KRONACHER – Das Magazin #03
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Nr. 3 | Oktober 2025
Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.
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INHALT
AUSGABE 3 | OKTOBER 2025
6 EDITORIAL. Cranach kommt zu Wort.
10 STADTGESPRÄCHE. Darüber spricht Kronach.
86 KULTURTIPPS. Was wo wann.
102 BUCHTIPP. The Secrets of Secrets.
103 IN EIGENER SACHE. Danke an Ingo.
103 IMPRESSUM. Wir waren es.
112 ZWA IM BRÖTLA. Du hast die Haare schön.
113 AUF EIN WORT. Kopf hoch.
114 DAS LETZTE. Bildungsupdate.
14
20
28
30
32
48
DEN SCHMERZ AUSHALTEN.
Grenzerfahrungen mit Uli Scherbel.
FEUER UNTERM DACH.
Fotostrecke Glasproduktion.
WIE DENKEN WIR IN ZUKUNFT?
Sonderthema Intelligenz.
IST DENKEN OUT?
Interview mit einem KI-Professor.
SO SÜSS SCHMECKT DIE ZUKUNFT.
Besuch in der Fischbachsmühle.
NACH DER KATASTROPHE.
Die Zukunft des Frankenwaldes.
54 MACHERIN.
Dieses Mal Britta Höfer.
56
60
74
96
104
COOLE CHEFS.
Besuch bei einer Autofamilie.
BYPASS IN DER TIEFE.
Wasser unter Stockheim.
HIER WOHNEN …
… Menschen zusammen.
DIE PERFEKTE FEIER.
Geburtstag für Eventfirma.
EMOTION UND ÄSTHETIK.
Galerie Simone Deuerling.
UND VIELES MEHR.
Titel nach einem Bild von Tim Birkner
aus der Strecke „Feuer unterm Dach“
4 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
ORTHO SPORT
Advertorial
Vorsorgen, bevor die
Knochen brüchig werden
WAS SIE ÜBER OSTEOPOROSE WISSEN SOLLTEN
In Deutschland leben ca. 4,5 Millionen Frauen und 1,2 Millionen Männer
mit Osteoporose. Je nach individuellem Risiko sollten Menschen ab 50
Jahren mindestens alle 2 Jahre zur Vorsorge, um ihr Osteoporoserisiko
prüfen zu lassen. Dr. Brigitta Bär-Rothhaupt, die als Orthopädin und
Sportmedizinerin bei ortho sport in Kronach und Coburg auf osteologische
Fragestellungen spezialisiert ist, erläutert die Hintergründe.
Was ist Osteoporose?
Osteoporose ist eine Erkrankung der Knochen, bei der sie an Dichte und
Stabilität verlieren. Dadurch werden sie spröde und brechen leichter – oft
schon bei kleinen Stürzen oder Belastungen. Besonders häufig treten
Frakturen der Wirbelkörper, der Hüfte oder des Unterarms auf. Zu den
Betroffenen gehören vor allem ältere Menschen, da die Knochen mit
zunehmendem Alter an Festigkeit verlieren. Frauen sind häufiger betroffen
als Männer, insbesondere nach den Wechseljahren. Ab etwa 65 Jahren
steigt das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, für Frauen stark an, bei
Männern erst ab etwa 75 Jahren.
Wie wird Osteoporose diagnostiziert?
„Bei Verdacht auf Osteoporose betrachten wir mögliche
Risikofaktoren, wie frühere Knochenfrakturen oder Erkrankungen,
die den Knochen schaden können. Dazu gehören etwa Diabetes, eine
Schilddrüsenüberfunktion oder rheumatische Erkrankungen. Aber auch
ein sehr niedriges Körpergewicht, familiäre Vorbelastung, Rauchen oder
bestimmte Medikamente wie Kortison erhöhen das Risiko“, erklärt Dr.
Brigitta Bär-Rothhaupt, die seit 2004 als Osteologin zertifiziert ist und ihre
Patientinnen und Patienten an den ortho-sport-Praxisstandorten Kronach
und Coburg betreut. Die zentrale Untersuchung zur Diagnosestellung ist
die Knochendichtemessung (DXA-Messung). Einfach ausgedrückt, wird
dabei die Knochenbeschaffenheit mithilfe von äußerst gering dosierten
Röntgenstrahlen geprüft. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur
wenige Minuten. Eine Basislaboruntersuchung wird gegebenenfalls
ergänzend veranlasst. „Auf Grundlage dieser Daten lässt
sich feststellen, ob ein Erkrankungsrisiko oder bereits eine
Osteoporose vorliegen. Für den effektiven Umgang des Patienten
mit seiner Situation ist dann die Aufklärung über Prophylaxe
bzw. die Therapieoptionen entscheidend“, erklärt die Expertin.
■ Vitamin D: wird zur Kalziumaufnahme benötigt und durch Sonnenlicht
gebildet, kann über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden
Wie sieht die Therapie aus?
Osteoporose ist nicht heilbar, ihr Fortschreiten lässt sich jedoch
therapeutisch durch spezielle Medikamente bremsen, die den
Knochenabbau verlangsamen (Antiresorptiva) oder den Aufbau neuer
Knochensubstanz fördern (Osteoanabolika).
Drei Fragen an Dr. Brigitta Bär-Rothhaupt, Fachärztin für Orthopädie bei
ortho sport kronach zentrum und coburg zentrum
Ist Osteoporose nicht eine reine Frauenkrankheit?
Dass Osteoporose eine reine Frauenkrankheit sei, ist eine weit verbreitete
Fehlannahme. Auch Männer sind betroffen, wenn auch seltener: Im Alter
zwischen 50 und 60 Jahren zeigen etwa 2,4 % der Männer eine verminderte
Knochendichte, ab 70 Jahren sind es 17 %. In Summe ist rund ein Viertel der
Osteoporose-Erkrankten in Deutschland männlich.
Was ist aus Ihrer Sicht das Wichtigste für die relevante Altersgruppe?
1) Vorbeugung, 2) Vorsorge und 3) Verlaufskontrolle. Beherzigt man diese
drei V‘s, lässt sich mit dem Erkrankungsrisiko wie mit der Erkrankung selbst
kompetent umgehen und die eigene Lebensqualität bestmöglich erhalten.
Die kompetente fachärztliche Betreuung verbindet aktuelles Fachwissen und
Erfahrung; darauf sollte man bei der Wahl seines Osteologen achten.
Worauf liegt Ihr Fokus als Osteologin?
Ich bin seit über 20 Jahren als Osteologin zertifiziert und nehme regelmäßig
an den Fortbildungen des deutschen Dachverbands Osteologie DVO teil, um
mich rezertifizieren zu lassen und auf dem neusten Stand der Forschung zu
bleiben. Meine Kollegen am Standort Coburg Dr. Lutz Schweißinger und
Dr. Dirk Rothhaupt sind ebenfalls zertifiziert. Wir beraten und betreuen
einen großen Patientenkreis, der Risikofaktoren mitbringt, häufig Frakturen
erleidet oder bereits eine Osteoporose-Diagnose erhalten hat. Klares Ziel ist es,
die Alltagseinschränkungen der Betroffenen so gering wie machbar zu halten,
damit sie weiter einen möglichst aktiven Lebensstil führen können.
Wie kann man der Osteoporose vorbeugen?
Vorbeugende Maßnahmen können das Erkrankungsrisiko
eindämmen:
■ Bewegung: regelmäßige körperliche Aktivität, vor
allem Kraft-/Ausdauer- und Gleichgewichtstraining
■ Ernährung: ausreichende Zufuhr von Kalzium
in Form von Milchprodukten, Nüssen (z. B.
Mandeln), kalziumreichem Mineralwasser und
Gemüse
■ Risikofaktoren vermeiden: z. B. Rauchen,
übermäßiger Alkoholkonsum
KRONACHER | DAS MAGAZIN 5
EDITORIAL
EDITORIAL
WOLFRAM HEGEN & TIM BIRKNER
„Die besten Gedanken kommen uns, wenn die Natur
schweigt“, soll Lucas Cranach der Ältere einmal notiert haben
– ein Satz, der zu Herbst und Winter passt, wenn die
Wälder und Wiesen in Ruhe versunken sind, der Atem in
der kühlen Luft vernebelt, das Leben sich weniger draußen
als mehr drinnen abspielt. Zeit zum Nachdenken: Was wird,
was kommt, wohin bewegen wir uns? So wie die Jahreszeiten
ihren unaufhaltsamen Gang nehmen, so wandelt sich auch
unser Denken – schneller, komplexer, technischer ist unsere
Welt geworden. „Intelligenz – wie denken wir in Zukunft?“
haben wir uns gefragt, und das nicht nur im Hinblick auf Maschinen
und Algorithmen, sondern auch auf unsere eigenen
Köpfe und Herzen.
In unserem Sonderthema gehen wir diesen Fragen nach und
blicken gleichzeitig auf sehr konkrete Zukunftsgeschichten
hier bei uns in der Region. Wir sprechen mit Maximilian Kaub,
Geschäftsführer der Confiserie Lauenstein, und seinen Mitarbeiterinnen Ev-Marie und Mandy darüber, wie die
Fischbachsmühle und neue Produktideen für eine süße Zukunft stehen. Wir widmen uns dem Projekt ZukunftHolz,
das Perspektiven für den Frankenwald eröffnet. Und wir besuchen die traditionsreiche Pressiger Autofamilie Vetter,
wo „Mama“ Eva Vetter und ihre Familie mit Ausdauer und klarem Kurs an einer erfolgreichen Zukunft gebaut haben.
Nur drei Beispiele für Geschichten, die zeigen, wie eng Intelligenz, Leidenschaft und Tatkraft zusammengehören.
Unsere Macherin in dieser Ausgabe ist Britta Höfer, Maschinenbau-Chefin aus Steinberg, die mit Optimismus und
dem festen Glauben „Das wird gut“ durchs Leben geht. In unseren Grenzerfahrungen erzählt Uli Scherbel, gefeierter
„Jedermann“ auf der Bühne, von seinem neuen Leben an der Seite von Menschen, die am Ende ihres Weges stehen.
Wir öffnen die Tür zu einem alten Pfarrhaus in Nordhalben, wo Eigentümerin Halgard Stolte von der Faszination
dieses besonderen Ortes erzählt. Und wir fahren mit Robin Hoffmann und Martin Normann in die Tiefe hinab – 30
Meter unter die Erde ins alte Stockheimer Steinkohlerevier, wo das Wasser seinen eigenen Weg durch den dunklen
Stollen sucht.
Schließlich freuen wir uns mit Ihnen auf viele Bilder und kleine Geschichten, die diesen jetzt schon dritten
KRONACHER abrunden, eine feurige Fotostrecke über die Flakonglasproduktion bei Heinz Glas in Kleintettau,
ästhetisch-poetische Pferde aber auch Menschen von Fotografin Simone Deuerling - und machen Ihnen hoffentlich
Appetit auf einen Besuch im Kunstverein Kronach. Und vieles mehr.
So, und jetzt sind Sie dran.
Tim Birkner und Wolfram Hegen
P.S. Schreiben Sie uns gerne, ob der KRONACHER ihnen gefällt oder was Sie gerne einmal lesen würden:
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6 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
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INHALT
14
GRENZERFAHRUNG
Uli Scherbel
32
LAUENSTEIN
Schokolade neu gedacht
38
DER KÄSE MACHT'S
48
FRANKENWALD
Milchwerke Oberfranken
ZukunftHolz
60
BYPASS IM ALTEN REVIER
Unterirdisch
90
ESSEN & TRINKEN, LERNEN & TREFFEN
Franken Akademie
92
MEISTER DES VER BORGENEN
Kunstverein Kronach
104 GALERIE
Simone Deuerling
8 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
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DARÜBER SPRICHT KRONACH
DARÜBER SPRICHT KRONACH
NUR DAS BESTE IST GUT GENUG
Das neue „Crana Mare“ nimmt – hoffentlich – in der
nächsten Zeit Gestalt an, und das im wahrsten Sinne
des Wortes. Der Entwurf des international renommierten
Büros Behnisch Architekten steht fest und
verspricht: Kronach bekommt kein Hallenbad von
der Stange, sondern ein modulares Gebäude aus Holz
und Glas, das Leichtigkeit, Nachhaltigkeit und klare
Formensprache vereint. Der künftige Haupteingang
soll über den Großparkplatz führen und den Besuchern
einen direkten, großzügigen Zugang bieten.
Dahinter öffnet sich ein lichtdurchflutetes Ensemble,
das Natur und Architektur in Einklang bringt – mit
Blickbeziehungen ins Grüne, kurzen Wegen und flexiblen
Bereichen für Sport, Erholung und Familie.
Holz als prägendes Material schafft Wärme und Regionalbezug,
während Glas Transparenz und Offenheit
symbolisiert – ganz im Sinne eines Hauses, das
für Bewegung, Begegnung und Wohlbefinden steht.
Behnisch Architekten, die international für innovative
und umweltbewusste Bauten bekannt sind, verfolgen
mit ihrem Entwurf das Ziel, Funktionalität und
Aufenthaltsqualität zu verbinden. Das „Crana Mare“
soll künftig nicht nur Schwimmbad sein, sondern
Treffpunkt – ein Ort, an dem Freizeit, Gesundheit
und Gemeinschaft miteinander verschmelzen. Klingt
gut, jetzt geht es an die Umsetzung: In den kommenden
Monaten werden die Architekten die Planung
weiterentwickeln, damit das neue Bad das hält, was
die Planungen versprechen: ein architektonisches
Aushängeschild für Kronach zu werden – modern,
nachhaltig und unverwechselbar fränkisch.
DER WALD OHNE LAUTER BÄUME
Ein bisschen Frankenwald liegt jetzt mitten in Berlin
– genauer gesagt im Reichstagsgebäude. Landrat
Klaus Löffler hat dort gemeinsam mit dem Kronacher
Bundestagsabgeordneten Dr. Jonas Geissler
und Bundesminister Alois Rainer Erde aus dem
Frankenwald übergeben. Nicht einfach so, sondern
als Teil der Kunstinstallation „Die Bevölkerung“, die
die Vielfalt und Verwurzelung Deutschlands symbolisiert.
Diesmal trägt sie ein deutliches Zeichen
aus dem Norden Bayerns: eine Mahnung aus der
Heimat, wo der Klimawandel sichtbar seine Spuren
zieht. „Der Frankenwald ist Lebensgrundlage und
Wirtschaftsfaktor zugleich. Wir müssen Ökologie
und Ökonomie versöhnen – und zwar jetzt“, betonte
Löffler in Berlin. Die symbolische Geste soll daran
erinnern, dass das Waldsterben im Frankenwald
längst keine abstrakte Sorge mehr ist, sondern Realität.
Ermöglicht hat die Aktion Jonas Geissler, der mit
Alois Rainer einen starken Mitstreiter in Berlin fand.
„Die Menschen im Frankenwald leben seit Jahrhunderten
mit und vom Wald. Das muss auch in Zukunft
so bleiben“, sagte Geissler. Bundesminister Rainer
ergänzte, der Bund unterstütze Wiederaufforstung,
Waldumbau und Forschung mit Millionenbeträgen:
„Der Frankenwald soll nicht zum Symbol des Niedergangs
werden, sondern zum Beispiel gelungener
Anpassung.“ So wird ein wenig heimische Erde nun
zum politischen Symbol – und zum stillen Appell,
die Wurzeln der Region zu bewahren.
ALS VIZE VOM HIMMEL GEFALLEN
Es war einer dieser magischen Abende, an denen
Geschichte geschrieben wird: Im Flutlicht des
Olympia stadions von Tokio schleuderte der Kronacher
Merlin Hummel den Hammer auf unglaubliche 82,77
Meter – und sich selbst damit direkt auf den zweiten
Platz der Weltmeisterschaft. Schon nach dem ersten
Versuch war klar: Dieser Wurf würde in Erinnerung
bleiben. Nur Olympiasieger Ethan Katzberg aus Kanada
flog mit 84,70 Metern noch ein Stück weiter. Hummels
Jubel war grenzenlos – verständlich, denn mit seiner
neuen Bestmarke übertraf der 23-Jährige nicht nur
sich selbst, sondern auch die zwanzig Jahre deutsche
Durststrecke. Die letzte Medaille in dieser Disziplin?
Bronze für Markus Esser, 2005 in Helsinki. Doch der
Erfolg kam nicht aus dem Nichts: Der frühere Schüler
des Caspar-Vischer-Gymnasiums in Kulmbach und
Schützling des UAC Kulmbach hatte bereits bei der
EM 2024 in Rom mit Rang vier aufhorchen lassen. 2025
knackte er erstmals die 80-Meter-Marke – als erster
Deutscher seit fast zwei Jahrzehnten. „Ich bin gerade
voll vom Wettkampf geschockt – im positiven Sinne“,
sagte Hummel nach dem Triumph ins ARD-Mikrofon.
Doch wer ihn kennt, weiß: Ausruhen liegt ihm nicht.
Sein nächstes Ziel: 85 Meter – deutscher Rekord! Merlin
Hummel, geboren 2002 in Kronach, hat sich mit
Kraft, Technik und fränkischer Bodenständigkeit in
die Weltelite katapultiert. Und wer weiß – vielleicht
wird aus dem Silber von Tokio bald Gold.
10 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
DARÜBER SPRICHT KRONACH
Jahres „Schnörbfl“, Biber und Weißstörche, über das
Prinzessinnenhaus in Weides und die Migration der
Frankenwaldflößer in ferne Regionen. Erarbeitet
wurde der Band von zahlreichen Autorinnen und
Autoren unter Leitung von Bernd Graf – ein Kaleidoskop
der Heimat, das Erinnerung und Erkenntnis
miteinander verbindet. Das Jahrbuch ist für 27 Euro
erhältlich im Landratsamt und in regionalen Bibliotheken
oder direkt per E-Mail:
michael.trebes@lra-kc.bayern.de.
ZUHAUSE IST ES AM SCHÖNSTEN
Ein Buch wie der Landkreis selbst: vielfältig, verwurzelt,
lebendig. Im Mitwitzer Wasserschloss wurde
der 32. Band des heimatkundlichen Jahrbuchs
vorgestellt – eine Sammlung, die zeigt, wie bunt
und facettenreich die Region zwischen Frankenwald
und Obermain ist. Seit 1974 hält die Reihe fest,
was Heimat ausmacht: Geschichte und Geschichten,
Menschen und Momente, Wandel und Werte.
Das neue Jahrbuch führt quer durch Jahrhunderte
und Lebenswelten: vom Flößerhandwerk als Identitätsmerkmal
des Frankenwaldes über die Volksmedizin
des 19. Jahrhunderts bis hin zu Kronachs
ältestem Kulturverein „Cäcilia“. Es erzählt von
Faschingsumzügen in Steinwiesen, von Volkswohnungen
im „Klein Moskau“ der 1930er-Jahre, vom
Eisenbahnunglück von Ludwigsstadt 1924 – und
sogar von der Seidenraupenzucht als Pflichtaufgabe
in der NS-Zeit. Neben großen Themen finden sich
liebevoll recherchierte Alltagsgeschichten: über
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AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 11
DARÜBER SPRICHT KRONACH
wir unseren Erfolg.“ Auch den Kunden fühlt sich
Baumann eng verbunden. Viele von ihnen wurden
über die Jahre zu Freunden, manche gar zu Weggefährten
über das Geschäftliche hinaus. „Unser Aufstieg
wäre ohne das Vertrauen unserer Kunden und
Partner nicht möglich gewesen“, betont er. Besonderen
Dank richtet Baumann an seine Frau Ursula,
die stets die Balance zwischen Familie und Betrieb
hielt und das Unternehmen auch künftig noch eine
Zeitlang begleiten wird. Mit Benny Scholz hat nun
die nächste Generation das Steuer übernommen
– einem, so Baumann, „kompetenten und sympathischen
Geschäftsführer“. Und so verabschiedet
sich der Firmengründer mit einem schlichten, aber
ehrlichen Fazit: „Es sind die vielen gemeinsam gemeisterten
Aufgaben und die vielen Freundschaften,
die mich zufrieden abtreten lassen. Ihnen allen
ein Vergelt's Gott und eine lohnende Zukunft!“
TEUSCHNITZ LEUCHTET AUCH
ENDE UND ANFANG ZUGLEICH
Nach 41 Jahren an der Spitze der BAUMANN Wintergarten
GmbH hat sich Herbert Baumann zum
30. September in den Ruhestand verabschiedet –
nicht ohne Wehmut, aber wohl mit dem guten Gefühl,
etwas Dauerhaftes geschaffen zu haben. Vier
Jahrzehnte lang stand sein Name für Maßarbeit aus
HOLZ AUF BESONDERE ART UND WEISE
Der Duft von frischem Eichenholz lag noch etwas
mehr als sonst über dem Frankenwald, als die 27.
HolzART Künstlerinnen und Künstler aus mehreren
Ländern in den Landkreis Kronach führte. Zwei
Wochen lang wurde in Nordhalben, Steinbach am
Wald, Steinwiesen und Weißenbrunn gesägt, geschnitzt
und gehobelt – bis die Werke schließlich bei
der Abschlussausstellung neben dem neuen Gemeindezentrum
in Weißenbrunn präsentiert wurden.
Initiiert und organisiert wurde das internationale
Kunstprojekt wie immer von Ingo Cesaro, der seit
Jahren mit unermüdlicher Leidenschaft Kunst und
Region miteinander verbindet. Er beschafft Holz
aus dem Frankenwald, sucht Sponsoren und schafft
vor allem eines: Freiraum für Kreativität. „Wichtig
ist, dass Menschen mit den Künstlern ins Gespräch
kommen“, sagt Cesaro – und genau das gelang auch
diesmal eindrucksvoll. Aus den massiven Eichenstämmen
entstanden Werke, die vom Leben, vom
Glauben und vom Träumen erzählen.
Holz, Glas und Aluminium, für Qualität, Verlässlichkeit
und ein Unternehmen, das längst zu einer
festen Größe in der deutschen Wintergartenszene
geworden ist. Baumann blickt auf eine Zeit zurück,
in der aus einem Handwerksbetrieb ein erfolgreiches
Familienunternehmen gewachsen ist – getragen
von einem Team, das ihm über all die Jahre
ans Herz gewachsen ist. „Mit unseren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern ist ein beinahe familiäres
Verhältnis entstanden“, sagt er. „Ihnen verdanken
Eine Woche voller Licht, Musik, Kulinarik und
Gemeinschaft liegt hinter Teuschnitz: Im Sommer
verwandelte sich der Kräuterlehr- und Schaugarten
erneut in ein funkelndes Paradies. Tausende Besucher
machten den „Leuchtenden Kräutergarten“ zu
einem kulturellen Höhepunkt der Region. Ob Ellie
Benn oder Tasteful, Karaoke-Show oder Vegan-
Abend – das Programm und die Kulinarik waren so
bunt wie das Publikum. Licht- und Lasershows im
renovierten Hallenbad sowie Kunstinstallationen
rundeten das Erlebnis ab. Und so freut sich nicht nur
Teuschnitz schon auf den Leuchtenden Kräutergarten
2026.
12 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
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GRENZERFAHRUNGEN
Von Tim Birkner
Fotos: Katrin Raabe
Bleiben, wenn
andere gehen
Uli Scherbel trägt zwei Seelen in sich. Die als Rampensau
und Schauspieler – und die als zurückhaltender
Helfer. Die Bühne hat er jetzt gegen die Arbeit in einer
Palliativstation getauscht.
Wie verrückt muss man sein? Während des Kronacher Schützenfestes
gab es auf der Festung zweimal „Jedermann“. Ein Drama, harte Kost.
Ob da jemand kommt? Die Hauptrolle spielte Uli Scherbel. Er kommt aus
Rothenkirchen, spielte live in der Fernseh-Gala des ZDF zu Udo Jürgens 80.
Geburtstag und hat kurz vor seinem Nachtdienst in einer Palliativstation
Zeit für ein Gespräch über die vielen Grenzen an die er stieß und die, die er
überquerte.
„Mitten im Leben“ hieß die Show für Udo Jürgens damals. Uli Scherbel
sang aus dem Musical „Das ehrenwerte Haus“ für ihn. Mit auf der Bühne
und Backstage waren damals Otto Walkes, Helene Fischer, Jamie Cullum.
„Udo war ein Macher. Und er hatte damals schon eine Ausstrahlung und
Melancholie, die Menschen am Ende ihres Lebens haben“, sagt Scherbel. Es
ist eine Beobachtung und ein Erleben, das eine Brücke ist zwischen seinem
alten und seinem heutigen Leben, eine Brücke zwischen den beiden Seiten,
die der Schauspieler und Krankenpfleger in sich trägt.
„Ich halte den Schmerz mit
anderen zusammen aus.“
Uli Scherbel
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
KRONACHER | DAS MAGAZIN 15
BLEIBEN, WENN ANDERE GEHEN
Früher, das war für ihn Leben wie im Traum. „Manchmal hatte ich das
Gefühl, da wäre irgendwo eine gute Fee, die alles organisierte. Es gelang
einfach alles.“ Er bekam große Rollen auf den Musical-Bühnen, wurde
gefeiert und weiterempfohlen. „Ich wollte kein Star sein – einfach nur jeden
Auftritt gut machen“, sagt Scherbel. Das war mit viel Arbeit verbunden, die
weit vor einem Freitag im April 1994 begann.
