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KRONACHER – Das Magazin #03

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Nr. 3 | Oktober 2025

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.


Jedes Element

wird mit Respekt

und Sorgfalt

behandelt.

Öffnungszeiten Werksverkauf

Montag bis Donnerstag: 7 – 12 Uhr und 13 – 16 Uhr

Freitag: 7 – 16 Uhr und Samstag: 8 – 13 Uhr

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D-96215 Lichtenfels-Reundorf

Tel.: 0049 (0)9571 – 79078


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Handwerkskunst

kombiniert mit

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ERFAHREN


INHALT

AUSGABE 3 | OKTOBER 2025

6 EDITORIAL. Cranach kommt zu Wort.

10 STADTGESPRÄCHE. Darüber spricht Kronach.

86 KULTURTIPPS. Was wo wann.

102 BUCHTIPP. The Secrets of Secrets.

103 IN EIGENER SACHE. Danke an Ingo.

103 IMPRESSUM. Wir waren es.

112 ZWA IM BRÖTLA. Du hast die Haare schön.

113 AUF EIN WORT. Kopf hoch.

114 DAS LETZTE. Bildungsupdate.

14

20

28

30

32

48

DEN SCHMERZ AUSHALTEN.

Grenzerfahrungen mit Uli Scherbel.

FEUER UNTERM DACH.

Fotostrecke Glasproduktion.

WIE DENKEN WIR IN ZUKUNFT?

Sonderthema Intelligenz.

IST DENKEN OUT?

Interview mit einem KI-Professor.

SO SÜSS SCHMECKT DIE ZUKUNFT.

Besuch in der Fischbachsmühle.

NACH DER KATASTROPHE.

Die Zukunft des Frankenwaldes.

54 MACHERIN.

Dieses Mal Britta Höfer.

56

60

74

96

104

COOLE CHEFS.

Besuch bei einer Autofamilie.

BYPASS IN DER TIEFE.

Wasser unter Stockheim.

HIER WOHNEN …

… Menschen zusammen.

DIE PERFEKTE FEIER.

Geburtstag für Eventfirma.

EMOTION UND ÄSTHETIK.

Galerie Simone Deuerling.

UND VIELES MEHR.

Titel nach einem Bild von Tim Birkner

aus der Strecke „Feuer unterm Dach“

4 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


ORTHO SPORT

Advertorial

Vorsorgen, bevor die

Knochen brüchig werden

WAS SIE ÜBER OSTEOPOROSE WISSEN SOLLTEN

In Deutschland leben ca. 4,5 Millionen Frauen und 1,2 Millionen Männer

mit Osteoporose. Je nach individuellem Risiko sollten Menschen ab 50

Jahren mindestens alle 2 Jahre zur Vorsorge, um ihr Osteoporoserisiko

prüfen zu lassen. Dr. Brigitta Bär-Rothhaupt, die als Orthopädin und

Sportmedizinerin bei ortho sport in Kronach und Coburg auf osteologische

Fragestellungen spezialisiert ist, erläutert die Hintergründe.

Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist eine Erkrankung der Knochen, bei der sie an Dichte und

Stabilität verlieren. Dadurch werden sie spröde und brechen leichter – oft

schon bei kleinen Stürzen oder Belastungen. Besonders häufig treten

Frakturen der Wirbelkörper, der Hüfte oder des Unterarms auf. Zu den

Betroffenen gehören vor allem ältere Menschen, da die Knochen mit

zunehmendem Alter an Festigkeit verlieren. Frauen sind häufiger betroffen

als Männer, insbesondere nach den Wechseljahren. Ab etwa 65 Jahren

steigt das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, für Frauen stark an, bei

Männern erst ab etwa 75 Jahren.

Wie wird Osteoporose diagnostiziert?

„Bei Verdacht auf Osteoporose betrachten wir mögliche

Risikofaktoren, wie frühere Knochenfrakturen oder Erkrankungen,

die den Knochen schaden können. Dazu gehören etwa Diabetes, eine

Schilddrüsenüberfunktion oder rheumatische Erkrankungen. Aber auch

ein sehr niedriges Körpergewicht, familiäre Vorbelastung, Rauchen oder

bestimmte Medikamente wie Kortison erhöhen das Risiko“, erklärt Dr.

Brigitta Bär-Rothhaupt, die seit 2004 als Osteologin zertifiziert ist und ihre

Patientinnen und Patienten an den ortho-sport-Praxisstandorten Kronach

und Coburg betreut. Die zentrale Untersuchung zur Diagnosestellung ist

die Knochendichtemessung (DXA-Messung). Einfach ausgedrückt, wird

dabei die Knochenbeschaffenheit mithilfe von äußerst gering dosierten

Röntgenstrahlen geprüft. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur

wenige Minuten. Eine Basislaboruntersuchung wird gegebenenfalls

ergänzend veranlasst. „Auf Grundlage dieser Daten lässt

sich feststellen, ob ein Erkrankungsrisiko oder bereits eine

Osteoporose vorliegen. Für den effektiven Umgang des Patienten

mit seiner Situation ist dann die Aufklärung über Prophylaxe

bzw. die Therapieoptionen entscheidend“, erklärt die Expertin.

■ Vitamin D: wird zur Kalziumaufnahme benötigt und durch Sonnenlicht

gebildet, kann über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden

Wie sieht die Therapie aus?

Osteoporose ist nicht heilbar, ihr Fortschreiten lässt sich jedoch

therapeutisch durch spezielle Medikamente bremsen, die den

Knochenabbau verlangsamen (Antiresorptiva) oder den Aufbau neuer

Knochensubstanz fördern (Osteoanabolika).

Drei Fragen an Dr. Brigitta Bär-Rothhaupt, Fachärztin für Orthopädie bei

ortho sport kronach zentrum und coburg zentrum

Ist Osteoporose nicht eine reine Frauenkrankheit?

Dass Osteoporose eine reine Frauenkrankheit sei, ist eine weit verbreitete

Fehlannahme. Auch Männer sind betroffen, wenn auch seltener: Im Alter

zwischen 50 und 60 Jahren zeigen etwa 2,4 % der Männer eine verminderte

Knochendichte, ab 70 Jahren sind es 17 %. In Summe ist rund ein Viertel der

Osteoporose-Erkrankten in Deutschland männlich.

Was ist aus Ihrer Sicht das Wichtigste für die relevante Altersgruppe?

1) Vorbeugung, 2) Vorsorge und 3) Verlaufskontrolle. Beherzigt man diese

drei V‘s, lässt sich mit dem Erkrankungsrisiko wie mit der Erkrankung selbst

kompetent umgehen und die eigene Lebensqualität bestmöglich erhalten.

Die kompetente fachärztliche Betreuung verbindet aktuelles Fachwissen und

Erfahrung; darauf sollte man bei der Wahl seines Osteologen achten.

Worauf liegt Ihr Fokus als Osteologin?

Ich bin seit über 20 Jahren als Osteologin zertifiziert und nehme regelmäßig

an den Fortbildungen des deutschen Dachverbands Osteologie DVO teil, um

mich rezertifizieren zu lassen und auf dem neusten Stand der Forschung zu

bleiben. Meine Kollegen am Standort Coburg Dr. Lutz Schweißinger und

Dr. Dirk Rothhaupt sind ebenfalls zertifiziert. Wir beraten und betreuen

einen großen Patientenkreis, der Risikofaktoren mitbringt, häufig Frakturen

erleidet oder bereits eine Osteoporose-Diagnose erhalten hat. Klares Ziel ist es,

die Alltagseinschränkungen der Betroffenen so gering wie machbar zu halten,

damit sie weiter einen möglichst aktiven Lebensstil führen können.

Wie kann man der Osteoporose vorbeugen?

Vorbeugende Maßnahmen können das Erkrankungsrisiko

eindämmen:

■ Bewegung: regelmäßige körperliche Aktivität, vor

allem Kraft-/Ausdauer- und Gleichgewichtstraining

■ Ernährung: ausreichende Zufuhr von Kalzium

in Form von Milchprodukten, Nüssen (z. B.

Mandeln), kalziumreichem Mineralwasser und

Gemüse

■ Risikofaktoren vermeiden: z. B. Rauchen,

übermäßiger Alkoholkonsum

KRONACHER | DAS MAGAZIN 5


EDITORIAL

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN & TIM BIRKNER

„Die besten Gedanken kommen uns, wenn die Natur

schweigt“, soll Lucas Cranach der Ältere einmal notiert haben

– ein Satz, der zu Herbst und Winter passt, wenn die

Wälder und Wiesen in Ruhe versunken sind, der Atem in

der kühlen Luft vernebelt, das Leben sich weniger draußen

als mehr drinnen abspielt. Zeit zum Nachdenken: Was wird,

was kommt, wohin bewegen wir uns? So wie die Jahreszeiten

ihren unaufhaltsamen Gang nehmen, so wandelt sich auch

unser Denken – schneller, komplexer, technischer ist unsere

Welt geworden. „Intelligenz – wie denken wir in Zukunft?“

haben wir uns gefragt, und das nicht nur im Hinblick auf Maschinen

und Algorithmen, sondern auch auf unsere eigenen

Köpfe und Herzen.

In unserem Sonderthema gehen wir diesen Fragen nach und

blicken gleichzeitig auf sehr konkrete Zukunftsgeschichten

hier bei uns in der Region. Wir sprechen mit Maximilian Kaub,

Geschäftsführer der Confiserie Lauenstein, und seinen Mitarbeiterinnen Ev-Marie und Mandy darüber, wie die

Fischbachsmühle und neue Produktideen für eine süße Zukunft stehen. Wir widmen uns dem Projekt ZukunftHolz,

das Perspektiven für den Frankenwald eröffnet. Und wir besuchen die traditionsreiche Pressiger Autofamilie Vetter,

wo „Mama“ Eva Vetter und ihre Familie mit Ausdauer und klarem Kurs an einer erfolgreichen Zukunft gebaut haben.

Nur drei Beispiele für Geschichten, die zeigen, wie eng Intelligenz, Leidenschaft und Tatkraft zusammengehören.

Unsere Macherin in dieser Ausgabe ist Britta Höfer, Maschinenbau-Chefin aus Steinberg, die mit Optimismus und

dem festen Glauben „Das wird gut“ durchs Leben geht. In unseren Grenzerfahrungen erzählt Uli Scherbel, gefeierter

„Jedermann“ auf der Bühne, von seinem neuen Leben an der Seite von Menschen, die am Ende ihres Weges stehen.

Wir öffnen die Tür zu einem alten Pfarrhaus in Nordhalben, wo Eigentümerin Halgard Stolte von der Faszination

dieses besonderen Ortes erzählt. Und wir fahren mit Robin Hoffmann und Martin Normann in die Tiefe hinab – 30

Meter unter die Erde ins alte Stockheimer Steinkohlerevier, wo das Wasser seinen eigenen Weg durch den dunklen

Stollen sucht.

Schließlich freuen wir uns mit Ihnen auf viele Bilder und kleine Geschichten, die diesen jetzt schon dritten

KRONACHER abrunden, eine feurige Fotostrecke über die Flakonglasproduktion bei Heinz Glas in Kleintettau,

ästhetisch-poetische Pferde aber auch Menschen von Fotografin Simone Deuerling - und machen Ihnen hoffentlich

Appetit auf einen Besuch im Kunstverein Kronach. Und vieles mehr.

So, und jetzt sind Sie dran.

Tim Birkner und Wolfram Hegen

P.S. Schreiben Sie uns gerne, ob der KRONACHER ihnen gefällt oder was Sie gerne einmal lesen würden:

info@das-magazin.de.

6 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


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INHALT

14

GRENZERFAHRUNG

Uli Scherbel

32

LAUENSTEIN

Schokolade neu gedacht

38

DER KÄSE MACHT'S

48

FRANKENWALD

Milchwerke Oberfranken

ZukunftHolz

60

BYPASS IM ALTEN REVIER

Unterirdisch

90

ESSEN & TRINKEN, LERNEN & TREFFEN

Franken Akademie

92

MEISTER DES VER BORGENEN

Kunstverein Kronach

104 GALERIE

Simone Deuerling

8 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


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DARÜBER SPRICHT KRONACH

DARÜBER SPRICHT KRONACH

NUR DAS BESTE IST GUT GENUG

Das neue „Crana Mare“ nimmt – hoffentlich – in der

nächsten Zeit Gestalt an, und das im wahrsten Sinne

des Wortes. Der Entwurf des international renommierten

Büros Behnisch Architekten steht fest und

verspricht: Kronach bekommt kein Hallenbad von

der Stange, sondern ein modulares Gebäude aus Holz

und Glas, das Leichtigkeit, Nachhaltigkeit und klare

Formensprache vereint. Der künftige Haupteingang

soll über den Großparkplatz führen und den Besuchern

einen direkten, großzügigen Zugang bieten.

Dahinter öffnet sich ein lichtdurchflutetes Ensemble,

das Natur und Architektur in Einklang bringt – mit

Blickbeziehungen ins Grüne, kurzen Wegen und flexiblen

Bereichen für Sport, Erholung und Familie.

Holz als prägendes Material schafft Wärme und Regionalbezug,

während Glas Transparenz und Offenheit

symbolisiert – ganz im Sinne eines Hauses, das

für Bewegung, Begegnung und Wohlbefinden steht.

Behnisch Architekten, die international für innovative

und umweltbewusste Bauten bekannt sind, verfolgen

mit ihrem Entwurf das Ziel, Funktionalität und

Aufenthaltsqualität zu verbinden. Das „Crana Mare“

soll künftig nicht nur Schwimmbad sein, sondern

Treffpunkt – ein Ort, an dem Freizeit, Gesundheit

und Gemeinschaft miteinander verschmelzen. Klingt

gut, jetzt geht es an die Umsetzung: In den kommenden

Monaten werden die Architekten die Planung

weiterentwickeln, damit das neue Bad das hält, was

die Planungen versprechen: ein architektonisches

Aushängeschild für Kronach zu werden – modern,

nachhaltig und unverwechselbar fränkisch.

DER WALD OHNE LAUTER BÄUME

Ein bisschen Frankenwald liegt jetzt mitten in Berlin

– genauer gesagt im Reichstagsgebäude. Landrat

Klaus Löffler hat dort gemeinsam mit dem Kronacher

Bundestagsabgeordneten Dr. Jonas Geissler

und Bundesminister Alois Rainer Erde aus dem

Frankenwald übergeben. Nicht einfach so, sondern

als Teil der Kunstinstallation „Die Bevölkerung“, die

die Vielfalt und Verwurzelung Deutschlands symbolisiert.

Diesmal trägt sie ein deutliches Zeichen

aus dem Norden Bayerns: eine Mahnung aus der

Heimat, wo der Klimawandel sichtbar seine Spuren

zieht. „Der Frankenwald ist Lebensgrundlage und

Wirtschaftsfaktor zugleich. Wir müssen Ökologie

und Ökonomie versöhnen – und zwar jetzt“, betonte

Löffler in Berlin. Die symbolische Geste soll daran

erinnern, dass das Waldsterben im Frankenwald

längst keine abstrakte Sorge mehr ist, sondern Realität.

Ermöglicht hat die Aktion Jonas Geissler, der mit

Alois Rainer einen starken Mitstreiter in Berlin fand.

„Die Menschen im Frankenwald leben seit Jahrhunderten

mit und vom Wald. Das muss auch in Zukunft

so bleiben“, sagte Geissler. Bundesminister Rainer

ergänzte, der Bund unterstütze Wiederaufforstung,

Waldumbau und Forschung mit Millionenbeträgen:

„Der Frankenwald soll nicht zum Symbol des Niedergangs

werden, sondern zum Beispiel gelungener

Anpassung.“ So wird ein wenig heimische Erde nun

zum politischen Symbol – und zum stillen Appell,

die Wurzeln der Region zu bewahren.

ALS VIZE VOM HIMMEL GEFALLEN

Es war einer dieser magischen Abende, an denen

Geschichte geschrieben wird: Im Flutlicht des

Olympia stadions von Tokio schleuderte der Kronacher

Merlin Hummel den Hammer auf unglaubliche 82,77

Meter – und sich selbst damit direkt auf den zweiten

Platz der Weltmeisterschaft. Schon nach dem ersten

Versuch war klar: Dieser Wurf würde in Erinnerung

bleiben. Nur Olympiasieger Ethan Katzberg aus Kanada

flog mit 84,70 Metern noch ein Stück weiter. Hummels

Jubel war grenzenlos – verständlich, denn mit seiner

neuen Bestmarke übertraf der 23-Jährige nicht nur

sich selbst, sondern auch die zwanzig Jahre deutsche

Durststrecke. Die letzte Medaille in dieser Disziplin?

Bronze für Markus Esser, 2005 in Helsinki. Doch der

Erfolg kam nicht aus dem Nichts: Der frühere Schüler

des Caspar-Vischer-Gymnasiums in Kulmbach und

Schützling des UAC Kulmbach hatte bereits bei der

EM 2024 in Rom mit Rang vier aufhorchen lassen. 2025

knackte er erstmals die 80-Meter-Marke – als erster

Deutscher seit fast zwei Jahrzehnten. „Ich bin gerade

voll vom Wettkampf geschockt – im positiven Sinne“,

sagte Hummel nach dem Triumph ins ARD-Mikrofon.

Doch wer ihn kennt, weiß: Ausruhen liegt ihm nicht.

Sein nächstes Ziel: 85 Meter – deutscher Rekord! Merlin

Hummel, geboren 2002 in Kronach, hat sich mit

Kraft, Technik und fränkischer Bodenständigkeit in

die Weltelite katapultiert. Und wer weiß – vielleicht

wird aus dem Silber von Tokio bald Gold.

10 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


DARÜBER SPRICHT KRONACH

Jahres „Schnörbfl“, Biber und Weißstörche, über das

Prinzessinnenhaus in Weides und die Migration der

Frankenwaldflößer in ferne Regionen. Erarbeitet

wurde der Band von zahlreichen Autorinnen und

Autoren unter Leitung von Bernd Graf – ein Kaleidoskop

der Heimat, das Erinnerung und Erkenntnis

miteinander verbindet. Das Jahrbuch ist für 27 Euro

erhältlich im Landratsamt und in regionalen Bibliotheken

oder direkt per E-Mail:

michael.trebes@lra-kc.bayern.de.

ZUHAUSE IST ES AM SCHÖNSTEN

Ein Buch wie der Landkreis selbst: vielfältig, verwurzelt,

lebendig. Im Mitwitzer Wasserschloss wurde

der 32. Band des heimatkundlichen Jahrbuchs

vorgestellt – eine Sammlung, die zeigt, wie bunt

und facettenreich die Region zwischen Frankenwald

und Obermain ist. Seit 1974 hält die Reihe fest,

was Heimat ausmacht: Geschichte und Geschichten,

Menschen und Momente, Wandel und Werte.

Das neue Jahrbuch führt quer durch Jahrhunderte

und Lebenswelten: vom Flößerhandwerk als Identitätsmerkmal

des Frankenwaldes über die Volksmedizin

des 19. Jahrhunderts bis hin zu Kronachs

ältestem Kulturverein „Cäcilia“. Es erzählt von

Faschingsumzügen in Steinwiesen, von Volkswohnungen

im „Klein Moskau“ der 1930er-Jahre, vom

Eisenbahnunglück von Ludwigsstadt 1924 – und

sogar von der Seidenraupenzucht als Pflichtaufgabe

in der NS-Zeit. Neben großen Themen finden sich

liebevoll recherchierte Alltagsgeschichten: über

heimische Krippen, das oberfränkische Wort des

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AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 11


DARÜBER SPRICHT KRONACH

wir unseren Erfolg.“ Auch den Kunden fühlt sich

Baumann eng verbunden. Viele von ihnen wurden

über die Jahre zu Freunden, manche gar zu Weggefährten

über das Geschäftliche hinaus. „Unser Aufstieg

wäre ohne das Vertrauen unserer Kunden und

Partner nicht möglich gewesen“, betont er. Besonderen

Dank richtet Baumann an seine Frau Ursula,

die stets die Balance zwischen Familie und Betrieb

hielt und das Unternehmen auch künftig noch eine

Zeitlang begleiten wird. Mit Benny Scholz hat nun

die nächste Generation das Steuer übernommen

– einem, so Baumann, „kompetenten und sympathischen

Geschäftsführer“. Und so verabschiedet

sich der Firmengründer mit einem schlichten, aber

ehrlichen Fazit: „Es sind die vielen gemeinsam gemeisterten

Aufgaben und die vielen Freundschaften,

die mich zufrieden abtreten lassen. Ihnen allen

ein Vergelt's Gott und eine lohnende Zukunft!“

TEUSCHNITZ LEUCHTET AUCH

ENDE UND ANFANG ZUGLEICH

Nach 41 Jahren an der Spitze der BAUMANN Wintergarten

GmbH hat sich Herbert Baumann zum

30. September in den Ruhestand verabschiedet –

nicht ohne Wehmut, aber wohl mit dem guten Gefühl,

etwas Dauerhaftes geschaffen zu haben. Vier

Jahrzehnte lang stand sein Name für Maßarbeit aus

HOLZ AUF BESONDERE ART UND WEISE

Der Duft von frischem Eichenholz lag noch etwas

mehr als sonst über dem Frankenwald, als die 27.

HolzART Künstlerinnen und Künstler aus mehreren

Ländern in den Landkreis Kronach führte. Zwei

Wochen lang wurde in Nordhalben, Steinbach am

Wald, Steinwiesen und Weißenbrunn gesägt, geschnitzt

und gehobelt – bis die Werke schließlich bei

der Abschlussausstellung neben dem neuen Gemeindezentrum

in Weißenbrunn präsentiert wurden.

Initiiert und organisiert wurde das internationale

Kunstprojekt wie immer von Ingo Cesaro, der seit

Jahren mit unermüdlicher Leidenschaft Kunst und

Region miteinander verbindet. Er beschafft Holz

aus dem Frankenwald, sucht Sponsoren und schafft

vor allem eines: Freiraum für Kreativität. „Wichtig

ist, dass Menschen mit den Künstlern ins Gespräch

kommen“, sagt Cesaro – und genau das gelang auch

diesmal eindrucksvoll. Aus den massiven Eichenstämmen

entstanden Werke, die vom Leben, vom

Glauben und vom Träumen erzählen.

Holz, Glas und Aluminium, für Qualität, Verlässlichkeit

und ein Unternehmen, das längst zu einer

festen Größe in der deutschen Wintergartenszene

geworden ist. Baumann blickt auf eine Zeit zurück,

in der aus einem Handwerksbetrieb ein erfolgreiches

Familienunternehmen gewachsen ist – getragen

von einem Team, das ihm über all die Jahre

ans Herz gewachsen ist. „Mit unseren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern ist ein beinahe familiäres

Verhältnis entstanden“, sagt er. „Ihnen verdanken

Eine Woche voller Licht, Musik, Kulinarik und

Gemeinschaft liegt hinter Teuschnitz: Im Sommer

verwandelte sich der Kräuterlehr- und Schaugarten

erneut in ein funkelndes Paradies. Tausende Besucher

machten den „Leuchtenden Kräutergarten“ zu

einem kulturellen Höhepunkt der Region. Ob Ellie

Benn oder Tasteful, Karaoke-Show oder Vegan-

Abend – das Programm und die Kulinarik waren so

bunt wie das Publikum. Licht- und Lasershows im

renovierten Hallenbad sowie Kunstinstallationen

rundeten das Erlebnis ab. Und so freut sich nicht nur

Teuschnitz schon auf den Leuchtenden Kräutergarten

2026.

12 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


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Foto: Simone Deuerling


GRENZERFAHRUNGEN

Von Tim Birkner

Fotos: Katrin Raabe

Bleiben, wenn

andere gehen

Uli Scherbel trägt zwei Seelen in sich. Die als Rampensau

und Schauspieler – und die als zurückhaltender

Helfer. Die Bühne hat er jetzt gegen die Arbeit in einer

Palliativstation getauscht.

Wie verrückt muss man sein? Während des Kronacher Schützenfestes

gab es auf der Festung zweimal „Jedermann“. Ein Drama, harte Kost.

Ob da jemand kommt? Die Hauptrolle spielte Uli Scherbel. Er kommt aus

Rothenkirchen, spielte live in der Fernseh-Gala des ZDF zu Udo Jürgens 80.

Geburtstag und hat kurz vor seinem Nachtdienst in einer Palliativstation

Zeit für ein Gespräch über die vielen Grenzen an die er stieß und die, die er

überquerte.

„Mitten im Leben“ hieß die Show für Udo Jürgens damals. Uli Scherbel

sang aus dem Musical „Das ehrenwerte Haus“ für ihn. Mit auf der Bühne

und Backstage waren damals Otto Walkes, Helene Fischer, Jamie Cullum.

„Udo war ein Macher. Und er hatte damals schon eine Ausstrahlung und

Melancholie, die Menschen am Ende ihres Lebens haben“, sagt Scherbel. Es

ist eine Beobachtung und ein Erleben, das eine Brücke ist zwischen seinem

alten und seinem heutigen Leben, eine Brücke zwischen den beiden Seiten,

die der Schauspieler und Krankenpfleger in sich trägt.

„Ich halte den Schmerz mit

anderen zusammen aus.“

Uli Scherbel

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025

KRONACHER | DAS MAGAZIN 15


BLEIBEN, WENN ANDERE GEHEN

Früher, das war für ihn Leben wie im Traum. „Manchmal hatte ich das

Gefühl, da wäre irgendwo eine gute Fee, die alles organisierte. Es gelang

einfach alles.“ Er bekam große Rollen auf den Musical-Bühnen, wurde

gefeiert und weiterempfohlen. „Ich wollte kein Star sein – einfach nur jeden

Auftritt gut machen“, sagt Scherbel. Das war mit viel Arbeit verbunden, die

weit vor einem Freitag im April 1994 begann.

