Oberlandler | Herbstausgabe 2025
Herbst im Oberlandler: Heimatgeschichten voller Mythen, Handwerk und Herz – wo Tradition und Moderne bunt zusammenfinden.
Herbst im Oberlandler: Heimatgeschichten voller Mythen, Handwerk und Herz – wo Tradition und Moderne bunt zusammenfinden.
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Impressum
3/2025 | 4,50 €
Die Parkettleger-Meister aus dem Leitzachtal
Miesbach | Leitzach 5 | Tel. 0 80 25 / 75 67
www.fussboeden-zehetmair.de
KOCHEN
Die moderne Küche ist zumeist
mit dem Esszimmer
verbunden, oft mit einem
fließenden Übergang zum
Wohnzimmer. Es bietet
sich deshalb an, die
Räume mit einem durchgehenden
Parkett- oder
Dielenboden zu verbinden.
Dass im Alltag auch
mal etwas daneben geht
oder auf den Boden fällt,
liegt auf der Hand. Doch
mit dem richtigen Parkett
kann man sich gegen alle
Tücken des Alltags in der
Küche wappnen.
BADEN
Im Bad sollten Holzböden nur
vom qualifizierten Parkettleger
verlegt werden. Fachgerecht
ist nur eine vollflächige
Wasserabdichtung zum
Untergrund und vollflächige
Verklebung des Parkettbodens.
Die Fugen zwischen
den Parkettstäben kann
man verschließen, wie man
es zum Beispiel im Poolbereich
von Kreuzfahrtschiffen
sieht. Die so behandelte
Oberfläche lässt Schmutz
und Wasser einfach abperlen.
Unschöne Wasserflecken,
Kalk und Schmutz
haben so keine Chance.
SCHLAFEN
LEBEN
Ein Holzboden ist Balsam
für alle Sinne des Menschen.
Holz besitzt einen
weiteren Vorteil, den
es gegenüber anderen
Bodenbelagsarten ausspielen
kann: Es ist immer
wohltemperiert und kühlt
auch bei niedrigen Raumtemperaturen
nur wenig
ab. Gehen Sie barfuß darüber.
Sie werden feststellen,
wie angenehm warm
und natürlich sich ein Parkettboden
anfühlt.
Der Hauptgrund für einen
Holzboden im Wohnzimmer
ist die durch ihn vermittelte
Gemütlichkeit
und Natürlichkeit. Holz hat
Charakter und erzählt von
seinem Wachstum und
seiner Herkunft. Jede Holzoberfläche
ist individuell
und schafft Atmosphäre.
Parkett im Wohnzimmer eröffnet
ungeahnte Möglichkeiten
der Raumgestaltung.
Verlegemuster, Farben und
Reliefs lassen keinen Raum
wie den anderen aussehen.
MACHEN WIR
Mit unserem Team aus
Parkettleger-Meistern,
-Gesellen und Azubis
bringen wir die schönsten
Parkett- und Bodenbeläge
auf die „Erde“.
Unser Service umfasst
eine ausführliche Beratung
im Showroom und
auf der Baustelle inklusive
schriftlichem Fixangebot
– anschließend
eine professionelle Verlegung
der gewählten
Boden-Materialien und
Pflegeeinweisung. Für
diese Leistungen und
Material geben wir noch
5 Jahre Garantie, weil
wir von unserer Qualität
überzeugt sind. Schauen
Sie vorbei in unserer 400
m 2 großen Ausstellung.
BESUCHEN SIE UNSERE
AUSSTELLUNGSRÄUME AUF 400 m 2
Editorial
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wenn’s draußen kühler wird, die Blätter fallen und sich der Nebel
über die Berge legt, dann spürt man im Oberland besonders deutlich,
wie eng Vergangenes und Heutiges beieinanderliegen. Im Herbst und Winter
halten wir inne und entdecken zugleich neue Geschichten.
Genau das zeigen wir auch mit dieser Ausgabe. Wir besuchen den Grünen
Markt mitten im Herzen von Miesbach, auf dem Regionalität und Begegnung
Hand in Hand gehen. Wir nehmen Sie mit in die Welt der Sagenautorin Gisela
Schinzel-Penth, die mit ihren Erzählungen alte Mythen und Geheimnisse
unserer Heimat lebendig hält – und damit zeigt, wie sehr auch heute noch das
Gestern in uns nachklingt.
Handfest und bodenständig geht’s mit dem Holzhandwerk weiter: Früher
tägliche Notwendigkeit, heute zugleich Traditionspflege, Kunstfertigkeit und
nachhaltiges Arbeiten. Einen ähnlichen Spagat zwischen damals und heute
erleben wir auch bei den Zügen: von detailverliebten Modelleisenbahnen bis
hin zur echten Tegernsee Bahn, die mit ihrem alten Triebwagen Eisenbahngeschichte
zum Anfassen bietet.
Und natürlich darf auch der Genuss nicht fehlen:
Unsere Reportage über eine Landmetzgerei zeigt,
wie gutes Handwerk schmeckt – ehrlich, regional und
mit viel Herzblut. Spannend wird es dann, wenn die
Holzkirchner Feuerwehr in ihre ABC-Anzüge schlüpft
und zu ganz besonderen Einsätzen ausrückt.
So ergibt sich ein buntes Bild unseres Oberlands –
traditionsbewusst und doch lebendig, verwurzelt in der Geschichte
und offen für das Heute. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen
Oberlandler auf
Facebook und
Instagram !
Impressum
ist ein Produkt des Miesbacher Merkur
und Holzkirchner Merkur
Verlag
Zeitungsverlag Oberbayern GmbH & Co. KG
Verantwortlich für den Inhalt
Stefan Hampel
Redaktion
Susanne Mayr-Flach
Autoren
Florian Flach, Heidi Siefert, Kathrin Wolff,
Andreas Wolkenstein
Fotos
Florian Bachmeier, Thomas Plettenberg,
Ralf Poeplau, Gisela Schinzel-Penth
Anzeigen
Wolfgang Ober (Ltg.),
Stephanie Spieß, Florian Kreuzmayr,
Katharina Reile, Renate Konstanzer,
Luca Lausecker, Andrea Prause, Michaela Fuchs
Gestaltung: Martin Lobinger, PMS Penzberg
Druck: Mayr Miesbach
Kontakt zu Redaktion und Vermarktung:
Schlierseer Straße 4, 83714 Miesbach
Telefon 0 80 25 / 285-55, www.merkurtz.media
miesbach@merkurtz.media
oberlandlermagazin
Der Oberlandler ist käuflich erhältlich
im Medienhaus Miesbach
Ihr Oberlandler-Team
MAGDALENEN VERLAG
Schon ans nächste Jahr denken – mit Gute Laune Kalendern
Herzliche
Grüße aus
Holzkirchen
in Obb.
Kalender jetzt einfach bestellen unter www.magdalenen-verlag.de
3 Oberlandler
Inhalt
03 Editorial
Impressum
06 Im ABC-Einsatz
Die Feuerwehr Holzkirchen
16 Schöner Einkaufen
auf dem grünen Markt in Miesbach
26 Vergessenes Wissen
Alles über spannende Sagen
und Legenden im Oberland
36 Wuide Hehna
Maria Millauer
40 Arbeiten im Wald
Moderne Holzwirtschaft
50 5-Sterne-Service
Der Hausmeisterservice Oberland
Titelgeschichte
56 Regionaler Genuss
Der Jasberger Hofladen
68 Loiderding lebt
Mit Herz & Humor
70 Faszination Bahn
Von großen und kleinen Zügen
80 Lieblings-Stücke
Einkaufstipps
82 Veranstaltungen
Tipps und Termine
Oberlandler 4
Intersport Berauer
Anzeige
Sporttradition aus Schliersee
mit Zukunftsblick
Seit über 70 Jahren steht Intersport Berauer für gelebte Sportleidenschaft,
persönliche Beratung und höchste Qualität – verwurzelt
in Schliersee, gewachsen mit der Region. Gegründet 1951
von Gustl Berauer, dem ersten deutschen Weltmeister in der Nordischen
Kombination, ist das Unternehmen bis heute in Familienhand
und wird von Christoph Berauer in zweiter Generation
geführt – selbst ehemaliger Nationalathlet.
Intersport Berauer –
Kompetenz, Qualität und Leidenschaft auf über 1.400 m²
Mit über 1.400 m² Verkaufsfläche an den Standorten Schliersee
(400 m²) und Holzkirchen (1.000 m²) bietet Intersport Berauer
eine riesige Auswahl an Sportartikeln für alle, die Bewegung,
Gesundheit und einen aktiven Lebensstil schätzen. Von Outdoor
bis Fitness, von Wintersport bis Sportstyle – das Sortiment
überzeugt durch Markenvielfalt, Funktionalität und Nachhaltigkeit.
Besonders geschätzt: die fachkundige, persönliche Beratung
und das familiäre Einkaufserlebnis.
Neueröffnung in Schliersee – mehr Service, mehr Auswahl
Ab Oktober 2025 wächst die Filiale in Schliersee um weitere 450 m²
– mit einem klaren Fokus auf Service und Verleih. Das Ziel: mehr
Auswahl, effizientere Abläufe und ein noch höheres Servicelevel
für alle Wintersportbegeisterten.
Mit dem Ausbau bietet Intersport Berauer ein umfassendes
Wintersport-Verleihangebote – mit hochwertiger, regelmäßig
gewarteter Ausrüstung und kompetenter Beratung:
• Ski Alpin: Vom klassischen Pistenset
bis hin zu High-Performance-Modellen
• Langlauf: Klassisch oder Skating –
für entspannte Touren oder ambitioniertes Training
• Skitouren: Leichte, robuste Tourensets
für Einsteiger und erfahrene Tourengeher/innen
• Schneeschuhe:
Ideal für Winterwanderungen abseits der Piste
Auch Snowboards und ergänzendes Zubehör (Stöcke, Helme,
Schuhe etc.) sind selbstverständlich im Verleih erhältlich.
Neu im Sortiment: Van Deer – Red Bull Sports Equipment
Besonders stolz ist Intersport Berauer auf die Aufnahme von
Van Deer Ski ins Sortiment – die Premium-Marke von Skilegende
Marcel Hirscher. Die hochwertigen Ski überzeugen mit
Innovation, Präzision und maximaler Performance – jetzt in
Schliersee erhältlich und auch zum Testen verfügbar. Mit dieser
Erweiterung stärkt Intersport Berauer seine Position als regionaler
Wintersport-Spezialist – mit Leidenschaft, Fachwissen
und modernster Technik.
Im Verkauf erwartet dich ein umfassendes Sortiment für den
Wintersport – mit hochwertiger Ausrüstung, funktionaler Bekleidung
und individueller Beratung:
• Ski Alpin: Vom Einsteiger- bis zum Rennski
• Langlauf: Klassisch und Skating
• Skitouren: Leichte Tourenski, Bindungen,
Felle, Stöcke, Schuhe und mehr
Highlight: Viele Ski-Modelle können vor dem Kauf getestet
werden – so findest du genau den Ski, der zu dir passt!
SERVICE
SKI Basic 35 € | Basic Plus 45 € | Top 60 € | Premium 80 €
SKI KINDER Basic 25 € | Basic Plus 35 €
WEITERE SERVICE Langlauf, Snowboard, Schlittschuh
-20% auf alle Services
für den Zeitraum von 2 Wochen ab der Eröffnung
Ein echtes Highlight ist die Investition in eine hochmoderne Skiservice-Maschine
vom renommierten Hersteller Montana, die
für optimal präpariertes Material sorgt – vom Freizeitsportler
bis zum Profi.
Folgt uns für aktuelle Einblicke & Infos zur Neueröffnung:
sport.berauer www.sport-berauer.de
Besuchen Sie uns in unseren Stores:
Rathausstr. 17 | 83727 Schliersee | Tel. 08026 60690
Rosenheimer Str. 21 | 83607 Holzkirchen | Tel. 08024 4772124
5 Oberlandler
Die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz für unsere Sicherheit –
auch bei unsichtbaren Gefahren. Wir haben die
Freiwillige Feuerwehr Holzkirchen besucht
und die oft unbekannte, aber wichtige
ABC-Komponente beleuchtet.
Text: Florian Flach | Fotos: Thomas Plettenberg
Oberlandler 6
Mehr als nur
FEUER
löschen
7 Oberlandler
Wenn aus dem Dachstuhl eines Wohnhauses
in Holzkirchen dichter Rauch quillt oder
auf der Autobahn A8 ein Lkw brennt, ist die
Freiwillige Feuerwehr Holzkirchen in wenigen Minuten
zur Stelle. Das Bild des mutigen Feuerwehrmanns
oder der tapferen Feuerwehrfrau im dichten Rauch ist
fest im kollektiven Bewusstsein verankert. Doch die
Arbeit der Feuerwehr ist weit mehr als das Löschen von
Bränden oder die Rettung eingeklemmter Personen
bei Verkehrsunfällen. Denn das Amt, das dem Motto
„Retten, Bergen, Löschen, Schützen“ folgt, geht weit
darüber hinaus. Ein Bereich, der in der Öffentlichkeit
kaum bekannt, aber von enormer Bedeutung ist, sind
die ABC-Einsätze. Wir werfen einen Blick hinter die
Kulissen einer ehrenamtlichen Institution, die vor allem
mit Brandbekämpfung oder technischer Hilfeleistung,
beispielsweise bei Unfällen oder Unwettern, in Verbindung
gebracht wird.
Die Kameraden unterstützen beim Anlegen der Schutzausrüstung.
Oberlandler 8
Ordentlich vorbereitet liegt das Equipment bereit.
Was bedeutet ABC
überhaupt?
Die Abkürzung „ABC“ steht für atomare, biologische
und chemische Gefahren. Sie beschreibt ein Spektrum
von Einsätzen, bei denen die Feuerwehr mit Stoffen
oder Situationen konfrontiert wird, die oft weder
sichtbar noch riechbar sind, aber hochgefährlich sein
können. Für diese Art von Einsätzen sind besonderes
Wissen, technische Ausrüstung, höchste Sorgfalt und
ein hohes Maß an Professionalität erforderlich. All das
ist in Holzkirchen gelebte Realität. „Wir gehören gemeinsam
mit der Freiwilligen Feuerwehr Otterfing – die
über eine spezielle Dekon-Straße zur Dekontamination
verfügt – und der Feuerwehr Weyarn dem ABC-Zug
Nord des Landkreises an“, erklärt Ludwig Würmseer,
1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Holzkirchen.
Diese kommen immer dann zum Einsatz, wenn im
Landkreis Stoffe austreten, die potenziell eine Gefahr
darstellen oder wenn diese vorerst unbekannt sind.
Ein klassisches Beispiel für einen ABC-Einsatz ist ein
Gefahrgutunfall auf der Autobahn. Ein Lkw verunglückt
und seine Ladung, beispielsweise Salzsäure oder ein
ätzender Reinigungsstoff, läuft aus. Nun reicht es nicht
mehr aus, einen Löschangriff aufzubauen. Vielmehr
geht es um die Identifizierung der Stoffe, das Abdichten
von Lecks, die Dekontaminierung von Personen und
die Verhinderung, dass gefährliche Substanzen in die
Umwelt gelangen. In solchen Fällen ist der ABC-Zug
Miesbach gefordert, dem im Zusammenschluss mehrerer
Feuerwehren im Landkreis auch die Feuerwehr
Holzkirchen angehört.
Kommen Sie
zur Ruhe
Genießen Sie Sauna, Wellness
und gutes Essen am malerischen
Schliersee. Beim Blick auf den
weißblauen Himmel, das imposante
Alpenpanorama und das glitzernde
Wasser des Sees ist der Alltag
schnell vergessen.
monte mare
in der Vitalwelt
Perfallstr. 4
Schliersee
www.monte-mare.de
9 Oberlandler
Im März 2023 kam es in Hausham zu einem umfangreichen ABC-Einsatz. Foto: Ralf Poeplau
Holzkirchen –
eine Feuerwehr
mit Spezialauftrag
Die Feuerwehr Holzkirchen ist für den ABC-Fall
speziell geschult und ausgestattet. Neben Fahrzeugen
und Equipment stellt die Wache auch Personal, das in
speziellen Lehrgängen auf Landkreisebene wie auch in
drei staatlichen Feuerwehrschulen Bayerns fortgebildet
wurde. „ABC-Einsätze erfordern ein sehr genaues und
strukturiertes Vorgehen“, erklärt Dominik Renninger.
Er ist Zugführer und Atemschutzleiter der Freiwilligen
Feuerwehr Holzkirchen und gehört hauptamtlich der
Berufsfeuerwehr München an. „Kennt man den Gefahrstoff
und seine Auswirkungen, ist das schon mal die
halbe Miete. Schwieriger wird es, wenn sich zwei oder
mehrere Stoffe vermengt haben und die Reaktion der
Stoffmischung anfangs noch unklar ist.“
Ein beeindruckendes Beispiel: Im Jahr 2023 verlor ein
Gefahrgut-Lkw Salzsäure direkt am Bahnhof Hausham.
Die giftige und stark ätzende Flüssigkeit trat unkontrolliert
aus und verdampfte teilweise, wodurch eine
akute Gesundheits- und Umweltgefahr entstand. Zwei
Personen klagten über Atembeschwerden, rund 40
Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Polizei, Feuerwehr,
Katastrophenschutz und Spezialkräfte waren
im Großeinsatz.
Auch spezielle Handschuhe gehören zur Ausrüstung.
