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BREMER SPORT Herbst 2025 online

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Herbst 2025

BREMER SPORT

MAGAZIN DES LANDESSPORTBUNDES FÜR BREMEN & BREMERHAVEN

Steuerrecht

Erleichterung fürs Ehrenamt

Sporthaushalt

LSB fordert Nachbesserungen

Von Odessa nach Bremen

Tetiana Holovaschich

Auftakt der neuen Kampagne zur Prävention sexualisierter Gewalt

Plakative Aufklärung


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2


Liebe Sportfreundinnen

und Sportfreunde,

EDITORIAL

Die Haushaltsberatungen des Bremer Senats für die

Jahre 2026/2027 gehen in die entscheidende Runde.

Wir alle wissen um die angespannte Finanzlage

im Land Bremen. Gleichwohl hat sich der Landessportbund

in den vergangenen Wochen und Monaten vehement

dafür eingesetzt, dass der Sport im kommenden

Landeshaushalt nicht zu kurz kommt. Angesichts der vielfältigen

Aufgaben der Vereine und Verbände und den ohnehin

schon knapp bemessenen Mitteln sind Kürzungen

im Sporthaushalt weder akzeptabel noch zu verkraften.

Den politischen Verantwortlichen muss klar sein., dass

jeder Euro an Förderung für den organisierten Sport sinnvoll

angelegt ist und ein Vielfaches an Gewinn für Bremen

und Bremerhaven bringt. Daher werden wir auch weiterhin

eine angemessene Berücksichtigung des Sports im

Bremer Landeshaushalt einfordern.

Hervorheben möchte ich eine Maßnahme, die kürzlich

vom Bundeskabinett beschlossen wurde: die Erhöhung

der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale. Diese

Steuererleichterung für unsere engagierten Übungsleiter:innen,

Trainer:innen und Ausbilder:innen ist ein

wichtiges Signal. Denn der Sport lebt vom Ehrenamt und

die steuerliche Entlastung wird dazu beitragen, das Engagement

der vielen Freiwilligen besser zu honorieren

und die Attraktivität des Ehrenamts zu steigern.

Positiv für den organisierten Sport sind auch die

„Sportmilliarde“ und das Sondervermögen des Bundes,

die im Rahmen der Unterstützung der Sportinfrastruktur

zur Verfügung gestellt werden. Für marode Sportstätten

in ganz Deutschland bieten diese Mittel eine echte

Chance zur Sanierung und Verbesserung. Auch für Bremen

bietet sich hier eine Möglichkeit, in die Zukunft der

Sportinfrastruktur zu investieren. Allerdings ist es notwendig,

dass das Land Bremen seinen Eigenanteil leistet

und ein klares Konzept für die Verwendung dieser Mittel

vorlegt. Der Sport muss von diesen Geldern profitieren,

um auch künftig eine attraktive und funktionierende

Sportlandschaft zu bieten.

Dies gilt auch vor dem Hintergrund des großen Stellenwerts,

den der Sport in der Bevölkerung innehat. Die

Sportvereine sind das Herzstück unserer

Gesellschaft – das bestätigt eine

aktuelle Studie von ARD, ZDF und

Deutschlandradio. 65 Prozent der Befragten

sehen den Sport als wichtigste

Institution für gesellschaftlichen Zusammenhalt

– noch vor Wissenschaft,

Bundesverfassungsgericht und Medien.

Die Vereine bringen Menschen Eva Quante-Brandt, Präsidentin des

zusammen, fördern Vielfalt, Fair Play Landessportbundes Bremen.

und Ehrenamt und schaffen Räume

für Bewegung und Miteinander. Der organisierte Sport

ist weit mehr als Bewegung – er ist das Tragwerk unserer

Demokratie, Ort von Teilhabe und Motor für gesellschaftlichen

Zusammenhalt. Jede Investition in den

Sport ist daher eine Investition in die Zukunft unserer

Gesellschaft.

Abschließend möchte ich noch auf zwei wichtige

Kampagnen hinweisen, die uns sehr am Herzen liegen:

Der Landessportbund unterstützt gleich zwei Initiativen,

die auf das Thema „sexualisierte Gewalt im Sport“ aufmerksam

machen. Die Kampagne „Watch.Act.Protect“,

die gemeinsam mit der Hochschule Bremerhaven, dem

Bremer Fußballverband und dem Sportamt ins Leben gerufen

wurde, und die Aktion „Nein, es ist nicht okay“ sind

ein wichtiger Schritt, um ein sicheres und respektvolles

Umfeld für alle Sporttreibenden zu schaffen. Sie sollen

sensibilisieren, aufklären und klare Regeln aufstellen,

die helfen, Missbrauch zu verhindern. Es ist wichtig, dass

alle Beteiligten Handlungssicherheit haben in der Frage,

was dürfen wir und was nicht. Deshalb möchten wir bei

möglichst allen LSB-Mitgliedsorganisationen einen Safe

Sport Code in Form eines verbindlichen Präventionskonzeptes

etablieren.

Ich wünsche allen Sportlerinnen und Sportlern in Bremen

und Bremerhaven einen schönen und ereignisreichen

Herbst. Bleiben Sie sportlich und gesund!

Eva Quante-Brandt

Foto: LSB

Herausgeber:

Landessportbund Bremen e. V. (LSB)

Hutfilterstraße 16-18

28195 Bremen

0421 / 79 28 70

info@lsb-bremen.de

Verlag und Anzeigen:

WESER-KURIER Mediengruppe

Magazinverlag Bremen GmbH (MVB)

Martinistraße 43, 28195 Bremen

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IMPRESSUM

Redaktion (verantwortlich):

Boris Butschkadoff

pr@lsb-bremen.de

Martin Märtens (MVB)

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Redaktionelle Mitarbeit:

Christina Ivanda, Femke Liebich, Kristina Wiede

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Mario Brokate (verantwortlich), Per-Uwe Baad,

Anja Höpfner, Dieter Kück, Anne Zeidler

Grafik/Layout: B.O. Beckmann

Titelbild: Sven Peter

Druckerei:

Bonifatius GmbH

Druck – Buch – Verlag

Karl-Schurz-Straße 26

33100 Paderborn

Urheberrechte:

Der Nachdruck von Beiträgen ist nur mit

Genehmigung des Verlages und mit

Quellenangabe gestattet.

3


INHALT

STORY

Plakative Aufklärung 10

Neue Kampagne(n) zur Prävention sexualisierter Gewalt

LANDESSPORTBUND

Bund plant Steuererleichterungen 8

Großzügigere Pauschalen für Ehrenamt und Co.

4

Foto: Freepik Foto: F. T. Koch Foto: GGC

Mitreißendes Tanzspektakel:

Meisterschaft der Formationen 6

Lockerer Austausch:

Fünfter „Bremer Sportgipfel“ 22

Im Sport vereint:

Vereine leisten wichtigen Beitrag 25

Sportmilliarde ist beschlossen 13

Investition in marode Sportstätten auf den Weg gebracht

Der Boom hält an 16

Eisbären-Basketballer hoffen auf positive Effekte

FRAUEN IM SPORT

Frauenpower in die Gremien 21

Helke Behrendt: Vorsitzende „Soziale Arbeit im Sport“

BREMER SPORTJUGEND

Hauptversammlung in der Skatehalle 23

Bremer Sportjugend im LSB Bremen lädt ein

DOSB

DOSB startet Kampagne 24

Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele

INTEGRATION

Von Odessa nach Bremen 27

Tetiana Holovaschich wagt Neuanfang an der Weser

VEREINE & VERBÄNDE

Functional Fitness 28

1860-Nachwuchstalente qualifizieren sich für WM


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Foto: DOSB

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LANDESSPORTBUND BREMEN

Neues Buchungssystem

Hallenverwaltungstool Locaboo ist online

Verzögerung

beim Westbad

LSB fordert längere Nutzung des Bremer Unibades

Foto: Pixabay

Foto: Pixabay

Mit Locaboo hat der Landessportbund Bremen jetzt ein

modernes Ressourcen-Management-System eingeführt,

das zahlreiche neue Möglichkeiten für eine effiziente

und transparente Hallenverwaltung bietet – sowohl für

die Vereine als auch für das Sporthallenmanagement-Team des

Landessportbundes.

Ein zentrales Feature des neuen Tools: Die Hallenbeauftragten

der Sportvereine erhalten einen eigenen Zugang zum System

und können somit eigenständig verfügbare Hallenzeiten buchen.

Dank einer integrierten Filterfunktion lassen sich freie Hallenzeiten

gezielt suchen. Buchungsanfragen werden automatisch per

E-Mail bestätigt, was den Verwaltungsaufwand insgesamt deutlich

reduziert. Auch die Abrechnung wird direkt über Locaboo

abgewickelt – digital, übersichtlich und unkompliziert.

Die Migrationsphase des neuen Hallenverwaltungssystems ist

mittlerweile abgeschlossen. Die bestehenden Buchungsdaten

wurden aus dem alten System übernommen. Der Landessportbund

freut sich auf den Start von Locaboo und auf die vielen Vorteile,

die dieses System für alle Beteiligten mit sich bringt.

Erreichbar ist das neue Hallenmanagement-Tool unter folgendem Link:

https://booking.locaboo.com/de/landessportbund-bremen

Der Landessportbund Bremen (LSB) zeigt sich angesichts

der jüngsten Entwicklungen rund um das Bremer Westbad

besorgt. Die Bremer Bäder GmbH hatte am Dienstag mitgeteilt,

dass die geplante Wiedereröffnung des Westbades nicht

wie vorgesehen am 1. Februar 2026 stattfinden kann. Grund sind

gravierende Mängel am Innenputz, die im Zuge der Sanierungsarbeiten

festgestellt wurden. Die Bauzeit verlängert sich dadurch

um mindestens drei Monate.

Angesichts der mehrmonatigen Verzögerung bei der Fertigstellung

des Westbades fordert der Landessportbund, dass das

Bremer Unibad über die ursprünglich bis Februar 2026 befristete

Laufzeit hinaus geöffnet bleiben muss. „Die Verzögerungen beim

Westbad dürfen nicht zu Lasten der Vereine gehen, die ohnehin

schon mit begrenzen Wasserflächen und -zeiten zu kämpfen haben.

Das Unibad muss so lange weiterbetrieben werden, bis das

Westbad vollumfänglich für den Schwimm- und Schulsport zur

Verfügung steht“, so LSB-Präsidentin Eva Quante-Brandt.

Die Bremer Bäder GmbH versucht nach eigenen Angaben, die

Verzögerungen bei der Fertigstellung des Westbades bestmöglich

abzufedern. „Wir prüfen, ob Teilbereiche wie die Kursbecken

dennoch früher in Betrieb genommen werden können“, sagt Uwe

Siefke, Technischer Leiter des Unternehmens. Besonders betroffen

von der Verzögerung der Fertigstellung ist das Schul- und Vereinsschwimmen.

Hier soll ein Notfallplan greifen. Geplant sind

unter anderem Gespräche mit der Universität Bremen, um die

vom LSB Bremen geforderte Nutzungsdauer des Unibads übergangsweise

zu verlängern.

Mitreißendes Tanzspektakel

Deutsche Meisterschaft der Formationen Standard und Latein

6

Foto: Grün-Gold-Club

Am 15. November 2025 verwandelt

sich die ÖVB-Arena Bremen

in einen Hexenkessel, wenn die

Deutsche Meisterschaft der Formationen

Standard und Latein stattfindet.

„Wir freuen uns riesig, die Stimmung

in der ÖVB-Arena ist einfach einzigartig

– Gänsehaut pur!“, so Roberto Albanese,

der Bremer Erfolgstrainer. Die Fans können

sich auf mitreißende Choreografien,

Gänsehaut-Momente und pure Emotionen

freuen, wenn die besten Formationen

Deutschlands um die Meistertitel

tanzen – und Bremen erneut zum Zentrum

des deutschen Tanzsports wird.

Alle Informationen und Tickets sind erhältlich

auf der Webseite: https://dm.ggcbremen.de


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8

LANDESSPORTBUND BREMEN

Mehr Geld,

weniger Bürokratie

Bundeskabinett beschließt Steuerentlastungen für

Ehrenamtliche

Als wichtiges Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem

Ehrenamt bewertet der Landessportbund Bremen das vom

Bundeskabinett kürzlich beschlossene Steueränderungsgesetz.

Ab Januar 2026 sollen unter anderem die Übungsleiterpauschale

von derzeit 3000 Euro auf 3.300 Euro und die Ehrenamtspauschale

von 840 Euro auf 960 Euro steigen. Mit der Erhöhung

der Pauschalen erhalten Übungsleiter:innen, Trainer:innen oder

Ausbilder:innen eine höhere steuerliche Entlastung. Aus Sicht der

Sportvereine sind vor allem die Änderungen zum Gemeinnützigkeitsrecht

wichtig und gut. Ziel der Änderungen ist es, das Ehrenamt

zu stärken und attraktiver zu machen. Davon profitiert auch

der Sport mit seinen acht Millionen Engagierten. Denn fast jeder

Sportverein ist auf der Suche nach mehr freiwilligen Helfer:innen

und Ehrenamtlichen. Ab dem 1. Januar 2026 sollen folgende neue

Regelungen gelten:

X Freigrenze

Die Freigrenze für den steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb

soll von 45.000 auf 50.000 Euro angehoben werden.

Das hilft allen Vereinen, die aus ergänzendem wirtschaftlichen Betrieb

Geld verdienen (zum Beispiel Vereinsgaststätte oder Vereinsheim-Bewirtung,

Werbung auf Trikots oder Sportplätzen, Verkauf

von Fanartikeln, Organisation von Festen oder Veranstaltungen).

Bisher durfte ein Verein steuerfrei 45.000 Euro mit diesem Betrieb

verdienen. In Zukunft soll diese Grenze bei 50.000 Euro liegen. Das

bedeutet mehr Geld für die Vereinskasse.

X Pauschalen

Die Übungsleiterpauschale soll um zehn Prozent steigen von 3.000

auf 3.300 Euro. Die Ehrenamtspauschale soll um gut 14 Prozent

steigen von 840 auf 960 Euro. Damit dürfen Vereine ihren Übungsleiter:innen

und Ehrenamtlichen in Zukunft mehr Geld zahlen

ohne dass die Empfangenden darauf Steuern zahlen müssen.

X Haftung

Fahrlässig verursachte Schäden sollen künftig bis zu einem Verdienst

von 3.300 Euro pro Jahr abgesichert sein, was die Hürden

für die Übernahme eines Ehrenamts deutlich senkt. Die Hürde lag

bisher bei nur 840 Euro pro Jahr. Damit verbessert sich der Schutz

für ehrenamtliche Tätige vor eigener Haftung.

X Zeitnahe Mittelverwendung

Die Freigrenze bei der Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung

soll deutlich von 45.000 auf 100.000 Euro angehoben werden. Ein

gemeinnütziger Sportverein darf seine Mittel nicht auf Dauer ansammeln,

sondern muss sie grundsätzlich zeitnah, also in der Regel

bis zum Ende des übernächsten Kalender- oder Wirtschaftsjahres,

für die satzungsgemäßen Zwecke einsetzen. Um Vereine zu entlasten,

galt bisher: Wenn die gesamten Einnahmen eines Vereins im

Jahr nicht mehr als 45.000 Euro betragen, dann muss der Verein die

„zeitnahe Mittelverwendung“ nicht nachweisen. Praktisch bedeutete

das: Kleine Vereine konnten ihre Mittel etwas länger zurücklegen,

ohne dass das Finanzamt prüft. Mit der neuen Regelung soll

diese Freigrenze deutlich erhöht werden auf 100.000 Euro. Kleine

und mittlere Vereine profitieren also von weniger Bürokratie.

X

X Sphärenzuordnung

Geplant ist, dass bei wirtschaftlichen Einnahmen unter 50.000

Euro keine Sphärenzuordnung mehr vorgenommen werden muss.

