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Pack & Log 07/2025

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Ausgabe 07/2025

Pack & Log

Die Fachzeitschrift für Verpackung & Intralogistik

Österreichische Post AG / MZ 10Z038727 M / PL Verlag OG, Bahnstraße 4, 2340 Mödling

143. Ausgabe, 15. Jahrgang

Neuer

Standort!

am Containerterminal

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Wien I Graz I Ennshafen I Skycov (SK) I Szentgotthard (HU)

Kennzeichnen

Innovationskraft aus dem

OstenS18

Maschinen

Gedrucktes sicher und verlässlich

verpacken S28

SPS 2025

Wo Innovation auf Industrie

trifftS36



News / Wichtiges

Außenansichten

Jubiläum. Vor fünf Jahren haben

führende Unternehmen aus der Verpackungswertschöpfungskette

die

Plattform Verpackung mit Zukunft ins

Leben gerufen. Ihr Ziel: nachhaltige

Lösungen für Verpackungen voranzutreiben,

faktenbasiert aufzuklären und

den Dialog zwischen Wirtschaft, Politik

und Gesellschaft zu stärken. Heute ist

die Plattform ein anerkanntes Netzwerk,

das Verantwortung sichtbar

macht und als treibende Kraft in der

Debatte um Kreislaufwirtschaft wahrgenommen

wird.

interpack 2026. Künstliche Intelligenz,

innovative Materialien, neue

Funktionalitäten und Zukunftskompetenzen

– die großen Transformationsthemen

der Branche warten

nicht. Von 7. bis 13. Mai 2026 erhalten

Besucher:innen auf der interpack

die entsprechenden Impulse und

Kontakte. Marktführer aus allen Wertschöpfungsstufen

machen sich bereit.

Auch der Ticketshop ist ab sofort geöffnet.

Führungswechsel. Kardex, ein führender,

weltweit tätiger Anbieter von

automatisierten Lager- und Bereitstellungssystemen,

gibt eine Veränderung

in der Geschäftsleitung der österreichischen

Landesgesellschaft bekannt.

Mit sofortiger Wirkung übernimmt Viktor

Pasztor die Position des Geschäftsführers

von Kardex Austria. Pasztor

wechselt von der Würth-Gruppe zu

Kardex, wo er das österreichische Geschäft

von Würth MODYF erfolgreich

aufgebaut und skaliert hat. Mit seiner

langjährigen Erfahrung im B2B-Vertrieb

und seiner klaren strategischen

Ausrichtung wird Viktor Pasztor die

Positionierung von Kardex in Österreich,

Slowenien, Ungarn und Rumänien

weiter stärken.

Dr. Jane Goodall, weltbekannte

Ethologin, Naturschützerin, Humanistin

und Friedensbotschafterin,

ist im 91. Lebensjahr gegangen.

Dr. Goodall war weltweit für ihre 65-jährige

Forschungsarbeit über wilde Schimpansen

in Gombe, Tansania, bekannt. Mit ihren umfassenden

revolutionären Verhaltensstudien

stellte sie die damals vorherrschenden

wissenschaftlichen Ansichten in Frage: Sie

zeigte, dass Schimpansen Werkzeuge herstellen

und nutzen, Emotionen haben und

innerhalb von komplexen Sozialstrukturen

leben.

In der zweiten Hälfte ihres Lebens widmete

sie sich einem noch größeren Aufgabenbereich.

Rund 300 Tage im Jahr war sie weltweit

als Fürsprecherin zahlreicher Tier- und

Umweltschutzprojekte unterwegs. Sie setzte

sich leidenschaftlich dafür ein, junge Menschen

für Umweltschutz und humanitäre Projekte

zu begeistern, und sie leitete zahlreiche

Initiativen, die sich sowohl mit wilden als

auch mit in Gefangenschaft lebenden Schimpansen

befassten. Ihr fester Glaube an den

notwendigen Respekt vor allen Formen des

Lebens auf der Erde haben sie stets geleitet.