„Das war der prägendste Moment in meinem Leben“, sagt er heute. Eine
Woche lang wurden an der Universität der Künste in Berlin die Bewerber
geprüft und aussortiert. Mehrere hundert starteten am Montag, jeden Tag
wurden es weniger. „Am Freitag stand da mein Name als einer von elf.“
Scherbel wusste, dass sich sein Leben ändern würde. „Es war in vielem auch
eine Reise zu mir selbst – wer bin ich wirklich?“ Er wurde ganz bewusst an
seine Grenzen geführt. „Bis ich in einer Probe einmal einen Stuhl voller Wut
an die Wand schmetterte.“ Sein Lehrer war begeistert. „Auch ich habe das
Böse in mir“, sagt er und lacht. Der Umgang mit Grenzen und Wesenszügen
ist sein Alltag geworden. „Ich weiß, wann ich eine Maske aufhabe“, sagt er.
Beim Jedermann auf der Festung beispielsweise: „Das bin nicht ich – und
doch bin ich es... Das ist der Schauspieler in mir.“
Das Ego von Uli Scherbel fuhr wie im Lift nach oben. „Zu 99 Prozent
beschäftigte ich mich nur mit mir selbst“, beobachtet er. Auf der
Musicalbühne musste er Schauspiel, Gesang und Tanz zusammenbringen.
All das wollte trainiert werden, jeden Tag. Scherbel wusste, dass er es
schaffen kann, dass er lernen kann, zum Beispiel die deutsche Sprache. „Ich
kam als fränkisch sprechender Krankenpfleger an die Universität der Künste,
während die anderen schon zehn Jahre Klavierunterricht oder Ballett hatten
und die Eltern selbst Musiker oder Schauspieler waren.“ Erst als ihm ein
Lehrer begegnete, der perfekt zwischen Schwäbisch und Hochdeutsch
hin- und herschalten konnte, wusste er: Das kann ich auch lernen. Und er
lernte schnell. Es folgten der erste Preis beim Bundeswettbewerb Gesang in
der Sparte Musical, sowie der Abschluss als Diplom-Musicaldarsteller mit
Auszeichnung.
Der Erfolg und der Wille, ihn mit Arbeit zu erreichen, verdeckte eine andere
Seite in Uli Scherbel. „Im Theater war ich eine Rampensau, im Leben war
ich der zurückhaltende Typ, der gerne hilft.“ Irgendwann auf dem Weg nach
oben sagte er dann Premierenfeiern ab, um zurück nach Rothenkirchen zu
ziehen. Die Leute sagten: „Du bist verrückt, Uli.“ Doch das war ihm egal. Er
wollte sich um seinen schwerkranken Vater kümmern. Und er begleitete ihn
bis zu seinem Tod.
„Ich bin urfränkisch und gutbürgerlich aufgewachsen. Ich habe eine enge
Familienbindung – die im Alter auch immer noch stärker wird“, erzählt
er. So ist aus der Fürsorge für seine Eltern eine Wende in seinem Leben
geworden. „Ich habe fast 30 Jahre lang auf der Bühne gestanden, war vor
allem auf mich fokussiert – jetzt möchte ich auch gesellschaftlich etwas
zurück geben“, sagt er. „Ich möchte etwas mit Menschen machen.“ Sein
Leitsatz passt in beide Leben des Uli Scherbel. Nach über 30 Jahren stieg er
wieder in der Krankenpflege ein. So wie er Hochdeutsch erst lernen musste,
so wollte er auch hier noch weiter lernen und absolvierte eine Weiterbildung
zum Fachpfleger für Palliativpflege, bevor er wieder in den Schichtdienst im
Krankenhaus trat.
16 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
GRENZERFAHRUNGEN
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 17
BLEIBEN, WENN ANDERE GEHEN
„Hier sind andere die
Hauptdarsteller – ich bin
bestenfalls Dramaturg oder
Regieassistent.“
„Hier sind andere die Hauptdarsteller – ich bin bestenfalls Dramaturg oder
Regieassistent“, erzählt er. In der Palliativstation geht es um die Begegnung
mit Menschen und ums Aushalten. Er nimmt eine Hand, sagt auch mal
zehn Minuten nichts. Er hadert mit dem Wahn, in der Pflege überall Zeit
einsparen zu wollen – und er begegnet den Menschen mit „professioneller
Nähe“, wie er es nennt.
Als Schauspieler hat er gelernt, aus Rollen, die er spielt, auch wieder
auszusteigen. Das kommt ihm heute nach jeder Schicht zugute. „Für mich ist
die Essenz: Ich halte den Schmerz mit anderen gemeinsam aus. Ich bleibe.
Das stützt die Menschen.“
Die Zuschauer zu „Jedermann“ sind auf die Festung Rosenberg gekommen
und geblieben. Die Aufführungen während des Schützenfests waren zweimal
ausverkauft, Scherbel umjubelt. Er war sich nicht sicher, ob er von seinem
neuen Beruf wieder in den alten wechseln kann, wenn auch nur für ein paar
Wochen. Er konnte. Und „Jedermann“ kam dann auch zu ihm auf Station.
„Dieser Patient stand mitten im Leben, ein Alphatier – und er wollte nicht
akzeptieren, dass er sterben muss“, beschreibt ihn Uli Scherbel. Dann setzte
er sich neben ihn ans Bett und blieb.
18 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
GRENZERFAHRUNGEN
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 19
Schönheiten
aus der Hitze
Fotostrecke
Dem Werkstoff
Glas auf der Spur
ERSTARRT
Bei circa 1500 Grad Celsius werden die Hauptbestandteile Quarzsand,
Soda, Feldspat und Scherben miteinander verschmolzen. In der Glashütte
von HEINZ-GLAS in Kleintettau ist es heiß und laut. Bei rund 900
Grad Celsius erstarrt das zuvor flüssige Glas - zum Beispiel zu solch kleinen
Flakons.
Von Tim Birkner
WIE IM FLUG
Verlässt das flüssige Glas über einen sogenannten Feeder
die Schmelzwanne, wird die glühende Glasmasse geformt.
In der richtigen „Portionsgröße“ abgeschnitten, fliegt der
Tropfen regelrecht durch Rohre in die Form, wo er ausgeblasen
und/oder gepresst wird. Nur wenige Sekunden später
ist eine neue, kleine Glasflasche geschaffen.
RAUHE WELT FÜR FEINES GLAS
Schlicht und schön reihen sich die Flaschen aneinander,
die Minuten zuvor noch Bestandteil einer 1500 Grad
Celsius flüssigen Glasmasse waren.
FEUER FÜR DIE SCHÖNHEIT
Mit Flammen werden die Flakons feuerpoliert,
um zum Beispiel sichtbare Nähte verschwinden
zu lassen. Und manch einer der Flakons sieht
dann nicht nur edel aus – er gewinnt auch einen
Designpreis, wie 2024 ein Produkt für den Kunden
Diptyque den Formes de Luxe Award.
S O N D E R T H E M A
INTELLIGENZ
WIE DENKEN WIR IN ZUKUNFT?
Redaktion: Wolfram Hegen / ChatGPT
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“ – der berühmte Satz des
Sokrates klingt heute überraschend modern. Denn während
Algorithmen mit beängstigender Geschwindigkeit Schachund
Go-Weltmeister schlagen, Radiologiebilder deuten und
uns in ganzen Absätzen antworten, fragen wir neu: Was
ist Intelligenz überhaupt – und wie werden wir in Zukunft
denken? Die Frage ist nicht bloß philosophische Zierde, sie
berührt Ökonomie, Bildung, Politik und unser Selbstbild als
„Krone der Schöpfung“.
Die Psychologie beschreibt Intelligenz pragmatisch als die
Fähigkeit, Probleme zu lösen, aus Erfahrungen zu lernen und
sich an neue Situationen anzupassen. Das klingt nüchtern –
und doch ist es spektakulär: Ein Organ von rund 1,3 Kilogramm,
gespeist mit etwa 20 Watt und rund 20 Prozent unseres
Grundumsatzes, koordiniert Wahrnehmen, Fühlen, Planen.
Etwa 86 Milliarden Neuronen bilden Netzwerke, deren Dynamik
wir erst in Umrissen verstehen. Zugleich ist menschliches
Denken begrenzt: Unsere Arbeitsgedächtniskapazität
umfasst im Schnitt nur wenige Einheiten zugleich; Heuristiken
und kognitive Verzerrungen sind nicht Fehler eines kaputten
Apparats, sondern effiziente Abkürzungen in einer komplexen
Welt (Kahneman nannte das „System 1“ und „System 2“).
Wenn nun Maschinen in immer mehr Domänen brillieren, stellt
sich die heikle Anschlussfrage: Ist eine Künstliche Intelligenz
im herkömmlichen Sinne „intelligent“? Alan Turing schlug
1950 vor, die Debatte an ein Verhaltensexperiment zu binden
– wer uns im Gespräch täuscht, sei praktisch intelligent. John
Searle widersprach später mit dem „Chinesischen Zimmer“:
Das richtige Output allein beweise kein Verstehen. Moderne
Sprachmodelle sind in diesem Sinn grandiose Musterverdichter.
Sie sind – wie Emily Bender kritisch formulierte – „stochastische
Papageien“: bestechend im Stil, unermüdlich im Zitat, aber
ohne Weltbezug aus erster Hand. Das schmälert die Leistung
nicht: AlphaGo besiegte 2016 Lee Sedol, und Zug 37 wurde
zum Symbol einer unvorhergesehenen, fast „kreativen“
Wendung. Doch selbst dort bleibt Kreativität eine Eigenschaft,
die wir in die Statistik hineinlesen.
Vielleicht liegt der Denkfehler in unserem Anspruch. Wir
verwechseln Intelligenz mit Bewusstsein, Rationalität
mit Sinn. Intelligenz, so nüchtern wie kühn verstanden, ist
Rechnen – beim Gehirn ein elektrochemischer, beim Rechner
ein elektronischer Prozess. Die Frage ist also weniger „ob
Maschinen denken“, sondern „welcher Zweck in das Denken
eingebaut ist“ (Norbert Wiener). Maschinen optimieren
Zielfunktionen, Menschen verhandeln Ziele. Wo die Maschine
Mittel findet, müssen wir Gründe finden. Hier beginnt der
eigentliche Unterschied.
Was bedeutet das für unser eigenes Denken? Es gibt zwei
widersprüchliche, aber empirisch gestützte Tendenzen.
Erstens: kognitive Auslagerung. Studien zum „Google-Effekt“
zeigen, dass wir uns Fakten schlechter merken, wenn wir
wissen, dass sie jederzeit auffindbar sind. Navigationssysteme
schwächen bei übermäßiger Nutzung unser räumliches
Orientierungsvermögen. Zweitens: Neuroplastizität. Londoner
Taxifahrer, die „The Knowledge“ – ein immenses Stadtwissen
– verinnerlichten, zeigten messbare Veränderungen im
Hippocampus. Wo Anforderungen wachsen, wachsen Gehirn
und Leistung nach. Das lässt eine nüchterne Prognose zu:
Unser Gehirn verkümmert nicht automatisch, es formt sich
nach der Ökologie der Aufgaben. Wenn KI Routine entlastet,
schafft sie Raum – entweder für Bequemlichkeit oder für
höherstufiges Denken: Hypothesenbildung, Modellkritik,
interdisziplinäre Synthese. Ob wir diese Leerstelle mit flüchtiger
Zerstreuung oder mit Tiefe füllen, ist keine technische, sondern
eine Entscheidung jedes Einzelnen.
„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner
Welt“, schrieb Ludwig Wittgenstein. Wenn Sprachmodelle
eloquente Werkzeuge werden, verschieben sie diese Grenze
– aber sie ersetzen nicht die Welt. Für Forschung und
Wissenschaft kann das produktiv sein: Simulationen werden
dichter, Literaturrecherche schneller, Hypothesenräume
größer. Doch umso wichtiger wird die Kunst des Fragens, das
Quellenurteil, die Fähigkeit, Evidenz zu gewichten. Herbert
Simon warnte früh: „Ein Überfluss an Information erzeugt
eine Knappheit an Aufmerksamkeit.“ Die Ressource der
Zukunft ist nicht die Datenmenge, sondern die gerichtete
Aufmerksamkeit – und der Mut, Bedeutungen zu setzen.
Gesellschaftlich rückt damit auch unser Selbstbild zurecht.
Die Vorstellung vom Menschen als singulärer Vernunftspitze
weicht dem Bild eines Ko-Agenten in kognitiven Ökosystemen
aus Menschen und Maschinen. Für Theologie und Philosophie
ist das keine Herabstufung, sondern eine Präzisierung:
Würde, Verantwortung, Sinngebung entspringen nicht der
Rechenleistung, sondern der Fähigkeit, Ziele zu reflektieren,
Normen zu begründen, Mitleid zu empfinden. Antonio
Damasio hat gezeigt, dass Emotion keine Störung der Vernunft
ist, sondern ihre Bedingung. Vielleicht ist das die eigentliche
Zukunft des Denkens: Mehr Logik dort, wo Logik stark
ist – und mehr Urteilskraft, Einfühlung, ästhetische und
moralische Imagination dort, wo nur Menschen begründen
können, warum etwas zählen soll.
Bleibt die strategische Aufgabe. Bildung muss sich lösen von
der Prüfung des Abrufs und hinbewegen zu den Disziplinen
der Orientierung: Modellbildung, Szenariotechnik, Argumentationsanalyse,
Experiment und Kritik. Unternehmen werden
KI als produktive Infrastruktur nutzen – die entscheidende Differenz
entsteht in der Qualität der Fragen, in der Klarheit der
Ziele, in Teams, die Widerspruch organisieren. Politik schließlich
wird definieren müssen, welche Entscheidungen delegiert
werden dürfen und welche – um der Legitimität willen – beim
Menschen bleiben.
Intelligenz war immer ein Mittel, kein Zweck. In der Zukunft
wird sie allgegenwärtig sein – eingebettet in Geräte, Prozesse,
Texte. Ob wir dadurch klüger handeln, hängt nicht davon ab,
wie „intelligent“ Maschinen erscheinen, sondern davon, wie
anspruchsvoll wir unseren Begriff von Denken halten: als tätige
Kunst, die rechnet, gewiss; aber vor allem als Kulturtechnik, die
deutet, abwägt, Verantwortung übernimmt. Vielleicht ist das
die reifste Form des Fortschritts: nicht mehr die Frage „Wer ist
klüger?“, sondern „Wofür nutzen wir unsere Klugheit?“
INTERVIEW
Ist Denken OUT
INTERVIEW KI-PROFESSOR
JOCHEN L. LEIDNER VON
DER HOCHSCHULE COBURG
Denkt der Mensch überhaupt noch, wenn er
doch das Rechnen, Schreiben, Analysieren mehr
und mehr Maschinen überlässt? Oder glaubt
er nur noch, fühlt, meint? Ist Denken also out?
Der KRONACHER hat sich dazu mit Jochen L.
Leidner unterhalten, Professor für erklärbare
und verantwortungsvolle Künstliche Intelligenz
an der Hochschule Coburg.
KRONACHER: Im letzten Interview zum
Thema „Neugier“ vor drei Jahren haben Sie gesagt:
„Man sollte Maschinen nicht zuschreiben, was sie
momentan nicht können und vielleicht nie können
werden. Letztlich sind Computer Metamaschinen,
grenzenlos einsetzbare Werkzeuge, die uns
dienen (sollten). Da kann ich die Menschen also
beruhigen.“ Hat sich an ihrer Meinung etwas
geändert? Oder besteht aus wissenschaftlicher
Sicht mittlerweile Grund zu Sorge, immerhin
haben führende Köpfe von Techunternehmen ja
vor Risiken gewarnt? Wird unser Denken schon
fremdgesteuert?
JOCHEN LEIDNER: Zunächst mal vielen
Dank, dass Sie diesen Satz aufgreifen –
in den Medien heute scheint ja sonst nur
Raum für kurze Gedanken, 160 Zeichen
oder weniger, und ich hatte ja auch kein
TikTok-Video dazugetanzt. Bezüglich
der echten Intelligenz oder Terminator-
Dystopien kann ich nach wie vor die
Menschen beruhigen (einige der warnenden
Köpfe möchten vielleicht gerne ihren persönlichen
Bekanntheitsgrad erhöhen), aber leider gibt es neue
Probleme, bei denen wir Wissenschaftler Alarm
schlagen müssen.
Maschinen sind nicht intelligent, aber sie können
inzwischen Antworten geben, wie einige Menschen
Sie auch nicht besser hätten geben können.
Allerdings sind die Prinzipien, wie und warum das
funktioniert, andere als die menschlicher Intelligenz.
Gegenwärtige Sprachmodelle wie Llama, ChatGPT
oder Claude haben einige substanzielle Anteile des
Internet repräsentiert, und wurden so konstruiert,
dass alles, was aus ihnen hervorkommt – ob wahr
oder falsch – gleichsam eloquent und vermeintlich
selbstbewußt herüberkommt. Kaum verwunderlich,
dass die Nutzer diese Systeme vermenschlichen, das
ist aber fatal.
Meine Frau kennt beispielsweise einen krebskranken
Mann, der seinem Arzt nur glaubt, wenn das, was er
sagt, auch mit dem übereinstimmt, was ChatGPT
sagt (sein Arzt weiß davon nichts). Es wäre gut, wenn
mehr Menschen verstünden, wie diese Systeme
funktionieren, damit sie sie nicht vermenschlichen
und über ihre tatsächlichen Fähigkeiten hinaus
Zuschreibungen machen. Ich erlebe das auch in
meinem Alltag, nämlich wenn Studierende diese
Systeme verwenden, um ihre Arbeiten schreiben zu
lassen. Das ist nicht nur ein Fall von Betrug, sondern
insbesondere von Selbstbetrug, denn, wenn ich
nicht selbst lese, nachdenke, schreibe, überarbeite,
sondern von einer Maschine oder von einem anderen
Menschen einen Text zu einem Thema erzeugen
lasse, dann lerne ich natürlich nichts dabei.
KRONACHER: Können Sie das an einem Beispiel
erläutern?
JOCHEN LEIDNER: Nehmen Sie einen Taschenrechner
(egal ob physisches Gerät oder Software, die
ihn nachbildet). Es ist ein nützliches Werkzeug für
alle, die viel rechnen müssen, weil Leichtsinnsfehler
30 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
SONDERTHEMA: INTELLIGENZ
vermieden werden. Wenn ich aber nie die vier
Grundrechenarten gelernt habe, kann ich auch nicht
überprüfen, ob die Ausgabe des Taschenrechners
stimmt. Muß ich beispielsweise 230 x 10,23
ausrechnen und der Taschenrechner gibt 235290,
dann sagt mir meine Rechenintuition, dass das
Ergebnis zu groß ist (mal zehn entspricht ja einer
Null anhängen) und außerdem sollte keine glatte
Zahl herauskommen. Das richtige Ergebnis wäre
2352,90 gewesen, und was vermutlich passiert ist,
war, dass ich beim Eingeben der zweiten Zahl das
Dezimalkomma nicht fest genug gedrückt hatte. Wer
nie von Hand gerechnet hat, hat solch eine Intuition
nicht, sondern glaubt eher blind die Ergebnisse. Und
beim Taschenrechner kommt fast immer das richtige
heraus, wenn die Eingabe stimmte, was bei den KI-
Modellen keinesfalls der Fall ist. Und wie prüfe ich
das Ergebnis, wenn mich niemand gewarnt hat?
Eine neue Gefahr ist diese: Je mehr die Menschen
ihr Denken an die Maschine delegieren, desto mehr
werden sie wieder unmündig (im Kantschen Sinne)
und steuerbar – durch Konzerne, die zumeist in
anderen Ländern sitzen; also definitiv existiert
die Gefahr des „fremdgesteuert seins“, die Sie
ansprachen, bereits heute im großen Ausmaß.
KRONACHER: Unser Sonderthema dieses Mal
heißt „Intelligenz – wie denken wir in Zukunft?“
Verändert sich vor dem Hintergrund des Werkzeugs
„Künstliche Intelligenz“ das menschliche Denken?
Verändert sich das Gehirn?
JOCHEN LEIDNER: Das kritische Denken scheint
mir durch aktiven Einsatz des Gehirns geschärft zu
werden, insofern wird es geschwächt, wenn es nicht
benötigt wird, weil sich die Leute nur passiv von
Medien berieseln lassen. Bisher wurden von Bai, Liu
und Su (2023) sechs Arten negativer Einflüsse von
KI-Sprachmodellen beschrieben:
• übermäßiges Vertrauen in und Abhängigkeit von
KI-Systemen
• beeinträchtigtes kritisches Denken
• inakkurate Information
• oberflächliche Auseinandersetzung mit Themen,
die das Langzeitgedächtnis negativ beeinflußt
• reduzierter menschlicher Umgang
• Demotivation
Jede dieser Arten wurde bzw. wird derzeit untersucht.
KRONACHER: Wenn die KI in Zukunft geistigintellektuell-kreativ-wissenschaftliche
und weitere
standardisierbare Aufgaben übernimmt, verdummen
wir dann? Oder entwickeln wir uns sogar weiter, weil
wir uns nicht mehr mit Routine aufhalten müssen?
JOCHEN LEIDNER: Beides – nicht jeder wird mit
den Systemen in gleicher Weise umgehen. Wichtig
ist nicht, die Technologie nur einseitig zu verteufeln
oder anzupreisen, sondern sich im Detail damit
vertraut zu machen. Dann gilt es, die Vorteile zu
nutzen und zugleich die Einflüsse der Nachteile zu
reduzieren.
KRONACHER: Die generelle Frage ist, hat
das klassische rationale vernunftorientierte
faktenbasierte Denken, das Abwägen von Pro und
Contra, der Diskurs, überhaupt noch einen Platz,
wenn Daten und datenbasierte Entscheidungen
nur noch Computersache sind?
JOCHEN LEIDNER: Das Denken wird immer
den Platz haben, den wir ihm als Gesellschaft
einräumen. Sie machen es ja zu Ihrer Sache – wenn
Sie es sich nicht nehmen lassen - oder eben zur
Computersache – wenn Sie es outsourcen (gleich
ob an die Maschine oder an Zeitungsblätter mit sehr
großen Titelbuchstaben). Ob Fakten im Diskurs
zählen, hängt auch von der Allgemeinbildung ab.
Wir sollten unsere Kinder so erziehen, dass Wissen
ein Wert ist, der geschätzt wird.
KRONACHER: Sie beschäftigen sich in Coburg
am Institut mit KI. Geben Sie uns doch kurz
einen Überblick Ihrer Themen derzeit zum Thema
Künstliche Intelligenz.
JOCHEN LEIDNER: Mein kleines Team und ich
befassen uns mit mehreren Themen:
• Nachrichten-Bias (wie Propaganda) automatisch
zu erkennen und die Computer-Entscheidungen
auch sprachlich zu begründen (also „Warum ist
dieser Satz keine neutrale Berichterstattung?“).
Schulklassen von Coburg bis Selb haben uns
bereits besucht, um unser System zu testen.
• Chatbots, die die Arbeit im Data-Science-Team
unterstützen, indem sie Fragen beantworten;
besonders hilfreich sind diese für Neueinsteiger,
die Fragen haben, wenn Mentoren zum
Einarbeiten gerade nicht greifbar sind.
• Methodologie: Wie setze ich KI-Projekte so um,
dass Sie auch die besten Resultate in der Zeit und
im Budget erzielen?
• Modelle, die Texte besser geografisch verstehen
können, indem Texte u.a. in ein räumliche
Repräsentation abgebildet werden.
• Modelle zur automatischen Risikoanalyse, die
zu Unternehmen, Personen und Themen die
Nachrichten überwachen und Risikoprofile
erstellen können.
• Im Unterricht widme ich mich außerdem dem
Thema KI & Ethik.
Die Fragen stellte Wolfram Hegen.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 31
Advertorial
LAUENSTEIN
Redaktion: Wolfram Hegen
Fotos: Michael von Aichberger
SCHOKOLADE
NEU GEDACHT
LAUENSTEIN CONFISERIE
SCHLÄGT NÄCHSTES KAPITEL AUF
Wer heute die Fischbachsmühle im
Ludwigsstädter Ortsteil Lauenstein
betritt, riecht sie schon, bevor er sie sieht:
frisch geröstete Kakaobohnen, die ihren
warmen, tiefen Duft verströmen. Hier, wo
seit 1965 süße Träume entstehen, hat die
Confiserie Lauenstein jetzt einen mutigen
Schritt getan. Hinter den alten Mauern, die
einst ein Berliner Konfektmacher in eine
Pralinenwerkstatt verwandelte, schlägt
seit kurzem das Herz einer neuen Ära.
„Bean to Bar – von der Bohne zur Tafel -
ist für uns mehr als eine neue Technik –
es ist eine Haltung“, sagt Geschäftsführer
Maximilian Kaub.
60 Jahre
Seit über 60 Jahren steht die Lauenstein Confiserie für
feinste Schokoladenkunst, handwerkliche Perfektion und
regionale Verwurzelung. Mit der neuen Produktionsstätte
in der geschichtsträchtigen Fischbachsmühle zeigt das
Unternehmen, dass gelebte Tradition und mutige Innovation
kein Widerspruch sind – sondern der beste Weg, die Zukunft
zu gestalten.
