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Motion 01/2025

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01.2025

Das Kundenmagazin von

UNITED MACHINING SOLUTIONS

INTERVIEW

IN DEPTH

INTERNATIONAL

So stellt sich die neue Gruppe für die Zukunft auf

AGIE CHARMILLES gestaltet mit dem EDM-Verfahren die Zukunft

Warum die Schweiz als das innovativste Land der Welt gilt

EINE

NEUE

ÄRA

Erfahren Sie in dieser

„Motion“-Ausgabe alles über

die neue Gruppe UNITED

MACHINING SOLUTIONS –

und ihre zwei Divisionen

UNITED GRINDING und

UNITED MACHINING


WELCOME

„SELTEN ERGÄNZEN SICH ZWEI

UNTERNEHMEN SO GUT.“

LIEBE LESERINNEN UND LESER,

18

IN DIESER „MOTION“ FINDEN SIE:

3 WELCOME

CEO Stephan Nell über die neue Gruppe

UNITED MACHINING SOLUTIONS und die Chancen,

die sich daraus ergeben

4 INTERVIEW

Wie formiert sich eine neue Gruppe? Stephan Nell im

Gespräch mit Ivan Filisetti

12 DIE NEUE GRUPPE IM ÜBERBLICK

15 Marken, neun Technologien, geballte Kompetenz:

So setzt sich UNITED MACHINING SOLUTIONS

zusammen

18 TOOLS & TECHNOLOGY

Die neue Universal-Rundschleifmaschine S23 von STUDER,

eine vielseitige 360-Grad-Spezialistin von BLOHM, die

VISION LASER von WALTER, innovative 5-Achs-Laserfertigung

von CHARMILLES, die MIKRON MILL P 500 VHP,

hohe Flexibilität mit dem dreiachsigen Manipulator T3-600

von SYSTEM 3R und neue Maßstäbe mit der CUT-S-Serie

von AGIE CHARMILLES – zahlreiche Neuheiten im Portfolio

32 A LOOK INSIDE

Wie sich die Lasermaschinen von CHARMILLES in

den Mikrometerbereich vorarbeiten

37

34 IN DEPTH

Mit dem EDM-Verfahren revolutionierte

AGIE CHARMILLES die Branche – und treibt bis

heute Zukunftstechnologien voran

34

37 INTERNATIONAL

Zum 14. Mal in Folge wird die Schweiz zum innovativsten

Land der Welt gewählt. Was ist das Erfolgsrezept?

40 IDEAS

Ab wann spricht man von Innovationen – und wie

entstehen sie in einer von KI geprägten Zukunft?

43 IN TOUCH

Der „Motion“-Kalender: Wichtige Messen und Termine

IMPRESSUM

HERAUSGEBER United Machining Solutions Management AG, Wankdorfallee 5, 3014 Bern VERANTWORTLICH Michèle Fahrni

OBJEKTLEITUNG Inke Myschker RE DAKTIONSLEITUNG Matthias Kriegel (V.i.S.d.P.) EDITORIAL CONSULTANT Michael Hopp

ART DIRECTION Nina Breindl ACCOUNT MANAGER Jutta Groen BILDREDAKTION Jan Steinhauer AUTOREN Michael Hopp, Markus Huth,

Matthias Kriegel LAYOUT Lillian Peters, Claudia Homer VERSAND Wym Korff KONZEPT UND REALISATION Storyboard GmbH

München/Hamburg LESERSERVICE hamburg@storyboard.de GESCHÄFTSFÜHRUNG Marie Bressem, Christine Fehenberger,

Dr. Markus Schönmann LITHO Klambt PIXELcircus, Speyer DRUCK Walstead Kraków, Polen

Alle mit ® gekennzeichneten Marken sind mindestens in der Schweiz oder in Deutschland als Basismarke registriert und somit berechtigt, das Zeichen zu führen.

Titel: Oliver Oettli; Fotos: ETH Zürich/Meinrad Schade, Oliver Oettli

das Jahr 2025 ist ein historisches für unsere Gruppe. Denn mit der

Übernahme von GF Machining Solutions entsteht einer der größten

Werkzeugmaschinenhersteller weltweit – mit einem Gesamtumsatz

von mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar und rund 5000 Mitarbeitenden

an über 50 globalen Standorten. Mit nunmehr 15 Marken erweitert sich

unser Technologie-Know-how: Zu den bestehenden Bereichen Flachund

Profilschleifen, Rundschleifen, Werkzeugbearbeitung und

additive Fertigung kommen nun EDM, Lasertechnologien,

Fräsen, Spindelfertigung und Automation hinzu. Damit legen

wir den Grundstein für die Herausforderungen der Zukunft. Und

firmieren ab sofort unter neuem Namen: UNITED MACHINING

SOLUTIONS.

In dieser „Motion“-Sonderausgabe gewähren wir einen Einblick

in die Struktur der neuen Gruppe. Das Covermotiv ist bei

einem Besuch in Biel entstanden. Ivan Filisetti, Präsident von GF

Machining Solutions und seit 23 Jahren mit dem Unternehmen verbunden,

ist verantwortlich für die langfristige Vision des Technologiebereichs

der neuen Gruppe und bleibt CEO von UNITED

MACHINING. Unser Austausch verdeutlichte mir erneut unser

gemeinsames Verständnis von Zielen und Werten.

„Zwei Unternehmen, eine Leidenschaft“ – so lautet der Titel

des Interviews, in dem ich mit Ivan Filisetti über unsere gemeinsame

Vision spreche. Der Titel spiegelt auch das Wesen unserer neuen Gruppe

wider. Selten ergänzen sich zwei Unternehmen so gut – sowohl

im Produktportfolio als auch in der Unternehmenskultur.

Einen Überblick über die neue Gruppe erhalten Sie in der Mitte

des Magazins – dort stellen wir Ihnen alle Marken und Technologien

in einem übersichtlichen Ausklapper vor. Produktneuheiten all

unserer 15 Marken finden Sie in der Rubrik TOOLS & TECHNO-

LOGY. In IN DEPTH beleuchten wir eine der neuen Technologien

im Detail: In den 1950er-Jahren revolutionierte die Marke

AGIE CHARMILLES mit dem EDM-Verfahren die Fertigungsindustrie

– bis heute treibt diese Technologie Innovationen voran.

Dies ist nur ein Beispiel des Innovationsgeistes, der unsere

Gruppe auszeichnet – und der auch in Zukunft eng mit dem

Erfolg unserer Kunden verknüpft ist.

Stephan Nell,

CEO, UNITED MACHINING SOLUTIONS

Stephan Nell,

CEO, UNITED MACHINING SOLUTIONS

2 01.2025 01.2025 3



UNITED MACHINING SOLUTIONS INTERVIEW

ZWEI

UNTERNEHMEN,

EINE

LEIDENSCHAFT

Welche Chancen eröffnet die Bildung von UNITED

MACHINING SOLUTIONS? Die UNITED GRINDING

Group und GF Machining Solutions schaffen einen

großen Player im globalen Markt, mit Präsenz in Asien,

Amerika und Europa und einer allgegenwärtigen

Kundennähe – mit kundenspezifischen Technologien.

Doch die Größe alleine ist nicht der entscheidende

Faktor, wie Stephan Nell und Ivan Filisetti in diesem

Interview mit „Motion“ erklären.

Text: Michael Hopp – Fotos: Oliver Oettli

Stephan Nell (rechts) und Ivan Filisetti

in Biel in den Fertigungshallen

von UNITED MACHINING

(vormals GF Machining Solutions)

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INTERVIEW UNITED MACHINING SOLUTIONS

ponenten umgeben, die in Formen gegossen

wurden, die wiede rum mit unseren Fräs- oder

Erodiermaschinen hergestellt wurden. Und

wenn man ins Flugzeug steigt, wurden die

Turbinenschaufeln und -blätter, die den Flugzeugmotor

antreiben, wahrscheinlich mit

einer LIECHTI-Maschine und EDM-Technologie

hergestellt. Das ist faszinierend.

Ihre Produkte sind für unser tägliches

Leben unerlässlich.

NELL Und das ist ein globales Geschäft.

Sie lernen verschiedene Kulturen auf der

ganzen Welt kennen. Sie lernen mehr über

eine Kultur, wenn Sie Geschäfte machen, als

wenn Sie als Tourist reisen. Und wenn man

mit einem Kunden zusammenarbeitet, be-

Kultur, die nicht rein schweizerisch ist. In den

USA müssen wir ein US-Unternehmen sein,

in China müssen wir ein chinesisches Unternehmen

sein. Wir müssen den Kunden verstehen.

Swissness ja, aber wenn man die Absatzmärkte

unserer Produkte betrachtet, dann

sind wir ein internationales Unternehmen.

Sehen Sie das genauso, Herr Filisetti?

FILISETTI Swissness steht in unserer

täglichen Arbeit sicherlich für einen starken

Wert in Bezug auf Kultur und Haltung. Aber

heute ist GF Machining Solutions ein internationales

Unternehmen, das sich durch

die Geschwindigkeit unserer chinesischen

Kollegen, die Geschäftsorientierung unseres

amerikanischen Teams und die Präzision und

die Liebe zum Detail unseres europäischen

Teams auszeichnet.

In letzter Zeit sind der europäische und

der deutsche Maschinenbau unter Druck

geraten. Welche Bedeutung kann Größe

in dieser Situation haben?

NELL Ich würde nicht über die reine

Größe sprechen, sondern über globale Reichweite.

Es gibt nicht viele Unternehmen wie

uns, die wirklich stark in Asien, Amerika und

Europa präsent und so nah an ihren Kunden

sind. Es geht darum, sich gegenseitig zu verstehen

– das heißt nicht nur die Sprache, sondern

auch die Kultur unserer Kunden. Wir sind

mittelständische Unternehmen, die in einer

Gruppe agieren. Ich hoffe, dass wir diesen

Im Interview mit „Motion“ blicken Stephan Nell (rechts)

und Ivan Filisetti positiv in die Zukunft

„ DIE EINHALTUNG DER KOMMENDEN EU-NORMEN STELLT SICHER,

DASS UNSERE MASCHINEN ZUKUNFTSFÄHIG BLEIBEN.“

Stephan Nell

Herr Nell, Herr Filisetti, mit der Gründung

von UNITED MACHINING SOLUTIONS

begeben Sie sich gemeinsam auf eine

lange Reise. Wie fühlen Sie sich dabei?

FILISETTI Wir bei GF Machining Solutions

sind aus drei Gründen äußerst positiv

gestimmt: Zunächst einmal überlappen sich

unsere Produkte nicht, sondern sie ergänzen

sich gegenseitig. Dies ist äußerst wichtig, da

es die Integration der beiden Unternehmen

erleichtert. Zweitens sind wir zwei Schweizer

Unternehmen, wir teilen die gleiche Kultur von

Präzision und Genauigkeit mit einer starken

Leidenschaft für Innovation. Und drittens

haben wir ein gemeinsames Verständnis

davon, was uns wichtig ist.

NELL Insgesamt fühle ich mich ein

bisschen wie auf einer Zeitreise. Früher gehörten

wir auch zu einer größeren Gruppe

mit unterschiedlichen Geschäftsbereichen.

Als wir die Gruppe verlassen haben, konnten

wir uns allein auf den Maschinenbau konzentrieren.

Und ich hoffe, dass Sie die gleiche

Erfahrung machen werden. Jetzt können wir

gemeinsam wachsen, wir können ein großer

internationaler Konzern werden, mit derselben

Mentalität, wie Sie bereits sagten. Wir sind

jetzt noch breiter aufgestellt, bleiben wettbewerbsfähig

und sind besser auf aktuelle und

zukünftige Herausforderungen vorbereitet.

Ich bin mir sicher, dass wir international sehr

erfolgreich sein und unseren Kunden zu noch

mehr Erfolg verhelfen werden – ganz im Sinne

unseres Claims „United For Your Success“.

„ ES IST UNSER ANSPRUCH, INNOVATION

TAGTÄGLICH GEMEINSAM MIT UNSEREN

KUNDEN ZU LEBEN.“

Ivan Filisetti

Wie lange kennen Sie sich bereits persönlich?

Wie war Ihre erste Begegnung?

FILISETTI Wir haben uns vor sieben Jahren

auf der BI-MU in Italien kennengelernt. GF

Machining Solutions war Kunde der UNITED

GRINDING Group, und wir haben über Themen

im Zusammenhang mit einer kürzlich

getätigten Investition gesprochen.

NELL Ich erinnere mich, dass wir von Anfang

an eine gute Verbindung und viele Gemeinsamkeiten

hatten, wir haben über die

verschiedensten Themen gesprochen. Zum

Beispiel: Was ist unseren Kunden wichtig?

FILISETTI Dabei haben wir die Wichtigkeit

hervorgehoben, die Kunden unter allen

Umständen zu unterstützen. In unserem Geschäft

können Fehler passieren, aber was

wirklich zählt, ist, dass wir unsere Kunden

niemals allein mit ihren Herausforderungen

lassen. Wir stehen ihnen zur Seite, bis jedes

Problem vollständig gelöst ist. Tatsächlich

haben wir festgestellt, dass das, was als

„Fehler“ beginnt, oft in eine Chance umgewandelt

werden kann – zur Stärkung von

Beziehungen und zum Nachweis unseres

Engagements für Exzellenz.

Sie scheinen beide Ihren Beruf zu mögen.

NELL Mögen? Wir lieben ihn! Wer im

Maschinenbau anfängt, muss dieses Geschäft

einfach lieben. Andernfalls können Sie

in diesem Bereich nicht arbeiten. Es ist ein

herausforderndes Geschäft. Sie haben einen

großen und schwankenden Markt. Sie müssen

die Herausforderung wirklich wollen. Für

mich ist es die interessanteste Branche, in

der man arbeiten kann. Dabei geht es nicht

nur um unsere Produkte, sondern auch um

unsere Kunden. Sie sind so unterschiedlich.

Und das macht den Job so spannend. Ich bin

mir sicher, dass wir beide hier sind, weil wir

das Geschäft lieben.

FILISETTI Genau! Stephan und ich

haben beide im Maschinenbau angefangen,

meine ursprüngliche Spezialisierung ist der

Formenbau. Und hier wird es spannend:

Wenn Sie morgens Ihre Zähne putzen, wissen

Sie, dass die Zahnbürste aus einer Form

stammt, die wahrscheinlich mit einer unserer

Maschinen hergestellt wurde. Unsere

Technologien betreffen Ihren Alltag auf eine

Weise, die Ihnen eventuell gar nicht bewusst

ist. Wenn Sie Auto fahren, sind Sie von Komdeutet

dies eine Partnerschaft von mindestens

20 Jahren. Sie ist sehr persönlich.

FILISETTI Bei uns kann die Investition für

eine Maschine bis zu 2,5 Millionen Euro betragen,

und natürlich will der Kunde wissen,

wer hinter dem Produkt steht, das er kauft.

Unsere eigentliche Arbeit beginnt nach der Inbetriebnahme.

Kunden suchen häufig unseren

Rat, um ihre Prozesse im Hinblick auf Effizienz

und Zuverlässigkeit zu optimieren. So entsteht

eine langfristige Partnerschaft, die sich in der

Regel über viele Jahre erstreckt.

Wie wichtig ist die „Swissness“ in Ihrer

DNA? Gibt es in einer sich verändernden

Welt noch Bedarf nach europäischen

Werten?

NELL Warum sind die Schweizer und die

deutschen Maschinenbauer heute noch so

erfolgreich? Das hat mit der Art und Weise

zu tun, wie wir unsere Auszubildenden schulen.

Made in Germany, Swiss made – das

hat noch immer einen Wert. Die meisten

unserer Mitarbeiter arbeiten in der Schweiz.

Und wir sind ein Schweizer Unternehmen.

„Swissness“ transportiert unsere Werte wie

Qualität und Präzision.

Es dient auch als Symbol.

