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FML 10_2025 2K-Dispenser

Das althergebrachte Anmischen von Klarlack und Härter über die Skala im Becher oder Waage raubt Zeit und ist häufig ungenau. Am längeren Hebel: ein manuelles Dosiergerät Ein innovatives Mischsystem soll für exakte Mischverhältnisse sorgen, Fehler reduzieren und wertvolle Zeit im Arbeitsalltag sparen. Und das ohne Elektrik oder Druckluft, sondern ausschließlich im manuellen Betrieb. So wurde eine Dosiermaschine entwickelt, die zwei Vorratsbehälter beinhaltet – einen für 7,5 Liter Klarlack und einen für 3,75 Liter Härter. Per Handhebel wird die fertige Mischung ohne Umweg in den Spritzbecher eingefüllt.

Das althergebrachte Anmischen von Klarlack und Härter über die Skala im Becher oder Waage raubt Zeit und ist häufig ungenau.
Am längeren Hebel: ein manuelles Dosiergerät Ein innovatives Mischsystem soll für exakte Mischverhältnisse sorgen, Fehler reduzieren und wertvolle Zeit im Arbeitsalltag sparen. Und das ohne Elektrik oder Druckluft, sondern ausschließlich im manuellen Betrieb.
So wurde eine Dosiermaschine entwickelt, die zwei Vorratsbehälter beinhaltet – einen für 7,5 Liter Klarlack und einen für 3,75 Liter Härter. Per Handhebel wird die fertige Mischung ohne Umweg in den Spritzbecher eingefüllt.

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B 8503 E

FML

10

Oktober 2025

69. Jahrgang

Der Fahrzeug- und Metall-Lackierer / Das Lackiererhandwerk

WELT-

NEUHEIT

SCHWERPUNKT

Spot- oder

Smartrepair

INNOVATION

Weltpremiere –

Der 2K-Klarlack-Dispenser

JUBILÄUM

100 Jahre

Lackierpistole


INNOVATION

Dosieren statt Schätzen:

Der 2K-Klarlack-Dispenser

revolutioniert den Mischprozess

Eine spektakuläre Weltneuheit

wurde in Stettin erstmals

präsentiert. Wir hatten die

Gelegenheit dabei zu sein

und berichten im Folgenden

darüber.

Bild oben: Einmal den Hebel durchdrücken:

bis 450 ml spritzfertiger

Klarlack

Fotos: FML

Jan und Chris Rohde, erfahrene Lackierermeister

mit viel Markterfahrung,

empfanden den Klarlack-Mischprozess

schon lange als verbesserungswürdig.

Vom Problem zur Idee:

Warum herkömmliches

Mischen nicht mehr reicht

Das althergebrachte Anmischen von

Klarlack und Härter über die Skala im

Becher oder Waage raubt Zeit und ist

häufig ungenau. Mal hat man zu wenig

und oft zu viel Klarlack vorbereitet.

Hinzu kommt, dass die beiden Komponenten

sorgfältig aufgerührt werden

müssen.

Am längeren Hebel:

ein manuelles Dosiergerät

Den beiden Tüftlern war klar: es müsste

präziser, effizienter und sicherer werden.

Vor zwei Jahren entwickelten sie

deshalb ein innovatives Mischsystem,

das nun einsatzbereit ist. Es soll für exakte

Mischverhältnisse sorgen, Fehler

reduzieren und wertvolle Zeit im Arbeitsalltag

sparen. Und das ohne Elektrik

oder Druckluft, sondern ausschließlich

im manuellen Betrieb.

So wurde eine Dosiermaschine entwickelt,

die zwei Vorratsbehälter beinhaltet

– einen für 7,5 Liter Klarlack und ei-

FML 10/2025 11


INNOVATION

nen für 3,75 Liter Härter. Per Handhebel

wird die fertige Mischung ohne Umweg

in den Spritzbecher eingefüllt. Das

Mischen an der Waage oder mittels

Messbechern ist somit überflüssig. Die

Mischdüse, ähnlich wie man sie von

hochwertigen 2K-Klebern kennt, gewährleistet

eine absolut homogene Vernetzung

der beiden Komponenten.