Bei gemeinnützigen Vereinen unterscheidet das Steuerrecht verschiedene

Sphären (Bereiche):

X Ideeller Bereich (zum Beispiel Mitgliedsbeiträge, Spenden)

→ steuerfrei

X Vermögensverwaltung (zum Beispiel Zinsen, Vermietung

von Vereinsheimen) → meist steuerfrei

X Zweckbetrieb (zum Beispiel Eintrittsgelder bei Sportveranstaltungen)

→ steuerbegünstigt

Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb (zum Beispiel Vereinsfeste,

Werbung, Vereinsgaststätte) → steuerpflichtig

Die Einnahmen müssen normalerweise sorgfältig diesen Sphären

zugeordnet und getrennt verbucht werden. Das bedeutet viel

Bürokratie. Bisher galt: Wenn ein Verein aus seinem wirtschaftlichen

Geschäftsbetrieb maximal 45.000 Euro pro Jahr einnimmt,

bleibt dieser Bereich körperschaft- und gewerbesteuerfrei (s. oben

„Freigrenze“: Diese Grenze soll auf 50.000 Euro angehoben werden).

ABER: Auch unter dieser Grenze musste der Verein alle Einnahmen

und Ausgaben den verschiedenen Sphären zuordnen und

dokumentieren. Neu ist jetzt: Solange die Einnahmen aus wirtschaftlicher

Betätigung unter 50.000 Euro bleiben, soll der Verein

diese Einnahmen nicht mehr detailliert den Sphären zuordnen

müssen. Das bedeutet weniger Verwaltungsaufwand, weil kleine

und mittlere Vereine ihre Einnahmen nicht mehr kompliziert

auseinanderrechnen müssen (z. B. welcher Teil vom Vereinsfest

zweckbetrieblich, welcher wirtschaftlich war). Wichtig: Vereine

mit Einnahmen über 50.000 Euro aus wirtschaftlicher Betätigung

müssten dies jedoch weiter tun.

X Photovoltaik

Der Betrieb von Photovoltaikanlagen z. B. auf Dächern von Funktionsgebäuden

soll in Zukunft nicht mehr die Gemeinnützigkeit

des Vereins gefährden. Für Vereine kann die Installation von PV-

Anlagen aktuell ein Risiko darstellen: Ist die Installation einer Anlage

von den Satzungszwecken gedeckt, wenn dadurch Einnahmen

durch die Stromeinspeisung entstehen? Wie verhält es sich mit der

Versteuerung der Einspeisung? Wie wird zwischen Selbstnutzung

und Einspeisung getrennt? Diese Unsicherheit hat viele Vereine

abgeschreckt, die sich eigentlich gerne an der Energiewende beteiligen

wollten. Mit der Neuregelung wird jetzt klar geregelt: Installation

und Betrieb einer Solar- oder PV-Anlage sind auch bei einer

Einspeisung in das Stromnetz unschädlich für die Gemeinnützigkeit.

ABER: Die Einspeisung von nicht selbst verbrauchtem Strom

begründet auch weiterhin einen steuerpflichtigen wirtschaftlichen

Geschäftsbetrieb. Sollten Gewinne aus der Photovoltaikanlage erzielt

werden, sind diese grundsätzlich steuerpflichtig. Jedoch können

besondere Steuerbefreiungen in Betracht kommen.

Wie geht es jetzt weiter? Bundestag und Bundesrat müssen den Gesetzentwurf

bis zum Jahresende beraten und beschließen, vermutlich

im Oktober und November. Der DOSB will sich dafür einsetzen,

dass alle geplanten Maßnahmen vom Gesetzgeber beschlossen

werden, damit Vereine im ganzen Land davon profitieren.

Foto: Freepik


Foto: LSB NRW / A. Bowinkelmann

Üben, Leiten, Teilhaben

Fachtag „Inklusion im Sport“ im November

Wie kann gelebte Inklusion im Sport aussehen? Welche

Wege gibt es, Sportangebote für alle zu öffnen? Am 29.

November 2025 lädt der Fachtag „Üben. Leiten. Teilhaben

– Inklusion im Sport gestalten“ – ausgerichtet von Special

Olympics Bremen in Kooperation mit dem Behinderten Sportverband

Bremen – Übungsleiter:innen und Trainer:innen ein,

sich praxisnah mit inklusivem Sport auseinanderzusetzen.

Anhand konkreter Beispiele erhalten Teilnehmende wertvolle

Impulse und Handlungsmöglichkeiten für den eigenen Trainingsalltag.

Erfahrene Praktiker:innen aus Vereinen geben einen

Blick hinter die Kulissen inklusiver Sport- und Freizeitangebote.

Mit Muster-Übungsstunden und praxisnahen Impulsen werden

Barrieren abgebaut und Mut gemacht, inklusive Strukturen im

Verein nachhaltig zu verankern.

Der Fachtag soll nicht nur die Herausforderungen, sondern

vor allem auch die Chancen inklusiver Sportangebote zeigen –

und lädt dazu ein, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Der Fachtag

wird vom LSB Bremen als Fortbildung zur Verlängerung der

ÜL-C-Lizenz mit 4 Lerneinheiten (LE) anerkannt.

Samstag, 29. November, 9 bis 16 Uhr, Sportturm / Universität Bremen.

Teilnahmegebühr: 20 Euro. Meldeschluss ist am 13. November unter:

https://specialolympics.de/bremen/fachtag-inklusion-im-sport-2025

LANDESSPORTBUND BREMEN

Abschied einer Meisterin

Sandy Kruse verlässt RSG-Bundesstützpunkt in Bremen

Im Einzel gehört Sandy Kruse seit Jahren zu den besten Rhythmischen

Sportgymnastinnen in Deutschland. Doch jetzt

wechselt die 20-Jährige an den Olympiastützpunkt der Nationalmannschaft

in Schmiden bei Stuttgart. Ihr Ziel: künftig auch

bei den großen internationalen Turnieren dabei zu sein.

„Ich habe sehr viel für die Rhythmische Sportgymnastik investiert.

Deshalb freue ich mich, dass ich in der Nationalmannschaft

angenommen wurde“, so Kruse. Im Sommer hatte die Bremerin

ihr Abitur an der sportbetonten Schule Ronzelenstraße gemacht.

Bei Bremen 1860 wurde sie Leistungssportlerin und entwickelte

sich zu einer der besten Athletinnen Deutschlands. Im Einzel

hat sie insgesamt acht Deutsche Meistertitel gewonnen, doch am

Bundesstützpunkt in Bremen geht es an diesem Punkt ihrer Karriere

nicht mehr weiter.

Das weiß auch ihre Trainerin Irina Hermansky-Pfennig: „Es

ist der einzig richtige Schritt. Die Gymnastinnen aus dem Olympiastützpunkt

liegen derzeit noch einen Tick vor ihr.“ Daher sei

die Entscheidung, künftig der Nationalmannschaft anzugehören,

nachvollziehbar.“ In Süddeutschland wird Kruse erst einmal im

Internat wohnen und im November ein Studium der Wirtschaftswissenschaften

beginnen. Die Olympischen Spiele 2028 in Los

Angeles sind ihr sportlicher Traum.

Foto: Bremen 1860

• Sportphysiotherapie

• Manuelle Therapie

• Lymphdrainage

• Krankengymnastik

• Massage

• Kinesiotape

• Trainingstherapie

• Faszientherapie (FDM)

• Therapie nach Schroth

• Gehschule für

Beinamputierte

9


STORY

„WATCH. ACT. PROTECT.“

Neue Kampagne der Hochschule Bremerhaven soll für das Thema sexualisierte Gewalt im Sport sensibilisieren

Sexualisierte Gewalt ist ein ernstes Problem im Sport.

Studien zeigen, dass zwischen 20 und 30 Prozent aller

Athlet:innen im Laufe ihrer sportlichen Laufbahn Opfer

von Grenzverletzungen oder Übergriffen werden.

Um diesem Thema noch mehr Sichtbarkeit zu geben,

hat der Landessportbund Bremen gemeinsam mit dem Bremer

Fußball-Verband und dem Sportamt Bremen die neue Kampagne

„WATCH. ACT. PROTECT.“ der Hochschule Bremerhaven unterstützt.

Guerilla-Aktion in Bremer Sportstätten

Zum Auftakt der Kampagne setzten Studierende der Studienrichtung

Digitale Medienproduktion am 16. September ein starkes und

öffentlichkeitswirksames Zeichen: Mit einer Guerilla-Aktion am

Sprungturm im Stadionbad und weiteren Bremer Sportstätten wie

den Bezirkssportanlagen in Gröpelingen und Blockdiek machten

die Studierenden plakativ auf die schleichenden Mechanismen

aufmerksam, mit denen Täter:innen ihre Opfer in Missbrauchssituationen

verstricken. Provokante Sprüche wie „Mit Zopf gefällst

du mir.“ oder „Geh du doch mal vor.“ wurden in den Sportstätten als

übergroße Zitate installiert – an genau den Orten, an denen sexualisierte

Gewalt geschehen kann.

Entstanden ist die Kampagne im Modul „Crossmediales Gestalten“

des Studiengangs Digitale Medienproduktion. Unter Anleitung

ihres Dozenten Ralf C. Schreier haben die Studierenden

lange an der Idee gefeilt. „Wir waren sehr frei in der Gestaltung.

Dadurch konnten wir richtig kreativ werden. Unsere fertigen Ideen

durften wir unter anderem in der Deputation für Sport in Bremen

vorstellen. Dass dort alle so begeistert von unserer Kampagne waren,

hat uns sehr stolz gemacht“, sagt Studentin Jana Gundlack, die

die Kampagne mitentwickelt hat.

Quiz über Grenzverletzungen im Sport

10

Nicht immer steckt ein Vorsatz hinter übergriffigem Verhalten. Die

Grenzen, ab wann etwas als unangemessen empfunden wird, sind

individuell. Dürfen Trainer:innen ihre Athlet:innen ungefragt umarmen?

Sind Teambesprechungen in der Umkleide in Ordnung?

Und wie sieht es mit einer gemeinsamen Dusche aus? Diese und

weitere Fragen haben die Studierenden der Hochschule in Abstimmung

mit Lisa Gleis, Fachkraft für Prävention sexualisierter Gewalt

beim Landessportbund Bremen, in einem Quiz zusammengestellt.

„Wir wollen damit anregen, diese Situationen einzuordnen:

Wäre das für mich schon unangemessen oder nicht? Bei den Antworten

zeigen wir dann, dass es auch andere Empfindungen geben

kann. Nur, weil mich zum Beispiel eine Umarmung nicht stört,

heißt das nicht, das es für andere auch ok ist“, sagt Jana Gundlack.

Das eigene Verhalten zu hinterfragen, sei in diesem Zusammen-


STORY

Fotos: LSB / HS Bremerhaven / DOSB

LSB-Geschäftsführer Thomas Kaessler und Präsidentin Eva Quante-Brandt setzen an der Borgfelder Sporthalle ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt.

hang wichtig: „Die Vereine geben sich sehr viel Mühe bei der Aufklärungsarbeit.

Aber leider kann das auch dazu führen, dass sich

die Trainer:innen vor den Kopf gestoßen fühlen, wenn ihnen gesagt

wird, dass sie bestimmte Dinge nicht mehr machen sollen.“

Handlungsempfehlungen und Hilfsangebote

Über QR-Codes auf Bannern, Stickern und Plakaten gelangen alle

Interessierten direkt zur neuen Projektwebseite. Unter der Webadresse

www.watchactprotect.de finden Betroffene, Trainer:innen,

Vereine und Eltern praxisnahe Informationen, Handlungsempfehlungen

und Hilfsangebote. Ergänzend stellt die Kampagne Vereinen

ein umfangreiches Toolkit mit Aufklärungsplakaten, Checklisten,

Social-Media-Vorlagen und Leitfäden zur Verfügung.

„Die Kampagne WATCH. ACT. PROTECT., die von den Studierenden

der Hochschule Bremerhaven hervorragend umgesetzt

wurde, sendet ein starkes Signal in den Sport. Sie hilft dabei,

Sportler:innen, Trainer:innen, Übungsleitende und Vereine für das

Thema sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren und für ein sicheres

Umfeld mit klaren Regeln zu sorgen. Grenzverletzungen auf dem

Sportplatz oder in der Sporthalle müssen angesprochen und aufgeklärt

werden.“, so LSB-Geschäftsführer Thomas Kaessler.

Weitere Aktion des Landesssportbundes

Mit der Unterstützung der Hochschul-Kampagne unterstreicht

der Landessportbund Bremen erneut die Wichtigkeit des Themenfeldes

Prävention sexualisierter Gewalt und der Umsetzung entsprechender

Schutzkonzepte in den Sportvereinen. „WATCH. ACT.

PROTECT.“ sattelt auf eine erst kürzlich vorgestellte Plakataktion

in Bremen und Bremerhaven auf, die ebenfalls auf das Thema und

insbesondere auf Anlauf- und Beratungsstellen für Betroffene aufmerksam

machen soll.

Die Plakate wurden in Abstimmung mit dem Sportamt Bremen

sowie den lokalen Schulbehörden produziert und wurden zunächst

in allen öffentlichen Sporthallen in Bremen und Bremerhaven ausgehängt.

Betroffenen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen soll

so der Zugang zu Hilfsangeboten erleichtert werden – ebenso wie

Personen aus dem sportlichen Umfeld, die sich Sorgen machen

oder einen Verdacht äußern möchten.

„Nein, es ist nicht okay“

Der Slogan „Nein, es ist nicht okay“ steht auf dem Info-Plakat, das

der Landessportbund auch den Mitgliedsorganisationen zur Verfügung

stellt, die eigene Hallen betreiben. Als direkte Kontaktmöglichkeit

für Hilfesuchende sind neben der zentralen Anlaufstelle

„Safe Sport“ auch der Kinderschutzbund, der Weiße Ring

sowie die LSB-Fachkraft für Prävention sexualisierter Gewalt, Lisa

Gleis, aufgeführt.

Weiterführende Infos zur Kampagne

über den QR-Code und unter: www.lsb-bremen.de/

themen/schutz-vor-sexualisierter-gewalt-im-sport

11


LANDESSPORTBUND BREMEN

LSB fordert Nachbesserungen

Umsetzung der Senatspläne für den Landeshaushalt würde den Sport hart treffen

In Bezug auf die anstehenden Beratungen

des Bremer Senats zum Doppelhaushalt

2026/2027 hat der Landessportbund seine

politischen Forderungen noch einmal

deutlich gemacht. Gegenüber den politischen

Entscheidungsträger:innen hat der

LSB auf die zum Teil dramatischen Auswirkungen

und Konsequenzen der geplanten

Kürzungen im Sport hingewiesen.

„Aus unserer Sicht ist der Haushaltsentwurf

nicht hinnehmbar, da die vorgesehenen

Kürzungen insbesondere die Vereine

und Verbände eklatant schwächen würden.

Mit der Folge, dass der organisierte Sport

seine vielfältigen Aufgaben nicht mehr

vollumfänglich erfüllen kann“, so LSB-

Präsidentin Eva Quante-Brandt.

Landesbeirat Sport fasst

Beschlüsse

Im Zuge der jüngsten Sitzung des Gremiums

„Landesbeirat Sport“, bei dem

der LSB die Positionen des organisierten

Sports vertritt, wurden erfreulicherweise

wegweisende Beschlussempfehlungen für

den Sporthaushalt in Bremen und für Bremerhaven

getroffen. Dazu zählen die Stärkung

der Vereine durch die Erhöhung der

Übungsleiterpauschale und Förderung kostenfreier

Übungsleiter-Lizenzen, der Ausbau

der Mittel zum Stopp von Jugendgewalt

und die Aufstockung der Projektmittel für

das Themenfeld „Prävention sexualisierter

Gewalt“ ab dem Haushaltsjahr 2026.

Mittel für Leistungssport

müssen gleich bleiben

Darüber hinaus fordert der LSB, die angekündigten

Kürzungen bei der Leistungssportförderung

für Olympische und nichtolympische

Sportarten zurückzunehmen

und zumindest auf einem gleichbleibenden

Niveau zu halten.

Neben den Anstrengungen für die

Schaffung eines zweiten Bundesstützpunktes

in Bremen muss außerdem gewährleistet

sein, dass auch der bereits bestehende

Bundesstützpunkt Rhythmische Sportgymnastik

finanziell abgesichert wird. Dies

gilt insbesondere vor dem Hintergrund

der angestrebten Zertifizierung einer Eliteschule

des Sports an der sportbetonten

Schule Ronzelenstraße.

