dei – Prozesstechnik für die Lebensmittelindustrie 05.2025
Die Fachzeitschrift dei - Prozesstechnik für die Lebensmittelindustrie berichtet über Verfahren, Anlagen, Apparate und Komponenten für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Weitere Themen sind Hygienic Design, Industrie 4.0, digitale Produktion, MSR- und Automatisierungstechnik und die Verpackungstechnik. Abgerundet wird das inhaltliche Spektrum durch Nahrungs- und Genussmittelmaschinen, roboterbasierte Verpackungslösungen sowie Food Design und Getränkekonzepte.
Die Fachzeitschrift dei - Prozesstechnik für die Lebensmittelindustrie berichtet über Verfahren, Anlagen, Apparate und Komponenten für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Weitere Themen sind Hygienic Design, Industrie 4.0, digitale Produktion, MSR- und Automatisierungstechnik und die Verpackungstechnik. Abgerundet wird das inhaltliche Spektrum durch Nahrungs- und Genussmittelmaschinen, roboterbasierte Verpackungslösungen sowie Food Design und Getränkekonzepte.
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dei 05-2025 37
05-2025
22 TITEL
GANZHEITLICHE
PROZESSBERATUNG
8 BRANCHE IM FOKUS
PET FOOD
32 MESSENACHLESE
DRINKTEC 2025
54 SICHERE LEBENSMITTEL
FREMDWASSER IN MILCH
ENTDECKEN
Technik im Fokus
Pumpen, Kompressoren,
Antriebe
Sicherer Mühlenbetrieb
dank zuverlässiger Gebläse
TECHNIK IM FOKUS
PUMPEN, KOMPRESSOREN
UND ANTRIEBE
PROZESSTECHNIK FÜR DIE LEBENSMITTELINDUSTRIE
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dei EDITORIAL
Konstruktionselemente
für höchste Hygiene
und Prozesssicherheit
Auf den Hund
gekommen
Wer bei dieser Überschrift an wirtschaftlichen Abstieg denkt, darf
beruhigt aufatmen: In unserem Fall bedeutet „auf den Hund gekommen“
etwas ausgesprochen Positives. Denn die Lebensmittelindustrie
hat das Geschäftsfeld Heimtierfutter längst als attraktiven Wachstumsmarkt
entdeckt. Allein in Deutschland leben rund 11 Mio. Hunde
und fast 16 Mio. Katzen – und ihre Besitzer legen zunehmend
Wert auf eine Ernährung, die in Qualität und Sicherheit der menschlichen
Nahrung kaum nachsteht. Immerhin geben die Deutschen für
ihre Liebsten allein für Futter 4,3 Mrd. Euro aus.
Technologisch betrachtet ist Pet Food heute Hightech-Verarbeitung:
So ermöglichen moderne Extrusionstechnologien die präzise Formgebung
von Kroketten und Snacks. Misch- und Dosiertechnik sorgt
für gleichbleibende Rezepturen und Trocknung, Kühlung und Verpackung
müssen energieeffizient und hygienisch einwandfrei funktionieren.
Auch die Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle: Recyclingfähige
Verpackungen, alternative Proteinquellen und CO 2 -arme
Prozesse sind auch im Heimtierbereich gefragt.
Mit unserem neuen Special „Branche im Fokus: Pet Food“ ab Seite 8
möchten wir diesen wachsenden Sektor beleuchten und zeigen, wie
sich Verfahrenstechnik, Rohstofftrends und Qualitätsanforderungen
zu einem dynamischen Innovationsfeld verbinden.
Und weil Theorie allein nicht satt macht, laden wir Sie herzlich zur
Websession am 12. November 2025 auf prozesstechnik-online.de
ein. Dort geben Experten Einblicke in aktuelle Entwicklungen.
Vielleicht sind wir also tatsächlich „auf den Hund gekommen“ –
allerdings mit einem Augenzwinkern und mit vollem Fokus auf die
Chancen, die sich für die Lebensmittel- und Verfahrenstechnik in
diesem Markt eröffnen.
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Dr. Bernd Rademacher, Redakteur
dei 05-2025 3
dei INHALT 05-2025
22 Titel Vom Labor bis
zur Produktion: Fette
Compacting begleitet
Hersteller von Nutrazeutika
mit datenbasierter
Prozessberatung und innovativer
Tablettiertechnik.
10 Handling von Hunde-
und Katzenfutter:
Einsatz eines Vakuum-
Schlauchhebers mit integrierter
Wägezelle beim
Kommissionieren.
56 Bei der Kartoffelchips-Produktion
entsteht
ölhaltige Abluft, die sich
mithilfe der thermischen
Nachverbrennung mit
Wasserstoff nachhaltig
aufbereiten lässt.
BRANCHE IM FOKUS: PET FOOD
8 Nachhaltig in jeder Hinsicht
Hammermühle mit IE5-Synchronreluktanzmotoren
für den Ex-Bereich ausgerüstet
10 Kommissionieren von Hunde- und Katzenfutter
Mehr als nur Heben: Einsatz eines Vakuum-
Schlauchhebers mit integrierter Wägezelle
12 Sauberkeit in der Fischfutterproduktion
JBL setzt auf direkte Absaugung am Entstehungsort
14 Mehr Leistung, mehr Flexibilität
Massive Kapazitätserweiterung in einer
Pet-Food-Produktion im laufenden Betrieb
17 Universalwölfe zerkleinern Frisches und Gefrorenes
Maximale Flexibilität in der Produktion
32 MESSENACHLESE DRINKTEC
TECHNIK IM FOKUS: PUMPEN, KOMPRESSOREN, ANTRIEBE
37 TITEL Sicherer Mühlenbetrieb mit zuverlässigen Gebläsen
Milser Mühle setzt bei der Erzeugung von Förderluft
auf Delta Blower
41 PRODUKTE
44 Kraftschlüssig, kompakt, anwenderspezifisch
Flanschkupplungen im industriellen Einsatz
46 Der perfekte Biss
Servomotoren für pflanzliche Fleischalternativen
48 Smarte Servoantriebe in einer Rundlaufstanze
Obst- und Gemüseverarbeitung leicht gemacht
LEBENSMITTELPROZESSTECHNIK
22 TITEL Vom Labor bis zur Produktion
Ganzheitliche Prozessberatung für Nutrazeutika
26 Betriebskosten verdampfen
Energieeffiziente Eindampfanlagen für die
Lebensmittelindustrie
28 Palettenpasteur sichert Qualität der „Alten Liebe“
Kompakte Pasteurisation bei der Brauerei Kuchlbauer
HYGIENIC DESIGN
30 Gelenklager widerstehen extremen Bedingungen
Hygienische Komponenten beherrschen Korrosion
in jeder Lage
DIGITALISIERUNG
52 Service-Ökosystem verhindert Stillstände
Warum Maschinenstillstände eine echte Bedrohung sind
LEBENSMITTELSICHERHEIT, UMWELTTECHNIK
54 Fremdwasser auf der Spur
Kryoskop ermöglicht die Gefrierpunktbestimmung von
bis zu 40 Proben/h
56 Friteusenabluft nachhaltig mit Wasserstoff verwerten
Thermische Nachverbrennung in der Kartoffelchips-
Produktion
4 dei 05-2025
Um Klassen besser in Leistung und Effizienz
Technik im Fokus
Pumpen, Kompressoren,
Antriebe
OILFREE.AIR –
Schraubenkompressoren mit SIGMA PROFIL
Serie CSG
Sicherer Mühlenbetrieb
dank zuverlässiger Gebläse
RUBRIKEN
3 Editorial
4 Inhalt
6 Nachrichten
dei 05-2025 37
37 Technik im Fokus
Aktuelles rund um Pumpen,
Kompressoren und Antriebe
18 PRODUKTE
25 Exklusiv auf prozesstechnik-online.de
25 Gewinner Top-Produkt des Monats August
51 Literatur, Broschüren, E-Medien
51 So erreichen Sie die Redaktion
58 Vorschau
58 Impressum
• Neuer ölfrei verdichtender Kompressorblock:
entwickelt und hergestellt von KAESER
• Verdichterstufen mit SIGMA PROFIL ,
lebensmittelechter PEEK-Beschichtung und
Vibrationsüberwachung
• Höchste Effizienzklasse für das Antriebssystem:
(IE4, SFC: IE5)
• Bis zu 19 % effizienter im Vergleich zu
herkömmlichen ölfreien Kompressoren
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dei 05-2025 5
dei
NACHRICHTEN
Positive Grundstimmung im Nahrungsmittelmaschinenbau
DEUTSCHER EXPORT STEIGT WEITER
Auch die globale Getränkeindustrie wächst kontinuierlich
Der Fachverband Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen
im VDMA sieht die
Branche trotz großer Herausforderungen in
einer guten Verfassung. Der Export von Nahrungsmittel-
und Verpackungsmaschinen ist
im ersten Halbjahr 2025 gegen den Trend
im Gesamtmaschinenbau weiter auf Wachstumskurs.
Mit einem durchschnittlichen Exportumsatz
von 84 % gehört der Fachzweig
Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen
zu den exportstärksten Branchen des
deutschen Maschinenbaus. 2024 waren die
Auslandslieferungen um 6 % auf 10,6 Mrd.
Euro gestiegen, im ersten Halbjahr 2025
legten sie erneut um 6 % zu. Die EU-
27-Märkte, in die 34 % der Exporte geliefert
werden, zeigen sich sehr robust und legten
im Betrachtungszeitraum insgesamt um
10,2 % zu. Die USA sind seit vielen Jahren
mit Abstand der wichtigste Markt für die
deutschen Hersteller. Die Exporte sind kontinuierlich
gestiegen und erreichten 2024
einen Höchstwert von 1,8 Mrd. Euro. Im
ersten Halbjahr 2025 liegen die deutschen
Lieferungen um 0,4 % knapp unter dem
Rekordwert des Vorjahres. Auch China gehört
zu den wichtigen Märkten. Die deutschen
Exporte von Nahrungsmittel- und
Verpackungsmaschinen in die Volksrepublik
sind jedoch seit 2023 im Sinkflug und im
ersten Halbjahr 2025 um 29 % unter den
Vergleichswert des Vorjahres gefallen. Starke
Impulse mit deutlich zweistelligen Wachstumsraten
kamen im ersten Halbjahr 2025
aus knapp 40 Ländern in Asien, Naher und
Mittlerer Osten, Afrika und Lateinamerika.
Bild: Kedsara – stock.adobe.com
DLG schreibt Innovationspreis aus
INTERNATIONAL
FOODTEC AWARD 2027
Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft
(DLG) hat den International Foodtec Award
zum 13. Mal ausgeschrieben und eröffnet
damit den Wettbewerb um einen der renommiertesten
Innovationspreise der Lebensmitteltechnologie.
Unternehmen der
Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie
deren Zulieferer sind eingeladen, bis zum
4. Mai 2026 wegweisende Neuentwicklungen
oder marktrelevante Weiterentwicklungen
bestehender Technologien einzureichen.
Die Preisverleihung in Gold und Silber findet
im Rahmen der Anuga FoodTec 2027 in
Köln statt. Mit dem International Foodtec
Award werden herausragende technologische
Innovationen gewürdigt, die vor allem
auf Nachhaltigkeit, Prozesseffizienz, Qualität
und Lebensmittelsicherheit einzahlen. Die
Möglichkeit zur Anmeldung findet sich
unter: www.dlg.org/en/food/awards/
foodtec-award
Bild: DLG
Bis 4. Mai 2026 einreichen
dei NACHRICHTEN TICKER
Rückkehr in Lebensmittelund
Tiernahrungsindustrie
Nach dem Rebranding im Mai
2024 kehrt Schenck Process unter
dem neuen Namen Qlar und mit
verstärktem Fokus auf Nachhaltigkeit
in den globalen Lebensmittel-
und Tiernahrungsmarkt zu-
Bild: GEA
GEA Group steigt in den
DAX auf
weise Dow Jones Best-in-Class
World oder DAX 50 ESG.
Fortifi übernimmt
Provisur Technologies
Provisur Technologies zählt zu
den führenden Anbietern von
Lösungen für die Proteinverarbei-
Bild: Goodmills Innovation
Neuer Managing Directorbei
Goodmills Innovation
rück. Der Wiedereinstieg folgt
GEA ist im September 2025 im
tung. Mit der Akquisition verfolgt
Zum 1. September 2025 über-
dem Verkauf des Geschäftsbe-
Rahmen des „Fast Entry“-
Fortifi Food Processing Solutions
nahm Stefan Laackmann die Posi-
reichs für Food & Performance
Verfahrens in den Leitindex DAX
das Ziel, das Angebot an Kom-
tion des Managing Directors und
Materials (FPM) im Jahr 2023 und
aufgestiegen und gehört nun zu
plettlösungen entlang der gesam-
Sprechers der Geschäftsführung
der Beendigung des Non-
den 40 größten an der Frankfur-
ten Wertschöpfungskette zu er-
bei der Goodmills Innovation
Compete Agreements mit
ter Börse notieren Unternehmen.
weitern – von Automatisierung
GmbH. Gemeinsam mit Jürgen
Hillenbrand. Qlar bietet ein
GEA ist seit über 35 Jahren an
über Robotik bis hin zu Software.
Morawitz wird er die Leitung des
breites Spektrum an Prozesstech-
der Börse gelistet und bereits
Provisur bringt moderne Techno-
Unternehmens verantworten und
nologien, darunter Wäge- und
Bestandteil führender Nach -
logien für Zerkleinern, Formen,
dessen strategische Ausrichtung
Dosierlösungen.
haltigkeitsindizes wie beispiels-
Schneiden und Tumblen ein.
gezielt weiterentwickeln.
6 dei 05-2025
Aus Nebenprodukt der Papierindustrie
IN VIER SCHRITTEN ZU NACHHALTIGEM MENTHOL
Bild: Heike Fischer – TH Köln
In einer 8 m hohen Trennkolonne
wird Terpentinöl in
seine Bestandteile zerlegt
Bei der Papierherstellung fallen erhebliche
Mengen an Terpentinöl an, die bislang
hauptsächlich zur Energiegewinnung verbrannt
wurden. Die TH Köln hat einen Syntheseweg
entwickelt, mit dem sich Menthol
für die Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie
gewinnen lässt. Symrise und
UPM Kymmene unterstützten als Partner das
Vorhaben „Waste2Menthol“. Allein am
Hauptsitz des Papierherstellers UPM Kymmene
entstehen jährlich mehrere 10 000 t
Terpentinöl. Bei den Überlegungen zu alternativen
Verwendungsmöglichkeiten hat sich
das Forschungsteam auf die chemische
Verbindung 3-Caren konzentriert, die etwa
30 % des Öls ausmacht und aus der sich das
Menthol herstellen lässt. Um das 3-Caren
aus dem Terpentinöl zu gewinnen, errichteten
die Projektpartner am Campus Deutz eine
rund 8 m hohe Rektifikationskolonne im
Technikumsmaßstab. Zudem wurde untersucht,
ob das Öl auch durch eine organische
Nanofiltration in seine Bestandteile zerlegt
werden kann und testete dazu verschiedene
kommerzielle Kunststoffmembranen. Parallel
dazu wurde die chemische Synthese in
vier Schritten von 3-Caren zu Menthol entwickelt.
Die ersten drei Schritte sind mit einer
Ausbeute von 90 % und mehr bereits
praxistauglich. Der letzte Schritt kommt aktuell
auf eine Ausbeute von 65 %. Hier sind
weitere Forschungen nötig.
Neuer Treffpunkt für die Lebensmittelbranche
MESSE LUZERN LANCIERT FACHMESSE NOVAFOOD
Mit der Novafood schafft die Messe Luzern AG zusammen mit
Christian Rudin von der Ruuf AG eine neue Plattform für die Lebensmittelproduktion.
Diese treffen sich erstmals vom 26. bis 27. Oktober
2026 zum persönlichen Austausch und erhalten online ganzjährig Zugang
zu Neuheiten und aktuellen Themen der Branche. Die Fachmesse
bringt im Oktober 2026 Hersteller und Dienstleister für Produktionstechnik,
Betriebsmittel, Rohstoffe und Halbfabrikate mit Lebensmittelproduzenten
aus Handwerk, Gewerbe und Industrie zusammen.
Die Messe Luzern AG verfügt über langjährige Erfahrungen. Mit der
Zagg und der Fachkonferenz Brennpunkt Nahrung veranstaltet das Unternehmen
bereits zwei erfolgreiche Formate im Lebensmittelbereich.
Vom 26. bis 27. Oktober 2026 findet die
Fachmesse Novafood in Luzern statt
Bild: Messe Luzern
Industrie
Das Kompetenznetzwerk der Industrie
12. November
2025
10:00 Uhr
Websession –
Herstellung und Verpackung von Pet Food
Quelle: Splendid Research
Jetzt
anmelden!
Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel: In deutschen Haushalten leben rund
34 Mio. Tiere. Allein für Tiernahrung gaben die Deutschen 2024 4,3 Mrd. Euro aus –
Tendenz steigend.
Erfahren Sie in der Websession mehr über:
• Anlagen, Verfahren und Komponenten für die Herstellung von Heimtiernahrung
• Effiziente Lösungen für die Verpackung und Logistik
• Aktuelle Trends rund um Pet Food
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https://prozesstechnik.
industrie.de/websession-
dei 05-2025 7
herstellung-und-verpackung-
von-pet-food/
dei BRANCHE IM FOKUS PET FOOD
Hammermühle mit IE5-Synchronreluktanzmotoren für den Ex-Bereich ausgerüstet
Nachhaltig in jeder Hinsicht
Tietjen Verfahrenstechnik hat gemeinsam mit ABB erstmals eine Hammermühle mit
Ex-zertifizierten IE5-Synchronreluktanzmotoren und ACS580-Frequenzumrichtern
ausgestattet. Die hohe Energieeffizienz dieser Paketlösung trägt dazu bei, Nach -
haltigkeitsziele von Tietjen und des Endkunden Forfarmers UK zu erfüllen.
Die Tietjen Verfahrenstechnik GmbH baut
in ihrem Werk in Hemdingen (Schleswig-
Holstein) Hammermühlen und individuelle
Vermahlungstechnik. Die Kunden des Unternehmens
setzen diese Anlagen zum Beispiel
für die Herstellung von Nutztierfutter,
Hunde- und Katzenfutter, die Zerkleinerung
von Holz oder zur Substrataufbereitung für
Biogasanlagen auf der ganzen Welt ein.
Tietjen stellt nicht nur hohe Anforderungen
an die Qualität, Effizienz und Lebensdauer
seiner Produkte, sondern auch an ihre
Nachhaltigkeit, schließlich ist der Prozessschritt
der Zerkleinerung sehr energie -
intensiv. Durch konstruktive Maßnahmen
an den Maschinen oder im Anlagendesign
durch die Zusammenstellung optimaler
Komponenten legt Tietjen einen besonderen
Wert auf einen möglichst niedrigen
Energieverbrauch. Die hocheffizienten
Synchronreluktanzmotoren (SynRM) von
ABB sind für den Hersteller ein wichtiger
Hebel für Energieeinsparungen.
Bis zu 40 Prozent weniger Verluste
Die SynRM erfüllen die Kriterien der Energieeffizienzklasse
IE5 und sind herkömm -
lichen Asynchronmotoren im Wirkungsgrad
deutlich überlegen. Im Gegensatz zu einem
Asynchronmotor fließt im Rotor eines
SynRM kein Induktionsstrom und somit
gibt es auch keine Rotorverluste, die bei
einem IE3-Asynchronmotor bis zu 40 % des
Gesamtverlustes ausmachen können. SynRM
erreichen eine sehr hohe Energie effizienz,
ohne dass Seltene Erden benötigt werden.
Damit unterscheiden sie sich von Permanentmagnetmotoren,
die zwar ebenfalls
hocheffizient sind, bei der Herstellung aber
auf Seltene Erden nicht verzichten können.
Ein weiterer Vorteil der SynRM gegenüber
Asynchronmotoren besteht darin, dass aufgrund
der höheren Leistungsdichte bei
gleicher Leistung eine kleinere Baugröße
möglich ist. SynRM können dadurch einfach
als Drop-in-Ersatz verwendet werden.
Gemeinsam mit Tietjen hat ABB jetzt erstmals eine Großraum-Hammermühle
GDX mit ex-zertifizierten IE5-Synchronreluktanzmotoren ausgerüstet
Bild: Tietjen Verfahrenstechnik
IE5-Motor für Ex-Bereiche
Daher beschäftigt sich Tietjen schon seit
längerem mit den ABB SynRM. Da die
Motoren zunächst nicht in Ex-geschützter
Ausführung verfügbar waren, kamen sie für
viele Anwendungen jedoch nicht infrage.
Durch die Erweiterung der SynRM-Familie
um Produkte mit erhöhter Sicherheit lassen
sich die Motoren in der Futtermittelher -
stellung nun auch in Bereichen einsetzen,
in denen entflammbare Stäube auftreten
können. ABB hat mit dieser Lösung die Vorteile
der IE5-Effizienz auch für Sektoren mit
explosionsgefährdeten Bereichen zugänglich
gemacht.
8 dei 05-2025
Die Synchronreluktanzmotoren erfüllen die
Kriterien der Energieeffizienzklasse IE5 und
sind herkömmlichen Asynchronmotoren im
Wirkungsgrad deutlich überlegen
Gemeinsam mit Tietjen hat ABB jetzt eine
Großraum-Hammermühle GDX 12 mit exzertifizierten
IE5-SynRM ausgerüstet. Durch
die Ausführung als Großraummühle werden
hohe Durchsatzleistungen erreicht. Besonderes
Merkmal ist der vollautomatische
Siebwechsel im Leerlauf per Knopfdruck
von der Schaltwarte aus. Zusammen mit
einem frequenzumrichtergeregelten Motor
ergibt sich so eine hohe Flexibilität in Bezug
auf das Kornspektrum. Tietjen integriert
seine Mühle in ein komplettes Vermahlungssystem,
zu dem auch eine Aspiration mit
Filter und Ventilator gehört. Zwar ist die
Hammermühle der elektrische Hauptverbraucher
der Anlage, jedoch lässt sich über
eine intelligente Regelung der Luftmenge in
Kombination mit einem drehzahlgeregelten
Ventilator mit SynRM Energie einsparen.
Bild: Tietjen Verfahrenstechnik
Als Ex-Motoren kommen ein 250-kW-
SynRM für den Antrieb der Mühle und ein
11-kW-SynRM für den Antrieb des Venti -
lators zum Einsatz. Geregelt werden die
Motoren mit einem ACS580-04-Frequenz -
umrichtermodul für den Schaltschrankeinbau
(Mühlenantrieb) und einem ACS580-01
für die Wandmontage (Ventilatorantrieb).
Die Ex-IE5-SynRM und ACS580-Frequenz -
umrichter wurden als Paket zertifiziert.
Nachhaltigkeit für Endkunde wichtig
Betreiber der Großraum-Hammermühle ist
die britische Tochtergesellschaft des niederländischen
Futtermittelherstellers Forfarmers,
einem der führenden Unternehmen
in Europa mit einem Absatz von 8,4 Mio. t
Tierfutter. Servicetechniker von Tietjen und
ABB UK haben die Mahlanlage im Sep -
Bild: ABB
Ein ACS580–04-Frequenz -
umrichtermodul regelt den
Mühlenantrieb
tember 2024 in dem Werk von Forfarmers
UK in der nordenglischen Stadt Penrith
in Betrieb genommen. Seitdem läuft die Anlage
zuverlässig und vermahlt 20 bis 25 t/h
verschiedener Futtermittelkomponenten zur
Produktion von hochwertigem Mischfutter.
Für Forfarmers ist Nachhaltigkeit ebenfalls
ein bedeutendes Thema. Wie bei Tietjen ist
man sich bewusst, dass der Energieverbrauch
bei der Produktion von Tierfutter ein entscheidender
Faktor ist. Bei Forfarmers wird
daher kontinuierlich nach Möglichkeiten
gesucht, so viel Energie wie möglich einzusparen,
beispielsweise durch effizientere
Maschinentechnik. Die Hammermühle von
Tietjen mit den hocheffizienten ABB-Antriebs -
paketen aus IE5-SynRM und Frequenzumrichter
ACS580 entspricht diesem Anspruch.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: ABB
AUTOR:
ANDREAS DIEDRICH
Vertriebsingenieur Region
Nord-Ost,
ABB Motion Deutschland
AUTOR:
KARSTEN FRESE
Vertriebsingenieur,
Tietjen Verfahrenstechnik
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dei 05-2025 9
dei BRANCHE IM FOKUS PET FOOD
Mehr als nur Heben: Einsatz eines Vakuum-Schlauchhebers mit integrierter Wägezelle
Kommissionieren von
Hunde- und Katzenfutter
100 Gramm zu viel bedeuten mehr als 100 Schweizer Franken Bußgeld beim Versand.
Den Nahrin-Logistikern war das ein Dorn im Auge, und so bannt das Schweizer
Familienunternehmen mithilfe eines Vakuum-Schlauchhebers mit integrierter
Wägezelle nicht nur die Gefahr von überhöhten Portokosten, sondern schont auch
seine Fachkräfte beim Kommissionieren.
Gewürze, Vitamine, Proteinpulver und
mehr – das Angebot der Nahrin AG an Lebens-
und Nahrungsergänzungsmitteln ist
seit der Firmengründung 1954 immens gewachsen.
Zu dem reinen Direktvertrieb von
Küchenprodukten hat sich das Schweizer
Familienunternehmen mit der Zeit zwei
weitere Standbeine aufgebaut: Seit 1982
exportiert Nahrin seine Artikel und startete
1990 die Privat-Label-Fertigung.
Doch den Firmensitz in Sarnen, etwa 25 km
südlich von Luzern, verlassen nicht nur
Bouillons, Kräutersalz oder Functional Food
– Nahrin verantwortet seit 15 Jahren auch
die Logistik für die Schweizer Anifit AG.
