Baublatt Magazin Oktober 2024
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www.baublatt.at
NR. 10 | 2023
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
HUPPView - Kontrollsystem der Löffelposition
für exaktes und entspanntes Arbeiten auf der Baustelle
10 | Wiener Westausfahrt
Tragwerks-Sanierung zwischen
Bahnstrecke und Wienfluss
56 | Sennebogen
Leistungsschau aktueller Geräteund
Technologie-Neuheiten
66 | Beton + Schalung
Best Practice Projekte und
neue Produkte aus der Branche
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 11,00 € | Oktober 2023 | www.baublatt.at
CAT RADLADER
910/914/920
Chance zur Optimierung
EDITORIAL
ZUVERLÄSSIG. LANGLEBIG. KRAFTSTOFFEFFIZIENT.
Die neue Baureihe kompakter Cat Radlader 910/914/920 ist leistungsfähiger als die vorherige Ladergeneration mit mehr
Leistung, mehr Kapazität und mehr kundenorientierten Funktionen. Folgende neue Funktionen sind hervorzuheben:
• Die einfache, per Knopfdruck einstellbare Funktion „Schaufelrückführung“ mit oberem und unterem Sollwert sowie
Ebeneneinstellung für das Arbeitsgerät ermöglicht schnelles Arbeiten bei sich wiederholenden Zyklen. Die integrierte
Technologie erleichtert das Arbeiten mit weniger Ermüdung des Fahrers; Standard bei Modell 920, optional bei den
Modellen 910 und 914.
• Die hydraulische Schwingungsdämpfung wirkt wie ein geschwindigkeitsabhängiger Stoßdämpfer für die Hubarme und
verbessert die Fahreigenschaften in unwegsamem Gelände, bietet geringere Materialverluste und den höchsten verfügbaren
Fahrerkomfort.
• Der mit EU-Stufe V/U.S. EPA Tier 4 Final konforme Motor liefert mehr Leistung – auf effiziente Weise, wenn Sie diese
brauchen.
zeppelin-cat.at
Ende September sahen die Prognosen
der Wirtschaftsforscher noch eine
leichte Aufhellung der trüben Konjunktur-Stimmung.
Mit der Verschärfung
der Lage im Nahen Osten und den damit
verbundenen Auswirkungen auf die
Energiepreise scheint der erhoffte Aufschwung
nun aber wieder in weiter Ferne.
Vor allem in der Baubranche geben die für
das kommende Jahr vielfach
noch leeren Auftragsbücher
Anlass zur Sorge.
Auch wenn diese Situation so
manches Bauunternehmen
vor wachsende Herausforderungen
stellt, so sollte man
doch auch die damit verbundenen
Chancen nutzen. Denn die
letzten 10 Jahre auf der
Überholspur gaben kaum Zeit,
über den eigenen Betrieb
nachzudenken. Dazu zählt
auch, die eigenen Unternehmensprozesse
ganzheitlich zu
durchleuchten und Doppelgleisigkeiten
zu erkennen. Auch
ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Vorteile
einer verstärkten Einbindung digitaler
Lösungen in den eigenen Betrieb zu
analysieren. Wer sich keine Zeit nimmt, das
eigene Unternehmen auf solche Schwachstellen
systematisch zu durchleuchten, wird
auch nicht die Potenziale zur Effizienzsteigerung
erkennen.
Eine interessante Anregung für eine solche
zukunftsorientierte Neuausrichtung finden
Sie in dieser Ausgabe, wo wir über die
derzeit laufende Umgestaltung des Nibelungenplatzes
in Tulln berichten. Dieses
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Vorzeigeprojekt für die zukunftsfitte
Stadtplanung und Klimaanpassung von
Gemeinden bietet auch in der baulichen
Umsetzung eine Besonderheit: Alle im
Rahmen des Projekts eingesetzten Lkw und
Baumaschinen über 3,5 t werden ausschließlich
mit HVO-Biotreibstoff eingesetzt.
HVO steht für Hydrotreated
Vegetable Oils, was übersetzt „hydrierte
Pflanzenöle“ bedeutet. Durch
dessen Nutzung werden die
Treibhausgasemissionen über
den Lebenszyklus des Kraftstoffs
um bis zu 90% im
Vergleich zu fossilem Diesel
reduziert. Ein Schritt, der
nicht nur für die Umwelt
große Vorteile bringt, sondern
im Hinblick auf die geplante
jährliche Anhebung der
CO2-Steuer auch für die
Baufirmen. Für den hier
eingesetzten HVO der zweiten
Generation werden Abfallund
Reststoffe als Rohstoffe
verwendet, die bereits eine
andere Funktion erfüllt haben. Auch wenn
die Maschinisten zu Beginn verständlicherweise
Bedenken hatten, den HVO-Biotreibstoff
in ihren Tank zu lassen, so ist dieser
praktisch vollständig kompatibel mit den
Dieselmotoren des vorhandenen Fuhrparks.
Was hier gewissermaßen noch als Pilotprojekt
umgesetzt wird, bietet für die Zukunft
nicht nur für die Umwelt eine interessante
Perspektive, sondern auch für viele Bauunternehmen.
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
HuppView reduziert Kosten
und erhöht die Produktivität
Das neue Kontrollsystem der Löffelposition
mit Namen HuppView sorgt
für exaktes und entspanntes Arbeiten
auf der Baustelle. Die Visualisierung
der Position der Löffelschneide zeigt
am Display Entfernungen, Tiefen und
Gefälle. Dadurch entfällt zusätzliches
Ausmessen, das Errichten eines
Schnurgerüsts oder aufwändiges
Nachmessen. Durch die Möglichkeit,
eine Sollkontur vorzugeben, sind z.B.
plane Flächen oder Böschungen mit
definiertem Sollwinkel ein Kinderspiel.
Kein unerwünschter Mehraushub, höhere
Präzision bei gleichzeitig weniger
Arbeitsgängen. Das erhöht Produktivität
und reduziert Kosten. So zahlt sich
dieser digitale Helfer von selbst.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Oktober 2023, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
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Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin fü r die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
ü ber Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 11,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 71,–
(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,
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BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023
3
INHALT
61 Rototilt: Rototilt Control ist ein neues
Produktkonzept mit Tiltrotatoren, Joysticks
und einem neuen Steuersystem.
62 Yanmar: In Crailsheim wurde mit einem
speziell lackierten B110W der 16.000ste
Mobilbagger ausgeliefert.
63 HCB: Ein innovatives Hybridfundament für
Turmdrehkrane bietet zahlreiche Vorteile.
64 Zeppelin: Mit einem Tag der offenen Tür
wurde Anfang Oktober die Modernisierung
der Niederlassung in Villach gefeiert.
BETON + SCHALUNG
66 Peri: Beim Neubau der 455 m langen
Talbrücke Krondorf kommt ein umfassendes
Gesamtpaket zum Einsatz.
67 Liebherr: Die neue 31 XXT Autobetonpumpe
ist mit innovativen Technologien ausgestattet.
Condecta Schnelleinsatzkrane
sind zu 100 % feuerverzinkt.
Ausladung von 24 m bis 45 m,
Hakenhöhe bis 30 m.
68 Doka: Mit dem Kompetenzzentrum für
Gleitschalung in Graz bietet Doka weltweit
ein vollumfängliches Sortiment an Klettersowie
Gleitschalungssystemen an.
70 Bulmor: Der neue Elektro-Fahrmischer ist
eine attraktive Lösung für den effizienten
innerbetrieblichen Betontransport.
Im Schwerpunkt Beton + Schalung präsentieren wir
aktuelle Infrastruktur- und Hochbauprojekte sowie
66neue Produkte und Lösungen für die Branche.
72 Meva: In Wiener Neudorf errichtete Dywidag
ein attraktives Hotel. Systeme von Meva
unterstützten die erfolgreiche Umsetzung.
73 Schöck: Betonbewehrung aus
Glasfaserverbundwerkstoff.
MENSCHEN + SZENE
06 Aktuelles bei Thir, Habau Group, Case,
Raumkunst, Rädlinger Primus Line,
Peri, MAWEV und Rototilt.
PROJEKTE + PLANUNG
10 Wiener Westausfahrt: Seit April 2023
arbeitet die Firma Leyrer + Graf als Generalunternehmer
intensiv an der umfassenden
Sanierung der Strecke, die täglich von
ca. 26.000 Fahrzeugen genutzt wird.
14 Salzburgleitung: Die Arbeiten im Baulos 5,
wo 78 Masten im gebirgigen Gelände errichtet
werden, befinden sich kurz vor Fertigstellung.
MASCHINEN + TECHNIK
16 Tulln: Bei der umfassenden Neugestaltung
des Nibelungenplatzes werden alle Fahrzeuge
über 3,5 t ausschließlich mit HVO-Biotreibstoff
betrieben. Ein Komatsu PC138US-11 führte
den Großteil der Erdbewegungen durch.
22 ÖGL: Das Symposium Grabenlos 2023
in Gmunden erwies sich einmal mehr als
wichtiger Treffpunkt für die Branche.
24 Zeppelin: In Vorarlberg vertraut Firmenchef
Werner Halbeisen auch bei anspruchsvollen
Fels- und Erdarbeiten seit rund 30 Jahren auf
seine Cat Geräte, darunter ein Cat 215C LC.
28 Liebherr: Am Reschensee sind zahlreiche
Liebherr-Maschinen bei einem Großprojekt
beteiligt, darunter auch zehn Muldenkipper
TA 230 Litronic.
30 Wacker Neuson: Mit Kunden und Händlern
feierte das Unternehmen am Standort in
Reichertshofen „175 Jahre Wacker Neuson“.
32 Mineraltech: Eine Schwerlast-Siebanlage
K4 und ein Haldenband S5 von Keestrack
ermöglichen der Firma Winter Transporte im
Weinviertel eine hohe Einsatz-Flexibilität.
36 MWT: Innovative Softwarelösungen für
das Fahrzeugwaagen-Management
37 Epiroc feiert den 60. Geburtstag
des Hydraulikhammers.
38 Kiesel Austria: In Lauterach hat die Firma
Höfle Bautruck ihre Arbeitsprozesse mit einem
neuen Hitachi ZX225USRLC-7 optimiert.
41 Fein: Die neuen Kernbohrmaschinen sind
Allroundtalente mit noch mehr Leistung.
44 Kuhn Ladetechnik: Bei einem Montage-
Einsatz beeindruckt der PK 165.002 TEC 7
mit Präzision, Wendigkeit und Effizienz.
46 Kohlschein: Kobelco Bagger überzeugen
die Firma Schauerhuber mit viel Kraft und
geringem Verbrauch bei der Errichtung
einer neuen Baurestmassendeponie.
50 Kuhn: Ein knickgelenkter Muldenkipper
HM400-5 und ein Radlader WA475-10 von
Komatsu verstärken an zwei Standorten
den Fuhrpark der Firma Klöcher.
52 Rubble Master: Baustart für die Erweiterung
der Produktionshalle beim RM Headquarter
im Südpark in Linz-Pichling.
54 Wolffkran: Unweit des Schlosses Belvedere
unterstützt in Wien ein Wolff 8060.25 Cross
die Sanierung des Europäischen Patentamts.
56 Sennebogen: In Straubing informierte die
große Hausmesse „WE Show 71“ über die
aktuellen Entwicklungen in allen Bereichen.
4 OKTOBER 2023
BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH
56
74 NOE: Beim Bau des AudimaX in Heidelberg
bildete die Herstellung der schrägen Böden
der Hörsäle eine große Herausforderung.
76 Doka: In Schweden entsteht gerade
Göteborgs erster Wolkenkratzer.
77 Max Frank: Thermische Trennung durch
neuen Stahl- an Stahlbetonanschluss.
78 Baublatt.Österreich Test:
Toyota BZ4X Style Paket
Subaru Forester 2.0I E-Boxer
80 Kinshofer hat die Mehrheit der Anteile von
HGT Hydraulikgreifer-Technologie erworben.
80 VÖB: Beton- und Fertigteilwerke fordern
eine Wohnbauoffensive für 2024.
03 Editorial
FUHRPARK
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
STANDARDS
81 Service
Kurzurlaub von der Baustelle:
Lehenriedl – Chalets & Appartements
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MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
THIR
Familienunternehmen Thir feiert 60-Jahr-Jubiläum
Zum 60. Bestandsjubiläum der Firma Thir aus Unter-Thurnhofen bei Hürm
gratulierte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Rahmen einer Firmenfeier.
Die Anfänge der Firma Thir liegen im Jahr 1963, als Karl Thir sen.
mit dem Milchtransport begonnen hat. Seither hat sich der Familienbetrieb
stetig weiterentwickelt und bietet mittlerweile neben Transporten
auch ein vielfältiges Spektrum unter anderem im Erdbau und Gartenbau.
Thir zählt heute rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Diese Familie
ist für uns alle ein ganz großes Vorbild“, so die Landeshauptfrau, die von
einer „harten Zeit des Aufbaues“ sprach, in der es gelungen sei, „mit Fleiß,
harter Arbeit und Zusammenhalt voranzukommen.“ Vieles habe sich in
den Jahren verändert, aber „gleichgeblieben ist die enge Partnerschaft
zwischen Familie, Chefs und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Familienunternehmen
wie Thir sind der Treibstoff unseres Wirtschaftsmotors“,
erklärte Mikl-Leitner. Im Bild Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
inmitten der Familie Thir rund um Elfriede und Gerhard (rechts daneben)
und Markus (links daneben).
www.thir.at
HABAU GROUP
Michael Mayer-Schütz wird neuer CFO
M
it Oktober 2023 ist Mag. Michael
Mayer-Schütz (45) neuer Finanzchef
der Habau Group. Er übernimmt das
Zepter von Karl Steinmayr, der seit 2008
als CFO der Habau Group die kaufmännische
Verantwortung der Unternehmensgruppe
innehatte und nun in den Ruhestand
wechselt. „Mit Michael Mayer-
Schütz gewinnen wir einen ausgewiesenen
Finanzprofi mit langjähriger Erfahrung im
Finanzmanagement, der mit unserem
Unternehmen bereits gut vertraut ist. Ich
ie bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam
den Erfolgskurs der Habau Group in
Zukunft fortsetzen, und freue mich, dass
er an Bord ist“, so Habau Group CEO
Hubert Wetschnig. „Ich möchte mich auch
bei Karl Steinmayr für die ausgezeichnete
Zusammenarbeit in den vergangenen
Jahren bedanken und wünsche ihm für die
Zukunft alles Gute.“
Die Habau Group ist in den vergangenen
Jahren konsistent gewachsen. Jährlich
erwirtschaftet der Baukonzern mit seinen
15 Konzernunternehmen und rund 6.500
Mitarbeitenden ein Bauvolumen von rund
1,9 Mrd. Euro. In Österreich zählt die
Unternehmensgruppe dadurch zu den Top
Vier der Baukonzerne. Auch die internationale
Expansion schreitet erfolgreich
voran – erst Ende vergangenen Jahres
wurde die deutsche Baufirma Schick in die
Habau Group integriert.
www.habaugroup.com
Foto: Philipp Horak
Foto: NLK Pfeiffer
RAUMKUNST
„klimaaktiv Gold“ für
neue Rundsporthallen
D
ie fünf Wiener Rundsporthallen
waren 2018 baulich
am Ende und für einen modernen
Betrieb nicht mehr geeignet.
Nach langjähriger Diskussion
über Abriss oder Sanierung
wurde vom Sportamt Wien
schließlich ein europaweiter
Wettbewerb zur Sanierung
ausgeschrieben, den das Architekturbüro
Raumkunst ZT
GmbH für sich entscheiden
konnte. Mittlerweile ist die dritte
vollkommen neu gestaltete und
baulich in die Gegenwart geholte
Rundhalle in der Steinergasse
im 23. Bezirk in Betrieb. Die
Hallen in Simmering, Florian-
Hedorfer-Strasse, und in Liesing,
Steinergasse, wurden nun auf
Grund des nachhaltigen und
innovativen Sanierungskonzeptes
mit „klimaaktiv Gold“
ausgezeichnet. Den Wienerinnen
und Wienern stehen nun bereits
drei der insgesamt fünf Rundhallen
mit perfekten Bedingungen
für sportliche Aktivitäten an den
gewohnten Standorten zur
Ver fügung – und das ohne
zusätzliche Bodenversiegelungen
und ohne teuren Neubau von
Erschließungswegen.
www.raumkunst.at
Von links: Paul Track und Richard Woschitz (RWT Plus), Christine
Diethör und Harald Fux (Raumkunst) und Philipp Köfer von der
Wiener Infrastruktur Projekt GmbH bei der Verleihung.
Foto: Romana Fürnkran
QuickChange
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CASE
Von links: Hubert Wetschnig (CEO Habau Group) und
Michael Mayer-Schütz (CFO Habau Group).
Neuer Business Director für die DACH Region
Case hat die Ernennung von Alain Bulliard zum Business Director für Deutschland, Österreich
und die Schweiz bekannt gegeben. Bulliard verfügt über umfassende Kenntnisse in der
Baumaschinenindustrie, insbesondere im Bereich der Strukturentwicklung von Vertrieb und
Aftersales sowie des Mietgeschäftes in neuen Marktregionen. Besonderes Gewicht lag dabei
in der kommerziellen Verantwortung und im Support des Händler-Mietgeschäfts, vor allem in
der Entwicklung von Strategien zur Steigerung des Händlerumsatzes und der Rentabilität bei
der Maschinenvermietung. Alain Bulliard übernimmt die Position des Business Directors
DACH von Vladimir Knezevic, der das Unternehmen verlassen hat. www.casece.com
6 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PRIMUS LINE
Neuer Ansprechpartner für Österreich
Seit Juni ist Tobias Eichberger (Bild) im
technischen Vertrieb der Rädlinger Primus
Line GmbH tätig und steht Kunden und
Interessenten aus Süddeutschland, Österreich
und der Schweiz als Kontaktperson zur
Verfügung. Fast 15 Jahre Vertriebserfahrung,
davon fünf Jahre in der Abwasser- und Kanalreinigungsbranche,
bringt er mit. „So genial wie einfach“,
findet er die grabenlose Technologie des Unternehmens aus
Bayern, bei der ein mehrschichtiger Liner zur Sanierung in eine
schadhafte Leitung eingezogen wird. Überzeugt hätte ihn, neben der
kollegial gemeinsamen Wellenlänge, vor allem die Zukunftsfähigkeit
der Technik: ressourcen- und umweltschonend. „Es muss nicht immer
gleich ein Leitungsneubau sein“, so Eichberger, der seinen Kunden
vor allem durch eine lösungsorientierte Zusammenarbeit ein guter
Partner sein will.
www.primusline.com
SICHERHEITSSYSTEME
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TERMINE
VÖZ Kolloquium „F & E für
Zement und Beton
16.11.2023, Wien www.zement.at
Abfallrechtliche Pflichten für
Bau- und Recyclingbetriebe
21.11.2023, Wien www.brv.at
Update OIB-Richtlinien Brandschutz
24.11.2023, Wien und Online www.ars.at
How to: Bauträgerverträge erstellen
28.11.2023, Wien und Online www.ars.at
Claim-Management nach
ÖNorm B 2110 & B 2118
30.11.2023, Wien und Online www.ars.at
Gewerberechtliche Genehmigungen
und Behördenverfahren
11.12.2023, Wien und Online www.ars.at
Mehrkostenforderungen
bei Bauprojekten
15.12.2023, Wien und Online www.ars.at
Vorbereitungslehrgang zur
Befähigungsprüfung gewerbliches
Sprengungsunternehmen
08.01.2024, Kapfenberg
info@sprengschule.at
VÖBU Fair & 14. ÖGT
01.-02.02.2024, Wien www.voebu.at
Ausbildung zur Kampfmittelfachkraft
– Sondierung, Baubegleitung,
Freigabe
04.03.2024, Kapfenberg
info@sprengschule.at
Foto: Pfeffel und Partner
PERI
Peri Österreich stellt sich neu auf
D
er Schalungs- und Gerüstbauprofi Peri
stellt sich im Vertrieb und Marketing neu
auf und holt langjährige Profis ins Team.
Christian Heuböck (53) verantwortet seit
Jänner den Bereich Vertrieb Infrastruktur
und Sonderprojekte, Manfred Handl (54) übernahm
im Juni die Leitung Vertrieb Österreich
mit Schwerpunkt Hochbau und Platten und
Romana Ramssl (48) leitet seit September den
Bereich Marketing und Kommunikation.
Die Neuzugänge bei Peri haben ihre beruflichen
Wurzeln in der (Bau)Industrie. Der
Mostviertler Christian Heuböck ist Absolvent
der HTL Waidhofen/Ybbs und war in zahlreichenden
leitenden Funktionen in der
Schalungsbranche und in einem Innovations-
Startup tätig. Manfred Handl verantwortete
Von links:
Christian
Heuböck (Vertriebsleitung
Infrastruktur
und Sonderprojekte)
Romana
Ramssl (Leitung
Marketing und
Kommunikation)
und Manfred
Handl (Vertriebsleiter
Österreich).
ebenso leitende Positionen in unterschiedlichen
Industriebereichen in Vertrieb, Marketing
und Service. Romana Ramssl absolvierte
ein Studium der Politik- und Kommunikationswissenschaft
und war in leitenden
Positionen im Marketing und der Unternehmenskommunikation
bei führenden Bauzulieferunternehmen
tätig. Geschäftsführer
Peter Radel freut sich über die Neubesetzungen
und betont: „Das PERI Team zeichnete
sich schon immer durch seine Einsatzfreude,
seine Innovationskraft und Handschlagmentalität
aus. Gemeinsam werden wir Peri noch
stärker am Markt als ganzheitlicher Anbieter
von Schalungs- und Gerüstbausystemen
positionieren.“
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MAWEV
Neues Mitglied Rika Kompressoren
Der Österreichische Baumaschinenverband MAWEV freut
sich, mit der in Haag ansässigen Rika Kompressoren GmbH
ein neues Mitglied begrüßen zu können. Das Unternehmen
hat sich als zuverlässiger Ansprechpartner für Kompressoren
in Österreich etabliert und steht den Kunden an acht
Standorten zur Verfügung.
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Vorbereitungslehrgang zur
Befähigungsprüfung gewerbliches
Sprengungsunternehmen 2024
Präsenzphasen: 8.-19. Jän.,
5.-16. Feb. und 4.-15. März,
Prüfung vorausichtlich April 2024
Ausbildung in der gewerblichen
Kampfmittelbeseitigung
Sondierung – Baubegleitung – Freigabe
4.-22. März 2024
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ROTOTILT
Neuer Marketing- und Vertriebsleiter
R
ototilt setzt weiterhin auf
Wachstum. Im vergangenen
Jahr wurde eine neue Tochtergesellschaft
in den Benelux-Ländern
gegründet, die Vertriebsorganisation
mit neuen Niederlassungsleitern
in Norwegen und
Finnland ausgeweitet und ein
neues Zentrallager in Schweden
eröffnet. Mit Stefan Bergström
als neuem Marketing- und
Vertriebsleiter wird der Wachstumskurs
der Rototilt Group AB
fortgeführt. Stefan Bergström
hat zum 1. September die
Nachfolge von Per Väppling
angetreten, der die Position mehr
als zehn Jahre innehatte und
sich nun in den Ruhestand
verabschiedet hat. Er verfügt
über langjährige Erfahrungen
– als Geschäftsführer und
Vertriebsleiter im verarbeitenden
Gewerbe sowie bei Unternehmen,
die auf dem globalen Markt
tätig sind. „Stefan kommt zum
Stefan Bergström.
richtigen Zeitpunkt, um auf dem
Fundament aufzubauen, das Per
Väppling gelegt hat. Zunächst
wird unsere neue Produktplattform
Rototilt Control mit einer
komplett neuen Tiltrotator-Serie
und einem neuen Steuersystem
eingeführt. Wir werden unsere
Marktpräsenz sowohl auf neuen
als auch auf bestehenden
Märkten verstärken, wobei
Stefans Erfahrung für uns von
großem Vorteil sein wird“, erklärt
Geschäftsführer Anders Jonsson.
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8
OKTOBER 2023
BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten
wurde auf einer Länge von 2,1 km ein
Arbeits- und Schutzgerüst errichtet.
Im Zuge der Modernisierung der
Wiener Westausfahrt durch die
Firma Leyrer + Graf konnte Ende September
bereits das erste Betonfeld hergestellt
werden. Im Sommer 2024 wird die
Westausfahrt wieder für den
Verkehr freigegeben.
WIENER WESTAUSFAHRT
Tragwerks-Sanierung auf engstem Raum
Die Westausfahrt ist eine der Hauptverkehrsadern Wiens und wird täglich von
ca. 26.000 Fahrzeugen genutzt. Seit April 2023 arbeitet die Firma Leyrer + Graf als
Generalunternehmer intensiv an der umfassenden Sanierung der Strecke. Den
Schwerpunkt der Arbeiten bildet die Erneuerung der Tragwerke, die zwischen
Bahnstrecke und Wienfluss auf engstem Raum erfolgt.
D
ie Wiener Westausfahrt verbindet die
Stadt über den Knoten Auhof mit der
A1 Westautobahn und der Bundesstraße 1.
Sie wurde Ende der 1950er Jahre fertiggestellt
und vor rund 40 Jahren instandgesetzt.
Die aktuellen Sanierungsarbeiten
betreffen das Kragtragwerk Hütteldorf,
die Nikolai Hangbrücke, die Nikolaibrücke,
die Nikolai Hochstraße und die
Stützmauer Grünauerbach. In drei
Bauabschnitten wird eine Fläche von
12.400 m 2 auf einer Länge von rund
1.370 m instandgesetzt.
Den Schwerpunkt der Arbeiten bilden
die Betoninstandsetzungen an den
Tragwerken, die erneuert und teilweise
mit Kohlefaser-Lamellen verstärkt
Leyrer + Graf CEO Stefan Graf mit dem Projektleiterteam (von links): Außenbauleiter
Islam Abdelkader, Projektleiter Florian Wigisser, CEO Stefan Graf, Gruppenleiter
Peter Wimmer und Abteilungsleiter Wolfgang Schlosser.
werden. Erneuert werden auch der
Fahrbahnbelag, die Abdichtungen,
Randbalken, Fahrbahnübergänge und
sonstige Brückenausrüstung. Ziel ist es,
die Tragwerke für die nächsten 20 Jahre
zu ertüchtigen. Die Instandsetzung der
Nikolaitragwerke ist Teil des Wiener
Brückeninstandsetzungsprogramms, das
seit Anfang 2018 läuft. Alle Brücken, die in
den 1960er- und 1970er-Jahren errichtet
SEIT 10 JAHREN IHR VERMIETER IN ÖSTERREICH
wurden, müssen nach und nach instandgesetzt
werden. In den nächsten 10 Jahren
werden rund 50 Brücken für die kommenden
Anforderungen bereit gemacht.
„Wir sind sehr stolz darauf, dieses
bedeutende Infrastrukturprojekt der
MA29 umsetzen zu dürfen. Eine Brückensanierung
an einem so wichtigen
Verkehrsknotenpunkt stellt hohe Anforderungen
an die Logistik und das Projektmanagement,
gepaart mit hoher Kompetenz
im Ingenieurbau. Wir achten auf ein
strenges Zeitkorsett, um den Verkehrsteilnehmern
die Westeinfahrt so bald wie
möglich wieder zur Verfügung stellen zu
können“, so BM DI Stefan Graf, CEO
Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H.
Begonnen haben die Bauarbeiten
Anfang April mit der Baustelleneinrichtung
und den Vorbereitungsarbeiten. Zu
GEMMA’S AN!
Was immer Sie vorhaben – mit HKL, einem der größten
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Werkzeugen, Raumsystemen, Stromerzeugern
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Serviceangebot stehen wir
der heimischen Bauwirtschaft bei
jeder Herausforderung zur Seite.
10 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023 11
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Die Abbrucharbeiten erfolgen in Zusammenarbeit
mit der Firma Tiefbau Burger. Die
Betonelemente werden während des
Schneidevorgangs vom Bagger gesichert
und vor dem Abtransport mit einer
Betonzange zerkleinert.
diesen zählt vor allem die Verbreiterung
im Bereich der Westeinfahrt, wo für die
Verkehrsumlegung ein Gegenverkehrsbereich
mit jeweils zwei Fahrstreifen
eingerichtet werden musste. Dazu wurde
in der Westeinfahrt auf der Seite zum
Wienfluss mit Schüttungen – und im
Bereich der Brauhausbrücke mit einer
Spundwand – eine zusätzliche Spur
geschaffen. Seit 11. Juli wird der Verkehr
stadtauswärts ab der Hütteldorfer Brücke
über den Bereich der Westeinfahrt
umgeleitet. Nach der Fertigstellung der
Westausfahrt wird die Verbreiterung
rückgebaut. Eine weitere wichtige
Vorbereitungsarbeit bildete die Montage
der Gerüste: Damit ab 11. Juli mit den
Abbrucharbeiten der alten Tragwerke
begonnen werden konnte, wurden die
Gerüste ab April in Abstimmung mit den
ÖBB im Zuge von nächtlichen Gleissperren
montiert.
Die eigentlichen Bauarbeiten starteten
in allen drei Bauabschnitten zunächst mit
dem Asphaltabtrag mit zwei Fräsen.
