Bock E-Paper 2025_KW42
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KLASSIK
IM RÜDEN
«RUSWIL –
PARIS RETOUR»
FLÖTE & HARFE
19. OKTOBER 2025, 11 UHR
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Regionalzeitung | Dienstag, 14. Oktober 2025 | Nr. 42 – 60. Jahrgang | schaffhausen24.ch
eine junge
regisseurin
auf kurs
Pia Kugler aus Schaffhausen bringt das wilde Leben
der Piratin Anne Bonny auf die Fass-Bühne – ein
Porträt von Mut, Freiheit und Rebellion.
THEATER
SCHAFFHAUSEN
Ginevra Lo Piccolo
Am 17. Oktober hebt sich in der Fass-Bühne
der Vorhang für die Premiere von «Anne»,
einem packenden Theaterstück des Vereins
«Szenario», das sich der faszinierenden Lebensgeschichte
der legendären Piratin Anne
Bonny widmet. Das Stück wurde von der
jungen Schaffhauserin Pia Kugler verfasst,
die auch die Regie übernommen hat. Im
Gespräch erzählt sie von ihrer persönlichen
Begeisterung für die historische Figur, beschreibt
den kreativen Prozess hinter der
Stückentwicklung und gibt Einblicke in die
besonderen Herausforderungen als Regisseurin
sowie den Zusammenhalt des Ensembles.
Das Stück ist vom 17. bis 24. Oktober auf der
Fass-Bühne zu erleben und verspricht spannendes
Theater mit historischem Tiefgang
und zeitloser Relevanz.
SEITE 11
Ein tag als
tierärztin
Martina Singer arbeitet seit eineinhalb Jahren
in der Tierklinik Rhenus.
Bild: sz.
REPORTAGE
FLURLINGEN
Mittwochvormittag, Anfang Oktober in
der Tierklinik Rhenus. Im Behandlungszimmer
bereitet sich Tierärztin Martina
Singer auf ihren nächsten Patienten vor.
Eine Routineuntersuchung: Django ist ein
älterer Hund, der in den letzten Wochen
Beschwerden sowohl
mit seinen Ohren als
auch mit seiner Hüfte
hatte. «Wie haben
Sie Django in den
letzten Tagen wahrgenommen?»,
fragt die
Tierärztin die Besitzerin,
welche Django
behutsam über den
Kopf streichelt. (sz.)
SEITE 2
auf die pilze
fertig, los!
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Recovery College
Tag der Psychischen
Gesundheit
Seite 3
Esther Fischer
10-jähriges Jubiläum bei
«TOP USFLUG»
Seite 5
EHC Schaffhausen
Mit frischem Elan in die
neue Saison
Seite 9
weg vom
Handy
seit
24 Jahren
GESELLSCHAFT
SCHAFFHAUSEN
Obwohl sie dauernd
am Handy sind, haben
Jugendliche heute
die geringste Digitalkompetenz,
sagt Generationenforscher
Dr. Rüdiger Maas. Er
rät dazu, Kinder und
Jugendliche so lange
wie möglich von Smartphones fernzuhalten
und ihnen stattdessen mehr analoges Rüstzeug
mit auf den Weg zu geben. Eltern und
Lehrer nimmt er dabei gleichermassen in die
Pflicht. «Wir wissen, dass das analoge Lernen
immer besser ist als das digitale.»
SEITE 7
(cr.)
Pia Kugler ist die Regisseurin des Stücks über Anne Bonny.
Bild: Ginevra Lo Piccolo
Die Pilzsaison ist im vollen Gange. Sammlerinnen
und Sammler gehen in die Wälder,
um die besten Pilze zu suchen, um anschliessend
ein leckeres Gericht zu zaubern.
Doch auf was muss genau geachtet werden,
dass man den richtig essbaren Pilz erwischt
und nicht einen ungeniessbaren oder sogar
giftigen? Ruth Bänziger, arbeitet seit einigen
Jahren in der amtlichen Pilzkontrolle
Schaffhausen. Sie erklärt, worauf besonders
geachtet werden muss.
(sz.)
SEITE 11
Liken und Wischen haben noch nichts mit
Digitalkompetenz zu tun. Bild: Pixabay
«Weil Banking
alleine
nicht reicht.»
Philipp Früh,
die Mobiliar
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2
Hintergrund
Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025
Wenn Pfoten geschichten erzählen
«Kein Tag ist wie der andere», sagt Martina Singer, während sie einen Blick auf den Terminkalender wirft. Die 29-jährige Tierärztin arbeitet
seit eineinhalb Jahren in der Tierklinik Rhenus. Zwischen Routineuntersuchungen, Notfällen und Gesprächen mit besorgten Tierbesitzern –
der «Bock» durfte sie an einem Vormittag in ihrem Klinikalltag begleiten.
REPORTAGE
FLURLINGEN
Salome Zulauf
Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen
oder Vögel – von einem rund 30-köpfigen
Team untersucht, operiert und versorgt.
Martina Singer greift nach dem Otoskop,
das silbern im grellen Licht der Behandlungslampe
aufblitzt. Routiniert, aber
behutsam beugt sie sich über ihren ersten
Patienten des Tages, um seine Ohren zu
kontrollieren. Auf dem Tisch sitzt Django,
ein zwölfjähriger Rüde mit grau-weissschwarzem
Fell und einem etwas skeptischen
Blick. Sein Körper zuckt leicht, als
die Tierärztin ihm in die Ohren schaut.
Neben ihr steht Amanda Schneider, tiermedizinische
Praxisassistentin. Sie richtet
die Instrumente, hält Django ruhig und
beobachtet konzentriert jede Bewegung
der Fachtierärztin. «Wie haben Sie ihn in
den letzten Tagen wahrgenommen?», fragt
Martina Singer und wendet sich der Besitzerin
zu. Diese streicht Django beruhigend
über den Kopf. «Ich habe das Gefühl, dass
die Ohren besser geworden sind – bei der
Hüfte bin ich mir unsicher», sagt sie. Martina
Singer nickt, legt vorsichtig eine Hand
auf Djangos Hüfte. «Schauen Sie, wenn
ich hier leicht drücke – da tut es ihm noch
weh», erklärt sie und beobachtet die Reaktion
des Hundes. Django leidet seit einiger
Zeit unter Schmerzen an der Hüfte und in
den Ohren. Seine Besitzerin hat ihn deshalb
in die Tierklinik Rhenus in Flurlingen
gebracht. Täglich werden dort unzählige
Kleintiere, wie beispielsweise Hunde,
Matthias Rehman, Schaffhauser Kantonalbank
1915 erstmals als
Notmassnahme
eingeführt, hat die
Schweizer Stimmbevölkerung
den
Eigenmietwert bei
der Abstimmung
Ende September abgeschafft. Betroffen
sind selbstbewohnte Liegenschaften sowie
selbstgenutzte Zweitliegenschaften.
Jedem Kanton ist es dabei selbst überlassen,
wie und ob er die steuerlichen
Mindereinnahmen kompensiert. Die Umstellung
greift frühestens ab Steuerperiode
2028, doch die Diskussion beginnt bereits
jetzt. Was bedeutet das für Eigenheim
-Besitzer? Die direkte Folge: Schuldzinsen
und Renovationen werden künftig
eingeschränkt oder sind gar nicht mehr
zulässig. Folgende Fragen können helfen,
die eigene Situation besser einzuordnen:
Soll ich renovieren?
• Träume ich schon länger von einer neuen
Küche oder einem neuen Bad? Dann
ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt,
die Projekte in den eigenen vier Wänden
in Angriff zu nehmen.
• Muss ich bald energetische Sanierungen
wie neue Fenster oder ein neues Dach
in Angriff nehmen? Dann sollte ich
diese schon bald evaluieren.
• Verändert sich meine Wohnsituation
bald und ein Verkauf steht an? Dann
sollte ich Renovationen nur mit Bedacht
tätigen, denn nicht alle Investitionen
spiegeln sich im Verkaufspreis
wider.
Der Notfalldienst
Martina Singer arbeitet seit eineinhalb
Jahren in der Tierklinik Rhenus. Nach
ihrem abgeschlossenen Staatsexamen 2021
war sie zunächst in einer Klinik in Regensdorf
tätig. Nach dem dort absolvierten
Internship (strukturiertes Weiterbildungsprogramm
zur späteren Zulassung zu einer
Fachspezialisierung), wechselte sie in die
Tierklinik Rhenus, um die dreijährige
Ausbildung zur Fachtierärztin FVH für
Kleintiere zu absolvieren.
An diesem Mittwochvormittag, Anfang
Oktober, hat sie Notfalldienst – das bedeutet
spontane Termine, unvorhersehbare
Fälle und wenig Zeit zum Durchatmen.
Meist hält sie sich an solchen Tagen in den
Behandlungsräumen auf, doch es kann vorkommen,
dass sie auch einmal einen Termin
ausserhalb der Klinik wahrnimmt.
Auf die Frage, welche Tiere sie am häufigsten
behandelt, sagt sie: «Vor allem Katzen
und Hunde, ab und zu auch mal ein Meerschweinchen
oder einen Vogel.»
Mittlerweile ist die Untersuchung mit
Django beendet. Der zwölfjährige Rüde
bekommt noch ein Leckerli als Belohnung.
«So, geschafft – das hast du super gemacht»,
sagt die Tierärztin und streicht ihm über das
Fell. Anschliessend wird der Tisch gründlich
gereinigt und alles für den nächsten
nach 110 Jahren fällt
der Eigenmietwert
GASTKOLUMNE
SCHAFFHAUSEN
Soll ich amortisieren?
• Möchte ich früher in Pension und
benötige meine Liquidität dafür?
Dann ist eine Amortisation vermutlich
nicht sinnvoll. Spätere Hypothekenerhöhungen
sind oft aufwendig
oder gar nicht mehr möglich.
• Plane ich, in eine altersgerechte
Eigentumswohnung umzuziehen?
Dann ist ein Aufschub der Amortisation
womöglich zielführender,
da eine Parallel-Finanzierung nicht
immer realisierbar ist.
Woher nehme ich die Liquidität?
• Verkaufe ich meine Anlagen zur
Amortisation? Das lohnt sich in
der Regel nicht, die Rendite der
Anlagen ist erfahrungsgemäss höher
als die gesparten Zinsen. Für eine
Renovation – die ohnehin irgendwann
fällig wird – kann sich ein
Teilverkauf hingegen lohnen.
• Was wenn ich keine Anlagen besitze?
Bei einer höheren Konto-Liquidität
kann sich eine Amortisation
lohnen.
Einen guten Plan auszuarbeiten ist
also nicht ganz einfach. Umso wichtiger
ist es, dass dabei das Gespräch mit
einer vertrauten Fachperson gesucht
wird, um die persönliche Situation
ganzheitlich einzuordnen.
Vielleicht lohnt es sich nämlich auch,
in den nächsten zwei bis drei Jahren
erste Erfahrungen mit Anlagen zu
sammeln.
Denn als wir damals unser Eigenheim
gekauft haben, hielten wir das vielleicht
auch für eine riskante Entscheidung.
Und heute?
Martina Singer (l.) und Amanda Schneider nehmen Kater Mogli Blut ab.
Patienten vorbereitet. Der Geruch des Desinfektionsmittels
hängt noch in der Luft,
als Martina Singer das Zimmer verlässt, um
sich kurz vorzubereiten. Beim Durchlaufen
des Korridors fällt der Blick durch ein Glasfenster
in den Operationssaal. Drinnen steht
Markus Trächsel, Fachtierarzt und Leiter
der Tierklinik, über einem Operationstisch
gebeugt. «Hier wird gerade eine laparoskopische
(Knopflochtechnik) Kastration
bei einer Hündin durchgeführt», erklärt
Martina Singer und zeigt durch die Scheibe
in den OP. Neben den Behandlungsräumen,
eigenem Labor, OP-Vorbereitung und dem
Operationsbereich verfügt
die Klinik auch über eine
eigene, abgetrennte Zahnstation.
Zurück im Behandlungszimmer
dauert es keine
zwei Minuten, bis die
nächste Patientin hereinkommt.
Für eine kurze
Frage bleibt noch Zeit.
Ob sie schon immer Tierärztin
werden wollte?
Martina Singer lächelt.
«Schon als Kind hatte ich ein grosses Interesse
an Tieren aller Art. Dass ich nun
hier stehe, war schon immer ein Traum –
also ja, es war ein Kindheitswunsch.» An
ihrem Beruf schätze sie besonders die Abwechslung:
«Kein Tag ist wie der andere.
Jedes Mal wartet etwas Neues, eine Aufgabe,
die ich gemeinsam mit meinen Teamkollegen
meistern darf. Und die Arbeit mit
«Bei meinem job
behandle ich
auch immer den
Menschen mit.»
Martina Singer
Fachtierärztin, Tierklinik Rhenus
Martina Singer arbeitet seit eineinhalb Jahren in der Tierklinik Rhenus.
den Tieren selbst schätze ich auch sehr,
denn die meisten Tiere sind gar nicht böse,
nur ängstlich. Das zu verstehen, gehört
auch zu meinem Job.»
Ein Kater namens Mogli
Als Nächstes steht ein älterer Kater namens
Mogli auf der Liste. Martina Singer
begrüsst die Besitzerin freundlich und
fragt, wie sie Mogli in den letzten Tagen erlebt
habe. «Er hat sich in letzter Zeit sehr
zurückgezogen, hechelt etwas, aber frisst
nach wie vor regelmässig», erklärt die Frau
und streicht ihrem Kater beruhigend über
das Fell. Martina Singer
nickt, schaut Mogli in den
Mund und tastet vorsichtig
seinen Bauch und die
Flanken ab.
«Ich würde gerne Blut
abnehmen und im Labor
untersuchen, um zu
sehen, was ihm fehlt»,
sagt sie und holt sich die
Einwilligung der Besitzerin
ein.
Ohne einen Mucks lässt
sich Mogli die Blutprobe abnehmen. Praxisassistentin
und Tierärztin arbeiten ruhig
und konzentriert, sprechen mit dem
Tier, um es nicht zusätzlich zu verunsichern.
«So, geschafft», sagt Martina Singer,
während sie das Röhrchen beschriftet.
Jetzt heisst es abwarten. Die Frau wird mit
Mogli ins Wartezimmer gebeten, um auf
die Auswertungen des Labors zu warten.
Bilder: Salome Zulauf
Der kleine Unfall
«Als Nächstes kommt ein Hund, der
heute Morgen einen kleinen Unfall hatte»,
erklärt Martina Singer gegenüber der
«Bock»-Redaktorin. «Jemand hat ihm
versehentlich die Rute in einer Tür eingeklemmt.»
