Baublatt Magazin Januar/Februar 2021
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www.baublatt.at
NR. 1-2 | 2021
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 9,00 € | Jänner/Februar 2020 | www.baublatt.at
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oder gar nicht!
Starke Leistung braucht
einen starken Partner:
... Verlässlichkeit hat einen Namen.
Ihr offizieller Vertriebspartner
und Spezialist für die Marken
12 | Eiger Express
Neue 3S-Bahn wartet mit vielen
technischen Innovationen auf
18 | Interview
Baumeister Richard Lugner im
Rückblick auf seine Bau-Karriere
70 | Neuauflage ÖNorm B 2061
In dieser Ausgabe: Kalkulation
von Regieleistungen
TB257FR
» 4 hydraulische Steuerkreise (davon 3 proportional gesteuert)
für eine Vielzahl von Anbaugeräten
» 1. Steuerkreis proportional gesteuert mit 105 l/min High Flow
» Patentierter Ausleger-Seitenverschub für einen minimalen Schwenkradius
» Optimaler Fahrerkomfort durch Klimaanlage, Heizung und Bluetooth Radio
» Beste Ausleuchtung des Arbeitsumfeldes durch 5 LED-Scheinwerfer
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T +43 506 634 09
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2351 Wr. Neudorf
T +43 2236 639 78
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Grossebersdorf
M +43 664 182 98 90
(K)
9020 Klagenfurt
T +43 463 715 88
EDITORIAL
Messe-Blues
Hatte man im Oktober noch auf eine
Messe-Planung in Form verschobener
Termine gesetzt, so dominiert bei
vielen Veranstaltern inzwischen nur noch die
Messe-Hoffnung. Auch wenn die neuen
digitalen Messe-Formate interessant und
wichtig sind – eine reale Baufachmesse
können sie leider nicht ersetzen. Das direkte
Gespräch zwischen dem Kunden und seinem
Betreuer ist nach wie vor das zentrale
Element bei der Vorstellung neuer Geräte.
Nicht umsonst hat die Handschlagqualität
gerade in der Baubranche einen so hohen
Stellenwert.
Reihenweise wurden die einschlägigen
Messen von den Organisatoren zunächst um
einige Monate verschoben und schließlich
abgesagt. Betroffen sind davon so wichtige
Veranstaltungen wie MAWEV-Show, Steinexpo,
Samoter oder Intermat. Auch unser
jährlich stattfindender Branchentreff
ist leider der Pandemie
zum Opfer gefallen.
Generell ist die heimische
Bauwirtschaft von einem
vorsichtigen Optimismus
geprägt. Der Grund dafür liegt
vor allem in der zufriedenstellenden
Auftragslage, denn die
Höhe der Auftragseingänge
unterscheidet sich nur geringfügig
von den Zahlen, die zu
Jahresbeginn 2020 erhoben
wurden. In der insgesamt
schwierigen Situation, in der
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
sich Österreichs Wirtschaft befindet, gibt die
Baubranche damit erneut ein deutliches
Signal für ihre Stabilität.
Einen durchaus positiven Ausblick gibt die
neueste Prognose des Wifo, die ein Plus von
rund 2,8% für 2021 und 2,1% für 2022 im
Hoch- und Tiefbau vorhersagt.
In der vorliegenden Ausgabe haben wir für
Sie wie gewohnt aktuelle Branchennews und
interessante Einsatzberichte zusammengestellt.
Zu Beginn informieren wir über den
Eiger Express, der Anfang Dezember in
Betrieb ging und als erste Seilbahn einen
vollautomatischen Personen- und Güterbetrieb
kombiniert. Nicht weniger interessant
war die Zeitreise mit Baumeister Richard
Lugner, der im Rahmen unseres ausführlichen
Interviews einige Highlights seiner
langen Bau-Karriere Revue passieren ließ.
Zum Schluss sei an dieser Stelle nochmals
auf einen wichtigen Termin
hingewiesen: Unternehmen, die
für eine Erneuerung des Geräteparks
die Investitionsprämie
nutzen möchten, müssen bis zum
28.02.2021 erste Maßnahmen
setzen, die den Beginn der
Investitionstätigkeit kennzeichnen.
Wir wünschen Ihnen einen
guten Start in die heurige
Saison, bleiben Sie gesund,
halten Sie Abstand – und bleiben
Sie geduldig!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Eisenwagen: starker Partner
für Bobcat, Doosan & Rammer
Die Firma Eisenwagen Baumaschinen
GmbH beschäftigt sich seit Jahren
erfolgreich mit Reparatur, Service
und Verkauf von Baumaschinen.
Seit mehr als einem Jahr ist das
Unternehmen nicht nur offizieller
Importeur von Bobcat und Rammer,
sondern auch von Doosan. Für alle
drei Marken kann die Firma
Eisenwagen Baumaschinen GmbH
sämtliche Wünsche der Kunden
hinsichtlich Reparatur und Verkauf
erfüllen. Das Portfolio umfasst vom
kleinen Kompaktlader bis hin zum
100 t Kettenbagger alle Geräte in
Topqualität.
OFFENLEGUNG | gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber ist die specialmedia.com GmbH mit Sitz in 1040 Wien, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, Geschäftsführer sind
Hans-Jörgen Manstein und Mag. Michael Grabner, Gegenstand des Unternehmens ist der Verlag, die Herausgabe und der Vertrieb von Zeitschriften; die Konzeption, Herausgabe
und der Betrieb von elektronischen Medien sowie sämtliche daraus folgende Medienaktivitäten. Gesellschafter der specialmedia.com GmbH sind: Hans-Jörgen Manstein (50%),
die Manstein Zeitschriftenverlagsgesellschaft m.b.H. (30%), die Michael Grabner Media Ges.m.b.H. (20%). Offenlegung der Blattlinie – Erklärung über die grundlegende Richtung:
BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung über Baumaschinen, -geräte und –technik.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Jänner/Februar 2021, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
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Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
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BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 11.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–
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4 JÄNNER/FEBRUAR 2021
CAT RADLADER
966M XE
RADLADER, DIE FÜR MEHR GEMACHT SIND
Der Cat Radlader 966M XE vereint erhebliche Kraftstoffeinsparungen und langfristige Kostensenkung mit höherer
Leistung. Durch ihre Zuverlässig-, Langlebig- und Vielseitigkeit sind diese Maschinen noch besser auf Ihre Bedürfnisse
ausgerichtet. Für besonders anspruchsvolle Einsatzzwecke benötigen Sie einen Radlader, der speziell für solche Aufgaben
entwickelt wurde. Mit den wahlweisen verfügbaren Cat-Arbeitsgeräten ist der Radlader so konzipiert, dass er alle Anforderungen
auch spezieller Anwendugen bestens erfüllt.
zeppelin-cat.at
Der Anfang Dezember 2020 eröffnete Eiger Express
kombiniert als erste Seilbahn vollautomatischen 12Personen- und Güterbetrieb.
MENSCHEN + SZENE
08 Menschen bei Flughafen Wien, EuroSkills,
Landesinnung Bau/WKO Wien, VÖB,
Kemroc, Kuhn und Baumit.
PROJEKTE + PLANUNG
12 Eiger Express: Die neue 3S-Bahn von
Doppelmayr/Garaventa beeindruckt nicht
nur mit ihrer bautechnischen Umsetzung,
sondern auch mit ihren technisch
anspruchsvollen Kabinen.
INTERVIEW
18 Richard Lugner: Im Gespräch mit
Baublatt.Österreich blickt Baumeister
Richard Lugner auf wichtige Stationen
seiner Bau-Karriere zurück.
MASCHINEN + TECHNIK 18
22 Zeppelin: Mit seinen Assistenzsystemen
sorgt der neue Kettenbagger Cat 352 für
noch mehr Effizienz in der 50-t-Klasse.
24 Liebherr: Mit einem LR 11000 entlädt
Felbermayr einen 450-t-Generator
aus einem Binnenschiff in Herne.
26 Westtech: Der neue Fellertruck bietet einen
mobilen Fällkran auf einem Lkw-Fahrgestell.
27 Hamm: Das Umweltmanagement-System
wurde nach ISO 14001 zertifiziert.
28 Sandvik: Neues einarmiges Bohrgerät
sorgt für Präzision in kleinen Profilen.
28 Avesco AG: Personelle Veränderung in der
Niederlassung in St. Martin im Mühlkreis.
30 Kiesel: Beim Bau einer Fischwanderhilfe
setzt die GLS Bau und Montage GmbH
auf die Stärken des neuen Hitachi ZX300-7.
32 MWT: Das Pfreundt Web Portal ermöglicht
dank neuester Technologie den Zugriff auf
sämtliche Wiegedaten in Echtzeit.
34 Kuhn: An die Bernegger Gruppe wurden
ein Hydraulikbagger PC490/LC-11 und vier
Muldenkipper HM300-5 übergeben.
35 Emtec: Ab sofort ist bei Baustellentanks
die 4. Generation des erfolgreichen Typs
Quadro als Typ DV und D lieferbar.
36 Wirtgen: Neue Kaltrecycling-Mischanlage
KMA 240(i) bereitet aus verschiedenen
Baustoffen pro Stunde 240 t Mischgut auf.
38 BHS: Neuer Name schärft Markenprofil.
38 Zandt: Außenroller von HKM BTA für
verschiedenste Anwendungsbereiche.
39 Kuhn Ladetechnik: Mit acht neuen Kranen
wird die Kran-TEC-Baureihe erweitert.
40 TWF: Seit wenigen Monaten verfügt das
Unternehmen in Heinsberg über einen
größeren und moderneren Standort.
6 JÄNNER/FEBRUAR 2021
INHALT
52 Albrechtsberger: Der Spezialist für die
Bereitstellung von Baumaschinenleistungen
im Großraum Wien modernisiert den
Fuhrpark mit drei neuen Takeuchi Baggern.
53 Fliegl: Der Sattelkipper DHKA 390
„Revolution“ ist ein echtes Leichtgewicht.
54 Kaiser: Bei Felssicherungsarbeiten im
Norden Europas bewährt sich ein Mobil-
Schreitbagger S10 als optimales Gerät.
56 Liebherr: Ein neuer Bremsassistent für
Liebherr-Radlader verkürzt bei einem
drohenden Unfall den Anhalteweg.
57 Liebherr: Claas Geräte vernetzen sich
mit IoT-Gateways von Liebherr.
58 Rubble Master blickt mit guter Auftragslage
im ersten Quartal trotz Covid-19 dem
Jahr 2021 optimistisch entgegen.
60 Rototilt hat sich auch in Zeiten der
Pandemie erfolgreich positioniert.
61 Mecalac: Zwei Ausleger-Varianten
für die Modelle 6MCR und 7MWR.
62 Groundforce: Beim Projekt Imbergplatz
in Salzburg setzt die Strabag AG auf
Hydrauliksteifen von Groundforce.
63 Weber MT: Schneller und sicherer Einbau
von Naturstein mit dem VPR-Rollenrüttler.
64 Rockster: Kompakter Prallbrecher R700S
sorgt für mehr Nachhaltigkeit auf Hawaii.
65 Kiesel: Coreum als Alternative für Messen.
MERLO ROTO
42 SBM Mineral Processing: Die Firma
Mineraltech ist als der Teil Acht Gruppe seit
Jänner 2021 für Vertrieb, Service und
Miete der mobilen Aufbereitungsanlagen
von SBM in Österreich und in der
Schweiz zuständig.
45 Winkelbauer: Unterstützung für das
mobile Palliativteam Hartberg-Weiz-Vorau.
45 Ammann: Reversierbare hydrostatische
Rüttelplatte mit Zwei-Wellen-Erregersystem.
46 Kuhn: Bergbauprofi in Slowenien setzt auf
die neue Komatsu Planierraupe D375A-8.
47 Schwamborn: Bodenreinigungsmaschine
mit Oszillationstechnologie.
48 Ascendum: Mit dem EWR130E und dem
EC350E präsentiert Volvo neue Geräte
im Kompaktbereich und in der 35-t-Klasse.
50 Streumaster und Prinoth entwickeln
einen geländegängigen Bindemittelstreuer
auf Raupenfahrzeug.
51 Kuhn: Der PC24MR-5 ist das neueste
Mitglied der MR-5-Baureihe von Komatsu.
66 Polixmair: MDS Trommelsiebanlagen
ermöglichen die effiziente Gewinnung
von Steinen im Abraummaterial.
67 Kässbohrer: Neues für den Bausektor.
67 Zapf: Barrierefreie Garagen-Lösungen.
FUHRPARK
68 Baublatt.Österreich Test:
Ford Ranger Raptor 2.0 EcoBlue
Mitsubishi Space Star 1.2
Kia E-Niro Platin
Mercedes-Benz V 300
70 ÖNorm B 2061: Seit 01. Mai 2020 ist eine
dem aktuellen Stand der Betriebswirtschaft
entsprechende Fassung in Geltung. In
dieser Ausgabe liegt der Focus bei der
Kalkulation von Regielohnpreisen.
04 Editorial
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
STANDARDS
73 Service
Urlaubstipp: Drei Sterne Superior Hotel Gasthof
Niederreiter in Maria Alm; Literatur
DER DREHBARE
WOLKEN
KRATZER
BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
7
MENSCHEN + SZENE
FLUGHAFEN WIEN
Flugzeugschlepper mit Elektroantrieb
Weil ein Flugzeug nicht rückwärtsfahren kann, braucht es an einem
Flughafen sogenannte Schleppfahrzeuge. Das könnte am Flughafen
Wien bald emissionsfrei erfolgen: Der neue Flugzeugschlepper
„Bison E620“ der Firma Goldhofer ist der bisher leistungsstärkste
in seiner Gewichtsklasse, der je in einem Flughafenbetrieb in
Europa zum Einsatz kam. Mit einem Gesamtgewicht von 28 t und
einer Batteriekapazität von insgesamt 175 kWh können auch große
Flugzeugmodelle völlig emissionsfrei geschleppt oder gepusht werden.
Ist der Testbetrieb erfolgreich, plant der Flughafen weitere
derartige Schleppfahrzeuge. Rund 400 elektrobetriebene Fahrzeuge
sind bereits auf dem Flughafen Wien im Einsatz. Im Bild
Flughafen Wien-Vorstand Mag. Julian Jäger vor dem neuen
E-Flugzeugschlepper.www.viennaairport.com
Foto: Flughafen Wien AG
Foto: Daniela Beranek
DI Mario
Watz.
LANDESINNUNG BAU / WKO WIEN
Mario Watz ist neuer Innungsmeister
D
ie Landesinnung Bau der Wirtschaftskammer
Wien hat einen neuen
Innungsmeister: Am 13. Jänner 2021 wurde
der Wiener Baumeister DI Mario Watz für
das Amt bestätigt. Er folgt auf DI Dr.
Rainer Pawlick, der seit 2011 die Landesinnung
Bau Wien geleitet hatte und seine
Funktion am 31. Dezember 2020 zurücklegte.
Die bisherigen Stellvertreter Ing.
Markus Neumayer und Dipl.-HTL-Ing.
Philipp Sanchez de la Cerda komplettieren
weiterhin die Führung der Vertretung von
rund 2.200 Baugewerbebetrieben in Wien.
DI Mario Watz (38) ist als Baumeister
selbstständiger Unternehmer in Wien sowie
seit 1. Jänner 2020 Obmann der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt (AUVA).
Er engagiert sich zudem als Mitglied des
Normierungskomitees ON-K 011 Hochbau
Allgemein und als Ausschussmitglied für
Berufsausbildung, Weiterbildung und
Forschung der Bundesinnung Bau für die
österreichische Bauwirtschaft.
www.bauinnung.at
mobile u. stationäre
tankanlagen
tel. 0 72 43/51 683, fax 0 72 43/51 683-20
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EUROSKILLS
EuroSkills 2021 in Österreich
Für die erste österreichische Auflage von EuroSkills wurde in enger Abstimmung mit den
europäischen Partnern nach intensiven Monaten der Verhandlungen ein neuer Termin
gefunden, wie Josef Herk, EuroSkills 2021-Initiator und Präsident der WKO Steiermark, Anfang
Februar verkündete: „Wir haben nicht aufgegeben und hart auf diesen Tag hingearbeitet. Umso
mehr freut es mich, dass unsere Berufs-EM ‚EuroSkills‘ von 22. bis 26. September 2021 stattfinden
kann.“ Sämtliche Wettbewerbe werden an den Schwarzl See verlegt, wo ein großzügiges
Open-Air-Gelände mit optimaler Verkehrsanbindung perfekte Voraussetzungen bietet, um die
Wettbewerbe in großflächigen Zeltbauten durchführen zu können. www.euroskills2021.com
INVESTITIONSPRÄMIE
Frist endet am 28. Februar
Unternehmen, die für eine anstehende Erneuerung des Geräteparks die Investitionsprämie
nutzen möchten, sollten vor allem auf den Zeitfaktor achten, denn die Bestellungen – etwa für
intelligente Hydraulikbagger mit Maschinensteuerung – müssen bis Ende Februar getätigt
werden. Konkret müssen im Zusammenhang mit der Investition bis zum 28.02.2021 erste
Maßnahmen gesetzt werden, die den Beginn der Investitionstätigkeit kennzeichnen. Erste
Maßnahmen sind Bestellungen, Lieferungen, der Beginn von Leistungen, Anzahlungen,
Zahlungen, Rechnungen, Abschluss eines Kaufvertrags oder der Baubeginn der
förderungsfähigen Investitionen. Näheres unter:
www.aws.at
8
JÄNNER/FEBRUAR 2021
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MENSCHEN + SZENE
VÖB
Neuer Geschäftsführer
A
ls neuer Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Betonund
Fertigteilwerke (VÖB) treibt Thomas Mühl (44) ab sofort
eine strategische Neuausrichtung des VÖB voran. Ziel ist es, ein
faires Wettbewerbsumfeld in der Baubranche zu ermöglichen, in dem
die Bedeutung und Vorteile von Betonfertigteilen noch sichtbarer
werden. Nach einer mehrmonatigen Einarbeitungsphase übernahm
Thomas Mühl mit Jahresanfang die Geschäftsführung des VÖB und
folgte damit auf den langjährigen VÖB Geschäftsführer Gernot
Brandweiner, der seine Pension antritt.
www.voeb.com
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Thomas Mühl.
Das Pister Multikuppelsystem
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KEMROC
Neuer Anwendungsberater
F
ranz Niggas (55) hat im Jänner 2021 den Posten des Anwendungsberaters
bei der Kemroc Spezialmaschinen GmbH für die
Regionen Österreich, Südtirol, Bayern und Südkorea übernommen.
Das Unternehmen ist bekannt für sein großes Angebot an Spezialfräsen
für den Anbau an Bagger und Baggerlader. Franz Niggas
arbeitete bereits seit Oktober 2018 freiberuflich für Kemroc. Er
bringt mehr als 25-jährige Erfahrung in den Bereichen Tunnelbau,
Spezialtiefbau und Abbruch ein.
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GRABENVERBAUSYSTEME
Franz Niggas.
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Neues zum Asphalt-Recycling
02.03.2021, Linz www.brv.at
Beton im Straßenbau
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Übergabe von Bauwerken
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Leica Tour 2021 digital
11.03.2021 www.leica-geosystems.com/de
Bohrpfähle – Stand der Technik
12.03.2021, Wien www.voebu.at
Garagen, Parkdecks & Parkplätze
16.03.2021, Wien www.ars.at
Beurteilung von Bauschäden
24.-25.03.2021, Wien www.ars.at
Baumangel - Versicherungs- vs.
Bau-Sachverständige
12.04.2021, Wien www.ars.at
Ausbildungskurs – Recycling-Fachperson
12.-13.04.2021, Wien www.brv.at
Ausbildungskurs Abbrucharbeiten
03.-05.05.2021, Wien www.brv.at
Abrechnung von Bauprojekten
11.05.2021, Wien www.ars.at
Neue Prozesse - Vergütungsmodelle im ST
28.05.2021, Wien www.voebu.at
Astrad & Austrokommunal
16.-17.06.2021, Wels www.astrad.at
SAMOTER / STEINEXPO
Verschiebung auf 2023
Die alle drei Jahre in Verona stattfindende
internationale Baumaschinenmesse
Samoter wird auf 2023 verschoben.
Um Unternehmen trotzdem die Gelegenheit
zu geben, ihre neuesten Entwicklungen
live auf dem italienischen Markt
zu präsentieren, wird vom 30.09 bis zum
02.10.2021 eine Demo-Veranstaltung in
einem Steinbruch organisiert, bei der
Baumaschinen und -geräte im Einsatz
gezeigt werden können. Die Veranstaltung
fällt auf den gleichen Termin
wie die Marmomac, die weltweit
wichtigste Messe speziell für die gesamte
Liefer- und Wertschöpfungskette von
Naturstein.
Weiters wurde die für den 14. bis
17.04.2021 angekündigte steinexpo 2021,
11. Internationale Demonstrationsmesse
für die Roh- und Baustoffindustrie,
Corona-bedingt ersatzlos abgesagt.
Die nächste Steinexpo ist für September
2023 geplant. www.samoter.com
KUHN
Auszeichnung für langjährige
Kuhn-Mitarbeiter
K
uhn Baumaschinen GmbH in Eugendorf
hat vor kurzem wieder langjährige
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
geehrt. Den Jubilaren wurde diesmal im
kleinen Rahmen und mit dem nötigen
Sicherheitsabstand seitens der Geschäftsführung
gratuliert.
Geehrt wurde Helmut Strasser, der
bereits seit 35 Jahren im Betrieb tätig ist.
Franz Feichtner kann auf 30 Jahre bei
Kuhn Baumaschinen zurückblicken, auf
25 Jahre Betriebszugehörigkeit können
Helmut Schwarzenberger, Elisabeth
BAUMIT
Mag. Stefan Kuhn
(rechts) gratulierte allen
Jubilaren. Im Bild mit
Helmut Strasser, der
bereits seit 35 Jahren
bei der Firma Kuhn
Baumaschinen GmbH
tätig ist.
Produktrange aus 100% recycelter Körnung
Leikam und Matthias Altmann verweisen.
Seit 20 Jahren tätig sind Ursula
Riemer, Helmut Haidenak und Thomas
Kirchtag. Erich Hager wurde für sein
15-jähriges und Cornelia Buchner für
ihr 10-jähriges Firmenjubiläum geehrt.
Gedankt wurde zudem auch den sieben
Lehrlingen. Die Geschäftsführung
würdigte die Leistungen der Jubilare,
die aufgrund ihrer Erfahrung und ihres
Könnens zu den Stützen des Unternehmens
zählen.
www.kuhn.at
Baumit startet heuer in die neue Bausaison mit einer zukunftsorientierten Innovation:
Unter dem Label GO2morrow werden Baustoffe entwickelt und auf den Markt gebracht, deren
Rohstoffbasis zu 100% aus recycelter Körnung besteht. Den Anfang macht Baumit GO2morrow
Recycling Beton B20; von der Güteklasse ein Trockenbeton 20, der in 30 kg Sackware dem Baustofffachhandel
und Baumarkt für Selbstabholer angeboten wird. Die gewaschene, sortenrein
recycelte und qualitätsgesichert zur Verfügung gestellte Betonbruchkörnung ersetzt hier zu
100% die bisher verwendete Kalksteinkörnung. Im Bild von links: Mag. Georg Bursik (Geschäftsführer
Baumit GmbH) und Rudolf Ofenschiessl (Vertriebsleiter Baumit GmbH). www.baumit.at
Foto: Baumit GmbH/APA-Fotoservice/Juhasz
10 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
www.ascendum.at
NEU: VOLVO EWR130E
KOMPAKT UND FLEXIBEL
Mit einem Einsatzgewicht von rund 13 t und einem hinteren und vorderen Schwenkradius von nur 1,55 m
bzw. 1,81 m setzt der EWR130E neue Maßstäbe in Kompaktheit, Manövriebarkeit und Leistung.
Optional ist der Mobilbagger mit Allradlenkung inklusive Hundegang-Lenkmodus erhältlich. Mit
30 km/h Fahrgeschwindigkeit ist der EWR130E flexibel auf mehreren Baustellen im Stadtgebiet einsetzbar.
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Ascendum Baumaschinen Österreich GmbH
Grafenholzweg 1
5101 Bergheim/Salzburg
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Besuch uns auf
PROJEKTE + PLANUNG
Der neue Eiger Express ist
die längste 3S-Seilbahn der Alpen
und mit einer maximalen Geschwindigkeit
von 8 Metern pro Sekunde sehr schnell. Die
Bilder in der Mitte und rechts zeigen die
Kranmontage mittels Helikopter bzw. die
Bauarbeiten an der Bergstation
Eigergletscher.
EIGER EXPRESS
Champions League im Seilbahnbau
Der Anfang Dezember 2020 eröffnete Eiger Express gilt unter Experten als Meilenstein
für die Seilbahnbranche: Die Dreiseil-Kabinenbahn von Doppelmayr/Garaventa überwindet
auf einer Länge von knapp 6,5 km einen Höhenunterschied von rund 1,4 km
und beeindruckt nicht nur mit ihrer bautechnischen Umsetzung, sondern auch mit
ihren technisch anspruchsvollen Kabinen. Darüber hinaus handelt es sich um die
erste Seilbahn, die vollautomatischen Personen- und Güterbetrieb kombiniert.
D
ie Gipfel von Mönch, Jungfrau und
Eiger dominieren die Landschaft des
zentralen Berner Oberlandes. Bereits seit
1912 führt die Jungfraubahn als elektrische
Zahnradbahn von der Kleinen
Scheidegg durch Eiger und Mönch bis auf
das Jungfraujoch.
Um die touristische Zukunft der
gesamten Jungfrau-Region langfristig zu
sichern, präsentierten die Jungfraubahnen
und die Gondelbahn Grindelwald-Männlichen
GGM im Jahr 2012 das gemeinsame
Generationenprojekt der V-Bahn: Mit den
beiden neuen Bahnen Eiger Express und
Männlichenbahn (Ersatzneubau GGM)
werden vom ebenfalls neuen Terminal in
Grindelwald Grund aus sowohl der
Männlichen als auch der Eigergletscher
erschlossen und dabei die Kapazitäten
erweitert bzw. die Beförderungszeiten
verringert. Zusätzlich ermöglicht der Eiger
Express durch Anschluss an die Jungfraubahn
in der neu erschlossenen Station
Eigergletscher eine raschere Anfahrt zum
Jungfraujoch.
Generalplaner der V-Bahn sind die
BauSpektrum AG und die Von Allmen
Architekten AG, der offizielle Spatenstich
für das 470 Mio. Franken Projekt erfolgte
Anfang Juli 2018. Als erster Abschnitt
wurde die Gondelbahn Grindelwald-
Männlichen fertiggestellt: Seit Dezember
2019 führt die neue 10er-Gondelbahn vom
neuen Terminal in Grindelwald aus zum
Männlichen. Seit 5. Dezember 2020 ist
auch der Eiger Express in Betrieb, der als
die weltweit schwerste je gebaute 3S-Bahn
die Gäste in 15 Minuten vom Terminal in
Grindelwald Grund zur Station Eigergletscher
bringt. 44 Gondeln mit je
26 Sitzplätzen sowie eine VIP-Gondel
transportieren pro Stunde
2.200 Personen.
Mit der V-Bahn realisierten
die Jungfraubahnen zusammen
mit Doppelmayr/Garaventa
in Grindelwald ein
hochmodernes Mobilitätszent-
Wie Jungfraubahnen-
Direktor Urs Kessler betont,
wurde die V-Bahn
bewusst als Generationenprojekt
konzipiert.
Fotos: jungfrau.ch; Doppelmayr/Garaventa; BauSpektrum AG
12 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
Nachhaltige Lösungen.
Härtester Stahl.
Seit 1945.
Verlässliche
Leistungsträger
Die Bergstation Eigergletscher mit dem Bahnhof der Jungfraubahn.
Durch die Verbindungsstollen gelangen die Gäste von der 3S-Bahn zur
Skipiste oder können in den Zug zum Jungfraujoch umsteigen.
rum für die nächsten Generationen. Das
neue Terminal bietet eine umfangreiche
Infrastruktur mit zahlreichen Shoppingmöglichkeiten
und ermöglicht es den
Gästen, von Bus, Bahn oder Auto auf
kurzem Weg in die Bahnen zum Eigergletscher
oder zum Männlichen umzusteigen.
Jungfraubahnen-Direktor Urs Kessler
betont: „Es geht für die Jungfraubahnen mit
der V-Bahn darum, langfristig im Berggebiet
Perspektiven zu schaffen und Arbeitsplätze
zu sichern. Die V-Bahn haben wir bewusst
als Generationenprojekt konzipiert und
realisiert. Sie soll mindestens für die
nächsten fünfzig Jahre funktionieren. Denn
bei den Jungfraubahnen habe ich über all
die Jahre die Erfahrung gemacht, dass jedes
Projekt, das wir realisiert hatten, mit der
Zeit zu klein geworden ist.“
Spektakuläre Dreiseilbahn
zum Eigergletscher
Das 3S-Bahnsystem kombiniert alle Vorteile
der Gondelbahn und der Pendelbahn. Durch
die doppelte Tragseilführung können große
Spannfelder mit einer geringen Anzahl
Stützen äußerst windstabil überfahren
werden. Beim Eiger Express mussten so
über die gesamte Streckenlänge von 6.483 m
lediglich 7 Stützen gebaut werden. Das
Landschaftsbild bleibt erhalten und es sind
keine Waldschneisen erforderlich.
