fomo_2025-09-26_2025-040_001-116
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moneyeditorial
HANS-PETER SIEBENHAAR
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FOCUS MONEY
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EDITORIAL
Auf dem Weg zur
Tech-Autokratie
der zeitweise reichste Mensch der Welt, Larry Ellison, greift nach dem Hollywood-
Studio Warner Bros. Discovery („Batman““). Der Familie des Oracle-Gründers gehört
bereits die traditionsreiche Filmfabrik Paramount Skydance („Mission Impossible“).
Zeitgleich versucht sein Freund, US-Präsident Donald Trump, mit
einer zum Glück nicht angenommenen Milliardenklage die börsennotierte Zeitungsikone
„New York Times“ niederzuringen. Parallel plant seine Regierung,
dass Kriegsberichte von Journalisten nur noch mit der Genehmigung des Pentagons
veröffentlicht werden dürfen. Als Begründung dient der angebliche Schutz
der nationalen Sicherheit. Außerdem sollen ausländische Korrespondenten nur
maximal 240 Tage im Land arbeiten dürfen. Für chinesische Journalisten soll das
Arbeitsvisum sogar auf nur 90 Tage begrenzt werden.
Das Unvorstellbare ist zur Trivialität mutiert. Jeden Tag bewegen sich die
Vereinigten Staaten als einstiger Hort der Medienfreiheit mehr in Richtung zur
Tech-Autokratie. Trump ist dabei ein williges Werkzeug der Tech-Riesen von
der Westküste. Schließlich haben Sie mit ihrem Geld und ihrer Macht den
rechtspopulistischen Präsidenten erst erschaffen. Die bittere Wahrheit: Neben
der demokratischen Opposition sind die unabhängigen Medien in den USA die
einzigen verbliebenen Kritiker des Tech-Oligopols. Doch ihr Einfluss schwindet
auf ein für die Demokratie gefährliches Niveau. Trump hat das Fernsehen
domestiziert. In vorauseilendem Gehorsam feuern die Sender Trump-kritische
Moderatoren. Paramount stellt die Late-Night-Show von Stephen Colbert ein.
Und Jimmy Fallon vom Comcast-Sender NBC soll ebenfalls auf der Abschussliste
stehen. Disney ließ Jimmy Kimmel pausieren. Erst nach massiven Protesten
durfte der TV-Star am vergangenen Dienstag wieder moderieren.
Die Medienbranche steht vor einem Paradigmenwechsel. Mit der künstlichen
Intelligenz schaffen Alphabet, Meta, Microsoft, Apple und andere Akteure längst
ihre eigene Wahrheit - außerhalb jeder Kontrolle. Über ihre sozialen Netzwerke
und Dienste – von X, Facebook, Whatsapp, Youtube oder Instagram – beeinflussen
Sie die öffentliche Meinung. Auf die uneingeschränkte Unterstützung von
Trump dürfen die Tech-Giganten dabei zählen, schließlich profitiert er davon.
Eigentlich ist die Freiheit der Medien im ersten Verfassungszusatz der amerikanischen
Verfassung verankert. Doch das Grundrecht einer funktionierenden
Demokratie wird immer mehr ausgehöhlt und schrittweise zerstört. Wir
in Europa müssen in dieser Situation unsere auch bitteren Lehren ziehen. Nicht
nur China ist ein wirtschaftlicher Konkurrent und systemischer Rivale, sondern
auch zunehmend die USA unter Trump und seinen Tech-Förderern.
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FOCUS MONEY 40/2025
focusbriefing.de 3
moneyinhalt
26. SEPTEMBER 2025 www.focusplus.de
12
Zehn Prozent, aber sicher
Schuldenexzesse in den USA und Europa,
Provokationen aus Russland: Alles kein
Grund zur Sorge, wenn das Depot auf
einem sicheren Fundament steht! Welche
Bonds, Dividendenwerte, Dauerläufer und
ETFs dort rein müssen
moneykompakt
6 Sondervermögen: Milliarden Euro
sollen in Infrastruktur fließen, die
Realität könnte anders aussehen
7 Das kaufe ich jetzt: Carrier ist
derzeit günstig zu haben
7 Chart der Woche: Die Schweiz ist
die innovativste Volkswirtschaft
7 Hit & Shit: D-Wave Quantum mit
Rally, Enapter auf dem Trockenen
8 Zinsradar: Was Geld bringt
8 Porsche: Das Luxus-Image ist
angeschlagen, gravierende
Probleme häufen sich
9 Kommentar: Welch diffizilen
Balanceakt die Fed meistern muss
9 Gitarren: Die Instrumente entwickeln
sich zu renditestarken
Sammlerobjekten
10 Börsentag: Was am 18. Oktober
die Finanzmesse in Berlin bietet
58
Bohren für den
Nachschub
Die EU will mehr Gas und Öl in
den USA kaufen, um einen
Zollkrieg zu verhindern.
Welche US-Produzenten und
-Exporteure von der steigenden
Nachfrage profitieren
10 THG-Quoten: Für Treibhausgasminderungsquoten
(THG) steigen
die Fixprämien
10 BYD: Warren Buffett steigt aus
– der Aktienkurs bricht ein
11 Freihandelsabkommen: Was der
Europa-Indonesien-Deal bringt
11 Immobilien: Eine Analyse der
UBS zeigt, in welchen Städten
Blasen drohen
106 Andis Börsenbarometer: Was der
Gini-Koeffizient Anlegern verrät
106 Das Geld-Gespräch: Tim
Schröder, BVS-Geschäftsführer
moneytitel
12 Anlagestrategie: Das beste
Fundament für Ihr Depot
14 Aktien: Warum diese fünf
Dauerläufer und Dividendenstars
unverzichtbar sind
18 Anleihen: Wie Anleger die
Schuldenorgien der Staaten für
sich nutzen können
22 Aktienanleihen: Hochprozenter
mit Sicherheitsnetz
26 Interview: Jürgen Michels, Chefvolkswirt
der Bayerischen Landesbank,
erwartet Rückschläge
30 ETFs: Mit speziellen Fonds gibt es
jeden Monat Cash aufs Konto
moneymarkets
32 Interview: DHL-Chef Tobias Meyer
über US-Zölle, politische Sorgen
und Gutes für seine Aktionäre
36 Longevity: Wie Anleger beim
Zukunftsthema Langlebigkeit am
besten mitverdienen können
39 Kolumne: Tilmann Galler zum
Triumph der Optimisten
40 Währungsrisiko: Schutzmaßnahmen
gegen den Dollarverfall
4 Titel: Adobe Stock Inhalt: Adobe Stock (2), Bloomberg Composing: FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 40/2025
52
Neue Ära für KI
Chinas Internetgiganten wollen
bei der künstlichen Intelligenz
(KI) die Führung übernehmen.
Dafür investieren sie massiv in
eigene Algorithmen, KI-Chips
und Infrastruktur
44 Basler: Der Spezialist für Digitalkameras
schafft den Turnaround
46 Economist: China entledigt sich
des Dollars – und stärkt den Yuan
50 Chartsignal: Intakter Aufwärtstrend
beim Euro
50 Wette der Woche: Nvidia zieht
Samsung mit nach oben
51 Musterdepots: Neuer Rekordstand
52 KI-Wettkampf: Wie China den
US-Konzernen den Rang abläuft
55 Strabag: Der Baukonzern ist ein
Profiteur der Modernisierung
56 Energieinfrastruktur: Zwei Fonds
für elektrisierende Zeiten
58 US-Gas- und Ölexporteure:
Anleger können am Nachfrageschub
aus Europa mitverdienen
62 Italien: Aktien und Bonds werden
vom Problemfall zum Überflieger
moneydigital
66 Mission Money: Tilmann Galler
sagt, wie Anleger jetzt Kurs halten
66 Alpha Cap Report: Warum ohne
Aktien das Risiko steigt
66 Money talks: Miriam Wohlfarth zur
Gründerszene in Deutschland
67 Trends: Statistiken und Watchlists
dswanlegerschutz
70 Studie: Deutsche Unternehmen
mit Russland-Geschäft
71 Ceconomy: Angebot zur Unzeit
32
„Der Trend geht
zum Online-Handel“
moneysteuern&recht
68 Aktenzeichen: Zinsen für Sparer,
wenn Immobilieneigner streiten
moneyservice
72 Private Krankenversicherung:
Die besten Policen mit besonders
leistungsstarken Tarifen
76 Beratungsqualität: Die besten
Fachleute für Finanzfragen
82 Lebensversicherer: Unternehmen
mit der höchsten Substanzkraft
moneyanalyse
86 Marktüberblick
88 Deutsche Aktien
96 Internationale Aktien
102 ETFs
103 Zertifikate
104 Fonds
105 Kryptowährungen
moneyrubriken
3 Editorial
85 Leserbriefe –
Impressum
105 Termine
Unternehmensregister
Alibaba 54
Alphabet15
Apple 96
Avio51
Baidu 54
Basler44
Baywa 95
BYD 10
Carrier Global 7
Ceconomy71
Cheniere Energy 60
Chevron61
Commerzbank94
DHL 32
Duke Energy57
D-Wave Quantum 7
Eli Lilly 37
Enapter 7
Essilorluxottica38
Exxonmobil61
Grenke 93
Hinge Health 38
Hochtief15
Intesa Sanpaolo 63
JD.com 71
Kenvue 99
Kering100
Krones 90
Leonardo 63
Mastercard 15
Merck KGaA 92
Meta Platforms 98
Monster Beverage16
Norma 91
Occidental Petroleum 60
Odfjell17
Ørsted101
Pfizer 97
Porsche8
Samsung 50
Seagate51
Strabag 55
Svenska Handelsbanken17
Tencent 53
Tui 88
Venture Global 59
Volkswagen8
Wallenius Wilhelmsen 17
TOBIAS MEYER,
VORSTANDSVORSITZENDER
DER DHL GROUP
FOCUS MONEY 40/2025
Fotos: Adobe Stock, A. Kuelken/DHL 5
moneykompakt
MARODE BRÜCKE:
Deutschland steht unter
Sanierungsdruck
Mehr Geld investieren
Das Institut der deutschen Wirtschaft veranschlagt
600 Milliarden Euro für eine zukunftsfähige
Wirtschaft
Bildung 42
Fernstraßen 39
Wohnungsbau 37
ÖPNV 28
Klimaanpassung 13
Quelle: Bloomberg
Zustand der Autobahnbrücken
in Deutschland Anteile in Prozent
unzureichend 2,0
unbefriedigend
10,5 7,3
adäquat
34,3
177
200
Kosten für die
Erneuerung der
Infrastruktur
bis 2034, in Mrd. Euro
Erste Risse erkennbar
Der Zustand der Autobahnbrücken ist derzeit
noch zufriedenstellend. Doch auch an ihnen
nagt der Zahn der Zeit
Quelle: Bloomberg
43,3
2,6
sehr gut
gut
Energieversorgung
kommunale
Infrastruktur
Schienenausbau 60
zufriedenstellend
SONDERVERMÖGEN
Bürokratie als Gefahr
In den kommenden Jahren fließen Milliarden in
den Infrastruktursektor. Das ist der Plan, doch die
Wirklichkeit könnte anders aussehen
Am 18. September verabschiedete der Bundestag das Sondervermögen
in Höhe von 500 Milliarden Euro. Mit dem Geld wollen die Verantwortlichen
Schulen und Kitas sanieren, Bahnstrecken und Straßen bauen
und Forschung sowie Digitalisierung vorantreiben. Direkt nach der
Parlamentsdebatte meldeten sich erste Kritiker.
Die US-Nachrichtenagentur Bloomberg warnt in einem Bericht:
Deutschlands Infrastrukturboom droht mangels klarer Pläne zu scheitern.
Bloomberg zitiert Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands
der Deutschen Bauindustrie: „Das Sondervermögen ist bislang
nur eine politische Absichtserklärung. Konkrete Projekte fehlen, ebenso
wie verlässliche Investitionspipelines.“ Der Entwurf skizziert lediglich das
Ziel, die Infrastruktur zu stärken und wirtschaftliches Wachstum zu fördern.
Deutschland steht unter Druck. Spätestens seit dem Einsturz von
Teilen der Carolabrücke in Dresden im September des vergangenen Jahres
sind die Schwächen in der Infrastruktur erkennbar. Das Bundesministerium
für Verkehr veröffentlichte 2023 Daten zum Zustand der Autobahnbrücken.
Demnach befinden sich weniger als zehn Prozent in einem
guten oder sehr guten Zustand, während mehr als zwölf Prozent als „unbefriedigend“
oder „unzureichend“ gelten. Laut Bloomberg stammt mehr
als die Hälfte der deutschen Autobahnbrücken aus der Zeit vor 1985.
Nicht nur, dass die Regierung offenbar Haushaltslöcher mit dem Sondervermögen
stopfen will, anstatt zu investieren. Vielmehr kommen die
Milliarden nicht schnell genug an den richtigen Stellen an, weil bürokratische
Hürden die Maßnahmen deutlich verzögern. Der Zentralverband
des Deutschen Baugewerbes rechnet vor: Beim Bau einer Fernstraße beanspruchen
Planung und Genehmigung etwa 85 Prozent der gesamten
Zeit. Würde man diesen Anteil auf die Finanzplanung übertragen, droht
die Gefahr, dass von den 500 Milliarden Euro nur rund 75 Milliarden
Euro effektiv investiert werden. Der Rest droht zu versickern. DR
6 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
DAS KAUFE ICH JETZT
ANDREAS KÖRNER,
Chefstratege Alpha
Cap Report und
Ex-Wertpapierhändler
Mehr
Aktien-Tipps
von Andreas
Körner gibt
es auch in
seinem
Börsenbrief.
Den finden
Sie unter
folgendem
QR-Code
Carrier: Günstig abstauben
Im Bereich Klima- und Lüftungstechnik
sowie bei Wärmepumpen ist das
US-Unternehmen Weltmarktführer.
Durch die Übernahme der deutschen
Viessmann im vergangenen
Jahr hat man die Position nochmals
ausgebaut. Auch sind die Produkte
im Zuge des Klimawandels und der
Energiewende prinzipiell gefragt.
Allerdings gibt es auch hier Dellen
– und die aktuelle ist besonders ausgeprägt.
Das gilt sowohl für den Aktienkurs
(Chart) als auch für das operative
Geschäft. Hier kamen zu den
Integrationskosten für Viessmann
noch mehrere Faktoren hinzu. So
schwächelte das wichtige US-Geschäft
aufgrund gestiegener Zinsen
und weniger Transaktionen im Immobilienbereich.
Auch leerten die Vertragspartner
aus Sorge um die Konjunktur
lieber die Lager als neu zu
ordern. Insgesamt dürfte der Umsatz
im dritten Quartal um rund ein Drittel
sinken, was etwa 500 Millionen Dollar
(424 Millionen Euro) entspricht.
Das Management hat angekündigt,
sämtliche Belastungen in dieses
Jahr zu packen, um 2026 wieder
gestärkt durchzustarten.
Die Analysten trauen der Firma
das mehrheitlich zu und sehen auf
Zwölfmonatssicht bis zu 47 Prozent
Potenzial. Ein Grund für den Optimismus
ist das stark wachsende Geschäft
mit Rechenzentren (ISIN:
US14448C1045, 2026er-KGV: 21,4).
Carrier Global
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2021 22 23 24 2025
Quelle: Bloomberg
In Fällen, in denen der Autor selbst in die hier vorgestellten Anlageinstrumente investiert, erfolgt das frühestens zwei Wochen nach Publikation
70
60
50
40
30
20
D-WAVE QUANTUM
Unglaubliche Kursrally
Bei Firmen, die in anspruchsvollen und
wenig erschlossenen Zukunftsfeldern wie
der Quantentechnologie operieren, wechseln
sich die freudige Erwartung hoher Gewinne
und die Sorge vor einem Flop oft ab.
Im November 2024 war beim US-Branchenpionier
D-Wave Quantum noch Skepsis
angesagt, und die Aktie notierte bei umgerechnet
knapp 80 Eurocent. Unter
heftigsten Schwankungen ging es seitdem
um sagenhafte 2500 Prozent nach oben,
allein 40 Prozent davon in der vergangenen
Woche – und das ganz ohne unternehmensspezifische
Meldungen. Die Kurse
hätten ein Flaggenmuster verlassen,
worauf oft explosive Gewinne folgen, so
Erklärung der Großbank HSBC.
HIT
SHIT
CHART DER WOCHE
Erfindungsreiche
Schweizer
Zum achten Mal in Serie ist die
Schweiz laut dem Global
Innovation Index 2025 die
innovativste Volkswirtschaft. Auf
den Plätzen folgen wie auch
letztes Jahr Schweden und die
USA. Als Neueinstieg in die Top
Ten präsentiert sich China auf
Platz 10. Für Deutschland bitter,
da dadurch unser Land nur noch
auf Platz 11 rangiert. Auch
Großbritannien, Finnland, die
Niederlande und Dänemark als
europäische Länder liegen noch
vor Deutschland. Mit Südkorea
und Singapur ist Asien bei den
innovativsten Ländern vertreten.
Quelle: World Intellectual Property Organization
Top- 15 der innovativsten Länder 2025
Global-Innovation-Index in Punkten
Schweiz 66,0
Schweden 62,6
USA 61,7
Südkorea 60,0
Singapur 59,9
Großbritannien
59,1
Finnland 57,7
Niederlande 57,0
Dänemark 56,9
China 56,6
Deutschland 55,5
Japan 53,6
Frankreich 53,4
Israel 52,3
Hongkong 51,5
ENAPTER
Prognose brutal gesenkt
Bei vielen Wasserstoff-Aktien herrscht
statt Euphorie mittlerweile Tristesse. Die
Kurse zahlreicher Werte aus dem Sektor
erodieren seit geraumer Zeit. Bei Enapter
etwa, einem Hersteller von Elektrolyseuren
für grünen Wasserstoff aus der Nähe
von Hamburg, beträgt das Dreijahresminus
knapp 90 Prozent. Allein vergangene
Woche ging es um rund 20 Prozent
nach unten. Die AG hat ihre Jahresprognose
kassiert und erwartet nun für 2025
einen Umsatz zwischen 20 und 22 Millionen
Euro statt bisher 39 bis 42 Millionen
Euro. Der operative Gewinn sollte zuvor
zwischen minus zwei und null Euro liegen,
jetzt soll es ein Verlust von neun bis zehn
Millionen Euro werden.
FOCUS MONEY 40/2025
7
moneykompakt
ZiNSRADAR
Tagesgeld
Anlagebetrag 10.000 Euro
Zinsen
Anbieterauswahl * in % p.a. Ertrag **
Raisin 1 2,85 71,42
Garanti Bank International 1 2,75 68,75
Suresse Direkt Bank 1 2,60 65,14
ING 1 2,50 62,50
Santander 1 2,30 57,61
Volkswagen Bank 1 2,30 57,61
1822 Direkt 1 2,25 56,25
Renault Bank direkt 1 2,00 50,08
wiLLBe 1,90 47,50
Ayvens Bank 1,80 45,07
Yapi Kredi 1,80 45,00
Bank11 1 1,75 43,75
Comdirect-Bank 1 1,50 37,50
DenizBank 1,50 37,50
IKB Deutsche Industriebank 1,50 37,50
AKF Bank 1,40 35,04
Merkur Privatbank 1,30 32,50
Oyak Anker Bank 1,00 25,00
* ohne Banken von Zinsportalen, keine Kombiprodukte
** in Euro nach 3 Monaten, unter Berücksichtigung verschieden häufiger Zinstermine und
des niedrigeren Anschluss-Zinses nach Wegfall des Neukunden-Zinses
1
für Neukunden
Trend beim Tagesgeld:
leicht fallend
Quelle: Angaben ohne Gewähr Stand: 22.09.2025
Festgeld
Anlagebetrag 25.000 Euro
Konditionen in % p.a., Laufzeit 12 Monate
Anbieterauswahl * Zinsen Ertrag **
Rediem Capital 2,55 637,50
CA Auto Bank 2,45 612,50
Klarna Bank 2,38 595,00
Oyak Anker Bank 2,30 575,00
Volkswagen Bank 2,30 575,00
Isbank 2,25 562,50
Bank11 2,20 550,00
Stellantis Direktbank 2,20 550,00
DHB Bank 2,15 537,50
Garanti Bank International 2,15 537,50
Suresse Direkt Bank 2,05 512,50
wiLLBe 2,05 512,50
AKF Bank 2,00 500,00
Creditplus Bank 1,95 487,50
Targobank 1,90 475,00
Ayvens Bank 1,80 450,00
ING 1,75 437,50
Sparda-Bank Nürnberg 1,50 375,00
*ohne Zinsportale
**in Euro am Ende der Laufzeit
Trend beim Festgeld: gleichbleibend
Quelle: Angaben ohne Gewähr Stand: 22.09.2025
PORSCHE
TRÜBE AUSSICHTEN: Porsche
verspricht nur noch eine Umsatzrendite
von maximal drei Prozent
Luxus-Image beschädigt
Einst wollte die VW-Marke Vorreiter bei E-Autos sein – nun
zweifeln Investoren. Warum es eine neue Gewinnwarnung gibt
Weiterer Rückschlag. Auf der IAA Mobility
in München präsentierte sich die
deutsche Autoindustrie noch als Hoffnungsträger.
Überall war zu hören: „Die
Deutschen schlagen zurück.“ Teilweise
trifft das zu, doch der Übergang zur
Elektromobilität stockt weiterhin an
zahlreichen Ecken. So musste Porsche
seine Gewinnprognose nach Belastungen
von drei Milliarden Euro abermals
nach unten korrigieren. Das Luxusunternehmen
hat damit bereits zum vierten
Mal in diesem Jahr seine Prognose
gesenkt.
Auf Wochensicht verlor die Porsche-
Aktie, die erst seit 2022 an der Börse ist,
rund sechs Prozent an Wert. Innerhalb
von sechs Monaten summiert sich das
Minus sogar auf gut 20 Prozent. Wegen
der schwachen Kursentwicklung steigt
das Unternehmen nun aus dem Dax ab
und wird künftig im MDax notiert sein.
Auch die Muttergesellschaft Volkswagen,
bei der Oliver Blume ebenfalls CEO
ist, verzeichnete zuletzt deutliche Einbußen:
Die Aktie der Wolfsburger Autoschmiede
gab in der vergangenen Woche
zeitweise um acht Prozent nach.
Der Hauptgrund für den Rückschlag
bei Porsche ist Abkehr von der Strategie,
bis 2030 zu 80 Prozent elektrisch angetriebene
Fahrzeuge zu produzieren. Die
Verschiebung des Ziels nach hinten kostet
Porsche 1,8 Milliarden Euro. So wird
eine ursprünglich ausschließlich elektrisch
geplante SUV-Baureihe nun zunächst
auch mit Verbrennungs- und
Hybridantrieben erscheinen. Die Probleme
sind vielfältig: Zusätzlich belasten
auch die neuen Zölle aus den USA sowie
der massive Absatzrückgang in China.
Die Strategiepanne führt schließlich
zu miserablen Zahlen: Für 2025 prognostiziert
Porsche eine operative Umsatzrendite
von maximal zwei bis drei
Prozent. Luxusmargen sehen anders
aus. Zuvor lag die Spanne bei fünf bis
sieben Prozent. Auch die Muttergesellschaft
Volkswagen senkte ihre Prognose
für die operative Umsatzrendite in
diesem Jahr auf zwei bis drei Prozent.
Nach Einschätzung von Branchenbeobachtern
dürfte Blume erheblich unter
Druck geraten. Wie der Nachrichtendienst
Bloomberg berichtete, läuft die
Suche nach einem neuen Vorstandschef
bereits seit vergangenem Monat. Bis es
jedoch zu einem Chefwechsel kommt,
könnte es noch dauern.
Die Nachricht drückte auch auf die
Kurse anderer deutscher Autohersteller.
Mercedes-Benz verlor 2,8 Prozent,
BMW-Aktien büßte 2,2 Prozent ein.
Doch Porsche leidet am stärksten unter
dem Übergang zur Elektromobilität.
Noch vor wenigen Jahren wollte der
Sportwagenbauer Vorreiter auf diesem
Gebiet sein. Ob Porsche bei der nächsten
IAA die Investoren wieder überzeugen
kann, bleibt offen. Klar ist jedoch:
Kursverluste eröffnen auch stets Chancen
für den Einstieg.
ZB
8 Foto: Bloomberg
FOCUS MONEY 40/2025
KOMMENTAR
Diffiziler
Balanceakt
der Fed
HANS-PETER
SIEBENHAAR,
MITGLIED DER CHEF-
REDAKTION
FOCUS MONEY
Während Donald Trump in Schloss
Windsor mit König Charles III. tafelte,
verkündete Jerome Powell seine Entscheidung,
die US-Zinsen um 25 Basispunkte
zu senken. Das Votum der
Federal Reserve (Fed), den Zinssatz
auf 4,0 Prozent zu senken, kam nicht
überraschend. Die Börse hatte die
erste Leitzinssenkung der Fed seit
Dezember 2024 bereits eingepreist.
Auch dass es eine Gegenstimme des
Trump-Getreuen, Stephen Miran, im
Offenmarktausschuss (FOMC) gab,
entsprach ebenfalls den Erwartungen.
Miran war erst kurz vor der Zinsentscheidung
zum Gouverneur der US-
Zentralbank ernannt worden.
Mit der Zinswende ist der Fed ein
diffiziler Balanceakt gelungen. Einerseits
muss sie die Beschäftigung fördern
und im Gegenzug die hohe
Inflation bekämpfen. Mit ihrer Entscheidung,
die Zinsen nicht, wie von
Trump gefordert, um 50 Basispunkte
zu senken, betont die US-Notenbank
ihre Unabhängigkeit. Im Mai 2028
endet die Amtszeit von Powell als
Fed-Chef. In einer beispiellosen Art
und Weise versucht Trump, die Fed
unter seinen Einfluss zu bringen.
Bislang ist dieser Versuch – einschließlich
der Entlassung der Gouverneurin
Lisa Cook – zum Glück
nicht gelungen. Stattdessen stimmte
Cook wie weitere FOMC-
Mitglieder für eine Zinssenkung
von nur 25
Basispunkten.
Die Fed hat die
Zinswende nur nach
ökonomischen Gesichtspunkten
eingeleitet. Das ist
wichtig und richtig. Gleichzeitig lässt
sie keinen Zweifel daran, noch in diesem
Jahr den Leitzins um zusätzlich
50 Basispunkte zu senken, sollte sich
die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter
verschlechtern. Viele Investoren
gehen davon aus, dass weitere Zinssenkungen
unumgänglich werden.
Das Bankhaus Hauck Aufhäuser
Lampe erwartet, dass bis Ende des
ersten Quartals 2026 die Spanne des
Leitzinses zwischen 3,00 und 3,25
Prozent liegen wird. Der Fed bereitet
der Arbeitsmarkt größere Sorgen als
die von der chaotischen Zollpolitik
beförderte Inflation.
Trump wird den politischen Druck
nicht verringern. Er will das Board of
Governors mit linientreuen Notenbankern
besetzen und Powell durch
einen loyalen Nachfolger ersetzen.
Doch noch verteidigt die weltweit
wichtigste Notenbank ihre Unabhängigkeit
mit beachtlichem Erfolg. Nicht
der einzelne Zinsschritt ist die gute
Nachricht, sondern die Abwehr auf
die Autonomie der Fed. Und Powell
zeigt sich kämpferisch. Er ließ bei seinem
Auftritt keine Zweifel daran,
dass die Fed auch in Zukunft auf der
Grundlage von Daten über den Leitzins
entscheiden wird. Und die
Trump-treuen Gouverneure Christopher
Waller und Michelle Bowman,
die als Nachfolger von Powell gehandelt
werden, folgten in der Abstimmung
dem Fed-Chef und seiner vorsichtigen,
schrittweisen Zinswende.
Eine gute Nachricht in ansonsten
wenig berechenbaren Zeiten.
GITARREN
Klingende
Renditequelle
Haben Sie eine Gitarre zu Hause? Vielleicht
sogar eine sehr alte? Dann besitzen
Sie möglicherweise ein lukratives Investment,
ohne es zu wissen. Dabei muss es
nicht einmal die Gitarre eines Weltstars
wie Bob Dylan sein. Wer etwa (rein zufällig)
eine Gibson Explorer von 1958 sein Eigen
nennt, hat eine E-Gitarre, die damals für
umgerechnet 213 Euro zu haben war und
heute durchschnittlich 350000 Euro wert ist.
Das entspricht einer jährlichen Rendite von
rund 11,7 Prozent. Aber auch die Akustikgitarre
Martin D-28 von 1931 wird mittlerweile
für 160000 Euro gehandelt. Einst kostete
sie 86 Euro. Rendite (p. a.): 8,3 Prozent.
Sogenannte Vintage-Gitarren sind als alternative
Investments – neben Kunst, Whisky
und Oldtimern – immer gefragter und steigen
deshalb seit Jahren im Wert. Das zeigt
eine Untersuchung von „The Fellowship of
Acoustics“, einem der führenden Gitarrenfachgeschäfte
Europas mit Hauptsitz in den
Niederlanden. „Eine Vintage-Gitarre ist vor
allem eine Investition in Charakter und
Klang. Hinter jedem Kratzer steckt eine echte
Geschichte, und das macht
sie einzigartig und bei Liebhabern
wie Investoren sehr
begehrt“, sagt Geschäftsinhaber
Coen Bults.
Wer jetzt auf den Geschmack
gekommen ist,
muss aber nicht gleich ein
Vermögen investieren: Jüngere
Vintage-Modelle sind bereits
für einige Tausend Euro zu haben.
Auch sie könnten mit der
Zeit erheblich im Wert steigen,
so Bults. Informationen
zur Untersuchung
von „The Fellowship of
Acoustics“ und zu ausgewählten
Gitarrenmodellen
gibt es unter
www.tfoa.eu/de. SR
STARKER CHARAKTER:
Fed-Chef Jerome Powell
verteidigt erfolgreich die
Unabhängigkeit der amerikanischen
Notenbank
FENDER-ELECTRIC 12
STRING (1965): Die
legendäre Gitarre von Bob
Dylan wurde 2019 für gut
187 000 US-Dollar versteigert
FOCUS MONEY 40/2025
Foto: Bloomberg Foto: Heritage Auctions 9
moneykompakt
THG-QUOTEN
Prämien steigen
Es geht voran. Nach einem Tief im Herbst
2024 ziehen die THG-Prämien wieder an. Eigentümer
rein batteriebetriebener Autos erzielen
für die CO 2
-Einsparungen ihres Stromers
aktuell für das Kalenderjahr 2025 fixe
THG-Prämien bis zu 115 Euro (s. Tabelle).
Hintergrund für den Anstieg der Prämien
ist die, von der Bundesregierung für 2025
von 9,35 auf 10,6 Prozent erhöhte, gesetzliche
Treibhausgasminderungsquote, kurz
THG-Quote. Damit werden Mineralölgesellschaften,
die hierzulande klimaschädliche
Kraftstoffe in den Verkehr bringen, per Vorschrift
gezwungen, ihre Emissionen dieses
Jahr um 10,6 Prozent zu reduzieren.
Um die Quoten zu erreichen, kaufen die
Mineralölkonzerne Verschmutzungszertifikate
von THG-Händlern am Markt, welche
für die Zertifikate wiederum Geld vom Umweltbundesamt
(UBA) kassieren. Die THG-
Prämie ist somit ein Teil des Erlöses, den
THG-Händler durch den Verkauf der Emissionszertifikate
beim UBA erzielen.
2026 könnte die THG-Prämie für E-Mobilisten
sogar deutlich höher als 2025 ausfallen.
Warum? Am 19. Juni 2025 hat das Bun-
desministerium für Umwelt, Klimaschutz,
Naturschutz und nukleare Sicherheit
(BMUKN) einen Referentenentwurf zur Novellierung
der THG-Quoten ins Rennen geschickt.
Ziel ist es, die Dekarbonisierung des
Verkehrssektors in Deutschland konsequenter
voranzutreiben. Dem BMUKN-Entwurf
zufolge soll kommendes Jahr die THG-Quote
auf zwölf Prozent steigen – und peu à peu
bis zum Jahr 2040 sogar auf 53 Prozent anwachsen.
Auch sollen künftig nicht nur Mineralölgesellschaften
für den Verkauf von
Otto- und Dieselkraftstoffen feste Emissionsquoten
erfüllen, sondern auch Unternehmen,
die Erdgas in Umlauf bringen.
Wird der Entwurf des BMUKN 2026 zum
Gesetz – wovon Insider ausgehen – müssten
Mineralölkonzerne und Gashändler vermehrt
Emissionszertifikate zur Einhaltung
der höheren THG-Quote von Händlern kaufen
– und damit die THG-Prämien steigen.
Darum rät FOCUS MONEY den Eigentümern
reiner E-Autos, nicht voreilig schon
jetzt den THG-Händlern im Internet ihre
THG-Quote für 2025 zusammen mit der
Prämie für 2026 – Fairenergy etwa lockt gerade
für 2026 mit 120 Euro Prämie – zu verkaufen
– und besonnen erst im Laufe des Kalenderjahres
2026 zuzuschlagen.
Auch die Fachleute von Verivox gehen davon
aus, dass die Erlöse von THG-Prämien in
Die höchsten Fixprämien 2025
THG-Händler
Fixprämie
in Euro
Auszahlung binnen
Knauber 115,00 4 bis 6 Wochen
Energy Market Solutions 88,00 5 bis 8 Monaten
E.on
75,00 5 bis 8 Monaten
den kommenden Jahren evident nach oben
zeigen. Zumal die EU die Bundesregierung
zwingt, CO 2
-Emissionen konsequent und
schnell abzubauen. Zudem seien technologische
Fortschritte bei Herstellern von E-
Fahrzeugen und insbesondere der Batterietechnologie
zu erwarten, so Verivox. Was zu
einer höheren Bewertung der CO 2
-Einsparungen
führen und so die Preisentwicklung
der THG-Quoten positiv beeinflussen dürfte.
Die THG-Prämie fürs Kalenderjahr 2025
muss bis spätestens 31. Oktober beantragt
werden. Denn THG-Händler können ihre
Anträge nur bis zum 15. November des jeweiligen
Jahres beim UBA einreichen. Auch
brauchen die Händler Zeit, um die Prämie
den E-Mobileigentümern zu überweisen.
Knauber räumt sich vier bis sechs Wochen,
Energy Market fünf bis acht Wochen ein.
Das Beste zum Schluss: Die THG-Prämie
ist steuerfrei. Sie fließt neben E-Pkws auch
für E-Motorräder und E-Lkw. TS
Quelle:www.verivox.de; Stand: 23.09.2025
BÖRSENTAG
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BYD
Buffett steigt komplett aus
Warren Buffett hat nach 17 Jahren seine
Beteiligung am chinesischen Elektroautohersteller
BYD vollständig beendet.
Laut CNBC geht dies aus
einem Bericht einer Berkshire-Hathaway-Tochter
hervor, welche die Anteile
bislang hielt. Der Verkauf liegt
offenbar schon einige Zeit zurück,
doch erst jetzt wurde publik, dass die
Beteiligung Ende März mit null bilanziert
wurde. Buffetts Investment gilt
als eine seiner erfolgreichsten Wetten
in Asien: Aus der damaligen Milliardeninvestition
dürfte ein enormes
Plus geworden sein. An der Börse
sorgte die Nachricht allerdings für
Verunsicherung. Die BYD-Aktie verlor
in Hongkong über drei Prozent.
Der Markt für E-Autos in China steht
derzeit massiv unter Druck: Überkapazitäten
und Preiskämpfe setzen
die Branche stark unter Stress. Seit
ihrem Rekordhoch im Mai büßte die
Aktie fast 30 Prozent ein. MK
Rally vorerst zu Ende
BYD
Aktienkurs in Euro
2023 2024 2025
Quelle: Bloomberg
16
14
12
10
8
6
10 FOCUS MONEY 40/2025
POLITIKER HATARTO, SEFCOVIC (R.): Zölle fast komplett abgeschafft
FREIHANDELSABKOMMEN
Indonesien unterschreibt
Eine schwere Geburt war das Freihandelsabkommen zwischen
der Europäischen Union (EU) und Indonesien. Fast zehn
Jahre hatten die Verhandlungen zwischen Brüssel und Jakarta
gedauert. In dieser Woche unterzeichnete der slowakische
EU-Handelskommissar Maros Sefcovic (r.) und der indonesische
Wirtschaftsminister Airlangga Hartarto (l.) endlich das Freihandelsabkommen
auf der indonesischen Ferieninsel Bali. Beide
Seiten unterschrieben ebenfalls ein Wirtschafts- und
Investitionsschutzabkommen. Zölle sind mit der Vereinbarung
fast komplett abgeschafft.
Die Europäer haben es den Indonesiern lange mit ihren einseitigen
Nachhaltigkeitsforderungen schwer gemacht. Doch
der Zollkrieg von Trump gegen Europa hat die Kompromissfähigkeit
auf beiden Seiten gefördert. Das Freihandelsabkommen
mit dem südostasiatischen Land ist ein strategischer Sieg
für die EU. Schließlich zählt Indonesien 282 Millionen Einwohner
und ist das viertgrößte Land der Welt. „Wir stehen vereint
für einen offenen, regelbasierten und für beide Seiten vorteilhaften
internationalen Handel“, sagte Sefcovic nach der Unterzeichnung.
Der indonesische Wirtschaftsminister Hartarto
sprach von einem „wichtigen Meilenstein“.
Die praktischen Vorteile für die EU liegen auf der Hand. Mit
dem Deal erhalten die Europäer einen verlässlichen Zugang
zu kritischen Rohstoffen für die Rüstungs- und Stahlindustrie
sowie Elektromobilität. Indonesien verfügt über die weltgrößten
Nickel-Vorkommen. Es besitzt rund ein Fünftel der globalen
Reserven. Auch an Kupfer und Zinn ist der Inselstaat reich.
Zudem ist Indonesien aufgrund seiner Größe ein wichtiger Absatzmarkt
für die Maschinen- und Autobauer, aber auch Agrarexporteure.
In Indonesien sind heute schon mehr als 300 deutsche
Unternehmen aktiv.
Angesichts der geopolitischen Herausforderungen durch die
USA, China und Russland versucht die EU nach jahrelangen
Zögern, möglichst viele Freihandelsabkommen zu schließen.
Über viele Jahre hatten etliche EU-Länder unter Führung Frankreichs
beispielsweise ein Abkommen mit den südamerikanischen
Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay und
Paraguay) verhindert. Erst im Dezember 2024 wurde nach 25
Jahren das Mercosur-Abkommen unterzeichnet. Die Ratifizierung
durch den Rat und das Europaparlament steht wie im Fall
des Freihandelsabkommens mit Indonesien noch aus. HPS
UBS-ANALYSE
Zürich droht eine
Immobilienblase
Die Schweizer Großbank UBS hat im „Global Real Estate
Bubble Index“ untersucht, welche Städte weltweit
besonders von überhöhten Immobilienpreisen betroffen
sind. In Deutschland gelten Frankfurt und München
als moderat gefährdet. Die Preise haben sich stabilisiert
– München stieg im Ranking vom 17. auf den
13. Platz, Frankfurt blieb unverändert (11. Platz).
Weltweit zeigen besonders Miami, Tokio und Zürich
ein hohes Risiko für eine Immobilienblase, weil die Preise
dort deutlich von den realen Werten abweichen. In
vielen anderen Städten ist die Gefahr dagegen gesunken.
Frankfurt und München liegen nach UBS-Einschätzung
im mittleren Bereich, während Paris, Mailand und São
Paulo am unteren Ende des Rankings stehen. Typische
Anzeichen für eine Blase sind Kaufpreise, die schneller
steigen als Mieten oder Einkommen.
Die Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt hat
sich damit seit 2022 deutlich entspannt. Damals galten
Frankfurt und München noch als besonders gefährdet.
Höhere Kreditzinsen drückten die Kaufpreise seitdem
nach unten, inflationsbereinigt liegen diese rund 20 Prozent
unter den bisherigen Höchstständen.
Trotz weiterhin hoher Preise ist die Nachfrage nach
Wohnraum in beiden Städten hoch, während das Angebot
knapp bleibt. Experten der UBS gehen davon aus,
dass das mittelfristig zu einem moderaten Preis- und
Mietwachstum führen könnte. Auch Einkommen entwickeln
sich positiv, was München und Frankfurt für
Käufer und Investoren attraktiv macht.
Das Risiko einer Immobilienblase bewertet die UBS
anhand verschiedener Kriterien, dazu zählen Preis-,
Einkommens- und Preis-Miet-Verhältnis sowie die Hypothekenquote,
Bautätigkeit und Preisunterschiede
zwischen Stadt und Land. Spitzenwerte in diesen Bereichen
haben in der Vergangenheit schon frühzeitig auf
Immobilienblasen hingewiesen, etwa in den USA oder
Spanien.
SOS
Miami 1,73 hohes Risiko
Tokyo 1,59
Los Angeles 1,11 erhöhtes Risiko
Genf 1,05
Frankfurt a. M. 0,76
moderates Risiko
München 0,64
Singapur 0,55
London 0,34 geringes Risiko einer
New York 0,26 Risiko Immobilienpreisblase
UBS-Real-Estate-Bubble-
Paris 0,25
Index 2025, in Punkten
Quelle: Bloomberg
FOCUS MONEY 40/2025
Foto: EC/J. Jacquemart 11
moneytitel
ANLAGESTRATEGIE
Hohe Bewertungen am US-Markt,
Schuldenexzesse in Washington
und Europa, Provokationen aus
Russland: Kein Grund zur Sorge,
wenn das Depot auf einem
sicheren Fundament steht.
FOCUS MONEY zeigt, was
rein muss
von JULIA GROSS
PRO
12 Illustration: Adobe Stock
Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
Erst Polen, dann Estland, jetzt Dänemark: Grenzverletzungen
durch russische Drohnen und
Kampfjets versetzen Europa in Sorge. Wie reagieren
auf die Provokationen aus Moskau? Die Börse
interessierts bislang nicht – abgesehen davon,
dass die Kurse von Rüstungsaktien weiter in luftige
Höhen vorstoßen.
Genau da sind auch die Bewertungen von US-Aktien angekommen:
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des breiten S&P-
500-Index kratzt an der Marke von 30, das ist mehr als ein
Fünftel über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.
Die Börse interessierts bislang nicht. Gleichzeitig scheinen
immer mehr Staaten beim Schuldenmachen keine Grenzen
mehr zu kennen. Die USA stehen mit aktuell rund 37 Billionen
Dollar weltweit am tiefsten in der Kreide. In Frankreich
ist erneut eine Regierung am Sparen gescheitert, das Haus-
ZENT, ABER
SICHER
Seite
Inhalt
14 Dauerläufer und Dividendenstars
Warum diese Aktien für Ihr Depot
unverzichtbar sind
18 Zins-Chancen am Rentenmarkt
Frankreichs Haushaltskrise sorgt für
Unruhe. Anleihe-Investoren können
das ausnutzen. So gehts
22 Hochprozenter mit Sicherheitsnetz
Aktienanleihen bieten fette Kupons und
einen Schutz für die Erträge
26 „Es wird zwangsläufig zu Rückschlägen
am Gesamtmarkt kommen“
Jürgen Michels, Chefvolkswirt der
Bayerischen Landesbank, im Interview
30 Jeden Monat Cash
Spezielle ETFs schütten jeden
Monat Bares aus – auch wenn
die Börse seitwärts läuft
haltsdefizit von 5,8 Prozent der Grande Nation ist das größte
der EU. Und Deutschland schafft erst ein riesiges Sondervermögen,
um dann damit Haushaltslöcher zu stopfen,
anstatt zu investieren. Die Börse, Sie wissen es, interessierts
bislang nicht.
Dabei ist klar, dass in dieser Situation bereits ein kleiner
Anlass den Auslöser für einen großen Kursrutsch an den
Märkten bilden kann. Rücksetzer und Schwächephasen sind
normal, aber für Anlegerinnen und Anleger deswegen nicht
minder schmerzhaft. Ein sicheres Fundament im Depot, mit
Investments, die verlässlich und konstant Rendite liefern, ist
deshalb Pflicht. Ein solcher Schutzschild minimiert Stress
und Verluste, er hilft, langfristige finanzielle Ziele zu erreichen.
FOCUS MONEY schlägt Ihnen in dieser Ausgabe verschiedene
Bausteine dafür vor: Dauerläufer-Aktien und Dividendenstars,
Aktienanleihen, Bonds und sogenannte
Income-ETFs. Das Beste: Mehr als mit Tages- und Festgeld
lässt sich damit allemal herausholen. Das durchschnittliche
Renditepotenzial der von der Redaktion analysierten Aktien,
Anleihen und Zertifikate liegt bei zehn Prozent.
FOCUS MONEY 40/2025
Composing: FOCUS MONEY 13
moneytitel
SCHUTZ VOR DEM
ABSTURZ: Verluste
begrenzen, den langfristigen
Börsenerfolg sichern
AKTIEN
Stabile Verhältnisse
Dauerläufer wie Mastercard oder Monster Beverage verzeichnen seit Jahren steigende Kurse.
Dividendenstars bieten mitunter zweistellige Renditen. Für ein Depot sind sie unverzichtbar
Minimierung des Kapitalverlusts
Sicherheit beim Investieren bedeutet, das Risiko von
Kapitalverlusten gering zu halten.
Stabile Renditen anstreben
Anleger sollten stabile und verlässliche Renditen anstreben.
Übertriebene Gier schadet.
Langfristige Ziele erreichen
Sicherheit beim Investieren hilft Anlegern, ihre langfristigen
finanziellen Ziele sicher zu verfolgen.
Reduzierung finanzieller Sorgen
Sichere Anlagen tragen dazu bei, finanzielle Sorgen
und Unsicherheiten der Anleger zu verringern. Unsichere
und gestresste Anleger neigen zu Fehlern.
von DIRK REICHMANN
Viele Anleger erkennen erst, wie ernst die Börse es
meint, wenn Kursverluste das Depot hart treffen. Wer
alles auf eine Karte setzt, geht ein hohes Risiko ein.
Vorsichtige Investoren dagegen streuen ihr Kapital, nutzen
Stoppkurse und investieren nur einen Teil ihres Vermögens.
Sicherheit (siehe Leiste links) bleibt an der Börse das A und O.
Auch wenn diese Strategie wenig spektakulär erscheint, sorgt
sie meist für mehr Stabilität als hektische Börsenmanöver.
Die Börse ist ein Marathon
Dauerläufer-Aktien bieten Anlegern Verlässlichkeit und
Widerstandskraft. Diese Wertpapiere haben zahlreiche Krisen
überstanden und lassen sich von kurzfristigen Schwankungen
kaum beeindrucken. Ihre Kurse steigen über die Jah-
14
Illustration: Adobe Stock
Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
re hinweg stetig an. Die DZ Bank beschreibt die Suche nach
solchen stabilen Aktien mit geringen Rücksetzern als zentrale
Herausforderung. Dauerläufer überzeugen durch stetiges
Kurs- und Gewinnwachstum, starke Marktpositionen
und krisenfeste Geschäftsmodelle.
Ein Beispiel aus Deutschland ist Hochtief (ISIN
DE0006070006). Seit Juli 2022 stieg die Aktie um rund 420
Prozent. Doch auch solche Unternehmen sind nicht frei von
Risiken: Von 2017 bis 2022 verlor das Papier zeitweise fast
drei Viertel seines Wertes. Nach dieser Belastungsprobe zählt
Hochtief für FOCUS MONEY nicht mehr zu den Dauerläufern.
Auch Alphabet (ISIN US02079K3059), die Muttergesellschaft
von Google, konnte den Kriterien nicht standhalten.
Zwischen Oktober und Dezember 2021 fiel der Kurs um
40 Prozent.
In den USA fand FOCUS MONEY zwei geeignete Dauerläufer:
Monster Beverage und Mastercard. Mastercard (siehe
Kasten rechts) zählt weltweit zu den wichtigsten Zahlungsdienstleistern
und Kreditkartenanbietern. Seit 2015 stieg der
Kurs um fast 600 Prozent – das entspricht einer durchschnittlichen
Jahresrendite von 17,6 Prozent. Nur wenige
Aktien können da mithalten. Abgesehen von einer kleinen
Delle 2020 wuchs der Umsatz des Unternehmens Jahr für
Jahr. Das Renditedreieck unten zeigt für Mastercard nur
2022 bei ein- und zweijähriger Haltedauer leichte Verluste;
der höchste Verlust lag bei lediglich 3,23 Prozent.
Auch Monster Beverage (siehe Kasten Seite 16 links) hat sich
als Dauerläufer etabliert: Zwischen 2015 und 2025 legte die
Aktie um knapp 260 Prozent zu, was einer jährlichen Rendite
von über elf Prozent entspricht. Lediglich 2024 zeigte das Renditedreieck
bei zweijähriger Haltedauer ein Minus von 8,77
Prozent – ansonsten überzeugte die Aktie mit Stabilität.
Dividenden: Das Salz in der Suppe
Dauerläufer und Schwergewichte wie Mastercard oder
Monster Beverage sind meist die größten Positionen in ei-
Mastercard
Für die verwöhnten Aktionäre von Mastercard war 2022 kein
gutes Jahr. Sowohl Investoren, die die Aktie ein Jahr hielten, als
auch diejenigen, die zwei Jahre dabei waren, mussten leichte
Verluste hinnehmen
Einstiegszeitpunkt
Kaufkurs =
Jahres-
Schlusskurs
2019 $ 298,59
2020 $ 356,94 19,54 %
2021 $ 359,32 0,67 % 20,34 %
2022 $ 347,73 –3,23 % – 2,58 % 16,46 %
2023 $ 426,51 22,66 % 18,70 % 19,49 % 42,84 %
2024 $ 526,57 23,46 % 51,43 % 46,55 % 47,52 % 76,35 %
2025 $ 586,05 11,30 % 37,41 % 68,54 % 63,10 % 64,19 % 96,27 %
Durchschnitt 12,40 % 25,06 % 37,76 % 51,15 % 70,27 % 96,27 %
Minimum – 3,23 % – 2,58 % 16,46 % 42,84 % 64,19 % 96,27 %
Maximum 23,46 % 51,43 % 68,54 % 63,10 % 76,35 % 96,27 %
Haltedauer 1 Jahre 2 Jahre 3 Jahre 4 Jahre 5 Jahre 6 Jahre
Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen
MASTERCARD
Hervorragend gelaufen
Das Unternehmen: Mastercard erleichtert Zahlungen
mit Kredit- und Prepaidkarten. Das Unternehmen
gehört weltweit zu den führenden Plattformen
für bargeldlose Transaktionen.
Die Zahlen: Mastercard erzielt Umsätze durch Gebühren
von Banken und Händlern, die das globale
Netzwerk und die Zahlungsabwicklung nutzen.
Darüber hinaus generiert das Unternehmen Einnahmen
mit Zusatzservices wie Datenverarbeitung
und Digital Security. Die Geschäfte laufen hervorragend:
2015 erzielte Mastercard 9,67 Milliarden
US-Dollar Umsatz, im letzten Jahr lag der Wert bereits
über 28 Milliarden Dollar. Analysten erwarten,
dass der Umsatz bis 2027 auf über 40 Milliarden
Dollar steigen wird. Nur im Coronajahr 2020 verringerte
sich der Umsatz kurzfristig.
Die Vision: Laut einer Umfrage von Verivox zahlen
nur noch etwa ein Drittel der Deutschen Beträge
bis 20 Euro in bar. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen.
Risiken wie die Konkurrenz durch neue Online-Zahlungsdienste
bleiben jedoch bestehen.
Wer investieren möchte, kann einen Stoppkurs bei
435 Euro setzen, um Verluste im Fall eines Kursrückgangs
zu begrenzen.
Langfristiger Anstieg
Mastercard
Monatsschlusskurse in US-Dollar
200-Tage-Linie
Umsatz in Milliarden US-Dollar,
ab 2025 Prognose
2015 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 2027
600
400
200
WKN/ISIN
A0F602/US57636Q1040
Börsenwert 444,6 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 36,1/30,9
Dividendenrendite für 2025e/26e 0,5/0,6 %
Kursziel/Stoppkurs 550,00/435,00 €
Risiko* ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 11 %
Quelle: Bloomberg * abhängig von der 1-Jahres-Volatilität e = erwartet
0
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30
20
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0
FOCUS MONEY 40/2025 Composing: FOCUS MONEY
15
moneytitel
MONSTER BEVERAGE
Beeindruckend stabil
Das Unternehmen: Monster Beverage ist vor allem
für seine Energydrinks bekannt. Das bekannteste
Produkt im Portfolio ist der Energydrink „Monster
Energy“, der 2002 eingeführt wurde. Damals lag
der Aktienkurs von Monster Beverage bei lediglich
0,05 US-Dollar. Mit dem Start von „Monster Energy“
begann der Siegeszug des US-amerikanischen
Getränkeherstellers. Inzwischen liegt der Aktienkurs
bei rund 497 Dollar.
Die Zahlen: Monster Beverage betreibt ein relativ
konjunkturunabhängiges Geschäftsmodell. Das
Renditedreieck (siehe unten rechts) verdeutlicht
dies: Nur 2024 verzeichnete die Aktie mit einem
Jahresverlust von 8,77 Prozent auf Dollarbasis einen
Rückgang. Die beeindruckende Stabilität spiegelt
sich auch im Umsatz wider. Im Geschäftsjahr
2014 erzielte das Unternehmen 2,465 Milliarden
US-Dollar, im letzten Geschäftsjahr waren es 7,493
Milliarden US-Dollar. Das Wachstum verlief kontinuierlich
und ohne Schwäche.
Die Vision: Analysten erwarten langfristig jährliche
Umsatzzuwächse von sechs bis zehn Prozent. Anleger
können zur Verlustbegrenzung einen Stoppkurs
bei 47,00 Euro setzen.
Starker Anstieg
Monster Beverage
Monatsschlusskurse in US-Dollar
Widerstand, jetzt Unterstützung
200-Tage-Linie
Umsatz in Milliarden US-Dollar,
ab 2025 Prognose
2015 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 2027
WKN/ISIN
A14U5Z/US61174X1090
Börsenwert 53,1 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 34,0/30,3
Dividendenrendite für 2025e/26e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 65,00/47,00 €
Risiko* ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 19 %
Quelle: Bloomberg + abhängig von der 1-Jahres-Volatilität e = erwartet
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60
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20
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4
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0
nem ausgewogenen Depot. Viele Anleger setzen aber zusätzlich
auf Dividenden, um ein passives Einkommen zu erzielen.
Regelmäßige Ausschüttungen bringen verlässlich Geld
aufs Konto, das entweder konsumiert oder für neue Investments
genutzt werden kann. Wer Dividenden konsequent reinvestiert,
profitiert langfristig – vorausgesetzt, das Unternehmen
zahlt regelmäßig und der Aktienkurs bleibt stabil.
Unsere drei Beispiele (siehe Kästen Seite 17) sind daher vor
allem für erfahrene Anleger geeignet, die die Dividendenpolitik
der Unternehmen aktiv verfolgen. Treten Unsicherheiten
auf, sollten sie auch zum Verkauf bereit sein. Wer in
Auslandsaktien investiert, muss zudem auf Wechselkursschwankungen
achten. Diese beeinflussen nicht nur den
Kurs, sondern auch den Betrag, der bei den Dividendenzahlungen
auf dem Konto landet.
Ein Beispiel, wie stark der Effekt sein kann, zeigt die Svenska
Handelsbanken (siehe Kasten Seite 17 Mitte). Seit Ende
2019 stieg der Kurs auf Eurobasis um 17 Prozent – nicht spektakulär.
Wer Dividenden jedoch reinvestierte, erzielte einen
Buchgewinn von 77 Prozent. Wallenius (siehe rechts unten)
bietet mit einer erwarteten Dividendenrendite im zweistelligen
Bereich attraktive Aussichten. Odfjell (siehe rechts
oben) liegt im Schnitt bei rund acht Prozent. Werden die ausgeschütteten
Gewinne wieder angelegt, kann die Gesamtrendite
deutlich steigen.
Fazit
Sichere Aktien bieten Anlegern Stabilität. Diese Stabilität
finden Anleger bei sturmerprobten Werten wie Mastercard
und Monster Beverage. Sie zeigen auch bei konjunkturellen
Dellen häufig Widerstandskraft.
Aber auch durch die Anwendung von Strategien lässt sich
ein Depot stabilisieren. Beispielsweise wenn Dividenden reinvestiert
werden. Und wenn es einmal nicht so läuft wie geplant,
denken Anleger auch über den Verkauf nach.
Monster Beverage
Der Aktienkurs von Monster Beverage hat fast eine blütenreine
Weste. Lediglich im Jahr 2024 mussten Anleger, die am letzten
Handelstag des Jahres 2023 gekauft haben, einen Verlust hinnehmen
Einstiegszeitpunkt
Kaufkurs =
Jahresschlusskurs
2019 $ 31,78 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
2020 $ 46,24 45,52 % 0,0 0,0 0,0
2021 $ 48,02 3,85 % 51,13 % 0,0 0,0 0,0
2022 $ 50,77 5,72 % 9,79 % 59,76 % 0,0
2023 $ 57,61 13,48 % 19,97 % 24,59 % 81,31 % 0,0
2024 $ 52,56 – 8,77 % 3,54 % 9,45 % 13,67 % 65,41 %
2025 $ 66,16 25,88 % 14,84 % 30,33 % 37,78 % 43,08 % 108,21 %
Durchschnitt 14,28 % 19,85 % 31,03 % 44,25 % 54,25 % 108,21 %
Minimum – 8,77 % 3,54 % 9,45 % 13,67 % 43,08 % 108,21 %
Maximum 45,52 % 51,13 % 59,76 % 81,31 % 65,41 % 108,21 %
Haltedauer 1 Jahre 2 Jahre 3 Jahre 4 Jahre 5 Jahre 6 Jahre
FOCUS MONEY 40/2025
Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen
ODFJELL
Reinvestion treibt die Rendite
Odfjell betreibt eine Flotte von Chemikalientankern, die den Großteil des
Umsatzes erwirtschaften. Das Unternehmen zahlt eine großzügige Dividende
an seine Aktionäre. Die Strategie der Reinvestition der Dividenden in weitere
Aktien machte sich bezahlt: Laut Berechnungen der US-Nachrichtenagentur
Bloomberg lag der Gesamtertrag seit Anfang 2020 ohne
Reinvestition bei 279 Prozent, mit Reinvestition wären es 483 Prozent gewesen.
Wie viele Reedereien erlebte auch Odfjell seit 2020 eine Delle und der
Umsatz stagnierte. Analysten erwarten jedoch, dass der Umsatz im Geschäftsjahr
2026 ähnlich hoch liegen wird, wie 2020, während der Gewinn
je Aktie Fortschritte macht und der freie Cashflow von 2021 bis 2024 um 170
Prozent stieg. Die Analysten sind zuversichtlich. Fünf Experten raten zum
Kauf, niemand zum Verkauf. Den Stoppkurs zur Verlustbegrenzung können
Anleger bei 9,40 Euro setzen.
Odfjell
Kurs der Odfjell-Aktie in Euro
inkl. reinvestierter Dividende
2020 21 22 23 24 2025
WKN/ISIN
873204/NO0003399909
Börsenwert 0,8 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 6,9/6,7
Dividendenrendite für 2025e/26e 7,6/8,2 %
Kursziel/Stoppkurs 14,40/9,40€
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 28 %
Quelle: Bloomberg
20
15
10
5
0
e = erwartet
SVENSKA HANDELSBANKEN
Auf eine hohe Dividende setzen
Das Geschäftsmodell der Svenska Handelsbanken (SHB) basiert auf einer
dezentralen Organisationsstruktur: Die Bank ist in verschiedene regionale Einheiten
gegliedert.
Die Dividende je Aktie steigt seit Jahren kontinuierlich. Das macht sich bemerkbar.
Anleger, die die Dividenden seit 2020 zum Kauf neuer Aktien genutzt
haben, erzielten eine Rendite von mehr als 70 Prozent. Ohne diese Reinvestition
stieg der Wert der SHB-Aktien um 17 Prozent. Abgesehen von der
hohen Dividendenrendite hat die Bank wenig zu bieten. Die meisten Analysten
halten sich denn auch bedeckt, nur zwei Experten raten zum Kauf. Zwölf
Analysten empfehlen, die Aktie zu verkaufen. Ein Grund dafür ist die unterdurchschnittliche
Wertentwicklung der Aktie. Anleger setzen mit der SHB-Aktie
auf eine hohe Dividendenrendite, die weiterhin fließen sollte. Den Stoppkurs
zur Verlustbegrenzung können Anleger bei 9,20 Euro setzen.
Svenska Handelbanken
Kurs der Svenska-
Handelbanken-Aktie in Euro
inkl. reinvestierter Dividende
6
2020 21 22 23 24 2025
WKN/ISIN
A14S60/SE0007100599
Börsenwert 21,9 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 10,4/10,8
Dividendenrendite für 2025e/26e 10,1/8,5 %
Kursziel*/Stoppkurs 13,20/9,20 €
Risiko** ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 11 %
Quelle: Bloomberg * höchstes Kursziel der Analysten
** abhängig von der 1-Jahres-Volatilität
16
14
12
10
8
e = erwartet
WALLENIUS
Gespaltene Analysten
Die norwegische Reederei Wallenius Wilhelmsen transportiert Autos, Lkws
und Baumaschinen per Seefracht. Ein weiteres Geschäftsfeld ist der Landtransport.
Das Unternehmen bietet seinen Aktionären eine Dividendenrendite
im zweistelligen Bereich. Es wird allerdings erwartet, dass diese in den kommenden
Jahren sinkt (siehe Tabelle rechts).
Der Umsatz stagniert seit dem Geschäftsjahr 2022. Analysten erwarten, dass
der Umsatz im Geschäftsjahr 2026 eine ähnliche Größenordnung wie 2022
erreicht. Auch der Gewinn je Aktie dürfte über diesen Zeitraum stagnieren. Er
bleibt allerdings positiv. Immerhin legte der Aktienkurs seit Anfang 2020 um
192 Prozent zu, inklusive der reinvestierten Dividenden wären es sogar 398
Prozent gewesen. Die Analysten sind gespalten. Zwei raten zum Kauf, zwei
zum Verkauf der Aktie. Anleger können den Stoppkurs zur Verlustbegrenzung
bei 5,40 Euro setzen.
FOCUS MONEY 40/2025
Wallenius Wilhelmsen
Kurs der Wallenius-Aktie in Euro
inkl. reinvestierter Dividende
0
2020 21 22 23 24 2025
WKN/ISIN
A1C0ZS/NO0010571680
Börsenwert 3,4 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 4,3/5,7
Dividendenrendite für 2025e/26e 18,9/11,8 %
Kursziel*/Stoppkurs 9,65/5,40 €
Risiko** ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 22 %
Quelle: Bloomberg * höchstes Kursziel der Analysten
** abhängig von der 1-Jahres-Volatilität
12
8
4
e = erwartet
17
moneytitel
GEKIPPT: Mit der Bonität Frankreichs geht es nach unten
ANLEIHEN
Turbulente Zeiten
Frankreich und Deutschland machen das Schuldenfass auf. Auch die USA stecken tief in der
Kreide. Die Märkte befürchten höhere Inflation und steigende Zinsen. Wie sich das nutzen lässt
Renditemuster Staatsbonds
Die höchsten Zinserträge in den Industrieländern
werfen britische Gilts ab. Generell zeigt der Trend
vor allem bei längerer Laufzeit eher nach oben
Rendite drei- und zehnjähriger Staatsanleihen
in Prozent nach Laufzeit
USA 3,56
3 Jahre
4,13
10 Jahre
Großbritannien 3,97
4,71
Deutschland 2,07
2,74
Frankreich 2,31
3,55
Italien 2,37
3,56
Quelle: Bloomberg, Stand 22.09.2025
von BERND JOHANN
Bei der Grande Nation dürfte das nicht so gut angekommen
sein: Die Ratingagentur Fitch stufte
Mitte September die Bonität Frankreichs als
Schuldner von der guten Note AA- auf ein befriedigendes
A+ zurück. Als Gründe nannte Fitch zunehmende
Staatsverschuldung sowie Unfähigkeit zu einer substanziellen
Haushaltskonsolidierung. Die Bestbewertung
von AAA hatte La France bereits 2012 verloren.
Eine niedrigere Bonität geht gewöhnlich einher mit höheren
Kosten für die Kreditaufnahme, sprich, die Märkte
verlangen höhere Zinsen.
Investoren nahmen den Reputationsverlust indes zunächst
recht gelassen, wie überhaupt die Rentenmärkte
es über die Ferienwochen eher locker angehen ließen.
18 Illustrationen: Adobe Stock (2)
Composing: FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 40/2025
Beobachter sehen darin aber nur die Ruhe vor dem Sturm.
Ihre Befürchtung: Die Mischung aus steigender Staatsverschuldung
nicht nur in Frankreich, die Neuordnung von Lieferketten
infolge der Geopolitik sowie die Auswirkungen der
Trump-Zölle führt letztlich zu höherer Inflation und als Folge
auch zu wieder ansteigenden Zinsen. Das würde vor allem
bei länger laufenden Anleihen Kursverluste bedeuten.
Einen Kontrapunkt setzte zunächst die Fed. Die US-Notenbank
senkte vergangene Woche erstmals seit 2024 ihren
Leitzins. Bei der EZB waren es 2025 bereits vier Ermäßigungen.
Allerdings tangiert dies am Markt eher die kurzfristigen
Sätze bis vielleicht zwei Jahre. Die längerfristigen werden dagegen
weit stärker von den Inflationserwartungen und der
Kapitalnachfrage bestimmt. Für Anleger sei es daher an der
Zeit, sehr selektiv und vorsichtig zu agieren, mahnt Robert
Lind, Chefökonom des US-Investmenthauses Capital Group.