NELL Ja. Andererseits sind wir aber auch

ein internationaler Konzern. Die Umsatzzahlen

zeigen, dass die Schweiz nicht unser Hauptmarkt

ist. Die großen Märkte sind anderswo

zu finden. Und deshalb brauchen wir eine

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INTERVIEW UNITED MACHINING SOLUTIONS

Breites Produktangebot,

innovative Technologien:

Stephan Nell wird von

Ivan Filisetti durch die

Fertigungsanlagen der

neuen Division UNITED

MACHINING geführt

Geist eines mittelständischen Unternehmens

beibehalten können. Denn Größe sagt nichts

darüber aus, ob ein Unternehmen erfolgreich

ist oder nicht.

FILISETTI Viel wichtiger als die Größe

des neuen Unternehmens ist, dass wir den

Problemen unserer Kunden mit sehr effizienten

Fertigungslösungen begegnen. Es

gibt riesige Unternehmen, die sehr einfache

Maschinen in sehr hohen Stückzahlen herstellen.

Für uns ist es wichtiger, bei High-End-

Anwendungen einen multitechnologischen

Ansatz zu verfolgen. Hier kommen wir ins

Spiel, es geht nicht nur um die Maschine

selbst, sondern auch um die kontinuierliche

Unterstützung und Innovationskraft, die wir

unseren Kunden bieten.

NELL Wir verkaufen nicht nur Maschinen,

sondern auch Know-how. Wir überlegen uns

also genau, welche unserer Maschinen am

besten für die Aufgabe geeignet ist, und richten

den gesamten Prozess ein. Wir verkaufen

nicht von der Stange – wir liefern kundenspezifische

Fertigungslösungen.

Experten beklagen sich manchmal über

einen Mangel an Innovation in der Industrie.

Gilt dies auch für Ihre Branche?

Oder anders ausgedrückt: Wie würden

Sie Innovation definieren?

FILISETTI Wir müssen zwischen Innovation

und der inkrementellen Verbesserung

eines Produkts unterscheiden. Innovation

ist für mich „eine neue Erfindung“, was für

mich eine bisher nicht vorhandene Lösung

bedeutet! Kontinuierliche Verbesserung ist

gut, sie ist sogar notwendig, verstehen Sie

mich nicht falsch. Aber was wirklich zählt,

ist etwas, das es vorher nicht gab, das das

Paradigma für unsere Kunden verändert und

sie auf ein anderes Niveau der Wettbewerbsfähigkeit

bringt. Ein echter „Quantensprung“.

In diesem Bereich können wir stolz auf uns

sein – wir haben in den letzten Jahren mindestens

zehn Entwicklungen hervorgebracht,

die immer noch einzigartig sind! Das ist der

Geist, den wir auch in Zukunft beibehalten

wollen: mit reiner Innovation am Markt

etwas bewegen.

NELL Die Art und Weise, wie Sie über Innovation

denken, entspricht meinen eigenen

Vorstellungen. Fortschritt erfordert über Jahre

hinweg kontinuierliche Investitionen.

FILISETTI Als Kunde erinnere ich mich

noch, als STUDER 1998 eine echte Innovation

einführte. In dem Jahr war ich so stolz,

als Erster eine STUDER S40 zu kaufen, eine

Rundschleifmaschine mit der ersten am Markt

„ ES GEHT NICHT NUR UM DIE MASCHINE,

SONDERN UM DEN SUPPORT, DEN

WIR UNSEREN KUNDEN BIETEN,

UND DIE MASSGESCHNEIDERTEN

FERTIGUNGSLÖSUNGEN, DIE WIR ÜBER

JAHRZEHNTE ENTWICKELT HABEN.“

Ivan Filisetti

erhältlichen Funktion für Gewindeschleifen.

Eine weltverändernde Pionierleistung! Ich

denke, mit dieser STUDER eröffneten sich

völlig neue Möglichkeiten im Rundschleifen.

NELL Es ist sehr charmant, wenn Herr

Filisetti sagt, dass STUDER die Welt verändert

hat!

Welche Strategien stellen sicher, dass

Ihre Maschinen sowohl die aktuellen

als auch die zukünftigen Anforderungen

erfüllen?

NELL Wir machen unsere Maschinen zukunftssicher,

indem wir die Normen und Vorschriften

der Europäischen Union von morgen

schon heute einhalten. Wenn ein Kunde eine

Maschine kauft, kann er sicher sein, dass wir

die Anforderungen auch in Zukunft erfüllen

können. Stellen Sie sich vor, Sie kaufen eine

Maschine und werden dann Jahre danach darauf

hingewiesen, dass Sie sie aufgrund neuer

Vorschriften oder mangelnder Konnektivität

nicht mehr verwenden können. Das wird mit

unseren Maschinen nicht passieren, wir sind

vorbereitet. Auch die Größe unserer neuen

Gruppe wird uns helfen. Wenn wir unsere

gemeinsamen Stärken nutzen, sind wir Vorreiter

in Sachen Innovation und schöpfen das

volle Potenzial aus unserer Zusammenarbeit.

Ein weiterer Aspekt bei der Zukunftssicherheit

Ihrer Maschinen ist Nachhaltigkeit.

FILISETTI In den letzten drei Jahren haben

wir hart daran gearbeitet, ein sinnvolles Nachhaltigkeitsprogramm

umzusetzen, das echten

Mehrwert für unsere Kunden bringt. Unser

Fokus liegt auf der Reduzierung des Energieverbrauchs

unserer Maschinen – einschließlich

Elektrizität und Druckluft – bei gleichzeitiger

Eliminierung von Energieverschwendung.

Um diese Bemühungen zu validieren, erhalten

Kunden, die unsere neuen Produkte

kaufen, eine Zertifizierung, die die Energieeinsparungen

dokumentiert. Im Vergleich zu den

Vorgängermodellen können die bis zu 50 Prozent

betragen. Alle Messungen werden nach

ISO-Normen durchgeführt.

Nachhaltigkeit kann auf verschiedenen

Ebenen erreicht werden …

FILISETTI Auf jeden Fall! Zum Beispiel

erreichte unser Werk in Biel bis 2022 eine

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UNITED MACHINING SOLUTIONS INTERVIEW

90-prozentige Reduktion der Kohlenstoffemissionen

im Vergleich zum Ausgangswert

2020. Aber auch hier ist es wichtig, zu verstehen,

welche Vorteile Nachhaltigkeit für

unsere Kunden bringen kann! Wenn man ein

Werkstück in der Hälfte der Zeit produzieren

kann, ist das auch eine große Leistung in

Bezug auf Nachhaltigkeit.

NELL Der größte Beitrag zur Nachhaltigkeit

liegt in den Maschinen selbst. Mit unseren

Maschinen kann der Kunde schneller, genauer

und effizienter produzieren. Ein guter Vergleich

ist der Dieselmotor. Der alte Dieselmotor

leistete 80 PS und verbrauchte 15 bis 20 Liter

Diesel. Jetzt haben wir 200 PS, und der durchschnittliche

Verbrauch beträgt vier oder fünf

Liter. Das ist gut für die Umwelt und ohne

modernen Maschinenbau nicht möglich. Es

gibt noch unzählige Beispiele. Nehmen Sie

die Dosen von Softdrink-Herstellern: Sie bestehen

heute aus sehr dünnem Metall. Dies

ist nur möglich, weil Maschinen wie unsere

DAS MANAGEMENT VON

UNITED MACHINING SOLUTIONS

STEPHAN NELL,

CEO der UNITED GRINDING Group und seit 22 Jahren

in der Gruppe engagiert, übernimmt den Vorsitz und ist

außerdem für die strategische Ausrichtung der Bereiche

Verkauf und Customer Care zuständig

IVAN FILISETTI,

Präsident von GF Machining Solutions und seit 23 Jahren

mit dem Unternehmen verbunden, ist verantwortlich für

die langfristige Vision des Technologiebereichs der neuen

Gruppe und bleibt CEO von UNITED MACHINING

MICHAEL HORN,

für Operations und IT verantwortlich, bringt seine

langjährige Erfahrung im Maschinenbau und

zuletzt als Vorstandsmitglied der DMG MORI AG

in die neue Gruppe ein

HEINZ POKLEKOWSKI,

seit 35 Jahren der Gruppe zugehörig und zuletzt als

CFO in der UNITED GRINDING Group tätig, übernimmt die

Verantwortungsbereiche Finanzen und Group Services

Werkzeuge mit hoher Präzision produzieren

können und ihr Einsatz die Menge an Blech

um die Hälfte reduziert. Und das wirkt sich aus.

Ist Präzision immer noch ein Bereich,

in dem sich Unternehmen einen

Wettbewerbsvorteil sichern können?

FILISETTI Ich erwarte nicht, dass wir in

der Präzision einen Quantensprung erreichen

können – wir können immer noch ein bisschen

besser werden, aber es gibt physikalische

Grenzen. Auf diesem Niveau würden weitere

Verbesserungen unmerkliche Gewinne bringen.

Meiner Meinung nach liegt das Hauptaugenmerk

darauf, diese Präzision zuverlässig

und nachhaltig zu gestalten – insbesondere in

automatisierten Fabrikationsverfahren.

Wie wichtig sind Automatisierung und

Digitalisierung?

FILISETTI Wenn wir von Digitalisierung

sprechen, sprechen wir von Unmengen an

„ ES GIBT NUR ZWEI DINGE, DIE MAN IN EINEM

UNTERNEHMEN NICHT KOPIEREN KANN: EIN

MOTIVIERTES TEAM UND DEN WERT EINER MARKE.“

Stephan Nell

Daten. Es ist wichtig zu wissen, dass viele

unserer Kunden keine großen Unternehmen

sind – wir bedienen oft Nischenunternehmen,

in der Regel Teams von zehn bis zwölf hoch

spezialisierten Experten. Solche Kunden

haben keine Zeit, viele Daten zu kontrollieren.

Wenn wir ihnen ein komplexes System mit

fünf Bildschirmen und Tonnen von Daten in

Diagrammen bereitstellen würden, würde

das nicht funktionieren. Ihnen ist ein zuverlässiges,

vorhersehbares System mit klaren

und begrenzten Kennzahlen wichtig.

NELL Die Menschen träumen vom möglichen

Potenzial in der Digitalisierung. Aber es

geht nicht darum, ob in die Digitalisierung investiert

werden soll oder nicht. Wir tun es, weil

es notwendig ist. Es geht viel mehr darum, was

der Kunde braucht. In den frühen Tagen der

Digitalisierung hat die Branche alles Mögliche

in Bewegung gesetzt. Fünf Bildschirme, die

alles anzeigen, was messbar ist. Aber darum

geht es gar nicht. Worin liegt der Nutzen?

Wir müssen uns immer die Frage stellen:

Welche Art von digitaler oder automatisierter

Fertigungslösung passt zu den spezifischen

Bedürfnissen des Kunden? Und dann passen

wir das System entsprechend an. Wenn wir

unseren Kunden keinen Mehrwert bieten, sind

sie nicht bereit, dafür zu zahlen.

Gibt es noch ungenutztes Potenzial im

Kundendienst?

FILISETTI Natürlich können Sie die

durchschnittliche Reparaturzeit und die

durchschnittliche Installationszeit immer

verbessern – dies ist ein kontinuierlicher

Weg. Aber ehrlich gesagt ist es bereits eine

Herausforderung, das aktuelle Niveau aufrechtzuerhalten.

Viele hoch qualifizierte Experten

gehen bald in den Ruhestand, und ihre

Kenntnisse müssen an die nächste Generation

weitergegeben werden. Das ist eine große

Aufgabe: Ihre Bemühungen zahlen sich erst

in drei bis fünf Jahren aus.

NELL Man könnte denken, dass wir durch

die Fusion der Unternehmen die Kosten für

Stephan Nell und Ivan Filisetti

im Empfangsbereich in Biel

den Kundenservice senken könnten. Dies

ist jedoch nicht der Fall. Die Maschinen, die

wir produzieren, sind dafür viel zu komplex.

Wenn wir einen Techniker zu einem Kunden

schicken, muss er ein Experte sein.

Während viele Hersteller von Konsumgütern

eine Dachmarkenstrategie

verfolgen, möchten Sie die bekannten

lokalen Marken stärken. Warum ist dies

der erfolgreichere Ansatz?

NELL Unsere Markenunternehmen

haben eine lange Tradition, und jede Marke

steht für ihre Technologie. Viele unserer

Markenunternehmen blicken auf eine mehr

als 100-jährige Geschichte zurück. Das ist

ein enormer Wert, den wir schützen müssen.

FILISETTI Sie sind Pioniere. Das ist

enorm viel wert.

Wie beurteilen Sie die Stimmung

Ihrer Mitarbeiter zu diesem wichtigen

strategischen Schritt?

FILISETTI Ich reise viel, um unsere strategische

Vision und die damit verbundenen

Chancen zu kommunizieren. Mit einer globalen

Belegschaft ist es sehr wichtig, die Ausrichtung

und den gemeinsamen Zweck im

gesamten Unternehmen sicherzustellen. Ein

Kollege von mir hat es einmal so formuliert:

„Für mich ist es am wichtigsten, zu wissen,

dass das Unternehmen über meine Karriere

hinaus bestehen bleibt.“ Dieses Gefühl hallt

nachhaltig wider. Ich sehe es als meine Aufgabe

an, unsere Zukunftsfähigkeit und unser

Vermächtnis zu sichern.

NELL Keiner von uns beiden ist direkt

an der Herstellung oder am Verkauf der

Maschinen beteiligt. Jeder Prozess, jede

Innovation werden von unseren Mitarbeitern

angetrieben – sie sind das Herzstück dieser

Organisation und unsere größte Verantwortung.

Es gibt nur zwei Dinge, die man

in einem Unternehmen nicht kopieren kann:

ein motiviertes Team und den Wert einer

Marke. Gebäude, Maschinen und Technik

können erworben werden, aber nicht Kultur

und Tradition. Im Maschinenbau ist Zyklizität

selbstverständlich, aber wichtig ist der langfristige

Erfolg. Und in fünf oder zehn Jahren,

wenn wir uns wieder an diesem Tisch treffen,

werden wir wissen, ob wir unsere Arbeit gut

gemacht haben.

FILISETTI Ein sehr wichtiger Punkt. Tägliche

Abläufe lassen sich kurzfristig optimieren,

aber eine nachhaltige Strategie erfordert eine

konsequente Ausrichtung. Eine klare Vision ist

absolut unerlässlich, und wenn sie falsch ausgerichtet

ist, endet die Reise, bevor sie beginnt.

Am Tag nach dem Closing: Was waren

die ersten Schritte? Was stand ganz

oben auf Ihrer Tagesordnung?

NELL An erster Stelle stand für uns

die klare Kommunikation mit unseren Mitarbeitenden.

Wir haben ein weltweites Live-

Stream-Meeting durchgeführt, um die Situation

im Detail zu erläutern. Wie ich bereits

betont habe: Das wichtigste Gut, das wir

haben, sind unsere Mitarbeitenden.

FILISETTI Der Tag des Closing läutete

die letzte Seite eines Kapitels unserer Unternehmensgeschichte

ein. Es ist entscheidend,

ein gemeinsames Mindset zu etablieren, während

wir als UNITED MACHINING Teil der

UNITED MACHINING SOLUTIONS werden.

Wir gehen unseren Weg entschlossen weiter:

Unser Fokus liegt auf dem Markt und dem Vertrauen

unserer Kunden durch kompromisslose

Qualität und Spitzenleistung. Während sich

Synergien und Vorteile der Zusammenarbeit

natürlich entfalten werden, ist unsere Priorität

klar: Wir werden unsere Marktführerschaft

stärken und unsere Ziele weiterverfolgen.

NELL Für die Mehrheit der Mitarbeitenden

in unserer Gruppe wird es keine Änderungen

geben. Sie haben dieselben Kunden,

sie haben dieselben Ziele. Die eigentliche

Herausforderung ist …

FILISETTI … ist der Markt.