32 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 33
LAUENSTEIN
Ein Besuch in Peru
Die beiden Mitarbeiterinnen Ev-Marie, Süßwarentechnologin
und Mandy, Fachkraft für Süßwarentechnik bei der Lauenstein
Confiserie, haben sich kürzlich vor Ort in Peru über den
Kakaoanbau informiert. Gerade vor dem Hintergrund der
Zukunftsstrategie „Bean to bar“ sind Besuche in den Plantagen vor
Ort wichtig, um sich selbst ein Bild machen zu können.
Von der
Bohne zur Tafel
„Wir wollen zeigen, woher unsere Schokolade kommt. Wir kennen
die Bauern, wir sehen die Plantagen – und wir wissen, dass das
Geld wirklich bei den Menschen ankommt, die die Bohnen
anbauen.“ Dafür reist Kaub selbst nach Ghana oder Peru, spricht mit
Kooperativen, prüft Bedingungen vor Ort. Alle Bohnen sind biozertifiziert.
„Das war für uns der Einstieg ins Bio-Segment. Alles,
was wir hier in Fischbachsmühle für Bean to Bar verarbeiten, ist bio.“
KRONACHER: Sie beide arbeiten seit vielen Jahren mit Schokolade –
wie kam es dazu, dass Sie plötzlich auf einer Kakaoplantage in Peru
standen?
EV-MARIE: Wir wollten sehen, wo unsere Bohnen wirklich herkommen.
Bücher, Bilder oder Verträge sind das eine – aber dort zu stehen,
die Menschen zu treffen, den Boden zu riechen, das ist eine
andere Welt. Für mich war das wie das Kribbeln vor einer Premiere
im Theater: Aufregung, aber vor allem Vorfreude.
KRONACHER: Was hat Sie vor Ort am meisten beeindruckt?
MANDY: Dass wir uns frei bewegen konnten, wir konnten alles sehen
und hinterfragen. Für mich war wichtig: Es gibt dort keine Kinderarbeit.
Die Bauern arbeiten in Genossenschaften, die wiederum
mit Kooperativen zusammenarbeiten. Und es gibt echte Schulungen
– vom Bio-Dünger bis zur besseren Fermentation.
EV-MARIE: Ja, und diese Offenheit hat mich berührt. Man merkt: Es
ist ein gemeinsames Miteinander. Die Kooperativen legen Wert darauf,
dass die Bauern nachhaltig arbeiten und fair bezahlt werden.
Herkunft ist hier nicht nur ein Etikett auf einer Schokolade, sondern
gelebte Verantwortung.
KRONACHER: Sie sind beide Süßwarentechnologinnen. Was bedeutet
so ein Besuch für Ihre Arbeit?
EV-MARIE: Für mich war es, als ob sich ein Kreis schließt. Ich habe
die Lehre vor 20 Jahren gemacht – und jetzt stehe ich auf dem Feld,
sehe die Bohnen, die wir später verarbeiten. Das gibt eine ganz
neue Wertschätzung.
MANDY: Genau. Man sieht die Bedingungen, die Menschen, die
Mühe dahinter. Und wenn ich heute eine Bohne in der Hand habe,
sehe ich nicht nur ein Rohprodukt, sondern auch die Gesichter und
Geschichten, die dahinterstehen.
KRONACHER: Und ganz persönlich – was nehmen Sie aus Peru mit?
MANDY: Dass unsere Arbeit hier in Lauenstein sehr eng mit Menschen
am anderen Ende der Welt verbunden ist. Dieses Bewusstsein
macht stolz – und demütig zugleich.
EV-MARIE: Für mich ist es das Gefühl, Teil einer größeren Geschichte
zu sein. Wenn jemand eine Tafel Schokolade kauft, steckt darin
nicht nur Handarbeit aus dem Frankenwald, sondern
auch das Leben einer Bohne aus dem Amazonas.
Gläserne
Manufaktur
Und dafür gibt es auch eine neue Gläserne Manufaktur, Schaufenster
für Gäste und Labor zugleich. Besucher können verfolgen, wie Bohnen
verlesen, geröstet, conchiert und schließlich in glänzende Tafeln
gegossen werden. „Es ist unfassbar viel Handarbeit – jede Bohne wird
von Hand kontrolliert. Aber das Ergebnis ist eine Schokolade, die
man sehen, riechen und schmecken kann“, schwärmt Kaub.
34 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
SCHOKOLADE NEU GEDACHT
NEUE
SORTEN
Zum Auftakt hat Lauenstein fünf Bean-to-Bar-Sorten entwickelt. Bis
Januar sollen es insgesamt zwölf werden - Vielfalt für jeden Geschmack:
Es gibt fruchtige Kreationen genauso wie milde Eleganz und sogar
eine vegane Variante - jede der Sorten erzählt eine eigene Geschichte.
Für eine Schokolode hat Lauenstein sogar eine komplette Ernte einer
Sorte Kakaobohnen aus Peru aufgekauft. Exklusiver und reiner geht es
nicht. „Wenn sie weg ist, ist sie weg – das macht diese Bohnen und die
Schokolade so besonders“, sagt Kaub.
BEAN-TO-BAR
In echter Handarbeit entstehen eigene Schokoladen in Bioqualität
– hergestellt aus den besten Kakaobohnen der Welt. Mit dem
neuen Bean-to-Bar-Konzept geht die Lauenstein Confiserie einen
bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft: Die Schokolade wird
künftig von der Bohne bis zur Tafel im eigenen Haus produziert –
nachhaltig, nachvollziehbar und mit modernster Technik, jedoch
stets im Sinne der traditionellen Confiserie-Kunst.
Bio
ist die
Zukunft
Die Philosophie ist klar: Kakao von allen Kontinenten rund um den
Äquator, fair und direkt gehandelt, geschmacklich vielfältig. „Für
die jüngeren Zielgruppen wird Nachhaltigkeit immer wichtiger. Sie
wollen wissen: Wo kommt mein Produkt her, wie wird es erzeugt?
Genau darauf geben wir eine Antwort“, erklärt Kaub.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 35
LAUENSTEIN
www.kreolade.de
KREOLADE
Lieblingskreationen lassen sich künftig online ganz individuell
gestalten – veredelt mit vielfältigen, kreativen Toppings, gefertigt in
liebevoller Handarbeit und so transparent wie nie zuvor. Wer wollte
nicht schon immer einmal seine eigene Schokolade gestalten?
Mit bunten Einhörnern, quietschgelben Entchen mit Glitzerdetails,
süßen Dinos oder auch leckeren Früchten, gerösteten Mandeln und
vielem mehr – bei der Lauenstein Confiserie wird dieser Traum wahr.
Bekenntnis
zur Heimat
Dass all dies ausgerechnet in der Fischbachsmühle stattfindet, ist
kein Zufall. Für die Lauenstein Confiserie ist der Standort mehr
als eine Adresse – er ist Ursprung und Versprechen. „Das hier ist
die Keimzelle unseres Unternehmens. Und wir wollen, dass es die
Keimzelle unseres zukünftigen Wachstums bleibt“, so Kaub.
Rund 1,5 Millionen Euro hat das Unternehmen in die Sanierung
gesteckt: neue Heizung, neue Lüftung, neue Verkabelung, neue
Produktionsräume. Das alte Mauerwerk wurde trockengelegt,
der Charakter bewahrt. Herausgekommen ist ein Ensemble, das
Tradition spüren lässt und gleichzeitig touristisch strahlt: mit Café,
Werksverkauf, der längsten Pralinentheke Oberfrankens und dem
legendären Schokoladenbrunnen.
„Wir wollten nicht einfach sanieren, sondern etwas schaffen, das
die ganze Region stärkt“, erklärt Kaub. Neue Arbeitsplätze sind
entstanden, fünf allein in der Produktion. Und das Projekt zieht:
„Es ist ein wahnsinnig spannendes Thema. Das spricht auch junge
Menschen an, die Teil einer solchen Geschichte sein wollen.“
Süße
Einzelstücke
Doch Innovation bedeutet nicht nur, die Bohne ernst zu nehmen.
Mit der „Kreolade“ hat Lauenstein eine ganz neue Produktidee
entwickelt: Schokolade zum Individualisieren. Über einen Online-
Konfigurator lassen sich Tafeln nach Wunsch gestalten – von
getrockneten Erdbeeren mit Chili bis hin zu dekorativen Einhörnern
oder Eulen. Jede Tafel wird in Handarbeit bestreut, verziert und
verschickt. „Das Thema Individualisierung ist riesig. Wir schaffen
Unikate – kleine Kunstwerke aus Schokolade, die es so nur einmal
gibt“, sagt Kaub. Die Kreolade ist vor allem für ein jüngeres Publikum
gedacht, das Schokolade nicht nur als Genussmittel, sondern als
Ausdruck von Persönlichkeit begreift. Auch hier gilt: handwerklich,
transparent, nachhaltig.
36 COBURGER | DAS MAGAZIN
SCHOKOLADE NEU GEDACHT
Mutig
in die
Zukunft
Dass eine Confiserie in einer ländlichen Mühle im Frankenwald so
konsequent auf Innovation setzt, ist keineswegs selbstverständlich.
Der Kakaomarkt ist von massiven Preisschwankungen geprägt, die
Branche gilt als eher konservativ. „Es gehört unternehmerischer
Mut dazu, in solchen Zeiten so viel zu investieren. Aber wenn man
zukunftsfähig bleiben will, muss man diesen Mut haben“, sagt Kaub.
Auch wenn Bean-to-Bar noch ein Nischenmarkt ist – Lauenstein
öffnet ihn Schritt für Schritt für neue Zielgruppen. „Unsere Kunden
sind heute sehr bewusst. Sie wollen weniger Zucker, mehr Kakao,
mehr Herkunft. Genau das bieten wir.“
FISCHBACHSMÜHLE
1964 verliebt sich ein angesehener Berliner Konditor in die
Müllerstochter der alterwürdigen Fischbachsmühle und
kommt in den Frankenwald, um mit Liebe Pralinen zu kreieren.
Im ehemaligen Mühlen- und Silogebäude der Fischbachsmühle
werden Pralinen in Handarbeit gefertigt. 1965 erfolgt die
Gewerbeanmeldung einer Pralinenfabrikation. Zur Lauenstein
Confiserie wird das Unternehmen 1989.
Seither sind die Pralinen aus dem Frankenwald zum Inbegriff
für höchste Pralinenkultur in bester Manufakturqualität
geworden. Im Jahr 2007 zieht die Hauptproduktion in die
Manufaktur nach Teuschnitz. Die Fischbachsmühle wird 2008
nach aufwendigen Renovierungs- und Restaurationsarbeiten
zu einem einzigartigen Genuss- und Ausflugsziel.
Mit der neuen Manufaktur zum 60. Firmenjubiläum in diesem
Jahr präsentiert sich die Fischbachsmühle als Ort, an dem
Schokoladenträume wahr werden – ein Platz, der Tradition
und Innovation verbindet und Besucherinnen und Besucher
einlädt, Schokolade mit allen Sinnen zu entdecken. Vor allem
auch in der völlig neu gestalteten Gläsernen Manufaktur, die
Besuchern Einblicke in die Schokoladenproduktion ermöglicht.
Ergänzt wird dieses Erlebnis durch den Werksverkauf
und das Café, die das Ensemble vervollständigen und die
Fischbachsmühle zu einem beliebten Ausflugsziel machen:
Hier locken die längste Pralinentheke Oberfrankens, der
legendäre Schokoladenbrunnen, zahlreiche Geschenkideen
mit und ohne Schokolade und hausgemachte fränkische
Kuchenspezialitäten.
Gäste aus
Nah und Fern
So ist aus einer historischen Getreidemühle im Frankenwald
ein Ort geworden, der den Blick nach vorne richtet. Ein Ort, an
dem Handwerk und Innovation, Nachhaltigkeit und Regionalität
zusammenfinden. Ein Ort, der über die Region hinaus Menschen
anzieht, die sehen, schmecken und verstehen wollen, was Schokolade
heute sein kann.
Oder, wie es Maximilian Kaub auf den Punkt bringt: „Wir haben die
Fischbachsmühle nicht nur renoviert. Wir haben ihr eine neue Seele
gegeben – und die schmeckt nach Schokolade.“
Confiserie Burg
Lauenstein GmbH
Fischbachsmühle 2
96337 Ludwigsstadt
Tel. 09263/945480
Werksverkauf & Café
Montag - Freitag: 9 - 18 Uhr
Samstag: 10 - 17 Uhr
Sonntag/Feiertag: 11-17 Uhr geöffnet
Gläserne Manufaktur
Ab Oktober 2025 ist die
Gläserne Manufaktur
regelmäßig für Besucher
zugänglich. Es gibt auch
zahlreiche Mitmachaktionen.
Mehr Informationen unter
www.lauensteiner.de
KRONACHER | DAS MAGAZIN 37
Milchwerke Oberfranken West eG
Sulzdorfer Str. 7
96484 Meeder
Telefon: 09566 929-0
www.milchwerke-oberfranken.com
DER KÄSE MACHT'S
Advertorial
Von Tim Birkner
Wertschöpfung und Wertschätzung
haben die Genossenschaft mit ihrem
Hauptwerk in Wiesenfeld groß gemacht.
Nun nehmen die Milchwerke Oberfranken
West eine vollautomatisierte Weichkäserei
in Betrieb, um noch besser auf dem Markt
positioniert zu sein.
Ludwig Weiß steigt eine Treppe hinauf auf ein Podest. Von hier ist die
neue Anlage für Weichkäse gut zu überblicken – zumindest so gut, wie
das bei einem so komplexen Produkt wie Käse überhaupt möglich ist.
Seit 27 Jahren steht Weiß bei der Genossenschaft ganz oben. Er ist
Kopf, Herz und Motor. „Ich habe nur für den Käse gelebt“, sagt er und
strahlt. Auf einer Seite fahren Kunststoff-Loren im Kreis. Jede fasst 650
Liter Milch. Automatische Rechen trennen Käsebruch und Molke. Auf
der anderen wird der Bruch in Formen gegossen, bevor sie für ein paar
Stunden in Klimaschränken verschwinden.
„Milch ist ein teurer Rohstoff, da brauchen wir Spitzenpersonal. Wenn
ich gute Leute haben will, muss ich sie gut bezahlen.“ Das ist für Weiß
die Basis. Die Milchwerke Oberfranken West zahlen nach Tarif, jedes
Jahr gibt es die vereinbarten Steigerungen. Und die Genossenschaft
zahlt ihren Lieferanten, die Genossen sind, einen guten Preis für ihre
Milch. Das sind derzeit fast 700 Betriebe, meist bäuerliche Familien, die
ihre Höfe in Franken, Thüringen und Hessen haben. Der größte Betrieb
liefert jeden Tag 40.000 Liter Milch, der kleinste hat eine Hand voll
Bio-Kühe. In den Milchwerken in Wiesenfeld kommt die Milch zusammen,
Tankzug für Tankzug an vier Entladeplätzen. 500 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter produzieren hier rund um die Uhr an sieben Tagen in
der Woche Käse. „Wir wollen möglichst viel Wertschöpfung bei uns im
Haus halten“, sagt Weiß. Das bedeutet ein großes Sortiment mit Spezialitäten,
die dann auch in ganz Europa verkauft werden.
KRONACHER | DAS MAGAZIN 39
Bald werden die Milchwerke 100 Jahre alt. Weiß hat sie ein Drittel
dieser Zeit begleitet und geleitet. „Ich habe Milchtechnologe gelernt
und nicht Verkäufer“, sagt er. Doch genau darum ging es in den 100
Jahren immer. Wer den Genossen und Mitarbeitern gutes Geld zahlen
will, muss auch gut verkaufen. Eine Feuerprobe für den jungen Ludwig
Weiß. „Auf einer Messe habe ich einen ganzen Zug Cheddar nach
England verkauft – da dachte ich: Ich kann doch ganz gut verkaufen.“
Cheddar ist heute der meistverkaufte Käse der Welt. Fast überall
ist das so – nur nicht in Deutschland. In Wiesenfeld gehört er
so selbstverständlich dazu wie geriebener Gouda, Emmentaler,
die Coburger Rolle oder panierte Mozzarella-Sticks. Das sind die
heutigen Trends: fertige Produkte wie Back-Camembert, Mozzarella-Sticks,
Grillkäse. „Das brummt zur Zeit“, sagt Weiß. Der
heutige Verbraucher möchte weichen, durchgereiften Käse. Die
neue Weichkäserei wird gerade noch in Betrieb genommen. 50
Millionen Euro hat die Genossenschaft hier investiert. „Wir müssen
besser und innovativer als der Wettbewerb sein“, sagt Weiß.
Dafür tüfteln noch Techniker und Programmierer an der einen oder
anderen Stelle – denn später soll hier alles automatisch ablaufen.
„Der Mensch ist der Risikofaktor in der Käseproduktion“, sagt Weiß
und meint die Hygiene und den Umgang mit dem Lebensmittel.
Ob Blauschimmel oder der weiße Flaum auf einem Brie,
Pilze brauchen ihr bestimmtes Klima und wollen
nicht durch andere Sporen, die in der Luft umherschwirren,
gestört werden. So sind alle
Lager- und Reiferäume mit
Überdruck. Die gereinigte
und temperierte Luft
wird in die Räume geblasen. Die Luft kann hinaus, von außen
kommt aber keine rein. Es geht immer um die richtige Balance.
Die Milchwerke haben diese Balance auch in der Wendezeit geschafft.
Weiß war damals noch Assistent des Direktors. „Wir haben
den thüringer Bauern sofort den gleichen Preis für die Milch wie den
fränkischen gezahlt.“ Das war eine Entscheidung, die sich auszahlte,
denn die Thüringer kamen in Scharen, die Milchwerke konnten
weiter wachsen. „Ich habe damals gemerkt: Thüringen und Franken,
das passt einfach zusammen“, erinnert sich Weiß. So wird auch aus
thüringer Milch eine Coburger Rolle oder der Frankendammer, die
in vielen Kühlregalen von Edeka, Lidl oder Aldi verkauft werden.
Erfunden hat den Frankendammer der Zufall. In dem Prozess mit
unendlich vielen Stellschrauben lief etwas nicht ganz so wie geplant.
„Der Käse sah aus wie ein Schwamm mit vielen kleinen Löchern“,
erinnert sich Weiß. Zuerst hat
er sich geärgert – dann
probiert. „Süßlich mit viel
Geschmack – das
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
DER KÄSE MACHT'S
könnte etwas
werden.“
Als Geheimtipp
aus dem
Versuchslabor hat er
ihn mit auf
seine Verkaufstour genom-
men. Und
auch hier hatte er Erfolg. Doch die
ersten Kunden
wollten den Käse nur geschnitten. Vorher gab es keine Scheiben
aus Wiesenfeld. „Gleich auf der Heimfahrt habe ich aus dem Auto
heraus telefoniert und überlegt wie wir das machen können.“
Wie immer musste alles im laufenden Betrieb passieren, denn
die Kühe geben immer Milch. Mit der vollautomatischen Käserei
möchte Weiß erstmals auch einen Schritt zurück gehen. „Mein
Ziel ist die Sechs-Tage-Woche, wenn hier alles läuft“, sagt er.
Milchwerke Oberfranken West eG
Die Milchwerke Oberfranken West gibt es seit 1927. Rund 500 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter produzieren pro Jahr 65.000 Tonnen
Käse und erwirtschaften damit einen Umsatz von 470 Millionen
Euro. Dafür sind jeden Tag 1,7 Millionen Liter Milch notwendig, die
zur Hälfte aus Franken kommt. 30 Prozent der Milch kommen aus
Thüringen, weitere 20 Prozent aus Hessen. Die weithin sichtbaren
Milchwerke in Wiesenfeld entstanden 1993 auf der grünen Wiese.
Die Genossenschaft mit Standorten in Sonneberg, Hildburghausen,
Schleusingen, Coburg und Bad Staffelstein hat sich somit auf einen
Ort konzentriert. Seit 2004 gibt es mit „Silberdistel“ noch einen
Standort in Lendershausen. Für die neue, vollautomatisierte Weichkäserei
investierte die Genossenschaft rund 50 Millionen Euro.
Ausbildung
Starte auch du
deine Ausbildung zum
milchwirtschaftlichen Laborant
(m/w/d)
und zum
Milchtechnologen (m/w/d)
Eine Ausbildung mit der
auch Ludwig Weiß seine
Karriere begann.
Käseladen
Coburger
Direkt neben dem
Milchwerken in Wiesenfeld ist
der Coburger Käseladen.
Er hat Montag bis Freitag
von 8 bis 17 Uhr geöffnet.
Hier gibt es Käse direkt aus
der Produktion.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 41
FISCHSOMMELIÈRE
POWERFOOD FISCH
Advertorial
CO 2 einfach
nochmal nutzen
In Schwarzenfeld entsteht lebensmittelechtes
CO 2 . Rießner-Gase baute dafür Tanks und
Verladestation und vermarktet das recycelte
Klimagas. So können beispielsweise Lebensmittel
nachhaltig gekühlt verschickt werden.
CO 2 EINFACH NOCHMAL NUTZEN
CO 2 ist das bekannteste Klimagas. Es trägt zur
Erwärmung der Atmosphäre bei – es entsteht
beim Verbrennen von fossilen Energieträgern,
aber es wird zu den verschiedensten Zwecken
auch als Gas benötigt. Im Produktionsprozess von
Spritzgussteilen oder Trockeneis, um nur einige
Beispiele zu nennen. Wie wäre es, wenn das CO 2,
das normalerweise einfach in die Luft gelangt,
wenigstens ein zweites Mal benutzt werden könnte?
Die Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld und
Rießner-Gase zeigen, wie das gelingen kann.
Ein Tor außerhalb von Schwarzenfeld fährt auf, ein
LKW mit einem Anhänger von Rießner-Gase rollt auf
das Gelände. Hier liegen die kommunale Kläranlage,
die Kläranlage der Molkerei und die BG Bio-Energie
nebeneinander. Stephan Bruckner-Knab zeigt auf
die Tanks der Molkerei, die in der Ferne zu sehen ist.
„Wir trennen innerhalb des Betriebs konsequent das
Abwasser. Alles aus der Produktion kommt in unsere
eigene Kläranlage.“ Die Abwässer aus Duschräumen
oder Toiletten gehen in das kommunale Netz und in
die kommunale Kläranlage.
Die Abwässer aus der Produktion von Grünländer-
Käse und „allen Milchprodukten bei Lidl“ sind der
Beginn eines Kreislaufes. Der Klärschlamm ist hier
durch seine Herkunft klar definierte Biomasse. „Wir
wissen genau was drin ist und können unsere Anlage
daher genau darauf abstimmen“, sagt Bruckner-
Knab. Die Biomasse wird auf das Gelände der BG
Bioenergie gepumpt und in vier großen Tanks mit
Kuppeldach vergoren. Die Mikroorganismen zerlegen
sie unter anderem in Methan, CO 2 und einen festen
Restbestandteil. In den üblichen Biogas-Anlagen
treibt das Methan ein Blockheizkraftwerk an, das
CO 2 wird in die Luft geblasen. In Schwarzenfeld geht
die Aufbereitung weiter. Das Methan wird soweit
gereinigt und konzentriert, dass es in das Gasnetz des
Bayernwerks eingespeist werden kann.
Stephan Bruckner-Knab erklärt die Anlage in Schwarzenfeld, in der unter anderem lebensmittelechtes CO 2 entsteht.
RIESSNER-GASE
Advertorial
Von Tim Birkner
Foto: Easy2cool
Das Kohlendioxid wird bei minus 30 Grad flüssig gespeichert.
Aus dem CO 2 wird Trockeneis, das Easy2cool dann für
den Versand von Kühlprodukten verwendet.
Auch das Kohlendioxid bleibt in der Anlage und wird aufwändig
und besonders gründlich gereinigt, damit es sämtliche
Anforderungen und Spezifikationen an Lebensmittel-CO 2
erfüllt. Schließlich wird es abgekühlt und mit minus 30 Grad
flüssig in vier große Tanks gepumpt.
Von diesen Tanks aus beginnt es seinen zweiten Einsatz. Die
Firma Rießner-Gase hat die Tanks, das dazugehörige Analyse-
Labor sowie die vollautomatische Tankstelle geplant und
gebaut. Sie ist der exklusive Partner in der Vermarktung des
CO 2. Der Lastzug rollt an die Ladestation. Nachdem er sich mit
seinen Fahrer-, Fahrzeug- und Behälterkarten freigeschaltet
hat, wird der Lastzug beladen. „Das Verladeportal soll
möglichst mannlos funktionieren“, sagt Joen Rießner von
Rießner-Gase. Damit soll die Tankstelle für CO 2 rund um die
Uhr flexibel sein. Zwei bis drei Ladungen verlassen täglich
die Anlage. Ein Großteil wird dann im Lichtenfelser Werk
zu Trockeneis verarbeitet und wird wird an Easy2cool in
Redwitz geliefert.
Pro Stunde kommt mehr als eine Tonne CO 2 in den Lagertanks
in Schwarzenfeld an. Sie fassen jeweils 100 Tonnen. Sobald ein
Tank voll ist, wird er verschlossen und zunächst analysiert.
