Schwachhauser I Magazin für Bremen I Ausgabe 105
Liebe Leserin, lieber Leser, diese Herbstausgabe ist wieder eine bunte „Pralinenschachtel“ voll von Neuem, oder altem Wiederentdeckten. Wie das ehemalige Wallcafè, heute Café Vinyl. Viele verschiedene Jubiläen können Sie entdecken, vier davon feierten Ende August ein kleines Fest im Fedelhören, die Straße, in der der Kunst viel Raum gegeben wird. In Bremen haben allerdings auch viele Künstlerinnen und Künstler zu wenig Ausstellungsflächen, wo sie ihre Kunst zeigen können. Ab dem 15. November gibt es nun eine dazu. Das Schwachhauser Magazin wird auch Galerie. Näheres finden Sie in dem Artikel über die Künstlerin Birthe Çil. Viel Kunst, Kultur und Musik finden Sie in diesem Magazin und wem das in Bremen nicht reicht, der wird von Annette Schneider inspiriert, sich auf die Reisen zur Kunst zu machen. Die Kunst, sich stilvoll zu kleiden, elegant modisch, sportlich chic oder einfach nur lässig, obliegt jedem selbst. In diesem Magazin habe ich die aktuellen Modetrends für Sie zusammengestellt, und die Geschäfte in Bremen freuen sich über Ihren Besuch! Wir haben in Bremen mehr Auswahl als Sie glauben. Viel Freude beim Lesen und bleiben Sie zuversichtlich. Herzlichst, Ihre Susanne Lolk
Liebe Leserin, lieber Leser,
diese Herbstausgabe ist wieder eine bunte „Pralinenschachtel“ voll von Neuem, oder altem Wiederentdeckten. Wie das ehemalige Wallcafè, heute Café Vinyl. Viele verschiedene Jubiläen können Sie entdecken, vier davon feierten Ende August ein kleines Fest im Fedelhören, die Straße, in der der Kunst viel Raum gegeben wird. In Bremen haben allerdings auch viele Künstlerinnen und Künstler zu wenig Ausstellungsflächen, wo sie ihre Kunst zeigen können. Ab dem 15. November gibt es nun eine dazu. Das Schwachhauser Magazin wird auch Galerie. Näheres finden Sie in dem Artikel über die Künstlerin Birthe Çil. Viel Kunst, Kultur und Musik finden Sie in diesem Magazin und wem das in Bremen nicht reicht, der wird von Annette Schneider inspiriert, sich auf die Reisen zur Kunst zu machen.
Die Kunst, sich stilvoll zu kleiden, elegant modisch, sportlich chic oder einfach nur lässig, obliegt jedem selbst. In diesem Magazin habe ich die aktuellen Modetrends für Sie zusammengestellt, und die Geschäfte in Bremen freuen sich über Ihren Besuch! Wir haben in Bremen mehr Auswahl als Sie glauben.
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KULTUR
Theater
Kino
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Ausstellungen
PLAUDEREI
Elke Heyduck
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Birthe Çil
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diese Herbstausgabe ist wieder eine
bunte „Pralinenschachtel“ voll von
Neuem, oder altem Wiederentdeckten. Wie das
ehemalige Wallcafè. Heute Café Vinyl.
Viele verschiedene Jubiläen können Sie entdecken,
vier davon feierten Ende August ein kleines
Fest im Fedelhören, die Straße, in der der Kunst
viel Raum gegeben wird.
In Bremen haben allerdings auch viele Künstlerinnen
und Künstler zu wenig Ausstellungsflächen,
wo sie ihre Kunst zeigen können. Ab
dem 15. November gibt es nun eine dazu. Das
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3
Inhalt
105
06
PLAUDEREI
Elke Heyduck
56
BÜHNE
Theater Bremen
Shakespeare Company
Stadttheater BRV
GOP
64
MUSIK
Glocke
Sendesaal
Philharmoniker
Seebühne
74
AUSSTELLUNGEN
Kunsthalle
Reisen zur Kunst
Hafenmuseum
Syker Vorwerk
4
Immobilienrecht?
Dafür hab ich
jemanden!
12
KUNST
Birthe Çil
Ingelore Kreienborg
50
MODE
Ristedt Modenschau
Modetrends Herbst
und Winter 25/26
88
VEREINE
Club zur Vahr
Reitverein St. Georg
94
UNTERHALTUNG
Kino
Buchbesprechungen
Cartoon
Kreuzworträtsel
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5
Elke Heyduck im Porträt
Von Lena Häfermann
Elke Heyduck macht ihren Job mit Schwung und Leidenschaft, Foto: Konstantin Zigmann
6
„Mit Herzblut für Gerechtigkeit“
Zwischen Schrebergarten und Sitzungssaal, zwischen Punkrock und Politikberatung:
Elke Heyduck ist aufrichtig, authentisch und überzeugend; mit einer klaren Haltung
zu den Themen, die ihr am Herzen liegen. Und das sind eine Menge! Seit über zwei
Jahrzehnten kämpft sie bei der Arbeitnehmerkammer Bremen mit Leidenschaft für
Fairness im Arbeitsleben.
Wenn Elke Heyduck den Raum betritt, geht – Achtung,
der Artikel beginnt ein wenig kitschig – ein bisschen
die Sonne auf. Sie strahlt über das ganze Gesicht,
wirkt fröhlich und gut gelaunt, und ich fühle mich
sofort willkommen. Heyducks Stimme ist ruhig, ihre
Worte überlegt – und doch spürt man sofort, dass sie
ihren Job mit Leidenschaft ausfüllt. Seit über zwanzig
Jahren ist sie bei der Arbeitnehmerkammer Bremen,
heute als Geschäftsführerin. Dabei hatte ihr Weg dorthin
zunächst gar nicht danach ausgesehen.
Geboren im Allgäu, zog es sie zum Studium in den
Norden. Bremen war jung, aufregend, mit einem neuen
Studiengang Kulturwissenschaften, der sie anlockte.
„Das war damals ein interessantes neues Fach“,
erzählt sie, „aber so richtig begeistert war ich dann
leider doch nicht. Am Ende bin ich auf Germanistik im
Hauptfach umgesattelt.“ Rückblickend klingt es, als
habe sie sich schon früh nicht mit halben Sachen zufrieden
gegeben.
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7
Die Arbeitnehmerkammer Bremen ist Anlaufstelle für alle Fragen rund um Arbeits- und Sozialrecht, Foto: Arbeitnehmerkammer Bremen
Erste berufliche Stationen führten sie in die Bremer
Kulturszene – in den Schlachthof, wo sie Debatten
organisierte, Diskussionen über Stadtentwicklung anstieß
und den Umbau der Stadthalle begleitete. Danach
zur taz. „Der Journalismus war eine schöne Station“,
sagt sie, „vielleicht sogar der schönste Beruf,
den ich ausgeübt habe. Aber der Verdienst war mäßig,
und ich war alleinerziehend.“ In dieser Phase kam das
Angebot der Arbeitnehmerkammer – „genau zur richtigen
Zeit“.
„Ich stehe hinter dem, was ich mache“
Was sie seitdem in der Arbeitnehmerkammer hält, ist
vor allem ihr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden.
„Das begleitet mich schon mein Leben lang“, erklärt
sie. „Mir geht schnell der Hut hoch, wenn ich merke,
dass jemand benachteiligt wird.“ Für sie ist klar: Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer sind die schwächere
Seite in der Wirtschaft. „Arbeitgeber können frei
entscheiden, Beschäftigte sind dagegen immer abhängig.
Dieses Machtungleichgewicht treibt mich an.“
Ihre Beispiele sind – vor allem in Anbetracht der Tatsache,
dass wir uns im gemütlichen Bremen befinden
– ziemlich drastisch. Von Menschen, die keinen Urlaub
bekommen. Von Küchenhilfen oder Reinigungskräften,
die weit unter Mindestlohn arbeiten. Von
Leiharbeitern, die unter Druck gesetzt werden, Verträge
zu unterschreiben. „Wir denken oft, in Deutschland
hält man sich an Recht und Gesetz – aber das stimmt
nicht. Gerade Zugewanderte sind verletzlich, weil sie
Sprache und System nicht kennen. Auch hier gibt es
Ausbeutung.“
Bremen zwischen Stahl und Zukunft
Wer ihr zuhört, merkt, wie sehr sie das Schicksal des
Industriestandorts Bremen umtreibt. Daimler, Airbus,
Stahlwerke. „Das sind unsere Schwergewichte, aber
auch fragile Säulen. Wenn Zölle kommen oder Investitionen
ausbleiben, verlieren wir Arbeitsplätze. Und
Bremen hat ohnehin eine hohe Arbeitslosigkeit.“ Hoffnung
gibt ihr die Qualifizierung von Beschäftigten.
„Wenn wir es schaffen, Weiterbildung konsequent zu
fördern, nehmen wir vielen Menschen die Angst vor
dem Wandel.“
Eines ihrer erklärten Steckenpferde, wenn man es
denn so nennen kann, ist das Thema Frauen. Dass
Bremen bundesweit die niedrigste Erwerbstätigenquote
von Frauen hat, schockiert sie noch immer. Und
auch ich muss staunen, als ich das höre. „Das hat viele
Gründe – hohe Löhne in der Industrie, zu wenig
Angebote in der Kinderbetreuung, tradierte Rollen.“
In Bremen arbeiten viele Frauen oft nicht aus freier
Entscheidung in Teilzeit, sondern weil Betreuungsplätze
fehlen oder weil sie in Familienrollen gedrängt
werden. „Es heißt dann schnell: Frauen wollen das so.
Aber die Wahrheit ist, viele würden lieber mehr arbeiten
– sie können es nur nicht“, betont sie. Die Fol-
8
gen sind gravierend: weniger Aufstiegschancen, geringere
Renten, ein Leben lang strukturelle Nachteile.
Heyduck kämpft dafür, dass Frauen die echte Wahl
haben – und nicht in Rollenmustern hängenbleiben,
die nicht mehr passen. Sie hält kurz inne, dann sagt
sie leise, fast für sich: „Ich würde wirklich gerne am
Ende meiner Berufstätigkeit sagen: Da sind wir besser
geworden.“
Technik als Helfer oder als Gefahr
Wenn es um Digitalisierung geht, schwankt Heyduck
zwischen Begeisterung und Skepsis. Sie kennt die
Robotik-Hallen bei Daimler, die Datenbrillen in der Logistik.
„Technik entlastet oft, aber manchmal frage ich
mich: Wer macht hier eigentlich was mit wem? Nutzt
der Mensch die Technik – oder ist er nur noch Anhängsel?“
Doch natürlich sieht sie auch die Chancen,
die sich hier verbergen. Elke Heyduck teilt die Welt
nicht in Schwarz und Weiß ein. „Wenn ältere Menschen
dank smarter Technik länger in ihrer Wohnung
bleiben können, ist das großartig. Es geht nicht darum,
Menschen zu ersetzen, sondern sie zu unterstützen.“
Die Situation in der Pflege steht weit oben auf der
Agenda der Arbeitnehmerkammer. Die Geschäftsführerin
muss nicht lange überlegen, wenn man sie fragt,
was sie mit einem Fingerschnips sofort verändern
Elke Heyduck im Gespräch mit Lena Häfermann
Foto: Konstantin Zigmann
würde: „Mehr Kolleginnen und Kollegen auf den Stationen.“
Dabei geht es ihr nicht nur um die Entlastung,
sondern um die Würde des Berufs. „Pflegekräfte haben
ihren Beruf gewählt, weil sie Menschen gut versorgen
wollen. Stattdessen stehen sie unter einem
Druck, der ihnen kaum noch Raum dafür lässt.“ Für
Heyduck ist klar: Ohne bessere Bedingungen in der
Pflege lässt sich weder der Fachkräftemangel lösen
noch eine menschliche Betreuung sichern.
ROCKING AROUND
THE STAR!
Wir laden am Donnerstag, den 18.12.2025
um 17:00 Uhr zur X-Mas After-Work-Party
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Eine Vielfalt an kalten und warmen
Getränken und Snacks stehen an diesem
Abend zum Kauf zur Verfügung.
9
Im Foyer wird derzeit die Ausstellung WORK – Behind closed doors
(Fotografien von Wolfram Scholl) gezeigt, Foto: Konstantin Zigmann
Überhaupt: Fachkräftemangel! Hier hört Heyduck genau hin – und ruckelt
die Perspektive ein wenig zurecht. „Ja, wir haben einen Mangel, aber
im Kapitalismus gilt eigentlich: Wenn etwas knapp ist, steigt der Preis. Nur
bei Arbeitskraft soll das plötzlich nicht gelten?“, meint sie und runzelt die
Stirn. Für sie hängt beides zusammen: faire Bezahlung und die Attraktivität
von Berufen. „Ein höherer Mindestlohn sorgt nicht nur dafür, dass
Menschen von ihrer Arbeit leben können, er stärkt auch die Kaufkraft und
die Würde ganzer Branchen.“ Und dann wird eben der Haarschnitt oder
das Bier in der Kneipe ein wenig teurer. Aber Hand aufs Herz: das können
wir uns doch leisten, oder?
Wie sie zur viel diskutierten Vier-Tage-Woche steht, möchte ich nun gern
noch wissen. Elke Heyduck wiegt den Kopf. One-Size-Fits-All-Lösungen
mag sie einfach nicht. „Starre Modelle helfen uns nicht weiter“, sagt sie
entschieden. Stattdessen plädiert sie für mehr Flexibilität: Arbeitszeiten,
die zu den Lebensphasen passen, Teilzeitmöglichkeiten, die später wieder
aufgestockt werden können, und klare Regeln, damit nicht am Ende
Überstunden ins Bodenlose wachsen. „Jeder Mensch braucht Verlässlichkeit
– und die entsteht nur, wenn Arbeitszeit fair dokumentiert und
respektiert wird.“
Kleine Siege, große Wirkung
Es sind aber nicht nur die großen Schlagworte wie Mindestlohn, Digitalisierung
oder Fachkräftemangel, auf die Heyduck ein Augenmerk legt. Oft
sind es die kleinen, hart erkämpften Veränderungen. Sie erzählt von einer
Buslinie, die nach jahrelangem Ringen endlich eine weitere Schleife durch
ein abgelegenes Gewerbegebiet fährt. „So etwas dauert drei, vier, fünf
Jahre. Erst heißt es: unmöglich. Dann sagt man, doch, eigentlich ginge es.
Und irgendwann fährt der Bus. Das ist dann ein echter Erfolg – weil es
für die Beschäftigten spürbar etwas verändert.“
Man merkt, dass sie Freude daran hat, Menschen zusammenzubringen,
Netzwerke zu knüpfen, Dinge in Bewegung zu setzen. „Ich arbeite gerne
an Projekten, bei denen am Ende wirklich etwas sichtbar wird. Dann weiß
ich, wofür ich das alles mache.“ Wenn ihre Kosmetikerin erfährt, was
Heyduck beruflich macht und ihr gleich begeistert erzählt, wie sehr ihr
dort geholfen wurde. Oder der Mann, den sie mal im Aufzug traf und der
fantastische Laune hatte, weil er „das erste Mal einen Job hatte, bei dem
er mehr als 1200 Euro verdient.“ Das sind die Beispiele, die sie, wenn das
überhaupt noch geht, für ihr tägliches Tun noch mehr anspornen.
10
Ausgleich im Schrebergarten – und bei Punkrock
Bei so viel Engagement braucht es Rückzugsorte. Für
Heyduck ist das zum einen ihr Schrebergarten in Bremen,
den sie seit vielen Jahren hegt und pflegt. „Da
rücken sich die Verhältnisse zurecht“, sagt sie. Zum
anderen ist da die Musik. Indie, Punk, auch mal laut,
auch mal wild. „Ich muss mich manchmal austoben
– Konzerte helfen mir dabei. Oft fahre ich nach Hamburg.
Das ist mein Ausgleich.“ Und dann ist da noch
die Weser. Fast jeden Tag geht sie dort spazieren.
„Wenn ich aufs Wasser schaue, merke ich: Die Welt
ist größer als der eigene Schreibtisch. Das erdet.“
Zum Ende des Gesprächs wird Heyduck nochmal
ernst. Sie spricht von der politischen Großwetterlage,
von Trumps Zöllen, von nationalistischen Strömungen
– und vom Rechtsruck in Deutschland. „Das macht
mir wirklich Sorgen. Wir brauchen ein starkes Sozialsystem,
dem die Menschen vertrauen. Sonst gewinnen
die Rechten noch mehr an Boden.“ Was sie sich
für die Zukunft wünscht? „Dass junge Menschen Berufe
finden, die ihnen Freude machen. Dass sie fair
behandelt werden. Und dass Bremen den Mut hat,
neue Wege auszuprobieren. Weil hier alles so nah
beieinander ist, könnten wir viel innovativer sein, viel
mehr wagen“, sagt sie. Ob Pflege im Quartier, beson-
Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß – es gibt immer auch ein
Dazwischen., Foto: Konstantin Zigmann
dere Angebote für Alleinerziehende oder neue Weiterbildungsmodelle
– die Arbeitnehmerkammer treibt
solche Ideen immer wieder an. Bremen könne so etwas
wie ein Labor für die Republik sein, vergleichbar
mit seiner Rolle in der Marktforschung, wo neue Produkte
oft zuerst hier getestet werden. „Was in Bremen
funktioniert, könnte bundesweit Schule machen.
Dafür brauchen wir nur mehr Mut, weniger norddeutsche
Zurückhaltung.“
Dann lehnt sie sich zurück, lächelt – und wirkt, als
wolle sie gleich wieder aufstehen, um genau dafür
zu kämpfen.
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11
Birthe Çil
Killer Queen
12
von Karla Wagner
Picking out the good ones
Birthe Çil ist angekommen in ihrem künstlerischen Tun. Seit anderthalb Jahren
konzentriert die Künstlerin sich auf die Kunstform Collagen wie auch auf die
Auseinandersetzung mit historischem Papiermaterial und findet in diesem Arbeitsfeld
ein Ausdrucksmittel, das sie inspiriert und fasziniert.
Nach Lebensstationen in Aachen, Los Angeles, Paris,
Berlin und Hamburg lebt und arbeitet Birthe Çil in
Bremen. Mit Abschluss ihres Studiums der Kunstgeschichte
und Literaturwissenschaft (Germanistik
und Romanistik) ist sie zunächst viele Jahre in der
Museumspädagogik tätig, arbeitet in der literarischen
Vermittlung, sammelt reichhaltige Erfahrungen, so
beispielsweise im Rahmen von Führungen im Bucerius
Kunst Forum in Hamburg oder auch während ihrer
Tätigkeit in der Unternehmenskommunikation.
Als Quereinsteigerin im Schuldienst eröffnet sich ihr
ein Arbeitsfeld, das nicht nur Brotberuf ist. Sie kann
auch in diesem Kontext ihr künstlerisches Tun realisieren,
es immer wieder auf den Prüfstand stellen. Das
Feedback der Jugendlichen, mit denen sie arbeitet,
beflügelt, inspiriert, ermöglicht ihr Perspektivwechsel
und alternative Betrachtungsweisen. Auch im Rahmen
von Workshops, die sie regelmäßig anbietet, geht sie
mit Teilnehmenden in den Dialog, ist Lehrende und
Lernende, gibt ihre reichhaltigen Erfahrungen weiter
und realisiert gemeinsam analoge Collagen.
Ausstellungen in Marrakesch und Berlin sind Belege
ihres kreativen Schaffens. Bis Juli 2026 ist die Künstlerin
mit ihrer Ausstellung „Schichten, Fragmente,
Erinnerungen“ im Ausstellungsraum zahn&art in der
Chausseestraße 22 (Berlin Mitte) mit einer Auswahl
aktueller Mixed-Media-Collagen zu sehen.
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13
Abstract 2
Birthe Çil versteht sich als Sammlerin von Papieren
aller Art. Sie erhält alte Zeitungen, Magazine mit eigenen
Monotypien, Postkarten, alte Bücher, Briefe,
Rechnungen, Landkarten, Lösch-, Linien- und Notenblätter
aus dem Freundes- und Bekanntenkreis.
Online stöbert sie nach alten Dokumenten, stößt auf
Fundstücke, die sie en passant auf der Straße entdeckt
– so auch beispielsweise Zigarettenpackungen.
Selten kauft Birthe Çil Materialien, sie schöpft aus
Nachlässen, ist unfreiwillig und doch fesselnd Zeugin
fremder Lebenswege, die vermeintlich abgeschlossen
scheinen, für „Lieferanten“ gegebenenfalls kaum noch
von Bedeutung sind, ihr überlassen und einer neuen
Bestimmung übergeben werden.
Und doch stehen die in der Vergangenheit einmal
bedeutsamen Belege und Alltagsdokumente (nichts
ist so alt wie die Zeitung von gestern) von Anfang an
im Mittelpunkt ihres kreativen Schaffens. Die Textur,
Patina und Herkunft erzählen eine ganz eigene Geschichte,
sind Zeitzeugen von Flüchtigkeit, Vergänglichkeit,
vielleicht auch Banalität und doch Dokumente
menschlichen Seins und Wirkens. Birthe Çil transformiert
die Papiere in die Jetztzeit, versetzt sie in einen
neuen Kontext. Häufig sind die einzelnen Fundstücke
zunächst Fragmente, entfalten erst im Laufe des
Prozesses eine Erzählung, werden zu eigenständigen
narrativen Elementen und entwickeln neue Inhalte
und Akzente.
Die haptischen Eigenschaften des Papiers und die
sichtbaren Spuren der Zeit sind für die Künstlerin
ebenso bedeutungsvoll wie ihre zentralen Motive.
Birthe Çil zerschneidet, schichtet, stanzt, abstrahiert,
ordnet neu an, legt frei, reduziert, verwirft Anordnungen,
bis nur noch der Kontrast übrigbleibt. Die
Liebe zum Detail bedeutet für sie den Unterschied,
um das Füllhorn von Möglichkeiten zu realisieren. Sie
lässt sich leiten von dem, was sich ihr offenbart, ist
sich der Vielfalt und Vielschichtigkeit des Lebens und
der Kunst bewusst, wertschätzt die facettenreichen
Schichten, versteht und akzeptiert die Dinge „wie
sie sind“.
Ihre Arbeitsweise gleicht einem visuell-poetischen
Puzzle. Die Linien, Formen und Strukturen werden
reduziert, verschoben, immer wieder neu arrangiert
bis sie zusammenpassen. „Ich tapeziere Bücher!“, so
die Künstlerin. Jede verwendete Seite eines Journals
oder einer alten Zeitung hat für sie Bedeutung.
Sie sind für sie Schichten aus der Vergangenheit wie
auch der Gegenwart, wecken persönliche Erinnerung
und Geschichte, neu angeordnet und transformiert in
einen (neuen) anderen Zusammenhang wird ihnen
14
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15
16
Contemporary Houses
eine neue Bedeutung gegeben, der Betrachter und
Betrachterinnen folgen oder die sie mit alternativen
Assoziationen versehen werden können.
Ein harmonisches Ganzes, so Birthe Çil, entstehe
manchmal erst, nachdem sie die Arbeiten einige Zeit
zur Seite gelegt habe. Sie arbeitet gern parallel an
verschiedenen Werken, schaut mit Abstand auf ihre
Arbeiten im Prozess und entdeckt alternative Schwerpunkte.
Sie zitiert an dieser Stelle gern Jurgen Bey
- einer der bekanntesten Designer der Niederlande -
aus dem Buch „Wie man sich die Welt erlebt“ von Keri
Smith: „Alles hat einen Wert, vorausgesetzt es taucht
zur richtigen Zeit, am richtigen Ort auf.“ Aber auch:
„No sense is better than low sense.“ Man müsse sich
eben trauen und vertrauen und in den Flow kommen,
was immer wieder neue, positive wie auch fordernde
Energie voraussetze.
In der bildenden Kunst verleihen namhafte Künstlerinnen
und Künstler anhand von Collagen als Kunsttechnik
ihrem kreativen Schaffen Ausdruck. Dabei ist der
Begriff Collage aus dem Französischem entlehnt. Um
1910 begannen Georges Braque und Pablo Picasso
auf Bilder Teile aus anderen Materialien (Zeitungen,
oder Tapeten) aufzukleben. Das Ergebnis nannten sie
papier collé, auf Deutsch „geklebtes Papier“ oder auch
„Klebebild“. Später wurde der Begriff zu collage – also
„[das] Leimen, Aufkleben“ – vereinfacht.
Auch Dadaisten wie Kurt Schwitters, Marcel Duchamp,
Raoul Hausmann oder Hannah Höch – verankert in
einer provokativen, avantgardistischen Anti-Kunstbewegung
mit Wurzeln des frühen 20. Jahrhunderts
und als künstlerische Reaktion auf die Erschütterungen
des Ersten Weltkrieges zu verstehen – brachten
mit der Collage eine neue Technik im Bereich der
bildenden Kunst hervor, verwendeten Reste von
Schachteln, Stoff- und Papierfetzen oder verarbeiteten
realistische Fotos mit anderen zu neuen Kunstwerken.
