHALT

52 Albrechtsberger: Der Spezialist für die

Bereitstellung von Baumaschinenleistungen

im Großraum Wien modernisiert den

Fuhrpark mit drei neuen Takeuchi Baggern.

53 Fliegl: Der Sattelkipper DHKA 390

„Revolution“ ist ein echtes Leichtgewicht.

54 Kaiser: Bei Felssicherungsarbeiten im

Norden Europas bewährt sich ein Mobil-

Schreitbagger S10 als optimales Gerät.

56 Liebherr: Ein neuer Bremsassistent für

Liebherr-Radlader verkürzt bei einem

drohenden Unfall den Anhalteweg.

57 Liebherr: Claas Geräte vernetzen sich

mit IoT-Gateways von Liebherr.

58 Rubble Master blickt mit guter Auftragslage

im ersten Quartal trotz Covid-19 dem

Jahr 2021 optimistisch entgegen.

60 Rototilt hat sich auch in Zeiten der

Pandemie erfolgreich positioniert.

61 Mecalac: Zwei Ausleger-Varianten

für die Modelle 6MCR und 7MWR.

62 Groundforce: Beim Projekt Imbergplatz

in Salzburg setzt die Strabag AG auf

Hydrauliksteifen von Groundforce.

63 Weber MT: Schneller und sicherer Einbau

von Naturstein mit dem VPR-Rollenrüttler.

64 Rockster: Kompakter Prallbrecher R700S

sorgt für mehr Nachhaltigkeit auf Hawaii.

65 Kiesel: Coreum als Alternative für Messen.

MERLO ROTO

42 SBM Mineral Processing: Die Firma

Mineraltech ist als der Teil Acht Gruppe seit

Jänner 2021 für Vertrieb, Service und

Miete der mobilen Aufbereitungsanlagen

von SBM in Österreich und in der

Schweiz zuständig.

45 Winkelbauer: Unterstützung für das

mobile Palliativteam Hartberg-Weiz-Vorau.

45 Ammann: Reversierbare hydrostatische

Rüttelplatte mit Zwei-Wellen-Erregersystem.

46 Kuhn: Bergbauprofi in Slowenien setzt auf

die neue Komatsu Planierraupe D375A-8.

47 Schwamborn: Bodenreinigungsmaschine

mit Oszillationstechnologie.

48 Ascendum: Mit dem EWR130E und dem

EC350E präsentiert Volvo neue Geräte

im Kompaktbereich und in der 35-t-Klasse.

50 Streumaster und Prinoth entwickeln

einen geländegängigen Bindemittelstreuer

auf Raupenfahrzeug.

51 Kuhn: Der PC24MR-5 ist das neueste

Mitglied der MR-5-Baureihe von Komatsu.

66 Polixmair: MDS Trommelsiebanlagen

ermöglichen die effiziente Gewinnung

von Steinen im Abraummaterial.

67 Kässbohrer: Neues für den Bausektor.

67 Zapf: Barrierefreie Garagen-Lösungen.

FUHRPARK

68 Baublatt.Österreich Test:

Ford Ranger Raptor 2.0 EcoBlue

Mitsubishi Space Star 1.2

Kia E-Niro Platin

Mercedes-Benz V 300

70 ÖNorm B 2061: Seit 01. Mai 2020 ist eine

dem aktuellen Stand der Betriebswirtschaft

entsprechende Fassung in Geltung. In

dieser Ausgabe liegt der Focus bei der

Kalkulation von Regielohnpreisen.

04 Editorial

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

STANDARDS

73 Service

Urlaubstipp: Drei Sterne Superior Hotel Gasthof

Niederreiter in Maria Alm; Literatur

DER DREHBARE

WOLKEN

KRATZER

BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

7


MENSCHEN + SZENE

FLUGHAFEN WIEN

Flugzeugschlepper mit Elektroantrieb

Weil ein Flugzeug nicht rückwärtsfahren kann, braucht es an einem

Flughafen sogenannte Schleppfahrzeuge. Das könnte am Flughafen

Wien bald emissionsfrei erfolgen: Der neue Flugzeugschlepper

„Bison E620“ der Firma Goldhofer ist der bisher leistungsstärkste

in seiner Gewichtsklasse, der je in einem Flughafenbetrieb in

Europa zum Einsatz kam. Mit einem Gesamtgewicht von 28 t und

einer Batteriekapazität von insgesamt 175 kWh können auch große

Flugzeugmodelle völlig emissionsfrei geschleppt oder gepusht werden.

Ist der Testbetrieb erfolgreich, plant der Flughafen weitere

derartige Schleppfahrzeuge. Rund 400 elektrobetriebene Fahrzeuge

sind bereits auf dem Flughafen Wien im Einsatz. Im Bild

Flughafen Wien-Vorstand Mag. Julian Jäger vor dem neuen

E-Flugzeugschlepper.www.viennaairport.com

Foto: Flughafen Wien AG

Foto: Daniela Beranek

DI Mario

Watz.

LANDESINNUNG BAU / WKO WIEN

Mario Watz ist neuer Innungsmeister

D

ie Landesinnung Bau der Wirtschaftskammer

Wien hat einen neuen

Innungsmeister: Am 13. Jänner 2021 wurde

der Wiener Baumeister DI Mario Watz für

das Amt bestätigt. Er folgt auf DI Dr.

Rainer Pawlick, der seit 2011 die Landesinnung

Bau Wien geleitet hatte und seine

Funktion am 31. Dezember 2020 zurücklegte.

Die bisherigen Stellvertreter Ing.

Markus Neumayer und Dipl.-HTL-Ing.

Philipp Sanchez de la Cerda komplettieren

weiterhin die Führung der Vertretung von

rund 2.200 Baugewerbebetrieben in Wien.

DI Mario Watz (38) ist als Baumeister

selbstständiger Unternehmer in Wien sowie

seit 1. Jänner 2020 Obmann der Allgemeinen

Unfallversicherungsanstalt (AUVA).

Er engagiert sich zudem als Mitglied des

Normierungskomitees ON-K 011 Hochbau

Allgemein und als Ausschussmitglied für

Berufsausbildung, Weiterbildung und

Forschung der Bundesinnung Bau für die

österreichische Bauwirtschaft.

www.bauinnung.at

mobile u. stationäre

tankanlagen

tel. 0 72 43/51 683, fax 0 72 43/51 683-20

www.emtec-tankanlagen.at

EUROSKILLS

EuroSkills 2021 in Österreich

Für die erste österreichische Auflage von EuroSkills wurde in enger Abstimmung mit den

europäischen Partnern nach intensiven Monaten der Verhandlungen ein neuer Termin

gefunden, wie Josef Herk, EuroSkills 2021-Initiator und Präsident der WKO Steiermark, Anfang

Februar verkündete: „Wir haben nicht aufgegeben und hart auf diesen Tag hingearbeitet. Umso

mehr freut es mich, dass unsere Berufs-EM ‚EuroSkills‘ von 22. bis 26. September 2021 stattfinden

kann.“ Sämtliche Wettbewerbe werden an den Schwarzl See verlegt, wo ein großzügiges

Open-Air-Gelände mit optimaler Verkehrsanbindung perfekte Voraussetzungen bietet, um die

Wettbewerbe in großflächigen Zeltbauten durchführen zu können. www.euroskills2021.com

INVESTITIONSPRÄMIE

Frist endet am 28. Februar

Unternehmen, die für eine anstehende Erneuerung des Geräteparks die Investitionsprämie

nutzen möchten, sollten vor allem auf den Zeitfaktor achten, denn die Bestellungen – etwa für

intelligente Hydraulikbagger mit Maschinensteuerung – müssen bis Ende Februar getätigt

werden. Konkret müssen im Zusammenhang mit der Investition bis zum 28.02.2021 erste

Maßnahmen gesetzt werden, die den Beginn der Investitionstätigkeit kennzeichnen. Erste

Maßnahmen sind Bestellungen, Lieferungen, der Beginn von Leistungen, Anzahlungen,

Zahlungen, Rechnungen, Abschluss eines Kaufvertrags oder der Baubeginn der

förderungsfähigen Investitionen. Näheres unter:

www.aws.at

8

JÄNNER/FEBRUAR 2021

BAUBLATT.ÖSTERREICH


MENSCHEN + SZENE

VÖB

Neuer Geschäftsführer

A

ls neuer Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Betonund

Fertigteilwerke (VÖB) treibt Thomas Mühl (44) ab sofort

eine strategische Neuausrichtung des VÖB voran. Ziel ist es, ein

faires Wettbewerbsumfeld in der Baubranche zu ermöglichen, in dem

die Bedeutung und Vorteile von Betonfertigteilen noch sichtbarer

werden. Nach einer mehrmonatigen Einarbeitungsphase übernahm

Thomas Mühl mit Jahresanfang die Geschäftsführung des VÖB und

folgte damit auf den langjährigen VÖB Geschäftsführer Gernot

Brandweiner, der seine Pension antritt.

www.voeb.com

www.hain-solutions.com

Thomas Mühl.

Das Pister Multikuppelsystem

Foto: Fotostudio Interfoto

Kuppeln Sie Ihre Werkzeuge unter jedem

Restdruck und ohne Ölverluste in

Sekundenschnelle an Ihrer Maschine.

Uneingeschränkt hammerfest, extrem flach

und für alle Baggerklassen erhältlich.

Hain Industrievertretung GmbH

Einsteinstraße 25 . 87616 Marktoberdorf

+49 83 42 969 83 00 . info@hain-solutions.com

KEMROC

Neuer Anwendungsberater

F

ranz Niggas (55) hat im Jänner 2021 den Posten des Anwendungsberaters

bei der Kemroc Spezialmaschinen GmbH für die

Regionen Österreich, Südtirol, Bayern und Südkorea übernommen.

Das Unternehmen ist bekannt für sein großes Angebot an Spezialfräsen

für den Anbau an Bagger und Baggerlader. Franz Niggas

arbeitete bereits seit Oktober 2018 freiberuflich für Kemroc. Er

bringt mehr als 25-jährige Erfahrung in den Bereichen Tunnelbau,

Spezialtiefbau und Abbruch ein.

www.kemroc.de

kaufen

mieten

leasen

GRABENVERBAUSYSTEME

Franz Niggas.

BAUBLATT.ÖSTERREICH

www.twf.at

Ihr Partner im TIEFBAU!


MENSCHEN + SZENE

TERMINE

Neues zum Asphalt-Recycling

02.03.2021, Linz www.brv.at

Beton im Straßenbau

08.-09.03.2021, Wien www.betonakademie.at

Übergabe von Bauwerken

09.03.2021, Wien www.ars.at

Leica Tour 2021 digital

11.03.2021 www.leica-geosystems.com/de

Bohrpfähle – Stand der Technik

12.03.2021, Wien www.voebu.at

Garagen, Parkdecks & Parkplätze

16.03.2021, Wien www.ars.at

Beurteilung von Bauschäden

24.-25.03.2021, Wien www.ars.at

Baumangel - Versicherungs- vs.

Bau-Sachverständige

12.04.2021, Wien www.ars.at

Ausbildungskurs – Recycling-Fachperson

12.-13.04.2021, Wien www.brv.at

Ausbildungskurs Abbrucharbeiten

03.-05.05.2021, Wien www.brv.at

Abrechnung von Bauprojekten

11.05.2021, Wien www.ars.at

Neue Prozesse - Vergütungsmodelle im ST

28.05.2021, Wien www.voebu.at

Astrad & Austrokommunal

16.-17.06.2021, Wels www.astrad.at

SAMOTER / STEINEXPO

Verschiebung auf 2023

Die alle drei Jahre in Verona stattfindende

internationale Baumaschinenmesse

Samoter wird auf 2023 verschoben.

Um Unternehmen trotzdem die Gelegenheit

zu geben, ihre neuesten Entwicklungen

live auf dem italienischen Markt

zu präsentieren, wird vom 30.09 bis zum

02.10.2021 eine Demo-Veranstaltung in

einem Steinbruch organisiert, bei der

Baumaschinen und -geräte im Einsatz

gezeigt werden können. Die Veranstaltung

fällt auf den gleichen Termin

wie die Marmomac, die weltweit

wichtigste Messe speziell für die gesamte

Liefer- und Wertschöpfungskette von

Naturstein.

Weiters wurde die für den 14. bis

17.04.2021 angekündigte steinexpo 2021,

11. Internationale Demonstrationsmesse

für die Roh- und Baustoffindustrie,

Corona-bedingt ersatzlos abgesagt.

Die nächste Steinexpo ist für September

2023 geplant. www.samoter.com

KUHN

Auszeichnung für langjährige

Kuhn-Mitarbeiter

K

uhn Baumaschinen GmbH in Eugendorf

hat vor kurzem wieder langjährige

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

geehrt. Den Jubilaren wurde diesmal im

kleinen Rahmen und mit dem nötigen

Sicherheitsabstand seitens der Geschäftsführung

gratuliert.

Geehrt wurde Helmut Strasser, der

bereits seit 35 Jahren im Betrieb tätig ist.

Franz Feichtner kann auf 30 Jahre bei

Kuhn Baumaschinen zurückblicken, auf

25 Jahre Betriebszugehörigkeit können

Helmut Schwarzenberger, Elisabeth

BAUMIT

Mag. Stefan Kuhn

(rechts) gratulierte allen

Jubilaren. Im Bild mit

Helmut Strasser, der

bereits seit 35 Jahren

bei der Firma Kuhn

Baumaschinen GmbH

tätig ist.

Produktrange aus 100% recycelter Körnung

Leikam und Matthias Altmann verweisen.

Seit 20 Jahren tätig sind Ursula

Riemer, Helmut Haidenak und Thomas

Kirchtag. Erich Hager wurde für sein

15-jähriges und Cornelia Buchner für

ihr 10-jähriges Firmenjubiläum geehrt.

Gedankt wurde zudem auch den sieben

Lehrlingen. Die Geschäftsführung

würdigte die Leistungen der Jubilare,

die aufgrund ihrer Erfahrung und ihres

Könnens zu den Stützen des Unternehmens

zählen.

www.kuhn.at

Baumit startet heuer in die neue Bausaison mit einer zukunftsorientierten Innovation:

Unter dem Label GO2morrow werden Baustoffe entwickelt und auf den Markt gebracht, deren

Rohstoffbasis zu 100% aus recycelter Körnung besteht. Den Anfang macht Baumit GO2morrow

Recycling Beton B20; von der Güteklasse ein Trockenbeton 20, der in 30 kg Sackware dem Baustofffachhandel

und Baumarkt für Selbstabholer angeboten wird. Die gewaschene, sortenrein

recycelte und qualitätsgesichert zur Verfügung gestellte Betonbruchkörnung ersetzt hier zu

100% die bisher verwendete Kalksteinkörnung. Im Bild von links: Mag. Georg Bursik (Geschäftsführer

Baumit GmbH) und Rudolf Ofenschiessl (Vertriebsleiter Baumit GmbH). www.baumit.at

Foto: Baumit GmbH/APA-Fotoservice/Juhasz

10 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


www.ascendum.at

NEU: VOLVO EWR130E

KOMPAKT UND FLEXIBEL

Mit einem Einsatzgewicht von rund 13 t und einem hinteren und vorderen Schwenkradius von nur 1,55 m

bzw. 1,81 m setzt der EWR130E neue Maßstäbe in Kompaktheit, Manövriebarkeit und Leistung.

Optional ist der Mobilbagger mit Allradlenkung inklusive Hundegang-Lenkmodus erhältlich. Mit

30 km/h Fahrgeschwindigkeit ist der EWR130E flexibel auf mehreren Baustellen im Stadtgebiet einsetzbar.

Bei Ihrem Ascendum Expertenteam erhalten Sie mehr Infos!

Ascendum Baumaschinen Österreich GmbH

Grafenholzweg 1

5101 Bergheim/Salzburg

info@ascendum.at

+43 662 469 11-0

Besuch uns auf


PROJEKTE + PLANUNG

Der neue Eiger Express ist

die längste 3S-Seilbahn der Alpen

und mit einer maximalen Geschwindigkeit

von 8 Metern pro Sekunde sehr schnell. Die

Bilder in der Mitte und rechts zeigen die

Kranmontage mittels Helikopter bzw. die

Bauarbeiten an der Bergstation

Eigergletscher.

EIGER EXPRESS

Champions League im Seilbahnbau

Der Anfang Dezember 2020 eröffnete Eiger Express gilt unter Experten als Meilenstein

für die Seilbahnbranche: Die Dreiseil-Kabinenbahn von Doppelmayr/Garaventa überwindet

auf einer Länge von knapp 6,5 km einen Höhenunterschied von rund 1,4 km

und beeindruckt nicht nur mit ihrer bautechnischen Umsetzung, sondern auch mit

ihren technisch anspruchsvollen Kabinen. Darüber hinaus handelt es sich um die

erste Seilbahn, die vollautomatischen Personen- und Güterbetrieb kombiniert.

D

ie Gipfel von Mönch, Jungfrau und

Eiger dominieren die Landschaft des

zentralen Berner Oberlandes. Bereits seit

1912 führt die Jungfraubahn als elektrische

Zahnradbahn von der Kleinen

Scheidegg durch Eiger und Mönch bis auf

das Jungfraujoch.

Um die touristische Zukunft der

gesamten Jungfrau-Region langfristig zu

sichern, präsentierten die Jungfraubahnen

und die Gondelbahn Grindelwald-Männlichen

GGM im Jahr 2012 das gemeinsame

Generationenprojekt der V-Bahn: Mit den

beiden neuen Bahnen Eiger Express und

Männlichenbahn (Ersatzneubau GGM)

werden vom ebenfalls neuen Terminal in

Grindelwald Grund aus sowohl der

Männlichen als auch der Eigergletscher

erschlossen und dabei die Kapazitäten

erweitert bzw. die Beförderungszeiten

verringert. Zusätzlich ermöglicht der Eiger

Express durch Anschluss an die Jungfraubahn

in der neu erschlossenen Station

Eigergletscher eine raschere Anfahrt zum

Jungfraujoch.

Generalplaner der V-Bahn sind die

BauSpektrum AG und die Von Allmen

Architekten AG, der offizielle Spatenstich

für das 470 Mio. Franken Projekt erfolgte

Anfang Juli 2018. Als erster Abschnitt

wurde die Gondelbahn Grindelwald-

Männlichen fertiggestellt: Seit Dezember

2019 führt die neue 10er-Gondelbahn vom

neuen Terminal in Grindelwald aus zum

Männlichen. Seit 5. Dezember 2020 ist

auch der Eiger Express in Betrieb, der als

die weltweit schwerste je gebaute 3S-Bahn

die Gäste in 15 Minuten vom Terminal in

Grindelwald Grund zur Station Eigergletscher

bringt. 44 Gondeln mit je

26 Sitzplätzen sowie eine VIP-Gondel

transportieren pro Stunde

2.200 Personen.

Mit der V-Bahn realisierten

die Jungfraubahnen zusammen

mit Doppelmayr/Garaventa

in Grindelwald ein

hochmodernes Mobilitätszent-

Wie Jungfraubahnen-

Direktor Urs Kessler betont,

wurde die V-Bahn

bewusst als Generationenprojekt

konzipiert.

Fotos: jungfrau.ch; Doppelmayr/Garaventa; BauSpektrum AG

12 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


PROJEKTE + PLANUNG

Nachhaltige Lösungen.

Härtester Stahl.

Seit 1945.

Verlässliche

Leistungsträger

Die Bergstation Eigergletscher mit dem Bahnhof der Jungfraubahn.

Durch die Verbindungsstollen gelangen die Gäste von der 3S-Bahn zur

Skipiste oder können in den Zug zum Jungfraujoch umsteigen.

rum für die nächsten Generationen. Das

neue Terminal bietet eine umfangreiche

Infrastruktur mit zahlreichen Shoppingmöglichkeiten

und ermöglicht es den

Gästen, von Bus, Bahn oder Auto auf

kurzem Weg in die Bahnen zum Eigergletscher

oder zum Männlichen umzusteigen.

Jungfraubahnen-Direktor Urs Kessler

betont: „Es geht für die Jungfraubahnen mit

der V-Bahn darum, langfristig im Berggebiet

Perspektiven zu schaffen und Arbeitsplätze

zu sichern. Die V-Bahn haben wir bewusst

als Generationenprojekt konzipiert und

realisiert. Sie soll mindestens für die

nächsten fünfzig Jahre funktionieren. Denn

bei den Jungfraubahnen habe ich über all

die Jahre die Erfahrung gemacht, dass jedes

Projekt, das wir realisiert hatten, mit der

Zeit zu klein geworden ist.“

Spektakuläre Dreiseilbahn

zum Eigergletscher

Das 3S-Bahnsystem kombiniert alle Vorteile

der Gondelbahn und der Pendelbahn. Durch

die doppelte Tragseilführung können große

Spannfelder mit einer geringen Anzahl

Stützen äußerst windstabil überfahren

werden. Beim Eiger Express mussten so

über die gesamte Streckenlänge von 6.483 m

lediglich 7 Stützen gebaut werden. Das

Landschaftsbild bleibt erhalten und es sind

keine Waldschneisen erforderlich.

Auch das Fahrerlebnis selbst ist beeindruckend:

Beim Eiger Express kommt die

WINKELBAUER GMBH

Viertelfeistritz 64 \ 8184 Anger \ Austria

Tel. +43 3175 7110-0 \ office@winkelbauer.com

winkelbauer.com

Baumaschinenausrüstung Wear Parts

Komponentenfertigung Ideenschmiede

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

13


PROJEKTE + PLANUNG

Montage der Panorama-Verglasung, bei der die Scheiben in das Kabinendach übergehen.

Aufwendige Betonier- und Schalungsarbeiten in der Bergstation Eigergletscher.

Der speziell entwickelte Laderoboter im Probebetrieb. Die Verbindung von vollautomatischem

Personen- und Gütertransport in einem System eröffnet neue Möglichkeiten

für den Transport am Berg und in Zukunft auch in Städten.

neueste 3S-Kabine von CWA, die Atria,

zum Einsatz. 26 Sitzplätze sind ausgestattet

mit permanenter Sitzheizung, zwei

Infotainment-Bildschirme liefern GPSgesteuerte

Informationen – zum Beispiel

zu den Kletterrouten in der Eigernordwand

– und sorgen für Unterhaltung und

Information während der Fahrt. Ein

besonderes Highlight der neuen CWA-

Kabine ist die Panorama-Verglasung: Die

Scheiben gehen in das Kabinendach über

und geben dadurch einen unvergleichlichen

Ausblick auf die Eigernordwand und

die umliegende Landschaft frei. Die

integrierte Scheibenheizung verhindert

ein Beschlagen oder Vereisen, sodass die

Sicht aus der Kabine stets ungestört ist.

Die Energieversorgung für die beiden

Heizsysteme wird während der Fahrt im

neuentwickelten Laufrollengenerator des

3S-Laufwerks erzeugt. Für ein angenehmes

Raumklima sorgt auch die Sonnenschutzfolie

auf den Kabinenscheiben.

Keine Wünsche offen lässt die goldene

VIP-Kabine mit exklusiver Ausstattung.

Der rote Teppich und die indirekte

Bodenbeleuchtung sorgen für eine

gemütliche Atmosphäre. Ein Sternenhimmel

mit hunderten Lichtpunkten, drehbare

Ledersessel – ebenfalls in Rot – und

eine Champagnerbar mit Kühlsystem

vollenden die Luxus-Fahrt für bis zu acht

VIP-Gäste.

Verladeroboter:

Verbindung zweier Welten

Mit dem Eiger Express liefert Doppelmayr/Garaventa

für den kombinierten

Transport von Personen und Gütern eine

einzigartige Neuheit. Erstmals bei einer

Seilbahnanlage findet der gesamte

Materialtransport vollautomatisch

während des Publikumsbetriebs und für

den Besucher sichtbar statt. Dieses

neuartige System erfüllt höchste Sicherheitsstandards

und Effizienz auf einem

neuen Niveau.

Peter Luger, Systemverantwortlicher

3S-Bahnen, Doppelmayr Seilbahnen

GmbH: „Der Eiger Express verdeutlicht

einmal mehr den Doppelmayr/Garaventa-

Spirit. Die Zusammenarbeit mit den

Kollegen der verschiedenen Unternehmen

unserer Gruppe war inspirierend und hat

ein beachtliches Produkt hervorgebracht,

das zukunftsweisend für innovative und

leistungsfähige Transportlösungen ist.“

Der notwendige Gütertransport zum

Eigergletscher (z.B. von Lebensmitteln für

die Gastronomie, Waren für die Souvenir-

Shops etc.), der früher durch manuelles

Be- und Entladen der Zahnradbahnen

bewerkstelligt wurde, erfolgt nun vollautomatisch

mit dem Eiger Express. Doppelmayr/Garaventa

hat diese Lösung

14 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Den Fortschritt erleben.

Stark wie ein Bär – der LR 1800-1.0

Bärenstarker Kran für Industrie und Infrastruktur

Große Auswahl an Auslegerkonfigurationen auch für die Windkraft

Mit VarioTray ® und V-Frame für beengte Verhältnisse ausgelegt

Weltweit wirtschaftlicher Transport

Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH

Dr.-Hans-Liebherr-Straße 4

5500 Bischofshofen

Tel.: +43 50809 1 0

E-Mail: info.lbh@liebherr.com

www.facebook.com/LiebherrConstruction

www.liebherr.com


PROJEKTE + PLANUNG

Innenansicht

der Bergstation

Eigergletscher

während der

Bauphase.

gemeinsam mit LTW Intralogistics

entwickelt. LTW ist ein Unternehmen der

Gruppe und Spezialist für Intralogistik-

Lösungen mit Erfahrung in den verschiedensten

Bereichen, von Hochregallagern

in Holzbautechnik bis zu Tiefkühllagern

für Lebensmittel. Diese Kompetenz wurde

mit der Seilbahn-Expertise kombiniert,

um den Gütertransport während dem

normalen Fahrgastbetrieb des Eiger

Express zu kombinieren.

Die Waren werden im Untergeschoss

der Seilbahnstation angeliefert und auf

ein eigens dafür vorgesehenes Transportgebinde

geladen. Nach dem Aufgabeplatz

wird dieses auf die maximalen Abmessungen

geprüft und gewogen.

Bis zu 2 t können mit diesem

System transportiert werden. Die

Fördertechnik bringt die Waren zu einem

Vertikalförderer, der diese dann in den

oberen Stock befördert. Der Belade-Roboter

– eine Neuentwicklung von Doppelmayr/Garaventa

– übernimmt das

Transportgebinde für das Beladen der

Seilbahnkabine.

Die für den Gütertransport vorgesehenen

Kabinen können im Normalbetrieb

auch für den Personentransport verwendet

werden. Sie verfügen über eine verkürzte

mittlere Sitzbank, dieser Bereich ist für

das Transportgebinde vorgesehen. Diese

Peter Luger, Systemverantwortlicher

3S-

Bahnen, Doppelmayr

Seilbahnen GmbH.

Spezialkabinen sind in der

Seilbahnsteuerung eigens

identifiziert und hinterlegt. Wird

eine Kabine vom Seilbahnmitarbeiter für

den Warentransport reserviert, so werden

die Besucher beim Zugang automatisch

zurückgehalten. Die Kabine fährt mit

geschlossenen Türen schneller am

Personenzustieg vorbei, bleibt beim

Verladeplatz stehen und öffnet die Türen.

Über intelligente Sicherheitstechnik

wird sichergestellt, dass sich keine

Personen in der zu beladenden Kabine

befinden, bevor die Waren in der Kabine

platziert werden. Die Genauigkeit der

Kabinenposition am Beladepunkt beträgt

+/- 10 mm. Die Be- und Entladung in der

Tal- und Bergstation geschieht vollautomatisch.

Die Errichtung der Bergstation der 3S-Bahn auf 2.328 m Höhe

erfolgte unter schwierigsten Rahmenbedingungen.

Anspruchsvolles Bauvorhaben

Mit dem Baubeginn im Sommer 2018

starteten nicht nur die Arbeiten am neuen

Terminal in Grindelwald Grund, sondern

auch der Ausbruch für die zukünftige

Station Eigergletscher. Parallel dazu

begannen die Arbeiten an den Stützenfundamenten

bzw. der Aufbau der ersten Stützen.

Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung

des Projekts spielten die auf Lastenflüge

spezialisierten Profis der Heliswiss,

etwa bei den Materialtransporten oder den

Kranaufbauten im alpinen Gelände. Die

Betonproduktion in der Höhenlage erfolgte

durch eine mit der Seilbahn transportierbare

Mischanlage Compactmix 1.0 der

16 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


PROJEKTE + PLANUNG

Firma Liebherr. Die Anlage wurde auf dem

Eigergletscher in 2.340 m Höhe aufgebaut,

für die Betonproduktion bei niedrigen

Temperaturen war sie zusätzlich mit einer

winterfesten Einhausung ausgestattet.

Weiters wurde für die Baustelle Bergstation

mit einem Schwerlast-Helikopter ein

Turmdrehkran Liebherr 150 EC-B

montiert.

Eine Herausforderung für alle Beteiligten

war im Dezember 2018 die Anlieferung

der 25 MVA Trafo-Station zum Terminal

Grindelwald. Aufgrund der begrenzten

Belastbarkeit der Straßen und Brücken

wurde der 42 t Trafo ohne Öl transportiert

und demontierbare Teile separat angeliefert.