Dan Ivascyn, Anlagechef bei der Allianz-Tochter Pimco,
schließt gar zwischenzeitliche Turbulenzen an den Anleihe-
märkten nicht aus. Diese Schwankungen böten aktiven Managern
aber die Chance, schöne Mehrerträge zu erzielen. FO-
CUS MONEY nennt gut benotete Fonds unterschiedlicher
Ausrichtung, welche die Zinslandschaft aktiv angehen mit
guten Chancen, selbst aus „Turbulenzen“ Nutzen zu ziehen.
Volatilität schafft Möglichkeiten. An den Märkten kommen
Staatsanleihen wegen der öffentlichen Verschuldung
zunehmend ins Gerede. In Frankreich erreicht diese inzwischen
117 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Bei der
Staatsverschuldung gehöre die Grande Nation fraglos zu den
ganz Großen, stichelt Florian Gröschl, Miteigentümer der
Wiener Absolute Return Consulting. In den USA sind es gar
125 Prozent, in Italien 138 Prozent bei indes sinkendem
Trend. In Deutschland, zuletzt noch bei mäßigen 63 Prozent
Schulden zum BIP, dürfe die Quote mit den Mega-Kreditprogrammen
mittelfristig auf mehr als 80 Prozent streben.
„Die staatlichen Schuldenexzesse, teilweise auch als Sondervermögen
getarnt, nehmen immer krassere Formen
VONTOBEL CREDIT OPPORTUNITIES
Rundum-Sorglos-Paket
Die gesamte Palette an Zinsanlagen beackert dieser Fonds, sowohl was
Emittenten, Laufzeiten als auch Bonitäten betrifft. Hinzu kommen Derivate vor
allem zur Absicherung. Erklärtes Ziel des Schweizer Investmenthauses: „Von
günstigen Marktentwicklungen profitieren und die Verwundbarkeit des Fonds
bei ungünstigen Märkten tief halten“. Das gelang mit einer im Branchenvergleich
sehr stetigen und attraktiven Wertentwicklung bisher bestens.
Momentan setzt der Fonds weltweit breit gestreut vor allem auf Firmenbonds.
Staatliche und staatsnahe Papiere kamen zuletzt auf gut zehn Prozent am Vermögen,
voran kurzlaufende US-Treasuries. Per Saldo weist das Depot eine effektive
Laufzeit von knapp drei Jahren auf, bei einer durchschnittlichen Rendite
bis Verfall von rund fünf Prozent. Neben diesem Dollar-Ursprungsfonds
bietet Vontobel eine ganze Reihe von Tranchen, darunter jüngere, Euro-gesicherte,
ausschüttend (WKN A40U0W) und thesaurierend (WKN A3C8Y7).
Vontobel Credit Opportunities
prozentuale Entwicklung seit 1.1.2021
2021 22 23 24 2025
+60
+40
+20
0
–20
WKN/ISIN (thesaur.,USD) A2JLSA/LU1242417589
Fondsvolumen
1,27 Mrd. USD
Ausgabeaufschlag/lfd. Kosten bis 5,0/0,48 %
Wertentwicklung (€) 1/3/5 Jahre 8,6/50,2/78,3 %
Volatilität 1/3 Jahre p.a. 9,4/7,4 %
Auflagedatum 30.06.2015
Quelle: Bloomberg
LF SUSTAINABLE YIELD OPPORTUNITIES
Chancensucher mit Öko-Touch
Opportunitäten und Sondersituationen, sowohl bei Unternehmens- wie auch
Staatsanleihen hat dieser bei Universal Investment aufgelegte Fonds im Blick.
Gemanagt wird über das Hamburger Finanzhaus Laiqon. Bei der Anleihen-
Auswahl bilden die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) eines der
Kriterien. Zudem kann der Fonds auch Derivate aktiv einsetzen.
Mit diesem Ansatz schlug er sich bisher recht erfolgreich mit einer durchschnittlichen
Jahresrendite von gut sechs Prozent seit Auflage. Aktuell dominieren
Unternehmensanleihen das Portfolio eindeutig, gestreut über alle Laufzeiten
bei einer gewichteten Durchschnittsdauer von allerdings nur knapp vier
Jahren. Der Schwerpunkt liegt dabei klar bei renditeträchtigeren Titeln unterhalb
Investmentgrade. Das Risiko reduziert das Management durch sehr breite
Streuung bei eindeutiger Dominanz von Euro-Anlagen. Der Fonds schüttet
aus, zuletzt 1,67 Euro oder damals 3,7 Prozent im Mai 2025.
FOCUS MONEY 40/2025
LF Sustainable Yield Opportunities
prozentuale Entwicklung seit 1.1.2021
2021 22 23 24 2025
Quelle: Bloomberg
+10
+5
0
–5
–10
WKN/ISIN (aussch., Euro) A2PB6F/DE000A2PB6F
Fondsvolumen 286 Mio. €
Ausgabeaufschlag/lfd. Kosten bis 3,0/1,20 %
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre 6,0/21,3/20,3 %
Volatilität 1/3 Jahre p.a. 2,5/4,0 %
Auflagedatum 1.04.2019
19
moneytitel
an“, wundert sich Peter Huber vom Bad Homburger Taunus
Trust. Dabei hatten die Väter des Euro, wegen historischer
Erfahrungen und um die Werthaltigkeit der neuen Währung
zu sichern, im Maastricht-Vertrag eine öffentliche Schuldenobergrenze
von 60 Prozent des BIP festgeschrieben.
Anker Zentralbanken. „Hundert ist das neue sechzig“, lästert
jetzt Hans-Jörg Naumer, Direktor bei der Allianz-Tochter
AGI. Kein Wunder, dass es vor diesem Hintergrund zu Bonitätsabstufungen
bei Staatsanleihen kommt - geht es nach
Marktspekulationen perspektivisch auch bei den noch mit
Bestnote AAA bedachten Bundesanleihen. Anlegern, die
dennoch über Fonds bei Staatspapieren dabei sein wollen,
bieten etwa der Warburg Global Fixed Income Fonds (WKN
978473) oder mit einem Schwerpunkt in Staatsanleihen der
Bayerninvest Renten Europa (WKN A2PSYA) aktiv gemanagte
Alternativen. Denn es gibt recht verlässliche Ausputzer.
Sollten steigende Zinsen Haushalte und Finanzierung
mancher Staaten in Probleme stürzen, dürften die Zentral-
banken wie in den 2010er-Jahren nicht untätig bleiben. „Die
Notenbanken sind mittelfristig zu allen Schandtaten bereit,
um das System am Laufen zu halten“, vermutet Thomas Romig,
Geschäftsführer beim Vermögensverwalter Assenagon.
Tendenziell geht die Marktmeinung aber eher zu stabilen
Unternehmensanleihen. Für sie sprächen Fundamentaldaten
und technische Faktoren, so die Capital Group Kreditkennzahlen
und Verschuldungsgrade befänden sich auf gesundem
Level. Hinzu kommt ein attraktives Renditeniveau.
Bei Staatsbonds gibt es übrigens nicht nur schlechte Nachrichten.
Ausgerechnet der in der Finanzkrise geschmähte Club
Med punktet hier: Standard & Poor’s stufte jetzt die Bonität
Portugals von A auf A+ hoch, wegen des soliden Haushaltskurses
und Staatsverschuldung auf festem Abwärtspfad. Den
beschritt auch das frühere Problemkind Griechenland dank
Reformen, Steuersenkungen und als Folge starkem Wirtschaftswachstum.
Inzwischen häufte es sogar Haushaltsreserven
von 40 Milliarden Euro oder 15 Prozent des BIP an.
BLACKROCK FI CREDIT STRATEGIES
Ausgewogen und flexibel
Schwerpunkt Nicht-Staatsanleihen in Euro von Emittenten weltweit - für die
Manager des US-Investmentriesen Blackrock heißt das bei diesem Fonds vor
allem Festverzinsliche von Unternehmen und supranationalen Adressen. Allein
Firmenbonds machen derzeit 83 Prozent des zuletzt 234 Titel umfassenden
Depots aus. Staatsanleihen sind möglich, aktuell im Fonds aber kaum zu
finden. Bei den Fristen liegt der Schwerpunkt klar auf kurzen und mittleren
Laufzeiten bis maximal sieben Jahren sowie bei den Bonitätsnoten auf BBB
und BB. Der Fonds will so erhöhte Renditen (im Schnitt derzeit 4,8 Prozent)
abgreifen, bei gleichzeitig verminderter Reaktion auf Zinsänderungen.
Eine möglichst gute Rendite bei Blick auf ein sukzessives Kapitalwachstum
steht denn auch im Visier des Managements. Dazu kann es in begrenztem
Umfang ebenfalls Derivate einsetzen. Bei dem Fonds gibt es zudem einen Part
mit Ausschüttung (WKN A2PF5L), zuletzt Ende Mai 3,32 Euro je Anteil.
Blackrock ESG FI Credit Strategies
prozentuale Entwicklung seit 1.1.2021
2021 22 23 24 2025
+5
0
–5
–10
WKN/ISIN (thesaur., Euro) A2PF5F/LU1965316372
Fondsvolumen 415 Mio. €
Ausgabeaufschlag/lfd. Kosten bis 5,0/1,30 %
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre 5,6/18,4/11,2 %
Volatilität 1/3 Jahre p.a. 2,0/2,4 %
Auflagedatum 11.06.2019
Quelle: Bloomberg
HANSA DEFENSIVE
Risiko? Nein danke
Rentenfonds mit Stabilitätsanspruch nennt die Investmenttochter des Versicherungskonzerns
Signal Iduna diesen Pool. Zu diesem Zweck investiert er
in kürzere Laufzeiten mit einer Begrenzung der durchschnittlichen Dauer auf
maximal 18 Monate. Damit greift er vor allem die sich bietenden Zinserträge
am Markt ab. Vorteil: Der Fonds ist recht kursresistent bei Zinsänderungen.
Nachteil: geldmarktnahe Zinsen sind gewöhnlich niedriger als die längerfristigen.
Die Fondsrendite soll jedoch deutlich oberhalb der Euro-Geldmarktsätze
liegen, so der Anspruch. Aktuell spielen dem Pool die höheren Kupons in
die Hände. Er würde profitieren, sollten die Zinsen in Zukunft weiter steigen.
Im Depot liegen derzeit Anleihen von Emittenten aus einer Vielzahl von Ländern
(voran USA, Deutschland) mit bis zu vier Jahren Laufzeit bei Schwerpunkt
ein bis zwei Jahre. 2025 brachte dieser Mix bis August einen Ertrag von 2,3
Prozent. Der Fonds schüttete im März 1,55 Euro je Anteil (3,1 Prozent) aus.
Hansa defensive
prozentuale Entwicklung seit 1.1.2021
2021 22 23 24 2025
WKN/ISIN (aussch., Euro) 976621/DE0009766212
Fondsvolumen 50 Mio. €
Ausgabeaufschlag/lfd. Kosten 0,50/0,41 %
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre 3,7/11,8/10,4 %
Volatilität 1/3 Jahre p.a. 0,3/0,6 %
Auflagedatum 2.11.1994
Quelle: Bloomberg
+8
+4
0
–4
20 FOCUS MONEY 40/2025
EINZELANLEIHEN
Renditen
in Bewegung
Das Schuldendesaster Frankreichs
wirkt sich zunehmend aus. So nahm die
Stiftung Warentest französische Banken
in Mithaftung und deren Angebote aus
ihren Zinsvergleichen heraus. Auch die
Renditen der Staatsanleihen zeigen neuen
Auftrieb. Der Frankreich-Bond mit Fälligkeit
Mai 2030 zum Beispiel (WKN
A1ZHSU) wirft inzwischen mit 2,7 Prozent
eine ähnliche Jahresrendite ab wie die
im Juni 2030 fällige Anleihe der lange
geschmähten Griechen mit der WKN
A28YNH. Dabei lag die Verzinsung fünfjähriger
griechischer Staatspapiere vor
drei Jahren noch um vier Prozent, die der
französischen bei 1,5 Prozent. Die Rendite
vergleichbarer deutscher Bundesanleihen
schaukelte sich seit Mai leicht
von zwei auf 2,3 Prozent hoch.
Vorteil Firmenbonds. Damit schrumpfte
der Abstand zu guten Firmenanleihen.
Diese besitzen indes immer noch einen
Zinsbonus. Von den zuletzt reger gehandelten
Titeln wirft zum Beispiel die Anleihe
von Eon Finance, Kupon 3,0 Prozent
Liquide Firmenbonds
Emittent WKN Volumen
Mio. Euro
und Laufzeit 3.09.31 (WKN A4EGDC) rund
drei Prozent Rendite ab, der RWE-Bond
mit 2,75 Prozent Kupon, Fälligkeit
24.05.30 (WKN A30VJF) 2,8 Prozent. Tendenziell
zu bevorzugen dürften derzeit
kürzere Laufzeiten sein. Bei längeren besteht
die Gefahr spürbarer temporärer
Kursverluste, sollten die Zinsen steigen.
Die Tabelle listet kürzere laufende Titel als
Geldparkplatz für zwei oder drei Jahre.
Laufzeit Kupon in % Kurs in % Rendite
p.a. % bis
Fälligkeit
Rating
Schaeffler A2YB7B 650 26.03.27 2,875 100,10 2,8 BBB-
Porsche SE A351SW 500 27.09.27 4,125 102,65 2,8 kein Rating
Dt. Pfandbriefbank A38261 500 27.11.27 4,0 101,90 3,1 BBB-
Fraport A3E5F0 800 31.03.28 1,875 98,00 2,7 kein Rating
Continental A351PU 750 01.06.28 4,0 103,10 2,8 BBB
Quelle: Bloomberg
BUSINESS
IST NICHT
IMMER
USUAL.
Eine normale Business-Versicherung
kriegt jeder. Sie kriegen Hiscox.
Individuelle Absicherung und persönlicher
Schadenservice.
Wir schützen, was Sie schätzen.
FOCUS MONEY 40/2025
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Jonas Deichmann
Entrepreneur & Extremsportler
Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: FOCUS MONEY 21
moneytitel
AKTIENANLEIHEN
Hochprozentiges fürs Depot
Satte Kupons einstreichen und gleichzeitig die Erträge mit einem großzügigen Sicherheitsnetz
schützen? Mit diesen Aktienanleihen werden Anleger zu erfolgreichen Zinsjägern
Aktienanleihen mit Puffer
Aktienanleihen mit niedrigem Basispreis oder mit
Barriere? Beide Varianten bieten ein Sicherheitsnetz,
unterscheiden sich jedoch in ihrer Funktionsweise
Auszahlungsprofil einer Aktienanleihe
Basiswert ohne Dividende
Basispreis 100 %,
Barriere 70 % Kupon 10 %
Kursentwicklung des Basiswerts in %
30
10
Basispreis 80 %, Kupon 5 % –10
–40 –20 0 20 40
Quelle: eigene Darstellung
–30
–50
Ertrag des Zertifikats in %
von SASCHA ROSE
Die Freude über die gestiegenen Zinsen währte nicht lange.
Laut dem Verbraucherportal biallo.de konnten Anleger
mit sicherem Tages- und Festgeld bereits Ende
2024 im Durchschnitt nicht mehr genug verdienen, um einen
Kaufkraftverlust ihres Vermögens durch steigende Preise zu
verhindern. Derzeit bieten nur sehr wenige Banken noch Zinsen
an, die über der Inflationsrate liegen. Diese lag in Deutschland
zuletzt bei 2,2 Prozent. Aktienanleihen bieten hier eine
clevere Alternative – inklusive Sicherheitsnetz.
„Aktienanleihen sind eine spannende Renditequelle fürs Depot
und eignen sich für Anleger, die innerhalb einer definierten
Risikospanne von erhöhten Zinsen profitieren wollen“,
sagt Samir Zakaria, Leiter Wealth Management Region Mitte
beim Vermögensverwalter Hansen
& Heinrich. Für Mirko Hajek,
geschäftsführender Gesellschafter
der Rheinische Portfolio Management
GmbH, können Aktienanlei-
EXKLUSIVE ZINSEN:
Aktienanleihen bieten satte
Kupons, die sogar zweistellig
ausfallen können
22 Fotos: Adobe Stock
Composing: FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 40/2025
hen zudem „besonders in Seitwärtsmärkten oder leicht fallenden
Phasen eine lukrative Ergänzung im Depot sein.“
Ohne Wenn und Aber. Aktienanleihen werden von Banken
emittiert. Sie haben eine feste Laufzeit und beziehen sich – wie
der Name vermuten lässt – auf Aktien (manchmal dienen aber
auch Indizes als Basiswert). Der angegebene Zinskupon wird
in der Regel am Laufzeitende ausgezahlt. Das Wichtigste jedoch
ist: Die Zinsen gibt es ohne Wenn und Aber. Nur im Falle
einer Pleite des Emittenten können sie ausfallen. Dividenden
erhalten Käufer von Aktienanleihen hingegen nicht.
Aktuell sind mit Aktienanleihen problemlos Zinsen von
sechs, sieben und mehr Prozent pro Jahr möglich. Vor allem
Papiere auf schwankungsfreudige (volatile) Aktien bieten
nicht selten sogar zweistellige Zinsen. „Die Kupons sind aber
kein Geschenk, sondern der Preis für ein konkretes Risiko“, erklärt
Portfoliomanager Hajek. Bei Aktienanleihen zeigt sich
dieses konkret in der Art der Tilgung am Laufzeitende. Von ihr
hängt es ab, ob Anleger mit ihren Zinserträgen unterm Strich
einen Gewinn oder einen Verlust machen.
Liegt der Basiswert am Laufzeitende bzw. dem Bewertungstag,
auf oder über dem Basispreis (s. Glossar rechts), ist alles
in Ordnung. In diesem Fall gibt es den Nennwert in bar zurück
und Anleger erzielen die maximal mögliche Rendite. Andernfalls
liefert der Emittent gemäß Bezugsverhältnis eine bestimmte
Anzahl an Aktien. Das Problem: Der Wert des Aktienpakets
liegt unter dem Nennwert. Übersteigt das Minus den
Zinsertrag, entstehen Buchverluste. „Idealerweise investieren
Anleger also in Aktienanleihen, deren Basiswert sie sich
auch als Einzelaktie kaufen würden“, betont Zakaria.
Weniger Risiko. Vorsichtige Naturen sollten zudem klassische
Aktienanleihen meiden. Denn dort entspricht der Basispreis
dem Kurs der Aktie zu Beginn der Laufzeit. Es kommt
also bereits zur Aktienlieferung, wenn die Aktie nur leicht gefallen
ist. Mehr Sicherheit bieten Aktienanleihen mit einem
niedrigeren Basispreis oder solche mit einer zusätzlichen Barriere.
Das Risiko einer Aktienlieferung ist dort deutlich niedriger.
Trotzdem bieten auch diese Aktienanleihen üppige Zinskupons,
wie die Produktbeispiele in der Tabelle unten zeigen.
Auf der nächsten Seite erfahren Anleger dann, wie die Sicherheitspuffer
in der Praxis funktionieren – und was es sonst
noch beim Kauf von Aktienanleihen zu beachten gilt.
GLOSSAR
Wichtige Kennzahlen
■ Barriere: Kursschwelle, die unterhalb des Basispreises
liegt. Sie kann kontinuierlich beobachtet werden
oder nur am Laufzeitende relevant sein.
■ Basispreis: Kursniveau, das entscheidet, wie die
Aktienanleihe getilgt wird. Er entspricht in der Regel
dem Startkurs des Basiswerts, kann aber auch darunter
(oder sogar darüber) liegen.
■ Bewertungstag: Datum, an dem der Emittent den
Schlusskurs des Basiswerts mit dem Basispreis oder
der (endfälligen) Barriere vergleicht.
■ Bezugsverhältnis: Anzahl der Aktien, die Anleger
bei einer physischen Lieferung des Basiswerts erhalten.
Formel: Nennwert geteilt durch den Basispreis.
Bruchteile werden immer in bar ausgezahlt.
■ Zinskupon: Prozentsatz, zu dem der Nennwert der
Aktienanleihe verzinst wird. Er wird pro Jahr (p. a.) angegeben.
Das heißt: Bei unter einem Jahr Laufzeit ist
die Gesamtverzinsung niedriger, umgekehrt höher.
■ Kurs: Aktienanleihen notieren in Prozent des Nennwerts.
Bei einem Kurs von 101 Prozent und 1000 Euro
Nennwert beträgt der Preis also 1010 Euro, bei 99 Prozent
sind es 990 Euro.
■ Stückzinsen: Zinsanspruch, der seit Beginn der
Laufzeit entstanden ist. Stückzinsen werden getrennt
vom Kurs der Aktienanleihe ausgewiesen.
■ Kaufpreis Betrag, der sich aus dem Kurs der Aktienanleihe
plus den Stückzinsen ergibt. Übrigens: Verkäufer
bekommen die Stückzinsen gutgeschrieben.
■ Rendite: Ergibt sich aus dem Zinskupon, der Laufzeit
und dem Kaufpreis. Beispiel: Fünf Prozent Zinsen
(p. a.) ergeben bei einem Kurs von 99,5 Prozent und einem
Jahr Laufzeit eine Rendite von 5,53 Prozent.
Attraktive Zinsen zu kalkulierbarem Risiko
Aktienanleihen mit einem niedrigen Basispreis oder einer Barriere verringern das Risiko einer Aktienlieferung. Dadurch steigt die
Chance auf die maximale Rendite. Tipp: Bei Papieren mit endfälliger Barriere wird die Kursschwelle nur am Ende „scharf“ geschaltet
Basiswert Typ WKN/ISIN Emittent Zinskupon
(p.a.)
Bewertungstag
Basispreis Barriere 1) Sicherheitsspuffer
2)
Bezugsverhältnis
Kaufpreis 3)
Max. Rendite
gesamt p. a.
1
2
Commerzbank Basispreis <100 DE000HT8CL47 HSBC 7,25 % 16.10.26 20,00 € – 37,13 % 50,000 997,42 € 8,2 % 7,7 %
Hochtief Basispreis <100 DE000DU2TDL7 DZ Bank 5,80 % 18.09.26 180,00 € – 21,60 % 5,556 1001,35 € 6,1 % 6,1 %
Siemens Energy Basispreis <100 DE000UG85Q73 Unicredit 9,30 % 20.11.26 70,00 € – 26,56 % 14,286 1015,53 € 11,0 % 9,4 %
Bayer Barriere, endfällig DE000HT708E1 HSBC 11,00 % 18.08.26 27,67 € 22,14 € 19,30 % 36,140 985,84 € 12,6 % 13,7 %
Bechtle Barriere, endfällig DE000HV4YXB7 Unicredit 7,50 % 26.08.26 38,82 € 29,12 € 23,26 % 25,760 984,19 € 9,2 % 9,9 %
Renault Barriere, endfällig DE000VH1HY81 Vontobel 8,50 % 18.09.26 33,24 € 26,59 € 24,54 % 30,084 997,39 € 9,4 % 9,3 %
Stand: 22.09.25; Nennwert: jeweils 1000 Euro, 1) endfällig, 2) bezogen auf den Baispreis oder die Barriere, 3) inklusive Stückzinsen
Quellen: Emittenten, Onvista.de
FOCUS MONEY 40/2025
23
moneytitel
1
AKTIENANLEIHE AUF COMMERZBANK
Tiefer Basispreis als Sicherheitspuffer
Der Basiswert: Die Aktie der Commerzbank ist aufgrund verbesserter Renditeaussichten
und der Übernahme-Offerte der Unicredit zuletzt stark gestiegen.
Die jüngste Korrektur überrascht daher nicht. Auch viele Analysten haben die
Aktie inzwischen auf „Neutral“ herabgestuft mit einem durchschnittlichen Kursziel
von 32 Euro. Das höchste liegt bei 36 Euro, das niedrigste bei 21 Euro.
Die Aktienanleihe: Gut 13 Monate Laufzeit, ein Zinskupon von 7,25 Prozent
(p. a.) und ein Basispreis von gerade einmal 20 Euro – das sind die Merkmale
der kürzlich von der HSBC emittierten Aktienanleihe auf die Commerzbank. Der
Nennwert beträgt (typische) 1000 Euro, das Bezugsverhältnis beträgt glatt 50
Aktien. Kaufpreis inklusive Stückzinsen: knapp unter 1000 Euro.
Die Chancen: Liegt der Schlusskurs der Commerzbank-Aktie am Bewertungstag,
dem 16. Oktober 2026, auf oder über dem Basispreis, gibt es 1000 Euro in bar zurück.
Hinzu kommen insgesamt 79,65 Euro Zinsen. Unterm Strich erzielen Anleger
somit eine Rendite von 8,2 Prozent (7,7 Prozent p. a.). Das ist einiges mehr als die
erwartete Dividendenrendite der Aktie von 2,9 Prozent. Der Sicherheitspuffer von
mehr als 37 Prozent macht die Zins-Rendite zudem sehr wahrscheinlich.
Das Risiko: Bei Commerzbank-Kursen unter 20 Euro liefert die HSBC die 50 Aktien
des Bankhauses. Das führt zwar zu Verlusten. Diese fallen jedoch dank des
niedrigen Basispreises (erst unter 20 Euro sind die Aktien weniger wert als 1000
Euro) und der Zinsen aber sehr viel geringer aus als bei der Commerzbank-Aktie.
Beruhigender Abstand
Die Aktienanleihe läuft auch bei einer Übernahme
der Commerzbank durch die Unicredit
weiter. Im Fall eines Delistings würde der
Abfindungspreis am Bewertungstag gelten
Commerzbank
Aktienkurs in Euro
Basispreis
2021 22 23 24 2025
Schlusskurs
am 16.10.26
Aktie
Wertentwicklung
(inkl. Dividende)
Tilgung der
Aktienanleihe
Kurs der Aktie bei Auswertung: 31,50 Euro, Rendite vor Steuern und Gebühren
Aktienanleihe
30
20
10
Rendite der
Aktienanleihe
45,00 € 45,9 % 1000,00 € 8,2 %
40,00 € 30,0 % 1000,00 € 8,2 %
35,00 € 14,1 % 1000,00 € 8,2 %
30,00 € –1,7% 1000,00 € 8,2 %
25,00 € –17,6% 1000,00 € 8,2 %
20,00 € –33,5% 1000,00 € 8,2 %
15,00 € –49,4% 50,00 Aktien –16,8%
0
Quelle: Bloomberg
2
AKTIENANLEIHE PROTECT AUF BECHTLE
Barriere schützt am Laufzeitende
Der Basiswert: Bechtle steht bei der Schweizer Großbank UBS derzeit auf der
„Top 20“-Liste für besonders überzeugende Anlageideen im Bereich der kleinen
bis mittelgroßen Unternehmen. Für die Deutsche Bank steht der IT-Dienstleister
vor allem im Geschäft mit der öffentlichen Hand vor einem Aufschwung. Klar aber
ist: Die Rechnung geht nur auf, wenn die hiesige Wirtschaft tatsächlich anzieht.
Die Aktienanleihe: Die Unicredit hat ihre Aktienanleihe Protect mit einem Zinskupon
in Höhe von 7,5 Prozent und einer endfälligen Barriere ausgestattet. Letztere
liegt bei 29,12 Euro und damit knapp unter dem Tief von Anfang Januar dieses
Jahres. Die Laufzeit beträgt genau ein Jahr und der Nennwert 1000 Euro. Das
angegebene Bezugsverhältnis von 25,76 ergibt sich aus dem Nennwert geteilt
durch den Basispreis von 38,82 Euro. Der Schein kostete zuletzt knapp 985 Euro.
Die Chancen: Bei der Aktienanleihe Protect reicht es am Bewertungstag, dem
26. August 2026, dass die Bechtle-Aktie auf oder über der Barriere schließt,
damit Anleger – neben den 75 Euro Zinsen – auch die 1000 Euro Nennwert
bekommen. Nach Adam Riese bietet die Aktienanleihe Protect somit eine maximale
Rendite von 9,2 Prozent. Aufs Jahr gerechnet sind das 9,9 Prozent.
Das Risiko: Notiert die Bechtle-Aktie am Bewertungstag unter der Barriere, kommt
es trotz der Zinszahlung zu spürbaren Verlusten. Grund: Der Wert der gelieferten
25,76 Bechtle-Aktien (Bruchteile in bar) würde selbst bei einem Kurs von 29,11 Euro
nur rund 750 Euro betragen. Das Minus ist allerdings niedriger als bei der Aktie.
Sinnvolle Kursschwelle
Die Bechtle-Aktie versucht, einen Boden zu
finden und bekommt von den meisten Analysten
eine Kaufempfehlung. Ein Rückschlag
Richtung 30 Euro ist aber auch möglich
Bechtle
Aktienkurs in Euro
endfällige Barriere
2018 19 20 21 22 23 24 2025
Schlusskurs
am 26.08.26
Aktie
Wertentwicklung
(inkl. Dividende)
Tilgung der
Aktienanleihe
Kurs der Aktie bei Auswertung: 31,50 Euro, Rendite vor Steuern und Gebühren
Aktienanleihe
60
50
40
30
20
Rendite der
Aktienanleihe
45,00 € 20,3 % 1000,00 € 9,2 %
42,00 € 12,4 % 1000,00 € 9,2 %
39,00 € 4,5 % 1000,00 € 9,2 %
36,00 € –3,4% 1000,00 € 9,2 %
33,00 € –11,3% 1000,00 € 9,2 %
30,00 € –19,2% 1000,00 € 9,2 %
27,00 € –27,1% 25,76 Aktien –21,7%
Quelle: Bloomberg
24 FOCUS MONEY 40/2025
IHR BÖRSENBRIEF
FÜR NEBENWERTE
INVESTIEREN IN DAS, WAS MORGEN RENDITE BRINGT
Analyse: Small und Mid Caps
mit außergewöhnlichen
Gewinnchancen
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Studien der großen
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FOCUS MONEY 40/2025
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moneytitel
INTERVIEW
Zollerhöhungen
werden sich in
steigende
Inflationsraten
niederschlagen“
Vita
Jürgen Michels
seit zwölf Jahren arbeitet der promovierte
Ökonom als Chefvolkswirt der
Bayerischen Landesbank in München
von 2002 bis 2013 war er Managing
Director der Citigroup in London, zuletzt
als Chefvolkswirt für den Euroraum
AMERIKANISCHE NOTEN-
BANKER UNTER DRUCK:
Noch hat die Federal Reserve
(Fed) in Washington D. C.
unabhängig entschieden
von 1997 bis 2002 arbeitete der aus der
Eifel stammende Volkswirt für die damalige
Privatbank Sal. Oppenheim in Köln
26 Fotos: Adobe Stock (2), T. Hase/BayernLB
FOCUS MONEY 40/2025
von HANS-PETER SIEBENHAAR
Jürgen Michels, Chefökonom der
Bayerischen Landesbank, prognostiziert:
Der Plan von Trump, mit niedrigen
Zinsen das Schuldenproblem der USA
zu lösen, wird nicht aufgehen
Die amerikanische Notenbank Fed hat den Leitzins um 25 Basispunkte
gesenkt. Wir beurteilen Sie die jüngste Zinsentscheidung der Fed
vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftslage und der geopolitischen
Risiken?
Jürgen Michels: Die Fed hat unabhängig agiert. Das Votum
ist nicht überraschend. Fed-Chef Jerome Powell hat den Zinsschritt
bereits auf dem Treffen der Notenbanker in Jackson
Hole angekündigt. Die Fed hat keine Richtungsänderung
vollzogen, sondern eine logische Entscheidung auf der
Grundlage des schwachen Arbeitsmarktes in den USA getroffen.
Rechnen Sie mit weiteren Zinsschritten in den nächsten zwölf
Monaten?
Michels: Wir gehen von weiteren Zinsschritten aus. Bereits
im Oktober könnte die Fed den Leitzins um weitere 25 Basispunkte
senken, wenn der amerikanische Arbeitsmarkt weiterhin
schwach bleibt. Die Kernfrage ist, wird der Inflationsdruck
steigen?
Ihre Antwort?
Michels: Es wird noch einige Zeit dauern, aber wir erwarten,
dass die Zollerhöhungen sich in steigenden Inflationsraten
niederschlagen werden und die Gefahr besteht, dass
sich dieser Trend fortsetzt. Daher dürfte die Fed ihren eher
restriktiven Kurs während der Amtszeit von Powell in seiner
bis Ende Mai beibehalten und die Zinsen nicht weiter senken.
Erst nach dem Machtwechsel wird sich die Fed in eine neue
Richtung bewegen.
Welche geopolitischen Auswirkungen wird diese Fed-Zinssenkung
auf den europäischen und deutschen Markt?
Michels: Die Reaktion ist ruhig. Von entscheidender Bedeutung
wird sein, ob die Fed im nächsten Jahr ihre Unabhängigkeit
verliert und wir politisch dominierte Entscheidungen
aus Washington sehen werden. Das hätte massive
Auswirkungen auf den Rentenmarkt. Momentan gehen die
langfristigen Zinsen nach unten. Sollte es jedoch zu höheren
Inflationsraten kommen, werden die Märkte mit Blick
auf die stark steigende Staatsverschuldung der USA sehr
nervös werden. Wir gehen dann in diesem Umfeld davon
aus, dass die USA eine deutlich steilere Zinskurve bekommen
werden und die Renditen in den USA nochmals ansteigen.
Das hätte Auswirkungen auf Europa und Deutschland.
Denn der Dollar würde sich zum Euro deutlich
abschwächen.
Die Entscheidung, die Zinsen nur um 0,25 Prozent zu senken, erfolgte
nur mit einer Gegenstimme. Trump konnte sich mit seiner Forderung
nach einer Zinssenkung um 0,5 Prozent nicht durchsetzen. Ist
das ein Punktsieg für Notenbank-Chef Powell?
Michels: Die Fed hat sich nicht beirren lassen. Ihre Zinsentscheidung
erfolgte auf der Grundlage von Daten. Das ist richtig
und gut in diesem hochnervösen Umfeld. Doch der Druck
auf die Fed wird nicht nachlassen. Das Ziel des US-Präsidenten
ist es, die Notenbank mit Loyalisten zu bestücken. Die
Denke Trumps ist ganz einfach: Nur mit sehr niedrigen Zinsen
kann ich mein Schuldenproblem lösen. Das wird aber so
nicht funktionieren. Wenn ich mich auf der Staatsschuldenseite
immer kurzfristiger finanziere, wird es am langen Ende
immer noch ein großer Hebel sein. Ich kann nicht alles auf
einjährige Bonds geben, die vielleicht dann auch noch von
irgendwelchen Stablecoin-Ausgebern gekauft werden. Das
Spiel wird nicht aufgehen. Der noch schläfrige Rentenmarkt
wird darauf reagieren. Und das hat große Auswirkungen auf
die Märkte.
Wenn die Trumpisten nächstes Jahr die Macht in der Fed übernehmen
sollten, welche Auswirkungen wird das auf die Europäische
Zentralbank (EZB) haben?
Michels: Auch in der Europäischen Währungsunion haben
wir ein Staatsschuldenproblem, das wir lösen müssen. Die
stark gestiegenen Schulden Frankreichs und den entsprechenden
hohen Zinssatz auf Staatspapiere erhöhen den
Druck.
Wie kann das Schuldenproblem im Euroraum gelöst werden?
Michels: In Frankreich werden Stimmen lauter, die Schulden
der Nationalstaaten zu vergemeinschaften. Daneben
gibt es noch die Möglichkeit, dass die EZB im großen Stil französische
Staatspapiere kauft. Doch dafür sehe ich derzeit keinen
Spielraum in Frankfurt. Nur im Falle einer Eskalation,
also einer erneuten Finanzkrise, dürfte die EZB eingreifen.
Aber auch abgesehen von der Situation in Frankreich befindet
sich die EZB in einer Zwickmühle. Die lockere US-Geldpolitik
führt zu einem schwachen Dollar und zu einer Aufwertung
des Euros, was inflationsmindernd ist. Gleichzeitig
sehen wir eine große fiskalische Lockerung, wie im Fall von
Deutschland. Das dürfte die Inflation fördern.
Was heißt diese Zwickmühle für die Zinspolitik der EZB?
Michels: Der EZB wird dieses und nächstes Jahr eine pas-
FOCUS MONEY 40/2025
27
moneytitel
sive Rolle einnehmen. Erst einmal wird bei den Zinsen nichts
passieren. Erst ab Ende 2026 erwarten wir eine leichte Zinserhöhung.
Wie gefährlich wird in diesem Szenario dann die wachsende Staatsverschuldung
im Euroraum?
Michels: Seit dem Ende der Coronakrise und dem Beginn
des Ukraine-Krieges steigen die Schulden der EU-Staaten
und des Privatsektors. Das wird unweigerlich zu einem gewaltigen
Problem in der Zukunft. Wir sollten daher dringend
unsere Anstrengungen verstärken, einen Plan zur Rückzahlung
der Verbindlichkeiten zu entwickeln. Ansonsten steigen
die Risikoprämien weiter – verbunden mit dem Risiko
schwerwiegender Verwerfungen auf den Märkten.
Wenn man den Goldpreis als Barometer der Angst nimmt, ist die Verunsicherung
bei den Anlegern derzeit sehr groß. Dennoch läuft der
Dax, Euro Stoxx oder Dow Jones gut. Wie erklären Sie diesen – womöglich
scheinbaren – Widerspruch?
Michels: Trotz des Zollchaos sind die Märkte bislang relativ
gut durchgekommen. Die Unternehmensgewinne, gerade
in den USA, haben noch keine großen Einbrüche gezeigt.
Es lohnt sich, seine Cash-Position in dieser unberechenbaren
Zeit zu erhöhen. Denn Vorhersagen für Renten- oder Aktienmärkte
sind extrem schwierig. Wir können Höchststände
nicht nur bei Gold, sondern auch in anderen risikoreichen
Assetklassen sehen. Davon sollten sich Anleger nicht blenden
lassen. Es kann sehr schnell zu Rückschlägen im Korridor
von zehn bis 20 Prozent kommen.
Sollten in dieser risikoreichen Zeit Anleger daher nicht mehr blind
auf Indizes setzen, sondern vielmehr eine gezielte Anlage in die besten
Aktien und Anleihen treffen?
Michels: Auf breite Indizes zu setzen, ist sehr bequem. Ich
brauche mir erst einmal keine weiteren Gedanken machen,
wenn der gesamte Markt gut läuft. Doch angesichts der geopolitischen
und technologischen Herausforderungen ist der
Erfolg dieser Strategie zunehmend gefährdet. Es wird
zwangsläufig zu Rückschlägen kommen, die den Gesamtmarkt
betreffen und die Indizes wie Blei nach unten ziehen.
Deshalb sind gezielte Investments über alle Assetklassen das
Gebot der Stunde. In dieser Zeit muss jeder Anleger noch intensiver
prüfen, in welchen Assets er sein Geld steckt. Investieren
macht angesichts der Risiken mehr Arbeit denn je.
Die Bedeutung der Geopolitik für die Märkte wird unterschätzt. Bislang
haben wir nur kleine, kurzfristige Huster mitbekommen.“
Jürgen Michels, Chefvolkswirt BayernLB
Die institutionellen Investoren, aber auch die privaten Anleger
verfügen über eine große Krisenresistenz. Als nach dem
Liberation Day Anfang April die Kurse in den Keller gerauscht
sind, haben alle wieder gekauft.
Was treibt den Optimismus der Anleger an?
Michels: Die künstliche Intelligenz (KI) sorgt für einen Sonderhype.
Doch bei technologischen Innovationswellen gibt es ein Auf und ein
Ab…
Michels: ...richtig, es ist kein linearer Verlauf. Wir kommen
jetzt in eine Phase, in der es abwärtsgehen wird. Die KI-Begeisterung
sorgt für eine Überhitzung der Märkte. Eine Abkühlung
ist früher oder später daher unausweichlich. Größere
Rückschläge auf den Aktienmärkten werden daher
wahrscheinlicher. Viele Investoren ignorieren schlechte
Nachrichten. Uns droht eine sehr ungesunde Marktsituation.
Die Gefahren für Anleger wachsen in der Phase der Übertreibungen.
Wie sollten Anleger reagieren? Sollten Sie ihre Investments in Aktien,
Anleihen und Metallen noch breiter streuen?
Michels: Die beste Sache ist, das Pulver trocken zu halten.
Sollte man auf Staatspapiere grundlegend verzichten?
Michels: Staatsanleihen mit drei Prozent Verzinsung bei
guter Bonität einzelner Staaten machen als Beimischung gerade
für konservative Anleger durchaus Sinn. Man soll sich
aber bewusst sein, dass wir hier auch Schwankungen erleben
können.
Einzelne chinesische Aktien zeigten zuletzt eine tolle Performance.
Lohnt sich China für mutige Anleger?
Michels: Ich rate im Fall Chinas zur Vorsicht. Über allen Investments
steht die große geopolitische Frage. Wie wird der
globale Machtkampf zwischen China und USA weitergehen?
In dieser Situation kann es zu unerwarteten Restriktionen
auf den Finanzmärkten kommen.
Spielen Sie auf die Suspendierung ausländischer Anleger an der Moskauer
Börse seit dem brutalen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine
an?
Michels: Die Aussetzung des Aktienhandels oder einzelner
Aktien ist eine Möglichkeit von Restriktionen. Diese Risiken
dürfen im Fall von China nicht außer Acht gelassen werden.
Überschätzen wir die Folgen der geopolitischen Auseinandersetzungen
für die Märkte? Politische Börsen haben kurze Beine, heißt eine
28 FOCUS MONEY 40/2025
ZURÜCKHALTUNG GEBOTEN:
BayernLB-Chefvolkswirt Jürgen
Michels (r.) mahnt im Gespräch
mit Hans-Peter Siebenhaar in
München zur Vorsicht bei
Investments im chinesischen
Aktienmarkt
alte und bewährte Weisheit.
Michels: Im Gegenteil. Die Bedeutung der Geopolitik für die
Märkte wird unterschätzt. Bislang haben wir nur kleine,
kurzfristige Huster mitbekommen. Die Märkte haben die Risiken
weitgehend ignoriert und sich nach Rückschlägen in
brenzligen Situationen schnell erholt. Die derzeitigen Risiken
sind bislang nicht richtig eingepreist. Wir verfügen zudem
über schlechte Instrumentarien, um uns vor geopolitischen
Risiken abzusichern. Dabei geht es nicht nur um
kriegerische Auseinandersetzungen, sondern um weitere
handelspolitische Einschränkungen. Das Ende des Freihandels
wird sich in den Unternehmensergebnissen niederschlagen.
Nur die Schnelligkeit und die Wucht sind offen.
Werden die Risiken weniger werden, wenn Donald Trump seine zweite
Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika beendigt
hat?
Michels: Es wird auch nach Trumps Ausscheiden keinen
Weg zur früheren Normalität geben. Die Auseinandersetzung
der USA mit China hat bereits während der Amtszeit
von Barack Obama begonnen. Der geopolitische Konflikt
wird daher weitergehen. Wie Mario Draghi gesagt hat, die
weltweiten Regeln haben sich verändert. Wir als Europäer
können daher nicht mehr nach den alten Regeln spielen, son-
dern müssen uns anpassen. Dies ist notwendig, um unsere
eigenen Werte und Interessen zu verteidigen.
Würde es zu einer Wehrhaftigkeit einer Europäischen Union gehören,
die Staatsschulden der Länder der Europäischen Währungsunion zu
vergemeinschaften?
Michels: Wir bewegen uns auf die Vergemeinschaftung der
Staatsschulden im Euroraum zu. Frankreich wird irgendwann
Deutschland den Vorschlag machen: atomarer Schutz
für die Verteidigung gegen die Vergemeinschaftung der
Schuldenberge. Wenn wir in dieser geopolitischen Situation
Europa vertiefen wollen, werden wir Tabus aufbrechen und
nationale Souveränität an europäische Institutionen übertragen
müssen. Dies muss begleitet werden von Reformen
der EU-Institutionen.
Gestatten Sie bitte noch eine persönliche Frage. Wie legen Sie Ihr
Geld an?
Michels: Im Mittelpunkt steht eine gute Balance mit einer
sehr breiten Diversifikation über unterschiedliche Assetklassen.
Ich bin weiterhin stark engagiert im Aktienmarkt engagiert.
Zudem versuche ich, auch über Venture Capital in sehr
neue Technologien zu investieren. Daneben bin ich auch in
festverzinslichen Wertpapieren und in Bitcoin investiert.
Dollar vs. Euro
Das wachsende Schuldenproblem der USA hat
Folgen für den Dollar. Der Euro gewinnt gegenüber
dem Greenback an Stärke
Preis für 1 Euro in US-Dollar
1,20
1,05
1,00
0,95
2017 18 19 20 21 22 23 24 2025
Quelle: Bloomberg
1,15
1,10
US-Zinsen im Abwärtstrend
Die Bayerische Landesbank geht von weiteren Zinsschritten
aus. Bereits im Oktober könnte die Fed den
Leitzins um weitere 25 Basispunkte senken
Letzinsen in den USA und der Euro-Zone
in Prozent
US-Fed-Leitzins
EZB-Leitzins
2020 21 22 23 24 2025
Quelle: Bloomberg
5
4
3
2
1
0
–1
FOCUS MONEY 40/2025
29
moneytitel
INCOME-ETFS
Jeden Monat
Bares aufs Konto
FOCUS MONEY zeigt, wie Anleger mit speziellen
Strategie-ETFs regelmäßig hohe Ausschüttungen
kassieren – selbst wenn die Börse nur seitwärts läuft
von MATTHIAS DWORAK
Wer sich ein passives Einkommen aufbauen möchte,
braucht oft mehr Geduld als ein Oktoberfest-Besucher
auf der Suche nach einem freien Tisch im Bierzelt am
Samstagabend. Denn so attraktiv klassische Dividenden-ETFs
klingen – die tatsächliche Ausbeute ist meist mager. Beim Dax
liegt die Dividendenrendite beispielsweise bei rund drei Prozent.
Nach Steuern und Inflation bleibt kaum etwas übrig. In den USA
sieht es noch trüber aus: Im S&P 500 kommen die Unternehmen
im Schnitt nur auf 1,5 Prozent Dividendenrendite. Und selbst bei
den Kursgewinnen könnte Börsianern 2026 eine Ernüchterung
drohen: Viele Analysten erwarten deutlich geringere Aktienrenditen.
Doch Anleger, die auf regelmäßige Einnahmen abzielen,
müssen nicht auf dem Trockenen sitzen. FOCUS MONEY zeigt,
mit welchen ETFs sich das Konto fast wie von selbst füllt.
Smarter Baustein. Denn hier kommen sogenannte Income-
ETFs ins Spiel. Mit klassischen Dividenden-ETFs haben sie, bis
auf den Namen, nur am Rande zu tun. Diese ETFs kombinieren
Aktieninvestments mit einer sogenannten „Covered-Call-Writing-Strategie“.
Das Prinzip ist einfach: Der ETF kauft Aktien
aus einem Index – etwa dem Dax oder dem MSCI World – und
verkauft gleichzeitig Kaufoptionen (Calls) auf genau diese Werte.
Die vereinnahmten Optionsprämien fließen als zusätzliche
Ausschüttungen an die Anleger. Ausschüttungsrenditen von
zehn Prozent oder mehr sind keine Seltenheit. Und selbst, wenn
die Märkte seitwärts laufen oder leicht fallen, gibt es dank der
Prämien regelmäßige Erträge. Ein Haken bleibt allerdings:
Durch die eingesetzte Options-Strategie können zwar die
Schwankungen des Portfolios gedämpft werden, Kursverluste
sind aber dennoch möglich. Zudem sind die Gewinnchancen
im Vergleich zu einem klassischen Indexfonds
klar begrenzt.
Covered-Call-ETFs sind also vor allem für Anleger
sinnvoll, die ein planbares, regelmäßiges Einkommen
erzielen wollen und dafür auf das ganz große Aufwärtspotenzial
verzichten. Gerade in stagnierenden Börsenphasen
können Income-ETFs so für ein nettes Einkommens-Plus
sorgen – fast so wie ein
Maßkrug, der sich nach jedem Schluck
wieder von allein füllt.
PASSIVES EINKOM-
MEN: Mit den richtigen
Strategie-ETFs von
hohen Ausschüttungen
profitieren
30 Fotos: Adobe Stock
Composing: FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 40/2025
JPM GLOBAL EQUITY PREMIUM INCOME ACTIVE ETF
Aktien-Strategie fürs Weltdepot
Regelmäßige Ausschüttungen erzielen. Der 2023 aufgelegte J.P.-Morgan-ETF
investiert in ein aktiv verwaltetes globales Aktienportfolio, das sich am MSCI
World Index orientiert. Zu den größten Positionen zählen aktuell Southern Company,
Microsoft und die Deutsche Telekom. Soweit so unspektakulär. Nach Berechnungen
von J.P. Morgan soll das Portfolio insgesamt ein bis zwei Prozent
Dividendenrendite pro Jahr erwirtschaften. Doch das Fondsmanagement peilt
sieben bis neun Prozent Ausschüttungsrendite an. Woher kommt der Rest? Die
Strategen von J.P. Morgan haben den Aktien-Teil des ETFs dafür mit einer Covered-Call-Strategie
kombiniert. Monatlich verkauft der Fonds durch das Aktienportfolio
gedeckte Call-Optionen auf den S&P 500 und den MSCI EAFE Index
(MSCI World ohne USA und Kanada). Die so erzielten Prämien fließen direkt
an die Anleger und sorgen für regelmäßige Ausschüttungen. Aktuell liegt die
annualisierte Ausschüttungsrendite bei immerhin 8,5 Prozent.
JPM Global Eq. Premium Income Active ETF
Kurs des JPM-Global-
ETFs in Euro
26
2024
2025
22
JAN
JAN
OKT
WKN/ISIN
A3EHRE/IE0003UVYC20
Fondsvolumen 1,4 Mrd. €
laufende Kosten 0,35 %
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre 1,0/–/– %
Volatilität 1/3 Jahre p.a. 10,8/– %
Ertragsverwendung
ausschüttend
Quelle: JustETF
25
24
23
JPMORGAN NASDAQ EQUITY PREMIUM INCOME ACTIVE ETF
Mehr Wumms mit Tech
Den gleichen Ansatz mit US-Werten. Ein weiterer dezidierter Income-ETF
aus dem Hause J.P. Morgen wendet dieselbe Doppel-Strategie auf ein US-Aktienportfolio
auf Basis des Nasdaq-100-Index an, der erst seit Ende Oktober
2024 am Markt ist. Im Portfolio des Indexfonds befinden sich – wenig überraschend
– vor allem die Aktien der Magnificent Seven sowie Netflix und Broadcom.
Durch die Kombination mit der Covered-Call-Strategie will der ETF neben
den regelmäßigen Erträgen auch die Volatilität des Aktienportfolios in
Grenzen halten. Nach Angaben von J.P. Morgan richtet sich der ETF insbesondere
an Anleger, die ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen regelmäßigen
Erträgen und den Aussichten auf Kursgewinne anstreben. Zum Stichtag, dem
12.09.2025 liegt die annualisierte Ausschüttungsrendite des ETF bei stattlichen
8,8 Prozent. Übrigens: Von dem ETF gibt es auch eine sehr kleine thesaurierende
Tranche (Volumen: 13 Millionen Euro, ISIN: IE000N6I8IU2).
JPM Nasdaq Eq. Prem. Income Active ETF
22
Kurs des JPM-
Nasdaq-ETFs
2024 2025
seit Auflage in Euro 20
NOV JAN
SEP
WKN/ISIN
A40FFF/IE000U9J8HX9
Fondsvolumen 1,8 Mrd. €
laufende Kosten 0,35 %
Wertentwicklung 1/3/6 Monate 3,4/8,3/6,8 %
Volatilität 1/3 Jahre p.a. –/– %
Ertragsverwendung
ausschüttend
Quelle: JustETF
26
24
GLOBAL X S&P 500 COVERED CALL ETF
Beliebte Options-Strategie
Kleinerer ETF mit großer Wirkung. Der Global X ETF setzt auf die synthetische
Nachbildung des CBOE S&P 500 Buywrite Index. Der Index der Optionsbörse
in Chicago, der als die Benchmark für Covered-Call-Optionsstrategien
gilt, zeigt die hypothetische Wertentwicklung einer Strategie, bei der ein Anleger
ein Portfolio aus S&P 500-Aktien kauft und gleichzeitig gedeckte Call-
Optionen auf den S&P 500 verkauft. Der ETF versucht, die Performance des
Index durch Swaps möglichst exakt nachzubilden. Die Rendite der ebenfalls
monatlichen Ausschüttungen liegt aktuell bei satten 11,5 Prozent. Dafür verzichten
Anleger zum Teil auf potenzielle Kursgewinne. Denn auch wenn der
S&P 500 stärker steigt, sind diese auf 15 Prozent pro Jahr gedeckelt. Einen
Schutz vor Kursverlusten gibt es auch bei diesem Covered-Call-ETF übrigens
nicht. Lediglich die Rendite der Optionsprämien kann als gewisser Sicherheitspuffer
fürs Depot fungieren.
FOCUS MONEY 40/2025
Global X S&P 500 Covered Call ETF
Kurs des Global-X-
ETFs in Euro
2024
2025
12
JAN
JAN
OKT
WKN/ISIN
A3DC8Q/IE0002L5QB31
Fondsvolumen 95 Mio. €
laufende Kosten 0,45 %
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre 2,7/–/– %
Volatilität 1/3 Jahre p.a. 14,8/– %
Ertragsverwendung
ausschüttend
Quelle: JustETF
15
14
13
31
moneymarkets
INTERVIEW
„Der Trend
geht zum
Online-Handel“
Die frühere Deutsche Post ist der globalste
Konzern im Dax. DHL-Chef Tobias Meyer
über US-Zölle, die Sorgen vor der AfD und
erfreuliche Aussichten für seine Aktionäre
von GEORG MECK
und THOMAS SCHMIDTUTZ
Vita
Tobias Meyer
ist seit Mai 2023 Vorstandsvorsitzender der
DHL Group, bis Juli 2023 noch Deutsche Post
DHL. Der promovierte Maschinenbau-Ingenieur,
Jahrgang 1975, ist seit 2013 im Konzern. Davor
machte er bei der Unternehmensberatung
McKinsey Karriere. Zu seinen Kunden gehörte
auch die Deutsche Post, die er bei der Integration
des im Jahr 2000 erworbenenen Express-Dienstleisters
DHL beriet. Meyer ist regelmäßig auch selbst
als Paketzusteller im Einsatz
32 Foto: J. Wagner/DHL
FOCUS MONEY 40/2025
DHL EXPRESS:
Die weltweit 295
Flugzeuge der
gelben Flotte
steuern 2300 Ziele
an – pro Tag
Herr Meyer, US-Präsident Trump überzieht als Handelskrieger die
Welt mit Strafzöllen, kommt die Globalisierung an ihr Ende?
Tobias Meyer: Nein. Der internationale Warenaustausch
floriert weiter. Die US-Importe entsprechen ungefähr einem
Sechstel des gesamten Welthandels. Natürlich sind die USA
die größte Volkswirtschaft der Welt und der wichtigste Handelspartner
Europas und auch Deutschlands, aber der Rest
der Welt treibt eben auch eifrig Handel, zusammengenommen
in weit größerem Ausmaß.
Dann glauben Sie den Prognosen der Welthandelsorganisation WTO,
dass der Welthandel bis zum Jahr 2040 um 37 Prozent steigt?
Meyer: Ja. Ein Argument dafür ist die Rolle Chinas, dessen
Anteil am Welthandel in den vergangenen Jahren stark gewachsen
ist, übrigens auch in diesem Jahr. Und China wächst
weiter. Das spiegelt sich in der aktuellen WTO-Prognose wider.
DHL, die ehemalige Deutsche Post, ist heute in 220 Ländern unterwegs.
Verraten Sie uns: Wie geht es der Weltwirtschaft aktuell?
Meyer: Der Befund ist gemischt. Der Handel wird im Moment
ganz erheblich von China getrieben, auch wenn es dort national
in einigen Sektoren Herausforderungen gibt, denken Sie
an den Immobilienmarkt. Aber Chinas Außenhandel wächst,
vor allem im Mittleren Osten, Lateinamerika und innerhalb
von Asien. Das hilft auch uns. In Europa sehen wir dagegen
eine ausgeprägte Schwäche, vor allem in Deutschland.
Hierzulande kommt die Konjunktur nicht in Schwung?
Meyer: Es sieht leider noch nicht danach aus. Zudem verliert
Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit, die Gründe dafür
sind viel beschrieben: von ausufernder Bürokratie bis zu
den hohen Energiepreisen. Das macht es deutschen Unternehmen
schwer auf dem Weltmarkt, entsprechend gedämpft
ist der Export.
Dabei hatte Bundeskanzler Friedrich Merz für den Sommer die Stimmungswende
versprochen. Spüren Sie nichts davon?
Meyer: Doch. Eine positivere Stimmung sehe ich schon.
Ob das reicht, damit sich die Zahlen bessern, muss man abwarten.
Von der ökonomischen Flaute und sonstigen Problemen profitiert die
AfD, die in Umfragen zur CDU als beliebtester Partei aufgeschlossen
hat. Wie ist die Wahrnehmung draußen in der Welt: Wird die AfD zum
Makel für den Wirtschaftsstandort Deutschland?
Meyer: Im internationalen Handel sind viele Partner mit
der Entwicklung in Deutschland nicht so vertraut, genauso
wenig wie viele deutsche Unternehmen die politischen Strömungen
in den USA, China oder anderswo akribisch verfolgen.
Aber grundsätzlich können wir schon erkennen, dass es
eine gewisse Besorgnis im Ausland über ein Erstarken am
rechten Rand hierzulande gibt. Politische Stabilität ist und
bleibt für den Investitionsstandort Deutschland ein wichtiger
Faktor.
Das heißt: Die CDU muss auf die Zähne beißen und mit der SPD weiter
regieren? Eine Tolerierung durch die Rechtspopulisten ist keine
Option?
Meyer: Ich glaube, dass wir mit der aktuellen Regierungskonstellation
so gut bedient sind, wie es unter den Mehrheitsverhältnissen
eben geht.
Der Kanzler hat einen „Herbst der Reformen“ angekündigt. Wenn
Sie sich drei Dinge wünschen dürften - was wäre das?
Meyer: Weniger Bürokratie, Konsens bei den überfälligen
Sozialreformen und einen vernünftigen Haushalt.
Weniger Bürokratie steht in jedem Wünsch-Dir-was auf Rang eins.
Aber was konkret schwebt Ihnen bei Sozialreformen vor?
Meyer: Wir müssen uns endlich mit dem Thema Renten
beschäftigen und vor allem beherzigen, dass wir mit dem
auskommen, was wir auch erwirtschaften. Der Staat kann
sich nicht in immer noch mehr Schulden flüchten. Es ist allen
bewusst, dass das aktuelle System so nicht mehr finanzierbar
ist, zumal ein breiter politischer Konsens besteht,
dass wir mehr für die Verteidigung ausgeben müssen. Wir
haben uns mit dem sogenannten Sondervermögen zusätzliche
Freiräume geschaffen. Aber das ist kein Dauerzustand.
Wir brauchen mittelfristig endlich solide Staatshaushalte,
die nicht auf permanent weiter steigenden
Schulden beruhen.
Zur Sicherung der Rente müssen wir länger arbeiten, wenn die Lebenserwartung
steigt, darüber sind sich die Ökonomen einig. Sie
auch?
Meyer: Darüber wird immer viel diskutiert, das ist aber
nur ein Instrument, um die Rentenkasse zu entlasten. Es
kommt auf viele verschiedene Bausteine an. Denken wir
beispielsweise an mehr qualifizierte Migration in den Arbeitsmarkt
oder höhere Beschäftigungsquoten von Frauen.
Das hilft alles, um die Sozialversicherungssysteme langfristig
finanzierbar zu halten. Wichtig ist, dass wir diese Themen
jetzt endlich anpacken – auch im Sinne unserer Kinder
und Enkel.
FOCUS MONEY 40/2025
Foto: DHL 33
moneymarkets
Sie sind im Nebenjob Vorsitzender der „Transatlantic Business Initiative“.
Wie groß ist unter den Unternehmern der Verdruss über
Trumps Handelspolitik?
Meyer: Wir führen ausgiebige Gespräche mit US-Unternehmen
und Verbänden, um die amerikanische Position zu verstehen.
Klar ist: Die Ziele der derzeitigen US-Administration
sind in sich nicht immer widerspruchsfrei.
Konkret?
Meyer: Man will mehr Arbeitsplätze in die USA holen, das
Handelsdefizit ausgleichen und die Inflation gering halten.
Die hohen Zölle auf Stahl und Aluminium beispielsweise helfen
aber in Teilen nicht, diese Ziele zu erreichen. Sie verteuern
die Produktion in den USA teilweise ganz erheblich – mit
entsprechenden Folgen für die Inflation, aber auch die Wettbewerbsfähigkeit
der Exporte.
Beim Protektionismus zahlen am Ende alle drauf, lehrt die Handelstheorie.
Wen trifft es diesmal am stärksten: die amerikanischen
Konsumenten über höhere Preise oder die Exporteure über sinkende
Absätze?
Meyer: Wir erleben gerade eine Phase großer Unsicherheit.
Viele ausländische Unternehmen warten bei ihren Preis- und
Investitionsentscheidungen daher lieber erst mal ab, bis die
Situation wieder klarer wird. Wenn Sie ein Stahlwerk bauen,
gehen sechs oder sieben Jahre ins Land, bis die erste Bramme
produziert wird. Wenn die Zölle dann noch bestehen, verdienen
sie mit dem Stahlwerk in den USA gutes Geld. Wenn
nicht, war das womöglich eine teure Fehlinvestition.
Für das laufende Jahr peilt DHL einen operativen Gewinn von sechs
Milliarden Euro an, nach dem ersten Halbjahr ist die Hälfte aber nicht
erreicht. Steht das Ziel trotzdem?
Meyer: Ja. Grundsätzlich ist unser Geschäft in der zweiten
Jahreshälfte stärker, schon allein wegen Weihnachten. Dies
war auch in den Vorjahren so.
Bis 2030 soll der Umsatz gegenüber 2023 um die Hälfte steigen, auf
dann 120 Milliarden Euro – eine kühne Prognose, die von Analysten
angezweifelt wird.
Meyer: Die 120 Milliarden entsprechen einer durchschnittlichen
Wachstumsrate von 6 Prozent pro Jahr gegenüber dem
Basisjahr 2023. Das ist nicht utopisch. Richtig ist aber auch:
Als wir das Ziel formuliert haben, haben wir nicht mit einem
so starken Gegenwind gerechnet. Die Konjunktur in Europa
und in Deutschland ist deutlich schwächer als Volkswirte
prognostiziert haben und die US-Handelspolitik hat gerade
in diesem Jahr sicherlich erheblich negative Auswirkungen
auf die Weltwirtschaft.
Können Sie diese Effekte ausgleichen?
Meyer: Da sind wir zuversichtlich. Wir haben mehrere
wachstumsstarke Sektoren wie Logistik im Gesundheitswesen
in den Fokus gerückt sowie 20 Schwellenländer, darunter
Indien, Südostasien oder Mexiko. Dort wollen wir expandieren
und das tun wir auch.
Auf Jahressicht ist der Kurs der DHL-Aktie praktisch unverändert, der
Dax hat gut 25 Prozent zugelegt. Auf Drei-Jahressicht reicht es bei
DHL nur für 19 Prozent – während der Leitindex 88 Prozent geschafft
hat. Betrübliche Zahlen für Investoren.
Meyer: Natürlich sind wir mit der Kursentwicklung nicht
zufrieden, aber Sie müssen das im Kontext sehen. In der Corona-Pandemie
verzeichnete die gesamte Logistik-Industrie
einen Boom, das holte die Branche hinterher ein. Und
was den Dax betrifft, natürlich ist das eine relevante Messlatte.
Noch relevanter aber ist für uns der Vergleich mit den
wichtigsten Wettbewerbern. Und da haben wir uns auf Jahressicht
am besten gehalten. Wenn Sie bei der langfristigen
Betrachtung noch unsere starke Dividende einbeziehen,
stehen wir gegenüber den Wettbewerbern noch einmal
deutlich besser da.
Die Dividende ist tatsächlich ein wichtiges Argument für die DHL-Aktie.
Sie haben dreimal hintereinander 1,85 Euro je Aktie ausgeschüttet.
Gilt das Gesetz der Serie auch für 2025?
Meyer: Das entscheiden die Gremien zu gegebener
Zeit. Wir haben in der Vergangenheit aber mehrfach gesagt,
dass uns Dividenden-Kontinuität sehr wichtig ist. Dazu stehen
wir.
Sorge um Welthandel
Bei DHL greift das Sparprogramm. Vor
allem im Express-Geschäft lief es zuletzt
rund. Aber die US-Zollpolitik belastet.
Bei Investoren wächst die Vorsicht
WKN/ISIN 555200/DE0005552004
Börsenwert 41,9 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 12,6/11,5
Dividendenrendite für 2025e/26e 5,0/5,1 %
Kursziel/Stoppkurs 43,00/32,60 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 14,5 %
Quelle: Bloomberg
e = erwartet
DHL Group
Kurs der DHL-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
2016 17 18 19 20 21 22 23 24 2025
50
40
30
20
34
Foto: DOF/Alamy Stock Photo
FOCUS MONEY 40/2025
DHL GLOBAL: Der Logistiker transportiert
praktisch alles – von simplen Briefen über
Rotorblätter von Windturbinen bis zu
Schimpansendamen und dem London
Philharmonic Orchestra
Der DHL-Vorstand hat Mitglieder aus sechs verschiedenen Nationen
und ist damit so international wie kein anderer Dax-Konzern. Hilft
das dem Geschäft?