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UNITED

MACHINING

SOLUTIONS



UNITED GRINDING

Gründung 1929

Hauptsitz Fehraltorf, Schweiz

MÄGERLE steht seit Jahrzehnten für High-

End-Flach- und -Profilschleiftechnologie. Das

Produktportfolio umfasst 5/6-Achs-Schleifzentren,

Flach- und Profilschleifmaschinen,

Vertikalschleifzentren und Spezialschleifmaschinen

für große und sehr große Werkstücke.

Gründung 1919

Hauptsitz Tübingen, Deutschland

WALTER entwickelt und produziert CNC-

Maschinen zum Schleifen und Erodieren

sowie zur Laserbe arbeitung von Metall-,

Holzbearbeitungs-, PKD-Werkzeugen und

rotationssymmetrischen Pro duktionsteilen

sowie optische CNC-Messmaschinen.

Gründung 1912

Hauptsitz Thun/Steffisburg, Schweiz

STUDER ist einer der Markt- und Technologieführer

für die Entwicklung und Herstellung

von Hochpräzisions-Rundschleifmaschinen.

Das Portfolio umfasst Standard maschinen und

individuelle Systemlösungen im Universal-,

Außen-, Innen- sowie Unrundschleifen

für die Bearbeitung kleiner und mittelgroßer

Werkstücke.

Gründung 1924

Hauptsitz Hamburg, Deutschland

BLOHM bietet eine breite Palette an Flachund

Profilschleifmaschinen für die effiziente

Bearbeitung anspruchsvoller Werkstücke

in kleinen und großen Losgrößen an.

Gründung 1906

Hauptsitz Göppingen, Deutschland

SCHAUDT liefert weltweit Maschinen

mit technologischen Spitzenlösungen

zum Rund-, Unrund- und Nockenformschleifen

für die effiziente Bearbeitung

von Kurbel- und Nockenwellen,

Getriebekomponenten und weiteren

rotationssymmetrischen Werkstücken.

Gründung 1946

Hauptsitz Etziken, Schweiz

EWAG hat seinen Ursprung in der Lieferung von

Präzisions-Werkzeugbearbeitungsmaschinen für

die Schweizer Uhrenindustrie. Die Marke steht für

höchste Oberflächengüte, Präzision und Effizienz

in der Bearbeitung kleinster Werkzeuggeometrien.

Gründung 1996

Hauptsitz St. Gallen, Schweiz

Gründung 1878

Hauptsitz Leipzig, Deutschland

IRPD entwickelt und vertreibt additive Werkzeugmaschinen

für den industriellen 3D-Druck von

Metallteilen – mit Fokus auf Leistung, Zuverlässigkeit

und hoher Bauteilqualität.

MIKROSA baut seit mehr als

130 Jahren spitzenlose Außenrundschleifmaschinen

nach Maß für

höchste Präzision und Zuverlässigkeit.

Die Maschinen sind ausgelegt für

hohe Stückzahlen, enge Tole ranzen

und wirtschaftliche Serien fertigung.

Gründung 1919

Hauptsitz Göppingen, Deutschland

JUNG ist ein traditionsreicher Hersteller von hochwertigen

Flach- und Profilschleifmaschinen. Das

Portfolio reicht von standardisierten Lösungen

bis hin zu kundenspezifischen vollautomatisierten

Produktionssystemen.

RUND-

SCHLEIFEN

WERKZEUG-

BEARBEITUNG

FLACH- UND

PROFIL-

SCHLEIFEN

ADDITIVE

FERTIGUNG



EDM

AUTO-

MATION

Gründung 1954

Hauptsitz Losone, Schweiz

AGIE CHARMILLES, Erfinder von EDM, ist als Premiummarke und

Innovationsträger in den Bereichen Drahterodier-, Senk- und Startlochbohrmaschinen

bekannt. Seine automatisierungsbereiten Fertigungslösungen

dienen der Formen- und High-End-Teilefertigung und liefern

Schweizer Präzision, Zuverlässigkeit und Leistung.

LASER-

TECHNO-

LOGIEN

FRÄSEN

SPINDEL-

FERTIGUNG

Gründung 1967

Hauptsitz Stockholm, Schweden

Gründung 1908

Hauptsitz Biel, Schweiz

Als Experte für Nullpunkt-Spannsysteme sowie Automatisie rungsund

Softwaresysteme bietet SYSTEM 3R umfassende Lösungen

für die gesamte Fertigungsindustrie, die Fabrikationsverfahren rationalisieren

und die Effizienz steigern.

MIKRON MILL ist ein weltweiter Experte für vertikales Fräsen und

der Erfinder des Hochgeschwindigkeitsfräsens. Bekannt für dynamische

Präzision und Freiformgenauigkeit, liefern die automatisierungsbereiten

Maschinen Spitzenleistungen in komplexen Anwendungen. MIKRON MILL

steht für Innovation, Agilität und nachhaltigen Wert.

Gründung 1995

Hauptsitz Biel, Schweiz

STEP-TEC ist eine der führenden Marken für hochpräzise und leistungsstarke

Motorspindeln und bietet eine breite Palette von Produkten und

Dienst leistungen zur Unterstützung der Industrie beim Fräsen, Drehen und

Schleifen. Step-Tec-Spindeln werden mit hauseigenem Know-how gebaut

und sind bekannt für ihre Langlebigkeit, Präzision und Zuverlässigkeit.

Gründung 2009

Hauptsitz Genf, Schweiz

CHARMILLES – diese neue Marke für Lasertechnologie – baut

auf mehr als 15 Jahre Erfahrung von GF Laser and Microlution

auf. CHARMILLES ist einer der weltweit führenden Anbieter

für Planflächentexturierung und Mikrobearbeitung und bietet

herausragende Nano- und Femtosekundenlaser-Maschinensysteme

für anspruchsvolle Herstellungsanforderungen.

Gründung 1865

Hauptsitz Langnau im Emmental, Schweiz

LIECHTI ist einer der weltweit führenden Anbieter von 5-Achs-

Fräslösungen für die Luft- und Raumfahrt sowie die Kraftwerksindustrie.

Mit seiner ausgeprägten Kundenorientierung liefert LIECHTI sowohl

standardisierte als auch kundenspezifische Fertigungslösungen.

UNITED MACHINING



über

1,5

Mrd. USD

Gesamtumsatz

rund

5000

Mitarbeitende

15

Marken

über

50

Standorte

in über

40

Ländern

aktiv



TOOLS

TECHNOL OGY

NEUES VON UNITED MACHINING SOLUTIONS

INHALT

20 DIE NEUE S23

Das neue Universalgenie von STUDER

21 WIREDRESS®

Revolutionäres Abrichtsystem von STUDER

jetzt auch fürs Innenrundschleifen

22 INNOVATIVE ACHSEN

Neues Achsensystem für die S33 und die S31

von STUDER

23 UPDATE DER FAVORITCNC

Einstiegsmaschine von STUDER erhält

neue Features

24 360-GRAD-SPEZIALISTIN

Die neue BLOHM MC7

25 VISION LASER

Die neue Laserschneidemaschine von WALTER

26 NEXT-LEVEL-KUNDENPORTAL

Zahlreiche Verbesserungen für Kunden

27 PRÄZISION AUF MIKROEBENE

Die neue LASER X 500 U von CHARMILLES

Vom Rohling zum

Werkzeug in einer

Aufspannung: Die neue

VISION LASER von

WALTER schneidet

auch superharte

Materialien schnell

und präzise

28 ZUKUNFT DES DRAHTERODIERENS

Die neue CUT S-Serie von AGIE CHARMILLES

30 BESTE OBERFLÄCHEN

Die neue MIKRON MILL P 500 VHP

31 KOMPAKTER ALLROUNDER

Der T3-600 von SYSTEM 3R mit 3-Achs-System

18 01.2025 01.2025 19



UNITED MACHINING SOLUTIONS TOOLS & TECHNOLOGY

STUDER

STUDER

DIE VORTEILE

DIE NEUE S23

kompakte Bauweise

Spitzenweite 650 mm / 1000 mm

und Spitzenhöhe 175 mm

ABRICHTEN VON INNENSCHLEIFWERKZEUGEN

OHNE KRAFTEINWIRKUNG

Das einzigartige Abrichtsystem WireDress® für leitfähig gebundene

CBN- und Diamantschleifscheiben ermöglicht nun

auch beim Innenrundschleifen technologischen Vorsprung

KOMPAKTES UNIVERSALGENIE

In einer kompakten Größe bietet die neue Universal- Rundschleifmaschine S23 viel

Flexibilität und moderne Features

Mit der neuen S23 erweitert STUDER sein

Sortiment an Universal-Rundschleifmaschinen

in einer kompakten Bauweise.

Trotz geringer Größe und geringen Gewichts

ist sie vollgepackt mit moderner und

hochwertiger Schleiftechnologie. Dazu

gehören die moderne Hard- und Softwarearchitektur

C.O.R.E., eine automatische

B-Achse mit 1° Hirth-Verzahnung für bis zu

drei Schleifwerkzeuge (zwei Außen- und

eine Innenschleifscheibe), frequenzgesteuerte

Motorspindeln oder Riemenantriebe

sowie das Maschinenbett aus schwingungsdämpfendem

Granitan® mit hervorragenden

Thermikeigenschaften.

„Die neue S23 ergänzt in unserem

Portfolio den Bereich zwischen dem Einstiegs-

und dem Premiumsegment und

ist aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit, Ausstattung

und ihrer Fähig keiten die optimale

Lösung für ein großes Anwendungsspektrum“,

betont Rolf Grossenbacher,

Verkaufsleiter Overseas bei STUDER.

Die Maschine schleift mit großer Präzision

und Zuverlässigkeit kleine bis mittelgroße

Werkstücke selbst mit komplexen

Geometrien, sowohl in der Einzel fertigung

als auch in der Serien produktion. Ideale

Einsatzmöglichkeiten finden sich im Formenbau,

Werkzeug bau, im Automobilsektor,

in der Luft- und Raumfahrt oder in

der Medizintechnik.

automatisch schwenkbarer

Schleifkopf (B-Achse)

für zwei Außenschleifscheiben

und eine Innenschleifscheibe oder

einen Produktionsspindelkopf

intuitive Bedienung mit C.O.R.E.

und StuderWIN

standardisierte Automatisierung

der Produktion mit STUDER

easyLoad und insertLoad

KONTAKT

Rolf.Grossenbacher@

studer.com

PRODUKTIVE ARBEITSWEISE

Die Anfunkerkennung, das halb automatische

Auswuchten der Außenschleifscheibe

sowie die optionale In-Prozess-Messsteuerung

werden durch entsprechende

Systeme sichergestellt. Zudem stehen

der Kundschaft Konfigurationsmöglichkeiten

zur Verfügung, mit denen sie die

Maschine an ihre Produktionsbedürfnisse

anpassen kann. Dazu gehören der optionale

Schwenktisch oder eine C-Achse

für das Gewinde- und Formenschleifen.

Auch kundenspezifische Anpassungen

sind möglich.

Die Bedienung ist dank C.O.R.E. inklusive

Touchpanel und der Software

StuderWIN einfach und intuitiv. Die Einricht-

und Umrüstzeiten sind minimal, und

die Kundschaft profitiert von der praktischen

QuickSet-Funktion. Dank standardisierter

Laderschnittstellen für insertLoad

und easyLoad von STUDER lässt sich die

Produktion einfach automatisieren. Damit

ist die S23 die ideale kompakte Universal-

Rundschleifmaschine mit hochwertigen

Features zu einem hervorragenden Preis-

Leistungs-Verhältnis.

Es war eine weltweite Innovation, als

STUDER sein berührungsloses Abrichtsystem

WireDress® für das Außenrundschleifen

einführte. Es ist eine Draht-

Elektroerosions-Einheit, die voll in die

Rundschleifmaschine integriert ist. Elektrisch

leitfähig gebundene Diamant- und

CBN-Schleifscheiben sind damit berührungslos

bei voller Schleifdrehzahl abrichtbar.

„Nach umfangreicher Weiterentwicklung

können wir WireDress® jetzt für das

Innenrundschleifen einsetzen und zudem

noch kleinere Radien abrichten“, sagt

Michael Klotz, Abteilungsleiter Entwicklung

Mechanik bei STUDER. Damit profitiert

die Kundschaft auch bei der Innenbearbeitung

von Stahllegierungen oder

sehr harten Materialien wie Keramik oder

Hartmetall von komplex profilierten Schleifscheiben

und maximaler Schnittigkeit.

„Um WireDress® für das deformationslose

Abrichten von langen Innenschleifdornen

und schnittigen Innenschleifscheiben

einsetzen zu können,

mussten wir den Funken-EDM-Strom in

den Schleifdorn bringen“, erläutert Klotz.

Die Lösung: eine Innenschleifspindel, die

bei voller Schleifdrehzahl integriert Strom

von Hunderten Ampere übertragen kann.

So können kurze, lange und dünne

Schleifdorne mit Schleifscheiben auch

„WIREDRESS®

ERÖFFNET FÜR

UNSERE KUNDEN

NEUE MÖGLICH-

KEITEN BEIM

INNENSCHLEIFEN.“

Michael Klotz

im Millimeterdurchmesserbereich am

WireDress®-Abrichter ohne mechanische

Krafteinwirkung frei profiliert werden.

Dadurch sind bislang nicht oder nur sehr

schwer machbare Innenbearbeitungen

prozesssicher schleifbar.

SCHLÜSSELTECHNOLOGIE FÜR

MEHR EFFIZIENZ UND

BEARBEITUNGS MÖGLICHKEITEN

Auch bei der Effizienz und Wirtschaftlichkeit

gibt es gegenüber mechanischen

Abrichtmethoden große Vorteile. So tritt

kein Verschleiß am Abrichtwerkzeug auf.

Die Schleifscheibe erhält einen hohen

Kornfreistand für maximale Schnittigkeit,

was bei der generell schwierigen

Kühlmittelzufuhr beim Innenschleifen ein

wichtiger Vorteil ist. Ein weiteres Highlight:

An derselben WireDress®-Abrichteinheit

können alle Außen- und Innenschleifwerkzeuge

auf dem Schleifkopf

vollautomatisiert abgerichtet werden, im

gleichen Set-up, ohne Umrüsten. Auch

eine Kombination mit mechanischen Abrichtsystemen

ist möglich.

„Mit der Ausweitung auf das Innenrundschleifen

etabliert sich WireDress®

weiter als eine Schlüsseltechnologie für

leistungsfähigste Schleifprozesse“, fasst

Klotz zusammen. Anwendungen, die von

der neuen Entwicklung profitieren, sind

zum Beispiel medizinische Implantate,

Aerospace-Komponenten, Wälzlagerringe,

Steuerkolben oder Verdichter für Brennstoffzellen

im Energiesektor.

DIE VORTEILE

WIREDRESS® FÜR DAS

INNENSCHLEIFEN

Abrichten von langen Innenschleifdornen

ohne Abdrängung bei Schleifdrehzahl für

maximale Präzision

ein universeller, verschleißloser Abrichter

fürs Innen- und Außenrundschleifen für kombinierte

Schleifprozesse in einer Aufspannung

Schleifscheiben-Innenradien ≥0,15 mm möglich

vollintegriert in Maschine und

Steuerung StuderWIN

verfügbar für S41 und S22

KONTAKT

Riccardo.Delai@

studer.com

Dank WireDress® ist der Schleifdorn mit metallgebundenem Diamantschleifbelag

besonders schnittig und präzise und kann in dieser Verdichterwelle aus Hartmetall

tiefe Innenbohrungen über deren gesamte Länge in einer Aufspannung schleifen

20 01.2025

01.2025 21



UNITED MACHINING SOLUTIONS TOOLS & TECHNOLOGY

STUDER

Das neue Achsensystem

für die S33 und die S31

ermöglicht die automatische

Anpassung an unterschiedliche

Werkstücklängen

STUDER

DIE NÄCHSTE GENERATION DER FAVORITCNC

Technologisch weiterentwickelt und mit neuen Features verbindet die

favoritCNC bewährte Schleiferfahrung mit modernster Technologie

NEUE ACHSEN FÜR AUTOMATISCHE

LÄNGENANPASSUNG

Ein innovatives Achsensystem für die S33 und die S31 setzt neue Maßstäbe bei kleinen

bis mittleren Produktionsvolumen im automatisierten Präzisionsrundschleifen

Unterschiedliche Werkstücklängen in

einer Teilefamilie erfordern im automatisierten

Präzisionsrundschleifen oft Kompromisse

bei der Abfolge der Schleifoperationen,

den Spannmitteln oder der

Positionierung von In-Prozess-Messgeräten.

