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Mondamin - Die kulinarische Intelligenz

Dieses Buch ist nicht gegen, sondern für etwas geschrieben: für ein wesentlich intensiveres Verhältnis zu Nahrung und Genuss, für den Aufbau kulinarischer Kompetenz, für eine bewusstere kulinarische Sozialisation. Das Werkzeug dazu heißt kulinarische Intelligenz. Wie man es benutzt, um die Mauer im Kopf einzureißen?

Dieses Buch ist nicht gegen, sondern für etwas geschrieben: für ein wesentlich intensiveres Verhältnis zu Nahrung und Genuss, für den Aufbau kulinarischer Kompetenz, für eine bewusstere kulinarische Sozialisation. Das Werkzeug dazu heißt kulinarische
Intelligenz. Wie man es benutzt, um die Mauer im Kopf einzureißen?

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Die kulinarische

Intelligenz


Die kulinarische

Intelligenz



Inhalt

6 Vorwort

8 Geschichte Mondamin

13 Rezeptsammlung Mondamin Feine Speisestärke

› Matcha-Sake-Martini

› Japanisches Misogemüse (V)

› Kartoffel-Oliven-Kroketten Tempura Style

› Grüner Erbsenflan (G)

› Auberginengnocchi (G)

› Kürbis-Ziegenkäsemuffn (G)

› Knuspriger Zander

› Kalbsschnitzel In Weissweinsauce

› Käsekuchen (V)

› Churro-Style-Cookie (G)

43 Einleitung

49 Was ist kulinarische Intelligenz?

› Der Begriff Intelligenz

› Wissen und Verstehen: Jeder hat seine Chance

› Zum Beispiel: Die Tomatensuppe

› Zum Beispiel: Fleisch braten

› Wie hoch ist die kulinarische Intelligenz von

Spitzenköchen?

81 Qualität begreifen:

Die Unterscheidung zwischen gut und schlecht

› Von richtigem und falschem Qualitätsbewusstsein

› Das Punktesystem: Punkt für Punkt zu guter Küche

3



Inhalt

93 Die kulinarische Intelligenz im Alltag

93 DER EINKAUF

› Die Quellen: Ein schwieriges Geschäft

› Probieren ist Studieren

› Vorratshaltung: Ein Lösungsvorschlag

104 SELBST KOCHEN

› Jeder kann kochen

› Vom Laien zum hervorragenden Koch durch

kulinarische Intelligenz

› Kein Fortschritt ohne Improvisation

› Soll man eigene Rezepte entwickeln?

› Kochen (fast) ohne Geld: Kann man mit

Supermarktprodukten eine gute Küche machen?

› Der Gerätepark: Weniger ist mehr

› Kochen für Gäste: Warum man selbstlos sein sollte

130 ESSEN LERNEN – ESSEN VERSTEHEN

› Vorbemerkung

› Wie wir essen

› Die ausgeweitete Sensorik: Eine neue Welt tut sich auf

› Essen verstehen – Essen entschlüsseln

› Der neue Gourmet: Höhere Sensibilität,

mehr Wissen, mehr Genuss

149 AUSSER HAUS ESSEN

› Ein grundsätzliches Problem:

Unser kulinarisches Weltbild und seine Tücken

› Systemgastronomie: Der Gast als Objekt

› Bürgerliche Küche zwischen Fast Food und

Spitzenküche: Die kulinarische Mitte verändert sich

› Die hohe Schule: Keine Angst vor Spitzenküche

175 UNTERWEGS

› Die kulinarische Landkarte:

Von einem Höhepunkt zum anderen

› Systematisch essen: Investieren lohnt sich

182 Die Förderung der kulinarischen Intelligenz

182 VORBEMERKUNG

› Wie entwickelt sich kulinarische Intelligenz?

188 ZU HAUSE

› TV: Viel Wind um ziemlich wenig

› Zeitschriften: Es dürfen auch ein paar mehr sein

› Bücher: Es geht nicht ohne und eigentlich

braucht man sehr viele

› Familienleben und Kindererziehung: Lasst sie

mitmachen!

206 BILDUNG / AUSBILDUNG

› Esskultur: Essen ist Kultur

› Schule: Brauchen wir ein neues Fach

„Kochen und Essen“?