Mehr Effizienz,

weniger Verschwendung:

Vorteile für Lackierer

und die Kennzahlen

Jochen Rohde – er hat das Gerät gemeinsam

mit seinen Partnern als Gebrauchsmuster

schützen lassen ( Patent

ist im Anmeldeprozess) – ist kaum zu

bremsen: „Das Hantieren mit 5-Liter-

Kannen und den dazugehörigen Härter-Gebinden

ist umständlich und führt

unter Umständen zu ungenauen Mischungen.

Mit dem neuen Gerät sind

sogar 30 oder 50 Milliliter perfekt

spritzfertige Mischung machbar, wenn

beispielsweise nur ein Außenspiegel

lackiert werden soll. Dies führt zu Prozess-Sicherheit

durch 100 % genaue

Mischvorgänge.“

Rohde ist von der Serienreife begeistert:

„Das Gerät funktioniert komplett ohne

elektrischen oder pneumatischen Antrieb.

In wenigen Sekunden kann man

sich die gewünschte spritzfertige Menge

ausmischen die benötigt wird. Daraus

resultiert eine enorme Materialersparnis

und vor allem Prozesssicherheit. Ein weiterer

Vorteil ist, dass keine Mischbechersystem

benötigt werden. Es kann gleich

in den Fließbecher eingefüllt werden

und losgehen...“

Jan und Chris Rohde haben mit ihrer Idee alles aufgemischt.

(vlnr.) Hersteller, Förderer und Erfinder: Wojciech Adamus, Oliver Herget,

Rafal Zmyslowski, Jochen Rohde, Jan Rohde

Er rechnet für die Anwender mit einer

Amortisation der Geräte innerhalb von

einem bis anderthalb Jahren. „Die Lackierer

mischen in der Praxis gern etwas

mehr Material an, um sicher zu gehen,

dass sie mit der Menge auch auskommen.

Dies führt am Ende dazu, dass

zwischen 50 und 100 Milliliter teures

Lackmaterial in der Tonne landen.

Wenn man das mal hochrechnet ...

Andererseits, wenn zu wenig Material

eingemischt wurde, reicht ein kurzer

Gang zum Dosiergerät und der Lackierervorgang

kann sofort fortgesetzt wer-

Obenauf: Vorratsbehälter für 7,5 Liter Klarlack und 3,75 Liter Härter

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FML 10/2025


INNOVATION

Die Mischdüse gewährleistet eine absolut homogene Vernetzung beider Komponenten

Erleben Sie den 2K-

Klarlack-Dispenser im

Video unter diesem QR-

Code oder diesem You-

Tube-Link: https://

youtu.be/_Moh_ESH_4w

den; ohne dass die zuvor lackierte Fläche

bereits mit der Vernetzung begonnen

hat und sich unschöne Overspray-

Störungen ergeben.“

Auch intern zu Ende gedacht

Im Gerät bleiben beide Komponenten

konsequent voneinander getrennt. So

kommt es nicht zur Aushärtung und Beschädigung

des Dispensers.

Da das Lackmaterial – insbesondere der

Härter – feuchtigkeitsempfindlich ist, erfolgt

der Material-Transport innerhalb

der Maschine mittels Vakuumzylindern

durch die aufwändig gefräste

Bodenplatte. So ist auch eine Reaktion

mit Luftfeuchtigkeit ausgeschlossen. Sogar

der Mischkopf ist zuverlässig abgedichtet.

Bei längeren Standzeiten wird

einfach die Mischdüse ausgetauscht.

Mit der Vermarktung hat ein Lackhersteller

bereits im Oktober begonnen.

Danach folgen weitere Lackkonzerne

und Vertriebsorganisation. Für die

Differenzierung wird es exklusiv designte

Mischdüsen geben.

Begeisterte Stimmen

aus der Praxis:

Wolfgang Schießl, betreibt einen Lackierbetrieb

mit 14 Mitarbeitern in der

Wolfgang Schießl

Nähe von München und hat einen Prototypen

im Vorfeld getestet. Die Testphase

lief acht Monate.

Sein Resümee: „Für unsere Mitarbeiter

ist es eine ungeheure Arbeits-Erleichterung.