Ein dummes Missgeschick,
wie der Besitzer schildert. Martina Singer
tastet die betroffene Stelle vorsichtig
ab. «Hier blutet es noch leicht, aber es
sieht nicht nach einer schweren Verletzung
aus. Ich werde die Stelle verbinden
und Schmerzmittel mitgeben, falls die
Schmerzen zunehmen.» Ein schneller
Routineeingriff für die Tierärztin und die
Praxisassistentin.
Die Ergebnisse von Mogli sind da
Rund zwanzig Minuten später liegen die
Laborwerte von Kater Mogli vor. Die Besitzerin
betritt erneut das Behandlungszimmer,
etwas angespannt.
«Gute Nachricht», sagt Martina Singer.
«Das Blutbild und alle weiteren Werte
sind unauffällig.» Der Besitzerin fällt
sichtlich ein Stein vom Herzen. «Wir
müssen jedoch davon ausgehen, dass
Mogli altersbedingte Beschwerden hat –
wahrscheinlich etwas in Richtung Arthrose»,
erklärt sie. Gemeinsam besprechen
sie mögliche Therapie- und Medikamentenoptionen,
um dem Kater die Schmerzen
zu lindern.
Der Mensch gehört dazu
Für einen kurzen Moment wird es ruhig
im Behandlungszimmer. Eine Verschnaufpause,
bevor der nächste Patient
kommt. Auf die Frage, wie sie mit den
schwierigeren Momenten ihres Berufs
umgeht, sagt Martina Singer: «Zum
Tierarztsein gehört nicht nur das Heilen,
manchmal auch das Abschiednehmen.
Das ist nie einfach. Wichtig ist, dass wir
in solchen Situationen im Tempo der Besitzerinnen
und Besitzer vorgehen. Ich
sage immer: Wir behandeln das Tier, aber
wir begleiten auch den Menschen dazu.»
Manche Fälle würden sie auch persönlich
berühren. «Mit der Zeit baut man eine
Beziehung zu den Tieren auf. Deshalb ist
es wichtig, alles zu reflektieren und sein
Bestes zu geben – für das Tier, aber auch
für den Menschen dahinter.» Das nächste
Tier wartet bereits. Durch den Flur
sind Schritte zu hören, die Tür geht auf.
Martina Singer richtet sich auf und der
Alltag in der Tierklinik geht weiter.
Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025 3
Nachrichten
psychische
Krankheiten
aufzeigen
Anlässlich zum Tag der psychischen Gesundheit
machte der Verein psychische Gesundheit Schaffhausen
auf mentale Krankheiten aufmerksam.
GESUNDHEIT
SCHAFFHAUSEN
Salome Zulauf
Wer an einer psychischen Krankheit leidet,
hat es im Alltag oft nicht einfach.
Denn im Gegensatz zu körperlichen Erkrankungen
sind seelische Leiden für andere
Menschen meist nicht direkt sichtbar.
Das führt dazu, dass Betroffene sich
häufig Sprüche anhören müssen wie:
Man solle sich nicht so anstellen, jeder sei
mal antriebslos oder unmotiviert.
Am 10. Oktober, dem Tag der psychischen
Gesundheit, hat der Verein für
psychische Gesundheit Schaffhausen auf
dem Herrenacker auf das Thema aufmerksam
gemacht. An einem Stand suchten
die Verantwortlichen das Gespräch
mit interessierten Passantinnen und Passanten,
um über mentale Erkrankungen
zu informieren und Vorurteile abzubauen.
Mit dabei war auch Psychologe Dieter
Reichl vom Recovery College Schaffhausen.
Er arbeitet eng mit psychisch
erkrankten Menschen zusammen und
erlebt täglich, wie schwierig der Umgang
mit dem Thema oft noch ist.
«Psychische Krankheiten sind auch heute
noch für viele ein Tabuthema», sagt
Dieter Reichl. «Viele Menschen wollen
nichts damit zu tun haben und distanzieren
sich entsprechend.» Zwar habe sich
die Situation in den letzten Jahren deutlich
verbessert, doch es gebe weiterhin
Handlungsbedarf.
Er wolle sensibilisieren und zeigen, dass
psychische Krankheiten genauso ernst zu
Dominik Röösli (v.l.), Helen Schneider, Isabelle Währen und Dieter Reichl betreuten vergangenen
Freitag den Stand des Recovery Colleges Schaffhausen.
Bild: Salome Zulauf
nehmen sind wie körperliche, auch wenn
sie von aussen nicht sichtbar sind. «Jede
zweite Person in der Schweiz erkrankt im
Laufe ihres Lebens an einer psychischen
Krankheit», erklärt der Psychologe. «Das
bedeutet, dass praktisch jede und jeder
irgendwann direkt oder indirekt mit dem
Thema in Berührung kommt.»
Von Betroffenen für Betroffene
Helen Schneider lebt selbst mit einer
psychischen Krankheit. Am vergangenen
Freitag stand sie am Infostand auf dem
Herrenacker und half, mit anderen über
das Thema zu sprechen und Vorurteile
abzubauen. «Ich habe oft die Erfahrung
gemacht, dass Menschen, die keine Berührungspunkte
mit psychischen Krankheiten
haben, Angst bekommen, als
könnte ich sie anstecken», sagt sie. «Diese
Vorurteile möchte ich brechen.»Helen
Schneider hat schon früh gelernt, mit
ihren Krankheiten umzugehen. «Mit der
Zeit habe ich Wege gefunden, wie ich meinen
Alltag trotz allem gestalten kann. Das
möchte ich weitergeben – an andere Betroffene,
aber auch an die Gesellschaft.»
Ob betroffen oder nicht: Jede und jeder
kann etwas tun, um das Schweigen zu brechen.
Ein offenes Ohr, ein ehrliches Gespräch
oder einfach Verständnis können
mehr bewirken, als man denkt.
Kennen Sie jemanden oder sind Sie selbst von einer
psychischen Krankheit betroffen? Unter folgender
Emailsadresse können Sie sich beim Verein für
psychische Gesundheit Schaffhausen melden:
info@vereinpsychischegesundheit-sh.ch
Bock-Blick
«Energiestadt Gold». Zum sechsten
Mal in Folge erhält die Stadt Schaffhausen
das Label «Energiestadt Gold» des
European Energy Award. Damit wird
ihr Engagement für eine nachhaltige
Energie- und Umweltpolitik gewürdigt.
Seit der letzten Auszeichnung konnte
die Stadt die Treibhausgasemissionen
pro Kopf um 19 Prozent senken. Zudem
wurde eine Netto-Null-Analyse durchgeführt,
um zu prüfen, ob die klimaund
energiepolitischen Strategien sowie
Massnahmen der Stadt mit dem Netto-
Null-Ziel vereinbar sind. Wie es in der
Mitteilung heisst, sei bestätigt worden,
dass sich Schaffhausen auf einem guten
Weg befinde, jedoch weitere Schritte nötig
seien. Die Bevölkerung ist am Samstag,
18. Oktober, von 10 bis 16 Uhr zur
offiziellen Übergabe des Labels auf dem
Fronwagplatz eingeladen.
Personaländerung. Der Spitalrat der
Spitäler Schaffhausen hat Dr. Daniel
Borer zum neuen Chefarzt für Anästhesiologie,
Intensivmedizin und Rettungsdienst
sowie zum Leiter des OP-Bereichs
am Kantonsspital Schaffhausen gewählt.
Er wird die Stelle voraussichtlich am 1.
März 2026 antreten und damit die Nachfolge
von Dr. Klaus Lang übernehmen,
der per 31. Dezember in den Ruhestand
geht. Die Spitäler Schaffhausen freuen
sich über die Wahl von Daniel Borer und
wünschen ihm einen guten Start. Dr.
Klaus Lang wird für seinen grossen Einsatz,
seine Kompetenz und seine wertvolle
Arbeit zugunsten der Patientinnen
und Patienten sowie der Spitäler Schaffhausen
herzlich gedankt. (shb.)
Frische-Aktion
Ab Mittwoch
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18.40
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4.20
statt 5.30
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-32%
9.30
-28% -34%
-25%
-20%
-30%
-22% -33% -32% -20% -22%
10.20 17.90
10.90
1.40 2.50
4.70
9.45
5.20 5.95
statt 27.60 statt 13.20 statt 27.–
statt 16.20
statt 6.50 statt 7.70
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Original
Dose, 12 x 50 cl
4.90
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Mayonnaise
div. Sorten, z.B.
à la française, 2 x 265 g
ültje Apéro
div. Sorten, z.B.
Erdnüsse, 2 x 250 g
Axe Deo & Dusch
div. Sorten, z.B.
Bodyspray Black, 2 x 150 ml
Cailler Schokolade
div. Sorten, z.B.
Milch-Haselnuss, 3 x 100 g
Montag, 13.10. bis
Samstag, 18.10.25
Chicco d’Oro
Kaffee
div. Sorten, z.B.
Bohnen, 2 x 500 g
Perwoll
Wool & Delicates
2 x 27 WG
Bschüssig
3-Eier-Teigwaren
div. Sorten, z.B.
Hörnli grob, 500 g
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Elmer Citro
6 x 1,5 l
Ariel
div. Sorten, z.B.
Pods All in 1 Color, 19 WG
Hilcona Bio
Spätzli
2 x 300 g
statt 1.95
Kopfsalat
Schweiz, Stück
statt 6.30
Andros
frischer Fruchtsaft
div. Sorten, z.B.
Orangensaft, 1 l
Findus Lasagne
bolognese
360 g
5.75
statt 7.20
statt 3.80
Satsumas-
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Spanien, per kg
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geschnitten, 2 x 180 g
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Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025 5
Gesellschaft
«Mit ‹TOP USFLUG›
wurde ein Traum
von mir erfüllt»
Die Schaffhauser Schauspielerin und Moderatorin Esther Fischer feiert das zehnjährige
Jubiläum des TELE TOP-Formats «TOP USFLUG» mit einer Jubiläumsfolge auf dem
Rhein. Über ihre Zeit bei «TELE TOP» hat sie auch mit dem «Bock» gesprochen.
Die gebürtige Schaffhauserin hat sich in Diessenhofen niedergelassen.
Bild: zVg.
JUBILÄUM
SCHAFFHAUSEN
Ginevra Lo Piccolo
«Bock»: Vor vier Jahren
haben Sie dem «Bock erzählt», dass Sie
«extrem zufrieden» mit Ihrer Rolle als
Moderatorin bei «TOP USFLUG» sind.
Hat sich daran seither etwas geändert,
oder sind Sie immer noch genauso begeistert?
Esther Fischer: Ja, ich bin noch immer sehr
zufrieden, wenn nicht noch mehr. Ich hatte
das grosse Glück zusammen mit meinem
Team das Format «TOP USFLUG» über
die Jahre immer wieder anzupassen und
noch mehr zu meinem persönlichen Erlebnis
zu gestalten. So fühlt sich der Zuschauer
viel mehr mit dem Thema verbunden.
Sie haben in München gelebt und sind jetzt
wieder in der Region Schaffhausen wohnhaft.
Wie würden Sie Ihre Beziehung
zu Ihrer Heimat heute beschreiben?
Fischer: Ich wohne bereits seit vielen Jahren
wieder ganz in meiner Heimat. Und ich
würde hier auch nicht mehr weg wollen.
Unsere Region ist meiner Meinung nach
durch nichts zu ersetzen und je länger ich
hier lebe, desto mehr fühle ich mich mit
meiner Heimat verbunden. Mittlerweile
lebe ich mit meinem Mann zusammen in
Diessenhofen. Die Verbindung zum Rhein
ist hier genauso schön wie in Schaffhausen.
Welche Erinnerung an
Ihre Anfangszeit bei «TELE TOP»
ist Ihnen besonders geblieben und warum?
Fischer: Dieses Gefühl, die Sendung
«TOP USFLUG» übernehmen zu dürfen
und dem Format meine ganz persönliche
Handschrift zu verleihen ehrt mich bis heute,
damit wurde ein Traum von mir erfüllt.
Welche sind Ihre Highlights
der letzten zehn Jahre bei «TELE TOP»?
Fischer: Highlights sind immer die Berge.
Besonders die Ausflüge auf den Säntis und
die Wanderung zum Berggasthaus Schäfler.
Aber auch über all unsere Erlebnisse auf
dem Wasser könnte ich stundenlang erzählen.
Wasser bedeutet für mich Erholung pur
und hier in der Region gibt es unzählige
traumhafte Orte. Es gibt aber auch vieles
was mich Überwindung gekostet hat, wie
Sprünge in die Tiefe bei den Seilparks oder
auch knifflige Escape Rooms, wo jeder sieht,
ob man nun die Frage weiss oder nicht. Ich
versuche hier aber immer möglichst authentisch
zu bleiben und es stört mich auch
nicht, wenn ich mich einmal blamiere.
Wie haben Sie sich in den letzten
zehn Jahren beruflich weiterentwickelt?
Fischer: Ich würde von mir behaupten,
dass ich viel spontaner und mutiger geworden
bin, natürlich auch durch das Format.
Durch meinen Beruf als Moderatorin bei
«TELE TOP» wurden mir viele Türen geöffnet
und ich konnte neue Erfahrungen
als Event-Moderatorin sammeln, worin ich
mittlerweile regelmässig gebucht werde.
Auf die Frage nach besonderen Momenten bei «TELE TOP» sagt Esther Fischer, sie würde alles wieder genauso machen.
Auch Werbedrehs kommen immer wieder.
Meistens sind es welche, die noch zusätzlich
viel Mut erfordern. Neulich ging es
dabei sogar um einen Gleitschirmflug.
Und persönlich?
Fischer: Persönlich ist in den letzten zehn
Jahren viel passiert. Ich wurde sesshaft,
habe geheiratet und meine Heimat bekam
für mich noch einen höheren Stellenwert.
In den letzten fünf Jahren musste meine
Familie leider auch tiefe Schicksalsschläge
erfahren. Der Verlust meines Vater hat alles
verändert. Da spürt man schnell, was
einem im Leben wirklich viel bedeutet
und welche Menschen zu einem gehören.
Bild: zVg.
Durch meinen Beruf, meine Familie und
Freunde habe ich die nötige Ablenkung
und einen starken Rückhalt bekommen,
dafür bin ich sehr dankbar.
Was schätzen Sie besonders an Ihrem Beruf?
