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Klubexpress 7-2025

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AKTUELLES VON DER LANDTAGSSITZUNG AM 01.OKTOBER 2025 | AUSGABE 7.2025

Führerschein

Foto: VLK

Die Debatte rund um die Führerscheinprüfungen

in Vorarlberg

hat in den vergangenen Wochen

hohe Wellen geschlagen.

Im Kontrollausschuss wurden

wir Abgeordnete umfassend

informiert – durch Regierungsmitglieder

und

durch Vertreterinnen

und

Vertreter der

Verwaltung

und der Fahrschulen.

Das

ist eine der

zentralen Aufgaben

eines Parlaments – und

das ist gut und richtig.

Noch wichtiger ist, dass die

Landesregierung mit Blick in die

Zukunft Verantwortung übernommen

hat – insbesondere

durch die Aufstockung des Prüfpersonals

und die damit verbundene

Beseitigung des Engpasses

bei den Prüferinnen und

Prüfern. Mittlerweile befinden wir

uns wieder auf dem Niveau vor

dem Sommer. Das bedeutet:

Mehr Termine, kürzere Wartezeiten

und bessere Planbarkeit,

vor allem für unsere jungen

Menschen, die den Führerschein

dringend brauchen, sei

es für Ausbildung, Beruf oder

Familie. Für sie müssen wir ein

verlässlicher Partner sein!

KO Veronika Marte

Der Ausbau der Kinderbetreuung im Land wird kontinuierlich vorangetrieben.

Chancen für Familien schaffen

„Vorarlberg als chancenreichster

Lebensraum für Kinder bis 2035“ – was

heißt das konkret? Für VP-Klubobfrau

Veronika Marte ist klar: „Dort, wo die

Familie die Wahlfreiheit hat, wachsen

Chancen. Es liegt an uns, diese zu schaffen

und Familien eine gute Zukunft in

unserem Land zu ermöglichen!“

In der „Aktuellen Stunde“ des Landtags

unterstrich Marte die zentrale Bedeutung

einer vorausschauenden Familienpolitik.

Wer als Region attraktiv bleiben will – für

junge Familien, für qualifizierte Fachkräfte,

für innovative Unternehmen – muss bei den

Rahmenbedingungen überzeugen. Dazu

zählen nicht nur Löhne, Wohnkosten und

eine intakte Natur, sondern auch: Eine verlässliche

Kinderbetreuung mit gut ausgebildetem

Personal.

„Vorarlberg steht im Bundesvergleich sehr

gut da – mit einer Betreuungsquote von

über 37 % bei den unter Zweijährigen und

über 95 % bei den Drei- bis Fünfjährigen.

Bei der VIF-Konformität (bei Angeboten, die

mit Vollzeitarbeit vereinbar sind) belegen wir

österreichweit Spitzenplätze“, führte Landesrätin

Barbara Schöbi-Fink aus.

Seit 2013 habe das Land die Mittel für den

Bereich Elementarpädagogik um 184 %

erhöht – allein 2024 sind über 148 Millionen

Euro investiert worden. LR Schöbi-Fink

verwies auf die soziale Staffelung der Tarife,

„Familienfreundlichkeit

ist Teil einer modernen

Standortpolitik.“

LR Barbara Schöbi-Fink

die jedem Kind – unabhängig vom Einkommen

der Eltern – den Zugang zu hochwertiger

Betreuung ermögliche.„Wir bewerten

nicht, welches Modell das richtige ist. Entscheidend

ist, dass Kinder gut betreut sind

, ob zu Hause, bei der Tagesmutter oder

im Kindergarten. Respekt vor den Familien

bedeutet Wahlfreiheit.“


Wörtlich

„Wenn die politischen Argumente

ausgehen, wird es in

diesem Haus meistens sehr

laut!“

LH Markus Wallner kritisiert die

Debatte um die Führerschein-

Causa

„Mein Weg ist es, die Menschen

mitzunehmen – auch

wenn damit in gewisses Maß

an Unsicherheit verbunden

ist!“

LR Martina Rüscher zum aktuellen

Stand der Spitalsreform

„Nicht jeder Radweg muss

riesig sein!“

LAbg. Christina Hörburger

fordert den Ausbau von Radwegen

mit Maß und Ziel

Gesetze/Anträge

Leistbarer Wohnraum

Eine gemeinsame Antragsinitiative von

ÖVP und FPÖ zur Anpassung der Wohnungsvergaberichtlinien

hat sich zum

Ziel gesetzt, den Zugang zu leistbarem

Wohnraum für Vorarlbergerinnen und

Vorarlberger weiter zu verbessern und

transparenter zu gestalten.

