08.10.2025 Aufrufe

Fachpublikation "Flüchten - Ankommen - Bleiben. Solidarische Perspektiven", Hg. Integrationshaus

Zum 30-jährigen Jubiläum des Integrationshauses widmet sich die neue Fachpublikation genau diesen Fragen. Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis ziehen Bilanz: Was hat sich in der Arbeit mit geflüchteten Menschen und Migrant'innen bewährt – in Beratung, Bildung und Integration? Welche Herausforderungen bleiben bestehen? Die Publikation vereint Best-Practice-Beispiele mit praxisnahen Handlungsempfehlungen und richtet den Blick auf ein solidarisches Miteinander in einer postmigrantischen Gesellschaft. Erhältlich ab 10. November 2025 im gut sortierten Buchhandel und über den Webshop des Integrationshauses.

Zum 30-jährigen Jubiläum des Integrationshauses widmet sich die neue Fachpublikation genau diesen Fragen.

Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis ziehen Bilanz: Was hat sich in der Arbeit mit geflüchteten Menschen und Migrant'innen bewährt – in Beratung, Bildung und Integration? Welche Herausforderungen bleiben bestehen?

Die Publikation vereint Best-Practice-Beispiele mit praxisnahen Handlungsempfehlungen und richtet den Blick auf ein solidarisches Miteinander in einer postmigrantischen Gesellschaft.

Erhältlich ab 10. November 2025 im gut sortierten Buchhandel und über den Webshop des Integrationshauses.

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Verein Projekt

Integrationshaus

(Hg.)

Flüchten

Ankommen

Bleiben

Solidarische

Perspektiven


30 Jahre Integrationshaus – ein Ort der Vielfalt

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Integrationshauses

beleuchtet diese Publikation die Erfolge,

Herausforderungen und Zukunftsperspektiven in

der Arbeit für und mit geflüchteten Menschen und

Migrant*innen auf europäischer wie auch österreichischer

Ebene. Interne und externe Expert*innen

reflektieren über bewährte Maßnahmen in Betreuung,

Beratung, Bildung und Arbeitsmarktintegration.

Welche Ansätze wirken nachhaltig? Welche Erfahrungen

wurden gemacht? Die Publikation vereint

Good-Practice-Beispiele mit praxisnahen Handlungsempfehlungen

und lässt dabei auch Stimmen

von Betroffenen einfließen. Ein besonderer Fokus

liegt dabei auf der Frage, wie gesellschaftliche

Teilhabe und ein solidarisches Miteinander in postmigrantischen

Kontexten nicht nur ermöglicht,

sondern aktiv gestaltet werden können.


Verein Projekt Integrationshaus (Hg.)

Flüchten – Ankommen – Bleiben

Solidarische Perspektiven


Gefördert von der Stadt Wien Kultur und

dem Zukunftsfonds der Republik Österreich

Alle Rechte, insbesondere das des auszugsweisen Abdrucks

und das der fotomechanischen Wiedergabe, vorbehalten.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation

in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische

Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

ISBN 978-3-7017-3650-8

Herausgeber:

Verein Projekt Integrationshaus | www.integrationshaus.at

Redaktion: Martin Wurzenrainer, Magdalena Hörl,

Andrea Eraslan-Weninger, Terezija Stoisits

Lektorat: Marjeta Wakounig

Grafische Gestaltung: Nele Steinborn

Schrift: Sequel sans

Gesamtherstellung:

© 2025 Residenz Verlag GmbH | Mühlstraße 7 | 5023 Salzburg

info@residenzverlag.at

Druck: GRASPO, Tschechien

Papier: Munken print white


Verein Projekt Integrationshaus (Hg.)

Solidarische Perspektiven

Flüchten – Ankommen – Bleiben




Inhalt

Vorwort ....... . . . ..... . ............. . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . ... . . 11

Flüchten, Ankommen, Bleiben. Impulse für solidarische

Perspektiven – Eine Einführung

Magdalena Hörl ............. . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . ... . 13

FLÜCHTEN

Demokratisierung statt »neue Härte«. Wie Demokratie und

Flüchtlingsrechte zusammenhängen – und zu retten sind

Judith Kohlenberger ... . ............. . ............ ............... . . . . . ......... 21

Der Europäische Asylkompromiss und seine Folgen

Maximilian Pichl ............. . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . ... 29

Flüchtlingsschutz mit Weitblick denken

Ruth Schöffl & Christoph Pinter . . ............ ............... . . . . . ........ 37

Handlungsempfehlungen ......... . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . ... 46

ANKOMMEN

»Jetzt das Richtige tun?« Eine kritische Analyse des

Asyl- und Integrationskapitels im Regierungsprogramm 2025

(und was es eigentlich braucht)

Lukas Gahleitner-Gertz ............. . ............ ............... . . . . . ......... 51

Die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft. Warum die

Familienzusammenführung Geflüchteter so wichtig ist

Daniel Bernhart ............. . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . ... 59