Fischer: Ich bin froh und dankbar, dass
ich mit meinem Format die schönen Dinge
präsentieren darf. Und hoffe natürlich immer,
dass ich die Menschen dadurch etwas
glücklicher machen kann.
Und was gibt Ihnen zu kämpfen?
Fischer: Schweisstropfen kriege ich dann,
wenn ich einen Dreh geplant habe, der auf
schönes Wetter angewiesen ist, das Wetter
aber nicht mitspielt, bereits Montag ist
und ich für Mittwoch noch kein Ersatz-
Thema gefunden habe.
Welche Wünsche haben Sie für
die nächsten zehn Jahre bei «TELE TOP»?
Fischer: Weiter so. Es gibt noch einiges,
was noch nie in unserer Sendung war. Vielleicht
noch mit mehr Gästen bei «TOP
USFLUG». Gerade beim Rätseln oder
bei Trails ist es immer sehr amüsant, wenn
mich jemand begleitet.
Damals im Interview
sagten Sie, das «Traumschiff» sei ein
Traum von Ihnen– gilt das heute noch?
Fischer: Ja. Ich glaube dieser Traum wird
immer bleiben. Aber so ganz unerfüllt
blieb er nicht. Zumindest konnte ich kürzlich
wieder in einem Film mitspielen und
dadurch wurde dieser Wunsch schon mal
zu einem Teil erfüllt. Aber das Traumschiff,
das wäre es schon.
REGIO-SEITE
BEGEGNUNG
BERINGEN
Gemeinde Beringen
Am Freitag, 15. Oktober, findet um
11.45 Uhr der Seniorenmittagstisch im
Zentrum fürs Alter an der Zelgstrasse 2
in Beringen statt. Verbringen Sie ein paar
gemütliche Stunden bei einem leckeren
Essen im Kreise Ihrer Bekannten. Alle
Seniorinnen und Senioren sind herzlich
eingeladen. Anmeldungen sind jeweils bis
Montag vor dem Essen unter der Telefonnummer
052 685 16 51 möglich.
ERFAHRUNGEN
STEIN AM RHEIN
Gemeinde Stein Am Rhein
Am 25. Oktober findet im Museum Lindwurm
in Stein am Rhein eine besondere
Führung statt. Das Licht wird ausgeschaltet
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und die Besucher können sich auf die vielen
Lichterketten im Advent freuen. Kinder
können um 18.30 Uhr und Erwachsene
um 20.30 Uhr mit Taschenlampen das Museum
erkunden. Dabei erfahren sie über verschiedene
Lichtquellen. In dem besonderen
Ambiente des dunklen Museums werden
Funken sprühen, Öllampen und Kerzen angezündet
und alle Sinne angesprochen.
MUSIK
EGLISAU
Gemeinde Eglisau
Am Freitag, 17. Oktober, findet von
20 bis 23 Uhr in der Schalthalle im Bahnhof
Eglisau eine Jam-Session mit Eggi’s
Jam Band statt. Es werden Swing, Bebop,
Blues und Latin gespielt. Die Band lädt
neben begeistertem Zuhören auch zum
Mitspielen ein. Der Eintritt ist frei, es wird
eine Kollekte erhoben.
Judith Bertschmann mit Rottweilerhündin
Biene.
Bild: Lorenz Bertschmann
ROTTWEILERTRAINING
BERINGEN
Walter Frei, Beringer Hundesport
Am Sonntag, 5. Oktober, fand in Beringen
das 8. Rottweiler-Training statt. Zehn Zürcher
Rottweiler-Hunde-Teams haben sich
getroffen und im ersten Teil Sequenzen wie
Abrufübungen, das Kreuzen von anderen
Hundeteams und das Begegnen von Fussballspielern
durchexerziert. Im zweiten Teil
wurde detailliert auf das Nationale Hundehalter-Brevet
(NHB) eingegangen. Im dritten
Teil wurde ein Parcours durchlaufen. Alle
Hunde zeigten sich friedlich und und die
Hundeführer waren begeistert. Der nächste
Zürcher Rottweilertag findet am Sonntag,
26. Oktober, ebenfalls in Beringen statt.
Besucher können die laufende Gattersäge
bestaunen.
Bild: zVg.
FISCHESSEN
BUCHBERG
Otto Weilenman, Verein pro Gattersagi
Am Sonntag, 19. Oktober werden im
Handwerksmuseum Gattersagi Buchberg
von 11 bis 17 Uhr Baumstämme zu
Brettern gesägt. Am 15. Fischsonntag erleben
die Besucher die neue Ausstellung
«H2O seit 1806». Teuchel bohren und
die antike Schnapsbrennerei von Alfons
Schafer kann man sehen. Auf dem
Holzwerkplatz können Sie Nageln, Bohren,
Hämmern und Sägen. Genuss pur
in der Festwirtschaft: feine Kuchen und
die legendären Fischchnusperli. Organisiert
wird dieser Anlass vom Verein pro
Gattersagi Buchberg.
COMEDY
NEUHAUSEN
Trottentheater Neuhausen Am Rheinfall
Comedy-Liebhaber aufgepasst! Am
Samstag, 25. Oktober, kommt Peter
Pfändler mit der Show «Eifach
luschtig», ab 20 Uhr, ins Trottentheater
in Neuhausen. Manche kennen ihn vielleicht
noch aus dem Kabarett-Duo «Sutter
+ Pfändler», seit 2018 ist er aber als
Solokabarettist unterwegs. Der ehemalige
Moderator von Radio Z kommt mit
unbändiger Energie und feuert Pointe
um Pointe ab. Er verknüpft aktuelle Alltagssituationen
mit zeitlosen Slapsticks
und glänzt als Stand-up-Comedian und
Parodist. Sein Ziel? Ein Feuerwerk an
Lachern für sein Publikum.
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Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025
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Der «Bock» ist die gratis Wochenzeitung der Region Schaffhausen, welche sich auf
die Geschehnisse in der Region fokussiert. Unsere Website «schaffhausen24.ch»
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der Spitäler Schaffhausen
Wir würden uns freuen, Sie an einem unserer Informationsanlässe begrüssen zu dürfen,
um Ihnen das Modernisierungsprojekt aus erster Hand vorzustellen und Ihre Fragen zu
beantworten. Die Teilnahme ist kostenlos und es ist keine Anmeldung erforderlich.
Referenten: Dr. med. Andreas Gattiker, CEO / Spitaldirektor, und
Dr. med. Peter Šandera, Chefarzt Klinik für Chirurgie und Leiter Leistungszentrum
Operative Disziplinen
21
Okt.
23
Okt.
28
Okt.
Schaffhausen, Pavillon im Park
18.30 bis ca. 20.00 Uhr
Begrüssung: Thomas Feurer, Alt-Stadtpräsident
Anreise möglichst mit dem öV oder öffentliche Parkhäuser nutzen.
Stein am Rhein, Mehrzweckhalle Schanz
18.30 bis ca. 20.00 Uhr
Begrüssung: Corinne Ullmann, Stadtpräsidentin
Anreise möglichst mit dem öV oder öffentliche Parkplätze nutzen.
Thayngen, Reckensaal
18.30 bis ca. 20.00 Uhr
Begrüssung: Markus Brütsch, Gemeindepräsident
Anreise möglichst mit dem öV, beschränkte Anzahl Parkplätze auf dem
Reckenturnplatz gemäss Signalisation.
Was Sie erwarten können
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Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
30
Okt.
4
Nov.
Neuhausen am Rheinfall, Aula Kirchacker
18.30 bis ca. 20.00 Uhr
Begrüssung: Felix Tenger, Gemeindepräsident
Anreise möglichst mit dem öV oder öffentliche Parkplätze nutzen.
Neunkirch, Städtlihalle (Mehrzweckhalle)
18.30 bis ca. 20.00 Uhr
Begrüssung: Magdalena Guida, Gemeindepräsidentin
Anreise möglichst mit dem öV, die Parkmöglichkeiten auf dem Areal sind eingeschränkt.
Für Autos stehen der Kiesparkplatz nördlich des Fussballplatzes, der Parkplatz bei der
Städtlihalle sowie der Parkplatz Bahnhof West zur Verfügung.
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Erwartungen hat der FC Beringen als
Aufsteiger gegen den unangefochtenen
Tabellenführer die ersten Meisterschaftspunkte
eingefahren. Nach sieben Niederlagen
und zuletzt desolaten Leistungen
gegen Unterklassige im Regional- und
Schaffhauser Cup ist dieser Coup gegen
das verlustpunktlose Veltheim sensationell,
zeigt aber, was im Fussball alles
möglich ist. Die Freude im Beringer Lager
war riesig, doch nun gilt es in den
nächsten Spielen nachzulegen, denn eine
Schwalbe macht noch keinen Herbst.
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2 LIGA – GRUPPE 2, SAISON 2025/26
1. SC Veltheim 8 7 0 1 28:14 21
2. FC Stäfa 1895 8 7 0 1 19:7 21
3. FC Glattbrugg 8 6 1 1 23:12 19
4. FC Herrliberg 8 6 0 2 26:6 18
5. FC Embrach 8 5 0 3 14:16 15
6. FC Wald 8 3 2 3 20:19 11
7. FC Wiesendangen 8 3 1 4 12:14 10
8. FC Phönix Seen 8 3 1 4 12:16 10
9. FC Gossau 8 3 0 5 12:13 9
10. FC Brüttisellen 8 3 0 5 14:17 9
11. FC Bassersdorf 8 3 0 5 18:23 9
12. FC Greifensee 8 2 2 4 9:12 8
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Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025 7
Gesellschaft
«Beim Digitalkonsum lassen
Eltern zu viel durchgehen»
Psychologe und Generationenforscher Rüdiger Maas hat an der Kantonaltagung der Lehrpersonen im Kanton
Schaffhausen gesprochen. Im Gespräch mit dem «Bock» erklärt er, warum er sich mehr analogen Unterricht wünscht
und weshalb Eltern Smartphones so lange wie möglich von ihren Kindern fernhalten sollten.
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Bevor das
Licht durch
die altstadt
zieht
DIGITALKOMPETENZ
SCHAFFHAUSEN
Claudia Riedel
«Bock»: Wir haben den Opa, der
ChatGPT kaum aussprechen kann. Den
Vater, der glaubt, mit Facebook-Posts sei er
digital ganz weit vorne. Und die Tochter, die
über beide den Kopf schüttelt und TikTok-
Videos schaut. Gab es jemals grössere Gräben
in der technischen Nutzung als heute?
Rüdiger Maas: Das Spannende ist ja, dass
wir über diese Medien kommunizieren.
Der Opa kommuniziert heute ganz anders
als die Enkelin. Beim Telefonieren gab es
diese Unterschiede noch nicht. Und dann
konkurrieren der Opa oder Papa plötzlich
mit der Jugendlichen, weil sie im gleichen
Wirkraum, in der gleichen digitalen
Lebenswelt agieren.
Und da liegt Konfliktpotenzial?
Maas: Ein Konflikt wäre ja noch schön.
Viel eher spricht man aneinander vorbei.
Wir suchen einander, aber finden uns
nicht. Wie in einem grossen Parkhaus, wo
jeder auf einer anderen Ebene steht.
Was macht das mit unserer Gesellschaft?
Maas: Es herrscht ein grosses Unverständnis,
man regt sich übereinander auf. Wenn
der Vater plötzlich ein Video der Tochter
kommentiert, weiss die damit gar nichts
anzufangen. Eltern versuchen, diese
Kommunikation zu erzwingen. Aber das
Risiken minimieren,
Chancen erhöhen
RATGEBERKOLUMNE
SPITÄLER SCHAFFHAUSEN
Dr. med. Katrin Breitling
Wie häufig ist
Brustkrebs?
In der Schweiz erkranken
jedes Jahr
rund 6600 Frauen
und 60 Männer
an Brustkrebs.
Die meisten betroffenen Frauen sind
über 50, etwa jede fünfte jünger. Wird
die Erkrankung in einem frühen Stadium
erkannt, sind die Behandlungen
weniger umfangreich und belastend.
Ursachen und Risiken erkennen
Welche Ursachen und Risikofaktoren
gibt es? Am häufigsten tritt Brustkrebs
sporadisch, also ohne klare Ursache,
auf. Als Risikofaktoren gelten unter
anderem Übergewicht, ungesunde Ernährung
und vermehrter Alkoholkonsum.
Nur in etwa fünf bis zehn Prozent
der Fälle liegen genetische Veränderungen
zugrunde. Diese Veränderungen im
Erbgut beeinträchtigen das Erkennen
von Fehlern bei der Zellerneuerung
durch das Immunsystem. Betroffene
sind häufig jünger als 50.
Welche Beschwerden können auftreten?
Im Frühstadium verursacht Brustkrebs
meist keine Beschwerden. Durch regelmässige
Beobachtung und Selbstuntersuchung
lernen Sie Ihre Brust besser kennen
wäre, als hätten sich unsere Eltern früher
im Jugendtreff einfach dazugesetzt und
mitgeredet.
Was sollen Eltern stattdessen tun?
Maas: Sie sollten sich viel mehr in der analogen
Welt mit den Kindern beschäftigen,
das Handy öfters weglassen. Gleichzeitig
müssen sie digital kompetenter werden
und diese Kompetenzen an ihre Kinder
weitergeben.
Aber sind die Jugendlichen
hier denn nicht schon viel weiter?
Maas: Nein. Die Jugendlichen haben die
geringste Digitalkompetenz. Nur weil ich
den ganzen Tag ins Handy starre, weiss
ich noch lange nicht, wie es funktioniert,
wie man Fake News erkennt, geschweige
denn, wie man programmiert. Liken und
Wischen können auch Schimpansen, das
passiert intuitiv.
Sie haben einmal gesagt: «Die Jungen
sind in der analogen Welt überbehütet
und in der digitalen vernachlässigt.»
Lassen die Eltern hier zu viel durchgehen?
Maas: Ja. Sie gehen zu naiv ran, lassen die
Kinder einfach machen und unterschätzen
die Wirkung und Gefahr. Das wäre,
als hätten uns unsere Eltern in der Kindheit
einfach Alkohol trinken oder rauchen
lassen. Die Kinder bekommen heute
viel zu früh einen digitalen Zugang. Man
sollte Smartphones so lange wie möglich
und können bei Veränderungen frühzeitig
Ihre Ärztin oder Ihren Arzt konsultieren.