Danach begannen die Abbrucharbeiten an
den Tragwerken.
Projektleiter Florian Wigisser, Firma
Leyrer + Graf, erläutert im Gespräch mit
Baublatt.Österreich die anspruchsvollen
Rahmenbedingungen des Bauvorhabens:
„Da das schmale Tragwerk zwischen der
Bahnstrecke und dem Fußweg im
Wientalbecken verläuft, ist die größte
Herausforderung bei diesem Projekt die
Logistik. Eine Möglichkeit, die Baustelle
zu versorgen, ist die Zufahrt bei der
Hütteldorfer Brücke. Allerdings müssen
wir jede Baumaßnahme sehr genau
planen, weil jedes größere Baugerät auf
dem Tragwerk den Rest der Brücke
blockiert. Die zweite Möglichkeit, die
Baustelle zu versorgen, besteht über den
tiefergelegenen Fußweg, der für die Transporte
und die Fahrmischer verbreitert
wurde. Eine weitere Herausforderung ist
die nur eingeschränkte Belastbarkeit des
Tragwerks. Das gilt vor allem für den
Abbruchbagger, der sich nur in bestimmten
Bereichen bewegen darf und aufgrund
des Nahbereichs zur Oberleitung geerdet
werden muss. Aus diesem Grund können
die Rückbauarbeiten auch nur trocken
durchgeführt werden. Eine weitere
Besonderheit bei diesem Bauprojekt:
Aufgrund der Hochwassergefahr müssen
die Geräte im Wienfluss-Becken nach der
Arbeit täglich aus dem Hochwasserbereich
transportiert werden. Bauen im
Bestand bedeutet auch, flexibel auf
Veränderungen zu reagieren. Nicht alle
Bestandspläne stimmen mit der Bausubstanz
überein und man weiß nie,
welche Überraschungen man beim
Entfernen der Abdichtung erlebt. Dazu
kommt, dass wir in allen Bereichen immer
den Denkmalschutz im Auge behalten
müssen.“
Im Zuge der Rückbauarbeiten werden
die Tragarme einzeln von einem
Hydraulikbagger gesichert, mit einer
Wandsäge vom Tragwerk geschnitten, vom
Bagger weggehoben und vor dem Abtransport
mit einer Betonzange zerkleinert.
Alleine im ersten Baubereich wurden
bereits über 200 Tragarme rückgebaut. Im
mittleren Baulos wird der Randbalken
mittels Seilsäge vom Bestandstragwerk
abgelöst, da es sich hier um eine Spannbetonbrücke
handelt. Ein in diesem
Abschnitt vorhandener Torsionsriss wird
durch den Einsatz von aufgeklebten
Kohlefaser-Lamellen saniert. Diese
Technik kommt auch im ersten und
dritten Bauabschnitt für die Ertüchtigung
einzelner Längsträger und Pfeiler zum
Einsatz.
Die Abbrucharbeiten erfolgen in
Zusammenarbeit mit der Firma Tiefbau
Burger aus Krems an der Donau, die über
große Kompetenz in diesem Bereich
verfügt. Die Schneidarbeiten werden von
der Firma Fuchs Josef in Greinbach mit
verschiedenen Geräten durchgeführt.
Mit Stand Anfang Oktober sind die
Abbrucharbeiten im Wesentlichen abgeschlossen.
Ende September wurde bereits
mit der Herstellung des Aufbetons
begonnen und das erste Feld betoniert.
Für den optimalen Verbund zwischen Altund
Neu-Beton wird die Oberfläche der
bestehenden Konstruktion aufgeraut.
Auch werden Schäden an der Bewehrung
behoben, die durch den jahrzehntelangen
Tausalzangriff und die geringe Betonüberdeckung
der Bestandskonstruktion
verursacht wurden. Aus statischen
Gründen wird auf dem Tragwerk eine 8
cm starke Neubetonschicht hergestellt, die
in einem Arbeitsgang mit den neuen
Tragarmen betoniert wird. Auf der neuen
Oberfläche folgt der weitere Aufbau:
Abdichtung, neue Entwässerung sowie
neue Randbalken und die Verschleißschicht
aus drei Lagen Asphalt. Für die
Arbeiten kommt auf einer Länge von ca.
2,1 km das VGK Konsolsystem der Firma
Peri zum Einsatz (im Bereich der Stützmauer
Grünauerbach ist das Gerüst nur
einseitig). Es weist eine Höhe von bis zu
12 m auf und ist über Anker im Bestandstragwerk
befestigt.
Das Tragwerk im dritten Baubereich
wird analog zum ersten Baubereich
saniert, d.h. Randbalken plus Kragarme
werden erneuert. Stadtauswärts schließt
an den dritten Baubereich die Stützmauer
Grünauerbach an, auf der die Westaus-
Von links: Projektleiter Florian Wigisser und Außenbauleiter Islam Abdelkader erläutern im
Gespräch mit Baublatt.Österreich die anspruchsvollen Rahmenbedingungen.
fahrt neben dem Rückhaltebecken des
Wienflusses verläuft. In diesem Abschnitt
wird nur der Randbalken erneuert bzw.
werden vereinzelt notwendige Betoninstandsetzungen
durchgeführt.
Projektleiter Florian Wigisser über die
nächsten Schritte: „Wir werden in diesem
Jahr noch so viele Felder wie möglich
AB
0,0 %
FINANZIERUNG*
JUBILÄUMSANGEBOT
200 HITACHI JUBILÄUMS MASCHINEN
EXKLUSIV VERFÜGBAR
Angebot gilt auch für alle Zusatzausstattungen und Anbaugeräte, flexible Finanzierungsmodelle*
betonieren und auch schon mit der
Herstellung der neuen Randbalken
beginnen. Wenn es die Temperaturen
erlauben, werden wir auch im Winter
arbeiten. Ein technisches Highlight bildet
im nächsten Jahr der mittlere Bauabschnitt,
bei dem zwei Peri Schalwagen
zum Einsatz kommen werden.“
* Dies ist ein unverbindliches Angebot der AFL Mobilien Leasing GmbH in Kooperation mit der Kiesel Group. Es gelten die allgemeinen Geschäfts bedingungen AFL Mobilien Leasing
GmbH sowie diejenigen der Kiesel Group. Voraussetzung: positive Bonitätsprüfung des Kreditnehmers. Vorbehaltlich Zwischenverkauf, Irrtümer und Druckfehler. Abbildungen
können Sonderausstattungen enthalten, die im Angebotspreis nicht ent halten sind. 10 % Anzahlung. Finanzierung über 24 Monate zu einem Zinssatz von 0,00 %, Finanzierung
über 36 Monate zu einem Zinssatz von 0,99 %, Finanzierung über 48 Monate zu einem Zinssatz von 1,99 %, Finanzierung über 60 Monate zu einem Zinssatz von 2,99 %.
12 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023 13
PROJEKTE + PLANUNG
SALZBURGLEITUNG
Meilenstein auf dem Weg zur Energiewende
Die Arbeiten im Baulos 5 der Salzburgleitung begannen im Jänner 2021 und befinden
sich kurz vor Fertigstellung. Sie beinhalten den Neubau einer 23 km langen 380 kV
Doppelleitung und die Errichtung von 78 Masten im schwierigen gebirgigen Gelände.
A
ufgrund des Verlaufs der Trasse durch
das Gebirge handelt es sich dabei um
ein besonders anspruchsvolles Baulos.
Durch das schwierige Gelände wurden
Steigungen mit einem Winkel von bis zu
49% bzw. 26° bewältigt. Eine weitere
Besonderheit stellten die Höhenunterschiede
von bis zu 300 m zwischen
den Masten dar. Der höchste
Mast liegt auf einer Seehöhe
von ca. 1.500 m. European
Trans Energy GmbH
(Europten) wurde
2020 mit der
Realisierung des
Bauloses 5 der
Salzburgleitung
beauftragt. Das
gesamte Projekt
380 kV Salzburgleitung
erstreckt
sich über eine Länge
von 128 km zwischen
dem Umspannwerk
Salzburg in Elixhausen
(Flachgau) und dem
Umspannwerk Tauern in
Kaprun (Pinzgau).
Die Salzburgleitung ist als zentrales
Infrastrukturprojekt ein wichtiger
Meilenstein auf dem Weg zur versorgungssicheren
Energiewende. In Summe wird es
in Salzburg aufgrund der 163 km Demontagen
alter 220 kV Leitungen sowie von
Mitführungen und Verkabelungen von 110
ZANDTcargo
Tieflader mit Radmulde
T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth
kV Leitungen der Salzburg Netz GmbH,
229 Masten und 65 Leitungskilometer
weniger geben als heute. 128 km Freileitung
werden neu
gebaut.
„Die Energiewende bedeutet
vor allem eines: den synchronisierten
Ausbau von Erzeugungsanlagen mit
Transportnetzen und Energiespeichern.
Nur wenn es gelingt, die
rechtlichen und wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen
für die
Investitionen in die Netze
grundlegend zu verbessern,
kann die versorgungssichere
Transformation
und somit die
Integration der neuen
erneuerbaren Energien
erfolgen. Ohne kapazitätsstarke
Strominfrastruktur
sind alle
Investitionen in die
anderen Bereiche des
Energiesystems letztlich
wirkungslos. Dies gilt es
aus energiewirtschaftlichen
und volkswirtschaft-
lichen Erfordernissen im Sinne eines
erfolgreichen Wirtschafts- und Lebensstandorts
Österreich zu vermeiden“, so
Dr. Michael Strugl, CEO Verbund.
Das aktuelle Stromnetz
ist für die
Die Übergabe des Bauloses 5
der 380 kV Salzburgleitung ist für
Sommer 2024 geplant. Im Rahmen des
Projektes wurden 4.100 t Maststahl
verbaut.
Herausforderungen einer klimaneutralen,
versorgungssicheren Energiezukunft noch
nicht ausreichend gerüstet. Der Investitionsplan
der APG bis 2032 sieht 3,5 Mrd.
Euro in einem ersten Schritt vor – die
Ausbauanforderungen bis 2040 werden
jedoch ein Vielfaches betragen. Um diese
Investitionen effektiv umzusetzen, bedarf
es veränderter Rahmenbedingungen, der
gesellschaftlichen Akzeptanz für Strominfrastruktur
auf allen Ebenen und einer
koordinierten Umsetzung aller energiewirtschaftlich
relevanten Projekte. Dabei
ist die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren
sowie ein investitionsförderndes
Regulierungssystem von elementarer
Bedeutung. Nur so kann die Energiewende
versorgungssicher und kosteneffizient
erfolgen.
www.apg.at
Foto: Smile for me
KEINEN CAT KÖNNEN
WIR UNS NICHT LEISTEN.
Unsere Stärken sind Tempo, Qualität und hohe Zuverlässigkeit – die wir mit einem starken Team und treuen Geschäftspartnern
bei jedem Auftrag immer wieder neu beweisen. Wir schaffen viel mit Zeppelin und Caterpillar, weil da einfach
alles passt, von der Maschine bis zum Service. Experimente können wir uns nicht leisten.
Petra und Johannes Riedmüller, Eigentümer Riedmüller-Gruppe, Lassee
zeppelin-cat.at
14 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
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3 4
1+2 Unsere Bilder zeigen den Nibelungenplatz in Tulln vor und während der Arbeiten. 3 Der Entwurf des Büros DnD
Landschaftsarchitektur überzeugte die Jury. 4 Nach seiner Umgestaltung wird der Nibelungenplatz in mehrfacher
Hinsicht eine völlig neue Qualität bieten. 5 Ein Komatsu PC138US-11 mit 3D Steuerung führte den Großteil der
Erdbewegungen durch. So wie alle Lkw und Baugeräte des Projekts wird er mit HVO100 Regenerativ betrieben.
I
m Vorfeld der Neugestaltung des
Nibelungenplatzes wurde im Jahr 2021
ein umfassender Bürgerbeteiligungsprozess
und eine Volksbefragung durchgeführt.
Mit rund 8.000 m² Fläche ist er
nicht viel kleiner als der Hauptplatz (rund
9.200 m²), schöpft aber sein Potenzial als
öffentlicher Raum mit entsprechender
Aufenthaltsqualität nicht aus. Die im
Rahmen des Beteiligungsprozesses
gesammelten Erwartungen an den neuen
grünen Platz bildeten die Basis für die
Zielvorgaben für den Gestaltungswettbewerb,
der im ersten Halbjahr 2022
durchgeführt wurde. Eine Sach- und
Fachjury kürte aus den Entwürfen von
fünf renommierten Landschaftsarchitekturbüros
den Entwurf des Büros DnD
Landschaftsarchitektur zum Sieger. Das
Projekt wird rund 5 Mio. Euro kosten, ein
Teil davon wird gefördert. Mit dem
Spatenstich am 2. Mai 2023 fiel der
Startschuss für die bauliche Umsetzung.
Der Nibelungenplatz wird nach seiner
Umgestaltung gleich in mehrfacher
Hinsicht eine völlig neue Qualität bieten.
Vor den Bauarbeiten wurde von der
Grabung über die Bepflanzung bis zur
Choreografie des Nebelspiels alles
genauestens geplant. Aktuell bieten die
wenigen Bäume am Nibelungenplatz
kaum Schatten und 80% der Gesamtfläche
sind nicht versickerungsfähig – was im
Sommer zu Temperaturen von über 40°
Grad führt. Um möglichst viel Fläche des
Platzes natürlich zu beschatten, werden
große Bäume nach dem Schwammstadt-
Prinzip gesetzt: Dank großem Wurzelraum
und durchdachtem Straßenunterbau kann
viel Niederschlagswasser gespeichert
werden, wodurch sich großkronige,
gesunde Bäume entwickeln können. Nach
der Umgestaltung werden 71% der
Gesamtfläche versickerungsoffen sein
(Grünflächen, Kies etc.), zusätzliche 23%
der Gesamtfläche versickerungsfähig
(Pflaster) und nur noch 6% der Gesamtfläche
nicht versickerungsfähig (z.B.
Fahrbahn, Feuerwehr-Zufahrten).
Ein besonderes optisches Highlight
wird die Fläche hinter dem Minoritenkloster
sein. Optimal an den Klimawandel
angepasste Pflanzen werden hier nicht nur
Nützlinge beherbergen, sondern mit ihrem
Blütenfeuerwerk auch eine perfekte
Kulisse für Feiern und Fotos bilden.
Weiters lädt eine durchdachte Möblierung
TULLN
Leuchtturmprojekt für Klima-Anpassung wird
konsequent mit HVO-Biotreibstoff umgesetzt
Die Umgestaltung des Nibelungenplatzes in Tulln, die von Mai 2023 bis Juni 2024 erfolgt,
ist ein Vorzeigeprojekt für die zukunftsfitte Stadtplanung und Klimaanpassung von
Gemeinden. Die bisher als Parkplatz genutzte Asphaltfläche wird großflächig entsiegelt,
klimafit und zu einem flexibel nutzbaren, grünen Areal entwickelt. Aber auch in der baulichen
Umsetzung werden neue Wege beschritten: alle im Rahmen des Projekts eingesetzten
Lkw und Baumaschinen über 3,5 t werden ausschließlich mit HVO-Biotreibstoff eingesetzt.
Fotos/Grafik: Gnant; DnD-Landschaftsplanung; Baublatt.Österreich
KAISER S12 Allroad
PAUS SMK 9036
KAISER Fahrzeugtechnik GmbH • Gewerbestraße 4, 6710 Nenzing • T +43 5525 64180 • mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at
16 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023 17
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
zu mobiler Arbeit im Grünen ein. Diese
wird ergänzt durch eine E-Bike-Ladestation,
Möglichkeiten zum Ausgleichssport,
Brettspiel-Flächen, Spielelementen für
Kinder und Infrastruktur-Standards, wie
Trinkbrunnen oder Fahrrad-Abstellplätze.
Für Abkühlung bei geringstem Wasserverbrauch
sorgen smart über WLAN gesteuert
„Nebel-Choreografien“. Auch wird der
Nibelungenplatz viel Platz für die Aufstellung
von Festzelten bieten, die über
mehrere im Boden versenkbare Energiesäulen
versorgt werden können. Die
Pflasterung erfolgt durchgängig in hellen
Naturtönen. Die Auswahl der Steine und
Pflastergrößen richtet sich nach der
Nutzungsart der jeweiligen Fläche. Auf
den Auto-Stellflächen kommt z.B. ein
ökologisches Pflaster mit hoher Durchlässigkeit
und mit Grünfugen zum Einsatz.
Die effiziente, digital gesteuerte Bewässerung
erfolgt auf Basis einer digitalen
Messung von Bodenfeuchte, Temperatur
und Leitfähigkeit des Untergrundes in den
Grünflächen. Als Ersatz für die am
Nibelungenplatz wegfallenden Parkplätze
werden in der Hauptplatz-Tiefgarage, die
über ausreichend Kapazität verfügt,
zusätzlich 150 Dauer-Parkplätze zu
günstigen Tarifen zur Verfügung gestellt.
Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk
betont: „Die Liste der positiven Effekte der
Umgestaltung ist lang: Neben der aktiven
Klima-Anpassung entsteht ein großzügiger
Ort des Miteinanders und wir stärken
die Attraktivität und Aufenthaltsqualität
der Stadt in ihrer Gesamtheit sowie der
Positionierung als die Gartenstadt des
Landes. Und nicht zuletzt schaffen wir ein
Vorzeigebeispiel, um Städte klimafitter zu
machen.“
Emissionslose Baustelle dank
HVO Kraftstoff der 2. Generation
Im Zuge der Auftragsvergabe des Projekts
Nibelungenplatz setzte die Stadtgemeinde
Tulln als Auftraggeber einen besonderen
Anreiz: bei der Bewertung der Angebote
wurde die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit
durch die ausführenden
Unternehmen besonders gewertet. Den
Zuschlag erhielten die Firmen
Pittel+Brausewetter und Gnant, die bei
allen am Nibelungenplatz eingesetzten
Lkw und Baumaschinen über 3,5 t auf die
konsequente Verwendung von
HVO-Biotreibstoff setzen.
Die Abkürzung HVO steht für Hydrotreated
Vegetable Oils, was übersetzt
„hydrierte Pflanzenöle“ bedeutet. In einem
raffinierten Verfahren wird Pflanzenöl
mittels einer katalytischen Reaktion in
Kohlenwasserstoff umgewandelt, wobei
auch Wasserstoff hinzugegeben wird. Der
HVO der ersten Generation stammt aus
Rohstoffen, die auch einem anderen Zweck
hätten dienen können, z.B. Pflanzen, die
auch als Lebensmittel verwendet werden
können. Auch hier treten CO2 Emissionen
auf, und zwar von den Maschinen, mit
denen die Kulturen angebaut werden.
Beim HVO der zweiten Generation
hingegen besteht dieses Problem nicht. Es
werden Abfall- und Reststoffe als Rohstoffe
verwendet, die bereits eine andere
Funktion erfüllt haben. HVO kann auch
aus verschiedenen tierischen und pflanzlichen
Abfallstoffen gewonnen werden.
Konkret eingesetzt wird beim Projekt
Nibelungenplatz der Kraftstoff HVO100
Regenerativ der EnergieDirect Austria
GmbH, der zu 100% aus erneuerbaren
Rohstoffen hergestellt wird. Durch die
Nutzung von HVO100 Regenerativ werden
die Treibhausgasemissionen über den
Lebenszyklus des Kraftstoffs um bis zu
90% im Vergleich zu fossilem Diesel
reduziert. HVO100 Regenerativ ist
vollständig kompatibel mit allen Dieselmotoren
(Paraffinischer Dieselkraftstoff nach
ÖNorm EN 15940 - XTL) des bestehenden
Fuhrparks. HVO100 Regenerativ ist in
seiner chemischen Zusammensetzung mit
fossilem Diesel vergleichbar und kann als
Drop-in-Kraftstoff ohne Modifikationen
verwendet werden.
Geschäftsführer Josef Gnant: „Wir
haben im Juli 2022 bei Arbeiten für ein
Bio-Weingut in Röschitz unsere Fahrzeuge
erstmals mit HVO betrieben. Dieses
Projekt wurde durch ein Monitoring der
TU Wien begleitet und hat eine CO2
Neutralität von 89% erreicht. Ich sehe
hier unser Unternehmen bei einem
spannenden Zukunftsthema einmal
mehr als Vorreiter. Der HVO-Biotreibstoff
der 2. Generation kann ohne Umbaumaßnahmen
bereits bei sehr vielen Fahrzeugen
eingesetzt werden – egal ob Lkw oder
Baumaschine. Er weist auch bei Temperaturen
bis -20° eine sehr gute Qualität auf
und ist aus meiner Sicht eine interessante
Alternative, bis andere Technologien zur
Verfügung stehen. Nicht zuletzt sprechen
auch die finanziellen Vorteile für HVO,
denn mit der geplanten jährlichen
Anhebung der CO2-Steuer werden auch
die Treibstoffpreise Jahr für Jahr weiter
steigen. Aufgrund der steigenden Nachfrage
beginnen verschiedene Mineralölkonzerne
bereits damit, ihre Raffinerien
umzurüsten. HVO ist in der Herstellung
bereits CO2 neutral, inzwischen erfolgt
auch der Transport aus Deutschland mit
dem Zug bis Enns durch die Firma
EnergieDirect Austria so umweltfreundlich
wie möglich. Im letzten März haben
wir unseren Betrieb umgestellt und bis
Jahresende werden wir rund 50% des
gesamten Treibstoffaufkommens der
Firma Gnant durch HVO abdecken. Neben
der Haupttankstelle hier in der Zentrale
in Wimmersdorf betreiben wir mehrere
HVO-Tankstellen für den Eigenbedarf
– darunter auch eine am Nibelungenplatz
in Tulln. Mit dieser versorgen wir alle
Geräte und Lkw, die bei diesem Projekt
zum Einsatz kommen. Die Baustelle
Nibelungenplatz ist komplett auf HVO-
Biotreibstoff umgestellt und wird auch
entsprechend kontrolliert. Ein interessanter
Faktor war die notwendige Überzeugungsarbeit
bei den Maschinisten – auch
unserer eigenen.
Bauprojekt Nibelungenplatz
Im Rahmen der Umgestaltung des
Nibelungenplatzes übernimmt die Firma
Pittel+Brausewetter den Leitungsbau bzw.
18 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
die Leitungsumlegungen und die Oberflächengestaltung.
Mit ihrem jahrelangen
Know-how mit 3D gesteuerten Baumaschinen
führt die Firma Gnant die
Abbruch- und Erdbauleistungen durch.
Vor Beginn der Aushubarbeiten mussten
MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN
HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER
Gruppe
„Wir verbrauchen in
diesem Jahr von März bis
Dezember 810.000 l
HVO100 Regenerativ, was
bei einem Ausstoß von
2,5 kg pro Kilo Treibstoff
einer Reduktion von
2.200 t CO2 oder einer
Einsparung von nahezu
100 Sattelschleppern
entspricht“, betont
Geschäftsführer Josef Gnant
(Mitte), im Bild mit Bmstr.
Ing. Dominik Horacek, MBA
(rechts, Firma Gnant) und
Christian Schmidt Firma
Kuhn Baumaschinen)
vor der HVO100
Regenerativ Tankstelle in
der Firmenzentrale in
Wimmersdorf.
PERFORMANCE IN EVERY DETAIL
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
zunächst rund 6.000 m² Asphalt gefräst
werden. So wie der Asphalt wurde auch
der nicht mehr tragfähige Unterbau in
einem nahegelegenen Standort der Firma
Gnant recycelt und so weit als möglich vor
Ort wiederverwendet. Neben den großflächigen
Erdbewegungen müssen auch
tiefere Bereiche für die Umsetzung des
bereits erwähnten Schwammstadt-Prinzips
ausgehoben werden. Der Großteil der
Bauarbeiten wird noch vor dem Winter
fertiggestellt sein. Da es bei der Oberflächengestaltung
auch verschiedene
Pflanzzeitpunkte einzuhalten gilt, werden
kleinteilige Arbeit noch bis Juni 2024
durchgeführt.
Komatsu PC138US-11: mit
3D Steuerung und HVO
Neben verschiedenen Kompaktgeräten
war es vor allem ein Komatsu
PC138US-11 mit 3D Steuerung, der auf
der 8.000 m 2 großen Fläche den Großteil
der Erdbewegungen durchführte. Dazu
Bmstr. Ing. Dominik Horacek, MBA: „Wir
haben mit unserem Team das Projekt
mittels Digitalisierung und Modellierung
so geplant, dass die Abträge und Schüttungen
so minimal wie möglich ausfallen. Das
ideale Gerät war für diesen Einsatz ein
14 t Kurzheckbagger der neuesten
Generation mit 3D Steuerung, der auch
mit HVO100 Regenerativ eingesetzt
werden kann. In diesem Sinne haben wir
bei der Firma Kuhn angefragt, und unser
www.mineraltech.at
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18
1
2
VERNETZTES
ARBEITEN
Rahofer.
3
5
4
1-3 Für die exakte Umsetzung der Erdarbeiten beim Projekt Umgestaltung des Nibelungenplatzes ist der Komatsu PC138US-11 mit dem
Smart Construction Retrofit Kit ausgerüstet. 4 Auch bei einem anspruchsvollen Bauprojekt in Wien Alsergrund werden die unter Deckel
betriebenen Geräte mit HVO100 Regenerativ betrieben. 5 „HVO100 Regenerativ bringt nicht nur für die Umwelt große Vorteile, sondern auch
im Hinblick auf die geplante jährliche Anhebung der CO2-Steuer“, betont Geschäftsführer Josef Gnant.
Betreuer Christian Schmidt hat unser
Anliegen sehr engagiert unterstützt. So
war es kurzfristig möglich, den Komatsu
Kurzheckbagger als Mietgerät auf unserer
HVO-Baustelle Nibelungenplatz
einzusetzen.“
Christian Schmidt von der Firma Kuhn
Baumaschinen ergänzt: „Die Firma Gnant
ist bekannt für zukunftsorientierte
Konzepte und effiziente Problemlösungen.
Viele Komatsu Geräte sind bereits für
HVO geeignet und es freut uns, dass wir
mit einem PC138US-11 das Projekt am
Nibelungenplatz unterstützen können.
Der HVO-Einsatz ist die jüngste Pionierleistung
der Firma Gnant in einer langen
Tradition CO2-sparender Technologien. So
wurden bereits 2013 die ersten beiden
Hybridbagger Komatsu HB215LC an die
Firma Gnant geliefert. Seither wurden
insgesamt acht HB215LC Hybridbagger
angeschafft, somit ist die Firma Gnant der
größte Betreiber von Komatsu Hybridbaggern
in Österreich. Die Hybrid-Bagger
verbrauchen durchschnittlich 20% weniger
Kraftstoff im Vergleich zu einem herkömmlichen
Bagger und haben bis heute
gemeinsam mehr als 75.000 Betriebsstunden
geleistet. Aufgrund der Kraftstoffersparnis
werden am Ende der Bagger-
Lebenszyklen insgesamt etwa 800 t CO2
eingespart worden sein.“
Ausgerüstet ist der Komatsu
PC138US-11 für die exakte Umsetzung
der Erdarbeiten mit dem Smart Construction
Retrofit Kit. Das Retrofit Kit funktioniert
wie jedes andere standardmäßige
3D-Führungssystem auf dem Markt, bietet
jedoch eine finanziell interessante
Alternative und protokolliert die
Bestandsdaten auf der Grundlage des
tiefsten Punkts der Schaufelschneide,
während die Maschine gräbt.
„Aktuell setzen wir HVO100 Regenerativ
nicht nur am Nibelungenplatz ein,
sondern auch bei der Errichtung einer
Baugrube in Deckelbauweise mit einer
Aushubtiefe von bis zu 17 m in Wien
Alsergrund. Wir haben hier eine spezielle
Stahlplattform gebaut, die es uns ermöglicht,
trotz der vorgegebenen Gewichtsbeschränkungen
am Deckel einen Komatsu
PC360 mit Longfront-Ausleger einzusetzen.
Dieser befördert mit einem von der
Firma Winkelbauer entwickelten 1,8 t
Schalengreifer das Material aus 17 m
Tiefe. Zwar läuft der PC360 nicht mit
HVO, aber all unsere Kompaktgeräte, die
darunter arbeiten, laufen mit HVO100
Regenerativ. Abgesehen vom HVO-
Biotreibstoff setzen wir in vielen
Bereichen auf Nachhaltigkeit. Unsere
Zentrale in Wimmersdorf ist durch eine
Photovoltaikanlage bereits energieautark
und wir haben im vorigen Jahr die
Heizung auf Biomasse umgestellt“, betont
Firmenchef Josef Gnant abschließend.
www.tulln.at/nibelungenplatz
www.gnant.at / www.pittel.at / www.kuhn.at
MIT BAUMASCHINENTECHNIK DIE ZUKUNFT KOPPELN
Die Schnellwechselvorrichtung SW2-Q GPS und SW3-Q GPS mit Oil- und Elektro-Quickfunktion
für Hydraulik bagger (12t bis 40t) macht das automatische Kuppeln von digital
aufbereiteten Gelände plandaten zum Kinderspiel. Ein zu tiefes Eindringen des Böschungs
löffels über das Zielprofil hinaus wird verhindert, indem die Löffelkante in Echt zeit
und Relation zur Maschinenposition und den Geländeplandaten durch gezielte Sensorik
und 3D-Daten gesteuert wird. Schnell, einfach, intelligent – und sicher. Denn durch die
selbstnach stellende, konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck
sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
20 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
1
2
MASCHINEN + TECHNIK
3 4 5
ÖGL
Aktuelles aus Theorie und Praxis
im grabenlosen Leitungsbau
Beim Symposium Grabenlos 2023, das am 19. und 20. September von
der ÖGL – Österreichische Vereinigung für Grabenlosen Leitungsbau
im Toscana Congress in Gmunden organisiert wurde, standen
Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch im Fokus.