Meyer: Ja. Eine so breite Aufstellung ist extrem bereichernd,
schon wegen unterschiedlicher Lebenserfahrungen und
Marktkenntnisse.
Diversität erhöht die Rendite, behauptet die Wissenschaft. Stimmt
das in der Praxis?
Meyer: Ich sehe zumindest keinen Grund, warum es hinderlich
sein sollte. Und ich kann Ihnen trotz der unterschiedlichen
Nationalitäten im Vorstand versichern: Wir fühlen
uns alle sehr gelb.
Ihre Kunden sind nicht durchgängig glücklich, die Beschwerden über
verspätete oder falsch abgegebene Lieferungen erreichten im ersten
Halbjahr ein Rekordniveau: Rächt es sich da, dass Sie 8000 Stellen
in Deutschland abbauen?
Meyer: Wir liegen gerade in der Paketzustellung in praktisch
allen gängigen Marktvergleichen regelmäßig vor unserem
Wettbewerb. Und was die Beschwerden bei der Bundesnetzagentur
angeht: Wir haben durch das neue Postgesetz
mehr Zeit für die Briefzustellung. Das ist nicht allen Kunden
bewusst und das erhöht natürlich die Zahlen.
Wollen Sie die Daten kleinreden?
Meyer: Keinesfalls. Selbstverständlich passieren Fehler,
aber wir versuchen, immer besser zu werden, auch über
Schulungen. Ich bin selbst regelmäßig als Zusteller im Einsatz
und weiß, mit welchen Widrigkeiten unsere Kolleginnen
und Kollegen vor Ort zu kämpfen haben.
Was meinen Sie?
Meyer: Es gibt Klingeln, die nicht funktionieren oder kaum
zu finden sind, oder Briefkästen, die nicht lesbar beschriftet
sind. Gerade in den Großstädten ist das Umfeld für die Zustellung
nicht einfacher geworden. Gemessen an diesen Widrigkeiten,
schlagen wir uns sehr gut.
Sie haben voriges Jahr in der Hochsaison zu Weihnachten und Neujahr
einen Extrazuschlag verlangt. Wird der dieses Jahr auch fällig?
Meyer: Ja. Wir haben in den Monaten November und Dezember,
vor allem in der Black Week und Cyber Week, wegen
deutlich steigender Sendungszahlen erheblich höhere Kosten,
etwa für zusätzliches Personal oder das Handling. Daher
passen wir die Preise für diesen Zeitraum an – ähnlich
wie viele Wettbewerber.
Mit wie viel Aufschlag müssen wir rechnen?
Meyer: Hierüber haben wir die Geschäftskunden im Detail
informiert. Für Privatkunden gibt es keinen Saisonaufschlag.
Wie viel zusätzliches Personal brauchen Sie für die Hochsaison?
Meyer: Die Planung sind noch nicht ganz abgeschlossen.
Aber wir dürften am Ende in der Größenordnung der vergangenen
Jahre liegen.
Im vergangenen Jahr waren es rund 10 000. Finden sie auf die Schnelle
so viele arbeitswillige Menschen?
Meyer: Da sind wir sehr zuversichtlich, zumal wir in diesem
Jahr deutlich mehr Bewerbungen haben als in den vergangenen
Jahren, womöglich auch wegen der etwas schwächeren
Lage am Arbeitsmarkt.
Die Deutschen bestellen immer mehr Pakete, der Branchenverband
BPEX rechnet mit einem Plus von 25 Prozent bis 2030. Ist das realistisch?
Meyer: Absolut. Wir sehen in Märkten wie Tiernahrung,
verschreibungspflichtige Medikamente und anderen Sektoren
eine klare Trendwende weg vom stationären Handel hin
zur Online-Bestellung. Das wird so weitergehen.
Brauchen Sie dann auch entsprechend mehr Personal?
Meyer: Nicht zwingend. Wir gehen eher davon aus, dass es
zu Verschiebungen aus dem schrumpfenden Briefgeschäft
hin zum Paketdienst kommt.
Für die Innenstädte heißt das: immer mehr DHL-Transporter und immer
weniger Geschäfte. Werden die Fußgängerzonen veröden?
Meyer: Nein, es wird weiterhin Geschäfte in den Innenstädten
geben, auch wenn sicher ist: Der Online-Handel
wächst weiter. Im Moment liegt der Anteil deutlich unter
20 Prozent. Da bleibt noch erheblicher Raum für den stationären
Handel.
FOCUS MONEY 40/2025
35
moneymarkets
SENIORIN: Ernährung,
Vitamine, Medikamente – es
gibt viele Faktoren, die zu
einem langen, gesunden
Leben beitragen
LONGEVITY
Jungbrunnen gesucht
Länger gesund und fit bleiben, Krankheiten besser behandeln – wie Anleger beim
Zukunftsthema Langlebigkeit am besten mitverdienen können
Langsam nach oben
Während der breite Gesundheitssektor in den letzten
zwei Jahren eine mittelprächtige Performance
hinlegte, hat der Solactive-Longevity-Index eine
moderate Aufwärtsbewegung eingeschlagen
Solactive-Longevity-Index
in Punkten
Quelle: Bloomberg
2023 2024 2025
1900
1700
1500
1300
von STEFAN RIEDEL
Eine experimentelle Pille, die mit kaputten Proteinen in
den menschlichen Zellen aufräumt und die menschliche
Lebensspanne um zehn weitere gesunde Jahre verlängern
soll. Richtig loslegen mit seinen ersten klinischen
Studien will Retro Biosciences noch in diesem Jahr. Das 2021
gegründete Start-up hat sich mit seiner Forschung zum Ziel
gesetzt, den Alterungsprozess umzukehren.
Finanziell unterstützt wird Retro Biosciences von Sam
Altman, dem Konzernlenker von OpenAI. Der Überflieger
aus dem Silicon Valley steht damit in einer Reihe von
namhaften Tech-Investoren, die mit eigenen Firmen und
Stiftung Geld in Longevity-Themen stecken, also die Forschung
zum längeren Leben und an altersbedingten Erkrankungen.
Amazon-Gründer Jeff Bezos mit seinem Langlebigkeits-Start-up
Altos Labs zählt dazu, Paypal und
36 Fotos: Adobe Stock (2), iStock (2)
Composing: FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 40/2025
Meta-Finanzierer Peter Thiel mit einer eigenen Venture-Capital-Gesellschaft
oder die Ellison Medical Foundation von
Oracle-Gründer Larry Ellison.
Mehr als Medizin. Die Verlängerung der Lebensspanne ist
noch weitgehend eine Domäne der Grundlagenforschung, in
die Milliardengelder fließen. Zugleich beschränkt sich das
menschliche Streben nach einem langen und gesunden Leben
aber nicht auf den medizinischen Fortschritt. Lifestyle,
Freizeit, Konsum und finanzielle Vorsorge für das Alter sind
weitere Bereiche, die im weiteren Sinne dem Zukunftsmarkt
Longevity zuzuordnen sind. „Longevity ist weit mehr als ein
aktueller Börsentrend, sondern ein Zukunftsmarkt, der in
verschiedenen Branchen für Stockpicker eine Vielzahl von
spannenden Unternehmen bietet“, meint Alexander Funk,
Geschäftsführer bei der Fondsboutique Rezoom Capital.
Das Universum für Anleger ist vielfältig. Nahrungsergänzungsmittel
sollen helfen, die Funktionen der menschlichen
Zellen zu verbessern und damit Alterungsprozesse zu verzögern.
Tracking-Apps ermöglichen mit ihren Echtzeit-Daten
den dauerhaften Überblick über den eigenen Gesundheitszustand.
Dazu verbessern immer mehr Lifestyle-Elemente
in der Freizeitgestaltung wie Fitnessstudios und Wellness-
Urlaube das individuelle Wohlbefinden.
Türöffner Diagnostika. In der Medizin sind für Anleger vor
allem die Bereiche der Präventionsmedizin spannend.
„Durch die Fortschritte in der Diagnostik und der Digitalisierung
erweitert sich der Fokus in Forschung und Entwicklung
immer mehr von der Krankheitsheilung in Richtung Präventivmedizin“,
meint Kai Brüning, Senior Portfolio Manager
bei Apo Asset Management. „Für die Menschen bedeutet das
mehr Lebensqualität, für die Investoren ein sich stetig vergrößerndes
Universum an Investment-Möglichkeiten.“ Als
Bereiche, die hier besonders stark wachsen, sieht Brüning
Unternehmen, die Biomarker entwickeln, und Medizintechnikunternehmen,
die bei neuen Technologien für die bildgebende
Diagnostik ganz vorn mitspielen.
Spezifische Biomarker ermöglichen eine immer präzisere
Identifikation und Klassifizierung von Krankheitsbildern.
„Mittel- bis langfristig wird hier die Krebsmedizin den Weg
gehen, wie sie die Behandlung von Aids in den letzten zwei
Jahrzehnten eingeschlagen hat“, ist Apo-Experte Brüning
überzeugt. Erfolgsentscheidend für den kommerziellen
Durchbruch sei die Skalierbarkeit und die einfache Handhabung
der Geräte in Arztpraxen, auch durch immer kleinere
Geräteformate. Interessant für Brüning sind hier international
erfolgreiche Laborketten wie Eurofins.
Fokus Volkskrankheiten. Ein zweites großes Themenfeld
der Longevity-Medizin sind chronische Erkrankungen wie
Diabetes. Novo Nordisk und Eli Lilly haben es hier geschafft,
ihre Milliardenumsätze mit neuen Diabetesmitteln in Krankheitsfelder
wie Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
zu erweitern. Die Euphorie bei den Abnehmspritzen katapultierte
die Aktienkurse nach oben, ehe sie mit den
übertriebenen Erwartungen und Bewertungen abstürzten.
Was dabei übersehen wird: Der Kampf gegen Fettleibigkeit
und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleibt global ein heißes
Thema. Beide Pharmakonzerne haben sich darauf eingestellt,
indem sie ihre Produktionsinfrastruktur global massiv ausgebaut
haben.
Grégoire Biollaz, Investment Manager bei von Pictet Asset
Management, ist deshalb überzeugt, dass Novo Nordisk und
Eli Lilly ihr Duopol behaupten werden: „Beide Konzerne haben
in klinischen Studien gezeigt, dass ihre Arzneimittel aus
der Klasse der GLP-1-Analoga die Mortalität bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
senken. Zugleich haben sie eine positive
Wirkung bei MASH, einer schweren Form von Lebererkrankungen,
aber auch bei Kniearthrose und Schlafapnoe gezeigt.“
Alles Erkrankungen also, die verstärkt im fortgeschrittenen
Alter auftreten und abgesehen von den
gesundheitlichen Belastungen auch zu erheblichen Einschränkungen
bei der Lebensqualität führen.
Gentherapien sind ein weiterer Bereich, der bei altersbedingten
Erkrankungen eine immer wichtigere Rolle spielt.
Twist Bioscience entwickelt synthetische DNA, die bei neuen
Therapien angewendet wird. Crispr Therapeutics wiederum
ist eine Biotechfirma, die führend in der Genomedi-
ELI LILLY
Kampf dem Übergewicht
Pharma-Überflieger. Günstig ist die Aktie des US-Pharmakonzerns nicht. Im
Gegenzug ist Eli Lilly einer der wachstumsstärksten Vertreter seiner Branche.
Zwei Drittel der Erlöse erzielt Lilly mit Arzneien gegen Stoffwechselerkrankungen,
darunter die Megaseller Mounjaro und Zepbound gegen Diabetes und
Fettleibigkeit. Weitere 20 Prozent steuern Krebsmedikamente bei. Nach dem
Umsatz- und Gewinnsprung in diesem Jahr wird Eli Lilly auch in den kommenden
zwei Jahren beim Gewinn um jeweils 20 Prozent wachsen. Vor diesem
Hintergrund bietet der aktuelle Kursrücksetzer eine gute Einstiegschance. Die
auf verschiedene Krankheitsfelder diversifizierte Medikamenten-Pipeline bietet
auch ein ausgewogeneres Chance-Risiko-Profil als Novo Nordisk. Der dänische
Pharmakonzern ist nach dem Kursverfall der letzten 15 Monate mit einem
2026er-KGV von 15 deutlich niedriger bewertet. In Ausgabe 36/2025
hatte FOCUS MONEY zu ersten spekulativen Positionen bei Novo geraten.
FOCUS MONEY 40/2025
Eli Lilly
Kurs der Eli-Lilly-Aktie in Euro
700
500
300
200-Tage-Linie
100
2021 22 23 24 2025
WKN/ISIN
858560/US5324571083
Börsenwert
607,5 Mrd. Euro
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 39,2/35,3
Dividendenrendite für 2025e/26e 1,4/1,6 %
Kursziel/Stoppkurs
850,00/525,00 Euro
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 34 %
Quelle: Bloomberg
e = erwartet
37
moneymarkets
tierung ist, mit der in Zukunft altersbedingte Erkrankungen
behandelt werden können. Der volatile Kursverlauf, einschließlich
der Kurseinbrüche nach enttäuschenden klinischen
Daten und Quartalsergebnissen, zeigt den hochspekulativen
Charakter solcher Investments.
Medizintechnik-Geräte gegen akute und chronische Erkrankungen
und Lifestyle- und Fitnessanbieter, die die sportliche
Betätigung als Vorbeugung gegen altersbedingte Krankheiten
adressieren, sind ebenfalls Profiteure des
Longevity-Trends. Hersteller von Monitoring-Apps wie Apple
und Garmin haben eine weitere lukrative Marktnische erschlossen.
Und nicht zuletzt zählen die Hersteller von Hörgeräten,
Linsen und Brillen zu den Nutznießern des globalen
demografischen Trends mit immer mehr älteren Menschen.
Ein ETF, zwei Fonds. Mit thematischen ETFs und ausgewählten
Fonds können Anleger Rendite und Risiko über die
verschiedenen Bereiche von Longevity streuen. Der im September
2016 aufgelegte und in US-Dollar notierende Isha-
res Ageing Population UCITS ETF (IE00BYZK4669) deckt
eine Vielzahl von Sektoren ab. Mit jeweils mehr als 40 Prozent
sind die beiden Themenbereiche Gesundheitsvorsorge
und Finanzdienstleistungen in etwa gleich hoch gewichtet.
Ganz auf die Gesundheitsbranche zugeschnitten ist der seit
Oktober 2024 notierende Swisscanto Equity Fund Sustainable
Healthy Longevity (LU2851595129). Das Fondsportfolio
ist geografisch breit gestreut und umfasst alle Segmente von
den Medikamentenentwicklern über Medizintechnikunternehmen
und Klinikdienstleister bis zu Krankenversicherern.
Ebenfalls neu auf dem Markt ist der Onemarkets Fidelity Longevity
& Leisure Fund (LU3046598747), der im Mai dieses Jahres
aufgelegt wurde. Hier ist das Investment-Universum über
unterschiedlichste Branchen gestreut. Zu den fünf größten
Positionen zählen Apple, der Chiphersteller AMD und der Labordienstleister
Idexx. Bis zu 100 Titel aus dem Large-Cap-
Universum soll das Fondsportfolio umfassen, in dem auch
Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigt werden.
ESSILORLUXOTTICA
Alles fürs Auge
Französischer Generalist. Der weltweit größte Linsenhersteller adressiert mit
Gesundheit und Lifestyle zwei Zukunftsmärkte des Longevity-Trends. Zugleich
positioniert sich der Konzern im Brillengeschäft erfolgreich mit neuen Produkten
wie Brillen, die kompatibel mit Anwendungen in der künstlichen Intelligenz
sind. Für Essilorluxottica spricht, dass sich das Geschäft auch in Zeiten von
steigenden Importzöllen in den USA bewährt, wo der Konzern rund 40 Prozent
seiner Erlöse einfährt. Dort haben sich im ersten Halbjahr die Verkäufe
der Smartbrille Ray-Ban Meta mehr als verdreifacht. Die KI-Brille Oakley Meta
soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Im ersten Halbjahr steigerte
Essilorluxottica den Umsatz um 7,3 Prozent auf 14 Milliarden Euro, während
sich der Gewinn um zwei Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro verbesserte. Dieses
Wachstumstempo soll sich beschleunigen: Bis 2026 erwarten Branchenexperten
ein jährliches Gewinnwachstum im unteren zweistelligen Bereich.
Essilorluxottica
Kurs der Essilorluxottica-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
250
200
150
100
2021 22 23 24 2025
WKN/ISIN
863195/FR0000121667
Börsenwert
126,5 Mrd. Euro
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 39,1/35,2
Dividendenrendite für 2025e/26e 1,4/1,6 %
Kursziel/Stoppkurs 325,00/235,00 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 19 %
Quelle: Bloomberg
e = erwartet
HINGE HEALTH
Digitaler Gesundheitscoach
Spannender Newcomer. Die Digitalisierung der Medizin spielt eine Schlüsselrolle
bei der Verbesserung der physischen Verfassung bis ins hohe Alter.
Hinge Health aus den USA könnte mit seinen digitalen Bewegungstherapien
der klassischen Physiotherapie Konkurrenz machen. Das Unternehmen entwickelt
mithilfe von KI individuelle Pläne für Gesundheitscoaching und Bewegungstherapien
für Personen, die an Muskel- und Gelenkschmerzen leiden.
Weil die Programme unter anderem per App über Krankenkassen und Arbeitgeber
angeboten werden, sind sie für die Nutzer meist kostenlos. Seit dem
IPO im Mai ging es mit der Aktie um mehr als 50 Prozent nach oben. Analysten
erwarten für 2025 einen Umsatz von rund 550 Millionen US-Dollar. In den
zwei darauffolgenden Jahren sollen die Erlöse dann im Schnitt um 20 Prozent
wachsen. 2026 sollte Hinge Health 2026 schwarze Zahlen schreiben. Bislang
ist die Aktie nur an der New Yorker Börse handelbar.
38
Hinge Health
Kurs der Hinge-Aktie in US-Dollar
60
50
40
Börsengang
30
MAI JUN JUL AUG SEP
WKN/ISIN
A412WK/US4333131039
Börsenwert
3,8 Mrd. USD
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e Verl./325,0
Dividendenrendite für 2025e/26e 0,0/0,0%
Kursziel/Stoppkurs
78,00/43,00 USD
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 37 %
Quelle: Bloomberg
e = erwartet
FOCUS MONEY 40/2025
STANDPUNKT
Der Triumph der Optimisten
Branchen-KGVs im MSCI World
Technologie, Medien, Telekommunikation
defensive Branchen
60
40
20
Quelle: Bloomberg, MSCI, J.P. Morgan
Asset Management. *Zyklische Werte =
Energie, Rohstoffe, Industrie, Finanzwesen,
zyklischer Konsum, Immobilien;
defensive Werte = Versorger, Gesundheitswesen,
nicht-zyklischer Konsum.
Stand: 2.09.2025
zyklische Branchen
1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025
0
TILMANN GALLER ist globaler Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt
Nach dem Zoll-Schock im April beginnen die
Aktienmärkte, eine Erholung der Wirtschaft
einzupreisen
Die Märkte haben sich schneller als je zuvor von den starken
Rückgängen und der extremen Volatilität erholt, die auf die massiven
US-Strafzollankündigungen am 2. April folgten. Geschürt
wurde dieser schnelle Umschwung der Marktstimmung durch
eine Reihe von Handelsabkommen und die Verabschiedung von
Steuersenkungen in den USA in Kombination mit beruhigenden
Gewinnnachrichten. Dies festigte die Zuversicht der Aktienanleger.
Es hat sich wieder einmal gezeigt: Solange die Ertragslage
der Unternehmen stabil ist, fallen die Rückgänge an den Aktienmärkten
zumeist begrenzt und kurzfristig aus.
Der Pferdefuß dieser positiven Entwicklung ist jedoch ein erhöhtes
Bewertungsniveau globaler Aktien mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis
(KGV) von 20,4. Im historischen Vergleich befinden wir uns
damit im obersten Dezil der Bewertungsspanne der letzten 35 Jahre.
Ist das Wertsteigerungspotenzial der Aktien ausgeschöpft?
Der Blick in den Rückspiegel gibt hier ein paar beruhigende
Anhaltspunkte. Wer in den letzten 35 Jahren Aktien auf diesem
Bewertungsniveau oder höher gekauft hat, konnte in 47 Prozent
der Fälle in den folgenden zwölf Monaten Kursgewinne erzielen.
Trotz hoher Bewertungen ist es also keinesfalls festgeschrieben,
dass Anlegerinnen und Anleger, die heute kaufen, zwangsläufig
Verluste machen. Denn hohe Bewertungen werden beispielsweise
durch ein hohes Gewinnwachstum kompensiert. Hier sieht die
globale Lage gar nicht so schlecht aus. So werden die Steuergeschenke
des One Big Beautiful Bill Act wahrscheinlich zu einigen
Gewinnsteigerungen in den USA führen. Das Vertrauen in den
dominierenden US-Technologiesektor ist durch die exzellenten
Quartalsberichte zurückgekehrt, die signalisieren, dass der Investitionsboom
der künstlichen Intelligenz immer noch floriert.
In Europa übt der starke Euro zwar Druck auf die Gewinne aus,
doch eine aktivere Fiskalpolitik verspricht hier neue Wachstumsimpulse.
Der europäische Finanzsektor hat weiterhin das Potenzial,
ein wichtiger Werttreiber zu sein, da die steilere Zinsstruktur-
kurve das Zinseinkommen stützt und die Bilanzen saniert wurden.
In Japan nimmt der politische Druck auf die Unternehmensführung
zu, stärker auf die Interessen ihrer Aktionäre zu achten.
Die Ergebnisse dieser Politik sieht man bereits in der positiven
Dynamik bei Aktienrückkäufen und Dividendenerhöhungen.
Letztes Jahr haben wir erste Anzeichen für ein ähnliches Verhalten
in China gesehen, und jetzt ist Korea der jüngste Markt,
der diesem Trend folgt. Insgesamt sehen wir in diesem Jahr
weltweit ein Gewinnwachstum von fünf Prozent und die Chance
auf ein knapp zweistelliges Gewinnwachstum in 2026. Das
ist für Aktienanleger ein günstiges Umfeld.
An diesem Punkt ist unsere größte Sorge, dass die Märkte in
Schwierigkeiten geraten, wenn die politischen Risiken wieder in
den Fokus rücken. Die wahren Auswirkungen der Zölle auf Wirtschaft
und Gewinne sind nach wie vor unklar. Nur die Aktienmärkte
scheinen ihr Urteil schon gefällt zu haben, dass die Effekte
moderat sind und wir vor einer Wiederbeschleunigung der
Konjunktur stehen. Das ist gut an der relativen Wertentwicklung
und steigender Bewertung zyklischer Branchen im Vergleich zu
defensiven Branchen zu beobachten. Ein KGV von über 20x von
zyklischen Aktien war allerdings in der Vergangenheit nur dann
unproblematisch, wenn es anschließend zu einem kräftigen Gewinnanstieg
bei den Unternehmen kam. Bei diesen Bewertungen
gibt es nicht mehr viel Spielraum für Enttäuschungen.
Technologieaktien führen in diesem Kontext ein Eigenleben.
Die Bewertung ist hoch, aber noch nicht auf dem Niveau der
2000er-Blase, wobei die Unternehmen heute deutlich ertragsstärker
sind als damals. Dennoch ist auf diesem Niveau Selektivität
ratsam. Nicht jeder Technologie-Gigant wird zukünftig dem Wachstumsversprechen
seiner hohen Bewertung gerecht werden.
Der Optimismus ist somit nicht unbegründet an die Märkte zurückgekehrt.
Dennoch bleibt es aus Portfolioperspektive wichtig,
die Chancen des Wachstums und Bewertungsrisiken abzuwägen.
Für eine Aktien-Untergewichtung scheint es aufgrund der positiven
Gewinnwachstumsaussichten noch zu früh. Aber eine globale
Ausrichtung und eine höhere Gewichtung von günstigeren defensiveren
Aktien können helfen, die Bewertungsrisiken im
Portfolio zu reduzieren.
FOCUS MONEY 40/2025
Foto: J.P. Morgan Asset Management 39
moneymarkets
WÄHRUNGSRISIKO
WERTVERFALL: Die
Schwäche des Dollars zum
Euro wird für Anleger zum
Problem
Schicksalsjahr für den Dollar
2025 könnte ein Wendejahr für den
US-Dollar werden. Erstmals seit drei
Jahren notiert der Dollar-Index unter
100 Punkten. Währungsverluste
belasten US-lastige Portfolios. Zeit
für Schutzmaßnahmen?
40
Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
von PHILIPP EMANUEL EISEL
Das Jahr 2025 könnte für den US-Dollar als Schicksalsjahr
in die Geschichte eingehen. Erstmals seit drei Jahren
notiert der US-Dollar Index deutlich unter 100
Punkten, womit die US-Währung ihren über ein Jahrzehnt
laufenden Aufwärtstrend nachhaltig zu beenden scheint (siehe
Grafik S. 43). Wer einen großen Teil seines Portfolios in
Aktien oder Anleihen aus den USA anlegt, bekommt die
Schwächephase am eigenen Leib zu spüren. Ein Grund, sich
etwas näher mit der Rolle des US-Dollars zu befassen. Welche
Erkenntnisse liefern vergangene Zyklen, welches Szenario
ist für die US-Währung am wahrscheinlichsten und wie
kann man sich gegen weitere Dollarschwäche schützen? Der
Reihe nach.
Seit Jahrzehnten folgt die US-Währung einem erkennbaren
Muster. Nach dem Ende des Bretton-Woods-Systems – als
der Dollar noch an Gold gekoppelt war und andere Währungen
feste Wechselkurse zum Dollar hatten – durchlief der
Dollar etwa alle zehn bis 15 Jahre ausgedehnte Zyklen der
Auf- und Abwertung. Der bis vor Kurzem noch aktuelle Aufschwung
des Dollars begann im Jahr 2011 und erreichte
2024 seinen vorläufigen Höhepunkt. Seither bröckelt die
Dollarstärke kontinuierlich. Betrachtet man die Historie,
sind Korrekturen von 30 bis 40 Prozent am Ende eines größeren
Währungszyklus durchaus normal – Dimensionen, die
lange irrelevant schienen. Wer denkt schon über Währungsrisiken
nach, wenn sich der US-Dollar im Depot über zehn
Jahre positiv auf die Rendite ausgewirkt hat? Doch zurück
zur aktuellen Gemengelage an den Märkten. Was die heutige
Phase von früheren Wendepunkten am Währungsmarkt
unterscheidet, ist ein politischer Faktor: Erstmals seit acht
Jahrzehnten versucht ein US-Präsident aktiv, die eigene
Währung zu schwächen.
Diese Politikwende markiert einen fundamentalen Bruch
mit der amerikanischen Nachkriegsstrategie. Während frühere
Regierungen die Dollarstärke als Instrument amerikanischer
Hegemonie betrachteten, schwankt der amtierende US-
Präsident Trump zwischen den Positionen: Im Juli erklärte er
zunächst, ein „kluger Präsident“ würde „niemals den Dollar
fallen lassen“, nur um eine Woche später zu verkünden, ein
„schwacher Dollar bringe verdammt viel mehr Geld ein“ als ein
starker. Diese bewusste Abkehr von der traditionellen Politik
eines starken Dollars dürfte weitreichende Folgen haben.
Nicht mehr im Interesse der US-Regierung. Hinter den Kulissen
arbeitet die Trump-Administration an einer systematischen
Neuordnung des globalen Währungssystems. Denn
inzwischen bedroht ein zu starker Dollar die wirtschaftliche
Stabilität und strategische Sicherheit der USA. Die teure amerikanische
Währung lässt die Wettbewerbsfähigkeit von US-
Exporten schrumpfen und verstärkt das Handelsdefizit seit
Jahren. Gleichzeitig schwächt der starke Dollar die heimische
Industriebasis so dramatisch, dass die Vereinigten Staaten
nicht mehr in der Lage sind, ihre Verteidigung aus eigener
Kraft zu stemmen – ein kritischer Schwachpunkt, der bereits
im Ukraine-Konflikt sichtbar wurde.
Die fiskalische Realität verschärft diese Problematik zusätzlich:
Ausländische Investoren müssen ihre über 13 Billionen
US-Dollar schweren Schulden bedienen und sehen sich
gezwungen, US-Staatsanleihen zu verkaufen, sobald der Dollar
weiter anzieht. Dies führt zu steigenden Anleihezinsen genau
zu dem Zeitpunkt, da die USA bereits Schwierigkeiten
haben, neue Schulden durch Anleihen am Markt zu platzieren.
Der starke Dollar ist somit vom vermeintlichen Vorteil
zur existenziellen Bedrohung für die amerikanische Wirtschafts-
und Verteidigungsfähigkeit geworden.
XTRACKERS BLOOMBERG COMMODITY ETF
Rohstoffe ohne das Dollar-Risiko
Der Xtrackers Bloomberg Commodity ex-Agriculture & Livestock ETF EUR Hedged
ermöglicht einen breit diversifizierten Zugang zu den Rohstoffmärkten. Der
vom ETF nachgebildete Index umfasst einen Korb aus 13 verschiedenen Rohstoffen,
darunter Gold (15 Prozent), Silber (12 Prozent), Kupfer (12 Prozent). Um
die Wertentwicklung des Rohstoffindex nachzubilden, geht der ETF ein Swap-
Geschäft ein. Das dadurch entstehende Kontrahentenrisiko wird durch verschiedene
Mechanismen, unter anderem durch das Hinterlegen von Sicherheiten
und einen regelmäßigen Swap-Reset, möglichst gering gehalten. Während die
ETF-Variante seit Jahresbeginn ein Minus von -3,4 Prozent aufweist (Stand:
18.09.2025), liegt der währungsgesicherte ETF mit +8,1 Prozent deutlich besser.
Wer aufgrund inflationärer Entwicklung oder als allgemein unterstützende Diversifikation
fürs eigene Portfolio nicht auf Rohstoffe verzichten möchte, kann
dieses Produkt als Alternative in Betracht ziehen.
FOCUS MONEY 40/2025
Xtrackers BB Commodity ETF EUR Hedged
ETF-Kurs in Euro
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25
20
15
10
2020 21 22 23 24 2025
WKN/ISIN (thes., Euro) DBX1LC/LU0292106167
Fondsvolumen
98 Mio. EUR
laufende Kosten
0,39 % p.a.
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre 8,5/1,3/73,6 %
Replikationsmethode:
synthetisch
Gewinnverwendung:
thesaurierend
Quelle: Bloomberg
e = erwartet
41
moneymarkets
Dem möchte die Trump-Administration entgegenwirken.
Der sogenannte „Mar-a-Lago-Akkord“ – benannt nach einem
Anwesen Trumps in Florida – umfasst mehrere radikale Maßnahmen
zur gezielten Dollar-Schwächung. Darunter aktive
Interventionen am Devisenmarkt, um die als manipulativ
eingestuften Währungspolitiken anderer Länder zu kontern.
Länder mit dauerhaften Handelsüberschüssen sollen mit
Strafzöllen belegt werden, während Verbündete gedrängt
werden, ihre in US-Staatsanleihen geparkten Währungsreserven
gegen hundertjährige Staatsanleihen ohne Zinserträge
zu tauschen – eine Art „Sicherheitsgebühr“ für den amerikanischen
Schutzschirm.
Herausforderung für die Fed. Jedoch bringt diese Strategie
die US-Notenbank in eine prekäre Lage. Die protektionistische
Zollpolitik wirkt inhärent inflationär, da sie Importkosten
direkt in die Verbraucherpreise überträgt.
Gleichzeitig würde ein Entgegenwirken durch höhere Zinsen
die Wirtschaft schwächen und Arbeitsplätze gefährden.
Die Federal Reserve Bank (Fed) steht damit vor einem
scheinbar unlösbaren Dilemma ihres Doppelmandats: Während
niedrigere Zinsen zur Stützung des Arbeitsmarkts erforderlich
wären, könnte dies die zollbedingte Inflation weiter
anheizen. Erschwerend kommt hinzu, dass Trump
massiven politischen Druck auf die Fed ausübt, die Zinsen
um mehrere Prozentpunkte zu senken – ein Schritt, der die
Dollar-Schwächung beschleunigen, aber die Inflationsrisiken
dramatisch verstärken würde. Die Notenbank wird somit
zur entscheidenden Stütze des Mar-a-Lago-Plans, muss
aber gleichzeitig verhindern, dass die wirtschaftlichen Verwerfungen
außer Kontrolle geraten.
Ein weiterer Faktor könnte ein Friedensabkommen für die
Ukraine werden. Der Wiederaufbau des Landes erfordert laut
Weltbank knapp 500 Milliarden US-Dollar – Mittel, die europäische
Investoren aus ihren US-Anlagen abziehen müssten.
Zusätzlich dürften erhöhte Verteidigungsausgaben zur
Beschwichtigung der Trump-Administration weitere Kapi-
talrückflüsse nach Europa auslösen. Ebenfalls zuungunsten
der US-Währung. Fundamental deuten damit mehrere Faktoren
auf eine anhaltende Schwäche der US-Währung hin.
Ein renommiertes Researchhaus mit Fokus auf makroökonomische
Entwicklungen, MI2 Partners, sieht eine „faire Bewertung“
für das Währungspaar EUR/USD bei 1,50 – deutlich
über dem aktuellen Niveau um 1,18. Die Investmentbank
J.P. Morgan prognostiziert eine Abwertung des US-Dollars
auf 1,22 bis März 2026.
Handlungsoptionen für Anleger. Wer ein Portfolio mit hohem
Anteil an US-Dollar Vermögenswerten führt, muss sich
zwangsläufig mit den Folgen einer möglicherweise umfassenden
Neubewertung des US-Dollars auseinandersetzen.
Glücklicherweise bietet die heutige Produktlandschaft diverse
Möglichkeiten, das eigene Portfolio gegen Währungsverluste
abzusichern. Wer beispielsweise eine für sich bewährte
ETF-Strategie weiterführen möchte, kann für die
gängigsten Märkte auf ETF-Alternativen mit Währungsabsicherung
zurückgreifen. Allerdings sollten dabei verschiedene
Faktoren berücksichtigt werden, damit der Wunsch
nach Absicherung nicht zu einem unerwünschten ökonomischen
Nachteil führt.
Währungsgesicherte ETFs weisen in der Regel höhere Verwaltungskosten
auf. Grund dafür ist unter anderem der erhöhte
Aufwand für das Fondsmanagement, die Absicherungsgeschäfte
im Fonds umzusetzen. Dabei wird das
Währungsrisiko über verschiedene Termingeschäfte minimiert,
die regelmäßig erneuert werden müssen. Die Kosten
für diese Absicherung lassen sich nur bedingt prognostizieren,
da sie an den Zinsunterschied zwischen den beiden Währungsräumen
des entsprechenden Währungspaares geknüpft
sind. Wenn beispielsweise das Zinsniveau in den USA
bei vier Prozent liegt und in der Eurozone bei zwei Prozent,
dann liegen die Kosten für die Währungsabsicherung bei
etwa zwei Prozent pro Jahr. Entsprechend künftiger zinspolitischer
Entscheidungen kann sich dieser Wert über die Zeit
ISHARES CORE MSCI WORLD UCITS ETF EUR HEDGED (DIST)
Globale Aktien mit Währungsabsicherung
Der Ishares Core MSCI World UCITS ETF EUR Hedged bildet die größten börsennotierten
Unternehmen aus 23 Industrieländern ab. Die mit Abstand größte
Region des MSCI World Index sind die USA mit 72,1 Prozent. Die zweitgrößte
Region, Japan, macht lediglich 5,5 Prozent des Index aus. Für Anleger aus
dem Euroraum ergeben sich mit einer Investition in diesen Weltindex signifikante
Währungsrisiken. In einer Welt globaler Großkonzerne, die ihre Produkte
und Dienstleistungen weltweit absetzen, scheint es keine ratsame Strategie,
Währungsrisiken am Aktienmarkt langfristig und permanent abzusichern.
Doch das heutige Umfeld bietet mit den USA als Hauptakteur an den Märkten
eine Sondersituation. Ein US-Klumpenrisiko, das Portfolios anfällig für eine
ausgeprägte Dollarschwäche macht. Während ein Welt-ETF ohne Währungsabsicherung
seit Jahresbeginn von +3,2 aufweist, kommt der hier aufgeführte
ETF auf eine Rendite von +12,9 Prozent.
42
Ishares Core MSCI World ETF
ETF-Kurs in Euro
9
8
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6
5
4
2020 21 22 23 24 2025
WKN/ISIN (thesaur., Euro) A2PKSQ/IE00BKBF6H24
Fondsvolumen 1,33 Mrd. €
laufende Kosten
0,30 % p.a
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre 16,0/62,2/85,0 %
Replikationsmethode:
physisch
Gewinnverwendung:
ausschüttend
Quelle: Bloomberg
e = erwartet
FOCUS MONEY 40/2025
Nach Aufschwung kommt Abschwung
Über zehn Jahre lang folgte der US-Dollar einem
strukturellen Aufwärtstrend. Mittelfristige Schwankungen
von über 30 Prozent sind dabei eher die
Regel als die Ausnahme
US-Dollar-Index
in Punkten
110
100
Zinspolitik bestimmt Absicherungskosten
Der Unterschied im Zinsniveau bestimmt die Kosten
für die Absicherung des US-Dollar-Währungsrisikos.
Stärkere Zinssenkungen in den USA könnten die
Absicherungskosten weiter sinken lassen
Zinsniveau und Absicherungskosten
in Prozent, bis Ende 2025
USA 3,6
2005 2010 2015 2020 2025
Quelle: Bloomberg
90
80
70
Euro-Zone 1,9
Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen
implizite Kosten
für Währungsabsicherung
1,7 43
verändern, ebenso wie die Kosten für die Währungsabsicherung
eines ETFs. Das von der EZB angekündigte Ende der hiesigen
Zinssenkungen spricht für einen Rückgang der Absicherungskosten,
die angesichts aktueller Markterwartungen
unter zwei Prozent bleiben könnten (siehe Grafik oben
rechts).
Steuern berücksichtigen. Wer das Risiko ausgeprägter
Währungsverluste für seine US-Dollar-Vermögenswerte über
einen währungsgesicherten ETF verringern möchte, sollte
berücksichtigen, dass, wenn dafür ein bestehender ETF ohne
Währungsabsicherung verkauft werden muss, Steuern auf
angelaufene Kursgewinne anfallen können. Vor allem bei einem
langen Anlagehorizont kann die dadurch entstehende
Belastung so hoch ausfallen, dass ein Wechsel nicht mehr
lohnend wäre.
Zusammengefasst sprechen historische Währungszyklen
eine klare Sprache. Während einschneidende Korrekturen
von über 30 Prozent durchaus üblich sind, neigt sich der seit
2011 laufende Dollar-Aufwärtstrend dem Ende entgegen.
Dazu verfolgt erstmals seit Jahrzehnten eine US-Administration
aktiv die Schwächung der eigenen Währung. Unterstützt
durch strukturelle Ungleichgewichte und geopolitische
Entwicklungen, deutet vieles auf eine anhaltende
Schwächephase der US-Währung hin. Für Portfolios mit hohem
US-Dollar Anteil ergibt sich dadurch ein ernst zu nehmender
Risikofaktor. Um diesen zu mitigieren, können währungsgesicherte
ETFs als Alternative zu herkömmlichen
Produkten in Erwägung gezogen werden. Allerdings nicht,
ohne die damit einhergehenden Kosten und möglicherweise
auftretende Steuereffekte zu berücksichtigen.
INVESCO S&P 500 EUR HEDGED UCITS ETF
US-Markt mit Hedge
Der Invesco S&P 500 EUR Hedged UCITS ETF bildet die nach Marktkapitalisierung
500 größten US-Unternehmen ab. Das Produkt kann in Portfolios eingesetzt
werden, in denen das Gewicht von US-Aktien individuell festgelegt wird.
Anstatt die Aktien wie bei einem physischen ETF direkt zu kaufen, geht dieser
ETF dabei ein Tauschgeschäft – auch Swap genannt – ein. Der Swap-Partner
liefert dem ETF die Rendite des Index, abzüglich einer kleinen Gebühr. Das theoretische
Ausfallrisiko des Swap-Partners soll durch das Hinterlegen von Sicherheiten
minimiert werden. Historisch konnten synthetische ETFs, die den
S&P 500 nachbilden, besser abschneiden als physische ETFs. Dazu ist das
Fondsvermögen des ETFs währungsgesichert in Euro, sodass man die lokale
Marktentwicklung der USA abzüglich der Produktkosten und der im Fonds anfallenden
Kosten für die Währungsabsicherung erhalten kann. Im Falle einer
Aufwertung des US-Dollars würde der ETF davon nicht profitieren können.
Invesco S&P 500 Euro Hedged ETF
ETF-Kurs in Euro
10
2020 21 22 23 24 2025
WKN/ISIN (thesaur., Euro) A12DYR/IE00BRKWGL70
Fondsvolumen 2,49 Mrd. €
laufende Kosten 0,05 % p.a.
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre 15,3/63,6/91,8 %
Replikationsmethode
synthetisch
Gewinnverwendung
thesaurierend
Quelle: Bloomberg
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e = erwartet
FOCUS MONEY 40/2025
moneymarkets
KFZ-PRODUKTION:
Maschinen können mit
Baslers Kameras „sehen“
BASLER
Wieder im Bilde
In den vergangenen beiden Jahren schrieb Basler rote Zahlen. Im laufenden Geschäftsjahr sollte
unter dem Strich wieder ein Gewinn stehen. Die Börse feiert den Turnaround
von THOMAS SCHUMM
Was für ein strammes Momentum: Notierte die Aktie
von Basler zu Jahresanfang noch bei rund sechs
Euro, sind es inzwischen knapp 19 Euro. Rund verdreifacht
in gut acht Monaten – das freut das Anlegerherz.
Was ist passiert? Das Unternehmen hat harte Verlustjahre
hinter sich. In diesem Jahr könnte der Turnaround gelingen.
Basler ist Spezialist für Industrie-Kameras (B2B) und die
entsprechenden Lösungen (Software) zur Bildverarbeitung.
Die Produkte und Services kommen vor allem in den Bereichen
Industrie, Medizin und Verkehr zum Einsatz. Eigentlich
sollte das ein boomendes Geschäft sein, denn durch Robotik
und Automation müssen Maschinen oder ganze
Fertigungsstraßen „sehen“ können, um Produkte zu erfassen,
zu bearbeiten oder deren Qualität zu kontrollieren.
Aber die Investitionen in neue Fabriken waren in den
zurückliegenden Jahren gedämpft. Erreichte Basler 2022
noch einen Umsatz von 272,2 Millionen Euro, schrumpften
die Erlöse 2023 auf 203,1 Millionen Euro und 2024 auf 183,7
Millionen Euro. Allein im vergangenen Jahr verlor Basler somit
rund ein Viertel seines Umsatzes. Dabei hatte 2024 mit
steigenden Auftrags eingängen begonnen, doch im dritten
Quartal bröckelten die Bestellungen spürbar ab.
44
Foto: Basler
FOCUS MONEY 40/2025
Das Management reagierte konsequent: Die Prognose
wurde angepasst und ein Kostensenkungsprogramm eingeleitet.
Schon 2023 war für Basler ein Verlustjahr, der Handlungsdruck
war entsprechend hoch: Lag der Vorsteuer-Gewinn
(Ebt) 2022 noch bei 28,3 Millionen Euro und einer
Ebt-Marge von ordentlichen 10,4 Prozent, summierte sich
2023 vor Steuern unter dem Strich ein Verlust von 20,2 Millionen
Euro. Immerhin: Im zurückliegenden Geschäftsjahr
reduzierte sich dieser, trotz weiter rückläufiger Umsätze, auf
12,0 Millionen Euro; ein Einmalaufwand durch das Kostensenkungsprogramm
in Höhe von 6,2 Millionen Euro ist da
schon mit eingerechnet. Auch erfreulich: Zum Ende des Jahres
zog das Geschäft bei Basler wieder an. Insgesamt stiegen
die Auftragseingänge 2024 um 15 Prozent auf 192,4 Millionen
Euro. Dieser Trend setzte sich in den ersten beiden
Quartalen des laufenden Geschäftsjahres fort.
Erfolg im Ausland. Die Märkte für Bildverarbeitungskomponenten
entwickelten sich außerhalb Europas positiv, und
Basler gelang es dank globaler Präsenz, Großprojekte in China
und den USA zu gewinnen. Damit konnte das flaue Geschäft
in Deutschland ausgeglichen werden. Insgesamt kletterten
die Bestellungen in den ersten drei Monaten um 18 Prozent
und der Umsatz um 37 Prozent. Wirkung zeigten die Kostensenkungsmaßnahmen:
Das Vorsteuer-Ergebnis verbesserte
sich im Jahresvergleich von minus 3,6 auf plus 6,0 Millionen
Euro. In den ersten sechs Monaten zeigte sich sogar eine nochmals
höhere Dynamik bei Basler, wodurch der Konzern die
Branche überflügelte. Der Auftragseingang legte im ersten
Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 113,3
Millionen Euro und der Umsatz um 20 Prozent auf 111,7 Millionen
Euro zu. Satt war das Plus beim Vorsteuer-Gewinn auf
7,1 Millionen, nach einem Verlust von 2,3 Millionen Euro. Die
Vorsteuerrendite erreicht so schöne 7,0 Prozent.
Der operative Cashflow kam auf 8,7 Millionen, nach 3,8
Millionen Euro im Vorjahr und der freie Cashflow auf 3,2 Millionen
Euro, nach minus 2,1 Millionen Euro. Mit Blick auf
eine mögliche Dividendenausschüttung für das Jahr 2025 ist
das nicht unerheblich. Für das Geschäftsjahr 2024 hatte der
Vorstand „zur Schonung der Liquidität und zur Wiederher-
stellung der Widerstandsfähigkeit des Unternehmens“ beschlossen,
keine Dividende zu zahlen. Für 2025 könnte wieder
eine Mini-Dividende möglich sein (nächste
Hauptversammlung voraussichtlich im Mai 2026).
Bessere Prognose trotz Konjunkturschwäche. Für den
Rest des Jahres geht der Basler-Vorstand allgemein von eher
schwierigen Marktbedingungen aus. Konjunkturelle Schwächen
durch (bislang) ausbleibende Strukturreformen in
Deutschland und andauernde Handelskonflikte (US-Zölle)
global führen zu einer tendenziell zurückhaltenden Investitionsneigung.
Hinzu kommt die Abwertung des Dollars und
des japanischen Yen gegenüber dem Euro, was tendenziell
den Umsatz belasten kann.
Im Gegensatz dazu steht die Prognoseanhebung von Basler
Anfang August. Offenbar vertraut der Vorstand auf die eigene
Stärke und die gute internationale Positionierung.
Nicht zuletzt dürften auch die robusten Ergebnisse und insbesondere
die Auftragseingänge im ersten und vor allem
zweiten Quartal für Zuversicht im Management gesorgt haben.
Basler geht nun von einem Konzernumsatz zwischen
202 und 215 Millionen Euro bei einer Vorsteuerrendite von
zwei bis sechs Prozent aus. Das ist erheblich mehr, als zuvor
in Aussicht gestellt wurde. Da erwartete Basler für 2025 eine
Erlösspanne zwischen 186 und 198 Millionen und eine Vorsteuer-Marge
von null bis fünf Prozent.
Unter dem Strich dürfte bei Basler in diesem Jahr auch wieder
ein Nettogewinn stehen. Mit einem verbesserten Investitionsklima
in den kommenden Jahren, ausgelöst durch den
Bau neuer oder effizienter Fabriken mit einem höheren Grad
an Automation und Robotik, sollte das Nettoergebnis von
Basler weiter steigen und so die Bewertungsrelationen nach
unten bringen, was letztlich Kurssteigerungspotenzial bedeutet,
auch wenn jüngst die Börse schon etwas vorgefeiert
hat – der Turnaround bei Basler hat erst begonnen. Üblicherweise
folgen mit der Erholung der Kurse und Ergebnisse auch
höhere Analystenschätzungen. Ein (kleines) Manko ist bei
der Basler-Aktie der recht geringe Streubesitz mit 28 Prozent.
Anleger sollten deswegen bei dem nach wie vor spekulativen
Wert limitiert ordern.
Gelungene Wende
Nach rund dreijähriger Talfahrt ist charttechnisch
der Turnaround bei der Basler gelungen.
Jüngst wurde auch der Abwärtstrend
überwunden. Die nächste charttechnische
Hürde liegt bei gut 22 Euro
WKN/ISIN
510200/DE0005102008
Börsenwert 565 Mio. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 94,0/47,0
Dividendenrendite für 2025e/26e 0,2/0,5 %
Kursziel/Stoppkurs
22,00/15,50 Euro
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 18 %
Quelle: Bloomberg
e = erwartet
Basler
Kurs der Basler-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
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FOCUS MONEY 40/2025
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moneymarkets
Das Beste für
FOCUS-MONEY-Leser
Der 1843 gegründete „The
Economist“ mit dem Leitmotto
„Den globalen Fortschritt
inspirieren“ gilt heute
als eine der führenden Wirtschaftszeitschriften
der
Welt. Er betont seine Unabhängigkeit
und Objektivität;
mit Büros in 14 Ländern
weltweit ist er für seine tiefen
Analysen der globalen
Wirtschaft und Politik
bekannt. In einer Kooperation
macht FOCUS MONEY
seinen Lesern in der Regel
wöchentlich einen ausge
wählten Artikel aus „The
Economist“ zugänglich.
DUELL DER WÄHRUNGEN: Der chinesische Yuan fordert den amerikanischen Dollar heraus
WÄHRUNGEN
Vom Greenback zum Redback
China entledigt
sich des Dollars,
und zwar schnell.
Offizielle Stellen
sind der Ansicht,
dass der Yuan
endlich erwachsen
geworden ist
Chinas Führungskräfte wittern eine einmalige Chance.
Die erratische Handelspolitik von US-Präsident Donald
Trump, die klaffenden Haushaltsdefizite und die
Drohungen gegen die Unabhängigkeit der amerikanischen
Zentralbank könnten den Dollar ernsthaft beschädigen. Seit
Januar ist der Dollar auf handelsgewichteter Basis um sieben
Prozent eingebrochen und legte seinen schlechtesten Jahresbeginn
seit 1973 hin. Im Gegensatz dazu hat Chinas streng
kontrollierte Währung, der Yuan, seinen höchsten Stand seit
der Wiederwahl von Donald Trump im November erreicht.
Ausländische Investoren stehen Schlange. Und zahlreiche
Regierungen lassen sich auf der Suche nach Dollar-Alternativen
ebenfalls nicht lange bitten.
Solch ein starkes Interesse ist nichts Neues. Ebenso wenig
wie der Wunsch Chinas, den Yuan international zu machen.
Der erste derartige Vorstoß des Landes begann 2009 mit der
Lockerung einiger Kapitalverkehrskontrollen. Das endete im
Jahr 2015 mit einer schmerzhaften Börsenflaute und einer
Währungsabwertung, die zu einem Kapitalabfluss aus dem
Land führten. Eine scharfe Regulierung von Kapitalanlagen
beendete dann den beginnenden Anstieg des Yuan. Diesmal
wollen die Behörden sicherstellen, dass die Fortschritte von
Dauer sind und sie die Kapitalströme besser kontrollieren
können.
Die chinesische Führung ist überzeugt, dass ein weltweit
akzeptierter Yuan ihre Exporteure vor den Schwankungen
des Dollarwertes schützen und die drohenden amerikani-
46
Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
schließlich Finanzströme) erfolgen in Yuan, gegenüber
weniger als ein Prozent im Jahr 2010.
Nach Ansicht von Dinny McMahon von Trivium China,
einem in Peking ansässigen Beratungsunternehmen,
wollen die politischen Entscheidungsträger letztlich einen
stabilen Yuan-Umlauf in und aus China schaffen.
Dies dürfte den Einsatz von Offshore-Yuan fördern und
den Zugang von Ausländern zu dieser Währung erleichtern.
Im Mai forderten die Regulierungsbehörden die
Großbanken auf, nicht weniger als 40 Prozent der Kredite
zur Handelserleichterung in Yuan zu vergeben.
Lockmittel für den Yuan. Um den Umlauf zu erhöhen,
wollen die Behörden die Handelspartner dazu bringen,
Chinas Währung als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Ein
wichtiges Lockmittel ist das Angebot von Yuan-Verbindlichkeiten.
Eine im Mai veröffentlichte Studie von Ökonomen
der Federal Reserve ergab, dass chinesische Banken
nach der Verhängung von Sanktionen gegen
Russland im Jahr 2022 fast ihre gesamte Neukreditvergabe
im Ausland von Dollar auf Yuan umstellten (zuvor
wurden nur 15 Prozent der Kredite in Yuan vergeben),
wodurch sich der Bestand an ausstehenden Yuan-Schulden
verdreifachte.
Die Regierung verfolgt die gleiche Strategie mit ihrer
eigenen Bilanz. Seit Beginn seiner Internationalisierungsbemühungen
hat China Swap-Kredite in Höhe von
4,5 Billionen Yuan (630 Milliarden Dollar) an 32 Zentralbanken
vergeben und damit ein globales finanzielles
Sicherheitsnetz geschaffen, das mit dem des IWF vergleichbar
ist. Nur ein Bruchteil dieser Kreditlinien wurde
tatsächlich in Anspruch genommen. Die Idee ist, den
Zugang der Länder zum Yuan in einer Krise zu garantieren
und ihnen das Vertrauen zu geben, Kredite in dieser
Währung aufzunehmen und zu kaufen.
Parallel zu all diesen Entwicklungen hat China auch
sein eigenes Finanzsystem in Ordnung gebracht. Dank
einer Vielzahl von Maßnahmen kann es jetzt ohne Kontakt
zum Dollarsystem mit anderen Transaktionen
durchführen. Dazu gehören der digitale Yuan und dischen
Finanzsanktionen abmildern können. Einige
Beamte hoffen, dass ausländische Unternehmen und Investoren
über die strenge Kontrolle des Staates hinwegsehen
und sie vielleicht sogar als Vorteil betrachten werden.
In den vergangenen Jahren haben sie
überraschende Gewinne erzielt. Der Anteil des Yuan an
Außenständen und Auslandskrediten hat zugenommen,
und dementsprechend wurde eine beeindruckende Finanzinfrastruktur
aufgebaut, die nicht auf dem Dollar
basiert. Die Behörden scheinen jedoch zu erkennen,
dass Ausländer nun größere Anreize brauchen, um den
Yuan zu nutzen und in Yuan-Anlagen zu investieren.
Was hat China also bisher erreicht? Dem Yuan fehlt es
in jeder Hinsicht an Ansehen. Obwohl fast ein Fünftel
der weltweiten Wirtschaftstätigkeit auf China entfällt,
wird seine Währung wertmäßig nur für vier Prozent der
internationalen Zahlungen verwendet (gegenüber 50
Prozent für den Dollar). Yuan-Aktiva machen nur zwei
Prozent der weltweiten Währungsreserven der Zentralbanken
aus (gegenüber 58 Prozent bei Dollar-Aktiva).
Ein großer Teil dieses Missverhältnisses ist auf Chinas
Kontrollen ins Land und aus dem Land fließenden Geldströmen
zurückzuführen. Viele Ökonomen sind der Meinung,
dass eine Internationalisierung des Yuan unmöglich
ist, solange diese in Kraft bleiben.
Zur Vorherrschaft dauert es lange. Doch selbst nachdem
Amerika zur größten Volkswirtschaft der Welt geworden
war, dauerte es noch Jahrzehnte, bis der Dollar
seine Vorherrschaft erlangte. Gemessen an diesem Zeitrahmen
macht China erstaunlich schnelle Fortschritte.
Sein bescheidener Anteil am internationalen Zahlungsverkehr
hat sich seit 2022 verdoppelt. Das ist vor allem
den Veränderungen im eigenen Land zu verdanken. Die
Erhöhung des Anteils des Yuan am eigenen Handel von
China war ein wichtiger Schritt. Über 30 Prozent des
chinesischen Waren- und Dienstleistungsverkehrs werden
heute in der eigenen Währung abgewickelt (gegenüber
14 Prozent im Jahr 2019). Über 50 Prozent seiner
gesamten grenzüberschreitenden Einnahmen (ein-
Chinas Währung gewinnt an Stärke
Der Greenback hat seit dem Ausbruch des
russischen Angriffskrieges auf die Ukraine
gegenüber Chinas streng kontrollierter
Währung, dem Yuan, abgewertet. Bei
ausländischen Investoren gewinnt der
Yuan weiter an Ansehen
Preis für 1 US-Dollar in Yuan
2020 21 22 23 24 2025
Quelle: Bloomberg
7,20
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6,40
6,20
FOCUS MONEY 40/2025
47
moneymarkets
D
z
b
T
gitale Zahlungen außerhalb des Bankensektors. Am
wichtigsten ist die Erfindung des Cips, das Ähnlichkeiten
mit Swift, dem westlichen Banknachrichtensystem, aufweist.
Da chinesische Banken Transaktionen außerhalb
von Swift durchführen können und dies auch tun, wird
die Rolle des Yuan im internationalen Zahlungsverkehr
wahrscheinlich unterschätzt, meint Josh Lipsky vom Atlantic
Council, einem amerikanischen Thinktank.
Cips-Netzwerk auf dem Vormarsch. Weltweit haben
sich mehr als 1700 Banken dem Cips angeschlossen, ein
Drittel mehr als vor dem Krieg in der Ukraine. Das Transaktionsvolumen
stieg im Jahr 2024 schneller als je zuvor,
nämlich um 43 Prozent auf 175 Billionen Yuan (24 Billionen
US-Dollar). In 33 Märkten wurden Clearing-Banken
für die Abwicklung von Yuan-Zahlungen eingerichtet,
die fast alle von chinesischen Instituten betrieben
werden. Einige traten in diesem Jahr bei, darunter Banken
in der Türkei und auf Mauritius. China arbeitet seit
Juni mit den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammen,
um das Cips-Netzwerk auf Nordafrika und den Nahen
Osten auszuweiten.
Im vergangenen Jahr sollen mehrere Milliarden Dollar
über ein Digitalwährungsnetzwerk namens mBridge abgewickelt
worden sein, das China zusammen mit anderen
Zentralbanken aufgebaut hat. Ein amerikanischer
Amtsträger sagte im Januar, dass diese Zahlungen zwar
wirtschaftlich noch unbedeutend seien, aber „bereits die
Schwelle von geopolitischer Bedeutung überschritten“
hätten. Die chinesischen Regulierungsbehörden haben
die Banken angewiesen, mBridge verstärkt zu nutzen.
Der Reiz liegt auf der Hand. Im August nutzte ein Unternehmen
in Xinjiang, einer Region, in der Unternehmen
wegen des Einsatzes von Zwangsarbeitern sanktioniert
sind, mBridge, um seine ausländischen Aktionäre zu bezahlen.
Was kommt als Nächstes? Chinas Regierung, die sich
in kritischen Bereichen, für die sie Unabhängigkeit anstrebt,
nach innen gewandt hat, muss den Zugang von
Ausländern zu ihren Finanzmärkten erweitern. Die Zahl
der Finanzkontrakte, die Ausländern für den Handel auf
den Inlandsmärkten offen stehen, hat sich in diesem Jahr
mehr als verdoppelt; die Quoten für inländische Investoren
im Ausland wurden ausgeweitet.
Vertrauen in Dollar schwindet. Die kommenden Monate
könnten sich als entscheidend erweisen. Das schwindende
Vertrauen in den Dollar und ein günstiges makroökonomisches
Umfeld dürften Chinas Bemühungen
unterstützen. Der Aufschwung an den Aktienmärkten
hat Ausländern einen finanziellen Anreiz gegeben, Yuan-
Anlagen zu halten. Zinssenkungen und Deflation haben
die Kreditkosten auf dem Offshore-Markt auf unter zwei
Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit 2013
gedrückt. Unternehmen, auch ausländische, sind auf dem
besten Weg, in diesem Jahr eine Rekordsumme an sogenannten
„Dim Sum“-Yuan-Anleihen auszugeben.
Der nächste sichere Schritt Chinas ist die Öffnung seiner
Onshore-Kapitalmärkte für seine Freunde. Im Juli
emittierte Ungarn rund fünf Milliarden Yuan in sogenannten
„Panda-Anleihen“, der bisher größten staatlichen
Einzelemission. Am 8. September berichtete die „Financial
Times“, dass russische Energieunternehmen
grünes Licht für die Ausgabe von auf Yuan lautenden Papieren
erhalten haben. Kenia könnte seine Dollar-Schulden
gegenüber China bald in Yuan umtauschen. Unterdessen
denkt Brasilien über eine Neuemission nach, und
pakistanische Amtsträger waren in Peking, um potenzielle
Gläubiger zu überzeugen. Trotz des Hypes gehen die
Behörden von einer langfristigen Perspektive aus. In einer
Rede im Juni erklärte Chinas Zentralbankgouverneur
Pan Gongsheng, dass das globale Finanzsystem „multipolar“
werde und dass der Dollar in Zukunft gezwungen
sein werde, mit anderen Währungen, wie dem Yuan, zu
konkurrieren. China hofft, dass ein solcher Wettbewerb
bedeutet, dass das Land weniger tun muss, um seine Dollarabhängigkeit
zu verringern, und es der Liberalisierung
der Kapitalströme und des Wechselkurses widerstehen
kann. Der Yuan könnte sich zu einer globalen Währung
mit chinesischen Merkmalen entwickeln.
China stellt von Dollar auf Yuan um
Eine im Mai veröffentlichte Studie von Ökonomen
der Federal Reserve (Fed) ergab, dass chinesische
Banken nach der Verhängung von Sanktionen
gegen Russland im Jahr 2022 fast ihre gesamte
Neukreditvergabe im Ausland von Dollar auf Yuan
umstellten. Dadurch hat sich der Bestand an
ausstehenden Yuan-Schulden verdreifacht
Chinesische Yuan-Auslandskredite
Anteil an den gesamten Krediten, in Prozent
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DIE GROSSE
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AUSGABE
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welt.de/asterix
FOCUS MONEY 40/2025
Fotos: xxxxxxxxxxx/FOCUS MONEY Composing: xxx/FOCUS MONEY 49
moneymarkets
Bei der Chartanalyse arbeitet FOCUS MONEY exklusiv mit der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands e. V. (VTAD) zusammen.
Führende Mitglieder stellen jede Woche ihre wichtigsten Chartsignale vor. Diese Woche: Gregor Bauer, Vermögensberater, www.drbauer-consult.de,
und Vorstandsvorsitzender der VTAD e. V.
Quelle: Bloomberg
CHARTSIGNAL DER WOCHE
Intakter Aufwärtstrend beim Euro
Nach dem Rücksetzer Anfang August gewinnt der Euro gegenüber
dem US-Dollar zwar wieder an Wert, kämpft jedoch mit einem neuen
Widerstand. Ein Ausbruch nach oben wäre ein bullisches Signal
Preis für 1 Euro in US-Dollar
2024
SEP
O
200-Tage-Linie
Widerstandszone
Unterstützungen
2025
N D JAN F M A M J J A S
Aufwärtstrend
V-Formation
OKT
1,20
1,16
1,12
1,08
1,04
1,00
Seit Mitte Januar verläuft der Euro gegenüber dem US-
Dollar in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Schwächephasen
wurden immer wieder schnell ausgebügelt. Die
letzte stärkere Korrekturbewegung fand Anfang August
statt, als der Euro aus dem Bereich von 1,180 Dollar bis in
die Region von 1,140 Dollar abtauchte. Eine charttechnische
V-Formation leitete jedoch sofort die untere Umkehr
ein. In der Folge gewann der Euro erneut an Stärke und
markierte bei 1,192 US-Dollar ein neues Zwischenhoch. Dadurch
bildete sich der erste Widerstandsbereich aus, von
dem aus die europäische Gemeinschaftswährung wieder
nach unten abprallte.
Der Aufwärtstrend nach der August-Korrektur ist jedoch
nach wie vor intakt. Anleger warten daher auf den Ausbruch
des Euro über den Widerstandsbereich und steigen
ab etwa 1,195 US-Dollar mit einer (gehebelten) Long-Position
ein. Der Eingangstopp sollte hierbei unterhalb des ersten
Widerstandsbereichs bei 1,175 Dollar platziert werden.
Begründung: Wird die in diesem Bereich verlaufende Aufwärtstrendlinie
nach unten durchbrochen, muss mit einem
weiteren Abwärtsimpuls gerechnet werden. Die nächste
Unterstützung läge dann im Bereich um 1,158 US-Dollar.
Aktuelle Kursdaten finden Sie in der App unseres Partners
WETTE
DER WOCHE
SAMSUNG
Nvidia zieht den Kurs
von HANS-PETER SIEBENHAAR
Auf dem Weg nach oben
Samsung Electronics
Kurs der GDR-Aktie in Euro
2022 2023 2024 2025
1400
1200
1000
800
Quelle: Bloomberg
DIE FÄHIGKEIT ZUM LEIDEN mussten
die Aktionäre von Samsung
(ISIN: US7960508882) mitbringen.
Seit dem Sommer des vergangenen
Jahres musste der koreanische
Elektronik-Riese aus selbst verschuldeten
Gründen einen herben Kurseinbruch
nehmen. Nun ist das Comeback
in vollem Gang. Die Aktie von
Samsung ist auf dem Weg zu alten
Höhen und darüber hinaus. Die
jüngste Nachricht aus Seoul: Samsung
hat nach eineinhalb Jahren
harter Arbeit und Rückschlägen die
Qualifizierungstests von Nvidia für
seinen 12-Stack-HBM3E-Chip bestanden
und einen Auftrag von mindestens
10 000 Wafer erhalten. Diese
Nachricht katapultiert den
Anteilsschein steil nach oben. Der
jüngste Kursanstieg muss noch lange
nicht das Ende der Rally sein. In
der Branche gilt es als ausgemacht,
dass Samsung in den nächsten Monaten
auch die HBM4-Qualifizierung
von KI-Chip-Giganten Nvidia und
entsprechende Aufträge erhalten
wird. Samsung baut bereits im großen
Stil Kapazitäten für die erwarteten
Bestellungen auf.