„Das war der prägendste Moment in meinem Leben“, sagt er heute. Eine

Woche lang wurden an der Universität der Künste in Berlin die Bewerber

geprüft und aussortiert. Mehrere hundert starteten am Montag, jeden Tag

wurden es weniger. „Am Freitag stand da mein Name als einer von elf.“

Scherbel wusste, dass sich sein Leben ändern würde. „Es war in vielem auch

eine Reise zu mir selbst – wer bin ich wirklich?“ Er wurde ganz bewusst an

seine Grenzen geführt. „Bis ich in einer Probe einmal einen Stuhl voller Wut

an die Wand schmetterte.“ Sein Lehrer war begeistert. „Auch ich habe das

Böse in mir“, sagt er und lacht. Der Umgang mit Grenzen und Wesenszügen

ist sein Alltag geworden. „Ich weiß, wann ich eine Maske aufhabe“, sagt er.

Beim Jedermann auf der Festung beispielsweise: „Das bin nicht ich – und

doch bin ich es... Das ist der Schauspieler in mir.“

Das Ego von Uli Scherbel fuhr wie im Lift nach oben. „Zu 99 Prozent

beschäftigte ich mich nur mit mir selbst“, beobachtet er. Auf der

Musicalbühne musste er Schauspiel, Gesang und Tanz zusammenbringen.

All das wollte trainiert werden, jeden Tag. Scherbel wusste, dass er es

schaffen kann, dass er lernen kann, zum Beispiel die deutsche Sprache. „Ich

kam als fränkisch sprechender Krankenpfleger an die Universität der Künste,

während die anderen schon zehn Jahre Klavierunterricht oder Ballett hatten

und die Eltern selbst Musiker oder Schauspieler waren.“ Erst als ihm ein

Lehrer begegnete, der perfekt zwischen Schwäbisch und Hochdeutsch

hin- und herschalten konnte, wusste er: Das kann ich auch lernen. Und er

lernte schnell. Es folgten der erste Preis beim Bundeswettbewerb Gesang in

der Sparte Musical, sowie der Abschluss als Diplom-Musicaldarsteller mit

Auszeichnung.

Der Erfolg und der Wille, ihn mit Arbeit zu erreichen, verdeckte eine andere

Seite in Uli Scherbel. „Im Theater war ich eine Rampensau, im Leben war

ich der zurückhaltende Typ, der gerne hilft.“ Irgendwann auf dem Weg nach

oben sagte er dann Premierenfeiern ab, um zurück nach Rothenkirchen zu

ziehen. Die Leute sagten: „Du bist verrückt, Uli.“ Doch das war ihm egal. Er

wollte sich um seinen schwerkranken Vater kümmern. Und er begleitete ihn

bis zu seinem Tod.

„Ich bin urfränkisch und gutbürgerlich aufgewachsen. Ich habe eine enge

Familienbindung – die im Alter auch immer noch stärker wird“, erzählt

er. So ist aus der Fürsorge für seine Eltern eine Wende in seinem Leben

geworden. „Ich habe fast 30 Jahre lang auf der Bühne gestanden, war vor

allem auf mich fokussiert – jetzt möchte ich auch gesellschaftlich etwas

zurück geben“, sagt er. „Ich möchte etwas mit Menschen machen.“ Sein

Leitsatz passt in beide Leben des Uli Scherbel. Nach über 30 Jahren stieg er

wieder in der Krankenpflege ein. So wie er Hochdeutsch erst lernen musste,

so wollte er auch hier noch weiter lernen und absolvierte eine Weiterbildung

zum Fachpfleger für Palliativpflege, bevor er wieder in den Schichtdienst im

Krankenhaus trat.

16 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


GRENZERFAHRUNGEN

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 17


BLEIBEN, WENN ANDERE GEHEN

„Hier sind andere die

Hauptdarsteller – ich bin

bestenfalls Dramaturg oder

Regieassistent.“

„Hier sind andere die Hauptdarsteller – ich bin bestenfalls Dramaturg oder

Regieassistent“, erzählt er. In der Palliativstation geht es um die Begegnung

mit Menschen und ums Aushalten. Er nimmt eine Hand, sagt auch mal

zehn Minuten nichts. Er hadert mit dem Wahn, in der Pflege überall Zeit

einsparen zu wollen – und er begegnet den Menschen mit „professioneller

Nähe“, wie er es nennt.

Als Schauspieler hat er gelernt, aus Rollen, die er spielt, auch wieder

auszusteigen. Das kommt ihm heute nach jeder Schicht zugute. „Für mich ist

die Essenz: Ich halte den Schmerz mit anderen gemeinsam aus. Ich bleibe.

Das stützt die Menschen.“

Die Zuschauer zu „Jedermann“ sind auf die Festung Rosenberg gekommen

und geblieben. Die Aufführungen während des Schützenfests waren zweimal

ausverkauft, Scherbel umjubelt. Er war sich nicht sicher, ob er von seinem

neuen Beruf wieder in den alten wechseln kann, wenn auch nur für ein paar

Wochen. Er konnte. Und „Jedermann“ kam dann auch zu ihm auf Station.

„Dieser Patient stand mitten im Leben, ein Alphatier – und er wollte nicht

akzeptieren, dass er sterben muss“, beschreibt ihn Uli Scherbel. Dann setzte

er sich neben ihn ans Bett und blieb.

18 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


GRENZERFAHRUNGEN

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 19


Schönheiten

aus der Hitze

Fotostrecke

Dem Werkstoff

Glas auf der Spur

ERSTARRT

Bei circa 1500 Grad Celsius werden die Hauptbestandteile Quarzsand,

Soda, Feldspat und Scherben miteinander verschmolzen. In der Glashütte

von HEINZ-GLAS in Kleintettau ist es heiß und laut. Bei rund 900

Grad Celsius erstarrt das zuvor flüssige Glas - zum Beispiel zu solch kleinen

Flakons.


Von Tim Birkner


WIE IM FLUG

Verlässt das flüssige Glas über einen sogenannten Feeder

die Schmelzwanne, wird die glühende Glasmasse geformt.

In der richtigen „Portionsgröße“ abgeschnitten, fliegt der

Tropfen regelrecht durch Rohre in die Form, wo er ausgeblasen

und/oder gepresst wird. Nur wenige Sekunden später

ist eine neue, kleine Glasflasche geschaffen.



RAUHE WELT FÜR FEINES GLAS

Schlicht und schön reihen sich die Flaschen aneinander,

die Minuten zuvor noch Bestandteil einer 1500 Grad

Celsius flüssigen Glasmasse waren.



FEUER FÜR DIE SCHÖNHEIT

Mit Flammen werden die Flakons feuerpoliert,

um zum Beispiel sichtbare Nähte verschwinden

zu lassen. Und manch einer der Flakons sieht

dann nicht nur edel aus – er gewinnt auch einen

Designpreis, wie 2024 ein Produkt für den Kunden

Diptyque den Formes de Luxe Award.



S O N D E R T H E M A

INTELLIGENZ

WIE DENKEN WIR IN ZUKUNFT?


Redaktion: Wolfram Hegen / ChatGPT

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“ – der berühmte Satz des

Sokrates klingt heute überraschend modern. Denn während

Algorithmen mit beängstigender Geschwindigkeit Schachund

Go-Weltmeister schlagen, Radiologiebilder deuten und

uns in ganzen Absätzen antworten, fragen wir neu: Was

ist Intelligenz überhaupt – und wie werden wir in Zukunft

denken? Die Frage ist nicht bloß philosophische Zierde, sie

berührt Ökonomie, Bildung, Politik und unser Selbstbild als

„Krone der Schöpfung“.

Die Psychologie beschreibt Intelligenz pragmatisch als die

Fähigkeit, Probleme zu lösen, aus Erfahrungen zu lernen und

sich an neue Situationen anzupassen. Das klingt nüchtern –

und doch ist es spektakulär: Ein Organ von rund 1,3 Kilogramm,

gespeist mit etwa 20 Watt und rund 20 Prozent unseres

Grundumsatzes, koordiniert Wahrnehmen, Fühlen, Planen.

Etwa 86 Milliarden Neuronen bilden Netzwerke, deren Dynamik

wir erst in Umrissen verstehen. Zugleich ist menschliches

Denken begrenzt: Unsere Arbeitsgedächtniskapazität

umfasst im Schnitt nur wenige Einheiten zugleich; Heuristiken

und kognitive Verzerrungen sind nicht Fehler eines kaputten

Apparats, sondern effiziente Abkürzungen in einer komplexen

Welt (Kahneman nannte das „System 1“ und „System 2“).

Wenn nun Maschinen in immer mehr Domänen brillieren, stellt

sich die heikle Anschlussfrage: Ist eine Künstliche Intelligenz

im herkömmlichen Sinne „intelligent“? Alan Turing schlug

1950 vor, die Debatte an ein Verhaltensexperiment zu binden

– wer uns im Gespräch täuscht, sei praktisch intelligent. John

Searle widersprach später mit dem „Chinesischen Zimmer“:

Das richtige Output allein beweise kein Verstehen. Moderne

Sprachmodelle sind in diesem Sinn grandiose Musterverdichter.

Sie sind – wie Emily Bender kritisch formulierte – „stochastische

Papageien“: bestechend im Stil, unermüdlich im Zitat, aber

ohne Weltbezug aus erster Hand. Das schmälert die Leistung

nicht: AlphaGo besiegte 2016 Lee Sedol, und Zug 37 wurde

zum Symbol einer unvorhergesehenen, fast „kreativen“

Wendung. Doch selbst dort bleibt Kreativität eine Eigenschaft,

die wir in die Statistik hineinlesen.

Vielleicht liegt der Denkfehler in unserem Anspruch. Wir

verwechseln Intelligenz mit Bewusstsein, Rationalität

mit Sinn. Intelligenz, so nüchtern wie kühn verstanden, ist

Rechnen – beim Gehirn ein elektrochemischer, beim Rechner

ein elektronischer Prozess. Die Frage ist also weniger „ob

Maschinen denken“, sondern „welcher Zweck in das Denken

eingebaut ist“ (Norbert Wiener). Maschinen optimieren

Zielfunktionen, Menschen verhandeln Ziele. Wo die Maschine

Mittel findet, müssen wir Gründe finden. Hier beginnt der

eigentliche Unterschied.

Was bedeutet das für unser eigenes Denken? Es gibt zwei

widersprüchliche, aber empirisch gestützte Tendenzen.

Erstens: kognitive Auslagerung. Studien zum „Google-Effekt“

zeigen, dass wir uns Fakten schlechter merken, wenn wir

wissen, dass sie jederzeit auffindbar sind. Navigationssysteme

schwächen bei übermäßiger Nutzung unser räumliches

Orientierungsvermögen. Zweitens: Neuroplastizität. Londoner

Taxifahrer, die „The Knowledge“ – ein immenses Stadtwissen

– verinnerlichten, zeigten messbare Veränderungen im

Hippocampus. Wo Anforderungen wachsen, wachsen Gehirn

und Leistung nach. Das lässt eine nüchterne Prognose zu:

Unser Gehirn verkümmert nicht automatisch, es formt sich

nach der Ökologie der Aufgaben. Wenn KI Routine entlastet,

schafft sie Raum – entweder für Bequemlichkeit oder für

höherstufiges Denken: Hypothesenbildung, Modellkritik,

interdisziplinäre Synthese. Ob wir diese Leerstelle mit flüchtiger

Zerstreuung oder mit Tiefe füllen, ist keine technische, sondern

eine Entscheidung jedes Einzelnen.

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner

Welt“, schrieb Ludwig Wittgenstein. Wenn Sprachmodelle

eloquente Werkzeuge werden, verschieben sie diese Grenze

– aber sie ersetzen nicht die Welt. Für Forschung und

Wissenschaft kann das produktiv sein: Simulationen werden

dichter, Literaturrecherche schneller, Hypothesenräume

größer. Doch umso wichtiger wird die Kunst des Fragens, das

Quellenurteil, die Fähigkeit, Evidenz zu gewichten. Herbert

Simon warnte früh: „Ein Überfluss an Information erzeugt

eine Knappheit an Aufmerksamkeit.“ Die Ressource der

Zukunft ist nicht die Datenmenge, sondern die gerichtete

Aufmerksamkeit – und der Mut, Bedeutungen zu setzen.

Gesellschaftlich rückt damit auch unser Selbstbild zurecht.

Die Vorstellung vom Menschen als singulärer Vernunftspitze

weicht dem Bild eines Ko-Agenten in kognitiven Ökosystemen

aus Menschen und Maschinen. Für Theologie und Philosophie

ist das keine Herabstufung, sondern eine Präzisierung:

Würde, Verantwortung, Sinngebung entspringen nicht der

Rechenleistung, sondern der Fähigkeit, Ziele zu reflektieren,

Normen zu begründen, Mitleid zu empfinden. Antonio

Damasio hat gezeigt, dass Emotion keine Störung der Vernunft

ist, sondern ihre Bedingung. Vielleicht ist das die eigentliche

Zukunft des Denkens: Mehr Logik dort, wo Logik stark

ist – und mehr Urteilskraft, Einfühlung, ästhetische und

moralische Imagination dort, wo nur Menschen begründen

können, warum etwas zählen soll.

Bleibt die strategische Aufgabe. Bildung muss sich lösen von

der Prüfung des Abrufs und hinbewegen zu den Disziplinen

der Orientierung: Modellbildung, Szenariotechnik, Argumentationsanalyse,

Experiment und Kritik. Unternehmen werden

KI als produktive Infrastruktur nutzen – die entscheidende Differenz

entsteht in der Qualität der Fragen, in der Klarheit der

Ziele, in Teams, die Widerspruch organisieren. Politik schließlich

wird definieren müssen, welche Entscheidungen delegiert

werden dürfen und welche – um der Legitimität willen – beim

Menschen bleiben.

Intelligenz war immer ein Mittel, kein Zweck. In der Zukunft

wird sie allgegenwärtig sein – eingebettet in Geräte, Prozesse,

Texte. Ob wir dadurch klüger handeln, hängt nicht davon ab,

wie „intelligent“ Maschinen erscheinen, sondern davon, wie

anspruchsvoll wir unseren Begriff von Denken halten: als tätige

Kunst, die rechnet, gewiss; aber vor allem als Kulturtechnik, die

deutet, abwägt, Verantwortung übernimmt. Vielleicht ist das

die reifste Form des Fortschritts: nicht mehr die Frage „Wer ist

klüger?“, sondern „Wofür nutzen wir unsere Klugheit?“


INTERVIEW

Ist Denken OUT

INTERVIEW KI-PROFESSOR

JOCHEN L. LEIDNER VON

DER HOCHSCHULE COBURG

Denkt der Mensch überhaupt noch, wenn er

doch das Rechnen, Schreiben, Analysieren mehr

und mehr Maschinen überlässt? Oder glaubt

er nur noch, fühlt, meint? Ist Denken also out?

Der KRONACHER hat sich dazu mit Jochen L.

Leidner unterhalten, Professor für erklärbare

und verantwortungsvolle Künstliche Intelligenz

an der Hochschule Coburg.

KRONACHER: Im letzten Interview zum

Thema „Neugier“ vor drei Jahren haben Sie gesagt:

„Man sollte Maschinen nicht zuschreiben, was sie

momentan nicht können und vielleicht nie können

werden. Letztlich sind Computer Metamaschinen,

grenzenlos einsetzbare Werkzeuge, die uns

dienen (sollten). Da kann ich die Menschen also

beruhigen.“ Hat sich an ihrer Meinung etwas

geändert? Oder besteht aus wissenschaftlicher

Sicht mittlerweile Grund zu Sorge, immerhin

haben führende Köpfe von Techunternehmen ja

vor Risiken gewarnt? Wird unser Denken schon

fremdgesteuert?

JOCHEN LEIDNER: Zunächst mal vielen

Dank, dass Sie diesen Satz aufgreifen –

in den Medien heute scheint ja sonst nur

Raum für kurze Gedanken, 160 Zeichen

oder weniger, und ich hatte ja auch kein

TikTok-Video dazugetanzt. Bezüglich

der echten Intelligenz oder Terminator-

Dystopien kann ich nach wie vor die

Menschen beruhigen (einige der warnenden

Köpfe möchten vielleicht gerne ihren persönlichen

Bekanntheitsgrad erhöhen), aber leider gibt es neue

Probleme, bei denen wir Wissenschaftler Alarm

schlagen müssen.

Maschinen sind nicht intelligent, aber sie können

inzwischen Antworten geben, wie einige Menschen

Sie auch nicht besser hätten geben können.

Allerdings sind die Prinzipien, wie und warum das

funktioniert, andere als die menschlicher Intelligenz.

Gegenwärtige Sprachmodelle wie Llama, ChatGPT

oder Claude haben einige substanzielle Anteile des

Internet repräsentiert, und wurden so konstruiert,

dass alles, was aus ihnen hervorkommt – ob wahr

oder falsch – gleichsam eloquent und vermeintlich

selbstbewußt herüberkommt. Kaum verwunderlich,

dass die Nutzer diese Systeme vermenschlichen, das

ist aber fatal.

Meine Frau kennt beispielsweise einen krebskranken

Mann, der seinem Arzt nur glaubt, wenn das, was er

sagt, auch mit dem übereinstimmt, was ChatGPT

sagt (sein Arzt weiß davon nichts). Es wäre gut, wenn

mehr Menschen verstünden, wie diese Systeme

funktionieren, damit sie sie nicht vermenschlichen

und über ihre tatsächlichen Fähigkeiten hinaus

Zuschreibungen machen. Ich erlebe das auch in

meinem Alltag, nämlich wenn Studierende diese

Systeme verwenden, um ihre Arbeiten schreiben zu

lassen. Das ist nicht nur ein Fall von Betrug, sondern

insbesondere von Selbstbetrug, denn, wenn ich

nicht selbst lese, nachdenke, schreibe, überarbeite,

sondern von einer Maschine oder von einem anderen

Menschen einen Text zu einem Thema erzeugen

lasse, dann lerne ich natürlich nichts dabei.

KRONACHER: Können Sie das an einem Beispiel

erläutern?

JOCHEN LEIDNER: Nehmen Sie einen Taschenrechner

(egal ob physisches Gerät oder Software, die

ihn nachbildet). Es ist ein nützliches Werkzeug für

alle, die viel rechnen müssen, weil Leichtsinnsfehler

30 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


SONDERTHEMA: INTELLIGENZ

vermieden werden. Wenn ich aber nie die vier

Grundrechenarten gelernt habe, kann ich auch nicht

überprüfen, ob die Ausgabe des Taschenrechners

stimmt. Muß ich beispielsweise 230 x 10,23

ausrechnen und der Taschenrechner gibt 235290,

dann sagt mir meine Rechenintuition, dass das

Ergebnis zu groß ist (mal zehn entspricht ja einer

Null anhängen) und außerdem sollte keine glatte

Zahl herauskommen. Das richtige Ergebnis wäre

2352,90 gewesen, und was vermutlich passiert ist,

war, dass ich beim Eingeben der zweiten Zahl das

Dezimalkomma nicht fest genug gedrückt hatte. Wer

nie von Hand gerechnet hat, hat solch eine Intuition

nicht, sondern glaubt eher blind die Ergebnisse. Und

beim Taschenrechner kommt fast immer das richtige

heraus, wenn die Eingabe stimmte, was bei den KI-

Modellen keinesfalls der Fall ist. Und wie prüfe ich

das Ergebnis, wenn mich niemand gewarnt hat?

Eine neue Gefahr ist diese: Je mehr die Menschen

ihr Denken an die Maschine delegieren, desto mehr

werden sie wieder unmündig (im Kantschen Sinne)

und steuerbar – durch Konzerne, die zumeist in

anderen Ländern sitzen; also definitiv existiert

die Gefahr des „fremdgesteuert seins“, die Sie

ansprachen, bereits heute im großen Ausmaß.

KRONACHER: Unser Sonderthema dieses Mal

heißt „Intelligenz – wie denken wir in Zukunft?“

Verändert sich vor dem Hintergrund des Werkzeugs

„Künstliche Intelligenz“ das menschliche Denken?

Verändert sich das Gehirn?

JOCHEN LEIDNER: Das kritische Denken scheint

mir durch aktiven Einsatz des Gehirns geschärft zu

werden, insofern wird es geschwächt, wenn es nicht

benötigt wird, weil sich die Leute nur passiv von

Medien berieseln lassen. Bisher wurden von Bai, Liu

und Su (2023) sechs Arten negativer Einflüsse von

KI-Sprachmodellen beschrieben:

• übermäßiges Vertrauen in und Abhängigkeit von

KI-Systemen

• beeinträchtigtes kritisches Denken

• inakkurate Information

• oberflächliche Auseinandersetzung mit Themen,

die das Langzeitgedächtnis negativ beeinflußt

• reduzierter menschlicher Umgang

• Demotivation

Jede dieser Arten wurde bzw. wird derzeit untersucht.

KRONACHER: Wenn die KI in Zukunft geistigintellektuell-kreativ-wissenschaftliche

und weitere

standardisierbare Aufgaben übernimmt, verdummen

wir dann? Oder entwickeln wir uns sogar weiter, weil

wir uns nicht mehr mit Routine aufhalten müssen?

JOCHEN LEIDNER: Beides – nicht jeder wird mit

den Systemen in gleicher Weise umgehen. Wichtig

ist nicht, die Technologie nur einseitig zu verteufeln

oder anzupreisen, sondern sich im Detail damit

vertraut zu machen. Dann gilt es, die Vorteile zu

nutzen und zugleich die Einflüsse der Nachteile zu

reduzieren.

KRONACHER: Die generelle Frage ist, hat

das klassische rationale vernunftorientierte

faktenbasierte Denken, das Abwägen von Pro und

Contra, der Diskurs, überhaupt noch einen Platz,

wenn Daten und datenbasierte Entscheidungen

nur noch Computersache sind?

JOCHEN LEIDNER: Das Denken wird immer

den Platz haben, den wir ihm als Gesellschaft

einräumen. Sie machen es ja zu Ihrer Sache – wenn

Sie es sich nicht nehmen lassen - oder eben zur

Computersache – wenn Sie es outsourcen (gleich

ob an die Maschine oder an Zeitungsblätter mit sehr

großen Titelbuchstaben). Ob Fakten im Diskurs

zählen, hängt auch von der Allgemeinbildung ab.

Wir sollten unsere Kinder so erziehen, dass Wissen

ein Wert ist, der geschätzt wird.

KRONACHER: Sie beschäftigen sich in Coburg

am Institut mit KI. Geben Sie uns doch kurz

einen Überblick Ihrer Themen derzeit zum Thema

Künstliche Intelligenz.

JOCHEN LEIDNER: Mein kleines Team und ich

befassen uns mit mehreren Themen:

• Nachrichten-Bias (wie Propaganda) automatisch

zu erkennen und die Computer-Entscheidungen

auch sprachlich zu begründen (also „Warum ist

dieser Satz keine neutrale Berichterstattung?“).

Schulklassen von Coburg bis Selb haben uns

bereits besucht, um unser System zu testen.

• Chatbots, die die Arbeit im Data-Science-Team

unterstützen, indem sie Fragen beantworten;

besonders hilfreich sind diese für Neueinsteiger,

die Fragen haben, wenn Mentoren zum

Einarbeiten gerade nicht greifbar sind.

• Methodologie: Wie setze ich KI-Projekte so um,

dass Sie auch die besten Resultate in der Zeit und

im Budget erzielen?

• Modelle, die Texte besser geografisch verstehen

können, indem Texte u.a. in ein räumliche

Repräsentation abgebildet werden.

• Modelle zur automatischen Risikoanalyse, die

zu Unternehmen, Personen und Themen die

Nachrichten überwachen und Risikoprofile

erstellen können.

• Im Unterricht widme ich mich außerdem dem

Thema KI & Ethik.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 31


Advertorial

LAUENSTEIN

Redaktion: Wolfram Hegen

Fotos: Michael von Aichberger

SCHOKOLADE

NEU GEDACHT

LAUENSTEIN CONFISERIE

SCHLÄGT NÄCHSTES KAPITEL AUF

Wer heute die Fischbachsmühle im

Ludwigsstädter Ortsteil Lauenstein

betritt, riecht sie schon, bevor er sie sieht:

frisch geröstete Kakaobohnen, die ihren

warmen, tiefen Duft verströmen. Hier, wo

seit 1965 süße Träume entstehen, hat die

Confiserie Lauenstein jetzt einen mutigen

Schritt getan. Hinter den alten Mauern, die

einst ein Berliner Konfektmacher in eine

Pralinenwerkstatt verwandelte, schlägt

seit kurzem das Herz einer neuen Ära.

„Bean to Bar – von der Bohne zur Tafel -

ist für uns mehr als eine neue Technik –

es ist eine Haltung“, sagt Geschäftsführer

Maximilian Kaub.

60 Jahre

Seit über 60 Jahren steht die Lauenstein Confiserie für

feinste Schokoladenkunst, handwerkliche Perfektion und

regionale Verwurzelung. Mit der neuen Produktionsstätte

in der geschichtsträchtigen Fischbachsmühle zeigt das

Unternehmen, dass gelebte Tradition und mutige Innovation

kein Widerspruch sind – sondern der beste Weg, die Zukunft

zu gestalten.