Anifit stellt seit 2001 artgerechtes Hundeund
Katzenfutter her. „Im Kommissionierund
Packbereich für Anifit verpacken vier
bis fünf Arbeiterinnen pro Tag bis zu
600 Päckli“, erklärt Bruno Berchtold, Leiter
der Logistik bei Nahrin. Einzelne Futter -
säcke wiegen zwischen 15 und 25 kg, die
versandfertigen Kartons dürfen maximal
30 kg auf die Waage bringen.
Dass die Pakete manchmal die Obergrenze
überschritten, ging nicht nur auf Kosten der
Rückengesundheit der Mitarbeitenden, wie
der Logistik-Leiter später erklären wird.
„Früher musste alles von Hand getragen
und eingepackt werden. Die besonders
Bilder: Schmalz
Die intuitive Einhandbedienung sorgt für ein schnelles Verladen der Kartons
10 dei 05-2025
Der Jumboflex Weight-Control misst in der obersten Position das Gewicht
der angehängten Last – in diesem Fall signalisiert das Lichtband: alles im
grünen Bereich
Bis zu 560 Pakete pro Tag kommissionieren die Nahrin-Mitarbeiterinnen
für Anifit
schweren Säcke trugen dann zwei Personen.
Das kostete Kraft und Zeit, die am Ende des
Tages fehlte“, erzählt Berchtold.
Um die körperlich anstrengende Arbeit zu
erleichtern, investierte Nahrin vor etwa
acht Jahren in einen Vakuum-Schlauch -
heber der J. Schmalz GmbH. „Das Prinzip –
heben mit Vakuum – und die ergono -
mische Handhabung überzeugten schon
damals. Allerdings stießen die bisherigen
Greifer mit der Zeit an ihre Grenzen, ge -
rade wenn es um das Heben der besonders
schweren und großen Kartons ging“, gibt
der Logistik-Leiter die Erfahrungen seines
Vorgängers wieder.
Jumboflex gibt grünes Licht
So wandte sich Nahrin Anfang 2021 mit
zwei Herausforderungen an Schmalz: ein
leistungsfähigerer Greifer musste her sowie
eine Lösung, um die vorgegebene Gewichtsgrenze
zuverlässig einzuhalten. „Jedes
Gramm zu viel kostet uns Geld, denn die
Schweizer Post setzt ihre vorgegebenen
Kilo-Grenzen streng mit hohen Bußgeldern
durch“, greift Berchtold schließlich auf,
warum dem Unternehmen die Gewichtskontrolle
so wichtig ist.
Die Vakuum-Experten empfahlen Nahrin ein
Produkt, das kurz vor der Markteinführung
stand. Sie machten die Schweizer damit zum
ersten Prototypanwender des Jumboflex
Weight-Control. In der Hubeinheit ist eine
Wägezelle integriert, die während des
Hebevorgangs das Gewicht der angehängten
Last misst und auf einem Display am
Bediengriff direkt anzeigt.
„Wir geben einfach das maximal zulässige
Gewicht ein. Nach dem Greifen des Kartons
führt die Packerin den Jumboflex in dessen
oberste Position, lässt ihn kurz los und sieht
sofort an der Farbe des Leuchtstreifens, ob
das Paket zu schwer ist. Dann muss sie den
Inhalt auf zwei Versandeinheiten verteilen“,
erläutert Berchtold. Der ganze Vorgang
dauert nur wenige Sekunden und ist nach
Angaben des Logistikers absolut treffsicher.
Bei der Installation musste Nahrin allerdings
auf eine Sache achten: Da das Ablesen des
Gewichts nur in der obersten Position möglich
ist, galt es den Vakuum-Schlauchheber
so aufzuhängen, dass die Fachkräfte die Bedieneinheit
jederzeit gut erreichen können.
Da die Decken im Anifit-Kommissionier -
bereich höher sind, brachte Schmalz den
Jumboflex mit einer Abhängung auf die
richtige Höhe.
Ein neuer Greifer
Auch in puncto Lastaufnahmemittel gab es
eine Veränderung: Der neue Multigreifer
nimmt Kartons unterschiedlicher Größe zuverlässig
auf. Er ist dank additiver Fertigung
besonders leicht und kompakt und greift
auch sicher zu, wenn der Karton etwas
kleiner als die Saugerfläche ist. Da nur 75 %
davon belegt sein müssen, können die
Packerinnen flexibel greifen und arbeiten
stets ergonomisch – ohne den Greifer für
kleinere Kartons wechseln zu müssen.
Seit April 2021 ist der Jumboflex Weight-
Control nun in Sarnen im Einsatz. „Die
Gewichtskontrolle arbeitete von Anfang an
exakt, und wir mussten, seit der neue
Schlauchheber im Einsatz ist, keine Buß -
gelder mehr zahlen“, berichtet Berchtold.
Das System sei flexibel, effizient und
einfach zu bedienen, was auch die
Der Multigreifer ergänzt den Schlauchheber
Jumboflex Weight-Control ideal: Er hat ein
geringes Eigengewicht und greift selbst
biegeschlaffe Kartons zuverlässig
Arbeitsabläufe beschleunigt und die Prozesssicherheit
erhöht. „Die hochgerechnet
80 000 Päckli pro Jahr sind somit ergo -
nomisch zu bewältigen, ohne unnötige
Kosten, Kraft oder Zeit zu verlieren“, sagt
Berchtold abschließend.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Schmalz
AUTOR:
TIMO GANS
Leiter Unternehmens -
kommunikation,
J. Schmalz
dei 05-2025 11
dei BRANCHE IM FOKUS PET FOOD
JBL setzt auf direkte Absaugung am Entstehungsort
Sauberkeit in der
Fischfutterproduktion
Aquarianer kennen das Kürzel JBL: Es steht für hochwertiges Futter und für ein sehr
breites Programm an Futter- und Pflegemitteln sowie Zubehör nicht nur fürs Aquarium,
sondern auch für Terrarien und für Teichfische. Entsprechend flexibel sind die
Produktionsanlagen in Neuhofen/Pfalz. Für die Sauberkeit beim Herstellen und Abfüllen
der häufig pulverförmigen Futtermittel sorgen verschiedene Baureihen von
Ruwac-Industriesaugern und -Absauganlagen.
Was fressen Diskusfische, Kois, Welse
oder Guppys am liebsten? Die Experten bei
JBL in Neuhofen/Pfalz wissen es genau. Das
1960 von Joachim Böhme gegründete und
seit vier Jahren in dritter Generation geführte
Unternehmen ist bekannt für Premium-
Fischfutter, das nicht etwa aus Fischmehl erzeugt
wird, sondern auf direktem Wege aus
fangfrischem Fisch, das hauptsächlich aus
einer Fabrik in Nordfrankreich stammt.
Flexible Produktion
Im Laufe der Jahre haben die Wissenschaftler
bei JBL nach dem Grundsatz „Vorsprung
durch Forschung“ ein breites Spektrum an
Nahrungsmittel für Fische entwickelt – unter
anderem als Flocken, Tabletten oder Granulat.
So ist JBL zu einem der größten Vollsortimenter
in diesem Segment der Tiernahrung
geworden – mit über 1000 Produkten
für Aquarianer, die in mehr als 65 Länder
geliefert werden. Den Fischen schmeckt es.
Ihre Halter und Züchter wissen die hohe
und stets gleichbleibende Qualität des Fut-
Bilder: Ruwac
An dieser Anlage werden pulverförmige Futtermittel in kleineren Mengen gewogen, gemischt und abgefüllt. Für Sauberkeit sorgt ein semi-mobiler
Ruwac-Drehstromsauger mit 200-Liter-Vorabscheider.
12 dei 05-2025
Absaugen an der Entstehungsquelle: Links oben im Bild ist der Absaugarm
gut zu sehen
Die Liquid-Abfüllung ist extrem flexibel – die Absaugung (oben im
Bild) ebenso
ters zu schätzen, und sie können neben den
Futtermitteln u. a. auch Technik und Pflegemittel
für Aquarium, Terrarium und Teich
bei JBL beziehen.
Dass viele der rund 180 Mitarbeiter begeisterte
Aquarianer sind, überrascht nicht. Einer
von ihnen ist Produktionsleiter Michael
Weber, zu dessen zahlreichen Aufgaben
auch eine möglichst staubfreie Produktion
gehört. Das ist schon deshalb eine Herausforderung,
weil die Hauptbestandteile –
eben das hochwertige Fischfleisch (in Form
von feinen Mehlen) – am Anfang der Prozesskette
laut Rezeptur verwogen, u. a. mit
natürlichen Zusatzstoffen vermischt und mit
hohem Druck gepresst werden. Bei jedem
dieser Produktionsschritte kann Staub freigesetzt
werden und JBL unternimmt viel,
um genau das zu verhindern.
Absaugung bei der Entstehung
Deshalb kommen in mehreren Bereichen
der Produktion Ruwac-Industriesauger zum
Einsatz, die im Laufe der Jahre angeschafft
wurden. Zu den neueren Anlagen gehört ein
mobiler Drehstromsauger vom Typ DS 1220
(R01 R), dem ein 200-Liter-Vorabscheider
mit Vliessack vorgeschaltet ist. Michael Weber:
„An dieser Anlage werden Produkte in
Pulverform in kleineren Chargen abgefüllt.
Dabei saugen wir den Staub direkt an der
Entstehungsquelle ab, beim Aufgabetrichter
der Anlage.“
Wie man sieht, tragen die Mitarbeiter hier
FFP3-Maske und Schutzkleidung, um nicht
den unterschiedlichen (wenn auch nicht gesundheitsgefährdenden)
Stäuben ausgesetzt
zu sein. Eine Automatisierung macht hier
wenig Sinn, weil die Losgrößen teilweise
sehr klein sind. Michael Weber: „Bei unserem
großen Produktspektrum – das wir
schon brauchen, weil die einzelnen Fischarten
sehr spezifische Anforderungen an ihre
Nahrung stellen – haben wir fast ausschließlich
sehr flexible Misch-, Wiege- und Abfüllanlagen.
Und auf dieser Anlage hier füllen
wir zum Beispiel auch Testprodukte ab.“
Die direkte Absaugung minimiert nicht nur
den Reinigungsaufwand und ebenso das
(Staub-)Explosionsrisiko. Sie beschleunigt
auch die Produktion, weil man bei einem
Produktwechsel nicht jedes Mal aufwendig
die Umgebung reinigen muss. Somit leistet
der DS 1220 einen Beitrag nicht nur zur
Sauberkeit, sondern auch zur Produktivität.
Entstauber an der Liquid-Abfüllung
Ein anderes Absaug-Konzept verfolgt JBL an
der „Liquid-Anlage“, die alle bei JBL in
Flüssigform hergestellten Pflege- und Düngemittel
sowie Vitaminlösungen in Flaschen
mit 10 bis 500 ml Volumen abfüllen kann,
ebenso aber auch 5-Liter-Gebinde. Diese
Anlage ist somit extrem flexibel. Über die
gesamte Abfülllinie gibt es diverse Anschlüsse
für Absaugstellen, von denen im Betrieb
der Anlage immer nur einige aktiv sind. Michael
Weber: „Je nach Produkt, Prozess und
Verpackung nutzen wir verschiedene Absaugmöglichkeiten.
Dazu stecken wir einfach
den Saugschlauch mit dem jeweiligen
Zubehör in den Saugstutzen.“ Alle Leitungen
führen zu einem zentralen Edelstahl-
Entstauber.
Der Aufwand bei jedem Produkt- und Gebindewechsel
ist somit minimal, und die
Anlage bleibt immer sauber. Sicherheit und
Arbeitsschutz sind auch gewährleistet, weil
fallende und steigende Dämpfe zuverlässig
abgesaugt werden. Zugleich stellen Ruwac
und JBL mit dieser Entstaubungsanlage unter
Beweis, dass Flexibilität und eine zentrale,
stationäre Absauganlage nicht im Widerspruch
zueinander stehen.
Mehr als 20 Jahre Zusammenarbeit
Auch in anderen Produktionsbereichen von
JBL sind Industriesauger und Absauganlagen
von Ruwac im Einsatz – und das nicht erst
seit gestern. Michael Weber ist seit 23 Jahren
bei JBL, und damals gab es auch schon Ruwac-Sauger
im Unternehmen. Aktuell nutzt
JBL u. a. noch einen Entstauber der
DS6-Baureihe, einen kleinen mobilen Wechseltrom-Industriesauger
vom Typ R 18 sowie
weitere mobile Sauger für die allgemeine
Betriebsreinigung. Michael Weber: „Wir
sind zufrieden mit Ruwac. Bei den gemeinsamen
Projekten arbeiten wir gut zusammen,
und im Falle eines Falles erhalten wir
immer schnelle Hilfe – von den Verkaufsberatern
und vom Service.“
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Ruwac
AUTOR:
HEIKO HOLTKAMP
Technischer
Produktmanager,
Ruwac Industriesauger
dei 05-2025 13
dei BRANCHE IM FOKUS PET FOOD
Massive Kapazitätserweiterung in einer Pet-Food-Produktion im laufenden Betrieb
Mehr Leistung, mehr
Flexibilität
Die Pet-Food-Produktion steht vor vielen Herausforderungen: steigende Nachfrage,
hohe Qualitätsanforderungen und der zunehmende Bedarf an leistungsfähigen
Produktionsprozessen. Deshalb wurde eine bestehende Anlage umfassend erweitert
und technologisch optimiert. Das Projekt zeigt, wie eine massive Kapazitäts -
erweiterung innerhalb einer bestehenden Gebäudestruktur erfolgreich realisiert
werden kann – ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.
Prozessbehälter in einer Pet-Food-Anlage – konzipiert für effiziente und hygienische
Produktionsprozesse
Bilder: Daxner
Mit der Erweiterung und Kapazitätssteigerung
einer Produktionsanlage für Pet Food
mit einem Auftragsvolumen von weit über
10 Mio. Euro konnte der österreichische
Schüttgutspezialist Daxner sein technisches
Know-how und seine Leistungsfähigkeit
unter Beweis stellen. Die Arbeiten unter laufendem
Betrieb stellten hohe Anforderungen
an Planung, Fertigung und Installation.
Der international tätige Auftraggeber, ein
etablierter Hersteller von Pet Food, wählte
daher einen Umsetzungspartner mit umfangreicher
Erfahrung im Schüttguthandling,
hoher Anpassungsfähigkeit und den
notwendigen Ressourcen. Besonders die Integration
neuer Systeme in eine bestehende
Gebäudestruktur und die hohen Durchsatzleistungen
erforderten eine präzise Berechnung
und Abstimmung sowie eine bis ins
Detail durchdachte Vorgehensweise.
Durch die enge Koordination zwischen
Auftraggeber und Anlagenbauer entstand
eine Produktionslösung, die auf steigende
Anforderungen in Kapazität und Qualität
ausgelegt ist. Dabei wurden fünf neue
Lager-, Förder- und Dosiersysteme in die
bestehende Struktur integriert, um eine
präzise Verarbeitung unterschiedlicher Futtermischungen
unter Einhaltung hoher
Hygienevorgaben zu ermöglichen. Groß-,
Mittel-, Klein- und Mikrokomponenten
werden exakt dosiert, sodass eine gleichbleibend
hohe Verarbeitungsqualität sichergestellt
ist. Die flexible Projektabwicklung
ermöglichte es, laufende Anpassungen effizient
umzusetzen und die Prozesse optimal
auf neue Rahmenbedingungen des Kunden
abzustimmen.
14 dei 05-2025
Rohstoffbeschickung der Großkomponenten-Silos
Pneumatische Fördersysteme aus Sendebehälter
Totalabscheider mit Zellenradschleuse
Planung und Umsetzung
Die gesamte Planungs- und Abwicklungs -
phase war von fortlaufenden Anpassungen geprägt.
Hohe Anforderungen an die Förderleistung,
kurzfristige Änderungen und bauliche
Gegebenheiten erforderten viel Flexibilität.
Besonders die Auslegung der pneumatischen
Förderanlagen samt entsprechender Luft -
aufbereitung (Trocknung und Kühlung)
mit einer Förderleistung von bis zu 50 t/h
stellte eine technische Herausforderung dar.
Neben präzisen Berechnungen und einer
durchdachten Systemarchitektur musste die
Verarbeitung hygroskopischer und tempe -
ratursensitiver Rohstoff-Komponenten
gewährleistet werden.
Gleichzeitig war es aufgrund der globalen
Marktpräsenz des Auftraggebers essenziell,
dass sämtliche Rezepturen unverändert in
hoher Qualität und Sortenreinheit verar -
beitet werden. Daher wurde bei allen Komponenten
darauf geachtet, Ablagerungen
von Rohstoffen zu vermeiden und Ma -
schinen sowie Geräte leicht zugänglich und
reinigungsfreundlich zu gestalten. Unter
diesem Aspekt wurden alle Komponenten in
Hygienic Design inklusive Schnellauszugsvorrichtungen
ausgeführt.
Auch die baulichen Rahmenbedingungen
spielten eine wesentliche Rolle. Die bestehende
Gebäudestruktur musste so integriert
werden, dass die laufende Produktion nicht
beeinträchtigt wurde. Die ursprünglich
angedachte sehr hohe Bauweise machte Anpassungen
erforderlich, um massive Fundamentierungskosten
zu vermeiden. Daxner
setzte auf sein modulares Anlagenkonzept,
um die neuen Systeme effizient in die bestehende
Infrastruktur einzufügen und eine
reibungslose Erweiterung zu gewährleisten.
Integration der Anlagen
Die erweiterte Anlage umfasst elf Großraumsilos,
von denen acht bestehende in
das System integriert und drei neu produziert
und in die Lager- und Dosiersysteme
eingegliedert wurden. Aufgrund der hohen
pneumatischen Förderleistung von 50 t/h
dei 05-2025 15
dei BRANCHE IM FOKUS PET FOOD
Die Big-Bag-Aufgabestation erlaubt eine flexible Materialzufuhr
Sendebehälter in der Pet-Food-Anlage
wurden spezielle Maßnahmen zum Verschleißschutz
getroffen, darunter der Einsatz
hochverschleißfester Rohrbögen und entsprechend
dimensionierter Förderrohre.
Leistungsfähige Filterabscheider mit Zellenradschleusen
und Drehrohrverteilern ermöglichen
eine flexible und sortenreine
Befüllung der Großkomponentensilos.
Zusätzlich werden 18 Großkomponenten-
Silos von den Großraumsilos und Big-Bag-
Stationen über pneumatische Fördersysteme
befüllt. Die gezielte Aufteilung dieser Komponenten
erfolgte unter Berücksichtigung
eines durchdachten Explosionsschutz-
Konzeptes. Von den Großkomponenten-Silos
werden die Rohstoffe gemäß Rezepturen in
Waagen dosiert und anschließend über
pneumatische Fördersysteme in die Empfangsbehälter
im Mühlenturm gefördert.
Somit kann eine mögliche Kreuzkontamination
der verschiedenen Rohstoffe auf ein
Minimum reduziert werden.
Die Anlage verfügt zudem über fünf Big-
Bag-Dosiersysteme, die eine flexible Mate -
rialzufuhr ermöglichen – sowohl zur Befüllung
der Großkomponentensilos als auch
zur direkten Dosierung in die Komponentenwaagen.
Ergänzt wird das System durch
25 Kleinkomponenten und 20 Mikrokomponenten.
Der hohe Automatisierungsgrad
der Dosierung reduziert manuelle Eingriffe
auf ein Minimum und gewährleistet eine
präzise und nachverfolgbare Rezepturzusammensetzung.
Die durchdachte Skalierbarkeit
ermöglicht eine flexible Anpassung
an neue Rezepturen und Produktions -
anforderungen.
Qualitätsmanagement und Effizienz
Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die
vorausschauende Abstimmung zwischen
allen Projektbeteiligten. Durch eine gezielte
Planung und transparente Kommunikation
konnten technische Herausforderungen
frühzeitig erkannt und effizient gelöst
werden. Die enge Zusammenarbeit der
Fachabteilungen stellte sicher, dass Anpassungen
zeitnah umgesetzt wurden, ohne
die Produktionsziele des Auftraggebers zu
beeinträchtigen.
Neben einer durchdachten Planung spielte
auch die Fertigungsqualität der Anlagenkomponenten
eine zentrale Rolle. Die Produktion
erfolgte überwiegend im firmen -
eigenen Werk in Österreich, wodurch
gleichbleibend hohe Verarbeitungsstandards
sichergestellt wurden. Die Kombination aus
technologischem Know-how und präziser
Umsetzung schuf eine zuverlässige Pro -
duktionslösung, ausgeführt komplett in
Hygienic Design, mit hoher Leistungsfähigkeit
und Langlebigkeit.
Zukunftsfähige Technologie
Das Projekt verdeutlicht, wie gezielte technologische
Weiterentwicklung und eine
durchdachte Planung eine leistungsfähige
Produktionslösung schaffen. Daxner hat
nicht nur eine maßgeschneiderte Anlagen -
erweiterung realisiert, sondern eine solide
Basis für zukünftige Produktionssteige -
rungen gelegt. Dank moderner Technik und
flexibler Strukturen kann der Auftraggeber
auf Marktveränderungen rasch reagieren
und seine Prozesse effizient weiterent -
wickeln. Die Erweiterung ermöglicht eine
nachhaltige Optimierung der Pet-Food-
Produktion.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Daxner
AUTORIN:
SANDRA KALIAUER
Marketingleitung,
Daxner
16 dei 05-2025
Maximale Flexibilität in der Produktion
Universalwölfe zerkleinern
Frisches und Gefrorenes
Hochwertiges Hunde- und Katzenfutter sollte einen hohen Anteil an ausgesuchtem
Fleisch oder Fisch sowie hochwertige pflanz liche Bestandteile enthalten. Mit den im
Folgenden vorgestellten Universalwölfen lassen sich Frischfleisch, Gefrierfleisch und
andere Materialien unabhängig von Konsistenz und Temperatur zerkleinern.
Bilder: Seydelmann
Der Universalwolf AU 200 zerkleinert Frischfleisch und Gefrierfleischblöcke
Für die Reinigung entnehmbare Lagerung
Die neueste Generation der Universalwölfe
von Seydelmann ist unabhängig von der
Ausgangstemperatur des Rohmaterials einsetzbar.
Sie zerkleinert gleichzeitig oder getrennt
Frischfleisch, ganze Gefrierfleischblöcke
bis -25 °C und andere Materialien,
unabhängig von Konsistenz und Temperatur.
Für jedes Material können dieselbe Arbeitsschnecke
und der gleiche Schneidsatz verwendet
werden. Eine Maschine, die beide
Materialien verarbeiten kann, ist günstiger,
benötigt weniger Platz und erfordert geringeren
Personal- und Wartungsaufwand. Außerdem
ermöglicht ein Universalwolf je
nach aktuellen Rohstoffpreisen kurzfristig
zu entscheiden, ob Frisches oder Gefrorenes
verarbeitet wird. Die Geschwindigkeiten der
Zubringerschnecke und der Arbeitsschnecke
können stufenlos und unabhängig voneinander
eingestellt werden. Für jedes Material
und jede Ausgangstemperatur wird automatisch
die optimale Schneckendrehzahl
ausgewählt. So sind eine schonende Verarbeitung
und ein klares Schnittbild bei
gleichzeitig höchstmöglichem Durchsatz zu
erreichen. Der frequenzgeregelte Drehstrommotor
vermeidet Ein- und Umschalt -
stromspitzen und spart bis zu 25 % Strom.
Höchste Hygienestandards
Alle Seydelmann-Maschinen werden nach
den höchsten Hygiene- und Sicherheitsstandards
gebaut. Sie sind sicher und einfach zu
reinigen. Der Maschinenständer besteht aus
dickwandigem, massivem Edelstahl. Alle
Oberflächen sind abfallend und mit hoher
Präzision poliert damit Wasser und Reinigungsmittel
leicht abfließen können. Die
Abdeckungen sind in den Maschinenkörper
eingelassen, mit unverlierbaren Hygieneverschlüssen
gesichert und dichten zuverlässig
ab. Zusätzlich ist bei den Universalwölfen
die Zubringerschnecke druckseitig mit einer
entnehmbaren Lagerung zur Erleichterung
der Reinigung ausgestattet. Alle anderen Lager
verfügen über eine CIP-Reinigung. Die
neue Generation der Universalwölfe hat im
Vergleich zu ihren Vorgängern auch eine hö-
here Stundenleistung bei vereinfachter Bedienung
über die automatische Steuerung.
Die Universalwölfe können problemlos in
Produktionslinien integriert werden – ganz
gleich ob danach gemischt oder gekuttert
werden soll. Das Unternehmen bietet bei
der Planung und Entwicklung der Produktionslinien
kundenspezifische und genau an
das Produkt angepasste Automatisierungslösungen
an. Automatisierungsgrad und
Schnittstellen können individuell festgelegt
werden. Jede der durch Fördertechnikkomponenten
verbundenen Einzelmaschinen
lässt sich manuell bedienen oder mit der gesamten
Produktionslinie an einem zentralen
Terminal steuern. Moderne Techniken zur
Verwiegung, Fettanalyse und Fremdkörpererkennung,
mit denen die Produktionslinien
ausgestattet werden können, dienen der optimalen
Rohstoffnutzung, steigern die Qualitätssicherheit
im Endprodukt und erhöhen
den möglichen Automatisierungsgrad.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Seydelmann
dei 05-2025 17
dei
PRODUKTE
Signalsäulen und Signalleuchten
SAUBERE
PROZESSE
Für eine sichere und saubere Prozesskette.
Die neue Baureihe bietet Reinigungslösungen
für die anspruchsvollen Anforderungen
der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.
www.ruwac.de/food-pharma
Ob Störung, Stillstand oder Materialengpass
– Norelem sorgt
mit Signalsäulen und Signalleuchten
für schnelle Reaktionen
in der Fertigung. Dank modularer
Bauweise, moderner
LED-Technologie und vielfältigem
Zubehör lassen sich die
Geräte passgenau konfigurieren
und unkompliziert montieren.