Man hat schnell die richtige Materialmenge

bereitgestellt und Fehlerquellen

werden vermieden. Bei der herkömmlichen

Methode kann es vorkommen,

dass ein Mitarbeiter abgelenkt

wird. Dann ist er sich nicht sicher, ob er

schon den Härter zugefügt oder aufgerührt

hat. Mit dem Gerät liegt die Fehlerquelle

bei Null! Man erhält homogenes

Material was sehr, sehr schön zu

lackieren ist.“

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INNOVATION

Kai Wortmann

Kai Wortmann von der Lackiererei Hering

aus Rellingen/ Hamburg hatte den

2K-Klarlack-Dispenser „leider nur“

sechs Wochen im Test. Sicherheit und

Schnelligkeit beeindruckten seine

Mannschaft bestehend aus zehn Lackierern:

„Manche Lackierer sind regelrechte

Diven, aber im Hinblick auf dieses

Gerät waren sich alle einig und

schwer begeistert von der Sicherheit

und der Schnelligkeit des Ausmischens.

Zudem haben wir eine Mega-Materialersparnis

festgestellt“. Er ergänzt, dass

beim Mischen, anders als beim Aufrühren

keine Bläschen entstehen.

Den Mischbecher kann man sich schenken; sogar 50 ml sind dosierbar

am Hebel zieht und sich genau die

Menge abzapft, die man benötigt.

Daraus resultiert definitiv eine enorme

Materialersparnis. Auch dank der Testkunden

konnten wir uns davon überzeugen,

dass das Gerät absolute Marktreife

hat. Wir werden jetzt mit dem Vertrieb

an den Start gehen und sind sicher,

dass der Dispenser in vielen Lackierwerkstätten

seinen Platz finden wird.“

Frank Stindt

Frank Stindt, Geschäftsführer vom Großhändler

Lackzentrum Stindt aus Papenburg,

wird das Gerät ebenfalls ab

Oktober vertreiben. Er hat es zuvor im

eigenen Trainingscenter und von zehn

Betrieben mit relevanter Größe testen

lassen. „Uns war wichtig, dass wir realistische

Rückkopplungen erhalten. Darum

haben wir Betriebe ausgewählt, die

mehr als zehn Liter Klarlack-Bedarf pro

Woche haben.“

Die größte Erleichterung sieht er im

Handling: „Der Prozess des manuellen

Anmischens, Abfüllen in den Mischbecher,

Vernetzen im Rotogen dauert bestimmt

drei Minuten oder mehr. Das

kann man sich alles sparen indem man

Die Premiere des Gerätes vor der Fachpresse

und geladenen Gästen fand im

ICRC (International College of Refinish

Competence) -Schulungszentrum in

Stettin statt. Das Schulungszentrum wird

geleitet von Sylwester Tutko. Es besteht

aus zwei Hallen mit 1100 qm und wurde

Anfang der Jahretausendwende fertiggestellt.

In Spitzenzeiten wurden bis

zu 2000 Besucher/ Jahr fortgebildet. Bis

zu 16 Personen können pro Praxisraum

gleichzeitig geschult werden.

Jochen Kleemann

Jochen Kleemann, Automotive Refinish

Director von PPG Deutschland teilt in

seinem Statement mit: „Mit dem Klarlack-Dispenser

„Mix and Spray“ gehen

wir einen weiteren wichtigen Schritt in

Richtung Automatisierung. Er steigert

nicht nur die Prozesssicherheit signifikant,

sondern setzt in Kombination mit

unserer MoonWalk-Technologie neue

Maßstäbe in puncto Effizienz: Materialeinsparung,

Produktivitätsgewinn und

Zeitersparnis. Damit schaffen wir wiederholt

eine zukunftsweisende Lösung, die

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im

Lackierprozess optimal verbindet und

unterstreicht die Innovationsfreude von

PPG mit seinen Partnern.“ Mit der Vermarktung

beginnt der Lackhersteller

PPG/NEXA Autocolor im Oktober.

U.D.

Anfragen richten Sie bitte an:

info@salvissolutions.com ☐

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