Auch das Fahrerlebnis selbst ist beeindruckend:
Beim Eiger Express kommt die
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
13
PROJEKTE + PLANUNG
Montage der Panorama-Verglasung, bei der die Scheiben in das Kabinendach übergehen.
Aufwendige Betonier- und Schalungsarbeiten in der Bergstation Eigergletscher.
Der speziell entwickelte Laderoboter im Probebetrieb. Die Verbindung von vollautomatischem
Personen- und Gütertransport in einem System eröffnet neue Möglichkeiten
für den Transport am Berg und in Zukunft auch in Städten.
neueste 3S-Kabine von CWA, die Atria,
zum Einsatz. 26 Sitzplätze sind ausgestattet
mit permanenter Sitzheizung, zwei
Infotainment-Bildschirme liefern GPSgesteuerte
Informationen – zum Beispiel
zu den Kletterrouten in der Eigernordwand
– und sorgen für Unterhaltung und
Information während der Fahrt. Ein
besonderes Highlight der neuen CWA-
Kabine ist die Panorama-Verglasung: Die
Scheiben gehen in das Kabinendach über
und geben dadurch einen unvergleichlichen
Ausblick auf die Eigernordwand und
die umliegende Landschaft frei. Die
integrierte Scheibenheizung verhindert
ein Beschlagen oder Vereisen, sodass die
Sicht aus der Kabine stets ungestört ist.
Die Energieversorgung für die beiden
Heizsysteme wird während der Fahrt im
neuentwickelten Laufrollengenerator des
3S-Laufwerks erzeugt. Für ein angenehmes
Raumklima sorgt auch die Sonnenschutzfolie
auf den Kabinenscheiben.
Keine Wünsche offen lässt die goldene
VIP-Kabine mit exklusiver Ausstattung.
Der rote Teppich und die indirekte
Bodenbeleuchtung sorgen für eine
gemütliche Atmosphäre. Ein Sternenhimmel
mit hunderten Lichtpunkten, drehbare
Ledersessel – ebenfalls in Rot – und
eine Champagnerbar mit Kühlsystem
vollenden die Luxus-Fahrt für bis zu acht
VIP-Gäste.
Verladeroboter:
Verbindung zweier Welten
Mit dem Eiger Express liefert Doppelmayr/Garaventa
für den kombinierten
Transport von Personen und Gütern eine
einzigartige Neuheit. Erstmals bei einer
Seilbahnanlage findet der gesamte
Materialtransport vollautomatisch
während des Publikumsbetriebs und für
den Besucher sichtbar statt. Dieses
neuartige System erfüllt höchste Sicherheitsstandards
und Effizienz auf einem
neuen Niveau.
Peter Luger, Systemverantwortlicher
3S-Bahnen, Doppelmayr Seilbahnen
GmbH: „Der Eiger Express verdeutlicht
einmal mehr den Doppelmayr/Garaventa-
Spirit. Die Zusammenarbeit mit den
Kollegen der verschiedenen Unternehmen
unserer Gruppe war inspirierend und hat
ein beachtliches Produkt hervorgebracht,
das zukunftsweisend für innovative und
leistungsfähige Transportlösungen ist.“
Der notwendige Gütertransport zum
Eigergletscher (z.B. von Lebensmitteln für
die Gastronomie, Waren für die Souvenir-
Shops etc.), der früher durch manuelles
Be- und Entladen der Zahnradbahnen
bewerkstelligt wurde, erfolgt nun vollautomatisch
mit dem Eiger Express. Doppelmayr/Garaventa
hat diese Lösung
14 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Den Fortschritt erleben.
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PROJEKTE + PLANUNG
Innenansicht
der Bergstation
Eigergletscher
während der
Bauphase.
gemeinsam mit LTW Intralogistics
entwickelt. LTW ist ein Unternehmen der
Gruppe und Spezialist für Intralogistik-
Lösungen mit Erfahrung in den verschiedensten
Bereichen, von Hochregallagern
in Holzbautechnik bis zu Tiefkühllagern
für Lebensmittel. Diese Kompetenz wurde
mit der Seilbahn-Expertise kombiniert,
um den Gütertransport während dem
normalen Fahrgastbetrieb des Eiger
Express zu kombinieren.
Die Waren werden im Untergeschoss
der Seilbahnstation angeliefert und auf
ein eigens dafür vorgesehenes Transportgebinde
geladen. Nach dem Aufgabeplatz
wird dieses auf die maximalen Abmessungen
geprüft und gewogen.
Bis zu 2 t können mit diesem
System transportiert werden. Die
Fördertechnik bringt die Waren zu einem
Vertikalförderer, der diese dann in den
oberen Stock befördert. Der Belade-Roboter
– eine Neuentwicklung von Doppelmayr/Garaventa
– übernimmt das
Transportgebinde für das Beladen der
Seilbahnkabine.
Die für den Gütertransport vorgesehenen
Kabinen können im Normalbetrieb
auch für den Personentransport verwendet
werden. Sie verfügen über eine verkürzte
mittlere Sitzbank, dieser Bereich ist für
das Transportgebinde vorgesehen. Diese
Peter Luger, Systemverantwortlicher
3S-
Bahnen, Doppelmayr
Seilbahnen GmbH.
Spezialkabinen sind in der
Seilbahnsteuerung eigens
identifiziert und hinterlegt. Wird
eine Kabine vom Seilbahnmitarbeiter für
den Warentransport reserviert, so werden
die Besucher beim Zugang automatisch
zurückgehalten. Die Kabine fährt mit
geschlossenen Türen schneller am
Personenzustieg vorbei, bleibt beim
Verladeplatz stehen und öffnet die Türen.
Über intelligente Sicherheitstechnik
wird sichergestellt, dass sich keine
Personen in der zu beladenden Kabine
befinden, bevor die Waren in der Kabine
platziert werden. Die Genauigkeit der
Kabinenposition am Beladepunkt beträgt
+/- 10 mm. Die Be- und Entladung in der
Tal- und Bergstation geschieht vollautomatisch.
Die Errichtung der Bergstation der 3S-Bahn auf 2.328 m Höhe
erfolgte unter schwierigsten Rahmenbedingungen.
Anspruchsvolles Bauvorhaben
Mit dem Baubeginn im Sommer 2018
starteten nicht nur die Arbeiten am neuen
Terminal in Grindelwald Grund, sondern
auch der Ausbruch für die zukünftige
Station Eigergletscher. Parallel dazu
begannen die Arbeiten an den Stützenfundamenten
bzw. der Aufbau der ersten Stützen.
Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung
des Projekts spielten die auf Lastenflüge
spezialisierten Profis der Heliswiss,
etwa bei den Materialtransporten oder den
Kranaufbauten im alpinen Gelände. Die
Betonproduktion in der Höhenlage erfolgte
durch eine mit der Seilbahn transportierbare
Mischanlage Compactmix 1.0 der
16 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
Firma Liebherr. Die Anlage wurde auf dem
Eigergletscher in 2.340 m Höhe aufgebaut,
für die Betonproduktion bei niedrigen
Temperaturen war sie zusätzlich mit einer
winterfesten Einhausung ausgestattet.
Weiters wurde für die Baustelle Bergstation
mit einem Schwerlast-Helikopter ein
Turmdrehkran Liebherr 150 EC-B
montiert.
Eine Herausforderung für alle Beteiligten
war im Dezember 2018 die Anlieferung
der 25 MVA Trafo-Station zum Terminal
Grindelwald. Aufgrund der begrenzten
Belastbarkeit der Straßen und Brücken
wurde der 42 t Trafo ohne Öl transportiert
und demontierbare Teile separat angeliefert.
Ein weiteres Highlight bildete Mitte
März 2019 der planmäßige Durchschlag in
den beiden bis zu 40 m langen Bergstollen
der Bergstation. Dank der beiden Verbindungsstollen
werden ankommende und
abreisende Gäste voneinander getrennt,
womit ein optimaler Gästefluss gewährleistet
ist. Insgesamt wurden für die
Bergstation und die Verbindungsstollen
rund 11.000 m 3 Fels ausgebrochen.
Auch der Transport der Tragseile mit
58 mm Durchmesser sowie des Zugseils
mit 56 mm Durchmesser nach Grindelwald
gestaltete sich schwierig. Die 23
Brücken, die überquert werden mussten,
wurden statisch nachgerechnet und im
Schritttempo passiert, wobei die Seile
teilweise hin und her gespult werden
mussten, damit die Traglast der Brücken
nicht überschritten wurde. Umfangreiche
Felssicherungsarbeiten, anspruchsvolle
Blick in die VIP-Kabine, die keine Wünsche offen lässt.
Betonierarbeiten sowie die Installation der
Seilbahntechnik bildeten weitere Herausforderungen.
Trotz aller Schwierigkeiten
wurde das Generationenprojekt mitten in
der Corona-Krise, früher fertiggestellt, als
geplant.
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INTERVIEW
RICHARD LUGNER
Es zählt nur
der Erfolg
Opernballkönig, Society-Star, Betreiber eines Einkaufzentrums – diese Begriffe
prägen vor allem in der jüngeren Generation das Bild von Baumeister Richard
Lugner, der es mit einem untrüglichen Gespür für Marketing auch international
zu großer Bekanntheit brachte. Wir baten den Workaholic, der im nächsten Jahr
seinen 90. Geburtstag feiert und nach wie vor jeden Tag in seinem Büro
anzutreffen ist, um einen Rückblick auf seine Bau-Karriere.
B
aumeister Technischer Rat Ing.
Richard Lugner wurde 1932 als
ältester Sohn eines Rechtsanwaltes in
Wien geboren. Da sein Vater aus dem
Krieg nicht zurückkehrte, wurde er
gemeinsam mit Bruder Roland von seiner
Mutter aufgezogen. Das Kriegsende und
die Entbehrungen der Nachkriegszeit
waren für den Jugendlichen prägende
Erlebnisse und schärften den Blick für das
wirklich Wichtige. Als Jungunternehmer
nutzte Lugner die Chancen, die sich in der
Zeit des Wiederaufbaus boten und spezialisierte
sich mit seinem eigenen Bauunternehmen
auf die Renovierung von Altbauten
und die Errichtung von Tankstellen.
Später machte er mit dem Bau der Wiener
Moschee und zahlreichen prominenten
Sanierungsprojekten den Namen Lugner
österreichweit bekannt. 1990 eröffnete er
die Lugner City, das damals siebtgrößte
Einkaufszentrum in Österreich. Ab 1997
zog sich Lugner sukzessive aus dem
operativen Baugeschäft zurück. Richard
Lugner war mehrmals verheiratet, hat
zwei Söhne, kämpfte gegen die Begrenzungen
der Ladenöffnungszeiten und zeigte
auch politische Ambitionen: 1998 und 2016
kandidierte Lugner bei der Bundespräsidentenwahl.
Herr Baumeister Lugner, wie kamen
Sie in die Baubranche?
Lugner: Meine Mutter hat mich in der
Technisch-Gewerblichen Bundeslehranstalt
in der Wiener Schellinggasse in der
Fachrichtung Hochbau eingeschrieben, wo
ich 1953 maturierte. Der Plan war, dass
ich später bei einem befreundeten Bauunternehmer
Arbeit finden könnte. Einer
meiner Schulkollegen war Hans Hollein,
der sich als Architekt – unter anderem mit
dem bekannten Haas Haus beim Stephansdom
– auch über unsere Grenzen
hinaus einen Namen gemacht hat.
Österreich steckte damals in einer
Rezession. Trotzdem konnte ich zwei Tage
nach meiner Matura meinen ersten Job in
einer Baufirma antreten, wo ich im Monat
knapp über 1.000,– Schilling netto
verdiente – das entspricht heute rund
72,– Euro. Als der Chef Mitarbeiter
entlassen musste, wuchs mein Aufgabenbereich:
ich erledigte auch Abrechnungen,
Fotos: Hans Grand; Baublatt.Österrreich/A.Riell
18 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
INTERVIEW
machte den Lkw-Führerschein und wurde
schließlich selbst Bauleiter. Die Arbeitstage
waren lang und ich war auch viele
Samstage im Büro, Überstunden wurden
nicht bezahlt. Damals gab es eine 48-Stunden-Woche,
zwei Wochen Urlaub und nach
fünf Jahren bei der Firma drei Wochen.
1955 wechselte ich dann in die Bauabteilung
der Mineralölfirma Mobil Oil
Austria, weil dort besser bezahlt wurde.
Mein Vorteil war, dass ich den Verkaufsdirektor
persönlich kannte, denn wir hatten
gerade seine Wohnung umgebaut. Dort
habe ich mir schon bald einen Ruf als
Spezialist für den Tankstellenbau erarbeitet.
Der Grund war, dass ich die Mineralölverordnung
sehr gut kannte. Kopierer gab
es damals nicht und auch Bücher waren
oft vergriffen. Ich fand aber eine Ausgabe
der Mineralölverordnung bei meinem
Vorgesetzten und habe sie auswendig
gelernt – auch die deutschen Vorschriften.
Bei einer Bauverhandlung für ein Tanklager
in Linz konnte ich dadurch sehr
kompetent auftreten und habe bei den
Behörden und beim Chef Eindruck
gemacht. Später habe ich mir in einem
Weihnachtsurlaub auch das Einkommensteuergesetz
angeeignet. So war ich in der
Lage, etliche Bauherren steuerlich zu
beraten, denn ihr eigener Steuerberater
hat sich im Spezialgebiet Bau oft nicht so
gut ausgekannt.
Wann erfolgte der Schritt in die
unternehmerische Selbstständigkeit?
Lugner: Am 26. April 1962 habe ich die
Konzession für meine Baufirma bekommen.
Anfang Dezember 1962 begann ich
mit einem Maurer und einem Hilfsarbeiter
ein Hotel umzubauen, wo wir aus drei
Zimmern zwei Zimmer mit Bad gemacht
haben. Im darauffolgenden Sommer hatte
ich schon neun Leute und die Belegschaft
ist immer weitergewachsen, bis ich in
Spitzenzeiten 700 Leute beschäftigt habe.
Einer meiner ersten Mitarbeiter war
Johann Piribauer – ein Burgenländer, der
dann bis zu seiner Pensionierung bei mir
gearbeitet hat.
Aber um zum Anfang zurückzukommen:
Es war damals wirtschaftlich sehr
eng, denn ich hatte nach dem Hotel noch
keinen Folgeauftrag und deshalb haben
wir langsam gebaut. Ich hatte starke
Nerven und auch Glück, denn es kam eine
Anfrage für einen Umbau rein und ich
habe noch am selben Tag das Offert gelegt.
Es wurde dann mit der Auftragslage
langsam besser, die Qualität der Arbeit
und die pünktliche Durchführung waren
die Basis für weitere Aufträge. Zu Beginn
verwendete ich noch handgeschriebene
Firmenschilder in schwarz-weiß. Ein Jahr
später habe ich bereits auf das markante
Old School: Jede
bautechnische
Erklärung wird
von Baumeister
Richard Lugner
sofort mit
einer Skizze
verdeutlicht.
Lugner-Rot umgestellt. Meine Bauleiter
waren verpflichtet, die Tafel nicht auf der
Wand aufzuhängen, wo sie keiner
bemerkt, sondern sie quer zu stellen,
damit sie jeder Autofahrer sieht. Mir war
es immer wichtig eine Baustelle zu haben,
die im Blickpunkt der Öffentlichkeit ist.
Eine große Baustelle als solche hat mich
nicht interessiert.
Meine Frau hat als erstes Auto keinen
Pkw bekommen, sondern einen Pritschenwagen.
Und die hat fünf sehr gute Maurer
gehabt und die haben bei Generaldirektoren
und Firmenbesitzer usw. gearbeitet.
Damals hat man das Geld bar ausbezahlt.
Da sind am Freitag meine Frau und alle
Bauleiter auf die Baustellen gefahren und
haben die Lohnsackerl verteilt.
Das Buch
„Die Lugner Story“,
erschienen im Ueberreuter
Verlag, gibt einen ausführlichen
Eindruck über das Leben und
die Karriere von Richard
Lugner.
Was waren die besonderen Stärken
Ihrer Baufirma?
Lugner: Meine Spezialgebiete waren der
Tankstellenbau und die Revitalisierung.
Wir waren die Firma mit den meisten
Sanierungs-Projekten und dem größten
Baustellenanteil im 1. Wiener Bezirk, weil
das äußerst schwierig war mit Bewilligungen
und den Kran-Zufahrten. Aber meine
Bauleiter haben das alles im Griff gehabt.
Ich habe drei Gruppen mit je vier Bauleitern
beschäftigt, die gewinnbeteiligt
waren, und sechs Kalkulanten. Der
Bauleiter, der die Lugner City gebaut hat,
hat 1,5 Mio. Schilling Prämie gekriegt – da
habe ich nicht darüber diskutiert. Ab
Anfang der 1980er Jahre gab es in Graz
auch einen steirischen Filialbetrieb, der
ebenfalls auf den Tankstellenbau und die
Revitalisierung spezialisiert war.
Eine unserer Stärken war die Schnelligkeit.
Wir konnten jede Arbeit innerhalb
von einer Woche beginnen. Rund 500
Baustellen haben wir im Jahr abgewickelt,
im Schnitt waren jede Woche etwa fünf
Baustellen fertig und wir konnten neue
anfangen. Ein Problem war aber, das
benötigte Personal zu bekommen. Ich habe
daher im Laufe der Zeit sicher 15 kleinere
Baufirmen aufgekauft, um die Belegschaft
aufzustocken, denn es war eine Zeit lang
schwierig, Leute zu kriegen. Ich habe
sicher auch Kunden dazu gewonnen, aber
das hat mich weniger interessiert. Wir
haben in erster Linie nur kleine Arbeiten
gemacht. Mein größtes Wohnhaus, das ich
gebaut habe, hatte sechs Wohnungen. Wir
waren auch spezialisiert in Trägerauswechslungen
und Fassadenrenovierungen.
Ich erinnere mich an einen kleinen
Auftrag in Vorarlberg, wo nur ein Tankdeckel
versetzt werden musste. Wir haben
den Auftrag gekriegt, obwohl wir dazu mit
dem Lkw extra nach Vorarlberg gefahren
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
19
INTERVIEW
Das Islamische Zentrum Wien in Wien-Floridsdorf
ist der erste Bau einer Moschee in Österreich. Mit
der Eröffnung am 20. November 1979 wurde die
Baufirma Baumeister Ing. Richard Lugner als ausführendes
Unternehmen schlagartig bekannt.
sind. Meine generelle Meinung war und
ist, dass mir Geld verdienen wurscht ist.
Mir hat nur der Erfolg Spaß gemacht.
Ihr wichtigstes Projekt war der Bau
der Moschee in Wien. Wie haben Sie
das Projekt in Erinnerung?
Lugner: Der erste Kontakt zum Neubau
der Moschee kam 1975 über eine Nachbarin
zustande und ich habe mich noch am
selben Tag mit der entsprechenden Person
getroffen. Zu Beginn hatte ich bedenken,
weil ich mich mit dem Thema zu wenig
auskannte und wir kaum Neubauten
errichteten. Mein Angebot war dann
deutlich besser als die bereits vorliegenden
und damit wurde es ernst. Bis zur Vertragsunterzeichnung
1977 habe ich zu
niemandem ein Wort gesagt und bin erst
danach an die Öffentlichkeit gegangen.
Leider gab es dann zahlreiche Probleme,
unter anderem mit der Finanzierung und
einer vorher nicht bekannten Mülldeponie,
durch die wir die Fundierung viel aufwendiger
machen mussten. Ein spezielles
Thema war die Ausrichtung des Gebäudes,
denn eine Moschee muss nach Mekka
ausgerichtet sein. Ich habe viele kompetente
Stellen gefragt und immer eine
andere Antwort erhalten. Also habe mir
eine Weltkugel besorgt und selbst Maß
genommen. Wie sich herausstellte, war
meine Moschee korrekt nach Mekka
ausgerichtet – im Gegensatz zu vielen
anderen europäischen Moscheen, die eine
falsche Richtung haben.
Das Projekt an sich hat mich
interessiert, ich habe daher viele Forschungsreisen
unternommen und es ging
mir nicht um den Gewinn. Ich habe auch
das Minarett auf meine Kosten von 21 auf
32 m erhöht. Bei der Ausstattung habe ich
wunderschöne Mosaike aus Marokko
aufgetrieben. Auch marokkanische Luster
habe ich besorgt, leider wurden dann aber
andere Leuchten montiert. Mit der
Eröffnung der Moschee am 20. November
1979 war ich dann schlagartig bekannt
und es kamen neue Groß-Aufträge, wie die
Renovierung der Wiener Synagoge oder
des OPEC-Gebäudes am Ring. Auch dieser
Auftrag war mir wichtig und ich habe ihn
bekommen, weil ich dafür meinen Urlaub
abgebrochen habe und schneller war.
Wenn ich heute durch Wien gehe, dann
freue ich mich über die vielen prominenten
Gebäude, die meine Firma damals
renoviert hat.
Baumeister Richard Lugner bei seinen Erklärungen zu dem Ende der
1980er Jahre präsentierten Vorhaben, den Schiefen Turm von Pisa aufzurichten.
Im Bild mit Baublatt.Österreich Chefredakteur Alexander Riell.
Sie sorgten auch für Schlagzeilen,
als Sie den Schiefen Turm von Pisa
aufrichten wollten. Wie wollten Sie
diesen Plan umsetzen?
Lugner: Wir hatten damals das Know-how,
mit unserem Unterfangsystem „Lugner-
Wölzl“ die Schräglage des Turms mit
speziellen Pfählen zu korrigieren. Die
Problematik war allerdings, dass die
italienische Baumafia das nicht wollte. Ich
20 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
habe damals für eine italienische
Automarke die Zentrale gebaut. Dabei
wurde einem der Chefs vor dem Haus
in die Knie geschossen – weil denen
irgendetwas nicht gepasst hat. Der ist
dann im Rollstuhl gesessen und auf das
wollte ich mich nicht einlassen. Aber der
Tiefbau, speziell mit dieser Pfahl-Gründung,
hat sich zu einem wichtigen
Standbein entwickelt. Da haben wir
auch gut verdient, weil das damals
nur wenige konnten.
Haben Sie jemals selbst einen
Bagger bedient?
Lugner: In den ersten Jahren habe ich
ein Tanklager an der Donau umgebaut.
Der Leiter dort hat mich überhaupt
nicht wollen und hat die schwersten
Tankwagen immer neben der Grube
vorbeifahren lassen, damit die Wand
einstürzt. Dann hat er gesagt, der
Kessel muss noch zwei Meter tiefer
runter. Und da bin dann selber unten
in der Grube gestanden und habe
mitgebaggert.
Als meine Söhne noch Kinder waren,
habe ich mir an einem Samstag oft
einen Lastwagen ausgeborgt. Ich bin
mit ihnen in die Stadt gefahren, denn
ich habe gewusst, wo ein Schutthaufen
ist. Dort habe ich den Lkw beladen und
bin dann mit ihnen zu einer Planie
gefahren, wo wir es abgekippt haben.
Das war für die spannender, wie wenn
ich ihnen Grimms Märchen erzählte.
Sie gelten als Workaholic. Was kann
man sich darunter vorstellen?
Lugner: Heute geht es mir gut, weil ich
über das Wochenende meinen Schreibtisch
leer gearbeitet habe. Aber vorige
Woche bin ich nie vor 9 Uhr heimgekommen
und einmal erst um 11 Uhr.
Ein aktuelles Projekt, das mich stark
beschäftigt, ist der Umbau von einem
Bürohaus in ein Hotel. Dazu habe ich
einen Bauleiter aus der Pension geholt,
der ist 70 Jahre und der macht das jetzt.
Sind Sie im Herzen nach wie vor
ein Baumensch?
Lugner: Ja schon, aber ich würde sagen,
ich war zum Schluss mehr Manager. Ich
wollte immer die Projekte bauen, die
mich interessiert haben. Das haben
auch meine Kalkulanten gewusst: das
Projekt will ich haben und das will ich
nicht haben. Und mir war es wirklich
egal, was ich verdiene.
Mein Motto war: Es zählt nur der
Erfolg. Und wenn ein Mitarbeiter zu mir
gekommen ist und gesagt hat, ich habe
den schon drei Mal angerufen und den
erreiche ich nicht, dann war meine
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Mit knapp 90 Jahren ist Richard Lugner
noch immer täglich in seinem
Büro anzutreffen.
Reaktion immer: Bitte gehen sie raus,
mich interessiert nicht, was sie nicht
können, sondern das, was sie erreicht
haben. Das war immer mein Motto und
ich habe super Mitarbeiter gehabt. Auch
meine Bauarbeiter zum Beispiel, mit
denen ich beim Betriebsausflug jedes
Jahr in eine andere große europäische
Stadt geflogen bin. Es kommen heute
noch die Leute und sagen: Herr Chef,
das war die tollste Zeit in meinem
Leben, wie ich bei ihnen war. Ich habe
niemanden zu Weihnachten entlassen.
Wir haben im Sommer jeden Tag eine
halbe Stunde länger gearbeitet und das
haben wir zu Weihnachten als Einarbeitungszeit
gerechnet.
Durch den Opernball bin ich natürlich
sehr bekannt geworden. Ich war
voriges Jahr zu Ostern in Marrakesch
und gehe dort auf den Markt, den Souk.
Beim dritten Stand fragt einer: You are
Mr. Richard? Ich sage yes und gehe
weiter. Ein paar Stände weiter fragt
wieder einer: You are Mr. Richard? Sage
ich yes, why? Nimmt er sein Handy und
zeigt mich mit der Elle Macpherson am
Opernball – im Souk von Marrakesch.
Das ist ein Wahnsinn. Die APA hat mir
gesagt, wenn ich die Meldung herausgebe,
wer mein Stargast beim Opernball
ist, dann nehmen das alle Agenturen
auf der ganzen Welt.
Vielen Dank für das Gespräch!
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Der neue Cat 352 mit 317 kW (431 PS)
Motorleistung und einem Einsatzgewicht
von 50,1 t ist mit teleskopierbarem Unterwagen
ausgestattet.
ZEPPELIN
Noch effizienter in der 50-t-Klasse:
der neue Kettenbagger Cat 352
Die Cat Bagger der neuen Generation bieten Bauunternehmern bis zu 45% mehr
Betriebseffizienz, bis zu 10% mehr Kraftstoffeffizienz und bis zu 15% weniger
Wartungskosten im Vergleich zu ihren Vorgängern. Nicht alle Bagger in der Klasse
des neuen Cat 352 sind technologisch so gut ausgestattet: Assistenzsysteme sorgen
für deutlich mehr Effizienz, indem sie die Bedienung vereinfachen, Fehler
vermeiden und dem Fahrer wichtige Informationen zur Verfügung stellen.
D
ie Maschinensteuerung Cat Grade
mit 2D gibt dem Bediener über den
Standard-Touchscreen-Monitor eine
visuelle Führung, so dass er genauer
arbeiten und das gewünschte Ergebnis auf
Anhieb ohne Nacharbeit erreichen kann.
Das System ist leicht aufrüstbar auf Cat
Grade mit 3D für verbesserte Genauigkeit.
Cat Payload hilft den Bedienern, die
Ladeeffizienz beim Wiegen zu erhöhen; die
Echtzeit-Nutzlast wird ohne Zyklusunterbrechung
im Fahrerhaus angezeigt, um
Über- und Unterbeladung der Lkw zu
vermeiden.
Lift Assist berechnet schnell das
Lastgewicht und vergleicht es mit der
Traglastkurve des Baggers. Visuelle und
akustische Warnmeldungen zeigen an, ob
sich die Maschine in einem sicheren
Arbeitsbereich befindet.
E-Fence verhindert, dass sich der
Bagger außerhalb des vom Bediener
definierten Bereichs bewegt. Dies trägt
dazu bei, die Maschine und ihr Umfeld vor
Schäden zu schützen, darüber hinaus
erleichtert es die Bedienung der Maschine.
Das offene Flottenmanagement Cat
Product Link erzeugt einen konstanten
Strom von Informationen, die über die
Online-Schnittstelle VisionLink verfügbar
sind und es Maschinen-Managern im Büro
ermöglichen, ihre Bauprozesse optimal zu
gestalten.
Hohe Leistung
Das neue Smart Mode-System passt die
Motor- und Hydraulikleistung automatisch
an die Arbeitsbedingungen an,
wodurch der Kraftstoffverbrauch
reduziert und die Leistung optimiert wird.
Die Motordrehzahl wird automatisch
gesenkt, wenn der Hydraulikbedarf sinkt,
wodurch der Kraftstoffverbrauch weiter
reduziert wird.