„Wohnen ist ein zentrales Grundbedürfnis.

In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten

braucht es Maßnahmen, um den Menschen

in unserem Land die Perspektive auf

eine leistbare Wohnung zu geben“, erklärt

VP-Wohnbausprecher Hanno Lecher. Vor

allem junge Menschen, die in Vorarlberg

„Leistbares Wohnen ist

ein zentrales Thema dieser

Landesregierung.“

LAbg. Hanno Lecher

leben und ihre Zukunft hier aufbauen wollen,

sowie Familien mit wachsendem Platzbedarf

sollen profitieren.

Klare Vergabekriterien

Künftig soll die Dauer der durchgehenden

Meldung in Vorarlberg sowie der Nachweis

von Deutschkenntnissen bei der

Wohnungsvergabe stärker berücksichtigt

werden. Zudem bekräftigt der Wohnbausprecher

die Rolle der gemeinnützigen

Bauträger – insbesondere der VOGEWO-

SI – als verlässliche Partner im leistbaren

Wohnbau.

„Mit klaren Vergabekriterien und einem

starken gemeinnützigen Angebot schaffen

wir Verlässlichkeit für alle, die hier leben

und ihren Beitrag für unser Land leisten.“

Die Initiative ist Teil der Wohnbauoffensive

der Landesregierung, die auf mehr Angebot,

klare Regeln und leistbaren Wohnraum

setzt.

Reform als Chance betrachten

„Es zeigt, sich dass die

Wohnbauförderung immer

noch sehr attraktiv ist, so

attraktiv, dass die Abteilung

Überstunden machen muss!“

LAbg. Hanno Lecher in der

Debatte um die Attraktivität der

Wohnbauförderung

„Ein „Weiter wie bisher“ ist

im Spitalsbereich angesichts

der massiven Herausforderungen

keine Option!“

LAbg. Julia Berchtold sieht die Zeit

für Veränderungen gekommen

Die Weiterentwicklung unseres Spitalswesens

ist eine der größten gesundheitspolitischen

Aufgaben unserer Zeit.

Steigende Anforderungen, begrenzte Ressourcen

und der demografische Wandel

stellen uns vor enorme Herausforderungen.

Eine dringlich gemachte Anfrage der

SPÖ sorgte für Diskussionen im Landtag

Aktueller Stand

Zum aktuellen Stand des Projektes Spitalscampus

äußerte sich VP-Gesundheitssprecherin

Julia Berchtold: „Die aktuelle Phase

wurde über mehrere Jahre vorbereitet und

bewusst partizipativ gestaltet. Ärzt:innen,

Pflegekräfte, Betriebsrat und Ärztekammer

– sie alle bringen ihre Expertise und Perspektiven

in den Prozess ein.

Im Zentrum stehen die großen Herausforderungen:

begrenzte, finanzielle und

personelle Ressourcen sowie der demografische

Wandel. Dass es Anpassungen

braucht, ist unbestritten. Partizipation

bedeutet aber auch: Ergebnisse entstehen

im Dialog – sie liegen noch nicht fix und

fertig vor.“

Entscheidungen stehen an

Klar ist für Berchtold: „Am Ende stehen

allerdings konkrete Entscheidungen. Die

wird die Politik treffen müssen. Diese Entscheidungen

werden nicht überall auf

Zustimmung stoßen. Es wird Widerstände

geben. Das ist in einer Demokratie auch

normal! Wichtig ist, dass die Zielsetzungen

klar sind - und das sind sie für uns.“

„Eine Reform der Spitalslandschaft

ist dringend

notwendig.“

LAbg. Julia Berchtold


Gesetze

Weniger Bürokratie beim Parken

Einstimmig wurde eine Gesetzesvorlage

der Landesregierung beschlossen,

die den Gemeinden die Administration

der Parkabgabe deutlich erleichtert.