› Hochschulen und Akademien:

Von Rückstand und möglichem Fortschritt

› Anmerkungen zur Kochausbildung

223 Materialsammlung I: Vorratshaltung

239 Materialsammlung II: Gute Bücher

249 Statt eines Nachwortes: Wie ich Gourmet wurde

263 Über den Autor

4 5



Vorwort

Ein neues Kapitel

Wir sind sehr stolz, mit Mondamin Feine Speisestärke neue

Wege zu entdecken und zu gehen.

Mondamin Feine Speisestärke ist ein Lebensmittel mit langer

Geschichte und zugleich ein wichtiger Bestandteil der kulinarischen

Welt von heute. Seit über 180 Jahren begleitet die

aus Mais gewonnene Speisestärke Köch:innen, Bäcker:innen

und Menschen in ihren heimischen Küchen zuverlässig. Sie

inspiriert Generationen, Genuss auch einmal anders zu denken.

Vegan, glutenfrei, allergenarm und vielseitig einsetzbar –

Eigenschaften, die sie zu einem echten Allrounder machen,

gerade in einer Zeit, in der kreative, gesunde, schnelle und

flexible Lösungen mehr denn je gefragt sind.

Dieses Buch richtet sich gezielt an kreative Profis aus Küche,

Gastronomie, Hotellerie und Backwelt. Neben Einblicken

in die lange Geschichte von Mondamin haben wir Rezepte

integriert, die zeigen, wie facettenreich die Mondamin Feine

Speisestärke einsetzbar ist – von Klassikern bis hin zu innovativen

Ideen, die traditionelle Handwerkskunst und moderne

Kulinarik verbinden.

Dieses Buch versteht sich nicht als Rezeptsammlung, sondern

als Beitrag zu einer größeren Idee. Das neu aufgelegte und

erweiterte Standardwerk von Jürgen Dollase, dem Vater der

Kulinarischen Intelligenz, zeigt, wie wir unsere Sinne und unser

Wissen klug einsetzen, um bewusster zu genießen, mit Lebensmitteln

verantwortungsvoller umzugehen und damit auch

eine bessere kulinarische Kultur zu fördern.

So verbinden wir Tradition mit Zukunft und eröffnen eine

Vision und Möglichkeiten für alle, die kulinarische Intelligenz

in ihrer Arbeit leben und weiterentwickeln möchten. Wir

laden Sie ein, Mondamin Feine Speisestärke in allen Facetten

neu zu entdecken.

Viel Freude beim Lesen

wünscht das Team von Mondamin.

6 7



Geschichte

Mondamin

Vegan, glutenfrei und allergenarm – das ließe sich in heutigen

Zeiten in der Küche durchaus als Geschenk der Götter

bezeichnen. Was ein wenig legendär klingt, existiert jedoch

bereits ganz real seit über 100 Jahren: Mondamin, reine Maisstärke.

Dabei handelt es sich beileibe nicht um ein hochkompliziertes,

aufwendig herzustellendes und damit kaum

erschwingliches Produkt, ganz im Gegenteil. Mondamin ist

einfach in der Handhabung, ausgesprochen vielseitig und

kaum teuer zu nennen: An seinem Ursprung stand ein großzügiger

und umsichtiger Gott! Nun gut, findige Marketingspezialisten

waren hier nicht unbeteiligt, doch die Tatsache,

dass Mondamin bis heute (oder gerade heute!) aus der Küche

kaum wegzudenken ist, gibt ihnen recht. Sowohl für Profis als

auch am privaten, heimischen Herd erfüllt Mondamin viele

Aufgaben auf gänzlich unkomplizierte und nahezu perfekte

Weise.