Jane begeisterte sich schon als Kind für die

Tierwelt, brachte Regenwürmer mit ins Bett

und beobachtete Vögel und Spinnen. Mit

ihrem Taschengeld kaufte sie in einem Antiquariat

den Roman Tarzan bei den Affen und

träumte fortan davon nach Afrika zu reisen,

um mehr über Tiere zu lernen und Bücher über

sie zu schreiben. „Alle haben mich ausgelacht“,

erzählte Goodall, „du bist doch nur ein

Mädchen, und Afrika ist ein gefährlicher Ort,

voller wilder Tiere, träum` lieber von etwas,

das du erreichen kannst.“ Aber die junge Jane

blieb stur: Niemand konnte ihr diesen Plan

ausreden. Mut machte ihr die eigene Mutter.

Sie motivierte ihre Tochter, ihren Traum zu

verfolgen, auch wenn das Geld knapp war und

die Zeiten im Nachkriegsengland hart. „Was

sie zu mir gesagt hat, habe ich später so vielen

jungen Menschen in aller Welt weitergegeben“,

sagte Goodall, „wenn du etwas wirklich

machen willst, dann arbeite daran und nutze

jede Gelegenheit, die sich dir bietet.“

von Manfred Meixner

Nach ihrer Schulausbildung fehlte das Geld für

ein Studium und sie besuchte zunächst eine

Schule für Sekretärinnen. 1957 verwirklichte

sie ihren langgehegten Traum, Afrika kennenzulernen.

Auf Einladung einer Schulfreundin

reiste sie nach Mombasa. 1960 war Kenia ihr

Ziel. Sie fand im Nairobi National Museum eine

Anstellung und kam so in Kontakt mit dessen

Direktor Louis Leakey. Er war es auch, der sie

nach einer Zeit der Zusammenarbeit bat, nach

Tansania zu reisen, um wilde Schimpansenfamilien

zu studieren.

Am 14. Juli 1964 erreichte Jane mit dem Boot

jenen Ort am Tanganjikasee, der ihr Leben

vollkommen veränderte: Den Regenwald von

Gombe. Gemeinsam mit ihrer Mutter und einigen

einheimischen Männern errichtete sie

dort ein Zeltlager – die Basis ihrer berühmten

Forschungsstation. So kam es, dass Jane

Goodall, eine Frau mit 30 Jahren, die bis dahin

nie studiert hatte, zur Affenforscherin

wurde – einfach, weil sie es sich in den Kopf

gesetzt hatte.

Es war damals schon klar, dass Janes Arbeit

nur dann ernst genommen werden würde,

wenn sie über eine akademische Qualifikation

verfügte. Die britische National Geographic

Society förderte ihre Studien, obwohl sie keinen

Abschluss hatte. Es wurde ihr ein Doktoratsstudium

ermöglicht und so promovierte

sie schließlich 1965 an der University of Cambridge

in Ethologie.

Im Laufe ihres Lebens und ihrer bemerkenswerten

Karriere inspirierte Dr. Jane Goodall

Generationen von WissenschaftlerInnen und

gab unzähligen Menschen aus allen Gesellschaftsschichten

Hoffnung. Sie war davon

überzeugt, dass „jede und jeder Einzelne von

uns jeden Tag einen Unterschied macht – es

liegt an uns, welchen Unterschied wir machen.“

m.meixner@packundlog.at


INHALT

Aktuell

von Gernot Rath

Die Wahl der richtigen Transportverpackung ist heute so

eine Sache. Noch immer ist das Verbot der Wickelfolie

aus Kunststoff im Rahmen der PPWR nicht vom Tisch.

Die Druckerei Berger in Horn hat es mit Alternativen

versucht, aber schlussendlich ist man wieder beim klassischen

Umreifen & Wickeln gelandet. Produktschutz geht vor! Mehr

zur Lösung in unserem Anwenderbericht auf S. 28.

Apropos Produktschutz: Farben sind heikler als man gemeinhin

annehmen möchte. Die Wahl der richtigen Verpackung ist entscheidend

für die Haltbarkeit und die Produktqualität. Und hier macht das

Preisregen für innovative

Bag-in-Box-Lösung S 7

Vom Katalog zum

Digital-Champion S 10

Sind Ökologie und

Ökonomie Gegensätze? S 14

Innenansichten

Bag-in-Box System eine sehr gute Figur, selbst wenn es um 1.000

Liter geht. Es verwundert daher nicht, dass Boxli – so der Name der

großvolumigen Bag-in-Box Verpackung – vor kurzem regelrecht mit

Preisen überschüttet wurde (S. 7).