Kernstück der Produkte sind die
energieeffizienten LED-Leuchtelemente
mit rundum sichtbarem
Bild: Norelem
Dauer- oder Blinklicht. Die
Leuchtfarbe – Rot, Grün, Gelb,
Blau oder Weiß – kann anwendungsspezifisch
gewählt und bei
Bedarf mit Sirenen- oder Summerelementen
zu einer Signalsäule
kombiniert werden. Ein
integrierter Schiebeschalter im
Leuchtelement ermöglicht die
einfache Umstellung zwischen
Blink- und Dauerbetrieb. Die
Signalsäulen bestehen aus bis zu
fünf frei kombinierbaren Elementen
mit einem Außendurchmesser
von 70 mm. Neben modularen
Signalsäulen bietet Norelem
auch Signalleuchten mit
62 oder 85 mm Durchmesser
an, ideal zur Signalisierung auf
kurzen (0 bis 20 m) bzw. mittleren
Distanzen (10 bis 30 m).
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Norelem
Dichtheitsprüfung von Verpackungen
Bild: Witt-Gaesetechnik
Mit der Serie Leak-Master Pro/Pro 2 stellt Witt-Gasetechnik
Prüfgeräte bereit, die selbst Mikrolecks ab
10 µm zuverlässig aufspüren – schnell und zerstörungsfrei.
Grundlage ist eine hochsensible CO 2 -Sensorik: In
einer Vakuumkammer bis 200 mbar absolut wird austretendes
CO 2 detektiert, sodass Leckagen in Sekunden erkannt
werden. Der Prüfablauf erfolgt vollautomatisch
und liefert bedienerunabhängige, standardisierte Ergebnisse
– eine wichtige Basis für Zertifizierungen und
Qualitätssicherung. Die Produktvielfalt reicht von Tischgeräten
für kleinere Verpackungen bis hin zum Standgerät
Pro für Kartons oder E2-Boxen. Highlights der neuen
Generation Pro 2 sind LED-Signalanzeigen und ein wartungsarmer
Venturi-Betrieb mit Druckluft. Alle Messergebnisse
werden digital dokumentiert und lassen sich
für lückenlose Rückverfolgbarkeit archivieren oder exportieren.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Witt
18 dei 05-2025
Präzise Füllstandmessung im Brauprozess
Einweg-Probenehmer mit langem Griff
Bild: UWT
Beim Maischen entscheidet die
exakte Füllstandkontrolle über
Qualität und Prozesssicherheit.
UWT kombiniert hierfür berührungslose
Radartechnologie mit
kapazitiver Grenzstanderfassung.
Der Nivoradar NR 8300 liefert
dank 80-GHz-Technologie, fokussierter
3°-Strahlkeule und
PTFE-gekapselter Antenne zuverlässige
Messwerte selbst bei
Dampf, Schaumbildung, Kondensat
oder Rührwerken. Prozessdrücke
bis 25 bar und Temperaturen
bis +200 °C werden
sicher abgedeckt. Ergänzend
überwacht der RFnivo RF 8100
als kapazitiver Grenzstandsensor
den Mindestfüllstand in der
Maischpfanne und schützt so
vor Trockenlauf des Rührwerks.
Seine Active-Shield-Technologie
verhindert Fehlauslösungen
durch Anhaftungen. Beide Sensoren
sind hygienegerecht, wartungsarm
und einfach in Betrieb
zu nehmen – etwa über die
UWT Levelapp. Damit bietet das
Sensorsystem eine stabile
Grundlage für gleichbleibende
Produktqualität und reibungslose
Folgeprozesse im Sudhaus.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: UWT
Mit den Einweg-Probenehmern
mit 300-mm-Griff bietet Bürkle
eine praxisgerechte Lösung für
die Lebensmittelindustrie. Die
Löffel, Schöpfkellen, gebogenen
Löffel und Schaufeln wurden
speziell für den Einsatz nach
EU- und FDA-Richtlinien entwickelt
und ermöglichen eine
komfortable Probenahme auch
aus schwer zugänglichen Gebinden
wie Fässern, Kanistern oder
Flaschen mit engem Hals. Varianten
für Pulver, Granulate,
Flüssigkeiten und viskose Medien
sorgen für Flexibilität. Eine
ergonomische Griffgestaltung
mit Einkerbungen erleichtert
präzises Arbeiten, während abgerundete
Kanten die vollständige
Entnahme unterstützen.
Produziert werden die Probenehmer
unter Reinraumbedingungen.
Sie sind in PS weiß,
Bio-PE weiß oder PS blau erhältlich
und auch als detektierbare
Version verfügbar – nachweisbar
per Farbscanner, Metalldetektor
oder Röntgen. Damit eignen sie
sich ideal für den Einsatz im
HACCP-, IFS- oder BRC-Fremdkörpermanagement.
Alle Varianten
sind einzeln verpackt und
optional sterilisiert lieferbar.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Bürkle
Bild: Bürkle
Tragbarer Kolbenkompressor für mobile Einsätze
Bild: Kaeser
Mit dem i.Comp bietet Kaeser einen mobilen Kolbenkompressor,
der zuverlässig ölfreie Druckluft bis 11 bar liefert – überall dort, wo
sie gebraucht wird. Das robuste Gerät arbeitet ohne Druckluftbehälter
und überzeugt durch einen drehzahlgeregelten Motor mit hohem
Wirkungsgrad. Damit ist der i.Comp dauerhaft lauffähig, effizient
und startet selbst bei Kabellängen von 150 m problemlos.
Die integrierte Kaeser-Steuerung erlaubt eine flexible Druckvorwahl
und stufenlose Anpassung der Drehzahl. Da der Kompressor ölfrei
verdichtet, entsteht kein ölbelastetes Kondensat. Eine schalldämpfende
Hülle aus rotationsgesintertem Polyethylen schützt die Anbauteile
und reduziert gleichzeitig die Geräuschentwicklung.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Kaeser
Rost -
Bezwinger
salzsprühnebelgetestet • mind. 500 h korrosionsfrei
geeignet für aggressive Reinigung & Desinfektion
FLURO ® -Gelenklager GmbH | Siemensstraße 13 | 72348 Rosenfeld
Tel. 0 74 28 / 93 85 - 0 | info@fluro.de | www.fluro.de
dei 05-2025 19
dei
PRODUKTE
Kugelhähne für Chemie und Lebensmittel
Präzise Feuchte- und Temperaturmessung
Die dreiteiligen Kugelhähne der
Baureihe DG eignen sich für anspruchsvolle
Anwendungen in
der Chemie- und Lebensmittelindustrie.
Sowohl in der Standardausführung
aus Edelstahl
1.4408 als auch in der hochkorrosionsbeständigen
Ausführung
aus 1.4529 werden Dichtungen
eingesetzt, die auf den jeweiligen
Anwendungsfall abgestimmt
sind. Nachgewiesene Lebensmit-
Bild: Gefa
Hygienischer Panel-PC
teleignung nach EG 1935/2004
oder FDA sowie Anwendungen
in H 2 und O 2 sind nur ein kleiner
Auszug aus den Einsatzmöglichkeiten.
Gefülltes oder reines
PTFE, Peek oder UHMWPE ermöglichen
ein breites Druckund
Temperaturspektrum. Ob Vakuum
oder bis zu 125 bar Überdruck,
je nach Ausführung können
die Kugelhähne zwischen
-52 und +280 °C eingesetzt
werden. Für maximale Betriebssicherheit
sind die DG-Kugelhähne
in Atex-konformer Ausführung
bis Zone 0/20, mit Abnahme
nach ISO 15848-1 (TA-
Luft) sowie mit SIL-Betrachtung
nach EN 61508 erhältlich.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Gefa
Bild: Jumo
Präzise Feuchte- und Temperaturmessungen
sind in der Lebensmittelindustrie
entscheidend
für Effizienz und Produktqualität.
Mit dem Jumo Hydrotrans
H50 erweitert der Messtechnik-Spezialist
seine bewährte
Serie um ein besonders robustes
Modell. Der Messumformer
arbeitet zuverlässig in Temperaturbereichen
von -80 bis
+180 °C und hält Drücken bis
zu 300 bar stand. Damit eignet
er sich nicht nur für Trocknungsprozesse
bei Getreide, die
sich exakt überwachen und beschleunigen
lassen, sondern
auch für energieeffiziente Thermoprozesse.
Ein integrierter
Datenlogger reduziert zusätzlich
die Betriebskosten. Dank
hoher Präzision selbst unter hoher
Feuchtigkeit und chemischer
Belastung überzeugt der
H50 in unterschiedlichsten Anwendungen.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Jumo
Mit dem Hygrolion 2135 präsentiert ICO einen leistungsstarken
Panel-PC, der speziell für hygienisch anspruchsvolle
Umgebungen entwickelt wurde. Das komplett
geschlossene Edelstahlgehäuse (IP 66) sowie ein
resistives 21,5-Zoll-Touchdisplay ermöglichen den Einsatz
in Bereichen mit strikten Reinigungs- und Hygienevorgaben,
wie etwa in der Lebensmittelindustrie,
Pharma- oder Chemieproduktion. Die lüfterlose Bauweise
erhöht die Ausfallsicherheit, während der integrierte
RFID-Reader nach Mifare-Standard eine sichere
und kontaktlose Authentifizierung unterstützt.
Im Inneren arbeitet ein Intel-Core-i5-1235U-Prozessor
mit zehn Kernen und bis zu 3,3 GHz, kombiniert mit
8 GB RAM und einer 128 GB SSD, erweiterbar auf bis zu
64 GB RAM. Zahlreiche Schnittstellen sowie Erweiterungsslots
bieten flexible Integrationsmöglichkeiten.
Der Panel-PC ist durch den weiten Eingangsspannungsbereich
(9 bis 36 V(DC)) vielseitig einsetzbar. Neben
hoher Rechenleistung überzeugt der Hygrolion 2135
durch einfache Reinigung, robuste Bauweise und flexible
Anpassbarkeit ab kleinen Stückzahlen.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: ICO
Bild: ICO
Flexible und smarte Produktionslogistik
Mit der neuen KMP 250P erweitert
Kuka sein AMR-Portfolio um
eine mobile Plattform, die Waren
und Bauteile bis 250 kg sicher
und flexibel transportiert.
Optional ist eine Hubeinheit integrierbar,
zudem stehen Cleanroom-
und ESD-Versionen für
sensible Einsatzbereiche zur Verfügung.
Für große Flotten erleichtert
ein erweiterter „Sleepmode“
das Management. Dank
identischer Ladegeräte und Zubehör
ist die KMP 250P vollständig
kompatibel mit den Plattformen
KMP 600P und KMP 1500P.
Gesteuert wird das System über
den Flottenmanager Kuka.AMR
Bild: Kuka
Fleet und die standardisierte
Schnittstelle VDA 5050. Ein Differentialantrieb
ermöglicht hohe
Beweglichkeit, während konduktive
oder induktive Ladeoptionen
für einen unterbrechungsfreien
Betrieb sorgen.
Zwei Laserscanner und 3D-Kameras
bieten einen 360-Grad-
Schutz: Hindernisse werden sicher
umfahren oder das Fahrzeug
stoppt automatisch. Ab
2026 ergänzt die Variante KMP
250P-T das Portfolio – als Unterfahrschlepper
für Lasten bis
500 kg.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Kuka
20 dei 05-2025
Sicherheitskupplungen aus Edelstahl
Modulare Filtersysteme
Mit ihrem speziellen Programm
an Edelstahl-Sicherheitskupplungen
bietet Enemac Lösungen,
die sensible Anlagenbereiche vor
Überlast schützen, Stillstände
verhindern und sich flexibel in
unterschiedliche Maschinenkonzepte
integrieren lassen.
Die Kupplungen trennen bei
Überlast den Antriebsstrang mechanisch
innerhalb kürzester
Zeit, entkoppeln Drehmomentspitzen
und rasten nach Fehlerbeseitigung
automatisch wieder
ein – ganz ohne zusätzlichen
Wartungsaufwand. Für kompakte
Einbausituationen eignet sich
die Serie ECE_ES, während die
ECI_ES durch eine breite Lagerstelle
die direkte Montage von
Zahnriemen- oder Kettenrädern
erlaubt. Die gekapselte ECR-Serie
ist mit NSF-zertifizierter Lebensdauerschmierung
ausgestattet
und für CIP/SIP-Reinigungsprozesse
optimiert.
Neu sind die Modelle ECWB
und ECWD für Direktantriebe:
Die ECWB kombiniert Drehmomentbegrenzer
und Metallbalgkupplung
für dynamische
Servoachsen, die ECWD setzt auf
eine spielfreie Elastomerkupplung
mit Dämpfungseffekt. Alle
Varianten decken Drehmomente
von 2 bis 900 Nm ab und überzeugen
durch hygienisches Design,
Präzision und hohe Prozesssicherheit.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Enemac
Die Qualität von Wasser und
Prozessmedien ist in der Getränkeproduktion
ein zentraler Erfolgsfaktor.
Mit modularen Filtersystemen
und Kombifiltergehäusen
bietet Wolftechnik flexible
Lösungen für unterschiedliche
Anforderungen – von Mineralwasser
bis Zuckersirup. Das
Systemportfolio umfasst Beutelund
DOE-Tiefenfilter ebenso
wie absolute Membranfilterkerzen.
Besonderes Augenmerk gilt
den Kombifiltergehäusen vom
Typ WTBKF, die den Wechsel
zwischen verschiedenen Filterelementen
in einem Gehäuse erlauben
und so saisonale Rezepturen
oder häufige Produktwechsel
vereinfachen. Mehrlagige
Tiefenfilterelemente wie Lupus-II
WFMLP ermöglichen
durch abgestufte Filterlagen eine
hohe Schmutzaufnahme bei
geringem Differenzdruck und
Bild: Wolftechnik
verlängern die Standzeiten. Für
hochviskose Medien wie Sirupe
hat sich zudem das DOE-Konzept
mit wiederverwendbaren
Edelstahl-Komponenten bewährt:
Es reduziert Materialverbrauch
und Entsorgungskosten
bei gleichbleibender Prozesshygiene.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Wolftechnik
Immer unter
Kontrolle.
Intelligent automatisierte Prozesse sind
reproduzierbar und sichern eine gleichbleibend hohe
Produktqualität. Mit unseren maßgeschneiderten
Fluid-Control-Lösungen kontrollieren Sie Ihre
Zellkulturen – präzise und auch aus der Ferne.
Für New-Food-Lösungen mit Zukunft. Mit Bürkert.
Sprechen Sie uns an.
www.buerkert.de/newfood
We make ideas flow.
dei 05-2025 21
dei
LEBENSMITTELPROZESSTECHNIK
Bilder: Fette Compacting
Ganzheitliche Prozessberatung für Nutrazeutika
VOM LABOR BIS ZUR
PRODUKTION
Die Produktion fester nutrazeutischer Darreichungsformen erfordert
Ansätze, die Entwicklungsphasen beschleunigen, Rohstoffe effizient
nutzen und höchste Qualitätsstandards gewährleisten. Entscheidend für
nachhaltigen Erfolg sind ein tiefes Prozessverständnis und der Einsatz
innovativer Technologien.
22 dei 05-2025
Der Beginn einer Prozesspartnerschaft: Fette Compacting unterstützt Kunden schon in der frühen Entwicklungsphase und begleitet sie bis zur
Optimierung der Serienfertigung
Die globale Nachfrage nach Ernährungsprodukten steigt – Verbraucher
achten auf Gesundheit, Qualität und Nachhaltigkeit.
Marktstudien erwarten für den Bereich Nahrungsergänzungsmittel
(NEM) bis 2030 jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Bereich
(z. B. Grand View Research). Hersteller von NEM und funktionellen
Lebensmitteln sehen sich deshalb dem Druck ausgesetzt, neue Produkte
möglichst rasch auf den Markt zu bringen, ohne Abstriche
bei Qualität und Zuverlässigkeit zu machen. Tabletten bleiben dabei
eine stark gefragte Darreichungsform.
Für Produzenten entsteht ein Spannungsfeld aus Innovationsdruck,
regulatorischen Vorgaben und Ressourcenknappheit. Fette Compacting
begegnet diesen Anforderungen mit einer klaren Strategie:
Die Rolle des Unternehmens geht mit der strategischen Neuausrichtung
„Together – from lab to production“ weit über die Lieferung
von Maschinen hinaus. Stattdessen agiert der Tablettierexperte
als ganzheitlicher Prozesspartner, der Kunden in jeder Phase von der
Formulierungsentwicklung bis zur Serienfertigung begleitet – bei
nutrazeutischen Produkten ebenso wie bei Medikamenten.
Ein zentrales Element dieser Partnerschaft ist die Wissensdatenbank
„Qualified Expert Database“ (QED). Sie bündelt jahrzehntelange
Anwendungserfahrungen in der Verarbeitung unterschiedlichster
Pulver und liefert mit datengestützten und KI-unterstützten Analysen
frühzeitig Prognosen für optimale Rezeptur- und Prozesseinstellungen.
Damit werden Entwicklungszyklen beschleunigt, Risiken
minimiert und Materialressourcen geschont.
Materialeigenschaften verstehen
Während QED die digitale Grundlage bildet, übernimmt der Laborbereich
von Fette Compacting die praktische Umsetzung. Hier erfolgt
die detaillierte Analyse der Ausgangsstoffe, die im Bereich Nutrition
besonders heterogen sind: Naturstoffe weisen oft schwankende
Qualitäten auf, Vitamine reagieren empfindlich auf Umwelteinflüsse
und andere funktionelle Inhaltsstoffe stellen spezifische
Anforderungen an Stabilität und Löslichkeit.
Die Charakterisierung der Pulver und Rohstoffe ist daher ein entscheidender
Schritt. Statt auf Einzelverfahren zu setzen, kombiniert
Fette Compacting ein Gesamtsystem aus physikalischer und prozessbezogener
Analyse. Damit können kritische Materialattribute direkt
mit kritischen Prozessparametern verknüpft werden. Auf diese Weise
werden frühzeitig robuste Kontrollstrategien entwickelt, die sichere
und reproduzierbare Ergebnisse gewährleisten. Auch umfangreiche
Fehlschleifen in der späteren Produktion lassen sich dadurch zuverlässig
vermeiden.
Ein Beispiel für die umfassende physikalische Untersuchung ist das
modulare System zur Verdichtungsanalyse – mit der Analyseeinheit
F Lab, einer Waage, einem Mikrometer und einem Bruchfestigkeitstester.
Die Ergebnisse fließen in den ganzheitlichen Ansatz ein, mit
dem Fette Compacting für Kunden in der Pharma- und Nutrazeutika-Industrie
Mehrwert schafft.
Prozessentwicklung unter praxisnahen Bedingungen
Auf die Analyse im Labor folgen die Entwicklung und Optimierung
des Fertigungsprozesses. Dabei kommen unter anderem neuartige
Emulatoren zum Einsatz, die Rezepturen unter realitätsnahen Bedingungen
testen, ohne dass komplexe Umrechnungen nötig sind. Anders
als bei klassischen Simulatoren, die Prozesse nur virtuell nachbilden,
können Rezepturen und Prozessparameter so unmittelbar
überprüft werden. Unternehmen gewinnen damit wertvolle Zeit:
Potenzielle Störungen werden frühzeitig erkannt, Ressourcen geschont
und Vorhersagen für die großtechnische Umsetzung fundierter
getroffen. Zugleich erhöht sich die Verfügbarkeit der Produktionslinien,
da die Entwicklungsarbeit separat mit den Emulatoren erfolgt.
Im Nutrition-Segment, in dem viele naturbasierte Rohstoffe
begrenzt verfügbar oder teuer sind, ergibt sich dadurch ein erheblicher
Vorteil.
Der Weg vom Labor in die breit angelegte Produktion stellt selbst
erfahrene Hersteller vor Herausforderungen. Um Verzögerungen
und Risiken zu vermeiden, bietet Fette Compacting einen durchgängigen
Transferservice. Damit wird sichergestellt, dass Entwicklungsprojekte
zügig in stabile Produktionsprozesse übergehen – inklusive
individuell zugeschnittener Lösungen für flexible Anpassungen
in der Scale-up-Phase. Diese enge Begleitung führt zu einer
deutlich besseren Planbarkeit und verringert die Risiken in der
kommerziellen Fertigung von Nutrazeutika spürbar.
Continuous Manufacturing als Schlüsseltechnologie
Neben der Wirtschaftlichkeit rückt auch das Thema Nachhaltigkeit
in den Vordergrund. Rohstoffe sollen effizient eingesetzt und Pro-
dei 05-2025 23
dei
LEBENSMITTELPROZESSTECHNIK
Das kontinuierliche Verarbeitungssystem FE CPS bildet zusammen mit Tablettenpresse und Bedienterminal eine integrierte Plattform für
effiziente und nachhaltige Direktverpressung
Modellen. Abweichungen werden in Echtzeit erkannt, sodass ein sofortiges
Eingreifen möglich ist. Das gewährleistet konsistente Produktqualität
und hilft dabei, Ausschuss signifikant zu reduzieren. Im
Übrigen steht das ePAT-System auch für klassische Batch-to-Batch-
Verfahren zur Verfügung.
Die Laborlösungen ermöglichen eine umfassende Analyse von Pulvereigenschaften
und legen damit den Grundstein für stabile und reproduzierbare
Tablettierprozesse
duktionsprozesse ressourcenschonend gestaltet werden. Ein zentraler
Baustein ist dabei die kontinuierliche Direktverpressungslinie
aus FE CPS (Continuous Processing System) und daran angeschlossener
Tablettenpresse.
Die FE CPS ermöglicht eine kontinuierliche Pulverdosierung und
-mischung ohne vorgelagerte Granulation. Stattdessen werden die
Inhaltsstoffe direkt verarbeitet und in eine Tablettenpresse überführt.
Dadurch entfallen mehrere Prozessschritte, was Platz, Energie
und Zeit spart. Mit Durchsätzen von fünf bis über 200 kg/h und der
Fähigkeit, bis zu sechs unterschiedliche Pulverarten parallel einzubringen,
ist die FE CPS für eine Vielzahl von Szenarien im Nutrition-Umfeld
geeignet – von Pilotprojekten bis hin zu großvolumigen
Produktionen. Je nach Produktionsanforderung lässt das Verarbeitungssystem
mit unterschiedlichen Tablettenpressen von Fette Compacting
kombinieren, wobei sowohl die Dosierung und Mischung
als auch die Tablettierung über ein einziges Terminal steuerbar sind.
Ein weiterer Vorteil ist die eingebettete Prozessanalysetechnik, kurz
ePAT. Sie überwacht die wichtigsten Qualitätsattribute, etwa die
chemische Zusammensetzung und physikalische Eigenschaften,
kontinuierlich im Produktionsfluss mithilfe von chemometrischen
Flexible Lösungen für Continuous und Batch
Trotz aller Vorteile der kontinuierlichen Fertigung bleibt die klassische
Batch-Produktion ein relevanter Bestandteil im Nutrazeutika-
Markt. Besonders für kleinere und spezialisierte Anwendungen ist
sie weiterhin unverzichtbar. Hier bietet Fette Compacting beispielsweise
mit der weiterentwickelten i Serie eine moderne Reihe von
Tablettenpressen mit flexibler Anpassbarkeit, optimiertem Energiemanagement
und hoher Vernetzungsfähigkeit. Damit können Hersteller
sicherstellen, dass je nach Produkttyp und Produktionsumfeld
stets die passende Technologie zum Einsatz kommt.
Fazit
Die Entwicklung und Fertigung fester Nutrazeutika zeichnet sich
durch besonders heterogene Rohstoffe und stark schwankende Produkteigenschaften
aus – von empfindlichen Pflanzenextrakten, instabilen
Vitaminpräparaten bis hin zu großvolumigen Süßwarenformulierungen.
Genau hier liegt der Mehrwert des Ansatzes von Fette
Compacting: Mit datenbasiertem Prozessverständnis, praxisnaher
Materialanalyse und flexiblen Produktionslösungen können Hersteller
auch solche anspruchsvollen Formulierungen effizient zur
Marktreife bringen und fertigen. Für den Nutrition-Markt, der Vielfalt,
Geschwindigkeit und Qualität gleichermaßen fordert, ist dies
ein entscheidender Erfolgsfaktor.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Fette Compacting
AUTOR:
DR. MARTEN KLUKKERT
Chief Customer Officer (CCO),
Fette Compacting
24 dei 05-2025
PROZESSTECHNIK-ONLINE.DE
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Bild: Pepperl+Fuchs
Bild: Südpack
Bild: Schubert
Bild: salvia0391 – stock.adobe.com
Bild: Conplement
Quergerätselt Oktober 2025
Großer, böser Junge
Die guten und die bösen Jungs stehen hier
Seite an Seite und scheren sich nur um die
pure Größe. Gesucht ist einer der bösen
Jungs, mit dem es ein unabsehbar schnelles
und unschönes Ende nahm. Er hätte die
Ehre des kleinen Schafhirten eben nicht
besudeln sollen. So aber ging er ratzfatz zu
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Marktübersicht
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Zusammen mit unserem Partner Softguide
präsentieren wir auf der unten stehenden
Seite die Marktübersicht „Software für die
Prozessindustrie“. Sie haben verschiedene
Möglichkeiten der Auswahl und können
nach frei definierten Begriffen filtern.
Darüber hinaus finden Sie ein Firmenregister
von A bis Z. Ein Softwareregister steht
ebenfalls zur Verfügung. In unserer Marktübersicht
selbst gibt es verschiedene Demo -
versionen zum Download, Anwenderberichte
und Screenshots.
www.prozesstechnik-online.de/softguide
Verwaltungsschalen
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Plattform für digitale Zwillinge
Twinsphere von Conplement integriert
und dient der Erstellung von Verwaltungsschalen
und Teilmodellen auch
ohne tiefgehende Kenntnisse des AAS-
Metamodells. Besonders interessant ist
dies für Unternehmen mit Brownfield-
Umgebungen oder Bestandsanlagen.
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Werkzeuge.
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Ex-Bereich
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Monomaterialien
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Mit dem digitalen elektro -
pneumatischen Stellungsregler
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flexible Lösung für präzise Ventilsteuerung
in der Prozessindustrie.
