03.10.2025 Aufrufe

Jane Goodall, Störe und Kraniche – Wildbrücke News #7

Jane Goodall im Nachruf, Rückkehr des Störs, Ausbreitung der Tarantel, Kranichzug, Krim-Kongo-Virus und neue Steckbriefe. Die Wildbrücke News #7 (2025) berichtet über aktuelle Wildtier-Themen in Deutschland, Europa und der Welt. Im Fokus stehen der Tod von Jane Goodall, die Wiederansiedlung des Störs in der Ostsee, die Ausbreitung der Tarantel, der aktuelle Kranichzug sowie Entwicklungen rund um das Krim-Kongo-Virus. Außerdem stellen wir Steckbriefe zum Taubenschwänzchen und zur Wespenspinne vor – mit kostenlosen Downloads für Naturfreunde.

Jane Goodall im Nachruf, Rückkehr des Störs, Ausbreitung der Tarantel, Kranichzug, Krim-Kongo-Virus und neue Steckbriefe.

Die Wildbrücke News #7 (2025) berichtet über aktuelle Wildtier-Themen in Deutschland, Europa und der Welt. Im Fokus stehen der Tod von Jane Goodall, die Wiederansiedlung des Störs in der Ostsee, die Ausbreitung der Tarantel, der aktuelle Kranichzug sowie Entwicklungen rund um das Krim-Kongo-Virus. Außerdem stellen wir Steckbriefe zum Taubenschwänzchen und zur Wespenspinne vor – mit kostenlosen Downloads für Naturfreunde.

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Die Zeitung über

Wildtiere

Wildbrücke

ildbrücke

WNEWS

Ausgabe

#7

Symbolfoto Jane Goodall: iStock.com/Shikhar Bhattarai / Verlauf: [@tenate-arte] via Canva / Sprachen ​Illustration: iStock/VectorStory

Impressum: Wildbrücke Medien | Stephan Jonetzko | Kronberger Str. 5 | 65510 Idstein | Webseite: www.wildbruecke.de | Feedback: info@wildbruecke.de



Jane Goodall – Ein Leben für die Tiere endet mit 91 Jahren

Wildtiere auf der Welt

Symbolfoto Jane Goodall: iStock/Shikhar Bhattarai

Am 1. Oktober 2025 ist die weltberühmte Verhaltensforscherin

und Naturschutzikone Jane

Goodall im Alter von 91 Jahren gestorben.

Wie Reuters berichtet, starb sie während einer

Vortragsreise, der sie sich trotz ihres hohen

Alters weiterhin widmete. The Guardian würdigt

sie in seinem Nachruf als eine Frau, die

die Art und Weise, wie wir über Tiere und

ihre Gefühle denken, nachhaltig veränderte.

Schon in den 1960er Jahren begann Jane

Goodall ihre legendären Studien über Schimpansen

im Gombe-Stream-Nationalpark in

Tansania. Laut Wikipedia war sie die erste,

die wissenschaftlich dokumentierte, dass

Schimpansen Werkzeuge herstellen und nutzen

können. Damit stellte sie das bis dahin

verbreitete Bild vom Menschen als einzigem

Werkzeugmacher infrage. Washington Post

hebt hervor, dass ihre Beobachtungen zu einem

Paradigmenwechsel in der Verhaltensforschung

führten: Tiere wurden nicht länger nur

als instinktgesteuert betrachtet, sondern als

fühlende Wesen mit komplexem Sozialleben.

Doch Goodall war weit mehr als Wissenschaftlerin.

Wie People schreibt, blieb sie bis

zuletzt eine „tireless advocate“ – eine unermüdliche

Fürsprecherin – für Natur- und

Artenschutz. Sie reiste fast ihr gesamtes Leben

um die Welt, sprach in Schulen, Universitäten,

Parlamenten und bei den Vereinten Nationen.