Ein weiteres Highlight bildete Mitte

März 2019 der planmäßige Durchschlag in

den beiden bis zu 40 m langen Bergstollen

der Bergstation. Dank der beiden Verbindungsstollen

werden ankommende und

abreisende Gäste voneinander getrennt,

womit ein optimaler Gästefluss gewährleistet

ist. Insgesamt wurden für die

Bergstation und die Verbindungsstollen

rund 11.000 m 3 Fels ausgebrochen.

Auch der Transport der Tragseile mit

58 mm Durchmesser sowie des Zugseils

mit 56 mm Durchmesser nach Grindelwald

gestaltete sich schwierig. Die 23

Brücken, die überquert werden mussten,

wurden statisch nachgerechnet und im

Schritttempo passiert, wobei die Seile

teilweise hin und her gespult werden

mussten, damit die Traglast der Brücken

nicht überschritten wurde. Umfangreiche

Felssicherungsarbeiten, anspruchsvolle

Blick in die VIP-Kabine, die keine Wünsche offen lässt.

Betonierarbeiten sowie die Installation der

Seilbahntechnik bildeten weitere Herausforderungen.

Trotz aller Schwierigkeiten

wurde das Generationenprojekt mitten in

der Corona-Krise, früher fertiggestellt, als

geplant.

www.jungfrau.ch

www.doppelmayr.com

mit unseren hydraulischen anbauteilen bewegen sie welten

anrufen & mehr erfahren

+43 7247 81224

große auswahl für

jedes TrägergeräT

WERKZEUG&MEHR

TOOLS&MORE

vermietung

wartung

verkauf

rasche

verfügbarkeit

AAB Eisterer GmbH | 4632 Pichl bei Wels | Kaplanstraße 12 | Telefon +43 7247 81224 | www.aab-eisterer.at


INTERVIEW

RICHARD LUGNER

Es zählt nur

der Erfolg

Opernballkönig, Society-Star, Betreiber eines Einkaufzentrums – diese Begriffe

prägen vor allem in der jüngeren Generation das Bild von Baumeister Richard

Lugner, der es mit einem untrüglichen Gespür für Marketing auch international

zu großer Bekanntheit brachte. Wir baten den Workaholic, der im nächsten Jahr

seinen 90. Geburtstag feiert und nach wie vor jeden Tag in seinem Büro

anzutreffen ist, um einen Rückblick auf seine Bau-Karriere.

B

aumeister Technischer Rat Ing.

Richard Lugner wurde 1932 als

ältester Sohn eines Rechtsanwaltes in

Wien geboren. Da sein Vater aus dem

Krieg nicht zurückkehrte, wurde er

gemeinsam mit Bruder Roland von seiner

Mutter aufgezogen. Das Kriegsende und

die Entbehrungen der Nachkriegszeit

waren für den Jugendlichen prägende

Erlebnisse und schärften den Blick für das

wirklich Wichtige. Als Jungunternehmer

nutzte Lugner die Chancen, die sich in der

Zeit des Wiederaufbaus boten und spezialisierte

sich mit seinem eigenen Bauunternehmen

auf die Renovierung von Altbauten

und die Errichtung von Tankstellen.

Später machte er mit dem Bau der Wiener

Moschee und zahlreichen prominenten

Sanierungsprojekten den Namen Lugner

österreichweit bekannt. 1990 eröffnete er

die Lugner City, das damals siebtgrößte

Einkaufszentrum in Österreich. Ab 1997

zog sich Lugner sukzessive aus dem

operativen Baugeschäft zurück. Richard

Lugner war mehrmals verheiratet, hat

zwei Söhne, kämpfte gegen die Begrenzungen

der Ladenöffnungszeiten und zeigte

auch politische Ambitionen: 1998 und 2016

kandidierte Lugner bei der Bundespräsidentenwahl.

Herr Baumeister Lugner, wie kamen

Sie in die Baubranche?

Lugner: Meine Mutter hat mich in der

Technisch-Gewerblichen Bundeslehranstalt

in der Wiener Schellinggasse in der

Fachrichtung Hochbau eingeschrieben, wo

ich 1953 maturierte. Der Plan war, dass

ich später bei einem befreundeten Bauunternehmer

Arbeit finden könnte. Einer

meiner Schulkollegen war Hans Hollein,

der sich als Architekt – unter anderem mit

dem bekannten Haas Haus beim Stephansdom

– auch über unsere Grenzen

hinaus einen Namen gemacht hat.

Österreich steckte damals in einer

Rezession. Trotzdem konnte ich zwei Tage

nach meiner Matura meinen ersten Job in

einer Baufirma antreten, wo ich im Monat

knapp über 1.000,– Schilling netto

verdiente – das entspricht heute rund

72,– Euro. Als der Chef Mitarbeiter

entlassen musste, wuchs mein Aufgabenbereich:

ich erledigte auch Abrechnungen,

Fotos: Hans Grand; Baublatt.Österrreich/A.Riell

18 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


INTERVIEW

machte den Lkw-Führerschein und wurde

schließlich selbst Bauleiter. Die Arbeitstage

waren lang und ich war auch viele

Samstage im Büro, Überstunden wurden

nicht bezahlt. Damals gab es eine 48-Stunden-Woche,

zwei Wochen Urlaub und nach

fünf Jahren bei der Firma drei Wochen.

1955 wechselte ich dann in die Bauabteilung

der Mineralölfirma Mobil Oil

Austria, weil dort besser bezahlt wurde.

Mein Vorteil war, dass ich den Verkaufsdirektor

persönlich kannte, denn wir hatten

gerade seine Wohnung umgebaut. Dort

habe ich mir schon bald einen Ruf als

Spezialist für den Tankstellenbau erarbeitet.

Der Grund war, dass ich die Mineralölverordnung

sehr gut kannte. Kopierer gab

es damals nicht und auch Bücher waren

oft vergriffen. Ich fand aber eine Ausgabe

der Mineralölverordnung bei meinem

Vorgesetzten und habe sie auswendig

gelernt – auch die deutschen Vorschriften.

Bei einer Bauverhandlung für ein Tanklager

in Linz konnte ich dadurch sehr

kompetent auftreten und habe bei den

Behörden und beim Chef Eindruck

gemacht. Später habe ich mir in einem

Weihnachtsurlaub auch das Einkommensteuergesetz

angeeignet. So war ich in der

Lage, etliche Bauherren steuerlich zu

beraten, denn ihr eigener Steuerberater

hat sich im Spezialgebiet Bau oft nicht so

gut ausgekannt.

Wann erfolgte der Schritt in die

unternehmerische Selbstständigkeit?

Lugner: Am 26. April 1962 habe ich die

Konzession für meine Baufirma bekommen.

Anfang Dezember 1962 begann ich

mit einem Maurer und einem Hilfsarbeiter

ein Hotel umzubauen, wo wir aus drei

Zimmern zwei Zimmer mit Bad gemacht

haben. Im darauffolgenden Sommer hatte

ich schon neun Leute und die Belegschaft

ist immer weitergewachsen, bis ich in

Spitzenzeiten 700 Leute beschäftigt habe.

Einer meiner ersten Mitarbeiter war

Johann Piribauer – ein Burgenländer, der

dann bis zu seiner Pensionierung bei mir

gearbeitet hat.

Aber um zum Anfang zurückzukommen:

Es war damals wirtschaftlich sehr

eng, denn ich hatte nach dem Hotel noch

keinen Folgeauftrag und deshalb haben

wir langsam gebaut. Ich hatte starke

Nerven und auch Glück, denn es kam eine

Anfrage für einen Umbau rein und ich

habe noch am selben Tag das Offert gelegt.

Es wurde dann mit der Auftragslage

langsam besser, die Qualität der Arbeit

und die pünktliche Durchführung waren

die Basis für weitere Aufträge. Zu Beginn

verwendete ich noch handgeschriebene

Firmenschilder in schwarz-weiß. Ein Jahr

später habe ich bereits auf das markante

Old School: Jede

bautechnische

Erklärung wird

von Baumeister

Richard Lugner

sofort mit

einer Skizze

verdeutlicht.

Lugner-Rot umgestellt. Meine Bauleiter

waren verpflichtet, die Tafel nicht auf der

Wand aufzuhängen, wo sie keiner

bemerkt, sondern sie quer zu stellen,

damit sie jeder Autofahrer sieht. Mir war

es immer wichtig eine Baustelle zu haben,

die im Blickpunkt der Öffentlichkeit ist.

Eine große Baustelle als solche hat mich

nicht interessiert.

Meine Frau hat als erstes Auto keinen

Pkw bekommen, sondern einen Pritschenwagen.

Und die hat fünf sehr gute Maurer

gehabt und die haben bei Generaldirektoren

und Firmenbesitzer usw. gearbeitet.

Damals hat man das Geld bar ausbezahlt.

Da sind am Freitag meine Frau und alle

Bauleiter auf die Baustellen gefahren und

haben die Lohnsackerl verteilt.

Das Buch

„Die Lugner Story“,

erschienen im Ueberreuter

Verlag, gibt einen ausführlichen

Eindruck über das Leben und

die Karriere von Richard

Lugner.

Was waren die besonderen Stärken

Ihrer Baufirma?

Lugner: Meine Spezialgebiete waren der

Tankstellenbau und die Revitalisierung.

Wir waren die Firma mit den meisten

Sanierungs-Projekten und dem größten

Baustellenanteil im 1. Wiener Bezirk, weil

das äußerst schwierig war mit Bewilligungen

und den Kran-Zufahrten. Aber meine

Bauleiter haben das alles im Griff gehabt.

Ich habe drei Gruppen mit je vier Bauleitern

beschäftigt, die gewinnbeteiligt

waren, und sechs Kalkulanten. Der

Bauleiter, der die Lugner City gebaut hat,

hat 1,5 Mio. Schilling Prämie gekriegt – da

habe ich nicht darüber diskutiert. Ab

Anfang der 1980er Jahre gab es in Graz

auch einen steirischen Filialbetrieb, der

ebenfalls auf den Tankstellenbau und die

Revitalisierung spezialisiert war.

Eine unserer Stärken war die Schnelligkeit.

Wir konnten jede Arbeit innerhalb

von einer Woche beginnen. Rund 500

Baustellen haben wir im Jahr abgewickelt,

im Schnitt waren jede Woche etwa fünf

Baustellen fertig und wir konnten neue

anfangen. Ein Problem war aber, das

benötigte Personal zu bekommen. Ich habe

daher im Laufe der Zeit sicher 15 kleinere

Baufirmen aufgekauft, um die Belegschaft

aufzustocken, denn es war eine Zeit lang

schwierig, Leute zu kriegen. Ich habe

sicher auch Kunden dazu gewonnen, aber

das hat mich weniger interessiert. Wir

haben in erster Linie nur kleine Arbeiten

gemacht. Mein größtes Wohnhaus, das ich

gebaut habe, hatte sechs Wohnungen. Wir

waren auch spezialisiert in Trägerauswechslungen

und Fassadenrenovierungen.

Ich erinnere mich an einen kleinen

Auftrag in Vorarlberg, wo nur ein Tankdeckel

versetzt werden musste. Wir haben

den Auftrag gekriegt, obwohl wir dazu mit

dem Lkw extra nach Vorarlberg gefahren

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

19


INTERVIEW

Das Islamische Zentrum Wien in Wien-Floridsdorf

ist der erste Bau einer Moschee in Österreich. Mit

der Eröffnung am 20. November 1979 wurde die

Baufirma Baumeister Ing. Richard Lugner als ausführendes

Unternehmen schlagartig bekannt.

sind. Meine generelle Meinung war und

ist, dass mir Geld verdienen wurscht ist.

Mir hat nur der Erfolg Spaß gemacht.

Ihr wichtigstes Projekt war der Bau

der Moschee in Wien. Wie haben Sie

das Projekt in Erinnerung?

Lugner: Der erste Kontakt zum Neubau

der Moschee kam 1975 über eine Nachbarin

zustande und ich habe mich noch am

selben Tag mit der entsprechenden Person

getroffen. Zu Beginn hatte ich bedenken,

weil ich mich mit dem Thema zu wenig

auskannte und wir kaum Neubauten

errichteten. Mein Angebot war dann

deutlich besser als die bereits vorliegenden

und damit wurde es ernst. Bis zur Vertragsunterzeichnung

1977 habe ich zu

niemandem ein Wort gesagt und bin erst

danach an die Öffentlichkeit gegangen.

Leider gab es dann zahlreiche Probleme,

unter anderem mit der Finanzierung und

einer vorher nicht bekannten Mülldeponie,

durch die wir die Fundierung viel aufwendiger

machen mussten. Ein spezielles

Thema war die Ausrichtung des Gebäudes,

denn eine Moschee muss nach Mekka

ausgerichtet sein. Ich habe viele kompetente

Stellen gefragt und immer eine

andere Antwort erhalten. Also habe mir

eine Weltkugel besorgt und selbst Maß

genommen. Wie sich herausstellte, war

meine Moschee korrekt nach Mekka

ausgerichtet – im Gegensatz zu vielen

anderen europäischen Moscheen, die eine

falsche Richtung haben.

Das Projekt an sich hat mich

interessiert, ich habe daher viele Forschungsreisen

unternommen und es ging

mir nicht um den Gewinn. Ich habe auch

das Minarett auf meine Kosten von 21 auf

32 m erhöht. Bei der Ausstattung habe ich

wunderschöne Mosaike aus Marokko

aufgetrieben. Auch marokkanische Luster

habe ich besorgt, leider wurden dann aber

andere Leuchten montiert. Mit der

Eröffnung der Moschee am 20. November

1979 war ich dann schlagartig bekannt

und es kamen neue Groß-Aufträge, wie die

Renovierung der Wiener Synagoge oder

des OPEC-Gebäudes am Ring. Auch dieser

Auftrag war mir wichtig und ich habe ihn

bekommen, weil ich dafür meinen Urlaub

abgebrochen habe und schneller war.

Wenn ich heute durch Wien gehe, dann

freue ich mich über die vielen prominenten

Gebäude, die meine Firma damals

renoviert hat.

Baumeister Richard Lugner bei seinen Erklärungen zu dem Ende der

1980er Jahre präsentierten Vorhaben, den Schiefen Turm von Pisa aufzurichten.

Im Bild mit Baublatt.Österreich Chefredakteur Alexander Riell.

Sie sorgten auch für Schlagzeilen,

als Sie den Schiefen Turm von Pisa

aufrichten wollten. Wie wollten Sie

diesen Plan umsetzen?

Lugner: Wir hatten damals das Know-how,

mit unserem Unterfangsystem „Lugner-

Wölzl“ die Schräglage des Turms mit

speziellen Pfählen zu korrigieren. Die

Problematik war allerdings, dass die

italienische Baumafia das nicht wollte. Ich

20 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


habe damals für eine italienische

Automarke die Zentrale gebaut. Dabei

wurde einem der Chefs vor dem Haus

in die Knie geschossen – weil denen

irgendetwas nicht gepasst hat. Der ist

dann im Rollstuhl gesessen und auf das

wollte ich mich nicht einlassen. Aber der

Tiefbau, speziell mit dieser Pfahl-Gründung,

hat sich zu einem wichtigen

Standbein entwickelt. Da haben wir

auch gut verdient, weil das damals

nur wenige konnten.

Haben Sie jemals selbst einen

Bagger bedient?

Lugner: In den ersten Jahren habe ich

ein Tanklager an der Donau umgebaut.

Der Leiter dort hat mich überhaupt

nicht wollen und hat die schwersten

Tankwagen immer neben der Grube

vorbeifahren lassen, damit die Wand

einstürzt. Dann hat er gesagt, der

Kessel muss noch zwei Meter tiefer

runter. Und da bin dann selber unten

in der Grube gestanden und habe

mitgebaggert.

Als meine Söhne noch Kinder waren,

habe ich mir an einem Samstag oft

einen Lastwagen ausgeborgt. Ich bin

mit ihnen in die Stadt gefahren, denn

ich habe gewusst, wo ein Schutthaufen

ist. Dort habe ich den Lkw beladen und

bin dann mit ihnen zu einer Planie

gefahren, wo wir es abgekippt haben.

Das war für die spannender, wie wenn

ich ihnen Grimms Märchen erzählte.

Sie gelten als Workaholic. Was kann

man sich darunter vorstellen?

Lugner: Heute geht es mir gut, weil ich

über das Wochenende meinen Schreibtisch

leer gearbeitet habe. Aber vorige

Woche bin ich nie vor 9 Uhr heimgekommen

und einmal erst um 11 Uhr.

Ein aktuelles Projekt, das mich stark

beschäftigt, ist der Umbau von einem

Bürohaus in ein Hotel. Dazu habe ich

einen Bauleiter aus der Pension geholt,

der ist 70 Jahre und der macht das jetzt.

Sind Sie im Herzen nach wie vor

ein Baumensch?

Lugner: Ja schon, aber ich würde sagen,

ich war zum Schluss mehr Manager. Ich

wollte immer die Projekte bauen, die

mich interessiert haben. Das haben

auch meine Kalkulanten gewusst: das

Projekt will ich haben und das will ich

nicht haben. Und mir war es wirklich

egal, was ich verdiene.

Mein Motto war: Es zählt nur der

Erfolg. Und wenn ein Mitarbeiter zu mir

gekommen ist und gesagt hat, ich habe

den schon drei Mal angerufen und den

erreiche ich nicht, dann war meine

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Mit knapp 90 Jahren ist Richard Lugner

noch immer täglich in seinem

Büro anzutreffen.

Reaktion immer: Bitte gehen sie raus,

mich interessiert nicht, was sie nicht

können, sondern das, was sie erreicht

haben. Das war immer mein Motto und

ich habe super Mitarbeiter gehabt. Auch

meine Bauarbeiter zum Beispiel, mit

denen ich beim Betriebsausflug jedes

Jahr in eine andere große europäische

Stadt geflogen bin. Es kommen heute

noch die Leute und sagen: Herr Chef,

das war die tollste Zeit in meinem

Leben, wie ich bei ihnen war. Ich habe

niemanden zu Weihnachten entlassen.

Wir haben im Sommer jeden Tag eine

halbe Stunde länger gearbeitet und das

haben wir zu Weihnachten als Einarbeitungszeit

gerechnet.

Durch den Opernball bin ich natürlich

sehr bekannt geworden. Ich war

voriges Jahr zu Ostern in Marrakesch

und gehe dort auf den Markt, den Souk.

Beim dritten Stand fragt einer: You are

Mr. Richard? Ich sage yes und gehe

weiter. Ein paar Stände weiter fragt

wieder einer: You are Mr. Richard? Sage

ich yes, why? Nimmt er sein Handy und

zeigt mich mit der Elle Macpherson am

Opernball – im Souk von Marrakesch.

Das ist ein Wahnsinn. Die APA hat mir

gesagt, wenn ich die Meldung herausgebe,

wer mein Stargast beim Opernball

ist, dann nehmen das alle Agenturen

auf der ganzen Welt.

Vielen Dank für das Gespräch!

mobile

wiege

technik

Jedes gramm Zählt

radlader

waagen

cloud-service

übersichtlich

dynamisch

eichfähig

... jedes Gramm zählt

MWT Mobile Wiegetechnik GmbH

+43 (0) 7247 50186-0

office@mwt-systeme.at

www.mwt-systeme.at


MASCHINEN + TECHNIK

Der neue Cat 352 mit 317 kW (431 PS)

Motorleistung und einem Einsatzgewicht

von 50,1 t ist mit teleskopierbarem Unterwagen

ausgestattet.

ZEPPELIN

Noch effizienter in der 50-t-Klasse:

der neue Kettenbagger Cat 352

Die Cat Bagger der neuen Generation bieten Bauunternehmern bis zu 45% mehr

Betriebseffizienz, bis zu 10% mehr Kraftstoffeffizienz und bis zu 15% weniger

Wartungskosten im Vergleich zu ihren Vorgängern. Nicht alle Bagger in der Klasse

des neuen Cat 352 sind technologisch so gut ausgestattet: Assistenzsysteme sorgen

für deutlich mehr Effizienz, indem sie die Bedienung vereinfachen, Fehler

vermeiden und dem Fahrer wichtige Informationen zur Verfügung stellen.

D

ie Maschinensteuerung Cat Grade

mit 2D gibt dem Bediener über den

Standard-Touchscreen-Monitor eine

visuelle Führung, so dass er genauer

arbeiten und das gewünschte Ergebnis auf

Anhieb ohne Nacharbeit erreichen kann.

Das System ist leicht aufrüstbar auf Cat

Grade mit 3D für verbesserte Genauigkeit.

Cat Payload hilft den Bedienern, die

Ladeeffizienz beim Wiegen zu erhöhen; die

Echtzeit-Nutzlast wird ohne Zyklusunterbrechung

im Fahrerhaus angezeigt, um

Über- und Unterbeladung der Lkw zu

vermeiden.

Lift Assist berechnet schnell das

Lastgewicht und vergleicht es mit der

Traglastkurve des Baggers. Visuelle und

akustische Warnmeldungen zeigen an, ob

sich die Maschine in einem sicheren

Arbeitsbereich befindet.

E-Fence verhindert, dass sich der

Bagger außerhalb des vom Bediener

definierten Bereichs bewegt. Dies trägt

dazu bei, die Maschine und ihr Umfeld vor

Schäden zu schützen, darüber hinaus

erleichtert es die Bedienung der Maschine.

Das offene Flottenmanagement Cat

Product Link erzeugt einen konstanten

Strom von Informationen, die über die

Online-Schnittstelle VisionLink verfügbar

sind und es Maschinen-Managern im Büro

ermöglichen, ihre Bauprozesse optimal zu

gestalten.

Hohe Leistung

Das neue Smart Mode-System passt die

Motor- und Hydraulikleistung automatisch

an die Arbeitsbedingungen an,

wodurch der Kraftstoffverbrauch

reduziert und die Leistung optimiert wird.

Die Motordrehzahl wird automatisch

gesenkt, wenn der Hydraulikbedarf sinkt,

wodurch der Kraftstoffverbrauch weiter

reduziert wird.

Das neue elektrohydraulische Steuersystem

ist auf Reaktionsfähigkeit und

Effizienz ausgelegt; es benötigt keine

hydraulische Vorsteuerung mehr, reduziert

Druckverluste und senkt den Kraftstoffverbrauch.

Weniger Hydraulikleitungen

führen zu einem geringeren Ölumlauf und

niedrigeren langfristigen Betriebs- und

Reparaturkosten.

Das Kühlsystem verfügt über einen

neuen bedarfsgesteuerten Lüfter, wodurch

Kraftstoff gespart und maximale Effizienz

gewährleistet wird. Eine Umkehrfunktion

befreit die Wärmetauscher von Ablagerungen

– ein weiteres Plus für mehr Effizienz.

Die variable Spurweite erleichtert den

Transport und verbessert die Standsicherheit.

Geringere Wartung

Verlängerte und synchronisierte Wartungsintervalle

tragen zu den niedrigeren

Kosten bei beiden Maschinen bei. Der

neue Cat Luftfilter mit integriertem

Vorabscheider sowie Primär- und Sekun-

22 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Zahlreiche Assistenzsysteme

im Cat 352 sorgen für deutlich mehr

Effizienz, indem sie die Bedienung

vereinfachen, Fehler vermeiden und dem

Fahrer wichtige Informationen zur

Verfügung stellen.

därfiltern bietet die doppelte Staubaufnahmekapazität

im Vergleich zum Vorgängermodell.

Der neue Cat Hydraulikrücklauffilter

hat eine Standzeit von 3.000 Stunden

– eine 50-prozentige Steigerung

gegenüber früheren Filtern. Kraftstoffsystemfilter

wurden für den Wechsel bei

1.000 Stunden ausgelegt – eine 100-prozentige

Steigerung gegenüber den

früheren Filtern.

Die Wasserabscheider des Kraftstoffsystems

und die Ölstandskontrolle des

Hydrauliksystems sind in Bodennähe

dicht nebeneinander angeordnet, wodurch

die tägliche Routinewartung schneller,

einfacher und sicherer wird.

Komfortable Kabine

Mit der serienmäßigen Premium-Kabine

bietet der Cat 352 dem Fahrer ein Maximum

an Komfort und Sicherheit. Dazu

gehören:

n schlüsselloser Start per Drucktaste

n ein großer Touchscreen-Monitor

n Kippkonsole, die ein einfaches Ein- und

Aussteigen aus der Kabine ermöglicht

n hochentwickelte viskose Kabinenlagerungen,

die die Vibrationen im Vergleich

zu früheren Modellen um bis zu

50% reduzieren

n integriertes Bluetooth-Radio mit

USB-Anschlüssen zum Anschließen

und Laden von Telefonen

n Klimaautomatik

n programmierbare Joystick-Tasten, die

die Einstellung von Steuerungsmustern

und hydraulischen Ansprechraten

ermöglichen, so dass der Maschinenbetrieb

auf individuelle Vorlieben

zugeschnitten werden kann.

n große Front-, Heck- und Seitenfenster

zur Verbesserung der Sicht

n ein 360°-Rundumsichtpaket kombiniert

Bilder von mehreren Kameras, um die

Sicht des Bedieners zu optimieren.

Neue Long-Reach-Konfiguration

Für Böschungs- und Wasserbauarbeiten

kommt Cat 352 auch mit Long-Reach-

Ausleger mit 19,6 m Reichweite und 13 m

Grabtiefe. Die wasserdichte Standardtechnologie

ermöglicht einen präzisen Aushub

bis auf 4,5 m, mit der optionalen Unterwasserlösung

kann bis auf 20 m heruntergegraben

werden. Der hochbelastbare,

breite Unterwagen und das zusätzliche

Gegengewicht bieten eine stabile Plattform

für Arbeiten, die große Reichweiten

erfordern.

www.zeppelin-cat.at

Made in Germany

kehren räumen streuen

ZANDTcargo

AnhängerTieflader AT-P 400 mit Radmulde

T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth

Jetzt informieren:

+49 2573 97999-0

www.adler-arbeitsmaschinen.de

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

23


MASCHINEN + TECHNIK

450 t hängen am

Haken des Liebherr

LR 11000, der mit

voller Last zum Entladen

des Generators

20 m rückwärtsfährt.

Im

Hintergrund ist das

Gas- und-Dampfturbinen-Kraftwerk

mit Erweiterungsbau

zu sehen.

LIEBHERR

LR 11000 von Felbermayr entlädt

450-t-Generator aus Binnenschiff

Das Kran- und Schwerlastunternehmen Felbermayr hob mit seinem Liebherr-

Raupenkran LR 11000 in Herne einen 450 t schweren Generator aus einem

Binnenschiff. Anschließend setzte der 1.000-Tonner die gewaltige Last auf

SPMT (Self-Propelled Modular Transporters) ab, die den Generator zum

Erweiterungsbau eines in der Nähe liegenden Kraftwerks brachten.

F

elbermayr hatte seinen nagelneuen

LR 11000 mit rund 19 Tiefladern und

30 Planenaufliegern zu seinem Ersteinsatz

nach Herne, einer Großstadt in der

Metropolregion Rhein-Ruhr in Nordrhein-

Westfalen, gebracht und am Rhein-

Herne-Kanal aufgebaut. Der Anfang

des 19. Jahrhunderts gebaute 45 km

lange Kanal ist eine wichtige Wasserstraße

für zahllose Industriestandorte

im Ruhrgebiet.

Die Aufgabe für den Liebherr-Raupenkran

war das Entladen eines 450 t schweren

Generators aus einem Binnenschiff, das

den Stromerzeuger aus Mülheim an der

Ruhr abgeholt hatte. Bestimmt war dieses

gewaltige Bauteil für die Erweiterung

eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks,

das nur ca. 2 km von der Anlegestelle

des Schiffs entfernt liegt. Auf zwei

selbstfahrenden Transporteinheiten mit je

18 Achsen bewegte sich der Generator

Zwei SPMT mit je 18 Achsen bringen den Generator zu seinem Einsatzort.

dann zu seinem späteren Einsatzort,

wo er mit dem Maschinenhauskran

entladen wurde.

Für den Schwerlasthub wurde der

LR 11000 mit 42 m Hauptmast, Derrickausleger,

260 t Drehbühnenballast und

Schwebeballast-Palette aufgerüstet. 320 t

Schwebeballast wurden nach Anschlagen

des Generators mit einem Hilfskran

aufgestapelt.

Zum Ausheben aus dem Schiff und

Abladen auf den SPMT konnte der

LR 11000 seine Stärken als Raupenkran

voll ausspielen, denn der Kran musste mit

voller Last am Haken ca. 20 m rückwärtsfahren,

so dass sich zwei miteinander

verbundene SPMT vor den Kran bewegen

konnten. Feinfühlig setzten die Kranwinden

die wertvolle Last dann auf den

Selbstfahrern ab.