Nachholbedarf bei Freiwilligen-

diensten und Ganztag

Auch beim Thema Freiwilligendienste

sieht der LSB noch Nachholbedarf im

Haushaltsentwurf. Die Einführung eines

zusätzlichen Taschengeldes in Höhe von

50 Euro war ein erster, richtiger Schritt.

Allerdings wurde dieser Posten im neuen

Doppelhaushalt 2026/2027 nicht mehr berücksichtigt.

Ein weiterhin offenes Thema ist der

verlässliche Ganztag in den Schulen. Die

Sportvereine stehen bereit, den Ganztag

mitzugestalten, damit der Weg in den organisierten

Sport gefunden werden kann.

Dafür braucht es aber finanzielle Unterstützung

und gesicherte kooperative Strukturen.

Foto: DOSB

12


LANDESSPORTBUND BREMEN

In vielen Bremer Sportstätten ist der Sanierungsbedarf deutlich sichtbar. Nun stellt der Bund finanzielle Mittel bereit.

Fotos: LSB / A. Bowinkelmann

Bund beschließt Sportmilliarde

Dringend benötigte Investition in marode Sportinfrastruktur wird innerhalb der kommenden vier Jahre möglich

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die so genannte

„Sportmilliarde“ beschlossen. Aus dem Sondervermögen

des Bundes wird laut Beschluss eine Milliarde Euro

bereitgestellt, um in den kommenden vier Jahren kommunale und

vereinseigene Sportstätten zu sanieren und zu modernisieren. Ziel

ist es, vor allem Vereine und Aktive an der Basis zu entlasten. Die

Koalitionsparteien versprechen hierbei einen unbürokratischen

Prozess.

Der Landessportbund Bremen begrüßt die Entscheidung. „Jede

Investition in die sanierungsbedürftige Sportinfrastruktur hilft

dem organisierten Sport“, betont Eva Quante-Brandt, Präsidentin

des LSB Bremen. Unter Berücksichtigung des Königsteiner Schlüssels

würde Bremen demnach 9,255 Millionen erhalten. „Diese

Summe wird dem organisierten Sport in Bremen und Bremerhaven

helfen, ist aber bei weitem nicht ausreichend, um den immensen

Sanierungsstau in den verschiedensten Bereichen aufzulösen“,

weiß Quante-Brandt. Der Landessportbund Bremen fordert die

politischen Verantwortlichen im Land Bremen daher auf, 10 Prozent

des Sondervermögens Infrastruktur in die Sportstätten zu investieren.

Mit dieser Summe könnten in den nächsten Jahren spürbare

Verbesserungen erreicht werden.

Niedrigschwellig profitieren

Dabei soll es sich um ein komplett neues Programm zur Förderung

von kommunalen und vereinseigenen Sportstätten handeln. Das

Geld dafür – bis zu eine Milliarde Euro bis zum Ende der Legislaturperiode

2029 – stammt aus dem Bundesanteil des Sondervermögens

zur Verbesserung der Infrastruktur und soll von Vereinen

und Kommunen ab August 2026 abgerufen werden können.

„Die Bundesregierung hat Wort gehalten und wird eine Milliarde

Euro für die Sanierung von Turnhallen, Schwimmbädern und

Sportplätzen zur Verfügung stellen“, so DOSB-Präsident Thomas

Weikert zum Beschluss. „Das ist der Rückenwind, den unsere Mitglieder

und unsere Sportvereine, und damit unsere ganze Gesellschaft,

jetzt dringend benötigen.”

Neu ist zudem, dass die Antragstellung äußerst niedrigschwellig

und unbürokratisch verlaufen soll. Davon profitieren vor allem

Sportvereine, die meist ehrenamtlich geführt werden und die deshalb

nicht über die Ressourcen verfügen, sich monatelang in mehrseitigen

Anträgen mühsam um dringend benötigte finanzielle

Unterstützung für ihre maroden Sportstätten zu kümmern.

Konzept für den Einsatz der Bundesmittel

auf Landesebene ist nötig

Das weitere Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene muss zunächst

abgewartet werden, um die genauen Rahmenbedingungen

zu erfahren. Hier fordert der LSB schnelle Klarheit und vom Bremer

Senat ein zeitnahes Konzept, welche Projekte mit den zur Verfügung

gestellten Bundesmitteln umgesetzt werden sollen. Der Landessportbund

steht bereit, hierbei eine aktive Rolle einzunehmen

und seine Erfahrung einzubringen, um gemeinsam Lösungen umzusetzen.

„Die Berücksichtigung eines breiten Spektrums an Maßnahmen

aus unterschiedlichen Sportarten und Quartieren ist zwingend

notwendig, damit die Investitionen möglichst viele Sportlerinnen

und Sportler erreichen“, so Eva Quante-Brandt. Neben

der Bereitstellung von Fördermitteln für kommunale Sportstätten

müssen auch Vereine die Möglichkeit haben, Gelder für Ihre

Sportanlagen zu beantragen. Mit einer geplanten Förderquote von

45 Prozent aus Bundesmitteln ist zudem klar, dass der Bremer Senat

dementsprechende Eigenmittel zur Verfügung stellen muss.

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LANDESSPORTBUND BREMEN

„Spart bitte nicht den Sport kaputt!“: Diese und weitere Forderungen stellten die Protestierenden in Bremerhaven.

Lautstarkes Zeichen gegen Kürzungen

Bremerhavener Sportvereine protestieren gegen drastische Sparmaßnahmen im Sporthaushalt

Foto: H. Behrendt

14

Rund 70 Vereinsvertreter:innen aus Bremerhavener Sportvereinen

haben Anfang September lautstark gegen Kürzungen

im Bremerhavener Sporthaushalt demonstriert. Die Abgeordneten

der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung

wurden mit Sprechchören wie „Ihr macht den Sport kaputt“ und

„Hände weg vom Sport“ begrüßt.

Helke Behrendt, Vorsitzende des Turnkreises Bremerhaven

und Präsidiumsmitglied für soziale Arbeit im Landessportbund

Bremen, machte bei der Protestaktion deutlich, dass man die vorgesehenen

Kürzungen im Bremerhavener Sporthaushalt von 20

Prozent nicht hinnehmen könne. „Der Fehlbetrag von mindestens

50 Millionen Euro im Haushalt wird dadurch nur unmerklich verkleinert,

die Arbeit der Vereine und die Motivation der fast 3000

ehrenamtlichen Mitarbeitenden im Sport aber stark belastet“, sagte

Jörg Frebe, Vorsitzender des Stadtsportbundes Bremerhaven.

Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung nahmen den

Protest zur Kenntnis. Der finale Haushalt 2025 soll voraussichtlich

Ende Oktober beschlossen werden.

Sportanlagen könnten gesperrt werden

Die drastischen Kürzungen sorgen insbesondere bei den Bremerhavener

Vereinsvertreter:innen für großen Unmut. Kritisch wird

vor allem der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene

Sparkurs im Bereich der Sportplatzpflege gesehen. Hier ist die

Kluft zwischen den städtischen Zuschüssen und den tatsächlichen

Kosten ohnehin schon groß.

Stefan Axmann, Leiter des Amtes für Sport und Freizeit in Bremerhaven,

informierte die Sportvereine im August bei einer Veranstaltung

im Bremerhavener „Haus des Sports“ über die geplanten

Haushaltskürzungen und die Folgen. Axmann berichtete, dass der

Sporthaushalt gegenüber dem Vorjahr von 2 Millionen auf 1,6 Millionen

Euro sinken wird.

Allein 100.000 Euro wurden beim Haushaltsposten „Instandsetzungen/Umbauten

von Sportanlagen“ gestrichen, was einem

Rückgang von 61 Prozent entspricht. Dabei ist zu beachten, dass

Sportanlagen, die nicht mehr betriebssicher sind, aus Haftungsgründen

gesperrt werden müssen.

Auch die Zuschüsse für den Eissport (40.000 Euro weniger) und

den Bremerhavener Schwimmsport (100.000 weniger) sind erheblich

zusammengestrichen worden. Letzteres steht im Widerspruch

zum im Koalitionsvertrag von SPD, CDU und FDP genannten Ziel,

dass jedes Kind in Bremerhaven schwimmen lernen soll. „Man

spart 400.000 Euro in einem Etat von einer Milliarde Euro und verärgert

damit Tausende Ehrenamtliche“, übte Jens Ennen, Referent

für sportorganisatorische Aufgaben im Stadtsportbund Bremerhaven,

deutliche Kritik an den Beschlüssen der Lokalpolitik.

Rücknahme der Zuwendungsbescheide

Für die Bremerhavener Vereine bedeuten die angekündigten Einsparungen,

dass die bisher unter Vorbehalt erteilten Zuwendungsbescheide

wieder kassiert und nur noch in geringerem Umfang

bewilligt werden. „Das ist höchst unerfreulich“, räumte Amtsleiter

Stefan Axmann ein. „Aber man kann nur mit dem bescheidenen

Haushalt arbeiten, den man hat.“


LANDESSPORTBUND BREMEN

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LANDESSPORTBUND BREMEN

Der Boom hält an

Basketballer der Eisbären Bremerhaven hoffen auf

zusätzlichen EM-Effekt und steigende Mitgliederzahlen

Erstes Highlight war der Pokalknaller im Nordderby gegen den

Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg, der mit 97:75 allerdings

klar an den Erstligisten von der Hunte ging. Langfristig wollen die

Eisbären Bremerhaven noch mehr in Bremen präsent sein. Dabei

helfen soll unter anderem eine Kooperation mit dem Grün-Gold-

Club Bremen. Auch eine mögliche Kooperation mit Werder Bremen

wäre aus Sicht der Eisbären hilfreich und wünschenswert.

Ein Blick in die Mitgliederstatistik des Deutschen Basketball

Bundes (DBB) verrät, dass die Sportart Basketball in Deutschland

weiterhin rasant wächst. An der Basis hat der Basketball seit 2022

fast 60.000 Mitglieder dazugewonnen. Derzeit spielen in Deutschland

gut 274.000 Menschen Basketball im Verein. Das ist Rekord.

Besonders beliebt ist der Sport bei den sieben bis 14-jährigen. Allein

in dieser Altersklasse spielen etwas mehr als 100.000 Kinder

Basketball. Aber auch im höheren Alter erfreut sich der Basketball

noch einer hohen Beliebtheit. In der Altersgruppe ab 41 Jahren

treffen sich knapp 45.000 Spieler:innen regelmäßig zu Training

und Spieltagen.

Frauenanteil soll steigen

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Deutschland ist erneut im Basketball-Fieber. Nach dem sensationellen

Gewinn des WM-Titels 2023 setzte die deutsche

Herren-Nationalmannschaft mit dem Erfolg gegen

die Türkei im Finale der diesjährigen Europameisterschaft noch

einen drauf. Deutschland ist im Basketball mittlerweile eine Weltmacht

und die Freude über den erneuten Triumph des Nationalteams

ist riesengroß. Auch bei den Eisbären Bremerhaven hat man

den Titelgewinn mit großem Wohlwollen registriert. Ebenso wie

ganz Basketball-Deutschland hoffen auch die Eisbären-Verantwortlichen

auf (noch) mehr Aufmerksamkeit für ihren Sport.

„Für Basketball-Deutschland hoffe ich auf einen ähnlichen

Effekt wie den der WM 2023. Es wäre schön, wenn auch in Bremerhaven

und Bremen die Leute sehen: Wir haben ein Team in

der Region, da gehen wir jetzt zu den Spielen“, so Eisbären-Center

Till Isemann. Auch Eisbären-Urgestein Adrian Breitlauch gibt

sich optimistisch. „Es ist unfassbar, was in den letzten Jahren im

Basketballsport passiert ist. Das ist ein großer Push für den ganzen

Basketballsport. Und wir sind glücklich, dass wir diese Welle weiterreiten

dürfen“, so Breitlauch.

Welle der Euphorie

Mit dem Gewinn des WM-Titels vor zwei Jahren hat der Basketball-Boom

in Deutschland so richtig Fahrt aufgenommen. Die

Hoffnung ist, dass der Sport nach dem erneuten Durchmarsch bei

der EM noch einmal an Popularität gewinnen wird. Darauf setzt

auch der neue Geschäftsführer der Eisbären Bremerhaven, Max

Melching, der als Trainer des Regionalligateams auch im Breitensport

tätig ist. „Der EM-Titel ist eine Bestätigung, dass der Sport in

der Breite angekommen ist und der Breitensport eine ganz wichtige

Basis darstellt.“ Man wolle die Euphorie mitnehmen. „Unser

Ziel ist es, mehr Kinder für den Sport zu begeistern, die vielleicht

die EM verfolgt haben und nun Basketball spielen wollen. Dafür

wollen wir mit unseren Trainern und den Spielern vermehrt in die

Schulen gehen“, so Melchung

Basketballbegeisterte Bremerinnen und Bremer kommen in

der bevorstehenden Saison in der 2. Basketball-Bundesliga voll auf

ihre Kosten. Wegen Umbauarbeiten in der Stadthalle Bremerhaven

werden insgesamt sechs Partien der Eisbären in der ÖVB-Arena

ausgetragen.

Dabei hat Basketball einen deutlichen Überhang an männlichen

Spielern. Der Anteil der Jungs und Männer an den Mitgliederzahlen

liegt bei 76 Prozent. Entsprechend sind „nur“ 24 Prozent der

Mitglieder in den Vereinen weiblich. Der Deutsche Basketballbund

arbeitet hart daran, um dieses Gefälle zu schließen. Dazu hat der

Verband das „Jahrzehnt des Frauenbasketballs“ und das Projekt

„Her World, Her Rules“ ausgerufen. Mit der Frauen-EM im letzten

Jahr, die unter anderem in Deutschland stattfand, und der Weltmeisterschaft

2026, die in Deutschland ausgetragen wird, hat sich

der DBB gleich zwei Top-Events hintereinander gesichert, die dem

Frauen-Basketball hohe Aufmerksamkeit bringen und weiteren

Aufschwung verleihen sollen.

Auch bei den Eisbären Bremerhaven unternimmt man seit

vielen Jahren große Anstrengungen, um noch mehr Kinder und

Jugendliche für den Basketball zu begeistern. Mit Erfolg. Die Mitgliederzahlen

im Eisbären Bremerhaven e. V. sind im vergangenen

Jahr abermals deutlich gestiegen. Mittlerweile gehen 896 Basketballerinnen

und Basketballer (im Jahr 2024 waren es noch 634) für

die Eisbären Bremerhaven auf Korbjagd – ob in der Grundschulliga

oder in einem der vielen Nachwuchs-Teams. Dank der positiven

Entwicklung ist der Verein weiterhin der größte Basketballklub

in ganz Bremen und Niedersachsen. Aktuell zählt der

Landessportbund Bremen rund 2.200 Mitglieder, die auf Vereinsebene

zum Basketball greifen. 19 Sportvereine bieten in Bremen und

Bremerhaven derzeit die Sportart Basketball an.

Fotos: Eisbären BHV / LSB NRW / A. Bowinkelmann


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Laser statt Brille

Profitänzerin Nina Bezzubova-Vinokurov sieht jetzt scharf

PD Dr. med. Christian Ahlers, Spezialist für

minimalinvasive Lentikel-Verfahren.

Das Profitanzpaar Nina Bezzubova-Vinokurov und Evgeny Vinokurov.

Die Profitänzerin Nina Bezzubova-

Vinokurov ließ sich vor drei Monaten

in Bremen beim Premiumanbieter

Smarteye mit einem der modernsten

Laserverfahren ihre Augen behandeln.

Seit ihrem achten Lebensjahr steht

sie auf dem Parkett, mit 15 feierte sie erste

internationale Erfolge. Nina Bezzubova-Vinokurov

ist eine Ikone der Tanzszene:

mehrfache deutsche und lettische

Meisterin, internationale Turniersiegerin

im Lateintanz und weltweit als Coach gefragt.

Vielen ist sie aus der RTL-Show „Let’s

Dance“ bekannt, wo sie mit ihrem Ehemann

Evgeny Vinokurov in den Profi-Challenges

glänzte. Vor der Geburt ihrer zwei Kinder

tanzte sie für den Grün-Gold-Club Bremen

und war Teil des Bundeskaders des Deutschen

Tanzsportverbandes.