Analysten sind daher euphorisch.
Von 41 Marktexperten empfehlen 34
den Kauf der Aktie. Die restlichen
sieben plädieren für Halten. Eine
Verkaufsempfehlung gibt es nicht.
Die Marktmeinung ist wenig überraschend.
Denn im Vergleich zu US-
Tech-Werten ist der Anteilsschein
von Samsung vergleichsweise preiswert.
Optimisten prognostizieren angesichts
der Unterbewertung ein
Kurspotenzial von über 30 Prozent.
Nicht nur für kurzfristige, sondern
auch für langfristig orientierte Anleger
bleibt der Tech-Champion aus
Asien ein spannendes Investment.
50 FOCUS MONEY 40/2025
MUSTERDEPOT
Nebenwerte
ziehen an
Jaensch verkauft Bayer und
kauft dafür Seagate; Hölzle-
Depot mit neuem Rekordstand
Bayer besitzt nach wie vor eine gute Chance,
wieder zu einem High-Performer zu werden.
Da sich unter anderem durch die veränderte
Geldpolitik in den USA ein neuer Schub bei
Hightech-Werten anbahnt, werde ich den
Dax-Wert zunächst gegen den Speicherlösungshersteller
Seagate austauschen“, sagt
Hartmut Jaensch von prediqma. Als einer der
dominierenden Weltmarktführer für Festplattenlaufwerke
bildet das US-Unternehmen
(ISIN: IE00BKVD2N49) die entscheidende
Grundlage für die wachsenden Anforderungen
von Cloud-Computing, künstlicher Intelligenz
und Big Data. „In diesen Bereichen
wird eine riesige Speicherkapazität benötigt”,
so der Stratege. Jaensch ordert 55 Seagate-
Aktien mit einem Limit von 221,50 Euro (gültig
bis zum 29.09.2025). Im Gegenzug veräußert
er die gesamte Bayer-Position bestens.
Weiter zulegen konnte in der Berichtswoche
das Depot von Manuel Hölzle. Bergauf
ging es vor allem bei Avio. Der italienische Raketenhersteller
will mit frischem Eigenkapital
die Expansion seiner Satellitenstartaktivitäten
vorantreiben und so ein durchschnittliches
jährliches Umsatzwachstum
von zehn Prozent sowie eine Steigerung des
Kerngewinns um 15 Prozent erreichen. SR
Anzahl/nominal
des Wertpapiers
ISIN
aufgenommen
Ausgabe
Kaufkurs
in Euro
Kaufsumme
in Euro
Limits Euro
je Stück/
Anzahl
Kurs am
23.09.25
in Euro
Kurswert
am
23.09.25
Kursveränderung
in %
DEPOT 1
HARTMUT JAENSCH,
prediqma – Institut
für Börsenstrategie
150 Erste Group Bank AT0000652011 5/25 60,18 9027,00 – 82,65 12397,50 37,3
95 Heidelberg Materials DE0006047004 diverse 126,81 12046,50 – 196,15 18634,25 54,7
450 Wacker Neuson DE000WACK012 12/25 17,26 7767,00 – 23,80 10710,00 37,9
200 Société Générale FR0000130809 13/25 42,09 8418,00 – 57,08 11416,00 35,6
5000 Heidelberger Druck DE0007314007 25/25 1,41 7070,00 – 2,07 10350,00 46,4
700 Babcock Intern. GB0009697037 25/25 12,51 8757,00 – 13,39 9373,00 7,0
Guthaben: 4593,05 € 950 Deutz DE0006305006 25/25 7,71 7324,50 – 9,50 9025,00 23,2
Depotwert: 117236,75 € 800 Basler DE0005102008 30/25 13,22 10576,00 – 18,58 14864,00 40,5
Gesamtwert*: 121829,80 € 400 Bayer DE000BAY0017 33/25 28,21 11282,00 V: o.L./400 26,98 10792,00 –4,3
Depotveränderung:21,8 % 100 Bilfinger DE0005909006 34/25 94,35 9435,00 – 96,75 9675,00 2,5
DEPOT 2
MANUEL HÖLZLE,
GBC AG
75 Alzchem 7) 11) DE000A2YNT30 5/25 63,80 4785,00 – 139,80 10485,00 119,1
240 Cembre 7) 11) IT0001128047 diverse 41,61 9986,00 – 53,80 12912,00 29,3
2350 Guillemot 7) 11) FR0000066722 diverse 5,79 13604,00 – 5,36 12596,00 –7,4
500 Lottomatica 7) 11) IT0005541336 diverse 12,95 6477,24 – 23,12 11560,00 78,5
800 M1 Kliniken AG 5) 11) DE000A0STSQ8 diverse 14,98 11981,80 V: 12,40/800 14,10 11280,00 –5,9
900 Stinag Stuttgart Invest 5) 11) DE0007318008 diverse 12,82 11535,00 – 14,10 12690,00 10,0
Guthaben:6 108,85 € 400 Avio 7) 11) IT0005119810 diverse 18,53 7 412,00 – 47,90 19 160,00 158,5
Depotwert: 125 478,00 € 140 Vossloh 7) 11) DE0007667107 diverse 78,64 11 010,00 – 93,40 13 076,00 18,8
Gesamtwert*: 131 586,85 € 4 500 Verve Group 5a) 7) 11) SE0018538068 diverse 2,80 12 609,00 – 2,35 10 575,00 –16,1
Depotveränderung:31,6 % 400 Kontron 7) 11) AT0000A0E9W5 diverse 25,07 10 026,00 – 27,86 11 144,00 11,2
DEPOT 3
NICOLE SPERCH,
Impact Asset
Management
GmbH
170 3i Group GB00B1YW4409 5/25 42,60 7242,00 – 45,20 7684,00 6,1
15 ASML Holding NL0010273215 5/25 711,70 10675,50 – 814,70 12220,50 14,5
100 BMW DE0005190003 5/25 76,22 7622,00 – 82,86 8286,00 8,7
3 Hermes International FR0000052292 5/25 2347,00 7041,00 – 2153,00 6459,00 –8,3
110 Holcim CH0012214059 5/25 45,77 5034,70 – 73,18 8049,80 59,9
130 Novo Nordisk DK0062498333 5/25 82,76 10758,80 – 51,54 6700,20 –37,7
Guthaben:10 982,63 € 240 Relx GB00B2B0DG97 5/25 44,86 10 766,40 – 39,88 9 571,20 –11,1
Depotwert: 92 361,30 € 600 ING Groep NL0011821202 diverse 17,26 10 353,60 – 21,79 13 074,00 26,3
Gesamtwert*: 103 684,93 € 190 Prosus NL0013654783 14/25 43,37 8 239,35 – 57,14 10 856,60 31,8
Depotveränderung:3,7 % 80 Vinci FR0000125486 30/25 127,00 10 160,00 – 118,25 9 460,00 –6,9
*Startkapital am 13.01.25 = 100000 Euro, abzüglich Ausgaben für Wertpapiere und Spesen (0,2% pro Wertpapiergeschäft, 2,5 % Ausgabeaufschlag bei Fonds); Limits: K = Kauflimit, V = Verkaufslimit, o. L. = ohne Limit, SL = Stop-Loss
Die Beiträge stellen die Privatmeinung der Verfasser dar und dienen ausschließlich der unverbindlichen Information. Analysen und Schlussfolgerungen sind all gemeiner Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse einzelner
Anleger. Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Vor Treffen einer Anlageentscheidung sollte jedenfalls ein professioneller Finanzdienstleis ter konsultiert werden
FOCUS MONEY 40/2025
51
moneymarkets
CHINAS GROSSKON-
ZERNE: Beim Thema
künstliche Intelligenz holt
das Land massiv auf
CHINA VS. USA
Eine neue Ära des KI-Wettkampfs
China will bei der künstlichen Intelligenz (KI) die Führung übernehmen. Dafür investieren Tech-
Giganten wie Alibaba und Huawei Milliarden in eigene Algorithmen, KI-Chips und Infrastruktur
von ZOE BRUNNER
Klar die Nase vorn
2024 flossen in den USA 109,1 Milliarden US-Dollar
in private KI-Investitionen – fast das Zwölffache Chinas
und das 24-Fache des Vereinigten Königreichs
Investitionen in KI weltweit
in Milliarden US-Dollar
China
USA
Euro-Zone
2013 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 2025
Quelle: Bloomberg
100
80
60
40
20
0
Einen Sieger im Handelsstreit gibt es bekanntlich nicht.
Vielmehr verschärft sich der Wettlauf immer weiter. Nun
macht Nvidia am Montag von sich reden: Der Chipriese
will bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI investieren,
um gemeinsam Rechenzentren mit zehn Gigawatt Leistung
aufzubauen. Diese sollen mit Nvidia-Chips ausgestattet werden
und in der zweiten Jahreshälfte 2026 zum Einsatz kommen.
Nvidia-Chef Jensen Huang spricht vom „nächsten großen
Sprung nach vorn“.
Zwei US-KI-Schwergewichte schmieden also eine strategische
Allianz. China verfolgt seine eigene Strategie – mit
ebenso ambitionierten Plänen. Leitmotiv Nummer eins
bleibt im Reich der Mitte die Autarkie. Ziel: eigene Algorithmen
entwickeln, im Land produzieren und massiv in die
Chip-Infrastruktur investieren. Laut Nachrichtendienst
Bloomberg verdoppelten die führenden chinesischen Internetfirmen
ihre KI-Investitionen innerhalb von nur zwei Jahren
und werden 2025 rund 32 Milliarden US-Dollar ausgeben.
Der Hang Seng Tech Index, der die größten in Hongkong
52
Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
gelisteten Technologieunternehmen abbildet, schloss auf
dem höchsten Stand seit November 2021. Auch der MSCI
Asia Pacific Index, der die Entwicklung von Large- und Mid-
Cap-Aktien Region Asien-Pazifik widerspiegelt, kletterte auf
ein Allzeithoch und liegt damit vor dem S&P 500 und dem
Stoxx Europe 600. Von Blasenangst ist kaum mehr die Rede.
FOCUS MONEY hat analysiert, welche drei Aktien am meisten
von der Investitionsoffensive profitieren.
Zwischen den Fronten. Die USA und China spielen den
Ball unentwegt hin und her. Unternehmen geraten dabei zunehmend
ins Kreuzfeuer – allen voran der US-Chipdesigner
Nvidia. So hat die chinesische Internetaufsicht heimische Firmen
angewiesen, keine RTX Pro 6000D-Chips von Nvidia zu
testen oder zu bestellen. „Wir können nur einem Markt dienen,
wenn uns das Land auch zulässt“, erklärte Nvidia-Chef Jensen
Huang gegenüber CNBC und betonte, dass es sich hierbei
um geopolitische Konflikte handelt, die sich nicht kurzfristig
lösen lassen. „Ich bin enttäuscht über das, was ich sehe, aber
zwischen China und den USA gibt es größere Agenden, die geklärt
werden müssen. Und ich habe die Geduld dafür.“
Bereits Ende 2023 schränkten die USA den Verkauf von
Nvidia-Chips ein. Betroffen waren die speziell für China entwickelten
abgespeckten H800 und A800-Chips, die bisher
als Schlupflösung galten. Washington hatte schon zuvor die
leistungsstärkeren Varianten H100 und A100 blockiert. Regulatorische
Maßnahmen belasten meist den Nvidia-Kurs –
so auch in diesem Fall.
Im Gegensatz zu China hat die US-Regierung im Juli dieses
Jahres wieder Bereitschaft signalisiert, ihre Haltung zu lockern.
Nach monatelangen Exportbeschränkungen durfte
Nvidia seine speziell für China entwickelten H20-KI-Chips erneut
in der Volksrepublik verkaufen. „Anfang des Jahres sah
es noch so aus, als könnte die US-Regierung Länderkontingente
einführen, die festlegen, wie viele KI-Chips jedes Land
kaufen darf. Inzwischen hat sie jedoch eine Kehrtwende gemacht“,
erklärt Wendy Chang, Analystin am Mercator Institute
for China Studies, gegenüber FOCUS MONEY.
Drei-Jahres-Plan. Mit Deepseek, einem KI-Startup, das
Open-Source-Modelle anbietet, leitete China eine Wende ein.
Die Produktionskosten lagen weit unter denen von ChatGPT.
Francis Tan, Chefstratege bei CA Indosuez Wealth Asset Management,
sagte zu Bloomberg, es werde noch mehr solche
„Deepseek-Momente“ geben. Doch nicht nur Start-ups treiben
die Entwicklung voran, auch etablierte Großkonzerne
investieren in visionäre Chipprojekte.
So präsentierte der Anbieter von Kommunikationstechnologie
Huawei erstmals einen dreijährigen Fahrplan für seine
Chipentwicklung. Diese KI-Chips sollen langfristig die Nvidia-Beschleuniger
ersetzen. Die E-Commerce-Plattform Alibaba
investiert in den nächsten drei Jahren 53,5 Milliarden
US-Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Peking unterstützt
diesen Kurs. Die Behörden raten chinesischen Firmen
vom Einsatz von Nvidia-Produkten wie dem H20 oder
RTX Pro 6000D ab.
TENCENT
Neues Personal, starke Bilanz
Milliardeninvestitionen. Tencent, gegründet 1998 von Ma Huateng in Shenzhen,
ist eines der größten Technologieunternehmen Chinas. Der Konzern zählt
zu den weltweit führenden Firmen in den Bereichen Internet, Gaming und digitale
Dienstleistungen. Das Unternehmen ist vor allem für seine sozialen Netzwerke
und Kommunikationsplattformen bekannt, darunter Wechat, die Super-
App für Messaging, Social Media, Bezahlsysteme und Mini-Programme, sowie
QQ, eine ältere Messaging-Plattform. Darüber hinaus ist Tencent der weltweit
größte Gaming-Publisher.
Das 2016 gegründete Tencent AI Lab konzentriert sich auf Machine Learning,
Computer Vision, Natural Language Processing (NLP), Sprachverarbeitung
und autonome Systeme. Im Bereich NLP entwickelt Tencent eigene
Sprachmodelle und Chatbots, die unter anderem in WeChat Mini-Programmen,
Übersetzungsdiensten und Kundensupportsystemen genutzt werden. Kurz
gesagt: KI durchdringt nahezu alle Geschäftsbereiche des Unternehmens.
Um seine KI-Offensive weiter zu verstärken, hat Tencent die Investitionen
im Jahresvergleich auf 2,28 Milliarden Euro verdoppelt. Auch personell rüstet
sich das Unternehmen: Mit Yao Shunyu wurde ein renommierter KI-Forscher
von OpenAI abgeworben, der künftig an der Integration von KI in Tencents
Dienste arbeiten soll.
Am 13. August 2025 veröffentlichte Tencent seine Quartalsbilanz zum 30. Juni
2025. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 0,85 Dollar und übertraf die 0,71 Dollar des
Vorjahresquartals. Auch der Umsatz kletterte auf 25,51 Milliarden Dollar und legte
damit um 14,66 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu.
FOCUS MONEY 40/2025
Bald Börsenrekord?
Ihre KI-Strategie kommt an: Die Aktie legt zu
und kratzt am Allzeithoch. Jetzt könnte Tencent
richtig durchstarten. Alleine in drei Monaten
legte die Aktie um 26 Prozent zu
Tencent Holding
Kurs der Tencent-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
20
2021 22 23 24 2025
WKN/ISIN
A1138D/KYG875721634
Börsenwert 639,4 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 25,2/21,6
Dividendenrendite für 2025e/26e 0,8/0,9 %
Kursziel/Stoppkurs 75,00/56,00 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 7 %
Quelle: Bloomberg
70
60
50
40
30
e = erwartet
53
ALIBABA
Das Comeback von Ma
Wieder im Spiel. Der Mitgründer Jack Ma, der Ende 2020 plötzlich aus der
Öffentlichkeit verschwand, feiert ein überraschendes Comeback bei Alibaba.
Damals hatte er chinesische Banken als „Pfandhäuser“ kritisiert, woraufhin die
Regulierungsbehörden den Börsengang der Alibaba-Tochter Ant Group blockierte.
Auch in der Folgezeit ging die Regierung gegen Milliardäre und deren
Vermögen vor, wovon Ma betroffen war. Im Februar schüttelte er dann die
Hand von Präsident Xi Jinping – ein Schritt, der signalisierte, dass es wieder
eine Annäherung gibt. Zwar bekleidet er derzeit kein offizielles Amt, doch er
ist auf Alibabas Campus wieder mehrfach gesichtet worden und bringt sich
Berichten zufolge aktiv in die Geschäfte ein.
Seine Rückkehr ist besonders bedeutsam, da er einerseits die künstliche Intelligenz
(KI) zu einem zentralen Thema macht – ein strategisches Ziel, das derzeit
auch für Xi von Bedeutung ist. Andererseits verleiht er dem Unternehmen
eine Durchschlagskraft sowie neuen Schwung, der sich offenbar positiv auf
den Spirit innerhalb der Firma auswirken. Diese ist bitter nötig, weil die E-Commerce-Konkurrenz
mit JD.com und Meituan so groß ist.
Wie auch Baidu (siehe unten) gibt der Konzern derzeit Wandelanleihen aus,
um Milliarden für KI-Vorhaben zu sammeln. Alibaba investiert in den nächsten
drei Jahren laut Bloomberg 53,5 Milliarden US-Dollar in den Ausbau seiner KI-
Infrastruktur. Außerdem gewann das Unternehmen Unicom als Kunden für ihre
KI-Chips. Diese sollen künftig in Unicoms neuem Rechenzentrum im Nordwesten
Chinas eingesetzt werden. Wachstumsmotor war aber auch ihre Cloud-
Sparte, die im Jahresvergleich um 26 Prozent zulegen konnte.
Im Anlegerfokus
Dieses Jahr ist Alibabas Jahr. In den vergangenen
sechs Monaten ist die Aktie um etwa
14 Prozent gestiegen. Wird sie schon bald ihr
Allzeithoch von 262 Euro erreichen?
Alibaba Holdings
200-Tage-Linie
Kurs der Alibaba-Aktie in Euro
180
140
100
60
2021 22 23 24 2025
WKN/ISIN
A117ME/US01609W1027
Börsenwert 311,2 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 19,9/22,3
Dividendenrendite für 2025e/26e 0,6 %/k. A.
Kursziel/Stoppkurs 157,00/120,00 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 12 %
Quelle: Bloomberg
e = erwartet
BAIDU
Das chinesische Google
KI-Neuling. Ist Baidu das nächste große Ding? In China kennt die Plattform jeder.
Sie bietet eine Vielzahl von Diensten an, darunter Websuche, Bild- und
Videosuche, Nachrichten, Karten und die Frage-Antwort-Plattform Baidu Zhidao.
Als führende Suchmaschine des Landes dominiert Baidu den chinesischen
Markt; Google hingegen ist aufgrund der Internetzensur blockiert. Ähnlich
wie Google generiert Baidu den Großteil seines Umsatzes durch
Online-Werbung – wobei dieser Markt derzeit auch schwächelt. Dafür investiert
das Unternehmen stark in künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen
sowie Sprach- und Bilderkennung.
Mitte September stieg die Aktie zeitweise um 18 Prozent, nachdem Analysten
und Bankenhäuser das Potenzial von Baidus Chip-Venture hervorgehoben
hatten. Der Konzern ist mit der staatlichen China Merchants Group eine
Partnerschaft eingegangen. Ihr wichtigstes Produkt ist der Chatbot Ernie Bot,
der nun mit einem internen Prozessor trainiert wird. Arete Research Services
LLP hob seine Empfehlung für Baidus American Depositary Receipts von „Verkaufen“
auf „Kaufen“ an. Analysten von Finanzhäusern wie Citigroup und Goldman
Sachs Group veröffentlichten positive Einschätzungen zu dem Unternehmen.
Währenddessen erhöhte Jefferies das Kursziel für Baidu sogar deutlich
von 108 auf 157 US-Dollar und bekräftigte das Rating „Buy“.
Doch die Offensive geht noch weiter: Baidu plant für seine KI-Sparte die
Ausgabe einer Offshore-Anleihe im Wert von 56 Millionen US-Dollar, die 2029
fällig wird. Bislang nutzte das Unternehmen die KI-Chips von Nvidia. „Made in
China“ steht für aber an oberster Stelle.
Erst der Anfang
Einen großen Kurssprung gab es bereits,
doch das schließt weitere nicht aus. Die Investitionen
nehmen jetzt Fahrt auf, sichtbare
Ergebnisse werden jedoch erst erwartet
Baidu
Kurs der Baidu-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
250
200
150
100
50
2021 22 23 24 2025
WKN/ISIN
A0F5DE/US0567521085
Börsenwert 32,1 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 17,8/16,2
Dividendenrendite für 2025e/26e 0,0/0,0 %
Kursziel/Stoppkurs 123,00/100,00 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 5 %
Quelle: Bloomberg
e = erwartet
54 FOCUS MONEY 40/2025
moneymarkets
MARODE STRASSEN
UND BRÜCKEN: Die
Auftragsbücher des
Baukonzerns Strabag
sind randvoll
STRABAG
Profiteur der
Modernisierung
Mit dem Aufstieg in den
österreichischen Leitindex ATX wird der
Expansionskurs des Baukonzerns nach
einem tragischen CEO-Wechsel belohnt
von HANS-PETER SIEBENHAAR
Infrastrukturprojekte zahlen sich aus
Innerhalb eines Jahres hat sich der Kurs der Strabag
SE fast verdoppelt. Dank voller Auftragsbücher gibt
es Strabag für den ATX-Konzern noch Luft nach oben
Kurs der Strabag-Aktie in Euro
30
2022 2023 2024 2025
WKN/ISIN
A0M23V/ AT000000STR1
Börsenwert 9,1 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 12,6/12,1
Dividendenrendite für 2025e/26e 3,2/3,3 %
Kursziel/Stoppkurs 93,00/40,00 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 21 %
Quelle: Bloomberg
80
70
60
50
40
e = erwartet
Bei unserem letzten Gespräch in der Wiener Unternehmenszentrale
war Klemens Haselsteiner voller Zuversicht, Österreichs
größten Baukonzern wachstumsstarker, digitaler
und nachhaltiger zu machen. Dazu sollte es nicht mehr
kommen. Der Sohn des Unternehmensgründers Hans Peter Haselsteiner
verstarb vollkommen unerwartet im Januar. Der langjährige
Strabag-Manager Stefan Kratochwill musste die Nachfolge
antreten. Er erweist sich als würdiger Nachfolger an der
Spitze des Branchenprimus.
Kratochwills erste Halbjahresbilanz glänzt. Der Gewinn vor
Zinsen und Steuern (Ebit) schnellte um 58 Prozent auf 129 Millionen
Euro hoch. Die Bauleistung wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Der
Auftragsbestand legt um 13 Prozent auf 28,4 Milliarden zu. „Unsere
Erfolge in strategischen Zukunftsfeldern und unsere Expansion
nach Australien schlagen sich in neuen Rekorden bei Leistung
und Auftragsbestand nieder“, sagt CEO Kratochwill. Die
Strabag SE ist ein Profiteur der Modernisierung. Länder wie
Deutschland mit einer desolaten Infrastruktur sorgen für volle
Auftragsbücher. Die internationale Expansion lohnt sich. Erstmals
wurde auch die australische Georgiou Group konsolidiert.
Die überdurchschnittliche Performance des Bauunternehmens
mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa wurde nun von
der Wiener Börse belohnt. Zusammen mit dem Wettbewerber
Porr steigt Strabag in den österreichischen Leitindex ATX auf.
Für defensive Anleger lohnt sich der Einstieg. Denn das Bauunternehmen
baut seine starke Position bei Infrastrukturprojekten
aus. Zuletzt erhielt es den Zuschlag für den Eisenbahnknotenpunkt
Woiwodschaft Kujawien-Pommern in Polen für
268 Millionen Euro. Mit seinem profitablen Wachstumskurs
überzeugt der neue CEO Kratochwill auch Analysten. Zwei der
vier Marktbeobachter empfehlen die Strabag-Aktie zum Kauf.
Eine Verkaufsempfehlung gibt es nicht.
Die Aktie der Strabag hatte sich in den vergangenen zwölf Monaten
nahezu verdoppelt. Gerade in volatilen Zeiten ist die Dividendenpolitik
ein Pluspunkt. Der Wiener Bauriese zahlt seit fast
zwei Jahrzehnten ununterbrochen Dividenden. Mit ihrer klaren
Unternehmensstrategie, der Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette
und den noch nicht vollständig gehobenen Potenzialen
der Digitalisierung ist die Strabag gut für die Zukunft
positioniert. Das größte Risiko ist die konjunkturelle
Situation. Denn sowohl Österreich als auch Deutschland befinden
sich im dritten Jahr der Rezession.
FOCUS MONEY 40/2025
Foto: Strabag 55
moneymarkets
ÜBERLANDLEITUNGEN
IN ARIZONA: US-Stromnachfrage
nimmt erstmals
seit 25 Jahren zu
ENERGIEINFRASTRUKTUR
Elektrisierende Zeiten
Das Umfeld für Unternehmen im Bereich Energieinfrastruktur ist so gut wie seit Jahrzehnten
nicht mehr. Was dahintersteckt, wie Anleger sich positionieren
von JULIA GROSS
Stromnetzbetreiber? Kältetechnikhersteller? Schaltelementproduzenten
für Stromverteiler? Jahrzehntelang
galten solche Unternehmen als stockkonservative Investments.
Stabile, aber kaum wachsende Geschäfte, wenig
Dynamik. Kurz: solide, aber unsexy.
Das hat sich gewaltig geändert. Aufgrund von drei sich
überlagernden globalen Trends stehen Konzerne, die Energieinfrastruktur
aufbauen, bereithalten und effizienter machen,
plötzlich vor einem so nie da gewesenen Wachstumsschub.
„Geschwindigkeit und Umfang dieser Entwicklung
sind beispiellos“, sagt Xavier Chollet, Fondsmanager des Pictet
Clean Energy Transition. Investoren bietet das einmalige
Rendite-Chancen. Mit der charmanten Besonderheit, dass typische
Eigenschaften der Unternehmen wie Substanzstärke,
Risikoaversion und hohe Ausschüttungen erhalten bleiben.
„Die Geschäftsmodelle im Bereich der börsennotierten Infrastruktur
sind wahrscheinlich die besten, die wir seit den Anfängen
dieser Anlageklasse vor rund 20 Jahren gesehen haben“,
ist Rebecca Sherlock, Portfoliomanagerin im Global
Listed Infrastructure Team von First Sentier Investors überzeugt.
Ein Grund mehr für Anleger, sich per Fonds, ETF oder
Einzeltiteln in dem Bereich zu positionieren.
Stromfressende Chips. Treiber Nummer eins ist natürlich
die rasante Entwicklung im Bereich künstlicher Intelligenz.
„Neue Rechenzentren, wie sie gerade gebaut werden und in
den kommenden zwei bis drei Jahren in Betrieb gehen, enthalten
eine Million KI-Prozessoren“, erklärt Chollet. „Um die
zu betreiben, braucht es eine Leistung von etwas mehr als
56
Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
ein Gigawatt, allein für die Chips. Das entspricht
der Leistung von einem mittelgroßen
Atomkraftwerk.“ Genau das, so Chollet,
sei der Flaschenhals – denn im Rennen
um Marktanteile entstehen gerade Dutzende
der stromfressenden KI-Farmen. In den
USA rechnet die Branche zum ersten Mal
seit über 25 Jahren mit einer Zunahme der
Stromnachfrage. Schon 2030 sollen die KI-
Rechenzentren zehn bis zwölf Prozent des
gesamten Stroms verschlingen. Deshalb
haben die großen „Hyperscaler“ Microsoft,
Alphabet und Co. bereits Verträge mit Versorgern
abgeschlossen. Die positive Entwicklung
von Aktien wie Constellation
Energy oder Duke Energy seit Anfang 2024
gründet sich auf genau solche bereits bestehenden
Vereinbarungen – nicht auf Spekulationen
darüber, was noch kommen könnte.
Trotzdem sind viele US-Versorger noch
günstig bewertet: Duke Energy beispielsweise
hat ein 2026er-Kurs-Gewinn-Verhältnis
von 17,9, deutlich unter dem Fünf-Jahres-Durchschnittswert
von 30,3.
Solar und Wind bleiben attraktiv. Es ist jedoch nicht nur
KI, die für eine höhere Stromnachfrage sorgt. „Zwei weitere
Faktoren sind die zunehmende Elektrifizierung bei industriellen
Prozessen und der Mobilität sowie das Bestreben, Produktion
wieder aus Niedriglohnländern zurückzuholen“, erklärt
Pictet-Fondsmanager Chollet. Um den Bedarf zu
decken, wendet sich die Branche zunächst den „niedrig hängenden
Früchten“ zu – Lösungen, die möglichst schnell und
möglichst kostengünstig zu realisieren sind. Hier liegen erneuerbare
Energien ganz vorn, weshalb Experten trotz der
gegenläufigen politischen Stimmung vor allem in den USA
nicht davon ausgehen, dass hier ein Ende des Wachstums be-
Allein um ein neues
KI-Rechenzentrum zu
betreiben, braucht es
die Leistung von
einem mittelgroßen
Atomkraftwerk“
Xavier Chollet
Pictet
vorsteht. In den USA lassen sich Solar- und
Windkraftwerke innerhalb von ein bis zwei
Jahren realisieren, die Baukosten pro Megawattstunde
liegen unter denen von Gasoder
Atomkraftwerken, deren Bau erheblich
länger dauert.
Atomkraft mit Einschränkungen. „Auch
das Wiederhochfahren von stillgelegten
Nuklearreaktoren ist attraktiv“, sagt Rebecca
Sherlock. „In den kommenden vier
bis sechs Jahren werden auch viele neue
Gaskraftwerke in Betrieb gehen.“
Versorger, die jedoch aktuell eine Investitionsentscheidung
zwischen Gas und Solar
oder Wind fällen müssen, finden bei den
Erneuerbaren die attraktiveren Konditionen
vor. Denn die Kosten für Gasturbinen
haben sich gegenüber der Zeit vor dem Ukraine-Krieg
mehr als verdoppelt, die Lieferzeit
liegen inzwischen bei vier bis sechs
Jahren.
Alphabet und Amazon haben außerdem
Kooperationen mit Entwicklern neuartiger Atomreaktoren,
sogenannter Small Modular Reactors (SMR), geschlossen. Ob
und wann sich solche Klein-AKWs realisieren lassen, steht
aber noch in den Sternen.
Anleger können mit Fonds und ETFs in den Sektor investieren
und dabei gemäß ihren persönlichen Präferenzen Akzente
setzen. So entschärfen „klassische“ Infrastruktursektoren
wie Autobahn- oder Flughafenbetreiber und
Eisenbahngesellschaften im First Sentier Global Listed Infrastructure
die Schwankungsintensität (Drei-Jahres-Volatilität:
10,7 Prozent). Der Pictet Clean Energy Transition entwickelt
sich dafür kurzfristig dynamischer – und ist,
beispielsweise durch Investments in Hersteller energiesparender
Chips – näher am KI-Thema dran.
First Sentier Glob. Listed Infrastr. VI EUR
First Sentier Investors
Kurs des Sentier-Fonds in Euro
14
2022 2023 2024 2025
WKN/ISIN
A2AD1B/IE00BYSJV039
Fondsvolumen 627 Mio. €
Ertragsverwendung
thesaurierend
Jährl. Kosten 1,06 %
Wertentwicklung 1/3/5 Jahr 2,1/4,6/47,0 %
Auflagedatum 22.02.2016
18
17
16
15
Pictet Clean Energy Transition P EUR
Pictet Clean Energy Transition
Kurs des Pictet-Fonds in Euro
110
2022 2023 2024 2025
WKN/ISIN
A0MQNA/LU0280435388
Fondsvolumen 2,86 Mrd. €
Ertragsverwendung
thesaurierend
Jährl. Kosten 2,07 %
Wertentwicklung 1/3/5 Jahr 8,1/25,8/65,8 %
Auflagedatum 14.05.2007
Quelle: Bloomberg, Fondsweb.com e = erwartet Quelle: Bloomberg, Fondsweb.com e = erwartet
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130
120
FOCUS MONEY 40/2025
Foto: Pictet Group 57
moneymarkets
GAS-SPEICHERTANKS:
Schon heute sind die USA
der weltgrößte Exporteur
von LNG
USA
Nachfrageschub aus Europa
Die EU will mehr Gas und Öl in den USA kaufen, um einen Zollkrieg zu verhindern. Die
entsprechende Vereinbarung ist zwar völlig unrealistisch. Die Nachfrage wird jedoch steigen
von LUDWIG BÖHM
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen
Kommission, hat mit US-Präsident Donald Trump
vereinbart, in den kommenden drei Jahren Energieprodukte
im Wert von insgesamt 750 Milliarden US-Dollar
zu kaufen, also im Durchschnitt für 250 Milliarden US-Dollar
pro Jahr. Dabei geht es in erster Linie um Flüssiggas (LNG)
und Öl. Das wird jedoch nicht funktionieren. Im vergangenen
Jahr importierte die EU fossile Brennstoffe aus den USA
im Wert von gerade einmal 76 Milliarden Dollar. Hinzu kamen
noch einige Brennstäbe für Kernkraftwerke.
Bislang kauft die EU weltweit pro Jahr LNG im Wert von
50 Milliarden Dollar. Diese Zahlen zeigen, dass der Import
amerikanischer Energieprodukte in einem Umfang von 250
Milliarden Dollar pro Jahr deutlich an der Realität vorbeigeht.
Europa wüsste gar nicht, was es mit solchen Mengen
an Flüssiggas und Öl anfangen sollte.
Außerdem kaufen nicht die EU, sondern private Firmen
LNG und Öl in den USA. Die EU-Kommission kann beispielsweise
RWE nicht vorschreiben, von wo der Versorger seine
Energierohstoffe beziehen soll. Zudem darf bezweifelt werden,
dass die amerikanischen Gas- und Ölproduzenten überhaupt
in der Lage wären, solche Mengen zu liefern. Erschwerend
kommt hinzu, dass auch Südkorea mit den USA
vereinbart hat, amerikanische Energierohstoffe im Wert von
immerhin 100 Milliarden Dollar pro Jahr zu beziehen.
Mehr LNG und Öl. Dennoch ist damit zu rechnen, dass die
EU künftig mehr fossile Energierohstoffe aus den USA importiert
als bisher. Ein Teil von Trumps Verhandlungsstrategie
besteht darin, die Ziellatte möglichst hoch zu hängen, um
maximalen Druck auszuüben. Bisher ist die EU vor den USA
jedenfalls ziemlich kläglich eingeknickt. Und tatsächlich besteht
Potenzial. So importiert Europa noch immer Gas und
58
Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
Öl aus Russland im Wert von knapp 20 Milliarden Dollar per
annum und finanziert damit auch den Krieg der Russen gegen
die Ukraine. Zumindest diese Menge ließe sich durch
amerikanisches Flüssiggas ersetzen. Das würde die Nachfrage
um mehr als ein Viertel erhöhen.
Nach einem Gespräch mit Trump hat von der Leyen nun
angekündigt, die Importe aus Russland schneller als bislang
geplant einzustellen. Im vergangenen Jahr stammte noch
fast ein Fünftel des von der EU importierten Gases aus Russland.
Ursprünglich war geplant, dass damit im Jahr 2028
Schluss sein soll. Die Öleinfuhren sollten ein Jahr früher beendet
werden. Jetzt soll es schneller gehen. Die Importe russischen
LNGs sollen jetzt schon Anfang 2027 enden.
Außerdem wollen europäische Staaten wie Deutschland
im großen Stil neue Gaskraftwerke bauen. Sie sollen beim
weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien die Grundlastfähigkeit
gewährleisten. Dabei geht es darum, dass 24/7 ausreichend
Strom bereitsteht. Kritisch sind vor allem sogenannte
Dunkelflauten, also Zeiten, in denen weder die Sonne
scheint noch Wind weht.
Drill, Baby, drill. Bislang springen dann häufig Kohlekraftwerke
ein. Doch diese sollen in den nächsten Jahren vom
Netz genommen werden. Moderne Gaskraftwerke emittieren
deutlich weniger CO₂ und lassen sich perspektivisch auch
mit grünem Wasserstoff betreiben. Ein höherer Gasbedarf ist
in Europa also absehbar.
Gleichzeitig strebt Trump eine Energie-Dominanz der USA
an. Die Welt soll von amerikanischen Energieprodukten ab-
hängig werden, die sich auch als politisches Druckmittel einsetzen
lassen. Bereits im Wahlkampf hat Trump die amerikanischen
Gas- und Ölproduzenten dazu aufgefordert, ihre
Produktion hochzufahren.
Die USA sind bereits heute der weltweit größte LNG-Exporteur.
Dennoch besteht noch Potenzial, die Produktion von
Gas und Öl zu steigern, um eine wachsende Nachfrage aus
dem Ausland zu bedienen. Ein Mittel dazu ist die Deregulierung.
Trump hat bereits Exportrestriktionen für LNG abgeschafft
und will die Dauer von Genehmigungsverfahren für
Ölplattformen von bisher zwei Jahren auf zwei Wochen verkürzen.
Außerdem planen die USA den Bau zahlreicher neuer
Kernkraftwerke. Diese sollen den enormen Stromverbrauch
der KI-Rechenzentren decken. Dadurch könnten Gas- und
Ölkapazitäten für den Export frei werden.
Die amerikanischen Gas- und Ölexporteure verzeichneten
zuletzt zum Teil enorme Umsatz- und Gewinnsteigerungen.
Zusätzliche Unterstützung erhalten sie durch die Abwertung
des US-Dollars, der seit Anfang des Jahres
gegenüber dem Euro bereits 13 Prozent an Wert verloren
hat. Mitte September fiel der Greenback dank der Zinssenkungsfantasie
in den USA auf den niedrigsten Stand seit vier
Jahren. Dadurch steigen bei der Währungsumrechnung in
Dollar die im Ausland erzielten Gewinne. Anleger sollten allerdings
auch den Ölpreis auf dem Radar haben. Dieser notiert
spürbar tiefer als vor einem Jahr, was die Gewinne der
Ölförderer belastet.
VENTURE GLOBAL
Misslungenes Börsendebut
Der amerikanische LNG-Spezialist ist erst am 24. Januar dieses Jahres an die
Börse gegangen. Der Ausgabepreis der Aktie belief sich damals auf 25 Dollar.
Damit kam der Konzern auf eine Bewertung von rund 58 Milliarden Dollar.
Ursprünglich war ein deutlich höherer Ausgabekurs geplant. Seit dem IPO ist
der Aktienkurs allerdings um mehr als 45 Prozent gefallen. Ein Grund hierfür
sind Rechtsstreitigkeiten.
Jetzt hat Venture Global allerdings einen wichtigen Rechtsstreit gewonnen. Der
britische Konzern Shell warf den Amerikanern vor, LNG auf dem Spotmarkt zu
höheren Preisen zu verkaufen, anstatt die vertraglich vereinbarten Lieferungen
auszuführen. Venture Global wies die Vorwürfe zurück und bekam nun recht.
Alles aus einer Hand. Das Unternehmen gilt als kostengünstiger Anbieter
von Flüssiggas. Sein Geschäftsmodell umfasst die gesamte Wertschöpfungskette
von der Produktion über den Transport und die Verschiffung bis hin zur
Regasifizierung. Darüber hinaus arbeitet Venture Global an der Abscheidung
und Speicherung von Kohlenstoff, um sein Umweltprofil zu verbessern. Mit
den 2022 beziehungsweise 2024 in Betrieb genommenen Förderanlagen Calcasieu
Pass und Plaquemines LNG schlägt sich die Expansion des Konzerns
nun in den Ergebnissen nieder.
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 180 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar.
Der Nettogewinn erhöhte sich hingegen „nur” um 21 Prozent auf 386 Millionen
Dollar. Ein weiteres Wachstum ist absehbar. Von den 36 Verflüssigungsanlagen
für Plaquemines sind acht noch nicht in Betrieb. Zudem arbeitet Venture Global
an einer dritten Förderanlage, die 2027 in Produktion gehen soll.
FOCUS MONEY 40/2025
Tiefpunkt durchschritten
Nachdem Trump am 8. April das erste Mal
Einfuhrzölle verhängt hat, markierte die Aktie
kurz danach ihr bisheriges Tief. Achtung: Der
Handel ist in Deutschland recht dünn
Venture Global
Kurs der Venture-Global-Aktie
seit Börsengang in Euro
5
JAN F M A M J J A SEP
WKN/ISIN
A40ZNX/US92333F1012
Börsenwert 27,4 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 14,5/11,4
Dividendenrendite für 2025e/26e 0,4/0,5 %
Kursziel/Stoppkurs 14,00/10,00 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 23 %
Quelle: Onvista, eigene Schätzungen
20
15
10
e = erwartet
59
moneymarkets
CHENIERE ENERGY
Nummer eins in den USA
Cheniere begann 1996 zunächst als Explorer, der nach Öl- und Gaslagerstätten
suchte. Mit dem Bau der Sabine-Pass-LNG-Anlage begann das Unternehmen,
in die USA importiertes Flüssiggas zu speichern, zu regasifizieren und
in das amerikanische Gasnetz einzuspeisen. Später wurde die Anlage so weiterentwickelt,
dass sie auch Erdgas verflüssigen kann. Heute bezeichnet sich
das Unternehmen selbst als LNG-Pionier und ist der größte Produzent von
Flüssiggas in den USA. Allerdings fördert das Unternehmen selbst kein Erdgas,
sondern kauft dieses ein.
Sabine Pass wird ständig erweitert und ausgebaut. Außerdem betreibt Cheniere
mit Corpus Christi eine zweite riesige Verflüssigungsanlage sowie Pipelines.
Das Hauptquartier ist in der Öl-Metropole Houston angesiedelt.
Gewinn wächst rasant. Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 43 Prozent
auf mehr als 4,6 Milliarden Dollar zu. Der Nettogewinn erhöhte sich sogar um
85 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Die Ergebnisse lagen deutlich über den
Erwartungen. Ein Teil der Gewinnsteigerung stammte allerdings aus der Neubewertung
von Derivaten. Der operative Gewinn stieg weniger stark. Beim Ergebnis
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verzeichnete Cheniere
ein Plus von sieben Prozent. Dieses Ergebnis resultierte nicht aus einem
Mengenwachstum, sondern aus höheren Margen. Im zweiten Quartal kaufte
das Unternehmen für rund 306 Millionen Dollar 1,4 Millionen eigene Aktien.
Hochgerechnet auf das Gesamtjahr entspricht dies etwa 2,4 Prozent des Börsenwerts.
Zusätzlich wurde eine Quartalsdividende von 0,50 Dollar pro Aktie
ausgeschüttet, was sich auf weitere 111 Millionen Dollar summierte.
Impuls fehlt
Zum Jahreswechsel ist die Aktie in eine Seitwärtsbewegung
übergegangen. Auf die
Halbjahresergebnisse hat sie nicht reagiert.
Die Bewertung spricht für höhere Kurse
Cheniere Energy
Kurs der Cheniere-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
200
150
100
50
2022 2023 2024 2025
WKN/ISIN
580884/US16411R2085
Börsenwert 43,3 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/25e 16,4/15,5
Dividendenrendite für 2024e/25e 0,9/1,0 %
Kursziel/Stoppkurs 240,00/170,00 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 22 %
Quelle: Onvista, eigene Schätzungen
e = erwartet
OCCIDENTAL PETROLEUM
Ein Buffett-Wert
Die Investorenlegende Warren Buffett ist in Occidental Petroleum investiert.
An der Börse kommt das einem Ritterschlag gleich. Auf den amerikanischen
Öl- und Gasproduzenten entfielen zuletzt 4,3 Prozent des Portfolios seiner Beteiligungsgesellschaft
Berkshire Hathaway.
Occidental ist unter anderem im Permian-Becken in den USA aktiv, wo große
Mengen an Öl und Gas lagern. Das circa 400 Kilometer breite und 480 Kilometer
lange Sedimentbecken liegt in Texas und New Mexico. Außerdem
beutet das Unternehmen Lagerstätten in den Rocky Mountains aus. Darüber
hinaus ist Occidental der viertgrößte Produzent im Tiefwasserbereich des
Golfs von Mexiko. Das Unternehmen produziert auch in Oman, den Vereinigten
Arabischen Emiraten und Algerien fossile Energierohstoffe. Schließlich ist
Occidental mit 24,5 Prozent am Dolphin-Gasprojekt in Katar beteiligt.
Verkauf von Randaktivitäten. Zwischen April und Juli hat sich Occidental
von vier Produktionsstätten getrennt, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Der
Verkaufserlös in Höhe von insgesamt 950 Millionen Dollar ist für den Schuldenabbau
eingeplant. Seit Jahresbeginn hat das Unternehmen bereits Verbindlichkeiten
in Höhe von drei Milliarden Dollar getilgt. Seit Juni 2024 zahlte
Occidental sogar 7,5 Milliarden Dollar Schulden zurück. Dadurch sinken die
jährlichen Zinskosten um 410 Millionen Dollar. Dennoch ging im ersten Halbjahr
der Nettogewinn von 1,7 auf knapp 1,1 Milliarden Dollar zurück. Occidental
erklärte dies mit niedrigeren Rohstoffpreisen. Öl der Sorte WTI hat sich auf
Sicht von einem Jahr um rund zwölf Prozent verbilligt. Das konnten höhere
Fördermengen und geringere Pachtzahlungen nicht ausgleichen.
60
Zahlen kommen gut an
Die Anleger haben bei den Halbjahresergebnissen
wohl mit noch größeren Enttäuschungen
gerechnet. Seit deren Veröffentlichung
am 6. August legte die Aktie spürbar zu
Occidental Petroleum
Kurs der Occidental-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
20
2022 2023 2024 2025
WKN/ISIN
851921/US6745991058
Börsenwert 38,6 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 21,2/18,8
Dividendenrendite für 2025e/26e 2,0/2,1 %
Kursziel/Stoppkurs 50,00/35,00 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 27 %
Quelle: Onvista, eigene Schätzungen
60
40
e = erwartet
FOCUS MONEY 40/2025
CHEVRON
Grünes Licht für Übernahme
Auch Chevron zählt zu den Buffett-Werten. Der Öl- und Gasproduzent kommt
sogar auf einen Anteil von 6,8 Prozent am Portfolio von Berkshire Hathaway.
Erst im Juli gewann Chevron einen wichtigen Rechtsstreit. Dabei ging es um
das Ölfeld Stabroek vor der Küste von Guyana, wo mehr als elf Milliarden
Barrel Öl lagern. An dem Vorkommen ist das Energieunternehmen Hess mit
30 Prozent beteiligt. Exxon hält einen Anteil von 45 Prozent und der chinesische
Ölkonzern CNOOC 25 Prozent. Chevron hat Hess für 53 Milliarden
Dollar übernommen. Exxon und CNOOC hatten eigenen Angaben zufolge
ein Vorkaufsrecht für die Hess-Anteile an Stabroek. In einem Schiedsverfahren
entschied die Internationale Handelskammer (ICC) nun zugunsten von
Chevron. Damit war der Weg frei für die Übernahme von Hess und somit
auch für den Einstieg bei Stabroek.
Besser als erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug im zweiten Quartal
1,77 Dollar. Zwar lag dieser Wert 0,78 Dollar unter dem des Vorjahreszeitraums,
er übertraf jedoch die Markterwartungen. Das vergleichsweise gute Ergebnis
ist vor allem auf eine rekordhohe Produktion zurückzuführen. Dagegen belasteten
der schwache Ölpreis sowie negative Währungs- und Bewertungseffekte
von Hess den Gewinn. Chevron nutzt – wie auch Exxon – seine Expertise im Bereich
der Bohrtechnologie, um sein Geschäftsmodell zu erweitern. Der Konzern
hat ein 50 000 Hektar großes Gebiet in Texas und Arkansas gekauft, in dem große
Mengen Lithium lagern. Dieses will Chevron mithilfe der Direct Lithium Extraction
(DLE)-Technologie aus unterirdischen Salzlaken gewinnen.
Reichlich Geld für Aktionäre
In Q2 hat Chevron 5,5 Milliarden Dollar ausgeschüttet.
Zum 13. Mal zahlte der Konzern
mehr als fünf Milliarden Dollar an Aktionäre
Chevron
Kurs der Chevron-Aktie in Euro
200-Tage-Linie
180
160
140
120
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2022 2023 2024 2025
WKN/ISIN
852552/US1667641005
Börsenwert 272,3 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 21,3/17,4
Dividendenrendite für 2025e/26e 4,3/4,5 %
Kursziel/Stoppkurs 160,00/110,00 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 21 %
Quelle: Onvista, eigene Schätzungen
e = erwartet
EXXON MOBIL
Analystenschätzungen getoppt
Auch der mit Abstand größte amerikanische Öl- und Gasproduzent will Lithium
fördern. Dazu erwarb Exxon Ende 2023 ein 48,5 Hektar großes Vorkommen
in Arkansas und setzt ebenfalls auf die DLE-Technologie. Bis 2030 soll
so viel Lithium aus Solevorkommen gewonnen werden, dass damit jährlich
eine Million Batterien für E-Autos produziert werden können. Seit Anfang des
Jahres hat Exxon zudem die Genehmigung, in Deutschland nach Lithium zu
suchen. Das Kerngeschäft bleibt vorerst jedoch die Produktion von Öl und Gas
sowie deren Weiterverarbeitung. Auch Exxon hat bessere Ergebnisse als vom
Markt erwartet vorgelegt. Von April bis Juni verdiente der Konzern 1,64 Dollar
je Aktie. Die Prognose lag 0,08 Dollar tiefer. Der Umsatz legte sogar leicht auf
81,5 Milliarden Dollar zu. Exxon hat in Q2 so viel Öl und Gas gefördert wie noch
nie in einem zweiten Quartal.
Warmer Geldregen. Exxon möchte seine Anleger ebenfalls mit hohen Ausschüttungen
bei der Stange halten. Im Gesamtjahr sollen sich die Dividenden
und Aktienrückkäufe auf 20 Milliarden Dollar summieren. Im ersten Halbjahr
beliefen sich die Ausschüttungen bereits auf 9,2 Milliarden Dollar. Davon entfielen
4,3 Milliarden Dollar auf Dividenden.
Der Konzern konzentriert sich zunehmend auf besonders renditestarke Vorkommen.
Aus diesen stammen mittlerweile mehr als die Hälfte der gesamten
Öl- und Gasproduktion. Der Anteil soll bis 2030 auf mehr als 60 Prozent steigen.
Damit kann Exxon auch bei einem niedrigeren Ölpreis gutes Geld verdienen.
Gleichzeitig läuft ein umfangreiches Sparprogramm. Der Konzern hat allein
in den ersten sechs Monaten die Kosten um 1,4 Milliarden Dollar gesenkt.
FOCUS MONEY 40/2025
Volatile Seitwärtsbewegung
Seit drei Jahren entwickelt sich die Aktie
stark schwankend seitwärts. Derzeit sieht es
nach einer guten Einstiegsgelegenheit aus.
Die KGV-Bewertung ist günstig
Exxon Mobil
200-Tage-Linie
Kurs der Exxon-Aktie in Euro
50
2022 2023 2024 2025
WKN/ISIN
852549/US30231G1022
Börsenwert 409,7 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 16,9/14,6
Dividendenrendite für 2025e/26e 3,5/3,6 %
Kursziel/Stoppkurs 120,00/80,00 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 25 %
Quelle: Onvista, eigene Schätzungen
110
90
70
e = erwartet
61
moneymarkets
HUBSCHRAUBER VON
LEONARDO: Auch der italienische
Konzern profitierte
stark von der Rüstungsrally
ITALIEN
Vom Problemfall zum Überflieger
Das Bel Paese bietet nicht nur Kultur und schöne Strände. Es ist seit Jahren auch bei Anlegern
sehr beliebt. Das betrifft nicht nur Aktien, sondern auch Anleihen
von GERHARD BLÄSKE
Italien ist nicht nur bei Kultur-, Natur- und Badetouristen
beliebt. Auch bei Anlegern ist das Bel Paese längst viel mehr
als ein Geheimtipp. Das gilt nicht nur für die Mailänder Börse,
die, auch getrieben durch diverse Übernahmeschlachten
im Bankensektor und Rüstungswerte, in diesem Jahr fast alle
anderen Börsenindizes klar auf die Plätze verweist. Staatsanleihen
werfen ebenfalls attraktive Renditen ab: Bei der
jüngsten Finanzierungsrunde im September etwa für dreijährige
Anleihen im Volumen von 3,25 Milliarden Euro wurde
ein Zinssatz von 2,35 Prozent gezahlt. Die Nachfrage
übertraf das Angebot um das 1,6-Fache. Bei den siebenjährigen
Anleihen mit einer Verzinsung von vier Prozent übertraf
die Nachfrage das Angebot von 1,5 Milliarden Euro sogar
um das 1,8-Fache. Und auch die Papiere mit sehr
kurzfristigen Laufzeiten über wenige Monate verkauften sich
bestens.
Der Meloni-Faktor. Was den mit Ausfuhren von 625 Milliarden
Euro zweitgrößten Exporteur der Eurozone in den Augen
vieler Investoren trotz Krisen, Kriegen und US-Strafzöllen
etwa im Vergleich zu Frankreich so attraktiv macht, ist
die seit Jahren ungewohnt stabile Regierung. Regierungschefin
Giorgia Meloni hat eine klare Mehrheit hinter sich. Ihre
Beliebtheit ist ungebrochen und angesichts einer zerstrittenen
Opposition spricht derzeit viel dafür, dass sie 2027 wiedergewählt
wird.
Rom hat die Verschuldung seit dem Coronakrisenjahr
2020 zeitweise um 20 Prozentpunkte auf 135 Prozent reduziert.
Inzwischen steigen die Schulden aber wieder und wer-
62
Foto: Leonardo
FOCUS MONEY 40/2025
den in diesem Jahr um die 137 Prozent des Bruttoinlandsprodukts
erreichen. Trotz einer im zweiten Quartal gegenüber
Vorjahr um 0,2 Prozent geschrumpften Wirtschaft betreibt
Meloni jedoch eine vergleichsweise solide Haushaltspolitik.
Das hält das Budgetdefizit einigermaßen unter Kontrolle: In
diesem Jahr dürfte es bei 3,3 Prozent liegen, könnte aber
auch unter drei Prozent fallen. Das ist deutlich besser als
Frankreich, das ein Defizit von über fünf Prozent aufweist
und von einer Regierungskrise zur nächsten schlittert.
Zinsabstand geschrumpft. Bei zehnjährigen Staatsanleihen
refinanziert sich der italienische Staat inzwischen mit
knapp unter 3,5 Prozent auf dem Niveau des französischen.
Vor 13 Jahren gab es da noch einen Zinsabstand von 428 Basispunkten.
Selbst gegenüber Deutschland ist der Zinsabstand
(Spread) bei zehnjähriger Laufzeit mittlerweile zeitweise
auf knapp unter 80 Basispunkte zurückgegangen.
Allerdings: Italien zahlt höhere Zinsen als Griechenland, obwohl
das Land davon profitiert, dass die Europäische Zentralbank
(EZB) versprochen hat, bei Bedarf italienische Staatspapiere
zu kaufen, um die Kurse zu stützen und Renditen zu
drücken. Die Ratingagentur Fitch hat Italien auf BBB (Ausblick
positiv) angehoben. Frankreich ist von AA- auf A+ zurückgestuft
worden.
Trotzdem ist die Lage beileibe nicht perfekt. Im Fall Italiens
fällt unter den Tisch, dass die demografische Situation mit
nur 1,2 Kindern pro gebärfähiger Frau dramatisch und die
prozentuale Verschuldung nach wie vor deutlich höher ist als
in Frankreich. Es ist nicht auszuschließen, dass Rom Athen
in den nächsten Jahren als höchst verschuldetes Land der EU
ablösen wird. Bei Investoren aus dem Ausland oder Unternehmensneugründungen
hinkt Italien anderen Ländern weit
hinterher. Und die Produktivität stagniert seit 20 Jahren.
Investoren sind gegenüber Italien dennoch vergleichsweise
günstig gestimmt. Der Aktienindex FTSE MIB, der die 40 größten
Werte abbildet, schnitt in den vergangenen Jahren fast immer
besser ab als andere Indizes: Das gilt auch für dieses Jahr.
Mit einem Plus von fast 24 Prozent seit Jahresanfang steht das
Mailänder Börsenbarometer ganz weit vorn im internationa-
len Vergleich. Anders als der Dax beinhaltet der Mailänder Index
die Dividenden nicht. Das macht das Plus noch beeindruckender.
Der FTSE MIB steht für eine Kapitalisierung von 846,5
Milliarden Euro, fast 90 Prozent der Gesamtkapitalisierung des
Börsenplatzes von 993 Milliarden Euro.
Finanzwerte gehören zu den großen Gewinnern des Mailänder
Aktienmarktes, allen voran die HVB-Mutter Unicredit, die
nennenswerte Anteile an der Commerzbank und der Versicherung
Generali erwarb und zeitweise die BPM übernehmen
wollte. Sie kommt auf ein Plus von über 65 Prozent seit Jahresanfang
und ist mit einer Kapitalisierung von rund 100 Milliarden
Euro mittlerweile der teuerste Wert im Mailänder Börsenindex.
Die Intesa Sanpaolo erreicht mit einem Plus von 40
Prozent einen Börsenwert von fast 97 Milliarden Euro. Beide
zusammen repräsentieren annähernd ein Viertel der FTSE-
MIB-Kapitalisierung. Ähnlich hohe bzw. höhere Kurssteigerungen
verzeichneten die Versicherung Unipol, die Mediobanca,
BPER, die Volksbank von Sondrio, die BPM, Mediolanum
und die mehrheitlich staatliche Post. Mehrere dieser Institute
waren in Übernahmekämpfe verwickelt. Sie profitierten jedoch
auch von ihrer sehr positiven Geschäftsentwicklung: Die
Gewinne explodierten geradezu. Insgesamt kamen die Banken
des Landes 2024 auf Gesamt-Nettogewinne von mehr als 46
Milliarden Euro. Die Anleger wurden mit üppigen Dividenden
und Aktienrückkäufen belohnt.
Profiteur der Rüstungsrally. Noch positiver entwickelten
sich Rüstungswerte wie Leonardo (plus 93 Prozent), Fincantieri
(plus 288 Prozent) oder Iveco mit der Tochter Iveco Defence
Vehicles (plus 96 Prozent). Im Fall von Iveco hatte das
auch mit den Verkaufsgerüchten zu tun, die sich im August
bestätigten: Der bisherige Großaktionär Exor verkaufte seine
Anteile an die indische Tata. Allgemein profitiert der Sektor
von den stark steigenden Rüstungsausgaben in Europa
und engeren Kooperationen. Das trifft etwa auf Leonardo zu,
die zusammen mit Rheinmetall Panzer sowie mit Mitsubishi
und Bae Systems Kampfflugzeuge bauen wollen, oder Fincantieri,
die eng mit Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS)
und anderen Partnern zusammenarbeiten.
Die Nachbarn hinter sich gelassen
Der 40 Werte umfassende italienische Leitindex
FTSE MIB hat sowohl den französischen CAC 40 als
auch den Dax überholt. Dabei enthält er, anders als
der Dax, keine Dividenden
FTSE MIB Index
prozentuale Entwicklung seit 1.1.2021
CAC 40
Dax-Performance-Index
2021 22 23 24 2025
Quelle: Bloomberg
+80
+60
+40
+20
0
–20
Niedrigster Stand seit vier Jahren
Der Renditeabstand (Spread) zwischen zehnjährigen
italienischen Bonds und Bundesanleihen hat sich
seit 2022 deutlich eingeengt und inzwischen den
niedrigsten Stand seit vier Jahren erreicht
Spread italienischer zu deutschen Staatsanleihen
zwischen zehnjährigen Staatsanleihen,
in Basispunkten
2021 22 23 24 2025
Quelle: Bloomberg
250
200
150
100
50
FOCUS MONEY 40/2025
63
moneymarkets
D
z
b
T
Sonderentwicklungen kamen etwa Telecom Italia (TIM) mit
einem Anstieg von 83 Prozent zugute. TIM stabilisierte nach
vielen Verlustjahren das Geschäft und verkaufte die Festnetzsparte.
Ferrari dagegen gab nach den von manchen Analysten
als enttäuschend betrachteten Halbjahreszahlen seit Ende Juli
nach und verzeichnet seit Jahresbeginn ein kleines Minus von
etwa zwei Prozent. Zu den größten Verlierern in Mailand gehörten
im bisherigen Jahresverlauf der Autoproduzent Stellantis
(minus 34 Prozent), der tiefrote Zahlen schreibt, und die
Hörgerätekette Amplifon (minus 40 Prozent).
Günstige Bewertung. Beobachter sehen trotz der US-Strafzölle
und des schwachen Dollars, die die Margen drücken
dürften, keine Anzeichen für ein Abflauen der insgesamt positiven
Entwicklung am Mailänder Aktienmarkt. Die Halbjahresergebnisse
der Unternehmen waren sehr solide, insbesondere
die der Finanzwerte. Um tendenziell rückläufige
Zinsüberschüsse aufzufangen, setzten viele Institute auf den
Ausbau ihrer Versicherungsgeschäfte und des Wealth Managements.
Außerdem reduzieren sie Kosten und treiben die
Digitalisierung ihrer Angebote voran. Durchaus mit Erfolg.
Die hohen Gewinne wecken jedoch Begehrlichkeiten in der
Politik, die sich zuletzt auch massiv in Bankenübernahmen
eingemischt hat. Bestrebungen der Regierung, die Banken
für die Finanzierung von Steuersenkungen mit Sonderabgaben
zur Kasse zu bitten, ließen die Bankenkurse zuletzt etwas
zurückgehen. Die Perspektiven für Rüstungswerte und
Versorger sind dagegen weiterhin positiv. Denn die Rüstungsetats
in Italien und Europa sollen stark ausgeweitet werden.
Angesichts eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von
etwa zehn sei der Markt für Einsteiger immer noch attraktiv,
heißt es bei vielen Analysten im Hinblick auf den Mailänder
Aktienmarkt.
Weg von der Börse. Allerdings verliert die Borsa Italiana
seit einigen Jahren große Werte über Delistings: Viele, wie
etwa die Holding Exor oder CNH Industria, sind heute in den
Niederlanden notiert. Andere, wie die Banken Creval, Carige
und Ubi Banca sind übernommen worden. Aus ähnlichen
Gründen werden demnächst Iveco, der Vermögensverwalter
Anima oder die Volksbank von Sondrio vom Kurszettel genommen.
Im bisherigen Jahresverlauf hat es bisher 14 neue
Notierungen gegeben, überwiegend im Small-Cap-Segment
der Börse. Dem gegenüber standen 27 Delistings.
Es gibt auch Alternativen zum Aktienmarkt. Neben den
bereits genannten Staatstiteln setzt Giorgio Bensa vom italienischen
Vermögensverwalter Ersel AM vor allem auf Unternehmensanleihen
mit guten Ratings. Sie sind in manchen
Fällen mindestens ebenso aktiv wie die entsprechenden Aktien.
Beispiel Ferrari: Die zum 21. Mai 2030 fällige Anleihe
(WKN: A3LYYT) weist eine Rendite von 3,014 Prozent auf.
Sie hat einen Kupon von 3,625 Prozent. Der aktuelle Kurs
liegt bei 102,64 Prozent. Der Sportwagenbauer gilt als solide
und weist solide Wachstumszahlen sowie attraktive Kennzahlen
aus. Für etwas risikofreudigere Anleger eignet sich
die Telecom-Italia-Finance-Anleihe (WKN: 724183). Das
Unternehmen stabilisiert sich allmählich und hat mit der
mehrheitlich staatlichen Post (Poste Italiane) einen neuen,
stabilen Aktionär. Das Papier mit Fälligkeit zum 24. Januar
2033 hat einen Kupon von 7,75 Prozent und kommt auf eine
Rendite von 4,116 Prozent. Der aktuelle Kurs steht bei
122,76 Prozent.