Das neue elektrohydraulische Steuersystem
ist auf Reaktionsfähigkeit und
Effizienz ausgelegt; es benötigt keine
hydraulische Vorsteuerung mehr, reduziert
Druckverluste und senkt den Kraftstoffverbrauch.
Weniger Hydraulikleitungen
führen zu einem geringeren Ölumlauf und
niedrigeren langfristigen Betriebs- und
Reparaturkosten.
Das Kühlsystem verfügt über einen
neuen bedarfsgesteuerten Lüfter, wodurch
Kraftstoff gespart und maximale Effizienz
gewährleistet wird. Eine Umkehrfunktion
befreit die Wärmetauscher von Ablagerungen
– ein weiteres Plus für mehr Effizienz.
Die variable Spurweite erleichtert den
Transport und verbessert die Standsicherheit.
Geringere Wartung
Verlängerte und synchronisierte Wartungsintervalle
tragen zu den niedrigeren
Kosten bei beiden Maschinen bei. Der
neue Cat Luftfilter mit integriertem
Vorabscheider sowie Primär- und Sekun-
22 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Zahlreiche Assistenzsysteme
im Cat 352 sorgen für deutlich mehr
Effizienz, indem sie die Bedienung
vereinfachen, Fehler vermeiden und dem
Fahrer wichtige Informationen zur
Verfügung stellen.
därfiltern bietet die doppelte Staubaufnahmekapazität
im Vergleich zum Vorgängermodell.
Der neue Cat Hydraulikrücklauffilter
hat eine Standzeit von 3.000 Stunden
– eine 50-prozentige Steigerung
gegenüber früheren Filtern. Kraftstoffsystemfilter
wurden für den Wechsel bei
1.000 Stunden ausgelegt – eine 100-prozentige
Steigerung gegenüber den
früheren Filtern.
Die Wasserabscheider des Kraftstoffsystems
und die Ölstandskontrolle des
Hydrauliksystems sind in Bodennähe
dicht nebeneinander angeordnet, wodurch
die tägliche Routinewartung schneller,
einfacher und sicherer wird.
Komfortable Kabine
Mit der serienmäßigen Premium-Kabine
bietet der Cat 352 dem Fahrer ein Maximum
an Komfort und Sicherheit. Dazu
gehören:
n schlüsselloser Start per Drucktaste
n ein großer Touchscreen-Monitor
n Kippkonsole, die ein einfaches Ein- und
Aussteigen aus der Kabine ermöglicht
n hochentwickelte viskose Kabinenlagerungen,
die die Vibrationen im Vergleich
zu früheren Modellen um bis zu
50% reduzieren
n integriertes Bluetooth-Radio mit
USB-Anschlüssen zum Anschließen
und Laden von Telefonen
n Klimaautomatik
n programmierbare Joystick-Tasten, die
die Einstellung von Steuerungsmustern
und hydraulischen Ansprechraten
ermöglichen, so dass der Maschinenbetrieb
auf individuelle Vorlieben
zugeschnitten werden kann.
n große Front-, Heck- und Seitenfenster
zur Verbesserung der Sicht
n ein 360°-Rundumsichtpaket kombiniert
Bilder von mehreren Kameras, um die
Sicht des Bedieners zu optimieren.
Neue Long-Reach-Konfiguration
Für Böschungs- und Wasserbauarbeiten
kommt Cat 352 auch mit Long-Reach-
Ausleger mit 19,6 m Reichweite und 13 m
Grabtiefe. Die wasserdichte Standardtechnologie
ermöglicht einen präzisen Aushub
bis auf 4,5 m, mit der optionalen Unterwasserlösung
kann bis auf 20 m heruntergegraben
werden. Der hochbelastbare,
breite Unterwagen und das zusätzliche
Gegengewicht bieten eine stabile Plattform
für Arbeiten, die große Reichweiten
erfordern.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
23
MASCHINEN + TECHNIK
450 t hängen am
Haken des Liebherr
LR 11000, der mit
voller Last zum Entladen
des Generators
20 m rückwärtsfährt.
Im
Hintergrund ist das
Gas- und-Dampfturbinen-Kraftwerk
mit Erweiterungsbau
zu sehen.
LIEBHERR
LR 11000 von Felbermayr entlädt
450-t-Generator aus Binnenschiff
Das Kran- und Schwerlastunternehmen Felbermayr hob mit seinem Liebherr-
Raupenkran LR 11000 in Herne einen 450 t schweren Generator aus einem
Binnenschiff. Anschließend setzte der 1.000-Tonner die gewaltige Last auf
SPMT (Self-Propelled Modular Transporters) ab, die den Generator zum
Erweiterungsbau eines in der Nähe liegenden Kraftwerks brachten.
F
elbermayr hatte seinen nagelneuen
LR 11000 mit rund 19 Tiefladern und
30 Planenaufliegern zu seinem Ersteinsatz
nach Herne, einer Großstadt in der
Metropolregion Rhein-Ruhr in Nordrhein-
Westfalen, gebracht und am Rhein-
Herne-Kanal aufgebaut. Der Anfang
des 19. Jahrhunderts gebaute 45 km
lange Kanal ist eine wichtige Wasserstraße
für zahllose Industriestandorte
im Ruhrgebiet.
Die Aufgabe für den Liebherr-Raupenkran
war das Entladen eines 450 t schweren
Generators aus einem Binnenschiff, das
den Stromerzeuger aus Mülheim an der
Ruhr abgeholt hatte. Bestimmt war dieses
gewaltige Bauteil für die Erweiterung
eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks,
das nur ca. 2 km von der Anlegestelle
des Schiffs entfernt liegt. Auf zwei
selbstfahrenden Transporteinheiten mit je
18 Achsen bewegte sich der Generator
Zwei SPMT mit je 18 Achsen bringen den Generator zu seinem Einsatzort.
dann zu seinem späteren Einsatzort,
wo er mit dem Maschinenhauskran
entladen wurde.
Für den Schwerlasthub wurde der
LR 11000 mit 42 m Hauptmast, Derrickausleger,
260 t Drehbühnenballast und
Schwebeballast-Palette aufgerüstet. 320 t
Schwebeballast wurden nach Anschlagen
des Generators mit einem Hilfskran
aufgestapelt.
Zum Ausheben aus dem Schiff und
Abladen auf den SPMT konnte der
LR 11000 seine Stärken als Raupenkran
voll ausspielen, denn der Kran musste mit
voller Last am Haken ca. 20 m rückwärtsfahren,
so dass sich zwei miteinander
verbundene SPMT vor den Kran bewegen
konnten. Feinfühlig setzten die Kranwinden
die wertvolle Last dann auf den
Selbstfahrern ab.
Auch bei diesem Kranjob zeigte sich ein
Merkmal, das bei Raupenkraneinsätzen
gar nicht selten vorkommt: Der Auf- und
Abbau des Krans dauert mehrere Tage,
aber die eigentliche Hebeaufgabe ist
schnell erledigt. Sofort nach Anlegen des
Binnenschiffs im Hafen um 12 Uhr
mittags wurde die Last angeschlagen und
schon gegen 14:30 Uhr war mit dem
Ablegen auf den SPMT für den LR 11000
alles erledigt.
www.liebherr.com | www.felbermayr.cc
24 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
30% höhere Kraftstoffeffizienz
im Vergleich zum Vorgängermodell
Möglichkeit bis zu*
14 %
INVESTITIONS PRÄMIE
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* Kuhn ist nicht verantwortlich für den Erhalt der Förderung - Förderung wird vom Käufer beantragt und Förderstelle entscheidet
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Neuzuwachs im Westtech-Produktsortiment:
Der Fellertruck verfügt
über eine X-Abstützung, ist mit Funksteuerung
bedienbar und kann ohne
Sondergenehmigung rasch von einem
Einsatzort zum nächsten wechseln.
WESTTECH
Neuer Fellertruck: Gesamtkonzept
von Trägerfahrzeug und Anbaugerät
Um den Anforderungen eines mobilen Fällkrans auf einem Lkw-Fahrgestell
gerecht zu werden, wurde von der Firma Westtech in enger Zusammenarbeit
mit einem Kunden der Fellertruck entwickelt.
D
er zugelassene Hebekran ist auch als
Standard-Kran einsetzbar – eröffnet
dadurch viele Einsatzmöglichkeiten und
reduziert gleichzeitig unnötige Stehzeiten.
Es können verschiedene Anbaugeräte
montiert werden, wie z.B. eine Greifersäge
Woodcracker CS750 smart oder die
kardanisch aufgehängte Greifersäge
Woodcracker CS510 crane.
Die möglichen Einsatzgebiete sind
vielfältig: sicheres Abtragen von Bäumen
in Teilstücken, Spezialbaumabtragungen
im urbanen Gebiet oder Siedlungen,
Pflegemaßnahmen entlang von Straßen
und Trassen und Problembaumfällungen.
Der Lkw kommt überall dort zum Einsatz,
wo auf engstem Raum gearbeitet werden
muss. Im Siedlungsgebiet bietet der
Fellertruck höchste Sicherheit, da umstehende
Gebäude nicht gefährdet werden.
Optional ist durch eine Auswahl an
verschiedenen Allrad-Konzepten Geländegängigkeit
gegeben.
Der Fellertruck verfügt über eine
X-Abstützung, anstatt der alternativen
6-Punkt-Abstützung. Dadurch wird eine
100%-ige Hubkraft bei 360° Arbeitsradius
des Krans erreicht. Die Stützen sind
variabel steuerbar und ermöglichen ein
kompaktes und unkompliziertes Arbeiten,
sollte einmal an einem Einsatzort auch
wenig Platz sein. Der Fellertruck wurde
bewusst nicht auf Nutzlast optimiert,
sondern wurde so gebaut, um Standsicherheit
in allen Arbeitssituationen zu
garantieren.
Bei einem Einsatz mit dem Bagger
muss immer der Bagger mit einem
Tieflader zum Einsatzort gebracht werden.
Dieser Schritt entfällt mit dem neuen
Fellertruck, da der Lkw über eine
Straßenzulassung verfügt. Um die
Betriebskosten möglichst gering zu halten,
wurde ein Standard-Lkw verwendet.
Somit weist der Fellertruck bei allen
Kennzahlen (wie z.B., Außenbreite,
Achslasten, etc.) Standardwerte auf, um
ohne Sondergenehmigung auf den Straßen
fahren zu können. Die Zulassung erfolgt
somit als selbstfahrende Arbeitsmaschine
oder als Lastkraftwagen. So kann leicht
von einem Einsatzort zum nächsten mit
einer maximalen Geschwindigkeit von 80
km/h übergesetzt werden und Rüstzeiten
minimieren sich. Der Lkw-Kran ist mit
Funksteuerung bedienbar und bietet so
uneingeschränkte Sicht auf das Schnittgut
während der Arbeit.
Die Greifersäge Woodcracker CS750
smart aus dem Hause Westtech eignet sich
sehr gut als Anbaugerät für stehende
Baumentnahme bei einer benötigten
Reichweite bis zu 19 m. Mit dieser Säge
können Schneiddurchmesser bis zu 750
mm bewältigt werden. Wenn 19 m seitliche
Reichweite nicht ausreicht, ist optional ein
Fly-Jib erhältlich, an den dann die
kardanisch aufgehängte Greifersäge
Woodcracker CS510 crane angebaut wird.
Dadurch wird die seitliche Reichweite auf
bis zu 26 m erweitert. Diese Greifersäge
verfügt über einen Schnittdurchmesser bis
zu 540 mm. An den Kran können generell
viele verschiedene Anbaugeräte angebaut
werden und da der Kran somit während
des ganzen Jahres einsatzfähig ist, werden
unnötige Stehzeiten vermieden.
www.fellertruck.com
26 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
HAMM
Umweltmanagement-System zertifiziert
Nach dem Aufbau eines umfangreichen Umweltmanagement-Systems
wurde die Hamm AG Ende November 2020 nach ISO 14001 zertifiziert.
S
eit 2018 arbeitete die Hamm AG am
Aufbau eines Umweltmanagement-
Systems. „Der Schutz der Umwelt ist für
uns unabdingbar. Dies gilt sowohl für
unsere Handlungen als produzierendes
Unternehmen, als auch für unsere Produkte.
Die Einhaltung der gesetzlichen
Regelungen ist dabei für uns selbstverständlich.
Darüber hinaus identifizieren
wir mit unserem Umweltmanagement-
System weiteres Verbesserungspotenzial,
um unseren Ressourcen- und Energieverbrauch
zu reduzieren sowie die Umweltbelastungen
weiter einzuschränken“, erläutert
Hamm-Vorstand Dr. Stefan Klumpp
die Umweltpolitik des Walzenherstellers.
Dieser Philosophie folgt Hamm schon viele
Jahre. So wird das Verwaltungsgebäude
seit 2013 über eine Geothermie-Anlage,
also mit erneuerbarer Energie aus dem
Erdreich, geheizt bzw. gekühlt. Auch in der
Bei der
Übergabe des
Zertifikats:
Umwelt-
management-
Beauftragter
Marcus Rahm
(links) mit
Werksleiter
Dirk Pressgott.
Produktion werden an vielen Stellen CO2–
Emissionen drastisch reduziert. Ein
Beispiel ist ein Azubi-Projekt, bei dem
Verluste im Druckluftsystem systematisch
identifiziert und eliminiert wurden. Ein
weiteres Projekt war die Entwicklung eines
speziellen, lösemittelarmen Einschichtlacks
für die Bandagen in Kooperation mit dem
Lacklieferanten. Dadurch konnten die
Emissionen an Lösemitteln und ähnlichen
Stoffen um ca. 10% gesenkt werden.
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MASCHINEN + TECHNIK
SANDVIK
Vielseitigkeit und Präzision in kleinen Profilen
Sandvik Mining and Rock Solutions präsentierte den Sandvik DD212, ein kompaktes
und intelligentes elektrohydraulisches einarmiges Bohrgerät für den Tunnelbau und
die Erschließung schmaler Erzgänge.
D
er Sandvik DD212 wurde für den
Einsatz in kleinen Profilen entwickelt
und bietet eine hohe Produktivität bei
niedrigen Betriebskosten. Dieses neue und
vielseitige Bohrgerät ist ein Upgrade des
sehr erfolgreichen Sandvik DD210
Vortriebsbohrgeräts.
Der Sandvik DD212 ist eine kompakte
Bohrlösung, die es ermöglicht, kleinere
Tunnelabschnitte aufzufahren und dabei
von einer höheren Produktivität mit einer
größeren Anzahl von Metern zu profitieren.
Basierend auf Werks- und Feldtests
liefert der Sandvik DD212 bis zu 20%
weniger Zeit für die Positionierung des
Auslegers pro Ortsbrust, ca. 15% höheren
Bohrfortschritt, während sein um 3%
Optimale Lösung für das Bohren in engen Gängen: Der neue DD212 bietet
unter anderem eine präzise elektronische Positionierung, einen ergonomischen
Bedienerstand und Datenüberwachung.
verbessertes Ausbruchverhältnis im
Vergleich zu ähnlichen Geräten zu einem
bis zu 10 cm größeren Ausbruchquerschnitt
führen kann.
Die Maschine erreichte während der
Gruben-Testphase eine mechanische
Verfügbarkeit von 93% und leistete
innerhalb von 2,5 Monaten 300 Schlagstunden.
Das Bohrgerät bietet eine
hervorragende Leistung mit einer verbesserten
Netto-Eindringgeschwindigkeit,
Bohrqualität und Bohrwerkzeugnutzung
ohne jegliche Gestängeverklemmung
während des Testzeitraums. Zu den neuen
Funktionen des Sandvik DD212 zählen
das neue Bohrsteuerungssystem THC562
mit Drehmomentsteuerung und Großlochauswahl,
das dem DD212 eine höhere
Bohrleistung ermöglicht und gleichzeitig
den Verschleiß von Bohrgestänge und
Gesteinswerkzeugen reduziert. Weiters
ermöglicht der neue intelligente Ausleger
SB20i eine genaue elektronische Positionierung
der Bohrung und damit eine
präzise und schnelle Navigation der
Bohrlafette und des Werkzeugs mit
automatischer Parallelität und Instrumentierung
für die Messung des Bohrlochwinkels.
Der Ausleger bietet dank seiner 1 m
langen Teleskopfunktion und der zwei
kompakt bauenden Rotationsantriebe eine
große Querschnittsabdeckung für Strecken
von 6 m² bis 25 m².
Auch verfügt der Sandvik DD212 über
spezifische Merkmale und Vorteile für die
Anwendungen, für die er konzipiert ist:
Das Vortriebsbohrgerät verfügt über eine
verlängerte TF-Lafette für 12 Fuß
Gestänge für eine optimierte Abschlagslänge,
während der RDX5 Bohrhammer
für schnelle Bohrzykluszeiten und
niedrige Betriebskosten sorgt. Die spezielle
kompakte und vielseitige CFX-Teleskoplafette
kann von 6 ft. bis 12 ft. verfahren
werden und verbessert die Mehrzweckarbeiten
in kleinen Tunneln mit
Querschnitten von 2,5 m x 2,5 m bis 3,5 m
x 3,5 m. Der DD212 liefert präzise Bohrungen
für Steckenvortriebe, Querschläge und
Ankerarbeiten und ermöglicht es den
Bergwerken, kleinere Tunnelquerschnitte
aufzufahren, wodurch Überbruch, Verdünnung
und Bohrkosten reduziert werden.
www.rocktechnology.sandvik/de
AVESCO AG
Personelle Veränderung
Karlheinz Pribil, Verkaufsleiter der Avesco AG, Zweigniederlassung
Österreich in St. Martin im Mühlkreis, trat mit 01.01.2021 seinen
Ruhestand an. Seine Aufgaben als Verkaufsleiter der Firma
Sandvik Bohrtechnik (für Österreich und Slowenien) übernimmt
nun Martin Tamesberger (Leitung Vertrieb und Kundendienst),
Marc Schöffmann als Verkaufsberater West (Vorarlberg, Tirol,
Salzburg, Kärnten, Steiermark-West bis zur Trennlinie A9)
und Bernd Gruber als Verkaufsberater Ost (Oberösterreich,
Niederösterreich, Wien, Burgenland, Steiermark-Ost). Diesem
engagierten Team steht Karlheinz Pribil bei Bedarf mit Rat
und Tat zur Seite.
www.avesco-tec.at
Von links: Marc Schöffmann (Verkaufsgebiet West),
Karlheinz Pribil, Martin Tamesberger (neuer Geschäftsführer
sowie Vertriebsleiter) und Bernd Gruber
(Verkaufsgebiet Ost).
28 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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einfach, schneller – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,
konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck sitzt
das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
MASCHINEN + TECHNIK
Auf 12 km Länge hebt der
ZX300-7 das neue Flussbett der
Krems mit aus, legt Böschungen
und Meander an.
KIESEL / GLS BAU UND MONTAGE
GLS: neuer Hitachi ZX300-7 zeigt seine
Stärken beim Bau einer Fischwanderhilfe
Seit dem Frühjahr 2020 baut die GLS Bau und Montage GmbH an einem Bypass-Gerinne
für ein Fischwanderhilfe-Projekt westlich des Donaukraftwerks Altenwörth. Das Familienunternehmen
mit Hauptsitz in Perg, das sich auf Leitungs-, Verkehrswege-, Schutzwassersowie
Hoch- und Stahlbau spezialisiert hat, setzt dazu einen neuen Hitachi ZX300-7 ein,
der als Raupenbagger der neuesten Generation noch bis März 2022 kräftig an dem
Bypass-Gerinne baggern wird.
A
lle sechs bis sieben Jahre – in Zyklen
zwischen 11.000 bis 12.000 Betriebsstunden
– erneuert GLS seine Großgeräte
in seinem Fuhrpark in Ennsdorf. „Im
letzten Jahr modernisierten wir die
30-t-Klasse“, berichtet Johann Eder von
der Werkstatt- und Fuhrparkleitung. Seit
Mitte Mai ist der ZX300-7 Teil des Teams.
Mehr als 700 Betriebsstunden hat der
Neue schon absolviert.
Bei dem Fischwanderhilfe-Bauprojekt
am Donaukraftwerk Altenwörth hebt der
Bagger ein neues Flussbett mit aus, legt
Böschungen an und erledigt ökologische
Gestaltungen, wie etwa das Anlegen von
Mäandern. Auf 12 km Länge entsteht ein
sogenanntes Bypass-Gerinne aus Schotter.
„Oberhalb des Kraftwerks wird dafür die
Donau angezapft und unterhalb der
Kraftwerksstufe zugeleitet“, erläutert
GLS-Prokuristin DI Stefanie Besenbäck
das Verfahren, bei dem ein Teilstück des
Fluss Krems die Funktion des Bypasses
übernimmt. Unterstützt wird der ZX300-7
dabei von zahlreichen weiteren Baumaschinen.
Ist das Projekt realisiert, können
Fische ungehindert am Flusskraftwerk
vorbei zum Laichen auf- und absteigen.
Aktuell betreibt GLS Bau und Montage
40 Baumaschinen in den Gewichtsklassen
von acht bis 50 t – darunter 20 Kettenbagger,
Radlader, Mobilbagger und Raupenbagger.
Der Kauf des ZX300-7 beim
Systempartner Kiesel ist rückblickend
Folge eines eingelösten Qualitätsversprechens,
mit dem Hitachi seine Kunden
fasziniert. Vor zehn Jahren hatte GLS
einen Hitachi ZX520 erworben – Kiesel
war damals noch gar nicht in Österreich
präsent –, aber noch heute leistet dieser
50-Tonner als älteste Maschine im
Fuhrpark eine Performance, die die
GLS-Geschäftsführung beeindruckt.
Als im November 2018 Kiesel das
Coreum in Stockstadt als herstellerübergreifendes
Forum für die Branchen Bau,
Umschlag und Recycling eröffnete, waren
auch GLS-Werkstatt-Leiter Johann Eder
und GLS-Geschäftsführer Edmund Wall
zu Gast. „Wegen der guten Performance
des Hitachi ZX520 und guter Erfahrungen
mit dem Kiesel-Service informierten wir
uns im Coreum über die neuesten
Maschinen-Entwicklungen von Hitachi
und den Service von Kiesel“, erinnert sich
Johann Eder.
Beide Männer erfuhren, dass Ende
2019 die Modellreihe 7 mit neuer Komfortkabine
auf den Markt kommt. „Diese
haben wir abgewartet, um unseren 20
30 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Alfred Thaler ist überzeugt
vom Hitachi ZX300-
7, der sich sehr feinfühlig
bedienen lässt.
Das Löffelvolumen des
30-Tonners beträgt
serienmäßig 1,0 m 3 . Das
schwere Kontergewicht
gewährleistet optimale
Standfestigkeit und hohe
Hubkraft.
Fahrern den besten Komfort zu
bieten und damit sie in punkto
Technik auf dem neuesten Stand
sind“, so der Werkstattleiter.
„Jetzt sind wir einer der Ersten,
die den neuen ZX300-7 im
Einsatz haben.“
Der ZX300-7 ist ein sehr
leistungsstarker Bagger, der
sparsam beim Kraftstoffverbrauch
ist und sich sehr
feinfühlig bedienen lässt. Die
GLS-Fahrer schätzen den
Komfort der ergonomisch
ausgelegten Kabine samt
Klimaautomatik, Entertainmentsystem
und Multifunktionsmonitor
sehr. „Das Fahrerhaus
ist sehr geräumig und
geräuscharm, hat eine Bluetooth
Freisprechanlage und luftgefederte
Grammer-Sitze, bei denen
sogar die Joysticks luftgefedert
mitschwingen“, zählt der
Werkstattleiter einige Serien-
Merkmale auf. Als Sonderausstattungen
ließ GLS eine
Schutzbelüftungsanlage und
einen Kompressor installieren,
damit die Fahrer mit einer
Druckluftdüse den Innenraum
reinigen können.
Hohe Verfügbarkeit, keine
Stillstände, absolute Zuverlässigkeit:
Das sind die Vorzüge, die
GLS an den Hitachi-Maschinen
schätzt. Und mit Kiesel als
Partner an der Seite, der auch
alle Aufrüstungen und Sonderumbauten
in kürzester Zeit
umsetzt, spart man wertvolle
Zeit. Alle 500 Betriebsstunden
kommen die Service-Techniker
von Kiesel für die technische
Prüfung. Hauseigene Monteure
sind dann immer dabei und
nutzen dies als Weiterbildung.
„Mit dem ZX300-7 haben wir
einen topausgestatteten, mit
allem Komfort versehenen
Bagger der modernsten Bauart.
Sein geringer Kraftstoffverbrauch,
die reibungslos funktionierende
Abgasnachbehandlung
– das sind nur einige Vorteile,
die zur Kaufentscheidung mit
beitrugen. Und dabei nicht zu
vergessen, der einwandfrei
funktionierende Kiesel-Service“,
sagt GLS-Werkstattleiter
Johann Eder. „Deshalb werden
wir uns auch bei unseren
zukünftigen Neuanschaffungen
wieder von Kiesel beraten
lassen.“
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
31
MASCHINEN + TECHNIK
Als exklusiver Generalimporteur
der Firma Pfreundt
präsentiert MWT (Mobile
Wiegetechnik) die jüngste
Innovation in Sachen Wiegedatenverarbeitung:
das
Pfreundt Web Portal ist der
komfortable Zugriff auf sämtliche
Wiegedaten, wann und
wo immer man möchte.
D
as Web Portal ist die innovative
Internet-Software für den automatischen
Datenaustausch mit mobilen Waagen.
Die Cloud stellt individuelle Auswertefunktionen
aber auch moderne Schnittstellen für
die Weiterverarbeitung und Nutzung der
eigenen ERP-Systeme zur Verfügung. Um
größte Sicherheit zu gewährleisten, verfügt
die Software durch einen verschlüsselten
und sicheren Datenaustausch über einen
hohen Sicherheitsstandard. Ohne die
Installation zusätzlicher Software können
die Anwender einfach per Web-Browser auf
sämtliche Funktionen des Web-Portals
zugreifen. Es besteht auch keine Notwendigkeit
über einen Aufwand von Updates oder
MWT
Alle Wiegedaten in Echtzeit
dank neuester Technologie
einer internen Wartung und trotzdem ist
man immer auf dem neuesten Stand. Über
das Internet ist sofort eine maximale
Verfügbarkeit der Daten möglich, wobei eine
hohe Datensicherheit durch moderne
Servertechnologie in zertifizierten Rechenzentren
sichergestellt wird.
Ganz gleich welche Baumaschinen- oder
Fahrzeugtypen im Einsatz sind, das Portal
macht die Verarbeitung der Wiegedaten
einfach und erhöht dadurch die Effizienz.
Daten wie Gewicht, Material, Datum und
Ort werden in Echtzeit auf dem übersichtlichen
Dashboard von den Wiegesystemen in
die Baumaschinen und Fahrzeuge übertragen.
Dadurch stehen sie sofort zur weiteren
Bearbeitung und Auswertung zur Verfügung.
Die komplette Anbindung an die
eigene IT-Software zur Weiterverarbeitung
der Daten ist genauso flexibel und einfach.
So ist eine volle Transparenz aller Warenströme
im Tagesgeschäft gewährleistet.
Neben modernen automatisierten Schnittstellen
bietet die Cloud ebenso PDF- und
Excel-Exporte für eine manuelle Verarbeitung
der angefallenen Daten. Anhand
Kundenbezogenen Einstellungen kann eine
separierte Materialübersicht der verarbeiteten
Materialien in einem Kuchendiagramm
dargestellt werden. Durch die
präzise und übersichtliche Darstellung der
Lagerkapazitäten ist eine effiziente
Kapazitäten-Planung ganz einfach.
„Dank dem wirtschaftlichen Wiegesystem
sind alle Daten sofort auf dem Computer,
Tablet oder Smartphone sichtbar. Mit
den aktuellen Standortangaben ist man
immer am neuesten Stand, wo sich die
Maschinen und Fahrzeuge mit den
Wiegesystemen befinden. Das spart Zeit,
sorgt für eine optimale Planung und
Auslastung des Fuhrparks und es sind
weniger manuelle Tätigkeiten notwendig“,
betont MWT Geschäftsführer Günter
Schmalnauer.
www.mwt-systeme.at
Die innovative Anzeige- und Schaltzentrale der neuesten Generation
liefert messgenaue Informationen, die den Zugriff und die Auswertung
der Wiegedaten wesentlich erleichtern.
Als browserbasierte Plattform bietet das Web-Portal jederzeit eine
maximale Datenverfügbarkeit von überall und für alle Endgeräte.
Ob im Büro, auf dem PC oder über Smartphone und Tablet – die Daten
stehen 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche bereit.
Fotos: 123rf.com; Pfreundt
32 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Der Komatsu
Hydraulikbagger
PC490/LC-11, der
sich seit einigen
Monaten bei der
Firma Bernegger
im Einsatz befindet,
arbeitet
schnell, kraftvoll
und mit hoher
Präzision.
