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Ausgabe 635 · 51. Jahrgang

Foto: Hendrik Plümer

www.das-stadtgespraech.de · Instagram: das.stadtgespraech

RG4

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Dieses Druckerzeugnis wurde mit

dem Blauen Engel ausgezeichnet.

Bürger- & Vereinemarkt am 26.10.

Verkaufsoffener Sonntag am 26.10.

Kriminacht in Rheda am 07.11.

Andreasmarkt in Rheda vom 14. – 16.11.

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2 Das Stadtgespräch

wohnen@bodenstube.de • Tel.: 05245 2021 • www.bodenstube.de


1 Beim Bürger- und Vereinemarkt strömen die Besuchenden

aus nah und fern in die Innenstadt.

26. Oktober – Tag der

Vereine und Einkaufswelten

Bürger- und Vereinemarkt in Wiedenbrück

Herzliche Einladung an

alle Rheda-Wiedenbrücker.

Am 26. Oktober ist

der Bürger- und Vereinemarkt.in

Wiedenbrück. Die Gäste aus nah

und fern haben die Gelegenheit

zwischen 13 und 18 Uhr ihren informativen

Aufenthalt an den

Ständen der Vereine mit einem

Einkaufsbummel zu verbinden.

Die Geschäfte der Innenstadt

haben sich mit ihren aktuellen

Programmen auf den verkaufsoffenen

Sonntag vorbereitet.

Die örtlichen Vereine und Organisationen

präsentieren sich

auf dem Marktplatz und dem

Adenauerplatz. Ihre ehrenamtlich

Mitarbeitenden zeigen, was alles

möglich ist.

Sie engagieren sich dort freiwillig

– in der Regel, ohne dafür

bezahlt zu werden. Zum Beispiel

in Sport- oder Kulturvereinen. Im

Rettungswesen sind Freiwillige

eine unverzichtbare Stütze – bei

der Feuerwehr und im Katastrophenschutz.

In vielen Bereichen würden

ganze Abläufe zusammenbrechen,

wenn es die Vereine und

ihre ehrenamtlichen Mitarbeitenden

nicht gäbe. Die Vereine

und ihre Freiwilligen ermöglichen

praktisch alles, was zu den Freizeitangeboten

und Funktionen

für den gesellschaftlichen Zusammenhalt,

die Stärkung der

sozialen Bindungen und demokratischen

Werte beiträgt.

Der Gewerbeverein weiß das

großartige Engagement von all

denjenigen zu schätzen, die sich

für die Stadtgesellschaft einsetzen.

Ihr Engagement, ihre tägliche,

verantwortungsvolle und

ehrenamtliche Tätigkeit seien

unverzichtbar dafür, dass Gesellschaft

funktioniere. Der Gewerbeverein

dankt allen Akteuren, die

beim Bürger- und Vereinemarkt

dabei sind.

Freuen Sie sich auf interessante

Angebote, Vorführungen,

Mitmachaktionen und viele nette

Gespräche. Vielleicht entdecken

Sie ja auch einen Verein oder eine

Organisation, bei dem Sie sich

gern engagieren möchten.

Nachfolgend eine Auswahl der

Teilnehmenden (Stand 15.10.25):

Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück,

Kloster Wiedenbrück eG,

Löschzug Wiedenbrück, Spielmannszug

der Westag, WTV, VDK

Ortsverband Rheda-Wiedenbrück,

Surf- und Segelgilde Rheda-Wiedenbrück,

Aeroclub Rheda-Wiedenbrück,

Schiffsmodellbau-Club

»Emsflotte«

Autohäuser: Funke, Thiel, Ford

Lückenotto

Kem

1 In der »Pagoden-Gasse« auf dem Marktplatz laden die Vereine zum Verweilen und

Informieren ein.

1 Beim Spielmannszug der Werksfeuerwehr der Westag können sich Interessierte an

den bereitgestellten Flöten ausprobieren.

Das Stadtgespräch

3


555 Jahre Paterskirche –

bevor Maria auszog

Museum Wiedenbrücker Schule

Passend am Franziskus-Tag und mit vielen Gästen konnten die

stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Bremke-Moenikes, die

Museumsleiterin Christiane Hoffmann und Vertreter der Stifter

der Stiftung Wiedenbrücker Schule die neue Ausstellung »555 Jahre Paterskirche

– bevor Maria auszog« eröffnen.

Die Ausstellung stellt anhand bedeutender Zeugnisse der Geschichte

der Marien- und St. Ursula- Kirche, im Volksmund besser bekannt

als »Paterskirche« vor. Auch das Diözesanmuseum Paderborn war als

Quelle eingebunden und sein Museumsleiter Dr. Holger Kempkens

war ebenfalls anwesend. »Das heutige Gebäude wurde 1470 errichtet

und daher die Schnapszahl« erläuterte die Museumsleiterin Christiane

Hoffmann den Titel der Ausstellung. So lange prägt diese kleine und

fast niedliche Kirche, die breiter ist als dass sie lang ist, das Stadtbild

von Wiedenbrück.

Als Pfarrkirche für die Neustadt errichtet, wurde sie erst 1644 mit

der Eröffnung des Franziskanerklosters auf der anderen Seite der Straße

Klosterkirche oder »Paterskirche«.

1 Ein Foto des zum 350-jährigen Jubiläums des Franziskanerklosters errichteten Brunnens

Die Franziskaner als Bettelorden kümmerten sich um die einfachen

Menschen, die Fremden die als Pilger durch die Stadt kamen und die Armen,

Kranken und auch die Bewohner der Bauerschaften rundum. Daher

hatte die Kirche eine wichtige Funktion für Trost, Schutz und Hoffnung,

mal in persönlich schwierigen Zeiten, oder auch in weltgeschichtlichen

Umbrüchen, wie Bremke-Moenikes, eine ehemalige Geschichtslehrerin

den Gästen erläuterte.

Die Ausstellung die aus Leihgaben der Pfarrgemeinde St. Aegidius

als Besitzerin der Paterskirche, der Klostergenossenschaft und von Privatleuten

zusammengetragen wurde, zeigt die Themen zum Leben des

Franziskus, dessen Vita man nachlesen kann, die Marienverehrung und

MODISCH IN DIE KALTE JAHRESZEIT

26.

Oktober

Verkaufsoffener

Sonntag

13 – 18 Uhr

26.

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4 Das Stadtgespräch


1 Originalfiguren der ersten Krippe in der Marienkirche sind in der Ausstellung zu sehen. 1 Pfarrer Olaf Loer, Museumsleiterin Christiane Hoffmann, Bürgermeisterin Gabriele

Bremke-Moenikes, Diözesanmuseumsleiter Dr. Holger Kempkens (Paderborn), bei

der Eröffnung der Ausstellung im Museum Wiedenbrücker Schule

Wallfahrten, die über 500 Jahre Menschen nach Wiedenbrück brachten

und die Krippenkunst, für die die Paterskirche ebenfalls berühmt war.

Christiane Hoffmann erläuterte, dass drei Originalfiguren der ersten

Krippe in der Marienkirche jetzt zu sehen sind. Original aus Wachs und

Stoff, da die Franziskaner sich die teuren Krippenfiguren aus Holz der

Wiedenbrücker Schule gar nicht leisten konnten. Auch Aufbauten und

viele Fotos dokumentieren aus unterschiedlichen Jahren das Aussehen

der chorraumfüllenden Krippen über mehr als 100 Jahre.

Auch das Marienbildnis, das im Dezember 2024 in die St. Aegidius

Kirche überführt wurde, kommt als deckenhohes Foto vor und war untertitelgebende

Tatsache der Ausstellung. Ein Schmunzelaspekt stellt den

Franziskaner-Alltagsmenschen von Christel Lechner dar, der als Leihgabe

der Familie Effertz und der Burckhard Kramer Stiftung in die Ausstellung

Eingang gefunden hat. Die Ausstellung soll die Kenntnis und Erinnerung

zur Marienkirche erweitern und auffrischen und versteht sich als

Hilfestellung zu dem laufenden Zukunftsprozess für die Paterskirche.

Die Ausstellung läuft bis zum 1. März und kann während der Öffnungszeiten

mittwochs von 15–18 Uhr, donnerstags, samstags und sonntags

15–17 Uhr und nach Vereinbarung besucht werden. Eintrittspreise:

Erwachsene 5 Euro, Familien 10 Euro, Ermäßigt 2,50 Euro.

Das Stadtgespräch

5


1 Die BP-Company auf der Motto-Party von Libella Art

Kriminacht

7. November 18 – 21 Uhr

Einkaufen und Spuren suchen

Der neueste Fall von Arne

Beerheld wird wieder

viele Besuchende zur Kriminacht

in Rheda am Freitag, 7.

November 2025 von 18 bis 21 Uhr

in die Innenstadt zum Shoppen,

Ermitteln und Gewinnen locken.

»10 Alibis – 1 Motiv« ist in

diesem Jahr der aktuelle Fall von

Kommissar Arne Beerheld: … Die

Jahreshauptversammlung der Initiative

Rheda e. V. im Domhof wird

von einem Anruf unterbrochen.

Kommissar Arne Beerheld erhält

die Nachricht, dass im Reisebüro

Behrens ein Mord geschehen war.

Sofort bricht er die Versammlung

ab und eilt zum Tatort ... Alle anwesenden

Kollegen stehen unter

Verdacht. Jeder hat ein Alibi, doch

Beerheld weiß, dass in solchen Fällen

oft etwas nicht stimmt … Alle

Hobbydetektive sind aufgerufen,

Kommissar Arne Beerheld bei einem

Suchspiel mit anschließender

Verlosung zu unterstützen. Die Geschichte

hat sich das Projektteam

für die Kriminacht ausgedacht. Es

ist das zwölfte »Verbrechen«, das

Rheda einen Abend lang in Atem

hält.

Bei der Spurensuche müssen

die Teilnehmer somit in 22

Betrieben die 10 entscheidenden

Abschnitte finden, um diese dann

passend im Spielheft aufzukleben

und das Mordmotiv zu benennen.

Der vollständige Coupon mit Lösungswort

muss bis 21 Uhr in der

Lostrommel bei Schrader Optik +

Akustik landen (Mindestalter 18

Jahre).

Das Einkaufserlebnis mit Nervenkitzel

begleitet die »B.P. Com-

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6 Das Stadtgespräch


1 Vor der Stadtbibliothek bieten Schülerinnen und Schüler vom Einstein-Gymnasium

Feines für den süßen Zahn zur Unterstützung der Abi-Kasse. Das Foto entstand im

vergangenen Jahr.

1 Gudrun Bauer lädt zur Krimilesung in die Caritas Tagespflege.

pany«. Bärbel Page und ihr Team

schlüpfen in Anlehnung an die Kriminacht

in Kostüme und treten auf

den Straßen sowie in den Ladenlokalen

mit den Passanten in Dialog.

Ein Teil der Gage wird übrigens wie

jedes Jahr für einen guten Zweck

gespendet.

Das abwechslungsreiche Unterhaltungsprogramm

rund um

den abendlichen Einkaufsspaß

verspricht kriminellen Spaß für

Jung & Alt:

· Einkaufen bis 21 Uhr

· Krimi-Suchspiel von 18–21 Uhr,

anschließend große Verlosung

vor den Rathaustreppen

· Hobbydetektive unterwegs – B. P.

Company sorgt mit kleinen Szenen

für Verwirrung.

· Krimilesungen mit Regine Richert

(Wohnstil Lüchtenborg) und Gudrun

Bauer (Caritas Tagespflege)

jeweils um 19.00 und 20.00 Uhr

· Fotobox-Camper – dein persönliches

Foto der Krimi-Nacht direkt

zum Mitnehmen

· VUN: das Duo aus Gesang und

Akustikgitarre sorgt ab 18.30 Uhr

für stimmungsvollen Sound

· Schmausereien mit »Imbiss Mix«

(Rathausplatz) und dem Einstein-Gymnasium

(vor Stadtbibliothek)

· »Las Vegas« lautet das Motto bei

Libella Art Tattoo & Permanent

Make Up mit DJ Janni de Luxe

· Das Glocke-Mobil kommt! Das

Redaktionsmobil macht in der

Fußgängerzone Station.

· »Cool down« – After-Event-Party

in »Unser Wohnzimmer«

· Schmitt.Media: Miss Marple strikes

again & mehr

· Stadtbibliothek: Wein, Getränke

und Snacks

· Große Verlosung um 21.21 Uhr auf

dem Rathausplatz mit DJ Janni de

Luxe

Wer sich an dem Preisrätsel

beteiligen möchte, erhält Ende Oktober

den Spielflyer in den an der

Aktion teilnehmenden Geschäften.

Die Spielhefte enthalten die Geschichte,

einen Stadtplan mit den

teilnehmenden Ladenlokalen und

den Infos zum Rahmenprogramm.

Spielstart ist am 7. November um 18

Uhr. Der Coupon mit der richtigen

Antwort und persönlichen Angaben

der Teilnehmerin / des Teilnehmers

kann bis 21 Uhr bei Schrader Optik

+ Akustik abgegeben werden (Mindestalter

18 Jahre).

Also, einfach mitmachen und

gewinnen: eine professionelle Abhol-Fotobox

für dein Event – inklusive

Requisiten, sowie einem

USB-Stick mit allen Fotos oder 2

Tickets von der FLORA WESTFALICA

für »musica da camera« oder einen

Wertgutschein der teilnehmenden

Betriebe.

Das Projektteam um Anja Emmerich,

Andrea Sandknop, Bernhard

Ackfeld, Soja Groß und Jannis

Plavos sowie Simone Hördel sehen

die Kriminacht als eine schöne

Möglichkeit, Betriebe in Rheda darzustellen

und freuen sich schon auf

zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Ein großes Dankeschön an

KREISSPARKASSE und STADTWERK

Rheda-Wiedenbrück für das Sponsoring.

Und an die Fotobox und die

Flora Westfalica für die Hauptpreise.

22 Betriebe sind 2025

dabei:

Juwelier UHRMEISTER | PRIME

SNACKS | SCHRADER Optik + Akustik

| LESART Buchhandlung | REKER

Marktcafé | LAMPEN-OUTLET | Modehaus

KAPPEL | STADTBIBLIOTHEK

Rheda-Wiedenbrück | Flora Westfalica

| IL PUNTO | SCHMITT.Media |

CARITAS Tagespflege | Unser WOHN-

ZIMMER | SA mobile & more | WEIN

& PRÄSENTE Christa OST | Reisebüro

BEHRENS | SANDKNOP Mode für

den Mann | SISTERS. | Optik + Akustik

Kessner u. Heimann | LIBELLA

Art Tattoo & Permanent Make Up |

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Das Stadtgespräch

7


Und kein

bisschen leise

Barbara Körkemeier feiert

ihren 80. Geburtstag

1 Barbara Körkemeier (3. v. l.) bei der Eröffnung des von ihr initiierten KunstLadens an der Langen Straße in 2021

Mit leuchtenden Farben,

mit feinem Strich und

unerschütterlicher Neugier

hat Barbara Körkemeier das geschafft,

wovon viele Künstlerinnen

träumen: Sie hat Menschen berührt,

sie aus ihrem Alltag herausgelockt

und ihnen neue Blickwinkel eröffnet.

Mal im Atelier, mal draußen

im Freien – ihre Kunst ist stets ein

Aufruf zum Hinschauen, zum Innehalten,

zum Nachdenken.

Nun feiert die weithin bekannte

Malerin ihren 80. Geburtstag

nach – nicht still und leise, sondern

mit einer Ausstellung, die den Titel

trägt, der zu ihr passt: »Waldland«.

Im Bleichhäuschen am Steinweg 4,

seit den 1990er-Jahren ein von ihr

geschaffener, lebendiger Ort der

Begegnung, den heute ihre Tochter

Melanie mit großer Kreativität weiterführt,

präsentiert sie bis zum 9.

November ihre Werke. Am letzten

Ausstellungstag lädt die Jubilarin

persönlich zur Finissage ein – mit

Kunst, Kaffee und Kuchen, so herzlich,

wie man sie kennt.

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 15–17

Uhr, So 14–17 Uhr.

Wer eine Rückschau auf das

Lebenswerk erwartet, liegt falsch.

Körkemeier führt ihre Besucherinnen

und Besucher nicht durch ein

Archiv, sondern auf eine Reise in

die Gegenwart, gespickt mit ausgewählten

älteren Arbeiten – kleine

Wegmarken, die an frühere Themen

erinnern.

Immer wieder tauchen vertraute

Motive auf: Menschen in ihren Räumen,

Stillleben voller Stille, weite

Horizonte, die Sehnsucht atmen,

und nicht zuletzt Impressionen aus

der Bretagne, jener Landschaft, die

sie seit jeher inspiriert.

Herzstück der Ausstellung ist

das wandfüllende Gemälde »Waldland«.

Es holt die Wälder nahe

Schnitker in Herzebrock-Clarholz ins

Bild, ohne sie romantisch zu verklären.

Wichtiger als die Heimatbrille ist

der Künstlerin das Einfangen jener

kraftvollen Ruhe, die nur ein Wald

verströmen kann, der zu seiner Größe

herangewachsen ist. Seit den

1990er-Jahren wagt sie sich immer

wieder an großformatige Leinwände,

mehrteilig, monumental – damit

ihre Themen die Bühne erhalten, die

ihnen gebührt.

Barbara Körkemeier malt mit

selbst angerührten Temperafarben.

Ihr Pinselstrich lebt von Nuancen,

vom feinen Spiel aus Licht und Farbe.

Ihr Weiß – schlicht, klar, manchmal

verstörend – hat eine eigene

Sprache. Gesichter, nur angedeutet,

wirken dennoch von innen heraus:

fragil und zugleich stark, flüchtig

und doch unverkennbar.

Das Malen ist für sie bis heute

Freude und Geschenk. Wenn ein

Werk vollendet ist, erfüllt sie Stolz,

aber auch Wehmut: Das Gespräch

mit dem Thema endet, die Reise

ist abgeschlossen. Doch mit jedem

neuen Projekt öffnet sich ein Tor zu

einer weiteren Welt – und genau

das ist es, was sie immer wieder

antreibt. Noch vor wenigen Jahren

hätte sie sich nicht vorstellen können,

einfach still vor ihren Bildern zu

sitzen, eine Zigarette zwischen den

Fingern, die Katze im Schoß, die Gedanken

schweifen lassend. Heute erlaubt

sie sich diese Momente – und

malt zugleich freier denn je. Ohne

Druck, ohne Eile, ohne den Zwang,

Serien zu produzieren. Allein der

Freude am Gestalten zuliebe.

Natürlich spürt sie, dass die

Jahre ihre Spuren hinterlassen. Bei

großformatigen Arbeiten ermüden

die Arme schneller als früher. »Ein

junger Hüpfer bin ich nicht mehr«,

sagt sie lächelnd – und greift trotzdem

wieder zum Pinsel. Und nach

wie vor male sie vor allem in den

nächtlichen Stunden.

Es sei nicht ihr Ding zu Hause zu

sitzen und auf den Kaffeebesuch zu

warten. Sie müsse einfach aktiv sein.

Seitdem sie ihrem Faible für Pferde

nicht mehr nachgehe, habe sie viel

Zeit für andere Unternehmungen.

Als Teamspielerin konzipierte sie

den vor gut vier Jahren an der Lange

Straße gegründeten KunstLaden von

vornherein so, dass er weitgehend

eigenständig und ohne große Umstände

laufen lernte.

Auch im öffentlichen Raum

überraschte sie mit Aktionen wie

»Abgestellt« in der ganzen Stadt

oder »Kunst und Natur im Vorübergehen«

im Flora-Westfalica-Park.

Sie wollte die Menschen aus ihren

Routinen reißen, ihre Gedanken

beflügeln. Das brachte ihr nicht

nur Applaus und Dank, sondern

auch Widerspruch – beim »Tonnenberg«

sogar hitzige Diskussionen

in den sozialen Medien. Bereut hat

sie nichts. »Wenn mich eine Idee

packt, würde ich sie sofort wieder

umsetzen.« Und so denkt Barbara

Körkemeier noch lange nicht ans

Aufhören. »Fünfzehn Jahre möchte

ich schon noch dranhängen«, sagt

sie schmunzelnd. Fünfzehn Jahre für

neue Leinwände, für Ausstellungen,

für vielleicht noch eine kühne Aktion

unter freiem Himmel.

Denn leise wird sie auch in Zukunft

nicht sein.

Kem

8 Das Stadtgespräch


Rock und Pop im

Wohnzimmer

Jugendchöre von St. Aegidius

1 Die Kinder- und Jugendchöre St. Aegidius begeisterten etwa 200 Besucher/-innen

mit Stücken wie Bohemian Rhapsody und Hits von Abba.

Dass die Kinder- und Jugendchöre

St. Aegidius

gut singen können, beweisen

sie immer wieder, sei es

in Gottesdiensten oder auch auf

dem Christkindlmarkt. Mit dem

»Konzertchen« – so der Titel ihrer

letzten Veranstaltung, im Saal

des Jugendhauses, haben sich die

Chöre nun am Samstag, den 20.

September, an Rock- und Popmusik

gewagt und damit etwa 200

Besuchern einen Abend mit mitreißender

Musik beschert. Da es

ein Wohnzimmerkonzert werden

sollte, war der Saal dementsprechend

mit Sofas, Stehlampen, Teppichen

und allerlei gemütlichen

Sitzgelegenheiten hergerichtet.

Unter der Leitung von Ricarda

Junghardt sangen die Jugendlichen

Stücke der letzten 40 Jahre

von Bohemian Rhapsody bis hin

zum Abba-Medley. Zwischendurch

gab es auch immer wieder

Lieder zum Mitsingen für das Publikum,

welches anfangs zögerlich,

aber am Ende begeistert mitsang.

Extraapplaus gab es für die

Solisten aus den eigenen Reihen

– hier trauten sich auch bereits

die Jüngsten allein oder in Kleingruppen

ans Mikrofon. Begleitet

wurden die 10- bis 25-jährigen

Sängerinnen und Sänger von einer

4-köpfigen Band mit dem Kantor

Christian Ortkras am Piano, Markus

Kübler (Gitarre), Meik Wissel

(Bass) und Dominic Lempert am

Schlagzeug.

Nach einer gewünschten Zugabe

wurde noch länger bei Getränken

und Bratwurst geklönt

und gefeiert. So trug das vom

Erzbistum Paderborn finanziell

unterstützte Konzertchen nicht

nur zur Freude aller Beteiligten

bei, sondern stärkte auch den Zusammenhalt

zwischen Chören, Eltern

und Förderern der Chöre. Man

war sich einig, dass die engagiert

vorgetragene Chormusik in cooler

Wohnzimmeratmosphäre unbedingt

eine Fortsetzung verdient.

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Das Stadtgespräch

9


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Jecken starten in neue Session

Am elften im elften, um elf Uhr elf lädt das Rosenmontagskomitee

zum Auftakt der Karnevalssession 2025/26 in das Hohenfelder

Brauhaus und die anliegende Scheune ein. Für gute

Stimmung ist wie immer gesorgt. Gemeinsam mit dem Stadtprinzenpaar

der KG Helü, Martina II. und Jürgen III. Handeik, möchte es allen

karnevalsbegeisterten Besuchenden (mit und ohne Kostüm) das Motto

für die neue Session vorstellen und einen Ausblick auf die närrischen

Tage 2025 geben.

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1 Tradition hat die launige Rede von Bürgermeister Theo Mettenborg.

10 Das Stadtgespräch


Gleichfalls das Kinderprinzenpaar Bruno I. (Füchtenhans) & Anni I.

(Rehage) ist dabei. Das Oberhaupt unserer Stadt, Bürgermeister Theo

Mettenborg, wird die Freude aller Anwesenden über den Beginn der

närrischen Zeit mit einer launigen Rede teilen.

Schon ab 10.30 Uhr schunkeln sich die Gäste bei passender musikalischer

Stimmung in den Countdown zur fünften Jahreszeit ein. Zum

Mitfeiern der Karnevalseröffnung ist jedermann und jede Frau herzlich

willkommen. Die Mitgliedschaft in einem Verein ist nicht erforderlich.

Fackelumzug

Am frühen Abend des 11. Novembers versammeln sich die Jecken wieder

zum traditionellen Fackelumzug. Gemeinsam marschieren die Teilnehmenden

zu dem Domizil des Prinzenpaares Jürgen III. Handeik und

Martina II. Handeik. Anschließend zieht die froh gelaunte Schar weiter

zum Vereinslokal der KG Helü. Dort, in der Klosterschenke, lassen die

Karnevalsfreunde die närrischen Funken kräftig sprühen. Kem

1 Gleichfalls das Kinderprinzenpaar Bruno I. (Füchtenhans) & Anni I. (Rehage) ist im

Brauhaus dabei.

Prinzenproklamation

mit Anmut und bester

Unterhaltung

WCV Grüne Funken e. V.

Die Spannung steigt! Am Samstag, dem 15. November 2025 ist es

soweit! Der WCV Grüne Funken stellt für die neue Session 2025/26

das Prinzenpaar der Stadt Rheda-Wiedenbrück.Bevor jedoch das

Geheimnis um das neue Stadtprinzenpaar der neuen Session in der Stadthalle

gelüftet wird, feiern die Jecken das amtierende Prinzenpaar der KG

Helü Martina II. und Jürgen III. Handeik und verabschieden es gebührend.

Auf der Bühne werden sich eigene Aktive beider heimischer Karnevalsvereine

und externe Künstler abwechseln, so dass dem Publikum

nicht langweilig wird und zum Feiern animiert wird. Eine wahre Augenweide

sind die Garden der KG Helü und des WCV Grüne Funken, die ihr

Können wieder einmal unter Beweis stellen werden. Mit ihrer Musik wird

das Fürstliche Trompetercorps Rheda e.V. das Programm begleiten. Unter

anderem sind bei der Proklamation folgende externe Künstler mit dabei:

1 Büttenredner Hubert Meiwes alias Bauer Bölkenkötter ist bekannt für seine freche

Schnauze.

Huber Meiwes – Büttenredner

Ob als zielsicherer Schütze oder als Bauer Bölkenkötter trifft Büttenredner

Hubert Meiwes mit seiner frechen Schnauze bestimmt jeden

Lachnerv. Mit seinen Anekdoten und Berichten über diverse Würden,

Ordens- und Amtsträger aus Rheda-Wiedenbrück wird der Karnevalist

aus Delbrück für manch einen Lacher sorgen. q

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Das Stadtgespräch

11


1 Mit perfekter Performance und Anmut begeistert die Damengarde des WCV. Foto: Foto Zeidler

1 Jeckbeat

Andreas Römer – Bauchredner

Klein, aber fein? Nein, das trifft es nicht! Klein, aber oho, und zwar sowas

von mega – ja, das trifft es. Die Rede ist von Andreas Römer, für viele der

beste Bauchredner Europas. Was er seinem Publikum bietet, ist mehr als

Bauchrednerkunst der höchsten Art. Es ist mehr als nur Witz, humorige

Dialoge mit Puppen, in die man sich übrigens allesamt nur verlieben

1 Andreas Römer gehört zu den Bauchrednern der Spitzenklasse. Foto: Hansen

kann, und ist vor allem mehr als nur zuhören, lachen, um dann »mit

Zwerchfell-Erschütterungen« nach Hause zu gehen.

Jeckbeat – Karnevalsband aus Rietberg

Aus einer spontanen Idee heraus, den Rietberger Karneval und den heimischen

Karneval mit eigener Live-Musik zu bereichern, wurde am 16. November

2024 die Band »Jeckbeat« gegründet. Den Anstoß dazu gab der Schlagzeuger

der Band Heinz-Josef »Witt Witt« Bolte, der nach einem Auftritt

einer extern engagierten Band meinte: »Das können wir doch auch!«. Also

lud er in seine Gartenhütte ein, wo die ersten kölschen Lieder besprochen

wurden. Schon Anfang Dezember 2024 startete die Band mit den Proben,

um dann bei der Prinzenproklamation 2025 der Rietberger Grafschaftler

ihre Bühnenpremiere zu feiern. Der Auftritt war ein Riesenerfolg.

Für die musikalische Unterhaltung während der Proklamation und

auch hinterher zum Tanz dürfen sich die Gäste auf die Musik von DJ

Dennis Kleinelümern freuen.

Die Eintrittskarten sind online unter www.gruenefunken.de oder bei

Heike Paß, Tel. 05242/54625 bzw. 0176/34974902 für 18 Euro erhältlich.

Beginn des närrischen Abends ist um 19.33 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr.

Kem

Mitgliederversammlung

bestätigt bisherige

Vorstandsmitglieder

Rosenmontagskomitee

Es ist schon eine Weile her, dass die Jahreshauptversammlung des

Rosemontagskomitees ihre Mitglieder und die Vorstände der heimischen

Karnevalsvereine zur Vorstandsitzung geladen hatten.

Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung waren die Neuwahlen des Vorstands.

Die Mitgliederversammlung schenkte den bisherigen Protagonisten

ihr volles Vertrauen und bestätigte alle drei Vorstandsmitglieder

einstimmig. Einen Wermutstropfen gab es allerdings an diesem Abend.

Zwei aktive Mitglieder verlassen das Komitee auf eigenen Wunsch: Franco

Arzu und Dirk Micke, dessen großartige und intensive Mitarbeit im

Komitee nach 13 Jahren endete. Ein Verlust, der schwer aufzufangen sein

wird. Das RMK benötigt dringend mehr engagierte Karnevalsfreunde.

1 (V. l ll.) Vorsitzender Martin Schroedter, Dirk Micke, Geschäftsführerin Bianca Beil und

2. Vorsitzender Sven Hegemann

Gemeinsame Planung, Organisation und Umsetzung sind dein Ding?

Dann melde dich unter: kontakt@rosenmontagskomitee.de PS: Feiern

können wir auch sehr gut …

12 Das Stadtgespräch


Foto: Sam Harfouche/ECM Records

Nordische

Klänge

Der norwegische Jazzpianist, Komponist

und Bandleader Tord Gustavsen

gastiert am Donnerstag, den

20. November 2025 mit seinem Trio

beim Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück

im Abrahams. Dass das Konzert

nicht wie sonst üblich mittwochs,

sondern am Donnerstag stattfindet,

hängt mit der Wertschätzung für

Gustavsen zusammen, denn seine

Musik schenkt Freude und Trost mit

einem stets meditativen Flow.