INTESA SANPAOLO
Eine sichere Bank
Analysten sehen für Intesa Sanpaolo noch Potenzial
und heben die starke Position in der Vermögensverwaltung
und bei Versicherungen hervor, die den
Wert Intesa als San relativ Paolo widerstandsfähig erscheinen lassen
Kurs der Intesa-Aktie in Euro
1
2021 22 23 24 2025
WKN/ISIN
850605/IT0000072618
Börsenwert 97,4 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 10,0/9,2
Dividendenrendite für 2025e/26e 7,0/7,6 %
Kursziel/Stoppkurs 6,12/4,65 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 13 %
5
4
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2
LEONARDO
Günstiger als Rheinmetall
Analysten sehen die Perspektiven für den Rüstungskonzern
positiv und erwarten nach der Anhebung
der Unternehmensprognosen einen deutlichen
Gewinnanstieg
Leonardo
Kurs der Leonardo-Aktie in Euro
0
2021 22 23 24 2025
WKN/ISIN
A0ETQX/IT0003856405
Börsenwert 28,5 Mrd. €
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2025e/26e 26,2/23,8
Dividendenrendite für 2025e/26e 1,1/1,3 %
Kursziel/Stoppkurs 54,00/41,00 €
Risiko ■ ■ ■ ■ ■Kurspotenzial 5 %
Quelle: Bloomberg e = erwartet Quelle: Bloomberg e = erwartet
50
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20
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FOCUS MONEY 40/2025
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abrufen. * Zum Ortstarif, Mobilfunknetze können abweichen. Verantwortlicher und Kontakt: BurdaVerlag Consumer Sales & Services GmbH, Hauptstr. 130, 77652 Offenburg für die BurdaVerlag Publishing GmbH,
in FOCUS gemeinsamer MONEY Verantwortlichkeit 40/2025mit mehreren Verlagen von Hubert Fotos: Burda xxxxxxxxxxx/FOCUS Media (siehe www.burda.com/de/gvv). MONEY Informationen zum Datenschutz Composing: können Sie FOCUS unserer MONEY Impressum-Seite entnehmen. 65
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ANDREAS KÖRNER
CHEFSTRATEGE ALPHA CAP REPORT
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Alpha Cap Report
IHR BÖRSENBRIEF FÜR NEBENWERTE
Wie Anleger jetzt Kurs halten
Die Kapitalmärkte stehen vor spannenden
Monaten: mehr Klarheit in der Politik,
aber auch neue Unsicherheiten
durch Zölle, Inflation und geopolitische
Spannungen. In der aktuellen Folge von
Mission Money spricht Kapitalmarktstratege
Tilmann Galler von J.P. Morgan Asset
Management über die entscheidenden
Trends, die Anleger jetzt im Blick
behalten sollten. Welche Regionen und
Sektoren bieten aktuell die besten
Chancen? Wie wirken sich US-Zölle und
Zinspolitik tatsächlich auf die Märkte
aus? Ein tiefgehender Rundumschlag
für alle, die ihre Investments strategisch
ausrichten wollen.
Dieses Interview und weitere spannende
Gespräche mit Deutschlands Top-Experten
für Wirtschaft und Finanzen finden Sie auf
dem Youtube-Kanal Mission Money
youtube.com/missionmoney
Ohne Aktien steigt das Risiko
Wenn bei den Renditen für Anleihen
von relativ soliden Schuldnern bei einer
überschaubaren Laufzeit drei oder vier
Prozent drin sind wie derzeit, liegt es
nahe zu fragen, ob diese Zinspapiere
nicht langsam zur echten Konkurrenz
für Aktien werden und den Aufschwung
gefährden können. Besonders, da der
Boom schon überdurchschnittlich lange
währt. Genau diese Frage stellt sich
auch Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse
bei der Baader Bank aus
Unterschleißheim bei München. „Theoretisch
müssten daher zunächst Zinspapiere
in Amerika zu einer immer größeren
Konkurrenz für Aktien werden.
Doch auch in Europa gibt es für zehnjährige
französische oder italienische
Staatspapiere etwa 3,5 und für deutsche
immerhin 2,7 Prozent. Mit diesen Renditen
und angesichts überbewerteter
Aktien im Rücken müssten sie jetzt doch
ihren Status als sicherer Hafen besonders
ausspielen können“, so der Routinier.
Das machen sie aber nicht. Denn
wie Halver weiter argumentiert, sei die
Inflation nach wie vor hoch, sodass im
Endeffekt kaum etwas oder nichts übrig
bleibt. Auch die ausufernde Staatsverschuldung
(und die vieler Firmen) sowie
drohende Rating-Herabstufungen sprächen
nicht für Zinspapiere. Zudem würden
wichtige Finanziers westlicher
Staaten wie China und Japan ihre Engagements
zurückfahren. „Ohne Aktien
fahren Anleger ein höheres Risiko“, so
der Experte. Denn Aktien böten als
Sachwerte im inflationären Umfeld (das
viele verschuldete Staaten wie etwa
Frankreich oder die USA nur allzu gern
in Kauf nehmen) einen Schutz. Besonders,
wenn die Firmen dahinter Preissetzungsmacht
besitzen. Aber war da
nicht noch die hohe Bewertung? Ja –
aber die Unternehmen verdienen mehrheitlich
auch sehr gut. Der Tech-Boom
beflügelt auch den Gesamtmarkt.
Dienstleistungen, Fertigung und Infrastruktur,
also die virtuelle und physische
Welt, werden eine Symbiose bilden.
Und die Dynamik hat laut Morgan Stanley
erst begonnen.
Im Börsenbrief Alpha Cap Report erhalten
Sie von Chef-Stratege Andreas Körner alle
zwei Wochen spannende Tipps und
Analysen aus dem Anlageuniversum
internationale Nebenwerte
Trotz Hürden durchstarten
Gründen ist harte Arbeit. „Man muss sehr
stark an das glauben, was man tut“, weiß Miriam
Wohlfarth. Heike Bangert spricht mit der
Gründerin und Co-CEO von Banxware in der
100. Folge des Podcasts FOCUS MONEY
talks über die Gründerszene in Deutschland.
Dort kann sich das Blatt schnell wenden.
„2021 hatten wir 14 Millionen eingesammelt,
2022 lief plötzlich alles gegen uns“, erzählt
Miriam. 150 Investorengespräche endeten
mit dem immer gleichen Satz: „Wir sprechen
gerne wieder mit euch, wenn Ihr
die Krise überlebt.“ Das haben sie.
Hört gerne rein in die Motivations-
Folge mit Miriam Wohlfarth.
66 FOCUS MONEY 40/2025
Spannende Trends
von
Mehr spannende Statistiken und
Analysen finden Sie in der App
unseres Partners Finanzen100
FOCUS MONEY
& Finanzen100
Vor allem eine neue Analysteneinschätzung
zum Wasserstoff-Spezialisten
Plug Power trieb vergangene
Woche die Anleger um. Die Botschaft:
Die gigantischen Investitionen
des Unternehmens scheinen
doch nicht ins Leere gelaufen zu
sein. Die Aktie landet prompt auch
auf der Kaufliste der Finanzen100
Community. Zudem präsentieren wir
Ihnen eine ausgewählte Watchlist.
Top-Trades
KäufeVerkäufe
Plug Power
■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■
81 %19 %
BYD
■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■
59 %41 %
Nvidia
■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■
70 %30 %
Apple
■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■
64 %36 %
Amazon
■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■
85 %15 %
Top Aktien nach Aufrufen
Unternehmen WKN Performance
der letzten
Woche
1 Plug Power A1JA81 73,2 %
2 Nvidia 918422 1,2 %
3 Rheinmetall 703000 –2,7 %
4 Tesla A1CX3T 3,8 %
5 BYD A0M4W9 –3,1 %
Stark diskutierte Aktien
Unternehmen WKN Performance
der letzten
Woche
1 Vistra A2DJE5 –2,3 %
2 Tui TUAG50 2,4 %
3 Oersted A0NBLH –40,6 %
4 Plug Power A1JA81 73,2 %
5 Deutsche Bank 514000 –1,2 %
Top deutsche Aktien
nach Performance
Unternehmen WKN Verschuldungsgrad
1 Rheinmetall 703000 290,6 %
2 Thyssenkrupp 750000 263,7 %
3 Alzchem Group A2YNT3 243,5 %
4 Friedrich Vorwerk A255F1 230,5 %
5 Hensoldt HAG000 223,2 %
Quelle: Finanzen100 Quelle: Finanzen100 Quelle: Finanzen100
LISA OSADA
FINFLUENCERIN
Watchlist
der Woche
Die Watchlist von Finvestorin
Lisa Osada von „Aktiengram“
finden Sie in der App unseres
Partners Finanzen100.
Watchlist Japan
Unternehmen WKN Hinzugefügt am Performance
seit Hinzufügen
1 Itochu 855471 14.07.2025 11,7 %
2 Fanuc 863731 09.03.2025 –7,4 %
3 Daiichi Sankyo A0F57T 09.02.2025 –19,8 %
4 Sony 853687 26.10.2024 58,0 %
5 Nintendo 864009 26.10.2024 50,6 %
Quelle: Finanzen100
FOCUS MONEY 40/2025 Foto: LIOSphotos Illustration: Adobe Stock
67
moneysteuern&rec
WOHNUNGEN: Nicht nur
zwischen Vermietern und
Mietern gibt es oft Ärger,
sondern auch zwischen
Eigentümern untereinander
BANKRECHT
Mehr Geld für
Prämiensparer
Mit dem BGH-Urteil sind die Zinsansprüche
von Sparern im Vergleich
zur Vorinstanz in vielen Fällen
spürbar gestiegen“, kommentiert
Sebastian Reiling vom Verbraucherzentrale
Bundesverband das jüngste
BGH-Urteil zum Prämiensparen
(Az. XI ZR 29/24). „Oft geht es um
vierstellige Beträge.“ Profitieren
können nur Kunden, deren Ansprüche
nicht verjährt sind und die sich
der Musterklage gegen die Sparkasse
Nürnberg angeschlossen hatten.
Jahrelang haben Prämiensparer
von Sparkassen zu wenig Zinsen erhalten.
Verträge ohne Laufzeitvereinbarung
dürfen nach 15 Jahren gekündigt
werden, sofern die höchste
Prämienstufe erreicht wurde. Klargestellt
hat der BGH aber, dass bei
Verträgen mit 99 Jahren Laufzeit
eine Kündigung für diesen Zeitraum
ausgeschlossen ist. Betroffene können
sich darauf berufen, dass diese
Verträge weitergeführt werden.WM
IMMOBILIENRECHT
Wenn Eigentümer streiten
Meist geht es darum, wer was darf und wer dafür bezahlen muss
– neue Urteile zu Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG).
ES KANN DER FRÖMMSTE nicht in
Frieden bleiben, wenn es dem bösen
Nachbar nicht gefällt“, heißt es schon in
Friedrich Schillers Drama Wilhelm Tell.
Sind sie dann auch noch rechtlich und
finanziell aneinander gekettet, ist Streit
oft programmiert. Dann können immer
wieder nur noch Gerichtsurteile für
Ruhe sorgen.
So auch in zwei Fällen, bei denen es
um die Beauftragung von Rechtsanwälten
ging: WEGs müssen davor keine Alternativangebote
anderer Kanzleien
einholen, entschied der BGH (Az. V ZR
76/24). „Dies gilt auch dann, wenn der
Abschluss einer Honorarvereinbarung
beabsichtigt ist. Entsprechendes gilt bei
der Beauftragung von Gutachtern“,
steht im Urteil. Wegen Baumängeln am
Gemeinschaftseigentum und drohender
Verjährung hatte die Verwaltung Gutachter
und Anwalt ohne vorherigen
WEG-Beschluss beauftragt. Die Eigentümerversammlung
genehmigte dies
nachträglich. Alles rechtens, so der
BGH, da die Maßnahme selbst ordnungsgemäßer
Verwaltung entspreche.
Im anderen Fall scheiterte dagegen
ein Eigentümer damit, seine außergerichtlichen
Anwaltskosten von der WEG
zu erhalten, da die Inanspruchnahme
eines Anwalts aus der Ex-ante-Sicht erforderlich
und zweckmäßig sein muss
(AG Neuss, Az. 82 C 2493/23). Auch
wenn der Kläger dem Grunde nach einen
Schadensersatzanspruch hatte,
fehlte es beim konkreten Anliegen an
der Zweckmäßigkeit, weil er nicht davon
ausgehen konnte, dass das Anwaltsschreiben
eine Meinungsänderung bewirken
würden. Denn: „Letztlich setzt
das WEG jedoch im Kern auf den nachträglichen
Rechtsschutz gegen fehlerhafte
Beschlüsse und nicht auf eine Vorab-Korrektur
möglicherweise zu
fassender Beschlüsse“, so das AG Neuss.
Den anschließenden Prozess in der Sache
gewann der Kläger.
WM
68 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
ht
Aktenzeichen
KREUZFAHRTSCHIFF:
Allzu lauter Motorenlärm
kann ein Reisemangel sein
REISERECHT
(Alb-)Traum
Kreuzfahrt
WENN JEMAND EINE REISE TUT, so
kann er was verzählen“, beginnt ein bekanntes
Gedicht von Matthias Claudius.
Doch manchmal verschlägt es einem
auch die Sprache. So wie einem Ehepaar,
das eine elftägige Kreuzfahrt in einer
Kabine der Kategorie „Superior“ gebucht
hatte. Die rund um die Uhr laufenden
Schiffsgeneratoren sowie die bei
Fahrt arbeitenden Schiffsmotoren seien
aber so laut gewesen, dass in der Kabine
ein normales Gespräch ohne Anschreien
gar nicht möglich gewesen und an
Schlaf, selbst mit Ohropax, nicht zu
denken gewesen sei. Sie verlangten daher
eine Reisepreisrückerstattung in
Höhe von 20 Prozent.
Das AG Berlin-Schöneberg entschied
nach Anhörung mehrerer Zeugen, dass
die ständig laufenden Generatoren ein
normales Betriebsgeräusch des Schiffes
BANKRECHT
darstellen. Doch das Hinzutreten des
Geräuschs der Schiffsmotoren hätte in
der nahe gelegenen Kabine „zu einer
nicht hinnehmbaren Lärmbelästigung“
geführt (Az. 2 C 128/20). An Reisetagen
auf Fahrt, an denen dadurch nur die Ruhepausen
am Tage entsprechend gestört
wurden, hält das Gericht eine Minderung
von zehn Prozent, an Fahrttagen
mit gestörter Nachtruhe von 20 Prozent
für angemessen. Insofern liege ein Reisemangel
samt anteiliger Rückerstattung
des Tagesreisepreises vor.
Wie immer im Reiserecht müssen Urlauber
einen Mangel unverzüglich anzeigen,
damit der Reiseveranstalter diesen
eventuell noch beseitigen kann.
Auch das Ehepaar auf Kreuzfahrt hatte
sich sofort mehrfach beschwert, der Reiseleiter
vor Ort hatte aber keine Abhilfe
schaffen können.
WM
Neue Überprüfung bei Überweisungen
Ab dem 9. Oktober 2025 müssen alle Kreditinstitute überprüfen, ob bei
Überweisungen der angegebene Name des Empfängers mit dem zur IBAN
hinterlegten übereinstimmt. Die Überprüfung ist nur für Überweisungen
von Girokonto zu Girokonto vorgeschrieben, bei anderen Kontoarten wie
Spar- oder Darlehenskonten sowie bei Lastschriften aber nicht. Das gilt
fürs Online-Banking, aber auch für papierhafte Überweisungen, sofern
der Kunde diese persönlich in der Filiale abgibt. Laut Finanzaufsicht Bafin
gibt es beim Online-Banking drei Auswirkungen für Kunden: Alles
stimmt, dann können sie die Zahlung autorisieren. Geringfügige Abweichungen
werden benannt und sie können mögliche Fehler korrigieren. Bei
abweichenden Angaben werden sie informiert sowie auf das Risiko hingewiesen
und können den Vorgang abbrechen oder korrigieren. WM
NEUE URTEILE
Betrugsverluste nicht absetzbar.
Opfer eines Trickbetrugs können die
Vermögensverluste nicht als außergewöhnliche
Belastung bei der Steuer
absetzen. Jedenfalls dann nicht,
wenn sie zumutbare Handlungsalternativen
zur Zahlung gehabt hätten
(FG Münster, Az. 1 K 360/25 E).
Erbe konkret benennen. Eine testamentarische
Verfügung, wonach
Erbe derjenige sein soll, der bis zum
Tod des (behinderten) Sohnes mit
diesem „besonders gut konnte“, ist
zu unpräzise und deshalb unwirksam
(OLG Karlsruhe, Az. 14 W 36/24).
Eine Bearbeitung, nur eine Gebühr.
Erteilt das Finanzamt gegenüber
mehreren Antragstellern eine einheitliche
inhaltsgleiche verbindliche
Auskunft, kann es für diese Bearbeitung
auch nur eine Gebühr erheben
(BFH, Az. IV R 6/23).
Umzugskosten nicht anerkannt. Ein
Umzug, der dazu dient, wegen des
größeren Raumangebots erstmals
ein häusliches Arbeitszimmer einzurichten,
ist nicht beruflich veranlasst
und daher auch nicht als Werbungskosten
von der Steuer absetzbar. (FG
Münster, Az. 14 K 2124/21 E).
Unzuverlässigkeit der Bahn einplanen.
Wer einen Rail&Fly-Gutschein für
die Fahrt zum Flughafen nutzt, muss
wegen der bekannten Unpünktlichkeit
der Deutschen Bahn einen großzügigen
Verspätungspuffer einkalkulieren
(LG Koblenz, Az. 16 O 43/24).
Bundesgerichtshof (BGH); Bundesfinanzhof (BFH);
Oberlandesgericht (OLG); Landgericht (LG); Finanzgericht (FG);
Amtsgericht (AG); Aktenzeichen (Az.)
FOCUS MONEY 40/2025
Foto: Adobe Stock 69
dswanlegerschutz
RISKANT Nicht
alle deutschen
Firmen verzichten
auf Geschäfte mit
Russland
HANDEL
Geschäft in Russland:
Gewiss kein business as usual
Das KSE-Institut in der ukrainischen Hauptstadt Kiew listet deutsche Unternehmen auf, die sich noch
nicht aus Putins Reich verabschiedet haben. Darunter sind Metro, Symrise, Dräger und Ottobock
Donald Trump hat den Nato-Staaten seine Bereitschaft
zu deutlichen Sanktionen gegen Russland signalisiert
- vielleicht. Dies jedoch unter der Bedingung, dass die
Nato-Mitglieder sämtlich darauf verzichten, weiterhin Öl
von Russland zu beziehen. Fakt ist, dass viele Staaten weiterhin
Öl - und auch Gas - aus Russland erwerben. Auch
Deutschland dürfte einen nicht nur geringen Teil seines
LNG-Gases, wenn auch nicht unmittelbar, so doch indirekt,
aus Russland erhalten.
Damit aber nicht genug: Viele Unternehmen betreiben
nach wie vor Geschäfte in und mit Russland. Die Liste ist erschreckend
lang ... und sie wirft Fragen auf. Auf der Plattform
www.leave-russia.org werden mehrere Tausend Unternehmen
aufgeführt und dargestellt, ob diese Russland den
Rücken gekehrt haben oder eben nicht. Darunter auch viele
deutsche (Vorzeige)Unternehmen.
Die Seite wird von dem KSE-Institute betrieben, ein Thinktank
der Kyiv School of Economics. Auf den ersten Blick mag
das verdächtig wirken, auf den zweiten und mit etwas Re-
cherche erkennt man, dass es sich dabei um ein international
anerkanntes Institut handelt. Vor dem Hintergrund der
aktuellen Forderung von Donald Trump dürfte der Druck auf
die Unternehmen deutlich steigen, die sich bisher nicht aus
Russland verabschiedet haben.
Auch Anleger sollten genau hinschauen, wenn sich „ihr“
Unternehmen auf der Liste befindet. Neben der Metro, Symrise
oder Dräger findet sich auch Ottobock auf der Liste wieder
- Letztere wollen zeitnah einen IPO wagen. Natürlich ist
es schwierig nachzuvollziehen, ob das alles so korrekt ist, wie
es dort auf der Seite des KSE-Institute dargestellt wird. Auf
jeden Fall aber wirft es Fragen auf und erfordert sehr klare
Antworten von den Unternehmen, wenn sie auf der Seite des
KSE Institute aufgeführt werden.
Das gilt umso mehr, als dort auch zahlreiche Unternehmen
genannt werden, die ihre Aktivitäten in Russland längst
beendet oder pausiert haben. Darunter befinden sich zum
Beispiel die Dax-Konzerne Allianz, Siemens, Deutsche Telekom
oder Bayer.
70 Illustration: FOCUS MONEY/KI
FOCUS MONEY 40/2025
Ceconomy: Delistingangebot kommt für freie Aktionäre zur Unzeit
Nun ist es wohl so weit, das nächste deutsche
Unternehmen wird geschluckt. Das
Übernahmeangebot des chinesischen
Tech-Unternehmens JD.com für die Ceconomy
AG in Höhe von 4,60 scheint aus
Sicht der Deutschen Schutzvereinigung für
Wertpapierbesitz e.V. (DSW) prinzipiell akzeptabel.
„Schaut man sich den Kursverlauf
seit Jahresbeginn an, erscheint das Angebot
auf den ersten Blick recht gut. Allerdings
ist das auch eine Frage der Perspektive.
Das Angebot ist für Aktionäre, die
bereits vor längerer Zeit beim Mutterkonzern
von Mediamarkt und Saturn eingestiegen
sind, jedoch weniger attraktiv. Unklar
bleibt, inwieweit die Offerte die künftige
Entwicklung und mögliche Synergien angemessen
widerspiegelt“, sagt Christiane
Hölz, Geschäftsführerin der DSW. Hier sind
die Erwartungen an die Zukunft besser, als
es das Angebot derzeit widerspiegelt.
„So ist die Ceconomy aus Sicht der DSW
wirtschaftlich auf einem guten Weg, hat seine
Aktionäre wieder stärker mitgenommen
und deutlich an Glaubwürdigkeit gewonnen.
Sollte es nach einem erfolgreichen
Angebot zu einem Delisting kommen,
könnten private Anleger von weiteren
Wertsteigerungen kaum noch profitieren –
zugleich nähmen Liquidität und Transparenz
am Kapitalmarkt deutlich ab“, so Hölz.
„Mit Blick auf das im Referentenentwurf
vorliegende Standortfördergesetz, das für
Delistings wieder ein Spruchverfahren vorsieht,
betrachten wir es zudem äußerst kritisch,
dass hier ein Großinvestor noch kurz
vor Toresschluss Fakten schaffen möchte.“
Zukünftig wird es möglich sein, ein
Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit
von Delistingangeboten
durchzuführen. Die DSW hatte 2002 ein
derartiges Verfahren zur Überprüfung der
Angebotshöhe im Falle der Macrotron AG
erstritten. Mit der Frosta-Entscheidung im
Jahre 2013 hatte der BGH der Überprüfbarkeit
von derartigen Angeboten eine Absage
erteilt. Nunmehr steuert der Gesetzgeber
endlich nach.
Unternehmen im Dialog
Nur wer ein offenes Ohr für seine Aktionäre hat, wird sie dauerhaft als Shareholder gewinnen können.
Auf dieser Seite präsentieren sich daher regelmäßig die Investor-Relations-Ansprechpartner börsennotierter
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Oliver Larmann
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Karsten Pierschke
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Hier könnte auch
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PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG
Individuelle
Top-Versorgung
Die Gesundheitskosten
explodieren. Das wird für
gesetzlich wie privat Versicherte
zum echten Problem. Doch
Privatpatienten können sich
immerhin dauerhaft auf das
abgesicherte Schutzpaket
verlassen. Besonders
leistungsstarke Tarife sind
daher gefragt. Die besten
Policen im Check
Heft
SERIE
40 Top-Schutz
Die besten Tarife mit besonders
großem Leistungsumfang
41 Ausgewogene Tarife
Die Sieger beim bezahlbaren
Schutz für höhere Leistungen
42 Klassik-Schutz
Gut und günstig – die besten
Angebote für Kostenbewusste
43 Gesundheitsservices
Wer mit speziellen Programmen
die Gesundheit fördert
44 Beamtentarife
Top-Angebote für beihilfeberechtigte
Staatsdiener
von WERNER MÜLLER
BEIM ZAHNARZT:
Leistungsstarke Top-Tarife
sollten mindestens
85 Prozent der Kosten für
Zahnersatz übernehmen
72 Illustration: iStock
FOCUS MONEY 40/2025
Das deutsche Gesundheitssystem ächzt unter gestiegenen
und weiter zulegenden Kosten. Das
gilt für gesetzliche (GKV) wie private (PKV) Krankenversicherer
gleichermaßen. So stiegen nach
vorläufigen Zahlen des PKV-Verbands im ersten
Halbjahr 2025 die Ausgaben in der ambulanten
Versorgung weiter um 7,5 Prozent und im zahnmedizinischen
Bereich um 6,82 Prozent. Schon im vergangenen Jahr waren
etwa die Kosten für allgemeine Krankenhausleistungen um
über zehn Prozent, diejenigen für Arzneimittel fast in gleichem
Umfang geklettert. „Und dieser Trend setzt sich 2025 kaum
vermindert fort“, sagt Holger Eich, Geschäftsführer und Chef-
Mathematiker des PKV-Verbands. Auch in der GKV legten laut
Halbjahresbericht die Leistungsausgaben 2025 bereits wieder
um acht Prozent zu, die Verwaltungskosten um 5,2 Prozent.
Verlässliche Leistungen. Aber während für Privatpatienten
der einmal abgeschlossene Leistungsumfang auch in Zukunft
vertraglich gesichert ist, stehen für Kassenpatienten womöglich
bald mal wieder Leistungskürzungen an. Darüber haben
führende Politiker und Experten bereits laut nachgedacht.
Denn „die gesetzliche Krankenversicherung steht finanziell
massiv unter Druck“, sagt Bundesgesundheitsministerin Nina
Warken. Viele Kassen mussten daher ihren Beitrag schon
unterjährig erneut erhöhen. „Der durchschnittlich von den
Krankenkassen erhobene Zusatzbeitragssatz entsprach Ende
Juni 2,92 Prozent und lag damit deutlich oberhalb des Ende
Oktober 2024 für das Jahr 2025 bekannt gegebenen durchschnittlichen
Zusatzbeitragssatzes von 2,5 Prozent“, heißt es
im GKV-Halbjahresbericht. Auch deshalb hat der GKV-Spitzenverband
nun sogar beschlossen, den Bund auf zehn Milliarden
Euro gegen die Unterfinanzierung der GKV zu verklagen.
Unterdessen hat Ministerin Warken eine GKV-Expertenkommission
eingesetzt, die Maßnahmen zur kurzfristigen Beitragsstabilisierung
sowie strukturelle Reformen vorschlagen
soll. Bei den Leitfragen dafür ist unter anderem zu lesen: „Wie
lässt sich Eigenverantwortung (auch mit Blick auf Zuzahlungen
und Leistungsumfang) unter Berücksichtigung des Solidarprinzips
und der Bedarfsgerechtigkeit fördern?“ Heißt im
Klartext: Da sind sie wieder, die möglichen Leistungskürzungen.
Immerhin: Anders als oft bei früheren Reformprojekten
soll von der Kommission „die Dualität des bestehenden Systems
von GKV und PKV im Grundsatz respektiert werden“,
steht im Arbeitsauftrag.
Doch auch für die PKV haben die massiv steigenden Leistungsausgaben
Folgen: „Erste Signale aus der Branche deuten
darauf hin, dass es deswegen zu Beginn 2026 erneut deutliche
Beitragserhöhungen geben wird“, sagt Chef-Mathematiker
Eich vom PKV-Verband. „Es ist zu befürchten, dass davon wieder
ein Großteil der Privatversicherten betroffen ist.“
Bessere Versorgung. Ein Faktor für den Kostenanstieg ist
dabei „der medizinische Fortschritt, der die Versorgung unserer
Versicherten kontinuierlich verbessert, aber eben mit höheren
Kosten verbunden ist“, so Eich. Dennoch: Gerade diese
meist umfangreichere medizinische Versorgung, der größere
und dauerhaft gesicherte Leistungsumfang, aber auch die individuelle
Zusammenstellung des gewünschten Gesundheitsschutzes
überzeugen viele Bundesbürger von der PKV. Daher
wechseln auch dieses Jahr wieder deutlich mehr Menschen
vom gesetzlichen ins private System als umgekehrt (s. Tabelle
unten links). Nach Jahren der Stagnation freut sich der Verband
sogar in absoluten Zahlen über mehr PKV-Vollversicherte.
Dabei darf gar nicht jeder Interessent seinen gesamten Gesundheitsschutz
der PKV anvertrauen (s. Tabelle unten rechts).
Denn gut verdienende Angestellte müssen ein hohes Mindesteinkommen
nachweisen, um überhaupt einen Wechsel in Betracht
ziehen zu können. Diese Versicherungspflichtgrenze
steigt jährlich an. Auch für 2026 wird die Hürde wieder deutlich
erhöht. Einziger Lichtblick für Privatpatienten dabei: Da
auch die Beitragsbemessungsgrenze für Kassenpatienten steigt,
erhalten PKV-Versicherte ebenfalls höhere Maximalzuschüsse
vom Arbeitgeber. Wie viel genau, ist noch unklar, da dies auch
vom durchschnittlichen Zusatzbeitrag der GKV abhängt.
Wer aber wechseln kann, schaut sich in aller Regel zunächst
die besonders hochwertigen Leistungstarife an. Daher beginnt
der alljährliche PKV-Check von FOCUS MONEY und Franke und
Bornberg erneut mit dem Top-Schutz (s. folgende Seiten).
Quelle: PKV-Verband
Die PKV auf einen Blick
Nicht jeder Bundesbürger darf sich privat
krankenversichern (s. r.). Dennoch sind auch
2024 wieder mehr Menschen von der GKV
in die PKV gewechselt als umgekehrt – per
saldo 78 300. Netto stieg auch die Anzahl
der PKV-Vollversicherten um 32 900 Personen.
Die finanziellen Rück lagen für PKV-
Kunden wuchsen auf 343 Milliarden Euro.
Versicherte mit Krankenvollversicherung 8,74 Mio.
Saldo der Systemwechsel: mehr von GKV in PKV 78 300
Zusatzversicherungen
31,30 Mio.
Beitragseinnahmen
50,72 Mrd. Euro
ausgezahlte Versicherungsleistungen 39,39 Mrd. Euro
Alterungsrückstellungen 343,09 Mrd. Euro
Wichtige Grenzwerte 2025 und 2026
Selbstständige, Freiberufler und Beamte können stets in die PKV,
aber wechselwillige Arbeitnehmer müssen dafür einen Mindestverdienst
(Versicherungspflichtgrenze) nachweisen.
2025 2026 (Entwurf)
Monat Jahr Monat Jahr
PKV
Versicherungspflichtgrenze 6150,00 73800,00 6450,00 77400,00
für PKV-Versicherte seit 31.12.2002 5512,50 66150,00 5812,50 69750,00
Höchstzuschuss Arbeitgeber zur PKV 471,32 5655,83 ? ?
GKV
Beitragsbemessungsgrenze in der GKV 5512,50 66150,00 5812,50 69750,00
allgemeiner Beitragssatz der GKV 14,6 % 14,6 % 14,6 % 14,6 %
durchschnittlicher Zusatzbeitrag der GKV 2,5 % 2,5 % ? ?
Quellen: BMAS; Angaben in Euro, Beitragssätze in Prozent
FOCUS MONEY 40/2025
73
moneyservice
GROSSER PKV-TEST
Ausgezeichneter
Top-Schutz
Der mehrteilige PKV-Test
von FOCUS MONEY und
der Ratingagentur Franke
und Bornberg (FB) startet
mit dem leistungsstarken
Top-Schutz. Wie auch in
allen anderen Serienteilen
werden die drei Teilbereiche
Leistungsqualität, Beitragshöhe
und Bonität des
Anbieters genau analysiert
und bewertet. Je Gesellschaft
wird die Tarifkombination
mit der besten
Gesamtnote aufgeführt.
Beim Top-Schutz auf ein großes Leistungspaket achten
Noten Leistungsrating
Rating Urteil
Noten
FFF+ Hervorragend = 0,5
FFF Sehr Gut = 0,6 bis 1,5
FF+ Gut = 1,6 bis 2,5
FF Befriedigend = 2,6 bis 3,5
F+ Ausreichend = 3,6 bis 4,5
F Mangelhaft = 4,6 bis 5,5
F– Ungenügend = 5,6 bis 6,0
Das PKV-Rating von FB schafft ein objektives Bild der Leistungsqualität der Angebote. Denn der
PKV-Markt mit seiner Vielzahl von Tarifen und Tarifkombinationen ist für Kunden kaum noch zu
durchschauen. Für Privatpatienten ist aber gerade die Leistungsbeurteilung elementar, gilt doch
das einmal gewählte Absicherungspaket über die gesamte Vertragslaufzeit. Da sollte der gewählte
Tarif auch dem Absicherungswunsch entsprechen. Vor allem beim Top-Schutz wünschen
Versicherte ein umfangreiches Leistungspaket, sodass es auf den Check des Kleingedruckten
besonders ankommt. Dabei bewertet FB grundsätzlich nur solche Leistungen, auf die der Versicherte
einen verbindlichen Anspruch hat. Da naturgemäß manche Leistungen häufiger anfallen
als andere, werden die einzelnen Tarifb edingungen je nach Bedeutung gewichtet.
Franke und Bornberg hat bei seinem PKV-Rating für die höheren FB-Noten „FFF+“, „FFF“ und
„FF+“ dabei stets gewisse Mindeststandards definiert. Bezüglich unserer gemeinsamen PKV-Serie
müssen die Tarife für die Kategorie Top-Schutz dabei folgende Mindestanforderungen erfüllen:
Einbettzimmer im Krankenhaus, freie Arztwahl und die
Zahnersatzkosten werden zu mindestens 85 Prozent erstattet.
Haben mehrere Tarife die gleiche
Note, wurde derjenige mit der günstigeren
Prämie herangezogen. Das
FB-Ergebnis umfasst dabei konkrete
Schulnoten, die deshalb innerhalb einer
Ratingnote durchaus variieren
können (s. Tabelle). Diese Note fließt
wegen ihrer besonderen Bedeutung
beim Top-Schutz zu 50 Prozent in die
Gesamtbewertung ein.
BESTE
KRANKEN-
VERSICHERUNG
Top-Schutz
Top-Tarife mit besonders leistungsstarkem Gesundheitsschutz
Gesellschaft Tarife FB-Rating Monatsbeitrag
AN-Beitrag Selbstbehalt 2) AN-Beitrag
inkl. SB
Finanzstärke (von) Bewertung 1)
Allianz
Mein Gesundheitsschutz Best 100 (GSB70,
GSUB90, GSUB100, GSZ90), PVN
FFF+ 829,79 414,90 0 414,90 AA (S&P, Fitch) Hervorragend
Arag MedBest, PVN FFF 621,50 310,75 600 360,75 AA+ (DFSI) Hervorragend
Bayerische GesundheitVario, VARIO AmbulantPlus, VARIO FFF+ 705,32 352,66
Beamten KlinikPlus, VARIO ZahnPlus, PVN
20%, max. 400 369,33 AA– (Fitch) Hervorragend
Continentale PREMIUM, SP1, PVN FFF 659,31 329,65 500 371,32 AA+ (DFSI) Hervorragend
Debeka N, NC, PVN FFF 774,78 387,39 10%, max. 500 408,22 A++ (Assekurata, U) Hervorragend
Hallesche NK.select XL Bonus, URZ, PVN FFF+ 760,93 380,46 0 380,46 AA– (Assekurata, B) Hervorragend
HanseMerkur AZP, EGO2, PS3, PSV, PVN FFF 702,71 351,36 0 351,36 AA+ (DFSI) Hervorragend
Süddeutsche AM12, S1, Z9, PPV FFF+ 788,54 394,27 20%, max. 480 414,27 AA (DFSI) Hervorragend
UKV
GesundheitVario, VARIO ZahnPlus, VARIO
AmbulantPlus, VARIO KlinikPlus, PVN
FFF+ 705,32 352,66 20%, max. 400 369,33 AA– (Fitch) Hervorragend
Axa GesundExtra, Prem Zahn-U, PVN FFF+ 777,25 388,63 450 426,13 AA (Fitch) Sehr Gut
Gothaer MediCompact Premium, PVN FF+ 715,69 357,85 480 397,85 A (S&P) Sehr Gut
LKH GesundheitsUpgrade Premium, PVN FFF+ 808,08 404,04 500 445,71 A+ (DFSI) Sehr Gut
Nürnberger MAX6+, PVN FFF 735,12 367,56 600 417,56 A (Fitch) Sehr Gut
Signal Iduna EXKLUSIV-SI 1, PVN FFF+ 854,69 427,35 500 469,02 AA+ (DFSI) Sehr Gut
Württembergische Ambulant Premium (A1_480), Z1, S1, PVN FFF 812,37 406,19 480 446,19 AA+ (DFSI) Sehr Gut
DKV PMN 1, PVN FFF+ 962,53 481,27 300 506,27 AA (Fitch) Gut
Barmenia einsA expert+, PVN FFF+ 1010,26 506,11 330 533,61 AA+ (DFSI) Befriedigend
Inter QualiMed Premium (QMP 600 U), PVN FF 737,50 368,75 600 418,75 AA (DFSI) Befriedigend
Stand: September 2025; in Euro; Unisex-Tarife; Eintrittsalter 35 Jahre; Beiträge inkl. gesetzlichen Zuschlags und Pflegepflicht; Kategorie Top-Schutz; Noten s. Kästen;
1)
Gewichtung: FB-Rating 50 %, Beitrag 40 %, Finanzstärke 10 %; 2) fester jährlicher Selbstbehalt (SB) zu 1/12 auf den monatlichen Arbeitnehmer (AN)-Beitrag addiert, bei prozentualem jährlichem SB erfolgt die Addition mit dem halben SB
Quellen: Franke und Bornberg/fb research, Finanzstärke-Ratings, eigene Berechnungen
74
FOCUS MONEY 40/2025
KRANKENWAGEN: Bei der stationären Versorgung gibt es deutliche
Unterschiede. Gut, wer ein großes Leistungspaket abgesichert hat
Stabil kalkulierte Beiträge wichtig
Für die Bewertung der Beitragshöhe der Tarifkombination
werden die monatlich zu zahlenden Prämien für
35-jährige Interessenten herangezogen. Sämtliche
Beitragsangaben beziehen sich auf die Krankenvollversicherung,
inklusive gesetzlichen Zuschlags und
Pflegepflichtversicherung. Bewertet wird dabei stets
der Beitrag, den ein Arbeitnehmer tatsächlich aus der
eigenen Tasche zahlen muss. Denn grundsätzlich
übernimmt bei Angestellten wie in der GKV auch in der
PKV der Arbeitgeber die Hälfte des Beitrags. Insofern
wird für die Angabe des Arbeitnehmeranteils der Monatsbeitrag
einfach halbiert. Allerdings muss sich der
Arbeitgeber nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze
hälftig beteiligen, 2025 schießt er maximal 471,32
Euro (plus eine maximale Beteiligung von 99,23 Euro
an der Pflegepflichtversicherung) monatlich zu.
Hinzu kommen aber noch eventuell im Tarif vereinbarte
jährliche Selbstbehalte (hier: maximal 600 Euro).
Diese muss der Versicherte in der Regel ja auch
Notenskala für die
Beiträge
Beiträge
Noten
bis 360 Euro 1
bis 380 Euro 1,5
bis 400 Euro 2
bis 420 Euro 2,5
bis 440 Euro 3
bis 460 Euro 3,5
bis 480 Euro 4
bis 500 Euro 4,5
bis 520 Euro 5
bis 540 Euro 5,5
über 540 Euro 6
zahlen. Feste Selbstbehalte
werden dabei auf Monatsbasis
umgerechnet und auf den reinen
Zahlbeitrag aufgeschlagen.
Bei prozentualen Selbstbehalten
hingegen wird der
Maximalbetrag nur hälftig zum
Beitrag hinzugerechnet. Die so
insgesamt für den Kunden ermittelte
Beitragshöhe wird in
Schulnoten übersetzt (s. Tabelle)
und trägt zur Gesamtbewertung
40 Prozent bei. Für Freiberufler
und Selbstständige,
die ja den vollen Beitrag aus eigener
Tasche zahlen müssen,
sähe das Ergebnis daher in aller
Regel nicht anders aus.
Nachgewiesene Bonität von Vorteil
Auch bei PKV-Policen ist die Finanzstärke des Anbieters wichtig,
schließlich bindet sich der Kunde in der Regel lebenslang an
seine PKV-Gesellschaft. Je stärker deren Finanzkraft ist, desto
besser für die langfristige Beitragsstabilität. Denn wer seine
Finanzen und das Geschäftsmodell im Griff hat, der muss die
Beiträge in der Regel seltener erhöhen. Die Finanzstärke- Ratings
renommierter Agenturen geben Auskunft über die Bonität, wobei
sich Vorgehensweise und Ratingsystematik oft erheblich unterscheiden.
Daher werden die Bewertungen mit vergleichbarer
Aussage in gleiche Schulnoten umgerechnet (s. u.). Haben PKV-
Gesellschaften mehrere Beurteilungen, gilt jeweils das beste Rating.
Von wem dieses stammt, ist in der Tabelle angegeben. Die
Bonitätsnote macht 10 Prozent der Gesamtbewertung aus.
Noten Finanzstärke-Urteile
S&P Fitch Moody’s A.M. Best Assekurata,
Bonität (B)
Was die Top-Tarife ausmacht
Die besten PKV-Policen für den Top-Schutz ergeben sich wegen
der besonderen Bedeutung des Leistungsumfangs in dieser Kategorie
zu 50 Prozent aus den Leistungsbewertungen durch Franke
und Bornberg. Hinzu kommen 40 Prozent aus den vom Versicherten
im Beispielfall für den Gesundheitsschutz zu zahlenden
Beiträgen sowie 10 Prozent aus der Kapitalstärke des PKV-Unternehmens.
Die jeweils in Schulnoten umgerechneten Einzelbewertungen
werden nach dieser prozentualen Aufteilung zu einer
Gesamtnote zusammengefasst. Beträgt diese auf zwei Nachkommastellen
gerundete Gesamtnote zwischen
1,00 und 1,49, dann wird dem
PKV-Tarif für den Top-Schutz das Prädikat
„Hervorragend“ verliehen, für
eine Gesamtnote zwischen 1,50 und
1,99 gibt es die Bewertung „Sehr Gut“
und so fort (s. Tabelle). Je Bewertungsstufe
sind die Gesellschaften dann mit
ihrem Top-Tarif in alphabetischer Reihenfolge
aufgeführt.
Assekurata, DFSI,
Unternehmensrating
(U)
Unternehmensqualität
Note
AAA AAA Aaa A++ AAA
AA+ AA+ Aa1 AA+
AA AA Aa2 A+ AA A++ AAA 1
AA– AA– Aa3 AA– AA+ 1,25
A+ A+ A1 A A+ A+ 1,75
A A A2 A AA 2
A– A– A3 A– A– A A+ 2,25
BBB+ BBB+ Baa1 B++ BBB+ A– A 2,75
BBB BBB Baa2 BBB B+ BBB+ 3
Quellen: Standard & Poor’s, Fitch Ratings, Moody’s, A.M. Best, Assekurata, DFSI, eigene Berechnungen
GESAMTNOTE
Gesamtbewertung
Gesamtnote
Bewertung
1,00 bis 1,49 = Hervorragend
1,50 bis 1,99 = Sehr Gut
2,00 bis 2,49 = Gut
2,50 bis 2,99 = Befriedigend
3,00 bis 3,49 = Ausreichend
FOCUS MONEY 40/2025
Illustration: iStock 75
moneyservice
STUDIE
Hier gibt’s die beste
Beratung
Geldanlagen, Immobilien, Versicherungen – um in kniffligen Finanzfragen die richtigen
Entscheidungen treffen zu können, benötigen viele Kunden den Rat von Fachleuten.
Welche Unternehmen aus Sicht der Verbraucher die höchste Beratungsqualität bieten
von THORSTEN JACOBS
Julian Nagelsmann, Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft,
hat es nicht leicht. Vor allem dann
nicht, wenn es nicht rundläuft. Denn neben der Boulevardpresse
gibt es zig Millionen weitere „Bundestrainer“, die
viel besser wissen (wollen), was zu tun ist.
Deutlich spärlicher gesät sind die Experten, wenn es um
Fragen zu Versicherungen, Finanzen und Immobilien oder
um juristische Sachverhalte geht. Kein Wunder. Denn für Absicherung
der Familie, für die passende Altersvorsorge oder
beim Kauf eines Eigenheims braucht es in der Regel den Rat
von ausgebildeten Experten. Der Haken: Nicht immer bietet
eine solche Beratung genau das, was Kunden erwarten. Denn
dafür müssen die Berater vieles mitbringen und leisten. Das
fängt an bei der Fachkompetenz. Darüber hinaus erwarten
76 Illustration: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
Kunden, dass die Berater nicht nur mit der eigenen Leistungsund
Produktpalette wohlvertraut sind, sondern auch aktuelle
und zu erwartende Marktentwicklungen im Blick haben
und danach handeln. Und zu guter Letzt sollten sie sich stets
an den Wünschen und Umständen der Kunden orientieren
und ein Angebot nach Maß schneidern. Zugegeben, das ist
viel verlangt. Doch nur wenn alles passt, gehen die Kunden
am Ende zufrieden nach Hause – und werden das positive
Erlebnis bei erstbester Gelegenheit auch im Familien-, Freundes-
oder Kollegenkreis teilen.
Beratungsqualität im Check. Doch welche Unternehmen
geben in Sachen Kundenberatung eine besonders gute Figur
ab? Dieser Frage ging das Kölner Analyseinstitut Service-
Value im Auftrag von FOCUS MONEY erstmals nach. In dieser
neuen Studie wurden Verbraucher nach ihrer Erfahrung
mit verschiedenen Kundenberatungsangeboten gefragt. Der
Fokus lag auf Branchen rund um den Finanzdienstleistungssektor.
Darüber hinaus wurden aber auch Anbieter aus Bereichen
wie Immobilien, Recht oder Telekommunikation
bewertet. Die Anzahl der in den einzelnen Branchen untersuchten
Anbieter variierte von einstelligen Zahlen in jüngeren
Branchen wie Nachhaltigkeitsbanken und Immobilienteilverkauf
bis hin zu knapp einhundert Anbietern bei den
Regionalbanken.
Die Kundenurteile zu den einzelnen Unternehmen sind
freilich subjektiv – sie basieren auf persönlichen Erfahrungen.
Erfasst und ausgewertet wurden in dieser Untersuchung
aber mehr als 50 000 Kundenbewertungen. So ergab sich am
Ende ein doch sehr ausgewogenes Bild davon, welche Anbieter
in ihrer Branche für eine Top-Beratung stehen.
TEAMLEISTUNG:
Eine hohe
Beratungsqualität
sollte Teil der
Unternehmensphilosophie
sein
HÖCHSTE
BERATUNGS-
QUALITÄT
AUSWERTUNG 2025
Von Kunden – für Kunden:
wie Beratungsqualität
messbar gemacht wird
Im Auftrag von FOCUS MONEY hat das
Analysehaus ServiceValue die Beratungsqualität
von Unternehmen in Deutschland
untersucht. Dafür haben die Experten im
Rahmen eines Online-Panels rund 54 000
Verbraucherurteile eingeholt und wissenschaftlich
ausgewertet. Auf den Prüfstand
kamen in dieser Studie 485 Anbieter aus
19 Branchen.
Die Frage lautete: „Inwieweit stimmen
Sie aus Ihrer persönlichen Erfahrung als
Kunde/Kundin beziehungsweise als Interessent/Interessentin
zu, dass folgende
Anbieter/Unternehmen hinsichtlich ihrer
Produkte/Dienstleistungen transparent,
kompetent und lösungsorientiert beraten?“
Dabei sollten die Studienteilnehmer
die Beratung zu Produkten und Dienstleistungen
über verschiedene Kanäle wie
persönliche Gespräche, Telefon, E-Mail
oder Chat berücksichtigen.
Bewertet wurde mittels einer Antwortskala
von 1 („stimme voll und ganz zu“) bis
5 („stimme nicht zu“). Anhand aller Bewertungen
wurde für jedes Unternehmen ein
ungewichteter Mittelwert gebildet. Anbieter
mit überdurchschnittlich guter Bewertung
innerhalb ihrer Branche wurden mit
„Hohe Beratungsqualität“ ausgezeichnet.
Im Verhältnis dazu wiederum überdurchschnittlich
bewertete Anbieter erhielten
das Prädikat „Höchste Beratungsqualität“.
Der Anbieter mit dem besten Mittelwert
innerhalb einer Branche bekam darüber
hinaus den Zusatz „Nr. 1“.
FOCUS MONEY 40/2025
77
moneyservice
STÜTZE:
Kompetente
Beratung
schafft ein
positives
Erlebnis
Bei diesen Dienstleistern erleben Kunden die beste Beratung
HÖCHSTE
BERATUNGS-
QUALITÄT
Deutschlands Top-Berater
Persönliche Termine, Telefonkontakte, E-Mails, Chats – Kunden und Interessenten
haben bewertet, bei welchen Anbietern sie die beste Beratungsqualität erlebt haben
Die beste Leistung aller Branchen lieferten die Bausparkassen ab. Hier ging der Spitzenplatz an
den Anbieter Deutsche Bausparkasse Badenia. Der Anbieter erhielt nicht nur die Auszeichnung
„Höchste Beratungsqualität“, sondern zusätzlich noch das Prädikat „Nr. 1“. Ebenfalls überzeugen
konnten die Branchen Direktversicherer und Versicherer mit ihren jeweiligen „Nr. 1“-Anbietern
CosmosDirekt und Allianz. Die besten Unternehmensmittelwerte erzielen in dieser Studie Sparda-
Bank West bei den regionalen Banken sowie die Helmsauer Gruppe in der Branche Versicherungsmakler.
Ebenfalls ganz vorn mit dabei im Ranking sind weitere regionale Banken wie die Kreissparkasse Heidenheim
und die Sparkasse Düren, der Versicherungsmakler MRH Trowe, der Immobilienmakler VON POLL IMMOBILIEN oder der
Telekommunikationsanbieter 1&1. Insgesamt wurden 485 Unternehmen aus 19 Branchen untersucht. Davon glänzten
am Ende gut 250 Anbieter mit einer überdurchschnittlich guten Beratungsleistung.
Unternehmen/Anbieter
Mittelwert/
Score
Beratungsqualität
(Prädikat)
BANKEN (BUNDESWEIT)
apoBank (Deutsche Apotheker- und Ärztebank) 2,59 Nr. 1
TARGOBANK 2,61 Höchste
Creditplus Bank 2,63 Höchste
BBBank 2,63 Höchste
Deutsche Bank 2,66 Hohe
HypoVereinsbank 2,67 Hohe
Commerzbank 2,69 Hohe
BANKEN (REGIONAL)
Sparda-Bank West 2,43 Nr. 1
Kreissparkasse Heidenheim 2,44 Höchste
Sparkasse Düren 2,44 Höchste
Sparkasse Siegen 2,45 Höchste
Förde Sparkasse 2,45 Höchste
Sparkasse Chemnitz 2,46 Höchste
Hamburger Sparkasse (Haspa) 2,46 Höchste
Volksbank Alzey-Worms 2,47 Höchste
Berliner Volksbank 2,48 Höchste
Stadtsparkasse Mönchengladbach 2,48 Höchste
NATIONAL-BANK 2,48 Höchste
Unternehmen/Anbieter
Mittelwert/
Score
Beratungsqualität
(Prädikat)
Volksbank – Die Gestalterbank 2,48 Höchste
Nord-Ostsee Sparkasse 2,48 Höchste
Sparkasse Pforzheim Calw 2,49 Höchste
Bank 1 Saar 2,49 Höchste
Sparkasse Marburg-Biedenkopf 2,50 Höchste
Ostsächsische Sparkasse Dresden 2,50 Höchste
Kreissparkasse Böblingen 2,51 Höchste
Volksbank Darmstadt Mainz 2,51 Höchste
Sparda-Bank Baden-Württemberg 2,52 Höchste
Sparkasse Duisburg 2,54 Höchste
Volksbank Stuttgart 2,54 Höchste
Volksbank Kurpfalz 2,55 Höchste
Sparkasse Leipzig 2,55 Höchste
Rheinhessen Sparkasse 2,55 Höchste
OLB (Oldenburgische Landesbank) 2,56 Höchste
Sparda-Bank Hessen 2,57 Höchste
Mittelbrandenburgische Sparkasse 2,58 Hohe
Frankfurter Sparkasse 2,58 Hohe
Berliner Sparkasse 2,59 Hohe
Sparkasse Vest Recklinghausen 2,59 Hohe
78 Illustration: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
HÖCHSTE
BERATUNGS-
QUALITÄT
Unternehmen/Anbieter
Mittelwert/
Score
Beratungsqualität
(Prädikat)
Kreissparkasse Köln 2,60 Hohe
LIGA Bank 2,60 Hohe
Kreissparkasse Heilbronn 2,62 Hohe
Sparda-Bank Augsburg 2,62 Hohe
meine Volksbank Raiffeisenbank (Rosenheim) 2,63 Hohe
Volksbank Karlsruhe 2,64 Hohe
Frankfurter Volksbank Rhein/Main 2,64 Hohe
Sparda-Bank Nürnberg 2,65 Hohe
Volksbank Gronau-Ahaus 2,66 Hohe
Nassauische Sparkasse (Naspa) 2,66 Hohe
Sparkasse Hannover 2,67 Hohe
Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) 2,67 Hohe
Volksbank Kraichgau 2,67 Hohe
Volksbank pur 2,67 Hohe
Stadtsparkasse Lengerich 2,68 Hohe
Kreissparkasse Ravensburg 2,68 Hohe
MEINE BANK – Raiffeisenbank im Hochtaunus 2,68 Hohe
Sparkasse Karlsruhe 2,69 Hohe
Sparkasse KölnBonn 2,69 Hohe
Sparkasse Aachen 2,70 Hohe
Wiesbadener Volksbank 2,70 Hohe
Sparkasse Schwarzwald-Baar 2,70 Hohe
Sparda-Bank Hannover 2,71 Hohe
Taunus Sparkasse 2,71 Hohe
BAUFINANZIERER (VERMITTLER)
Creditfair 2,49 Nr. 1
Hüttig & Rompf 2,50 Höchste
DTW Immobilienfinanzierung 2,51 Höchste
BAUFI DIREKT 2,52 Höchste
creditweb 2,54 Höchste
Dr. Klein 2,55 Höchste
Wüstenrot Baufinanzierung 2,56 Höchste
KVB-Finanz 2,56 Höchste
Enderlein Baufinanzierungen 2,56 Höchste
ZUGEWANDT:
Gute Berater
sind immer auch
aufmerksame
Zuhörer
Unternehmen/Anbieter
Mittelwert/
Score
Beratungsqualität
(Prädikat)
Interhyp 2,60 Hohe
PlanetHome Finanzierung 2,63 Hohe
Baufi24 2,64 Hohe
Schwäbisch Hall Baufinanzierung 2,69 Hohe
BAUSPARKASSEN
Deutsche Bausparkasse Badenia 2,47 Nr. 1
BKM – Bausparkasse Mainz 2,48 Höchste
LBS NordOst 2,50 Höchste
Wüstenrot Bausparkasse 2,51 Höchste
LBS NordWest 2,55 Hohe
Bausparkasse Schwäbisch Hall 2,56 Hohe
BHW Bausparkasse 2,57 Hohe
LBS Hessen-Thüringen 2,59 Hohe
DIREKTBANKEN
Openbank 2,49 Nr. 1
1822direkt 2,52 Höchste
norisbank 2,54 Höchste
comdirect 2,57 Höchste
Deutsche Skatbank 2,57 Höchste
Consorsbank 2,58 Höchste
DKB – Deutsche Kreditbank 2,60 Hohe
ING 2,61 Hohe
Advanzia Bank 2,66 Hohe
SWK Bank 2,66 Hohe
DIREKTVERSICHERER
CosmosDirekt 2,45 Nr. 1
Sparkassen DirektVersicherung 2,47 Höchste
DA direkt 2,49 Höchste
GVV Direkt 2,50 Höchste
DFV Deutsche Familienversicherung 2,50 Höchste
Allianz Direct 2,53 Hohe
HUK24 2,57 Hohe
Hannoversche 2,61 Hohe
EDELMETALLHÄNDLER
anlage-in-gold.de (Noble Metal Factory) 2,45 Nr. 1
aureus-golddepot.de 2,48 Höchste
goldsilbershop.de 2,50 Höchste
stollberg-edelmetalle.de 2,51 Höchste
shop.degussa-goldhandel.de 2,52 Höchste
feingoldhandel.de 2,55 Höchste
kettner-edelmetalle.de 2,57 Höchste
emk.com 2,61 Hohe
geiger-edelmetalle.de 2,65 Hohe
granvalora.de 2,66 Hohe
edelmetall-handel.de 2,70 Hohe
muenzkontor.de 2,71 Hohe
metallorum.de 2,72 Hohe
heraeus-gold.de 2,73 Hohe
btn-muenzen.de 2,76 Hohe
FOCUS MONEY 40/2025
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moneyservice
Unternehmen/Anbieter
HÖCHSTE
BERATUNGS-
QUALITÄT
Mittelwert/
Score
Beratungsqualität
(Prädikat)
FINANZVERTRIEBE
OVB 2,46 Nr. 1
TELIS FINANZ 2,48 Höchste
tecis 2,48 Höchste
finanzprofi AG 2,49 Höchste
MLP 2,50 Höchste
GLOBAL-FINANZ 2,52 Höchste
Swiss Life Select 2,53 Höchste
FORMAXX 2,56 Höchste
Königswege 2,60 Hohe
Postbank Finanzberatung 2,63 Hohe
A.S.I. Wirtschaftsberatung 2,67 Hohe
FP Finanzpartner 2,70 Hohe
Deutsche Vermögensberatung (DVAG) 2,71 Hohe
IMMOBILIENMAKLER
VON POLL IMMOBILIEN 2,44 Nr. 1
Sparkassen-Finanzgruppe 2,45 Höchste
Tentschert Immobilien 2,47 Höchste
GARANT Immobilien 2,49 Höchste
Wüstenrot Immobilien 2,51 Höchste
Dr. OEBELS + partner 2,51 Höchste
KAMPMEYER Immobilien 2,52 Höchste
IMMOPARTNER Stefan Sagraloff 2,53 Höchste
HOMEDAY 2,54 Höchste
Deutsche Bank Immobilien 2,54 Höchste
Aigner Immobilien 2,56 Höchste
FALC Immobilien 2,59 Hohe
HORN IMMOBILIEN 2,61 Hohe
Laufenberg Immobilien 2,61 Hohe
Nowak Immobilien (Berchtesgaden) 2,62 Hohe
Engel & Völkers 2,62 Hohe
BÖCKER-Wohnimmobilien 2,63 Hohe
Aurentum Immobilien 2,64 Hohe
Haferkamp Immobilien 2,67 Hohe
IM GESPRÄCH: Für steuerliche oder juristische
Fragen braucht es oft kompetente Experten
Unternehmen/Anbieter
Mittelwert/
Score
Beratungsqualität
(Prädikat)
McMakler 2,70 Hohe
Gärtner Immobilien 2,71 Hohe
IMMOBILIENTEILVERKAUF
Deutsche Teilkauf 2,52 Nr. 1
Hausanker 2,58 Höchste
HausVorteil 2,65 Hohe
Engel & Völkers LiquidHome 2,68 Hohe
wertfaktor 2,73 Hohe
IMMOBILIENVERRENTUNG
Immotax Leibrentenbörse 2,53 Nr. 1
vobahome 2,56 Höchste
VMT Immofinanz 2,57 Höchste
Meine Wohnrente 2,60 Hohe
DEGIV 2,65 Hohe
Wüstenrot Immobilienverrentung 2,70 Hohe
LOHNSTEUERHILFEVEREINE
Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) 2,49 Nr. 1
LBV Hamm 2,52 Höchste
Lohnsteuerhilfe Baden-Württemberg (LohiBW) 2,53 Höchste
Aktuell Lohnsteuerhilfeverein 2,53 Höchste
Lohnsteuerhilfe Bayern (Lohi) 2,55 Höchste
HILO 2,56 Höchste
Lohnsteuerhilfe Fuldatal (LhF) 2,58 Höchste
Interessengemeinschaft der Lohnsteuerzahler (IDL) 2,61 Hohe
Lohnsteuerberatungsverbund 2,62 Hohe
ADL Allgemeiner Deutscher Lohnsteuerhilfeverein 2,73 Hohe
Interessengemeinschaft der Lohnsteuerzahler
Nordrhein Westfalen (IDL NRW)
2,74 Hohe
NACHHALTIGKEITSBANKEN
GLS Bank 2,54 Nr. 1
Bank für Kirche und Diakonie – KD-Bank 2,60 Hohe
Pax-Bank für Kirche und Caritas 2,63 Hohe
PERSONALDIENSTLEISTER
Personalhaus 2,45 Nr. 1
DEKRA Arbeit 2,47 Höchste
Pacura med 2,48 Höchste
iperdi 2,50 Höchste
ZAG 2,51 Höchste
Manpower 2,53 Höchste
Hofmann Personal 2,54 Höchste
Orizon 2,56 Höchste
office people 2,56 Höchste
tempton 2,57 Höchste
meteor Personaldienste 2,58 Höchste
ACTIEF Personalmanagement 2,58 Höchste
Trenkwalder 2,59 Hohe
pluss 2,60 Hohe
Randstad 2,61 Hohe
Robert Half 2,62 Hohe
80 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
HÖCHSTE
BERATUNGS-
QUALITÄT
MULTICHANNEL:
Kunden nutzen
Beratungsangebote
auf unterschiedlichen
Kanälen
Unternehmen/Anbieter
Mittelwert/
Score
Beratungsqualität
(Prädikat)
START NRW 2,66 Hohe
Unique 2,66 Hohe
ABAX Personaldienstleistungen 2,67 Hohe
persona service 2,69 Hohe
Piening Personal 2,70 Hohe
DREMO Personaldienstleistung 2,72 Hohe
PRIVATBANKEN
DONNER & REUSCHEL 2,46 Nr. 1
Hauck Aufhäuser Lampe 2,47 Höchste
Bankhaus Max Flessa 2,48 Höchste
M.M.Warburg & CO 2,49 Höchste
Berenberg Bank 2,50 Höchste
Sutor Bank 2,51 Höchste
UBS 2,56 Hohe
Fürst Fugger Privatbank 2,57 Hohe
MERKUR PRIVATBANK 2,62 Hohe
Julius Bär 2,70 Hohe
Merck Finck 2,70 Hohe
RECHTSBERATUNG
Recht 24/7 2,55 Nr. 1
123recht.de 2,59 Höchste
yourxpert.de 2,60 Höchste
advocado 2,63 Höchste
anwalt.de 2,73 Hohe
justanswer.de 2,81 Hohe
TELEKOMMUNIKATION
1&1 2,44 Nr. 1
EWE TEL 2,51 Höchste
O2 (Telefónica Deutschland) 2,65 Hohe
Deutsche Telekom 2,68 Hohe
amiva 2,68 Hohe
Vodafone 2,70 Hohe
freenet 2,71 Hohe
VERSICHERER
Allianz 2,45 Nr. 1
Unternehmen/Anbieter
Mittelwert/
Score
Beratungsqualität
(Prädikat)
LVM Versicherung 2,49 Höchste
Debeka 2,50 Höchste
PROVINZIAL 2,52 Höchste
Generali 2,52 Höchste
ADAC Versicherungen 2,52 Höchste
Württembergische 2,53 Höchste
HDI 2,54 Höchste
ERGO 2,54 Höchste
SV SparkassenVersicherung 2,55 Höchste
HUK-COBURG 2,55 Höchste
WWK 2,55 Höchste
Die Stuttgarter 2,55 Höchste
Mannheimer Versicherung 2,56 Höchste
ARAG 2,57 Hohe
R+V 2,60 Hohe
Barmenia 2,61 Hohe
SIGNAL IDUNA 2,62 Hohe
DEVK 2,62 Hohe
Öffentliche Oldenburg 2,62 Hohe
Alte Leipziger-Hallesche 2,64 Hohe
RheinLand Versicherungen 2,65 Hohe
Deutsche Ärzteversicherung 2,67 Hohe
VERSICHERUNGSMAKLER
Helmsauer Gruppe 2,43 Nr. 1
MRH Trowe 2,44 Höchste
GLOBAL GRUPPE 2,46 Höchste
Dittmeier Versicherungsmakler 2,48 Höchste
Rettig & Partner 2,50 Höchste
FVB 2,52 Höchste
Lurz & Hölscher 2,62 Hohe
FidesSecur 2,66 Hohe
LEUE & NILL 2,67 Hohe
Securess 2,69 Hohe
ARTUS GRUPPE 2,72 Hohe
ZVO Versicherungsmakler 2,77 Hohe
Mittelwerte gerundet; Quelle: ServiceValue
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moneyservice
STUDIE
In der
richtigen
Balance
von THORSTEN JACOBS
AUF NUMMER SICHER:
Seit mehr als 20 Jahren untersucht
FOCUS MONEY die Lebensversicherer
in Deutschland im Hinblick auf ihre
Substanzkraft
HÖCHSTE
SUBSTANZ-
KRAFT
Im Test: Die 30 größten
Lebensversicherer
Deutschlands
82
FOCUS MONEY 40/2025
METHODIK
Altersvorsorgesparer fragen sich: Welcher
Lebensversicherer erwirtschaftet
künftig noch die nötigen Gewinne, damit
er seine Garantieversprechen erfüllen
kann? Indiz ist die Substanzkraftquote.
Die Kennzahl errechnet sich aus der
Addition von Eigenkapital, freier Rückstellung
für Beitragsrückerstattung
(freie RfB) und Schlussüberschussanteilfonds
(SÜAF). Diese Summe wird durch
die Deckungsrückstellung (eingezahlte
und verzinste Kundengelder) geteilt –
siehe Formel unten rechts.
Eigenkapital
Eine Lebensversicherung muss risikogerecht
mit Eigenkapital unterlegt werden.
Die Anforderungen werden durch
das europäische Aufsichtsrecht Solvency
II noch erhöht: Je größer die Eigenkapitalquote,
desto sicherer ist das Geld
der Kunden. Ist das Eigenkapital hoch,
können Versicherer mögliche Verluste
an den Kapitalmärkten gut auffangen
und frisches Geld bereitstellen.
RfB-Quote
Nicht alle Gewinnanteile, die einem
Kunden zustehen, werden vom Lebensversicherer
sofort gutgeschrieben. Der
größte Teil der Überschüsse geht in die
Rückstellung für Beitragsrückerstattung.