32 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 33


LAUENSTEIN

Ein Besuch in Peru

Die beiden Mitarbeiterinnen Ev-Marie, Süßwarentechnologin

und Mandy, Fachkraft für Süßwarentechnik bei der Lauenstein

Confiserie, haben sich kürzlich vor Ort in Peru über den

Kakaoanbau informiert. Gerade vor dem Hintergrund der

Zukunftsstrategie „Bean to bar“ sind Besuche in den Plantagen vor

Ort wichtig, um sich selbst ein Bild machen zu können.

Von der

Bohne zur Tafel

„Wir wollen zeigen, woher unsere Schokolade kommt. Wir kennen

die Bauern, wir sehen die Plantagen – und wir wissen, dass das

Geld wirklich bei den Menschen ankommt, die die Bohnen

anbauen.“ Dafür reist Kaub selbst nach Ghana oder Peru, spricht mit

Kooperativen, prüft Bedingungen vor Ort. Alle Bohnen sind biozertifiziert.

„Das war für uns der Einstieg ins Bio-Segment. Alles,

was wir hier in Fischbachsmühle für Bean to Bar verarbeiten, ist bio.“

KRONACHER: Sie beide arbeiten seit vielen Jahren mit Schokolade –

wie kam es dazu, dass Sie plötzlich auf einer Kakaoplantage in Peru

standen?

EV-MARIE: Wir wollten sehen, wo unsere Bohnen wirklich herkommen.

Bücher, Bilder oder Verträge sind das eine – aber dort zu stehen,

die Menschen zu treffen, den Boden zu riechen, das ist eine

andere Welt. Für mich war das wie das Kribbeln vor einer Premiere

im Theater: Aufregung, aber vor allem Vorfreude.

KRONACHER: Was hat Sie vor Ort am meisten beeindruckt?

MANDY: Dass wir uns frei bewegen konnten, wir konnten alles sehen

und hinterfragen. Für mich war wichtig: Es gibt dort keine Kinderarbeit.

Die Bauern arbeiten in Genossenschaften, die wiederum

mit Kooperativen zusammenarbeiten. Und es gibt echte Schulungen

– vom Bio-Dünger bis zur besseren Fermentation.

EV-MARIE: Ja, und diese Offenheit hat mich berührt. Man merkt: Es

ist ein gemeinsames Miteinander. Die Kooperativen legen Wert darauf,

dass die Bauern nachhaltig arbeiten und fair bezahlt werden.

Herkunft ist hier nicht nur ein Etikett auf einer Schokolade, sondern

gelebte Verantwortung.

KRONACHER: Sie sind beide Süßwarentechnologinnen. Was bedeutet

so ein Besuch für Ihre Arbeit?

EV-MARIE: Für mich war es, als ob sich ein Kreis schließt. Ich habe

die Lehre vor 20 Jahren gemacht – und jetzt stehe ich auf dem Feld,

sehe die Bohnen, die wir später verarbeiten. Das gibt eine ganz

neue Wertschätzung.

MANDY: Genau. Man sieht die Bedingungen, die Menschen, die

Mühe dahinter. Und wenn ich heute eine Bohne in der Hand habe,

sehe ich nicht nur ein Rohprodukt, sondern auch die Gesichter und

Geschichten, die dahinterstehen.

KRONACHER: Und ganz persönlich – was nehmen Sie aus Peru mit?

MANDY: Dass unsere Arbeit hier in Lauenstein sehr eng mit Menschen

am anderen Ende der Welt verbunden ist. Dieses Bewusstsein

macht stolz – und demütig zugleich.

EV-MARIE: Für mich ist es das Gefühl, Teil einer größeren Geschichte

zu sein. Wenn jemand eine Tafel Schokolade kauft, steckt darin

nicht nur Handarbeit aus dem Frankenwald, sondern

auch das Leben einer Bohne aus dem Amazonas.

Gläserne

Manufaktur

Und dafür gibt es auch eine neue Gläserne Manufaktur, Schaufenster

für Gäste und Labor zugleich. Besucher können verfolgen, wie Bohnen

verlesen, geröstet, conchiert und schließlich in glänzende Tafeln

gegossen werden. „Es ist unfassbar viel Handarbeit – jede Bohne wird

von Hand kontrolliert. Aber das Ergebnis ist eine Schokolade, die

man sehen, riechen und schmecken kann“, schwärmt Kaub.

34 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


SCHOKOLADE NEU GEDACHT

NEUE

SORTEN

Zum Auftakt hat Lauenstein fünf Bean-to-Bar-Sorten entwickelt. Bis

Januar sollen es insgesamt zwölf werden - Vielfalt für jeden Geschmack:

Es gibt fruchtige Kreationen genauso wie milde Eleganz und sogar

eine vegane Variante - jede der Sorten erzählt eine eigene Geschichte.

Für eine Schokolode hat Lauenstein sogar eine komplette Ernte einer

Sorte Kakaobohnen aus Peru aufgekauft. Exklusiver und reiner geht es

nicht. „Wenn sie weg ist, ist sie weg – das macht diese Bohnen und die

Schokolade so besonders“, sagt Kaub.

BEAN-TO-BAR

In echter Handarbeit entstehen eigene Schokoladen in Bioqualität

– hergestellt aus den besten Kakaobohnen der Welt. Mit dem

neuen Bean-to-Bar-Konzept geht die Lauenstein Confiserie einen

bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft: Die Schokolade wird

künftig von der Bohne bis zur Tafel im eigenen Haus produziert –

nachhaltig, nachvollziehbar und mit modernster Technik, jedoch

stets im Sinne der traditionellen Confiserie-Kunst.

Bio

ist die

Zukunft

Die Philosophie ist klar: Kakao von allen Kontinenten rund um den

Äquator, fair und direkt gehandelt, geschmacklich vielfältig. „Für

die jüngeren Zielgruppen wird Nachhaltigkeit immer wichtiger. Sie

wollen wissen: Wo kommt mein Produkt her, wie wird es erzeugt?

Genau darauf geben wir eine Antwort“, erklärt Kaub.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 35


LAUENSTEIN

www.kreolade.de

KREOLADE

Lieblingskreationen lassen sich künftig online ganz individuell

gestalten – veredelt mit vielfältigen, kreativen Toppings, gefertigt in

liebevoller Handarbeit und so transparent wie nie zuvor. Wer wollte

nicht schon immer einmal seine eigene Schokolade gestalten?

Mit bunten Einhörnern, quietschgelben Entchen mit Glitzerdetails,

süßen Dinos oder auch leckeren Früchten, gerösteten Mandeln und

vielem mehr – bei der Lauenstein Confiserie wird dieser Traum wahr.

Bekenntnis

zur Heimat

Dass all dies ausgerechnet in der Fischbachsmühle stattfindet, ist

kein Zufall. Für die Lauenstein Confiserie ist der Standort mehr

als eine Adresse – er ist Ursprung und Versprechen. „Das hier ist

die Keimzelle unseres Unternehmens. Und wir wollen, dass es die

Keimzelle unseres zukünftigen Wachstums bleibt“, so Kaub.

Rund 1,5 Millionen Euro hat das Unternehmen in die Sanierung

gesteckt: neue Heizung, neue Lüftung, neue Verkabelung, neue

Produktionsräume. Das alte Mauerwerk wurde trockengelegt,

der Charakter bewahrt. Herausgekommen ist ein Ensemble, das

Tradition spüren lässt und gleichzeitig touristisch strahlt: mit Café,

Werksverkauf, der längsten Pralinentheke Oberfrankens und dem

legendären Schokoladenbrunnen.

„Wir wollten nicht einfach sanieren, sondern etwas schaffen, das

die ganze Region stärkt“, erklärt Kaub. Neue Arbeitsplätze sind

entstanden, fünf allein in der Produktion. Und das Projekt zieht:

„Es ist ein wahnsinnig spannendes Thema. Das spricht auch junge

Menschen an, die Teil einer solchen Geschichte sein wollen.“

Süße

Einzelstücke

Doch Innovation bedeutet nicht nur, die Bohne ernst zu nehmen.

Mit der „Kreolade“ hat Lauenstein eine ganz neue Produktidee

entwickelt: Schokolade zum Individualisieren. Über einen Online-

Konfigurator lassen sich Tafeln nach Wunsch gestalten – von

getrockneten Erdbeeren mit Chili bis hin zu dekorativen Einhörnern

oder Eulen. Jede Tafel wird in Handarbeit bestreut, verziert und

verschickt. „Das Thema Individualisierung ist riesig. Wir schaffen

Unikate – kleine Kunstwerke aus Schokolade, die es so nur einmal

gibt“, sagt Kaub. Die Kreolade ist vor allem für ein jüngeres Publikum

gedacht, das Schokolade nicht nur als Genussmittel, sondern als

Ausdruck von Persönlichkeit begreift. Auch hier gilt: handwerklich,

transparent, nachhaltig.

36 COBURGER | DAS MAGAZIN


SCHOKOLADE NEU GEDACHT

Mutig

in die

Zukunft

Dass eine Confiserie in einer ländlichen Mühle im Frankenwald so

konsequent auf Innovation setzt, ist keineswegs selbstverständlich.

Der Kakaomarkt ist von massiven Preisschwankungen geprägt, die

Branche gilt als eher konservativ. „Es gehört unternehmerischer

Mut dazu, in solchen Zeiten so viel zu investieren. Aber wenn man

zukunftsfähig bleiben will, muss man diesen Mut haben“, sagt Kaub.

Auch wenn Bean-to-Bar noch ein Nischenmarkt ist – Lauenstein

öffnet ihn Schritt für Schritt für neue Zielgruppen. „Unsere Kunden

sind heute sehr bewusst. Sie wollen weniger Zucker, mehr Kakao,

mehr Herkunft. Genau das bieten wir.“

FISCHBACHSMÜHLE

1964 verliebt sich ein angesehener Berliner Konditor in die

Müllerstochter der alterwürdigen Fischbachsmühle und

kommt in den Frankenwald, um mit Liebe Pralinen zu kreieren.

Im ehemaligen Mühlen- und Silogebäude der Fischbachsmühle

werden Pralinen in Handarbeit gefertigt. 1965 erfolgt die

Gewerbeanmeldung einer Pralinenfabrikation. Zur Lauenstein

Confiserie wird das Unternehmen 1989.

Seither sind die Pralinen aus dem Frankenwald zum Inbegriff

für höchste Pralinenkultur in bester Manufakturqualität

geworden. Im Jahr 2007 zieht die Hauptproduktion in die

Manufaktur nach Teuschnitz. Die Fischbachsmühle wird 2008

nach aufwendigen Renovierungs- und Restaurationsarbeiten

zu einem einzigartigen Genuss- und Ausflugsziel.

Mit der neuen Manufaktur zum 60. Firmenjubiläum in diesem

Jahr präsentiert sich die Fischbachsmühle als Ort, an dem

Schokoladenträume wahr werden – ein Platz, der Tradition

und Innovation verbindet und Besucherinnen und Besucher

einlädt, Schokolade mit allen Sinnen zu entdecken. Vor allem

auch in der völlig neu gestalteten Gläsernen Manufaktur, die

Besuchern Einblicke in die Schokoladenproduktion ermöglicht.

Ergänzt wird dieses Erlebnis durch den Werksverkauf

und das Café, die das Ensemble vervollständigen und die

Fischbachsmühle zu einem beliebten Ausflugsziel machen:

Hier locken die längste Pralinentheke Oberfrankens, der

legendäre Schokoladenbrunnen, zahlreiche Geschenkideen

mit und ohne Schokolade und hausgemachte fränkische

Kuchenspezialitäten.

Gäste aus

Nah und Fern

So ist aus einer historischen Getreidemühle im Frankenwald

ein Ort geworden, der den Blick nach vorne richtet. Ein Ort, an

dem Handwerk und Innovation, Nachhaltigkeit und Regionalität

zusammenfinden. Ein Ort, der über die Region hinaus Menschen

anzieht, die sehen, schmecken und verstehen wollen, was Schokolade

heute sein kann.

Oder, wie es Maximilian Kaub auf den Punkt bringt: „Wir haben die

Fischbachsmühle nicht nur renoviert. Wir haben ihr eine neue Seele

gegeben – und die schmeckt nach Schokolade.“

Confiserie Burg

Lauenstein GmbH

Fischbachsmühle 2

96337 Ludwigsstadt

Tel. 09263/945480

Werksverkauf & Café

Montag - Freitag: 9 - 18 Uhr

Samstag: 10 - 17 Uhr

Sonntag/Feiertag: 11-17 Uhr geöffnet

Gläserne Manufaktur

Ab Oktober 2025 ist die

Gläserne Manufaktur

regelmäßig für Besucher

zugänglich. Es gibt auch

zahlreiche Mitmachaktionen.

Mehr Informationen unter

www.lauensteiner.de

KRONACHER | DAS MAGAZIN 37


Milchwerke Oberfranken West eG

Sulzdorfer Str. 7

96484 Meeder

Telefon: 09566 929-0

www.milchwerke-oberfranken.com


DER KÄSE MACHT'S

Advertorial

Von Tim Birkner

Wertschöpfung und Wertschätzung

haben die Genossenschaft mit ihrem

Hauptwerk in Wiesenfeld groß gemacht.

Nun nehmen die Milchwerke Oberfranken

West eine vollautomatisierte Weichkäserei

in Betrieb, um noch besser auf dem Markt

positioniert zu sein.

Ludwig Weiß steigt eine Treppe hinauf auf ein Podest. Von hier ist die

neue Anlage für Weichkäse gut zu überblicken – zumindest so gut, wie

das bei einem so komplexen Produkt wie Käse überhaupt möglich ist.

Seit 27 Jahren steht Weiß bei der Genossenschaft ganz oben. Er ist

Kopf, Herz und Motor. „Ich habe nur für den Käse gelebt“, sagt er und

strahlt. Auf einer Seite fahren Kunststoff-Loren im Kreis. Jede fasst 650

Liter Milch. Automatische Rechen trennen Käsebruch und Molke. Auf

der anderen wird der Bruch in Formen gegossen, bevor sie für ein paar

Stunden in Klimaschränken verschwinden.

„Milch ist ein teurer Rohstoff, da brauchen wir Spitzenpersonal. Wenn

ich gute Leute haben will, muss ich sie gut bezahlen.“ Das ist für Weiß

die Basis. Die Milchwerke Oberfranken West zahlen nach Tarif, jedes

Jahr gibt es die vereinbarten Steigerungen. Und die Genossenschaft

zahlt ihren Lieferanten, die Genossen sind, einen guten Preis für ihre

Milch. Das sind derzeit fast 700 Betriebe, meist bäuerliche Familien, die

ihre Höfe in Franken, Thüringen und Hessen haben. Der größte Betrieb

liefert jeden Tag 40.000 Liter Milch, der kleinste hat eine Hand voll

Bio-Kühe. In den Milchwerken in Wiesenfeld kommt die Milch zusammen,

Tankzug für Tankzug an vier Entladeplätzen. 500 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter produzieren hier rund um die Uhr an sieben Tagen in

der Woche Käse. „Wir wollen möglichst viel Wertschöpfung bei uns im

Haus halten“, sagt Weiß. Das bedeutet ein großes Sortiment mit Spezialitäten,

die dann auch in ganz Europa verkauft werden.

KRONACHER | DAS MAGAZIN 39


Bald werden die Milchwerke 100 Jahre alt. Weiß hat sie ein Drittel

dieser Zeit begleitet und geleitet. „Ich habe Milchtechnologe gelernt

und nicht Verkäufer“, sagt er. Doch genau darum ging es in den 100

Jahren immer. Wer den Genossen und Mitarbeitern gutes Geld zahlen

will, muss auch gut verkaufen. Eine Feuerprobe für den jungen Ludwig

Weiß. „Auf einer Messe habe ich einen ganzen Zug Cheddar nach

England verkauft – da dachte ich: Ich kann doch ganz gut verkaufen.“

Cheddar ist heute der meistverkaufte Käse der Welt. Fast überall

ist das so – nur nicht in Deutschland. In Wiesenfeld gehört er

so selbstverständlich dazu wie geriebener Gouda, Emmentaler,

die Coburger Rolle oder panierte Mozzarella-Sticks. Das sind die

heutigen Trends: fertige Produkte wie Back-Camembert, Mozzarella-Sticks,

Grillkäse. „Das brummt zur Zeit“, sagt Weiß. Der

heutige Verbraucher möchte weichen, durchgereiften Käse. Die

neue Weichkäserei wird gerade noch in Betrieb genommen. 50

Millionen Euro hat die Genossenschaft hier investiert. „Wir müssen

besser und innovativer als der Wettbewerb sein“, sagt Weiß.

Dafür tüfteln noch Techniker und Programmierer an der einen oder

anderen Stelle – denn später soll hier alles automatisch ablaufen.

„Der Mensch ist der Risikofaktor in der Käseproduktion“, sagt Weiß

und meint die Hygiene und den Umgang mit dem Lebensmittel.

Ob Blauschimmel oder der weiße Flaum auf einem Brie,

Pilze brauchen ihr bestimmtes Klima und wollen

nicht durch andere Sporen, die in der Luft umherschwirren,

gestört werden. So sind alle

Lager- und Reiferäume mit

Überdruck. Die gereinigte

und temperierte Luft

wird in die Räume geblasen. Die Luft kann hinaus, von außen

kommt aber keine rein. Es geht immer um die richtige Balance.

Die Milchwerke haben diese Balance auch in der Wendezeit geschafft.

Weiß war damals noch Assistent des Direktors. „Wir haben

den thüringer Bauern sofort den gleichen Preis für die Milch wie den

fränkischen gezahlt.“ Das war eine Entscheidung, die sich auszahlte,

denn die Thüringer kamen in Scharen, die Milchwerke konnten

weiter wachsen. „Ich habe damals gemerkt: Thüringen und Franken,

das passt einfach zusammen“, erinnert sich Weiß. So wird auch aus

thüringer Milch eine Coburger Rolle oder der Frankendammer, die

in vielen Kühlregalen von Edeka, Lidl oder Aldi verkauft werden.

Erfunden hat den Frankendammer der Zufall. In dem Prozess mit

unendlich vielen Stellschrauben lief etwas nicht ganz so wie geplant.

„Der Käse sah aus wie ein Schwamm mit vielen kleinen Löchern“,

erinnert sich Weiß. Zuerst hat

er sich geärgert – dann

probiert. „Süßlich mit viel

Geschmack – das

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


DER KÄSE MACHT'S

könnte etwas

werden.“

Als Geheimtipp

aus dem

Versuchslabor hat er

ihn mit auf

seine Verkaufstour genom-

men. Und

auch hier hatte er Erfolg. Doch die

ersten Kunden

wollten den Käse nur geschnitten. Vorher gab es keine Scheiben

aus Wiesenfeld. „Gleich auf der Heimfahrt habe ich aus dem Auto

heraus telefoniert und überlegt wie wir das machen können.“

Wie immer musste alles im laufenden Betrieb passieren, denn

die Kühe geben immer Milch. Mit der vollautomatischen Käserei

möchte Weiß erstmals auch einen Schritt zurück gehen. „Mein

Ziel ist die Sechs-Tage-Woche, wenn hier alles läuft“, sagt er.

Milchwerke Oberfranken West eG

Die Milchwerke Oberfranken West gibt es seit 1927. Rund 500 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter produzieren pro Jahr 65.000 Tonnen

Käse und erwirtschaften damit einen Umsatz von 470 Millionen

Euro. Dafür sind jeden Tag 1,7 Millionen Liter Milch notwendig, die

zur Hälfte aus Franken kommt. 30 Prozent der Milch kommen aus

Thüringen, weitere 20 Prozent aus Hessen. Die weithin sichtbaren

Milchwerke in Wiesenfeld entstanden 1993 auf der grünen Wiese.

Die Genossenschaft mit Standorten in Sonneberg, Hildburghausen,

Schleusingen, Coburg und Bad Staffelstein hat sich somit auf einen

Ort konzentriert. Seit 2004 gibt es mit „Silberdistel“ noch einen

Standort in Lendershausen. Für die neue, vollautomatisierte Weichkäserei

investierte die Genossenschaft rund 50 Millionen Euro.

Ausbildung

Starte auch du

deine Ausbildung zum

milchwirtschaftlichen Laborant

(m/w/d)

und zum

Milchtechnologen (m/w/d)

Eine Ausbildung mit der

auch Ludwig Weiß seine

Karriere begann.

Käseladen

Coburger

Direkt neben dem

Milchwerken in Wiesenfeld ist

der Coburger Käseladen.

Er hat Montag bis Freitag

von 8 bis 17 Uhr geöffnet.

Hier gibt es Käse direkt aus

der Produktion.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 41


FISCHSOMMELIÈRE


POWERFOOD FISCH

Advertorial

CO 2 einfach

nochmal nutzen

In Schwarzenfeld entsteht lebensmittelechtes

CO 2 . Rießner-Gase baute dafür Tanks und

Verladestation und vermarktet das recycelte

Klimagas. So können beispielsweise Lebensmittel

nachhaltig gekühlt verschickt werden.


CO 2 EINFACH NOCHMAL NUTZEN

CO 2 ist das bekannteste Klimagas. Es trägt zur

Erwärmung der Atmosphäre bei – es entsteht

beim Verbrennen von fossilen Energieträgern,

aber es wird zu den verschiedensten Zwecken

auch als Gas benötigt. Im Produktionsprozess von

Spritzgussteilen oder Trockeneis, um nur einige

Beispiele zu nennen. Wie wäre es, wenn das CO 2,

das normalerweise einfach in die Luft gelangt,

wenigstens ein zweites Mal benutzt werden könnte?

Die Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld und

Rießner-Gase zeigen, wie das gelingen kann.

Ein Tor außerhalb von Schwarzenfeld fährt auf, ein

LKW mit einem Anhänger von Rießner-Gase rollt auf

das Gelände. Hier liegen die kommunale Kläranlage,

die Kläranlage der Molkerei und die BG Bio-Energie

nebeneinander. Stephan Bruckner-Knab zeigt auf

die Tanks der Molkerei, die in der Ferne zu sehen ist.

„Wir trennen innerhalb des Betriebs konsequent das

Abwasser. Alles aus der Produktion kommt in unsere

eigene Kläranlage.“ Die Abwässer aus Duschräumen

oder Toiletten gehen in das kommunale Netz und in

die kommunale Kläranlage.

Die Abwässer aus der Produktion von Grünländer-

Käse und „allen Milchprodukten bei Lidl“ sind der

Beginn eines Kreislaufes. Der Klärschlamm ist hier

durch seine Herkunft klar definierte Biomasse. „Wir

wissen genau was drin ist und können unsere Anlage

daher genau darauf abstimmen“, sagt Bruckner-

Knab. Die Biomasse wird auf das Gelände der BG

Bioenergie gepumpt und in vier großen Tanks mit

Kuppeldach vergoren. Die Mikroorganismen zerlegen

sie unter anderem in Methan, CO 2 und einen festen

Restbestandteil. In den üblichen Biogas-Anlagen

treibt das Methan ein Blockheizkraftwerk an, das

CO 2 wird in die Luft geblasen. In Schwarzenfeld geht

die Aufbereitung weiter. Das Methan wird soweit

gereinigt und konzentriert, dass es in das Gasnetz des

Bayernwerks eingespeist werden kann.

Stephan Bruckner-Knab erklärt die Anlage in Schwarzenfeld, in der unter anderem lebensmittelechtes CO 2 entsteht.


RIESSNER-GASE

Advertorial

Von Tim Birkner

Foto: Easy2cool

Das Kohlendioxid wird bei minus 30 Grad flüssig gespeichert.

Aus dem CO 2 wird Trockeneis, das Easy2cool dann für

den Versand von Kühlprodukten verwendet.

Auch das Kohlendioxid bleibt in der Anlage und wird aufwändig

und besonders gründlich gereinigt, damit es sämtliche

Anforderungen und Spezifikationen an Lebensmittel-CO 2

erfüllt. Schließlich wird es abgekühlt und mit minus 30 Grad

flüssig in vier große Tanks gepumpt.

Von diesen Tanks aus beginnt es seinen zweiten Einsatz. Die

Firma Rießner-Gase hat die Tanks, das dazugehörige Analyse-

Labor sowie die vollautomatische Tankstelle geplant und

gebaut. Sie ist der exklusive Partner in der Vermarktung des

CO 2. Der Lastzug rollt an die Ladestation. Nachdem er sich mit

seinen Fahrer-, Fahrzeug- und Behälterkarten freigeschaltet

hat, wird der Lastzug beladen. „Das Verladeportal soll

möglichst mannlos funktionieren“, sagt Joen Rießner von

Rießner-Gase. Damit soll die Tankstelle für CO 2 rund um die

Uhr flexibel sein. Zwei bis drei Ladungen verlassen täglich

die Anlage. Ein Großteil wird dann im Lichtenfelser Werk

zu Trockeneis verarbeitet und wird wird an Easy2cool in

Redwitz geliefert.

Pro Stunde kommt mehr als eine Tonne CO 2 in den Lagertanks

in Schwarzenfeld an. Sie fassen jeweils 100 Tonnen. Sobald ein

Tank voll ist, wird er verschlossen und zunächst analysiert.

„Erst wenn das Labor bei Bechtel die Reinheit bestätigt,

wird er zur Verladung freigegeben“, so Rießner. Er sieht aus

Lichtenfels die Füllstände und Erfüllung aller Kriterien für die

Freigabe als Lebensmittel CO 2. Sobald ein Tank freigegeben

ist, kann die Abholung im System hinterlegt werden, die die

Fahrer dann mit ihrer Identifikation vor Ort freischalten.