Auch bei diesem Kranjob zeigte sich ein

Merkmal, das bei Raupenkraneinsätzen

gar nicht selten vorkommt: Der Auf- und

Abbau des Krans dauert mehrere Tage,

aber die eigentliche Hebeaufgabe ist

schnell erledigt. Sofort nach Anlegen des

Binnenschiffs im Hafen um 12 Uhr

mittags wurde die Last angeschlagen und

schon gegen 14:30 Uhr war mit dem

Ablegen auf den SPMT für den LR 11000

alles erledigt.

www.liebherr.com | www.felbermayr.cc

24 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


30% höhere Kraftstoffeffizienz

im Vergleich zum Vorgängermodell

Möglichkeit bis zu*

14 %

INVESTITIONS PRÄMIE

ÖKOLOGISIERUNG

* Kuhn ist nicht verantwortlich für den Erhalt der Förderung - Förderung wird vom Käufer beantragt und Förderstelle entscheidet

WA475-10

RADLADER

MOTORLEISTUNG 217 kW / 295 PS BETRIEBSGEWICHT 25.100 - 26.850 kg SCHAUFELVOLUMEN 4,2 - 4,9 m³

Komatsu WA475-10 – das Arbeitstier der nächsten Generation

Mit seinem neuen, leistungsverzweigten Komatsu-Getriebe (K-HMT), das extrem niedrigen

Kraftstoffverbrauch mit massiver Produktivitätssteigerung kombiniert, wird der WA475‐10 zum

marktführenden Top-Performer. Seine einzigartige, unabhängige Steuerung von Antriebsstrang

und Arbeitsausrüstung ermöglicht schnellste Ladespiele bei einfachster Bedienung.

KUHN

GRUPPE

Kuhn Baumaschinen GmbH · Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg

Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at

www.kuhn.at


Neuzuwachs im Westtech-Produktsortiment:

Der Fellertruck verfügt

über eine X-Abstützung, ist mit Funksteuerung

bedienbar und kann ohne

Sondergenehmigung rasch von einem

Einsatzort zum nächsten wechseln.

WESTTECH

Neuer Fellertruck: Gesamtkonzept

von Trägerfahrzeug und Anbaugerät

Um den Anforderungen eines mobilen Fällkrans auf einem Lkw-Fahrgestell

gerecht zu werden, wurde von der Firma Westtech in enger Zusammenarbeit

mit einem Kunden der Fellertruck entwickelt.

D

er zugelassene Hebekran ist auch als

Standard-Kran einsetzbar – eröffnet

dadurch viele Einsatzmöglichkeiten und

reduziert gleichzeitig unnötige Stehzeiten.

Es können verschiedene Anbaugeräte

montiert werden, wie z.B. eine Greifersäge

Woodcracker CS750 smart oder die

kardanisch aufgehängte Greifersäge

Woodcracker CS510 crane.

Die möglichen Einsatzgebiete sind

vielfältig: sicheres Abtragen von Bäumen

in Teilstücken, Spezialbaumabtragungen

im urbanen Gebiet oder Siedlungen,

Pflegemaßnahmen entlang von Straßen

und Trassen und Problembaumfällungen.

Der Lkw kommt überall dort zum Einsatz,

wo auf engstem Raum gearbeitet werden

muss. Im Siedlungsgebiet bietet der

Fellertruck höchste Sicherheit, da umstehende

Gebäude nicht gefährdet werden.

Optional ist durch eine Auswahl an

verschiedenen Allrad-Konzepten Geländegängigkeit

gegeben.

Der Fellertruck verfügt über eine

X-Abstützung, anstatt der alternativen

6-Punkt-Abstützung. Dadurch wird eine

100%-ige Hubkraft bei 360° Arbeitsradius

des Krans erreicht. Die Stützen sind

variabel steuerbar und ermöglichen ein

kompaktes und unkompliziertes Arbeiten,

sollte einmal an einem Einsatzort auch

wenig Platz sein. Der Fellertruck wurde

bewusst nicht auf Nutzlast optimiert,

sondern wurde so gebaut, um Standsicherheit

in allen Arbeitssituationen zu

garantieren.

Bei einem Einsatz mit dem Bagger

muss immer der Bagger mit einem

Tieflader zum Einsatzort gebracht werden.

Dieser Schritt entfällt mit dem neuen

Fellertruck, da der Lkw über eine

Straßenzulassung verfügt. Um die

Betriebskosten möglichst gering zu halten,

wurde ein Standard-Lkw verwendet.

Somit weist der Fellertruck bei allen

Kennzahlen (wie z.B., Außenbreite,

Achslasten, etc.) Standardwerte auf, um

ohne Sondergenehmigung auf den Straßen

fahren zu können. Die Zulassung erfolgt

somit als selbstfahrende Arbeitsmaschine

oder als Lastkraftwagen. So kann leicht

von einem Einsatzort zum nächsten mit

einer maximalen Geschwindigkeit von 80

km/h übergesetzt werden und Rüstzeiten

minimieren sich. Der Lkw-Kran ist mit

Funksteuerung bedienbar und bietet so

uneingeschränkte Sicht auf das Schnittgut

während der Arbeit.

Die Greifersäge Woodcracker CS750

smart aus dem Hause Westtech eignet sich

sehr gut als Anbaugerät für stehende

Baumentnahme bei einer benötigten

Reichweite bis zu 19 m. Mit dieser Säge

können Schneiddurchmesser bis zu 750

mm bewältigt werden. Wenn 19 m seitliche

Reichweite nicht ausreicht, ist optional ein

Fly-Jib erhältlich, an den dann die

kardanisch aufgehängte Greifersäge

Woodcracker CS510 crane angebaut wird.

Dadurch wird die seitliche Reichweite auf

bis zu 26 m erweitert. Diese Greifersäge

verfügt über einen Schnittdurchmesser bis

zu 540 mm. An den Kran können generell

viele verschiedene Anbaugeräte angebaut

werden und da der Kran somit während

des ganzen Jahres einsatzfähig ist, werden

unnötige Stehzeiten vermieden.

www.fellertruck.com

26 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

HAMM

Umweltmanagement-System zertifiziert

Nach dem Aufbau eines umfangreichen Umweltmanagement-Systems

wurde die Hamm AG Ende November 2020 nach ISO 14001 zertifiziert.

S

eit 2018 arbeitete die Hamm AG am

Aufbau eines Umweltmanagement-

Systems. „Der Schutz der Umwelt ist für

uns unabdingbar. Dies gilt sowohl für

unsere Handlungen als produzierendes

Unternehmen, als auch für unsere Produkte.

Die Einhaltung der gesetzlichen

Regelungen ist dabei für uns selbstverständlich.

Darüber hinaus identifizieren

wir mit unserem Umweltmanagement-

System weiteres Verbesserungspotenzial,

um unseren Ressourcen- und Energieverbrauch

zu reduzieren sowie die Umweltbelastungen

weiter einzuschränken“, erläutert

Hamm-Vorstand Dr. Stefan Klumpp

die Umweltpolitik des Walzenherstellers.

Dieser Philosophie folgt Hamm schon viele

Jahre. So wird das Verwaltungsgebäude

seit 2013 über eine Geothermie-Anlage,

also mit erneuerbarer Energie aus dem

Erdreich, geheizt bzw. gekühlt. Auch in der

Bei der

Übergabe des

Zertifikats:

Umwelt-

management-

Beauftragter

Marcus Rahm

(links) mit

Werksleiter

Dirk Pressgott.

Produktion werden an vielen Stellen CO2–

Emissionen drastisch reduziert. Ein

Beispiel ist ein Azubi-Projekt, bei dem

Verluste im Druckluftsystem systematisch

identifiziert und eliminiert wurden. Ein

weiteres Projekt war die Entwicklung eines

speziellen, lösemittelarmen Einschichtlacks

für die Bandagen in Kooperation mit dem

Lacklieferanten. Dadurch konnten die

Emissionen an Lösemitteln und ähnlichen

Stoffen um ca. 10% gesenkt werden.

www.wirtgen-group.com

Ein Rudel WÖLFFE lässt im 3. Bezirk in Wien „Das Ensemble“ in die Höhe wachsen. Ein neues Viertel –

die Zukunft des Wohnens. Krandiose Technik und Service von WOLFFKRAN bringen auch Ihr Projekt sicher

und wirtschaftlich nach oben. Wir beraten Sie dazu umfassend: Tel. +43 2235 420 21 0 / info@wolffkran.at

Der Leitwolf. The leader of the pack.


MASCHINEN + TECHNIK

SANDVIK

Vielseitigkeit und Präzision in kleinen Profilen

Sandvik Mining and Rock Solutions präsentierte den Sandvik DD212, ein kompaktes

und intelligentes elektrohydraulisches einarmiges Bohrgerät für den Tunnelbau und

die Erschließung schmaler Erzgänge.

D

er Sandvik DD212 wurde für den

Einsatz in kleinen Profilen entwickelt

und bietet eine hohe Produktivität bei

niedrigen Betriebskosten. Dieses neue und

vielseitige Bohrgerät ist ein Upgrade des

sehr erfolgreichen Sandvik DD210

Vortriebsbohrgeräts.

Der Sandvik DD212 ist eine kompakte

Bohrlösung, die es ermöglicht, kleinere

Tunnelabschnitte aufzufahren und dabei

von einer höheren Produktivität mit einer

größeren Anzahl von Metern zu profitieren.

Basierend auf Werks- und Feldtests

liefert der Sandvik DD212 bis zu 20%

weniger Zeit für die Positionierung des

Auslegers pro Ortsbrust, ca. 15% höheren

Bohrfortschritt, während sein um 3%

Optimale Lösung für das Bohren in engen Gängen: Der neue DD212 bietet

unter anderem eine präzise elektronische Positionierung, einen ergonomischen

Bedienerstand und Datenüberwachung.

verbessertes Ausbruchverhältnis im

Vergleich zu ähnlichen Geräten zu einem

bis zu 10 cm größeren Ausbruchquerschnitt

führen kann.

Die Maschine erreichte während der

Gruben-Testphase eine mechanische

Verfügbarkeit von 93% und leistete

innerhalb von 2,5 Monaten 300 Schlagstunden.

Das Bohrgerät bietet eine

hervorragende Leistung mit einer verbesserten

Netto-Eindringgeschwindigkeit,

Bohrqualität und Bohrwerkzeugnutzung

ohne jegliche Gestängeverklemmung

während des Testzeitraums. Zu den neuen

Funktionen des Sandvik DD212 zählen

das neue Bohrsteuerungssystem THC562

mit Drehmomentsteuerung und Großlochauswahl,

das dem DD212 eine höhere

Bohrleistung ermöglicht und gleichzeitig

den Verschleiß von Bohrgestänge und

Gesteinswerkzeugen reduziert. Weiters

ermöglicht der neue intelligente Ausleger

SB20i eine genaue elektronische Positionierung

der Bohrung und damit eine

präzise und schnelle Navigation der

Bohrlafette und des Werkzeugs mit

automatischer Parallelität und Instrumentierung

für die Messung des Bohrlochwinkels.

Der Ausleger bietet dank seiner 1 m

langen Teleskopfunktion und der zwei

kompakt bauenden Rotationsantriebe eine

große Querschnittsabdeckung für Strecken

von 6 m² bis 25 m².

Auch verfügt der Sandvik DD212 über

spezifische Merkmale und Vorteile für die

Anwendungen, für die er konzipiert ist:

Das Vortriebsbohrgerät verfügt über eine

verlängerte TF-Lafette für 12 Fuß

Gestänge für eine optimierte Abschlagslänge,

während der RDX5 Bohrhammer

für schnelle Bohrzykluszeiten und

niedrige Betriebskosten sorgt. Die spezielle

kompakte und vielseitige CFX-Teleskoplafette

kann von 6 ft. bis 12 ft. verfahren

werden und verbessert die Mehrzweckarbeiten

in kleinen Tunneln mit

Querschnitten von 2,5 m x 2,5 m bis 3,5 m

x 3,5 m. Der DD212 liefert präzise Bohrungen

für Steckenvortriebe, Querschläge und

Ankerarbeiten und ermöglicht es den

Bergwerken, kleinere Tunnelquerschnitte

aufzufahren, wodurch Überbruch, Verdünnung

und Bohrkosten reduziert werden.

www.rocktechnology.sandvik/de

AVESCO AG

Personelle Veränderung

Karlheinz Pribil, Verkaufsleiter der Avesco AG, Zweigniederlassung

Österreich in St. Martin im Mühlkreis, trat mit 01.01.2021 seinen

Ruhestand an. Seine Aufgaben als Verkaufsleiter der Firma

Sandvik Bohrtechnik (für Österreich und Slowenien) übernimmt

nun Martin Tamesberger (Leitung Vertrieb und Kundendienst),

Marc Schöffmann als Verkaufsberater West (Vorarlberg, Tirol,

Salzburg, Kärnten, Steiermark-West bis zur Trennlinie A9)

und Bernd Gruber als Verkaufsberater Ost (Oberösterreich,

Niederösterreich, Wien, Burgenland, Steiermark-Ost). Diesem

engagierten Team steht Karlheinz Pribil bei Bedarf mit Rat

und Tat zur Seite.

www.avesco-tec.at

Von links: Marc Schöffmann (Verkaufsgebiet West),

Karlheinz Pribil, Martin Tamesberger (neuer Geschäftsführer

sowie Vertriebsleiter) und Bernd Gruber

(Verkaufsgebiet Ost).

28 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


S

EINFACH

C

H

SCHNELLER .

R

Rahofer.

DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK

Dank der Schnellwechselsysteme SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion

für Hydraulikbagger (12t bis 40t) erledigt sich der Werkzeugwechsel wie von alleine.

Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive

Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer

sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge

einfach, schneller – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,

konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck sitzt

das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at


MASCHINEN + TECHNIK

Auf 12 km Länge hebt der

ZX300-7 das neue Flussbett der

Krems mit aus, legt Böschungen

und Meander an.

KIESEL / GLS BAU UND MONTAGE

GLS: neuer Hitachi ZX300-7 zeigt seine

Stärken beim Bau einer Fischwanderhilfe

Seit dem Frühjahr 2020 baut die GLS Bau und Montage GmbH an einem Bypass-Gerinne

für ein Fischwanderhilfe-Projekt westlich des Donaukraftwerks Altenwörth. Das Familienunternehmen

mit Hauptsitz in Perg, das sich auf Leitungs-, Verkehrswege-, Schutzwassersowie

Hoch- und Stahlbau spezialisiert hat, setzt dazu einen neuen Hitachi ZX300-7 ein,

der als Raupenbagger der neuesten Generation noch bis März 2022 kräftig an dem

Bypass-Gerinne baggern wird.

A

lle sechs bis sieben Jahre – in Zyklen

zwischen 11.000 bis 12.000 Betriebsstunden

– erneuert GLS seine Großgeräte

in seinem Fuhrpark in Ennsdorf. „Im

letzten Jahr modernisierten wir die

30-t-Klasse“, berichtet Johann Eder von

der Werkstatt- und Fuhrparkleitung. Seit

Mitte Mai ist der ZX300-7 Teil des Teams.

Mehr als 700 Betriebsstunden hat der

Neue schon absolviert.

Bei dem Fischwanderhilfe-Bauprojekt

am Donaukraftwerk Altenwörth hebt der

Bagger ein neues Flussbett mit aus, legt

Böschungen an und erledigt ökologische

Gestaltungen, wie etwa das Anlegen von

Mäandern. Auf 12 km Länge entsteht ein

sogenanntes Bypass-Gerinne aus Schotter.

„Oberhalb des Kraftwerks wird dafür die

Donau angezapft und unterhalb der

Kraftwerksstufe zugeleitet“, erläutert

GLS-Prokuristin DI Stefanie Besenbäck

das Verfahren, bei dem ein Teilstück des

Fluss Krems die Funktion des Bypasses

übernimmt. Unterstützt wird der ZX300-7

dabei von zahlreichen weiteren Baumaschinen.

Ist das Projekt realisiert, können

Fische ungehindert am Flusskraftwerk

vorbei zum Laichen auf- und absteigen.

Aktuell betreibt GLS Bau und Montage

40 Baumaschinen in den Gewichtsklassen

von acht bis 50 t – darunter 20 Kettenbagger,

Radlader, Mobilbagger und Raupenbagger.

Der Kauf des ZX300-7 beim

Systempartner Kiesel ist rückblickend

Folge eines eingelösten Qualitätsversprechens,

mit dem Hitachi seine Kunden

fasziniert. Vor zehn Jahren hatte GLS

einen Hitachi ZX520 erworben – Kiesel

war damals noch gar nicht in Österreich

präsent –, aber noch heute leistet dieser

50-Tonner als älteste Maschine im

Fuhrpark eine Performance, die die

GLS-Geschäftsführung beeindruckt.

Als im November 2018 Kiesel das

Coreum in Stockstadt als herstellerübergreifendes

Forum für die Branchen Bau,

Umschlag und Recycling eröffnete, waren

auch GLS-Werkstatt-Leiter Johann Eder

und GLS-Geschäftsführer Edmund Wall

zu Gast. „Wegen der guten Performance

des Hitachi ZX520 und guter Erfahrungen

mit dem Kiesel-Service informierten wir

uns im Coreum über die neuesten

Maschinen-Entwicklungen von Hitachi

und den Service von Kiesel“, erinnert sich

Johann Eder.

Beide Männer erfuhren, dass Ende

2019 die Modellreihe 7 mit neuer Komfortkabine

auf den Markt kommt. „Diese

haben wir abgewartet, um unseren 20

30 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Alfred Thaler ist überzeugt

vom Hitachi ZX300-

7, der sich sehr feinfühlig

bedienen lässt.

Das Löffelvolumen des

30-Tonners beträgt

serienmäßig 1,0 m 3 . Das

schwere Kontergewicht

gewährleistet optimale

Standfestigkeit und hohe

Hubkraft.

Fahrern den besten Komfort zu

bieten und damit sie in punkto

Technik auf dem neuesten Stand

sind“, so der Werkstattleiter.

„Jetzt sind wir einer der Ersten,

die den neuen ZX300-7 im

Einsatz haben.“

Der ZX300-7 ist ein sehr

leistungsstarker Bagger, der

sparsam beim Kraftstoffverbrauch

ist und sich sehr

feinfühlig bedienen lässt. Die

GLS-Fahrer schätzen den

Komfort der ergonomisch

ausgelegten Kabine samt

Klimaautomatik, Entertainmentsystem

und Multifunktionsmonitor

sehr. „Das Fahrerhaus

ist sehr geräumig und

geräuscharm, hat eine Bluetooth

Freisprechanlage und luftgefederte

Grammer-Sitze, bei denen

sogar die Joysticks luftgefedert

mitschwingen“, zählt der

Werkstattleiter einige Serien-

Merkmale auf. Als Sonderausstattungen

ließ GLS eine

Schutzbelüftungsanlage und

einen Kompressor installieren,

damit die Fahrer mit einer

Druckluftdüse den Innenraum

reinigen können.

Hohe Verfügbarkeit, keine

Stillstände, absolute Zuverlässigkeit:

Das sind die Vorzüge, die

GLS an den Hitachi-Maschinen

schätzt. Und mit Kiesel als

Partner an der Seite, der auch

alle Aufrüstungen und Sonderumbauten

in kürzester Zeit

umsetzt, spart man wertvolle

Zeit. Alle 500 Betriebsstunden

kommen die Service-Techniker

von Kiesel für die technische

Prüfung. Hauseigene Monteure

sind dann immer dabei und

nutzen dies als Weiterbildung.

„Mit dem ZX300-7 haben wir

einen topausgestatteten, mit

allem Komfort versehenen

Bagger der modernsten Bauart.

Sein geringer Kraftstoffverbrauch,

die reibungslos funktionierende

Abgasnachbehandlung

– das sind nur einige Vorteile,

die zur Kaufentscheidung mit

beitrugen. Und dabei nicht zu

vergessen, der einwandfrei

funktionierende Kiesel-Service“,

sagt GLS-Werkstattleiter

Johann Eder. „Deshalb werden

wir uns auch bei unseren

zukünftigen Neuanschaffungen

wieder von Kiesel beraten

lassen.“

www.kiesel.net

DISCOVER NEW ENERGY

StromSpeicher für BauStellen

xelectrix Power Box | Zero Emission. Zero Fuel. Zero Noise.

◆ unabhängige, mobile Stromquelle

◆ Plug & Play - in Kombination mit Generatoren:

bis zu 40 % Dieseleinsparung

bis zu 60 % kleinere Generatoren

◆ skalierbar von 11 - 500 kW und 20 - 1000 kWh

pro

11-35 kW Leistung

20-120 kWh Speicher

xelectrix Power GmbH

PEM-Str. 2, 4310 Mauthausen

xelectrix-power.com

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

31


MASCHINEN + TECHNIK

Als exklusiver Generalimporteur

der Firma Pfreundt

präsentiert MWT (Mobile

Wiegetechnik) die jüngste

Innovation in Sachen Wiegedatenverarbeitung:

das

Pfreundt Web Portal ist der

komfortable Zugriff auf sämtliche

Wiegedaten, wann und

wo immer man möchte.

D

as Web Portal ist die innovative

Internet-Software für den automatischen

Datenaustausch mit mobilen Waagen.

Die Cloud stellt individuelle Auswertefunktionen

aber auch moderne Schnittstellen für

die Weiterverarbeitung und Nutzung der

eigenen ERP-Systeme zur Verfügung. Um

größte Sicherheit zu gewährleisten, verfügt

die Software durch einen verschlüsselten

und sicheren Datenaustausch über einen

hohen Sicherheitsstandard. Ohne die

Installation zusätzlicher Software können

die Anwender einfach per Web-Browser auf

sämtliche Funktionen des Web-Portals

zugreifen. Es besteht auch keine Notwendigkeit

über einen Aufwand von Updates oder

MWT

Alle Wiegedaten in Echtzeit

dank neuester Technologie

einer internen Wartung und trotzdem ist

man immer auf dem neuesten Stand. Über

das Internet ist sofort eine maximale

Verfügbarkeit der Daten möglich, wobei eine

hohe Datensicherheit durch moderne

Servertechnologie in zertifizierten Rechenzentren

sichergestellt wird.

Ganz gleich welche Baumaschinen- oder

Fahrzeugtypen im Einsatz sind, das Portal

macht die Verarbeitung der Wiegedaten

einfach und erhöht dadurch die Effizienz.

Daten wie Gewicht, Material, Datum und

Ort werden in Echtzeit auf dem übersichtlichen

Dashboard von den Wiegesystemen in

die Baumaschinen und Fahrzeuge übertragen.

Dadurch stehen sie sofort zur weiteren

Bearbeitung und Auswertung zur Verfügung.

Die komplette Anbindung an die

eigene IT-Software zur Weiterverarbeitung

der Daten ist genauso flexibel und einfach.

So ist eine volle Transparenz aller Warenströme

im Tagesgeschäft gewährleistet.

Neben modernen automatisierten Schnittstellen

bietet die Cloud ebenso PDF- und

Excel-Exporte für eine manuelle Verarbeitung

der angefallenen Daten. Anhand

Kundenbezogenen Einstellungen kann eine

separierte Materialübersicht der verarbeiteten

Materialien in einem Kuchendiagramm

dargestellt werden. Durch die

präzise und übersichtliche Darstellung der

Lagerkapazitäten ist eine effiziente

Kapazitäten-Planung ganz einfach.

„Dank dem wirtschaftlichen Wiegesystem

sind alle Daten sofort auf dem Computer,

Tablet oder Smartphone sichtbar. Mit

den aktuellen Standortangaben ist man

immer am neuesten Stand, wo sich die

Maschinen und Fahrzeuge mit den

Wiegesystemen befinden. Das spart Zeit,

sorgt für eine optimale Planung und

Auslastung des Fuhrparks und es sind

weniger manuelle Tätigkeiten notwendig“,

betont MWT Geschäftsführer Günter

Schmalnauer.

www.mwt-systeme.at

Die innovative Anzeige- und Schaltzentrale der neuesten Generation

liefert messgenaue Informationen, die den Zugriff und die Auswertung

der Wiegedaten wesentlich erleichtern.

Als browserbasierte Plattform bietet das Web-Portal jederzeit eine

maximale Datenverfügbarkeit von überall und für alle Endgeräte.

Ob im Büro, auf dem PC oder über Smartphone und Tablet – die Daten

stehen 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche bereit.

Fotos: 123rf.com; Pfreundt

32 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

Der Komatsu

Hydraulikbagger

PC490/LC-11, der

sich seit einigen

Monaten bei der

Firma Bernegger

im Einsatz befindet,

arbeitet

schnell, kraftvoll

und mit hoher

Präzision.

Weitere

Informationen

bietet dieses

Video:

KUHN / BERNEGGER

Bernegger setzt auf Komatsu und Kuhn

Die Bernegger Gruppe mit ihrer Firmenzentrale in Molln (OÖ) und weiteren 19 Standorten

ist auf den Betrieb von Kies- und Schotterwerken spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt

ca. 800 Mitarbeiter und betreibt einen Maschinen-Fuhrpark von über 1.000 Baumaschinen

und Lkw. Im November wurden von Kuhn Baumaschinen ein Hydraulikbagger und vier

Muldenkipper an das Unternehmen übergeben.

K

unden aus der Bauwirtschaft, der

Rohstoffindustrie und Umwelttechnik

schätzen das vielfältige Leistungsangebot

der Firma Bernegger, das durch hohe

Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltschutzstandards

besticht. Ein moderner

Fuhrpark, bei dem Komatsu Geräte seit

vielen Jahren eine wichtige Rolle spielen,

ist für die Umsetzung der hohen Qualitätsansprüche

eine wichtige Voraussetzung.

Der Komatsu Hydraulikbagger PC490/

LC-11, der sich seit einigen Monaten bei

der Firma Bernegger im Einsatz befindet,

arbeitet schnell, kraftvoll und mit hoher

Präzision. Sein Komatsu-Niederemissionsmotor

sorgt für eine erhebliche Senkung

des Kraftstoffverbrauchs. Neben erstklassigem

Fahrerkomfort und neuen Sicherheitsausrüstungen

wie KomVision, überzeugt

der PC490/LC-11 durch sein schnelles

Ansprechverhalten und seine herausragende

Arbeitsleistung. Die wichtigsten

Daten des PC490/LC-11 im Überblick:

Einsatzgewicht 49.800 kg, verstellbarer

Unterwagen, 600 mm Zweisteg Bodenplatten,

HD Ausleger 6.700 mm, HD Stiel

2.900 mm, Tieflöffel 3,2 m³.

Die vier Komatsu Muldenkipper

HM300-5 bildeten für die Firma Bernegger

dank ihres kraftvollen Motors, dem

Zugkraftkontrollsystem (KTCS), der

robusten Ausführung und modernster

Die Firma Kuhn

ist für die Firma

Bernegger seit

vielen Jahren

ein wichtiger

Partner. Im Bild

Geschäftsführer

Kurt

Bernegger vor

einer der vier

neuen Komatsu

Muldenkipper

HM300-5.

Achsaufhängung und Retarder Technik die

erste Wahl. Durch die wählbaren Betriebsarten

lässt sich seine Leistung optimal und

spontan an jede Einsatzanforderung

anpassen. Zu den technischen Stärken

zählen erstklassiger Fahrerkomfort, max.

Gesamtgewicht 53.500 kg, Ausstattung

inkl. Nutzlastwaage, 200 mm Muldenerhöhung,

selbstöffnende Heckklappe und

ausgezeichnete Bremsleistung.

Sowohl der PC490/LC-11 als auch die

vier HM300-5 überzeugen nicht nur durch

gesteigerte Kraftstoffeffizienz dank ihrer

neuen umweltfreundlichen Motoren der

EU Stufe V, sie sind auch besonders

einfach in ihrer Wartung. Das Komatsu

Telemetrie System Komtrax vernetzt den

Gerätepark und ermöglicht vom Computer

aus optimierte Einsatzplanungen, Standortinformationen,

Funktionsauswertungen

sowie Fehlerfrühwarnerkennungen. Die

Digitalisierung unterstützt die Entscheidungsfindung

und automatisiert die

Prozesse. Dabei werden bei gleichzeitiger

Effizienz- und Qualitätssteigerung die

Kosten gesenkt. Standortbestimmungen

verhindern Diebstähle und mittels

Maschinenferndiagnostiken werden

größere Schäden und Stillstandzeiten

minimiert.

www.kuhn.at

www.bernegger.at

34 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

EMTEC TANKANLAGEN

Neue Baustellentanks der

Type Quadro DV und D

S

eit 1999 vertreibt Ing. Erwin

Kirchmeir von emtec

tankanlagen gmbh mobile

Tankanlagen, sogenannte

Baustellentanks mit Transportzulassung

für die Bauwirtschaft.

Ab sofort ist die 4. Generation

des erfolgreichen Typs Quadro

als Typ DV und D lieferbar.

Die neue Serie „Quadro-DV“

für die Größen 330 und 450 l hat

eine Zulassung als Gefahrgutverpackung

und muss deshalb

nicht mehr wiederkehrend

überprüft werden. Das spart

Zeit, Ärger und natürlich

Kosten. Der Typ „Quadro-D“ für

die Größen 770 und 1.000 l hat

weiterhin eine unbefristete

UN-Zulassung als IBC. Beide

Serien bestechen durch eine

noch kompaktere Wandkonstruktion,

sind innen und außen

feuerverzinkt und selbstverständlich

auch doppelwandig

ausgeführt. Zu den Vorzügen

der eckigen Bauweise und

geringen Bauhöhe, hat sich die

Optik einer Werkzeugkiste als

zusätzlicher Vorteil erwiesen.