Ein polnisches Unternehmen versucht derzeit auch im deutschsprachigen

Raum Fuß zu fassen: Masterpress. Die Innovationskraft aus

dem Osten ist durchaus beeindruckend. Auch in Österreich konnte

schon ein sehr renommierter Kunde gewonnen werden. Pack & Log

traf den Verkaufsleiter zum Interview, um mehr zu erfahren (S. 18-19).

Wissen Sie, was SPICE ist? Nein, damit ist jetzt weder der englische

Ausdruck für Gewürze noch das Hauptexportprodukt des fiktiven Wüstenplaneten

Dune gemeint. SPICE steht in diesem Fall für „Sustainable

Packaging in a Circular Economy.” Dahinter steckt ein Projekt, das

zeigt, wie wichtig Qualifizierung als Brücke zwischen Forschung und

Industrie sein kann. Nähre Informationen auf S. 34-35.

Und nun zu etwas ganz anderem: Die Zukunft der Reinigung! Auch die

ist – wie bei soviel anderen Abläufen – automatisiert. Mit den kleinen

Staubsaugerrobotern, die man von zu Hause kennt, haben die Geräte

für die industrielle Reinigung jedoch nur das Grundprinzip gemein.

Mehr dazu auf S. 26-27.

Nach der FACHPACK (S. 8) ist vor der SPS. Sie geht von 25. bis 27. November

2025 ebenfalls im Messezentrum Nürnberg über die Bühne.

Seit über drei Jahrzehnten ist die SPS ein fester Termin im Kalender

der Industrie – als Plattform für Innovation, Austausch und technologische

Weichenstellungen und als verlässliches Trendbarometer

für die Entwicklungen in der Automatisierungsbranche. Pack & Log

berichtet ab S. 36.

Kennzeichnen

Kennzeichnung bereitet

Boden für Lagerdigitalisierung S 20

Ein kleiner Datenträger

mit großer Wirkung S 22

Flaschenetikett

neu gedacht S 24

g.rath@packundlog.at


Die weltweit führende

Plattform der Intralogistik ZERTIFIZIERT

07/2025

Maschinen

Die Zukunft der Reinigung ist

automatisiert S 26

Erfindergeist

am Rheinfall S 30

Vakuum senkt Kosten in der

Nudelproduktion S 32

Internationale Fachmesse für

Intralogistik-Lösungen und

Prozessmanagement

24. – 26. März 2026

Messe Stuttgart

Kreislauf

PASSION FOR

DETAILS

Discover the Difference

SPICE – Sustainable Packaging

in a Circular Economy S 34

SPS

Wo Innovation auf

Industrie trifft S 36

Smarte Antriebslösungen für

die automatisierte Produktion S 38

Partner für die intelligente

Automatisierung S 39

Follow us on ®

Firmen & Partner S 40

Impressum S 43

MACHER TREFFEN SICH

JÄHRLICH IN STUTTGART

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und dabei sein!

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Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

SPS

Foto: Uwe Niklas

Drei Mal Gold beim Deutschen

Verpackungspreis 2025

Große Bühne und viel Applaus für die Besten der Besten: Das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (dvi) hatte geladen

und feierte gemeinsam mit rund 280 Gästen aus der Branche die 37 Gewinner des Deutschen Verpackungspreises

2025. Höhepunkt der Veranstaltung am ersten Tag der FACHPACK in Nürnberg war die Bekanntgabe der

Gold-Awards.

Auch dieses Jahr hatte die Jury von

der Möglichkeit Gebrauch gemacht,

besonders wegweisende Innovationen

aus dem Kreis der Verpackungspreisträger

zusätzlich mit einem Gold-Award

zu würdigen und auszuzeichnen. Die mit

viel Spannung erwartete Verkündigung

führte dreimal zu hocherfreutem Jubel bei

den Innovatorinnen und Innovatoren der

siegreichen Unternehmen, die in der Folge

erneut auf die Bühne gerufen wurden, um

nun auch die Gold-Trophäe in Empfang zu

nehmen.