Seine 180-jährige Geschichte geht gewissermaßen bis auf

Christoph Kolumbus zurück. Er sorgte mit seinen Entdeckungsfahrten

für die Erweiterung des europäischen

Pflanzenrepertoires, und 1539 beschreibt Hieronymus Bock,

einer der deutschen Väter der Botanik, den Mais in seinem

„Neuen Kräuterbuch“. Wie so viele andere Pflanzen hat der

Neuankömmling anfangs einige Mühe, sich auf den Äckern

und Speisezetteln des europäischen Nordens durchzusetzen,

und Maisstärke im Speziellen wurde lange Zeit vor allem

zum Stärken von Wäsche und für andere nicht-kulinarische

Zwecke verwendet. Bis endlich John Polson von der Firma

Brown & Polson in Paisley, Schottland zusätzliches Potenzial

erkannte, ein Verfahren zur Herstellung von reiner Speisestärke

entwickelte und 1854 patentieren ließ – das war der

Ursprung der bereits im darauffolgenden Jahr eingeführten

(und 1896 eingetragenen) Marke Mondamin. Und damit

kommt der erwähnte Gott ins Spiel: Mondamin, so nannten

die Anishinabe, eine der bis heute bedeutendsten Ethnien

Nordamerikas, einen ihrer Götter. Mondamin war den Menschen

ausgesprochen freundlich gesinnt, starb aber im Kampf

gegen einen legendären Häuptling. Nach dem zweifellos aufwendigen

Beerdigungsritual geschah ein Wunder: Aus seinem

Körper wuchsen die ersten Maispflanzen! Die Anishinabe

benannten diese neue Pflanze nach ihrem Gott; Mondamin

steht für Mais, bis heute in Nord- und Mittelamerika ein

Grundnahrungsmittel. In Form von Speisestärke erreichte

die Gottesgabe 1896 dann auch Deutschland. Keine 20 Jahre

später wurde das Angebot zwischenzeitlich um Back- und

Puddingpulver erweitert. Die 160-jährige Geschichte ist keinesfalls

der Vergangenheit verhaftet, sondern ganz der Zukunft

zugewandt.

Dabei baut sie auf mehr als soliden Grundlagen auf: Lange

bevor andere Legenden wie Frau Antje aus Holland, bis

in die neunzigerjahre Werbefigur des niederländischen

8 9



Rezeptsammlung

Rezepte

Mondamin Feine Speisestärke

14 Der Aperitif

16 Ein Hauch Fernost (V)

18 Der Knuspersnack

22 Eine Prise Grün (G)

25 Der mediterrane Duft (G)

28 Goldenes Aroma (G)

31 Ein Stück Heimatgefühl

34 Simply the Best

38 Klassik neu gedacht (V)

40 Süsse Verführung (G)

Die Kennzeichnung (G) steht für Gemüsegerichte

Die Kennzeichnung (V) steht für vegane Gerichte

13



DER APERITIF

MATCHA-SAKE-MARTINI (G)

mit Zitronensorbet & rosa Pfeffer

Mondamin Feine Speisestärke steht für

› kontrollierte Viskosität im Glas

Rezept für 4 Personen

ZITRONENSORBET

1,5 g Mondamin Feine Speisestärke

200 ml Wasser

50 ml Sahne

80 g Zucker

3 EL Glukosesirup

1 TL Zitronenabrieb

1 Prise Meersalz

100 ml Zitronensaft

30 g Butter

Rezeptsammlung

MATCHA-SAKE-MARTINI

1 TL Matcha-Pulver

1,2 g Mondamin Feine Speisestärke

4 cl Wasser zum Anrühren von Mondamin

200 ml Sake

80 ml Zuckersirup

20 ml Limettensaft

Eiswürfel

Zubereitung

› das Matcha-Pulver mit etwas lauwarmen Wasser anrühren

› Speisestärke mit 4 cl kaltem Wasser anrühren & auflösen

› anschließend Sake, Zuckersirup, Limettensaft, Matcha

Pulver auf 65 °C erwärmen & mit Mondamin binden &

wieder kaltstellen

› alle Zutaten mit einigen Eiswürfeln in einen großen Cocktailshaker

geben

› kräftig shaken & anschließend auf das Sorbet gießen

Zubereitung

› Speisestärke mit 4 cl kalten Wasser anrühren & auflösen

› Wasser, Sahne, Zucker, Glukosesirup, Zitronenabrieb &

Meersalz aufkochen

› sobald die Zuckerlösung kocht, die angerührte Speisestärke

zugeben & 1 Minute köcheln lassen

› anschließend den Zitronensaft zugeben & die Butter in die

Masse mixen

› komplett auskühlen lassen & danach einfrieren

Fertigstellung

1 EL rosa Pfeffer

› Martinigläser kaltstellen

› den rosa Pfeffer im Mörser fein zermahlen & in ein Sieb geben

› das Sorbet in ein Martiniglas abstechen

› dann den Matcha-Sake-Shake darüber gießen

› den rosa Pfeffer mit einem Sieb leicht über das Sorbet pudern

14

15



Einleitung

Dieses Buch ist für und nicht gegen etwas geschrieben. Es ist

dafür geschrieben, dass wir uns im kulinarischen Bereich endlich

einmal unserer eigenen Möglichkeiten vollständig bewusst

werden und unsere Intelligenz und unsere Sinne einsetzen, um

über ein wesentlich intensiveres Verhältnis zur Nahrung und

zum Genuss unseren Beitrag zur Entwicklung einer besseren

kulinarischen Kultur leisten.

