10.10.2025 Aufrufe

Rebhuhn, Elche und Eichhörnchen – Wildbrücke News #8

Die neue Ausgabe der Wildbrücke News #8 (2025) berichtet über aktuelle Entwicklungen in der Welt der Wildtiere. Im Fokus stehen das Rebhuhn als Vogel des Jahres 2026, die Rückkehr der Elche nach Deutschland, die Wildpferde auf der Sophienhöhe, die Auswilderung asiatischer Wildesel (Kulan) in Kasachstan sowie das neue Laubbläserverbot in Zürich. Außerdem: Eichhörnchenbrücken in Bayern – ein Beispiel, wie Städte Natur schützen können.

Die neue Ausgabe der Wildbrücke News #8 (2025) berichtet über aktuelle Entwicklungen in der Welt der Wildtiere. Im Fokus stehen das Rebhuhn als Vogel des Jahres 2026, die Rückkehr der Elche nach Deutschland, die Wildpferde auf der Sophienhöhe, die Auswilderung asiatischer Wildesel (Kulan) in Kasachstan sowie das neue Laubbläserverbot in Zürich. Außerdem: Eichhörnchenbrücken in Bayern – ein Beispiel, wie Städte Natur schützen können.

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Die Zeitung über

Wildtiere

Wildbrücke

ildbrücke

WNEWS

Ausgabe

#8

Symbolfoto Eichhörnchen: iStock.com/MartinJGruber / Verlauf: [@tenate-arte] via Canva / Sprachen ​Illustration: iStock/VectorStory

Impressum: Wildbrücke Medien | Stephan Jonetzko | Kronberger Str. 5 | 65510 Idstein | Webseite: www.wildbruecke.de | Feedback: info@wildbruecke.de



Wildtiere in Deutschland

Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026

Symbolbild: iStock/drakuliren

Die Entscheidung ist gefallen: Der Vogel des

Jahres 2026 ist gewählt. Nach der mehrwöchigen

Abstimmung, die der NABU gemeinsam

mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV)

durchgeführt hat, steht der Gewinner fest. Wie

der NABU auf seiner Webseite mitteilt, setzte

sich der diesjährige Sieger deutlich gegen die vier

weiteren Kandidaten – Amsel, Rebhuhn, Schleiereule,

Waldohreule und Zwergtaucher – durch.

Ziel der Aktion ist es laut NABU, auf gefährdete

Arten aufmerksam zu machen und

ihre Lebensräume stärker in den Fokus der

Öffentlichkeit zu rücken. Jede der nominierten

Vogelarten steht für ein bestimmtes

Naturschutzthema, das durch den Titel „Vogel

des Jahres“ mehr Beachtung finden soll.

Die öffentliche Wahl, die seit 2021 allen offensteht,

hat sich laut LBV zu einer wichtigen

Plattform für Umweltbildung entwickelt. Über

100.000 Menschen nahmen in diesem Jahr teil.

Der NABU betont, dass jede Stimme ein Zeichen

für Artenschutz und Biodiversität ist – und dass

die Aktion dabei hilft, bedrohte Arten stärker

in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.

Der neue „Vogel des Jahres“ wird nun ein Jahr

lang im Mittelpunkt zahlreicher Aktionen und

Informationskampagnen stehen. Schulen, Vereine

und Naturschutzgruppen sind eingeladen,

Projekte rund um den Gewinner zu gestalten und

auf seine ökologische Bedeutung hinzuweisen.

Mit der Bekanntgabe endet die Wahlkampagne

2025, über die wir bereits in der Wildbrücke

News #5 berichtet haben. Auch diesmal zeigt

sich, wie stark das Interesse an Themen rund um

Natur und Wildtiere in Deutschland wächst.

Quelle: NABU – „Vogel des Jahres 2026: Gewinner steht fest“, offizielle Mitteilung

zur Bekanntgabe, abgerufen am 08.10.2025:

https://www.vogeldesjahres.de, abgerufen am 10.10.2025 um 05:41 Uhr


Wildtiere in Deutschland

Wildpferde am Hambach-Tagebau: Zwischen Freiheit und Pflege

Symbolbild: iStock/waeske

Am Rand des Tagebaus Hambach in Nordrhein-Westfalen

leben wieder Wildpferde.