Sie klingt oft wie zukünftige

Standards: lyrische, sofort einprägsame

Musik – Werke von ansprechender

und raffinierter Frische,

die Hörende auf eine Reise in den

Norden Europas mitnehmen. Singend

und schwingend, sanft und

kräftig zugleich, dringt der Norden

durch den Gehörgang tief ins Gemüt

der Menschen.

Seit drei Jahren ist Gustavsen

mit dem international gefragten

Kontrabass-Virtuosen Steinar Raknes

auf Tour. Jarle Vespestad am

Schlagzeug ist Gustavsens langjähriger

Wegbegleiter in nahezu allen

musikalischen Zusammenhängen.

Er legt einen minimalistischen

groovigen Klangteppich unter alle

Kompositionen. So kann der Pianist

seine unverwechselbare Melange

aus Blues, skandinavischer

Volks- und Kirchenmusik, Gospel

und selbstverständlich fließend

plätscherndem Jazz gestalten.

Das Trio inspiriert sich gegenseitig,

interagiert unentwegt

kreativ miteinander und erschafft

dabei innovative Wege für Klang

und Rhythmik. Komplex strukturierte

Improvisationen wechseln

mit unaufdringlich melodischen

Klangbildern ab und erschaffen

eine verlockende Wohligkeit.

Dass diese hervorragend zur

Club-Atmosphäre im Abrahams

mit ihrer Vielfalt von Sitz- und

Stehmöglichkeiten auf der Galerie

oder im Schankraum passt,

erwarten viele Jazz-Genießende:

Der Club erwartet einen nahezu

ausverkauften Abend. Noch

allerdings können bei der Flora

Westfalica am Berliner Platz und

im Ticketshop Stehplatz-Karten

erworben werden.

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Das Stadtgespräch

13


Endlich wieder

richtig Spaß

Der Andreasmarkt lädt ein

1 Zwei Personen können im Twister nebeneinandersitzen und die familienfreundliche und dennoch aufregende Fahrt genießen. Foto: S. Ehrenbrink

Drei Tage lang, von Freitag, dem 14. bis Sonntag, dem 16. November,

verwandeln 38 Schausteller und Beschicker Rhedas Innenstadt

in einen Lunapark. Fahrgeschäfte für Groß und Klein

gehören zu den besonderen Attraktionen. Die Gäste werden mit allerlei

Leckereien verwöhnt. Marktmeister Dirk Wiesbrock und David Adrian

haben wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit dieser kleine aber

feine Traditionsmarkt die Kirmesfans begeistert.

Immer wenige Tage vor dem Start in die Welt der Weihnachtsmärkte

wird Rhedas Innenstadt zur ansprechenden Kulisse dieses vorwinterlichen

Events. Darum heißt es auch in diesem Jahr wieder: »Einsteigen,

mitfahren und dabei sein«.

Hinter den Kulissen des Andreasmarktes

Der Andreasmarkt ist einer der traditionsreichen Jahrmärkte. Was muss

man für ein Typ sein, um hier zu arbeiten? Von Stadt zu Stadt, immer

unterwegs sein? Die Schausteller und Beschicker des Marktes haben sich

längst die Antwort gegeben – so wie auf allen Festplätzen der Republik.

Auf den Punkt gebracht: Ihr Leben ist spannend. Sie machen Station

immer auf neuen Plätzen, in neuen Städten. Kein Platz ist wie der andere.

Man muss improvisieren können. Und man lernt immer neue Leute

kennen. Es wird eigentlich nie langweilig. Mit der Zeit sammeln sich

viele Erinnerungen. Das Leben am selben Ort wäre ihnen zu monoton.

Manche sind schon seit mehreren Generationen auf den Festplätzen

Ostwestfalens, andere in ganz Deutschland unterwegs.

Sie werden schon als Kind auf dem Rummelplatz groß. Für manchen

Spross wurde das Babybett direkt bei der Mutter an der Kasse

aufgeschlagen. Später gehen die Youngster an den Schultagen oftmals

in ein Internat. Sie sind bei ihren Eltern, soweit das möglich ist. Bei den

meisten Schaustellern arbeitet die ganze Familie mit.

Der richtige Antrieb für alle Schausteller ist es aber in kurzer Zeit

diesen einmaligen Kirmesbetrieb zu schaffen. Wo sonst nichts ist, sind

plötzlich so viele bunte Lichter, Musik. Die Leute sind glücklich. Diese

perfekte Illusion zu schaffen, das alles ist genau das, was die Schausteller

glücklich macht, kurzum: die Bevölkerung glücklich machen zu können.

Die Schausteller sind zufrieden, auf dem Andreasmarkt dabei zu sein.

Wenn er auch nur einer der kleineren Kirmessen ist, kurz vor der Weihnachtszeit.

Also, Sicherheitsbügel anschließen. Bei der nächsten Runde

dabei sein, laden die rekommandierenden Schausteller zur Karussellfahrt

ein: »Ab die Maschinen, jetzt Attacke, jetzt durch die Mitte, los!«

Die Stammbesuchenden kennen die Schausteller und Beschicker

des Andreasmarktes und ihre Geschichten gut. Manchen verbinden eine

Jahre lange Freundschaft.

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14 Das Stadtgespräch


1 Rathaus in Flammen

Wenn sie in Rheda sind, wohnen die meisten auf dem Werlplatz. Sie

wohnen dort quasi Tür an Tür. Wer seine Wohnung in der Nähe hat, fährt

nach dem Feierabend dort hin. Bei den anderen ist es auf dem Wohnplatz

nicht weniger komfortabel. Für die Schausteller ist solch ein Rückzugsort

wichtig. 13-, 14-Stunden-Tage sind in der Branche absolut normal. Man

muss ja auftanken für den nächsten Tag auf dem Andreasmarkt. Auf den

Festplätzen muss so viel Geld verdient werden, dass es für die Monate

ohne Feste auch ausreicht. Viele Schausteller nutzen deshalb gerne die

Weihnachtsmärkte für die Bewirtschaftung von Ständen. Für zahlreiche

Kirmesleute ist der Andreasmarkt einer der letzten Jahrmärkte der Reisezeit,

ehe sie auf den Weihnachtsmärkten weitermachen.

Manche Schausteller haben beim Aufbau echten Zeitdruck. Wenn sie

vom vorhergehenden Festplatz nicht rechtzeitig wegkamen. Oder, was

ja auch mal vorkommt – wenn sie für jemanden kurzfristig einspringen

mussten. Die meisten Schausteller suchen ständig Mitarbeitende. Oft

arbeiten für sie zusätzlich Saisonarbeitende. Personalprobleme haben

viele Schausteller. Die großen Betriebe schätzen sich glücklich, wenn

sie Festangestellte haben.

Wenn dann noch alles per Hand zusammengesteckt und gesichert

werden muss und viele Teile superschwer sind, dann ist das Problem

besonders groß. Dann ist der Aufbau richtig hart. Bei vielen modernen

Geschäften ist das zum Glück einfacher. Dann geht vieles quasi auf

Knopfdruck.

Eine richtige Pause gibt es, wenn alles fertig ist., manchmal spät

abends. Versprochen: Am Ende sieht jedes Geschäft super aus. Und wie

auch immer: Den Schaustellern macht ihre Arbeit richtig Spaß.

Wenn da nicht all die anderen Probleme wären: Die wandelnden

Spritpreise sind teuer, Strom wird teurer, Wasser wird teurer, und, und,

und. Man kann ja nicht 10 Euro für eine Karussellfahrt nehmen. Klar, man

kann ganz gut davon leben. Aber Millionär wird keiner davon. Wär’ es

nicht so eine alte Tradition Schausteller zu sein, würde wohl so mancher

Betrieb aussterben. Und – der Schaustellerberuf steckt den Kirmes-Machern

ja einfach in den Genen. Die lassen sie nicht wieder los.

Zum Andreasmarkt verwandeln die Schausteller und Beschicker die Innenstadt

Rhedas in einen attraktiven Vergnügungspark. Die ganze Familie

soll hier auf ihre Kosten kommen. Wie in jedem Jahr, seit Jahrhunderten.

Die Sicherheit wird großgeschrieben. Vor dem Start des Marktes

werden die Fahrgeschäfte vom Bauamt abgenommen. Die großen Fahrgeschäfte

müssen jährlich bzw. alle zwei Jahre zum TÜV. q

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15


1 Die beiden Marktmeister David Adrian und Dirk Wiesbrock laden Schausteller Georg

Lönne, Klaus Bartscher und Bernd Schulte zur traditionellen Eröffnungsrunde ein.

Nachfolgend geben wir einen Überblick über die bisher verpflichteten

Schausteller (Stand Anfang Oktober). Sie bauen ihre Betriebe ab

Dienstag, dem 11. November auf. Aus Erfahrung wissen wir, dass es bis

zum Termin des Marktes noch die eine oder andere Veränderung und

Ergänzung geben kann. Gespannt sind die Kirmesfans natürlich, welches

Fahrgeschäft die Marktmeister für den Rathausplatz gewinnen können.

Die Verhandlungen laufen auf Hochtouren.

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Schausteller aus Berufung: Manuel Schneider

Manuel Schneider ist Schausteller durch und durch: Schon als Kind war

er lieber auf dem Fahrgeschäft seines Vaters August Schneider als in

der Schule. Oft sagte sein Vater am Ende einer Kirmes: »Entweder du

hilfst abbauen oder du gehst zur Schule!« Abbauen, das war als Kind für

ihn das Größte und die Entscheidung war klar, blickt der erfolgreiche

Schausteller zurück. Oft war der Schulweg wöchentlich ein anderer. Denn

als Schaustellerkind mussten die Schulen in dem Ort besucht werden,

wo das Fahrgeschäft aufgebaut war. Es hatte ihn als Kind auch nicht

unbedingt gefallen, dass ihn seine Eltern in Düsseldorf fest zu einer

Schule schickten. Nun fühlt er sich als Betreiber des Hard Rock Drives

mit dem Andreasmarkt fest verbunden.

Hard Rock Drive auf dem Rathaus-Parkplatz

Kein Wunder, dass er nach der Absolvierung der Schulzeit gerne den Autoscooter

»Hard Rock Drive« seines Vaters übernahm. Er ist stolz darauf,

dass er in sechster Generation seiner Familie die Schaustellertradition

fortführen kann. Den 1998 erbauten Zwei-Säulen-Scooter modernisiert

er kontinuierlich. Über 40000 LED-Lichter tauchen seine Piste mit ihren

26 Chaisen in ein leuchtendes Farbenmeer. Mit packender Musik und

toller Rekommandation begeistert er die vielen Fans auf dem Parkplatz

vor dem Rathaus.

Vor ihm gastierte hier viele Jahre sein Onkel Johann, Schengel Schneider

mit einem von Neffe Patric performten Autoscooter. In der Nachfolge

seines vor zwei Jahren verstorbenen Vaters organisiert er darüber hinaus

verantwortlich die Michaeliskirmes in Gütersloh.

Gleich nebenan der »Twister«

Neben dem Autoscooter auf dem Rathausplatz wird dieses Jahr der

»Twister« der Schausteller-Familie Toni Dorenkamp stehen. Das charmante

Fahrgeschäft hat seit 1974 schon Generationen von Kirmesbesuchenden

Freude bereitet. Zwei Personen können nebeneinandersitzen

und die familienfreundliche und dennoch aufregende Fahrt genießen.

16 Das Stadtgespräch


1 Die strahlenden Preisträger der Marktverlosung mit: (hinten v. r.) Bürgermeister Theo

Mettenborg, Marktmeister Dirk Wiesbrock, Schaustellersprecher Michael Schneider

1 Papa zieht für den kleinen Sohnemann das Glückslos.

In der Berliner Straße: Devil Dance mit Schleudertest

Am Schnittpunkt von Rathausplatz und Berliner Straße tanzt der Teufel.

Dafür sorgt Ricardo Welte aus Bramsche mit seinem Fahrbetrieb. Die

schleudernde Fahrt im rasanten Scheibenwischergang und bis in acht

Meter Höhe bereitet insbesondere den jungen Leuten viel Freude. Aber

auch die anderen Altersgruppen schätzen die schwungvollen Fahrten.

»Und noch eine Runde bitte!«, das ist der Wunsch, der den Fahrgästen

nach dem Ende einer Fahrt im Gesicht geschrieben steht. Der »Scheibenwischer«

wie das Karussell im Volksmund heißt, ist bei seinen Fans auch

als das Karussell mit dem Becherspiel bekannt. Bei der Schleuderfahrt im

rasenden Scheibenwischergang ist es gewiss eine Superleistung, wenn es

gelingt, das Wasser im Becher zu halten – ein doppeltes Kirmesvergnügen.

Kirmesglück für die Kleinen

Eine Reihe von Schausteller-Familien findet bereits seit Jahrzehnten immer

wieder den Weg nach Rheda. Dazu gehört Dirk Stippich mit dem

Kinderflieger. Die kleinen Kirmesfans werden zu stolzen Rittern der Lüfte,

wenn sie in ihren Gefährten vor der Stadtkirche per Knopfdruck emporsteigen.

In diesem Jahr können die jungen Nachwuchspiloten gleich neue

Luftgefährte besteigen. Ebenfalls zu den Stammbeschickern gehören

Carsten und Yvonne Lönne in der Berliner Straße. Dort bekommen die

Mädchen und Jungen viel Spaß in der Berg- und Talbahn »Aladins Reise«

sowie in einem der prächtigen Gefährte auf dem großen Kinderkarussell.

Auf dem Doktorplatz ist es der Rhedawiediland-Betreiber Hans-Jürgen

Noack, der den kleinen Rangen mit dem Kinderkettenflieger ein luftiges

Vergnügen bereitet. Für Begeisterung sorgt ebenfalls das Trampolinspringen

von Stefan Brinkbäumer. Holzspielzeug gibt es bei Ralf Groneweg.

Mit Folienballons erfreut Eduard Schmitz. q

1 Im Sauseschritt mit dem Kinderflieger

1 Fahrglück auf der Scooter-Piste

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Das Stadtgespräch

17


1 Im Kettenflieger kommen die kleinen Ritter der Lüfte voll auf ihren Spaß.

Hundertprozentiges Zielwasser

braucht man beim großen Schießwagen »Joker Games« von Carsten

und Yvonne Lönne sowie beim Ballwerfen und Enten-Angeln von Marlon

Krause. Safari-Schießen ist bei Thorsten Freudenberg angesagt,

Glücksritter

finden Spaß und Unterhaltung beim Fadenziehen und in der Pusherhalle

von Maurice Stippich, Spannung ist beim Glücksrad von Marvin

Verspermann angesagt.

Aus Pötten und Pannen

Natürlich schmecken aus heimischer Küche Hans-Jürgen Noacks Crêpes

und Poffertje ebenso wie die Pizzen von Guiseppe Maltese oder Crisan’s

Baumkuchen und Imbiss. Ebenfalls die Snack-Hütte von Ralf Klocke verführt

zum Genießen. Bratwurst aus heimischen Gefilden serviert Familie

1 Der Andreas-Traditions-Club bereitet den Kita-Kindern alljährlich mit Freifahrten im

Kinderflieger eine riesige Freude.

Nottbrock-Monert. Langos bereitet Ronny Deinert aus Bramsche zu.

Als Mr. WOK kommt Leonhard Lemoine und Crêpes führt sein Bruder

Rudolf. Stefan Brinkbäumer lädt mit einer Käse- und Kartoffelhütte ein.

Im Gemüse-Paradies bedient Willi Kaiser.

Für den süßen Zahn

Ernst Rene Bartelt stellt seinen Mandelwagen auf. Peter Dietrich und

Hans Dreyer kommen mit einem Mandelwagen und einen Mandel-Früchtewagen

führt Karlo Dorenkamp Jun. Knusprige spanische Churros serviert

Willi Marx aus Hiddenhausen. Peter Anton kommt aus Lippstadt

mit Crêpes und Mandeln.

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Durstlöscher gibt es bei Pähler-Borgmeier auf der Berliner Straße – Ecke

Rathausplatz und in dem klassischen Kirmes-Ausschankbetrieb Bergsma

auf dem Rathausplatz.

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Kult: Kita-Freifahrten mit

dem ATC

Der Andreas-Traditions-Club

(ATC) lädt die Kindergartenkinder

am Kirmesfreitag, von 10.30

bis 11.00 Uhr zu Freifahrten mit

Dirk Stippichs Kinderflieger

ein. Anschließend treffen sich

die ATCler zu ihrer traditionellen

Tour am ersten Andreasmarkt-Tag.

Der Abschluss ist in dem

Kirmes-Ausschankbetrieb Bergmann

auf dem Rathausplatz,

von wo aus die Teilnehmenden

dann um 17 Uhr zu der offiziellen

Eröffnung dazu stoßen.

Neue Gäste heißt der inzwischen

knapp 200 Mitglieder zählende

ATC wie immer herzlich willkommen,

so Club-Sprecher Bernd

Schulte.

Kem

18 Das Stadtgespräch


Das Programm im Überblick

Freitag, 14. November

15–23 Uhr Kirmes in der Innenstadt – Familientag mit Ermäßigungen

an allen Geschäften

17 Uhr Eröffnung und Verlosung durch den Bürgermeister,

die Marktmeister und Schaustellersprecher

Samstag, 15. November

7.30–13 Uhr Wochenmarkt auf den Straßen Neuer Wall und

Großer Wall

14–23 Uhr Kirmes in der Innenstadt

21 Uhr Die Firma Dragon-Fireworks aus Schloß Holte-Stukenbrock

präsentiert eine pyrotechnische

Show mit Musikuntermalung vom Dach des

Rathauses. Das Feuerwerk wird vom Rathausplatz

zu sehen sein. Die Schausteller wünschen

den Besuchenden viel Vergnügen.

Sonntag, 16. November

14–20 Uhr Kirmes in der Innenstadt

Ab dem 27.10. haben wir

wieder für Sie geöffnet!

Weihnachten kommt

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Bierzelt auf dem

Doktorplatz

zum Andreasmarkt

Die Schützenvereine

aus Rheda laden ein

Die Rhedaer Schützenvereine laden alle Kirmesfreunde herzlich

ein: Am Freitag, 14. November, und Samstag, 15. November, wird

der Doktorplatz zum geselligen Treffpunkt – mit dem zünftigen

Schützenzelt mitten im Herzen von Rheda.

Gemeinsam möchten die Stadt- und die Bauernschützen einen Ort

schaffen, an dem sich Jung und Alt begegnen, ins Gespräch kommen und

gemeinsam feiern können. Ob nach einem Bummel über den Rummelplatz,

als Start in einen fröhlichen Abend oder einfach zwischendurch

– das Bierzelt bietet die passende Atmosphäre für gemütliche Stunden.

Das Schützenzelt ist am Freitag und Samstag ab 18 Uhr geöffnet. Für

Stimmung sorgt ein DJ, der mit einem bunten Musikmix für die passende

Feierlaune sorgt. Dazu gibt es frisch gezapftes Bier, weitere Getränke

sowie kleine herzhafte Snacks bei den Doktorplatz-Wirten – beste Voraussetzungen

für zwei gesellige Abende mitten im Kirmestrubel.

Die Veranstalter freuen sich auf viele Besucher und ein fröhliches

Miteinander. »Unser Ziel ist es, der Kirmes mit dem Schützenzelt einen

weiteren Anziehungspunkt zu geben – einen Ort zum Verweilen, Lachen

und Austauschen«, so die Vertreter der Schützenvereine. Der Eintritt

ist frei.

Also: Vorbeischauen, anstoßen und gemeinsam Kirmes feiern – im

Schützenzelt auf dem Doktorplatz!

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Das Stadtgespräch

19


1 Die 91-jährige Frau Babbel mit ihren beiden Töchtern waren im passenden nächtlichen

Outfit dabei.

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Die beiden Freibäder in Rheda und in Wiedenbrück haben sich in diesem

Sommer wieder als attraktive Schwimmstätten bewährt. Das Resümee zog

jetzt die Stadt zum Ende der Freibadsaison 2025. Schwankungen bei den

Besucherzahlen, insbesondere im Vergleich zu den Vorjahren, sind teilwiese

auf das durchwachsene Wetter und auf die Personallage zurückzuführen.

Wie schon 2024, war das Team von Schwimmmeistern und Wasseraufsichten

im Frühjahr groß genug, um einen geregelten Betrieb in beiden

Bädern zu gewährleisten. Wie im Vorjahr kam es trotz frühzeitiger Stellenausschreibungen

aber zu kurzfristigen und nicht planbaren Ausfällen durch

plötzliche, schwerwiegende Erkrankungen im Bäderteam. Darauf hat die

Verwaltung mit weiteren Stellenausschreibungen und der Beauftragung

eines externen Dienstleisters reagiert.

Zudem wurde die Zeitplanung für beide Bäder geändert: Während Rheda

bereits am 1. Mai öffnete, wurde Wiedenbrück in diesem Jahr am 1. Juni

(mit der Sprungturm-Aktion) geöffnet. Dementsprechend konnte die Stadt

die Freibadsaison in Wiedenbrück bis Ende September verlängern. Diese

Maßnahme bot den Vorteil, dass »nur« drei Monate lang beide Freibäder

parallel geöffnet hatten.

Dennoch musste für die Dauer der parallelen Öffnung das Frühschwimmen

ausgesetzt werden. Bei allen getroffenen Maßnahmen wurde immer

abgewogen, welche Interessen die unterschiedlichen Nutzergruppen verfolgen.

Priorität hatten dabei das Schulschwimmen und das Offenhalten

der Bäder für Familien in der Ferienzeit.

Der Personalmangel in den Bädern konnte durch gute Teamarbeit und

durch die Übernahme zusätzlicher Dienste aus dem Team weitgehend kompensiert

werden. Auch haben sich die Fördervereine bei den Wasseraufsichten

mit eingebracht. Leider konnten zeitweise Schließungen nicht gänzlich

vermieden werden. Auch kurzfristig eingestelltes Personal konnte den Personalmangel

nicht vollständig auffangen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Das Freibad Wiedenbrück war bis Ende September geöffnet. Aufgrund

der Witterung wurde das Angebot hauptsächlich durch die Frühschwimmer

genutzt. Das war möglich, da im September das Freibad Wiedenbrück ab

6 Uhr geöffnet hatte. Als vorteilhaft erwies sich dabei einmal mehr, dass

die Biogasanlage des Hallenbades im Sommer und Herbst auch durch das

Freibad genutzt werden und schon früh am Morgen angenehme Wasser-

20 Das Stadtgespräch


1 Die Freibäder haben im Winter Ruh‘. Das Foto zeigt Teilnehmende des vom Förderverein angesetzten Pyjamaschwimmens

im Freibad Rheda.

Foto: Petra Winkler

1 Sprungspaß im Pyjama Foto: Petra Winkler

Blick in die Statistik

Besucherzahlen: 2018 2019 2023 2024 2025

Freibad Rheda 73.584 61.302 46.279 36.736 41.827

Freibad Wiedenbrück 110.989 89.615 78.057 78.334 62.898

Die drei Spitzentage in 2025 waren in beiden Bädern

der 22.6.2025 1.7.2025 2.7.2025

Freibad Rheda 1.646 1.375 1.669

Freibad Wiedenbrück 2.769 2.277 2.592

temperaturen gewährleisten konnte Ebenso wie

die frühe Öffnung des Freibades Rheda im Mai

wird auch die längere Öffnung des Freibades Wiedenbrück

im September von den Besucherinnen

und Besuchern positiv bewertet.

Viel Spaß zum Abschluss beim

Pyjamaschwimmen

Kaum hatte der Förderverein zum Abschlussfoto

im Pyjama aufgerufen, strömten die ersten Gäste

im passenden Outfit heran. Selbst Frau Babbel

ließ es sich mit ihren 91 Jahren nicht nehmen, für

das Gruppenfoto mit ihren beiden Töchtern das

Ein-Meter-Brett zu besteigen und anschließend

zu dritt ins Wasser zu hüpfen. Ein paar Minuten

später beteiligten sich immer mehr Gäste bekleidet

an dem Abschlussspaß, so dass letztendlich

rund 40 Personen in ihren nächtlichen Outfits

den Sprung ins Wasser wagten. Ob Familien,

eine Gruppe junger Sportler vom benachbarten

Fußballplatz oder auch die älteren Gäste: alle

hatten großen Spaß daran, der Saison auf lus-

tige Weise "Gute Nacht" zu sagen. Es gab viele

gewagte Sprünge vom Ein- und Drei-Meter-Brett,

die von einigen Schaulustigen bestaunt wurden.

Eine Stunde lang wurde im Becken und auch am

Beckenrand viel gelacht und gescherzt. Dass dabei

auch eine Bäderangestellte unter Mithilfe der

kleinsten Badegäste im Wasser landete, ließ sie

lachend über sich ergehen und sorgte damit bei

allen Beteiligten für große Freude. Fazit: das war

wieder eine äußerst gelungene Veranstaltung

vom Förderverein Freibad Rheda e. V.! Kem

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Das Stadtgespräch

21


1 Melanie Körkemeier, stellt die neu geschaffene Brücke zum Bleichhäuschen vor.

Wiedereröffnung mit neuen Kursen

und zwei Ausstellungen

Eine neue Brücke verbindet das Bleichhäuschen

mit dem Steinweg

Seit Anfang September hat das Bleichhäuschen

seine Tore wieder geöffnet. Die in neunmonatiger

Bauzeit neu geschaffene Brücke zu der Kunstwerkstatt

schaffte dafür die Voraussetzung. Der

bisherige Zugang war marode. Die Besuchenden

konnten ihn seit Anfang des Jahres nicht mehr

benutzen. Bis zur Inbetriebnahme der neuen Zuwegung

konnte die Leiterin des Hauses, Melanie

Körkemeier, die Kunstkurse und Workshops der

beliebten Einrichtung in den Räumen der Flora

Westfalica an der Mittelhegge durchführen. Nach

der Rückkehr in das angestammte Domizil ist »eigentlich

alles wie gehabt«, berichtete Körkemeier

im Pressegespräch.

Die Werkstatt Bleichhäuschen bietet in Kooperation

mit der Musikschule für den Kreis

1 Die altersgerechten Kurse sprechen die Kinder und

Jugendlichen an.

1 Das von Körkemeier angebotene Spektrum für

Erwachsene reicht von kunsthistorischen Themen bis

zu kreativen Wochenendworkshops.

Gütersloh Kunstkurse für Kinder und Jugendliche

an. Kinder werden von Beginn an mit

verschiedenen künstlerischen Techniken wie

Malerei, Aquarell, Ton, Pappmaché, Druck- und

zeichnerischen Techniken vertraut gemacht.

Wöchentliche Termine montags und dienstags.

60 Kinder nehmen diese Angebote regelmäßig

wahr. Wartelisten sprechen für die starke

Resonanz der kindgerechten Kurse.

Jeden ersten Mittwoch im Monat spricht

das Bleichhäuschen mit seinem Atelier Familien

an. Bei diesem neuen Angebot erhalten die

Eltern, Alleinerziehenden und Großeltern mit

ihren Kindern, Nichten, Neffen und Enkeln die

Möglichkeit, sich themenbezogen mit einer bestimmten

künstlerischen Technik auseinanderzusetzen.

Am 5. November steht der Linoldruck

und am 3. Dezember Malen mit Acrylfarbe auf

dem Terminkalender. Zudem sind die Erwachsenen

an jedem Donnerstag eingeladen zum

Offenen Maltreff. Jeder kann sich eigene Themen

überlegen und bekommt Hilfestellung

und Korrektur bei der Umsetzung. Der offene

Treff bezieht Anfänger und Fortgeschrittene

mit ein. Wie in den Sommerakademiekursen

von Barbara Körkemeier ist es auch möglich,

die Malerei und das Zeichnen von Grund auf

zu erlernen. Einmal im Monat, immer am ersten

Donnerstag im Monat, haben Erwachsene

die Möglichkeit, sich im Bleichhäuschen mit

einem speziellen Thema auseinanderzusetzen.

In Planung sind darüber hinaus Wochenendworkshops

für Erwachsene. Ihr Start ist

nach November angedacht, berichtete Körkemeier.

Das Angebot umfasst die klassischen

Themen. Es umfasst samstags und sonntags

jeweils vier Stunden.

Ebenfalls neu sind die ab Januar 2026 im

zweimonatigen Rhythmus angesetzten kunsthistorischen

Vorträge. Weitere Details zu den

Workshops und den Vorträgen werden noch

bekannt gegeben.

Mit der bis zum 9. November im Bleichhäuschen

laufenden Präsentation »Waldland«

von der Malerin Barbara Körkemeier (siehe besonderer

Text) und der bis zum 16. November

in der Orangerie geöffneten Ausstellung »Spiegel-Bilder«

von Gil Shachar spricht die Werkstatt

Bleichhäuschen darüber hinaus alle Kunstinteressierten

an. Der aus Duisburg kommende

Bildhauer zeigt aus Wachs und Epoxydharz

geschaffene Plastiken ihm bekannter Personen

sowie weitere Objekte, die er in eine installative

Ordnung einbettet. Es entstehen Bilder, die den

Menschen in seinem Verhältnis zu Umwelt, Mitwelt

und existenziellen Fragen spiegeln.

Die Öffnungszeiten: Mo-Fr 15.30–17.30, Sa

14.00–16.30, So 12.00–16.30 Uhr. Der Eintritt zu

den beiden Ausstellungen ist frei.

Kontakt für Anmeldungen und Anfragen zu

weiteren Details, genaue Daten und Kosten der

Kurse: m.koerkemeier@bleichhauschen.de

Als öffentliche Institution wird die Werkstatt

Bleichhäuschen von der Flora Westfalica

GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der

Stadt Rheda-Wiedenbrück, finanziert und infrastrukturell

unterstützt. Körkemeier spricht

der Flora Westfalica ihren Dank für die Herrichtung

der neuen Zuwegung aus. Die Stadt und

die Flora Westfalica hätten damit ein deutliches

Zeichen für die Wertschätzung der örtlichen

Kunst- und Kulturförderung und Bildung

gesetzt. In Zeiten einer engen Kasse sei das

nicht hoch genug einzuordnen. Kem

22 Das Stadtgespräch


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1 In der langsamsten Stadt Europas

Die langsamsten Städte

der Welt

Wenn man in den letzten Jahren mit dem Auto durch unsere Stadt

fährt, könnte sich der Eindruck einstellen, dass man selbst als

Ortskundiger Ewigkeiten braucht, um sämtliche Baustellen zu umfahren.