Reagieren
Wann sollten Sie Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt aufsuchen? Wenn Sie Verhärtungen,
Sekretabsonderungen oder
Veränderungen in Form oder Haut
feststellen, sollten Sie umgehend einen
Termin vereinbaren. In der Regel erfolgt
zunächst eine Tastuntersuchung, oft gefolgt
von einer Ultraschalluntersuchung
der Brust. Häufig schliesst sich daran
eine Mammographie, also eine Röntgenuntersuchung
der Brust, an.
Was können Sie selbst tun? Regelmässige
Bewegung und Sport, idealerweise
zwei- bis dreimal pro Woche, können
sowohl das Erkrankungs- als auch das
Rückfallrisiko um bis zu 30 Prozent
senken. Eine gesunde Ernährung sowie
niedriger Alkoholkonsum reduzieren
ebenfalls das Erkrankungsrisiko.
Nutzen Sie zudem das Angebot von
Vorsorgeuntersuchungen und lassen Sie
sich bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu
weiteren Möglichkeiten beraten.
Chefärztin Frauenklinik und Spezialistin
für Brustkrankheiten
katrin.breitling@spitaeler-sh.ch, www.spitaeler-sh.ch
von den Kindern fernhalten. Stattdessen
sollten wir den Kindern in der analogen
Welt mehr Freiheiten geben, damit sie merken:
Da kann man auch viel erleben.
Da ist aber noch dieser soziale Druck:
«Die anderen Kinder haben alle auch ein
Handy.» Wie geht man damit um?
Maas: Diese Aussage lasse ich nicht gelten.
Wenn alle Kinder Bier trinken, dann gebe
ich meinem Kind trotzdem keines. Man
hat die Kinder heute so sozialisiert, dass sie
machen sollen, was alle machen, um ihnen
dann gleichzeitig noch eine egozentrische
Sicht zu suggerieren. Davon müssen wir
wieder wegkommen.
Die Arbeitswelt ist je länger,
je mehr KI-geprägt. Muss man
die Jugendlichen nicht darauf vorbereiten?
Maas: Doch. Aber auch hier gilt, je stärker
mein analoges Rüstzeug ist, desto besser
komme ich in der digitalen Welt zurecht.
Dazu habe ich eine kleine Anekdote eines
Kollegen: Sein Sohn erhielt erst mit 19 Jahren
einen Laptop beziehungsweise einen
digitalen Zugang. Und heute ist er ein
Spitzenprogrammierer bei Microsoft. Er
begegnete dieser Welt eben mit einem anderen
Reifegrad.
Trotzdem arbeiten auch die Schulen schon
früh mit Tablets, nutzen Lernapps zum
Beispiel fürs Rechnen oder zur Leseförderung.
Für viele Kinder ist es ein Motivator,
wenn sie auf dem iPad arbeiten dürfen.
Lernen sie dabei auch mehr?
Maas: Nein. Wir wissen, dass das analoge
Lernen immer besser ist als das digitale.
Wir wissen auch, dass die Motivation, am
Tablet zu lernen, etwa zwei Wochen anhält,
danach lenkt es nur noch ab und der
Digitalkonsum steigt. Je mehr wir googeln,
desto oberflächlicher werden wir. Je mehr
wir ChatGPT nutzen, desto bequemer
werden wir. Das Gehirn ist ein Muskel, der
trainiert werden will.
Was raten Sie den Lehrern?
Maas: Ich schlage ihnen immer ein Experiment
vor. Sie sollen eine Lektion komplett
digital gestalten und eine andere komplett
analog. Nach einigen Wochen sollen sie die
Jugendlichen fragen, von welcher Lektion
mehr hängen blieb. Ich garantiere Ihnen:
Es ist immer die analoge.
Dr. Rüdiger Maas ist Psychologe und
Generationenforscher. Er ist Experte für Arbeitsund
Organisationspsychologie und hat mehrere
Studien dazu veröffentlicht. Zuletzt darüber, wie
die jungen Schweizer ticken. Bild: zVg.
Die Digitalisierung ist da, wir können
nicht mehr zurück. Unsere Generation
kennt die Zeit ohne Smartphones aber
noch und wünscht sie sich manchmal
zurück. Die Jugendlichen wissen aber
kaum noch, wie es ohne war. Wie kann
ihnen das Abschalten trotzdem gelingen?
Maas: Die digitalen Wirkräume werden
immer grösser. Entsprechend werden wir
passiver und uns fehlt das Gefühl, unsere
Umgebung aktiv mitzugestalten. Aber:
Wir haben Studien mit Jugendlichen gemacht
– auch in der Schweiz. Die Mehrheit
von ihnen sagt, dass soziale Medien die
Gesellschaft schlechter machen, dass sie
sich sogar eine Altersbeschränkung wünschen
würden. Viele Jüngere haben gar
nicht mehr die Muse, ein Buch zu lesen.
Wir sollten uns die Zeit nehmen, es ihnen
wieder beizubringen.
Rüdiger Maas hat mehrere Bücher zum Thema
geschrieben, darunter «Konflikt der Generationen» oder
«Das digitale Dilemma».
«Das Gehirn ist ein Muskel, der trainiert werden will», sagt Dr. Rüdiger Maas. «Wir wissen, dass
das analoge Lernen immer besser ist als das digitale.»
Bild: Pixabay
Ein Blick hinter die Kulissen des ersten
Rheinlicht Festivals.
Bild: zVg.
KOLUMNE
SCHAFFHAUSEN
Wenn in den Abendstunden
plötzlich Brücken zu leuchten
beginnen, Fassaden in Farbe tauchen
und Kunstinstallationen die Altstadt
verzaubern, dann ist es so weit: Das erste
Rheinlicht Festival hat begonnen. Doch
bevor die Stadt im Glanz erstrahlt, läuft
hinter den Kulissen ein eigenes Schauspiel
ab. Alles beginnt mit der Frage:
Welche Lichtkunst soll wo leuchten,
und woher bekommen wir sie? Dafür
besuchten die Organisatoren zahlreiche
Festivals in der Schweiz, in Europa und
Übersee. Sie sahen viele faszinierende
und oft leider auch unerschwingliche
Installationen. Die Kernfrage lautete:
Wie gross soll das Budget für dieses erste
Festival sein und welche Kunst können
wir dafür realisieren? Ein Pilotprojekt
budgetmässig zum Leben zu erwecken,
bedeutet Politik, Wirtschaft und Stiftungen
von der Idee zu begeistern und
das ist eine ganz schön intensive Aufgabe.
Eine weitere Herausforderung ist,
das Festival gross genug zu planen, dass
es von den Besuchern wahrgenommen
wird und sich seine Strahlkraft über die
Stadt Schaffhausen hinaus entfaltet.
Ansonsten besteht die Gefahr, dass die
Lichter im Jahr darauf gar nicht erst
angehen. Es beginnt die Kontaktaufnahme
mit Künstlerinnen, Künstlern
und Agenturen. Bis die 21 Lichtinstallationen
aus neun verschiedenen Ländern
zusammengetragen waren, floss viel
Wasser den Rhein hinunter. Natürlich
läuft dabei nichts ohne Stolpersteine: Ist
der eine weggetragen, rollt der nächste
rein. Bei den Vorbereitungen sind zahlreiche
Stellen und Behörden involviert.
Wenn aber alle am gleichen Strick
ziehen, wird meistens eine Lösung gefunden.
«Eine der schönsten Aufgaben
ist die Suche nach dem richtigen Ort –
wenn die Installation im inneren Auge
zu leuchten beginnt. Dann erwacht die
Planung, und mit etwas Glück findet
das Kunstwerk seinen perfekten Platz.»
Sicherheit spielt eine zentrale Rolle:
Fluchtwege, Stromleitungen, Umweltauflagen.
Dazu kommen Abklärungen
mit Anwohnern oder Sponsoren. Oft
sind es die kleinen Gespräche, die das
Festival erst möglich machen – vom
Stadtrat bis zur Aufsicht, die dafür
sorgt, dass keine Fische, Vögel oder
Fledermäuse gestört werden. «Licht
ist empfindlich», sagt eine Künstlerin
lachend. «Manchmal reicht schon ein
Windstoss, und das Kunstwerk macht,
was es will.» Doch genau das macht
den Reiz aus: Jede Installation lebt und
verändert sich.
8
Gesellschaft
Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025
Dämmerungseinbrüche:
Wie schütze ich mich?
RATGEBERKOLUMNE
MOBILIAR
Viktorie Jirat
Wenn die Tage
kürzer werden
und die Dunkelheit
früher kommt,
haben Einbrüche
wieder Saisonstart.
Was Sie dagegen tun
können? Wir geben Ihnen Tipps und
erklären, wieso eine Hausratversicherung
sinnvoll ist. Obwohl das Einbruchrisiko
in der Schweiz in den letzten fünf Jahren
abgenommen hat, ist Einbruch immer
noch eines der häufigsten Delikte.
Sorgen Sie vor
Oft genügen einfache Massnahmen, um
das Einbruchrisiko zu verringern:
• Verschliessen Sie Fenster und Türen immer
sorgfältig und informieren Sie sich
über eine sinnvolle Einbruchsicherung.
• Verraten Sie Ihre Abwesenheit nicht
durch Zettel an der Haustüre, Mitteilungen
auf dem Anrufbeantworter
oder in sozialen Medien wie Facebook.
• Verstecken Sie Ihre Wohnungsschlüssel
nie unter dem Türvorleger
oder im Briefkasten – diese Verstecke
kennen auch Einbrecher.
• Installieren Sie bei Ferienabwesenheiten
Zeitschaltuhren, damit zu unterschiedlichen
Zeiten in verschiedenen
Räumen Licht brennt.
• Bewahren Sie Wertsachen und wichtige
Dokumente in einem Tresor auf – oder
im Kundenschliessfach bei Ihrer Bank.
• Wirksamer Schutz vor Einbrechern
bieten auch aufmerksame Nachbarn.
Pflegen Sie den gegenseitigen
Kontakt oder bitten sie diese sogar,
bei Abwesenheiten den Briefkasten
zu leeren und regelmässig nach dem
Rechten zu sehen.
Hausratversicherung hilft
Sollte dennoch jemand einbrechen,
schützt Sie eine Hausratversicherung
vor den finanziellen Konsequenzen.
Ihr Hab und Gut ist bis zur gewählten
Versicherungssumme zum Neuwert versichert
– bei den meisten Gesellschaften
ist bei Einbrüchen auch Bargeld bis
5000 Franken gedeckt. Die Zusatzversicherung
«einfacher Diebstahl
auswärts» versichert auch Wertgegenstände,
die unterwegs gestohlen werden.
In der Regel sind sogar gemietete oder
geleaste Geräte mitversichert – informieren
Sie sich, bevor Sie zum Beispiel
bei der Miete von Skis eine (unnötige)
Diebstahlversicherung abschliessen.
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Reise-Tipp: Empfehlungen der Spezialistin
TIPP DER WOCHE
SCHAFFHAUSEN
Suisse AG.
Etienne Graf ist Reiseexperte
von Kuoni
Schaffhausen auf dem
Herrenacker. Schweizweit
hat Kuoni 83 Filialen,
die integriert sind
in die DERTOUR
Nach der Mythologie und Schöpfungsgeschichte
Japans haben der Gott und die
Göttin, Izanagi und Izanami die Welt und
Japan erschaffen, auf japanisch Nihon und
Nippon genannt. Beide Begriffe bedeuten
Ursprung der Sonne, was später in das
Land der aufgehenden Sonne übersetzt
wurde. Es gibt kaum ein Land mit mehr
Gegensätzen wie Japan.
Gegensätze ziehen sich an
Die modernsten Metropolen werden
durch die Shinkansen-Schnellzügen mit
den ländlichen Dörfern verbunden. Alte
Traditionen mussten bis heute dem neuen
Lebensstil nicht weichen, beides findet im
Leben seinen Platz. Anlässe wie die Teezeremonie,
die Samurai-Performance-Shows,
der Sumo- Ringkampf, ein Leben im Alltag
einer Geisha, die Übernachtung im
Ryokan oder die Stille in einem Zen-Garten
geniessen, werden immer noch gelebt und
gehören heute zu den beliebtesten touristischen
Attraktionen Japans. Für die moderne
Jugend zählen vorwiegend Aktivitäten
wie Karaoke, Car-Racing, Studium, Musik,
Erfolg und ein angesehener Job. Ich habe
viel bereist, aber Japan, und seine Kultur,
hat mich in seinen Bann gezogen. Die Lebensphilosophien
sind das eigene Gesicht
bewahren und anderen Menschen helfen.
In Shubaya oder Ginza, bewegt man sich in
der pulsierenden Metropole mit modernen
Einkaufshäusern. Nur wenige Schritte weiter,
in Nebenstrassen wird bei der Essensbestellung
noch mit dem Finger auf ein Foto
gezeigt, da nur Japanisch gesprochen wird.
Riesengrosses Angebot
Die EXPO25 krönte in diesem Jahr den Besuch
in Osaka. Die Food Street Tour, begleitet
von Neon Leuchtreklamen, ist der Tipp
für den abendlichen Ausgang. Von Tokyo
aus empfehle ich die Tagesausflüge nach
Nikko (Toshuga Shrine mit Kegon Wasserfall)
und Kamakura (mit Amida-Buddha,
Kokokaji-Tempel und ältesten Zen-Gärten).
Im Zentrum Tokyos lohnt sich der Besuch
des Ueno-Parks, des Sensoji-Shrines, des Kaiserpalastes
und des Meiji-Tempels. Vom Tokyo
Tower oder Skytree aus erleben Sie auf
beeindruckende Weise die Gösse der Stadt.
Die zahlreichsten Shrine, Tempelanlagen
und Zen-Gärten sind jedoch in Kyoto beheimatet.
Als Tipp gilt Kyoto mit dem Fahrrad
zu erleben oder einen Ausflug nach Nara
zu unternehmen. Nach zweistündiger Fahrt
erreicht man Kanazawa, bekannt durch das
gut erhaltene Viertel aus der Edo-Ära und
den meist besuchten Garten Konreku-en.
Nach der Degustation in der Sake-Brauerei
fahren Sie mit dem Bus via Shirakawa-go
nach Takayma und übernachten im Ryokan.
Sie erkunden die schöne, ländliche Gegend
in den Alpen. Ein absolutes Highlight ist
die Wanderung auf dem Nakasendo-Trail,
der alten Poststrasse. Diese führt Sie durch
alte Dörfer, wo einst eine Poststelle war, von
Magome via Tsumago durch das Kisotal. Es
lohnt sich zudem, einen Abstecher in den
Hakone Nationalpark zu machen. Von da
erhalten Sie einen fantastischen Blick über
den Lake Ashi direkt auf den majestätischen
Fujiyama.
