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Bock E-Paper 2025_KW42

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KLASSIK

IM RÜDEN

«RUSWIL –

PARIS RETOUR»

FLÖTE & HARFE

19. OKTOBER 2025, 11 UHR

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Regionalzeitung | Dienstag, 14. Oktober 2025 | Nr. 42 – 60. Jahrgang | schaffhausen24.ch

eine junge

regisseurin

auf kurs

Pia Kugler aus Schaffhausen bringt das wilde Leben

der Piratin Anne Bonny auf die Fass-Bühne – ein

Porträt von Mut, Freiheit und Rebellion.

THEATER

SCHAFFHAUSEN

Ginevra Lo Piccolo

Am 17. Oktober hebt sich in der Fass-Bühne

der Vorhang für die Premiere von «Anne»,

einem packenden Theaterstück des Vereins

«Szenario», das sich der faszinierenden Lebensgeschichte

der legendären Piratin Anne

Bonny widmet. Das Stück wurde von der

jungen Schaffhauserin Pia Kugler verfasst,

die auch die Regie übernommen hat. Im

Gespräch erzählt sie von ihrer persönlichen

Begeisterung für die historische Figur, beschreibt

den kreativen Prozess hinter der

Stückentwicklung und gibt Einblicke in die

besonderen Herausforderungen als Regisseurin

sowie den Zusammenhalt des Ensembles.

Das Stück ist vom 17. bis 24. Oktober auf der

Fass-Bühne zu erleben und verspricht spannendes

Theater mit historischem Tiefgang

und zeitloser Relevanz.

SEITE 11

Ein tag als

tierärztin

Martina Singer arbeitet seit eineinhalb Jahren

in der Tierklinik Rhenus.

Bild: sz.

REPORTAGE

FLURLINGEN

Mittwochvormittag, Anfang Oktober in

der Tierklinik Rhenus. Im Behandlungszimmer

bereitet sich Tierärztin Martina

Singer auf ihren nächsten Patienten vor.

Eine Routineuntersuchung: Django ist ein

älterer Hund, der in den letzten Wochen

Beschwerden sowohl

mit seinen Ohren als

auch mit seiner Hüfte

hatte. «Wie haben

Sie Django in den

letzten Tagen wahrgenommen?»,

fragt die

Tierärztin die Besitzerin,

welche Django

behutsam über den

Kopf streichelt. (sz.)

SEITE 2

auf die pilze

fertig, los!

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Recovery College

Tag der Psychischen

Gesundheit

Seite 3

Esther Fischer

10-jähriges Jubiläum bei

«TOP USFLUG»

Seite 5

EHC Schaffhausen

Mit frischem Elan in die

neue Saison

Seite 9

weg vom

Handy

seit

24 Jahren

GESELLSCHAFT

SCHAFFHAUSEN

Obwohl sie dauernd

am Handy sind, haben

Jugendliche heute

die geringste Digitalkompetenz,

sagt Generationenforscher

Dr. Rüdiger Maas. Er

rät dazu, Kinder und

Jugendliche so lange

wie möglich von Smartphones fernzuhalten

und ihnen stattdessen mehr analoges Rüstzeug

mit auf den Weg zu geben. Eltern und

Lehrer nimmt er dabei gleichermassen in die

Pflicht. «Wir wissen, dass das analoge Lernen

immer besser ist als das digitale.»

SEITE 7

(cr.)

Pia Kugler ist die Regisseurin des Stücks über Anne Bonny.

Bild: Ginevra Lo Piccolo

Die Pilzsaison ist im vollen Gange. Sammlerinnen

und Sammler gehen in die Wälder,

um die besten Pilze zu suchen, um anschliessend

ein leckeres Gericht zu zaubern.

Doch auf was muss genau geachtet werden,

dass man den richtig essbaren Pilz erwischt

und nicht einen ungeniessbaren oder sogar

giftigen? Ruth Bänziger, arbeitet seit einigen

Jahren in der amtlichen Pilzkontrolle

Schaffhausen. Sie erklärt, worauf besonders

geachtet werden muss.

(sz.)

SEITE 11

Liken und Wischen haben noch nichts mit

Digitalkompetenz zu tun. Bild: Pixabay

«Weil Banking

alleine

nicht reicht.»

Philipp Früh,

die Mobiliar

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2

Hintergrund

Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025

Wenn Pfoten geschichten erzählen

«Kein Tag ist wie der andere», sagt Martina Singer, während sie einen Blick auf den Terminkalender wirft. Die 29-jährige Tierärztin arbeitet

seit eineinhalb Jahren in der Tierklinik Rhenus. Zwischen Routineuntersuchungen, Notfällen und Gesprächen mit besorgten Tierbesitzern –

der «Bock» durfte sie an einem Vormittag in ihrem Klinikalltag begleiten.

REPORTAGE

FLURLINGEN

Salome Zulauf

Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen

oder Vögel – von einem rund 30-köpfigen

Team untersucht, operiert und versorgt.

Martina Singer greift nach dem Otoskop,

das silbern im grellen Licht der Behandlungslampe

aufblitzt. Routiniert, aber

behutsam beugt sie sich über ihren ersten

Patienten des Tages, um seine Ohren zu

kontrollieren. Auf dem Tisch sitzt Django,

ein zwölfjähriger Rüde mit grau-weissschwarzem

Fell und einem etwas skeptischen

Blick. Sein Körper zuckt leicht, als

die Tierärztin ihm in die Ohren schaut.

Neben ihr steht Amanda Schneider, tiermedizinische

Praxisassistentin. Sie richtet

die Instrumente, hält Django ruhig und

beobachtet konzentriert jede Bewegung

der Fachtierärztin. «Wie haben Sie ihn in

den letzten Tagen wahrgenommen?», fragt

Martina Singer und wendet sich der Besitzerin

zu. Diese streicht Django beruhigend

über den Kopf. «Ich habe das Gefühl, dass

die Ohren besser geworden sind – bei der

Hüfte bin ich mir unsicher», sagt sie. Martina

Singer nickt, legt vorsichtig eine Hand

auf Djangos Hüfte. «Schauen Sie, wenn

ich hier leicht drücke – da tut es ihm noch

weh», erklärt sie und beobachtet die Reaktion

des Hundes. Django leidet seit einiger

Zeit unter Schmerzen an der Hüfte und in

den Ohren. Seine Besitzerin hat ihn deshalb

in die Tierklinik Rhenus in Flurlingen

gebracht. Täglich werden dort unzählige

Kleintiere, wie beispielsweise Hunde,

Matthias Rehman, Schaffhauser Kantonalbank

1915 erstmals als

Notmassnahme

eingeführt, hat die

Schweizer Stimmbevölkerung

den

Eigenmietwert bei

der Abstimmung

Ende September abgeschafft. Betroffen

sind selbstbewohnte Liegenschaften sowie

selbstgenutzte Zweitliegenschaften.

Jedem Kanton ist es dabei selbst überlassen,

wie und ob er die steuerlichen

Mindereinnahmen kompensiert. Die Umstellung

greift frühestens ab Steuerperiode

2028, doch die Diskussion beginnt bereits

jetzt. Was bedeutet das für Eigenheim

-Besitzer? Die direkte Folge: Schuldzinsen

und Renovationen werden künftig

eingeschränkt oder sind gar nicht mehr

zulässig. Folgende Fragen können helfen,

die eigene Situation besser einzuordnen:

Soll ich renovieren?

• Träume ich schon länger von einer neuen

Küche oder einem neuen Bad? Dann

ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt,

die Projekte in den eigenen vier Wänden

in Angriff zu nehmen.

• Muss ich bald energetische Sanierungen

wie neue Fenster oder ein neues Dach

in Angriff nehmen? Dann sollte ich

diese schon bald evaluieren.

• Verändert sich meine Wohnsituation

bald und ein Verkauf steht an? Dann

sollte ich Renovationen nur mit Bedacht

tätigen, denn nicht alle Investitionen

spiegeln sich im Verkaufspreis

wider.

Der Notfalldienst

Martina Singer arbeitet seit eineinhalb

Jahren in der Tierklinik Rhenus. Nach

ihrem abgeschlossenen Staatsexamen 2021

war sie zunächst in einer Klinik in Regensdorf

tätig. Nach dem dort absolvierten

Internship (strukturiertes Weiterbildungsprogramm

zur späteren Zulassung zu einer

Fachspezialisierung), wechselte sie in die

Tierklinik Rhenus, um die dreijährige

Ausbildung zur Fachtierärztin FVH für

Kleintiere zu absolvieren.

An diesem Mittwochvormittag, Anfang

Oktober, hat sie Notfalldienst – das bedeutet

spontane Termine, unvorhersehbare

Fälle und wenig Zeit zum Durchatmen.

Meist hält sie sich an solchen Tagen in den

Behandlungsräumen auf, doch es kann vorkommen,

dass sie auch einmal einen Termin

ausserhalb der Klinik wahrnimmt.

Auf die Frage, welche Tiere sie am häufigsten

behandelt, sagt sie: «Vor allem Katzen

und Hunde, ab und zu auch mal ein Meerschweinchen

oder einen Vogel.»

Mittlerweile ist die Untersuchung mit

Django beendet. Der zwölfjährige Rüde

bekommt noch ein Leckerli als Belohnung.

«So, geschafft – das hast du super gemacht»,

sagt die Tierärztin und streicht ihm über das

Fell. Anschliessend wird der Tisch gründlich

gereinigt und alles für den nächsten

nach 110 Jahren fällt

der Eigenmietwert

GASTKOLUMNE

SCHAFFHAUSEN

Soll ich amortisieren?

• Möchte ich früher in Pension und

benötige meine Liquidität dafür?

Dann ist eine Amortisation vermutlich

nicht sinnvoll. Spätere Hypothekenerhöhungen

sind oft aufwendig

oder gar nicht mehr möglich.

• Plane ich, in eine altersgerechte

Eigentumswohnung umzuziehen?

Dann ist ein Aufschub der Amortisation

womöglich zielführender,

da eine Parallel-Finanzierung nicht

immer realisierbar ist.

Woher nehme ich die Liquidität?

• Verkaufe ich meine Anlagen zur

Amortisation? Das lohnt sich in

der Regel nicht, die Rendite der

Anlagen ist erfahrungsgemäss höher

als die gesparten Zinsen. Für eine

Renovation – die ohnehin irgendwann

fällig wird – kann sich ein

Teilverkauf hingegen lohnen.

• Was wenn ich keine Anlagen besitze?

Bei einer höheren Konto-Liquidität

kann sich eine Amortisation

lohnen.

Einen guten Plan auszuarbeiten ist

also nicht ganz einfach. Umso wichtiger

ist es, dass dabei das Gespräch mit

einer vertrauten Fachperson gesucht

wird, um die persönliche Situation

ganzheitlich einzuordnen.

Vielleicht lohnt es sich nämlich auch,

in den nächsten zwei bis drei Jahren

erste Erfahrungen mit Anlagen zu

sammeln.

Denn als wir damals unser Eigenheim

gekauft haben, hielten wir das vielleicht

auch für eine riskante Entscheidung.

Und heute?

Martina Singer (l.) und Amanda Schneider nehmen Kater Mogli Blut ab.

Patienten vorbereitet. Der Geruch des Desinfektionsmittels

hängt noch in der Luft,

als Martina Singer das Zimmer verlässt, um

sich kurz vorzubereiten. Beim Durchlaufen

des Korridors fällt der Blick durch ein Glasfenster

in den Operationssaal. Drinnen steht

Markus Trächsel, Fachtierarzt und Leiter

der Tierklinik, über einem Operationstisch

gebeugt. «Hier wird gerade eine laparoskopische

(Knopflochtechnik) Kastration

bei einer Hündin durchgeführt», erklärt

Martina Singer und zeigt durch die Scheibe

in den OP. Neben den Behandlungsräumen,

eigenem Labor, OP-Vorbereitung und dem

Operationsbereich verfügt

die Klinik auch über eine

eigene, abgetrennte Zahnstation.

Zurück im Behandlungszimmer

dauert es keine

zwei Minuten, bis die

nächste Patientin hereinkommt.

Für eine kurze

Frage bleibt noch Zeit.

Ob sie schon immer Tierärztin

werden wollte?

Martina Singer lächelt.

«Schon als Kind hatte ich ein grosses Interesse

an Tieren aller Art. Dass ich nun

hier stehe, war schon immer ein Traum –

also ja, es war ein Kindheitswunsch.» An

ihrem Beruf schätze sie besonders die Abwechslung:

«Kein Tag ist wie der andere.

Jedes Mal wartet etwas Neues, eine Aufgabe,

die ich gemeinsam mit meinen Teamkollegen

meistern darf. Und die Arbeit mit

«Bei meinem job

behandle ich

auch immer den

Menschen mit.»

Martina Singer

Fachtierärztin, Tierklinik Rhenus

Martina Singer arbeitet seit eineinhalb Jahren in der Tierklinik Rhenus.

den Tieren selbst schätze ich auch sehr,

denn die meisten Tiere sind gar nicht böse,

nur ängstlich. Das zu verstehen, gehört

auch zu meinem Job.»

Ein Kater namens Mogli

Als Nächstes steht ein älterer Kater namens

Mogli auf der Liste. Martina Singer

begrüsst die Besitzerin freundlich und

fragt, wie sie Mogli in den letzten Tagen erlebt

habe. «Er hat sich in letzter Zeit sehr

zurückgezogen, hechelt etwas, aber frisst

nach wie vor regelmässig», erklärt die Frau

und streicht ihrem Kater beruhigend über

das Fell. Martina Singer

nickt, schaut Mogli in den

Mund und tastet vorsichtig

seinen Bauch und die

Flanken ab.

«Ich würde gerne Blut

abnehmen und im Labor

untersuchen, um zu

sehen, was ihm fehlt»,

sagt sie und holt sich die

Einwilligung der Besitzerin

ein.

Ohne einen Mucks lässt

sich Mogli die Blutprobe abnehmen. Praxisassistentin

und Tierärztin arbeiten ruhig

und konzentriert, sprechen mit dem

Tier, um es nicht zusätzlich zu verunsichern.

«So, geschafft», sagt Martina Singer,

während sie das Röhrchen beschriftet.

Jetzt heisst es abwarten. Die Frau wird mit

Mogli ins Wartezimmer gebeten, um auf

die Auswertungen des Labors zu warten.

Bilder: Salome Zulauf

Der kleine Unfall

«Als Nächstes kommt ein Hund, der

heute Morgen einen kleinen Unfall hatte»,

erklärt Martina Singer gegenüber der

«Bock»-Redaktorin. «Jemand hat ihm

versehentlich die Rute in einer Tür eingeklemmt.»

Ein dummes Missgeschick,

wie der Besitzer schildert. Martina Singer

tastet die betroffene Stelle vorsichtig

ab. «Hier blutet es noch leicht, aber es

sieht nicht nach einer schweren Verletzung

aus. Ich werde die Stelle verbinden

und Schmerzmittel mitgeben, falls die

Schmerzen zunehmen.» Ein schneller

Routineeingriff für die Tierärztin und die

Praxisassistentin.