Wenn ich allein daran denke, wie viele Monate auf der Pixeler Straße

gebuddelt wurde und wie lange jetzt schon die Hauptstraße gesperrt

ist, dann klingt »fließender Verkehr« wie ein Witz für mich. Aber im Vergleich

gesehen, kommen wir noch ausgesprochen zügig von A nach B.

London führt die lahmen Städte Europas an

Die Untersuchung, der sogenannte TomTom Traffic Index, die in 501 Großstädten

weltweit durchgeführt wurde, wertete aus, wie lange man mit

dem Auto für zehn Kilometer in der jeweiligen Stadt braucht. Da die Zeiten

natürlich nach Uhrzeit erheblich schwanken, hat man die Durchschnittwerte

angegeben. Herausgekommen ist, dass London nicht wie im Vorjahr

die langsamste Stadt der Welt ist. Immerhin. Diese zweifelhafte Ehre gebührt

dem kolumbianischen Baranquilla. Dort braucht man für die zehn

Kilometer im Schnitt nicht weniger als 36 Minuten und sechs Sekunden.

Das ergibt die rasante Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,6 km/h. Auf

den Plätzen zwei bis vier liegen indische Großstädte. Und als erste europäische

Stadt erscheint nun London auf Platz fünf der weltweit verstopftesten

Städte. In Londons Innenstadt braucht man für zehn Kilometer 33

Minuten und 17 Sekunden im Schnitt. Das sind 18 km/h. Kein Wunder also,

dass sich viele Pendler inzwischen auch auf das Rad schwingen, obwohl

die Stadt dafür eigentlich nicht gemacht ist und meiner Meinung nach

1 Normaler Verkehr im Londoner Westend

24 Das Stadtgespräch


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1 In London braucht man vor allem Zeit.

sogar gefährlich für Radfahrer ist. Im japanischen Kyoto braucht man

im Schnitt eine Sekunde weniger für die zehn Kilometer. Die anderthalb

Millionen Einwohner nehmen daher dankbar das Angebot der Bahnen an.

Wenn es in die Nachbarstätte Osaka oder Kobe geht, ist der unfassbar

schnelle, und stets pünktliche Shinkansen das Transportmittel der Wahl.

Auch andere europäische Hauptstädte kritisch

Auf Platz zehn der lahmen Städte weltweit liegt die irische Hauptstadt

Dublin, die zwar recht malerisch, aber für ihren täglichen Verkehrsinfarkt

bekannt ist. In Dublin ist man laut Untersuchung 32 Sekunden schneller

als in London unterwegs. Deutlich flotter geht es in Paris, denn die Stadt

hat mittlerweile die halbe Stunde unterschritten und liegt nunmehr mit

28 Minuten und 53 Sekunden auf Platz 45 der Liste. Deutlich darüber, also

schlechter, liegt allerdings Bordeaux. Selbst spät nachts an einem Wochentag

sind dort noch jede Menge Fahrzeuge unterwegs, wie ich selbst

im Sommer testen durfte. Unsere Hauptstadt ist auf Platz 49 gelandet

und schlägt mit 29 Minuten und 49 Sekunden zu Buche. Das bedeutet

eine Durchschnittsgeschwindigkeit in Berlin von 20,1 km/h. Da laufen übrigens

die besten 10.000 Meter-Läufer schneller, denn die bringen es auf 22

km/h für die gleiche Strecke. Deutlich schneller fluppt es in Kopenhagen

bei unseren dänischen Nachbarn. Dort sind weite Bereiche für Fahrräder

ausgebaut und der Nahverkehr wird intelligent gefördert.

Westfalen steht noch gut da

Wer sich durch den Stadtverkehr in Münster oder Bielefeld quält, mag

das nicht so empfinden, aber vergleichsweise steht Westfalen noch gut

da. In der Fahrradstadt Münster lassen sich die zehn Kilometer durchschnittlich

in 21 Minuten bewältigen. Und Bielefeld, die Stadt, die es aus

Münsteraner Sicht bekanntlich gar nicht gibt, schneidet mit 19 Minuten

23 noch besser ab. Das ist eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 31

km/h. Der Haken an der rein statistischen Auswertung der Zeiten, die es

für die Fortbewegung innerhalb einer Stadt braucht, ist der Trugschluss:

je schneller, desto besser. Beispielsweise ist San Diego im Kalifornischen

Süden eine der Städte, die sehr gut abgeschnitten haben. Dort schafft

man im Schnitt die zehn Kilometer in weniger als zwölf Minuten, was eine

Durchschnittsgeschwindigkeit von 51 km/h bedeutet. Wie das möglich ist?

Ganz einfach, denn mitten durch die Stadt laufen sowohl in Nord-Süd- als

auch in Ost-West-Richtung mehrere Highways, auf denen der Verkehr nur

so donnert, und das tags und nachts. Der Stadtrat sieht die Verkehrssituation

daher eher kritisch und hat deshalb in diesem Jahr entschieden,

dass auf insgesamt 17 städtischen Straßen das Speedlimit auf 20 Meilen,

also 32 Stundenkilometer, gesenkt wird. Die Städteplaner weltweit werden

sich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass einfache Lösungen, die

überall anwendbar sind, leider nicht zu finden sind.

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25


1 Für die Internationale Liste wurden gewählt Arif Sönmez, Zohal

Nour (hier mit ihrer Tochter Delice), Haydar Hazer, Özgür

Inan. Nicht auf dem Foto: Hüseyin Acehan und Selin Elmaci.

1 (V. l.) Ahlam Elchaer, Nesrin Pür, Sevan Akgül, Michel

Gwosdek vertreten die Liste »Mosaik«.

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Statements der vier

Wahllisten zur Integrationswahl 2025

Die Bedeutung der Integrationswahl

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Am Tag der Kommunalwahlen in diesem Jahr

standen auch die Wahlen zu den Integrationsräten

in den Städten und Gemeinden an.

Zur Bedeutung dieser Wahl für die Integrationspolitik

schrieb der Landesintegrationsrat u. a.: »Das

Ziel einer jeden ernstgemeinten Integrationspolitik

ist die soziale, kulturelle, rechtliche und politische

Gleichstellung aller Mitglieder einer Gesellschaft. Dies

kann nur unter Berücksichtigung der Lebenswirklichkeit

und Sichtweise derjenigen geschehen, die nicht

die gleichen Chancen und Beteiligungsmöglichkeiten

haben wie die Mehrheit der Gesellschaft. Nur Menschen

mit internationaler Familiengeschichte selbst

können ihre eigenen Belange und ihren politischen

Willen zielgerichtet artikulieren. Ihnen obliegt es, ihre

spezifischen Potenziale für unsere Gesellschaft zu

nutzen und für alle sichtbar zu machen.

Deshalb geht es in den Integrationsräten und

-ausschüssen um mehr als nur um ›Integration‹.

Zwar stellt das Ankommen und Einleben von Neueinwanderinnen

/ Neueinwanderern einen wichtigen

Aufgabenschwerpunkt dar. Allerdings geraten

die Interessen derjenigen, die bereits seit Langem in

Deutschland leben, schnell ins Hintertreffen. Auch

Menschen mit internationaler Familiengeschichte,

die in Deutschland aufgewachsen sind, oftmals

schon in zweiter oder dritter Generation in der Bundesrepublik

leben, erfahren meist Benachteiligung

in verschiedenen Lebensbereichen. Zugleich werden

ihre Fähigkeiten und Potenziale wie Diversitätssensibilität

und Mehrsprachigkeit nicht gesehen oder

abwertend behandelt. Die Integrationsräte und -ausschüsse

müssen daher verstärkt Chancengerechtigkeit

und Potentialentfaltung in den Blick nehmen und

die Vorteile der Einwanderungsgesellschaft sichtbar

machen. Zugleich bleibt der Kampf gegen Diskriminierung

und Rassismus eine zentrale Herausforderung

in den Kommunen.«

Die Ergebnisse der Wahl zum

Integrationsrat in Rheda-Wiedenbrück

Von 14.412 Wahlberechtigten in Rheda-Wiedenbrück

wurden 1588 gültige Stimmen abgegeben. Die Wahlbeteiligung

liegt damit bei 11,96 %.

Davon entfielen auf

Internationale Liste: 695 Stimmen, 43,77 %, 6 Sitze

Mosaik: 496 Stimmen, 31,23 %, 4 Sitze

Türkischer Arbeitnehmer-, Hilfs- und Kulturverein:

201 Stimmen, 12,66 %, 2 Sitze

Alevitische Gemeinde: 196 Stimmen, 12,34 %, 2 Sitze

Es sind somit gewählt von der Internationalen Liste:

Sönmez, Arif auf Listenplatz 1 sowie Hazer, Haydar (2),

Acehan, Hüseyin (3), Nour, Zohal (4), Elmaci, Selin (5)

und Inan, Özgür (6)

Alevitische Gemeinde: Aktas, Sainer (1), Altunöz,

Yaren (2)

Mosaik: Pür, Nesrin (1), Gwosdek, Michel (2), Elchaer,

Ahlam (3), Akgül, Sevan (4)

Türkischer Arbeitnehmer-, Hilfs- und Kulturverein:

Acar, Aziz (1), Ergin, Ramazan (2)

Die Statements der vier Listen zur

Integrationswahl

Internationale Liste

»Wir bedanken uns herzlich bei allen Wählerinnen

und Wählern, die uns bei dieser Integrationsratswahl

26 Das Stadtgespräch


ihr Vertrauen geschenkt haben. Mit 43,77% der

Stimmen und sechs Sitzen sind wir die stärkste

Kraft im Integrationsrat geworden. Dieses

Ergebnis zeigt, dass unsere Arbeit und unsere

Haltung für ein starkes, vielfältiges und geeintes

Rheda-Wiedenbrück von vielen Menschen

geschätzt und unterstützt werden.

Besonders hervorzuheben ist die gestiegene

Wahlbeteiligung. Während im Jahr 2020

nur 10,26 % der Wahlberechtigten ihre Stimme

abgaben, lag die Beteiligung diesmal bei

11,96 %. Auch wenn wir uns eine deutlich höhere

Beteiligung wünschen, ist dieser Anstieg ein

wichtiges Zeichen für wachsendes Interesse

und mehr Bewusstsein für die Arbeit des Integrationsrates.

Unser Ziel bleibt es, noch mehr

Menschen zu erreichen, damit sie ihre Stimme

nutzen und mitgestalten.

Kritisch sehen wir den deutlichen Anstieg

ungültiger Stimmen. 7,84 % der Stimmen waren

diesmal ungültig, während es 2020 lediglich

2,86 % waren. Dies zeigt, dass es weiterhin

Informations- und Aufklärungsarbeit braucht,

damit alle Wahlberechtigten ihre Stimme korrekt

abgeben können und keine Stimme verloren

geht.

Wir nehmen diesen Auftrag ernst: Die Internationale

Liste wird sich auch in den kommenden

Jahren mit voller Kraft für eine gerechte,

offene und starke Stadtgesellschaft einsetzen,

für alle Menschen, die Rheda-Wiedenbrück ihre

Heimat nennen.«

Mosaik: Unsere Liste Mosaik hat auf ein starkes

Mandat für eine starke Legislatur mit viel positiver

Energie gehofft. Wir haben selbstbewusst

viel Einsatz angekündigt und haben auch vor,

diesen zu bringen. Mit 4 Sitzen ist das natürlich

auch möglich. Ich persönlich habe für uns ein

besseres Ergebnis erhofft. Sowohl für unsere

Liste als auch hinsichtlich der Wahlbeteiligung

insgesamt. Die Wahlbeteiligung ist absolut

und relativ ein kleines bisschen gestiegen, aber

nach wie vor extrem niedrig und noch lange

kein Abbild von dem, was in unserer Stadt

möglich wäre. Gerade in Rheda-Wiedenbrück

gibt es verhältnismäßig sehr viele gute Impulse

und wirklich engagierte Leute. Ein paar dieser

Leute werden sich nun im Integrationsrat wiederfinden

und wir haben uns einiges überlegt.

Neben Ideen mit spannendem Klang, wie einer

zentral gelegenen Kulturversammlungsstätte,

Jugendangeboten durch Sportanlagen und

einer dringend erforderlichen Ehrenamtskoordinationsstelle

ist uns besonders viel gelegen

an guter Vernetzung, insbesondere auch mit

den Kreisstellen (Stichworte: Ausländerbehörde,

Jobcenter, Landrätin) und den mal mehr,

mal weniger aktiven lokalen Communities.

Wir wollen uns einsetzen für individuelle, motivierende

Schwimm- und Sprachangebote und

bessere Antidiskriminierungsarbeit, vor allem

an Schulen. 5 Jahre sind in mancher Hinsicht

eine lange Zeit, können erfahrungsgemäß aber

auch schnell wieder rum sein. Für uns ist es

eine Zeit, in der man einiges bewegen kann.

Das werden wir.

Türkische Arbeitnehmer-, Hilfs- und Kulturverein

e. V.; Der Türkische Arbeitnehmer-,

Hilfs- und Kulturverein e. V. freut sich, nach

einer längeren Pause bzw. erstmalig alleine

wieder zur Integrationsratswahl angetreten

zu sein und direkt zwei Sitze im Integrationsrat

sichern zu können. Von insgesamt 14.412

Wahlberechtigten haben leider nur 1.723 ihre

Stimme abgegeben – das ist eine sehr geringe

Beteiligung.

Trotz dieser niedrigen Wahlbeteiligung ist

das Ergebnis für uns ein erfreulicher Erfolg und

zugleich ein klarer Auftrag. Wir sehen eine der

ersten Aufgaben des neuen Integrationsrates

darin, die Bürgerinnen und Bürger – nicht nur

die mit Migrationshintergrund – stärker zu erreichen,

ihre Anliegen sichtbarer zu machen

und ihre aktive Mitwirkung am gesellschaftlichen

Leben in unserer Stadt zu fördern.

Alevitische Gemeinde: Die Alevitische Gemeinde

dankt allen Wahlberechtigten, die ihrer Liste

für die Integrationswahl die Stimme gegeben

haben und sie damit zwei Sitze erringen konnte.

Trotz der geringen Wahlbeteiligung ist das

ein schöner Erfolg. Nachdem in den vergange-

1 Sainer Aktas und Yaren Altunöz von der Liste der

Alevitischen Gemeinde

1 Den Türkischen Arbeitnehmer-, Hilfs- und Kulturverein

e. V. vertreten (v. l.) Aziz Acar, Ramazan Ergin.

nen 37 Jahren schon vieles erreicht worden ist,

kann die Alevitische Gemeinde nunmehr direkt

einen Beitrag zur Förderung des Zusammenlebens

aller Bürgerinnen und Bürger in Rheda-Wiedenbrück

leisten und die Anliegen der

Menschen mit Migrationshintergrund sichtbar

machen und lösen. Dabei wollen wir insbesondere

die Jugendlichen ansprechen. Unser Ziel

ist es, mit einer erfolgreichen Arbeit zur Erhöhung

der Wahlbeteiligung zum Integrationsrat

beizutragen. Unser Glückwunsch gilt ebenfalls

allen Vertreterinnen und Vertretern der anderen

Listen im Integrationsrat sowie Bürgermeister

Theo Mettenborg für seine Wiederwahl. Kem

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Egal ob Global Player oder Familienbetrieb – die Lebensmittelbranche

befindet sich im Umbruch. Rohstoffverknappung, Klimawandel und

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entlang der gesamten Produktionskette.

Besonders die Fleischerzeugung und die fleischverarbeitende Industrie

stehen vor großen Herausforderungen. Hohe Qualitätsansprüche,

gepaart mit dem Wunsch nach nachhaltigerem Umgang mit Ressourcen

und vor allem auch mehr Tierwohl, nehmen einen immer größeren Stellenwert

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Qualität, Partnerschaft und Fairness sind die wichtigsten

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28 Das Stadtgespräch


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Eine besondere

Geburtstagsfeier

55 Jahre Osterrath-Realschule –

ein Jubiläum voller Leben

Mit einem strahlenden

»Jahrmarkt der Ideen«

feierte die Osterrath-Realschule

ihr 55-jähriges

Bestehen. Nachdem das 50-jährige

Jubiläum coronabedingt nur

in kleinerem Rahmen stattfinden

konnte, war die Vorfreude

auf dieses Fest in der gesamten

Schulgemeinschaft riesig. »Auf

dieses Jubiläum können wir

stolz blicken«, sagte Schulleiter

Olaf Diekwisch in seiner Eröffnungsansprache

am 12. September

2025. Die Begeisterung und

Resonanz zeigten eindrucksvoll,

wie lebendig und vielfältig das

Schulleben an der ORS ist – geprägt

von Gemeinschaft, Verantwortung

und Zusammenhalt.

Auch Bürgermeister Theo

Mettenborg hob die besondere

Rolle der Realschule hervor: »Die

Osterrath-Realschule gehört fest

zu unserer Schullandschaft. Sie

schenkt den Jugendlichen eine

optimale Lernumgebung, öffnet

Türen in ihre Zukunft und begleitet

sie mit Herz und Kompetenz«.

Es war ein Tag, an dem spürbar

wurde, wie viel Herzblut in

der Osterrath-Realschule steckt.

Alle – ob Schüler, Lehrer, Eltern

oder Gäste – trugen mit ihren

Ideen und ihrem Engagement

dazu bei, dass die Feier zu einem

unvergesslichen Erlebnis wurde.

»Wir sind ORS!« – das vor fünf

Jahren entstandene Schulmotto

war an diesem Tag in jeder Ecke

lebendig.

Als die Abendsonne über der

Schule stand, öffneten sich die

Türen für Ehemalige, Lehrkräfte,

Eltern, Freunde und Förderer.

Erinnerungen wurden geteilt,

Zukunftspläne geschmiedet, es

wurde gelacht, getanzt und in

alten Geschichten geschwelgt.

Für viele war es ein bewegendes

Wiedersehen mit »ihrer« Schule

– einem Ort, der mehr ist als nur

ein Lernhaus.

Eine Schule mit Herz

und Geschichte

Seit ihrem ersten Schultag am

7. September 1970 hat die Osterrath-Realschule

eine eindrucksvolle

Reise hinter sich. 75 Schülerinnen

und Schüler wagten

damals den Anfang in ausgeliehenen

Räumen der Postdammschule

in Lintel. Mit bescheidenen

Mitteln, aber viel Begeisterung

und Pioniergeist wurde der

Grundstein gelegt.

Schon bald zog die Schule

in das Gebäude der ehemaligen

Grundschule St. Vit und 1972 in

den Neubau am Burgweg, wo sie

ihren heutigen Namen erhielt – zu

Ehren von Landgraf Ernst Heinrich

Ludwig Osterrath, der sich zeitlebens

für Bildung einsetzte.

Die Schülerzahlen wuchsen rasant,

und mit ihnen das Gebäude,

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Ein buntes Fest der

Gemeinschaft

Am Nachmittag stand die

gesamte Schule Kopf: Unter dem

Motto »Jahrmarkt der Ideen« verwandelte

sich das Gelände in einen

Ort voller Spiel, Kreativität

und Begegnung. Mit viel Liebe

zum Detail hatten die Schülerinnen

und Schüler gemeinsam mit

ihren Lehrkräften ein abwechslungsreiches

Programm auf die

Beine gestellt – von bunten Spielständen

über köstliche Leckereien

bis hin zu Mitmachaktionen

für Groß und Klein.

1 Bürgermeister Theo Mettenborg und Schulleiter Olaf Diekwisch eröffneten

gemeinsam den »Jahrmarkt der Ideen«.

30 Das Stadtgespräch


1 Viele Eltern und Angehörige feierten mit der Schule das 55-jährige Bestehen der ORS.

die Ausstattung und das Kollegium.

Mit neuen Fachräumen, einer

Aula, einer modernen Mensa und

einer lebendigen Ganztagsstruktur

entwickelte sich die ORS zu einer

Schule, die Tradition und Zukunft

verbindet.

Mehr als 5000 Jugendliche

haben hier inzwischen ihren Abschluss

erworben – viele mit dem

Sprung in die gymnasiale Oberstufe,

andere direkt in Ausbildung

oder Beruf, unterstützt durch enge

Kooperationen mit regionalen Unternehmen.

Jeder von ihnen ist ein

Teil der Geschichte dieser Schule,

die sich stets als Gemeinschaft

versteht.

Blick nach vorn

Heute ist die Osterrath-Realschule

eine vierzügige Schule im Herzen

von Rheda-Wiedenbrück – lebendig,

bunt und voller Zukunftspläne.

Noch vor 15 Jahren stand ihre Umwandlung

in eine Gesamtschule im

Raum, doch die ORS hat bewiesen,

wie wichtig und stark sie ist.

Das 55-jährige Jubiläum zeigt:

Diese Schule ist weit mehr als Unterrichtsräume

und Noten. Sie ist

ein Ort der Begegnung, der Freundschaften,

der Chancen – ein Stück

Heimat für Generationen.

Na dann – auf die nächsten 45

Jahre voller Leben, Lernen und Gemeinschaft!

Statements von zwei Personen,

die in einer besonderen

Weise mit der ORS

verbunden sind

Gudrun Bauer. 55 Jahre ORS... eigentlich

kann das doch gar nicht

sein... ich kann mich noch so gut

an unseren ersten Schultag in der

ORS erinnern, schließlich gehörte

ich zum 1. Jahrgang. Ausgelagert

wurden wir, erst nach Lintel und

dann nach St. Vit... das Gebäude

am Burgweg war noch im Bau. 2

Lehrer gab es zu Anfang, dann 4....

und natürlich nur 2 Klassen.

Ich war dabei, als die erste Ausgabe

der Schülerzeitung »Der Würfel«

auf Matritze getippt wurde und

dann mühsam per Hand kopiert.

Ich war dabei, als ein Ausflug zum

Hermannsdenkmal für uns noch

eine Tour in die weite Welt war...

Nach meiner eigenen Schulzeit

dort kam ich zurück zur ORS,

als ich meinen ältesten Sohn

dort anmeldete. Alexander war

das erste Kind einer ehemaligen

Schülerin, das auch diese Schule

besuchen sollte.

Jahrelang habe ich als

Schulpflegschaftsvorsitzende

begleitet, unterstützt... und,

als die Bedingungen der Realschulen

nicht an die Anforderungen

angepasst wurden,

sind wir auf die Straße gegan-

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1 Die frühere Schulpflegschaftsvorsitzende Gudrun Bauer, heute Mitglied im Rat und

stellvertretende Bürgermeisterin, sieht die ORS als etwas Besonderes an.

gen. Initiative Pro Realschule....

eine Großdemonstration in Gütersloh

mit ca. 2.500 Teilnehmern

aus dem ganzen Kreis. Der damaligen

Landrätin Frau Bolte wurden

ellenlange Unterschriftenlisten

übergeben... und Eltern- und

Schülerwille setzte sich durch.

Die Realschulen gewannen immer

mehr Zulauf.

Ein Förderverein wurde gegründet

und nach einiger Zeit

übernahm ich den Vorsitz... hatte

ihn auch noch, als meine beiden

Söhne längst aus der Schule entlassen

worden waren. Viele tolle

Begegnungen gab es in der Zeit...

mit Schülern, mit Eltern, mit Lehrern

und immer, wenn ich mit dem

Fahrrad zum Burgweg fuhr, hatte

ich dieses »meine-Schule«-Gefühl...

und das wurde wieder ganz

deutlich, als wir das 55. Jubiläum

feiern konnten.

Ich gratuliere allen, die unsere

Realschule genau wie ich als etwas

Besonderes sehen.

Ich wünsche allen Schülern,

die jetzt dort sind, eine gute und

erfolgreiche Schulzeit.

ich wünsche den Lehrkräften

die Fähigkeit, Schüler zu begeistern...

und selbst gut durchzuhalten,

wenn es mal schwierig wird.

Ich wünsche den Eltern das

gute Gefühl, mit der Wahl der

Schule für ihr Kind eine richtige

Entscheidung getroffen zu haben.

Herzlichen Glückwunsch,

liebe ORS!

Ralf Harz: Zum 55-jährigen Bestehen

der Osterrath-Realschule

(ORS) möchte ich von meiner Seite

recht herzlich gratulieren.

Als ehemaliger Schulpflegschaftsvorsitzender

der ORS durfte

ich zu herausfordernder Zeit an

der Spitze der Elternschaft stehen

und zum Erhalt dieser hervorragenden

Schule beitragen. Als es

um den Erhalt der ORS ging, haben

sich Schüler, Eltern, Lehrer

und viele Wirtschaftsunternehmen

zusammengetan, um die

Schule zu erhalten. Gemeinsame

Pläne wurden geschmiedet und

auf vielen Ebenen Kontakte geknüpft.

Bis heute werden gerne

Schüler/innen der ORS als Auszubildene

eingestellt. Kooperati-

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1 »Die Osterrath-Realschule hat einen festen Platz in Rheda-Wiedenbrück erworben«,

schreibt der ehemalige Schulpflegschaftsvorsitzende Ralf Harz, Mitglied im Rat.

Foto: Tobias Becker

32 Das Stadtgespräch


1 Die Besuchenden konnten bei den Schülerinnen und Schülern Jubiläumsbuttons

erstehen, auf dem Foto abgebildet sind: (v. l.) Nele, Fabienne Sophie und Malte-Luca.

1 (V. l.) Chrysoula, Ina Sümeyye und Dalia hatten ihre Mitschülerinnen und -schüler zu

einem Graffiti als Gästebuch eingeladen.

onen mit heimischen Unternehmen

zeugen von einer partnerschaftlichen

Zusammenarbeit.

Wir Eltern haben auch für eine

gute Zusammenarbeit mit der Industrie-

und Handelskammer gesorgt.

Weiterbildungen im Bereich

Deutsch, Mathematik, Englisch

und »Benimm ist in« waren Kurse,

die die Schülerinnen und Schüler

gern in ihrer Freizeit noch belegten

und von uns Eltern organisiert

wurden. Die Referenten stellte die

IHK. Das Hausmeisterehepaar

stand auch immer diesen Projekten

hilfreich zur Seite. Der Förderverein

unterstützte viele Maßnahmen

und ist ebenfalls ein fester

Bestandteil des Schullebens. Das

gute Miteinander der verschiedenen

Schulformen zeigt in unserer

Stadt, dass der Elternwille auf

Vielfalt in der Schullandschaft ein

nicht zu unterschätzender Faktor

ist. Die Osterrath-Realschule hat

sich in Rheda-Wiedenbrück mit

ihren Schwerpunkten u.a. mit den

MINT-Fächern, sozialen Projekten,

dem Ausprobieren von neuen Ideen

und dem familiären Charakter

einen festen Platz erworben. Der

kreisweite MINT-Tag in Gütersloh

überzeugt durch das Zusammenwirken

von Schüler/innen und

dem Lehrerkollegium mit großartigen

Experimenten.

Als ich bei den Feierlichkeiten

auf die Bilder des Lehrerkollegiums

geschaut habe, konnte ich

noch viele »alte« Bekannte sehen.

Das Team »Lehrer/innen« steht

für ein hohes Engagement, pädagogische

Fachkompetenz und

Menschlichkeit. Auch die immer

noch bestehende Verbundenheit

zum ehemaligen Rektor der

Schule, Detlef Flaschel, und das

jährliche Treffen beim Volkslauf

in St. Vit mit Teilen des Lehrerkollegiums

zeigt die enge Verbundenheit.

Eine Schule, die die Zeichen

der Zeit immer erkannt hat und

sich darauf eingelassen hat – unverzichtbar

für unsere Stadt.

In diesem Sinne, wünsche ich

nochmals alles Gute und auf einen

weiterhin regen Austausch.

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Ralf Harz, ehemaliger Schulpflegschaftsvorsitzender

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Das Stadtgespräch

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STARKE LOKALE GEMEINSCHAFT.

Seit März dieses Jahres stellen wir in unserem Stadtgespräch

mit dem Spezial Local Heroes in jeder Ausgabe ein

Unternehmen aus unserer Region vor. Warum? Weil es Zeit

ist, wieder näher zusammenzurücken. In einer Welt, die

immer schneller und digitaler wird, drohen die kleinen

Läden und Betriebe vor Ort in Vergessenheit zu geraten –

dabei sind sie das Herz einer Stadt.

Mit diesem Format möchten wir ein Zeichen

setzen: für mehr Miteinander, für eine starke

lokale Wirtschaft und für bewussten Konsum.

Wer lokal einkauft, investiert in seine Nachbarschaft

– in Vielfalt, Qualität und persönliche

Begegnungen.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere

Stadt lebendig bleibt.

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Weihnachten ist die Zeit der kleinen Aufmerksamkeiten,

liebevollen Gesten und des Miteinanders. Es ist

aber auch die Zeit, in der wir uns nach Ruhe, Wärme

und Momenten des Innehaltens sehnen. Statt Parfüm

oder Pralinen darf es in diesem Jahr gern etwas sein,

das von Herzen kommt – etwas, das wirklich gut tut.

Das Kosmetikstudio Schönplatz lädt dazu ein, Selfcare

zu verschenken – in Form eines Gutscheins, der

nicht nur Schönheit, sondern auch echte Entspannung

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zu gepflegten Händen und Nägeln – hier wird jeder

Besuch zu einer kleinen Auszeit vom Alltag.

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Zeit für sich als schönstes Geschenk.

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weckt – persönlich, liebevoll und voller Wertschätzung.

Ob für die beste Freundin, die Mutter, den Partner

oder einfach für sich selbst: Zeit für sich zu schenken

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1 Die Unterkunft am Eibenweg bietet Platz für 60 Personen.

Die Räumlichkeiten sind in kleinere Einheiten für

bis zu zwei oder bis zu fünf Personen unterteilt.