Die Tiere, meist vom robusten Typ Konikpferd,

weiden auf den rekultivierten Flächen

der sogenannten Goldenen Aue auf der

Sophienhöhe. Ziel des Projekts ist es, das

Gelände durch natürliche Beweidung offen

zu halten und damit Lebensraum für zahlreiche

Tier- und Pflanzenarten zu schaffen.

Wie das Informationsportal Neuland Hambach

berichtet, ist das Weideprojekt Teil der

Renaturierung des ehemaligen Braunkohlereviers.

Die Wildpferde tragen dazu bei, dass sich

Wiesen und Offenlandbereiche entwickeln,

anstatt mit Gehölzen zuwachsen. Ähnliche

Beweidungsprojekte mit Konikpferden werden

auch in anderen Teilen Deutschlands eingesetzt,

um artenreiche Landschaften zu fördern.

Nach Angaben der Forschungsstelle Rekultivierung

wurden auf der Sophienhöhe in diesem

Sommer drei Fohlen geboren – ein Zeichen dafür,

dass sich die Tiere in ihrer neuen Umgebung

gut eingelebt haben. Die Entwicklung der Herde

wird wissenschaftlich begleitet, um Erkenntnisse

über das Verhalten der Pferde in einem

halbnatürlichen Lebensraum zu gewinnen.

Das Projekt zeigt, wie sich ehemals industrielle

Landschaften wieder in naturnahe Lebensräume

verwandeln können. Die Wildpferde stehen

dabei sinnbildlich

für den Wandel im

Rheinischen Revier

– vom Abbaugebiet

hin zu einem vielfältigen

Ökosystem.

Quelle: Neuland Hambach – „Pilotprojekt: Wildpferde auf der Sophienhöhe“,

abgerufen am 08.10.2025 um 07:29 Uhr:

https://www.neuland-hambach.de/aktuelles/artikel/pilotprojekt-wildpferde-aufder-sophienhoehe

Forschungsstelle Rekultivierung – „Beweidung Sophienhöhe“, abgerufen am

08.10.2025 um 07:29 Uhr:

https://www.forschungsstellerekultivierung.de/Startseite/Biodiversitaet/Beweidung-Sophienhoehe

Spiegel – „Wildpferde am Tagebau Hambach: Mäher mit Mähne“, abgerufen am

08.10.2025 um 07:29 Uhr:

https://www.spiegel.de/deinspiegel/wildpferde-am-tagebau-hambach-maehermit-maehne-a-1c67352b-3891-4345-9471-b5a7d33e3542

wa.de – „Wildpferde leben in NRW am ‚größten Loch Europas‘“, abgerufen am

08.10.2025 um 07:29 Uhr:

https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/nrw-lebt-herde-hambach-wildpferde-sophienhoehe-konik-tagebau-rwe-groessten-loch-europas-93146910.html,

abgerufen am 08.10.2025 um 07:29 Uhr


Wildtiere auf der Welt

Esel-Auswilderung in Kasachstan: Kulan kehrt in die Steppe zurück

Symbolfoto: iStock/gorsh13

In Kasachstan ist die Auswilderung von Eseln

– genauer gesagt von Kulanen, einer Unterart

des Asiatischen Wildesels – ein bedeutender

Erfolg für den internationalen Artenschutz.

Wie das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung

(IZW) in Berlin mitteilt, wurden

mehrere Tiere erfolgreich in der zentralasiatischen

Steppe ausgewildert. Das Projekt

gilt als Meilenstein für die Wiederherstellung

des empfindlichen Steppenökosystems.

Die Aktion ist Teil des Programms „Rewilding

the Steppe“, das gemeinsam vom

IZW, der Association for the Conservation

of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK), dem

Komitee für Forstwirtschaft und Wildtiere

des kasachischen Umweltministeriums und

der Royal Society for the Protection of Birds

(RSPB) durchgeführt wird. Ziel ist es, den

Asiatischen Wildesel wieder dauerhaft in seinem

ursprünglichen Lebensraum anzusiedeln.