Wenn die Sicht verschwimmt

Was kaum jemand weiß: Nina litt jahrelang

unter ihrer Kurzsichtigkeit – minus 2,75

Dioptrien auf beiden Augen. „Gerade beim

Tanzen brauchst du einen Fokuspunkt in der

Ferne und die Verbindung zum Publikum“,

erklärt sie. „Wenn die Sicht verschwommen

ist, fehlt dir die Orientierung und die emotionale

Resonanz.“ Auch das Gleichgewicht

leidet. „Der Lateintanz lebt von schnellen

Richtungswechseln. Ohne Fixpunkt wird

jede Drehung zum Balanceakt.“

Kontaktlinsen waren lange die einzige

Lösung – bei Turnieren jedoch eine Tortur:

„Make-up, Licht und Schweiß trübten

die Linsen, die Augen brannten.“ Während

eines Wettkampfs verrutschte eine Linse

und verletzte ihre Netzhaut. Auch auf

internationalen Reisen mit wenig Schlaf

und langen Flügen wurden die Linsen zur

Daumen hoch für die OP: Privatdozent Dr. med.

Christian Ahlers und Nina Bezzubova-Vinokurov

sind startklar für die Augenlaserbehandlung.

Belastung. „Meine Augen waren oft schon

morgens rot und müde – trotzdem setzte

ich sie ein. Das war schmerzhaft und alles

andere als gesund.“

Die Idee einer Augenlaserbehandlung

begleitete sie schon lange. Ihre Schwester

ließ sich bereits vor 15 Jahren operieren –

damals mit zwei Wochen Ausfallzeit. Für

Nina als aktive Tänzerin undenkbar. Erst

nach ihren Babypausen griff sie das Thema

wieder auf. Ihr Mann wurde auf die Smarteye-Praxis

aufmerksam, wo moderne,

schmerzfreie Verfahren ohne längere Erholungsphasen

angeboten werden – ideal für

Profisportler. „Ich wusste gar nicht, dass es

mittlerweile so minimalinvasive Methoden

gibt. Das war mein Wendepunkt.“ Der

Eingriff verlief schnell und schmerzfrei.

„Man bekommt betäubende Tropfen, sieht

einen roten Punkt – und dann ist es auch

schon vorbei. Ich habe einfach vertraut.

Dr. Christian Ahlers ist ein erfahrener Spezialist

und Vorreiter für minimalinvasive

Lentikel-Verfahren.“

Ein neues Lebensgefühl

Der Moment danach war magisch: „Ich bin

ans Fenster gegangen – und habe jedes einzelne

Blatt gesehen. So klar, so scharf. Ich

konnte es kaum glauben.“ Bereits zwei Tage

später unterrichtete sie wieder im Tanzsaal.

Heute genießt sie ein neues Lebensgefühl:

„Es ist ein leises, aber tiefes Gefühl von Freiheit.

Ich muss nicht mehr planen oder vorsorgen.

Ich bin einfach da – präsent, klar und

ganz bei mir. Bei Drehungen spüre ich den

Wind auf meinen Augen. Ich bin nicht mehr

wie hinter einer Scheibe, sondern mittendrin

in der Empfindung des Tanzens.“

Ihre größte Herausforderung heute:

Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

Während Evgeny unter der Woche häufig

unterwegs ist, kümmert sich Nina um

die Kleinkinder und versucht, ihre Coaching-Termine

mit dem Familienleben zu

vereinen. „Ich bin dankbar für die vielen

Anfragen. Aber ich möchte meinem Mann

nicht ständig nur die Klinke in die Hand geben“,

sagt sie. „Es ist nicht leicht – aber mit

Balanceakten kenne ich mich schließlich

aus“, fügt sie mit einem Augenzwinkern

hinzu.

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LANDESSPORTBUND BREMEN

Ehrenamt stärken

Umfrage zu Aufnahmestopps in Bremer Sportvereinen / Hoher Bedarf an freiwilligem Engagement

Foto: LSB NRW / A. Bowinkelmann

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Der Landessportbund hat die Bremer und Bremerhavener

Sportvereine zum Thema „Aufnahmestopps“

befragt. Die Befragung, bei der sich über 100 Vereine

beteiligt haben, hat ergeben, dass aufgrund von fehlenden

Übungsleitenden knapp 20 Prozent der Vereine

Aufnahmestopps im Kinderbereich haben. Hieraus erklärt sich,

warum die Zuwächse bei den Mitgliederzahlen im Landessportbund

Bremen wesentlich geringer ausfallen, vor allem in den Altersklassen

0-6 Jahre und 7-14 Jahre. Die Ergebnisse weisen noch

mal sehr eindrucksvoll darauf hin, wie notwendig es ist, das Ehrenamt

und damit auch die Vereine und ihre Übungsleitenden zu

stärken.

Fehlende Übungsleitende als

Hauptgrund für Aufnahmestopps

Die Umfrage des Landessportbundes liefert eindeutige Botschaften.

17 Prozent der Vereine haben in einer oder mehreren Sparten

einen Aufnahmestopp oder Wartelisten eingeführt. Weitere 5 Prozent

erwarten in den nächsten zwei Jahren die Einführung eines

Stopps. Begründet wird der Aufnahmestopp in 56 Prozent der Fälle

mit fehlenden Übungsleitenden, 28 Prozent der Vereine nennen

fehlende Sportflächen als Grund. Die Zahlen belegen die Notwendigkeit,

das Ehrenamt im Sport zu fördern, insbesondere um

Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bewegung und Sport zu

ermöglichen. Hier ist Bremer Senat gefordert, entsprechende Fördermittel

im neuen Landeshaushalt breit zu stellen.

Bundesweiter Sportentwicklungsbericht

liefert ähnliche Ergebnisse

Die Ergebnisse der LSB-Vereinsumfrage decken sich mit dem

neuesten Sportentwicklungsbericht des Deutschen Olympischen

Sportbundes (DOSB), der Auskunft über den aktuellen Zustand

des organisierten Sports in Deutschland geben soll. Insbesondere

der Bedarf an ehrenamtlichem Engagement und eine zunehmend

marode Sportinfrastruktur bereiten den Sportvereinen in

Deutschland große Sorgen. Mehr als jeder sechste Verein sieht sich

mittlerweile in seiner Existenz bedroht, weil er Probleme damit

hat, ehrenamtlich Engagierte zu finden und im Verein zu halten.

Rund 19.000 Sportvereine aus ganz Deutschland haben an der repräsentativen

Befragung im Rahmen des Sportentwicklungsberichts

teilgenommen und Angaben zu ihrem Zustand und ihren

Herausforderungen gemacht.

DOSB-Präsident Thomas Weikert unterstreicht die Bedeutung

der ehrenamtlichen Arbeit der Übungsleitenden: „Sportvereine

sind enorm wichtige Institutionen, die uns als Gesellschaft

zusammenhalten und verbinden. Diese Orte gibt es heute leider

nicht mehr oft. Deshalb müssen Sportvereine unbedingt gestärkt

werden, damit sie diese Aufgaben wahrnehmen können, sonst

macht es bald niemand mehr.“ Es mangelt laut Weikert schon

jetzt leider an Menschen, die sich engagieren, und an modernen

Sportstätten, in denen man sich gerne trifft. Ohne diese wichtigen

Rahmenbedingungen könnten Vereine ihre Arbeit schlicht nicht

leisten.


LANDESSPORTBUND BREMEN

LSB Bremen verurteilt Vandalismus

Vereinscontainer des FC Riensberg mit Hassbotschaften verunstaltet / Verein erstattet Anzeige

Jugendliche hatten den Vereinscontainer Ende 2023 gestaltet und damit ein Zeichen für Vielfalt und gegen Diskriminierung gesetzt.

Foto: FC Riensberg

Der Landessportbund Bremen zeigt sich tief betroffen über

Vandalismus auf der Bezirkssportanlage an der Horner

Curiestraße. Ende August hatten Unbekannte den bunt

gestalteten Vereinscontainer des FC Riensberg mit ausländer-,

queerfeindlichen und nationalsozialistischen Parolen und Aufklebern

verunstaltet. „Wir verurteilen diese Taten aufs Schärfste.

Sie richten sich nicht nur gegen den FC Riensberg, sondern gegen

die Werte des gesamten Sports wie Respekt und Toleranz“, erklärt

Helke Behrendt, Vorsitzende des Ausschusses „Soziale Arbeit im

Sport“ des Landessportbundes Bremen. „Wer versucht, durch Hassbotschaften

Vielfalt und Offenheit einzuschüchtern, greift unsere

Sportgemeinschaft insgesamt an.“

Der betroffene Container hat für den Verein eine besondere

Bedeutung: Unter dem Motto „Love Sport, hate Racism“ wurde er

Ende 2023 von Jugendlichen in aufwendiger Spraytechnik gestaltet.

Bunte Farben und ein händisches Peace-Zeichen setzen dort

ein klares Zeichen für Vielfalt und gegen Diskriminierung.

„Schade, dass unsere Vielfalt und Toleranz mit Füßen getreten

werden“, sagt Ingo Brüning, Präsident des FC Riensberg, gegenüber

dem Weser-Kurier. Für ihn und den Verein ist klar: Wegducken

kommt nicht infrage. „Wir werden das nicht so hinnehmen.“

Eine Anzeige bei der Polizei ist bereits erstattet.

Der FC Riensberg lebt sein Vereinsmotto „Schwarzweissbunt“

tagtäglich. Seit 2023 ist er Stützpunktverein im Bundesprogramm

„Integration durch Sport“ und engagiert sich vielfältig: Offene

Trainings mit Bewohner:innen des Übergangswohnheims an der

Anne-Conway-Straße, Mixed-Teams, Hilfsaktionen für das naheligende

Tierheim, Müllsammelaktionen oder auch Benefizspiele –

zuletzt 2023, um auf die Situation von Frauen im Iran aufmerksam

zu machen – sind nur einige Beispiele.

Finanzielle Eigenständigkeit für Vereine

Vermarktung von Werbeflächen für Sportanlagen und Außenflächen ab 2026 möglich

Bei der Neuvergabe der Außenwerbekonzession werden

städtische Sportanlagen in Bremen erstmals ausgenommen.

Dafür hat sich Sportsenator Ulrich Mäurer stark gemacht.

So können ab Januar 2026 Bremer Vereine nach Genehmigung

durch das Sportamt eigenständig Werbeflächen vermarkten

und lokale Sponsorinnen und Sponsoren gewinnen. Bisher mussten

sie teure Ausnahmegenehmigungen beim bisherigen Dienstleister

beantragen.

„Unsere Sportvereine leisten hervorragende Arbeit und stehen

unter zunehmendem Kostendruck. Mit dieser Entscheidung geben

wir ihnen ein Instrument zur Selbstfinanzierung in die Hand“, so

Mäurer. Die Werberechte gelten für alle städtischen Sportanlagen

einschließlich Außenanlagen, wobei Werbung für Glücksspiel oder

diskriminierende Inhalte ausgeschlossen bleibt.

Foto: LSB NRW / A. Bowinkelmann

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GESUNDHEIT / FRAUEN IM SPORT

DOSB-Konferenz der

Frauen setzt Impulse

Über Fortschritte und Herausforderungen

Foto: Turnkreis BHV

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Solidaritätsläufe

„(L)auf zur Venus“ der Bremer Krebsgesellschaft

In Bremen fand am 21. September der diesjährige „(L)auf zur Venus“

der Bremer Krebsgesellschaft statt. Der Solidaritätslauf zugunsten

krebskranker Menschen wird seit vielen Jahren in Kooperation

mit dem Landessportbund Bremen ausgetragen.

Auch in diesem Jahr freuten sich die Organisator:innen des

Bremer Venuslaufs über eine rege Beteiligung. Am zentralen Veranstaltungsort

am Marcusbrunnen im Bremer Bürgerpark trafen

sich viele Bremerinnen und Bremer. Doch beim Venuslauf ist die

Teilnahme traditionell nicht nur beim Start am Marcusbrunnen

möglich, sondern überall – auch außerhalb Bremens.

Ziel beim Bremer Venuslauf ist es, möglichst viele Kilometer zu

laufen oder mit dem Rad zu absolvieren. Auch auf dem Wasser können

fleißig Kilometer gesammelt werden. Jeder absolvierte Kilometer

wird anschließend von engagierten Personen und Firmen in

Spenden für die Bremer Krebsgesellschaft umgewandelt. Wie viele

Kilometer beim Venuslauf zusammenkamen und wie hoch der Spendenerlös

für die Bremer Krebsgesellschaft ist, steht noch nicht fest.

Die Bremer Krebsgesellschaft finanziert von dem Erlös des

Venuslaufs Aus- und Fortbildungen für Übungsleiterinnen im

Krebs-Rehasport, fördert den Aufbau neuer Rehasport-Gruppen

in den Vereinen und sorgt mit ihrer Krebssport-Lotsin dafür, dass

krebsbetroffene Menschen den Weg dorthin finden.

In Bremerhaven kommen

1900 Kilometer zusammen

Auch in Bremerhaven fand am 14. September wieder ein Solidaritätslauf

zugunsten erkrankter Menschen statt. Eingeladen hatten

der Turnkreis Bremerhaven und der Verein Leben mit Krebs. Über

350 Läufer:innen, unter anderem vom Amt für Sport und Freizeit

und dem Ernst Barlach Haus, gingen bei bestem Wetter auf die 2,1

Kilometer lange Strecke im Bremerhavener Bürgerpark. Auf dem

Fahrrad waren die Teilnehmenden des Hospizvereins unterwegs.

Im Ziel warteten auf die Teilnehmenden des Solidaritätslaufs

eine wohltuende Massage und Verpflegung in Form von Wasser

und Äpfeln. Zum Rahmenprogramm gehörte unter anderem das

Sportmobil des Landessportbundes Bremen. Insgesamt kamen

beim Bremerhavener Solidaritätslauf 1900 absolvierte Kilometer

zusammen. Der nächste Lauf findet am 13. September 2026 statt.

Helke Behrendt, Mitglied im Präsidium des Landessportbundes

Bremen (LSB Bremen), nahm als Sprecherin der Vertreterinnen

für Frauen, Vielfalt und Geschlechtergleichstellung

an der diesjährigen Konferenz des Deutschen Olympischen Sportbundes

(DOSB) teil. Sie gehört zu den fünf Sprecher:innen, die

aus den unterschiedlichen Verbändegruppen des DOSB gewählt

wurden.

Die Konferenz – bis 2023 als Frauenvollversammlung bekannt

– fand vom 26. bis 27. September im Haus des DOSB in Frankfurt

statt. Vorausgegangen war ein zweitägiges Fachforum, das mit

einer viel beachteten Keynote der freien Journalistin Gilda Sahebi

eröffnet wurde. Unter dem Titel „Sport. Geschlecht. Gesellschaft

im Wandel – Zwischen Aufbruch und Backlash“ thematisierte

sie aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Spannungsfeld

von Sport, Geschlechterpolitik und gesellschaftlichem

Wandel.

Anschließend folgten Erfahrungsberichte aus der Sportpraxis

sowie thematisch breit gefächerte Workshops. Zu den behandelten

Themen zählten unter anderem:

„Haltung zeigen – aber rechtssicher“

„Frauen im Ehrenamt stärken“

„Vielfalt in Bewegung“

Vor dem offiziellen Konferenzteil am Samstagnachmittag tagten

die einzelnen Verbändegruppen im DOSB – darunter die Landessportbünde,

die Olympischen Spitzenverbände sowie die Verbände

mit besonderen Aufgaben. In diesen vorbereitenden Sitzungen

wurden verschiedene Anträge formuliert und diskutiert. Ein kontrovers

diskutierter Antrag zur Reduzierung der Sprecher:innen

der Landessportbünde wurde letztlich zurückgezogen.