„Die neuen Regelungen bringen Vereinfachungen

bei der Berechnung, Einhebung

und Überwachung der Parkabgabe

sowie bei der Bestellung von Überwachungsorganen“,

berichtet Landtagsabgeordnete

Christina Hörburger.

Bürokratieabbau

Die Initiative sei ein weiterer Schritt zum

Bürokratieabbau, der gemeinsam von

Land und Gemeinden vorangetrieben

„Vor allem die digitalen

Parkmöglichkeiten sind

praktisch für die Autofahrer

und Autofahrerinnen.“

LAbg. Christina Hörburger

werde. „Besonders die digitalen Möglichkeiten

beim Parken bringen mehr Komfort

für Autofahrerinnen und Autofahrer –

und genau darauf reagieren wir jetzt auch

gesetzlich. Die neue Regelung schafft

zusätzliche Spielräume für eine moderne

und effiziente Verwaltung der Gemeindeparkplätze“,

so VP-Landtagsabgeordnete

Hörburger.

Konkret sieht die Regierungsvorlage vor:

• eine flexiblere Berechnung bei

längerem Parken,

• die Bestellung geeigneter Überwachungsorgane,

unabhängig

von der Staatsangehörigkeit,

• die Nutzung von Kennzeichenerfassung

zur Kontrolle,

• sowie die Möglichkeit, technische

Sperren am Fahrzeug

anzubringen, um die Strafverfolgung

abzusichern.

„Das ist ein praktischer Fortschritt – für

die Gemeinden ebenso wie für die Bürgerinnen

und Bürger“, betont Hörburger.

Das Parken wird in Vorarlberg vereinfacht.

Foto: istock

Landtagstelegramm

Regierungsvorlage „Gesetz über eine Änderung des Gesetzes

über landesspezifische Regelungen zum Datenschutz“ (Beilage

108/2025): Die Regierungsvorlage wird einstimmig angenommen.

Regierungsvorlage „Gesetz über eine Änderung des Parkabgabegesetzes“

(Beilage 112/2025): Die Regierungsvorlage wird einstimmig

angenommen.

S-Antrag „Sicherheit braucht regionale Strukturen: Den Landes-

Sicherheitsrat wieder mit Leben füllen“ (Beilage 100/2025): Der

Antrag bleibt in der Minderheit (G/N/S).

Ausschussvorlage „Sicherheitspolitischen Austausch fortführen“

(Beilage 125/2025): Die Ausschussvorlage wird einstimmig

angenommen.

G-Antrag „Radinfrastruktur weiter ausbauen – alle Unterstützungsmittel

abholen“ (Beilage 101/2025): Der Antrag bleibt in der

Minderheit (G/S).

S-Antrag „Wohnbauförderung beibehalten statt verschlechtern“

(Beilage 106/2025): Der Antrag bleibt in der Minderheit (G/N/S).

V/F-Antrag „Leistbaren Wohnraum für Vorarlbergerinnen und Vorarlberger

– Anpassung der Wohnungsvergaberichtlinien“ (Beilage

109/2025): Der Antrag wird mehrheitlich (V/F) angenommen.

S-Antrag „Nein zur Schließung der Geburtenstation in Bludenz!“

(Beilage 102/2025): Der Antrag bleibt in der Minderheit (S/G).

Ausschussvorlage „LKH-Standort Bludenz stärken – Sinnvolle

Nachnutzung Standort Maria Rast“ (Beilage 126/2025): Die Ausschussvorlage

wird mehrheitlich angenommen (V/F/N).

N-Antrag „Mobbing kennt keine Ferien – Zuständigkeiten jetzt

ausweiten!“ (Beilage 103/2025): Der Antrag bleibt in der Minderheit

(G/N/S).

Ausschussvorlage „Flächendeckende Mobbingberatung“ (Beilage

127/2025): Die Ausschussvorlage wird mehrheitlich (V/F) angenommen.