Es gibt noch unzählige Perlen im Land der
aufgehenden Sonne.
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Wundervoller Blick über den Ashi-See, in Hakone, Richtung des Vulkans Fuji.
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9
Sport
Bock
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Bäuerliches Sorgentelefon
Mut haben, anzurufen.
Seite 14
Für die Lachmuskeln
Comedy im Klub8.
Seite 16
«Das Teamgefüge ist eine unserer
grössten Stärken in dieser Saison»
Nach dem Abstieg in die 3. Liga startet der EHC Schaffhausen mit frischem Elan in die neue Saison und das gleich mit einem Sieg. Head
Coach Simon Korn der ersten Mannschaft spricht im Interview über den Weg zurück zu Selbstvertrauen und Spielfreude, einem starken
Teamgeist und warum der Aufstieg zwar kein Muss, aber durchaus möglich ist.
EISHOCKEY
SCHAFFHAUSEN
Salome Zulauf
«Bock»: Nach dem Abstieg in die
3. Liga ist euch gleich zum Saisonstart
ein Sieg gelungen. Was habt ihr in den
letzten Wochen optimiert, damit der
Auftakt so positiv verlaufen ist?
Simon Korn: Wir haben nur punktuelle
Anpassungen im taktischen Bereich
vorgenommen und die Intensität im
Training bewusst auf einem sehr hohen
Level gehalten. Das Wichtigste war aber,
den Jungs wieder Mut zu machen. Nach
der letzten Saison stand das ganz oben
auf unserer Liste – das Vertrauen und
die Freude am Spiel zurückzugewinnen.
Wie zufrieden seid ihr
mit den Trainings und Testspielen?
Korn: Die Trainings können natürlich
immer noch besser sein – das ist auch
unser Anspruch. Insgesamt sind wir
aber aktuell sehr zufrieden. Die ersten
drei Testspiele waren, mit zwei Siegen
und einer Niederlage, überaus positiv.
Bei den letzten beiden gab es leider zwei
Niederlagen, welche vermeidbar gewesen
wären. Trotzdem haben wir wertvolle
Erkenntnisse gewonnen, die uns
helfen, weiter zu wachsen.
Wie hat sich die Mannschaft
seit dem Sommer als Einheit entwickelt?
Korn: Der Teamzusammenhalt war
schon in der letzten Saison – trotz Abstieg
– eine unserer grossen Stärken.
Die neuen Spieler wurden super aufgenommen
und konnten sich rasch ins
Team integrieren. Man spürt, dass sich
eine echte Einheit gebildet hat, auf und
neben dem Eis.
Wo seht ihr aktuell die grössten Stärken
eures Teams und in welchen Bereichen
möchtet ihr euch noch gezielt verbessern?
Korn: Wie bereits erwähnt, ist das
Teamgefüge eine unserer grossen Stärken.
Wir wollen zudem unser tiefes
Durchschnittsalter mit hoher Intensität
im Spiel gewinnbringend einsetzen
können. Gleichzeitig arbeiten wir stark
an den taktischen Automatismen, damit
diese von Woche zu Woche besser greifen.
Ebenfalls wollen wir im Bereich
Selbstvertrauen weiter zulegen – mit
möglichst guten Resultaten, damit die
Jungs wieder richtig an sich glauben.
Das hat in der letzten Saison teilweise
etwas gelitten.
Wie schätzt ihr das Niveau und
die Konkurrenz in eurer Gruppe ein?
Seid ihr optimistisch, dass vielleicht sogar der
Wiederaufstieg in die 2. Liga möglich ist?
Korn: Das Niveau in der 3. Liga ist keineswegs
deutlich tiefer. Es gibt einige
Teams mit sehr viel Qualität. Unser Ziel
ist es, uns in der oberen Tabellenhälfte
zu etablieren. Wenn wir das Schaffen, ist
vieles möglich. Aber wir denken bewusst
von Spiel zu Spiel – und wollen über die
ganze Saison das Optimum herausholen.
Kommendes Spiel in Winterthur: Was
ist euer Ziel für die Partie am Samstag,
18. Oktober, und wie bereitet ihr euch in
dieser Woche konkret darauf vor?
Korn: Wir haben gegen Winterthur bereits
ein Testspiel absolviert und wissen,
Der Teamzusammenhalt ist eine der grossen Stärken des EHC Schaffhausen.
worauf wir achten müssen. In der Vorbereitung
arbeiten wir nochmals gezielt
an der Taktik und an den Spezialteams.
Wenn wir mit derselben Leidenschaft
und Geschlossenheit auftreten, wie zum
Bild: zVg.
Saisonauftakt, bin ich zuversichtlich,
dass wir auch gegen Winterthur eine
gute Leistung zeigen. Wir geben natürlich
alles, um weitere Punkte in Schaffhausen
erzielen zu können.
Grosses Spiel zum Auftakt der European League
Am Dienstag, um 18.45 Uhr, starten die Kadetten Schaffhausen in die European League – mit einem
grossen Spiel gegen das spanische Topteam Ademar León in der BBC Arena. Schon in der Champions
League lieferten sich die beiden Clubs heisse Duelle.
HANDBALL
SCHAFFHAUSEN
Kadetten Schaffhausen, Andreas Joas
Die aktuelle Spielzeit markiert die insgesamt
30. mit einer Teilnahme am europäischen
Wettbewerb für die Kadetten. Seit
die European League 2020/21 reformiert
wurde, sind die Orangen Stammgast und
jedes Jahr dabei. Auch dieses Jahr haben
sie sich ambitionierte Ziele gesteckt und
möchten an die Erfolge vergangener Jahre
anknüpfen. Nur einmal kam man nicht
mindestens unter die letzten 16 Teams –
in der letzten Saison beim erstmaligen
Gruppenaus. Zweimal stiessen die Munotstädter
dabei in den Viertelfinal vor,
einmal in die Play-Offs.
Vorfreude auf Europacup
Nun ist die Vorfreude auf heisse Europacup-Nächste
gross. In der sehr ausgeglichen
besetzten Gruppe H wird ein guter
Start essenziell sein. Neben León kämpfen
noch der kroatische Vizemeister RK
Nexe Nasice, Ex-Club von Hrvoje Horvat
und Kristian Pilipovic, sowie der serbische
Meister Partizan Belgrad um die
zwei Tickets für die Hauptrunde. Mit
dem ersten Gegner Ademar León aus der
autonomen Gemeinschaft Kastilien und
León gab es bereits fünf Vergleiche in
der Champions League – allesamt waren
sie ganz enge Angelegenheiten. Neben
zwei Remis stehen drei Erfolge für die
Spanier in den Chroniken – alle mit nur
einem Tor Differenz.
Erfolgreiche Generalprobe
Wie den Kadetten (35:29 in Basel) gelang
auch León eine erfolgreiche Generalprobe
und ein 33:26-Auswärtssieg am Freitag
bei Puente Genil. Nach fünf Spielen liegt
der spanische Traditionsverein mit sieben
Punkten auf Rang fünf der Liga Asobal.
Das junge Team setzt sich vor allem aus
vielen Spielern mit Einsätzen in den verschiedenen
spanischen Junioren-Nationalmannschaften
zusammen, ergänzt durch
einige Routiniers. In der letzten Saison
teilten die Nordspanier das Schicksal
der Kadetten und mussten schon in der
Gruppenphase die Segel streichen. In der
Meisterschaft belegte die Mannschaft aus
der 120 000-Einwohner-Stadt Rang sechs,
konnte sich allerdings dank der Finalteilnahme
im spanischen Cup für die European
Handball League qualifizieren.
Grosse Herausforderung in Sicht
Sportlich wartet auf die Orangen zum Start
der Europacup-Saison somit eine grosse
Herausforderung. Mit zehn Siegen aus
den ersten zehn Spielen in der Quickline
Handball League scheint die Mannschaft
von Hrvoje Horvart bestens dafür gerüstet,
muss nun jedoch noch einmal einen Gang
höher schalten. Ein ganz besonderes Spiel
steht Juan Castro Alvarez bevor. Der Spielmacher
der Kadetten trifft auf jenes Team,
bei dem er die meiste Zeit seiner Karriere
aktiv war. Schon in der Jugend und in verschiedenen
Stadien seiner Profilaufbahn.
Noch immer bestehen viele Freundschaften
zu aktuellen Spielern und dem Trainerteam.
«Meine ganze Familie und die meisten
meiner besten Freunde», erklärt er, «wohnen
in León. Ademar ist das Team meines
Lebens, dort bin ich aufgewachsen und ich
werde immer ein Fan dieses Clubs sein.»
Ein guter Start ist entscheidend
Für 60 Minuten wird diese enge Verbindung
am Dienstag ruhen, obwohl es ein ganz besonders
Gefühl für den Mittelmann werden
wird. «Ich habe zwar schon gegen Ademar
gespielt, jedoch noch nie im internationalen
Wettbewerb», so der 33-Jährige, der den
Juan Castro Álvarez beim Kadettenspiel in Bern.
ersten Gegner bestens kennt. «Sie arbeiten
hart und viel mit jungen Spielern», weiss
er und fügt an: «Sie haben vielleicht nicht
die grossen Namen im Kader, aber sie funktionieren
als Team sehr gut.» Castro Alvarez
warnt insbesondere vor ihrer Defensive sowie
ihren Torhütern und unterstreicht: «Sie sind
ein sehr gefährliches Team, wie alle in unserer
Gruppe.» Grosse Bedeutung kommt der ersten
Begegnung für alle Teilnehmer zu. «Ein
guter Start ist entscheidend», betont der
Routinier. «Mit einem Sieg in der BBC Arena
zu starten ist sehr wichtig für uns.»
Bild: zVg.
Regio-Sport
43. Juniorenturnier in Dübendorf
Am Wochenende, vom 4. und 5. Oktober,
fand das alljährliche Juniorenturnier in Dübendorf
statt. Mit dabei auch zwei Schaffhauser
Vertreter: Silvan Blättler, mit dem
Team St. Gallen-Schaffhausen, und Lukas
Pfändler mit dem Dübendorfer Team Axnick.
Das Team St. Gallen konnte in ihrer
Stärkeklassen den ersten Platz belegen und
das Dübendorfer Team in der anderen Stärkeklasse
den zweiten Platz erringen.
Stärkeklasse A
Das Teilnehmerfeld wurde in zwei Stärkeklassen
eingeteilt. Das Turnier der Stärkeklasse
A wurde als Vereinsinternes Turnier
durchgeführt und führte über drei Vorrundenspiele
und einer Finalrunde. Das Dübendorfer
Team um Lukas Pfändler konnte alle
Vorrundenspiele für sich entscheiden und
traf im Finale erneut auf das Team von Piera
Aufdenblatten. Im Finale ging man früh mit
5:1 in Führung, doch leider konnte man diese
nicht verteidigen und mussten im letzten
End sogar noch ein Fünfer-Haus einstecken.
So ging dieses Spiel verloren und sie mussten
sich mit dem zweiten Schlussrang begnügen.
Stärkeklasse B
Diese Gruppe war internationaler und auch
mit mehreren verschiedenen Teams aus der
Ostschweiz besetzt. In dieser Gruppe spielten
alle Teams einmal gegen alle in der Gruppe.
Es wurde jedoch nur auf 6 Ends gespielt. Somit
waren die Teams auch gefordert konzentriert
zu spielen, denn ein früher Rückstand
konnte vermutlich nicht mehr korrigiert
werden. Das Team Schaffhausen-St. Gallen
konnte vier der fünf Spiele gewinnen
und eines endete mit einem Unentschieden
und gleichzeitig mit dem ersten Platz in der
Schlussrangliste. Gratulation an das Team
Schaffhausen-St. Gallen mit Silvan Blättler.
Auftaktsspiel in der European League
Kadetten –
Abanca Ademar León
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Matchtipp
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«Aufgrund der bisherigen Saisonleistungen (9 Siege in 9
Spielen) bin ich zuversichtlich, dass unsere Kadetten auch
ihr erstes European League-Heimspiel gewinnen werden.
Hopp Kadette!»
Spielplan
Mi 08.10.2025 19:15
Kadetten 35:26 GC Amicitia Zürich
QHL
Schaffhausen BBC Arena A
Sa 11.10.2025 18:00
RTV 1879 Basel 29:35 Kadetten
QHL
Basel Rankhof
Di 14.10.2025 18:45
Kadetten – Abanca Ademar León
EHL
Schaffhausen BBC Arena A
Di 21.10.2025 18:45
Partizan Belgrad – Kadetten
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Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025 11
kuLtur
Auf der Pilzsuche
Es ist Pilzsaison. In den Wäldern spriessen die Hüte und viele Pilzfreunde machen sich
mit Körbchen auf die Suche. Doch Vorsicht: Nicht alles, was appetitlich aussieht, ist
auch geniessbar. Pilzkontrolleurin Ruth Bänziger erklärt worauf man achten muss.
PILZKONTROLLE
SCHAFFHAUSEN
Salome Zulauf
Kurz vor 17 Uhr, am vergangenen Donnerstag,
bei der Freizeitanlage Dreispitz in
Herblingen: In wenigen Minuten öffnet
die amtliche Pilzkontrolle. Vor dem roten
Gebäude bildet sich langsam, aber sicher
eine kleine Schlange. Pilzsammlerinnen und
Pilzsammler mit Körben und Papiersäcken,
darin die heutige Ausbeute aus dem Wald.
Drinnen warten bereits Ramin Cheybani
und Ruth Bänziger, die amtlichen Pilzkontrolleure.
Mit geschultem Blick prüfen sie
jeden Fund auf Essbarkeit und Qualität.
Eine Familie voller Pilzfreude
Ruth Bänziger ist seit vielen Jahren Leiterin
der amtlichen Pilzkontrolle Schaffhausen.
«Meine Eltern waren beide Pilzkontrolleure,
sie haben mir die Freude am
Pilzsuchen weitergegeben», erzählt die
Schaffhauserin. «Mit 22 Jahren habe ich
dann selbst die Prüfung zur Pilzkontrolleurin
abgelegt und bin seither aktiv, auch
in der Pilzkontrolleurenvereinigung VAP-
KO (Schweizerische Vereinigung amtlicher
Pilzkontrollorgane) war ich viele Jahre im
Vorstand.» Bis heute macht ihr die Arbeit
grossen Spass. «Ich gebe mein Wissen gerne
weiter, sei es in Kursen oder direkt bei
den Kontrollen.» Was das Pilzsuchen für
sie ausmacht? «Alles! Meine Mutter hat
mir einmal etwas sehr Schönes gesagt: Pilzsuchen
macht dreimal Freude – zum ersten
Mal beim Spaziergang im Wald, zum
zweiten, wenn man essbare Pilze findet,
und schliesslich beim Geniessen der Pilze.»