Oft musste zwischen den Fertigungslosen

manuell umgerüstet werden, was

Produktionsunterbrechungen zur Folge

hatte. Mit dem von STUDER entwickelten

Achsensystem gehört dies der Vergangenheit

an. Für die CNC-Universal-Rundschleifmaschinen

S33 und S31 steht der

Kundschaft nun eine lange W-Achse

als Option zur Verfügung. Diese ist in

den Z-Schlitten der Maschine integriert

und ermöglicht es, die Reitstock-Position

automatisiert an verschiedene Werkstücklängen

anzupassen.

Mögliche W-Achs-Aufbauten sind dabei

ein Pinolen-Reitstock, eine synchron angetriebene

Spitze (Reitstock-Spindel) sowie

weitere mitfahrende Anbauten. „Die neue

universelle W-Achse ist ein großer Schritt

Richtung Vollautomatisierung von kleinen

bis mittleren Losgrößen“, erläutert Michael

Klotz, Abteilungsleiter Entwicklung Mechanik

bei STUDER. Dazu gehören ein großer

Hub – bei 1000 Millimeter Basisspitzenweite

ist der Reitstock 720 Millimeter verfahrbar

–, eine hohe zulässige Beladung mit einem

Werkstückgewicht bis 150 Kilogramm

sowie eine integrierte motorisierte Zylindrizitätskorrektur

für stellungsabhängige,

programmierbare Korrekturen.

DIREKTE KRAFTMESSUNG FÜR

KRAFTGEREGELTEN SPANNVORGANG

Eine weitere Neuheit ist die in die

W-Achs-Aufbauten integrierte direkte

Spannkraftmessung, sowohl beim Pinolen-Reitstock

als auch bei der Reitstock-

Spindel. Auf Grundlage der Messdaten

erlaubt der kraftgeregelte Spannvorgang

reproduzierbare Spannbedingungen für

beste Präzision von filigranen bis hin zu

sehr schweren Werkstücken. Eine zusätzliche

Option ist die aktiv angetriebene

R-Achse. Diese kann beim Schleifen mit

einem In-Prozess-Messsystem mehrere

Geometrieelemente am Werkstück entlang

abtasten. Das erhöht die Flexibilität

bei der Schleifprozess-Auslegung und

reduziert die Anzahl der nötigen Messköpfe.

Der R-Schlitten kann zudem den

W-Schlitten mit Pinolen-Reitstock automatisch

an eine neue Position bewegen.

Vor allem Fertigungsbetriebe mit dem

Bedürfnis nach automatisierten Schleifprozessen

mit kleinen und mittleren

Losgrößen profitieren von dem neuen

Achsensystem. So ist die W-Achse perfekt

geeignet für unterschiedlich lange

Werkstücke wie Hydraulikkomponenten,

Werkzeughalter oder Getriebeteile. Die

zusätzliche R-Achse ist ideal für geometrisch

komplexe Werkstücke, die an mehreren

Stellen gemessen werden müssen.

Beispiele hierfür sind Getriebewellen oder

Steuerkolben in der Luft- und Raumfahrt.

DIE VORTEILE

DIE NEUE W-ACHSE UND R-ACHSE

FÜR DIE S33 UND DIE S31

W-Achse passt Reitstock-Position

auto matisiert an Werkstücklänge an

Pinolen-Reitstock oder angetriebene

Spitze durch Reitstock-Spindel

programmierbarer, kraftgeregelter

Spannvorgang

motorische Zylindrizitätskorrektur für

programmierbare Korrekturen

aktive R-Achse für längs mitfahrende

Messsysteme

KONTAKT

Pascal.Schaerer@

studer.com

Die beliebte Einstiegsmaschine für das

präzise Außen- und Innenrundschleifen,

die favoritCNC, steht der Kundschaft nun

in einer neuen Generation mit zahlreichen

modernen Features zur Verfügung.

Dazu gehören eine aktualisierte CNC-

Steuerung (FANUC 0i-TFP) sowie kluge

Automationsmöglichkeiten. So erlauben

eine neue automatische Bedientür und

die Laderschnittstelle, die Produktion zu

automatisieren. Eine integrierte Schleifscheibenwechselhilfe

und eine Parkposition

für den Reitstock innerhalb der

Maschine (optional) erhöhen derweil die

Bedienungsfreundlichkeit.

„Weitere Verbesserungen gibt es

bei Effizienz, Ergonomie und Nachhaltigkeit“,

sagt Kaspar Schaerer, Verkaufsleiter

Nord-, Ost-Europa bei STUDER.

Beispielsweise benötigt das neue Riemenspindelsystem

weniger Ressourcen,

ohne Kompromisse bei der Leistung einzugehen.

Und der neue Maschinenständer

mit größerem X-Führungsabstand

sorgt für eine noch höhere Stabilität des

Die beliebte favoritCNC verfügt

in der neuesten Generation über

modernste Features

DIE VORTEILE

DIE NEUE GENERATION

DER FAVORITCNC

verbesserte Effizienz, Ergonomie

und Nachhaltigkeit

hohe Flexibilität und Präzision

für verschiedenste Schleifanwendungen

kurze Bearbeitungszeit

dank Komplettbearbeitung

Qualitätskomponenten wie Maschinenbett

aus Mineralguss Granitan® S103

moderne Software und

Automatisierungsoptionen

KONTAKT

Kaspar.Schaerer@

studer.com

„ZU EINEM HERVORRAGENDEN

PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS

BIETET DIE NEUE FAVORITCNC

MODERNE FEATURES FÜR

HOCHWERTIGE SCHLEIFQUALITÄT.“

Kaspar Schaerer

Schleifkopfs für beste Präzision in der

Bearbeitung. Neu sind zudem die digitale

Anzeige des Schwenkwinkels auf

der manuellen B-Achse und die optionale

Funktion QuickSet für besonders

schnelles Umrüsten.

NEUER CONVENTIONAL MODE

Für Flexibilität sorgen ein fester Schleifkopf

für das produktive Außenschleifen

(einstellbar auf 0° / 15° / 30°) sowie ein

Universal-Schleifkopf für das Außenund

Innenschleifen (manuelle Schwenkung

2,5° Hirth-Präzisionsverzahnung).

Konfigurationsmöglichkeiten wie ein

fester oder schwenkbarer Werkstücktisch

oder Optionen wie Messsteuerung,

Auswuchtsystem, Anschlifferkennung

und Längspositionierung erledigen verschiedenste

Schleifaufgaben.

Die Bedienung der neuen favorit CNC

erfolgt über einen 10,4-Zoll-Bildschirm

und ein ergonomisches Handbe diengerät.

Die Schleifsoftware Studer Pictogramming

und das optionale offline

basierte StuderGRIND ermög lichen die

intuitive Einrichtung auch komplexer

Prozesse, während Studer Thread und

Studer Form das Schleifen von Unrundund

Gewindeformen unter stützen. „Der

neue Conventional Mode erlaubt zudem

einen manuellen Schleifzyklus, was den

Umstieg von konven tionellen auf CNC-

Steuerungen besonders einfach macht“,

erklärt Schaerer.

22 01.2025

01.2025 23



UNITED MACHINING SOLUTIONS TOOLS & TECHNOLOGY

BLOHM

WALTER

DIE VIELSEITIGE 360-GRAD-SPEZIALISTIN

Mit einem innovativen Konzept fertigt die neue MC7 selbst

komplexe Werkstücke mit hoher Produktivität

Die neue 5-Achs-Maschine MC7 ist

ein vielseitiges CNC-Schleifzentrum für

die Produktion. Sie basiert auf einem

vorteilhaften Design, bei dem sich die

Kühlmittelzuführung 360 Grad um die

Schleifscheibe dreht. „Dieses Performance-360-Konzept

erlaubt mehr mögliche

Achskombinationen für die Werkstückaufnahme,

und die Schleifscheibe

kann sich um das Werkstück bewegen“,

erklärt Ronny Müller, Head of Sales &

Marketing bei BLOHM JUNG. Das Düsensystem

sorgt mit seiner Positionierung

am Werkzeug und mit prozessoptimierter

Kühlschmiermittelzufuhr für eine effektive

Arbeitsweise und reduzierte Zykluszeiten.

Mit dieser Technologie entstehen in

Kombination mit verschiedenen Tischvarianten

neue Möglichkeiten, um komplexe

Geometrien effi zient zu bearbeiten.

Das sorgt für eine Reduktion der

Rüstzeiten, höhere Produktions effizienz

sowie Präzision und minimiert die Bearbeitungszeit

durch die Kombination

von unterschiedlichen Schleifprozessen.

Eine weitere herausragende Fähigkeit der

MC7 ist die Programmierung mit CAD/

CAM – eine wichtige Voraussetzung für

die zielgerichtete Prozessentwicklung

von anspruchsvollen Bauteilen. Beladen

lässt sich die Maschine über multiple

Zugangsschnittstellen automatisch per

Roboter oder Lader sowie manuell.

Dank des 360-Grad-Designs der Kühlmittelzuführung

kann sich die Schleifscheibe

um das Werkstück bewegen

AUTOMATISCHER WERKZEUG-

WECHSLER

Dank C.O.R.E. und moderner Software ist

die MC7 auch ohne Programmierkenntnisse

einfach zu bedienen, und sie bietet

eine Vielzahl an digitalen Features und

Automatisierungsoptionen. Der optionale

Werkzeugwechsler (bis zu 72 Tools) ist

so ebenfalls einfach bedienbar. Möglich

sind hier neben Schleifscheiben auch

Fräser, Bohrer und Messwerkzeuge. Ihre

Vielseitigkeit, Prozessstabilität und Präzision

machen die Maschine ideal für Anwendungen

in der Luft- und Raumfahrt,

im Automobilbau oder im Energiesektor,

beispielsweise für die Herstellung von

Turbinenschaufeln.

Neben der hohen Funktionalität legte

das Entwicklungsteam viel Wert auf eine

kompakte Bauweise. So ist die Stellfläche

gegenüber früheren Generationen trotz

des erhöhten Funktionsumfangs nahezu

unverändert. Die MC7 profitiert von dem

robusten Aufbau mit hoher Steifigkeit und

großen Führungsabständen für zuverlässig

reproduzierbare Genauigkeit. Hohe Achsgeschwindigkeiten

mit bis zu 50 m/min auf

der X- und Z-Achse reduzieren die Nebenzeiten

und tragen zur weiteren Verkürzung

der Bearbeitungsdauer bei.

„DAS INNOVATIVE DESIGN DER

MC7 BIETET KUNDEN HÖHERE

FLEXIBILITÄT UND EFFIZIENZ BEI

KOMPLEXEN BEARBEITUNGEN.“

Ronny Müller

DIE VORTEILE

DIE NEUE MC7

höchste Bearbeitungsflexibilität

mit der 360-Grad-Technologie,

welche die Bearbeitung von komplexen

Werkstückgeometrien ermöglicht

Plattformkonzept für einen

großen Anwendungsbereich

effiziente Prozessentwicklung

mit CAD/CAM

CD-Abrichten (Continuous Dressing)

für hohe Schleifqualität

auch für Schleifscheiben bis zu

500 mm Durchmesser

optionaler automatischer

Werkzeugwechsler mit 72 Positionen

einfache Bedienung und digitale Features

dank C.O.R.E. und smarter Software

KONTAKT

Ronny.Mueller@

blohmjung.com

LASERBEARBEITUNG

AUF HÖCHSTEM NIVEAU

Die neue VISION LASER

revolutioniert die Bearbeitung

von superharten Werkstoffen

„DIE NEUE VISION LASER BIETET

HÖHERE SCHNITT GESCHWINDIG KEITEN,

MEHR FLEXIBILITÄT UND EINE

BESSERE OBER FLÄCHENQUALITÄT.“

Silas Junger

Die Entwicklung zu immer mehr Effizienz

im Mobilitäts- und Energiesektor steigert

auch die Nachfrage nach Werkzeugen,

die den wachsenden Materialanforderungen

entsprechen. Superharte Werkstoffe

sind perfekt geeignet für die anspruchsvolle

Bearbeitung von modernen

Verbundwerkstoffen, faserverstärkten

Kunststoffen und Leichtbaumaterialien.

WALTER reagiert auf diesen Trend mit der

innovativen Laserbearbeitungsmaschine

VISION LASER. Mit ihr lassen sich präzise

und produktiv gelötete Werkzeuge

aus Diamant (PKD, CVD, MKD) herstellen.

„Bei der Herstellung von gelöteten

PKD-Werkzeugen bietet die Lasertechnologie

gegenüber den bisherigen Herstellungsverfahren

zahlreiche Vorteile“, sagt

Silas Junger, Product Manager Ultrahard

Materials bei WALTER. So spielen für die

Laserbearbeitung Härte und elektrische

Eigenschaften des Materials keine Rolle,

und die Schnittgeschwindigkeit ist etwa

doppelt so hoch. Die VISION LASER leistet

beeindruckende Schnittgeschwindigkeiten

von mehr als 1,6 mm/min bei einer

Materialstärke von 1,6 mm. Ein weiterer

Vorteil ist die überlegene Oberflächenqualität

mit feinsten Rauheitswerten. Auch

Die VISION LASER bearbeitet komplexeste

Werkzeuge in nur einer Aufspannung

fallen bei der Laserbearbeitung keine

Verbrauchsmaterialien wie Kühlmittel

oder Draht an, und sie benötigt weniger

Energie für den Betrieb.

DIE VORTEILE

WERKZEUGPRODUKTION

MIT DER VISION LASER

hohe Schnittgeschwindigkeiten

von über 1,6 mm/min

fertigt Schaftfräser, Kugelkopffräser,

Stufenwerkzeuge und andere Werkzeugtypen

in einer Aufspannung

komplexe Geometrien mit

hoher Oberflächenqualität

einfache Bedienung und

smarte Features dank C.O.R.E. und

GTR ProfDia Laser

Automatisierung der Produktion möglich

KONTAKT

Silas.Junger@

walter-machines.de

VOM ROHLING ZUM WERKZEUG IN

EINER AUFSPANNUNG

Die Konstruktion der Maschine basiert auf

der bewährten HELITRONIC VISION von

WALTER, und das verwendete Lasersystem

gewährleistet eine hohe industrielle

Zuverlässigkeit und Präzision. Gleichzeitig

ist die Bedienung dank der smarten digitalen

Features des modernen Betriebssystems

C.O.R.E. und der integrierten

Software GTR ProfDia Laser einfach und

intuitiv. Automatische Laserkalibrierung,

Live-Prozesskameras oder Verbrauchsdaten

in Echtzeit sind nur einige der Vorteile

des Systems.

So kann die VISION LASER in einer

Aufspannung aus einem Rohling das fertige

Werkzeug herstellen, seien es plattenbestückte

Schaftfräser, Kugelkopffräser,

Stufenwerkzeuge oder andere Werkzeugtypen.

„Und das selbst mit komplexen

3D-Geometrien wie Spanleit stufen und

konkaven Innenkonturen, das war mit bisherigen

Herstellungsmethoden bislang so

nicht möglich“, sagt Junger. Und Kunden,

die ihre Produktion automatisieren möchten,

finden mit dem umfassenden Automatisierungskonzept

von WALTER dafür

eine optimale Option.