E
in facettenreicher Vortragsmix der
engagierten Referenten, die zu den
Kernthemen des grabenlosen Leitungsbaus
spannende Einblicke gaben sowie
ausreichend Zeit um die Innovationen und
Neuheiten in der Ausstellung zu diskutieren,
bildeten den Rahmen für das diesjährige
Expertentreffen im Zentralraum
Oberösterreich. Von der Sanierung von
Hausanschlusskanälen über die Kostenthematik
und interessanten Praxisprojekten
von Rohrvortrieben und Spülbohrungen
bis hin zur Reduktion der CO2
Belastung durch grabenlose Technologien,
boten die Referenten einen Überblick zu
den aktuellen Themen in der Branche.
Zunehmend interessant für den
grabenlosen Leitungsbau werden die
Hausanschlüsse – Prof. Thomas Ertl von
der Universität für Bodenkultur, DI
Bernhard Zit (IKB AG) und Ing. Johann
1 Pressung in einem Verbau-
Schacht. 2 Techniker-Nachwuchs:
Auch zwei vierte Klassen der HTL
Linz 1 besuchten das Symposium
Grabenlos. 3+4 Die Pressbohranlage
„Grundobore200S“ ist eine
innovative und effiziente Lösung
für den grabenlosen Neubau von
Kanalanschlüssen aus Schächten
bzw. Startgruben. 5 Einmal mehr
erwies sich das Symposium
Grabenlos 2023 als wichtiger
Expertentreff.
Huber (Strabag AG) stellten diese in den
Mittelpunkt ihrer Vorträge.
Eine Innovation gelang den Innsbrucker
Kommunalbetrieben bei der Errichtung
von Hauskanal-Anschlüssen, die bis zur
Grundstücksgrenze ins Eigentum und den
Aufgabenbereich der IKB fallen. Die
Erstellung von Hausanschlüssen in offener
Bauweise stellt im innerstädtischen
Bereich immer größere Herausforderungen
hinsichtlich der baulichen Umsetzung und
den damit verbundenen Herstellungskosten
dar. Die Vorbereitungsarbeiten bis zur
Ausführung der Anschlüsse (behördliche
Genehmigungen, Anrainerinformation,
Verkehrs- sowie Sicherheitskonzepte, usw.)
ist sehr zeitintensiv und teils schwierig
umzusetzen.
Erste Gespräche für eine grabenlose
Lösung gab es bereits 2010 mit Tracto-
Technik. Damals konnte kein bauausführendes
Unternehmen dafür gewonnen
werden. Ende des Jahres 2022 entwickelte
die IKB gemeinsam mit der BeMo
Tunneling GmbH als Auftragnehmer und
der Firma Tracto-Technik als Hersteller
der Pressbohranlage „Grundobore200S“
eine innovative und effiziente Lösung für
den grabenlosen Neubau von Kanalanschlüssen
aus Schächten bzw. Startgruben.
Anfang 2023 erfolgten drei Pilotversuche
zur grabenlosen Hausanschlusserstellung:
1. Projekt Exlgasse 24 (HA Länge 11,0 m /
Tiefe 2,20 m aus dem Schacht)
2. Projekt Botenthalweg 2/4 (HA Länge
3,0 m / Tiefe1,80 m aus dem Schacht)
3. Projekt Gumppstraße 65 (HA Länge
30,0 m / Tiefe 4,0 m aus einer Startgrube)
Ausgehend von einem Kanalschacht oder
einer Startgrube wurde mittels Press Bohr
22 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: IKB AG; ÖGL
Verfahren die Hausanschlussleitung in
gewählter Dimension und Gefälle hergestellt.
Durch den gesteuerten Pilotrohrvortrieb
wurden ausreichend hohe
Lagegenauigkeiten erreicht um Produktrohre
DA 160 bis DA 280 einzusetzen. Die
konkrete Ausführung erfolgte in drei
Phasen:
1. Gesteuerter Pilotrohrvortrieb aus dem
Kanalschacht in Richtung der Zielgrube.
2. Pilotgestänge mit Bohrkopf und
Schnecke verbinden und zum Startschacht
zurückziehen, der Bodentransport
innerhalb der Schutzrohre erfolgt
durch Linkswendelung in die Zielgrube.
3. Einpressen der Produktrohre (0,50 m)
aus dem Schacht in Richtung der
Zielgrube.
Insbesondere folgende Vorteile des
grabenlosen Bauens kommen dabei zum
Tragen: erhebliche Staub- und Lärmreduktion;
kürzere Bauzeit und damit
geringere Verkehrsbeeinträchtigung;
höhere Akzeptanz in der Bevölkerung;
weniger Materialtransport und damit
geringer CO2 Ausstoß sowie deutliche
Kostenvorteile.
Das Interesse der HTL Linz 1, die mit
zwei vierten Klassen Tiefbau bzw. Hoch-
Ihr Spezialist
im grabenlosen
Bauen!
Das neue Vorstandsteam der ÖGL – Österreichische Vereinigung für Grabenlosen Leitungsbau
– freute sich über die zahlreichen Besucherinnen und Besucher beim Symposium Grabenlos.
und Tiefbau mit Prof. DI Gernot Mannsbart
und Prof. Benjamin Reischl das
Symposium besuchte, wurde von den
Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr
positiv aufgenommen und als enormes
Potenzial hinsichtlich des vorherrschenden
Fachkräftemangels im Tiefbau gesehen.
Das neue Vorstandsteam rund um den
Vorsitzenden DI Udo Pappler und die
Geschäftsführerin Mag. Silke Cubert
freute sich über die vorherrschende
Aufbruchsstimmung, die von allen Seiten
deutlich spürbar war. Das Einsparungspotenzial
im finanziellen Bereich und die
Reduktion des CO2 Ausstoßes durch die
Nutzung grabenloser Technologien, sind
wesentliche Argumente für die Zukunft.
www.grabenlos.at
Lowatschek & Regner KG
WWW.LOWATSCHEK-REGNER.AT
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
ZEPPELIN
Halbeisen: Cat Geräte bewähren sich
seit 30 Jahren als verlässliche Begleiter
In Vorarlberg steht der Name Halbeisen für Zuverlässigkeit und Kompetenz bei Felsund
Erdbewegungen. Firmenchef Werner Halbeisen, der die Arbeiten auf Basis seiner
jahrzehntelangen Erfahrung als One-Man-Show erledigt, setzt dabei im Sinne der
Nachhaltigkeit auf seine bestens gepflegten Cat Geräte. Eine wichtige Hilfestellung
leistet die Niederlassung Innsbruck von Zeppelin Österreich, die auch für die rund
30 Jahre alten Cat Geräte die Ersatzteilversorgung sicherstellt.
A
ls Jugendlicher verbrachte Werner
Halbeisen viel Zeit in der Baumaschinenvertretung
seines Vaters in Koblach
und lernte dort die verschiedensten Geräte
kennen. Daraus entwickelte sich eine
Leidenschaft, die 1987 zur Gründung des
eigenen Unternehmens für Fels- und
Erdbewegungen führte.
Werner Halbeisen: „Ich führe Erdarbeiten
für private Bauherren ebenso durch,
wie als Subunternehmer bei Bahn- und
Tunnelbaustellen und übernehme auch
Felsarbeiten für Baufirmen. Eine meiner
Stärken ist der Forstwegebau für Agrargemeinschaften.
Oft werde ich für besonders
anspruchsvolle Einsätze angefragt, wo
meine Erfahrung eine wichtige Rolle
spielt. Mein Fuhrpark umfasst vier
Maschinen, mit denen ich die Arbeiten
selbst durchführe. Nachdem ich zu Beginn
Firmenchef Werner Halbeisen pflegt seine Cat
Geräte seit rund 30 Jahren. Der robuste Cat
215C LC kann ohne Probleme auch mit einem
Cat Schremmhammer H120G eingesetzt
werden. „Beim Forstwegebau muss ich immer
alle Abdeckungen von Motor und Steuer blöcken
aufmachen, weil die Leute nicht glauben, dass
mein Cat kein Öl verliert“, betont Werner
Halbeisen mit einem Schmunzeln.
Von rechts: Kundendienstberater Markus Eberl (Zeppelin Österreich) sorgt
gemeinsam mit dem Team der Niederlassung Inzing dafür, dass die bewährten Cat
Geräte von Werner Halbeisen bei Bedarf rasch mit Ersatzteilen versorgt werden.
Mehr zu DokaXdek:
DokaXdek.
Die neue Dimension im Deckenbau.
Länge Breite Vielseitigkeit
24 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
DokaXbot and DokaXdek I-Frame are demo versions.
Die Schalungstechniker.
Ebenfalls im Fuhrpark: Die Cat D4H LGP Schubraupe wurde mit 1.200 mm breiten Platten
ausgerüstet. Für Kleinbaustellen kommt der Cat 307D Kettenbagger zum Einsatz.
verschiedene Maschinen ausprobiert habe,
investierte ich 1989 in mein erstes Cat
Gerät, denn die Qualität und Zuverlässigkeit
haben mich von Anfang an beeindruckt.
Vor allem bei den anspruchsvollen
Aufträgen für die Bahn oder in einem
Tunnel muss ich darauf vertrauen können,
dass mein Gerät läuft. Ich habe die
Entscheidung für die Marke Caterpillar
nie bereut und sehe keinen Grund, mich
von meinen beiden langjährigen Wegbegleitern
zu trennen.“
Das wichtigste Gerät im Fuhrpark ist
ein Cat 215C LC – ein 21 t Hydraulikbagger,
der für die Arbeiten im alpinen
Bereich die ideale Größe aufweist und
inzwischen 47.200 Betriebsstunden
absolviert hat. Werner Halbeisen: „Der
Cat 215C LC wird noch immer vom
Original-Motor angetrieben, nur der
Zylinderkopf wurde mit 20.000 Stunden
serviciert. Auch bei -20° macht der 7,5 l
Caterpillar Motor keine Probleme. Die
Filter wechsle ich alle 250 Betriebsstunden.
Aufgrund der starken Belastung
durch die Schrämarbeiten werden die
Hydraulikzylinder ca. alle 3.000 Betriebsstunden
mit neuen Führungsringen und
Dichtungen versehen, um teuren Zylinderreparaturen
vorzubeugen. Ich arbeite
zurzeit mit einem Cat Schremmhammer
H120G mit ca. 2 t Eigengewicht. Es ist
bereits mein vierter Schremmhammer
dieser Größe und der Cat 215C LC hält
das ohne Probleme aus. Eine Baumaschine
muss man pflegen, damit sie
möglichst lange hält. Ein Beispiel ist die
Fahrwerkreinigung, die ich nach der
Arbeit regelmäßig mit einer Schaufel
mache. Wenn sich das Material festsetzt
und im Winter friert, dann leiden die
Kettenbänder genauso, wie die Laufrollen
und der Verschleiß ist deutlich höher.“
Ebenfalls im Fuhrpark befindet sich
eine Cat D4H LGP Schubraupe, die
aufgrund der teilweise schwierigen
Bodenverhältnisse auf den Deponien und
beim Torfeinbau durch einen Spezialumbau
mit 1.200 mm breiten Platten
ausgerüstet wurde. Auch der jüngste
Neuzugang im Fuhrpark – ein Cat 307D
Kettenbagger, der hauptsächlich bei
Kleinbaustellen zum Einsatz kommt –
bewährt sich bereits seit zehn Jahren. Das
vierte Gerät ist ein Akerman Mobilbagger.
Nach einem kapitalen Motorschaden
wurde ein Cat C 6.6 Motor eingebaut,
welcher einwandfrei funktioniert. Als
Zusatzeffekt konnte durch den neuen Cat
Motor der frühere Verbrauch von 15 l
halbiert werden.
Markus Eberl Kundendienstberater der
Niederlassung Inzing von Zeppelin
Österreich, betont: „Obwohl sich der Cat
215C LC und die Cat D4H LGP Schubraupe
bereits fast drei Jahrzehnte im
Einsatz befinden, ist noch jedes Ersatzteil
für diese Geräte verfügbar – auch wenn
das eine oder andere Teil aus den USA ein
paar Tage länger benötigt. Ich kenne
Werner Halbeisen schon viele Jahre und
unser Team in der Niederlassung Inzing
hat ihn immer engagiert unterstützt. Wir
freuen uns über seine langjährige Treue
zur Marke Caterpillar und zu Zeppelin
Österreich.“
Werner Halbeisen ergänzt: „Meine Cat
Geräte sind extrem zuverlässig und die
Ersatzteilversorgung durch das Team der
Zeppelin Niederlassung in Innsbruck
funktioniert ausgezeichnet. Vor allem
bekomme ich Komponenten wie Dichtungsringe
oder Kolben einzeln und muss
nicht eine ganze Pumpe kaufen. Unsere
Partnerschaft funktioniert auf der Basis
von Ehrlichkeit und Fairplay. Wenn es
einmal etwas zu Diskutieren gibt, dann
passiert das immer sachlich. Ich bin
überzeugt, dass ich mit meinen bewährten
Cat Geräten und meiner Erfahrung noch
viele Kunden davon überzeugen werde,
dass Altes auch gut sein kann.“
www.zeppelin-cat.at
26 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Schnipp Schnapp
mit dem FU 1000 Pulverisierer
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MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Knickgelenkte Muldenkipper von Liebherr
bei Großprojekt am Reschensee im Einsatz
Bei einem Großprojekt am Reschensee
in der Gemeinde Graun im Vinschgau
(Italien) sind zehn Liebherr-Muldenkipper
TA 230 Litronic beteiligt.
Ein Großprojekt von rund 21,5 Mio. Euro wird am Reschensee in der Gemeinde Graun im
Vinschgau (Italien) umgesetzt: Um die Staatsstraße SS40 sicherer zu gestalten, wird diese
in Richtung Stausee verlegt. Zahlreiche Liebherr-Maschinen, darunter auch zehn Liebherr-
Muldenkipper TA 230 Litronic, sind an dem Großprojekt beteiligt und für die Erdbewegungsarbeiten
und Ausführung der Aufschüttungsarbeiten zuständig.
D
ie Staatsstraße am Reschensee soll vor
Steinschlägen und Hangrutschungen
geschützt werden. Dazu wurde die
Verlegung eines rund 1,5 km langen
Abschnittes 50 m in den Reschensee
hinein beschlossen. Das gigantische
Projekt, welches in zwei Bauabschnitten
über drei Jahre umgesetzt werden soll,
www.ringer.at
Versprochen:
Wir bewerkstelligen Großes.
Und Großflächiges!
Umblättern und mehr erfahren.
startete im April 2023. Insgesamt sechs
Bauunternehmen sind an dem Großprojekt
mit rund 60 Erdbewegungsmaschinen
beteiligt, darunter zehn Liebherr-Muldenkipper
sowie weitere Liebherr-Planierraupen
und Liebherr-Raupenbagger. Eines
dieser Bauunternehmen ist die Firma
Marx GmbH. Das Unternehmen hat
derzeit rund sieben TA
230 Litronic im Einsatz,
die teilweise über die
Liebherr-Mietpartner
GmbH bezogen wurden.
Die Liebherr-Muldenkipper
unterstützen bei
den Aufschüttungsarbeiten
eines Dammes, auf
welchem später die neue
Staatsstraße verlaufen
soll. Dazu transportieren
sie Aushubmaterial vom
Grund des ausgelassenen
Reschensees an den
Einsatzort. Der Damm
soll ca. 70 m breit werden
und eine Stärke von 20
bis 22 m aufweisen. Dies entspricht
ungefähr 2,5 Mio. m 3 Erdmaterial.
Franz Marx, Geschäftsführer der Marx
GmbH, ist von den Liebherr-Muldenkippern
begeistert. Bis zu 28 t Material
können mit den Maschinen pro Ladevorgang
bewegt werden. Ein leistungsstarker
Antriebsstrang in Kombination mit der
automatischen Traktionskontrolle
ermöglicht der Maschine eine hervorragende
Fahrleistung mit geballter Zugkraft.
„Die Dumper beweisen sich mit großer
Einsatzeffizienz. Dies führt zu mehr
Umschlagleistung und größeren Taktzeiten
hier auf der Baustelle“, betont Marx.
Täglich sind die Dumper am Reschensee
bis zu zwölf Stunden im Einsatz.
„Bisher haben sie sich als sehr zuverlässige,
widerstandsfähige und robuste
Baumaschinen bewiesen“, lobt Marx die
Liebherr-Muldenkipper. Alle Wartungspunkte
können dank der optimierten
Anordnung der Komponenten und guter
Zugänglichkeit schnell, einfach und sicher
von einer Standfläche aus erreicht werden.
Zwischen der Aushubzone in der Mitte
des Sees und den Entladezonen am Damm wurde eine extra
Fahrspur für die Muldenkipper festgelegt, um hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten
zu erreichen und damit eine hohe
Produktivität bei dem Großprojekt gewährleisten zu können.
Marx beschreibt die Bodenverhältnisse am ausgelassenen
Seegrund mit einigen Steigungen als teilweise schwierig. Doch
auch dort bewähre sich der TA 230 und lege selbst in vollbeladenem
Zustand enorme Zugkraft an den Tag. Grund ist die
optimale Kombination aus leistungsstarkem Motor, effizientem
Antriebsstrang und maximaler Traktion. Unter der
Motorhaube ist ein 6-Zylinder Baumaschinenmotor mit 12 l
Hubraum und 265 kW / 360 PS verbaut. Dieser sorgt für die
hervorragende Fahrleistung. In voller Fahrt erreicht die
Maschine Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 57 km/h und
bei Rückwärtsfahrt 16 km/h. Der effiziente Antriebsstrang
besteht aus einem automatischen 8-Gang-Lastschaltgetriebe
und ist für die optimale Kraftübertragung verantwortlich. Der
6x6 permanente Allradantrieb und die lastschaltbaren
Längs- und Querdifferentialsperren verleihen dem Muldenkipper
dauerhafte Traktion, auch in unwegsamem Gelände.
Um bei langen Schichten produktiv arbeiten zu können, ist
das Maschinenkonzept der Liebherr-Muldenkipper auf hohen
Fahrkomfort ausgelegt. Von diesem sind auch alle Maschinenbediener
bei der Marx GmbH begeistert, bestätigt der Bauunternehmer.
Der TA 230 vereint Wohlfühlkomfort und technischen
Fahrkomfort. Die Fahrerkabine ist großzügig gestaltet
und legt ein modernes Raumdesign an den Tag. Große Glasflächen
ohne störende Verstrebungen im Sichtfeld sorgen für
einen optimalen Rundumblick aus der Fahrerkabine. Versetzt
zueinander angeordnete Trittstufen sowie eine große Fahrertüre
ermöglichen einen leichten und sicheren Zugang zur
Fahrerkabine. Unterschiedliche Ablageflächen, Stauräume,
einer davon klimatisiert, sowie Flaschenhalter, erweitern das
Platzangebot. Durch die übersichtlich und intuitiv angeordneten
Bedienelemente finden sich die Maschinenbediener gut
zurecht. Hydropneumatische Stoßdämpfer an der Vorderachse
sowie die elastische Lagerung an der Fahrerkabine absorbieren
optimal die im Einsatz entstehenden Vibrationen. Die
schallgedämmte Fahrerkabine reduziert außerdem den
Geräuschpegel in der Kabine auf lediglich 72 dB(A).
www.liebherr.com
Der TA 230 Litronic transportiert pro Ladevorgang bis zu 28 t
Material. Die Liebherr-Muldenkipper unterstützen bei den Aufschüttungsarbeiten
eines Dammes und transportieren Aushubmaterial
vom Grund des ausgelassenen Reschensees an den Einsatzort.
KLEINE MASCHINE
GROSSE
KAPAZITÄTEN
DER NEUE V7 & V7-HW
Sie sind zwar die kleinsten Maschinen
in unserem Sortiment, aber mit dem
leistungsstarken, elektronisch geregelten
Antriebsstrang, dem Knickpendelgelenk
und der Parallelkinematik bewältigen
unsere neuen kompakten Radlader große
Aufgaben mit Leichtigkeit.
28 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
WACKER NEUSON
Wacker Neuson feiert 175 Jahre
Von 12. bis 15. September kamen Kunden und Händler aus der Region EMEA am
Wacker Neuson Standort in Reichertshofen zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung
unter dem Motto „175 Jahre Wacker Neuson“ standen der persönliche Austausch und die
innovativen Lösungen, die seit der Gründung einer Schmiedewerkstatt 1848 immer
wieder die Arbeit auf der Baustelle revolutioniert haben.
W
acker Neuson hat sich als ein
zuverlässiger Partner und innovativer
Lösungsanbieter etabliert, der seine
Kunde und ihre Anforderungen in den
Fokus stellt. „Wir freuen uns, Gäste aus der
gesamten EMEA Region bei unserem
Wacker Neuson Universe zu begrüßen und
gemeinsam unser 175jähriges Jubiläum zu
feiern“, sagt Alexander Greschner, Vertriebsvorstand
der Wacker Neuson
Group. „Diese Veranstaltung bringt
uns nah an unsere Kunden und
Vertriebspartner. Beim Testen unserer
Neuheiten bekommen wir direktes
Feedback, wir können uns zu aktuellen
Themen und Trends austauschen
und ganz wichtig im Moment: Wir
wollen unseren Kunden und Partnern
einen motivierenden Impuls für die
kommenden Monate mitgeben.“
Eine der Innovationen beim
Wacker Neuson Universe war der
neue Dual View Dumper DV45, das
kleinste Modell der Reihe: Das
innovative Dual View-Konzept, bei
dem sich die Bedienkonsole um 180°
drehen lässt, hat sich bereits am Markt
bewährt. Der Fahrer kann, je nach Bedarf,
in Arbeits- oder Fahrtrichtung schauen
und hat immer freie Sicht. Beim neuen
Dumper DV45 lässt sich die elektrohydraulisch
drehbare Kabine nun per Knopfdruck
am Joystick um 180° drehen. Im
Multi-View-Modus, so wird das Arbeiten
bei seitlich gedrehter Kabine genannt, hat
der Bediener optimale Sicht auf den
seitlichen Arbeitsbereich, beispielsweise
beim Verfüllen von Gräben (siehe auch
Bericht in Baublatt.Österreich 9/2023).
Für den neuen elektrischen Radlader WL28e
stehen drei wartungsfreie Lithium-Ionen
Batterien zur Auswahl, mit denen
verschiedene Laufzeit-Anforderungen
abgedeckt werden können.
Zudem ist für einige Dumper von Wacker
Neuson ab Ende des Jahres die Objektüberwachung
„Active Sense Control“ als
Option erhältlich: Bei der Gefahr einer
Kollision verringert sie die Geschwindigkeit
des Dumpers automatisch. Das
System berechnet den Fahrtweg in
Kombination mit der Geschwindigkeit und
greift ein, sobald ein Hindernis im
Kollisionskurs auftaucht.
zero emission Ökosystem
Zu den neuesten Mitgliedern der zero
emission Familie gehört der erste
rein elektrisch betriebene Teleskoplader
von Wacker Neuson TH412e, der
durch seine kompakte Bauweise die
Arbeit unter beengten Verhältnissen
ohne lokale Emissionen ermöglicht,
beispielsweise beim Einsatz in
Tiefgaragen. Außerdem neu: der
elektrische Radlader WL28e. Neben
dem bereits bewährten Modell
WL20e steht damit eine größere und
leistungsstärkere E-Maschine zur
Verfügung. Kunden können optional eine
Kabine wählen, die durch ein durchdachtes
Heizkonzept einen komfortablen
Ganzjahreseinsatz der Maschine ermöglicht.
Es stehen außerdem drei wartungsfreie
Lithium-Ionen Batterien zur Auswahl,
um verschiedene Laufzeit-Anforderungen
abzudecken.
Mit dem Wacker Neuson zero emission
Portfolio kann schon heute eine gesamte
innerstädtische Baustelle ohne lokale
Emissionen betrieben werden. Nun geht es
darum, das gesamte Ökosystem der
Kunden zu bedienen: Von der Ladeinfrastruktur
über Serviceleistungen, Finanzierungsangebote
und unterschiedliche
Nutzungsmodelle bis hin zu einer Lebenszyklusbetrachtung
der Batterie. Dazu
gehört auch Battery One: ein standardisiertes
und bedienerfreundliches Akkusystem,
das auf den CO2-freien und nachhaltigen
Einsatz von Baugeräten setzt. Die
Batterie lässt sich in allen batteriebetriebenen
Geräten von Wacker Neuson, also
Akkustampfern und -platten sowie dem
Innenrüttlersystem ACBe verwenden,
aber auch in Geräten weiterer Hersteller.
Im Bereich der Baugeräte bieten die
neuen Viertaktstampfer BS62-4 und
BS68-4 dank höherer Schlagfrequenz und
Schlagkraft eine erhöhte Verdichtungsleistung.
Ein weiteres Highlight: der Mobilbagger
EW100, bei dessen Entwicklung
die Baustelle 4.0 im Fokus stand. Ein
www.ringer.at
Ringer bewerkstelligt
Großes.
intelligentes Attachment Management, ein
durchdachtes Human-Machine-Interface
und die Vorbereitung für diverse Assistenzsysteme
und Schnittstellen sind nur
einige Beispiele. Wie digitale Lösungen
den Baustellenalltag erleichtern, zeigen
unter anderem die „Smart Glasses“ von
Wacker Neuson. Wenn ein Kunde Hilfe
benötigt, kann sich der Servicetechniker
Und
Großflächiges!
Die Wurzeln von Wacker Neuson reichen bis in das Jahr 1848 zurück. Im Laufe der
Jahrzehnte entwickelte das Unternehmen zahlreiche innovative Lösungen, zu denen
ganz aktuell auch der elektrisch betriebene Teleskoplader TH412e zählt.
des Händlers, mit den Mixed-Reality-Brillen
ausgestattet, live mit den Experten
verbinden und seinen Blick auf die
Maschine teilen bzw. den Bildschirm des
Supports auf die Brille übertragen. Bei der
einfachen und transparenten Betonverdichtung
unterstützt das Assistenzsystem
zur Betonverdichtung ConcreTec.
www.wackerneuson.com
DEKplus:
• 2 Elementgrößen
5,40 x 2,25 m / 1,80 m (12,15 bzw. 9,72 m²)
• Deckenstärken bis 70 cm
möglich bei nur 12 cm Bauhöhe
• Platzsparend
480 m 2 Schalungsfläche je Sattelzug
• Werkzeuglose Montage
der Sicherheitskomponenten
wie Tischbühnen und Seitenschutz
• 100% kompatibel mit AluDEK - der
schnellsten Deckenschalung am Markt
30 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023 31
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Gemeinsam die optimale Lösung
entwickelt (von links): Geschäftsführer
Ing. Josef Winter (Winter Transporte),
Jürgen Schuster (Kaufmännischer
Bereich; Winter Transporte), Bernd
Schuster (Disposition, Werkstatt und
Fuhrpark; Winter Transporte), Markus
Weissenböck (Mineraltech; Keestrack
Vertriebspartner) und Maschinist Josef
Waismayer (Winter Transporte).
KEESTRACK I MINERALTECH
Winter Transporte: neue Flexibilität
mit Keestrack Aufbereitungstechnik
In den letzten Monaten setzte die in Asparn an der Zaya ansässige Firma
Winter Transporte wichtige Schritte für die weitere erfolgreiche Entwicklung: der
Office-Bereich wird ausgebaut und die jungen Fachkräfte Bernd und Jürgen Schuster
unterstützen Firmenchef Ing. Josef Winter bereits tatkräftig im Betrieb. Auch im Maschinenpark
gibt es wichtige Neuerungen: Fabrikneue Keestrack Anlagen, eine Schwerlast-Siebanlage
K4 und ein Haldenband S5 ermöglichen dem Unternehmen in der Rohstoffaufbereitung
und im Recycling nun eine hohe Einsatz-Flexibilität. Beide Anlagen wurden
von der Firma Mineraltech übergeben, dem Keestrack Vertriebspartner in Österreich.
D
ie Anfänge der Firma Winter Transporte
Ges.m.b.H. liegen rund 70 Jahre
zurück, als der Großvater der heutigen
Geschäftsführer Karl und Ing. Josef
Winter mit einem Pferdefuhrwerk erste
Sand- und Schottertransporte durchführte.
Heute ist das Unternehmen ein erfolgreicher
Familienbetrieb, der rund 60 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beschäftigt
und in weiten Teilen des Weinviertels in
den Bereichen Erdbau, Transporte, Sand
und Kies sowie Abbruch und Recycling
schlagkräftig aufgestellt ist.