Die Ergebnisse von Mogli sind da

Rund zwanzig Minuten später liegen die

Laborwerte von Kater Mogli vor. Die Besitzerin

betritt erneut das Behandlungszimmer,

etwas angespannt.

«Gute Nachricht», sagt Martina Singer.

«Das Blutbild und alle weiteren Werte

sind unauffällig.» Der Besitzerin fällt

sichtlich ein Stein vom Herzen. «Wir

müssen jedoch davon ausgehen, dass

Mogli altersbedingte Beschwerden hat –

wahrscheinlich etwas in Richtung Arthrose»,

erklärt sie. Gemeinsam besprechen

sie mögliche Therapie- und Medikamentenoptionen,

um dem Kater die Schmerzen

zu lindern.

Der Mensch gehört dazu

Für einen kurzen Moment wird es ruhig

im Behandlungszimmer. Eine Verschnaufpause,

bevor der nächste Patient

kommt. Auf die Frage, wie sie mit den

schwierigeren Momenten ihres Berufs

umgeht, sagt Martina Singer: «Zum

Tierarztsein gehört nicht nur das Heilen,

manchmal auch das Abschiednehmen.

Das ist nie einfach. Wichtig ist, dass wir

in solchen Situationen im Tempo der Besitzerinnen

und Besitzer vorgehen. Ich

sage immer: Wir behandeln das Tier, aber

wir begleiten auch den Menschen dazu.»

Manche Fälle würden sie auch persönlich

berühren. «Mit der Zeit baut man eine

Beziehung zu den Tieren auf. Deshalb ist

es wichtig, alles zu reflektieren und sein

Bestes zu geben – für das Tier, aber auch

für den Menschen dahinter.» Das nächste

Tier wartet bereits. Durch den Flur

sind Schritte zu hören, die Tür geht auf.

Martina Singer richtet sich auf und der

Alltag in der Tierklinik geht weiter.


Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025 3

Nachrichten

psychische

Krankheiten

aufzeigen

Anlässlich zum Tag der psychischen Gesundheit

machte der Verein psychische Gesundheit Schaffhausen

auf mentale Krankheiten aufmerksam.

GESUNDHEIT

SCHAFFHAUSEN

Salome Zulauf

Wer an einer psychischen Krankheit leidet,

hat es im Alltag oft nicht einfach.

Denn im Gegensatz zu körperlichen Erkrankungen

sind seelische Leiden für andere

Menschen meist nicht direkt sichtbar.

Das führt dazu, dass Betroffene sich

häufig Sprüche anhören müssen wie:

Man solle sich nicht so anstellen, jeder sei

mal antriebslos oder unmotiviert.

Am 10. Oktober, dem Tag der psychischen

Gesundheit, hat der Verein für

psychische Gesundheit Schaffhausen auf

dem Herrenacker auf das Thema aufmerksam

gemacht. An einem Stand suchten

die Verantwortlichen das Gespräch

mit interessierten Passantinnen und Passanten,

um über mentale Erkrankungen

zu informieren und Vorurteile abzubauen.

Mit dabei war auch Psychologe Dieter

Reichl vom Recovery College Schaffhausen.

Er arbeitet eng mit psychisch

erkrankten Menschen zusammen und

erlebt täglich, wie schwierig der Umgang

mit dem Thema oft noch ist.

«Psychische Krankheiten sind auch heute

noch für viele ein Tabuthema», sagt

Dieter Reichl. «Viele Menschen wollen

nichts damit zu tun haben und distanzieren

sich entsprechend.» Zwar habe sich

die Situation in den letzten Jahren deutlich

verbessert, doch es gebe weiterhin

Handlungsbedarf.

Er wolle sensibilisieren und zeigen, dass

psychische Krankheiten genauso ernst zu

Dominik Röösli (v.l.), Helen Schneider, Isabelle Währen und Dieter Reichl betreuten vergangenen

Freitag den Stand des Recovery Colleges Schaffhausen.

Bild: Salome Zulauf

nehmen sind wie körperliche, auch wenn

sie von aussen nicht sichtbar sind. «Jede

zweite Person in der Schweiz erkrankt im

Laufe ihres Lebens an einer psychischen

Krankheit», erklärt der Psychologe. «Das

bedeutet, dass praktisch jede und jeder

irgendwann direkt oder indirekt mit dem

Thema in Berührung kommt.»

Von Betroffenen für Betroffene

Helen Schneider lebt selbst mit einer

psychischen Krankheit. Am vergangenen

Freitag stand sie am Infostand auf dem

Herrenacker und half, mit anderen über

das Thema zu sprechen und Vorurteile

abzubauen. «Ich habe oft die Erfahrung

gemacht, dass Menschen, die keine Berührungspunkte

mit psychischen Krankheiten

haben, Angst bekommen, als

könnte ich sie anstecken», sagt sie. «Diese

Vorurteile möchte ich brechen.»Helen

Schneider hat schon früh gelernt, mit

ihren Krankheiten umzugehen. «Mit der

Zeit habe ich Wege gefunden, wie ich meinen

Alltag trotz allem gestalten kann. Das

möchte ich weitergeben – an andere Betroffene,

aber auch an die Gesellschaft.»

Ob betroffen oder nicht: Jede und jeder

kann etwas tun, um das Schweigen zu brechen.

Ein offenes Ohr, ein ehrliches Gespräch

oder einfach Verständnis können

mehr bewirken, als man denkt.

Kennen Sie jemanden oder sind Sie selbst von einer

psychischen Krankheit betroffen? Unter folgender

Emailsadresse können Sie sich beim Verein für

psychische Gesundheit Schaffhausen melden:

info@vereinpsychischegesundheit-sh.ch

Bock-Blick

«Energiestadt Gold». Zum sechsten

Mal in Folge erhält die Stadt Schaffhausen

das Label «Energiestadt Gold» des

European Energy Award. Damit wird

ihr Engagement für eine nachhaltige

Energie- und Umweltpolitik gewürdigt.

Seit der letzten Auszeichnung konnte

die Stadt die Treibhausgasemissionen

pro Kopf um 19 Prozent senken. Zudem

wurde eine Netto-Null-Analyse durchgeführt,

um zu prüfen, ob die klimaund

energiepolitischen Strategien sowie

Massnahmen der Stadt mit dem Netto-

Null-Ziel vereinbar sind. Wie es in der

Mitteilung heisst, sei bestätigt worden,

dass sich Schaffhausen auf einem guten

Weg befinde, jedoch weitere Schritte nötig

seien. Die Bevölkerung ist am Samstag,

18. Oktober, von 10 bis 16 Uhr zur

offiziellen Übergabe des Labels auf dem

Fronwagplatz eingeladen.

Personaländerung. Der Spitalrat der

Spitäler Schaffhausen hat Dr. Daniel

Borer zum neuen Chefarzt für Anästhesiologie,

Intensivmedizin und Rettungsdienst

sowie zum Leiter des OP-Bereichs

am Kantonsspital Schaffhausen gewählt.

Er wird die Stelle voraussichtlich am 1.

März 2026 antreten und damit die Nachfolge

von Dr. Klaus Lang übernehmen,

der per 31. Dezember in den Ruhestand

geht. Die Spitäler Schaffhausen freuen

sich über die Wahl von Daniel Borer und

wünschen ihm einen guten Start. Dr.

Klaus Lang wird für seinen grossen Einsatz,

seine Kompetenz und seine wertvolle

Arbeit zugunsten der Patientinnen

und Patienten sowie der Spitäler Schaffhausen

herzlich gedankt. (shb.)

Frische-Aktion

Ab Mittwoch

-33%

18.40

-26%

-20%

4.20

statt 5.30

-20%

9.40

statt 11.85

-21%

21.90

statt 27.80

-20%

3.40

statt 4.25

-32%

9.30

-28% -34%

-25%

-20%

-30%

-22% -33% -32% -20% -22%

10.20 17.90

10.90

1.40 2.50

4.70

9.45

5.20 5.95

statt 27.60 statt 13.20 statt 27.–

statt 16.20

statt 6.50 statt 7.70

Feldschlösschen

Original

Dose, 12 x 50 cl

4.90

statt 6.70

Thomy

Mayonnaise

div. Sorten, z.B.

à la française, 2 x 265 g

ültje Apéro

div. Sorten, z.B.

Erdnüsse, 2 x 250 g

Axe Deo & Dusch

div. Sorten, z.B.

Bodyspray Black, 2 x 150 ml

Cailler Schokolade

div. Sorten, z.B.

Milch-Haselnuss, 3 x 100 g

Montag, 13.10. bis

Samstag, 18.10.25

Chicco d’Oro

Kaffee

div. Sorten, z.B.

Bohnen, 2 x 500 g

Perwoll

Wool & Delicates

2 x 27 WG

Bschüssig

3-Eier-Teigwaren

div. Sorten, z.B.

Hörnli grob, 500 g

statt 13.80

Elmer Citro

6 x 1,5 l

Ariel

div. Sorten, z.B.

Pods All in 1 Color, 19 WG

Hilcona Bio

Spätzli

2 x 300 g

statt 1.95

Kopfsalat

Schweiz, Stück

statt 6.30

Andros

frischer Fruchtsaft

div. Sorten, z.B.

Orangensaft, 1 l

Findus Lasagne

bolognese

360 g

5.75

statt 7.20

statt 3.80

Satsumas-

Mandarinen

Spanien, per kg

statt 13.50

Agri Natura

Hinterschinken

geschnitten, 2 x 180 g

McCain

Country Potatoes

750 g

Druck- und Satzfehler vorbehalten.

Folgende Wochenhits sind in kleineren Volg-Läden evtl. nicht erhältlich:

Lotus Biscuits

div. Sorten, z.B.

Biscoff, 2 x 250 g

Volg Essiggemüse

div. Sorten, z.B.

Delikatess-Gurken,

430 g

5.50

statt

7.–

4.40

13.95

3.20 Trentacinquesimo Parallelo, 6.30 1 l

3.50

statt

3.80

Mentos White

Green Mint

Bottle, 75 g

Salice Salentino DOC

Italien, 75 cl, 2023

statt

5.40

statt

7.95

Jacobs Lungo

intenso Big Pack

40 Kapseln

Mr. Proper Citrus

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16.95

statt

4.20

Nescafé

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Gold de luxe, 2 x 180 g

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29.–

2.50

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3.20


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Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025

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Altmetallsammlung statt. Das

genaue Datum entnehmen

Sie bitte dem Abfallkalender.

• Metallkübel, Grill, Pfannen, Eisenteile

von Möbeln, Eisengestelle,

defektes Werkzeug, Rasenmäher,

Metallstangen (max. 2 Meter

lang), Gartenmöbel (Plastik und

Stoffbespannung entfernen).

• Konservendosen zur Sammelstelle

bringen.

• Keine Elektronik und Elektrogeräte

• Am Abfuhrtag bis 7.00 Uhr

bereitstellen

• Abfallinfo: +41 52 632 53 69

Herbstbörse

Samstag 18. Oktober 2025

09.30 –15.00 Uhr

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40, Frauenfeld

(Bus NR.3 «Station Westfeld»)

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Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025 5

Gesellschaft

«Mit ‹TOP USFLUG›

wurde ein Traum

von mir erfüllt»

Die Schaffhauser Schauspielerin und Moderatorin Esther Fischer feiert das zehnjährige

Jubiläum des TELE TOP-Formats «TOP USFLUG» mit einer Jubiläumsfolge auf dem

Rhein. Über ihre Zeit bei «TELE TOP» hat sie auch mit dem «Bock» gesprochen.

Die gebürtige Schaffhauserin hat sich in Diessenhofen niedergelassen.

Bild: zVg.

JUBILÄUM

SCHAFFHAUSEN

Ginevra Lo Piccolo

«Bock»: Vor vier Jahren

haben Sie dem «Bock erzählt», dass Sie

«extrem zufrieden» mit Ihrer Rolle als

Moderatorin bei «TOP USFLUG» sind.

Hat sich daran seither etwas geändert,

oder sind Sie immer noch genauso begeistert?

Esther Fischer: Ja, ich bin noch immer sehr

zufrieden, wenn nicht noch mehr. Ich hatte

das grosse Glück zusammen mit meinem

Team das Format «TOP USFLUG» über

die Jahre immer wieder anzupassen und

noch mehr zu meinem persönlichen Erlebnis

zu gestalten. So fühlt sich der Zuschauer

viel mehr mit dem Thema verbunden.

Sie haben in München gelebt und sind jetzt

wieder in der Region Schaffhausen wohnhaft.

Wie würden Sie Ihre Beziehung

zu Ihrer Heimat heute beschreiben?

Fischer: Ich wohne bereits seit vielen Jahren

wieder ganz in meiner Heimat. Und ich

würde hier auch nicht mehr weg wollen.

Unsere Region ist meiner Meinung nach

durch nichts zu ersetzen und je länger ich

hier lebe, desto mehr fühle ich mich mit

meiner Heimat verbunden. Mittlerweile

lebe ich mit meinem Mann zusammen in

Diessenhofen. Die Verbindung zum Rhein

ist hier genauso schön wie in Schaffhausen.

Welche Erinnerung an

Ihre Anfangszeit bei «TELE TOP»

ist Ihnen besonders geblieben und warum?

Fischer: Dieses Gefühl, die Sendung

«TOP USFLUG» übernehmen zu dürfen

und dem Format meine ganz persönliche

Handschrift zu verleihen ehrt mich bis heute,

damit wurde ein Traum von mir erfüllt.

Welche sind Ihre Highlights

der letzten zehn Jahre bei «TELE TOP»?

Fischer: Highlights sind immer die Berge.

Besonders die Ausflüge auf den Säntis und

die Wanderung zum Berggasthaus Schäfler.

Aber auch über all unsere Erlebnisse auf

dem Wasser könnte ich stundenlang erzählen.

Wasser bedeutet für mich Erholung pur

und hier in der Region gibt es unzählige

traumhafte Orte. Es gibt aber auch vieles

was mich Überwindung gekostet hat, wie

Sprünge in die Tiefe bei den Seilparks oder

auch knifflige Escape Rooms, wo jeder sieht,

ob man nun die Frage weiss oder nicht. Ich

versuche hier aber immer möglichst authentisch

zu bleiben und es stört mich auch

nicht, wenn ich mich einmal blamiere.

Wie haben Sie sich in den letzten

zehn Jahren beruflich weiterentwickelt?

Fischer: Ich würde von mir behaupten,

dass ich viel spontaner und mutiger geworden

bin, natürlich auch durch das Format.

Durch meinen Beruf als Moderatorin bei

«TELE TOP» wurden mir viele Türen geöffnet

und ich konnte neue Erfahrungen

als Event-Moderatorin sammeln, worin ich

mittlerweile regelmässig gebucht werde.