Wie das IZW berichtet, wurden die Esel zunächst

in einer vorbereiteten Einwilderungszone

gehalten, um sich an die Bedingungen

zu gewöhnen. Anschließend kamen sie in

ein rund 40.000 Quadratkilometer großes

Schutzgebiet, wo sie nun frei leben. Die Tiere

tragen GPS-Sender, mit denen Wissenschaftler

ihre Bewegungen und ihr Sozialverhalten

genau beobachten können. Laut IZW hat

sich die Herde stabilisiert und zeigt bereits

typische Verhaltensmuster wilder Esel.

Die Wiederansiedlung des Kulan (Equus

hemionus kulan) ist ein wichtiger Schritt zur

ökologischen Wiederherstellung der Steppenlandschaften

Zentralasiens. Diese Regionen

litten in den vergangenen Jahrzehnten unter

Überweidung, intensiver Landwirtschaft und

den Folgen des Klimawandels. „Mit der

Rückkehr des Wildesels schaffen wir die

Grundlage für ein widerstandsfähigeres

Ökosystem, das auch anderen Arten zugutekommt“,

erklärt das IZW in seiner Mitteilung.

Das langfristig angelegte Projekt soll eine stabile

Wildpopulation aufbauen und gilt als Beispiel

für moderne Wiederansiedlungsstrategien, die

wissenschaftliche Forschung, Naturschutz und

regionale Zusammenarbeit vereinen. Die Esel

stehen dabei nicht nur symbolisch für den Erhalt

der biologischen

Vielfalt, sondern

auch für die Wiederbelebung

einer Landschaft,

die einst von

ihnen geprägt wurde.

Quelle: Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) – Pressemitteilung:

„Erfolgreiche Auswilderung von Kulanen ist ein Meilenstein für

Wiederherstellung des Steppenökosystems in Kasachstan“, veröffentlicht am 30.

September 2025, abgerufen am 08.10.2025 18:33 Uhr:

https://www.izw-berlin.de/de/pressemitteilung/erfolgreiche-auswilderung-vonkulanen-ist-ein-meilenstein-fuer-wiederherstellung-des-steppenoekosystemsin-kasachstan.html


Wildtiere in Europa

Zürich schränkt Laubbläser ein – Schutz für Natur und Wildtiere

Symbolfoto: iStock/photoschmidt

In der Stadt Zürich dürfen künftig nur noch

elektrische Laubbläser eingesetzt werden

– und das ausschließlich in den Monaten

Oktober bis Dezember. Wie der Schweizer

Rundfunk SRF berichtet, stimmte die Bevölkerung

am 28. September 2025 mit

deutlicher Mehrheit für eine Verschärfung

der bisherigen Regelung. Benzinbetriebene

Geräte werden damit vollständig verboten.

Der Entscheid geht auf eine Volksinitiative

zurück, die von Umwelt- und Naturschutzorganisationen

wie dem WWF Zürich unterstützt

wurde. Ziel der neuen Regelung ist es,

Lärm- und Schadstoffbelastung zu verringern

und die Auswirkungen auf Insekten, Kleinsäuger

und andere Wildtiere zu reduzieren.

Laubbläser erzeugen nach Angaben des WWF

nicht nur erheblichen Lärm, sondern können

auch Bodenlebewesen wie Käfer, Regenwürmer

und Spinnen schwer beeinträchtigen.

Sie zerstören Mikrohabitate und entfernen

Laubschichten, die für viele Tiere im Herbst

und Winter überlebenswichtig sind. „Laub ist

kein Abfall, sondern ein wichtiger Bestandteil

des Naturkreislaufs“, betont der WWF Zürich.

Die zeitliche Einschränkung auf die Herbstmonate

soll sicherstellen, dass Brut- und

Setzzeiten von Vögeln und Kleinsäugern

künftig besser geschützt sind. Auch das

Stadtökosystem profitiert: Durch das liegenbleibende

Laub im Frühjahr und Sommer

können Bodenorganismen und Insekten

in Gärten und Parks ungestört überleben.

Wie SRF berichtet, dürfen elektrische Geräte

weiterhin verwendet werden, um öffentliche

Wege, Straßen und Plätze zu reinigen – allerdings

nur im festgelegten Zeitraum. Die

Stadt Zürich will damit eine Balance zwischen

Stadtreinigung und Artenschutz schaffen.