Oberlandler 10
Vor Ort war auch die Freiwillige Feuerwehr Holzkirchen
als fester Bestandteil des ABC-Zugs Miesbach. Sie unterstützte
mit Atemschutzträgern und Spezialisten im
CSA (gasdichter Chemikalienschutzanzug). Gemeinsam
mit den Feuerwehren aus Hausham, Miesbach, Schliersee,
Tegernsee und Agatharied sowie mit Kräften aus
Rosenheim wurde der Bereich gesichert, die Salzsäure
gebunden und schließlich unter strengen Sicherheitsauflagen
abgepumpt.
Vielfalt der Einsätze im
Miesbacher Oberland
Auf den ersten Blick ist das Miesbacher Oberland
ein beschauliches Fleckchen Bayerns. Doch es gibt
zahlreiche Einrichtungen und Infrastrukturen, die ABC-
Einsätze erforderlich machen können: Dazu zählen
Transportunternehmen, Industriebetriebe, Biogasanlagen,
chemische Reinigungsbetriebe, größere Kliniken,
Bahnstrecken und nicht zuletzt die stark frequentierte
Autobahn A8, auf der täglich Gefahrguttransporte rollen.
„Es gibt bei uns eine Vielzahl an möglichen Einsatzszenarien
und so ist die Frage leider nicht ob, sondern
wann etwas passiert“, so Würmseer.
Jeder Handgriff sitzt und die Mannschaft weiß,
wo alles im Fahrzeug verlastet ist.
Fraunhoferstr. 1 - Miesbach - Tel. 0 80 25 / 27 38
11 Oberlandler
Wird die Feuerwehr alarmiert, heißt es schnell ab ins Feuerwehrhaus.
Von der
Alarmierung
zum Einsatz
Von Sprechfunk bis Atemschutz, das Spektrum ist vielfältig.
Am Anfang steht die Alarmierung durch die ILS (Integrierte
Leitstelle), die für den Landkreis in Rosenheim
stationiert ist. Dort laufen sämtliche Notrufe der Region
Miesbach und Rosenheim zusammen. Das bedeutet,
jeder Anruf über die Nummer 112 wird hier angenommen
und weiterverarbeitet. Anschließend wird aufgrund
der ersten Erkenntnisse durch den Anrufer eine
Alarmierung veranlasst. Das ist der Moment, in dem die
persönlichen Melder der zuständigen Feuerwehrkameraden
klingeln oder bei größeren Lagen zusätzlich die
Sirene heult. „Auf dem Weg zum Feuerwehrhaus bereitet
man sich aufgrund des Meldebildes bereits geistig
auf den Einsatz vor“, so ein Kamerad aus Holzkirchen.
Einsätze, egal welcher Art, folgen dann jeweils einem
festen Schema. „Am Anfang steht die erste Erkundung,
durch eine Führungsperson wie beispielsweise einem
Zug- oder Gruppenführer“, erklärt Würmseer. Eine
erste Lage wird an die ILS gegeben und ggf. werden
weitere Einsatzkräfte nachgefordert, falls dies nötig ist.
Oberlandler 12
Am Beispiel ABC wird die Einsatzstelle durch den
Sicherungstrupp abgesichert, ein Sicherheits-, Gefahrenbereich
sowie Absperrbereich festgelegt und das
benötigte Material bereitgestellt. Der Angriffstrupp
sowie ein Sicherungstrupp rüstet sich mit Atemschutzgerät
aus und legen falls nötig den Chemikalienschutzanzug
(CSA Form 3) an. Die Atemschutzüberwachung
wird eingerichtet und überprüft in regelmäßigen Abständen
per Funkkontakt die vorgehenden Trupps. Ein
Dekon-Bereich wird installiert und ein weiterer Trupp
rüstet sich mit einfachem Chemieschutz (CSA Form 2
Spritzschutz) zur anschließenden Dekontaminierung
aus. Eine Gefahrenermittlung durch Messgeräte wird
durchführt und im Fall der Fälle eine Nachalarmierung
über die Leitstelle durgeführt. Werden Fachberater für
Chemie und Strahlenschutz benötigt, wird dies ebenso
wie Rettungsdienst und Polizei vor Ort koordiniert. Ist
der Einsatz abgearbeitet, also beispielswiese ein Leck
behoben und die ausgetretene Chemikalie gebunden
und gesichert, geht es an den Rückbau, die Reinigung
sowie das Ersetzen von Materialien. „Nicht jeder Gefahrguteinsatz
ist gleich ein Gefahrguteinsatz. Ein guter
Merksatz ist die Frage: Wo ist der Tiger? Ist er im Freien
oder ist er noch im Käfig? Ist er draußen hast Du ein
Problem. Und genauso verhält es sich mit Gefahrstoffen“,
erklärt Würmseer.
Beim Üben gehört natürlich auch Spaß dazu.
GOLDENE MOMENTE ZUM HERBST.
Entdecken Sie attraktive Angebote bei uns
zum Tag der offenen Tür.
Erleben Sie den goldenen Herbst auf ganz besondere Art und Weise:
Am 11.10.2025 öffnen wir unsere Türen für Sie. Tauchen Sie ein in die
Welt des Leders, spüren Sie echte Handwerksqualität und feiern
Sie mit uns diesen besonderen Tag. Zwei Wochen lang bieten wir
Ihnen goldene Preise auf ausgewählte Klassiker und Lagerstücke.
Qualität, die bleibt – jetzt besonders attraktiv.
Am 11.10.´25
ab 11 Uhr
sind unsere
Türen
geöffnet.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
marstaller1893.de
Marstaller Werkstätten KG, Dorfstraße 9a, 83627 Osterwarngau • Unsere Öffnungszeiten für Sie:
Mi.-Fr. 10-18 Uhr und Sa. 11-15 Uhr oder Sie vereinbaren einen persönlichen Termin unter 08024/90350
13 Oberlandler
Einsatzbereit
rund um die Uhr,
365 Tage im Jahr
Was oft vergessen wird: Hinter der Professionalität der
Feuerwehr stehen Menschen, die diese Arbeit ehrenamtlich
leisten – neben Beruf, Familie und Alltag. Feuerwehrleute,
die mitten in der Nacht aufstehen, in ihre
Einsatzkleidung springen und sich auf den Weg machen,
ohne zu wissen, ob sie in einer Stunde wieder zuhause
sind oder in einer Schutzzone voller Gefahren.
Ein Trupp im Chemiekalienschutzanzug.
Oberlandler 14
Die Ausbildung ist ebenfalls anspruchsvoll: Wer Teil des
ABC-Zugs sein möchte, muss regelmäßig Schulungen
absolvieren, an Übungen teilnehmen und sein Wissen
in Theorie und Praxis immer wieder auffrischen. Viele
investieren dafür ihre Wochenenden und Urlaubszeit.
„ABC-Einsätze sind Gott sei Dank nicht an der
Tagesordnung. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass man
regelmäßig und intensiv üben muss“, erklärt Würmseer.
Für das Ausbildungsmodul ABC ist die vorherige Ausbildung
zum Atemschutzgeräteträger, CSA-Träger sowie
die entsprechende körperliche Eignung, die medizinisch
geprüft wird, Voraussetzung.
Sicherheit für eine
ganze Region
Die Einsätze der Feuerwehr Holzkirchen im Bereich
ABC mögen in der öffentlichen Wahrnehmung selten
sichtbar sein, doch ihr Wert ist kaum zu überschätzen.
Die Bereitschaft, sich auf derartige Gefahrensituationen
vorzubereiten, macht die Gemeinde Holzkirchen und
das gesamte Miesbacher Oberland ein Stück sicherer.
Der 1. Kommandant Ludwig Würmseer bringt es auf den
Punkt: „Wenn wir gerufen werden, ist meist schon etwas
passiert. Dann muss jeder Handgriff sitzen. Und das
tun wir, weil wir jetzt müssen und es auch können. Für
unsere Nachbarn, unsere Freunde, unsere Region.“
Die Feuerwehr, ein breit
gefächertes und hochspezialisiertes
Ehrenamt
Brände löschen, Menschen retten, Unfälle absichern. All
das ist sichtbar und anerkannt. Doch gerade in Bereichen
wie ABC zeigt sich, wie viel mehr die ehrenamtlichen
Helfer leisten. Wer selbst Lust bekommen hat, sich
in diesem großartigen Ehrenamt zu engagieren, ist bei
den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis herzlich
willkommen. |
www.feuerwehr-holzkirchen.com
feuerwehrholzkirchen
FeuerwehrHolzkirchen
15 Oberlandler
Oberlandler 16
Der Donnerstag ist in Miesbach immer besonders.
Schon früh morgens herrscht lebhaftes Treiben auf
dem Marktplatz, der für ein paar Stunden zu einem
Umschlagplatz für Obst, Gemüse und viele andere
Köstlichkeiten wird. Gleichzeitig ist er ein Ort der
Begegnung und für viele der Anlass Besorgungen
in der Kreisstadt auf diesen Tag zu legen und
mit einem Einkaufsbummel zu verbinden.
Text: Heidi Siefert | Fotos: Thomas Plettenberg
Mar kttag
in Miesbach
17 Oberlandler
Lange bevor die Schulkinder auf dem Weg vom
Bahnhof hinauf zu Realschule und Gymnasium
den Marktplatz überqueren, herrscht hier rege
Betriebsamkeit. Die Fieranten treffen ein, positionieren
Wägen und Stände und beginnen ihre Ware zu
präsentieren. Heimisches Gemüse neben mediterraner
Feinkost, saisonale Ernte neben Klassikern, die es das
ganze Jahr über gibt. Es kommt nicht von ungefähr, dass
die Stadt ihren Markt mit „ein kleines Stück Schlaraffenland“
bewirbt.
In den Annalen ist der Miesbacher Markt 1367 erstmals
erwähnt. Vermutlich war er da bereits etabliert und
hat seine Wurzeln noch früher. Die Freisinger Bischöfe
sollen das Privileg des Marktrechts verliehen haben, um
der Handelskonkurrenz der herzöglichen Märkte Rosenheim,
Aibling, Tölz und Holzkirchen etwas entgegen
zu setzen.
Als gesichert gilt, dass der Markt seit dem frühen
15. Jahrhundert alle zwei Wochen am Dienstag am
heutigen Stadtplatz abgehalten wurde. Seit 1931 ist der
Donnerstag Markttag. Damit wollte sich Miesbach von
der damals übermächtigen Konkurrenz am erstarkten
Bahnknotenpunkt Holzkirchen absetzen. Das Marktleben
sollte belebt und gleichzeitig organisiert werden.
Eine Marktordnung legt bis heute Größe und Standort
der Stände fest, die sich vor der besonderen Kulisse der
umliegenden Häuser um den Maibaum gruppieren.
Bei Andreas Brandstätter
gibt es nicht nur frisches Geflügel.
Das Angebot auf dem Miesbacher Markt ist immer groß.
Oberlandler 18
Jetzt an die
Herbstpflege
denken!
Landschaftsgestaltung GmbH
Beratung - Planung - Ausführung
Unsere Leidenschaft gehört Ihrem Garten!
Schliersee
Tel. 08026/6440
Ab 6.30 Uhr ist alles parat. Die erste Kundschaft kommt –
vor dem Trubel oder auf dem Weg in die Arbeit. Wer um
diese Zeit einkauft, steuert zielstrebig seinen Stand an.
Später wird gebummelt und flaniert. Wer Zeit hat, lässt
sich für den Einkauf inspirieren, stellt den Einkaufszettel
vor Ort je nach Angebot zusammen. Dazwischen ist
Zeit für einen Ratsch; spontan, weil man auf dem Markt
immer jemanden trifft, den man kennt oder geplant,
weil viele den Marktbesuch zum Anlass für ein Treffen
nehmen. Wer Glück hat, findet einen Platz in einem der
Cafés. Wer es eilig hat, freut sich über einen frisch gepressten
Saft oder einen schnellen Espresso an einer der
fahrenden Bars, die bisweilen das Angebot bereichern.
Nicht zu lange überlegen sollte, wer sich für’s
Mittagessen auf gefüllte Teigwaren freut. Direkt an der
Ecke vor dem Wäschehaus Grabmaier steht Andreas
Brandstätter mit seinem Wagen „Federvieh und Feines“.
Ums Federvieh im Familienbetrieb aus der Traunsteiner
Gegend kümmert sich der Bruder, während er auf dem
Markt mit Leidenschaft seiner Kundschaft Köstlichkeiten
wie Geflügel, Lamm, Stallhasen oder Wild aus
heimischer Jagd schmackhaft macht – und die frische
Pasta. Gnocchi, Ravioli, Rotondi, Quadroni, Cannelloni
als Klassiker mit Gorgonzola, Ricotta oder Tomate-Mozzarella
im Teigmantel oder in ausgefallenen Varianten.
Während er vorsichtig Teigtäschchen in ein Tütchen
füllt gibt es die Kochanleitung mit dazu. „In lauwarmes
Wasser geben, nicht aufkochen lassen und danach in
Butter schwenken“ ist Brandstätters Rat gegen
matschige Nudeln.
Um Ihnen meine
volle Aufmerksamkeit
zu widmen, arbeite ich
ausschließlich
auf Termin
Sehstärkenmessung
Lesebrillen
Bildschirmbrillen
Sportbrillen
OPTIK LERMANN
staatl. geprüfter Augenoptikermeister
83734 Hausham | Alte Tegernseer Str. 4 | Seiteneingang
Tel. 0171 - 806 05 72
info@tassilo-lermann.de
www.tassilo-lermann.de
19 Oberlandler
Aus dem
Wittelsbacher Land auf
die Miesbacher Teller
Um zwanzig nach Vier setzt sich Sepp Kammerer in Petersdorf
zwischen Aichach und Augsburg in den Marktwagen,
den sie am Biohof Reiner schon am Vorabend
hergerichtet haben. Kartoffeln, Zwiebeln, Gemüse,
Salate hat er geladen. Alles bio, alles regional und von
gleichbleibend hoher Qualität, wie sie die Miesbacher
Kundschaft seit vielen Jahren schätzt. Aufs Jahr genau
hat es Elisabeth Reiner nicht mehr im Kopf, wann ihr
Mann damit angefangen hat, aber „30 Jahre müssten es
bestimmt schon sein“. Damals sei sie gar nicht begeistert
gewesen, gibt sie zu. Dienstag und Mittwoch sei
Johann schon auf Märkten unterwegs gewesen. Dass
sie noch einen Tag mehr ohne seine Unterstützung auf
dem Hof auskommen musste, gefiel ihr nicht. Bis sie ein
paarmal selbst dabei gewesen ist.
Josef Kammerer kommt für den Biohof Reiner schon seit vielen Jahren nach Miesbach um Kartoffeln, Gemüse und mehr zu verkaufen.
Oberlandler 20
SETZEN SIE SICH NEUE ZIELE
DER NEUE JEEP® COMPASS
„Miesbach hat eine besondere Atmosphäre“, beschreibt
Reiner und erzählt, dass auch ihrem Bruder Sepp der
Markt hier besonders gut gefällt. „Es ist genau der Menschenschlag,
der ihm liegt“ erklärt sie, warum er sich
auch mit 79 Jahren noch jeden Donnerstag gern auf den
Weg ins Oberland macht. Immer hat er Kartoffeln dabei,
die sie auf dem Loachbauernhof, einem ehemaligen Hof
des Domkapitels Augsburg, der 1927 in Familienbesitz
kam, seit 50 Jahren kultivieren. Kürzlich war die Ernte
der Lagersorten Agria und Belana. Im Mai freut sich die
Kundschaft auf die ersten Frühkartoffeln, die in den
leicht sandigen Böden des Wittelsbacher Landes wachsen.
Dabei setzen die Reiners nicht nur auf altbewährte,
traditionelle Sorten, sondern sind auch neugierig auf
Alternativen. Dazu gibt es eigene Zwiebeln, Salate, Rettiche,
Feldgemüse und sogar Walnüsse. Nur die Gurken
haben sie aufgegeben, weil sie im Freiland zu witterungsanfällig
sind. Und die gelben Rüben, „weil es bei
der Familie Pfänder die besten Karotten weit und breit
gibt.“ Seit 2016 bewirtschaften Christoph und Bettina
Reiner, bei denen mittlerweile mit dem ersten Sohn die
fünfte Generation in den Betrieb eingestiegen ist, den
Hof nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus
und haben sich dem Bioland-Verband angeschlossen.
Was sie zukaufen beziehen sie aus dem Ökoring. Von
den eigenen Feldern wird Kammerer demnächst Grünkohl
und Rosenkohl mit nach Miesbach bringen.
Versionsabhängige Serien-/Sonderausstattung.
Am Windfeld 22 · 83714 Miesbach-Nord
Tel. 0 80 25 / 2 94 60 · info@schmid-miesbach.de
21 Oberlandler
Auch Kränze und Gestecke für jede Jahreszeit hat Gärtnerin Anna Angermaier für ihre Kunden dabei.
Oberlandler 22
So filigran wie robust – die
naturnah gezogenen Pflanzen
von Anna Angermaier
Ihr Partner bei
Modernisierung
und Neubau
Pelargonien gilt die große Liebe von Anna Angermaier.
So sehr, dass sie fast 400 Arten im Sortiment hat und
den zarten Blumen schon einmal ein Buch widmete.
Dieses ist aktuell zwar vergriffen, aber das Wissen um
die verschiedensten Sorten geben die Gärtnerinnen
auch gern am Marktstand weiter. So wie sie zu all ihren
Pflanzen wertvolle Tipps für die Kundschaft haben.
Ob vorgezogene, robuste Gemüsepflanzl, Kräuter für
Garten oder Fensterbank oder das schöne Sortiment
an Stauden und Blumen – hier kommt kaum ein Gartenliebhaber
ohne eine Errungenschaft vorbei.