Weitere
Informationen
bietet dieses
Video:
KUHN / BERNEGGER
Bernegger setzt auf Komatsu und Kuhn
Die Bernegger Gruppe mit ihrer Firmenzentrale in Molln (OÖ) und weiteren 19 Standorten
ist auf den Betrieb von Kies- und Schotterwerken spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt
ca. 800 Mitarbeiter und betreibt einen Maschinen-Fuhrpark von über 1.000 Baumaschinen
und Lkw. Im November wurden von Kuhn Baumaschinen ein Hydraulikbagger und vier
Muldenkipper an das Unternehmen übergeben.
K
unden aus der Bauwirtschaft, der
Rohstoffindustrie und Umwelttechnik
schätzen das vielfältige Leistungsangebot
der Firma Bernegger, das durch hohe
Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltschutzstandards
besticht. Ein moderner
Fuhrpark, bei dem Komatsu Geräte seit
vielen Jahren eine wichtige Rolle spielen,
ist für die Umsetzung der hohen Qualitätsansprüche
eine wichtige Voraussetzung.
Der Komatsu Hydraulikbagger PC490/
LC-11, der sich seit einigen Monaten bei
der Firma Bernegger im Einsatz befindet,
arbeitet schnell, kraftvoll und mit hoher
Präzision. Sein Komatsu-Niederemissionsmotor
sorgt für eine erhebliche Senkung
des Kraftstoffverbrauchs. Neben erstklassigem
Fahrerkomfort und neuen Sicherheitsausrüstungen
wie KomVision, überzeugt
der PC490/LC-11 durch sein schnelles
Ansprechverhalten und seine herausragende
Arbeitsleistung. Die wichtigsten
Daten des PC490/LC-11 im Überblick:
Einsatzgewicht 49.800 kg, verstellbarer
Unterwagen, 600 mm Zweisteg Bodenplatten,
HD Ausleger 6.700 mm, HD Stiel
2.900 mm, Tieflöffel 3,2 m³.
Die vier Komatsu Muldenkipper
HM300-5 bildeten für die Firma Bernegger
dank ihres kraftvollen Motors, dem
Zugkraftkontrollsystem (KTCS), der
robusten Ausführung und modernster
Die Firma Kuhn
ist für die Firma
Bernegger seit
vielen Jahren
ein wichtiger
Partner. Im Bild
Geschäftsführer
Kurt
Bernegger vor
einer der vier
neuen Komatsu
Muldenkipper
HM300-5.
Achsaufhängung und Retarder Technik die
erste Wahl. Durch die wählbaren Betriebsarten
lässt sich seine Leistung optimal und
spontan an jede Einsatzanforderung
anpassen. Zu den technischen Stärken
zählen erstklassiger Fahrerkomfort, max.
Gesamtgewicht 53.500 kg, Ausstattung
inkl. Nutzlastwaage, 200 mm Muldenerhöhung,
selbstöffnende Heckklappe und
ausgezeichnete Bremsleistung.
Sowohl der PC490/LC-11 als auch die
vier HM300-5 überzeugen nicht nur durch
gesteigerte Kraftstoffeffizienz dank ihrer
neuen umweltfreundlichen Motoren der
EU Stufe V, sie sind auch besonders
einfach in ihrer Wartung. Das Komatsu
Telemetrie System Komtrax vernetzt den
Gerätepark und ermöglicht vom Computer
aus optimierte Einsatzplanungen, Standortinformationen,
Funktionsauswertungen
sowie Fehlerfrühwarnerkennungen. Die
Digitalisierung unterstützt die Entscheidungsfindung
und automatisiert die
Prozesse. Dabei werden bei gleichzeitiger
Effizienz- und Qualitätssteigerung die
Kosten gesenkt. Standortbestimmungen
verhindern Diebstähle und mittels
Maschinenferndiagnostiken werden
größere Schäden und Stillstandzeiten
minimiert.
www.kuhn.at
www.bernegger.at
34 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
EMTEC TANKANLAGEN
Neue Baustellentanks der
Type Quadro DV und D
S
eit 1999 vertreibt Ing. Erwin
Kirchmeir von emtec
tankanlagen gmbh mobile
Tankanlagen, sogenannte
Baustellentanks mit Transportzulassung
für die Bauwirtschaft.
Ab sofort ist die 4. Generation
des erfolgreichen Typs Quadro
als Typ DV und D lieferbar.
Die neue Serie „Quadro-DV“
für die Größen 330 und 450 l hat
eine Zulassung als Gefahrgutverpackung
und muss deshalb
nicht mehr wiederkehrend
überprüft werden. Das spart
Zeit, Ärger und natürlich
Kosten. Der Typ „Quadro-D“ für
die Größen 770 und 1.000 l hat
weiterhin eine unbefristete
UN-Zulassung als IBC. Beide
Serien bestechen durch eine
noch kompaktere Wandkonstruktion,
sind innen und außen
feuerverzinkt und selbstverständlich
auch doppelwandig
ausgeführt. Zu den Vorzügen
der eckigen Bauweise und
geringen Bauhöhe, hat sich die
Optik einer Werkzeugkiste als
zusätzlicher Vorteil erwiesen.
Die kubische (eckige) Bauweise
ist mit einer Länge von
1.200 mm sowie einer sehr
niedrigen Bauhöhe von 807 bis
max. 1.322 mm auch bestens für
den Transport auf Pritschenwagen
und Pick-Up’s geeignet.
emtec tankanlagen ist auch
Spezialist für Betriebstankstellen
von 5.000 bis 50.000 l.
www.emtec-tankanlagen.at
www.baustellentank.at
Durch die UN-Zulassung als
Transportbehälter
(Verpackung) sowie einer
allgemeinen bauaufsichtlichen
Zulassung als Lagerbehälter
sind die Tankanlagen unter
vereinfachten Bedingungen
zu transportieren und
universell einsetzbar.
MASCHINEN + TECHNIK
WIRTGEN
Neue Wirtgen Kaltrecycling-Mischanlage
240 t Mischgut aus verschiedenen Baustoffen kann die mobile Kaltrecycling-Mischanlage
KMA 240(i) pro Stunde umweltfreundlich aufbereiten. In der neuen Kaltrecycling-Mischanlage
kombiniert Wirtgen die Vorzüge des weltweit erfolgreichen Vorgängermodells
KMA 220(i) mit einer jetzt höheren Mischleistung sowie einem innovativen Zement-
Dosiersystem mit automatischer Selbstkalibrierung durch statische Verwiegung.
D
ie Kaltrecycling-Mischanlage KMA
240(i) erzeugt sofort einbaufähiges
Mischgut und eignet sich für die Herstellung
verschiedener Arten von gebundenen
Tragschichten. So können neben hydraulisch
gebundenen Tragschichten (HGT) und
Walzbeton (RCC = roller compacted
concrete) auch bituminös gebundene
Tragschichten (mit Emulsion oder mit
Schaumbitumen) hergestellt werden. Das
Anwendungsspektrum der verschiedenen
Mischgüter reicht vom Autobahnbau über
den Straßen- und Wegebau bis hin zum
Bau von Parkplätzen oder Industrie flächen.
Die Kaltrecycling-Mischanlage ist auf
einem Satteltieflader montiert und verfügt
über eine eigene Motorstation. Dieses
mobile Konzept ermöglicht das flexible
Umsetzen zu unterschiedlichsten Einsatzorten
und ein schnelles Aufstellen der
Anlage. Der leistungsstarke 6-Zylinder-
Dieselmotor ist für die hohe Mischleistung
bis 240 t/h ausgelegt. Die geringen
Emissionswerte erlauben auch Einsätze
im innerstädtischen Bereich. Bei einer
Leistung von 240 t/h wird alle 5 min. eine
volle Lkw-Ladung mit 20 t Mischgut
produziert. Somit lassen sich täglich
Bauabschnitte einer hydraulisch oder
bituminös gebundenen Tragschicht in 4 m
Arbeitsbreite und 15 cm Einbaudicke auf
einer Länge von 1.400 m realisieren. Die
KMA 240(i) beeindruckt durch die
Verarbeitung von verschiedensten nicht
bindigen Ausgangsstoffen, die Radlader
über Vibrationsroste in den Doseur der
Anlage übergeben. Dadurch ist es möglich,
Mischgüter aus unterschiedlichsten neuen
Korngemischen oder diversen Ausbaustoffen
und den Bindemitteln herzustellen. Als
Baustoffe können Asphaltfräsgut, alle
weiteren nicht bindigen Stoffe, die aus
altem Straßenoberbau wiedergewonnen
wurden, sowie Materialien aus der
RC-Aufbereitung umweltfreundlich
verwendet werden.
Silos bzw. Tankwagen versorgen die
Kaltrecycling-Mischanlage mit Bindemitteln
wie zum Beispiel Heißbitumen,
Bitumenemulsion und Zement. Die präzise
Dosierung der Ausgangsstoffe und
Bindemittel, deren Verhältnis im Vorfeld
durch Voruntersuchungen im Straßenbaulabor
ermittelt werden, überwacht eine
bewährte Mikroprozessorsteuerung. Die
KMA 240(i) verlädt das neue, homogene
Baustoffgemisch idealerweise direkt auf
den Lkw oder legt es kontinuierlich auf die
Halde ab. Das Verladen bzw. Ablegen
erfolgt durch das beidseitig um 55°
schwenkbare Abwurfband sehr flexibel.
Wenn der Weg zum Mischwerk zu weit
ist oder die Baustelle den logistischen
Anforderungen für einen Recyclingzug
nicht entspricht, ist das Kaltrecycling
in-plant häufig die beste Wahl. Bei diesem
Verfahren wird eine mobile Kaltrecycling-
Mischanlage (KMA) in direkter Baustellennähe
aufgestellt. Das spart Zeit,
Lkw-Kapazität und ist zudem äußerst
umweltfreundlich: Bis zu 70% weniger
CO2-Emissionen durch Kaltaufbereitung,
90% weniger Transportaufkommen und
bis zu 40% geringere Baukosten lassen
sich so erzielen. Darüber hinaus werden
die hochwertigen Baustoffe zu 100%
wiederverwendet.
www.wirtgen-group.com
Leistungsstark und nachhaltig: Die neue Wirtgen Kaltrecycling-
Mischanlage KMA 240(i) kann im 5-Minuten-Takt einen 20 t-Lkw
mit hochwertigem Mischgut beladen.
36 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
KEINEN CAT KÖNNEN
WIR UNS NICHT LEISTEN.
Unsere Stärken sind Tempo, Qualität und hohe Zuverlässigkeit – die wir mit einem starken Team und treuen Geschäftspartnern
bei jedem Auftrag immer wieder neu beweisen. Wir schaffen viel mit Zeppelin und Caterpillar, weil da einfach
alles passt, von der Maschine bis zum Service. Experimente können wir uns nicht leisten.
Petra und Johannes Riedmüller, Eigentümer Riedmüller-Gruppe, Lassee
zeppelin-cat.at
MASCHINEN + TECHNIK
EAG
Neuer Markenauftritt von BHS
Mit dem neuen Firmennamen „EAG Einfach Aufbereiten GmbH“ will das bisher
als BHS Innovationen firmierende Unternehmen aus Dresden sein Markenprofil
weiter schärfen. In der BHS Innovationen GmbH werden Eigenentwicklungen
von Mitarbeitern aus der BHS Bau- und Handelsgruppe Sachsen zur
Marktreife geführt und vertrieben. Mit dem Ziel Brechkosten in den eigenen
Asphaltmischwerken zu senken, wurde Anfang der 10er Jahre eine innovativeinfache
Siebanlage gebaut. Das Potenzial dieser Technik wurde erkannt und
zur Marktreife geführt. Heute ist die Einfach Aufbereiten ein etablierter
Hersteller von einfachen, robusten und flexibel einsetzbaren
Baustoff-Recyclingsieben.
www.einfach-aufbereiten.de
HKM
Außenroller für viele Anwendungsbereiche
In enger technischer Konzeption mit München Stone Design, einem Spezialisten
für die Ausgestaltung von Bauten mit Naturstein und Fliesen, fertigte HKM
einen Behälter-Transport-Anhänger BTA für ein breites Einsatzspektrum.
I
n seinem Grundprinzip basiert dieser
HKM BTA auf einem Außenroller. Dabei
wird der Abrollbehälter vom Anhängerheck
durch das Lkw Hakengerät aufgesetzt
und über seine Rollen auf das
Chassis geschoben. Bei HKM wird der
Abrollcontainer mit einer versetzten
pneumatischen vierfachen Klemmung
verriegelt, die einen besonders langen,
robusten und sicheren Klemmbereich
bietet. Im Ladevorgang ist der Anhänger
auch über das moderne EBS System
automatisch eingebremst. Die damit
verbundene Kombination bei der HKM
Ladungssicherung unterstützt den
Bediener und sorgt während eines langen
Arbeitstages für eine sichere Anwendung.
Für München Stone Design wurde der
Einsatzbereich nachhaltig erweitert. So
fährt die Firma auch ISO Container. HKM
konnte dies mit steckbaren ISO Container
Adaptern ergonomisch umsetzen. Die
Adapter können durch einen Bediener
einfach gesteckt und verriegelt werden.
Damit erhöht sich deutlich die Flexibilität
und auch eine optimale Disposition wird
erzielt. Ein weiteres für München Stone
Design umgesetztes praktisches Ausstattungsmerkmal
ist der komplett geschlossene
Boden. So kommt es häufig im
Arbeitstag vor, dass auch einzelne Paletten
und verschiedene Werkzeuge an den
Baustellen benötigt werden. Diese
Ladungsgüter werden auf den geschlossenen
Boden gelegt und mit den abgestimmten
Zurrpunkten gesichert. Damit kann
die Auslastung abermals verbessert
werden.
Im innerstädtischen Raum ist bekanntlich
der Rangierplatz auf Baustellen
begrenzt. Die Einsatzvielseitigkeit des
BTA von HKM konnte auch hier durch
eine pneumatische Zugdeichselabsenkung
gesteigert werden. Der Fahrer kuppelt ab,
senkt die Zugdeichsel mittels der Pneumatik
ab, setzt mit dem Lkw etwas zurück
und schiebt von vorne den Abroller auf den
HKM Abrollanhänger bzw. nimmt ihn
dann wieder in umgekehrter Folge auf.
Manfred Zandt, Geschäftsführer von
HKM, kommentiert: „Der HKM Außenroller
für München Stone Design ist für
die Anforderungen nach einem vielseitig
und ergonomisch einsetzbaren Behälter-
Transport-Anhänger BTA optimal
ausgestattet.“
www.zandt-cargo.de
Der HKM BTA
ermöglicht
dem Fahrer ein
ergonomisches
Handling und dem
Kunden einen auf
langfristigen Einsatz
kostenoptimalen
Außenroller.
38 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
KUHN-LADETECHNIK
Palfinger Kran-TEC-Baureihe erweitert
Mit acht neuen Kranen in der 28 bis 40 Metertonnen-Klasse
erweitert Kuhn-Ladetechnik die Palfinger Kran-TEC-Baureihe.
D
ie Palfinger Premium-Baureihe TEC
ist für Einsätze konzipiert, die ein
gewisses Fingerspitzengefühl erfordern: ob
komplexe Herausforderungen in der
Innenstadt, Hebetätigkeiten, die hohe
Reichweiten erfordern oder Montagen von
schweren Gütern.
Ab sofort sind die Modelle PK 28.002
TEC 5, PK 28.502 TEC 5, PK 35.502 TEC
5, PK 29.502 TEC 7, PK 30.002 TEC 7, PK
35.602 TEC 5, PK 36.502 TEC 7 und PK
37.002 TEC 7 bei Kuhn-Ladetechnik
erhältlich. Jede der acht Neuheiten
überzeugt durch eine breite Palette an
technischen Highlights. So kommt das
P-Profil auf allen Modellen der TEC-Baureihe
zum Einsatz. Es steht für höhere
Verwindungssteifigkeit des gesamten
Ausschubsystems inklusive Zusatzknickarm
durch die neue Tropfenform des
Profils sowie besonders wirtschaftlichen
und umweltfreundlichen Kraneinsatz
durch die Verwendung von Gleitelementen
aus selbstschmierendem Kunststoff. Mit
dem Längenmesssystem BEM (Boom
Extension Monitoring) holt die Palfinger-
Steuerungssoftware HPSC immer die
größte Leistung, speziell bei großen
Arbeitshöhen, aus dem Kran heraus. Das
BEM-System eruiert die Kranposition
millimetergenau und sorgt damit für die
bestmögliche Relation an Leistung und
Sicherheit. Der große Vorteil – das
Verheben von schweren Lasten ist auch
ohne Vollabstützung des Kranes möglich.
Ein Multifunktionsadapter MFA für ein
einfaches und schnelles Wechseln von
Anbaugeräten wird sowohl am Kran als
auch am Fly-Jib serienmäßig geliefert,
sobald Seilwinde oder Arbeitskorb gewählt
werden.
www.kuhn.at
Oben das patentierte P-Profil, unten der
Palfinger PK 37.002 TEC7 im Einsatz.
RANGE-12/20 - Service communication Mecalac Fotos: Sémaphore - Münchow Industriefotos - Fotolia
DIE GESAMTE MECALAC
PRODUKTPALETTE ERHALTEN
SIE BEI UNSEREN HÄNDLERN:
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Kontakt: mecalac-mas@mecalac.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
39
MASCHINEN + TECHNIK
TWF
TWF Tiefbautechnik mit Neubau
in Heinsberg auf Expansionskurs
Die weltweit starke Nachfrage nach ihren hochwertigen Produkten ließ den
Betrieb der 2012 gegründeten TWF Tiefbautechnik GmbH im Heinsberger
Gewerbe- und Industriegebiet aus allen Nähten platzen. Seit letztem September
steht dem exportorientierten Unternehmen in Heinsberg nun ein größerer und
moderner Standort zur Verfügung.
A
ngesichts der zunehmend beengten
Verhältnisse entschied die TWF
Tiefbautechnik GmbH im Jahr 2019, die
Produktions-, Lager- und Büroflächen in
unmittelbarer Nähe zur Autobahn neu
und zukunftsorientiert zu errichten.
Damit wurde vor allem der weltweit
steigenden Nachfrage nach dem breitgefächerten
Produktprogramm Rechnung
getragen, denn über 80% der in Heinsberg
erzeugten Drehbohranlagen, Vibrationsgeräte,
Baustraßensysteme, Sicherheitssysteme
für den Tiefbau und insbesondere der
nach einschlägigen Normen selbst
hergestellten Grabenverbausysteme gehen
ins Ausland.
Anfang September 2020 war es soweit:
die neuen Geschäftsräume konnten
bezogen werden. Auf einer Fläche von ca.
20.000 m 2 wurde eine moderne 4.000 m 2
große Produktionshalle errichtet, die eine
effiziente und qualitativ hochwertige
Herstellung von Grabenverbausystemen
ermöglicht. Durch ein intelligentes
Produktionssteuerungssystem konnte die
Geschäftsführer
DI (FH) Wolfgang
Tinhof sieht das
Unternehmen
mit dem Neubau
in Heinsberg für
künftige Anforderungen
bestens gerüstet.
Der hochmoderne Standort
der TWF Tiefbautechnik GmbH in
Heinsberg ermöglicht eine höhere
Produktionskapazität und ist
verkehrstechnisch optimal
angebunden.
bisherige Ausbringungsmenge nahezu
verdoppelt werden. Die darüber hinaus
gewonnenen Freiflächen dienen der
Lagerhaltung von Vermietungsgeräten für
den Tiefbau, da immer mehr Kunden das
Mietgeschäft dem Kauf vorziehen.
Dazu Geschäftsführer DI (FH) Wolfgang
Tinhof: „Ein Selbstverständnis zur
Optimierung und Erweiterung unseres
Produktportfolios sind regelmäßige und
zielgerichtete Investitionen. Der Anspruch
unserer Kunden an Qualität, Flexibilität
und Zuverlässigkeit wird durch unsere
hoch motivierten und qualifizierten
Mitarbeiter erfüllt, die von computergesteuerten
Sägen, Längsnahtschweißanlagen,
modernen Schweißgeräten
und einer hocheffizienten
Lackierstraße unterstützt
werden. Innerhalb kürzester
40 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Die umweltfreundliche Produktion wird unter anderem durch eine
großflächige Photovoltaikanlage auf dem Hallendach sichergestellt.
Condecta Schnelleinsatzkrane
sind zu 100 % feuerverzinkt.
Ausladung von 24 m bis 45 m,
Hakenhöhe bis 30 m.
Zeit konnten die Standards an einen
Schweißfachbetrieb durch den TÜV positiv
bestätigt werden, worauf wir sehr stolz sind.“
Das Thema Gesundheit- und Sicherheit
am Arbeitsplatz wird ebenfalls großgeschrieben:
so profitieren die Mitarbeiter von
effizienten Schweiß-Absaugvorrichtungen zur
Reinhaltung der Luft in der Produktionshalle,
Maschinen mit neuesten Sicherheitsstandards
sowie modern eingerichteten
Büro- und Sozialräumen und ergonomischen
Arbeitsplätzen.
Im Sinne einer umweltfreundlichen
Produktion wurde auch großer Wert auf
die ökologisch sinnvolle Verwendung von
lösungsmittelfreien Lacken sowie der
Nutzung der Sonnenenergie durch den
Bau einer großflächigen Photovoltaikanlage
gelegt, die einen Großteil des
Strombedarfs der Produktionshalle deckt.
Im Außendienst unterstützen kompetente
Fachberater die Kunden auf den Baustellen
mit Rat und Tat bei der Entwicklung
spezifischer Problemlösungen. Auf Kundenwunsch
werden Baustellenzeichnungen oder
baustellenspezifische Statiken erstellt. Die
hauseigene Logistikabteilung sorgt für eine
pünktliche und zuverlässige Warenanlieferung.
„Wir sind davon überzeugt, mit dem
Neubau in Heinsberg einen weiteren Grundstein
gelegt zu haben, um die stetige Nachfrage
nach unseren Produkten sowie die
hohen Kundenanforderungen auch in
Zukunft erfüllen zu können“, betont
DI (FH) Wolfgang Tinhof abschließend.
www.twf.at
www.twf-tiefbautechnik.de
ATC Asphalt-
Thermo-Container,
beheizt und isoliert für 2,5–20 t Asphalt
Die weitläufigen Freiflächen ermöglichen die Lagerhaltung
von Vermietungsgeräten für den Tiefbau, da
auch in Österreich immer mehr Kunden das Mietgeschäft
dem Kauf vorziehen.
Zahnstangenaufzüge
für Personen- und Materialtransporte
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Dreger GmbH
Europaweg 4
A-8141 Premstätten
Tel: 0316/718505-0
office@dreger.at
www.dreger.at
MASCHINEN + TECHNIK
SBM / ACHT GRUPPE
Acht Gruppe übernimmt Vertrieb für
mobile Aufbereitungstechnik von SBM
Seit Jänner 2021 ist die Acht Gruppe für Vertrieb, Service und Miete der mobilen Aufbereitungsanlagen
von SBM Mineral Processing in Österreich und in der Schweiz zuständig.
Bestehende und neue SBM Kunden werden durch das Team der Firma Mineraltech betreut,
die als Teil der Acht Gruppe in Baden und in Lochau über moderne Standorte mit einem umfangreichen
Mietpark verfügt und in Kürze einen weiteren Mietstützpunkt in Liezen eröffnet.
A
usschlaggebend für diese Kooperation
war unter anderem die neue Vertriebsstruktur
der SBM Mineral Processing
GmbH, die in den letzten Jahren konsequent
umgesetzt wurde. Erklärtes Ziel der
Neuausrichtung ist es, die Produkte des
Geschäftsbereichs Mobile Crushing &
Screening Solutions bis Ende 2021
ausschließlich über ein qualifiziertes
Händler- und Servicenetzwerk in allen
führenden Märkten der Welt zu vertreiben.
Nach der Umstellung in mehreren
großen europäischen Märkten wurde
dieser Schritt nun durch die Zusammenarbeit
mit der Acht Gruppe auch in Österreich
umgesetzt.
Als einer der heimischen Pioniere in
der Mobilaufbereitung ist die Acht Gruppe
bestens mit den täglichen Herausforderungen
in der Aufbereitungspraxis
vertraut. Zur Acht Gruppe zählen die ing.
erwin hofstätter GmbH sowie die Firmen
Mineraltech mit ihrer Zentrale in Baden
bei Wien und Mineraltech West mit der
Zentrale in Lochau in Vorarlberg. Aktuell
ist die Acht Gruppe in Österreich nun
offizieller Handels- und Servicepartner für
die Marken SBM (raupenmobile Remax
und Jawmax Aufbereitungsanlagen),
Keestrack (raupenmobile Brecher- und
Siebanlagen), Pronar (Trommelsiebanlagen)
und Trevibenne (Bagger-Anbauwerkzeuge).
Fast alle Geräte aus dem Vertriebsprogramm
werden auch in den gut
bestückten Mietparks der Firmen Mineraltech
und Mineraltech West angeboten.
Geschäftsführer Ing. Erwin Hofstätter
über die Hintergründe der Vertriebskooperation:
„Unsere Unternehmen verbindet
eine langjährige Zusammenarbeit, denn
SBM Aufbereitungsanlagen sind seit über
20 Jahren ein wichtiger Bestandteil im
Mietpark der Acht Gruppe. In den letzten
Jahren haben sich unsere Miet-Kunden
immer stärker für SBM Produkte interessiert.
Aufgrund dieser Entwicklung haben
wir mit SBM das Gespräch gesucht, um
die bestehende Zusammenarbeit zu
vertiefen. Angesichts der von SBM
angestrebten Umstellung auf eine neue
Vertriebsstruktur hat sich das Unternehmen
sehr offen für unseren Vorschlag
gezeigt und so konnte die neue Vertriebspartnerschaft
rasch und professionell
umgesetzt werden. Über die beiden
Mineraltech-Standorte in Baden und
Lochau, die in den letzten Jahren vor
allem den Miet-Bedarf im Bereich der
Aufbereitung abgedeckt haben, werden
wir die modernste Technik von SBM und
Keestrack für die mineralische Aufbereitung
nun auch im Vertrieb zur Verfügung
stellen. Wichtig für den Erfolg ist die
Präsenz vor Ort beim Kunden, die
Kompetenz der Beratung und die Verfügbarkeit
der Geräte – auch für Präsentationen.
All diese Anforderungen decken wir
für die Bereiche Erdbau, Transportgewerbe,
Baumeister-Betriebe und Recyclingmarkt
auf einem sehr hohen Niveau
ab. Unser Ziel ist es, im Markt der
mineralischen Aufbereitung mit Miet- und
Handelsgeräten die Nummer eins zu
werden.“
Die SBM Produktpalette in der mobilen
Aufbereitung beginnt mit den neuen
Einstiegsmodellen Remax 200 und
Jawmax 200 mit 24 t und reicht bis in die
60 t Klasse. Auch bei SBM liegt der
Schwerpunkt aus Gründen des Transports
und der Wirtschaftlichkeit in der 30-40 t
42 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Klasse. Die leistungsstarke Mobilanlage
Jawmax 200 mit der großen Einlauföffnung
von 1.000 mm x 600 mm eignet sich
auf kleinen Baustellen auch als Vorbrecher
für Prallmühlen. Die Soft-Start-Automatik
ermöglicht den einfachen Betrieb
der Anlage und macht sie auch für
Vermieter interessant, da die Anlage mit
der Fernbedienung vom Bagger oder
Radlader aus ganz einfach gestartet und
gestoppt werden kann. Eine vollautomatische
Spaltverstellung, Überlastsicherung,
Funkfernbedienung, Magnet und absenkbares
Austragsband sind nur einige
Highlights des neuen Jawmax 200.
Angetrieben wird die komplette Anlage,
wie bei SBM gewohnt, vollelektrisch. Die
SBM Crush Control App bietet smart und
übersichtlich verschiedenste Funktionen.
SBM Vertriebsleiter Helmut Haider:
„SBM Anlagen genießen einen sehr guten
Ruf hinsichtlich Langlebigkeit, Qualität
und Umweltschutz. Die Diesel-Stromerzeugung
setzt auf drehzahlkonstante
Antriebe und ermöglicht dadurch eine
hohe Effizienz. Dazu kommt die geringe
Lärmentwicklung, die heute immer
wichtiger wird. Wir freuen uns, dass die
Acht Gruppe diese und viele weitere
Stärken der SBM Anlagen nun offensiv
auf dem österreichischen Markt präsentieren
wird. Sie wird von unserem Team
dabei in jeder Hinsicht unterstützt.
Konkret wird Kollege Alfred Peer, der
bisher direkter Ansprechpartner für
Kunden in der mobilen Aufbereitung in
Freuen sich über den gemeinsamen starken Marktauftritt:
SBM Vertriebsleiter Helmut Haider (rechts) und Geschäftsführer
Ing. Erwin Hofstätter (Mineraltech; acht baurecycling GmbH).