Die Konferenz selbst wurde von Verena Bentele (Vizepräsidentin

des DOSB) und Michaela Röhrbein (Vorständin Sportentwicklung

im DOSB) eröffnet und moderiert. Helke Behrendt

präsentierte den Bericht über die Arbeit der Sprecherinnen im

Zeitraum Oktober 2024 bis September 2025. Die Anträge wurden

anschließend von den jeweiligen Sprecherinnen vorgestellt, diskutiert

und in geheimer Abstimmung beschlossen. Kein Antrag

wurde einstimmig angenommen – was den weiterhin hohen Diskussionsbedarf

und bestehende Meinungsverschiedenheiten innerhalb

der Gruppen widerspiegelt. Nach zwei arbeitsreichen und

intensiven Tagen wurden die Delegierten bis zur nächsten Konferenz

im Herbst 2026 verabschiedet.

Foto:DOSB


Wenn es um Frauenbelange im Sport geht, dann

hat sie ein sehr sicheres Gespür: Mit klarem

Blick erkennt Helke Behrendt Ungerechtigkeiten,

mangelnde Beachtung von Fraueninteressen,

Schieflagen in Sichtbarkeit oder Budget-

Verteilung. Helke setzt sich engagiert für Gleichberechtigung ein.

Ihr ist eine genderbewusste Sprache wichtig, denn so werden Frauen

in Sport und Gesellschaft sichtbar.

FRAUEN IM SPORT

Hier kommt Frauenpower in die Gremien

Helke Behrendt ist Vorsitzende des Ausschusses „Soziale Arbeit im Sport“

Frauenbelange sichtbar machen

Daher liegt Helke ihr Engagement im Ausschuss „Frauen und

Gleichstellung“ des LSB am Herzen. Hier werden neben Veranstaltungen

für Sportfrauen grundlegende Richtlinien erarbeitet

für gleichberechtigte Teilhabe von Frauen im Sport. In den Jahren

2016 bis 2018 hat Helke den Ausschuss in einer Übergangsphase

geleitet, zusätzlich zu ihrer Funktion als Vizepräsidentin für Sportinfrastruktur.

Als eine von vier Vize-Positionen lag ihr die Ausstattung, die

Nutzung von Sporthallen und Sportplätzen und Sanierung, wie

aber auch Gespräche mit politisch Verantwortlichen und Vereinsmitgliedern

besonders am Herzen. Wenn es Neubauten gab, muss

der organisierte Sport mit seiner Expertise eingebunden werden.

Für vier Jahre hatte sie mit Monika Wöhler eine weitere Frau als

Vizepräsidentin an ihrer Seite. Ansonsten war sie während ihrer

Amtszeit die einzige Vizepräsidentin. Auch hier ist es immer wichtig,

Frauenbelange sichtbar zu machen zum Beispiel durch die Forderung

nach sicheren Wegen und Beleuchtung. Außerdem müssen

Frauenaktivitäten in Sportvereinen mehr gewürdigt werden.

Zurzeit ist Helke auch Vorsitzende des Ausschusses „Soziale

Arbeit im Sport“ des LSB und damit im Präsidium vertreten. Daher

ist sie auch nicht mehr im Hauptausschuss, in den sie nach ihrer

Tätigkeit als Vizepräsidentin gewählt worden war.

LSB-Präsidiumsmitglied Helke Behrendt setzt sich mit großer Leidenschaft

für die Belange von Frauen im Sport ein.

Foto: LSB

Diversity in ihrer ganzen Vielfalt

Ihr tatkräftiges Engagement für Frauenbelange hat Helke durch

ganz Deutschland geführt: Sie vertritt seit Jahren als Delegierte

Bremen im DOSB. Dort ist sie seit 2023 als Sprecherin für die LSB-

Nordländer zuständig und gehört somit dem Ressort „Geschlechtergerechtigkeit“

an, das dem neuen Ressort „Diversity“ zugeordnet

ist. Dabei ist Helke wichtig, dass in der Diversity-Debatte die Frauen

in ihrer ganzen Vielfalt genügend gesehen werden.

Beim jährlichen Treffen der Nord-Sportbünde ist sie eine klare

Taktgeberin. Das war schon so, bevor sie 2023 die Sprecherin wurde.

In Bremerhaven ist sie 1989 in den damaligen Kreissportbund

als Vorsitzende der Sportjugend gewählt worden. Damit war sie

auch Vertreterin der Bremerhavener Jugend im LSB. Zur gleichen

Zeit war die heutige LSB-Präsidentin Eva Quante-Brandt Vorsitzende

der Bremer Sportjugend. Über diese – auch gemeinsamen

– Aktivitäten kam Helke in den Ausschuss Bildung des LSB, dem

sie bis heute angehört. Später wurde Helke stellvertretende Vorsitzende

im KSB und war dort über 15 Jahre unter anderem zuständig

für den gesamten Sportbereich in Bremerhaven.

Seit mehr als zehn Jahren ist sie Vorsitzende des Turnkreises

Bremerhaven. Gemeinsam mit einem Ausschuss organisiert sie

dort erfolgreiche Formate wie die Frauensporttage mit über hundert

Teilnehmerinnen, die „Sportmeile“ oder die „Matinee des

Sports“ im Stadttheater.

Helke ist auch selbst sportlich aktiv. Sie kommt aus dem Trampolin-

und Leistungsturnen und liebt das Skifahren. Sie ist in ihrem

Verein Ski Club Bremerhaven eine leidenschaftliche Übungsleiterin

mit C- und B-Lizenz und trainiert mehrere Gruppen. Sport und

ehrenamtliches Engagement waren für Helke immer Bestandteile

ihres Lebens, ebenso, wie sie es in ihrer Familie erlebt hat.

Helke schätzt die Zusammenarbeit und Vernetzung von Frauen

in den Gremien und lernt von den Frauen in der Zusammenarbeit.

Dabei ist sie immer wieder begeistert von dem ungeheuren Organisationstalent,

was die Frauen in ihrem Leben, in Familie, Beruf

oder Ehrenamt beweisen. Für ihr unermüdliches Engagement

für Frauen sind ihr offene Ohren, Achtung und Wertschätzung

sicher. (INGE VOIGT-KÖHLER)

Menschen im Frauensport

Begonnen hat die Porträt-Reihe am 8. März 2025, zum Internationalen

Frauentag, mit Arno Kunath, dem Begründer des Frauenturnens

in Bremen. Die Mitglieder des Ausschusses „Frauen und Gleichstellung“

stellen hier Menschen vor, die etwas für Sportfrauen, für Frauensport

bewirkt haben. Sie kennen auch jemanden, der/die sich um

Frauen und Sport verdient gemacht hat? Dann informieren Sie uns

per E-Mail an bildungswerk@lsb-bremen.de, wir berichten gerne!

21


WK-SPORTGIPFEL

Harald Wolf (Sportkoordinator Oberschule Ronzelenstraße)

und Ingelore Rosenkötter (SPD).

Anja Stahmann (Grüne) und Sportsenator Ulrich

Mäurer (SPD).

Gäste konnten sich in der Sportart

Showdown versuchen.

Fotos: Kerstin Moebius (6), Frank Thomas Koch (3)

Die Werder-Urgesteine Jürgen Born und

Jonny Otten (v. l.).

Die Einlaufkinder des FC Oberneuland begrüßten die Gäste

mit einer „La Ola“-Welle.

Sebastian Reiher, Mario Roggow, Jens Wiegandt

und Erik Weispfennig.

Die Fußballtrainer des SV Hemelingen

Günter (links) und Feyhat Tuncel.

Grün-Gold-Trainer Roberto Albanese, LSB-Präsidentin

Eva Quante-Brandt und Jens Steinmann (1. Vorsitzender

Grün-Gold) (v. l.).

Gastgeber Peter Gagelmann mit WESER-

KURIER-Sportchef Olaf Dorow und Chefredakteur

Benjamin Piel (v. l.).

Lockerer Austausch beim „Sportgipfel“

Prominente Gäste, Mitmachaktionen und inklusive Highlights im Mercedes-Benz-Kundencenter

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Beim fünften „Bremer Sportgipfel“ des WESER-KURIER trafen

sich Anfang September Sportler:innen, Vereine und Politik.

Gemeinsam wurde über die Bedeutung des Sports für die

Gesellschaft und die vielfältigen Möglichkeiten, die er bietet, diskutiert.

Dabei rückte auch die Rolle des Sports als verbindendes

Element in den Fokus, das Menschen unabhängig von Alter, Herkunft

oder körperlichen Voraussetzungen zusammenbringt.

Die Veranstaltung, die im stilvollen Ambiente des Mercedes-

Benz-Kundencenters stattfand, zog rund 370 Gäste an. Unter ihnen

befanden sich prominente Persönlichkeiten wie der noch bis

Jahresende amtierende Sportsenator Ulrich Mäurer, die Werder-

Bremen-Legenden Jonny Otten und Thomas Wolter sowie der

ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Peter Gagelmann. Die Teilnehmer:innen

nutzten die Gelegenheit, um sich sportartübergreifend

auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und die Vielfalt des

Sports in Bremen zu feiern.

Schon der Empfang setzte ein erstes Highlight: Die Einlaufkinder

des FC Oberneuland begrüßten die Gäste mit einer

fröhlichen La-Ola-Welle, die für eine lockere und zugleich festliche

Atmosphäre sorgte. Doch damit nicht genug – der Sportgipfel

bot nicht nur Raum für Gespräche, sondern auch zahlreiche

Mitmachaktionen, die die Besucher:innen aktiv einbanden.

So konnten sich Interessierte unter der Anleitung von Profis

der Eisbären Bremerhaven im Basketball ausprobieren, während

der Behindertensportverband die Sportart Stocksport vorstellte

und damit einen Einblick in die Vielfalt des inklusiven

Sports gab.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die beeindruckende

Vorführung der Sportart Showdown durch den Sportverein 1860. Bei

diesem inklusiven Spiel treten die Spieler:innen mit verbundenen

Augen gegeneinander an und versuchen, mit einem Holzschläger

einen Rasselball ins gegnerische Tor zu befördern. Diese außergewöhnliche

Sportart, die sowohl Konzentration als auch ein hohes

Maß an Reaktionsvermögen erfordert, zog die Aufmerksamkeit der

Anwesenden auf sich und verdeutlichte eindrucksvoll, wie Sport

Barrieren überwinden und Menschen zusammenbringen kann.


BREMER SPORTJUGEND

Hauptversammlung in der Skatehalle

Bremer Sportjugend im LSB Bremen lädt ein / Spannendes Rahmenprogramm

Fotos: Freepik, LSB

Anfang November lädt die Bremer Sportjugend im LSB Bremen

e. V. ihre Mitgliedsorganisationen herzlich zur Hauptversammlung

in der Skatehalle P5 des Sportgarten e. V. ein.

Schon der Veranstaltungsort verleiht der Sitzung eine besondere

Atmosphäre: Wo sonst Skater:innen durch die Halle rollen,

kommen an diesem Abend Vereinsvertreter:innen, Interessierte

und junge Engagierte zusammen, um sich neben der eigentlichen

Hauptversammlung der Bremer Sportjugend, über die Förderung

von jungem Engagement auszutauschen. Auch die Hauptversammlung

selbst soll durch die Erklärungen der einzelnen Schritte

jugendgerechter werden.

Das Programm:

Ab 17 Uhr: Workshop „Förderung von jungem Engagement“

In altersgemischten Gruppen wird diskutiert, wie Vereine junge

Menschen noch stärker einbeziehen können. Welche Strukturen

zur Beteiligung junger Menschen gibt es bereits und wie kann der

Verein Partizipation weiter fördern. Auch Fragen wie „Was motiviert

dich als Trainer:in?“ und „Welche Unterstützung brauchst du

von deinem Verein?“ stehen im Mittelpunkt.

Ab 19 Uhr: Hauptversammlung

Hier entscheiden die Mitglieder über die Ausrichtung der Bremer

Sportjugend und wählen ihre Leitung. In diesem Jahr stehen turnusgemäß

die Wahlen des Vorstands auf der Tagesordnung. Für

alle, die zum ersten Mal dabei sind, wird der formal klingende Ablauf

verständlich erklärt und auch Fragen sind ausdrücklich erwünscht,

sodass auch Neulinge einen guten Einstieg finden.

Ab ca. 20 Uhr: Austausch, Snacks & Sport

Bei Getränken und kleinen Snacks bleibt Zeit zum Netzwerken und

Nachfragen. Zusätzlich steht die Skatehalle zur Verfügung – mit

Leihmaterial für Skating sowie Angeboten wie zum Beispiel Spikeball

und Cornhole.

Die Teilnahme am kompletten Programm kann mit vier Lerneinheiten

für die Verlängerung von Übungsleiter:innen- oder Vereinsmanager:innen-Lizenzen

angerechnet werden. Für Freiwilligendienstleistende

gilt der Tag zudem als Seminartag.

Damit besser geplant werden kann, bittet die Bremer Sportjugend

um Anmeldung per Mail an: info@bremer-sportjugend.de

Die Hauptversammlung findet am Mittwoch, 5. November, 19 Uhr, in

der Skatehalle P5 des Sportgartens statt. Die Adresse ist: An der Weide

50a, 28195 Bremen – direkt am Hauptbahnhof.

23


DOSB

Foto: DOSB

Der DOSB hat eine Kommunikationskampagne

unter dem Motto

„Dafür sein ist alles.“ gestartet, um

eine breite Unterstützung für die Ausrichtung

Olympischer und Paralympischer

Spiele in Deutschland zu gewinnen. Die

Kampagne soll die Bevölkerung mobilisieren,

da für eine erfolgreiche Bewerbung die

Zustimmung der Menschen entscheidend

ist.

Sport bewegt – nicht nur auf dem Spielfeld,

sondern in allen Bereichen des Lebens.

Seine verbindende Kraft wird bei Olympischen

und Paralympischen Spielen besonders

sichtbar – und noch stärker, wenn

sie im eigenen Land stattfinden. Spiele in

Deutschland wären ein starkes Signal für

Aufbruch, Zusammenhalt und eine positive

Zukunft. Olympia ist die Chance, das Land

gemeinsam fit zu machen – körperlich,

wirtschaftlich und sozial.

Diese Vision trägt die neue Kommunikationskampagne

des DOSB, die pünktlich

zur nächsten Phase des Bewerbungsverfahrens

gestartet wurde. Berlin, Hamburg,

München und die Rhein-Ruhr-Region hatten

im Mai ihre Konzepte eingereicht, nun

kommt es auf die Bevölkerung an. Am 26.

Oktober stimmen zuerst die Münchner:innen

in einem Bürgerentscheid über mögliche

Spiele in ihrer Stadt ab.

Kaum etwas beschreibt die Magie der

Spiele so treffend wie das Motto „Dabei

sein ist alles.“ Mit der Kampagne geht der

DOSB einen Schritt weiter: Aus „Dabei sein

ist alles.“ wird „Dafür sein ist alles.“

„Jung, sportlich, FAIR“

Fair Play-Preis / Bewerbung bis Jahresende

24

Die Deutschen Olympische Gesellschaft e. V. (DOG) hat in

diesem Jahr zum 14. Mal den Fair Play-Preis „Jung, sportlich,

FAIR“ ausgeschrieben. Auch 2025 sollen wieder faire

Gesten im Sport sowie Projekte von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

in den Fokus gerückt werden. Teilnehmen können alle

Sportlerinnen und Sportler im Alter von 12 bis 19 Jahren. Bewerbungen

sind bis zum 31. Dezember möglich.

Fair Play im Sport steht für:

X die Anerkennung und Einhaltung der (Spiel-)Regeln

X den partnerschaftlichen Umgang mit dem Gegner und den Mitspielern

X die Achtung der gleichen Chancen und Bedingungen

X die „Begrenzung“ des Gewinnmotivs (kein Sieg um jeden Preis)

X die Wahrung der Haltung bei Sieg und Niederlage

Wer eine solche konkrete Fair Play-Geste im Verein oder in einem

Wettbewerb erlebt hat, ist eingeladen, den Fair Play-Wettbewerb

zu nutzen, um darauf aufmerksam zu machen.

Für den Fair Play-Preis 2025 sind ausgelobt:

1. Platz: Finanzielle Förderung in Höhe von 500 Euro

2. Platz: Finanzielle Förderung in Höhe von 300 Euro

3. Platz: Finanzielle Förderung in Höhe von 200 Euro

Anmerkung: Die finanzielle Förderung erhält der jeweilige Sportverein

bzw. die Schule, dem/der der Sportler/die Sportlerin bzw. die

Mannschaft zugehörig ist.