Mit dem von ihr gegründeten Jane Goodall

Institut initiierte sie zahlreiche Programme

für Naturschutz, Umweltbildung und die

Förderung junger Menschen. Das Institut

informiert auf seiner Webseite über Projekte

wie „Roots & Shoots“, das Kinder und Jugendliche

für Umwelt- und Tierschutz begeistert.

Auch in Europa und Deutschland war Goodall

regelmäßig präsent. Viele ihrer Vorträge waren

Appelle, das Verhältnis zwischen Mensch und

Natur neu zu denken. Sie mahnte, dass der

Schutz von Artenvielfalt und Lebensräumen

nicht allein eine Aufgabe von Politikern sei,

sondern von jedem einzelnen Menschen.

Ihr Tod markiert das Ende einer Ära. Wie The

Guardian zusammenfasst, war Jane Goodall

eine „world-renowned primatologist“, deren

Werk Generationen von Forschenden geprägt

hat. Ihr Vermächtnis lebt weiter – in den Schimpansen

von Gombe,

in den Projekten ihres

Instituts und in den

Menschen, die sie

weltweit inspiriert hat.

Quellen: Reuters – „Wildlife advocate and primate expert Jane Goodall dies at

91“, abgerufen am 01. Oktober 2025

The Guardian – „Jane Goodall, world-renowned primatologist, dies aged 91“,

abgerufen am 01. Oktober 2025

People – „Jane Goodall Dies at 91 While on Speaking Tour: She Was a ‚Tireless

Advocate‘ for Nature“, abgerufen am 01. Oktober 2025

Washington Post – Nachruf und Rückblick auf Goodalls Lebenswerk, abgerufen

am 01. Oktober 2025

Jane Goodall Institut – Programme und Aktivitäten

Wikipedia – Artikel „Jane Goodall“, Hintergrundinformationen


Wildtiere in Deutschland

Rückkehr des Störs in die Ostsee

Symbolbild: KI

Der Stör, einst ein bedeutender Wanderfisch

der Ostsee, galt in dieser Region über

Jahrzehnte als ausgestorben. Nun wird er

schrittweise zurückgebracht. Wie die Landesregierung

Mecklenburg-Vorpommern

in einer Pressemitteilung vom 15. Mai 2025

berichtet, wurden erstmals Störe mit Satellitensendern

ausgestattet und in die Ostsee

entlassen. Mit dieser Technik wollen Forscher

das Wanderverhalten und die Überlebenschancen

der Tiere detailliert nachvollziehen.

Die Wiederansiedlung ist Teil eines langfristigen

Projekts, das die Bestände des Baltischen

Störs wieder aufbauen soll. Laut der Mitteilung

der Regierung Mecklenburg-Vorpommern

handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt

von Wissenschaft, Naturschutz und Fischerei.

Ziel sei es, stabile Populationen aufzubauen

und die Biodiversität in der Ostsee zu stärken.

Auch auf europäischer Ebene wird über die

Rückkehr des Störs berichtet. Die EU-Dienststelle

Oceans and Fisheries veröffentlichte

im Dezember 2024 einen Überblick über

die Arbeiten von Wissenschaftlern, die den

Baltischen Stör retten wollen. Dort heißt es,

dass Besatzprogramme und internationale

Zusammenarbeit zentrale Bausteine sind, um

den Fisch „zurück vom Abgrund“ zu holen.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hebt

in seinem Überblick hervor, dass die Wiederansiedlung

nur durch langfristiges Monitoring

gelingen kann. Dazu gehören Fangmeldungen,

Markierungen und die Beobachtung der Lebensräume.

Besonders wichtig sei die enge Zusammenarbeit

mit Fischerinnen und Fischern,

da Störe als Beifang weiterhin gefährdet sind.

Die Aussetzung von Stören mit Satellitensendern

markiert nun einen entscheidenden

Schritt in diesem Prozess. Sie erlaubt es, die

Wege der Tiere in der Ostsee erstmals genau

zu verfolgen und wertvolle Daten für den

Schutz dieser uralten Fischart zu sammeln.