” TGA-Planung HLSK-E
” TGA-Ausschreibung
” Fachbauleitung
” Heizungssanierung
” Entwässerungspläne
Ingenieurbüro
PFG Mayer GmbH
Dipl.-Ing. (FH)
Marcus Kreft
Tegernseer Str. 1
83734 Hausham
Tel. 0 80 26 / 88 37
Viele Jahre schon breitet Angermaier an der Ecke vor
dem Optiker Bucher ihr blühendes Sortiment aus:
Klassiker wie Raritäten und eine Vielzahl unterschiedlicher
Sorten, wie man sie auf dem schmalen Markttisch
und den Stufen dahinter kaum für möglich hält. „Wir
haben eine besondere Vorliebe für ausgefallene
Pflanzen und Sorten“, gesteht die Feilnbacherin, deren
Großvater Josef 1936 eine Gemüse-Gärtnerei gründete.
Vater Ernst führte 1962 Blumen ein. Sie selbst führt den
Betrieb seit 1996 mit einer Mannschaft engagierter
Gärtner und Floristen, denen der Erhalt alter,
einheimischer Pflanzenarten und Sorten besonders am
Herzen liegt. Gepflanzt wird nach Mondphasen,
unterstützt mit Nützlingen. „Unsere heimische
Produktion garantiert Qualität“, sagt Angermaier, bei
der die Beratung so selbstverständlich ist wie der
Ratsch, während die Neuerwerbungen zum sicheren
Transport in Zeitung eingeschlagen werden. Apropos:
„Wenn sie eine alte Zeitung übrig haben, bringen Sie sie
uns gern mit“, ermuntert die Gärtnerin ihre Kundschaft.
In Zeiten von ePaper ist die nachhaltige Verpackung
kostbar geworden.
Forstingenieur (B.Eng.)
Bereich Garten
• Garten- und Landschaftspflege
• Obstbaumschnitt
• Hecken- und Baumschnittarbeiten
• Problembaumfällungen
(mittels Seilklettertechnik)
(selbstfahrende Raupenarbeitsbühne)
• Wurzelstockentfernung
• Wir bauen Gartenzäune
in Holz und Metall
Schmidham 22a · 83626 Valley
Tel. 0 80 20 / 9 08 08 19
Mobil 01 62 / 7 59 79 46
info@forstbetrieb-waldpflege-bkraft.de
www.forstbetrieb-waldpflege-bkraft.de
23 Oberlandler
Käseklassiker und
raffinierte Kreationen
„Irgendwo muss die Karte sein“ murmelt die Kundin
und nestelt in der Einkaufstasche. Gefragt ist
das Eishockey-Ticket vom letzten Stadionbesuch in
Miesbach. Wer beim TEV eine Eintrittskarte kauft,
erhält damit gleichzeitig auch eine Ermäßigung an der
Käsetheke. Eishockeyfans bekommen bei Mike Mosers
„Südkäse“ Nachlass, und gefachsimpelt wird noch dazu,
während das Käsemesser durch Köstlichkeiten wie die
klassischen Hart- und Weichkäse oder besondere Spezialitäten
gleitet. 2003 haben Diplom-Käsesommelier
Mike Moser und seine Frau Lydia Südkäse gegründet
und sich darauf spezialisiert, Käse selbst zu veredeln.
Ihr Obazda und ein Sortiment an Frischkäsen gehören
dazu, aber auch raffiniert gefüllter Käse. Da gibt es
Prataiola, dünne Camembert-Fladen gefüllt mit
Räucherlachs, Curry-Granatapfel oder After Eight.
Brie mit einer Füllung aus Bärlauch-, Zitronengrasoder
Trüffelcreme und die Frischkäse-Torten
mit naheliegenden – Lauch,
Schnittlauch, Bärlauch – aber
auch überraschenden
Zutaten wie Beeren,
Limes oder Nougat.
Feine Käsesorten gibt es bei Südkäse.
Oberlandler 24
Von der Fischsemmel
bis zur Feinkost
Die Fischsemmel beim Moser gehört für viele am Donnerstag
zum festen Programm. Egal ob auf dem Weg zur
Schule, nebenher beim Einkaufen oder zur Brotzeit im
Büro. Mitte der 70er-Jahre stellte Eberhard Moser erstmals
beim Wochenmarkt einen Tisch mit Käse vor die
Tür seines Feinkostgeschäfts beim Märchenbrunnen.
Das war der Vorläufer einer Flotte von Marktwagen, die
heute Fisch, Käse und Feinkostspezialitäten auf Märkte
im ganzen südbayerischen Raum bringt. Natürlich auch
der Kundschaft daheim, wo der Wagen in Sichtweite
zum einstigen Stammhaus seinen Platz hat.
"Wir haben sehr treue Kunden", freut sich Isabella Moser,
die in die Fußstapfen des Vaters getreten ist. Egal
ob es regne oder schneie, heiß oder kalt sei, sie hielten
brav die Stange, erzählt sie und betont: "Es sind total
nette Leute!" Klar, dass da auch mal über etwas anderes,
als Fisch und Käse geredet wird. Manche reichen ihr
auch einfach den Korb über die Theke und lassen sich
„das Übliche“ einpacken.
Gegen Mittag gibt es vor dem Stand eine zweite
Warteschlange. Dann ist Zeit für die warme Variante
der Fischsemmel und der Duft nach Backfisch macht
manchem den Wund wässrig, der eigentlich andere
Mittagspläne hatte. |
www.miesbach.de/wochenmarkt
Ab Mittag gibt es frische
Fischsemmeln bei Viktoria Moser.
www.waitzinger-keller.de
08025 7000-0
@Kultur.Waitzingerkeller
@kultur.waitzingerkeller
17.10. Saitentanz: Tafelsilberstücke 18.10. Django Asül: Am Ende vorn 23.10. Winfried Frey & Ludwig Waldinger: Sex & Crime Bayern
24.10. Swing it UP! 25.10. Carmina Burana 26.10. FLTB: Das kleine Gespenst 13.11. Rotzlöffl: Wirtshaustour
14.11. Jack Griesbeck: Auf den zweiten Blick 18.11. Carmen Rohrbach: Meine Hütte in Kanada 20.11. Anschi Hacklinger: Flügel,
Wurzeln & ein Fahrrad 21.11. Luise Kinseher: Mary from Bavary – Endlich Solo! 23.11. RigoL & tOrF und sonst nix – Clown-Theater
04. und 11.12. Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten 10.12. Alpen Film Festival und Bergfilm-Festival Tegernsee
21.12. FLTB: Hänsel & Gretel 28.12. FLTB: Die Mausefalle 30.12. Circus of Fantasy: L.O.V.E. Revolution
Ausstellungen:
bis 24. Okt: Plastic Phantastic? – Angelika Hubner, Paulo de Brito, Maria Rosina Lamp
bis 30. Okt: Das Mobile Atelier zu Gast in Miesbach – Bildhauerin Julia Eichler aus Halle (Saale)
25 Oberlandler
Vergessenes
Wissen
Alte Sagen und Legenden haben es
Gisela Schinzel-Penth angetan.
Und so hat sie auch schon mehrere
Bücher darüber geschrieben.
Uns erzählt sie, wie es dazu kam,
und zeigt uns einige der spannendsten.
Text: Kathrin Wolff
Fotos: Thomas Plettenberg, Gisela Schinzel-Penth
Oberlandler 26
27 Oberlandler
Die Autorin Gisela Schinzel-Penth liebt es alte Geschichten aufzuspüren.
Gisela Schinzel-Penth kann Geheimnissen einfach
nicht widerstehen. Neugierig und offen spricht
sie auch mal Fremde auf der Straße an – immer
auf der Suche nach neuen Sagen, Legenden und
Anekdoten, besonders aus der Region rund um den
Tegernsee und Schliersee. Ihr Buch zu diesem Thema
ist kürzlich bereits in der dritten Auflage erschienen.
Oberlandler 28
Spannende Recherche
Die 78-jährige Münchnerin ist für ihren unermüdlichen
Wissensdurst bekannt – inzwischen melden sich sogar
Menschen bei ihr. „Das freut mich sehr. So konnten wir
die neue Auflage meines Buches um ganze 60 Seiten
erweitern. Ich bin gespannt, welche Geschichten in Zukunft
noch auftauchen“, erzählt sie begeistert. Seit über
60 Jahren sammelt sie Sagen – besonders aus Miesbach,
Schliersee, Tegernsee und Holzkirchen. Oft ist sie mit
dem Fahrrad unterwegs, kommt mit Passanten ins
Gespräch und stößt dabei auf spannende Erzählungen.
Sie nimmt aber auch Kontakt zu Heimatpflegern,
Bürgermeistern, Pfarrern, Vereinsvorständen auf. „Ich
frage dann ganz konkret, ob sie eine Sage kennen, die
sie mir erzählen können. Aber ich treibe mich auch
gerne stundenlang in Zeitungsarchiven und Ortsarchiven
herum und stöbere alles durch, was mit Sagen zu
tun hat“, so Gisela. Manchmal sind es aber auch ganz
einfach die Namen bestimmter Gebiete oder Orte, die
einen Hinweis auf eine Sage liefern. Niemandsbichl,
Dreipfenningberg, Streitmoos oder Teufirührdi (Teufel
rühr dich). „Diese Namen schreien förmlich nach einer
Sage“, weiß Schinzel-Penth.
Ihr Mann Heinz fertigte viele Zeichnungen und Fotos für die Bücher an.
Solar-Technologie von
GOLDSCHMIEDE & UHRMACHER
Matthias Hein
Marktplatz 20 - 83607 Holzkirchen
0 80 24 / 9 02 90 12
29 Oberlandler
Der Wilde Jager von Gmund
Der Angermaier Hans von Gmund, der
zu Anfang des vorigen Jahrhunderts in
Tegernsee Revierförster gewesen ist, hat
nicht weniger wie zwölf Menschenleben
auf dem Gewissen gehabt. Die Burschen
hat er niedergeschossen wie die Hasen.
Mensch oder Tier, das ist ihm alles
eins gewesen; er hat sich nichts daraus
gemacht.
So beschrieb Willibald Schmidt um
1936 den berüchtigten „Jager von
Gmund“, Johann Baptist Mayr (Anmerkung
139) dem man nachsagte,
dass er „kugelfest“ gewesen sei, weil
es niemals einem Wilderer – selbst
den besten Schützen nicht – gelungen
war, ihn zu treffen. Einmal erwischte
er den gerade einmal siebzehn Jahre
alten Bauernsohn Josef (Sepp) Menthen
beim Abtransport eines Hirschs,
ließ ihn trotz eiskalter Nacht gefesselt
im Freien, um ihn am nächsten Tag
vor Gericht zu bringen und erschoss
ihn gnadenlos bei dessen Fluchtversuch.
Mayr wurde anschließend
freigesprochen.
Da kochte der lange schwelende
Hass der Bevölkerung, vor allem der
Wilderer, gegen den Jäger über. Im
Jahr darauf stellten sie ihm und seinen
Jagdgehilfen Nikolaus Riesch und
Johann Probst eine Falle und lockten
sie im Wald zwischen Agatharied
und Gmund durch eine List in einen
Hinterhalt. Dort kam es zu einem
fürchterlichen Kampf auf
Leben und Tod. Weil die
Burschen glaubten, dass
der Jäger durch Kugeln
nicht verletzt werden
könnte, erschlugen sie den
verhassten Feind, einen seiner Helfer
und seinen treuen Hund mit Gewehrkolben.
Willibald Schmidt erzählt:
Die Wildschützen haben ihn nicht
getroffen. Und wie sie ihm einmal
angekonnt hätten, haben sie ihn auch
nicht ganz erschlagen können. Er hat
nicht sterben können und hat lang
gedeutet, bis sie ihn verstanden und
einen geistlichen Herrn geholt haben.
Der hat ihm die Hostie aus der rechten
hohlen Hand geschnitten, wo er sie
am Martinstag hat eingeschoben und
einwachsen lassen.
Erst dann, nach mehrmonatigem Leiden,
so heißt es weiter, und erst nachdem
ihm der Pfarrer die eingewachsene
Hostie aus seiner Schusshand
herausoperiert hatte, habe Johann
Baptist Mayr endlich am 16. Februar
1834 die Augen für immer schließen
können.
Das „Einwachsenlassen“ einer Hostie
war früher ein beliebtes Mittel,
sich – wie man glaubte – kugelfest
zu machen, und wurde von Jägern
und Wilderern gleichermaßen angewandt
(vgl. S. 115). Man war davon
überzeugt, dass dann jeder Schuss,
obwohl gezielt auf einen abgegeben,
vorbeigelenkt würde. Es waren aber
auch noch andere Methoden üblich,
sich vermeintlich unverwundbar zu
machen (Anmerkung 8). In der berühmten
„Jägerschlacht in Grund“ am
11. November 1833 kämpften auf Seiten
der Wilderer:
Waldhofer Johann (Hansl) – Fraunhofer
Hausl – Gießhofer Josef (Sepp)–
Höger Thomas (Thomä) – Josef (Sepp),
Bauer am Rain –Hinterauer Johann
(Hansl) – Auer Georg (Irgl).
Beteiligt waren auf Seiten der Jäger:
Johann Baptist (Hans) Mayr und seine
Jagdgehilfen Nikolaus Riesch und
Johann Probst.
Als Männer aus dem nahe gelegenen
Schmerold, durch den Kampflärm
aufgeschreckt, herbeieilten, flüchteten
die Wilderer. Es hatte jedoch schon
einige Opfer gegeben: Auf Seiten der
Jäger starb Nikolaus Riesch bei dem
Überfall sofort, der Jagdgehilfe Probst
überlebte, weil er sich totgestellt hatte.
Dem Revierjäger Hans Mayr wurden
alle Knochen zerschlagen und er
kämpfte noch vier lange, mit Schmerz
erfüllte Monate mit den Tod.
Hansl Waldhofer wurde von Donau, dem
Hund des Jägers, gebissen und schwer
verwundet. Er floh nach dem furchtbaren
Kampf ins nahe gelegene Nachbarland
Tirol, weil er fürchtete, erkannt
worden zu sein. Später, bei seiner Heimkehr,
bekam er wegen der Zeugenaussage
des überlebenden Johann Probst, und
der ihn überführenden Hundebissnarben
auf seiner Brust, 16 Jahre Kerkerhaft.
Auf die Gnadengesuche seiner Braut hin,
die ihm all die Jahre hindurch die Treue
gehalten hatte, wurde er nach 10 Jahren
entlassen. Er verriet seine Mittäter nie.
Weil alle anderen Wilderer, die man im
Verdacht hatte, ebenfalls beharrlich
jegliche Aussage verweigerten, konnte
ihnen nichts nachgewiesen werden und
alle blieben straffrei.
Die Stelle bei Grund, wo die
Wilderer den verhassten
Jager von Gmund schwerst
verletzten und seinen
Jagdgehilfen Riesch erschlugen,
kennzeichnet heute ein Marterl. Es
ist 1933, genau hundert Jahre später,
aufgestellt worden und auf ihm ist die
furchtbare Schlacht bildlich und sehr
drastisch dargestellt (Anmerkung 139).
Warum Hans Mayr einen so glühenden
Hass gegen Wilderer hegte und sie derart
erbarmungslos tötete, manchmal aus
Versehen auch einen harmlosen Pilzsammler,
ist nicht bekannt. Johann Baptist
Mayr (Anmerkung 140) liegt im Alten
Friedhof von Gmund begraben, ebenso
wie manch ein Wilderer. Eine Steintafel
erinnert dort noch heute an diesen besonders
ungeliebten Revierjäger.
Marterl der Jägerschlacht in Grund.
Foto von Heinz Schinzel
Oberlandler 30
Filigrane Bleistiftzeichnungen machen die Geschichten in den Büchern lebendig.
Volkskultur bewahren
„Früher, als es noch keinen Datenschutz gab, haben
mir die Leute einfach Telefonnummern von Personen
gegeben, die etwas zu einer überlieferten Sage erzählen
konnten. Heute ist das natürlich nicht mehr so einfach“,
sagt sie mit einem Schmunzeln. Viele ihrer gesammelten
Geschichten wurden bereits in der Süddeutschen
Zeitung veröffentlicht oder im Bayerischen Rundfunk
gesendet. Seit dem Erscheinen der aktuellen Buchauflage
melden sich immer wieder Sagenfreunde bei ihr – oft
mit zusätzlichen Hintergrundinformationen.
„Dieses Wissen ist unglaublich wertvoll. Es hilft mir, viele
Sagen zu vervollständigen. Ich bin schon ein bisschen
stolz darauf, dass ich in den vergangenen 60 Jahren
ein Stück unserer Volkskultur bewahren konnte“, sagt
Schinzel-Penth.
Nach unserem Betriebsurlaub vom 15.10. bis 13.11.2025
finden unsere französischen Wochen vom 14.11. bis
2.12.2025 statt. Das Alpspitz-Team freut sich, Ihnen eine
Auswahl an traditionellen französischen Gerichten zu
präsentieren. Begleitet von französischen Weinen wie
dem Beaujolais Primeur 2025 oder einem Sancerre. In
einer gemütlichen, urigen Einrichtung werden Ihnen
die bekannten Spezialitäten, u. a. Zwiebelsuppe, Boeuf
Bourguignon oder Coq au vin, serviert.
Am Montag, 17.11.2025
verwandelt sich das
Gasthaus Aiplspitz in
eine französiche Crêperie.
Bayrische
Spezialitäten
&
französische
Wochen
Besuchen Sie uns, lassen Sie sich überraschen.