„Der Prozess ist von der Füllung der Tanks über die Abholung

bis zur Zertifizierung und Rechnungslegung digitalisiert.“ Die

Programmierung entstand in der IT-Abteilung von Rießner-

Gase und wird auch an der Verladestelle für Wasserstoff in

Wunsiedel genutzt.

„Wir sind immer auf der Suche nach eigenen, möglichst

regionalen, Quellen für unsere Gase, um so Versorgungssicherheit

für unsere Kunden zu garantieren. Nach CO 2 aus

Schwarzenfeld und Wasserstoff aus Wunsiedel fehlt uns als

nächstes eigentlich nur noch eine Luftzerlegungsanlage“,

sagt Joen Rießner. Der Wasserstoff kommt inzwischen aus

Wunsiedel, das CO 2 aus Schwarzenfeld. „Wir setzen damit

komplett auf nachhaltiges, biogenes CO 2 – also Kohlendioxid,

das bereits in der Luft war und wir recyclen es.“ Anlagenbau,

Analyse und Programmierung lagen in der Verantwortung

des Lichtenfelser Unternehmens. „Das Projekt ist lösungsorientiert

und spannend – es gibt noch nicht so viele Anlagen,

die das können“, sagt Rießner. So waren sowohl die Ingenieure

als auch Monteure, Bioanalytiker und Programmierer für

die CO 2-Anlage in Schwarzenfeld im Einsatz. „Für unsere

zukünftigen Projekte suchen wir daher immer fähige und

motivierte Leute aus diesen Bereichen und freuen uns

natürlich auch über Initiativbewerbungen. Besonders freut es

uns natürlich, wenn das CO 2 nicht nur nachhaltig hergestellt

werden kann, sondern dieser Ansatz auch bei unseren Kunden

konsequent weiter gedacht wird. Ein Paradebeispiel ist hierbei

die heimische Firma easy2cool. Dort werden mit unserem

Trockeneis, hergestellt aus biogenem CO 2, Kühltaschen aus

recycletem Material befüllt. Mit diesen wird dann tiefgekühlte

Ware direkt an den Endkunden versendet ohne die Kühlkette

zu unterbrechen.“

Rießner-Gase GmbH

Rudolf-Diesel-Straße 5 | 96215 Lichtenfels

Tel.: +49 9571 765-0 | E-Mailgase@riessner.de

www.riessner.de

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025

KRONACHER | DAS MAGAZIN 45


FWO

WASSER

FÜR ALLE UND

JEDERZEIT

Die Fernwasserversorgung Oberfranken gehört acht

Landkreisen und sieben Städten. Der Zweckverband

steht für die sichere Versorgung der Kommunen mit

sauberem Trinkwasser.

Hahn auf, das Wasser läuft. So kennt das jeder: Wasser ist verfügbar

in jeder Menge und bester Qualität. Jeder Schluck aus der

Leitung ist bedenkenlos trinkbar. Doch wer steckt dahinter?

Die Städte und Gemeinden sind dafür verantwortlich, dass die Haushalte

Wasser bekommen. Die Landkreise können die Wasserversorgung

in die Hand nehmen, wenn es sich um größere Versorgungsstrukturen

handelt. Überall gibt es dann die Möglichkeit, eine eigene

Quelle zu nutzen, einen eigenen Brunnen zu bohren – oder sich mit

anderen zu vernetzen und das Wasser zu kaufen.

„In den allermeisten Fällen handelt es sich um Mischformen, also beispielsweise

ein eigener Brunnen und der Austausch mit Nachbarn“,

weiß Markus Rauh. Er ist Verbandsdirektor der Fernwasserversorgung

Oberfranken (FWO). Um die Pflichtaufgabe Wasserversorgung

erfüllen zu können, haben sich vor mehr als 50 Jahren die Landkreise

und Städte in Oberfranken für einen gemeinsamen Zweckverband

entschieden, die FWO.

Überall dort, wo Kommunen alleine nicht mehr weiter kommen, können

sie sich vernetzen. Sie nutzen dann die eigenen Quellen und kaufen

das fehlende Wasser bei Nachbargemeinden oder der FWO. Sie ist

komplett in öffentlicher Hand. Sie gehört acht Landkreisen und sieben

Städten. „Das ist festgelegt. Die FWO ist unverkäuflich – und auch

kein anderer kann irgendwelche Anteile erwerben“, erklärt Rauh.

Die Anteilseigner treffen in der Verbandsversammlung die strategischen

Entscheidungen. Hier sitzen kraft ihres Amtes die beteiligten

Landräte und Oberbürgermeister zusammen. Pro 1000 Einwohner

bekommt jeder eine Stimme.

Sie entscheiden über Fernwasserleitungen, Hochbehälter, Pumpwerke

oder Trinkwasseraufbereitungen. Damit versorgt die FWO Stadtoder

Gemeindewerke, die das Wasser dann über ihr eigenes Netz in

die Haushalte bringen. 70 kommunale Vertragspartner bekommen so

ihr Wasser von der FWO. So fließt bei rund einer halben Million Menschen

in Ober-, Unter- und Mittelfranken und vielen Unternehmen

Wasser aus dem Hahn, das von der FWO aufbereitet und transportiert

wurde. Auch im benachbarten Thüringen bekommt neuerdings das

Lobensteiner Oberland Wasser von der FWO.

Der größte Wasserlieferant ist die Talsperre Mauthaus im Ködeltal.

13 Millionen Kubikmeter pro Jahr trägt sie zur Versorgung bei. „Um

den Wasserbedarf Oberfrankens zuverlässig decken zu können,

greift die FWO auch auf andere Versorger zurück. Der Zweckverband

Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) im Nürnberger

Raum und die Stadtwerke Kulmbach liefern jährlich bis zu fünf

Millionen Kubikmeter Wasser“, sagt Rauh.

In Städten wie Teuschnitz übernimmt die FWO außerdem die Aufgaben

des örtlichen Netzunterhalts. „Das ist eine technische Dienstleistung,

weil immer mehr Städte und Gemeinden die hohen Anforderungen

an das Trinkwasser nicht mehr mit eigenem Personal erfüllen

können“, erklärt Rauh. Der Zweckverband der Landkreise und Städte

hilft also auch hier seinen Mitgliedern und deren Kommunen.

Für die zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser schaut die FWO

auf die Region und in die Zukunft. Die oberfränkische Region ist ein

Wassermangelgebiet mit ungünstigen hydrogeologischen Verhältnissen.

Mitte der 1960er-Jahre traten in Oberfranken erhebliche Versorgungsprobleme

mit Trinkwasser auf. Die einzelnen Gemeinden sahen

sich überfordert, diese Wassernot jeweils im Alleingang zu bewältigen.

Nur kommunale Zusammenarbeit versprach eine sinnvolle und

dauerhafte Lösung der Trinkwasserversorgung. Zu dieser Situation

kommen heute die Auswirkungen des Klimawandels. „Wir bekommen

immer heißere Sommer, in denen immer mehr Wasser gebraucht

wird – also in einer Jahreszeit, in der Quellen und Brunnen unter

Stress stehen und eher weniger Wasser schütten“, so Rauh. Mit dem

gemeinsamen Verbund werden diese Lücken und Risiken geschlossen.

„Das ist die Herausforderung und Verantwortung, der sich die

Landkreise und Städte mit unserem Zweckverband stellen.“

46 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum

WASSER FÜR ALLE UND JEDERZEIT

Advertorial

Von Tim Birkner

Infografik: Thea Kröger

Talsperre Mauthaus im Ködeltal

Stadtwerke Kulmbach

STÄDTE UND

LANDKREISE

STÄDTE:

Bamberg, Bayreuth, Coburg,

Hof, Kulmbach, Neustadt bei

Coburg und Selb.

LANDKREISE:

Bamberg, Bayreuth, Coburg,

Haßberge, Hof, Kronach,

Kulmbach und Lichtenfels.

Gut versorgt

durch die FWO

Wir versorgen Oberfranken

zuverlässig mit Trinkwasser.

FWO Fernwasserversorgung

Oberfranken

Ruppen 30

96317 Kronach

Telefon: 0 92 61 / 507-0

E-Mail: office@fwokronach.de

500.000 MENSCHEN

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 47


WIE SOLL UNSER

Frankenwald


DER ZUKUNFT AUSSEHEN?

Im Projekt ZukunftHolz werden neue Rezepte

entwickelt, mit denen der Frankenwald fit gemacht

werden soll. Dabei fließen sowohl wirtschaftliche

als auch ökologische und soziale Überlegungen mit

ein. Der Wald betrifft alle – und alle dürfen bei der

Rezeptur mitreden.

Im Projekt ZukunftHolz werden neue Wege

beschritten, mit denen der Frankenwald für die

Zukunft aufgestellt werden soll. Dabei fließen

sowohl wirtschaftliche als auch ökologische und

soziale Überlegungen mit ein. Unser Wald betrifft

uns alle – und alle können an der Gestaltung

teilnehmen und teilhaben.


Advertorial

WIE SOLL UNSER FRANKENWALD DER ZUKUNFT AUSSEHEN?

Von Tim Birkner

„Wir brauchen für

unseren Frankenwald eine

neue Idee, einen neuen

Ansatz nach der Katastrophe.

Unser Wald soll uns auch in

Zukunft mit all seinen Funktionen

zur Verfügung stehen und uns

auch Arbeitskräfte sichern“,

sagt der Kronacher Landrat Klaus Löffler.

Der Frankenwald ist im Stress. Über Jahrhunderte

entwickelte er sich zu einer Monokultur mit

Fichten. Zunehmende Trockenheit macht die

Bäume anfällig für den Borkenkäfer. Die Folgen des

Käfergeschehens sind für uns alle als Kahlflächen

sichtbar. Viele Waldbesitzer haben einen Teil ihres

Waldes dadurch verloren. Manch einer auch alles.

Hier setzt das Projekt ZukunftHolz an. Der

Landkreis Kronach konnte mit dem teilweise

dramatischen Zustand des Frankenwaldes eine

von 17 Modellregionen in Deutschland werden.

Mit Hilfe des Projektes können weitere Lösungen

gefunden werden, die sowohl Waldbesitzern als

auch der lokalen Wirtschaft helfen können, sich für

die Zukunft aufzustellen. Da sind die Waldbesitzer

und Forstverwaltungen, die Holzunternehmer und

all diejenigen, die den Frankenwald zur Erholung

nutzen. All diese Interessen hat Tobias Paul im Blick.

Er ist der Projektmanager: „Das Ziel des Projektes

ist es, den Waldumbau von Nadelwald zu einem

gesunden und stabilen Laubmischwald zu begleiten.

Wir wollen dabei helfen, den Frankenwald neu

aufzustellen.“

Sein Horizont geht noch weiter. „Ich möchte auch,

dass wir das Holz aus dem Frankenwald in Zukunft

noch stärker hier vor Ort verwenden. Das würde

die Wertschöpfung in der Region enorm stärken“,

sagt Paul. Er denkt dabei an die Bauwirtschaft.

Hier könnte künftig noch mehr Holz aus dem

Frankenwald direkt in den Städten, Märkten

und Gemeinden verwendet werden. Andere

Holzregionen wie Tirol gehen seit langem

selbstbewusster mit ihrem Holz um. „Holz

ist ein unglaublich vielfältiger Rohstoff mit

viel Potential für Zukunftstechnologien“,

betont Paul. Er möchte wissenschaftliche

Erkenntnisse, neue Technologien und

kreative Ansätze zusammenbringen.

Den Weg dorthin zu finden, ist Pauls Aufgabe.

Die Karte dafür entwirft er zusammen mit den

Beteiligten. Im Projekt gibt es vier Blickwinkel.

Dabei geht es um die effiziente Waldbewirtschaftung,

um eine nachhaltige Forstwirtschaft, die regionale

Holznutzung und die Aus- und Weiterbildung.

Innerhalb dieser Bereiche gibt es Arbeitsgruppen,

für die aktiv Teilnehmer gesucht werden, und es gibt

Workshops.

„Sie sehen, welche

vielfältigen Funkt ionen

der Wald in unserer Wirtschaft

und Gesellschaft hat. Unser

Wald betrifft uns tiefgehend,

ob beim Hochwasserschutz,

dem Lärmschutz, der Biodiversität,

der Erholung oder seiner Nutzung.

Wir sind von ihm abhängig“,

sagt Paul.

Sowohl in den Arbeitsgruppen als auch in den

Workshops können Beteiligte und Interessierte

überlegen, wie die Wege aussehen könnten, und

die Blickwinkel anderer Waldnutzer kennen- und

verstehen lernen. „Das gegenseitige Verständnis

und die Zusammenarbeit sind der Schlüssel dafür,

dass wir gute und nachhaltige Lösungen für alle

entwickeln können. Wir brauchen alle Ideen,

neue wissenschaftliche Erkenntnisse und die

Erfahrungen aus der Praxis. Daraus gestalten wir die

Zukunft für unseren Frankenwald und für uns alle“,

sagt Landrat Löffler.

50 KRONACHER | DAS MAGAZIN


ZUKUNFT HOLZ

Tobias Paul erklärt, wie das gehen kann: „Wir

strukturieren das Vorgehen und laden alle ein,

dabei zu sein und mitzudenken.“ Konkret teilt er

jeden einzelnen Blickwinkel in vier Schritte auf. Wo

stehen wir aktuell? Was sind die derzeitigen Vorund

Nachteile? Wie könnte es in Zukunft aussehen?

Was braucht es dafür? „Jeder trägt mit seinem

Wissen dazu bei, dass die Lösung besser wird“, sagt

Paul nach dem ersten Workshop.

ZukunftHolz ist ein Projekt, das in der ersten Phase

Lösungsmöglichkeiten sucht und konkrete Projekte

entwickelt. „Für die Umsetzung müssen wir uns

dann als Modellregion erneut bewerben“, sagt Paul.

Landrat Löffler ist sich sicher, dass die Ideen, die

jetzt schon auf dem Tisch liegen, ein gutes Signal

sind.

Wir sind kreativ und innovativ.

Dies zeigt mir der erste Workshop

und er stimmt mich optimistisch,

dass es dann auch in die

Umsetzung gehen kann“,

so Löffler.

Für den Frankenwald und seine Zukunft sieht

natürlich auch Paul gute Chancen: „Der Wald ist

in der DNA der Region stark verankert. Alle leben

mit dem Wald, nicht ohne ihn.“ „Der Wald ist

Teil unserer Zukunft. Und dies müssen und

werden wir selbst und gemeinsam in

die Hand nehmen“, ist Landrat Klaus

Löffler überzeugt.

Die Projektpartner von ZukunftHolz

Landkreis Kronach

Innovationszentrum Region Kronach e.V.

WBV Waldbesitzervereinigung Kronach-

Rothenkirchen e.V.

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Bayerische Staatsforsten AöR

Hochschule Coburg – Studiengang ZukunftsDesign

Lucas-Cranach-Campus Stiftung

Naturpark Frankenwald e.V.

Wer selbst mitdenken

möchte, wie der Frankenwald

in Zukunft aussieht,

kann sich auf zukunft-holz-landkreis-kronach.de

über Workshops und Neuigkeiten des Projekts

informieren. Tobias Paul steht für Fragen unter der

Telefonnummer 09261-678-579 zur Verfügung. Jeden

Mittwoch von 10 bis 12 Uhr bietet Paul auch eine

persönliche Sprechstunde an.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 51


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SONDERTHEMA: INTELLIGENZ

Zahlen & Fakten

Definition Intelligenz

(Quelle Wikipedia)

Intelligenz ist die kognitive bzw. geistige Leistungsfähigkeit bei Menschen und zum

Teil auch Tieren speziell im Problemlösen. Der Begriff umfasst die Gesamtheit

unterschiedlich ausgeprägter kognitiver Fähigkeiten zur Lösung eines logischen,

sprachlichen, mathematischen oder sinnbezogenen Problems.

Intelligenz in der Bevölkerung

68 % der Bevölkerung liegen zwischen bei einem IQ von 85–115,

je 2 % über 130 bzw. unter 70. Laut dem sogenannten Flynn-Effekt

stiegen im 20. Jahrhundert die Testergebnisse im Schnitt um 3

IQ-Punkte pro Jahrzehnt; in einigen Ländern kehrt sich der Trend

bei jüngeren Zielgruppen mittlerweile um.

Die zehn intelligentesten

Menschen der Welt und ihr IQ

(Quelle Forschung und Wissen)

NAME

IQ

Terence Tao 230

Marilyn vos Savant 228

Christopher Hirata 225

Gehirn und Intelligenz

Das Gehirn besteht aus etwa 90 Milliarden Neuronen, die über Billionen

von Synapsen miteinander verbunden sind, was eine massive

parallele Datenverarbeitung ermöglicht. Es leistet etwa 10 hoch 13

analoge Operationen pro Sekunde, wobei es nur etwa 15 bis 20 Watt

verbraucht. Computer verbrauchen ein vielfaches dieser Energie.

Kim Ung Yong 210

Dr. Evangelus Katsioulis 198

Rick Rosner 192

Mislav Predavec 192

Garry Kasparov 190

Kenneth Ferrell 190

James Woods 180

Unternehmen und KI

(Quelle Statistisches Bundesamt)

Jedes fünfte Unternehmen (20 %) in Deutschland nutzte 2024

Technologien der künstlichen Intelligenz (KI).

2023 nutzte etwa jedes achte Unternehmen (12 %) künstliche

Intelligenz. 2021 wurde die Nutzung von KI erstmals erhoben,

wobei etwa jedes neunte Unternehmen (11 %)

angab, diese zu nutzen.

Zum Vergleich: Albert Einstein und Stephen Hawking

hatten einen IQ von etwa 160.

Arten von Intelligenz

Howard Gardners Theorie der multiplen Intelligenzen umfasst

acht oder neun Intelligenztypen: sprachlich-linguistische,

logisch-mathematische, räumliche, musikalische, körperlichkinästhetische,

interpersonale, intrapersonale und naturalistische

Intelligenz.

Tiere und Intelligenz

Generell gelten Delfine, Menschenaffen und Elefanten als besonders

intelligent, gefolgt von Krähen, Papageien, Orcas, Kraken

und Ratten. Diese Tiere zeigen komplexe Verhaltensweisen

wie Werkzeuggebrauch, Problemlösung, soziale

Intelligenz und ein ausgeprägtes Gedächtnis.

Intelligenz weltweit

Es gibt nationale, politische als auch geografische Faktoren,

die Einfluss auf die Intelligenz haben. Wissenschaftlich inzwischen

nachgewiesen ist, dass ein wärmeres Klima einen

merklich schlechten Einfluss auf den Intelligenzquotienten hat.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 53



Konzeption & Foto: Sebastian Buff

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen,

aber auch da. Sie stellen sich vor. Im KRONACHER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen oder Diverse.

MACHERIN

Dieses Mal: Britta Höfer ist Geschäftsführerin der Waltec GmbH in Steinberg. Das Maschinenbau-Unternehmen für die Glasindustrie setzt sich als

85-Mann-Betrieb weltweit immer wieder bei Aufträgen durch. Nach dem Embargo gegen Russland ist derzeit Nordafrika eine Boom-Region für

Waltec. Wie macht sie das bloß?

KRONACHER: Was braucht man heute, um Macherin zu sein?

Britta Höfer: Ich glaube Ungeduld ist ganz wichtig. Das Gefühl wie

ein Kind mit dem Fuß aufzustampfen und zu sagen: „Ich will aber.“

(lacht) Das führt dazu, dass ich selbst anpacke und die Idee ins

Rollen bringe. Außerdem braucht es Neugier und einen unwahrscheinlichen

Optimismus. Ich muss wissen und vermitteln: Das

packen wir. Das wird gut.

KRONACHER: Wie steckt eine Macherin ihre Mitstreiter an?

Britta Höfer: Wir sind ein gut gemischter Haufen. Irgendeiner

lässt sich anstecken. Dann sind wir zwei. Dann gärt die Idee, wir

kauen das durch und plötzlich sind wir zu dritt. Dann beginnt die

Idee zu laufen. Natürlich verändert sich die Idee in diesem Prozess

– das ist gut. Doch ich brauche eine gesunde Ignoranz gegenüber

den Rahmenbedingungen. Wenn ich als erstes auf alle Bedenkenträger

höre, ist die Idee tot. Ich möchte starten und dann sehen, wie

wir das hinbekommen.

KRONACHER: Lassen Sie sich auch anstecken von den Ideen anderer?

Britta Höfer: Generell ist es viel schwerer eine Idee auf den Tisch

zu legen, als Opposition zu spielen und gegen alles zu sein. Ich

schätze diejenigen, die ihre Ideen zur Sprache bringen. Ich höre

mir das an und sage dann: Lasst uns das ausprobieren. Je leidenschaftlicher

jemand für seine Idee brennt, desto leichter lass ich

mich auch anstecken. Wenn wir dann gemeinsam weiter machen,

dann können wir viel für uns und unsere Kunden erreichen.

KRONACHER: Sind Sie auch außerhalb von Waltec eine Macherin?

Britta Höfer: Egal, was ich mache oder wo ich mich engagiere:

Es heißt, die Fahne hochzuhalten und Energie reinstecken. Vor

anderen werde ich niemals jammern – das mache ich höchstens,

wenn ich ganz alleine bin. (lacht) Ich möchte anderen Mut geben.

Diese Haltung hat auch eine Wirkung im Gehirn, das haben

Neurologen inzwischen erforscht. Ich merke das auch, wenn ich

mit meinem Pferd unterwegs bin. Das Tier ist wegen irgendetwas

verunsichert, ist ängstlich oder scheut. Ich weiß, dass uns auf dem

Weg etwas Gruseliges erwarten wird – und muss ihm das Gefühl

geben: Wir schaffen das. Ich muss Sicherheit ausstrahlen, auch

wenn ich noch nicht weiß, wie wir genau an der Gefahrenstelle

vorbei kommen werden.

KRONACHER: Ist es in unserer Region leicht, eine Macherin zu sein?

Britta Höfer: Unsere regionalen Stellen tun, was sie können. Sie

sind aber auch in den Rahmenbedingungen gefangen. Früher

dachte ich, wir als Unternehmen müssen so werden wie die ganz

großen Konzerne. Heute weiß ich: Die vielen bunten Familienunternehmen,

der Mittelstand, das macht Deutschland aus. Das

ist unser hohes Gut – weltweit. Da trifft es mich, wenn ich höre,

dass wieder ein Investor oder ein Konzern aus Indien oder China

ein Unternehmen übernommen hat. Ich versuche zu tun, was ich

kann: Mut machen, damit sich vor allem Nachfolgerinnen den Job

zutrauen. Da geht es wieder um das Gleiche: Sicherheit vermitteln

und ausstrahlen, damit wir die Unternehmen gut und sachlich weiterbringen.

KRONACHER: Welche Veränderungen haben Sie in der Region beobachtet?

Britta Höfer: Die Franken haben sich noch in den 1980er-Jahren

schnell einschüchtern lassen, wenn ein Berliner kam und sie vollgequatscht

hat. Das hat sich geändert. Aus der Ruhe heraus zieht

es die Franken jetzt selbstbewusst in die Welt hinaus. Ich sehe das

auch in unserem Unternehmen. Da kommt ein junger Mitarbeiter

aus einem kleinen Dorf. Alles dreht sich um dieses Dorf. Und

dann geht er ganz selbstverständlich für uns für vier Wochen nach

China, um eine Maschine in Betrieb zu nehmen. Ich mag diese gesunde

Mischung aus Neugier und konservativ sein. Unser stärkstes

Kapital sind die Mitarbeiter. Dafür muss ich fair und nachvollziehbar

führen und Entscheidungen treffen. Ich erlebe dann eine hohe

Loyalität und wirklich lange Betriebszugehörigkeiten. Da sind wir

wirklich stark und auf einem guten Weg.

KRONACHER: Wo braucht es noch Rückenwind für diesen Weg?

Britta Höfer: Die Führungskultur ändert sich gerade. Wir kommen

aus einem preussischen System mit Dienstfolge, Rangordnungen

und Befehlen. Heute gilt es, näher am Menschen zu führen.

Da ist viel Motivation, Belohnung und Freiraum notwendig.

Führung ist heute emotionaler. Ich muss ein stückweit loslassen.

Wenn ich vertraue und Räume schaffe, kann jeder sein Talent am

besten einbringen und selbst Verantwortung übernehmen. So finden

wir auch Mitarbeiter: Wir suchen Talente, die mit uns diesen

Weg gehen wollen.

Die Fragen stellte Tim Birkner.



AUTOHAUS VETTER

Advertorial

Von Tim Birkner

Fotos: Kris Beck

COOLE CHEFS

IN DER AUTOFAMILIE

In der Autofamilie Vetter sind ständig Veränderungen angesagt – und

gleichzeitig kann man sich aufeinander verlassen. Wie in einer Familie

eben. Das Führungs–Trio mit Eva Vetter hält sie zusammen und führt sie

in die Zukunft.

„Wir sind eine Autofamilie“, sagt Eva Vetter.

Sie ist der Kopf dieser Familie, die seit

über 100 Jahren im Landkreis Kronach verwurzelt

ist. Aus einem Fahrradgeschäft, das

ihr Urgroßvater Max Vetter 1924 in Pressig

eröffnete, ist die Autofamilie Vetter geworden.

Fünf Standorte, sechs Marken, 201

Mitarbeiter, davon 28 Azubis. Vetter kennt

alle ihre Namen.

Sie sieht in ihren Mitarbeitern die Menschen.