Ankommen. Ein Plädoyer wider Ausgrenzung und Hetze und

für Empathie und Fürsorge für Flüchtlinge

Vedran Džihić ..... . ... . ... . ............. . ............ ............... . . . . . ........ 67

Handlungsempfehlungen ......... . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . ... . 74

6


BLEIBEN – Betreuung

Aufnahmebedingungen für Geflüchtete in Europa

Adriana Romer & Karl Kopp ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . ... 79

Die Geburtsstunde des Integrationshauses –

Ausgrenzung begegnen, Gemeinschaft gestalten

Magdalena Hörl ............. . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . ... 87

Eine kritische Betrachtung der Grundversorgung

Andrea Eraslan-Weninger ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . ... . 91

30 Jahre psychosoziale Betreuung. Erfahrungen der

ersten Stunde und Einsichten aus heutiger Leitungsperspektive

Magdalena Hörl im Gespräch mit Lydia Krob, Pakize Ergün,

Ljubomir Bratić, Sanja Zlatković sowie Emira Ulrich ......... . . . .. 101

Fremduntergebrachte Kinder und Jugendliche

Fachliche Differenzierung und Handlungsperspektiven

Maria Eckmayr & Daniel Hirschbeck ........ ............... . . . . . ........ 115

Mitbestimmen statt dabei zu sein

Partizipation von begleiteten geflüchteten Kindern

Lioba Kasper & Regina Rischan .... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . ... 121

Handlungsempfehlungen ......... . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . .. 144

BLEIBEN – Beratung

Rechtsberatung von Geflüchteten auf europäischer Ebene

Adriana Romer & Karl Kopp ....... . ............ ............... . . . . . ....... 147

Warum brauchen Geflüchtete eine Rechtsberatung?

Christoph Riedl ............. . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . .. 153

Von der Forderung nach Integration zur Realisierung

sozialer Teilhabe. Theorie und Praxis der Beratungsstelle des

Integrationshauses

Carmen Dreher & Lucia Miranda-Weidenholzer ....... . . . . . ....... 165

7


Ausbildungsberatung. Für uns zählen die Anliegen der

Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Magdalena Hörl im Gespräch mit

Yasmin de Silva & Mario Dirlinger ............ ............... . . . . . ....... 173

Handlungsempfehlungen ......... . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . .. 186

BLEIBEN – Bildung

»Ich lern’ von ihr«. Der Kindergarten als mehrsprachige

Bildungseinrichtung

Verena Blaschitz . . ... . ... . ............. . ............ ............... . . . . . ....... 189

Mehr als nur Deutsch. Perspektiven für die Förderung von

Mehrsprachigkeit in der schulischen Bildung

Hannes Schweiger . . ... . ............. . ............ ............... . . . . . ....... 197

Bildungsungleichheit im Schulwesen aus sozioökonomischer

und ethnischer Perspektive

Oliver Gruber ..... . ... . ... . ............. . ............ ............... . . . . . ..... 205

Rassismus- und diskriminierungskritische Bildungsarbeit

in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung

Seyran Bostanc . . ... . ... . ............. . ............ ............... . . . . . ....... 219

Fachbereich Bildung – (Erwachsenen-) Bildung im

Integrationshaus. mehrsprachig. vielfältig. sichtbar

Lydia Rössler & Hannah Greimel .. ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . . 233

Handlungsempfehlungen ......... . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . . 240

BLEIBEN – Arbeitsmarkt

Zum Arbeitsmarktzugang von Asylwerber*innen.

Eine unendliche Geschichte

Johannes Peyrl ............. . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . . 243

Potenziale anerkennen – Barrieren abbauen. Für faire

Anerkennungsverfahren und berufliche Teilhabe von

migrierten und geflüchteten Menschen

Norbert Bichl ..... . ... . ... . ............. . ............ ............... . . . . . ....... 251

8


Chancen für alle. JAWA Next begleitet geflüchtete und migrierte

Jugendliche in die berufliche Zukunft

Magdalena Hörl im Gespräch mit Roobina Ghazarian ....... . . . . 259

Handlungsempfehlungen ......... . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . . 268

BLEIBEN – Solidarisches Miteinander in postmigrantischen

Gesellschaften

Solidarität postmigrantisch

Erol Yildiz . . ..... . ............. . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . .. 271

Solidarisches Handeln stärken

The Easy Collective ....... . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . . 279

Politisch und gemeinschaftlich Teilnehmen ohne

Staatsbürgerschaft. Möglichkeiten und Hindernisse

Sieglinde Rosenberger ... . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . . 289

Jung und gefährdet, jung und gefährdend

Daniela Ingruber . . ... . ... . ............. . ............ ............... . . . . . ...... 297

Freiwilliges Engagement – es geht ums »dranbleiben«

Magdalena Hörl im Gespräch mit Sonja Scherzer,

Katharina Lugbauer & Christiane Höggerl ............... . . . . . ..... 305

Gelebte Realitäten – Perspektiven geflüchteter Menschen

Magdalena Hörl im Gespräch mit

Ðaneta Memisevic, S., Rabia, Mehraj & Nur Ali ......... . . . . . ....... 317

Handlungsempfehlungen ......... . ... . . . ...... ..... . ..... . ... . . . ... . . . ......... . . . . 334