Auf die Frage nach besonderen Momenten bei «TELE TOP» sagt Esther Fischer, sie würde alles wieder genauso machen.

Auch Werbedrehs kommen immer wieder.

Meistens sind es welche, die noch zusätzlich

viel Mut erfordern. Neulich ging es

dabei sogar um einen Gleitschirmflug.

Und persönlich?

Fischer: Persönlich ist in den letzten zehn

Jahren viel passiert. Ich wurde sesshaft,

habe geheiratet und meine Heimat bekam

für mich noch einen höheren Stellenwert.

In den letzten fünf Jahren musste meine

Familie leider auch tiefe Schicksalsschläge

erfahren. Der Verlust meines Vater hat alles

verändert. Da spürt man schnell, was

einem im Leben wirklich viel bedeutet

und welche Menschen zu einem gehören.

Bild: zVg.

Durch meinen Beruf, meine Familie und

Freunde habe ich die nötige Ablenkung

und einen starken Rückhalt bekommen,

dafür bin ich sehr dankbar.

Was schätzen Sie besonders an Ihrem Beruf?

Fischer: Ich bin froh und dankbar, dass

ich mit meinem Format die schönen Dinge

präsentieren darf. Und hoffe natürlich immer,

dass ich die Menschen dadurch etwas

glücklicher machen kann.

Und was gibt Ihnen zu kämpfen?

Fischer: Schweisstropfen kriege ich dann,

wenn ich einen Dreh geplant habe, der auf

schönes Wetter angewiesen ist, das Wetter

aber nicht mitspielt, bereits Montag ist

und ich für Mittwoch noch kein Ersatz-

Thema gefunden habe.

Welche Wünsche haben Sie für

die nächsten zehn Jahre bei «TELE TOP»?

Fischer: Weiter so. Es gibt noch einiges,

was noch nie in unserer Sendung war. Vielleicht

noch mit mehr Gästen bei «TOP

USFLUG». Gerade beim Rätseln oder

bei Trails ist es immer sehr amüsant, wenn

mich jemand begleitet.

Damals im Interview

sagten Sie, das «Traumschiff» sei ein

Traum von Ihnen– gilt das heute noch?

Fischer: Ja. Ich glaube dieser Traum wird

immer bleiben. Aber so ganz unerfüllt

blieb er nicht. Zumindest konnte ich kürzlich

wieder in einem Film mitspielen und

dadurch wurde dieser Wunsch schon mal

zu einem Teil erfüllt. Aber das Traumschiff,

das wäre es schon.

REGIO-SEITE

BEGEGNUNG

BERINGEN

Gemeinde Beringen

Am Freitag, 15. Oktober, findet um

11.45 Uhr der Seniorenmittagstisch im

Zentrum fürs Alter an der Zelgstrasse 2

in Beringen statt. Verbringen Sie ein paar

gemütliche Stunden bei einem leckeren

Essen im Kreise Ihrer Bekannten. Alle

Seniorinnen und Senioren sind herzlich

eingeladen. Anmeldungen sind jeweils bis

Montag vor dem Essen unter der Telefonnummer

052 685 16 51 möglich.

ERFAHRUNGEN

STEIN AM RHEIN

Gemeinde Stein Am Rhein

Am 25. Oktober findet im Museum Lindwurm

in Stein am Rhein eine besondere

Führung statt. Das Licht wird ausgeschaltet

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und die Besucher können sich auf die vielen

Lichterketten im Advent freuen. Kinder

können um 18.30 Uhr und Erwachsene

um 20.30 Uhr mit Taschenlampen das Museum

erkunden. Dabei erfahren sie über verschiedene

Lichtquellen. In dem besonderen

Ambiente des dunklen Museums werden

Funken sprühen, Öllampen und Kerzen angezündet

und alle Sinne angesprochen.

MUSIK

EGLISAU

Gemeinde Eglisau

Am Freitag, 17. Oktober, findet von

20 bis 23 Uhr in der Schalthalle im Bahnhof

Eglisau eine Jam-Session mit Eggi’s

Jam Band statt. Es werden Swing, Bebop,

Blues und Latin gespielt. Die Band lädt

neben begeistertem Zuhören auch zum

Mitspielen ein. Der Eintritt ist frei, es wird

eine Kollekte erhoben.

Judith Bertschmann mit Rottweilerhündin

Biene.

Bild: Lorenz Bertschmann

ROTTWEILERTRAINING

BERINGEN

Walter Frei, Beringer Hundesport

Am Sonntag, 5. Oktober, fand in Beringen

das 8. Rottweiler-Training statt. Zehn Zürcher

Rottweiler-Hunde-Teams haben sich

getroffen und im ersten Teil Sequenzen wie

Abrufübungen, das Kreuzen von anderen

Hundeteams und das Begegnen von Fussballspielern

durchexerziert. Im zweiten Teil

wurde detailliert auf das Nationale Hundehalter-Brevet

(NHB) eingegangen. Im dritten

Teil wurde ein Parcours durchlaufen. Alle

Hunde zeigten sich friedlich und und die

Hundeführer waren begeistert. Der nächste

Zürcher Rottweilertag findet am Sonntag,

26. Oktober, ebenfalls in Beringen statt.

Besucher können die laufende Gattersäge

bestaunen.

Bild: zVg.

FISCHESSEN

BUCHBERG

Otto Weilenman, Verein pro Gattersagi

Am Sonntag, 19. Oktober werden im

Handwerksmuseum Gattersagi Buchberg

von 11 bis 17 Uhr Baumstämme zu

Brettern gesägt. Am 15. Fischsonntag erleben

die Besucher die neue Ausstellung

«H2O seit 1806». Teuchel bohren und

die antike Schnapsbrennerei von Alfons

Schafer kann man sehen. Auf dem

Holzwerkplatz können Sie Nageln, Bohren,

Hämmern und Sägen. Genuss pur

in der Festwirtschaft: feine Kuchen und

die legendären Fischchnusperli. Organisiert

wird dieser Anlass vom Verein pro

Gattersagi Buchberg.

COMEDY

NEUHAUSEN

Trottentheater Neuhausen Am Rheinfall

Comedy-Liebhaber aufgepasst! Am

Samstag, 25. Oktober, kommt Peter

Pfändler mit der Show «Eifach

luschtig», ab 20 Uhr, ins Trottentheater

in Neuhausen. Manche kennen ihn vielleicht

noch aus dem Kabarett-Duo «Sutter

+ Pfändler», seit 2018 ist er aber als

Solokabarettist unterwegs. Der ehemalige

Moderator von Radio Z kommt mit

unbändiger Energie und feuert Pointe

um Pointe ab. Er verknüpft aktuelle Alltagssituationen

mit zeitlosen Slapsticks

und glänzt als Stand-up-Comedian und

Parodist. Sein Ziel? Ein Feuerwerk an

Lachern für sein Publikum.

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Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025

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die Geschehnisse in der Region fokussiert. Unsere Website «schaffhausen24.ch»

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Wir würden uns freuen, Sie an einem unserer Informationsanlässe begrüssen zu dürfen,

um Ihnen das Modernisierungsprojekt aus erster Hand vorzustellen und Ihre Fragen zu

beantworten. Die Teilnahme ist kostenlos und es ist keine Anmeldung erforderlich.

Referenten: Dr. med. Andreas Gattiker, CEO / Spitaldirektor, und

Dr. med. Peter Šandera, Chefarzt Klinik für Chirurgie und Leiter Leistungszentrum

Operative Disziplinen

21

Okt.

23

Okt.

28

Okt.

Schaffhausen, Pavillon im Park

18.30 bis ca. 20.00 Uhr

Begrüssung: Thomas Feurer, Alt-Stadtpräsident

Anreise möglichst mit dem öV oder öffentliche Parkhäuser nutzen.

Stein am Rhein, Mehrzweckhalle Schanz

18.30 bis ca. 20.00 Uhr

Begrüssung: Corinne Ullmann, Stadtpräsidentin

Anreise möglichst mit dem öV oder öffentliche Parkplätze nutzen.

Thayngen, Reckensaal

18.30 bis ca. 20.00 Uhr

Begrüssung: Markus Brütsch, Gemeindepräsident

Anreise möglichst mit dem öV, beschränkte Anzahl Parkplätze auf dem

Reckenturnplatz gemäss Signalisation.

Was Sie erwarten können

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Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

30

Okt.

4

Nov.

Neuhausen am Rheinfall, Aula Kirchacker

18.30 bis ca. 20.00 Uhr

Begrüssung: Felix Tenger, Gemeindepräsident

Anreise möglichst mit dem öV oder öffentliche Parkplätze nutzen.

Neunkirch, Städtlihalle (Mehrzweckhalle)

18.30 bis ca. 20.00 Uhr

Begrüssung: Magdalena Guida, Gemeindepräsidentin

Anreise möglichst mit dem öV, die Parkmöglichkeiten auf dem Areal sind eingeschränkt.

Für Autos stehen der Kiesparkplatz nördlich des Fussballplatzes, der Parkplatz bei der

Städtlihalle sowie der Parkplatz Bahnhof West zur Verfügung.

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Völlig entgegen allen Voraussagen und

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Erwartungen hat der FC Beringen als

Aufsteiger gegen den unangefochtenen

Tabellenführer die ersten Meisterschaftspunkte

eingefahren. Nach sieben Niederlagen

und zuletzt desolaten Leistungen

gegen Unterklassige im Regional- und

Schaffhauser Cup ist dieser Coup gegen

das verlustpunktlose Veltheim sensationell,

zeigt aber, was im Fussball alles

möglich ist. Die Freude im Beringer Lager

war riesig, doch nun gilt es in den

nächsten Spielen nachzulegen, denn eine

Schwalbe macht noch keinen Herbst.

«Hopp Beringe!»

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2 LIGA – GRUPPE 2, SAISON 2025/26

1. SC Veltheim 8 7 0 1 28:14 21

2. FC Stäfa 1895 8 7 0 1 19:7 21

3. FC Glattbrugg 8 6 1 1 23:12 19

4. FC Herrliberg 8 6 0 2 26:6 18

5. FC Embrach 8 5 0 3 14:16 15

6. FC Wald 8 3 2 3 20:19 11

7. FC Wiesendangen 8 3 1 4 12:14 10

8. FC Phönix Seen 8 3 1 4 12:16 10

9. FC Gossau 8 3 0 5 12:13 9

10. FC Brüttisellen 8 3 0 5 14:17 9

11. FC Bassersdorf 8 3 0 5 18:23 9

12. FC Greifensee 8 2 2 4 9:12 8

13. FC Beringen 8 1 0 7 8:23 3

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Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025 7

Gesellschaft

«Beim Digitalkonsum lassen

Eltern zu viel durchgehen»

Psychologe und Generationenforscher Rüdiger Maas hat an der Kantonaltagung der Lehrpersonen im Kanton

Schaffhausen gesprochen. Im Gespräch mit dem «Bock» erklärt er, warum er sich mehr analogen Unterricht wünscht

und weshalb Eltern Smartphones so lange wie möglich von ihren Kindern fernhalten sollten.

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Bevor das

Licht durch

die altstadt

zieht

DIGITALKOMPETENZ

SCHAFFHAUSEN

Claudia Riedel

«Bock»: Wir haben den Opa, der

ChatGPT kaum aussprechen kann. Den

Vater, der glaubt, mit Facebook-Posts sei er

digital ganz weit vorne. Und die Tochter, die

über beide den Kopf schüttelt und TikTok-

Videos schaut. Gab es jemals grössere Gräben

in der technischen Nutzung als heute?

Rüdiger Maas: Das Spannende ist ja, dass

wir über diese Medien kommunizieren.

Der Opa kommuniziert heute ganz anders

als die Enkelin. Beim Telefonieren gab es

diese Unterschiede noch nicht. Und dann

konkurrieren der Opa oder Papa plötzlich

mit der Jugendlichen, weil sie im gleichen

Wirkraum, in der gleichen digitalen

Lebenswelt agieren.

Und da liegt Konfliktpotenzial?

Maas: Ein Konflikt wäre ja noch schön.

Viel eher spricht man aneinander vorbei.

Wir suchen einander, aber finden uns

nicht. Wie in einem grossen Parkhaus, wo

jeder auf einer anderen Ebene steht.

Was macht das mit unserer Gesellschaft?

Maas: Es herrscht ein grosses Unverständnis,

man regt sich übereinander auf. Wenn

der Vater plötzlich ein Video der Tochter

kommentiert, weiss die damit gar nichts

anzufangen. Eltern versuchen, diese

Kommunikation zu erzwingen. Aber das

Risiken minimieren,

Chancen erhöhen

RATGEBERKOLUMNE

SPITÄLER SCHAFFHAUSEN

Dr. med. Katrin Breitling

Wie häufig ist

Brustkrebs?

In der Schweiz erkranken

jedes Jahr

rund 6600 Frauen

und 60 Männer

an Brustkrebs.

Die meisten betroffenen Frauen sind

über 50, etwa jede fünfte jünger. Wird

die Erkrankung in einem frühen Stadium

erkannt, sind die Behandlungen

weniger umfangreich und belastend.

Ursachen und Risiken erkennen

Welche Ursachen und Risikofaktoren

gibt es? Am häufigsten tritt Brustkrebs

sporadisch, also ohne klare Ursache,

auf. Als Risikofaktoren gelten unter

anderem Übergewicht, ungesunde Ernährung

und vermehrter Alkoholkonsum.

Nur in etwa fünf bis zehn Prozent

der Fälle liegen genetische Veränderungen

zugrunde. Diese Veränderungen im

Erbgut beeinträchtigen das Erkennen

von Fehlern bei der Zellerneuerung

durch das Immunsystem. Betroffene

sind häufig jünger als 50.

Welche Beschwerden können auftreten?

Im Frühstadium verursacht Brustkrebs

meist keine Beschwerden. Durch regelmässige

Beobachtung und Selbstuntersuchung

lernen Sie Ihre Brust besser kennen

wäre, als hätten sich unsere Eltern früher

im Jugendtreff einfach dazugesetzt und

mitgeredet.

Was sollen Eltern stattdessen tun?

Maas: Sie sollten sich viel mehr in der analogen

Welt mit den Kindern beschäftigen,

das Handy öfters weglassen. Gleichzeitig

müssen sie digital kompetenter werden

und diese Kompetenzen an ihre Kinder

weitergeben.

Aber sind die Jugendlichen

hier denn nicht schon viel weiter?

Maas: Nein. Die Jugendlichen haben die

geringste Digitalkompetenz. Nur weil ich

den ganzen Tag ins Handy starre, weiss

ich noch lange nicht, wie es funktioniert,

wie man Fake News erkennt, geschweige

denn, wie man programmiert. Liken und

Wischen können auch Schimpansen, das

passiert intuitiv.