„Erst wenn das Labor bei Bechtel die Reinheit bestätigt,
wird er zur Verladung freigegeben“, so Rießner. Er sieht aus
Lichtenfels die Füllstände und Erfüllung aller Kriterien für die
Freigabe als Lebensmittel CO 2. Sobald ein Tank freigegeben
ist, kann die Abholung im System hinterlegt werden, die die
Fahrer dann mit ihrer Identifikation vor Ort freischalten.
„Der Prozess ist von der Füllung der Tanks über die Abholung
bis zur Zertifizierung und Rechnungslegung digitalisiert.“ Die
Programmierung entstand in der IT-Abteilung von Rießner-
Gase und wird auch an der Verladestelle für Wasserstoff in
Wunsiedel genutzt.
„Wir sind immer auf der Suche nach eigenen, möglichst
regionalen, Quellen für unsere Gase, um so Versorgungssicherheit
für unsere Kunden zu garantieren. Nach CO 2 aus
Schwarzenfeld und Wasserstoff aus Wunsiedel fehlt uns als
nächstes eigentlich nur noch eine Luftzerlegungsanlage“,
sagt Joen Rießner. Der Wasserstoff kommt inzwischen aus
Wunsiedel, das CO 2 aus Schwarzenfeld. „Wir setzen damit
komplett auf nachhaltiges, biogenes CO 2 – also Kohlendioxid,
das bereits in der Luft war und wir recyclen es.“ Anlagenbau,
Analyse und Programmierung lagen in der Verantwortung
des Lichtenfelser Unternehmens. „Das Projekt ist lösungsorientiert
und spannend – es gibt noch nicht so viele Anlagen,
die das können“, sagt Rießner. So waren sowohl die Ingenieure
als auch Monteure, Bioanalytiker und Programmierer für
die CO 2-Anlage in Schwarzenfeld im Einsatz. „Für unsere
zukünftigen Projekte suchen wir daher immer fähige und
motivierte Leute aus diesen Bereichen und freuen uns
natürlich auch über Initiativbewerbungen. Besonders freut es
uns natürlich, wenn das CO 2 nicht nur nachhaltig hergestellt
werden kann, sondern dieser Ansatz auch bei unseren Kunden
konsequent weiter gedacht wird. Ein Paradebeispiel ist hierbei
die heimische Firma easy2cool. Dort werden mit unserem
Trockeneis, hergestellt aus biogenem CO 2, Kühltaschen aus
recycletem Material befüllt. Mit diesen wird dann tiefgekühlte
Ware direkt an den Endkunden versendet ohne die Kühlkette
zu unterbrechen.“
Rießner-Gase GmbH
Rudolf-Diesel-Straße 5 | 96215 Lichtenfels
Tel.: +49 9571 765-0 | E-Mailgase@riessner.de
www.riessner.de
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
KRONACHER | DAS MAGAZIN 45
FWO
WASSER
FÜR ALLE UND
JEDERZEIT
Die Fernwasserversorgung Oberfranken gehört acht
Landkreisen und sieben Städten. Der Zweckverband
steht für die sichere Versorgung der Kommunen mit
sauberem Trinkwasser.
Hahn auf, das Wasser läuft. So kennt das jeder: Wasser ist verfügbar
in jeder Menge und bester Qualität. Jeder Schluck aus der
Leitung ist bedenkenlos trinkbar. Doch wer steckt dahinter?
Die Städte und Gemeinden sind dafür verantwortlich, dass die Haushalte
Wasser bekommen. Die Landkreise können die Wasserversorgung
in die Hand nehmen, wenn es sich um größere Versorgungsstrukturen
handelt. Überall gibt es dann die Möglichkeit, eine eigene
Quelle zu nutzen, einen eigenen Brunnen zu bohren – oder sich mit
anderen zu vernetzen und das Wasser zu kaufen.
„In den allermeisten Fällen handelt es sich um Mischformen, also beispielsweise
ein eigener Brunnen und der Austausch mit Nachbarn“,
weiß Markus Rauh. Er ist Verbandsdirektor der Fernwasserversorgung
Oberfranken (FWO). Um die Pflichtaufgabe Wasserversorgung
erfüllen zu können, haben sich vor mehr als 50 Jahren die Landkreise
und Städte in Oberfranken für einen gemeinsamen Zweckverband
entschieden, die FWO.
Überall dort, wo Kommunen alleine nicht mehr weiter kommen, können
sie sich vernetzen. Sie nutzen dann die eigenen Quellen und kaufen
das fehlende Wasser bei Nachbargemeinden oder der FWO. Sie ist
komplett in öffentlicher Hand. Sie gehört acht Landkreisen und sieben
Städten. „Das ist festgelegt. Die FWO ist unverkäuflich – und auch
kein anderer kann irgendwelche Anteile erwerben“, erklärt Rauh.
Die Anteilseigner treffen in der Verbandsversammlung die strategischen
Entscheidungen. Hier sitzen kraft ihres Amtes die beteiligten
Landräte und Oberbürgermeister zusammen. Pro 1000 Einwohner
bekommt jeder eine Stimme.
Sie entscheiden über Fernwasserleitungen, Hochbehälter, Pumpwerke
oder Trinkwasseraufbereitungen. Damit versorgt die FWO Stadtoder
Gemeindewerke, die das Wasser dann über ihr eigenes Netz in
die Haushalte bringen. 70 kommunale Vertragspartner bekommen so
ihr Wasser von der FWO. So fließt bei rund einer halben Million Menschen
in Ober-, Unter- und Mittelfranken und vielen Unternehmen
Wasser aus dem Hahn, das von der FWO aufbereitet und transportiert
wurde. Auch im benachbarten Thüringen bekommt neuerdings das
Lobensteiner Oberland Wasser von der FWO.
Der größte Wasserlieferant ist die Talsperre Mauthaus im Ködeltal.
13 Millionen Kubikmeter pro Jahr trägt sie zur Versorgung bei. „Um
den Wasserbedarf Oberfrankens zuverlässig decken zu können,
greift die FWO auch auf andere Versorger zurück. Der Zweckverband
Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) im Nürnberger
Raum und die Stadtwerke Kulmbach liefern jährlich bis zu fünf
Millionen Kubikmeter Wasser“, sagt Rauh.
In Städten wie Teuschnitz übernimmt die FWO außerdem die Aufgaben
des örtlichen Netzunterhalts. „Das ist eine technische Dienstleistung,
weil immer mehr Städte und Gemeinden die hohen Anforderungen
an das Trinkwasser nicht mehr mit eigenem Personal erfüllen
können“, erklärt Rauh. Der Zweckverband der Landkreise und Städte
hilft also auch hier seinen Mitgliedern und deren Kommunen.
Für die zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser schaut die FWO
auf die Region und in die Zukunft. Die oberfränkische Region ist ein
Wassermangelgebiet mit ungünstigen hydrogeologischen Verhältnissen.
Mitte der 1960er-Jahre traten in Oberfranken erhebliche Versorgungsprobleme
mit Trinkwasser auf. Die einzelnen Gemeinden sahen
sich überfordert, diese Wassernot jeweils im Alleingang zu bewältigen.
Nur kommunale Zusammenarbeit versprach eine sinnvolle und
dauerhafte Lösung der Trinkwasserversorgung. Zu dieser Situation
kommen heute die Auswirkungen des Klimawandels. „Wir bekommen
immer heißere Sommer, in denen immer mehr Wasser gebraucht
wird – also in einer Jahreszeit, in der Quellen und Brunnen unter
Stress stehen und eher weniger Wasser schütten“, so Rauh. Mit dem
gemeinsamen Verbund werden diese Lücken und Risiken geschlossen.
„Das ist die Herausforderung und Verantwortung, der sich die
Landkreise und Städte mit unserem Zweckverband stellen.“
46 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum
WASSER FÜR ALLE UND JEDERZEIT
Advertorial
Von Tim Birkner
Infografik: Thea Kröger
Talsperre Mauthaus im Ködeltal
Stadtwerke Kulmbach
STÄDTE UND
LANDKREISE
STÄDTE:
Bamberg, Bayreuth, Coburg,
Hof, Kulmbach, Neustadt bei
Coburg und Selb.
LANDKREISE:
Bamberg, Bayreuth, Coburg,
Haßberge, Hof, Kronach,
Kulmbach und Lichtenfels.
Gut versorgt
durch die FWO
Wir versorgen Oberfranken
zuverlässig mit Trinkwasser.
FWO Fernwasserversorgung
Oberfranken
Ruppen 30
96317 Kronach
Telefon: 0 92 61 / 507-0
E-Mail: office@fwokronach.de
500.000 MENSCHEN
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 47
WIE SOLL UNSER
Frankenwald
DER ZUKUNFT AUSSEHEN?
Im Projekt ZukunftHolz werden neue Rezepte
entwickelt, mit denen der Frankenwald fit gemacht
werden soll. Dabei fließen sowohl wirtschaftliche
als auch ökologische und soziale Überlegungen mit
ein. Der Wald betrifft alle – und alle dürfen bei der
Rezeptur mitreden.
Im Projekt ZukunftHolz werden neue Wege
beschritten, mit denen der Frankenwald für die
Zukunft aufgestellt werden soll. Dabei fließen
sowohl wirtschaftliche als auch ökologische und
soziale Überlegungen mit ein. Unser Wald betrifft
uns alle – und alle können an der Gestaltung
teilnehmen und teilhaben.
Advertorial
WIE SOLL UNSER FRANKENWALD DER ZUKUNFT AUSSEHEN?
Von Tim Birkner
„Wir brauchen für
unseren Frankenwald eine
neue Idee, einen neuen
Ansatz nach der Katastrophe.
Unser Wald soll uns auch in
Zukunft mit all seinen Funktionen
zur Verfügung stehen und uns
auch Arbeitskräfte sichern“,
sagt der Kronacher Landrat Klaus Löffler.
Der Frankenwald ist im Stress. Über Jahrhunderte
entwickelte er sich zu einer Monokultur mit
Fichten. Zunehmende Trockenheit macht die
Bäume anfällig für den Borkenkäfer. Die Folgen des
Käfergeschehens sind für uns alle als Kahlflächen
sichtbar. Viele Waldbesitzer haben einen Teil ihres
Waldes dadurch verloren. Manch einer auch alles.
Hier setzt das Projekt ZukunftHolz an. Der
Landkreis Kronach konnte mit dem teilweise
dramatischen Zustand des Frankenwaldes eine
von 17 Modellregionen in Deutschland werden.
Mit Hilfe des Projektes können weitere Lösungen
gefunden werden, die sowohl Waldbesitzern als
auch der lokalen Wirtschaft helfen können, sich für
die Zukunft aufzustellen. Da sind die Waldbesitzer
und Forstverwaltungen, die Holzunternehmer und
all diejenigen, die den Frankenwald zur Erholung
nutzen. All diese Interessen hat Tobias Paul im Blick.
Er ist der Projektmanager: „Das Ziel des Projektes
ist es, den Waldumbau von Nadelwald zu einem
gesunden und stabilen Laubmischwald zu begleiten.
Wir wollen dabei helfen, den Frankenwald neu
aufzustellen.“
Sein Horizont geht noch weiter. „Ich möchte auch,
dass wir das Holz aus dem Frankenwald in Zukunft
noch stärker hier vor Ort verwenden. Das würde
die Wertschöpfung in der Region enorm stärken“,
sagt Paul. Er denkt dabei an die Bauwirtschaft.
Hier könnte künftig noch mehr Holz aus dem
Frankenwald direkt in den Städten, Märkten
und Gemeinden verwendet werden. Andere
Holzregionen wie Tirol gehen seit langem
selbstbewusster mit ihrem Holz um. „Holz
ist ein unglaublich vielfältiger Rohstoff mit
viel Potential für Zukunftstechnologien“,
betont Paul. Er möchte wissenschaftliche
Erkenntnisse, neue Technologien und
kreative Ansätze zusammenbringen.
Den Weg dorthin zu finden, ist Pauls Aufgabe.
Die Karte dafür entwirft er zusammen mit den
Beteiligten. Im Projekt gibt es vier Blickwinkel.
Dabei geht es um die effiziente Waldbewirtschaftung,
um eine nachhaltige Forstwirtschaft, die regionale
Holznutzung und die Aus- und Weiterbildung.
Innerhalb dieser Bereiche gibt es Arbeitsgruppen,
für die aktiv Teilnehmer gesucht werden, und es gibt
Workshops.
„Sie sehen, welche
vielfältigen Funkt ionen
der Wald in unserer Wirtschaft
und Gesellschaft hat. Unser
Wald betrifft uns tiefgehend,
ob beim Hochwasserschutz,
dem Lärmschutz, der Biodiversität,
der Erholung oder seiner Nutzung.
Wir sind von ihm abhängig“,
sagt Paul.
Sowohl in den Arbeitsgruppen als auch in den
Workshops können Beteiligte und Interessierte
überlegen, wie die Wege aussehen könnten, und
die Blickwinkel anderer Waldnutzer kennen- und
verstehen lernen. „Das gegenseitige Verständnis
und die Zusammenarbeit sind der Schlüssel dafür,
dass wir gute und nachhaltige Lösungen für alle
entwickeln können. Wir brauchen alle Ideen,
neue wissenschaftliche Erkenntnisse und die
Erfahrungen aus der Praxis. Daraus gestalten wir die
Zukunft für unseren Frankenwald und für uns alle“,
sagt Landrat Löffler.
50 KRONACHER | DAS MAGAZIN
ZUKUNFT HOLZ
Tobias Paul erklärt, wie das gehen kann: „Wir
strukturieren das Vorgehen und laden alle ein,
dabei zu sein und mitzudenken.“ Konkret teilt er
jeden einzelnen Blickwinkel in vier Schritte auf. Wo
stehen wir aktuell? Was sind die derzeitigen Vorund
Nachteile? Wie könnte es in Zukunft aussehen?
Was braucht es dafür? „Jeder trägt mit seinem
Wissen dazu bei, dass die Lösung besser wird“, sagt
Paul nach dem ersten Workshop.
ZukunftHolz ist ein Projekt, das in der ersten Phase
Lösungsmöglichkeiten sucht und konkrete Projekte
entwickelt. „Für die Umsetzung müssen wir uns
dann als Modellregion erneut bewerben“, sagt Paul.
Landrat Löffler ist sich sicher, dass die Ideen, die
jetzt schon auf dem Tisch liegen, ein gutes Signal
sind.
Wir sind kreativ und innovativ.
Dies zeigt mir der erste Workshop
und er stimmt mich optimistisch,
dass es dann auch in die
Umsetzung gehen kann“,
so Löffler.
Für den Frankenwald und seine Zukunft sieht
natürlich auch Paul gute Chancen: „Der Wald ist
in der DNA der Region stark verankert. Alle leben
mit dem Wald, nicht ohne ihn.“ „Der Wald ist
Teil unserer Zukunft. Und dies müssen und
werden wir selbst und gemeinsam in
die Hand nehmen“, ist Landrat Klaus
Löffler überzeugt.
Die Projektpartner von ZukunftHolz
Landkreis Kronach
Innovationszentrum Region Kronach e.V.
WBV Waldbesitzervereinigung Kronach-
Rothenkirchen e.V.
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Bayerische Staatsforsten AöR
Hochschule Coburg – Studiengang ZukunftsDesign
Lucas-Cranach-Campus Stiftung
Naturpark Frankenwald e.V.
Wer selbst mitdenken
möchte, wie der Frankenwald
in Zukunft aussieht,
kann sich auf zukunft-holz-landkreis-kronach.de
über Workshops und Neuigkeiten des Projekts
informieren. Tobias Paul steht für Fragen unter der
Telefonnummer 09261-678-579 zur Verfügung. Jeden
Mittwoch von 10 bis 12 Uhr bietet Paul auch eine
persönliche Sprechstunde an.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 51
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SONDERTHEMA: INTELLIGENZ
Zahlen & Fakten
Definition Intelligenz
(Quelle Wikipedia)
Intelligenz ist die kognitive bzw. geistige Leistungsfähigkeit bei Menschen und zum
Teil auch Tieren speziell im Problemlösen. Der Begriff umfasst die Gesamtheit
unterschiedlich ausgeprägter kognitiver Fähigkeiten zur Lösung eines logischen,
sprachlichen, mathematischen oder sinnbezogenen Problems.
Intelligenz in der Bevölkerung
68 % der Bevölkerung liegen zwischen bei einem IQ von 85–115,
je 2 % über 130 bzw. unter 70. Laut dem sogenannten Flynn-Effekt
stiegen im 20. Jahrhundert die Testergebnisse im Schnitt um 3
IQ-Punkte pro Jahrzehnt; in einigen Ländern kehrt sich der Trend
bei jüngeren Zielgruppen mittlerweile um.
Die zehn intelligentesten
Menschen der Welt und ihr IQ
(Quelle Forschung und Wissen)
NAME
IQ
Terence Tao 230
Marilyn vos Savant 228
Christopher Hirata 225
Gehirn und Intelligenz
Das Gehirn besteht aus etwa 90 Milliarden Neuronen, die über Billionen
von Synapsen miteinander verbunden sind, was eine massive
parallele Datenverarbeitung ermöglicht. Es leistet etwa 10 hoch 13
analoge Operationen pro Sekunde, wobei es nur etwa 15 bis 20 Watt
verbraucht. Computer verbrauchen ein vielfaches dieser Energie.
Kim Ung Yong 210
Dr. Evangelus Katsioulis 198
Rick Rosner 192
Mislav Predavec 192
Garry Kasparov 190
Kenneth Ferrell 190
James Woods 180
Unternehmen und KI
(Quelle Statistisches Bundesamt)
Jedes fünfte Unternehmen (20 %) in Deutschland nutzte 2024
Technologien der künstlichen Intelligenz (KI).
2023 nutzte etwa jedes achte Unternehmen (12 %) künstliche
Intelligenz. 2021 wurde die Nutzung von KI erstmals erhoben,
wobei etwa jedes neunte Unternehmen (11 %)
angab, diese zu nutzen.
Zum Vergleich: Albert Einstein und Stephen Hawking
hatten einen IQ von etwa 160.
Arten von Intelligenz
Howard Gardners Theorie der multiplen Intelligenzen umfasst
acht oder neun Intelligenztypen: sprachlich-linguistische,
logisch-mathematische, räumliche, musikalische, körperlichkinästhetische,
interpersonale, intrapersonale und naturalistische
Intelligenz.
Tiere und Intelligenz
Generell gelten Delfine, Menschenaffen und Elefanten als besonders
intelligent, gefolgt von Krähen, Papageien, Orcas, Kraken
und Ratten. Diese Tiere zeigen komplexe Verhaltensweisen
wie Werkzeuggebrauch, Problemlösung, soziale
Intelligenz und ein ausgeprägtes Gedächtnis.
Intelligenz weltweit
Es gibt nationale, politische als auch geografische Faktoren,
die Einfluss auf die Intelligenz haben. Wissenschaftlich inzwischen
nachgewiesen ist, dass ein wärmeres Klima einen
merklich schlechten Einfluss auf den Intelligenzquotienten hat.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 53
Konzeption & Foto: Sebastian Buff
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen,
aber auch da. Sie stellen sich vor. Im KRONACHER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen oder Diverse.
MACHERIN
Dieses Mal: Britta Höfer ist Geschäftsführerin der Waltec GmbH in Steinberg. Das Maschinenbau-Unternehmen für die Glasindustrie setzt sich als
85-Mann-Betrieb weltweit immer wieder bei Aufträgen durch. Nach dem Embargo gegen Russland ist derzeit Nordafrika eine Boom-Region für
Waltec. Wie macht sie das bloß?
KRONACHER: Was braucht man heute, um Macherin zu sein?
Britta Höfer: Ich glaube Ungeduld ist ganz wichtig. Das Gefühl wie
ein Kind mit dem Fuß aufzustampfen und zu sagen: „Ich will aber.“
(lacht) Das führt dazu, dass ich selbst anpacke und die Idee ins
Rollen bringe. Außerdem braucht es Neugier und einen unwahrscheinlichen
Optimismus. Ich muss wissen und vermitteln: Das
packen wir. Das wird gut.
KRONACHER: Wie steckt eine Macherin ihre Mitstreiter an?
Britta Höfer: Wir sind ein gut gemischter Haufen. Irgendeiner
lässt sich anstecken. Dann sind wir zwei. Dann gärt die Idee, wir
kauen das durch und plötzlich sind wir zu dritt. Dann beginnt die
Idee zu laufen. Natürlich verändert sich die Idee in diesem Prozess
– das ist gut. Doch ich brauche eine gesunde Ignoranz gegenüber
den Rahmenbedingungen. Wenn ich als erstes auf alle Bedenkenträger
höre, ist die Idee tot. Ich möchte starten und dann sehen, wie
wir das hinbekommen.
KRONACHER: Lassen Sie sich auch anstecken von den Ideen anderer?
Britta Höfer: Generell ist es viel schwerer eine Idee auf den Tisch
zu legen, als Opposition zu spielen und gegen alles zu sein. Ich
schätze diejenigen, die ihre Ideen zur Sprache bringen. Ich höre
mir das an und sage dann: Lasst uns das ausprobieren. Je leidenschaftlicher
jemand für seine Idee brennt, desto leichter lass ich
mich auch anstecken. Wenn wir dann gemeinsam weiter machen,
dann können wir viel für uns und unsere Kunden erreichen.
KRONACHER: Sind Sie auch außerhalb von Waltec eine Macherin?
Britta Höfer: Egal, was ich mache oder wo ich mich engagiere:
Es heißt, die Fahne hochzuhalten und Energie reinstecken. Vor
anderen werde ich niemals jammern – das mache ich höchstens,
wenn ich ganz alleine bin. (lacht) Ich möchte anderen Mut geben.
Diese Haltung hat auch eine Wirkung im Gehirn, das haben
Neurologen inzwischen erforscht. Ich merke das auch, wenn ich
mit meinem Pferd unterwegs bin. Das Tier ist wegen irgendetwas
verunsichert, ist ängstlich oder scheut. Ich weiß, dass uns auf dem
Weg etwas Gruseliges erwarten wird – und muss ihm das Gefühl
geben: Wir schaffen das. Ich muss Sicherheit ausstrahlen, auch
wenn ich noch nicht weiß, wie wir genau an der Gefahrenstelle
vorbei kommen werden.
KRONACHER: Ist es in unserer Region leicht, eine Macherin zu sein?
Britta Höfer: Unsere regionalen Stellen tun, was sie können. Sie
sind aber auch in den Rahmenbedingungen gefangen. Früher
dachte ich, wir als Unternehmen müssen so werden wie die ganz
großen Konzerne. Heute weiß ich: Die vielen bunten Familienunternehmen,
der Mittelstand, das macht Deutschland aus. Das
ist unser hohes Gut – weltweit. Da trifft es mich, wenn ich höre,
dass wieder ein Investor oder ein Konzern aus Indien oder China
ein Unternehmen übernommen hat. Ich versuche zu tun, was ich
kann: Mut machen, damit sich vor allem Nachfolgerinnen den Job
zutrauen. Da geht es wieder um das Gleiche: Sicherheit vermitteln
und ausstrahlen, damit wir die Unternehmen gut und sachlich weiterbringen.
KRONACHER: Welche Veränderungen haben Sie in der Region beobachtet?
Britta Höfer: Die Franken haben sich noch in den 1980er-Jahren
schnell einschüchtern lassen, wenn ein Berliner kam und sie vollgequatscht
hat. Das hat sich geändert. Aus der Ruhe heraus zieht
es die Franken jetzt selbstbewusst in die Welt hinaus. Ich sehe das
auch in unserem Unternehmen. Da kommt ein junger Mitarbeiter
aus einem kleinen Dorf. Alles dreht sich um dieses Dorf. Und
dann geht er ganz selbstverständlich für uns für vier Wochen nach
China, um eine Maschine in Betrieb zu nehmen. Ich mag diese gesunde
Mischung aus Neugier und konservativ sein. Unser stärkstes
Kapital sind die Mitarbeiter. Dafür muss ich fair und nachvollziehbar
führen und Entscheidungen treffen. Ich erlebe dann eine hohe
Loyalität und wirklich lange Betriebszugehörigkeiten. Da sind wir
wirklich stark und auf einem guten Weg.
KRONACHER: Wo braucht es noch Rückenwind für diesen Weg?
Britta Höfer: Die Führungskultur ändert sich gerade. Wir kommen
aus einem preussischen System mit Dienstfolge, Rangordnungen
und Befehlen. Heute gilt es, näher am Menschen zu führen.
Da ist viel Motivation, Belohnung und Freiraum notwendig.
Führung ist heute emotionaler. Ich muss ein stückweit loslassen.
Wenn ich vertraue und Räume schaffe, kann jeder sein Talent am
besten einbringen und selbst Verantwortung übernehmen. So finden
wir auch Mitarbeiter: Wir suchen Talente, die mit uns diesen
Weg gehen wollen.
Die Fragen stellte Tim Birkner.
AUTOHAUS VETTER
Advertorial
Von Tim Birkner
Fotos: Kris Beck
COOLE CHEFS
IN DER AUTOFAMILIE
In der Autofamilie Vetter sind ständig Veränderungen angesagt – und
gleichzeitig kann man sich aufeinander verlassen. Wie in einer Familie
eben. Das Führungs–Trio mit Eva Vetter hält sie zusammen und führt sie
in die Zukunft.