G-Antrag „Sicherungspaket für Familien und Kinder: Gleiche Bildungschancen

für alle von Anfang an“ (Beilage 104/2025): Der

Antrag bleibt in der Minderheit (G/N/S).

Ausschussvorlage „Beste Bildung für alle: Ausbau der frühkindlichen

Bildung und Förderung von Chancengleichheit“ (Beilage

128/2025): Die Ausschussvorlage wird mehrheitlich angenommen

(V/F/N).

N/G/S-Antrag „Aufklärung statt Abzocke: Transparente und ehrliche

Aufarbeitung der Führerschein-Causa“ (Beilage 117/2025):

Der Antrag bleibt in der Minderheit (N/G/S).

Ausschussvorlage „Faire und objektive Fahrprüfungen sicherstellen“

(Beilage 129/2025): Die Ausschussvorlage wird mehrheitlich

(V/F) angenommen.


Besuch in Brüssel / Besuch im Landhaus

Europa braucht seine starken Regionen

zwischen den großen Wirtschaftsblöcken

steigt. Wenn wir unseren Wohlstand

sichern wollen, muss Europa schneller

und durchsetzungsfähiger werden.“

Die Vorarlberger Delegation mit den Europa-Abgeordneten Sophia Kircher und Reinhold Lopatka.

Der Europaausschuss des Vorarlberger

Landtags besuchte vergangene

Woche die belgische Hauptstadt Brüssel

und ihre EU-Institutionen.

Landtagspräsident Harald Sonderegger,

zugleich Vorsitzender des Europaausschusses,

betont die Bedeutung des Austauschs

mit den europäischen Entscheidungsträgern:

„Vorarlberg liegt im Herzen

der Union. Gerade als kleines Bundesland

ist es entscheidend, den persönlichen

Kontakt zu Kommission, Rat und

Parlament zu pflegen. Denn viele Entscheidungen

in Brüssel haben direkte

Auswirkungen auf das Leben der Vorarlbergerinnen

und Vorarlberger.“

Ein zentrales Thema sei dabei die Entbürokratisierung:

„Wir müssen den Mut

haben, bestehende Regeln zu hinterfragen

– und wieder mehr Freiräume für

Bürgerinnen und Bürger sowie für unsere

Wirtschaft schaffen.“

Klubobfrau Veronika Marte unterstützt

dieses Anliegen und verweist auf die zahlreichen

Gespräche, die im Rahmen des

Besuchs geführt wurden: „Ob im Parlament

oder mit Kommissar Magnus Brunner

– das Thema ist präsent. Wir spüren

deutlich, dass der Wettbewerbsdruck

Für Marte sind die europäischen Regionen

zentrale Reformmotoren: „Wir brauchen

eine Politik, die praktikabel ist und

die Menschen mitnimmt. In den Regionalparlamenten

leben wir diese Praxis täglich.

Deshalb ist der Austausch mit der

Union – etwa im Ausschuss der Regionen

– so wichtig. Im Zuge einer Reform der

EU-Institutionen könnte diesem Gremium

künftig durchaus noch mehr Gewicht

zukommen.“

Die Landtagsabgeordneten Gerda Schnetzer-

Sutterlüty und Clemens Ender im Plenum des

Europäischen Parlaments.

Dieser Klub-Express ist für

DVR 0109533

Die VP Mäder im Landhaus

Klubobfrau Veronika Marte durfte die VP

Mäder zur ausgiebigen Führung durch

den Landtag mit anschließendem Austausch

begrüßen. „Ich schätze den persönlichen

Kontakt mit unseren Mitgliedern

sehr. Insofern ist es jedes Mal eine

Freude, wenn eine Ortgruppe hier in Bregenz

ist. Ich danke den Initiatoren und

möchte damit eine Einladung verbinden,

uns hier im Landhaus zu besuchen.“

Österreichische Post AG

SP 02Z031898 S

Impressum: Medieninhaber, Herausgeber,

Verleger: VP-Landtagsklub, Römerstraße 15,

Landhaus, 6900 Bregenz

Tel.: 05574/511-31105, Fax 05574/511-31195

E-Mail: landtagsklub@volkspartei.at

http://www.volkspartei.at/

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