24 01.2025 01.2025 25



UNITED MACHINING SOLUTIONS TOOLS & TECHNOLOGY

UNITED GRINDING

KUNDENPORTAL AUF DEM

NÄCHSTEN LEVEL

Die neue Version des Kundenportals von UNITED GRINDING ist der zentrale Hub

für die Maschineninteraktion mit Live-Daten und optimiertem Service

CHARMILLES

DIE VORTEILE

LASER X 500 U

höchste Präzision und Prozessstabilität

saubere und scharfe Bearbeitung dank

Femtosekundenlaser-Technologie

optimiert mit CAD/CAM-Software

LaserSUITE360®

vielseitige Anwendungen für hochpräzise

Komponenten in der Elektronik, Uhrmacherei

und Mikrobearbeitung

Live-Maschinendaten, Energy-Monitoring

oder Serviceanfragen rund um

die Uhr: Dies sind nur einige der Funktionen,

welche die neueste Version des

digitalen Kundenportals von UNITED

GRINDING bietet. „Die Kombination aus

Echtzeitdaten, standortunabhängiger

Verfügbarkeit und nahtloser Integration

macht das Kundenportal zum zentralen

Hub für optimierte Service- und Maschineninteraktion

und schafft einen entscheidenden

Mehrwert für die Produktivität

unserer Kunden in der modernen

Fertigung“, erläutert der verantwortliche

Produktmanager Jan Mennerich.

„DANK DES NEXT-LEVEL-

KUNDENPORTALS KÖNNEN

WIR ALS HERSTELLER

NOCH EINFACHER UND ENGER

MIT UNSEREN KUNDEN

ZUSAMMENARBEITEN.“

Jan Mennerich

Ein zentraler Vorteil ist die Nutzung der

Plattform des Technologiepartners Transaction

Network, die herstellerunabhängig

ist und somit eine einheitliche Plattform

für verschiedenste OEMs und Zulieferer

bietet. Damit entsteht für die Kundschaft

ein nahtloses digitales Nutzererlebnis –

unabhängig vom Maschinenhersteller.

Durch die Automatisierung von Dienstleistungen

und Prozessen werden der

Informationsaustausch und die Interaktion

schneller, transparenter und effizienter

als je zuvor. Dies zeigt sich in der Nutzung

des webbasierten Kundenportals auf

Desktop, Tablet und Smartphone – oder

KONTAKT

Jan.Mennerich@

grinding.ch

bei Maschinen mit C.O.R.E.-Technologie

direkt am Bedienpanel.

DIGITAL MANUFACTURING

ECOSYSTEM

Ein besonderer Entwicklungsfokus wurde

auf die Integration von Daten als Werttreiber

gelegt. So können Nutzende den

Maschinen status dank Live-Dashboard

jederzeit im Blick behalten und fundierte

Entschei dungen treffen oder mit dem

Energy-Monitoring die Grundlage für

Energieein sparungen und Nachhaltigkeitsreporting

schaffen. „Im Zusammenspiel

aus Next-Level-Kundenportal, vernetzten

Maschinen und unserem Customer Care

manifestiert sich ein durchgängiges Digital

Manufacturing Ecosystem, mit dem wir

als Hersteller noch einfacher und enger mit

unseren Kunden zusammenarbeiten können“,

sagt Mennerich.

Die Kundschaft profitiert von digitalen

Service-Interaktionen inklusive direkter

Ticket-Erstellung am C.O.R.E.-Bedienpanel

der Maschine sowie der digitalen Bereitstellung

aller relevanten Dokumentationen

und Handbücher. Serviceanfragen sind somit

rund um die Uhr möglich, und Benachrichtigungen

zeigen den aktuellen Stand.

Dies schafft mehr Effizienz und Transparenz

im Serviceprozess und unterstützt bei der

Minimierung von Stillstandszeiten.

DIE VORTEILE

NEXT-LEVEL

KUNDENPORTAL

herstellerneutrales und unabhängiges

Portal für alle Maschinen

jederzeit Zugriff auf Maschinenund

Servicedaten

digitale Maschinenakte mit allen

wichtigen Informationen an einem Ort

Serviceanfragen direkt am

C.O.R.E.-Panel anstoßen

PRÄZISION AUF MIKRONIVEAU NEU DEFINIERT

Mit der LASER X 500 U liefert CHARMILLES innovative 5-Achs-Laserfertigung

mit kompromissloser Genauigkeit für anspruchsvollste Mikroschneid-, Mikrobohr- und

Mikrobearbeitungsteile

Ob zur Herstellung filigraner Uhrenkomponenten

oder zur Formgebung von

Werkzeugen für die Elektronikindustrie –

die LASER X 500 U setzt in der Mikrofertigung

neue Standards in Sachen Präzision.

Das innovative 5-Achs-Lasersystem

integriert einen ultrakurz gepulsten Femtosekundenlaser

(1 Femtosekunde =

10 –15 Sekunden), der für einen sauberen

Abtrag des Materials sorgt und Nachbearbeitungen

überflüssig macht. Dank der

DNA von CHARMILLES ist die Maschine

vollständig thermostabilisiert, und ihre

einzigartige Kinematik ist auf extreme Genauigkeit

ausgelegt. Mit einer Punktgröße

von nur wenigen Mikrometern ermöglicht

das Laserwerkzeug die Bearbeitung

von Details in höchster Qualität.

Ideal für hochpräzise Komponenten

kann die LASER X 500 U jedes Metall bearbeiten,

zudem Siliziumkarbid, Keramik,

Saphir oder Glas, die mit herkömmlichen

Werkzeugmaschinen nur schwer zu bearbeiten

sind. Die dynamische Optik in

Kombination mit Hochgeschwindigkeits-

Linearmotoren steigert die Produktivität,

und die Kundschaft profitiert zudem von

„ENTWICKELT

FÜR SPITZEN-

LEISTUNGEN BEI

DER MIKROTEILE-

BEARBEITUNG.“

Adrien Rodrigues

Setzt neue Standards bei Präzision und

Genauigkeit: die LASER X 500 U

KONTAKT

Adrien.Rodrigues@

machining.com

einfachen, präzisen und konsistenten Ergebnissen.

Das System wird mit der fortschrittlichen

CAD/CAM-Software Laser-

SUITE360 gesteuert und ermöglicht

selbst bei komplexesten Bearbeitungen

eine intuitive Programmierung mit unübertroffener

Einfachheit bei der Berechnung

des Werkzeugwegs.

LASERTECHNOLOGIE SORGT FÜR HOHE

QUALITÄT UND NACHHALTIGKEIT

Hohe Flexibilität bieten Verfahrwege

von 550 × 4000 × 500 mm, ein Schwenkbereich

der B-Achse von −110° bis +110°

und eine Drehung der C-Achse von

bis zu 720°. „Die Fähigkeiten der LASER

X 500 U definieren den Begriff Exzellenz

in den Bereichen Elektronik, medizinische

Anwendungen, Uhrenbau und Mikrowerkzeugbearbeitung

neu“, sagt

Adrien Rodrigues, Produktexperte bei

CHARMILLES. Ein weiterer wichtiger

Vorteil ist die Nachhaltigkeit: Ohne

Werkzeugabnutzung, Elektroden oder

mechanische Schnittkräfte verbindet

die Maschine hohe Fertigungsqualität

mit ökonomischen und ökologischen

Vorteilen, da sie den Energieverbrauch

senkt und die Betriebskosten minimiert.

26 01.2025

01.2025 27



UNITED MACHINING SOLUTIONS TOOLS & TECHNOLOGY

AGIE CHARMILLES

DIE ZUKUNFT DER

DRAHTERODIERUNG:

DIE CUT S-SERIE

Mit der neuen CUT S-Serie setzt AGIE CHARMILLES dank fortschrittlicher EDM-

Technologie und einfacher Bedienung neue Standards in der Präzisionsfertigung

Eignung für die Prozessautomatisierung

machen sie zu einer flexiblen Fertigungslösung

für eine Vielzahl von Aufgaben.

Die CUT S 600 bietet größere Verfahrwege

in allen Achsen (X 605, Y 405, Z 356,

U 700, V 450 mm) bei nahezu gleicher

kompakter Stellfläche wie die CUT S 400.

Sie ist ideal für Kundschaft, die mehr Kapazität

benötigt und so nicht auf die größte

Maschine aufrüsten muss. Dies macht

sie zur perfekten Fertigungslösung für Anwendende,

die größere Werkstücke bearbeiten

und gleichzeitig hohe Qualität

und eine effiziente Flächennutzung gewährleisten

wollen.

Das Flaggschiffmodell CUT S 800 ist

für großvolumige, hochpräzise Stanzwerkzeuge,

Formen, Luft- und Raumfahrtkomponenten

und die Teilefertigung konzipiert.

Mit den längsten Verfahrwegen

der Baureihe (X 800, Y 600, Z 510, U 800,

V 600 mm) bietet sie unübertroffene Flexibilität

für großformatige Anwendungen.

Trotzdem gibt es mit einem Drahtdurchmesser

von 0,15 bis 0,3 mm keine Kompromisse

bei der Präzision und Zuverlässigkeit.

Sie eignet sich besonders für Anwendungen

in der Luft- und Raumfahrt,

im Präzisions- und Formenbau oder in der

Automobilindustrie, zum Beispiel bei

Stanzwerkzeugen für Elektrofahrzeuge.

Mit der Einführung der CUT S-Serie

setzt AGIE CHARMILLES neue Maß stäbe

in der EDM-Technologie. Die Kombina tion

aus dem revolutionären IPG-Generator,

der innovativen TETRAX-Konstruktion,

der hervorragenden Oberflächenqualität

und den erweiterten Achsenhüben bietet

beispiellose Präzision und Flexibilität. Die

CUT S-Serie vereint Hightech mit einfacher

Bedienung und erfüllt damit die

wachsenden Anforderungen der modernen

Fertigung – von kleinen Präzisionsteilen

bis hin zu großen Komponenten.

KONTAKT

Giovanni.Rimoldi@

machining.com

Technologiesprung in der EDM-Präzisionsfertigung:

AGIE CHARMILLES stellt mit

der CUT S-Serie – bestehend aus den

Modellen CUT S 400, CUT S 600 und

CUT S 800 – eine neue Generation von

hochpräzisen Drahterodiermaschinen vor.

Dank ihrer innovativen Technologie und

modernen Konstruktion eröffnen sie neue

Möglichkeiten für eine Vielzahl von Industrien.

Das Herzstück dieser Maschinen bildet

der revolutionäre Intelligent Power Generator

(IPG). Im Gegensatz zu herkömmlichen

Generatoren arbeitet der IPG mit

Resonanzkreistechnologie und sorgt so für

maximale Effizienz bei minimalem Energieverbrauch.

Die nahezu vollständige Reduktion

der Wärmeabgabe macht ihn zu

einem Kaltgenerator, der sich in einer kompakten

Konstruktion nahe am Arbeitsbereich

befindet. Die dadurch möglichen

kurzen Kabelwege reduzieren die Fehleranfälligkeit

aufgrund von Rauschen deutlich.

Das Ergebnis: saubere, gleichmäßige

und vollständig wiederholbare Impulse,

die einen präzise gesteuerten elektrischen

Entladevorgang garantieren.

Eine weitere wichtige Innovation der

CUT S-Serie ist die neue mechanische

TETRAX-Konstruktion, die eine beispiellose

Flexibilität und Präzision bei der Konusbearbeitung

ermöglicht. Ergänzt wird diese

Weiterentwicklung durch ein neues, patentiertes

Kollisionsschutzsystem und das

gesamte Spektrum von EDM-Spark-Track-

Technologien, darunter ISPS und iWire. Die

symmetrische Bauweise der Maschinen

verbessert die Zugänglichkeit und optimiert

die Bedingungen für flexible Fertigungslösungen.

Sie eignen sich somit optimal für

die Hochpräzisionsfertigung mit maximaler

Produktivität. Bedienung und Wartung wurden

ebenfalls vereinfacht, mit leicht zugänglichen

Wartungspunkten und intuitiven

Funktionen, die Betriebskosten senken

und die Maschinenverfügbarkeit erhöhen.

Die gesamte CUT S-Serie wird über die moderne

UNIQUA-Schnittstelle mit intuitivem

und einfachem Betrieb gesteuert.

Auch sind die Maschinen der CUT S-

Serie die ersten EDM-Fertigungsanlagen,

die mit einem neuartigen, patentierten

Draht und optimierter Technologie Werkstücke

ohne Kupferverunreinigungen produzieren

können. Damit können Hersteller

in der Halbleiterverarbeitung kostspielige

und filigrane Reinigungsprozesse eliminieren

und dadurch das Fabrikationsverfahren

vereinfachen sowie Kosten und

Durchlaufzeiten reduzieren. Die innova -

tive Technologie bietet Prozessstabilität,

hohe Präzision und automatisches Drahteinfädeln.

AUF DIE KUNDENBEDÜRFNISSE

ZUGESCHNITTEN: DIE CUT S 400,

S 600 UND S 800

„Bei der Entwicklung dieser Funktionen

standen konsequent die Bedürfnisse

unserer Kunden im Vordergrund“, sagt

Giovanni Rimoldi, Leiter EDM Sales

Support und Produktmanagement bei

UNITED MACHINING. Dasselbe gilt für

die Portfolioallokation der CUT S-Serie.

Mit nur 2,06 × 3,30 × 2,24 Metern ist

die CUT S 400 die kompakteste Maschine

der Baureihe und bietet mit großzügigen

Hüben von X 405, Y 315, Z 256, U 500 und

V 350 mm eine ideale Balance aus Präzision

und Flexibilität. Sie ist ideal für die

„UNSERE NEUE SERIE AUS HIGH-END-EDM-

MASCHINEN ZEICHNET SICH DURCH

EINE AUSSERGEWÖHNLICH BENUTZER-

FREUNDLICHE KONSTRUKTION AUS,

DIE UNSER ENGAGEMENT ZUM ZUHÖREN UND

ERFÜLLEN DER BEDÜRFNISSE UNSERER

KUNDEN WIDERSPIEGELT.“

Giovanni Rimoldi

Herstellung von Stanzwerkzeugen, Formteilen

und Prägestempeln, Medizin produkten

und Implantaten. Mit einem Drahtdurchmesserbereich

von 0,05 bis 0,3 mm

und einer serienweit ausgezeichneten

Oberflächenrauheit von Ra 0,08 µm liefert

sie hervorragende Ergebnisse auf kleiner

Stellfläche. Ihre hohe Präzision und ihre

DIE NEUE CUT S-SERIE

besonders hohe Präzision und

Zuverlässigkeit mit dem Intelligent

Power Generator (IPG)

hervorragende Oberflächenqualität

von Ra 0,08 µm

intuitive Bedienung und kompaktes,

modernes Design

CUT S 400

kompakteste Stellfläche und

ideal für kleine und mittelgroße

Hochpräzisionskomponenten

Abmessungen:

2060 × 3300 × 2240 mm

Achsen-Verfahrwege: X 405, Y 315,

Z 256, U 500, V 350 mm

DIE VORTEILE

Die neue CUT S-Serie stellt

einen Technologiesprung

in der EDM-Fertigung dar

CUT S 600

kann größere hochpräzise

Komponenten auf kleiner Stellfläche

handhaben

Abmessungen:

2060 × 3500 × 2240 mm

Achsen-Verfahrwege: X 605, Y 405,

Z 356, U 700, V 450 mm

CUT S 800

Flaggschiffmodell

für hochpräzise

Großkomponenten

Abmessungen:

2640 × 2870 × 2650 mm

Achsen-Verfahrwege: X 800, Y 600,

Z 510, U 800, V 600 mm

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UNITED MACHINING SOLUTIONS TOOLS & TECHNOLOGY

MIKRON MILL

SYSTEM 3R

PRÄZISIONS FRÄSEN FÜR

HÖCHSTE GENAUIGKEIT

Die neue MIKRON MILL P 500 VHP liefert zuverlässig außergewöhnliche

Oberflächenqualität und Genauigkeit, auch bei längeren Bearbeitungszyklen

Die 3-Achs-Hochpräzisions-Fräsmaschine

MIKRON MILL P 500 VHP wurde speziell

für die anspruchsvolle Werkzeug- und Formenbaufertigung

konzipiert. Dank ihrer

speziellen Linearantriebskonstruktion erreicht

sie Genauigkeiten, die für die Herstellung

hochpräziser Mikrokomponenten

im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie

(IKT) entscheidend

sind. Andere Maschinen verwenden oft

Kugelgewindetriebe, die aufgrund ihres

Spiels die Oberflächenqualität negativ beeinflussen

können. Das Polymerbeton-Maschinenbett

der VHP trägt mit seinen hervorragenden

Dämpfungseigenschaften

und reduzierten Vibrationen ebenfalls zu

einer hohen Präzision bei.