Wenn es im Herbst trocken ist, geht Ruth
Bänziger fast täglich selbst in den Wald, um
Pilze zu suchen und an Wochenenden auch
als Kursleiterin. Ihre Funde konserviert
oder trocknet sie anschliessend.
Vorsicht ist besser als Nachsicht
Zurück zur Pilzkontrolle: Kaum geöffnet,
herrscht reger Betrieb. Jede Sammlerin und
jeder Sammler bringt die Pilze sortiert zur
Kontrolle. «Meistens sind sie in Körben,
jede Pilzart sauber getrennt in Zeitungspapier
gelegt, das ist uns sehr wichtig», erklärt
Ruth Bänziger. «Dabei ist zu beachten,
dass die Pilze, die der Sammler nicht kennt,
vollständig sind, also nicht abgeschnitten.
Speisepilze, die der Sammler kennt, soll er
sauber über dem Boden abschneiden. Manche
giftigen Arten ähneln den Speisepilzen
stark und wir können sie nur sicher unterscheiden,
wenn wir den ganzen Pilz sehen.»
Bei den entsprechenden Pilzarten weisen die
Pilzkontrolleure die Sammler darauf hin.
Die Funde werden anschliessend einzeln
kontrolliert. «Manche bringen auch Arten
mit, die sie nicht kennen, wir nennen sie
Wissenspilze», sagt die Pilzkontrolleurin.
«Auch sie werden separat in Zeitungspapier
gelegt, damit kein Bruchstück eines giftigen
Pilzes zwischen die essbaren geraten kann.»
Nach der Kontrolle erhalten die Sammlerinnen
und Sammler einen Pilzkontrollschein,
auf dem die gefundenen Speisepilzarten
und deren Gewicht notiert ist. Zudem
sind wichtige Hinweise zur Zubereitung auf
dem Schein vermerkt. Essbare Pilze dürfen
sie wieder mitnehmen, ungeniessbare oder
giftige bleiben bei der Kontrolle und werden
korrekt entsorgt. «Am häufigsten
bringen die Leute grosse, leicht erkennbare
Arten wie Steinpilze, Riesenschirmlinge
oder Champignons und von den kleineren
Pilzen Eierschwämme, Trompetenpfifferlinge
oder Totentrompeten», erzählt die
Pilzkontrolleurin. Doch gerade bei den
Champignons ist Vorsicht geboten: «Es
gibt rund 60 Arten, drei davon sind giftig,
also lieber alle gesammelten Pilze unbedingt
kontrollieren lassen.» Insgesamt wachsen
in der Schweiz etwa 6000 Pilzarten, viele davon
sind ungeniessbar. «Nur etwa 250 sind
essbar, und gerade einmal rund 50 wirklich
empfehlenswert», sagt Ruth Bänziger.
Trotzdem wird sie jedes Jahr ein- bis dreimal
ins Spital gerufen, wegen einer möglichen
schweren Pilzvergiftung.
Verschobene Saison
Die diesjährige Pilzsaison läuft eher schleppend,
wie die Schaffhauserin erklärt. Zwar
Ruth Bänziger ist leidenschaftliche Pilzkontrolleurin.
hat es im Juli reichlich geregnet, doch der
August war heiss und trocken. «Durch den
Klimawandel verschiebt sich die Saison zunehmend,
es kann gut sein, dass man auch
im November noch Pilze findet», erklärt
Ruth Bänziger. Verändert hat sich auch
das Publikum. «Einen Hype rund um die
Pilze nimmt sie aber nur am Rande wahr.
Durch Social Media gehen viele Leute zum
ersten Mal auf Pilzsuche – oft, um schöne
Fotos zu machen», sagt sie. «Sie drapieren
die farbigsten Pilze im Korb für ein perfektes
Bild. Das ist zwar schön, birgt aber auch
Risiken, wenn man die Arten nicht kennt
und nicht zur Pilzkontrolle geht.»
Tipps für das Pilzsammeln
Worauf beim Pilzsammeln besonders geachtet
werden muss hat Ruth Bänziger klare
Tipps für Einsteigerinnen und Einsteiger:
• Einen luftigen Korb mitnehmen, keine
Plastiksäcke oder geschlossenen Gefässe.
• Zeitungspapier zum Trennen der Pilzarten
verwenden.
• Ein Messer zum sauberen Abschneiden.
Die Ausbeute einer Pilzsammlerin:
Stockschwämmchen.
Bilder: Salome Zulauf
• Von ausgewachsenen Speisepilzen, die
man sicher kennt, etwa Eierschwämme
oder Steinpilze, kann man beliebige Mengen
sammeln und sauber abschneiden,
von nicht bekannten Pilzen nur ein oder
zwei Exemplare mit ganzem Stiel und Fuss.
Denn eines weiss die erfahrene Pilzkontrolleurin
genau: Sicherheit geht vor und
der Genuss schmeckt doppelt so gut, wenn
man weiss, was auf dem Teller liegt.
«Szenario» bringt Piratinnen-Geschichte auf die Fass-Bühne
Das «Szenario», ein Verein, welcher die Organisation und Durchführung von unabhängigen Theaterproduktionen in Schaffhausen und
Umgebung bezweckt, präsentiert ein neues Stück: «Anne», welches die Lebensgeschichte der Piratin Anne Bonny erzählt. Am 17. Oktober
wird Premiere gefeiert. Die Regisseurin und Verfasserin des Skripts, Pia Kugler, gewährt spannende Einblicke in die Produktion des Stücks.
THEATER
SCHAFFHAUSEN
Ginevra Lo Piccolo
Die 26-jährige Pia Kugler ist hauptberuflich
Kindergärtnerin, leidenschaftliche
Schauspielerin und bereits zum zweiten
Mal Regisseurin eines Stücks des Theaterproduktionsvereins
«Szenario». Dieses
Mal wird auf der Fass-Bühne das Stück
«Anne» präsentiert, welches die Lebensgeschichte
von Piratin Anne Bonny erzählt.
Das Theaterstück spielt im 18. Jahrhundert,
als Anne Bonny als uneheliches
Kind einer irischen Dienstmagd und eines
Rechtsanwalts auf die Welt kam. «Damals
gab es solche Affären wie Sand am Meer,
doch der Rechtsanwalt entschied sich, die
Schwangerschaft nicht zu verheimlichen
und das Kind zu behalten.» Das war kein
übliches Vorgehen für diese Zeiten, was zu
einem riesigen Skandal führte, erzählt die
Regisseurin. «Anfänglich wurde sie als
Junge erzogen, da die Familie ihren Ruf
nicht ruinieren wollte. Somit konnte sie
einen Einblick in all die Freiheiten erhalten,
die damals nur Männern vorbehalten
waren.» Letztendlich kam die Wahrheit
ans Licht und die Familie musste fliehen.
Mit 16 heiratete sie gegen ihren Willen
einen Segler und liess sich in Nassau nieder.
Dort begann ihr Leben als Piratin,
das sie zu Reichtum brachte. «Ob sie eine
gute Person gewesen ist, über das urteile
ich nicht. Ich finde sie aber eine sehr inspirierende
und spannende Figur für ihre
Zeit», erläutert Pia Kugler.
Historisch korrekt, menschlich erzählt
Alles, was in dem Theaterstück passiert,
wurde minutiös recherchiert. «Die
Informationen stammen aus verschiedenen
Pia Kugler und das Ensemble von «Anne».
Podcasts und aus Daniel Defoes Buch
‹A General History of the Robbers and
Murderers of the Most Notorious Pirates›
aus dem frühen 18. Jahrhundert, der ersten
Quelle von modernen Piratengeschichten.»
Die 300-jährige Geschichte möglichst
historisch akkurat zu erzählen und
ein klares Bild von der Figur zu geben, war
Pia Kugler sehr wichtig: «Als ich das Stück
schrieb, wollte ich die Geschichte einer
normalen, unperfekten Frau mit Ängsten
und Zweifeln, die ums Überleben kämpfen
musste, erzählen.» Das findet sie gelungen,
auch dank der sensiblen Interpretation von
Elena Fahrni, welche in die Hauptrolle
schlüpft.
Bild: zVg.
Von der Schauspielerei zur Regie
Pia Kugler kann ihre Erfahrungen als
Schauspielerin gut beim Regieführen einsetzen:
«Es ist anstrengender als spielen.
Als Schauspieler gibt man die Verantwortung
an den Regisseur ab, der entscheidet,
was gut aussieht und wie etwas auf der
Bühne präsentiert wird, ohne dass sich
die Schauspielenden blamieren.» Diese
Verantwortung hat Vor- und Nachteile,
erzählt die Regisseurin: «Einerseits ist das
lässig, weil ich alles steuern und das Stück
so formen kann, wie ich es mir vorstelle.
Andererseits ist es sehr anstrengend, wenn
alle Antworten erwarten, auch zu Dingen,
mit denen ich mich noch nicht befasst
habe.» Grundsätzlich geniesse sie es aber,
so viele Möglichkeiten zu haben und ein so
talentiertes Ensemble begleiten zu können.
Zusammenhalt im und aus dem Theater
Das Stück ist sehr spontan entstanden und
wurde mit bestimmten Schauspielerinnen
und Schauspielern im Kopf geschrieben:
«Ich habe mit vielen von ihnen bereits
selbst auf der Bühne gestanden und sie
schauspielern erlebt, daher kenne ich sie
sehr gut.» Man schaut füreinander und der
Zusammenhalt im und aus dem Theater
ist sehr stark, erzählt Pia Kugler. Über die
Vorbereitungen für das Stück hat sich die
Regisseurin auch geäussert: «Wir haben
vor etwa einem halben Jahr mit vereinzelten
Treffen und kleinen Proben begonnen.
Intensiv ist es etwa vor einer Woche geworden.
Bis zur Premiere am 17. Oktober
werden wir jeden Tag proben.», erklärt sie.
Die Leidenschaft fürs Theater
Die Begeisterung für das Theater entdeckte
sie sehr früh, bei ihren Anfängen
im «Jugendclub Momoll»: «Schon als
Kind fand ich die Welt der Schauspielerei
faszinierend, ebenso wie die Möglichkeit,
Geschichten in einem sicheren Rahmen zu
erleben.», so Pia Kugler. Einer ihrer stärksten
Regieeinflüsse stammt aus ihrer Zeit
im Jugendclub: «Damals war Jürg Schneckenburger
der Leiter. Seit ich 12 bin,
habe ich mit ihm gearbeitet, und seine Art
spiegelt sich in meinem Theaterstil wider.»
Die Schauspielerei begleitet sie auch
in ihrem Lehrerinnenalltag: «Ich erzähle
viele Geschichten. Dabei spielen Mimik
und Aussprache eine grosse Rolle.» Sie
erklärt, dass theaterpädagogische Einflüsse
sich sehr positiv auf Klassen auswirken
können. «Das hat mit dem Selbstkonzept
der Kinder zu tun: Nicht nur das Selbstbewusstsein
wird gestärkt, sondern auch das
Körpergefühl und die psychische Selbstsicherheit.»
Die Erfahrungen im Klassenzimmer
haben ihr auch bei ihrer Tätigkeit
als Regisseurin geholfen. Doch sie konnte
auch viel von ihrer Vorgängerin Manuela
De Ventura lernen, die bei diesem Mal die
Unterstützung der Regie übernommen
hat. «Sie hat ein sehr gutes Auge für die
Figurenentwicklung. Das konnte ich letztes
Jahr von ihr lernen und dieses Mal beim
Stück einsetzen.», erklärt Pia Kugler.
Vom Waldfriedhof aufs Piratenschiff
Das erste Stück, bei dem sie Regie geführt
hat, fand im Waldfriedhof unter
komplett anderen Bedingungen statt:
«Damals haben wir kein Licht und kein
Bühnenbild benötigt, jede Schauspielerin
und jeder Schauspieler hatte nur ein
Kostüm.» Dieses Mal haben die Darsteller
jeweils etwa fünf Kostüme, es gibt
Licht und Bühnenbild und auch mit
Musik wird viel gearbeitet. «Es ist schon
komplizierter, aber auch sehr lässig», so
Pia Kugler. Die gewölbte Bühne im Fasskeller
eignet sich besonders gut, um die
Stimmung auf einem Piratenschiff zu
vermitteln. «Piraterie war nichts Gutes,
doch die Kreativität, mit der man spielen
kann, fasziniert mich besonders», fügt
Pia Kugler weiter aus.
Im Stück werden dem Publikum alle
Informationen aber nicht eindeutig geliefert:
«Vieles ist impliziert und wird der
eigenen Interpretation überlassen», erklärt
die Regisseurin abschliessend.
Vom 17. bis zum 24. Oktober wird «Anne» an sechs
Abenden im Fasskeller aufgeführt. Tickets sind bei
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1 2 3 4 5 6 7
Lösung einsenden an wettbewerb@bockonline.ch oder an Verlag Bock, Herrenacker 15, 8200 Schaffhausen. Einsendeschluss: Dienstag, 21. Oktober 2025.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Lösung Ausgabe Nr. 40: «Bildschirm». Die Gewinnerinnen und Gewinner werden persönlich benachrichtigt.
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Francesco Berenati, Verkaufsleiter
Auflage
46 737
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Offizielles Organ des Schaffhauser Bauernverbandes und seiner Fachsektionen | Nr. 42 | Dienstag, 14. Oktober 2025
schaffhauser bauer
Gault-Millau
HOF-GEZWITSCHER
VIRGINIA STOLL
Die Gault-
Millau Ausgezeichneten
2025
stehen wieder fest
und werden uns
in den kommenden
Wochen aus
mancher Zeitung und vorallem aus
Hochglanzblätter entgegenlächeln.
Die Koch-Auszeichnung wird in der
Schweiz seit 1988 verliehen und der
erste Spitzenkoch war übrigens André
Jaeger, der Hausherr der Fischerzunft in
Schaffhausen, welcher mit 19 Punkten
die höchstmögliche Auszeichnung mit
fünf Kochhauben bekam. Der Gault-
Millau wurde Ende der Sechzigerjahre
in Frankreich von den Journalisten
Henri Gault und Christian Millau
gegründet. Die Beiden waren es auch,
die «die 10 Gebote der neuen Küche»
(Nouvelle Cuisine) definiert haben.