Im Gegensatz zur digitalen Collage werden demzufolge
verschiedene Materialien physisch auf einen
Untergrund geklebt, arrangiert und zu einem neuen
Ganzen verbunden –von Hand bearbeitet und zusammengesetzt,
um eine ganz neue Bedeutungsebene zu
schaffen.
Durch das Zerreißen, Ausschneiden und Zusammenfügen
der Materialien mit den Händen verleiht die
Künstlerin ihren Arbeiten eine uneingeschränkt authentische
und individuelle Note. So gelingt es Birthe
Çil ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, sie entwickelt
17
18
Rainy
eine greifbare Authentizität, die in der digitalen Kunst
nicht immer zu entdecken ist.
Im Zentrum vieler ihrer Arbeiten stehen weibliche Figuren.
Sie kombiniert sie mit weiteren Bildelementen
und setzt sie in neue Zusammenhänge. Sie erforscht
Formen und Identitäten von Weiblichkeit sowie deren
Rolle im gesellschaftlichen und kulturellen Raum. Dabei
interesseiert sie insbesondere, wie diese mit ihren
individuellen Bedürfnissen in Resonanz treten. Diese
Themen bilden eine zentrale Inspirationsquelle für
ihren künstlerischen Prozess.
Lutz Krumbach
prasselndes
Kaminfeuer
Birthe Çil wählt für ihre Collagen Pappe oder Holz
als Untergrund. Das hat für die Künstlerin den Vorteil,
dass es nicht wellt und sich daher gut eignet für
Mixed Media Projekte, da hier zeichnerische Elemente
gut in den Malgrund zu integrieren sind. Dabei ist es
speziell bei den Klebtechniken wichtig, die einzelnen
Schichten jeweils gut trocknen zu lassen, um dem
Hauptmotiv – meistens eine zentrale Figur – als Eye-
Catcher ein visuelles Element zu verleihen wie auch
die Aufmerksamkeit der Betrachter und Betrachterinnen
auf sich zu ziehen. Mixed Media ist für sie der
Beginn, dass etwas Gestalt annimmt.
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Auch verwendet Birthe Çil als Werkzeug zur Herstellung
von individuellen Monoprints, die sie in ihren
Collagen verarbeitet, gern eine Gelliplate, eine weiche,
wieder verwendbare Druckplatte, bestehend aus flexiblem
Gel-Material (früher aus Gelatine, heute meist
Kunststoff auf Gelbasis). Auf die Druckplatte trägt die
Künstlerin Acryl- oder Kreidefarben mit einer Rolle auf
und kann im Anschluss Texturen, Schablonen oder
Naturmaterialien hineindrücken. Danach wird ein Papier
aufgelegt und abgezogen. Auf diese Weise entsteht
ein Monoprint, ein einzigartiger Druck, den sie in
ihren Mixed Media Collagen verarbeitet.
Im Gespräch „verrät“ Birthe Çil, dass sie auch sehr
gern Papiereinkaufstüten zum Bedrucken auf der Gelliplate
(als Untergrund für ihre Collagen) verwendet.
Sie schätzt deren ledrige Struktur und die sich im Laufe
des Prozesses entwickelnde Patina. Sie habe mit
vielen verschiedenen Klebstoffen experimentiert und
erst im Laufe der Zeit den für sie optimalen entdeckt.
Beim Ankleben verschieben sich die Stücke, wodurch
das Ergebnis häufig anders ist als geplant – Kunst wie
auch das Leben erfordere, so Birthe Çil, Flexibilität und
Offenheit.
Nicht immer versieht die Künstlerin ihre Arbeiten mit
einem Titel. Manchmal hat sie nur einen Satz im Kopf,
an den sie sich während ihrer Arbeit. Ihr Material sind
19
20
Yellow Birdie
Geschichten, die das Papier, die Bücher und Zeitschriften,
die Birthe Çil als Quelle der Inspiration nutzt,
erzählen. Geschichten, die nicht vergessen werden
sollen und nicht verloren gehen sollen. In Sketchbooks
und Skizzenbüchern entwickelt die Künstlerin Paper
Poetry, ästhetische und kreative Dokumente ihres
Wirkens, verbindet Wort und Bild zu Geschichten und
Erzählungen
Über ihren Instagram-Account @art.oder.artig können
Betrachter und Betrachterinnen ihres kreativen Schaffens
Teilnehmende sein. Regelmäßig dokumentiert
Birthe Çil auf dieser Plattform den Prozess ihrer Arbeiten,
beschreibt, reflektiert. Kurze Videosequenzen,
hinterlegt mit Musik und Texten versetzen ihr künstlerisches
Wirken in lebendiges Tun. In immer wieder
neuer Form setzt sich die Künstlerin mit Alltagsthemen,
Alltagsschnipseln, vermeintlich unbedeutsamen
Fragmenten, die ihr begegnen, auseinander und
transformiert sie in neue Kontexte.
über das Leben und das Kunstschaffen bereichert,
aber auch in ihrem Geist reguliert und gleichsam zu
innerem Frieden bringt.
Am Ende empfindet sie ihre Arbeiten häufig als einen
Hauch von Magie, über den sie selber staut. Nachdem
sie sich vom Prozess hat leiten lassen, entstehen
Werke, in denen sie manchmal im Nachhinein eine
weitere Dimension entdeckt. Für Birthe Çil sind Collagen
ein Symbol dafür, dass selbst die kleinsten Details
eine Welt zusammenhalten können.
Kreative Collagen Workshops bietet die Künstlerin im
SCHÖNES GEDÖNS im Bremer Viertel (Bauernstraße
4, 28203 Bremen) immer samstags von 14:00 Uhr bis
17:00 Uhr (Kosten 45 €, inkl. Material, kleinem Snack
und Getränken) an.
Einige ihrer Arbeiten sind mit winzigen Acrylpunkten
versehen, jeder einzelne wirkt wie ein kleiner Knoten
in einem zentralen Netz, das die Stücke gleichsam
zusammenhält. Die Künstlerin beschreibt ihr Tun als
Prozess, als Flow, der sie beflügelt, in ihren Ansichten
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Ausstellung: Montags bis freitags 9 – 13 und 14 – 18 Uhr
21
Bluebird
22
Das Schwachhauser Magazin wird Galerie
In Kooperation mit dem jungen Team des Bestattungsinstituts
Caspary bietet das Schwachhauser
Magazin für Bremen einen Raum für Künstlerinnen
und Künstler an, die ihre Kunst nicht nur im Magazin
zeigen, sondern auch in Zukunft an den Wänden
eines schönen Raumes in der Schwachhauser Heerstraße
47.
Am Sonnabend, dem 15. November 2025, eröffnet
diese kleine Galerie für Sie die Tür. Um 18:00 Uhr
möchten wir Sie begrüßen, Birthe Çil kennenzulernen,
die ihre Collagen zeigt.
Eröffnen wird die Ausstellung Karla Wagner. Sie
schreibt im Schwachhauser Magazin über die Künstlerinnen
und Künstler, die sie selbst schätzt und auswählt
und wird diese auch bei zukünftigen Vernissagen
vorstellen.
Wir bitten Sie um eine persönliche Anmeldung per
Mail: lolk@schwachhauser.de, da wir nur Platz für
max. 60 Besucher haben, bitte bis zum 10. November.
Die darauf folgenden Öffnungszeiten für diese
erste Ausstellung sind bis zum 15. Dezember Montag
und Mittwoch von 17:00 bis 19:00 Uhr.
Wir freuen uns auf Sie!
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Ihr Badezimmer gezielt zu modernisieren,
ohne eine komplette Renovierung durchführen
zu müssen. Gerade in älteren Bädern
können gezielte Veränderungen das Wohlfühlambiente
verbessern und für mehr Barrierefreiheit
sorgen.
Besonders häufig wird bei einer Teilsanierung
der Fokus auf funktionale Verbesserungen
gelegt. Eine bodengleiche Dusche
statt einer alten Badewanne erleichtert
beispielsweise den Einstieg und reduziert
das Risiko von Stürzen. Aber auch moderne
Armaturen oder eine neue Waschtischlösung
tragen zu einer zeitgemäßen
Gestaltung bei.
Eine sorgfältige Planung ist der Schlüssel zu
einer gelungenen Teilsanierung. Es lohnt
sich, die verschiedenen Möglichkeiten sorgfältig
abzuwägen und sich inspirieren zu
lassen – sei es durch den Besuch einer Ausstellung
oder auch durch praktische Online-
Tools. Besonders wichtig ist es, hochwertige
Materialien und langlebige Produkte zu
wählen, die den täglichen Anforderungen
standhalten und das Badezimmer nicht nur
optisch aufwerten, sondern auch funktional
verbessern.
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Badezimmer nach individuellen Bedürfnissen
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23
Kreienborg
Die Bremer Künstlerin Ingelore
Kreienborg erobert mit ihrer
Kunst die Herzen der Menschen
auf Madeira
Von Anja Edith Brinckmann
Madeira ist ein Ort voller Farben, Licht und Lebendigkeit.
Schon nach wenigen Tagen ist zu spüren,
wie stark Natur und Kultur auf der Insel miteinander
verbunden sind. Es ist offensichtlich, dass die Kunst
der Bremer Künstlerin Ingelore Kreienborg phantastisch
hierher in das Centro Cultural Quinta Magnolia
in Funchal passt.
Am 3. September 2025 fand die Vernissage ihrer Ausstellung
„Just a wink“ mit anschließendem Empfang
und Abendessen im Rahmen eines groß angekündigten
Events statt, auf dem der Gouverneur der Insel
zugegen war wie auch verschiedene andere Vertreter
der Regierung von Madeira und zahlreiche andere
interessierte Ausstellungsbesucher.
Während eine Spazierganges durch den ausladenden
Park des Kulturzentrums entdeckte Ingelore Kreienborg
im Jahr 2024 diesen inzwischen öffentlichen
Ort, der in früheren Zeiten ein elitärer englischer Club
gewesen ist. Sie informierte sich und trat in Kontakt
mit den Zuständigen des Zentrums. Schnell entstand
die Idee um eine Ausstellung, die sich nun nach umfangreicher
Vorarbeit in die Wirklichkeit umgesetzt
hat. Das Ergebnis ist eine sehr sehenswerte, sechs
Monate andauernde Ausstellung mit über 67 Gemälden
und fünf Aluminiumskulpturen aus dem umfangreichen
Oeuvre der Künstlerin.
Es ist eine Kunst, die in den herrlichen Räumen des
Centro Quinta Magnolia, eingebettet in einen echten
subtropischer Rückzugsort mitten in Funchal,
wunderbar zur Geltung kommt. Hier vereinen sich
Beschaulichkeit, Kunst und Natur und ermöglichen,
24
Ansprache Anja Edith Brinckmann
Ingelore Kreienborg und Governor Senior Albuquerque
umgeben von solch eindrücklicher Kunst wie der von
Ingelore Kreienborg, Begegnung und Austausch.
Solche Orte sind heute wichtiger denn je. Sie sind
nicht nur Häuser der Kunst, sondern auch Häuser des
Miteinanders. Portugal selbst und auch Madeira hat
namhafte Künstler hervorgebracht. Das Centro Quinta
Magnolia aber öffnet sich und lädt mit der Ausstellung
von internationalen Künstlern die Welt ein. Es sucht
auf diese Weise den internationalen Austausch in
einer Zeit, in der die Welt sich so gerne verschließen
mag. Das ist ein starkes und mutiges Zeichen und es
scheint als stünde es für ganz Madeira.
Der deutsche Künstler Gerhard Richter pflegt zu sagen:
Kunst ist die höchste Form von Hoffnung. Und
Hoffnung ist es, die wir in solch spannenden Zeiten
wie diesen dringend benötigen. Schließlich kennt
Kunst keine Grenzen. Sie spricht eine universelle Sprache,
die uns miteinander verbindet – unabhängig von
Herkunft, Sprache oder Tradition. Kunst kann Brücken
bauen – Brücken zwischen Kulturen, zwischen Menschen
und auch zwischen Mensch und Natur. An ihrer
Hingabe zur Natur sollte sich für Ingelore Kreienborg
ihr ganzes Leben lang nichts ändern. Regelmäßig
kehrt sie noch heute auf langen Spaziergängen dorthin
zurück, um die Inspiration zu sammeln für ihre
unerschöpfliche, ihre expressive Kunst, die sie seit
nunmehr mehr als drei Jahrzehnten produziert.
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Immer schon kümmert sie sich darin um die Geschicke
dieser Welt, die der Natur, der Tiere, die der Menschen.
In ihren Bildern schafft sie zwischen allen eine
harmonische Balance. Allen voran liebt sie Tiere und
widmet sich hingebungsvoll ihrer Darstellung. Oft der
solcher Tiere, die vom Aussterben bedroht sind: dem
Kiwi in Neuseeland zum Beispiel, dem Eisbären, dessen
Habitat, das Eis, verschwindet, oder Seeschildkröten,
die sterben, weil sie sich in den Netzen, ausgeworfen
von Menschen, verfangen.
Aber sie widmet sich in ihrem Werk stets auch starken
Frauen, die kraftvoll und freudvoll in die Welt
sehen. Dies trotz schwieriger Umstände, denen sie
gesellschaftlich in vielen Ländern dieser Welt ausgesetzt
sind. Es sind Frauen, die ihren Platz im Leben
einfängt, um sie sodann in kraftvollen Farben auf die
Leinwand zu bringen.
Es sind übrigens hochwertige Acrylfarben von einer
ganz bestimmten Schweizer Farbenfirma, mit denen
die Künstlerin praktisch nur in Primärfarben arbeitet.
Sie mischt sie in ihrer malerischen Technik nie mit
anderen Produkten, um ihre Reinheit und die Frische
der Farben, die auch nach Jahren nicht verblassen, zu
erhalten. Ihre Farben sollen das Licht im Raum einfangen.
Das Licht, das hier auf Madeira auf das Federkleid
des kleinen Vogels Tintilao fällt, auf die Blüten
der vielen Hortensien auf der Insel oder der Masaroccos.
Tiere und Blumen, die sie nach ihrer Rückkehr
von Madeira nach Hause aus ihrer Erinnerung heraus
bestimmt malen wird. Denn auch ihre Reisen dienen
Ohne Titel, Acryl auf Leinwand
verteidigen. Die Künstlerin zeigt es mit ihrem kräftigen
Strich anhand ihrer Augen, ihrer Mimik, ihrer Gestik. Es
sind Frauen, die viel Mut in sich tragen und vor allem
Liebe. Denn die ist es, die alles auf dieser Welt zusammenhält.
Und ist in dem Blick einer Dame einmal
so etwas wie Skepsis zu finden, so liegt dies an den
Feigen, die sich wie ein Hut auf ihrem Kopf versammeln.
Argwöhnisch fällt ihr Blick auf den bunten Vogel,
der nur darauf wartet, ihr die Feigen vom Kopf zu
picken. Dies ist eine der Geschichten die die Künstlerin
Ohne Titel, Acryl auf Leinwand
ihr als unerschöpfliche Quelle der Inspiration für ihre
Motive. Und wenn sie nicht auf Reisen ist, tritt sie in
ihrem Atelier innere Reisen an. Versinkt in ihrer Gedanken-
und Bilderwelt und lässt sich inspirieren von
ihrem Leben mit seinen Erfahrungen, ihrem Herzen,
ihrer Seele. Es ist beim Anblick ihrer Gemälde offensichtlich,
dass wir es mit viel davon zu tun haben.
Die berühmte portugiesische Künstlerin Paula Rego
sagte zeitlebens „Kunst ist der einzige Ort, an dem du
tun kannst, was du willst. Das ist Freiheit.“ Die Künstlerin
Ingelore Kreienborg lebt sie immer schon, diese
Freiheit seit sie nach ihrem Kunststudium in Deutschland
ihren Weg als Malerin unermüdlich beschritten
hat. Es ist kein leichter Weg, aber für sie ist es stets
ein notwendiger gewesen. Und sie hatte ihre erste
Ausstellung in Bremen und fand Anerkennung bereits,
als sie ihr Studium noch nicht einmal abgeschlossen
hatte.
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Ohne Titel, Acryl auf Leinwand
Zielstrebig und konzentriert verfolgt sie ihren Weg.
Das zeigt sich nicht nur an ihren zahlreichen Ausstellungen
auf der ganzen Welt, die der ersten folgten.
Sondern auch an der engen Zusammenarbeit, die sie
immer schon mit Firmen und Unternehmen gesucht
hat. Denen sie zum einen ihre großformatigen Arbeiten
für die Eingangshallen gemalt hat. Denen sie zum
anderen für ihre Eingangshallen und Parks Skulpturen
etwa aus Aluminium angefertigt hat. Solche wie die
bezaubernden Skulpturen, die in dem Centro Cultural
Quinta Magnolia in kleinem Format zu sehen sind. Oder
solche, die anhand der ausgestellten kleinformatigen
Muster in ganz groß zu bestellen sind. Ingelore Kreienborg
tut neben ihrer Malerei kaum etwas lieber, als
hochwertiges Aluminium so zu bearbeiten, dass es ein
unverkennbar aus ihrer Hand gefertigtes Muster erhält.
Ohne Titel, Acryl auf Leinwand
Es ist zu hoffen, dass ihre Kunst auf Madeira auf neue
Resonanz stößt, andere Blickwinkel eröffnet und vielleicht
sogar Gespräche anregt, die weit über die Kunst
hinausgehen. Denn um es mit den Worten von Picasso
zu sagen: Kunst wischt den Staub des Alltags von
der Seele.
atelier-kreienborg.info
27
Cafe Vinyl
Das neue Musik-Café mit Nostalgie am Wall 164
Henryk Lorenz, Jaqueline Peters, José León-Henkle und Christian León (v.l.) vom Café Vinyl, Foto: Café Vinyl, Text: Susanne Lolk
28
Kennen Sie noch das Wallcafé? Im Hause 164 am
Wall? Das, wo man die Treppen ganz nach oben gehen
musste, um dort mit dem schönen Blick in die Wallanlagen
einen Kaffee und ein Stück Kuchen zu genießen?
Da war früher schon eine Art Vorfreude, und die Stufen
lief man leichten Fußes hoch. Heute empfängt dort
eine lockere Atmosphäre mit gemütlichen Vintage Möbeln,
die meisten davon bei Wedderbruk gekauft. Auch
„Vintage“ die Musik. Schöner kann es gar nicht sein,
wenn die Musik nicht aus der Dose kommt. Plattenspieler
und viele Plattenspender sorgen für Abwechslung
und wer Lust hat, kann zu den Open Decks gehen. Was
das ist? Ganz einfach, beim Open Decks im
Café wird frei Vinyl
aufgelegt. Wechselnde
Gäste sorgen für
bunte Musikstile und
abwechslungsreichen
Sound. Und wer möchte,
kann selbst 30 Minuten
auflegen und den
Abend mitzugestalten.
Gute Stimmung, guter Kaffee
und gute Musik im Cafe Vinyl,
Fotos: Konstantin Zigmann
Mit dem Cafe Vinyl hat Bremen sein einziges Listening
Cafe bekommen, ein super Konzept für alle Liebhaber
bester Musik. An Hörstationen können Gäste aus einer
kuratierten Auswahl ihre Lieblingsplatten entdecken
und selbst auflegen. Hierfür ist Henryk verantwortlich,
den Sie dafür ansprechen können. Für ihn stehen die
Schallplatten im Mittelpunkt.
Das Konzept wurde aus dem Hause Hübotter angestoßen,
die Besitzerinnen des Hauses Am Wall 164
wünschten sich ein Café wie früher. Haben die Beiden
und die Schreiberin dieses Textes auch, doch sehr
gerne viel Zeit im Wallcafé verbracht und so manche
Unterrichtsstunde dort im Erkerfenster genossen,
lieber gelesen und Gedichte
geschrieben.
Am Eröffnungstag, dem
22. August, kamen viele,
die sich sehr gerne
an diese Zeit im Wallcafé
erinnerten. Am schönen
Tresen wurde Schlange
gestanden und alle beka-
men ein Plätzchen an den vielen kleinen Tischen, es
wurde eng zusammengerückt und fröhlich geplaudert.
Hinterm Tresen haben die neuen Betreiber Christian
und José gut gelaunt und glücklich endlich öffnen zu
können, die Kaffees, Kuchenstücke und auch Tapas
und weitere kleine Speisen aus dem Restaurant Napoli,
ganz unten im Haus, nach oben durchgereicht. Die Beiden
haben in Bremen zwei weitere Cafés. Das Noon
am Theater und das Café im ehemaligen Presseclub im
Schnoor. Sie kennen sich mit Kaffee bestens aus, kommen
Sie doch aus einem Land, in dem der Kaffeeanbau
zu den Stärken des Landes gehört: aus Guatemala.
Am Wall 164
Wolle am Wall
Schöne Wolle für
persönliche Projekte.
wolleamwall.de
Cafe Vinyl
Das chillige Listening-
Café mit groovigen
DJ Sets.
cafevinyl.net
Guter Kaffee, freundlicher Service, Foto: Konstantin Zigmann
Im Team auch Henryk, er kümmert sich um alles, was
zur Musik gehört, seine Leidenschaft für das Vinyl wird
er sicher mit vielen im Café teilen, darauf freut er sich
schon sehr. Er wird der Ansprechpartner sein, wenn Sie
selbst mal auflegen möchten. Jacqueline, die Vierte im
Bunde, kümmert sich darum, wenn Sie zum Beispiel
das Café für einen Event buchen möchten. Sie ist für
alle Projekte im Café Vinyl die Managerin.
Das Cafe Vinyl knüpft übrigens an eine lange Bremer
Cafétradition an: Schon seit den 1910er Jahren war
dieses Haus ein Ort des Genusses und der Begegnung
– vom traditionsreichen Café August Turck über das legendäre
Wallcafé bis zur Lemon Lounge. Nun wird die
Geschichte mit frischer Gestaltung fortgeschrieben. Das
Cafe Vinyl soll nicht nur ein Café sein, auch ein Ort, an
dem Musik bewusst gehört wird. Gerne in die Abendstunden
hinein, beim Chillen in der Lounge Ecke, oder
einfach beim Plaudern an der Theke und den gemütlichen
Sitzen. Ergänzt wird das Angebot durch kulturelle
Formate, DJ-Sets und kleine Veranstaltungen rund um
die Schallplatte. Ob zum Kaffeetrinken, für einen Moment
der Ruhe oder als Treffpunkt vor Konzert oder
Ausstellung – das Cafe Vinyl lädt ein zum Innehalten,
Lauschen und Verbinden.
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Mi-So 10-20 Uhr
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29
Zeit für
An der Gitarre: Denis Fischer
Kay Schneider, KONTRAST Männermode, Meriko Cashmere und mooi
lecker! feierten mit ihren Gästen im Fedelhören!
Am ersten Heimspieltag von Werder gab es zudem
viele weitere schöne Events in Bremen. Ganz besonders
schön war es im Fedelhören. Ab 16:00 Uhr luden
vier Jubilare zum Feiern ein. Es kamen geladene Gäste
und einige dazu, die einfach spontan blieben.
gerade 50 Jahre gefeiert, auch wenn dazu natürlich
die Zeit gehörte, die Roman Kroupa der Chef des
schönen Friseursalons war. Um die Ecke ist seit drei
Holger Mertins hatte die Idee, sein Zehnjähriges im
Fedelhören zu feiern. Er hatte im März 2015 das Geschäft
KONTRAST von Ulrich Stelljes übernommen.
Der wiederum hatte das Geschäft für moderne und
chice Herrenmode bereits 20 Jahre in der Humboldtstraße,
am Steinernen Kreuz und zum Schluss im
Fedelhören geführt.. So waren die 30 Jahre als Jubiläumszahl
gefunden. Holger Mertins Idee kam bei
Kay Schneider auch sehr gut an. Dieser hatte doch
ein Fest
Eindrücke aus dem Fedelhören
Fotos: Konstantin Zigmann
Text: Susanne Lolk
Jahren Ramona Krasnowski mit ihrem mooi, eine
Suppenbar mit Catering, Am Richtweg 4, die für einen
leckeren Mittagstisch den Anrainern im Fedelhören
und anderen Gästen bekannt ist. Für die Feier hatte
sie vegane Chili sin Carne zubereitet und zudem jede
Menge Sushi Maki gerollt, 450 Stück in verschiedenen
Kombinationen, die so köstlich waren, dass sie auch
schnell verputzt wurden. Die Vierte im Bunde, Meriko
Gehrmann, mit ihrem Geschäft Meriko Cashmere, neben
dem Café Bramante von Pina Scaldione, konnte
schon ihr Einjähriges mitfeiern.
Das Wetter war für dieses Fest der Vier ein Traum.
Sonne satt, und bis in den Abend hinein blieb es warm
und lauschig.