Zahl der neuen

Flüchtlinge halbiert

Dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen

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Am 8. September 2025 informierte die Stadt den Rat über die

aktuelle Situation der Flüchtlinge in Rheda-Wiedenbrück. Die

zuständigen Fachbereiche »Soziales und Bürgerservice« sowie

»Immobilienmanagement« teilten mit, dass seit Beginn des Jahres 2025

insgesamt 74 Personen mit ›Fluchtkontext‹ gekommen sind. Damit haben

sich die Zugänge im Vergleich zum Vorjahr etwa halbiert, schreibt

die Stadt in der Sitzungsvorlage für den Rat. Die Doppelstadt erfüllt

derzeit die Aufnahmequote zu 97 %, die Aufnahmeverpflichtung liegt

bei 895 Schutzsuchenden. »Gleichwohl bewegt sich die Zahl weiterhin

auf einem im längerfristigen Vergleich hohen Niveau. In den Jahren

2018 und 2019 – die als vergleichsweise ruhige Jahre gelten – lag die

durchschnittliche jährliche Aufnahme insgesamt bei rund 75 Personen.

Die Gründe für den Rückgang sind vielfältig, schreibt die zuständige

Beigeordnete Dr. Ina Epkenhans-Behr. Die Zahl der Asylerstanträge, insbesondere

aus Syrien ist rückläufig. Aber auch aus Afghanistan und der

Türkei kommen weniger Schutzsuchende. Zudem werden gegenwärtig

keine Schutzsuchenden aus der Ukraine nach NRW verteilt, da das Land

seine Aufnahmeverpflichtung bereits erfüllt hat.

Unterbringung

Vor dem Hintergrund der geringeren Zugangszahlen im Vergleich zum

Vorjahr und der gleichzeitig hohen Abgänge aus den städtischen Unterkünften

verzichtet die Verwaltung derzeit auf die ursprünglich vorgesehene

Errichtung von weiteren Unterkünften in mobiler Bauweise

»Im Mersch«, dem Standort, der von einer Mehrheit im Rat und der

Verwaltung bis zum Bürgerentscheid für die ZUE vorgesehen war.

Zu den Abgängen ist es erwähnenswert, dass seit Jahresbeginn 2025

über 200 Personen aus den städtischen Unterkünften ausziehen konnten.

Rund die Hälfte fand einen privaten Wohnraum in Rheda-Wiedenbrück.

Besonders Geflüchteten aus der Ukraine gelingt es vergleichsweise

gut, auf dem freien Wohnungsmarkt Fuß zu fassen. Einige Personen

sind zudem freiwillig in ihre Heimatländer zurückgekehrt.

60 % der städtischen Unterkünfte sind mit Personen belegt, die

grundsätzlich nicht mehr verpflichtet wären in einer städtischen Unterkunft

zu leben, aber bisher noch keine eigene Wohnung finden konnten.

Die Stadt bewirtschaftet für Menschen mit einem Fluchthintergrund

1000 Unterkunftsplätze in 49 angemieteten und 41 eigenen Objekten.

Aktuell sind die städtischen Unterkünfte mit rund 760 Personen belegt,

davon etwa 60 Personen, die zur Vermeidung von Obdachlosigkeit untergebracht

wurden. Somit stehen derzeit rund 200 Plätze zur Verfügung.

Mit der Inbetriebnahme der Unterkunft am Eibenweg kommen weitere

36 Das Stadtgespräch


60 Plätze hinzu. Hier sollen insbesondere Geflüchtete einziehen, die

sich in Ausbildung, Sprachkursen etc. befinden und derzeit in großen

Gemeinschaftsunterkünften ohne jegliche Privatsphäre wohnen.

Es werden zudem von der Verwaltung auch Anstrengungen unternommen,

bestehende städtische Mietverhältnisse – sofern eine Bleibeperspektive

der Betroffenen erkennbar ist und diese sich in ihrer

bisherigen Wohnsituation bewährt haben – in private Mietverhältnisse

zu überführen.

Weitere 500 Personen, die im Fluchtkontext nach Rheda-Wiedenbrück

gekommen sind, wohnen mittlerweile in privatem Wohnraum.

Insgesamt halten sich somit derzeit rund 1300 Geflüchtete in der Stadt

auf, so die Stadtverwaltung.

Rückbau von Holzständerbauten

Unter wirtschaftlichen und technischen Gesichtspunkten erscheint die

Aufgabe der drei 2015 errichteten Holzständerbauten »Am Lattenbusch«,

»Südring“ und »Lümernweg« mit insgesamt 180 Plätzen zugunsten eines

Ersatzneubaus als sinnvollere Option, als die in den nächsten zwei Jahre

anstehende Erneuerung der Dächer und Sanierung der Böden der Sanitärräume.

Die Zahl der Plätze in diesen Holständerbauten sinkt damit

sukzessive.

Mit Blick auf den bevorstehenden kompletten Rückbau der drei Holzständerbauten

innerhalb der nächsten zwei Jahre prüft die Verwaltung

daher die Errichtung neuer Unterkünfte in massiver Bauweise. Als möglicher

Standort kommt insbesondere das Gelände eines der bisherigen

Holzständerbauten am Südring in Betracht. Ob weitere Bauten notwendig

werden, ist mit Blick auf die jeweiligen aktuellen Zu- und Abgänge

fortlaufend neu zu bewerten.

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Massiver Neubau mit Nachnutzungspotenzial

Dr. Epkenhans-Behr kündigte an, dass die Verwaltung in der Dezember-Ratssitzung

das Thema der massiven Bauweise zur Abstimmung

stellen werde. Simon Gerhard (FDP) machte deutlich, dass in massiver

Bauweise errichtete Unterkünfte mit Nachnutzungspotential so konzipiert

werden sollten, dass sie später als kleine Wohnungen genutzt werden

könnten. Ebenfalls Dirk Kursim (SPD) hielt den Aspekt der Nachnutzung

für wichtig. Volker Brüggenjürgen (Bündnisgrüne) sprach sich für die massive

Bauweise aus. Er hob aber hervor, dass es durchaus sein könne, dass

später auf den Standort »Im Mersch« für die Errichtung einer dezentralen

Unterkunft zurückgegriffen werden müsse. Georg Effertz (CDU) erinnerte

daran, dass man bei der Errichtung der Holzständerbauten bewusst auf

hochwertige Holzbauten verzichtet habe, weil der Bau schnell von statten

gehen sollte. Günter Arlt (Die Linke) wies darauf hin, dass Holz stän derbauten

nicht per se eine kurze Lebensdauer haben.

Kem

1 Abgängiger Holzständerbau am Südring

Das Stadtgespräch

37


1 In der Altersklasse U14 gewann Silas Forthaus in Limburg. Im Deutschen Schüler

Cup landete er auf Platz 2.

Silas Forthaus und

Ole Kölling ganz vorn

Deutscher Schüler Cup 2026 im Kanu-Freestyle

sowie Finale beim 10. Mühlenrodeo

Die jüngsten deutschen Kanu-Freestyler ermittelten auch in diesem

Jahr in 4 Läufen die Schüler-Cup-Sieger in den Altersklassen U10,

U12 und U14. Nach Läufen in den Hallenbädern von Wiedenbrück

und Untertürkheim, folgte der Lauf in der Ruhrwalze in Neheim-Hüsten

und schließlich als Höhepunkt das Finale beim Mühlenrodeo in Limburg

an der Lahn.

Auch die Kanu-Freestyler vom Kanu-Club Wiedenbrück-Rheda (KCWD)

reisten an die Lahn, wo der KC Limburg inzwischen schon zum 10. Mal

diesen speziell auf den Kanu-Nachwuchs zugeschnittenen Wettkampf

ausrichteten. Aber nicht nur die Youngsters aus der gesamten Republik,

sondern auch jugendliche und erwachsene Kanu-Akrobaten, unter ihnen

eine Reihe von Nationalteammitgliedern, zeigten in der Welle an der Obermühle

ihr Können. Sehr gerne kehren »die Großen« an den Freestylespot

direkt unter dem Limburger Dom zurück, wo viele von ihnen als Kind ihr

erstes Rodeo gepaddelt sind und ihre Freestyle-Karriere begonnen haben.

Um die Kinder zu motivieren und die besondere Atmosphäre beim Mühlenrodeo

zu genießen, kommen sie aus der der gesamten Republik von

Bremen bis nach Freiburg nach Limburg und bringen die Nachwuchstalente

aus ihren Vereinen mit.

1 Malte Gersting erpaddelte in der Altersklasse U14 auf der Lahn Platz 5.

Bei den Jüngsten sollte es wieder einmal besonders spannend werden.

Wer hat die Nase vorn im Auswertemodus »3 Best of 4«? Bei den Jungen U10

setzte sich Levin Dimke aus Freiburg mit der Maximalpunktzahl von 300

souverän an die Spitze vor Ede Kölling aus Wiedenbrück und Anton Dietz

aus Limburg. Ganz knapp ging das Rennen bei den Mädchen U10 aus. Mit

jeweils 295 Punkten aus jeweils 2 Siegen und einem Platz 2 gab es einen

Gleichstand bei Maja Hessel (KC Rheintreue Homberg) und Bea Kölling

(KCWD). Aufgrund ihres Finalsiegs beim Mühlenrodeo ging der deutsche

Schüler Cup 2025 dann an die Duisburgerin. Ole Kölling aus Wiedenbrück

konnte nach dem Sieg in der U10-Klasse im letzten Jahr auch dieses Jahr

in der Altersklasse U12 den deutschen Schüler-Pokal nach Nordrhein-Westfalen

holen. Jeweils nach Baden-Württemberg gingen die Pokale bei den

Mädchen U12 und U14. Lina-Eickhoff (KC Marbach) und Marla Wilhelm (KC

Mühlacker) setzten sich hier an die Spitze. Das größte Feld trat bei den

Jungen U14 an, unter ihnen Paul Bultschnieder, Malte Gersting und Silas

Forthaus. Das Finale des Mühlenrodeos, für das sich gleich 5 Jungen qualifizierten

entschied dann Silas Forthaus (KCWD) mit 183,3 Punkten vor dem

Duisburger Niklas Lohmann mit 159,69 Punkten und Max Sommer, der 143,3

Punkte erzielte. Malte Gersting landete auf Platz 5 und Paul Bultschnieder

auf Platz 8. In der Gesamtauswertung aus 4 Läufen des deutschen Schüler

Cups musste sich Silas Forthaus wie im vergangenen Jahr dem Duisburger

Niklas Lohmann geschlagen geben.

In der Damenklasse lag Nele Barwich (KCWD) vor Naya Daruwala (KCZ

Köln) und Stefanie Schmollack aus Limburg. Bei den Junioren U18 ging

der Sieg an den deutschen Meister Justin Niermeier vom KCWD. Platz 2

bei den Masters Ü40 ging hinter Thomas Dimke aus Freiburg an den Wiedenbrücker

Stefan Barwich.

kcwd.de/blog/muhlenrodeo-limburg-finale-deutscher-schuler-cup-2025

1 Ole Kölling holte sich in der Altersklasse

U12 Platz 1 im Deutschen Schüler Cup.

1 Die U14-Jungen beim Mühlenrodeo 1 U10: Platz 2: Bea Kölling, Platz 1: Maja

Hessel, Platz 3: Annabelle Gayda

Fotos: Andreas Lohmann, Nele Barwich, Freddy Blawid, Stefan Barwich

38 Das Stadtgespräch


1 Die teilnehmenden U14-Jährigen beim EMS-Cup 2025 Foto: WTV

Aufbruch mit

frischem Teamgeist

Neuer Vorstand beim

Wiedenbrücker Turnverein e. V.

Es läuft wie geschmiert«, berichtete Vorstand Daniel Berger vom

Wiedenbrücker Turnverein e. V. beim Rundgang durch die Büroräume

des Vereins an der Bergstraße 8. Mit ihm hatte auf der

Mitgliederversammlung Anfang April 2025 eine neue Generation als

Geschäftsführender Vorstand die Führung übernommen. Er kommt aus

der Rugby-Abteilung. Als weiteren Vorstand hatte die sehr gut besuchte

Versammlung in der Stadthalle Natascha Westernströer aus den Reihen

der Handballer gewählt. Eine Ressortleitersitzung des Vereins entschied

sich zudem zeitnah für die »Ruggerin« Teresa Winkler als dritten Vorstand,

als bekannt wurde, dass sie bereit ist, für den WTV Verantwortung

zu übernehmen.

Der Verein zählt über 2000 Mitglieder. Sie sind in den 16 Abteilungen

des Vereins aktiv. Dazu kommt ein großer Bereich an Sportkursen und ein

breites Spektrum an unterschiedlichen REHA-Sportgruppen. Ebenfalls die

Ressorts des Vereins seien sehr gut besetzt, freute sich Berger. Generell

seien alle Mitarbeitenden hoch motiviert. Die Stimmung sei ausgesprochen

sehr gut. Die neuen Ressortleitenden haben sich gut und selber in

die von ihnen übernommenen Geschäftsbereiche eingearbeitet, berichtete

er: »Wir sind froh, dass wir den Stand erreicht haben, den wir haben«.

Die Kernaufgabe »Verwaltung« nimmt jetzt Rugbyspieler Thomas

Bönhoff wahr, nachdem die Mitgliederversammlung dem langjährigen

Verwaltungsleiter Rainer Andruhn nicht die notwendige Mehrheit für die

Weiterführung dieses Amtes übertragen hatte. Der neue Vorstand strich

ebenfalls die von Andruhn noch ausgeübte bezahlte Tätigkeit für Verwaltungsangelegenheiten.

Bönhoff bearbeitet das Pensum ehrenamtlich

mit weiteren Helfenden. Dem neuen Vorstand gelingt es damit zugleich,

seinem Credo gerecht zu werden, unnötige Kosten einzusparen.

Auch für den sehr wichtigen Geschäftsbereich der Finanzen fand

sich eine personelle Lösung. Nachdem die bisherige Schatzmeisterin

Margret Wüller auf der MGV nach dem Kassenbericht erklärt hatte,

dass sie nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung stände, votierten q

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Das Stadtgespräch

39


Fotos: WTV

1 Teilnehmende am Horst Lück-Turnier 2025

die Anwesenden für Michael Pilzecker, Trainer der 1. Herrenhandballmannschaft,

als ihren Nachfolger. Aus beruflichen Gründen war es ihm

nicht möglich, das Kassenressort dauerhaft zu übernehmen. Es fand sich

spontan eine Lösung: Die »Ruggerin« Judith Rottkemper übernahm im

»offenen Austausch« die Vereinskasse.

Das Ressort »Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Digitalisierung«

führt Berger als Vorstandsmitglied sowie das neue Ressort »Sozialwart«

die Vorständin Westernströer. Klaus Niewöhner betreut das Segment

»Sportbetrieb«. Als Jugendwart fungiert jetzt der Handballspieler Lukas

Brünjes. Er folgte auf Marc Bombeck, der aufgrund von beruflichen und

privaten Veränderungen nicht mehr zur Wahl zur Verfügung stand.

Jetzt gelte es, die Zuständigkeiten der einzelnen Ressorts klar voneinander

abzugrenzen, um »zu sehen, was dazu gehört und was nicht«.

Das erleichtere Urlaubs- und Krankenvertretungen und mache die Einarbeitung

von Neuen einfacher, so der Vorsitzende.

Wir können jetzt gleichfalls »die Dinge des Vereins« vorantreiben,

drückte Berger seine Freude über den gelungenen »turn-around« aus.

Das beginne mit der Forcierung der Digitalisierung. Mit der Verschlankung

der Verwaltungsabläufe und Digitalisierung der Buchungsvorgänge

einher geht die Einsparung immenser Kosten. Die anfallenden Arbeiten

werden ehrenamtlich übernommen.

Im Sportbetrieb knüpft das neue Leitungsteam an die beliebte Tradition

des Sporttages für Familien an. Nachdem diese Veranstaltung

schon viele Jahre lang nicht mehr stattgefunden hat, lädt der WTV zu

diesem Event erstmals unter dem Motto »Erlebnistag des Sports« am

Sonntag, dem 9.11. ab Uhr 14.00–17.30 Uhr dazu in die große Burghalle

ein. Ebenfalls auf dem Bürger- und Vereinemarkt am 27.10. wird der WTV

sich mit eigenem Stand präsentieren.

Der bisherige Vorstand plante laut der Einladung zu der Mitgliederversammlung

einen Sportmanager für die Geschäftsführung einzustellen.

Zu dem Zeitpunkt hatte sich »kein ehrenamtlicher Mitstreiter bzw.

eine Mitstreiterin gefunden«. Es »musste also eine bezahlbare Lösung«

gesucht werden.

Zudem plante der frühere Vorstand die weitere Betreuung eines neuen

Internetsauftritts und Digitalisierung durch professionelle Hände.

Für die Umsetzung dieser Maßnahmen war »eine Beitragsanpassung

zwingend notwendig«, ging aus der Einladung für die Mitgliederversammlung

hervor. Darüber hinaus sah der alte Vorstand eine

Satzungsänderung dahingehend vor, dass der geschäftsführende Vorstand

aus mindestens einer Person, maximal drei Personen besteht

und die Vorstandsmitglieder einzeln vertretungsberechtigt sind. Die

Versammlung war nicht bereit, die vom alten Vorstand aufgezeigten

Wege zu unterstützen.

Ludger Daut, Abteilungsleiter Aikido, sprach der Mehrheit aus dem

Herzen, als er forderte: »Wir wollen den WTV erhalten. Wir brauchen

Zusammengehörigkeit«. Die 138-jährige Geschichte dürfe nicht zu Ende

gehen. Er warnte vor der Aufteilung des Vereins in Einzelvereine, beschrieb

er das Menetekel. Er drückte dem Beifall der Anwesenden seine

Genugtuung über die auf der Versammlung in Erscheinung getretenen

»neuen Gesichter« aus, »die wir vorher nicht hatten«.

Bürgermeister Theo Mettenborg, der sicher durch die Krisensitzung

geführt hatte, resümierte: »Der WTV ist ein toller Verein. Er ist

ein Markenzeichen in und für unsere Stadt Rheda-Wiedenbrück. Sie

braucht tolle Vereine. Ich bin froh, dass sich Menschen ehrenamtlich

in die Arbeit des Vereins einbringen«. Dem neuen Vorstand wünschte

er viel Erfolg.

Kem

1 Das Horst Lück-Turnier aus der Drohnenperspektive 1 Die neuen Ressortleitenden: (v. l.) Thomas Bönhoff (Verwaltung), Carola Oeverhaus

(Kurse), Klaus Niewöhner (Sportbetrieb), Judith Rottkemper (Finanzen), Lukas

Brünjes (Jugend), Teresa Winkler (geschäftsf. Vorstand), Daniel Berger (Marketing /

geschäftsf. Vorstand), Natascha Westernströer (Soziales / geschäftsf. Vorstand)

40 Das Stadtgespräch


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Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light-duty vehicles Test Procedures) ermittelt. Die

Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen

den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zu den Verbrauchswerten und Energiekosten finden Sie unter www.ford.de/energie. **Gemäß

Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure (WLTP) ist bei voll aufgeladener Batterie eine Reichweite bis zur genannten, zertifizierten elektrischen

Reichweite – je nach vorhandener Serien- und Batterie-Konfiguration – möglich. Die tatsächliche Reichweite kann aufgrund unterschiedlicher Faktoren

(z. B. Wetterbedingungen, Fahrverhalten, Streckenprofil, Fahrzeugzustand, Alter, Zustand und Temperatur der Lithium-Ionen-Batterie) variieren. ¹Ein

km-Leasing-Angebot für Privatkunden der Ford Bank GmbH, Henry-Ford-Str. 1, 50735 Köln. Das Angebot gilt für noch nicht zugelassene, berechtigte Ford

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aus Leasing-Sonderzahlung und mtl. Leasingraten. Zzgl. Überführungskosten 1.030,– € sowie bei Vertragsablauf ggf. Mehr- oder Minderkilometer sowie

ggf. Ausgleichsbeträge für etwaigen übermäßigen Fzg.-Verschleiß; Mehrkilometer 0,088 €/km, Minderkilometer 0,053 €/km (5.000 Mehr- oder Minderkilometer

bleiben berechnungsfrei). Im Angebot sind alle verfügbaren Aktionen bereits berücksichtigt. Details erfahren Sie bei

Das Stadtgespräch

41

uns.


Wir stehen

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im Trauerfall

persönlich

zur Seite

Auf der Schulenburg 43a | 33378 Rheda-Wiedenbrück

Fon 05242/44375 | bestattungen-detemple.de

Standesamtliche

Nachrichten

Vom 1.9.2025 – 30.9.2025

Standesamtsbezirk Rheda-Wiedenbrück

In dem angegebenen Zeitraum wurden insgesamt 29 Ehen geschlossen,

keine Geburt und 30 Sterbefälle beurkundet. Nachfolgend sind nur die

Personenstandsfälle aufgeführt, zu denen die Beteiligten ihr Einverständnis

gegeben haben:

Eheschließungen: Julia Schäpers und Dominik Kuschel | Simone Brandenburger

und Jörg Buschmeier | Christine Meier, geb. Hensel und Carsten

Harald Elbeshausen | Sofiia Evgen’evna Mikhailova und Alexander

Hinz | Melanie Kotulla und Marvin Bleck | Elisabeta-Cristina Spătar und

Jan von Prondczinski | Lidiya Andeeva Sasheva und Ibrahim Ortak | Tanja

Sänger und Ralf Brinkerink | Laura Bultmann und Dominik Rott | Frauke

Weddeling und Achim Matthias Reichel | Kim-Kathrin Schulz und Sascha

Reich | Vivien Kneisel und Ulf Bremhorst | Jana Swiridow und Daniel

Sperling | Margherita Venezia und Reinhard Johannhardt

Sterbefälle: Elisabeth Maria Michalsky, geb. Lakeband | Nadine Bartling |

Birgit Schmalhorst, geb. Schalück | Katharina Hengst, geb. Linnemannstöns

| Erich Westerwalbesloh | Christa Regina Elisabeth Geisthor, geb.

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42 Das Stadtgespräch


BFH stärkt Nachfolgeplanung:

Steuerbegünstigungen

bleiben

trotz Widerruf bestehen

In vielen Schenkungsverträgen,

insbesondere im Rahmen der

Unternehmensnachfolge, gehören

Widerrufsvorbehalte zum

Standard. Sie ermöglichen es dem

Schenker, eine bereits vollzogene

Schenkung unter bestimmten

Voraussetzungen rückgängig zu

machen. Solche Klauseln sind

besonders bei der vorweggenommenen

Erbfolge üblich. Sie geben

dem Schenker Sicherheit, wenn

dem Beschenkten Insolvenz oder

1 Anna-Lena Wenning

familiärer Streit droht. Macht der

Schenker von seinem Widerrufsrecht Gebrauch, kam es häufig zu der

Frage, ob die steuerlichen Begünstigungen für Betriebsvermögen nach

§§ 13a, 13b ErbStG rückwirkend verloren gehen.

Der Bundesfinanzhof hat mit aktuellem Urteil aus März 2025 nun

Klarheit geschaffen. Auch wenn der Schenker von seinem Widerrufsrecht

Gebrauch macht und die Schenkung rückgängig gemacht wird, bleibt der

ursprüngliche Erwerb steuerlich weiter bestehen. Der Zeitraum, in dem

der Beschenkte Nutzungen aus dem Vermögen gezogen hat, ist dabei zu

berücksichtigen. Der Beschenkte wird in dieser Zeit wie ein Nießbraucher

behandelt. Das Finanzamt erstattet die Schenkungssteuer nicht vollständig

zurück, weil der Beschenkte wirtschaftlich bereits von der Schenkung

profitiert hat. Anders als es die Finanzverwaltung jedoch bislang

vertreten hat, bleiben die Steuerbegünstigungen für Betriebsvermögen

nach §§ 13a, 13b ErbStG auch für den Nießbrauch bestehen. Zwischenzeitlich

erzielte Gewinne des Beschenkten bleiben damit verschont, auch

wenn der Betrieb zurückübertragen werden muss. Voraussetzung für

die Inanspruchnahme der Steuerbegünstigungen ist jedoch, dass der

Beschenkte tatsächlich Mitunternehmer war, also Mitunternehmerrisiko

getragen und Mitunternehmerinitiative gezeigt hat. In der Praxis muss

also genau diese Mitunternehmerschaft sauber dokumentiert werden,

damit es nicht zum Verlust dieser Steuerbegünstigungen kommt.

Noch offen ist aber, wie das Urteil bei Kapitalgesellschaften wirkt.

Hier reicht laut Gesetz ein bloßer Nießbrauch an einem GmbH-Anteil

nicht aus. Es wird eine unmittelbare Beteiligung daran verlangt. Ob der

Bundesfinanzhof seine Rechtsprechung auch auf solche Fälle überträgt,

ist abzuwarten.

Aber schon jetzt stärkt dieses Urteil die Rechtssicherheit in der

Nachfolgeplanung. Widerrufsrechte sind demnach kein steuerliches

Risiko mehr, sondern geben dem Schenker die nötige Sicherheit bei der

Gestaltung seiner Unternehmensnachfolge.

Anna-Lena Wenning

Die Autorin ist Steuerberaterin in der Kanzlei Wortmann & Partner

PartGmbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Rheda-Wiedenbrück

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Anschrift für Redaktion und Verlag:

Nickelstr. 7a, 33378 Rheda­Wiedenbrück · Tel. 05242 / 40810

info@meverlag.de · www.das­stadtgespraech.de

Titelbild: Hendrik Plümer / Instagram: henno_on_tour

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43


Buchtis

Charlotte von Feyerabend

»Liebesrausch«

Seit Mitte der 1980er Jahre ist »Das Delta

der Venus« auch in Deutschland bekannt.

Mindestens unter Studenten musste man

das Buch einfach haben. Mehr noch unter

Studentinnen, denn Anaïs Nin stand

auch für die weibliche Sicht auf Erotik. Es

hatte für die erotischen Geschichten aber

auch eine überzeugende Werbekampagne

gegeben, denn in Deutschland wurde

das Buch 1983 mit weiteren als pornographisch und jugendgefährdend

angesehenen Buchtiteln beschlagnahmt. Die Autorin hatte das Werk kurz

vor ihrem Tod 1977, fast 40 Jahre nach dem Entstehen der Geschichten,

zur Veröffentlichung freigegeben. Heute ist die Aufregung über die Geschichten

kaum noch nachzuvollziehen, zumal sich Nin an die Vorgabe

des Auftraggebers und Finanziers, sie solle sich auf den Sex konzentrieren

und alles Poetische weglassen, nie gehalten hat. Interessant ist heute eher,

über das Leben der Schriftstellerin Anaïs Nin zu erfahren, die heute als eine

Vorreiterin der sexuellen Befreiung und der modernen Genderfrage gilt. Mit

»Liebesrausch« legt Charlotte von Feyerabend die Roman-Biografie über das

ungezügelte und skandalumwitterte Liebesleben der Schriftstellerin vor.

Charlotte von Feyerabend ist übrigens eine Wahl-Bielefelderin. Die Badenerin

studierte nach einer Hotelfachausbildung zunächst Freizeitpädagogik

mit Kulturarbeit, dann Literaturwissenschaft, Medienpädagogik und

Texttechnologie. Sechs Jahre lebte die Autorin in Oslo, arbeitete als Erzieherin

und veröffentlichte ihr erstes Buch und erstes Spiel. Im Anschluss

lebte sie fünf Jahre in Berlin, arbeitete mit dem Goethe-Institut Oslo an

Projekten mit deutschsprachigen Schulklassen und als Schreibdozentin

an einer Berliner Schreibschule. Nach zwei Jahren in Schweden wohnt sie

nunmehr mit ihrem Mann, drei Kindern, Zwergkaninchen und einer norwegischen

Waldkatze bei uns in Ostwestfalen.

Ihr Roman beginnt im Paris des Jahres 1931. Als Anaïs Nin den zwölf

Jahre älteren Henry Miller trifft, springt sofort der Funke über, denn beide

inspirieren sich nicht nur literarisch. Zwischen ihnen entfacht sich auch

ein erotisches Feuer, das die sexuell unerfahrene Anaïs bis zu diesem Zeitpunkt

nicht kannte. Das Leben mit allen Sinnen zu fassen, alle Schranken

zu sprengen und dafür die perfekten Worte zu finden, das streben beide

an – koste, was es wolle. Sie tanzen auf rauschenden Festen und lassen

ihrer Fantasie freien Lauf.

Doch während sich Henry voll und ganz den Exzessen hingibt, führt

Anaïs auch eine konventionelle Ehe mit Hugo, der sie über alles liebt und

als Banker finanziell für sie und ihre Künstlerfreunde sorgt. Den emotionalen

Spagat zwischen Hemmungslosigkeit und Konventionen kann Anaïs

nur in ihren berühmt-berüchtigten Tagebüchern verarbeiten: Gehören Erotik

und Sinnlichkeit in den Mittelpunkt des Lebens? Und darf man dafür

die Menschen belügen, die einen lieben? Erschienen ist der Roman, der

durchaus Fragen aufwirft, die heute so relevant sind wie im Paris vor dem

Weltkrieg, bei Droemer, Paperback, 334 Seiten, 19 Euro.

Guido Barbujani »Wer wir waren«

Meistens bringt man ja Spannung mit Krimis in Verbindung. Je mehr Geheimnisse,

die dann am Ende gelüftet werden, desto besser. Wenn dann

noch Aha-Effekte dazu kommen, ist die Spannung perfekt. In dem Sachbuch

»Wer wir waren« wimmelt es nur so von Aha-Effekten, jedenfalls für

Normalleser, deren Spezialgebiet nicht die Menschheitsgeschichte ist. Die

werden das Buch wie ich ausgesprochen

spannend finden.

Über die evolutionäre Reise der

Menschheit ist dabei schon viel geschrieben

worden, leider oft auf eine

recht dröge Weise. Der italienische Genetiker

Guido Barbujani ist allerdings

ein guter Erzähler, der tief hineinblickt

in den Alltag unserer Vorfahren. Anhand

von fünfzehn lebensechten Rekonstruktionen

von Steinzeitmenschen entführt

er uns in die Welt der verschiedenen Stadien

der Menschheitsentwicklung, ange-

fangen bei Lucy, die vor mehr als drei Millionen Jahren lebte. Er berichtet

auch vom Homo erectus, der als Erster das Feuer zu beherrschen wusste.

Wir tauchen ein in das Leben der kleinen Hominiden der Insel Flores in

Indonesien, die später als »Hobbits« bezeichnet wurden. Auch begleiten

wir einen Neandertaler bei der Großwildjagd und staunen über die einzigartige

und vielfältige Ausrüstung, die sich in Ötzis Gürteltasche fand.