„Wir sind eine Autofamilie“, sagt Eva Vetter.
Sie ist der Kopf dieser Familie, die seit
über 100 Jahren im Landkreis Kronach verwurzelt
ist. Aus einem Fahrradgeschäft, das
ihr Urgroßvater Max Vetter 1924 in Pressig
eröffnete, ist die Autofamilie Vetter geworden.
Fünf Standorte, sechs Marken, 201
Mitarbeiter, davon 28 Azubis. Vetter kennt
alle ihre Namen.
Sie sieht in ihren Mitarbeitern die Menschen.
Für die möchte sie ein gutes, gesundes Umfeld
schaffen, in dem sie sich wohlfühlen. Dazu gehören
Extras für die Mitarbeiter. Sie wurden
gerade auf einer Betriebsversammlung vorgestellt.
Jeder Mitarbeiter bekommt eine digitale
Frankenwald-Card für 50 Euro
steuerfreien Sachbezug im Monat.
Mitarbeiter, die ihre Kinder in einer Kita haben,
bekommen einen Zuschuss. „Der größte
Benefit ist eine private Zusatzversicherung
für alle Mitglieder unserer Autofamilie“, sagt
Vetter. Sie freut sich über das gute Betriebsklima.
Hierzu tragen flache Hierarchien bei. „Ich
möchte immer ansprechbar sein für mein
Team“, so Vetter.
Gerade hat die Familie ein neues Mitglied bekommen,
denn Vetter hat in Sonneberg einen
Betrieb übernommen. „Genau richtig, die
passen zu uns“, sagt sie – und lernt geschwind
die 50 neuen Namen. Sie will präsent sein,
ist nahezu jede Woche an nahezu jedem der
Standorte in Sonneberg, Pressig, Kronach,
Rothenkirchen und Ludwigsstadt.
Die Leitung des Familienbetriebs teilt sie sich
mit den Geschäftsführern Frank Rebhan und
Torsten Müller. „Das Wochenende gehört der
Familie“, sagt Eva Vetter. Und damit meint sie
die Wochenenden ihrer Mitarbeiter. Damit
diese Zeit mit ihren Familien verbringen können,
haben die Geschäftsführer den Samstag
aus den Öffnungszeiten gestrichen. „Das war
die beste Entscheidung, die wir getroffen haben“,
so Vetter.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 57
AUTOHAUS VETTER
Natürlich gab es Unkenrufe, als der Samstag
kein Werkstatttag mehr war. Ihre Mitarbeiter
haben das natürlich weitererzählt. Auch das
gehört zum neuen Konzept, die Mitarbeiter
sind Botschafter der Autofamilie. Die
Reaktion? - „Was habt ihr denn für coole
Chefs.“ Eva Vetter lacht, wenn sie das
erzählt. Dieses Feedback, das sie von ihren
Mitarbeitern und über ihre Mitarbeiter aus
der ganzen Branche bekommt, tut ihr gut.
2023 hat sie es unter die TOP 3 der Unternehmerinnen
des Jahres geschafft. Eine
Auszeichnung des Mitteltand BVMW e.V.
Landrat Klaus Löffler hatte sie vorgeschlagen
– dann unter 60 Bewerberinnen ausgewählt zu
werden, stärkt sie: „Wir sind auf dem richtigen
Weg.“
Dass sie die Autofamilie irgendwann einmal
führen wird, war ihr schon lange klar. Am
Ende ging alles schneller, als sie sich das
wünschte. Vor acht Jahren starb ihr Opa,
vergangenes Jahr ihr Vater.
In der Tradition ihrer Familie hat sie sich
auf die Stärken konzentriert. Wie sieht die
richtige Strategie für die Zukunft aus? Die drei
Generationen vor ihr hatten ihre Antworten
und auch das heutige Geschäftsführer-Trio
hat seine Antworten. Die Autofamilie soll eine
gute Arbeitgeber-Marke sein – und sie möchte
die Marken des Volkswagen-Konzerns als
Partner gerne behalten. „Dafür mussten wir
wachsen, denn die Marken wollen immer
größere Partner, damit sie es einfacher in
deren Betreuungsstruktur haben“, sagt
Vetter. Jetzt schafft sie beides zugleich. Die
Autofamilie Vetter ist breit aufgestellt: von der
Tankstelle in Ludwigsstadt über den Lackierund
Karosseriebetrieb in Rothenkirchen,
die Autohäuser in Pressig und Kronach bis
1973
1992 1995
DIE AUTOFAMILIE VETTER
Firmengründung
durch Max Vetter.
Errichtung eines Betriebes in Pressig
Ortsmitte mit Kleintankstelle.
Fahrschule in Pressig wird eröffnet
In den letzten Kriegstagen wurde
der Betrieb durch amerikanische
Luftangriffe fast völlig zerstört.
Eröffnung einer Zweigstelle
in Ludwigsstadt.
Errichtung einer Neuwagen-
Ausstellungshalle in Pressig.
Neubau einer Spenglerei und
Lackiererei in Pressig.
Übernahme des Volkswagenund
Audi-Betriebes der Firma
Lauterbach in Mitwitz.
Umbau und Vergrößerung der
beiden SHELL – Tankstellen Pressig
und Ludwigsstadt. Erweiterung des
Service-Betriebes Ludwigsstadt.
Neubau eines Neuwagencenters in
Pressig. Neugestaltung und Vergrößerung
der Kundendienstannahme
und des Zubehörshops.
1
9
2
4
1
9
28
1
935
1
945
1
962
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972
1
982
1
991
1
992
58 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
AUTOHAUS VETTER
zum neuen Betrieb in Sonneberg auch mit
Nutzfahrzeugen. Damit kann Vetter ihren
Kundinnen und Kunden viel Service anbieten
und ist unabhängiger vom VW-Konzern.
Andererseits kann sie genau diesem Konzern
eine Größe anbieten, die für ihn attraktiv ist.
Die Mitarbeiter sind der Schlüssel zum
Erfolg. Sie tragen zu der Kundenbindung der
Autofamilie Vetter zu vielen Kundinnen und
Kunden und deren Familien bei. „Wir haben
eine gute Mischung aus Kolleginnen und
Kollegen, die seit 20, manche seit 30 Jahren,
in unserem Betrieb arbeiten, und unseren
jungen Köpfen“, weiß Eva Vetter. Sie legt
Wert darauf, dass alle gut geschult sind und
Innovationen gefördert werden.
Seit vier Jahren bereits ist die Autofamilie
auch Batterie-Kompetenzzentrum. „Wir
waren die ersten in einem Umkreis von 100
Kilometern“, so Vetter. Inzwischen haben die
Vetters mehrere Hochvolt-Experten. „Wir
sind die, die auch ins Innere einer Batterie
schauen können“, freut sich die Chefin. Das
passt zur Strategie der Autofamilie: Immer
den Blick nach vorne gerichtet, immer die
Familie zusammenhalten, immer nach dem
Besten für jeden einzelnen und die gesamte
Autofamilie streben.
EVA VETTER
„Wir haben eine gute Mischung
aus Kolleginnen und Kollegen, die
seit 20, manche seit 30 Jahren,
in unserem Betrieb arbeiten, und
unseren jungen Köpfen.“
2017
2025
Einrichtung eines neuen Karosserieund
Lackierzentrums in Rothenkirchen.
Übernahme des Audi Betriebes der
Firma Müller in Kronach. Alleiniger
Vertriebspartner der Audi AG im
Landkreis Kronach.
Eröffnung des Auto-Marktes mit
Schwerpunkt Volkswagen/ Audi
Dienstwagen, EU-Fahrzeuge und
allgemeinem Gebrauchtwagenhandel.
Zertifizierung zum Volkswagen
Welt Auto-Händler
Eröffnung unseres neuen
Betriebes in Kronach
Autohaus Vetter- die Autofamilie!
Neues Logo. Neuer Look.
Bau eines Räderhotels am
Standort Kronach
Eröffnung Back- & Kaffeeshop in
der Shell-Tankstelle Pressig
Modernisierung Seat Showroom &
Eröffnung Cupra Showroom
Modernisierung bft-Tankstelle
Ludwigsstadt mit Back- & Kaffeeshop
Eröffnung des neuen
Kundencenter in Pressig. Service
& Verkauf unter einem Dach.
Modernisierung unserer Sozialbereiche
und Werkstatt in Pressig
Übernahme des Auto-
Center Sonneberg.
Eröffnung Cupra-Carage
am Standort Pressig.
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9
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AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 59
BYPASS
IM ALTEN REVIER
UNTERIRDISCH
Text und Fotos: Tim Birkner
Alte Gruben einfach zuschütten
funktioniert nicht, denn das Wasser wird
immer da sein. Bekommt es keinen Weg,
sucht es sich einen. In Stockheim entsteht
ein unterirdischer Bypass, um das Wasser
ableiten zu können, das sich in den alten
Stollen des Steinkohlereviers sammelt. Ein
Besuch im einzigen Steinkohlerevier in
Bayern 30 Meter unter der Erde.
Hier war das einzige Steinkohlerevier in Süddeutschland.
Robin Hoffmann arbeitet im Bergamt Nordbayern und ist in
unter anderem für den Altbergbau zuständig. „Bergleute fahren
immer“, sagt er und steigt in einen Gitterkorb, der neben dem
St.-Katharina-Förderschacht steht. Auch wenn er die Holzleitern
nehmen würde, würde er hinunter „fahren“. Doch die Holzleitern
werden gerade erneuert, die Feuchtigkeit hat ihnen zugesetzt.
Der Einstieg liegt neben der alten Rentei, die als Kultur- und
Begegnungsstätte in neuem Glanz erstrahlt. Drumherum liegen
ein Kinderspielplatz und auch die alte Öffnung in den Königlich
Bayerischen Maximilian Erbstollen.
Martin Normann ist soetwas wie Bayerns letzter Bergmann. Mit
dem Meißel treibt er den Stollen voran. Das geht Meter für Meter.
Mit einer Fernbedienung steuert er die Maschine. Wenn er genug
zusammen hat, holt der Minibagger den Abraum und fährt ihn
zum Schacht. 34 Meter unter der Erde bohrt er sich voran. Es ist
hell, matschig und geräumig.
Der Bergbau in Stockheim begann vor über 250 Jahren, 1756, und
der Maximilian Erbstollen war ab 1804 die Hauptentwässerung.
50 Jahre lang verlängerten die Bergleute den Stollen, bis er 1855
alle Gruben im Revier erreichte und eine Gesamtlänge von über
zweieinhalb Kilometern hatte. Er tat seinen Dienst bis 1968, als
der Bergbau in Stockheim endgültig eingestellt wurde. Wenn ein
Berg mit Stollen durchzogen ist wie ein Körper mit Adern, dann
ist daraus ein Organismus geworden, der nicht einfach vergessen
oder zugeschüttet werden kann. Er lebt – und er lebt vor allem
durch das Wasser.
KRONACHER | DAS MAGAZIN 61
UNTERIRDISCH
Ein Querstollen zeigt, wie das früher war – und warum der
Stollen mit dem königlichen Namen nun einen stattlichen Bypass
bekommt. Ein paar handbreit Luft sind da noch, einige Holzbalken
sind eingestürzt. Hoffmann leuchtet mit einer Taschenlampe in
die Abschnitte, die nicht vom Licht des neuen Schachtes erhellt
werden. Mit seinen Gummistiefeln steht er dabei im Schlamm.
Mit viel Kies haben die Verantwortlichen in den frühen 1970er-
Jahren versucht, die Löcher zu stopfen, die zwei Jahrhunderte einer
ganzen Region Arbeit gegeben hatten. Ein Schwarzweiß-Foto
zeigt noch die Kiesberge vor dem Schacht. Doch das Wasser ist
geblieben. Ein Teil davon fließt durch einen kleinen Nebenstollen
in die Haßlach ab. „Rösche“ nennen die Bergleute diese Bauwerke,
die das Arbeiten unter Tage erst ermöglicht haben. Natürlich
muss ein Stollen halten, damals wie heute. Doch wenn das Wasser
kommt und nicht abfließen kann, ist erstmal Schluss. Hoffmann
zeigt in dem neuen Stollen auf eine Linie kurz unter der Decke:
„Wir hatten in dem neuen Stollen vergangenen Winter einen
Wassereinbruch. So hoch stand das Wasser in dem Stollen.“
Die Wunden aus der Zeit des Bergbaus sollten verschlossen
werden, sie sollten verschwinden. Etwas Erinnerung darf bleiben,
wie die Bergmannskapelle Stockheim oder die Traditionen und
Erinnerungsstücke, die der Förderverein für Bergbaugeschichte
sammelt und zugänglich machen möchte. Es gibt Themenwege,
auf denen man oberirdisch die unterirdische Geschichte
ablaufen kann. Es gibt sonntags Führungen des Fördervereins
im Bergbaumagazin. Aber solange das Wasser nicht abfließt,
werden die alten Wunden sie nicht heilen, sondern immer wieder
aufbrechen. Das Wasser staut sich dann irgendwo unterirdisch auf
und bricht unkontrolliert ins Freie, wenn der Druck zu groß wird.
Im Königlich Bayerischen
Maximilian Erbstollen brechen
die Holzbalken. Das Wasser kann
durch ihn nicht mehr abfließen.
Der neue Stollen ist
als Bypass geplant.
62 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
Robin Hoffmann steht am
Geländer des St.-Katharina-
Schachtes in Stockheim.
Martin Normann ist
Bayerns letzter Bergmann.
UNTERIRDISCH
Die Aufgabe von Hoffmann ist es, genau das zu verhindern. „Der
Erbstollen kann diese Aufgabe nicht mehr leisten“, sagt er. Also
machte sich das Bergamt ein Bild der Lage und plante einen neuen
Stollen als Bypass für die frühere Lebensader eines ganzen Reviers.
Zwei Schächte sind als Zugang für Material und für frische Luft
unter der Erde notwendig. Neben dem St.-Katharina-Schacht,
durch den Hoffmann in die Tiefe fuhr, ist das am anderen Ende des
Stollens der Christopherschacht in der Nähe des Friedhofs. Etwas
mehr als 240 Meter liegen liegen zwischen den beiden Ein- und
Ausgängen ans Tageslicht.
Trotz aller Voruntersuchungen ist es unmöglich, genau
vorherzusagen, was einem unter Tage begegnet. Ist der Stein
fest, genügt eine aufgespritzte Betonschicht, andernfalls sind
aufwändigere Konstruktionen notwendig. Bis Bayerns größte
Bergbau-Baustelle fertig ist, werden durch den gleichen Schacht,
durch den Hoffmann eingefahren ist, über 2500 Kubikmeter
Gestein in kleinen Loren hinaufbefördert sein.
Später, wenn der Stollen und der ganze Bypass fertig sind, läuft
in dem Stollen einfach nur ein Rohr, in dem das Wasser ablaufen
kann, das sich in dem ehemaligen Revier unterirdisch sammelt.
Hoffmann wird bleiben: „Wir haben hier eine Ewigkeitslast.“
UNTERIRDISCH
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 65
KULTOUREN
Kultouren
DER KRONACHER AUF REISEN
GENFER SEE
Redaktion: Wolfram Hegen
Reisen allein, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem
Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit dem
Auto, per Bahn, mit dem Bus (oder dem Flugzeug) in ein paar Stunden
erreichbar sind. Ziele für Menschen, die etwas sehen und erleben
wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten, an Natur,
Bergen, Seen, Flüssen und Meer, gerne verbunden mit Bewegung an
der frischen Luft und manchmal auch mit ein bisschen kalkuliertem
Abenteuer. Das sind unsere KRONACHER-Kultouren. In jedem
Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen,
und mit ein paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie dieser
Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.
GENFER SEE
KULTOUREN
DER GENFER SEE
Von Kronach aus ist der Genfer See ein Ziel, das man an einem Tag bequem erreicht – ob im Auto über das Alpenvorland
hinab zum glitzernden Wasser, oder im Zug, der einen ganz entspannt ans Ufer bringt. Der See ist dabei mehr als ein blauer
Fleck auf der Landkarte. Er ist ein Versprechen: auf Weite, Eleganz, Kultur und Genuss. Zwischen Genf und Montreux,
zwischen Rebhängen und Promenaden, mischt sich französische Nonchalance mit schweizerischer Präzision. Der Blick
über das Wasser, in dem sich Alpen und Wolken spiegeln, weitet den Atem, die Terrassen des Lavaux duften nach Sonne
und Wein, in den Städten klingen Sprachen und Gläser miteinander an. Man schlendert unter Palmen, lauscht Jazz
und Chansons, spaziert an Belle-Époque-Fassaden vorbei, lässt sich in Cafés nieder und schaut den Booten nach. Und
irgendwann begreift man: Der Genfer See empfängt den Reisenden mit offenen Armen – ein Ort zum Verweilen, der einen
noch lange begleitet, wenn man längst wieder zuhause ist.
WELTSTADT
Genf ist wie ein fein reguliertes Uhrwerk, in
dem Weltpolitik und Lebenskunst harmonisch
ineinandergreifen. Die zweitgrößte Stadt der Schweiz
ist Sitz zahlreicher internationaler Organisationen oder
Verbände wie der WHO, dem Weltwirtschaftsforum oder
der UN und strahlt diese Weltläufigkeit auch aus. Am Ufer
spannt der See sein glänzendes Tuch aus, der Jet d’Eau
zeichnet vor dem Panorama der Alpen im Hintergrund
eine weiße Feder in den Himmel – ein Ausrufezeichen der
Eleganz. In der Altstadt klettern die Gassen zur Cathédrale
St-Pierre, wo man zwischen Säulen und stillen Kapellen
den Blick über Dächer und Wasser schweifen lässt. Unten,
im Parc des Bastions, erinnert die Reformationsmauer
an große Worte und mutige Gedanken, während gleich
nebenan Schachfiguren in Menschengröße ihre Runden
drehen. Zwischen Belle-Époque-Fassaden und modernen
Glasfronten pflegt Genf seine Vorlieben: für Schokolade,
für Uhrmacherkunst, für präzise Begegnungen. Wer
durch Carouge schlendert, findet Ateliers, Arkaden und
mediterrane Leichtigkeit; wer am Abend entlang der
Quai-Promenaden spaziert, sieht die Stadt in warmem
Messing schimmern. Genf ist Bühne und Salon zugleich
– höflich, weltläufig, überraschend sinnlich. Eine Stadt,
die nicht laut um Aufmerksamkeit bittet, sondern sie mit
Haltung gewinnt.
68 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
GENFER SEE
AUF UND AB
Lausanne ist eine Stadt auf Terrassen – ein elegantes
Amphitheater, das dem See zugewandt ist. Hier führt jeder
Spaziergang unweigerlich über Treppen: die Escaliers du
Marché hinauf zur Kathedrale, deren gotisches Gerippe im
Abendlicht rosig glüht, oder hinab nach Ouchy, wo das Ufer
in langen Promenaden schwingt. Zwischen Parks und Plätzen
pulsiert eine junge, wissbegierige Energie. In den Cafés
diskutiert man Kunst und Start-ups mit derselben Leidenschaft.
Das Olympische Museum feiert den sportlichen Geist mit
Geschichten, die anspornen, und Ausstellungsstücken, die
glänzen. Auf der Esplanade de Montbenon richtet man den
Blick über Stadt und Wasser, während Straßenmusiker den
Nachmittag vergolden. Lausanne verbindet steile Topografie
mit Leichtigkeit: Ein bisschen Atemlosigkeit, die sofort
belohnt wird – mit Ausblicken, die den Horizont öffnen, und
Momenten, in denen Zeit und Takt leiser werden. Wer sich
treiben lässt, entdeckt eine Stadt, die ihre Kanten liebevoll
poliert und doch unverwechselbar bleibt.
FREDDIE LEBT
Montreux ist die Riviera im Westentaschenformat – Palmen
im Mikroklima, eine Seepromenade, die wie ein Filmset
wirkt, und Hotels, die Geschichten in Samt und Messing
erzählen. Im Juli schwebt Jazz durch die Luft, doch auch
außerhalb des Festivals klingt Musik nach: Am Seeufer
grüßt Freddie Mercury in Bronze, Montreux ist wie er eine
Legende, weil Queen in der pittoresken Kleinstadt zahlreiche
Alben aufgenommen hat und heute gerne in einer Ausstellung
an diese Zeit erinnert. Ein Spaziergang führt am Wasser
entlang, an Gärten, Skulpturen, kleinen Stegen vorbei, weiter
südlich sitzt Schloss Chillon wie ein stiller Regisseur auf einer
Felsnase und schaut seit Jahrhunderten auf das Kommen und
Gehen, das zahlreich ist an diesem beliebtesten Fotomotiv der
Schweiz. Wer den Zahnradzug zum Rochers-de-Naye nimmt,
steigt aus in einem Panorama, das die Sinne neu sortiert: der
See tief unten wie geglättetes Metall, die Berge nah und doch
entrückt. Montreux ist mondän, ohne unnahbar zu sein – ein
Ort, an dem Erinnerungen patiniert werden, bis sie leuchten.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 69
KULTOUREN
WEINSELIG
Das Lavaux ist ein Landschaftsgedicht aus Stein, Rebe und Licht.
Terrassen um Terrassen, von Trockenmauern gehalten, fallen zum See
hin ab wie ein grünes Amphitheater, der Wind streicht durch die Blätter,
die Sonne speichert sich in den Mauern, und die Reben antworten mit
goldenen Tönen. Zwischen kleinen Dörfern ziehen sich Wege durch die
Weinberge – jeder Schritt ein Wechsel der Perspektive, jede Kurve ein
neuer Dialog zwischen Himmel, Wasser und Rebstock. Winzerhöfe
laden zu Degustationen, bei denen der Dézaley im Glas wie ein geheimer
Akkord vibriert. Man sitzt auf einer Mauer, schaut den Booten nach
und versteht plötzlich, wie Landschaft Geschmack wird. Über dem See
liegen oft milchige Schleier, dahinter zeichnen die Berge ihre feinen
Linien – eine stille Partitur, die nur Geduld verlangt. Lavaux ist kein
Ausflugsziel, das man „abhakt“, sondern ein Rhythmus, in den man
hineinfindet. Wer hier verweilt, nimmt ein Stück dieser Ruhe mit – nicht
im Koffer, sondern im Tempo.
Nur vier Tipps aus nahezu unzählig vielen Möglichkeiten für Ihre persönliche
Entdeckungsreise an den Genfer See. Informationen gibt es ausführlich im Netz, in
gedruckten Reiseführern bei Ihrem regionalen Buchhändler, oder fragen Sie uns.
70 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
JETZT IN
COBURG
GENFER SEE
HOMMERT AUTO ZENTRUM
ERWEITERT MARKENPORTFOLIO UM OPEL
DAS HOMMERT AUTO ZENTRUM WÄCHST WEITER! AB SO-
FORT WIRD AM STANDORT COBURG (HAHNWIESE 9) NUN
AUCH DIE MARKE OPEL ANGEBOTEN. DAMIT ETABLIERT
SICH DAS AUTOHAUS ALS ERSTER ANSPRECHPARTNER
FÜR FORD, NISSAN, PEUGEOT UND OPEL UND BLEIBT ZU-
GLEICH SERVICEPARTNER FÜR JEEP UND VOLVO.
„Mit Opel erweitern wir unser Angebot
um eine bedeutende Marke und
investieren nachhaltig in den Standort
Coburg. Die Marke mit dem Blitz steht
für Qualitat, Innovation und Tradition
-Werte, die perfekt zu uns passen. Deshalb
freuen wir uns sehr, Opel künftig
in unserem Portfolio zu haben", so
Hommert Geschäftsführer Markus
Joppich.
Investitionen in Standort und Arbeitsplätze
Durch die Erweiterung entstehen neue
Arbeitsplatze, und bestehende Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter werden
gezielt weiterqualifiziert. Zudem ist
ein Neubau in Planung, um den Kundinnen
und Kunden noch mehr Raum
für Beratung und Service zu bieten.
„Das ist ein klares Bekenntnis für die
Region“, erklärt der Geschaftsführer.
Kompetenz für alle Mobilitätsbedürfnisse
Das Hommert Auto Zentrum bietet
seinen Kunden eine breite Modellpalette
- vom Kleinstwagen über kompakte
SUVs bis hin zu geraumigen Limousinen
und vielseitigen Transportern.
Auch das Thema E-Mobilitat spielt eine
große Rolle: „Wir elektrifizieren Fuhrparks
für gewerbliche Kunden und
beraten Privatkunden als zertifizierter
E-Mobilitatsberater. Unser Ziel ist es,
jedem Kunden eine maßgeschneiderte
Ein ASTRAiner Deal
SICHERN SIE SICH IHREN OPEL ASTRA
Mobilitatslosung anzubieten“, so Markus
Joppich weiter.
Umbauarbeiten ohne Betriebsunterbrechung
Im Zuge der Markenerweiterung werden
in Coburg einige Umbaumaßnahmen
durchge führt. Der Verkaufs- und
Servicebetrieb läuft jedoch uneingeschränkt
weiter. Der Standort Sonneberg
(Schreberstraße 47) fungiert im
Zuge der Erweiterung nun zusätzlich
als Nissan-Servicepartner.