Die Freundschaft von Holger Mertins zu den Brüdern
Tim und Denis Fischer war für die Gäste der Jubilare
eine weitere Freude, Denis Fischer begleitete das
Fest mit seinem Gesang. Er trat mehrmals auf, und
die Gäste waren entzückt über die Leichtigkeit seiner
Chansons. Manche glaubten sogar, er sei sein Bruder,
Tim Fischer. Denis Fischer gab auch seine Interpretation
der legendären Gruppe ABBA zum Besten. Tim
Fischer war jedoch nicht zugegen, ihn können Sie am
26. Oktober mit seinem Hildegard-Knef-Programm im
Metropol Theater sehen und hören, sofern Sie noch
eine Karte ergattern können.
Nicht nur Denis Fischer sang, auch eine kubanische
Sängerin, deren Künstlername Darling ist und die vielen
aus der Fangemeinde der lateinamerikanischen
Musik bekannt ist. Zudem legte Lars Lammers auf.
Am späten Abend endete der lockere und heitere Jubiläums
Event. Allen Gästen wird dieser charmante
Abend in sehr guter Erinnerung bleiben, und viele
haben sich erinnert, welch große Aufenthaltsqualität
diese von Bremens schönsten Einkaufsstraßen hat.
31
Therapeutischer Ansatz in der Bindungsernergetik
Bindungsenergetik
Eine Therapie für Herzgesundheit
und sichere emotionale Bindungen
Im Fedelhören 106: 25 Jahre Bremen, 25 Jahre bindungsenergetische
Therapie. Ein schönes Jubiläum
und Anlass genug, um auf eine lange Geschichte in
einer der schönsten Geschäftsstraßen Bremens zurückzublicken.
Umrahmt von der wohltuenden Atmosphäre
unserer Nachbarschaft ist unser Zentrum für
Bindungsenergetik ein Ort für einen ungewöhnlichen
Therapieansatz. Gemeinsam mit seinem langjährigen
Team hat der Psychologe Michael Munzel hier einen
gesundheitspsychologischen Therapieansatz entwickelt:
die bindungsenergetische Therapie.
Gesundheitspsychologisch bedeutet, dass sowohl
Therapiemethoden als auch therapeutische Beziehungen
darauf ausgerichtet sind, ihre individuelle
Natur von Regeneration, von Belastungsfähigkeit und
Widerstandskraft gezielt kennenzulernen. Gesunde
Feinfühligkeit und die Natur von Wohlgefühl und
Wohlbefinden werden hier therapeutisch erforscht
und praktisch umgesetzt. Die Erkenntnis, dass es
sich lohnt, die psychische Gesundheit, die sich durch
Wohlgefühl zu erkennen gibt, auch selbst zu erforschen,
setzt sich seither immer mehr durch.
Wissenschaftlich wurzelt der bindungsenergetische
Therapieansatz auf den Erkenntnissen der
international anerkannten Bindungstheorie und den
bahnbrechenden Erkenntnissen der modernen Gehirnforschung.
Wann ist Empathie gesund? Wieso
kann Feinfühligkeit zum Schlüssel für gesunde Emotionalität
entwickelt werden? Was hat Sicherheit mit
Stressregulation zu tun? Es sind immer spannende
und zukunftsträchtige Fragen, welche den Werdegang
der bindungsenergetischen Therapieform
bestimmt haben und weiterhin bestimmen. Sie sind
auch Inhalte in unseren zahlreichen Fort- und Weiterbildungen.
Bärbel Westerhof
Diplom-Psychologin,
Therapeutin, Ausbilderin
und Supervisorin
Bettina Munzel
Diplom-Psychologin,
Therapeutin, Ausbilderin
und Supervisorin
Dirk Toboll
Therapeut, Trainer,
Supervisor
Unsere Herztherapie, welche die gezielte Beseitigung
von Herzstress im Fokus hat, ist seither unser ganzer
therapeutischer Stolz. Herzstress ist bekanntlich eine
schleichende und oft kaum wahrzunehmende Form
der gesundheitlichen Belastung, die aber langfristig zu
einer ernsten Gefahr für unsere Gesundheit werden
kann. Die Herztherapie wendet gezielt psychologische
Fähigkeiten an, um den oft körperlich schwer zu
fassenden Herzstress deutlicher wahrzunehmen und
Herzbelastungen dann systematisch zu reduzieren.
Herztherapie leistet einen wertvollen Beitrag für eine
emotional gesunde und herzschonende Lebensweise.
Insbesondere gilt dies, wenn Menschen sich emotional
erschöpft fühlen oder sich von Herzleiden erholen
wollen oder müssen.
Die Themen Stress und Sicherheit bilden das zweite
Standbein in unserer täglichen Arbeit. Schauen wir
gemeinsam auf die letzten 25 Jahre zurück, dann
lässt sich zweifelslos feststellen, dass ein gesundes
Sicherheitsgefühl in unsicheren Zeiten unbedingt nottut.
Das eigene Sicherheitsgefühl kennen- und nutzen
zu lernen, erweist sich als tatsächlich nachhaltige Wirkung.
Die dazugehörigen Methoden der Gehirnentlastung,
die hier am Schatten der herrlichen Parkanlage
gedeihen konnten, zeigen, dass die Bindungsenergetik
eine Therapieform ist, die auf eigenes Lernen und
Kennenlernen im Bereich der mentalen Gesundheit
setzt. Es stehen hier also keine psychischen Störungen
im Vordergrund. In diesem Sinne ist die Bindungsenergetik
auch keine klassische Psychotherapie,
sondern ein Ort für Gesundheit und Wohlbefinden.
Michael Munzel
Dipl. Psych
Begründer der Bindungsenergetik
und Gründer von Wohlwurzeln
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33
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Herbst
Winter
2025
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36
STRICK-AUF-STRICK
Diese trendige Kombination zelebriert die Vielfalt von
Strick und bietet eine Vielzahl an stilistischen Möglichkeiten,
die sowohl Komfort als auch Eleganz garantieren.
Hier sind die Hauptmerkmale und Inspirationen
dieses ansprechenden Trends:
Ästhetik und Inspiration
Der Strick-auf-Strick-Trend ist stark von der Suche
nach Gemütlichkeit und Bequemlichkeit inspiriert.
In einer Welt, in der der Alltagsstress oft überhandnimmt,
greifen Designer auf die Qualität und Wärme
von Strickstoffen zurück, um kuschelige und modische
Outfits zu kreieren. Die Kombination von verschiedenen
Strickvarianten bringt eine interessante Dimension
in die Gestaltung und fördert die Individualität.
Materialien und Texturen
In dieser Saison stehen Strickstoffe in verschiedenen
Qualitäten und Texturen im Vordergrund. Von feiner
Merinowolle, schwerem Kaschmir bis hin zu groben
Strickarten – die Auswahl ist enorm. Mixe aus unterschiedlichen
Materialien, wie Baumwolle und synthetischen
Fasern, sorgen für interessante Haptiken und
visuelle Effekte. Auch unterschiedliche Strickarten wie
Zopf- oder Strukturstrick kommen zum Einsatz, um
Dimension und Tiefe in die Outfits zu bringen.
Farben und Muster
Die Farbpalette für Strick-auf-Strick-Kombinationen
ist weit gefächert und reicht von sanften, erdigen Tönen
wie Beige, Braun, Ocker und Olivgrün bis hin zu
kräftigen Farben wie Burgunder, Nachtblau und Smaragdgrün.
Monochrome Looks sind besonders beliebt,
da sie durch verschiedene Texturen und Strickarten
lebendig werden. Ebenso können zarte, gemusterte
Strickteile harmonisch mit unifarbenen Pieces kombiniert
werden, um einen interessanten Kontrast zu
schaffen.
Schnitte und Silhouetten
Die Silhouetten für diesen Trend sind variabel und
reichen von locker sitzenden Oversized-Pullovern und
-Kleidern bis hin zu taillierten Cardigans und Strickjacken.
Lange Strickmäntel oder -kleider können hervorragend
mit einem grob gestrickten Schal kombiniert
werden, während schicke, schmal geschnittene Strickhosen
und ein weites Strickoberteil eine harmonische
Balance schaffen. Diese Vielseitigkeit ermöglicht es,
je nach Anlass und Stimmung unterschiedliche Looks
zu kreieren.
Dein Herbst. Dein Denim.
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Jeans, sondern auch den Service, der den
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Styling-Möglichkeiten
Die Kombination von Strickteilen
bietet unzählige Styling-Optionen.
Ein grob gestrickter Pullover kann
über einem feinen ärmellosen
Strickkleid getragen werden, während
schmale Strickhosen mit einem
übergroßen Cardigan stilvoll
kombiniert werden. Für den Alltag
eignen sich bequeme Sneakers
oder Ankle Boots, während Pumps
oder Stiefel einen eleganteren
Look für abendliche Veranstaltungen
unterstützen. Layering ist
ebenfalls eine großartige Technik,
um Tiefe und Stil zu erzeugen: Das
Tragen von mehreren Strickteilen
übereinander schafft nicht nur
Wärme, sondern auch visuelles
Interesse.
Accessoires
Accessoires spielen eine wichtige
Rolle, um Strick-auf-Strick-Looks
zu vervollständigen. Strickmützen,
Schals und Handschuhe in passenden
Farben oder Mustern runden
das Outfit ab. Auch Gürtel können
geschickt eingesetzt werden,
um die Taille zu betonen und eine
feminine Silhouette zu schaffen.
Großer Schmuck, wie Statement-
Halsketten oder -Ohrringe, kann
einen schönen Kontrast zu den
weichen, strukturierten Materialien
bieten.
Die Strick-auf-Strick-Kombinationen
sind die perfekte Wahl
für modebewusste Frauen, die
sowohl Stil als auch Komfort
schätzen. Dieser trendige Ansatz
hebt die Vielseitigkeit von Strick
in der kälteren Jahreszeit hervor
und bietet unendliche Optionen
für jede Gelegenheit. Egal, ob für
eine entspannte Auszeit zu Hause
oder elegante Begegnungen in
der Stadt – mit Strick-auf-Strick-
Looks ist man immer gut gekleidet,
um die Schönheit und Frische von
Herbst und Winter zu genießen.
LAYERING
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Layering ist ein entspannter Look, der viele Kombinationsmöglichkeiten bietet
Foto: Konstantin Zigmann / KI
LAYERING
Der Trend der Layering-Looks bietet eine spannende
Möglichkeit, verschiedene Texturen, Farben und Stile
übereinander und miteinander zu kombinieren.
Vielfalt der Schichten
Unterlayer: Leichte T-Shirts oder Langarmshirts aus
Baumwolle oder Merinowolle können als Basis dienen.
Middle Layer: Strickjacken, Pullover oder dünne Sweatshirts
bieten zusätzlichen Komfort und Wärme. Materialien
wie Kaschmir oder grobe Strickwaren sind ideal.
Outer Layer: Oversized Mäntel, Trenchcoats oder Parkas
sind als letzte Schicht gefragt, um den Look abzurunden
und vor Kälte zu schützen.
Mix aus Texturen
Um einen interessanten Look zu kreieren, können Sie
verschiedene Materialien miteinander kombinieren.
Weiche Strickwaren auf einer glatten Bluse oder einem
seidigen Top, dazu Leder mit Wolle oder Baumwolle
für eine spannende Kombination.
Farbkoordination
Die Farbpalette kann den Look erheblich beeinflussen:
Monochrome Looks: Tragen Sie verschiedene Schattierungen
einer Farbe für einen harmonischen Effekt.
Kontraste nutzen: Setzen Sie auf verschiedene, kräftige
Farben oder Muster, um lebendige Akzente zu
setzen.
Accessoires
Accessoires sind der Schlüssel, um Ihren Layering-
Look zu vervollständigen. Schals und Tücher dienen
als zusätzliche Schicht und Farbtupfer. Mützen und
Beanies sind nicht nur praktisch, sondern verleihen
dem Outfit auch eine lässige Note. Stiefeletten oder
klobige Sneakers passen gut zu Layering-Outfits und
bieten Komfort.
Praktikabilität
Layering ist nicht nur stylisch, sondern auch praktisch,
Sie können sich einfach an wechselnde Temperaturen
anpassen, indem Sie eine Schicht hinzufügen oder
entfernen. Dabei helfen bequeme Schichten, um sich in
verschiedenen Situationen wohl zu fühlen – sei es im
Büro, beim Stadtbummel oder bei einem Abendessen.
Layering ist eine wunderbare Möglichkeit, Ihre Kreativität
modisch auszuleben. Es bietet unbegrenzte
Kombinationsmöglichkeiten und ermöglicht es Ihnen,
Ihren persönlichen Stil zu zeigen – und dabei sicher
warm zu bleiben!
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SNAKEPRINT
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Leder und Snakeprint sind eine spannende Kombination nicht nur in dieser Saison
Foto: Konstantin Zigmann / KI
LEDER UND SCHLANGENMUSTER
Dieses Zusammenspiel verkörpert einen modernen,
zeitgenössischen Look, der sowohl in der Alltagsmode
als auch in der Abendgarderobe an Bedeutung
gewinnt. Hier sind die zentralen Elemente und Eigenschaften
dieses faszinierenden Trends:
Schlangenmuster
Schlangenmuster sind ein langlebiger Favorit in der
Mode und erleben im Herbst/Winter 2025/2026 ein
Comeback. Die edlen, organischen Linien und die interessante
Textur des Schlangenhaut-Designs verleihen
jedem Outfit einen Hauch von Extravaganz. Diese
Muster können sowohl auf Leder als auch auf anderen
Materialien zum Einsatz kommen, was vielseitige
Styling-Möglichkeiten eröffnet.
Materialien
Das Leder selbst wird in dieser Saison von hochwertiger
Qualität geprägt. Die Auswahl reicht von weichem,
geschmeidigem Nappa-Leder bis hin zu strukturierteren
Varianten, die dem Outfit mehr Form und Charakter
verleihen. Die Kombination mit anderen Materialien
wie Baumwolle, Wolle oder sogar samtartigen
Texturen sorgt für einen spannenden Mix und erhöhte
Tragbarkeit.
Schnitte und Silhouetten
Die Silhouetten für diesen Trend sind vielseitig und
reichen von taillierten Jacken und Mänteln bis hin zu
lässigen Oversized-Pullovern. Röcke und Hosen in
Lederoptik, die das Schlangenmuster aufnehmen, erweitern
die Möglichkeiten, die das Outfit bietet.
Accessoires und Styling
Accessoires spielen eine entscheidende Rolle beim
Trend von farbigem Leder und Schlangenmuster. Stiefel
aus farbigem Leder oder in Schlangenmuster-Optik
sind hervorragende Ergänzungen, die jedes Outfit
aufwerten. Auch Taschen und Gürtel aus diesen Materialien
sind beliebte Wahlmöglichkeiten. Schlichte,
elegante Schmuckstücke setzen subtile Akzente.
Der Trend von farbigem Leder und Schlangenmuster
bietet eine spannende Kombination, die sowohl Auffälligkeit
als auch Eleganz verkörpert. Die Kombination
aus mutigen Farben und exotischen Mustern erlaubt
es den Modeinteressierten, sich kreativ auszudrücken
und mit verschiedenen Styles zu experimentieren.
Dieser Trend ist perfekt für alle, die im Herbst und
Winter nicht auf Stil verzichten möchten, sondern ihre
Outfits mit einzigartigen Akzenten bereichern wollen.
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Sexy, entspannt, gleichzeitig retro und modern: der Low Rise Look
Foto: Konstantin Zigmann / KI
LOW RISE
Ursprünglich aus den späten 1990er und frühen
2000er Jahren stammend, kehrt dieser Stil mit einer
modernen Interpretation zurück, die sowohl Nostalgie
als auch zeitgemäße Eleganz vereint. Hier sind die
zentralen Aspekte und Merkmale dieses Trends:
Definition und Ursprung
„Low Rise“ bezieht sich auf eine Hosen- und Rocksilhouette,
bei der der Bund deutlich unterhalb der Taille
sitzt. Diese Schnittführung schafft eine lässige, entspannte
Anmutung und eignet sich sowohl für Casual-
als auch für schicke Outfits.
Materialien und Texturen
In dieser Saison werden eine Vielzahl von Materialien
eingesetzt, um den „Low Rise“-Trend frisch
und interessant zu gestalten. Jeansstoffe, weiche
Baumwollmixe, Wolle und sogar Leder sorgen für viel
Abwechslung. Die Texturen können von glatten, glänzenden
Oberflächen bis hin zu rauen, strukturierten
Materialien reichen, die dem Look Tiefe verleihen.
Schnitte und Silhouetten
Die charakteristischen Hosen und Röcke sind gerade
geschnitten oder leicht ausgestellt und bieten eine bequeme
Passform. Gerade Hosen mit niedrigem Bund,
baggy Jeans und Minirock-Varianten sind wesentliche
Elemente dieses Trends. Kombiniert werden diese mit
Oberteilen, die entweder tailliert oder cropped sind,
um die Silhouette optimal zu betonen. Schichten sind
auch ein wichtiger Aspekt dieser Modeperiode.
Stylingmöglichkeiten
Die Kombinationen mit „Low Rise“-Teilen sind vielfältig.
Ein klassischer Look könnte eine baggy Jeans mit
einem knappen Top und einer samtigen Jacke sein,
während der Abendlook einen tief geschnittenen Rock
mit einem eleganten, bodenlangen Oberteil integriert.
Auch Layering ist entscheidend; ein Cropped-Top unter
einem Oversized-Blazer oder einer kurz geschnittenen
Lederjacke bringt den Look auf den Punkt.
Der „Low Rise“-Trend bringt eine erfrischende Perspektive
auf Mode und bietet viel Raum zur kreativen
Entfaltung. Mit seinem Fokus auf bequeme, modische
Silhouetten und mutige Styling-Kombinationen ist
dieser Trend sowohl zeitgemäß als auch nostalgisch.
Er lädt dazu ein, den persönlichen Stil neu zu interpretieren,
und öffnet die Türen zu vielfältigen Outfits.
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LADYLIKE
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Sexy, entspannt, gleichzeitig retro und modern: der Low Rise Look
Foto: Elias Decarvalho von pexels.com
LADYLIKE LOOKS
Eine Rückkehr zur zeitlosen Eleganz und Weiblichkeit.
Dieser Trend kombiniert klassische Schnitte mit modernen
Akzenten und zelebriert feminine Silhouetten,
die sowohl stilvoll als auch tragbar sind. Hier sind die
wesentlichen Elemente und Merkmale dieses ansprechenden
Trends:
Ästhetik und Inspiration
Die „Ladylike-Looks“ sind stark von der Mode vergangener
Dekaden inspiriert, insbesondere den 1950er
und 1960er Jahren, als Weiblichkeit und Eleganz in
der Mode eine zentrale Rolle spielten. Die Designs
sind oft von ikonischen Stilikonen dieser Zeit geprägt
und bieten eine nostalgische Erweiterung in die heutige
Zeit, mit einem modernen Twist.
Farben und Muster
Die Farbpalette für diesen Trend ist vielfältig. Sanfte,
romantische Töne wie Pastellrosa, Himmelblau, Creme
und Flieder dominieren und schaffen eine weiche,
feminine Ausstrahlung. Überdies werden kräftigere
Farben wie tiefes Bordeaux, klassisches Dunkelblau
und sattes Grün gerne eingesetzt, um bestimmte Outfits
aufzupeppen. Florale Muster, Punkte und Streifen
sind ebenfalls beliebte Designelemente, die den
„Ladylike-Look“ unterstreichen.
Materialien und Texturen
Der Trend nutzt eine Vielzahl von hochwertigen Materialien,
die sowohl im Alltag als auch bei besonderen
Anlässen tragbar sind. Leichte Stoffe wie Chiffon,
Seide und Wolle kommen zum Einsatz, ebenso wie
zeitlose Materialien wie Tweed und Baumwolle. Auch
Jacquardstoffe und Spitzenapplikationen verleihen
den Outfits eine luxuriöse Note, während strukturierte
Materialien für mehr Tiefe und Dimension sorgen.
Schnitte und Silhouetten
Die Silhouetten für „Ladylike-Looks“ sind charakteristisch
feminin: Taillierte Kleider, Midi-Röcke, schwingende
A-Linien und schicke verschiedene Jacken.
Wichtige Elemente sind auch Details wie Puffärmel,
Rüschen und enge Taillenschnitte, die die Figur betonen.
Bei den Hosen sind schmal geschnittene, elegante
Modelle sowie hochgeschnittene Taillen gefragt, die
einen lässigen jedoch stilvollen Look garantieren.
Styling-Möglichkeiten
Die Kombinationen sind sowohl vielseitig als auch
abwechslungsreich. Ein klassisches, tailliertes Kleid
kann mit einer eleganten Blazerjacke kombiniert
werden, während ein schwingender Midi-Rock mit
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einem schlichten, eng anliegenden
Oberteil und einem Gürtel ergänzt
wird. Für den legeren Look sind
Stiefeletten oder elegante Flats
ohne hohe Absätze ideal; für das
abendliche Outfit sind Pumps oder
schicke Overknees die erste Wahl.
Accessoires
Zubehör spielt eine zentrale Rolle
im „Ladylike-Look“. Zarte Goldoder
Silberschmuckstücke, wie
filigrane Halsketten und kleine
Creolen, unterstreichen die Eleganz,
während handliche, strukturierte
Taschen in klassischen
Farben das Gesamtbild abrunden.
Auch Hüte, Schals und Statement
Zubehör sind willkommen, um den
persönlichen Stil zu betonen und
dem Outfit Struktur zu verleihen.
Der „Ladylike-Look“ ist eine
wunderbare Hommage an die
klassische Weiblichkeit und bietet
zahlreiche Möglichkeiten für
kreative Kombinationen. Mit einem
Schwerpunkt auf Eleganz,
high-quality Materialien und viel
Liebe zum Detail ist dieser Trend
ideal für Frauen, die zeitlosen Stil
mit modernem Flair kombinieren
möchten. Egal ob im Büro, beim
Dinner oder bei festlichen Anlässen
– dieser Trend bietet für jede
Gelegenheit den passenden Auftritt
und bringt die feminine Seite
jeder Frau zum Strahlen.
POWERDRESING
Die Schnitte sind wieder tailliert mit betonten Schultern
Foto: Jackline Addis Ababa von pexels.com / KI
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POWER-DRESSING
Diese Mischung zeugt von einer spannenden Balance
zwischen Tradition und Moderne und bietet den Modebegeisterten
zahlreiche Möglichkeiten, ihre Stärke
und Anmut auszudrücken. Hier sind die zentralen
Merkmale und Aspekte dieses inspirierenden Trends:
Eleganz und Raffinesse
Bei dieser Saison wird Spitze nicht nur in traditionellen
Anwendungen wie Blusen oder Kleidern verwendet,
sondern auch in aufregenden, modernen Ensembles.
Sie kann durchlegt oder als unmittelbares Designelement
eingesetzt werden, wobei transparente Schichten
und Applikationen für interessante Kontraste sorgen.
Diese Techniken erlauben es, andere Materialen
und Silhouetten hervorzuheben, während sie gleichzeitig
einen Hauch von Weiblichkeit und Eleganz
integrieren.
Stärke und Selbstbewusstsein
Der Power-Dressing-Trend bringt eine neue Dimension
in das Ensemble, indem er Stärke und Selbstbewusstsein
verkörpert. Charakteristische Merkmale sind
strukturierte Silhouetten und starke Farbgebungen.
Dieser Trend feiert die moderne Frau, die sowohl im
Beruf als auch im Alltag vertrauensvoll und elegant
auftreten möchte. Schnitte sind oft tailliert, mit betonten
Schultern.
Kombinationen
Die Kombination von Rüschen, Spitze und Power-
Dressing ist reich an Möglichkeiten. Ein elegantes,
rüschenverziertes Hemd kann mit einer taillierten
Hose oder einem strukturierten Pencil-Skirt kombiniert
werden, um den Balanceakt zwischen Feminität und
Autorität zu vollziehen. Layering-Elemente, bringen
das perfekte Maß an Eleganz und Professionalität.
Styling-Tipps
Um diesen trendbewussten Look zu kreieren, sollten
Accessoires sorgfältig ausgewählt werden. Schlichte,
elegante Schmuckstücke passen perfekt zu den
opulenten Rüschen und Spitzen. Hohe Schuhe oder
elegante Ankle Boots erhöhen den Glamour-Faktor
und unterstützen die feminine Silhouette. Eine strukturierte
Handtasche ergänzt das Outfit und bringt die
notwendige Funktionalität in die Kombination.
Farben und Muster
Farblich wird die Palette in dieser Saison vielseitig gestaltet.
Neben klassischen Farben werden auch sanfte
Pastelltöne und erdige Nuancen – wie Beige, Mittelblau
oder Blush-Rosa – für einen harmonischen Look
eingesetzt. Während des Winters werden gedecktere
Töne, wie dunkle Grüntöne oder bordeauxrot, zum
Einsatz kommen, um dem Outfit eine tiefere Dimension
zu verleihen.