Auf der Grundlage von fossilen Funden, jahrtausendealten Gebrauchsgegenständen

und Genom-Analysen, die heutzutage sogar an 100.000 Jahre

alten Funden erfolgreich durchgeführt werden können, gewährt Barbujani

vollkommen neue Einblicke in die Lebensweisen dieser frühen Menschen

und führt uns zugleich vor Augen, was uns zu dem gemacht hat, was wir

heute sind. Auch die Erkenntnisse der Fachleute für Rekonstruktion nutzt

Barbujani, und so blicken uns auf den bildlichen Porträts 15 Menschen

entgegen, die erstaunlich heutig wirken.

Der 1955 geborenen renommierten italienischen Populationsgenetiker

und Evolutionsbiologen Guido Barbujani hat für die State University of New

York sowie Universitäten in Padua und Bologna gearbeitet und lehrt seit 1996

an der Universität von Ferrara. Mit seinem neuesten Sachbuch ist ihm gelungen,

nicht nur die rein biologischen Fakten zu erläutern, er macht vielmehr

auch klar, welche Rolle etwa die Migration in der Menschheitsgeschichte

spielt. Auch wird dem Leser nochmals verdeutlicht, welch ein gefährlicher

Blödsinn der Rassenwahn ist. Auf Deutsch erschien von ihm bislang »Die Erfindung

der Rassen. Wissenschaft gegen Rassismus« (2021). »Wer wir waren«

ist bei der Deutschen Verlags-Anstalt, DVA, erschienen, Hardcover, umfasst

253 Seiten und 15 beeindruckende Porträtbilder. Kostenpunkt 28 Euro.

David Lagercrantz »Das Zeichen des Fremden«

Der studierte Journalist und Polizeireporter David Lagercrantz machte

international zuerst 1997 als Autor mit dem Bestseller »Allein auf dem

Everest« auf sich aufmerksam. Sein Bericht über den schwedischen Extrembergsteiger

Göran Kropp, der im Mai 1996 nur wenige Tage nach der

bisher größten Katastrophe am Mount Everest den Gipfel ohne die Hilfe

von Sherpas und ohne Sauerstoff erklomm, machte Furore. Auch sein »Ich

bin Zlatan: Meine Geschichte«, eine Biographie über den ebenso erfolgreichen

wie umstrittenen schwedischen Fußballstar Zlatan Ibrahimović,

wurde 2013 zum Bestseller. Zumindest in Deutschland wurde Lagercrantz

jedoch dafür bekannt, dass er die Millennium-Romane des viel zu früh

verstorbenen Stieg Larsson auf Wunsch von Verlag und Familie in drei

Bänden von 2015 bis 2019 erfolgreich fortsetzte.

Eine eigene Reihe schuf Lagercrantz 2021 mit dem genialen Ermittler-Duo

Rekke und Vargas. Der renommierte Psychologe Hans Rekke und die

Polizeibeamtin Micaela Vargas haben einige Fälle gemeinsam gelöst. Die

beiden wohnen seit vier Jahren in scheinbarer Harmonie zusammen. Doch

nun kämpft der Psychologe mit seinem eigenen psychischen Zustand,

und Vargas hat Geheimnisse vor ihm, die ausgesprochen gefährlich für die

44 Das Stadtgespräch


nicht klar definierte Beziehung der beiden

sind. Ehe sie sich ihren Problemen stellen

können, taucht unerwartet ein spanischer

Polizeikollege bei Rekke zu Besuch auf.

Hier muss ich leider anmerken, dass es

vermutlich ein Übertragungsfehler ist,

dass Señor Corales als »Polizeimeister«

eingeführt wird. Das ist im deutschen

System der niedrigste Dienstgrad der

niedrigsten Laufbahn, aber Corales war

schon vor zwanzig Jahren Polizist in Führungsposition

im spanischen Santander

und als solcher jemand, der Zugang zu

sämtlichen Fallakten hatte und hat.

Jedenfall ist Corales, der gerade an einer internationalen Konferenz in

Stockholm teilnimmt, überzeugt, einem Serienmörder auf der Spur zu sein.

Ein seit 1988 ungelöster Mord an einer Studentin weist erschreckende Parallelen

zu anderen Fällen im Norden Europas auf: Die Körper der Opfer sind

mit Zeichen versehen, die anscheinend eine Reihenfolge ergeben. Ansonsten

tappen die spanischen Polizisten im Dunklen, denn nicht einmal die

Personen, die zumindest als Zeugen fungieren könnten, sind identifiziert.

Dabei hat sich der eine der beiden jungen Männer, die am Tag des Mordes

nachweislich Kontakt zum Opfer hatten, als blonder Schwede mit überbordendem

Zitatenschatz alles andere als unauffällig benommen. Und auch

sein stiller Kumpel verhielt sich seltsam. Zunächst widerwillig nehmen

Rekke und Vargas dann doch die Ermittlungen auf, denn die Spur führt in

die Literaturszene Stockholms und damit auch in die High Society, wo tiefe

Abgründe und Lügen auf das ungleiche Ermittlerpaar warten. Als kleines

Extra ist auch noch das poetische Rätsel zu lösen, welche Rolle Leonard

Cohens »Take This Waltz« spielt, dass auf García Lorcas Gedicht »Pequeño

Vals Vienés« zurückgeht. Der klassisch schwedische Qualitäts-Thriller ist

als Hardcover bei Heyne erschienen, 415 Seiten, 24 Euro.

Francesca Segal »Entscheidungen auf Tuga«

Francesca Segal wurde auf ihren Arbeitsprozess beim Verfassen ihres

Romans »Willkommen auf Tuga« angesprochen. Da es sich bei Tuga um

eine fiktive Welt handele, müsse sie ja nicht so sehr darauf achten, dass

die Details passen. Dem widersprach die

1980 geborene Tochter von Erich Segal,

dem Autor von »Love Story«, der eigentlich

Professor für griechische und lateinische

Literatur war. Francesca Segal hat

genau angegeben, wo die Insel liegt und

daher sah sie sich in der Pflicht, die Details

stimmig zu präsentieren. So haben

ihr Experten für einsam gelegene Inseln

im südlichen Atlantik versichert, dass es

dort ihre geliebten Amphibien auf gar

keinen Fall geben könne. Wie sollten die

über tausende Kilometer Meer gekom-

men sein? Statt Fröschen könnten dort höchstens Geckos heimisch sein,

und natürlich Schildkröten, ohne die die Story nicht funktionieren würde.

Das ist nur eines der vielen Details, die es der Autorin leichter macht, die

Leserschaft in Tugas Welt einzutauchen zu lassen.

Im zweiten Teil der Tuga-Trilogie entwickelt sich das Geschehen anders

als erwartet. Die Engländerin Charlotte hatte ein Stipendium für ein

Jahr Forschung über eine spezielle Schildkröte bekommen und hatte ein

persönliches Interesse daran, auf Tuga zu erfahren, wer ihr Vater ist. Trotz

der unerwarteten Offenbarung, wer Charlottes Vater ist, und trotz seines

feindseligen Verhaltens ihr gegenüber, hat Charlotte ihren Aufenthalt auf

der Insel Tuga verlängert. Sie hat die wunderschöne Landschaft lieben

gelernt, hat die Inselbewohner in ihr Herz geschlossen, und ihre Beziehung

mit Levi macht sie glücklich. Charlotte fungiert dort zwar als Tierärztin

wider Willen, doch genießt sie die Freiheit, die die Insel im Gegensatz zu

ihrem kontrollierten Leben in Londoner Uni-Kreisen bietet.

Doch London holt Charlotte wieder ein – in Form ihrer Mutter, Lucinda

Compton-Neville. Als die Anwältin erfährt, dass ihre Tochter länger, als

das einjährige Stipendium es vorsah, auf der einsamen Insel bleiben will,

beschließt sie, Charlotte wieder auf Kurs zu bringen und in ihr echtes Leben

zurückzuholen. So wird »Entscheidungen auf Tuga« ein Roman über Mütter

und Töchter, über die Liebe und über das Festhalten und Loslassen. Segal,

die mit Mann und drei Kindern in London lebt, beobachtet das Menschlich-allzu-Menschliche

sehr präzise und stellt es mit viel Wärme und Humor

dar. Erschienen als Hardcover bei Kein & Aber, 415 Seiten, 25 Euro.

25 Jahre –

Die Li(e)derlichen Brüder

Was geschieht, wenn im Jahre 2000 zur ersten schwarzblauen

Nacht zwölf ältere Fußballer auf der Bühne stehen und Musik

machen? Es entsteht daraus eine neue Formation »Die

Li(e)derlichen Brüder«. Die Besetzungen haben sich über die 25 Jahre

ab und an verändert, die Lieder nicht. Die Li(e)derlichen Brüder spielen

und singen Chansons und Schlager, Liebeslieder und Li(e)derliches, Altes

und Neues. Bei den Mitsingkonzerten weiß man nie, was als nächstes

kommt und das Publikum freut sich auf Überraschungen. Einer Sache

kann sich das Publikum sicher sein: Alle Lieder werden mit Herzblut und

Freude gespielt und gesungen und bei den Li(e)derlichen Brüdern auch

mit einem gewissen Augenzwinkern. Das Jubiläums-Mitsing-Konzert

Das Stadtgespräch

1 Aktuelle Besetzung der Li(e)derlichen Brüder

(... die Liedtexte erscheinen an der Wand) geben die Li(e)derlichen Brüder

am 12.11.2025 um 19.00 Uhr im Rahmen der Kreuz-Kirchen-Konzerte der

Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde in Wiedenbrück, Wasserstraße 16.

Der Eintritt ist frei.

45


Schwedenrätsel

Fluss in

Russland

Pferdegangart

Ansprache,

Vortrag

spanischer

Autorennfahrer

(Fernando)

Tagesabschnitt

hängendes

Gefäß

für Topfpflanzen

Einzelvortrag

in der

Musik

11

(Erich)

4

heftiger

Schlag

innig

verlangen

(sich ...)

zarte,

anmutige

Märchengestalt

Umlaufbahn

eines

Satelliten

Marineoffiziersrang

poetisch:

Biene

Frau, die

ein fremdes

Kind

stillt

Schutzwall

Schauspiel-,

Ballettschüler

Psychoanalytiker

Gesteinsschmelzfluss

des

Erdinnern

Stadt im

Sauerland

(NRW)

Entwurf

für ein

Haus

dicht

bei,

seitlich

von

sagenhafte

Insel

im hohen

Norden

8

nicht

locker

oder

wacklig

Nebenfluss

der

unwirklich

Aller

6 7

Ärger,

Streit

(ugs.)

Dringlichkeitsvermerk

Schulabschlussprüfung

(Kzw.)

5 3

abgestochenes

Rasenstück

Laubbaum

Kfz-

Zeichen

Cham

Abkürzung

für

Summa

Greifvogel

Getreideart

Felsschlucht

m. Wildwasser

verknüpfen

gutgläubig,

unschuldig

Wursthaut

Nervenzentrum

Meeresbucht

US-Boxlegende

(Muhammad)

Nachtmahr

bereits

deutsche

TV-Entertaineribausch

Watte-

(Anke)

brausen,

dröhnen

Ungeordnetes

Ausruf

des

Missfallens

ungekocht

9

Lösungswort:

TV-,

Radiosender

(Abk.)

Glanz-,

Höhepunkt

(franz.)

Sudoku

Linie

Vorname

Mandelas

europäischer

Strom

Gewürznuss

Mineraloder

Gesteinskörnchen

Hauptstadt

von

Aserbaidschan

grund

12 1

1 2 3 4 5 6 7 8

besitzen

niedersächsischer

Hafen

10

kurze

Werbesendung

(engl.)

amerik.

Viehzuchtbetrieb

feuchter

Wiesen-

Tisch m.

schräger

Schreibfläche

Wort

der

Ablehnung

altnordischer

Donnergott

das Ich

(lateinisch)

chemisches

Zeichen

für Selen

9 10 11 12

somit,

mithin

meist

ungiftige

Schlange

2

Unser Lösungswort vom letzten Mal: Kastanie

leicht

mittel

Tragen Sie in die leeren Felder die Ziffern 1 bis 9 so ein, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem 3-x-3-Gebiet jede der

Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt.

46 Das Stadtgespräch


Grüne Kita

Krumholz

eingeweiht

Die neue »grüne Kindertageseinrichtung Krumholz

ist fertig. Anfang August sind nach einem

Jahr Bauzeit die ersten Kinder eingezogen und

nach und nach fand die Eingliederung der neuen

Kinder statt. Am Weltkindertag hatte die ev.

Versöhnungskirchengemeinde als Träger dieser

neuen Einrichtung, die mitten im Baugebiet

Varenseller Straße, Bultstraße 14 liegt, zur

Grundsteinlegung und offiziellen Einweihung

eingeladen. Man spricht in aller Deutlichkeit

von einem Erweiterungsneubau, weil die Kita

Krumholz als lila Kita bestehen bleiben soll.

Dort werden dann weiterhin drei Gruppen fortgeführt,

um auf die Bedarfsnachfrage flexibel

reagieren zu können. Der Erweiterungsbau

wird fünfgruppig mit 94 neuen Betreuungsplätzen,

von denen 16 U3-Plätze sein werden.

Eine Gruppe mit 20 Plätzen, darunter 6 U3

Plätze, wird von der bestehenden Kita Krumholz

an den neuen Standort verlagert. Mehrere

zeitgemäße und zukunftsorientierte Faktoren

zeichnen die Dependance der Kita Krumholz

im Baugebiet an der Varenseller Straße aus.

Sie ist nicht nur modern, sondern nachhaltig

und ökologisch aufgestellt und verfügt über

ein großzügiges, zeitgemäßes Raumangebot

nach aktuellen Anforderungen an eine Kita.

Der Bauträger Vielstädte Holzbau GmbH & Co

KG hat mit der Holzrahmenbauweise den Bau

mit nachhaltigen Materialien umgesetzt. Mit

PV-Anlage und einer Wärmepumpe sei man

nahezu Energieautark, erklärt Baukirchmeister

Ralf Manche. 939 Quadratmeter groß ist die

neue Kita, die auf einem großzügigen Gelände

steht und über ein großes Außenspielgelände

verfügt. 3,4 Millionen Euro umfasst ist die

Investitionssumme zuzüglich Grundstück.

Fördermittel hatte man in Höhe von 2,8 Millionen

Euro beim Land beantragt. Fachgeschäftsführerin

Christiane Westerbeck dankte

allen, die an der Umsetzung dieses Projektes

beteiligt waren, sich handwerklich, mit Ideen,

Visionen und Muskelkraft eingesetzt haben.

Kita-Leiterin Kathrin Rehmert fand die Idee toll,

dass schnell der Begriff »Grüne Kita« fiel. Man

hätte sich schon Gedanken gemacht, wie die

neue Kita heißen könnte. Die Kinder waren es,

die immer von ihrer grünen Kita gesprochen

Das Stadtgespräch

1 Gemeinsam mit den Kindern segnete Pfarrerin Kerstin Pilz die Menschen, die in der neuen grünen Kita Krumholz

ein- und ausgehen. Anders als in der katholischen Kirche segnen evangelische Christinnen und Christen nicht die

Gebäude, sondern die Menschen.

hätten und somit sei der Name nun gesetzt.

»Manchmal ist es ganz einfach«, freute sie sich.

Pfarrerin Kerstin Pilz segnete die Menschen, die

in der Einrichtung ein- und ausgehen, dabei

halfen ihr die Kinder, denn ohne sie sei es nur

ein Gebäude. Erst sie würden es mit Leben

füllen. An alle dort Beschäftigten verteilte sie

Schlüsselanhänger mit den Symbolen Kreuz,

als Zeichen dafür, dass Gott da ist, Herz, weil

die Liebe das Wichtigste ist und Anker, der Halt

und Hoffnung gibt. »Diese drei Zeichen sind

wie ein Schlüssel, die die Türen ins Herz öffnet«,

betonte sie. Kathrin Rehmeret und ihre

Stellvertreterin Melina Silberberg bekamen die

ersten Anhänger überreicht.

Markus Witte von Vielstädte meinte, es sei

ein tolles Jahr gewesen sei, mit großen Herausforderungen

aber auch ganz viel Freude.

Er wünschte allen Kindern, dass es ihnen gut

geht in dem Haus, wo er und seine Mannschaft

gerne gearbeitet hätten.

Der stellvertretende Bürgermeister Georg

Effertz überbrachte die Glückwünsche zur Fertigstellung.

Er wünschte allen, dass dieses Haus

ein Ort voller Lachen, Lernen und Geborgenheit

wird. Ein Haus, indem kleine Persönlichkeiten

wachsen, große Freundschaften entstehen und

wunderbare Erinnerungen gesammelt werden.

Baukirchmeister Ralf Manche ist sehr zufrieden.

Alles hätte gut geklappt und er sei insbesondere

von dem guten Raumklima begeistert.

Die Fußbodenheizung würde im Sommer

durch eine Rückkühlung für angenehme Temperaturen

sorgen und im Winter für wohlige

Wärme. Eine große Photovoltaikanlage würde

den nötigen Strom erzeugen, dass man nahezu

autark sei. Der große Bewegungsraum mit

kleiner Bühne für Theater- oder Tanzaufführungen

im oberen Stockwerk sei ein Juwel und die

große Küche, in der täglich frisch gekocht wird,

einfach toll.

1 Der Außenbereich ist ebenfalls fertig und lädt zum

Toben und Spielen ein.

1 Schnitten gemeinsam das Band vor der Eingangstür durch: Ruth Lohmeier (Jugendamt Stadt), Beate Scigala-Blatt

(Fachbereichsleiterin Jugend und Bildung), Dirk Kursim, Markus Witte, Kathrin Rehmert (Kita-Leiterin), Emilie und

Pia, Melina Silberberg, Georg Effertz, Christiane Westerbeck und Presbyteriums-Vorsitzende Antje Telgenkämper.

47


Seniorenzeitung

des Seniorenbeirates

der Stadt Rheda-Wiedenbrück

Der Seniorenbeirat

lädt ein

Das Gesprächsangebot des Seniorenbeirats hat sich bereits

bewährt. Der »Kleine runde Tisch« bringt seit Mai ältere Menschen

in lockerer Atmosphäre zusammen. Treffpunkt ist die

Gastronomie des Edeka-Schenke-Marktes, Hauptstraße 35, im Ortsteil

Wiedenbrück.

An jedem ersten Dienstag im Monat von 10 bis 12 Uhr haben Interessierte

die Möglichkeit, ohne Voranmeldung oder Verzehrpflicht

mit Mitgliedern des Seniorenbeirats und untereinander ins Gespräch

zu kommen. Ob Fragen, Ideen oder Anregungen – hier ist Raum für

Austausch, Tipps und gegenseitige Unterstützung im Alltag.

Herzliche Einladung zum Mitmachen, das nächste Mal am 4.

November!

Seniorenbeirat nach

den Kommunalwahlen

Mit Zuversicht in die nächste Legislaturperiode

des Stadtrats

Die Kommunalwahlen am 14. September 2025 liegen hinter uns.

Wir gratulieren unserem Bürgermeister zur erfolgreichen Wiederwahl.

Für den Seniorenbeirat bedeutet das weiterhin eine

gute Zusammenarbeit mit Verwaltung und Politik, um die Belange der

Generation 60+ bestmöglich zu vertreten.

Im Vorfeld der Wahlen haben wir gute und offene Gespräche mit einigen

Parteien geführt. Erfreulich war, dass die Anliegen der Seniorinnen

und Senioren auf offene Ohren stießen. Viele Gesprächspartner betonten,

dass die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger mit ihrer Erfahrung,

ihrem Engagement und ihrem Gemeinschaftssinn eine unverzichtbare

Säule unserer Stadtgesellschaft bilden. Dieses Bewusstsein stimmt uns

zuversichtlich und motiviert, den eingeschlagenen Weg gemeinsam

fortzusetzen. Und man sollte immer bedenken: Nach der Wahl ist vor

der Wahl!

Barrierefreiheit als Lebensqualität

Ein großes Anliegen bleibt für uns die Barrierefreiheit – vor allem auf dem

Marktplatz in Wiedenbrück. Er ist Zentrum des öffentlichen Lebens und

Ort der Begegnung für Jung und Alt, von Festen und Veranstaltungen.

Der alljährliche Christkindlmarkt etwa zieht zahlreiche Menschen an.

Doch stellen unebene Pflastersteine und Bordsteinkanten für Ältere und

Personen mit Mobilitätseinschränkungen eine große Hürde dar. Unser

Ziel ist es, dass der Marktplatz zu einem Ort wird, an dem sich alle sicher

bewegen können. Barrierefreiheit bedeutet Lebensqualität und ist die

Voraussetzung für echte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Schutz bei Klimaveränderung

Die Klimaveränderung betrifft auch unsere Stadt und damit den Alltag

vieler älterer Menschen. Heißere Sommer, lange Hitzeperioden und extremere

Wetterereignisse machen es erforderlich, Plätze klimagerecht

umzugestalten – mit mehr schattenspendendem Grün und Sitzgelegenheiten.

Eine lebenswerte Stadt bedeutet, dass sich auch Seniorinnen und

Senioren bei Erledigungen im Alltag und bei Veranstaltungen wohlfühlen

und geschützt sind.

Weitere Themen des Seniorenbeirats

Der Seniorenbeirat setzt sich auch für sichere Querungshilfen im Straßenverkehr

oder etwa die Stärkung von Freizeit- und Kulturangeboten

für älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger ein. Bei allen Anliegen ist uns

wichtig, dass Lösungen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern zügig

umgesetzt werden. Wir engagieren uns dafür, bürokratische Hürden zu

verringern und Verfahren so zu gestalten, dass Verbesserungen schnell

spürbar werden.

Die Stimme der Generation 60+

Der Seniorenbeirat blickt mit Optimismus nach vorne. Ein regelmäßiger

Austausch, gegenseitige Wertschätzung und konstruktive Gespräche

sind für uns der Schlüssel, um gemeinsam etwas zu bewegen. Deshalb

möchten wir den Dialog mit Verwaltung, Bürgermeister und Parteien in

den kommenden Jahren festigen und weiter vertiefen.

Der Seniorenbeirat freut sich darauf, auch künftig die Stimme der

älteren Generation zu sein – mit klaren Anliegen, praktischen Ideen und

viel Herzblut für unsere Stadt. Unser Ziel ist eine Gemeinde, die nicht

nur lebendig, sondern auch lebenswert für alle Generationen ist.

Wir laden alle Seniorinnen und Senioren herzlich ein: Bringen Sie sich

ein, teilen Sie Ihre Ideen und Anliegen mit uns – sei es in persönlichen

Gesprächen, bei Veranstaltungen oder durch Anregungen im Alltag. Nur

gemeinsam können wir unsere Gemeinde Schritt für Schritt barriereärmer,

klimafreundlicher und zukunftsfähiger machen.

Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-

Wiedenbrück | Ständige Mitarbeit: Karl-Josef Büscher, Cornelia Schubert,

Jochen Wolf

Seniorenbeirat AKTIV: Sprechzeiten

Ratsuchende können sich beim Seniorenbeirat melden.

Telefon: 0176/15506084 · E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de

Mitglieder des Seniorenbeirats sind jeden 1. Dienstag im Monat von 10 bis

12 Uhr persönlich zu erreichen. Anregungen, Fragen, Ideen und Probleme

können mit ihnen besprochen und aufgenommen werden. Ort: Café im

Schenke-Edeka-Markt, Hauptstraße 35

48 Das Stadtgespräch


Kein Schildbürgerstreich

Ampel mit vier Masten an der Pixeler Straße

Im aktuellen Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes wird auch die Ampelanlage

an der Pixeler Straße im Stadtteil Rheda thematisiert. Der

Beitrag erweckt den falschen Eindruck, dass dort zwei Ampelanlagen

gebaut wurden. Darauf weist die Pressestelle der Stadt in einer Mitteilung

hin.

Tatsächlich handelt es sich um eine Ampelanlage mit vier Masten,

die eine Furt von 20 Metern absichert, so die Stadt weiter. Die Anlage

ermöglicht sowohl den Nutzern des Radwegs am Bahndamm als auch

dem Schülerverkehr »auf der Schulenburg« die sichere Querung der Pixeler

Straße. Die Ampeln sind als eine Anlage geschaltet. Zwei unabhängige

Ampeln wären mit Blick auf die dicht hintereinander folgenden Querungsstellen

verkehrstechnisch nicht umsetzbar gewesen.

1 Tatsächlich handelt es sich hier nicht um zwei Ampelanlagen, sondern um eine

Ampelanlage mit vier Masten, die eine Furt von 20 Metern absichert.

Die Ampellösung ist das Ergebnis einer Beurteilung der Situation

durch alle beteiligten Fachbehörden. Es ist ein übliches Verfahren bei

neuen verkehrlichen Regelungen, dass die Polizei, die Verkehrsbehörden

von Stadt und Kreis sowie die Tiefbauverwaltung die Situation bewerten.

Im Fall Pixeler Straße waren außerdem der Straßenbaulastträger und die

Förderbehörde beteiligt. Die Stadt Rheda-Wiedenbrück hätte es vorgezogen,

die vorhandene Querungshilfe zu verlängern. Eine andere Lösung

als die Ampel hätte aber zum Verlust der Fördergelder für den Bau des

Radweges geführt, der mit 70 Prozent durch das Land NRW gefördert wird.

Club-Meisterschaft

ausgetragen

Boule & Petanque Club am Schloss Rheda

Der Boule & Petanque Club am Schloss Rheda e. V. hatte am 11. September

zur Vereinsmeisterschaft am Schloss Rheda geladen. Dabei

traten 16 Spielerinnen und Spieler an. Das Wetter spielte perfekt mit, die

Veranstaltung war rundum gelungen und harmonisch. Unter Begleitung

von Bürgermeister Theo Mettenborg wurden dann die Boule-Club-Meister-2025

nach einem spannenden Stechen beider Punktgleichen Club-Damen

ermittelt. Das Ergebnis: Leonie Engelmann (1. Platz – 24 Punkte),

Karin Cyrankiewicz (2. Platz – 23 Punkte), Raimund Stempien (3. Platz – 18

Punkte). Bei der Pokal-Übergabe gab es Applaus auch vom Bürgermeister.

1 (V. l.) Raimund Stempien (3.), Karin Cyrankiewicz (2.), Leonie Engelmann (1.), Bürgermeister

Theo Mettenborg, Club-Vorstand Norbert Fabian

Danach fand ein geselliges Zusammensein statt und ein freundschaftlicher

Club-Meisterschaftstag klang aus. Interessierte Besucherinnen

und Besucher sind jederzeit für ein Gast-Spiel herzlich willkommen.

Neuer Abholservice

für Gottesdienstbesucher

in Rheda

Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde

Ein Gottesdienstbesuch sollte nicht an fehlenden Fahrmöglichkeiten

scheitern. Deshalb gibt es nun einen neuen Abholservice für Gemeindemitglieder

in Rheda. Er ist speziell für Gläubige eingerichtet worden,

die gerne an den sonntäglichen Gottesdiensten teilnehmen möchten,

aber nicht eigenständig zur Kirche gelangen können. Auch für den

Zentralgottesdienst wird dieser Service angeboten. Interessierte können

sich unter der Tel. 05242/9760805 bei Hagen Klauß anmelden, um eine

Mitfahrgelegenheit zu erhalten. Sollte er als Hauptkontaktperson nicht

erreichbar sein, steht Birgit Götz unter der Nummer 05242/48824 als

1 Hagen Klauß (Foto) und Birgit Götz stehen für den Abholservice der Evangelischen

Versöhnungs-Kirchengemeinde zur Verfügung.

Foto: Hagen Klauß

Vertretung bereit. Die Gemeinde hofft, mit diesem Angebot noch mehr

Menschen die Möglichkeit zu geben, gemeinsam den Gottesdienst zu

erleben und die kirchliche Gemeinschaft zu stärken. Der Service ist kostenlos

und wird ehrenamtlich organisiert.

Das Stadtgespräch

49


1 Gastgebende und Gäste in der Moschee an der Egerstraße am Tag der offenen Moschee

Zu Besuch bei Freunden

Merkez-Moschee feierte Tag der offenen Moschee

Die lockeren Gespräche machten sichtbar, dass die Gäste schon

wiederholt in der Merkez-Moschee an der Egerstraße zu Besuch

waren. Allen voran Bürgermeister Theo Mettenborg und

die stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Bauer. Am »Tag der offenen

Moschee“ suchten sie einmal mehr den Austausch mit den Mitgliedern

der islamischen Gemeinschaft. Der 3. Oktober ist der Tag der deutschen

Einheit und seit 28 Jahren auch der Tag der offenen Moschee. Dieser

Termin wurde bewusst gewählt, um ein Zeichen für das Bekenntnis zur

deutschen Mehrheitsgesellschaft zu setzen. Die Merkez-Moschee hatte

ebenso wie die Ditib-Moschee ihre Türen für die Besuchenden geöffnet

– wobei die eigentlich für Interessierte ohnehin immer geöffnet werden.

Ziele sind ein interreligiöser Austausch und eine Möglichkeit zum

gegenseitigen Kennenlernen zu schaffen.

Einige Personen haben Berührungsängste oder auch Vorurteile. Deshalb

ist es besonders wichtig, die Gespräche und gewachsenen Freundschaften

miteinander zu pflegen.

Die Moschee an der Egerstraße erwies sich wieder als perfekter Gastgeber.

Sie bot unter anderem Führungen und ein reichhaltiges Buffet mit

dem sprichwörtlich schmackhaften schwarzen türkischen Tee.

»Glaube als Kompass der Menschlichkeit«

In diesem Jahr stand der Tag der offenen Moschee unter dem Motto

»Glaube als Kompass der Menschlichkeit«. »In einer Welt, die von Unsicherheiten,

Konflikten und Herausforderungen geprägt ist, brauchen

wir Werte, die uns Orientierung geben. Oft stehen wir vor Situationen,

die uns zweifeln lassen, und fragen uns, wie wir Menschlichkeit und Zusammenhalt

bewahren können. Der Glaube bietet hier einen Kompass,

der uns leitet und uns hilft, den Blick auf das Gute nicht zu verlieren«,

schrieb die Gemeinde in ihrer Einladung zum Tag der offenen Moschee.