Das Hommert Auto Zentrum mit
Standorten in Coburg, Sonneberg
und Altenkunstadt ist Teil der AVAG
Holding SE, einer der größten Automobilhandelsgruppen
Europas.
HOMMERT AUTO ZENTRUM GMBH
Unternehmenssitz:
Hahnwiese 9 · 96450 Coburg
Tel. 09561 8288-0
Filiale Altenkunstadt
Weismainer Str. 65 · 96264 Altenkunstadt
Tel. 09572 609640
opel.hommert.eu
Filiale Sonneberg
Schreberstr. 47 · 96515 Sonneberg
Tel. 03675 7377-0
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 71
Im Trend –
Möbel aus Keramik
Einzigartige Designhighlights für Dein Zuhause
Hightech-Keramik ist ein wirklich außergewöhnliches Material. Es zeichnet sich nicht nur durch extreme Härte, Kratzfestigkeit und
Langlebigkeit aus. Durch verschiedene Veredelungsprozesse kann Keramik vielfältigste Farben, Glanzgrade und Oberflächenstrukturen
annehmen, die besonders edle Materialien wie Marmor oder massives Holz perfekt nachnahmen und beeindruckend gut
aussehen. Kein Wunder also, dass Keramik der Einrichtungstrend mit Zukunft ist. Der Möbeldesigner DELIFE aus Ebersdorf ist
Vorreiter dieser Entwicklung. Er kreiert einzigartige Möbel aus Keramik, die jedes Zuhause zu einem echten Designhighlight machen
und makellose Schönheit mit Alltagstauglichkeit perfekt zu verbinden wissen.
Warum Möbel aus Keramik die richtige Wahl sind
• Elegante und atemberaubende Designs
• Vielzahl an Farben, Glanzgraden und Strukturen
• Extrem robust und langlebig
• Kratzfest
• Resistent gegen Fette und Säuren
• Leicht zu reinigen
• Kein Verblassen der Farben
Edge Esstische aus Keramik
Außergewöhnlich schön und gleichzeitig besonders praktisch
sind die Edge Tische aus Keramik von DELIFE. Robust und
kratzfest halten sie allen Herausforderungen des Alltags stand
und sind gleichzeitig ein echter Blickfang in jedem Essbereich.
Mit einer riesigen Auswahl an unterschiedlichen Farben, Gestellvariationen,
Tischgrößen- und formen gibt es bei DELIFE genau
den Edge Keramiktisch, der perfekt zu den eigenen individuellen
Bedürfnissen passt.
CUOR - Low- und Sideboards aus Keramik
Ein echtes Designmeisterwerk ist die außergewöhnliche Serie
CUOR von DELIFE. Minimalistische Lowboards und Kommoden
mit ikonischem Charakter begeistern durch eine einzigartige
und durchgängige Keramikstruktur in eleganten Farben, die an
verschiedene Steinstrukturen oder echtes Eichenholz erinnern
und sich auch wie solche anfühlen. Ob schwebend durch Wandmontage
oder mit verschiedenen Füßen, die man bequem mit
einem 3D Konfigurator auswählen kann, schenken sie jedem
Raum ein atemberaubendes Ambiente.
CUOR SERIE EDGE SERIE
Edge Couchtische aus Keramik
Ganz neu im Sortiment von DELIFE sind die edlen Couchtische
der Edge Serie. Sie sind perfekt auf die Esstische abgestimmt
und beeindrucken nicht nur durch ihr unwiderstehliches Design,
sondern durch ihre Pflegeleichtigkeit und Widerstandskraft.
Schließlich muss auch ein Couchtisch im Alltag so einiges aushalten,
gehört er doch neben dem Sofa zum absoluten Mittelpunkt
jedes Zuhauses. Auch bei den Edge Couchtischen gibt es
eine wunderbare Auswahl an Formen, Farben und Gestellen,
die sich perfekt in jede Einrichtung einfügt.
EDGE SERIE
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ANFAHRT
HIER WOHNEN ...
Von Tim Birkner
HIER WOHNEN…
… MENSCHEN
ZUSAMMEN
Halgard Stolte schenkt Tee ein. In der Küche des ehemaligen Pfarrhauses in Nordhalben liegt
ein neuer Holzboden aus Eiche. „Den habe ich aus Litauen organisiert“, sagt sie. Hier sollen sich
Menschen treffen, austauschen, miteinander kochen. Vier kleine Wohnungen hat sie im ersten
Stock renoviert und vermietet. Die Küche im Erdgeschoss wie das Zimmer daneben mit Sofas
auf dem Boden, Kunst an den Wänden und einem alten Kachelofen in der Ecke sind für alle da.
„Die Idee ist, zusammenzuleben und zusammenzuarbeiten“,
beschreibt sie ihren Antrieb. Das wollte sie auch für das Nordhalben-Village
etablieren, für das sie sich viele Jahre engagierte.
Halgard Stolte ist eigentlich immer in Bewegung, im Kleinen
wie im Großen, im Inneren wie im Äußeren. Sie sammelt Anregungen
aus Gesprächen und aus Ländern, passt sie für ihr
Leben und ihre Projekte an – und los geht es. Natürlich gibt
es dafür eine Glasfaserleitung im ehemaligen katholischen
Pfarrhaus und einen Anschluss an das Nahwärmenetz. Das ist
der Anfang, damit alle arbeiten und leben können.
Für die Mieter sind die Wohnungen renoviert, ihr eigenes
Büro ist noch sehr nah an dem Zustand, in dem sie das Haus
gekauft hat. An der Decke sind noch die Holzpaneelen, die
früher einmal schick waren. „Die gab es fast im ganzen Haus“,
lacht sie. An den Wänden lehnen großformatige Gemälde. Einige
sind von Freunden, ein paar von ihrem Vater, die meisten
aber sind von ihr. Hier in diesen Räumen arbeitete die Pfarramtssekretärin
und es fanden Gespräche über Hochzeiten,
Taufen oder Todesfälle statt. Stoltes Telefon klingelt. „Eine
schwedische Nummer, ich muss mal kurz dran.“ Es folgen ein
paar Sätze auf Englisch, sie vertröstet die Anruferin.
Im Pfarrhaus laufen die Fäden zusammen. Früher die aus
Nordhalben, heute die aus der halben Welt. Die Steine sind
die gleichen geblieben. „Die dicken Mauern sind faszinierend.
Sie halten uns im Winter warm und im Sommer bleibt
es schön kühl.“ Die Laibungen an den Fenstern sind mächtig,
wenigstens einen halben Meter stark. Die Fenster sind geblieben,
restauriert und in einem dunklen Blau gestrichen.
Schiefer packt das Haus ein wie einen Burger. Das Dach ist aus
Schiefer - „und glücklicherweise dicht“. Und der Keller ist aus
Schiefer. „Hier müssen wir uns noch etwas Gutes ausdenken“,
sagt Stolte. Die Mitte ist aus Sandstein. Stolte kann jedem Teil
etwas abgewinnen. „Ich liebe den Dachboden“, sagt sie und
führt hinauf. Ein Zimmer ist fertig und bewohnbar, im übrigen
Teil stehen weitere Bilder, die meisten in Folie verpackt.
Nebenan steht St. Bartholomäus. Vor der Kirche flattern zwei
Fahnen. Draußen tönt Musik, deren Klänge auch durch die dicken
Mauern bis in die Küche dringen. „Heute ist Kirchweih“,
sagt Stolte. Sie ist mitten im Geschehen geblieben, auch wenn
das Nordhalben-Village auf der anderen Straßenseite und sie
inzwischen unterschiedliche Wege gehen. Es scheint, als läge
Nordhalben im Nichts. Doch Stolte macht eine andere Rechnung:
„Wer in großen Städten unterwegs ist, fährt oft jeden
Tag bis zu einer Stunde zur Arbeit. Wer diesen Radius hier
anlegt, kommt ganz schön weit.“ Zum Beispiel nach Coburg,
Saalfeld, Bayreuth oder Hof. Oder mit ein paar Minuten mehr
auch nach Bamberg oder Jena, wo sie derzeit einen Tag in der
Woche als Kunstlehrerin arbeitet.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 75
HIER WOHNEN ...
76 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
… MAN IM NIRGENDWO
HIER WOHNEN ...
Foto: Manuel Uebler
78 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
Natur
RUHE IN DER
NATURFRIEDHOF
Advertorial
Durch das herbstliche Laub der Baumkronen
scheint die Sonne. Sie marmoriert den Waldboden
mit Moosen und Flechten, Baumstümpfen und
Sandteinen. Es singen ein paar Vögel, in der Ferne
läutet die Kirchenglocke von Altenbanz. Sebastian
Huth geht oft mit Menschen durch den Wald,
die einen Ort für ihre Angehörigen oder für sich
selbst suchen. „Oft sehen sie ein besonderes Licht
oder einen Schmetterling, der sich niederlässt –
dann haben sie ihren Platz gefunden“, sagt der
Forstbetriebsleiter.
Der Naturfriedhof in Banz liegt in einem Wald
voller Eichen und Hainbuchen. Der Ort strahlt Ruhe
und Frieden aus, die Natur umhüllt die Lebenden
wie die Toten. Hier sind die Urnengräber rund um
alte, große Bäume gelegen, jedes mit einem kleinen
Sandstein und einer Inschrift. „Jeder braucht einen
konkreten Ort zum Trauern“, weiß Huth, der mit
dem Friedhof auch zu dessen Leiter geworden ist.
Hinter ihm laufen zwei ältere Frauen, ganz
offensichtlich auf der Suche nach einem Grab. Er
fragt, ob er helfen kann. Nein, sagen sie, mit einem
Smartphone in der Hand auf dem der digitale
Friedhofsplan angezeigt wird. Mit ein paar Klicks
wird genau der Baum angezeigt, unter dem der
Mensch begraben liegt, den die Trauernden suchen.
Die Beerdigungen finden meist auf dem Gedenkplatz
statt. Hier stehen Bänke aus Eichen, die früher
selbst im Wald standen. Vorne ist ein Taukreuz
zu sehen. „Es ist aus einer alten, starken Eiche
geschaffen, die in der Nähe von Kloster Banz einem
Sommergewitter zum Opfer fiel. Jetzt hat sie eine
neue Verwendung auf dem Naturfriedhof gefunden
und lebt weiter, indem sie Trost spendet“, sagt Huth.
Hier können alle um ihre Verstorbenen trauern.
Die Zeremonie wird entweder von einem Pfarrer
oder einen Pfarrerin gehalten oder auch von einem
Trauerredner oder schlicht im Kreis der Familie.
Manchmal ist es eine kleine Runde von fünf
Personen, die den Verstorbenen begleitet,
manchmal kommen auch 200. Manchmal dauert eine
Gedenkfeier zehn Minuten ein andermal eineinhalb
Stunden. Unter dem Dach des Waldes gibt es viele
Freiheiten. Huth merkt, dass zu ihm mehr Familien
kommen, die einen Angehörigen in der Mitte des
Lebens zu Grabe tragen. Und er erlebt, dass immer
mehr Menschen sich selbst um ihren letzten Ruheort
kümmern wollen. Sie können sich heute schon ihren
Platz aussuchen, er wird ihnen bis zu 40 Jahre lang
reserviert.
Zwischen den Grabbäumen gibt es immer wieder
Waldbereiche, in denen von unten frisches
Grün nachwächst – und die wie ein Vorhang die
unterschiedlichen Bereiche abgrenzen. Überall
stehen Bänke, auf denen die Trauernden sich mit
einer Thermoskanne Kaffe und einem Stück Kuchen
zu ihren Liebsten setzen. Für den Trauercafé nach
der Beisetzung bietet Huth seinen neuen Gedenksaal
an, innen aus Fichte, außen aus Lärche, im Grundriss
der Form einer Bischofsmütze nachempfunden. Ein
kleiner Ofen spendet Wärme, große Fenster holen
den Wald nach innen. „Die Leute mögen es schlicht
– sie haben sich ja auch bewusst für den Wald
entschieden“, sagt Huth.
Text: Tim Birkner
Fotos: Matthias Schmitt
Weitere Informationen gibt es unter www.naturfriedhof-banz.de
oder vor Ort im Forsthaus Banz 1, 96231
Bad Staffelstein. Telefonische Auskünfte
gibt es unter 09573 950274. Wer sich den
Naturfriedhof selbst ansehen möchte,
findet ihn In der Au 30 in 96231 Altenbanz.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 81
Seniorenhaus
Seniorenhaus
Seniorenhaus
Kronach
Kronach
Kronach
Seniorenheim
Seniorenheim
Seniorenheim
Ludwigsstadt
Ludwigsstadt
Ludwigsstadt
Sozialstation
Sozialstation
Sozialstation
Steinbach
Steinbach
Steinbach
a.
a.
a.
W.
W.
W.
Tagespflege
Tagespflege
Tagespflege
Hirschfeld
Hirschfeld
Hirschfeld
Essen auf Rädern
Essen
Essen
auf
auf
Rädern
Rädern
Hausnotruf
Hausnotruf
Hausnotruf
Ehrenamtliche Gemeinschaften
Ehrenamtliche
Ehrenamtliche
und Katastrophenschutz
Gemeinschaften
Gemeinschaften
und
und
Katastrophenschutz
Katastrophenschutz
BRK
BRK
BRK
Kreisverband
Kreisverband
Kreisverband
Kronach
Kronach
Kronach
Friesener
Friesener
Friesener
Str.
Str.
Str.
46
96317 Kronach
46
46
96317
96317
Kronach
Kronach
09261/6072-0
info.kronach@brk.de
09261/6072-0
09261/6072-0
info.kronach@brk.de
info.kronach@brk.de
www.brk-kronach.de
www.brk-kronach.de
www.brk-kronach.de
Foto: Val Thoermer
CARITAS
33 Jahre haben der Kapelle zugesetzt
– nun soll renoviert werden
JETZT SPENDEN
Das Herzstück des Caritas Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth in Wallenfels ist
die Kapelle, die seit 33 Jahren immer für alle Bewohner und Besucher offensteht.
Unzählige Menschen haben schon hinauf geschaut auf das steinerne Kreuz, das
die Handschrift des Bildhauers Heinrich Schreiber trägt. Sie haben ihre Sorgen
und Nöte hierher gebracht und Trost erfahren.
SPENDENAUFRUF
Konto des Caritasverbandes Kronach
Stichwort: „Kapelle“
VR Bank Oberfranken Mitte eG
IBAN: DE 59 7719 0000 0207 1008 33
BIC: GENODEF1KU1
In den 33 Jahren gab es hier fröhliche aber auch traurige Anlässe für
Gottesdienstfeiern, es gab Konzerte, Weihnachtsfeiern und Jubiläen. Und es gibt
und gab viele Schicksale, die hier ihren Anfang und auch ihr Ende fanden. Vor
33 Jahren, am vierten Advent 1992 wurde die Kapelle feierlich geweiht. Hell und
modern, aber nicht zu modisch, so war damals die Anforderung, die sich voll und
ganz erfüllt hat. Zweimal in der Woche gibt es hier katholische und evangelische
Gottesdienste und sie werden in die Bewohnerzimmer und Aufenthaltsräume
übertragen.
Nun soll die Kapelle neu erstrahlen, eine Renovierung der hohen Wände und
Fenster und ein neuer Anstrich sind dringend nötig. Für die Unterhaltung und
die Renovierung der Kapelle ist die Caritas zuständig als Träger des Altenund
Pflegeheims. Die Kosten liegen bei mindestens 15.000 Euro. Viel kann in
Eigenleistung gemacht werden – doch ohne Material und einige Handwerker
geht es eben nicht. Unterstützen Sie uns, damit die Kapelle in Wallenfels wieder
glänzen kann. Jeder Euro hilft – und die Spenden sind steuerlich absetzbar.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 85
KULTURTIPPS
Advertorial
KULTUR
TITEL ORT DATUM UHRZEIT
AUSSTELLUNG „PARFÜMFLAKONS
EINE ZEITREISE DURCH DAS
20. JAHRHUNDERT“
Europäisches Flakonglasmuseum Tettau bis 30. April 2026 täglich
KUNST
(KOMÖDIE VON YASMINA REZA)
Kreiskulturraum
18. Oktober 2025
19. Oktober 2025
19:30 Uhr
17:30 Uhr
OTHER ROADS – UK FOLK BAND Struwwelpeter 18. Oktober 2025 20 Uhr
25 JAHRE ERIC FISH & FRIENDS
AUF DEN GRUND
Struwwelpeter 20. Oktober 2025 20 Uhr
VOLKER HEISSMANN SINGT UDO JÜRGENS Kreiskulturraum Kronach 19. November 2025 20 Uhr
DER SEELENBRECHER
(PSYCHOTHRILLER VON SEBASTIAN FITZEK)
Kreiskulturraum
22. November 2025
23. November 2025
19:30 Uhr
17:30 Uhr
GROSSER ADVENTSFLOHMARKT Kunst-Antiquariat des Kunstvereins Kronach 29. November 2025 10 Uhr bis 14 Uhr
KRONACHER FESTUNGSWEIHNACHT
Festung Rosenberg
Alle vier
Adventswochenenden
14 Uhr
WINTER-STADTGARTEN
Kroniche Stadtgarten Kaffee
27.12. bis 30.12.2025,
02.01.2026 bis Ende
Februar
15:30 Uhr
NEUJAHRSKONZERT Kreiskulturraum Kronach 10. Januar 2026 17:30 Uhr
UND WENN WIR ALLE ZUSAMMENZIEHEN?
(KOMÖDIE VON ANNA BECHSTEIN)
Kreiskulturraum
17. Januar 2026
18. Januar 2026
19:30 Uhr
17:30 Uhr
THE QUEEN OF SAND – IRINA TITOVA.
IN 80 BILDERN UM DIE WELT
Kreiskulturraum 21. Januar 2026 20 Uhr
DIE NACHT DER 5 TENÖRE Kreiskulturraum 23. Januar 2026 16:30 Uhr
Advertorial
Artikel aus April-Coburger
(Osteopathie ACHTUNG NEUES FOTOS FOLGT!)
TABALUGA UND LILLI (MUSICAL) Kreiskulturraum 29. Januar 2026
VON BACH BIS BIG-BAND:
BLECHBLÄSERDEZETT BLECH-10
DER BESUCH DER ALTEN DAME (THEA-
TERSTÜCK)
Sa. 12 Uhr
So. 11 Uhr
Kreiskulturraum 01. Februar 2026 17 Uhr
Kreiskulturraum
7. März 2026
8. März 2026
19:30 Uhr
17:30 Uhr
BLUE MOON SWINGTETT
A SOUND WAS BORN
FRANK-MARKUS BARWASSER ALIAS ER-
WIN PELZIG – WER WIR WERDEN
Kreiskulturraum 13. März 2026 19:30 Uhr
Kreiskulturraum 26. März 2026 20 Uhr
"HOFER SYMPHONIKER" – WUNSCH-
KONZERT MIT FEDOR RUDIN, VIOLINE
Kreiskulturraum
27.03. bis 28.03.2026
29. März 2026
19:30 Uhr
17:30 Uhr
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Mehr Informationen online im Kulturkalender des Landkreises Kronach oder unter Veranstaltungen auf der Seite der Stadt Kronach.
Und vor allem: Viel Vergnügen bei allen Veranstaltungen.
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Stadtbummel zwischen Schneeflöckchen und Spekulatius
– der VGN lädt ein zum Stadtwinter in die Städte
Ansbach, Bamberg, Forchheim und Fürth. Entdecke auf
vier Städtetouren winterliche Highlights der Region.
Prachtvolle Barockfassaden in der Residenzstadt Ansbach,
Brauereitradition und Fachwerk-Flair in Bamberg,
„Klein Venedig“ und Kellerwald in Forchheim und urige
Kneipenkultur in Fürth. Und das alles in winterlichem
Ambiente - schnell, warm und bequem sowie obendrein
umweltschonend erreichbar mit dem ÖPNV. Komm mit
zum VGN-Stadtwinter in die Städte Ansbach, Bamberg,
Forchheim und Fürth!
Die fertig ausgearbeiteten City-Touren sind für die Hinund
Rückfahrt mit Bus und Bahn konzipiert und machen
die Städte im Verbundraum in ihrer winterlichen Vielfalt
unkompliziert erlebbar – ganz ohne Parkplatzsuche, die
sich gerade in der Vor- und Weihnachtszeit im urbanen
Raum oft umständlich und teuer gestaltet.
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FÜRTH – URBANES BEACH-FLAIR,
JÜDISCHE KULTUR UND KLEEBLATT-HISTORY
Tour S2
Günstige Angebote für die Anreise
Alle, die kein Deutschlandticket haben, können für
die An- und Abreise günstige VGN-Angebote wie das
TagesTicket Plus oder den eTarif egon nutzen – beides
mit der Möglichkeit, weitere Personen oder Fahrräder
mitzunehmen. Für Schülerinnen und Schüler steht
das 365-Euro-Ticket VGN zur Verfügung, das oft von
der Schule gezahlt wird. Von Mai bis November fahren
außerdem die insgesamt 38 Freizeitlinien am Wochenende
und feiertags in touristisch interessante Regionen.
Die VGN-Freizeittipps: Städtetouren
Unter vgn.de/freizeit sind insgesamt rund 300 Wanderund
Radtouren, Städte- und Naturparktipps übersichtlich
aufbereitet in Prospektformaten zum Download verfügbar
- darunter zahlreiche neu aufgelegte und bummelfertig
gestaltete Städtetouren in die Städte im Verbundraum.
ANS BACH
HEIMAT DER HOHENZOLLERNFÜRSTEN
Tour S6
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
Jahre
SCHLOSS
SCHNEY
Oliver
Jauernig
90 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
Advertorial
FRANKEN AKADEMIE
ESSEN & TRINKEN,
LERNEN & TREFFEN
Schloss Schney wird 75 Jahre. Es ist und bleibt ein Treffpunkt
zwischen Kirche und Sportplatz, Bahnhof und ehemaligem Rathaus.
Hier tagen und proben Sportler und Sänger, hier organisiert die
Franken-Akademie seit 75 Jahren politische Bildung, hier feiern
Familien ihre Feste – und hier war 1981 Willy Brandt zu Gast.
„Davon reden die Leute immer noch. Es muss beeindruckend,
mitreißend und faszinierend gewesen sein“, sagt der heutige
Geschäftsführer Dierk Hain. Es zeigt die enge Verbundenheit des
Ortsteils Schney mit der SPD. Hier gründeten Arbeiter 1871 den
dritten Ortsverein in Deutschland überhaupt. Schloss Schney war
von der SPD geprägt – und gleichzeitig stets unabhängig. Darauf
legten die Verantwortlichen immer Wert.
„Heute sind wir ein Bildungshaus, das für alle offen ist“, sagt Hain. Im
vergangenen Jahr qualifizierten sich Hain, seine Mitarbeiter, das Haus
und die Abläufe nach dem Qualitätsmanagement-Modell EFQM.
„Für uns ist das eine wichtige Auszeichnung. Damit können wir seit
diesem Jahr auch Bildungsurlaube anbieten“, sagt Hain. Besonders
in den Sommermonaten sei dies eine beliebte Form, Lernen und
Urlaub miteinander zu verbinden. In vielen Bundesländern gibt es
ein Anrecht auf fünf Tage bezahlten Bildungsurlaub pro Jahr.
Die Geburtsstunde des Schlosses in der heutigen Form war 1951 mit
der Gründung des Vereins für Jugendpflege und Volksbildung. Er
ist der Träger des Hauses, nachdem die Freien Turner das Schloss
1950 gekauft hatten – und bald bemerkten, dass sie für diese Aufgabe
einen Partner brauchen würden. 44 Jahre später wechselte der Verein
den Namen und heißt seitdem Franken-Akademie. In 75 Jahren gab
es gerade einmal vier Vorsitzende. Auf Herbert Hauffe folgte Walter
Engelhardt. Dann folgte Susann Biedefeld – und seit 2024 ist Oliver
Jauernik Vorsitzender des Trägervereins.
„Wir werden unser Jubiläum das ganze Jahr 2026 feiern“, sagt Hain.
Er möchte dafür das ganze Areal nutzen – dazu gehören das Schloss
wie die Tagungsräume und auch die Außenanlagen. „Wir liegen
im Kreuzungspunkt vieler Interessen und bringen die Menschen
zusammen“, sagt Hain. Dazu gehören gutes Essen genau so wie
Diskussionen. „Die Leute müssen miteinander reden. Das war 75
Jahre lang das Prinzip, und das funktioniert heute noch genauso“, so
der Geschäftsführer. Er beherbergt auch Gäste aus dem CSU-nahen
Bildungshaus in Banz, wenn es dort einen Engpass gibt.
Oliver Jauernik betont: „Politische Bildung ist heute mindestens
genauso wichtig wie sie es vor 75 Jahren war. Wenn wir einander
zuhören, unterschiedlich Positionen verstehen und unsere Schlüsse
daraus ziehen, dann braucht es dafür auch einen Raum. Das ist
Schloss Schney.“
„Wenn an einem Wochenende die Turner sportlich aktiv sind, die
Sänger bei uns proben, eine Hochzeitsgesellschaft nach der Kirche
zum Feiern hinauf kommt – und gleichzeitig Bundeswehrsoldaten
politische Bildung bekommen, zeigt das unsere Vielfalt“, sagt Hain.