Die Verbindung von Rüschen, Spitze und Power-
Dressing ist eine aufregende und vielschichtige
Modebewegung, die Weiblichkeit, Stärke und Stil
vereinigt. Diese Trendkombination bietet vielfältige
Möglichkeiten für individuelle Ausdrucksformen und
erlaubt es Frauen, ihre Geschichten durch Kleidung
zu erzählen. Egal ob im Büro, zu festlichen Anlässen
oder im Alltag – dieser Trend ist die perfekte Wahl für
alle, die sowohl Eleganz als auch Selbstbewusstsein in
ihren Outfits verkörpern möchten.
Sparen sie diese Zeit und Ihre Nerven und legen die Personalsuche
vertrauensvoll in die Hände von Anke Wartenberg, der Inhaberin
der Agentur Mary Poppins in Bremen. Sie prüft Bewerbungen,
Zeugnisse und Referenzen und trifft eine Vorauswahl unter den
Bewerber*Innen.
Die Agentur Mary Poppins berät außerdem bei Gehaltsfragen und
Gestaltung von Arbeitsverträgen genauso wie bei den Anmeldeformularen
für die Minijobzentrale.
Mary Poppins – wer kennt sie nicht, das legendäre, zauberhafte
Kindermädchen mit dem Schirm, das vom Himmel kam und
einer Familie Liebe, Harmonie und Hilfe brachte.
Ganz nach dieser Philosophie arbeitet die Agentur Mary Poppins
seit über 25 Jahren in Deutschland und hilft Privathaushalten das
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Personal ist sehr zeitaufwendig.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website oder direkt bei
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Pea & Pearls
Schönste Kinderkleidung im Schnoor
Kinderkleidung bei Pea & Pearls in Schnoor 7, Foto: Smilla Bruckert, Text: Susanne Lolk
Das Team und ein Blick in den Laden (v.l.n.r.) Cornelia Bruckert, Ulrike Wedig, Smilla Bruckert, Ursula Bruckert, Jennifer Podehl, Gheena Alarab,
Bianca Vespermann und vorne stehend Anna Maria Feisel. Foto links: Mia Baar. Foto rechts und Modefotos: Smilla Bruckert
Wann waren Sie zuletzt im Schnoor bummeln? Geht
Ihnen das auch so, dass Sie selten dort sind und gar
nicht mitbekommen, was es wieder Neues dort zu
entdecken gibt? So ging es mir auch, als ich den kleinen
Laden Pea & Pearl fast ganz am Ende der kleinen
Straße Schnoor 7, entdeckte. Ein kleines Schaufenster
liebevoll dekoriert mit Kinderkleidung. Neugierig
ging ich hinein und erfuhr von der Inhaberin Cornelia
Bruckert, dass Sie sich ihn diesem kleinen Haus ihren
Lebenstraum erfüllt hat. Besonders dankt Sie Ihrer
Freundin Sylvia Wedemeyer die viel dazu beitrug,
dass sie sich es selbst zugetraut hat, endlich diesen
Schritt zu wagen.
Ein Gardinenstoff aus Seide, entzückend mit Puffärmeln
zu einem Kleid geworden. Lässige und verspielte
Kleidung aus Stoffen, die mal etwas ganz anderes
waren. Immer aus hochwertigen Materialien, Seide,
Baumwolle, Wolle und ganz selten mal Gemische.
.
In Zusammenarbeit mit Sibilla Pavenstedts „Made
of Veddel“, gibt es auch handgenähte Bademäntel
aus Baumwolle in Waffelpiquet Optik. Für die ganz
Kleinen gibt es süße Erstlingskleidung. Alles aus der
eigenen kleinen Manufaktur in Bremen Hastedt. Besonders
und perfekt für die, die etwas verschenken
mögen. Ein Großelternparadies!
Die 58 jährige Mutter einer Tochter ist studierte
Modedesignerin und Schneiderin. Mit Blick auf die
entzückende Kinderkleidung wünschte ich mir meine
Tochter als kleines Mädchen zurück, für das ich in diesem
Geschäft sofort einkaufen möchte. Frau Bruckert
lachte und hatte schon selbst diesen Gedanken. Denn
ihre Tochter ist leider auch nicht mehr die Zielgruppe
für diese besonderen Einzelstücke.
Der Nachhaltigkeitsgedanke findet hier seine Perfektion.
Süße Röcke aus ehemaligen Krawatten aus Seide.
Cornelia Bruckert zeigt Ihnen Sehr gerne ihre selbst
designten und liebevoll genähten Kreationen für die
Kleinen und ein Besuch im Schnoor ist immer eine
kleine „Reise“ wert.
Pea & Pearls
Schnoor 7
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Onlineshop:
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49
Bremens Fashion-Mittelpunkt
trifft auf ein Parallel Universum!
MARC CAIN Modepräsentation bei Ristedt, Fotos: Konstantin Zigmann und Ristedt, Text: Susanne Lolk
Im Hause Ristedt finden mehrmals im Jahr Modenschauen
statt. Am 22. August startete die Saison
Herbst / Winter mit exklusiven MARC CAIN Trendshows,
die von dem charmanten Conferencier Fred
moderiert wurden. Unter dem Motto „A Parallel Universe“
führten drei Models viele Kombinationen der
schönen, neuen Stücke vor. In Zweierreihen saßen
die Kundinnen und bestaunten die neuen Looks und
Styles und am Ende der Shows wurde gleich das eine
oder andere schöne Teil entdeckt, bezahlt und direkt
mit nach Hause genommen.
Wenn der Mann zu seiner Gattin sagt: „Schau mal diese
Bluse mit der Schluppe, wie entzückend, darf ich sie
dir kaufen?“ oder eine Freundin zu der anderen flüstert
„das ist deine Farbe und der Schnitt super für dich“.
Dann trifft man im Hause auf Kundinnen und Kunden,
die sich schon lange bei Ristedt sehr wohl fühlen und
in dieser familiären, persönlichen Umgebung gerne
einkaufen. Die Beratung des Teams rund um Inhaber
Jens Ristedt gefällt den Kundinnen besonders gut. Ist
es bedauerlich, dass sich in vielen Geschäften mittlerweile
die Beraterinnen mit dem sie umgebenen
Sortimenten nicht mehr richtig auskennen. Service und
Qualität hingegen, sind ein wichtiger Teil der Philosophie
des Modehauses Ristedt.
Ristedt führt viele sehr angesagte Labels, eines davon
ist MARC CAIN und dieses wurde am 22. August
präsentiert. Was viele nicht wissen ist, dass Marc Cain
eine etablierte Premium-Modemarke ist, die sich durch
luxuriöse Materialien, höchste Ansprüche an Design,
Qualität und Passform sowie einer Mischung aus Ästhetik,
Kunst, Lässigkeit und Exklusivität auszeichnet,
also hochwertige Womenswear bietet.
Aber nicht nur Kleidung, auch Schuhe und Accessoires
für anspruchsvolle Frauen sind im Sortiment und
wenn Sie Wert auf Stil und einen Hauch von Exklusivität
in ihrem Alltag legen und es Ihnen wichtig ist, dass
vieles in Deutschland produziert wird, ist diese Marke
perfekt. Vor allem Strickwaren stammen aus Bodelshausen.
Bodelshausen (ca. 6000 Einwohner) ist die
südlichste Gemeinde im Landkreis Tübingen. Die
Kleinstadt liegt vier Kilometer nördlich von Hechingen
und gehört zur Region Neckar-Alb bzw. zur Randzone
der europäischen Metropolregion Stuttgart, Baden-
Würtemberg.
50
Immer am Zeitgeist – seit 1867
Die Historie rund ums Modehaus Ristedt ist so bunt
und vielfältig wie die aktuellen Kollektionen. Durchaus
stolz ist man darauf, dass der Store auch noch in fünfter
Generation inhabergeführt ist und es stets starke
Charaktere waren, die den Weg des Unternehmens
entscheidend geprägt haben. Vor über 150 Jahren als
Ristedt immer wieder einen besonderen Shopping-
Charme. Das inhabergeführte Haus, eines der wenigen
in unserer Innenstadt, liebevoll dekoriert und mit sympathischen
Mitarbeitenden im Team von Jens Ristedt,
hat viele Stammkunden, die lieber dort einkaufen, als
im anonymen Onlinehandel zu bestellen. Das Ristedt-
Modeteam freut sich, allen Gästen die neuen Herbst-/
Die Trends für Herbst-Winter von MARC CAIN: Layering, Farben und Prints, Ladylike-Looks und kuschelige Materialkombinationen
Winterkollektionen zeigen zu können. Einfach mal
wieder inspirieren lassen, persönlich shoppen gehen
und sich in der Fashion Lounge bei einem leckeren
Sprizz verwöhnen lassen…
Das Team von MARC CAIN verabschiedet sich gut gelaunt
„Tuch- und Manufacturwaren-Geschäft“ gegründet,
wandelte es sich vom Fachgeschäft für anspruchsvolle
Designs bis zur heutigen Top-Adresse für Women‘s
Fashion in der Region.
Auf zwei Etagen und 750 qm Verkaufsfläche erwartet
Sie trendige Womenswear in zahlreichen Facetten.
Während im Erdgeschoss vor allem sportive Looks
auf Sie warten, gilt es im Obergeschoss die Welt der
Premium-Designer für verschiedenste Anlässe zu
entdecken. Heute versprüht ein Besuch im Modehaus
Jens Ristedt in seiner Fashion Lounge
Ristedt –
Mode erleben!
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51
FRISEURMEISTEREI
Neu in der Georg-Gröning-Straße 163
Blick in den neuen Salon
Wenn man sich Friseurmeisterei
nennt, ist man dann auch Meister?
Natürlich und nicht nur das! Josephine
Jurczyk die im Mai diesen Jahres den
Salon von La Blonde übernommen hat, ist
nicht nur Meisterin, sie ist auch Mitglied des Vorstandes
der Handwerksinnung für Friseure und die erste
weibliche Vorsitzende des Prüfungsausschusses des
Friseurhandwerks. Die 39-jährige Mutter eines vierjährigen
Kindes, hat sich ihren Lebenstraum erfüllt.
Endlich ein eigener Friseursalon!
Josephine Jurczyk sieht sich als Expertin für die individuelle
Typberatung der Haare, Schnitt und Styling,
sie möchte sicherstellen, dass Ihre Frisur nicht nur zu
Ihnen passt, sondern Sie sich auch damit wohlfühlen.
Ob glatt oder lockig, Kurzhaarschnitt oder lange Mähne:
Sie nimmt sich die Zeit, um den Schnitt, die Farbe und
das Styling zu finden, die Ihre Wünsche und Ihre Persönlichkeit
perfekt unterstreichen. Auch beim Schneiden,
Färben, Stylen und Co. steht immer der Mensch
im Fokus. Deshalb widmet sie sich nur einem Kunden
zurzeit und bietet einen persönlichen 1:1-Service, der
heute selten geworden ist.
Josephine Jurczyk, Friseurmeisterin
Eine maßgeschneiderte Beratung
umfasst jedoch mehr als die Typberatung
für Haare und die Wahl der passenden
Frisur. Sie schließt auch Pflegeund
Stylingtipps ein sowie Ideen, wie Sie Ihren
Look nach Stimmung und Anlass variieren können.
Erleben Sie bei ihr ein bisschen ME-Time. Josephine
Jurczyk freut sich auf Sie!
Josephine’s Friseurmeisterei
Georg-Gröning-Str. 163
Tel. 0421 34 99 934
Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag, Freitag
9:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch
9:00 - 15:00 Uhr
Samstag
8:30 - 14:00 Uhr
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KÖNEgliches Schattenreich
Rainer Köne und sein Enkel Padreic Köne
Halbes Jahrhundert Handwerk mit Herz,
Meisterqualität mit Tradition
Man glaubt es kaum: Seit stolzen 50 Jahren sorgt
Köne Rolladen-Markisen-Studio schon dafür, dass die
Sonne nicht macht, was sie will. Während andere Betriebe
in dieser Zeit aufgaben, fusionierten oder von
Staubsauger-Vertretern übernommen wurden, blieb
Köne eisern: „die Sonne bleibt da, wo sie hingehört –
draußen“.
Firmengründer Rainer Köne ist ein echtes Urgestein:
Seit über 50 Jahren mischt er in der Sonnenschutz-
Branche mit. 40 davon als Meister – und seitdem
läuft der Laden wie geschmiert (beziehungsweise: wie
frisch geölte Rollläden). Anders gesagt: Während die
meisten Menschen in diesem Alter längst die Fernbedienung
nicht mehr finden, findet er seine tägliche
Dosis Herausforderung und Spaß in Beratung der
Kunden - persönlich und vor Ort, um Lösungen für
deren Wünsche und Bedürfnisse zu finden.
Die Zufriedenheit der Kunden spiegelt sich in den
Worten wie „/.../ ich habe etwas viel Wertvolleres
gefunden, nämlich ein ´KÖNEgliches´ Unternehmen,
das zur Stelle war, pünktlich, einsatzfähig und in jeder
Hinsicht zuverlässig.“ Bei anderen heißt die „Zufriedenheit“
vermutlich: Sie schwitzen nicht mehr im
Wohnzimmer wie in einer finnischen Sauna.
Von Markisen über Rollläden bis zu modernen Beschattungssystemen:
Köne Rolladen-Markisen-Studio
macht alles, außer Sonnenschein. Funktionalität trifft
hier auf Design – und ja, der Rollladen von heute ist
mehr als nur ein Brett vorm Kopf. Über Jahrzehnte
hinweg hat sich der Betrieb so in Bremen und Umgebung
einen glänzenden Ruf erarbeitet – ganz ohne
Sonnenbrand. Oder, wie es ein Kunde mal formulierte:
„Seitdem ich einen Köne-Rolladen habe, sehe ich meine
Nachbarn viel seltener – herrlich!“
Doch die Zukunft ruft! Der Enkel von Rainer Köne
scharrt schon ungeduldig mit den Füßen. Aktuell bereitet
er sich auf seine Meisterprüfung vor – denn Tradition
verpflichtet. Schließlich muss irgendwer dafür
sorgen, dass auch die nächsten 50 Jahre in Bremen
niemand unfreiwillig Vitamin D tankt.
Mit Stolz blickt Rainer Köne zurück – und mit viel
Zuversicht auf die nächsten Jahrzehnte. Denn eins
steht fest: Die Sonne mag Milliarden Jahre alt sein,
aber Köne Rolladen-Markisen- Studio ist hartnäckiger.
Qualität, Kundennähe und der ewige Kampf gegen
blendende Lichtstrahlen bleiben die Leitlinien des Unternehmens.
Und wenn’s nach Köne geht, bleibt Bremen
noch mindestens ein halbes Jahrhundert länger
im Schatten.
Köne Rolladen-Markisen-Studio sagt Danke!
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Neuer Standort
Der Wintermaak zieht um
Verkauf 2025 im Kwadrat
Der Wintermaak verlegt seinen Verkauf in das Kwadrat
und bietet dort sein vielfältiges Angebot an. Die
untere Rathaushalle, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes,
bleibt aktuell geschlossen. Der beliebte und
traditionelle Weihnachtsmarkt vom Martinshof „Wintermaak“
wird dieses Jahr 45 Jahre.
Der neue Standort 2025 im Kwadrat bietet zahlreiche
Vorteile. Die zentrale Lage sorgt für eine hohe
Besucherfrequenz und ermöglicht es, die festliche
Atmosphäre des Weihnachtsmaaks in einem ansprechenden
Umfeld zu genießen. Die Umgestaltung des
Platzes wird auch dazu beitragen, die Zugänglichkeit
für alle Besucher zu verbessern und ein vielfältiges
Angebot an Ständen und Attraktionen zu präsentieren.
Im Kwadrat erwartet die Besucherinnen und Besucher
ein modernes, einladendes Ambiente, das das besondere
Wintermaak-Erlebnis in vollem Umfang ermöglicht.
Wir freuen uns, Sie / euch an diesem neuen Standort
begrüßen zu dürfen und laden herzlich zum Besuch ein.
KWADRATan der Wilhelm-Kaisen-Brücke
Die Organisatoren des Wintermaaks möchten den
Besuchern ein unvergessliches Erlebnis bieten. Neben
den traditionellen Ständen mit handwerklichen
Erzeugnissen und kulinarischen Köstlichkeiten wird es
ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geben,
das für Unterhaltung und festliche Stimmung sorgt.
Besonderes Highlight ist die festliche Beleuchtung.
Wir laden ein, das neue Ambiente zu erleben und gemeinsam
die Vorweihnachtszeit zu feiern.
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Das kunstseidene Mädchen
Kunstseidenes Mädchen, Grafik: Tamara Trölsch
SCHAUSPIEL / FIGURENTHEATER / MUSIK
Mit „Das kunstseidene Mädchen “ präsentiert das
Bremer Figurentheater „Mensch, Puppe!“ in Kooperation
mit der Arbeitnehmerkammer Bremen einen
Abend über die Schriftstellerin Irmgard Keun (1905-
1982), der sowohl den berühmten Großstadtroman
auf die Bühne bringt als auch aus dem Leben der
Autorin erzählt.
Irmgard Keun war eine wichtige, wenn nicht die weibliche
literarische Stimme der Weimarer Republik und
schrieb mit dem damaligen Bestseller „Das Kunstseidene
Mädchen“ ein Standardwerk der Neuen Sachlichkeit,
das bis heute in Schulen gelesen wird. Keun
thematisiert darin die Rolle der Frau in der Weimarer
Republik und wirft zugleich einen kritischen Blick auf
die sich damals entwickelnde Konsum- und Medienkultur
sowie die weit offenstehende Schere zwischen
Arm und Reich. Die Puppenspielerin Jeannette Luft
und die Schauspielerin Anna Stieblich führen Irmgard
Keuns großen Roman mit autobiografischen Texten
der Autorin sowie vielen zeitgenössischen Chansons
zusammen und erzählen so einen informativ-spannenden
Abend über Irmgard Keun und ihre Zeit.
Premiere: 21.11.2025, 19:00 Uhr
im Kultursaal der Arbeitnehmerkammer
Weitere Vorstellungen: 22./28./29.November,
12./13. Dezember, 16./17./29./30. Januar 2026
13./14. März, 10./11. April, jeweils um 19:00 Uhr
Authentisch bleiben –
bis zuletzt.
Bestattungsvorsorge
Alles geregelt.
Familienbetrieb seit 1903
Tel. 0421 45 14 53
Bremen-Hemelingen
Bremen-Osterholz
www.ahrens-bestattungen.de
55
SISSY, Foto: Jörg Landsberg
OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUSIKTHEATER
SISSY
Musik von Fritz Kreisler
Text von Ernst Marischka und Hubert Marischka
In deutscher Sprache
Jahr für Jahr tanzt sie sich im Walzerschritt über die Flimmerkisten direkt ins Herz der Menschen – die Kaiserin
Elisabeth. Wallendes, perlenbesetztes Haar, exorbitante Kleider, schneebedeckte Berge. So geht Heimat! Also
im Film. Und auf der Theaterbühne? Dort machten es Fritz Kreisler und die Brüder Marischka 1932 vor. Mit Biss
und musikalischem Baiser lassen sie Sissy mit einem kleinen Segelboot über den Starnberger See rauschen – so
ganz und gar nicht ladylike. Das will sie auch nicht sein. Und so mischt sie die eitle Etikettenstrenge ihrer adeligen
Familie zwischen Ischl und Wienerwald ordentlich auf. Da bleibt kein Auge trocken, kein Walzer ungetanzt,
keine Konvention ungebrochen. Regisseur Frank Hilbrich widmet sich diesem trickreichen Abenteuer zwischen
Komödie, Salonstück und sentimentaler Operette. Bis es heißt: Was wird eigentlich gesucht? Die Liebe oder das
eigene Selbst?
Regie: Frank Hilbrich // Musikalische Leitung: Stefan Klingele
Premiere: So 30. November um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
56
Die unendliche Geschichte
Familienstück ab 6 Jahren nach dem Roman von Michael Ende
Fassung von John von Düffel
Bastian Balthasar Bux wird in der Schule gemobbt und versteckt sich in einem Antiquariat, wo er ein
geheimnisvolles Buch entdeckt: „Die unendliche Geschichte“. Während er darin liest, taucht er tief
in die magische Welt Phantásiens ein, die vom zerstörerischen „Nichts“ bedroht wird. Nur ein Menschenkind
könnte Rettung bringen, auch für die schwer kranke Kindliche Kaiserin, erfährt er. Begleitet
von Atréju und dem Glücksdrachen Fuchur wagt sich Bastian ins Reich der Irrlichter, Felsenbeißer und
Rennschnecken und erlebt, dass er selbst die Kraft besitzt, alles zu verändern – nicht nur in Phantásien,
sondern auch in seinem eigenen Leben. Gefördert von den Bremer Theaterfreunden. Präsentiert von
Bremen Vier.
Premiere: So 9. November um 16 Uhr im Theater am Goetheplatz
Weiterer Termin: So 23. November um 10 Uhr
SCHAUSPIEL
CABARET
Musical von Joe Masteroff, John Kander und Fred Ebb in deutscher Sprache mit englischem Übertext
Foto: J. Landsberg
Berlin, zu Beginn der 1930er Jahre. Der Zeitgeist in der deutschen Hauptstadt
ist geprägt von Sex, Rausch und Kunst – sowie von Armut und
scheiternder Politik. In dem legendären Kit Kat Club leuchtet der Star Sally
Bowles. Ihr Charme blendet auch den amerikanischen Schriftsteller Clifford
Bradshaw – sie lernen sich kennen, er verliebt sich in sie. Als Sally
ihren Job verliert und bei ihm einzieht, werden sie ein Paar. Die Vermieterin
der Pension, Fräulein Schneider, möchte den jüdischen Obsthändler
Schulz heiraten, aber die Pläne werden von der Realität überholt: Die
Machtergreifung der Nationalsozialisten bestimmt fortan ihr Leben.
Regie: Andreas Kriegenburg // Musikalische Leitung: Michelle Bernard
Wiederaufnahme: Fr 3. Oktober um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
Weitere Termine: Mi 8. Oktober und Do 30. Oktober jeweils um 19 Uhr, mehr Termine unter theaterbremen.de
MUSIKTHEATER
DER FEURIGE ENGEL
Musik und Text von Sergej Prokofjew nach Waleri Brjussows Roman „Der feurige Engel“
In russischer Sprache mit deutschem Übertext
Foto: J. Landsberg
Renata wird verfolgt. Seit der Kindheit ist sie der Vision eines feurigen
Engels verfallen. Ihre Fantasien weiten sich aus und als sie beginnt, den
imaginierten Engel auch körperlich zu begehren, verschwindet das Trugbild.
Nun versucht sie, diese Engelsgestalt in Menschen wiederzufinden
und dadurch ihre Fantasie zu verwirklichen. Scheinbar vom Teufel besessen,
soll an Renata am Ende sogar ein Exorzismus durchgeführt werden.
Ruprecht verfällt dieser faszinierenden Frau. Seine Projektionen auf sie
reißen ihn mit und führen zu seinem persönlichen Abstieg. Beide stürzen
sich gegenseitig in die Tiefe, gefangen in einem Strudel der Fantasien.
Regie: Barbora Horáková // Musikalische Leitung: Stefan Klingele
Premiere: So 26. Oktober um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
Weitere Termine: Mi 29. Oktober, Sa 8. November und Fr 21. November jeweils um 19 Uhr
Theater Bremen
Goetheplatz 1-3
28203 Bremen
Theaterkasse
Goetheplatz 1-3
Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr
Termine und Karten unter
theaterbremen.de
T 0421 3653333
57
ROMEO UND JULIA, Foto: Marianne Menke
Oktober / November 2025
PREMIERENFEUERWERK
ROMEO UND JULIA
Als sich Romeo und Julia kennenlernen, sind sie zwei
ganz normale Teenager, denen etwas ganz Besonderes
geschieht: auf den ersten Blick sind sie unsterblich
ineinander verliebt! Doch sie gehören zwei verfeindeten
Familien an, die Verona mit ihrer blutigen Fehde
aus Hass und Gewalt überziehen. Eine Versöhnung der
Capulets und Montagues – unmöglich! Die Verbindung
von Romeo und Julia hat Sprengkraft, die Opfer fordert
– am Ende die beiden selbst! Choreographierte Kämpfe
und treibende Beatbox-Sounds akzentuieren die Geschichte
dieser fatalen Liebe.
TERMINE: 11.10. (Premiere),
12.10., 17.10., 18.10., 29.11. um 19.30 Uhr
und am 2.11. um 18.00 Uhr
Theater am Leibnizplatz.