Wir freuen uns auf Ihre Tischreservierung!
BAYRISCHZELL - Geitau 20
Telefon 08023 646 • www.gasthaus-aiplspitz.de
Restaurant ab 17 Uhr geöffnet, Mi. & Do. Ruhetag
31 Oberlandler
Bilder wie das „Hexenamulett“ findet man einige in den Büchern der Autorin.
Oberlandler 32
Sagen sind ihre
Leidenschaft
Doch woher kommt ihre Leidenschaft für Sagen und
Legenden? Ihr Großvater, der in Miesbach lebte,
erzählte ihr schon als Kind von mysteriösen, lustigen
oder auch skurrilen Geschichten aus seiner Heimat.
„Früher konnten viele Menschen weder lesen noch
schreiben. Deshalb gaben sie die Geschichten, die sie
bewegten, erstaunten oder erschreckten, mündlich
an ihre Nachkommen weiter – etwa, was in Zeiten von
Seuchen oder Kriegen geschah oder wo sie in Notzeiten
ihre Habseligkeiten versteckten“, erklärt Gisela.
Ihr Interesse für Sagen wurde später am Gymnasium
weiter geschürt. Ihre Lehrerin beauftragte die Schüler
und Schülerinnen, als die griechischen und römischen
Sagen durchgenommen wurden, nach Sagen in unserer
nächsten Umgebung zu forschen. „Ich erinnerte mich
an eine, die an meinem Schulweg spielte, aber niemand
konnte sie mir erzählen. Da wusste ich, wenn ich das
nicht aufschreibe, geht das Wissen darüber verloren.
Da habe ich begonnen, Sagen zu sammeln. Sie wurden
erst in der örtlichen Zeitung, dem Würmtalboten, später
überregional veröffentlicht“, erinnert sich Schinzel-
Penth. Und auch wenn sich die Geschichten im Laufe
der Zeit verändert haben mögen – im Kern steckt oft
etwas Wahres, davon ist Gisela überzeugt.
Auch Mystisches
kommt nicht zu kurz.
Ab 25. Oktober
wird die Backsaison eröffnet!
Guadl-Werkstatt
in Wörnsmühl
Samstags von 8 - 16 Uhr geöffnet
Guadl-Werkstatt
guadl-werkstatt@web.de
www.guadl-werkstatt.de
Für ein gutes Verhältnis
VON ANFANG AN.
17 Jahre vertraute Kompetenz!
Wir behandeln Hunde, Katzen, Vögel
und kleine Heimtiere (z.B. Kaninchen,
Chinchilla, Meerschweinchen,
Mäuse, Hamster, usw.)
Ihre
Lieblingssagen
Zu den für sie spannendsten Geschichten gehören „Die
gefährliche Wallfahrt am Schliersee“, „Der verwegene
Wilderer Hans Lampl“ und „Wie die Kapelle auf dem
Riederstein entstand“, erzählt sie. „Die sind alle herrlich,
weil sie menschlich irgendwie so gut nachvollziehbar
sind. Aber es gibt auch einige, die mich sehr
gruseln, besonders schrecklich finde die die Geschichte
vom „Wilden Jager von Gmund“ oder „Wie die Wallfahrtskirche
bei Geitau“ entstand.“
Jetzt Termin vereinbaren
LEISTUNGEN:
• Vorsorgeuntersuchungen
• Digitales Röntgen – Impfungen
• Zahnvorsorge und Behandlungen
• Zuchtmanagement
• Ultraschall
• Naturheilverfahren
• Ernährungsberatung
• Lymphdrainagen
• Chirugische Eingriffe
• Sperminenanalyse
mit Spitzentechnologie
TIERARZTPRAXIS ELISABETH LICKTEIG
Wallenburger Str. 28 • 83714 Miesbach
08025 / 1892 • im Notfall: 0160 / 7279379
www.team-tier.de
33 Oberlandler
Das Timotheus-Kreuz bei Einhaus
Beim Feldschuster, nahe Einhaus,
in der Gemeinde Warngau, steht ein
Steinkreuz in Kleeblattform aus dem
16. Jahrhundert, daneben ein kurzer
Steinpflock, beide aus dem Jahr 1562.
Damals wurden in Bayern erstmalig
Landvermessungen durchgeführt
und Karten dazu angefertigt. Philipp
Apian, der Begründer der Bayerischen
Kartographie, war zusammen mit seinem
Bruder Timotheus daran als Vermesser
und Kartograph beteiligt. Wie
seit Jahrhunderten überliefert wird, ist
an dieser Stelle Timotheus während
der Arbeiten vom Pferd gestürzt und
dabei ums Leben gekommen.
Günther Koch, Vermessungsdirektor
a. D. (20 Jahre lang Leiter der
Topographischen Kartographie von
1985–2005) schreibt dazu:
An dieser Stelle verunglückte Timotheus
Apian am 10. September 1562 tödlich
bei einem Sturz vom Pferd. Er starb
im Dienst der ersten topographischen
Landesaufnahme für eine genaue Landkarte
von Bayern. Den Auftrag dazu
hatte Herzog Albrecht V. Philipp Apian,
einem Bruder von Timotheus, erteilt.
Philipp würdigte einige Jahre später die
Mitarbeit seines Bruders, indem er in
seiner Bayerischen Landtafel Nummer
22 an der Unglücksstelle beim Weiler
Ainhaus ein Kreuz mit einem kleinen
„Beipflock“ einzeichnete (Bild S. 314)
und in seiner lateinischen Landesbeschreibung
„Declaratio tabulae sive
descriptionis Bavariae a Phil. Apiano
confectae et editae.” schrieb: „Ainhaus
villa; ibi frater Timotheus cum equo
decidens, † 1562“.
Übersetzung: Hier beim Weiler Ainhaus
starb mein Bruder Timotheus nach
einem Sturz vom Pferd im Jahre 1562.
Mit dieser Textstelle ist die Bezeichnung
Timotheuskreuz für das Steinkreuz
beim Weiler Feldschuster zuverlässig
begründet.
Zur Bedeutung des daneben stehenden
Steinmals äußerte sich Philipp
Apian in seiner „Declaratio“ nicht.
Übereinstimmende Gesteinsart und
Verwitterungsgrad berechtigen zur
Annahme gleicher Datierung. Es
kann ausgeschlossen werden, dass
das Steinmal ein später gesetzter
Grenzstein ist, weil an dieser Stelle
weder eine Grundstücks- noch eine
Verwaltungsgrenze je verlief.
Bayerische
Landtafel 22 aus
dem Jahr 1568.
Ausschnitt mit
Timotheuskreuz
und Steinmal.
Philipp Apian
war Universitätsprofessor
für Mathematik, Kosmographie
und Astronomie, sowie
Doktor der Medizin an den
Universitäten in Ingolstadt und
Tübingen. Er war einer der
führenden Kartographen im
16. Jahrhundert.
Timotheuskreuz beim Feldschuster.
Foto von Heinz Schinzel
Oberlandler 34
Beratung - Planung - Ausführung
Innenausbau - Möbel - Küchen - Bodenbeläge
Türen - Fenster - Insekten- und Sonnenschutz
„Vom Boden bis zur Decke,
Wohnen und Leben mit Holz“
Ledererstraße 6 • 83714 Miesbach
Tel. 0 80 25 / 99 37 38
www.kreativeswohnen.net
Stolz auf ihre Werke: Gisela Schinzel-Penth.
Ihr aktuelles Buch
Der Titel „Sagen und Legenden um Miesbach,
Schliersee, Tegernsee und Holzkirchen“ gibt schon
erste Einblicke, was die Leser erwartet. Denn Gisela
Schinzel-Penth beschäftigt sich mit Fragen wie: Was
hat das rätselhafte Wetterloch am Wendelstein zu
bedeuten? Was hat es mit der Wolfsgrub bei Rottach-
Egern auf sich? Oder warum endete eine fromme
Wallfahrt am Schliersee so gefährlich? Auf diese und
andere Fragen gibt das Buch mit über 260 schaurig
schönen, gruseligen, manchmal auch heiteren Sagen
und 39 Illustrationen Antwort. Zudem erfährt der Leser
geschichtliche Hintergründe und Zusammenhänge. Er
bekommt Erklärungen für heute wenig bekannte Begriffe
wie Himmelsbrand, Gamskugel oder Bezoarstein,
auch dafür, wie man „kugelfest“ wird oder verborgene
Schätze findet. |
„Sagen und Legenden um Miesbach,
Schliersee, Tegernsee und Holzkirchen“
ISBN: 9783-921445-46-4, Preis: 29,95 €
Ambro Lacus Buch- und Bildverlag München
www.ambrolacus-verlag.de
Do mog i bleim
WAS KANN ES SCHÖNERES GEBEN?
Du suchst den perfekten Platz für deine Auszeit? Hier bei uns bist du richtig.
Ob Workshop, Teamevent, Geburtstagsfeier, Hochzeit oder Familienurlaub –
auf der „Schliersberg Alm“ wirst du sicher fündig.
Wir bieten euch den ultimativen Ausgangspunkt
für eure Erlebnisse in Oberbayern.
Deutschlands höchstgelegenes Adventure-Minigolf,
Sommerrodelbahn, Trampoline, Infinity-Pool
Schliersberg Alm Hotel & Gastronomie GmbH
www.schliersbergalm.com
Tel: 08026 6722
E-Mail: hotel@schliersbergalm.com
35 Oberlandler
Ein Name, ein Gesicht, eine Menge Geschichten –
es gibt eigentlich in jedem Ort eine sogenannte
„wuide Hehna“. Eine Person, die gefühlt jeder
kennt und mit der so mancher seine ganz eigenen
Erinnerungen verbindet. Wir vom Oberlandler
porträtieren in unserem Magazin diese interessanten
Menschen und ihre Erlebnisse aus der Region.
Dieses Mal im Fokus: Maria „Mary“ Millauer
und ihr Geschenkeladen.
Text Heidi Siefert | Fotos: Florian Bachmeier
Oberlandler 36
A so a
wuide
Hehna…
37 Oberlandler
E
s gibt Menschen, die sind geborene Gastgeber. So
wie Maria Millauer, die alle nur als Mary kennen.
Vor 20 Jahren hat die Haushamerin erstmals ihr
Catering angeboten und sich damit auf Anhieb in die
Herzen all derer gekocht, die frische, hochwertige
Produkte schätzen. Von Anfang an zeichnete ihre Küche
aber auch die Liebe zum Detail und die schöne Präsentation
aus. An ihren Buffets aß und isst immer auch das
Auge mit.
Als die kleine Küche am heimischen Hof am Freudenreich
aus allen Nähten platzte, wurde mit Mary’s
Esszimmer ihr Traum von einer geräumigen Küche
Wirklichkeit. 2019 eröffnete die leidenschaftliche
Gastgeberin ihr bayerisches Bistro mit den gemütlichen
Nischen und den beiden Kaminecken, in denen an
kalten Tagen das Feuer knistert. Schnell hat sich herumgesprochen,
dass man hier wunderbar frühstücken,
mittagessen oder sich zum Kaffee einen hausgemachten
Kuchen schmecken lassen kann.
Was sie kocht und backt ist „hausg’macht, ehrlich und
echt“; so wie sie es von daheim kennt, als immer schon
mit Produkten aus der Region frisch gekocht wurde,
„weil es einfach am besten schmeckt“.
Mit ihrem Partyservice zum Abholen, einer modern
eingerichteten Kochschule, die man auch komplett
mieten kann, und ihrem Gourmetvorrat im Glas mit
Köstlichkeiten wie Suppen, Marmeladen, Sirupe,
Sauerbraten oder Hirschgulasch, bietet Millauer
ein kulinarisches Rundumprogramm. |
Mary’s Hof- und Geschenkeladen
Freudenreich 35
83734 Hausham
Tel. 08026 / 9297969
Dienstag – Samstag 10 bis 16 Uhr
www.marys-geschenkeladen.de
marys_hofundgeschenkeladen
Mary‘s Hof- und Geschenkeladen
Oberlandler 38
Fünf Fragen an
Maria Millauer
Frau Millauer, man kennt ihren
Partyservice, ihr Bistro „Marys Esszimmer“.
Aber das ist nicht alles?
Tatsächlich gibt es seit vorigem Jahr auch noch
Mary’s Hof- und Geschenkeladen. Es ist ein Herzensprojekt,
das sich so ergeben hat. Irgendwie ist es so in
mein Leben gepurzelt und fühlt sich gut an.
Hatten sie nicht schon genug zu tun?
Ich habe immer schon davon geträumt, im ehemaligen
Jungvieh-Stall auf dem Hof meiner Eltern ein Café einzurichten,
weil ich da aufgewachsen bin und für mich ganz
viel Heimatverbundenheit drin steckt. Aber es hat sich
dann mit dem Bistro und Partyservice anders ergeben.
Als der zwischenzeitlich von einem Vertrieb genutzte
Stall leer geworden ist, ist die Idee wieder aktuell geworden.
Es hat mir einfach keine Ruhe gelassen. Vor allem
das schöne Gewölbe, das so viel Atmosphäre ausstrahlt.
Damals war es ein leeres Lager. Wie ist daraus so ein
schmucker Laden geworden?
Zu allererst habe ich Christine Poller gefragt, ob sie sich
so einen Laden vorstellen könnte. Sie war schon 25 Jahre
am Hof und gehört praktisch dazu. Ihre Meinung war mir
wichtig und ob sie dabei sein würde. Mit ihr steht und fällt
der Laden, sie ist sein Gesicht. Nachdem auch sie begeistert
war, hab ich angefangen, ein bissl rumzuspinnen,
was man machen könnte. Für die Renovierung
hab ich ein paar junge Handwerker
um Rat gefragt und jeder hat seine besten
Ideen eingebracht. Ich selbst hab nach alten
Möbeln gesucht, damit es Charme hat.
Ein schöner Laden ist das eine. Wie haben sie
das Sortiment ausgesucht?
Ich hab immer auf mein Gefühl und Gespür gehört und
einen Schritt nach dem anderen gemacht. Es gibt so
eine Flut von Sachen, da muss man aufpassen, was man
auswählt. Das Sortiment wächst ständig. Vor allem an
Wein und Feinkost planen wir noch mehr.
Was genau gibt’s?
Wir haben Sachen, die nicht nur von hoher Qualität sind, sondern
einfach a Freud machen. Für Körper, Geist und Seele –
und natürlich für den Gaumen. Wir haben Heilkräuterkerzen
und Räucherwerk, schöne Karten und natürlich Mary´s Gourmetvorrat.
Bei uns gibt es nachhaltige Reinigungsmittel und
besondere Keramik, bei der man sich freut, wenn sie am Tisch
steht. Und wir machen mit großer Freude Geschenkkörbe,
stellen nette Mitbringsel zusammen oder machen individuelle
Geburtstagspackerl. Und wir stellen für Firmen Geschenke
zusammen, mit denen sie Kunden und Mitarbeitern ihre
Wertschätzung zeigen können. Beim Verpacken verzichten wir
aus Überzeugung komplett auf Plastik. Stattdessen verpacken
wir schöne Sachen in Körberl oder Kisterl und dekorieren sie
mit Material aus der Natur. Es sind alles Sachen, die die Seele
erfreuen, bei denen man sagt, das gönn’ ich mir.
Der Herbst ist da.
Wir kümmern uns um Ihre
Finanzen, während Sie
die Natur genießen.
Vereinbaren Sie hier
Ihren Beratungstermin.
39 Oberlandler
WALDWIRTSCHAFT
ein Leben
im Holz
Von der Handarbeit zur Motorsäge:
Die Arbeit in unseren Wäldern hat sich
über die Jahrzehnte stark verändert –
auch in Punkto Klimaschutz.
Text: Kathrin Wolff | Fotos: Thomas Plettenberg
Oberlandler 40
41 Oberlandler
Wenn Andreas Eham, besser bekannt als „Anderl“,
von früher erzählt, wird Geschichte
lebendig. Mit seinen 87 Jahren blickt er auf ein
Leben zurück, das tief mit dem Wald und der Holzverarbeitung
verwurzelt ist. Jahrzehntelang arbeitete er
im Sägewerk in Müller zu Kasten, das er 1971 vom Vater
übernahm. Noch heute hilft er dort gelegentlich mit –
aus Leidenschaft und Verbundenheit.
„Damals war alles Handarbeit“, erinnert sich Eham.
„Es gab keine Motorsägen. Zwei Mann mussten mit
der Handsäge ran, bis der Baum endlich fiel.“ Danach
wurde das Holz mit dem Schäleisen entrindet – direkt
im Wald. Die Rinde blieb liegen, was laut Eham auch zur
Schädlingsbekämpfung beitrug: „Heute bleibt die Rinde
dran, und die Schädlinge vermehren sich darunter.“
Andreas Eham
erinnert sich an
die harte Arbeit
im Wald.
Der Winter war die
Hauptarbeitszeit
„Wenn der Boden gefroren war, konnten wir mit dem
Schlitten oder den Pferden das Holz rausbringen.“ Im
Sommer wurde geschlagen, im Winter geholt. Abends
saß man gemeinsam in der warmen Stube, spielte
Karten – und trocknete die Pferdedecken. „Das war
eine schöne Zeit“, sagt Eham mit einem Lächeln. Doch
die Arbeit war hart. „Oft mussten acht bis zehn Mann
erst einmal Schnee schaufeln, bevor wir überhaupt in
den Wald konnten.“ Der Zusammenhalt war stark, jeder
packte mit an. Heute ist vieles mechanisiert. Der Prozessor
fällt Bäume auf Knopfdruck – eine Entwicklung,
die Eham mit gemischten Gefühlen sieht.