Der Merkez-Moschee-Gemeinde ist es gelungen mit diesem Tag den

Zusammenhalt zu fördern.

Kem

Spendenübergabe

Das Hilfsprojekt von Rainer Stephan ist erfolgreich

zu Ende gegangen

Einen nichtalltäglichen Start in seinen beruflichen Ruhestand hatte

am 1. April der Rheda-Wiedenbrücker Rainer Stephan erlebt: Mit

Unterstützung des heimischen Fahrradherstellers Prophete und

gesponsert von weiteren heimischen Unternehmen war er mit einem

E-Bike über eine Distanz von 4.500 Kilometern in 54 Tagen durch neun

europäische Länder von der Ems bis an den Bosporus nach Istanbul

geradelt (Das Stadtgespräch berichtete). Vor dem Start, unterwegs und

nach der Rückkehr ins heimische Rheda-Wiedenbrück hatte Stephan

Spenden für die Hilfsorganisation »Viva con agua« (Spanisch für »Lebe

mit Wasser«) gesammelt. Das in Hamburg ansässige gemeinnützige

Unternehmen sammelt Gelder, um noch mehr Menschen in Entwicklungsländern

den Zugang zu sauberem Wasser zu verschaffen. Mit der

von Rainer Stephan buchstäblich erradelten Spendensumme von 11.111

Euro ist es laut »Viva con agua«-Mitarbeiter Sebastian Stürzebecher

nunmehr möglich, eine kleine Dorfgemeinschaft mit Wasser aus ei-

1 Der »Viva con agua«-Mitarbeiter Sebastian Stürzebecher nahm am Sitz des gemeinnützigen

Unternehmens in Hamburg die von Rainer Stephan buchstäblich erradelte

Spendensumme von 11.111 Euro in Form eines symbolischen Schecks entgegen.

nem neugebohrten Brunnen zu versorgen. An seinem Arbeitsplatz in

Hamburg St. Georg nahm der Fundraising-Manager das Geld aus dem

Spendenprojekt des frischgebackenen Ruheständlers symbolisch in Form

eines großformatigen Schecks entgegen. Über den Eingang der Spende

freute sich auch »Viva con agua«-Vorstand Carolin Stüdemann. Sie gratulierte

persönlich zum erfolgreichen Ende des EURASIA-Projekts und

überreichte eine Dankes-Urkunde.

Foto: M. Stephan

50 Das Stadtgespräch


Der aktuelle Stand

Flora Urbana

Seit einigen Wochen zeigt eine vom Investor aufgestellte Werbewand

eine mögliche Bebauung des 13.000 m 2 großen Bereiches gegenüber

»Schenke«, dem sogenannten »Flora-Urbana«-Gelände. Die Zeichnung

orientiert sich an dem der Verwaltung vorliegenden Entwurf. Zur Geschossigkeit

und verschiedenen Details sind noch Gespräche zu führen, teilte

uns die städtische Pressestelle nach entsprechenden Informationen der

Bauverwaltung auf unsere Anfrage mit. Die vorliegende Planung wird von

der Verwaltung grundsätzlich als sehr gut beurteilt. Der Gestaltungsbeirat

begrüßt den Entwurf ausdrücklich, berichtete Bürgermeister Theo Mettenborg

auf Nachfrage der Bündnisgrünen in der Ratssitzung am 8. September.

Nach der Klärung der noch offenen Fragen könne der Bebauungsplan

erstellt werden, so der Bürgermeister. Der Investor sehe die Realisierung,

1 Die auf dem Plakat dargestellte neue Bebauung des »Flora-Urbana«-Geländes

fügte er an. Simon Gerhard (FDP) wies darauf hin, dass der »Bauturbo zur

Beschleunigung des Wohnungsbaus«, eine geschaffene Sonderregelung

im deutschen Baugesetz, die zweijährige Zeit für den Bebauungsplan

auf zwei Monate verkürzen könne, wenn der Stadtrat das Projekt zügig

beschließt. Bereits im Herbst 2019 wurde ein Wettbewerbsverfahren für

die Bebauung des Areals mit einem Wohn- und Dienstleistungsquartier

durchgeführt. Es waren 100 Wohneinheiten geplant. Steigende Baupreise

veränderten den Wohnmarkt. Seit Anfang 2021 ist das Gelände eine Baubrache.

Zwischenzeitlich wurde auf der Grundlage des Siegerentwurfs

das Projekt zum heutigen Konzept weiterentwickelt.

Kem

Erste Ladesäule installiert

Stadtauto

Fast zeitgleich mit der Lieferung des Stadtautos wurde auch die erste

von zwei E-Ladesäulen am Parkplatz »Auf der Schanze« installiert.

Für die Freigabe der neuen Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge haben

im Vorfeld viele Gespräche zwischen dem »Verein Stadtauto« und dem

Stadtwerk Rheda-Wiedenbrück stattgefunden. Zudem mussten erforderliche

Genehmigungen und Tiefbauarbeiten durchgeführt und die Versorgungsleitungen

verlegt werden. Friederike Wandmacher, Vorsitzende von

Stadtauto e. V., freut sich über den wichtigen Teil des zukünftigen Mobilitätsangebotes:

»Unsere Idee geht nun in die Umsetzung. Mittlerweile

haben wir 25 Mitglieder im Verein und das erste Stadtauto. Wir freuen

uns über die vielfältige Unterstützung aus der Stadt«. Carsharing für

1 (V. l.) Mobilitätsmanager Lukas Menne, Christa Ebert, Laura Heuschneider, Udo Dage -

roth, Friederike Wandmacher, Raimund Busche, Bürgermeister Theo Mettenborg, Tagespraktikant

Paul Bittenbinder, Stadtwerk-Geschäftsf. Stefan Werner, Elisabeth Frenser

Rheda-Wiedenbrück zu attraktiven Konditionen ist das Ziel des Vereins.

Die Ehrenamtlichen freuen sich auf Interessierte. Mehr Informationen

sind auf der Website www.stadtauto- rheda-wiedenbrueck.de zu finden.

Rekordspendensumme

beim Benefizlauf in St. Vit

Über 28.400 Euro für den guten Zweck

Mit großer Begeisterung und beeindruckendem Engagement fand

am 6. September die 21. Benefizlaufveranstaltung »Laufen und

Gutes tun« rund um das Küsterhaus in St. Vit statt. Bei perfektem Wetter

und bester Stimmung kamen zahlreiche Läuferinnen, Läufer, Sponsoren

und gefühlt das halbe Dorf zusammen, um gemeinsam ein starkes

Zeichen für Hilfsbereitschaft zu setzen. Das Ergebnis spricht für sich:

Eine Rekordspendensumme von über 28.400 Euro wurde erzielt – ein

überwältigender Erfolg, der alle Erwartungen des Vereins übertraf. Die

Spendengelder kommen den bekannten sozialen Projekten zugute und

zeigen, wie viel durch gemeinsames Engagement bewegt werden kann.

Das Stadtgespräch

1 Bei Laufen und Gutes tun e. V. freut man sich über den Spendenrekord.

»Es war ein perfekter Tag«, so die Veranstalter. »Die Atmosphäre war

voller Energie und Freude. Wir sind dankbar für jede einzelne Teilnahme

und Unterstützung – ein Moment voller Stolz, Dankbarkeit und Gemeinschaftsgefühl,

der lange in Erinnerung bleiben wird.

51


Miyazaki –

Charme der

japanischen

Provinz

Es ist eine Binsenwahrheit, dass das

»wahre Gesicht« eines Landes nicht in

der Hauptstadt zu finden ist. Was für

London und England, für Paris und Frankreich

und für Berlin und Deutschland gilt, lässt sich

vielleicht in besonderer Weise für Tokio und das

restliche Japan beobachten. Vor allem das Japan

außerhalb der auch im Ausland bekannten

Städte ist anders. Das meint auch Städte wie

Osaka, Heimat der Expo 2025, oder die alte Kaiserstadt

Kyoto, die heute anderthalb Millionen

Bewohner aufweist, Firmen wie Nintendo beheimatet

und nicht weniger als 40 Universitäten

hat. Dazu kamen in Kyoto im Jahr 2024 noch

1 Der Schrein soll bei Beziehungsproblemen helfen.

1 Torii als Eingang zur Insel

mehr als 56 Millionen Besucher, davon knapp

elf Millionen aus dem Ausland.

Von diesen Zahlen kann die Provinz Miyazaki

nur träumen, obwohl auch diese Region

längst kein Geheimtipp mehr ist. Die Provinz

liegt auf Kyushu, einer der fünf japanischen

Hauptinseln. Das Eiland ist sechsmal kleiner als

die nördlich gelegene Insel Honshu, auf der Tokio,

Yokohama, Kyoto, Kobe oder Osaka liegen.

Die im Südosten von Kyushu gelegene Provinz

Miyazaki ist noch heute geprägt durch Landwirtschaft,

bekannt speziell für Reis, Gurken,

Tomaten und Kürbisse. Ein paar Sehenswürdigkeiten

hat die gleichnamige Hauptstadt der Provinz

schon zu bieten, doch richtig interessant

wird es in Aoshima, zu dem man gelangt, wenn

man entlang der Küste fährt. Die ist übrigens

von malerischen Badestränden gesäumt, die

von Juni bis Oktober beliebt sind, wenn die Wassertemperatur

zwischen 22 und 24 Grad liegt.

Aoshima ist eine kleine Insel mit nur anderthalb

Kilometern Umfang. Das Inselchen ist durch die

Yayoi-Brücke mit dem Festland verbunden.

Das Waschbrett des Teufels und

Liebesglück

Von der Brücke aus lässt sich ein beeindruckendes

Naturphänomen bestaunen, dessen Name

sich als »Waschbrett der Dämonen« oder »des

Teufels Waschbrett« übersetzen lässt. Entstanden

sind die parallelen Linien auf dem felsigen

Meeresboden durch jahrtausendelange Erosion.

Richtig gut zu sehen ist das gewaltige Waschbrett

des Teufels allerdings nur bei Ebbe, wenn

sich das Meer vollständig zurückgezogen hat.

Dieser besondere Ort hat eine spezielle Bedeutung

in der japanischen Mythologie, weshalb

auf Aoshima auch ein Schrein errichtet wurde.

Gewidmet ist der Schrein Hikohohodemi no Mikoto,

kurz Hoori, eine Figur aus der japanischen

Mythologie. Er gilt als einer der Vorfahren der

japanischen Kaiser, genauer gesagt der Großvater

des ersten Kaisers Jimmu. Und auch die

Großmutter war laut Legende nicht irgendwer,

sondern Toyotama, die Tochter des Seegottes

Ryujin. Die beiden lernten sich kennen, als Hoori

nach einem Fischhaken tauchte und dabei unter

Wasser seine künftige Frau traf. Und so ist

der Schrein noch heute nicht wie viele andere

Anlaufpunkt für Menschen, die um Reichtum

oder Gesundheit bitten. Vielmehr zieht der

kleine Schrein, dessen Bereich man durch ein

Torii betritt, ein großes zinnoberrotes Tor, das

52 Das Stadtgespräch


das Profane vom Sakralen trennt, vor allem Liebende

an. Und natürlich solche, die Liebende

werden wollen. Wie viele Ehen tatsächlich gestiftet

wurden, ist nicht genau belegt, aber am

inbrünstigen Bitten der einheimischen Besucher

kann es nicht liegen, wenn die Partnersuche erfolglos

bleibt.

Vor oder nach dem Besuch der kleinen Insel

sollte man einen Besuch im Botanischen Garten

nicht versäumen, der subtropische Blumenpracht

bietet und keinen Eintritt kostet. Die Insel

als sakraler Bereich übrigens auch nicht. Wer

seine Yen loswerden möchte, hat dennoch keine

Probleme. Es gibt einige Restaurants und auch

Geschäfte, die Souvenirs anbieten. Durchaus im

wahrsten Sinne des Wortes geschmackvolle übrigens

in Form von Süßigkeiten. Nur sollte man

nicht, wie ich es versehentlich getan habe, das

prächtig gestaltete Keksdosen-Ausstellungsstück

mitnehmen, das es zu jeder Kekssorte

gibt. Das wurde mir dann wieder abgenommen

und unter vielen Verbeugungen die schlichtere

Kekspackung überreicht.

Alles in Obi?

Ein paar Kilometer südwestlich von Aoshima

findet sich Obi. Nein, nicht der Baumarkt, sondern

die Burg von Obi, die nahe der Kleinstadt

Nichinan gelegen ist. Anders als die Provinzhauptstadt

Miyazaki, die erst im späten 19.

Jahrhundert an Bedeutung gewann, geht die

Geschichte der Burg mehr als 400 Jahre zurück.

Schon in der Nanboku-cho-Periode zwischen

1336 und 1392 gab es an dieser Stelle eine Burg.

Und das nicht zufällig, denn die Anlage ist von

drei Seiten durch den Sakatani Fluss geschützt.

Der mächtige Shimazu-Clan hielt die Burg inne,

musste sie jedoch nach langen verlustreichen

Kämpfen dem noch mächtigeren Ito-Clan überlassen.

Der war nämlich mit Hideyoshi Toyotomi

verbündet, der die verschiedenen Reiche

Japans einte. Wobei »einte« friedlicher klingt,

als es tatsächlich zuging. Die Shogune, die eigentlich

vom Kaiser bestimmt werden sollten,

hatten die tatsächliche Macht in Japan. Der Sitz

der japanischen Kaiser, der sogenannte Chrysanthemen-Thron,

ist zwar seit 1183 durchgehend

besetzt, was aber nicht der wirklichen Macht

entsprach. Der Ito-Clan jedenfalls baute Obi

ab 1587 in seine heutige Form um. Außerdem

siedelte er um die Burganlage die Häuser seiner

Samurai-Krieger an, was die Wehrhaftigkeit

noch zusätzlich erhöhte.

Im Gegensatz zu den allermeisten japanischen

Burgen, die man heute besichtigen kann,

hat man bei der Renovierung der Anlage 1978

darauf geachtet, dass sie dem Original aus dem

16. Jahrhundert entsprach. Das bedeutet auch,

Das Stadtgespräch

1 Zugang zur Insel Aoshima

1 Subtropische Blumenpracht in Aoshima

1 Der Schrein lädt zum Opfer für die Liebe

1 Das Waschbrett des Teufels ist nur bei Ebbe zu sehen.

53


1 Kein Geschiebe am Eingangstor der historischen Burg Obi

dass es hier keine Aufzüge gibt und auch keine

besucherfreundlich erweiterten Gänge. Die

verschiedenen Etagen der Burg gilt es entsprechend,

per Treppen zu erklimmen, die doch stark

an Hühnerleitern erinnern. Außerdem muss

man sich mit dem »Gegenverkehr« einigen,

wer auf- oder absteigen soll, denn die steilen

Holztreppen sind kaum breit genug für eine

Person. An Originalrüstungen kann man erkennen,

dass die Samurai im 16. Jahrhundert zwar

deutlich kleiner als die Menschen heute waren,

aber dennoch bleibt es für mich ein Rätsel, wie

sie in voller Montur durch die Burg geturnt sein

können. Außerhalb der Burg hat man sehr anschaulich

die Wohnräume der Burg besatzung

wieder hergestellt, wobei man das geradezu

asketische Mobiliar, Originalrüstungen, sakrale

Gegenstände wie Hausaltare und Alltagsgegenstände

bewundern kann. Der Samurai am

Eingangstor der Burg ist natürlich nicht echt,

sondern ein Selfie-Garant. Auch außerhalb der

Burganlage kann man liebevoll restaurierte

Häuser der ehemaligen Oberschicht der Ständegesellschaft

bewundern. Einige dieser Häuser

1 Eine Barke für Samurai

können auch von innen

besichtigt werden oder

enthalten Geschäfte.

Was haben die

Samurai mit der

TSG Rheda zu

tun?

An dieser Stelle sei ein kleiner

Exkurs erlaubt, denn das

Denken der Samurai findet

sich in Japan überall und

auch in Ostwestfalen ein

bisschen. Das war mir nicht

klar, als ich siebenjährig

mit Judo in der Turnhalle

der alschule anfing. Zu

Ernst-Barlach-Re-

Beginn war Judo wie

1 Dieser

Samurai

am

Eingang

ist heute

Deko.

Fußball, also einfach ein Sport. Aber im fe der Jahre, ich schaffte es immerhin bis zum

Laubraunen

Gürtel, gewannen die Rituale dieses

Kampfsports immer mehr Bedeutung. Als junger

Erwachsener waren mir nicht nur die Techniken,

angefangen beim verletzungsfreien Fallen,

in Fleisch und Blut übergegangen. Auch die

Momente der totalen Entspannung zu Beginn

und am Ende des Trainings wurden neben dem

Kampf, der einem alles abverlangte, wichtig für

mich. Die Rolle des Respekts ist dabei nicht zu

unterschätzen. Das beginnt beim Betreten des

Dojos, also des Trainingsraums. Das geschieht

ohne Schuhe und mit einer kleinen Verbeugung.

Die gehört gegenüber dem Gegner

und auch dem Mattenrichter vor und

nach dem Kampf ebenso zu diesem

Sport. Damit bezeugen die Gegner

nicht nur den Respekt, sondern bekennen

sich auch zu ihrer Verantwortung

für das Wohl des Gegners.

Diese Einstellung könnte

beim Fußball oder beim Handball

auch nicht schaden. Beim Verlassen

des Dojos verbeugt man sich neut. Eine der sieben Tu-

ergenden

des bushido, des

Wegs des Kriegers, ist die Höflichkeit, die

eng mit dem Respekt für andere verbunden

ist. Dazu kommen noch Mitgefühl,

Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit, Tapferkeit

und Rechtschaffenheit. Insofern ist

»bushido« als Name für einen Rapper

der reinste Hohn. Das nur am Rande.

Erlebnis Taxifahrt

Wer nicht im Rahmen einer Tour in Obi

landet, kann dort auch mit Linienbussen

hingelangen. Noch einfacher ist

es, sich ein Taxi zu nehmen. Das ist

ohnehin ein Erlebnis in Japan, das man

nicht verpassen sollte, denn eine Taxifahrt ist so

eine Art Zeitreise. Anders als in den allermeisten

Ländern der Welt sind die japanischen Taxifahrer

makellos gekleidet, und zwar im Anzug

mit Weste und Krawatte. Und dazu wird auch

noch eine Chauffeurs-Mütze getragen, wie ich

sie nur aus alten Filmen kenne. Doch auch das

ist nicht genug, denn zum Outfit gehören noch

weiße Handschuhe. Auch steigt man nicht so

einfach ins Taxi ein, denn es wird die Tür aufgehalten

und nach dem Aussteigen auch wieder

geschlossen. Für Hygiene sorgt nicht nur

ein Mundschutz, wie wir ihn seit Corona alle

kennen, sondern auch die Plastikabtrennung

in der Fahrgastzelle. In allen Reiseführern steht

übrigens, dass Trinkgelder nicht üblich sind. Das

stimmt, aber über ein Trinkgeld freuen sich die

Taxifahrer auch in Japan. Insofern ist eine Taxifahrt

die ideale Methode, seinen Japanaufenthalt

anzufangen und zu beenden. Und die Reise

nach Japan sollte unbedingt auch die Provinz

umfassen.

54 Das Stadtgespräch


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Das Stadtgespräch

55


40-jähriges Dienstjubiläum

Anja Kirschnick (Forschung & Entwicklung)

Frau Kirschnick begann am 1. August 1985 als

erste Frau bei SIMONSWERK eine Ausbildung

zur Technischen Zeichnerin. Nach erfolgreich

bestandener Abschlussprüfung wurde sie in

die Abteilung Entwicklung & Konstruktion

übernommen, wo sie seitdem tausende

Artikelzeichnungen erstellt, verändert und

anpasst. Frau Kirschnick hat ebenfalls die

Entwicklung unserer Bestseller-Bandsysteme

TECTUS von Anfang an begleitet.

1 (V. l. stehend) André Langlotz, Sonja Bressel, Anja Kirschnick, Ivonné Newiger, Hiltrud Wietbüscher, Przemyslaw

Schwenk, Frank Remy, David Bannas, Rolf Thöne, Mario Hendel, (sitzend) Iris Wieschhues, Jochen Weißbrich, Ralf

Niemeyer, Martina Max, Kemal Orhan, Torsten Parulewski, Kristina Schöbel

Jubilarehrung 2025

SIMONSWERK ehrt langjährige Mitarbeitende –

Engagement und Loyalität im Mittelpunkt

Die SIMONSWERK GmbH, führender

Hersteller von Türbändern und Bandsystemen,

hat am 18. September im

Rahmen einer feierlichen Veranstaltung ihre

langjährigen Mitarbeiter für ihre herausragende

Treue und ihr Engagement geehrt. Insgesamt

wurden 15 Kolleginnen und Kollegen für

ihre 25-, 40- und in einem Fall sogar 50-jährige

Betriebszugehörigkeit ausgezeichnet.

Die Ehrung fand am Hauptsitz in Rheda-Wiedenbrück

statt und wurde von den Geschäftsführern

David Bannas, Dr. Frank Remy

und Rolf Thöne persönlich begleitet. Ebenso

dankte der Betriebsratsvorsitzende Mario

Hendel den Jubilaren. In seiner Ansprache

betonte David Bannas: »Unsere Mitarbeiter

sind das Herzstück unseres Erfolgs. Ihre Erfahrung,

ihr Wissen und ihre Loyalität bilden

die Grundlage für unsere Innova tionskraft

und unsere starke Marktposition – seit über

135 Jahren«.

Die Jubilare stammen aus verschiedenen

Bereichen des Unternehmens und haben mit

ihrem Einsatz maßgeblich zur Entwicklung

der SIMONSWERK-Gruppe beigetragen, die

heute mit 1.000 Mitarbeitern und einem Portfolio

von mehr als 20.000 Artikeln weltweit

aktiv ist.

Neben der offiziellen Ehrung, in der jeder

Jubilar in persönlichen Ansprachen gewürdigt

wurde, bot die Veranstaltung Raum für

persönliche Gespräche, Rückblicke auf gemeinsame

Erlebnisse und einen festlichen

Ausklang. Ein besonderes Highlight war die

Übergabe einer Ehrenurkunde der Industrieund

Handelskammer sowie Geschenke des

Unternehmens für jeden Jubilar.

Mit dieser Ehrung unterstreicht SIMONS-

WERK nicht nur seine Wertschätzung gegenüber

langjähriger Mitarbeit, sondern auch die

Bedeutung von Kontinuität und Teamgeist in

einem innovationsgetriebenen Umfeld.

In diesem Jahr wurden folgende Mitarbeiter

geehrt:

50-jähriges Dienstjubiläum

Martina Max (Endmontage & Verpackung)

Frau Max begann ihren beruflichen Werdegang

unmittelbar nach ihrer Schulzeit im August

1975 bei SIMONSWERK. Hier war sie überwiegend

in der Endmontage tätig, wo sie insbesondere

die Bandsysteme der Produktgruppe

BAKA kontrollierte, montierte und verpackte.

Darüber hinaus engagierte sich Frau Max 15

Jahre als Ersthelferin. Seit kurzem befindet sie

sich im wohlverdienten Ruhestand.

Iris Wieschhues (IT)

Frau Wieschhues begann ihre Ausbildung

zur Industriekauffrau am 1. August 1985 und

wurde nach erfolgreichem Abschluss in die

IT-Abteilung übernommen. Hier begleitete

sie im Laufe der Jahrezehnte bedeutende

Meilensteine der Informationstechnologie.

Heute ist Frau Wieschhues maßgeblich mit

der Betreuung und Unterstützung der Anwendungssoftware

für die Bereiche Finanzen und

Vertrieb betraut.

Ralf Niemeyer (Stanzerei)

Herr Niemeyer startete am 1. August 1985

seine Ausbildung zum Betriebsschlosser

und war nach erfolgreich abgeschlossener

Prüfung in der Stanzerei und im Lagerwesen

tätig. Nachdem Ralf Niemeyer wiederum in

der Stanzerei an Pressen mit bis zu 630 t sein

Können unter Beweis gestellt hat, ist er heute

fester Bestandteil der Rohmateriallogistik.

Jochen Weißbrich (Werkzeugkonstruktion)

Am 1. August 1985 begann Herr Weißbrich seine

Ausbildung zum Werkzeugmacher, welche

er im Januar 1989 erfolgreich abschloss. Bis

zum Jahr 2000 war Herr Weißbrich in der Abteilung

Werkzeugbau tätig, wechselte dann

in die Werkzeugkonstruktion und hat dort

seitdem 1.523 Werkzeuge und Vorrichtungen

konstruiert.

25-jähriges Dienstjubiläum

· Sonja Bressel (Endmontage & Verpackung)

· Sandra Kohnert (Drahtumformung)

· Ivonné Newiger (Produktionsplanung

& -steuerung)

· Kristina Schöbel (Marketing)

· Ulrike Seise (Endmontage & Verpackung)

· Hiltrud Wietbüscher (Produktionsplanung

& -steuerung)

· André Langlotz (Stanzerei)

· Kemal Orhan (Werkzeugbau)

· Torsten Parulewski (Blechteilefertigung)

· Przemyslaw Schwenk (Arbeitssicherheit)

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Das Stadtgespräch


Heimische Feuerwehr kommt zu

Feuerwehrmann Sam

Da werden die Kinder aber Augen machen!

Ihr Held, der Feuerwehrmann

Sam, kommt am Sonntag, 9. November

2025, mit seinen Freunden in die Stadthalle

Rheda-Wiedenbrück. In der großen Familienshow

erleben Sam und seine Freunde ein

spannendes »Abenteuer auf der Dino-Insel«.

Beginn ist um 14 Uhr.

Bevor es auf der Bühne rundgeht, wird den

kleinen Fans schon eine Menge geboten. Die

Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück lässt es sich

nicht nehmen, ihren »Kollegen« Sam und

alle Kinder zu besuchen. Bereits ab 12.30 Uhr

heißt es vor der Stadthalle »Tatütata«. Mehrere

Fahrzeuge, darunter sogar ein Leiterwagen,

stehen dann vor der Halle und dürfen

bestaunt werden. Dazu stehen »echte« Feuerwehrleute

den Kindern Rede und Antwort.

Es lohnt sich also, frühzeitig zur Stadthalle zu

kommen. Und wenn ab 14 Uhr Sam die Bühne

betritt, erleben alle Besucher ein dinostarkes

Abenteuer.

Professor Pickles findet ein sehr altes Dino-Ei

und vermutet, dass es noch andere Dinosaurier-Fossilien

auf der Insel geben könnte.

Alle bereiten sich auf die weitere Forschung

vor. Doch dann geraten Norman Price und der

Assistent von Professor Pickles in Schwierigkeiten.

Sie sitzen in einer uralten, unentdeckten

Höhle fest! Was ist denn das?! Sind das Dino-Knochen?

Als sie sich ihren Fund genauer

ansehen wollen, fällt Licht auf die Lupe, und

es entsteht ein Feuer. O nein! Wird es Sam

und seinem Team gelingen, Norman und den

Assistenten von Professor Pickles rechtzeitig

aus der Höhle zu retten?

Auf das Publikum wartet eine spektakuläre

Show voller Tanz, Gesang, Humor und gewagten

Rettungsaktionen. Alle Kids sind übrigens

herzlich eingeladen als Feuerwehrmann oder

Dino verkleidet zur Show zu kommen.

Tickets für Feuerwehrmann Sam gibt es

ab 23,50 Euro bei der Flora Westfalica unter

Telefon 05242/9301-0, unter www.flora-ticket.

de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

© Prism Art & Design Limited, © HIT Entertainment Limited

Foto: Yasser El Dershaby – shutterstock.com

Neue Oberbetten- Abteilung

bei Otterpohl Matratzen

Natürlich gut schlafen mit Kamelhaar, Alpakahaar, Wolle und Daune

Otterpohl Matratzen erweitert sein

Sortiment und eröffnet eine neue

Oberbetten-Abteilung, die sich ganz

auf natürliche Schlafqualität spezialisiert. Im

Fokus stehen hochwertige Naturhaar-Oberbet-

ten aus Kamelhaar, Alpakahaar, Schurwolle und

Daune – Materialien, die für ein unvergleichlich

angenehmes Schlafklima sorgen.

»Immer mehr Menschen legen Wert auf

natürliche Materialien und ein individuelles

Schlafgefühl«, erklärt Fabian Otterpohl, Inhaber

von Otterpohl Matratzen. »Mit unserer

neuen Oberbetten-Abteilung möchten wir unseren

Kundinnen und Kunden die Möglichkeit

geben, das perfekte Bett für ihre persönlichen

Bedürfnisse zu finden – mit kompetenter Beratung

und einem Service, der weit über den

Standard hinausgeht.«

Neben einer großen Auswahl an Füllungen

und Größen bietet Otterpohl Matratzen eine

fachkundige Beratung, um für jedes Schlafbedürfnis

die passende Lösung zu finden. Der

erstklassige Service umfasst dabei individuelle

Anpassungen, Pflegehinweise und auf Wunsch

auch Sonderanfertigungen.

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im Geschäft am Feldhüserweg 10 geöffnet.

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die Welt der Naturhaar-Oberbetten zu

entdecken und sich persönlich von der Qualität

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übernimmt auch Schäden am eigenen Fahrzeug,

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Unfall oder bei Vandalismus.

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Fahrleistung ist wichtig – wer hier zu hoch

schätzt, zahlt oft zu viel Beitrag. Ebenso sinnvoll

ist es, auf Zusatzleistungen wie Schutzbrief, GAP-

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im Schadenfall bares Geld und viel Ärger sparen.

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vorgeschrieben und kommt für Schäden auf, die

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Am 29. und 30. Oktober feiert die

Kreissparkasse den Weltspartag

Feiern und sparen mit der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück

Im Oktober wird wieder das große Fest

der Sparkassen gefeiert: der Weltspartag!

Die Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück

feiert diesen Tag am Mittwoch, 29. Oktober

2025, und am Donnerstag, 30. Oktober 2025

in den BeratungsCentern Rheda und Wiedenbrück,

Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Verl,

Schloß Holte-Stukenbrock, Halle, Werther,

Borg holzhausen und Steinhagen. An diesen

Tagen sind die kleinen Sparer eingeladen, mit

ihren prall gefüllten Spardosen zur Sparkasse

zu kommen und sich für das Ersparte eine kleine

Belohnung abzuholen.