JULIUS CÄSAR
Shakespeares Römerdrama ist aktueller denn je: Eine
Gruppe Verschwörer verhindert die Machtübernahme
eines ebenso charismatischen wie autokratischen
Politikers mit einer grausamen Tat. Doch wer profitiert
von diesem Tyrannenmord? Dieser Frage nimmt sich
die Gruppe der nichtprofessionellen Spieler, » Die Art-
Verwandten« an, rockig begleitet von 1. Bremer Ukulelenorchester.
TERMINE: 16.10. (öffentliche Probe),
31.10. (Premiere), 1.11, 14.11.28.11. um 19.30 Uhr
23.11. um 18.00 Uhr im Theater am Leibnizplatz.
Die ArtVerwandten, Foto: Marianne Menke
58
GAME OF CLOWNS
In einer leeren Welt irren zwei clowneske Gestalten auf
der Suche nach dem Baum, der Kreide trägt, herum.
Dinge, die man mit dieser Kreide auf eine Tafel zeichnet,
werden augenblicklich Wirklichkeit. Schon bald
genügen ihnen die überlebenswichtigen Dinge nicht
mehr. Eigennutz, Prestigesucht und Machtfantasien
befeuern ihre Wünsche – bis zum bitteren Ende. Eine
apokalyptische Zukunftsvision mit unterhaltsamen
Mitteln vorgeführt.
GAME OF CLOWNS, Foto: Marianne Menke
TERMIN: 8.11., 15.11. um 19.30 Uhr. 9.11. um 18.00 Uhr
Theater am Leibnizplatz.
MEHR CLOWNS, MEHR KOMIK
GARDI HUTTER: ZERO
Hanna, das clowneske Alter Ego von Gardi Hutter,
schwebt als Geist im leeren Raum. Quasi als Essenz.
Das große Scheitern – oder die große Freiheit? Gardi
Hutter und Regisseur Michael Vogel (Familie Flöz)
machen aus dieser Frage einen gleichzeitig amüsanten
und nachdenklichen Abend – typisch Gardi Hutter!
TERMINE: 19.11., 20.11. um 19.30 Uhr
Theater am Leibnizplatz
GARDI HUTTER, Foto: Geri Born
DIE DISTEL:
DIE SCHMERZTHERAPIE
Das Berliner Kabarett-Theater, immer wieder gern zu
Gast in der bremer shakespeare company, nimmt augenzwinkernd
Bezug auf aktuelle Ereignisse. Ähnlichkeiten
mit realen Personen sind nicht rein zufällig und
durchaus beabsichtigt…
TERMIN: 6.11. um 19.30 Uhr
Theater am Leibnizplatz
DIE DISTEL, Foto: Chris Gonz
bremer shakespeare company
Theater am Leibnizplatz
Schulstr. 26
28199 Bremen
Tickets
Vorverkauf: Stadtbibliothek am Wall
Di-Fr 15-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr
T 0421 500 333 | Mo-Fr 15-18 Uhr
Spielplan
und Online-Kartenverkauf
shakespeare-company.com
59
DER NUSSKNACKER, Foto: Anni Strauss
SPIELPLAN OKTOBER / NOVEMBER 2025
DER NUSSKNACKER
Ballett von Alfonso Palencia nach der Erzählung von
E. T. A. Hoffmann, Musik von Pjotr I. Tschaikowski
Sa, 11.10., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)
So, 02.11., 15:00 Uhr, Großes Haus
Sa, 28.11., 19:30 Uhr, Großes Haus
weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de
Für Clara liegt in diesem Jahr etwas Besonderes unter dem Weihnachtsbaum: ein verzauberter Nussknacker, den
sie sofort ins Herz schließt. In der Nacht erwacht er zum Leben, besiegt eine Mäuseschar und nimmt sie mit auf
ein Abenteuer voller zauberhafter Erlebnisse – und ins Erwachsenwerden. Tschaikowskis legendäre Musik, vom
funkelnden Tanz der Zuckerfee bis hin zum farbenfrohen Blumenwalzer, lässt Claras Reise in unvergesslichem
Zauber erblühen. Nach seiner erfolgreichen Inszenierung von Dornröschen choreografiert und inszeniert Ballettdirektor
Alfonso Palencia eine neue, träumerische Fassung dieses Weihnachtsballetts, das die Herzen verzaubert
und die festliche Saison feierlich begrüßt.
Choreografie & Regie: Alfonso Palencia // Musikalische Leitung: Davide Perniceni
Bühne & Video: Yoko Seyama // Kostüme: Rosa Ana Chanzá
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DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN
Operette von Emmerich Kálmán / Libretto von Leo Stein
und Béla Jenbach / in deutscher Sprache
Sa, 08.11., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)
Sa, 22.11., 15:00 Uhr, Großes Haus
Do, 04.12., 19:30 Uhr, Großes Haus
Der Fürstensohn Edwin Lippert-Weylersheim will die berühmte Chansonnière Sylva Varescu heiraten. Unerhört
für seine adligen Eltern. Sie ziehen sämtliche Register, um eine Heirat zu verhindern. Und dann macht sich das
Paar mit seinen Eifersuchten und Spielchen das Leben auch noch selber schwer. Wie kann das nur gut gehen?
Zum Glück kennt die Operette immer eine Antwort ... Mit seiner 1915 uraufgeführten Csárdásfürstin steigt Kálmán
zu einem der beliebtesten Operettenkomponisten auf. Meisterhaft mischt er den Freigeist ungarischer Folklore
mit der Seligkeit des Wiener Walzers zu einem Werk voller Komik und schlagerartiger Ohrwürmer.
Musikalische Leitung: Hartmut Brüsch // Regie: Sebastian Kranner // Bühne & Kostüme: Anna Kreinecker
2. SINFONIEKONZERT «D’UN SOIR TRISTE»
LILI BOULANGER D’un soir triste
MAURICE RAVEL Klavierkonzert G-Dur
GEORGES BIZET L’Arlésienne – Suite Nr. 1
MAURICE RAVEL Boléro
Mo, 20.10., 20:00 Uhr // Di, 21.10., 19:30 Uhr // Mi, 22.10., 19:30 Uhr, Großes Haus
Schon mit 24 Jahren verstarb 1918 Lili Boulanger, eine der hoffnungsvollsten Komponistinnen ihrer Zeit. Mit
D’un soir triste hinterließ sie in ihren letzten Lebensmonaten eine ergreifend emotionale Auseinandersetzung mit
der Endlichkeit des Seins. Im Gegensatz dazu verlangte die Komposition seines Klavierkonzertes Maurice Ravel
alles ab, denn «heiter und im Geiste von Mozart und Saint-Saëns» sollte es klingen. Mit seiner Brillanz eroberte
es sich bald einen festen Platz im Konzertrepertoire. Als das Schauspiel L’Arlésienne von Alphonse Daudet nach
wenigen Vorstellungen wieder vom Spielplan verschwand, hatte Georges Bizet aus seiner Schauspielmusik, die
er für Daudets Werk geschrieben hatte, eine Suite zusammengestellt, die neben seiner Oper Carmen zu seinen
populärsten Werken zählt.
Ein von der kleinen Trommel vorgegebener Rhythmus, zwei Themen, die sich im stetigen Crescendo bis zu einem
überwältigenden Finale immer wieder ablösen. Das sind die Zutaten zu Maurice Ravels Boléro, mit dessen Erfolg
er nicht recht umgehen mochte und behauptete: «... es enthält leider keine Musik.» Das begeisterte Publikum sieht
das bis heute anders.
Dirigent: Marc Niemann // Klavier: Davide Cabassi // Philharmonisches Orchester Bremerhaven
EIN VOLKSFEIND
Schauspiel in fünf Akten von Henrik Ibsen
Sa, 15.11., 19:30 Uhr, Kleines Haus (Premiere)
So, 23.11., 15:00 Uhr, Kleines Haus
Do, 27.11., 19:30 Uhr, Kleines Haus
weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de
Bade-Ärztin Dr. Stockmann entdeckt, dass das Wasser des Kurbads verseucht ist und eine gesundheitliche Bedrohung
darstellt. Als sie die Tatsache öffentlich machen will, stößt sie bei der Presse zunächst auf großes Interesse,
aber auch auf erbitterten Widerstand der Bürgermeisterin, die zudem ihre Schwester ist, denn das Bad ist
die wichtigste Einnahmequelle der Stadt. Aus Angst vor finanziellen Einbußen will plötzlich niemand mehr etwas
wissen von den Problemen für Umwelt und Gesundheit. Stockmann hält eine Versammlung ab und beschimpft
dort alle, die ihr nicht folgen wollen, so massiv, dass sie von nun an als «Volksfeind» gilt.
Ibsens Stück ist bis heute ein Musterbeispiel dafür, wie moralische Dauererregung jenseits von Fakten Politik
beeinflusst und dass eine Gesellschaft, die das Recht der Mehrheit an erste Stelle setzt, die Grundlagen der Demokratie
preisgibt.
Regie: Florian Thiel // Bühne & Kostüme & Video: Andreas Schmitz
Stadttheater Bremerhaven
Theodor-Heuss-Platz
27568 Bremerhaven
Öffnungszeiten Theaterkasse
Di-Fr 12-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr
T 0471 49001
Spielplan
und Online-Kartenverkauf
stadttheaterbremerhaven.de
61
Moderner LifeSTYLE
und die ganz große Liebe
Jahresabschluss der Extraklasse
im GOP Varieté-Theater Bremen
GOP Stylez!, Foto: Ralf Mohr
Das Varieté-Theater in der Bremer Überseestadt lädt zu einem spektakulären
Doppelpack ein, der kaum unterschiedlicher sein könnte. Mit „Stylez!“ und „Big
Love“ erwarten die Gäste zwei Highlights zum Jahresende, die die Bandbreite
der modernen Varietékunst eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Spektakulär, modern, einzigartig
Noch bis zum 9. November zeigt das GOP mit „Stylez!“
eine Show, die Breakdance und Akrobatik verbindet und
so manches überraschendes Element mit sich bringt.
Energie, Beats, Tempo und aufwendige Choreographien
bestimmen dieses einzigartige Cross-Over-Event.
„Stylez!“ schafft die Brücke zwischen Tanz, Technik
und akrobatischen Darbietungen. Egal ob LED Cyr,
leuchtende Diabolos oder die vielseitig genutzte große
Leinwand im Hintergrund: Es wird bunt!
GOP Stylez!, Foto: Ralf Mohr
Die DDC-Crew zeigt, warum Breakdance seit 2024
olympisch ist. Ganz im Rausch der Bewegung beweisen
sie, wie schön das Leben im Moment sein kann. Die
Fusion aus Tanz und Akrobatik führt dabei durch die
komplette Show. So kombiniert beispielsweise das Duo
In Motion Tanz mit Partnerakrobatik, während Akira
Fukagawa die Kunst des Diabolos tänzerisch erweitert.
So entstehen unvergessliche Bilder und Emotionen, die
das Publikum immer wieder in Staunen versetzen.
62
Der volle Genuss
Um den Besuch abzurunden, empfiehlt es sich, das
GOP Erlebnis mit einem der kulinarischen Highlights zu
verbinden. So ist „Zarahs Dinner-Buffet“ zurück aus
der Sommerpause und verwöhnt die Gäste im hauseigenen
Restaurant Leander mit mediterranen Vorspeisen,
wechselnden Pasta-Gerichten und Spezialitäten
aus dem Steinofen. Dazu stellen sich die Gäste ihre
Hauptspeisen an den verschiedenen Food-Stationen
zusammen und genießen abschließend eine der
himmlischen Dessertkreationen.
Big Love, Foto: Dominik Junker
Vorhang auf für die Liebe
Nicht weniger begeisternd wird die Winter-Show „Big
Love“, die am 13. November Premiere im GOP feiert.
Mit einer hinreißenden Liebeserklärung an das Varieté,
an Akrobatik, an die große Kunst der Comedy und
an brillanten Live-Gesang bringt dieses Showspektakel
facettenreiches Entertainment und gleichzeitig den
Glamour einer Revue auf die Bühne.
Im Varieté-Saal wird indes ein saisonales 3-Gänge-
Menü gereicht. Zu „Stylez!“ wird es mit einer passierten
Kartoffelsuppe, Sauerbraten vom deutschen Weiderind
und einem Apfelcrumble herbstlich, während
zur Show „Big Love“ ein winterlicher Klassiker auf die
Gäste wartet. Neben einer Kürbis-Kokos-Cremesuppe
erwartet sie rosa gebratene Barbarie Entenbrust mit
Jus, Rotkohl, Klößen und brauner Butter. Eine Bratapfel-Crème
Brûlée als Dessert bildet den kulinarischen
Abschluss. So wird der GOP Besuch zu einem Genuss
für alle Sinne.
Chris Kolonko führt als Verwandlungskünstler durch
die Show – ob als glitzerndes Showgirl oder einfach
als Stimmungskanone. Dem Tausendsassa steht die
charismatisch-stimmgewaltige Soul Queen Bridget
Fogle zur Seite, die musikalisch zu begeistern weiß und
mitten ins Herz trifft. Zusammen mit einem erstklassigen
Artistik-Ensemble wird „Big Love“ zum perfekten
Erlebnis für die Winterzeit – mal adrenalinreich-rasant,
mal voller Hingabe romantisch-poetisch.
Show und Menü „Big Love“, Foto: GOP
TERMINE
STYLEZ!
Bis zum 9. November
BIG LOVE
Ab 13. November
GOP Varieté Theater Bremen
Am Weser-Terminal 4
28217 Bremen
T 0421 89 89 89 89
variete. de/bremen
63
DIE GLOCKE
Oktober / November 2025
German GameMusic Award
Glocke: Außenansicht mit Dom bei Nacht.
Foto: Mark Bollhorst
GLOCKE ImPuls
Sonntag, 5. Oktober, 19 Uhr
Zum vierten Mal richtet das Landesjugendorchester Bremen den German
GameMusic Award aus. Europaweit waren junge Komponist*innen bis 30
Jahre aufgerufen, Musik in großer sinfonischer Orchesterbesetzung zum
Trailer vom Anime-Game »Atelier Yumia: The Alchemist of Memories« zu
schreiben. Im Finale werden die besten Wettbewerbsbeiträge vorgestellt,
bevor eine Fachjury und das Publikums-Voting den Gewinner ermitteln.
Daneben erklingt Musik aus weiteren Computerspielen wie »One Piece«,
»Dragon Quest«, »The Legend of Zelda« und »Genshin Impact« sowie aus
Animationsfilmen wie »My Neighbour Totoro« oder »The Simpsons«.
»Atelier Yumia: The Alchemist of Memories«
Illustration: Koei Tecmo
»Klang-Malerei«
GLOCKE Ferienprogramm
Mittwoch/Donnerstag, 15./16. Oktober, 10 Uhr
Hier steht das Zusammenspiel zwischen Kunst und Musik im Mittelpunkt.
In dieser erstmaligen Kooperation mit der Kunsthalle Bremen werden die
Teilnehmenden Klangfarben nicht nur auf Instrumenten und in Musik
entdecken, sondern auch künstlerisch mit Aquarell- oder Acrylfarben umsetzen,
inspiriert von den Bildern in der Kunsthalle. Kräftige oder sanfte
Farbtöne, leuchtende oder matte Farben, Kontraste oder Farbverläufe lassen
sich sowohl mit Farben als auch mit Klängen »malen«. Das Ferienprogramm
richtet sich an Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren, Vorkenntnisse
sind nicht erforderlich.
Ferienprogramm Klang-Malerei
Foto: Patric Leo
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Tingvall Trio: »Pax«
GLOCKE JAZZnights
Mittwoch, 29. Oktober, 20 Uhr
Das 2003 in Hamburg gegründete Tringvall Trio blickt auf eine nunmehr
über 20-jährige Erfolgsgeschichte zurück. In seiner Besetzung mit Pianist
und Komponist Martin Tingvall aus Schweden, Bassist Omar Rodriguez
Calvo aus Kuba und Schlagzeuger Jürgen Spiegel aus Bremen ist es zuverlässiger
Garant für packenden Piano Trio Jazz mit griffigen Melodien
und kraftvollen Rhythmen. Auch im aktuellen neunten Studioalbum »Pax«
reicht das Spektrum vom wild-ausgelassenen Voranpreschen in Uptempo-Nummern
wie »Cruisin‘« bis zu besinnlich-poetischen Tönen in berührenden
Balladen wie »A Promise«.
Tingvall Trio
Foto: Steven Haberland
»Momentum – ein Abend für Roger Willemsen«
GLOCKE Spezial
Donnerstag, 6. November, 20 Uhr
Als 2016 Roger Willemsen mit 60 Jahren an Krebs starb, verstummte auf
tragische Weise eine der führenden intellektuellen Stimmen Deutschlands
viel zu früh. Anlässlich seines 70. Geburtstags erinnern Schauspieler
Joachim Król, Violinistin Franziska Hölscher und Pianist Martin Klett an
den bedeutenden Publizisten und feinsinnigen Beobachter. Auszüge aus
dessen Buch »Momentum« über entscheidende Augenblicke des Lebens
treten hier in einen Dialog mit Komponisten wie Beethoven, Strawinsky,
Schostakowitsch oder John Adams, deren Musik von Eruptionen, Sehnsüchten
und Widersprüchen des Lebens erzählt.
Joachim Król
Foto: Emil Levy
Sílvia Pérez Cruz & Salvador Sobral
GLOCKE Spezial
Sonntag, 23. November, 20 Uhr
Dieses Konzert vereint zwei Top-Acts der iberischen Halbinsel: Sílvia Pérez
Cruz und Salvador Sobral. Die vielleicht schönste Stimme Kataloniens und
der portugiesische ESC-Gewinner von 2017 vereinen beide in ihrer Musik
Einflüsse aus Flamenco, Fado, Chanson und Jazz mit brasilianischen Klängen.
Neben Eigenkompositionen steuern nahestehende Songwriter neue
Lieder eigens zu diesem Anlass bei. Wenn Pérez Cruz und Sobral diese mit
dem sinnlichen Timbre ihrer Stimmen erklingen lassen, wird die wärmende
südliche Sonne und die salzige Luft der Meeresbrandung von ganz allein
heraufbeschworen.
Sílvia Pérez Cruz & Salvador Sobral
Foto: Lorena Diniz
Ticket-Service der Glocke:
T 0421 33 66 99
Domsheide 6-8 I 28195 Bremen
Mo-Fr 12-18 Uhr, Sa, 11-14 Uhr
Karten online unter:
glocke.de
65
sendesaal
bremen
Oktober / November 2025
Sharon Brauner and the Toy Goys, Foto: Oliver Hildebrandt
Julie Sassoon Quartett –
Individueller Jazz voller Intensität
Seit dem Erfolg ihres letzten Albums „Voyages“ hat das
Julie Sassoon Quartett auf Jazzfestivals und Clubs in
ganz Europa und Großbritannien gespielt und das Publikum
in seinen Bann gezogen. Zu den Highlights zählten
ausverkaufte Konzerte beim London Jazz Festival und
in der Elbphilharmonie Hamburg. „Voyages“ wurde als
eine der herausragendsten zeitgenössischen Jazz-Aufnahmen
für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik
nominiert, und war Jazzalbum des Monats im Guardian.
Samstag, 11. Oktober 2025, 19.30 Uhr
HB unplugged – Ameel Hotaky | Coucou
Die neue Konzertreihe „HB unplugged“ bietet Bremer
Newcomer-Künstler:innen und -Bands eine Bühne.
Pop und Rock goes acoustical in der Tradition der „MTV
unplugged“- oder „Tiny-Desk“-Konzerte. Ameel Hotaky
begeistert mit ihrer warmen, ehrlichen und zugleich
kraftvollen Stimme. Mit ihrer Loopstation gestaltet sie
faszinierende Klanglandschaften. Coucou nimmt das
Publikum mit ihren ehrlichen und tiefgründigen Songs
auf eine emotionale Reise, die berührt, verzaubert und
unvergesslich bleibt.
Samstag, 18. Oktober 2025, 19.30 Uhr
Viktoria Mullova Ensemble –
Meisterwerke auf Weltniveau
Mit Viktoria Mullova wird eine der bekanntesten Violinistinnen
unserer Zeit mit ihrem Ensemble ein Konzert im
Sendesaal geben. Im Fokus ihres Programms steht mit
Arnold Schönbergs noch tonalem Frühwerk „Verklärte
Nacht“ (1902) eines der faszinierendsten Streichsextette
der Musikgeschichte, das an der Schwelle zur Moderne
suggestiv das zugrundeliegende gleichnamige Gedicht
Richard Dehmels nachzeichnet.
Montag, 20. Oktober 2025, 19.30 Uhr
Marialy Pacheco & Olvido Ruiz –
Karibisches Feuer im Sendesaal
Marialy zählt zu den absoluten Publikumslieblingen in
Bremen und ihre temperamentvollen Auftritte sorgen
immer wieder für begeisterten Jubel im Sendesaal. Für
dieses Konzert hat sie sich die bekannte mittelamerikanische
Sängerin Olvido Ruiz Castellanos eingeladen. Mit
ihrem Programm „Alma“ (=Seele) bringen sie Klänge ihrer
karibischen Heimat in den Sendesaal.
Freitag, 31. Oktober 2025, 19.30 Uhr
Auch im Oktober
Camerata Instrumentale– Prokofjew im Fokus
Samstag / Sonntag, 4. / 5. Oktober 2025, 18.00 Uhr
ADHD – Isländischer Jazz mit Kultfaktor
Sonntag, 12. Oktober 2025, 18.00 Uhr
Devin Gray – Zeitgeist trifft Jazz-Avantgarde
Sonntag, 19. Oktober 2025, 18.00 Uhr
Felix Henkelhausen Quintett –
Junger Jazz voller Energie
Freitag, 24. Oktober 2025, 19.30 Uhr
Programm November 2025
Triosence “Stories of Life” – Leben trifft Jazz
Nach ihrer großen internationalen „25 Jahre Jubiläums
Tour“ mit über 50 Konzerten in 2024/25 veröffentlicht
die Band triosence bei SONY Music Masterworks 2025
ihr 10. Album „stories of life“. Die neuen Songs des Pianisten
und Bandleaders Bernhard Schüler sind persönliche
Lebensgeschichten verwandelt in berührende Musik.
Dabei weiß er auf einzigartige Weise Eingängigkeit
und musikalische Tiefe und Raffinesse zu verbinden.
Samstag, 01. November 2025, 19.30 Uhr
66
Sharon Brauner & The Toy Goys –
Jiddischer Groove mit Herz
„Lache, wenn Dir nach Weinen ist, tanze, wenn Du auf
der Stelle trittst, und singe, wenn Dir die Worte fehlen!“
ist eine Kernaussage jiddischer Kultur, die die Berliner
Sängerin und Schauspielerin Sharon Brauner gekonnt
in ein mitreißendes Bühnenprogramm transformiert.
Den musikalischen Rahmen setzen „The Toy Goys“ mit
coolem Bass und virtuosem Klavier gespielt von Daniel
Zenke & Harry Ermer, jazziger Trompete, geblasen von
Vit Polak und rhythmisch begleitet von dem Beatboxer
Paul Brenning, der mit seinen Lippen lässig ein Schlagzeug
ersetzt.
Freitag, 07. November 2025, 19.30 Uhr
Fergus McCreadie Trio „The Shieling“ –
Klanglandschaften aus Schottland
Mit seiner einzigartigen Mischung aus Jazz und Folklore,
die weit über die Grenzen beider Genres hinausgeht,
erobert der Pianist Fergus McCreadie die Herzen des
Publikums auf der ganzen Welt. Eine wichtige Inspirationsquelle
seiner Musik stellt seine Heimat Schottland
dar, deren Schönheit und Besonderheit er klanglich erkundet.
Nach ausverkauften Headliner-Tourneen und
Auftritten auf renommierten Jazz Festivals stellt Fergus
McCreadie 2025 nun im Sendesaal sein neues Album
„The Shieling“ live vor.
Samstag, 08. November 2025, 19.30 Uhr
Florian Arbenz Trio „Conversation #1“ –
Dialoge voller Spannung & Klang
In seiner bald 30-jährigen Musiker-Karriere hat Florian
Arbenz immer wieder bewiesen, dass er nicht nur ein
brillanter Schlagzeuger ist, sondern auch ein gutes Gespür
für ungewöhnliche und packende Kombinationen
von Musikern und Instrumenten hat. In diesem Trio mit
dem brasilianischen Gitarren-Meister Nelson Veras und
dem „Young Lion“ Hermon Mehari, der seine Wurzeln
in Eritrea wie auch in Kansas City hat, kommt dies voll
zur Geltung! Das Trio entführt den Hörer in eine Welt
voller rhythmischer Spannung, swingenden Soli, freien
Improvisationen und träumerischen Klängen.