Weitere Infos zur Bewerbung unter:

https://dog-bewegt.de/engagement/jung-sportlich-fair/

Foto: DOG


DOSB

Im Sport vereint

Neue Studie: Großteil der Bevölkerung sieht

in Sportvereinen wichtigste Institution

für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Foto: LSB NRW / A. Bowinkelmann

Sportvereine leisten den mit Abstand wichtigsten Beitrag

zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Das

geht aus einer aktuellen, repräsentativen Studie hervor, die

das Leibniz-Institut für Medienforschung sowie das Forschungsinstitut

Gesellschaftlicher Zusammenhalt und mindline media gemeinsam

mit ARD, ZDF und Deutschlandradio im Frühjahr 2025

durchgeführt haben und deren Ergebnisse am Mittwoch, 17. September,

vorgestellt wurden. Für die Studie wurden 1.351 Personen

ab 14 Jahren befragt.

In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher und politischer Polarisierung

gaben 65 % der befragten Personen an, dass der Beitrag

von Sportvereinen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt „sehr

hoch“ oder „eher hoch“ sei. Damit liegt der Sport deutlich an erster

Stelle aller genannten Bereiche, noch vor der Wissenschaft (58 %),

dem Bundesverfassungsgericht (55 %) und den öffentlich-rechtlichen

Medien (53 %).

Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen

Sportbundes, sieht in den Umfrageergebnissen eine Bestätigung

der Arbeit der Vereine: „Der Sport mit seinen 86.000 Vereinen ist

der größte Bereich in unserer Gesellschaft, der Menschen aus allen

Schichten und Kulturen noch zusammenbringt. Sportvereine sind

die wichtigste Institution für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

in Deutschland. Was sie Woche für Woche leisten, ist durch

nichts zu ersetzen. Diese Studie ist ein deutliches Signal an alle

Entscheider in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft: Fördert den

Sport, denn er gibt uns allen ein Vielfaches von dem zurück, was

wir in ihn investieren.“

Anfang des Monats hatte die Bundesregierung die sogenannte

Sportmilliarde angekündigt, mit der sie bis zum Ende der Legislaturperiode

Geld in die bröckelnde Sportinfrastruktur investieren

möchte. Der DOSB begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. Die Ergebnisse

der aktuellen Umfrage bestätigen, dass diese Investitionen an

der richtigen Stelle ankommen und das Signal an die Menschen

vor Ort senden, dass sich etwas tut im Land und in ihrem Leben.

Der DOSB appelliert an die Bundesländer, ihren Anteil des Länder-Sondervermögens

dazu zu nutzen, um ebenfalls Investitionen

in den Sport und seine Infrastruktur zu tätigen.

„Wenn wir es schaffen, den Sport als zentralen Bestandteil in

der Mitte unserer Gesellschaft auf Vordermann zu bringen, betonen

wir damit eine wichtige Botschaft: Es geht voran in unserem

Land. Durch moderne Sportstätten und gut aufgestellte Sportvereine

kann der gesellschaftliche Zusammenhalt wieder gestärkt

werden. Das ist in Zeiten wie diesen wichtiger denn je“, so Weikert.

Weitere Informationen zur Studie:

https://www.ard-zdf-deutschlandradio-zusammenhaltsstudie.de/

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INTEGRATION

Gemeinsam Zukunft gestalten

„Integration durch Sport“: Berater, Förderer und Netzwerkpartner im Vereins- und Verbandssport

Wie kann sich das Programm „Integration

durch Sport“ (IdS) zukunftsgerecht

als Berater, Förderer

und Netzwerkpartner im Vereins- und

Verbandssport aufstellen? Um Antwort

auf diese Frage zu finden, trafen sich rund

80 Mitarbeitende aus Landessportbünden

und -jugenden, dem Deutschen Olympischen

Sportbund (DOSB) sowie dem

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

(BAMF) unter dem Motto „Zukunft gemeinsam

gestalten!“ beim bundesweiten

Fachforum „Integration durch Sport“ am

16. und 17. September in Frankfurt.

Der organisierte Sport muss sich wandelnden

sozialen und politischen Rahmenbedingungen

wie knappe Kassen, demografische

Umbrüche und antidemokratische

Bewegungen stellen. Auf der anderen Seite

ist der Sportverein nach wie vor die wichtigste

Institution für gesellschaftlichen Zusammenhalt,

wie zuletzt eine Studie des

Leibniz-Instituts sowie des Forschungsinstituts

Gesellschaftlicher Zusammenhalt im

Auftrag des ZDF bestätigt hat (mehr zum

Thema auf Seite 25). Der organisierte Sport

bietet also wirksame Lösungen für gesellschaftliche

Probleme. Diese funktionieren

aber nicht ohne Ressourcen.

Einen eindrücklichen Denkanstoß bot

ein „Live-Podcast“ mit Nina Reip (DOSB),

in dem über den Umgang mit antidemokratischen

Tendenzen im Sport gesprochen

Foto:DOSB

wurde. Dabei wurde klar: Auch wenn versucht

wird, es teils anders zu proklamieren,

sind Sportvereine (gesellschafts-)politisch

nie neutral. Vereine und Verbände leben

immanent klare demokratische Werte:

Fairness, Respekt, Anerkennung. Diese

Werte besitzen auch zentrale demokratische

Komponenten, wie die Anerkennung

des Gegenübers als Menschen, unabhängig

von dessen Religion, Hautfarbe oder Herkunft.

Mit Blick auf die Zukunft stand beim

Fachforum das Thema Strategieanpassung

des Bundesprogramms „Integration

durch Sport“ im Mittelpunkt. Solche Anpassungen

sind im Abstand weniger Jahre

üblich, diesmal jedoch besonders umfassend.

Hintergrund sind tiefgreifende gesellschaftliche

Entwicklungen, personelle

Veränderungen im DOSB und BAMF sowie

die Ergebnisse aus dem Innovationspanel

2023 und der Dialogtour 2024. Die klare

Erkenntnis: IdS braucht strukturelle Veränderungen

und ein neues Leitbild als inhaltlichen

Kompass. Deshalb wurde eine

AG Strategie ins Leben gerufen, die die

Ausgangslage neu verortet, Zielgruppen

schärfer definiert und zentrale Leistungsbereiche

weiterentwickelt hat.

Im Fachforum selbst konnten die

hauptamtlichen IdS-Mitarbeiter:innen in

einem interaktiven World Café Feedback

geben: Was überzeugt, wo liegen Stolpersteine,

welche Chancen eröffnen sich? Im

Mittelpunkt des zweiten Tages standen

praxisnahe Workshops: Von Vereinsberatung

über Antirassismus bis hin zu digitalen

Tools wie KI und Canva. Das Fachforum

hat gezeigt: Zukunft braucht das Miteinander.

„Integration durch Sport“ ist nicht

nur ein Förderprogramm, sondern hat sich

über die letzten 35 Jahre auch zu einem

Netzwerk entwickelt, das Vereine stärkt –

in Bremen sowie überall in Deutschland.

Dank an Mo Tahier und Andrea Singhal

Posten des Ausschusses „Soziale Arbeit im Sport“ nach dem Tod von Angelo Caragiuli wieder besetzt

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Von Oktober 2021 bis Ende September

2025 haben Muhammed „Mo“

Tahir und Andrea Singhal als dessen

Stellvertreterin die „Akteursgruppe

Sport“ im Bremer Rat für Integration ehrenamtlich

geleitet und die Interessen von

Menschen mit Einwanderungsgeschichte

im Sport vertreten.

Der Bremer Rat für Integration (BRI)

ist ein zivilgesellschaftliches Gremium,

das seit 2005 in Bremen und Bremerhaven

wirkt. Er besteht aus 32 ehrenamtlichen

Mitgliedern und ihren Stellvertretungen,

die aus unterschiedlichen Bereichen – wie

Wohlfahrt, Bildung, Kultur, Gesundheit,

Medien und Sport – kommen.

Ziel ist es, das Wir-Gefühl in Bremen

zu stärken, Teilhabe zu fördern, Diskriminierungserfahrungen

sichtbar zu machen

Foto: LSB

und in den Dialog mit Politik und Öffentlichkeit

zu treten. Der BRI hat kein direktes

politisches Mitentscheidungsrecht, ist aber

als Impulsgeber und beratendes Gremium

politisch anerkannt. Die Arbeitsgruppe

Sport organisierte in den vergangenen Jahren

nebst seiner nicht direkt sichtbaren

(Lobby-)Arbeit offene Familiensporttage

gemeinsam mit dem Programm „Integration

durch Sport“ im Landessportbund

Bremen.

Zum Beginn ihrer letzten Legislaturperiode

am 6. Oktober 2021 wurden die

Mitglieder des BRI noch von institutionellen

Partnern, im Sport dem Landessportbund

Bremen, berufen. In der Zwischenzeit

durchlief der BRI umfassende Strukturveränderungen:

Statt Direktdelegation setzt

der Rat inzwischen auf ein Interessenbekundungsverfahren

und Auswahl durch

eine Jury. Die kommende Besetzung, auch

bezogen auf die AG Sport, ist damit also

noch offen.

Der Landessportbund dankt Mo Tahir

und Andrea Singhal herzlich für das Engagement

zur Förderung von Teilhabe, Vielfalt

und Verständigung im Bremer Sport.


Als der Krieg in der Ukraine ausbrach, packte sie ihre Tochter

und fuhr los – quer durch Europa, über Rumänien, Ungarn,

die Slowakei und Tschechien, bis sie schließlich in Bremen

ankam. Schutz zu finden war das Ziel – und neue Wurzeln

zu schlagen. Heute steht sie als lizenzierte Trainerin mit einem

Lächeln vor ihren Fitnessgruppen im Casa Cultural Bremen e. V.,

bringt Menschen in Bewegung und verbindet Körperkraft mit innerer

Stärke.

„Sport heilt – nicht nur den Körper, sondern auch die Seele“,

sagt die Ukrainerin Tetiana Holovaschich, die alle nur Tanja nennen.

Vor genau drei Jahren verließ sie die ukrainische Stadt Odessa.

Ihr Auto klein, die Fahrt lang, die Zukunft ungewiss. Zurück blieben

ihr gewohntes Leben am Schwarzen Meer, ihre Familie, ihre

Arbeit – und all das, was der Krieg plötzlich unmöglich gemacht

hatte. Was sie mitnahm: ihren unerschütterlichen Willen und die

tiefe Überzeugung, dass Bewegung Halt geben kann – auch in unruhigen

Zeiten.

Der Sport war schon immer Teil ihres Lebens. Als junge Frau

träumte sie davon, an einer Sportuniversität zu studieren – doch

ihre Eltern rieten ab. Sie schloss ein Studium an der Wirtschaftsfakultät

ab, doch ihre Leidenschaft blieb: Skifahren in den Bergen,

Volleyball, Eiskunstlauf, sogar Rallye-Auto fahren. Kurz vor dem

Krieg machte sie ihren Motorradführerschein. Später entdeckte

sie die Luftakrobatik für sich. Sie absolvierte eine Trainerausbildung

in der Ukraine und arbeitete mit Kindern und Jugendlichen.

Auch Yoga begleitete sie über viele Jahre.

Neuanfang an der Weser

INTEGRATION

Von Odessa nach Bremen

Tetiana Holovaschich verbindet im Casa Cultural Bewegung, Gemeinschaft und Hoffnung

In Bremen fand sie zurück zur Bewegung. Das Joggen entlang der

Weser wurde zum täglichen Ritual, ein Stück Freiheit in einer fremden

Stadt. „Ich lasse beim Laufen die Sorgen hinter mir“, sagt sie.

Als ihr der Landessportbund Bremen ein kostenloses Qualifizierungsprogramm

anbot, nutzte sie die Chance. Sechs Monate später

hielt sie die Lizenz als Übungsleiterin C in den Händen – und fand

im Casa Cultural Bremen e. V. einen Ort, an dem sie wieder das tun

konnte, was sie liebt: mit Menschen arbeiten, sie stärken, sie begleiten.

Im Casa Cultural Bremen e. V. finden Tanjas Fitnessangebote

in einem Umfeld statt, das mehr ist als eine klassische Tanzschule.

Der gemeinnützige Verein bringt seit Jahren Menschen aus aller

Welt zusammen – durch Tänze wie Salsa Cubana, Bachata, Afro,

Kizomba und auch durch Fitnessformate wie Tanjas Fitnesskurse

oder Zumba®. Das Casa Cultural ganz in der Nähe des Bremer

Hauptbahnhofs ist nicht nur ein Raum für Tanz und Bewegung,

sondern auch ein Treffpunkt für kulturellen Austausch und Gemeinschaft.

Hier trainieren Menschen aus unterschiedlichen Ländern

gemeinsam. Sie lachen, schwitzen, kommen ins Gespräch,

wachsen über sich hinaus. Im Zentrum der Fitnesskurse: eine Trainerin,

die weiß, was es heißt, neu anzufangen – und wie viel Kraft

im Sport liegt. „Hier entsteht Gemeinschaft – unabhängig davon,

woher man kommt oder welche Sprache man spricht“, so Kubaner

Onelis Sanchez aus dem Vorstand des Vereins.

Trainerin, Mentorin und Zuhörerin

Tanjas Trainings sind schweißtreibend, aber nie überfordernd.

„Jede Einheit ist wie ein kleiner Kampf mit sich selbst – und am

Ende wartet ein süßer Sieg“, erzählt sie. Viele Teilnehmende kommen

regelmäßig. Besonders bewegend, berichtet sie, war ein Moment,

als eine Schwangere bis kurz vor der Geburt mittrainierte

– und wenige Tage nach der Entbindung wiederkam, das kleine

Baby schlafend im Maxicosi neben der Matte. Ihre Gruppen sind

bunt gemischt: Menschen aus der Ukraine, aus Deutschland, aus

Südamerika – alle vereint durch den Wunsch, sich zu bewegen, den

Alltag abzuschütteln und neue Energie zu tanken. „Manchmal bin

ich für sie Trainerin, manchmal große Schwester, manchmal einfach

Zuhörerin“, sagt Tanja. „Ich höre zu, wenn jemand seine Geschichte

teilen möchte. Ich kenne diese Gefühle – Angst, Unsicherheit,

der Wunsch, stark zu bleiben.“ Was sie weitergibt, ist Mut, die

Einladung, an sich selbst zu glauben – und den vielleicht stärksten

Gegner zu besiegen: die eigenen Zweifel.

Eine Brücke zwischen zwei Welten

Es gibt einen Ort in Bremen, den sie besonders liebt: eine ruhige

Stelle am Weserufer. Dort steht ein kleiner Holzsteg – im Sommer

sitzt sie oft dort, die Füße im Wasser. „Dann bin ich wieder am

Schwarzen Meer, in meiner Kindheit, wo alles begann“, sagt sie.

Dieser Ort ist für sie wie eine stille Brücke zwischen Gestern und

Heute, zwischen der Ukraine und Bremen – zwischen dem Leben,

das sie verlassen musste, und dem, das sie nun aufbaut.

Fotos: privat

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VEREINE & VERBÄNDE

Functional Fitness

1860-Nachwuchstalente qualifizieren sich für die WM

Ein großer Erfolg für den Nachwuchs von Bremen 1860: Die

beiden 14-jährigen Athleten Bela Sobel und Benno Weller

haben sich bei der Deutschen Meisterschaft im Functional

Fitness Ende Juni in Düsseldorf für die Weltmeisterschaft in Vilnius

(Litauen) am 6. und 7. Dezember 2025 qualifiziert.

Beide traten erstmals auf nationaler Ebene an und überzeugten

auf ganzer Linie: Benno Weller erkämpfte sich in der Altersklasse

13–14 Jahre den zweiten Platz, Bela Sobel sicherte sich den dritten

Platz. Gemeinsam mit drei weiteren jungen Athlet:innen von

CrossFit 1860 zeigten sie eindrucksvollen Teamgeist, Kampfwillen

und große Freude am Sport.

„Alle haben alles gegeben. Es war schön zu sehen, wie sie sich

gegenseitig unterstützt, neue Erfahrungen gesammelt und ihre

Komfortzonen verlassen haben”, so Coach Eli Gerhard, der stolz auf

seine Schützlinge ist. Mit der Qualifikation zur Weltmeisterschaft

wartet nun zum Ende des Jahres das nächste große Abenteuer auf

die beiden Bremer Talente.