„Wir sind mit sozialdemokratischen Werten hier verwurzelt und
wollen das auch bleiben. Nah an den Menschen und mit ihnen im
Gespräch“, so Jauernik.
Für das Jubiläumsjahr arbeiten beide noch an konkreten Plänen.
Möglicherweise gelingt es ihnen, einen ähnlichen Eindruck zu
hinterlassen wie 1981 Willy Brandt. „Noch sind Name und Datum
unter Verschluss – doch wir werden das Geheimnis bald lüften“, freut
sich Hain.
Wer sich für politische Bildung interessiert oder eine einen
Ort sucht, um seine Feier abzuhalten für jeden wird ein
individuelles Angebot zusammengestellt:
Franken-Akademie Schloss Schney
Schlossplatz 8 · 96215 Lichtenfels – Schney
Telefon: 09571 97500 · E-Mail: info@franken-akademie.de
Ansprechpartner für Feste, Feiern und Übernachtungen:
· Dierk Hain, Geschäftsführer, 09571 9750-24
· Christine Stöwer-Stubenrauch, stellv. Geschäftsführerin,
09571 9750-20
· Brigitte Eichner-Grünbeck, Seminarleiterin, 09571 9750-16
Wer sich über das Schloss Schney und die Frankenakademie
informieren möchte, kann das auch im Internet tun. Die
Homepage ist unter www.franken.akademie.de erreichbar.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 91
Der Künstler Wilhelm Holderied
1965 nahm Wilhelm Holderied, geb. 1940, das Kunststudium an der
Akademie der Bildenden Künste in München auf, das er bei Josef
Oberberger als dessen Meisterschüler 1971 abschloss. Der Maler
und Bildhauer arbeitet seit 1970 mit Zeichen und Spuren, Gewichten
und Schatten und mit magischen Masken. Ihnen schreibt er eine tiefe
Wirkung auf den Menschen zu. Mit ihnen und ihrer Kraft, Dinge
zu erklären und begreifbar zu machen, beschäftigt sich sein Werk.
Sein künstlerisches Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen u. a.
in München, Berlin, New York, Chicago, San Francisco und Seoul
vorgestellt. Wilhelm Holderied arbeitet in München und Geretsried.
KRONACHER KUNSTVEREIN
Advertorial
Fotos: Kronacher Kunstverein
EIN MEISTER DES
VER BORGENEN KEHRT ZURÜCK
Der Kronacher Kunstverein präsentiert Arbeiten des Münchner Künstlers
Wilhelm Holderied in der Fränkischen Galerie auf der Festung Rosenberg.
Daneben übergibt der Künstler eine neue Skulptur für den LGS-Park.
In Kronach hat er schon vor fast 20 Jahren erste Spuren
hinterlassen. Der Münchner Künstler Wilhelm Holderied
ist Schöpfer des Steinzeichens „Der Steinerne Magnet“,
das er im Jahr 2008 im Kronacher Landesgartenschaupark
in die Erde „gezeichnet“ hat. Das Kunstwerk mit einer
ringförmigen Anordnung von 366 Granitsteinen, das an
ein Labyrinth erinnert, ist seither bei jungen wie älteren
Besuchern ein beliebter Anziehungspunkt. Es lädt zum
kontemplativen Betrachten ebenso ein wie zum Spielen
und Darüberhüpfen. Auf Einladung des Kronacher
Kunstvereins kehrt der renommierte Künstler, der mit
seinem 12 Hektar großen Erdzeichen „Eine Insel für die
Zeit“ am Münchner Flughafen weithin bekannt wurde,
nach Kronach zurück.
Der Meister der Chiffrierungen, der Labyrinthe, Zeichen,
Spuren und magischen Masken zeigt in Kronach unter dem
Titel „Umformungen aus Verborgenem“ Übermalungen,
Arbeiten auf Papier und Modelle. In Zusammenarbeit mit der
Stadt Kronach präsentiert der Kronacher Kunstverein diese
Ausstellung an einem besonderen Ort: in der Fränkischen
Galerie auf der Festung Rosenberg. „Eine Reminiszenz zu
Ehren des Künstlers, der sich seit Jahrzehnten eng mit der
Stadt Kronach und dem Kronacher Kunstverein verbunden
fühlt“, so die Vorsitzende des Kunstvereins, Sabine Raithel.
Nach Ausstellungen in den 90er Jahren in Amerika und Seoul
hat Wilhelm Holderied erstmals begonnen, Bilder, die dort
ausgestellt waren, nach deren Rückkehr zu überarbeiten.
Dieser räumliche und zeitliche Abstand veränderte seine
Betrachtungsweise. „Beim Betrachten von Bildern, die 40 bis
50 Jahre alt sind, spüre ich oft eine große Distanz. Es scheint
mir, als wären einige dieser Bilder nicht zu Ende gemalt. Bin
ich mir dabei selbst ein Fremder geworden?“, sinniert
der Künstler.
Durch das Übermalen entstehe eine neue
Sichtweise, eine geänderte Art der
Bewältigung, so Holderied. „Vorhandene
und neue Gedankenwelten müssen sich
bewegen. Die veränderten Chiffren
der Vergangenheit führen zu einer
Erneuerung und damit zu einem
geänderten Denken.“ Das Ergebnis
dieser Überarbeitung hinterlässt eine seltsame Leichtigkeit
- ein unsichtbarer Untergrund, der mit einem sichtbaren
Vordergrund in Dialog tritt.
So entstehe ein unbekannter Austausch zwischen zwei Ebenen
des Seins, so der Künstler, zwischen zwei verschiedenen
Zeiten und verschiedenen Wahrnehmungen, was zu einer
neuen Art des Verstehens und Fühlens führe. „Sozusagen ein
Verarbeiten des Tuns und über einen großen Zeitraum hinweg
die Vergangenheit mit anderen Augen sehen und ein neues
Spiel der Gedanken eingehen.“
„Bilder, zu denen ich eine tiefe Verbundenheit empfinde,
lasse ich unangetastet. Es muss ein starker, oft unbekannter
Anstoß vorhanden sein, der die Übermalung, diesen Schritt
der Veränderung, erzwingt, gleichzeitig begleitet von einer
geheimnisvollen Ungewissheit“, erläutert Holderied.
Der Meister des Verborgenem hat noch eine Überraschung
für Kronach im Gepäck: Wilhelm Holderied überlässt
dem Kronacher Kunstverein eine weitere Skulptur: ein
ca. drei Meter hoher “Moosgeist“ aus rostigem Metall, ein
„Apotropäon“, ein „Unheilabwender“ wird künftig den
Skulpturenpark im Landesgartenschaupark bereichern und
dort seine positive Ausstrahlung wirken lassen.
„Für die Menschen unserer aufgeklärten Zeit
scheinen solche Geister nicht mehr zu existieren.
Doch vielleicht sind es gerade die rätselhaften und
geheimnisvollen Geschichten aus vergangenen
Tagen, die von Moosgeistern erzählen und unsere
Fantasie beflügeln“, so der Schöpfer des mystischen
Kunstwerks, Wilhelm Holderied. „Der Moosgeist
fungiert dabei als eine Art Brücke, welche die
Dimensionen des Raumes und der Zeit miteinander
verbindet und uns daran erinnert, wie lebendig
und bedeutungsvoll die Geschichten und Symbole
aus früheren Zeiten auch heute noch für unser
kulturelles Selbstverständnis sind.“
Die Ausstellung mit Arbeiten von Wilhelm
Holderied, „Umformungen aus Verborgenem“, ist
vom 26. Juli bis 30. Oktober 2025 in der Fränkischen
Galerie auf der Festung Rosenberg zu sehen.
Mehr Infos unter: www.kunstverein-kronach.de
KRONACHER | DAS MAGAZIN 93
KRONACHER KUNSTVEREIN
SCHAURIG-SCHÖNES
SEEMANNSGARN
Am Vorabend zu Halloween lädt der Kronacher Kunstverein im Rahmen
der Reihe „Literarische Soiree“ in sein lyrisches Gruselkabinett ein.
Die Gäste erwartet ein Gänsehaut-Abend mit wilden Schauergeschichten
rund um geheimnisvolle Schiffe und ihre Passagiere.
Die Gäste des Kronacher Kunstvereins können sich auf
eine besondere Reise gefasst machen. Sie gehen an Bord
des Passagierdampfers Kamtschara. Aldous Brisbane hat
hier ebenfalls eine Überfahrt gebucht - doch egal, wen
er anspricht: Jeder aus der Besatzung hält erschrocken
den Atem an, wenn Brisbane sagt, in welcher Kabine er
zu übernachten gedenkt. Angeblich soll es hier spuken
und bereits einige frühere Passagiere haben hier ein
unheilvolles Schicksal gefunden. Und tatsächlich: Schon
in seiner ersten Nacht an Bord öffnet sich das Bullauge der
Kabine wie von Geisterhand…
Wie diese unheimliche Geschichte des bekannten
Schriftstellers und Grusel-Autors Francis Marion
Crawford (1854 - 1909) weitergeht und was die
Besucherinnen und Besucher des Kronacher Kunstvereins
sonst noch erwartet, das wissen Krystyna und Karol
Hurec sowie Sabine Raithel. Gemeinsam mit weiteren
Mitwirkenden gestalten die „Kunstvereins-Aktivisten“
die schaurig-schöne literarische Soiree am Vorabend
von Halloween. „Das wird ein rundum unterhaltsamer
Abend für Freunde der feinen Grusel-Literatur“, so die
Vorsitzende des Kronacher Kunstvereins, Sabine Raithel.
Rund um wahrlich schauderhafte Schiffsreisen und dunkle
Passagiere drehen sich beide Geschichten, die an diesem
Abend im Rahmen von szenischen Lesungen vorgestellt
werden. Dazu überraschen die Organisatoren ihre Gäste
mit kleinen kulinarischen Köstlichkeiten.
Das literarische Gruselkabinett öffnet am Donnerstag, den 30.
Oktober 2025, um 19 Uhr, seine Türen. Die Veranstaltung findet
in der Galerie des Kronacher Kunstvereins, Siechenangerstraße
13 statt. Die Galerie ist barriefrei erreichbar. Der Eintritt ist frei
- Spenden sind herzlich willkommen.
Mehr Infos unter www.kunstverein-kronach.de
AUS LIEBE ZUR KUNST
KUNST IN EINER
ZERBRECHLICHEN
WELT
Die Jahresausstellung der
Freunde und Mitglieder des
Kronacher Kunstvereins.
Alljährlich widmet der Kronacher Kunstverein eine
große Ausstellung seinen künstlerisch tätigen Freunden
und Freundinnen sowie seinen Mitgliedern. Die
Jahresausstellung zeigt das vielfältige Schaffen, die
Begeisterung und die hohe Qualität der regionalen
Kunstszene. Ambitionierte Hobbykünstler sowie arrivierte
und beruflich Kunstschaffende können sich hier mit eigenen
Arbeiten aus den unterschiedlichsten Genres wie Malerei,
Zeichnung, Bildhauerei, Installationen, Film, Lichtkunst
sowie digitalen Formaten an der Ausstellung beteiligen.
Gleichzeitig dient die Jahresausstellung auch als Plattform
für gegenseitiges Kennenlernen von Kunstschaffenden und
Kunstinteressierten, dem Netzwerken und dem Austausch.
In diesem Jahr stellt der Kronacher Kunstverein seine
Jahresausstellung unter das Motto „Fragilität“. In
einer von Krieg, sozialen, kulturellen, politischen
und wirtschaftlichen Um- und Einbrüchen, von
Klimawandel und von Energie-, Rohstoff, Wasser- und
Nahrungsmittelknappheit zermürbten Welt scheint vieles,
was bislang selbstverständlich war, verletzlich geworden
zu sein. Dabei stellen sich vielerlei Fragen: Wo ist unsere
Gesellschaft, die Natur, unser Leben auf diesem Planeten
oder auch die Welt der Kunst zerbrechlich geworden? Und
was bedeutet Fragilität in Bezug auf das Bewahren - auch
auf das Bewahren von Kunst? Welche Macht hat die Kunst
in Bezug auf gesellschaftliche Veränderung? Und wo gibt
es Stabilität oder Solidarität? Wo gibt es Hoffnung und
konstruktive Ansätze? Kann Fragilität nicht auch etwas
Positives sein? Ist sie vielleicht sogar eine Triebkraft für
Widerstandsfähigkeit? Ist sie möglicherweise eher ein
Ausdruck von Empowerment statt von Schwäche?
Der Kronacher Kunstverein lädt Künstlerinnen
und Künstler ein, sich mit dem Thema „Fragilität“
auseinanderzusetzen. Jeder Teilnehmende kann bis zu drei
Arbeiten einreichen. Die Ausstellung wird vom Kronacher
Kunstverein kuratiert.
DER KRONACHER
KUNSTVEREIN
Ein Portrait
Der Kronacher Kunstverein entstand vor über 40 Jahren aus privatem
Engagement von Karol Hurec, seiner Frau Krystyna und Willi Karl. Aus Liebe
zur Kunst eröffneten sie eine kleine Galerie in der Kronacher Innenstadt – ein
Treffpunkt für Kunstinteressierte aus der Region. Ihr Ziel: Gegenwartskunst in
die Festungsstadt bringen, was im ländlichen Raum der 1980er-Jahre Aufsehen
erregte. Heute zählt der Verein rund 250 Mitglieder und wird von Sabine Raithel
und Willi Karl geleitet. Der Kronacher Kunstverein genießt überregionale
Anerkennung und bietet Ausstellungen zeitgenössischer Kunst auf hohem
Niveau – vergleichbar mit Metropolen-Galerien. Namhafte Künstler wie Ernst
Fuchs, Elvira Bach oder Cornelius Völker stellten hier aus. Neben renommierten
Künstlern fördert der Verein auch junge Talente mit Debütantenausstellungen.
Dieses Engagement stärkt die weichen Standortfaktoren der Region Kronach.
Eine erfahrene Expertenjury kuratiert das Programm und sorgt für Objektivität
und Vielfalt bei der Auswahl. Ziel ist es, innovative Tendenzen aufzuspüren und
kulturelle Diskussionen lebendig zu halten.
Jährlich organisiert der Kunstverein sechs bis acht Ausstellungen verschiedener
Genres wie Malerei, Bildhauerei, Fotografie oder Videokunst. Der Kronacher
Kunstverein beweist: Ländliche Region bedeutet längst nicht mehr provinziell.
Kronacher Kunstverein e.V.
Siechenangerstraße 13 | 96317 Kronach
Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr
Wer mitmachen möchte,
mehr Infos gibt es unter:
www.kunstverein-kronach.de
Die Galerie ist barrierefrei zugänglich. Das komplette Programm und aktuelle
Infos unter: www.kunstverein-kronach.de sowie auf Facebook und Instagram.
Auszüge aus dem Veranstaltungskalender
2025 bis Dezember:
Konzert mit dem Ensemble
„Zufall Blech“
17. Oktober 2025, 19 Uhr
Grosser Adventsflohmarkt im
Kunst-Antiquariat des Kunstvereins
29. November 2025, 10 bis 14 Uhr
Einen Moment Stille:
meditative Kunstbetrachtung
4. Dezember 2025, 18 Uhr
Kaffee - Kuchen - Kunst:
das Seniorinnenund
Senioren-Café
Adventsfeier
7. Dezember 2025, 14 Uhr
Kunst von Rang abseits der großen Metropolen:
Der Kronacher Kunstverein.
Die Jahresausstellung des Kronacher
Kunstvereins findet vom 09.11. bis
14.12.2025 statt. Weitere Infos unter:
www.kunstverein-kronach.de
Foto: Kerstin Sperschneider
Die perfekte Feier
96 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 97
KNUT.EVENTS
Der Schlüssel ihres Erfolgs ist sicherlich die
außergewöhnliche Leidenschaft mit der Sandra
Englich und ihr Team ihren Gästen begegnen. Sie
kann auf stolze 20 Jahre persönlich geplante und
durchgeführte Hochzeiten, Firmenfeiern und
Public-Events blicken: „Jede Veranstaltung ist
immer einzigartig. Die vielfältigen Aufgaben und
Wünsche meiner Kunden sind dabei grundsätzlich
immer sehr unterschiedlich“, erklärt die erfahrene
Geschäftsführerin. Anfangs, so erinnert sie sich,
hätten sich die Leute zu ihrer Geschäftsidee nicht
so viel vorstellen können. Anstatt als diplomierte
Betriebswirtin die gebotene Chance zu ergreifen,
in einer internationalen Unternehmensberatung
Karriere zu machen, entschied sie sich aus Ihrer
Überzeugung zu dieser fixen Idee und zur
Selbstständigkeit in ihrer Kronacher Heimat. Und
ihr Bauchgefühl sollte Recht behalten. „Jedes
Freudestahlen eines jeden Gasts bestätigt, dass
meine klare Idee und unermüdliche Leidenschaft
genau so richtig ist.“
Nach drei Jahren übernahm sie einen kleinen
Blumenladen. Ein früher und wichtiger Baustein
zum Full-Service-Angebot. Ab da sollten nun alle
Veranstaltungen mit eigenen kreativen Blumenarrangements
und eindrucksvollen Dekorationen
von Knut.Floristik gestylt werden.
Schnell erkannte Sandra Englich die Bedeutung
einer individuellen und ganzheitlichen Beratung.
„Ziel ist es immer die Wünsche der Kunden mit
unseren Vorschlägen zusammen zu bringen, um
so für alle Gäste ein unvergessliches Erlebnis zu
schaffen“, so die Event-Expertin. Nicht nur durch
die Einflüsse der sozialen Medien und Pinterest &
Co haben sich in der Zwischenzeit die Wünsche
und Ansprüche an das Gesamterlebnis für eine
perfekte Feier deutlich fortentwickelt. „Lifestyle
und Trends ändern sich ständig. Aber das sind die
angesagten Einflüsse, die bei unserem Gesamt-
Styling eine ganz wichtige Rolle spielen“. Nach
einer Welle von Vintage-Feiern und Boho-Festen
wird es derzeit wieder facettenreicher.
Veranstaltungen von Knut.Events finden quasi
überall statt: ob als Business-Event in geeigneten
Firmengebäuden, oder auf Messen und Ausstellungen,
als private Feier in Schlössern oder
Scheunen, in stylischen Zelten, im eigenen Garten
oder auch bei vielen Public-Events wie ‚Kronach-
Leuchtet‘ oder ‚Martini-Markt‘ o.ä..
Seit 2011 hat Sandra Englich das Portfolio von
Knut.Events um ein eigenes Restaurant erweitert.
Sie übernahm die ehemalige Gaststätte auf der
Kronacher Festung Rosenberg. Vorher wechselten
dort oft die Pächter und die Stimmung war eher
mau. „Als gelernte Hotelfachfrau war ich sofort
voller Ideen und Tatendrang aus der bis dahin dort
verwaisten Location mit unserer neuen ‚Bastion
Marie‘ einen besonderen Platz voller Lebensfreude
für alle Sinne zu schaffen“, erinnert sich
die Geschäftsführerin. Doch für ein ausgezeichnetes
Restaurant brauchte es natürlich auch eine
ausgezeichnete Küche. Da dachte Sandra Englich
direkt an Ihre Mutter. „Sie hat sofort ja gesagt. Es
war schon immer ein großer Wunsch meiner
Mutter ein schönes Restaurant mitzuführen.“
98 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
DIE PERFEKTE FEIER
Schon bald erkannten die Gäste den neuen liebevollen
Charme auf der Kronacher Festung: ein
neues, stilvolles Ambiente, und immer frische
Blumen- und Tischdeko, ein herzliches und
geschultes Personal, und natürlich: die
ausgezeichneten Köstlichkeiten vom mittlerweile
gewachsenen Küchenteam der Bastion Marie. „Ob
Kronacher oder Gäste aus der Region, oder
Touristen von weit her, wir wollen alle Gäste mit
unserer leckeren fränkischen Küche verwöhnen.
Mal traditionell, mal raffiniert interpretiert.
Deshalb gibt es eine immer wechselnde Karte mit
feinen Besonderheiten à la Bastion Marie.
Natürlich alles immer marktfrisch und mit viel
Liebe und Kochkunst von unserem Küchenteam
zubereitet.“ Und am Sonntag steht Mama
Christine immer noch selbst in der Küche: dann
gibt es auch ihre unnachahmlichen klassischen
fränkischen Braten. „Wir wollen vielseitig sein,
denn unser Publikum ist es ja auch“, sagt die
Restaurantchefin. „Ob ein leckeres Stück unserer
selbstgebackenen Kuchen und Torten, oder ein
mehrgängiges Verwöhn-Dinée mit
ausgezeichneter Weinbegleitung.“
Ein Herzstück der Bastion Marie ist der traumhafte
Biergarten, eingebettet in die imposante
Festungsanlage, und mit einem unvergleichlichen
Ausblick weit für die Kronacher Dächer hinaus.
So ist es nicht verwunderlich, dass sich die
Bastion Marie zu einer beliebten Location für
Hochzeiten, Geburtstage oder ähnliche Anlässe
entwickelt hat.
Mit der Bastion Marie haben sich auch die
Möglichkeiten für den Full-Service-Ansatz von
Knut.Events entsprechend erweitert. „Und unsere
köstliche Küche und kreatives Küchenteam setzen
wir ebenso auch bei externen Veranstaltungen ein:
als Dinée auf Hochzeiten, oder Flying-Buffet bei
Firmenempfängen oder Messen, oder wie
alljährlich bei ‚Kronach-Leuchtet‘ dann als Pop-
Up-Restaurant in unserem ‚Köstlicht‘ mit Live-
Cooking direkt vor den Augen der Gäste.“
Sandra Englich hält ein kleines Booklet in den
Händen: „Ein spannendes Heftchen als Vorschau
auf unsere Event-Highlights über das ganze Jahr.“
Ein beeindruckendes Angebot an unterschiedlichen
Veranstaltungen von Knut.Events, Knut.Floristik
und der Bastion Marie: vom Brunch über Live-
Musik im Biergarten oder coole Sundowner-
Events mit groovigen Beats im Danceclub-Flair,
bis zu kreativen Floristikkursen für Adventskranzbinden
oder Flower-Loops. „Es geht doch einfach
darum die schönen Momente zu genießen und
gemeinsam Spaß zu haben“, resümiert Englich.
Und mit dem ‚Mariechen‘ hat Sandra Englich ein
weiteres einzigartiges Highlight geschaffen. Ein
helles, naturtrübes Bier, das es nur auf ihrer
Bastion Marie gibt. „Kaiserhöfer braut es exklusiv
nur für uns. Wirklich unvergleichlich im
Geschmack. Es ist ein bisschen leichter und damit
bekömmlicher als herkömmliche.“ Viele sagen:
einfach das perfekte Bier. Ob das möglicherweise
auch ein Grund war, warum die Bastion Marie als
einer der zehn schönsten Biergärten Deutschlands
ausgezeichnet wurde? Für Sandra Englich steht
auf jeden Fall fest: „Für mich ist es der schönste
Platz über den Dächern von Kronach.“
Sandra Englich hat seit 20 Jahren immer das
Ganze im Blick, ob als kreative Unternehmerin
oder als hoch engagierte Eventmanagerin für
einzigartige Momente. Entscheidend ist immer der
intensive Dialog mit den Kunden, um die
Wünsche und Vorstellungen zu verstehen, um
dann ein maßgeschneidertes Konzept über z.B.
Locationauswahl, Einladungskarten, Reservierung
von Hotels, Shuttleservice, oder Buchung von
DJs, Musikern, Kinderbetreuung oder Security,
Licht- und Ton-Technik, Catering und Equipment
uvm. gemeinsam im Team auszuarbeiten. „Und
dann setzen wir das alles um: Planung,
Beschaffung, Aufbau, Veranstaltungstechnik,
Dekoration, Essen, Drinks, Service- und auch
Backstage-Personal … und natürlich danach auch
alles wieder zurück“, sagt Englich, immer mit
dem Streben nach der perfekten Feier. So loben
durchweg alle Kunden und Gäste die hohe
Professionalität und absolute Zuverlässigkeit bei
herausragender Qualität in allen Belangen. Wenn
dann die Kunden zu ihr kommen und sagen: „Das
war noch viel schöner, als wir uns das vorher
gedacht haben“, dann ist das für Sandra Englich
und ihr tolles Knut Team das größte Dankeschön
für ihre leidenschaftliche Arbeit.
Sandra Englich über die Bastion Marie
KNUT.EVENTS
Event-Design, kreative Beratung, professionelle
Planung, exzellente Durchführung, Fullservice
Management, Hochzeiten, Jubiläen, Privatfeiern,
Empfänge, Business Events, Public Events,
Konzerte, Seminare, Messen, Service, Catering,
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T. 09261 965553 / office@knut-events.de
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KNUT.FLORISTIK
Kreative Blumensträuße, faszinierendes
Blumensortiment, trendige Homestyle
Anregungen, Tischdeko & kleine
Geschenkideen, Hochzeitsblumenträume,
pietätsvoller Trauerschmuck, Event Styling
Arrangements, Firmen Deko Services,
Lieferservice, Fleurop Premium Partner.
Johann-Nikolaus-Zitter-Str. 41 / 96317 Kronach
T. 09261 965553 / floristik@knut-events.de
www.knut-floristik.de
BASTION MARIE
Restaurant, Café, Terrasse, Biergarten,
unvergleichlicher Ausblick, Festung & Führungen,
Private Feiern, Business Events, öffentliche
Veranstaltungen, Konzerte, Lounge & Partys,
ausgezeichnete Küche, eigenes Bier ‚Mariechen‘.