Quelle: Regierung Mecklenburg-Vorpommern – Pressemitteilung „Erstmals

Störe mit Satellitensendern in der Ostsee versehen“, 15.05.2025, abrufbar unter:

regierung-mv.de

Europäische Kommission, Oceans and Fisheries – Artikel „Back from the brink:

How scientists are saving Baltic sturgeon“, 11.12.2024, abrufbar unter: oceansand-fisheries.ec.europa.eu

Bundesamt für Naturschutz (BfN) – Themenseite „Wiederansiedlung Baltischer

Störe“, abrufbar unter: bfn.de, abgerufen am 03.10.2025 um 15:15 Uhr


Wildtiere in Europa

Taranteln im Vormarsch – Naturschutzbund ruft zur Mithilfe auf

Symbolfoto: iStock/belizar73

Die südrussische Schwarbbäuchige Tarantel

(Lycosa singoriensis) breitet sich immer weiter

nach Mitteleuropa aus. Wie der Naturschutzbund

Österreich auf seiner Webseite mitteilt,

wird die Art zunehmend auch in Ostösterreich

beobachtet. Für Menschen ist sie zwar

nicht lebensbedrohlich, doch ihr Erscheinen

sorgt für Aufsehen und wirft Fragen auf.

Nach Angaben des Naturschutzbundes erreicht

die Spinne eine Körpergröße von bis zu vier

Zentimetern. Mit ihren langen Beinen wirkt sie

imposant, und ihr dunkler Körperbau unterscheidet

sie deutlich von heimischen Arten.

Ursprünglich ist sie in Steppengebieten Osteuropas

und Russlands beheimatet. Laut der

Organisation wird angenommen, dass die Tiere

mit Transporten von Erde oder Pflanzen nach

Mitteleuropa gelangen und sich hier ausbreiten.

Wie der Naturschutzbund Österreich erklärt,

bevorzugt die Tarantel warme, trockene

Lebensräume und gräbt bis zu 40 Zentimeter

tiefe Erdröhren. Von dort aus lauert sie auf

Beute wie Insekten oder kleine Wirbeltiere.

Für den Menschen stellen ihre Bisse nur in

seltenen Fällen ein Problem dar, vergleichbar

mit einem Bienenstich. Dennoch ruft der

Naturschutzbund dazu auf, Begegnungen ernst

zu nehmen und Sichtungen zu dokumentieren.

Besonders wichtig sei laut Naturschutzbund

die Mithilfe der Bevölkerung. Wer ein Tier

entdeckt, soll es möglichst fotografieren und

den Fund über das Meldeportal des Vereins

einreichen. So könne die Ausbreitung besser

nachvollzogen und Schutzmaßnahmen rechtzeitig

eingeleitet werden. Der Naturschutzbund

betont, dass es nicht darum gehe, die Tiere zu

bekämpfen, sondern ihre Entwicklung in der

neuen Umgebung wissenschaftlich zu begleiten.

Die Ausbreitung der Tarantel nach Österreich

verdeutlicht, wie sehr sich durch Klimawandel

und Globalisierung Tierarten verschieben. Wie

der Naturschutzbund zusammenfasst, sei das

Auftauchen dieser Spinne ein gutes Beispiel für

die Herausforderungen,

die neue Arten

für Forschung,

Bevölkerung und

Naturschutz mit

sich bringen.

Quelle: Naturschutzbund Österreich – „Aufgepasst: Taranteln im Vormarsch“

https://naturschutzbund.at/newsreader-36/items/aufgepasst-taranteln-im-vormarsch-suedrussische-schwarzbaeuchige-taranteln-melden-schuetzen.html

(abgerufen am 29.09.2025 um 09:52 Uhr)


Wildtiere in Europa

Krim-Kongo-Virus in Europa – Welche Rolle hat die Hyalomma-Zecke?