Wir sind heute in einer ganz merkwürdigen Situation.

Viele Informationen, die wir über Nahrungsmittel und das

Essen bekommen, sind negativ. Würde man sie auch noch

nach ihrer Wichtigkeit im öffentlichen Bewusstsein bewerten,

müsste man zu dem Schluss kommen, dass fast die gesamten

Informationen über diesen Bereich negativ sind. Was bewirken

schon ein paar schöne Bücher oder einige appetitlich fotografierte

Rezepte, wenn gleichzeitig im Fernsehen oder in den

Zeitungen ein Skandal den nächsten jagt und sich alle Diskussionen

nur darum zu drehen scheinen, wie schlimm doch

alles ist. Meldungen erzeugen ein Bild von der Welt, und wenn

alle Meldungen schlecht sind, entsteht das Bild einer schlechten

Welt. Sie könnten dem jetzt entgegenhalten, dass es noch

43



Was ist kulinarische Intelligenz?

Der Begriff Intelligenz

Um den Begriff der Intelligenz ranken sich immer viele merkwürdige

Gerüchte. Ihr gemeinsames Kennzeichen ist, dass

sie nie zu einer konkreten Vorstellung davon führen, was das

denn eigentlich sei. Da werden Kinder als „überdurchschnittlich

intelligent“ bezeichnet, und wir fragen uns vielleicht,

warum sie denn dann in der Schule versagen. Sind sie wirklich

„unterfordert“ (wie es in solchen Fällen gerne heißt)? Wäre

es nicht vielleicht ein Zeichen von Intelligenz, wenn sie mit

einer solchen Situation trotzdem gut umgehen könnten? An

anderer Stelle hören wir dann, dass man bei einem Intelligenzquotienten

von mehr als 140 Punkten von Genies spricht,

und dass es Leute gibt, die einen Quotienten von 200 haben.

Etwas verständlicher wird die Lage, wenn man sich die grobe

Verteilung in der Bevölkerung ansieht. Ungefähr die Hälfte

hat einen IQ von 90 bis 109 und damit eine durchschnittliche

Intelligenz. Nur 2 Prozent haben über 130 (= extrem

hohe Intelligenz), was bei einer Bevölkerung von 80 Millionen

aber immerhin 1,6 Millionen Leute ausmacht. Etwa 25 Prozent

sind mehr oder weniger unterdurchschnittlich intelligent.

All das bleibt ziemlich abstrakt. Nicht so abstrakt sind

49



Der Begriff Intelligenz

dagegen die Intelligenztests. Wer so etwas schon einmal mitgemacht

hat, wird wissen, dass die jeweiligen Aufgabenblöcke

in der Regel einfach beginnen und dann immer schwieriger

werden, und dass für die Tests oft (aber nicht immer) ein Zeitlimit

vorgesehen ist, dessen Einhaltung man sich bisweilen

kaum vorstellen kann. Viele Kandidaten sind sich zum Beispiel

sicher, dass sie mit mehr Zeit mehr Aufgaben erledigen

könnten, also doch nicht nur deswegen eine niedrigere Punktzahl

bekommen sollten, weil sie – bei zeitgebundenen Tests –

etwas mehr Zeit für die Aufgaben brauchen. Ich erinnere

mich an ein Gespräch mit einem recht hochrangigen Ingenieur,

der sich unter anderem deshalb über die Intelligenztests

beschwerte, weil er selbst einen vergleichsweise moderaten

Intelligenzquotienten erzielt, dabei aber in den technischeren

Teilen des Tests hervorragend abgeschnitten hatte und nur bei

den im weiteren Sinne sprachlichen Abteilungen schlechter

weggekommen war. Seine Beobachtung ist richtig. Der eigentliche

Intelligenzquotient setzt sich aus der Befähigung zum

Denken in sehr verschiedenen Bereichen zusammen. Da geht

es um sprachliches Verständnis, um Rechnen, um das Ziehen

von richtigen Schlussfolgerungen, um Gedächtnis oder um

räumliches Denken. Bei den Ergebnissen zeigen sich dabei häufig

spezielle Befähigungen, die aber nicht unbedingt zu einem

hohen Intelligenzquotienten führen. Es kann also sein, dass

wir ein mathematisches Genie vor uns haben, das dennoch

einen nur etwas erhöhten IQ hat, weil es in anderen Sparten

eher unterdurchschnittlich begabt ist. Und so ist es nur logisch,

dass für spezielle Tätigkeiten meist spezielle Eignungstests

existieren, die nach diesen speziellen Fähigkeiten suchen und

damit ausschließen, dass nur der Intelligenzquotient eine Rolle

Was ist kulinarische Intelligenz?