Die symmetrische Portalkonstruktion

gewährleistet eine optimale Kraftverteilung

und langfristige Thermostabilität. Ergänzt

wird dies durch innovative Technologien

wie Intelligent Thermal Control (ITC), das

Operator Support System (OSS) und wellengekühlte

Step-Tec-Motorspindeln mit bis

zu 42.000 U/min. Zusammen garantieren

diese Features eine hohe Prozess sicherheit,

die für längere Maschinenzyklen unerlässlich

ist, und machen die Maschine robust

gegenüber Umwelteinflüssen.

„MIKRON MILL-DNA

AUF EINEN BLICK,

GENAUIGKEIT ÜBER

LANGE ZYKLUS-

ZEITEN, DYNAMISCH

UND BEREIT FÜR DIE

AUTOMATISIERUNG.“

Juan Martin

IDEAL FÜR DIE IKT UND

PRÄZISIONS SERIENFERTIGUNG

Die P 500 VHP kommt insbesondere Kunden

in der Informations- und Kommunikationstechnologie

zugute, die hochwertige

Formeinsätze für Linsen oder Steckverbinder

produzieren. Ihre Anwendungen

erstrecken sich jedoch auch auf andere

Branchen: von Reflektorformen für Automobile

oder Haushaltsgeräte bis hin zu

Brennstoffzellenwerkzeugen und Formen

für medizinische Geräte – überall dort, wo

extreme Genauigkeit und hervorragende

Oberflächengüte erforderlich sind.

„Das intelligente Automatisierungskonzept

mit Heckbeladung ermöglicht erhebliche

Produktivitätssteigerungen, und

ihre kompakte Stellfläche bietet eine

platzsparende Integration in vielfältige

Umgebungen“, sagt Juan Martin, Head

of Customer Development bei UNITED

MACHINING. Damit liefert die MIKRON

MILL P 500 VHP genau das, was moderne

Hersteller brauchen, um in einem immer

anspruchsvolleren Markt wettbewerbsfähig

zu bleiben: zuverlässige Präzision

bei hoher Produktivität.

DIE VORTEILE

DIE NEUE

MIKRON MILL P 500 VHP

hohe Planflächenpräzision durch

Linearantriebe ohne Spiel

langfristige Prozessstabilität durch

Polymerbeton und

intelligente thermische Kontrolle

maximale Produktivität mit

42.000 U/min-Spindeln und intelligenten

Automatisierungsoptionen

KONTAKT

Juan.Martin@

machining.com

Hohe Genauigkeit bei bester

Oberflächenqualität: die neue

MIKRON MILL P 500 VHP

DER NEUE 3-ACHS-ALLROUNDER

Der dreiachsige Manipulator T3-600 von SYSTEM 3R vereint

hohe Flexibilität mit platzsparender Konstruktion und Effizienz

950 mm

Der T3-600 bietet eine sehr kompakte Konstruktion und kann

hohe Nutzlasten von bis zu 600 Kilogramm handhaben

2800 mm

(stationär)

340°,

90°/s

Der neue TRANSFORMER 3-axis 600 (T3-

600) ist eine innovative und flexible Fertigungslösung

für zahlreiche Maschinenbauanwendungen.

Er zeichnet sich durch

eine besonders kompakte und dennoch

robuste dreiachsige Konstruktion und eine

hohe maximale Nutzlast bis 600 Kilogramm

aus. „Die verlängerte X-Achse von

2000 Millimetern ermöglicht einen einfachen

Zugang zu großen Maschinentischen,

während der schmale Teleskoparm

in enge Arbeitsräume passt und den

Zugang durch Maschinentüren erleichtert“,

erklärt Francesco Viganò, Produktmanager

Automation bei SYSTEM 3R.

Vergleichbare industrielle Roboter auf

dem Markt bewältigen häufig nur geringere

Nutzlasten und verwenden sechs

Achsen – was den Platz-, Installationsund

Wartungsbedarf sowie die Fehleranfälligkeit

erhöht. Mit der Möglichkeit einer

stationären oder schienenmontierten

Installation lässt sich der T3-600 mühelos

skalieren: vom Betrieb einzelner Anlagen

bis hin zur Verknüpfung von über 20 Maschinen

in einer Zelle. Er ist für die Werkzeugsysteme

von SYSTEM 3R geeignet,

von kleinen Macro-Paletten (54 × 54 mm)

bis hin zu Delphin-Paletten (800 × 800 mm)

für große Werkstücke, und ist kompatibel

mit verschiedenen Werkzeugmaschinen

zum Fräsen, Schleifen, Drahterodieren,

Lasern und Messen.

Spezielle pneumatische Greifer ermöglichen

den Transport von leichten Komponenten

wie Erodierelektroden oder Fräswerkzeugen

zwischen Magazinen und Maschinen,

was die Maschinen autonomie

und die Gesamtzelleneffizienz erhöht. Die

Arbeitsabläufe werden über die Software

WorkShopManager gesteuert, die selbst

komplexe Durchläufe in automatisierten

Zellen koordiniert. Die Fertigungslösung

unterstützt auch branchenübliche Kommunikationsprotokolle

und bietet eine einzigartige

Mischung aus Leistung, Flexibilität

und einfacher Bedienung.

Als palettenbasierte Automatisierungslösung

eignet sich der T3-600 für alle Fertigungsbranchen,

die den Transport von

Paletten zu und von Maschinen erfordern.

Mit seiner hohen Nutzlast und kompakten

2000 mm,

800 mm/s

1500 mm, 400 mm/s

Magazinhöhe von

500 bis 2000 mm

(stationär)

Die verlängerte X-Achse und der schlanke Teleskoparm ermöglichen

einen einfachen Zugang auch zu großen Maschinentischen

Konstruktion ist er ideal für den Werkzeugund

Formenbau sowie für Branchen wie

Automobil, Luft- und Raum fahrt, Energie

und Medizin.

DIE VORTEILE

DER NEUE T3-600

flexible Automatisierung für vielfältige

Werkstücke, Werkzeuge und Prozesse

hohe Nutzlast von 600 kg (einschließlich

Werkstück, Palette und Greifer)

effiziente 3-Achs-Konstruktion reduziert Installationsund

Wartungskosten sowie Fehlerrisiken

X-Achse: 2000 mm (800 mm/s)/

Z-Achse: 1500 mm (400 mm/s)/

C-Achse: 340° (90°/s)

KONTAKT

Anders.Hagstrom@

machining.com

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A LOOK INSIDE UNITED MACHINING SOLUTIONS

WENN LASER

ZEICHNEN

Die Laserbearbeitung eignet sich optimal

für eine Vielzahl von Operationen, von der

Tex turierung von Produktformen und der

Teilefertigung bis hin zu Mikrobearbeitungsanwendungen

wie Mikrobohren, Mikroschneiden,

Mikrogravuren oder Mikroformen.

Unterstützt durch die Integration von

ultrakurz gepulsten Lasern können die

CHARMILLES-Lasermaschinen härteste

Materialien wie Keramik abtragen und engste

Toleranzen im Mikrometerbereich einhalten.

Aus Anwendungssicht bietet das gesamte

CHARMILLES-Laserver fahren zahlreiche

Vorteile. Der Prozess ist dank der CAD/CAM

LaserSUITE360 vollständig digital und

ermöglicht einfachere und konsistentere

Bearbeitungsaufträge. Auch die Umweltfreundlichkeit

zählt zu den großen Stärken,

da keine Chemikalien oder Verbrauchsmaterialien

verwendet werden. Heutzutage

bietet die Laserbearbeitungstech nologie

ein zu verlässiges Ergänzungs- oder

Ersatzverfahren zu herkömmlichen Bearbeitungsmethoden,

da sie noch präziser

und kostengünstiger arbeitet – ganz ohne

Werkzeugabnutzung.

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IN DEPTH UNITED MACHINING SOLUTIONS

FUNKEN DER

PRÄZISION

Wie EDM die Fertigungswelt revolutionierte:

Aus reinem Zufall entdeckt, ist EDM zu einem der wichtigsten Bearbeitungsverfahren

unserer Zeit geworden und treibt Innovationen in

Zukunftstechnologien wie KI, Elektromobilität oder Luft- und Raumfahrt voran

Die Schweizer Unternehmen AGIE und CHARMILLES prägen die EDM-Technologie

seit den 1950er-Jahren und sind heute Teil von UNITED MACHINING

Text: Markus Huth

FASZINIERT beobachten die russischen Wissenschaftler

Boris und Natalya Lazarenko

1943 in ihrem Labor in Moskau, wie Funkenentladungen

präzise Metall entfernten. Tatsächlich

hatte das Experiment das Gegenteil

angestrebt, nämlich die durch Funkenbildung

verursachten Schäden an elektrischen Kontakten

zu reduzieren. Doch kurze Zeit später

nutzten sie den zufällig entdeckten Effekt

bewusst zum ersten Mal für die Bearbeitung

von Werkstoffen – die Entstehung der modernen

Fertigungstechnologie EDM (Electrical

Discharge Machining, Funkenerodieren).

Sie funktioniert durch das Zünden kurzer,

gesteuerter Funken zwischen einer Elektrode

und einem leitfähigen Werkstück, eingebettet

in ein dielektrisches Medium wie Öl oder entionisiertes

Wasser. Jeder Funke verdampft

mikroskopisch kleine Partikel, während die

Flüssigkeit Ablagerungen abwäscht.

„Man könnte es mit einem Blitzeinschlag

vergleichen, der präzise den Werkstoff abschabt,

aber das geschieht über eine Million

Mal pro Sekunde“, erklärt Umang Maradia,

Leiter der Technical Unit EDM von UNITED

MACHINING. So lassen sich selbst härteste

Metalle wie Titanlegierungen oder Wolfram

mit mikrometergenauer Präzision schneiden

und formen. Im Gegensatz zu mechanischen

Bearbeitungsverfahren wie Fräsen oder

Schleifen geschieht dies kontaktlos. Gerade

bei sehr feinen und komplexen Geometrien

im Mikrometerbereich und bei harten Werkstoffen

ist EDM oft die einzige effiziente

Möglichkeit für die Fertigung. Ein weiterer

Vorteil ist die hervorragende Oberflächenqualität.

Heute lassen sich per EDM sogar

Formen für polierte Planflächen wie Kunststoff-Spielsteine

oder Präzisionsformen für

Kameralinsen herstellen. Darüber hinaus

kann EDM andere Prozesse wie Fräsen,

Schleifen oder Laser hervorragend ergänzen.

AGIE CHARMILLES PRÄGT DIE

EDM-BRANCHE BIS HEUTE

Kurz nach der Entdeckung in Russland nahm

in einem anderen Land die Entwicklung von

EDM zu einer industriefähigen Fertigung

Fahrt auf: In der Schweiz entwickelten zwei

Unternehmen – CHARMILLES und AGIE

(A.G. für Industrieelektronik) – die ersten

produktionsfertigen EDM-Maschinen und

präsentierten sie der Weltöffentlichkeit 1954

auf der Maschinenbaumesse in Mailand.

In den folgenden Jahrzehnten trugen sie zudem

mit zahlreichen Innovationen dazu bei,

das volle Potenzial von EDM auszuschöpfen.

Heute sind beide Unternehmen als AGIE

CHARMILLES Teil von UNITED MACHINING.

„Mit über 1000 Patenten haben wir wichtige

Standards in der Branche geprägt und setzen

diese auch weiterhin“, sagt Maradia. Präzise

steuerbare Generatoren, automatische Drahtwechsler,

beschichtete Drähte, unabhängige

Achspaare oder KI-gestützte CNC-Steuerung:

Die Liste der Innovationen ist zu lang, um

hier alle aufzuzählen.

Heute sind EDM-Maschinen wie die

moderne CUT- (für Drahterodieren), die

FORM- (für Senkerodieren) und die DRILL-

Serie (für Startlochbohrmaschinen) von AGIE

CHARMILLES Hightech-Geräte. Ihr Herzstück

ist der innovative Intelligent Power Generator

(IPG), der es erlaubt, jeden Funken schnell,

zu verlässig und digital zu steuern und den

Energieverbrauch drastisch zu senken. Darüber

hinaus unterstützen die Maschinen die

Der innovative und äußerst energieeffiziente Intelligent Power Generator (IPG) von AGIE CHARMILLES,

Teil von UNITED MACHINING, ermöglicht es, jeden Funken digital und präzise zu steuern

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UNITED MACHINING SOLUTIONS IN DEPTH

INTERNATIONAL UNITED MACHINING SOLUTIONS

EDM-

TECHNOLOGIEN

Drahterodieren schneidet mit

einem dünnen, sich kontinuierlich

bewegenden Metalldraht als

Elektrode durch elektrische Entladungen

exakte Konturen

in leitfähige Werkstoffe. Ideal

unter anderem für die Fertigung

präziser Stempelwerkzeuge oder

zur Herstellung komplexer

Formen für Turbinenscheiben.

Senkerodieren verwendet eine

vorgeformte Elektrode, die ihre

negative Form durch elektrische

Entladungen auf das Werkstück

überträgt und komplexe Kavitäten

erzeugt. Eine typische Anwendung

ist die Herstellung von

hochpräzisen Spritzgussformen

für Kunststoffkomponenten.

Anwendenden mit intelligenten Funktionen

wie Temperaturregelung, automatischem

Drahteinfädeln, sensorgestützter Echtzeitdatenerfassung,

Überwachung der Fun kenkonzentration

(Spark Track), intuitiver Bedienung

(UNIQUA) sowie Automatisierungsoptionen.

Sie erfüllen höchste Industrienormen

und fertigen zahlreiche Produkte

unserer modernen Welt.

EDM IST EINE SCHLÜSSELTECHNOLOGIE

FÜR DIE ZUKUNFT

Zum Beispiel werden EDM-Maschinen zur

Werkzeugfertigung für die Herstellung der

filigranen Daten- und Energie-Steckverbinder

in der Elektronik eingesetzt, sei es für Smartphones

oder Rechenzentren. Sie kommen

auch bei der Fertigung der feinen Lamellen

in Elektromotoren oder komplexer Geometrien

von Leitschaufeln in Flugzeugturbinen

zum Einsatz. Ein weiterer Anwendungsbereich

sind Spritzgussformen für eine Vielzahl

von alltäglichen Kunststoffprodukten

wie Zahnbürsten. „Wenn ich einen Joghurtbecher

öffne, muss ich immer an EDM denken“,

lacht Maradia. Dies liegt daran, dass

die luftdichten Verschlussfolien der Becher

mit ultraharten Wolfram-Werkzeugen gestanzt

werden. Eine CUT-Maschine produziert

die hauchdünne Schneideplatte mit

einer Präzision von nur wenigen Mikrometern

– um ein Vielfaches dünner als ein

men schliches Haar.