Mehr Infos zu Bremen 1860 unter: https://bremen1860.de

Foto: Christoph Hoffmann

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Foto: privat

Neue Reithallendächer

Hubertus Reitverein feiert im November

Nach einer großen Asbestsanierung feiert der Hubertus Reitverein

Bremen am 15. November mit der Einweihung der

neuen Dächer der Reithallen einen historischen Tag. Zugleich

findet im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten am 15. November

ab 9 Uhr den ganzen Tag über ein WBO-Turnier, mit spannenden

Ritten von vereinseigenen Talenten, Reitschüler:innen und

Gästen, statt. Die Eröffnungsansprache ist um 12 Uhr geplant. Die

gesamten Feierlichkeiten und das Turnier sind offen für alle. Der

Verein freut sich über zahlreiche Besucher:innenw.

Als Pilotprojekt für das vom Pferdesportverband Bremen ins

Leben gerufene Förderprogramm zur Asbestsanierung der Hallendächer

von Bremer Reitvereinen konnte der Hubertus Reitverein

Bremen auch mit Hilfe von dazu gehörenden Fördergeldern

der Stadt Bremen, dieses intensive Bauprojekt realisieren.

Nicht nur optisch ist die Sanierung der Reithallen ein großer

Gewinn, gleichzeitig kann so langfristig eine sichere und intakte

Infrastruktur für alle Mitglieder und Gäste gewährleistet werden.

Zusammen mit der Dachsanierung sowie einer Bandenerneuerung,

die in diesem Zuge mit umgesetzt wurde, freuen sich die Vereinsmitglieder

über rundum erneuerte, zukunftssichere Reithallen.

Roman Fress übernimmt

Neuer Tauchlehrer bei den Bremer Sterntauchern

Der Bremer Tauchsportclub Sterntaucher hat einen neuen

Tauchlehrer. Der 49-jährige Roman Fress hat im September

neben fünf weiteren Taucherinnen und Tauchern, darunter Dana

Ransby vom TSC Bremen, die TL1-Prüfung im südnorwegischen

Åros bestanden.

„Roman hat durch sein lösungsorientiertes und freundliches

Auftreten sowie durch seine guten taucherischen Fertigkeiten die

Prüfer überzeugt“, sagte Markus Brand, einer der beiden Prüfer,

im Anschluss. „Das war irrsinnig anstrengend, hat aber total viel

Spaß gemacht“, fasst Brands Prüfling, Roman Frees, die Woche

in Norwegen mit ihren zwölf

Tauchgängen zusammen.

Nach nur sechs Jahren Tauchen

blickt Roman Frees bereits

auf eine steile Karriere zurück.

Im Juni 2019 macht er zusammen

mit seiner Tochter den ersten

Stern, darf von nun an nach

den Regeln des Verbands Deutscher

Sporttaucher (VDST)

auch ohne Tauchlehrer ins Wasser,

allerdings nur in Begleitung

eines erfahrenen Tauchers mit

wenigstens zwei Sternen. Die

Prüfung zum Zwei-Sterne-Taucher,

dem „Advanced Sports

Diver“, legt Roman im August

2022 ab. Nur zwei Jahre später

erhält er den dritten Stern

und damit das höchste deutsche

Sporttaucher-Abzeichen.

Er darf sich nun „Dive Leader“

nennen.

Foto: Bremer Tauchsportclub Sterntaucher


Walking Football

Ü-60 Sportler eröffnen den Spielbetrieb des Bremer-Fußball-Verbands

VEREINE & VERBÄNDE

Foto: Bremer Fußball-Verband

Ende September hat der Bremer Fußball-Verband

Geschichte geschrieben:

In Bremerhaven fand das erste

Walking Football Turnier im regulären

Spielbetrieb statt. Gastgeber war der SFL

Bremerhaven, der zusammen mit einer

Spielgemeinschaft aus dem TuS Komet

Arsten und der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst

sowie dem TSV Posthausen antrat.

Gespielt wurde im Modus einer Doppelrunde

mit Hin- und Rückspiel, sodass jedes

Team auf reichlich Einsatzzeit kam. Auf

dem Feld zeigte sich, dass die neue Spielform

nicht nur Gesundheit und Gemeinschaft

fördert, sondern auch sportlich packende

Begegnungen ermöglicht.

Die Spielgemeinschaft TuS Komet Arsten/TSG

Seckenhausen-Fahrenhorst erwies

sich dabei als das spielstärkste Team

und setzte sich mit drei Siegen und einem

Unentschieden an die Spitze der Tabelle.

Walking Football, das sich speziell an

Spieler:innen über 55 Jahre richtet, legt den

Fokus auf Bewegung, Gesundheit und Gemeinschaft.

Genau das spiegelte sich am

ersten Turniertag wider. Neben dem sportlichen

Ehrgeiz standen vor allem Freude

am Spiel und der Austausch zwischen den

Teams im Vordergrund. Im BFV wird in der

Premierensaison zunächst ein Spielbetrieb

für Ü 60-Spieler:innen (Ü 55-Spieler:innen

können auf Antrag zugelassen werden) angeboten.

Foto: privat

Erfolgreiche Regatta

Bremer Sportler etablieren sich in der Monas-Klasse

Die Monas ist eine nationale

Klasse des Deutschen Seglerverbands.

In Bremen hat sich

in den letzten Jahren eine eigene

Flotte etabliert. Nach der

letzten Ranglistenregatta steht

das Ergebnis der Jahresrangliste

2025 fest. Uwe Wenzel

(Wassersportverein Aumund)

mit GER 425 „Cala…Ganbare

WEA“ hat nach der Zwischenranglistenwertung

auch die

deutsche Gesamtrangliste mit

über 30 Punkten Vorsprung vor

Bernd Reinarz aus Duisburg

gewonnen. Horst Hollmann GER 500 „Lesmonas“ (Weser Yacht

Club Bremen) komplettierte als Dritter das gute Abschneiden der

Bremer Monas-Segler in dieser Saison.

Gerhard Pegel (Weser Yacht Club Bremen) und Uwe Wenzel

haben das Segel-Design in dieser Klasse laufend mit zwei Bremer

Segelmachern weiterentwickelt und kontinuierlich verbessert.

Die Bremer Monas-Segler trainieren regelmäßig auf der Weser

bei Vegesack und konnten sich in diesem Jahr nochmals verbessern.

Vor allem bei mehr Wind segeln die drei Bremer konstant

vorn in den einzelnen Wettfahrten.

Eldorado für MTB und Co.

Pumptrack Bremen e. V. eröffnet ersten Dirtpark

Nach drei Jahren Vorbereitung haben die Mitglieder des Pumptrack

Bremen e. V. jetzt Bremens ersten Dirtpark und damit ein

Eldorado für MTB, Dirtbikes und BMX an der Senator-Apelt-

Straße eröffnet. Auf 5.000 m² Fläche sind zwei große Jumplines,

ein Pumptrack und die Basis für einen späteren Tricksprung entstanden.

Ein Kids-Pumptrack und eine BMX-Line befindet sich

nach der sicherheitstechnischen Abnahme ebenfalls auf dem

Lageplan wieder. Die Anlage ist mit einer speziellen Deckschicht

versehen, so dass ganzjährig gefahren werden kann.

Die Idee hinter dem Projekt:Vom Kind mit Laufrad und ersten

Fahrversuchen bis hin zur Trainingsmöglichkeit für Profi-Biker

soll die jederzeit kostenfrei zugängliche Rollsportanlage möglichst

viele Menschen ansprechen. Ein weiteres Plus: Die naturnahe

Gestaltung des Geländes mit diversen Aufenthaltsbereichen

lädt auch abseits des Fahrrads zum Besuch ein.

Foto: Pumptrack Bremen e. V.

29


VEREINE & VERBÄNDE

Gewinnerinnen der Herzen

Drachenboot-Frauen holen Sympathiepreis

Foto: „pinke deerns“

Auf Platz 28 im Teilnehmerfeld – und

mit Abstand zum sympathischsten

Team vom Publikum gewählt: Der

Jubel ist groß bei den „pinken deerns“ von

den KanuSport-Freunden beim Melitta-

Schlachte-Drachenboot-Cup. „Pink paddling“:

von Brustkrebs betroffene Frauen

paddeln zusammen Drachenboot und stärken

so Gesundheit, Gemeinschaftsgefühl

und Lebensfreude. Das war beim Drachenboot-Cup

offensichtlich und spürbar.

Die „pinken deerns“ waren das einzige

reine Frauenteam am Start. So ist es nicht

verwunderlich, dass trotz der perfekt synchron

gepaddelten Läufe die Power fehlte,

um mit den überwiegend männlich besetzten

Booten mitzuhalten. Pink dominiert

die Farbe von Kleidung und Accessoires bis

hin zu den Perücken. Mit ihrer fröhlichen

Choreografie feuerten sie sich selbst ebenso

an wie andere Mannschaften. Als nach

den drei Vorläufen ihr Ausscheiden aus den

Rennen um die vorderen Plätze besiegelt

war, unterstützten sie die Teams aus befreundeten

Organisationen.

Die „pinken deerns“ von den KanuSport-

Freunden trainieren dienstags auf der Weser.

Infos unter https://www.kanusportfreunde.de

unter Aktivitäten.

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Foto: Freepik

Neue Boule-Anlage

Offizielle Eröffnung beim TSV Borgfeld

Die neuen Boule-Bahnen des TSV Borgfeld am Hamfhofsweg

55 sind fertiggestellt und können ab sofort bespielt werden.

Am Donnerstag, 9. Oktober, findet um 10 Uhr die offizielle Eröffnung

der neue Boule-Anlage statt, die aus zwei Standard- und

einer Turnierbahn besteht. Der Vorstand des Vereins und Abteilungsleiter

Hans Paterkiewicz freuen sich über reges Interesse.

Mitglieder und Gäste sind herzlich zur Einweihungsfeier eingeladen.

Auf dem Vereinsgelände des TSV sind Unterstellmöglichkeiten

und sanitäre Anlagen vorhanden, die auf Boule-Plätzen in

Parks oder auf öffentlichen Flächen oftmals fehlen. Der Verein

hofft so auf neue Mitglieder für die neu geschaffene Boule-Abteilung.

Neben der sportlichen Betätigung bietet der Boule-Sport

auch soziale Kontakte.

Tischtennis inklusiv

Bremen 1860 schafft neues Angebot

Tischtennis ist das schnellste Rückschlagspiel der Welt und

wird nun wieder bei Bremen 1860 für Kinder und Jugendliche

von 9 bis 14 Jahren angeboten. Das Besondere: Das Angebot ist

offen für alle und bewusst inklusiv gestaltet.

Jeden Mittwoch von 17 bis 18 Uhr treffen sich die jungen Spieler:innen

in Halle 2 am Baumschulenweg, um unter der Anleitung

von Sören Müller zu trainieren. Müller ist Trainer im Kindersport

bei 1860 und studierter Sportlehrer. Gemeinsames Spielen, Freude

an Bewegung und das Miteinander stehen im Vordergrund.

„Mir ist wichtig, dass alle Kinder mitmachen können – unabhängig

von ihren Voraussetzungen. Wenn die Freude am Spiel da

ist, entwickelt sich alles andere von selbst“, betont Müller. Spielformen

wie der beliebte „Rundlauf” sorgen dafür, dass wirklich

jede und jeder eingebunden ist und die Gruppe gemeinsam in Bewegung

bleibt.

Mit dem neuen Tischtennisangebot erweitert Bremen 1860

seinen Kindersportbereich und knüpft an das bewährte Konzept

des Sportkompasses an. Ziel ist es, allen Kindern den Zugang zu

Sport und Bewegung zu ermöglichen – egal, ob sie Vorerfahrungen

oder ein Handicap haben.

Foto: Bremen 1860


Foto: VRV

Stolzes Team

Tomasz Führer und Alex Weiß

trainieren die 1. Herren-Fußball-

Mannschaft des TV Eiche Horn

125 Jahre

Jubiläumsfeier beim Vegesacker Ruderverein

Der Vegesacker Ruderverein hat sein

125-jähriges Jubiläum mit einem Festwochenende

gebührend gefeiert. Zu den

Gästen beim Festessen im Haus Krän-

Zielsicher

Dartsparte beim TuS Komet Arsten

Der TuS Komet Arsten freut sich über die

Gründung einer Dart-Gruppe innerhalb

des Vereins. Bisher haben sich 21 Spieler

und Spielerinnen zusammengetan, um

den anspruchsvollen Geschicklichkeitssport

auch im leistungsorientierten Betrieb

zu betreiben. Acht Spieler:innen werden ab

September in der Kreisliga starten. Es traf

sich zudem, dass sich in Bremen ein Dartdachverband

gegründet hat.

Die Dartspieler:innen betreiben ihren

Sport zurzeit im Anbau Korbhauser Weg.

Der Verein hat vier Scheiben und ein komplettes

digitales Spielsystem einschließlich

dazugehöriger Teppiche angeschafft, um

Alex Weiß und Tomasz Führer (v. l.).

Foto: TVE

Tomasz Führer und Alex Weiß machen

das schon seit Jahren. Und sie sind unglaublich

stolz auf die 1. Herren-Fußball-

Mannschaft des TV Eiche Horn. Ebenso

auf die gesamte Fußball-Abteilung und den

ganzen Verein, die den Erfolg mit ermöglicht

haben. Es wurde viel erreicht, besonders

erfolgreich in den letzten zwei Jahren,

und das alle zusammen. Erst der Aufstieg

in die Landes-Liga, dann im folgenden Jahr

gleich noch einmal in die Bremen-Liga.

Training dreimal pro Woche, Spielbetrieb

am Wochenende – alles sportlich und ehrenamtlich.

Den Kern der Truppe bilden die Jungs

der Jahrgänge 2003 und 2004, die seit der

F-Jugend bei Eiche Horn spielen und treu

dabeigeblieben sind. 28 Spieler sind es aktuell,

im Alter zwischen 19 und 27 Jahren.

Was sie spielerisch zu bieten haben, ist

sehenswert, und sie freuen sich auch über

noch mehr Publikum bei den Spielen. Wer

mit anfeuern möchte, kann sich auf der

Website fussball.de über den Spielplan der

Bremen Liga informieren, dort sind alle

Heim- und Auswärtsspiele aufgeführt.

Gerne einfach vorbeikommen!

In der Bremen Liga ist das Team sportlich

richtig, dort werden sie ihre Fähigkeiten

entwickeln und außerdem und unbedingt

Spaß dabei haben!

holm gehörte unter anderem

LSB-Präsidentin

Eva Quante-Brandt, die

dem VRV in ihrem Grußwort

herzlich gratulierte.

Zum Festprogramm zählten

ebenfalls eine „Ruder-

Ralley auf den Spuren der

Vereinsgeschichte“ sowie

Musik und Tanz im Rahmen

einer Abendveranstaltung.

Eine neue Festschrift

„125 Jahre VRV“ gibt einen Überblick über

die Meilensteine der Jahre seit der Gründung,

darunter der EM Sieg von Luise Asmussen.

Foto: TuS Komet Arsten

einen guten Einstieg zu gewähren. Wer in

den Dart-Sport hineinschnuppern möchte,

ist herzlich willkommen, sollte allerdings

schon etwas Dart-Erfahrung mitbringen.

Die Gruppe trainiert vorerst jeweils montags

ab 19 Uhr.

VEREINE & VERBÄNDE

Geschafft!

Lars Hagemann fliegt erstes

angemeldetes 1000-Kilometer-

Dreieck ab Tarmstedt

Wenig Platz zu ausgelassenen

Jubelgesten hatte Lars Hagemann

im engen Cockpit seines

Segelflugzeuges, wie das obige Foto

zeigt. Dabei hatte er allen Grund zur

Freude. Ihm war es Mitte Juni gelungen,

zum ersten Mal eine angemeldete Dreieckstrecke

über tausend Kilometer vom

Flugplatz Tarmstedt aus zu fliegen und

dort nach einem mehr als zehnstündigen

Flug auch wieder zu landen.