Gold für AeroFlexx. Die revolutionierte

Flüssigkeitsverpackung des US-Unternehmens

AeroFlexx Innovative Liquid

Packaging Technology besticht nach Ansicht

der Jury durch ihre innovative Kombination

aus Funktion und Nachhaltigkeit. Die Verpackung

für Produkte wie beispielsweise

Duschgels oder Saucen besteht aus flexiblem

LDPE und benötigt so deutlich weniger Material

als vergleichbare Flaschen. Damit spart

sie Ressourcen und trägt aktiv zur Reduzierung

von Abfällen bei. Das einzigartige

Design sorgt durch das integrierte Airframe-

Luftpolster für eine stabile und widerstandsfähige

Struktur. Gleichzeitig ermöglicht es

über eine Selbstverschluss-Ventiltechnologie

die vollständige Entleerung des Inhalts und

bietet höchsten Komfort bei der Verwendung.

Die problemlos recycelbare Verpackung

wurde in der Kategorie Funktionalität

& Convenience mit dem Verpackungspreis

ausgezeichnet und erhält nun zusätzlich den

Gold-Award der Jury.

Gold für DACHSER. Der global agierende

Logistikdienstleister DACHSER SE mit

Sitz in Kempten erhält den Gold-Award für

seine DACHSER Retail Box. Das innovative

und neuartige Mehrwegsystem für die europäische

Stückgutlogistik ermöglicht den

umweltfreundlichen Transport empfindlicher

oder hochwertiger Güter als Standardsendung

über das Stückgutnetz. Der abschließbare

Mehrwegbehälter im Europaletten- und

Eurohalbpaletten-Maß verfügt über ein innovatives

digitales Tracking-System, kann

effizient im Mischbetrieb der heterogenen

Stückgutlogistik genutzt und rückgeführt

werden und optimiert so die Prozesse im

Versand und am POS. Die Retail Box hat eine

Nutzlast von 500 kg und ein Ladevolumen

von 1,84 Kubikmetern, ist mit einem Siegel

sicherbar und lässt sich in unter 50 Sekunden

auf- oder abbauen. Zusammengefaltet

beansprucht sie nur 73 Prozent der Fläche

einer Europalette, was den Leergut-Transport

effizient und deutlich nachhaltiger macht.

Nach dem Verpackungspreis in der Kategorie

Logistik & Materialfluss erhält DACHSER für

seine Innovation nun auch den Gold-Award.

Gold für Molkerei Gropper. Bereits

im Juli 2025 wurde die PP-Monomaterialverpackung

für RTD Kaffee der Molkerei Gropper

GmbH & Co. KG von der Jury mit dem

Verpackungspreis in der Kategorie Nachhaltigkeit

/ Recyclingfähigkeit ausgezeichnet.

Nun erhält der PP-Becher für Ready-to-

Drink-Kaffee auch den Gold-Award. Die

Verpackung zeigt nach Ansicht der Jury, wie

durchdachtes Design, Materialintelligenz

und Nutzerorientierung zu einer echten Innovation

verschmelzen und neue Maßstäbe

in der nachhaltigen Verpackungsentwicklung

setzen können. Herzstück der Lösung ist

ein clever integriertes In-Mould-Label, das

die klassische Aluminiumplatine ersetzt, die

Funktion der Erstöffnung übernimmt, nach

dem Öffnen am Deckel verbleibt und wie

der gesamte Becher aus reinem Polypropylen

besteht. Neben einem verbesserten

Nutzungserlebnis gelingt so auch eine sortenreine

Wiederverwertung der gesamten

Verpackung. Die Innovation überzeugt auch

in der Produktion, da die Verbindung von

Becher und Deckel über eine energieeffiziente

Ultraschallverschweißung erfolgt und

damit bei erhöhter Produktsicherheit ohne

Klebstoffe auskommt.

Alle Gewinner des Deutschen Verpackungspreis

2025 unter www.verpackung.org/

events/deutscher-verpackungspreis [pl]


Preisregen für innovative

Bag-in-Box-Lösung

Pack & Log 07/25

Um 1.000 Liter Farbe zu verpacken, gibt

es einige Möglichkeiten. Die neueste

und wohl ungewöhnlichste wurde vor

kurzem gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet:

Zum einen mit dem Deutschen

Verpackungspreis 2025 in der Kategorie

„Logistik & Materialfluss“ und zum anderen

mit dem österreichischen Green Star

Packaging Award in der Kategorie „Produkt“.