Für die möchte sie ein gutes, gesundes Umfeld

schaffen, in dem sie sich wohlfühlen. Dazu gehören

Extras für die Mitarbeiter. Sie wurden

gerade auf einer Betriebsversammlung vorgestellt.

Jeder Mitarbeiter bekommt eine digitale

Frankenwald-Card für 50 Euro

steuerfreien Sachbezug im Monat.

Mitarbeiter, die ihre Kinder in einer Kita haben,

bekommen einen Zuschuss. „Der größte

Benefit ist eine private Zusatzversicherung

für alle Mitglieder unserer Autofamilie“, sagt

Vetter. Sie freut sich über das gute Betriebsklima.

Hierzu tragen flache Hierarchien bei. „Ich

möchte immer ansprechbar sein für mein

Team“, so Vetter.

Gerade hat die Familie ein neues Mitglied bekommen,

denn Vetter hat in Sonneberg einen

Betrieb übernommen. „Genau richtig, die

passen zu uns“, sagt sie – und lernt geschwind

die 50 neuen Namen. Sie will präsent sein,

ist nahezu jede Woche an nahezu jedem der

Standorte in Sonneberg, Pressig, Kronach,

Rothenkirchen und Ludwigsstadt.

Die Leitung des Familienbetriebs teilt sie sich

mit den Geschäftsführern Frank Rebhan und

Torsten Müller. „Das Wochenende gehört der

Familie“, sagt Eva Vetter. Und damit meint sie

die Wochenenden ihrer Mitarbeiter. Damit

diese Zeit mit ihren Familien verbringen können,

haben die Geschäftsführer den Samstag

aus den Öffnungszeiten gestrichen. „Das war

die beste Entscheidung, die wir getroffen haben“,

so Vetter.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 57


AUTOHAUS VETTER

Natürlich gab es Unkenrufe, als der Samstag

kein Werkstatttag mehr war. Ihre Mitarbeiter

haben das natürlich weitererzählt. Auch das

gehört zum neuen Konzept, die Mitarbeiter

sind Botschafter der Autofamilie. Die

Reaktion? - „Was habt ihr denn für coole

Chefs.“ Eva Vetter lacht, wenn sie das

erzählt. Dieses Feedback, das sie von ihren

Mitarbeitern und über ihre Mitarbeiter aus

der ganzen Branche bekommt, tut ihr gut.

2023 hat sie es unter die TOP 3 der Unternehmerinnen

des Jahres geschafft. Eine

Auszeichnung des Mitteltand BVMW e.V.

Landrat Klaus Löffler hatte sie vorgeschlagen

– dann unter 60 Bewerberinnen ausgewählt zu

werden, stärkt sie: „Wir sind auf dem richtigen

Weg.“

Dass sie die Autofamilie irgendwann einmal

führen wird, war ihr schon lange klar. Am

Ende ging alles schneller, als sie sich das

wünschte. Vor acht Jahren starb ihr Opa,

vergangenes Jahr ihr Vater.

In der Tradition ihrer Familie hat sie sich

auf die Stärken konzentriert. Wie sieht die

richtige Strategie für die Zukunft aus? Die drei

Generationen vor ihr hatten ihre Antworten

und auch das heutige Geschäftsführer-Trio

hat seine Antworten. Die Autofamilie soll eine

gute Arbeitgeber-Marke sein – und sie möchte

die Marken des Volkswagen-Konzerns als

Partner gerne behalten. „Dafür mussten wir

wachsen, denn die Marken wollen immer

größere Partner, damit sie es einfacher in

deren Betreuungsstruktur haben“, sagt

Vetter. Jetzt schafft sie beides zugleich. Die

Autofamilie Vetter ist breit aufgestellt: von der

Tankstelle in Ludwigsstadt über den Lackierund

Karosseriebetrieb in Rothenkirchen,

die Autohäuser in Pressig und Kronach bis

1973

1992 1995

DIE AUTOFAMILIE VETTER

Firmengründung

durch Max Vetter.

Errichtung eines Betriebes in Pressig

Ortsmitte mit Kleintankstelle.

Fahrschule in Pressig wird eröffnet

In den letzten Kriegstagen wurde

der Betrieb durch amerikanische

Luftangriffe fast völlig zerstört.

Eröffnung einer Zweigstelle

in Ludwigsstadt.

Errichtung einer Neuwagen-

Ausstellungshalle in Pressig.

Neubau einer Spenglerei und

Lackiererei in Pressig.

Übernahme des Volkswagenund

Audi-Betriebes der Firma

Lauterbach in Mitwitz.

Umbau und Vergrößerung der

beiden SHELL – Tankstellen Pressig

und Ludwigsstadt. Erweiterung des

Service-Betriebes Ludwigsstadt.

Neubau eines Neuwagencenters in

Pressig. Neugestaltung und Vergrößerung

der Kundendienstannahme

und des Zubehörshops.

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58 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


AUTOHAUS VETTER

zum neuen Betrieb in Sonneberg auch mit

Nutzfahrzeugen. Damit kann Vetter ihren

Kundinnen und Kunden viel Service anbieten

und ist unabhängiger vom VW-Konzern.

Andererseits kann sie genau diesem Konzern

eine Größe anbieten, die für ihn attraktiv ist.

Die Mitarbeiter sind der Schlüssel zum

Erfolg. Sie tragen zu der Kundenbindung der

Autofamilie Vetter zu vielen Kundinnen und

Kunden und deren Familien bei. „Wir haben

eine gute Mischung aus Kolleginnen und

Kollegen, die seit 20, manche seit 30 Jahren,

in unserem Betrieb arbeiten, und unseren

jungen Köpfen“, weiß Eva Vetter. Sie legt

Wert darauf, dass alle gut geschult sind und

Innovationen gefördert werden.

Seit vier Jahren bereits ist die Autofamilie

auch Batterie-Kompetenzzentrum. „Wir

waren die ersten in einem Umkreis von 100

Kilometern“, so Vetter. Inzwischen haben die

Vetters mehrere Hochvolt-Experten. „Wir

sind die, die auch ins Innere einer Batterie

schauen können“, freut sich die Chefin. Das

passt zur Strategie der Autofamilie: Immer

den Blick nach vorne gerichtet, immer die

Familie zusammenhalten, immer nach dem

Besten für jeden einzelnen und die gesamte

Autofamilie streben.

EVA VETTER

„Wir haben eine gute Mischung

aus Kolleginnen und Kollegen, die

seit 20, manche seit 30 Jahren,

in unserem Betrieb arbeiten, und

unseren jungen Köpfen.“

2017

2025

Einrichtung eines neuen Karosserieund

Lackierzentrums in Rothenkirchen.

Übernahme des Audi Betriebes der

Firma Müller in Kronach. Alleiniger

Vertriebspartner der Audi AG im

Landkreis Kronach.

Eröffnung des Auto-Marktes mit

Schwerpunkt Volkswagen/ Audi

Dienstwagen, EU-Fahrzeuge und

allgemeinem Gebrauchtwagenhandel.

Zertifizierung zum Volkswagen

Welt Auto-Händler

Eröffnung unseres neuen

Betriebes in Kronach

Autohaus Vetter- die Autofamilie!

Neues Logo. Neuer Look.

Bau eines Räderhotels am

Standort Kronach

Eröffnung Back- & Kaffeeshop in

der Shell-Tankstelle Pressig

Modernisierung Seat Showroom &

Eröffnung Cupra Showroom

Modernisierung bft-Tankstelle

Ludwigsstadt mit Back- & Kaffeeshop

Eröffnung des neuen

Kundencenter in Pressig. Service

& Verkauf unter einem Dach.

Modernisierung unserer Sozialbereiche

und Werkstatt in Pressig

Übernahme des Auto-

Center Sonneberg.

Eröffnung Cupra-Carage

am Standort Pressig.

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AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 59


BYPASS

IM ALTEN REVIER


UNTERIRDISCH

Text und Fotos: Tim Birkner

Alte Gruben einfach zuschütten

funktioniert nicht, denn das Wasser wird

immer da sein. Bekommt es keinen Weg,

sucht es sich einen. In Stockheim entsteht

ein unterirdischer Bypass, um das Wasser

ableiten zu können, das sich in den alten

Stollen des Steinkohlereviers sammelt. Ein

Besuch im einzigen Steinkohlerevier in

Bayern 30 Meter unter der Erde.

Hier war das einzige Steinkohlerevier in Süddeutschland.

Robin Hoffmann arbeitet im Bergamt Nordbayern und ist in

unter anderem für den Altbergbau zuständig. „Bergleute fahren

immer“, sagt er und steigt in einen Gitterkorb, der neben dem

St.-Katharina-Förderschacht steht. Auch wenn er die Holzleitern

nehmen würde, würde er hinunter „fahren“. Doch die Holzleitern

werden gerade erneuert, die Feuchtigkeit hat ihnen zugesetzt.

Der Einstieg liegt neben der alten Rentei, die als Kultur- und

Begegnungsstätte in neuem Glanz erstrahlt. Drumherum liegen

ein Kinderspielplatz und auch die alte Öffnung in den Königlich

Bayerischen Maximilian Erbstollen.

Martin Normann ist soetwas wie Bayerns letzter Bergmann. Mit

dem Meißel treibt er den Stollen voran. Das geht Meter für Meter.

Mit einer Fernbedienung steuert er die Maschine. Wenn er genug

zusammen hat, holt der Minibagger den Abraum und fährt ihn

zum Schacht. 34 Meter unter der Erde bohrt er sich voran. Es ist

hell, matschig und geräumig.

Der Bergbau in Stockheim begann vor über 250 Jahren, 1756, und

der Maximilian Erbstollen war ab 1804 die Hauptentwässerung.

50 Jahre lang verlängerten die Bergleute den Stollen, bis er 1855

alle Gruben im Revier erreichte und eine Gesamtlänge von über

zweieinhalb Kilometern hatte. Er tat seinen Dienst bis 1968, als

der Bergbau in Stockheim endgültig eingestellt wurde. Wenn ein

Berg mit Stollen durchzogen ist wie ein Körper mit Adern, dann

ist daraus ein Organismus geworden, der nicht einfach vergessen

oder zugeschüttet werden kann. Er lebt – und er lebt vor allem

durch das Wasser.

KRONACHER | DAS MAGAZIN 61


UNTERIRDISCH

Ein Querstollen zeigt, wie das früher war – und warum der

Stollen mit dem königlichen Namen nun einen stattlichen Bypass

bekommt. Ein paar handbreit Luft sind da noch, einige Holzbalken

sind eingestürzt. Hoffmann leuchtet mit einer Taschenlampe in

die Abschnitte, die nicht vom Licht des neuen Schachtes erhellt

werden. Mit seinen Gummistiefeln steht er dabei im Schlamm.

Mit viel Kies haben die Verantwortlichen in den frühen 1970er-

Jahren versucht, die Löcher zu stopfen, die zwei Jahrhunderte einer

ganzen Region Arbeit gegeben hatten. Ein Schwarzweiß-Foto

zeigt noch die Kiesberge vor dem Schacht. Doch das Wasser ist

geblieben. Ein Teil davon fließt durch einen kleinen Nebenstollen

in die Haßlach ab. „Rösche“ nennen die Bergleute diese Bauwerke,

die das Arbeiten unter Tage erst ermöglicht haben. Natürlich

muss ein Stollen halten, damals wie heute. Doch wenn das Wasser

kommt und nicht abfließen kann, ist erstmal Schluss. Hoffmann

zeigt in dem neuen Stollen auf eine Linie kurz unter der Decke:

„Wir hatten in dem neuen Stollen vergangenen Winter einen

Wassereinbruch. So hoch stand das Wasser in dem Stollen.“

Die Wunden aus der Zeit des Bergbaus sollten verschlossen

werden, sie sollten verschwinden. Etwas Erinnerung darf bleiben,

wie die Bergmannskapelle Stockheim oder die Traditionen und

Erinnerungsstücke, die der Förderverein für Bergbaugeschichte

sammelt und zugänglich machen möchte. Es gibt Themenwege,

auf denen man oberirdisch die unterirdische Geschichte

ablaufen kann. Es gibt sonntags Führungen des Fördervereins

im Bergbaumagazin. Aber solange das Wasser nicht abfließt,

werden die alten Wunden sie nicht heilen, sondern immer wieder

aufbrechen. Das Wasser staut sich dann irgendwo unterirdisch auf

und bricht unkontrolliert ins Freie, wenn der Druck zu groß wird.

Im Königlich Bayerischen

Maximilian Erbstollen brechen

die Holzbalken. Das Wasser kann

durch ihn nicht mehr abfließen.

Der neue Stollen ist

als Bypass geplant.

62 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


Robin Hoffmann steht am

Geländer des St.-Katharina-

Schachtes in Stockheim.

Martin Normann ist

Bayerns letzter Bergmann.


UNTERIRDISCH

Die Aufgabe von Hoffmann ist es, genau das zu verhindern. „Der

Erbstollen kann diese Aufgabe nicht mehr leisten“, sagt er. Also

machte sich das Bergamt ein Bild der Lage und plante einen neuen

Stollen als Bypass für die frühere Lebensader eines ganzen Reviers.

Zwei Schächte sind als Zugang für Material und für frische Luft

unter der Erde notwendig. Neben dem St.-Katharina-Schacht,

durch den Hoffmann in die Tiefe fuhr, ist das am anderen Ende des

Stollens der Christopherschacht in der Nähe des Friedhofs. Etwas

mehr als 240 Meter liegen liegen zwischen den beiden Ein- und

Ausgängen ans Tageslicht.

Trotz aller Voruntersuchungen ist es unmöglich, genau

vorherzusagen, was einem unter Tage begegnet. Ist der Stein

fest, genügt eine aufgespritzte Betonschicht, andernfalls sind

aufwändigere Konstruktionen notwendig. Bis Bayerns größte

Bergbau-Baustelle fertig ist, werden durch den gleichen Schacht,

durch den Hoffmann eingefahren ist, über 2500 Kubikmeter

Gestein in kleinen Loren hinaufbefördert sein.

Später, wenn der Stollen und der ganze Bypass fertig sind, läuft

in dem Stollen einfach nur ein Rohr, in dem das Wasser ablaufen

kann, das sich in dem ehemaligen Revier unterirdisch sammelt.

Hoffmann wird bleiben: „Wir haben hier eine Ewigkeitslast.“


UNTERIRDISCH

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 65


KULTOUREN

Kultouren

DER KRONACHER AUF REISEN


GENFER SEE

Redaktion: Wolfram Hegen

Reisen allein, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem

Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit dem

Auto, per Bahn, mit dem Bus (oder dem Flugzeug) in ein paar Stunden

erreichbar sind. Ziele für Menschen, die etwas sehen und erleben

wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten, an Natur,

Bergen, Seen, Flüssen und Meer, gerne verbunden mit Bewegung an

der frischen Luft und manchmal auch mit ein bisschen kalkuliertem

Abenteuer. Das sind unsere KRONACHER-Kultouren. In jedem

Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen,

und mit ein paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie dieser

Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.

GENFER SEE


KULTOUREN

DER GENFER SEE

Von Kronach aus ist der Genfer See ein Ziel, das man an einem Tag bequem erreicht – ob im Auto über das Alpenvorland

hinab zum glitzernden Wasser, oder im Zug, der einen ganz entspannt ans Ufer bringt. Der See ist dabei mehr als ein blauer

Fleck auf der Landkarte. Er ist ein Versprechen: auf Weite, Eleganz, Kultur und Genuss. Zwischen Genf und Montreux,

zwischen Rebhängen und Promenaden, mischt sich französische Nonchalance mit schweizerischer Präzision. Der Blick

über das Wasser, in dem sich Alpen und Wolken spiegeln, weitet den Atem, die Terrassen des Lavaux duften nach Sonne

und Wein, in den Städten klingen Sprachen und Gläser miteinander an. Man schlendert unter Palmen, lauscht Jazz

und Chansons, spaziert an Belle-Époque-Fassaden vorbei, lässt sich in Cafés nieder und schaut den Booten nach. Und

irgendwann begreift man: Der Genfer See empfängt den Reisenden mit offenen Armen – ein Ort zum Verweilen, der einen

noch lange begleitet, wenn man längst wieder zuhause ist.

WELTSTADT

Genf ist wie ein fein reguliertes Uhrwerk, in

dem Weltpolitik und Lebenskunst harmonisch

ineinandergreifen. Die zweitgrößte Stadt der Schweiz

ist Sitz zahlreicher internationaler Organisationen oder

Verbände wie der WHO, dem Weltwirtschaftsforum oder

der UN und strahlt diese Weltläufigkeit auch aus. Am Ufer

spannt der See sein glänzendes Tuch aus, der Jet d’Eau

zeichnet vor dem Panorama der Alpen im Hintergrund

eine weiße Feder in den Himmel – ein Ausrufezeichen der

Eleganz. In der Altstadt klettern die Gassen zur Cathédrale

St-Pierre, wo man zwischen Säulen und stillen Kapellen

den Blick über Dächer und Wasser schweifen lässt. Unten,

im Parc des Bastions, erinnert die Reformationsmauer

an große Worte und mutige Gedanken, während gleich

nebenan Schachfiguren in Menschengröße ihre Runden

drehen. Zwischen Belle-Époque-Fassaden und modernen

Glasfronten pflegt Genf seine Vorlieben: für Schokolade,

für Uhrmacherkunst, für präzise Begegnungen. Wer

durch Carouge schlendert, findet Ateliers, Arkaden und

mediterrane Leichtigkeit; wer am Abend entlang der

Quai-Promenaden spaziert, sieht die Stadt in warmem

Messing schimmern. Genf ist Bühne und Salon zugleich

– höflich, weltläufig, überraschend sinnlich. Eine Stadt,

die nicht laut um Aufmerksamkeit bittet, sondern sie mit

Haltung gewinnt.

68 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


GENFER SEE

AUF UND AB

Lausanne ist eine Stadt auf Terrassen – ein elegantes

Amphitheater, das dem See zugewandt ist. Hier führt jeder

Spaziergang unweigerlich über Treppen: die Escaliers du

Marché hinauf zur Kathedrale, deren gotisches Gerippe im

Abendlicht rosig glüht, oder hinab nach Ouchy, wo das Ufer

in langen Promenaden schwingt. Zwischen Parks und Plätzen

pulsiert eine junge, wissbegierige Energie. In den Cafés

diskutiert man Kunst und Start-ups mit derselben Leidenschaft.

Das Olympische Museum feiert den sportlichen Geist mit

Geschichten, die anspornen, und Ausstellungsstücken, die

glänzen. Auf der Esplanade de Montbenon richtet man den

Blick über Stadt und Wasser, während Straßenmusiker den

Nachmittag vergolden. Lausanne verbindet steile Topografie

mit Leichtigkeit: Ein bisschen Atemlosigkeit, die sofort

belohnt wird – mit Ausblicken, die den Horizont öffnen, und

Momenten, in denen Zeit und Takt leiser werden. Wer sich

treiben lässt, entdeckt eine Stadt, die ihre Kanten liebevoll

poliert und doch unverwechselbar bleibt.

FREDDIE LEBT

Montreux ist die Riviera im Westentaschenformat – Palmen

im Mikroklima, eine Seepromenade, die wie ein Filmset

wirkt, und Hotels, die Geschichten in Samt und Messing

erzählen. Im Juli schwebt Jazz durch die Luft, doch auch

außerhalb des Festivals klingt Musik nach: Am Seeufer

grüßt Freddie Mercury in Bronze, Montreux ist wie er eine

Legende, weil Queen in der pittoresken Kleinstadt zahlreiche

Alben aufgenommen hat und heute gerne in einer Ausstellung

an diese Zeit erinnert. Ein Spaziergang führt am Wasser

entlang, an Gärten, Skulpturen, kleinen Stegen vorbei, weiter

südlich sitzt Schloss Chillon wie ein stiller Regisseur auf einer

Felsnase und schaut seit Jahrhunderten auf das Kommen und

Gehen, das zahlreich ist an diesem beliebtesten Fotomotiv der

Schweiz. Wer den Zahnradzug zum Rochers-de-Naye nimmt,

steigt aus in einem Panorama, das die Sinne neu sortiert: der

See tief unten wie geglättetes Metall, die Berge nah und doch

entrückt. Montreux ist mondän, ohne unnahbar zu sein – ein

Ort, an dem Erinnerungen patiniert werden, bis sie leuchten.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 69


KULTOUREN

WEINSELIG

Das Lavaux ist ein Landschaftsgedicht aus Stein, Rebe und Licht.

Terrassen um Terrassen, von Trockenmauern gehalten, fallen zum See

hin ab wie ein grünes Amphitheater, der Wind streicht durch die Blätter,

die Sonne speichert sich in den Mauern, und die Reben antworten mit

goldenen Tönen. Zwischen kleinen Dörfern ziehen sich Wege durch die

Weinberge – jeder Schritt ein Wechsel der Perspektive, jede Kurve ein

neuer Dialog zwischen Himmel, Wasser und Rebstock. Winzerhöfe

laden zu Degustationen, bei denen der Dézaley im Glas wie ein geheimer

Akkord vibriert. Man sitzt auf einer Mauer, schaut den Booten nach

und versteht plötzlich, wie Landschaft Geschmack wird. Über dem See

liegen oft milchige Schleier, dahinter zeichnen die Berge ihre feinen

Linien – eine stille Partitur, die nur Geduld verlangt. Lavaux ist kein

Ausflugsziel, das man „abhakt“, sondern ein Rhythmus, in den man

hineinfindet. Wer hier verweilt, nimmt ein Stück dieser Ruhe mit – nicht

im Koffer, sondern im Tempo.

Nur vier Tipps aus nahezu unzählig vielen Möglichkeiten für Ihre persönliche

Entdeckungsreise an den Genfer See. Informationen gibt es ausführlich im Netz, in

gedruckten Reiseführern bei Ihrem regionalen Buchhändler, oder fragen Sie uns.

70 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


JETZT IN

COBURG

GENFER SEE

HOMMERT AUTO ZENTRUM

ERWEITERT MARKENPORTFOLIO UM OPEL

DAS HOMMERT AUTO ZENTRUM WÄCHST WEITER! AB SO-

FORT WIRD AM STANDORT COBURG (HAHNWIESE 9) NUN

AUCH DIE MARKE OPEL ANGEBOTEN. DAMIT ETABLIERT

SICH DAS AUTOHAUS ALS ERSTER ANSPRECHPARTNER

FÜR FORD, NISSAN, PEUGEOT UND OPEL UND BLEIBT ZU-

GLEICH SERVICEPARTNER FÜR JEEP UND VOLVO.

„Mit Opel erweitern wir unser Angebot

um eine bedeutende Marke und

investieren nachhaltig in den Standort

Coburg. Die Marke mit dem Blitz steht

für Qualitat, Innovation und Tradition

-Werte, die perfekt zu uns passen. Deshalb

freuen wir uns sehr, Opel künftig

in unserem Portfolio zu haben", so

Hommert Geschäftsführer Markus

Joppich.

Investitionen in Standort und Arbeitsplätze

Durch die Erweiterung entstehen neue

Arbeitsplatze, und bestehende Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter werden

gezielt weiterqualifiziert. Zudem ist

ein Neubau in Planung, um den Kundinnen

und Kunden noch mehr Raum

für Beratung und Service zu bieten.

„Das ist ein klares Bekenntnis für die

Region“, erklärt der Geschaftsführer.

Kompetenz für alle Mobilitätsbedürfnisse

Das Hommert Auto Zentrum bietet

seinen Kunden eine breite Modellpalette

- vom Kleinstwagen über kompakte

SUVs bis hin zu geraumigen Limousinen

und vielseitigen Transportern.

Auch das Thema E-Mobilitat spielt eine

große Rolle: „Wir elektrifizieren Fuhrparks

für gewerbliche Kunden und

beraten Privatkunden als zertifizierter

E-Mobilitatsberater. Unser Ziel ist es,

jedem Kunden eine maßgeschneiderte

Ein ASTRAiner Deal

SICHERN SIE SICH IHREN OPEL ASTRA

Mobilitatslosung anzubieten“, so Markus

Joppich weiter.

Umbauarbeiten ohne Betriebsunterbrechung

Im Zuge der Markenerweiterung werden

in Coburg einige Umbaumaßnahmen

durchge führt. Der Verkaufs- und

Servicebetrieb läuft jedoch uneingeschränkt

weiter. Der Standort Sonneberg

(Schreberstraße 47) fungiert im

Zuge der Erweiterung nun zusätzlich

als Nissan-Servicepartner.

Das Hommert Auto Zentrum mit

Standorten in Coburg, Sonneberg

und Altenkunstadt ist Teil der AVAG

Holding SE, einer der größten Automobilhandelsgruppen

Europas.

HOMMERT AUTO ZENTRUM GMBH

Unternehmenssitz:

Hahnwiese 9 · 96450 Coburg

Tel. 09561 8288-0

Filiale Altenkunstadt

Weismainer Str. 65 · 96264 Altenkunstadt

Tel. 09572 609640

opel.hommert.eu

Filiale Sonneberg

Schreberstr. 47 · 96515 Sonneberg

Tel. 03675 7377-0

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 71


Im Trend –

Möbel aus Keramik

Einzigartige Designhighlights für Dein Zuhause

Hightech-Keramik ist ein wirklich außergewöhnliches Material. Es zeichnet sich nicht nur durch extreme Härte, Kratzfestigkeit und

Langlebigkeit aus. Durch verschiedene Veredelungsprozesse kann Keramik vielfältigste Farben, Glanzgrade und Oberflächenstrukturen

annehmen, die besonders edle Materialien wie Marmor oder massives Holz perfekt nachnahmen und beeindruckend gut

aussehen. Kein Wunder also, dass Keramik der Einrichtungstrend mit Zukunft ist. Der Möbeldesigner DELIFE aus Ebersdorf ist

Vorreiter dieser Entwicklung. Er kreiert einzigartige Möbel aus Keramik, die jedes Zuhause zu einem echten Designhighlight machen

und makellose Schönheit mit Alltagstauglichkeit perfekt zu verbinden wissen.