Experten gehen davon aus, dass EDM

als Fertigungstechnologie in Zukunft sogar

noch mehr Bedeutung gewinnen wird. Denn

„EDM IST

UNVERZICHTBAR

FÜR DIE

HERSTELLUNG SO

VIELER PRODUKTE

UNSERER

MODERNEN

WELT.“

Umang Maradia, Leiter der

Technischen Einheit EDM bei

UNITED MACHINING

sie ermöglicht die Bearbeitung von hochkomplexen

Geometrien auch bei neuen

Hightech-Werkstoffen, zum Beispiel in der

Luft- und Raumfahrt oder im Automobilbau,

die mit mechanischen Fertigungsverfahren

nicht durchführbar wären. Darüber hinaus

setzt sich der Trend zur Miniaturisierung in

den Bereichen Elektronik, Medizintechnik

und Energiesysteme fort und steigert die

Nachfrage nach Präzisionsbearbeitung.

„Dank Digitalisierung und KI-Unterstützung

werden sich EDM-Maschinen in Zukunft

noch einfacher automatisieren lassen und in

der Lage sein, schneller und mit noch mehr

Präzision zu fertigen“, erklärt Maradia und

fügt hinzu: „EDM bleibt ein Rückgrat unserer

modernen Welt.“

AUS

TRADITION

Am Fuß des Monte Rosa: Ab dem 19. Jahrhundert stand hier eine Berghütte,

seit 2010 ist es ein Gebäude in Form eines Kristalls. Entworfen von der ETH Zürich,

steckt es voller innovativer Hightech und versorgt sich zu 90 Prozent autark

Während die Innovationskraft in vielen Ländern schwächelt, schreitet die

Schweiz im Eiltempo voran – und wurde jüngst zum 14. Mal in Folge zum

innovativsten Land der Welt gewählt. Was ist das Erfolgsrezept?

Text: Matthias Kriegel

INNOVATIV

Startlochbohrmaschinen

bohren mithilfe einer rotierenden

Rohrelektrode durch elektrische

Entladungen präzise Löcher

selbst in härteste Werkstoffe.

Exakte Mikrokanäle können zum

Beispiel in medizinische

Implantate gebohrt werden.

EDM-Maschinen von AGIE CHARMILLES ermöglichen die Herstellung von aus Hartmetall gefertigten

hochpräzisen Stanzwerkzeugen für die Serienfertigung von Anschlusssteckern. Sie zeichnen sich durch

eine extrem hohe Bearbeitungsgenauigkeit von weniger als zwei Mikrometern aus

Fotos: Sektion Monte Rosa

DIE ERFOLGSSERIE GEHT WEITER: 2024 landete

die Schweiz auf dem ersten Platz des Global

Innovation Index der Weltorganisation

für geistiges Eigentum – und das zum

14. Mal in Folge. Auch im Europäischen

Innovationsanzeiger 2024 der Europäischen

Kommission war kein anderes Land besser:

Die Eidgenossenschaft übertraf alle 27 EU-

Mitgliedsländer mit einem Innovationsindex

von 152,2 Punkten – 138,4 Prozent des EU-

Durchschnitts. Natürlich ist das kein Zufall,

sondern das Ergebnis einer jahrzehntelangen

Entwicklung. Denn der Schweizer Erfolg

basiert auf der Kombination von Tradition,

Innovation und Stabilität.

INVESTITIONEN SIND ENTSCHEIDEND

Ein wichtiger Pfeiler ist die Schweizer Industrie,

die massiv in die Zukunft und ihre Zukunftsfähigkeit

investiert. Allein die Privatwirtschaft

wendet jährlich 18 Milliarden Franken

für Forschung und Entwicklung auf, seit 2021

haben Unternehmen ihre Ausgaben in dem

Bereich pro Jahr um 3,5 Prozent erhöht – aus

Überzeugung: Für neun von zehn Schweizer

Firmen ist Innovation essenziell, um sich

von der Konkurrenz abzuheben – dies gilt

sowohl für Großunternehmen als auch für

den Mittelstand. So lautet das Ergebnis einer

Umfrage der Großbank UBS mit dem Marktforschungsinstitut

Intervista unter 2500 Ent-

scheidungsträgern. 50 Prozent der Befragten

sehen das größte Potenzial für Innovation bei

Produkten und Dienstleistungen. Bei Firmen

im Industriebereich stufen 25 Prozent Innovationen

im Produktionsprozess als relevant ein,

Dienstleister setzen zusätzlich auf Innovationen

in den Bereichen IT und digitale Prozesse

(20 Prozent). Und fast zwei Drittel sehen

das größte Innovationspotenzial bei den Mitarbeitenden.

„Ohne die Initiative und Kreativität

von Mitarbeitenden auf allen Stufen erzielt

man keinen Fortschritt“, sagt Christoph Plüss,

CTO von UNITED MACHINING SOLUTIONS.

„Deshalb investieren wir viel in die Ausbildung

und Förderung.“

36 01.2025

01.2025 37



UNITED MACHINING SOLUTIONS INTERNATIONAL

KONTINUITÄT UND TRADITION

Ein weiterer Grund für den Erfolg der Schweizer

Industrie: Das Portfolio ist breit gefächert.

Es reicht von der Pharma-, Chemie- und

Nahrungsmittelindustrie über Finanzdienstleistungen

bis hin zur Tech -Industrie. „Denken

wir zum Beispiel an Uhren mit großen

Komplikationen, die extrem aufwendig herzustellen

sind, oder an Textil- oder Werkzeugmaschinen“,

ergänzt Ivan Filisetti, Mitglied

der Geschäftsführung von UNITED

MACHINING SOLUTIONS. „Schweizer

Unternehmen sind historisch führend in

der Innovation vieler Branchen. Hier gibt es

eine jahrhundertealte Kultur, die die Schweiz

schon immer ausgezeichnet hat.“

Damit spricht Ivan Filisetti einen weiteren

Erfolgsgaranten der Schweizer Industrie an:

Kontinuität und Tradition. Verkörpert wird

dies durch zahlreiche Firmen, die seit mehr

als 100 Jahren erfolgreich sind. So wurde

STUDER, einer der weltweit führenden Hersteller

von Präzisions-Rundschleifmaschinen

aus Thun, im Jahr 1912 gegründet. LIECHTI,

einer der globalen Marktführer im Bereich

5-Achs-Fräslösungen, bereits 1865. Dass

diese und viele weitere Schweizer Firmen

so lange nach ihrer Gründung noch erfolgreich

sind, hat mit ihrem Innovationsgeist

zu tun. „Auch für Traditionsunternehmen

gilt das darwinsche Gesetz“, weiß Filisetti,

„wenn sie nicht mehr in der Lage sind, sich

neu zu erfinden und weiterzuentwickeln, sind

„FÜR DIE

INNOVATIONSKRAFT

DER SCHWEIZ IST

DIE KOOPERATION

ZWISCHEN

UNIVERSITÄTEN UND

UNTERNEHMEN

ÄUSSERST WICHTIG.“

Prof. Dr. Rudolf Minsch

sie zum Verschwinden verurteilt. Das wissen

wir sehr gut und haben es in unserer Geschichte

immer wieder bewiesen, indem wir

auf wahre Innovation setzen. Das bedeutet

für mich, ein Produkt oder einen Prozess zu

schaffen, den es vorher nicht gab.“

Einen ebenso großen Anteil am Schweizer

Erfolg hat das Bildungssystem, das die

Köpfe hinter den Innovationen „made in Switzerland“

hervorbringt. „Für die Innovationskraft

der Schweiz ist die Kooperation zwischen

Universitäten und Unternehmen

äußerst wichtig“, erklärt Prof. Dr. Rudolf

Minsch, stellvertretender Vorsitzender der

Geschäftsleitung von economiesuisse, der

Innovatoren von morgen: Blick in die Räumlichkeiten der ETH Zürich. Auch im Jahr 2024

belegt sie in der Rangliste des Fachmagazins „Times Higher Education” den elften Platz –

und ist damit die beste Hochschule Kontinentaleuropas

größten Dachorganisation der Schweizer

Wirtschaft. „Dreh- und Angelpunkt ist der

Bereich der Eidgenössischen Technischen

Hochschulen. Nicht umsonst wollen auch

viele ausländische Großfirmen in der Schweiz

forschen: weil sie die Nähe zu den ETHs suchen.“

So zählen die ETH Zürich und die

EPFL Lausanne zu den weltweit führenden

technischen Hochschulen. Mit beachtlichen

37 neuen Spin-offs setzte beispielsweise die

ETH Zürich 2024 ihren langfristigen Aufwärtstrend

bei der Gründung neuer Unternehmen

aus ihrer Forschung fort. Die steigende Investitionssumme

in ETH-Spin-offs belegt

deren Zukunftsfähigkeit und Attraktivität:

2024 wurden fast 425 Millionen Franken investiert

– ein Anstieg von 25 Prozent gegenüber

dem Vorjahr. In den vergangenen zehn

Jahren hat sich der Gesamtwert sogar verzehnfacht.

Die landesweit 16 Innovationsparks von

der Stiftung Switzerland Innovation wiederum

bringen Hochschulen und Wirtschaft zusammen.

Seit ihrer Gründung vor etwa acht

Jahren haben sie zur Ansiedlung von mehr

als 300 Unternehmen geführt. Sie konzentrieren

sich auf die Bereiche Gesundheit und

Lifesciences, Mobilität und Transportwesen,

Energie, Umwelt und natürliche Ressourcen,

Fertigung und Produktion sowie Computerund

Datenwissenschaften. Diese strategische

Ausrichtung auf zukunftsträchtige

Branchen trägt maßgeblich zur langfristigen

Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz bei.

„Auch wir pflegen sehr enge Beziehungen

zu universitären Forschungsinstitutionen und

Fachhochschulen und führen entsprechend

auch Forschungsprojekte durch“, sagt

Christoph Plüss. „Diese sind wichtige Quellen

für Fachpersonal und neue Mitarbeitende.“

HERAUSFORDERUNGEN DER ZUKUNFT

Entscheidend am Innovationserfolg mitgewirkt

wird aber auch jenseits des Unicampus.

Forschungseinrichtungen wie das

CSEM (Centre Suisse d‘Electronique et

de Microtechnique), ein gemeinnütziges

Schweizer Technologieinnovationszentrum

mit mehr als 600 Mitarbeitenden, entwickeln

Technologien in den Bereichen Präzisionsfertigung,

Digitalisierung, optische Elemente,

künstliche Intelligenz und nachhaltige

Energie. Und mit der schweizerischen Agentur

für Innovationsförderung Inno suisse

fördert der Bund wissenschaftsbasierte

Innovationen. So will er darauf hinwirken,

dass Innovationsthemen von großer und

branchenübergreifender Bedeutung aufgegriffen

werden.

Trotz aller Erfolge steht aber auch die

Schweiz vor Herausforderungen. Die For-

Fotos: ETH Zürich/Meinrad Schade

Fotos: Switzerland Innovation Park, CSEM (2)

Zukunft gestalten: Der Innovationspark Zürich auf dem Flugplatzareal in Dübendorf bietet eine Plattform für Forschung, Entwicklung und Innovation

schungs- und Entwicklungsausgaben sind

zwar hoch, der Anteil am Bruttoinlandsprodukt

stagniert allerdings seit Jahren. Drei Viertel

der von der UBS befragten Unternehmen

nannten das Thema Fachkräftemangel als

besonders besorgniserregend. Fast 40 Prozent

der kleinen und mittleren sowie 53 Prozent

der großen Unternehmen befürchten

gar eine Zuspitzung der Situation. Für Ivan

Filisetti ist klar: „Die Lösung für dieses Problem

muss im Unternehmen selbst gesucht

werden. Die interne Ausbildung zukünftiger

Fachkräfte leistet einen wertvollen Beitrag –

und ist somit auch ein guter Motor für interne

Innovation. Außerdem braucht es eine Kultur

der kontinuierlichen Innovation und Transformation,

um Mitarbeitende zu motivieren.“

„WER SICH DATA

SCIENCE UND

KI VERSCHLIESST,

WIRD NICHT

KONKURRENZFÄHIG

BLEIBEN.“

Christoph Plüss

Das CSEM ist auch an der Konzeption eines

NASA-Weltraumteleskops beteiligt. Unten:

ein Spiegeltelskop aus sechs Elementen.

Oben: eine 3D-gedruckte Struktur, um den

Spiegel hochpräzise auszurichten

Eine weitere Herausforderung ist die voranschreitende

digitale Transformation, insbesondere

durch die wachsende Nutzung

von Cloud Computing, Big Data und künstlicher

Intelligenz. Große Unternehmen setzen

diese Technologien deutlich häufiger um

als kleinere Firmen. Dies vergrößere die Kluft

zwischen den Unternehmen, warnte Anfang

Januar die Konjunkturforschungsstelle der

ETH Zürich. Christoph Plüss verweist in dem

Zusammenhang stolz auf das Jahr 2015:

„Wir haben uns früh dazu entschlossen, die

Digitalisierung anzugehen. Deshalb haben

wir heute eine vereinheitlichte digitale Basis

und Architektur, die es uns erlaubt, die

neuen Möglichkeiten von Data Science und

KI sinnvoll zu nutzen. Denn eines ist klar: Wer

sich diesen Entwicklungen verschließt, wird

nicht konkurrenzfähig bleiben.“

Auch wenn die Schweiz es erfolgreich

geschafft hat, ein einzigartiges Innovationsökosystem

zu entwickeln, das auf dem

Zusammenspiel von Tradition und Innovation,

von Weltkonzernen, spezialisierten

Kleinunternehmen und Mittelständlern,

von Spitzenforschung und praxisnaher

Ausbildung basiert: Innovation bleibt ein

dynamisches Konstrukt, der Erfolg bietet

keinen Anlass, sich auszuruhen. „Wollen

wir unseren Wohlstand halten, müssen wir

uns immer weiter bewegen“, erklärt Prof.

Dr. Rudolf Minsch und macht auf einen für

ihn besonders wichtigen Punkt aufmerksam.

„Wir dürfen uns nicht abschotten, sondern

müssen offen bleiben. Rund 50 Prozent der

Schweizer Start-ups werden von Ausländern

gegründet. Ohne sie sind internationale

Spitzenforschung und Innovation unmöglich.“

Wird dieser Weg weiter verfolgt, gibt

es auch in Zukunft Innovationen „made in

Switzerland“ – und zum 15. Mal Platz eins

beim Global Innovation Index.

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IDEAS UNITED MACHINING SOLUTIONS

DIE ERFINDUNG

DER NEUZEIT

Ab wann gelten Erfindungen als echte Innovationen?

Und wie entstehen sie in einer Welt, die zunehmend

von künstlicher Intelligenz geprägt wird?

Text: Michael Hopp — Illustration: Alexandra Barlow

WAS IST EINE INNOVATION? In der heutigen Welt,

in der scheinbar tagtäglich faszinierende Meldungen

über bahnbrechende Entwicklungen

die Runde machen, könnte man meinen, der

Begriff werde nahezu inflationär benutzt. Eine

Erklärung sei ohnehin obsolet, weil es doch

augenscheinlich sei: Innovation ist etwas

Neues, nie Dagewesenes. Jedoch so einfach

ist es nicht. Betrachtet man den Begriff Innovation

in seiner ursprünglichen Bedeutung,

mag es auf der Hand liegen: Er leitet sich ab

vom lateinischen „innovare“, erneuern. Aber

geht es bei Innovationen darum, Dinge lediglich

zu erneuern – oder komplett neue Prozesse,

Produkte, Produktionsweisen aus der

Taufe zu heben? So wie die Dampfmaschine,

mit der James Watt die Industrie im 19. Jahrhundert

revolutionierte. Thomas Edisons Glühbirne

im Jahr 1879, die elektrisches Licht in

VON DER INNOVATION ZUM

INNOVATIONSZYKLUS

Die Anwendungen künstlicher und generativer

Intelligenz in Gesellschaft und Indus trie

wachsen in einem Tempo, das selbst die

weltweite Durchsetzung des Smartphones

als lahm erscheinen lässt. Haben Handys

noch 20 Jahre gebraucht, um zwei Drittel

der Menschheit zu erreichen, geht es bei den

KI-Anwendungen etwa doppelt so schnell.