Das System überzeugt
durch hohe Regelgenauigkeit,
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Zertifizierung (EAL2) unterstreicht
Pepperl+Fuchs die
Sicherheitsstrategie der eigen -
sicheren Mobilgeräte. Das
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und Tab-Ex 05 erfüllen damit
international anerkannte Anforderungen
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Verpackungslösungen sind
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dei 05-2025 25
dei
LEBENSMITTELPROZESSTECHNIK
Energieeffiziente Eindampfanlagen für die Lebensmittelindustrie
Betriebskosten
verdampfen
In der Lebensmittelherstellung geht es immer und zuallererst um den Geschmack im
Kontext der Kosten. Jeder Lebensmittelhersteller kennt die Herausforderung: Die
Konzentration von flüssigen Rohstoffen durch Eindampfen ist wie die Quadratur des
Kreises. Sie wird bestimmt von Aromen, Vitaminen, Nährstoffen und dann soll das
Ganze auch noch bezahlbar bleiben.
Für die Eindampfung hat Devex alles, was
das Herz des Lebensmittelproduzenten
begehrt: „Vom Plattenapparat und Naturumlaufverdampfer,
über Fallfilmverdampfer
bis hin zur komplexen mehrstufigen
Verdampfung unterstützen wir mit der
kompletten Bandbreite an Lebensmittel-
Eindampfanlagen“, sagt Stefan Oestermeyer,
Prokurist und technischer Leiter beim
Anlagenbauer Devex.
Natürlich sollen die Eindampfanlagen besonders
energieeffizient sein, um Betriebskosten
möglichst niedrig zu halten. Und in
Sachen Energieeffizienz seien die Devex-
Anlagen, so der Hersteller, besonders stark.
„Da jedes Grundprodukt unterschiedlich
reagiert, sind unsere Anlagen immer auf
das spezielle Kundenbedürfnis maßgeschneidert“,
sagt Technik-Leiter Oestermeyer.
„Wir beraten unsere Kunden, um
die effizienteste Anlage für jeden einzelnen
Anwendungsfall anbieten zu können. Denn
so lässt sich ein enormer Teil der Betriebsausgaben
einsparen. Die Kernkompetenzen
von Devex sind die Energieeffizienz der Anlagen,
Flexibilität bei der Anlagengestaltung
und die Breite der abdeckbaren Anwendungen.“
Perfekte Lösungen nach Maß
Die Gründe für das Eindampfen von flüs -
sigen Mehrstoffgemischen sind vielfältig. In
der Lebensmittelindustrie sind Faktoren wie
Produktqualität, Haltbarkeit und das Ein -
sparen von Transportkosten durch das reduzierte
Flüssigkeitsgewicht ausschlaggebend.
Aber auch die Lösemittelrückgewinnung
spielt eine Rolle.
Daher ist die Bandbreite der Devex-Ansätze
ebenso zahlreich wie die Anwender -
wünsche. Devex-Technikchef Oestermeyer:
„Vom günstigen Plattenapparat für eher
unkomplizierte Anwendungen über
Bilder: Devex Verfahrenstechnik
Lebensmittelhersteller kennen die Herausforderung: Das Konzentrieren von flüssigen Rohstoffen durch Eindampfen ist komplex. Aromen, Vitamine
und Nährstoffe sollen erhalten bleiben. Und dann soll das Ganze auch noch bezahlbar bleiben.
26 dei 05-2025
energiesparende mehrstufige Anlagen bis
zu komplexen Fallfilmverdampfern mit
mechanischem Brüdenverdichter für sehr
empfindliche Lebensmittel.“
Test-Center für die Optimierung
„In unserem Test-Center können wir Bestandsprozesse
optimieren und ganz neue
Prozesse individuell für unsere Kunden
testen. Mit Vorverkostung zusammen mit
dem Kunden, versteht sich. Also wie eine
kleine Pilotproduktion, die wir dann
entsprechend der Ergebnisse beim Kunden
im Großproduktionsmaßstab umsetzen“,
sagt Oestermeyer.
Verdünntes Konzentrat behält Aroma
Oestermeyer erläutert: „Fallfilmverdampfer
setzt Devex z. B. für die Aufkonzentrierung
temperaturempfindlicher flüssiger Lebensmittel
ein, etwa beim Eindampfen von
Frucht- oder Gemüsesäften.“ „Den Wasseranteil
verringern wir so weit wie möglich.
Um aber wichtige Nährstoffe und Vitamine
im Produkt zu erhalten, dampfen wir bei
niedrigen Temperaturen in einem Vakuum
von bis zu 50 mbar und etwa 40 °C ein“, so
Oestermeyer weiter.
Prozesse, um Aromen zu schützen und nach
der Eindampfung wieder dem Produkt zuzuführen
sind integraler Bestandteil der
Anlagen. Das Produkt wird dann an seinem
Zielort einfach wieder mit Wasser verdünnt
Die Kernkompetenzen von Devex sind die
Energieeffizienz der Anlagen, Flexibilität bei
der Anlagengestaltung und die Breite der
abdeckbaren Anwendungen
und ist ebenso aromatisch wie das Ausgangsmaterial.
„Es geht darum, die zahlreichen Parameter
so zu kalibrieren, dass die Eindampfung
eine bestmögliche Produktqualität bei optimaler
Wirtschaftlichkeit ergibt. Und die
Verdampfung im Vakuum ermöglicht die
produktschonende Aufkonzentrierung bei
niedrigen Temperaturen, wodurch wiede -
rum die im Rohstoff enthaltenen Inhaltsstoffe
weniger leiden“, erklärt der technische
Leiter. Oestermeyer verrät abschließend
noch zum Thema Energieeffizienz: „Über
Stefan Oestermeyer, Prokurist und tech -
nischer Leiter beim Anlagenbauer Devex:
„Vom Plattenapparat und Naturumlaufverdampfer,
über Fallfilmverdampfer bis hin
zur komplexen mehrstufigen Verdampfung
unterstützen wir unsere Kunden mit der
kompletten Bandbreite an Lebensmittel-
Eindampfanlagen.“
Wärmerückgewinnungssysteme können wir
den Eindampfprozess zusätzlich energetisch
optimieren.“
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Devex
AUTOR:
CHRISTOPH
MARKMANN
Geschäftsführer,
Devex Verfahrenstechnik
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dei 05-2025 27
dei
LEBENSMITTELPROZESSTECHNIK
Kompakte Pasteurisation bei der Brauerei Kuchlbauer
Palettenpasteur sichert
Qualität der „Alten Liebe“
Alkoholfreies Bier boomt – auch bei der Traditionsbrauerei „zum Kuchlbauer“ in
Abensberg, mitten in der Hallertau, südwestlich von Regensburg gelegen. Seit Mitte
2024 hat man die alkoholfreie Alte Liebe im Sortiment, ein dunkles Weißbier. Um die
hundertprozentige Qualität zu gewährleisten, setzt die Brauerei auf den Kammer-
Palettenpasteur mit Dampf MultiPas-KH-4P des Maschinenbauers Füllmeister.
Die Privatbrauerei zum Kuchlbauer ist
spezialisiert auf die Herstellung von Weißbieren.
Gleich acht Sorten werden davon
laut Harald Ferstl, Braumeister sowie Leiter
Technik und Logistik, gebraut. „Im Sommer
vergangenen Jahres brachten wir unsere alkoholfreie
Alte Liebe auf den Markt. Sie entwickelte
sich unheimlich schnell zum Renner“,
berichtet Braumeister Ferstl. Am Anfang
ließen sie das durch gestoppte Gärung
alkoholfreie Weißbier noch bei einem befreundeten
Partner pasteurisieren. „Doch da
die Nachfrage immer stärker wuchs, entschieden
wir uns für einen eigenen Pasteur.
Durch Messen und Fachberichte, aber auch
nach Tipps von Brauer-Kollegen wurden wir
auf das Unternehmen Füllmeister aufmerksam.
Seit wir deren Palettenpasteur, in den
immer vier volle Paletten reinpassen, im
Einsatz haben, wurden schon mehrere Tausend
Hektoliter zu unserer vollsten Zufriedenheit
pasteurisiert“, sagt Ferstl.
Kammer-Palettenpasteur
Entschieden hat sich der Kuchlbauer für einen
Kammer-Palettenpasteur MultiPAS-
KH-4P mit automatischer Hubtüre, pneumatischer
Verriegelung, vollautomatischer
PE-Regelung über SPS sowie Chargenrückverfolgung
und Dokumentation sämtlicher
Temperaturen. Pasteurisiert wird mit
Dampf, der in einem separaten Kessel erzeugt
wird. „Wir verbrauchen mit unserem
System 40 % weniger Strom als üblich in
der Branche und insgesamt durch die hervorragende
Isolierung weitere 10 % weniger
Gesamtenergie“, sagt Norbert Hümmer,
Gründer und Inhaber von Füllmeister.
Hümmer ist Kaufmann, gelernter Bierbrauer
und Getränketechnologe, war nach den Stationen
Schultheiß, Schwabenbräu und Coca-
Cola zehn Jahre beim Maschinenbauer Krones,
ehe er sich im Jahr 2001 selbstständig
machte und Maschinen wartete. Seit 2011
produziert er mit Füllmeister die komplette
Palette für die Getränkebranche: Abfüll- und
Verschließmaschinen von 4000 bis 20 000
Gebinden (Glas, PET und Dosen) pro Stunde,
Getränke-Mixer, Pasteure, CIP- und KZE-
Anlagen, Rinser und Kastenwascher sowie
Transporteure für Flaschen, Kästen und Paletten.
Gebaut werden alle Neumaschinen in
Breslau (Polen), die Verwaltung sitzt in
Stettfeld bei Bamberg, ein großes Lager für
Gebrauchtmaschinen befindet sich nicht
weit entfernt vom Stammsitz. „Wir liefern
unseren Kunden aus der gesamten Getränkebranche,
von Bier über Limonaden, Tee
und andere AfG, immer alles maßgeschneidert.
Das sind zum Teil perfekt überholte
und modernisierte Gebrauchtmaschinen,
oder komplette Neuentwicklungen. So, dass
es für die Kunden immer ideal passt“, betont
Hümmer.
Aufgrund der hohen Nachfrage hat man sich bei der Brauerei Kuchlbauer für einen Kammer-Palettenpasteur
MultiPAS-KH-4P von Füllmeister entschieden
Bilder: broesele
Isolierung ohne Kältebrücken
Den Kammer-Palettenpasteur mit Hubtüre
gibt es in den Varianten von zwei bis acht
Paletten. Er ist geeignet für Getränke mit
und ohne CO 2 , die Flaschen können bereits
vorher etikettiert sein. Gebaut ist der Pasteur
in Modulbauweise komplett in Edelstahlrahmen-Ausführung.
Alle Außenwände und der
28 dei 05-2025
Boden haben eine Isolierung von 120 mm,
im Deckenbereich zwischen 80 und
180 mm, die Türe 100 mm. Sämtliche Isolierungen
sind mit PU geschäumt, so gibt es
keine Kältebrücken. Die werden ebenso vermieden
durch den Verzicht auf Vierkant-
Edelstahlbleche. Dafür setzt Füllmeister einen
speziellen, doppelten Winkelrahmenaufbau
ein.
TRADITION: BRAUKUNST SEIT 1499
Eine Besonderheit der Brauerei ist der
knapp 35 m hohen Kuchlbauer-Turm,
der auf einem Entwurf des österreichischen
Künstlers Friedensreich Hundertwasser
basiert
23 Minuten bei 59 ° Celsius
Nach dem Beladen der Paletten in den Pasteur
mit dem Stapler wird per Knopfdruck
elektrisch das Hubtor geschlossen. In der
SPS können bis zu 20 Programme gespeichert
werden, die auf dem großen Farbdisplay
einfach abrufbar sind. Mittels Touch
wird das entsprechende Programm gestartet
und der heiße Dampf langsam und produktschonend
eingeblasen. So erfolgt eine langsame
Anwärmung der Flaschen vor dem
Pasteurisierprozess. Beim Kuchlbauer werden
die gefüllten Flaschen auf bis zu 59 °C
erhitzt und bei dieser Temperatur für 23 Minuten
gehalten. Dabei werden 20 PE nicht
überschritten. Der komplette Ablauf des
Aufheizens, der Heißhaltung, der Pasteurisation
und des Abkühlens ist jederzeit auf
dem Display im Detail verfolgbar, jeder
Schritt wird gespeichert. Braumeister Ferstl
holt sich die Daten regelmäßig mittels USB-
Stick und wertet sie auf dem PC aus. Möglich
wäre aber auch eine direkte Online-
Einspeisung sämtlicher Daten in die Betriebsdatenerfassung.
Die Brauerei „zum Kuchlbauer“
ist eine familiengeführte, mittelständische
Brauerei in Abensberg
in Niederbayern. Im Stadtgebiet
gab es einmal bis zu sieben
Brauereien. Die Brauerei
Kuchlbauer dürfte die urkundlich
älteste Braustätte der Stadt
sein, sie zählt sich auch zu den
ältesten Braustätten in Bayern.
Die erste urkundliche Erwähnung
der Brauerei am Stadtplatz
von Abensberg gegenüber dem
Rathaus stammt aus dem Jahr
1499. Im Jahr 1751 wurde das
gesamte Anwesen an Joseph
Amann verkauft, der als
„Kuchlpaur“ die bischöfliche
Küche des Hochstifts in Regensburg
mit Lebensmitteln versorgte.
1902 erwarb Joseph Krieger
aus Riedenburg die Brauerei, die
er 1904 an seine Tochter und
deren Bräutigam Michael Salleck
aus Abensberg übergab. Seither
sind Brauerei, Brauereigasthof,
Gutshof und die zugehörige
Landwirtschaft im Besitz der Familie
Salleck-Horsch, die die
Brauerei in neunter Generation
durch Jacob Horsch führt.
Zur Brauerei gehören heute
auch die de Bassus Schlossbrauerei
zu Sandersdorf in Altmannstein,
eine Bio-Brauerei sowie die
Spezial-Brauerei Schierling.
Harald Ferstl, Braumeister sowie Leiter
Technik und Logistik beim Kuchlbauer
(links) und Füllmeister-Inhaber Norbert
Hümmer kontrollieren die eingestellten
Werte auf dem großen Display
Vier Paletten nach 45 Minuten fertig
Kondenswasser sammelt sich während der
Dampf-Phase in der leicht geneigten Ablaufrinne
am Boden und fließt ab. Nach der Pasteurisationszeit
wird Umgebungsluft angesaugt
und langsam in den Pasteur eingeblasen,
so kühlen alle Flaschen auf unter 50 °C
ab. Innerhalb von 45 Minuten sind vier Paletten
komplett pasteurisiert und stehen bereit
zum Verkauf. Nach wenigen Minuten
des Befüllens mit frischen Paletten startet
der nächste Durchgang.
„Unsere vollautomatischen MultiPas-Kammerpasteuere
mit Temperaturüberwachung
sind durch ihre kompakte Bauweise und
einfache Handhabung eine ideale Alternative
für die großen Durchlauf-Flaschenpasteure
– perfekt geeignet für Klein- und Mittelstandsbetriebe“,
sagt Norbert Hümmer.
Die Pasteure zeichnen sich durch hohe
Funktionssicherheit, Bedienerfreundlichkeit
und sparsamen Energieverbrauch bei kürzesten
und genauen Behandlungszeiten aus.
Der Einsatz von Radiallüftern und speziell
konstruierten Luftkanälen erreicht eine strömungsoptimierte
Verteilung des Dampf-
Luftgemisches. Bei einer Funktionsstörung
gibt es eine optische und akustische Alarmmeldung.
Zum Reinigen kann der komplette
Pasteuer mit Spritzkugeln ausgespritzt werden,
das Wasser fließt dann durch die Ablaufrinne
ab. Der Palettenabstell-Grundrahmen
kann dazu leicht entnommen werden.
Weitere Einsatzmöglichkeiten
„Wir sind mit dem Füllmeister Kammerpasteur
wirklich sehr zufrieden“, sagt Braumeister
Ferstl. „Wir haben nicht nur unser
alkoholfreies Alte-Liebe-Weißbier damit perfekt
pasteurisiert, sondern auch schon das
alkoholfreie Bio-Hell unserer Tochter
Schlossbrauerei Sandersdorf. Und demnächst
werden wir ein alkoholfreies Radler für
Schierling pasteurisieren“, resümiert Ferstl.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Füllmeister
AUTOR:
BERT BROSCH
Freier Journalist
Das alkoholfreie, dunkle Weißbier
„Alte Liebe“ hat sich innerhalb
kürzester Zeit zum Verkaufsschlager
entwickelt
dei 05-2025 29
dei
HYGIENIC DESIGN
Hygienische Komponenten beherrschen Korrosion in jeder Lage
Gelenklager widerstehen
extremen Bedingungen
In der Lebensmittel- und Getränkeherstellung gelten höchste Anforderungen an
Hygiene, Sicherheit und Effizienz. Eine zentrale Rolle spielen dabei Maschinenkomponenten,
die unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren müssen – insbesondere
diejenigen, die häufigen Reinigungszyklen, aggressiven Reinigungsmitteln
und feuchten Produktionsumgebungen ausgesetzt sind.
Korrosion ist ein ernstzunehmendes Risiko:
Rostende oder korrodierende Bauteile
können nicht nur zu Maschinenstillständen
und erhöhtem Wartungsaufwand führen,
sondern stellen auch ein erhebliches hygienisches
Risiko dar. Schon kleinste Rostpartikel
oder durch Korrosion verursachte Materialveränderungen
können in den Produktionsprozess
gelangen – mit gravierenden
Folgen. Mögliche Konsequenzen reichen
von Produktverunreinigungen über kostspielige
Reklamationen bis hin zu Rückrufaktionen,
die nicht nur wirtschaftliche
Schäden, sondern auch das Vertrauen in die
Marke nachhaltig beeinträchtigen. Darüber
hinaus erschwert Korrosion die Reinigung
und Desinfektion der Anlagen und kann die
Einhaltung von Hygienestandards dauerhaft
gefährden.
Lösungen für höchste Belastungen
Der Einsatz korrosionsbeständiger Komponenten
– insbesondere aus Edelstahl oder
speziell beschichteten Werkstoffen – trägt
dazu bei, höchste Hygieneanforderungen
zu erfüllen, die Betriebssicherheit zu erhöhen
und den Wartungsaufwand zu reduzieren.
Fluro hat sich auf die Entwicklung und
Produktion korrosionsbeständiger Gelenklagerlösungen
spezialisiert, die exakt auf die
Anforderungen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie
zugeschnitten sind. Die Lagerkomponenten
bestehen aus hochwertigen
Edelstählen oder verfügen über spezielle
Beschichtungen, die selbst in aggressiven
Umgebungen – etwa bei Kontakt mit Säuren,
Laugen oder Salzen – höchste Beständigkeit
bieten.
Um den strengen Anforderungen der Lebensmittel-
und Getränkeindustrie gerecht
zu werden, orientiert sich Fluro bei der
Herstellung seiner „Rost-Bezwinger“ an den
Hygienic-Design-Standards. Die Werkstoffe,
das Design und die Oberflächenbeschaffenheit
garantieren eine optimale Hygiene, eine
einfache und sichere Reinigung und
höchste Korrosionsbeständigkeit – auch in
aggressiver Umgebung. So werden mikrobiologische
Risiken minimiert.
In der Lebensmittel- und Getränkeherstellung gelten höchste Anforderungen an die Hygiene.
Eine zentrale Rolle spielen dabei Maschinenkomponenten wie Gelenklager.
Bilder: Fluro
Gelenklager in der Praxis
In der Praxis kommen korrosionsbeständige
Gelenklager in verschiedenen Teilbereichen
der Lebensmittelverarbeitung zum Einsatz.
In Großbäckereien ermöglichen die Edel-
30 dei 05-2025
stahl-Gelenklager bei der Herstellung von
Teig-, Back- und Konditoreiwaren einen reibungslosen
24/7-Betrieb in hochfeuchter
Umgebung – trotz täglicher Reinigung mit
Hochdruckdampf und aggressiven Reinigern.
In Molkereien wiederum bewähren sie
sich im Dauerbetrieb bei Kontakt mit
Milchbestandteilen, Laugen und säurehaltigen
Medien, ohne Anzeichen von Materialermüdung
oder Korrosion. Anwendung finden
die Produkte beispielsweise auch in
Brauereien, Kaffeeröstereien, Geflügel-,
Fleisch und Fischverarbeitungsbetrieben sowie
in der Speiseeisherstellung und Verarbeitung
von Getreide- und Futtermitteln.
Dabei leisten korrosionsbeständige Lager
nicht nur einen Beitrag zur Produktsicherheit,
sondern auch zur Nachhaltigkeit. Ihre
deutlich verlängerte Lebensdauer reduziert
den Bedarf an Ersatzteilen, minimiert Wartungsaufwand
und senkt den Energieverbrauch
durch verringerte Stillstandzeiten
und Instandhaltungsmaßnahmen. Durch den
geringeren Ressourcenverbrauch – sowohl
in der Produktion als auch im laufenden Betrieb
– tragen die Komponenten zu einer
verbesserten Umweltbilanz der Anlage bei.
Häufige Reinigungszyklen, aggressive Reinigungsmittel und feuchte Produktionsumgebungen
setzen den Komponenten zu. Korrosionsbeständige Komponenten sind im Anlagenbau
daher Pflicht.
Permanente Weiterentwicklung
Die permanente Weiterentwicklung von
Werkstoffen und Beschichtungstechnologien
spielt eine zentrale Rolle bei der Optimierung
hygienegerechter Komponenten.
Deshalb wird kontinuierlich in Forschung
und Entwicklung investiert, um die Produkte
stets auf dem neuesten Stand der Technik
zu halten. In enger Zusammenarbeit mit
den Anwendern werden maßgeschneiderte
Lösungen entwickelt, wie etwa selbstschmierende,
wartungsfreie Gelenklager
und Gelenkköpfe für besonders schwer zugängliche
Anlagenbereiche oder Spezialkomponenten
für extreme Temperatur- oder
Medienbelastungen. (br)
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Fluro
Synthetische Hochleistungsschmierstoffe
für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie
H1 REGISTRIERT
ISO 21469 ZERTIFIZIERT
Verlängerte Ölwechselintervalle, vielseitige Einsatzmöglichkeiten, Sortenvereinfachung und
eine optimierte Leistung, sind nur einige Vorteile der modernsten synthetischen Schmierstoffe
von LUBRIPLATE, die selbstverständlich alle NSF H1-registriert sind.
SFGO Ultra Serie: synthetische Hochleistungs-Schmierstoffe
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SynXtreme FG Serie: synthetische Hochleistungs-Schmierfette
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• Diese hochwertigen, vollsynthetischen Schmierstoffe wurden speziell zur Verwendung
in Dosenverschließmaschinen und für ähnliche Applikationen entwickelt.
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dei 05-2025 31
Smarte Kamera mit integrierter KI
Bild: Yontex
Bild: B&R
Die Drinktec 2025 behauptet sich erneut als
Weltwirtschaftsgipfel der Getränke und
Liquid-Food-Industrie. 58 281 Besucher aus
insgesamt 164 Ländern und 1117 Aussteller
aus 68 Ländern machten München fünf Tage
lang zum Zentrum der internationalen
Getränke- und Liquid-Food-Herstellung.
Auf 74 000 m2 Nettoausstellungsfläche
sammelten die Besucher Impulse für ihre
zukünftigen Produktkonzepte, Geschäftsstrategien
und technischen Lösungen. Mit einem
Anteil von 70 % Besuchern aus internationalen
Märkten wurde die Drinktec 2025
ihrer Position als Weltleitmesse gerecht.
Zu sehen waren in München Lösungen zu
der kompletten Wertschöpfungskette der
Getränke- und Liquid-Food-Herstellung.
Ganz besonders im Fokus standen Modernisierungsprojekte,
Prozessoptimierungsund
Digitalisierungsaufgaben sowie die
Strategien zur Entwicklung neuer Getränkekonzepte
auf der Basis neuer Zutaten, Produktrezepturen
und Herstellungsverfahren.
Auch die interaktive Networking- und Austauschfläche
Liquidrome war gut besucht.
Die nächste Drinktec auf dem Münchener
Messegelände findet vom 11. bis 15. September
2028 statt.
Bild: Anton Paar
B&R hat eine Smart Camera der nächsten Generation
vorgestellt, die künstliche Intelligenz direkt in die Maschinensteuerung
einbindet. Mit integrierten KI-Funktionen
ermöglicht die Kamera Bildverarbeitung in
Echtzeit, dynamische Modellwechsel und hybride KIbasierte
Inspektion. Maschinenbauer und Hersteller
erhalten eine kompakte Plug-and-Play-Lösung, die höhere
Qualität, schnelleren Durchsatz und geringere
Makulatur erzielt – selbst bei stark variierenden Produktionsbedingungen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, die auf externe
PCs oder Steuerungen angewiesen sind, verarbeitet
die Smart Camera von B&R Bilddaten lokal. Die KI-
Inferenz erfolgt in Echtzeit – angetrieben von einem Edge-KI-Prozessor,
der laut Hailo-Benchmarks bis zu
15-mal effizienter ist als vergleichbare Chips.