Warum Möbel aus Keramik die richtige Wahl sind

• Elegante und atemberaubende Designs

• Vielzahl an Farben, Glanzgraden und Strukturen

• Extrem robust und langlebig

• Kratzfest

• Resistent gegen Fette und Säuren

• Leicht zu reinigen

• Kein Verblassen der Farben


Edge Esstische aus Keramik

Außergewöhnlich schön und gleichzeitig besonders praktisch

sind die Edge Tische aus Keramik von DELIFE. Robust und

kratzfest halten sie allen Herausforderungen des Alltags stand

und sind gleichzeitig ein echter Blickfang in jedem Essbereich.

Mit einer riesigen Auswahl an unterschiedlichen Farben, Gestellvariationen,

Tischgrößen- und formen gibt es bei DELIFE genau

den Edge Keramiktisch, der perfekt zu den eigenen individuellen

Bedürfnissen passt.

CUOR - Low- und Sideboards aus Keramik

Ein echtes Designmeisterwerk ist die außergewöhnliche Serie

CUOR von DELIFE. Minimalistische Lowboards und Kommoden

mit ikonischem Charakter begeistern durch eine einzigartige

und durchgängige Keramikstruktur in eleganten Farben, die an

verschiedene Steinstrukturen oder echtes Eichenholz erinnern

und sich auch wie solche anfühlen. Ob schwebend durch Wandmontage

oder mit verschiedenen Füßen, die man bequem mit

einem 3D Konfigurator auswählen kann, schenken sie jedem

Raum ein atemberaubendes Ambiente.

CUOR SERIE EDGE SERIE

Edge Couchtische aus Keramik

Ganz neu im Sortiment von DELIFE sind die edlen Couchtische

der Edge Serie. Sie sind perfekt auf die Esstische abgestimmt

und beeindrucken nicht nur durch ihr unwiderstehliches Design,

sondern durch ihre Pflegeleichtigkeit und Widerstandskraft.

Schließlich muss auch ein Couchtisch im Alltag so einiges aushalten,

gehört er doch neben dem Sofa zum absoluten Mittelpunkt

jedes Zuhauses. Auch bei den Edge Couchtischen gibt es

eine wunderbare Auswahl an Formen, Farben und Gestellen,

die sich perfekt in jede Einrichtung einfügt.

EDGE SERIE

Du möchtest die Designmöbel aus Keramik

von DELIFE live und vor Ort anschauen?

Dann besuch den DELIFE STORE in Ebersdorf!

Das DELIFE Team freut sich auf deinen Besuch!

DELIFE STORE

Ehrlicherstraße 19

96237 Ebersdorf bei Coburg

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 8-17 Uhr

Sa 10 -16 Uhr

Email: store@delife.eu

delife.de

ANFAHRT



HIER WOHNEN ...

Von Tim Birkner

HIER WOHNEN…

… MENSCHEN

ZUSAMMEN

Halgard Stolte schenkt Tee ein. In der Küche des ehemaligen Pfarrhauses in Nordhalben liegt

ein neuer Holzboden aus Eiche. „Den habe ich aus Litauen organisiert“, sagt sie. Hier sollen sich

Menschen treffen, austauschen, miteinander kochen. Vier kleine Wohnungen hat sie im ersten

Stock renoviert und vermietet. Die Küche im Erdgeschoss wie das Zimmer daneben mit Sofas

auf dem Boden, Kunst an den Wänden und einem alten Kachelofen in der Ecke sind für alle da.

„Die Idee ist, zusammenzuleben und zusammenzuarbeiten“,

beschreibt sie ihren Antrieb. Das wollte sie auch für das Nordhalben-Village

etablieren, für das sie sich viele Jahre engagierte.

Halgard Stolte ist eigentlich immer in Bewegung, im Kleinen

wie im Großen, im Inneren wie im Äußeren. Sie sammelt Anregungen

aus Gesprächen und aus Ländern, passt sie für ihr

Leben und ihre Projekte an – und los geht es. Natürlich gibt

es dafür eine Glasfaserleitung im ehemaligen katholischen

Pfarrhaus und einen Anschluss an das Nahwärmenetz. Das ist

der Anfang, damit alle arbeiten und leben können.

Für die Mieter sind die Wohnungen renoviert, ihr eigenes

Büro ist noch sehr nah an dem Zustand, in dem sie das Haus

gekauft hat. An der Decke sind noch die Holzpaneelen, die

früher einmal schick waren. „Die gab es fast im ganzen Haus“,

lacht sie. An den Wänden lehnen großformatige Gemälde. Einige

sind von Freunden, ein paar von ihrem Vater, die meisten

aber sind von ihr. Hier in diesen Räumen arbeitete die Pfarramtssekretärin

und es fanden Gespräche über Hochzeiten,

Taufen oder Todesfälle statt. Stoltes Telefon klingelt. „Eine

schwedische Nummer, ich muss mal kurz dran.“ Es folgen ein

paar Sätze auf Englisch, sie vertröstet die Anruferin.

Im Pfarrhaus laufen die Fäden zusammen. Früher die aus

Nordhalben, heute die aus der halben Welt. Die Steine sind

die gleichen geblieben. „Die dicken Mauern sind faszinierend.

Sie halten uns im Winter warm und im Sommer bleibt

es schön kühl.“ Die Laibungen an den Fenstern sind mächtig,

wenigstens einen halben Meter stark. Die Fenster sind geblieben,

restauriert und in einem dunklen Blau gestrichen.

Schiefer packt das Haus ein wie einen Burger. Das Dach ist aus

Schiefer - „und glücklicherweise dicht“. Und der Keller ist aus

Schiefer. „Hier müssen wir uns noch etwas Gutes ausdenken“,

sagt Stolte. Die Mitte ist aus Sandstein. Stolte kann jedem Teil

etwas abgewinnen. „Ich liebe den Dachboden“, sagt sie und

führt hinauf. Ein Zimmer ist fertig und bewohnbar, im übrigen

Teil stehen weitere Bilder, die meisten in Folie verpackt.

Nebenan steht St. Bartholomäus. Vor der Kirche flattern zwei

Fahnen. Draußen tönt Musik, deren Klänge auch durch die dicken

Mauern bis in die Küche dringen. „Heute ist Kirchweih“,

sagt Stolte. Sie ist mitten im Geschehen geblieben, auch wenn

das Nordhalben-Village auf der anderen Straßenseite und sie

inzwischen unterschiedliche Wege gehen. Es scheint, als läge

Nordhalben im Nichts. Doch Stolte macht eine andere Rechnung:

„Wer in großen Städten unterwegs ist, fährt oft jeden

Tag bis zu einer Stunde zur Arbeit. Wer diesen Radius hier

anlegt, kommt ganz schön weit.“ Zum Beispiel nach Coburg,

Saalfeld, Bayreuth oder Hof. Oder mit ein paar Minuten mehr

auch nach Bamberg oder Jena, wo sie derzeit einen Tag in der

Woche als Kunstlehrerin arbeitet.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 75


HIER WOHNEN ...

76 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


… MAN IM NIRGENDWO


HIER WOHNEN ...

Foto: Manuel Uebler

78 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025



Natur

RUHE IN DER


NATURFRIEDHOF

Advertorial

Durch das herbstliche Laub der Baumkronen

scheint die Sonne. Sie marmoriert den Waldboden

mit Moosen und Flechten, Baumstümpfen und

Sandteinen. Es singen ein paar Vögel, in der Ferne

läutet die Kirchenglocke von Altenbanz. Sebastian

Huth geht oft mit Menschen durch den Wald,

die einen Ort für ihre Angehörigen oder für sich

selbst suchen. „Oft sehen sie ein besonderes Licht

oder einen Schmetterling, der sich niederlässt –

dann haben sie ihren Platz gefunden“, sagt der

Forstbetriebsleiter.

Der Naturfriedhof in Banz liegt in einem Wald

voller Eichen und Hainbuchen. Der Ort strahlt Ruhe

und Frieden aus, die Natur umhüllt die Lebenden

wie die Toten. Hier sind die Urnengräber rund um

alte, große Bäume gelegen, jedes mit einem kleinen

Sandstein und einer Inschrift. „Jeder braucht einen

konkreten Ort zum Trauern“, weiß Huth, der mit

dem Friedhof auch zu dessen Leiter geworden ist.

Hinter ihm laufen zwei ältere Frauen, ganz

offensichtlich auf der Suche nach einem Grab. Er

fragt, ob er helfen kann. Nein, sagen sie, mit einem

Smartphone in der Hand auf dem der digitale

Friedhofsplan angezeigt wird. Mit ein paar Klicks

wird genau der Baum angezeigt, unter dem der

Mensch begraben liegt, den die Trauernden suchen.

Die Beerdigungen finden meist auf dem Gedenkplatz

statt. Hier stehen Bänke aus Eichen, die früher

selbst im Wald standen. Vorne ist ein Taukreuz

zu sehen. „Es ist aus einer alten, starken Eiche

geschaffen, die in der Nähe von Kloster Banz einem

Sommergewitter zum Opfer fiel. Jetzt hat sie eine

neue Verwendung auf dem Naturfriedhof gefunden

und lebt weiter, indem sie Trost spendet“, sagt Huth.

Hier können alle um ihre Verstorbenen trauern.

Die Zeremonie wird entweder von einem Pfarrer

oder einen Pfarrerin gehalten oder auch von einem

Trauerredner oder schlicht im Kreis der Familie.

Manchmal ist es eine kleine Runde von fünf

Personen, die den Verstorbenen begleitet,

manchmal kommen auch 200. Manchmal dauert eine

Gedenkfeier zehn Minuten ein andermal eineinhalb

Stunden. Unter dem Dach des Waldes gibt es viele

Freiheiten. Huth merkt, dass zu ihm mehr Familien

kommen, die einen Angehörigen in der Mitte des

Lebens zu Grabe tragen. Und er erlebt, dass immer

mehr Menschen sich selbst um ihren letzten Ruheort

kümmern wollen. Sie können sich heute schon ihren

Platz aussuchen, er wird ihnen bis zu 40 Jahre lang

reserviert.

Zwischen den Grabbäumen gibt es immer wieder

Waldbereiche, in denen von unten frisches

Grün nachwächst – und die wie ein Vorhang die

unterschiedlichen Bereiche abgrenzen. Überall

stehen Bänke, auf denen die Trauernden sich mit

einer Thermoskanne Kaffe und einem Stück Kuchen

zu ihren Liebsten setzen. Für den Trauercafé nach

der Beisetzung bietet Huth seinen neuen Gedenksaal

an, innen aus Fichte, außen aus Lärche, im Grundriss

der Form einer Bischofsmütze nachempfunden. Ein

kleiner Ofen spendet Wärme, große Fenster holen

den Wald nach innen. „Die Leute mögen es schlicht

– sie haben sich ja auch bewusst für den Wald

entschieden“, sagt Huth.

Text: Tim Birkner

Fotos: Matthias Schmitt

Weitere Informationen gibt es unter www.naturfriedhof-banz.de

oder vor Ort im Forsthaus Banz 1, 96231

Bad Staffelstein. Telefonische Auskünfte

gibt es unter 09573 950274. Wer sich den

Naturfriedhof selbst ansehen möchte,

findet ihn In der Au 30 in 96231 Altenbanz.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 81



Seniorenhaus

Seniorenhaus

Seniorenhaus

Kronach

Kronach

Kronach

Seniorenheim

Seniorenheim

Seniorenheim

Ludwigsstadt

Ludwigsstadt

Ludwigsstadt

Sozialstation

Sozialstation

Sozialstation

Steinbach

Steinbach

Steinbach

a.

a.

a.

W.

W.

W.

Tagespflege

Tagespflege

Tagespflege

Hirschfeld

Hirschfeld

Hirschfeld

Essen auf Rädern

Essen

Essen

auf

auf

Rädern

Rädern

Hausnotruf

Hausnotruf

Hausnotruf

Ehrenamtliche Gemeinschaften

Ehrenamtliche

Ehrenamtliche

und Katastrophenschutz

Gemeinschaften

Gemeinschaften

und

und

Katastrophenschutz

Katastrophenschutz

BRK

BRK

BRK

Kreisverband

Kreisverband

Kreisverband

Kronach

Kronach

Kronach

Friesener

Friesener

Friesener

Str.

Str.

Str.

46

96317 Kronach

46

46

96317

96317

Kronach

Kronach

09261/6072-0

info.kronach@brk.de

09261/6072-0

09261/6072-0

info.kronach@brk.de

info.kronach@brk.de

www.brk-kronach.de

www.brk-kronach.de

www.brk-kronach.de


Foto: Val Thoermer


CARITAS

33 Jahre haben der Kapelle zugesetzt

– nun soll renoviert werden

JETZT SPENDEN

Das Herzstück des Caritas Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth in Wallenfels ist

die Kapelle, die seit 33 Jahren immer für alle Bewohner und Besucher offensteht.

Unzählige Menschen haben schon hinauf geschaut auf das steinerne Kreuz, das

die Handschrift des Bildhauers Heinrich Schreiber trägt. Sie haben ihre Sorgen

und Nöte hierher gebracht und Trost erfahren.

SPENDENAUFRUF

Konto des Caritasverbandes Kronach

Stichwort: „Kapelle“

VR Bank Oberfranken Mitte eG

IBAN: DE 59 7719 0000 0207 1008 33

BIC: GENODEF1KU1

In den 33 Jahren gab es hier fröhliche aber auch traurige Anlässe für

Gottesdienstfeiern, es gab Konzerte, Weihnachtsfeiern und Jubiläen. Und es gibt

und gab viele Schicksale, die hier ihren Anfang und auch ihr Ende fanden. Vor

33 Jahren, am vierten Advent 1992 wurde die Kapelle feierlich geweiht. Hell und

modern, aber nicht zu modisch, so war damals die Anforderung, die sich voll und

ganz erfüllt hat. Zweimal in der Woche gibt es hier katholische und evangelische

Gottesdienste und sie werden in die Bewohnerzimmer und Aufenthaltsräume

übertragen.

Nun soll die Kapelle neu erstrahlen, eine Renovierung der hohen Wände und

Fenster und ein neuer Anstrich sind dringend nötig. Für die Unterhaltung und

die Renovierung der Kapelle ist die Caritas zuständig als Träger des Altenund

Pflegeheims. Die Kosten liegen bei mindestens 15.000 Euro. Viel kann in

Eigenleistung gemacht werden – doch ohne Material und einige Handwerker

geht es eben nicht. Unterstützen Sie uns, damit die Kapelle in Wallenfels wieder

glänzen kann. Jeder Euro hilft – und die Spenden sind steuerlich absetzbar.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 85


KULTURTIPPS

Advertorial

KULTUR

TITEL ORT DATUM UHRZEIT

AUSSTELLUNG „PARFÜMFLAKONS

EINE ZEITREISE DURCH DAS

20. JAHRHUNDERT“

Europäisches Flakonglasmuseum Tettau bis 30. April 2026 täglich

KUNST

(KOMÖDIE VON YASMINA REZA)

Kreiskulturraum

18. Oktober 2025

19. Oktober 2025

19:30 Uhr

17:30 Uhr

OTHER ROADS – UK FOLK BAND Struwwelpeter 18. Oktober 2025 20 Uhr

25 JAHRE ERIC FISH & FRIENDS

AUF DEN GRUND

Struwwelpeter 20. Oktober 2025 20 Uhr

VOLKER HEISSMANN SINGT UDO JÜRGENS Kreiskulturraum Kronach 19. November 2025 20 Uhr

DER SEELENBRECHER

(PSYCHOTHRILLER VON SEBASTIAN FITZEK)

Kreiskulturraum

22. November 2025

23. November 2025

19:30 Uhr

17:30 Uhr

GROSSER ADVENTSFLOHMARKT Kunst-Antiquariat des Kunstvereins Kronach 29. November 2025 10 Uhr bis 14 Uhr

KRONACHER FESTUNGSWEIHNACHT

Festung Rosenberg

Alle vier

Adventswochenenden

14 Uhr

WINTER-STADTGARTEN

Kroniche Stadtgarten Kaffee

27.12. bis 30.12.2025,

02.01.2026 bis Ende

Februar

15:30 Uhr

NEUJAHRSKONZERT Kreiskulturraum Kronach 10. Januar 2026 17:30 Uhr

UND WENN WIR ALLE ZUSAMMENZIEHEN?

(KOMÖDIE VON ANNA BECHSTEIN)

Kreiskulturraum

17. Januar 2026

18. Januar 2026

19:30 Uhr

17:30 Uhr

THE QUEEN OF SAND – IRINA TITOVA.

IN 80 BILDERN UM DIE WELT

Kreiskulturraum 21. Januar 2026 20 Uhr

DIE NACHT DER 5 TENÖRE Kreiskulturraum 23. Januar 2026 16:30 Uhr

Advertorial

Artikel aus April-Coburger

(Osteopathie ACHTUNG NEUES FOTOS FOLGT!)

TABALUGA UND LILLI (MUSICAL) Kreiskulturraum 29. Januar 2026

VON BACH BIS BIG-BAND:

BLECHBLÄSERDEZETT BLECH-10

DER BESUCH DER ALTEN DAME (THEA-

TERSTÜCK)

Sa. 12 Uhr

So. 11 Uhr

Kreiskulturraum 01. Februar 2026 17 Uhr

Kreiskulturraum

7. März 2026

8. März 2026

19:30 Uhr

17:30 Uhr

BLUE MOON SWINGTETT

A SOUND WAS BORN

FRANK-MARKUS BARWASSER ALIAS ER-

WIN PELZIG – WER WIR WERDEN

Kreiskulturraum 13. März 2026 19:30 Uhr

Kreiskulturraum 26. März 2026 20 Uhr

"HOFER SYMPHONIKER" – WUNSCH-

KONZERT MIT FEDOR RUDIN, VIOLINE

Kreiskulturraum

27.03. bis 28.03.2026

29. März 2026

19:30 Uhr

17:30 Uhr

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Mehr Informationen online im Kulturkalender des Landkreises Kronach oder unter Veranstaltungen auf der Seite der Stadt Kronach.

Und vor allem: Viel Vergnügen bei allen Veranstaltungen.


WIR SIND DA

für Groß & Klein!

ENTDECKE PREISVORTEILE

AUF ZWEI EBENEN!

In unserem Erdgeschoss wartet

das aktuelle Sortiment mit

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In unserem Obergeschoss finden

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ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo: geschlossen

Di–Fr: 10:00 – 18:00 Uhr

Sa: 10:00 – 16:00 Uhr

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VGN

Winterstimmung

Weihnachtsflair:

KOMM MIT ZUM

VGN-STADTWINTER

Stadtbummel zwischen Schneeflöckchen und Spekulatius

– der VGN lädt ein zum Stadtwinter in die Städte

Ansbach, Bamberg, Forchheim und Fürth. Entdecke auf

vier Städtetouren winterliche Highlights der Region.

Prachtvolle Barockfassaden in der Residenzstadt Ansbach,

Brauereitradition und Fachwerk-Flair in Bamberg,

„Klein Venedig“ und Kellerwald in Forchheim und urige

Kneipenkultur in Fürth. Und das alles in winterlichem

Ambiente - schnell, warm und bequem sowie obendrein

umweltschonend erreichbar mit dem ÖPNV. Komm mit

zum VGN-Stadtwinter in die Städte Ansbach, Bamberg,

Forchheim und Fürth!

Die fertig ausgearbeiteten City-Touren sind für die Hinund

Rückfahrt mit Bus und Bahn konzipiert und machen

die Städte im Verbundraum in ihrer winterlichen Vielfalt

unkompliziert erlebbar – ganz ohne Parkplatzsuche, die

sich gerade in der Vor- und Weihnachtszeit im urbanen

Raum oft umständlich und teuer gestaltet.

FORCH HEIM – BIER KEL LER-HOPPING

UND KLEIN VENEDIG-FLAIR

Tour S11

BAMBERG

FASZINIERENDES UNESCO-WELTKULTURERBE

Tour S4

88 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


WINTERSTIMMUNG & WEIHNACHTSFLAIR

Advertorial

FÜRTH – URBANES BEACH-FLAIR,

JÜDISCHE KULTUR UND KLEEBLATT-HISTORY

Tour S2

Günstige Angebote für die Anreise

Alle, die kein Deutschlandticket haben, können für

die An- und Abreise günstige VGN-Angebote wie das

TagesTicket Plus oder den eTarif egon nutzen – beides

mit der Möglichkeit, weitere Personen oder Fahrräder

mitzunehmen. Für Schülerinnen und Schüler steht

das 365-Euro-Ticket VGN zur Verfügung, das oft von

der Schule gezahlt wird. Von Mai bis November fahren

außerdem die insgesamt 38 Freizeitlinien am Wochenende

und feiertags in touristisch interessante Regionen.

Die VGN-Freizeittipps: Städtetouren

Unter vgn.de/freizeit sind insgesamt rund 300 Wanderund

Radtouren, Städte- und Naturparktipps übersichtlich

aufbereitet in Prospektformaten zum Download verfügbar

- darunter zahlreiche neu aufgelegte und bummelfertig

gestaltete Städtetouren in die Städte im Verbundraum.

ANS BACH

HEIMAT DER HOHENZOLLERNFÜRSTEN

Tour S6

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


Jahre

SCHLOSS

SCHNEY

Oliver

Jauernig

90 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


Advertorial

FRANKEN AKADEMIE

ESSEN & TRINKEN,

LERNEN & TREFFEN

Schloss Schney wird 75 Jahre. Es ist und bleibt ein Treffpunkt

zwischen Kirche und Sportplatz, Bahnhof und ehemaligem Rathaus.

Hier tagen und proben Sportler und Sänger, hier organisiert die

Franken-Akademie seit 75 Jahren politische Bildung, hier feiern

Familien ihre Feste – und hier war 1981 Willy Brandt zu Gast.

„Davon reden die Leute immer noch. Es muss beeindruckend,

mitreißend und faszinierend gewesen sein“, sagt der heutige

Geschäftsführer Dierk Hain. Es zeigt die enge Verbundenheit des

Ortsteils Schney mit der SPD. Hier gründeten Arbeiter 1871 den

dritten Ortsverein in Deutschland überhaupt. Schloss Schney war

von der SPD geprägt – und gleichzeitig stets unabhängig. Darauf

legten die Verantwortlichen immer Wert.

„Heute sind wir ein Bildungshaus, das für alle offen ist“, sagt Hain. Im

vergangenen Jahr qualifizierten sich Hain, seine Mitarbeiter, das Haus

und die Abläufe nach dem Qualitätsmanagement-Modell EFQM.

„Für uns ist das eine wichtige Auszeichnung. Damit können wir seit

diesem Jahr auch Bildungsurlaube anbieten“, sagt Hain. Besonders

in den Sommermonaten sei dies eine beliebte Form, Lernen und

Urlaub miteinander zu verbinden. In vielen Bundesländern gibt es

ein Anrecht auf fünf Tage bezahlten Bildungsurlaub pro Jahr.

Die Geburtsstunde des Schlosses in der heutigen Form war 1951 mit

der Gründung des Vereins für Jugendpflege und Volksbildung. Er

ist der Träger des Hauses, nachdem die Freien Turner das Schloss

1950 gekauft hatten – und bald bemerkten, dass sie für diese Aufgabe

einen Partner brauchen würden. 44 Jahre später wechselte der Verein

den Namen und heißt seitdem Franken-Akademie. In 75 Jahren gab

es gerade einmal vier Vorsitzende. Auf Herbert Hauffe folgte Walter

Engelhardt. Dann folgte Susann Biedefeld – und seit 2024 ist Oliver

Jauernik Vorsitzender des Trägervereins.

„Wir werden unser Jubiläum das ganze Jahr 2026 feiern“, sagt Hain.

Er möchte dafür das ganze Areal nutzen – dazu gehören das Schloss

wie die Tagungsräume und auch die Außenanlagen. „Wir liegen

im Kreuzungspunkt vieler Interessen und bringen die Menschen

zusammen“, sagt Hain. Dazu gehören gutes Essen genau so wie

Diskussionen. „Die Leute müssen miteinander reden. Das war 75

Jahre lang das Prinzip, und das funktioniert heute noch genauso“, so

der Geschäftsführer. Er beherbergt auch Gäste aus dem CSU-nahen

Bildungshaus in Banz, wenn es dort einen Engpass gibt.

Oliver Jauernik betont: „Politische Bildung ist heute mindestens

genauso wichtig wie sie es vor 75 Jahren war. Wenn wir einander

zuhören, unterschiedlich Positionen verstehen und unsere Schlüsse

daraus ziehen, dann braucht es dafür auch einen Raum. Das ist

Schloss Schney.“

„Wenn an einem Wochenende die Turner sportlich aktiv sind, die

Sänger bei uns proben, eine Hochzeitsgesellschaft nach der Kirche

zum Feiern hinauf kommt – und gleichzeitig Bundeswehrsoldaten

politische Bildung bekommen, zeigt das unsere Vielfalt“, sagt Hain.

„Wir sind mit sozialdemokratischen Werten hier verwurzelt und

wollen das auch bleiben. Nah an den Menschen und mit ihnen im

Gespräch“, so Jauernik.