Weich gekochtes Gemüse, ein mit Fett
durchzogener Braten und Butterspätzli,
waren nicht Teil der Nouvelle Cuisine.
Unter den 10 Geboten wird jedoch viel
Wert auf regionale und marktfrische
Lebensmittel gesetzt, aber das kennen
wir Bauernfrauen seit ewig aus dem
ff. Mir sagt das «etepetete Punktezeugs»
gar nichts und die Nouvelle
Cuisine gabs schon Jahrzehnte vor den
Herren Gault und Millau. Regional,
marktfrisch und saisonal haben schon
unsere Grossmütter gekocht, es gab
ja gar nichts anderes. Was da alles aus
wenig bis nichts und aus Resten kreiert
wurde und deren Rezepte zum Teil
über Generationen hinweg noch heute
nachgekocht werden, hätte mindestens
auch fünf Kochhauben verdient. Unzählige
und gut gehütete Rezepte wie
die Schlaatemer Grosis Kohlwickel, der
Altdorfer Schmugglersalat oder Tante
Röslis Plätzligericht, findet man z.B. im
Schaffhauser Landfrauen Kochbuch
2010. Alles ist verständlich beschrieben
und sehr gut nachzukochen und die
Gault-Millau Punkte sind garantiert.
Übrigens, aktuell entsteht in Barzheim,
in der Küche von Rahel Brütsch das
neue Landfrauen-Kochbuch, das im
Frühling 2026 in Kooperation mit der
Edition LandLiebe (Ringier AG) erscheint.
Man darf auf über 200 Rezepte
für jede Jahreszeit, Schwierigkeitsgrad
und jeden Geschmack gespannt sein.
Wie heisst es doch so schön «Liebe geht
durch den Magen».
Impressum Schaffhauser Bauer
Off. Organ des Schaffhauser Bauernverbandes
und seiner Fachsektionen / Erscheint jeden Dienstag
Redaktion: Nici Peter Schaffhauser Bauer
www.schaffhauserbauer.ch
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E-Mail: francesco.berenati@bockonline.ch
Annahmeschluss: Jeweils Donnerstag, 9 Uhr
Mut haben, sich zu melden
Hans Jörg Rüegsegger ist Landwirt und Präsident des Bäuerlichen Sorgentelefons. Im Interview erläutert er,
warum das niederschwellige, spendenfinanzierte Angebot so wichtig ist, was ihn persönlich motiviert und bewegt
- und was die Landwirtinnen und Landwirte plagt.
BÄUERLICHES SORGENTELEFON
SCHAFFHAUSEN
Nici Peter
Sie sind Landwirt und politisch aktiv. Warum
haben Sie sich entschieden, das Präsidium
des Bäuerlichen Sorgentelefons (BST)
zu übernehmen – was hat Sie angesprochen?
Hans Jörg Rüegsegger, Landwirt und
Nationalrat: Die Arbeitsgruppe für die
Fusion, srakla und BST alt, suchte nach
einer geeigneten Persönlichkeit aus dem
Eidgenössischen Parlament als neuen Präsidenten
für das BST neu. Sie fragten mich
an, und nach kurze Bedenkzeit sagte ich
zu, weil mich dieses Angebot für unsere
Bauernfamilien überzeugt und ich die
Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des
BST sah.
Wie nah gehen Ihnen
die Geschichten, die am Sorgentelefon
erzählt werden; besonders, weil Sie selbst
aus der bäuerlichen Welt stammen?
Rüegsegger: Als Präsident ist man nie so
nah an den Themen wie das Telefonteam.
Aus den Fallbeispielen vom Team und aus
meiner Erfahrung als Präsident der Berner
Bauern, gehen gewisse Geschichten und
Schicksale nicht ohne Weiteres an einem
vorbei.
Laut Auswertungen ist die
Arbeitsüberlastung neben Ehe- und Generationenkonflikten
eines der häufigsten
Themen. Wie erklären Sie sich diese starke
Belastung in der heutigen Landwirtschaft?
Rüegsegger: Drei Faktoren, die bei dieser
Frage umgehend als Antwort präsent sind
- nebst der hohen Arbeitslast per se auf
vielen Betrieben -, sind die sich ständig ändernden
Rahmenbedingungen, besonders
seitens Politik mit zusätzlichen Ansprüchen
und Auflagen, der damit verbundene
gestiegene administrative Aufwand sowie
die Erwartungshaltung und teilweise fehlende
Wertschätzung der Gesellschaft.
Gerade in Hofübergaben
scheint viel Konfliktstoff zu stecken – wie
erleben Sie diesen Prozess in der Praxis?
Rüegsegger: Das Thema ist bei vielen
Betrieben ein Knackpunkt. Ich stelle fest,
dass diejenigen Bauernfamilien, welche
sich eine gute Ausgangslage verschaffen,
die möglichst früh den Prozess starten
und mit allen Familienmitgliedern oder
familienexternen Betroffenen aktiv eine
Lösung suchen, erfolgreich aus diesem
Prozess hervorgehen. Oft führen falsche
Vorstellungen und Unausgesprochenes
zu Missverständnissen oder der gewählte
Ton zu Verwirrungen. Zuhören, Respekt,
Toleranz und Loslassen sind Schlüsselkompetenzen
und wichtige Begleiter einer
erfolgreichen Hofübergabe.
Viele Landwirtinnen und Landwirte stehen
kurz vor dem Ausbrennen – ohne es sich
einzugestehen. Warum ist es in der bäuerlichen
Kultur so schwierig, über Schwäche
oder psychische Erschöpfung zu sprechen?
Rüegsegger: Ich versuche anhand eines
Beispiels aus der Wertschöpfungskette der
Land- und Ernährungswirtschaft dieses
spannende Thema von einer etwas anderen
Seite zu beleuchten: In den letzten
Wochen hat mir ein Kadermitglied erzählt,
dass sein Vater, ein aktiver Landwirt, zu
ihm gesagt habe, «du hast als Geschäftsleitungsmitglied
etwas oft und immer wieder
Ferien». Wer für etwas brennt, aus Leidenschaft
und mit Herzblut, muss sich mittelund
längerfristig Gedanken machen, wie
man einen echten Ausgleich schafft. Ansonsten
wird die Gesundheit ihre Antwort
geben - oder spätestens bei der Hofübergabe
wird man die Quittung für Versäumtes
präsentiert erhalten.
Was kann das Sorgentelefon
konkret tun, wenn jemand mit dem
Rücken zur Wand steht – übermüdet,
überfordert, krank, aber ohne Ausweg?
Rüegsegger: Unsere Teammitglieder hören
zu, helfen Gedanken und Gefühle zu
ordnen, unterstützen bei der Suche nach
Lösungswegen und vermitteln Fachstellen.
Wie ein Telefongespräch abläuft, ist sehr
unterschiedlich. Ziel ist es, dass am Ende des
Anrufes der Mut und die Motivation für
einen nächsten Schritt überwiegen. Wichtig
für das Team des BST ist, dass die Anrufenden
oder in Not geratenen Bauernfamilien
erst einmal den Mut haben, sich zu melden.
Lieber früher als später die Nummer des
BST wählen und das Anliegenbeziehungsweise
die Sorge deponieren. Unser Team
gibt jeder Person eine Chance. Anonym
und niederschwellig – ganz nach dem Willen
des Gründers und den aktuellen Verantwortlichen.
Wie schätzen Sie die Situation im Kanton
Schaffhausen ein? Gibt es Besonderheiten
in der Region, die sich in den Sorgen der
Bäuerinnen und Bauern spiegeln?
Rüegsegger: Da die Anrufenden wie die
abnehmenden Personen anonym bleiben,
gibt es keine Statistik auf Stufe Kanton. Die
Anzahl Anrufe je Monat und die Themen
werden erfasst.
Hans Jörg Rüegsegger wünscht sich für das
Bäuerliche Sorgentelefon mehr Sichtbarkeit in
den bäuerlichen Medien und bei den Partnern
des niederschwelligen Angebots. Bild: zVg.
Was wünschen Sie sich für die landwirtschaftlichen
Familien – gerade in Bezug auf
seelische Gesundheit und soziale Entlastung?
Rüegsegger: Innere Ruhe, Weitsicht und
Geduld für die Weiterentwicklung des Betriebes,
inklusive Familie! Vor allem aber
faire Preise für unsere Produkte und mehr
Respekt aus der Politik, sowie vermehrt
Wertschätzung aus der Bevölkerung.
Das Angebot ist anonym, diskret und von
Fachpersonen aus der Landwirtschaft betreut.
Warum ist genau das entscheidend
für die Wirksamkeit des Sorgentelefons?
Rüegsegger: Das BST ist unabhängig, niederschwellig
und anonym. Das sind unsere
Erfolgsfaktoren. Weil niemand vom Team
etwas verkaufen oder eine Dienstleistung
anbieten muss. Wir sind einzig den Schweizer
Bauernfamilien verpflichtet
Was möchten Sie jemandem sagen, der nachts
wach liegt, innerlich überfordert ist – aber sich
noch nicht traut, zum Hörer zu greifen?
Rüegsegger: Mut tut gut und lohnt sich.
Ein zum Teil riesiger Druck wird wegfallen
und ein neues Gefühl begleitet die Person
nach dem Anruf. Jede Person, die diesen
Schritt wagt, ist (m)ein Sieger.
Obwohl die Anrufzahlen
leicht zurückgehen, steigen die
E-Mail-Beratung und die Gesprächsdauer.
Was sagt das über die Tiefe der Sorgen aus?
Rüegsegger: Es zeigt die Veränderung in
der Gesellschaft und im Bauernstand. Wir
werden unser Angebot weiterentwickeln,
mit neuen Formaten und für zeitgemässe
Themen, die auch jüngeren Generationen
entsprechen.
Das Sorgentelefon lebt von Spenden und
Freiwilligenarbeit – was braucht es, damit
es über die nächsten Jahre weiterleben kann?
Rüegsegger: Mehr Sichtbarkeit in den Bäuerlichen
Medien und bei unseren Partnern.
Das BST in neuer Vereinsform bietet auch
die Gelegenheit, dass jede Kirchgemeinde,
Landfrauenvereine, Landis, Genossenschaften,
Vereine etc. Mitglied werden
können und so das Angebot mit Spenden,
Aktionen oder Kollekten unterstützen.
Wie kann das Angebot insbesondere bei
der jungen Generation sichtbarer gemacht
werden – auch bei Hofübernehmerinnen
und -übernehmern, die oft unter grossem
Druck stehen?
Rüegsegger: Der Vorstand des BST ist
auch mit jüngeren Mitgliedern bestückt.
Wir sind gespannt, mit welchen Ideen sie
uns im Gremium überraschen. Die sozialen
Medien sind ein Thema. Wie wir die
Hürde u.a. für junge Anrufende tief halten,
diskutieren wir aktuell intensiv.
Was macht Ihnen Mut – trotz
all der Schicksale, die über das
Sorgentelefon erzählt werden?
Rüegsegger: Weder der Vorstand noch
das Telefonteam des BST sind über die
genauen Verläufe und Ausgänge der jeweiligen
Schicksale informiert. Solange Menschen
das Bedürfnis haben, beim BST anzurufen,
weiss ich, dass unsere Arbeit Sinn
stiftet und wirklich etwas bewirkt. Jeder
einzelne Anruf, bei dem wir als Team etwas
Positives erreichen und jemandem ein
Stück Hoffnung oder Erleichterung geben
können, gibt mir Mut, weiterzumachen.
Zudem motivieren mich der Schwung und
die Tatkraft, die wir miteinander teilen,
und der starke Zusammenhalt unter den
Bauernfamilien.
Die Freude, mit Tier und Natur zu arbeiten,
die Jahreszeiten zu erleben und zu sehen,
wie aus harter Arbeit und der Anbaubereitschaft
einheimische Lebensmittel
wachsen und die Vielfalt an Biodiversität
- das gibt mir Kraft. Solange diese positiven
Seiten überwiegen, empfinde ich es
als echtes Privileg, mich für die Schweizer
Landwirtschaft einzusetzen.
Das Bäuerliche Sorgentelefon ist da,
wenn es zu viel wird. Unter der Nummer
041 820 02 15 sind geschulte
Beraterinnen und Berater dreimal pro
Woche erreichbar: Montag, 8.15 bis
12 Uhr; Dienstag, 13 bis 17 Uhr und
Donnerstag, 18 bis 22 Uhr. Auch per
E-Mail kann man sich melden (bei:
info@baeuerliches-sorgentelefon.ch)
– wobei dort Anonymität nicht garantiert
ist.
Mehr zum Angebot und seiner Geschichte
ist auf der nächsten Seite zu finden.
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Ernte des Lebens – was
Generationen verbindet
Wenn im Herbst die
Felder abgeerntet und
wieder angesät sind
und der Nebel über
den Wiesen liegt,
beginnt auf vielen
Höfen die ruhigere
Zeit des Jahres. Eine Zeit, in der man
durchatmet, Bilanz zieht und oft auch
zurückblickt. Es ist der Moment, in dem
Geschichten erzählt werden. Geschichten
über frühere Jahre, über harte Winter,
gute Ernten, schwere Entscheidungen.
Und über die Menschen, die vor uns hier
standen, auf demselben Boden, mit denselben
Hoffnungen.
In der Landwirtschaft sind die Generationen
eng miteinander verbunden. Der
Hof, die Tiere, die Arbeit sind mehr als
Besitz. Sie sind Erbe, Verantwortung,
Lebensaufgabe. Wer auf einem Hof lebt,
spürt täglich diese Verbindung zwischen
Vergangenheit und Zukunft. Man pflanzt
Bäume, deren Schatten man selbst
vielleicht nie geniessen wird und pflegt
Felder, die schon der Grossvater bewirtschaftet
hat.
Ich denke oft an meine Kindheit zurück:
an den Geruch von frisch geerntetem
Heu, an das Rattern des Traktors, an die
rauen Hände meines Vaters, wenn er mir
zeigte, wie man mit der Stichsäge arbeitet.
Damals war mir nicht bewusst, dass ich
mehr lernte als nur Handgriffe. Ich lernte,
Verantwortung zu übernehmen, selbständig
zu arbeiten und geduldig zu sein.
Heute spüre ich, wie viel davon in mir
weiterlebt.