Die kubische (eckige) Bauweise

ist mit einer Länge von

1.200 mm sowie einer sehr

niedrigen Bauhöhe von 807 bis

max. 1.322 mm auch bestens für

den Transport auf Pritschenwagen

und Pick-Up’s geeignet.

emtec tankanlagen ist auch

Spezialist für Betriebstankstellen

von 5.000 bis 50.000 l.

www.emtec-tankanlagen.at

www.baustellentank.at

Durch die UN-Zulassung als

Transportbehälter

(Verpackung) sowie einer

allgemeinen bauaufsichtlichen

Zulassung als Lagerbehälter

sind die Tankanlagen unter

vereinfachten Bedingungen

zu transportieren und

universell einsetzbar.


MASCHINEN + TECHNIK

WIRTGEN

Neue Wirtgen Kaltrecycling-Mischanlage

240 t Mischgut aus verschiedenen Baustoffen kann die mobile Kaltrecycling-Mischanlage

KMA 240(i) pro Stunde umweltfreundlich aufbereiten. In der neuen Kaltrecycling-Mischanlage

kombiniert Wirtgen die Vorzüge des weltweit erfolgreichen Vorgängermodells

KMA 220(i) mit einer jetzt höheren Mischleistung sowie einem innovativen Zement-

Dosiersystem mit automatischer Selbstkalibrierung durch statische Verwiegung.

D

ie Kaltrecycling-Mischanlage KMA

240(i) erzeugt sofort einbaufähiges

Mischgut und eignet sich für die Herstellung

verschiedener Arten von gebundenen

Tragschichten. So können neben hydraulisch

gebundenen Tragschichten (HGT) und

Walzbeton (RCC = roller compacted

concrete) auch bituminös gebundene

Tragschichten (mit Emulsion oder mit

Schaumbitumen) hergestellt werden. Das

Anwendungsspektrum der verschiedenen

Mischgüter reicht vom Autobahnbau über

den Straßen- und Wegebau bis hin zum

Bau von Parkplätzen oder Industrie flächen.

Die Kaltrecycling-Mischanlage ist auf

einem Satteltieflader montiert und verfügt

über eine eigene Motorstation. Dieses

mobile Konzept ermöglicht das flexible

Umsetzen zu unterschiedlichsten Einsatzorten

und ein schnelles Aufstellen der

Anlage. Der leistungsstarke 6-Zylinder-

Dieselmotor ist für die hohe Mischleistung

bis 240 t/h ausgelegt. Die geringen

Emissionswerte erlauben auch Einsätze

im innerstädtischen Bereich. Bei einer

Leistung von 240 t/h wird alle 5 min. eine

volle Lkw-Ladung mit 20 t Mischgut

produziert. Somit lassen sich täglich

Bauabschnitte einer hydraulisch oder

bituminös gebundenen Tragschicht in 4 m

Arbeitsbreite und 15 cm Einbaudicke auf

einer Länge von 1.400 m realisieren. Die

KMA 240(i) beeindruckt durch die

Verarbeitung von verschiedensten nicht

bindigen Ausgangsstoffen, die Radlader

über Vibrationsroste in den Doseur der

Anlage übergeben. Dadurch ist es möglich,

Mischgüter aus unterschiedlichsten neuen

Korngemischen oder diversen Ausbaustoffen

und den Bindemitteln herzustellen. Als

Baustoffe können Asphaltfräsgut, alle

weiteren nicht bindigen Stoffe, die aus

altem Straßenoberbau wiedergewonnen

wurden, sowie Materialien aus der

RC-Aufbereitung umweltfreundlich

verwendet werden.

Silos bzw. Tankwagen versorgen die

Kaltrecycling-Mischanlage mit Bindemitteln

wie zum Beispiel Heißbitumen,

Bitumenemulsion und Zement. Die präzise

Dosierung der Ausgangsstoffe und

Bindemittel, deren Verhältnis im Vorfeld

durch Voruntersuchungen im Straßenbaulabor

ermittelt werden, überwacht eine

bewährte Mikroprozessorsteuerung. Die

KMA 240(i) verlädt das neue, homogene

Baustoffgemisch idealerweise direkt auf

den Lkw oder legt es kontinuierlich auf die

Halde ab. Das Verladen bzw. Ablegen

erfolgt durch das beidseitig um 55°

schwenkbare Abwurfband sehr flexibel.

Wenn der Weg zum Mischwerk zu weit

ist oder die Baustelle den logistischen

Anforderungen für einen Recyclingzug

nicht entspricht, ist das Kaltrecycling

in-plant häufig die beste Wahl. Bei diesem

Verfahren wird eine mobile Kaltrecycling-

Mischanlage (KMA) in direkter Baustellennähe

aufgestellt. Das spart Zeit,

Lkw-Kapazität und ist zudem äußerst

umweltfreundlich: Bis zu 70% weniger

CO2-Emissionen durch Kaltaufbereitung,

90% weniger Transportaufkommen und

bis zu 40% geringere Baukosten lassen

sich so erzielen. Darüber hinaus werden

die hochwertigen Baustoffe zu 100%

wiederverwendet.

www.wirtgen-group.com

Leistungsstark und nachhaltig: Die neue Wirtgen Kaltrecycling-

Mischanlage KMA 240(i) kann im 5-Minuten-Takt einen 20 t-Lkw

mit hochwertigem Mischgut beladen.

36 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


KEINEN CAT KÖNNEN

WIR UNS NICHT LEISTEN.

Unsere Stärken sind Tempo, Qualität und hohe Zuverlässigkeit – die wir mit einem starken Team und treuen Geschäftspartnern

bei jedem Auftrag immer wieder neu beweisen. Wir schaffen viel mit Zeppelin und Caterpillar, weil da einfach

alles passt, von der Maschine bis zum Service. Experimente können wir uns nicht leisten.

Petra und Johannes Riedmüller, Eigentümer Riedmüller-Gruppe, Lassee

zeppelin-cat.at


MASCHINEN + TECHNIK

EAG

Neuer Markenauftritt von BHS

Mit dem neuen Firmennamen „EAG Einfach Aufbereiten GmbH“ will das bisher

als BHS Innovationen firmierende Unternehmen aus Dresden sein Markenprofil

weiter schärfen. In der BHS Innovationen GmbH werden Eigenentwicklungen

von Mitarbeitern aus der BHS Bau- und Handelsgruppe Sachsen zur

Marktreife geführt und vertrieben. Mit dem Ziel Brechkosten in den eigenen

Asphaltmischwerken zu senken, wurde Anfang der 10er Jahre eine innovativeinfache

Siebanlage gebaut. Das Potenzial dieser Technik wurde erkannt und

zur Marktreife geführt. Heute ist die Einfach Aufbereiten ein etablierter

Hersteller von einfachen, robusten und flexibel einsetzbaren

Baustoff-Recyclingsieben.

www.einfach-aufbereiten.de

HKM

Außenroller für viele Anwendungsbereiche

In enger technischer Konzeption mit München Stone Design, einem Spezialisten

für die Ausgestaltung von Bauten mit Naturstein und Fliesen, fertigte HKM

einen Behälter-Transport-Anhänger BTA für ein breites Einsatzspektrum.

I

n seinem Grundprinzip basiert dieser

HKM BTA auf einem Außenroller. Dabei

wird der Abrollbehälter vom Anhängerheck

durch das Lkw Hakengerät aufgesetzt

und über seine Rollen auf das

Chassis geschoben. Bei HKM wird der

Abrollcontainer mit einer versetzten

pneumatischen vierfachen Klemmung

verriegelt, die einen besonders langen,

robusten und sicheren Klemmbereich

bietet. Im Ladevorgang ist der Anhänger

auch über das moderne EBS System

automatisch eingebremst. Die damit

verbundene Kombination bei der HKM

Ladungssicherung unterstützt den

Bediener und sorgt während eines langen

Arbeitstages für eine sichere Anwendung.

Für München Stone Design wurde der

Einsatzbereich nachhaltig erweitert. So

fährt die Firma auch ISO Container. HKM

konnte dies mit steckbaren ISO Container

Adaptern ergonomisch umsetzen. Die

Adapter können durch einen Bediener

einfach gesteckt und verriegelt werden.

Damit erhöht sich deutlich die Flexibilität

und auch eine optimale Disposition wird

erzielt. Ein weiteres für München Stone

Design umgesetztes praktisches Ausstattungsmerkmal

ist der komplett geschlossene

Boden. So kommt es häufig im

Arbeitstag vor, dass auch einzelne Paletten

und verschiedene Werkzeuge an den

Baustellen benötigt werden. Diese

Ladungsgüter werden auf den geschlossenen

Boden gelegt und mit den abgestimmten

Zurrpunkten gesichert. Damit kann

die Auslastung abermals verbessert

werden.

Im innerstädtischen Raum ist bekanntlich

der Rangierplatz auf Baustellen

begrenzt. Die Einsatzvielseitigkeit des

BTA von HKM konnte auch hier durch

eine pneumatische Zugdeichselabsenkung

gesteigert werden. Der Fahrer kuppelt ab,

senkt die Zugdeichsel mittels der Pneumatik

ab, setzt mit dem Lkw etwas zurück

und schiebt von vorne den Abroller auf den

HKM Abrollanhänger bzw. nimmt ihn

dann wieder in umgekehrter Folge auf.

Manfred Zandt, Geschäftsführer von

HKM, kommentiert: „Der HKM Außenroller

für München Stone Design ist für

die Anforderungen nach einem vielseitig

und ergonomisch einsetzbaren Behälter-

Transport-Anhänger BTA optimal

ausgestattet.“

www.zandt-cargo.de

Der HKM BTA

ermöglicht

dem Fahrer ein

ergonomisches

Handling und dem

Kunden einen auf

langfristigen Einsatz

kostenoptimalen

Außenroller.

38 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


KUHN-LADETECHNIK

Palfinger Kran-TEC-Baureihe erweitert

Mit acht neuen Kranen in der 28 bis 40 Metertonnen-Klasse

erweitert Kuhn-Ladetechnik die Palfinger Kran-TEC-Baureihe.

D

ie Palfinger Premium-Baureihe TEC

ist für Einsätze konzipiert, die ein

gewisses Fingerspitzengefühl erfordern: ob

komplexe Herausforderungen in der

Innenstadt, Hebetätigkeiten, die hohe

Reichweiten erfordern oder Montagen von

schweren Gütern.

Ab sofort sind die Modelle PK 28.002

TEC 5, PK 28.502 TEC 5, PK 35.502 TEC

5, PK 29.502 TEC 7, PK 30.002 TEC 7, PK

35.602 TEC 5, PK 36.502 TEC 7 und PK

37.002 TEC 7 bei Kuhn-Ladetechnik

erhältlich. Jede der acht Neuheiten

überzeugt durch eine breite Palette an

technischen Highlights. So kommt das

P-Profil auf allen Modellen der TEC-Baureihe

zum Einsatz. Es steht für höhere

Verwindungssteifigkeit des gesamten

Ausschubsystems inklusive Zusatzknickarm

durch die neue Tropfenform des

Profils sowie besonders wirtschaftlichen

und umweltfreundlichen Kraneinsatz

durch die Verwendung von Gleitelementen

aus selbstschmierendem Kunststoff. Mit

dem Längenmesssystem BEM (Boom

Extension Monitoring) holt die Palfinger-

Steuerungssoftware HPSC immer die

größte Leistung, speziell bei großen

Arbeitshöhen, aus dem Kran heraus. Das

BEM-System eruiert die Kranposition

millimetergenau und sorgt damit für die

bestmögliche Relation an Leistung und

Sicherheit. Der große Vorteil – das

Verheben von schweren Lasten ist auch

ohne Vollabstützung des Kranes möglich.

Ein Multifunktionsadapter MFA für ein

einfaches und schnelles Wechseln von

Anbaugeräten wird sowohl am Kran als

auch am Fly-Jib serienmäßig geliefert,

sobald Seilwinde oder Arbeitskorb gewählt

werden.

www.kuhn.at

Oben das patentierte P-Profil, unten der

Palfinger PK 37.002 TEC7 im Einsatz.

RANGE-12/20 - Service communication Mecalac Fotos: Sémaphore - Münchow Industriefotos - Fotolia

DIE GESAMTE MECALAC

PRODUKTPALETTE ERHALTEN

SIE BEI UNSEREN HÄNDLERN:

E-Mail: office@bmks.at

Telefon: +43 (0) 1 615 17 54

www.bmks.at

BMKS: Ausschließlich Baustellenkipper

E-Mail: jenbach@laurer.at

Telefon: +43 (0) 5244 6966

www.laurer.at

E-Mail: office@mlecka.at

Telefon: +43 (0) 2252 / 25 30 20

www.mlecka.at

mecalac.com

Kontakt: mecalac-mas@mecalac.com

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

39


MASCHINEN + TECHNIK

TWF

TWF Tiefbautechnik mit Neubau

in Heinsberg auf Expansionskurs

Die weltweit starke Nachfrage nach ihren hochwertigen Produkten ließ den

Betrieb der 2012 gegründeten TWF Tiefbautechnik GmbH im Heinsberger

Gewerbe- und Industriegebiet aus allen Nähten platzen. Seit letztem September

steht dem exportorientierten Unternehmen in Heinsberg nun ein größerer und

moderner Standort zur Verfügung.

A

ngesichts der zunehmend beengten

Verhältnisse entschied die TWF

Tiefbautechnik GmbH im Jahr 2019, die

Produktions-, Lager- und Büroflächen in

unmittelbarer Nähe zur Autobahn neu

und zukunftsorientiert zu errichten.

Damit wurde vor allem der weltweit

steigenden Nachfrage nach dem breitgefächerten

Produktprogramm Rechnung

getragen, denn über 80% der in Heinsberg

erzeugten Drehbohranlagen, Vibrationsgeräte,

Baustraßensysteme, Sicherheitssysteme

für den Tiefbau und insbesondere der

nach einschlägigen Normen selbst

hergestellten Grabenverbausysteme gehen

ins Ausland.

Anfang September 2020 war es soweit:

die neuen Geschäftsräume konnten

bezogen werden. Auf einer Fläche von ca.

20.000 m 2 wurde eine moderne 4.000 m 2

große Produktionshalle errichtet, die eine

effiziente und qualitativ hochwertige

Herstellung von Grabenverbausystemen

ermöglicht. Durch ein intelligentes

Produktionssteuerungssystem konnte die

Geschäftsführer

DI (FH) Wolfgang

Tinhof sieht das

Unternehmen

mit dem Neubau

in Heinsberg für

künftige Anforderungen

bestens gerüstet.

Der hochmoderne Standort

der TWF Tiefbautechnik GmbH in

Heinsberg ermöglicht eine höhere

Produktionskapazität und ist

verkehrstechnisch optimal

angebunden.

bisherige Ausbringungsmenge nahezu

verdoppelt werden. Die darüber hinaus

gewonnenen Freiflächen dienen der

Lagerhaltung von Vermietungsgeräten für

den Tiefbau, da immer mehr Kunden das

Mietgeschäft dem Kauf vorziehen.

Dazu Geschäftsführer DI (FH) Wolfgang

Tinhof: „Ein Selbstverständnis zur

Optimierung und Erweiterung unseres

Produktportfolios sind regelmäßige und

zielgerichtete Investitionen. Der Anspruch

unserer Kunden an Qualität, Flexibilität

und Zuverlässigkeit wird durch unsere

hoch motivierten und qualifizierten

Mitarbeiter erfüllt, die von computergesteuerten

Sägen, Längsnahtschweißanlagen,

modernen Schweißgeräten

und einer hocheffizienten

Lackierstraße unterstützt

werden. Innerhalb kürzester

40 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Die umweltfreundliche Produktion wird unter anderem durch eine

großflächige Photovoltaikanlage auf dem Hallendach sichergestellt.

Condecta Schnelleinsatzkrane

sind zu 100 % feuerverzinkt.

Ausladung von 24 m bis 45 m,

Hakenhöhe bis 30 m.

Zeit konnten die Standards an einen

Schweißfachbetrieb durch den TÜV positiv

bestätigt werden, worauf wir sehr stolz sind.“

Das Thema Gesundheit- und Sicherheit

am Arbeitsplatz wird ebenfalls großgeschrieben:

so profitieren die Mitarbeiter von

effizienten Schweiß-Absaugvorrichtungen zur

Reinhaltung der Luft in der Produktionshalle,

Maschinen mit neuesten Sicherheitsstandards

sowie modern eingerichteten

Büro- und Sozialräumen und ergonomischen

Arbeitsplätzen.

Im Sinne einer umweltfreundlichen

Produktion wurde auch großer Wert auf

die ökologisch sinnvolle Verwendung von

lösungsmittelfreien Lacken sowie der

Nutzung der Sonnenenergie durch den

Bau einer großflächigen Photovoltaikanlage

gelegt, die einen Großteil des

Strombedarfs der Produktionshalle deckt.

Im Außendienst unterstützen kompetente

Fachberater die Kunden auf den Baustellen

mit Rat und Tat bei der Entwicklung

spezifischer Problemlösungen. Auf Kundenwunsch

werden Baustellenzeichnungen oder

baustellenspezifische Statiken erstellt. Die

hauseigene Logistikabteilung sorgt für eine

pünktliche und zuverlässige Warenanlieferung.

„Wir sind davon überzeugt, mit dem

Neubau in Heinsberg einen weiteren Grundstein

gelegt zu haben, um die stetige Nachfrage

nach unseren Produkten sowie die

hohen Kundenanforderungen auch in

Zukunft erfüllen zu können“, betont

DI (FH) Wolfgang Tinhof abschließend.

www.twf.at

www.twf-tiefbautechnik.de

ATC Asphalt-

Thermo-Container,

beheizt und isoliert für 2,5–20 t Asphalt

Die weitläufigen Freiflächen ermöglichen die Lagerhaltung

von Vermietungsgeräten für den Tiefbau, da

auch in Österreich immer mehr Kunden das Mietgeschäft

dem Kauf vorziehen.

Zahnstangenaufzüge

für Personen- und Materialtransporte

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Dreger GmbH

Europaweg 4

A-8141 Premstätten

Tel: 0316/718505-0

office@dreger.at

www.dreger.at


MASCHINEN + TECHNIK

SBM / ACHT GRUPPE

Acht Gruppe übernimmt Vertrieb für

mobile Aufbereitungstechnik von SBM

Seit Jänner 2021 ist die Acht Gruppe für Vertrieb, Service und Miete der mobilen Aufbereitungsanlagen

von SBM Mineral Processing in Österreich und in der Schweiz zuständig.

Bestehende und neue SBM Kunden werden durch das Team der Firma Mineraltech betreut,

die als Teil der Acht Gruppe in Baden und in Lochau über moderne Standorte mit einem umfangreichen

Mietpark verfügt und in Kürze einen weiteren Mietstützpunkt in Liezen eröffnet.

A

usschlaggebend für diese Kooperation

war unter anderem die neue Vertriebsstruktur

der SBM Mineral Processing

GmbH, die in den letzten Jahren konsequent

umgesetzt wurde. Erklärtes Ziel der

Neuausrichtung ist es, die Produkte des

Geschäftsbereichs Mobile Crushing &

Screening Solutions bis Ende 2021

ausschließlich über ein qualifiziertes

Händler- und Servicenetzwerk in allen

führenden Märkten der Welt zu vertreiben.

Nach der Umstellung in mehreren

großen europäischen Märkten wurde

dieser Schritt nun durch die Zusammenarbeit

mit der Acht Gruppe auch in Österreich

umgesetzt.

Als einer der heimischen Pioniere in

der Mobilaufbereitung ist die Acht Gruppe

bestens mit den täglichen Herausforderungen

in der Aufbereitungspraxis

vertraut. Zur Acht Gruppe zählen die ing.

erwin hofstätter GmbH sowie die Firmen

Mineraltech mit ihrer Zentrale in Baden

bei Wien und Mineraltech West mit der

Zentrale in Lochau in Vorarlberg. Aktuell

ist die Acht Gruppe in Österreich nun

offizieller Handels- und Servicepartner für

die Marken SBM (raupenmobile Remax

und Jawmax Aufbereitungsanlagen),

Keestrack (raupenmobile Brecher- und

Siebanlagen), Pronar (Trommelsiebanlagen)

und Trevibenne (Bagger-Anbauwerkzeuge).

Fast alle Geräte aus dem Vertriebsprogramm

werden auch in den gut

bestückten Mietparks der Firmen Mineraltech

und Mineraltech West angeboten.

Geschäftsführer Ing. Erwin Hofstätter

über die Hintergründe der Vertriebskooperation:

„Unsere Unternehmen verbindet

eine langjährige Zusammenarbeit, denn

SBM Aufbereitungsanlagen sind seit über

20 Jahren ein wichtiger Bestandteil im

Mietpark der Acht Gruppe. In den letzten

Jahren haben sich unsere Miet-Kunden

immer stärker für SBM Produkte interessiert.

Aufgrund dieser Entwicklung haben

wir mit SBM das Gespräch gesucht, um

die bestehende Zusammenarbeit zu

vertiefen. Angesichts der von SBM

angestrebten Umstellung auf eine neue

Vertriebsstruktur hat sich das Unternehmen

sehr offen für unseren Vorschlag

gezeigt und so konnte die neue Vertriebspartnerschaft

rasch und professionell

umgesetzt werden. Über die beiden

Mineraltech-Standorte in Baden und

Lochau, die in den letzten Jahren vor

allem den Miet-Bedarf im Bereich der

Aufbereitung abgedeckt haben, werden

wir die modernste Technik von SBM und

Keestrack für die mineralische Aufbereitung

nun auch im Vertrieb zur Verfügung

stellen. Wichtig für den Erfolg ist die

Präsenz vor Ort beim Kunden, die

Kompetenz der Beratung und die Verfügbarkeit

der Geräte – auch für Präsentationen.

All diese Anforderungen decken wir

für die Bereiche Erdbau, Transportgewerbe,

Baumeister-Betriebe und Recyclingmarkt

auf einem sehr hohen Niveau

ab. Unser Ziel ist es, im Markt der

mineralischen Aufbereitung mit Miet- und

Handelsgeräten die Nummer eins zu

werden.“

Die SBM Produktpalette in der mobilen

Aufbereitung beginnt mit den neuen

Einstiegsmodellen Remax 200 und

Jawmax 200 mit 24 t und reicht bis in die

60 t Klasse. Auch bei SBM liegt der

Schwerpunkt aus Gründen des Transports

und der Wirtschaftlichkeit in der 30-40 t

42 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Klasse. Die leistungsstarke Mobilanlage

Jawmax 200 mit der großen Einlauföffnung

von 1.000 mm x 600 mm eignet sich

auf kleinen Baustellen auch als Vorbrecher

für Prallmühlen. Die Soft-Start-Automatik

ermöglicht den einfachen Betrieb

der Anlage und macht sie auch für

Vermieter interessant, da die Anlage mit

der Fernbedienung vom Bagger oder

Radlader aus ganz einfach gestartet und

gestoppt werden kann. Eine vollautomatische

Spaltverstellung, Überlastsicherung,

Funkfernbedienung, Magnet und absenkbares

Austragsband sind nur einige

Highlights des neuen Jawmax 200.

Angetrieben wird die komplette Anlage,

wie bei SBM gewohnt, vollelektrisch. Die

SBM Crush Control App bietet smart und

übersichtlich verschiedenste Funktionen.

SBM Vertriebsleiter Helmut Haider:

„SBM Anlagen genießen einen sehr guten

Ruf hinsichtlich Langlebigkeit, Qualität

und Umweltschutz. Die Diesel-Stromerzeugung

setzt auf drehzahlkonstante

Antriebe und ermöglicht dadurch eine

hohe Effizienz. Dazu kommt die geringe

Lärmentwicklung, die heute immer

wichtiger wird. Wir freuen uns, dass die

Acht Gruppe diese und viele weitere

Stärken der SBM Anlagen nun offensiv

auf dem österreichischen Markt präsentieren

wird. Sie wird von unserem Team

dabei in jeder Hinsicht unterstützt.

Konkret wird Kollege Alfred Peer, der

bisher direkter Ansprechpartner für

Kunden in der mobilen Aufbereitung in

Freuen sich über den gemeinsamen starken Marktauftritt:

SBM Vertriebsleiter Helmut Haider (rechts) und Geschäftsführer

Ing. Erwin Hofstätter (Mineraltech; acht baurecycling GmbH).

Ost- und Süd-Österreich war, in Zukunft

die Handelspartner unterstützen. Er

betreut neben Österreich auch Ungarn,

Tschechien, Slowakei sowie weitere

Märkte in Südost-Europa. In der Übergangszeit

wird der Verkaufssupport auch

gemeinsam mit dem Handelspartner

wimmer-mietpark.at

| Mietgeräte online anfragen

| Maßgeschneidertes Angebot erhalten

mietpark@wimmer.info | 06235 66 55 246


MASCHINEN + TECHNIK

Transportoptimiert

und

leistungsstark

bewährt sich die

Remax 200 auch

im Hochgebirge.

auftreten. Der Markt für stationäre

Aufbereitungsanlagen wird in Österreich

in Zukunft von DI Walter Feistritzer und

Mario Schweizer betreut. Neben der

Beratungs-Kompetenz unserer erfahrenen

Mitarbeiter kommt auch unsere hochentwickelte

digitale Infrastruktur zum

Tragen. So werden wir unsere Direktverbindungen

zu den einzelnen Geräten auch

unseren Handelspartnern zur Verfügung

stellen, um hier gemeinsam die bestmögliche

Optimierung vorzunehmen.“

Angesichts der neuen Aufgaben wird

die Acht Gruppe ihr Team aus 45 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern um weitere

sechs Personen aufstocken. Allein am

Standort West-Österreich in Lochau wird

das Team von drei auf sechs Personen

aufgestockt. Wie bereits erwähnt befindet

sich zusätzlich in Liezen ein weiterer

Mietstandort im Aufbau. Generell wurden

alle Mietparks bereits stark mit SBM

Aufbereitungsanlagen bestückt.

Johannes Keck, Geschäftsführer

Mineraltech West-Österreich, ergänzt:

„SBM hat sich in den letzten Jahren in der

Kompaktklasse mit rund 30 t Einsatzgewicht

sehr gut positioniert. Wie mir

zahlreiche Gespräche mit Miet-Kunden

zeigen, treffen wir in Salzburg, Tirol und

Vorarlberg mit der 200er Serie von SBM

den Nagel auf den Kopf. Wir haben im

Westen nicht die Topographie für Großbrechanlagen.

Geräte mit 50 oder 60 t sind

Einzelfälle. Die Anwender in dieser Region

sind mit der Aufbereitung sehr mobil und

am nächsten Tag schon oft beim nächsten

Einsatz. Hier bekommen wir von unseren

Kunden hervorragende Rückmeldungen

auf die 200er Serie. Auch mit Keestrack

haben wir eine sehr breite Produktpalette

aus kompakten Backen- und Prallbrecheranlagen,

die in der 30 t Klasse ebenfalls

sehr gut aufgestellt ist. Die Ergänzung mit

der SBM Produktpalette ermöglicht es uns

nun, den Kunden aus einer Hand mit

derselben Betreuungsqualität ein alternatives

Gerät anzubieten und so die wirklich

optimale Lösung für den jeweiligen

Einsatz zu finden. Wir bleiben dabei auch

deshalb authentisch, weil wir diese

Wahlmöglichkeit bereits seit Jahren über

den Mietpark anbieten. Letztendlich wird

immer der Kunde entscheiden, was er am

Markt kauft oder mietet.“

Welche Neuheiten sind von SBM in den

nächsten Monaten zu erwarten? Dazu

SBM Vertriebsleiter Haider: „Nachdem wir

unsere Backenbrecher-Reihe mit dem

Jawmax 200 nach unten abgerundet

haben, ist die nächste Stufe die Erweiterung

nach oben. Konkret ist der Jawmax

400, ein 40 t Backenbrecher, kurz vor der

Fertigstellung. Der Jawmax 400 wird

ähnliche Eigenschaften wie die 60 t Klasse

aufweisen, ist dabei aber viel leichter und

einfacher zu transportieren. Er wird in

wenigen Monaten präsentiert und auch

von Mineraltech vorgeführt werden. Als

zweite Neuheit werden wir in diesem Jahr

auch noch die Remax mit einem großen

Vorsieb vorstellen.

www.sbm-mp.at | www.mineraltech.at

www.baurecycling.at

www.mineraltechwest.at

Von links: Alfred Peer, in der Branche bestens bekannter

Kundenbetreuer von SBM, unterstützt in Zukunft aus der

SBM Zentrale das Team der Acht Gruppe. Er wird aber

nach wie vor auch direkt bei den Kunden sein, unter

anderem mit Johannes Keck (Geschäftsführer

Mineraltech West Österreich in Lochau).

Auch in West-Österreich kommt die neue

Remax 200 bei den Kunden sehr gut an.

44 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


WINKELBAUER

Unterstützung für regionales Palliativteam

Da die Feierlichkeiten zum Firmenjubiläum pandemiebedingt ausgefallen

sind, erinnert sich der oststeirische Baumaschinenausrüster Winkelbauer

auf alternative Weise an das 75-jährige Bestehen und unterstützt das

mobile Palliativteam Hartberg-Weiz-Vorau.