Für das Jubiläumsjahr arbeiten beide noch an konkreten Plänen.

Möglicherweise gelingt es ihnen, einen ähnlichen Eindruck zu

hinterlassen wie 1981 Willy Brandt. „Noch sind Name und Datum

unter Verschluss – doch wir werden das Geheimnis bald lüften“, freut

sich Hain.

Wer sich für politische Bildung interessiert oder eine einen

Ort sucht, um seine Feier abzuhalten für jeden wird ein

individuelles Angebot zusammengestellt:

Franken-Akademie Schloss Schney

Schlossplatz 8 · 96215 Lichtenfels – Schney

Telefon: 09571 97500 · E-Mail: info@franken-akademie.de

Ansprechpartner für Feste, Feiern und Übernachtungen:

· Dierk Hain, Geschäftsführer, 09571 9750-24

· Christine Stöwer-Stubenrauch, stellv. Geschäftsführerin,

09571 9750-20

· Brigitte Eichner-Grünbeck, Seminarleiterin, 09571 9750-16

Wer sich über das Schloss Schney und die Frankenakademie

informieren möchte, kann das auch im Internet tun. Die

Homepage ist unter www.franken.akademie.de erreichbar.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 91


Der Künstler Wilhelm Holderied

1965 nahm Wilhelm Holderied, geb. 1940, das Kunststudium an der

Akademie der Bildenden Künste in München auf, das er bei Josef

Oberberger als dessen Meisterschüler 1971 abschloss. Der Maler

und Bildhauer arbeitet seit 1970 mit Zeichen und Spuren, Gewichten

und Schatten und mit magischen Masken. Ihnen schreibt er eine tiefe

Wirkung auf den Menschen zu. Mit ihnen und ihrer Kraft, Dinge

zu erklären und begreifbar zu machen, beschäftigt sich sein Werk.

Sein künstlerisches Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen u. a.

in München, Berlin, New York, Chicago, San Francisco und Seoul

vorgestellt. Wilhelm Holderied arbeitet in München und Geretsried.


KRONACHER KUNSTVEREIN

Advertorial

Fotos: Kronacher Kunstverein

EIN MEISTER DES

VER BORGENEN KEHRT ZURÜCK

Der Kronacher Kunstverein präsentiert Arbeiten des Münchner Künstlers

Wilhelm Holderied in der Fränkischen Galerie auf der Festung Rosenberg.

Daneben übergibt der Künstler eine neue Skulptur für den LGS-Park.

In Kronach hat er schon vor fast 20 Jahren erste Spuren

hinterlassen. Der Münchner Künstler Wilhelm Holderied

ist Schöpfer des Steinzeichens „Der Steinerne Magnet“,

das er im Jahr 2008 im Kronacher Landesgartenschaupark

in die Erde „gezeichnet“ hat. Das Kunstwerk mit einer

ringförmigen Anordnung von 366 Granitsteinen, das an

ein Labyrinth erinnert, ist seither bei jungen wie älteren

Besuchern ein beliebter Anziehungspunkt. Es lädt zum

kontemplativen Betrachten ebenso ein wie zum Spielen

und Darüberhüpfen. Auf Einladung des Kronacher

Kunstvereins kehrt der renommierte Künstler, der mit

seinem 12 Hektar großen Erdzeichen „Eine Insel für die

Zeit“ am Münchner Flughafen weithin bekannt wurde,

nach Kronach zurück.

Der Meister der Chiffrierungen, der Labyrinthe, Zeichen,

Spuren und magischen Masken zeigt in Kronach unter dem

Titel „Umformungen aus Verborgenem“ Übermalungen,

Arbeiten auf Papier und Modelle. In Zusammenarbeit mit der

Stadt Kronach präsentiert der Kronacher Kunstverein diese

Ausstellung an einem besonderen Ort: in der Fränkischen

Galerie auf der Festung Rosenberg. „Eine Reminiszenz zu

Ehren des Künstlers, der sich seit Jahrzehnten eng mit der

Stadt Kronach und dem Kronacher Kunstverein verbunden

fühlt“, so die Vorsitzende des Kunstvereins, Sabine Raithel.

Nach Ausstellungen in den 90er Jahren in Amerika und Seoul

hat Wilhelm Holderied erstmals begonnen, Bilder, die dort

ausgestellt waren, nach deren Rückkehr zu überarbeiten.

Dieser räumliche und zeitliche Abstand veränderte seine

Betrachtungsweise. „Beim Betrachten von Bildern, die 40 bis

50 Jahre alt sind, spüre ich oft eine große Distanz. Es scheint

mir, als wären einige dieser Bilder nicht zu Ende gemalt. Bin

ich mir dabei selbst ein Fremder geworden?“, sinniert

der Künstler.

Durch das Übermalen entstehe eine neue

Sichtweise, eine geänderte Art der

Bewältigung, so Holderied. „Vorhandene

und neue Gedankenwelten müssen sich

bewegen. Die veränderten Chiffren

der Vergangenheit führen zu einer

Erneuerung und damit zu einem

geänderten Denken.“ Das Ergebnis

dieser Überarbeitung hinterlässt eine seltsame Leichtigkeit

- ein unsichtbarer Untergrund, der mit einem sichtbaren

Vordergrund in Dialog tritt.

So entstehe ein unbekannter Austausch zwischen zwei Ebenen

des Seins, so der Künstler, zwischen zwei verschiedenen

Zeiten und verschiedenen Wahrnehmungen, was zu einer

neuen Art des Verstehens und Fühlens führe. „Sozusagen ein

Verarbeiten des Tuns und über einen großen Zeitraum hinweg

die Vergangenheit mit anderen Augen sehen und ein neues

Spiel der Gedanken eingehen.“

„Bilder, zu denen ich eine tiefe Verbundenheit empfinde,

lasse ich unangetastet. Es muss ein starker, oft unbekannter

Anstoß vorhanden sein, der die Übermalung, diesen Schritt

der Veränderung, erzwingt, gleichzeitig begleitet von einer

geheimnisvollen Ungewissheit“, erläutert Holderied.

Der Meister des Verborgenem hat noch eine Überraschung

für Kronach im Gepäck: Wilhelm Holderied überlässt

dem Kronacher Kunstverein eine weitere Skulptur: ein

ca. drei Meter hoher “Moosgeist“ aus rostigem Metall, ein

„Apotropäon“, ein „Unheilabwender“ wird künftig den

Skulpturenpark im Landesgartenschaupark bereichern und

dort seine positive Ausstrahlung wirken lassen.

„Für die Menschen unserer aufgeklärten Zeit

scheinen solche Geister nicht mehr zu existieren.

Doch vielleicht sind es gerade die rätselhaften und

geheimnisvollen Geschichten aus vergangenen

Tagen, die von Moosgeistern erzählen und unsere

Fantasie beflügeln“, so der Schöpfer des mystischen

Kunstwerks, Wilhelm Holderied. „Der Moosgeist

fungiert dabei als eine Art Brücke, welche die

Dimensionen des Raumes und der Zeit miteinander

verbindet und uns daran erinnert, wie lebendig

und bedeutungsvoll die Geschichten und Symbole

aus früheren Zeiten auch heute noch für unser

kulturelles Selbstverständnis sind.“

Die Ausstellung mit Arbeiten von Wilhelm

Holderied, „Umformungen aus Verborgenem“, ist

vom 26. Juli bis 30. Oktober 2025 in der Fränkischen

Galerie auf der Festung Rosenberg zu sehen.

Mehr Infos unter: www.kunstverein-kronach.de

KRONACHER | DAS MAGAZIN 93


KRONACHER KUNSTVEREIN

SCHAURIG-SCHÖNES

SEEMANNSGARN

Am Vorabend zu Halloween lädt der Kronacher Kunstverein im Rahmen

der Reihe „Literarische Soiree“ in sein lyrisches Gruselkabinett ein.

Die Gäste erwartet ein Gänsehaut-Abend mit wilden Schauergeschichten

rund um geheimnisvolle Schiffe und ihre Passagiere.

Die Gäste des Kronacher Kunstvereins können sich auf

eine besondere Reise gefasst machen. Sie gehen an Bord

des Passagierdampfers Kamtschara. Aldous Brisbane hat

hier ebenfalls eine Überfahrt gebucht - doch egal, wen

er anspricht: Jeder aus der Besatzung hält erschrocken

den Atem an, wenn Brisbane sagt, in welcher Kabine er

zu übernachten gedenkt. Angeblich soll es hier spuken

und bereits einige frühere Passagiere haben hier ein

unheilvolles Schicksal gefunden. Und tatsächlich: Schon

in seiner ersten Nacht an Bord öffnet sich das Bullauge der

Kabine wie von Geisterhand…

Wie diese unheimliche Geschichte des bekannten

Schriftstellers und Grusel-Autors Francis Marion

Crawford (1854 - 1909) weitergeht und was die

Besucherinnen und Besucher des Kronacher Kunstvereins

sonst noch erwartet, das wissen Krystyna und Karol

Hurec sowie Sabine Raithel. Gemeinsam mit weiteren

Mitwirkenden gestalten die „Kunstvereins-Aktivisten“

die schaurig-schöne literarische Soiree am Vorabend

von Halloween. „Das wird ein rundum unterhaltsamer

Abend für Freunde der feinen Grusel-Literatur“, so die

Vorsitzende des Kronacher Kunstvereins, Sabine Raithel.

Rund um wahrlich schauderhafte Schiffsreisen und dunkle

Passagiere drehen sich beide Geschichten, die an diesem

Abend im Rahmen von szenischen Lesungen vorgestellt

werden. Dazu überraschen die Organisatoren ihre Gäste

mit kleinen kulinarischen Köstlichkeiten.

Das literarische Gruselkabinett öffnet am Donnerstag, den 30.

Oktober 2025, um 19 Uhr, seine Türen. Die Veranstaltung findet

in der Galerie des Kronacher Kunstvereins, Siechenangerstraße

13 statt. Die Galerie ist barriefrei erreichbar. Der Eintritt ist frei

- Spenden sind herzlich willkommen.

Mehr Infos unter www.kunstverein-kronach.de


AUS LIEBE ZUR KUNST

KUNST IN EINER

ZERBRECHLICHEN

WELT

Die Jahresausstellung der

Freunde und Mitglieder des

Kronacher Kunstvereins.

Alljährlich widmet der Kronacher Kunstverein eine

große Ausstellung seinen künstlerisch tätigen Freunden

und Freundinnen sowie seinen Mitgliedern. Die

Jahresausstellung zeigt das vielfältige Schaffen, die

Begeisterung und die hohe Qualität der regionalen

Kunstszene. Ambitionierte Hobbykünstler sowie arrivierte

und beruflich Kunstschaffende können sich hier mit eigenen

Arbeiten aus den unterschiedlichsten Genres wie Malerei,

Zeichnung, Bildhauerei, Installationen, Film, Lichtkunst

sowie digitalen Formaten an der Ausstellung beteiligen.

Gleichzeitig dient die Jahresausstellung auch als Plattform

für gegenseitiges Kennenlernen von Kunstschaffenden und

Kunstinteressierten, dem Netzwerken und dem Austausch.

In diesem Jahr stellt der Kronacher Kunstverein seine

Jahresausstellung unter das Motto „Fragilität“. In

einer von Krieg, sozialen, kulturellen, politischen

und wirtschaftlichen Um- und Einbrüchen, von

Klimawandel und von Energie-, Rohstoff, Wasser- und

Nahrungsmittelknappheit zermürbten Welt scheint vieles,

was bislang selbstverständlich war, verletzlich geworden

zu sein. Dabei stellen sich vielerlei Fragen: Wo ist unsere

Gesellschaft, die Natur, unser Leben auf diesem Planeten

oder auch die Welt der Kunst zerbrechlich geworden? Und

was bedeutet Fragilität in Bezug auf das Bewahren - auch

auf das Bewahren von Kunst? Welche Macht hat die Kunst

in Bezug auf gesellschaftliche Veränderung? Und wo gibt

es Stabilität oder Solidarität? Wo gibt es Hoffnung und

konstruktive Ansätze? Kann Fragilität nicht auch etwas

Positives sein? Ist sie vielleicht sogar eine Triebkraft für

Widerstandsfähigkeit? Ist sie möglicherweise eher ein

Ausdruck von Empowerment statt von Schwäche?

Der Kronacher Kunstverein lädt Künstlerinnen

und Künstler ein, sich mit dem Thema „Fragilität“

auseinanderzusetzen. Jeder Teilnehmende kann bis zu drei

Arbeiten einreichen. Die Ausstellung wird vom Kronacher

Kunstverein kuratiert.

DER KRONACHER

KUNSTVEREIN

Ein Portrait

Der Kronacher Kunstverein entstand vor über 40 Jahren aus privatem

Engagement von Karol Hurec, seiner Frau Krystyna und Willi Karl. Aus Liebe

zur Kunst eröffneten sie eine kleine Galerie in der Kronacher Innenstadt – ein

Treffpunkt für Kunstinteressierte aus der Region. Ihr Ziel: Gegenwartskunst in

die Festungsstadt bringen, was im ländlichen Raum der 1980er-Jahre Aufsehen

erregte. Heute zählt der Verein rund 250 Mitglieder und wird von Sabine Raithel

und Willi Karl geleitet. Der Kronacher Kunstverein genießt überregionale

Anerkennung und bietet Ausstellungen zeitgenössischer Kunst auf hohem

Niveau – vergleichbar mit Metropolen-Galerien. Namhafte Künstler wie Ernst

Fuchs, Elvira Bach oder Cornelius Völker stellten hier aus. Neben renommierten

Künstlern fördert der Verein auch junge Talente mit Debütantenausstellungen.

Dieses Engagement stärkt die weichen Standortfaktoren der Region Kronach.

Eine erfahrene Expertenjury kuratiert das Programm und sorgt für Objektivität

und Vielfalt bei der Auswahl. Ziel ist es, innovative Tendenzen aufzuspüren und

kulturelle Diskussionen lebendig zu halten.

Jährlich organisiert der Kunstverein sechs bis acht Ausstellungen verschiedener

Genres wie Malerei, Bildhauerei, Fotografie oder Videokunst. Der Kronacher

Kunstverein beweist: Ländliche Region bedeutet längst nicht mehr provinziell.

Kronacher Kunstverein e.V.

Siechenangerstraße 13 | 96317 Kronach

Öffnungszeiten:

Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr

Wer mitmachen möchte,

mehr Infos gibt es unter:

www.kunstverein-kronach.de

Die Galerie ist barrierefrei zugänglich. Das komplette Programm und aktuelle

Infos unter: www.kunstverein-kronach.de sowie auf Facebook und Instagram.

Auszüge aus dem Veranstaltungskalender

2025 bis Dezember:

Konzert mit dem Ensemble

„Zufall Blech“

17. Oktober 2025, 19 Uhr

Grosser Adventsflohmarkt im

Kunst-Antiquariat des Kunstvereins

29. November 2025, 10 bis 14 Uhr

Einen Moment Stille:

meditative Kunstbetrachtung

4. Dezember 2025, 18 Uhr

Kaffee - Kuchen - Kunst:

das Seniorinnenund

Senioren-Café

Adventsfeier

7. Dezember 2025, 14 Uhr

Kunst von Rang abseits der großen Metropolen:

Der Kronacher Kunstverein.

Die Jahresausstellung des Kronacher

Kunstvereins findet vom 09.11. bis

14.12.2025 statt. Weitere Infos unter:

www.kunstverein-kronach.de

Foto: Kerstin Sperschneider


Die perfekte Feier

96 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 97


KNUT.EVENTS

Der Schlüssel ihres Erfolgs ist sicherlich die

außergewöhnliche Leidenschaft mit der Sandra

Englich und ihr Team ihren Gästen begegnen. Sie

kann auf stolze 20 Jahre persönlich geplante und

durchgeführte Hochzeiten, Firmenfeiern und

Public-Events blicken: „Jede Veranstaltung ist

immer einzigartig. Die vielfältigen Aufgaben und

Wünsche meiner Kunden sind dabei grundsätzlich

immer sehr unterschiedlich“, erklärt die erfahrene

Geschäftsführerin. Anfangs, so erinnert sie sich,

hätten sich die Leute zu ihrer Geschäftsidee nicht

so viel vorstellen können. Anstatt als diplomierte

Betriebswirtin die gebotene Chance zu ergreifen,

in einer internationalen Unternehmensberatung

Karriere zu machen, entschied sie sich aus Ihrer

Überzeugung zu dieser fixen Idee und zur

Selbstständigkeit in ihrer Kronacher Heimat. Und

ihr Bauchgefühl sollte Recht behalten. „Jedes

Freudestahlen eines jeden Gasts bestätigt, dass

meine klare Idee und unermüdliche Leidenschaft

genau so richtig ist.“

Nach drei Jahren übernahm sie einen kleinen

Blumenladen. Ein früher und wichtiger Baustein

zum Full-Service-Angebot. Ab da sollten nun alle

Veranstaltungen mit eigenen kreativen Blumenarrangements

und eindrucksvollen Dekorationen

von Knut.Floristik gestylt werden.

Schnell erkannte Sandra Englich die Bedeutung

einer individuellen und ganzheitlichen Beratung.

„Ziel ist es immer die Wünsche der Kunden mit

unseren Vorschlägen zusammen zu bringen, um

so für alle Gäste ein unvergessliches Erlebnis zu

schaffen“, so die Event-Expertin. Nicht nur durch

die Einflüsse der sozialen Medien und Pinterest &

Co haben sich in der Zwischenzeit die Wünsche

und Ansprüche an das Gesamterlebnis für eine

perfekte Feier deutlich fortentwickelt. „Lifestyle

und Trends ändern sich ständig. Aber das sind die

angesagten Einflüsse, die bei unserem Gesamt-

Styling eine ganz wichtige Rolle spielen“. Nach

einer Welle von Vintage-Feiern und Boho-Festen

wird es derzeit wieder facettenreicher.

Veranstaltungen von Knut.Events finden quasi

überall statt: ob als Business-Event in geeigneten

Firmengebäuden, oder auf Messen und Ausstellungen,

als private Feier in Schlössern oder

Scheunen, in stylischen Zelten, im eigenen Garten

oder auch bei vielen Public-Events wie ‚Kronach-

Leuchtet‘ oder ‚Martini-Markt‘ o.ä..

Seit 2011 hat Sandra Englich das Portfolio von

Knut.Events um ein eigenes Restaurant erweitert.

Sie übernahm die ehemalige Gaststätte auf der

Kronacher Festung Rosenberg. Vorher wechselten

dort oft die Pächter und die Stimmung war eher

mau. „Als gelernte Hotelfachfrau war ich sofort

voller Ideen und Tatendrang aus der bis dahin dort

verwaisten Location mit unserer neuen ‚Bastion

Marie‘ einen besonderen Platz voller Lebensfreude

für alle Sinne zu schaffen“, erinnert sich

die Geschäftsführerin. Doch für ein ausgezeichnetes

Restaurant brauchte es natürlich auch eine

ausgezeichnete Küche. Da dachte Sandra Englich

direkt an Ihre Mutter. „Sie hat sofort ja gesagt. Es

war schon immer ein großer Wunsch meiner

Mutter ein schönes Restaurant mitzuführen.“

98 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


DIE PERFEKTE FEIER

Schon bald erkannten die Gäste den neuen liebevollen

Charme auf der Kronacher Festung: ein

neues, stilvolles Ambiente, und immer frische

Blumen- und Tischdeko, ein herzliches und

geschultes Personal, und natürlich: die

ausgezeichneten Köstlichkeiten vom mittlerweile

gewachsenen Küchenteam der Bastion Marie. „Ob

Kronacher oder Gäste aus der Region, oder

Touristen von weit her, wir wollen alle Gäste mit

unserer leckeren fränkischen Küche verwöhnen.

Mal traditionell, mal raffiniert interpretiert.

Deshalb gibt es eine immer wechselnde Karte mit

feinen Besonderheiten à la Bastion Marie.

Natürlich alles immer marktfrisch und mit viel

Liebe und Kochkunst von unserem Küchenteam

zubereitet.“ Und am Sonntag steht Mama

Christine immer noch selbst in der Küche: dann

gibt es auch ihre unnachahmlichen klassischen

fränkischen Braten. „Wir wollen vielseitig sein,

denn unser Publikum ist es ja auch“, sagt die

Restaurantchefin. „Ob ein leckeres Stück unserer

selbstgebackenen Kuchen und Torten, oder ein

mehrgängiges Verwöhn-Dinée mit

ausgezeichneter Weinbegleitung.“

Ein Herzstück der Bastion Marie ist der traumhafte

Biergarten, eingebettet in die imposante

Festungsanlage, und mit einem unvergleichlichen

Ausblick weit für die Kronacher Dächer hinaus.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich die

Bastion Marie zu einer beliebten Location für

Hochzeiten, Geburtstage oder ähnliche Anlässe

entwickelt hat.

Mit der Bastion Marie haben sich auch die

Möglichkeiten für den Full-Service-Ansatz von

Knut.Events entsprechend erweitert. „Und unsere

köstliche Küche und kreatives Küchenteam setzen

wir ebenso auch bei externen Veranstaltungen ein:

als Dinée auf Hochzeiten, oder Flying-Buffet bei

Firmenempfängen oder Messen, oder wie

alljährlich bei ‚Kronach-Leuchtet‘ dann als Pop-

Up-Restaurant in unserem ‚Köstlicht‘ mit Live-

Cooking direkt vor den Augen der Gäste.“

Sandra Englich hält ein kleines Booklet in den

Händen: „Ein spannendes Heftchen als Vorschau

auf unsere Event-Highlights über das ganze Jahr.“

Ein beeindruckendes Angebot an unterschiedlichen

Veranstaltungen von Knut.Events, Knut.Floristik

und der Bastion Marie: vom Brunch über Live-

Musik im Biergarten oder coole Sundowner-

Events mit groovigen Beats im Danceclub-Flair,

bis zu kreativen Floristikkursen für Adventskranzbinden

oder Flower-Loops. „Es geht doch einfach

darum die schönen Momente zu genießen und

gemeinsam Spaß zu haben“, resümiert Englich.

Und mit dem ‚Mariechen‘ hat Sandra Englich ein

weiteres einzigartiges Highlight geschaffen. Ein

helles, naturtrübes Bier, das es nur auf ihrer

Bastion Marie gibt. „Kaiserhöfer braut es exklusiv

nur für uns. Wirklich unvergleichlich im

Geschmack. Es ist ein bisschen leichter und damit

bekömmlicher als herkömmliche.“ Viele sagen:

einfach das perfekte Bier. Ob das möglicherweise

auch ein Grund war, warum die Bastion Marie als

einer der zehn schönsten Biergärten Deutschlands

ausgezeichnet wurde? Für Sandra Englich steht

auf jeden Fall fest: „Für mich ist es der schönste

Platz über den Dächern von Kronach.“

Sandra Englich hat seit 20 Jahren immer das

Ganze im Blick, ob als kreative Unternehmerin

oder als hoch engagierte Eventmanagerin für

einzigartige Momente. Entscheidend ist immer der

intensive Dialog mit den Kunden, um die

Wünsche und Vorstellungen zu verstehen, um

dann ein maßgeschneidertes Konzept über z.B.

Locationauswahl, Einladungskarten, Reservierung

von Hotels, Shuttleservice, oder Buchung von

DJs, Musikern, Kinderbetreuung oder Security,

Licht- und Ton-Technik, Catering und Equipment

uvm. gemeinsam im Team auszuarbeiten. „Und

dann setzen wir das alles um: Planung,

Beschaffung, Aufbau, Veranstaltungstechnik,

Dekoration, Essen, Drinks, Service- und auch

Backstage-Personal … und natürlich danach auch

alles wieder zurück“, sagt Englich, immer mit

dem Streben nach der perfekten Feier. So loben

durchweg alle Kunden und Gäste die hohe

Professionalität und absolute Zuverlässigkeit bei

herausragender Qualität in allen Belangen. Wenn

dann die Kunden zu ihr kommen und sagen: „Das

war noch viel schöner, als wir uns das vorher

gedacht haben“, dann ist das für Sandra Englich

und ihr tolles Knut Team das größte Dankeschön

für ihre leidenschaftliche Arbeit.

Sandra Englich über die Bastion Marie

KNUT.EVENTS

Event-Design, kreative Beratung, professionelle

Planung, exzellente Durchführung, Fullservice

Management, Hochzeiten, Jubiläen, Privatfeiern,

Empfänge, Business Events, Public Events,

Konzerte, Seminare, Messen, Service, Catering,

Drinks, Event Styling, Decoration, Entertainments,

Bands & DJs, Technik.

Johann-Nikolaus-Zitter-Str. 41 / 96317 Kronach

T. 09261 965553 / office@knut-events.de

www.knut-events.de

KNUT.FLORISTIK

Kreative Blumensträuße, faszinierendes

Blumensortiment, trendige Homestyle

Anregungen, Tischdeko & kleine

Geschenkideen, Hochzeitsblumenträume,

pietätsvoller Trauerschmuck, Event Styling

Arrangements, Firmen Deko Services,

Lieferservice, Fleurop Premium Partner.

Johann-Nikolaus-Zitter-Str. 41 / 96317 Kronach

T. 09261 965553 / floristik@knut-events.de

www.knut-floristik.de

BASTION MARIE

Restaurant, Café, Terrasse, Biergarten,

unvergleichlicher Ausblick, Festung & Führungen,

Private Feiern, Business Events, öffentliche

Veranstaltungen, Konzerte, Lounge & Partys,

ausgezeichnete Küche, eigenes Bier ‚Mariechen‘.