Ost- und Süd-Österreich war, in Zukunft
die Handelspartner unterstützen. Er
betreut neben Österreich auch Ungarn,
Tschechien, Slowakei sowie weitere
Märkte in Südost-Europa. In der Übergangszeit
wird der Verkaufssupport auch
gemeinsam mit dem Handelspartner
wimmer-mietpark.at
| Mietgeräte online anfragen
| Maßgeschneidertes Angebot erhalten
mietpark@wimmer.info | 06235 66 55 246
MASCHINEN + TECHNIK
Transportoptimiert
und
leistungsstark
bewährt sich die
Remax 200 auch
im Hochgebirge.
auftreten. Der Markt für stationäre
Aufbereitungsanlagen wird in Österreich
in Zukunft von DI Walter Feistritzer und
Mario Schweizer betreut. Neben der
Beratungs-Kompetenz unserer erfahrenen
Mitarbeiter kommt auch unsere hochentwickelte
digitale Infrastruktur zum
Tragen. So werden wir unsere Direktverbindungen
zu den einzelnen Geräten auch
unseren Handelspartnern zur Verfügung
stellen, um hier gemeinsam die bestmögliche
Optimierung vorzunehmen.“
Angesichts der neuen Aufgaben wird
die Acht Gruppe ihr Team aus 45 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern um weitere
sechs Personen aufstocken. Allein am
Standort West-Österreich in Lochau wird
das Team von drei auf sechs Personen
aufgestockt. Wie bereits erwähnt befindet
sich zusätzlich in Liezen ein weiterer
Mietstandort im Aufbau. Generell wurden
alle Mietparks bereits stark mit SBM
Aufbereitungsanlagen bestückt.
Johannes Keck, Geschäftsführer
Mineraltech West-Österreich, ergänzt:
„SBM hat sich in den letzten Jahren in der
Kompaktklasse mit rund 30 t Einsatzgewicht
sehr gut positioniert. Wie mir
zahlreiche Gespräche mit Miet-Kunden
zeigen, treffen wir in Salzburg, Tirol und
Vorarlberg mit der 200er Serie von SBM
den Nagel auf den Kopf. Wir haben im
Westen nicht die Topographie für Großbrechanlagen.
Geräte mit 50 oder 60 t sind
Einzelfälle. Die Anwender in dieser Region
sind mit der Aufbereitung sehr mobil und
am nächsten Tag schon oft beim nächsten
Einsatz. Hier bekommen wir von unseren
Kunden hervorragende Rückmeldungen
auf die 200er Serie. Auch mit Keestrack
haben wir eine sehr breite Produktpalette
aus kompakten Backen- und Prallbrecheranlagen,
die in der 30 t Klasse ebenfalls
sehr gut aufgestellt ist. Die Ergänzung mit
der SBM Produktpalette ermöglicht es uns
nun, den Kunden aus einer Hand mit
derselben Betreuungsqualität ein alternatives
Gerät anzubieten und so die wirklich
optimale Lösung für den jeweiligen
Einsatz zu finden. Wir bleiben dabei auch
deshalb authentisch, weil wir diese
Wahlmöglichkeit bereits seit Jahren über
den Mietpark anbieten. Letztendlich wird
immer der Kunde entscheiden, was er am
Markt kauft oder mietet.“
Welche Neuheiten sind von SBM in den
nächsten Monaten zu erwarten? Dazu
SBM Vertriebsleiter Haider: „Nachdem wir
unsere Backenbrecher-Reihe mit dem
Jawmax 200 nach unten abgerundet
haben, ist die nächste Stufe die Erweiterung
nach oben. Konkret ist der Jawmax
400, ein 40 t Backenbrecher, kurz vor der
Fertigstellung. Der Jawmax 400 wird
ähnliche Eigenschaften wie die 60 t Klasse
aufweisen, ist dabei aber viel leichter und
einfacher zu transportieren. Er wird in
wenigen Monaten präsentiert und auch
von Mineraltech vorgeführt werden. Als
zweite Neuheit werden wir in diesem Jahr
auch noch die Remax mit einem großen
Vorsieb vorstellen.
www.sbm-mp.at | www.mineraltech.at
www.baurecycling.at
www.mineraltechwest.at
Von links: Alfred Peer, in der Branche bestens bekannter
Kundenbetreuer von SBM, unterstützt in Zukunft aus der
SBM Zentrale das Team der Acht Gruppe. Er wird aber
nach wie vor auch direkt bei den Kunden sein, unter
anderem mit Johannes Keck (Geschäftsführer
Mineraltech West Österreich in Lochau).
Auch in West-Österreich kommt die neue
Remax 200 bei den Kunden sehr gut an.
44 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
WINKELBAUER
Unterstützung für regionales Palliativteam
Da die Feierlichkeiten zum Firmenjubiläum pandemiebedingt ausgefallen
sind, erinnert sich der oststeirische Baumaschinenausrüster Winkelbauer
auf alternative Weise an das 75-jährige Bestehen und unterstützt das
mobile Palliativteam Hartberg-Weiz-Vorau.
B
ereits im Vorjahr hätte die Jubiläumsfeier
des heute international agierenden
Unternehmens Winkelbauer über die
Bühne gehen sollen. Während das
geplante Jubiläum den pandemischen
Herausforderungen wich, bleibt der
historische Rückblick – auf alternative
Weise: „Jene, die vor 75 Jahren den Grundstein
für unsere heutige Gesellschaft und
das wirtschaftliche Wohlergehen gelegt
haben, verbringen aufgrund der Pandemie
ihre letzten Stunden auf Erden häufig
ohne Familie und Freunde. Stattdessen
werden sie von Profis des mobilen Palliativteams
betreut, deren Leistung und
nötiges Einfühlungsvermögen in diesem
Zusammenhang gar nicht hoch genug
eingeschätzt werden kann“, betont
Firmenchef Michael Winkelbauer. Aus
diesem Grund hat sich das Unternehmen
gegen nachträgliche Feierlichkeiten – und
für eine Spende zu Gunsten des Palliativteams
entschieden: Mehrere Tausend Euro
hat das oststeirische Traditionsunternehmen
dafür aktuell an das mobile Palliativteam
Hartberg-Weiz-Vorau übergeben. Die
Firmenchef Michael Winkelbauer: „Die
sehr empathischen und persönlichen
Leistungen, die das Palliativteam in dieser
herausfordernden Zeit erbringt, sind gar
nicht hoch genug zu bewerten.“
soziale Verbundenheit hat beim 130-köpfigen
Betrieb Tradition: Bereits in den
Vorjahren spendete Winkelbauer mehrere
Tausend Euro an Einrichtungen aus der
Region.
www.winkelbauer.com
AMMANN
Zwei-Wellen-Rüttler spart Zeit und Kosten
Ammann bietet mit der vollhydraulischen und mit Zwei-Wellen-
Erregersystem ausgestatteten Vibrationsplatte APH 60/85 eine sehr
wirtschaftliche Lösung für die Nachverdichtung von Böden.
Die APH 60/85 überzeugt nicht nur mit hoher Produktivität, sie erreicht
mit 464 kg Einsatzgewicht auch problemlos die Tiefenwirkung,
die sonst nur schwerere Ammann-Rüttler mit Drei-Wellen-Erregersystem
bewirken. Die Platte wird von einem 13,4 PS starken Hatz-
Hydraulik-Motor Supra 1D81S angetrieben und schafft in der Spitze
28 m/min. Die maximale Flächenleistung beträgt 1428 m2/h.
Die meisten Straßen-Baustellen mit vorverdichteten Untergründen
lassen sich mit der vollhydraulischen APH 60/85 perfekt weiterbearbeiten.
Erst beim Laufverhalten spürt man
den Unterschied zur Drei-Wellen-Technik.
Nur bei Steigungen und nassen, bindigen
Böden wäre dann die APH 65/85 mit Drei-
Wellen-Technologie die noch bessere Wahl.
„Die APH 60/85 erzielt mit bis zu 60 kN
Zentrifugalkraft und 69 Hz Vibrationsfrequenz
eine ebenso hohe maximale
Verdichtungstiefe wie die APH 65/85 mit
ihren drei Wellen-Erregern“, erläutert
Thilo Ohlraun, Vertriebsleiter Deutschland
von Ammann. „Mit der serienmäßigen, hydrostatischen Orbitrol-
Steuerung lassen sich Straßen, Plätze oder Gräben intuitiv, sicher
und punktgenau verdichten. Das sorgt für enorme Wirtschaftlichkeit
und hohe Produktivität“, ergänzt er. Die Orbitrol-Steuerung bietet
nur Ammann an – für alle vollhydraulischen Vibrationsplatten seiner
APH-Baureihe. Mit einem optional erhältlichen Elektrostarter und
dem Ammann-Verdichtungsmessungs-System ACEecon geht es noch
effizienter voran. ACEecon ermittelt die relative Bodensteifigkeit,
reduziert unnötige Überfahrten und verhindert so Überverdichtungen.
„Die Rentabilität der APH 60/85 schlägt sich auch in einem
niedrigeren Dieselkraftstoff-Verbrauch nieder“, erläutert Thilo
Ohlraun, „Außerdem punktet die Orbitrol-
Steuerung – im Gegensatz zu herkömmlichen
Rüttlern mit Keilriemen und Fliehkraftkupplung
– mit deutlich geringeren
Wartungskosten.“ www.ammann.com
Mit der Orbitrol-Steuerung können
Anwender den Antrieb der APH 60/85
stufenlos regeln und beispielsweise
eine Punkt-Rüttelung durchführen.
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
45
MASCHINEN + TECHNIK
Die Planierraupe
D375A-8 von Komatsu beeindruckt
hinsichtlich Durchdringungs- und
Traktionskraft, Kraftstoffeffizienz, Umweltfreundlichkeit,
Stabilität und
Geschwindigkeit.
Die komfortable
Sicherheitskabine
bietet hohen Fahrkomfort,
das Echt zeit-
Multifunktionsbedienfeld
informiert unter
anderem über Betriebszeit,
Motordrehzahl,
Kraftstoffstand und
Kühlmitteltemperatur.
Übergabe der D375A-8
an das slowenische
Bergbauunternehmen
RGP d.o.o. (von links):
Bostjan Drev (technischer
Leiter der
Maschinenflotte bei
RGP d.o.o.) und Florjan
Pancur (Verkaufsleiter
Kuhn d.o.o.).
KUHN
Slowenien: Bergbauprofi setzt auf die
neue Planierraupe D375A-8 von Komatsu
Das Bergbauunternehmen RGP d.o.o. legt in allen Bereichen Wert auf Qualität.
Dies gilt auch für den eigenen Fuhrpark, den das Unternehmen vor kurzem mit
der neuen Komatsu D375A-8 von Kuhn d.o.o. Trzin/Slowenien erweitert hat.
A
usschlaggebend für die Entscheidung
zugunsten der Planierraupe Komatsu
D375A-8 waren unter anderem die hohen
Leistungsanforderungen von Komatsu an
die eigenen Baumaschinen. Viele Bauunternehmen
arbeiten per Stundensatz,
Komatsu verwendet hingegen gerne die
Produktion pro Tonne als Parameter.
Zu den wirtschaftlichen und ökologischen
Vorteilen der D375A-8 mit ihren
85 t zählen der 578 kW Motor und zwei
Komatsu-Dieselpartikelfilter (DPF), die
die EU-Umweltstandards mehr als
erfüllen. Die D375A-8 in Kombination mit
einem Schild mit einer Kapazität von
58 m 3 , die auf die Bedürfnisse und
Wünsche des Kunden zugeschnitten ist,
wird selbst die enormen Mengen bewältigen,
mit denen RGP täglich umgeht.
Komatsu legt bekanntlich auch großen
Wert auf den Komfort der Bediener. Die
geräumige und sehr komfortable Sicherheitskabine
ermöglicht es dem Bediener,
das Potenzial der Maschine voll auszuschöpfen.
Auf dem voll verstellbaren
luftgefederten, beheizten und belüfteten
Sitz fühlt sich auch der anspruchsvollste
Fahrer wie in einem Sessel zu Hause.
Das Echtzeit-Multifunktionsbedienfeld
zeigt Betriebszeit, Motordrehzahl, Kraftstoffstand
und Kühlmitteltemperatur an.
Außerdem erhält der Bediener Wartungsund
Serviceinformationen für den Fall,
dass die Ölfilter ausgetauscht werden
müssen oder Fehlfunktionen auftreten.
Für mehr Effizienz bei langen Transporten
schaltet sich die Drehmomentwandler-Überbrückung
automatisch ein.
Die Motorleistung wird dann direkt an das
Getriebe gesendet, wodurch die Antriebsdrehzahl
und der Maschinenwirkungsgrad
erhöht werden, um den Kraftstoffverbrauch
zu senken und die Arbeitszeiten zu
verkürzen.
Die Betriebsart kann auf „Power“ für
maximale Leistung oder auf „Eco“ für
Energieeinsparung eingestellt werden. Um
unnötigen Kraftstoffverbrauch zu reduzieren
und die Betriebskosten zu senken,
wird die automatische Leerlaufabschaltung
von Komatsu automatisch aktiviert,
wenn der Motor für einen bestimmten
Zeitraum im Leerlauf läuft.
Die Sicherheit wird auch außerhalb der
Fahrerkabine gewährleistet, da alle
zugänglichen Bereiche und Wartungsbereiche
an der Maschine mit Schutzzäunen
und rutschfesten Laufflächen gut gesichert
sind.
www.kuhn.at
46 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
SCHWAMBORN
Extrem gründlich und laufruhig
Schwamborn, der deutsche Hersteller von professionellen Reinigungsmaschinen,
stellt jetzt erstmalig eine Bodenreinigungsmaschine mit Oszillationstechnologie vor.
I
n Kombination mit dem entsprechenden
Zubehör bietet das „System
Schwamborn“ Lösungen für ganz
konkrete Anwendungen an. So wurde
nicht nur ein spezielles, ausschließlich
aus Recyclingprodukten gefertigtes
PU-Pad entwickelt, das besonders
robust ist und für die Grundreinigung
und Unterhaltsreinigung von jeglichen
Hartbodenoberflächen geeignet ist.
Darüber hinaus kann die OES 430 mit
einem Wassertank ausgestattet werden,
womit sie für die Nassreinigung perfekt
geeignet ist. Ein speziell für die OES
entwickelter Spritzschutz- und Absaugring,
sorgt für sparsamen und zielgenauen
Wassereinsatz oder auch eine
effektive Absaugung. Denn die OES 430
kann auch mit einem leistungsfähigen
Industriesauger kombiniert werden.
Pads zum Polieren und Schrubben
runden das durchdachte Zubehörprogramm
ab. Mit dem ebenfalls speziell
für die Oszillationstechnik entwickelten
Schleiftellern kann die Maschine auch
für das Aufarbeiten und Schleifen von
Estrichböden, das Kristallisieren von
Marmor und das Abschleifen von
Holzböden eingesetzt werden. Herausragend
sind die Laufruhe und das einfache
Handling mit der neuen Oszillationstechnik.
So lässt sich die Maschine ohne
großen Kraftaufwand „quasi mit einem
Finger“ führen, was eine hohe Flächenleistung
ohne Ermüdung der Reinigungskraft
ermöglicht. Die OES 430
bietet besondere Vorteile bei großen
Flächen und unebenen Untergründen
wie Fliesen oder Natursteinen.
www.schwamborn.com
Die oszillierende Einscheibenmaschine OES 430
kann zusätzlich für den vielfältigen Einsatz mit
einem Wassertank oder einem Staubsauger
ausgestattet werden.
Grabenverbausysteme
sichern Leben,
sparen Geld und Zeit
Mit professionellen Verbau-Systemen sichern Sie jede Grube und Ihre
Mitarbeitenden, sparen bares Geld, weil jederzeit gewartetes Top-Material
verfügbar ist. Mieten, Miet-Kauf oder Kaufen – entscheiden Sie selbst!
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MASCHINEN + TECHNIK
Der neue EWR130E ist extrem kompakt und stabil: mit dem zweiteiligen, nicht schwenkbaren Ausleger kann er bis
zu 4,3 t schwere Lasten bei einer Reichweite von 6 m heben. Bild rechts: Der neue EC350E ermöglicht maxi male
Rentabilität durch die Kombination aus Vielseitigkeit, Effizienz und einfacher Bedienung.
ASCENDUM
EWR130E und EC350E: neue Volvo-Geräte
im Kompaktbereich und in der 35-t-Klasse
Mit dem kürzesten Schwenkradius, extremer Stabilität und der renommierten Fahrerkabine
setzt der EWR130E von Volvo CE einen neuen Maßstab für die Leistung von
Mobilbaggern der 12- bis 13-t-Klasse. Ergänzend dazu füllt der brandneue EC350E die
Lücke zwischen den Baureihen EC300E und EC380E und vervollständigt das nunmehr
lückenlose Angebotsspektrum im mittelschweren Baggersegment.
D
er neue EWR130E ist derart knapp
dimensioniert, dass sein Heck mit nur
1,55 m und sein vorderer Schwenkbereich
mit nur 1,81 m den kürzesten Schwenkradius
in der 12- bis 13-t-Klasse aufweist.
Die extrem kompakte Maschine ist in
vielerlei Hinsicht eine Premiere und
wurde unter umfangreicher Mitarbeit des
Kunden entwickelt. Das Ergebnis ist eine
Maschine, die unglaublich wendig und
Sowohl für den
EWR130E als auch
für den EC350E
steht das optionale
Maschinensteuerungssystem
Dig
Assist zur Verfügung,
dessen umfangreiche
Funktionen
auf dem
hochauflösenden
10-Zoll-Tablet des
Volvo Co-Pilot angezeigt
werden.
manövrierfähig ist und dennoch eine
exzellente Hubleistung, Grabkraft,
Anwendungsflexibilität und Sichtverhältnisse
für den Bediener bietet. Nicht zu
vergessen der geräumige Komfort der
Kabine und die Benutzerfreundlichkeit.
Zu seinen größten Trümpfen zählen der
zweiteilige Ausleger und die Inline-Abstützung.
Dadurch lässt sich die Maschine
auch in den kleinsten Nischen optimal
positionieren und stabilisieren. Der
EWR130E profitiert von der Kompaktheit
einer kleineren 10-t-Maschine und bietet
dennoch die Leistung eines 13-Tonners.
Der EWR130E zeichnet sich im
Vergleich zu ähnlichen Maschinen durch
einen erheblich niedrigeren Schwerpunkt
aus, was für eine unschlagbare Stabilität
sorgt. Der zweiteilige, nicht schwenkbare
Ausleger ermöglicht das Heben von bis zu
4,3 t schweren Lasten bei einer Reichweite
von 6 m. In Kombination mit dem bewährten
Volvo D4-Motor liefert er eine beeindruckende
Ausbrechkraft und eine
überlegene Reißkraft.
Zwei neue Optionen beim EWR130E
sind die Vierradlenkung und das geteilte
Planierschild. Die Vierradlenkung
verbessert die Manövrierfähigkeit durch
den kleinen Wenderadius zusätzlich, das
geteilte Planierschild bietet noch mehr
Möglichkeiten zur Nivellierung der
Maschine auf unebenem Boden oder zum
Beispiel an Bordsteinkanten. Weiters
können Hydraulikdruck und -durchfluss-
48 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
menge für bis zu 32 Anbaugeräte vorprogrammiert
werden, ohne dass ein Servicetechniker
vonnöten ist.
Der EWR130E bietet eine Fahrgeschwindigkeit
von bis zu 35 km/h. Sein Ausleger-
Federungssystem greift bei Geschwindigkeiten
über 5 km/h ein, um Stöße zu absorbieren
und das Aufschaukeln auf holprigem
Gelände zu reduzieren. Sobald der Arbeitsbereich
erreicht wird, ist die Maschine
umgehend einsatzbereit, wobei die automatische
Grabbremse immer dann eingreift,
wenn die Geschwindigkeit der Maschine
Null ist. Das optionale Maschinensteuerungssystem
Dig Assist ist mit den Softwarepaketen
2D, In Field-Design, 3D sowie
neue Anwendungen für das Onboard-Wiegesystem
ausgestattet, die alle auf dem
hochauflösenden 10-Zoll-Tablet des Volvo
Co-Pilot angezeigt werden. Der EWR130E
ist serienmäßig mit dem Telematiksystem
CareTrack ausgestattet.
EC350E: neuer Leistungsträger
in der 35-t-Klasse von Volvo CE
Je nach Aufgabe und Vorliebe kann der
Bediener verschiedene Funktionen wählen.
Dazu gehört die Ausleger-/Schwenk- und
Ausleger-/Fahr-Priorität, die es ermöglicht,
einer Funktion den Vorrang vor einer
anderen zu geben. Die Absenkgeschwindigkeit
des Auslegers kann ebenfalls eingestellt
werden. Durch die Technologie zur
Reduzierung der Auslegerschwingungen
gibt die Maschine wesentlich weniger
Hier geht’s
zum Video:
Erschütterungen an den Bediener weiter.
Die Option ‚Comfort Drive Control‘ trägt zur
Verringerung von Ermüdungserscheinungen
bei, indem der Bediener die Maschine
mit dem Proportionalschieber für den
Zeigefinger am Joystick statt mit den
Pedalen lenken kann. Anpassbare Einstellungen
und die neue „Long Push“-Funktion
am Joystick, mit welcher der Bediener eine
weitere Shortcut-Funktion einstellen kann,
erleichtern das Arbeiten zusätzlich.
Auch für den EC350E steht auf Wunsch
das bereits erwähnte optionale Maschinensteuerungssystem
Dig Assist zur Verfügung.
Hinzu kommt die Volvo Active Control, die
es mit automatisierten Ausleger- und
Löffelbewegungen ermöglicht, Arbeitsvorgänge
um bis zu 45% schneller abzuschließen.
Der Bediener kann zudem problemlos
Schwenk-, Höhen- und Tiefenbegrenzungen
einstellen.
Der EC350E bietet dank einer Kombination
von Funktionen wie dem bewährten
ECO-Modus, den wählbaren Betriebsarten
und der intelligenten Elektrohydraulik eine
hohe Kraftstoffeffizienz. Der D8M-Volvo-
Motor mit einer Leistung von 220 kW liefert
ein beeindruckend hohes Drehmoment im
niedrigen Drehzahlbereich und ist mit einer
Leerlauf- und Abschaltautomatik ausgestattet.
Dank des vollautomatischen
Regenerierungsprozesses des Motors muss
die Maschine nicht angehalten werden, um
den Dieselpartikelfilter zu reinigen.
www.ascendum.at
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Nr. 0124850
11
12
1
10
27
26 21
2
9
25 22
3
8 24 23 4
7
6
5
Der Fahrer des EWR130E
profitiert von der Kompaktheit
einer kleineren 10-t-
Maschine und verfügt dennoch
über die Leistung eines
13-Tonners. Mit den Joysticks
lassen sich nahezu alle
Funktionen steuern.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
49
MASCHINEN + TECHNIK
STREUMASTER / PRINOTH
Gemeinsame Entwicklung geländegängiger
Bindemittelstreuer auf Raupenfahrzeug
Prinoth kündigt ein gemeinsames Projekt mit dem in Deutschland ansässigen
Unternehmen Streumaster an, um einen Bindemittelstreuer auf Gummiketten
mit der höchsten auf dem Markt verfügbaren Leistung im Hinblick auf
Produktivität und Geländegängigkeit zu entwickeln.
B
ereits im September 2020 entwickelten
Prinoth und Streumaster einen 13 m 3
großen Bindemittelstreuer auf Gummiketten
mit dem Fahrgestell Panther T12
als Basis. Dies ist bisher das größte auf
Gummiketten gebaute Modell auf dem
Markt.
Um diese Größe der Einheit zu erreichen,
nahmen die Ingenieurteams von
Prinoth und Streumaster einige bedeutende
Änderungen an ihren jeweiligen
Basiseinheiten vor. Die Gesamthöhe
musste unter 3.188 mm bleiben und die
Breite durfte 2.700 mm nicht überschreiten
sowie ROPS-zertifiziert bleiben.
Streumaster lieferte dafür einen auf das
Raupenfahrzeug perfekt abgestimmten
Behälteraufbau, mit der idealen Breite
und Höhe, um dem Geländeeinsatz gerecht
zu werden. Darüber hinaus verlegte
Prinoth die Kabine nach vorne, um das
gleiche Stabilitätsniveau, aber eine
geringere Gesamthöhe zu erhalten.
„Ähnliche Raupenmodelle sind nicht in
der Lage, die gleichen Volumina bei
gleichbleibender Stabilität und einem
extrem niedrigen Bodendruck zu erreichen.
Dank dieser großartigen Zusammenarbeit
zwischen Prinoth und Streumaster
sind die endgültigen Lösungen um fast
60% produktiver, und dies wird den
Kunden helfen, die Böden in aller Welt mit
schnelleren Zykluszeiten zu stabilisieren“,
kommentierte der Verkaufsdirektor von
Prinoth, Doug Little. „Die Zusammenarbeit
mit Streumaster, einem Wirtgen-
Systempartnerunternehmen, war sowohl
für die Technik als auch für den Vertrieb
anregend. Wir mussten ein wenig über den
Tellerrand hinausschauen, um die Zwänge
zu überwinden, die dieses Projekt
zunächst aufwarf. Wir sind zuversichtlich,
dass die Lösung, die wir jetzt weltweit
einführen, die Kapazitäten von Bauunternehmern
verbessern wird, wenn es darum
geht, Bindemittel im Gelände zu streuen“,
fügte er hinzu.
„Das Erreichen eines niedrigen Bodendrucks
war eines der Hauptziele. Zweitens
musste das Fahrzeug auf der Straße auf
einem Tieflader transportierbar sein,
weshalb die Gesamthöhe des Fahrzeugs
eine weitere Herausforderung darstellte.
Folglich musste auch der Schwerpunkt
abgesenkt werden. Dies ist wichtig für die
Stabilität und Sicherheit, wenn unsere
Streumaster bietet diesen und
alle anderen Bindemittelstreuer
weltweit exklusiv über das Wirtgen-
Händlernetz an.
Kunden unter schwierigen Bedingungen
arbeiten, zum Beispiel um ein Kippen zu
verhindern. Unser drittes Ziel war die
Lieferung des eigentlichen Bindemittels.
Für unsere Kunden war es ein Wunsch,
den Silo-Lkw mit dem Bindemittel so
schnell wie möglich wieder auf die Straße
zu bringen, da die unproduktive Wartezeit
immer sehr begrenzt ist. Daher brauchten
wir eine Lösung, bei der der Silo-Lkw in
3 Zyklen (ca. 32 t = 32 m³) entleert
werden konnte. Das Ergebnis war ein
13 m³-Streuer. Um dies zu erreichen, war
zunächst kein Hersteller in der Lage, uns
den erforderlichen Raum für den Bau
eines 13 m³-Bindemittelstreuer anzubieten
und alle zuvor genannten Anforderungen
zu erfüllen. Prinoth schlug vor, ihre
Kabine nach vorne zu verlegen. Darüber
hinaus erlaubte das Fahrgestelldesign des
Panther T12 von Prinoth dies, und es
erwies sich als die ultimative Lösung, um
allen Anforderungen unserer Kunden
gerecht zu werden“, so Mehdi Belkalem,
Leitender kaufmännisch-technischer
Berater von Wirtgen Belgium B.V.
www.prinoth.com | www.streumaster.com
www.wirtgen-group.com
50 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
KUHN
PC24MR-5: neuestes Mitglied
der MR-5-Baureihe von Komatsu
Die komplett neue Serie MR-5 baut auf der sehr
erfolgreichen MR-3-Baureihe auf.
D
iese neue Generation Minibagger ist
leistungsstark, vielseitig und mit
einem Motor gemäß EU Stufe V ausgestattet.
Sie bietet zudem eine ganze Reihe an
neuen und optimierten Funktionen für
höhere Bedienfreundlichkeit. Durch die
Sicherheitsgurt-Kontrollanzeige, den gut
zugänglichen Motor-Notausschalter und
geschützte PPC-Bedienhebel bieten diese
Maschinen hohe Sicherheit sowohl für den
Fahrer als auch für die Menschen in der
direkten Umgebung. Die MR-5-Bagger
profitieren außerdem von werksseitig
installierten Sonderausrüstungen, die von
Komatsu entwickelt wurden – darunter
Fingertip Bedienelemente mit Proportionalsteuerung
und eine Hydraulikleitung
für Schnellwechsler, sodass stets maximale
Flexibilität, Qualität,
Zuverlässigkeit und
Leistung gewährleistet
ist. Die großzügige,
ergonomische
Arbeitsumgebung mit
breitem Fahrersitz bietet
dem Fahrer Komfort und Sicherheit
bei jedem Einsatz. Simone Reddi,
Produktmanager für Minibagger bei
Komatsu Europe: „Die Baureihe MR-5
konzentriert die Qualität und Leistung der
großen Komatsu Baumaschinen auf
kompakte Maschinen im einzigartigen
MR-5-Design, mit dem sie auf jeder
Baustelle in Europa auffallen. Der
PC24MR-5 bildet zusammen mit dem
PC26MR-5 ein hervorragendes Angebot
Der PC24MR-5 punktet mit den MR-
5-Eigenschaften, die sich auch schon in
den Modellen PC18MR-5 und PC26MR-5
bis PC58MR-5 bewährt haben.
für dieses überaus wichtige Segment,
in dem gleichzeitig hohe Leistung und
einfacher Transport erforderlich sind.“
www.kuhn.at
MASCHINEN + TECHNIK
Der neue Takeuchi
TB295W-2 Mobilbagger bei
einem der typischen Einsätze der
Firma Albrechtsberger.