Ob für große Pläne, schlechte Zeiten oder

den wohlverdienten Ruhestand: Den Wunsch,

mit dem eigenen Geld ein Vermögen aufzubauen,

teilen Menschen aus aller Welt. Der

Weltspartag wird daher von Erwachsenen

genutzt, um sich Gedanken über ihre Sparstrategie

zu machen. Die Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück ist sich dieser Bedeutung

bewusst. Daher bietet das regionale Institut

seinen Kunden gleich zwei tolle Angebote anlässlich

des Weltspartags 2025: erstens einen

Sparkassenbrief mit 2 % Zinsen pro Jahr bei

3 Jahren Laufzeit und zweitens einen Rabatt

von 50 % auf den Ausgabeaufschlag bei Einmalanlagen

in ausgewählten Deka Top-Fonds.

Die Angebote gelten jeweils vom 15. Oktober

bis zum 30. November 2025. Nähere Informationen

gibt es unter kskhwd.de/200 oder

kskhwd.de/halberpreis.

Neben dem Geschenk, das die fleißigen

Sparerinnen und Sparer zum Weltspartag in

den BeratungsCentern der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück

für ihr gefülltes Sparschwein

erhalten, gibt es einiges zu erleben. In den

BeratungsCentern in Rheda und Wiedenbrück

werden die Besucherinnen und Besucher an

beiden Nachmittagen mit leckeren Waffeln versorgt.

In Rheda kümmert sich die Kindertageseinrichtung

Sonnenschein und in Wiedenbrück

die Kindertageseinrichtungen des DRK und die

Evangelische Kindertageseinrichtung um die

Waffelback-Aktion. Zusätzlich dazu bieten die

DRK-Kindertageseinrichtungen in Wiedenbrück

ein Kinderschminken an beiden Nachmittagen

an. In Rheda unterhalten am Donnerstagnachmittag,

30. Oktober, die Ballonkünstler Cordula

und Rüdiger mit ihrer Ballonkunst.

Auf www.knax.de/kskhwd sind alle Informationen

zum Weltspartag 2025 bei der Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück zu finden. Hier

gibt es auch eine Übersicht über alle Aktionen,

die am 29. und 30. Oktober in den jeweiligen

BeratungsCentern stattfinden. Dort gibt es auf

jeden Fall einiges zu erleben!

58

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Das Stadtgespräch


Wohnen im

Alter – eine

Entscheidung

fürs Leben

1 Abbildung auf dem neuen Adventskalender des

Lions-Clubs Rheda-Ems

Lions Club

Rheda-Ems bringt

Adventskalender

für 2025 heraus

Gewinne für den guten Zweck

Auch in diesem Jahr setzt der Lions Club

Rheda-Ems seine beliebte Tradition

fort und veröffentlicht den Adventskalender

2025. Ab dem 1. November ist der Kalender

wieder in zahlreichen Verkaufsstellen

erhältlich, darunter der Wiedenbrücker Lieblingsweinladen,

das Pressecenter Bökenkamp,

die Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück an der

Wasserstraße sowie die TTM-Tankstellen in

Rheda-Wiedenbrück.

Zusätzlich wird es wieder Sonderverkaufstermine

auf den Wochenmärkten in

Rheda-Wiedenbrück und Herzebrock-Clarholz

sowie im Elli-Markt in Langenberg geben. Die

genauen Termine werden kurzfristig bekannt

gegeben.

Der Lions-Adventskalender erfreut sich seit

Jahren großer Beliebtheit – nicht nur wegen

seiner stimmungsvollen Weihnachtsmotive

und täglichen Überraschungen, sondern vor

allem wegen seines wohltätigen Zwecks: Die

Erlöse aus dem Verkauf kommen vollständig

gemeinnützigen Projekten und hilfsbedürftigen

Menschen in der Region zugute.

Mit dem Kauf des Kalenders können Unterstützerinnen

und Unterstützer doppelt Freude

schenken – sich selbst und anderen. Jeder

Kalender enthält zudem eine individuelle Gewinnnummer,

mit der hochwertige Sachpreise,

Gutscheine und Geldgewinne verlost werden.

Der Lions Club Rheda-Ems lädt alle Bürgerinnen

und Bürger herzlich ein, sich einen Kalender

zu sichern und damit einen wertvollen

Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten.

Die Frage, wie und wo ich wohne,

begleitet uns ein Leben lang. In

jungen Jahren bestimmen Arbeit,

Familie und Finanzen oft automatisch unseren

Wohnort. Doch mit zunehmendem

Alter verändert sich die Situation: Das große

Haus, das einst voller Leben war, wird plötzlich

stiller. Gartenarbeit, Instandhaltung und

viel ungenutzter Raum können zur Belastung

werden. Gleichzeitig fällt der Gedanke

schwer, das Zuhause voller Erinnerungen zu

verlassen.

Unsere Erfahrung zeigt: Ist der Schritt

einmal gegangen, überwiegen die Vorteile

deutlich. Eine barrierearme Wohnung bedeutet

Selbstbestimmung, weniger Aufwand

und mehr Freiheit – sei es für Reisen, Unter-

Die diesjährige

Rheda-

Wiedenbrück-

Weih nachtskugel

ist da!

Ein Nostalgiekarussell wie es auf unserem

Christkindlmarkt zu sehen ist: 10

cm groß, Kugel in rot und Krönchen

in Gold ist das Motiv 2025 bei Bücher Güth.

Erhältlich ist die Weihnachtskugel exklusiv

und in limitierter Auflage für 27,95 Euro nur

in der heimischen Buchhandlung.

Der Historische Christkindlmarkt wurde

1973 von Manfred Güth, Walter Brentrup und

dem damaligen Bürgermeister Guido Heising

ins Leben gerufen und ist mittlerweile

vor der stimmungsvollen Kulisse des Marktplatzes

nicht mehr wegzudenken. Besonders

das Nostalgiekarussell vor dem Rathaus

sowie die Weihnachtspyramide mit Krippenfiguren

zur Weihnachtsgeschichte aus

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& Grund Immobilien GmbH, Tel. 05241 / 92150

nehmungen oder gemeinsame Zeit mit den

Liebsten.

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tragen zu dieser besonderen Atmosphäre

bei. »Unsere Weihnachtskugel fängt diese

Stimmung ein und verschönert hoffentlich

auch bald Dein Wohnzimmer!«, freut sich

Martina Güth.

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Das Stadtgespräch

61


Foto: Ann-Katrin Johannsmann, Klinikum Gütersloh

Termine

1

Dr. U. Görner, U. Funcken, Dr. W. Ruhwedel, Dr. S. Rösel, Dr. B. Lückebergfeld

2

Thomas Freitag

Bitte beachten Sie weitere Termine

aus unserer Oktober-Ausgabe.

Oktober

MI 22

8.00 Leonie Wieger:

»Momentaufnahmen«

Die Künstlerin Leonie Wieger stellt bis

Jahresende Kunstwerke im Foyer und

auf der Galerie des Rathauses aus –

größtenteil Acrylgemälde. Öffnungszeiten:

Mo–Fr 8–12 und Mo–Mi 14–17 Uhr

sowie Do 14–18 Uhr.

9.00 Neue Öffnungszeiten im

Recyclinghof Rheda-Wiedenbrück

Der von Pro Arbeit betriebene Recyclinghof

öffnet seit Oktober Di–Fr 13–17

Uhr und Sa 9–13 Uhr.

14.30–18.00 Keine Panik, is’ nur Kunst

Original-Aquarelle und Mischtechniken

sowie handsignierte und limitierte

Siebdrucke und Grafiken von Udo

Lindenberg werden im Museum Wilfried

Koch, Emsstraße 10, Rietberg,

noch bis zum 26. Oktober gezeigt.

Öffnungszeiten: Di–Fr 14.30–18 Uhr,

Sa–So 11–18 Uhr. Eintritt: 4 € / erm. 2 € /

Kinder, Jugendl. bis 17 J. frei.

15.00 555 Jahre Paterskirche –

Bevor Maria auszog

Ausstellung im Wiedenbrücker Schule

Museum bis 1. März. Öffnungszeiten

(außer an Feiertagen): Mi 15–18

Uhr, Do, Sa & So 15–17 Uhr sowie nach

Vereinbarung. Eintritt: Erw. 2,50 € /

Kinder, Schüler, Studenten, Menschen

mit Behinderung 1 € / Familien (ab 2

Foto: Pepijn Vlasman

Erwachsene, 1 Kind) 5 € / Kinder bis 5 J.

frei. Infos: wiedenbruecker-schule.de

15.30 Gil Shachar: Spiegel / Bilder

Der Bildhauer Gil Shachar bettet Plastiken

ihm bekannter Personen sowie

weiterer Objekte aus Wachs und

Epoxydharz in eine installative Ordnung

ein. Es entstehen Bilder, die den

Menschen in seinem Verhältnis zu

Umwelt, Mitwelt und existenziellen

Fragen spiegeln. Ausstellung in der

Orangerie bis 16. November. Öffnungszeiten:

Mo–Fr 15.30–17.30 Uhr, Sa 14–

16.30 Uhr, So 12–16.30 Uhr. Eintritt: frei.

DO 23

15.00 Barbara Körkemeier: Waldland

Malerei-Ausstellung im Bleichhäuschen

bis So 9. November (Finissage ab

15 Uhr mit der Künstlerin sowie Kaffee

und Kuchen). Öffnungszeiten: Mo, Di,

Do 15–17 Uhr, So 14–17 Uhr. Infos vorn.

FR 24

16.00–19.30 LichterZauber

Kinder können im Kloster bis 18 Uhr

spielen, basteln und an verschiedenen

Stationen forschen: von Kegeln

im Dunkeln bis zu Experimenten mit

Licht und Schatten. Um 18 Uhr beginnt

ein Mitmach-Hörspektakel im Dunkeln

– eine geheimnisvolle, spannende

Mitmachgeschichte von Kinderbuchautor

Michael Wrobel (für Kinder ab 6

J.). Dabei dürfen die Geräusche zur Geschichte

selbst erzeugt werden. Familienticket

7 € (2 Pers.) / 10 € (3–5 Pers.).

Tickets unter kloster-wiedenbrueck.

de, im Kloster (Mo–Fr 9–12 und 14–17

Uhr) oder an der Tageskasse.

SA 25

13.00–19.00

Rassekaninchen-Ausstellung

Der Kaninchenzuchtverein Wiedenbrück

lädt in den Städt. Bauhof, Hauptstr.

158. Auch So 26. Oktober 10 bis 17

Uhr. Für Kuchen, Waffeln, Getränke,

Bratwurst und Pommes ist gesorgt. Zudem

gibt es eine große Tombola.

14.00–18.00 90 Jahre Fernsehen in D

Sonderausstellung im Radio- und Telefonmuseum

im Verstärkeramt, Eusterbrockstr.

44. Geöffnet jeden Sa und So

14–18 Uhr. Gruppenführung nach Anmeldung

unter Tel. 05242/44330.

SO 26

13.00–18.00 Bürger- u. Vereinemarkt

Vereine und Organisationen präsentieren

sich in der Wiedenbrücker City. Die

Geschäfte haben verkaufsgeöffnet.

14.00 Führungen im Schloss Rheda

Gezeigt werden: romanische Schlosskapelle

u. historische Räume im Barocktrakt.

Dauer: ca. 1 Std. Treff: Schlossmühle.

Kosten (Barzahlung): Erw. 12 € |

Schüler / Studenten 6 €. Kontakt: Fürstliche

Kanzlei, Tel. 05242/9471-0, E-Mail

ingrid­ wedeking@gmx.de. Weitere Termine:

2., 9., 16., 23. und 30. November.

Infos: schloss-rheda.de

DI 28

8.00–10.00 Lehrschwimmbecken

im Hallenbad

Wegen der verstärkten Nutzung durch

Schulen, steht das Lehrschwimmbecken

der Öffentlichkeit Di–Do 8–10 Uhr

nur noch eingeschränkt zur Verfügung.

DO 30

18.00–19.00 Candlelight:

Ed Sheeran meets Coldplay

Der Schein tausender Kerzen verwandelt

die Stadthalle Gütersloh in eine

atemberaubende Konzertlocation mit

live gespielter klassischer Musik von

Ed Sheeran und Coldplay. Weiterer Termin:

Fr 21. November, 20.30–21.30 Uhr.

Infos und Tickets im VVK ab 33 € (ggf.

zzgl. Gebühren) unter stadthalle-gt.de

bzw. https://feverup.com/m/366138

FR 31

16.00 Lebensheldin! Du bist

die Heldin deines Lebens

Im Oktober steht das Thema Brustkrebs

weltweit im Fokus. Das Brustzentrum

Gütersloh des Klinikums

Gütersloh veranstaltet dazu: Die Autorinnen

Angelika Schindler-Obenhaus

und Sabine Westerheide von Lebens­

Heldin! e. V. stellen ihr Buch mit Lebensgeschichten

von Brustkrebspatientinnen

im »Eis & Café Pink Pinguin«,

Königstraße 46 (am Dreiecksplatz) vor.

Ohne Kosten. Anmeldung bei Ute Funcken

(Breast Care Nurse, Klinikum Gütersloh)

unter Tel. 05241/83-24106, ute.

funcken@klinikum­ guetersloh.de

November

SA 1

14.00–18.00 Geflügel- / Vogelschau

Der Rassegeflügelzuchtverein Rheda­

Wiedenbrück und der Vogelzuchtverein

Farbenpracht e. V. laden in den

Städtischen Bauhof, Hauptstr. 158, ein.

Eintritt: frei. Auch So 2. November

10–17 Uhr.

1

15.30 Andacht zu Allerheiligen

Mit dem Kirchenchor in St. Aegidius.

SO 2

10.00–15.30 Rundweg Werther,

Schwedenschanze Kammweg

Ca. 14,5 km lange Kammwanderung

mit Volker Korth über den Henge- zum

Gottes-, Peters- und Bußberg, an der

Kaiser-Friedrich Gedächnishütte vorbei

zum Palsterkamper und Mielberg,

dann über den südl. Kamm zurück. Für

Personen mit entsprechender Kondition

und auf eigene Verantwortung. Anreise

in Eigenregie. Gebühr: 14,50 €. Infos

und Anmeldung unter vhs-re.de.

11.00–12.30 Öffentliche Führung

durch die Wiedenbrücker Altstadt

Treffpunkt: Adenauerplatz. Kosten:

5 €. Ohne Anmeldung. Infos:

flora-westfalica.de.

14.00 SC Wiedenbrück

gegen Fortuna Köln

Regionalliga-Fußball im Jahnstadion

15.00–18.00 Tanztee

Live-Musik, Kaffee und Kuchen in

der Stadthalle. Eintritt: 5 €.

15.30–17.00 Fidolino: Kombiniere,

eine Haydn-Arbeit!

Zupfine Streicherzart, die berühmte

Geigenvirtuosin, hat einen Ton verloren.

Plötzlich schweigt die Geige! Ein Job für

Detektivin Schnüffelhorch: Wo könnte

sich der Ton versteckt haben? Schnüffelhorch

trifft große und kleine Instrumente

mit Saiten, Tasten und Klappen.

Mit Hören und Vergleichen kommt die

Meisterdetektivin bei Musik von Joseph

Haydn, Henry Cowell, Antonio Vivaldi

u. a. zu mancher Erkenntnis. Aber auch

zum Erfolg? Ein Konzert zum Hören

und Mitraten für kleine Detektive und

erwachsene Spurensucher mit Claudia

Runde im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal).

Eintritt (Kind & Erwachsener):

ab 15 €. Tickets im VVK bei der

Flora Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.

05242/9301-0 bzw. unter flora­ ticket.

17.00 C. Monteverdi: Marienvesper

Monteverdis bahnbrechendes Werk

von 1610 wird vom Ensemble »Le nuove

musiche« auf historischen Instrumenten

(Zinken, Flauti, Sackbutts, Dulzian,

Violinen, Violen, Gambe, Cello, Violone,

Theorben, Truhenorgel) mit der Kantorei

Lippstadt (Ltg. Roger Bretthauer) in

der Marienkirche Lippstadt aufgeführt.

Tickets ab 15 € / Schüler und Studenten

ab 10 € gibt es im VVK bei der Kulturinformation

im Rathaus Lippstadt. Infos:

evangelisch-in­ lippstadt.de

18.00 Irene Reig Quartett

Die herausragende katalanische Komponistin

und Saxophonistin vereint in

ihren Stücken expressive Soli mit dicht

verwobenem Ensemblespiel. Mit Xavi

Torres (Klavier), Pau Sala (Kontrabass)

und Andreu Pitarch (Schlagzeug) legt

sie höchsten Wert auf die intime, lyrische

Seite ihrer Musik, in der Improvisation

mit neu komponierten Melodien

verschmilzt. Das Konzert auf

dem Kulturgut Haus Nottbeck ist Teil

des Münsterlandfestivals part 13. Am

Veranstaltungstag können Besucher/

innen beim Kauf ihrer Tickets zusätzlich

eine Führung durch das Museum

für Westf. Literatur buchen (16.30 – ca.

17.30 Uhr). Tickets im VVK je 24 € / 20 €

62 Das Stadtgespräch


Termine

(zzgl. Gebühren) unter kulturgutnottbeck.reservix.de

| AK 27 € / 23 €. Infos:

www.kulturgut- nottbeck.de

DI 4

10.00–12.00 »Kleiner runder Tisch«

An jedem ersten Dienstag im Monat

sind Mitglieder des Seniorenbeirats für

Seniorinnen und Senioren in der Gastronomie

des Edeka-Schenke-Markts,

hören zu, beantworten Fragen zur

Stadtentwicklung, nehmen Anregungen

auf und geben praktische Tipps

z. B. zu Tablett- u. Handy-Nutzung.

Ohne Anmeldung, ohne Verzehrpflicht.

17.00–19.30 Konstituierende Sitzung

des neuen Rates

Mit feierlicher Verabschiedung der

ausscheidenenden sowie Einführung

der neuen Ratsmitglieder. Mo 10. November:

erste »normale« Sitzung. Ort

Großer Sitzungssaal des Rathauses.

18.00–18.30 Aqua-Fitness

Die Bäderverwaltung weist darauf hin,

dass die beliebten Kurse im Hallenbad

wieder starten. Zeiten: dienstags 18–

18.30 Uhr und freitags 9–9.30 Uhr. Eine

Anmeldung ist nicht erforderlich.

MI 5

19.00 »Vom Flüchten und Ankommen

– oder was es bedeutet, die Heimat

zu verlassen und in Gütersloh neu anzufangen«

wird im Refektorium des

Klosters gelesen. Dort stellen geflüchtete

Frauen aus Afghanistan, Eritrea,

dem Irak, Nigeria und Syrien mit kleinen

einstudierten Szenen ihre ganz

persönlichen Geschichten dar. Sie geben

Zeugnis von Mut, Hoffnung und

dem unerschütterlichen Willen, trotz

aller Hindernisse ein neues Leben anzufangen.

Die Idee zum Buch und

der Veranstaltung entstand im Rahmen

des Gütersloher FrauenKulturCafés.

Eintritt: frei. Reservierung unter

kloster-wiedenbrueck.de erbeten.

19.00 BücherZeit

Neu im Küsterhaus: Ein Abend für

alle, die gern lesen und sich über Bücher

austauschen möchten. Wer mag,

bringt 1–2 Bücher mit und stellt diese

den anderen vor – egal ob Krimi oder

Sachbuch – Hauptsache, das Buch ist

eine Empfehlung wert. Ohne Anmeldung.

Infos: dorfaktiv.de

20.00–22.00 Die Schilddrüse: kleines

Organ mit großer Wirkung

Funktionsstörungen der Schilddrüse

können in jedem Alter auftreten. Dr.

Henning Wolf, Oberarzt der Klinik für

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

und Dr. Daniel Winter, Chefarzt der

Klinik für Innere Medizin und Endokrinologie

am Sankt Vinzenz Hospital

geben im Stadthaus sowohl aus der

Sicht eines Chirurgen als auch aus der

eines Hormonspezialisten einen Überblick

über die häufigsten Krankheitsbilder

und ihre Behandlungsmöglichkeiten.

Anschl. Beantwortung von Fragen.

Ohne Gebühr. Anmeldung über

die Zentrale der VHS erforderlich.

DO 6

19.00 Workshop zur Zukunft

der Marienkirche

Die Abteilung Stadtentwicklung

lädt dazu alle Interssierten ins

Ratsgymnasium.

20.00–22.00 Thomas Freitag:

Rückzug über die Minen der Ebene

Aus den einstigen Zukunftsträumen

des Nachkriegskindes Thomas sind

mittlerweile Albträume geworden,

und die Wut darüber lässt ihn nicht

kalt. Der Mensch ist keine arme Sau,

wenn ihm der Umgang mit digitalen

Errungenschaften nicht gelingt, wenn

er mit KI, Suchtmitteln, Reichtum

und Ehre nicht umgehen kann und er

stattdessen prompt jeder positiven Errungenschaft

den Missbrauch folgen

lässt. Keine Sau würde so etwas tun.

Wer den großartigen Verwandlungskünstler

noch einmal erleben will,

sollte sich seine Abrechnung damit

nicht entgehen lassen. Comedy in der

Stadthalle. Einlass: 19 Uhr. Tickets im

VVK ab 26,50 € bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de.

FR 7

3

14.00–16.00 Päckchen für Matiši

Die kath. St. Clemens-Gemeinde und

die ev. Versöhnungsgemeinde laden

zur Weihnachtspäckchen-Aktion für

Lettland ein. Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen

sowie Seniorinnen und

Senioren in Valmiera und Matiši mit

kleinen Weihnachtspäckchen im

Schuhkarton Freude und Hoffnung zu

schenken. Der Karton wird mit weihnachtlichem

Papier / einer Serviette

ausgelegt. Ein Gruß in Form einer

Karte, z. B. mit den lettischen Grüßen

»Priec gus Ziems v tkus!« und

eine Kerze können beigelegt werden.

Für Seniorenpäckchen sind willkommen:

Filterkaffee (gemahlen), Fleischund

Fischkonserven, Tütensuppen,

Brühwürfel, Marmelade, Schokolade,

Kekse / Süßigkeiten, Seife, Hand- oder

Körpercreme, Zahnbürste und Zahnpasta,

Shampoo. Kinderpäckchen bitte

so kennzeichnen: K für Kleinkinder

bis ca. 6 J., S für Schulkinder ab 7 J., T

für Teenager ab 12 J. Zusätzlich bitte

vermerken: M für Mädchen oder J für

Junge. Außerdem werden haltbare Lebensmittel

gesammelt, z. B. Kaffee,

Konserven, Zucker, Rosinen, Nüsse,

Spekulatius, Stollen und Lebkuchen.

Diese werden getrennt verpackt und

transportiert. Die Annahme erfolgt im

Pfarrheim St. Clemens, Wilhelmstr. 19

(Zufahrt zum Parkplatz über die Kolpingstraße),

auch Sa 8 November, 10–

12 Uhr. Den Transport übernimmt der

Kreis Gütersloh. Wer kein ganzes Paket

packen möchte, kann einzelne Spenden

in die Körbe der kath. Kirchen St.

Clemens und St. Johannes legen. Ehrenamtliche

stellen daraus weitere

Weihnachtsgeschenke für Valmiera

zusammen. Auch Geldspenden sind

willkommen: Die ev. Kirchengemeinde

freut sich über Spenden auf das Konto

bei der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück

(IBAN: DE68 4785 3520 0000

0059 59, Stichwort »Matiši«). Die kath.

Kirchengemeinde nimmt Überweisungen

auf ihr Konto bei der Volksbank

Ostwestfalen eG (IBAN: DE77 4786 0125

0000 7894 07, Stichwort: »Valmiera«)

entgegen. Davon werden zusätzliche

Päckchen zusammengestellt. Rückfragen:

Dora Hofmann (kath. Gemeinde),

Tel. 05242/47640, Birgit Strothenke

(ev. Gemeinde), Tel. 05242/931587.

18.00 SpieleTreff im Kloster

Bei bekannten und neuen Strategie-

Spielen sind Einsteiger ebenso will-

2

3

Bei der Sammlung im vergangenen Jahr

4

Hugo Egon Balder

kommen wie Experten. Eigene Spiele

können gern mitgebracht werden. Eintritt:

frei. Ohne Reservierung.

18.00–19.00 Der Pilgerweg nach

Santiago de Compostela

Die Geschichte des Jakobswegs beginnt

vor ca. 2000 Jahren. Einer Erzählung

nach hat sich Jakob, einer der

Apostel Jesu, selbst auf den Weg nach

Spanien gemacht. Aber warum reiste

er nach Spanien? Warum gibt es so viele

Wege, die nach Compostela führen?

Wie kann man heute den Jakobsweg

begehen? Worauf muss man dabei

achten? Über eigene Erfahrungen auf

dem Jakobsweg wird berichtet. Vortrag

in deutscher Sprache mit Franco Tous

im grünen Saal auf dem vhs campus in

Rheda. Gebühr: 12,50 €. Infos und Anmeldung

unter vhs-re.de

18.00–21.00 Kriminacht in Rheda

Einkaufen, Spurensuche, Live-Musik,

Gewinnspiel u.v.m. Infos vorn.

19.00 VesperZeit

Leckerer Zwiebelkuchen in versch. Varianten

im Küsterhaus. Anmeldung:

vesperabend@ dorfaktiv.de oder Tel.

05242/9648956.

4

Foto: Nils Samp

20.00–22.00 Hugo Egon Balder:

Erzählt es bloß nicht weiter

Seine Karriere begann er als Schlagzeuger,

Komponist und Texter. Dann

gelang ihm beim Fernsehen als Moderator,

Entertainer, Schauspieler und

Produzent mit »Alles Nichts Oder?!«,

»Tutti Frutti«, »Die Hit-Giganten«, »Genial

daneben«, »RTL Samstag Nacht«

der Durchbruch. In seiner ersten Solo-Tour

lässt er sein Publikum mit viel

Ironie und Sprachwitz hinter die Kulissen

seines Lebens blicken und erzählt

viele Anekdoten aus seiner Zeit beim

Fernsehen und seinem turbulenten

Privatleben. Comedy in der Stadthalle.

Einlass: ab 19 Uhr. Tickets im VVK ab

34,50 € bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de.

SA 8

11.00–11.30 Eine Kleine Marktmusik

Das Akkordeon-Ensemble aus Rietberg

(Ltg. Heiko Buhr) bietet in der

Stadtkirche ein abwechslungsreiches

Programm, von ruhigen, besinnlichen

Klängen bis hin zu bekannten Ohrwürmern.

Eintritt: frei – Spende erbeten.

14.00–17.00 RepairCafé

Eigene Gegenstände mitbringen und

unter Anleitung reparieren. Preis:

Spende nach eigenem Ermessen. Ort:

Osterrath-Realschule, Burgweg 19.

15.00–21.00 KreativesKochen

für Alleinstehende

Wie man das Kochen als einzelne Person

zeitsparend, effizient, kostengünstig,

vielfältig und lecker gestalten

kann, erfahren die Tln. eines speziellen

Kochkurses im Küsterhaus. Einer theoretischen

Einführung folgt eine praktische

Übung am Kochtopf. Der Abend

endet mit einem gemeinsamen Essen.

Kosten (inkl. Lebensmittel, Handout,

etc.): 15 €. Getränke zu den üblichen

Preisen. Anmeldung bis 31. Oktober

erforderlich bei Ludger Vollenkemper,

Tel. 0160/1560566. Infos: dorfaktiv.de

Das Stadtgespräch

63


Termine

5

Finnischer Tango (13. November)

6

Die Artothek präsentiert ihre neuen Bilder.

20.00 Kalter weißer Mann

Firmengründer Gernot Steinfels ist

mit 94 Jahren verstorben. In Ermangelung

einer trauernden Familie richtet

das Unternehmen in Person des Geschäftsführers

»in spe« Horst Bohne

die Trauerfeier aus. Bohne, ganz ein

Mann der alten Schule, möchte die

Feier exakt nach seinem Plan durchführen,

doch schon am Text der Trauerschleife

entzündet sich ein Streit.

Die Marketing-Chefin, der Social-

Media-Experte, eine junge Praktikantin

und die Chefsekretärin haben in

vielen weiteren Punkten ganz andere

Vorstellungen als er. Über einen unbedachten

Social-Media-Post ist ruckzuck

die Öffentlichkeit involviert – es

kommt zu einem veritablen Shitstorm

... Kömödie mit dem Piustheater

im Piushaus, Süd ring 185. Weitere

Termine: So 9., Mi 12., Fr 14., Sa 15., So

16., Mi 19., Fr 21. und Sa 22. November –

sonntags um 17 Uhr, sonst um 20 Uhr.

Karten / Restkarten im VVK je 12 € /

10 € bei der Flora Westfalica, Rathausplatz

8–10, Tel. 05242/93010 oder unter

flora- ticket.de. Info: piustheater.de

SO 9

12.00 Pogromgedenken

Zum gemeinsamen Gedenken an die

Opfer vom 9.11.1938 lädt Bürgermeister

Theo Mettenborg alle Mitbürger/innen

auf den Jüd. Friedhof (Woesteweg/Ignaz-Bubis-Platz).

Mit einer Kranzniederlegung

wird an die Gräueltaten des

NS-Regimes erinnert. Auch aus Rheda,

Wiedenbrück und Herzebrock sind

zahlreiche Menschen verschleppt und

ermordet worden. Die Schüler/innen

+++ SO 9 – 14.00 »Jüd. Leben in Rheda« Führung mit Beate Kremser in Rheda ab Doktorplatz. Kosten: 5 €. Anmeldung: flora-westfalica.de +++

Foto: Kay-Christian Heine

der Israel AG des Einstein-Gymnasiums

erinnern an die schrecklichen Ereignisse.

Herren werden gebeten, eine Kopfbedeckung

zu tragen.

14.00 Feuerwehrmann Sam – live

Auf der Pontypandy-Insel findet Professor

Pickles ein sehr altes Dino-Ei.