Sie haben einmal gesagt: «Die Jungen

sind in der analogen Welt überbehütet

und in der digitalen vernachlässigt.»

Lassen die Eltern hier zu viel durchgehen?

Maas: Ja. Sie gehen zu naiv ran, lassen die

Kinder einfach machen und unterschätzen

die Wirkung und Gefahr. Das wäre,

als hätten uns unsere Eltern in der Kindheit

einfach Alkohol trinken oder rauchen

lassen. Die Kinder bekommen heute

viel zu früh einen digitalen Zugang. Man

sollte Smartphones so lange wie möglich

und können bei Veränderungen frühzeitig

Ihre Ärztin oder Ihren Arzt konsultieren.

Reagieren

Wann sollten Sie Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt aufsuchen? Wenn Sie Verhärtungen,

Sekretabsonderungen oder

Veränderungen in Form oder Haut

feststellen, sollten Sie umgehend einen

Termin vereinbaren. In der Regel erfolgt

zunächst eine Tastuntersuchung, oft gefolgt

von einer Ultraschalluntersuchung

der Brust. Häufig schliesst sich daran

eine Mammographie, also eine Röntgenuntersuchung

der Brust, an.

Was können Sie selbst tun? Regelmässige

Bewegung und Sport, idealerweise

zwei- bis dreimal pro Woche, können

sowohl das Erkrankungs- als auch das

Rückfallrisiko um bis zu 30 Prozent

senken. Eine gesunde Ernährung sowie

niedriger Alkoholkonsum reduzieren

ebenfalls das Erkrankungsrisiko.

Nutzen Sie zudem das Angebot von

Vorsorgeuntersuchungen und lassen Sie

sich bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu

weiteren Möglichkeiten beraten.

Chefärztin Frauenklinik und Spezialistin

für Brustkrankheiten

katrin.breitling@spitaeler-sh.ch, www.spitaeler-sh.ch

von den Kindern fernhalten. Stattdessen

sollten wir den Kindern in der analogen

Welt mehr Freiheiten geben, damit sie merken:

Da kann man auch viel erleben.

Da ist aber noch dieser soziale Druck:

«Die anderen Kinder haben alle auch ein

Handy.» Wie geht man damit um?

Maas: Diese Aussage lasse ich nicht gelten.

Wenn alle Kinder Bier trinken, dann gebe

ich meinem Kind trotzdem keines. Man

hat die Kinder heute so sozialisiert, dass sie

machen sollen, was alle machen, um ihnen

dann gleichzeitig noch eine egozentrische

Sicht zu suggerieren. Davon müssen wir

wieder wegkommen.

Die Arbeitswelt ist je länger,

je mehr KI-geprägt. Muss man

die Jugendlichen nicht darauf vorbereiten?

Maas: Doch. Aber auch hier gilt, je stärker

mein analoges Rüstzeug ist, desto besser

komme ich in der digitalen Welt zurecht.

Dazu habe ich eine kleine Anekdote eines

Kollegen: Sein Sohn erhielt erst mit 19 Jahren

einen Laptop beziehungsweise einen

digitalen Zugang. Und heute ist er ein

Spitzenprogrammierer bei Microsoft. Er

begegnete dieser Welt eben mit einem anderen

Reifegrad.

Trotzdem arbeiten auch die Schulen schon

früh mit Tablets, nutzen Lernapps zum

Beispiel fürs Rechnen oder zur Leseförderung.

Für viele Kinder ist es ein Motivator,

wenn sie auf dem iPad arbeiten dürfen.

Lernen sie dabei auch mehr?

Maas: Nein. Wir wissen, dass das analoge

Lernen immer besser ist als das digitale.

Wir wissen auch, dass die Motivation, am

Tablet zu lernen, etwa zwei Wochen anhält,

danach lenkt es nur noch ab und der

Digitalkonsum steigt. Je mehr wir googeln,

desto oberflächlicher werden wir. Je mehr

wir ChatGPT nutzen, desto bequemer

werden wir. Das Gehirn ist ein Muskel, der

trainiert werden will.

Was raten Sie den Lehrern?

Maas: Ich schlage ihnen immer ein Experiment

vor. Sie sollen eine Lektion komplett

digital gestalten und eine andere komplett

analog. Nach einigen Wochen sollen sie die

Jugendlichen fragen, von welcher Lektion

mehr hängen blieb. Ich garantiere Ihnen:

Es ist immer die analoge.

Dr. Rüdiger Maas ist Psychologe und

Generationenforscher. Er ist Experte für Arbeitsund

Organisationspsychologie und hat mehrere

Studien dazu veröffentlicht. Zuletzt darüber, wie

die jungen Schweizer ticken. Bild: zVg.

Die Digitalisierung ist da, wir können

nicht mehr zurück. Unsere Generation

kennt die Zeit ohne Smartphones aber

noch und wünscht sie sich manchmal

zurück. Die Jugendlichen wissen aber

kaum noch, wie es ohne war. Wie kann

ihnen das Abschalten trotzdem gelingen?

Maas: Die digitalen Wirkräume werden

immer grösser. Entsprechend werden wir

passiver und uns fehlt das Gefühl, unsere

Umgebung aktiv mitzugestalten. Aber:

Wir haben Studien mit Jugendlichen gemacht

– auch in der Schweiz. Die Mehrheit

von ihnen sagt, dass soziale Medien die

Gesellschaft schlechter machen, dass sie

sich sogar eine Altersbeschränkung wünschen

würden. Viele Jüngere haben gar

nicht mehr die Muse, ein Buch zu lesen.

Wir sollten uns die Zeit nehmen, es ihnen

wieder beizubringen.

Rüdiger Maas hat mehrere Bücher zum Thema

geschrieben, darunter «Konflikt der Generationen» oder

«Das digitale Dilemma».

«Das Gehirn ist ein Muskel, der trainiert werden will», sagt Dr. Rüdiger Maas. «Wir wissen, dass

das analoge Lernen immer besser ist als das digitale.»

Bild: Pixabay

Ein Blick hinter die Kulissen des ersten

Rheinlicht Festivals.

Bild: zVg.

KOLUMNE

SCHAFFHAUSEN

Wenn in den Abendstunden

plötzlich Brücken zu leuchten

beginnen, Fassaden in Farbe tauchen

und Kunstinstallationen die Altstadt

verzaubern, dann ist es so weit: Das erste

Rheinlicht Festival hat begonnen. Doch

bevor die Stadt im Glanz erstrahlt, läuft

hinter den Kulissen ein eigenes Schauspiel

ab. Alles beginnt mit der Frage:

Welche Lichtkunst soll wo leuchten,

und woher bekommen wir sie? Dafür

besuchten die Organisatoren zahlreiche

Festivals in der Schweiz, in Europa und

Übersee. Sie sahen viele faszinierende

und oft leider auch unerschwingliche

Installationen. Die Kernfrage lautete:

Wie gross soll das Budget für dieses erste

Festival sein und welche Kunst können

wir dafür realisieren? Ein Pilotprojekt

budgetmässig zum Leben zu erwecken,

bedeutet Politik, Wirtschaft und Stiftungen

von der Idee zu begeistern und

das ist eine ganz schön intensive Aufgabe.

Eine weitere Herausforderung ist,

das Festival gross genug zu planen, dass

es von den Besuchern wahrgenommen

wird und sich seine Strahlkraft über die

Stadt Schaffhausen hinaus entfaltet.

Ansonsten besteht die Gefahr, dass die

Lichter im Jahr darauf gar nicht erst

angehen. Es beginnt die Kontaktaufnahme

mit Künstlerinnen, Künstlern

und Agenturen. Bis die 21 Lichtinstallationen

aus neun verschiedenen Ländern

zusammengetragen waren, floss viel

Wasser den Rhein hinunter. Natürlich

läuft dabei nichts ohne Stolpersteine: Ist

der eine weggetragen, rollt der nächste

rein. Bei den Vorbereitungen sind zahlreiche

Stellen und Behörden involviert.

Wenn aber alle am gleichen Strick

ziehen, wird meistens eine Lösung gefunden.

«Eine der schönsten Aufgaben

ist die Suche nach dem richtigen Ort –

wenn die Installation im inneren Auge

zu leuchten beginnt. Dann erwacht die

Planung, und mit etwas Glück findet

das Kunstwerk seinen perfekten Platz.»

Sicherheit spielt eine zentrale Rolle:

Fluchtwege, Stromleitungen, Umweltauflagen.

Dazu kommen Abklärungen

mit Anwohnern oder Sponsoren. Oft

sind es die kleinen Gespräche, die das

Festival erst möglich machen – vom

Stadtrat bis zur Aufsicht, die dafür

sorgt, dass keine Fische, Vögel oder

Fledermäuse gestört werden. «Licht

ist empfindlich», sagt eine Künstlerin

lachend. «Manchmal reicht schon ein

Windstoss, und das Kunstwerk macht,

was es will.» Doch genau das macht

den Reiz aus: Jede Installation lebt und

verändert sich.


8

Gesellschaft

Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025

Dämmerungseinbrüche:

Wie schütze ich mich?

RATGEBERKOLUMNE

MOBILIAR

Viktorie Jirat

Wenn die Tage

kürzer werden

und die Dunkelheit

früher kommt,

haben Einbrüche

wieder Saisonstart.

Was Sie dagegen tun

können? Wir geben Ihnen Tipps und

erklären, wieso eine Hausratversicherung

sinnvoll ist. Obwohl das Einbruchrisiko

in der Schweiz in den letzten fünf Jahren

abgenommen hat, ist Einbruch immer

noch eines der häufigsten Delikte.

Sorgen Sie vor

Oft genügen einfache Massnahmen, um

das Einbruchrisiko zu verringern:

• Verschliessen Sie Fenster und Türen immer

sorgfältig und informieren Sie sich

über eine sinnvolle Einbruchsicherung.

• Verraten Sie Ihre Abwesenheit nicht

durch Zettel an der Haustüre, Mitteilungen

auf dem Anrufbeantworter

oder in sozialen Medien wie Facebook.

• Verstecken Sie Ihre Wohnungsschlüssel

nie unter dem Türvorleger

oder im Briefkasten – diese Verstecke

kennen auch Einbrecher.

• Installieren Sie bei Ferienabwesenheiten

Zeitschaltuhren, damit zu unterschiedlichen

Zeiten in verschiedenen

Räumen Licht brennt.

• Bewahren Sie Wertsachen und wichtige

Dokumente in einem Tresor auf – oder

im Kundenschliessfach bei Ihrer Bank.

• Wirksamer Schutz vor Einbrechern

bieten auch aufmerksame Nachbarn.

Pflegen Sie den gegenseitigen

Kontakt oder bitten sie diese sogar,

bei Abwesenheiten den Briefkasten

zu leeren und regelmässig nach dem

Rechten zu sehen.

Hausratversicherung hilft

Sollte dennoch jemand einbrechen,

schützt Sie eine Hausratversicherung

vor den finanziellen Konsequenzen.

Ihr Hab und Gut ist bis zur gewählten

Versicherungssumme zum Neuwert versichert

– bei den meisten Gesellschaften

ist bei Einbrüchen auch Bargeld bis

5000 Franken gedeckt. Die Zusatzversicherung

«einfacher Diebstahl

auswärts» versichert auch Wertgegenstände,

die unterwegs gestohlen werden.

In der Regel sind sogar gemietete oder

geleaste Geräte mitversichert – informieren

Sie sich, bevor Sie zum Beispiel

bei der Miete von Skis eine (unnötige)

Diebstahlversicherung abschliessen.

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Reise-Tipp: Empfehlungen der Spezialistin

TIPP DER WOCHE

SCHAFFHAUSEN

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Etienne Graf ist Reiseexperte

von Kuoni

Schaffhausen auf dem

Herrenacker. Schweizweit

hat Kuoni 83 Filialen,

die integriert sind

in die DERTOUR

Nach der Mythologie und Schöpfungsgeschichte

Japans haben der Gott und die

Göttin, Izanagi und Izanami die Welt und

Japan erschaffen, auf japanisch Nihon und

Nippon genannt. Beide Begriffe bedeuten

Ursprung der Sonne, was später in das

Land der aufgehenden Sonne übersetzt

wurde. Es gibt kaum ein Land mit mehr

Gegensätzen wie Japan.

Gegensätze ziehen sich an

Die modernsten Metropolen werden

durch die Shinkansen-Schnellzügen mit

den ländlichen Dörfern verbunden. Alte

Traditionen mussten bis heute dem neuen

Lebensstil nicht weichen, beides findet im

Leben seinen Platz. Anlässe wie die Teezeremonie,

die Samurai-Performance-Shows,

der Sumo- Ringkampf, ein Leben im Alltag

einer Geisha, die Übernachtung im

Ryokan oder die Stille in einem Zen-Garten

geniessen, werden immer noch gelebt und

gehören heute zu den beliebtesten touristischen

Attraktionen Japans. Für die moderne

Jugend zählen vorwiegend Aktivitäten

wie Karaoke, Car-Racing, Studium, Musik,

Erfolg und ein angesehener Job. Ich habe

viel bereist, aber Japan, und seine Kultur,

hat mich in seinen Bann gezogen. Die Lebensphilosophien

sind das eigene Gesicht

bewahren und anderen Menschen helfen.

In Shubaya oder Ginza, bewegt man sich in

der pulsierenden Metropole mit modernen

Einkaufshäusern. Nur wenige Schritte weiter,

in Nebenstrassen wird bei der Essensbestellung

noch mit dem Finger auf ein Foto

gezeigt, da nur Japanisch gesprochen wird.

Riesengrosses Angebot

Die EXPO25 krönte in diesem Jahr den Besuch

in Osaka. Die Food Street Tour, begleitet

von Neon Leuchtreklamen, ist der Tipp

für den abendlichen Ausgang. Von Tokyo

aus empfehle ich die Tagesausflüge nach

Nikko (Toshuga Shrine mit Kegon Wasserfall)

und Kamakura (mit Amida-Buddha,

Kokokaji-Tempel und ältesten Zen-Gärten).

Im Zentrum Tokyos lohnt sich der Besuch

des Ueno-Parks, des Sensoji-Shrines, des Kaiserpalastes

und des Meiji-Tempels. Vom Tokyo

Tower oder Skytree aus erleben Sie auf

beeindruckende Weise die Gösse der Stadt.

Die zahlreichsten Shrine, Tempelanlagen

und Zen-Gärten sind jedoch in Kyoto beheimatet.

Als Tipp gilt Kyoto mit dem Fahrrad

zu erleben oder einen Ausflug nach Nara

zu unternehmen. Nach zweistündiger Fahrt

erreicht man Kanazawa, bekannt durch das

gut erhaltene Viertel aus der Edo-Ära und

den meist besuchten Garten Konreku-en.

Nach der Degustation in der Sake-Brauerei

fahren Sie mit dem Bus via Shirakawa-go

nach Takayma und übernachten im Ryokan.