ALBRECHTSBERGER / ZÖCHLING
Frischer Wind bei Albrechtsberger
Im Großraum Wien zählt die Albrechtsberger GmbH zu den ersten Adressen bei
der Bereitstellung von Baumaschinenleistungen für Bau- und Erdbaufirmen.
Das engagierte Team rund um den neuen Standortleiter Gerhard Hanzal verfügt
über einen leistungsfähigen Fuhrpark, der vor kurzem durch drei neue
Takeuchi Bagger weiter modernisiert wurde.
A
ls renommiertes Wiener Unternehmen
feiert die Albrechtsberger GmbH in
zwei Jahren bereits ihr 70-jähriges
Bestehen. Der von Architekt Josef Albrechtsberger
gegründete Betrieb spezialisierte
sich zu Beginn vor allem auf die
Garten- und Landschaftsgestaltung.
Später erweiterten das Baumeistergewerbe
und der Maschinenverleih das Leistungsportfolio.
Ende der 1980er Jahre übernahm
mit Ing. Josef H. Albrechtsberger die
nächste Generation die Geschäftsführung.
Mit Verlässlichkeit und hohen Ansprüchen
in den Bereichen Ausführungsqualität und
Kundenbetreuung festigte er den ausgezeichneten
Ruf des Unternehmens. 2009
wurden die Gesellschaftsanteile von der
Unternehmensgruppe Zöchling aus
Hainfeld in NÖ erworben. Diese ist selbst
in den Bereichen Transport, Erdbau,
Abbruch, Rohstoffgewinnung, Recycling
Frischer Wind und
modernes Gerät
für zufriedene
Kunden (von
rechts): Johannes
Zöchling (Geschäftsführer
Zöchling Gruppe)
und Gerhard
Hanzal (neuer
Standortleiter der
Albrechtsberger
GmbH in Wien
Donaustadt).
52 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Bei archäologischen Ausgrabungen hat sich
die Firma Albrechtsberger ebenso bewährt,
wie bei diesen Aushubarbeiten in der Wiener
Kärntnerstraße im Jahr 1975.
Für die verschiedenen
Einsätze steht dem
Team der Firma
Albrechtsberger
ein breites
Programm an
Anbaugeräten
zur Verfügung.
und Deponierung tätig und hat mit der
Albrechtsberger GmbH eine hervorragende
Ergänzung ihres Leistungsangebots im
Großraum Wien gefunden.
Seit vielen Jahren setzt die Albrechtsberger
GmbH höchst erfolgreich auf das
Geschäftsmodell der Baggervermietungen
mit Personal. Vom Standort in Wien
Donaustadt aus betreut das Unternehmen
Projekte in Wien, Niederösterreich und
dem Burgenland. Angefragt werden die
Dienstleistungen von privaten Bauherrn
ebenso, wie von großen Baufirmen oder
den Wiener Linien. Das Einsatzspektrum
reicht dabei vom einfachen Aushub über
die Gartengestaltung, die Errichtung von
Brunnenschächten und das Eingraben von
Zisternen bis zu Abbrucharbeiten oder
dem Einsatz im Straßenbau im Rahmen
von Großprojekten. Das Team stellt dabei
immer wieder seine große Flexibilität
unter Beweis, etwa bei Erdarbeiten für
archäologische Grabungen, in der maschinellen
Unterstützung von Munitionserkundungen
oder bei Nachteinsätzen im
Autobahnbau. Materialtransporte, die bei
den jeweiligen Projekten anfallen, werden
von den Lkw der Firma Zöchling durchgeführt.
Gerhard Hanzal, der über 20 Jahre
Erfahrung in der Baubranche verfügt, ist
seit August 2020 der neue Standortleiter
der Firma Albrechtsberger. Er folgte
seinem Vorgänger Silvester Kovacs nach,
der gemeinsam mit Ing. Josef H. Albrechtsberger
für den guten Ruf des
Unternehmens als professioneller Dienstleister
verantwortlich ist und der sich
nach 25 Jahren in den wohlverdienten
Ruhestand verabschiedete.
Aktuell leitet Gerhard Hanzal ein
engagiertes Team aus 14 Maschinisten
sowie einem Schlosser und Mechaniker. Die
überwiegend langjährigen Mitarbeiter
verfügen in allen Bereichen über umfangreiche
Erfahrungen. Der Fuhrpark umfasst
37 Bagger, wobei für die verschiedenen
Einsätze elf Kettenbagger von 1,5 bis 15 t
und 26 Mobilbagger von 15 t bis 22 t zur
Verfügung stehen. Alle Mobilbagger sind
angemeldet und können auf eigener Achse
die Baustellen in den umliegenden Bezirken
anfahren. Die Kettenbagger wiederum
sind durchgehend mit Gummiketten
ausgerüstet, um bei der Gartengestaltung
die Rasenflächen zu schonen.
Jüngster Neuzugang im Fuhrpark sind
drei neue Takeuchi Bagger: ein 12 t
Mobilbagger TB295W-2, ein 3 t Kettenbagger
TB230 sowie ein 5 t Kettenbagger
TB250-2. Die Geräte wurden durch den
neuen Standort Großebersdorf der
Huppenkothen GmbH an die Firma
Albrechtsberger übergeben. Jeder der
neuen Takeuchi Bagger ist mit einem
Böschungslöffel, drei Tieflöffel, einem
Hydromeissel und Powertilt-Schwenkvorrichtung
ausgerüstet. Für alle Bagger
steht eine breite Palette an Anbaugeräten
zur Verfügung, die verschiedene Greifer
ebenso umfasst, wie Abbruchscheren oder
Sieblöffel.
www.albrechtsberger.at | www.zoechling.at
Von links: Akos Kertics (Baggerfahrer),
Nandor Rongits-Vass
(Mechaniker) und Mehmet Toprak
(Baggerfahrer und Schlosser) vor
den neuen Takeuchi Baggern TB230,
TB250-2 und TB295W-2.
FLIEGL
Der Sattelkipper DHKA 390
„Revolution“ von Fliegl ist ein
echtes Leichtgewicht.
Geringes Gewicht bei
mehr Nutzlast
Unter 4.000 kg Leergewicht und bis
zu 1.000 kg mehr Nutzlast bietet der
Sattelkipper DHKA 390 „Revolution“ von
Fliegl je nach Variante und Ausstattung.
Das niedrige Leergewicht und den
geringeren Verbrauch erreicht Fliegl
durch clevere Maßnahmen: Das Leichtbau-Chassis
rollt auf leichten Dura-
Bright-Alufelgen von Alcoa, die Seitenwände
der Aluminium-Mulde bestehen
aus 30 mm starken Hohlkammerprofilen
und sind bei der 25-m 3 -Variante nur
1.450 mm hoch.
Der Revolution Kipper ist auch besonders
alltagstauglich: Dank der speziellen
integrierten Kotflügel fällt beim Beladen
danebengegangenes Schüttgut gleich
auf den Boden – und nicht später auf die
Straße. Die konisch geformten Mulden
sind hinten ganze 50 mm breiter als
vorn, so bleibt kein Ladegut hängen.
Und dank Gummidichtung ist die Membran-Klappe
praktisch vollständig dicht,
ideal für feuchte Schüttgüter. Apropos
Feuchtigkeit: Auf nassen, schlammigen
Baustellen kann die Antriebsachse der
Zugmaschine beim Abkippen zu leicht
sein, die Räder verlieren die Traktion.
Beim DHKA 390 lässt sich die erste
Achse anheben, dadurch verlagern sich
2.800 kg des Aufliegergewichts auf die
Sattelplatte und sorgen so für deutlich
mehr Grip. Das Aluminium der Mulde ist
besonders leicht, mit einer Härte von
110 Brinell ist die Oberfläche aber besonders
hart – das sorgt für geringen
Verschleiß auch bei abrasiven Gütern.
Und damit der Trailer auch nach vielen
Jahren noch Geld verdient, bietet Fliegl
10 Jahre Gewährleistung gegen Durchrostung
des Rahmens. Dank Verzinkung
steht einem langjährigen Betrieb nichts
im Weg.
www.fliegl.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
53
MASCHINEN + TECHNIK
Der Kaiser S10 Mobil-
Schreitbagger bei
den Vorarbeiten für
die Errichtung von
2.200 Lfm Schneezaun
in Berlevåg im
Norden Norwegens.
KAISER / DS ENTREPRENØR AS
Kaiser S10: optimales Gerät für
Felssicherung im hohen Norden
Die Errichtung von Felssicherungen sowie Lawinen- und Steinschlagverbauungen
erfolgt im Norden Europas unter ähnlich rauen Bedingungen, wie
in unseren Alpen. Es ist daher kein Wunder, dass Kaiser Mobil-Schreitbagger
für spezialisierte Betriebe, wie das österreichisch/norwegische Unternehmen
DS Entreprenør AS, eine wichtige Rolle spielen.
S
chneezäune, Stahlschneebrücken und
alle Arten von Felssicherungsmaßnahmen
sind für die Profis der Firma DS
Entreprenør AS das täglich Brot. Die
Verbauungen dienen hauptsächlich zur
Sicherung von Straßen, Eisenbahnstrecken
und Wohnsiedlungen. Gegründet
wurde das Unternehmen durch Ing.
Oddmund Sletten im Jahr 2009, seit
Februar 2020 bringt Ing. Mathias Klotz
BSc. als neuer Miteigentümer sein
Know-how in diesem Bereich ein.
Obwohl sich die Zentrale von DS
Entreprenør AS südlich von Oslo befindet,
sind die rund 30 Mitarbeiter in ganz
Norwegen und auch auf der Inselgruppe
Spitzbergen tätig. Diese zwischen dem
norwegischen Festland und dem Nordpol
Im norwegischen Sprachgebrauch
heißt Spitzbergen
Svalbard, was übersetzt
„Kühle Küste“ bedeutet. In
Longyearbyen realisierte DS
Entreprenør AS rund 1.400
Lfm Stahlschneebrücken, das
größte Lawinenverbauungsprojekt
in ganz Norwegen.
Auf Spitzbergen werden
die Anker auch in
Nachtschichten gesetzt.
gelegene Inselgruppe ist für ihr raues
Klima, felsiges Gelände mit Gletschern
und gefrorener Tundra bekannt.
Einer der Leistungsträger im Fuhrpark
von DS Entreprenør ist ein Kaiser S10
Mobil-Schreitbagger mit Morath-Bohrlafette,
der sich mit seinem stufenlosen
hydrostatischen Zweiradantrieb auch bei
den Einsätzen im Norden Norwegens
bestens bewährt. Dazu Klaus Singer,
Geschäftsführer der Firma Kaiser
Fahrzeugtechnik in Nenzing: „Das
Herzstück des S10 ist der leistungsstarke
Motor, der mit seinem enormen Drehmoment
eine hervorragende und effiziente
Leistung ermöglicht. Durch das spezielle
Hydrauliksystem kann der Fahrer
Priorität und Leistung der Hauptfunktionen
über das Display aktiv beeinflussen
und damit den Mobil-Schreitbagger den
Arbeitsbedingungen anpassen.“
Seine Leistungsstärke stellte der S10 in
Norwegen unter anderem bei den folgenden
Projekten unter Beweis:
- 2.200 Lfm Schneezaun, aufgeteilt in
6 Abschnitte in Berlevåg (Provinz
Finnmark),
- 800 Lfm Stahlschneebrücken in Kleven
- 315 Lfm Schneezaun + 430 Lfm Stahlschneebrücken
in Skjånes (Provinz
Finnmark)
Das größte Projekt in der Unternehmensgeschichte
von DS Entreprenør AS
umfasste die Errichtung von 1.400 Lfm
Stahlschneebrücken in Longyearbyen auf
Spitzbergen. Es handelt sich dabei um das
54 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Der Kaiser S10 steht für die
aktuellste Generation der Kaiser
Mobil-Schreitbagger und beeindruckt
auch in Norwegen mit seiner
Leistung und Effizienz.
größte Lawinenverbauungsprojekt in ganz
Norwegen. Besondere Herausforderungen
bildeten hier der logistische Aufwand
sowie die geologischen und klimatischen
Bedingungen, die durch Permafrost,
extreme Winde usw. gekennzeichnet
waren.
Ing. Mathias Klotz: „Trotz der widrigen
Bedingungen sorgte der Kaiser S10 in
Verbindung mit einer Morath SA2500
Bohrlafette für einen raschen Baufortschritt.
Diese Gerätekombination ermöglicht
es uns, vier verschiedene Bohrtechniken
mit nur einem Gerät in nahezu allen
Hanglagen durchzuführen. Als jüngstes
Projekt haben wir mit dem Kaiser S10 von
Oktober bis Dezember 2020 auf Spitzbergen
rund 60 Testanker gebohrt, injiziert
und anschließend Anker-Zugversuche
durchgeführt.“
Für alle versierten Maschinisten, die
sich ein Leben in Norwegen sehr gut
vorstellen können: DS Entreprenør AS
sucht nach Mitarbeitern im Bereich
Spezialtiefbau, denn das Team soll auf ca.
40 Mitarbeiter ausgebaut werden.
Erfahrungen mit Kaiser Mobil-Schreitbaggern
sind von Vorteil.
www.dsen.no
www.kaiser-fahrzeugtechnik.at
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MASCHINEN + TECHNIK
Der Bremsassistent von Liebherr verzögert automatisch die
Geschwindigkeit des Radladers, sobald die aktive Personenerkennung
eine Gefahrenquelle im Heckbereich identifiziert.
LIEBHERR
Neuer Bremsassistent für Liebherr-Radlader
verkürzt Anhalteweg bei drohendem Unfall
Die aktive Personenerkennung ist ein innovatives Assistenzsystem für die Liebherr-
Radlader L 526 bis L 586 XPower. Mit dem Bremsassistenten und der Gefahrenkarte
erweitert Liebherr ab sofort die aktive Personenerkennung um zwei Funktionen. Der
Bremsassistent reduziert automatisch die Geschwindigkeit des Radladers bis zum
Stillstand, sobald die aktive Personenerkennung ein Warnsignal ausgibt. Die
Gefahrenkarte visualisiert mögliche Risikozonen am Betriebsgelände mit Hilfe von
GPS-Daten im Liebherr-eigenen Datenübertragungs- und Ortungssystem LiDAT.
U
nfälle mit einem Radlader geschehen
statistisch betrachtet am häufigsten,
wenn der Maschinenführer nach einem
Ladevorgang zurücksetzt. Dieses Rückwärtsfahren
ist besonders risikobehaftet,
wenn sich Personen im Arbeitsbereich
des Radladers befinden. In solchen
Situationen lastet eine große Verantwortung
auf dem Maschinenführer. Denn ein
Unfall mit einer Baumaschine führt
schnell zu schweren Verletzungen und zu
großen Schäden. Für größtmögliche
Sicherheit entwickelt Liebherr daher
seine Assistenzsysteme laufend weiter.
Ein aktuelles Beispiel ist die aktive
Personenerkennung heckseitig, bei der ab
sofort eine unterstützende Bremsfunktion
sowie eine Gefahrenkarte integriert
sind.
Die aktive Personenerkennung warnt
den Maschinenführer optisch am Display
sowie mit akustischen Signalen vor
Gefahren im Heckbereich des Radladers.
Für eine gezielte Warnung vor einem
drohenden Personenschaden unterscheidet
das Assistenzsystem mit Hilfe von
intelligenter Sensorik selbstständig
zwischen Personen und Objekten.
Bei Personen im Heckbereich des
Radladers warnt die aktive Personenerkennung
gezielt auf größere Entfernung
als bei statischen Hindernissen wie
Wänden, Säulen oder anderen Fahrzeugen.
Das Assistenzsystem vermeidet
dadurch unnötige Signale, was die
Belastung für den Maschinenführer
verringert und ihn weniger ablenkt.
Sobald die aktive Personenerkennung
eine Gefahrenquelle erfasst, verzögert
der neue Bremsassistent die Geschwindigkeit
des Radladers bis zum Stillstand.
Der Bremsvorgang wird somit früher und
schneller eingeleitet als beim herkömmlichen
Abbremsen, weil durch den Bremsassistenten
die menschliche Reaktions-
56 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Mit Hilfe der
Gefahrenkarte
kann der Betreiber
des Liebherr-Radladers
Risikozonen am
Werksgelände
erkennen und
Maßnahmen zur
Unfallvermeidung
ergreifen.
Die aktive
Personenerkennung
mit
Bremsassistent
und Gefahrenkarte
steht auch
für die neue
Baureihe der
mittleren Liebherr-Radlader
zur Verfügung.
zeit entfällt. Als Folge verkürzt sich der
Anhalteweg um wichtige Meter, was die
Häufigkeit und Intensität von Unfällen
verringert.
Das automatisierte Verzögern der
Geschwindigkeit beim Bremsassistenten
erfolgt über die hydrostatische Komponente
des Antriebsstrangs. Das bedeutet,
der Maschinenführer kann weiterhin und
zusätzlich zum Bremsassistenten regulär
die Betriebsbremse des Radladers
betätigen.
Visualisierung von Gefahrenzonen
Neben dem Bremsassistenten ist die
Gefahrenkarte eine zweite neue Funktion
für die aktive Personenerkennung
heckseitig. Jedes Mal, wenn das Assistenzsystem
eine Gefahr erkennt und ein
Warnsignal ausgibt, überträgt es ein
GPS-Signal an das Liebherr-eigene
Datenübertragungs- und Ortungssystem
LiDAT. Darauf aufbauend stellt Liebherr
für jeden Betreiber eines Radladers mit
aktiver Personenerkennung in LiDAT eine
Google-Maps-Karte mit diesen GPS-Punkten
zur Verfügung.
Das Ergebnis ist die Gefahrenkarte, die
Risikozonen und mögliche Unfallquellen
am Werksgelände visualisiert. Auf dieser
Basis kann der Betreiber Maßnahmen zur
Unfallprävention ergreifen und damit die
Sicherheit erhöhen. Zum Beispiel kann er
Gehwege anpassen, Absperrungen
anbringen und gefährliche Arbeitsabläufe
verändern. Mit Hilfe der Gefahrenkarte
kann der Betriebsleiter seine Mitarbeiter
schulen und für riskante Situationen
sensibilisieren.
Liebherr bietet für seine mittlere und
seine große Radlader-Baureihe mehrere
intelligente Assistenzsysteme an. Dazu
gehören neben der aktiven Personenerkennung
etwa die adaptive Arbeitsbeleuchtung,
die Frontraumüberwachung, das
Kamerasystem Skyview 360°, das sensorgestützte
Reifendrucküberwachungssystem
oder die neue Wiegeeinrichtung. Mit
den Assistenzsystemen hat sich Liebherr
zum Ziel gesetzt, Sicherheit und Komfort
zu erhöhen und den Maschinenführer zu
unterstützen. Sämtliche Systeme sind von
Liebherr entwickelt und daher vollumfänglich
in der Maschinensteuerung
integriert.
www.liebherr.com
LIEBHERR
Claas setzt auf IoT-Gateways von Liebherr
Claas, einer der weltweit führenden Landtechnikhersteller, vertraut
im Bereich Internet-of-Things (IoT) auf die Firmengruppe Liebherr.
Mähdrescher, Traktoren und weitere Maschinen von Claas vernetzen
sich mit IoT-Gateways von Liebherr. Die leistungsstarken Gateways
bilden eine zuverlässige Schnittstelle für die digitalen Dienste von
Claas, wie Datenmanagement und Precision Farming. Weltweit
sorgen täglich zehntausende IoT-Gateways von Liebherr für die
effiziente Vernetzung von Maschinen. Vorrangig kommen die Gateways
dabei in mobilen Arbeitsmaschinen zum Einsatz – oftmals unter
heraus fordernden Umwelteinflüssen in unterschiedlichsten Branchen.
Diese langjährige und branchenübergreifende Erfahrung im
Bereich Telematik floss auch in die Entwicklung der IoT-Gateways der
Claas Maschinen ein. Die von Liebherr in Lindau (Deutschland)
produzierten Gateways setzt Claas unter anderem weltweit in
Mähdreschern, Feldhäckslern und Traktoren ein. Die freie Programmierbarkeit
der Gateways auf Linux-Basis bietet viel Flexibilität in
der Anwendung. Diese Flexibilität ist eine wichtige Voraussetzung für
Claas, da sich die Anforderungen an die Funktionalitäten im Bereich
digitaler Dienste ständig weiterentwickeln. Die Gateways von Liebherr
können direkt mit gängigen Clouds, wie Azure oder Cumulocity,
kommunizieren. Ebenso können sich die Gateways mit kundenspezifischen
Cloud-Lösungen verbinden. Das ermöglicht eine einfache
Vernetzung der Maschinen. www.liebherr.com/telematics
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
57
Als erster Brecher in der Next Philosophie vereint
der RM 120X gesteigerte Sicherheit bei maximaler
Leistung und Flexibilität.
RUBBLE MASTER
Gute Auftragslage im ersten Quartal
Trotz Covid-19 blickt Rubble Master dem Jahr 2021 optimistisch entgegen, denn
durch die aktuell gute Auftragslage konnte die Kurzarbeit Ende Dezember nach
nur zwei Monaten beendet werden.
S
chon zu Beginn der Krise formulierte
Rubble Master eine Strategie mit
verschiedenen Szenarien, die das Unternehmen
seither beständig weiterverfolgt.
Schwerpunkte wie die Wachstumsstrategie,
Innovationen sowie die weitere
Digitalisierung treiben Gründer und CEO
Gerald Hanisch und sein Team dabei
kontinuierlich an. In diesem Rahmen
wurden auch die Prozesse beim nordirischen
Werk RM Dungannon weiter
optimiert.
Als Erfolgsrezept definiert RM den starken
internen Zusammenhalt, Flexibilität
im Arbeitsalltag und permanente Erreichbarkeit
für den Kunden: „Auch in dieser
schwierigen Zeit wurden einmal mehr
unsere Prinzipien und Unternehmenswerte
bestätigt. Die starke Unternehmenskultur
und die damit verbundene offene
Informationspolitik haben dafür gesorgt,
das RM weiterhin als starkes Team agiert.
Jeder Mitarbeiter leistet dabei einen
wichtigen Beitrag zur Unternehmensentwicklung“,
ist Hanisch stolz. Mit staatlicher
Unterstützung konnte das Unternehmen
die herausfordernden Monate im
Frühling und Herbst überbrücken und den
Mitarbeiterstand nahezu halten. Mit
einem vorläufigen summierten Umsatz
von 137 Mio. Euro wird das letzte Jahr
zwar unterhalb des Vorjahresumsatzes,
jedoch deutlich positiv abgeschlossen. Für
2021 wird mit einem erneuten Umsatzwachstum
von 21% gerechnet. Auch in RM
Dungannon war der Start ins neue Jahr
sehr gut. Prozesse wurden weiter optimiert,
der Break-even Point wurde
nachhaltig erreicht und weiteres Wachstum
ist dieses Jahr geplant.
„Schwierige Zeiten geben auch Denkanstöße
für Innovationen, Verbesserungen
und positive Entwicklungen. Wir wollen
uns weiter entwickeln und nach vorne
schauen“, ist Hanisch überzeugt. So nutzte
Rubble Master das vergangene Jahr, um
seine Wachstumsstrategie weiter zu
forcieren und die bestehende Produktpalette
zu erweitern. Eine dieser Neuheiten
ist RM Next, eine neue Produktphilosophie,
die das bekannte RM GO! Prinzip
weiterentwickeln wird. Der Fokus dabei
liegt auf maximaler Effizienz, Einfachheit
und Sicherheit. Im Laufe 2021 werden
weitere neue Produkte im Rahmen dieser
„Der starke
Strategie- und
Wachstumsfokus
sowie die
offene Informationspolitik
waren für
Rubble Master
wichtige Erfolgsfaktoren
in der
Krise“, betont
CEO Gerald
Hanisch.
Philosophie in den Markt eingeführt
werden.
Auch die Internationalisierung trieb
Rubble Master im Rahmen der Strategie
bis 2025 weiter voran. Deswegen konnte
aufgrund des hohen Marktpotenzials
bereits im vergangenen Jahr das US-Team
erweitert werden und auch in Europa und
Lateinamerika verzeichnet RM eine hohe
Nachfrage.
„Das Wohl unserer Mitarbeiter ist die
Grundvoraussetzung für den Erfolg der
RM Group. Deswegen haben wir sehr früh
vorausschauende Maßnahmen zum Schutz
unseres Teams getroffen, die über die
gesetzlichen Anordnungen hinausgehen“,
so Hanisch. So besteht seit Anfang des
Jahres die Möglichkeit auf freiwillige,
wöchentliche Schnelltests; für Frühling ist
eine Impfmöglichkeit im Haus geplant.
58 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Zusätzlich zu den klassischen
Präventionsmaßnahmen wird bei Rubble
Master jedoch auch auf die soziale
Komponente geachtet. Eine definierte
Covid-Beauftragte steht den Mitarbeitern
als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung,
Mitarbeiterveranstaltungen
wurden digital abgehalten.
Auch neue Lehrlingsstellen hat RM 2021
bereits erfolgreich vergeben. Diese haben
bei RM bereits eine lange Tradition und
werden als fester Bestandteil der
Unternehmenskultur gesehen – auch
während der Krise. „Wir sehen die
Lehrlingsausbildung als Chance, junge
Menschen bereits früh für das Unternehmen
zu gewinnen und ihnen langfristige
Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.
Gleichzeitig ist die Lehre für uns ein
zentrales Werkzeug für ein qualifiziertes
und motiviertes Team der Zukunft“,
erklärt Hanisch. Vier Lehrlinge werden
mit August die Ausbildung als Baumaschinentechniker,
Metalltechniker oder
Bürokauffrau starten und das derzeit
17-köpfige Lehrlingsteam verstärken.
Dank umfangreicher Präventionsmaßnahmen
(Maskenpflicht im Gebäude,
Corona-Schnelltest bei Betreten und
Abstand halten) konnte das Bewerbungsmanagement
und die heurigen Schnuppertage
auch mit Pandemie sicher
durchgeführt werden.
So wurden beispielsweise Lehrlinge im
ersten Lehrjahr beim Distance Learning
durch zusätzliche, betriebsinterne Nachhilfe
gefördert. In diesem Rahmen
unterstützten ehemalige und ältere
Lehrlinge die Jüngeren und halfen ihnen
durch die erste Zeit. Auch der regelmäßige
Austausch zwischen Lehrlingen und
Ausbildnern sowie mit den Lehrlingsausbildnern
aus anderen Unternehmen stand
dabei im Vordergrund. Die bereits früh
geschaffene, digitale Infrastruktur schaffte
dafür umfassende Möglichkeiten.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
59
MASCHINEN + TECHNIK
1 2 3
ROTOTILT
Rototilt erhöht die Schlagkraft
Mit der Einführung des vollhydraulischen Schnellwechslersystems QuickChange
Generation II und als Mitinitiator des neuen Standards Open-S hat sich Rototilt
auch in Zeiten der Pandemie erfolgreich positioniert.
D
as Unternehmen erwartet, dass der
Markt für vollhydraulische Schnellwechsler
weiterwächst und hat organisatorisch
umstrukturiert, um seine Marktstellung
weiter auszubauen. Die Reaktionen
auf das seit Mai 2020 in Deutschland
erhältliche vollhydraulische Schnellwechslersystem
QuickChange Generation
II bezeichnet Wolfgang Vogl, Geschäftsführer
der Rototilt GmbH mit Sitz in
Regensburg, als „sehr positiv – gerade
auch in Verbindung mit dem neuen
Open-S Standard“.
1 Im Mai 2020 hat Rototilt das vollhydraulische Schnellwechslersystem QuickChange Generation II
auf den Markt gebracht. 2 Wolfgang Vogl, Geschäftsführer der Rototilt GmbH in Regensburg, verantwortet
neben dem deutschen Markt auch das Geschäft in Österreich und der Schweiz. 3 Der Ausbau
der Rototilt-Produktionsstätten im schwedischen Vindeln ist so gut wie abgeschlossen.
Am 1. Oktober 2020 hatten Rototilt
und der Mitbewerber Steelwrist mit
Open-S gemeinsam den neuen Standard
für vollhydraulische Schnellwechsler ins
Leben gerufen und damit viel Aufmerksamkeit
erregt. Diverse Firmen haben
sich mittlerweile um eine Mitgliedschaft
beworben. Open-S wird sich nach Vogls
Einschätzung sukzessive zu dem offenen
Standard für Europa, insbesondere
Zentraleuropa, entwickeln. Dies werde
das Geschäft für vollhydraulische Schnellwechsler
nochmals ankurbeln, da die
Abhängigkeit an einen einzigen Hersteller
aufgebrochen ist. „Letztlich bauen wir für
den Kunden eine wichtige Hürde bei der
Entscheidung für ein vollhydraulisches
System ab“, sagt der Rototilt-Geschäftsführer.