Freitag, 14. November 2025, 19.30 Uhr
Tord Gustavsen Trio „Seeing“ –
Norwegischer Jazz voller Poesie
Die Musik des norwegischen Pianisten und Komponisten
Tord Gustavsen befindet sich in kontinuierlicher
Metamorphose und basiert doch immer auf einprägsamen
Melodien, subtilen Grooves, musikalischem Raum
und faszinierenden Texturen, die Sanftheit mit Tiefe
verbinden. Seine Weltkarriere führte ihn und seine unterschiedlichen
Ensembles zu Konzerten auf der ganzen
Welt. Er spielt in den bedeutendsten Jazz-Venues und
ist Gast bei namhaften Festivals. Sein jüngst erschienenes
Album „Seeing“ wird er im Sendesaal vorstellen.
Dienstag, 18. November 2025, 19.30 Uhr
La Ninfea – Klangreise durch den Winter
Das Ensemble La Ninfea und der Tenor Mirko Ludwig
widmen sich in ihrem Programm „Winter“ den musikalischen
Spuren dieser mit so starken Emotionen besetzten
Jahreszeit. Ausganspunkt ist der legendäre Jahrtausendwinter
1708/09 . Die musikalischen Werke des 16.-
18. Jahrhunderts und improvisatorische Ergänzungen
spannen einen Bogen vom ersten Frost über die stille
Adventszeit, das große Weihnachtsfest und den Jahreswechsel
bis hin zum ausgelassenen Karneval.
Freitag, 21. November 2025, 19.30 Uhr
Auch im November
Amaryllis Quartett - „Liebe & Sehnsucht“ –
International ausgezeichnetes Streichquartett
Samstag, 15. November 2025, 19.30 Uhr
Barockorchester der HfK Bremen –
Monteverdi im Fokus
Samstag, 22. November 2025, 19.30 Uhr
Alt-Hastedter Kammerorchester – „Italienische Reise“
Sonntag, 23. November 2025, 11.00 Uhr
Carolin No „ON & ON“ –
Singer-Songwriter-Duo voller Gefühl
Donnerstag, 27. November 2025, 19.30 Uhr
Candlelight-Konzerte –
Musik von Adele und Hans Zimmer
Freitag, 28. November 2025, 18.00 und 20.00 Uhr
Marcia Bittencourt & Dami Andres –
Jazz trifft Südamerikas Rhythmen
Samstag, 29. November 2025, 19.30 Uhr
Detlef Stein – Hans Christian Andersen
Sonntag, 30. November 2025, 18.00 Uhr
Sendesaal Bremen
Bürgermeister-Spitta-Allee 45
28329 Bremen
Ticket Vorverkauf und Infos
sendesaal-bremen.de
oder an den Sendesaal-Abendkassen
ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn
67
Die Bremer
Philharmoniker
Oktober / November 2025
Radikaler Optimismus
2. Philharmonisches Konzert
Die Glocke
So 2.11.2025 11 Uhr
Mo 3.11.2025 19:30 Uhr
Afterwork Konzert mit Stephanie Childress, Foto: Karolina Heller
von Andrea Lorenzo Scartazzini zu werden. Einer der
angesagtesten Komponisten unserer Tage verbindet
die symphonische Tradition mit dem musikalischen
Sound unserer Zeit.
Entschlossen, bejahend, voller Kraft: Beethovens zweite
Symphonie klingt wie ein einziges optimistisches
Statement. Diese Musik spendet Trost, Energie und
Hoffnung. Ein Werk voller Eindringlichkeit und Zuversicht
ist auch Brahms Zweite. Von Publikum und Kritik
wurde sie als zukunftsweisendes Werk gefeiert. Frisch,
radikal und unerwartet verspricht eine Uraufführung
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Andrea Lorenzo Scartazzini (*1971)
Uraufführung
Johannes Brahms (1833–1897)
Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Marko Letonja, Dirigat
Von Freibeutern und Freiheitskämpfern
3. Philharmonisches Konzert
Die Glocke
Mo 24.11.2025 19:30 Uhr
Di 25.11.2025
19:30 Uhr
Sie ist ein ikonisch gewordenes Meisterwerk: Aaron
Coplands legendäre Fanfare for the Common Man.
Diese Musik ist elektrisierend, verspricht Gänsehaut
pur. Wie auch die Ballettmusik zu Billy the Kid
steht sie für endlose Weiten, Freiheitsdrang
und Abenteuergeist. Um Abenteuer dreht sich
auch Korngolds Sea Hawk Suite, der epische
Soundtrack des Piraten-Klassikers „Der Herr
der sieben Meere“ – Kino für die Ohren. Und
Sibelius? Seine zweite Symphonie ist eine
Geschichte des Protestes, der Hoffnung, des
finnischen Freiheitskampfes. Ein Manifest in
Tönen, gewaltig, mutig, zeitlos.
Aaron Copland (1900-1990)
Fanfare for the Common Man
Erich Wolfgang Korngold (1897-1957)
The Sea Hawk Suite
Aaron Copland (1900-1990)
Billy the Kid
Jean Sibelius (1865-1957)
Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43
Jonathan Stockhammer, Dirigat
Jonathan Stockhammer, Foto: Marco Borggreve
68
5nachsechs – Das Afterwork-Konzert
Eine gute Stunde Musik und Moderation, ohne Pause, kurzweilig, zwanglos, auf höchstem Niveau - die Afterwork-Konzerte
der Bremer Philharmoniker bieten in der Glocke großes Orchester, interessante Gäste und ein
abwechslungsreiches Programm.
Mi 8.10.2025 18:05 Uhr
Auf- und Untergang
Carl Nielsen (1865-1931)
Helios Ouvertüre op. 17
Robert Schumann (1810-1856)
Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120
Stephanie Childress, Dirigat und Moderation
Mi 5.11.2025 18:05 Uhr
Beethovens Federkiel
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Brett Dean ((*1961)
Testament
Marko Letonja, Dirigat und Moderation
Sounds of Windhoek
Hallo 1 im Tabakquartier
Fr 28.11.2025 19 Uhr
Sa 29.11.2025 19 Uhr
Namibia 2024: Die 16-jährige Anirus, wühlt mit ihren
Fragen an ihre Großmutter Ouma verdrängte Erinnerungen
auf, Antworten erhält sie jedoch nicht. Parallel
macht sich Hermann, der Sohn eines deutschen Geschäftsmannes
auf den Weg nach Namibia, um ein
geerbtes Artefakt zurückzubringen. Eine ungewöhnliche
Familie findet zusammen.
Natasha Kitavi, Foto: Avy Mabel
Musiktheater von Osmond Owoseb
In Kooperation mit dem Theodosia Music and Art Centre
(Namibia) und der Momentbühne e.V. (Deutschland)
Natasha Kitavi, Musikalische Leitung
Streichquintett der Bremer Philharmoniker
Kammermusiken – die kleinen Juwelen der klassischen Musik
Drei Konzerten geben intensive Einblicke in die faszinierende
Welt der Kammermusik und präsentieren ein
kurzweiliges Klassikvergnügen.
Kammermusik am Sonntagmorgen
Halle 1 im Tabakquartier
So 12.10.2025 11:30 Uhr
„Croissants zum Frühstück“
Bläserquintett der Bremer Philharmoniker
So 9.11.2025
„Gedenken“
Fidis Quartett
11:30 Uhr
Fidis Quartett, Foto: Caspar Sessler
PHIL BENEFIT
Matinee im Park
Haus im Park
So 23.11.2025 11:30 Uhr
„Musikalische Fantasien“
Zusätzlich zur ABO-Reihe mit Preisvorteilen bis zu 35%, Stammplatz und weiteren Extras bieten die Bremer Philharmoniker
ab der Spielzeit 25/26 Einzelticketkäufer:innen mit PHIL BENEFIT ein attraktives neues Angebot:
Der Kauf einer Eintrittskarte für ein Philharmonisches Konzert oder für ein Afterwork-Konzert aus der Reihe
5nachsechs gewährt einen Rabatt von 20% auf Eintrittskarten für weitere Konzerte.
Nähere Details und Karten unter:
bremerphilharmoniker.de
Ticket-Service in der Glocke
Domsheide 6-8 I 28195 Bremen
T 0421 33 66 99
Nordwest-Ticket in allen angeschlossenen
Vorverkaufsstellen
T 0421 36 36 36
69
SEEBÜHNE BREMEN
HIGHLIGHTS 2026
Die Seebühne Bremen startet 2026 bereits in ihre
sechste Saison – und das größer denn je: Vom 17. Juli
bis 23. August 2026 erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches
Programm mit mehr Shows, mehr
Stars und insgesamt fünfeinhalb Wochen voller Musik
und Entertainment. Unter freiem Himmel, direkt an der
Weser, entsteht so erneut eine spektakuläre Open-
Air-Kulisse für unvergessliche Abende. Das Programm
vereint beliebte Publikumslieblinge, die nach ihren
gefeierten Auftritten erneut auf die Seebühne zurück-
Foto: Erik Umphrey
Foto: Christoph Köstlin
Foto: Sebastian Balz
kehren – darunter SCHILLER, Alphaville, Ben Zucker,
Philharmonic Rock und Highland Saga – ebenso wie
starke Neuzugänge, die 2026 erstmals auf dieser
Bühne zu erleben sind, etwa NENA und Madsen. Und
das ist längst nicht alles: Schon jetzt sind zahlreiche
weitere Shows im Vorverkauf, und das Programm füllt
sich laufend mit weiteren Highlights. Ein Sommer voller
einzigartiger Erlebnisse – jetzt Tickets sichern und Sommernächte
unter freiem Himmel genießen!
GREGORY PORTER
21.07.2026, 20:00 Uhr
Mit seiner warmen Baritonstimme, zwei Grammy-Auszeichnungen
und über 1,6 Milliarden Streams weltweit
zählt Gregory Porter zu den größten Jazzstars unserer
Zeit. Der US-amerikanische Sänger verbindet zeitlose
Eleganz mit moderner Leichtigkeit und berührt sein Publikum
weit über Genregrenzen hinaus – live ein unvergleichliches
Erlebnis.
CLUESO
06.08.2026, 19:30 Uhr
Clueso bringt seine größten Hits und neue Songs auf
die Open-Air-Bühne an der Weser. Mit frischen Arrangements,
seiner unverwechselbaren Band und einer
energiegeladenen Live-Show verwandelt er die Seebühne
in einen Sommer-Hotspot voller Emotionen und
Musik. Ein Abend, der Pop, Hip-Hop und Singer-Songwriter-Sound
einzigartig verbindet.
THE BOSSHOSS
09.08.2026, 19:00 Uhr
Live auf der Bühne sind sie ein unvergessliches, explosiv-energiegeladenes
Erlebnis! Wenn die sieben charismatischen
Hauptstadt-Cowboys, auf der Bühne stehen,
kommen Rock’n’Roll-Fans voll auf ihre Kosten. Mit dem
Sound des brandneuen Albums „Back To The Boots“
kehren sie auch live zu ihren musikalischen Wurzeln zurück:
rauer, roher, ehrlicher denn je. Gekoppelt mit ihren
Greatest Hits lässt die Band keine Wünsche offen.
Seebühne Bremen
AG-Weser-Straße
28237 Bremen
Das komplette Programm und
Tickets versandkostenfrei unter:
seebühne-bremen.de
70
jazzhaus artists
METROPOL THEATER
UPCOMING
CURTIS
STIGERS
TOUR 2025
NEW ALBUM OUT 21 MARCH
Tickets & Infos: 02405 - 40 860 | www.meyer-konzerte.de | www.hoehner.com
Klassische
Philharmonie
NordWest
und Band
2025
www.philharmonicrock.de
Foto: Sascha Schröder/Seebühne Bremen
Montags
Metropol Jazz Lounge
Service, Vielfalt & Gute Unterhaltung
10.10.2025
Wolfgang Trepper
19.10.2025
Lars Eidinger
04.10.2025
Enis Beslagic
11.- 12.10.2025
The Addams Family
23.10.2025
Storytelling Piano
04.10.2025
JuniorSenior Party
13.10.2025
Vanya Usovich
30.10.2025
Herr Schröder
05.10.2025
The Simon & Garfunkel Story
15.10.2025
TUTTY TRAN
31.10.2025
Barclay James Harvest
07.-09.10.2025
Saturday Night Fever
18.10.2025
Nights on Broadway
01.11.2025
Bülent Ceylan
Metropol Theater Bremen
Richtweg 7
28195 Bremen
Das komplette Programm und
Tickets unter:
metropol-theater-bremen.de
71
Osterchorsteinway Bremen
„Die Schöpfung“ von Joseph Haydn
Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ (1798)
erzählt in drei Teilen die biblische Erschaffung der
Welt, verbindet Aufklärungsideale mit feierlicher Kirchenmusik
und zählt zu den bedeutendsten Werken
der Wiener Klassik.
Der erste Teil beginnt mit der eindrucksvollen Orchestereinleitung
„Vorstellung des Chaos“, die das formlose
Nichts in wechselnden Tonarten malt. Es folgen
die ersten vier Schöpfungstage: Trennung von Licht
und Finsternis, Bildung von Himmel, Meer, Land und
Pflanzen. Berühmt ist der strahlende C-Dur-Akkord auf
„Es werde Licht“.
Im zweiten Teil erschafft Gott Tiere und schließlich den
Menschen. Haydn illustriert Vögel, Fische und Landtiere
mit klangmalerischen Effekten – vom brummenden
Löwen bis zum leisen Wurm – und krönt den sechsten
Tag mit Adam und Eva.
Der dritte Teil spielt im Paradies: Adam und Eva besingen
Natur und Liebe, bevor Chor und Solisten in einen
mächtigen Lobgesang auf den Schöpfer einstimmen.
Zur Entstehung: Während seiner Englandreisen
(1791–95) lernte Haydn Händels Oratorien kennen
und beschloss, ein ähnlich groß angelegtes Werk
zu schaffen. Grundlage war ein englisches Libretto,
das Texte aus Genesis, Psalmen und Miltons Paradise
Lost vereinte. Haydns Wiener Förderer Baron
van Swieten übersetzte und überarbeitete den Text
ins Deutsche. Zwischen 1796 und 1798 komponiert,
spiegelt das Werk Haydns tiefen Glauben und sein
Streben nach einem Vermächtnis. Die glanzvolle Uraufführung
fand 1798 im Palais Schwarzenberg statt,
die öffentliche Premiere 1799 im Wiener Burgtheater.
Die Schöpfung vereint musikalische Dramatik, Naturmalerei
und religiöse Erhabenheit zu einem zeitlosen
Zeugnis der klassischen Epoche.
Die Aufführung geschieht in Zusammenarbeit mit
BUND, Landesverband Bremen.
TERMIN
Die Schöpfung“ von Joseph Haydn
Osterchorsteinway und Orchestersteinway
16. November 2025, 18 Uhr
Kirche St. Ursula
Emmastraße 300, 28213 Bremen
osterchor.de
72
Noriko
Yamamoto
Unsichtbarkeiten
Noriko Yamamoto Quinternity 2024 Installationsansicht
Unsichtbares zeigen zu wollen ist eigentlich ein
Widerspruch für eine Ausstellung. Die Arbeiten von
Noriko Yamamoto, die in der Galerie Kramer zu sehen
sind, widmen sich jedoch genau diesem paradoxen
Anspruch.
Noriko Yamamoto arbeitet in den Medien Zeichnung,
Collage und Installation, wobei ihre Bildergebnisse
allerdings so gut wie nie zu sehen sind. Meistens werden
sie mit Acrylplatten in unterschiedlichen Formen
und Formaten zugedeckt. Kleine Ausschnitte lassen
nur einen Bruchteil der darunterliegenden Arbeit frei.
Diese Ausschnitthaftigkeit ist für die Künstlerin eine
Metapher für die nur sehr begrenzte Überschaubarkeit
der Welt. Die Formen und die Oberflächen ihrer
Objekte scheinen auf den ersten Blick zu zeigen, um
was es sich handelt; die verschiedenen Ebenen, aus
denen sie bestehen, enthalten jedoch auch nicht
sichtbare Inhalte.
Yamamotos Objekte fordern dazu auf, die eigene
Vorstellung und die Fantasie einzusetzen. Sie weisen
darauf hin, dass die Welt, die wir sehen, immer nur ein
Teil des Ganzen ist. Nur durch reine Anschauung lässt
sie sich nicht erfassen. In einer Wissens- und Informationsgesellschaft,
in der theoretisch das gesamte
Wissen über die Welt zur Verfügung steht, gerät eine
selbstkritische Auseinandersetzung mit der Frage, was
wir wirklich wissen, oft in den Hintergrund.
TERMIN
Noriko Yamamoto
Unsichtbarkeiten
20. September bis 25. Oktober 2025
Galerie Kramer
Vor dem Steintor 46 I 28203 Bremen
galeriekramer.de
Familie Tielitz
und Mitarbeiter
in 5. Generation
Laura und Henrick Tielitz
Friedhofstraße 19
28213 Bremen
www.tielitz.de
Tag & Nacht
0421 - 20 22 30
73
Alberto Giacometti
Alberto Giacometti, Drei schreitende Männer (kleines Quadrat), 1948, Bronze, 72 x 32,7 x 34,1 cm
Fondation Giacometti, Paris © Succession Alberto Giacometti / VG Bild-Kunst, Bonn 2025
74
Alberto Giacometti, Bäume und Berg, um 1920, Malerei und
Bleistift auf Papier, 28,8 x 22,9 cm, Fondation Giacometti, Paris
© Succession Alberto Giacometti / VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Alberto Giacometti an Bord der France bei der Abreise aus
New York, 1965, Foto: Patricia Matisse, Archives Fondation
Giacometti, Paris
„Alberto Giacometti. Das Maß der Welt“ in der
Kunsthalle Bremen ist die erste umfassende
monographische Ausstellung über das Leben
und Werk des schweizerischen Bildhauers und
Malers Alberto Giacometti seit zehn Jahren in
Deutschland. Die Ausstellung entsteht in Kooperation
mit der Fondation Giacometti in Paris.
Das Maß der Welt
Es ist zugleich die erste Retrospektive, die sich
speziell Giacomettis intensiver Beschäftigung mit
Landschaften widmet und zeigt, wie diese sich in
seinen Figuren ausdrückt. Giacometti entwickelte
ein regelrechtes System von Äquivalenzen, in dem
er etwa einen Baum wie eine stehende Frau und
einen Stein wie einen Kopf auffasste. Auch nachdem
er bereits Jahrzehnte in Paris gelebt hatte,
kamen seine Gedanken immer wieder auf die prägende
Landschaft seiner Jugend in den Schweizer
Bergen zurück.
Die Ausstellung zeigt erstmals, wie stark Giacomettis
Faszination für Analogien zwischen
Mensch und Natur durch seine Auseinandersetzung
mit der deutschen Romantik entstand.
Die Ausstellung bietet einen umfassenden
Überblick über das Schaffen Giacomettis:
von den frühen Werken und der surrealistischen
Periode bis zur Erfindung seines berühmten Stils
der Nachkriegszeit. In einer abwechslungsreichen
Inszenierung wird die Schau sowohl herausragende
Meisterwerke wie auch bisher unveröffentlichte
Werke und unerwartete Gegenüberstellungen
präsentieren.
Gezeigt werden mehr als einhundert Werke aus
dem Bestand der Fondation Giacometti in Paris –
Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Drucke sowie
dokumentarisches Material. Ergänzt wird dieses
bedeutende Leihgaben-Konvolut durch ausgewählte
Werke aus der Sammlung der Kunsthalle
Bremen.
TERMIN
Alberto Giacometti
Das Maß der Welt
11. Oktober 2025 bis 15. Februar 2026
Kunsthalle Bremen
Am Wall 207 | 28195 Bremen
kunsthalle-bremen.de
Alberto Giacometti, Mittelgroße Figur III, 1948-1949,
Gips, 126,5 x 18,5 x 34 cm, Fondation Giacometti,
Paris © Succession Alberto Giacometti / VG
Bild-Kunst, Bonn 2025
75
Unterwegs
zur Kunst
Lust auf spannende Ausstellungen? Doch wofür lohnt sich die Anreise?
Die Bremer Kunstexpertin Annette Schneider hat für Sie eine Auswahl
sehenswerter Kultur-Highlights zusammengestellt – perfekt für einen
inspirierenden Tagestrip oder einen Wochenendausflug.
SCHLOSS MOYLAND: Marina Abramović im Dialog mit Joseph Beuys
Marina Abramović, 7 Easy Pieces, Performing Joseph Beuys,
How to Explain Pictures to a Dead Hare (1965), Solomon
R. Guggenheim Museum, New York, 2005, Foto: Attilio
Maranzano © Courtesy of the Marina Abramović Archives
KOPENHAGEN: Bouchra Khalili
Was für ein Kraftfeld! In dieser Ausstellung begegnen sich zwei
Ausnahmekünstler*innen, deren Werke durchdrungen sind
von Ritual, Transformation und gesellschaftlichem Anspruch.
Abramovićs körperliche Intensität trifft auf Beuys’ visionären
Aktionsbegriff – ein Dialog der Extreme. Zugleich ist die Ausstellung
Teil des MAI (Marina Abramović Institute), das hier
erstmals in Deutschland erlebbar wird. Besucher*innen können
sich aktiv einbringen: In speziell konzipierten Übungen geht
es um Wahrnehmung, Geduld, Stille, Konzentration – Themen,
die auch in Abramovićs Werk zentral sind. Es entsteht
ein Raum jenseits des klassischen Kunstgenusses – eher ein
Erfahrungsfeld für Zeit, Präsenz und Bewusstsein. Für alle
Abramović-Fans ein Must See.
Noch bis 11. Januar 2026 im Museum Schloss Moyland
moyland.de/
Die marokkanische Künstlerin Bouchra Khalili zählte zu meinen
persönlichen Favoritinnen der letzten Venedig Biennale – ihre
Arbeiten gehen unter die Haut. In ihren Videos, Installationen
und visuellen Essays erzählt sie von Migration, Widerstand
und Zugehörigkeit – ruhig, klar und voller politischer Wucht.
Die Ausstellung im Louisiana zeigt zentrale Werkgruppen sowie
neue Arbeiten, die den Begriff der „Stimme“ auf ganz besondere
Weise erfahrbar machen – nicht als Lautstärke, sondern
als Selbstermächtigung. Formal reduziert und zugleich
von erzählerischer Tiefe.
Foto: Annette Schneider
Bis zum 30. November 2025 im Louisiana Museum of
Modern Art, Kopenhagen.
louisiana.dk
76
BONN: Wim Wenders – Die Kunst des Sehens
Foto: Bruno Ganz in Der Himmel über Berlin von Wim
Wenders © 1987 Road Movies – Argos Films
Mit freundlicher Genehmigung der Wim Wenders Stiftung
– Argos Films
BASEL: Der Weg ins Jenseits
Ein Regisseur als Reisender: Wim Wenders hat mit seinen Filmen
Bilder geschaffen, die längst Teil unseres kollektiven Gedächtnisses
sind – von Paris, Texas bis Der Himmel über Berlin.
Die Bundeskunsthalle widmet ihm nun eine große Ausstellung,
die weit über das Kino hinausgeht. Zu sehen sind Fotografien,
Zeichnungen, Collagen, Plakate, Drehbücher und Requisiten
– ein Kosmos aus Landschaften, Räumen und Geschichten.
Besonders beeindruckend: eine immersive Installation, die
ikonische Szenen aus Wenders’ Filmen mit State-of-the-Art-
Projektionen und Sound zum Leben erweckt. Besucher*innen
tauchen ein in eine Bildwelt voller Melancholie, Fernweh und
Sehnsucht – begleitet von einer eigens kuratierten Musikauswahl,
die fast ein „Woodstock-Gefühl“ entstehen lässt.
Bis zum 11. Januar 2026 in der Bundeskunsthalle, Bonn
bundeskunsthalle.de
Sterben, Trauer, Erinnerung – universelle Themen, die in dieser
Ausstellung einen eindrucksvollen, kulturübergreifenden Rahmen
finden. Von Tibet bis Bali, von Ritualen des Abschieds bis
zu Objekten des Schutzes: „Der Weg ins Jenseits“ zeigt, wie
Menschen weltweit den Übergang in eine andere Existenzform
gestalten. Faszinierend sind die tibetischen Darstellungen aus
dem Bardo Thödol ebenso wie die prachtvollen balinesischen
Kremationstürme. Die Ausstellung macht sichtbar, wie stark
Kunst, Musik, Tiere oder symbolische Gegenstände die Reise
der Verstorbenen begleiten – und dass es nicht das „Ende“,
sondern Erinnerung ist, die bleibt. Eine berührende Schau, die
Trost spendet und zugleich ein Bewusstsein für die Vielfalt kultureller
Perspektiven auf den Tod öffnet.