Symbolfoto Hyalomma Zecke: iStock/digitalg

Das Krim-Kongo-Virus breitet sich in

Europa aus – Hyalomma-Zecken und Wildtiere

spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Wie n-tv berichtet, steigt die Zahl der Fälle in

Süd- und Osteuropa. In Deutschland gilt das

Risiko laut RKI noch als gering, dennoch wird

die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Besonders

im Fokus stehen die Hyalomma-Zecken,

die größer als heimische Arten sind, gestreifte

Beine haben und aktiv nach Wirten suchen. In

Deutschland wurden bisher nur wenige Exemplare

gefunden, keines davon trug das Virus.

Wildtiere wie Wildschweine und Hasen können

das Virus in sich tragen, ohne selbst zu

erkranken. Laut n-tv wurde das Krim-Kongo-Virus

in Frankreich bereits bei Wild- und

Nutztieren nachgewiesen – ein Hinweis darauf,

dass es sich in Tierpopulationen etabliert und

so das Risiko steigt, dass infizierte Zecken

den Erreger auch auf Menschen übertragen.

Das RKI warnt, dass klimatische Veränderungen

und der Import neuer Zeckenarten die Situation

in Zukunft verändern könnten. Empfohlen werden

klassische Vorsorgemaßnahmen wie lange

Kleidung, Zeckenschutzmittel und sorgfältiges

Absuchen nach Aufenthalten in der Natur.

Entscheidend sei zudem die Überwachung von

Zeckenbeständen und Wildtierpopulationen,

um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Das Virus bleibt für Deutschland bislang selten,

die Beispiele aus Nachbarländern zeigen jedoch,

dass es sinnvoll ist,

das Thema ernst

zu nehmen und

wachsam zu bleiben.

Quelle: n-tv.de – „Krim-Kongo-Virus breitet sich in Europa aus“ – https://

www.n-tv.de/wissen/Krim-Kongo-Virus-breitet-sich-in-Europa-aus-Wie-grossist-die-Gefahr-fuer-Deutschland-article26063038.html

RKI – Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber (CCHF) – https://www.rki.de/DE/

Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/K/Krim-Kongohaemorrhagisches-Fieber/cchf-node.html

n-tv.de – „Krim-Kongo-Fieber bei Tieren in Frankreich entdeckt“ – https://

www.n-tv.de/wissen/Krim-Kongo-Fieber-erstmals-bei-Tieren-in-Frankreichentdeckt-fuer-Menschen-potenziell-toedlich-article26055920.html


Kraniche wieder unterwegs – Zugrouten, Beobachtungstipps

Wildtiere in Europa

Symbolfoto: iStock/williamhc

Der jährliche Kranichzug startet derzeit über

Deutschland – Zeit, nach oben zu schauen

Der majestätische Zug der Kraniche setzt erneut

ein. Laut NABU sind aktuell vermehrt Kraniche

über Gebieten wie dem Saarland, Rheinland-

Pfalz und Hessen unterwegs, als Teil ihrer Route

aus den Winterquartieren Richtung Brutgebiete.

Die Hauptflugroute führt aus den Brutund

Rastgebieten in Mecklenburg-Vorpommern

und Brandenburg über Berlin,

Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen,

Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz

in südwestliche Richtung.

(Quelle: NABU – Meldeportal Kranichzug)

Kraniche aus Skandinavien und dem Baltikum

nutzen den westlichen Zugweg durch Deutschland,

oft über die Diepholzer Moorniederung, das

Ruhrgebiet und das Rheinland nach Frankreich

bzw. weitere Überwinterungsgebiete. (Quelle:

Kraniche.de – Zugwege über Deutschland)

Entlang der Ostsee sind derzeit besonders

die Boddenlandschaften rund um Darß

und die Vorpommersche Küste als Rastplätze

attraktiv. Hier sammeln sich in

manchen Jahren zehntausende Kraniche,

die auf ihrem Flug pausieren. (Quelle: Ostsee24

– Kraniche an der Ostsee beobachten)

Wer Kraniche beobachten will, hat gute

Chancen: An Orten wie Linum (Brandenburg),

am Darß-Zingster Bodden oder in der

Diepholzer Moorniederung gibt es ausgewiesene

Beobachtungspunkte. (Quellen: Berlin.

de – Kranichrasten Brandenburg, Zingst.

de – Kraniche beobachten, Birding-Germany)

Auf dem Wasser ermöglichen Kranichtouren

ab Schaprode oder Hiddensee faszinierende

Einblicke in die Rastvögel – diese Fahrten

werden derzeit von

Schiffen angeboten.