Die Produktionsstätten am
Rototilt-Hauptsitz im schwedischen
Vindeln sind auf eine steigende
Nachfrage vorbereitet. Das Werk ist
gerade um rund 4.000 m 2 erweitert
worden, die Fertigungskapazitäten
wurden dabei verdoppelt.
www.rototilt.de
Fotos: Rototilt
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MASCHINEN + TECHNIK
Fotos: Sémaphore
MECALAC
Zweiteiliger Ausleger mit Seitenversatz
für den Mecalac 6MCR und 7MWR
Mecalac, ein internationaler Hersteller von kompakten Baumaschinen für
innerstädtische Baustellen, bietet für seinen Skid-Raupenbagger 6MCR und
den Mobilbagger 7MWR nun zwei Arten von Auslegern an.
E
s handelt sich dabei um den
zweiteiligen Ausleger mit
Seitenversatz für herkömmliche
Arbeiten, wie den Aushub von
Materialien und die Lkw-Beladung,
sowie den Mecalac-Ausleger
mit Seitenversatz für
vielfältigere Arbeiten.
Bei dem zweigeteilten
Ausleger mit Seitenversatz
befindet sich der Stielzylinder
oberhalb des Auslegers und
nicht wie beim Mecalac-Ausleger
unterhalb. Dieser Unterschied
führt zu einem größeren
Öffnungswinkel, schnellerer
Bewegung und einer höheren
Eindringkraft und entspricht
somit genau den Bedürfnissen
des Anwenders. Hinsichtlich
der Abmessungen und der
Arbeitsbereiche sind beide
Ausleger ähnlich, sowie
kompatibel beim Einsatz der
Ladeschaufel und der Palettengabel.
Der Mecalac-Ausleger
mit Seitenversatz bleibt aber
die bevorzugte Option für
Kunden, die maximale Vielseitigkeit
dank Hubleistung
und Kraft suchen.
Bekannt für seine innovativen,
kundenorientierten
Technologien, hat Mecalac
Vertriebsgesellschaften,
Händler und Kunden in mehr
als 80 Ländern. Universell und
vielseitig einsetzbare Geräte
sind in fünf Produktlinien
erhältlich, darunter Bagger,
Lader, Baggerlader, Baustellenkipper
und Verdichtungswalzen.
Vertriebspartner der
Mecalac Geräte sind in Österreich
die Firmen Baumaschinen
MKS GmbH in Wien, Mlečka
Baumaschinen GmbH in
Oeynhausen und Laurer
Baumaschinen GmbH &
CO KG in Jenbach/Tirol.
www.mecalac.com
www.mlecka.at
www.bmks.at
www.laurer.at
Mecalac Skid-Raupenbagger
6MCR (oben) und
Mecalac Mobilbagger
7MWR (unten) mit zweiteiligem
Ausleger mit
Seitenversatz.
Auslegersensor
MSS401
Dockingstation der MDS-Serie
iCON robot 60
Totalstation
Bedieneinheit
MCP80
GNSS-Antennen
CGA60
Pitch- und Rollsensor
MSS400
Dualer GNSS-Empfänger iCON gps 82
Baumaschinensteuerungen ■ GNSS Systeme ■ Digitale Tachymeter
der Förderung. Den Antrag zur Investitionsprämie muss der Käufer selber bei der Bundesförderstelle AWS stellen. Die Förderstelle entscheidet.
MASCHINEN + TECHNIK
Blick über den ersten Abschnitt der
Baustelle am Imbergplatz mit direktem
Ausblick auf die Salzburger Altstadt, die
Festung Hohensalzburg und den Unterberg.
STRABAG
Salzburg: Neubau-Projekt Imbergplatz
mit Hydrauliksteifen von Groundforce
Im Herzen der Altstadt von Salzburg entsteht zurzeit in zentraler Lage im Auftrag
des Bauträgers „planquadr.at“ ein äußerst anspruchsvolles Wohnprojekt. Mit
der Ausführung der Bauarbeiten wurde die Strabag AG beauftragt.
W
ie DI Matthias Sadrawetz berichtet,
hatte man bei der Strabag, Direktion
AV Hochbau Salzburg, zunächst einen
konventionellen Stahlbau für die Baugrubensicherung
in Betracht gezogen.
Aufgrund der äußerst komplexen Anforderungen
und der Vielzahl von unterschiedlichen
Aussteifungen hat man sich dann
aber für das Groundforce-System entschieden.
Ausschlaggebend für den Zuschlag
war neben den erheblich geringeren Einund
Ausbauzeiten für die Hydrauliksteifen
und dem einfachen Handling der Komponenten
vor allem auch die hohe Flexibilität
des Systems.
Peter Richardson, Groundforce Director
Major Projects Europe, führt dazu aus:
„Wir haben für das Projekt Imbergplatz
insgesamt 47 verschiedene Steifen in der
Größenordnung MP250, MP375 und
MP750 bereitgestellt. Nach Vorgabe des
Bauträgers sollen die Arbeiten in drei
Bauphasen durchgeführt werden, wobei
die Steifen in mehreren Einbauebenen
verwendet werden. Hier bietet unser
System einen deutlichen Vorteil im
Vergleich zu verschweißten Stahlträgern.
Ein auf Maß gefertigtes Stahlbauteil muss
später aufwändig abgebrannt und wieder
zugerichtet werden, wenn es an anderer
Stelle wiederverwendet werden soll. Möglicherweise
fehlen dann ein paar Zentimeter
an der benötigten Länge und das Material
taugt nur noch zum unterfüttern. Im
Gegensatz dazu lassen sich unsere
Hydrauliksteifen in kürzester Zeit nach
Vorgabe anpassen und können so in allen
Bauabschnitten mit wenigen Abstrichen
problemlos wieder eingebaut werden.“
Groundforce General Manager Nedim
Cetin sieht gerade im Aspekt der Wiederverwertbarkeit
ein wichtiges zusätzliches
Argument für hydraulische Aussteifungen:
„Wenn man sich die einmalige Lage des
Projektes in der Salzburger Altstadt mit
Blick über die Festung Hohensalzburg und
auf den Unterberg anschaut, wird schnell
klar, dass dieser Standort logistisch und
bautechnisch hohe Anforderungen an das
ausführende Unternehmen stellt. Im
Vergleich zu konventionellen Stahlbauabsicherungen
muss bei unserem Groundforce-System
regelmäßig deutlich weniger
Material bewegt werden. Unsere Steifen
können in kürzester Zeit eingebaut und
wieder entfernt werden, um dann an
anderer Stelle erneut eingesetzt zu
werden. Insofern bietet unser System
einen Aspekt der Nachhaltigkeit, der
Belastungen durch Transporte in eng
bebauten Altstädten merklich reduziert.“
Nach Fertigstellung wird die terrassenförmig
geplante, dreigeschossige Anlage,
die aus fünf miteinander verbundenen
Häusern besteht, 38 exklusive Eigentumswohnungen
und repräsentative Gewerbeflächen
in unterschiedlichsten Zuschnitten
bieten. Die Wohneinheiten sind in Größen
von 60 bis 225 m 2 verfügbar; die frei
planbaren Büro- und Gewerbeflächen in
Abmessungen zwischen 60 und 1.042 m 2 .
www.strabag.com | www.vpgroundforce.de
Foto: Strabag AG
62 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
WEBER MT
Rollenrüttler im Einsatz
Arbeiten im GaLabau sind körperlich anstrengend.
Profis setzen daher auf optimierte Geräte, wie den
VPR-Rollenrüttler von Weber MT.
E
ingesetzt wird der VPR-Rollenrüttler
unter anderem zum Abrütteln von
Terrassen aus großformatigen Natursteinplatten
oder Platten mit einer
Oberflächenveredelung. Ein schönes
Beispiel aus der Praxis ist der Bau einer
rund 50 m 2 großen Terrasse, die der
Bauherr mit 3 cm starken, kalibrierten
Platten unterschiedlicher Größe aus
Wesersandstein errichten ließ. In
ungebundener Bauweise, auf 4 cm Splitt
2/5 verlegt und mit einem Brechsandgemisch
1/3 verfugt, wird die Terrasse der
ideale Ort für gemütliche Sommerabende.
Der Baustoff aus dem Weserbergland
stellt allerdings hohe Ansprüche
an die Bauausführung, denn bislang
wurden derartige Platten von Hand mit
einem Gummihammer eingeklopft. Trotz
aller Sorgfalt rissen dabei immer wieder
Platten und mussten dann ersetzt
werden. Die Platten sind zudem so
empfindlich, dass der Hammer Abdrücke
hinterlassen würde. Ein anstrengender
Arbeitsvorgang mit hohem Zeitaufwand.
Der Einsatz des Rollenrüttlers VPR
700 von Weber MT brachte nicht nur die
gewünschte Arbeitserleichterung, mit
Hilfe des Rollenrüttlers konnte auch die
Zeit für das Einklopfen von einem Tag
auf nur 20 min. reduziert werden.
Zusätzlich werden Risse in den Platten
durch das schonende und gleichmäßige
Einrütteln vermieden, vorausgesetzt,
Unterbau und Bettung werden gleichmäßig
und vorschriftsmäßig eingebaut.
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Einbau von Natursteinplatten.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
63
MASCHINEN + TECHNIK
ROCKSTER
Rocksters kompaktester Prallbrecher
sorgt für mehr Nachhaltigkeit auf Hawaii
Die Alakona Corp. aus Honolulu setzt bei der Aufbereitung von Asphalt und Korallen
mit ihrer neuen Rockster Brechanlage R700S auf oberösterreichische Ingenieursarbeit.
N
ach einer langen Kreuzfahrt über den
Atlantik, durch den Panamakanal und
über den Pazifik erreichte Rocksters
Prallbrecher R700S das paradiesische
Hawaii – genauer gesagt die Insel Oahu.
Arist de Wolff und sein Team von 25
motivierten Mitarbeitern erwarteten
gespannt die Ankunft ihrer brandneuen
österreichischen Brechanlage. Die Alakona
Corp. wurde 1982 von Arist‘s Vater
Mervyn de Wolff in der hawaiianischen
Hauptstadt Honolulu gegründet und ist
spezialisiert auf Asphaltierungsarbeiten
und Pflasterpflege. Alakona Corp bedient
Oahu und die Nachbarinseln und konzentrierte
sich zu Beginn auf die Instandhaltung
von Gehwegen mit Schwerpunkt auf
Versiegelungsbeschichtung und kleinere
Asphaltreparaturen. In den letzten Jahren
hat das Unternehmen seinen Service- &
Produktmix um Pflasterungen, Rissfüllungen
sowie jegliche Asphaltierungsarbeiten
erweitert.
Alakona besitzt mehrere Maschinen,
die sie für ihr Kerngeschäft benötigen, wie
Asphaltier-Maschinen, Walzen, Lader,
Bagger und Versiegelungsgeräte. Als sie
zum Vorantreiben ihrer Geschäftserweiterung
um den Recycling-Bereich nach einer
mobilen Brechanlage suchten, konzentrierten
sie sich auf kompakte Maschinen
unter 25 t. „Wir sind der Meinung, dass
österreichische Ingenieure ausgesprochen
ehrlich sind. Wolfgang Kormann hat mir
ausführlich erklärt, wie der Brecher für
uns von Nutzen sein kann und er behielt
Recht. Wir sind so flexibel in der Verarbeitung
verschiedenster Materialien und das
Endprodukt, das wir mit unserer Anlage
produzieren, ist enorm hochwertig.
Außerdem gefällt uns die Möglichkeit, das
Rückführband zur Seite zu schwenken, um
Derzeit zerkleinert Alakona mit dem
Prallbrecher R700S etwa 5.000 t pro Monat.
Im Hintergrund der Pazifik.
Brechen von Korallengestein
mit dem Rockster Prallbrecher
R700S auf dem 3 ha großen Recyclinghof
von Alakona Corp in Honolulu Endfraktionen
32/72 vom Haldenband und 0/32 mm
vom Sandband.
so eine zusätzliche Fraktion aufzuhalden.
Ebenso sinnvoll ist das ausklappbare
Seitenband, welches eingesetzt werden
kann, um Feinanteile schon auszuscheiden,
bevor sie in die Brechkammer
gelangen. Das steigert die Leistung, senkt
den Verschleiß und wir erhalten eine
weitere, definierte Fraktion. Die Siebbox
am Hauptaustrageband ist auch äußerst
vorteilhaft, wir können durch einfaches
Wechseln der Siebmaschen unterschiedliche
Materialgrößen herstellen. Es gibt
einfach einige Optionen, die andere
serienmäßig nicht haben. Zudem sind wir
sehr begeistert vom hydrostatischen
Antrieb“, so Arist de Wolff. Dank dieses
Antriebssystems ist die Leistung des
R700S konstant hoch, da sich der hydrostatische
Druck immer an die Leistungsanforderungen
des Brechers anpasst. Dies
führt außerdem zu einem geringeren
Dieselverbrauch pro produzierter Tonne,
da der Dieselmotor immer im optimalen
Drehzahlbereich bleibt.
Für Alakona war es ein logischer
Schritt, den Fokus der künftigen Expansion
auf Recycling und Natursteinaufbereitung
zu legen. „Naturstein wird
besonders auf einer kleinen Inselgruppe
64 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
wie Hawaii nicht ewig verfügbar sein, in
absehbarer Zukunft müssten wir ihn vom
Festland einführen. Nachhaltigkeit ist der
Schlüsselfaktor. Wir benötigen viel
Material für Straßenunterbau oder
Füllungen. Die Verwendung von aufbereitetem
Asphalt anstelle von natürlichen
Zuschlagstoffen spart Ressourcen und
Geld. Darüber hinaus enthält recycelter
Asphaltbruch etwas Bitumen, es verhält
sich wie Klebstoff, der zu mehr Verdichtung
führt und somit zu einer stabileren
Tragschicht beiträgt“, erklärt Arist de
Wolff. Mit Hilfe des Rockster Siebsystems
bricht Alakona seinen Altasphalt mit einer
Aufgabegröße von 0/600 auf 0/32 mm
Endkorn. „Wir führen eine Reihe von Tests
wie z.B. den ‘CBR‘ durch, um sicherzustellen,
dass das recycelte Material für die
Wiederverwendung in unseren Bauprojekten
geeignet ist“, fügt er hinzu. Der
CBR-Test (Californian Bearing Ratio) ist
ein Penetrationstest zur Bewertung der
Untergrundfestigkeit von Straßen und
Gehwegen.
Auch wenn es uns seltsam klingt:
Alkona bricht tatsächlich Korallen. Das
sind aber selbstverständlich keine
lebenden Korallen aus dem Meer. In
Hawaii befinden sich viele Korallenschalen
unter der Erde. Wenn Alakona also
Straßenbaustellen in der Nähe des Ozeans
bearbeitet, stoßen sie bei Baggerungen
meist auf Korallengestein. Ohne Siebsystem
wird auf 0/72 mm gebrochen, dieses
Endprodukt wird hauptsächlich für die
Landschaftsgestaltung verwendet. „Wir
verwenden hierzu gerne das Rückführband
des Siebsystems als Haldenband, um
eine weitere Fraktion zu erhalten. Speziell
bei der Verarbeitung von Korallen lassen
wir häufig ein 46/72 mm Grobaggregat
vom Haldenband und das feinere 0/46 mm
Korn vom Sandband laufen. Korallen sind
eher hartes Gestein mit hoher Dichte. Das
zerkleinerte Material enthält weniger
Feinanteile als der zerkleinerte Asphalt.
Wir können es als Unterbau für Hausoder
Betonwege verwenden“, so Arist.
Inklusive Siebbox und Rückführband
wiegt der Rockster R700S nur 22,8 t und
kann ohne Transportgenehmigung
problemlos mit Alakonas eigenem Tieflader
transportiert werden. Dies schafft
große Flexibilität, besonders in Bezug auf
ihre Zukunftspläne, in das Lohnbrechgeschäft
einzusteigen. Zudem spart es ihnen
Zeit und Geld. „Wir können so viele Arten
von Materialien zerkleinern. Innerhalb
von 4 Tagen während der Schulung in
diesem Sommer haben wir Asphalt,
Korallen, Beton und Basalt gebrochen. Es
gibt so viele Möglichkeiten für diverse
Kunden wie Bauunternehmen, Privatpersonen
und natürlich Kommunen. Man
würde vielleicht meinen, dass die Menschen
auf einer Insel proaktiv in der
Erforschung, Erprobung und Verwendung
von recyceltem Material sind, aber sie
zögern, etwas Neues zu probieren. Es
muss mehr vorangetrieben werden und die
Bevölkerung muss verstehen, dass dies die
Zukunft ist. Insbesondere im Baugewerbe,
wo wir so viele natürliche Ressourcen
einsparen könnten, müssen mehr Recyclingprodukte
eingesetzt werden“, ist Arist
überzeugt.
www.rockster.at
Ein sehr erfolgreiches Familienunternehmen
(von links): Maschinist Jon Keck, Eigentümer
Mervyn de Wolff, Betsy Wilson, Max de Wolff
und Arist de Wolff mit seiner Frau
und ihren beiden Mädchen.
KIESEL
Reinsetzen und ausprobieren: Auf der
Suche nach dem richtigen Gerät werden
im Coreum neue Lösungswege, Technologien
und Maschinen erlebbar.
Coreum statt Messen
Das Coreum in Stockstadt bei Frankfurt
ist eine deutschlandweit einmalige Plattform
für Innovationen in den Bereichen
Bau, Umschlag und Recycling – und eine
einzigartige Kulisse für Veranstaltungen.
Hier erleben Besucher die neuesten Maschinen,
Anbaugeräte und Technologien
ihrer Branchen – immer bereit für den
Test vor Ort. Daneben finden Partner,
Unternehmen und Veranstalter auf
120.000 m² alles, was sie für Produktpräsentationen,
Schulungen, Tagungen
und Events brauchen. Seit das Coreum
seine Türen vor über zwei Jahren zum
ersten Mal geöffnet hat, wächst seine
Anziehungskraft – als Wissensplattform
und Veranstaltungsort, der anders tickt,
der an 365 Tagen genutzt wird und eine
überzeugende Alternative zu konventionellen
Messen bietet. Mit genug Platz,
Abstandsregeln einzuhalten und mit
einem überzeugenden Hygienekonzept
beweist das Coreum, das Veranstaltungskonzept
funktioniert auch in Corona-Zeiten.
Das Coreum offeriert keine
Verkaufsshows, sondern umfassende Erlebnisse.
Hier werden Maschinen nicht
nur angeschaut, sondern live vor Ort getestet
und verglichen. Besucher finden
so in der Praxis heraus, welche Maschine
für sie die richtige ist.
Die nächsten Coreum Veranstaltungen
im Überblick: Im März findet die Coreum
Expo Kompakt und vom 19. bis
21.03.2021 finden die Coreum Praxistage
statt. Im Juni startet die Coreum Expo
Kanalbau, im September die Coreum
Expo Abbruch und mineralisches Recycling.
Vom 8. bis 10. Oktober 2021 sind
die Coreum Praxistage geplant.
www.coreum.de
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
65
MASCHINEN + TECHNIK
MDS INTERNATIONAL / POLIXMAIR
Gewinnbringende Lösung für
Abraum- und Sprengmaterial
Mit über 25 Jahren Erfahrung produziert MDS mit Sitz in Co. Monagahn, Irland,
raupenmobile oder stationäre Trommelsiebanlagen mit einer maximalen Aufgabegröße
von bis zu 1,50 m sowie Plattenbänder und Haldenbänder. Bei der Firma
Polixmair in Ohlsdorf bei Gmunden finden Interessenten eine große Auswahl an
MDS Trommeln für unterschiedlichste Einsatzbereiche.
D
ie Mehrheit der Kunden hat MDS
M412-Trommeln verwendet, um
Feinteile zu trennen, und M515-Trommeln,
um Sprengmaterial in Gesteinen
von 5/60 kg, 60/300 kg und 300/1.000 kg
Gesteinen mit hohen Ausstoßraten von
bis zu 550 t pro Stunde herzustellen.
In der gegenwärtigen Wirtschaftslage
versuchen Betriebe im Steinbruch- und
Bergbausektor ihre Produktivität zu
maximieren. Dazu nutzen sie jede
verfügbare Ressource und schließen sich
dem immer stärker werdenden Trend an,
ihre Abraumhalden mit MDS-Trommeln
zu verarbeiten, um auch die hier enthaltenen
Steine zu gewinnen.
In der Regel enthalten die Ablagerungen
in Steinbrüchen eine Mischung aus
Erde und Steinen. Der Boden hat einen
hohen Plastizitätsgehalt an Ton, der an
den Felsen haftet. Diese Art von Ton
verklumpt, anstatt sich aufzulösen, und
ist für normale Vibrationssiebmaschinen
sehr problematisch. Die vibrierende
Wirkung verflüssigt den Ton, lässt ihn an
den Öffnungen haften und blockiert die
Siebe. Außerdem sind die in dieser
Mischung enthaltenen Gesteine bis zu
800 mm groß und damit zu groß für
normale Vibrationssiebe oder Recycling-
Trommeln.
Die MDS-Trommeln verwenden eine
Hochleistungs-Hardox-Stahltrommel mit
Öffnungsabschnitten aus Hardox-Stahl,
die auch abrasives Gestein mit einem
Gewicht von bis zu einer Tonne verarbeiten
können. Die Reinigungswirkung der
rotierenden Trommel ist die effektivste
Methode, um Ton und klebrige Materialien
von Steinen abzuwischen. Dies wird
durch die Taumelwirkung von Steinen
und Erde in der Trommel erleichtert. Das
Problem des Verstopfens von Öffnungen
behebt MDS mithilfe eines Stahltrommelreinigers,
der mit der Trommel verwendet
wird und der ständig in die Öffnungen
drückt und Verstopfungen beseitigt.
All dies geschieht mit einer hohen
Hier geht‘s
zum Video:
Ausstoßrate von bis zu 550 t pro Stunde.
Die Trommel verfügt über einen großen
Einfülltrichter, sodass Kunden mit
20-t-Muldenkippern beladen können.
Diese Lösung hat sich in dieser Anwendung
als wegweisend erwiesen, und
Kunden auf der ganzen Welt haben
erfolgreich Steine aus ihrem Abraum
gewinnen können.
Die M413 3 Split und M515 3 Split
sind vielseitige Maschinen und können in
anderen Anwendungen, wie der Verarbeitung
von Abbruchabfällen, Kalkstein,
Granit, Stahlschlacke und als primäre
Verarbeitungseinheit eingesetzt werden.
Neben MDS Trommelsiebanlagen
übernimmt Polixmair auch die Bereitstellung
relevanter MDS Ersatzteile und löst
zudem alle weiteren Fragen aus einer
Hand. MDS Service und MDS Wartung
sind ebenso integrale Bestandteile der
Vertriebspartnerschaft. Kontaktmöglichkeiten
zu Sandra & Ferdinand unter:
www.polixmair.com
Schätzungen gehen davon aus, dass jede
Abraumstelle ungefähr 50% verwertbares
Gestein enthält. MDS Trommelsiebanlagen
ermöglichen die effiziente Gewinnung dieser
Steine mit hohen Durchsatzraten.
66 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Kässbohrer präsentiert vier
Fahrzeuge für den Bausektor.
Im Bild der ausziehbare
4-Achs-Tiefbett K.SLA R 4.
Diese virtuelle Ausstellung
informiert über den
digitalen Zwilling dieser
Trägerfahrzeuge:
KÄSSBOHRER
Vier neue Fahrzeuge für den Bausektor
Kässbohrer bietet eine breite Produktpalette mit Silo-, Tank-, Kipper-,
Tiefbett- und Plateauauflieger-Fahrzeugen. Nun wurden vier neue
Fahrzeuge für den Bausektor eingeführt.
D
ie neue Deichsel Serie K.TAN von
Kässbohrer wurde für die Anforderungen
von Kunden entwickelt, die
hauptsächlich in der Forstwirtschaft und
im Baugewerbe tätig sind. Sie hat
Eigengewichte ab 5.500 kg, um die
Nutzlastkapazität sowie die Kraftstoffeinsparung
bei Leerfahrten zu erhöhen.
Der 3-achsige, ausziehbare Tiefbett
mit Radmulde K.SPA MR 3 sorgt mit
seinem robusten Fahrgestell aus
S700MC-Stahl für den sicheren Transport
von langen, schweren Lasten und
ermöglicht mit seinem geringen Eigengewicht
von 10.000 kg eine höhere Nutzlast
und Kraftstoffeinsparung bei Leerfahrten.
Mit der Radmulden-Plattformhöhe
von 620 mm ermöglicht der K.SPA MR 3
den Transport von höheren Lasten bis zu
3.380 mm.
Der ausziehbare 4-Achs-Tiefbett K.
SLA R 4 sorgt mit seinem robusten
Chassis aus S700MC-Stahl für den
sicheren Transport von Lasten und
ermöglicht mit seinem geringen Eigengewicht
von 13.250 kg eine höhere Nutzlast
und Kraftstoffeinsparung bei Leerfahrten.
Serienmäßig mit Radmulde erhältlich,
kann der K.SLA R 4 mit verschiedenen
Zurrösen mit 5 bis 10 t Tragfähigkeit,
3 x 2 Reihen vertikaler Rungentaschen
und Rungentaschen an den
Seiten Raven angeboten werden.
Nicht zuletzt bietet der ausfahrbare,
hydraulisch gelenkte 4-Achs-Tiefbett K.
SLH 4 mit seinem bis zu 6.200 mm
ausfahrbaren, stabilen und flachen
Fahrgestell mit einer sehr niedrigen
Plattformhöhe von 875 mm einen
flexiblen und sicheren Transport von
Schwer- und Ballastkasten.
www.kaessbohrer.com
Für Menschen mit Handicap
ist Mobilität enorm wichtig.
Neben dem Fahrzeug sollte
auch der Stellplatz für das
Auto barrierefrei sein.
A
ufgrund der erhöhten Anforderungen
sind eine Garage oder ein Carport auf
jeden Fall ratsam. Insofern es die Baufläche
zulässt, empfehlen die Garagenspezialisten
von Zapf von vornherein die
Aufstellung einer Breit- oder Großraumgarage
zu erwägen. Mit einer Breite von bis
zu 3,78 m bzw. bei der Großraumgarage
von 5 bis zu 7 m bieten diese genügend
Platz, um auch mit Krücken, Gehhilfe oder
Rollstuhl problemlos ein- und auszusteigen.
Ist die Garage mit einer Verbindungstür
zum Haus versehen oder soll auch für
gehbeeinträchtige Personen der Zugang zu
Regalen oder Lagerflächen in der Garage
gewährleistet sein, steigt der Platzbedarf
zusätzlich. So sehen Baunormen für das
barrierefreie Bauen und Wohnen, für
ZAPF
Barrierefreie Garage für das Auto
Bewegungsflächen mit Rollstuhl eine
Breite von mindestens 1,2 m vor. Damit
man sich mit Rollstuhl auch drehen und
die Richtung wechseln kann, sind mindestens
1,5 m erforderlich. Diese Platzansprüche
lassen sich mit den Fertiggaragen von
Zapf realisieren – und das ab Werk, ohne
Spezialanpassungen. Der barrierefreie
Zugang und der richtige Bodenbelag sind
weitere wichtige Kriterien. Auch ein
durchdachtes Beleuchtungskonzept ist auf
jeden Fall ratsam. Zusätzlich bietet Zapf
das Smarthome-System „Zapf Connect“:
Mittels App werden Tor, aber auch die
Beleuchtung oder die Lüftungsstellung des
Tores gesteuert.
Bei der Fertigung von Garagen aus
Beton weist das Unternehmen bereits
über 50 Jahre Erfahrung auf und hat
mittlerweile mehr als 400.000 Garagen
produziert und montiert. In Österreich ist
Die Experten der Zapf GmbH sind darauf
spezialisiert, Garagen oder Carports
barrierefrei zu gestalten.
die Zapf GmbH unter anderem durch die
Zweigniederlassung in Schärding vertreten,
ein Musterpark steht in Lindach/
Laakirchen zur Verfügung.
www.zapf-garagen.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
67
FUHRPARK
I
FACTS
Motor: 2,0 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,
156,7 kW (213 PS)
Eigengewicht: 2.510 kg
Nutzlast: 545 kg
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/2.500 kg
Testverbrauch: 9,9 l/100 km
Listenpreis: 50.675,– Euro
(exkl. MwSt.)