Sie werden erst mit zeitlicher Verzögerung
verbindlich gutgeschrieben. Durch
die zeitliche Verlagerung der Gutschrift
lassen sich Schwankungen der Überschussergebnisse
ausgleichen. Das gelingt
besonders gut, wenn die freien Mittel
in diesem Topf sehr hoch sind.
SÜAF
Der Schlussüberschussanteilfonds ist
Teil der RfB. Der SÜAF zählt in der Systematik
zur gebundenen RfB. Versicherungsnehmer
haben allerdings auf die
während der Vertragslaufzeit angesammelten
Mittel häufig nur eine Anwartschaft,
jedoch keinen Anspruch. Aus
Sicht der Lebensversicherer sind daher
auch große Teile des im SÜAF gebundenen
Kapitals als Sicherheitsmittel zu
werten.
Lebensversicherungen spielen beim Aufbau der
privaten Altersvorsorge in Deutschland eine
Schlüsselrolle. Eine bewährte Kennzahl – die
Substanzkraftquote – verrät, welchen Anbietern
Anleger vertrauen können
Beim Thema Versicherungen haben die Deutschen nun wirklich
die Qual der Wahl. Egal ob Haftpflicht, Hausrat, Unfall
oder Leben – Dutzende Assekuranzen bieten eine Fülle von
Produkten an, die sich obendrein in Preis, Leistung und in der Ausgestaltung
unterscheiden. Den passenden Versicherer mit dem
maßgeschneiderten Angebot zu finden, kann – ohne eigenes Knowhow,
ohne eingehende Analyse oder ohne qualitativ hochwertige
Beratung – schnell zur Herkulesaufgabe werden.
Einen besonderen Fall stellt die Lebensversicherung dar. Als private
Form der Altersvorsorge ist sie, nach der gesetzlichen Rentenversicherung
und der betrieblichen Altersvorsorge, die dritte große
Säule im System der Alterssicherung. Ende 2024 lag der
Vertragsbestand – inklusive Pensionskassen und -fonds – bei über
84 Millionen Stück – das entspricht in etwa der Einwohnerzahl
Deutschlands. Die Zahl ist stattlich – und unterstreicht die Bedeutung
der Lebensversicherung.
Langfristige Verpflichtungen. Wichtig für Kunden ist aber nicht
nur, dass die Police den persönlichen Anforderungen entspricht.
Der Versicherer sollte auch finanziell gut aufgestellt sein, um
seinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Beim Abschluss
einer Auslandskrankenversicherung würde vermutlich kein
Auf solidem Fundament
Die Substanzkraftquote gibt Aufschluss über die
Risikotragfähigkeit der einzelnen Lebensversicherer.
Ergo, Hannoversche und LPV Leben führen das Feld an.
Substanzkraftquoten
in Prozent
Ergo Vorsorge 16,67
Hannoversche 12,25
LPV Leben 10,72
LV 1871 10,47
WWK 9,96
Stuttgarter 9,53
Provinzial Hannover 9,34
Baloise 8,98
Debeka 8,58
neue leben 8,57
Quelle: FOCUS MONEY
FOCUS MONEY 40/2025
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JUNGE FAMILIE:
Die Substanzkraftquote der
Lebensversicherer gibt
Aufschluss über die
Risikotragfähigkeit
Mensch die Solvenz seiner Versicherung infrage oder auf den
Prüfstand stellen – bei einer Lebensversicherung kann das
durchaus Sinn machen. Es ist nämlich noch gar nicht so lange
her, dass die Finanzaufsichtsbehörde BaFin jeden vierten Lebensversicherer
wegen auffälliger Solvenzquoten an die kurze
Leine nehmen musste. Die Solvenzquote gibt an, ob ein Versicherer
auch in modellhaften Extremszenarien genügend
Eigenmittel hat, um seinen Verpflichtungen gegenüber den
Versicherten nachzukommen.
Nach schwierigen Jahren mit Corona-Pandemie, Inflationsschub
und schwacher Konjunktur konnte sich die Branche
2024 immerhin wieder behaupten. Nach Zahlen des Gesamtverbands
der Versicherer (GDV) erzielten Lebensversicherungen,
Pensionskassen und -fonds im letzten Jahr einen Zuwachs
der Beitragseinnahmen von fast drei Prozent auf 94,6 Milliarden
Euro. Der Einmalbeitrag erhöhte sich um knapp zehn Prozent
auf 28,3 Milliarden, die laufenden Beiträge blieben mit
66,3 Milliarden nahezu unverändert. „Rückläufige Inflationsraten,
die aktuelle Zinsentwicklung und steigende Löhne kurbeln
die Nachfrage an“, konstatiert Moritz Schumann, stellvertretender
Hauptgeschäftsführer des GDV. Lebensversicherer
stünden für Stabilität und Sicherheit, auch in unsicheren Zeiten.
2024 stiegen die ausgezahlten Leistungen um knapp drei
Prozent auf fast 102 Milliarden Euro. Rechnerisch wurden
damit Tag für Tag rund 279 Millionen Euro an die Kundinnen
und Kunden ausgezahlt. Gerade in Zeiten des demografischen
Wandels sei es wichtiger denn je, dass Lebensversicherer verlässliche
Partner für eine sichere und renditestarke Altersvorsorge
seien, so Schumann.
Im Stresstest. Das ist grundsätzlich richtig. Dennoch ist
Lebensversicherer nicht gleich Lebensversicherer. Für Sparer,
die sich um ihre Altersvorsorge Gedanken machen, geht es daher
auch um die Frage, welche Anbieter gut dastehen und langfristig
ein starker Partner sind. Eine bewährte Orientierungshilfe
bietet hier die Substanzkraftquote (s. Kasten „Methodik“).
Seit 2003 untersucht FOCUS MONEY mit dieser Kennzahl die
Stressresistenz der 30 größten Lebensversicherer in Deutschland
– so auch 2025. Welche Anbieter hinsichtlich Quote und
Nettoverzinsung in diesem Jahr in den Top Ten landen konnten,
zeigen die nachstehenden Tabellen.
Nettoverzinsung: überzeugende Leistung
Die Anlagestrategen einiger Lebensversicherer konnten in
den letzten Jahren auch in einem rauen Marktumfeld
überzeugen. Zwischen 2020 und 2024 erzielten WWK, Swiss
Life und LV1871 im Schnitt die höchste Nettoverzinsung.
Substanzkraft: hohe Risikotragfähigkeit
Eine hohe Substanzkraftquote ist ein verlässliches Indiz für
die Risikotragfähigkeit eines Lebensversicherers. Für Kunden
sind die finanziellen Sicherheitspuffer der Gesellschaften
eine gute Orientierung.
Gesellschaft
Nettoverzinsung in Prozent
2020 2021 2022 2023 2024 Ø 2020–
2024
Gesellschaft
Freie-RfB-
Quote
EK-Quote
SÜAF-
Quote
Substanzkraftquote
WWK 3,60 4,28 3,60 3,00 3,65 3,63
Swiss Life 3,70 4,60 3,60 2,90 2,50 3,46
LV1871 3,00 4,00 3,00 3,00 3,20 3,24
AXA 2,58 4,10 2,58 2,50 2,00 2,75
Continentale 2,88 3,20 2,88 2,20 2,40 2,71
Allianz 2,00 3,70 2,08 2,60 2,90 2,66
Stuttgarter 2,39 3,80 2,39 2,20 2,40 2,64
Zurich 2,40 3,80 2,40 1,80 2,00 2,48
Gothaer 2,15 3,50 2,15 2,50 2,10 2,48
neue leben 2,14 3,90 2,14 2,20 2,00 2,47
Quellen: Geschäftsberichte, eigene Berechnungen
ERGO Vorsorge 9,61 % 3,06 % 4,00 % 16,67 %
Hannoversche 5,97 % 5,95 % 0,34 % 12,25 %
LPV Leben 4,56 % 5,47 % 0,68 % 10,72 %
LV1871 4,51 % 3,03 % 2,93 % 10,47 %
WWK 3,57 % 5,89 % 0,49 % 9,96 %
Stuttgarter 2,39 % 3,77 % 3,37 % 9,53 %
Provinzial Hannover 1,72 % 4,08 % 3,54 % 9,34 %
Baloise 5,10 % 2,13 % 1,76 % 8,98 %
Debeka 5,20 % 1,93 % 1,45 % 8,58 %
neue leben 5,56 % 1,67 % 1,35 % 8,57 %
Quellen: Geschäftsberichte, eigene Berechnungen
84
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FOCUS MONEY 40/2025
moneyleserbriefe
DIE DROGEN DER POLITIK
(39/25) Editorial
FOCUS MONEY 40/2025
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Schreiben Sie Ihre Meinung zu den
Themen in diesem Heft – bitte
unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse:
Redaktion FOCUS MONEY
Arabellastraße 23, 81925 München
oder E-Mail: leserservice@focus-money.de
oder Fax: 0 89/92 50-3610
(Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.)
Statt tiefgreifende Kürzungen von Subventionen zu
beschließen, beschließen CSU und CDU neue Subventionen
für Gaststätten und Bauern. Obendrauf setzt sie
die für alle Fachleute obsolete Mütterrente. Wenn das
kein Reformeifer ist!
Dr. Klaus Müller
Es ist immer das Gleiche: Die Politik
denkt nur bis zur nächsten
Wahl. Jede Entscheidung wird von
Wählerstimmen bestimmt – kostet
sie Stimmen oder bringt sie welche?
Die Blockade der Regierung
kommt von der SPD. Merz kann
sich mit seinen Sparvorschlägen
nicht durchsetzen. Bärbel Bas
führt das Sozialministerium genauso
katastrophal wie Heil und Nahles
mit der Rente ab 63. Die CSU
setzt ihre Mütterrente durch, will
die Mehrwertsteuer für die Gastronomie
senken und den Agrardiesel
subventionieren – unnötige
Wahlgeschenke. Keiner will die
Koalition platzen lassen.
Manfred Sachsenmaier
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Auch ich bin der Meinung, dass
die Regierung ihre Glaubwürdigkeit
derzeit verspielt. Während die
CDU ihre Positionen zu leichtfertig
aufgibt, was viele Ihrer Wähler enttäuscht,
meint die SPD als 20-Prozent-Partei
sie müsse weiterhin
den sozialen Ton angeben. Das
Ganze finanziert mit Milliarden und
Abermilliarden auf Pump, während
in der freien Wirtschaft die Insolvenzen
neue Rekorde anstreben.
Aktuell könnte man die Regierung
wohl eher als Wahlhelfer von AfD
und Linken bezeichnen. Das dicke
Ende ist für die meisten klar denkenden
Menschen wohl absehbar.
Patrick Funke
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85
moneyanalyse
Dax
Kein Schock, trotz Porsche-Chaos
Trotz der spürbaren Rückschläge bei VW und Porsche präsentierte sich der deutsche Aktienmarkt insgesamt widerstandsfähig. In
den vergangenen Tagen kam es sowohl zu Aufwärts- als auch zu Abwärtsbewegungen, sodass sich bislang kein eindeutiger Trend
abzeichnet. Anleger bleiben daher vorsichtig.
DAX-PERFORMANCE-INDEX IN PUNKTEN
Quelle: Bloomberg
3 Jahre 1 Woche
24 000
23 700
22 000
23 600
20 000
23 500
18 000
16 000
23 400
200-Tage-Linie
14 000
12 000
23 300
23 200
2022 2023 2024 2025
16.9. 23.9.
TOPS
SAP SE +7,61 %
Adidas +5,83 %
Infineon Techn. +5,79 %
FLOPS
Continental –20,75%
Porsche Hldg. SE –7,86%
Volkswagen Vz –6,93%
DAX 23 675 Pkt. +1,48 %
Dow Jones 46 652 Pkt. +1,95 %
Nasdaq-100 24 706 Pkt. +1,78 %
Bovespa 145 214 Pkt. +0,89 %
86 Illustration: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
S&P 500
Sonnige Aussichten
Der S&P 500 ist mit einem Plus in die neue Woche gestartet. Ausschlaggebend waren die Signale der US-Notenbank, die weitere Zinssenkungen
in Aussicht gestellt hat. Trotz einzelner Belastungen überwiegt derzeit die positive Stimmung an den US-Märkten. Lediglich
die enorme Verteuerung der Visagebühren für internationale Fachkräfte spiegelte sich in einer zurückhaltenden Kauflaune wider.
S&P-500-KURSINDEX IN PUNKTEN
3 Jahre 1 Woche
6500
6000
5500
6680
6660
6640
TOPS
Teradyne +21,34 %
Synopsys +21,06 %
Intel +19,08 %
Quelle: Bloomberg
5000
6620
4500
200-Tage-Linie
6600
4000
3500
6580
6560
2022 2023 2024 2025 16.9. 23.9.
FLOPS
Builders Firstsource –13,14%
Factset Research –12,83%
Darden Restaurants –12,81%
Edelmetall-Hausse
Nach der Zinssenkung der amerikanischen
Notenbank erreichte der Goldpreis
ein neues Rekordhoch. Der Euro
zeigt sich stabil, Bitcoin schwankt nach
Rücksetzern.
Gold (Unze) 3 778 US-$ +3,66 %
Bitcoin 112 879 US-$ –3,81 %
Öl (Brent) 67,34 US-$ –1,68 %
Euro 1,1786 US-$ –0,02 %
Umlaufrendite 2,64 % +0,05
US-Anleihen 4,14 % +0,11
Shanghai Comp. 3 822 Pkt. –1,04 %
Nikkei 225 45 494 Pkt. +1,32 %
Wochenveränderung von Dienstag, 16. September 2025, Handelsschluss,
bis Dienstag, 23. September 2025, 15:50 Uhr. Nikkei-
Index = © Nihon Keizai Shimbun.
Quelle:
FOCUS MONEY 40/2025
87
moneyanalyse Deutsche Aktien
TUI
Weniger ist trotzdem mehr
Die Hitzewellen in wichtigen Teilen Europas machten dem Reisekonzern zu schaffen.
Bei Pauschalreisen sank die Zahl der Reisenden diesen Sommer um zwei Prozent.
Im wichtigsten Markt Deutschland verringerten sich die Buchungen sogar
um fünf Prozent. Dafür gaben die Urlauber wie schon im Vorjahr erneut mehr Geld
pro Buchung aus, womit die Umsatz- und Ergebnisziele von Tui nicht gefährdet
sind. Lichtblick: Für den Winter liegen die Buchungen über Vorjahresniveau.
TUI
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
12
10
8
6
4
Quelle: Bloomberg
ISIN DE000TUAG505 Empfohlen am 24.04.2025 Empfehlungs-Kurs 6,60 € Kurs aktuell 8,19 € +/– in % +24,1 Neuer Stopp 7,00 € Kursziel 10,50 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
DAX
Adidas A1EWWW 186,00 4,3 –21,5 263,8 / 160,75 213,27 5,2 11,9 7,54 10,79 17,2 1,6 2,3 07.05. 237,35 13 8 0
Airbus SE 938914 195,08 –0,6 26,3 198,34 / 124,74 167,38 6,6 20,5 6,54 7,88 24,8 1,4 1,6 201,75 10 5 0
Allianz SE 840400 349,30 –1,7 18,0 380,3 / 281,8 339,19 2,2 — 27,71 30,62 11,4 4,8 5,2 07.05. 363,11 3 10 0
BASF SE BASF11 42,93 –2,4 1,1 55,06 / 37,40 44,86 1,1 7,3 2,60 3,20 13,4 5,2 5,5 50,07 8 5 0
Bayer BAY001 27,48 –0,1 42,3 31,03 / 18,38 24,10 0,8 4,5 4,65 4,77 5,8 0,4 1,9 24.04. 28,53 4 12 0
Beiersdorf 520000 89,44 –5,5 –27,9 137,7 / 88,46 116,58 2,3 15,9 4,46 4,83 18,5 1,1 1,2 123,21 7 7 1
BMW St. 519000 83,90 0,4 6,2 91,72 / 62,96 79,96 0,5 3,2 10,84 11,75 7,1 4,8 5,2 13.05. 88,87 7 8 0
Brenntag SE A1DAHH 51,14 1,2 –11,6 68,72 / 49,71 58,19 1,6 9,9 3,79 4,45 11,5 3,9 4,2 62,83 3 7 1
Commerzbank CBK100 31,14 –6,0 98,0 38,40 / 13,90 24,94 1,1 — 2,56 2,99 10,4 2,9 3,9 20.05. 32,15 1 8 2
Continental 543900 56,76 –21,8 –12,4 78,68 / 54,14 70,55 0,8 4,2 8,30 9,71 5,8 4,4 6,1 29.04. 74,93 4 8 0
Daimler Truck Hldg. DTR0CK 38,09 0,5 3,4 45,33 / 30,78 39,05 1,3 9,6 3,79 4,82 7,9 4,3 5,5 44,39 5 4 1
Deutsche Bank 514000 31,03 –2,8 86,5 32,21 / 15,08 23,49 0,9 — 2,87 3,25 9,6 3,2 3,6 28.05. 28,23 2 6 1
Deutsche Börse 581005 222,50 –6,7 ±0,0 294,3 / 206,0 256,88 3,5 18,3 11,09 11,81 18,8 1,9 2,0 270,50 2 11 0
Deutsche Telekom 555750 28,34 –5,0 –1,9 35,91 / 26,14 31,69 2,2 4,3 1,98 2,23 12,7 3,6 4,1 01.04. 37,58 11 3 0
DHL Group 555200 37,72 –1,6 11,0 44,27 / 30,96 38,10 1,8 7,1 2,99 3,29 11,5 4,9 5,1 05.05. 43,24 4 10 1
E.ON SE ENAG99 15,75 –0,3 40,0 16,55 / 10,44 14,06 2,1 6,4 1,14 1,06 14,8 3,6 3,8 23.04. 16,89 6 9 0
Fresenius M. C. 578580 43,87 4,3 –0,7 54,02 / 35,00 45,59 0,8 5,4 3,68 4,18 10,5 3,2 3,7 50,03 4 7 3
Fresenius SE 578560 47,20 0,7 40,7 48,07 / 31,60 40,67 1,3 11,0 3,31 3,66 12,9 2,2 2,4 49,97 7 3 0
GEA Group 660200 63,80 ±0,0 33,4 66,80 / 43,02 56,73 4,0 15,7 2,92 3,27 19,5 2,1 2,4 60,29 2 9 0
Hannover Rück SE 840221 246,40 –0,6 2,1 292,6 / 235,9 262,98 2,4 — 20,81 22,23 11,1 3,9 4,2 06.05. 284,53 5 4 0
Heidelberg Materials 604700 198,25 –3,1 66,2 212,2 / 95,50 170,23 1,8 11,5 12,46 14,10 14,1 1,8 2,0 13.05. 200,62 5 6 2
Henkel Vz. 604843 68,98 –6,0 –18,6 88,50 / 65,54 74,51 1,3 9,3 5,43 5,72 12,0 3,1 3,2 27.04. 81,80 3 10 1
Infineon Techn. 623100 34,09 4,4 8,6 39,43 / 23,17 33,88 2,5 14,0 1,48 1,89 18,0 1,0 1,1 42,81 16 2 0
Mercedes Benz Grp. 710000 51,65 0,6 –4,0 63,17 / 45,60 53,95 0,5 2,7 5,85 6,82 7,6 4,7 5,8 60,15 6 7 1
Merck 659990 110,45 3,5 –21,1 168,25 / 100,7 123,22 1,5 10,8 8,37 8,90 12,4 2,1 2,2 147,53 10 3 1
MTU Aero Engines A0D9PT 367,70 2,0 14,2 395,8 / 249,6 342,70 4,8 22,0 17,08 18,31 20,1 0,8 1,1 387,12 5 9 2
Münchener Rück 843002 520,00 –1,8 6,8 615,8 / 457,0 550,77 2,0 — 47,11 49,40 10,5 4,2 4,4 29.04. 555,68 0 8 1
Porsche Hldg. SE PAH003 33,18 –8,5 –8,7 42,62 / 30,46 35,93 0,2 12,0 11,52 14,31 2,3 7,0 7,4 41,34 1 6 1
Qiagen A40ZZU 38,90 1,3 –12,2 47,36 / 34,24 40,27 2,6 16,0 2,01 2,17 17,9 0,0 0,0 44,08 4 9 0
Rheinmetall 703000 1914,50 –1,8 211,5 1983 / 463,8 1376,73 16,8 45,7 28,95 43,79 43,7 0,6 0,9 2129,00 7 2 0
RWE 703712 36,48 0,9 26,5 37,78 / 27,76 32,86 0,8 6,5 2,08 2,50 14,6 3,3 3,5 30.04. 43,26 11 1 0
SAP SE 716460 227,00 5,8 –3,9 283,5 / 198,0 250,59 5,8 29,0 6,08 7,15 31,7 1,1 1,2 05.05. 291,91 16 2 1
Scout24 SE A12DM8 104,60 –5,8 22,9 122,8 / 76,75 104,77 5,1 28,2 3,32 3,87 27,1 1,4 1,6 123,07 5 4 1
Siemens 723610 229,55 –0,3 21,7 244,85 / 162,38 214,84 3,1 16,4 10,95 11,60 19,8 2,3 2,5 244,94 10 5 0
Siemens Energy ENER6Y 97,48 1,8 93,5 104,85 / 32,16 73,30 7,7 18,0 1,46 2,96 32,9 0,5 1,1 91,85 10 5 2
Siemens Healthineers SHL100 47,18 –1,3 –7,9 58,48 / 41,21 49,32 2,8 16,2 2,40 2,55 18,5 2,2 2,5 59,86 11 2 0
Symrise SYM999 75,94 –4,0 –26,0 125,0 / 75,20 94,24 2,5 13,7 3,75 4,17 18,2 1,7 1,8 107,55 10 4 1
Volkswagen Vz 766403 92,98 –8,3 4,4 114,2 / 78,86 95,39 0,2 1,7 17,26 22,61 4,1 5,7 7,5 113,80 7 10 0
88 FOCUS MONEY 40/2025
So lesen Sie die Aktientabelle
1 Die 200-Tage-Linie zeigt den Durchschnittswert
der 200 letzten Handelstage. Schneidet
der Aktienkurs diese Durchschnittslinie von
unten nach oben und gibt damit ein technisches
Kaufsignal, erscheint das aktuelle Niveau
der 200-Tage-Linie in einem grünen
Viereck. Schneidet der Aktienkurs die Linie
von oben nach unten und erzeugt damit ein
technisches Verkaufssignal, steht der aktuelle
Stand der 200-Tage-Linie in einem roten
Rechteck.
2 KBV: Kurs-Buchwert-Verhältnis auf Basis des
vom Finanzdienst S&P Global geschätzten
Buchwerts für das angegebene Kalenderjahr/
Geschäftsjahr.
3 KCV: Kurs-Cashflow-Verhältnis auf Basis des
vom Finanzdienst S&P Global geschätzten
Netto-Cashflows für das angegebene Kalenderjahr/Geschäftsjahr.
4/5 Gewinn je Aktie: Von den beim Finanzdienst
S&P Global erfassten Analysten im Durchschnitt
(Konsens) erwarteter Gewinn je Aktie
des angegebenen Geschäftsjahres. In der
Regel handelt es sich dabei um das Kalenderjahr.
Gebrochene Geschäftsjahre werden gemäß
dem Abschluß dem jeweiligen Kalenderjahr
zugeordnet.
6 KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der
Gewinnschätzungen für das angegebene
Kalenderjahr/Geschäftsjahr.
7 Dividendenrendite in %: Dividen denrendite
auf Basis der für das angegebene Kalenderjahr/Geschäftsjahr
prognostizierten Dividende,
die in der Regel im Folgejahr ausgezahlt
wird.
8 HV-Termin: Termin der nächsten Hauptversammlung,
soweit bereits angekündigt.
9 Kursziel: Durchschnittliches Kursziel der
Analysten, die laut Finanzdienst S&P Global
die Aktie beur teilen.
10 Analystenempfehlung: 10/10/1 (diese Ziffern
dienen hier nur als Beispiel): Zahl der Analysten,
die laut Erfassung des Finanzdienstes
S&P Global zum Kaufen/Halten/Verkaufen
der Aktie raten.
Quelle:
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
Vonovia SE A1ML7J 26,27 –1,1 –10,4 33,93 / 24,03 28,24 0,9 12,0 1,84 1,91 13,7 4,8 5,0 35,08 10 4 1
Zalando SE ZAL111 26,45 2,4 –18,3 40,08 / 22,52 30,43 2,4 10,3 1,20 1,48 17,8 0,0 0,0 36,49 15 4 1
MDAX
Aixtron SE A0WMPJ 15,29 23,8 0,5 16,72 / 8,45 13,30 1,9 10,1 0,73 0,83 18,4 1,2 1,6 13.05. 16,01 4 8 0
Aroundtown A2DW8Z 3,17 –4,8 8,5 3,52 / 2,15 2,87 0,4 4,0 0,26 0,26 12,2 3,8 4,7 3,16 2 7 2
Aurubis 676650 98,30 –1,0 28,2 100,8 / 60,65 84,75 0,9 4,7 6,28 6,32 15,6 1,5 1,4 12.02. 82,25 1 3 1
Auto1 Group SE A2LQ88 28,28 2,2 81,3 30,16 / 8,48 22,49 8,7 82,3 0,42 0,64 43,9 0,0 0,0 29,35 5 4 0
Bechtle 515870 38,60 4,8 24,1 42,10 / 28,74 36,22 2,4 15,9 1,82 2,10 18,4 1,9 1,9 17.06. 42,17 4 3 0
Bilfinger SE 590900 97,40 2,1 110,6 98,00 / 41,80 71,78 2,6 10,9 5,42 6,34 15,4 2,8 3,2 20.05. 101,33 2 1 0
Carl Zeiss Meditec 531370 46,06 7,4 1,2 72,20 / 40,52 53,70 1,9 13,5 1,77 2,12 21,8 1,4 1,7 53,59 4 8 0
CTS Eventim 547030 82,80 –5,1 1,4 114,1 / 76,85 97,22 6,4 20,9 3,23 3,74 22,2 2,0 2,2 106,75 6 2 0
Delivery Hero SE A2E4K4 26,15 –1,1 –3,6 42,05 / 19,70 25,61 3,1 26,2 0,57 1,51 17,3 0,0 0,0 33,79 5 7 0
Deutsche Lufthansa 823212 7,44 ±0,0 20,4 8,39 / 5,52 6,94 0,7 2,3 1,12 1,35 5,5 4,1 4,7 12.05. 7,72 3 10 1
Deutsche Wohnen SE A0HN5C 21,20 –1,4 –8,0 26,35 / 18,94 22,61 0,6 12,0 — — — 5,8 5,8 29,00 1 0 1
DWS Group DWS100 53,35 1,3 34,0 55,35 / 35,40 48,14 1,4 10,6 4,39 4,52 11,8 5,2 5,5 03.06. 54,19 3 7 0
Evonik Industries EVNK01 15,58 –2,7 –6,9 22,39 / 15,34 18,30 0,8 5,3 1,37 1,56 10,0 7,5 7,6 03.06. 20,34 3 5 1
Fielmann Grp. 577220 52,40 –3,1 26,6 58,80 / 38,25 49,05 4,3 12,3 2,43 2,70 19,4 2,6 2,9 09.07. 61,57 2 3 0
flatexDegiro FTG111 27,88 1,4 88,7 28,96 / 12,39 22,11 3,4 16,8 1,32 1,49 18,7 0,2 0,2 28,45 5 4 0
Fraport 577330 73,95 –1,2 26,4 78,75 / 46,82 61,65 1,3 7,3 4,34 4,23 17,5 0,0 2,1 71,92 3 8 2
freenet A0Z2ZZ 27,14 –3,1 –1,5 37,56 / 26,00 30,23 2,2 7,6 2,38 2,35 11,5 7,7 7,9 32,98 5 4 2
Fuchs SE Vz. A3E5D6 39,24 –0,6 –5,8 51,15 / 37,76 43,87 2,5 17,0 2,30 2,54 15,4 3,1 3,2 06.05. 49,18 6 1 0
Gerresheimer A0LD6E 43,06 –0,1 –39,4 99,25 / 40,88 59,34 0,9 4,9 4,01 5,20 8,3 1,6 2,5 65,56 5 6 0
Hella A13SX2 81,50 0,2 –8,2 94,40 / 77,70 87,13 2,7 13,5 2,78 3,30 24,7 1,2 1,1 70,00 0 2 0
HelloFresh SE A16140 7,41 –7,8 –37,0 13,92 / 6,90 9,70 1,5 4,7 0,52 0,89 8,3 0,0 0,0 10,76 5 8 0
Hensoldt HAG000 97,45 1,7 182,5 108,9 / 27,28 70,78 11,7 42,3 1,72 2,19 44,5 0,6 0,8 96,77 3 6 2
Hochtief 607000 229,80 –3,6 77,2 239,8 / 107,8 168,28 12,0 15,3 9,44 11,02 20,8 2,6 3,1 174,65 1 6 0
Hugo Boss A1PHFF 41,28 –0,3 –7,8 48,09 / 30,86 40,71 1,8 4,4 3,33 3,73 11,1 3,3 3,6 43,73 1 8 0
Ionos Group SE A3E00M 41,40 3,1 89,5 43,25 / 20,85 31,90 15,5 17,1 1,70 2,13 19,5 0,0 0,0 42,30 5 3 0
Jungheinrich 621993 30,64 0,1 19,4 42,84 / 23,26 31,55 1,3 10,4 2,27 2,96 10,4 1,5 2,6 40,78 8 2 0
K+S KSAG88 11,79 5,1 12,7 17,07 / 10,29 13,46 0,4 3,7 –4,97 0,52 22,7 0,9 0,9 12.05. 13,66 4 4 4
Kion Group KGX888 59,65 3,8 87,2 60,05 / 28,00 43,45 1,3 11,2 3,22 4,18 14,3 0,8 1,9 58,75 8 4 1
Knorr-Bremse KBX100 81,85 –4,9 16,3 96,40 / 67,45 82,81 3,9 13,1 3,97 4,72 17,3 2,2 2,7 88,93 4 7 0
Krones 633500 123,20 –8,7 2,7 145,8 / 100,2 130,96 1,8 10,9 9,88 11,07 11,1 2,4 2,7 09.06. 158,10 7 2 0
Lanxess 547040 24,74 5,5 4,9 33,93 / 20,42 25,97 0,5 5,6 1,78 1,83 13,5 0,4 1,0 26,40 3 6 2
LEG Immobilien SE LEG111 66,80 –1,4 –18,3 97,52 / 62,40 73,66 0,6 — 5,72 5,80 11,5 4,4 4,6 87,94 7 4 1
Nemetschek SE 645290 109,50 3,3 17,0 138,5 / 88,05 115,11 12,6 41,0 1,98 2,43 45,1 0,6 0,7 124,97 4 8 0
Nordex SE A0D655 21,14 4,4 87,6 23,44 / 10,48 16,37 4,3 14,1 0,68 1,04 20,3 0,4 0,8 23,25 10 1 0
Porsche PAG911 41,53 –6,2 –28,9 75,00 / 39,58 49,18 1,7 6,7 1,69 2,64 15,7 2,9 3,3 46,82 3 11 3
FOCUS MONEY 40/2025
89
moneyanalyse Deutsche Aktien
KRONES
Abwärts nach Analystentreffen
Unternehmen veranstalten Kapitalmarkttage, bei denen sie sich Investoren und Analysten
präsentieren, auch, um ihren Aktienkurs zu unterstützen. Beim Hersteller von
Getränkeabfüllanlagen aus der Nähe von Regensburg ist das nicht gelungen (siehe
Chart). Krones hat auf der Veranstaltung zwar die mittelfristigen Ziele bis 2028 bekräftigt,
aber gewarnt, dass der Umsatz im kommenden Jahr nur leicht zulegen werde,
falls die Auftragseingänge nicht anziehen. Fazit: mit Stoppkurs dabeibleiben.
Krones
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
140
120
100
80
Quelle: Bloomberg
ISIN DE0006335003 Empfohlen am 12.03.2025 Empfehlungs-Kurs 130,00 € Kurs aktuell 123,50 € +/– in % –5,0 Neuer Stopp 110,00 € Kursziel 160,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
MDAX
Puma SE 696960 21,83 12,6 –50,8 47,93 / 17,05 26,16 1,3 — –2,35 1,15 19,0 0,9 1,3 23,82 6 12 0
Rational 701080 658,00 –0,5 –20,1 938,5 / 615,5 755,96 8,0 28,3 21,94 23,64 27,8 2,3 2,5 29.04. 744,93 2 7 0
Redcare Pharmacy A2AR94 77,15 1,0 –41,4 171,4 / 69,65 111,94 3,1 21,7 –1,29 0,52 147,6 0,0 0,0 153,75 5 1 1
Renk Group RENK73 73,07 0,9 298,5 85,96 / 17,71 50,05 14,4 38,0 1,43 1,88 38,8 0,8 1,1 71,38 5 5 0
RTL Group 861149 35,35 –5,9 32,4 38,90 / 23,65 32,81 1,2 10,6 3,58 2,75 12,8 20,3 7,4 37,15 0 6 0
Sartorius Vz. 716563 208,00 5,1 –3,3 292,0 / 166,05 218,76 4,9 20,8 4,85 5,98 34,8 0,3 0,4 259,05 11 3 1
Ströer SE 749399 37,50 –5,9 –18,6 59,30 / 37,45 50,11 4,3 13,9 3,06 3,71 10,1 6,1 6,9 65,37 7 3 0
TAG Immobilien 830350 14,41 –2,9 0,3 17,27 / 11,53 14,11 0,7 14,9 0,89 0,97 14,8 2,9 3,9 18,18 6 2 0
Talanx TLX100 112,40 0,1 36,8 126,2 / 70,10 100,86 2,2 — 9,34 9,58 11,7 3,0 3,3 07.05. 105,40 1 2 2
TeamViewer SE A2YN90 8,85 0,6 –7,3 13,64 / 8,19 10,65 6,6 6,2 1,11 1,20 7,4 0,0 0,0 15,16 5 7 0
thyssenkrupp 750000 11,68 6,5 197,8 11,95 / 3,09 8,15 0,7 4,1 0,45 0,86 13,6 1,3 1,4 30.01. 9,73 3 3 1
Traton SE TRAT0N 30,14 –1,6 7,8 38,45 / 25,12 30,37 0,8 5,7 3,65 5,28 5,7 3,9 5,6 34,01 4 8 1
TUI TUAG50 8,21 2,2 –1,7 9,30 / 5,36 7,53 2,9 3,3 1,25 1,37 6,0 3,1 3,3 10,81 5 4 0
United Internet 508903 27,20 –1,7 73,6 28,46 / 14,58 21,02 1,0 6,7 1,42 1,92 14,2 1,8 2,5 29,34 6 4 0
Wacker Chemie WCH888 65,50 2,9 –6,5 97,04 / 56,40 67,53 0,7 6,4 0,96 3,71 17,6 0,7 3,0 71,64 4 6 1
SDAX
1&1 554550 20,15 –3,1 59,9 21,20 / 11,10 16,00 0,6 8,3 0,91 1,14 17,7 0,2 0,2 21,12 4 5 0
adesso SE A0Z23Q 101,20 1,6 15,0 110,0 / 62,20 90,26 2,5 — 4,05 5,79 17,5 0,8 0,8 127,83 3 2 0
Adtran Networks SE 510300 21,40 0,9 7,2 21,50 / 19,20 20,42 3,0 — –0,05 0,18 118,9 — — — 0 0 1
Alzchem Group A2YNT3 140,40 –2,2 146,3 166,6 / 43,20 109,06 5,7 7,3 5,90 6,91 20,3 1,4 1,6 154,24 3 1 0
Amadeus Fire 509310 51,40 –6,2 –32,5 93,90 / 50,20 73,98 2,0 32,7 2,04 4,44 11,6 1,8 5,4 96,00 2 0 0
Atoss Software SE 510440 103,60 4,6 –9,3 147,6 / 97,70 122,29 18,0 38,1 2,77 3,21 32,3 1,9 2,2 137,63 5 3 0
Befesa A2H5Z1 28,28 4,0 36,2 29,70 / 17,71 25,10 1,3 5,4 2,24 2,69 10,5 3,5 4,2 36,94 7 2 0
Borussia Dortmund 549309 3,61 ±0,0 14,8 4,14 / 2,78 3,45 1,1 5,2 0,15 0,15 24,0 1,9 1,9 24.11. 5,18 4 0 0
Cancom SE 541910 24,80 6,2 6,7 31,65 / 20,30 25,59 1,4 9,2 1,00 1,49 16,7 4,1 4,1 27,56 3 4 0
Ceconomy 725750 4,37 –1,1 65,9 4,54 / 2,37 3,41 3,3 19,9 0,37 0,51 8,5 1,8 2,4 4,33 1 2 2
Cewe Stiftung 540390 97,50 –1,7 –5,7 108,8 / 92,30 99,44 1,5 — 8,90 9,36 10,4 3,1 3,4 03.06. 139,00 6 0 0
Dermapharm Hldg. SE A2GS5D 32,20 –1,4 –17,2 42,50 / 30,15 36,64 2,5 9,7 2,29 2,54 12,7 3,1 3,4 47,00 2 2 0
Deutsche Beteilig. A1TNUT 23,00 –1,3 ±0,0 27,95 / 21,35 24,73 0,6 — 1,49 2,40 9,6 4,4 4,5 02.06. 40,17 7 0 0
Deutsche EuroShop 748020 18,38 –0,8 –0,6 23,65 / 16,34 18,95 0,7 — 2,00 2,00 9,2 5,5 5,9 20,98 0 2 0
Deutz 630500 9,54 –2,7 136,3 9,95 / 3,64 6,69 1,5 — 0,49 0,89 10,8 1,9 3,1 13.05. 10,85 4 0 0
Douglas BEAU1Y 12,02 –1,2 –40,6 21,34 / 8,97 13,58 — — — — — — — — 0 0 0
Drägerwerk Vz 555063 64,50 –2,7 38,7 73,10 / 42,20 61,33 0,8 6,9 6,06 7,27 8,9 2,9 3,2 08.05. 76,60 2 3 0
Dt. Pfandbriefbank 801900 5,04 –1,8 5,3 6,29 / 4,56 5,38 0,2 — –1,01 0,94 5,4 4,2 8,3 6,50 1 3 0
Dürr 556520 20,35 3,5 –5,1 26,68 / 17,32 22,47 1,2 4,7 1,83 2,40 8,5 4,0 4,7 22.05. 30,88 4 3 0
Eckert & Ziegler SE 565970 18,09 4,7 22,0 23,25 / 12,27 19,00 3,3 33,5 0,81 0,84 21,5 0,9 1,0 22,85 2 0 0
Elmos Semicond. SE 567710 84,20 8,9 23,8 98,50 / 47,10 74,11 2,3 12,9 5,30 6,39 13,2 1,4 1,7 20.05. 97,17 3 3 0
Energiekontor 531350 45,60 5,9 –7,2 60,90 / 37,20 46,00 2,7 6,2 4,02 5,43 8,4 2,5 2,7 111,00 1 0 0
90 FOCUS MONEY 40/2025
NORMA
Wassersparte erfolgreich verkauft
Der Hersteller von Verbindungstechnik hat sein Geschäft für Wassermanagement an
die US-Firma Advanced Drainage Systems (ADS) abgegeben. Der Wert des Deals
betrug umgerechnet rund 850 Millionen Euro – etwas mehr als erwartet. Nach Steuern
und Transaktionskosten sollen Norma netto rund 620 bis 640 Millionen Euro zukommen.
300 Millionen Euro davon fließen in die Schuldentilgung und 70 Millionen
Euro in geplante Zukäufe. Der Rest soll an die Aktionäre gehen.
Norma Group
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
25
20
15
10
5
Quelle: Bloomberg
ISIN DE000A1H8BV3 Empfohlen am 22.08.2025 Empfehlungs-Kurs 16,40 € Kurs aktuell 16,80 € +/– in % +2,4 Neuer Stopp 14,50 € Kursziel 21,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
Evotec SE 566480 6,19 4,0 –24,5 10,62 / 5,06 7,17 1,3 30,9 –0,48 –0,17 — 0,0 0,0 9,45 3 2 0
Formycon A1EWVY 23,65 9,7 –55,5 64,40 / 19,18 32,22 1,0 — –2,22 –1,18 — 0,0 0,0 43,63 3 1 0
Fr. Vorwerk Grp. SE A255F1 78,80 11,3 193,5 89,60 / 23,00 54,48 6,2 30,3 2,99 3,54 22,3 0,8 0,8 68,24 2 0 3
GFT Technologies SE 580060 18,32 9,3 –17,1 27,00 / 16,16 21,39 1,6 63,2 1,48 1,80 10,2 2,6 2,9 25.06. 29,60 4 0 0
Grand City Prop. A1JXCV 10,90 –0,7 –7,2 13,35 / 9,04 10,82 0,4 6,3 1,10 1,05 10,4 6,5 5,9 13,01 3 5 0
Grenke A161N3 17,40 7,7 12,8 27,65 / 11,94 15,77 0,6 — 1,50 2,09 8,3 2,2 3,0 22,68 3 1 0
Hamborner Reit A3H233 5,54 –3,0 –12,1 6,73 / 5,47 6,12 0,9 9,6 0,11 0,14 39,6 7,3 7,3 03.06. 8,43 5 0 0
Heidelberger Druck. 731400 2,12 11,0 130,9 2,81 / 0,87 1,40 1,0 17,6 0,22 0,29 7,4 0,0 0,0 2,55 1 0 0
Hornbach Hldg. 608340 102,80 1,0 41,6 108,4 / 69,80 91,21 0,7 12,1 10,00 10,53 9,8 2,4 2,6 110,50 3 2 0
Hypoport SE 549336 141,20 0,7 –16,0 305,0 / 132,4 183,99 2,5 17,6 3,38 5,59 25,3 0,0 0,0 261,60 3 1 0
Indus Holding 620010 22,00 –0,7 8,4 28,35 / 19,46 22,57 0,8 10,4 2,88 3,25 6,8 4,7 5,5 32,20 2 1 0
Jenoptik A2NB60 17,65 7,1 –21,3 29,20 / 14,36 19,77 1,0 7,4 1,35 1,69 10,4 2,1 2,3 24,94 5 2 0
Jost Werke SE JST400 49,95 2,4 9,8 57,30 / 40,00 49,81 1,8 16,0 5,74 6,99 7,1 2,6 4,0 68,40 5 0 0
Klöckner & Co. SE KC0100 5,54 ±0,0 24,8 8,18 / 4,32 6,08 0,3 — 0,09 0,58 9,5 1,8 2,7 20.05. 8,35 3 1 0
Kontron A0X9EJ 28,26 12,3 45,2 29,00 / 15,15 22,88 2,4 10,2 2,10 2,07 13,7 3,0 2,9 31,47 5 0 0
KSB SE Vz 629203 900,00 1,1 50,0 974,0 / 576,0 773,74 1,3 — 85,42 93,51 9,6 3,2 3,9 07.05. 1077,67 3 0 0
KWS Saat SE 707400 63,80 –1,5 8,5 67,50 / 50,30 59,15 1,3 15,0 5,84 5,98 10,7 1,8 2,1 79,67 1 0 0
LPKF Laser & Electr. SE 645000 7,03 –0,3 –21,3 9,84 / 6,79 8,40 2,0 — –0,04 0,36 19,7 0,0 0,0 04.06. 11,00 3 0 0
MBB SE A0ETBQ 167,60 1,8 67,8 178,0 / 95,00 137,47 1,1 — 8,81 9,25 18,1 0,7 0,9 215,83 2 1 0
MLP SE 656990 7,35 3,2 19,9 9,12 / 5,55 7,51 1,3 — 0,65 0,73 10,0 5,3 6,0 11,27 2 0 0
Mutares A2NB65 29,50 –5,6 22,9 49,20 / 18,64 30,33 1,5 — 4,79 4,02 7,3 7,2 7,6 42,88 3 0 0
Nagarro A3H220 51,55 4,6 –34,9 102,8 / 48,26 67,78 2,8 12,6 4,18 5,44 9,5 1,3 1,7 84,00 2 1 0
Norma Group SE A1H8BV 16,12 –4,5 7,9 18,90 / 9,07 14,50 0,7 8,6 1,17 1,60 10,1 2,7 3,2 21.05. 18,70 3 2 1
Patrizia SE PAT1AG 7,20 –1,4 –8,9 9,20 / 6,15 7,69 0,6 14,5 0,25 0,30 24,0 5,0 5,1 10.06. 9,36 3 1 0
PNE A0JBPG 13,06 –5,9 17,9 15,80 / 10,34 13,82 4,8 18,9 0,18 0,30 43,1 0,4 0,4 19,67 1 0 0
ProCredit Hldg. 622340 9,38 0,6 21,5 11,45 / 7,42 9,31 0,5 — 1,67 2,16 4,4 5,8 7,3 16,00 1 0 0
ProSiebenSat.1 SE PSM777 5,78 –8,4 16,6 8,53 / 4,50 6,48 0,9 4,7 0,87 0,85 6,8 0,9 0,8 7,51 0 7 0
PVA TePla 746100 27,22 –1,3 110,4 31,00 / 10,58 17,73 3,5 39,8 0,81 1,07 25,4 0,0 0,0 27,46 5 2 0
SAF Holland SE SAFH00 15,30 –1,0 3,5 18,70 / 12,50 16,12 1,3 3,7 2,11 2,49 6,2 5,0 5,8 21,52 4 1 0
Salzgitter 620200 23,96 4,5 51,3 29,72 / 12,96 21,11 0,3 4,8 –1,68 2,14 11,2 0,8 1,1 03.06. 23,11 1 4 2
Schaeffler SHA010 5,95 8,2 40,3 6,13 / 3,15 4,49 1,4 4,2 0,42 0,69 8,6 4,5 5,2 5,78 5 5 0
Schott Pharma A3ENQ5 21,65 ±0,0 –14,0 32,74 / 18,50 24,72 3,6 14,8 1,02 1,19 18,2 0,7 0,9 30,00 7 2 0
Secunet Security 727650 208,50 5,3 79,1 246,0 / 89,00 180,96 8,0 36,4 5,00 5,66 36,9 1,3 1,5 207,25 2 2 0
SFC Energy 756857 17,26 –0,5 0,3 28,35 / 14,84 19,70 2,1 34,7 0,35 0,61 28,4 0,0 0,0 22,50 3 2 0
Siltronic WAF300 45,70 26,2 –1,7 70,50 / 31,70 40,96 0,7 7,2 –2,92 –1,42 — 0,3 0,8 45,89 2 6 0
Sixt SE St. 723132 86,05 0,3 9,5 98,70 / 62,50 82,68 1,8 89,7 6,81 7,94 10,8 4,1 4,8 105,63 6 1 0
SMA Solar Techn. A0DJ6J 20,82 –0,5 53,5 24,88 / 10,94 18,15 1,6 4,8 –3,66 1,01 20,7 0,0 0,0 17,60 0 5 0
Springer Nature SPG100 22,75 0,7 –16,4 28,30 / 15,96 21,74 2,2 9,5 1,74 1,68 13,5 3,8 3,7 28,01 3 0 0
FOCUS MONEY 40/2025
91
moneyanalyse Deutsche Aktien
MERCK KGAA
Kooperation mit Siemens
Nach dem jüngsten Zulassungserfolg der Pharmasparte kommen jetzt Neuigkeiten
aus dem Lifescience-Geschäft. Hier vertieft Merck die Zusammenarbeit mit Siemens,
um KI-gestützte Tools und Schnittstellen zur Vereinfachung von Forschungsprozessen
zu entwickeln. Durch digitale Workflows soll die Medikamentenentwicklung beschleunigt
werden. Bei der Aktie sieht es nach Bodenbildung aus. Charttechnisch
gibt es um 111 und 114 Euro Widerstandszonen, die es zu überwinden gilt.
Merck KGaA
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
200
180
160
140
120
100
Quelle: Bloomberg
ISIN DE0006599905 Empfohlen am 5.09.2025 Empfehlungs-Kurs 109,55 € Kurs aktuell 110,70 € +/– in % +1,0 Stopp 99,00 € Kursziel 167,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
SDAX
Stabilus SE STAB1L 25,30 3,1 –16,4 39,20 / 17,48 26,80 0,9 6,8 2,48 3,10 8,2 3,7 4,3 04.02. 36,50 4 1 0
Sto SE 727413 120,60 –0,7 12,7 151,8 / 101,0 121,20 — — 6,36 7,94 15,2 2,9 3,3 145,00 1 0 0
Stratec STRA55 30,60 11,3 2,7 44,65 / 21,00 27,75 1,5 16,1 1,48 1,91 16,1 2,2 2,5 36,58 3 2 0
Südzucker 729700 9,47 –3,3 –8,8 12,04 / 9,31 10,77 0,6 6,4 0,16 1,43 6,6 2,1 4,4 10,70 0 4 0
Suss MicroTec SE A1K023 31,76 13,1 –34,7 71,40 / 24,00 38,05 1,9 24,3 2,59 2,48 12,8 1,2 1,4 44,91 3 4 0
thyssenkr. nucera NCA000 10,70 9,7 0,9 11,87 / 6,86 9,49 1,8 — 0,09 0,23 46,5 0,0 0,0 11,61 4 1 3
Verve Group SE A3D3A1 2,31 10,9 –26,5 4,18 / 1,75 3,01 1,0 4,6 0,21 0,31 7,4 0,0 0,0 6,43 3 0 0
Vossloh 766710 93,20 3,8 116,5 95,10 / 40,35 67,94 2,2 19,7 3,63 4,42 21,1 1,2 1,5 91,36 5 2 0
Wacker Neuson SE WACK01 23,60 –2,1 61,2 26,00 / 12,34 20,81 1,0 — 1,37 2,12 11,1 3,0 4,4 13.05. 26,33 2 1 0
Wüstenr. & Württ. 805100 13,36 –1,2 14,8 15,40 / 11,38 13,36 — — 2,07 2,68 5,0 4,9 5,6 21,00 1 0 0
WEITERE DEUTSCHE AKTIEN
123Fahrschule SE A2P4HL 3,68 2,8 53,3 4,36 / 1,92 3,10 2,1 — –0,22 0,02 184,0 — — 7,05 1 0 0
2G Energy A0HL8N 32,75 –0,5 43,6 39,40 / 19,56 29,23 3,5 — 1,46 1,84 17,8 0,7 0,9 36,66 2 2 0
3U Holding 516790 1,49 –2,9 –2,7 1,74 / 1,32 1,55 — — –0,16 –0,01 — 0,0 0,0 2,43 2 0 0
7C Solarparken A11QW6 1,66 –1,9 –8,0 2,30 / 1,65 1,91 0,6 — 0,11 0,14 11,9 6,6 6,6 — 0 0 0
A.H.T. Syngas Tech. A12AGY 4,72 –14,2 –63,4 17,50 / 3,84 6,84 — — — — — — — — 0 0 0
A.S. Création A1TNNN 7,45 –2,6 18,3 7,90 / 5,05 6,68 — — 0,35 0,99 7,5 1,3 5,4 14,00 1 0 0
ABO Wind 576002 35,10 –2,8 –0,3 49,60 / 32,20 38,31 1,3 — 3,56 4,42 7,9 1,8 2,0 107,17 2 0 0
About You Hldg. SE A3CNK4 6,68 0,1 3,2 6,88 / 2,84 6,62 8,8 24,7 0,21 0,34 19,6 0,0 0,0 6,50 0 3 1
Accentro Real Estate A0KFKB 0,10 –2,9 –58,2 0,54 / 0,00 0,18 — — –0,44 — — 0,0 — — 0 0 0
ad pepper media Int. 940883 3,20 –3,0 68,4 3,92 / 1,30 2,65 2,9 — 0,09 0,13 24,6 — — 5,00 0 0 0
All for One Group SE 511000 44,10 –2,9 –21,5 65,00 / 43,70 53,33 1,9 — 2,98 5,12 8,6 4,3 4,3 17.03. 78,85 2 0 0
Allane SE A0DPRE 10,50 –3,7 14,1 11,40 / 6,90 9,94 1,0 — 0,32 0,50 21,0 0,0 0,0 — 0 0 0
Allgeier A2GS63 18,15 2,8 22,2 22,40 / 13,90 17,91 1,2 — 1,09 1,19 15,2 3,1 3,7 23,25 3 1 0
Altech Advanced A31C3Y 1,33 –7,6 –59,0 4,42 / 1,23 2,17 — — — — — — — — 0 0 0
AT&S 922230 21,70 6,9 88,0 22,85 / 10,51 15,66 0,9 13,1 –2,47 0,25 86,8 0,0 0,8 16,30 1 1 2
Aumann A2DAM0 12,64 14,1 20,4 14,00 / 9,36 11,62 0,9 — 0,89 1,24 10,2 1,6 2,0 13,30 0 2 0
B+S Banksysteme 126215 2,10 8,2 6,1 3,18 / 1,61 1,87 — — 0,17 0,20 10,5 0,0 3,3 4,50 0 0 0
Basler 510200 18,62 3,8 212,9 18,84 / 5,10 10,06 4,5 — 0,26 0,45 41,1 0,1 0,5 18,48 4 0 0
Bastei Lübbe A1X3YY 9,18 –8,2 2,6 11,40 / 8,25 10,06 1,6 — 0,75 0,89 10,3 3,9 4,5 13,27 3 0 0
BayWa vNA 519406 8,19 –5,6 –23,5 14,20 / 6,99 9,05 0,7 — –9,68 –0,53 — 0,0 0,0 — 0 0 0
BB Biotech N A0NFN3 39,30 4,9 5,5 43,60 / 26,50 35,20 0,7 — 10,51 5,25 7,5 5,6 5,7 57,63 0 0 0
Berentzen Group 520160 3,87 –3,5 1,3 4,87 / 3,63 4,16 — — 0,27 0,46 8,4 3,6 5,9 9,00 1 0 0
Bertrandt 523280 17,90 –0,1 –3,2 27,60 / 15,75 20,69 0,5 12,2 –2,75 2,73 6,6 1,4 5,7 22,00 1 3 0
bet-at-home.com A0DNAY 2,61 –1,5 6,1 3,22 / 1,98 2,67 — — 0,36 0,59 4,4 — — 5,50 1 0 0
Bike24 Holding A3CQ7F 2,99 –1,6 171,8 3,21 / 0,96 1,99 1,1 — –0,13 0,04 74,8 0,0 0,0 3,55 2 0 0
Biofrontera A4BGGM 2,61 –1,1 24,9 3,19 / 2,01 2,38 — — — — — — — — 0 0 0
Bio-Gate konv. BGAG98 0,90 ±0,0 21,6 1,20 / 0,53 0,82 — — — — — — — — 0 0 0
92 FOCUS MONEY 40/2025
GRENKE
Kurssprung dank Hochstufung
Die Aktie von Grenke konnte zuletzt weiter zulegen, wodurch sich das Chartbild des
Leasing-Anbieters weiter verbesserte. Grund für den jüngsten Kurssprung war eine
Hochstufung durch Oddo BHF. Laut der Investmentbank dürfte eine höhere Effizienz
ab 2026 die Gewinndynamik ankurbeln. Und: Das Unternehmen stehe an einem
Wendepunkt, der zu einem wieder besseren operativen Abschneiden im nächsten
Jahr führen werde. Zudem sind die Finanzen solide und die Kosten verbessern sich.
Grenke
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
30
25
20
15
10
Quelle: Bloomberg
ISIN DE000A161N30 Empfohlen am 10.05.2023 Empfehlungs-Kurs 30,00 € Kurs aktuell 17,46 € +/– in % –41,3 Neuer Stopp 14,00 € Kursziel 23,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
BioNTech A2PSR2 84,25 2,7 –22,5 124,6 / 71,00 97,12 1,1 — –4,05 –3,69 — 0,0 0,0 116,09 13 6 0
Bitcoin Group A1TNV9 38,42 –1,8 –24,7 71,40 / 24,50 42,78 — — — — — — — — 0 0 0
Blue Cap A0JM2M 19,00 –5,0 22,6 21,00 / 15,10 17,37 0,7 — 14,33 0,80 23,8 7,9 3,4 30,40 2 0 0
Brain Biotech 520394 2,17 –1,8 –37,8 4,40 / 1,81 2,45 4,4 — –0,34 –0,24 — 0,0 0,0 5,58 3 1 0
Branicks Group A1X3XX 2,05 –2,8 –7,7 2,66 / 1,59 2,05 0,2 7,3 –0,04 0,13 15,4 0,5 3,8 4,29 2 0 1
Brockhaus Technolog. A2GSU4 9,48 0,2 –59,5 28,20 / 9,10 17,14 0,4 6,9 0,01 2,34 4,1 0,0 3,5 34,75 4 0 0
Cenit 540710 7,62 5,5 5,8 11,60 / 6,80 7,92 1,3 — –0,44 0,62 12,2 0,6 4,4 14,30 4 0 0
Cherry SE A3CRRN 0,55 –13,5 –53,9 1,69 / 0,48 0,83 0,2 — –0,28 –0,21 — — — 1,00 0 1 0
Cliq Digital A35JS4 2,34 –15,7 –52,2 7,12 / 2,29 4,80 0,2 — –0,61 –0,15 — 1,1 1,1 3,41 0 2 0
Corestate Capital A141J3 0,31 9,1 –22,6 0,43 / 0,22 0,31 — — — — — — — — 0 0 0
Covestro 606214 55,24 –5,1 –1,6 60,76 / 53,66 58,69 1,6 13,8 –1,28 0,95 58,3 0,0 0,2 15.04. 61,31 0 7 1
CureVac A2P71U 4,54 –0,3 53,2 4,95 / 2,15 3,76 1,2 — –0,66 –0,45 — 0,0 0,0 4,60 1 5 0
cyan A2E4SV 2,26 ±0,0 –13,1 3,34 / 2,02 2,58 1,7 45,2 –0,06 –0,01 — 0,0 0,0 4,08 1 0 0
Daldrup & Söhne 783057 11,65 1,3 28,3 14,35 / 7,50 10,75 2,6 — 0,71 1,24 9,4 1,3 1,3 18,07 1 0 0
Data Modul 549890 22,60 1,8 –15,0 29,80 / 20,80 23,83 0,5 — 0,04 1,08 20,9 0,5 0,5 47,00 1 0 0
Datagroup SE A0JC8S 62,00 2,8 33,8 62,00 / 35,20 51,96 2,9 — 3,25 3,96 15,7 2,1 2,4 69,50 2 2 0
Delignit A0MZ4B 2,20 –1,8 –0,9 2,82 / 1,96 2,37 0,6 — 0,13 0,28 7,9 1,8 2,3 6,00 1 0 0
Delticom 514680 2,13 –4,5 3,4 2,70 / 1,92 2,23 0,6 — 0,27 0,37 5,8 6,3 8,5 4,45 2 0 0
Demire Real Estate A0XFSF 0,56 –6,7 –24,8 1,15 / 0,56 0,68 0,2 — 0,06 –0,17 — — — 1,20 1 0 0
Deutsche Rohstoff A0XYG7 39,60 –0,4 24,5 43,20 / 28,95 36,94 0,8 7,6 5,02 5,62 7,0 5,1 5,1 54,00 0 0 0
Dr. Hönle 515710 8,54 3,1 12,7 13,10 / 6,52 8,92 0,7 — –0,19 0,34 25,1 0,0 0,6 17,33 3 0 0
Dt. Grundstücksaukt. 553340 7,10 4,4 –10,7 9,45 / 6,25 7,36 — — 0,31 0,68 10,4 — — 12,85 1 0 0
Dt. Konsum REIT A14KRD 1,95 7,4 –44,6 5,00 / 1,82 2,73 0,2 3,4 — — — 0,0 0,0 4,40 1 1 0
ecotel communication 585434 12,90 –3,7 –3,4 14,10 / 10,50 12,97 1,8 8,7 — — — 3,9 7,0 34,30 1 0 0
Edag Engineering Grp. A143NB 6,72 ±0,0 –2,9 9,18 / 4,80 6,39 1,9 — –1,11 0,50 13,5 1,5 5,7 8,00 0 3 0
Einhell Germany A40ESU 76,60 –3,4 26,2 81,40 / 53,50 69,43 1,8 — 6,61 7,15 10,7 2,1 2,2 97,50 2 0 0
ElringKlinger 785602 4,63 1,2 11,2 5,24 / 3,80 4,50 0,5 — 0,32 0,68 6,8 3,2 4,3 12.05. 6,00 1 1 0
Enapter A255G0 1,85 –18,0 –52,4 4,39 / 1,75 3,02 0,9 — –0,44 –0,13 — 0,0 0,0 6,13 0 0 0
EnviTec Biogas A0MVLS 19,10 2,4 –33,9 38,60 / 17,75 27,16 — — — — — — — — 0 0 0
Epigenomics konv. A37FT4 0,89 2,5 –20,4 2,30 / 0,50 0,99 — — — — — — — — 0 0 0
Ernst Russ A16107 6,72 –1,2 17,5 8,12 / 5,00 6,30 1,0 5,3 1,58 1,17 5,7 4,0 4,5 10,33 2 0 0
Eurokai 570653 43,00 –6,1 30,3 47,00 / 29,00 37,66 — — — 3,28 13,1 3,0 3,0 — 0 0 0
Exasol A0LR9G 3,14 –6,5 38,9 3,63 / 1,62 2,96 10,5 — 0,09 0,18 17,9 0,0 0,0 5,10 2 0 0
Fabasoft 922985 15,40 –1,9 –7,8 19,05 / 13,70 16,59 4,4 — 0,81 0,95 16,2 1,0 1,6 30,00 1 0 0
FamiCord A0BL84 5,80 –12,8 45,0 7,65 / 3,64 4,43 — — 0,04 0,13 44,6 — — 7,50 0 1 0
Fortec Elektronik 577410 14,50 2,5 –20,3 20,00 / 14,05 16,02 — — 0,39 0,93 15,6 5,9 5,9 11.02. 20,00 1 0 0
Francotyp-Postalia FPH900 3,00 ±0,0 38,9 3,11 / 1,97 2,46 — — — — — — — — 0 0 0
Frequentis A2PHG5 57,00 –5,9 112,7 69,80 / 22,80 42,34 3,8 34,1 2,04 2,30 24,7 0,6 0,7 57,99 2 2 0
FOCUS MONEY 40/2025
93
moneyanalyse Deutsche Aktien
COMMERZBANK
Reichlich Gegenwind
Die zweitgrößte Privatbank Deutschlands macht mitten im Übernahmepoker mit der
Unicredit weiter Schlagzeilen: Zunächst wurde bekannt, dass Vorstandschefin Bettina
Orlopp bereits im Juli Anleihen des Instituts verkauft hat. Dann belastet eine Studie
von Keefe, Bruyette & Woods den Aktienkurs. Das Analysehaus hatte die Commerzbank
mit einem Kursziel von „Market Perform“ auf „Underperform“ abgestuft.
Tipp: Wer eine Alternative zur Aktie sucht, greift zu einer Aktienanleihe (s. Seite 22).