Sie erkunden die schöne, ländliche Gegend

in den Alpen. Ein absolutes Highlight ist

die Wanderung auf dem Nakasendo-Trail,

der alten Poststrasse. Diese führt Sie durch

alte Dörfer, wo einst eine Poststelle war, von

Magome via Tsumago durch das Kisotal. Es

lohnt sich zudem, einen Abstecher in den

Hakone Nationalpark zu machen. Von da

erhalten Sie einen fantastischen Blick über

den Lake Ashi direkt auf den majestätischen

Fujiyama.

Es gibt noch unzählige Perlen im Land der

aufgehenden Sonne.

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Wundervoller Blick über den Ashi-See, in Hakone, Richtung des Vulkans Fuji.

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9

Sport

Bock

Meine Heimat.

Mein Engagement.

Meine Bank.

Bäuerliches Sorgentelefon

Mut haben, anzurufen.

Seite 14

Für die Lachmuskeln

Comedy im Klub8.

Seite 16

«Das Teamgefüge ist eine unserer

grössten Stärken in dieser Saison»

Nach dem Abstieg in die 3. Liga startet der EHC Schaffhausen mit frischem Elan in die neue Saison und das gleich mit einem Sieg. Head

Coach Simon Korn der ersten Mannschaft spricht im Interview über den Weg zurück zu Selbstvertrauen und Spielfreude, einem starken

Teamgeist und warum der Aufstieg zwar kein Muss, aber durchaus möglich ist.

EISHOCKEY

SCHAFFHAUSEN

Salome Zulauf

«Bock»: Nach dem Abstieg in die

3. Liga ist euch gleich zum Saisonstart

ein Sieg gelungen. Was habt ihr in den

letzten Wochen optimiert, damit der

Auftakt so positiv verlaufen ist?

Simon Korn: Wir haben nur punktuelle

Anpassungen im taktischen Bereich

vorgenommen und die Intensität im

Training bewusst auf einem sehr hohen

Level gehalten. Das Wichtigste war aber,

den Jungs wieder Mut zu machen. Nach

der letzten Saison stand das ganz oben

auf unserer Liste – das Vertrauen und

die Freude am Spiel zurückzugewinnen.

Wie zufrieden seid ihr

mit den Trainings und Testspielen?

Korn: Die Trainings können natürlich

immer noch besser sein – das ist auch

unser Anspruch. Insgesamt sind wir

aber aktuell sehr zufrieden. Die ersten

drei Testspiele waren, mit zwei Siegen

und einer Niederlage, überaus positiv.

Bei den letzten beiden gab es leider zwei

Niederlagen, welche vermeidbar gewesen

wären. Trotzdem haben wir wertvolle

Erkenntnisse gewonnen, die uns

helfen, weiter zu wachsen.

Wie hat sich die Mannschaft

seit dem Sommer als Einheit entwickelt?

Korn: Der Teamzusammenhalt war

schon in der letzten Saison – trotz Abstieg

– eine unserer grossen Stärken.

Die neuen Spieler wurden super aufgenommen

und konnten sich rasch ins

Team integrieren. Man spürt, dass sich

eine echte Einheit gebildet hat, auf und

neben dem Eis.

Wo seht ihr aktuell die grössten Stärken

eures Teams und in welchen Bereichen

möchtet ihr euch noch gezielt verbessern?

Korn: Wie bereits erwähnt, ist das

Teamgefüge eine unserer grossen Stärken.

Wir wollen zudem unser tiefes

Durchschnittsalter mit hoher Intensität

im Spiel gewinnbringend einsetzen

können. Gleichzeitig arbeiten wir stark

an den taktischen Automatismen, damit

diese von Woche zu Woche besser greifen.

Ebenfalls wollen wir im Bereich

Selbstvertrauen weiter zulegen – mit

möglichst guten Resultaten, damit die

Jungs wieder richtig an sich glauben.

Das hat in der letzten Saison teilweise

etwas gelitten.

Wie schätzt ihr das Niveau und

die Konkurrenz in eurer Gruppe ein?

Seid ihr optimistisch, dass vielleicht sogar der

Wiederaufstieg in die 2. Liga möglich ist?

Korn: Das Niveau in der 3. Liga ist keineswegs

deutlich tiefer. Es gibt einige

Teams mit sehr viel Qualität. Unser Ziel

ist es, uns in der oberen Tabellenhälfte

zu etablieren. Wenn wir das Schaffen, ist

vieles möglich. Aber wir denken bewusst

von Spiel zu Spiel – und wollen über die

ganze Saison das Optimum herausholen.

Kommendes Spiel in Winterthur: Was

ist euer Ziel für die Partie am Samstag,

18. Oktober, und wie bereitet ihr euch in

dieser Woche konkret darauf vor?

Korn: Wir haben gegen Winterthur bereits

ein Testspiel absolviert und wissen,

Der Teamzusammenhalt ist eine der grossen Stärken des EHC Schaffhausen.

worauf wir achten müssen. In der Vorbereitung

arbeiten wir nochmals gezielt

an der Taktik und an den Spezialteams.

Wenn wir mit derselben Leidenschaft

und Geschlossenheit auftreten, wie zum

Bild: zVg.

Saisonauftakt, bin ich zuversichtlich,

dass wir auch gegen Winterthur eine

gute Leistung zeigen. Wir geben natürlich

alles, um weitere Punkte in Schaffhausen

erzielen zu können.

Grosses Spiel zum Auftakt der European League

Am Dienstag, um 18.45 Uhr, starten die Kadetten Schaffhausen in die European League – mit einem

grossen Spiel gegen das spanische Topteam Ademar León in der BBC Arena. Schon in der Champions

League lieferten sich die beiden Clubs heisse Duelle.

HANDBALL

SCHAFFHAUSEN

Kadetten Schaffhausen, Andreas Joas

Die aktuelle Spielzeit markiert die insgesamt

30. mit einer Teilnahme am europäischen

Wettbewerb für die Kadetten. Seit

die European League 2020/21 reformiert

wurde, sind die Orangen Stammgast und

jedes Jahr dabei. Auch dieses Jahr haben

sie sich ambitionierte Ziele gesteckt und

möchten an die Erfolge vergangener Jahre

anknüpfen. Nur einmal kam man nicht

mindestens unter die letzten 16 Teams –

in der letzten Saison beim erstmaligen

Gruppenaus. Zweimal stiessen die Munotstädter

dabei in den Viertelfinal vor,

einmal in die Play-Offs.

Vorfreude auf Europacup

Nun ist die Vorfreude auf heisse Europacup-Nächste

gross. In der sehr ausgeglichen

besetzten Gruppe H wird ein guter

Start essenziell sein. Neben León kämpfen

noch der kroatische Vizemeister RK

Nexe Nasice, Ex-Club von Hrvoje Horvat

und Kristian Pilipovic, sowie der serbische

Meister Partizan Belgrad um die

zwei Tickets für die Hauptrunde. Mit

dem ersten Gegner Ademar León aus der

autonomen Gemeinschaft Kastilien und

León gab es bereits fünf Vergleiche in

der Champions League – allesamt waren

sie ganz enge Angelegenheiten. Neben

zwei Remis stehen drei Erfolge für die

Spanier in den Chroniken – alle mit nur

einem Tor Differenz.

Erfolgreiche Generalprobe

Wie den Kadetten (35:29 in Basel) gelang

auch León eine erfolgreiche Generalprobe

und ein 33:26-Auswärtssieg am Freitag

bei Puente Genil. Nach fünf Spielen liegt

der spanische Traditionsverein mit sieben

Punkten auf Rang fünf der Liga Asobal.

Das junge Team setzt sich vor allem aus

vielen Spielern mit Einsätzen in den verschiedenen

spanischen Junioren-Nationalmannschaften

zusammen, ergänzt durch

einige Routiniers. In der letzten Saison

teilten die Nordspanier das Schicksal

der Kadetten und mussten schon in der

Gruppenphase die Segel streichen. In der

Meisterschaft belegte die Mannschaft aus

der 120 000-Einwohner-Stadt Rang sechs,

konnte sich allerdings dank der Finalteilnahme

im spanischen Cup für die European

Handball League qualifizieren.

Grosse Herausforderung in Sicht

Sportlich wartet auf die Orangen zum Start

der Europacup-Saison somit eine grosse

Herausforderung. Mit zehn Siegen aus

den ersten zehn Spielen in der Quickline

Handball League scheint die Mannschaft

von Hrvoje Horvart bestens dafür gerüstet,

muss nun jedoch noch einmal einen Gang

höher schalten. Ein ganz besonderes Spiel

steht Juan Castro Alvarez bevor. Der Spielmacher

der Kadetten trifft auf jenes Team,

bei dem er die meiste Zeit seiner Karriere

aktiv war. Schon in der Jugend und in verschiedenen

Stadien seiner Profilaufbahn.

Noch immer bestehen viele Freundschaften

zu aktuellen Spielern und dem Trainerteam.

«Meine ganze Familie und die meisten

meiner besten Freunde», erklärt er, «wohnen

in León. Ademar ist das Team meines

Lebens, dort bin ich aufgewachsen und ich

werde immer ein Fan dieses Clubs sein.»

Ein guter Start ist entscheidend

Für 60 Minuten wird diese enge Verbindung

am Dienstag ruhen, obwohl es ein ganz besonders

Gefühl für den Mittelmann werden

wird. «Ich habe zwar schon gegen Ademar

gespielt, jedoch noch nie im internationalen

Wettbewerb», so der 33-Jährige, der den

Juan Castro Álvarez beim Kadettenspiel in Bern.

ersten Gegner bestens kennt. «Sie arbeiten

hart und viel mit jungen Spielern», weiss

er und fügt an: «Sie haben vielleicht nicht

die grossen Namen im Kader, aber sie funktionieren

als Team sehr gut.» Castro Alvarez

warnt insbesondere vor ihrer Defensive sowie

ihren Torhütern und unterstreicht: «Sie sind

ein sehr gefährliches Team, wie alle in unserer

Gruppe.» Grosse Bedeutung kommt der ersten

Begegnung für alle Teilnehmer zu. «Ein

guter Start ist entscheidend», betont der

Routinier. «Mit einem Sieg in der BBC Arena

zu starten ist sehr wichtig für uns.»

Bild: zVg.

Regio-Sport

43. Juniorenturnier in Dübendorf

Am Wochenende, vom 4. und 5. Oktober,

fand das alljährliche Juniorenturnier in Dübendorf

statt. Mit dabei auch zwei Schaffhauser

Vertreter: Silvan Blättler, mit dem

Team St. Gallen-Schaffhausen, und Lukas

Pfändler mit dem Dübendorfer Team Axnick.

Das Team St. Gallen konnte in ihrer

Stärkeklassen den ersten Platz belegen und

das Dübendorfer Team in der anderen Stärkeklasse

den zweiten Platz erringen.

Stärkeklasse A

Das Teilnehmerfeld wurde in zwei Stärkeklassen

eingeteilt. Das Turnier der Stärkeklasse

A wurde als Vereinsinternes Turnier

durchgeführt und führte über drei Vorrundenspiele

und einer Finalrunde. Das Dübendorfer

Team um Lukas Pfändler konnte alle

Vorrundenspiele für sich entscheiden und

traf im Finale erneut auf das Team von Piera

Aufdenblatten. Im Finale ging man früh mit

5:1 in Führung, doch leider konnte man diese

nicht verteidigen und mussten im letzten

End sogar noch ein Fünfer-Haus einstecken.

So ging dieses Spiel verloren und sie mussten

sich mit dem zweiten Schlussrang begnügen.

Stärkeklasse B

Diese Gruppe war internationaler und auch

mit mehreren verschiedenen Teams aus der

Ostschweiz besetzt. In dieser Gruppe spielten

alle Teams einmal gegen alle in der Gruppe.

Es wurde jedoch nur auf 6 Ends gespielt. Somit

waren die Teams auch gefordert konzentriert

zu spielen, denn ein früher Rückstand

konnte vermutlich nicht mehr korrigiert

werden. Das Team Schaffhausen-St. Gallen

konnte vier der fünf Spiele gewinnen

und eines endete mit einem Unentschieden

und gleichzeitig mit dem ersten Platz in der

Schlussrangliste. Gratulation an das Team

Schaffhausen-St. Gallen mit Silvan Blättler.


Auftaktsspiel in der European League

Kadetten –

Abanca Ademar León

Live auf

ehf.tv und

red.sport

DIMITRIJ KÜTTEL

Rückraum rechts

Dienstag

14. Oktober

18.45 Uhr

BBC Arena

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Matchtipp

Philipp Stauber

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32: 31

«Aufgrund der bisherigen Saisonleistungen (9 Siege in 9

Spielen) bin ich zuversichtlich, dass unsere Kadetten auch

ihr erstes European League-Heimspiel gewinnen werden.

Hopp Kadette!»

Spielplan

Mi 08.10.2025 19:15

Kadetten 35:26 GC Amicitia Zürich

QHL

Schaffhausen BBC Arena A

Sa 11.10.2025 18:00

RTV 1879 Basel 29:35 Kadetten

QHL

Basel Rankhof

Di 14.10.2025 18:45

Kadetten – Abanca Ademar León

EHL

Schaffhausen BBC Arena A

Di 21.10.2025 18:45

Partizan Belgrad – Kadetten

EHL

SC Banjica

Sa 25.10.2025 18:00

TSV St. Otmar St. Gallen – Kadetten

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Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025 11

kuLtur

Auf der Pilzsuche

Es ist Pilzsaison. In den Wäldern spriessen die Hüte und viele Pilzfreunde machen sich

mit Körbchen auf die Suche. Doch Vorsicht: Nicht alles, was appetitlich aussieht, ist

auch geniessbar. Pilzkontrolleurin Ruth Bänziger erklärt worauf man achten muss.

PILZKONTROLLE

SCHAFFHAUSEN

Salome Zulauf

Kurz vor 17 Uhr, am vergangenen Donnerstag,

bei der Freizeitanlage Dreispitz in

Herblingen: In wenigen Minuten öffnet

die amtliche Pilzkontrolle. Vor dem roten

Gebäude bildet sich langsam, aber sicher

eine kleine Schlange. Pilzsammlerinnen und

Pilzsammler mit Körben und Papiersäcken,

darin die heutige Ausbeute aus dem Wald.

Drinnen warten bereits Ramin Cheybani

und Ruth Bänziger, die amtlichen Pilzkontrolleure.

Mit geschultem Blick prüfen sie

jeden Fund auf Essbarkeit und Qualität.

Eine Familie voller Pilzfreude

Ruth Bänziger ist seit vielen Jahren Leiterin

der amtlichen Pilzkontrolle Schaffhausen.