Auch die Natur hat sich verändert. „Früher war der
natürliche Wuchs oft ausreichend. Heute müssen wir
nachpflanzen, weil der Wildbestand zu hoch ist.“ Rehe
und Rotwild fressen junge Pflanzen, was die Aufforstung
erschwert. „Ein ausgewogener Wildbestand ist wichtig
für einen gesunden Wald.“
Seit dem Tod seiner Frau betreibt Eham keine Viehwirtschaft
mehr, doch der Wald bleibt sein Element. Seine
Kinder haben andere Wege eingeschlagen – der Sohn ist
Maler, die Töchter verfolgen andere Interessen. Doch
das Sägewerk besteht weiter, seit fast 55 Jahren.
Andreas Eham ist ein lebendiges Stück Heimatgeschichte.
Seine Erinnerungen zeigen, wie sehr sich die
Waldwirtschaft verändert hat – und wie wertvoll das
Wissen der älteren Generation ist.
3 Fotos: Greinwald
Oberlandler 42
Die Holzknechte waren oft tage- oder wochenlang in den Wäldern unterwegs.
Nach vielen schönen Jahren verabschiedet
sich die Wirtin Petra Spiegler
zum Ende des Jahres 2025.
Darum ist es Zeit, allen Gästen ein ganz
herzliches „Vergelt‘s Gott“ auszusprechen.
Wir hoffen, dass der Gasthof
weiterhin als beliebtes Ziel für Ausflügler
und Einheimische erhalten bleibt.
Macht‘s es guad!
Eure Petra
Das Team vom Gasthof zur Post:
Diana, Christa, Daniel, Petra und Tanja
Inh. Petra Spiegler · Telefon 080 21 / 269
Taubenbergstraße 37 · Warngau
43 Oberlandler
Waldwirtschaft heute –
Technik trifft Natur
Wenn Jakob Wiedemann über seinen Beruf spricht,
leuchten seine Augen. Seit 1994 ist der gelernte Forstwirt
aktiv im Wald unterwegs – und das mit Leidenschaft.
„Das Schöne ist, dass ich viel in der Natur bin. Und die
Technik begeistert mich eigentlich jeden Tag“, sagt er.
Seine Familie ist bereits seit 1957 in der Waldwirtschaft
tätig – eine Tradition, die er mit Stolz weiterführt.
Neue Anforderungen
Doch die Arbeit im Wald hat sich in den letzten Jahrzehnten
stark verändert. Was früher mühsam von Hand
erledigt wurde, übernehmen heute hochspezialisierte Maschinen.
„In den 50er- und 60er-Jahren kamen die ersten
Schlepper mit Seilwinde. In den 80ern dann funkgesteuerte
Seilwinden, und in den 90ern ging es richtig schnell
mit der Technik“, erzählt Wiedemann. Heute sind Vollerntermaschinen
im Einsatz, die Bäume fällen, entasten und
die Stämme ablegen. Rückemaschinen transportieren
das Holz zur Forststraße, wo es von LKWs abgeholt wird.
Im Gebirge kommen mobile Seilanlagen zum Einsatz,
die je nach Gelände und Länge der Strecke mehrere Tage
zum Aufbau benötigen. „Ohne Maschinen geht fast nichts
mehr“, sagt Wiedemann. Nur in seltenen Fällen – etwa in
Freizeitanlagen – wird noch mit Pferden gearbeitet.
Effizientes Arbeiten
Die Logistik ist heute so effizient, dass zwischen Fällung
und Abholung oft nur wenige Tage liegen. „Früher hat man
die Bäume im Sommer gefällt und bis zum Winter liegen
lassen. Heute können wir viel schneller reagieren – der
Borkenkäfer hat da keine Chance.“ Auch die Nachhaltigkeit
spielt eine zentrale Rolle. „Wir pflanzen viel und versuchen,
die Natur zu verjüngen und den Wald zu stabilisieren“, erklärt
Wiedemann. Dabei bleibt manches wie früher: Bäume
werden gezielt gefällt, damit Licht zu den jungen Pflanzen
gelangt. „Das machen wir heute genauso wie früher.“
Heute übernehmen moderne Maschinen die Arbeit.
Oberlandler 44
Bäume fällen
für das Klima
Die Fichte ist akut in Gefahr!
Leider besteht kein Zweifel,
dass die Fichte über kurz
oder lang auf großer Fläche
aus den bayerischen Wäldern
verschwindet. Es wird ihr
schlichtweg zu warm, da sie
aus der Kälte kommt, aus den
Taigas Russlands, und ihr jedes
Plusgrad mehr und mehr
die Kraft nimmt. Zusätzlich
tragen zu wenige Niederschläge
zu ihrer Schwächung
bei und machen sie äußerst
interessant und schmackhaft
für Borkenkäfer.
45 Oberlandler
Auch Handarbeit ist
in der modernen
Forstwirtschaft gefragt.
Gemeinsam für den Wald
Was ebenfalls geblieben ist, ist der Zusammenhalt unter
den Forstarbeitern. „Früher haben wir manchmal in der
Winterstube übernachtet. Das gibt es heute nicht mehr,
aber dass wir abends nach der Arbeit zusammensitzen
und über das Tagesgeschehen sprechen – das ist geblieben.“
Jakob Wiedemann steht für eine Waldwirtschaft,
die Tradition und Moderne vereint. Mit Respekt vor der
Natur und Begeisterung für die Technik gestaltet er den
Wald von morgen – nachhaltig, effizient und mit Herz.
Optimale Bedingungen
Die Fichte fühlt sich bei entsprechenden Niederschlägen
in einem Temperatur-Korridor von minus 4,5 bis
plus 9,5 Grad Celsius wohl. In Holzkirchen liegen wir
momentan bei plus 8 Grad, früher waren es 6,5 Grad.
Schon jetzt beobachten Forstwirte die klimabedingte
Schwächung des Baumes. 2023 war laut Bayerischer
Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft ein Rekordjahr,
was die Wärme angeht. Seit Messbeginn im
Jahr 1881, war es das wärmste Jahr. Der Teufelskreis ist
bereits in Bewegung gekommen. Höhere Temperaturen
und längere Trockenphasen helfen dem Borkenkäfer
sich zu vermehren und schwächen gleichzeitig die
Fichte. Ist der Baum erst einmal befallen, stirbt er ab.
Wenn man ganz schnell ist, kann der Baum noch gefällt
und abtransportiert werden und das Ausfliegen der Brut
verhindert werden. Zwei bis drei Jahre Trockenheit genügen
und der Käfer übernimmt, frisst sich durch den
Fichtenbestand. Das Ziel ist, vorsorglich die nächste
Generation Wald in zweiter Reihe zu schaffen. Dabei ist
es so, dass der Wald sich selbst umbaut, wenn am Boden
ausreichend Sonnenlicht vorhanden ist und die alten,
großen Bäume genügend Schatten für einen feuchten
Waldboden bieten. Nicht nur die Fichte wächst nach, es
sei überwiegend die klimatolerante Tanne, die sich in
unseren Wäldern ausweitet und deren Samen sich über
mehrere hundert Meter genau dort niederlässt, wo sie
gebraucht wird. Ein schlaues Vorgehen des Waldes.
Oberlandler 46
Wohin mit
dem Holz?
Das eingeschlagene Holz bleibt übrigens
in der Region und wird hier
weiterverarbeitet. Das in langlebigen
Holzprodukten verarbeitete Holz
speichert übrigens eine Tonne CO 2 je
Kubikmeter. Ein Baum, der vom Borkenkäfer
befallen ist, bringt rund ein
Drittel weniger ein als ein gesunder
Baum. Die schlaue Bewirtschaftung
macht also Hoffnung. Es zeigt sich,
dass die naturnahe nachhaltige Forstwirtschaft
auch aus Klimaschutzgründen
besser als eine Stillung von
Wäldern ist. Für die Zukunft bleibt
man aber wachsam. Starke Unwetter,
große Hitzen und lange Trockenphasen
werden unseren Wäldern wohl erhalten
bleiben. Es muss immer wieder
neu justiert und überlegt werden, was
für den Wald zu tun ist.
Mit Seilwinden wird in steilem Gelände
gearbeitet – nicht ganz ungefährlich.
GEMEINSAM • VOR ORT • AKTIV
Orthopädietechnik
Moderner Prothesenbau
Individuelle Orthetik
Bandagen & Orthesen
FES-Versorgungen
Neuro-Orthopädietechnik
Reha-Technik
Rollstühle
Rollatoren
Pflegebetten
Dusch- und Badehilfen
Erleben Sie die
smarte Zukunft des
digitalen Maßnehmens
Ihres Kompressionsstrumpfes!
Partner von:
Orthopädieschuhtechnik
Orthopädische Maßschuhe
Diabetesversorgungen
Orthopädische Schuheinlagen
Schuhzurichtungen
Sanitätshaus
Kompressionstherapie
Pflegehilfsmittel
Brustprothetik
Gesundheitsprodukte
Professionelle Versorgung in Ihrer Nähe:
Miesbach, Oskar-von-Miller-Str. 30 • Bruckmühl, Bahnhofstraße 16 • Holzkirchen, Tegernseer Str. 1a
Zentrale: 08025-4815 • info@martin-sanitaetshaus.de • www.martin-sanitaetshaus.de
47 Oberlandler
Der beste Wald
für Bayern –
Forstbetrieb Schliersee
Von den rund 720.000 Hektar Staatswald betreut
der Forstbetrieb Schliersee rund 34.000
Hektar. Die Wälder in der Region sind geprägt
von Bergmischwäldern aus Fichte, Buche,
Tanne und Mischbaumarten wie Bergahorn,
Vogel- und Mehlbeere. Bei der Bewirtschaftung
setzt der Forstbetrieb auf die naturnahe Forstwirtschaft,
das Ziel ist klar formuliert: „Wir gestalten
für die Menschen in Bayern den besten
Wald und machen ihn fit für den Klimawandel.“
Forstbetriebsleiter Lasse Weicht erklärt: „Jeder
hat eine andere Vorstellung davon, was für ihn
der beste Wald ist: Holzproduzent, Erholungsort,
Naturschutzraum, Trinkwasserlieferant
und auch Arbeitsplatz oder der Ort zum Jagen.
Wir streben täglich danach, diese verschiedenen
Ansprüche der Gesellschaft möglichst gut zu
erfüllen. Dabei kann der beste Wald je nach örtlicher
Situation ganz unterschiedlich aussehen.“
Die Aufforstung für nachhaltige Wälder ist ein wichtiger Punkt.
Oberlandler 48
Mammutaufgabe
Klimawandel
Damit die Staatswälder ihre vielfältigen Funktionen
auch in Zukunft wahrnehmen können, müssen die
Försterinnen und Förster den Waldumbau vorantreiben
und die Wälder auf den Klimawandel vorbereiten:
„Wir setzen auf gemischte Wälder mit mindestens vier
unterschiedlichen Baumarten,“ erklärt Lasse Weicht.
„Seit Gründung der BaySF haben wir allein in unserem
Forstbetrieb rd. 1.100 Hektar neue Kulturen mit robusten
und klimatoleranten Bäumen begründet.“ Baumarten
wie die Tanne, Lärche, Douglasie oder die Buche
kommen dabei zum Einsatz. Betriebsleiter Lasse Weicht
setzt im Forstbetrieb Schliersee aber auch auf seltenere
Baumarten wie die Eibe, Erle, Elsbeere oder Mehlbeere.
„Allein in diesem Jahr pflanzen wir im Forstbetrieb
rd. 120.000 junge Bäume. Dazu kommt noch rund drei
Mal so viel Naturverjüngung. Indem wir zum richtigen
Zeitpunkt gezielt auflichten und engagiert jagen, sorgen
wir dafür, dass sich die Bäume natürlich verjüngen
können.“ Die kommenden Jahre stellen die Bayerischen
Staatsforsten vor große Herausforderungen. Der
Klimawandel verändert die Wälder, neue Anforderungen
an den Naturschutz entstehen, und die Nachfrage nach
heimischem Holz wächst. „Wir werden uns weiterhin
mit viel Herzblut für einen gesunden, vielfältigen und
zukunftsfähigen Wald in Bayern einsetzen – für die
Natur, für die Region und vor allem für kommende
Generationen.“ |
Waldarbeit bedeutet für die Arbeiter von Forst Wiedemann
nicht nur Fällen, sondern auch Verjüngen und Aufforsten.
Perfektion für Ihr Zuhause
– seit 25 Jahren!
• Moderne Küchen nach Maß
• Hochwertige Materialien
& Design
• Individuelle Beratung
• Perfekte Planung & Montage
Bürgermeister-Panzer-Str. 2
83629 Weyarn
Tel. 0 80 20 / 904 74 60
49 Oberlandler
Reklame
Der Meister der Häuser
Oberlandler 50
Rasenmähen, Schneeschaufeln
und Glühbirnen wechseln –
ohne Hausmeister geht es kaum.
Wir werfen einen Blick hinter
die Kulissen eines ganz
besonderen Unternehmens:
dem Hausmeisterservice Oberland.
Text: Susanne Mayr-Flach | Fotos: Florian Bachmeier
51 Oberlandler
Reklame
Ein richtig guter Hausmeister muss eigentlich alles
sein: Gärtner, Poolwart, Haustechniker, Schlüsseldienst,
Verwalter, Vermittler und Helfer in
der Not. Aber was macht man, wenn man so jemanden
für das eigene Haus nicht findet? Man gründet seine
eigene Firma – zumindest hat das Matthias Wilhelm so
gemacht. „Ich habe jemanden gesucht, der sich um alles
kümmert, bin aber nicht wirklich fündig geworden“,
erzählt der 40-Jährige, der eigentlich aus der Immobilienbranche
kommt. „Also habe ich den Hausmeisterservice
Oberland gegründet, mit dem ich genau das bieten
will.“ Dass er dabei nicht die heute eher gebräuchlichen
Begriffe wie Facilitymanager, Objektbetreuer oder Gebäudemanager
gewählt hat, ist kein Zufall, sondern eine
bewusste Entscheidung. „Uns ist wichtig, diese bodenständige,
handwerkliche Arbeit mit unserem 5-Sterne
Service zusammenzubringen, erklärt Matthias Wilhelm,
wobei das, was man hinter der Firmenbezeichnung vermutet,
nur im Ansatz erklärt, was sein Unternehmen
alles leistet. Denn statt Privathaushalten betreut er
heute Gewerbekunden und Ferienimmobilien.
Betten machen, alles kontrollieren – beim Hausmeisterservice Oberland wird auf jede Kleinigkeit geachtet.
Oberlandler 52
Das Rundum-
Sorglospaket
Denn auch wenn klassische Hausmeisterarbeiten im
Portfolio sind, ist da noch so viel mehr: Das Unternehmen,
das seit vier Jahren von Neuhaus aus arbeitet, hat
sich auf ein paar Besonderheiten spezialisiert. Und hat
die Firma dafür auf drei Säulen gestellt. Unter „Retreat“
werden Ferienimmobilien betreut, „Corporate“ kümmert
sich um Gewerbeobjekte und „Signature“ bietet
den luxuriösen Rundum-Service für Großgrundbesitzer,
Milliardäre und Prominente, von denen es am Tegernsee
und Schliersee ja einige gibt. „Dadurch, dass wir so
breit aufgestellt sind, können wir für jeden Anspruch
das Passende bieten“, so der Firmenchef. Denn gerade
die zuletzt genannte Zielgruppe hat besondere Ansprüche.
„Wir kommen da gleich mit Führungszeugnissen,
Verschwiegenheitserklärungen und mehr“, so Matthias
Wilhelm, der genau weiß, was es bedeutet, wenn ihm
solche Objekte anvertraut werden. „Unser Service geht
dann weit über das klassische Business hinaus, da haben
wir einen sehr hohen Anspruch an uns.“ Und so macht
er es zum Beispiel auch möglich, das Wunschauto einer
Kundin direkt zu ihrem Urlaubsort zu bringen oder alle
nötigen, aber leider lauten Arbeiten in genau der einen
Woche durchzuführen, in der die ruheliebende Kundschaft
nicht anwesend ist. „Das Ganze Team arbeitet da
großartig zusammen“, freut sich der Unternehmer.
Saubere und ordentliche Arbeitskleidung gehört auch dazu.
„Sauber reicht nicht“ ist das Motto.
53 Oberlandler
Reklame
Auch um die Außenlagen der
Kunden wird sich gekümmert.
Sauber reicht nicht
Diesen hohen Anspruch an die eigene Arbeit merkt man
auch bei „HSO Retreat“. Dahinter steckt der wichtigste
und größte Firmenzweig, der die komplette Betreuung
von Ferienwohnungen, Airbnb-Objekte oder Urlaubsimmobilien
übernimmt. „Wir machen das komplette
Management von A bis Z“, so Wilhelm. Vom Fotoshooting
für die ansprechende Präsentation bis hin zu
Buchungsmanagement, Abrechnung und individuellen
Wünschen. Eine der Hauptarbeiten ist dabei das
Reinigen der Objekte zwischen Abreise und Anreise der
Gäste. Wobei Reinigen fast schon untertrieben ist, wie
seine weiteren Ausführungen deutlich machen. „Unser
Personal ist speziell vom Reinigungsmittelhersteller
Dr. Schnell geschult und hat genaue Anforderungen zu
erfüllen, so dass wir hier höchste Qualität bieten können.
Wir betreuen Ferienwohnungen auf Luxushotel-Niveau“.
Regelmäßige Qualitätskontrollen einer speziell dafür
eingestellten Mitarbeiterin sind an der Tagesordnung.