B

ereits im Vorjahr hätte die Jubiläumsfeier

des heute international agierenden

Unternehmens Winkelbauer über die

Bühne gehen sollen. Während das

geplante Jubiläum den pandemischen

Herausforderungen wich, bleibt der

historische Rückblick – auf alternative

Weise: „Jene, die vor 75 Jahren den Grundstein

für unsere heutige Gesellschaft und

das wirtschaftliche Wohlergehen gelegt

haben, verbringen aufgrund der Pandemie

ihre letzten Stunden auf Erden häufig

ohne Familie und Freunde. Stattdessen

werden sie von Profis des mobilen Palliativteams

betreut, deren Leistung und

nötiges Einfühlungsvermögen in diesem

Zusammenhang gar nicht hoch genug

eingeschätzt werden kann“, betont

Firmenchef Michael Winkelbauer. Aus

diesem Grund hat sich das Unternehmen

gegen nachträgliche Feierlichkeiten – und

für eine Spende zu Gunsten des Palliativteams

entschieden: Mehrere Tausend Euro

hat das oststeirische Traditionsunternehmen

dafür aktuell an das mobile Palliativteam

Hartberg-Weiz-Vorau übergeben. Die

Firmenchef Michael Winkelbauer: „Die

sehr empathischen und persönlichen

Leistungen, die das Palliativteam in dieser

herausfordernden Zeit erbringt, sind gar

nicht hoch genug zu bewerten.“

soziale Verbundenheit hat beim 130-köpfigen

Betrieb Tradition: Bereits in den

Vorjahren spendete Winkelbauer mehrere

Tausend Euro an Einrichtungen aus der

Region.

www.winkelbauer.com

AMMANN

Zwei-Wellen-Rüttler spart Zeit und Kosten

Ammann bietet mit der vollhydraulischen und mit Zwei-Wellen-

Erregersystem ausgestatteten Vibrationsplatte APH 60/85 eine sehr

wirtschaftliche Lösung für die Nachverdichtung von Böden.

Die APH 60/85 überzeugt nicht nur mit hoher Produktivität, sie erreicht

mit 464 kg Einsatzgewicht auch problemlos die Tiefenwirkung,

die sonst nur schwerere Ammann-Rüttler mit Drei-Wellen-Erregersystem

bewirken. Die Platte wird von einem 13,4 PS starken Hatz-

Hydraulik-Motor Supra 1D81S angetrieben und schafft in der Spitze

28 m/min. Die maximale Flächenleistung beträgt 1428 m2/h.

Die meisten Straßen-Baustellen mit vorverdichteten Untergründen

lassen sich mit der vollhydraulischen APH 60/85 perfekt weiterbearbeiten.

Erst beim Laufverhalten spürt man

den Unterschied zur Drei-Wellen-Technik.

Nur bei Steigungen und nassen, bindigen

Böden wäre dann die APH 65/85 mit Drei-

Wellen-Technologie die noch bessere Wahl.

„Die APH 60/85 erzielt mit bis zu 60 kN

Zentrifugalkraft und 69 Hz Vibrationsfrequenz

eine ebenso hohe maximale

Verdichtungstiefe wie die APH 65/85 mit

ihren drei Wellen-Erregern“, erläutert

Thilo Ohlraun, Vertriebsleiter Deutschland

von Ammann. „Mit der serienmäßigen, hydrostatischen Orbitrol-

Steuerung lassen sich Straßen, Plätze oder Gräben intuitiv, sicher

und punktgenau verdichten. Das sorgt für enorme Wirtschaftlichkeit

und hohe Produktivität“, ergänzt er. Die Orbitrol-Steuerung bietet

nur Ammann an – für alle vollhydraulischen Vibrationsplatten seiner

APH-Baureihe. Mit einem optional erhältlichen Elektrostarter und

dem Ammann-Verdichtungsmessungs-System ACEecon geht es noch

effizienter voran. ACEecon ermittelt die relative Bodensteifigkeit,

reduziert unnötige Überfahrten und verhindert so Überverdichtungen.

„Die Rentabilität der APH 60/85 schlägt sich auch in einem

niedrigeren Dieselkraftstoff-Verbrauch nieder“, erläutert Thilo

Ohlraun, „Außerdem punktet die Orbitrol-

Steuerung – im Gegensatz zu herkömmlichen

Rüttlern mit Keilriemen und Fliehkraftkupplung

– mit deutlich geringeren

Wartungskosten.“ www.ammann.com

Mit der Orbitrol-Steuerung können

Anwender den Antrieb der APH 60/85

stufenlos regeln und beispielsweise

eine Punkt-Rüttelung durchführen.

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

45


MASCHINEN + TECHNIK

Die Planierraupe

D375A-8 von Komatsu beeindruckt

hinsichtlich Durchdringungs- und

Traktionskraft, Kraftstoffeffizienz, Umweltfreundlichkeit,

Stabilität und

Geschwindigkeit.

Die komfortable

Sicherheitskabine

bietet hohen Fahrkomfort,

das Echt zeit-

Multifunktionsbedienfeld

informiert unter

anderem über Betriebszeit,

Motordrehzahl,

Kraftstoffstand und

Kühlmitteltemperatur.

Übergabe der D375A-8

an das slowenische

Bergbauunternehmen

RGP d.o.o. (von links):

Bostjan Drev (technischer

Leiter der

Maschinenflotte bei

RGP d.o.o.) und Florjan

Pancur (Verkaufsleiter

Kuhn d.o.o.).

KUHN

Slowenien: Bergbauprofi setzt auf die

neue Planierraupe D375A-8 von Komatsu

Das Bergbauunternehmen RGP d.o.o. legt in allen Bereichen Wert auf Qualität.

Dies gilt auch für den eigenen Fuhrpark, den das Unternehmen vor kurzem mit

der neuen Komatsu D375A-8 von Kuhn d.o.o. Trzin/Slowenien erweitert hat.

A

usschlaggebend für die Entscheidung

zugunsten der Planierraupe Komatsu

D375A-8 waren unter anderem die hohen

Leistungsanforderungen von Komatsu an

die eigenen Baumaschinen. Viele Bauunternehmen

arbeiten per Stundensatz,

Komatsu verwendet hingegen gerne die

Produktion pro Tonne als Parameter.

Zu den wirtschaftlichen und ökologischen

Vorteilen der D375A-8 mit ihren

85 t zählen der 578 kW Motor und zwei

Komatsu-Dieselpartikelfilter (DPF), die

die EU-Umweltstandards mehr als

erfüllen. Die D375A-8 in Kombination mit

einem Schild mit einer Kapazität von

58 m 3 , die auf die Bedürfnisse und

Wünsche des Kunden zugeschnitten ist,

wird selbst die enormen Mengen bewältigen,

mit denen RGP täglich umgeht.

Komatsu legt bekanntlich auch großen

Wert auf den Komfort der Bediener. Die

geräumige und sehr komfortable Sicherheitskabine

ermöglicht es dem Bediener,

das Potenzial der Maschine voll auszuschöpfen.

Auf dem voll verstellbaren

luftgefederten, beheizten und belüfteten

Sitz fühlt sich auch der anspruchsvollste

Fahrer wie in einem Sessel zu Hause.

Das Echtzeit-Multifunktionsbedienfeld

zeigt Betriebszeit, Motordrehzahl, Kraftstoffstand

und Kühlmitteltemperatur an.

Außerdem erhält der Bediener Wartungsund

Serviceinformationen für den Fall,

dass die Ölfilter ausgetauscht werden

müssen oder Fehlfunktionen auftreten.

Für mehr Effizienz bei langen Transporten

schaltet sich die Drehmomentwandler-Überbrückung

automatisch ein.

Die Motorleistung wird dann direkt an das

Getriebe gesendet, wodurch die Antriebsdrehzahl

und der Maschinenwirkungsgrad

erhöht werden, um den Kraftstoffverbrauch

zu senken und die Arbeitszeiten zu

verkürzen.

Die Betriebsart kann auf „Power“ für

maximale Leistung oder auf „Eco“ für

Energieeinsparung eingestellt werden. Um

unnötigen Kraftstoffverbrauch zu reduzieren

und die Betriebskosten zu senken,

wird die automatische Leerlaufabschaltung

von Komatsu automatisch aktiviert,

wenn der Motor für einen bestimmten

Zeitraum im Leerlauf läuft.

Die Sicherheit wird auch außerhalb der

Fahrerkabine gewährleistet, da alle

zugänglichen Bereiche und Wartungsbereiche

an der Maschine mit Schutzzäunen

und rutschfesten Laufflächen gut gesichert

sind.

www.kuhn.at

46 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

SCHWAMBORN

Extrem gründlich und laufruhig

Schwamborn, der deutsche Hersteller von professionellen Reinigungsmaschinen,

stellt jetzt erstmalig eine Bodenreinigungsmaschine mit Oszillationstechnologie vor.

I

n Kombination mit dem entsprechenden

Zubehör bietet das „System

Schwamborn“ Lösungen für ganz

konkrete Anwendungen an. So wurde

nicht nur ein spezielles, ausschließlich

aus Recyclingprodukten gefertigtes

PU-Pad entwickelt, das besonders

robust ist und für die Grundreinigung

und Unterhaltsreinigung von jeglichen

Hartbodenoberflächen geeignet ist.

Darüber hinaus kann die OES 430 mit

einem Wassertank ausgestattet werden,

womit sie für die Nassreinigung perfekt

geeignet ist. Ein speziell für die OES

entwickelter Spritzschutz- und Absaugring,

sorgt für sparsamen und zielgenauen

Wassereinsatz oder auch eine

effektive Absaugung. Denn die OES 430

kann auch mit einem leistungsfähigen

Industriesauger kombiniert werden.

Pads zum Polieren und Schrubben

runden das durchdachte Zubehörprogramm

ab. Mit dem ebenfalls speziell

für die Oszillationstechnik entwickelten

Schleiftellern kann die Maschine auch

für das Aufarbeiten und Schleifen von

Estrichböden, das Kristallisieren von

Marmor und das Abschleifen von

Holzböden eingesetzt werden. Herausragend

sind die Laufruhe und das einfache

Handling mit der neuen Oszillationstechnik.

So lässt sich die Maschine ohne

großen Kraftaufwand „quasi mit einem

Finger“ führen, was eine hohe Flächenleistung

ohne Ermüdung der Reinigungskraft

ermöglicht. Die OES 430

bietet besondere Vorteile bei großen

Flächen und unebenen Untergründen

wie Fliesen oder Natursteinen.

www.schwamborn.com

Die oszillierende Einscheibenmaschine OES 430

kann zusätzlich für den vielfältigen Einsatz mit

einem Wassertank oder einem Staubsauger

ausgestattet werden.

Grabenverbausysteme

sichern Leben,

sparen Geld und Zeit

Mit professionellen Verbau-Systemen sichern Sie jede Grube und Ihre

Mitarbeitenden, sparen bares Geld, weil jederzeit gewartetes Top-Material

verfügbar ist. Mieten, Miet-Kauf oder Kaufen – entscheiden Sie selbst!

Ein unschlagbarer Service:

Berechnung Materialbedarf und Bereitstellen Rüstpapiere

CAD-Pläne für Submissionsphasen, technische Unterstützung

Baustellen-Besuche und Koordinationshilfe bei Logistik

Spindelservice und Verbau-Platten-Reparatur nach jedem Einsatz

Grosses Lager – schnelle Verfügbarkeit!

Abholbereit oder auf die Baustelle geliefert!

Ein kleiner Querschnitt aus dem Sortiment:

Leichtboxen Gleitschienen Baugrubensicherungen Dielenkammerboxen

Bau Power Group AG / St.Gallen – Zürich / T +41 71 730 09 94

Bau Power Group Baugeräte GmbH / Baden bei Wien – Hohenems / T +43 2252 277 777

office@baupowergroup.com

www.baupowergroup.com


MASCHINEN + TECHNIK

Der neue EWR130E ist extrem kompakt und stabil: mit dem zweiteiligen, nicht schwenkbaren Ausleger kann er bis

zu 4,3 t schwere Lasten bei einer Reichweite von 6 m heben. Bild rechts: Der neue EC350E ermöglicht maxi male

Rentabilität durch die Kombination aus Vielseitigkeit, Effizienz und einfacher Bedienung.

ASCENDUM

EWR130E und EC350E: neue Volvo-Geräte

im Kompaktbereich und in der 35-t-Klasse

Mit dem kürzesten Schwenkradius, extremer Stabilität und der renommierten Fahrerkabine

setzt der EWR130E von Volvo CE einen neuen Maßstab für die Leistung von

Mobilbaggern der 12- bis 13-t-Klasse. Ergänzend dazu füllt der brandneue EC350E die

Lücke zwischen den Baureihen EC300E und EC380E und vervollständigt das nunmehr

lückenlose Angebotsspektrum im mittelschweren Baggersegment.

D

er neue EWR130E ist derart knapp

dimensioniert, dass sein Heck mit nur

1,55 m und sein vorderer Schwenkbereich

mit nur 1,81 m den kürzesten Schwenkradius

in der 12- bis 13-t-Klasse aufweist.

Die extrem kompakte Maschine ist in

vielerlei Hinsicht eine Premiere und

wurde unter umfangreicher Mitarbeit des

Kunden entwickelt. Das Ergebnis ist eine

Maschine, die unglaublich wendig und

Sowohl für den

EWR130E als auch

für den EC350E

steht das optionale

Maschinensteuerungssystem

Dig

Assist zur Verfügung,

dessen umfangreiche

Funktionen

auf dem

hochauflösenden

10-Zoll-Tablet des

Volvo Co-Pilot angezeigt

werden.

manövrierfähig ist und dennoch eine

exzellente Hubleistung, Grabkraft,

Anwendungsflexibilität und Sichtverhältnisse

für den Bediener bietet. Nicht zu

vergessen der geräumige Komfort der

Kabine und die Benutzerfreundlichkeit.

Zu seinen größten Trümpfen zählen der

zweiteilige Ausleger und die Inline-Abstützung.

Dadurch lässt sich die Maschine

auch in den kleinsten Nischen optimal

positionieren und stabilisieren. Der

EWR130E profitiert von der Kompaktheit

einer kleineren 10-t-Maschine und bietet

dennoch die Leistung eines 13-Tonners.

Der EWR130E zeichnet sich im

Vergleich zu ähnlichen Maschinen durch

einen erheblich niedrigeren Schwerpunkt

aus, was für eine unschlagbare Stabilität

sorgt. Der zweiteilige, nicht schwenkbare

Ausleger ermöglicht das Heben von bis zu

4,3 t schweren Lasten bei einer Reichweite

von 6 m. In Kombination mit dem bewährten

Volvo D4-Motor liefert er eine beeindruckende

Ausbrechkraft und eine

überlegene Reißkraft.

Zwei neue Optionen beim EWR130E

sind die Vierradlenkung und das geteilte

Planierschild. Die Vierradlenkung

verbessert die Manövrierfähigkeit durch

den kleinen Wenderadius zusätzlich, das

geteilte Planierschild bietet noch mehr

Möglichkeiten zur Nivellierung der

Maschine auf unebenem Boden oder zum

Beispiel an Bordsteinkanten. Weiters

können Hydraulikdruck und -durchfluss-

48 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

menge für bis zu 32 Anbaugeräte vorprogrammiert

werden, ohne dass ein Servicetechniker

vonnöten ist.

Der EWR130E bietet eine Fahrgeschwindigkeit

von bis zu 35 km/h. Sein Ausleger-

Federungssystem greift bei Geschwindigkeiten

über 5 km/h ein, um Stöße zu absorbieren

und das Aufschaukeln auf holprigem

Gelände zu reduzieren. Sobald der Arbeitsbereich

erreicht wird, ist die Maschine

umgehend einsatzbereit, wobei die automatische

Grabbremse immer dann eingreift,

wenn die Geschwindigkeit der Maschine

Null ist. Das optionale Maschinensteuerungssystem

Dig Assist ist mit den Softwarepaketen

2D, In Field-Design, 3D sowie

neue Anwendungen für das Onboard-Wiegesystem

ausgestattet, die alle auf dem

hochauflösenden 10-Zoll-Tablet des Volvo

Co-Pilot angezeigt werden. Der EWR130E

ist serienmäßig mit dem Telematiksystem

CareTrack ausgestattet.

EC350E: neuer Leistungsträger

in der 35-t-Klasse von Volvo CE

Je nach Aufgabe und Vorliebe kann der

Bediener verschiedene Funktionen wählen.

Dazu gehört die Ausleger-/Schwenk- und

Ausleger-/Fahr-Priorität, die es ermöglicht,

einer Funktion den Vorrang vor einer

anderen zu geben. Die Absenkgeschwindigkeit

des Auslegers kann ebenfalls eingestellt

werden. Durch die Technologie zur

Reduzierung der Auslegerschwingungen

gibt die Maschine wesentlich weniger

Hier geht’s

zum Video:

Erschütterungen an den Bediener weiter.

Die Option ‚Comfort Drive Control‘ trägt zur

Verringerung von Ermüdungserscheinungen

bei, indem der Bediener die Maschine

mit dem Proportionalschieber für den

Zeigefinger am Joystick statt mit den

Pedalen lenken kann. Anpassbare Einstellungen

und die neue „Long Push“-Funktion

am Joystick, mit welcher der Bediener eine

weitere Shortcut-Funktion einstellen kann,

erleichtern das Arbeiten zusätzlich.

Auch für den EC350E steht auf Wunsch

das bereits erwähnte optionale Maschinensteuerungssystem

Dig Assist zur Verfügung.

Hinzu kommt die Volvo Active Control, die

es mit automatisierten Ausleger- und

Löffelbewegungen ermöglicht, Arbeitsvorgänge

um bis zu 45% schneller abzuschließen.

Der Bediener kann zudem problemlos

Schwenk-, Höhen- und Tiefenbegrenzungen

einstellen.

Der EC350E bietet dank einer Kombination

von Funktionen wie dem bewährten

ECO-Modus, den wählbaren Betriebsarten

und der intelligenten Elektrohydraulik eine

hohe Kraftstoffeffizienz. Der D8M-Volvo-

Motor mit einer Leistung von 220 kW liefert

ein beeindruckend hohes Drehmoment im

niedrigen Drehzahlbereich und ist mit einer

Leerlauf- und Abschaltautomatik ausgestattet.

Dank des vollautomatischen

Regenerierungsprozesses des Motors muss

die Maschine nicht angehalten werden, um

den Dieselpartikelfilter zu reinigen.

www.ascendum.at

Österreichischer

Baumaschinenverband

KOMPETENZ DURCH

FOKUSSIERTE INFORMATION

Nr. 0124850

11

12

1

10

27

26 21

2

9

25 22

3

8 24 23 4

7

6

5

Der Fahrer des EWR130E

profitiert von der Kompaktheit

einer kleineren 10-t-

Maschine und verfügt dennoch

über die Leistung eines

13-Tonners. Mit den Joysticks

lassen sich nahezu alle

Funktionen steuern.

PRÜFPLAKETTEN &

PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO

Ein SERVICE des MAWEV

Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei

Durchschlagblättern und für die fortlaufend

nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,

äußerst wetterbeständig, – 40° bis +130°)

als Aufkleber richten Sie bitte direkt an

den MAWEV.

Informationen

und Bestellungen:

www.mawev.at

Tel 01/504 26 98

www.mawev.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

49


MASCHINEN + TECHNIK

STREUMASTER / PRINOTH

Gemeinsame Entwicklung geländegängiger

Bindemittelstreuer auf Raupenfahrzeug

Prinoth kündigt ein gemeinsames Projekt mit dem in Deutschland ansässigen

Unternehmen Streumaster an, um einen Bindemittelstreuer auf Gummiketten

mit der höchsten auf dem Markt verfügbaren Leistung im Hinblick auf

Produktivität und Geländegängigkeit zu entwickeln.

B

ereits im September 2020 entwickelten

Prinoth und Streumaster einen 13 m 3

großen Bindemittelstreuer auf Gummiketten

mit dem Fahrgestell Panther T12

als Basis. Dies ist bisher das größte auf

Gummiketten gebaute Modell auf dem

Markt.

Um diese Größe der Einheit zu erreichen,

nahmen die Ingenieurteams von

Prinoth und Streumaster einige bedeutende

Änderungen an ihren jeweiligen

Basiseinheiten vor. Die Gesamthöhe

musste unter 3.188 mm bleiben und die

Breite durfte 2.700 mm nicht überschreiten

sowie ROPS-zertifiziert bleiben.

Streumaster lieferte dafür einen auf das

Raupenfahrzeug perfekt abgestimmten

Behälteraufbau, mit der idealen Breite

und Höhe, um dem Geländeeinsatz gerecht

zu werden. Darüber hinaus verlegte

Prinoth die Kabine nach vorne, um das

gleiche Stabilitätsniveau, aber eine

geringere Gesamthöhe zu erhalten.

„Ähnliche Raupenmodelle sind nicht in

der Lage, die gleichen Volumina bei

gleichbleibender Stabilität und einem

extrem niedrigen Bodendruck zu erreichen.

Dank dieser großartigen Zusammenarbeit

zwischen Prinoth und Streumaster

sind die endgültigen Lösungen um fast

60% produktiver, und dies wird den

Kunden helfen, die Böden in aller Welt mit

schnelleren Zykluszeiten zu stabilisieren“,

kommentierte der Verkaufsdirektor von

Prinoth, Doug Little. „Die Zusammenarbeit

mit Streumaster, einem Wirtgen-

Systempartnerunternehmen, war sowohl

für die Technik als auch für den Vertrieb

anregend. Wir mussten ein wenig über den

Tellerrand hinausschauen, um die Zwänge

zu überwinden, die dieses Projekt

zunächst aufwarf. Wir sind zuversichtlich,

dass die Lösung, die wir jetzt weltweit

einführen, die Kapazitäten von Bauunternehmern

verbessern wird, wenn es darum

geht, Bindemittel im Gelände zu streuen“,

fügte er hinzu.

„Das Erreichen eines niedrigen Bodendrucks

war eines der Hauptziele. Zweitens

musste das Fahrzeug auf der Straße auf

einem Tieflader transportierbar sein,

weshalb die Gesamthöhe des Fahrzeugs

eine weitere Herausforderung darstellte.

Folglich musste auch der Schwerpunkt

abgesenkt werden. Dies ist wichtig für die

Stabilität und Sicherheit, wenn unsere

Streumaster bietet diesen und

alle anderen Bindemittelstreuer

weltweit exklusiv über das Wirtgen-

Händlernetz an.

Kunden unter schwierigen Bedingungen

arbeiten, zum Beispiel um ein Kippen zu

verhindern. Unser drittes Ziel war die

Lieferung des eigentlichen Bindemittels.

Für unsere Kunden war es ein Wunsch,

den Silo-Lkw mit dem Bindemittel so

schnell wie möglich wieder auf die Straße

zu bringen, da die unproduktive Wartezeit

immer sehr begrenzt ist. Daher brauchten

wir eine Lösung, bei der der Silo-Lkw in

3 Zyklen (ca. 32 t = 32 m³) entleert

werden konnte. Das Ergebnis war ein

13 m³-Streuer. Um dies zu erreichen, war

zunächst kein Hersteller in der Lage, uns

den erforderlichen Raum für den Bau

eines 13 m³-Bindemittelstreuer anzubieten

und alle zuvor genannten Anforderungen

zu erfüllen. Prinoth schlug vor, ihre

Kabine nach vorne zu verlegen. Darüber

hinaus erlaubte das Fahrgestelldesign des

Panther T12 von Prinoth dies, und es

erwies sich als die ultimative Lösung, um

allen Anforderungen unserer Kunden

gerecht zu werden“, so Mehdi Belkalem,

Leitender kaufmännisch-technischer

Berater von Wirtgen Belgium B.V.

www.prinoth.com | www.streumaster.com

www.wirtgen-group.com

50 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

KUHN

PC24MR-5: neuestes Mitglied

der MR-5-Baureihe von Komatsu

Die komplett neue Serie MR-5 baut auf der sehr

erfolgreichen MR-3-Baureihe auf.

D

iese neue Generation Minibagger ist

leistungsstark, vielseitig und mit

einem Motor gemäß EU Stufe V ausgestattet.

Sie bietet zudem eine ganze Reihe an

neuen und optimierten Funktionen für

höhere Bedienfreundlichkeit. Durch die

Sicherheitsgurt-Kontrollanzeige, den gut

zugänglichen Motor-Notausschalter und

geschützte PPC-Bedienhebel bieten diese

Maschinen hohe Sicherheit sowohl für den

Fahrer als auch für die Menschen in der

direkten Umgebung. Die MR-5-Bagger

profitieren außerdem von werksseitig

installierten Sonderausrüstungen, die von

Komatsu entwickelt wurden – darunter

Fingertip Bedienelemente mit Proportionalsteuerung

und eine Hydraulikleitung

für Schnellwechsler, sodass stets maximale

Flexibilität, Qualität,

Zuverlässigkeit und

Leistung gewährleistet

ist. Die großzügige,

ergonomische

Arbeitsumgebung mit

breitem Fahrersitz bietet

dem Fahrer Komfort und Sicherheit

bei jedem Einsatz. Simone Reddi,

Produktmanager für Minibagger bei

Komatsu Europe: „Die Baureihe MR-5

konzentriert die Qualität und Leistung der

großen Komatsu Baumaschinen auf

kompakte Maschinen im einzigartigen

MR-5-Design, mit dem sie auf jeder

Baustelle in Europa auffallen. Der

PC24MR-5 bildet zusammen mit dem

PC26MR-5 ein hervorragendes Angebot

Der PC24MR-5 punktet mit den MR-

5-Eigenschaften, die sich auch schon in

den Modellen PC18MR-5 und PC26MR-5

bis PC58MR-5 bewährt haben.

für dieses überaus wichtige Segment,

in dem gleichzeitig hohe Leistung und

einfacher Transport erforderlich sind.“

www.kuhn.at


MASCHINEN + TECHNIK

Der neue Takeuchi

TB295W-2 Mobilbagger bei

einem der typischen Einsätze der

Firma Albrechtsberger.

ALBRECHTSBERGER / ZÖCHLING

Frischer Wind bei Albrechtsberger

Im Großraum Wien zählt die Albrechtsberger GmbH zu den ersten Adressen bei

der Bereitstellung von Baumaschinenleistungen für Bau- und Erdbaufirmen.

Das engagierte Team rund um den neuen Standortleiter Gerhard Hanzal verfügt

über einen leistungsfähigen Fuhrpark, der vor kurzem durch drei neue

Takeuchi Bagger weiter modernisiert wurde.

A

ls renommiertes Wiener Unternehmen

feiert die Albrechtsberger GmbH in

zwei Jahren bereits ihr 70-jähriges

Bestehen. Der von Architekt Josef Albrechtsberger

gegründete Betrieb spezialisierte

sich zu Beginn vor allem auf die

Garten- und Landschaftsgestaltung.

Später erweiterten das Baumeistergewerbe

und der Maschinenverleih das Leistungsportfolio.

Ende der 1980er Jahre übernahm

mit Ing. Josef H. Albrechtsberger die

nächste Generation die Geschäftsführung.

Mit Verlässlichkeit und hohen Ansprüchen

in den Bereichen Ausführungsqualität und

Kundenbetreuung festigte er den ausgezeichneten

Ruf des Unternehmens. 2009

wurden die Gesellschaftsanteile von der

Unternehmensgruppe Zöchling aus

Hainfeld in NÖ erworben. Diese ist selbst

in den Bereichen Transport, Erdbau,

Abbruch, Rohstoffgewinnung, Recycling

Frischer Wind und

modernes Gerät

für zufriedene

Kunden (von

rechts): Johannes

Zöchling (Geschäftsführer

Zöchling Gruppe)

und Gerhard

Hanzal (neuer

Standortleiter der

Albrechtsberger

GmbH in Wien

Donaustadt).

52 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Bei archäologischen Ausgrabungen hat sich

die Firma Albrechtsberger ebenso bewährt,

wie bei diesen Aushubarbeiten in der Wiener

Kärntnerstraße im Jahr 1975.

Für die verschiedenen

Einsätze steht dem

Team der Firma

Albrechtsberger

ein breites

Programm an

Anbaugeräten

zur Verfügung.

und Deponierung tätig und hat mit der

Albrechtsberger GmbH eine hervorragende

Ergänzung ihres Leistungsangebots im

Großraum Wien gefunden.

Seit vielen Jahren setzt die Albrechtsberger

GmbH höchst erfolgreich auf das

Geschäftsmodell der Baggervermietungen

mit Personal. Vom Standort in Wien

Donaustadt aus betreut das Unternehmen

Projekte in Wien, Niederösterreich und

dem Burgenland. Angefragt werden die

Dienstleistungen von privaten Bauherrn

ebenso, wie von großen Baufirmen oder

den Wiener Linien. Das Einsatzspektrum

reicht dabei vom einfachen Aushub über

die Gartengestaltung, die Errichtung von

Brunnenschächten und das Eingraben von

Zisternen bis zu Abbrucharbeiten oder

dem Einsatz im Straßenbau im Rahmen

von Großprojekten. Das Team stellt dabei

immer wieder seine große Flexibilität

unter Beweis, etwa bei Erdarbeiten für

archäologische Grabungen, in der maschinellen

Unterstützung von Munitionserkundungen

oder bei Nachteinsätzen im

Autobahnbau. Materialtransporte, die bei

den jeweiligen Projekten anfallen, werden

von den Lkw der Firma Zöchling durchgeführt.