Verein Projekt Integrationshaus. Ein Modell für ganzheitliche,

mehrsprachige Unterstützung und nachhaltige Teilhabe

Andrea Eraslan-Weninger, Susanne Lettner &

Martin Wurzenrainer ... . ............. . ............ ............... . . . . . ...... 337

9



Vorwort

Die vorliegende Fachpublikation hat zum Ziel, den aktuellen Stand

und die Entwicklungen in den Bereichen Flüchten, Ankommen und

Bleiben von geflüchteten Menschen auf europäischer und österreichischer

Ebene systematisch aufzubereiten. Die Beiträge versammeln

Perspektiven auf diese Bereiche – nicht als Abfolge biografischer Stationen,

sondern als politische und gesellschaftliche Zustände, die von

Machtverhältnissen, Grenzregimen und zivilgesellschaftlichem Handeln

geprägt sind. In einer Zeit, in der Abschottung, Entrechtung und

Polari sierung die Debatten um Migration dominieren, widmen sich die

Autor*innen den Chancen demokratischer Öffnung, der solidarischen

Gestaltung von Zusammenleben und dem Widerstand gegen Entmenschlichung.

Dabei verortet sich die Publikation an der Schnittstelle

zwischen Wissenschaft und Praxis und bezieht den reichhaltigen Erfahrungsschatz

des Integrationshauses mit ein.

Die Artikel geben Einblick in systematische Menschenrechtsverletzungen

an Europas Außengrenzen, beleuchten die politischen Diskurse,

die solche Zustände legitimieren, und zeigen zugleich auf, wie geflüchtete

Menschen und unterstützende Zivilgesellschaften Räume der Anerkennung

und Mitbestimmung schaffen (können). Die Texte verstehen

sich nicht als neutral beobachtende Analysen, sondern als engagierte

Beiträge in einer Auseinandersetzung um Grundwerte: um Menschenwürde,

Gleichheit und demokratische Teilhabe.

Als das Integrationshaus vor 30 Jahren eröffnet wurde, war Europa,

insbesondere Österreich, vor die enorme Herausforderung gestellt, als

Nachbarstaat des durch den Bürgerkrieg zerrütteten ehemaligen Jugoslawien

als wichtiger Zufluchtsort zu fungieren und innerstaatlich

durch die Erstarkung der rechtspopulistischen FPÖ gegen das Schüren

einer ausländerfeindlichen Stimmungsmache solidarische Haltung zu

11


Vorwort

zeigen. Seit Bestehen des Integrationshauses hat sich die Arbeit in diesem

Spannungsfeld wenig verändert, wenngleich sich politische Rahmenbedingungen

wie die Grundversorgung oder die Möglichkeit, unbegleitete

minderjährige Geflüchtete bedürfnisadäquat zu versorgen, im

Vergleich zu den 1990er-Jahren verbessert hat.

Der Mitbegründer Willi Resetarits, der das Integrationshaus stets

als sein Lebensprojekt bezeichnete, beschrieb es folgendermaßen: »Unsere

Idee war, ein Betreuungskonzept zu entwickeln, dass man Leute,

die aus einem Krieg, Folter oder aus einer schwierigen Situation kommen,

so behandelt und therapiert und ihnen hilft, dass sie binnen Kurzem

wieder auf eigenen Beinen stehen können, einen Job haben und

eine Wohnung finanzieren können, und dass man sie aus unserer Betreuungseinrichtung

dann wieder entlassen kann.« Dieser grundlegenden

Haltung ist das Haus mit seinem ganzheitlichen Ansatz bis heute

treu geblieben, wie in der vorliegenden Publikation nachzulesen ist. Darüber

hinaus positioniert sich das Integrationshaus parteiisch auf der

Seite von Geflüchteten, Migrant*innen und anderen Schutzsuchenden

und fordert von der Politik einen verantwortungsvollen und gerechten

Umgang mit diesen Menschen. Dies wird insbesondere anhand der

Handlungsempfehlungen am Ende der jeweiligen Kapitel verdeutlicht,

die auch gesammelt als Download zur Verfügung stehen.

Diese Publikation und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen

möchten zum Nachdenken anregen – und zum Handeln ermutigen.

Sie bezwecken die Sichtbarmachung eines lösungsorientierten

Zugangs, der Flucht und Migration nicht als »Problem« oder »Krise«

verhandelt, sondern als Chance für die Entwicklung einer pluralen, demokratischen

Gesellschaft. Denn die Frage, wie wir mit Menschen auf

der Flucht umgehen, ist auch eine Frage danach, welche Gesellschaft

wir sein wollen.

Andrea Eraslan-Weninger,

Susanne Lettner & Martin Wurzenrainer

Vorstandsmitglied und ehemalige Geschäftsführung,

wirtschaftliche & fachliche Geschäftsführung

des Integrationshauses

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