(Quelle: Reederei Hiddensee

–Kranichfahrten)

Quelle: NABU – „Kranichzug aktuell“ – Infos zum Kranichflug über Deutschland

NABU – Meldeportal Kranichzug – Route und Beobachtungsmöglichkeiten

Kraniche.de – Zugwege der Kraniche in Deutschland

Ostsee24 – „Kraniche an der Ostsee beobachten“

Berlin.de – „Wo die Kraniche rasten in Brandenburg“

Zingst.de – „Kraniche beobachten in der Boddenlandschaft“

Birding-Germany – Kranichrastplätze und Zugrouten

Reederei Hiddensee – Angebote für Kranichfahrten ab Schaprode / Hiddensee

(abgerufen am 03.10.2025 um 16:04 Uhr)



Wildtiere in Deutschland

Ende der Brut- und Setzzeit – ab 1. Oktober Heckenschnitte erlaubt

Symbolfoto: iStock/Wirestock

Am 1. Oktober endet in Deutschland die gesetzlich

festgelegte Brut- und Setzzeit für Vögel und

andere Wildtiere. Wie das Bundesnaturschutzgesetz

(BNatSchG, § 39 Abs. 5) regelt, dürfen

in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September

keine Hecken, Gebüsche oder Gehölze stark zurückgeschnitten

oder entfernt werden. Ziel dieser

Regelung ist es, Brutstätten und Rückzugsräume

von Vögeln, Kleinsäugern und Insekten

während der warmen Monate zu schützen.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) weist

darauf hin, dass in dieser Zeit lediglich

schonende Pflegemaßnahmen erlaubt sind,

etwa das Entfernen von kleinen Zweigen

oder das Zurückschneiden einzelner Äste.

Ab dem 1. Oktober können nun wieder umfassendere

Schnittmaßnahmen durchgeführt

werden – allerdings immer mit Rücksicht

auf noch vorhandene Rückzugsräume.

Auch der NABU betont in seinen Hinweisen

für Gartenbesitzerinnen und -besitzer, dass

viele Hecken und Sträucher nicht nur während

der Brutzeit wichtige Lebensräume darstellen.

Ein naturnaher Schnitt im Herbst kann helfen,

die Pflanzen gesund zu halten und zugleich den

Tieren Nahrung in Form von Beeren und Früchten

zu belassen. NABU rät außerdem, vor dem

Schneiden stets zu prüfen, ob sich noch Vögel

oder andere Tiere in den Sträuchern befinden.

Nach Angaben des BfN ist es zudem sinnvoll,

größere Schnittarbeiten im Herbst oder Winter

durchzuführen, da die Pflanzen dann in der

Ruhephase sind und der Eingriff sie weniger belastet.

Viele Kommunen weisen in diesen Tagen

ebenfalls auf das Ende der Schnittverbote hin

und erinnern Bürger daran, dass das Gesetz Verstöße

während der Brutzeit unter Bußgeld stellt.

Mit dem Ende der Brut- und Setzzeit ist es

also rechtlich wieder erlaubt, Hecken und

Gehölze umfassend zu schneiden. Natur- und

Artenschützer wie der NABU mahnen aber,

Rücksicht zu nehmen und Lebensräume auch

außerhalb der Schutzzeit zu respektieren.

Quellen: Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) – § 39 Abs. 5, Regelung zu

Hecken- und Gehölzschnitten, abrufbar unter: gesetze-im-internet.de

Bundesamt für Naturschutz (BfN) – Hinweise zu Gehölzschnitt und Artenschutz,

abrufbar unter: bfn.de

NABU – Ratgeber „Hecken schneiden, aber richtig“, abrufbar unter: nabu.de

(abgerufen am 03.10.2025, 15:44 Uhr).