Das Verbot benzinbetriebener Geräte gilt

ab 2026 und macht Zürich zur ersten Großstadt

in der Schweiz mit einer derart klaren

Regelung. Fachleute sehen darin ein Beispiel,

dem andere Städte folgen könnten.

Quelle: SRF – „Zürich verbietet benzinbetriebene Laubbläser“, Meldung vom

28.09.2025, abgerufen am 10.10.2025:

https://www.srf.ch/news/schweiz/abstimmungen-stadt-zuerich-zuerich-verbietet-laubblaeser

WWF Zürich – „Ja zur Einschränkung von Laubbläsern“, Aufruf und Hintergrund

zur Abstimmung, abgerufen am 10.10.2025:

https://www.wwf-zh.ch/service/news/detail/am-28-september-ja-zur-einschraenkung-von-laubblaesern

FAZ / dpa – „Abstimmung: Zürich erlaubt Laubbläser nur noch im Herbst“,

Agenturmeldung vom 29.09.2025, abgerufen am 10.10.2025:

https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/abstimmung-zuerich-erlaubt-laubblaeser-nur-noch-im-herbst-110707890.html



Wildtiere in Deutschland

Elche breiten sich in Deutschland wieder aus

Symbolfoto: iStock/Photosbypatrik

Elchbegegnungen in Deutschland werden zunehmend

wahrscheinlicher. Wie die Deutsche

Wildtier Stiftung mitteilt, hat sich der Bestand

der Elche in Europa in den vergangenen Jahren

deutlich erholt. Sichtungen wie die des bekannten

„Elch Emil“, der im Sommer durch Österreich

wanderte und bis nach Bayern gelangte,

könnten in Zukunft häufiger vorkommen.

„Da der Elchbestand in Europa zunimmt, werden

auch Sichtungen in Deutschland immer

wahrscheinlicher“, erklärt Professor Dr. Klaus

Hackländer, Wildtierbiologe und Vorstand der

Deutschen Wildtier Stiftung. Die meisten Tiere

wandern demnach aus Tschechien und Polen

ein, wo Jagdverbote und Schutzmaßnahmen

die Population seit rund zwei Jahrzehnten

ansteigen lassen. Besonders junge Elchbullen

suchen regelmäßig nach neuen Revieren –

nach Schätzungen der Stiftung leben derzeit

bis zu 20 Tiere dauerhaft in Deutschland.

Elche bevorzugen naturnahe Wälder mit

Wasserflächen, die ihnen Nahrung und

Rückzugsräume bieten. „Das Vorkommen

in Deutschland hängt auch davon ab, ob genügend

Gewässer vorhanden sind, in denen

sich die großen Pflanzenfresser abkühlen

können“, so Hackländer. Elche fressen täglich

bis zu 40 Kilogramm – vor allem Gräser,

Knospen, Rinde und Wasserpflanzen.

Die größte Gefahr für die Tiere ist der Straßenverkehr.

Das dichte Netz aus Straßen und Siedlungen

erschwert ihre Wanderungen. „Elche

flüchten nicht vor Fahrzeugen, sondern bleiben

stehen, um den vermeintlichen Feind zu beobachten“,

erklärt Hackländer. In Schweden,

wo etwa 400.000 Elche leben, sterben jährlich

rund 5.000 Tiere bei Verkehrsunfällen – auch

in Deutschland kam es bereits zu Kollisionen.

Damit sich Elche dauerhaft ansiedeln können,

fordert die Deutsche Wildtier Stiftung den

Ausbau von Wildtierkorridoren und Grünbrücken,

um Lebensräume zu vernetzen. „Wenn es

gelingt, Wildtierlebensräume besser miteinander

zu verbinden, könnte der Elch wieder Teil

unserer heimischen Fauna werden und unsere

Artenvielfalt bereichern“, so Hackländer weiter.

Zwei Meter groß, bis zu 700 Kilogramm schwer

und mit einem mächtigen Schaufelgeweih ausgestattet

– der Elch ist Europas größte Hirschart.

Wer mehr über die Art erfahren möchte,

findet in unserem Elch-Steckbrief weitere

Informationen zu Lebensweise und Verhalten.