Geschäftsführer Ing. Josef Winter: „Wir
legen großen Wert auf die persönliche
Betreuung unserer Kunden, aber auch auf
Fairness, Handschlagqualität und Termintreue.
Eine wichtige Verstärkung für unser
Team ist die Mitarbeit von zwei meiner
Neffen. Bernd Schuster ist seit rund 15
Jahren in unserem Betrieb tätig und
unterstützt mich immer stärker in den
Bereichen Disposition, Werkstatt und
allen Bereichen des Fuhr- und Maschinenparks.
Ergänzend dazu bringt Jürgen
Schuster sein Know-how im kaufmännischen
Bereich ein. Dadurch werde ich in
wesentlichen Bereichen entlastet und es
bleibt mir mehr Zeit für die Auftragsakquirierung.“
Die Sand- und Kiesgewinnung erfolgt
in der Nähe der Firmenzentrale in Asparn
an der Zaya, wo die Firma Winter Transporte
auch eine Bodenaushubdeponie
betreibt, und in einer zweiten Kiesgrube in
Hauskirchen. In den Kiesgruben muss der
Großteil des abzubauenden Materials
aufgrund der Ton- und Lehm-Einschlüsse
abgesiebt werden, um Frostschutzmaterial
bzw. die wichtigsten Klassierungen 0-4,
Die neue Siebanlage K4 und das
Haldenband S5 von Keestrack im Einsatz in
der Kiesgrube der Firma Winter Transporte in
Asparn an der Zaya. Durch die Abstimmung des XXL
Aufgabebunkers 10 m 3 mit der Schaufel des Radladers,
kann Maschinist Josef Waismayer die
Anlage alleine betreuen und zwischendurch
andere Arbeiten erledigen.
4-22 und das Überkorn erzeugen zu
können. Für die Aufbereitung der Baurestmassen,
die in erster Linie aus den
eigenen Abbruchprojekten stammt, stehen
auf dem Recyclingplatz in der Firmenzentrale
eigene Brechanlagen zur Verfügung.
Da die vorhandene Siebanlage die
gestiegenen Anforderungen nicht mehr
erfüllen konnte, entschied sich das
Unternehmen, diese durch eine neue
Siebanlage in Kombination mit einem Haldenband
zu ersetzen. Wesentliche Kriterien
im Rahmen der Entscheidungsfindung
waren die Eignung für alle Einsatzbereiche,
eine hohe Durchsatzleistung und
die „echte Mobilität“. Denn, der einfache
und rasche Transport mit dem eigenen
Tieflader war ein ganz wichtiger Punkt!
Die neue Siebanlage mit Haldenband
sollte nicht nur für die Aufbereitung des
Materials in den beiden Kiesgruben
eingesetzt werden, sondern auch das
Baurestmassen-Recycling durch die
Vorabsiebung der Feinteile und die
Klassierung des Materials bewerkstelligen.
In Kombination mit den eigenen
Brechanlagen ist bei Bedarf auch der
Einsatz vor Ort, bei größeren Baustellen,
geplant.
Auf der Suche nach der optimalen
Gerätekombination wurden von der Firma
Winter Transporte verschiedene Anlagen
in den eigenen Abbaubetrieben getestet,
aber auch im Einsatz bei anderen Betrieben
begutachtet. Die Entscheidung fiel
schließlich zugunsten der raupenmobilen
2-Deck SL-Siebanlage Keestrack K4 und
des ebenfalls raupenmobilen Haldenbandes
Keestrack S5. Zusätzlich zur
gewünschten einfachen Transportmöglichkeit
(K4 -Gewicht: 27,5 t, Höhe:
3.130, Breite: 2.800, Länge: 11.510),
Es hat sich in der Branche schon längst herumgesprochen:
Verlässlichkeit hat einen Namen – Eisenwagen.
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Das raupenmobile Haldenband
Keestrack S5 bewährt sich in der Sandund
Kiesgewinnung ebenso, wie im Baurestmassen-Recycling,
es entlastet den
Radlader und spart somit viel Dieselverbrauch,
und bietet zudem Vorteile bei
beengten Platzverhältnissen.
Eisenwagen Baumaschinen GmbH • Industriestraße 31, 2325 Himberg, Österreich • office@eisenwagen.co.at • +43 (0)2235/846 22
32 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023 33
Nicht nur mit den neuen Keestrack
Aufbereitungsanlagen rüstet sich die
Firma Winter Transporte für die kommenden
Herausforderungen, auch die
Führungsebene wurde gestärkt:
Firmenchef Ing. Josef Winter (Mitte)
wird durch Jürgen Schuster (links) im
kaufmännischen Bereich und durch
Bernd Schuster (rechts) in den
Bereichen Disposition, Werkstatt und
Fuhrpark tatkräftig unterstützt.
Die raupenmobile Plattenband-Schwerlast-Siebanlage Keestrack K4 bietet eine Leistung
von bis zu 350 t/h. Der XXL-Aufgabebunker, der bei der Firma Winter Transporte zum
Einsatz kommt, verfügt über ein Volumen von ca. 10 m 3 .
waren ausschlaggebend der bestens
zugängliche Stufe V Motor, die Hochleistungs
Verstellpumpen-Hydraulik und der
verfügbare XXL Aufgabebunker, für den
sich das Unternehmen im Zuge der
Beratung durch Markus Weissenböck von
der Firma Mineraltech entschied.
Ing. Josef Winter: „Die nun zur Verfügung
stehende Keestrack Gerätekombination
aus der leistungsfähigen Siebanlage
K4 und dem Haldenband S5 ist für uns ein
wichtiger Optimierungsschritt. Die
Siebanlage K4 bringt uns bei allen
Absiebungen große Vorteile und angesichts
der beengten Platzverhältnisse, speziell
beim Recycling, ermöglicht uns das
Haldenband S5 die Haldenwirtschaft für
die Zwischenlagerung zu optimieren. Das
bedeutet für unseren Betrieb eine nachhaltige
Effizienzsteigerung. Unser langjähriger
Mitarbeiter Josef Waismayer sorgt
mit seiner Erfahrung dafür, dass in der
Kiesgewinnung und im Recycling alles
rund läuft. Durch die neue Anlage kann er
die Kiesgrube hier in Asparn praktisch
alleine betreuen, denn der XXL Aufgabebunker
verschafft ihm die Zeit, zwischendurch
andere Aufgaben zu erledigen. Wenn
er nach wenigen Minuten zurückkommt,
hat die Siebanlage die 10 t Material der
Radlader-Schaufel bereits verarbeitet.
Darum war es für uns wichtig, dass die
Größe der Anlage und die Größe des
Aufgabebunkers auf den Radlader
abgestimmt sind. Eine wichtige Hilfe ist
auch die Funkfernbedienung für die
Keestrack Siebanlage K4. Mit ihr kann
Josef Waismayer vom Radlader aus alle
wichtigen Einstellungen vornehmen.“
Markus Weissenböck von der Firma
Mineraltech über die Stärken der Keestrack-Technik:
„Die raupenmobile Plattenband-Schwerlast-Siebanlage
Keestrack K4
verfügt über einen diesel-hydraulischen
Antrieb und bietet eine beeindruckende
Leistung von bis zu 350 t/h. Sie ermöglicht
eine kraftschlüssige und somit schlupffreie
Förderung des Siebmaterials und zeigt
ihre Stärken besonders bei großen
Aufgabemengen und siebschwierigen
Materialen. Durch die variable Sieb-Dynamik
kann die Drehzahl, Amplitude und
Neigung auf das Aufgabegut abgestimmt
werden. Der XXL-Aufgabebunker, der hier
bei der Firma Winter Transporte zum
Einsatz kommt, bietet ein Volumen von ca.
10 m 3 und ist durch seine Bestückungsbreiten
von B 4205 mm bis L 5670 mm für
die Heck-Beschickung als auch für die
seitliche Radladerbeschickung ein
absolutes Alleinstellungsmerkmal in
dieser Klasse. Auch das raupenmobile
Haldenförderband Keestrack S5 verfügt
über einen diesel-hydraulischen Antrieb.
Unser Werkstattleiter wurde von den
mineraltech Serviceleuten umfassend
technisch informiert und Service-geschult
und gemeinsam wurde auch noch Maschinist
Josef Waismayer im Rahmen der
Übergabe für beide Anlagen entsprechend
trainiert.“
Ing. Josef Winter: „Was unser Tätigkeitsfeld
betrifft, so sind wir sehr breit
aufgestellt. Daher ist die Mobilität der
Anlagen sehr wichtig für uns. Mit der
neuen Siebanlage K4 und dem Haldenband
S5 von Keestrack sind wir nun für
die Zukunft sehr leistungsstark und
flexibel aufgestellt. Für Betriebe wie den
unseren, bei dem mehrere Standorte und
auch Baustellen bedient werden müssen,
ist dies ein wichtiger Vorteil.“
www.winter.or.at | www.mineraltech.at
34 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
Innovative Softwarelösungen für
das Fahrzeugwaagen-Management
Die Digitalisierung bietet auch im Waagen-Management viele Möglichkeiten,
Abläufe zu optimieren und Fehlerquellen auszuschließen. MWT Mobile Wiegetechnik
bietet dazu eine professionelle und nutzerfreundliche Softwarelösung.
E
s gibt zahlreiche Wiegesysteme auf
dem Markt. In vielen Fällen ist selbst
in Zeiten der Digitalisierung noch eine
manuelle Datenerfassung nötig. Damit
sind ein hoher Arbeitsaufwand und eine
steigende Fehlerwahrscheinlichkeit
verbunden. Die durchdachte Lösung von
MWT setzt auf komplett digitalisierte
Fahrzeugwaagen und passt bestehende
Wiegesysteme an modernste Anforderungen
an. Zudem können im System unterschiedlichste
Waagen angebunden und
verwaltet werden. Aufgrund der direkten
Übertragung fallen arbeitsintensive
Zwischenschritte und Übertragungsfehler
weg.
Das Fahrzeugwaagen-Management von
MWT kommt als „Sorglos-Paket“ und
umfasst PC, Bildschirm, Funktastatur,
Funkmaus sowie ein Kartenlesegerät. Mit
der Software hat MWT zahlreiche
Wünsche aus der Praxis aufgegriffen. So
wurde für die Verwaltung der Waagen
eine Lösung entwickelt, die relevante
Daten wie Gewicht, Material, Datum und
Ort übersichtlich darstellt. Zudem werden
Gewichtsermittlung und anfallende
Informationen auf effektive Weise an
LVS- oder ERP-Systeme übertragen.
Mittels Bluetooth oder WLAN kann
zusätzlich ein Drucker angeschlossen
werden.
Die Software von MWT Mobile
Wiegetechnik erleichtert die
Erfassung und Aufzeichnung von
Wiegevorgängen sowie die
Verwaltung von Fahrzeugdaten
und Kundenadressen.
FZW-BM12 – das leistungsstarke
Fahrzeugwaagen-Terminal
Das leistungsstarke Wiegeterminal, das
FZW-BM12, arbeitet mit einem Windows-
Betriebssystem und verfügt über einen
resistiven Industrie-Touchscreen. Die
robuste Aluminium-Druckgusskonstruktion
und die Frontblende aus glasfaserverstärktem
Kunststoff machen es besonders
langlebig.
In der täglichen Arbeit erleichtert die
Software dieses Terminals die Erfassung
und Aufzeichnung von Wiegevorgängen
sowie die Verwaltung von Fahrzeugdaten
und Kundenadressen. Dank der hinterlegten
Stammdatenbank geht die Dateneingabe
schnell von der Hand. Die Druckformulare
bleiben auch nach dem Druckvorgang
gespeichert und können gegebenenfalls
individuell angepasst werden.
Mit Funktionen wie der Überladungswarnung
und einem Alibispeicher für
eichfähige Anlagen sind die Wiegevorgänge
stets sicher und nachvollziehbar.
Die mögliche Fernwartung spart Zeit und
Kosten bei Wartungsarbeiten und
Updates.
„Bei uns erhalten Kunden nicht nur
eine innovative Softwarelösung. Unser
engagiertes und erfahrenes Team
unterstützt die Kunden gerne auch bei
technischen Fragen. Wir greifen dabei
nicht nur auf theoretisches Wissen
zurück, sondern auch auf eine umfangreiche
praktische Erfahrung. Es gibt wohl
kaum einen Fall, den wir noch nicht
gesehen haben“, ist Günter Schmalnauer,
Geschäftsführer von MWT, überzeugt.
www.mwt-systeme.at
36 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
EPIROC
Epiroc feiert den 60. Geburtstag
des Hydraulikhammers
Was vor sechs Jahrzehnten in der deutschen Stadt Essen nur
eine Idee war, entwickelte sich zu einem bahnbrechenden
Produkt für die Bau- und Bergbauindustrie.
D
er ursprünglich von Krupp Berco
Bautechnik entwickelte Anbau-Hydraulikhammer
wurde 1963 patentiert. Die
erste Maschine HM 400 war ein Hit auf
der Hannovermesse 1967. Von diesem
Modell wurden damals mehr als 2.000
Einheiten verkauft. Der Hydraulikhammer
war ein echter Game Changer, da ein
einziger Hammer gleich mehrere Druckluftwerkzeuge
ersetzen konnte. „Hydraulikhämmer
von Epiroc sind nach wie vor
Marktführer in den meisten Ländern auf
der ganzen Welt“, erklärt Gordon Hambach,
Head of Strategic Marketing für
hydraulische Anbaugeräte.
2002 wurde Krupp Berco Bautechnik von
der schwedischen Atlas Copco-Gruppe
IHRE PROFIS AM BAU
WEIDEMANN GENERALIMPORTEUR FÜR ÖSTERREICH
mauch.at BURGKIRCHEN 07724 2107
übernommen. 2018 gab Atlas Copco die
Abspaltung von Epiroc bekannt. Während
sich Atlas Copco weiterhin auf industrielle
Kunden konzentrierte, wurde Epiroc
führend in Bergbau und Bauwesen. Nach
dieser Ankündigung blieben die Hydraulikhämmer
bei Epiroc, zusammen mit
geotechnischen und Gesteinsbohrwerkzeugen,
Untertage- und Übertage-Bergbauausrüstung
und dem zugehörigen Service.
Die Entwicklung ging weiter und im Jahr
2020 wurden die Hydraulikhämmer von
Epiroc digital. Hydraulic Attachment Tools
Connectivity ist ein fortschrittliches
Flottenmanagementsystem, bei dem die
Überwachung der Betriebsstunden, des
Standorts und der Wartungsintervalle der
Der Hammer war erst der Anfang der
Entwicklung anderer Anbaugeräte, wie etwa
Pulverisierer, Greifer oder Abbruchzangen.
Werkzeuge in wenigen Schritten geräteübergreifend
erfolgt – Telefone, Tablets
oder Computer. Eine bahnbrechende
Weiterentwicklung ist die GPS-Funktion,
die die Geräte mit einem robusten
Diebstahlschutzsystem versorgt.
www.epiroc.com
KOMPAKTE
KRAFTPAKETE
MASCHINEN + TECHNIK
Von links: Jochen Kiesel
(Mitglied der Geschäftsführung
Kiesel GmbH)
gratuliert Firmenchef
Franz Höfle (Höfle
Bautruck) anlässlich der
Übergabe des Hitachi
ZX225USRLC-7 zu dem
erfolgreichen Betrieb. Im
Bild mit Rene Ropele
(Disponent, Höfle
Bautruck) und Dominic
Peter (Kiesel Austria
GmbH, Niederlassung
Rankweil).
KIESEL
Höfle Bautruck: Arbeitsprozesse mit neuem
Hitachi ZX225USRLC-7 weiter optimiert
Für die Erdbau-Profis der in Lauterach ansässigen Firma Höfle Bautruck ist keine
Baustelle zu klein oder zu groß. Ihr Know-how ist nicht nur im Ländle gefragt, sondern
über die Grenzen hinaus auch in Süddeutschland oder in der Ostschweiz. Hitachi Geräte
spielen im Fuhrpark aufgrund ihrer Zuverlässigkeit und modernen Technik seit vielen
Jahren eine wichtige Rolle. Jüngster Neuzugang ist ein Hitachi ZX225USRLC-7, der
durch die neue Kiesel Austria Niederlassung in Rankweil übergeben wurde.
D
ie Höfle Bautruck GmbH
& Co. KG vereint die
Kompetenzen von zwei
traditionsreichen Unternehmen:
der Hugo u. Franz Höfle
GmbH – deren Wurzeln bis in
das Jahr 1898 zurückreichen
– und der 1972 gegründeten
Bautruck Transport- u.
Handels GmbH. Beide
Unternehmen waren bereits
durch eine langjährige
Partnerschaft verbunden,
bevor sie 2015 fusionierten.
Die rund 140 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sind
nicht nur in den Bereichen
Erdbau, Transport, Logistik
und Baustoffhandel tätig,
sondern auch im Abbruch,
Rückbau und der Entkernung
von Gebäuden. Bei
Bedarf wird das Rohstoffmaterial
mit mobilen Brech- und
Siebanlagen auch vor Ort
aufbereitet. Das Kieswerk
Moosbrugger in Langen bei
Bregenz, wo verschiedene
hochwertige Naturrohstoffe
produziert werden, und eine
Bodenaushubdeponie runden
das Spektrum ab. Geleitet
wird die Firma Höfle
Bautruck vom geschäftsführenden
Gesellschafter
Franz Höfle sowie von den
Geschäftsführern Johannes
Schatzmann und Sigi Kössler.
Firmenchef Franz Höfle:
„Wir sind mit unseren
Geräten auch regelmäßig bei
Großprojekten im Einsatz.
Besonders spektakulär war
der Abbruch der alten
Rheinbrücke in Hard-Fußach,
wo unser Hitachi ZX350LC-6
mit einem Gestreckten
Ausleger (GSA) für höhere
Reichweiten viel Aufsehen
erregt hat. Unser Fuhrpark
umfasst aktuell rund 100
Lkw und knapp 70 Baumaschinen.
Darunter auch
zahlreiche Hitachi Bagger
von 20 bis 40 t sowie Radlader
und Anbaugeräte, die bis
vor wenigen Monaten von der
Firma Kiesel aus Süddeutschland
beigestellt
wurden. Wir freuen uns
daher sehr, dass wir nun
durch die neue Niederlassung
von Kiesel Austria in
Rankweil noch intensiver
betreut werden.“
Den Bereich Erdbau leitet
bei der Firma Höfle Bautruck
Geschäftsführer Sigi Kössler.
Um im dicht verbauten
Rheintal für die oft beengten
Verhältnisse auf den Baustellen
optimal gerüstet zu sein,
setzt er im Fuhrpark überwiegend
auf Kurzheckbagger.
Sigi Kössler über den
jüngsten Neuzugang, den
Hitachi ZX225USRLC-7:
„Dominic Peter, mein
Betreuer von der neuen
Kiesel Austria Niederlassung
in Rankweil, ist ein sehr
kompetenter Verkaufsberater.
Gemeinsam haben
wir den neuen Hitachi
ZX225USRLC-7, der schon
ab Werk über modernste
Der neue Hitachi ZX225USRLC-7 Kurzheckbagger bewährt
sich mit Kraft und modernster Technik auf den oft engen
Baustellen im Ländle.
MevaDec
Die effiziente
und ergonomische
Deckenschalung
Leichtes Handling. Einfache Reinigung.
Komfort und Ergonomie
- Integrierte Griffprofile
- Standardelement 160/80 wiegt nur 16 kg/m²
- Großflächenelement 160/160 für weniger Stützen
- Einfache Reinigung dank alkus Vollkunststoffplatte
Ein System – 3 Schalmethoden
- Fallkopf-Träger-Element-Methode (FTE)
- Haupt- und Nebenträger-Methode (HN)
- Element-Methode (E)
Hohe Flexibilität
- Jeder Grundriss und alle Deckenstärken sind möglich
- Eine Elementabmessung für nahezu alle Anforderungen
* Handbuch „Schalarbeiten/Systemschalung Decken“ (2021) des Instituts für Zeitwirtschaft
und Betriebsberatung Bau. MevaDec ist 28% schneller als der Durchschnitt
und bis zu 10% schneller als das zweitschnellste System. Bei der FTE-Methode
(Frühausschalen) können bis zu 40% Material eingespart werden.
38 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
MEVA Schalungs-Systeme GmbH
www.meva.net
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Technik verfügt, für unsere Einsätze
optimal ausgerüstet. Alle unsere Bagger
sind sehr gut bestückt und dadurch sehr
flexibel und leistungsfähig. Wir setzen
beispielsweise schon lange auf vollautomatische
Schnellwechsler in Verbindung mit
einer großen Bandbreite verschiedener
Anbaugeräte, die zum Großteil ebenfalls
aus dem umfangreichen Produktprogramm
der Firma Kiesel stammen – vom
Anbauverdichter über den Sortiergreifer
bis hin zum Pulverisierer. Dadurch können
unsere Maschinisten für jeden Einsatz
rasch das richtige Werkzeug zum Einsatz
bringen, ohne erhöhten Aufwand. Neben
den klassischen Aushubarbeiten kommt
unser neuer Hitachi Kurzheckbagger auch
im Straßenbau oder im Zuge der Ufersanierung
der Ill zum Einsatz.“
Ausgerüstet ist der neue Hitachi
ZX225USRLC-7 mit einem OilQuick
Schnellwechselsystem, einem Löffel-Paket
und einer 3D Maschinensteuerung von
Leica Geosystems. Die deutlich größere
Kurzheckkabine bietet einen um 20%
größeren Einstieg und einen 30% größeren
Fußraum im Vergleich zur Vorserie. Mit
dem serienmäßigen Aerial Angle-Kamerasystem
mit 3 Kameras und 270°-Vogelperspektive
hat der Maschinist das
Umfeld optimal im Blick und kann sicher
arbeiten. Dank zahlreicher Anbaugeräteund
Prioritätseinstellungen können die
Hydraulikfunktionen flexibel auf den
Einsatz und den Fahrer angepasst werden.
Durch die bei Hitachi-Baggern serienmäßig
verbaute Pumpenzusammenschaltung
stehen immer genügend Leistungsreserven
zur Verfügung, wodurch der
ZX225USRLC-7 für nahezu alle
Anbaugeräte vorbereitet ist.
Maschinist Manuel
Gsteu (Höfle Bautruck)
ist mit der
Leistung des
Hitachi
ZX225USRLC-7
sehr zufrieden.
So wie die gesamte
Baggerflotte der
Firma Höfle Bautruck
ist auch der
neue Hitachi
ZX225USRLC-7
hochwertig ausgerüstet,
wobei
verschiedene
Anbaugeräte ebenfalls
von Kiesel
Austria beigestellt
wurden.
Jochen Kiesel, Mitglied der Geschäftsführung
der Kiesel GmbH, betont: „Die
Firma Höfle Bautruck achtet seit vielen
Jahren konsequent auf reibungslose
Arbeitsabläufe. Ein mehrschichtiger
Prozess, bei dem vor allem die Optimierung
der Arbeitsgeräte im Mittelpunkt steht und
bei dem Kiesel Austria als kompetenter
Systempartner einen wichtigen Beitrag
leistet. Das beginnt bei der Topqualität des
Hitachi ZX225USRLC-7, dessen Qualitätsstandard
´Made in Japan` für höchste
Verfügbarkeitswerte und einen hohen
Wiederverkaufswert steht. Die Systempartnerschaft
setzt sich fort in der Beratungskompetenz
unserer Mitarbeiter und
umfasst natürlich auch das breite Produktportfolio
der Firma Kiesel Austria bei den
Anbaugeräten. Wir freuen uns sehr über
den erfolgreichen Start der neuen Niederlassung
von Kiesel Austria in Rankweil, zu
dem auch der engagierte Einsatz von
Dominic Peter beiträgt.“
Für Franz Höfle gibt es neben den
Qualitäten der Hitachi Gerätetechnik und
der Betreuung durch das Team von Kiesel
Austria aber noch einen weiteren Grund
für die erfolgreiche Systempartnerschaft
mit der Firma Kiesel: „Mich beeindruckt
das Lebenswerk von Firmengründer
Helmut Kiesel, der 1958 als reinrassiger
Unternehmer in einem Bauernhof von der
Pike auf begonnen hat und heute – mit
über 90 Jahren – noch immer interessiert
die Entwicklungen seiner Firmengruppe
verfolgt. Ich schätze Partner, die wissen,
wovon sie reden.“
www.kiesel.net | www.hoefle-bautruck.at
FEIN
Mehr Leistung und Effizienz
Die Fein Kernbohrmaschinen sind echte Allroundtalente
und ermöglichen rasche Arbeitsfortschritte.
D
ie KBE 36 QW Magspeed ist die
schnellste Magnetkernbohrmaschine
von Fein und ein Kraftpaket, das herausragende
Ergebnisse erzielt. Mithilfe einer
maximalen Zerspanleistung und einer
stabil hohen Lastdrehzahl lässt sich die
Bohrzeit von 15 auf nur 7 Sekunden
reduzieren. Somit wird die Produktivität
verdoppelt und sowohl Zeit als auch bares
Geld gespart. Trotz seinem extrem
leistungsstarken bürstenlosen 1.600
W-Hochleistungsmotor bringt die KBE 36
QW Magspeed nur 11,0 kg Maschinengewicht
auf die Waage. Das verschleißarme
und robuste Maschinenkonzept verhilft
der KBE 36 zu ihrer extremen Langlebigkeit
mit bis zu 240.000 Bohrlöchern, was
ca. 760 Betriebsstunden entspricht. Durch
die halbierte Bohrzeit, dank des HM Ultra
Speed 35 Kernbohrers, wird die Produktivität
verdoppelt und ermöglicht pro
Arbeitsstunde nun bis zu 60 Kernbohrungen.
Ergänzend dazu ist die AKBU 35 die
einzige Kernbohrmaschine im AMPShare
18V Akkusystem und definiert das mobile
Kernbohren neu. Durch den neuen
ProCore Akku ist sie mit noch mehr Power
und Ausdauer ausgestattet. Eine deutliche
Steigerung der Bohrlöcher ist sichtbar.
Anstatt wie bisher 17 Bohrlöcher sind mit
der neuen AKBU bis zu 48 Bohrlöcher
möglich. Aufgrund des Rechts-/Linkslaufes,
der elektronischen Drehzahleinstellung,
einer MK2-Werkzeugaufnahme
und des leichten Gewichtes ist die Akkukernbohrmaschine
universell einsetzbar.
Zudem bietet sie durch den leistungsstarken
Permanentmagnet mit Vormagnetisierung
und dem Kippsensor eine sichere und
intuitive Bedienung.
www.fein.at
Die AKBU 35 PMQW AS bietet eine
sichere und intuitive Bedienung durch
den leistungsstarken Permanentmagnet
mit Vormagnetisierung
und dem Kippsensor.
Wien, LAMARR Department Store
40 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
KUHN LADETECHNIK
Palfinger PK 165.002 TEC 7 beeindruckt
mit Präzision, Wendigkeit und Effizienz
Keine Last zu schwer, kein Austragungsort zu unwegsam: Der PK 165.002 TEC 7
glänzt mit seiner herausragenden Funktionalität und Anpassungsfähigkeit bei
einem Montageeinsatz von Kran-Mitterhauser aus Zell an der Pram/OÖ bei
Welser Profile Austria GmbH in Gresten/NÖ.
Endeffekt nur etwas nach links und rechts
laufen.“ Die genannten Features steigern
Stefan Haas’s Freude an seiner Tätigkeit
enorm.
Die Hallenkranmontage mit dem PK
165.002 TEC 7 war – laut dem leidenschaftlichen
Kranbediener – an sich eine
knifflige Angelegenheit, jedoch für seinen
TEC-Kran und ihn mit Leichtigkeit
durchführbar.
Der Kran mit dem markanten P-Profil
hat ein maximales Hubmoment von 124,8
Metertonnen, wobei ein Hallenkranarm
rund 5 t wiegt: Die Montage ist somit also
ein leichtes Spiel für das innovative
Kraftpaket. Die Kranspitze des PK 165.002
TEC 7 lässt sich präzise positionieren,
durch das gekonnte Überstrecken des
Knickarms, wie auch des Zusatzknickarmsystems,
sodass eine zielsichere und auch
zeitlich effiziente Platzierung des neuen
Hallenkrans erfolgen konnte. Nach nicht
einmal 4 Stunden am zweiten Tag konnte
die Montage des neuen Hallenkrans
abgeschlossen und die Produktionshalle
bereits wieder betrieben werden.
Franz Josef Loibl, ein Urgestein der
Welser Profile GmbH und Leiter der
Instandhaltung, hat das Projekt in die
Wege geleitet und dafür einen leistungsstarken,
zuverlässigen Partner gesucht:
„Wir haben in unseren Hallen immer sehr
beengte Platzverhältnisse. Das Aufstellen
und die Höhe bereiten bei solch einem
Auftrag ebenfalls Schwierigkeiten. Den
richtigen Kran für diese Arbeit zu finden,
das war unsere Aufgabe und wir haben
Dank der professionellen Beratung von
Stefan Haas ist mit Leidenschaft Kranfahrer bei
Kran-Mitterhauser in Zell an der Pram.