Ihr Markt soll 2025 auf 233,46 Milliarden

US-Dollar wachsen und bis 2032 auf 1771,62

Milliarden US-Dollar, mit einem jährlichen

Wachstum von 29,2 Prozent. Und den Markt

der Smartphones dann weit hinter sich gelassen

haben – wenn sich Dinge überhaupt

so weit vorhersagen lassen. Niemand weiß,

welche Entwicklung Smartphones nehmen,

ob sie vielleicht im Brillengestell der Nutzenden

verschwinden oder im smarten Armband,

ob also Folgeinnovationen das Smartphone

schon bald obsolet machen. Doch

gesetzt scheint zu sein, dass künstliche

Intelligenz großen Einfluss auf Innovationen

und Innovationszyklen nimmt – in ihrer

Geschwindigkeit, aber auch in der Art ihrer

Entstehung.

Denn das hohe Tempo der KI-Durchsetzung

verführt oft zu der Aussage, die

Innovationszyklen verkürzten sich um fünf

bis zehn Jahre. Maßstab sind dabei die klasdie

Haushalte brachte. Alexander Graham

Bells Telefon drei Jahre zuvor, das weltweit

die Kommunikation auf ein neues Level hob.

Das Automobil, ebenfalls erfunden im späten

19. Jahrhundert, das den Startschuss für individuelle

Mobilität gab. Dies sind nur einige

Beispiele, doch sie alle haben etwas gemein:

Ihre Schöpfer erfanden ihre Innovation nicht

einfach so aus dem Nichts: Es gibt immer ein

Davor, einen Innovationszyklus, der zu einem

gewissen technischen Stand der Produktion

geführt hat – und der den nächsten Schritt erst

möglich machte. Der eine Transferleistung

von Menschen verlangte, die später zu Pionieren

wurden.

Heute gibt es so viele Definitionen des

Begriffs Innovation, man kann sich nahezu

jenen aussuchen, der gerade adäquat erscheint.

Joseph A. Schumpeter, heute als

der Begründer der Innovationsökonomie rezipiert,

schreibt in der „Theorie der wirtschaftlichen

Entwicklung“ (1911), Innovation sei

die Durchsetzung einer technischen oder

organisatorischen Neuerung im Produktionsprozess.

Also nicht die Erfindung selbst, sondern

die Etablierung derselben. Für Jürgen

Hauschildt, ebenfalls ein Pionier auf dem

Gebiet der Innovationsforschung, ist Innovation

grundsätzlich etwas Neuartiges. Dies

zeigt: Es gibt einen kleinen gemeinsamen

Nenner, das Neue, Neuartige, zuvor nicht

Dagewesene. Doch es kann ein weiter Weg

sein von der Erfindung bis zur Durchsetzung.

Und ab welchem Punkt etwas als Innovation

bezeichnet wird – das scheint nicht schlussendlich

geklärt zu sein.

WO FÄNGT INNOVATION AN?

Ein prägnantes Beispiel ist der Bereich der

künstlichen Intelligenz. Heute allgegenwärtig,

wird die KI allgemein als Innovation

betrachtet. Doch wirft man einen Blick in

die Historie, tauchen Fragen auf. Ist der

Chatbot, mit dem ich spreche, heute wirklich

noch eine Innovation? Oder ist er eine

Weiterentwicklung? Die Geschichte der KI

geht – sehr verkürzt – so: Im Jahr 1936 entwickelt

Alan Turing die Turingmaschine, die

beweist, dass eine Rechenmaschine jedes

Problem lösen kann, wenn dieses durch

einen Algorithmus dargestellt und in Einzelschritte

zerlegt werden kann. Dies gilt heute

als der Grundstein der KI-Entwicklung. 1956

definieren Forschende auf der Dartmouth-

Konferenz am gleichnamigen College im

US-Bundesstaat New Hampshire den Begriff

künstliche Intelligenz. Bereits 1966

entwickelt der Informatiker Joseph Weizenbaum

den ersten Chatbot: ELIZA. Das Programm

NETtalk – erschaffen von Terrence J.

Sejnowski und Charles Rosenberg – ist 1986

das erste, das künstliche neuronale Netze

verwendet. Es lernt durch Beispielsätze die

korrekte Aussprache von Begriffen und kann

das auf unbekannte Begriffe übertragen.

Zehn Jahre später, im Jahr 1996, gewinnt

Deep Blue von IBM als erster Computer

eine Partie Schach gegen den amtierenden

Weltmeister Garri Kasparow, ein Jahr später

sogar ein ganzes Turnier. Und im Boomjahr

2023 wird die Technologie massentauglich,

zahlreiche Anwendungen drängen auf den

Markt. Nun stellt sich die Frage: Ab welchem

Moment war künstliche Intelligenz eine Innovation?

Nach Schumpeter wohl erst ab 2023,

ab der Durchsetzung im Massenmarkt. Und

nach Hauschildt? Der ersten Idee im Jahr

1936? Der ersten Anwendung mit dem Chatbot

ELIZA? Vielleicht ist es auch müßig, den

genauen Zeitpunkt definieren zu wollen. Jedoch

führt dieser kleine exemplarische Abriss

eines Innovationsprozesses zu einer nächsten,

in der Innovationsforschung heute vielleicht

viel entscheidenderen Frage: Geht es

heute eventuell gar nicht mehr darum, was

Innovation ist? Sondern eher: Wie definieren

wir Innovation in einer Zukunft, in der die

schöpferische Kraft nicht mehr ausschließlich

dem menschlichen Geist entspringt –

und ein klassischer Innovationszyklus nur

noch schwer auszumachen ist?

sischen Theorien, etwa die langen Wellen des

Kondratieff-Zyklus, die „kreative Zerstörung“

von Schumpeter und das Mooresche Gesetz,

wonach sich die Rechenleistung von Chips alle

zwei Jahre verdoppelt. Dauerte gemäß den

bisherigen Theorien die erste Innovationswelle

ab 1785 mit Wasserkraft, Textilien und Eisen

noch 60 Jahre, bis Elektrizität, Chemie und

Mobilität folgten, währte die 1990 gestartete

fünfte Welle mit IT und Digitalisierung nur

noch halb so lang. Und die aktuelle, sechste,

mit KI, Robotik und Cleantech dürfte gerade

einmal 25 Jahre anhalten. Aber stimmt diese

Betrachtungsweise noch?

WELCHER ZYKLUS BESTIMMT

DIE ZUKUNFT?

Eher scheint es so, als hätte KI das Potenzial,

eine langfristige Konjunkturwelle

einzuleiten und zur Dampfmaschine des

21. Jahrhunderts zu werden. Wir wären

dann am Beginn einer lang anhaltenden,

von künstlicher Intelligenz bestimmten Periode.

Vorhergesagt wird, dass aus dem KI-

Durchmarsch ein sich selbst verstärkender

Zyklon werden könnte, nach der Logik: Je

leistungsfähiger künstliche Gehirne werden,

desto schneller können weitere Innovationen

entwickelt, getestet und ausgerollt werden.

Anders als frühere technologische Entwicklungen

transformiert KI die Wirtschaft

und unser Leben sektorübergreifend. Und

das nicht nur in einzelnen Bereichen, was sie

als eigenen, langfristigen Innovationszyklus

erscheinen lässt.

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UNITED MACHINING SOLUTIONS IDEAS

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- echo : Gibt Text aus

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> _

DIE ZUKUNFT

DER SCHLEIF-

TECHNOLOGIE

So gesehen werden die Innovationszyklen

wieder länger, nicht kürzer. Neigt man außerdem

dazu, KI lediglich als Folgeinnovation von

IT und Digitalisierung aufzufassen, die schon

seit den vergangenen 50 Jahren eine allumfassende

technologische Basis darstellen,

und rechnet dann die beiden bisher getrennt

geführten Perioden zusammen, entsteht das

Bild eines 100-jährigen Megazyklus der Digitalisierung

– eines Megazyklus, von dem kein

Ende abzusehen ist. Kein Ende? Bliebe man in

der Definition der Innovationszyklen, die in der

Geschichte immer durch etwas völlig anderes,

vorher nicht Dagewesenes beendet werden,

müsste danach, vielleicht in der Mitte des

Jahrhunderts, etwas Nicht-Digitales folgen.

Dafür fehlt uns im Moment die Vorstellungskraft.

In einer Zeit, in der sich Gegenwart und

Zukunft schwer unterscheiden lassen, haben

wir vielleicht relativ wenig Ahnung, was die

Zukunft wirklich bringen wird.

Doch das Tempo, das KI vorlegt, und die

Entwicklung wirklicher Innovationen sind

zwei Paar Schuhe: Anders als der KI-Hype

vermuten lässt, weisen Daten in die Richtung

einer seit längerer Zeit nachlassenden

Innovationsgeschwindigkeit. Weltweit nahm

die Zahl der Patente in den vergangenen

Jahren zwar zu, doch jährlich nur mehr um

etwas mehr als 4,2 Prozent, im Gegensatz

zu zweistelligen Wachstumsraten in den

Jahren davor. Viele Studien zeigen, dass

sich Innovation und Digitalisierung gegenseitig

bedingen. Wird in Digitalisierung nicht

ausreichend investiert, gehen Innovationskraft

und Wachstum zurück. Die instabile

Weltwirtschaft, in einzelnen europäischen

Ländern Fachkräftemangel und Bürokratie

schwächen Innovation weiter.

Und hier schließt sich der Kreis. Denn

es darf die Frage erlaubt sein, ob es im Rahmen

des Innovationszyklus lediglich um die

Idee, die Erfindung, geht oder um ihre Durchsetzung.

Ist KI eine Folgeinnovation von IT

und Digitalisierung und Teil desselben Zyklus

– oder begründet sie eine komplett neue

Ära? Und worauf nimmt der nächste große

Zyklus überhaupt Einfluss? Wonach besteht

Bedarf in der Gesellschaft?

Es gibt Analysen, die den nächsten großen

Innovationszyklus auf das Thema der

psychosozialen Gesundheit beziehen, weniger

technologisch als gesellschaftlich und

menschlich geprägt. KI wäre dann in einer

Helferrolle. Andere Innovationsforscher vertreten

die Haltung, dass Innovation in Zukunft

vermehrt von den Nutzenden selbst kommen

werde, Firmen stellten nur noch Teams und

Technik zur Verfügung.

Erfindertum, Pioniergeist, Entdeckungsfreude:

Es braucht also doch noch Menschen,

die Innovationen hervorbringen – und jene,

die sie am Markt durchsetzen. Denn seit die

KI in der Welt ist, ist Innovation nicht signifikant

angestiegen – es wird nur öfter von ihr

gesprochen. An der Universität Oxford wird

die These vertreten, KI könne nicht träumen,

keine Visionen entwickeln, was sonst immer

am Beginn großer Zyklen gestanden habe –

weil sie am Ende doch nur auf Vergangenes,

nämlich Daten, schaue. KI könne Erkenntnisse,

die sich aus gesammelten Daten ergeben,

leichter zugänglich machen – aber

nichts Neues entwickeln. Beliebtes Beispiel:

Wären die Menschen in der Zeit von Henry

Ford gefragt worden, was sie sich wünschten,

hätten die meisten wohl geantwortet: ein

schnelleres Pferd. Also eine Lösung aus den

Erfahrungen der Vergangenheit. Ein Auto

mit Verbrennungsmotor zu entwickeln, war

aber eine Innovation, die zwar auf früheren

Erfindungen aufbaute, die sich aber nicht logisch

aus der Vergangenheit ergeben hat –

vor allem dann nicht, wenn die Entscheidung

auf einer objektiven Datenlage basiert hätte.

Es war eine visionäre Pionierleistung. Und

es war sowohl nach Schumpeter als auch

nach Hauschildt eine echte Innovation. Die

Erfindung – und ihre Durchsetzung.

Daher wird die Frage „Was ist Innovation?“

tatsächlich zu einer müßigen Angelegenheit.

Für die Weiterentwicklung

unserer Gesellschaft, für den nächsten

Innovationszyklus scheint viel spannender

zu sein: Wie entstehen Innovationen in einer

Welt, die sich vor (Schein-)Innovationen

kaum retten kann? In einer Welt, die künftig

maßgeblich von KI beeinflusst wird? Und: Ist

die KI überhaupt fähig für Innovation, für eine

Neuerfindung, für etwas nie Dagewesenes –

ganz gleich nach welcher Defi nition? Die

Antwort steht noch aus.

Foto Messe: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW)

Zum dritten Mal findet im Mai 2026 die

GrindingHub in Stuttgart statt – eine der

weltweit führenden Messen für Schleifund

Oberflächentechnologien. Veranstaltet

wird die Messe vom VDW (Verein

Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in

Zusammenarbeit mit der Messe Stuttgart,

der Schleiftagung und Swissmem, dem

Schweizer Verband für die Tech-Industrie.

Seit der ersten Ausgabe hat sich die

GrindingHub zum Hotspot der Branche

entwickelt. Sie bietet Fachbesuchern aus

aller Welt die Gelegenheit, sich über die

1.– 3. 10. 2025

METALEX VIETNAM

Ho-Chi-Minh-Stadt,

Vietnam

SEPTEMBER 2025

30. 9.– 3. 10. 2025

MACHTECH SOFIA

Sofia, Bulgarien

OKTOBER 2025

7.– 10. 10.2025

MSV

Brünn,

Tschechien

neuesten Entwicklungen zu informieren.

Die GrindingHub 2026 wird neben

innovativen Maschinen auch zahlreiche

Softwarelösungen, Automatisierungstechnologien

und Qualitätsmanagementtools

präsentieren, die die Effizienz

und Präzision in der Schleifindustrie weiter

vorantreiben. Mit Spannung erwartet

wird die fort schreitende Integration

von Intelligent Manufacturing und

Industry 4.0 – mit Lösungen, die nahtlos

in die digitale Transformation der

Fertigung integriert werden können.

SAVE

THE

DATE

22.– 25. 10. 2025

MECT

Nagoya,

Japan

MAI 2026

5.– 8. 5. 2026

GRINDINGHUB

Stuttgart, Deutschland

www.grindinghub.de

NOVEMBER 2025

19.– 22. 11. 2025

METALEX THAILAND

Bangkok, Thailand

DIE AKTUELLEN MESSETERMINE FINDEN SIE AUF UNSERER HOMEPAGE.

UNITED MACHINING SOLUTIONS

präsentiert auf der Messe die neuesten

Innovationen und technologischen

Durchbrüche. „Für uns bietet die Grinding-

Hub eine ideale Plattform“, sagt Michèle

Fahrni, Head of Marketing & Communications.

„Technologisch am Puls der

Zeit, international ausgerichtet und auf die

Produkte und Angebote der Division

UNITED GRINDING zugeschnitten.

Wir freuen uns auf einen regen Austausch

mit unseren Kunden.“

13.– 17. 4. 2026

SIMTOS

Goyang, Südkorea

25.– 28. 3. 2026

TMTS

Taichung, Taiwan

APRIL 2026

MÄRZ 2026

21.– 25. 4. 2026

CCMT

Shanghai, China

30. 3.– 2. 4. 2026

GLOBAL INDUSTRIE

PARIS

Paris, Frankreich

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United Machining Solutions Management AG

Wankdorfallee 5

3014 Bern, Schweiz

T +41 31 356 01 11

www.ums.swiss

MÄGERLE

BLOHM

JUNG

STUDER

SCHAUDT

MIKROSA

WALTER

EWAG

IRPD

AGIE CHARMILLES

CHARMILLES

MIKRON MILL

LIECHTI

STEP TEC

SYSTEM 3R

grinding.ch

machining.com



01.2025

Das Kundenmagazin von UNITED MACHINING SOLUTIONS

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