Um herauszufinden, ob es noch andere

Dinosaurier-Fossilien auf der Insel

geben könnte, begeben sich Feuerwehrmann

Sam und das Feuerwehrteam,

Mandy und Norman Price mit

dem Assistenten von Professor Pickles

auf die Suche. Doch dann sitzen die

beiden letztgenannen in einer unentdeckten

dunklen Höhle fest. Beim

Einschalten ihrer Taschenlampe entdecken

sie Dino-Knochen?! Als sie sich

ihren Fund genauer ansehen wollen,

fällt Licht auf die Lupe und es entsteht

ein Feuer. O nein! Wird es Sam

und seinem Team gelingen, die beiden

rechtzeitig aus der Höhle zu retten?

Empfohlen ab 2 J. Ort: Stadthalle Rheda-Wiedenbrück.

Einlass: ab 13 Uhr.

Die Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück

kommt auch zu Besuch. Die Kids (gerne

als Feuerwehrmann oder Dino verkleidet)

dürfen einen Blick in die Feuerwehrautos

werfen, Fragen stellen

und sich fotografieren lassen. Tickets

im VVK ab 23,50 € bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0

bzw. unter flora- ticket.de.

16.00 FilmZeit Spezial:

»Grüße vom Mars«

Der zehnjährige Autist Tom ist fasziniert

vom Weltall und träumt davon,

Astronaut zu werden. Doch zunächst

steht eine ganz andere Herausforderung

bevor: die Sommerferien bei seinen

Großeltern. Toms geordnete Welt

gerät ins Wanken, denn er mag weder

Veränderungen noch Lärm, noch die

Farbe Rot. Seine Mutter, die für einige

Zeit ins Ausland muss, macht ihm

Mut: Wer es bei Oma und Opa schafft,

schafft es überall... Sehr gelungener,

gesellschaftssatirischer Kinderspielfilm

im Küsterhaus (Regie: Sarah Winkenstette

| Drehbuch: Sebastian Grusnick,

Thomas Möller). Eintritt: 3 €. Einlass:

ab 15.30 Uhr. Infos: dorfaktiv.de

17.00 OhrWL – Musik von hier

präsentiert Almost Phil

Eigene Songs und Cover bekannter Hits

bringt der Bielefelder Singer-Songwriter

ins Refektorium des Klosters: mal

flott, mal melancholisch, immer mit

tiefer sanfter Stimme und mit seiner

Gitarre. Sein richtiger Name ist Dennis,

doch seine Mutter hätte ihn damals

fast Philipp genannt ... Tickets je 15 €

gibt’s unter kloster- wiedenbrueck.de,

im Kloster (Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr)

oder an der Abendkasse.

MO 10

19.00 Kreuzkirchen-Konzerte

Auch in diesem Jahr setzt die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde

die beliebte

Reihe fort. Der Eintritt ist frei.

Den Auftakt machen Jan Weige mit einer

feinen Auswahl an Musikstücken

am Klavier im Wechsel mit Silke Steinmetz,

die zeitgenössische Texte zum

Nachdenken, Inspirieren und Schmunzeln

liest. | Di 11. November: Der Rainbow-Gospelchor

(Ltg. Tim Edler) präsentiert

ein vielfältiges Repertoire von

traditionellen Spirituals bis zu modernen

Gospelsongs. | Mi 12. November:

Jubiläums-Mitsingkonzert mit den

Li(e)derlichen Brüdern: Chansons und

Schlager, Liebeslieder und Li(e)derliches,

Altes und Neues | Do 13. November:

Ein Abend voller finnischem Tango

unter dem Motto »Tangon Taikaa«

(Zauber des Tangos) mit dem Sänger

Timo Valtonen und seinem Wegbegleiter

Valentin Butt, der sein Akkordeon

wie ein ganzes Orchester klingen lassen

kann | Fr 14. November: Konzert

mit dem Meinhard Siegel Trio+: Während

Meinhard Siegel viele Jahre mehrere

Monate im schwedischen Värmland

lebte und seine frühen heiter

beschwingten oder melancholisch verträumten

Kompositionen davon beeinflusst

sind, präsentiert die Gruppe

einen homogenen, beinahe schwerelos

wirkenden Sound, ganz nach dem

Titel der aktuellen Band-CD »What a

beautyful day«. | Sa 15. November: Der

Genussabend mit Pianist und Sänger

Robin Beckmann sowie einem 3-Gänge-Menü

ist bereits ausgebucht.

20.00 Sisters of Comedy – Nachgelacht

Eine grandiose und witzige Show

von Frauen für alle. Das Vorurteil »Es

gibt ja nur so wenige lustige Frauen!«

führte zu ihrer Gründung. Die Shows

finden deutschlandweit gleichzeitig

statt. In der Stadthalle dabei sind: Ingrid

Kühne, Katrin Piplies und Betty La-

Minga, Ruth Schiffer, Sia Korthaus und

Moderatorin Esther Münch in ihrer Paraderolle

als Walli Ehlert. Die Einnahmen

in Rheda-Wiedenbrück gehen an

das Frauenhaus Gütersloh und an das

Projekt Solomütter. Tickets im VVK ab

32,50 €, z.B. unter flora-ticket.de oder

Tel. 05242/9301-0. Einlass: ab 19 Uhr.

5

DI 11

11.11 Karnevalsauftakt

Start: Hohenfelder Brauhaus und anliegende

Scheune. Infos vorn.

19.00–20.30 Kreisweite Energiesparwochen

online

Online-Veranstaltungen via Zoom jeweils

19–20.30 Uhr. Di 11. Nov.: Neue

Heizung – Wärmepumpe u. ihre Alternativen

(Sven Rauscher) | Mi 12. Nov.:

Außenwände fachgerecht dämmen

(Oliver Erdmann) | Do 13. Nov.: Gut gegen

kalte Füße – Kellerdecke dämmen

(Klaus Michael) | Mo 17. Nov.: Anbieterwechsel

bei Strom und Gas – gewusst

wie! (Christina Wallraf) | Di 18.

Nov.: Solarstrom nutzen in Mehrfamilienhäusern

(Jörg Sutter) | Do 20.

Nov.: Aktuelle Regeln und Fördermittel

für Sanierung und Heizungstausch

(Jan Karwatzki). Ohne Kosten. Nähere

Infos und Anmeldung bis jeweils

am Veranstaltungstag 12 Uhr unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder

briefkasten@vhs-re.de. Die Zugangsdaten

gibt es jeweils bis 15 Uhr.

20.00–22.30 Die großen 7: Moby Dick

Inspiriert von der Poesie Shakes peares

und der Archaik biblischer Texte,

erzählt Herman Melvilles Weltroman

die berühmte Abenteuergeschichte

über den gewaltigen weißen Wal

Moby Dick und seinen rachsüchtigen

Jäger Captain Ahab. Der Kampf mit

den Naturgewalten stellen ihn und

seine verschworenen Gefährten vor

die Urfragen menschlicher Sinnsuche.

Melville beschreibt in mächtigen

Bildern das Ringen des Menschen mit

sich und der Natur und zeichnet so ein

visionäres Portrait unserer modernen

Zivilisation. Schauspiel mit Musik mit

dem Ensemble Persona in Kooperation

mit dem Sharoun-Theater Wolfsburg

in der Stadthalle. Tickets im VVK

ab 22 € bei der Flora Westfalica, Rathausplatz

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de.

MI 12

19.00–20.30 »Narren« und »Zwerge«

an Fürstenhöfen

Über Populäre Vorstellungen und historische

Wirklichkeit berichtet Historiker

Roland Linde anhand von Beispielen

aus Westfalen im Domhof. Gebühr:

10 €. Anmeldung bis 10. November,

16 Uhr unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-

900 oder briefkasten@vhs-re.de.

19.30–21.00 Ein Abend m. Jane Austen

Vor 250 Jahren wurde im Pfarrhaus des

Ortes Steventon ein Mädchen geboren,

das eine der größten Schriftstellerinnen

der Weltliteratur werden sollte: Jane

Austen. Sie beobachtete mit Humor

und wachem Verstand die bürgerliche

und adlige Gesellschaft ihrer Zeit und

kommentierte das menschliche Miteinander

mit spitzer Feder. Als Erwachsene

erlebte sie die Epoche der technischen

und kulturellen Umbrüche im

Vereinigten Königreich und Irland. Ihre

großen Romane »Stolz und Vorurteil«,

»Verstand und Gefühl« sowie »Emma«

sind Kombinationen von Gesellschaftsund

Liebesromanen und läuteten den

Beginn des Realismus in der englischen

Literatur ein. Szenische Lesung in der

Stadtbibliothek Wiedenbrück mit Sarah

Damhorst als Elizabeth Bennet und

Florian German als Fitzwilliam Darcy.

Moderation: Regine Richert. Gebühr:

64 Das Stadtgespräch


+++ DO 20 – 19.00 Leselieblinge In der Buchhandlung Güth werden aktuelle Bücher und Geheimtipps vorgestellt. Anmeldung erbeten. +++

VVK 12 € / erm. 6 €. Anmeldung bis

10. November, 16. Uhr unter vhs-re.de,

Tel. 05242/9030-139 oder aleksandra.

matuszak@vhs-re.de. AK 14 € / erm. 7 €.

DO 13

13.30 Seniorenwanderung im Raum

Boomberge bei Harsewinkel

Der SGV Gütersloh freut sich auf alle,

die mitwandern wollen. Treff: Parkplatz

an der Bielefelder Str. 26, Gütersloh. Infos:

Uschi Ries, Tel. 05247 / 405353

19.00–21.00 Aktuelle Buchtipps von

Annemarie Stoltenberg

Ob herzergreifende Romane, Geschichten

aus dem Leben, hochspannende

Krimis oder topaktuelle Sachbücher:

Aus dem großen Angebot der Neuerscheinungen

hat die Literaturexpertin

wieder eine besondere Auswahl

mitgebracht und berichtet mit Herz

und Humor von ihren Leseerlebnissen.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der

Stadtbibliothek Rheda-Wiedenbrück,

der Buchhandlungen Güth und LESART

sowie der Volkshochschule Reckenberg-Ems

im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal).

Gebühr: VVK 12 € / erm. 6 €.

Anmeldung bis 11. November, 16 Uhr

unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139

oder aleksandra.matuszak@vhs-re.de.

AK: 14 € / erm. 7 €. Infos: vhs-re.de.

FR 14

15.00–23.00 Andreasmarkt

Kirmes in Rheda. 17 Uhr: offizielle Eröffnung

auf dem Rathausplatz. Auch

Sa 15. November, 14–23 Uhr und So 16.

November, 14–20 Uhr. Infos vorn.

18.30 »Kirmesschmaus« zum

Andreasmarkt im Domhof

Am 1. Oktober 1579 schenkte Gräfin

Anna von Bentheim-Tecklenburg ihrer

Stadt Rheda zwei Vieh- und Jahresmärkte,

u. a. den Andreasmarkt. Am

Ende des Jahres sollten die Bürger die

Erträge ihrer Arbeit anbieten und verkaufen

können. Schon sehr früh zog

der Andreasmarkt als Viehmarkt auf

den Werlplatz. In der Neuzeit verdrängten

Fahrgeschäfte und Buden die Tiere.

Die Kirmes zog in die Innenstadt zurück

und man traf sich anschließend

in den Rhedaer Kneipen. Der Heimatverein

Rheda möchte an diese Tradition

anknüpfen und lädt zu einem rustikalen

westfälischen Buffet mit gebratenem

Möpkenbrot, Bratleberwurst mit

Apfelspalten, Schmorzwiebeln, Rübenkraut

und Apfelmus in den Domhof

ein. Klönen und Gespräche mit

Freunden und Bekannten bei Essen und

Trinken sollen die Stadtgesellschaft

zusammenführen. Kosten: 19,50 €

p. Pers. Anmeldung bis 7. November bei

Gabri ele Ebel, Tel. 05242/49745 oder

unter info@ heimatverein-rheda.de.

ab 19.00 DeelenZeit

Im Küsterhaus nette Menschen treffen

und ein kühles Getränk genießen. Ein

Pizza-Holdienst wird angeboten.

SA 15

15.00–18.00 Zum 10. Mal:

»Tag des Offenen Ateliers«

Kunstinte ressierte können diesmal an

zwei Tagen hinter die Kulissen schauen,

sich mit den Künstlerinnen und Künstlern

austauschen und Werke erwerben.

Zum Jubiläum wird es auch die Gelegenheit

an einer Verlosung von Kultur-

und Kreativ-Gutscheinen geben. Burgweg

96: Michael Bachus | Hauptstr. 24,

Künstlerhaus Repke: Birgit Frieda Amhoff,

Birgit Dürbusch, Jutta Koch, Willi

Repke, Petra Wagener, Friederike Zech |

Kirchpl. 2, Stadtbibliothek: Artothek,

Stefan Hein | Kirchpl. 2, VHS Reckenberg-Ems:

Kunstschülerinnen und

-schüler | Klingelbrink 11, Bäckerei Vorbohle:

Andrea Berheide | Klingelbrink

21, Eiscafé Garda: Jürgen Türksch | Lange

Str. 31: Ottilie Dreier | Lange Str. 91,

KunstLaden: versch. Künstlerinnen

und Künstler | Markt 6, Pohlmann und

Partner Immobilien: Nadine Ruhnau |

Rathausplatz 13, Galerie im Rathaus:

Leonie Geldmacher | Rentruper Str.

4: Petra Rentrup | Eichenstr. 28, Langenberg:

Bernd Bergkemper. Auch So

16. November 11–18 Uhr. Weitere Infos:

offene- ateliers-rhwd.de

19.33 Prinzenproklamation

Närrischer Abend mit dem Fürstlichen

Trompetercorps Rheda, Büttenredner

Huber Meiwes, Bauchredner Andreas

Römer, der Karnevalsband Jeckbeat

sowie DJ Dennis Kleinelümern. Tickets

unter gruenefunken.de oder bei

Heike Paß, Tel. 05242/54625 bzw.

0176/34974902 für 18 €. Ort: Stadthalle.

Einlass: 18.30 Uhr. Infos vorn.

20.15 Not2Old

Die Stromberger Band bringt in der

»eisflamme« am Doktorplatz Kulthits

aus den 70ern bis 90ern und teilweise

aktuelle Titel zu Gehör – von A wie

Amy McDonald bis W wie White Stripes.

Besetzung: Susanne Wagner (Gesang),

Philip Schneider (Bass), Georg

Sonnenberg (Keyboard), Wolfgang

Hofmann (Drums) und Uwe Schneider

(Gitarre und Gesang). Eintritt: frei – ein

Sammelhut wird herumgereicht.

SO 16

ab 9.00 Gedenkveranstaltungen

zum Volkstrauertag

Vorläufige Termine: Herz-Jesu-Kirche

Batenhorst: 9 Uhr Kranzniederlegung

(Freiw. Feuerwehr, Löschzug Batenhorst),

10 Uhr Hl. Messe. | Antonius-

Kapelle Lintel: 10 Uhr Wortgottesdienst,

10.45 Uhr Kranzniederlegung (Freiw.

Feuerwehr, Löschzug Lintel) | Kirchplatz

Wiedenbrück: 10 Uhr, vor dem Hochamt

(Freiw. Feuerwehr, Lösch zug Wiedenbrück)

| Steinweg Rheda: 11.15 Uhr

zu Fuß zum Mahnmal im Fichtenbusch

(Heimatverein Rheda).

11.00 Arthothek: Neue Bilder 2025

Zahlreiche Künstler/innen haben der

Artothek in der Stadtbibliothek Wiedenbrück

(Kirchplatz 2) neue Bilder zur

Verfügung gestellt, die in einer Ausstellung

bis 13. Dezember präsentiert

werden. Zur Vernissage sind alle Interessierten

herzlich eingeladen.

12.00 Tageswanderung: Leberblümchen-Weg

im Bereich Steinhagen

Der SGV Gütersloh lädt auch Nichtmitglieder

ein, mitzuwandern. Man trifft

sich am Parkplatz Bielefelder Str. 139 in

Wiedenbrück. Infos: Nicole Henkenjohann,

Tel. 0160 / 97719480.

14.00–17.00 SonntagsCafé f. Familien

Leckerer, selbstgemachter Blechkuchen,

Heiß- und Kaltgetränke im / am

Küsterhaus. In der Remise stehen für

die Kleinen bunte XXL-Bausteine zur

Verfügung. Infos: dorfaktiv.de

6

7

»Wander Woman« Christine Thürmer

8

Hans-Jürgen Hufeisen und Margot Käßmann

DI 18

20.00–21.30 Schenken mit

warmer Hand

Über die Vor- und Nachteile der Alternative

für eine letztwillige Verfügung

spricht Dorothee Maiwald (Fachanwältin

für Erbrecht sowie Notarin)

im Haus der Kreativität. Anmeldung

bis 14. November, 12 Uhr unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder

briefkasten@vhs-re.de.

20.00–22.30 Christine Thürmer:

Wander Woman Tour

Warum bereitet sich die wohl meistgewanderte

Frau der Welt lieber am

Computer als im Fitness-Studio auf

ihre Touren vor? Wieso trägt sie unterwegs

keine Unterhose, hat aber einen

Müllsack dabei? Und was an diesem

Leben macht sie so verdammt glücklich?

Mit vielen lustigen, spannenden

und nachdenklichen Anekdoten beschreibt

Christine Thürmer ihren Weg

von der Coach Potato zur Langstreckenwanderin

und ihren Outdoor-Alltag

als Frau alleine. Dazu gibt sie jede

Menge praktischer, aber auch ungewöhnliche

Tipps und Tricks und führt

ihre minimalistische Ausrüstung live

vor. Show in der Stadthalle . Einlass:

ab 19 Uhr. Karten im VVK ab 34,50 €

bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter

flora- ticket.de.

MI 19

19.00 Die Botschaft vom Frieden

Schon die Stimme eines Engels auf

den Feldern von Bethlehem verkündete

den Hirten »Friede auf Erden«. Nur

7

8

Termine

Foto: Mischa Gawronsk

eine schöne Geschichte? Margot Käßmann

interpretiert die Weihnachtsbotschaft

als eine Geschichte der

Hoffnung und des Gottvertrauens.

Hans-Jürgen Hufeisen verschafft ihren

Gedanken mit seiner Flötenmusik

einen eigenen Klangraum. Der Pianist

Thomas Strauß begleitet beide

bei dieser Konzert-Meditation in der

Kreuzkirche am Klavier. Eintritt: 25 €

im VVK im Gemeindehaus, Schulte-Mönting-Str.

6, bei der Buchhandlung

Güth, In der Helle 7+11 oder bei

der Flora Westfalica, Rathausplatz

8-10, Rheda. AK 30 €

DO 20

18.00 Roadshow Kommunale

Wärmeplanung

In welchen Gebieten der Stadt ist der

Wärmeverbrauch besonders hoch? Wo

könnten Wärmenetze geplant werden?

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück lädt mit

Energy 4 Climate und dem Beratungsbüro

D-Fine GmbH, welches mit der

Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung

beauftragt ist, in die Aula des

Einstein-Gymnasiums. Dort werden

die Ergebnisse der Bestandsanalyse

der kommunalen Wärmeplanung öffentlich

präsentiert und die Potenziale

im Stadtgebiet angesprochen. Experten

der Landesgesellschaft für Energie

und Klimaschutz informieren über

»Wie heize ich zukünftig mein Haus?«

und »Sanierungsmaßnahmen finanzieren«.

Einlass: ab 17.30 Uhr.

18.00–21.45 Männerkochkurs

Wenn Männer kochen, kommt immer

etwas ganz besonderes dabei raus. In

Das Stadtgespräch

65


Termine

einfachen, aber wirkungsvollen Rezepten

zeigt Holger Preuß bei diesem kulinarischen

Männerabend, wie Mann

sich im Alltag etwas Gutes tun und

eventuell auch noch jemanden beeindrucken

kann. Zum Zuge kommen

versch. Gerichte aus unterschiedlichen

Regionen, mit Fleisch aber auch komplett

vegan. Große Vorkenntnisse sind

nicht notwendig. Bitte Schürze, ggf.

Schneidemesser, behälter für Reste

und Getränke mitbringen. Ort: Küche

im vhs campus Rheda. Gebühr inkl.

Zutatenbeitrag: 39 € / erm. 31,26 €. Infos

und Anmeldung unter vhs-re.de

20.00 Tord Gustavsen Trio

Seine Fans folgen ihm in die Konzertsäle

der Metropolen, wie z. B. der Elbphilharmonie,

und genießen dort seine

einprägsamen Kompositionen und

Arrangements. Nun kommt der norwegische

Jazzpianist, Komponist und

Bandleader mit seinem preisgekrönten

Trio ins Abrahams und präsentiert sein

Album »Seeing« aus 2024. Veranstalter:

Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück e. V.

Tickets im VVK ab 27 € (ggf. zzgl. Gebühren)

unter flora-ticket.de

FR 21

19.30–21.30 KlosterKwizz: Welches ist

das schlauste Team?

Leute treffen und Spaß haben im Kloster:

Anmelden können sich einzelne

Personen, Paare oder Gruppen für

Teams mit 3 bis 6 Personen. Einlass: 19

Uhr. Tickets im VVK je 10 €. Reservierung

unter kloster- wiedenbrueck.de,

Abholung / Bezahlung im Kloster Mo–

Fr 9–12 Uhr u. 14–17 Uhr oder an der TK.

20.00–21.30 soirée musicale: Lied- und

Klaviermusik zu zwei und vier Händen

Auf dem Programm von Sopranistin

Elisabeth Schnippe und Pianistin Christiane

Brüggenjürgen stehen Kompositionen

aus Klassik, Romantik und des

20. Jh, bereichert durch Werke von Johann

Sebastian Bach, Franz Schubert

und Percy Grainger, vorgetragen von

Ansgar Brockamp. Ort: Stadthaus. Gebühr:

10 € / erm. 5 €. Anmeldung bis

19. November, 16 Uhr unter vhs-re.de,

Tel. 05242/9030-139 oder aleksandra.

matuszak@vhs-re.de. AK 12 € / erm. 6 €.

SA 22

10.00–12.00 Workshop:

Ordnung halten

Das Kinderzimmer platzt aus allen

Nähten, das Wohnzimmer wird zur

Spielwiese: Ordnungscoach Marthe

Cobasson zeigt Eltern mit Kindern (ca.

8–12 J.) Wege zu mehr Ordnung, Klarheit

und Miteinander. Kosten: 5 € p. P.

Einlass: 9.45 Uhr. Reservierung unter

kloster- wiedenbrueck.de, Abholung /

Bezahlung im Kloster Mo–Fr 9–12 Uhr

u. 14–17 Uhr oder an der TK.

14.00 SCW gegen SV Rödinghausen

Regionalliga-Fußball im Jahnstadion

SO 23

10.30 Hochamt zu Christ König

Tag der Chormusik mit Aufnahme der

neuen Chormitglieder in St. Aegidius.

16.30–18.30 Preisträgerkonzert

Jugend- Musik-Preis 2025

Mit den Kategorien Streichinstrumente,

Klavier, Klavierkammermusik und

Gesang in der Aula des EInstein-Gymnasiums.

Ohne Gebühr / Anmeldung.

Infos: vhs-re.de

19.00–21.30 Comedy Camp Tour

Präsentiert von Radio Gütersloh: Die

Stadthalle verwandelt sich zum 20.

Geburtstag des Comedy Camps in ein

Zentrum des Humors: Paul Panzer zeigt

in »Schöne neue Welt« mit feinsinnigem

Humor, wo die Menschheit wirklich

steht: Willkommen in der Hölle.

Die preisgekrönte Entertainerin Katie

Freudenschuss bietet eine abwechslungsreiche

Mischung aus Kabarett, eigenen

Songs, Stand-up und grandiosen

Improvisationen. Ingmar Stadelmann,

vielfach preisgekrönter Stand-up Comedian

und Meister des provokanten

Humors nimmt mit scharfsinnigen und

schonungslosen Pointen die Absurditäten

des Alltags aufs Korn. Gastgeber

Jürgen Bangert greift natürlich selbst

zwischendurch in die Gag-Kiste – und

vermutlich zum Telefon … Einlass: ab 18

Uhr. Restkarten im VVK ab 29 € bei der

Flora Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.

05242/9301-0 bzw. unter flora- ticket.de.

MO 24

14.30 Christkindlmarkt

Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz

in Wiedenbrück bis 23. Dezember. Öffnungszeiten:

Mo–Fr 14.30–21 Uhr, Sa

12–22 Uhr, So 12–21 Uhr. So 7. Dezember:

Die Geschäfte öffnen 13–18 Uhr.

MI 26

19.00–20.30 Kinderverschickungen

Geschichte – Auswirkungen – Erinnerungen:

Zwischen 1950 u. 1990 wurden

mehr als 10 Mio. Kinder in der BRD

auf sogenannte Erholungskuren verschickt.

Statt gesund, kehrten viele

traumatisiert zurück. Esszwang und

Toilettenverbot gehörten zum Alltag,

aber auch körperliche Strafen, Demütigungen,

Erniedrigungen, Medikamentenmissbrauch

und sexualisierte

Gewalt – sogar Todesfälle sind dokumentiert.

Viele leiden noch heute.

Detlef Lichtrauter, 1. Vors. des Vereins

»Aufarbeitung Kinderverschickungen

NRW e. V.«, referiert im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal)

über die Geschichte,

den Stand der Aufarbeitung und Möglichkeiten

zur Stärkung der Resilienz

für Betroffene. Anschl. Umtrunk. Gefördert

durch den Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg

e. V. Gebühr:

VVK 10 € / AK 12 €. Anmeldung bis 24.

November, 16 Uhr unter vhs-re.de, Tel.

05242/9030-900 oder briefkasten@

vhs-re.de.

19.00–21.00 Was tun bei

Pflegebedürftigkeit?

Orientierungskurs für pflegende

Angehörige und Ehrenamtliche

aller Kassen mit Marion Moselage im

Haus der Kreativität. 2 Mittwochs-Termine!

Ohne Gebühr – der Kurs wird

von der AOK NordWest finanziert. Eine

Anmeldung über die Zentrale der VHS

ist erforderlich. Infos: vhs-re.de

19.00–22.00 Vertanzt

»Was macht Spaß und bringt gute Laune?

Sich ordentlich durchschütteln!«

After-Work-Tanzabend des Jazz-Clubs

Rheda- Wie denbrück mit Rock und Pop.

Ohne Eintritt und barrierefrei. Ort: La

Cantina, Bosfelder Weg 7.

Das

Stadtgespräch

PODCAST AUS RHEDA-WIEDENBRÜCK

BIKER MIT HERZ

Podcast Veröffentlichung am 01.11.2025

In unserer nächsten Folge begrüßen wir Maik Dreisvogt, den Präsidenten der Biker-

Organisation U.B.A.K.A. Ostwestfalen e. V. – einer Gruppe, die sich nicht dem Image

klassischer Motorradclubs verschreibt, sondern mit klarer Mission: Kindern und

Jugendlichen zu helfen. U.B.A.K.A. steht für Urban Bulldogs Against Kids Abuse und

engagiert sich lokal für Familien mit wenig finanziellen Ressourcen, erfüllt Herzenswünsche,

unterstützt Renovierungen, Ausflüge oder auch einfach nur ein

Lächeln in schweren Zeiten.

Wir sprechen mit Maik über die Ursprünge und Motivation von U.B.A.K.A.,

konkrete Projekte und Hilfsaktionen, die Herausforderungen,

wenn man als »Biker« unterwegs ist und was Zuhörer/innen tun

können, um zu helfen oder selbst aktiv zu werden.

Seid mit dabei am 1. November, wenn wir hinter die Kulissen

schauen und eine andere Seite des Biker-Lebens kennenlernen.

Jetzt auch

als Video

Podcast!

Ihr könnt unseren Stadtgespräch-Podcast über

Spotify, Deezer, Apple Podcast, Audio Now

oder über Amazon Music anhören – oder ihr

scannt den hier abgebildeten QR-Code.

Kontakt:

www.ubaka-ostwestfalen.de/wir-bei-instagram

ubaka_ostwestfalen

66 Das Stadtgespräch


Dr. Jekyll &

Mr. Hyde –

Grusel-Klassiker

in der Stadthalle

Grusel-Klassiker meets Halloween! Das

Theater Ex Libris ist dafür bekannt,

berühmte Literatur als Live-Hörspiele

auf die Bühne zu bringen. Passend zu

Halloween präsentiert das Ensemble rund um

den Schauspieler und Kabarettisten Christoph

Thiemann am Mittwoch, 29. Oktober 2025 die

unheimliche Novelle »Der seltsame Fall des Dr.

Jekyll & Mr. Hyde« in der Stadthalle Rheda-Wiedenbrück.

Beginn ist um 20 Uhr.

Das Unheil nimmt seinen Lauf im Jahr 1886

in London. Der Rechtsanwalt Utterson erhält

das Testament seines Freundes Dr. Henry

Jekyll. Es enthält die Anweisung, dass im Falle

des Verschwindens des Arztes sein gesamtes

Vermögen unverzüglich »seinem Freund und

Dr. Jekyll & Mr. Hyde

Wohltäter« Mr. Hyde zu überschreiben sei. Was

hat das zu bedeuten? Mr. Hyde gilt als ausgemachtes

Scheusal. Wird Dr. Jekyll etwa von

Edward Hyde erpresst?

Foto: Hanno Endres / Theater ex libris

Tickets für das Live-Hörspiel sind zu

24,90 Euro bei der Flora Westfalica unter Telefon

9301-0 oder im Ticketshop der Flora unter

www.flora-ticket.de erhältlich.

Das Stadtgespräch

67


Auch in 33397 Rietberg, Rathausstr. 52, seit 2011 vor Ort

Der Goldpreis klettert von Rekord zu Rekord und erreicht immer neue Höchststände. Doch wenn man sich schon von

seinem Gold trennen muss, dann soll das Edelmetall wenigstens das Geld bringen, was es wirklich wert ist. Wir sind

seit mehreren Jahren in Rietberg auf den Ankauf von Edelmetallen spezialisiert. Nun können Sie uns auch in

Wiedenbrück, Lange Str.17 (neben Intersport Wien), besuchen. Holen Sie sich ein Angebot von uns, bevor Sie Ihren

Gegenstand verkaufen. So stellen Sie sicher, dass Sie den besten Preis erhalten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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