Kuhn-Ladetechnik mit Palfinger ein sehr
gut geeignetes Modell dafür gefunden.“ Die
Welser Profile Austria GmbH ist ein im
Mostviertel seit bereits 350 Jahren
angesiedeltes Traditionsunternehmen. Das
Unternehmen zählt als Weltmarktführer
in der Herstellung von Sonderprofilen.
www.kran-mitt.at
www.kuhn.at
B
Der Palfinger PK 165.002 TEC 7 glänzt bei der Montage des neuen Hallenkrans bei der Welser Profile Austria GmbH in Gresten/NÖ.
ei neblig-nassem Wetter ging es im
idyllischen Gresten in Niederösterreich
für einen treuen, jedoch nach 30
Jahren ausgedienten Hallenkran, in den
wohl verdienten Ruhestand. Der Einsatz
ging über zwei Tage. Am ersten Tag wurde
der veraltete Hallenkran abgebaut, damit
am Folgetag ab 9 Uhr früh der Startschuss
für den Aufbau des neuen Hallenkrans
erfolgen konnte. Der erfahrene und
leidenschaftliche Schärdinger Kranfahrer
Stefan Haas, der bereits seit 13 Jahren für
das Unternehmen Kran-Mitterhauser/Zell
an der Pram tätig und seit vielen Jahren
mit Palfinger Kranen rundum zufrieden
ist, hat seine Berufung gefunden: „Das, was
ich hier mache, ist mehr mein Hobby,
meine Leidenschaft. Zu Hause arbeite ich
dann.“
Nach Ankunft in Gresten, Sicherheitsunterweisung
und Klärung der Sachlage,
konnte die Montage am zweiten Tag
beginnen. Ohne zu zögern manövriert
Stefan Haas seinen Favoriten, den PK
165.002 TEC 7, durch die Industriehallen
der Welser Profile GmbH. Genau diese
simple und auch intuitive Handhabung
lobt der erfahrene Kranfahrer. Seiner
Meinung nach eignet sich der Kran ganz
besonders gut für Spezialarbeiten, wie die
Montage von Hallenkranen, wo wenig
Platz für diverse Manöver und Platzierungen
vorhanden ist und hohe Effizienz
gefragt ist, da Produktionen nicht lange in
ihrer Tätigkeit unterbrochen werden
sollen. Vor diesem Einsatz war der flexible
Ladekran unter anderem in luftigen
Höhen, mitten in einem Pumpspeicherkraftwerk
am Berg im Einsatz und konnte
auch da, zusammen mit Stefan Haas, sein
Können erfolgreich unter Beweis stellen.
Reibungslos und innerhalb weniger
Minuten ist der PK 165.002 TEC 7
positioniert und einsatzbereit. Kranspezialist
Stefan kann sich das Arbeiten ohne die
logische, innovative Kranführung des TEC
7 nicht mehr vorstellen. Sein Vorgängermodell
und seinen ersten eigenen Kran,
einen PK 78.002-SH, lobt er ebenfalls:
„Der war auch super, 8 Jahre im Einsatz
und ich verwende ihn noch immer gerne.“
Jedoch kann dieser seinem neuen PK
165.002 TEC 7 in Sachen Steuerung,
Präzision und neuen, komfortablen
Funktionen nicht das Wasser reichen.
Das Funktionswunder
Als eines der praktischsten Features
empfindet Stefan Haas mitunter die P-Fold
Funktion, das semi-automatische Auseinander-
und Zusammenlegen des Krans mit
nur einem Bedienhebel über die Funksteuerung.
Das RTC ist seiner Meinung nach
ebenfalls eine der besten Erfindungen, da
die Seilwinde bei seinen Aufträgen meist
den ganzen Tag in Gebrauch ist, mit dieser
Funktion eingeschert bleiben und sogar
mit P-Fold optimal kommunizieren kann.
Beide Funktionen unterstützen den
Rüstvorgang des Krans auf perfekte Art
und Weise und optimieren den
Arbeitsalltag enorm.
Das Platzieren und Nivellieren der
Stützen, mit der innovativen Fernsteuerung,
erleichtert ihm das Arbeiten
ebenfalls sehr: „Das ist schon wirklich sehr
hilfreich. Du stehst hinter dem Kran und
kannst ihn einfach abstützen, musst im
Für jedes Projekt
die passende
Mietmaschine.
Persönlich. Flexibel.
Nah. Jetzt mieten!
Mehr Informationen unter:
44 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Leistungsstarke Spritverächter: Mit ihrem kräftigen Fahrantrieb und
900 mm breiten Bodenplatten bewegen sich der Kobelco SK530LC
und der SK270SR auch bei einer Steigung von 2:3 souverän auf der
Böschung. Für die exakte Umsetzung der vier Dichtschichten
wurden die Kobelco Bagger von der Firma Sitech Austria
mit einer Trimble 3D Steuerung ausgerüstet.
KOHLSCHEIN
Schauerhuber: Kobelco Bagger überzeugen
mit viel Kraft und geringem Verbrauch
Die Firmengruppe Schauerhuber ist Experte für Abfallentsorgung, Deponiebetrieb,
Containerdienst, Hausmüllentsorgung sowie die Sand- und Schottergewinnung.
Aufgrund des steigenden Bedarfs errichtet das Unternehmen derzeit mehrere neue
Baurestmassendeponien. Das gilt auch für das Kieswerk in Straß im Straßertale,
wo sich die erfahrenen Maschinisten der Firma Schauerhuber bei Steigungen von
rund 70% von der Leistungsfähigkeit der beiden Kobelco Bagger beeindruckt zeigen.
A
ls professioneller Entsorgungsbetrieb
genießt die Firma Schauerhuber in
Niederösterreich einen ausgezeichneten
Ruf und ist auch in Wien sehr stark
vertreten. Neben der Firmenzentrale in
Absdorf in Niederösterreich, wo sich eine
moderne Sortieranlage und ein Lager für
gefährliche Abfälle befindet, betreibt die
Firma Schauerhuber noch drei weitere
Standorte, in die zurzeit umfassend
investiert wird. So wird am Standort
Dietersdorf bei Hollabrunn das Kieswerk
bzw. die bestehende Bodenaushubdeponie
durch eine Baurestmassendeponie
ergänzt. Auch im Kieswerk in Straß im
Straßertale und am Standort Großweikersdorf
werden weitere Baurestmassendeponien
errichtet.
Geleitet wird das traditionsreiche
Familienunternehmen, das rund 280
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt,
von Mag. Astrid Schauerhuber: „Wir
bieten privaten Haushalten, Unternehmen
und Kommunen einen Komplettservice in
den Bereichen Abfallentsorgung und
Müllabfuhr. Aber auch für das baunahe
Gewerbe sind wir mit über 3.600 Mulden
und 480 Containern ein sehr starker
Partner. Die Abfälle transportieren wir zu
unserer Recyclinganlage hier in Absdorf
oder zu Partnerbetrieben. Nur das
Material, das in unseren Anlagen nicht
mehr aufzuarbeiten ist, kommt anschließend
auf eine unserer Deponien. Wir
achten gegenüber unseren Kunden sehr
auf unser Erscheinungsbild. Sanierungsbedürftige
Mulden und Container werden
Mag. Astrid Schauerhuber leitet in dritter Generation die Firmengruppe
Schauerhuber, die aus acht Einzelunternehmen besteht.
neu lackiert oder scheiden aus. Ganz
aktuell investieren wir in diesem Bereich
auch in modernste Technik, um durch ein
Echtzeit-Muldentracking jederzeit alle
relevanten Informationen digital vorliegen
zu haben. Im Sinne der Nachhaltigkeit
wird dadurch für uns und unsere Kunden
der CO2-Fußabdruck transparent belegbar,
DNA der
Baggerfahrer
Auch die Errichtung des Sammelbeckens
sowie die Verlegung der
Drainage-Rohre und der Flies-Schichten
ist weit fortgeschritten.
BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023
47
MASCHINEN + TECHNIK
denn es geht ja nicht nur um die fachgerechte
und ökologische Entsorgung an
sich, sondern auch um den dafür notwendigen
Aufwand. Wir investieren aber auch
bei unserem Fuhrpark in neueste Technik
und haben bereits zwei Gas-Lkw in der
Müllabfuhr im Einsatz.“
Im Kieswerk Straß im Straßertale wird
im ausgekiesten Bereich seit einigen
Monaten der erste Abschnitt einer neuen
Baurestmassendeponie errichtet, wobei
auf einen größtmöglichen Massenausgleich
innerhalb des Standorts geachtet
wird. Die Dichtschichten aus Lehm, die
eine Gesamtstärke von 1 m aufweisen,
sind bereits fertiggestellt, an den Böschungen
werden derzeit noch letzte Arbeiten
durchgeführt. Auch die Errichtung der
Höhen- und Tiefenrinnen für die Wasserführung
zum Sammelbecken sowie die
Verlegung der Drainage-Rohre und der
Flies-Schichten steht kurz vor dem
Abschluss. Im Endausbau wird die
Baurestmassendeponie in Straß sechs
Abschnitte aufweisen und auf einer Fläche
von ca. 6 ha über ein Deponievolumen von
rund 1 Mio. m 3 verfügen. Im Zufahrtsbereich
wird eine Recyclinghalle und
Sortieranlage errichtet, in der das übernommene
Material geprüft und entsprechend
der Verwertbarkeit vorsortiert wird.
Der Lehm für die vier Dichtschichten
stammt zur Gänze aus dem eigenen
Abbaubetrieb in Dietersdorf. Bei der
Verarbeitung spielt das Wetter eine
wichtige Rolle, denn für die optimale
Dichtheit darf das Material weder zu
trocken, noch zu feucht sein. Jede einzelne
Schicht wird von einem unabhängigen
Labor beprobt und auf ihre Dichtheit
überprüft. Mag. Astrid Schauerhuber: „Wir
haben uns bei der Errichtung der Dichtschichten
aus mehreren Gründen für die
Kobelco Bagger entschieden. Zunächst
Die Beratungskompetenz der Firma Kohlschein Baumaschinenhandel und die hochwertige
Technik der Kobelco Bagger überzeugten Mag. Astrid Schauerhuber, im Bild
mit Wolfgang Jonke (Senior-Chef der Firma Kohlschein Baumaschinenhandel).
haben wir mit der Firma Kohlschein einen
sehr kompetenten Ansprechpartner
gefunden. Wir haben den geplanten
Einsatz und unsere Ziele dargelegt und
auf dieser Basis gemeinsam mit der Firma
Kohlschein die Herausforderungen und
Problembereiche besprochen. Und
natürlich war eine wichtige Voraussetzung,
dass die Kobelco Geräte die
Böschungen – die ein Verhältnis von 2:3
aufweisen – auch befahren können. Mit
Jürgen Bürghofer und Mario Klubik haben
wir zwei absolute Profis in unserem Team,
die über viel Erfahrung im Deponiebau
verfügen. Nicht zuletzt spart uns der
Einsatz der GPS Technik auch viel Zeit
und Geld, denn wir können den Einsatz
eines Vermessungstechnikers auf ein
Minimum reduzieren und haben trotzdem
alle Daten für die Kontrolle.“
Seine jahrzehntelangen Erfahrungen
mit Baumaschinen hat auch Wolfgang
Jonke in die Beratungsgespräche eingebracht.
Der Senior-Chef der Firma
Kohlschein war Mitte der 1980er Jahre
der erste europäische Händler, der mit
dem Vertrieb von Kobelco Hydraulikbaggern
startete. Wolfgang Jonke über diesen
speziellen Einsatz: „Mit über 80 Jahren
Erfahrung im Kettenbagger-Segment
steht Kobelco für hochentwickelte Technik.
Das gilt auch für die Fahrantriebe, die zu
den stärksten am Markt zählen. Zunächst
kamen zwei Kobelco SK270SR Kurzheckbagger
mit ca. 29 t Betriebsgewicht zum
Einsatz. Sie unterstützten bereits bei den
Auch der SK530LC
bewegt sich mit
seinen rund 53 t
souverän auf der
steilen Böschung. Am
Steuer der beiden
Kobelco Bagger sitzen
zwei erfahrene
Deponiebau-Profis:
Jürgen Bürghofer im
SK530LC (links) und
Mario Klubik im
SK270SR (rechts,
beide Firma Schauerhuber)
sind von der
Kraft und feinfühligen
Steuerung
der Kobelco Bagger
begeistert.
Aushubarbeiten ein Großgerät aus dem
Fuhrpark der Firma Schauerhuber. Dieses
wurde jedoch an anderer Stelle benötigt,
daher wurde einer der beiden SK270SR
gegen einen SK530LC mit ca. 53 t ausgetauscht.
Alle Kobelco Geräte wurden von
der Firma Sitech Austria mit einer 3D
Steuerung von Trimble ausgerüstet. Die
Laufwerke der eingesetzten Kobelco
Geräte wurden mit 800 bzw. 900 mm
breiten Bodenplatten an die speziellen
Herausforderungen angepasst. Aufgrund
der breiteren Bodenplatten wurde auch
das standardmäßige Schild verbreitert.
Diese Modifikationen sorgen für einen
geringeren Bodendruck und verbessern
die Steigfähigkeit auf der Böschung. Die
Kobelco Geräte punkten aber nicht nur
mit Kraft und Leistung, sondern auch mit
ihrem geringen Verbrauch. Der liegt beim
SK270SR im Durchschnitt bei 13,4 l und
beim SK530LC bei 31 l. Wir freuen uns
sehr, dass wir die Firma Schauerhuber bei
ihren Bemühungen, sich mit neuester
Technik optimal für die kommenden
Herausforderungen zu rüsten, mit
leistungsfähigen Kobelco Geräten unterstützen
dürfen.“
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48 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Über 18.000 Baumaschinen in 160 Mietstationen
DIGANDO.COM
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
KUHN
Klöcher setzt auf die Leistungsstärke
moderner Komatsu-Baumaschinen
Neu ausgerüstet mit dem knickgelenkten Muldenkipper HM400-5 und dem
Radlader WA475-10 hat die Firma Klöcher, die zum Bauunternehmen Granit
gehört, ihren Fuhrpark entscheidend modernisiert.
Die Klöcher Baugesellschaft
hat mit den beiden neu
angeschafften Komatsu-
Baumaschinen ihren starken
Fuhrpark noch ein Stück
weiter aufgewertet. Im Bild
der knickgelenkte Muldenkipper
HM400-5 von
Komatsu im Steinbruch
Postmann der Firma
Klöcher.
Basierend auf jahrzehntelanger
Erfahrung und großem Know-how
zur intelligenten Maschinensteuerung
bietet Komatsu
jetzt das Smart Construction
3D Machine Guidance Kit als
einfache und flexible
technologische Erweiterung.
D
ie Klöcher Baugesellschaft setzt auf
Power von Komatsu und hat im
Sommer einen neuen Muldenkipper und
einen neuen Radlader beim Baumaschinenhändler
Kuhn erworben. Sowohl der
Komatsu-Muldenkipper HM400-5 als auch
der Komatsu-Radlader WA475-10 sind
hochmoderne Geräte, die durch ihre
Leistungsstärke die Aufmerksamkeit
vieler Baufirmen auf sich ziehen.
Die Firma Klöcher wurde durch die
Bauunternehmung Granit übernommen
und hat seither ihr Leistungsspektrum um
den Bereich des Hochbaus erweitert. Mit
dem Steinbruch Postmann in Rumpersdorf
sowie den Beteiligungen an diversen
Asphaltmischanlagen verfügt das Unternehmen
über die nötigen Rohstoff- und
Produktionskapazitäten. Der Steinbruch
Postmann, wo hochwertiges Serpentinitgestein
im klassischen Wandabbau gewonnen
und zum Abtransport aufbereitet wird,
erstreckt sich über neun Etagen. Die
höchste Etage findet sich auf 174 m Höhe.
„Die Zufahrt ist steil und wir haben eine
Baumaschine gesucht, die diesen Anforderungen
gerecht wird. Mit dem Muldenkipper
HM400-5 haben wir dafür das perfekte
Arbeitsgerät gefunden. Zudem befördert
die neue Maschine nun täglich um 900 t
mehr Material“, erklärt Michael Postmann,
Betriebsleiter im Steinbruch der Firma
Klöcher.
Intelligentes Bremssystem
Die Einschulung durch die Firma Kuhn sei
sehr professionell vonstattengegangen und
Michael Postmann und sein Team sind
auch von der automatischen Bremsanlage
der neuen Baumaschine begeistert. Der
knickgelenkte Muldenkipper ist nämlich
mit dem KTCS-Zugkraftkontrollsystem
ausgerüstet, das bei Einsätzen auf rutschigem
Boden automatisch für optimale
Zugkraft sorgt. Verschlechtern sich die
Bodenbedingungen und einer der an vier
der Räder sitzenden Sensoren stellen ein
Durchdrehen der Reifen fest, wird automatisch
die Differentialsperre zugeschaltet.
Drehen die Reifen weiter durch, steuert das
intelligente Bremssystem automatisch
gegen und verlagert die Zugkraft auf das
gegenüberliegende Rad. Das steigert die
Produktivität und schont die Reifen.
Geräumigkeit trifft Leistung
Der Komatsu-Radlader WA475-10 kommt
im AWT Asphaltwerk der Firma Klöcher
zum Einsatz, wo er Schotter zur Asphaltmischanlage
befördert. „Wir konnten den
Komatsu-Radlader vorab testen und
Von rechts: Maschinist Martin Lehner (Firma Klöcher) und Stefan Pilta
(Außendienst/Verkauf Kuhn) mit dem Komatsu-Radlader WA475-10.
waren gleich begeistert, weshalb wir uns
für den Kauf des Gerätes entschieden
haben. Er besticht durch eine sehr gute
Leistung und eine geräumige Fahrerkabine“,
erklärt dazu Mischmeister Markus
Kuh, der selbst mit dem neuen Gerät
fährt, wenn er den Laderfahrer vertritt.
Neben der Leistung und Geräumigkeit
sprechen noch andere Gründe für den
neuen Komatsu-Radlader: Bei der
Baumaschine handelt es sich um ein 25 t
schweres Arbeitstier, das bereits mit einem
Motor gemäß EU Stufe V – im Sinne der
Umwelt – ausgerüstet ist. Der WA475-10
vereint die Vorteile seines Vorgängers mit
einer bis zu 30% höheren Kraftstoffeffizienz.
Seine Produktivität und einfache
Bedienung eignen sich bestens für jegliche
Transport- und Ladeeinsätze.
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3D-Anzeigesystem und Nutzlastwaage
für Hydraulik- und Mobilbagger
DER NEUE 80 TONNER
VIELSEITIGER RAUPEN-TELEKRAN
WEITERE INFOS
Mit dem Smart Construction 3D Machine Guidance Kit, das nun auf
den Markt kommt, bietet Komatsu Kunden ein einfaches und übersichtliches
3D-Anzeigesystem mit dynamischer Nutzlastwaage.
Das Smart Construction 3D Machine Guidance Kit ist eine einfache
und flexible technologische Erweiterung für viele Komatsu-Standardmaschinen
sowie für gemischte Flotten. Mit dem 3D Machine
Guidance Kit kann jeder Hydraulik- oder Mobilbagger mit einem
Gewicht von 13 bis 120 t mit einem 2D- und 3D-Anzeigesystem ausgestattet
werden. „Einer der Hauptvorteile des 3D Machine Guidance
Kits ist die einfache Installation und die Möglichkeit, jeden Bagger,
egal aus welcher Generation, jederzeit digital umzurüsten“, fügt
Venerus hinzu. Das 3D Machine Guidance Kit kann mit verschiedenen
Sonderausrüstungen angepasst werden, wie z.B. einem Schwenklöffelund
Schnellwechsler-Kit, einem Verstellausleger-Kit, einem Super-
Long-Front-Kit oder einem SATEL-Radio-Kit. Mit diesen Optionen
lässt sich das 3D Machine Guidance Kit optimal an die Maschinenkonfigurationen
und Betriebsbedingungen jedes Kunden anpassen.
Auch wurde eine Sicherheitszonenfunktion in das System integriert.
Damit können Kunden Gefahrenbereiche erstellen und importieren.
Zusätzlich zum Anzeigesystem verfügt das 3D Machine Guidance Kit
optional über eine integrierte Nutzlastwaage für Komatsu-Maschinen.
Des Weiteren ist das 3D Machine Guidance Kit in die Smart
Construction Suite integriert, die einen ersten Schritt zur
Optimierung von Erdbewegungsprozessen (DX) darstellt. Die Suite
fungiert als IoT-Werkzeug, das automatisch Gelände- und Nutzlastdaten
sammelt, die mit Hilfe von Smart Construction Lösungen und
Experten visualisiert und analysiert werden können.
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Maximale Flexibilität: Bis zu 57 m Auslegerlänge
inkl. 15 m Klappspitze; Teleskopieren unter Last;
Arbeiten bei bis zu 4° Schrägstellung*
Verfahren unter Last: Starker Full Power Boom
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Effektiver Transport: mit oder ohne Raupenfahrwerken;
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50 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023 51
MASCHINEN + TECHNIK
1
2 3
1 Rund 30 Händler und
Kunden aus Lateinamerika
waren bei
Rubble Master in Linz
Pichling zu Gast. 2 Beim
Baustart für die Erweiterung
der Produktionshalle
in Linz wurde der
Asphaltbruch direkt vor
Ort aufbereitet und wieder
eingesetzt. 3 Beim
„HRbert-Award“ ging die
Auszeichnung in Gold in
der Kategorie „Nachhaltiges
Personalmanagement“
bei Großunternehmen
an Rubble
Master (von links):
Günther Weissenberger
(CFO), Gerald Hanisch
(CEO) und Werner
Ammerer (CMO).
GEBRAUCHTMASCHINE
DES MONATS
RUBBLE MASTER
Steigerung der Produktionskapazitäten
Mit dem Baustart für die Erweiterung der Produktionshalle beim RM Headquarter im Südpark
in Linz-Pichling setzte Rubble Master den ersten Schritt für die geplante Steigerung
der Produktionskapazitäten. Bis 2027 sollen jährlich 1.000 Brecher das Werk verlassen.
A
nfang Oktober wurden rund 1.500 m 2
Asphaltfläche abgetragen, die nun für
den Unterbau und auch für die Feinplanie
verwendet werden. Ein RM 90!GO rollte
an, um den Asphaltbruch direkt vor Ort
aufzubereiten. „Unsere eigene Baustelle
ist das beste Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit
in der Bauwirtschaft aussehen
kann. Der Recyclingprozess spart uns
nicht nur Kosten, sondern schont auch die
Umwelt“, freut sich Gerald Hanisch,
Gründer und Geschäftsführer der RM
Group. Für die Erweiterung der Produktionshalle
rechnet Rubble Master mit einem
halben Jahr Bauzeit. Der Zubau bringt
dem Unternehmen 1.300 m 2 mehr Fläche
am Hauptsitz.
Lateinamerikanisches Flair
Rund 30 Händler und Kunden aus
Lateinamerika, darunter Vertreter aus
Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Peru,
Paraguay, Uruguay, Chile und Argentinien,
besuchten im September den Rubble
Master Firmensitz in Linz-Pichling.
Einblicke in die Entwicklung und Produktion
der kompakten Brecher und Siebe
beeindruckten die gesamte Delegation.
Das Highlight waren die Präsentation und
eine Live-Demo des RM J110X Backenbrechers,
der auf der steinexpo Premiere
feierte. Besonders am lateinamerikanischen
Markt rechnet Rubble Master mit
einer großen Nachfrage nach dem neuen
Maschinentyp. „Unsere RM Maschinen
lassen sich für verschiedenste Anwendungen
flexibel und kostensparend miteinander
kombinieren. Durch die Hybridtechnologie
erreichen wir eine Treibstoffersparnis
von bis zu 50%, reduzieren den
Lärmpegel auf der Baustelle und schonen
die Umwelt. Diese Argumente begeistern
unsere Kunden“, ist Hanisch überzeugt.
Nach Jahren der eingeschränkten Reisetätigkeit
freute sich RM Geschäftsführer
Gerald Hanisch besonders über die Gäste
aus Süd- und Mittelamerika: „Der
Austausch mit unseren Partnern und der
persönliche Kontakt sind uns sehr wichtig.
Es freut uns, dass so viele Profis in der
Baustoffaufbereitung und -recycling die
weite Reise auf sich genommen haben, um
uns und unsere Produkte besser kennenzulernen.“
Förderung für weibliche
Führungskräfte in Teilzeit
Mit dem „HRbert-Award“ zeichnet die
oberösterreichische Standortagentur
Business Upper Austria innovative und
nachhaltige Human Resources-Projekte in
Oberösterreich aus. 38 eingereichte Projekte
waren in diesem Jahr ins Rennen gegangen.
In der Kategorie „nachhaltig - über 250
Mitarbeiter“ wurde die RM Group für ihr
Bemühen und den Fokus auf weibliche
Führungskräfte in Teilzeit mit dem
„HRbert-Award“ in Gold ausgezeichnet.
Denn seit mehr als zwei Jahrzenten sorgt
RM mit einem flexiblen Teilzeit-Modell
speziell für weibliche Führungskräfte für
attraktive Perspektiven, in der sowohl die
Firma als auch die Mitarbeiterinnen von
zahlreichen Vorteilen profitieren.
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52 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
1
2
1 Die hohe Traglast ermöglicht den bodenschonenden Transport ohne Baufahrzeuge: Der Kran transportiert
sämtliche Baumaterialien und Fertigbauteile zwischen Prätoriusgasse (im Bild rechts) und Baustelle, sodass
kaum Baufahrzeuge durch den botanischen Garten fahren müssen. Auch die Montage fand von der Prätoriusgasse
aus statt. 2 Mit 7,0 t Spitzentragfähigkeit bei 80 m Ausleger ist der Wolff 8060.25 Cross der derzeit
stärkste Baukran Österreichs.
WOLFFKRAN
Ein Wolff im botanischen Garten
Im Zentrum von Wien, unweit des Schlosses Belvedere, steht der aktuell stärkste
Baukran Österreichs. Der Wolff 8060.25 Cross saniert im Auftrag der Porr das Gebäude
des Europäischen Patentamts am Rennweg. Die von ATP architekten ingenieure geplante
Sanierung wird nach den neuesten Umweltstandards ausgeführt und auch bei Montage und
Betrieb des roten Riesen spielt der Schutz der umliegenden Natur eine bedeutende Rolle.
er einzig mögliche Standort für den
DKran im dichtbebauten und stark
frequentierten Wiener Bezirk Landstraße
war der botanische Garten der Universität
für Bodenkultur Wien zwischen alten
und denkmalgeschützten Bäumen. In
enger Zusammenarbeit des Wiener
Wolffkran-Teams mit Architekten und
Baustellenteam gelang es ein naturschonendes
Montagekonzept und einen
geeigneten Platz für den Kran zu finden.
Lediglich ein kleinerer Baum und eine
Hecke mussten dem Wolff weichen,
konnten aber erfolgreich umgepflanzt
werden.
Da ein Autokran nicht in den
botanischen Garten hineinfahren kann,
wurde der Wolff 8060.25 Cross aus rund
50 m Entfernung von der umliegenden
Prätoriusgasse aus mit einem 450 t
Autokran mit Spitze montiert. „Ausschlaggebend
für den Erfolg dieser komplexen
Aktion war nicht nur die Expertise
unseres erfahrenen Montageteams,
sondern auch die engmaschige Abstimmung
und Planung mit dem Transportunternehmen,
da vor Ort kaum Lagerfläche
für die Krankomponenten zur Verfügung
steht“, sagt Zeljko Tenjovic, Geschäftsführer
der Wolffkran Austria GmbH.
Die Montage erfolgte Anfang Jänner.
Die Prätoriusgasse – eine der Hauptverkehrsstraßen
im Bereich der Baustelle –
musste für die Montage gesperrt werden,
weshalb die Arbeiten im engen Zeitfenster
der verkehrsberuhigteren Schulferien
KRANSPEZIFIKATIONEN AUF DIESER BAUSTELLE
Wolff Kranbasis Ausladung, m Hakenhöhe, m max. Traglast /
Spitzentraglast, t
8060.25 Cross Fundamentanker 80,0 46,5 25,0 / 7,0
stattfinden mussten. Trotz schlechten
Wetters und früher Dunkelheit stand der
Kran innerhalb von nur vier Tagen. Auch
die Demontage wird voraussichtlich im
kommenden Jänner auf die gleiche Weise
in den Ferien erfolgen.
Der Wolff 8060.25 Cross wurde mit
maximaler Auslegerlänge von 80 m
aufgestellt, um die Distanz zwischen
seinem Standort und dem Gebäude des
Patentamts überwinden zu können. Trotz
des langen Auslegers hebt er noch beachtliche
7,0 t an der Spitze. „Das ist eine
einzigartige Leistung in dieser Kranklasse
und der Wolff 8060.25 Cross ist damit der
aktuell stärkste Baukran in Österreich“,
sagt Zeljko Tenjovic.