Auch werden alle Objekte regelmäßig auf kleine Schäden
oder Gebrauchsspuren untersucht, die auf Kundenwunsch
sofort beseitigt werden. „Wir machen soviel es
geht selbst, arbeiten aber auch mit einem großartigen
Netzwerk aus lokalen Handwerkern zusammen“, erzählt
Mathias Wilhelm. „Das ist mit den Jahren gewachsen und
persönliche Freundschaften sind entstanden.“ Natürlich
gehört auch hier die klassische Hausmeisterarbeit mit
Garten- und Gebäudeservice mit dazu.
Oberlandler 54
Dream-Team
„Ultraguter“ Service
für alle
Um all das zu koordinieren, leistet sich der Hausmeisterservice
Oberland nicht nur 15 Hausmeister und Reinigungskräfte,
die zum Teil auch handwerkliche Ausbildungen
haben, sondern auch fünf Büromitarbeiter. „Das
ist etwas, das uns von anderen Hausmeister-Firmen
unterscheidet“, erklärt Wilhelm, „wir bieten unseren
Kunden den besten Service.“ Dazu gehört sogar eine
24/7 Hotline, die immer erreichbar ist, sollte sich mal
ein Gast ausgesperrt haben oder doch etwas nicht stimmen.
„Ein lustiges Beispiel dafür, wie gut es ist, dass wir
immer erreichbar sind, ist in der Coronazeit passiert“,
erinnert sich der Unternehmer. „Für eine Airbnb
Wohnung war nur ein Gast angemeldet, letztendlich
löste die Polizei eine Party mit rund 45 Menschen auf.“
Ein Mitarbeiter vom Hausmeisterservice war sofort
vor Ort, anschließend wurde in drei Tagen die völlige
Verwüstung beseitigt, so dass der nächste Gast anreisen
konnte. „Da können sich die Kunden komplett auf uns
verlassen“, so Wilhelm.
Das wissen auch Gewerbekunden zu schätzen. Denn zu
den über 80 Kunden des Hausmeisterservice Oberland
gehören auch Läden, Praxen und Büros. „Da betreuen
wir vom Lebensmittelhandel über den Notar bis hin zur
Arztpraxis alles“, erzählt Matthias Wilhelm. Mal werden
die Fenster eines Obsthändlers gesäubert, mal die
Behandlungsräume eines Dermatologen desinfizierend
gereinigt. „Bei uns würde es niemals vorkommen, dass
der gleiche Putzlappen für unterschiedliche Einsatzgebiete
genommen wird“, stellt der Firmenchef, der selbst
alle Tätigkeiten in seinem Unternehmen auch selber
schon gemacht hat, klar. „Mir ist wichtig, dass wir alles,
was wir machen, ultragut mit Herzblut machen“, und
das merken auch die Kunden. |
Hausmeisterservice Oberland
Tel. 08028 / 751989-0
service@hsm-oberland.de
www.hausmeisteroberland.de
hms.oberland
hsm.oberland
55 Oberlandler
Gewerbekunden schätzen den guten ServiceKunden wird sich gekümmert.
Regionale
Schmankerl
Jeden Freitag geht im beschaulichen Jasberg
schon mitten in der Nacht das Licht an.
Denn dann produziert Familie Eichner in der
eigenen Metzgerei ihre Köstlichkeiten, die
sie dann im eigenen Hofladen vermarkten.
Text: Susanne Mayr-Flach | Fotos: Florian Bachmeier
Oberlandler 56
57 Oberlandler
Jeden Freitag tauscht Bauer Josef Eichner den Stall mit der Metzgerei.
Oberlandler 58
Fleisch von glücklichen Schweinen, freilaufenden
Hühnern und selbst aufgezogenen Kühen – die
Nachfrage nach gutem Bio-Fleisch wächst stetig.
Diese Marktlücke hat Familie Eichner aus Jasberg schon
vor über 30 Jahren erkannt, denn schon damals fing
Josef Eichner gemeinsam mit seinem Bruder Albert,
der Metzger ist, an, das Fleisch seiner Kühe selbst zu
verarbeiten und zu verkaufen. Das Angebot kam gut
an und so wurde aus dem anfänglichen Verkauf von 10
Kilo Päckchen ein gutes Zusatzgeschäft und über die
Jahre ein immer größeres Sortiment. Längst gibt es
nicht mehr nur Fleisch, sondern auch Geräuchertes und
die unterschiedlichsten Wurstwaren. Nach und nach
wurden ein Zuhaus und die Traktor-Garagen aufwändig
zu einem Schlachthaus mit Metzgerei sowie mehreren
Kühlräumen und Lagern umgebaut. Für die Vermarktung
wurde ein eigener Hofladen eingerichtet und es
kamen weitere Tiere hinzu.
Albert Eichner ist Metzger und schlachtet frisch am Hof.
Ob Rind, Schwein oder Lamm – die Eichners schlachten alles selbst.
Nürnberger & Epp Bau-GmbH
STARKE MANNSCHAFT. STARKE BAUWERKE.
Qualifizierte Fachkräfte, langjährige Erfahrung und echte
Leidenschaft für das Bauhandwerk – dafür stehen wir.
Wir setzen auf kontinuierliche Weiterbildung,
moderne Technik und die
Ausbildung der Profis von morgen.
Viele unserer Mitarbeiter sind seit Generationen Teil
unseres Familienunternehmens – das spricht für ein
außergewöhnliches Betriebsklima.
Vertrauen Sie auf Qualität, Tradition und Teamgeist.
UNSER TEAM IST UNSER
GRÖSSTES KAPITAL!
NÜRNBERGER & EPP BAU-GMBH
– Ihr Partner für Bauprojekte mit Zukunft.
Oskar-von-Miller-Str. 38 • 83714 Miesbach
08025 4227 • info@eppbau.de
59 Oberlandler
Das Zerteilen ist anstrengend und erfordert viel Können.
Alles Handarbeit
Heute geht es wie jeden Freitag um 4:00 Uhr los. Je
nachdem, was geschlachtet wurde, werden dann auch die
so beliebten Wurstwaren hergestellt. Für das Schlachten
sind Albert Eichner und sein Sohn Albert Junior zuständig,
bei der Verarbeitung helfen dann noch Josef und sein
Sohn Seppi kräftig mit. „Zuerst machen wir die ganzen
weißen Würste, wie Bratwürste, Gelbwurst, Milzwurst
oder Schweinswürstl, danach die rote Ware mit Pökelsalz“,
erzählen die Eichners. Dazu zählen dann Kochsalami,
Pfefferbeißer, Rindsbratwurst oder Kabanossi,
Wiener, Debreziner und mehr. Nach dem Zerkleinern der
Fleischstücke wird gemischt und gewürzt und schließlich
die Masse in den Darm abgefüllt. Jeder Handgriff sitzt,
die Kessel dampfen und man riecht die Wurstdüfte schon
von weitem. Denn zuerst werden immer die Brühwürste,
die in speziellen Kesseln und Kammern gebrüht werden
gemacht. Dann sind die Rohwürste dran, da diese nur
geräuchert werden. Dazu hängen die Würste auf großen
Wägen, die direkt in die Räucherkammer gefahren werden
können. Zum Schluss wird schließlich das Leberkäsbrät
hergestellt, bevor es ans Aufräumen und Putzen der
Räumlichkeiten geht. Die Wurstwaren werden dann in
den verschiedenen Kühlhäusern gelagert, Wammerl und
Co. werden kaltgeräuchert und abgehängt. Das Sortiment
umfasst mittlerweile über 30 verschiedene Sorten.
Verschiedene Würste werden in den Räucherofen geschoben.
Oberlandler 60
Fichtner
Ofenbau & Fliesen
Auerbauer 1 | 83730 Fischbachau
Tel. 0 80 28 - 90 54 100 | Mobil: 01 72 - 9 81 28 48
info@fichtner-ofen-fliesen.de | www.fichtner-ofen-fliesen.de
- Planung und individuelle Anfertigung von Öfen aller Art
- Fliesenverlegung Neubau und Umbau
- Wohnungs- und Badsanierungen
- Maurer-, Putz- und Estricharbeiten
- Heizeinsatztausch gem. BImSchV
- Schornsteinanlagen
- Steintreppen, Fensterbänke und Küchenarbeitsplatten aus Naturstein
Wir, ein bodenständiger Betrieb aus dem
Leitzachtal, planen und fertigen je nach
Kundenwunsch individuelle Öfen aller Art.
Unsere Kunden betreuen wir nicht nur beim
Thema Ofenbau, sondern stehen auch bei
der Fliesen- und Natursteinverlegung im
Innen- sowie Außenbereich zur Verfügung.
Natursteinarbeiten insbesondere das
Anfertigen von Küchenarbeitsplatten zählen
ebenso zu unserem Leistungsangebot.
Zusätzlich bieten wir Estricharbeiten für
Neu- und Umbauten an. Bei Komplettsanierungen
von Wohnungen, Badsanierungen,
etc. übernehmen wir gerne die Bauleitung,
Koordinieren alle benötigten Handwerker
und bieten eine unkomplizierte Abwicklung
im Sinne unseres Auftraggebers an.
61 Oberlandler
In Zusammenarbeit mit der Firma Fichtner
Metallverarbeitung GmbH fertigen wir
maßgefertigte, traditionelle Küchenherde
an. Die Eisenteile werden nach traditioneller
Handwerkskunst geschmiedet. In Kombination
mit handgefertigter Keramik entstehen
somit einzigartige Unikate. Damit sich
unsere Kunden vorab einen Überblick über
das gewünschte Bauvorhaben verschaffen
können, beraten wir Sie kompetent und
umfassend mit digitaler 3D-Planung.
Wasserführende Öfen, Grundöfen, Kachelöfen
sowie Heizkamine zählen ebenso zu
unserem Leistungsspektrum. Auch hier
kann der Kreativität freier Lauf gelassen
werden. Mit Naturstein und in schlichter, kubischer
Form entstehen moderne, elegante
Heizkamine oder mit traditionellen Kacheln
zeitlose Ofenklassiker.
Bei veralteten Heizeinsatzgeräten, die nicht
mehr den gesetzlich bestimmten Grenzwerten
der BImSchV entsprechen, beraten
wir unsere Kunden gerne und bieten einen
fachgemäßen Austausch sowie Instandsetzung
bestehender Öfen an.
Für Hausbesitzer ohne Schornsteinbestand
können wir gerne, gemäß der gesetzlichen
Bestimmungen, eine Montage einer Außen-
Schornsteinanlage ausführen.
Zusätzlich setzen wir vorhandene Schornsteinanlagen
wieder Instand und realisieren
einen Einbau einer Schornsteinanlage in
bestehende Wohnanlagen.
Bei der Verarbeitung und Verlegung von
Naturstein setzen wir auf höchste Materialqualität
und beziehen uns auf unsere langjährige
Erfahrung und Fachkompetenz. Wir
bieten unseren Kunden eine große Auswahl
an Natursteinmaterialien.
Fichtner Ofenbau & Fliesen ist Ihr Partner für
Öfen, Fliesen und Natursteinarbeiten.
Alles selbst gemacht: Presssack, Salami, Kaminwurzn und Geräuchtertes.
Idyllisch: Der Hof der Familie Eichner.
Oberlandler 62
WWW.MAYRMIESBACH.DE
Jahre
MADE IN
MIESBACH
BÜCHER, BROSCHÜREN, MAGAZINE –
WIR GEBEN INFORMATIONEN DAS RICHTIGE FORMAT.
Josef und Barbara Eichner freuen sich
über den Erfolg ihres Hofladens.
HOCHWERTIG MIT HANDWERK UND HERZ.
Der Hofladen macht auf
„Auch am Samstag geht es um 4 Uhr los, denn wir
müssen dann alles herrichten“, erzählt Josef Eichner.
Dann macht sein Sohn Seppi den Stall, damit er mit
Frau, Tochter, Nichte und Schwägerin die Bestellungen
fertig machen und den Laden einrichten kann. „Unsere
Landwirtschaft ist zwar biozertifiziert, den Hofladen
führen wir allerdings nicht als Biobetrieb“, erzählt der
Bauer. Denn hier gibt es neben den eigenen Produkten
auch Ergänzungsprodukte von Unser Land, Wein von
befreundeten Winzern aus Rheinhessen, Käse aus einer
Hofkäserei aus Stephanskirchen und verschiedene
Saisonwaren. Neben dem Standartsortiment, das auch
wechselt, kommt immer hinzu, was gerade verarbeitet
wird. Denn alle vier bis sechs Wochen wird eine Sau
oder ein Rind geschlachtet, dazwischen auch Lamm
oder Saibling. Im Herbst zu Kirchweih oder an Weihnachten
gibt es dann die hofeigenen Enten und Gänse.
Kunden werden über einen E-Mail-Verteiler über die
vorrätigen Produkte informiert und können auch gleich
vorbestellen. Denn am Samstag, wenn der Hofladen
um 8:30 Uhr öffnet, kommt es auch mal vor, dass man
Schlange stehen muss oder dass die besonders beliebten
Produkte schnell ausverkauft sind.
© Amir Ajanovic
instagram: amirberlin
63 Oberlandler
Glückliche Schweine
Mittlerweile gibt es am Jasberg 1 eine ganze Schar
Schweine, wobei eigentlich nur jedes Jahr sechs Säue
zugekauft werden. Die werden den Sommer über
aufgezogen und dann geschlachtet. „Dieses Jahr war
unter den Sauen auch ein Eber und so sind die Eichners
zu einem wahren Segen gekommen: Drei der Säue
haben geworfen und so läuft jetzt eine ganze Schar mit
sechs erwachsenen Schweinen und 15 Ferkeln über die
blühenden Wiesen. Seppi Eichner, der Junior, der auch
in der Metzgerei hilft und wahrscheinlich den Hof übernehmen
wird, kümmert sich um deren leibliches Wohl.
„Wir haben einen Offenstall gebaut mit verschiedenen
Boxen, damit jedes Schwein genug Platz hat.“, erklärt der
28-jährige. „Alle Schweine können jederzeit auf die Wiese
oder zum Teich“, so der Jungbauer. Schöner kann ein
Schweineleben kaum sein, die Tiere, eine Hybridzüchtung
aus Schwäbisch-Hällischen, Edelschwein, Duroc,
Pietrait und Landschwein entscheiden selbst, wann
sie in den Stall gehen. Seppi kennt sie nicht nur beim
Namen, sondern hat auch immer Zeit für die ein oder
andere Streicheleinheit. Gerade die Kleinen sind deshalb
frech und zutraulich. Gefüttert werden sie mit geschrotetem
Mais, ab und zu auch mit Molke oder Gemüseresten.
Auf spezielles Zuchtfutter, das das Wachstum fördern
würde, wird verzichtet. „Die Schweine nehmen bei
uns eh nicht so viel zu, weil sie oft draußen unterwegs
sind“, weiß der gelernte Landwirt. „Dafür ist das Fleisch
auch nicht so fett.“ Und es hat Bio-Qualität. Tochter
Margret hat dieses Jahr sogar zwei Schweine mit auf die
Alm genommen.
Oberlandler 64
65 Oberlandler
Seppi Eichner kümmert sich um die Schweine.
Natürlich gibt es auch Streicheleinheiten.
Oberlandler 66
Wiese, Weiher, Freilauf – den Schweinen der Familie Eichner geht es gut.
Vielseitiger Bioland-Hof
Tradition und Moderne
seit 120 Jahren
Neben den Schweinen kümmert sich Bauer Josef mit
seinem Sohn auch um 45 Milchkühe und deren Nachzucht.
Auch die können im Sommer immer nach draußen
und sich frei bewegen. Die Bio-Milch wird von einer
Molkerei abgeholt. Das Jungvieh ist im Sommer auf
einer Alm in Bayrischzell. Mutter Barbara kümmert sich
zusätzlich um 50 Enten und 50 Gänse sowie 200 Mastgockel.
Auch 70 Hühner leben in einem eigenen mobilen
Stall am Bioland-zertifizierten Hof. Die Eier werden
ebenfalls im Hofladen vertrieben, auch werden sie für
die Nudelherstellung verwendet. Man merkt, dass hier
Tierwohl noch großgeschrieben wird, Familienbetriebe
wie dieser sind nicht mehr selbstverständlich. Aber der
Erfolg der Produkte und des Hofladens sprechen für
sich und auch wenn die Eichners vor 30 Jahren einen
neuen Weg gegangen sind, hat sich das Risiko gelohnt. |
Jasberger Hofladen
Jasberg 1, 83623 Dietramszell
Tel. 08024 / 2340
jasberger.hofladen@online.de
Gemütlichkeit
aus Meisterhand
83730 Fischbachau · 08028/2331 · www.schreinerei-rauffer.de
67 Oberlandler
Theater
mit Herz
& Humor
Loiderding lebt!
Was seitdem passiert...
Seitdem ist der Saal ein Ort für Kabarett, Konzerte und
vor allem Theater. Rund zehn Vorstellungen im Jahr,
Märchenlesungen und jede Menge Komödien. Das
nächste Stück, das Regisseur Sepp Grundbacher auf die
Bretter bringt? „Glaub’s oder glaub’s ned“ von Alfred
Högerle – eine himmlisch-höllische Komödie mit Premiere
am 24. Oktober.
100 Plätze gibt’s – und keine Bühne. „Das ist sehr
persönlich und direkt, die Darsteller stehen praktisch
mitten im Publikum. Wir haben uns schnell an diese
Situation gewöhnt und mittlerweile mögen nicht nur
wir das, auch das Publikum mag das unmittelbare
Theater“, so Regisseur Sepp. Karten können telefonisch
vorbestellt werden und dann am Tag der Veranstaltung
ab 17.30 Uhr abgeholt werden. Dann bleibt noch Zeit für
ein gemütliches und vor allem leckeres Abendessen,
bevor es um 20 Uhr heißt: Vorhang auf!