spielt. Automatisch bedeutet das natürlich auch, dass der IQ

nicht so übermäßig aufschlussreich ist – vielleicht mit der Einschränkung,

dass sehr hohe und sehr niedrige Quotienten nur

bei wirklich bemerkenswert guten oder schlechten Leistungen

erzielt werden. Wer zum Beispiel einen sehr hohen IQ hat,

besitzt normalerweise in vielen oder allen Unterabteilungen

auch recht gute Fähigkeiten.

Aber noch einmal zurück zu der oft eine Rolle spielenden

Geschwindigkeit. Es müsste jetzt deutlicher sein, dass jemand,

der für eine bestimmte Art des Denkens besonders geeignet ist,

die Aufgaben schnell durchschaut und zügig löst. Er wird also

zu Recht einen höheren Wert bekommen, als der, der sie nur

mit Mühe löst. Müssen wir jetzt also frustriert abwinken und

eventuell zu dem Schluss kommen, für die eine oder andere

Sache sei man sowieso nicht geeignet?

Nein, ganz so einfach ist es nicht und damit durchaus

ermutigend. Die Psychologen kennen zusätzlich auch

noch Aspekte, die man vielleicht praktische Intelligenz nennen

könnte. Sie haben vor allem etwas mit Erfahrung zu tun.

Die praktische Intelligenz nährt sich aus dem, was man im

Leben auf irgendeine Weise an Kenntnissen und Fertigkeiten

gesammelt hat, ohne dass man von Anfang an mit einer speziell

dafür geeigneten Sparte der Intelligenz schon alles frühzeitig

verstanden hätte. Da mag dann in einer Firma ein junger

Ingenieur mit phantastischen Plänen für eine neue Fertigungsanlage

kommen und doch nur von den Technikern belächelt

werden. Im Gegensatz zu ihm wissen diese zum Beispiel, dass

der von ihm eingesetzte Werkstoff für Teile der Maschine viel

zu schnell verschleißt, außerdem nur in China hergestellt wird

und die Beschaffung nicht zuverlässig organisiert werden kann.

50 51



Der Autor verwendet in seinen Texten aus stilistischen Gründen grundsätzlich

die männliche Form. Die verwendete Sprache enthält zwar geschlechtsspezifische

Begriffe oder Formulierungen, die Absicht des Autors ist jedoch nicht,

bestimmte Geschlechter oder Geschlechtsidentitäten auszuschließen oder

zu marginalisieren.

IMPRESSUM

Mondamin – Die kulinarische Intelligenz

von Jürgen Dollase

Mondamin Sweet Dishes GmbH

Postfach 9110

47748 Krefeld

info@mondamin-sweet-dishes.de

Herausgeber: Ralf Frenzel

© 2025 Tre Torri Verlag GmbH, Wiesbaden

www.tretorri.de / info@tretorri.de

Gestaltung: G. Bittner, Wiesbaden

Druck und Bindung: X-PRESS Grafik & Druck GmbH, Berlin

Printed in Germany

Haftungsausschluss

Die Inhalte dieses Buchs wurden von Herausgeber und Verlag sorgfältig

erwogen, erarbeitet und geprüft. Eine Gewährleistung für die Richtigkeit

des Inhalts wird gleichwohl nicht übernommen. Eine deliktische Haftung

beschränkt sich auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Im Übrigen bleibt es bei

einer Haftung nach dem deutschen Produkthaftungsrecht, insbesondere dem

Produkthaftungsgesetz. Nach § 44b UrHG dürfen die Texte nicht für Text- und

Data-Mining verwendet werden.



Die kulinarische

Intelligenz

von Jürgen Dollase

Dieses Buch ist nicht gegen, sondern für

etwas geschrieben: für ein wesentlich

intensiveres Verhältnis zu Nahrung und

Genuss, für den Aufbau kulinarischer

Kompetenz, für eine bewusstere

kulinarische Sozialisation.

Das Werkzeug dazu heißt kulinarische

Intelligenz. Wie man es benutzt, um die

Mauer im Kopf einzureißen?

Die Antwort findet sich hier.

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