Für die Sanierung des Europäischen
Patentamtes kann der Wolff 8060.25 Cross
seine hohe Spitzentragfähigkeit voll
ausschöpfen. Da die Baustraße durch den
botanischen Garten aus Naturschutzgründen
so wenig wie möglich genutzt werden
soll, transportiert der Kran sowohl Mulden
mit Abbruchmaterial als auch sämtliche
Arbeiten im Grünen mit Blick
auf das Schloss Belvedere: Dank guter
Planung fand der Wolff 8060.25 Cross Platz
zwischen den denkmalgeschützten Bäumen
des botanischen Gartens der Universität
Wien.
DER NEUE KUBOTA KX085-5 | Setzt Maßstäbe
Einsatzgewicht inklusive Powertilt: Monoblockausleger 8.770 kg / Verstellausleger 9480 kg
Die neue Kabine bietet deutlich mehr Komfort. Zweifach verstellbarer, luftgefederter Fahrersitz,
7” LCD-Farbdisplay mit Jog-Dial Navigation, integrierte Rückfahrkamera, automatische Motorabschaltung.
Baumaterialien, -geräte und schwere
Fertigteile – wie ganze Treppen – zwischen
Prätoriusgasse und Baustelle hin und her.
Das 50 Jahre alte Gebäude des Europäischen
Patentamts wird vollständig
entkernt und mit Wärmerückgewinnungssystemen,
Photovoltaikanlage auf dem
Dach und dem Einsatz von vielen nachhaltigen
Holzelementen klimapositiv saniert.
Bei Inbetriebnahme Ende 2024 soll es so
mehr Energie erzeugen als verbrauchen.
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54 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023 55
1
2 3
4
MOBILE
WIEGE
TECHNIK
1 Die Hausausstellung „WE Show 71“ auf dem Gelände von Werk 2 in Straubing/Hafen kurz vor der Eröffnung. 2 Mit dem elektrischen
Fahrantrieb Green Efficiency Drive lässt sich eine Energieeinsparung von 30% erreichen. Im Bild der Pick and Carry-Holzumschlagbagger
Sennebogen 735 E. 3 Als Vertreter der neuen G-Serie zeigte der Umschlagbagger 824 G seine Stärken. 4 Rund 6.000 Personen konnten im
Rahmen der WE Show 71 begrüßt werden. Rund 60 verschiedene nationale und internationale Händlervertretungen mit Kunden aus allen 5
Kontinenten waren anwesend. 5 Aktuell werden bei den Umschlagmaschinen die zwei Recyclingbagger 817 E (Bild) und 825 E in
der Ausführung mit Akku angeboten.
5
Gesellschafter Erich
Sennebogen: „Um dem
Wettbewerb voraus zu bleiben,
investieren wir jedes Jahr in
unser Produktportfolio und in
unsere Standorte.“
JEDES GRAMM ZÄHLT
SENNEBOGEN
71 Jahre Sennebogen: Leistungsschau
aktueller Geräte- und Technologie-Neuheiten
Seit der letzten großen Hausausstellung im Jahr 2017 verzeichnete Sennebogen nicht nur
bei der Mitarbeiterzahl und den Standorten ein beeindruckendes Wachstum, auch das
breite Portfolio in der Umschlag- und Krantechnik umfasst inzwischen zahlreiche
Größenklassen und Technologien. Im Rahmen der diesjährigen „WE Show 71“, die
vom 19.-22. September in Straubing über die Bühne ging, informierte Sennebogen
über die aktuellen Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen.
S
ennebogen wurde 1952 gegründet und
zeigt sich heute größer, innovativer
und interessanter als je zuvor. 71 Jahre
Sennebogen, das bedeutet heute 2.200
Mitarbeiter an fünf Standorten in Bayern,
zwei Stahlbauwerken in Ungarn und
Niederlassungen in den USA und in
Singapur. Betreut und vertrieben werden
die grünen Umschlagmaschinen, Krane
und Teleskoplader aus Straubing und
Wackersdorf durch ein umfassendes
Händlernetz mit über 180 Vertriebs- und
Servicepartnern an über 300 Servicestützpunkten
weltweit.
Sennebogen konnte in den vergangenen
Jahren nicht nur ein durchschnittliches
Umsatzwachstum von 16% auf
nunmehr über 600 Mio. Euro Jahresumsatz
verzeichnen, sondern hat auch
kontinuierlich in bestehende und neue
Standorte investiert. Gleichzeitig wuchs
die Belegschaft dynamisch bis auf die heutige
Größe. Bei all dem Wachstum bleibt
jedoch eines stets gleich: Sennebogen ist
und bleibt ein Familienunternehmen
– heute geführt in zweiter Generation
durch Erich und Walter Sennebogen
sowie in dritter Generation durch Anton
und Sebastian Sennebogen. Auch die
beiden weiteren Enkel des Firmengründers
stehen schon in den Startlöchern
und sind bereits jetzt bei allen wichtigen
56 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Von links: Cornelius Strobl (Leiter Produkt- und Branchenmanagement Green Line,
Sennebogen), Andreas Kaltner (Leiter Vertrieb Multi Line, Sennebogen), Bonifaz
Sossau (Area Sales Manager, Sennebogen), Martin Hubmayer (Sales Director,
Ascendum Baumaschinen Österreich GmbH) und Kurt Steinkogler (Senior Key
Account Manager, Ascendum Baumaschinen Österreich GmbH).
Terminen und Veranstaltungen mit
eingebunden.
Gesellschafter Erich Sennebogen
blickt optimistisch in die Zukunft:
„Unsere Kunden staunen über die
Dynamik und Agilität des Unternehmens,
und wir sind uns sicher, dass
sich die Investitionen sehr positiv auf
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Auf dem Vorführgelände der
Akademie gab es Live-Maschinendemonstrationen
und eine
Telekranvorführung am
Ausstellungsgelände.
Im Bild der neue 683 E.
„Die WE Show 71 ist eine
ausgesprochen gelungene
Veranstaltung. Von uns eingeladene
Stammkunden so wie
Neukunden sind immer wieder
von der Vielfalt und Leistungsstärke
der Firma Sennebogen
überrascht und begeistert“,
betont Joseph Warum (links;
Vertrieb IBS; Niederlassung
Österreich), im Bild mit
Prokurist Axel Siepmann (IBS).
die weitere Entwicklung auswirken
werden. Die Geschäftsfelder sind vielfältiger
geworden und die Anforderungen der
Kunden an Qualitätsprodukte und
Dienstleistungen steigen stetig. Um dem
Wettbewerb voraus zu bleiben, investieren
wir jedes Jahr in unser Produktportfolio
und in unsere Standorte.“
Zu den größten Baumaßnahmen der
letzten Jahre zählt das im September
2021 eröffnete Customer Service Center
in Steinach, das alle Aktivitäten aus den
Bereichen Ersatzteilwesen, Kundendienst
sowie den Miet- und Gebrauchtmaschinenpark
der Sennebogen Vertriebs GmbH
& Co. KG bündelt. Auf einer Fläche von
87.000 m² stehen nun zwei Bürogebäude,
großzügige Hallen und ein hochmodernes
Ersatzteillager mit einer automatisierten
Lagertechnik und optimierten Logistikprozessen.
Auch am Standort in Wackersdorf gab
es Erweiterungen. Neben dem neuen
Versandplatz wurde auch ein neues,
1.000 m² umfassendes Elektro-Testzentrum
gebaut, welches speziell zum Test
und Finish der Elektromaschinen genutzt
wird. Komplett neu geschaffen wurde
ebenso ein zweites Stahlbauwerk in Litér
(Ungarn). Auf einer Fläche von gut 13 ha
entstanden eine 29.000 m² große Produktionshalle
sowie ein Bürogebäude. Das
neue Werk ist auf das Handling großer
und schwerer Bauteile bis ca. 30 m Länge
und 25 t Gewicht ausgelegt und bietet in
der aktuellen Ausbaustufe Kapazität für
20.000 t Stahlbau im Jahr. „Mit dieser
Investition in Ungarn erweitern wir nicht
nur unsere Kapazitäten für Stahlbaugruppen
und Schweißkonstruktionen, um
den gestiegenen Bedarf zu decken,
sondern schaffen gleichzeitig Reserven für
die Zukunft“, erklärt Gesellschafter
Walter Sennebogen.
Offiziell zur Hausausstellung eingeweiht
wurde der brandneue Produktentwicklungs-Campus
am Standort Straubing/Hafen,
der aus dem neuen 1.200 m²
großen Prototypen-Center, einem 1.300 m²
Forschungs- und Testzentrum sowie
einem 3.000 m² Entwicklungs- und
Technologiezentrum besteht. Hier werden
die Neumaschinen-Entwicklung, der
Versuch und der Prototypenbau zentralisiert,
um sich vertieft auf die Entwicklung
neuer Technologien fokussieren zu
können. Denn ein kontinuierlicher
Ausbau der eigenen Entwicklungsarbeit
im Unternehmen sowie ein immer
stärkerer Fokus auf neue Antriebe, auf
Automatisierung und Digitalisierung der
Maschinen, fordern nicht nur Innovationskraft,
sondern auch Platz, um Abläufe zu
optimieren und das gestiegene Auftragsvolumen
zu erfüllen.
Kundenspezifische Elektrolösungen
Im Rahmen der „WE Show 71“ waren
über 40 verschiedene Maschinentypen aus
allen Produktlinien – von Umschlagbaggern
und kompakten Recyclingbaggern
über Krane, Seilbagger und Teleskoplader
bis hin zu Hafenumschlagbaggern mit
420 t Einsatzgewicht zu sehen. Auch
wurden neue Produktentwicklungen und
technologische Innovationen zur Energieeinsparung
vorgestellt, darunter Akkubagger,
Elektrobagger und andere
Energieeinsparsysteme.
Als technologischer Meilenstein wurde
neben der neuen 6. Maschinengeneration,
der G-Serie, auch das umfangreiche
Know-how des Herstellers im Bereich der
Elektromaschinen präsentiert. Denn hier
bietet Sennebogen schon seit Jahrzehnten
kundenspezifische Lösungen aller Art
– von kabelgebunden bis Akku, mit vielen
Innovationen bis heute. Bei Fahrmaschinen,
die häufig bremsen und wieder
beschleunigen, wie der Pick and Carry-
Holzumschlagbagger Sennebogen 735 E,
58 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
mit unseren hydraulischen anbauteilen bewegen sie welten
anrufen & mehr erfahren
+43 7247 81224
große auswahl für
jedes TrägergeräT
hat sich die Hybridlösung des
elektrischen Fahrantriebs, der
Green Efficiency Drive, bewährt.
Ein am Dieselmotor verbauter
Generator speist den elektrischen
Fahrantrieb, und beim
Verzögern wird zusätzlich
Bremsenergie rekuperiert. Ein
weiterer Vorteil: durch den
effektiveren Elektromotor und
durch die Entlastung des
Dieselmotors können höhere
Wirkungsgrade erzielt werden
und der Energieverbrauch wird
um bis zu 30% reduziert.
Seit 2022 wird das Elektro-Portfolio
außerdem durch frei bewegliche Akkumodelle
ergänzt, die bei Sennebogen unter
der Bezeichnung Electro Battery laufen.
Aktuell werden bei den Umschlagmaschinen
die zwei Recyclingbagger 817 E und
825 E – mit 19 bzw. 30 t Einsatzgewicht
– in der Ausführung mit Akku angeboten,
und im Kranbereich der Raupenteleskopkran
653 E mit 50 t sowie der 673 E mit
70 t Traglast. Das Besondere: Das Duale
Power Management System erlaubt
sowohl das autarke Arbeiten im Akkubetrieb
als auch kabelgebunden am Netz. Ist
WERKZEUG&MEHR
TOOLS&MORE
Die neue Portcab Großraumkabine für
den Hafen bietet beste Sichtverhältnisse
und ergonomisch optimierte Sitz- und
Bedienelemente.
die Maschine zum Laden über den
Ladepunkt am Unterwagen ans Stromnetz
angeschlossen, kann stationär
weitergearbeitet werden. Beim Ladevorgang
überschüssig eingespeiste Leistung
lädt sogar gleichzeitig die Akkus wieder
auf. Seit über 1,5 Jahren auf dem Markt,
hat sich die Sennebogen Akkutechnologie
schon bei vielen Einsätzen mit über 1.000
Betriebsstunden bewährt.
Großmaschinen im Umschlag
Vor allem bei den Großmaschinen
bietet Sennebogen eine
breite Produktpalette, die bis hin
zum größten Umschlagbagger
der Welt, dem 895 E, mit bis zu
420 t Einsatzgewicht und 40 m
Reichweite reicht. Erst zur
letzten bauma wurde das
Sortiment des Herstellers in der
oberen Größenklasse erneut um
einen weiteren Hafengiganten,
den 885 G Hybrid mit
320 t Einsatzgewicht und 38 m
Reichweite, ergänzt. Dank des bewährten
Baukastenprinzips bietet Sennebogen bei
diesem Modell wie auch bei allen anderen
Umschlagmaschinen sehr viele kundenspezifische
Ausstattungsmöglichkeiten an.
Speziell für den Hafen gibt es außerdem
die neue, komplett überarbeitete Großraumkabine
Portcab, die sich durch beste
Rundumsicht, ein ausgefeiltes Heiz-
Klima-Konzept und ergonomische
Sitz- und Bedienelemente auszeichnet. Ab
47 t Einsatzgewicht sind Sennebogen
Umschlagbagger mit dem Green Hybrid
Energierückgewinnungssystem ausgestattet,
das sich erfolgreich für die Groß-
vermietung
wartung
verkauf
rasche
verfügbarkeit
AAB Eisterer GmbH | 4632 Pichl bei Wels | Kaplanstraße 12 | Telefon +43 7247 81224 | www.aab-eisterer.at
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Bei den digitalen Serviceangeboten von Sennebogen wird die Nutzerfreundlichkeit
und Übersichtlichkeit großgeschrieben. Der Zugang zu allen Applikationen
erfolgt zentral über das mySennebogen-Portal.
maschinen etabliert hat. Durch einen oder
mehrere zusätzliche Hydraulikzylinder
am Ausleger und einen Stickstoffspeicher
im Heck speichert die Maschine die beim
Senken des Auslegers generierte Energie
und gibt sie beim darauffolgenden
Anheben wieder ab. Die damit erreichbaren
Einsparungen in Betriebskosten von
bis zu 50% sind seit vielen Jahren
bestätigt.
Digitale Services zum
Vorteil für den Kunden
Sennebogen deckt als Hersteller mit
seinen digitalen Dienstleistungen
SENtrack, Troubleshooter und dem
Support System wichtige Themen der
Digitalisierung in der Umschlagbranche
selbst ab. Das bedeutet, der Kunde erhält
alles aus einer Hand und kann bequem
über das mySennebogen-Portal mit nur
einem Login bzw. einem Passwort auf alle
Anwendungen zugreifen. Das Telemetriesystem
SENtrack ist eine Software, um
Maschinendaten zu überwachen, Positionen
zu lokalisieren oder Wartungen
effektiver zu planen. Sollte die Maschine
ein Problem haben, ist mit dem Troubleshooter
auch gleich die passende Anwendung
zur Behebung verfügbar und der
Service-Techniker hat über sein Handy
vor Ort alle Lösungsschritte parat, selbst
an Orten ohne Internetverbindung. Die
Künstliche Intelligenz des Troubleshooters
sortiert die Anleitungen auf Basis der
weltweiten Nutzerdaten so, dass immer
der wahrscheinlichste Schritt für den
jeweiligen Fehlercode angezeigt wird.
Falls ein Fehlersuch-Guide nicht zum
gewünschten Erfolg führt, wird der
Techniker direkt in das Support System
weitergeleitet.
Trotz der Fülle an Informationen
konnten die Besucherinnen und Besucher
das Unternehmen Sennebogen im
Rahmen der „WE Show 71“ in einer
entspannten, familiären Atmosphäre als
dynamisches und zukunftsorientiertes
Familienunternehmen kennenlernen.
www.sennebogen.com
www.ascendum.at
www.ibs-maschinen.eu
Foto: Rototilt
ROTOTILT
Erweiterung der Produktplattform
Rototilt Control ist ein neues Produktkonzept von Rototilt mit Tiltrotatoren, Joysticks
und einem neuen benutzerfreundlichen Steuersystem. Mit dem kompakten Tiltrotator
RC3 ist das Konzept jetzt für noch mehr Bagger verfügbar.
R
ototilt Control ist im vergangenen
Jahr mit dem Steuersystem RC
System, den RC Joysticks und der Tiltrotatorserie
RC Tiltrotators eingeführt
worden. Die neue App RC Connect – ebenfalls
Teil des Konzepts – ermöglicht zudem
einen Fernsupport von unterwegs. Das
Konzept wird laufend um neue Modelle
erweitert. Nun hat Rototilt den Tiltrotator
RC3 für Bagger zwischen 6 und 12 t in das
Sortiment aufgenommen. „Der nächste
Schritt für die Produktplattform Rototilt
Control sind die Kompaktbagger, bei
denen RC3 der Erste ist“, erläutert
Produktmanager Sven-Roger Ekström.
„Das Kompaktsegment ist in den letzten
Jahren immer weiter angewachsen. Mit
dem vorgesehenen Platz für die Baggersteuerung
und der optimierten Hydraulik
kann der RC3 speziell den kleineren
Baggern noch mehr Präzision bieten“,
weiß Ekström.
Die neuen Tiltrotatoren der RC-Serie
kommen zusammen mit dem Steuersystem
RC System zum Einsatz. Das neue
Display und die Funktionen für das
Schnellwechsler-Sicherheitssystem bieten
besonders große Vorteile, zumal die
Sicherheitslösung SecureLock
serienmäßig enthalten ist.
„Sicherheit am Arbeitsplatz ist
das A und O. SecureLock
basiert auf einer patentierten
Lösung mit elektronischen
Sensoren im
Schnellwechsler-Sicherheitssystem
und erfüllt die
hohen Sicherheitsanforderungen
der DIN EN 474. Die
Tatsache, dass SecureLock
bei der RC-Serie serienmäßig
enthalten ist und es sich über
integrierte Tasten am Display von
RC System bedienen lässt, ist ein
wichtiger Schritt in unserer Produktentwicklung“,
so Ekström. Der Verkaufsstart
für RC3 erfolgte Anfang Oktober. „Wir
arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung
unseres Produktsortiments, egal
ob bei Serviceanbaugeräten oder Tiltrotatoren.
Die nächste Entwicklung von
Rototilt Control ist bereits in Arbeit“,
schließt Ekström.
www.rototilt.de
Verstärkung: Mit dem
kompakten Tiltrotator
RC3 ist das Produktkonzept
Rototilt Control
nun auch für Bagger
zwischen 6 und 12 t
erhältlich.
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Verbausysteme
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
1 Der Jubiläumsbagger
besticht durch sein markantes
und besonderes Design:
Marinegrau, das in das
Yanmar „Premium Red“
übergeht, mit geometrischen
Grafikelementen und einer
16k-Plakette. 2 Der 11 t
schwere B110W ist das größte
Mobilbaggermodell in der
Yanmar Produktion und eine
Hochleistungsmaschine.
3 Kai Hacker, Mitarbeiter
des Fitting Centers, hatte
die Ehre, die 16k-Plakette
anzubringen.
1
2 3
HCB HYBRID CRANE BASE
Hybridfundament für Turmdrehkrane
Die HCB Hybrid Crane Base GmbH in Pfaffstätten entwickelte ein
innovatives Hybridfundament für Turmdrehkrane.
D
as Hybridfundament kombiniert die
Stärken von traditionellen Betonund
Stahlstrukturen und bietet eine
leichte, schnelle Installation. Dazu
Thomas Kainzmayer, Geschäftsführer
der Firma HCB Hybrid Crane Base:
„Unser Hybridfundament ist deutlich
kosteneffizienter als ein Betonfundament
und kann ohne Einschränkungen
für Kraftfahrzeuge und Fußgänger
errichtet werden. Fahrbahn, Parkplätze
und Gehweg bleiben barrierefrei
passierbar.“
Im Bereich der Baustellen-Logistik
entfallen 1 bis 2 Transporte, da das
Fundament gemeinsam mit den ersten
Turmstücken angeliefert wird. Unterm
Strich ermöglicht das Hybridfundament
eine Reduktion von mehr als 15 t CO2
Emissionen pro Aufstellung im Vergleich
zu herkömmlichen Stahlbetonfundamenten.
Nicht zuletzt sorgt die neue Technik
in Bauverhandlungen für Wettbewerbsvorteile
durch die Verwendung einer
zukunftsweisenden Technologie. Eingesetzt
wird das Hybridfundament derzeit
unter anderem in Wien beim Franz
Josefs Bahnhof. Hier ist in der Althahnstraße
aufgrund der beengten Straßenverhältnisse
und der Straßenbahn eine
herkömmliche Kranmontage nicht
möglich. Der Gehsteig muss als Hauptzugang
zum Bahnhof 24/7 erhalten
bleiben. Die Baustellen-Versorgung wäre
nur mit größeren Kranen und deutlichen
Mehrkosten von der anderen Gebäudeseite
möglich gewesen. Als Lösung wurde
ein Terex CTT 202 mit 65 m Ausladung
auf einem 4 x 4,55 m Hybridfundament
mit barrierefreier Durchgangspassage
installiert.
www.hybrid-crane-base.com
Hier geht’s
zum Video:
Beim Franz Josefs Bahnhof in Wien sorgt das
innovative und patentierte Hybridfundament
trotz beengter Verhältnisse dafür, dass der
Gehsteig weiter genutzt werden kann.
Foto: Julia Prokop
YANMAR
Yanmar feiert 16.000sten Mobilbagger
In der Produktionsstätte von Yanmar CE in Crailsheim herrschte Hochstimmung,
als das Team stolz die Auslieferung des 16.000sten Mobilbaggers feierte und der
speziell lackierte B110W in Marinegrau den letzten Schliff erhielt.
Y
anmar CE stellt seit über 50 Jahren
Mobilbagger her. Die Produktion
begann in Langenburg, wurde nach
Crailsheim, Gerabronn und Rothenburg
ob der Tauber verlagert und kehrte dann
zu den frühen Wurzeln in Crailsheim
zurück. „Unser Team ist stolz auf jede
Maschine, die hier im Werk fertiggestellt
wird. Dass wir jetzt 16.000 zählen können,
zeigt, dass unser Produktionsstandort
sehr leistungsfähig ist – trotz der Pandemie
und den daraus resultierenden
Lieferengpässen, die zum Teil bis heute
andauern. Die Jubiläumszahl lässt uns
motiviert in die Zukunft blicken“, sagt
Stefan Rückartt, Yanmar Werksleiter am
Standort Crailsheim.
Umgeben vom Produktionsteam krönte
Kai Hacker von Yanmar CE den B110W
mit dem Aufkleber „Celebrating 16.000k
excavators“. Die Außenkabine der
Maschine ist außerdem mit einem
exklusiven geometrischen Hochglanzdruck
verziert, der von Grau bis hin zu
Yanmars klassischem „Premium-Rot“
reicht – eine auffällige Farbkombination,
extra für den Anlass.
Derzeit werden im Werk Crailsheim
drei Mobilbaggermodelle mit einem
Gewicht zwischen 7,5 und 11 t hergestellt:
der B75W, der B95W und der Jubiläumsbagger
B110W, wobei letzterer der
schwerste der drei Modelle ist. „Für mich
ist der Mobilbagger ein sehr interessantes
und sehr umfangreiches Gerät. Ich
möchte mein Wissen und Können weitergeben,
damit auch in Zukunft solche
hochwertigen Maschinen produziert
werden können“, sagt Jürgen Boschet,
zuständig im Werk Crailsheim für
Qualität und Produktion und seit 33
Jahren bei Yanmar beschäftigt. Yanmar
CE möchte auf diesem Erfolg aufbauen
und arbeitet kontinuierlich daran, die
Produktion weiter zu verbessern – in
Bezug auf die Fertigungsprinzipien, die
Ergonomie am Arbeitsplatz und die
Umsetzung der neuesten gesetzlichen
Anforderungen. Das Unternehmen ist
außerdem stolz auf die Philosophie der
gesamten Yanmar-Gruppe, zu der auch
der Respekt vor Menschen und der
Gesellschaft gehört.
„Ich möchte mich persönlich bei
unseren treuen Kunden und allen
Mitarbeitern bedanken, die zu diesem
Moment beigetragen haben – ohne ihre
Unterstützung hätten wir es nicht
geschafft. Sie sind das eigentliche Herzstück
unseres Erfolgs“, sagt Matthias
Leidenberger, Yanmar CE Produktmanager
für Mobilbagger in Crailsheim.
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1 2
MASCHINEN + TECHNIK
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
3 4 5 6
Nr. 0124850
ZEPPELIN
Zeppelin feiert mit Tag der offenen Tür die
Neugestaltung der Niederlassung in Villach
Im Zuge der Modernisierungsarbeiten des Standortes in Stadelbach bei Villach lud
Zeppelin Österreich seine Kunden vom 6. bis 7. Oktober zu einem Tag der offenen Tür ein.
Nicht nur die Kernsanierung des Gebäudes konnte überzeugen, auch die präsentierten
Produkte von Cat, Thwaites und Weber MT waren ein Anziehungspunkt für die Besucher.
D
ie Niederlassung präsentiert sich in
einem gänzlich neuen modernen
Charakter. Eine thermische Sanierung
der Außenhülle sowie der Austausch von
Fenstern, Türen, Hallentore und der
freundlich gestaltete Innenraum im
Gebäude kommen den Mitarbeitern und
Kunden entgegen. Es wurde aber nicht
nur die Substanz, sondern auch der
Sonnenschutz verbessert, 2 E-Ladestationen
errichtet und die Beleuchtung auf
LED-Leuchten umgerüstet. Eine sehr
wichtige Investition sind die 73 neu
installierten Cat-Photovoltaikmodule am
Dach, die in der Spitze 51,83 kW erzeugen
und gerechnete 54.000 kWh Strom im
Jahr produzieren.
Der Tag der offenen Tür fand bei spätsommerlichem
Wetter statt und das
nahmen sehr viele Kunden an beiden
Terminen wahr. Gezeigt wurden die
neuesten Cat-Maschinen mit verschiedensten
Anbaugeräten. Weber MT
Verdichtungsgeräte kamen mittels
Fernsteuerung zum Einsatz. Akkubetriebene
Stampfer und Rüttelplatten wurden
laufend vorgeführt. Power Systems zeigte
verschiedene Stromaggregate von Cat
sowie Perkins und den Kindern wurde
dank eines extra aufgeschütteten
Sandhaufens und vorhandenen
Caterpillar Spielzeug-Baumaschinen
auch nicht langweilig.
Auf großes Interesse stieß das abgehaltene
Gewinnspiel, wo in Kürze die
Gewinner präsentiert werden. Thomas
Weber, Geschäftsführer, verantwortlich
für die Zeppelin Baumaschinen GmbH,
gratulierte zu dem geglückten Umbau
und ließ es sich nicht nehmen, Stephan
Bothen, Vorsitzender der Geschäftsführung
Zeppelin Österreich und Ferdinand
Luschnig, Niederlassungsleiter Villach,
einen Besuch abzustatten. Stephan
Bothen selbst betonte während der
Feierlichkeiten: „Es freut mich, dass wir
mit dieser sehr geglückten Standortneugestaltung
wieder ein Stück näher an
unsere Kunden rücken können, denn
fühlen sich unsere Mitarbeiter wohl,
findet das auch bei der persönlichen
Betreuung unserer Kunden seinen
Widerhall!“
www.zeppelin-cat.at
64 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
1+2 Der Tag der offenen Tür in der Zeppelin Niederlassung in Villach war ein voller
Erfolg. 3 Niederlassungsleiter Ferdinand Luschnig vor der rundum renovierten
Niederlassung in Villach. 4 Die PV-Anlage am Dach liefert in der Spitzenleistung
51,8 kWp. 5 Von links: Martin Huber (Geschäftsleiter Service), Stephan Bothen
(Vorsitzender der Geschäftsführung
Zeppelin Österreich), Niederlassungsleiter
Ferdinand Luschnig
7
und Thomas Weber (Geschäftsführer
Zeppelin
Baumaschinen GmbH).
6 Eine voll motivierte
Zeppelin-Belegschaft
vor der neugestalteten
Niederlassung.
7 Stephan Bothen
(Mitte) und
Ferdinand Luschnig
(links) im Gespräch mit
Baublatt.Österreich
Herausgeber Karl Englert.
11
12
1
10
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26 21
2
9
25 22
3
8 24 23 4
7
6
5
PRÜFPLAKETTEN &
PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO
Ein SERVICE des MAWEV
Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei
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BETON + SCHALUNG
LIEBHERR
Niedrige Ausfalthöhe als großer Pluspunkt
Die neue 31 XXT Autobetonpumpe von Liebherr ist mit innovativen Technologien
ausgestattet. Insbesondere die neue LiDriveIn-Funktion und die niedrige Ausfalthöhe
machen die Pumpe zum Gebäudeprofi.
Gerade in Gebäuden entfaltet die neue Autobetonpumpe 31 XXT ihre Vorteile.
PERI
Taktschiebebrücke im Wochentakt
Beim Neubau der 455 m langen und 40 m hohen Talbrücke Krondorf kommt ein
umfassendes Peri Gesamtpaket zum Schalen der Widerlager und Pfeiler sowie
des Überbaus und der Gesimskappen zum Einsatz.