Die Stars von nebenan
Laiendarsteller aus der Region bringen das Bayerische auf
die Bühne – mit Herz und Dialekt. Hauptdarsteller Sepp
Kröll mimt den zwiedernen Sepp Stemmer. „I mag’s, wenn
i seh, wie’s de Leit gfreit“, sagt er. Regisseur Sepp kennt
seine Pappenheimer und hat ein Händchen für die Rollenbesetzung.
„Es ist mir nicht nur eine Ehre auf der Bühne
zu stehen, es beflügelt mich sehr, wenn die Besucher mit
einem Lächeln das Theater verlassen und wir sie mit unserem
Spiel aus dem Alltag reißen konnten, wenigsten für
ein bis zwei Stunden“, fasst Sepp Kröll zusammen.
Wenn man in Loiderding vom „Wirt“ spricht,
dann meint man nicht nur gutes Essen,
sondern auch Kultur, Leidenschaft und eine
Bühne – naja, fast. Denn eine Bühne gibt’s hier gar
nicht. Gespielt wird mitten im Saal, ganz nah dran
am Publikum. Und das ist genau das Besondere am
Irschenberger Theater-Ensemble.
Wie alles begann...
Sepp Grundbacher aus Obermoos in Irschenberg hat
seit über 35 Jahren ein Hobby: Theater! Seit 2014 führt
er Regie beim Wirt in Loiderding. Die Idee, den Saal zu
beleben, entstand nach dem großen Gaststättensterben
2021. Corona hatte zugeschlagen, aber Loiderding
schlug zurück – mit Zusammenhalt und einer ordentlichen
Portion Kreativität.
„Wir haben einen Wirt – und das ist nicht selbstverständlich!“,
sagte man sich. Also wurde nicht lang gefackelt:
Vereinsübergreifend wurde der Saal renoviert,
neue Vorhänge aufgehängt, die Schänke poliert und
die Bestuhlung auf Vordermann gebracht. Jung und Alt
packten mit an. Und Alois Vogl, der Wirt, war gerührt:
„Des tut guad!“
Und das Essen?
Ein Wahnsinn! Geschmacklich und qualitativ top. Geöffnet
ist von Donnerstag bis Sonntag. Und das Theater
bringt Gäste aus Rosenheim, München und Tegernsee –
beste Werbung für den Wirt!
Alois Vogl – Der Wirt, der das Salzkammergut
nach Loiderding brachte
Seit 2001 ist Alois Vogl der Mann hinter dem Tresen – und
vor dem Herd – in Loiderding. Ein gelernter Koch aus
dem schönen Salzkammergut, der sich seinen Traum von
der eigenen Wirtschaft erfüllt hat. Und was für eine! Hier
gibt’s keine große Karte, sondern große Klasse: saisonal,
regional und mit viel Liebe gekocht. Im Herbst duften die
Rahmschwammerl, im Sommer knacken die Salate – und
das Suppenlöffeln wird zur Kunstform.
„Ich bin flexibel“, sagt Alois, und das merkt man: Ob Theaterabend
oder Wildwochen, er und seine Frau stemmen
das mit einem kleinen Team und ganz viel Herzblut. Kein
Teenager mehr, aber mit jugendlicher Freude dabei –
solange Gesundheit und Laune mitspielen.
Und wenn nach dem Theater die Gäste glücklich schauen,
lachen oder sogar ein Tränchen verdrücken, dann
weiß Alois: „Des war a guada Abend.“ Wenn dann auch
noch das Essen gelobt wird, ist die Welt in Loiderding
wieder ein Stück besser.
Oberlandler 68
Rezept
Braumeisterschnitzel
mit Ofenkartoffeln und Schnittbohnen
4 Stück Schweineschnitzel flach klopfen und mit Salz
und Pfeffer würzen. Mit vier Scheiben rohem Schinken,
geschmorten Zwiebeln, geräuchertem Wammerl und
Bergkäse belegen. Die Schnitzel zusammenklappen und
mit Mehl, Ei und Semmelbrösel panieren und dann im
heißen Fett schwimmend ausbacken. Die Kartoffeln
mit Schale vierteln und im Ofen mit Meersalz und
Olivenöl ca. 50 Minuten backen. Nach dem Backen mit
getrockneten Tomaten und Rosmarin ziehen lassen. Die
Bohnen waschen, schneiden und blanchieren. Dann in
einer Pfanne mit Butter und Zwiebeln fertigschmoren
und mit Salz und Pfeffer würzen.
4 Portionen:
• 4 Schweineschnitzel
• 4 Scheiben Bergkäse
• 4 Scheiben rohen Schinken
• 4 Scheiben Wammerl
• 1 kg Kartoffeln festkochend
• 800 g Bohnen
• 1 Zwiebel
• 1 EL getrocknete eingelegte Tomaten
• 1 Zweig Rosmarin
• Salz, Pfeffer
Die nächsten Veranstaltungen
Theater: „Glaab’s oder glaab’s net“:
24., 29., 30. Oktober, 9., 13., 14. und 15. November.
Christian Maier mit seinem Programm „Beste Zeiten“:
21. November
Wirt in Loiderding
Loiderding 11, 83737 Irschenberg
Tel. 08062 / 1529, www.gasthaus-loiderding.de
wirt_in_loiderding
WirtinLoiderding
Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 17 bis 22 Uhr,
Samstag und Sonntag von 11 bis 22 Uhr,
feiertags ganztätig.
69 Oberlandler
Oberlandler 70
In vollen Zügen
genießen
Über die
„Faszination Zug“ –
in allen Größen
Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht
irgendeine Geschichte bei vergangenen
Bahnreisen erlebt hat. Verspätungen?
Dauerbrenner. Irgendwo mal
gestrandet, weil der Zug ausfiel? Sicher.
Überfüllte Waggons, lustige Durchsagen,
geschlossene Speisewagen? Alles schon
da gewesen. In vielen Fällen schließt an
den Austausch solcher Geschichten ein
allgemeines Klagen über das Reisen mit
dem Zug an. Doch es geht auch anders:
Gerald Thienel und Klaus Nottensteiner
sind fest verwurzelt in der Welt der
Züge. Von der „Faszination Zug“ bringen
die beiden auch Verspätungen nicht ab.
Text: Andreas Wolkenstein
Fotos: Florian Bachmeier
71 Oberlandler
Die Straße, die zu Gerald
Thienels Wohnung führt, ist
ruhig, tagsüber sind die meisten
Anwohner in der Arbeit. Thienel
selbst muss nicht mehr zur Arbeit
fahren, seit vergangenem Jahr genießt
er den Ruhestand. Man merkt ihm
sein Alter aber nicht an. Mit freundlichen
Augen begrüßt der 71-Jährige
den Besucher, um seinen Mund
huscht stets ein Lächeln. Betritt man
die Wohnung im ersten Stock, in der
Thienel mit Ehefrau Johanna logiert,
tritt man gleich ein in etwas, das einer
Mischung aus Werkstatt und Museum
ähnelt. Thienel lacht: „Das ist Ausstellungsraum
und Werkstatt in einem“.
Modelleisenbahnen
sind keine Stangenware.
An ihnen wird fleißig gebastelt.
Oberlandler 72
Schrauben, basteln, löten
Ihr Auto und Ihr Zuhause
sind bestens abgesichert.
Und Sie und
Ihre Familie?
Auf einem Tisch und den darüber hängenden Regalböden
stehen eine Menge Züge. Es sind Zugmodelle im
Maßstab 1:32, manche fertig gekauft, andere noch im
Rohbauzustand. Ein solches Modell ist für Sammler und
Bastler, wie Thienel es einer ist, keine Stangenware. An
ihnen wird gebastelt, geschraubt, gelötet und farblich
perfektioniert. So steht auf der Werkbank gerade der
Rohling einer Modell-Dampflokomotive, die mittels
Zurüstteilen aus Metall oder 3D-Druckteilen sowie
elektronischen Komponenten verbessert wird. Thienel
wird sie noch zusammenbauen, dann kommt sie zu den
anderen Zügen. Doch dazu später.
?
lassen!
Jetzt
beraten
Wenn es um Absicherung geht, sollten Sie nicht nur an Ihre
vier Räder und Ihre vier Wände denken. Denken Sie auch mal
an sich und Ihre Lieben.
Ob für das Wohl Ihrer Gesundheit, Alters- oder Pflege vorsorge,
Arbeitskraft- oder Hinterbliebenenab sicherung – wir sind
jederzeit für Sie da und beraten Sie gerne.
Kundendienstbüro
Anja Dworzak
Tölzer Str. 7
83607 Holzkirchen
Tel. 08024 4779775
anja.dworzak@hukvm.de
Vertrauensmann
Anton Lerch
Sollacher Str. 7
83607 Holzkirchen
Tel. 08024 5516
anton.lerch@hukvm.de
Vertrauensmann
Helmut Eder
Voglherdstr. 30
83714 Miesbach
Tel. 08025 992130
helmut.eder@hukvm.de
Vertrauensmann
Stefan Dosch
Schöllerstr. 6 a
83734 Hausham
Tel. 08026 9292407
stefan.dosch@hukvm.de
Strenge Vorgaben
Vorerst beginnt Thienel, den Besucher über die
Lok-Historie zu informieren. Das Modell werde eine
Dampflok aus der sogenannten Epoche III der Modelleisenbahnen.
Damit werden Bahnen bezeichnet, die en
miniature Züge aus den Jahren zwischen 1950 und circa
1970 darstellen, erläutert Thienel. Das ist nicht etwa
eine willkürlich gewählte Zeiteinteilung. Die historische
Zuordnung von Modelleisenbahnen leitet sich ab von
den Normen Europäischer Modelleisenbahnen, die wiederum
von der Technischen Kommission des Verbandes
der Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas
vorgegeben werden. Normiert werden freilich nicht nur
die geschichtliche Verortung bestimmter Zugmodelle,
sondern auch Maßstäbe, Fahrzeuggrößen oder Schienenprofile.
Genauso wie die Züge, die echte Menschen
von einem Ort zum anderen bringen, gelten auch in der
Modellwelt strenge technische Vorgaben.
Mit Estner in
Bewegung bleiben!
Ob Scooter, Rollatoren
oder Rollstühle:
Wir beraten
Sie gerne.
Sanitätshaus Estner, Inh. Franz Estner
Bahnhofstr. 6
83734 Hausham
Tel. 08026-9295290
hausham@estner.net
Brannenburg | Ruhpolding
www.estner.net
73 Oberlandler
Signaltechnik für die
Münchner U-Bahn
Mit solchen Vorgaben ist Gerald Thienel bestens
vertraut. Sein ganzes Berufsleben hat der gebürtige
Seelzer – ein Vorort von Hannover – mit Zügen und
dem Zugverkehr verbracht. Als Ingenieur bei Siemens
etwa war der studierte Nachrichtentechniker für den
Bau von Stellwerksanlagen bei der Münchner U-Bahn
zuständig. So verantwortete er etwa die Inbetriebnahme
der Linienzugbeeinflussung auf der Strecke zwischen
Scheidplatz und Neuperlach im Jahre 1980, erzählt der
71-Jährige. Dabei handelt es sich um ein System zur
Sicherung der Zugfahren, erläutert Thienel. Neben den
Projekten bei der U-Bahn München waren auch immer
wieder Themen bei Industrie- und Privatbahnen zu
bearbeiten.
Kennt sich aus mit Zügen: Gerald Thienel.
Bis ins
kleinste Detail
wird die Welt der
Modelleisenbahnen gebaut.
Oberlandler 74
So sah der Bahnhof in Tegernsee früher aus.
Überschaubar,
aber wichtig
Die Liebe zu den Zügen habe er schon in frühen Jahren
mitbekommen, erinnert sich Thienel. Denn damals
in Niedersachsen sei er neben einem Rangierbahnhof
aufgewachsen. Für ein Kind ein tägliches Schauspiel,
wenn Züge ankommen, neu sortiert werden und wieder
wegfahren. Die Erinnerungen daran begleiteten Thienel
durch sein gesamtes Berufsleben, das er nach langer
Zeit in München und zuletzt wieder in Braunschweig
2014 beendete. Oder zumindest beenden wollte. Denn
im Sommer 2014 erhielt er einen Anruf aus Tegernsee.
Angerufen wurde der Ingenieur von der Geschäftsleitung
der Tegernsee-Bahn Betriebsgesellschaft (TBG)
– man kannte sich von einem gemeinsamen Projekt.
Die TBG suchte jemanden, der die Signaltechnik auf
ihrer 12,4 Kilometer langen Strecke zwischen Schaftlach
und Tegernsee betreuen sollte. Also: das Stellwerk am
Laufen halten sowie die technischen Sicherungen der
Bahnübergänge mit Lichtzeichen und Schranken erhalten
und modernisieren. Insgesamt 14 Bahnübergänge
gilt es zu sichern. 12 davon sind mit Lichtzeichen samt
Halbschranke ausgestattet, bei zweien gibt es lediglich
Lichtzeichen. Überschaubar, aber natürlich trotzdem
von großer Bedeutung.
Weer weennnnnn
nnnichhtt Du hhatt
bockauflok.de?
Starte bei uns in Holzkirchen Deine Ausbildung als
Eisenbahner (m/w/d) im Betriebsdienst – Fachrichtung
Lokführer und Transport ab September 2026.
Mehr Infos unter
bockauflok.de/eib
75 Oberlandler
Klaus Nottensteiner
kümmert sich um
so ziemlich
alles bei der
Tegernseebahn.
Alleskönner am Zug
Für das Netz der TBG ist heute Klaus Nottensteiner
zuständig. Aber nicht nur: Als örtlicher Betriebsleiter
koordiniert er etwa auch die Fahrpläne der Züge, die
das Schienennetz des Infrastrukturbetreibers befahren.
Und wenn Not am Mann ist, dann bringt er schon mal
einen Zug von Tegernsee nach Gmund. Nottensteiner
lacht: “Einmal stand ein Kollege auf dem Weg zu seinem
Zug im Stau. Ich habe ihm den Zug von Tegernsee nach
Gmund gefahren, wo er dann übernommen hat”. Nottensteiner
fährt von Zeit zu Zeit auch ganz regulär im
Betrieb der Bayerischen Regiobahn (BRB). Angefangen
hat er bei der TBG vor vielen Jahren mit einer kaufmännischen
Ausbildung, war danach aber auch bei der
Deutschen Bahn AG (DB), unter anderem im Fernverkehr,
beschäftigt. Bis er Anfang der 2010er-Jahre wieder
zurück an den Tegernsee kam.
Flügelsignal im Garten
Dort spricht er heute von der Faszination Zug, die seine
ganze Familie ergriffen hat. So steuert Ehefrau Karina
ebenfalls Züge für die BRB, die beiden haben sich im
Fernverkehr kennengelernt und gemeinsam den Lokomotivführerschein
gemacht. Und bei den Nottensteiners
zu Hause steht ein großes Flügelsignal im Garten, ein
großer Mast mit einem absenkbaren Arm, der einer Kelle
ähnelt. Mit solchen Signalen wurde früher der Zugverkehr
geregelt, bis sie von den Lichtsignalen ersetzt
wurden. „Ich habe es weniger mit Modellbauen, aber
erfreue mich dann an so was“, erklärt Nottensteiner. Außerdem,
fügt er hinzu, sammele er alte Dienstmützen.
An die 300 Stück habe er, verteilt im ganzen Haus, sagt
Nottensteiner und grinst.
Oberlandler 76
Eine Dampflok
lebt
Zurück zu Gerald Thienel. Seit vergangenem
Jahr darf der gebürtige Niedersachse
seinen Ruhestand in der Wahlheimat
Bayern genießen. Doch ruhig
wird es um den 71-Jährigen trotzdem
nicht. Noch immer ist er Mitglied
im Bayerischen Eisenbahnmuseum,
einem Verein in Nördlingen, der sich
dem Erhalt historischer Lokomotiven
widmet. Man kann die Züge indes
nicht nur im Museum betrachten,
sondern bei einer der zahlreichen
Ausfahrten auch hautnah erleben.
Hört man, wie Thienel über die alten
Dampfloks spricht, dann merkt man,
wie groß die Faszination sein muss.
„Eine Dampflok lebt“, sagt er. Sie
stampft, raucht, rauscht, man spüre
ihre Anstrengung und Kraft, wenn
es mal bergauf geht, erzählt Thienel.
Und anstrengend ist es nicht nur für
die Lok selbst, wird aus Thienels Erzählungen
schnell deutlich. Auch der
Heizer, der für das Feuer im Kessel
einer Dampflok sorgt, muss gehörig
schuften. Einmal habe er bei einer
Fahrt von München in die Oberpfalz
und zurück fünf Tonnen Kohle in den
Kessel geschaufelt, erinnert sich Thienel.
„Als ich nach Hause kam, setzte
ich mich hin und bin vor Erschöpfung
sofort eingeschlafen.“ An der spürbaren
Faszination für Dampfloks hat das
nichts geändert. Im Gegenteil.
Früher besaß die Tegernseebahn eigene Züge. Heute betreibt sie nur noch die Infrastruktur wie Gleise und Signalanlagen.
77 Oberlandler
Viel Liebe zum Detail
Auch in Thienels Modellwelt pfeift und raucht es; die
Fahrzeuge sind beleuchtet und bewegen sich langsam
durch seine Rangieranlage mit dem Betriebswerk.