Die werkseitig kalibrierte Optik und Beleuchtung verbessern
die Wiederholgenauigkeit der Bildaufnahme um
den Faktor zehn oder mehr. Das sorgt für hochwertigen
Input bei Deep-Learning-Modellen – und damit für präzisere
Ergebnisse, weniger Fehlalarme und eine dauerhaft
hohe Leistung.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: B&R
Inline-Bieranalyse in Echtzeit
Moderne Brauprozesse erfordern
Inline-Bieranalysetechnik,
um die Prozesssicherheit und
-effizienz zu erhöhen. Der Beer
Monitor von Anton Paar ermöglicht
die kontinuierliche Verfolgung
kritischer Parameter wie
Alkoholgehalt, scheinbarer und
wirklicher Extrakt, Stammwürze
und CO 2 -Gehalt für eine Vielzahl
verschiedener Biersorten. Die
mit einer internen Probenpumpe
ausgestatteten Bier-Monitore
können direkt in der Linie montiert
werden. Für die Echtzeit-
Messung werden ein Dichteund
Schallgeschwindigkeitssensor
mit einer p/T-CO 2 -Messung
kombiniert.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Anton Paar
32 dei 05-2025
Digitale Service-Lösung für Anlagenteile
GEA hat mit InsightPartner
EvoHDry eine digitale Service-
Lösung entwickelt, die speziell
auf die Anforderungen von Molkereien
und Getränkeherstellern
zugeschnitten ist. Das System
überwacht kontinuierlich kritische
Anlagenteile wie Pumpen,
Verdampfer oder Trockner und
erkennt Abweichungen frühzeitig.
Maschinendaten – etwa Temperatur,
Druck, Vibration oder
Durchfluss – werden in Echtzeit
erfasst, analysiert und in Appoder
Webanwendungen übersichtlich
dargestellt. So lassen
sich Ausfälle verhindern, Wartungen
gezielt planen und Stillstände
vermeiden.
Besonders in der Milchverarbeitung,
wo ein schleichender
Ansaugdruckverlust an Vakuumpumpen
häufig zu Effizienzverlusten
führt, bietet die Lö-
Bild: GEA
sung deutliche Vorteile. Proprietäre
Algorithmen von GEA
sowie die Expertise zertifizierter
Fachleute stellen verlässliche
Diagnosen sicher. InsightPartner
EvoHDry ist Teil der GEA
Service Performance Partnership
und verbindet OEM-
Know-how mit digitalen Tools
– für höhere Anlagenverfügbarkeit,
Kosteneffizienz und nachhaltige
Produktion.
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Suchwort: GEA
Compound für
O-Ringe
Das Compound 70 EPDM
335DW für O-Ringe erfüllt alle
strengen Anforderungen für
Trinkwasseranwendungen und
bietet mehrere Vorteile, die eine
lange Lebensdauer und eine zuverlässige
Dichtfunktion gewährleisten.
Es ist hitzebeständig
und widersteht Heißwasser,
Dampf und Heißluft bis
+150 °C, während es bei Kälte
bis -50 °C (statisch) wirksam
bleibt. Darüber hinaus hat ein
externes O-Ring-Prüflabor die
Kupferverträglichkeit getestet
und konnte keine kupferinduzierte
Autoxidation feststellen.
Das Compound 70 EPDM
335DW erfüllt die aktuellen Bewertungskriterien
für Kunststoffe
und andere organische Werkstoffe
im Kontakt mit Trinkwasser
(KTW-BWGL). Zudem wurde
das Compound auch hinsichtlich
der aktuell vorliegenden
europäischen Positivliste
geprüft. Seine Zusammensetzung
erfüllt bereits die neuen
Anforderungen der europäischen
Gesetzgebung (Richtlinie
(EU) 2020/2184).
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Freudenberg
WO DIE GUTEN FARBEN
HERKOMMEN
Bild: Freudenberg
Bright ideas in natural food colours
Since 1899
dei 05-2025 33
dei
MESSENACHLESE
Natürliches Konservierungsmittel
Velcorin und Nagardo sind zwei Lösungen zur mikrobiologischen
Stabilisierung von Getränken von Lanxess.
Sie lassen sich einzeln oder kombiniert anwenden. Nagardo
bietet eine natürliche Alternative zur Tunnel- oder
Kammerpasteurisation von alkoholfreien Bieren in Flaschen
oder Dosen und liefert zudem Schutz im Fassbierbereich.
Für alkoholfreien Wein ist Velcorin etabliert.
Die Zulassung von Nagardo für den Weinbereich befindet
sich in Vorbereitung. Bei alkoholfreien Spirituosen
bietet sich ein kombinierter Einsatz beider Produkte an.
Während Velcorin mittels Dosieranlage unmittelbar vor
der Abfüllung zugesetzt wird, lässt sich Nagardo als Vorlösung
chon bei der Produktausmischung zugeben.
Der Wirkstoff des natürlichen Konservierungsmittels
Nagardo wird aus dem tropischen Pilz Dacryopinax
spathularia gewonnen. Durch einen natürlichen Fermentationsprozess
produziert dieser hochreine Glykolipide,
die bereits in niedrigen Dosierungen (2 bis
50 mg/l) gegen Hefen, Schimmelpilze und Bakterien
wirken. Nagardo zeichnet sich durch seine thermostabile
Eigenschaft aus und schützt damit auch gezielt vor
hitzeresistenten Sporenbildnern wie Alicyclobacillus
oder Byssochlamys. Das Konservierungsmittel wird im
Produktionsprozess bereits vor der Hitzebehandlung als
wässrige Lösung zugeführt. Der Schutz hält auch nach
der thermischen Behandlung an.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Lanxess
Filtration mit SiC-Membran
Bild: Boll & Kirch
SiC-Rohrmembranen und SiC-
Flachmembranen von Boll &
Kirch Filterbau bieten eine hohe
Filtrationsleistung und ermöglichen
eine effiziente und sichere
Bild: Lanxess
Filtration von Getränken, Prozesswasser
und anderen Flüssigkeiten
mit Filterfeinheiten von
0,1 bis 0,005 μm. Die robuste
Bauweise der SiC-Membran
sorgt für eine gleichbleibende
Filtrationsqualität. Dabei lassen
sich die modularen Systeme
nahtlos in bestehende Produktionslinien
integrieren und individuell
konfigurieren.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Boll & Kirch
Verlustarme Flaschenabfüllung
Wenn es um sichere und verlustarme
Getränkeabfüllung geht,
kommt Physik ins Spiel: Angesichts
von Rotationsgeschwindigkeit
und Richtungsänderung,
insbesondere am Übergang vom
Transferstern zum Verschließer,
wirken hohe Zentrifugalkräfte
auf den Inhalt der Behälter. Das
kann dazu führen, dass die Flüssigkeit
aus der Flasche schwappt.
Zwar mögen jeweils nur wenige
Tropfen austreten, angesichts
von bis zu 90 000 Füllvorgängen
pro Stunde summiert sich der
damit verbundene Produktverlust
jedoch schnell. Ein weiterer
Aspekt ist die Hygiene. Man
kann sich leicht vorstellen, dass
ein Überschwappen zuckerhaltiger
Getränke einerseits die Behälter
an Hals und Verschluss
verunreinigt. Es kann sich sogar
Schimmel bilden.
Um dem entgegenzuwirken,
führt KHS bei der Auslegung der
Zuverlässige Flascheninspektion
Wärmebildtechnik von Teledyne
Flir und Inspektionsgeräte der
Schwestermarke Teledyne Taptone
lassen sich hervorragend
kombinieren für die Flascheninspektion.
Die Flir-A6301-Wärmebildkamera
besitzt eine sehr
hohe Empfindlichkeit und ermöglicht
nicht nur sehr schnelle
Integrationszeiten, sondern erfasst
auch Hochgeschwindigkeitsbewegungen
der Produktlinien
mit bis zu zwanzigmal weniger
Bewegungsunschärfe. Dabei
zeichnet sich die A6301
durch die Lebensdauer ihres
Kryokühlers von 27 000 h (also
mehr als 3 Jahre ununterbrochene
Betriebsdauer) aus. Das Lecksuchsystem
der PRO-Serie FS von
Taptone verwendet eine direkte
Kraftmessung an den Seitenwänden
eines unter Druck stehenden
Behälters mit bis zu 12 bar und
ermittelt den Innendruck des
Produkts. Dies ermöglicht es
dem Benutzer, den Innendruck
eines beliebigen Behälters mit
Linien CFD-Berechnungen
durch. Grundlage sind Erkenntnisse
aus Simulationen. Untersucht
wird der Effekt der Flaschenform,
der Füllhöhe und
des Mündungsdurchmessers.
Wenn beispielsweise Änderungen
an der Geometrie erfolgen
oder das Flaschengewicht reduziert
wird, müssen die Linien
angepasst werden.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: KHS
Kohlensäure, LN2 oder Aerosolen
zu überwachen und auch
kleinste Probleme mit über- oder
unterdruckbeaufschlagten Behältern
unmittelbar in Echtzeit zu
finden. Mit einer Spitzengeschwindigkeit
von über 2000
Behältern pro Minute und einer
Genauigkeit von ±0,1 bar ist die
PRO-Series FS das schnellste und
genaueste Druckerkennungssystem
für eine hundertprozentige
Inline-Produktkontrolle.
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Suchwort: Flir
Bild: Flir
Bild: KHS
34 dei 05-2025
Filter für Flüssigkeiten, Gase und Dampf
Die Herstellung von Lebensmitteln und Getränken,
wie Bier, Wasser oder auch Molkereiprodukte,
erfordert höchste Reinheit in
jeder Prozessstufe sei es bei Wasser, Dampf,
dem Einsatz von Druckluft oder Gasen. Filtration
spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie
trägt zu hygienischen Produktionsbedingungen,
stabilen Prozessen und sicheren
Produkten bei. Hengst Filtration bietet zuverlässige
Filterelemente e in den Kategorien
Flüssigkeits, Gas, Druckluft und Dampf
für die Lebensmittel und Getränkeherstellung.
Die Flüssigkeitsfilter umfassen Absoluttiefenfilter
mit Meltblownmedien sowie
sterile Membranfilter in Filtrationsgraden
von 0,1 bis 25 μm. Die Druckluft, Gas und
Dampffilter sind ebenfalls in verschiedenen
Filtrationsgraden verfügbar. Das Portfolio
deckt alle Schritte der Prozessfiltration ab
von der Vor- bis zur Sterilfiltration. Die Elemente
erfüllen die Anforderungen der FDA
sowie der EG1935/2004.
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Suchwort: Hengst
Bild: Hengst Filtration
CLOSE THE CIRCLE:
DER S-LINER MULTIFILL
Bild: Parker Hannifin
Kompakter Stickstoffgenerator
Parker Hannifin hat den Stickstoffgenerator Nitrosource
Compact für eine effiziente Stickstoffproduktion
vor Ort konzipiert. Die kompakten Generatoren erzeugen
bedarfsgerecht Stickstoff aus einer werkseitigen
Standarddruckluftversorgung. Durch den Einsatz moderner
Druckwechseladsorptionstechnologie (PSA)
und hochwertigster Kohlenstoffmolekularsiebe (CMS)
erzeugt Nitrosource Compact hochreines Stickstoffgas
aus der Umgebungsluft und macht logistisch aufwendige
Methoden der Stickstoffversorgung wie Hochdruckgasflaschen
und Flüssiggas überflüssig.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Parker Hannifin
EINE FLEXIBLE LÖSUNG ZUR MEHR-
FACHVERWENDUNG VON EIMERGE-
BINDEN. DURCH DEN EINGELEGTEN,
ENTNEHMBAREN UND SEPARAT
ABFÜLLBAREN S-LINER MULTIFILL
BLEIBT DER ÄUSSERE TRÄGEREI-
MER SAUBER UND KANN MEHRFACH
GENUTZT WERDEN.
Beschleunigte Flaschenentwicklung
Die Smart-Prototyping-Plattform von BMT
kombiniert Simulation, 3D-gedruckte Formen
und Tests im Labormaßstab, um die
Flaschenentwicklung zu beschleunigen.
Smart-Prototyping folgt der BMT-Methodik
„Messen, Digitalisieren, Ausführen“. Durch
die Erfassung von Echtzeitdaten zu Temperatur,
Druck und Materialverhalten ermöglicht
BMT den Herstellern, die Geometrie der
Vorformlinge, die Materialauswahl und die
Verarbeitungsparameter lange vor der Massenproduktion
zu optimieren.
Das Smart-Prototyping nutzt zwei Kerntechnologien,
Blowscan und Thermoscan, die
Erkenntnisse über die Vorformtemperatur
und die Materialverteilung ermöglichen.
Die Streckblasform-Simulation (SBM) nutzt
Materialmodelle, um neue Designs vom Vorformling
bis zur fertigen Flasche zu bewerten,
bevor ein physischer Prototyp hergestellt
wird. Ingenieure können so die Flaschenform
vorhersagen, Optimierungspotenziale
identifizieren und die Leistung virtuell
überprüfen.
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Suchwort: BMT
Bild: BMT
ENTNEHMBARER
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dei 05-2025 35
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dei
MESSENACHLESE
Leistungsstarker Stretchwickler
Laserbasierte Heizung für PET-Preforms
Der Octopus Prestige Stretch Wrapper von Signode wurde
für den Einsatz in anspruchsvollen Hochgeschwindigkeits-Produktionsumgebungen
entwickelt und kombiniert
Hochgeschwindigkeitsleistung mit robuster Zuverlässigkeit.
Jede Designentscheidung – von der Kern -
architektur bis hin zum kleinsten Detail – wurde durch
das Feedback aus der Praxis geprägt.
Der Stretchwickler hält mit den schnell laufenden Produktionslinien
Schritt, ohne die Stabilität der Ladung zu
beeinträchtigen. Dank des Topdown-Designs, bei dem
alle Wartungsbereiche der Maschine auf Bodenniveau
abgesenkt werden können, können die Wartungsarbeiten
bequem durchgeführt werden. Das Folienhandling
durch das Doppel-S-Folienwagensystem ermöglicht stabile
Lasten und einen geringeren Folienverbrauch. Integrierter
Top Sheet Dispenser mit ebenerdigem Zugang
für den Folienrollenwechsel sowie das Rollcycler-Folienrollenwechselsystem,
das bis zu acht Folienrollen
speichert, sorgen für einen reibungslosen Betrieb.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Signode
Mit der Evoblow Laser stellte Sidel
auf der Drinktec 2025 erstmals
eine laserbasierte Heiztechnologie
für PET-Vorformen
vor. Sie ersetzt die bislang dominierende
Infrarottechnik und eröffnet
neue Möglichkeiten beim
Lightweighting sowie im Einsatz
von rPET. Bis zu 36 präzise Laserlinien
erlauben eine exakte
Steuerung der Materialverteilung.
So entstehen Flaschen, die
leichter und zugleich stabiler
sind – auch im kritischen Bereich
unterhalb des Halses. Unsichtbare
„Power Rings“ sorgen
für Festigkeit ohne sichtbare
Bild: Sidel
Rippen und schaffen größere
Designfreiheit. Zudem ist die
Technologie unempfindlich gegenüber
Umgebungseinflüssen,
liefert konstante Qualität von
der ersten bis zur letzten Flasche
und benötigt keine Aufheizoder
Stand-by-Zeiten. Der Laserofen
spart Energie, erleichtert
Wartung und reduziert Stillstandsrisiken.
Evoblow Laser
bietet damit eine nachhaltige
und zugleich hocheffiziente
Lösung für moderne Verpackungslinien.
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Suchwort: Sidel
Bild: Signode
Schlauch mit UPE-Schlauchseele
Vollständig abgedichtete Kugellager
Die Kugellagereinheiten der
Food-line-Serie von SKF sind
vollständig abgedichtet, lebenslang
geschmiert und für den
Einsatz in rauesten Produktionsund
Reinigungsumgebungen
ausgelegt. Ihr hygienisches Design,
ihre korrosionsbeständigen
Materialien und ihre blauen
Komponenten verbessern die
Bild: SKF
optische Erkennbarkeit und verringern
das Kontaminationsrisiko.
Die Kugellagereinheiten der
Food-line-Reihe tragen außerdem
dazu bei, den Wartungsaufwand
zu minimieren und proaktive
Strategien zur Lebensmittelsicherheit
zu unterstützen. Die
mit lebensmittelechten Komponenten
und hygienischem Oberflächendesign
konstruierten Einheiten
wurden entwickelt, um
proaktiv Schadstofffallen zu beseitigen
und das Risiko der Entwicklung
von Bakterien und Allergenen
zu verringern. Der
nachschmierfreie Betrieb erfolgt
mit NSF H1-zertifiziertem Fett.
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Suchwort: SKF
Continental hat den Blaudieck-
Schlauch weiterentwickelt. Dabei
setzt der Unternehmensbereich
Contitech konsequent auf
Polyethylen mit ultralangen Molekülketten
(UPE) als alleinige
Materiallösung für die Schlauchinnenschicht.
Die geringe
Permeabilität der weißen, porenfreien
und weichmacherfreien
UPE-Seele schützt das Medium
vor Kontamination. Gleichzeitig
macht sie die Schläuche
noch widerstandsfähiger gegen
bestimmte Medien und gegen
Temperaturen bis 95 °C dauerhaft
und kurzzeitig bis zu
110 °C. Schläuche mit UPE können
mit bis zu 130 °C Sattdampf
gereinigt werden. Und schließlich
sorgt die homogene UPE-
Innenschicht für einen gleichbleibend
stabilen Innendurchmesser,
was die Gefahr von Verunreinigungen
oder Bakterien-
nestern verhindert. Neben dem
klassischen Schlauch bestehend
aus UPE-Innenschicht, stoffgemusterter
NBR-Außenschicht
und dem Druckträger aus synthetischen
Garnen gibt es den
Blaudieck Super auch mit eingearbeiteter
Stahldrahtspirale für
besonders anspruchsvolle Saugvorgänge.
Eine Version für den
Ex-Bereich ist ebenfalls erhältlich.
Der Betriebsdruck beträgt
16 bar. Continental bietet Nennweiten
von DN 19 bis DN 100
und eine standardmäßige Länge
von 40 m.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Contitech
Bild: Contitech
36 dei 05-2025
Technik im Fokus
Pumpen, Kompressoren,
Antriebe
Sicherer Mühlenbetrieb
dank zuverlässiger Gebläse
dei 05-2025 37
dei TECHNIK IM FOKUS PUMPEN, KOMPRESSOREN, ANTRIEBE
Bild: Aerzen / The 2R Artificiality – stock.adobe.com
Milser Mühle setzt bei der Erzeugung von Förderluft auf Delta Blower
SICHERER MÜHLENBETRIEB
MIT ZUVERLÄSSIGEN GEBLÄSEN
38 dei 05-2025
Seit über 50 Jahren werden in der Milser Mühler zur Förderlufterzeugung
ausschließlich Drehkolbengebläse von Aerzen eingesetzt.
Die 100 % ölfreien Aggregate vom Typ Delta Blower zeichnen sich
durch eine langlebige Qualität sowie hohe Zuverlässigkeit aus und
halten dank ihrer hervorragenden Energieeffizienz und ihrem geringem
Wartungswand die Lebenszykluskosten gering.
Die pneumatische Förderung ist in der Mühlenindustrie in geschlossenen
Rohrleitungssystemen zum Transport von Getreide und
Mehl unverzichtbarer Bestandteil innerbetrieblicher Produktionsabläufe.
Maßgeschneiderte Lösungen mit höchstmöglicher Versorgungssicherheit
und Energieeffizienz entstehen aber nur, wenn die
entscheidenden Kriterien – die maximal benötigte Förderluftmenge
und der maximal benötigte Druck – bereits bei der Planung berücksichtigt
werden. Für Höchstdrücke bis 1000 mbar sind ölfrei verdichtende
Drehkolbengebläse die optimalen Förderlufterzeuger. Seit
fünf Jahrzehnten vertraut die „Milser Mühle“ in Bielefeld auf Drehkolbengebläse
von Aerzen. Aktuell sind dort elf unterschiedlich alte
Aggregate in Einsatz.
Pneumatische Förderung
Nach der Übernahme der Milser Mühle in Bielefeld vor 130 Jahren
durch die Familie Borgstedt wurde zunächst nur Futterschrot für
die Tierfütterung produziert, seit 1918 auch Getreide für die
menschliche Ernährung gemahlen. „Vor fünf Jahrzehnten entschieden
wir uns, das Mehl innerbetrieblich pneumatisch durch Rohrleitungen
zu transportieren. Als Förderlufterzeuger wählten wir deshalb
damals ölfrei verdichtende Drehkolbengebläse der Baureihe
Delta Blower, die mit ihrem Maximaldruck von 1000 mbar ausreichend
dimensioniert waren. Bis heute haben wir für diesen Einsatzbereich
nur Aerzen-Aggregate im Einsatz. Sie stammen allerdings –
bedingt durch die lange Betriebszeit der Aggregate – inzwischen
aus mehreren Generationen dieser Baureihe. Heute ist die pneumatische
Förderung für den wirtschaftlichen Betrieb eines modernen
Mühlenunternehmens unerlässlich“, erklärt Müllermeister Friedrich-Wilhelm
Borgstedt. In der Milser Mühle arbeiten die Aggregate
mit einem Höchstdruck von 650 bis 750 mbar. Man würde zwar
gerne mit einem höheren Druck arbeiten, nennt aber als Vorteil für
den gewählten Druckbereich die längere Lebensdauer der Gebläse,
der Schleusen und der Rohrleitungen, und hier ganz besonders der
Rohrbögen. Ein zwischenzeitlich pneumatisch arbeitendes Fördersystem
für ungemahlenes Getreide führte nach Auskunft von Seniorchef
Borgstedt zu hohem Verschleiß bei Leitungen und Schleusen
und wurde wieder abgebaut.
Elf Delta Blower im Einsatz
Aktuell arbeiten an der Mehlstraße in Bielefeld elf Delta Blower mit
Antriebsleistungen von 4 bis 30 kW. Sieben dieser elf Aggregate stehen
in nicht schallgedämmter Ausführung in einer zentralen Station
und drei weitere schallgedämmte Anlagen in einem Nachbarraum.
Die Version ohne Schalldämmhauben in der zentralen Station wurde
bewusst gewählt, um Verschmutzungen durch Ungeziefer-Nistplätze
zu vermeiden – ein in der Mühlentechnik weit verbreitetes Problem.
Diese nicht schallgedämpfte Ausführung führt jedoch zu zwei
nicht unbedeutenden Problemen: In der Station entsteht durch die
hier installierten sieben Aggregate nicht nur eine erhebliche Abstrahlwärme,
sondern auch eine bedeutende Geräuschentwicklung
mit der Konsequenz, dass
• eine ausreichende Menge an Frischluft für die Verdichtung und
die Kühlung der Aggregate vorhanden sein muss, die durch Maueröffnungen
in das Gebäudes und über Kanäle in die Station eintritt;
und dass
• verhindert werden muss, dass durch diese Öffnungen die nicht
unerheblichen Geräusche aus der Station nach draußen dringen
und die Umgebung und hier besonders die benachbarte Wohnbebauung
belasten können.
Über ein spezielles Online-Tool, den sog. Raumbelüftungsrechner,
wurden deshalb zunächst die benötigte maximale Zuluftmenge für
Bild: Aerzen
Seit 130 Jahren ist die Milser Mühle in Bielefeld im Besitz der Familie
Borgstedt. Sie verarbeitet mit 25 Mitarbeitern täglich ca. 400 t Getreide
und gehört damit unter den norddeutschen Mühlen eher zu den mittelgroßen
Unternehmen.
Verdichtung und Kühlung, die Ventilator-Leistung und die Größe
der Maueröffnungen ermittelt. In diesem Rechenprogramm wird
zunächst die installierte Maschinenart – in diesem Fall „Gebläse“ –
gewählt (alternativ wählbar sind „Verdichter“ und „Turbogebläse“).
Ferner wird die Art der Ansaugung definiert – im Beispiel Milser
Mühle die „Rohransaugung von außerhalb des Raumes“ (alternativ
verfügbar ist die „Raumansaugung aus dem Raum“). Die Berechnung
erfolgt nach Eingabe der insgesamt installierten Motorleistung,
der Umgebungstemperatur, der zulässigen Temperatur-Erhöhung,
dem maximalen Ansaugvolumenstrom der Gesamtstation, der
Aufstellhöhe und der Strömungsgeschwindigkeit. Zur Errechnung
der erforderlichen Volumenleistung des Abluft-Ventilators werden
der Eintrittsdruck, die Dichte, die abgestrahlte Wärmemenge und
der erforderliche Kühlluftstrom berücksichtigt. Die Berechnung der
erforderlichen Ansaugöffnung als freier Querschnitt erfolgt unter
Berücksichtigung von Zuluftmenge und freiem Querschnitt. Die Berechnungsergebnisse
führen zu präzisen Erkenntnissen über die benötigten
Zuluftmenge, die erforderliche Leistung des Abluft-Ventilators,
zur Ermittlung der optimal auf die Größe der Station abgestimmten
Zu- und Abluftkanäle und zu einer optimalen Dimensionierung
der erforderlichen Maueröffnungen. Kulissenschalldämpfer
in den Kanälen lassen zwar die Luft in die Station einströmen, minimieren
jedoch den in der Station entstehenden Geräuschpegel außerhalb
des Gebäudes.
Störungsfreier Mühlenbetrieb
Alle Produktionsbereiche hinter den Mühlen und vor der Reinigung
arbeiten in der Milser Mühle in der Regel von Montagmorgen bis
Samstagvormittag, in Ausnahmefällen auch bis Sonntagmorgen, jeweils
24 Stunden rund um die Uhr. Eine zuverlässige und ausfallsichere
Versorgung des Betriebes mit Förderluft ist deshalb für Friedrich-Wilhelm
Borgstedt eine unabdingbare Voraussetzung. Denn nur
dann läuft der Mühlenbetrieb störungsfrei – eine wichtige Voraussetzung
für die Einhaltung der mit den Kunden vereinbarten Liefertermine.
Sicherheitshalber bevorratet die Mühle für plötzlich eintretende
Notfälle Austausch-Gebläsestufen für nahezu alle hier arbeitenden
Gebläsetypen. Der Riemenantrieb aller Aggregate begünstigt
den schnellen Austausch einer defekten Stufe durch eigenes Personal.