Das Taubenschwänzchen – ein faszinierender Wanderfalter

Symbolfoto: iStock/xtrekx

Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

ist ein Schmetterling, der durch sein

Verhalten schnell für Verwirrung sorgt. Mit

seinem schnellen Flügelschlag und dem langen

Saugrüssel erinnert er viele Menschen an einen

Kolibri – und genau so bewegt er sich auch:

schwirrend vor Blüten, während er Nektar saugt.

Wie wir auf Wildbruecke.de im aktuellen Steckbrief

erklären, gehört das Taubenschwänzchen

zu den Wanderfaltern. Es legt

erstaunliche Strecken zurück

und kann bis nach Nordeuropa

vordringen. Seine kräftigen

Flügel ermöglichen es ihm, auch

längere Distanzen im Schwirrflug

zurückzulegen, was für ein Insekt

seiner Größe außergewöhnlich ist.

Das Besondere ist auch seine

Lebensweise. Während viele

Schmetterlinge eher scheu sind,

lässt sich das Taubenschwänzchen

häufig an Lavendel, Phlox

oder anderen Sommerblumen beobachten –

mitten in Gärten oder Parks. Das macht es zu

einem der am leichtesten erkennbaren Falter.

Bei uns auf Wildbruecke.de findet ihr nicht

nur den ausführlichen Steckbrief zum Taubenschwänzchen,

den ihr kostenlos als PDF

herunterladen könnt, sondern auch weitere

Artikel über spannende Wildtiere wie den

Marienkäfer, die Asiatische Hornisse oder

dem Goldschakal. So entsteht

eine Sammlung, die für

Naturfreunde ein wertvolles

Nachschlagewerk bietet.

Den kompletten Steckbrief

mit allen Infos

kannst du hier kostenlos

herunterladen: wildbruecke.

de/taubenschwaenzchen



Die Wespenspinne – auffälliger Jäger im Gräsermeer

Symbolfoto: iStock/Roger De Marfà

Die Wespenspinne (Argiope bruennichi)

zählt zu den eindrucksvollsten Spinnenarten

Europas. Mit ihrem gelb-schwarz gestreiften

Hinterleib ähnelt sie einer Wespe – daher

auch ihr Name. Diese auffällige Färbung dient

nicht nur als Tarnung im hohen Gras, sondern

soll auch mögliche Fressfeinde abschrecken.

Wie wir auf Wildbruecke.de im aktuellen

Steckbrief erklären, baut die Wespenspinne

ihr Netz oft niedrig zwischen Gräsern oder

Kräutern. Auffällig ist dabei das sogenannte

Stabiliment – ein gezacktes, weißes Band im

Netz, das vermutlich sowohl zur Stabilisierung

als auch zur Tarnung beiträgt. In ihrem

Netz lauert sie auf Heuschrecken, Schmetterlinge

und andere Insekten, die sie blitzschnell

mit Giftbiss und Fäden überwältigt.

Besonders spannend ist ihre Verbreitung. Noch

vor einigen Jahrzehnten war die Wespenspinne

in Deutschland eher selten, inzwischen ist

sie durch den Klimawandel vielerorts anzutreffen.

Laut Naturschutzorganisationen

gilt sie mittlerweile als ein Symbol für die

Veränderungen in unserer Insektenfauna.

Auf Wildbruecke.de findet ihr nicht nur den

ausführlichen Steckbrief zur Wespenspinne,

den ihr kostenlos als PDF herunterladen könnt,

sondern auch weitere spannende Beiträge, etwa

zum Taubenschwänzchen, zum Marienkäfer

oder zur Asiatischen Hornisse. Damit entsteht

eine Sammlung, die nicht nur Wissen vermittelt,

sondern auch Lust macht, Wildtiere in

der eigenen Umgebung genauer zu beobachten.

Den kompletten Steckbrief mit allen Infos könnt

ihr hier kostenlos herunterladen:

wildbruecke.de/wespenspinne

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