Ausstellungstitel – Ansicht Ausstellung ©Museum der
Kulturen Basel
Bis zum 26. April 2026 im Museum der Kulturen, Basel
mkb.ch
HERFORD: Mohamed Bourouissa – Pour Noubia
Der algerische Künstler Mohamed Bourouissa zählt zu den
wichtigsten Stimmen seiner Generation – seine Werke sind direkt,
poetisch und von tiefer Menschlichkeit geprägt. Zu sehen
sind Filme, Fotografien, Installationen und Skulpturen, die von
den Realitäten und Verletzungen erzählen, die kolonialistische
Ideologien bis heute hinterlassen haben. Gewalt und Ausgrenzung
sind die Ausgangspunkte, doch Bourouissa verwandelt sie
in Bilder von Würde, Nähe und Selbstermächtigung. Besonders
berührend: das Porträt seiner Tante Noubia, die nach Osnabrück
migrierte und hier lebte. Ein künstlerisches Statement gegen
Demütigung – und für die Kraft, die im Erzählen der eigenen
Geschichten liegt.
Foto: Mohamed Bourouissa, Noubia, 2025,
Videoinstallation (Detail), ©2025 VG Bild-Kunst, Bonn,
der Künstler und Noubia Meier Collection
Bis zum 18. Januar 2026 im Marta Herford
marta-herford.de
77
Feast
Olaf Brzeski
Olaf Brzeski, Half Dream from the Adventure Series, 2020, Keramik, Foto: Michał Kaczyński
Das Gerhard-Marcks-Haus zeigt erstmals in Deutschland eine Einzelausstellung
des Bildhauers, Zeichners und Filmemachers Olaf Brzeski
(geb. 1975).
16. November 2025
bis 8. März 2026
Der Künstler nutzt die Medien, um Geschichten zu erzählen: über sein
Leben, seine Ängste, Träume und Visionen. Dabei verbindet er mit
großer Leichtigkeit Populärkultur, obskure tibetische Mythen und Privates.
Brzeski arbeitet in unterschiedlichen Modi und Techniken, die
er jedes Mal neu ergründet, mal massiv, mal leicht, fast zeichnend im
Raum. Ebenso variiert er den Maßstab seiner Arbeiten, so dass sich
78
Keine Freundin von …
Bildhauerinnen aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts
Lore Friedrich-Gronau, Kaiserwalzer, 1938, Bronze, Sammlung Knauf, Berlin
Heute noch wird mit einer großen Selbstverständlichkeit
die (falsche) Aussage wiederholt, Künstlerinnen
und besonders Bildhauerinnen habe es bis zur
zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum gegeben.
Die Ausstellung »Keine Freundin von…« macht Bildhauerinnen
sichtbar, deren Arbeiten zeitgenössische
Beachtung fanden und unverdient in Vergessenheit
gerieten.
Ausgangspunkt ist dabei die Bildhauerin Hanna Koschinsky
(1884–1939), die mit ihren Plastiken am Puls
der zeitgenössischen Entwicklungen war, an europäischen
Hotspots der Bildhauerei erfolgreich ausstellte
und arbeitete – und trotzdem heute als unbekannt
gilt. Ergänzt wird die Ausstellung mit Leihgaben aus
der Sammlung Knauf (u. a. Lore Friedrich-Gronau,
Dorothea von Philipsborn, Christa Winsloe-Hatvang).
Die Präsentation findet im Rahmen des Jubiläumsprogramms
»Paula Modersohn-Becker und
ihre Weggefährtinnen. Der unteilbare Himmel«
(29. Juni 2025 bis 18. Januar 2026) statt.
Gerhard-Marcks-Haus
Am Wall 208, 28195 Bremen
marcks.de
Besucher*innen auf sehr unterschiedliche Seherfahrungen
freuen können.
Der englische Titel der Ausstellung, »Feast«, kann
sowohl Substantiv als auch Verb sein und verbindet
all die Aspekte, die dem Künstler wichtig sind. Augenweide,
Bewirten, Ergötzen, Feier(n), (ein) Festmahl
(bereiten), Schwelgen. Kurz: ein vielseitiges visuelles
Festmahl. Olaf Brzeski lebt und arbeitet in Breslau.
Olaf Brzeski, Francis and the Frog, 2024, Keramik, Foto: Alicja Kielan
79
Kapier Papier
Papier in Kunst
und Kultur
Das kek Kindermuseum zeigt
die Mitmachaussstellung
für Kinder ab 4 Jahren bis
zum 15. Februar 2026 im
Hafenmuseum Bremen
Eine Welt ohne Papier, ein Leben ohne Papier - das
ist unvorstellbar geworden. In den Industrienationen
verbraucht jeder Mensch ungefähr drei Kilo Papier
pro Woche. Papier begegnet uns in allen Bereichen
des täglichen Lebens, ohne dass wir uns dieser Tatsache
bewusst sind.
Noch bis zum 15. Februar 2026 zeigt das kek Kindermuseum
die Ausstellung Kapier Papier im Hafenmuseum
Bremen. Die Mitmachausstellung für Kinder ab
4 Jahren teilt sich in zwei Hauptbereiche: Die Geschichte
und die Herstellung des Papiers und die vielfältigen
Aspekte von Papier als Kulturträger. Ein Highlight
ist das begehbare Wespennest der Künstlerin
Stef Wildung, das alle Gäste zum Verweilen einlädt.
Das Erfolgsgeheimnis des Papiers liegt in der Banalität
seiner Rohstoffe und im ungeheuren Reichtum seiner
Anwendung. Die einfachen Rohstoffe verleiten dazu,
sie unreflektiert zu verschwenden. Doch der Rohstoffverbrauch
von Holzschliff und Wasser haben Auswirkungen
auf die Umwelt. Die kleinen und großen
Besucher lernen die Rohstoffe des Papiers kennen
und können selber Papier schöpfen. Auf verschiedenen
Vorläufern des Papiers können sie Zeichnungen
und Schriftzeichen hinterlassen: auf Stein, in Wachs,
auf Papyrus.
Papierflieger, Foto: Claudia Hoppens
In der Papiersammlung, die stetig erweitert wird,
erleben die Besucher Alltagsgegenstände, die die
vielfältige Verwendung von Papier bewusst machen:
vom Papiergeld bis Klopapier, von Verpackungen bis
Zeitschriften ist alles vorhanden.
80
KAPIERPAPIER, Foto: Claudia Hoppens
Papier als wichtiger Kulturträger
Unsere Kultur ist mit Papier untrennbar verknüpft. Im
Kunsthandwerk wurde Papier schon früh beliebtes
Arbeitsmaterial, beginnend beim Origami in Japan
(ab 8. Jahrhundert), dem Scherenschnitt (seit 16. Jahrhundert),
Papiertheatern (ab 17. Jahrhundert).
Papier ist ein faszinierendes Medium. In verschiedenen
Werkstätten kann es geschnitten, gerissen,
zerknittert und gefaltet werden: Durch einen sanft
raschelnden Wald aus Papier gelangt man in eine
schallschluckende Papierhöhle aus gefalteten „Himmel
- und Hölle“ - Objekten, an der die Besucher weiterbauen
können. Drei Partnerschulen aus Bremen
sind an der Papierkunstbaustelle beteiligt und stellen
von Januar bis Juni 2025 im Kunstunterricht Papiermodule
her.
Papier trägt auch das Wissen um Musik in sich. Es hat
nicht nur haptische und optische, sondern auch akustische
Qualitäten. Die zeitgenössische experimentelle
Musik hat die vielfältigen Qualitäten von Papier schon
entdeckt. Die Ausstellung lädt zu ganz neuen Klangund
Hörerlebnissen ein und lässt Papier mit all seinen
akustischen Fähigkeiten lebendig werden.
Papierbekleidung ist in Japan seit ca. 1000 Jahren bekannt.
In Europa konnte sich Papier wegen des geringen
Tragekomforts nie richtig durchsetzen. In einem
eigens für die Ausstellung konzipierten Modesalon
können die Besucher ungewöhnliche Papiermode
ausprobieren und selber herstellen.
Papiertheater, Origami und Co.
Papiertheater sind als Miniaturtheater seit dem 19.
Jahrhundert geläufig. Das Papiertheater hat sich ähnlich
dem Schattentheater zu großformatigen Kulissen
und Bühnenbildern weiterentwickelt. Für die Ausstellung
hat die Künstlerin Melanie Kuhl eine begehbare
Papiertheaterlandschaft inszeniert. Eine großformatige
Papierbühne lädt die Besucher ein, Märchen und
Fantasiegeschichten nachzuspielen oder zu entwickeln.
Origami Tiere laden zum Spielen ein und können
in einer Werkstatt nachgebaut werden. Die Papierkünstler
Heiko Ahrens und Walter Ruffler zeigen ihr
vielfältiges Können und stellen Objekte zum Spielen
zur Verfügung. Ein unter der Decke hängendes Netz
fängt diverse Papierflieger auf, die je nach Falttechnik
unterschiedliche Flugfähigkeiten haben.
Kapier Papier
Papier in Kunst und Kultur
Bis 15. Februar 2026
Hafenmuseum Bremen
Am Speicher XI 1, 28217 Bremen
hafenmuseum-bremen.de
81
Juran Landt, Mesh Roaming 2, 2025
Zeichnung auf Papier © VG Bild-Kunst, Bonn
STREAMS
Juran Landt
Mit Juran Landt präsentiert das Syker Vorwerk den 13.
Preisträger des Werner-Kühl-Preises. Der 1994 geborene
Künstler wurde 2024 für seine Arbeit DIVE von der Werner-Kühl-Stiftung
ausgezeichnet. In seinen farbintensiven
Zeichnungen, Malereien und digitalen Arbeiten verbindet
Landt analoge und digitale Bildwelten zu fragmentarischen,
zugleich hochreflektierten Räumen.
82
Juran Landt, Bottom Text EXCUSE ME, ROCKS..., 2025
Zeichnung auf Papier © VG Bild-Kunst, Bonn
Juran Landt, Bottom Text HAPPY FISH, 2025
Zeichnung auf Papier © VG Bild-Kunst, Bonn
Juran Landt, Bottom Text TOP TEXT 1, 2025
Zeichnung auf Papier © VG Bild-Kunst, Bonn
Juran Landt, Bottom Text TOP TEXT 2, 2025
Zeichnung auf papier © VG Bild-Kunst, Bonn
Die Ausstellung STREAMS führt die mit DIVE begonnene
zeichnerische Praxis fort. In der Interface-Reihe
(2024/25) erscheinen geöffnete Bildschirmfenster,
die Motive wie Wellen, Ströme oder Memes enthalten
– visuelle Archive, in denen digitale Ordnung
und persönliche Bildfindung ineinandergreifen. Auch
die Mesh Roaming-Zeichnungen (2025) spielen mit
Netzwerken und Durchlässigkeit, während die kleinformatige
Bottom Text-Serie ironisch mit Sprache,
Alltagssätzen und Meme-Ästhetiken arbeitet.
Neben den Zeichnungen präsentiert Landt erstmals
großformatige Malereien auf Leinwand, in denen sich
die Logik digitaler Oberflächen in Malerei übersetzt.
Eine eigene Werkgruppe bilden zudem die animierten
GIFs der Stream- und Deep Sea Cable-Serien, die das
Thema „Fließen“ in digitale Bewegung transformieren.
Die titelgebenden „Streams“ verweisen so auf Wasser,
Datenflüsse, Energie und Bewusstseinsströme
gleichermaßen. Landts Arbeiten fragen danach, wie
sich unsere Wahrnehmung zwischen analoger Welt,
digitaler Ordnung und kunsthistorischen Referenzen
formt und verschiebt.
TERMIN
STREAMS
Juran Landt
28. September bis 09. November 2025
SYKER VORWERK
Waldstraße 76 I 28857 Syke
syker-vorwerk.de
83
8. Dezember 2024
AIHAM DIB
Syrian Perspectives
Mit Syrian Perspektives zeigt das Haus der syrischen
Kunst erstmals in Deutschland fotografische Arbeiten
des international anerkannten syrischen Künstlers
Aiham Dib. Als Fotograf und Filmemacher hält Dib
die Geschichten des Alltagslebens in Syrien fest und
zeigt damit eine wichtige Alternative zu dem, was
in den Medien zu sehen ist. Aus einer kinematographischen
Sicht auf die Welt weitet er die Grenzen
dessen, was Kunst ist und wie sie die Wahrnehmung
verändern kann. In der Auseinandersetzung mit medientheoretischen
Ansätzen erklärt er: „Kunst hilft
Gesellschaften, sich weiterzuentwickeln, indem sie
immer rebellisch und dennoch konstruktiv ist.“
in die Stadt Jableeh, wo sich alle Menschen auf der
Straße versammelt hatten, und entdeckte im Zentrum,
nah am römischen Amphitheater, diese Szene: Zwei
Jungen werfen einen ganzen Haufen Papiere in die
Luft. Die frühe Sonne tut dazu ihr Eigenes, sie spielt
mit Licht und Schatten. Es ist ein fast ikonisches Bild.
Im Zentrum der Ausstellung steht ein Bild Flying papers,
das am frühen Morgen des 8. Dezember 2024
entstand. Es war jener Morgen, als sich die Nachricht
von der Flucht Assads bereits wie ein Lauffeuer in Syrien
verbreitet hatte. Der Künstler fuhr mit seinem Auto
9. Dezember 2024
84
26. Juli 2014
Dibs Arbeiten zeugen von hoher Authentizität und
haben immer einen biografischen Bezug. Mit dieser
Fotografie vom 8. Dezember schreibt er Geschichte,
Weltgeschichte. Ist es ein Bild der Hoffnung?
Auf die Frage, worin er seine Aufgabe als Fotograf
sehe, antwortete der Künstler:
„Ich bin hier, um Fotos zu machen. Das ist das Maximum,
was ich sage. Ich mache Fotos und nähere mich
der Welt, um sie besser kennenzulernen. Und dann
bin ich mir meiner möglichen Unwissenheit sehr bewusst,
wenn ich anderen von der Welt erzähle. Auch
wenn sich manche Menschen mit der Zeit verändern,
muss ich mich damit auf konzeptioneller und moralischer
Ebene auseinandersetzen“.
Gezeigt werden Fotografien aus der Zeit vor und nach
dem 8. Dezember 2024. Blicke auf die Menschen und
auf den sie umgebenden sozialen und kulturellen Kontext.
Dib arbeitet mit seiner Kunst an gegen überlieferte
Regeln der Fotografie, versucht sie zu verändern und
schafft sich seine eigenen Gesetze des Sehens.
TERMIN
AIHAM DIB
Syrian Perspectives
11. Oktober 2025 bis 31. Januar 2026
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85
Blick in die Ausstellung „Schiffswelten“, Foto: DSM / Nicole Werner
Das Deutsche Schifffahrtsmuseum
(DSM) / Leibniz-Institut für Maritime
Geschichte begeht das Jubiläumsjahr
mit einem Ausstellungsreigen und
Geschenken für die Gäste
Seit dem 5. September schaut das Museum in Bremerhaven
auf ein halbes Jahrhundert Schiffe und
Meer zurück. Anlässlich des runden Geburtstags erhalten
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre
das ganze Jahr über freien Eintritt. Im Museumshafen
dürfen alle die Schiffe noch bis 31. Oktober eintrittsfrei
besuchen.
„Zum 50. wünschen wir uns, dass viele erkennen, wie
bedeutend die Ozeane für unser Leben sind und wie
wichtig ein bewusster Umgang mit ihnen ist“, sagt
Prof. Dr. Ruth Schilling, geschäftsführende Direktorin
des DSM.
Die Sonderausstellung „Große Geschichten – Kleine
Schiffe“ ist ein Herzensprojekt und ein Geschenk an
alle, die an ihrer Entstehung beteiligt waren. Über
1.200 Menschen folgten im Frühjahr dem Aufruf zur
Abstimmung und wählten aus zwölf historischen
Schiffsmodellen ihre fünf Favoriten, die nun in der
Kogge-Halle zu sehen sind.
Ein Highlight in diesem Jahr war auch die Eröffnung
der Sonderausstellung „Land gewinnen – Die Deutsche
Atlantische Expedition von 1925 bis 1927“ anlässlich
des 100. Jubiläums der METEOR-Expedition.
Zwischen 1925 und 1927 erforschte das deutsche
Forschungsschiff den Südatlantik und revolutionierte
damit die Ozeanforschung. Originaldokumente, der
Nachlass von Kapitän Fritz Spieß sowie tausende
Glasplattennegative geben einen tiefen Einblick in die
Arbeitswelt der damaligen Ozeanforschung. „Land
gewinnen“ ist noch bis zum 3. Mai 2026 zu erleben.
Das Jubiläumsjahr gipfelt in einem atmosphärischen
Abend voller Entdeckungen: Am 8. November 2025
lädt das DSM ab 18 Uhr zur „Langen Nacht der Tiefsee“
ein. Ein Stummfilmkonzert mit einem eigens
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vom Simon Quinn Orchester komponierten Stück zum
historischen Dokumentarfilm über die METEOR-Expedition
entführt das Publikum noch einmal an Bord
des Forschungsschiffes. Der Abend wird möglich aufgrund
der freundlichen Unterstützung der WESPA-
Kulturstiftung. Tickets sind bereits jetzt im Vorverkauf
erhältlich und kosten 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Den glanzvollen Schlusspunkt des Jahres setzt die
Heimkehr eines ganz besonderen Schiffes: Das Modell
der SOLEIL ROYAL wird am 28. Dezember in der
Kogge-Halle eingeweiht. Lange war das französische
Segelschiff aus dem 17. Jahrhundert in Großbritannien
und wurde dort aufwendig saniert. Die Pandemie
verhinderte die Rückkehr. Ab Mitte November ist der
britische Restaurator im Museum und nimmt letzte
Handgriffe am nie fertig gestellten Modell vor. Neugierige
sind herzlich eingeladen, dem Restaurator live
über die Schulter zu schauen.
METEOR-Schiffsmodell, Foto: DSM / Nicole Werner
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Feierliche Eröffnung der neuen Hartcourt-Plätze mit Patrik Kühnen (rechts), Tennisvorstand Dr. Christian Lütke-Uhlenbrock (lins)
und Geschäftsführer David Müller (Mitte)
Vier neue
Hartcourt-Tennisplätze
Club zur Vahr feierte die Einweihung am 17. September
In der Woche vor der Einweihung wurde nahezu
rund um die Uhr an der Fertigstellung gearbeitet –
nun können die Tennismitglieder die hochmodernen
Plätze endlich bespielen. Zum Einsatz kommt das
REBOUND ACE® Kunststoffsystem, das seit seiner
Premiere bei den Australian Open Ende der 1980er-
Jahre als internationaler Spitzenbelag gilt.
Die neue Anlage bietet den Spielerinnen und Spielern
nun optimale Bedingungen für dynamisches, gelenkschonendes
Tennis auf höchstem Niveau. Über den
Winter werden die vier Plätze künftig von einer modernen
Traglufthalle überdacht.
Ansprache von Hans-Dieter Lampe, Präsident des Club zur Vahr
Einer der vier neuen Hartcourt-Tennisplätze wird begeistert bespielt, Fotos: Club zur Vahr
Für die offizielle Eröffnung hat sich der Club etwas Besonderes einfallen
lassen: Gemeinsam mit Wilson und dem Wilson Pro Shop von Frank Bolfraß
in Lilienthal wurde Tennis-Legende Patrik Kühnen eingeladen. Der
ehemalige Davis-Cup-Sieger und heutige Turnierdirektor der BMW Open
begeisterte die Mitglieder nicht nur mit einem Showtraining für Kinder,
Jugendliche und Erwachsene, sondern gab auch spannende Einblicke in
seinen Alltag zwischen Spitzensport und Turnierorganisation. Eine Autogrammstunde
am Ende des Tages rundete den Eröffnungstag ab.
Tennis gehört überhaupt zu einer der gefragtesten Sportarten im Club zur
Vahr. Aber auch Golf und Hockey freut sich über viel Zulauf. Erst Anfang
September wurden zahlreiche Neumitglieder bei einem Empfang in der
Eventlocation offiziell begrüßt. Präsident Hans-Dieter Lampe und Geschäftsführer
David Müller hießen die neuen Mitglieder herzlich willkommen
und machten deutlich, wie lebendig und vielfältig das Clubleben ist.
Mit den neuen Hartcourtplätzen setzt der Club zur Vahr ein klares Zeichen:
Tradition und Zukunft des Tennissports gehören hier untrennbar
zusammen.
Club zur Vahr e.V.
Bürgermeister-Spitta-Allee 34
28329 Bremen
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Voltigierturnier
Bremer Landesmeisterschaft im Reitclub St. Georg
Team Phönix in der Kür, Foto: Eva Döhmann
Der Reitclub St. Georg zu Bremen e.V. hat sein erstes
Voltigierturnier ausgerichtet. Erst seit etwa zwei
Jahren beheimatet der Verein, der in Bremen zu den
Urgesteinen des Reitsports zählt, ein Voltigierteam:
Das Team Phönix, das in der Leistungsklasse M**
auf lokalen und nationalen Turnieren antritt.
Das Turnier mit Bremer Landesmeisterschaft fand
zweitägig am 13. und 14. September statt. 43 Teams,
Einzel- und Doppelvoltigierer waren angemeldet –
Klein und Groß von der niedrigsten Leistungsklasse
(Mini-Schritt) bis zur höchsten (S).
In der großen Reithalle konnten Zuschauende das
Sportevent verfolgen. Für das leibliche Wohl sorgte
das Team vom Reitclub St. Georg mit vollem Einsatz.
Während am Samstag die höheren Leistungsklassen
(A, L, M, S, L-Einzel und M-Einzel) an den Start
gingen, kamen am Sonntag die Kleineren auf ihre
Kosten (Nachwuchs-Einzel, Nachwuchs-Doppel,
Galopp-Schritt, Schritt-Schritt, Mini-Schritt). Auch eine
Voltigierpferdeprüfung wurde ausgetragen. In dieser
Prüfung können Pferde, die neu im Sport sind, ohne
Wertung vor Publikum im Prüfungszirkel vorgestellt
werden, um sich an die Atmosphäre zu gewöhnen
und hinterher ein Feedback der Richterin zu erhalten.
Team Phönix ist Bremer Meister
Das gastgebende Team konnte die Bremer Landesmeisterschaft,
die zuvor regelmäßig auf dem Schimmelhof
ausgerichtet wurde, für sich entscheiden. Das Team
Phönix mit Longenführerin Miriam Ostmeier auf ihrem
Pferd „Riverside“ gewann die Prüfung ihrer Leistungsklasse
M** und erhielt den Bremer Meistertitel. „Wenn
ich vor 20 Monaten erzählt hätte, dass wir mit dem
Team Phönix auf der Anlage glückliche Landesmeister
Die Schritt-Schritt-Gruppe mit „Joy“ geht aus ihrem ersten Turnier
ebenfalls als Sieger hervor, Foto: Eva Döhmann
v.l.n.r.: Stute „Riverside” mit Trainerin Marion Jüptner, Udo Tjaden (1. Vorsitzender Reitclub St. Georg zu Bremen e.V.), Walter Kind (Präsident
Pferdesportverband Bremen), Meta Tosonowski, Aaliyah Steiert, Ida Schober, Jördis Körber, Vanessa Gaertner, Cynthia Hofmann, Miriam Ostmeier,
Norbert Schaffer (Voltigierbeauftragter Pferdesportverband Bremen), Foto: Fadri Bischoff
werden, wer hätte das geglaubt?“, zeigt sich Udo Tjaden,
1. Vorsitzender des Reitclub St. Georg, stolz.
Riverside, liebevoll „River“ genannt, ist dieses Jahr ihre
erste Saison als Voltigierpferd gelaufen. Die 15-jährige
Westfalenstute hat sich bewiesen und mehr als deutlich
gemacht, dass sie wie für diesen Sport gemacht
ist. „Das Team ist unglaublich stolz auf sie“, sagt Longenführerin
Miriam Ostmeier.
Kurz nachdem das Team Phönix zum Reitclub St. Georg
kam, entstanden hier zwei weitere Voltigiergruppen
für Kinder. Auch diese zeigten natürlich ihr Können
auf dem Heimturnier. Die Schritt-Schritt-Gruppe
des Reitclubs St. Georg auf Haflingerstute „Joy“ mit
Aaliyah Steiert an der Longe gewann ihr erstes Turnier,
während die Mini-Schritt-Gruppe den vierten
Platz erreichte.
Udo Tjaden weiß, dass der Umgang mit den Pferden
für Groß und Klein nur Vorteile mit sich bringt, egal, ob
es einen sportlichen Hintergrund hat oder nicht. Er
betont, dass das Voltigieren in jeder Hinsicht eine
Bereicherung für den Reitsport und vor allem für den
Reitclub St. Georg ist. „Ob jemand auf einem Pferd
reitet, auf ihm turnt oder es nur liebevoll betüddelt
– Hauptsache, sie machen etwas mit Pferden. Und
wenn das dann noch bei uns auf der Anlage geschieht,
ist alles perfekt!“
Reitclub Sankt Georg
zu Bremen e.V.