Alle Anlagen werden durch eigene Mitarbeiter nach vorgegebenen
Laufzeit-Intervallen gewartet, sodass sich Wartungsverträge hier
erübrigen.
dei 05-2025 39
dei TECHNIK IM FOKUS PUMPEN, KOMPRESSOREN, ANTRIEBE
Bild:Aerzen
Bild: Aerzen
Sieben nicht schallgedämpfte Aerzener Drehkolbengebläse arbeiten in der
zentralen Station
Insgesamt sind in der Milser Mühle elf Delta Blower im Einsatz
Langlebige, energiesparende Aggregate
Die Aggregate der aktuellen Baureihe Delta Blower „Generation 5“
mit dreiflügeliger Gebläsestufe stehen in 18 Baugrößen von DIN 50
bis DIN 400, für Ansaugvolumenströme von 30 bis 15 000 m 3 /h
(Antriebsleistungen von 1,5 bis 132 kW), für Überdrücke bis
1000 mbar und für Unterdrücke bis -500 mbar zur Verfügung. Sie
wurden in vielen Kriterien gegenüber der Vorgänger-Baureihe entscheidend
verbessert. Deshalb verbinden sie die erfolgreichen
Merkmale der Vorgänger-Generationen mit neuen technischen Innovationen,
die schon heute den zukünftigen Marktanforderungen
gerecht werden. Die extrem robuste Gebläsestufe ist zwischen 25
und 100 % stufenlos regelbar. Sie erzeugt absolut ölfreie Förderluft
gem. ISO 8573-1 Klasse 0. Ein integriertes Leistungsteil (Frequenzumrichter,
Stern-Dreieck-Schalter, Softstarter, intelligente Aerzen
Steuerung Aertronic) ist optional lieferbar. Durch hohe Energieeffizienz
und minimalen Wartungsaufwand konnten die Lebenszykluskosten
weiter gesenkt werden. Außerdem sind die Aggregate der
neuen Baureihe ca. 6 bis 8 dB leiser, weil ein patentiertes Aerzen-
Verfahren die Entstehung von Pulsation und Schall innerhalb der
Gebläsestufe verhindert. Die Schalldämmung wird ohne Adsorptionsmittel
im Grundträger realisiert, der als Druckschalldämpfer
ausgebildet ist.
Die Aggregate können platzsparend ohne Zwischenräume (Side-by-
Side) aufgestellt werden. Alle wichtigen Wartungs- und Bedienpunkte
liegen an der Frontseite, alle Verschleißteile sind problemlos
zugänglich. Die Ölkontrolle kann bei laufender Maschine von außen
erfolgen. Öl- statt fettgeschmierte Lager erhöhen die Lebensdauer
der Gebläsestufe. Der auf der Gebläsewelle montierte Lüfter reduziert
die Kosten für Verkabelung und Einbindung in eine SPS.
Breites Atex-Portfolio
Nicht nur in der Lebensmittelindustrie, auch in vielen anderen
Branchen wie beispielsweise der Kunststoffindustrie, der Umwelttechnik,
der chemischen und pharmazeutischen Industrie, in Raffinerien
und in der Kraftwerkstechnik wächst die Zahl der Anwendungen
im Bereich der Atex-Richtlinie 2014/34/EU. Die Aerzener
Verdichter- und Gebläse-Aggregate der Baureihen Delta Blower „Generation
5“ bieten für nahezu alle Atex-Zonen ein breites Lösungsportfolio.
Spezielle Atex-Komponenten sind u. a. Antriebsmotor, Rie-
menantrieb, Instrumentierung inklusive Differenzdruck-, Schwingungs-
und Temperaturüberwachung, Gehäusewerkstoffe, saugseitige
Bauteile (Filterschalldämpfer, Polizei- oder Zonentrennfilter) und
Druckschalldämpfer als Funkensperre.
Hohe Versorgungssicherheit und Energieeffizienz
Maßgeschneiderte Lösungen für pneumatische Förderkonzepte in
der Lebensmittelindustrie gibt es nicht von der Stange. Nur wenn
kompetente Fachleute im Vorfeld einer Investition mit großer Sorgfalt
ein detailliertes Pflichtenheft erarbeiten, können Ergebnisse mit
höchstmöglicher Energieeffizienz und Versorgungssicherheit realisiert
werden. Aerzen liefert die Drehkolbengebläse maßgeschneidert
für alle Einsatzbereiche in der pneumatischen Förderung einschließlich
aller standardisierten Zubehörkomponenten für einen
einwandfreien Betrieb auf Knopfdruck. Sie sind in allen Klimazonen
der Erde einsetzbar und arbeiten unter schwierigsten Umgebungsbedingungen
genauso sicher wie in der Hallenaufstellung. „Wir arbeiten
jetzt seit über 50 Jahren mit Drehkolbengebläsen der Aerzener
Maschinenfabrik. Ausschlaggebend dafür waren in erster Linie
die hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Aggregate, ihre Langlebigkeit
sowie die geographische Nähe zum Hersteller. Deshalb würden
wir uns bei der Anschaffung eines weiteren Gebläses auch wieder
für Produkte der Aerzener Maschinenfabrik entscheiden“, betont
Seniorchef Friedrich-Wilhelm Borgstedt.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Aerzen
AUTOR:
SEBASTIAN MEIßLER
Marketing,
Aerzen
40 dei 05-2025
Ölfreie Kompressoren mit hoher Effizienz
Compair hat die ölfreie Kompressorbaureihe
Ultima erweitert.
Sie umfasst jetzt eine Leistungsklasse
von 55 bis 110 kW,
einen maximalen Betriebsdruck
von bis zu 10 bar und Volumenströme
bis zu 20 m 3 /min.
Mit einer Stellfläche von weniger
als 2 m 2 ist die neue Ultima
34 % kompakter als die erste
Generation. Das Herzstück von
Ultima bilden zwei ölfreie Verdichterstufen,
die direkt durch
die U-Drive-Technologie angetrieben
werden. Zwei Hochgeschwindigkeits-Permanentmagnetmotoren
ersetzen das herkömmliche
Getriebedesign,
was Reibungsverluste minimiert
und eine hohe Effizienz
über den gesamten Betriebsbereich
gewährleistet. Darüber
hinaus übertreffen die Motoren
die höchste IE5-Effizienzklasse
und das gesamte Antriebskonzept
erreicht zusätzlich die
IES2-Klassifizierung. Ultima
setzt auf ein digitales Getriebekonzept,
bei dem jede Verdichterstufe
unabhängig mit optimaler
Drehzahl betrieben wird.
Bild: Compair
So passt sich der Kompressor
dynamisch an den Druckluftbedarf
an und erzielt maximale
Energieeffizienz – bei jeder
Auslastung.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Compair
Bild: Viking Pump
Schonende Förderung
von Flüssigkeiten
Seit Anfang 2025 ergänzen die
Hygienepumpen von Viking
Pump das Askia-Produktportfolio.
Je nach Variante sind mit
den hochspezialisierten Drehund
Kreiskolbenpumpen Förderleistungen
bis 189 m 3 /h K
und Drücke bis 34 bar für
Medien mit einer Viskosität bis
200 000 cSt bei Temperaturen
bis 180 °C erreichbar. Die Pumpen
arbeiten bei allen gängigen
Viskositäten und Temperaturen
besonders scherarm und produktschonend.
So sind etwa die
Pumpen der Serie Sterilobe auch
für die extrem anspruchsvollen
Covid-Impfstoffe zertifiziert.
Möglich macht das neben ihrem
Konstruktionsprinzip auch eine
spezifische Gestaltung von bauteilinternen
Radien und Spaltmaßen.
Totraumfreie Ventildesigns
ermöglichen ein effektives
Reinigen der Pumpen, bei CIPund
SIP-fähigen Varianten sogar
ohne Demontage aus der Rohrleitung.
Alle Pumpen verfügen
über 3-A-, Atex- und CE-Zertifizierungen.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Askia
Driving the world
Das perfekte Antriebssystem
für die Getränkeindustrie
MOVITRAC® advanced / MOVIGEAR® classic
Der Umrichter MOVITRAC® advanced passt sich mit seinem Leistungsbereich
von 0.25 – 315 kW und einem skalierbaren Funktionspaket flexibel an Ihre
Anforderungen an. Ihr Allrounder für unterschiedliche Motoren, z. B. für die
Antriebseinheit MOVIGEAR® classic.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
– Auto-Inbetriebnahme in wenigen Sekunden
– durchgängig steckbare Einkabeltechnik
– Regelung von Synchron- und Asynchronmotoren ohne/mit Geber
– Kommunikation mit gängigen Steuerungssystemen
www.sew-eurodrive.de/movitrac-advanced
www.sew-eurodrive.de/movigear-classic
dei 05-2025 41
dei TECHNIK IM FOKUS PUMPEN, KOMPRESSOREN, ANTRIEBE
Elektrische Doppelmembranpumpe
Die elektrische Doppelmembranpumpe EVO 210 von
ARO wurde als zuverlässige und wirtschaftliche Lösung
für allgemeine Förder- und Dosieraufgaben entwickelt.
Sie erweitert die Doppelmembranproduktreihe um eine
elektrische Option für Anwendungen ohne Druckluftversorgung.
Dank des kompakten Designs benötigt sie
eine geringe Gesamtstellfläche. Ihr einfacher, aber robuster
Antriebsstrang optimiert die Anzahl der Komponenten.
Die innovative Membranausrichtung ermöglicht
darüber hinaus eine schnelle und einfache Wartung.
Standardmäßig sind alle Modelle mit einem optischen
Leckageschutz ausgestattet. Eine sekundäre Abdichtung
verhindert, dass bei einer Membranleckage das gepumpte
Medien mit dem Antrieb und den Antriebsmechanismen
in Kontakt kommen und diese beschädigen
kann. Die Pumpe ist CE-gekennzeichnet und entspricht
der Norm ISO 12100.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: ARO
Robuste DC- Kleinstmotoren
Bild: Faulhaber
Faulhaber hat das Produktportfolio
an DC Kleinstmotoren erweitert.
Die leistungsstarken
Motoren der GXR-Familie 1437
mit Kupfer-Graphit-Kommutierung
sowie die edelmetallkommutierten
Motoren der SXR-Familie
in den Größen 1424 und
1437 eröffnen neue Möglichkeiten
für platzsparende Antriebslösungen.
Die Modelle
Bild: ARO
sind mit einem Durchmesser
von 14 mm optimal auf das
modulare Baukastensystem abgestimmt.
In Kombination mit
dem passgenauen Getriebe
14GPT und dem Encoder IEP3
entsteht eine durchmesserkonforme
Komplettlösung. Die
GXR- und SXR-Motoren zeichnen
sich durch eine langlebige,
robuste Bauweise und hohe Performance
aus. Dafür sorgt unter
anderem die hexagonal angelegte
Wicklung, die maximale Leistungsdichte
auf kleinstem Raum
ermöglicht. Neben verschiedenen
Lagerkonfigurationen stehen
flexible Spannungsvarianten
sowie vielfältige elektrische Anschlussoptionen
zur Verfügung.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Faulhaber
Magnetkupplungen in zwei Ausführungen
KBK fertigt sowohl Permanentmagnetkupplungen
als auch
Hysteresemagnetkupplungen.
Hysteresemagnetkupplungen
trennen die Kraftübertragung
im Überlastfall gleitend und
eignen sich deshalb u. a. sehr
gut für den Einsatz in Dehnfolienverpackungsmaschinen.
In
diesen Maschinen muss die Folie
immer in Spannung gehalten
werden, da sie ansonsten reißt.
Setzt der Maschinenbauer Hysteresemagnetkupplungen
ein,
bleibt die Folienspannung konstant.
Hysteresemagnetkupplungen
gibt es für Drehmomentbereiche
zwischen 01, und 5 Nm.
Im Gegensatz zu Hysteresemagnetkupplungen
ruckeln Permanentmagnetkupplungen
beim
Auftreten einer Überlast durch.
Edelstahlgetriebereihen erweitert
SEW-Eurodrive hat das Produktund
Lösungsportfolio im Bereich
der hygienischen Edelstahlgetriebemotoren
um neue Getriebebaugrößen
und Edelstahldoppelgetriebemotoren
mit einem
Übersetzungsbereich bis
i > 12 000 erweitert. Die glatte
Oberfläche ist reinigungsfreundlich,
hochgradig säurebeständig
und laugenresistent. Vertiefungen
im Gehäuse, in denen sich
Flüssigkeiten oder Schmutz ablagern
und sammeln könnten,
werden weitestgehend vermieden.
Die Komplettausführung in
Edelstahl verhindert Korrosion
auch in aggressiver Reinigungsumgebung.
Hinzugekommen
sind Edelstahlkegelradgetriebe
Diese Eigenschaft ist besonders
in Abfüll- und Verschließanlagen
für Glasflaschen gefragt. Permanentmagnetkupplungen
von
KBK können für Drehmomente
zwischen 1,2 und 60 Nm eingesetzt
werden. Beide Magnetkupplungstypen
eignen sich für
Drehzahlbereiche von 4000 bis
10 000 min -1 und sind auch als
Edelstahlvariante erhältlich.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: KBK
der Baugröße KES..67, die das
Spektrum im oberen Drehmomentbereich
bis 870 Nm erweitern.
Außerdem bringt SEW-Eurodrive
Doppelgetriebe in Edelstahl
auf den Markt. Diese sind
in den Baugrößen KES..47RES37
(bis 450 Nm), KES..57RES37
(bis 630 Nm) und KES..67RES37
(bis 870 Nm) mit einer Übersetzung
i bis über 12 000 verfügbar.
Alle Edelstahlgetriebe
sind im Direktanbau mit den
Edelstahlmotoren der Baureihe
TENV.. kombinierbar. Durch die
hohe Schutzart bis IP 69K eignen
sich die Geräte auch bei intensiver
Hochdruckreinigung.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: SEW Eurodrive
Bild: KBK Antriebstechnik
Bild: SEW-Eurodrive
42 dei 05-2025
Zustandsüberwachung von Getrieben
Bild: Wittenstein
Wie geht es eigentlich meinen
Getrieben? Läuft alles „rund
und wie geschmiert“ oder treten
möglicherweise Verschleißerscheinungen
auf – mit der Gefahr
von Ausfällen? Diese und
weitere Fragen kann der „Health
Index“ von Wittenstein alpha
beantworten. Das smarte Analysetool
erfasst und überprüft
funktions- und belastungsrelevante
Daten von Antriebssträngen
in der Anwendung – und
bietet so die Möglichkeit, kritische
Betriebszustände und damit
verbundene Ausfallrisiken
frühzeitig zu erkennen. Visualisiert
werden kann der aktuelle
Getriebezustand über eine HMIintegrierbare
Ampelanzeige mit
den passenden Handlungsempfehlungen.
Verfügbar ist das
Analysetool aus dem Smart-Service-Portfolio
Cynapse Analyze
für Getriebe mit Cynapse-Funktionalität
– also mit integrierter
Sensorik und Logik sowie IO-
Link-Datenschnittstelle.
Aufgabe des Health Index ist es,
frühzeitig Veränderungen zu erkennen,
die die Funktion des
Antriebsstrangs beeinträchtigen
können. Hierzu wertet das Analysetool
zum einen per Cynapse
erfasste Daten und zum anderen
Betriebsdaten zu Drehmomenten
und Drehzahlen aus. Für den
Maschinenbauer selbst fällt bei
der Nutzung des Health Index
kein Programmieraufwand an.
Über eine digitale Ampel visualisiert
der Health Index dann sofort
den interpretierbaren Befund:
grün – keinerlei Auffälligkeiten
erkennbar, gelb – Veränderungen
erkannt, Service wird
empfohlen und rot – Risiko für
ungeplanten Stillstand, Getriebe
austauschen.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Wittenstein
Prozesstechnik
Hygienisch und
passgenau?
Präzise MSR-Technik
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Druck, Temperatur und Füllstand
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Hygienic Design, 3A-zertifiziert
CIP-/SIP-reinigungs fähig
Vielfältige Prozess anschlüsse,
FDA-gelistete Materialien für
genau Ihren Einsatzfall
afri.so/hygiene
Schraubenspindelpumpe im Design verbessert
Wangen Pumps hat die Bauweise
der bewährten Pumpe Twin
NG verbessert. Die Schraubenspindelpumpen
sind für die Förderung
von hochviskosen,
flüchtigen oder gasförmigen
Produkten in Anwendungen
konzipiert. Die in mehreren
Größen verfügbaren Pumpen
bieten eine maximale Durchflussmenge
von 200 m 3 /h sowie
einen maximalen Differenzdruck
von 25 bar.
Die erste Designverbesserung
umfasst den Ersatz der Motorkupplung
durch eine Laternenkupplung,
die eine Fehlausrichtung
der Pumpenachse verhindert.
Beanspruchung und
Schwingungen werden so reduziert
und damit die Lebensdauer
von Pumpe und Motor verlängert.
Wenn Wartungsmaßnahmen
anfallen, sind diese leichter
durchzuführen, weil keine Wellenausrichtung
erforderlich ist.
Die Laternenkupplung ermöglicht
zudem eine verbesserte Abdichtung,
wodurch Leckagen
minimiert werden. Die zweite
Verbesserung am Design der
Twin NG Pumpe ist die Möglichkeit,
die Pumpe mit hygienischen
Maschinenfüßen anstelle
von einer Grundplatte zu installieren.
Diese sind weitaus einfa-
Bild: Wangen
cher zu reinigen als eine klassische
Grundplatte, da sie eine
kleinere Oberfläche besitzen.
Wie die Laternenkupplung der
Pumpe dämpfen auch die Maschinenfüße
Geräusche und Vibrationen
und reduzieren so
den Verschleiß.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Wangen
GLÜCK
„Man muss Glück teilen,
um es zu multiplizieren.“
sos-kinderdoerfer.de
Marie von Ebner-Eschenbach
2019/1
dei 05-2025 43
dei TECHNIK IM FOKUS PUMPEN, KOMPRESSOREN, ANTRIEBE
Flanschkupplungen im industriellen Einsatz
Kraftschlüssig, kompakt,
anwenderspezifisch
In zahlreichen industriellen Anwendungen müssen Wellen und andere rotierende
Teile sicher und dauerhaft miteinander verbunden werden. Diese Wellenverbin -
dungen stoßen bei hohen Drehmomenten, Schwellbelastungen oder schwierigen
Einbaubedingungen jedoch an ihre Grenzen. Besonders unter rauen Bedingungen,
bei hohen Temperaturschwankungen oder Lastwechseln benötigen Betreiber eine
überdurchschnittlich robuste, montagefreundliche und wartungsarme Lösung. Eine
solche stellen vor allem Flanschkupplungen dar.
Die zuverlässige und kraftschlüssige Verbindung
von Wellen und rotierenden Elementen
ist im Maschinenbau entscheidend
für die Kraft- und Drehmomentübertragung.
Die Verbindung gewährleistet die
Funktions fähigkeit, Langlebigkeit und Betriebssicherheit.
Eine der größten Herausforderungen
stellt hier die Gewährleistung
einer spielfreien, belastbaren Verbindung
dar, die gleichzeitig leicht zu montieren und
zu demontieren ist.
Konventionelle Kupplungslösungen oder
weiche Kupplungstypen bieten entweder
nicht die nötige Steifigkeit oder sind im Wartungsprozess
nur mit einem erhöhten Aufwand
zu demontieren. Flanschkupplungen
Flanschkupplungen stellen besonders
unter rauen Bedingungen, bei hohen
Temperaturschwankungen oder Lastwechseln
überdurchschnittlich
robuste, montagefreundliche
und
wartungsarme
Lösungen dar
kombinieren die Vorteile einer starren, spielfreien
Wellenverbindung ähnlich einer
Schrumpfverbindung mit der Flexibilität
einer trennbaren Konstruktion. Ein weiterer
Vorteil liegt im geringen axialen Platzbedarf
beim Trennen der Baugruppen. Dadurch
lassen sich etwa Antriebseinheiten schneller
austauschen und Stillstandszeiten reduzieren.
Flanschkupplungen kommen vor allem in
Industrieumgebungen zum Einsatz, in
denen hohe Drehmomente, große mecha -
nische Belastungen wie zusätzliche Axialoder
Biegemomente und raue Umgebungsbedingungen
zu bewältigen sind: „In der
Bergbauindustrie, also dem Mining, werden
sie insbesondere bei Förderbandantrieben
Bilder: TAS Schäfer
eingesetzt und müssen Korrosion, Staub,
Schlamm oder große Temperaturschwankungen
aushalten“, schildert Christian Kurz,
Geschäftsführer bei der TAS Schäfer GmbH,
einem führenden Hersteller für Reibschlussverbindungen
in der Antriebstechnik.
Auch in Rührwerken in der Lebensmittel-,
Chemie- oder Futtermittelindustrie werden
Flanschkupplungen erfolgreich eingesetzt.
„Hier werden durch das Gewicht von
Rührelementen oder vertikalen Lasten Axialkräfte
auf die Kupplung übertragen,“ benennt
Rolf Gertner, Leiter Entwicklung und
Konstruktion bei TAS Schäfer, eine weitere
Belastungsform der Verbindung. Auch in der
Energiegewinnung, etwa in Wasserkraft -
werken, werden Flanschkupplungen genutzt,
teilweise zur Fixierung von Bremsscheiben.
Dabei fungiert die Kupplung als
eine Art Adapterflansch, was den Anwendungsbereich
zusätzlich erweitert.
Funktionsprinzip der Flanschkupplung
Die Kupplungen bestehen aus zwei Flanschhälften,
auf die jeweils eine dreiteilige
Schrumpfscheibe montiert ist. „Jede
Flanschhälfte wird über eine Schrumpfscheibe
auf die jeweilige Welle gespannt. Die
Pressung entsteht durch die Konusgeometrie
der Schrumpfscheibe, wodurch eine spielfreie
Verbindung mit hoher Übertragungskapazität
entsteht“, erklärt Gertner. „Anschließend
werden die beiden Flanschhälften axial
miteinander verschraubt. Durch diese Kombination
aus radialer Klemmung und axialer
Verschraubung entsteht eine hochbelastbare,
aber dennoch schnell demontierbare
44 dei 05-2025
Verbindung.“ Die Montage der einzelnen
Kupplungshälften kann dabei auch getrennt
voneinander erfolgen.
Die Flansche werden aus hochwertigem,
teils geschmiedetem Stahl gefertigt.
TAS Schäfer beispielsweise bietet auch rostfreie
Varianten für kleinere Bauformen in
korrosionskritischen Anwendungen. Kurz
erläutert: „In der Auslegung werden anwenderspezifische
Anforderungen wie Wellengeometrien,
Toleranzen sowie Lastangaben
oder extreme Temperaturbereiche berücksichtigt.“
Bei Bedarf sind spezifische Lackierungen
oder spezielle Oberflächenbehandlungen
möglich; auch unterschiedliche
Kombinationen aus Flanschen und
Schrumpfscheiben lassen sich flexibel rea -
lisieren. Die Option, auch stark voneinander
abweichende Wellendurchmesser zu ver -
binden, rundet die Möglichkeiten ab.
Großer Anwendungsbereich
Flanschkupplungen etwa von TAS Schäfer
decken einen großen Anwendungsbereich
mit Wellendurchmessern zwischen etwa
40 und 600 mm ab. „Unsere Bauformen FK
und die platzoptimierte FKB nutzen das
gleiche Grundprinzip, unterscheiden sich
aber im Hinblick auf ihre konstruktive Ausführung
und damit den Montageaufwand“,
so Kurz. Die Bauform FK ist die Standard -
variante, bei der die Verschraubung der
Schrumpfscheibe von außen zugänglich ist.
Dies erfordert links und rechts neben der
Kupplung ausreichend Platz für Werkzeug
und Handhabung. Die Bauform FKB hingegen
besitzt umgedrehte Schrumpfscheiben,
deren Schrauben über zusätzliche Löcher im
Flansch von der Innenseite aus festgezogen
werden. Gertner fasst zusammen: „Dadurch
ist die FKB platzsparender in der Länge und
eignet sich besonders bei beengten Einbauverhältnissen.“
FKB-Kupplungen können
allerdings nur im getrennten Zustand auf
der Welle befestigt werden.
Die Montage erfolgt per Spielpassung, wodurch
keine aufwendige Verpressung auf der
Welle notwendig ist. Die Flanschhälften
können einfach mit den Schrumpfscheiben
auf die Wellen geschoben und verschraubt
werden. Kurz: „Dank dieser Bauweise lassen
sich ganze Antriebseinheiten unkompliziert
austauschen.“ Die Kupplungen sind zudem
wartungsfrei und müssen lediglich im Fall
einer Demontage überprüft oder bei Bedarf
ersetzt werden.
Größe, Bauform, Passungen und auch die
Art der Schrumpfscheiben können indivi -
duell an den Antriebsstrang angepasst werden.
Auch Sonderanfertigungen mit außergewöhnlichen
Wellendurchmessern oder
Die besondere FKB-Bauform von TAS Schäfer
ist in der Länge platzsparend und eignet sich
vor allem bei beengten Einbauverhältnissen
besonderen Anforderungen sind möglich.
Da solche Flanschkupplungen keinen Industrienormen
unterliegen, orientiert sich
TAS Schäfer an den Vorgaben und den Anforderungen
der jeweiligen Branche, etwa
hinsichtlich Korrosionsschutz, Material -
verhalten oder Sicherheitsfaktoren.
Von Auswahl bis Inbetriebnahme
Zentrales Element bei der Auswahl der passenden
Lösung und ihrer spezifischen Aus -
legung, in Abhängigkeit der Anwendung, ist
im Fall von TAS Schäfer ein strukturierter
Fragenkatalog, mit dem der Hersteller alle
relevanten Parameter ermittelt. Gertner:
„Zwingend erforderlich für die Auslegung
sind Wellenmaße und die Art der auftretenden
Lasten. Ergänzend werden Temperaturbereiche,
Umgebungseinflüsse, Korrosionsschutzklassen
und Toleranzen erfasst. Biegemomente
sind besonders kritisch, da sie die
Dauerfestigkeit der Kupplung beeinflussen.“
TAS Schäfer kann diese auf Basis der An -
gaben der Anwender berechnen und die
Konstruktion entsprechend auslegen. Für
Tieftemperaturanwendungen, etwa in ent -
legenen und weit nördlichen Regionen
Kanadas, kommen speziell geprüfte Mate -
rialien zum Einsatz, die bei bis zu -50 °C
einsetzbar sind. „Durch ein umfangreiches
Rohmate riallager sind auch Sonderanfer -
tigungen kurzfristig lieferbar. Das ist ein
entscheidender Vorteil bei Stillständen oder
Notfällen“, sagt Kurz.