Gerhard Hanzal, der über 20 Jahre

Erfahrung in der Baubranche verfügt, ist

seit August 2020 der neue Standortleiter

der Firma Albrechtsberger. Er folgte

seinem Vorgänger Silvester Kovacs nach,

der gemeinsam mit Ing. Josef H. Albrechtsberger

für den guten Ruf des

Unternehmens als professioneller Dienstleister

verantwortlich ist und der sich

nach 25 Jahren in den wohlverdienten

Ruhestand verabschiedete.

Aktuell leitet Gerhard Hanzal ein

engagiertes Team aus 14 Maschinisten

sowie einem Schlosser und Mechaniker. Die

überwiegend langjährigen Mitarbeiter

verfügen in allen Bereichen über umfangreiche

Erfahrungen. Der Fuhrpark umfasst

37 Bagger, wobei für die verschiedenen

Einsätze elf Kettenbagger von 1,5 bis 15 t

und 26 Mobilbagger von 15 t bis 22 t zur

Verfügung stehen. Alle Mobilbagger sind

angemeldet und können auf eigener Achse

die Baustellen in den umliegenden Bezirken

anfahren. Die Kettenbagger wiederum

sind durchgehend mit Gummiketten

ausgerüstet, um bei der Gartengestaltung

die Rasenflächen zu schonen.

Jüngster Neuzugang im Fuhrpark sind

drei neue Takeuchi Bagger: ein 12 t

Mobilbagger TB295W-2, ein 3 t Kettenbagger

TB230 sowie ein 5 t Kettenbagger

TB250-2. Die Geräte wurden durch den

neuen Standort Großebersdorf der

Huppenkothen GmbH an die Firma

Albrechtsberger übergeben. Jeder der

neuen Takeuchi Bagger ist mit einem

Böschungslöffel, drei Tieflöffel, einem

Hydromeissel und Powertilt-Schwenkvorrichtung

ausgerüstet. Für alle Bagger

steht eine breite Palette an Anbaugeräten

zur Verfügung, die verschiedene Greifer

ebenso umfasst, wie Abbruchscheren oder

Sieblöffel.

www.albrechtsberger.at | www.zoechling.at

Von links: Akos Kertics (Baggerfahrer),

Nandor Rongits-Vass

(Mechaniker) und Mehmet Toprak

(Baggerfahrer und Schlosser) vor

den neuen Takeuchi Baggern TB230,

TB250-2 und TB295W-2.

FLIEGL

Der Sattelkipper DHKA 390

„Revolution“ von Fliegl ist ein

echtes Leichtgewicht.

Geringes Gewicht bei

mehr Nutzlast

Unter 4.000 kg Leergewicht und bis

zu 1.000 kg mehr Nutzlast bietet der

Sattelkipper DHKA 390 „Revolution“ von

Fliegl je nach Variante und Ausstattung.

Das niedrige Leergewicht und den

geringeren Verbrauch erreicht Fliegl

durch clevere Maßnahmen: Das Leichtbau-Chassis

rollt auf leichten Dura-

Bright-Alufelgen von Alcoa, die Seitenwände

der Aluminium-Mulde bestehen

aus 30 mm starken Hohlkammerprofilen

und sind bei der 25-m 3 -Variante nur

1.450 mm hoch.

Der Revolution Kipper ist auch besonders

alltagstauglich: Dank der speziellen

integrierten Kotflügel fällt beim Beladen

danebengegangenes Schüttgut gleich

auf den Boden – und nicht später auf die

Straße. Die konisch geformten Mulden

sind hinten ganze 50 mm breiter als

vorn, so bleibt kein Ladegut hängen.

Und dank Gummidichtung ist die Membran-Klappe

praktisch vollständig dicht,

ideal für feuchte Schüttgüter. Apropos

Feuchtigkeit: Auf nassen, schlammigen

Baustellen kann die Antriebsachse der

Zugmaschine beim Abkippen zu leicht

sein, die Räder verlieren die Traktion.

Beim DHKA 390 lässt sich die erste

Achse anheben, dadurch verlagern sich

2.800 kg des Aufliegergewichts auf die

Sattelplatte und sorgen so für deutlich

mehr Grip. Das Aluminium der Mulde ist

besonders leicht, mit einer Härte von

110 Brinell ist die Oberfläche aber besonders

hart – das sorgt für geringen

Verschleiß auch bei abrasiven Gütern.

Und damit der Trailer auch nach vielen

Jahren noch Geld verdient, bietet Fliegl

10 Jahre Gewährleistung gegen Durchrostung

des Rahmens. Dank Verzinkung

steht einem langjährigen Betrieb nichts

im Weg.

www.fliegl.com

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

53


MASCHINEN + TECHNIK

Der Kaiser S10 Mobil-

Schreitbagger bei

den Vorarbeiten für

die Errichtung von

2.200 Lfm Schneezaun

in Berlevåg im

Norden Norwegens.

KAISER / DS ENTREPRENØR AS

Kaiser S10: optimales Gerät für

Felssicherung im hohen Norden

Die Errichtung von Felssicherungen sowie Lawinen- und Steinschlagverbauungen

erfolgt im Norden Europas unter ähnlich rauen Bedingungen, wie

in unseren Alpen. Es ist daher kein Wunder, dass Kaiser Mobil-Schreitbagger

für spezialisierte Betriebe, wie das österreichisch/norwegische Unternehmen

DS Entreprenør AS, eine wichtige Rolle spielen.

S

chneezäune, Stahlschneebrücken und

alle Arten von Felssicherungsmaßnahmen

sind für die Profis der Firma DS

Entreprenør AS das täglich Brot. Die

Verbauungen dienen hauptsächlich zur

Sicherung von Straßen, Eisenbahnstrecken

und Wohnsiedlungen. Gegründet

wurde das Unternehmen durch Ing.

Oddmund Sletten im Jahr 2009, seit

Februar 2020 bringt Ing. Mathias Klotz

BSc. als neuer Miteigentümer sein

Know-how in diesem Bereich ein.

Obwohl sich die Zentrale von DS

Entreprenør AS südlich von Oslo befindet,

sind die rund 30 Mitarbeiter in ganz

Norwegen und auch auf der Inselgruppe

Spitzbergen tätig. Diese zwischen dem

norwegischen Festland und dem Nordpol

Im norwegischen Sprachgebrauch

heißt Spitzbergen

Svalbard, was übersetzt

„Kühle Küste“ bedeutet. In

Longyearbyen realisierte DS

Entreprenør AS rund 1.400

Lfm Stahlschneebrücken, das

größte Lawinenverbauungsprojekt

in ganz Norwegen.

Auf Spitzbergen werden

die Anker auch in

Nachtschichten gesetzt.

gelegene Inselgruppe ist für ihr raues

Klima, felsiges Gelände mit Gletschern

und gefrorener Tundra bekannt.

Einer der Leistungsträger im Fuhrpark

von DS Entreprenør ist ein Kaiser S10

Mobil-Schreitbagger mit Morath-Bohrlafette,

der sich mit seinem stufenlosen

hydrostatischen Zweiradantrieb auch bei

den Einsätzen im Norden Norwegens

bestens bewährt. Dazu Klaus Singer,

Geschäftsführer der Firma Kaiser

Fahrzeugtechnik in Nenzing: „Das

Herzstück des S10 ist der leistungsstarke

Motor, der mit seinem enormen Drehmoment

eine hervorragende und effiziente

Leistung ermöglicht. Durch das spezielle

Hydrauliksystem kann der Fahrer

Priorität und Leistung der Hauptfunktionen

über das Display aktiv beeinflussen

und damit den Mobil-Schreitbagger den

Arbeitsbedingungen anpassen.“

Seine Leistungsstärke stellte der S10 in

Norwegen unter anderem bei den folgenden

Projekten unter Beweis:

- 2.200 Lfm Schneezaun, aufgeteilt in

6 Abschnitte in Berlevåg (Provinz

Finnmark),

- 800 Lfm Stahlschneebrücken in Kleven

- 315 Lfm Schneezaun + 430 Lfm Stahlschneebrücken

in Skjånes (Provinz

Finnmark)

Das größte Projekt in der Unternehmensgeschichte

von DS Entreprenør AS

umfasste die Errichtung von 1.400 Lfm

Stahlschneebrücken in Longyearbyen auf

Spitzbergen. Es handelt sich dabei um das

54 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Der Kaiser S10 steht für die

aktuellste Generation der Kaiser

Mobil-Schreitbagger und beeindruckt

auch in Norwegen mit seiner

Leistung und Effizienz.

größte Lawinenverbauungsprojekt in ganz

Norwegen. Besondere Herausforderungen

bildeten hier der logistische Aufwand

sowie die geologischen und klimatischen

Bedingungen, die durch Permafrost,

extreme Winde usw. gekennzeichnet

waren.

Ing. Mathias Klotz: „Trotz der widrigen

Bedingungen sorgte der Kaiser S10 in

Verbindung mit einer Morath SA2500

Bohrlafette für einen raschen Baufortschritt.

Diese Gerätekombination ermöglicht

es uns, vier verschiedene Bohrtechniken

mit nur einem Gerät in nahezu allen

Hanglagen durchzuführen. Als jüngstes

Projekt haben wir mit dem Kaiser S10 von

Oktober bis Dezember 2020 auf Spitzbergen

rund 60 Testanker gebohrt, injiziert

und anschließend Anker-Zugversuche

durchgeführt.“

Für alle versierten Maschinisten, die

sich ein Leben in Norwegen sehr gut

vorstellen können: DS Entreprenør AS

sucht nach Mitarbeitern im Bereich

Spezialtiefbau, denn das Team soll auf ca.

40 Mitarbeiter ausgebaut werden.

Erfahrungen mit Kaiser Mobil-Schreitbaggern

sind von Vorteil.

www.dsen.no

www.kaiser-fahrzeugtechnik.at

DAS OEL DER KTM-CHAMPIONS GIBT’S

ÜBRIGENS AUCH FÜR BAUMASCHINEN.

Rennen gewinnt man im Kopf. Und mit dem richtigen Partner. Seit mehr als 10 Jahren trägt MOTOREX mit erstklassigen Oelen

und umfassendem Technologie-Support dazu bei, dass KTM spektakuläre Erfolge einfährt. Doch nicht nur Motorräder müssen

in jeder Situation ihr Bestes geben können. Sondern auch Baumaschinen. Holen Sie sich darum jetzt die Unterstützung von

MOTOREX auch abseits der Rennstrecke. Und hängen Sie mit Ihrem Unternehmen die Konkurrenz ab. www.motorex.com


MASCHINEN + TECHNIK

Der Bremsassistent von Liebherr verzögert automatisch die

Geschwindigkeit des Radladers, sobald die aktive Personenerkennung

eine Gefahrenquelle im Heckbereich identifiziert.

LIEBHERR

Neuer Bremsassistent für Liebherr-Radlader

verkürzt Anhalteweg bei drohendem Unfall

Die aktive Personenerkennung ist ein innovatives Assistenzsystem für die Liebherr-

Radlader L 526 bis L 586 XPower. Mit dem Bremsassistenten und der Gefahrenkarte

erweitert Liebherr ab sofort die aktive Personenerkennung um zwei Funktionen. Der

Bremsassistent reduziert automatisch die Geschwindigkeit des Radladers bis zum

Stillstand, sobald die aktive Personenerkennung ein Warnsignal ausgibt. Die

Gefahrenkarte visualisiert mögliche Risikozonen am Betriebsgelände mit Hilfe von

GPS-Daten im Liebherr-eigenen Datenübertragungs- und Ortungssystem LiDAT.

U

nfälle mit einem Radlader geschehen

statistisch betrachtet am häufigsten,

wenn der Maschinenführer nach einem

Ladevorgang zurücksetzt. Dieses Rückwärtsfahren

ist besonders risikobehaftet,

wenn sich Personen im Arbeitsbereich

des Radladers befinden. In solchen

Situationen lastet eine große Verantwortung

auf dem Maschinenführer. Denn ein

Unfall mit einer Baumaschine führt

schnell zu schweren Verletzungen und zu

großen Schäden. Für größtmögliche

Sicherheit entwickelt Liebherr daher

seine Assistenzsysteme laufend weiter.

Ein aktuelles Beispiel ist die aktive

Personenerkennung heckseitig, bei der ab

sofort eine unterstützende Bremsfunktion

sowie eine Gefahrenkarte integriert

sind.

Die aktive Personenerkennung warnt

den Maschinenführer optisch am Display

sowie mit akustischen Signalen vor

Gefahren im Heckbereich des Radladers.

Für eine gezielte Warnung vor einem

drohenden Personenschaden unterscheidet

das Assistenzsystem mit Hilfe von

intelligenter Sensorik selbstständig

zwischen Personen und Objekten.

Bei Personen im Heckbereich des

Radladers warnt die aktive Personenerkennung

gezielt auf größere Entfernung

als bei statischen Hindernissen wie

Wänden, Säulen oder anderen Fahrzeugen.

Das Assistenzsystem vermeidet

dadurch unnötige Signale, was die

Belastung für den Maschinenführer

verringert und ihn weniger ablenkt.

Sobald die aktive Personenerkennung

eine Gefahrenquelle erfasst, verzögert

der neue Bremsassistent die Geschwindigkeit

des Radladers bis zum Stillstand.

Der Bremsvorgang wird somit früher und

schneller eingeleitet als beim herkömmlichen

Abbremsen, weil durch den Bremsassistenten

die menschliche Reaktions-

56 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Mit Hilfe der

Gefahrenkarte

kann der Betreiber

des Liebherr-Radladers

Risikozonen am

Werksgelände

erkennen und

Maßnahmen zur

Unfallvermeidung

ergreifen.

Die aktive

Personenerkennung

mit

Bremsassistent

und Gefahrenkarte

steht auch

für die neue

Baureihe der

mittleren Liebherr-Radlader

zur Verfügung.

zeit entfällt. Als Folge verkürzt sich der

Anhalteweg um wichtige Meter, was die

Häufigkeit und Intensität von Unfällen

verringert.

Das automatisierte Verzögern der

Geschwindigkeit beim Bremsassistenten

erfolgt über die hydrostatische Komponente

des Antriebsstrangs. Das bedeutet,

der Maschinenführer kann weiterhin und

zusätzlich zum Bremsassistenten regulär

die Betriebsbremse des Radladers

betätigen.

Visualisierung von Gefahrenzonen

Neben dem Bremsassistenten ist die

Gefahrenkarte eine zweite neue Funktion

für die aktive Personenerkennung

heckseitig. Jedes Mal, wenn das Assistenzsystem

eine Gefahr erkennt und ein

Warnsignal ausgibt, überträgt es ein

GPS-Signal an das Liebherr-eigene

Datenübertragungs- und Ortungssystem

LiDAT. Darauf aufbauend stellt Liebherr

für jeden Betreiber eines Radladers mit

aktiver Personenerkennung in LiDAT eine

Google-Maps-Karte mit diesen GPS-Punkten

zur Verfügung.

Das Ergebnis ist die Gefahrenkarte, die

Risikozonen und mögliche Unfallquellen

am Werksgelände visualisiert. Auf dieser

Basis kann der Betreiber Maßnahmen zur

Unfallprävention ergreifen und damit die

Sicherheit erhöhen. Zum Beispiel kann er

Gehwege anpassen, Absperrungen

anbringen und gefährliche Arbeitsabläufe

verändern. Mit Hilfe der Gefahrenkarte

kann der Betriebsleiter seine Mitarbeiter

schulen und für riskante Situationen

sensibilisieren.

Liebherr bietet für seine mittlere und

seine große Radlader-Baureihe mehrere

intelligente Assistenzsysteme an. Dazu

gehören neben der aktiven Personenerkennung

etwa die adaptive Arbeitsbeleuchtung,

die Frontraumüberwachung, das

Kamerasystem Skyview 360°, das sensorgestützte

Reifendrucküberwachungssystem

oder die neue Wiegeeinrichtung. Mit

den Assistenzsystemen hat sich Liebherr

zum Ziel gesetzt, Sicherheit und Komfort

zu erhöhen und den Maschinenführer zu

unterstützen. Sämtliche Systeme sind von

Liebherr entwickelt und daher vollumfänglich

in der Maschinensteuerung

integriert.

www.liebherr.com

LIEBHERR

Claas setzt auf IoT-Gateways von Liebherr

Claas, einer der weltweit führenden Landtechnikhersteller, vertraut

im Bereich Internet-of-Things (IoT) auf die Firmengruppe Liebherr.

Mähdrescher, Traktoren und weitere Maschinen von Claas vernetzen

sich mit IoT-Gateways von Liebherr. Die leistungsstarken Gateways

bilden eine zuverlässige Schnittstelle für die digitalen Dienste von

Claas, wie Datenmanagement und Precision Farming. Weltweit

sorgen täglich zehntausende IoT-Gateways von Liebherr für die

effiziente Vernetzung von Maschinen. Vorrangig kommen die Gateways

dabei in mobilen Arbeitsmaschinen zum Einsatz – oftmals unter

heraus fordernden Umwelteinflüssen in unterschiedlichsten Branchen.

Diese langjährige und branchenübergreifende Erfahrung im

Bereich Telematik floss auch in die Entwicklung der IoT-Gateways der

Claas Maschinen ein. Die von Liebherr in Lindau (Deutschland)

produzierten Gateways setzt Claas unter anderem weltweit in

Mähdreschern, Feldhäckslern und Traktoren ein. Die freie Programmierbarkeit

der Gateways auf Linux-Basis bietet viel Flexibilität in

der Anwendung. Diese Flexibilität ist eine wichtige Voraussetzung für

Claas, da sich die Anforderungen an die Funktionalitäten im Bereich

digitaler Dienste ständig weiterentwickeln. Die Gateways von Liebherr

können direkt mit gängigen Clouds, wie Azure oder Cumulocity,

kommunizieren. Ebenso können sich die Gateways mit kundenspezifischen

Cloud-Lösungen verbinden. Das ermöglicht eine einfache

Vernetzung der Maschinen. www.liebherr.com/telematics

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

57


Als erster Brecher in der Next Philosophie vereint

der RM 120X gesteigerte Sicherheit bei maximaler

Leistung und Flexibilität.

RUBBLE MASTER

Gute Auftragslage im ersten Quartal

Trotz Covid-19 blickt Rubble Master dem Jahr 2021 optimistisch entgegen, denn

durch die aktuell gute Auftragslage konnte die Kurzarbeit Ende Dezember nach

nur zwei Monaten beendet werden.

S

chon zu Beginn der Krise formulierte

Rubble Master eine Strategie mit

verschiedenen Szenarien, die das Unternehmen

seither beständig weiterverfolgt.

Schwerpunkte wie die Wachstumsstrategie,

Innovationen sowie die weitere

Digitalisierung treiben Gründer und CEO

Gerald Hanisch und sein Team dabei

kontinuierlich an. In diesem Rahmen

wurden auch die Prozesse beim nordirischen

Werk RM Dungannon weiter

optimiert.

Als Erfolgsrezept definiert RM den starken

internen Zusammenhalt, Flexibilität

im Arbeitsalltag und permanente Erreichbarkeit

für den Kunden: „Auch in dieser

schwierigen Zeit wurden einmal mehr

unsere Prinzipien und Unternehmenswerte

bestätigt. Die starke Unternehmenskultur

und die damit verbundene offene

Informationspolitik haben dafür gesorgt,

das RM weiterhin als starkes Team agiert.

Jeder Mitarbeiter leistet dabei einen

wichtigen Beitrag zur Unternehmensentwicklung“,

ist Hanisch stolz. Mit staatlicher

Unterstützung konnte das Unternehmen

die herausfordernden Monate im

Frühling und Herbst überbrücken und den

Mitarbeiterstand nahezu halten. Mit

einem vorläufigen summierten Umsatz

von 137 Mio. Euro wird das letzte Jahr

zwar unterhalb des Vorjahresumsatzes,

jedoch deutlich positiv abgeschlossen. Für

2021 wird mit einem erneuten Umsatzwachstum

von 21% gerechnet. Auch in RM

Dungannon war der Start ins neue Jahr

sehr gut. Prozesse wurden weiter optimiert,

der Break-even Point wurde

nachhaltig erreicht und weiteres Wachstum

ist dieses Jahr geplant.

„Schwierige Zeiten geben auch Denkanstöße

für Innovationen, Verbesserungen

und positive Entwicklungen. Wir wollen

uns weiter entwickeln und nach vorne

schauen“, ist Hanisch überzeugt. So nutzte

Rubble Master das vergangene Jahr, um

seine Wachstumsstrategie weiter zu

forcieren und die bestehende Produktpalette

zu erweitern. Eine dieser Neuheiten

ist RM Next, eine neue Produktphilosophie,

die das bekannte RM GO! Prinzip

weiterentwickeln wird. Der Fokus dabei

liegt auf maximaler Effizienz, Einfachheit

und Sicherheit. Im Laufe 2021 werden

weitere neue Produkte im Rahmen dieser

„Der starke

Strategie- und

Wachstumsfokus

sowie die

offene Informationspolitik

waren für

Rubble Master

wichtige Erfolgsfaktoren

in der

Krise“, betont

CEO Gerald

Hanisch.

Philosophie in den Markt eingeführt

werden.

Auch die Internationalisierung trieb

Rubble Master im Rahmen der Strategie

bis 2025 weiter voran. Deswegen konnte

aufgrund des hohen Marktpotenzials

bereits im vergangenen Jahr das US-Team

erweitert werden und auch in Europa und

Lateinamerika verzeichnet RM eine hohe

Nachfrage.

„Das Wohl unserer Mitarbeiter ist die

Grundvoraussetzung für den Erfolg der

RM Group. Deswegen haben wir sehr früh

vorausschauende Maßnahmen zum Schutz

unseres Teams getroffen, die über die

gesetzlichen Anordnungen hinausgehen“,

so Hanisch. So besteht seit Anfang des

Jahres die Möglichkeit auf freiwillige,

wöchentliche Schnelltests; für Frühling ist

eine Impfmöglichkeit im Haus geplant.

58 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Zusätzlich zu den klassischen

Präventionsmaßnahmen wird bei Rubble

Master jedoch auch auf die soziale

Komponente geachtet. Eine definierte

Covid-Beauftragte steht den Mitarbeitern

als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung,

Mitarbeiterveranstaltungen

wurden digital abgehalten.

Auch neue Lehrlingsstellen hat RM 2021

bereits erfolgreich vergeben. Diese haben

bei RM bereits eine lange Tradition und

werden als fester Bestandteil der

Unternehmenskultur gesehen – auch

während der Krise. „Wir sehen die

Lehrlingsausbildung als Chance, junge

Menschen bereits früh für das Unternehmen

zu gewinnen und ihnen langfristige

Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

Gleichzeitig ist die Lehre für uns ein

zentrales Werkzeug für ein qualifiziertes

und motiviertes Team der Zukunft“,

erklärt Hanisch. Vier Lehrlinge werden

mit August die Ausbildung als Baumaschinentechniker,

Metalltechniker oder

Bürokauffrau starten und das derzeit

17-köpfige Lehrlingsteam verstärken.

Dank umfangreicher Präventionsmaßnahmen

(Maskenpflicht im Gebäude,

Corona-Schnelltest bei Betreten und

Abstand halten) konnte das Bewerbungsmanagement

und die heurigen Schnuppertage

auch mit Pandemie sicher

durchgeführt werden.

So wurden beispielsweise Lehrlinge im

ersten Lehrjahr beim Distance Learning

durch zusätzliche, betriebsinterne Nachhilfe

gefördert. In diesem Rahmen

unterstützten ehemalige und ältere

Lehrlinge die Jüngeren und halfen ihnen

durch die erste Zeit. Auch der regelmäßige

Austausch zwischen Lehrlingen und

Ausbildnern sowie mit den Lehrlingsausbildnern

aus anderen Unternehmen stand

dabei im Vordergrund. Die bereits früh

geschaffene, digitale Infrastruktur schaffte

dafür umfassende Möglichkeiten.

www.rubblemaster.com

Die neuen Radlader der Serie 7.

Mehr Rundumsicherheit und Fahrkomfort

dank neu konzipiertem Kabinendesign

Kiesel Austria GmbH | Blätterstraße 1 | 2751 Wöllersdorf-Steinabrückl | +43 2622 42 468 | info@kiesel.net | www.kiesel.net

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

59


MASCHINEN + TECHNIK

1 2 3

ROTOTILT

Rototilt erhöht die Schlagkraft

Mit der Einführung des vollhydraulischen Schnellwechslersystems QuickChange

Generation II und als Mitinitiator des neuen Standards Open-S hat sich Rototilt

auch in Zeiten der Pandemie erfolgreich positioniert.

D

as Unternehmen erwartet, dass der

Markt für vollhydraulische Schnellwechsler

weiterwächst und hat organisatorisch

umstrukturiert, um seine Marktstellung

weiter auszubauen. Die Reaktionen

auf das seit Mai 2020 in Deutschland

erhältliche vollhydraulische Schnellwechslersystem

QuickChange Generation

II bezeichnet Wolfgang Vogl, Geschäftsführer

der Rototilt GmbH mit Sitz in

Regensburg, als „sehr positiv – gerade

auch in Verbindung mit dem neuen

Open-S Standard“.

1 Im Mai 2020 hat Rototilt das vollhydraulische Schnellwechslersystem QuickChange Generation II

auf den Markt gebracht. 2 Wolfgang Vogl, Geschäftsführer der Rototilt GmbH in Regensburg, verantwortet

neben dem deutschen Markt auch das Geschäft in Österreich und der Schweiz. 3 Der Ausbau

der Rototilt-Produktionsstätten im schwedischen Vindeln ist so gut wie abgeschlossen.

Am 1. Oktober 2020 hatten Rototilt

und der Mitbewerber Steelwrist mit

Open-S gemeinsam den neuen Standard

für vollhydraulische Schnellwechsler ins

Leben gerufen und damit viel Aufmerksamkeit

erregt. Diverse Firmen haben

sich mittlerweile um eine Mitgliedschaft

beworben. Open-S wird sich nach Vogls

Einschätzung sukzessive zu dem offenen

Standard für Europa, insbesondere

Zentraleuropa, entwickeln. Dies werde

das Geschäft für vollhydraulische Schnellwechsler

nochmals ankurbeln, da die

Abhängigkeit an einen einzigen Hersteller

aufgebrochen ist. „Letztlich bauen wir für

den Kunden eine wichtige Hürde bei der

Entscheidung für ein vollhydraulisches

System ab“, sagt der Rototilt-Geschäftsführer.

Die Produktionsstätten am

Rototilt-Hauptsitz im schwedischen

Vindeln sind auf eine steigende

Nachfrage vorbereitet. Das Werk ist

gerade um rund 4.000 m 2 erweitert

worden, die Fertigungskapazitäten

wurden dabei verdoppelt.

www.rototilt.de

Fotos: Rototilt

iCON CC80

Controller

iCON GPS 60

Antenne

Stielsensor mit

Laserempfänger MSS404 SL

AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien

Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at

Löffelsensor

MSS405

Ihr Spezialist für ■

NUTZEN SIE DIE 14% DIGITALISIERUNGSPRÄMIE!

NACH DEM 28.2. IST ES ZU SPÄT!

* AM Baugeräte ist nicht verantwortlich für die Antragstellung


MASCHINEN + TECHNIK

Fotos: Sémaphore

MECALAC

Zweiteiliger Ausleger mit Seitenversatz

für den Mecalac 6MCR und 7MWR

Mecalac, ein internationaler Hersteller von kompakten Baumaschinen für

innerstädtische Baustellen, bietet für seinen Skid-Raupenbagger 6MCR und

den Mobilbagger 7MWR nun zwei Arten von Auslegern an.

E

s handelt sich dabei um den

zweiteiligen Ausleger mit

Seitenversatz für herkömmliche

Arbeiten, wie den Aushub von

Materialien und die Lkw-Beladung,

sowie den Mecalac-Ausleger

mit Seitenversatz für

vielfältigere Arbeiten.

Bei dem zweigeteilten

Ausleger mit Seitenversatz

befindet sich der Stielzylinder

oberhalb des Auslegers und

nicht wie beim Mecalac-Ausleger

unterhalb. Dieser Unterschied

führt zu einem größeren

Öffnungswinkel, schnellerer

Bewegung und einer höheren

Eindringkraft und entspricht

somit genau den Bedürfnissen

des Anwenders. Hinsichtlich

der Abmessungen und der

Arbeitsbereiche sind beide

Ausleger ähnlich, sowie

kompatibel beim Einsatz der

Ladeschaufel und der Palettengabel.

Der Mecalac-Ausleger

mit Seitenversatz bleibt aber

die bevorzugte Option für

Kunden, die maximale Vielseitigkeit

dank Hubleistung

und Kraft suchen.

Bekannt für seine innovativen,

kundenorientierten

Technologien, hat Mecalac

Vertriebsgesellschaften,

Händler und Kunden in mehr

als 80 Ländern. Universell und

vielseitig einsetzbare Geräte

sind in fünf Produktlinien

erhältlich, darunter Bagger,

Lader, Baggerlader, Baustellenkipper

und Verdichtungswalzen.