Wetterungsweg 1
28359 Bremen
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BREMER
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FILMSTARTS IM OKTOBER
SCHAUBURG // GONDEL // ATLANTIS
THEATER
Karla, Szenenfoto, Foto: AchtungPanda, FlorianEmmerich
Zweigstelle, Szenenfoto, Foto: Luis Zeno Kuhn
Karla
Inspiriert von einem wahren Gerichtsfall. Ein Kraftvoller
Film über Zivilcourage, Selbstermächtigung – und
das Recht, gehört zu werden.
Do. 02.10.
Zweigstelle
Mit viel Humor und einem feinen Gespür für das Abenteuer
lässt der Regisseur die Menschen gegen den
bürokratischen Wahnsinn im Jenseits ankämpfen.
Do. 09.10.
Wie das Leben manchmal spielt
Regie Jean-Pierre Améris
mit Louane Emera, Michel Blanc. Marie-Line
Eine junge Kellnerin, schlägt sich gerade so
durchs Leben. Nach einem heftigen Streit
mit ihrem Freund verliert sie nicht nur ihren
Job, sondern wird auch noch zu einer
hohen Geldstrafe verurteilt. Der zuständige
Richter Gilles - erkennt in Marie-Line jedoch
mehr als nur eine Akte. Zwischen der impulsiven
und lebensfrohen Marie-Line und
dem distanzierten und melancholischen
Richter entwickelt sich daraufhin eine ungewöhnliche
Freundschaft. Do. 02.10.
Nur für einen Tag
Regie: Amélie Bonnin
mit Juliette Armanet, Bastien Bouillon
Die aufstrebende Gourmetköchin Cécile und
ihr Lebensgefährte Sofiane stehen zwei Wochen
vor der Eröffnung ihres ersten eigenen
Restaurants in Paris. Was ihr noch fehlt, ist
das eine, entscheidende Signature Dish.
Mitten in den Vorbereitungen erreicht sie die
Nachricht vom dritten Herzinfarkt ihres Vaters.
Kurz entschlossen reist sie - zumindest
für einen Tag - zurück in das verschlafene
Provinznest ihrer Kindheit.Doch der Besuch
verläuft anders als geplant. Do. 02.10.
Amrum
Regie Fatih Akim
mit Jasper Billerbeck, Laura Tonke
Amrum, 1945: Das Ende des Zweiten Weltkrieges
steht unmittelbar bevor. Um seine
Mutter in den letzten Kriegstagen zu unterstützen,
ist sich der zwölfjährige Nanning
(Jasper Billerbeck) für nichts zu schade. Er
geht Seehunde jagen oder nachts fischen,
Hauptsache, am Ende des Tages steht was
zum Essen auf dem Tisch. Doch nachdem der
Frieden eingekehrt ist, steht die Familie vor
völlig neuen Problemen ... Do. 09.10. Preview
am 08.10 um 20 Uhr in der Schauburg
A House of Dynamite
Regie: Kathryn Bigelow
mit Idris Elba, Rebecca Ferguson
Als in den USA von Unbekannten eine Rakete
gestartet wird, beginnt ein Wettlauf gegen
die Zeit, um die Urheber und eine mögliche
Reaktion zu bestimmen. Do. 09.10.
After the Hunt
Regie: Luca Guadagnino mit Julia Roberts
Fesselnder Thriller über eine College-Professorin,
die an einem persönlichen und beruflichen
Scheideweg steht. Als ihre Muster-Studentin
einen ihrer Kollegen beschuldigt, droht
ein dunkles Geheimnis aus ihrer eigenen Vergangenheit
ans Licht zu kommen. Aus der Feder
von Nora Garrett. Do. 16.10.
Jane Austin und das Chaos
in meinem Leben.
Regie: Laura Piani
mit Camille Rutherford, Pablo Pauly
Agathe, jung, hübsch und hoffnungslos alleinstehend,
arbeitet in einer Buchhandlung
und hat eine Jane-Austen-Romanempfehlung
für alle Lebensfragen. Wenn sie nicht
gerade den Eroberungsgeschichten ihres
besten Freundes Félix lauschen muss, träumt
sie davon, selbst Schriftstellerin zu werden.
Als Félix die ersten Kapitel ihres Romans
bei einem Schreibwettbewerb einreicht und
Agathe einen Aufenthalt in der „Jane Austen
Writers‘ Residency“ gewinnt, muss die unbeholfene
Mittdreißigerin ihre Komfortzone
verlassen. Do. 09.10.
Ballad of a Small Player
Regie: Edward Berger
mit Colin Farrell, Tilda Swinton
„Rien ne va plus“: Mit Ballad of a Small Player
erzählt der Oscar-prämierte deutsche Regisseur
Edward Berger die Geschichte des spielsüchtigen
Glücksspielers Doyle (Colin Farrell),
der in der undurchsichtigen Casinowelt von
Macau untergetaucht ist. Als ihn seine Vergangenheit
und seine Schulden einzuholen
drohen, trifft er auf eine verwandte Seele, die
der Schlüssel zu seiner Rettung sein könnte.
Do. 09.10.
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Bugonia
Regie: Yorgos Lanthimos
mit Emma Stone, Jesse Piemons
Zwei von Verschwörungstheorien besessene
junge Männer entführen die einflussreiche
Geschäftsführerin einer großen Firma, überzeugt
davon, dass sie eine Außerirdische ist,
die plant, die Erde zu zerstören. Do. 30.10.
Franz K, Plakatausschnitt, X Verleih
Franz K
Ein ebenso komplexes wie humorvolles Werk, das Einblick in
das Wesen und Wirken des Phänomens namens Franz Kafka.
Do. 23.10.
Das Verschwinden des
Josef Mengele
Regie: Kirill Serebrennikov
mit August Diehl, Dana Herfurth
Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs
gelang Josef Mengele, dem NS-Arzt, der im
Vernichtungslager Auschwitz praktiziert hatte,
die Flucht aus Deutschland. Mit Hilfe von
SS-Soldaten und der Unterstützung wohlhabender
südamerikanischer Familien ging er
nach Argentinien, um unterzutauchen. Von
Buenos Aires nach Paraguay, mit Aufenthalten
im brasilianischen Urwald, organisierte
der sogenannte Todesengel sein methodisches
Verschwinden und entging jeglicher
Form von Prozess. Do. 23.10.
Springsteen – Deliver me
from nowhere.
Regie: Scott Cooper
mit Jeremy Allen White, Jeremy Strong
Im Jahr 1982 arbeitet Bruce Springsteen – im
Film verkörpert von Jeremy Allen White – an
seinem wohl radikalsten Album: „Nebraska“.
In einer Phase innerer Zerrissenheit, in der ihn
der eigene Ruhm zunehmend zu erdrücken
droht, entscheidet er sich bewusst gegen
das Tonstudio. Stattdessen zieht er sich in
die Abgeschiedenheit seines Schlafzimmers
zurück. Dort entstehen keine mitreißenden
Rockhymnen, sondern düstere, zerbrechliche
Songs, aufgenommen auf einem einfachen
Vierspurgerät. Der Film zeichnet ein intimes
Porträt eines zerrissenen Künstlers, der mit
inneren Dämonen ringt - und dabei unbeabsichtigt
ein Meisterwerk der Musikgeschichte
schafft. Do. 23.10.
Frankenstein
Regie: Guillermo del Toro
mit Mia goth, Oscar Isaac
Frankenstein erwacht zum Leben: Der Oscarprämierte
Regisseur Guillermo del Toro adaptiert
mit seiner Interpretation von FRAN-
KENSTEIN Mary Shelleys klassische Erzählung
eines brillanten, aber egoistischen
Wissenschaftlers, der in einem monströsen
Experiment eine Kreatur zum Leben erweckt,
was letztendlich zum Untergang sowohl des
Schöpfers als auch seiner tragischen Schöpfung
führt. Do. 23.10.
Stiller
Regie: Stefan Haupt
mit Albrecht Schuch, Paula Beer
Bei einer Zugreise durch die Schweiz wird der
US-Amerikaner James Larkin White an der
Grenze festgenommen. Der Vorwurf: Er sei
der vor sieben Jahren verschwundene Bildhauer
Anatol Stiller, der wegen seiner Verwicklung
in eine dubiose politische Affäre gesucht
wird. White bestreitet seine Schuld und
beharrt darauf, nicht Stiller zu sein. Um ihn zu
überführen, bittet die Staatsanwaltschaft Stillers
Frau Julika um Hilfe. Aber auch sie vermag
ihn nicht eindeutig zu identifizieren, in
Erinnerungen wird aber mehr und mehr die
Beziehung des Ehepaars offengelegt.
Do. 30.10.
HIGHLIGHTS IN DEN KINOS
Psychoanalyse & Kino: Sterben
7.10. um 19:30 Uhr im Atlantis
The Royal Ballet & Opera: Tosca
01.10. um 19:45 Uhr in der Gondel
The Royal Ballet & Opera: La Fille mal gardée
30.10. um 19:45 Uhr in der Gondel
Französische Sneak Preview
29.10. um 20:00 Uhr in der Gondel
Sparkassen Kinonachmittag: TBA
04.10. und 25.10. um 15:00 Uhr im Atlantis
Freier Eintritt für Kinder!
Von uns für gut befunden: Pulp Fiction (OmU)
26.10. um 19:30 Uhr in der Schauburg
Die Bremer Filmkunsttheater zeigen in dieser
Filmreihe zeitlose Klassiker, die auch Jahre
später noch begeistern! Ein Meisterwerk der
Postmoderne aus dem Jahr 1994 von Quentin
Tarantino.
Familienkino
Sonntags um 15.00 Uhr in der Schauburg.
No Hit Wonder
Regie: Florian Dietrich mit Florian David Fritz
Daniel hat danebengeschossen. Er wollte
mit einem großen Knall abtreten, stattdessen
liegt er auf der Geschlossenen und darf nicht
raus. Er war mal ganz oben – Olympiastadion,
10.000 Feuerzeuge im Abendwind, alle
haben seinen Song gesungen. Mittlerweile
ist er ganz unten – nicht einmal das Dschungelcamp
will ihn jetzt noch haben. Das Einzige,
was ihm bleibt, ist dieser verfluchte Song,
dem er alles verdankt und der ihm gleichzeitig
alles genommen hat. Do. 30.10.
Dracula: Die Auferstehung
Regie: Luc Besson
mit Caleb Landry, Chrostoph Waltz
Im 15. Jahrhundert wendet sich der transilvanische
Prinz Vlad II, Graf von Dracul, nach
dem grausamen Verlust seiner angebeteten
Frau Elisabeta, voller Zorn von der Kirche ab.
In seiner unbändigen Trauer tötet er einen
Priester, verflucht Gott - und wird zum ewigen
Leben verdammt. Er wird zu Dracula. Als
bluttrinkender Vampir muss er fortan durch
die Jahrhunderte irren. Dracula ist von der
finsteren Hoffnung besessen, irgendwann
mit seiner große Liebe wiedervereint zu sein.
400 Jahre später scheint er sie in Paris gefunden
zu haben, in Gestalt der verführerischen
Mina. Do. 30.10.
Weird Xperience: TBA (OmU)
12.10. um 20:00 Uhr. Die Filmreihe Weird
Xperience zeigt jeden Monat Filme, die man
sonst nicht im Kino sieht. Filme, die gegen den
guten Geschmack verstoßen, die sich in keine
Schublade sperren lassen wollen, die zu
seltsam sind, um im normalen Kinoprogramm
ihren Platz zu finden. Immer mit einer fachkundigen
Einführung.
28.Jahre Cinema Italia! 7 wundervolle Filme
02.10. bis 08.10. in Schauburg & Atlantis
40 jähriges Jubiläum: Police Story in 4K
14.10. um 20:00 Uhr und 18.10. um 15:00 Uhr
in der Schauburg
Cartoon Lesung
31.10. um 20.00 in der Schauburg
anlässlich der Verleihung des Deutschen Karikaturpreises
u.a. mit Til Mette, Denis Metz,
moderiert von Tobias Hacker .Tickets gibt es
im Pressehaus und bei Nord-West Ticket .
Themenmonat: Gesche Gottfried
03.10. & 26.10. um 15 Uhr im Atlantis
11.10. & 17.10. um 20 Uhr im Atlantis
bremerfilmkunsttheater.de
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NACHTEULE
Eine Buchempfehlung
von Gretel Sattler
Foto: Alexey Demidov von pexels.com
Foto: Hamid Tajik, pexels.com
Luisa, 15, geboren in Peru, als Baby adoptiert und nach
Deutschland gekommen, wächst von ihren Eltern wohl
behütet und umsorgt in gut bürgerlichen Verhältnissen
auf. Ihr Vater fährt sie täglich zur Schule und sie ist eine
gute Schülerin. Schulfreund:innen hat sie nicht, gilt sie
doch als Streberin und Außenseiterin. Luisa liebt Vögel,
Tiere und ihre größte Freude ist das Beobachten
von (Nacht)-Tieren im Garten und im Wald, denn sie
hat eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann im Dunkeln
sehen.
So entdeckt sie eines Abends auf ihren Streifzügen
auch den obdachlosen und hungrigen Tim im Wald,
den sie mit einer Mahlzeit versorgt. Diese Begegnung
mit Tim eröffnet Luisa eine Welt jenseits des behüteten
Zuhauses. Anfangs motiviert von Fürsorge und
dem Wunsch nach Zugehörigkeit, gerät sie
Schritt für Schritt in eine Abhängigkeit, die Tim
geschickt ausnutzt. Luisa entwickelt romantische
Gefühle für ihn und buhlt mit ihren Gefälligkeiten
für ihn um seine Liebe. Luisa entdeckt
so die geheimen Seiten ihres Lebens.
Anstatt sich in einer kritischen Situation von
ihm zu distanzieren, deckt sie Tim. Ihre Eltern
bekommen davon nichts mit, denn auch sie
scheinen ein eigenes, verborgenes Leben zu
führen. So bekommt die vermeintlich heile Welt ihrer
Kleinstadt und auch ihre eigene familiäre Welt große
Risse, was Luisa vor weitere Identitäts- und Loyalitätskonflikte
stellt.
Von Ingrid Noll erwartet der Leser /die Leserin einen
Krimi, aber dieser Roman ist anders! Der Roman ist
eine Coming-of-Age-Geschichte, also eine Erkundung
von Ängsten und Sehnsüchten und der Komplexität
menschlicher Beziehungen in der Zeit des Erwachsenwerdens.
Es ist eine düstere Geschichte über Schuld,
Verantwortung und die Grenzen des eigenen Einflusses.
Ingrid Noll hat auch mit 90 Jahren nicht vergessen,
wie besonders diese Zeit des Erwachsenwerdens war
und ist. Es ist wieder ein toller Roman
geworden. Gut geschrieben, spannend
und ein überraschendes Ende. Typisch
Ingrid Noll eben.
Ingrid Noll
Nachteule
Diogenes Verlag
26 €
buchhandlungsattler.de
94
Cartoon von Til Mette
Von KI- bis Klimakrise
Die Krisen unserer Zeit humorvoll aufgearbeitet!
Til Mette
Cartoons für Menschen
mit gehobenen humoristischen
Ansprüchen
Carlsen Verlag
Hardcover
128 Seiten
16 €
Til Mette widmet sich in seinem neuen Buch den absurden,
ernsten und manchmal unfassbaren Themen
der Gegenwart. Mit treffendem, feinem Humor greift
er aktuelle Herausforderungen wie Künstliche Intelligenz,
Klimawandel, Meinungsfreiheit, politische Konflikte
und die Suche nach Glücksgefühlen in unserer
selbstoptimierten Welt auf. Seine Cartoons, die wöchentlich
exklusiv im stern erscheinen, richten sich an
Menschen, die guten, nicht immer leicht zu konsumierenden
Humor zu schätzen wissen.
95
Ortsamt Schwachhausen/Vahr
Wilhelm-Leuschner-Str. 27 A, Block D, 28329 Bremen
(Straßenbahn Linie 1 Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Str.)
T 0421 361-3063 oder -3064 oder -18039
office@oaschwachhausen.bremen.de
ORTSAMTSLEITER: Ralf Möller
ÖFFNUNGSZEITEN:
Mo-Do von 09:00 – 15:00 Uhr, Fr. von 09:00 - 13:30 Uhr
nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter Tel. 361-3063
Für Pass-,Ausweis-, Meldeangelegenheiten u. ä. wenden Sie sich bitte an das Bürger-
ServiceCenter, Stresemannstr. 48, oder an das BürgerServiceCenter Mitte, Pelzerstr. 40
MITGLIEDER DES BEIRATES SCHWACHHAUSEN:
Beiratssprecherin: Gudrun Eickelberg, GRÜNE
Stellv. Beiratssprecher: Jörn H. Linnertz (CDU)
Dr. Christine Börner, CDU
Lukas Dietzel, CDU
Jörg Findeisen, CDU
Yvonne Funke, CDU
Jörn H. Linnertz; Fraktionssprecher, CDU
Robert Lippardt, CDU
Gudrun Eickelberg, Grüne
York Golinski , Grüne
Marek Helsner; Fraktionssprecher, Grüne
Antje Hoffmann-Land, Grüne
Klaus-Peter Land, Grüne
Jan Brockmann, SPD
Dr. Dagmar Burgdorf, SPD
Jörg Henschen; Fraktionssprecher, SPD
Ingeborg Mehser, SPD
Malte Lier, DIE LINKE
Tim Ruland; Fraktionssprecher, DIE LINKE
Jan Hannemann; Fraktionssprecher, FDP
Frank Köhler; Fraktionssprecher, BD
Beirat Schwachhausen - öffentliche Hybrid-Sitzung (Zoom)
Wann: 282.11.2025 um 19:30 Uhr
Wo: Focke Museum, Schwachhauser Heerstraße 240, Vortragssaal
Impressum 105
Herausgeberin und Chefredakteurin
Verlag Susanne Lolk I T 0421 257 57 47
Schwachhauser Heerstraße 47
28211 Bremen
Online
schwachhauser.de
facebook.com/schwachhauser.de/
instagram.com/schwachhauser/
Redaktionelle Mitarbeiter
Lena Häfermann
Susanne Lolk
Mark Scheibe
Karla Wagner
Layout /Art Direction
Konstantin Zigmann
PR- und Anzeigenberatung
Susanne Lolk I T 0421 2575747
lolk@schwachhauser.de
Erscheinungsweise
Zweimonatlich
Ausgabe 105
Dezember 2025 / Januar 2026
Anzeigenschluss: 10. November 2025
Erhältlich und zu lesen
Erhältlich im Zeitschriftenhandel sowie
bei Anzeigenkunden und zu lesen an
über 1000 Auslegestellen in Arztpraxen,
bei Friseuren, in der Gastronomie und
in Vereinen und Institutionen.
Vertrieb
Lesezirkel Leserkreis Daheim,
Haferwende 29/a1, 28357 Bremen
Titelbild
Birthe Çil
Killer Queen
96
engl.
Hohlmaß
für
Wein
wohlerzogen
Teil der
Leiter
Kleiderbesatz
Volk in
Togo u.
Ghana
fruchtb.
Bodenablagerung
Erinnerungsbild
(Mz.)
Departement
in
Frankreich
asiat.
Sprache
frz.: drei
mundartl.:
Pünktchen
unverheiratete
Gräfin
Stadt
in
Alaska
größter
Donau-
Zufluss
norweg.
Philosoph
† 1943
islam.
Hauptfest
spanischer
Aktienindex
Veranstaltung,
Ereignis
(engl.)
Libellen
(Zool.)
kurzer
Tagschlaf
(engl., 2
Wörter)
7
schott.
Fluss
Zuckerrohrschnaps
ein
Faultier
Prophet
im A. T.
5
31
35
ital.
Seebad
bei
Triest
32
Schweiz
Umlaufbahn
e.
Satelliten
modernes
starke
Zuneigung
Bühnenstück
engl.: Gefängnis
Fluss
aus dem
Kaukasus
franz.:
Rhein
Zeitmesser
29
Krankheit,
Gebrechen
22
franz.
Maler †
engl.:
Gleis
Fundort v.
Mineralien
Sternbild
Widder
pers.
Dichter
† um 1292
Org. der
Erdöl export.
Länder
(Abk.)
früheres
chinesisches
Gewicht
flink,
munter
dreiatom.
Sauerstoff
ein Nahostbewohner
Borverbindung
Ziegenpeter
Frauengestalt
in „La
Bohème“
Stadt
am
Gardasee
türk.
Ehrentitel
indoiran.
Lichtgott
Nierenausscheidung
Musik:
betont,
markant
weltweites
Datennetz
(Kf.)
Schutztracht
Himmelsrichtung
mancher
Tiere
wütend,
grob,
roh
körperl.-
seelische
Belastung
Gifte
aus
Körpereiweiß
islam.
Frauengemach
Kartenspiel
italienisch:
Insel
Tochter
Labans
(A. T.)
engl.:
Ohr
Aare-
Zufluss
in der
afroam.
Klaviermusikstil
(Kurzw.)
Vitaminmangelkrankheit
poln.-
tschech.
Fluss
zur Oder
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10
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24
6
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20 33 18
15
9
23
Warthe-
Zufluss
griechischer
Kriegsgott
Vorsilbe:
Stickstoff
Vorname
des
Sängers
Cordalis †
30
schweiz.
Feldmaß
Stadt in
Japan
17
Metall-
Stick-
stoff-
Verbindg.
Berichte,
Protokolle
(lat.)
21
11
Trinkgefäß
16
dt.
Schriftsteller
† 1939
36
indische
Anrede
25
chem.
Element
26
Fluss
in Pommern
ausgestorb.
Feuerländer
Vollstrecker
Pferdekrankheit
3
®
12
4
svd1719-33
Foto: Bara Art von pexels.com
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97
KOLUMNE
Führe die Feder
Vom Zauber der Handschrift
Du hinterlässt mir auf einer abgerissenen, unbedruckten
Ecke vom Weser-Kurier die Worte: „Guten Morgen,
Geliebter – wann feiern wir wieder eine Privatparty?“
Ich antworte mit einer Kugelschreibernotiz auf der
Rückseite der Pappschachtel, in der die Cherrytomaten
waren – und stelle mir dein divenhaftes Lächeln
vor, wenn du meine Sauklaue entzifferst: „Am liebsten
schon heute Nacht!“
Dann freue ich mich auf deinen nächsten hand-schriftlichen
Gruß. Mach mir bitte eine Szene – nenne es Postit-Drama,
Notizenoper, Bleistiftkomödie – Hauptsache,
kein bürgerliches Trauerspiel, wie es die eigentlichen
Botschaftsprofis aufführen:
Früher war die Post ein romantisches Segelschiff
mit der Aura behördlicher Akkuratesse. Irgendwann
muss es in den Händen überforderter Subunternehmer
gestrandet sein – zwischen Energydrinks und E-
Zigaretten googeln sie „Einschreiben“.
Ich meine nicht die freundliche Postbotin, die mir die
Briefe einfach in die Hand gibt, wenn ich ihr auf der
Straße begegne – sie ist der Engel des Botengewerbes.
Auch wenn sie mir statt Schriftkunst, die vor Sprache
strotzt, nur Standardbriefe überreicht: von Maschinen
verfasste Monologe der Melancholie. Werbeworte
ohne Würde, finanzamtliche Drohprosa. Melodramatische
Akte in gelben Umschlägen, die ein finsteres Finale
in Aussicht stellen.
Ach, Post, wann hast du das letzte Mal einen von
Herzklopfen diktierten Liebesbrief durchs Land kutschiert?
Einen, dessen Briefmarke von küssenden Lippen
befeuchtet wurde? Ich muss mich selbst fragen,
wann ich zuletzt mit Luftpostflugzeugen im Bauch
ein Kuvert zugeklebt habe. Wer Begehrlichkeiten nur
ins Smartphone tippt, begräbt seine Sehnsucht auf
dem digitalen Wortefriedhof.
„Leben kann ich entweder nur gantz mit dir oder gar
nicht“ – kratzte der junge Beethoven seiner Begehrten
mit der Goldfeder aufs Büttenpapier. Kann man natürlich
auch mit Emojis sagen. Aber am Schwung der
Unterlängen, in jeder Girlande eines handgeführten
Buchstabens steckt Persönlichkeit – wir schmecken
die Atmosphäre einer Handschrift. Wir erkennen in ihr
einen Geist in Unruhe, ein genussliebendes Temperament,
eine noble Haltung oder die Lust am Spiel. Ist so
ein Brief nicht eigentlich viel smarter als ein Smartphone,
das uns zwar zehn Gigabit pro Sekunde um die Ohren
haut, aber jeder Botschaft die Seele raubt?
Wir haben die geschriebene Annäherung doch alle
in der Schule geübt, wenn wir Stefan gebeten haben,
Thomas den gefalteten Brief rüberzureichen, damit
Erkan ihn an Nicoles Sitznachbarin Kerstin reicht. Sollten
wir nicht die Kunst der Handschreibung pflegen?
Widerstehe der Whatsapp, führe die Feder!
Möchten Sie hier über ein bestimmtes Thema lesen?
Schreiben Sie Mark Scheibe unter:
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