Vorteile und Weiterentwicklungen
Die Kombination aus hoher Steifigkeit, einfacher
Montage und anwenderspezifischer
Auslegung hat sich bewährt. Durch den Einsatz
geschmiedeter Flansche stellt TAS Schäfer
für große Antriebe, wo Biegemomente
eine entscheidende Rolle spielen, besonders
stabile Lösungen bereit. Auch Kombina -
tionen von Flanschkupplungen mit hydraulischen
Schrumpfscheiben, etwa für
Die Flansche von TAS Schäfer werden aus
hochwertigem, teils geschmiedetem Stahl
gefertigt und erzeugen aus einer Kombination
aus radialer Klemmung und axialer Verschraubung
eine hochbelastbare und trotzdem
schnell demontierbare Verbindung
Prüfstandsanwendungen, sind möglich;
ebenso die Befestigung von Bremsscheiben:
Auf der einen Seite wird die Welle geklemmt,
auf der anderen die Bremsscheibe
verschraubt – das vereinfacht den Austausch
im Servicefall. Insgesamt erweitert der Hersteller
stetig die Flexibilität der Produkt -
palette: „Neben der Weiterentwicklung von
Baugrößen spielen neue Kombinationen wie
die Verbindung mit hydraulischen
Schrumpfscheiben eine Rolle“, schildert
Gertner. „Auch die Integration weiterer
Funktionen wie die Befestigung von Bremsscheiben
oder die Berücksichtigung extremer
Umgebungsbedingungen wie Tiefsttemperaturen
oder chemischer Belastung gehört
zu den aktuellen Entwicklungsaufgaben.“
Fazit
Flanschkupplungen bieten eine spielfreie,
steife und zugleich demontierbare Verbindung
für Wellen-Systeme in anspruchsvollen
Industrieumgebungen. Sie können hohe
Drehmomente übertragen und dabei Axialkräften
sowie Biegemomenten standhalten.
Durch die Kombination aus radialer Klemmung
mittels Schrumpfscheiben und axialer
Verschraubung entsteht eine hochbelastbare
Verbindung mit geringem Montageaufwand.
Die platzsparende Bauweise und
Flexibilität in Konstruktion, Materialwahl
und Anpassungsfähigkeit an Umgebungs -
bedingungen erlauben eine individuelle
und anwendungsgerechte Auslegung.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: TAS Schäfer
AUTORIN:
NADJA MÜLLER
Freie Journalistin
dei 05-2025 45
dei TECHNIK IM FOKUS PUMPEN, KOMPRESSOREN, ANTRIEBE
Servomotoren für pflanzliche Fleischalternativen
Der perfekte Biss
In der heutigen Welt, in der nachhaltige Lebensmittelalternativen immer mehr an Bedeutung
gewinnen, transformiert Dutch Structuring Technology (DST) den Markt für
pflanzliche Proteine mit ihrem innovativen Sheartex-Verfahren. Diese hochmoderne
Technologie, verbessert durch Präzisionslösungen von Rockwell Automation, schafft
Fleischalternativen, die tierischen Produkten sowohl in Textur als auch in den Kosten
sehr nahe kommen.
Mitte 2025 erlebt der Sektor für pflanzliche
Lebensmittel weiterhin ein explosives
Wachstum. Verbraucher fühlen sich zunehmend
von diesen Produkten angezogen –
wegen ihrer gesundheitlichen Vorteile wie
höherem Ballaststoffgehalt, zusätzlichen Vitaminen
und reduziertem Fettgehalt – sowie
ihrer deutlich geringeren Umweltauswirkungen.
Pflanzliche Alternativen benötigen
typischerweise weniger Wasser und produzieren
weniger Treibhausgasemissionen im
Vergleich zur konventionellen Fleischproduktion.
Trotz steigendem Interesse besteht jedoch
eine große Herausforderung: pflanzliche
Produkte zu schaffen, die echte Fleischliebhaber
zufriedenstellen. Viele Verbraucher zögern
noch immer, umzusteigen, weil bestehende
Alternativen nicht die gewünschten
und vertrauten Texturen und Geschmacksrichtungen
liefern. DST mit Sitz in Wageningen,
Niederlande – aufgrund seiner Konzentration
von Lebensmittelinnovationsunternehmen
oft als „Food Valley“ bezeichnet
– hat eine Lösung entwickelt, die die Einschränkungen
herkömmlicher Verarbeitungsmethoden
überwindet.
Das Sheartex-System produziert
hochwertige Proteinprodukte
mit Texturen, die
von zartem Lachs bis zu zähem
Beef Jerky reichen
Bilder: Dutch Structuring Technologies
46 dei 05-2025
Sheartex – in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Mischsystem-Spezialisten Sobatech entwickelt
und durch Routeco Netherlands unterstützt
Das Sheartex-System verwendet hochpräzise
Servomotoren und fortschrittliche Steuerungssysteme
Praktisch kaum zu unterscheiden
Traditionelle Extrusionsverfahren, die ursprünglich
für andere Anwendungen konzipiert
wurden, haben Schwierigkeiten mit
pflanzlichen Proteinen. Viele konventionelle
Methoden leiden unter uneinheitlicher
Qualität, übermäßigem Energieverbrauch
und Nährstoffabbau aufgrund extremer Hitze-
und Druckbedingungen. Hersteller müssen
oft verschiedene Zusatzstoffe nachträglich
hinzufügen, um unerwünschte Geschmacksveränderungen
zu maskieren.
Im Gegensatz dazu stellt DSTs Sheartex-
Technologie eine grundlegende Neubetrachtung
der pflanzlichen Proteinstrukturierung
dar. Entwickelt in Partnerschaft mit
dem niederländischen Mischsystemspezialisten
Sobatech und unterstützt von Routeco
Netherlands, verwendet das System hochpräzise
Servomotoren und fortschrittliche
Steuerungssysteme, um pflanzliche Proteine
in bemerkenswert fleischähnliche Strukturen
zu verwandeln.
Der Sheartex-Prozess kann Produkte mit Fasern
erzeugen, die bestimmte Längen und
Festigkeiten aufweisen, um genau den spezifischen
tierischen Fleischprodukten zu
entsprechen, die sie ersetzen sollen. Zusätzlich
können Fette, Emulsionen, nasse und
trockene Zutaten wie Aromen und Farben
während der Verarbeitung hinzugefügt werden,
wodurch sie ein wesentlicher Bestandteil
des texturierten Proteins werden und
die Notwendigkeit von Nachbearbeitungsschritten
entfällt, die bei anderen Produktionsverfahren
erforderlich sind.
Die Technologie
Der kontinuierliche Sheartex-Prozess ermöglicht
realistischere Fleischalternativen
in Textur und Geschmack, erfordert jedoch
eine sehr präzise Kontrolle von Mischung
und Mikrodosierung. Um diese anspruchsvollen
Anforderungen zu erfüllen, implementierten
DST und Sobatech eine umfassende
Rockwell Automation-Lösung mit Kinetix-Servomotoren,
PowerFlex-527-Frequenzumrichtern
und GuardLogix-Sicherheitssteuerungen
– alles von Allen-Bradley –
sowie eine PowerMonitor-5000-Energieüberwachungseinheit
und die Studio-
5000-Design-Software.
Dieses integrierte System bietet nicht nur
Bewegungssteuerung, sondern auch entscheidende
Einblicke in den Prozess selbst.
Die mechanische Energie, die aufgewendet
wird, um die gewünschte Textur zu erreichen,
korreliert mit der Endproduktqualität.
Rockwells Energieüberwachungslösungen
zeichnen sich durch die Erfassung und Analyse
dieser kritischen Daten aus und liefern
wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung
und Steuerung von Produktionsprozessen.
Bessere Produkte, niedrigere Kosten
Das Sheartex-System produziert hochwertige
Proteinprodukte mit Texturen von zartem
Lachs bis zu zähem Beef Jerky mit einer Rate
von 1000 kg pro Stunde. Noch bemerkenswerter
ist, dass es nur ein Drittel der
Energie verbraucht, die für herkömmliche
High-Moisture Extrusion Cooking (HMEC)-
Prozesse benötigt wird. Diese Effizienz bedeutet,
dass Sheartex eine größere Vielfalt an
pflanzlichem Fleisch zu Kosten produzieren
kann, die mit denen von aktuellem tierischem
Fleisch vergleichbar sind.
Die Mikrodosierung von Zutaten im kontinuierlichen
Prozess erfordert Servomotoren,
um das Taragewicht des Dosierbehälters so
niedrig wie möglich zu halten. Die servogesteuerten
Dosierbehälter erreichen eine Dosiergenauigkeit
von 1 % bei der Ausgabe
teurer und stark aromatisierter Mikropulver.
Über die Vorteile bei Produktqualität und
Kosten hinaus bietet die Rockwell Automation-Lösung
erhebliche betriebliche Vorteile.
Das nahtlos integrierte System verfügt über
eine Device Level Ring (DLR)-Netzwerktopologie
und integrierte Safe Torque Off-
Funktionalität, wodurch der Verkabelungsbedarf
und die Installationszeit um bis zu
50 % reduziert werden.
Während sich die Lebensmittelindustrie
weiterhin in Richtung nachhaltigerer und
ethischerer Produktionsmethoden entwickelt,
zeigen Innovationen wie DSTs Sheartex-Technologie,
wie fortschrittliche Automatisierung
und Präzisionstechnik scheinbar
unüberwindbare Herausforderungen
meistern können. Durch die Herstellung
pflanzlicher Alternativen, die von tierischen
Produkten sowohl im Geschmack als auch
im Preis praktisch nicht zu unterscheiden
sind, beschleunigt DST den Übergang zu einem
nachhaltigeren Lebensmittelsystem.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Rockwell
AUTOR:
CHRISTIAN
BRENDEMUEHL
End User Account Manager,
Rockwell Automation
dei 05-2025 47
dei TECHNIK IM FOKUS PUMPEN, KOMPRESSOREN, ANTRIEBE
Obst- und Gemüseverarbeitung leicht gemacht
Smarte Servoantriebe in
einer Rundlaufstanze
Bei der Verarbeitung von Lebensmitteln müssen Maschinen hohe Anforderungen an
Hygiene, Präzision und Qualität erfüllen. Im Drehteller einer Rundlaufstanze setzt
der Maschinenbauer Foodcons ein Antriebssystem von Groschopp ein, bestehend
aus Servomotor, Servoregler und Planetengetriebe. Auch die Verkabelung, das
Touchdisplay und die Steuerungssoftware liefern die Antriebsspezialisten im Rahmen
der Komplettlösung mit.
Wer schon einmal Pommes selbst gemacht
hat, weiß wie aufwendig es ist, die
Sticks aus der Kartoffel zu schneiden. Vergleichsweise
schnell und einfach geht das
hingegen mit speziellen Schneide- oder
Stanzmaschinen, die diesen Arbeit automatisiert
übernehmen. So landen die leckeren
Knollen in einem ansprechenden Schnittmuster
im Handumdrehen im Handel und
dann auf dem Teller.
Die Foodcons GmbH & Co. KG ist auf Maschinen
für die Obst- und Gemüseverarbeitung
spezialisiert. Sie wurde 2004 im nordrhein-westfälischen
Viersen gegründet. In
den ersten Jahren hat sich das Unternehmen
auf den Vertrieb von Gemüseverarbeitungs-Maschinen
in Deutschland und Österreich
konzentriert – unter anderem für
Sormac B.V., einen weltweit führenden Anbieter
von Verarbeitungsmaschinen für die
Fresh-Cut-Obst- & Gemüseindustrie aus
den Niederlanden.
2008 übernahm Foodcons einen Hersteller,
der sich auf Stanzmaschinen für Obst und
Bild: Foodcons
Mit der Rundlaufstanze von Foodcons wird Obst und Gemüse in akkurate Ecken, Scheiben oder Sticks geschnitten
48 dei 05-2025
Bild: Foodcons
Bild: Foodcons
Der Drehteller der Rundlaufstanze ist mit einem Servoantrieb
von Groschopp ausgestattet
Die Motoren am Drehteller der Rundlaufstanzmaschine
müssen spritzwassergeschützt sein, da die Anlagen in der
Lebensmittelindustrie intensiv gereinigt werden
Gemüse spezialisiert hatte. Seitdem vertreibt
das Unternehmen neben dem Sormac-Programm
erfolgreich eigene Stanzmaschinen
weltweit. 2025 wird Foodcons unter dem
Namen Sormac GmbH firmieren. Mit diesem
Schritt wird aus einer seit vielen Jahren
engen Verbindung der sichtbare Zusammenschluss
beider Unternehmen.
„Der Maschinenbau in unserer Region hatte
schon immer einen sehr guten Ruf – daher
legen auch wir großen Wert auf eine hohe
Qualität, Funktionalität und Effizienz unserer
Maschinen,“ betont Geschäftsführer
Karsten Schmitz. „Das gilt auch für alle
Komponenten, die in unseren Maschinen
zum Einsatz kommen.“ Das Unternehmen
war auf der Suche nach einem neuen Antrieb
für eine seiner Rundlaufstanzen. „Groschopp
ist, wie wir, im Kreis Viersen ansässig
und für seine hochwertigen sowie langlebigen
Motoren bekannt. Daher ist uns die
Entscheidung bei der Auftragsvergabe auch
sehr leicht gefallen“, so Schmitz weiter.
Rundlaufstanze für Obst und Gemüse
Mit der Rundlaufstanze FS-3600 multicut
wird Obst und Gemüse in akkurate Ecken,
Scheiben oder Sticks geschnitten. Sie bietet
eine hohe Stanzleistung von bis zu 4000
Stücke in der Stunde, die Geschwindigkeit
kann nach Bedarf eingestellt werden. Die
Maschine setzt dabei hohe Maßstäbe in
puncto Multifunktionalität, Hygiene, Handling
und Schnittbild. Die Steuerung erfolgt
intuitiv über einen Touchscreen, daher ist
die Stanze besonders einfach und komfortabel
zu bedienen. Schnellwechselsysteme er-
möglichen es dem Anwender, Schneidsätzen
und Ausstoßer-Einheiten unkompliziert auszutauschen.
Neben Kartoffeln für die Herstellung
von Pommes ist die Verarbeitung
verschiedenster Obst- und Gemüsesorten
möglich, wie zum Beispiel Tomaten, Paprika,
Zwiebeln, Äpfel oder Orangen. Abhängig
von der Größe können sogar bis zu zwei
Produkte gleichzeitig verarbeitet werden.
Mit einem Drehteller wird das Obst oder
Gemüse zur Schneideeinheit der Maschine
transportiert. Er ist mit einer individuell auf
die Anwendung zugeschnittenen Antriebslösung
von Groschopp ausgestattet.
Alles aus einer Hand
Da Foodcons bereits in der Vergangenheit
positive Erfahrungen mit den Antrieben und
Dienstleistungen von Groschopp gemacht
hatte, entschied sich das Unternehmen auch
bei der Rundlaufstanze FS-3600 multicut
für ein Antriebssystem des Herstellers: die
Komplettlösung beinhaltet den Servomotor
EGK80-40 in Kombination mit einem Planetengetriebe
für die optimale Kraftübertragung
und dem Servoregler RBD-S+ inklusive
Verkabelung, Touchdisplay und Programmierservice.
Wichtige Kriterien, die es zu
erfüllen galt, waren für den Maschinenbauer
neben Präzision und Geschwindigkeit eine
hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer
der Komponenten. Zudem werden
Anlagen in der Lebensmittelindustrie oft intensiv
gereinigt, daher müssen sie auch mit
einer entsprechenden IP-Schutzklasse ausgestattet
sein, um die Hygieneanforderungen
zu erfüllen.
Komplette Antriebslösung
Neben der Antriebslösung bestehend aus
Motor Getriebe und Regler, umfasst das
Foodcons-Projekt die Integration von Hardware,
eine maßgeschneiderte Software-Lösung
für die Steuerung der Maschine sowie
ein modernes 10-Zoll-Touchdisplay. Neben
dem neuen Design der Applikation in HD-
Auflösung, erarbeitete Groschopp in Zusammenarbeit
mit dem Maschinenhersteller eine
einfache und visuell ansprechende Bedienerschnittstelle.
So konnten sich die Konstrukteure
von Foodcons voll und ganz auf
die mechanische Entwicklung der Rundlaufstanze
konzentrieren und sich bei der Integration
der Antriebstechnik und Maschinen-
Steuerung auf einen kompetenten Partner
verlassen, was sich positiv auf die Entwicklungszeit
und die personellen Kapazitäten
ausgewirkt hat. „Die Besonderheit bei diesem
Projekt war der erweiterte Umfang
durch die Programmierung und Implementierung
einer neuen Maschinensteuerung“,
erläutert Aleksandar Andric, Leiter elektrische
Entwicklung bei Groschopp. „Das bedeutete
für unseren Kunden, seine Spezifikationen
mit uns zu teilen und sich auf unsere
Expertise im Bereich Antriebstechnik und
Software-Entwicklung zu verlassen.“ Das Ergebnis
kann sich sehen lassen: Spezielle
Wünsche konnten umgesetzt und gemeinsam
mit Foodcons eine Maschine mit einzigartigem
Bedienkomfort realisiert werden.
Vorteile Servomotoren und -regler
Die bei Foodcons eingesetzten Servomotoren
von Groschopp zeichnen sich nicht nur
dei 05-2025 49
dei TECHNIK IM FOKUS PUMPEN, KOMPRESSOREN, ANTRIEBE
Bild: Groschopp
Groschopp bietet Induktions-, Gleichstrom- und Servomotoren auch in Edelstahl
durch ihre innovative Einzelzahnwicklung
aus – auch aktive Kernelemente wie Rotor,
Stator und Magnete werden laufend optimiert.
So erreichen sie eine besonders hohe
Leistungsdichte. Weitere Vorteile der EGK-
Baureihe sind die hohe Positioniergenauigkeit
und Dynamik der Motoren sowie die
optionale Sinuskommutation für mehr Effizienz
und optimale Gleichlaufeigenschaften.
Der Servoregler RBD-S+ ist mit einer Leistung
von 800 VA besonders leistungsstark.
Er stellt eine wirtschaftliche Alternative für
alle Anwendungen dar, bei denen eine SPS
überdimensioniert wäre und kann diese in
vielen Fällen komplett ersetzen. „So auch
bei Foodcons, hier sind die notwendigen
Funktionen der SPS durch den Servoregler
RBD-S+ ersetzt worden, womit die SPS
überflüssig geworden ist“, erklärt Andric.
„Die Ansteuerung der DIO und der Programmablauf
sind im Regler hinterlegt
und die DIO sind um bis zu 255 Module
per Canbus erweiterbar.“ Der Controller
enthält eine integrierte Positioniersteuerung
mit umfangreichen Funktionen für
das ruckfreie, zeitoptimierte Positionieren.
Wegprogramme können einfach hinterlegt
und nacheinander abgerufen werden. Bei
Bedarf kann der Regler auch mit einer
übergeordneten SPS kombiniert werden.
Neben einer hohen Anzahl digitaler Einund
Ausgänge sowie zwei CAN-Schnittstelle
stehen dem Anwender in naher Zukunft
auch die Erweiterungsmodule EtherCatund
ProfiNet zur Verfügung.
Der Servoregler erlaubt ein einfaches Motoren-Setup
und ist mit wenigen Handgriffen
einsatzbereit. Dank der integrierten Bluetooth-Schnittstelle
ermöglicht er die Fernabfrage
und -diagnose per App mit mobilen
Endgeräten. Servicetechniker können sich
so einen schnellen Überblick über den aktuellen
Maschinenstatus verschaffen und
gegebenenfalls Fehler direkt beheben. Das
reduziert Wartungsaufwand und Stillstandzeiten
erheblich.
Fazit und Ausblick
„Groschopp bietet einen sehr guten Rundum-Service
und eine hervorragende Beratung
– das ist vor allem dann besonders
hilfreich, wenn es wie bei uns darum geht,
eine maßgeschneiderte Lösung zu finden,
die auch Peripheriegeräte wie das Touchdisplay
oder individuelle Programmierleistungen
mit einschließt“, betont Schmitz. Da die
Zufriedenheit seitens Foodcons groß ist,
steht der Planung von Zukunftsprojekten
nichts im Weg. Neben den Servoantrieben
sind für den Maschinenbauer auch die Edelstahlmotoren
von Groschopp interessant –
denn diese gewinnen vor allem in der Lebensmittelindustrie
mehr und mehr an Bedeutung.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Groschopp
AUTORIN:
NABILA DEWOLFS
Vertrieb & Marketing,
Groschopp
50 dei 05-2025
dei
LITERATUR, BROSCHÜREN, E-MEDIEN
ISO 14068-1 – Weg zur Klimaneutralität
Virtuell und schnell zur perfekten Steigleiter
Bild: TÜV Süd
Mit der im November 2023 veröffentlichten
ISO 14068-1 bekommen
Unternehmen einen
strukturierten Rahmen zur Erreichung
der Klimaneutralität.
Der in der Norm verwendete
Begriff der „carbon neutrality„
ist als Treibhausgasneutralität zu
verstehen. Die Norm bietet
nicht nur eine Definition zentraler
Begriffe, sondern liefert auch
klare Grundsätze für den Übergang
zur Klimaneutralität. Dazu
gehören beispielsweise die Priorisierung
von Emissionsreduktionen
gegenüber Kompensationen
oder die Berücksichtigung
der gesamten Wertschöpfungskette
in den Lebenszyklusanalysen.
Die Unternehmen müssen
ihren Fortschritt in diesem Prozess
kontinuierlich überwachen
und auch für die nötige Transparenz
sorgen. Praktische Hilfestellung
bei der Umsetzung der
Norm liefert das Whitepaper
„Trust and Transparency: Verifying
Your Carbon Neutrality Pathway“
von TÜV Süd. Das Whitepaper
kann heruntergeladen
werden unter tuvsud.com/en/
resource-centre/white-papers/.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: TÜV Süd
Planer und Anwender können
für die Planung der perfekten
Steigleiter den Steigleiter-Konfigurator
der Munk Günzburger
Steigtechnik nutzen. Dieser
führt Schritt für Schritt mit
3D-Anzeige in Echtzeit zur
idealen Lösung. Das Tool unter
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integrierte Fassadensimulation.
Dadurch lassen sich Wand- und
Dachflächen exakt modellieren,
mit allen Störkonturen abbilden
und in der Konfiguration be-
rücksichtigen. Munk bietet
Planern von der Projektierung
über die Beratung bis hin zur
Montage einen Rundum-Sorglos-Service
aus einer Hand. Im
Konfigurationsprozess denkt das
Tool mit und schlägt unter anderem
die passenden Wandanker
für die Befestigung vor. Braucht
es zudem Ausstiegshilfen oder
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Anforderungen realisieren.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Munk
Bild: Munk
Branchenreport zur intelligenten Fertigung
Bild: Rockwell Automation
Konsumgüterhersteller investieren proaktiv in Technologien, die nachhaltiges
Wachstum unterstützen bringen. Das ist ein Ergebnis des „10. Jahresbericht
zum Stand der intelligenten Fertigung“ von Rockwell Automation. Die Studie
zeigt, dass während 2024 wirtschaftliche Unsicherheit und Inflation dominierten,
2025 der zunehmende Wettbewerb als größte Sorge der Unternehmen gilt.
70 % der Konsumgüterhersteller investieren daher in KI-, Robotik- und Simulationstechnologien
– eine deutliche Verschiebung gegenüber dem Vorjahr. Darüber
hinaus nimmt die Datennutzung zu. KI spielt dabei eine wachsende Rolle in
Qualitätskontrolle, Logistik und Cybersicherheit. Die Ergebnisse der Studie basieren
auf den Antworten von 174 Führungskräften der Konsumgüterindustrie.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Rockwell
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dei 05-2025 51
dei
DIGITALISIERUNG
Warum Maschinenstillstände eine echte Bedrohung sind
Service-Ökosystem
verhindert Stillstände
Ungeplante Maschinenstillstände zählen zu den größten Kostenfaktoren in der Lebensmittelproduktion.
Neben Produktionsausfällen drohen Rohstoffverluste und leere
Regale im Handel. Digitale Service-Ökosysteme bieten einen ganzheitlichen Ansatz,
um Instandhaltung, Ersatzteilbeschaffung und Compliance zu vernetzen – und
so die Verfügbarkeit von Anlagen nachhaltig zu sichern.
Lieferengpässe können für Lebensmittelhersteller
ein erhebliches Risiko darstellen.
Häufig sind nicht externe Faktoren die
Ursache, sondern ungeplante Maschinenstillstände.
Hinzu kommt, dass Serviceprozesse
vielerorts noch auf dem Stand von
vor 20 Jahren verharren – mit Excel-Listen,
Papierkatalogen und telefonischen Bestellungen.
Die Folge: fehlende Transparenz,
lange Reaktionszeiten und hohe Kosten.
Der aktuelle Siemens Senseye Report zeigt,
dass Produktionsstillstände die 500 weltweit
größten Industrieunternehmen jährlich
rund 11 % ihres Umsatzes kosten –
umgerechnet etwa 1,4 Billionen US-Dollar.
Für die Lebensmittelindustrie kommt ein
weiterer Aspekt hinzu: Steht eine Anlage,
drohen nicht nur Produktionsverluste, sondern
auch Verderb von Rohstoffen sowie
leere Regale im Handel.
Industrielles Service-Ökosystem
Um Stillstände zu reduzieren, sind optimierte
Ersatzteilbeschaffung, strukturierte Instandhaltung
und planbare Wartungsprozesse
erforderlich. Insellösungen bieten hier
nur begrenzt Abhilfe, da sie weder Skalierbarkeit
noch durchgängige Datenflüsse ermöglichen.