Quellen: Deutsche Wildtier Stiftung – Pressemitteilung „Elchbegegnungen in

Deutschland werden immer wahrscheinlicher“, veröffentlicht am 09.10.2025,

abgerufen am 09.10.2025:

https://www.presseportal.de/pm/37587/6134089 (abgerufen am 10.10.2025,

06:10 Uhr).



Sicher über die Straße – Eichhörnchenbrücken in Bayern

Wildtiere in Deutschland

Symbolfoto: iStock/MartinJGruber

In Bayern sorgen sogenannte Eichhörnchenbrücken

dafür, dass die kleinen Kletterer

Straßen sicher überqueren können. Der

BUND Naturschutz in Bayern (BN) berichtet,

dass die Tiere die luftigen Übergänge

zunehmend annehmen und dadurch zahlreiche

Unfälle verhindert werden konnten.

Wie der BN mitteilt, wurden in mehreren Städten,

darunter Zirndorf, Nürnberg und Aschaffenburg,

in den vergangenen Jahren Seilbrücken

über stark befahrenen Straßen installiert. Die

Konstruktionen bestehen meist aus wetterfestem

Kunsthanf und hängen in etwa sechs Metern

Höhe über der Fahrbahn. Sie ermöglichen es

Eichhörnchen, von Baum zu Baum zu gelangen,

ohne gefährlich über den Asphalt zu müssen.

In einer aktuellen Mitteilung vom 26. September

2025 erklärt die BN-Kreisgruppe Nürnberg-

Stadt, dass die Maßnahmen erfolgreich sind:

Wildkameras dokumentieren regelmäßig, dass

die Tiere die Brücken tatsächlich nutzen. Besonders

in Gebieten mit hohem Verkehrsaufkommen

oder unterbrochenen Baumreihen seien sie

eine einfache, aber wirksame Schutzmaßnahme.

„Eichhörnchen sind flinke Kletterer, aber keine

guten Straßenüberquerer“, heißt es in der Mitteilung.

Jedes Jahr verunglücken viele Tiere im

Straßenverkehr. Mit den Seilbrücken könne dieser

Verlust deutlich verringert werden. Der BN

weist darauf hin, dass das Projekt nicht nur dem

Artenschutz dient, sondern auch ein Beispiel

für kooperativen Naturschutz in Städten ist –

denn die Brücken werden meist gemeinsam mit

Kommunen, Straßenbauämtern und örtlichen

Naturschutzgruppen geplant und finanziert.

Bereits im Jahr 2024 hatte der BN in Zusammenarbeit

mit der Stadt Zirndorf eine

erste Brücke installiert. Damals hieß es, das

Ziel sei es, gefährliche Straßenabschnitte zu

entschärfen, an denen viele Eichhörnchen

ums Leben kamen. Laut BN hängen mittlerweile

in Bayern mehrere solcher Übergänge,

und weitere Standorte sind in Planung.

Der Verband ruft zudem dazu auf, Eichhörnchen

im Herbst zu unterstützen, etwa durch

das Pflanzen von Haselsträuchern oder das

Aufstellen von Wasser- und Futterstellen.

In dieser Jahreszeit sind die Tiere besonders

aktiv und legen Vorräte für den Winter an.

Die Projekte zeigen, wie einfache Maßnahmen

einen großen Beitrag zum Schutz

heimischer Wildtiere leisten können – und

dass auch in Städten Platz für Natur ist.

Quellen: BUND Naturschutz in Bayern (BN) – Pressemitteilung: „Jetzt Eichhörnchen

im Herbst helfen!“, BN-Kreisgruppe Nürnberg-Stadt, veröffentlicht

am 26.09.2025, abgerufen am 10.10.2025:

https://nuernberg-stadt.bund-naturschutz.de/publikationen/pressemitteilungen/

pressemitteilungen-2025/30/2025-jetzt-eichhoernchen-im-herbst-helfen

BUND Naturschutz Bayern – Pressemitteilung: „Seilbrücke rettet Eichhörnchen“,

BN-Kreisgruppe Fürth, veröffentlicht am 20.11.2024, abgerufen am

10.10.2025: https://www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/seilbrueckerettet-eichhoernchen

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