Dienstag bis Sonntag ab 11.30 Uhr
Montag Ruhetag
Festung 1 / Festung Rosenberg / 96317 Kronach
T. 09261 500700 / bastion@knut-events.de
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96215 Lichtenfels
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BUCHTIPP
Advertorial
BUCHEMPFEHLUNG
VON DER KREISBIBLIOTHEK KRONACH
Mit The Secret of Secrets meldet sich Dan Brown nach acht Jahren zurück und legt einen neuen
Robert-Langdon-Roman vor, der seine Leser von der ersten Seite an fesselt. Diesmal führt der Weg den
Symbolforscher nach Prag, wo seine Kollegin Katherine Solomon über die Geheimnisse des menschlichen
Bewusstseins forschen möchte. Doch ein Mord, ein verschwundenes Manuskript und eine geheimnisvolle
Organisation reißen Langdon in ein Abenteuer, das ihn von Prag über London bis nach New York führt.
Brown gelingt es eindrucksvoll, historische Schauplätze und Legenden mit moderner Wissenschaft zu
verweben. Prag, mit seiner labyrinthischen Altstadt und der Legende des Golems, wird zu einer atmosphärisch
dichten Kulisse, die fast selbst zur Hauptfigur wird. Gleichzeitig greift der Roman das Thema Noetik auf –
die Erforschung des Bewusstseins – und verleiht dem Thriller damit eine überraschend zeitgemäße und
philosophische Dimension.
Hardcover
704 Seiten
ISBN: 9783785727706
32,00 Euro
Infos Kreisbibliothek
Adresse:
Am Schulzentrum 1
96317 Kronach
Telefon 0 92 61 / 678 610
E-Mail bibliothek@lra-kc.bayern.de
Internet www.kreisbibliothek-kronach.de
Öffnungszeiten
Mo – Do: 10:00 – 17:00 Uhr
Fr: 10:00 – 16:00 Uhr
Die typische Brown-Formel funktioniert auch hier hervorragend: kurze Kapitel, prägnante Cliffhanger und
ständige Perspektivwechsel treiben die Handlung unaufhaltsam voran. Man findet sich schnell im Sog einer
Erzählung wieder, die geschickt Rätsel, Mythen und Symbolik kombiniert. Besonders die Beschreibungen
von Architektur, Kunst und historischen Details lassen das Setting lebendig werden und zeigen Browns
bewährte Recherchearbeit.
Natürlich gibt es Elemente, die man von Brown kennt: Figuren sind vor allem Träger der Handlung, und nicht
jeder Dialog glänzt durch Tiefe. Doch diese Aspekte treten angesichts der Spannung und der thematischen
Reichweite in den Hintergrund. Denn letztlich ist das Buch weniger Charakterdrama als ein groß angelegtes
Abenteuer, das mit Tempo, Atmosphäre und Ideenreichtum überzeugt.
The Secret of Secrets zeigt Dan Brown in Bestform: packend, bildstark, voller überraschender Wendungen
und zugleich offen für große Fragen über Wissen, Glaube und Bewusstsein. Fans seiner früheren Romane
werden begeistert sein, während Neueinsteiger einen idealen Einstiegspunkt in die Welt Robert Langdons
finden.
Fazit: Ein mitreißender Thriller, der Historie, Mythos und Wissenschaft zu einem spannungsvollen
Leseerlebnis verbindet – und Dan Browns Rückkehr zu alter Stärke markiert.
Ab November verleiht die Kreisbibliothek
wieder ihre Weihnachts-Bücher
für Kinder und Erwachsene. Ob Sachbücher
oder Romane: Hier dreht sich
alles um Adventszeit und Weihnachten.
INHALTSANGABE
In Dan Browns The Secret of Secrets steht erneut Professor
Robert Langdon im Mittelpunkt. Er reist nach
Prag, um einem Vortrag seiner Kollegin Katherine Solomon
beizuwohnen, die bahnbrechende Forschungen
über das menschliche Bewusstsein präsentiert. Doch
die Veranstaltung nimmt eine dramatische Wendung:
Katherine verschwindet mitsamt ihrem Manuskript,
das angeblich das Potenzial hat, grundlegende Vorstellungen
über Geist und Realität zu verändern.
Langdon gerät in ein Netz aus Geheimnissen, Verschwörungen
und alten Legenden. Bald wird er nicht
nur von einer mächtigen Organisation gejagt, sondern
auch mit den Mythen Prags konfrontiert – darunter die
Legende des Golems. Auf der Suche nach Katherine
und dem brisanten Manuskript entschlüsselt er Hinweise
in Kunst, Architektur und Symbolen, die ihn von
Prag über London bis nach New York führen.
Am Ende steht nicht nur die Lösung eines Rätsels, sondern
eine Frage, die die Grenzen von Wissenschaft und
Glauben neu auslotet.
DAN BROWN
Dan Brown (geboren 1964 in Exeter, New Hampshire,
USA) ist ein amerikanischer Schriftsteller, der vor allem
durch seine Thriller rund um den Symbolforscher Robert
Langdon weltbekannt wurde. Nach einem Studium
der Literatur und Musik arbeitete er zunächst als Lehrer,
bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit Sakrileg
(The Da Vinci Code) gelang ihm 2003 der internationale
Durchbruch. Seine Romane verbinden historische Geheimnisse,
Kunst, Religion und Wissenschaft und wurden
millionenfach verkauft sowie erfolgreich verfilmt.
© Ben Flythe
102 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
IN EIGENER SACHE
IMPRESSUM
KRONACHER – Das Magazin
Ausgabe 03/Oktober 2025
Erster Jahrgang
Auflage 3.500 Stück
www.kronacher-magazin.de
Verlag:
MARKATUS
Marketing | Film | Social
Coburger Straße 7 (Gebäude 2)
96472 Rödental
Telefon 0 95 61 973 45 00
www.markatus.de
Herausgeber & Chefredakteur:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 690 52 84
wh@markatus.de
Mitherausgeber:
Tim Birkner
Telefon 01 71 483 90 05
info@das-magazin.de
Redaktion/Autoren dieser Ausgabe:
Tim Birkner
Wolfram Hegen
Andreas Leopold-Schadt
Roland Spranger
Fotografen dieser Ausgabe:
Tim Birkner
Sebastian Buff
Titelbild:
nach einem Foto von Tim Birkner
von der Flakonglasproduktion bei Heinz-Glas
Layout/Illustrationen:
Lisa Geyer
Thea Stegner
Grundlayout:
Peter Einheuser
Anzeigengestaltung:
MARKATUS
Marketing | Film | Social
Anzeigenvertrieb:
Tim Birkner
Wolfram Hegen
Anke Feuer
Telefon 01 77 72 23 773
af@markatus.de
Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2024-25
Druck:
creo Druck & Medienservice GmbH
Gutenbergstraße 1
96050 Bamberg
Preis:
kostenlos
Vertrieb:
über 200 Verteilstellen
in Kronach Stadt und Land
Bestellung:
Online über www.kronacher-magazin.de
Preis inkl. Verpackung und Versand
innerhalb Deutschlands: 5 Euro inkl. MwSt.
IN EIGENER SACHE
POST VON INGO
Der allseits bekannte Kronacher Autor Ingo Cesaro
begleitet den KRONACHER mit viel Wohlwollen
von Anfang an. Auch nach Ausgabe 2 erreichten uns
ein paar liebenswerte Zeilen: „Noch bevor ich das
Magazin „Kronacher“ in Händen hielt, erreichten
mich schon Mails und drei Anrufe. Alle waren begeistert.
Großartig, Ihr Galerie-Bericht. Er adelt die
Arbeiten von Peter Korn. Für ihn und mich ein besonderes
Ostergeschenk hinterher und eine Imageaufwertung
für die „Galerie im Landratsamt“, die
ich konzeptionell noch für ca. 2 Jahre betreue. Großen
Dank!!! … Aus Cranach-City, der Hauptstadt der
Poesie. Herzliche Grüße. Ingo Cesaro.“ Ganz lieben
Dank auch von uns.
Wenn auch Sie uns loben wollen, aber nicht nur
dann, sondern auch wenn Sie uns Ihre Meinung
sagen möchten, Kritik, Verbesserungsvorschläge,
Themenideen, schreiben Sie:
info@das-magazin.de
DANK AN ALLE
Es geht immer nur gemeinsam. Das ist unsere feste
Überzeugung. Auch der KRONACHER mit seiner
Vision, ein Erlebnis für Leserinnen und Leser zu sein,
sie zu begeistern, zu inspirieren, zu berühren mit originellen,
emotionalen und relevanten Inhalten, die
Ästhetik und Substanz vereinen, geht nur gemeinsam.
Im Redaktions- und Produktionsteam, aber vor allem
gemeinsam mit vielen Unterstützerinnen und Unterstützern
in der Region. Bei diesen wollen wir uns bedanken.
Vor allem bei unseren immer zahlreicheren
Kundinnen und Kunden, die den KRONACHER für
ihre Kommunikation und Werbung nutzen.
Dieses Mal besonderen Dank an:
Autohaus Müller/ Autohaus Vetter/ BRK/ Caritas/
Confiserie Burg Lauenstein/ Delife/ Fernwasserversorgung
Oberfranken FWO/ Ford Hommert/
Frankenak ademie/ HABA/ Heinz Glas/ Hörgeräte
Geuter/ Hörgold Akustik/ Kreisbibliothek Kronach/
Knut events/ Kunstverein Kronach/ Landkreis
Kronach/ Maintal Betten/ Milchwerke Oberfranken/
Naturfriedhof Banz/ Objekt M/ Orthosport/ Pflegehelden
Oberfranken/ Rebhan Stockheim/ Rießner
Gase/ Spielbank Bad Steben/ Steinert Bad/ süc//
dacor/ Verkehrsverbund Großraum Nürnberg VGN
Alle Inhalte auch online unter
das-magazin.de, auf Facebook und
auf Instagram. Gerne folgen ?.
WEITERE TERMINE
Und so geht es weiter mit dem KRONACHER 2026:
KRONACHER #4 30.04.26
Anzeigenschluss 16.04.2026
KRONACHER #5 30.10.26
Anzeigenschluss 16.10.2026
Interesse an Werbung im KRONACHER und/
oder den Partnermagazinen COBURGER und
LICHTENFELSER?
Informationen gibt es hier:
www.das-magazin.de/mediadaten
oder reinklicken auf das-magazin.de/mediadaten.
Oder gleich persönlich melden:
Anke Feuer, af@markatus.de, 0177/ 722 37 73
Tim Birkner, tim@arpeggio.de, 0171/ 483 90 05
Wolfram Hegen, wh@markatus.de, 0171/ 690 52 84.
Wir freuen uns.
HIER GIBT’S DEN KRONACHER
Und hier geht’s zur Liste mit allen Verteilstellen:
www.das-magazin.de/verteilstellen
Oder reinklicken: www.das-magazin.de/verteilstellen.
Anregungen zu weiteren Verteilstellen gerne mailen:
info@das-magazin.de.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 103
GALERIE
Gefragte Fotografin weit
über Kronach hinaus:
Simone Deuerling
G A L E R I E
S I M O N E D E U E R L I N G
„Meine Bilder leben von Emotionen, Ästhetik und dem
Wissen über Bildsprache. Dadurch lebt die Liebe für immer
weiter“, sagt sie selbst über ihre künstlerische Haltung.
Ihr Zuhause liegt an der Grenze zwischen Kronach, Coburg
und Lichtenfels – doch ihr Blick reicht weit darüber hinaus.
Als professionelle Fotografin arbeitet sie in der Region,
deutschlandweit und international. Nach einem pädagogischen
Studium mit Kunst als Schwerpunkt hat sie ihren
eigenen Stil entwickelt – zwischen Natürlichkeit, Ästhetik
und tiefer Liebe zum Detail. Sie unterrichtet als Lehrerin
und arbeitet zugleich als professionelle Fotografin. Diese
besondere Verbindung spürt man in ihrer Arbeit: achtsam,
aufgeschlossen, kreativ, empathisch, immer mit echtem Interesse
für ihr Gegenüber.
Ihre Schwerpunkte: stilvolle Portraits und Hochzeitsreportagen
im Editorial Style. Die Serien für Hochzeitspaare
wirken wie aus einem hochwertigen Magazin: elegant,
zeitlos, fast filmisch, voller Atmosphäre. Doch immer steht
das Wesentliche im Mittelpunkt – echte Emotionen. Einen
weiteren Fokus legt sie auf die professionelle Tier- und Pferdefotografie.
Es sind stille, kraftvolle Bilder, in denen man
das Vertrauen zwischen Mensch und Tier spüren kann.
Nähe, eingefangen in Licht und Bewegung. Auch wenn kein
Mensch im Bild ist, bleibt die Verbindung spürbar.
Was ihre Fotografie unverwechselbar macht? Mit ihrer Kamera
hält sie nicht nur Augenblicke fest – sie verleiht ihnen
Bedeutung. Ihre Mission: Liebe und Leben für immer zu
bewahren. Denn mit den Jahren, das weiß sie, werden ihre
Bilder zu etwas, das keinen Preis kennt – zu Erinnerungen,
die unbezahlbar sind und in denen man sich fühlt, als sei es
gestern gewesen…
www.saphir-weddings.com
@saphirweddings
@saphirfotografie
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 105
SIMONE DEUERLING
106 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
SIMONE DEUERLING
108 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
SIMONE DEUERLING
110 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
ZWA IM BRÖDLA
Für den KRONACHER von Andreas Leopold Schadt & Roland Spranger
ZWA IM BRÖDLA
„Der Schadt-Komplex, ein B-Promi packt zamm“ – so heißt das aktuelle Programm von Andreas Leopold Schadt
und dem Autoren Roland Spranger. Es erzählt mit der nötigen Unernsthaftigkeit aus dem Leben eines ehemaligen
Tatort-Kommissars, der die Dinge nicht anders sieht, sondern genau so, wie sie sind. Wie sie sich die Menschen
nur vage vorstellen können. Begleiten Sie einen B-Promi durch den Sumpf des wirklichen Lebens.
Du hast die Haare schön...
Als Kriminal-Kommissar Fleischer im Franken-Tatort
hatte ich unterschiedliche Frisuren. Straff zurückgegelt
oder eher lockig mit Knarre oder mit Undercut
vor dem PC-Monitor. Zu meiner Frau sagte ich früher
immer: „Wenn du dir einen rasierten Bob machen
lässt, lass ich mich scheiden.“ Und dann hat sie es umgehend
gemacht, also machen lassen, den rasierten
Bob. Und ich hab das mit der Scheidung nicht durchgezogen.
Ich sag’s gleich, bevor der Erste fragt. Oder
googelt.
Oh sorry. Sind hoffentlich nicht zu viele
rasierte Bob-Trägerinnen unter den
Leserinnen. Auf keinen Fall wollte ich
Grenzen überschreiten. Echt. Ich bin
sonst sehr empathiefähig. Ich bin selbst
traumatisiert. Als Mann lässt du dir einen
Bob nicht freiwillig machen, sondern vor
einer OP, wegen eines Unfalls oder wegen
einer Wette. Es gab einen TATORT-Dreh,
an dem ich mit der anderen fränkischen
Kommissarin in die Kiste durfte. Also
der weiblich gelesenen Person in der indigenen
Bevölkerung. Genau wie ich zuständig
für fränkische Dialekt-Atmo, aber
immerhin auch für attraktives Aussehen.
Die Chef-Ermittler sind vom Norden nach
Nürnberg strafversetzt, damit die mundartlosen
Bundesbürger nicht mit zu viel
Dialekt malträtiert werden. In Österreich
ziehen sie Sprache und Eigenarten durch,
aber in Deutschland ist man halt achtsam.
Natürlich spielte das Techtelmechtel mit
meiner Kollegin nie mehr eine Rolle in
den folgenden Drehbüchern.
Vielleicht war der Fleischer auch nicht
ganz so erfolgreich beim Liebesspiel. Immerhin
hatte sie ihren BH noch an. Wahrscheinlich
waren die ganzen Redakteure und Drehbuchautoren
mit was anderem beschäftigt, oder mit sich selbst.
Ich hatte die Szene freilich abgespeichert, und immer
gehofft, dass sie mal fortgesetzt wird. Sex-Szenen
kommen sonst in meinem Lebenslauf nicht so
oft vor. Da gibt’s gar nichts zu lachen. Also ich komm
zu dem Filmdreh, bei dem ich mit der Kollegin… Sie
wissen schon. Sex-Szenen sind für die Schauspieler
superpeinlich, obwohl man eigentlich nichts sieht …
also in Nahaufnahme oder in Super-Zeitlupe oder so.
Keine Pickel am Arsch. Plötzlich brüllt der Regisseur:
„Der hat viel zu lange Haare. Der ist viel zu präsent.
Der schaut ja aus wie ein Hauptdarsteller.“ Woooo,
das mit dem Hauptdarsteller hätte nicht sein müssen.
Und sofort hieß es: Die Haare müssen ab. Bei der Szene
im Bett hatte ich die Haare noch lang. Und dann
begann die Demütigung. Als Schauspieler bist du allen
Irren, die es in die Filmbranche geschafft haben,
komplett ausgeliefert.
Am nächsten Drehtag musste ich gleich ins Maskenmobil.
Ich setz mich da rein und wir reden ganz nett,
aber mir fällt schon gleich auf, dass die Maskenbildnerin
die Hand so unnatürlich hinter ihren Rücken hält.
Da hat sie nämlich ihre Gartenschere versteckt. Mit
einer geschmeidigen Bewegung ist die Dame hinter
mir und fängt an zu schneiden.
Hratsch. Hratsch. Hratsch.
Und ich denk so: Puuuh, so viel Haar hab ich gar
nicht, wie die mir hinten wegschneidet.
Und es macht immer noch: Hratsch.
Hratsch. Hratsch. Als ich nach Hause
kam, hat mich meine Frau gefragt, ob ich
unter die Bobber gegangen sei. ICH. Alter
Schwermetaller. Ich hör einmal am Tag
Reign In Blood von Slayer rückwärts, damit
ich die ganzen satanischen Frisuranspielungen
mitkriege. Dafür hab ich extra
meinen Schallplattenspieler umbauen
lassen. Mit der neuen fiesen Friese hab ich
mich wochenlang in Schaufensterscheiben
für einen Bekannten gehalten, den
ich grüßen muss. Ein paar Mal wäre ich
beinahe überfahren worden, als ich bei
meinem Anblick die Straßenseite wechseln
wollte. Und das Schlimme ist, dass
der BR während meines unfreiwilligen
Bobber-Modus die Autogrammkarten upgedatet
hat. Zum Glück hatte die Dame im
Maskenmobil auch alle anderen Kollegen
verunstaltet. Sämtliche Ermittler im neuen
Gartenscheren-Look. Und zum Glück
fanden die Hauptdarsteller ihre Frisur
nicht so prickelnd. Deshalb gab’s bereits
im nächsten Jahr eine neue Auflage der
Autogrammkarten.
Das mit der Frisur war echt nervig. Natürlich hat mich
jeder darauf angesprochen, warum ich mir nach dem
unterbrochenen Sex mit Wanda die Haare schneiden
ließ. Die meisten anderen Betroffenen rauchen einfach
eine E-Zigarette danach.
112 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
ANIMAL SOCIALE
In jedem
KRONACHER laden wir
an dieser Stelle Kronacher
oder Nicht-Kronacher
ein, ihre Meinung
zu sagen.
Animal sociale
Vom Wolfram Hegen
Wer in diesen Zeiten Schlagzeilen liest, könnte leicht meinen, die Welt stünde wieder einmal am
Rand des Abgrunds. Kriege, Krisen, Katastrophen – und das alles im Takt des Newstickers. Ukraine,
Naher Osten, die fragile Wirtschaftslage, Arbeitsplätze, die wegbrechen, Klimawandel,
Spaltung, Hass, Hetze und eine rechtsextremistische Partei, die Zulauf bekommt. All das ist Realität.
Aber eben nicht die ganze.
Macht über unser persönliches Wohlbefinden
haben Meldungen nur dann, wenn wir
sie ihnen geben. Wenn wir uns ihnen mehr
als nötig zuwenden, wenn wir das Dunkel
größer machen, als es ohnehin schon ist. Dabei
gibt es immer auch eine andere Seite –
näher, leiser, oft unspektakulär. Menschen,
die wir lieben und die für uns da sind, die uns
lieben, die für uns da sind. Gespräche, die
guttun. Gemeinsame Unternehmungen. Firmen
und ihre Chefinnen und Chefs, die trotz
aller Unsicherheiten an die Zukunft glauben
und sie gestalten. Bürgerinnen und Bürger,
die sich engagieren, die Mut machen, die
etwas bewegen. Eine Gesellschaft, die – bei
allen Herausforderungen – viele Chancen
bietet, Mitbestimmung, Teilhabe – und vor
allem: ein Leben in Freiheit.
Nicht zuletzt gibt es uns selbst: mit unseren
Fähigkeiten, unseren Möglichkeiten, unseren
Leidenschaften – und mit unserem Gemeinsinn.
Der Mensch ist, wie die alten Philosophen
sagten, ein animal sociale. Es verbindet uns
immer mehr, als uns auf den ersten Blick
vielleicht trennt. Als soziales Wesen ist der
Mensch in der Lage - und darauf angewiesen
- solidarisch zu sein, auf Augenhöhe miteinander
zu reden, respektvoll miteinander umzugehen,
Kompromisse zu schließen.
Nur auf dieser gemeinsamen Basis lassen sich
Probleme bewältigen und Lösungen finden.
Nur zusammen sind wir stark.
AUSGABE 3 / OKTOBER 2025 KRONACHER | DAS MAGAZIN 113
Kronacher | Das Magazin
erscheint wieder Ende April 2026
Anzeigenschluss ist
der 16. April 2026
Zitate zum Thema „Intelligenz“ sind heute … das Letzte
„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“
Albert Einstein
„Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“
Friedrich Dürrenmatt
„Das Internet ist für uns alle Neuland.“
Angela Merkel
„Die Zukunft ist offen.“
Karl Popper
„Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht dadurch durchzusetzen,
dass ihre Gegner überzeugt werden; sondern dadurch, dass die Gegner aussterben.“
Max Planck
„Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.“
Konrad Adenauer
„Künstliche Intelligenz ist nur so klug wie die Daten, aus denen sie lernt.“
Ranga Yogeshwar
„Ich war zu faul zum Rechnen – also erfand ich den Computer.“
Konrad Zuse
114 KRONACHER | DAS MAGAZIN AUSGABE 3 / OKTOBER 2025
HERZLICH WILLKOMMEN IN DER
Als eine der neun staatlichen Bayerischen Spielbanken
bietet das Casino in Bad Steben gepflegtes
und sicheres Spielvergnügen in angenehmem
Ambiente – dazu Comedy, Kabarett und vieles
mehr im kleinen, feinen Event-Bereich. Schauen
Sie doch mal vorbei, wir freuen uns auf Sie!
Gedämpftes Stimmengemurmel, das Klick-Klack der
Roulettekugel im Kessel, konzentrierte Kartenspieler
und eine Bar, an der man bis zwei Uhr nachts sitzen
kann – die Spielbank Bad Steben mit ihrem direkt im
Spielsaal untergebrachten Restaurant Glüxx ist schon
ein ganz besonderer Ort in dem Urlaubsstädtchen.
Hier wird man mit herzlich-fränkischer Gastfreundschaft
empfangen, kann einen guten Tropfen trinken,
bis spät nachts etwas essen und auch mal ganz unverbindlich
den Spielern über die Schulter sehen. Und
dann, je nach Lust und Laune, vielleicht mal beim
Roulette ein paar Jetons setzen.
LIVE-MUSIK IM SPIELSAAL
Ein ganz besonderes Erlebnis wartet in der Regel alle
zwei Monate jeden zweiten Mittwoch auf die Gäste.
Bei der Veranstaltungsreihe »After Work Live« von
19 bis 22 Uhr präsentiert sich jeweils ein Partner
aus der Region mit Infos und einem Blick hinter die
Kulissen – vom Handwerksbetrieb bis zum Freizeit-
Anbieter. Der Clou dabei ist Live-Musik im Spielsaal.
»Wir haben die Band dann wirklich direkt im Spielsaal«,
sagt Spielbank-Direktor Udo Braunersreuther. »Das ist
eine ganz besondere Atmosphäre. Viele Gäste hören
einfach der Musik zu, aber die Spieltische sind auch
immer voll.«
DEMO-SPIELE FÜR EINSTEIGER
Ebenso lässig und unterhaltsam sind auch die Spiel-
Erklärungen, bei denen erfahrene Croupiers – von
denen manche echte Entertainer-Qualitäten haben! –
in die Geheimnisse von Roulette & Co. einweihen.
A U
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Glücksspiel kann süchtig machen. Spielteilnahme ab 21 Jahren. Informationen und Hilfe unter www.spielbanken-bayern.de
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Vertriebspartner vor Ort: Auto Müller GmbH & Co. KG
Autorisierter Mercedes-Benz PKW, Transporter und Trucks Verkauf und Service
Blumau 3 · 96317 Kronach
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