Dienstag bis Sonntag ab 11.30 Uhr

Montag Ruhetag

Festung 1 / Festung Rosenberg / 96317 Kronach

T. 09261 500700 / bastion@knut-events.de

www.bastion-marie.de

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 99


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Wenn Gespräche anstrengend werden, der Fernseher undeutlich klingt oder ein

Tinnitus den Alltag belastet, leidet oft die Lebensqualität. Dabei ist gutes Hören

heute keine Frage des Alters – sondern moderner Technik, individueller Beratung

und ganzheitlicher Versorgung. Bei Hörgeräte Geuter erhalten Sie mehr als nur

ein Hörgerät: Sie gewinnen ein Stück Lebensfreude zurück.

Wer schlecht hört, fühlt sich schnell außen vor – beim Familienfest,

im Restaurant oder beim Lieblingsfilm. Manche Menschen haben

das Gefühl, dass die anderen „nuscheln“. Tatsächlich lässt das Gehör

oft schleichend nach. Die gute Nachricht: Heute gibt es

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BUCHTIPP

Advertorial

BUCHEMPFEHLUNG

VON DER KREISBIBLIOTHEK KRONACH

Mit The Secret of Secrets meldet sich Dan Brown nach acht Jahren zurück und legt einen neuen

Robert-Langdon-Roman vor, der seine Leser von der ersten Seite an fesselt. Diesmal führt der Weg den

Symbolforscher nach Prag, wo seine Kollegin Katherine Solomon über die Geheimnisse des menschlichen

Bewusstseins forschen möchte. Doch ein Mord, ein verschwundenes Manuskript und eine geheimnisvolle

Organisation reißen Langdon in ein Abenteuer, das ihn von Prag über London bis nach New York führt.

Brown gelingt es eindrucksvoll, historische Schauplätze und Legenden mit moderner Wissenschaft zu

verweben. Prag, mit seiner labyrinthischen Altstadt und der Legende des Golems, wird zu einer atmosphärisch

dichten Kulisse, die fast selbst zur Hauptfigur wird. Gleichzeitig greift der Roman das Thema Noetik auf –

die Erforschung des Bewusstseins – und verleiht dem Thriller damit eine überraschend zeitgemäße und

philosophische Dimension.

Hardcover

704 Seiten

ISBN: 9783785727706

32,00 Euro

Infos Kreisbibliothek

Adresse:

Am Schulzentrum 1

96317 Kronach

Telefon 0 92 61 / 678 610

E-Mail bibliothek@lra-kc.bayern.de

Internet www.kreisbibliothek-kronach.de

Öffnungszeiten

Mo – Do: 10:00 – 17:00 Uhr

Fr: 10:00 – 16:00 Uhr

Die typische Brown-Formel funktioniert auch hier hervorragend: kurze Kapitel, prägnante Cliffhanger und

ständige Perspektivwechsel treiben die Handlung unaufhaltsam voran. Man findet sich schnell im Sog einer

Erzählung wieder, die geschickt Rätsel, Mythen und Symbolik kombiniert. Besonders die Beschreibungen

von Architektur, Kunst und historischen Details lassen das Setting lebendig werden und zeigen Browns

bewährte Recherchearbeit.

Natürlich gibt es Elemente, die man von Brown kennt: Figuren sind vor allem Träger der Handlung, und nicht

jeder Dialog glänzt durch Tiefe. Doch diese Aspekte treten angesichts der Spannung und der thematischen

Reichweite in den Hintergrund. Denn letztlich ist das Buch weniger Charakterdrama als ein groß angelegtes

Abenteuer, das mit Tempo, Atmosphäre und Ideenreichtum überzeugt.

The Secret of Secrets zeigt Dan Brown in Bestform: packend, bildstark, voller überraschender Wendungen

und zugleich offen für große Fragen über Wissen, Glaube und Bewusstsein. Fans seiner früheren Romane

werden begeistert sein, während Neueinsteiger einen idealen Einstiegspunkt in die Welt Robert Langdons

finden.

Fazit: Ein mitreißender Thriller, der Historie, Mythos und Wissenschaft zu einem spannungsvollen

Leseerlebnis verbindet – und Dan Browns Rückkehr zu alter Stärke markiert.

Ab November verleiht die Kreisbibliothek

wieder ihre Weihnachts-Bücher

für Kinder und Erwachsene. Ob Sachbücher

oder Romane: Hier dreht sich

alles um Adventszeit und Weihnachten.

INHALTSANGABE

In Dan Browns The Secret of Secrets steht erneut Professor

Robert Langdon im Mittelpunkt. Er reist nach

Prag, um einem Vortrag seiner Kollegin Katherine Solomon

beizuwohnen, die bahnbrechende Forschungen

über das menschliche Bewusstsein präsentiert. Doch

die Veranstaltung nimmt eine dramatische Wendung:

Katherine verschwindet mitsamt ihrem Manuskript,

das angeblich das Potenzial hat, grundlegende Vorstellungen

über Geist und Realität zu verändern.

Langdon gerät in ein Netz aus Geheimnissen, Verschwörungen

und alten Legenden. Bald wird er nicht

nur von einer mächtigen Organisation gejagt, sondern

auch mit den Mythen Prags konfrontiert – darunter die

Legende des Golems. Auf der Suche nach Katherine

und dem brisanten Manuskript entschlüsselt er Hinweise

in Kunst, Architektur und Symbolen, die ihn von

Prag über London bis nach New York führen.

Am Ende steht nicht nur die Lösung eines Rätsels, sondern

eine Frage, die die Grenzen von Wissenschaft und

Glauben neu auslotet.

DAN BROWN

Dan Brown (geboren 1964 in Exeter, New Hampshire,

USA) ist ein amerikanischer Schriftsteller, der vor allem

durch seine Thriller rund um den Symbolforscher Robert

Langdon weltbekannt wurde. Nach einem Studium

der Literatur und Musik arbeitete er zunächst als Lehrer,

bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit Sakrileg

(The Da Vinci Code) gelang ihm 2003 der internationale

Durchbruch. Seine Romane verbinden historische Geheimnisse,

Kunst, Religion und Wissenschaft und wurden

millionenfach verkauft sowie erfolgreich verfilmt.

© Ben Flythe

102 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM

KRONACHER – Das Magazin

Ausgabe 03/Oktober 2025

Erster Jahrgang

Auflage 3.500 Stück

www.kronacher-magazin.de

Verlag:

MARKATUS

Marketing | Film | Social

Coburger Straße 7 (Gebäude 2)

96472 Rödental

Telefon 0 95 61 973 45 00

www.markatus.de

Herausgeber & Chefredakteur:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 690 52 84

wh@markatus.de

Mitherausgeber:

Tim Birkner

Telefon 01 71 483 90 05

info@das-magazin.de

Redaktion/Autoren dieser Ausgabe:

Tim Birkner

Wolfram Hegen

Andreas Leopold-Schadt

Roland Spranger

Fotografen dieser Ausgabe:

Tim Birkner

Sebastian Buff

Titelbild:

nach einem Foto von Tim Birkner

von der Flakonglasproduktion bei Heinz-Glas

Layout/Illustrationen:

Lisa Geyer

Thea Stegner

Grundlayout:

Peter Einheuser

Anzeigengestaltung:

MARKATUS

Marketing | Film | Social

Anzeigenvertrieb:

Tim Birkner

Wolfram Hegen

Anke Feuer

Telefon 01 77 72 23 773

af@markatus.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2024-25

Druck:

creo Druck & Medienservice GmbH

Gutenbergstraße 1

96050 Bamberg

Preis:

kostenlos

Vertrieb:

über 200 Verteilstellen

in Kronach Stadt und Land

Bestellung:

Online über www.kronacher-magazin.de

Preis inkl. Verpackung und Versand

innerhalb Deutschlands: 5 Euro inkl. MwSt.

IN EIGENER SACHE

POST VON INGO

Der allseits bekannte Kronacher Autor Ingo Cesaro

begleitet den KRONACHER mit viel Wohlwollen

von Anfang an. Auch nach Ausgabe 2 erreichten uns

ein paar liebenswerte Zeilen: „Noch bevor ich das

Magazin „Kronacher“ in Händen hielt, erreichten

mich schon Mails und drei Anrufe. Alle waren begeistert.

Großartig, Ihr Galerie-Bericht. Er adelt die

Arbeiten von Peter Korn. Für ihn und mich ein besonderes

Ostergeschenk hinterher und eine Imageaufwertung

für die „Galerie im Landratsamt“, die

ich konzeptionell noch für ca. 2 Jahre betreue. Großen

Dank!!! … Aus Cranach-City, der Hauptstadt der

Poesie. Herzliche Grüße. Ingo Cesaro.“ Ganz lieben

Dank auch von uns.

Wenn auch Sie uns loben wollen, aber nicht nur

dann, sondern auch wenn Sie uns Ihre Meinung

sagen möchten, Kritik, Verbesserungsvorschläge,

Themenideen, schreiben Sie:

info@das-magazin.de

DANK AN ALLE

Es geht immer nur gemeinsam. Das ist unsere feste

Überzeugung. Auch der KRONACHER mit seiner

Vision, ein Erlebnis für Leserinnen und Leser zu sein,

sie zu begeistern, zu inspirieren, zu berühren mit originellen,

emotionalen und relevanten Inhalten, die

Ästhetik und Substanz vereinen, geht nur gemeinsam.

Im Redaktions- und Produktionsteam, aber vor allem

gemeinsam mit vielen Unterstützerinnen und Unterstützern

in der Region. Bei diesen wollen wir uns bedanken.

Vor allem bei unseren immer zahlreicheren

Kundinnen und Kunden, die den KRONACHER für

ihre Kommunikation und Werbung nutzen.

Dieses Mal besonderen Dank an:

Autohaus Müller/ Autohaus Vetter/ BRK/ Caritas/

Confiserie Burg Lauenstein/ Delife/ Fernwasserversorgung

Oberfranken FWO/ Ford Hommert/

Frankenak ademie/ HABA/ Heinz Glas/ Hörgeräte

Geuter/ Hörgold Akustik/ Kreisbibliothek Kronach/

Knut events/ Kunstverein Kronach/ Landkreis

Kronach/ Maintal Betten/ Milchwerke Oberfranken/

Naturfriedhof Banz/ Objekt M/ Orthosport/ Pflegehelden

Oberfranken/ Rebhan Stockheim/ Rießner

Gase/ Spielbank Bad Steben/ Steinert Bad/ süc//

dacor/ Verkehrsverbund Großraum Nürnberg VGN

Alle Inhalte auch online unter

das-magazin.de, auf Facebook und

auf Instagram. Gerne folgen ?.

WEITERE TERMINE

Und so geht es weiter mit dem KRONACHER 2026:

KRONACHER #4 30.04.26

Anzeigenschluss 16.04.2026

KRONACHER #5 30.10.26

Anzeigenschluss 16.10.2026

Interesse an Werbung im KRONACHER und/

oder den Partnermagazinen COBURGER und

LICHTENFELSER?

Informationen gibt es hier:

www.das-magazin.de/mediadaten

oder reinklicken auf das-magazin.de/mediadaten.

Oder gleich persönlich melden:

Anke Feuer, af@markatus.de, 0177/ 722 37 73

Tim Birkner, tim@arpeggio.de, 0171/ 483 90 05

Wolfram Hegen, wh@markatus.de, 0171/ 690 52 84.

Wir freuen uns.

HIER GIBT’S DEN KRONACHER

Und hier geht’s zur Liste mit allen Verteilstellen:

www.das-magazin.de/verteilstellen

Oder reinklicken: www.das-magazin.de/verteilstellen.

Anregungen zu weiteren Verteilstellen gerne mailen:

info@das-magazin.de.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 103



GALERIE

Gefragte Fotografin weit

über Kronach hinaus:

Simone Deuerling

G A L E R I E

S I M O N E D E U E R L I N G

„Meine Bilder leben von Emotionen, Ästhetik und dem

Wissen über Bildsprache. Dadurch lebt die Liebe für immer

weiter“, sagt sie selbst über ihre künstlerische Haltung.

Ihr Zuhause liegt an der Grenze zwischen Kronach, Coburg

und Lichtenfels – doch ihr Blick reicht weit darüber hinaus.

Als professionelle Fotografin arbeitet sie in der Region,

deutschlandweit und international. Nach einem pädagogischen

Studium mit Kunst als Schwerpunkt hat sie ihren

eigenen Stil entwickelt – zwischen Natürlichkeit, Ästhetik

und tiefer Liebe zum Detail. Sie unterrichtet als Lehrerin

und arbeitet zugleich als professionelle Fotografin. Diese

besondere Verbindung spürt man in ihrer Arbeit: achtsam,

aufgeschlossen, kreativ, empathisch, immer mit echtem Interesse

für ihr Gegenüber.

Ihre Schwerpunkte: stilvolle Portraits und Hochzeitsreportagen

im Editorial Style. Die Serien für Hochzeitspaare

wirken wie aus einem hochwertigen Magazin: elegant,

zeitlos, fast filmisch, voller Atmosphäre. Doch immer steht

das Wesentliche im Mittelpunkt – echte Emotionen. Einen

weiteren Fokus legt sie auf die professionelle Tier- und Pferdefotografie.

Es sind stille, kraftvolle Bilder, in denen man

das Vertrauen zwischen Mensch und Tier spüren kann.

Nähe, eingefangen in Licht und Bewegung. Auch wenn kein

Mensch im Bild ist, bleibt die Verbindung spürbar.

Was ihre Fotografie unverwechselbar macht? Mit ihrer Kamera

hält sie nicht nur Augenblicke fest – sie verleiht ihnen

Bedeutung. Ihre Mission: Liebe und Leben für immer zu

bewahren. Denn mit den Jahren, das weiß sie, werden ihre

Bilder zu etwas, das keinen Preis kennt – zu Erinnerungen,

die unbezahlbar sind und in denen man sich fühlt, als sei es

gestern gewesen…

www.saphir-weddings.com

@saphirweddings

@saphirfotografie

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 105


SIMONE DEUERLING

106 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025



SIMONE DEUERLING

108 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025



SIMONE DEUERLING

110 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025



ZWA IM BRÖDLA

Für den KRONACHER von Andreas Leopold Schadt & Roland Spranger

ZWA IM BRÖDLA

„Der Schadt-Komplex, ein B-Promi packt zamm“ – so heißt das aktuelle Programm von Andreas Leopold Schadt

und dem Autoren Roland Spranger. Es erzählt mit der nötigen Unernsthaftigkeit aus dem Leben eines ehemaligen

Tatort-Kommissars, der die Dinge nicht anders sieht, sondern genau so, wie sie sind. Wie sie sich die Menschen

nur vage vorstellen können. Begleiten Sie einen B-Promi durch den Sumpf des wirklichen Lebens.

Du hast die Haare schön...

Als Kriminal-Kommissar Fleischer im Franken-Tatort

hatte ich unterschiedliche Frisuren. Straff zurückgegelt

oder eher lockig mit Knarre oder mit Undercut

vor dem PC-Monitor. Zu meiner Frau sagte ich früher

immer: „Wenn du dir einen rasierten Bob machen

lässt, lass ich mich scheiden.“ Und dann hat sie es umgehend

gemacht, also machen lassen, den rasierten

Bob. Und ich hab das mit der Scheidung nicht durchgezogen.

Ich sag’s gleich, bevor der Erste fragt. Oder

googelt.

Oh sorry. Sind hoffentlich nicht zu viele

rasierte Bob-Trägerinnen unter den

Leserinnen. Auf keinen Fall wollte ich

Grenzen überschreiten. Echt. Ich bin

sonst sehr empathiefähig. Ich bin selbst

traumatisiert. Als Mann lässt du dir einen

Bob nicht freiwillig machen, sondern vor

einer OP, wegen eines Unfalls oder wegen

einer Wette. Es gab einen TATORT-Dreh,

an dem ich mit der anderen fränkischen

Kommissarin in die Kiste durfte. Also

der weiblich gelesenen Person in der indigenen

Bevölkerung. Genau wie ich zuständig

für fränkische Dialekt-Atmo, aber

immerhin auch für attraktives Aussehen.

Die Chef-Ermittler sind vom Norden nach

Nürnberg strafversetzt, damit die mundartlosen

Bundesbürger nicht mit zu viel

Dialekt malträtiert werden. In Österreich

ziehen sie Sprache und Eigenarten durch,

aber in Deutschland ist man halt achtsam.

Natürlich spielte das Techtelmechtel mit

meiner Kollegin nie mehr eine Rolle in

den folgenden Drehbüchern.

Vielleicht war der Fleischer auch nicht

ganz so erfolgreich beim Liebesspiel. Immerhin

hatte sie ihren BH noch an. Wahrscheinlich

waren die ganzen Redakteure und Drehbuchautoren

mit was anderem beschäftigt, oder mit sich selbst.

Ich hatte die Szene freilich abgespeichert, und immer

gehofft, dass sie mal fortgesetzt wird. Sex-Szenen

kommen sonst in meinem Lebenslauf nicht so

oft vor. Da gibt’s gar nichts zu lachen. Also ich komm

zu dem Filmdreh, bei dem ich mit der Kollegin… Sie

wissen schon. Sex-Szenen sind für die Schauspieler

superpeinlich, obwohl man eigentlich nichts sieht …

also in Nahaufnahme oder in Super-Zeitlupe oder so.

Keine Pickel am Arsch. Plötzlich brüllt der Regisseur:

„Der hat viel zu lange Haare. Der ist viel zu präsent.

Der schaut ja aus wie ein Hauptdarsteller.“ Woooo,

das mit dem Hauptdarsteller hätte nicht sein müssen.

Und sofort hieß es: Die Haare müssen ab. Bei der Szene

im Bett hatte ich die Haare noch lang. Und dann

begann die Demütigung. Als Schauspieler bist du allen

Irren, die es in die Filmbranche geschafft haben,

komplett ausgeliefert.

Am nächsten Drehtag musste ich gleich ins Maskenmobil.

Ich setz mich da rein und wir reden ganz nett,

aber mir fällt schon gleich auf, dass die Maskenbildnerin

die Hand so unnatürlich hinter ihren Rücken hält.

Da hat sie nämlich ihre Gartenschere versteckt. Mit

einer geschmeidigen Bewegung ist die Dame hinter

mir und fängt an zu schneiden.

Hratsch. Hratsch. Hratsch.

Und ich denk so: Puuuh, so viel Haar hab ich gar

nicht, wie die mir hinten wegschneidet.

Und es macht immer noch: Hratsch.

Hratsch. Hratsch. Als ich nach Hause

kam, hat mich meine Frau gefragt, ob ich

unter die Bobber gegangen sei. ICH. Alter

Schwermetaller. Ich hör einmal am Tag

Reign In Blood von Slayer rückwärts, damit

ich die ganzen satanischen Frisuranspielungen

mitkriege. Dafür hab ich extra

meinen Schallplattenspieler umbauen

lassen. Mit der neuen fiesen Friese hab ich

mich wochenlang in Schaufensterscheiben

für einen Bekannten gehalten, den

ich grüßen muss. Ein paar Mal wäre ich

beinahe überfahren worden, als ich bei

meinem Anblick die Straßenseite wechseln

wollte. Und das Schlimme ist, dass

der BR während meines unfreiwilligen

Bobber-Modus die Autogrammkarten upgedatet

hat. Zum Glück hatte die Dame im

Maskenmobil auch alle anderen Kollegen

verunstaltet. Sämtliche Ermittler im neuen

Gartenscheren-Look. Und zum Glück

fanden die Hauptdarsteller ihre Frisur

nicht so prickelnd. Deshalb gab’s bereits

im nächsten Jahr eine neue Auflage der

Autogrammkarten.

Das mit der Frisur war echt nervig. Natürlich hat mich

jeder darauf angesprochen, warum ich mir nach dem

unterbrochenen Sex mit Wanda die Haare schneiden

ließ. Die meisten anderen Betroffenen rauchen einfach

eine E-Zigarette danach.

112 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


ANIMAL SOCIALE

In jedem

KRONACHER laden wir

an dieser Stelle Kronacher

oder Nicht-Kronacher

ein, ihre Meinung

zu sagen.

Animal sociale

Vom Wolfram Hegen

Wer in diesen Zeiten Schlagzeilen liest, könnte leicht meinen, die Welt stünde wieder einmal am

Rand des Abgrunds. Kriege, Krisen, Katastrophen – und das alles im Takt des Newstickers. Ukraine,

Naher Osten, die fragile Wirtschaftslage, Arbeitsplätze, die wegbrechen, Klimawandel,

Spaltung, Hass, Hetze und eine rechtsextremistische Partei, die Zulauf bekommt. All das ist Realität.

Aber eben nicht die ganze.

Macht über unser persönliches Wohlbefinden

haben Meldungen nur dann, wenn wir

sie ihnen geben. Wenn wir uns ihnen mehr

als nötig zuwenden, wenn wir das Dunkel

größer machen, als es ohnehin schon ist. Dabei

gibt es immer auch eine andere Seite –

näher, leiser, oft unspektakulär. Menschen,

die wir lieben und die für uns da sind, die uns

lieben, die für uns da sind. Gespräche, die

guttun. Gemeinsame Unternehmungen. Firmen

und ihre Chefinnen und Chefs, die trotz

aller Unsicherheiten an die Zukunft glauben

und sie gestalten. Bürgerinnen und Bürger,

die sich engagieren, die Mut machen, die

etwas bewegen. Eine Gesellschaft, die – bei

allen Herausforderungen – viele Chancen

bietet, Mitbestimmung, Teilhabe – und vor

allem: ein Leben in Freiheit.

Nicht zuletzt gibt es uns selbst: mit unseren

Fähigkeiten, unseren Möglichkeiten, unseren

Leidenschaften – und mit unserem Gemeinsinn.

Der Mensch ist, wie die alten Philosophen

sagten, ein animal sociale. Es verbindet uns

immer mehr, als uns auf den ersten Blick

vielleicht trennt. Als soziales Wesen ist der

Mensch in der Lage - und darauf angewiesen

- solidarisch zu sein, auf Augenhöhe miteinander

zu reden, respektvoll miteinander umzugehen,

Kompromisse zu schließen.

Nur auf dieser gemeinsamen Basis lassen sich

Probleme bewältigen und Lösungen finden.

Nur zusammen sind wir stark.

AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 113


Kronacher | Das Magazin

erscheint wieder Ende April 2026

Anzeigenschluss ist

der 16. April 2026

Zitate zum Thema „Intelligenz“ sind heute … das Letzte

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

Albert Einstein

„Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“

Friedrich Dürrenmatt

„Das Internet ist für uns alle Neuland.“

Angela Merkel

„Die Zukunft ist offen.“

Karl Popper

„Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht dadurch durchzusetzen,

dass ihre Gegner überzeugt werden; sondern dadurch, dass die Gegner aussterben.“

Max Planck

„Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.“

Konrad Adenauer

„Künstliche Intelligenz ist nur so klug wie die Daten, aus denen sie lernt.“

Ranga Yogeshwar

„Ich war zu faul zum Rechnen – also erfand ich den Computer.“

Konrad Zuse

114 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025


HERZLICH WILLKOMMEN IN DER

Als eine der neun staatlichen Bayerischen Spielbanken

bietet das Casino in Bad Steben gepflegtes

und sicheres Spielvergnügen in angenehmem

Ambiente – dazu Comedy, Kabarett und vieles

mehr im kleinen, feinen Event-Bereich. Schauen

Sie doch mal vorbei, wir freuen uns auf Sie!

Gedämpftes Stimmengemurmel, das Klick-Klack der

Roulettekugel im Kessel, konzentrierte Kartenspieler

und eine Bar, an der man bis zwei Uhr nachts sitzen

kann – die Spielbank Bad Steben mit ihrem direkt im

Spielsaal untergebrachten Restaurant Glüxx ist schon

ein ganz besonderer Ort in dem Urlaubsstädtchen.

Hier wird man mit herzlich-fränkischer Gastfreundschaft

empfangen, kann einen guten Tropfen trinken,

bis spät nachts etwas essen und auch mal ganz unverbindlich

den Spielern über die Schulter sehen. Und

dann, je nach Lust und Laune, vielleicht mal beim

Roulette ein paar Jetons setzen.

LIVE-MUSIK IM SPIELSAAL

Ein ganz besonderes Erlebnis wartet in der Regel alle

zwei Monate jeden zweiten Mittwoch auf die Gäste.

Bei der Veranstaltungsreihe »After Work Live« von

19 bis 22 Uhr präsentiert sich jeweils ein Partner

aus der Region mit Infos und einem Blick hinter die

Kulissen – vom Handwerksbetrieb bis zum Freizeit-

Anbieter. Der Clou dabei ist Live-Musik im Spielsaal.

»Wir haben die Band dann wirklich direkt im Spielsaal«,

sagt Spielbank-Direktor Udo Braunersreuther. »Das ist

eine ganz besondere Atmosphäre. Viele Gäste hören

einfach der Musik zu, aber die Spieltische sind auch

immer voll.«

DEMO-SPIELE FÜR EINSTEIGER

Ebenso lässig und unterhaltsam sind auch die Spiel-

Erklärungen, bei denen erfahrene Croupiers – von

denen manche echte Entertainer-Qualitäten haben! –

in die Geheimnisse von Roulette & Co. einweihen.

A U

SETZEN SIE AUF EINEN

STILVOLLEN ABEND.

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielteilnahme ab 21 Jahren. Informationen und Hilfe unter www.spielbanken-bayern.de

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