Vertriebspartner der

Mecalac Geräte sind in Österreich

die Firmen Baumaschinen

MKS GmbH in Wien, Mlečka

Baumaschinen GmbH in

Oeynhausen und Laurer

Baumaschinen GmbH &

CO KG in Jenbach/Tirol.

www.mecalac.com

www.mlecka.at

www.bmks.at

www.laurer.at

Mecalac Skid-Raupenbagger

6MCR (oben) und

Mecalac Mobilbagger

7MWR (unten) mit zweiteiligem

Ausleger mit

Seitenversatz.

Auslegersensor

MSS401

Dockingstation der MDS-Serie

iCON robot 60

Totalstation

Bedieneinheit

MCP80

GNSS-Antennen

CGA60

Pitch- und Rollsensor

MSS400

Dualer GNSS-Empfänger iCON gps 82

Baumaschinensteuerungen ■ GNSS Systeme ■ Digitale Tachymeter

der Förderung. Den Antrag zur Investitionsprämie muss der Käufer selber bei der Bundesförderstelle AWS stellen. Die Förderstelle entscheidet.


MASCHINEN + TECHNIK

Blick über den ersten Abschnitt der

Baustelle am Imbergplatz mit direktem

Ausblick auf die Salzburger Altstadt, die

Festung Hohensalzburg und den Unterberg.

STRABAG

Salzburg: Neubau-Projekt Imbergplatz

mit Hydrauliksteifen von Groundforce

Im Herzen der Altstadt von Salzburg entsteht zurzeit in zentraler Lage im Auftrag

des Bauträgers „planquadr.at“ ein äußerst anspruchsvolles Wohnprojekt. Mit

der Ausführung der Bauarbeiten wurde die Strabag AG beauftragt.

W

ie DI Matthias Sadrawetz berichtet,

hatte man bei der Strabag, Direktion

AV Hochbau Salzburg, zunächst einen

konventionellen Stahlbau für die Baugrubensicherung

in Betracht gezogen.

Aufgrund der äußerst komplexen Anforderungen

und der Vielzahl von unterschiedlichen

Aussteifungen hat man sich dann

aber für das Groundforce-System entschieden.

Ausschlaggebend für den Zuschlag

war neben den erheblich geringeren Einund

Ausbauzeiten für die Hydrauliksteifen

und dem einfachen Handling der Komponenten

vor allem auch die hohe Flexibilität

des Systems.

Peter Richardson, Groundforce Director

Major Projects Europe, führt dazu aus:

„Wir haben für das Projekt Imbergplatz

insgesamt 47 verschiedene Steifen in der

Größenordnung MP250, MP375 und

MP750 bereitgestellt. Nach Vorgabe des

Bauträgers sollen die Arbeiten in drei

Bauphasen durchgeführt werden, wobei

die Steifen in mehreren Einbauebenen

verwendet werden. Hier bietet unser

System einen deutlichen Vorteil im

Vergleich zu verschweißten Stahlträgern.

Ein auf Maß gefertigtes Stahlbauteil muss

später aufwändig abgebrannt und wieder

zugerichtet werden, wenn es an anderer

Stelle wiederverwendet werden soll. Möglicherweise

fehlen dann ein paar Zentimeter

an der benötigten Länge und das Material

taugt nur noch zum unterfüttern. Im

Gegensatz dazu lassen sich unsere

Hydrauliksteifen in kürzester Zeit nach

Vorgabe anpassen und können so in allen

Bauabschnitten mit wenigen Abstrichen

problemlos wieder eingebaut werden.“

Groundforce General Manager Nedim

Cetin sieht gerade im Aspekt der Wiederverwertbarkeit

ein wichtiges zusätzliches

Argument für hydraulische Aussteifungen:

„Wenn man sich die einmalige Lage des

Projektes in der Salzburger Altstadt mit

Blick über die Festung Hohensalzburg und

auf den Unterberg anschaut, wird schnell

klar, dass dieser Standort logistisch und

bautechnisch hohe Anforderungen an das

ausführende Unternehmen stellt. Im

Vergleich zu konventionellen Stahlbauabsicherungen

muss bei unserem Groundforce-System

regelmäßig deutlich weniger

Material bewegt werden. Unsere Steifen

können in kürzester Zeit eingebaut und

wieder entfernt werden, um dann an

anderer Stelle erneut eingesetzt zu

werden. Insofern bietet unser System

einen Aspekt der Nachhaltigkeit, der

Belastungen durch Transporte in eng

bebauten Altstädten merklich reduziert.“

Nach Fertigstellung wird die terrassenförmig

geplante, dreigeschossige Anlage,

die aus fünf miteinander verbundenen

Häusern besteht, 38 exklusive Eigentumswohnungen

und repräsentative Gewerbeflächen

in unterschiedlichsten Zuschnitten

bieten. Die Wohneinheiten sind in Größen

von 60 bis 225 m 2 verfügbar; die frei

planbaren Büro- und Gewerbeflächen in

Abmessungen zwischen 60 und 1.042 m 2 .

www.strabag.com | www.vpgroundforce.de

Foto: Strabag AG

62 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

WEBER MT

Rollenrüttler im Einsatz

Arbeiten im GaLabau sind körperlich anstrengend.

Profis setzen daher auf optimierte Geräte, wie den

VPR-Rollenrüttler von Weber MT.

E

ingesetzt wird der VPR-Rollenrüttler

unter anderem zum Abrütteln von

Terrassen aus großformatigen Natursteinplatten

oder Platten mit einer

Oberflächenveredelung. Ein schönes

Beispiel aus der Praxis ist der Bau einer

rund 50 m 2 großen Terrasse, die der

Bauherr mit 3 cm starken, kalibrierten

Platten unterschiedlicher Größe aus

Wesersandstein errichten ließ. In

ungebundener Bauweise, auf 4 cm Splitt

2/5 verlegt und mit einem Brechsandgemisch

1/3 verfugt, wird die Terrasse der

ideale Ort für gemütliche Sommerabende.

Der Baustoff aus dem Weserbergland

stellt allerdings hohe Ansprüche

an die Bauausführung, denn bislang

wurden derartige Platten von Hand mit

einem Gummihammer eingeklopft. Trotz

aller Sorgfalt rissen dabei immer wieder

Platten und mussten dann ersetzt

werden. Die Platten sind zudem so

empfindlich, dass der Hammer Abdrücke

hinterlassen würde. Ein anstrengender

Arbeitsvorgang mit hohem Zeitaufwand.

Der Einsatz des Rollenrüttlers VPR

700 von Weber MT brachte nicht nur die

gewünschte Arbeitserleichterung, mit

Hilfe des Rollenrüttlers konnte auch die

Zeit für das Einklopfen von einem Tag

auf nur 20 min. reduziert werden.

Zusätzlich werden Risse in den Platten

durch das schonende und gleichmäßige

Einrütteln vermieden, vorausgesetzt,

Unterbau und Bettung werden gleichmäßig

und vorschriftsmäßig eingebaut.

www.webermt.com

www.zeppelin-cat.at

VPR-Rollenrüttler: Schneller und sicherer

Einbau von Natursteinplatten.

WIR SUCHEN

VERKÄUFER (MI W)

DEIN AUFGABENGEBIET:

• Aktive Betreuung bestehender Kunden sowie Neukunden

• Akquisition von Neukunden

• Lösungsorientierte Kundenberatung vor Ort sowie

auf Fach-, Haus- und Händlermessen

• Betreuung von Händlern

DEINE QUALIFIKATIONEN:

• kaufmännische und technische Kenntnisse

• Zuverlässigkeit und Flexibilität

• eigenverantwortliches und kundenorientiertes Arbeiten

WIR BIETEN:

• kollegiales, motiviertes Umfeld

in einem familiengeführtem Unternehmen

• eigener Firmenwagen, Handy, Laptop

• leistungsbezogene Bezahlung

je nach Qualifikation und Vordienstzeiten

• spezifische Weiterbildungsmöglichkeiten

für den Bereich Bau, Industrie, Gewerbe, Kommunal

im Generalvertrieb für die Marken Merlo,

Weidemann, Benzberg und darüber hinaus.

Wir sind ein junges dynamisches Team, das hart arbeitet,

um die Nase vorne zu haben. Arbeiten in einem familiären Umfeld

mit Teamgeist und Spaß an der Sache und brennen für den Verkauf

und die Zufriedenheit unserer Kunden.

MAUCH - DEIN

ZUVERLÄSSIGER ARBEITGEBER

WIR BIETEN EINEN SICHEREN ARBEITSPLATZ

MIT EINER SEHR GUTEN UND LEISTUNG BELOHNENDEN ENTLOHNUNG.

IHRE BEWERBUNG RICHTEN SIE BITTE AN

Dipl. Ing. Marie Mauch m.mauch@mauch.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

63


MASCHINEN + TECHNIK

ROCKSTER

Rocksters kompaktester Prallbrecher

sorgt für mehr Nachhaltigkeit auf Hawaii

Die Alakona Corp. aus Honolulu setzt bei der Aufbereitung von Asphalt und Korallen

mit ihrer neuen Rockster Brechanlage R700S auf oberösterreichische Ingenieursarbeit.

N

ach einer langen Kreuzfahrt über den

Atlantik, durch den Panamakanal und

über den Pazifik erreichte Rocksters

Prallbrecher R700S das paradiesische

Hawaii – genauer gesagt die Insel Oahu.

Arist de Wolff und sein Team von 25

motivierten Mitarbeitern erwarteten

gespannt die Ankunft ihrer brandneuen

österreichischen Brechanlage. Die Alakona

Corp. wurde 1982 von Arist‘s Vater

Mervyn de Wolff in der hawaiianischen

Hauptstadt Honolulu gegründet und ist

spezialisiert auf Asphaltierungsarbeiten

und Pflasterpflege. Alakona Corp bedient

Oahu und die Nachbarinseln und konzentrierte

sich zu Beginn auf die Instandhaltung

von Gehwegen mit Schwerpunkt auf

Versiegelungsbeschichtung und kleinere

Asphaltreparaturen. In den letzten Jahren

hat das Unternehmen seinen Service- &

Produktmix um Pflasterungen, Rissfüllungen

sowie jegliche Asphaltierungsarbeiten

erweitert.

Alakona besitzt mehrere Maschinen,

die sie für ihr Kerngeschäft benötigen, wie

Asphaltier-Maschinen, Walzen, Lader,

Bagger und Versiegelungsgeräte. Als sie

zum Vorantreiben ihrer Geschäftserweiterung

um den Recycling-Bereich nach einer

mobilen Brechanlage suchten, konzentrierten

sie sich auf kompakte Maschinen

unter 25 t. „Wir sind der Meinung, dass

österreichische Ingenieure ausgesprochen

ehrlich sind. Wolfgang Kormann hat mir

ausführlich erklärt, wie der Brecher für

uns von Nutzen sein kann und er behielt

Recht. Wir sind so flexibel in der Verarbeitung

verschiedenster Materialien und das

Endprodukt, das wir mit unserer Anlage

produzieren, ist enorm hochwertig.

Außerdem gefällt uns die Möglichkeit, das

Rückführband zur Seite zu schwenken, um

Derzeit zerkleinert Alakona mit dem

Prallbrecher R700S etwa 5.000 t pro Monat.

Im Hintergrund der Pazifik.

Brechen von Korallengestein

mit dem Rockster Prallbrecher

R700S auf dem 3 ha großen Recyclinghof

von Alakona Corp in Honolulu Endfraktionen

32/72 vom Haldenband und 0/32 mm

vom Sandband.

so eine zusätzliche Fraktion aufzuhalden.

Ebenso sinnvoll ist das ausklappbare

Seitenband, welches eingesetzt werden

kann, um Feinanteile schon auszuscheiden,

bevor sie in die Brechkammer

gelangen. Das steigert die Leistung, senkt

den Verschleiß und wir erhalten eine

weitere, definierte Fraktion. Die Siebbox

am Hauptaustrageband ist auch äußerst

vorteilhaft, wir können durch einfaches

Wechseln der Siebmaschen unterschiedliche

Materialgrößen herstellen. Es gibt

einfach einige Optionen, die andere

serienmäßig nicht haben. Zudem sind wir

sehr begeistert vom hydrostatischen

Antrieb“, so Arist de Wolff. Dank dieses

Antriebssystems ist die Leistung des

R700S konstant hoch, da sich der hydrostatische

Druck immer an die Leistungsanforderungen

des Brechers anpasst. Dies

führt außerdem zu einem geringeren

Dieselverbrauch pro produzierter Tonne,

da der Dieselmotor immer im optimalen

Drehzahlbereich bleibt.

Für Alakona war es ein logischer

Schritt, den Fokus der künftigen Expansion

auf Recycling und Natursteinaufbereitung

zu legen. „Naturstein wird

besonders auf einer kleinen Inselgruppe

64 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

wie Hawaii nicht ewig verfügbar sein, in

absehbarer Zukunft müssten wir ihn vom

Festland einführen. Nachhaltigkeit ist der

Schlüsselfaktor. Wir benötigen viel

Material für Straßenunterbau oder

Füllungen. Die Verwendung von aufbereitetem

Asphalt anstelle von natürlichen

Zuschlagstoffen spart Ressourcen und

Geld. Darüber hinaus enthält recycelter

Asphaltbruch etwas Bitumen, es verhält

sich wie Klebstoff, der zu mehr Verdichtung

führt und somit zu einer stabileren

Tragschicht beiträgt“, erklärt Arist de

Wolff. Mit Hilfe des Rockster Siebsystems

bricht Alakona seinen Altasphalt mit einer

Aufgabegröße von 0/600 auf 0/32 mm

Endkorn. „Wir führen eine Reihe von Tests

wie z.B. den ‘CBR‘ durch, um sicherzustellen,

dass das recycelte Material für die

Wiederverwendung in unseren Bauprojekten

geeignet ist“, fügt er hinzu. Der

CBR-Test (Californian Bearing Ratio) ist

ein Penetrationstest zur Bewertung der

Untergrundfestigkeit von Straßen und

Gehwegen.

Auch wenn es uns seltsam klingt:

Alkona bricht tatsächlich Korallen. Das

sind aber selbstverständlich keine

lebenden Korallen aus dem Meer. In

Hawaii befinden sich viele Korallenschalen

unter der Erde. Wenn Alakona also

Straßenbaustellen in der Nähe des Ozeans

bearbeitet, stoßen sie bei Baggerungen

meist auf Korallengestein. Ohne Siebsystem

wird auf 0/72 mm gebrochen, dieses

Endprodukt wird hauptsächlich für die

Landschaftsgestaltung verwendet. „Wir

verwenden hierzu gerne das Rückführband

des Siebsystems als Haldenband, um

eine weitere Fraktion zu erhalten. Speziell

bei der Verarbeitung von Korallen lassen

wir häufig ein 46/72 mm Grobaggregat

vom Haldenband und das feinere 0/46 mm

Korn vom Sandband laufen. Korallen sind

eher hartes Gestein mit hoher Dichte. Das

zerkleinerte Material enthält weniger

Feinanteile als der zerkleinerte Asphalt.

Wir können es als Unterbau für Hausoder

Betonwege verwenden“, so Arist.

Inklusive Siebbox und Rückführband

wiegt der Rockster R700S nur 22,8 t und

kann ohne Transportgenehmigung

problemlos mit Alakonas eigenem Tieflader

transportiert werden. Dies schafft

große Flexibilität, besonders in Bezug auf

ihre Zukunftspläne, in das Lohnbrechgeschäft

einzusteigen. Zudem spart es ihnen

Zeit und Geld. „Wir können so viele Arten

von Materialien zerkleinern. Innerhalb

von 4 Tagen während der Schulung in

diesem Sommer haben wir Asphalt,

Korallen, Beton und Basalt gebrochen. Es

gibt so viele Möglichkeiten für diverse

Kunden wie Bauunternehmen, Privatpersonen

und natürlich Kommunen. Man

würde vielleicht meinen, dass die Menschen

auf einer Insel proaktiv in der

Erforschung, Erprobung und Verwendung

von recyceltem Material sind, aber sie

zögern, etwas Neues zu probieren. Es

muss mehr vorangetrieben werden und die

Bevölkerung muss verstehen, dass dies die

Zukunft ist. Insbesondere im Baugewerbe,

wo wir so viele natürliche Ressourcen

einsparen könnten, müssen mehr Recyclingprodukte

eingesetzt werden“, ist Arist

überzeugt.

www.rockster.at

Ein sehr erfolgreiches Familienunternehmen

(von links): Maschinist Jon Keck, Eigentümer

Mervyn de Wolff, Betsy Wilson, Max de Wolff

und Arist de Wolff mit seiner Frau

und ihren beiden Mädchen.

KIESEL

Reinsetzen und ausprobieren: Auf der

Suche nach dem richtigen Gerät werden

im Coreum neue Lösungswege, Technologien

und Maschinen erlebbar.

Coreum statt Messen

Das Coreum in Stockstadt bei Frankfurt

ist eine deutschlandweit einmalige Plattform

für Innovationen in den Bereichen

Bau, Umschlag und Recycling – und eine

einzigartige Kulisse für Veranstaltungen.

Hier erleben Besucher die neuesten Maschinen,

Anbaugeräte und Technologien

ihrer Branchen – immer bereit für den

Test vor Ort. Daneben finden Partner,

Unternehmen und Veranstalter auf

120.000 m² alles, was sie für Produktpräsentationen,

Schulungen, Tagungen

und Events brauchen. Seit das Coreum

seine Türen vor über zwei Jahren zum

ersten Mal geöffnet hat, wächst seine

Anziehungskraft – als Wissensplattform

und Veranstaltungsort, der anders tickt,

der an 365 Tagen genutzt wird und eine

überzeugende Alternative zu konventionellen

Messen bietet. Mit genug Platz,

Abstandsregeln einzuhalten und mit

einem überzeugenden Hygienekonzept

beweist das Coreum, das Veranstaltungskonzept

funktioniert auch in Corona-Zeiten.

Das Coreum offeriert keine

Verkaufsshows, sondern umfassende Erlebnisse.

Hier werden Maschinen nicht

nur angeschaut, sondern live vor Ort getestet

und verglichen. Besucher finden

so in der Praxis heraus, welche Maschine

für sie die richtige ist.

Die nächsten Coreum Veranstaltungen

im Überblick: Im März findet die Coreum

Expo Kompakt und vom 19. bis

21.03.2021 finden die Coreum Praxistage

statt. Im Juni startet die Coreum Expo

Kanalbau, im September die Coreum

Expo Abbruch und mineralisches Recycling.

Vom 8. bis 10. Oktober 2021 sind

die Coreum Praxistage geplant.

www.coreum.de

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

65


MASCHINEN + TECHNIK

MDS INTERNATIONAL / POLIXMAIR

Gewinnbringende Lösung für

Abraum- und Sprengmaterial

Mit über 25 Jahren Erfahrung produziert MDS mit Sitz in Co. Monagahn, Irland,

raupenmobile oder stationäre Trommelsiebanlagen mit einer maximalen Aufgabegröße

von bis zu 1,50 m sowie Plattenbänder und Haldenbänder. Bei der Firma

Polixmair in Ohlsdorf bei Gmunden finden Interessenten eine große Auswahl an

MDS Trommeln für unterschiedlichste Einsatzbereiche.

D

ie Mehrheit der Kunden hat MDS

M412-Trommeln verwendet, um

Feinteile zu trennen, und M515-Trommeln,

um Sprengmaterial in Gesteinen

von 5/60 kg, 60/300 kg und 300/1.000 kg

Gesteinen mit hohen Ausstoßraten von

bis zu 550 t pro Stunde herzustellen.

In der gegenwärtigen Wirtschaftslage

versuchen Betriebe im Steinbruch- und

Bergbausektor ihre Produktivität zu

maximieren. Dazu nutzen sie jede

verfügbare Ressource und schließen sich

dem immer stärker werdenden Trend an,

ihre Abraumhalden mit MDS-Trommeln

zu verarbeiten, um auch die hier enthaltenen

Steine zu gewinnen.

In der Regel enthalten die Ablagerungen

in Steinbrüchen eine Mischung aus

Erde und Steinen. Der Boden hat einen

hohen Plastizitätsgehalt an Ton, der an

den Felsen haftet. Diese Art von Ton

verklumpt, anstatt sich aufzulösen, und

ist für normale Vibrationssiebmaschinen

sehr problematisch. Die vibrierende

Wirkung verflüssigt den Ton, lässt ihn an

den Öffnungen haften und blockiert die

Siebe. Außerdem sind die in dieser

Mischung enthaltenen Gesteine bis zu

800 mm groß und damit zu groß für

normale Vibrationssiebe oder Recycling-

Trommeln.

Die MDS-Trommeln verwenden eine

Hochleistungs-Hardox-Stahltrommel mit

Öffnungsabschnitten aus Hardox-Stahl,

die auch abrasives Gestein mit einem

Gewicht von bis zu einer Tonne verarbeiten

können. Die Reinigungswirkung der

rotierenden Trommel ist die effektivste

Methode, um Ton und klebrige Materialien

von Steinen abzuwischen. Dies wird

durch die Taumelwirkung von Steinen

und Erde in der Trommel erleichtert. Das

Problem des Verstopfens von Öffnungen

behebt MDS mithilfe eines Stahltrommelreinigers,

der mit der Trommel verwendet

wird und der ständig in die Öffnungen

drückt und Verstopfungen beseitigt.

All dies geschieht mit einer hohen

Hier geht‘s

zum Video:

Ausstoßrate von bis zu 550 t pro Stunde.

Die Trommel verfügt über einen großen

Einfülltrichter, sodass Kunden mit

20-t-Muldenkippern beladen können.

Diese Lösung hat sich in dieser Anwendung

als wegweisend erwiesen, und

Kunden auf der ganzen Welt haben

erfolgreich Steine aus ihrem Abraum

gewinnen können.

Die M413 3 Split und M515 3 Split

sind vielseitige Maschinen und können in

anderen Anwendungen, wie der Verarbeitung

von Abbruchabfällen, Kalkstein,

Granit, Stahlschlacke und als primäre

Verarbeitungseinheit eingesetzt werden.

Neben MDS Trommelsiebanlagen

übernimmt Polixmair auch die Bereitstellung

relevanter MDS Ersatzteile und löst

zudem alle weiteren Fragen aus einer

Hand. MDS Service und MDS Wartung

sind ebenso integrale Bestandteile der

Vertriebspartnerschaft. Kontaktmöglichkeiten

zu Sandra & Ferdinand unter:

www.polixmair.com

Schätzungen gehen davon aus, dass jede

Abraumstelle ungefähr 50% verwertbares

Gestein enthält. MDS Trommelsiebanlagen

ermöglichen die effiziente Gewinnung dieser

Steine mit hohen Durchsatzraten.

66 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Kässbohrer präsentiert vier

Fahrzeuge für den Bausektor.

Im Bild der ausziehbare

4-Achs-Tiefbett K.SLA R 4.

Diese virtuelle Ausstellung

informiert über den

digitalen Zwilling dieser

Trägerfahrzeuge:

KÄSSBOHRER

Vier neue Fahrzeuge für den Bausektor

Kässbohrer bietet eine breite Produktpalette mit Silo-, Tank-, Kipper-,

Tiefbett- und Plateauauflieger-Fahrzeugen. Nun wurden vier neue

Fahrzeuge für den Bausektor eingeführt.

D

ie neue Deichsel Serie K.TAN von

Kässbohrer wurde für die Anforderungen

von Kunden entwickelt, die

hauptsächlich in der Forstwirtschaft und

im Baugewerbe tätig sind. Sie hat

Eigengewichte ab 5.500 kg, um die

Nutzlastkapazität sowie die Kraftstoffeinsparung

bei Leerfahrten zu erhöhen.

Der 3-achsige, ausziehbare Tiefbett

mit Radmulde K.SPA MR 3 sorgt mit

seinem robusten Fahrgestell aus

S700MC-Stahl für den sicheren Transport

von langen, schweren Lasten und

ermöglicht mit seinem geringen Eigengewicht

von 10.000 kg eine höhere Nutzlast

und Kraftstoffeinsparung bei Leerfahrten.

Mit der Radmulden-Plattformhöhe

von 620 mm ermöglicht der K.SPA MR 3

den Transport von höheren Lasten bis zu

3.380 mm.

Der ausziehbare 4-Achs-Tiefbett K.

SLA R 4 sorgt mit seinem robusten

Chassis aus S700MC-Stahl für den

sicheren Transport von Lasten und

ermöglicht mit seinem geringen Eigengewicht

von 13.250 kg eine höhere Nutzlast

und Kraftstoffeinsparung bei Leerfahrten.

Serienmäßig mit Radmulde erhältlich,

kann der K.SLA R 4 mit verschiedenen

Zurrösen mit 5 bis 10 t Tragfähigkeit,

3 x 2 Reihen vertikaler Rungentaschen

und Rungentaschen an den

Seiten Raven angeboten werden.

Nicht zuletzt bietet der ausfahrbare,

hydraulisch gelenkte 4-Achs-Tiefbett K.

SLH 4 mit seinem bis zu 6.200 mm

ausfahrbaren, stabilen und flachen

Fahrgestell mit einer sehr niedrigen

Plattformhöhe von 875 mm einen

flexiblen und sicheren Transport von

Schwer- und Ballastkasten.

www.kaessbohrer.com

Für Menschen mit Handicap

ist Mobilität enorm wichtig.

Neben dem Fahrzeug sollte

auch der Stellplatz für das

Auto barrierefrei sein.

A

ufgrund der erhöhten Anforderungen

sind eine Garage oder ein Carport auf

jeden Fall ratsam. Insofern es die Baufläche

zulässt, empfehlen die Garagenspezialisten

von Zapf von vornherein die

Aufstellung einer Breit- oder Großraumgarage

zu erwägen. Mit einer Breite von bis

zu 3,78 m bzw. bei der Großraumgarage

von 5 bis zu 7 m bieten diese genügend

Platz, um auch mit Krücken, Gehhilfe oder

Rollstuhl problemlos ein- und auszusteigen.

Ist die Garage mit einer Verbindungstür

zum Haus versehen oder soll auch für

gehbeeinträchtige Personen der Zugang zu

Regalen oder Lagerflächen in der Garage

gewährleistet sein, steigt der Platzbedarf

zusätzlich. So sehen Baunormen für das

barrierefreie Bauen und Wohnen, für

ZAPF

Barrierefreie Garage für das Auto

Bewegungsflächen mit Rollstuhl eine

Breite von mindestens 1,2 m vor. Damit

man sich mit Rollstuhl auch drehen und

die Richtung wechseln kann, sind mindestens

1,5 m erforderlich. Diese Platzansprüche

lassen sich mit den Fertiggaragen von

Zapf realisieren – und das ab Werk, ohne

Spezialanpassungen. Der barrierefreie

Zugang und der richtige Bodenbelag sind

weitere wichtige Kriterien. Auch ein

durchdachtes Beleuchtungskonzept ist auf

jeden Fall ratsam. Zusätzlich bietet Zapf

das Smarthome-System „Zapf Connect“:

Mittels App werden Tor, aber auch die

Beleuchtung oder die Lüftungsstellung des

Tores gesteuert.

Bei der Fertigung von Garagen aus

Beton weist das Unternehmen bereits

über 50 Jahre Erfahrung auf und hat

mittlerweile mehr als 400.000 Garagen

produziert und montiert. In Österreich ist

Die Experten der Zapf GmbH sind darauf

spezialisiert, Garagen oder Carports

barrierefrei zu gestalten.

die Zapf GmbH unter anderem durch die

Zweigniederlassung in Schärding vertreten,

ein Musterpark steht in Lindach/

Laakirchen zur Verfügung.

www.zapf-garagen.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

67


FUHRPARK

I

FACTS

Motor: 2,0 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,

156,7 kW (213 PS)

Eigengewicht: 2.510 kg

Nutzlast: 545 kg

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/2.500 kg

Testverbrauch: 9,9 l/100 km

Listenpreis: 50.675,– Euro

(exkl. MwSt.)

+ definitiv unverwechselbar

+ robuster Charakter

+ auch langstreckentauglich

- störende Seitenschweller

- preislich exklusiv positioniert

- geringe Nutzlast

hnen kommt der blaue Pick Up mit

dem einprägsamen Ego irgendwie

bekannt vor? Gratulation, Sie haben

sich nicht getäuscht. Vor bald einem

Jahr war der damals neu am Markt

präsentierte Ford Ranger Raptor

erstmals zu Gast auf unseren Fuhrpark-

Seiten (siehe Baublatt.Österreich 3/20,

Seite 78). Fast ein Jahr oder neun

Ausgaben später hat sich der Newcomer

von damals zu einem fixen Bestandteil

FORD RANGER RAPTOR 2.0 ECOBLUE

Mitten im Steigflug

des Ford-Nutzfahrzeugprogramms

gemausert. Und unsere Vermutungen

vom Jänner 2020 haben sich doch

tatsächlich bewahrheitet. Denn selbst

wenn das Auftreten des Ranger Raptor

immer noch drauf und dran ist, ganz

ungeniert alle emotionalen Grenzen zu

sprengen, so ist er doch eines: Ein

leichtes Nutzfahrzeug, das trotz oder

gerade wegen seines multifunktionalen

Einsatzportfolios auch als solches

Durchgestartet – in

knapp einem Jahr hat

sich der Ford Ranger

Raptor zum absoluten

Verkaufshit gemausert.

verstanden werden möchte. Die bescheidenen

545 kg Nutzlast brauchen in

diesem Zusammenhang ja nicht unbedingt

an die große Glocke gehängt zu

werden. Die bis zu 2.500 kg Anhängelast

schon eher. Da schreiben wir doch viel

lieber einmal mehr von den begeisterten

Blicken, die er auf sich zieht, sobald er

durch die Lande rollt.