+ definitiv unverwechselbar
+ robuster Charakter
+ auch langstreckentauglich
- störende Seitenschweller
- preislich exklusiv positioniert
- geringe Nutzlast
hnen kommt der blaue Pick Up mit
dem einprägsamen Ego irgendwie
bekannt vor? Gratulation, Sie haben
sich nicht getäuscht. Vor bald einem
Jahr war der damals neu am Markt
präsentierte Ford Ranger Raptor
erstmals zu Gast auf unseren Fuhrpark-
Seiten (siehe Baublatt.Österreich 3/20,
Seite 78). Fast ein Jahr oder neun
Ausgaben später hat sich der Newcomer
von damals zu einem fixen Bestandteil
FORD RANGER RAPTOR 2.0 ECOBLUE
Mitten im Steigflug
des Ford-Nutzfahrzeugprogramms
gemausert. Und unsere Vermutungen
vom Jänner 2020 haben sich doch
tatsächlich bewahrheitet. Denn selbst
wenn das Auftreten des Ranger Raptor
immer noch drauf und dran ist, ganz
ungeniert alle emotionalen Grenzen zu
sprengen, so ist er doch eines: Ein
leichtes Nutzfahrzeug, das trotz oder
gerade wegen seines multifunktionalen
Einsatzportfolios auch als solches
Durchgestartet – in
knapp einem Jahr hat
sich der Ford Ranger
Raptor zum absoluten
Verkaufshit gemausert.
verstanden werden möchte. Die bescheidenen
545 kg Nutzlast brauchen in
diesem Zusammenhang ja nicht unbedingt
an die große Glocke gehängt zu
werden. Die bis zu 2.500 kg Anhängelast
schon eher. Da schreiben wir doch viel
lieber einmal mehr von den begeisterten
Blicken, die er auf sich zieht, sobald er
durch die Lande rollt.
Fazit: Der wahrscheinlich erste Pick
Up mit grenzenlosem Wohlfühlfaktor.
MITSUBISHI SPACE STAR 1.2
Größer als erwartet
V
on einem mächtigen, um nicht zu
sagen brachialen Pick Up auf einen
eben erst geschlüpften, da frisch facegelifteten
Kleinwagen umzusteigen,
bereitet Deinem Umfeld interessanter
Weise mehr Kopfzerbrechen, als Dir
selbst. Eigenartige Vergleiche inklusive.
Nein, der Mitsubishi Space Star ist nicht
genau so lange, wie der Ford Ranger
Raptor (siehe unsere Geschichte auf
dieser Seite oben) breit ist. Ganz im
Gegenteil: Einmal im Space Star auf
Fahrer- oder Beifahrersitz Platz genommen,
wird recht schnell klar, warum
Mitsubishi dem putzigen Flitzer just
diese Bezeichnung verpasst hat. Für ein
Auto mit gerade einmal 3,85 m Gesamtlänge,
lässt es sich mit ihm zu zweit
mehr als passabel vorankommen. Wo
sonst die Schwärmerei vom tollen
Raumgefühl bei SUV oder protzigen
7-Sitzern vor den Vorhang darf, ist sie
Runderneuert – die
facegeliftete Frontpartie
lässt den Mitsubishi
Space Star deutlich
erwachsener wirken.
FACTS
Motor: 1,2 Liter 3-Zylinder-Benzin,
52 kW (71 PS)
Eigengewicht: 892 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 100 kg/200 kg
Testverbrauch: 5,6 l/100 km
Listenpreis: 12.990,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ optisch gelungenes Facelift
+ vernünftige Ausstattung
+ preislich attraktiv
- viel Plastikcharme im Cockpit
- blechernes Türgeräusch
- sehr indirekte Lenkung
hier nicht minder richtig am Platz. Als
Pilot den Mitsubishi Space Star durch
die Stadt, aber gerne auch übers Land
zu jagen, macht nicht zuletzt wegen
seinem 1,2 l Motor mit 71 PS richtig
Spaß. Das Wort Kampfgelse kommt uns
in diesem Zusammenhang natürlich
nicht über die Lippen. Dazu gibt sich der
3-Zylinder eindeutig zu erwachsen.
Fazit: Kleines Auto mit herrlich
großem Spaßfaktor.
68 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Alltagstauglich – gut
400 km Reichweite
machen den Kia e-Niro
auch im Arbeitsalltag zu
einem vollwertigen
Wegbegleiter.
KIA E-NIRO PLATIN
Nie wieder kalte Finger
D
as eigentliche Aufhängerfoto müssen
wir Ihnen bei dieser Geschichte leider
schuldig bleiben. Was mehr an der
kurzfristigen Idee, als an schlechter
Vorbereitung liegt. Am letzten Tag unseres
Tests, der Kia e-Niro Platin quasi schon
auf dem Weg zur Fahrzeugrückgabe,
bescherte uns Väterchen Frost die erste
wirklich kalte Nacht des (mittlerweile
letzten) Jahres. Mit fossilen Brennstoffen
im Tank und ohne Standheizung heißt das
Handschuhe anziehen, Eiskratzer und
Enteisungsspray schnappen, um die weiße
Pracht irgendwie von den Scheiben zu
bekommen. Mit dem Kia e-Niro vor der
Haustüre schaut die Sache eindeutig
entspannter aus. Auto aufsperren,
hineinsetzen, Sitzheizung, Lenkradheizung
und Gebläse (das ja sofort warme
Luft liefert) aktivieren, während sich die
Eisschicht wie von selbst von der Frontscheibe
verabschiedet, die Schlagzeilen der
FACTS
Motor: Elektro, 150 kW (204 PS)
Eigengewicht: 1.778 kg
Sitzplätze: 4+1
FUHRPARK
Reichweite: gut 400 km
Batteriekapazität: 64 kWh
Grundpreis: 45.190,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ bis zu 400 km Reichweite
+ alltagstaugliches Fahrzeugkonzept
+ durchaus sportliche Wesenszüge
- überschaubare Beinfreiheit im Fond
- deutlich teurer als Diesel oder Benziner
6-Uhr-Nachrichten im Radio hören und
anschließend in wohlig warmer Umgebung
vollkommen abgasfrei in Richtung Wien
rollen. Dazu so nebenbei mit einem
Lächeln auf den Lippen an die Nachbarn
denken, die Dich ob Deines Elektroautos
nur milde belächelt haben und jetzt
garantiert mit kalten Fingern vor ihren
Autos stehen.
Fazit: Mit dem Kia e-Niro darf auch im
Winter gerne elektrisch gefahren werden.
FACTS
Motor: 2,0 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,
176 kW (240 PS)
Eigengewicht: 2.462 kg
Sitzplätze: 6+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/2.500 kg
Testverbrauch: 9,2 l/100 km
Listenpreis: 68.484,17 Euro
(exkl. MwSt.)
+ bequemes Reisemobil
+ eleganter Innenraum
+ übersichtliches Cockpit
- leicht schwammiges Fahrwerk
- saftiger Preis
- Bordcomp.: komplizierte Menüstruktur
S
ie gestatten uns doch hoffentlich den
kurzen Abstecher in Richtung grenzenloser
kindlicher Begeisterung. Dafür
haben wir auch die Hauptdarstellerin
dieser Geschichte, eine Mercedes-Benz
V-Klasse, ganz bewusst in einem Arbeitsumfeld
fotografiert, in dem sie mit
ziemlicher Sicherheit nur sehr selten
anzutreffen sein wird. Es sei denn, der
Chef persönlich führt die beiden vergessenen
Säcke Zement auf die Baustelle nach.
MERCEDES-BENZ V 300
Volle Kraft voraus
Der Hauptgrund für unsere Begeisterung:
Das 4-zylindrige Kraftwerk, das die
V-Klasse unter ihrer Motorhaube beherbergt.
2,0 l Hubraum, 240 PS (in Worten:
zweihundertvierzig PS) stark und, Sie
verzeihen den Ausdruck im Zusammenhang
mit einem Stern, ein „Spruch“, der
die Zeiten hochleben lässt, als das Hubraum
Downsizing in den Motorenabteilungen
noch lange nicht das Maß aller Dinge
war. Von der journalistischen Schwärmerei
Sportler – mit 240 PS
aus 2,0 l Hubraum ist
die 2.462 kg schwere
Mercedes-Benz V-
Klasse top motorisiert.
zur beruflichen Alltagstauglichkeit der
V-Klasse. Als gerne zitiertes Chefauto
rennt der 7-Sitzer (Sitzaufteilung 2-2-3)
vom ersten Meter an offene Türen ein. Viel
Platz, nahezu durchgehend edel verarbeitet
und obendrein optisch nett anzusehen.
Was bei einem Fahrzeug dieser Kategorie
ja immer noch keine Selbstverständlichkeit
ist.
Fazit: Ein richtiges Chefbüro auf vier
Rädern.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
69
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
ÖNORM B 2061
Kalkulation von Regieleistungen und die
Darstellung des Regielohns im K3-Blatt
Praktisch bei jedem öffentlichen wie auch bei vielen privatwirtschaftlich abgewickelten
Aufträgen stellen die ÖNorm B 2061 sowie die zugehörigen K-Blätter den Standard für die
Darstellung der Baukalkulation dar. Ein wesentlicher Überblick über die Änderungen der
neuen ÖNorm B 2061 sowie die Vorstellung des K6-Blattes (Gerätepreise) finden sich in der
Ausgabe 05/2020 der vorliegenden Zeitschrift. Das K2-Blatt und das K3-Blatt ist in der Ausgabe
06/2020, die Kalkulation der Materialpreise (K4-Blatt) in der Ausgabe 07-08/2020 und
die Darstellung der Umlage der Baustellengemeinkosten in den Ausgaben 09/2020 und
10/2020 erörtert. In dieser Ausgabe liegt der Focus bei der Kalkulation von Regielohnpreisen
nach der neuen ÖNorm B 2061 Ausgabe 2020.
Autoren: DI Dr. Andreas Kropik,
DI Theresa Oswald
Regieleistungen
Gemäß ÖNorm B 2110:2013 Pkt 3.12 sind
Regieleistungen Leistungen, welche über
den tatsächlichen Aufwand abgegolten
werden. Demnach erfolgt eine aufwandsorientierte
Abrechnung nach den tatsächlich
geleisteten Arbeitsstunden bzw. den
tatsächlich verbrauchten Materialien.
Die ÖNorm B 2110:2013 unterteilt
Regieleistungen in angehängte und
selbstständige Regieleistungen.
Angehängte Regieleistungen sind
Leistungen, welche im Rahmen eines
abgeschlossenen Bauvertrags mit Einheits-
oder Pauschalpreisen (zusätzlich)
anfallen. Diese Leistungen werden folglich
nicht gesondert vergeben. Hingegen sind
selbstständige Regieleistungen solche, die
als im Rahmen eines eigenständigen
(Regie-)Vertrages gesondert vergeben
werden.
Kalkulationsrisiko bei Regieleistungen
Ein Teil des Kalkulationsrisikos fällt bei
der Kalkulation von Regieleistungen weg,
weswegen die Kalkulation an sich besonderen
Rahmenbedingungen unterliegt.
Wegen der aufwandsorientierten Abrechnung
(z.B. nach tatsächlich eingesetzten
Stunden), ist eine Abschätzung des
Produktionsfaktoreneinsatzes, also des
Verbrauches, bei der Ermittlung von
Foto: Shutterstock
Bei angehängten Regieleistungen
ist zu beachten, dass das
Personal für die Regieleistung der für
die Erbringung der Hauptleistung
vorgesehenen Arbeitspartie
entnommen wird.
70 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
Regiepreisen hinfällig. Es entfällt daher
ein Teil des Kalkulationsrisikos.
Das Risiko für die Höhe des Produktionsfaktorpreises,
also die Höhe des Regielohnpreises,
die Höhe eines Regiematerialpreises
oder die Höhe des Regiezuschlages auf
nachgewiesene Material- oder Gerätebeschaffungskosten
(Rechnungen der
Lieferanten), trägt der Unternehmer
weiterhin.
Regielohnpreis
Mit Hilfe des K3-Blattes können auch der
Regielohnpreis bzw. der Regiegehaltspreis
bestimmt werden. Nachfolgend ist eine
beispielhafte Ermittlung für einen
Regielohnpreis dargestellt. Dabei wurde
das vom Co-Autor Andreas Kropik
entwickelte standardisierte Berechnungsverfahren
verwendet (Quelle: www.
bauwesen.at).
Die beispielhafte Berechnung des Regielohns
(Bild 1, Seite 72) für die Montage ist
auf Basis des aktuellen Kollektivvertrages
für Baugewerbe und Bauindustrie
(01.05.2020) für die Beschäftigungsgruppe
Facharbeiter (IIb) vorgenommen. Die
Berechnung ist für eine Regiestunde
durchgeführt und es ist angenommen,
dass keine nicht in Regie verrechenbare
Zeiten zusätzlich anfallen (z.B. für nicht
vergütbare Aufsichtsleistungen). Die
Regiepreiskalkulation setzt auf der in
Ausgabe 06/2020 dargestellten Mittellohnpreiskalkulation
(K2a-Blatt und K3-Blatt)
auf. Alle angeführten Zeilenverweise
beziehen sich auf Bild 1.
Das gewichtete KV-Entgelt (Zeile 3)
entspricht genau dem KV-Entgelt der
kalkulierten Beschäftigungsgruppe. In der
Regel sind Regielohnpreise nicht für
Arbeitsgruppen bzw. Arbeitspartien zu
bilden. Unproduktive Zeiten sind im
Beispiel keine angesetzt. Ergeben sich
gem. Bauvertrag im Zusammenhang mit
Regie nicht verrechenbare Zeiten, z.B. für
Aufsicht, so erfolgt in Zeile 4 die kalkulatorische
Berücksichtigung.
In Zeile 6 wird das außerkollektivvertragliche
Entgelt berücksichtigt. Dies ist
entsprechend der Überzahlung der
kalkulierten Beschäftigungsgruppe. Es
kann auch die durchschnittliche Überzahlung
gem. Mittellohnpreiskalkulation
herangezogen werden.
Bei angehängten Regieleistungen ist zu
beachten, dass das Personal für die
Regieleistung der für die Erbringung der
Hauptleistung vorgesehenen Arbeitspartie
entnommen wird. Wird der Partiezusammensetzung
ein Hilfsarbeiter entnommen,
erhöht sich für diese Zeit der Mittellohnpreis,
wird ein Facharbeiter entnommen,
vermindert sich der Mittellohnpreis. Eine
Anpassung der Einheitspreise ist allerdings
nicht möglich. Dieser Umstand muss
bei Verträgen die einen hohen Anteil von
Regieleistungen, fokussiert auf eine
Beschäftigungsgruppe aufweisen, gegebenenfalls
kalkulatorisch bedacht werden.
Das kann sogar dazu führen, dass der
Regielohnpreis für Fach- und Hilfsarbeiter
gleich hoch ausfallen kann.
Auch bei Regieleistungen können gewisse
Erschwerniszulagen aufgrund von
arbeitsrechtlichen Gründen zu bezahlen
sein. Solche Arbeitserschwernisse sind vor
Beginn der jeweiligen Regieleistungen mit
dem Auftraggeber (AG) zu vereinbaren
und finden beim Grund-Regielohnpreis
(siehe K3-Blatt) zunächst keine Berücksichtigung.
Das gilt auch für Arbeitszeitzulagen.
Zeile 7 und Zeile 8 werden dementsprechend
im vorliegenden Beispiel auf 0
gesetzt.
Abgabepflichtige Aufwandsentschädigungen
(Zeile 9) und nicht abgabepflichtige
Personalkosten (Zeile 11) können sich
beispielsweise aus einer Fahrkostenvergütung,
Taggeld, Übernachtungsgeld, aber
z.B. nach dem KollV für das Eisen- und
Metallverarbeitende Gewerbe auch aus
einer Montagezulage, ergeben. Grundsätzlich
werden die Werte unverändert aus der
Mittellohnpreiskalkulation in die Regielohnkalkulation
übernommen.
In den Zeilen 12 bis 14 werden die
direkten, umgelegten und weiteren
Personalnebenkosten berücksichtigt. Auch
für die Werte dieser Kalkulationszeilen
gilt, dass sie grundsätzlich unverändert
aus der Mittellohnpreiskalkulation in die
Regielohnkalkulation übernommen
werden.
Bitte umblättern
BUCHTIPP
Baukalkulation,
Kostenrechnung und
ÖNorm B 2061
In einem umfangreichen Werk ist die
Baukalkulation mit Bezug zur neuen
ÖNorm B 2061 dargestellt. Systematisch
und verständlich werden die LeserInnen
von den Kostengrundlagen über die
betriebliche Kostenverrechnung bis zur
Kalkulation geleitet. Abgerundet wird das
Werk mit Sonderthemen wie Gedanken zu
Angeboten nach dem Bestbieterprinzip,
zum Preisaufschlag- und Nachlassverfahren,
zur Kalkulation von Pauschalpreisen
oder zur vertieften Angebotsprüfung.
Viele Beispiele (auch K-Blätter) dienen
dem Verständnis und stellen laufend den
Bezug zur Praxis her.
Kropik, Baukalkulation,
Kostenrechnung und ÖNorm B 2061
Format 17×24 cm, 816 Seiten
Eigenverlag 2020
ISBN 978-3-950-42981-7
Preis € 120,00 netto zuzüglich MwSt.
Information (Inhalt, Leseproben,
Bestellservice): www.bw-b.at
NÜTZLICHE KALKULATIONSTOOLS NACH DER NEUEN ÖNORM B 2061
Der Autor stellt auf seiner
Webseite (www.bw-b.at; unter
Punkt Kalkulation) diverse
Hilfestellungen für die
Kalkulation zur Verfügung:
n Umrechnungstool für den Gesamtzuschlag
gem. K3:1999 in K2 der ÖNorm B 2061:2020
n Berechnung der Umgelegten Lohnnebenkosten
für diverse Gewerke (auch für das Elektrogewerbe
nach dem KollV für das Eisen- und
Metallverarbeitende Gewerbe)
n Berechnungstool Finanzierungskosten
(Bauzinsen)
n K2a-Blatt zur Darstellung des Wertes
im K2-Blatt Spalte D
n Berechnungsprogramm Mittellohnpreis
(K3-Blattkalkulation)
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
71
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
Bild 1: Kalkulation von Regieleistungen
für die Beschäftigungsgruppe Facharbeiter
(IIb) mit vorhergehender
Mittellohnpreis kalkulation (siehe Baublatt.Österreich
Ausgabe 06/2020).
Auch die Höhe der Personalgemeinkosten
(Zeile 16) entspricht dem Wert
der vorhergehenden Mittellohnpreisberechnung.
In den Zeilen 17i können Umlagen
berücksichtigt werden; in der beispielhaften
Berechnung sind keine
vorgesehen. Sieht die Mittellohnpreiskalkulation
Umlagen für z.B. Baustellengemeinkosten
in der Zeile 17 vor, so
müssen diese Deckungsbeiträge auch
bei der Verrechnung von Regiestunden
verdient werden. Eine gesonderte
Vergütung von Baustellengemeinkosten
ist bei angehängten Regieleistungen
grundsätzlich nicht möglich.
Der Gesamtzuschlag ist im K2-Blatt
zu ermitteln. Es wird auf das in
Ausgabe 05/2020 bzw. 06/2020 der
vorliegenden Zeitschrift abgebildete
K2-Blatt bzw. K2a-Blatt verweisen
und sachgerecht der für die Kostenart
Personalkosten dargestellte Zuschlag
übernommen.
Für Regieleistungen ist es aber auch
denkbar einen eigenen Gesamtzuschlag
zu bestimmen, der von jenem
für Einheitspreisleistungen abweicht.
Eine tiefergehende Beschäftigung mit
der vorliegenden Thematik, auch
wesentliche Anmerkungen zur
Kalkulation von Regiematerialpreisen,
kann dem Buch Baukalkulation,
Kostenrechnung und ÖNorm B 2061
(siehe Buchtipp) entnommen werden.
ZU DEN AUTOREN
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Univ.-Prof.
Andreas Kropik ist
Universitätsprofessor
an der TU-Wien,
Unternehmer,
Sachverständiger
und Autor.
Andreas Kropik ist Universitätsprofessor für
Bauwirtschaft und Baumanagement an der TU
Wien und Inhaber eines Beratungsunternehmens.
Er beschäftigt sich u.a. mit Fragen des Bau- und
Vergaberechts, dem gestörten Bauablauf und
dessen Folgen sowie mit baubetriebswirtschaftlichen
Problemstellungen. Er war Initiator für die
Über arbeitung der ÖNorm B 2061 und ist Autor
zahlreicher einschlägiger Publikationen.
Theresa Oswald ist Universitätsassistentin am Institut
für Interdisziplinäres Bauprozessmanagement
der TU Wien, Forschungsbereich Bauwirtschaft und
Baumanagement, wo Sie auch derzeit ihr Doktoratsstudium
absolviert. Im Zuge dessen beschäftigt Sie
sich intensiv mit der ÖNorm B 2061 und mit den in
Verbindung stehenden Themengebieten.
72 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
SERVICE
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
1001 Aktivmöglichkeiten
Im Hotel Niederreiter, dem Basecamp für alle Arten von Bewegungsmenschen,
und in Maria Alm, dem Salzburger Aktiv-Hotspot schlechthin, lebt man lieber
unbeschwert. Dafür aber mit einer ordentlichen Portion Aktivität und Genuss.
G
erade eben noch vom Alltagsstress
geplagt, steht man plötzlich auf dem
sattgrünen Gipfel, lässt den Blick über die
darunter liegenden Dörfer schweifen und
nimmt die großartige Stille wahr, die man
vor wenigen Tagen noch so dringend
gesucht hat. Fast 2.000 m erklommen und
dabei begleitet von einem herrlichen
Gefühl der Unbeschwertheit – das ist das
Urlaubsgefühl à la Maria Alm.
Und so bahnt man sich den Weg zurück
ins Tal – ins sportverliebte Drei Sterne
Superior Hotel Niederreiter – in dessen
hauseigener Konditorei jene Sachertorte
wartet, auf die man sich schon vor
Wanderbeginn gefreut hat. Im idyllischen
Hotelgarten schlummert auch jener
Badeteich, der im Sommer für die heiß
ersehnte Abkühlung sorgt. Und vom
vormittäglichen „Strampeln“ angespannte
Muskeln werden beim Saunagang wieder
lang.
Weil die Zeit begrenzt und die Gegend
rund um den stolzen Hochkönig so vielseitig
ist, ist Trödeln keine Option. Während
die einen pünktlich nach dem Frühstück
vom Bike-Guide nach draußen entführt
werden, packen andere bereits ihre
Wanderrucksäcke. Aktivurlauber, die mit
dem Nachwuchs unterwegs sind, treffen
noch die letzten Vorbereitungen für den
Gipfelsturm auf den Prinzenberg Natrun,
während jene, die ihre Zeit hier eher
entspannt angehen, lieber noch einmal das
reichhaltig bestückte Buffet genießen.
Das Drei Sterne Superior Hotel
Die kontrastreiche Landschaft rund
um das Drei Sterne Superior Hotel Gasthof
Niederreiter in Maria Alm lässt nicht nur
Sportlerherzen höherschlagen.
Niederreiter und seine überschaubare
Heimat Maria Alm sind eben auch im
Sommer alles andere als verschlafen und
bieten ihren Gästen eine lange Liste an
Möglichkeiten. So saust man mit viel
Schwung den Waldrutschenpark hinunter,
spürt die Extra Portion Adrenalin im
Mountaincart, übt sich mit viel Konzentration
beim Bogenschießen oder schwingt
den Schläger beim Minigolf, Golf oder
Tennis. Berge und sanfte Almwiesen laden
zum Klettern, Trailrunning oder Nordic
Walken ein. Abgerundet wird das sportlich
adrette Gesamtpaket dann noch durch die
Hochkönig Card. Damit „schweben“
Downhiller und andere Gipfelstürmer mit
hochmodernen Bergbahnen umsonst zum
Ausgangspunkt ihrer Abenteuer. Wanderer
steigen auf ihrem Weg zum
250-km-Wandernetz der
Region einfach (und
kostenlos) in die Wanderbusse.
Und Eltern müssen
sich dank einer Vielzahl an
inkludierten Ermäßigungen
auf Museumsbesuche
und Freizeitattraktionen
keine Gedanken mehr über
die Unterhaltung ihrer
Kinder machen. Für
weitere Informationen
steht das Team des Drei
Sterne Superior Hotel
Gasthof Niederreiter unter
info@niederreiter.com gerne
zur Verfügung.
www.niederreiter.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2021
73
SERVICE
BÜCHER
HANDBUCH ZIVILTECHNIKERRECHT
Bestandteil eines Digitalprodukts; Linde Verlag
1. Auflage 2021; ISBN 978-3-7073-4335-9; 99,00 Euro
Rechtliche Fragen spielen in der Berufspraxis
von Ziviltechnikern eine große Rolle. Sie
betreffen nicht nur Themen wie das Bau- oder
Berufsrecht, sondern sind überaus mannigfaltig:
Wie läuft ein Architekturwettbewerb ab, wann
ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung
durchzuführen, wie ist mit denkmalgeschützten
Bauten umzugehen?
Der Ziviltechniker muss bei der Planung und
Umsetzung von Projekten stets eine Vielzahl von
Rechtsgebieten bedenken und kennen. Das
Handbuch hat sich deshalb zum Ziel gesetzt,
sowohl das neue ZTG detailliert zu erläutern als
auch Zusammenhänge, Querverbindungen und
Grundsätze des Ziviltechnikerrechts umfassend
darzustellen. Den Themen Baurecht, Umweltverträglichkeitsprüfung,
Vergaberecht, Bauvertragsrecht, Denkmalschutz und
Strafrecht sind eigene Kapitel gewidmet. Verfasst von einem Juristen und
einem Architekten, sollte das Werk in keiner Bibliothek von Ziviltechnikern
und mit dem Baurecht befassten Juristen fehlen.
www.lindeverlag.at
DEUTSCHES ARCHITEKTUR JAHRBUCH 2021
DOM publishers; 256 Seiten; 350 Abbildungen
ISBN 978-3-86922-774-0; 38,00 Euro
Seit 2007 zeichnet das Deutsche Architekturmuseum (DAM) mit dem DAM
Preis jährlich herausragende Bauten in Deutschland aus, seit 2017 mit Jung
als Partner. Das Deutsche Architektur Jahrbuch 2021 stellt neben dem
Preisträgerprojekt und den Finalisten auch die Gebäude der Shortlist in und
aus Deutschland vor. Namhafte Autorinnen und Autoren besprechen in ihren
Beiträgen eingehend die insgesamt 25 Projekte, die eine Jury für den DAM
Preis für Architektur in Deutschland 2021 ermittelt hat. Kuratoren des
WIR GEBEN
KINDERN WIEDER
EIN ZUHAUSE
SPENDEN UNTER
WWW.PROJUVENTUTE.AT
SPENDENKONTO:
IBAN: AT61 2040 4000 4040 4600
Museums sowie
renommierte
Architekten und
Architekturkritiker
sichteten dazu ein
Feld von etwa
einhundert Nominierungen
für den Jahrgang.
Das Deutsche Architektur
Jahrbuch 2021 stellt neben
dem Preisträgerprojekt und
den Finalisten auch die
Gebäude der Shortlist in und aus
Deutschland vor. Namhafte
Autorinnen und Autoren besprechen in
ihren Beiträgen eingehend die
insgesamt 25 Projekte, die eine Jury
für den DAM Preis für Architektur in Deutschland 2021 ermittelt
hat. Kuratoren des Museums sowie renommierte Architekten und
Architekturkritiker sichteten dazu ein Feld von etwa einhundert
Nominierungen für den Jahrgang. Das Deutsche Architektur
Jahrbuch dokumentiert weit mehr als nur einen Querschnitt
hervorragender Bauten eines Jahrgangs. Aus den Bänden geht
auch jeweils hervor, welche Bauaufgaben gerade von besonderer
Bedeutung sind und in der öffentlichen Diskussion stehen – denn
für die Nominierung gibt es keine Einschränkungen zu Typologie,
Bauvolumen oder Nutzung.
www.dom-publishers.com
WIENER BAURECHT KOMMENTIERT
Linde Verlag; Kommentar; 7. Auflage 2021
1.446 Seiten; ISBN: 9783707342574; 120,00 Euro
Vom Baugesetzbuch über die
Bautechnikverordnung bis zum
Kleingartengesetz und dem
Kanalgesetz: Mit der Neuauflage
des „Wiener Baurechts“ hat
man die wichtigsten Gesetze
und Verordnungen des Wiener
Baurechts kommentiert und
auf dem neuesten Stand zur
Hand. Neben dem Baugesetzbuch
sind u.a. enthalten:
Bautechnikverordnung,
Garagengesetz, Kleingartengesetz,
Ölfeuerungsgesetz,
Aufzugsgesetz und Kanalgesetz.
Die umfassenden
Anmerkungen nehmen vor allem zu solchen Themenbereichen
Stellung, die immer wieder zu Auffassungsunterschieden führen –
damit liegt ein unentbehrlicher, praxisnaher Arbeitsbehelf für alle
mit der Materie Befassten vor.
Die 7. Auflage enthält neben aktueller Judikatur der Höchstgerichte
und verschiedenen gesetzlichen Änderungen die Bauordnungsnovelle
2020. Gesondert ausgewiesen werden dabei Änderungen per
1.2.2021. Die wichtigsten Neuerungen auf einem Blick: Schaffung
der Rechtsgrundlage für die elektronische Abwicklung von
Bauverfahren (ab 1.2.2021); Ausweitung der Solarverpflichtung;
Änderungen im Zusammenhang mit dem Ansuchen um eine
Abbruchbewilligung und Förderung der Elektromobilität.
www.lindeverlag.at
74 JÄNNER/FEBRUAR 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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T +43 5574 73688
F +43 5574 73688-99
E office@dornlift.com
www.dornlift.com
Generalvertretung von