Commerzbank
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
35
30
25
20
15
10
5
Quelle: Bloomberg
ISIN DE000CBK1001 Empfohlen am 4.07.2025 Empfehlungs-Kurs 28,09 € Kurs aktuell 31,29 € +/– in % +11,4 Neuer Stopp 26,00 € Kursziel 32,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
WEITERE DEUTSCHE AKTIEN
Friwo 620110 6,75 –2,9 –70,1 24,40 / 6,05 10,62 — — — — — — — — 0 0 0
Frosta 606900 102,50 14,4 66,7 108,0 / 57,50 84,10 — — 6,89 7,54 13,6 2,5 2,7 100,00 1 1 0
Gesco A1K020 15,55 0,6 17,4 18,50 / 12,95 15,67 0,6 — 1,32 1,84 8,4 1,8 2,4 25,38 2 0 0
Global Fashion Grp. A2PLUG 0,34 5,0 53,2 0,40 / 0,20 0,29 0,8 — –0,26 –0,19 — 0,0 0,0 0,62 1 1 0
Grammer 589540 6,30 3,3 31,8 8,95 / 4,54 6,38 0,3 — 1,50 2,41 2,6 0,0 0,0 — 0 0 0
H+R A2E4T7 4,87 –0,8 49,4 5,02 / 3,22 4,30 0,4 — 0,08 0,23 21,2 2,1 2,1 5,00 0 0 0
Hamburger Hafen A0S848 20,90 –0,5 18,2 21,20 / 15,90 18,60 2,0 — 0,82 — — 2,4 — — 0 0 0
Hapag-Lloyd HLAG47 115,40 –3,4 –25,0 172,0 / 111,3 138,02 1,1 6,3 4,53 3,69 31,3 2,0 1,9 108,45 0 4 4
Hawesko Holding SE 604270 22,30 1,4 –12,5 28,00 / 21,30 24,01 1,7 — 1,39 1,70 13,1 5,8 6,7 26,00 0 1 0
Heidelberg Pharma A11QVV 3,55 1,7 53,0 5,40 / 2,11 3,22 — — –0,71 –0,62 — 0,0 0,0 10,70 1 0 0
Heliad 121806 14,60 2,1 47,5 15,60 / 8,85 13,02 1,5 24,3 0,60 0,60 24,3 0,0 0,0 24,20 2 0 0
Hermle Vz. 605283 157,50 2,6 –3,1 203,0 / 151,5 171,26 — — — — — — — 01.07. — 0 0 0
HMS Bergbau 606110 44,80 ±0,0 51,4 78,00 / 25,40 36,70 3,5 17,1 3,34 2,91 15,4 2,4 2,6 41,00 0 0 0
HomeToGo SE A2QM3K 1,70 –2,9 –14,8 2,37 / 1,28 1,75 0,9 25,5 –0,11 0,00 — 0,0 0,0 4,15 2 0 0
IBU tec A0XYHT 10,35 –2,4 57,3 11,90 / 5,38 7,29 — — –0,69 –0,65 — — — 7,60 0 1 0
Identive Group A11404 3,04 0,5 –12,6 4,01 / 2,55 3,08 — — –0,69 –0,67 — — — 4,53 3 0 0
init innovation SE 575980 52,00 9,2 46,1 53,00 / 34,00 39,80 3,5 — 2,14 2,80 18,6 1,7 1,9 59,25 2 0 0
Instone Real Estate A2NBX8 8,60 –6,2 2,9 9,90 / 7,10 8,70 0,7 — 0,73 0,96 8,9 2,9 3,3 11,58 2 2 0
IVU Traffic Techn. 744850 20,80 0,5 42,0 22,20 / 12,60 17,92 — — — — — — — — 0 0 0
JDC Group A0B9N3 32,00 10,3 44,1 32,00 / 18,10 23,72 — — 0,70 1,08 29,6 — — 35,84 1 0 0
Knaus Tabbert A2YN50 17,26 –2,5 45,8 32,35 / 11,34 14,19 1,7 — 0,80 1,80 9,6 0,0 1,4 20,00 1 3 0
Koenig & Bauer 719350 14,08 5,5 –5,9 17,62 / 7,14 14,65 0,7 — 0,93 2,20 6,4 1,8 3,2 18,38 3 0 0
KPS A1A6V4 0,65 1,9 –14,9 1,05 / 0,55 0,76 0,6 — –0,25 –0,21 — 0,0 2,3 1,01 1 2 0
Laiqon A12UP2 4,33 –5,9 –13,4 5,68 / 3,42 4,30 1,4 — –0,34 –0,16 — 0,0 0,5 10,57 1 0 0
Leifheit 646450 15,10 –1,0 –2,9 22,30 / 14,80 17,13 1,6 14,5 0,66 1,04 14,6 6,6 7,2 22,17 2 0 0
Logwin A2DR54 254,00 ±0,0 7,6 270,0 / 224,0 239,90 1,8 — 21,14 19,82 12,8 5,0 5,0 261,00 0 1 0
Masterflex SE 549293 12,80 –4,8 40,4 15,10 / 8,08 10,99 — — 0,93 1,12 11,5 2,3 2,7 19,10 1 0 0
MAX Automation SE A2DA58 5,78 0,3 –3,0 6,20 / 4,92 5,78 1,2 — –0,08 0,10 60,8 0,3 0,6 6,10 1 1 0
MediClin 659510 2,96 0,7 31,0 3,18 / 2,20 2,83 0,6 — 0,65 0,46 6,4 1,4 1,4 4,90 1 0 0
Medigene A40ESG 0,07 –5,7 –93,5 2,20 / 0,06 0,61 — — –0,62 –0,51 — — — — 0 0 0
Medios A1MMCC 13,80 –5,3 3,9 16,34 / 10,32 12,61 0,6 6,2 1,03 1,33 10,3 0,0 0,0 22,75 4 0 0
Mensch & Maschine 658080 47,10 2,4 –11,0 58,20 / 26,85 51,96 8,0 19,8 2,02 2,39 19,7 4,4 5,0 65,00 5 0 0
Mister Spex SE A3CSAE 1,58 –8,7 –0,3 2,37 / 1,12 1,59 1,0 — –0,62 –0,47 — — — 4,18 2 1 0
MPC Capital A1TNWJ 4,89 –2,6 –5,0 6,40 / 4,23 5,06 1,2 — 0,59 0,62 8,0 5,8 5,9 7,73 3 0 0
Mühlbauer 662720 42,40 1,0 8,7 46,40 / 34,00 41,69 — — — — — — — — 0 0 0
MVV Energie A0H52F 30,20 ±0,0 –1,9 33,00 / 28,60 30,36 — — — — — — — 13.03. — 0 0 0
Nabaltec A0KPPR 13,75 5,0 –0,7 17,65 / 12,45 14,51 0,8 — 1,14 1,31 10,5 2,1 2,2 16,75 1 0 0
Nexus 522090 70,90 0,4 3,2 72,50 / 48,05 69,71 — — — — — — — — 0 0 0
94 FOCUS MONEY 40/2025
BAYWA
Trump gefährdet Sanierung
Der Kampf der amerikanischen Regierung gegen erneuerbare Energie droht die Sanierung
des bayerischen Agrarkonzerns Baywa in Gefahr zu bringen. Die Wind- und
Solartochter Baywa r.e. wird künftig weniger staatliche Förderung in den Vereinigten
Staaten erhalten. Die Trump-Pläne werfen so die Umsatz- und Gewinnerwartungen
über den Haufen und erschweren einen Verkauf der US-Tochter. Angesichts der immer
neuen Hiobsbotschaften bleibt die Aktie der Baywa ein spekulatives Papier.
Baywa
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
40
30
20
10
0
Quelle: Bloomberg
ISIN DE0005194062 Empfohlen am 16.10.2024 Empfehlungs-Kurs 16,00 € Kurs aktuell 8,62 € +/– in % -46,1 Neuer Stopp 7,00 € Kursziel 12,00 €
Name WKN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- HV- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 Termin empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U I O P
NFON A0N4N5 6,05 –6,2 23,0 8,00 / 4,66 6,29 1,9 12,6 0,19 0,32 18,9 0,0 0,4 9,90 3 0 1
Noratis A2E4MK 0,81 –16,1 –47,7 2,09 / 0,53 1,11 — — –0,66 –0,10 — 0,0 0,0 — 0 0 1
Northern Data A0SMU8 19,06 3,6 –56,2 52,10 / 16,71 29,51 1,4 — –2,21 –0,82 — 0,0 0,0 34,00 4 0 0
Nynomic A0MSN1 10,25 –1,4 –40,1 24,00 / 10,15 14,45 — — 0,13 0,89 11,5 — — 21,25 2 0 0
OHB SE 593612 66,40 1,8 38,3 84,40 / 43,50 65,73 2,3 — 3,74 4,54 14,6 1,5 1,9 — 0 0 0
Ökoworld 540868 27,10 –1,8 –3,2 35,10 / 25,00 29,41 — — 2,61 2,52 10,8 6,8 6,5 41,22 1 0 0
OVB Holding 628656 19,90 –0,5 –0,5 23,00 / 18,80 21,13 2,7 — 0,76 1,17 17,0 4,4 5,3 24,00 0 1 0
Pfeiffer Vacuum 691660 154,60 –0,1 0,9 162,6 / 151,0 155,63 — — 6,80 6,85 22,6 — — 140,00 0 0 1
Pfisterer SE PFSE21 70,10 12,3 — 70,70 / 27,00 49,48 — — — — — — — — 0 0 0
Pro DV A4096T 2,64 0,8 11,9 2,88 / 1,66 2,51 — — 0,08 0,14 18,9 0,0 1,5 5,20 0 0 0
PSI Software SE A0Z1JH 27,90 2,2 34,1 32,00 / 20,20 26,72 4,4 — 0,16 0,79 35,4 0,0 1,0 36,87 4 0 0
q.beyond 513700 0,83 –3,5 20,3 0,99 / 0,67 0,81 1,0 — 0,01 0,03 24,9 0,0 2,4 1,30 3 0 0
R. Stahl A1PHBB 17,00 4,9 4,9 20,20 / 15,50 17,55 1,5 — –0,03 1,41 12,1 2,9 5,9 24,50 1 0 0
Rhön-Klinikum 704230 11,40 –0,9 –17,4 15,90 / 11,20 13,08 0,6 — 0,63 0,76 15,0 1,9 2,0 14,25 1 1 0
Ringmetall A3E5E5 2,90 –1,4 –11,9 3,83 / 2,76 3,19 — — — — — 3,4 3,4 5,20 0 1 0
Schloß Wachenheim 722900 14,50 –0,7 0,7 16,50 / 13,30 14,33 0,5 6,7 1,28 1,46 10,0 4,1 4,3 20,68 1 0 0
Serviceware SE A2G8X3 17,25 –5,0 50,0 20,40 / 11,30 15,09 3,8 — 0,09 0,45 38,3 — — 26,25 2 0 0
SMT Scharf A3DRAE 7,45 9,6 3,5 9,10 / 6,10 6,94 0,5 — –0,10 0,31 24,2 0,6 1,7 10,50 1 0 0
SNP Schneider-Neu. SE 720370 73,00 –0,5 19,7 74,00 / 48,70 68,27 3,3 — 2,76 3,27 22,3 0,0 0,0 61,00 0 1 0
Steico SE A0LR93 23,90 –0,8 31,2 28,80 / 17,10 22,43 0,9 25,7 1,29 1,63 14,6 1,4 1,6 28,00 1 2 0
STS Group A1TNU6 4,06 2,5 6,3 4,98 / 2,68 3,41 — — — — — 1,0 1,0 11,60 0 1 0
Surteco Group SE 517690 13,05 0,4 –31,7 22,40 / 12,40 16,67 0,5 2,2 1,19 2,13 6,1 1,6 4,8 19.06. 25,95 1 0 0
Syzygy 510480 1,92 –0,3 –26,9 3,16 / 1,91 2,40 0,9 — — — — 6,5 8,6 4,48 2 0 0
Takkt 744600 4,93 –3,5 –36,4 10,54 / 4,53 6,99 0,6 70,4 –0,09 0,39 12,5 11,2 11,2 7,77 1 1 0
technotrans SE A0XYGA 27,30 5,0 44,1 28,60 / 13,75 20,36 1,8 — 1,67 2,04 13,4 3,1 3,7 29.05. 27,00 3 0 0
The Platform Group A2QEFA 9,28 –2,5 23,4 12,70 / 7,04 9,15 1,1 3,3 1,79 1,81 5,1 0,0 0,0 18,42 5 0 0
tonies SE A3CM2W 7,50 2,3 2,2 8,18 / 4,79 6,27 2,4 57,7 0,18 0,35 21,7 0,0 0,0 11,03 5 0 0
Umweltbank 557080 4,06 –7,1 –30,7 6,11 / 3,90 5,06 0,6 — 0,17 0,38 10,6 1,2 3,0 8,93 3 0 0
Uniper SE UNSE02 34,30 –4,6 –12,1 55,50 / 33,85 40,12 — — 1,10 1,36 25,3 0,0 0,0 33,75 0 0 1
Uzin Utz 755150 73,50 –1,3 53,8 77,00 / 45,60 59,39 1,2 — 5,53 6,10 12,1 2,7 2,9 84,50 2 0 0
Veganz Group A3E5ED 13,20 –4,0 165,1 20,30 / 4,51 11,10 — — –1,65 –0,09 — — — 21,50 1 0 0
Verbio SE A0JL9W 11,06 –1,3 –7,1 18,71 / 7,37 10,29 0,8 — –0,41 0,43 25,5 1,8 1,8 05.12. 14,18 3 2 0
VIB Vermögen A2YPDD 8,90 3,0 –9,9 12,88 / 6,92 8,18 0,3 — 1,90 2,14 4,2 0,0 0,0 11,50 0 0 0
Villeroy & Boch 765723 16,50 –1,8 8,9 18,45 / 14,45 16,62 1,2 — 0,48 1,28 12,9 5,5 5,8 34,50 1 0 0
WashTec 750750 38,70 1,8 –3,3 44,20 / 36,00 39,48 5,8 15,5 2,53 2,89 13,4 6,3 6,6 53,75 2 0 0
Westwing Group SE A2N4H0 11,70 1,3 56,0 13,20 / 6,70 8,54 4,0 21,7 0,50 0,88 13,3 — — 17,00 2 0 0
YOC 593273 13,15 –12,9 –11,7 18,50 / 13,05 15,55 3,9 — 1,06 1,42 9,3 0,0 0,0 24,00 2 0 0
Zeal Network SE ZEAL24 48,10 5,3 –3,8 50,00 / 35,50 45,32 4,5 24,2 1,59 1,91 25,2 2,7 3,0 64,33 5 0 0
FOCUS MONEY 40/2025
95
moneyanalyse Internationale Aktien
APPLE
Neue Chip-Ära beginnt
In den vergangenen Monaten hat die Apple-Aktie eher ein schwaches Bild abgegeben.
Doch inzwischen gibt es wieder deutliche Lichtblicke. Mit dem neuen Iphone
Air, dem KI-getriebenen A19 Pro, dem selbst entwickelten N1 Wireless-Chip und
dem C1X-Modem stellt der Tech-Gigant Apple die Weichen für eine Zukunft ohne
Broadcom und Qualcomm. Damit sichert sich das Unternehmen eine neue Chip-
Souveränität, die die gesamte Branche aufrütteln dürfte. Kaufen!
Apple
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
240
200
160
120
Quelle: Bloomberg
ISIN US0378331005 Empfohlen am 7.05.2025 Empfehlungs-Kurs 173,90 € Kurs aktuell 215,85 € +/– in % +24,1 Neuer Stopp 185,00 € Kursziel 240,00 €
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
EURO STOXX 50 / STOXX 50
AB Inbev A2ASUV / BE0974293251 49,97 –0,6 3,5 63,00 / 45,00 54,68 1,4 8,8 3,18 3,53 14,2 2,1 2,4 66,82 14 4 0
ABB N 919730 / CH0012221716 61,28 1,0 16,7 61,58 / 39,85 52,93 8,3 26,9 2,22 2,40 25,5 1,5 1,5 54,13 5 11 1
Adyen A2JNF4 / NL0012969182 1386,80 2,5 –2,7 1861 / 1163 1521,91 8,3 30,2 33,92 42,12 32,9 0,0 0,0 1810,98 16 6 1
Ahold Delhaize A2ANT0 / NL0011794037 33,76 –1,6 7,7 38,08 / 29,99 34,60 2,0 5,2 2,62 2,74 12,3 3,5 3,7 36,29 5 7 1
Air Liquide 850133 / FR0000120073 175,64 –0,9 13,0 186,96 / 153,68 174,01 3,6 15,4 6,58 7,48 23,5 2,0 2,2 197,00 11 2 1
Argenx A11602 / NL0010832176 622,80 –4,1 3,7 662,8 / 448,4 558,83 6,8 32,0 13,45 21,36 29,2 0,0 0,0 716,52 7 3 0
ASML Hold. A1J4U4 / NL0010273215 825,30 12,1 21,9 825,3 / 515,5 665,33 17,5 32,1 23,92 25,42 32,5 0,9 1,0 765,26 22 12 1
AstraZeneca 886455 / GB0009895292 130,15 –1,6 2,5 147,55 / 113,25 130,15 5,2 14,5 7,75 8,85 14,7 2,1 2,2 156,45 15 2 0
AXA 855705 / FR0000120628 40,18 –0,5 17,5 43,55 / 31,78 39,34 1,8 — 3,97 4,12 9,7 5,7 6,2 44,64 8 3 0
Banco Santander 858872 / ES0113900J37 8,61 –0,1 95,6 8,75 / 4,28 6,51 1,2 — 0,87 0,92 9,4 2,6 2,8 8,20 10 4 0
BBVA 875773 / ES0113211835 16,19 –0,9 74,0 16,63 / 8,78 12,82 1,5 — 1,77 1,86 8,7 5,0 5,3 16,40 7 4 1
BNP Paribas 887771 / FR0000131104 79,19 –1,6 33,8 84,45 / 54,79 73,33 0,8 — 10,15 11,28 7,0 6,4 7,1 91,85 9 4 0
BP PLC 850517 / GB0007980591 4,92 1,1 5,9 5,69 / 3,80 4,75 1,5 3,8 0,38 0,42 11,8 5,7 5,9 5,12 4 13 0
Brit. Am. Tobacco 916018 / GB0002875804 45,10 –5,1 29,2 51,00 / 31,54 40,49 1,8 18,1 3,88 4,15 10,9 6,2 6,4 48,90 6 3 1
Danone 851194 / FR0000120644 72,66 –2,6 12,1 76,28 / 61,90 70,28 2,5 13,8 3,79 4,04 18,0 3,1 3,2 76,01 5 11 0
Diageo 851247 / GB0002374006 20,70 –5,9 –32,1 32,19 / 20,50 25,01 5,0 12,4 1,36 1,44 14,4 4,2 4,3 26,70 11 7 1
Enel 928624 / IT0003128367 7,88 –0,6 14,0 8,28 / 6,54 7,49 2,2 5,1 0,68 0,70 11,2 6,1 6,3 8,50 11 8 0
Eni 897791 / IT0003132476 14,67 –1,4 12,4 15,37 / 11,08 13,83 0,9 3,8 1,44 1,49 9,8 7,1 7,4 15,35 6 13 0
EssilorLuxottica 863195 / FR0000121667 272,70 1,6 16,2 298,5 / 204,1 255,53 3,0 23,6 7,07 7,86 34,7 1,4 1,6 277,61 6 7 1
Ferrari A2ACKK / NL0011585146 414,00 2,0 –0,1 495,0 / 358,4 416,59 18,1 32,8 8,84 10,20 40,6 0,7 0,8 443,87 4 5 1
GSK PLC A3DMB5 / GB00BN7SWP63 17,31 1,8 5,5 18,86 / 14,68 16,83 4,2 9,4 1,86 2,07 8,4 4,2 4,4 18,92 5 11 2
Hermes Intern. 886670 / FR0000052292 2157,00 1,8 –6,9 2963 / 1973 2378,54 11,9 44,9 43,24 49,52 43,6 0,9 1,1 2437,71 7 8 1
HSBC Hold. 923893 / GB0005405286 12,00 1,5 27,0 12,00 / 7,96 10,41 1,4 — 1,18 1,22 9,8 4,8 5,1 11,07 5 11 0
Iberdrola A0M46B / ES0144580Y14 15,67 –0,8 20,9 16,80 / 12,59 14,91 1,8 8,3 0,93 0,96 16,3 4,3 4,5 16,14 5 13 1
Inditex A11873 / ES0148396007 44,78 –3,6 –10,2 56,08 / 40,93 46,98 6,9 16,0 1,94 2,11 21,2 3,9 4,2 50,56 11 8 0
ING Groep A2ANV3 / NL0011821202 22,00 0,1 45,5 22,00 / 14,20 18,11 1,3 — 1,97 2,29 9,6 4,6 5,2 22,20 5 6 0
Intesa Sanpaolo 850605 / IT0000072618 5,44 –3,2 40,3 5,68 / 3,55 4,74 1,6 — 0,54 0,58 9,3 7,0 7,6 5,93 9 1 0
L’Oréal 853888 / FR0000120321 364,00 –6,1 6,3 411,1 / 317,1 364,75 5,5 22,9 12,82 13,74 26,5 2,0 2,1 387,03 6 13 2
London St. Exch. A0JEJF / GB00B0SWJX34 95,00 –5,0 –30,1 146,0 / 92,50 129,54 1,9 12,2 4,58 5,09 18,7 1,7 1,9 142,53 10 0 0
LVMH 853292 / FR0000121014 528,10 4,7 –16,6 757,5 / 437,0 554,49 3,7 14,1 21,59 24,05 22,0 2,3 2,5 555,06 9 11 1
National Grid A2DQWX / GB00BDR05C01 11,90 –2,5 4,4 13,30 / 10,90 12,07 1,3 7,0 0,88 0,98 12,1 4,6 4,7 13,50 7 4 0
Nestlé N A0Q4DC / CH0038863350 76,84 –0,2 –4,1 98,13 / 74,79 86,02 4,9 13,7 4,67 4,90 15,7 4,3 4,4 92,08 6 12 1
Nordea Bank A2N6F4 / FI4000297767 13,90 1,5 32,6 14,00 / 9,99 12,26 1,5 — 1,38 1,39 10,0 6,9 7,0 14,31 4 1 0
Novartis N 904278 / CH0012005267 104,54 0,1 10,2 111,93 / 86,77 101,53 5,4 12,4 7,57 7,91 13,2 3,2 3,4 105,30 2 10 3
Novo-Nordisk B A3EU6F / DK0062498333 50,95 6,7 –39,1 115,52 / 38,57 65,86 8,8 16,1 3,27 3,52 14,5 3,2 3,5 59,50 9 8 1
Prosus A2PRDK / NL0013654783 56,89 2,9 47,7 57,35 / 33,10 44,62 2,8 75,4 3,31 3,87 14,7 0,3 0,3 60,82 10 3 0
Relx A0M95J / GB00B2B0DG97 39,68 –0,3 –8,4 49,68 / 38,66 45,12 22,8 23,6 1,47 1,61 24,6 1,9 2,1 50,68 6 2 0
Richemont A1W5CV / CH0210483332 163,91 0,4 11,1 200,66 / 124,0 161,48 4,1 19,6 6,09 6,97 23,5 2,0 2,3 176,52 9 11 0
96 FOCUS MONEY 40/2025
PFIZER
Wieder im Abnehm-Rennen
Nachdem zwei eigene Kandidaten floppten, kauft der amerikanische Pharmakonzern
Pfizer nun einen Entwickler von Medikamenten gegen Fettleibigkeit: Metsera. Für die
Chance auf Anteile an diesem hochattraktiven Markt legt Pfizer 4,9 Milliarden US-
Dollar auf den Tisch. Plus weitere 2,4 Milliarden Dollar, wenn bestimmte Meilensteine
erreicht werden. Metsera hat vier Adipositas-Präparate in der Entwicklung. Trotz
günstiger Bewertung ist die Börse von Pfizers Strategie bisher nicht überzeugt.
Pfizer
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
45
40
35
30
25
20
15
Quelle: Bloomberg
ISIN US7170811035 Empfohlen am 16.10.2024 Empfehlungs-Kurs 27,24 € Kurs aktuell 24,22 € +/– in % -11,1 Neuer Stopp 20,00 € Kursziel 30,00 €
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
Rio Tinto 852147 / GB0007188757 54,04 0,4 –4,8 65,33 / 46,81 54,87 1,7 6,9 5,07 5,26 10,3 5,4 5,6 59,78 6 8 0
Roche Hold. GS 855167 / CH0012032048 285,24 2,4 4,3 335,74 / 248,11 287,89 5,6 11,6 21,33 22,17 12,9 3,7 3,8 318,36 5 5 4
Rolls-Royce Group A1H81L / GB00B63H8491 13,54 –0,3 96,5 13,68 / 6,16 9,82 514,8 — 26,5 0,33 0,37 36,4 0,7 0,9 13,08 10 4 1
Safran 924781 / FR0000073272 294,60 2,1 40,3 296,0 / 193,15 253,52 9,1 23,6 8,29 10,48 28,1 1,1 1,4 311,43 9 5 0
Sanofi S.A. 920657 / FR0000120578 79,57 –0,2 –15,0 110,02 / 76,92 92,02 1,2 8,3 7,82 8,54 9,3 5,1 5,4 108,31 13 3 0
Schneider Electr. 860180 / FR0000121972 232,35 –0,6 –3,3 273,05 / 175,32 228,21 4,2 24,5 9,08 10,18 22,8 1,8 2,0 253,96 13 6 0
Shell A3C99G / GB00BP6MXD84 30,45 –0,1 2,1 34,26 / 26,00 30,76 1,2 5,1 2,68 2,95 10,3 4,0 4,2 34,90 7 5 0
St. Gobain 872087 / FR0000125007 94,04 –1,5 9,3 106,45 / 74,14 94,56 1,8 9,9 6,62 7,16 13,1 2,4 2,7 107,71 6 5 0
TotalEnergies 850727 / FR0000120271 52,32 –0,5 –0,6 63,50 / 47,97 54,18 1,2 5,3 5,88 6,15 8,5 6,2 6,6 63,12 12 3 0
UBS Group N A12DFH / CH0244767585 36,03 1,7 21,5 36,13 / 22,10 30,79 1,4 — 1,93 2,66 13,5 2,4 2,6 34,72 4 6 1
UniCredit A2DJV6 / IT0005239360 64,58 –4,5 67,1 69,92 / 35,65 53,76 1,5 — 6,61 7,14 9,0 5,0 5,6 69,48 6 6 0
Unilever PLC A0JNE2 / GB00B10RZP78 51,28 –3,2 –7,0 58,88 / 50,96 54,13 5,9 14,8 3,00 3,15 16,3 3,5 3,7 57,99 9 3 2
Vinci 867475 / FR0000125486 117,50 –2,1 18,1 130,0 / 96,96 116,88 2,0 7,5 8,49 9,72 12,1 4,1 4,6 137,44 12 1 1
Wolters Kluwer A0J2R1 / NL0000395903 113,95 2,2 –29,6 182,7 / 104,05 146,73 24,0 16,6 5,29 5,79 19,7 2,2 2,3 151,08 4 6 0
Zurich Insur. Grp N 579919 / CH0011075394 600,86 –1,4 4,2 668,91 / 533,03 608,73 3,6 — 39,08 41,43 14,5 5,2 5,6 585,68 1 7 3
DOW JONES
3M 851745 / US88579Y1010 130,14 –1,9 5,4 149,38 / 103,0 131,79 18,7 23,3 6,71 7,25 17,9 1,9 2,0 137,52 9 3 1
Amazon.com 906866 / US0231351067 188,90 –4,2 –11,0 233,7 / 141,0 193,87 6,3 16,7 5,65 6,45 29,3 0,0 0,0 224,73 48 4 0
American Express 850226 / US0258161092 289,90 4,6 0,4 313,75 / 195,58 268,67 7,3 — 13,02 14,69 19,7 1,0 1,1 275,43 7 16 2
Amgen 867900 / US0311621009 241,10 3,1 –3,5 307,05 / 230,0 259,08 19,6 14,4 17,89 18,34 13,1 3,4 3,6 264,40 10 15 2
Apple Inc. 865985 / US0378331005 216,95 8,2 –10,3 248,7 / 152,08 199,73 60,2 31,4 6,27 6,80 31,9 0,4 0,4 204,86 23 15 1
Boeing 850471 / US0970231058 183,90 0,4 9,5 209,0 / 115,8 174,12 — — –2,17 3,04 60,5 0,0 0,0 215,37 17 6 0
Caterpillar 850598 / US1491231015 399,00 7,8 14,0 401,5 / 238,5 333,84 11,4 24,0 15,22 17,96 22,2 1,3 1,3 387,18 12 10 1
Chevron Corp. 852552 / US1667641005 132,48 –0,9 –4,1 160,04 / 117,04 135,82 1,9 8,5 6,68 8,06 16,4 4,4 4,6 143,84 9 10 1
Cisco Systems 878841 / US17275R1023 57,85 2,3 1,7 64,34 / 44,00 57,00 5,8 17,0 3,22 3,43 16,8 2,4 2,4 64,60 10 11 0
Coca-Cola 850663 / US1912161007 56,17 –0,3 –6,1 69,00 / 55,83 61,65 10,4 47,8 2,53 2,73 20,6 3,1 3,2 66,56 14 3 0
Disney Co. 855686 / US2546871060 95,40 –3,1 –10,1 112,52 / 71,97 99,12 1,8 15,5 4,98 5,50 17,3 0,9 1,0 113,09 20 6 1
Goldman Sachs 920332 / US38141G1040 679,70 1,3 23,5 685,8 / 385,05 570,14 2,3 — 39,30 44,04 15,4 1,7 2,0 606,35 6 13 2
Home Depot 866953 / US4370761029 351,15 –1,7 –7,0 411,4 / 295,0 345,43 32,0 20,8 12,75 13,84 25,4 2,2 2,3 372,09 21 11 0
Honeywell 870153 / US4385161066 176,14 –2,0 –20,2 229,6 / 161,0 196,60 7,6 18,9 8,98 9,66 18,2 2,2 2,4 214,75 12 11 0
IBM 851399 / US4592001014 230,65 5,9 7,9 255,1 / 182,68 226,86 8,2 16,9 9,47 10,14 22,8 2,5 2,5 238,76 7 10 2
Johnson & Johnson 853260 / US4781601046 149,54 –0,8 7,5 161,6 / 129,0 142,89 5,2 12,9 9,21 9,65 15,5 2,9 3,0 151,06 8 14 0
JP Morgan Chase 850628 / US46625H1005 265,10 1,0 15,5 268,9 / 179,7 239,70 2,5 — 16,50 17,55 15,1 1,9 2,0 260,65 9 8 2
McDonald’s 856958 / US5801351017 257,20 ±0,0 –8,3 300,25 / 242,25 272,82 — 20,3 10,48 11,34 22,7 2,4 2,5 282,69 14 16 2
Merck & Co. A0YD8Q / US58933Y1055 68,40 –1,0 –28,3 103,6 / 65,50 77,90 3,6 7,9 7,58 8,15 8,4 4,0 4,2 86,70 12 13 0
Microsoft 870747 / US5949181045 435,90 –0,5 6,7 490,1 / 311,55 404,23 11,2 29,3 11,39 13,18 33,1 0,6 0,7 522,76 43 1 0
Nike 866993 / US6541061031 60,29 –2,5 –16,9 81,39 / 46,00 63,23 8,3 30,9 1,40 2,11 28,6 2,4 2,4 68,29 16 15 1
Nvidia 918422 / US67066G1040 152,94 1,6 18,1 160,58 / 75,29 127,16 29,6 41,4 3,82 5,38 28,4 0,0 0,0 179,91 48 4 1
FOCUS MONEY 40/2025
97
moneyanalyse Internationale Aktien
META PLATFORMS
KI-gestützte US-Behörden
Mit ihren Kontaktportalen Instagram, WhatsApp und dem Facebook Messenger hat
die Social-Media-Plattform Meta weltweit Maßstäbe gesetzt. Das tut sie nun auch mit
Meta AI (Llama 4). Dabei handelt es sich um eine KI, die Informationen sammelt und
verarbeitet, um auf dieser Grundlage Erkenntnisse zu generieren und Entscheidungen
zu treffen. Jetzt hat Meta die Zulassung der US-Behörden erhalten, sodass diese
das Open-Source-Modell Llama künftig bald nutzen dürfen. Die Aktie bleibt ein Kauf.
Meta Platforms
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
700
500
300
100
Quelle: Bloomberg
ISIN US30303M1027 Empfohlen am 30.05.2025 Empfehlungs-Kurs 565,65 € Kurs aktuell 650,70 € +/– in % +15,0 Neuer Stopp 555,00 € Kursziel 735,00 €
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
DOW JONES
Procter & Gamble 852062 / US7427181091 129,04 –3,3 –20,6 171,4 / 129,04 146,91 6,9 19,9 5,75 5,94 21,7 2,6 2,8 145,20 10 9 0
Salesforce Inc. A0B87V / US79466L3024 211,75 3,2 –34,4 359,3 / 195,98 256,26 3,8 16,9 9,63 10,78 19,6 0,7 0,7 284,11 35 11 0
Sherwin Williams 856050 / US8243481061 292,35 –3,7 –11,5 384,85 / 278,95 316,14 19,7 28,3 9,61 10,83 27,0 0,9 1,0 322,18 12 11 1
Travelers Comp. A0MLX4 / US89417E1091 233,10 –2,1 1,4 254,2 / 204,7 232,01 1,9 — 18,81 21,73 10,7 1,6 1,7 246,82 7 12 0
UnitedHealth 869561 / US91324P1021 290,60 –2,0 –40,4 589,7 / 204,9 369,85 3,1 16,4 13,79 15,35 18,9 2,6 2,8 287,22 13 6 2
Verizon 868402 / US92343V1044 36,60 –1,8 –4,2 43,64 / 35,02 38,29 1,7 4,9 3,99 4,11 8,9 6,3 6,4 41,27 7 14 0
VISA Inc. A0NC7B / US92826C8394 292,10 1,5 –4,1 349,2 / 240,2 308,21 17,7 27,6 9,71 10,90 26,8 0,7 0,8 331,47 23 8 0
Walmart Inc. 860853 / US9311421039 86,37 –1,8 –1,3 101,14 / 70,35 86,38 8,4 22,4 2,21 2,50 34,6 0,9 1,0 95,78 31 1 1
USA WEITERE
Abbott Lab 850103 / US0028241000 115,48 1,6 5,0 133,78 / 100,48 115,67 4,7 20,9 4,37 4,81 24,0 1,8 1,9 121,16 14 7 0
Adobe 871981 / US00724F1012 310,10 5,4 –27,6 526,4 / 284,9 359,96 12,8 16,2 17,63 19,79 15,7 0,0 0,0 387,26 20 11 3
AirBnB A2QG35 / US0090661010 105,84 1,6 –15,8 155,0 / 90,55 117,37 9,0 17,0 3,58 4,14 25,5 0,0 0,0 116,95 11 25 5
Alphabet Inc. A A14Y6F / US02079K3059 213,90 0,9 17,2 217,0 / 123,06 165,82 7,5 19,8 8,44 9,04 23,7 0,3 0,4 198,84 41 11 0
Altria Group 200417 / US02209S1033 54,07 –2,2 7,8 58,56 / 45,11 52,47 — 11,7 4,62 4,75 11,4 6,5 6,8 53,38 4 9 1
American Water A0NJ38 / US0304201033 113,95 –2,1 –4,8 138,5 / 113,95 123,67 2,4 12,4 4,85 5,18 22,0 2,4 2,6 119,79 3 6 1
AT&T A0HL9Z / US00206R1023 24,50 –3,1 12,2 26,57 / 19,20 23,99 1,9 5,4 1,74 1,88 13,0 3,9 3,9 26,03 12 6 1
Bank of America 858388 / US0605051046 43,98 1,9 3,6 47,05 / 29,70 40,57 1,4 — 3,12 3,62 12,2 2,1 2,3 45,72 14 3 0
Berkshire Hath. B A0YJQ2 / US0846707026 420,95 1,2 –3,2 498,7 / 393,05 440,96 1,5 — 17,34 18,42 22,8 0,0 0,0 442,29 2 2 0
Biogen Inc. 789617 / US09062X1037 118,95 –3,0 –17,3 176,7 / 99,82 121,97 1,1 5,8 13,38 13,42 8,9 0,0 0,0 144,34 12 18 0
Citigroup A1H92V / US1729674242 88,06 3,7 29,8 88,16 / 49,50 71,91 0,9 — 6,51 8,31 10,6 2,2 2,4 87,98 10 6 0
Coinbase Global A2QP7J / US19260Q1076 282,80 2,5 13,1 381,15 / 123,58 246,27 7,0 — 6,69 6,82 41,4 0,0 0,0 314,18 12 15 3
Colgate-Palmolive 850667 / US1941621039 67,53 –3,1 –23,0 93,51 / 67,29 80,34 93,0 — 18,0 3,13 3,35 20,2 2,6 2,7 80,84 8 7 1
Comcast A 157484 / US20030N1019 26,36 –4,4 –26,9 42,13 / 26,36 31,59 1,2 3,6 3,65 3,83 6,9 4,2 4,5 33,68 12 15 1
eBay 916529 / US2786421030 76,61 –0,8 27,6 86,36 / 49,65 66,55 8,5 20,7 4,60 5,04 15,2 1,3 1,3 74,77 5 20 2
Eli Lilly 858560 / US5324571083 637,70 0,3 –14,7 888,8 / 537,4 707,60 25,4 42,4 19,39 25,80 24,7 0,8 0,9 750,70 15 9 0
ExxonMobil 852549 / US30231G1022 95,20 ±0,0 –7,0 117,76 / 87,73 98,61 1,8 8,8 5,67 6,35 15,0 3,6 3,7 105,94 7 12 0
GE Aerospace A3CSML / US3696043013 257,50 7,5 59,0 258,0 / 131,0 200,54 16,8 41,3 5,01 5,93 43,4 0,5 0,6 254,96 12 1 0
Gilead Sciences 885823 / US3755581036 94,83 –2,2 5,6 111,04 / 73,77 95,65 6,3 12,5 6,88 7,30 13,0 2,9 3,0 106,28 16 8 0
Intel 855681 / US4581401001 25,31 20,2 31,8 28,15 / 16,00 19,71 1,3 13,4 0,10 0,54 46,5 0,0 0,0 20,90 3 35 3
Kroger Co. 851544 / US5010441013 54,42 –5,9 –8,2 64,57 / 49,43 60,00 5,4 6,4 4,07 4,47 12,2 2,1 2,2 64,75 11 14 0
Lockheed Martin 894648 / US5398301094 408,20 1,7 –12,9 572,9 / 350,0 416,63 22,8 14,6 18,61 24,55 16,6 2,8 2,9 407,10 4 12 1
LYFT A2PE38 / US55087P1049 19,00 17,2 52,1 20,39 / 8,19 12,86 13,0 8,7 1,03 1,19 16,0 0,0 0,0 15,65 10 27 1
MasterCard A0F602 / US57636Q1040 497,05 ±0,0 –2,4 555,6 / 405,0 499,73 58,3 35,6 13,88 16,12 30,8 0,5 0,6 548,46 21 9 0
Medtronic PLC A14M2J / IE00BTN1Y115 80,74 1,6 4,5 90,89 / 68,50 79,27 2,5 13,6 4,78 5,15 15,7 3,0 3,1 83,73 12 15 1
Meta Platforms A1JWVX / US30303M1027 645,20 –0,8 13,6 707,6 / 415,0 598,30 8,3 17,7 23,74 25,37 25,4 0,3 0,3 735,33 48 8 0
Moderna A2N9D9 / US60770K1079 22,49 12,1 –41,3 61,04 / 19,85 27,96 1,3 — –8,22 –6,39 — 0,0 0,0 37,56 4 15 1
Mondelez Intern. A1J4U0 / US6092071058 53,30 1,9 –8,4 66,70 / 51,28 57,50 3,2 17,0 2,57 2,82 18,9 3,1 3,3 63,10 13 7 0
Netflix 552484 / US64110L1061 1042,80 2,1 20,6 1139,6 / 629,3 973,82 18,6 55,2 22,35 27,52 37,9 0,0 0,0 1150,55 24 14 2
98 FOCUS MONEY 40/2025
KENVUE
Trump warnt vor Paracetamol
US-Präsident Trump behauptet, dass die Einnahme des Schmerzmittels Paracetamol
in der Schwangerschaft Autismus beim Baby verursachen könne. Dafür gibt es keine
Beweise. Für Kenvue, den Hersteller der bekanntesten Paracetamol-Präparate („Tylenol“)
in den USA, sind die Trumps Warnungen trotzdem keine gute Nachricht. FOCUS
MONEY war schon 2024 beim Umtauschangebot der Kenvue-Mutter Johnson &
Johnson nicht von der Aktie überzeugt – allerdings aus wirtschaftlichen Gründen.
Kenvue
Aktienkurs in Euro
Börsengang
2023 2024 2025
24
22
20
18
16
14
Quelle: Bloomberg
ISIN US49177J1025 Empfohlen am 16.08.2024 Empfehlungs-Kurs 19,16 € Kurs aktuell 17,53 € +/– in % -8,5 Neuer Stopp 15,00 € Kursziel –
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
Newmont Corp. 853823 / US6516391066 72,90 7,9 102,1 72,90 / 35,38 48,13 2,8 10,8 4,69 4,73 15,4 1,2 1,2 67,33 9 6 1
Occidental Petrol. 851921 / US6745991058 39,11 1,0 –16,6 52,02 / 31,41 41,05 1,6 4,3 2,01 2,38 16,5 2,0 2,1 43,07 3 17 2
Oracle 871460 / US68389X1054 268,00 4,6 66,2 294,4 / 106,3 170,32 25,5 36,3 5,77 6,83 39,2 0,6 0,6 283,11 22 12 0
Palantir Technol. A2QA4J / US69608A1088 157,00 8,2 112,5 162,1 / 32,34 105,27 64,1 262,8 0,55 0,72 218,5 0,0 0,0 128,82 3 17 2
PayPal A14R7U / US70450Y1038 58,16 1,8 –29,4 90,66 / 49,16 66,67 3,1 9,0 4,43 4,89 11,9 0,0 0,0 70,16 13 21 2
Pepsico 851995 / US7134481081 119,80 ±0,0 –18,3 163,5 / 109,0 129,06 9,5 14,9 6,81 7,21 16,6 4,0 4,2 130,39 4 15 2
Pfizer 852009 / US7170811035 20,46 0,6 –19,7 27,72 / 18,77 22,41 1,5 8,3 2,63 2,68 7,6 7,1 7,2 24,50 7 14 1
Philip Morris A0NDBJ / US7181721090 137,90 –1,1 17,9 160,84 / 107,24 141,55 — 22,3 6,39 7,12 19,4 3,4 3,6 161,46 8 4 0
QUALCOMM Inc. 883121 / US7475251036 142,44 4,8 –5,1 174,98 / 105,16 140,64 6,7 12,9 10,10 10,26 13,9 2,1 2,1 151,27 12 18 1
Snap A2DLMS / US83304A1060 7,10 12,0 –32,3 12,58 / 6,00 8,34 6,4 25,1 0,22 0,32 22,4 0,0 0,0 7,86 6 31 2
Starbucks Corp. 884437 / US8552441094 72,06 1,8 –18,4 111,62 / 67,22 84,35 — 22,6 1,86 2,29 31,5 2,9 3,0 83,82 12 15 3
Tesla A1CX3T / US88160R1014 370,00 6,3 –8,7 465,25 / 189,44 300,74 18,2 116,9 1,44 2,06 179,5 0,0 0,0 281,48 15 17 6
Texas Instruments 852654 / US8825081040 151,80 1,5 –16,9 206,8 / 124,88 168,87 10,0 24,1 4,81 5,74 26,4 3,1 3,2 174,26 13 19 2
T-Mobile US A1T7LU / US8725901040 200,30 –2,4 –6,8 264,95 / 178,92 218,61 4,5 9,7 9,34 11,18 17,9 1,5 1,7 231,16 11 11 1
UPS 929198 / US9113121068 71,38 –0,4 –41,2 131,5 / 70,16 95,14 4,7 9,3 5,53 6,14 11,6 7,8 7,8 86,87 13 15 1
SCHWEIZ
Adecco Group N 922031 / CH0012138605 23,02 –4,4 –3,8 31,80 / 21,05 25,42 1,1 8,0 2,19 2,71 8,5 4,5 5,3 28,58 4 5 1
Alcon N A2PDXE / CH0432492467 65,41 –1,4 –20,5 93,08 / 65,09 79,51 1,7 18,0 2,60 2,95 22,2 0,4 0,5 86,28 16 7 0
Amrize N A414LY / CH1430134226 43,04 –7,8 — 49,22 / 37,66 43,67 — — — — — — — — 0 0 0
Clariant NA 895929 / CH0012142631 8,19 –6,3 –24,1 13,89 / 7,17 9,93 1,1 7,0 0,79 0,95 8,6 5,7 5,9 11,90 4 8 0
Geberit NA A0MQWG / CH0030170408 629,11 –1,0 14,3 699,51 / 520,51 613,32 13,7 23,2 19,88 21,50 29,3 2,2 2,3 589,13 4 3 4
Georg Fischer NA A3DHG1 / CH1169151003 68,21 –1,2 –7,1 79,39 / 53,50 70,41 17,1 10,2 2,87 3,38 20,2 2,2 2,2 85,92 5 0 0
Givaudan 938427 / CH0010645932 3514,65 –3,2 –17,2 5017,9 / 3498,6 4092,36 6,1 20,9 136,14 142,33 24,7 2,2 2,3 4425,70 6 8 1
Holcim N 869898 / CH0012214059 72,95 –1,0 34,6 75,34 / 46,84 61,49 2,4 12,9 3,61 3,93 18,6 2,6 2,8 73,14 6 9 0
Kühne + Nagel N A0JLZL / CH0025238863 168,40 –5,5 –24,3 255,49 / 164,23 202,16 6,3 11,0 9,46 9,74 17,3 4,5 4,5 188,72 0 10 3
Lindt & Sprüngli PS 870503 / CH0010570767 13224,1 –2,8 22,7 14701 / 10437 12635 5,7 29,6 332,63 358,26 36,9 1,3 1,4 12291,86 0 3 0
Logitech NA A0J3YT / CH0025751329 95,26 2,3 18,7 101,53 / 58,40 82,47 7,1 22,1 4,37 4,64 20,5 1,3 1,3 93,16 4 3 0
SGS NA A3D68K / CH1256740924 87,71 –2,6 –9,8 105,99 / 76,09 91,69 14,0 12,2 4,02 4,51 19,4 3,9 4,0 100,91 5 7 1
Sonova NA 893484 / CH0012549785 246,29 –1,6 –22,3 360,77 / 230,14 280,74 4,9 16,0 11,50 12,69 19,4 2,0 2,1 277,79 4 7 3
Swatch Inh. 865126 / CH0012255151 168,56 4,6 –4,5 204,46 / 128,71 160,94 0,7 18,9 1,96 5,01 33,7 2,4 2,8 141,82 3 6 5
Swiss Re NA A1H81M / CH0126881561 151,12 –0,7 7,7 167,76 / 115,5 151,78 2,1 — 13,36 13,80 10,9 4,5 4,9 149,90 4 8 1
VAT Group N A2AGGY / CH0311864901 375,32 13,3 2,3 469,8 / 253,03 343,60 13,0 36,7 8,70 10,31 36,4 2,0 2,3 350,31 5 9 0
ÖSTERREICH
Andritz 632305 / AT0000730007 60,95 0,2 26,2 67,85 / 43,00 57,85 2,5 8,8 5,00 5,82 10,5 4,4 4,8 70,86 5 0 0
BAWAG Group A2DYJN / AT0000BAWAG2 113,40 0,7 41,0 117,1 / 65,10 99,32 2,1 — 10,60 12,14 9,3 5,4 6,2 127,31 4 2 0
CPI Europe A2JN9W / AT0000A21KS2 18,02 –2,7 21,6 21,55 / 14,72 17,25 — — — — — — — 17,00 0 0 0
Erste Group Bank 909943 / AT0000652011 82,45 0,4 40,3 88,65 / 47,30 69,52 1,4 — 7,39 8,92 9,2 0,9 4,4 82,63 7 4 0
Flughafen Wien A2AMK9 / AT00000VIE62 52,00 –1,5 –2,3 55,60 / 46,30 53,08 2,7 — 2,64 2,55 20,4 3,2 3,2 58,73 0 2 0
FOCUS MONEY 40/2025
99
moneyanalyse Internationale Aktien
KERING
Neubesetzung bei Gucci
Der Luxuskonzern Kering stellt die Führung seiner Kernmarke Gucci neu auf. Wie
das Unternehmen mitteilte, übernimmt Francesca Bellettini die Leitung. Sie folgt
damit auf Stefano Cantino, der die Position lediglich neun Monate innehatte. Es
handelt sich um die erste größere Personalentscheidung unter dem neuen Kering-
Chef Luca de Meo. Nach Jahren starken Wachstums vor der Pandemie musste die
Marke zuletzt deutliche Rückgänge bei den Umsätzen hinnehmen.
Kering
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
500
400
300
200
100
Quelle: Bloomberg
ISIN FR0000121485 Empfohlen am 8.05.2024 Empfehlungs-Kurs 326,80 € Kurs aktuell 270,90 € +/– in % -17,1 Neuer Stopp 250,00 € Kursziel 330,00 €
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
ÖSTERREICH
Lenzing 852927 / AT0000644505 26,60 –0,2 –7,5 35,30 / 21,80 26,85 0,8 2,8 –1,39 –0,35 — 0,0 1,9 28,60 0 3 1
Mayr-Melnhof 890447 / AT0000938204 76,80 –3,8 –1,5 91,20 / 66,40 76,91 0,7 13,0 11,25 8,12 9,5 4,4 3,3 93,90 0 2 0
OMV 874341 / AT0000743059 45,10 –2,0 21,3 49,02 / 36,14 43,92 0,8 3,1 5,09 5,72 7,9 10,0 9,7 49,48 7 5 0
Palfinger 919964 / AT0000758305 35,80 –0,4 86,5 39,75 / 18,76 29,56 1,5 5,5 2,93 3,55 10,1 2,6 3,1 43,98 4 1 0
Raiffeisen Bank Intl. A0D9SU / AT0000606306 28,58 –3,4 45,9 31,80 / 16,47 24,77 0,5 — 3,82 5,15 5,6 5,2 5,7 26,88 6 1 0
SBO 907391 / AT0000946652 25,95 –0,6 –12,8 37,10 / 25,85 31,18 0,8 5,8 2,62 3,30 7,9 6,4 6,9 39,78 4 0 0
Telekom Austria 588811 / AT0000720008 9,41 –3,1 23,3 10,16 / 7,41 8,88 1,2 3,3 1,00 1,05 8,9 4,7 5,0 10,17 1 5 0
Verbund 877738 / AT0000746409 61,00 0,3 –11,8 78,50 / 58,80 67,12 1,9 9,3 4,28 3,34 18,3 3,5 2,8 63,91 0 6 4
Voestalpine 897200 / AT0000937503 29,02 2,5 60,2 29,52 / 16,81 22,97 0,7 3,8 2,22 3,03 9,6 2,3 3,1 29,57 3 6 0
Wienerberger 852894 / AT0000831706 29,06 2,0 9,6 36,84 / 24,38 30,33 1,1 13,8 2,16 2,83 10,3 3,3 3,7 37,12 2 2 0
WEITERE INTERNATIONALE AKTIEN
Accor 860206 / FR0000120404 41,10 –0,3 –11,7 50,98 / 36,16 45,22 2,0 11,6 2,16 2,56 16,1 3,2 3,6 52,55 10 3 0
Agnico-Eagle Mines 860325 / CA0084741085 137,70 6,2 83,2 142,0 / 70,00 100,85 3,4 14,5 6,12 6,43 21,4 0,9 0,9 126,83 10 3 1
Akzo Nobel A2PB32 / NL0013267909 61,12 –1,1 6,9 64,40 / 49,30 58,17 2,2 10,9 4,13 4,54 13,5 3,3 3,4 69,50 8 6 0
Alibaba A117ME / US01609W1027 139,80 4,3 73,0 142,0 / 78,40 105,43 2,5 17,3 6,68 8,66 16,1 0,6 0,7 141,95 32 3 0
Anglo American PLC A41BF3 / GB00BTK05J60 29,00 –1,7 –9,2 35,06 / 22,44 28,87 2,0 8,5 0,71 1,34 21,6 0,8 1,8 27,64 4 9 0
ANZ Group Holdings A3D4V6 / AU000000ANZ3 18,52 –0,1 9,3 19,78 / 14,22 17,09 1,4 — 1,21 1,28 14,4 4,8 4,8 17,42 1 8 1
ArcelorMittal A2DRTZ / LU1598757687 30,16 2,0 36,3 31,87 / 20,50 26,53 0,5 5,6 3,25 3,99 7,6 1,6 1,7 30,76 6 6 0
BAE Systems 866131 / GB0002634946 22,47 –4,2 62,5 24,19 / 13,51 19,36 4,7 28,1 0,86 0,96 23,4 1,8 2,0 23,93 11 4 1
Baidu Inc. A0F5DE / US0567521085 109,80 12,5 33,4 119,6 / 66,20 81,47 1,1 10,7 6,64 7,40 14,8 0,0 0,0 98,82 18 12 0
Ballard Power Syst. A0RENB / CA0585861085 2,61 42,9 68,2 2,71 / 0,90 1,42 1,6 — –0,29 –0,24 — 0,0 0,0 1,00 2 9 4
Bank of China A0M4WZ / CNE1000001Z5 0,47 –3,7 –5,6 0,57 / 0,41 0,50 0,5 — 0,09 0,09 5,4 5,7 5,9 0,57 10 3 0
Barclays 850403 / GB0031348658 4,45 –0,6 39,9 4,48 / 2,57 3,75 0,8 — 0,48 0,59 7,6 2,3 2,6 4,71 6 3 0
Barrick Gold A417GQ / CA06849F1080 30,43 23,4 102,6 30,51 / 14,60 18,12 2,3 9,8 1,73 2,20 13,8 1,5 1,3 25,40 9 8 0
BHP Group 850524 / AU000000BHP4 22,44 –1,6 –4,7 28,50 / 18,30 22,67 2,8 7,6 1,71 1,68 13,4 3,8 4,1 24,06 2 10 0
BYD CO A0M4W9 / CNE100000296 11,57 –2,1 5,1 17,69 / 9,58 13,49 3,8 6,4 0,54 0,70 16,6 1,3 2,0 14,85 19 2 1
Capgemini 869858 / FR0000125338 122,15 0,2 –21,8 199,45 / 117,6 144,65 1,8 8,8 11,59 12,42 9,8 2,8 2,9 174,14 9 2 0
China Life A0M4XJ / CNE1000002L3 2,29 –6,6 28,8 2,74 / 1,44 1,96 1,0 — 0,35 0,31 7,3 3,6 3,8 2,70 8 4 1
CK Hutchison A14QAZ / KYG217651051 5,51 –2,9 8,0 6,18 / 4,49 5,22 0,4 3,5 0,62 0,67 8,2 4,8 5,0 6,68 5 0 0
CSL 890952 / AU000000CSL8 110,52 –4,0 –33,7 185,74 / 109,32 143,64 3,3 19,5 5,51 6,12 18,0 2,2 2,4 158,41 9 4 0
Engie A0ER6Q / FR0010208488 18,18 –1,4 19,7 20,02 / 14,62 17,76 1,3 4,2 1,94 1,83 9,9 7,4 7,3 21,26 10 3 0
Equinor ASA 675213 / NO0010096985 21,00 0,6 –5,6 25,44 / 19,26 22,03 1,6 3,2 2,42 2,53 8,3 6,1 6,4 21,54 4 9 7
Ericsson B 850001 / SE0000108656 7,08 4,6 –9,9 8,51 / 6,00 7,28 2,6 9,9 0,56 0,54 13,2 3,8 4,0 7,09 3 8 3
Eurofins Scientific A2QJCT / FR0014000MR3 62,42 –1,6 28,4 69,20 / 44,29 55,44 2,2 9,6 3,71 4,12 15,2 1,0 1,1 64,36 3 8 1
Franco-Nevada A0M8PX / CA3518581051 183,15 7,7 61,4 183,35 / 105,4 140,85 5,9 29,7 4,27 4,89 37,5 0,7 0,7 175,26 7 6 0
Galp Energia A0LB24 / PTGAL0AM0009 15,64 –2,6 –6,2 17,30 / 12,65 15,51 2,4 8,0 1,22 1,28 12,3 4,1 4,2 18,93 11 7 0
Generali 850312 / IT0000062072 33,01 –0,3 20,7 35,05 / 25,05 31,48 1,6 — 2,79 3,03 10,9 4,8 5,2 33,16 3 5 1
Glencore A1JAGV / JE00B4T3BW64 3,70 5,2 –13,1 5,23 / 2,57 3,65 1,4 7,9 0,15 0,28 13,2 2,3 3,0 4,22 9 2 0
100 FOCUS MONEY 40/2025
ØRSTED
Schlappe für Trumps Luftnummer
Der dänische Energiekonzern Ørsted hat im Streit um einen nahezu fertigen Offshore-Windpark
vor Rhode Island einen juristischen Sieg errungen: Ein Bundesrichter in
Washington hob den von der US-Regierung verhängten Baustopp für das Projekt
„Revolution Wind“ auf. Was für Präsident Donald Trump, der Windkraft als „teuren
Witz“ bezeichnet, ein Rückschlag ist, feiern die Börsen: Die Aktie von Ørsted legte
kräftig zu und konnte sich damit vom Absturz im August erholen. Titel beobachten!
Orsted
Aktienkurs in Euro
200-Tage-Linie
2023 2024 2025
50
40
30
20
10
Quelle: Bloomberg
ISIN DK0060094928 Empfohlen am 29.08.2025 Empfehlungs-Kurs 40,00 € Kurs aktuell 15,83 € +/– in % – 60,4 Neuer Stopp 14,00 € Kursziel 21,00 €
Name WKN / ISIN Kurs +/- zur +/- seit Hoch / Tief 200 Tage KBV KCV Gewinn 25 Gewinn 26 KGV 26 Dividenden- Dividenden- Kursziel Analystenin
€ Vorwo- 30.12.24 52 Wochen Linie 25 25 je Aktie je Aktie Rendite 25 Rendite 26 empfehlungen
che in % in % in € in % in %
Q W E R T Z U U O P
Heineken A0CA0G / NL0000009165 64,74 –2,4 –5,9 82,70 / 63,60 73,23 1,8 8,1 4,78 5,18 12,5 3,0 3,1 88,16 11 5 0
Hennes & Mauritz 872318 / SE0000106270 14,03 5,1 8,7 16,13 / 11,13 12,68 5,6 12,4 0,61 0,70 20,0 4,5 4,8 12,07 0 12 6
Honda Motor 853226 / JP3854600008 9,78 3,6 4,5 9,93 / 7,43 8,89 0,5 4,3 0,83 — 1,08 — 9,1 — 4,3 4,6 9,91 5 8 0
ICBC A0M4YB / CNE1000003G1 0,62 –6,7 –1,8 0,71 / 0,52 0,64 0,5 — 0,12 0,12 5,1 6,0 6,1 0,77 12 1 0
Just Eat Takeaway A2ASAC / NL0012015705 20,24 0,2 49,5 20,24 / 10,44 17,90 0,9 18,9 –0,43 0,14 142,0 0,0 0,0 20,66 1 15 0
Kering 851223 / FR0000121485 274,10 7,2 15,3 282,85 / 153,54 215,56 2,2 10,8 5,84 7,99 34,3 1,2 1,5 212,87 3 13 1
Kone Corp. A0ET4X / FI0009013403 56,32 –1,8 19,5 58,22 / 45,11 52,75 9,8 19,8 2,06 2,26 25,0 3,3 3,5 55,31 5 8 2
Linde PLC A3D7VW / IE000S9YS762 403,80 –0,8 ±0,0 449,8 / 360,0 411,89 5,7 21,3 13,96 15,29 26,4 1,3 1,4 435,53 15 5 1
MTN Group 897024 / ZAE000042164 6,40 –3,0 37,9 8,50 / 4,04 5,96 1,6 3,4 0,59 0,74 8,7 2,9 3,4 8,15 5 2 1
Naspers A3EJLA / ZAE000325783 292,00 1,4 35,2 300,0 / 184,0 244,05 2,2 50,9 21,23 25,11 11,6 0,3 0,4 337,33 5 1 0
NEL A0B733 / NO0010081235 0,20 10,9 –14,0 0,44 / 0,17 0,21 0,9 — –0,03 –0,02 — 0,0 0,0 0,20 0 7 7
Nintendo 864009 / JP3756600007 73,38 –9,0 29,6 85,00 / 45,50 69,86 5,2 19,5 1,85 — 2,51 — 29,2 — 1,3 1,7 79,01 13 11 1
Nokia 870737 / FI0009000681 4,07 5,7 –5,3 5,00 / 3,48 4,35 1,1 11,4 0,27 0,33 12,3 3,4 3,7 4,45 6 7 2
Orange 906849 / FR0000133308 13,76 –0,7 42,9 14,57 / 9,33 12,18 1,2 4,2 0,85 1,24 11,1 5,6 5,7 14,99 10 6 0
Panasonic Hold. 853666 / JP3866800000 9,30 4,3 –5,5 12,07 / 7,41 9,68 0,8 5,4 0,75 — 1,12 — 8,3 — 3,0 3,5 11,69 10 2 0
Pernod Ricard 853373 / FR0000120693 87,94 –3,2 –19,3 139,85 / 84,56 97,27 1,4 10,4 7,05 6,49 13,5 5,1 5,3 108,61 6 10 1
Philips Elec. 940602 / NL0000009538 23,56 –1,7 –3,8 30,10 / 19,22 23,06 1,8 18,0 1,43 1,59 14,9 3,6 3,6 26,82 4 8 0
Prudential 852069 / GB0007099541 11,80 –0,8 55,3 12,10 / 7,10 9,70 1,9 — 0,87 1,00 11,8 1,9 2,1 13,52 7 0 0
Reliance Ind GDR 884241 / US7594701077 52,80 –0,8 –2,9 64,40 / 47,80 55,37 2,0 — 2,49 2,98 17,7 0,3 0,4 68,18 4 0 0
Samsung El. St.GDR 896360 / US7960508882 1295,00 10,7 47,5 1295 / 804,0 952,12 1,2 — 62,96 81,40 15,9 1,7 2,1 1277,46 3 2 0
Sibanye-Stillwater A2PWVQ / ZAE000259701 2,20 19,9 165,1 2,20 / 0,73 1,27 2,6 7,3 0,24 0,25 8,9 3,0 4,3 1,64 1 3 2
Softbank 891624 / JP3436100006 105,00 0,4 85,8 106,28 / 35,09 60,57 2,2 22,3 2,51 — 2,63 — 39,9 — 0,2 0,2 84,05 10 4 0
Sony 853687 / JP3435000009 25,01 1,1 23,2 25,66 / 15,97 22,16 3,1 14,8 1,04 — 1,16 — 21,6 — 0,6 0,6 27,05 17 4 0
Stellantis A2QL01 / NL00150001Q9 8,42 3,8 –32,7 14,63 / 7,32 9,97 0,3 4,5 0,81 1,87 4,5 1,5 5,8 9,33 2 16 2
Taiwan Semicond. 909800 / US8740391003 237,00 6,8 22,3 241,0 / 116,2 185,78 8,1 20,0 8,31 9,58 24,7 1,2 1,4 236,70 10 1 0
Telefónica 850775 / ES0178430E18 4,38 –3,7 11,1 4,89 / 3,75 4,36 1,3 2,6 0,25 0,34 12,8 6,9 6,9 4,42 2 14 3
Telia Comp. 938475 / SE0000667925 3,18 –3,2 19,8 3,48 / 2,57 3,09 2,6 5,2 0,18 0,20 16,3 5,8 6,0 3,28 4 10 0
Tencent A1138D / KYG875721634 69,10 –2,5 34,2 72,00 / 45,71 57,46 4,5 18,9 3,27 3,71 18,6 0,8 0,9 75,46 40 2 1
Tomra Systems A3DHA0 / NO0012470089 12,98 1,2 3,1 16,36 / 10,85 13,27 6,1 18,5 0,35 0,57 22,9 1,6 2,5 14,85 2 2 1
Toyota 853510 / JP3633400001 16,96 1,0 –11,2 19,55 / 14,00 16,52 1,0 6,9 1,48 — 1,75 — 9,7 — 3,2 3,6 18,13 10 4 0
Ubisoft Entert. 901581 / FR0000054470 9,87 15,1 –23,2 15,23 / 8,03 10,54 0,7 2,4 –0,32 1,03 9,6 0,0 0,0 12,49 2 10 1
Umicore A2H5A3 / BE0974320526 13,68 3,7 37,4 15,76 / 7,37 10,93 1,5 5,9 1,23 1,31 10,4 3,7 3,9 14,02 2 9 1
Vestas Wind Sys. A3CMNS / DK0061539921 15,87 2,4 18,9 21,06 / 10,93 14,20 3,9 9,5 0,72 1,03 15,4 1,1 1,7 18,84 11 8 1
Vodafone A1XA83 / GB00BH4HKS39 0,97 –4,4 19,1 1,04 / 0,73 0,88 0,4 2,8 0,09 0,10 9,7 4,8 4,9 0,99 4 8 2
Volvo B 855689 / SE0000115446 25,28 0,8 8,8 30,71 / 19,42 25,39 3,0 11,6 1,83 2,11 12,0 6,0 6,7 27,15 5 5 1
Wheaton Prec. Met. A2DRBP / CA9628791027 92,48 1,6 68,8 93,04 / 53,68 72,11 6,0 31,3 2,08 2,15 43,1 0,6 0,7 92,48 9 2 0
Woodside Petroleum A3DNGW / AU0000224040 12,94 –6,0 –9,8 16,74 / 10,26 13,68 0,8 4,2 1,00 0,68 19,1 6,2 4,1 15,20 2 9 0
Zijin Mining A0M4ZR / CNE100000502 3,20 –1,8 76,8 3,35 / 1,51 2,12 4,0 10,4 0,21 0,23 13,6 2,0 2,3 3,17 11 0 0
FOCUS MONEY 40/2025
101
moneyanalyse ETFs
L&G S&P 100 ETF
Top-100-Aktien der USA
Den US-Aktienindex S&P 500 und den Dow Jones mit seinen 30 Titeln kennen
alle Anleger. Mit dem neuen ETF auf den S&P 100 bietet der ETF-Anbieter L&G
nun auch eine Alternative dazwischen. Der Index umfasst die 100 größten börsennotierten
Unternehmen in den USA, die etwa zwei Drittel des S&P 500 ausmachen.
Die Wertentwicklung des S&P 100 wird physisch nachgebildet, inklusive
reinvestierter (Netto-)Dividenden. Der ETF ist seit dem 18. September handelbar.