«Meine Eltern waren beide Pilzkontrolleure,

sie haben mir die Freude am

Pilzsuchen weitergegeben», erzählt die

Schaffhauserin. «Mit 22 Jahren habe ich

dann selbst die Prüfung zur Pilzkontrolleurin

abgelegt und bin seither aktiv, auch

in der Pilzkontrolleurenvereinigung VAP-

KO (Schweizerische Vereinigung amtlicher

Pilzkontrollorgane) war ich viele Jahre im

Vorstand.» Bis heute macht ihr die Arbeit

grossen Spass. «Ich gebe mein Wissen gerne

weiter, sei es in Kursen oder direkt bei

den Kontrollen.» Was das Pilzsuchen für

sie ausmacht? «Alles! Meine Mutter hat

mir einmal etwas sehr Schönes gesagt: Pilzsuchen

macht dreimal Freude – zum ersten

Mal beim Spaziergang im Wald, zum

zweiten, wenn man essbare Pilze findet,

und schliesslich beim Geniessen der Pilze.»

Wenn es im Herbst trocken ist, geht Ruth

Bänziger fast täglich selbst in den Wald, um

Pilze zu suchen und an Wochenenden auch

als Kursleiterin. Ihre Funde konserviert

oder trocknet sie anschliessend.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Zurück zur Pilzkontrolle: Kaum geöffnet,

herrscht reger Betrieb. Jede Sammlerin und

jeder Sammler bringt die Pilze sortiert zur

Kontrolle. «Meistens sind sie in Körben,

jede Pilzart sauber getrennt in Zeitungspapier

gelegt, das ist uns sehr wichtig», erklärt

Ruth Bänziger. «Dabei ist zu beachten,

dass die Pilze, die der Sammler nicht kennt,

vollständig sind, also nicht abgeschnitten.

Speisepilze, die der Sammler kennt, soll er

sauber über dem Boden abschneiden. Manche

giftigen Arten ähneln den Speisepilzen

stark und wir können sie nur sicher unterscheiden,

wenn wir den ganzen Pilz sehen.»

Bei den entsprechenden Pilzarten weisen die

Pilzkontrolleure die Sammler darauf hin.

Die Funde werden anschliessend einzeln

kontrolliert. «Manche bringen auch Arten

mit, die sie nicht kennen, wir nennen sie

Wissenspilze», sagt die Pilzkontrolleurin.

«Auch sie werden separat in Zeitungspapier

gelegt, damit kein Bruchstück eines giftigen

Pilzes zwischen die essbaren geraten kann.»

Nach der Kontrolle erhalten die Sammlerinnen

und Sammler einen Pilzkontrollschein,

auf dem die gefundenen Speisepilzarten

und deren Gewicht notiert ist. Zudem

sind wichtige Hinweise zur Zubereitung auf

dem Schein vermerkt. Essbare Pilze dürfen

sie wieder mitnehmen, ungeniessbare oder

giftige bleiben bei der Kontrolle und werden

korrekt entsorgt. «Am häufigsten

bringen die Leute grosse, leicht erkennbare

Arten wie Steinpilze, Riesenschirmlinge

oder Champignons und von den kleineren

Pilzen Eierschwämme, Trompetenpfifferlinge

oder Totentrompeten», erzählt die

Pilzkontrolleurin. Doch gerade bei den

Champignons ist Vorsicht geboten: «Es

gibt rund 60 Arten, drei davon sind giftig,

also lieber alle gesammelten Pilze unbedingt

kontrollieren lassen.» Insgesamt wachsen

in der Schweiz etwa 6000 Pilzarten, viele davon

sind ungeniessbar. «Nur etwa 250 sind

essbar, und gerade einmal rund 50 wirklich

empfehlenswert», sagt Ruth Bänziger.

Trotzdem wird sie jedes Jahr ein- bis dreimal

ins Spital gerufen, wegen einer möglichen

schweren Pilzvergiftung.

Verschobene Saison

Die diesjährige Pilzsaison läuft eher schleppend,

wie die Schaffhauserin erklärt. Zwar

Ruth Bänziger ist leidenschaftliche Pilzkontrolleurin.

hat es im Juli reichlich geregnet, doch der

August war heiss und trocken. «Durch den

Klimawandel verschiebt sich die Saison zunehmend,

es kann gut sein, dass man auch

im November noch Pilze findet», erklärt

Ruth Bänziger. Verändert hat sich auch

das Publikum. «Einen Hype rund um die

Pilze nimmt sie aber nur am Rande wahr.

Durch Social Media gehen viele Leute zum

ersten Mal auf Pilzsuche – oft, um schöne

Fotos zu machen», sagt sie. «Sie drapieren

die farbigsten Pilze im Korb für ein perfektes

Bild. Das ist zwar schön, birgt aber auch

Risiken, wenn man die Arten nicht kennt

und nicht zur Pilzkontrolle geht.»

Tipps für das Pilzsammeln

Worauf beim Pilzsammeln besonders geachtet

werden muss hat Ruth Bänziger klare

Tipps für Einsteigerinnen und Einsteiger:

• Einen luftigen Korb mitnehmen, keine

Plastiksäcke oder geschlossenen Gefässe.

• Zeitungspapier zum Trennen der Pilzarten

verwenden.

• Ein Messer zum sauberen Abschneiden.

Die Ausbeute einer Pilzsammlerin:

Stockschwämmchen.

Bilder: Salome Zulauf

• Von ausgewachsenen Speisepilzen, die

man sicher kennt, etwa Eierschwämme

oder Steinpilze, kann man beliebige Mengen

sammeln und sauber abschneiden,

von nicht bekannten Pilzen nur ein oder

zwei Exemplare mit ganzem Stiel und Fuss.

Denn eines weiss die erfahrene Pilzkontrolleurin

genau: Sicherheit geht vor und

der Genuss schmeckt doppelt so gut, wenn

man weiss, was auf dem Teller liegt.

«Szenario» bringt Piratinnen-Geschichte auf die Fass-Bühne

Das «Szenario», ein Verein, welcher die Organisation und Durchführung von unabhängigen Theaterproduktionen in Schaffhausen und

Umgebung bezweckt, präsentiert ein neues Stück: «Anne», welches die Lebensgeschichte der Piratin Anne Bonny erzählt. Am 17. Oktober

wird Premiere gefeiert. Die Regisseurin und Verfasserin des Skripts, Pia Kugler, gewährt spannende Einblicke in die Produktion des Stücks.

THEATER

SCHAFFHAUSEN

Ginevra Lo Piccolo

Die 26-jährige Pia Kugler ist hauptberuflich

Kindergärtnerin, leidenschaftliche

Schauspielerin und bereits zum zweiten

Mal Regisseurin eines Stücks des Theaterproduktionsvereins

«Szenario». Dieses

Mal wird auf der Fass-Bühne das Stück

«Anne» präsentiert, welches die Lebensgeschichte

von Piratin Anne Bonny erzählt.

Das Theaterstück spielt im 18. Jahrhundert,

als Anne Bonny als uneheliches

Kind einer irischen Dienstmagd und eines

Rechtsanwalts auf die Welt kam. «Damals

gab es solche Affären wie Sand am Meer,

doch der Rechtsanwalt entschied sich, die

Schwangerschaft nicht zu verheimlichen

und das Kind zu behalten.» Das war kein

übliches Vorgehen für diese Zeiten, was zu

einem riesigen Skandal führte, erzählt die

Regisseurin. «Anfänglich wurde sie als

Junge erzogen, da die Familie ihren Ruf

nicht ruinieren wollte. Somit konnte sie

einen Einblick in all die Freiheiten erhalten,

die damals nur Männern vorbehalten

waren.» Letztendlich kam die Wahrheit

ans Licht und die Familie musste fliehen.

Mit 16 heiratete sie gegen ihren Willen

einen Segler und liess sich in Nassau nieder.

Dort begann ihr Leben als Piratin,

das sie zu Reichtum brachte. «Ob sie eine

gute Person gewesen ist, über das urteile

ich nicht. Ich finde sie aber eine sehr inspirierende

und spannende Figur für ihre

Zeit», erläutert Pia Kugler.

Historisch korrekt, menschlich erzählt

Alles, was in dem Theaterstück passiert,

wurde minutiös recherchiert. «Die

Informationen stammen aus verschiedenen

Pia Kugler und das Ensemble von «Anne».

Podcasts und aus Daniel Defoes Buch

‹A General History of the Robbers and

Murderers of the Most Notorious Pirates›

aus dem frühen 18. Jahrhundert, der ersten

Quelle von modernen Piratengeschichten.»

Die 300-jährige Geschichte möglichst

historisch akkurat zu erzählen und

ein klares Bild von der Figur zu geben, war

Pia Kugler sehr wichtig: «Als ich das Stück

schrieb, wollte ich die Geschichte einer

normalen, unperfekten Frau mit Ängsten

und Zweifeln, die ums Überleben kämpfen

musste, erzählen.» Das findet sie gelungen,

auch dank der sensiblen Interpretation von

Elena Fahrni, welche in die Hauptrolle

schlüpft.

Bild: zVg.

Von der Schauspielerei zur Regie

Pia Kugler kann ihre Erfahrungen als

Schauspielerin gut beim Regieführen einsetzen:

«Es ist anstrengender als spielen.

Als Schauspieler gibt man die Verantwortung

an den Regisseur ab, der entscheidet,

was gut aussieht und wie etwas auf der

Bühne präsentiert wird, ohne dass sich

die Schauspielenden blamieren.» Diese

Verantwortung hat Vor- und Nachteile,

erzählt die Regisseurin: «Einerseits ist das

lässig, weil ich alles steuern und das Stück

so formen kann, wie ich es mir vorstelle.

Andererseits ist es sehr anstrengend, wenn

alle Antworten erwarten, auch zu Dingen,

mit denen ich mich noch nicht befasst

habe.» Grundsätzlich geniesse sie es aber,

so viele Möglichkeiten zu haben und ein so

talentiertes Ensemble begleiten zu können.

Zusammenhalt im und aus dem Theater

Das Stück ist sehr spontan entstanden und

wurde mit bestimmten Schauspielerinnen

und Schauspielern im Kopf geschrieben:

«Ich habe mit vielen von ihnen bereits

selbst auf der Bühne gestanden und sie

schauspielern erlebt, daher kenne ich sie

sehr gut.» Man schaut füreinander und der

Zusammenhalt im und aus dem Theater

ist sehr stark, erzählt Pia Kugler. Über die

Vorbereitungen für das Stück hat sich die

Regisseurin auch geäussert: «Wir haben

vor etwa einem halben Jahr mit vereinzelten

Treffen und kleinen Proben begonnen.

Intensiv ist es etwa vor einer Woche geworden.

Bis zur Premiere am 17. Oktober

werden wir jeden Tag proben.», erklärt sie.

Die Leidenschaft fürs Theater

Die Begeisterung für das Theater entdeckte

sie sehr früh, bei ihren Anfängen

im «Jugendclub Momoll»: «Schon als

Kind fand ich die Welt der Schauspielerei

faszinierend, ebenso wie die Möglichkeit,

Geschichten in einem sicheren Rahmen zu

erleben.», so Pia Kugler. Einer ihrer stärksten

Regieeinflüsse stammt aus ihrer Zeit

im Jugendclub: «Damals war Jürg Schneckenburger

der Leiter. Seit ich 12 bin,

habe ich mit ihm gearbeitet, und seine Art

spiegelt sich in meinem Theaterstil wider.»

Die Schauspielerei begleitet sie auch

in ihrem Lehrerinnenalltag: «Ich erzähle

viele Geschichten. Dabei spielen Mimik

und Aussprache eine grosse Rolle.» Sie

erklärt, dass theaterpädagogische Einflüsse

sich sehr positiv auf Klassen auswirken

können. «Das hat mit dem Selbstkonzept

der Kinder zu tun: Nicht nur das Selbstbewusstsein

wird gestärkt, sondern auch das

Körpergefühl und die psychische Selbstsicherheit.»

Die Erfahrungen im Klassenzimmer

haben ihr auch bei ihrer Tätigkeit

als Regisseurin geholfen. Doch sie konnte

auch viel von ihrer Vorgängerin Manuela

De Ventura lernen, die bei diesem Mal die

Unterstützung der Regie übernommen

hat. «Sie hat ein sehr gutes Auge für die

Figurenentwicklung. Das konnte ich letztes

Jahr von ihr lernen und dieses Mal beim

Stück einsetzen.», erklärt Pia Kugler.

Vom Waldfriedhof aufs Piratenschiff

Das erste Stück, bei dem sie Regie geführt

hat, fand im Waldfriedhof unter

komplett anderen Bedingungen statt:

«Damals haben wir kein Licht und kein

Bühnenbild benötigt, jede Schauspielerin

und jeder Schauspieler hatte nur ein

Kostüm.» Dieses Mal haben die Darsteller

jeweils etwa fünf Kostüme, es gibt

Licht und Bühnenbild und auch mit

Musik wird viel gearbeitet. «Es ist schon

komplizierter, aber auch sehr lässig», so

Pia Kugler. Die gewölbte Bühne im Fasskeller

eignet sich besonders gut, um die

Stimmung auf einem Piratenschiff zu

vermitteln. «Piraterie war nichts Gutes,

doch die Kreativität, mit der man spielen

kann, fasziniert mich besonders», fügt

Pia Kugler weiter aus.

Im Stück werden dem Publikum alle

Informationen aber nicht eindeutig geliefert:

«Vieles ist impliziert und wird der

eigenen Interpretation überlassen», erklärt

die Regisseurin abschliessend.

Vom 17. bis zum 24. Oktober wird «Anne» an sechs

Abenden im Fasskeller aufgeführt. Tickets sind bei

Eventfrog erhältlich. Mehr Infos: szenario-schaffhausen.ch


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schaffhausen24.ch | Einsendeschluss: 16. Oktober, 12 Uhr

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Lösung:

1 2 3 4 5 6 7

Lösung einsenden an wettbewerb@bockonline.ch oder an Verlag Bock, Herrenacker 15, 8200 Schaffhausen. Einsendeschluss: Dienstag, 21. Oktober 2025.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Lösung Ausgabe Nr. 40: «Bildschirm». Die Gewinnerinnen und Gewinner werden persönlich benachrichtigt.

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Verlag/Redaktion

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Wöchentlich, Dienstag

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Redaktion

redaktion@bockonline.ch

Herausgeber

Prof. em. Dr. Giorgio Behr

Leitung

Sandro Zoller, Chefredaktor

Andreas Wittausch, Verlagsleiter

Francesco Berenati, Verkaufsleiter

Auflage

46 737

Vertrieb

Schazo AG, 8201 Schaffhausen

052 624 11 10

Druck

CH Media, 9015 St. Gallen

Abonnemente

Schweiz: CHF 80.– / Jahr

Ausland: CHF 130.– / Jahr

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Offizielles Organ des Schaffhauser Bauernverbandes und seiner Fachsektionen | Nr. 42 | Dienstag, 14. Oktober 2025

schaffhauser bauer

Gault-Millau

HOF-GEZWITSCHER

VIRGINIA STOLL

Die Gault-

Millau Ausgezeichneten

2025

stehen wieder fest

und werden uns

in den kommenden

Wochen aus

mancher Zeitung und vorallem aus

Hochglanzblätter entgegenlächeln.