D
ie 50 Jahre alte Talbrücke Krondorf
führt zwischen Nürnberg und Regensburg
die Autobahn A3 südlich der Raststätte
Jura über das Tal des Dürner Bachs
und wird daher von der Eiffage Infra-Bau
komplett ersetzt. Knapp 15 Monate nach
Abriss der alten Ostbrücke und dem
Beginn der Rohbauarbeiten ist der neue
Überbau bereits am gegenüberliegenden,
nördlichen Talende angekommen. Mittels
Taktschiebeverfahren wanderte die 15 m
breite Balkenbrücke ausgehend vom
Taktkeller am südlichen Widerlager im
regelmäßigen Wochentakt in 30 m Schritten
nach vorne. Zur Herstellung des
Spannbeton-Brückenüberbaus mit einzelligem
Hohlkastenquerschnitt kam das
Variokit Taktschiebesystem VIL zum
Tragen. Hierbei erfolgen Absenken und
Ausschalen der Außenschalung mittels
1+2 Neubau der Talbrücke Krondorf: Beim Variokit Taktschiebesystem VIL erfolgen Absenken
und Ausschalen der Außenschalung mittels speziellem Ausschalmechanismus in einem
Arbeitsvorgang. 3 Die Kletterschalungen für Brückenpfeiler und Pfeilerköpfe basieren auf
dem kranversetzbaren SCS Klettersystem. 4 Für die Herstellung der Trogdecke sorgt die
Deckenschalungseinheit mit Schubladenprinzip.
speziellem Ausschalmechanismus in einem
Arbeitsvorgang. Für die nachfolgende,
rasche Herstellung der Trogdecke sorgt die
Deckenschalungseinheit mit Schubladenprinzip.
Diese lagert seitlich auf Wandlagern
mit Rollen-Fallkopf auf, um ein schnelles
Ausschalen, einfaches Verschieben und
cleveres Einschalen zu ermöglichen.
Bereits die acht tragenden
Brückenpfeiler, jeder zwischen 10,00 m
und 36,50 m hoch, wurden zuvor schon mit
Peri Know-how geschalt. Die aufwendige
Pfeilergeometrie mit nach oben verschlanktem
Schaftquerschnitt und
aufgeweitetem Pfeilerkopf erforderte von
Beginn an eine projektspezifisch angepasste
Kletterschalungslösung. Das SCS
Klettersystem bildete zusammen mit Vario
GT 24 Schalungselementen die passende
Basis. Damit konnten teilweise zwei 5 m
Regeltakte pro Woche betoniert werden.
Bühnen und Schalung bildeten hierbei
jeweils eine Eckeinheit, sodass die Verschlankung
bei jedem Klettertakt an den
mittig positionierten Passelementen
vorgenommen werden konnte. Das
Ergebnis: kurze Taktfolgen und ein
sehenswertes Sichtbetonergebnis. Um die
komplexe Formgebung mit Brettstrukturbelegung
zu realisieren, wurden die
dreidimensional gekrümmten Sonderschalungselemente
von Peri maßgenau
vormontiert und einsatzfertig auf die
Baustelle geliefert. Zur Montage der
Auflager und beim Vorschub des Überbaus
diente das an den Pfeilerköpfen montierte
Variokit Gesimskappen- und Konsolsystem
VGK als sichere, umlaufende Arbeitsbühne
in großer Höhe.
www.peri.at
Fotos: Peri Deutschland
N
ach umfangreichen Testreihen bringt
Liebherr nun die kleinste Pumpen-
Type aus der 30 m Baureihe auf den Markt.
Die 31 XXT Autobetonpumpe mit ihrem
besonders kompakten fünfteiligen Verteilermast
punktet mit einer geringen Ausfalthöhe
von nur 5,4 m. Das bedeutet: maximale
Flexibilität auf kleineren und
beengten Baustellen. Die ganze Stärke
dieser Konzeption macht sich aber vor
allem bei Arbeiten in Gebäuden bemerkbar.
Die neue LiDriveIn-Funktion ist ein
besonderes Highlight für Arbeiten auf
Baustellen mit niedrigen Deckenhöhen.
Die 31 XXT kann dank LiDriveIn mit
zusammengefaltetem Armpaket vor dem
Fahrerhaus im Normalbetrieb in ein
Gebäude einfahren. Um den Mast nach
vorne zu bringen, ist das Ausschwenken
der Abstützarme nicht nötig, es sind
lediglich die Abstütz-Zylinder nach unten
auszufahren. In einer Halle lässt sich der
Mast durch die kurzen Armsegmente und
die niedrige Ausfalthöhe unkompliziert vor
dem Fahrerhaus ausfalten. Besonders
ausgeklügelte Ablagesysteme für Schläuche
und Rohre erlauben das Mitführen von
rund 90 m Förderleitungen. Nach dem
Meter die entscheiden!
Ausschwenken der Abstützarme sind alle
Lagermagazine leicht zugänglich. Ein
weiteres Highlight der neuen 31 XXT
Autobetonpumpe ist die bewährte Pump-
Antriebseinheit „Powerbloc“ von Liebherr.
Sie zeichnet sich dadurch aus, dass alle
hydraulischen Schalt- und Messelemente
vollständig integriert sind. Kombiniert ist
die neue Antriebseinheit mit dem hocheffizienten,
halbgeschlossenen Ölkreislauf,
welcher sämtliche Antriebe kraftvoll und
zuverlässig mit hydraulischer Energie
versorgt.
www.liebherr.com
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66 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023 67
BETON + SCHALUNG
BETON + SCHALUNG
Die Verwendung von Doka-Standardteilen
ermöglicht dank der sicheren
und schnellen Montage eine signifikante
Kosten- und Zeitersparnis.
Bei der Herstellung zweier Hochhauskerne in Bradford (UK)
war Doka Slipform inklusive gewünschtem Oberdeck und
Windschild im Einsatz.
Im Doka Headquarter Amstetten kann
ein ausgestelltes Gleitschalungsobjekt
besichtigt werden.
DOKA
Qualitätskontrolle und die vertraglich
festgelegte Einhaltung der Bauprojekte
erheblich vereinfacht.
„Egal ob Wand- oder Deckenschalung,
egal ob Kletter- oder Gleitschalung:
Kunden können in unserem breiten
Produktportfolio die für sie passende
Lösung auswählen. Wir haben als Komplettanbieter
für jede Bauphase das
passende Produkt und unterstützen
zusätzlich mit kompetenter Beratung und
umfassendem Projektmanagement“,
erklärt Michael Heinrauch, Operativer
Geschäftsführer von Doka Slipform in der
Niederlassung Graz.
Im Herbst 2023 ist Doka Slipform unter
anderem auf Baustellen in Manchester,
New York und Singapur im Einsatz. „Bei
der Herstellung 27 m hoher Tanks in New
York wird eine wasserdichte Folie während
des Betoniervorgangs mit eingeglitten, so
werden der technische Anspruch, eine
kurze Bauzeit sowie die gewünschte
Kosteneffizienz perfekt realisiert“, erzählt
Key-Account Manager Bernd Reitmaier
stolz.
www.doka.com
Kompetenzzentrum für Gleitschalung
Durch den Aufbau des internationalen Gleitschalungs-Kompetenzzentrums
in Graz bietet Doka seit kurzem als erstes Unternehmen weltweit ein vollumfängliches
Sortiment an Kletter- sowie Gleitschalungssystemen an.
Kunden profitieren damit von hochwertigen Schalungslösungen aus einer
Hand, umfassender Beratung sowie einem weltweiten Vertriebsnetz.
G
leitschalungen sind die ideale Wahl
für die monolithische und fugenlose
Bauweise, die nicht nur höchste strukturelle
Integrität, sondern auch eine
beschleunigte Bauzeit erfordert. Dazu
zählen etwa Silos, Tanks, Hochhauskerne
und Brückenpfeiler. Um künftig auch
Projekttypen dieser Art bestmöglich
abwickeln zu können, haben die Schalungsexperten
von Doka gemeinsam mit
erfahrenen Praktikern ein Gleitschalungssystem
entwickelt, das auf viele Standardbauteile
aus dem Doka-Sortiment zurückgreift.
So lassen sich zum Beispiel Dimensionierungen
von Arbeitsbühnen und
Plattformen individuell gestalten und mit
dem Top 50-Systembaukastensystem
realisieren. Die Verwendung vieler
Standardkomponenten wie Geländer und
Konsolen gewährleistet hohe Sicherheitsstandards
auf der Baustelle. Bei innerstädtischen
Projekten kann zusätzlich die
DokaXbright Rahmeneinhausung zur
Lärmreduzierung eingesetzt werden.
Doka zeichnet sich zudem durch
umfassende Beratung und Projektunterstützung
aus. Kunden haben einen
einzigen Ansprechpartner, der sie bei der
Auswahl der besten Schalungslösungen
für ihre spezifischen Projektanforderungen
und Bauvorhaben unterstützt. Dabei
werden je nach Bauwerk jeweils die
Vor- und Nachteile von Kletter- und
Gleitschalung abgewogen und daraufhin
die geeignete Methode für die bevorstehende
Bauphase ausgewählt.
Bei der Gleitschalungsmethode sorgen
erfahrene Supervisor (Richtmeister) für
die fachgerechte Ausführung, Überwachung
und Koordination während des
kontinuierlichen Gleitvorgangs. Während
der Beton dabei in Lagen von ca. 20 bis 30
cm eingebracht wird, zieht sich das
Schalungssystem selbsttätig, hydraulisch
nach oben, was permanentes Betonieren
rund um die Uhr ermöglicht. Das Ergebnis
ist ein wirtschaftlicher, täglicher horizontaler
Baufortschritt von mehreren Metern.
Die weltweite Verfügbarkeit vieler
Standardteile an bis zu 178 Standorten
bringt außerdem einen bedeutenden
Logistikvorteil und eine erhebliche
Transportkostenersparnis mit sich.
Eine herausragende Innovation im
Zuge des Gleitschalungssystems ist die
technische Vermessung mit Doka Xact via
elektronischer Laserzieltafel. Dieses
System liefert kontinuierliche Vermessungsdaten
zu Genauigkeit und Geometrie
sowie einen Vergleich zwischen Soll- und
Ist-Baufortschritt des Bauprojekts. Die
Bausoftware Sitelife verbindet dieses
computergestützte, cloudbasierte Monitoring
mit umfassender Dokumentation
(Fotos, Bautagesberichte, etc.) was die
68 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Doka
MOBILE UND STATIONÄRE BETONMISCHANLAGEN FÜR:
• Transport- und Werksbeton
• Fertigteile und Betonwaren
• Sonderbetone
BETON + SCHALUNG
Nicht nur bei Sonderarbeitsplätzen
zeigt der neue Bulmor
Elektro-Fahrmischer seine Stärken. Eine
direkte Sicht auf den Be- und Entladevorgang
macht die verkehrt aufgebaute
Mischtrommel möglich.
1 2
BULMOR
1+2 Durch den extrem engen Wenderadius
manövriert der kompakte Bulmor das Mischgut
durch die engen Produktionsstraßen zur gewünschten
Station. Die Batterie punktet dabei, je nach
Einsatz, mit mehreren Tagen Laufzeit pro Ladung.
3 „Beim Thema Abgasemission bietet der neue
Bulmor Elektro-Fahrmischer große Vorteile, denn
im Gegensatz zu einem Dieselmotor ist keine Abgasnachbehandlung
notwendig und es gibt keinen CO2
Ausstoß“, betont Erich Korn (Produktmanager,
Firma Bulmor Industries). 4 Der Elektro-Fahrmischer
kann mittels Vorwahltasten oder per
Display einfach bedient werden.
3
4
Betontransport neu gedacht: Betonmischer
mit elektrischem Antrieb ohne Abgasemission
Mit dem neuen Elektro-Fahrmischer präsentiert die Bulmor industries GmbH, ein
international agierender Premium-Hersteller im Intralogistik-Nischenbereich Seitenund
Mehrwegestapler mit Sitz in Oberösterreich, eine attraktive Lösung für den
effizienten innerbetrieblichen Betontransport. Er ist in den Betonwerken auch eine
Alternative zu den Geräten mit modernem Dieselantrieb, die für niedrige
Leistungsabnahmen nicht ausgelegt sind.
n langjähriger enger Zusammenarbeit
Imit den Endkunden wie Rekkers und
Brüninghoff entwickelte Bulmor einen
elektrisch betriebenen Betonmischer für
Transport von Beton im Halleneinsatz –
ohne Abgasemission. Als Trägerfahrzeug
dient dabei der in der Intralogistik seit
jeher bewährte elektrisch betriebene
Seitenstapler. Über 20 Geräte wurden
bereits in Deutschland ausgeliefert.
Dort, wo Förderband oder Krankübel in
der Betonfertigung nicht einsetzbar sind,
kommt der Bulmor Betonmischer zum
Einsatz. Das Betonmischfahrzeug ist eine
Kombination aus einem Elektro-Seitenstapler
ohne Hubwerk mit einer bewusst
verdreht, aufgebauten Mischtrommel.
Diese intelligente Kombination eröffnet
dem Unternehmen enorme Vorteile im
Transport des Mischgutes.
Flexibler und emissionsfreier
Frischbetontransport
Das elektrisch betriebene Fahrzeug nutzt
die vorhandenen Produktionsgassen und
nimmt damit keinen weiteren Platz ein.
Dabei sichert es ein ruhiges und angenehmes
Fahrverhalten durch den E-Antrieb.
Dies ermöglicht den Einsatz des Bulmor
Betonmischers im Innenbereich. Der
Betonmischer beliefert je nach Anforderung
die Sonderarbeitsplätze mit Frischbeton,
mit voller Sicht auf Ladevorgang.
Die Trommel weist ein Fassungsvermögen
von bis zu 7 m³ Mischbeton auf und wird
permanent gedreht, auch wenn das
Fahrzeug steht. Mit seiner max. 3.000 mm
breiten Baubreite und einem inneren
Wenderadius von max. 680 mm bleibt der
Fahrmischer auch in engsten Produktionsgassen
manövrierfähig und ist gegenüber
einem herkömmlichen Fahrmischer klar
im Vorteil.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil des
Bulmor-Fahrmischers besteht darin, dass
der Start des Lade- und Entladevorganges
bequem per Drehjoystick oder mit Vorwahltasten
per Display direkt aus der
Kabine gestartet werden kann. Optional ist
dies durch eine Funkfernbedienung für
Rechts/Linkslauf der Mischertrommel auch
Fotos: Bulmor / Baublatt.Österreich
JETZT ZUM
EINFÜHRUNGSPREIS!
außerhalb der Kabine möglich. Die daraus
resultierende volle Sicht auf den Ladevorgang
erleichtert dem Fahrer die genaue
Bemessung des Ladegutes. Somit gestaltet
sich der Be- und Entladevorgang äußerst
zeitsparend, sicher und wirtschaftlich.
Der Elektro-Antrieb mit einer 80V 1550
Ah Batterie mit im Chassis integriertem
Ladestecker, samt seitlicher Wechselvorrichtung,
einer Premium-Kabine mit
ergonomischem Sitz und umfangreiche
Sicherheitsausstattungen wie Multifunktionsdisplay,
Sonnenrollo, LED Arbeitsscheinwerfer,
StVO-Ausstattung (optional),
akustische Rückfahrwarner, Rückfahrkamera
und Kamera zur rechten Seite
sowie Safetylights, Geschwindigkeitsregler
u.v.m. unterstützen dabei, die Intralogistik
der Kunden hinsichtlich Sicherheit und
Effizienz weiter zu verbessern.
Die Maschine ist optional mit dem
Flottenmanagement Tool mybulmor
ausgestattet. Per Mobilfunk liefert dieses
für den Anwender wichtige Leistungskennzahlen
– abrufbar bequem mittels
Dashboard.
DIE NEUEN MEHRZWECKGREIFER
FÜR RECYCLING, ABBRUCH, BAU
Neben Sicherheit und Ergonomie der
Mitarbeiter wirkt sich der elektrisch
betriebene Betonmischer auch wesentlich
in der Wirtschaftlichkeit aus. Der Elektro-
Antrieb ist langfristig kostengünstiger als
ein Dieselfahrzeug, da geringere Wartungskosten
und Energiekosten anfallen.
Aber vor allem zum Thema Abgasemission
sind die Vorteile des E-Antriebes unschlagbar:
es ist keine Abgasnachbehandlung
wie bei einem Dieselmotor notwendig und
es gibt keinen CO2 Ausstoß.
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70 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023 71
BETON + SCHALUNG
BETON + SCHALUNG
Die Kompatibilität der Traggerüstsysteme MT 60
und MEP vereinfachte die Arbeit bei schwierigen
Anforderungen.
DYWIDAG / MEVA
Variierende Auskragungen mit
flexiblen Traggerüsten durchgesteift
Da die bereits fertig hergestellten
Vordächer die Auflast aus den darüber
zu betonierenden Vordächern
nicht allein aufnehmen konnten,
mussten alle Ebenen voll
durchgesteift werden.
Das modulare Traggerüst MT 60
sorgte für Sicherheit und
Flexibilität auf der Baustelle.
Foto: Schöck Bauteile Gmb
SCHÖCK
Betonbewehrung aus
Glasfaserverbundwerkstoff
Schöck Combar ist korrosionsresistent, dauerhaft
hochfest, chemisch beständig und nicht elektrisch
leitend oder magnetisierbar.
D
er Glasfaserverbundwerkstoff ist nicht
nur leichter als Betonstahl, sondern
verfügt zudem über eine Kurzzeitzugfestigkeit,
die um ein Vielfaches höher ist als
die von Betonstahl. Darüber hinaus hat
Combar in etwa dieselben Ausdehnungseigenschaften
wie Beton und ist damit sehr
gut für den Einsatz in Beton geeignet.
Außerdem weist Combar dank seiner
gerippten Oberflächenstruktur einen
guten Verbund im Beton auf.
Combar ist der erste und bislang einzige
Faserverbundwerkstoff mit einer allgemeinen
bauaufsichtlichen Zulassung des DIBt
– und das bereits seit 2008. Danach
verfügt Combar sogar über eine 100-prozentige
Korrosionsresistenz für eine Dauer
von 100 Jahren. Selbst bei minimaler
Betondeckung sind somit keine
Instandhaltungsmaßnahmen aus
Korrosionsgründen notwendig. Zudem
ist Combar leicht zerspanbar. Dadurch
kann es beim Einsatz als Bewehrung in
Schachtwänden im Tunnelbau, Schlitzwänden
oder Bohrpfählen nahtlos mit der
Tunnelbohrmaschine durchfahren werden
– das spart Kosten und erhöht die
Sicherheit für Mitarbeiter. Als essenzielle
Produktkomponente ist Combar Bestandteil
im Wärmedämmelement Schöck
Isokorb und der Fassadenbefestigung
Isolink.
Combar wurde bereits 1997 in den Markt
eingeführt und ist zu 100% made in
Germany. Die Herstellung des Glasfaserverbundwerkstoffs
erfolgt in eigener
Der Glasfaserverbundwerkstoff Schöck
Combar zeichnet sich durch außergewöhnliche
Eigenschaften aus.
Produktion am Standort in Halle (Saale).
Dabei werden in einem zweiteiligen
Herstellverfahren korrosionsresistente,
hochfeste Glasfasern so dicht wie möglich
gebündelt und mit flüssigem Kunstharz
imprägniert. Anschließend werden Rippen
in die ausgehärteten Stäbe geschnitten
und lackiert.
www.schoeck.com/de-at
In Wiener Neudorf errichtete Dywidag als Generalunternehmer ein
attraktives Hotel. Schalungs- und Traggerüstsysteme von Meva
unterstützten die erfolgreiche Umsetzung dieses Projekts.
D
as B&B Hotel Landmark ist ein
Blickfänger. Das Gebäude-Layout
präsentiert sich als Y-förmiger Grundriss.
Die Deckenplatten der Obergeschosse
kragen zu allen Seiten unterschiedlich
weit aus und die wie übereinander
gestapelt wirkenden Etagen scheinen
förmlich zu schweben. Schräge Rundsäulen
flankieren den Eingangsbereich des
Quartiers.
Der Komplex besteht aus sieben Etagen.
Das 3,40 m hohe Parkdeck im Untergeschoss
wurde mit massiven Stützen und
Trägern errichtet. Das Erdgeschoss, 5,10 m
hoch, schließt das Hotelfoyer und einen
1.300 m² großen Gastronomiebereich ein.
Hier wurde die Deckenschalung MevaDec
auf dem Traggerüstsystem MT 60 montiert.
Darüber befindet sich ein 3,80 m
hohes Stockwerk mit Frühstückssaal und
Terrassenbereich. Diese drei unteren
Etagen wurden allesamt mit Ortbeton
errichtet, während in den vier Obergeschossen,
jeweils 2,70 m hoch, ein Mix von
Ortbeton- und Hohlwänden genutzt wurde.
Die konventionelle MevaFlex-Deckenschalung
eignet sich aufgrund ihrer Flexibilität
besonders gut für wechselnde und
unterschiedliche Grundrisse. Sie wurde
mit den angelieferten Elementdecken
belegt. Als Traggerüst wurde neben MT 60
auch das kompatible MEP-System von
Meva genutzt, das keinen „Stützenwald“
erzeugt, sondern mit wenigen Grundteilen
und Rahmen an jede Gebäudegeometrie
und Höhen bis 21 m zu adaptieren ist.
Die Kompatibilität der Meva-Traggerüstsysteme
MT 60 und MEP vereinfacht
die Arbeit bei schwierigen Anforderungen
wie unterschiedlichen Geschosshöhen,
Grundrissen und Mischbauweise. Da die
bereits fertig hergestellten Vordächer die
Auflast aus den darüber zu betonierenden
Vordächern nicht allein aufnehmen
konnten, mussten alle Ebenen voll
durchgesteift werden. Aufgrund der
unterschiedlichen Auskragungen trat alle
paar Meter eine andere Unterstützungshöhe
auf. Um die Ausführung dennoch
effizient zu gestalten, konzipierten das
Dywidag-Team und Meva gemeinsam eine
Unterstützungsmethode, die je nach
Situation nur geringfügige Anpassungen
erforderte. So konnte viel Montagezeit
gespart und der Baufortschritt beschleunigt
werden.
Sämtliche Ortbetonwände wurden mit
dem Wandschalungssystem StarTec und
mit Elementhöhen 270 und 135 cm
geschalt. Die universelle Schalung aus
Stahl mit vollflächiger Frischbetondruckaufnahme
von 60 kN/m² lässt sich mit
wenigen Verbindungsteilen effizient
nutzen und einfach handhaben.
Dywidag-Bauleiter Jovica Mihajlovic
zeigte sich zufrieden mit dem Resultat –
und mit dem Weg zum Ziel. „Komplexe
Aufgaben wie die Unterstützung der
unterschiedlich auskragenden Vordächer
konnten wir in enger, vertrauensvoller
Zusammenarbeit mit Meva souverän
lösen. Dies war maßgebend für die
schnelle, erfolgreiche Umsetzung aller
sicherheitsrelevanter Aufgaben. Die
einfache Handhabung der Systeme trug
ebenfalls zu schnellem Baufortschritt bei.“
www.meva.net
www.dywidag.at
Fotos: Dywidag
72 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023 73
BETON + SCHALUNG
BETON + SCHALUNG
NOE-SCHALTECHNIK
Gekonnter Einsatz von Systemschalungen
In Heidelberg entsteht das AudimaX. Dieses Lernzentrum besticht durch seine außergewöhnliche
Architektur und wird den größten Hörsaal der gesamten Universität
beherbergen. Der Rohbau stellte die Verantwortlichen vor knifflige Aufgaben, die sie
mithilfe unterschiedlicher NOE-Standardsysteme meisterten.
D
ie Klaus Tschira Stiftung baut für die
Universität Heidelberg einen zentralen
Ort für Lehre und Dialog. Da der
Neubau mit ca. 900 Plätzen den größten
Hörsaal der gesamten Universität besitzen
wird, trägt er den Namen AudimaX. Er
entsteht als „neue Mitte“ auf dem Campus
„Im Neuenheimer Feld“ und beherbergt
darüber hinaus zwei Hörsäle mit insgesamt
ca. 500 Plätzen, Büros, mehreren
Seminar- und Lernräumen sowie eine ca.
3.300 m² große Bibliothek. Insgesamt
umfasst das Gebäude eine Nutzfläche von
8.700 m² und erstreckt sich über zwei
unterirdische und vier oberirdische
Geschosse sowie ein Staffelgeschoss. Von
außen betrachtet wirkt es wie ein lichtdurchfluteter
Quader, der über einem
Sockel mit zwei Rampen schwebt.
Die daraus resultierende komplexe
Geometrie stellte die Mitarbeiter der
Der Bau des AudimaX stellte die Mitarbeiter des Bauunternehmens vor ganz unterschiedliche
Aufgaben. Zu den anspruchsvolleren gehörten die schrägen Böden der Hörsäle.
Firma Peter Gross Niederlassung Kaiserslautern
immer wieder vor Herausforderungen.
Sie führte die Rohbauarbeiten
durch. Um diese Aufgabe erfolgreich zu
erbringen, legten Bauleiterin Asie Kezhova
und Polier Eric Beuthen von Anfang
an fest, das Projekt nur mit den Systemen
und dem Know-how der NOE-Schaltechnik
in Angriff zu nehmen. Sie sagen hierzu
unisono: „Bei diesem gigantischen
Bauvorhaben müssen wir wissen, dass wir
uns auf die Beteiligten verlassen können.
Wir haben in den letzten Jahren so gute
Erfahrungen mit NOE gemacht, dass uns
wichtig war, die ins Boot zu holen.“
Eine der Herausforderungen waren
unter anderem die Böden des AudimaX
und der Hörsäle. Damit hier die Zuhörerbänke
nach hinten ansteigend angeordnet
werden können, ist der Boden als 21°
geneigte Rampe ausgebildet. Das AudimaX
ist 32 m lang. In Kombination mit
der gegebenen Neigung hat dies zur Folge,
dass der Boden im hinteren Bereich des
Saals ca. 12 m höher liegt als im vorderen.
Das bedeutete, dass die Belegschaft der
Baustelle eine Fläche in 12 m Höhe zu
betonieren hatte, die zudem noch geneigt
ist. Bei den Schalplänen, die die NOE-
Techniker hierfür erstellten, nutzten sie
zwei unterschiedliche Standardsysteme
des Herstellers und sahen zwei aufeinander
abgestimmte Arbeitsschritte vor:
Zunächst musste in 5 m Höhe eine sichere,
provisorische Plattform errichtet werden,
auf die dann die NOE-H20-Deckenschalung
mit der erforderlichen Neigung
gestellt werden konnte.
Die NOE H-20 Träger Konstruktion
inclusive aufliegender Schaltafeln werden
von Euro-Deckenstützen in Position
gehalten und haben den Vorteil, dass sich
ihre Höhe flexibel variieren lässt.
So war es den Mitarbeitern der
Firma Peter Gross möglich, die
schräge Fläche des AudimaX
effizient und sicher zu schalen.
Ähnlich gingen sie auch in den
beiden anderen Hörsälen vor.
Doch sobald der Beton ausgehärtet
war, wurde der Polier Eric
Beuthen vor eine weitere Herausforderung
gestellt: Da in den
Hörsälen und im AudimaX große
Spannweiten überbrückt werden
müssen, sind für die Lastabtragung
der darüber liegenden Decke
mehrere Unterzüge erforderlich.
Hinzu kommt, dass das AudimaX
an manchen Stellen eine Raumhöhe
von knapp 6,50 m hat. Um
unter diesen Voraussetzungen die
Unterzüge betonieren zu können,
nutzten die Verantwortlichen die
NOEprop-Stützentürme. Bei
ihnen handelt es sich um ein
turmähnliches Traggerüst, dass
sich aus Rahmen und Aussteifern
zusammensetzt. Diese verleihen
dem System hohe Flexibilität und
ermöglichen es – je nachdem, wie
sie miteinander kombiniert
werden –, eine Höhe von bis zu
15,20 m zu überwinden. Da die
Elemente aus Aluminium
bestehen, sind sie verhältnismäßig
leicht, haben aber eine
Tragkraft von bis zu 160 kN pro
Stütze. Auf sie wurde die Deckenschalung
– in Form von H-20-Trägern
und einem Schalbelag –
direkt auf die Deckenstützen
aufgelegt. Da diese jedoch zum
Teil auf der geneigten Fläche des
AudimaX-Bodens standen, musste
unter den Stützen ein Ausgleich
mittels eines Holzkeils eingebaut
werden.
Und auch ein anderer Bereich
forderte das Können der NOE-
Schalungsplaner. Das AudimaX
befindet sich im Untergeschoss
des Gebäudes. Um den eingangs
beschriebenen Eindruck eines
schwebenden Quaders zu schaffen,
ist es erforderlich, dass die
Fassade im Erdgeschoss um ca.