S&P 100 Net-Total-Return-Index
prozentuale Entwicklung seit 1.1.2016
+300
+200
+100
S&P 500 NTR
0
2016 17 18 19 20 21 22 23 24 2025
Quelle: Bloomberg
ISIN IE000MU0FDZ8 Anbieter L&G Referenz-Index S&P 100 Index NTR Währung US-Dollar Ertragsverwendung thesaurierend Nachbildungsart physisch Kosten p. a. 0,15 %
Name WKN Jährl. Ertrags- Kurs Werteentwicklung p.a. in
Gebühr ver- € %
in % wendung 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre
LÄNDER
iShares Core DAX 593393 0,16 T 196,10 24,7 23,6 12,7
Xtrackers DAX DBX1DA 0,09 T 221,85 24,9 23,8 12,8
Deka DAX ETFL06 0,15 A 88,69 24,6 23,6 12,7
iShares TecDAX 593397 0,51 T 32,09 10,0 10,2 2,9
Amundi TecDAX ETF ETF908 0,40 A 26,28 10,4 10,4 3,1
Deka MDAX LYX0R1 0,20 A 145,62 16,0 10,0 2,2
Invesco MDAX A2N7NF 0,19 T 50,19 16,1 9,9 2,1
Xtrackers ATX DBX0KJ 0,31 T 94,69 33,6 24,2 21,5
Xtrackers Switzerland DBX1SM 0,31 A 133,12 4,7 8,1 7,4
Vanguard S&P 500 A1JX53 0,07 A 107,52 11,7 15,8 16,4
iShares Core S&P 500 A0YEDG 0,07 T 606,70 11,7 15,7 16,4
Invesco EQQQ Nasdaq-100 801498 0,30 A 512,30 18,1 22,2 17,8
Xtrackers MSCI USA A1XB5V 0,07 T 167,15 12,3 16,0 16,1
Xtrackers Russell 2000 A1XEJT 0,32 T 309,60 5,9 7,7 11,4
UBS ETF (IE) S&P 500 ESG A2PEZ8 0,10 A 38,00 9,9 15,7 16,7
UBS MSCI USA Socially Responsible A1JA1S 0,22 A 213,70 4,1 13,5 13,2
Vanguard FTSE 100 A1JX54 0,10 A 45,91 10,8 14,2 14,4
iShares FTSE 100 (Acc) A0YEDM 0,07 T 211,50 10,7 14,4 14,4
Xtrackers CAC 40 DBX1AR 0,20 A 80,21 8,1 14,0 13,4
Amundi CAC 40 A2H59J 0,25 T 139,38 10,2 15,4 14,0
Xtrackers Nikkei 225 DBX0NJ 0,10 A 27,02 11,3 13,0 8,5
iShares Core MSCI Japan IMI A0RPWL 0,12 T 57,01 10,9 12,3 8,4
Vanguard FTSE Japan A1T8FU 0,15 A 36,82 10,5 12,4 8,6
Amundi Japan TOPIX II A0ESMK 0,38 A 178,64 10,8 12,4 8,2
Xtrackers MSCI China DBX0G2 0,65 T 17,83 42,7 9,2 –0,8
Xtrackers CSI300 Swap DBX0M2 0,50 T 15,69 37,5 3,4 3,3
iShares MSCI China A A12DPT 0,40 T 4,69 33,3 –0,3 0,4
Amundi MSCI India II LYX0BA 0,85 T 27,13 –17,9 2,6 12,2
REGIONEN
Xtrackers MSCI World A1XB5U 0,12 T 117,45 11,9 15,2 14,6
Vanguard FTSE All-World A1JX52 0,22 A 136,74 12,4 14,6 13,6
SPDR MSCI ACWI A1JJTC 0,12 T 237,25 12,7 14,7 13,7
iShares MSCI World Small Cap A2DWBY 0,35 T 7,53 8,7 9,8 11,4
UBS ETF (LU) MSCI World Soc. Resp. A1JA1R 0,22 A 155,16 4,5 13,6 12,2
Invesco EURO STOXX 50 A0RGCL 0,05 T 139,86 14,6 21,0 14,4
iShares Core EURO STOXX 50 593395 0,10 A 55,20 14,9 21,1 14,6
iShares STOXX Europe 600 263530 0,20 A 55,15 10,7 15,7 12,1
Name WKN Jährl. Ertrags- Kurs Werteentwicklung p.a. in
Gebühr ver- € %
in % wendung 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre
Xtrackers MSCI EMU DBX0GJ 0,12 A 58,65 17,2 19,7 13,4
Amundi MSCI EMU Small Cap ESG LYX0W3 0,40 A 391,05 15,0 14,3 10,2
Xtrackers MSCI Europe DBX1ME 0,12 T 100,62 10,6 15,6 12,4
iShares Core MSCI Europe A0MZWQ 0,12 A 34,63 10,5 15,6 12,4
Xtrackers MSCI Europe Small Cap DBX1AU 0,32 T 65,94 10,1 13,6 9,1
iShares MSCI Europe ESG Screened A2N48D 0,12 T 9,32 9,4 15,9 11,9
iShares MSCI Europe SRI A1H7ZS 0,20 T 68,64 –3,0 10,4 8,0
Amundi MSCI EM Asia A2H58R 0,20 T 43,32 17,2 10,8 6,2
Xtrackers MSCI Emerging Markets A12GVR 0,18 T 61,61 16,4 10,1 6,9
iShares Core MSCI EM IMI A111X9 0,18 T 36,81 15,0 10,1 7,8
iShares MSCI EM SRI A2AFCZ 0,25 T 7,77 12,3 5,4 6,6
Amundi MSCI EM Latin America A2H58P 0,20 T 16,55 13,9 5,4 12,7
THEMEN
iShares Automation & Robotics A2ANH0 0,40 T 13,60 14,3 15,6 11,1
iShares Dow Jones Global Titans 50 628938 0,51 A 94,86 17,9 21,2 17,3
iShares Global Clean Energy A0MW0M 0,65 A 7,51 2,1 –13,2 –1,1
iShares Digitalisation A2ANH3 0,40 T 10,06 13,7 15,9 6,5
VanEck Vec. Gold Miners A12CCL 0,53 T 71,58 73,4 41,9 15,4
Xtrackers MSCI World Health Care A113FD 0,25 T 44,67 –14,1 0,3 5,6
iShares Healthcare Innovation A2ANH2 0,40 T 6,94 –4,0 0,8 –0,8
Amundi MSCI World Inf. Tech. TR LYX0GP 0,30 T 938,00 22,1 27,1 20,3
iShares S&P 500 Inf. Tech. Sector A142N1 0,15 T 34,80 22,9 29,7 23,6
Amundi MSCI New Ene. ESG Screened LYX0CB 0,60 A 29,83 9,5 –8,5 –1,6
VanEck Vec. Video Gaming a. eSports A2PLDF 0,55 T 66,81 58,0 35,7 16,3
Amundi MSCI Water ESG Screened LYX0CA 0,60 A 67,95 2,3 11,2 10,9
BNP P. EASY ECPI Circ. Ec. Leaders A2PHCA 0,30 T 19,41 1,7 11,3 12,0
BNP P. EASY Low Carb. 100 Europe A2DPX9 0,30 T 257,35 –0,1 11,2 8,2
VanEck Defense UCITS ETF A A3D9M1 0,55 T 53,15 70,6 — —
STRATEGIEN
iShares STOXX Global Select Div. 100 A0F5UH 0,46 A 32,12 13,9 10,9 13,6
SPDR S&P US Div. Aristocrats A1JKS0 0,35 A 64,96 –5,2 1,7 10,9
SPDR S&P Euro Div. Aristocrats A1JT1B 0,30 A 26,34 10,6 18,1 10,1
Xtrackers MSCI World Min. Volatility A1103F 0,25 T 41,47 0 5,4 7,5
iShares Edge MSCI World Mom. Fac. A12ATF 0,30 T 81,30 13,9 16,8 12,8
iShares Edge MSCI World Val. Factor A12ATG 0,30 T 46,37 15,6 14,2 15,1
VanEck Vec. Mornings. US Wide Moat A12CCN 0,49 T 52,61 –3,0 6,4 9,6
Frankfurter ETF - Modern Value FRA3TF 0,54 T 158,90 15,1 — —
Xtrackers Portfolio DBX0BT 0,70 T 316,95 8,7 9,0 7,2
102 FOCUS MONEY 40/2025
Zertifikate
PARTIZIPATIONSZERTIFIKAT AUF DEN NASDAQ-100
Währungsgesichert investieren
Der Nasdaq-100-Index hat in diesem Jahr um 17 Prozent auf Dollarbasis zugelegt.
Deutsche Anleger haben jedoch kaum drei Prozent verdient. Die Abwertung des
Dollars gegenüber dem Euro schadet heimischen Investoren. Mit einem Quanto können
Anleger diesem Problem entkommen. Das währungsgesicherte Partizipationszertifikat
auf den Nasdaq-100 hat in den vergangenen sechs Monaten 25 Prozent
zugelegt. Anleger sollten das Emittentenrisiko beachten.
Nasdaq-100
Kursindex in Tsd. Punkten
200-Tage-Linie
2020 21 22 23 24 2025
20
15
10
5
Quelle: Bloomberg
ISIN DE000HU0DKH4 Emittent Unicredit Laufzeit endlos Kurs aktuell 223,19 € 1-Jahres-Performance 23,38 % Stoppkurs 195,00 €
Stand: 19.09.2025
Name Emittent WKN Kurs Werteentwicklung in % Laufzeit
€ 3 Monate 6 Monate 1 Jahr
Name Emittent WKN Kurs Werteentwicklung in % Laufzeit
€ 3 Monate 6 Monate 1 Jahr
THEMENZERTIFIKATE
3D Printing (UBS) UBS13D 86,14 0,1 1,0 20,9 Open End
5G Technology (VON) VA9H37 185,77 6,1 5,1 11,8 Open End
Aqua Index (VON) VF55L2 192,67 5,2 3,5 –2,1 Open End
Artificial Intelligence (VON) VL3SJB 441,07 9,8 10,3 21,8 Open End
Battery Energy Storage (VON) VL53BE 129,94 34,1 21,2 5,6 Open End
Bauwirtschaft Basket (RBI) RCB9FM 20,26 5,7 1,9 17,7 Open End
Belt and Road (VON) VF5Y6S 128,91 19,5 18,9 39,2 Open End
Best Age (HVB) HV3AGE 29,48 10,3 3,5 7,4 Open End
Bitcoin (VON) VQ63TC 790,57 1,9 16,6 58,3 Open End
Blockchain Technology (VON) VL9NBT 244,10 9,7 13,4 25,3 Open End
BRIC E-Commerce (HVB) HR0KPX 27,32 13,2 15,2 26,8 Open End
China Dragons 7 (SOG) SY59KE 16,58 10,5 –9,2 44,7 Open End
China Internet (VON) VP6CJ5 98,12 15,0 2,6 44,3 Open End
Circular World (VON) VE85VQ 165,42 5,4 4,6 –0,4 Open End
Cyber Security (VON) VS5ZCS 476,82 –1,2 2,9 20,5 Open End
Deutscher Maschinenbau (HVB) HV3DMB 24,76 4,5 9,0 16,6 Open End
Digital Marketplaces (VON) VN19ER 309,15 2,1 0,1 19,9 Open End
EPRA/NAREIT Eurozone (HVB) HV092P 48,55 0,5 18,0 –0,7 Open End
Erix (SOG) SG1ERX 112,50 3,9 10,6 –16,9 Open End
ESG Goods for Life (HVB) HVB4GL 89,01 0,7 –3,2 –8,1 Open End
Ethereum (DZ) DW541J 26,70 65,7 81,6 — Open End
Gene Therapy (VON) VA3BPR 90,76 2,6 –7,1 –24,0 Open End
German Mergers & Acquisi. (HVB) HU5JPC 39,08 2,4 5,8 6,8 Open End
Global Family Owned Co. (UBS) UBS1FA 163,78 –0,2 –0,6 0,4 Open End
Global Hydrogen (HVB) HVB4H2 200,53 26,3 23,2 27,5 Open End
Global Spin-Off (VON) VZ2SP0 272,07 10,6 21,7 33,8 Open End
Green Invest (ERG) EB013Z 17,13 2,2 2,2 2,5 Open End
Home Office Technology (VON) VP796R 166,41 7,1 10,8 21,1 Open End
Impact for Good (VON) VA9QNW 151,39 0,2 –0,6 –1,7 Open End
Industrie 4.0 (VON) VS8Y40 310,14 10,5 8,5 13,4 Open End
Innovative Technologies (UBS) UBS1RU 290,06 17,5 24,4 27,9 Open End
Luxury-Performance-Index (VON) VTA3LU 273,11 11,3 8,2 38,9 Open End
NYSE Arca Biotech (HVB) 787363 527,86 8,8 –0,5 1,1 Open End
Robotics and Drones (UBS) UBS0RD 298,64 18,5 27,5 43,9 Open End
SGI Inflation Proxy (SOG) SN2F89 11,21 7,6 4,6 8,0 Open End
Smart Farming (VON) VA8HXD 124,46 –3,2 –4,1 –3,8 Open End
Smart Grid (VON) VT0DSG 414,50 11,9 13,5 20,8 Open End
Smart Mobility (SOG) SH9YES 74,30 41,0 40,7 — Open End
Social Media Titans (VON) VZ6ASM 363,66 19,2 32,0 59,0 Open End
Stoxx Europe ESG L. Sel 30 (HVB) HX8SQL 36,39 0,8 4,8 21,7 Open End
Uranium Mining (SOG) SH02Q8 14,20 33,6 70,5 28,6 Open End
STRATEGIEZERTIFIKATE
CROCI Euro (DB) DB091Z 365,33 –2,1 1,0 6,2 Open End
CROCI Germany (DB) DB0WKS 330,97 –0,8 2,2 9,5 Open End
DAXplus Export Strategy (HVB) HV095B 66,68 0,8 9,5 19,7 Open End
DAXplus Max. Sh. Rat. Ger. (HVB) HU5JPA 167,26 –0,3 9,9 41,3 Open End
DAXplus Min. Varian. Ger. (BNP) AA0KFZ 82,92 –5,2 –1,9 4,4 Open End
DAXplus Seasonal Strategy (HVB) HV1DB6 129,04 2,6 6,2 24,7 Open End
Directors-Deal.-Val.-Strat. (UBS) UBS1GB 119,74 0,4 1,0 3,1 Open End
Dow Jones Asia Sel. Div. 30 (BNP) ABN6ZQ 226,58 4,8 16,2 39,0 Open End
Europ. Buyback (SG) A12V1Y 28,50 5,2 15,2 25,0 Open End
Europ. High Div. Low Vola. (VON) VZ7HDL 142,60 –2,4 –2,7 –1,2 Open End
European Sector Rot. Strat. (HVB) HVB12Y 1886,76 –0,4 –2,5 –0,1 Open End
Gebert Börsenindikator (MS) MF04W6 283,59 9,8 29,0 73,6 Open End
Global Quality Div.Payers (UBS) UBS0QD 465,26 1,6 –0,9 4,4 Open End
RADA Strategy Dax (UBS) UB0C7S 197,18 0,0 –5,8 4,1 Open End
RADA Strategy E. Stoxx 50 (UBS) UB0C7T 166,36 0,0 –5,7 1,3 Open End
Value Investoren (UBS) UBS1SV 463,20 6,6 4,7 15,0 Open End
REGIONENZERTIFIKATE
Baix (HVB) HVB4BY 132,30 –1,7 1,7 17,4 Open End
CECExt (RBI) RCB3R3 18,16 5,9 8,9 35,7 Open End
Stoxx Nordic 30 (BNP) ABN1NK 134,09 2,2 –1,8 –4,0 Open End
ROHSTOFFZERTIFIKATE
Bloomberg Commodity (RBI) RCB9UP 8,66 –1,8 –10,6 –1,1 Open End
Bloomberg Indust. Metals (UBS) UT8KGL 105,39 1,8 –2,0 3,0 Open End
Brent Oil (SOG) CU0L1S 79,59 –1,7 –12,4 –8,5 Open End
CO2-Emissionsrechte (SOG) SH755G 85,26 8,3 13,0 16,2 Open End
Gold Quanto (DB) DB0SEX 313,24 15,6 26,9 49,7 Open End
Kupfer Comex (RBI) RC0EPT 3,19 –9,6 –22,2 –3,6 Open End
Rogers Intl. Energy (BNP) ABN08Q 36,92 –6,0 –16,7 –6,2 Open End
Silber Quanto (HVB) HV2XAG 34,67 29,8 38,1 58,7 Open End
EMITTENTEN: BNP BNP Paribas
DB Deutsche Bank
DZ Bank
ERG Erste Group
GS Goldman Sachs
HVB HypoVereinsbank
LEO Leonteq
MS Morgan Stanley
RBI Raiffeisen Bank International
SOG Société Générale
UBS UBS
VON Vontobel
FOCUS MONEY 40/2025
103
moneyanalyse Top-Fonds
Die besten Aktienfonds
Der FPM Stockpicker Germany All Cap C setzt auf deutsche Small- und Mid-Caps, der ASVK Substanz & Wachstum bietet globale
Flexibilität und aktive Renditechancen, und der Abaris Technology Opportunities A USD fokussiert sich auf Technologieunternehmen
Starke Performance
Der FPM Funds Stockpicker Germany All Cap C hat sich in den letzten zwölf Monaten mit einer Rendite von 37,3 Prozent
überdurchschnittlich entwickelt. Im Vergleich zur Kategorie „Deutschland Small/Mid-Cap Equity“ liegt der Fonds im oberen
Quartil. Seit seiner Auflage am 29. Januar 2001 verfolgt der Fonds einen Value-Ansatz.
Aktien Deutschland ISIN Wertentwicklung
1 Jahr in %
FPM Funds – Stockpicker Germany All Cap
Kursentwicklung über 1 Jahr in Euro
TOPS
FPM Stockpicker Germany All Cap C LU0124167924 37,3
MEAG ProInvest A DE0009754119 35,7
MPPM Deutschland R LU0993962298 32,9
550
500
FLOPS
Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland A LU0360172109 – 11,9
Werte&Sicherheit Deutsche Aktien Plus P DE000A3CT6N7 – 5,6
CSR Aktien Deutschland Plus R DE000A2P37R0 – 2,7
450
400
23.9.24 1.1.2025
23.9.
Flexibler Mischfonds auf der Überholspur
Der ASVK Substanz & Wachstum Fonds wird von Alexander Strässer geleitet, der seit der Auflage im Jahr 2007 für das Management
verantwortlich ist. Mindestens 25 Prozent des Fondsvermögens werden in Kapitalbeteiligungen wie Aktien und Aktienfonds
investiert. Die laufenden Kosten liegen im oberen Bereich, was bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollte.
Mischfonds ISIN Wertentwicklung
1 Jahr in %
ASVK Substanz & Wachstum UI
TOPS
ASVK Substanz & Wachstum DE000A0M13W2 59,7
M&W Capital LU0126525004 52,6
Globale Trends innovativ R DE000A3CNGU6 37,3
Kursentwicklung über 1 Jahr in Euro
90
80
70
FLOPS
Pardus Global UI DE000A2JF7R6 – 9,2
PP Global Balanced Thes AT0000A0M5C5 – 7,8
boerse.de-Weltfonds TM LU1839896005 – 7,6
50
23.9.24 1.1.2025 23.9.
60
US-Konzerne sorgen für Kursanstieg
Der Fonds hat sein Domizil in Luxemburg, investiert in US-Dollar und thesauriert die Erträge. In den letzten zwölf Monaten erzielte
er eine Rendite von 148,7 Prozent. Thematisch liegt der Fokus auf Technologieunternehmen, ergänzt durch zyklische
Konsumgüter, Kommunikationsdienste, Industrie- und Basismaterialien. Geografisch stehen die USA im Vordergrund.
TOPS
FLOPS
Aktien Tech ISIN Wertentwicklung
1 Jahr in %
Abaris Technology Opportunities A $ LU1683490418 148,7
BIT Gl Technology Leaders R - I DE000A2N8127 85,1
Superfund Black Blockchain EUR LI1231315725 80,6
JPM Europe Dyn Technologies A dist € LU0104030142 1,6
UBS (L) AI and Robotics Eq B $ LU1330433571 3,0
AXA WF Robotech A Cap € LU1536921650 3,4
Abaris Technology Opportunities
Kursentwicklung über 1 Jahr in Euro
100
80
60
40
23.9.24 1.1.2025 23.9.
Daten: FVBS professional; Charts Bloomberg
104 FOCUS MONEY 40/2025
Kryptowährungen / Kalender
Beim Krypto-Update arbeitet FOCUS MONEY exklusiv mit Coinshares zusammen, einem weltweit führenden
Investmentunternehmen für digitale Vermögenswerte. Jede Woche stellen Experten des Research-Teams wichtige
Entwicklungen auf dem Kryptomarkt vor. Diese Woche: Luke Nolan, Senior Research Associate bei Coinshares
Eine gute Kaufgelegenheit
Am 22. September erlebten die Kryptomärkte einen der turbulentesten
Handelstage in der jüngeren Vergangenheit: Innerhalb von 24 Stunden wurden
Krypto-Positionen im Wert von mehr als 1,7 Milliarden US-Dollar zwangsweise
liquidiert. Solche Ereignisse treten dann auf, wenn Anleger mit Hebel
wetten und die Kurse gegen sie laufen. Dann sind die Börsen irgendwann
gezwungen sind, Positionen zu verkaufen, um die Schulden zu decken.
Besonders stark betroffen war diesmal die zweitgrößte Kryptowährung
Ether (Ethereum) mit der größten Ein-Tages-Liquidation seit dem Jahr
2021. Insgesamt handelte es sich außerdem um den größten Ausverkauf
seit fast zwei Jahren, was ein Hinweis auf überfüllte und stark gehebelte
Positionen ist. Von „überfüllt“ spricht man, wenn sich übermäßig viel
Kapital auf dieselben Trades konzentriert, wodurch die Positionen anfällig
für plötzliche Kursumkehrungen werden.
Historisch betrachtet bereiten solche Marktbereinigungen jedoch oft
den Boden für eine stabilere Kursrally. Denn durch den Abbau der zahlreichen
Hebelpositionen rücken die Fundamentaldaten wieder stärker
in den Fokus. Zwar bleibt der Ausblick unsicher, doch in der Vergangenheit
boten vergleichbare Ereignisse häufig die Gelegenheit, Positionen
zu attraktiveren Niveaus neu aufzubauen.
Massive Zwangsliquidierungen
Gesamte Liquidationen aller Krypto-Assets
Anzahl in Milliarden
pro Tag
Short-Liquidationen
Long-Liquidationen
2023 2024 2025
Top-5 Kryptowährungen
1)
Marktkapital.
in Mrd. Euro
1,0
0
–1,0
–2,0
Wertentwicklung 2)
1 Monat 3 Monate 1 Jahr
1 Bitcoin 1910 –1,7% 7,5 % 77,6 %
2 Ethereum 431 –12,1% 73,0 % 58,4 %
3 XRP 146 –5,2% 30,7 % 385,8 %
4 Solana 101 5,0 % 53,9 % 49,2 %
5 Tron 27 –6,8% 24,7 % 124,3 %
Stand: 23.09.25; 1) ohne Stable-, Meme- und Exchange-Coins, 2) auf Euro-Basis
Quelle: Coinshares
Quelle: Coinshares
Ausblick: Die zwei Top-Termine der nächsten Woche
29.09.2025 MESSE IAC 30.09.2025 ARBEITSMARKT
Großes Raumfahrttreffen
Heute startet im australischen Sydney das
weltweit wichtigste Treffen der Raumfahrtszene
– der Jahreskongress der International Astronautical
Federation (IAF beziehungsweise
IAC). Dieser dauert bis zum 3. Oktober. Dort treffen
sowohl staatliche Akteure, etwa von der USamerikanischen
Nasa, wie auch Vertreter aus
der Industrie zusammen. Die Veranstaltung findet
bereits seit 1950 statt. In diesem Jahr liegt
der thematische Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit
bei Missionen im All (offizielles Motto: „Sustainable
Space: Resilient Earth“). Angesichts der
zunehmenden Kommerzialisierung des Sektors
könnte dieser Gesichtspunkt zukünftig eine
wichtigere Rolle spielen. Gut möglich, dass das
Branchentreffen auch Aktien des Segments
neuen Schub verleiht.
Zahlen für den September
An diesem Tag veröffentlicht die Bundesagentur
für Arbeit mit Sitz in Nürnberg ihren
Arbeitsmarktbericht für den Monat September.
Börsianer achten genau auf Daten zur Entwicklung
der Jobsituation, da sie Rückschlüsse
auf die allgemeine konjunkturelle Lage und
die Ausgabeneigung der Konsumenten zulassen.
Aber auch der Einfluss des Arbeitsmarkts
in der größten Volkswirtschaft der Eurozone
auf die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank
ist ein Grund für Investoren, dort besonders
genau hinzusehen.
Im August war die Zahl der Arbeitslosen aufgrund
von Saisoneffekten auf 3,025 Millionen
angestiegen, während die saisonbereinigte
Arbeitslosigkeit leicht gesunken war. Die
Arbeitslosenquote betrug 6,4 Prozent.
Jobvermittler:
Die Bundesagentur für
Arbeit veröffentlicht ihre
Septemberzahlen
Was noch passiert: +++ Der US-Logistiker Fedex lädt zur jährlichen Hauptversammlung +++ Die Betreibergesellschaft
der gleichnamigen Baumarktkette Hornbach Holding veröffentlicht Zahlen zum zweiten Quartal
+++ Levi Straus, legendärer Jeanshersteller aus San Francisco, berichtet über das dritte Jahresviertel +++
FOCUS MONEY 40/2025
Fotos: Adobe Stock 105
moneyinside
ANDREAS KÖRNER,
Chefstratege Alpha Cap Report
und Ex-Wertpapierhändler
D
z
b
T
ANDIS BÖRSEN-BAROMETER
Was der Gini-Koeffizient Anlegern verrät
Viele dürften den Gini-Koeffizienten,
benannt nach dem italienischen Statistiker
Corrado Gini (1884 bis 1965), aus der
Gesellschaftsforschung kennen. Dort gibt
er die Gleich- beziehungsweise Ungleichverteilung
von Vermögen wider. Der Koeffizient
kann Werte zwischen null und
eins annehmen, wobei null einer vollständigen
Gleichverteilung und ein Wert von
eins einer kompletten Konzentration bei
einem Mitglied der Gruppe entspricht.
Der Gini-Koeffizient kann aber auch die
Konzentration von Aktien in einem Index
angeben. HQ Trust, das Family-Office der
Industriellenfamilie Harald Quandt, hat
dazu die elf Sektoren, in die der Indexanbieter
MSCI das Aktienuniversum traditionell
unterteilt, anhand der Sektorindizes
untersucht. Hier würde ein Wert von null
bedeuten, dass alle Titel exakt gleich gewichtet
sind. Bei einem Koeffizienten von
eins würde eine einzige Aktie den gesamten
Index bestimmen. Um die aktuellen
Stände des Gini-Werts einordnen zu können,
wurden sie mit jenen seit 1998 verglichen.
Die zentralen Aussagen der Studie:
Der Gini-Koeffizient über alle Sektoren ist
in den USA mit aktuell 0,69 sehr nah an
seinem Hoch aus dem Jahr 2000 – rund
um die Dotcom-Bubble. In Europa hingegen
befinde sich das Maß der Ungleichheit
mit 0,58 im historischen Vergleich
eher im niedrigen Bereich. Am geringsten
war es mit 0,54 Anfang 2021. In den
USA würden nur drei der elf Sektoren
eine höhere Konzentration aufweisen als
der Gesamtindex: Technologie, Kommunikation
und zyklischer Konsum, was daran
liege, dass in diesen drei Sektoren
die Magnificent Seven enthalten sind. Besonders
niedrig ist der Gini-Koeffizient
aktuell und historisch bei den Materialien,
den Immobilien-AGs und den Versorgern.
Ebenfalls bemerkenswert: In Europa ist
derzeit kein einziger Sektor so konzentriert
wie der MSCI USA. Relativ hoch sei
der Gini-Koeffizient in Europa in den Sektoren
Gesundheit, Tech und Energie.
Sehr niedrig in der Immobilienbranche.
Das Fazit von HQ: Ein niedriger Gini-
Koeffizient ist nicht automatisch besser
als ein hoher Wert: Er kann etwa darauf
hindeuten, dass der Sektor keine dominierenden
Marktführer hat. Und: Anleger
sollten die Konzentration innerhalb
eines Sektors daher im Kontext ihres gesamten
Portfolios betrachten.
DAS GELD-GESPRÄCH
„Familiengründung war mein
bestes Investment“
von RUBEN GIULIANO
Geld ist für Sie…
Ein Mittel zum Zweck. Es gibt Sicherheit
und eröffnet Möglichkeiten, aber es ist
nie das Ziel an sich. Viel wichtiger ist,
was man damit bewirken kann.
Was war Ihr letzter Fehlkauf?
Ein Fahrrad ohne Gangschaltung. Ich
dachte, es wäre praktisch und unkompliziert,
aber im Alltag hat sich schnell
gezeigt, dass mir die Flexibilität fehlt.
Und was Ihr bestes Investment?
Die Entscheidung, eine Familie
zu gründen, hat mein Leben auf
TIM SCHRÖDER,
Geschäftsführer des
Bundesverbands
öffentlich bestellter
und vereidigter sowie
qualifizierter Sachverständiger
(BVS)
schönste Weise bereichert.
Was kann man mit Geld nicht kaufen?
Gesundheit, echte Freundschaften und
Zeit mit den Menschen, die einem am
Herzen liegen.
Was ist für Sie Geiz?
An der falschen Stelle zu sparen – vor
allem bei Freunden und Familie. Großzügigkeit
zeigt Wertschätzung und
Verbundenheit, und gerade im engsten
Kreis sollte man nicht kleinlich sein.
Welchen Spartipp sollte jeder kennen?
Zum Beispiel das Licht auszuschalten,
wenn man einen Raum verlässt. Solche
einfachen Maßnahmen sparen nicht nur
Geld, sondern schonen auch die Umwelt.
Was ist für Sie Verschwendung?
Achtlos mit Zeit und Geld umzugehen.
106 Foto: J.A. Wolff
FOCUS MONEY 40/2025
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BESPRECHUNG: Vor
einem gesundheitsbedingten
Jobverlust ist niemand
gefeit – da balanciert jeder
nah am Abgrund
BERUFSUNFÄHIGKEIT
Das unterschätzte Risiko
Bezüglich der Gefahren eines krankheitsbedingten Jobverlusts klaffen Wahrnehmung und
Realität weit auseinander. Zudem ist vielen Menschen der finanzielle Wert ihrer Arbeitskraft
gar nicht bewusst. Doch mit den besten Berufsunfähigkeitspolicen sind Sie gut geschützt
von WERNER MÜLLER
2 Titel: Adobe Stock
Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
Die angeblich ach so risikoscheuen Deutschen scheinen
ab und an doch mal ganz gern mit dem Feuer zu spielen
– ob bewusst oder unbewusst. Anders ist kaum zu
erklären, wie und womit sie ihren persönlichen Absicherungsbedarf
gestalten. Denn so mancher hat weitgehend
überflüssige Policen wie für Reisegepäck, Brillen, Tickets,
Elektronik, Handy, Autoinsassen oder die Hochzeit in seinem
Versicherungsportfolio. Auch eine private Unfallversicherung,
die immerhin mehr als jeder Dritte abgeschlossen hat,
mag zwar in Einzelfällen sinnvoll sein – aber erst, wenn andere
existenziellere Risiken abgesichert sind. Dazu zählt vor
allem die Absicherung der eigenen Arbeitskraft, die selbst
eher versicherungskritisch eingestellte Verbraucherschützer
als enorm wichtig erachten.
Verzerrte Wahrnehmung. Doch gerade in puncto Risikobewusstsein
scheint es bei den Bundesbürgern zu hapern. So
zeigt eine Yougov-Umfrage im Auftrag von Swiss Life gleich
ein ganzes Bündel an falschen Einschätzungen: 70 Prozent
der Befragten glauben etwa, ihrem Beruf gesund bis zum Renteneintritt
nachgehen zu können. Tatsächlich aber wird jeder
vierte Berufstätige im Lauf seines Arbeitslebens mindestens
einmal berufsunfähig (BU). Sei es dauerhaft oder
zumindest temporär, weil beispielsweise Krebserkrankungen
oder ein Burn-out die Ausübung des Jobs unmöglich machen.
Auch dabei sieht die Realität ganz anders aus als von den
meisten gedacht: Fast die Hälfte der Befragten hat Angst, an
Krebs zu erkranken, aber nur neun Prozent befürchten eine
Depression. Die Realität zeigt jedoch, dass erheblich mehr
Beschäftigte wegen psychischer Probleme ihren Beruf an den
Nagel hängen müssen als wegen Krebsneubildungen (s. Grafik
Mitte). Und die Bürger liegen sogar bei den besonders gefährdeten
Risikogruppen oft daneben. Richtig ist zwar, dass
es bei körperlichen Tätigkeiten häufiger zum BU-Fall kommt,
aber auch Bürojobs im kaufmännischen oder akademischen
Bereich sind keinesfalls so gefahrlos wie gedacht. Schließlich
können Burn-out, Rückenleiden, Herzanfall & Co. alle Menschen
treffen – jederzeit und überall.
Schutz für die Realität. Und wenn es so weit kommt, hat
das in aller Regel auch erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen.
Fällt nämlich das regelmäßige Einkommen weg,
dürften nur die wenigsten dies aus anderen Quellen kompensieren
können. Daher ist die finanzielle Absicherung für den
Ernstfall so wichtig. Zielgenau schützt da vor allem eine separate
BU-Police, die dann eine vereinbarte monatliche BU-
Rente auszahlt. Denn: „Die BU-Versicherung versichert den
konkret ausgeübten Beruf und nicht nur die allgemeine
Erwerbsfähigkeit“, sagt Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer
des Analysehauses Franke und Bornberg.
Die dafür fälligen Beiträge richten sich nach der Höhe der
versicherten BU-Summe, der Laufzeit der Police sowie dem
Alter, Beruf und Gesundheitszustand der Versicherten. Deshalb
sollte sich jeder und jede frühzeitig darum kümmern.
Denn für Jüngere ist der BU-Schutz nicht nur günstiger zu
haben, sie trifft auch eine höhere Wahrscheinlichkeit für den
Ernstfall. Grund: Sie haben noch ein langes Arbeitsleben
vor sich, in dem viel passieren kann. Welche Policen sich
bestens für welche Berufsgruppen eignen, lesen Sie auf den
folgenden Seiten.
FOCUS MONEY 40/2025
Geringe Verbreitung
Nur etwa jeder fünfte Bundesbürger hat zu seiner
Arbeitskraftsicherung eine BU-Police abgeschlossen.
Dabei sind die Risiken eines Jobverlusts für jeden
hoch und die finanziellen Auswirkungen erheblich
Haben Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
in Prozent der Befragten
Ja 21,3
Nein, überlege, eine
abzuschließen 5,3
Nein, möchte aktuell
keine abschließen 36,9
weiß nicht,
keine Angabe 16,5
Quellen: LV 1871, Civey
Vielfältige Ursachen
Zahlreiche Gründe führen dazu, dass Menschen
krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten können. Besonders
oft liegt das am labilen Nervenkostüm. Aber
nur zu 7,4 Prozent an Unfällen und Verletzungen
Ursachen für Berufsunfähigkeit
Anteile 2025 in Prozent
Sonstige
Krankheiten des
Nervensystems
Krankheiten des
Kreislaufsystems
Unfälle und
Verletzungen
bösartige Neubildungen
(Krebs)
Quelle: Franke und Bornberg 2025
6,3
6,6
7,4
13,4
17,8
29,2
19,4
psychische Krankheiten u.
Verhaltensstörungen
Krankheiten des
Muskel-Skelett-Systems
und Bindegewebes
Längere Bearbeitung
Vom Eingang eines BU-Leistungsantrags bis zur Entscheidung
vergehen knapp sechs Monate. Nur bei
Krebsneubildungen fällt diese deutlich schneller.
Anerkennungen erfolgen früher als Ablehnungen
Zeit bis Leistungsregulierung nach Erkrankungen
Mittelwerte in Tagen
psychische Krankheiten/
Verhaltensstörungen
Verletzungen/Unfälle
Muskel-Skelett-System,
Bindegewebe
Nervensystem
Anerkennung Ablehnungen
Kreislaufsystem
Quelle: Franke und Bornberg 2025
Krebs
0 40 80 120 160
3
moneyrating-spezial
BEWERTUNG
Was den besten BU-Schutz auszeichnet
Gemeinsam mit den Experten der Ratingagentur Franke
und Bornberg (FB) hat FOCUS MONEY wieder die besten Policen
der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ermittelt. Die
ausgezeichneten Angebote müssen dabei eine nachgewiesene
Bonität, faire Versicherungsbedingungen und eine
gute Beitragskalkulation bieten. Die Einzelkategorien werden
jeweils mit Schulnoten bewertet und zu einer Gesamtnote
zusammengefasst. Dafür zählt die Finanzstärke des
Anbieters (s. rechts) zu 20 Prozent, das FB-Rating des Kleingedruckten
(s. unten) zu 40 Prozent und die Beitragshöhen
(s. rechts unten) ebenfalls zu 40 Prozent. Dargestellt sind in
den Tabellen nur die Gesellschaften, die eine „hervorragende“
oder eine „sehr gute“ Bewertung erreichen (s. Gesamtnoten)
– pro Notenstufe in alphabetischer Reihenfolge.
Separat abgebildet werden dabei sechs verschiedene
Musterberufe, unterteilt
in Serviceversicherer
mit größerem persönlichem
Beratungsangebot
und in die nur
online abschließbaren
Direkttarife.
GESAMTNOTEN
Gesamtnote
Bewertung
1,00 bis 1,49 Hervorragend
1,50 bis 1,99 Sehr Gut
Faire Vertragsbedingungen gestaltet
FB-Tarifrating
FB-Rating
Stabilitätsrating
Rating
Schulnote
FFF+ 0,5
FFF 0,6 bis 1,5
FF+ 1,6 bis 2,5
FF 2,6 bis 3,5
F+ 3,6 bis 4,5
F 4,6 bis 5,5
F– 6,0
Schulnote
FFF+ 1
mmm+ 1,5
mmm 2
mm 2,5
m 3
m– 4
Für die Bewertung der konkreten Versicherungsbedingungen
je Tarif prüfen die Versicherungsexperten
von Franke und Bornberg
(FB) genau, ob die Regeln des Kleingedruckten
transparent, flexibel und kundenfreundlich
gestaltet sind. Denn nur allzu oft finden sich
die Fallstricke einer Police im schwer durchschaubaren
Dickicht der Klauseln. Deshalb
konzentrieren sich die FB-Prüfer ausschließlich
auf das Bedingungswerk sowie die Vertragsunterlagen.
Denn nur auf deren Basis
kann der Kunde im Zweifel auch einen berechtigten
Anspruch durchsetzen.
Die Prüfergebnisse fassen die FB-Analysten
in einem eigenen Tarifrating zusammen. Es
besteht aus einer zentralen Aussage, die in
unterschiedlichen Ratingklassen ausgedrückt
wird – von „FFF+“ für hervorragende Bedingungen,
„FFF“ für sehr gute, „FF+“ für gute
und so weiter bis zum Schlusslicht „F–“, das
ungenügende Vertragsbedingungen kennzeichnet.
Dabei vergibt FB für jeden geprüften
Tarif auch konkrete Schulnoten, die aus
der FB-Analyse so in die Gesamtnote für den
Leistungsteil übernommen werden. Es kann
daher also auch innerhalb einer Ratingklasse
zu unterschiedlichen Benotungen kommen (s.
Tabelle links oben).
Daneben gibt es ein gesondertes BU-Unternehmensrating,
bei dem die teilnehmenden
Versicherer bereit sind, sich einer intensiven
Prüfung ihres gesamten Umgangs mit dem Risiko
Berufsunfähigkeit zu stellen. Dieses hohe
Maß an Transparenz zeigen nur wenige Gesellschaften,
die dafür im FFF-Schema ein BU-Rating
erhalten. Nicht ganz so hochwertig ist die
größtenteils auf öffentlich zugänglichen Daten
beruhende BU-Stabilität des map-reports, der
ein mmm-Schema verwendet. Die so kombinierten
BU-Stabilitätsnoten werden in entsprechende
Schulnoten überführt und bewertet
(s. Tabelle links unten und Kasten rechts). Zwei
Ausnahmen: Canada Life ist der einzige Versicherer,
dessen Bruttotarife gleich den Nettotarifen
sind. Er nimmt also das Risiko möglicher
Fehlkalkulationen auf die eigene Kappe. Daher
ist die Bewertung der BU-Stabilität entbehrlich,
denn der Kunde muss keine Beitragserhöhungen
befürchten. Und Die Bayerische hat derzeit
kein Stabilitätsrating.
4 Foto: Adobe Stock
FOCUS MONEY 40/2025
DURCHBLICK: Nur wer alle
wichtigen Parameter kennt,
kann schlechten von gutem
BU-Schutz unterscheiden
Gute Bonität nachgewiesen
Die Finanzstärke der Versicherer sollten Kunden nicht aus dem Auge verlieren und bereits
vor Vertragsschluss als ein wichtiges Entscheidungskriterium miteinbeziehen. Denn
Versicherte müssen sich darauf verlassen, dass die gewählte Gesellschaft über die gesamte
Vertragslaufzeit finanziell solide aufgestellt ist, die zugesagten Leistungen auch
dauerhaft erfüllen kann sowie in der Lage ist, die zu zahlenden Beiträge möglichst gering
und stabil zu halten (s. auch Kästen unten). Das können aber nur Anbieter gewährleisten,
die ihre eigenen Finanzen gut im Griff haben.
Geprüft und bewertet wird das von verschiedenen renommierten Ratingagenturen.
Da sich die Bonitätsurteile der Analysehäuser jedoch sowohl bei den Prüfkriterien als
auch bei der verwendeten Notenskala teils deutlich unterscheiden, werden die konkreten
Finanzstärke-Aussagen
in Schulnoten
übersetzt (s. rechts). Es
zählt jeweils das beste
Urteil. Von wem dieses
stammt, ist in den Tabellen
angegeben. Die
zwei Ratings von Assekurata
werden dort
durch den Zusatz „B“
(Bonität) und „U“ (Unternehmensrating)
kenntlich gemacht.
Noten Finanzstärke-Urteile
S&P Fitch Moody’s A.M. Best Assekurata,
Bonität
Quellen: Standard & Poor’s, Fitch Ratings, Moody’s, A.M. Best, Assekurata, DFSI
Assekurata,
Unternehmensrating
DFSI,
Unternehmensqualität
Note
AAA AAA Aaa A++ AAA
AA+ AA+ Aa1 AA+
AA AA Aa2 A+ AA A++ AAA 1
AA– AA– Aa3 AA– AA+ 1,25
A+ A+ A1 A A+ A+ 1,75
A A A2 A AA 2
A– A– A3 A– A– A A+ 2,25
BBB+ BBB+ Baa1 B++ BBB+ A– A 2,75
Beiträge bezahlbar kalkuliert
Die Beiträge für den BU-Schutz werden in unserem Test
anhand von sechs verschiedenen Musterfällen ermittelt
(s. Tabelle). So können möglichst viele Kunden eine erste
Orientierung bei der für sie passenden BU-Absicherung erhalten.
Dabei sollen die konkreten Berufe in der Regel eine
ganze Gruppe von Beschäftigtenverhältnissen repräsentieren,
damit auch Interessenten anderer, ähnlich gelagerter
Jobs grundsätzlich einen finanziellen Anhaltspunkt
für ihren BU-Schutz haben: also
Bankangestellte die Angestellten, Vertriebsleiter
die leitenden Angestellten, Ingenieure
die Akademiker, Rechtsanwälte die Freiberufler,
Malermeister die Selbstständigen und
Tischler die Handwerker.
Die konkrete Bewertung der Beitragsgestaltung
je Musterfall ist in den Tabellen unten
zu finden. Für die gesamte Beitragsnote
Bruttobeitrag Nettobeitrag
bis 190 = 1 bis 140 = 1
bis 210 = 1,5 bis 155 = 1,5
bis 230 = 2 bis 170 = 2
Bruttobeitrag Nettobeitrag
bis 60 = 1 bis 35 = 1
bis 70 = 1,5 bis 40 = 1,5
bis 80 = 2 bis 45 = 2
Musterfälle
Bruttobeitrag Nettobeitrag
bis 80= 1 bis 65 = 1
bis 90 = 1,5 bis 70 = 1,5
bis 100 = 2 bis 75 = 2
zählt dabei die maximale Bruttoprämie zu 30 Prozent, die
tatsächlich zu zahlende Nettoprämie zu 50 Prozent und
die Beitragsstabilität (s. Kasten links) zu 20 Prozent. Grund:
Der Nettobeitrag ist wichtiger, denn dieser wird Monat für
Monat aus dem Geldbeutel des Versicherten fällig. Hat sich
der Anbieter jedoch verkalkuliert, etwa bei der Schadenserwartung
oder seinen eingepreisten Kapitalerträgen, kann
er die verlangten Nettobeiträge sogar bis maximal zum
ausgewiesenen Bruttobeitrag anheben.
Beruf Alter Vertragsende mit monatliche BU
Bankangestellter 30 Jahre 67 Jahren 1500 Euro
Vertriebsleiter 45 Jahre 67 Jahren 2500 Euro
Maschinenbauing. 30 Jahre 67 Jahren 1500 Euro
Rechtsanwalt 33 Jahre 67 Jahren 2100 Euro
Malermeister 35 Jahre 65 Jahren 2000 Euro
Tischler 30 Jahre 65 Jahren 1500 Euro
Bruttobeitrag Nettobeitrag
bis 190 = 1 bis 150 = 1
bis 210 = 1,5 bis 165 = 1,5
bis 230 = 2 bis 180 = 2
Bankangestellter
Bruttobeitrag
Vertriebsleiter Ingenieur Rechtsanwalt Malermeister Tischler
Nettobeitrag
bis 70 = 1 bis 55 = 1
bis 80 = 1,5 bis 60 = 1,5
bis 90 = 2
usw.
bis 65 = 2
usw.
Bruttobeitrag Nettobeitrag
bis 170 = 1 bis 115 = 1
bis 180 = 1,5 bis 125 = 1,5
bis 190 = 2 bis 135 = 2
FOCUS MONEY 40/2025
5
moneyrating-spezial
Bankangestellter
Gesellschaft Tarif Finanzstärke (von) FB-
Rating
Stand: Juli 2025; in Euro; Musterfälle, Noten, Gewichtung s. S. 4/5
BU-
Stabilität
Bewertung
Serviceversicherer
Axa/DBV SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF+ mm 95,08 63,94 Hervorragend
Baloise BUVersicherung | Baustein ArbeitsunfähigkeitsSchutz A+ (S&P) FFF+ mmm 82,58 61,93 Hervorragend
Canada Life SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit (SBU) AA (S&P, Fitch) FFF – 51,28 51,28 Hervorragend
Dialog SBU-professional | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (Fitch) FFF+ mmm 78,04 52,29 Hervorragend
Ergo Vorsorge ERGO BU Premium AA (Fitch) FFF+ FFF+ 109,02 71,95 Hervorragend
HDI SBU EGO Top | Baustein Leistung bei Krankschreibung A+ (A.M. Best) FFF+ FFF+ 87,74 65,80 Hervorragend
Signal Iduna SI WorkLife EXKLUSIV-PLUS | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (DFSI) FFF+ mm 86,81 56,43 Hervorragend
Stuttgarter BUV-PLUS premium A (Assekurata, B) FFF+ mmm 91,24 63,87 Hervorragend
Versorgungswerk Presse BerufsunfähigkeitsPolice Premium Allianz: AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 102,51 71,76 Hervorragend
Volkswohl Bund SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit A (Fitch) FFF+ mmm 85,79 58,34 Hervorragend
Zurich SBU | Baustein Leistung bei Arbeitsunfähigkeit A+ (A.M. Best) FFF+ mmm 84,24 63,18 Hervorragend
Allianz BerufsunfähigkeitsPolice Premium AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 104,59 80,53 Sehr Gut
Alte Leipziger SBU – SecurAL | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA– (Assekurata, B) FFF+ mmm 96,36 75,16 Sehr Gut
Condor SBU comfort | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF mmm 100,30 70,21 Sehr Gut
Continentale PremiumBU | Baustein Plus-Paket AA+ (DFSI) FFF+ mmm+ 122,70 73,62 Sehr Gut
Die Bayerische SBU PROTECT | Baustein AU-Schutz AA+ (DFSI) FFF – 94,78 60,19 Sehr Gut
Gothaer SBU Premium mit AU A (S&P) FFF+ mmm 91,00 67,30 Sehr Gut
InterRisk SBU XL Vienna: A+ (S&P) FFF mmm 94,67 71,00 Sehr Gut
LV 1871 Golden BU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA+ (DFSI) FFF+ mmm+ 109,49 72,26 Sehr Gut
Nürnberger BU4Future Komfort mit AU A (Fitch) FFF+ FFF+ 122,90 82,41 Sehr Gut
VPV BU | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (DFSI) FFF mm 97,08 68,96 Sehr Gut
Württembergische SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (DFSI) FFF mmm 92,11 66,74 Sehr Gut
Direkttarife
Cosmos
BU | Baustein Premium-Schutz | Baustein
Assistance | Baustein AU-Schutz
A+ (Fitch) FFF mmm 103,16 77,37 Sehr Gut
Tischler
Gesellschaft Tarif Finanzstärke (von) FB-
Rating
Stand: Juli 2025; in Euro; Musterfälle, Noten, Gewichtung s. S. 4/5
Quellen: Franke und Bornberg/fb research, Finanzstärke-Ratings, eigene Berechnungen
BU-
Stabilität
Bruttobeitrag
Nettobeitrag
Bruttobeitrag
Nettobeitrag
Bewertung
Serviceversicherer
Axa/DBV SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF+ mm 172,14 119,21 Hervorragend
Baloise BUVersicherung | Baustein ArbeitsunfähigkeitsSchutz A+ (S&P) FFF+ mmm 173,42 130,06 Hervorragend
ChemieRente/KlinikRente/
MetallRente
BU plus (24 Monate) Swiss Life: A+ (S&P) FFF mmm 191,65 122,66 Hervorragend
Continentale PremiumBU | Plus-Paket AA+ (DFSI) FFF+ mmm+ 212,14 127,29 Hervorragend
Dialog SBU-professional | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (Fitch) FFF+ mmm 195,84 131,21 Hervorragend
Ergo Vorsorge ERGO BU Premium AA (Fitch) FFF+ FFF+ 197,46 130,32 Hervorragend
Hannoversche SBU Premium-Plus A++ (Assekurata, U) FFF+ mmm 158,70 119,02 Hervorragend
HDI SBU EGO Top | Baustein Leistung bei Krankschreibung A+ (A.M. Best) FFF+ FFF+ 190,51 142,88 Hervorragend
LV 1871 Golden BU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA+ (DFSI) FFF+ mmm+ 197,55 130,38 Hervorragend
Münchener Verein SBU Tarif 56 | Baustein AU AA (DFSI) FFF+ mmm 171,18 119,82 Hervorragend
Signal Iduna SI WorkLife EXKLUSIV-PLUS | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (DFSI) FFF+ mm 173,88 113,02 Hervorragend
Stuttgarter BUV-PLUS premium A (Assekurata, B) FFF+ mmm 184,87 129,41 Hervorragend
Volkswohl Bund SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit A (Fitch) FFF+ mmm 177,79 120,90 Hervorragend
Zurich SBU | Baustein Leistung bei Arbeitsunfähigkeit A+ (A.M. Best) FFF+ mmm 187,86 140,89 Hervorragend
Allianz BerufsunfähigkeitsPolice Premium AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 230,26 177,30 Sehr Gut
Alte Leipziger SBU – SecurAL | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA– (Assekurata, B) FFF+ mmm 202,54 157,98 Sehr Gut
Condor SBU comfort | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF mmm 226,06 158,25 Sehr Gut
Die Bayerische SBU PROTECT | Baustein AU-Schutz AA+ (DFSI) FFF – 226,94 144,11 Sehr Gut
Nürnberger BU4Future Komfort mit AU A (Fitch) FFF+ FFF+ 243,32 163,09 Sehr Gut
Swiss Life SBU | Baustein plus (24 Monate) A+ (S&P) FFF mmm 195,54 125,15 Sehr Gut
Universa Premium SBU AA (DFSI) FFF m 157,74 115,15 Sehr Gut
Versorgungswerk Presse BerufsunfähigkeitsPolice Premium Allianz: AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 225,65 157,95 Sehr Gut
VPV BU | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (DFSI) FFF mm 216,89 153,70 Sehr Gut
Württembergische SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (DFSI) FFF mmm 204,01 147,31 Sehr Gut
Direkttarife
Cosmos
BU | Baustein Premium-Schutz | Baustein Assistance |
Baustein AU-Schutz
A+ (Fitch) FFF mmm 213,35 160,02 Sehr Gut
Quellen: Franke und Bornberg/fb research, Finanzstärke-Ratings, eigene Berechnungen
BESTE
BU-RENTE
Angestellte
BESTE
BU-RENTE
Handwerker
6 FOCUS MONEY 40/2025
Maschinenbauingenieur
Gesellschaft Tarif Finanzstärke (von) FB-
Rating
BU-
Stabilität
Bewertung
Serviceversicherer
Allianz BerufsunfähigkeitsPolice Premium AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 62,30 47,97 Hervorragend
Baloise BUVersicherung | Baustein ArbeitsunfähigkeitsSchutz A+ (S&P) FFF+ mmm 53,45 40,09 Hervorragend
ChemieRente/KlinikRente/
MetallRente
BU plus (24 Monate) Swiss Life: A+ (S&P) FFF mmm 54,58 34,93 Hervorragend
Condor SBU comfort | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF mmm 72,10 50,47 Hervorragend
Continentale PremiumBU | Plus-Paket AA+ (DFSI) FFF+ mmm+ 81,29 48,77 Hervorragend
Dialog SBU-professional | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (Fitch) FFF+ mmm 64,15 42,99 Hervorragend
Gothaer SBU Premium mit AU A (S&P) FFF+ mmm 61,50 45,50 Hervorragend
HDI SBU EGO Top | Baustein Leistung bei Krankschreibung A+ (A.M. Best) FFF+ FFF+ 59,63 44,72 Hervorragend
LV 1871 Golden BU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA+ (DFSI) FFF+ mmm+ 64,85 42,80 Hervorragend
Münchener Verein SBU Tarif 56 | Baustein AU AA (DFSI) FFF+ mmm 63,00 44,10 Hervorragend
Stuttgarter BUV-PLUS premium A (Assekurata, B) FFF+ mmm 68,94 48,26 Hervorragend
Swiss Life SBU | Baustein plus (24 Monate) A+ (S&P) FFF mmm 56,02 35,85 Hervorragend
Versorgungswerk Presse BerufsunfähigkeitsPolice Premium Allianz: AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 61,07 42,75 Hervorragend
Volkswohl Bund SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit A (Fitch) FFF+ mmm 55,81 37,95 Hervorragend
Zurich SBU | Baustein Leistung bei Arbeitsunfähigkeit A+ (A.M. Best) FFF+ mmm 67,78 50,83 Hervorragend
Alte Leipziger SBU – SecurAL | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA– (Assekurata, B) FFF+ mmm 74,00 57,72 Sehr Gut
Axa/DBV SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF+ mm 87,06 58,55 Sehr Gut
Canada Life SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit (SBU) AA (S&P, Fitch) FFF – 51,28 51,28 Sehr Gut
Die Bayerische SBU PROTECT | Baustein AU-Schutz AA+ (DFSI) FFF – 77,27 49,07 Sehr Gut
Ergo Vorsorge ERGO BU Premium AA (Fitch) FFF+ FFF+ 105,05 69,33 Sehr Gut
Hannoversche SBU Premium-Plus A++ (Assekurata, U) FFF+ mmm 87,86 65,89 Sehr Gut
HanseMerkur Profi Care | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (DFSI) FF+ mmm 59,09 45,50 Sehr Gut
InterRisk SBU XL Vienna: A+ (S&P) FFF mmm 77,85 58,39 Sehr Gut
Nürnberger BU4Future Komfort mit AU A (FITCH) FFF+ FFF+ 85,82 57,57 Sehr Gut
Signal Iduna SI WorkLife EXKLUSIV-PLUS | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (DFSI) FFF+ mm 86,81 56,43 Sehr Gut
Universa Premium SBU AA (DFSI) FFF m 57,48 41,96 Sehr Gut
VPV BU | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (DFSI) FFF mm 77,70 55,25 Sehr Gut
Direkttarife
Cosmos
Stand: Juli 2025; in Euro; Musterfälle, Noten, Gewichtung s. S. 4/5
BU | Baustein Premium-Schutz | Baustein Assistance |
Baustein AU-Schutz
A+ (Fitch) FFF mmm 77,41 58,06 Sehr Gut
Quellen: Franke und Bornberg/fb research, Finanzstärke-Ratings, eigene Berechnungen
BESTE
BU-RENTE
Akademiker
Malermeister
Gesellschaft Tarif Finanzstärke (von) FB-
Rating
Stand: Juli 2025; in Euro; Musterfälle, Noten, Gewichtung s. S. 4/5
BU-
Stabilität
Bruttobeitrag
Nettobeitrag
Bruttobeitrag
Nettobeitrag
Bewertung
Serviceversicherer
Alte Leipziger SBU – SecurAL | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA– (Assekurata, B) FFF+ mmm 169,80 132,44 Hervorragend
Canada Life SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit (SBU) AA (S&P, Fitch) FFF – 153,65 153,65 Hervorragend
Hannoversche SBU Premium-Plus A++ (Assekurata, U) FFF+ mmm 255,99 191,99 Hervorragend
HDI SBU EGO Top | Baustein Leistung bei Krankschreibung A+ (A.M. Best) FFF+ FFF+ 239,41 179,56 Hervorragend
LV 1871 Golden BU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA+ (DFSI) FFF+ mmm+ 251,18 165,78 Hervorragend
Stuttgarter BUV-PLUS premium A (Assekurata, B) FFF+ mmm 221,15 154,80 Hervorragend
Versorgungswerk Presse BerufsunfähigkeitsPolice Premium Allianz: AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 277,13 193,99 Hervorragend
Allianz BerufsunfähigkeitsPolice Premium AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 282,77 217,73 Sehr Gut
Axa/DBV SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF+ mm 274,73 188,88 Sehr Gut
Baloise BUVersicherung | Baustein ArbeitsunfähigkeitsSchutz A+ (S&P) FFF+ mmm 275,56 206,67 Sehr Gut
ChemieRente/KlinikRente/
MetallRente
BU plus (24 Monate) Swiss Life: A+ (S&P) FFF mmm 287,28 183,86 Sehr Gut
Condor SBU comfort | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF mmm 271,09 189,77 Sehr Gut
Continentale PremiumBU | Plus-Paket AA+ (DFSI) FFF+ mmm+ 351,42 210,85 Sehr Gut
Dialog SBU-professional | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (Fitch) FFF+ mmm 288,48 193,27 Sehr Gut
Ergo Vorsorge ERGO BU Premium AA (Fitch) FFF+ FFF+ 310,10 204,67 Sehr Gut
Gothaer SBU Premium mit AU A (S&P) FFF+ mmm 270,90 200,50 Sehr Gut
InterRisk SBU XL Vienna: A+ (S&P) FFF mmm 250,24 187,68 Sehr Gut
Münchener Verein SBU Tarif 56 | Baustein AU AA (DFSI) FFF+ mmm 276,15 193,30 Sehr Gut
Swiss Life SBU | Baustein plus (24 Monate) A+ (S&P) FFF mmm 292,87 187,44 Sehr Gut
Volkswohl Bund SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit A (Fitch) FFF+ mmm 268,58 182,63 Sehr Gut
Direkttarife
Cosmos
BU | Baustein Premium-Schutz | Baustein Assistance |
Baustein AU-Schutz
A+ (Fitch) FFF mmm 260,16 195,11 Sehr Gut
Quellen: Franke und Bornberg/fb research, Finanzstärke-Ratings, eigene Berechnungen
BESTE
BU-RENTE
Selbstständige
FOCUS MONEY 40/2025
7
moneyrating-spezial
Rechtsanwalt
Gesellschaft Tarif Finanzstärke (von) FB-
Rating
BU-
Stabilität
Bewertung
Serviceversicherer
Allianz BerufsunfähigkeitsPolice Premium AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 103,25 79,50 Hervorragend
Baloise BUVersicherung | Baustein ArbeitsunfähigkeitsSchutz A+ (S&P) FFF+ mmm 83,39 62,54 Hervorragend
Canada Life SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit (SBU) AA (S&P, Fitch) FFF – 64,48 64,48 Hervorragend
ChemieRente/KlinikRente/
MetallRente
BU plus (24 Monate) Swiss Life: A+ (S&P) FFF mmm 99,23 63,51 Hervorragend
Condor SBU comfort | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF mmm 104,39 73,08 Hervorragend
Dialog SBU-professional | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (Fitch) FFF+ mmm 95,47 63,96 Hervorragend
Ergo Vorsorge ERGO BU Premium AA (Fitch) FFF+ FFF+ 120,79 79,72 Hervorragend
Gothaer SBU Premium mit AU A (S&P) FFF+ mmm 89,90 66,50 Hervorragend
Hannoversche SBU Premium-Plus A++ (Assekurata, U) FFF+ mmm 91,55 68,66 Hervorragend
HDI SBU EGO Top | Baustein Leistung bei Krankschreibung A+ (A.M. Best) FFF+ FFF+ 82,94 62,20 Hervorragend
InterRisk SBU XL Vienna: A+ (S&P) FFF mmm 92,06 69,04 Hervorragend
LV 1871 Golden BU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA+ (DFSI) FFF+ mmm+ 114,81 75,77 Hervorragend
Nürnberger BU4Future Komfort mit AU A (Fitch) FFF+ FFF+ 110,49 74,10 Hervorragend
Stuttgarter BUV-PLUS premium A (Assekurata, B) FFF+ mmm 102,59 71,81 Hervorragend
Swiss Life SBU | Baustein plus (24 Monate) A+ (S&P) FFF mmm 101,46 64,93 Hervorragend
Versorgungswerk Presse BerufsunfähigkeitsPolice Premium Allianz: AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 101,19 70,83 Hervorragend
Volkswohl Bund SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit A (Fitch) FFF+ mmm 92,66 63,01 Hervorragend
Alte Leipziger SBU – SecurAL | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA– (Assekurata, B) FFF+ mmm 107,93 84,18 Sehr Gut
Axa/DBV SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF+ mm 126,64 85,17 Sehr Gut
Continentale PremiumBU | Plus-Paket AA+ (DFSI) FFF+ mmm+ 133,61 80,16 Sehr Gut
Die Bayerische SBU PROTECT | Baustein AU-Schutz AA+ (DFSI) FFF – 114,25 69,69 Sehr Gut
HanseMerkur Profi Care | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (DFSI) FF+ mmm 98,88 76,14 Sehr Gut
Signal Iduna SI WorkLife EXKLUSIV-PLUS | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (DFSI) FFF+ mm 115,06 74,79 Sehr Gut
Universa Premium SBU AA (DFSI) FFF m 84,66 61,80 Sehr Gut
Zurich SBU | Baustein Leistung bei Arbeitsunfähigkeit A+ (A.M. Best) FFF+ mmm 122,53 91,90 Sehr Gut
Direkttarife
Cosmos
Stand: Juli 2025; in Euro; Musterfälle, Noten, Gewichtung s. S. 4/5
BU | Baustein Premium-Schutz | Baustein Assistance |
Baustein AU-Schutz
A+ (Fitch) FFF mmm 116,71 87,55 Sehr Gut
Quellen: Franke und Bornberg/fb research, Finanzstärkeratings, eigene Berechnungen
BESTE
BU-RENTE
Freiberufler
Vertriebsleiter
Gesellschaft Tarif Finanzstärke (von) FB-
Rating
Stand: Juli 2025; in Euro; Musterfälle, Noten, Gewichtung s. S. 4/5
BU-
Stabilität
Bruttobeitrag
Nettobeitrag
Bruttobeitrag
Nettobeitrag
Bewertung
Serviceversicherer
Allianz BerufsunfähigkeitsPolice Premium AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 229,68 176,85 Hervorragend
Gothaer SBU Premium mit AU A (S&P) FFF+ mmm 222,10 164,40 Hervorragend
HDI SBU EGO Top | Baustein Leistung bei Krankschreibung A+ (A.M. Best) FFF+ FFF+ 202,50 151,87 Hervorragend
LV 1871 Golden BU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA+ (DFSI) FFF+ mmm+ 258,99 170,93 Hervorragend
Stuttgarter BUV-PLUS premium A (Assekurata, B) FFF+ mmm 223,44 156,41 Hervorragend
Versorgungswerk Presse BerufsunfähigkeitsPolice Premium Allianz: AA (S&P, Fitch) FFF+ mmm+ 225,13 157,59 Hervorragend
Volkswohl Bund SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit A (Fitch) FFF+ mmm 228,53 155,40 Hervorragend
Zurich SBU | Baustein Leistung bei Arbeitsunfähigkeit A+ (A.M. Best) FFF+ mmm 185,23 138,92 Hervorragend
Axa/DBV SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF+ mm 324,10 222,82 Sehr Gut
Baloise BUVersicherung | Baustein ArbeitsunfähigkeitsSchutz A+ (S&P) FFF+ mmm 237,60 178,20 Sehr Gut
ChemieRente/KlinikRente/
MetallRente
BU plus (24 Monate) Swiss Life: A+ (S&P) FFF mmm 298,28 190,90 Sehr Gut
Condor SBU comfort | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (Fitch) FFF mmm 268,62 188,04 Sehr Gut
Dialog SBU-professional | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (Fitch) FFF+ mmm 310,05 207,73 Sehr Gut
Ergo Vorsorge ERGO BU Premium AA (Fitch) FFF+ FFF+ 317,66 209,66 Sehr Gut
Hannoversche SBU Premium-Plus A++ (Assekurata, U) FFF+ mmm 268,81 201,61 Sehr Gut
InterRisk SBU XL Vienna: A+ (S&P) FFF mmm 250,79 188,09 Sehr Gut
Signal Iduna SI WorkLife EXKLUSIV-PLUS | Baustein Arbeitsunfähigkeit A+ (DFSI) FFF+ mm 264,15 171,70 Sehr Gut
Swiss Life SBU | Baustein plus (24 Monate) A+ (S&P) FFF mmm 304,03 194,58 Sehr Gut
Württembergische SBU | Baustein Arbeitsunfähigkeit AA (DFSI) FFF mmm 271,84 196,14 Sehr Gut
Direkttarife
Cosmos
BU | Baustein Premium-Schutz | Baustein Assistance |
Baustein AU-Schutz
A+ (Fitch) FFF mmm 273,44 205,10 Sehr Gut
Quellen: Franke und Bornberg/fb research, Finanzstärke-Ratings, eigene Berechnungen
BESTE
BU-RENTE
Leitende Angestellte
8 FOCUS MONEY 40/2025