Dieses hat der 71-Jährige in mühevoller Kleinstarbeit
in seinem Arbeitszimmer aufgebaut. Dorthin kommen
auch die fertigen Modelle, die er in der Werkstatt
zusammenbaut. Bis ins kleinste Detail hinein ist diese
Modellwelt ausgestattet: Ein Pfiff markiert den Beginn
einer Zugfahrt, innen sind die Schienenfahrzeuge, etwa
der Schienenbus, beleuchtet, auf dem Bahnhofsgelände
befinden sich kleine Figuren. Und wenn sich die Lok
in Bewegung setzt, erzeugen die kleinen Lokomotiven
sogar Dampf. Man merkt, mit wie viel Liebe zum Detail
Thienel seine Welt aufgebaut hat: Das Foto an der Wand,
das den Hintergrund zur Modellwelt abgibt, stellt die
Abbildung eines Bahnbetriebswerks dar und ist somit
bestens abgestimmt mit der Modelldrehscheibe von
Thienels Miniaturbetriebswerk.
Fachsimpeln mit
Gleichgesinnten
Bald geht die Fahrt mit der BRB von Tegernsee nach München los.
Auch dieses Hobby stammt aus seiner Jugend, berichtet
der studierte Nachrichtentechniker. 1960 habe er
erstmals eine Modelleisenbahn geschenkt bekommen.
Zunächst habe er das Hobby auf „kleiner Flamme“
betrieben. „Denn wenn man Züge im Maßstab 1:1 hat,
braucht man nichts anderes“, so Thienel mit Blick auf
seine berufliche Tätigkeit in der Signaltechnik. Anfang
der 2000er-Jahre habe er dann zu sammeln und zu
bauen begonnen. Regelmäßig fährt Thienel seitdem zu
Stammtischen, bei denen Modelle gezeigt und über die
neuesten Entwicklungen gefachsimpelt werde.
Geteilte Leidenschaft
Die Leidenschaft, sich intensiv mit einem Modell auseinanderzusetzen,
hat inzwischen auch Ehefrau Johanna
erreicht. Zuletzt, berichtet Thienel nicht ohne Stolz in
der Stimme, habe sie für die Patinierung seiner Modelle
gesorgt. „Sie hat ein gutes Auge für Details“, urteilt
Thienel. Er selbst verbringt nahezu täglich Zeit mit
seinen Zügen. Abends setzt er sich dann in die Werkstatt
und plant, bastelt oder lötet. Manchmal nur eine Stunde,
manchmal wird es spät. „Für mich bedeutet diese
Zeit, dass ich runterkommen kann“, fasst Thienel seine
Motivation zusammen. Er genießt seine Zeit in vollen
Zügen, so viel steht fest. |
www.tegernsee-bahn.de
www.brb.de
bayerische_regiobahn
bayerische.regiobahn
Die Perspektive des Lokführers im alten Triebwagen.
Oberlandler 78
Kontinuität als Erfolgsmodell
Die Tegernseer Tal Steuerberatungsgesellschaft im Porträt
– Seit 50 Jahren gemeinsam erfolgreich
Eine Kanzlei – zwei Standorte – sieben Steuerberater
Die Tegernseer Tal Steuerberatungsgesellschaft versteht sich als
starkes Team: mehr als 20 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Mandatsbetreuung.
Der Erfolg der Kanzlei beruht auf der fachlichen Kompetenz,
dem Zusammenhalt und der Erfahrung dieses Teams. Ergänzt
wird die Leistungsfähigkeit durch ein bewährtes Netzwerk, das
eine umfassende Beratung auch in komplexen Fragestellungen
über das Steuerrecht hinaus ermöglicht. So entsteht ein verlässliches
Fundament für die bestmögliche Betreuung der Mandanten.
1975 gegründet, etablierte sich die Tegernseer Tal Steuerberatungsgesellschaft
rasch als verlässlicher Partner im Landkreis
Miesbach. Ein wichtiger Schritt erfolgte 1992: Thomas Baudisch
wurde geschäftsführender Gesellschafter, kurz darauf zog die
Kanzlei in das Laurenzi-Haus in Rottach-Weißach.
Wachstum durch Partnerschaft
Im Jahr 1999 trat Steuerberaterin Monika Wisgott-Stahl als
Partnerin in die Gesellschaft ein. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits
seit mehr als zehn Jahren im Unternehmen tätig.
Fünf Jahre später, 2004, folgte die Umwandlung in eine Partnerschaftsgesellschaft.
Mit Stephan Loferer trat ein weiterer Partner
in die Gesellschaft ein. Das Wachstum setzte sich fort: 2007 eröffnete
die Kanzlei eine Zweigniederlassung in Schliersee, um näher
an Mandanten im östlichen Landkreis und Oberland präsent zu
sein.
Die Geschichte der Tegernseer Tal Steuerberatungsgesellschaft
zeigt, wie sich ein regionales Unternehmen durch vorausschauende
Entscheidungen und eine konsequente Ausrichtung auf Qualität
zu einer festen Größe entwickeln konnte – und auch in Zukunft
als verlässlicher Partner in steuerlichen und wirtschaftlichen
Angelegenheiten eine führende Rolle in der Region spielen wird.
Ein Blick nach vorn
Heute, rund ein halbes Jahrhundert nach der Gründung, gehört
die Tegernseer Tal Steuerberatungsgesellschaft zu den führenden
Steuerkanzleien der Region. Im Jahr 2025 setzt die Kanzlei ein
weiteres Signal der Kontinuität: Mit Steuerberater Maximilian
Wagenpfeil tritt eine neue Generation in die Partnerschaft ein. So
verbindet die Gesellschaft bewährte Erfahrung mit frischen Impulsen
und schafft damit die Grundlage, ihren Mandanten auch
in Zukunft als verlässlicher Partner erfolgreich zur Seite zu stehen.
Tegernseer Straße 104 | 83700 Rottach-Weißach | Laurenzi Haus | Tel. 08022-9249-0
Bahnhofstraße 8 | 83727 Schliersee | Haus Seerose | Tel. 08026-929171-0
www.tegtal-kanzlei.de | steuerberatung@tegtal-kanzlei.de
79 Oberlandler
Lieblings-Stücke
Festina – Special Edition
Die Festina Chrono Bike 2025 Special Edition ist ein ikonischer
Zeitmesser, der ein sportliches Design und eine robuste
Konstruktion vereint, ideal für alle, die Präzision und Stil suchen.
Das Gehäuse und das Armband aus Edelstahl sind stoß-,
kratz- und korrosionsbeständig. Das Mineralglas schützt das
Zifferblatt vor Stößen und Kratzern und bewahrt sein makelloses
Aussehen über die Zeit. Mit einer Wasserdichtigkeit von 20
ATM ist sie für jede Herausforderung gerüstet, vom Alltag bis
hin zu anspruchsvollen Abenteuern. Ihr exklusives Design und
die hochwertigen Materialien machen diese Sonderedition zu
einer perfekten Wahl für Liebhaber von Sport- und Leistungsuhren.
In Holzbox: 299 €
Kuh-Kalender von Thomas Plettenberg:
„Meine Kühe 2026“
Uhren & Schmuck Petra Hehl
Fraunhoferstr. 1, Miesbach, Tel. 08025 2738
Bei Wind und Wetter und zu jeder Jahreszeit hält der Warngauer
Fotograf Ausschau nach besonderen Modellen und Motiven
für seine Schönheiten-Galerie. Die besten Aufnahmen im Kalender
Meine Kühe 2026 verdichten die einzigartigen Momente
eines Kuh-Fotografen-Jahres. Die klassischen bayerischen
Fleckvieh-Damen sind natürlich immer dabei, aber auch Vertreterinnen
von alpenländischem Grau- und Braunvieh. Der
Kalender ist eine Hommage und Liebeserklärung an die Rinderrassen
Europas.
Thomas Plettenberg – Kalender Meine Kühe 2026 im Format
42 x 42 cm, 24,90 € zzgl. 4,50 € Versand, 12 Kalenderblätter,
schwarz-weiß. Zu bestellen telefonisch unter 08021/507020
oder unter www.kuhfoto.de. Auch in Buchhandlungen im
Landkreis zu erwerben. Sichern Sie sich diesen ungewöhnlichen
Wandschmuck und genießen Sie ein wunderbares Jahr
2026! Kalender nur in limitierter Auflage erhältlich!
Der nächste Oberlandler
erscheint im März 2026
oberlandlermagazin
Pyxis – Elegant. Wandelbar. Besonders.
Mit 20 × 7 × 15 cm kompakt, aber stilvoll.
Mit Henkel oder abnehmbarem Riemen (129 cm) tragbar. Innen
& außen mit Steckfächern, Überschlag mit Schleife. Material
nach Wahl: Rind-, Hirsch-, Wasserbüffel- oder Straußenleder.
Futter: Leder oder Stoff nach Wunsch. Ab 680 €
Marstaller Werkstätten KG, Dorfstr. 9, Osterwarngau
Oberlandler 80
6. Woche
7. Woche
8. Woche
9. Woche
Happy Undies –
Bequem. Vielseitig. Nachhaltig.
Happy Undies verbindet Unterwäsche und Badebekleidung in
einem innovativen 2-in-1-Konzept. Mit nachhaltigen Materialien,
flexiblen Designs und einem hohen Tragekomfort bietet
Happy Undies Modische Wäsche, in der sich jeder Körper
wohlfühlt – ob im Alltag, am Strand oder beim Feiern.
Slip: 29,90 €
Grabmaier Strumpfecke, Damen- und Herrenwäsche
Fraunhoferstr. 3, Miesbach , Tel. 08025 / 1508
Familienplaner
2026
Familienplaner
2026
1 So
2 Mo
Unser großer Familienplaner
– 6 Spalten, unendliche
6 Fr
3 Di
Tischtennis
Schlagzeug
4 Mi Fitness
Handball
5 Do
Reiten
7 Sa
Stammtisch
8 So
Möglichkeiten
9 Mo
10 Di
Tischtennis
11 Mi
Handball
12 Do
Warum nur die klassischen
13 Fr
14 Sa
Klassentreffen
15 So
4 Spalten, wenn das Leben
so viel mehr zu bieten
Handball
Reiten
16 Mo
17 Di
Tischtennis
Schlagzeug
18 Mi
19 Do Friseur
20 Fr
Wandertag
21 Sa
hat? Unser großer Familienplaner
mit 6 Spalten ist
22 So
23 Mi
24 Do
25 Fr
26 Sa
27 So
der perfekte Begleiter für
28 Mo
29 Di
Familien jeder Größe und
MAGDALENEN
auch für die, die einfach
gerne ein wenig mehr Platz
zum Jonglieren haben. "Wer hat denn heute noch 4 Kinder?"
fragen Sie vielleicht? Nun, das mag seltener sein als noch vor
ein paar Jahrzehnten, aber hier beim Magdalenen Verlag wissen
wir, dass gerade die modernen Patchwork-Familien ungemein
bunt und vielfältig sind. Selbst wenn Sie per Familienplaner
nicht 6 unterschiedliche Personen zu organisieren haben,
bieten die zusätzlichen Spalten eine einzigartige Möglichkeit,
um den gemeinsamen Terminkosmos perfekt zu strukturieren.
Doch zunächst einmal möchten wir Ihnen Fakten und Vorteile
näherbringen, die unseren Familienplaner mit 6 Spalten sonst
noch auszeichnen:
• 13 Blätter – Deckblatt und 12 Monatsblätter
• alle Feriendaten für die Urlaubsplanung
• Verzeichnis der jeweils relevanten Mondphasen
• Größe 29,7 x 42 cm
• 12,95 €
Name
Mama Papa Lisa Stefan Lara Moritz
Magdalenen Verlag, Gewerbering 14, Holzkirchen
Tel. 0 80 24 / 4 70 46-0, www.magdalenen-verlag.de
LANTENHAMMER
Weihnachtselixier
Die Traditionsbrennerei LAN-
TENHAMMER präsentiert das
diesjährige LANTENHAM-
MER Weihnachtselixier 25%
vol. – eine edle Komposition
aus fruchtigem Marillenbrand
und kräftigem Rum aus dem
Hause LANTENHAMMER, verfeinert
mit einer weihnachtlichen
Zimtnote. Diese limitierte
Auflage bringt festliche Wärme
ins Glas und ist zum achten Mal
das Highlight für eine genussvolle
Weihnachtszeit. Das LAN-
TENHAMMER Weihnachtselixier
25% vol. ist ab sofort in der
500-ml-Flasche für UVP 25,90
€ in der LANTENHAMMER
Erlebnisdestillerie, im Onlineshop sowie bei ausgewählten
Handelspartnern erhältlich.
Die neueste
Solar-
Technologie
von Tissot
Keine Batterie
mehr nötig.
PRC 100 Solar.
Der Preis liegt bei 495 €.
Goldschmiede
& Uhrmacher
Matthias Hein
Marktplatz 20,
Holzkirchen
Veranstaltungen
Man kennt sie als Mama Bavaria oder
Frau Lallinger – jetzt kommt Luise Kinseher,
die bereits seit 35 Jahren auf der
Bühne steht, mit ihrem heiter-kritischen
Programm „Mary from Bavary – Endlich
solo“ am 21. November nach Miesbach.
Waitzinger Keller in Miesbach.
www.waitzinger-keller.de
Jetzt geht es nach unten. Denn die Ausstellung „Miesbach unterirdisch“ zeigt vom
6. bis 31. Oktober alles, was sich unter Miesbach befindet oder in früheren Zeiten mal
befunden hat. Veranstaltet wird sie von der Ausstellungsgruppe des Museumsvereins
Miesbach und dem Heimatmuseum Miesbach. Geöffnet zu den Öffnungszeiten des
Rathauses, dazu Sonderevents wie Führungen und Lesungen.
Einen Abend voller Soul, Funk, Rock
und Jazz präsentiert Jeni Williams &
The Black Bohemia. Die Sängerin zeigt
dabei ihre großartige Stimme bei großen
Melodien und Arrangements mit
Power und Funk, aber auch bei Originalsongs
mit aussagekräftigen Texten.
7. März 2026, 20 Uhr
Weyhalla Weyarn, www.weyhalla.de
wohntem Sound und neuen Einflüssen
werden Pop mit Indie, Folk und
traditionellen Sounds gemixt. Absolut
hörenswert.
15. November, 20 Uhr, Holzkirchner
Oberbräu, www.kio-events.de
Bereits zum 17. Mal findet der Schlierseer
Kulturherbst vom 5. bis 31. Oktober
statt. Mit dabei eine bunte
Mischung an Kunst, Kultur und Veranstaltungen
für Groß und Klein. Dabei
gibt es neben großartigen Ausstellungen
von Hans-Günther Kaufmann und
Andreas Kühnlein auch Bruno Jonas
oder Gerhard Polt live zu erleben.
www.kulturherbst-schliersee.de
Pam Pam Ida sind mit dem Album
„Nehmts mi mit“ wieder da. Mit ge-
Fotograf Jack Griesbeck lädt am 14.
November zu einem Vortrag zu seinem
„Auf den zweiten Blick“ Projekt ein.
Unter dem Motto, nicht auf den ersten
Blick zu werten oder zu urteilen, werden
Experten aus verschiedenen Ländern
ihre Einsichten zu den Themen
Erfolg, Traumata und Inklusion teilen.
Ab 17. November wird dann Griesbecks
Ausstellung „Auf den zweiten Blick 2.0“
gezeigt.
Waitzinger Keller in Miesbach.
www.waitzinger-keller.de
Der Weltmeister der Mentalmagie erschafft
in seiner neuen Show „Macht verrückt
– die Magie des Moments“ eine magische
und atemberaubende Atmosphäre.
Christoph Kuch führt das Publikum in das
Reich des Übersinnlichen, der Wunderheiler,
Scharlatane und echter Phänomene.
5. Dezember, 20 Uhr, Holzkirchner
Oberbräu, www.kio-events.de
Wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit
öffnet auch dieses Jahr „Wasmeiers
Weihnachtsmarktl“ seine Pforten. Vom
6. bis 14. Dezember kann man über den
historischen Weihnachtsmarkt bummeln.
Markus Wasmeier Freilichtmuseum
Schliersee, www.wasmeier.de
Unter www.tegernsee-schliersee.de
sind auch Termine für alle anderen
Weihnachts- und Adventsmärkte im
Landkreis zu finden.
Oberlandler 82
DESTILLERIE
DES JAHRES
ERLEBEN
STAUNEN
GENIEßEN
IN DER LANTENHAMMER ERLEBNISWELT
JETZT
BESUCHEN
LANTENHAMMER Destillerie GmbH
Josef-Lantenhammer-Platz 1 • 83734 Hausham • Tel. 0 80 26 - 92 48 33
Mo. – So. von 10 bis 18 Uhr. An Feiertagen ist die Erlebnisdestillerie geschlossen.
@LANTENHAMMER_DESTILLERIE
www.lantenhammer.de
83 Oberlandler
SAVE THE DATE
ALLE JAHRE WIEDER!
SCHAUT VORBEI!
WINTERLICHES HOFFEST
STÖBERN. STAUNEN. GENIEßEN.
15./16. November
Mehr Infos unter
www.lantenhammer.de/erlebnisdestillerie/
KK
KK GMBH
B o d e n s c h n e i d s t r . 7
8 3 7 1 4 M i e s b a c h
T e l . 0 8 0 2 5 - 3 0 4 4
F a x . 0 8 0 2 5 - 3 5 4 9
i n f o @ k i t z e r o w - k e r a m i k . d e
www . k i t z e r o w - k e r a m i k . d e
Oberlandler 84