3 m zurückspringt und ab dem
ersten Obergeschoss aufwärts um
8 m auskragt. Was in der Schnittzeichnung
relativ harmlos
aussieht, war schalungstechnisch
höchst anspruchsvoll. Denn
aufgrund dieser Vor- und Rücksprünge
musste an manchen
Stellen die Last der Schalung und
des frischen Betons über mehrere
Geschosse hinweg abgefangen
und in den Boden des AudimaX
geleitet werden – der ja wie oben
beschrieben eine Neigung von 21
Grad hat. Um diese knifflige
Aufgabe zu lösen, griffen der
Polier und die Bauleitung auf eine
Kombination von gleich drei
verschiedenen NOE-Standardsystemen
zurück. Diese waren die
bereits beschriebenen NOE-
H20-Deckenschalung und die
NOEprop-Stützentürme. Sie
wurden ergänzt durch die
NOEtec. Bei ihr handelt es sich
um ein Baukastensystem, das in
der Regel für Ingenieurbauten,
wie zum Beispiel Tunnel, verwendet
wird. Ein Grund dafür ist
unter anderem, dass es extrem
flexibel ist und sich durch eine
hohe Tragfähigkeit auszeichnet.
www.noe.eu
Die schrägen Böden der Hörsäle wurden mithilfe von Schaltafeln,
H-20 Trägern und Euro-Deckenstützen betoniert.
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74 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023 75
BETON + SCHALUNG
DOKA
Höchstes Gebäude im nordischen Raum
In Schweden entsteht gerade Göteborgs erster Wolkenkratzer und zugleich das
höchste Gebäude im nordischen Raum. Bei der Realisierung des nordischen Giganten
Karlatornet spielte die Expertise der Doka im Hochhausbau eine Schlüsselrolle.
n Schwedens zweitgrößter Stadt
IGöteborg entsteht im Hafengebiet
Lindholmen ein neuer Stadtteil namens
Karlastaden. Das Herzstück ist der 247 m
hohe Karlatornet, zu Deutsch „Karla-
Turm“, der von der Serneke Group AB
errichtet wird. Für die Schalung der
komplexen Konstruktion holte sich die
bauausführende Firma Doka an Bord.
Hohe Windgeschwindigkeiten während
der Bauzeit erforderten neben den
bewährten Doka-Kernprodukten maßgeschneiderte
Lösungen, die speziell auf die
Anforderungen des Karlatornet-Projekts
abgestimmt wurden. Für die Schalung des
Kerns wurde die selbstkletternde Schalungs-
und Arbeitsplattform SCP 400
eingesetzt, die nicht nur ein sicheres, vor
Witterungseinflüssen geschütztes Arbeitsumfeld
garantiert, sondern auch Platz für
die Baustellenausrüstung bietet. In den
Eckbereichen wurde die Plattform
Das Erscheinungsbild
von Karlatornet
wird durch markante
Kurven zwischen
dem 38. und 58.
Stockwerk geprägt.
Einbau maßgeschneiderter SL-1 Traggerüste
in Kombination mit UniKit Trägern als
Unterstellung für den Derrick Kran.
DOKA SICHERHEITSDIALOG 2023
Gemeinsam vorsorgen und handeln
Unter dem Motto „Gemeinsam vorsorgen –
gemeinsam handeln“ lud die Doka Österreich
GmbH am 12.10.2023 zum diesjährigen Sicherheitsdialog.
Dabei lieferten Experten aus der
Praxis interessante Inputs mit dem vorrangigen
Ziel, das Bewusstsein für Sicherheit auf
Baustellen zu erhöhen. Die zahlreichen Teilnehmerinnen
und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit
zum intensiven Austausch zur Unfallprävention.
Laut Experten sind neun von zehn Unfällen
auf Baustellen auf Mängel im Verhalten, der
Kommunikation sowie im Training der Mitarbeiter
zurückzuführen, während nur jeder zehnte Unfall
eine technische Ursache hat. Aus diesem Grund
legte Doka im Rahmen des Sicherheitsdialoges
den Fokus auf den Einflussfaktor „Mensch“.
zusätzlich modifiziert, um die Installation
der massiven Stahlknoten zu ermöglichen.
Beim großflächigen Schalen des Gebäudekerns
kam außerdem die leistungsfähige
Stahlrahmenschalung Framax Xlife zum
Einsatz.
Die größte Herausforderung bei der
Tragwerksplanung stellte die schlanke
Silhouette des Bauwerks dar. Um diese
erfolgreich zu meistern, wurden mit Doka
Top 100 tec massive Gurt- und Stützwände
und maßgeschneiderte SL-1-Traggerüste
eingebaut. Diese garantieren eine
stabile Lastenübertragung des frischen
Betons in die Säulen und den Kern. Die
Doka Selbstkletterschalung Xclimb 60
wurde als Lösung für die Vorspannbühne
so angepasst, dass Spannpressen außerhalb
der Gurtwände der oberen
Stützwand, in 210 m Höhe, installiert
werden konnten. Für die komplexe
Aufgabe der Demontage des Turmdrehkrans
entwickelte das Doka-Team eine
ausgeklügelte Sonderlösung. Mithilfe des
universell einsetzbaren Traggerüstsystems
SL-1, UniKit-Komponenten und
einem speziellen Gleitschienensystem
schuf das Team eine hochbelastbare
Stützkonstruktion, die die Reichweite des
Derrickkrans so weit erhöhte, dass ein
sicherer und effizienter Abbau gewährleistet
werden konnte.
Für Doka stellte dieses Projekt in
mehrfacher Hinsicht eine Besonderheit
dar. So wurde während des Baufortschritts
von der ursprünglichen 2D-Planung des
Gebäudekerns auf eine 3D-Planung
umgestellt. Die Doka BIM-Experten
nutzen für die Erstellung der 3D-Schalungslösung
die Planungssoftware
DokaCAD for Revit. Der Rohbau wurde im
Juli 2023 fertiggestellt, die Fertigstellung
ist für 2024 geplant.
www.doka.com
76 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Doka
Foto: www.maxfrank.com
MAX FRANK
Neuer Stahl- an Stahlbetonanschluss
Mit dem Stahl- an Stahlbetonanschluss Egcobox FB bietet Max Frank
eine optimale Lösung zur thermischen Trennung.
D
ie Produktlinie Egcobox, bestehend aus
dem Kragplattenanschluss zur
thermischen Trennung von Kragplatten
aus Stahlbeton sowie dem Typ FST
Stahlanschluss, wurde in diesem Jahr
komplettiert durch den „Egcobox FB
Stahl- an Stahlbetonanschluss“. Stahlkonstruktionen
stellen in Anbindung an
Stahlbetonkonstruktionen eine besonders
kritische Situation in Bezug auf Wärmebrücken
dar. Stahl besitzt eine hohe
Wärmeleitfähigkeit, sodass bei ungedämmten
Anschlüssen Wärmverluste entstehen
können. Die so auftretenden Wärmebrücken
bergen das Risiko von Tauwasserbildung
mit der Folge von Schimmel und
anderen Bauschäden. Der Stahl- an
Stahlbetonanschluss Egcobox FB bietet die
optimale Lösung zur thermischen
Trennung von Stahl- an Stahlbetonkonstruktionen,
ohne die statische Wirksamkeit
Gruppe
Derzeit stehen
drei Produktvarianten
zur
Verfügung.
120 YEARS EXPERIENCE
MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
des Tragsystems einzuschränken.
Derzeit stehen dem Markt drei Produktvarianten
zur Verfügung: Der Egcobox Typ
FB-CB ist mit Drucklager ausgestattet
und überträgt Momente und Querkräfte.
Ebenfalls mit Drucklager erhältlich ist der
Typ FBV zur Übertragung von Querkräften.
Um die Übertragung von positiven
und negativen Momenten und Querkräften
sicherzustellen, eignet sich der Typ
FB±S mit Druckstab. Jedes Egcobox FB
Element wird inklusive einer Montageschablone
aus Holz geliefert. Diese kann in
Verbindung mit bauseitigen Hölzern zur
exakten Positionierung der Einbauabstände
sowie zur axialen Justierung
verwendet werden.
www.maxfrank.com
www.mineraltech.at
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18
FUHRPARK
FUHRPARK
TOYOTA BZ4X STYLE PAKET
Holprig ist hier nur der Name
S
ie verstehen bei unserem Testkandidaten,
dem Toyota bZ4X, nur Bahnhof
oder denken gar an den charmanten
Roboter R2-D2 aus Star Wars – Krieg der
Sterne? Ihnen kann gerne geholfen
werden. Denn der Name von Toyotas
neuem Stromer, ist eigentlich in wenigen
Worten erklärt. Die Buchstaben b und Z
stehen für beyond Zero, auf Deutsch
unter null. Ein Hinweis darauf, dass der
bZ4X ganz ohne Emissionen unterwegs
ist. 4 steht für das Fahrzeugsegment und
definiert damit die Größe. X ist das
Synonym für Crossover-SUV. Wie Sie mit
der Aussprache dieses Buchstaben- und
Zahlenkonglomerates umgehen, bleibt
Ihrer sprachlichen Phantasie überlassen.
Vom grünen Tisch in die Praxis. Mit 71,4
kWh Energiegehalt im fiktiven Kraftstofftank
ist der Toyota bZ4X optimal für alle
Vorbildlich – übersichtliches Cockpit mit
vielen klassischen Knöpfen und Schaltern.
nur erdenklichen Ausfahrten gerüstet.
Auf die Reichweite heruntergebrochen,
haben wir uns während der gemeinsamen
14 Tage mit dem Strommobil „rund 420
km“ in unseren Aufzeichnungen notiert.
Hier könnte sich der Toyota Proace City
Verso EV, über den Sie in unserer
November-Ausgabe lesen werden, eine
große Scheibe abschneiden.
Standardmäßige Ladeleistung
Im Vergleich zu seinem eineiigen
Zwilling, dem Subaru Solterra hat es
beim Toyota bZ4X nur eine geringe
Stückzahl an Fahrzeugen mit gemäßigten
6,4 kW Ladeleistung nach Österreich
verschlagen. Das Gros der Fahrzeuge
lädt bei Wechselstrom mit den mittlerweile
als Standard zu bezeichnenden 11
kW. Lust auf längere Ausfahrten macht
Praktisch – Kofferraum mit
robuster Gummimatte.
FACTS
Neuheit – der bZ4X
ist Toyotas erstes
Elektro-SUV.
Motor: Elektro, 118 kW (160 PS)
Eigengewicht: 2.055 kg
Sitzplätze: 4+1
Batteriekapazität: 70 kW/h
Reichweite: rund 420 km
Listenpreis: 65.210,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ sportliche Fahrleistungen
+ optisch gelungen
+ auch als 2WD erhältlich
- kein Handschuhfach
- teils plastikhafte Materialien
- Batterieladestand ohne Prozentanzeige
auch das Platzangebot im neuen Toyota.
Bei 4,7 m Gesamtlänge dürfen sich auch
die Fahrgäste im Fonds über eine
Beinfreiheit freuen, die in jedem Lehrbuch
über die richtige Gestaltung von
Reisemobilen als Paradebeispiel herhalten
darf. Nicht so glücklich waren wir
dagegen mit dem gebotenen Sitzkomfort
für Fahrer und Beifahrer. Hier beginnt
man, auch bei kürzeren Strecken,
unweigerlich auf der Suche nach einer
bequemeren Sitzposition herumzurutschen.
Daran ändern auch die vielfältigen
Einstellmöglichkeiten der Sitze
nichts. Auf Anhieb wie zu Hause fühlt
man sich dafür nach dem ersten Rundumblick
im Cockpit, das mit vielen
konventionellen Knöpfen und nur
wenigen als Softtouch ausgeführten
Bedienelementen bestückt ist.
Fazit: Neues Strommobil, bei dem die
positiven Eindrücke eindeutig überwiegen.
SUBARU FORESTER 2.0I E-BOXER
Wo auch Optimisten gerne schwarzsehen
B
Aufgemascherlt – mit
der „Black Edition“
bietet Subaru ein
attraktives Sondermodell
des Forester.
Hochwertig – der Innenraum
lässt keine Wünsche offen.
ei Subaru bekommt schwarzsehen ab
sofort eine ganz neue Bedeutung.
Keine Spur von negativen Gedanken,
kein Pessimismus. Ganz im Gegenteil: Ist
die Farbe Schwarz doch namensgebend
für das neueste Sondermodell des
Forester, dem in mittlerweile fünfter
Generation erhältlichen Sinnbild für Freiheit,
Abenteuer und einer nicht zu
unterschätzenden Portion Offroad-Feeling.
Freilich zielen die Eckdaten der
„Black Edition“, so der Name des aktuell
edelsten und zugleich teuersten Forester
(erhältlich ab 52.490 Euro inkl. MwSt.
und NoVA) eher auf urbane als auf
provinzielle Ausfahrten ab. Was sowohl
an den schwarzen Designelementen wie
Dachreling, Säulenverkleidung oder
Fensterrahmen, wie auch an den 18-Zoll-
Leichtmetallfelgen in Dark Metallic liegt.
Alle samt bei einer ruppigen Geländeausfahrt
ihrer Makellosigkeit zu berauben,
sollte schließlich nicht das Ziel einer
grundsätzlich auf mehrere Jahre ausgelegten
Forester Black Edition Nutzung
sein. Noch dazu wo Subaru mit Safe8
(wird tatsächlich ohne Abstand zwischen
Safe und 8 geschrieben) für alle Neufahrzeuge
seit dem 1. Oktober 2023 eine
8-Jahres-Garantie ohne Kilometerbegrenzung
gewährt. Statistisch interessant
dabei: 90% aller vor 10 Jahren zugelassenen
Subaru-Modelle sind nach wie vor
unterwegs.
Boxer mit E-Unterstützung
Nach der Ausfahrt mit dem ersten
Elektro-Subaru, dem Solterra, in unserer
September-Ausgabe, kehren wir beim
Forester wieder zu den Ursprüngen der
Subaru-typischen Fortbewegung zurück.
Unter der Haube steckt ein 2,0 l Boxer-
Fesch – serienmäßig ist der Forester mit 18-Zoll-
Leichtmetallfelgen in Dark Metallic bestückt.
Benziner mit 150 PS Hubraum, mit dem
sich der Fünfsitzer mit durchschnittlich
7,6 l Superbenzin auf 100 km durch die
Gegend kutschieren lässt. Als verkraftbares
Zugeständnis an das Elektrozeitalter
darf er sich dort und da von einem
12,3 kW starken Elektromotor unter die
Arme greifen lassen. Erkennbar ist diese
Kooperation am Schriftzug e-Boxer auf
der Heckklappe des Allradlers. Speziell
im Gelände sowie bei mittleren
Geschwindigkeiten sorgt das Drehmoment
des Elektromotors für zusätzliche
Power. Platzmäßig hat der Subaru
Forester bei 4,64 m Gesamtlänge relativ
viel zu bieten. Wenn auch der Innenraum
auf Langstrecken eher für vier als für
fünf Erwachsene geeignet ist.
Fazit: So soll es sein. Schickes neues
Outfit trifft auf bekannte und geschätzte
Tugenden.
FACTS
Motor: 2,0 l Boxer-Benzin,
110 kW (150 PS)
Eigengewicht: 1.693 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.870 kg
Testverbrauch: 7,6 l/100 km
Listenpreis: 52.490,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ attraktives Sondermodell
+ keine Ladekante
+ vernünftiger Verbrauch
- preislich entsprechend positioniert
- Handy: kein Induktivladen
- nur 48 l Tankinhalt
78 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
OKTOBER 2023 79
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
SERVICE
KINSHOFER
S
Kinshofer kauft HGT
Die Kinshofer GmbH aus Deutschland und das in Deutschland ansässige Unternehmen HGT
Hydraulikgreifer-Technologie GmbH haben am 12. Oktober 2023 bekannt gegeben, dass sie
einen Fusionierungsvertrag unterzeichnet haben. Mit dieser Vereinbarung hat Kinshofer die
Mehrheit der Anteile von HGT erworben. Kinshofer ist seit über 50 Jahren ein führender
Hersteller von Anbaugeräten für Lkw-Krane, Bagger und Kompaktlader und hat seine
Produktpalette sowohl auf dem Kran- als auch auf dem Baggermarkt konsequent weiterentwickelt.
HGT, ein 1983 gegründetes Familienunternehmen, konzentriert sich auf die
Entwicklung und Vermarktung von Anbaugeräten für den Materialumschlag, insbesondere
für die Schrottverarbeitung und den Umschlag von Schüttgütern für Bagger und Verlademaschinen,
um Trägergeräte produktiver und langlebiger zu machen. Die Übernahme von
HGT ist für Kinshofer in zweierlei Hinsicht von Bedeutung: erstens stärkt sie das Produktportfolio
von Kinshofer für den Materialumschlag, und zweitens verbessert sie die
Vertriebskanäle von Kinshofer in Märkten, in denen HGT stark ist. Im Bild der
Kinshofer NOX Tiltrotator für Bagger.
www.kinshofer.com | www.hgt-greifer.de
VÖB
Beton- und Fertigteilwerke fordern
eine Wohnbauoffensive für 2024
Zu hohe Baukosten und nicht finanzierbare Kredite sind für Umsatzrückgänge bei den
meisten Betrieben der österreichischen Betonfertigteilbranche verantwortlich. Das geht
aus dem aktuellen halbjährlichen Konjunkturbarometer des VÖB hervor, das vom Wiener
Meinungsforschungsinstitut TQS Research & Consulting durchgeführt wurde.
o melden sogar acht von zehn befragten
Unternehmen deutliche Umsatzeinbußen
im ersten Halbjahr 2023 im
Vergleich zum Vorjahr. Die ungünstige
Wirtschaftssituation, veränderte Marktverhältnisse
sowie eine deutlich schlechtere
Auftragslage sind die Hauptgründe
für diese Rückgänge. Der Negativtrend
wird sich laut der Umfrage bis Jahresende
sogar noch verstärken. Dies wirkt
sich auch negativ auf die Mitarbeiterentwicklung
aus. „Die Baubranche ist die
Basis für eine stabile Wirtschaftskonjunktur.
Nun gilt es, die steigende
Inflation zu bremsen und die Konjunktur
anzukurbeln – etwa durch eine konstruktive
Diskussion um die bevorstehenden
Lohnrunden und eine Wohnbauoffensive
2024“, appelliert Michael Wardian,
Präsident des Verbands Österreichischer
Beton- und Fertigteilwerke (VÖB).
Die österreichische Betonfertigteilbranche
läuft im Vergleich zum Vorjahr
nicht mehr auf vollen Touren. 80% der
befragten Unternehmen melden im
Rahmen des aktuellen VÖB Konjunkturbarometers
sinkende Umsätze im ersten
Halbjahr 2023 gegenüber dem ersten
Halbjahr 2022. Durchschnittlich ging der
gemeldete Umsatzrückgang um rund 10%
zurück. „Da unsere Branche in den
Corona-Jahren 2020 bis 2022 überdurchschnittlich
gut performt hat, fallen die
Umsatzverluste heuer zum Teil hoch aus.
Dieses deutliche Signal sollte auch bei
den Lohnverhandlungen im Herbst sowie
bei Gesprächen um eine Ankurbelung des
heimischen Wohnbaus berücksichtigt
werden. Diesem besorgniserregenden
Trend sollte nämlich rasch und entschlossen
entgegentreten werden“, so Michael
Wardian.
Ein besonders herber Rückgang wird
momentan im Wohnbau verzeichnet:
84,6% der befragten Betonfertigteilunternehmen
melden hier sinkende Umsätze.
Die Gründe dafür liegen vorwiegend in
der schwierigen Finanzierung des
Neubaus: Hohe Zinsen sowie fehlende
Förderungen seitens der Regierung
machen dem österreichischen Wohnbau
am meisten zu schaffen. Auch im Bereich
Bürobau setzt sich der negative Trend
seit der Corona-Zeit fort: Hier melden
knapp 60% der Betriebe fallende
Umsätze. Im Gewerbe- und Industriebau
war der Rückgang deutlich geringer.
Alleine im Infrastrukturbau blieb der
Trend im ersten Halbjahr 2023 stabil.
„Die Fertigteil-Bauweise trägt zur
Reduktion der Bauzeiten bei. Ein immer
höherer Vorfertigungsgrad und die damit
verbundene Präzision und Qualität
unserer Produkte sind gute Voraussetzungen,
um dem immer sichtbareren
Fachkräftemangel entgegenzuwirken“,
betont VÖB Präsident Michael Wardian.
www.voeb.com
„Österreich braucht 2024 eine
Wohnbauoffensive, um die gesamte
Wirtschaftskonjunktur anzukurbeln. Ein
wichtiger Teil dieser Offensive müssen auch
die heimischen Fertigteilwerke sein“, sagt
VÖB Präsident Michael Wardian.
Fotos: Gruber Michael
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Magische Winter-Auszeit im Rosen-Chalet
Rosen müssen nicht immer rot sein. In Wagrain im südlichen Salzburger Land sind
sie aus Holz. Und blühen auch im Winter.
er Winter kann kommen. Eingefunden
Din einem der drei Holz-Chalets am
Lehenriedl, lehnt man sich einfach zurück
und sieht ihm dabei zu, wie er die Bergwelt
in herrliches Weiß taucht. Da kann es
draußen noch so stürmen und schneien
– im liebevoll gestalteten Inneren wird’s
dadurch erst so richtig gemütlich. Das
Knistern des Kaminfeuers in der Luft und
das Licht gedimmt, mit einem guten Buch
auf dem Sofa oder zum Brettspiel versammelt
um den großen Esstisch. Die chaleteigene
Sauna angeheizt – weil das an kalten
Wintertagen bekanntlich noch herzerwärmender
wirkt. Und es gibt ausnahmsweise
mal nichts, wo man hinmuss. Man darf
einfach nur sein. Mit sich selbst, dem
Partner oder der ganzen Familie. Inmitten
des Salzburger Winterwunderlandes.
Heute lacht wieder die Sonne. Der Blick
aus dem Fenster landet in den magischweißen
Weiten, die das Chalet umgeben.
So ungestört wacht man gerne auf!
Während man sich über den bunt gefüllten
Genuss-Frühstückskorb hermacht, den
Familie Vorderegger schon früh morgens
und völlig unbemerkt auf den Tisch
gezaubert hat, werden Pläne für den Tag
geschmiedet. Die einen können es kaum
erwarten, per Shuttleservice des Hauses
zum nahegelegenen Skigebiet in Ski
amadé aufzubrechen – zurück zum Chalet
gelangt man ganz bequem per eigener
kleiner „Zufahrt“. „Andere kommen zu
uns, um sich voll und ganz der Stille
und Magie unserer Natur hinzugeben“,
weiß Heike Vorderegger. Das
gelingt zum Beispiel, indem man
sich die Winterstiefel überstreift und vom
Chalet weg in die weite Welt hinaus stapft.
Oder direkt an der Haustür der eigenen
Rose in die ungestörte Langlaufrunde
einsteigt. Das Krönchen wird der lang
ersehnten Auszeit bei der Shiatsu-Massage
im Haupthaus aufgesetzt.
Langsam wird’s dunkel und aus der Küche
ertönt ein wohliges Brodeln: Auf Vorbestellung
hat Familie Vorderegger ein Fondue
Chinoise kredenzt und direkt auf dem
Ob mit dem Shuttleservice ins
nahegelegene Ski amadé oder einfach
die Stille und Magie der Natur genießen:
die Lehenriedl Chalets & Appartements in
Wagrain sind ein idealer Ort, um die
Salzburger Winterlandschaft zu
genießen.
Tisch drapiert. Als Lehenriedl-Gast hat
man jederzeit die Möglichkeit, bei den
örtlichen Gastronomie-Betrieben zu
bestellen und sich vom Hausherrn
persönlich damit beliefern zu lassen. Aber
manchmal, da darf es eben etwas Besonderes
sein – und so versammelt sich nun das
ganze Chalet um den dampfenden Topf
– ein perfekter Abschluss für einen
perfekten Wintertag!
www.lehenriedl.at
Foto: Postl
80 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2023
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SERVICE
BÜCHER
PERSONALENTSENDUNG IN DER PRAXIS
2. Auflage 2023; Buch kartoniert; 404 Seiten
ISBN: 9783707346336; 78,00 Euro
Die rechtlich richtige Gestaltung und
Umsetzung von grenzüberschreitenden
Personaleinsätzen ist äußerst
komplex und wird oftmals als fast
unlösbare Problemstellung wahrgenommen.
Die fortschreitende
Internationalisierung der Wirtschaftsbeziehungen
und die neuen
Arbeitswelten führen aber vermehrt
zu solchen Einsätzen. „Personalentsendung
in der Praxis“ führt in die
mit internationalen Personalentsendungen
in Zusammenhang stehenden
personalwirtschaftlichen, arbeits-, sozial- und
steuerrechtlichen Fragen in kompakter und
integrativer Form ein und demonstriert die Zusammenhänge
zwischen den Rechtsdisziplinen. Beispiele und
Lösungen werden anhand von Praxisfällen dargestellt.
www.lindeverlag.at
Was
ist Ihre
Maschine
wert?
GEBIRGSWASSER FÜR DIE STADT
128 Seiten, Hardcover, zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-85439-722-9; 29,90 Euro
Am 24. Oktober 1873 wurde die I. Wiener Hochquellenleitung mit einer feierlichen
Zeremonie am Schwarzenbergplatz eröffnet. Eine technische Meisterleistung, die
frisches Gebirgswasser aus dem Rax-Schneeberg-Gebiet im freien Gefälle über eine
Länge von 95 km nach Wien leitete. Bis heute stellt die Hochquellenleitung für die
Wasserversorgung Wiens eine zentrale Infrastruktur dar. Das neu erscheinende
Buch „Gebirgswasser für die Stadt“ würdigt dieses Pionierprojekt, dessen Inbetriebnahme
sich im Herbst 2023 zum 150. Mal jährt. Textlich beleuchtet werden die
baugeschichtlichen Anfänge und Herausforderungen, ebenso wie die Vermarktung
und die damit einhergehende Mythisierung des ehrgeizigen Vorhabens: Unzählige
Quellfassungen, Stollen,
Wasserschlösser, Aquädukte
und nicht zuletzt drei riesige
Wasserbehälter im Stadtgebiet
selbst stellten das
technische Rückgrat des in
nur drei Jahren fertiggestellten
Bauvorhabens dar. Die
wichtigsten Bauwerke vom
Hochgebirge bis zu den
Wasserbehältern der
Großstadt sind in Form eines
Bildessays dokumentiert. Die
Fotos zeigen eindrucksvoll
die technische und architektonische
Meisterleistung der Konstruktionen und die dadurch entstandene
landschaftsprägende Wirkung in Wien und Umgebung. Nicht zuletzt geht es in
„Gebirgswasser für die Stadt“ auch um die aktuelle Bedeutung der Hochquellenleitung
und ihrer Krisenresistenz angesichts des Klimawandels. Das Buch entstand in
Kooperation mit dem Technischen Museum Wien, das anlässlich des Jubiläums
auch eine Fotoschau von Johannes Hloch präsentiert. „Gebirgswasser für die Stadt
– Die I. Wiener Hochquellenleitung“ ist im Buchhandel oder direkt beim Falter
Verlag erhältlich.
www.faltershop.at
DAS Geotechnik-Event 2024
01. + 02. Februar 2024
Messe Wien Congress Center
VÖBU FAIR
77 Aussteller aus Spezialtiefbau, Bohrtechnik und Brunnenbau
Eintritt frei am 01. Februar 2024 von 14:00 bis 22:00 Uhr
Breite Netzwerkmöglichkeit mit 1200 erwarteten Besuchern
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PRAXIS-HANDBUCH INNENDÄMMUNG
2. Auflage 2023; 21 x 29,7 cm; 385 Seiten
ISBN Buch: 978-3-481-04623-1; 109,00 Euro (bis 31.12.2023)
Innendämmungen sind im Bestand oft die einzige Möglichkeit, Gebäude nachträglich zu dämmen
und deren Energieeffizienz zu verbessern, erfordern aber eine gründliche Bestandsanalyse und
besonderes Fachwissen, um potenzielle Feuchte- und Schimmelpilzschäden zu vermeiden. Das
„Praxis-Handbuch Innendämmung“ liefert Architekten, Ingenieuren,
Energieberatern, Bauunternehmern und ausführenden Gewerken
umfassende Informationen zur sicheren Planung und Ausführung von
Innendämmungen im Bestand. Das Handbuch behandelt alle
relevanten Aspekte von den bauphysikalischen Grundlagen über die
Bauzustandsanalyse bis zur Materialauswahl, handwerklichen
Ausführung und Qualitätssicherung. Es bietet ferner eine detaillierte
Darstellung der verschiedenen Innendämmsysteme samt ihrer Vorund
Nachteile sowie deren Eignung für unterschiedliche Anwendungsbereiche.
Mittels typischer Bestandskonstruktionen und
Bewertungskriterien unterstützt das Buch bei der Auswahl der
passenden Lösung. Zeichnungen und Fotos zu allen relevanten
Anschlüssen und Detailpunkten erleichtern die sichere und schadenfreie
Umsetzung in der Praxis.
www.baufachmedien.de
82 OKTOBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
14. ÖSTERREICHISCHE
GEOTECHNIKTAGUNG
Thema: Gründungen
„Vienna-Terzaghi Lecture“
mit Dr. Peter Day, Südafrika
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