Fazit: Der wahrscheinlich erste Pick

Up mit grenzenlosem Wohlfühlfaktor.

MITSUBISHI SPACE STAR 1.2

Größer als erwartet

V

on einem mächtigen, um nicht zu

sagen brachialen Pick Up auf einen

eben erst geschlüpften, da frisch facegelifteten

Kleinwagen umzusteigen,

bereitet Deinem Umfeld interessanter

Weise mehr Kopfzerbrechen, als Dir

selbst. Eigenartige Vergleiche inklusive.

Nein, der Mitsubishi Space Star ist nicht

genau so lange, wie der Ford Ranger

Raptor (siehe unsere Geschichte auf

dieser Seite oben) breit ist. Ganz im

Gegenteil: Einmal im Space Star auf

Fahrer- oder Beifahrersitz Platz genommen,

wird recht schnell klar, warum

Mitsubishi dem putzigen Flitzer just

diese Bezeichnung verpasst hat. Für ein

Auto mit gerade einmal 3,85 m Gesamtlänge,

lässt es sich mit ihm zu zweit

mehr als passabel vorankommen. Wo

sonst die Schwärmerei vom tollen

Raumgefühl bei SUV oder protzigen

7-Sitzern vor den Vorhang darf, ist sie

Runderneuert – die

facegeliftete Frontpartie

lässt den Mitsubishi

Space Star deutlich

erwachsener wirken.

FACTS

Motor: 1,2 Liter 3-Zylinder-Benzin,

52 kW (71 PS)

Eigengewicht: 892 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 100 kg/200 kg

Testverbrauch: 5,6 l/100 km

Listenpreis: 12.990,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVA)

+ optisch gelungenes Facelift

+ vernünftige Ausstattung

+ preislich attraktiv

- viel Plastikcharme im Cockpit

- blechernes Türgeräusch

- sehr indirekte Lenkung

hier nicht minder richtig am Platz. Als

Pilot den Mitsubishi Space Star durch

die Stadt, aber gerne auch übers Land

zu jagen, macht nicht zuletzt wegen

seinem 1,2 l Motor mit 71 PS richtig

Spaß. Das Wort Kampfgelse kommt uns

in diesem Zusammenhang natürlich

nicht über die Lippen. Dazu gibt sich der

3-Zylinder eindeutig zu erwachsen.

Fazit: Kleines Auto mit herrlich

großem Spaßfaktor.

68 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Alltagstauglich – gut

400 km Reichweite

machen den Kia e-Niro

auch im Arbeitsalltag zu

einem vollwertigen

Wegbegleiter.

KIA E-NIRO PLATIN

Nie wieder kalte Finger

D

as eigentliche Aufhängerfoto müssen

wir Ihnen bei dieser Geschichte leider

schuldig bleiben. Was mehr an der

kurzfristigen Idee, als an schlechter

Vorbereitung liegt. Am letzten Tag unseres

Tests, der Kia e-Niro Platin quasi schon

auf dem Weg zur Fahrzeugrückgabe,

bescherte uns Väterchen Frost die erste

wirklich kalte Nacht des (mittlerweile

letzten) Jahres. Mit fossilen Brennstoffen

im Tank und ohne Standheizung heißt das

Handschuhe anziehen, Eiskratzer und

Enteisungsspray schnappen, um die weiße

Pracht irgendwie von den Scheiben zu

bekommen. Mit dem Kia e-Niro vor der

Haustüre schaut die Sache eindeutig

entspannter aus. Auto aufsperren,

hineinsetzen, Sitzheizung, Lenkradheizung

und Gebläse (das ja sofort warme

Luft liefert) aktivieren, während sich die

Eisschicht wie von selbst von der Frontscheibe

verabschiedet, die Schlagzeilen der

FACTS

Motor: Elektro, 150 kW (204 PS)

Eigengewicht: 1.778 kg

Sitzplätze: 4+1

FUHRPARK

Reichweite: gut 400 km

Batteriekapazität: 64 kWh

Grundpreis: 45.190,– Euro

(inkl. MwSt.)

+ bis zu 400 km Reichweite

+ alltagstaugliches Fahrzeugkonzept

+ durchaus sportliche Wesenszüge

- überschaubare Beinfreiheit im Fond

- deutlich teurer als Diesel oder Benziner

6-Uhr-Nachrichten im Radio hören und

anschließend in wohlig warmer Umgebung

vollkommen abgasfrei in Richtung Wien

rollen. Dazu so nebenbei mit einem

Lächeln auf den Lippen an die Nachbarn

denken, die Dich ob Deines Elektroautos

nur milde belächelt haben und jetzt

garantiert mit kalten Fingern vor ihren

Autos stehen.

Fazit: Mit dem Kia e-Niro darf auch im

Winter gerne elektrisch gefahren werden.

FACTS

Motor: 2,0 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,

176 kW (240 PS)

Eigengewicht: 2.462 kg

Sitzplätze: 6+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/2.500 kg

Testverbrauch: 9,2 l/100 km

Listenpreis: 68.484,17 Euro

(exkl. MwSt.)

+ bequemes Reisemobil

+ eleganter Innenraum

+ übersichtliches Cockpit

- leicht schwammiges Fahrwerk

- saftiger Preis

- Bordcomp.: komplizierte Menüstruktur

S

ie gestatten uns doch hoffentlich den

kurzen Abstecher in Richtung grenzenloser

kindlicher Begeisterung. Dafür

haben wir auch die Hauptdarstellerin

dieser Geschichte, eine Mercedes-Benz

V-Klasse, ganz bewusst in einem Arbeitsumfeld

fotografiert, in dem sie mit

ziemlicher Sicherheit nur sehr selten

anzutreffen sein wird. Es sei denn, der

Chef persönlich führt die beiden vergessenen

Säcke Zement auf die Baustelle nach.

MERCEDES-BENZ V 300

Volle Kraft voraus

Der Hauptgrund für unsere Begeisterung:

Das 4-zylindrige Kraftwerk, das die

V-Klasse unter ihrer Motorhaube beherbergt.

2,0 l Hubraum, 240 PS (in Worten:

zweihundertvierzig PS) stark und, Sie

verzeihen den Ausdruck im Zusammenhang

mit einem Stern, ein „Spruch“, der

die Zeiten hochleben lässt, als das Hubraum

Downsizing in den Motorenabteilungen

noch lange nicht das Maß aller Dinge

war. Von der journalistischen Schwärmerei

Sportler – mit 240 PS

aus 2,0 l Hubraum ist

die 2.462 kg schwere

Mercedes-Benz V-

Klasse top motorisiert.

zur beruflichen Alltagstauglichkeit der

V-Klasse. Als gerne zitiertes Chefauto

rennt der 7-Sitzer (Sitzaufteilung 2-2-3)

vom ersten Meter an offene Türen ein. Viel

Platz, nahezu durchgehend edel verarbeitet

und obendrein optisch nett anzusehen.

Was bei einem Fahrzeug dieser Kategorie

ja immer noch keine Selbstverständlichkeit

ist.

Fazit: Ein richtiges Chefbüro auf vier

Rädern.

BAUBLATT.ÖSTERREICH

69


WIRTSCHAFT + MÄRKTE

ÖNORM B 2061

Kalkulation von Regieleistungen und die

Darstellung des Regielohns im K3-Blatt

Praktisch bei jedem öffentlichen wie auch bei vielen privatwirtschaftlich abgewickelten

Aufträgen stellen die ÖNorm B 2061 sowie die zugehörigen K-Blätter den Standard für die

Darstellung der Baukalkulation dar. Ein wesentlicher Überblick über die Änderungen der

neuen ÖNorm B 2061 sowie die Vorstellung des K6-Blattes (Gerätepreise) finden sich in der

Ausgabe 05/2020 der vorliegenden Zeitschrift. Das K2-Blatt und das K3-Blatt ist in der Ausgabe

06/2020, die Kalkulation der Materialpreise (K4-Blatt) in der Ausgabe 07-08/2020 und

die Darstellung der Umlage der Baustellengemeinkosten in den Ausgaben 09/2020 und

10/2020 erörtert. In dieser Ausgabe liegt der Focus bei der Kalkulation von Regielohnpreisen

nach der neuen ÖNorm B 2061 Ausgabe 2020.

Autoren: DI Dr. Andreas Kropik,

DI Theresa Oswald

Regieleistungen

Gemäß ÖNorm B 2110:2013 Pkt 3.12 sind

Regieleistungen Leistungen, welche über

den tatsächlichen Aufwand abgegolten

werden. Demnach erfolgt eine aufwandsorientierte

Abrechnung nach den tatsächlich

geleisteten Arbeitsstunden bzw. den

tatsächlich verbrauchten Materialien.

Die ÖNorm B 2110:2013 unterteilt

Regieleistungen in angehängte und

selbstständige Regieleistungen.

Angehängte Regieleistungen sind

Leistungen, welche im Rahmen eines

abgeschlossenen Bauvertrags mit Einheits-

oder Pauschalpreisen (zusätzlich)

anfallen. Diese Leistungen werden folglich

nicht gesondert vergeben. Hingegen sind

selbstständige Regieleistungen solche, die

als im Rahmen eines eigenständigen

(Regie-)Vertrages gesondert vergeben

werden.

Kalkulationsrisiko bei Regieleistungen

Ein Teil des Kalkulationsrisikos fällt bei

der Kalkulation von Regieleistungen weg,

weswegen die Kalkulation an sich besonderen

Rahmenbedingungen unterliegt.

Wegen der aufwandsorientierten Abrechnung

(z.B. nach tatsächlich eingesetzten

Stunden), ist eine Abschätzung des

Produktionsfaktoreneinsatzes, also des

Verbrauches, bei der Ermittlung von

Foto: Shutterstock

Bei angehängten Regieleistungen

ist zu beachten, dass das

Personal für die Regieleistung der für

die Erbringung der Hauptleistung

vorgesehenen Arbeitspartie

entnommen wird.

70 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


WIRTSCHAFT + MÄRKTE

Regiepreisen hinfällig. Es entfällt daher

ein Teil des Kalkulationsrisikos.

Das Risiko für die Höhe des Produktionsfaktorpreises,

also die Höhe des Regielohnpreises,

die Höhe eines Regiematerialpreises

oder die Höhe des Regiezuschlages auf

nachgewiesene Material- oder Gerätebeschaffungskosten

(Rechnungen der

Lieferanten), trägt der Unternehmer

weiterhin.

Regielohnpreis

Mit Hilfe des K3-Blattes können auch der

Regielohnpreis bzw. der Regiegehaltspreis

bestimmt werden. Nachfolgend ist eine

beispielhafte Ermittlung für einen

Regielohnpreis dargestellt. Dabei wurde

das vom Co-Autor Andreas Kropik

entwickelte standardisierte Berechnungsverfahren

verwendet (Quelle: www.

bauwesen.at).

Die beispielhafte Berechnung des Regielohns

(Bild 1, Seite 72) für die Montage ist

auf Basis des aktuellen Kollektivvertrages

für Baugewerbe und Bauindustrie

(01.05.2020) für die Beschäftigungsgruppe

Facharbeiter (IIb) vorgenommen. Die

Berechnung ist für eine Regiestunde

durchgeführt und es ist angenommen,

dass keine nicht in Regie verrechenbare

Zeiten zusätzlich anfallen (z.B. für nicht

vergütbare Aufsichtsleistungen). Die

Regiepreiskalkulation setzt auf der in

Ausgabe 06/2020 dargestellten Mittellohnpreiskalkulation

(K2a-Blatt und K3-Blatt)

auf. Alle angeführten Zeilenverweise

beziehen sich auf Bild 1.

Das gewichtete KV-Entgelt (Zeile 3)

entspricht genau dem KV-Entgelt der

kalkulierten Beschäftigungsgruppe. In der

Regel sind Regielohnpreise nicht für

Arbeitsgruppen bzw. Arbeitspartien zu

bilden. Unproduktive Zeiten sind im

Beispiel keine angesetzt. Ergeben sich

gem. Bauvertrag im Zusammenhang mit

Regie nicht verrechenbare Zeiten, z.B. für

Aufsicht, so erfolgt in Zeile 4 die kalkulatorische

Berücksichtigung.

In Zeile 6 wird das außerkollektivvertragliche

Entgelt berücksichtigt. Dies ist

entsprechend der Überzahlung der

kalkulierten Beschäftigungsgruppe. Es

kann auch die durchschnittliche Überzahlung

gem. Mittellohnpreiskalkulation

herangezogen werden.

Bei angehängten Regieleistungen ist zu

beachten, dass das Personal für die

Regieleistung der für die Erbringung der

Hauptleistung vorgesehenen Arbeitspartie

entnommen wird. Wird der Partiezusammensetzung

ein Hilfsarbeiter entnommen,

erhöht sich für diese Zeit der Mittellohnpreis,

wird ein Facharbeiter entnommen,

vermindert sich der Mittellohnpreis. Eine

Anpassung der Einheitspreise ist allerdings

nicht möglich. Dieser Umstand muss

bei Verträgen die einen hohen Anteil von

Regieleistungen, fokussiert auf eine

Beschäftigungsgruppe aufweisen, gegebenenfalls

kalkulatorisch bedacht werden.

Das kann sogar dazu führen, dass der

Regielohnpreis für Fach- und Hilfsarbeiter

gleich hoch ausfallen kann.

Auch bei Regieleistungen können gewisse

Erschwerniszulagen aufgrund von

arbeitsrechtlichen Gründen zu bezahlen

sein. Solche Arbeitserschwernisse sind vor

Beginn der jeweiligen Regieleistungen mit

dem Auftraggeber (AG) zu vereinbaren

und finden beim Grund-Regielohnpreis

(siehe K3-Blatt) zunächst keine Berücksichtigung.

Das gilt auch für Arbeitszeitzulagen.

Zeile 7 und Zeile 8 werden dementsprechend

im vorliegenden Beispiel auf 0

gesetzt.

Abgabepflichtige Aufwandsentschädigungen

(Zeile 9) und nicht abgabepflichtige

Personalkosten (Zeile 11) können sich

beispielsweise aus einer Fahrkostenvergütung,

Taggeld, Übernachtungsgeld, aber

z.B. nach dem KollV für das Eisen- und

Metallverarbeitende Gewerbe auch aus

einer Montagezulage, ergeben. Grundsätzlich

werden die Werte unverändert aus der

Mittellohnpreiskalkulation in die Regielohnkalkulation

übernommen.

In den Zeilen 12 bis 14 werden die

direkten, umgelegten und weiteren

Personalnebenkosten berücksichtigt. Auch

für die Werte dieser Kalkulationszeilen

gilt, dass sie grundsätzlich unverändert

aus der Mittellohnpreiskalkulation in die

Regielohnkalkulation übernommen

werden.

Bitte umblättern

BUCHTIPP

Baukalkulation,

Kostenrechnung und

ÖNorm B 2061

In einem umfangreichen Werk ist die

Baukalkulation mit Bezug zur neuen

ÖNorm B 2061 dargestellt. Systematisch

und verständlich werden die LeserInnen

von den Kostengrundlagen über die

betriebliche Kostenverrechnung bis zur

Kalkulation geleitet. Abgerundet wird das

Werk mit Sonderthemen wie Gedanken zu

Angeboten nach dem Bestbieterprinzip,

zum Preisaufschlag- und Nachlassverfahren,

zur Kalkulation von Pauschalpreisen

oder zur vertieften Angebotsprüfung.

Viele Beispiele (auch K-Blätter) dienen

dem Verständnis und stellen laufend den

Bezug zur Praxis her.

Kropik, Baukalkulation,

Kostenrechnung und ÖNorm B 2061

Format 17×24 cm, 816 Seiten

Eigenverlag 2020

ISBN 978-3-950-42981-7

Preis € 120,00 netto zuzüglich MwSt.

Information (Inhalt, Leseproben,

Bestellservice): www.bw-b.at

NÜTZLICHE KALKULATIONSTOOLS NACH DER NEUEN ÖNORM B 2061

Der Autor stellt auf seiner

Webseite (www.bw-b.at; unter

Punkt Kalkulation) diverse

Hilfestellungen für die

Kalkulation zur Verfügung:

n Umrechnungstool für den Gesamtzuschlag

gem. K3:1999 in K2 der ÖNorm B 2061:2020

n Berechnung der Umgelegten Lohnnebenkosten

für diverse Gewerke (auch für das Elektrogewerbe

nach dem KollV für das Eisen- und

Metallverarbeitende Gewerbe)

n Berechnungstool Finanzierungskosten

(Bauzinsen)

n K2a-Blatt zur Darstellung des Wertes

im K2-Blatt Spalte D

n Berechnungsprogramm Mittellohnpreis

(K3-Blattkalkulation)

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

71


WIRTSCHAFT + MÄRKTE

Bild 1: Kalkulation von Regieleistungen

für die Beschäftigungsgruppe Facharbeiter

(IIb) mit vorhergehender

Mittellohnpreis kalkulation (siehe Baublatt.Österreich

Ausgabe 06/2020).

Auch die Höhe der Personalgemeinkosten

(Zeile 16) entspricht dem Wert

der vorhergehenden Mittellohnpreisberechnung.

In den Zeilen 17i können Umlagen

berücksichtigt werden; in der beispielhaften

Berechnung sind keine

vorgesehen. Sieht die Mittellohnpreiskalkulation

Umlagen für z.B. Baustellengemeinkosten

in der Zeile 17 vor, so

müssen diese Deckungsbeiträge auch

bei der Verrechnung von Regiestunden

verdient werden. Eine gesonderte

Vergütung von Baustellengemeinkosten

ist bei angehängten Regieleistungen

grundsätzlich nicht möglich.

Der Gesamtzuschlag ist im K2-Blatt

zu ermitteln. Es wird auf das in

Ausgabe 05/2020 bzw. 06/2020 der

vorliegenden Zeitschrift abgebildete

K2-Blatt bzw. K2a-Blatt verweisen

und sachgerecht der für die Kostenart

Personalkosten dargestellte Zuschlag

übernommen.

Für Regieleistungen ist es aber auch

denkbar einen eigenen Gesamtzuschlag

zu bestimmen, der von jenem

für Einheitspreisleistungen abweicht.

Eine tiefergehende Beschäftigung mit

der vorliegenden Thematik, auch

wesentliche Anmerkungen zur

Kalkulation von Regiematerialpreisen,

kann dem Buch Baukalkulation,

Kostenrechnung und ÖNorm B 2061

(siehe Buchtipp) entnommen werden.

ZU DEN AUTOREN

NEU: LECTURA Analytics

jetzt registrieren & kostenlos testen

www.lectura-analytics.com

Univ.-Prof.

Andreas Kropik ist

Universitätsprofessor

an der TU-Wien,

Unternehmer,

Sachverständiger

und Autor.

Andreas Kropik ist Universitätsprofessor für

Bauwirtschaft und Baumanagement an der TU

Wien und Inhaber eines Beratungsunternehmens.

Er beschäftigt sich u.a. mit Fragen des Bau- und

Vergaberechts, dem gestörten Bauablauf und

dessen Folgen sowie mit baubetriebswirtschaftlichen

Problemstellungen. Er war Initiator für die

Über arbeitung der ÖNorm B 2061 und ist Autor

zahlreicher einschlägiger Publikationen.

Theresa Oswald ist Universitätsassistentin am Institut

für Interdisziplinäres Bauprozessmanagement

der TU Wien, Forschungsbereich Bauwirtschaft und

Baumanagement, wo Sie auch derzeit ihr Doktoratsstudium

absolviert. Im Zuge dessen beschäftigt Sie

sich intensiv mit der ÖNorm B 2061 und mit den in

Verbindung stehenden Themengebieten.

72 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


SERVICE

KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE

1001 Aktivmöglichkeiten

Im Hotel Niederreiter, dem Basecamp für alle Arten von Bewegungsmenschen,

und in Maria Alm, dem Salzburger Aktiv-Hotspot schlechthin, lebt man lieber

unbeschwert. Dafür aber mit einer ordentlichen Portion Aktivität und Genuss.

G

erade eben noch vom Alltagsstress

geplagt, steht man plötzlich auf dem

sattgrünen Gipfel, lässt den Blick über die

darunter liegenden Dörfer schweifen und

nimmt die großartige Stille wahr, die man

vor wenigen Tagen noch so dringend

gesucht hat. Fast 2.000 m erklommen und

dabei begleitet von einem herrlichen

Gefühl der Unbeschwertheit – das ist das

Urlaubsgefühl à la Maria Alm.

Und so bahnt man sich den Weg zurück

ins Tal – ins sportverliebte Drei Sterne

Superior Hotel Niederreiter – in dessen

hauseigener Konditorei jene Sachertorte

wartet, auf die man sich schon vor

Wanderbeginn gefreut hat. Im idyllischen

Hotelgarten schlummert auch jener

Badeteich, der im Sommer für die heiß

ersehnte Abkühlung sorgt. Und vom

vormittäglichen „Strampeln“ angespannte

Muskeln werden beim Saunagang wieder

lang.

Weil die Zeit begrenzt und die Gegend

rund um den stolzen Hochkönig so vielseitig

ist, ist Trödeln keine Option. Während

die einen pünktlich nach dem Frühstück

vom Bike-Guide nach draußen entführt

werden, packen andere bereits ihre

Wanderrucksäcke. Aktivurlauber, die mit

dem Nachwuchs unterwegs sind, treffen

noch die letzten Vorbereitungen für den

Gipfelsturm auf den Prinzenberg Natrun,

während jene, die ihre Zeit hier eher

entspannt angehen, lieber noch einmal das

reichhaltig bestückte Buffet genießen.

Das Drei Sterne Superior Hotel

Die kontrastreiche Landschaft rund

um das Drei Sterne Superior Hotel Gasthof

Niederreiter in Maria Alm lässt nicht nur

Sportlerherzen höherschlagen.

Niederreiter und seine überschaubare

Heimat Maria Alm sind eben auch im

Sommer alles andere als verschlafen und

bieten ihren Gästen eine lange Liste an

Möglichkeiten. So saust man mit viel

Schwung den Waldrutschenpark hinunter,

spürt die Extra Portion Adrenalin im

Mountaincart, übt sich mit viel Konzentration

beim Bogenschießen oder schwingt

den Schläger beim Minigolf, Golf oder

Tennis. Berge und sanfte Almwiesen laden

zum Klettern, Trailrunning oder Nordic

Walken ein. Abgerundet wird das sportlich

adrette Gesamtpaket dann noch durch die

Hochkönig Card. Damit „schweben“

Downhiller und andere Gipfelstürmer mit

hochmodernen Bergbahnen umsonst zum

Ausgangspunkt ihrer Abenteuer. Wanderer

steigen auf ihrem Weg zum

250-km-Wandernetz der

Region einfach (und

kostenlos) in die Wanderbusse.

Und Eltern müssen

sich dank einer Vielzahl an

inkludierten Ermäßigungen

auf Museumsbesuche

und Freizeitattraktionen

keine Gedanken mehr über

die Unterhaltung ihrer

Kinder machen. Für

weitere Informationen

steht das Team des Drei

Sterne Superior Hotel

Gasthof Niederreiter unter

info@niederreiter.com gerne

zur Verfügung.

www.niederreiter.com

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021

73


SERVICE

BÜCHER

HANDBUCH ZIVILTECHNIKERRECHT

Bestandteil eines Digitalprodukts; Linde Verlag

1. Auflage 2021; ISBN 978-3-7073-4335-9; 99,00 Euro

Rechtliche Fragen spielen in der Berufspraxis

von Ziviltechnikern eine große Rolle. Sie

betreffen nicht nur Themen wie das Bau- oder

Berufsrecht, sondern sind überaus mannigfaltig:

Wie läuft ein Architekturwettbewerb ab, wann

ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung

durchzuführen, wie ist mit denkmalgeschützten

Bauten umzugehen?

Der Ziviltechniker muss bei der Planung und

Umsetzung von Projekten stets eine Vielzahl von

Rechtsgebieten bedenken und kennen. Das

Handbuch hat sich deshalb zum Ziel gesetzt,

sowohl das neue ZTG detailliert zu erläutern als

auch Zusammenhänge, Querverbindungen und

Grundsätze des Ziviltechnikerrechts umfassend

darzustellen. Den Themen Baurecht, Umweltverträglichkeitsprüfung,

Vergaberecht, Bauvertragsrecht, Denkmalschutz und

Strafrecht sind eigene Kapitel gewidmet. Verfasst von einem Juristen und

einem Architekten, sollte das Werk in keiner Bibliothek von Ziviltechnikern

und mit dem Baurecht befassten Juristen fehlen.

www.lindeverlag.at

DEUTSCHES ARCHITEKTUR JAHRBUCH 2021

DOM publishers; 256 Seiten; 350 Abbildungen

ISBN 978-3-86922-774-0; 38,00 Euro

Seit 2007 zeichnet das Deutsche Architekturmuseum (DAM) mit dem DAM

Preis jährlich herausragende Bauten in Deutschland aus, seit 2017 mit Jung

als Partner. Das Deutsche Architektur Jahrbuch 2021 stellt neben dem

Preisträgerprojekt und den Finalisten auch die Gebäude der Shortlist in und

aus Deutschland vor. Namhafte Autorinnen und Autoren besprechen in ihren

Beiträgen eingehend die insgesamt 25 Projekte, die eine Jury für den DAM

Preis für Architektur in Deutschland 2021 ermittelt hat. Kuratoren des

WIR GEBEN

KINDERN WIEDER

EIN ZUHAUSE

SPENDEN UNTER

WWW.PROJUVENTUTE.AT

SPENDENKONTO:

IBAN: AT61 2040 4000 4040 4600

Museums sowie

renommierte

Architekten und

Architekturkritiker

sichteten dazu ein

Feld von etwa

einhundert Nominierungen

für den Jahrgang.

Das Deutsche Architektur

Jahrbuch 2021 stellt neben

dem Preisträgerprojekt und

den Finalisten auch die

Gebäude der Shortlist in und aus

Deutschland vor. Namhafte

Autorinnen und Autoren besprechen in

ihren Beiträgen eingehend die

insgesamt 25 Projekte, die eine Jury

für den DAM Preis für Architektur in Deutschland 2021 ermittelt

hat. Kuratoren des Museums sowie renommierte Architekten und

Architekturkritiker sichteten dazu ein Feld von etwa einhundert

Nominierungen für den Jahrgang. Das Deutsche Architektur

Jahrbuch dokumentiert weit mehr als nur einen Querschnitt

hervorragender Bauten eines Jahrgangs. Aus den Bänden geht

auch jeweils hervor, welche Bauaufgaben gerade von besonderer

Bedeutung sind und in der öffentlichen Diskussion stehen – denn

für die Nominierung gibt es keine Einschränkungen zu Typologie,

Bauvolumen oder Nutzung.

www.dom-publishers.com

WIENER BAURECHT KOMMENTIERT

Linde Verlag; Kommentar; 7. Auflage 2021

1.446 Seiten; ISBN: 9783707342574; 120,00 Euro

Vom Baugesetzbuch über die

Bautechnikverordnung bis zum

Kleingartengesetz und dem

Kanalgesetz: Mit der Neuauflage

des „Wiener Baurechts“ hat

man die wichtigsten Gesetze

und Verordnungen des Wiener

Baurechts kommentiert und

auf dem neuesten Stand zur

Hand. Neben dem Baugesetzbuch

sind u.a. enthalten:

Bautechnikverordnung,

Garagengesetz, Kleingartengesetz,

Ölfeuerungsgesetz,

Aufzugsgesetz und Kanalgesetz.

Die umfassenden

Anmerkungen nehmen vor allem zu solchen Themenbereichen

Stellung, die immer wieder zu Auffassungsunterschieden führen –

damit liegt ein unentbehrlicher, praxisnaher Arbeitsbehelf für alle

mit der Materie Befassten vor.

Die 7. Auflage enthält neben aktueller Judikatur der Höchstgerichte

und verschiedenen gesetzlichen Änderungen die Bauordnungsnovelle

2020. Gesondert ausgewiesen werden dabei Änderungen per

1.2.2021. Die wichtigsten Neuerungen auf einem Blick: Schaffung

der Rechtsgrundlage für die elektronische Abwicklung von

Bauverfahren (ab 1.2.2021); Ausweitung der Solarverpflichtung;

Änderungen im Zusammenhang mit dem Ansuchen um eine

Abbruchbewilligung und Förderung der Elektromobilität.

www.lindeverlag.at

74 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Fehlt der Input?

Klick Dich rein!

www.baublatt.at


IHR PARTNER FÜR

HÖCHSTLEISTUNGEN.

DIE RICHTIGE

ARBEITSBÜHNE

FÜR JEDEN

EINSATZ

ÜBERALL UND JEDERZEIT

DORN LIFT GMBH

Unterer Schützenweg 2

A-6923 Lauterach

Österreich

T +43 5574 73688

F +43 5574 73688-99

E office@dornlift.com

www.dornlift.com

Generalvertretung von

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!