Oft ist der Generationenwechsel nicht
einfach. Verschiedene Vorstellungen
treffen aufeinander. Die Alten, die an Bewährtem
festhalten, und die Jungen, die
neue Ideen einbringen wollen. Moderne
Technik, andere Arbeitszeiten, veränderte
Werte: Was früher galt, gilt heute nicht
immer gleich. Doch genau darin liegt
eine Chance. Jede Generation bringt ihre
eigene Sicht, ihr eigenes Tempo und ihre
eigene Stärke mit.
Ich erinnere mich gut an Gespräche mit
meinem Vater im Stall. Er erzählte, wie er
früher die Heuballen noch mit der Hand
auflud, wie kostbar jeder Sonnenstrahl
das schwarze brett
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war, wenn die Ernte drohte zu verregnen.
Heute haben wir Maschinen, die vieles erleichtern,
und doch bleibt eines gleich: die
Sorge um Wetter, Tier und Boden – und
die Liebe zu dem, was wir tun.
Herbst ist Erntezeit und damit auch
Symbol für das, was im Leben reift. Jede
Generation erntet, was die vorherige gesät
hat. Wissen, Werte, Lebensweisheit – sie
werden weitergegeben, manchmal bewusst,
oft ganz nebenbei. In der Art, wie
wir Probleme angehen, Entscheidungen
treffen oder miteinander reden, lebt das
weiter, was uns geprägt hat.
Und doch verändert sich das Land und
verändern sich die Menschen. Junge Frauen
übernehmen Betriebe, denken nachhaltiger,
vernetzen sich digital, bringen
frischen Wind auf alte Höfe. Sie wollen
nicht nur weitermachen, sondern Betriebe
für heutige Anforderungen fit machen.
Das ist kein Bruch mit der Tradition, sondern
Weiterentwicklung. Denn Tradition
ist nichts Starres, sie ist lebendig, wenn sie
sich wandeln darf.
Von Generation zu Generation weiterzugeben,
bedeutet nicht nur, Maschinen
oder Felder zu übergeben. Es bedeutet,
Vertrauen zu schenken. Den Mut, Neues
zu versuchen, und die Freiheit, Fehler zu
machen. Es bedeutet, Verantwortung zu
teilen und gleichzeitig loszulassen.
Vielleicht ist genau dass, das Schwierigste:
loslassen zu können. Zu wissen, dass die
nachfolgende Generation ihren eigenen
Weg gehen muss, auch wenn er anders
aussieht als der eigene.
Der Herbst lehrt uns, dass Loslassen kein
Ende ist, sondern Teil des Kreislaufs.
Die Blätter fallen, um Neues möglich zu
machen. Auch im Leben ist das so. Jede
Generation darf etwas Eigenes wachsen
lassen auf dem Boden, den die vorherige
Generation gepflegt hat.
Und vielleicht liegt genau darin die
schönste Ernte: zu sehen, dass das, was
man gesät hat an Arbeit, Liebe und
Vertrauen weiterwächst. In den Händen
derer, die nach uns kommen.
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Ein offenes Ohr für Bauernsorgen
Wenn Sorgen überhandnehmen, ist das Bäuerliche Sorgentelefon für Bäuerinnen,
Bauern und ihre Familien da – anonym, verständnisvoll und mit offenem Ohr.
Seit fast 30 Jahren bietet es Unterstützung in schwierigen Lebenslagen.
Schon länger kämpft er mit sich. Die Ernte
war nur teilweise wie erhofft. Ferien?
Schon lange her – wenn er ehrlich ist, weiss
er kaum noch, wie sich das anfühlt. Täglich
brauchen ihn die Tiere. Das Büro überquillt,
Rechnungen liegen zwischen ungeöffneten
Briefen. Er sollte, er muss! Immer,
morgens, mittags, abends – manchmal
auch nachts.
Die Familie wünscht sich einen fröhlichen
Vater, der mit am Tisch sitzt. Doch er ist
leer, erschöpft. Die Gedanken kreisen um
Arbeit, Sorgen, Geld. Vor ihm türmen sich
Berge – hoch, steil, unüberwindbar. Was
soll er nur tun?
Für genau solche Momente gibt es das Bäuerliche
Sorgentelefon. Ein Hilfsangebot für
Bäuerinnen, Bauern und alle in der Landwirtschaft
Tätigen, wenn Probleme und
Belastungen überhandnehmen. Hier hören
Menschen zu, die die besonderen Herausforderungen
des bäuerlichen Lebens aus eigener
Erfahrung kennen. Diskret, anonym
– und ohne Zeitdruck.
Vor fast 30 Jahren gegründet
Gegründet wurde der Verein 1996. Damals
hatte Daniela Clemenz, Mitarbeiterin
bei Agridea, die Idee, ein solches Angebot
für die Landwirtschaft zu schaffen. Anlass
war das «Internationale Jahr der Armut»,
für das der Bund einen Wettbewerb ausrief.
Clemenz gewann engagierte Mitstreiterinnen
und Mitstreiter aus kirchlichen
und landwirtschaftlichen Kreisen.
Gemeinsam mit Organisationen wie der
SCHWEIZER EIER
Beim Bäuerlichen Sorgentelefon hören Menschen zu, die den Alltag in der Landwirtschaft aus
eigener Erfahrung kennen.
Symbolbild: F1 Digitals/Pixabay
srakla, den Katholischen Bäuerinnen, dem
Schweizerischen Landfrauenverband, der
katholischen Bauernvereinigung und der
Agridea entstand das Bäuerliche Sorgentelefon.
Inspiration und Know-how kamen
unter anderem von ähnlichen Angeboten
in Baden-Württemberg.
Anliegen ganz unterschiedlich
Seit damals rufen Menschen mit ganz
unterschiedlichen Anliegen an: Konflikte
zwischen Generationen auf dem Hof, Beziehungsprobleme,
Auseinandersetzungen
mit Behörden, gesundheitliche Krisen,
finanzielle Sorgen. Die Probleme sind vielfältig
– und in den letzten Jahren komplexer
geworden. Der Druck in der Landwirt-
schaft nimmt zu: tiefere Preise, strengere
Vorschriften, neue Schädlinge, steigende
Anforderungen in Tierhaltung und Bürokratie.
Dazu kommen die grossen Umbrüche
durch Hofübergaben, Vorsorgefragen
und finanzielle Unsicherheiten.
Im Januar 2025 hat Hans Jörg Rüegsegger
das Präsidium des Vereins übernommen.
Gleichzeitig wurde die srakla in den Verein
integriert, und die Aufgaben werden nun
auf mehrere Schultern verteilt. Das Motto
des Bäuerlichen Sorgentelefons: zuhören,
helfen, Gedanken ordnen, Lösungswege
finden, Fachstellen vermitteln. Manchmal
reicht schon ein Gespräch, um den Berg vor
einem ein Stück kleiner werden zu lassen.
Nici Peter
Hohe Nachfrage - begrenztes Angebot
Die Schweizer Eierbranche steht auch dieses Jahr unter Druck: Trotz Produktionssteigerungen
bleibt das Angebot angesichts der anhaltend hohen Nachfrage knapp.
Schon Anfang 2025 war klar: Die Nachfrage
nach Schweizer Eiern bleibt ungebrochen
hoch – im Detailhandel ebenso wie
in der Gastronomie und der Lebensmittelindustrie.
Bereits Ende 2024 waren die
Lager leer, sodass zum Jahresstart keine Reserve
mehr vorhanden war. Zwar ist die Inlandproduktion
bis Ende dieses Jahres um
rund 4,2 Prozent respektive 46 Millionen
Eier erhöht worden, doch dieser Ausbau
konnte die Lücken bisher nicht schliessen.
Sieben Millionen mehr
Vor allem in den Spitzensaisons, etwa
vor Ostern, war der Druck gross: Für die
kurzfristige Versorgung mussten deutlich
mehr Eier importiert werden, von Januar
bis Mitte Februar etwa 64 Millionen Konsumeier
– sieben Millionen mehr als im
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Jetzt
beraten
lassen!
gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bis zum
Sommer erhöhte sich die Importmenge
weiter: Rund 63 Millionen Schaleneier
mehr als im Vorjahr wurden bis Mitte Juli
importiert und das Importkontingent
wurde vom Bundesrat auf Antrag der
Branche um 10 000 Tonnen – was rund
160 Millionen Eiern entspricht – auf insgesamt
31 000 Tonnen erweitert.
Kein reales Produktionswachstum
Parallel zur aktuellen Versorgungslage wurde
im Sommer 2025 auch die Eierproduktionsprognose
aufgrund neuer Leistungsdaten
angepasst. Die Grundlage der Prognose
bildet in der Schweiz – wie international
– die Anzahl der Legeküken. Aufgrund verbesserter
Herdenauswertungen konnte das
Kompetenzzentrum der schweizerischen
Rundum gut versichert
Dank der Erfahrung
unserer Versicherungsspezialisten
in der Landwirtschaft.
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Geflügelwirtschaft Aviforum die sogenannte
Norm-Legeleistungskurve aktualisieren.
Die Legeleistung ist heute höher und konstanter,
insbesondere bei den zunehmend
verbreiteten verlängerten Umtrieben.
Dieser methodische Fortschritt führt zu
einem statistisch bedingten Sprung von
rund 2,6 Prozent bei der geschätzten Eierproduktion
– ein Effekt, der ab 2026 in der
Prognose berücksichtigt wird. Wichtig ist
dabei: Diese Zunahme ist kein reales Produktionswachstum,
sondern ein Resultat
besserer Schätzparameter.
Bio- und Freilandeier knapp
Besonders spürbar ist die Knappheit bei
Bio- und Freilandeiern. Schon im Frühjahr
reichte die verfügbare Menge kaum
aus, um die hohe Nachfrage zu decken. Im
Sommer waren viele Regale leer, Bioeier
nur punktuell erhältlich – auch im Direktverkauf
zeigte sich vorübergehend eine
stagnierende Nachfrage. Dennoch wächst
der Biomarkt: Jedes fünfte Ei stammt aus
Biohaltung.
Planung und Vorlaufzeit
Ein strukturelles Problem der Eierbranche
bleibt die lange Vorlaufzeit: Die Planung
einer neuen Legeherde dauert bis zu 540
Tage. Mengen für Weihnachten 2026
werden bereits jetzt kalkuliert. Kurzfristige
Anpassungen an Marktschwankungen
sind kaum möglich. Hinzu kommen
wachsende Hürden bei Stallbauten, gesellschaftlicher
Druck und zunehmende
Regulierung, was den Ausbau der Produktion
zusätzlich erschwert.
Renate Hodel/lid
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FoKus
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Eigene Produktion seit 1993
Bock auf
Kirche.
Auch per Livestream
Mückengitter / Rollos
Montage: Kt. ZH/TG/SH/SG/AG
keine Wegpauschale · Gratis-Offerte
Spontanes Lachen im klub8
Ausstellung
Montage: Kt. ZH/TG/SH/SG/AG
und sein Team für den Abend entwickelt
hatten. Gleich zu Beginn machte Cenk Kork-
Rutschmann AG
maz klar: «Wir wissen selber nicht, was heute
Abend hier passieren wird.»
Tel. Ausstellung 052 369 00 69 · www.rr-ag.ch
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«Krisengespräch» schlüpfte Cenk Korkmaz
in die Rolle des Chefs eines fiktiven Unter-
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nehmens, während seine Mitstreiterinnen
Eigene Produktion seit 1993
Aktuelle Beilage
Herbstmesse SH
Fünf Tage Messe erleben
Improvisation, Interaktion mit dem Publikum und jede Menge Lacher – so zeigte sich die Premiere der neuen Comedyshow «Häsch nid
gseit!» im Klub8 in Schaffhausen. In der rund 90-minütigen Show sorgten vier Comedians mit spontanen Spielen, witzigen Einfällen und
unerwarteten Wendungen für herzhaftes Lachen im Publikum.
LETZTE
SCHAFFHAUSEN
Salome Zulauf
Spontan, frech und mit jeder Menge Lachen
– so startete am vergangenen Mittwoch
die Premiere der neuen Comedyshow
«Häsch nid gseit!» im Klub8. Der ausverkaufte
Abend bot dem Publikum mit seiner
gelungenen Mischung aus Improvisation
und Publikumsbeteiligung ein Feuerwerk an
überraschenden Momenten, bewusst anders
als herkömmliche Comedyformate.
Spontane Gags
Im Mittelpunkt standen Spontaneität und
die direkte Interaktion mit den Zuschauerinnen
und Zuschauern, wodurch die Vorstellung
zu einem Unikat wurde. Durch den
Abend führte der Winterthurer Comedian
Cenk Korkmaz, der gemeinsam mit Javier
Garcia, Julia Steiner und Jozo Birca auf der
Bühne stand. Mit viel Humor meisterten sie
«Söttsch nid Säge»
Los ging es mit dem Spiel «Söttsch nid
Säge»: Die Comedians mussten dem Mode-
Rutschmann AG
rator Dinge sagen, die sie ihm sonst nie über
die Lippen bringen würden, passend zum
Thema Flirten im Club. Während der rund
90-minütigen Show wurde das Publikum
immer wieder aktiv einbezogen. Beim Spiel
und Mitstreiter spontan auf seine Fragen reagierten.
Ihre unerwarteten Antworten führten
zu absurden Wendungen und sorgten für
viele Lacher im Publikum.
Die nächste Veranstaltung der Comedyshow «Häsch nid
gseit!» wird am 10. Dezember im Klub8 in Schaffhausen
die Spiele, die Veranstalter Leonard Stucki stattfinden.
Cenk Korkmaz moderierte durch den ersten Abend der Comedyshow «Häsch nid gseit!». Bilder: Salome Zulauf
Mit ihrem schnellen Witz und spontanen Sprüchen sorgte
Julia Steiner immer wieder für Lacher im Publikum.
Das Team vom Klub8 versorgte die Besucherinnen und
Besucher mit Getränken.
Sabine und Andreas Heller aus Stetten freuten sich auf einen
Abend mit vielen Gelegenheiten zum herzhaften Lachen.
Die beiden Freundinnen Anne Thiess (r.) und Romana
Walter genossen einen Abend voller spontaner Momente.
«Wir lassen uns mal überraschen und schauen, was die neue
Comedyshow zu bieten hat», sagen Michaela und Pascal.
Moderator Cenk Korkmaz führte durch die Premiere der
Comedyshow «Häsch nid gseit!».
Die Cousinen Begüm Gülay (l.) und Ilayda Gülay, Feuerthalen,
freuten sich auf einen Abend voller interaktiver Spiele.
Auf Instagram entdeckt und kurzerhand beschlossen, die
Show zu besuchen: Soraya und Fabrizio.