Ein industrielles Service-Ökosystem
wie Transaction-Network schafft dagegen
ein digitales Rückgrat für den gesam-
Bilder: Transaction-Network
Ein Service-Ökosystem wie Transaction-Network
umfasst alle wichtigen Daten rund um
die Instandhaltung einer Maschine
52 dei 05-2025
ten Serviceprozess. Auf einer zentralen Plattform
werden Maschinenbauer, Betreiber,
Lieferanten und Dienstleister vernetzt. KI-
Technologien und IIoT-Anwendungen ermöglichen
Predictive Maintenance, wodurch
Wartungen vorausschauend und automatisiert
geplant werden können.
Strukturiertes Asset-Management
Zentrale Voraussetzung ist ein umfassendes
Asset-Management, das Maschinendaten
bündelt und mit technischer Dokumentation
anreichert. Auf dieser Basis lässt sich ein
digitaler Informationszwilling jeder Anlage
erstellen. Neben Maschinendokumentationen
können auch Schaltpläne und Bedienungsanleitungen
integriert werden. Damit
stehen Serviceteams jederzeit vollständige
Informationen zur Verfügung. In Kombination
mit automatisierten Wartungsprozessen
lassen sich Ausfälle deutlich reduzieren.
Steht bei einer Maschine eine Komponente
kurz vor dem Verschleiß, so findet mit einem
industriellen Service-Ökosystem wie
Transaction-Network eine automatisierte Ersatzteilprognose
statt. Studien zeigen, dass
die Reaktionszeit bei Ersatzteilbedarfen
durch solche Systeme um bis zu 70 % verkürzt
und ungeplante Stillstände um bis zu
ein Drittel gesenkt werden können.
Automatisierte Ersatzteilbeschaffung
Ein wesentlicher Vorteil eines digitalen Service-Backbones
liegt in der Integration des
Beschaffungsprozesses. Systeme prüfen automatisiert
die Verfügbarkeit benötigter
Komponenten und lösen im Bedarfsfall eigenständig
Bestellungen aus – inklusive
Preisvergleich über angebundene Marktplätze.
Für Produzenten bedeutet dies eine erhebliche
Zeitersparnis. Nach der Bestellung
wird über das industrielle Service-Ökosystem
eine Servicetechnikerin oder ein Servicetechniker
benachrichtigt, um das Ersatzteil
einzubauen. Dabei wird die Wartung für
einen Termin eingeplant, an dem die Maschine
ohnehin stillsteht.
Entlastung der Mitarbeiter
Durch den Einsatz KI-gestützter Agenten
können Zustandsdaten nicht nur überwacht,
sondern auch aktiv interpretiert werden.
Servicetechnikerinnen und -techniker erhalten
konkrete Handlungsempfehlungen oder
können per Chat direkte Fragen stellen – etwa
zu anstehenden Wartungen oder Anomalien.
So entfällt die manuelle Suche in Tabellen
oder Dokumentationen. Das steigert die
Transaction-Network strukturiert Prozesse, macht Daten verfügbar, entlastet die Mitarbeiter
und schafft neue Möglichkeiten für Produzenten und Maschinenbauer
Bei einem industriellen Service-Ökosystem
wie Transaction-Network wird die Analyse
von Zustandsdaten, das Erkennen von Anomalien
sowie das eigenständige Einleiten
von Maßnahmen KI-gestützt umgesetzt
Effizienz und ermöglicht es den Mitarbeitenden,
sich auf wertschöpfende Tätigkeiten
zu konzentrieren.
Compliance sicherstellen
Neben Wirtschaftlichkeit spielt die Einhaltung
regulatorischer Vorgaben eine zentrale
Rolle. Betreiber unterliegen zahlreichen Gesetzen,
von der Maschinenrichtlinie über
die Betriebssicherheitsverordnung bis hin
zum Lebensmittelhygienerecht. Ein industrielles
Service-Ökosystem unterstützt dabei,
indem es alle relevanten Nachweise zentral
verfügbar macht und revisionssicher dokumentiert.
Dies ist insbesondere in der Lebensmittelindustrie
entscheidend, wo neben
den allgemeinen Sicherheitsvorgaben spezifische
Hygiene- und Rückverfolgbarkeitsanforderungen
gelten.
Echte Predictive Maintenance, wie sie schon
lange gefordert, aber selten vollumfänglich
umgesetzt wird, wird mit den KI-Agenten
von Transaction-Network zum Standard
Fazit
Die Reduzierung von Stillständen erfordert
mehr als punktuelle Lösungen. Für die Lebensmittelindustrie
bietet ein industrielles
Service-Ökosystem die Möglichkeit, Prozesse
ganzheitlich zu digitalisieren, Servicekosten
zu senken und regulatorische Anforderungen
zuverlässig einzuhalten. Damit wird
es zu einem wichtigen Instrument, um Liefertreue
zu sichern, Rohstoffverluste zu vermeiden
und Wettbewerbsvorteile langfristig
auszubauen. Entsprechend ist die Frage
längst nicht mehr, ob Betreiber in der Lebensmittelproduktion
digitalisieren, sondern
wie.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Transaction-Network
AUTOR:
GERD BART
Gründer und
Geschäftsführer,
Transaction-Network
dei 05-2025 53
dei
LEBENSMITTELSICHERHEIT, UMWELTTECHNIK
Kryoskop ermöglicht die Gefrierpunktbestimmung von bis zu 40 Proben/h
Fremdwasser auf der Spur
Die zuverlässige Bestimmung des Fremdwassergehalts in Milch erfordert Messgeräte,
die auch unter hohen Umgebungstemperaturen und bei Druckschwankungen
reproduzierbare Ergebnisse liefern. Funke-Dr. N. Gerber Labortechnik hat den
Cryostar automatic technisch weiterentwickelt: Ein neues Kühlsystem, ein integrierter
Drucksensor und eine verbesserte Elektronik sorgen für stabile Messergebnisse
bei Raumtemperaturen bis 40 °C.
Bei der Milchgewinnung kommt es regelmäßig
zu unerwünschten Wasserzugaben.
Die Reinigung von Melkanlagen, Milchtanks
und Tanklastwagen führt zwangsläufig zu einer
Beimischung von Wasser. Daher ist die
messtechnische Erfassung von Wasserzusätzen
ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätskontrolle
von Milch. Eine Schlüsselrolle
spielt dabei die Gefrierpunktbestimmung,
ein etabliertes Verfahren, mit dem sich Verfälschungen
durch Wasser oder auch Störungen
in der Milchverarbeitung zuverlässig
und schnell aufdecken lassen. Die Herausforderung
besteht darin, dass die eingesetzten
Geräte nicht nur schnelle und reproduzierbare
Ergebnisse liefern müssen, sondern
auch äußeren Einflüssen wie Temperaturschwankungen
oder Raumtemperaturen von
deutlich über 30 °C standhalten sollen – ohne
dass es durch unzureichende Probenkühlung
zu Abweichungen kommt.
Mithilfe der Gefrierpunktbestimmung (Kryoskopie)
wird der Fremdwassergehalt in
Milch ermittelt. Idealerweise arbeiten die
dafür eingesetzten Geräte schnell und präzise
und bleiben zugleich unempfindlich gegenüber
externen Einflüssen wie hoher
Umgebungstemperatur oder Luftdruckschwankungen.
Funke-Gerber hat den bewährten
Cryostar automatic daher in ent-
Bild: guvo59@pixabay
Schon geringfügige Verfälschungen durch Wasserzugaben können den Nährwert und die Verarbeitungsfähigkeit der Milch beeinträchtigen
54 dei 05-2025
scheidenden Punkten weiterentwickelt. Erstmals
ist das Gerät mit einem integrierten
Drucksensor ausgestattet, der ein Warnsignal
auslöst, sobald der Luftdruck stark schwankt
oder Werte erreicht, die die Messung beeinträchtigen
könnten.
Schnelles Probenhandling
Ein Rundmagazin mit Platz für zwölf Proben
ermöglicht eine automatische Abarbeitung
in Serie. Bereits nach 90 Sekunden
liegt je nach Einstellung das erste Ergebnis
vor, sodass ein maximaler Probendurchsatz
von bis zu 40 Proben pro Stunde möglich
ist. Auch die Kühleinheit wurde überarbeitet:
Eine neue Ansteuerungselektronik reduziert
die Abwärme, während ein verbesserter
Wärmeabtransport präzise Messungen
selbst bei Raumtemperaturen von bis zu
40 °C gewährleistet.
Im definierten Messbereich verhält sich das
Gerät streng linear. Funke-Gerber garantiert
eine durchgehende Linearität von -1,5 bis
0 °C bei einem Linearitätsfehler von weniger
als 0,001 °C. Damit entfällt selbst für
Messungen außerhalb des Kalibrierbereichs
eine zusätzliche Kalibrierung – ein Vorteil
beispielsweise bei Analysen zur Bestätigung
von Laktosefreiheit.
Die automatische Kalibrierung spart Zeit
und reduziert Fehlerquellen, da sämtliche
Einstellungen und Kalibrierwerte gespeichert
werden. Alle Parameter, Menüs und
Messverläufe lassen sich komfortabel über
das Touch-Display steuern und einsehen. So
kann auch die nach ISO/IDF/DIN 5764
vorgeschriebene Plateausuche in Echtzeit
überwacht und dokumentiert werden. Der
Datentransfer erfolgt über standardisierte
Schnittstellen an Drucker oder PC.
Vielzahl an Sprachen möglich
Um den Cryostar zukunftssicher zu machen,
lassen sich sämtliche Parameter frei
programmieren. Das Gerät ist damit auf aktuelle
wie auch künftige nationale und internationale
Normen flexibel einstellbar.
Darüber hinaus wächst die Zahl der unterstützten
Sprachen kontinuierlich. Neben
Ein Rundmagazin bietet Platz für zwölf Proben. Je nach Einstellung hat man
nach 90 Sekunden bereits das erste Messergebnis, sodass sich ein maximaler
Probendurchsatz von 40 Proben pro Stunde ergibt.
Deutsch und Englisch können weitere
Sprachoptionen unkompliziert per Update
integriert werden.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Funke-Gerber
AUTOR:
KONRAD SCHÄFER
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Bild: Funke-Gerber
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dei 05-2025 55
dei
LEBENSMITTELSICHERHEIT, UMWELTTECHNIK
Thermische Nachverbrennung in der Kartoffelchips-Produktion
Friteusenabluft nachhaltig
mit Wasserstoff verwerten
Kartoffelchips sind ein Massenprodukt. Während Konsumenten vor allem an den
knusprigen Genuss denken, stehen Produzenten vor der Herausforderung, große
Mengen effizient und ressourcenschonend zu fertigen. Besonders der beim Frittieren
entstehende Brüden rückt dabei in den Fokus der Verfahrenstechnik. Die thermische
Nachverbrennung mit Wasserstoff bietet sich als nachhaltige Alternative an.
Ob als knuspriger Begleiter beim Fernsehabend,
als salzige Alternative zu Süßwaren
oder als Genussmoment zwischendurch –
Kartoffelchips zählen zu den beliebtesten
Snacks Europas. Mit einem jährlichen Pro-
Kopf-Verbrauch von mehreren Kilogramm
sind sie längst fester Bestandteil der modernen,
wenn auch ernährungsphysiologisch
nicht unbedenklichen, Alltagskultur.
Weniger bekannt ist, welch hochentwickelte
und automatisierte Prozesse hinter der industriellen
Herstellung dieses vermeintlich
einfachen Produkts stehen. Der gesamte
Produktionsprozess – von der Rohkartoffel
bis zum abgepackten Endprodukt – erfolgt
auf höchstem technischen Niveau. Moderne
Frittierlinien, ausgelegt auf Durchsatzleistungen
von mehreren Tonnen Chips pro
Stunde, gewährleisten eine gleichbleibend
hohe Produktqualität bei gleichzeitig optimierter
Energieeffizienz.
Ein charakteristisches Nebenprodukt dieses
Prozesses ist der sogenannte Brüden: ein
feuchter Abluftstrom, der beim Frittieren
entsteht. Er besteht im Wesentlichen aus
Wasserdampf (überwiegend aus dem Wassergehalt
der Kartoffeln stammend), Luft
und feinen Aerosolen mit Anteilen des eingesetzten
Frittieröls. Der Brüden wird über
großvolumige Hauben und Abluftsysteme
oberhalb der Fritteusen erfasst und bedarf
einer aufwendigen Abluftbehandlung.
Thermische Nachverbrennung
Die Herausforderung liegt in den ölhaltigen
Bestandteilen dieser Abluft, die aufgrund ihres
Umweltrisikos und ihrer Geruchsintensität
nicht unbehandelt emittiert werden
dürfen. Je nach Anlagenausführung und gesetzlichen
Vorgaben kommen daher spezialisierte
Abluftreinigungssysteme wie Kondensationsanlagen,
Ölabscheider, Nasswäscher
oder thermische Nachverbrennungen
(TNV) zum Einsatz.
Ein bewährtes Verfahren zur Behandlung
solcher Abluftströme ist die TNV. Dabei wird
der Brüden in eine Brennkammer geleitet,
in der durch die Verbrennung von Erdgas
ein stabiler Hochtemperaturbereich ge-
Bild: Arpatsara – stock.adobe.com
Kartoffelchips zählen zu den beliebtesten Snacks in Europa
56 dei 05-2025
schaffen wird. Ziel ist es, im Abgasgemisch
eine Mindesttemperatur von 850 °C zu erreichen
– ein Schwellenwert, bei dem organische
Bestandteile zuverlässig oxidiert und
damit unschädlich gemacht werden. Nachgeschaltet
erfolgt üblicherweise eine Wärmerückgewinnung
über Thermalöl- oder
Frittieröl-Wärmetauscher, wodurch die im
Brüden enthaltene thermische Energie wieder
dem Prozess zugeführt wird, z. B. zur
Aufheizung des Frittieröls.
Nachteil: Erdgas als Energieträger
Ein wesentlicher Nachteil dieser Technologie
ist der erforderliche Einsatz von Erdgas
als fossilem Energieträger. Angesichts steigender
regulatorischer Anforderungen und
der wachsenden Bedeutung von Nachhaltigkeitszielen
– insbesondere im B2C-orientierten
Lebensmittelsektor – rückt die Forderung
nach CO 2 -neutralen oder klimafreundlichen
Lösungen zunehmend in den
Fokus. Eine zentrale Fragestellung lautet daher:
Wie lässt sich die Brüdenverbrennung
mit biogenen oder CO 2 -freien Brennstoffen
realisieren? Eine vielversprechende Alternative
ist der Einsatz von grünem Wasserstoff.
Alternative: Grüner Wasserstoff
Während Wasserstoff vor einigen Jahren
noch ein exotischer Energieträger war, sind
inzwischen zahlreiche industrielle Anwendungen
etabliert. Saacke beispielsweise hat
bereits rund 30 Wasserstoff-Feuerungsanlagen
in Betrieb genommen – u. a. in der chemischen
Industrie zur Dampferzeugung
oder in der Fernwärmeversorgung. Für den
Betrieb mit 100 % Wasserstoff sind jedoch
spezielle Brenner erforderlich, da die Wasserstoffflamme
sehr heiß und mit hoher
Flammengeschwindigkeit verbrennt. Die
Auswahl des geeigneten Brennertyps und
die Gestaltung der Luftstufung sind daher
entscheidende Faktoren.
Brennkammerschnitt: Temperaturverteilung Brüdenverbrennung mit Erdgas-Stützfeuer (links) und mit
Wasserstoff-Stützfeuer rechts
Flammenausbildung (ISO-Kontur): Brüdenverbrennung mit Erdgas-Stützfeuer (links) und Brüdenverbrennung
mit Wasserstoff-Stützfeuer (rechts)
TNV auf Wasserstoff umrüsten
Ein aktuelles Projekt veranschaulicht die
technische Umsetzung unter realen Bedingungen:
Am Standort eines Chips-Herstellers
wird die TNV einer Frittierlinie mit einer
Brüdenlast von 20 000 Nm 3 /h von Erdgas
auf Wasserstoff umgerüstet. Die Machbarkeit
wurde im Vorfeld durch numerische
Strömungssimulationen (CFD) unter Verwendung
von Ansys Fluent für nicht vorgemischte
Verbrennungsprozesse untersucht.
Ein zentraler Aspekt zur Beurteilung der Verbrennungsqualität
ist die Temperaturverteilung
am Eintritt des Wärmetauschers, da
heiße Gasstrahlen und inhomogene Temperaturen
zu Schäden am Wärmetauscher und
ineffizienter Wärmeübertragung führen
können. Um die Öl-Fracht des Brüdens sicher
zu oxidieren, ist eine gute Durchmischung
essentiell. Ist die Temperatur-Verteilung
homogen, ist auch die Durchmischung
optimal. Die Simulationen zeigen sowohl
bei Erdgas- als auch Wasserstoffbetrieb eine
homogene Temperaturverteilung mit maximal
5 K Abweichung über die Fläche, ein sicherer
Ausbrand des Brüdens ist daher bei
beiden Brennstoffen sichergestellt.
Die Flammengeometrie wurde mittels ISO-
Oberflächen für CO-Emissionen (bis
1000 ppm) visualisiert, um die sichtbare
Flamme zu charakterisieren. Im Fall der
Wasserstoffverbrennung wurden Hydroxid -
ionen als Marker herangezogen. Die Ergebnisse
zeigen eine kompakte Flammenausbildung
mit vollständigem Ausbrand. CO-
Emissionen sind bei Erdgasbetrieb vernachlässigbar,
beim Wasserstoffbetrieb ohnehin
nicht relevant.
Weiterhin ist ersichtlich, dass das Mauerwerk
der Brennkammer nicht durch die heiße
Kernflamme beeinträchtigt wird. Schäden
durch den Einsatz von Wasserstoff sind
daher auszuschließen.
Bezüglich der Emissionen sind insbesondere
Kohlenmonoxid (CO) und Stickoxide
(NOx) zu betrachten. Während CO bei optimaler
Verbrennung nahezu vollständig vermieden
werden kann, ist bei NOx-Emissionen
ein Anstieg zu erwarten. Wasserstoff
verbrennt heißer als Erdgas; die adiabaten
Verbrennungstemperaturen liegen typischerweise
bis zu 200 K höher. Dieser Effekt
kann jedoch durch geeignete Maßnahmen –
wie optimierte Brennkammergeometrie, Abgasrezirkulation
oder gezielte Zumischung
von Brüden in die Verbrennungsluft – deutlich
reduziert und ausgeglichen werden.
Fazit
Die Umrüstung von thermischen Nachverbrennungsanlagen
auf Wasserstoffbetrieb ist
technisch machbar und kann einen bedeutenden
Beitrag zur Dekarbonisierung industrieller
Abluftreinigungsprozesse leisten.
Durch sorgfältige Brennerauslegung und
Verbrennungsführung lassen sich sowohl eine
effiziente Wärmeübertragung als auch
die Einhaltung emissionsrechtlicher Vorgaben
realisieren.
www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: Saacke
AUTOR:
PHILIPP
SCHÖNBERGER
Managing-Partner,
Consulting & Engineering,
Saacke
Bild: Saacke
Bild: Saacke
dei 05-2025 57
dei
VORSCHAU
06-2025
KULTIVIERTES FLEISCH AUF DEM TELLER?
Die Idee klingt wie aus einem Zukunftsroman: Fleisch,
das aus Zellkulturen gewonnen wird. Was vor
zehn Jahren noch als kuriose Vision galt,
nimmt inzwischen konkrete Gestalt an. In Ländern
wie Singapur, Israel und den USA sind
erste Produkte zugelassen, Europa könnte in
den kommenden Jahren folgen.
Bild: Firn – stock.adobe.com
FÜR FRISCHE, DIE MAN SCHMECKT
Statt die wachsende Komplexität mit mehr Personal
oder Lagerfläche zu kompensieren, setzt die
Molkerei Gropper auf moderne IT-Lösungen
von ifm. Mit den Supply-Chain-Tools auf SAP-
Basis schafft das Unternehmen Transparenz,
senkt Bestände deutlich und legt den Grundstein
für effizientes, nachhaltiges Wachstum.
INLINE-MONITORING DER VISKOSITÄT
Incipientus-CTO Reinhardt Kotzé im Interview
VON DER THEORIE IN DIE PRAXIS
PPWR stellt Verpackungen auf den Prüfstand
DIGITALES TYPENSCHILD
Am Beispiel von Trennverstärkern und Messumformern
Das Praxismagazin für die Lebensmittelproduktion
einschließlich der Entwicklung,
Verpackung, Lagerung und dem Transport
von Nahrungsmitteln und Getränken.
ISSN 0343–9704
Herausgeberin
Katja Kohlhammer
Verlag
Konradin-Verlag Robert Kohlhammer GmbH
Ernst-Mey-Straße 8,
70771 Leinfelden-Echterdingen,
Germany
Geschäftsführer
Peter Dilger
Verlagsleiter
Peter Dilger
Redakteure V.i.S.d.P.
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Phone +49 711 7594-284
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E-Mail: bernd.rademacher@konradin.de
Redaktionsassistenz
Barbara Diviggiano,
Phone +49 711 7594-415, Fax -1415
E-Mail: barbara.diviggiano@konradin.de
Layout
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Ana Turina, Phone +49 711 7594-273
Gesamtanzeigenleitung
(Verantwortlich für den Anzeigenteil):
Andreas Hugel, Phone +49 711 7594-472
E-Mail: andreas.hugel@konradin.de
Auftragsmanagement
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Printed in Germany
© 2025 by Konradin-Verlag Robert Kohlhammer
58 dei 05-2025
Nachhaltigkeit
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Hunde gefährden die Wildtier-DNA
von Wolfsrudeln
Landwirte züchten Insektenlarven
als Tierfutter
Wie die Stadt Phnom Penh
ihre Wasserfarmer verdängt
Ausgabe 1-2 | 2025
Energie
Gute Vorsätze: Einkaufs strategien
Nachhaltigkeit im OP
INTERVIEW
Astronaut Chris
Hadfield über
die Zukunft der
Raumfahrt
2 2025 bild der wissenschaft 1
www.beschaffung-aktuell.de
Interview
Martin Müller-Raidt, Direktor
Beschaffung, KfW,
Vorstandsvorsitzender
SPECIAL
EMMA VON DER NORMANDIE:
Interview zum Titel
Iqony zeigt, wie die industrielle
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Neue Lösungsansätze für eine
digitale und nachhaltige
Produktion
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56. Jahrgang 5-2024
MICHEL DE MONTAIGNE:
Messe E-World
Leitmesse präsentiert neue
TITELTHEMA
Seite 38
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bauzeitung
Zeitschrift für Architektur
und Bauingenieurwesen
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freischaffender
ArchitektInnen
Deutschland
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Interview
Gundolf Schweppe, Vorsitzender
der Geschäfts -
führung Uniper
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05
Bürowelten • Sonderbauten • Wohnen
{ 158. Jahrgang. 20,95. Ausland 21,70. 27,20 CHF. 1569. ISSN 0721–1902.
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Künstliche Intelligenz
Wie KI die Robotik revolutioniert
ab Seite 20
06_November 2024
dei 06-2024 1
Serviceroboter im Einsatz
Autonomer Cafebot liefert
auf Bestellung Seite 38
Januar/Februar 2025
automationspraxis.de
Unperfekte Kopien
Farbenfrohe Möbel
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Xaver Egger im Gespräch
Le Big Tamtam, Hamburg
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Neue Maschinenverordnung
Aufgepasst bei Retrofit und
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TITELSTORY
Verständnis künftiger Klimazustände
unserer Erde
Der gebrochene Zauber - Zur Bildungs-
und Forschungspolitik der gescheiterten
Bundesregierung
Der Lorbeerwald Madeiras – Relikt
und lebendige Faszination
Rundschau
Die Ursache von quasiperiodischen
Eruptionen • Die Entdeckung neuer
Vogelarten • Effizientes Verfahren zum
Organ der
Gesellschaft Deutscher
Naturforscher und Ärzte
Homöostase • Klimafolgen von Waldbränden
wirken über Jahrzehnte hinweg
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Licht ins Dunkel der Beutelmulle •
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Artemis 2: Das nächste Kapitel der
lunaren Exploration beginnt
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Das Magazin für eine Welt im Wandel
Wolf-Hund-Hybride
Made in Deutschland
Kambodscha
9 | 2024
Erlebnisse im Moor:
Ein Besuch im
lettischen Nationalpark
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Die Zukunft
des Waldes
Deutschland ist eines der waldreichsten Länder Europas.
Damit das so bleibt, braucht es neue Konzepte.
DIE DEUTSCHEN UND IHRE KOLONIEN
Von der „Kulturmission“ zum Völkermord
Die Deutschen
und ihre Kolonien
Verheiratet mit zwei
Königen Englands
Auf der Suche
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E-Procurement
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Prozesskosten
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in neuer Dimension
» Seite 20
bei volatilen Märkten
» Seite 52
Professionell. Innovativ. Einkauf.
Einkauf
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Logistik
des BME
» Seite 16
Energiewende zu meistern ist
» Seite 18
06.2024
Nachhaltigkeit
Lösungen für die Energiewende
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Batterietechnik
» Seite 29
Was Automotive-Entwicklungen
Topp-Dämpfung erhalten
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Wissen für Entscheider in der Produktion
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Dekarbonisierung
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Innovation in der spanenden Fertigung
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Trend Zerspaner suchen neue Märkte Seite 22
WIS-
Innovation Automatisierter Werkzeugwechsel an der Drehmaschine Seite 92
IFW-Projekt KI-Überwachungssystem steigert Prozesssicherheit Seite 132 Perspektiven
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von Wälzlagern
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Seite 61
Konstruktion
Automation
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Naturwissenschaftliche
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Rundschau
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78. Jahrgang
NR 920
der Medizintechnik bringen
Tübinger Mediziner suchen Kontakt
zur Medtech-Industrie Seite 12
Automatisierung: Mitarbeiterdaten,
Laser, Roboter plus EEG Seite 61
Neue Produkte und Trends
11. – 14. 11.2024 Seite 15
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