Die Koch-Auszeichnung wird in der

Schweiz seit 1988 verliehen und der

erste Spitzenkoch war übrigens André

Jaeger, der Hausherr der Fischerzunft in

Schaffhausen, welcher mit 19 Punkten

die höchstmögliche Auszeichnung mit

fünf Kochhauben bekam. Der Gault-

Millau wurde Ende der Sechzigerjahre

in Frankreich von den Journalisten

Henri Gault und Christian Millau

gegründet. Die Beiden waren es auch,

die «die 10 Gebote der neuen Küche»

(Nouvelle Cuisine) definiert haben.

Weich gekochtes Gemüse, ein mit Fett

durchzogener Braten und Butterspätzli,

waren nicht Teil der Nouvelle Cuisine.

Unter den 10 Geboten wird jedoch viel

Wert auf regionale und marktfrische

Lebensmittel gesetzt, aber das kennen

wir Bauernfrauen seit ewig aus dem

ff. Mir sagt das «etepetete Punktezeugs»

gar nichts und die Nouvelle

Cuisine gabs schon Jahrzehnte vor den

Herren Gault und Millau. Regional,

marktfrisch und saisonal haben schon

unsere Grossmütter gekocht, es gab

ja gar nichts anderes. Was da alles aus

wenig bis nichts und aus Resten kreiert

wurde und deren Rezepte zum Teil

über Generationen hinweg noch heute

nachgekocht werden, hätte mindestens

auch fünf Kochhauben verdient. Unzählige

und gut gehütete Rezepte wie

die Schlaatemer Grosis Kohlwickel, der

Altdorfer Schmugglersalat oder Tante

Röslis Plätzligericht, findet man z.B. im

Schaffhauser Landfrauen Kochbuch

2010. Alles ist verständlich beschrieben

und sehr gut nachzukochen und die

Gault-Millau Punkte sind garantiert.

Übrigens, aktuell entsteht in Barzheim,

in der Küche von Rahel Brütsch das

neue Landfrauen-Kochbuch, das im

Frühling 2026 in Kooperation mit der

Edition LandLiebe (Ringier AG) erscheint.

Man darf auf über 200 Rezepte

für jede Jahreszeit, Schwierigkeitsgrad

und jeden Geschmack gespannt sein.

Wie heisst es doch so schön «Liebe geht

durch den Magen».

Impressum Schaffhauser Bauer

Off. Organ des Schaffhauser Bauernverbandes

und seiner Fachsektionen / Erscheint jeden Dienstag

Redaktion: Nici Peter Schaffhauser Bauer

www.schaffhauserbauer.ch

Anzeigenannahme: Verlag Bock | Telefon: 052 632 30 30

E-Mail: francesco.berenati@bockonline.ch

Annahmeschluss: Jeweils Donnerstag, 9 Uhr

Mut haben, sich zu melden

Hans Jörg Rüegsegger ist Landwirt und Präsident des Bäuerlichen Sorgentelefons. Im Interview erläutert er,

warum das niederschwellige, spendenfinanzierte Angebot so wichtig ist, was ihn persönlich motiviert und bewegt

- und was die Landwirtinnen und Landwirte plagt.

BÄUERLICHES SORGENTELEFON

SCHAFFHAUSEN

Nici Peter

Sie sind Landwirt und politisch aktiv. Warum

haben Sie sich entschieden, das Präsidium

des Bäuerlichen Sorgentelefons (BST)

zu übernehmen – was hat Sie angesprochen?

Hans Jörg Rüegsegger, Landwirt und

Nationalrat: Die Arbeitsgruppe für die

Fusion, srakla und BST alt, suchte nach

einer geeigneten Persönlichkeit aus dem

Eidgenössischen Parlament als neuen Präsidenten

für das BST neu. Sie fragten mich

an, und nach kurze Bedenkzeit sagte ich

zu, weil mich dieses Angebot für unsere

Bauernfamilien überzeugt und ich die

Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des

BST sah.

Wie nah gehen Ihnen

die Geschichten, die am Sorgentelefon

erzählt werden; besonders, weil Sie selbst

aus der bäuerlichen Welt stammen?

Rüegsegger: Als Präsident ist man nie so

nah an den Themen wie das Telefonteam.

Aus den Fallbeispielen vom Team und aus

meiner Erfahrung als Präsident der Berner

Bauern, gehen gewisse Geschichten und

Schicksale nicht ohne Weiteres an einem

vorbei.

Laut Auswertungen ist die

Arbeitsüberlastung neben Ehe- und Generationenkonflikten

eines der häufigsten

Themen. Wie erklären Sie sich diese starke

Belastung in der heutigen Landwirtschaft?

Rüegsegger: Drei Faktoren, die bei dieser

Frage umgehend als Antwort präsent sind

- nebst der hohen Arbeitslast per se auf

vielen Betrieben -, sind die sich ständig ändernden

Rahmenbedingungen, besonders

seitens Politik mit zusätzlichen Ansprüchen

und Auflagen, der damit verbundene

gestiegene administrative Aufwand sowie

die Erwartungshaltung und teilweise fehlende

Wertschätzung der Gesellschaft.

Gerade in Hofübergaben

scheint viel Konfliktstoff zu stecken – wie

erleben Sie diesen Prozess in der Praxis?

Rüegsegger: Das Thema ist bei vielen

Betrieben ein Knackpunkt. Ich stelle fest,

dass diejenigen Bauernfamilien, welche

sich eine gute Ausgangslage verschaffen,

die möglichst früh den Prozess starten

und mit allen Familienmitgliedern oder

familienexternen Betroffenen aktiv eine

Lösung suchen, erfolgreich aus diesem

Prozess hervorgehen. Oft führen falsche

Vorstellungen und Unausgesprochenes

zu Missverständnissen oder der gewählte

Ton zu Verwirrungen. Zuhören, Respekt,

Toleranz und Loslassen sind Schlüsselkompetenzen

und wichtige Begleiter einer

erfolgreichen Hofübergabe.

Viele Landwirtinnen und Landwirte stehen

kurz vor dem Ausbrennen – ohne es sich

einzugestehen. Warum ist es in der bäuerlichen

Kultur so schwierig, über Schwäche

oder psychische Erschöpfung zu sprechen?

Rüegsegger: Ich versuche anhand eines

Beispiels aus der Wertschöpfungskette der

Land- und Ernährungswirtschaft dieses

spannende Thema von einer etwas anderen

Seite zu beleuchten: In den letzten

Wochen hat mir ein Kadermitglied erzählt,

dass sein Vater, ein aktiver Landwirt, zu

ihm gesagt habe, «du hast als Geschäftsleitungsmitglied

etwas oft und immer wieder

Ferien». Wer für etwas brennt, aus Leidenschaft

und mit Herzblut, muss sich mittelund

längerfristig Gedanken machen, wie

man einen echten Ausgleich schafft. Ansonsten

wird die Gesundheit ihre Antwort

geben - oder spätestens bei der Hofübergabe

wird man die Quittung für Versäumtes

präsentiert erhalten.

Was kann das Sorgentelefon

konkret tun, wenn jemand mit dem

Rücken zur Wand steht – übermüdet,

überfordert, krank, aber ohne Ausweg?

Rüegsegger: Unsere Teammitglieder hören

zu, helfen Gedanken und Gefühle zu

ordnen, unterstützen bei der Suche nach

Lösungswegen und vermitteln Fachstellen.

Wie ein Telefongespräch abläuft, ist sehr

unterschiedlich. Ziel ist es, dass am Ende des

Anrufes der Mut und die Motivation für

einen nächsten Schritt überwiegen. Wichtig

für das Team des BST ist, dass die Anrufenden

oder in Not geratenen Bauernfamilien

erst einmal den Mut haben, sich zu melden.

Lieber früher als später die Nummer des

BST wählen und das Anliegenbeziehungsweise

die Sorge deponieren. Unser Team

gibt jeder Person eine Chance. Anonym

und niederschwellig – ganz nach dem Willen

des Gründers und den aktuellen Verantwortlichen.

Wie schätzen Sie die Situation im Kanton

Schaffhausen ein? Gibt es Besonderheiten

in der Region, die sich in den Sorgen der

Bäuerinnen und Bauern spiegeln?

Rüegsegger: Da die Anrufenden wie die

abnehmenden Personen anonym bleiben,

gibt es keine Statistik auf Stufe Kanton. Die

Anzahl Anrufe je Monat und die Themen

werden erfasst.

Hans Jörg Rüegsegger wünscht sich für das

Bäuerliche Sorgentelefon mehr Sichtbarkeit in

den bäuerlichen Medien und bei den Partnern

des niederschwelligen Angebots. Bild: zVg.

Was wünschen Sie sich für die landwirtschaftlichen

Familien – gerade in Bezug auf

seelische Gesundheit und soziale Entlastung?

Rüegsegger: Innere Ruhe, Weitsicht und

Geduld für die Weiterentwicklung des Betriebes,

inklusive Familie! Vor allem aber

faire Preise für unsere Produkte und mehr

Respekt aus der Politik, sowie vermehrt

Wertschätzung aus der Bevölkerung.

Das Angebot ist anonym, diskret und von

Fachpersonen aus der Landwirtschaft betreut.

Warum ist genau das entscheidend

für die Wirksamkeit des Sorgentelefons?

Rüegsegger: Das BST ist unabhängig, niederschwellig

und anonym. Das sind unsere

Erfolgsfaktoren. Weil niemand vom Team

etwas verkaufen oder eine Dienstleistung

anbieten muss. Wir sind einzig den Schweizer

Bauernfamilien verpflichtet

Was möchten Sie jemandem sagen, der nachts

wach liegt, innerlich überfordert ist – aber sich

noch nicht traut, zum Hörer zu greifen?

Rüegsegger: Mut tut gut und lohnt sich.

Ein zum Teil riesiger Druck wird wegfallen

und ein neues Gefühl begleitet die Person

nach dem Anruf. Jede Person, die diesen

Schritt wagt, ist (m)ein Sieger.

Obwohl die Anrufzahlen

leicht zurückgehen, steigen die

E-Mail-Beratung und die Gesprächsdauer.

Was sagt das über die Tiefe der Sorgen aus?

Rüegsegger: Es zeigt die Veränderung in

der Gesellschaft und im Bauernstand. Wir

werden unser Angebot weiterentwickeln,

mit neuen Formaten und für zeitgemässe

Themen, die auch jüngeren Generationen

entsprechen.

Das Sorgentelefon lebt von Spenden und

Freiwilligenarbeit – was braucht es, damit

es über die nächsten Jahre weiterleben kann?

Rüegsegger: Mehr Sichtbarkeit in den Bäuerlichen

Medien und bei unseren Partnern.

Das BST in neuer Vereinsform bietet auch

die Gelegenheit, dass jede Kirchgemeinde,

Landfrauenvereine, Landis, Genossenschaften,

Vereine etc. Mitglied werden

können und so das Angebot mit Spenden,

Aktionen oder Kollekten unterstützen.

Wie kann das Angebot insbesondere bei

der jungen Generation sichtbarer gemacht

werden – auch bei Hofübernehmerinnen

und -übernehmern, die oft unter grossem

Druck stehen?

Rüegsegger: Der Vorstand des BST ist

auch mit jüngeren Mitgliedern bestückt.

Wir sind gespannt, mit welchen Ideen sie

uns im Gremium überraschen. Die sozialen

Medien sind ein Thema. Wie wir die

Hürde u.a. für junge Anrufende tief halten,

diskutieren wir aktuell intensiv.

Was macht Ihnen Mut – trotz

all der Schicksale, die über das

Sorgentelefon erzählt werden?

Rüegsegger: Weder der Vorstand noch

das Telefonteam des BST sind über die

genauen Verläufe und Ausgänge der jeweiligen

Schicksale informiert. Solange Menschen

das Bedürfnis haben, beim BST anzurufen,

weiss ich, dass unsere Arbeit Sinn

stiftet und wirklich etwas bewirkt. Jeder

einzelne Anruf, bei dem wir als Team etwas

Positives erreichen und jemandem ein

Stück Hoffnung oder Erleichterung geben

können, gibt mir Mut, weiterzumachen.

Zudem motivieren mich der Schwung und

die Tatkraft, die wir miteinander teilen,

und der starke Zusammenhalt unter den

Bauernfamilien.

Die Freude, mit Tier und Natur zu arbeiten,

die Jahreszeiten zu erleben und zu sehen,

wie aus harter Arbeit und der Anbaubereitschaft

einheimische Lebensmittel

wachsen und die Vielfalt an Biodiversität

- das gibt mir Kraft. Solange diese positiven

Seiten überwiegen, empfinde ich es

als echtes Privileg, mich für die Schweizer

Landwirtschaft einzusetzen.

Mehr zum Thema

Das Bäuerliche Sorgentelefon ist da,

wenn es zu viel wird. Unter der Nummer

041 820 02 15 sind geschulte

Beraterinnen und Berater dreimal pro

Woche erreichbar: Montag, 8.15 bis

12 Uhr; Dienstag, 13 bis 17 Uhr und

Donnerstag, 18 bis 22 Uhr. Auch per

E-Mail kann man sich melden (bei:

info@baeuerliches-sorgentelefon.ch)

– wobei dort Anonymität nicht garantiert

ist.

Mehr zum Angebot und seiner Geschichte

ist auf der nächsten Seite zu finden.

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Ernte des Lebens – was

Generationen verbindet

Wenn im Herbst die

Felder abgeerntet und

wieder angesät sind

und der Nebel über

den Wiesen liegt,

beginnt auf vielen

Höfen die ruhigere

Zeit des Jahres. Eine Zeit, in der man

durchatmet, Bilanz zieht und oft auch

zurückblickt. Es ist der Moment, in dem

Geschichten erzählt werden. Geschichten

über frühere Jahre, über harte Winter,

gute Ernten, schwere Entscheidungen.

Und über die Menschen, die vor uns hier

standen, auf demselben Boden, mit denselben

Hoffnungen.

In der Landwirtschaft sind die Generationen

eng miteinander verbunden. Der

Hof, die Tiere, die Arbeit sind mehr als

Besitz. Sie sind Erbe, Verantwortung,

Lebensaufgabe. Wer auf einem Hof lebt,

spürt täglich diese Verbindung zwischen

Vergangenheit und Zukunft. Man pflanzt

Bäume, deren Schatten man selbst

vielleicht nie geniessen wird und pflegt

Felder, die schon der Grossvater bewirtschaftet

hat.

Ich denke oft an meine Kindheit zurück:

an den Geruch von frisch geerntetem

Heu, an das Rattern des Traktors, an die

rauen Hände meines Vaters, wenn er mir

zeigte, wie man mit der Stichsäge arbeitet.