Angemeldet bedeutet, dass die beiden

Wendepunkte des Dreiecks vor dem

Start bestimmt, in dieser Reihenfolge

angeflogen und zielgenau in einem begrenzten

Wendekreissektor angeflogen

werden müssen. Das stellt wesentlich

höhere Anforderungen, als wenn man

die Wendepunkte erst während des Fluges

frei wählen könnte. Lars Hagemann

hatte vor dem Abflug Wendepunkte an

der Warthe in Polen und nördlich von

Leipzig festgelegt. Er flog mit einer ASW

22 BLE. Das Flugzeug hat eine Spannweite

von 27 Metern und gleitet bei völlig

ruhiger Luft aus tausend Meter Höhe

62 Kilometer weit.

Zahlreiche Gratulationen zu dem erfolgreichen

Flug, von Mitgliedern seines

Heimatvereins AIRBUS Segelfluggemeinschaft

Bremen, wie auch von vielen

anderen Pilotinnen und Piloten, bestätigen:

Das war eine tolle Leistung.

Knapp zwei Wochen nach seinem

ersten 1000er Dreieck hat Lars Hagemann

die gleiche Strecke noch einmal

geflogen. Diesmal im Team mit Soufian

El Allouki, der die Aufgabe mit einem

kleineren aber wesentlich moderneren

Flugzeug flog.

Foto: Privat

31


VEREINE & VERBÄNDE

Fusion geglückt

Polizei-Sportverein und ATSV Habenhausen vereint

32

Weltmeistertitel

Souveräner Sieg für Dimitrii Kalistov und Luna Maria

Albanese vom Grün-Gold-Club Bremen

Dimitrii Kalistov und Luna Maria Albanese vom Grün-

Gold-Club Bremen sind die neuen WDSF Weltmeister

Jugend Latein. Beim großen Finale in Wuxi, China,

setzten sich die beiden 18-Jährigen gegen 56 Paare aus aller

Welt durch – und das souverän. In allen fünf Tänzen sah sie das

internationale Wertungsgericht auf Platz eins. „Es war ein unbeschreibliches

Gefühl, als unser Name als Weltmeister aufgerufen

wurde. Wir haben hart auf diesen Moment hingearbeitet“,

erzählt Dimitrii noch ganz überwältigt. Luna ergänzt: „Wir sind

so dankbar für die Unterstützung aus Bremen und vom Grün-

Gold-Club. Dieser Titel ist unser größter Traum – und der perfekte

Abschluss unserer Jugendzeit.“

Bereits im vergangenen Jahr hatten die beiden in Wuxi

den dritten Platz belegt, nun krönen sie ihre Jugendkarriere

mit WM-Gold. Für den Bremer Tanzsport ist dieser Erfolg ein

starkes Zeichen, denn auch das zweite deutsche Paar, Yigit Bayraktar

und Lukrecija Kuraite – ebenfalls vom Grün-Gold-Club

– erreichte das Finale und belegte Platz sechs. „Es ist etwas Besonderes,

wenn gleich zwei Paare aus unserem Club in einem

WM-Finale stehen. Das macht uns unglaublich stolz, so Jens

Steinmann, 1. Vorsitzender des Grün-Gold-Clubs.

Foto: GCC Bremen

Vor zwei Jahren begannen die Gespräche zwischen dem Polizei-

Sportverein Bremen 1921 e. V. und dem ATSV Habenhausen

über eine mögliche Fusion der beiden Vereine. In außerordentlichen

Mitgliederversammlungen haben beide Vereine nun der

Fusion zugestimmt. Alexander Svoboda, Vorsitzender des ATSV

Habenhausen, resümiert: „Die Sportangebote beider Vereine ergänzen

sich hervorragend. Die Mitglieder profitieren zukünftig von

einem breiteren Sportangebot. Nun heißt es für uns, in die Feinarbeit

zu gehen und den Polizeisportverein bestmöglich zu integrieren.“

Erfolgreich seit 50 Jahren

Reitclub Wümme feiert Jubiläum

Thomas Kaessler und Birgit Wellhausen.

Als sieben Gründungsmitglieder

um Karl

Wellhausen 1975 den „Reitclub

Wümme“ gründeten,

ahnten sie noch nicht,

dass aus dem kleinen Verein

eine Europameisterin

hervorgehen würde.

Doch so geschah es: 1978

und 1979 gewann Birgit

Wellhausen, die Enkelin

des Gründers und heutige

1. Vorsitzende des Vereins,

als damals 13-Jährige

die Mannschafts-Europameisterschaft

im Ponyreiten. 1985 wurde sie außerdem Mannschafts-Europameisterin

auf dem Großpferd. Heute trainiert die

mittlerweile 60-Jährige auf ihrer großzügigen Reitanlage am Rethfeldsfleet,

Heimat für 23 Einstellpferde, Reiterinnen und Reiter bis

zur S-Klasse und zum Grand Prix. Auch wenn der „Reitclub Wümme“

heute nur noch 37 Mitglieder hat, ist er sehr erfolgreich. Mit

zwei Meister- und einem Silberplatz war er 2023 erfolgreichster

Verein auf der Bremer Meisterschaft in Springen und Dressur. Das

50. Jubiläum haben Birgit Wellhausen und ihre Reiterfreunde mit

einem großen Essen, Ansprachen und einem Rückblick auf 50 Jahre

Vereinsgeschichte gebührend gefeiert. Zu den Gratulanten gehörte

auch LSB-Geschäftsführer Thomas Kaessler.

Foto: ATSV Habenhausen

Foto: RC Wümme


Foto: RC General Rosenberg Foto: Bremer Hockey-Club

„Vielfalt Pferd“

Erfolgreicher Aktionstag beim RC General Rosenberg

Am 19. September fand im Rahmen der Aktion „Vielfalt Pferd“

ein Aktionstag beim RC General Rosenberg statt, bei dem

besonders Kinder ohne vorherige Pferdeerfahrungen angesprochen

waren. Mit dieser Initiative möchte der Verein aufzeigen,

wie vielfältig der Reitsport ist und die Kinder langsam an den

Reitsport heranführen.

Die Kinder konnten erste Erfahrungen im Voltigieren auf Pony

Matrix sammeln. Dabei lernten sie sowohl Körperbeherrschung

als den sensiblen Umgang mit dem Pferd. Ein Erlebnis, das alle

Kinderaugen zum Strahlen brachte. Neben Pony Matrix wurde

auch Pony Zarah behutsam durch den Parcours geführt. Nebenbei

war beim Bemalen von Hufeisen Kreativität gefragt. Ob bunt

oder glitzernd – es entstanden wahre Kunstwerke, die die Kinder

zusammen mit einer Urkunde und einer Schleife stolz mit nach

Hause nahmen. Der Aktionstag war ein voller Erfolg – besonders

als Zeichen dafür, wie wertvoll der Kontakt zwischen Menschen

und Tieren ist.

Der Bremer Hockey-Club hat in

Sachen Nachhaltigkeit ein Ausrufezeichen

gesetzt: Als zukunftsorientierter

Sportverein hat der BHC jetzt

die CO₂-Neutralität erreicht. Schon 2017

begann der BHC mit einer schrittweisen

energetischen Umstellung seiner Infrastruktur,

mit dem klaren Ziel, den Betrieb

vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen

und langfristig klimaneutral zu

werden. „Klimaneutralität war für uns keine

Option, sondern ein logischer Schritt“,

erklärt Vorstandsmitglied Sarat Maitin.

„Wir möchten nicht nur sportlich ein Vorbild

sein, sondern auch ökologisch. Wir

sind stolz darauf, beim Thema Klimaschutz

im Bremer Sport voranzugehen. Wir haben

kontinuierlich in die Energieoptimierung

VEREINE & VERBÄNDE

investiert. Mit dem letzten Schritt der CO₂-

Neutralität wollen wir die Bedeutung des

Themas unterstreichen.“

Besonders sichtbar wird der Fortschritt

beim Energieverbrauch: Durch flächendeckende

LED-Technik auf Plätzen und in

Hallen spart der Verein heute bis zu 70 %

Strom gegenüber früheren Lichtanlagen.

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

wurden auch redbox und Mehrzweckhalle

vollständig auf energiesparende

LED-Systeme umgerüstet. Ergebnis:

Der Stromverbrauch sank in der redbox auf

1.800 kWh pro Jahr, in der Halle sogar um

zwei Drittel – bei gleichzeitig verbesserter

Lichtqualität.

Durch die bisherigen Maßnahmen

konnte der Verein seinen gesamten Energieverbrauch

schon erheblich reduzieren:

der Stromverbrauch konnte seit bereits

2020 halbiert werden, beim Gasverbrauch

rechnet der Verein sogar mit einer Einsparung

von 60 %. Bis zur Fertigstellung der

Netzinfrastruktur gleicht der Verein nun die

verbleibenden Emissionen – etwa 35 Tonnen

CO₂ pro Jahr – kompensatorisch aus.

Erfolgreicher Nachwuchs

Bremer Tischtennis-Jugend spielt Ranglisten-Plätze aus

Das Verbandsranglisten-Turnier der Bremer Tischtennis-Jugend

fand Mitte September mit diversen Wettbewerben in

unterschiedlichen Altersklassen in Walle statt. In allen Altersklassen

zwischen 11 und 19 Jahren wurden die Ranglisten-Plätze

in mehreren Vorrunden- und Endrundengruppen ausgespielt.

Spannende Duelle und knappe Entscheidungen prägten die Ergebnisse.

Bei den Jungen 15 gewann Eddy Wu (ATSV Sebaldsbrück)

knapp vor Aaron Ziegler (ebenfalls ATSV Sebaldsbrück), Mattyn

Teymourian (TV Eiche Horn) und Ole Mossakowski (TV Eiche

Horn). Bei den Mädchen 19 setzte sich Leni Struß (ATSV Sebaldsbrück)

gegenüber Lya Weisbach und Ranella Nimhongchai

(beide ATSV Sebaldsbrück) durch. Emma Volkmann (TV Eiche

Horn) ging ohne Satzverlust als Siegerin vor Marlena Zbawiony

und Paula Kettler (beide ATSV Sebaldsbrück) bei den Mädchen

13 hervor. Bei den Jungen 13 gewann Eddy Wu (ATSV Sebaldsbrück)

vor Jaro Wachowski (SV Werder Bremen) und Aaron Ziegler

(ATSV Sebaldsbrück). Jacques Neumann (SV Werder Bremen)

siegte bei den Jungen 11 vor Tim Bostan (SG Findorff) und Lukas

Steimle (SV Werder Bremen). In der Altersklasse Jungen 19 gewann

Maximilian Hesslau (SV Werder Bremen) vor Johan Pilster

(SV Werder Bremen) und Matteo Krüger (ATSV Sebaldsbrück.

Foto: FTTB

33


VEREINE & VERBÄNDE

Großer Bahnhof zum Jubiläum

75. Jubiläum des Landeskanuverbandes mit Prominenz gefeiert

Wettbewerbsfähig

Padel-Vereinsmeisterschaften beim ATSV Habenhausen

Foto: ATSV Habenhausen

Blauer Himmel und Sonnenschein über

der Ochtum – besser hätte es nicht

kommen können, um das 75. Jubiläum des

Landes-Kanu-Verbandes (LKV) Bremen zu

feiern. Über 100 Kanutinnen und Kanuten

hatten sich Ende September am Bootshaus

des Wassersport-Clubs „Fink“ e. V. Bremen

an der Ochtum eingefunden, um auf den

Jubilar anzustoßen und im Anschluss zur

LKV-Saisonabschlussfahrt zu starten.

Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten waren

außer den Sportlerinnen und Sportlern

auch viele Prominente gekommen, um zu

gratulieren. Die Präsidentin des LKV, Frauke

Meyer, nahm die Glückwünsche entgegen

und bedankte sich bei den Aktiven

und dem Organisationskomittee. Der Bremer

Senator für Inneres und Sport, Ulrich

Mäurer, würdigte den Jubilar, der mit 32

Vereinen und ca. 2.300 Mitgliedern, die 14

verschiedene Kanusportarten betreiben,

ein großer Verband im kleinsten Bundesland

ist. Weitere Festredner waren der Vizepräsident

im Deutschen Kanuverband,

Joachim Schwarzrock, der Vizepräsident

des Landessportbundes Bremen, Andreas

Schnabel, der Chef der Bremer Bäder,

Henry Peukert, der Präsident des Landesfischereiverbandes,

Rainer Schiller und der

Präsident des Landes-Kanu-Verbandes

Niedersachsen Christian Wulf.

Nach der Feierstunde ließen die Gäste

sich nicht lange bitten und saßen blitzschnell

in ihren Booten, bis Klaus Fröhner,

Kürzlich fanden bei bestem

Wetter die ersten Padel-

Vereinsmeisterschaften des

ATSV Habenhausen auf dem

Court in der Kästnerstraße

statt.

Per Losverfahren wurden

immer wieder neue Spielpaarungen

gemischt. Durch diesen

Modus ist die Sparte noch

enger zusammengerückt.

Zwischen den Spielen blieb

immer wieder genügend Zeit

zum Schnacken, Essen, Trinken

und gegenseitigem Kennenlernen.

Am Ende des Tages

wurden die ersten beiden

Padel-Vereinsmeister des

ATSV Habenhausen gekürt:

Martina und Marco. Eine

Neuauflage der Vereinsmeisterschaften

in 2026 ist bereits

beschlossen.

Ressortleiter Freizeitsport im LKV Bremen,

die Abschlussfahrt startete. Es dauerte

nicht lange, bis die Boote sich ein erstes

Mal stauten, nämlich an der kleinen Ochtumschleuse,

die viele Male bedient werden

musste, bevor alle die Staustufe passiert

hatten. An dem nächsten Wehr musste

umgetragen werden, bis einige Kilometer

weiter die legendären „Fink“-Hotdogs aus

einem Canadier heraus in die schwimmenden

Boote serviert wurden.

Das sind dieBMX-Titelträger

Norddeutsche Meisterschaft: Vegesacker räumen ab

Ende Juni fand auf der BMX-Bahn des Vegesacker BMX-Club

e. V. die Norddeutsche Meisterschaft im BMX-Race statt. Insgesamt

gingen knapp 200 Fahrer verschiedener Altersklassen aus

den Radsportverbänden Niedersachsen, Berlin, Hamburg, Brandenburg,

Nordrhein-Westphalen und Bremen ins Rennen um die

Titel der Norddeutschen Meister. Vom Vegesacker BMX-Club

traten 21 Fahrer an. Joshua von Lütcken in der Klasse Boys 5/6 und

Niklas Henkel in der Klasse Boys 13/14 konnten sich Titel sichern.

Starke Leistung erbrachten auch weitere Fahrer des Vereins. So

sicherte sich der langjähriger Vereinstrainer, Thomas Duckhorn,

den zweiten Platz in der Klasse Cruiser +. Ole Stern erfuhr sich

den zweiten Platz in der Klasse Boys 7/8 und Georgio Lempesis

den dritten Platz in der Klasse Boys 9/10.

Foto: Vegesacker BMX-Club Foto: Landeskanuverband

Vereins- und Verbandsberichte im BREMER SPORT

Gerne veröffentlichen wir in unserem Magazin Meldungen und Neuigkeiten aus den Bremer und Bremerhavener Sportvereinen und -verbänden.

Das können zum Beispiel besondere sportliche Leistungen, Ehrungen, Jubiläumsveranstaltungen oder die Einweihung einer neuen Sportstätte sein.

Schicken Sie Ihre Texte bitte per E-Mail mit einem entsprechenden, druckfähigen Bild an pr@lsb-bremen.de.

Wichtig: Achten Sie bei der Einsendung Ihrer Texte und Bilder darauf, dass Sie keinerlei Rechte Dritter (Urheberrechte, Persönlichkeitsrechte, Datenschutzrechte

etc.) damit verletzen. Sollten Personen oder personenbezogene Daten enthalten bzw. abgebildet sein, lassen Sie sich die Berechtigung

zur Veröffentlichung derselben im BREMER SPORT vorab von den Berechtigten nachweisbar genehmigen.

Die Wintersausgabe des BREMER SPORT ist für Dezember 2025 geplant. Bitte beachten Sie: Wir versuchen, möglichst viele Artikel im Magazin zu

berücksichtigen. Einen Anspruch auf Veröffentlichung gibt es allerdings nicht.

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