Damals war mir nicht bewusst, dass ich

mehr lernte als nur Handgriffe. Ich lernte,

Verantwortung zu übernehmen, selbständig

zu arbeiten und geduldig zu sein.

Heute spüre ich, wie viel davon in mir

weiterlebt.

Oft ist der Generationenwechsel nicht

einfach. Verschiedene Vorstellungen

treffen aufeinander. Die Alten, die an Bewährtem

festhalten, und die Jungen, die

neue Ideen einbringen wollen. Moderne

Technik, andere Arbeitszeiten, veränderte

Werte: Was früher galt, gilt heute nicht

immer gleich. Doch genau darin liegt

eine Chance. Jede Generation bringt ihre

eigene Sicht, ihr eigenes Tempo und ihre

eigene Stärke mit.

Ich erinnere mich gut an Gespräche mit

meinem Vater im Stall. Er erzählte, wie er

früher die Heuballen noch mit der Hand

auflud, wie kostbar jeder Sonnenstrahl

das schwarze brett

Stamm für Direktvermarktung und

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war, wenn die Ernte drohte zu verregnen.

Heute haben wir Maschinen, die vieles erleichtern,

und doch bleibt eines gleich: die

Sorge um Wetter, Tier und Boden – und

die Liebe zu dem, was wir tun.

Herbst ist Erntezeit und damit auch

Symbol für das, was im Leben reift. Jede

Generation erntet, was die vorherige gesät

hat. Wissen, Werte, Lebensweisheit – sie

werden weitergegeben, manchmal bewusst,

oft ganz nebenbei. In der Art, wie

wir Probleme angehen, Entscheidungen

treffen oder miteinander reden, lebt das

weiter, was uns geprägt hat.

Und doch verändert sich das Land und

verändern sich die Menschen. Junge Frauen

übernehmen Betriebe, denken nachhaltiger,

vernetzen sich digital, bringen

frischen Wind auf alte Höfe. Sie wollen

nicht nur weitermachen, sondern Betriebe

für heutige Anforderungen fit machen.

Das ist kein Bruch mit der Tradition, sondern

Weiterentwicklung. Denn Tradition

ist nichts Starres, sie ist lebendig, wenn sie

sich wandeln darf.

Von Generation zu Generation weiterzugeben,

bedeutet nicht nur, Maschinen

oder Felder zu übergeben. Es bedeutet,

Vertrauen zu schenken. Den Mut, Neues

zu versuchen, und die Freiheit, Fehler zu

machen. Es bedeutet, Verantwortung zu

teilen und gleichzeitig loszulassen.

Vielleicht ist genau dass, das Schwierigste:

loslassen zu können. Zu wissen, dass die

nachfolgende Generation ihren eigenen

Weg gehen muss, auch wenn er anders

aussieht als der eigene.

Der Herbst lehrt uns, dass Loslassen kein

Ende ist, sondern Teil des Kreislaufs.

Die Blätter fallen, um Neues möglich zu

machen. Auch im Leben ist das so. Jede

Generation darf etwas Eigenes wachsen

lassen auf dem Boden, den die vorherige

Generation gepflegt hat.

Und vielleicht liegt genau darin die

schönste Ernte: zu sehen, dass das, was

man gesät hat an Arbeit, Liebe und

Vertrauen weiterwächst. In den Händen

derer, die nach uns kommen.

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BÄUERLICHES SORGENTELEFON

Ein offenes Ohr für Bauernsorgen

Wenn Sorgen überhandnehmen, ist das Bäuerliche Sorgentelefon für Bäuerinnen,

Bauern und ihre Familien da – anonym, verständnisvoll und mit offenem Ohr.

Seit fast 30 Jahren bietet es Unterstützung in schwierigen Lebenslagen.

Schon länger kämpft er mit sich. Die Ernte

war nur teilweise wie erhofft. Ferien?

Schon lange her – wenn er ehrlich ist, weiss

er kaum noch, wie sich das anfühlt. Täglich

brauchen ihn die Tiere. Das Büro überquillt,

Rechnungen liegen zwischen ungeöffneten

Briefen. Er sollte, er muss! Immer,

morgens, mittags, abends – manchmal

auch nachts.

Die Familie wünscht sich einen fröhlichen

Vater, der mit am Tisch sitzt. Doch er ist

leer, erschöpft. Die Gedanken kreisen um

Arbeit, Sorgen, Geld. Vor ihm türmen sich

Berge – hoch, steil, unüberwindbar. Was

soll er nur tun?

Für genau solche Momente gibt es das Bäuerliche

Sorgentelefon. Ein Hilfsangebot für

Bäuerinnen, Bauern und alle in der Landwirtschaft

Tätigen, wenn Probleme und

Belastungen überhandnehmen. Hier hören

Menschen zu, die die besonderen Herausforderungen

des bäuerlichen Lebens aus eigener

Erfahrung kennen. Diskret, anonym

– und ohne Zeitdruck.

Vor fast 30 Jahren gegründet

Gegründet wurde der Verein 1996. Damals

hatte Daniela Clemenz, Mitarbeiterin

bei Agridea, die Idee, ein solches Angebot

für die Landwirtschaft zu schaffen. Anlass

war das «Internationale Jahr der Armut»,

für das der Bund einen Wettbewerb ausrief.

Clemenz gewann engagierte Mitstreiterinnen

und Mitstreiter aus kirchlichen

und landwirtschaftlichen Kreisen.

Gemeinsam mit Organisationen wie der

SCHWEIZER EIER

Beim Bäuerlichen Sorgentelefon hören Menschen zu, die den Alltag in der Landwirtschaft aus

eigener Erfahrung kennen.

Symbolbild: F1 Digitals/Pixabay

srakla, den Katholischen Bäuerinnen, dem

Schweizerischen Landfrauenverband, der

katholischen Bauernvereinigung und der

Agridea entstand das Bäuerliche Sorgentelefon.

Inspiration und Know-how kamen

unter anderem von ähnlichen Angeboten

in Baden-Württemberg.

Anliegen ganz unterschiedlich

Seit damals rufen Menschen mit ganz

unterschiedlichen Anliegen an: Konflikte

zwischen Generationen auf dem Hof, Beziehungsprobleme,

Auseinandersetzungen

mit Behörden, gesundheitliche Krisen,

finanzielle Sorgen. Die Probleme sind vielfältig

– und in den letzten Jahren komplexer

geworden. Der Druck in der Landwirt-

schaft nimmt zu: tiefere Preise, strengere

Vorschriften, neue Schädlinge, steigende

Anforderungen in Tierhaltung und Bürokratie.

Dazu kommen die grossen Umbrüche

durch Hofübergaben, Vorsorgefragen

und finanzielle Unsicherheiten.

Im Januar 2025 hat Hans Jörg Rüegsegger

das Präsidium des Vereins übernommen.

Gleichzeitig wurde die srakla in den Verein

integriert, und die Aufgaben werden nun

auf mehrere Schultern verteilt. Das Motto

des Bäuerlichen Sorgentelefons: zuhören,

helfen, Gedanken ordnen, Lösungswege

finden, Fachstellen vermitteln. Manchmal

reicht schon ein Gespräch, um den Berg vor

einem ein Stück kleiner werden zu lassen.

Nici Peter

Hohe Nachfrage - begrenztes Angebot

Die Schweizer Eierbranche steht auch dieses Jahr unter Druck: Trotz Produktionssteigerungen

bleibt das Angebot angesichts der anhaltend hohen Nachfrage knapp.

Schon Anfang 2025 war klar: Die Nachfrage

nach Schweizer Eiern bleibt ungebrochen

hoch – im Detailhandel ebenso wie

in der Gastronomie und der Lebensmittelindustrie.

Bereits Ende 2024 waren die

Lager leer, sodass zum Jahresstart keine Reserve

mehr vorhanden war. Zwar ist die Inlandproduktion

bis Ende dieses Jahres um

rund 4,2 Prozent respektive 46 Millionen

Eier erhöht worden, doch dieser Ausbau

konnte die Lücken bisher nicht schliessen.

Sieben Millionen mehr

Vor allem in den Spitzensaisons, etwa

vor Ostern, war der Druck gross: Für die

kurzfristige Versorgung mussten deutlich

mehr Eier importiert werden, von Januar

bis Mitte Februar etwa 64 Millionen Konsumeier

– sieben Millionen mehr als im

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lassen!

gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bis zum

Sommer erhöhte sich die Importmenge

weiter: Rund 63 Millionen Schaleneier

mehr als im Vorjahr wurden bis Mitte Juli

importiert und das Importkontingent

wurde vom Bundesrat auf Antrag der

Branche um 10 000 Tonnen – was rund

160 Millionen Eiern entspricht – auf insgesamt

31 000 Tonnen erweitert.

Kein reales Produktionswachstum

Parallel zur aktuellen Versorgungslage wurde

im Sommer 2025 auch die Eierproduktionsprognose

aufgrund neuer Leistungsdaten

angepasst. Die Grundlage der Prognose

bildet in der Schweiz – wie international

– die Anzahl der Legeküken. Aufgrund verbesserter

Herdenauswertungen konnte das

Kompetenzzentrum der schweizerischen

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Dank der Erfahrung

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in der Landwirtschaft.

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Geflügelwirtschaft Aviforum die sogenannte

Norm-Legeleistungskurve aktualisieren.

Die Legeleistung ist heute höher und konstanter,

insbesondere bei den zunehmend

verbreiteten verlängerten Umtrieben.

Dieser methodische Fortschritt führt zu

einem statistisch bedingten Sprung von

rund 2,6 Prozent bei der geschätzten Eierproduktion

– ein Effekt, der ab 2026 in der

Prognose berücksichtigt wird. Wichtig ist

dabei: Diese Zunahme ist kein reales Produktionswachstum,

sondern ein Resultat

besserer Schätzparameter.

Bio- und Freilandeier knapp

Besonders spürbar ist die Knappheit bei

Bio- und Freilandeiern. Schon im Frühjahr

reichte die verfügbare Menge kaum

aus, um die hohe Nachfrage zu decken. Im

Sommer waren viele Regale leer, Bioeier

nur punktuell erhältlich – auch im Direktverkauf

zeigte sich vorübergehend eine

stagnierende Nachfrage. Dennoch wächst

der Biomarkt: Jedes fünfte Ei stammt aus

Biohaltung.

Planung und Vorlaufzeit

Ein strukturelles Problem der Eierbranche

bleibt die lange Vorlaufzeit: Die Planung

einer neuen Legeherde dauert bis zu 540

Tage. Mengen für Weihnachten 2026

werden bereits jetzt kalkuliert. Kurzfristige

Anpassungen an Marktschwankungen

sind kaum möglich. Hinzu kommen

wachsende Hürden bei Stallbauten, gesellschaftlicher

Druck und zunehmende

Regulierung, was den Ausbau der Produktion

zusätzlich erschwert.

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Tel. 052 369 00 69 · www.rr-ag.ch

Eigene Produktion seit 1993

Bock auf

Kirche.

Auch per Livestream

Mückengitter / Rollos

Montage: Kt. ZH/TG/SH/SG/AG

keine Wegpauschale · Gratis-Offerte

Spontanes Lachen im klub8

Ausstellung

Montage: Kt. ZH/TG/SH/SG/AG

und sein Team für den Abend entwickelt

hatten. Gleich zu Beginn machte Cenk Kork-

Rutschmann AG

maz klar: «Wir wissen selber nicht, was heute

Abend hier passieren wird.»

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«Krisengespräch» schlüpfte Cenk Korkmaz

in die Rolle des Chefs eines fiktiven Unter-

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nehmens, während seine Mitstreiterinnen

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Aktuelle Beilage

Herbstmesse SH

Fünf Tage Messe erleben

Improvisation, Interaktion mit dem Publikum und jede Menge Lacher – so zeigte sich die Premiere der neuen Comedyshow «Häsch nid

gseit!» im Klub8 in Schaffhausen. In der rund 90-minütigen Show sorgten vier Comedians mit spontanen Spielen, witzigen Einfällen und

unerwarteten Wendungen für herzhaftes Lachen im Publikum.

LETZTE

SCHAFFHAUSEN

Salome Zulauf

Spontan, frech und mit jeder Menge Lachen

– so startete am vergangenen Mittwoch

die Premiere der neuen Comedyshow

«Häsch nid gseit!» im Klub8. Der ausverkaufte

Abend bot dem Publikum mit seiner

gelungenen Mischung aus Improvisation

und Publikumsbeteiligung ein Feuerwerk an

überraschenden Momenten, bewusst anders

als herkömmliche Comedyformate.

Spontane Gags

Im Mittelpunkt standen Spontaneität und

die direkte Interaktion mit den Zuschauerinnen

und Zuschauern, wodurch die Vorstellung

zu einem Unikat wurde. Durch den

Abend führte der Winterthurer Comedian

Cenk Korkmaz, der gemeinsam mit Javier

Garcia, Julia Steiner und Jozo Birca auf der

Bühne stand. Mit viel Humor meisterten sie

«Söttsch nid Säge»

Los ging es mit dem Spiel «Söttsch nid

Säge»: Die Comedians mussten dem Mode-

Rutschmann AG

rator Dinge sagen, die sie ihm sonst nie über

die Lippen bringen würden, passend zum

Thema Flirten im Club. Während der rund

90-minütigen Show wurde das Publikum

immer wieder aktiv einbezogen. Beim Spiel

und Mitstreiter spontan auf seine Fragen reagierten.

Ihre unerwarteten Antworten führten

zu absurden Wendungen und sorgten für

viele Lacher im Publikum.

Die nächste Veranstaltung der Comedyshow «Häsch nid

gseit!» wird am 10. Dezember im Klub8 in Schaffhausen

die Spiele, die Veranstalter Leonard Stucki stattfinden.

Cenk Korkmaz moderierte durch den ersten Abend der Comedyshow «Häsch nid gseit!». Bilder: Salome Zulauf

Mit ihrem schnellen Witz und spontanen Sprüchen sorgte

Julia Steiner immer wieder für Lacher im Publikum.

Das Team vom Klub8 versorgte die Besucherinnen und

Besucher mit Getränken.

Sabine und Andreas Heller aus Stetten freuten sich auf einen

Abend mit vielen Gelegenheiten zum herzhaften Lachen.

Die beiden Freundinnen Anne Thiess (r.) und Romana

Walter genossen einen Abend voller spontaner Momente.

«Wir lassen uns mal überraschen und schauen, was die neue

Comedyshow zu bieten hat», sagen Michaela und Pascal.

Moderator Cenk Korkmaz führte durch die Premiere der

Comedyshow «Häsch nid gseit!».

Die Cousinen Begüm Gülay (l.) und Ilayda Gülay, Feuerthalen,

freuten sich auf einen Abend voller interaktiver Spiele.

Auf Instagram entdeckt und kurzerhand beschlossen, die

Show zu besuchen: Soraya und Fabrizio.

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