Fotos: EVOPACK

Boxli ® ist eine Bag-in Box Verpackung,

und diese kennt man hierzulande

vor allem als Getränkeverpackung.

1.000 Liter Farbe bzw. Klebstoff

in einer Wellpappeverpackung wirken auf

den ersten Blick doch eher ungewöhnlich.

Dennoch hat sich das deutsche Start-up

EVOPACK speziell die chemische Industrie

auf ihre Fahnen geschrieben. „Das

liegt daran, dass Fruchtsäfte und Farben

ein gemeinsames Problem haben: Sie können

verkeimen und somit schimmeln“,

erklärt Timo Geiger, einer der drei Gründer

von EVOPACK. Die passende Lösung

bietet das Bag-in-Box System, denn der

flexible Kunststoff-Inliner bleibt immer in

direktem Kontakt mit der Produktoberfläche,

auch wenn Flüssigkeit entnommen

wird, so gelangt kein Sauerstoff an das

Füllgut. Die Wellpappebox sorgt wiederum

für den Schutz des Inliners. Das sah

sowohl die Jury des Deutschen Verpackungspreises

als auch jene des Green Star

Packaging Award so. Sie würdigten das

Bag-in-Box-System von EVOPACK und

TRICOR als durchdachte Alternative zu

Florian Ebinger (li) und Timo Geiger (re). – zwei der drei Gründer von EVOPACK – präsentieren

stolz ihre preisgekrönte Boxli ® . Die großvolumige Bag-in-Box Verpackung überzeugt

durch Vorteile in Handling, Nachhaltigkeit und Produktschutz

herkömmlichen IBCs in der Chemieindustrie

– mit Vorteilen in Handling, Nachhaltigkeit

und Produktschutz.

Besonders hervorgehoben wurde das ganzheitliche

Konzept, das auf sichere und effiziente

Abfüll-, Lager- und Transportprozesse

für wasserbasierte Flüssigkeiten ausgelegt

ist. Boxli ® 1000 unterstützt Unternehmen

dabei, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen

– ohne Einbußen bei Qualität oder Wirtschaftlichkeit.

Das Geheimnis liegt in der Konstruktion:

Der integrierte Automatikboden in dem

steifen Umkarton erleichtert die Aufrichtung

erheblich, besonders da dieser ein unregelmäßiges

Achteck ist. In dem Deckelmodul

wurde der Beutel mit dem Einfüll- und dem

Auslaufventil integriert sowie eine Kartonlage

mit acht seitlichen Laschen. Die Montage

des Deckelmoduls ist sehr einfach und

verdrehsicher, da die Kartonlage mit den

Laschen wie ein Trichter funktioniert.

In der Logistik punktet das System mit Sicherheit

& Effizienz hinsichtlich platzsparender

Anlieferung, einfacher Handhabung und

deutlicher Reduktion des Abfallvolumens.

BoxliR 1000 besteht bis zu 90 % aus recycelten,

nicht-fossilen Materialien, ist

vollständig recyclingfähig und erfüllt die

Anforderungen der neuen EU-Verpackungsverordnung

(PPWR). Im Vergleich zu starren

Verpackungen lassen sich bis zu 70 % CO 2

,

Lager- und Transportkosten einsparen.

Entwickelt wurde Boxli ® 1000 von EVO-

PACK – in enger Zusammenarbeit mit TRI-

COR sowie der Industrial Packaging Liner-

Sparte (IPL) der Ringmetall SE. Seit 2025

ist EVOPACK Teil der Ringmetall SE. Die

Produktion erfolgt sowohl bei EVOPACK als

auch gemeinsam mit TRICOR Packaging &

Logistics AG.

[pl]

Im Vergleich zu starren Verpackungen lassen

sich mit Boxli ® bis zu 70 % CO 2

, Lagerund

Transportkosten einsparen


Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

FACHPACK 2025: Die Verpackungsindustrie

präsentierte sich innovativ und lösungsorientiert

Drei Tage lang voller Inspirationen, Innovationen und Austausch auf der FACHPACK, europäische Fachmesse

für Verpackung, Technik und Prozesse und der POWTECH TECHNOPHARM, internationale Messe für Process

Operations. Das Messezentrum Nürnberg wurde zu einer eigenen Stadt, die eine Mission eint: ihre jeweiligen

Unternehmen und Branchen voranzubringen und in die Zukunft zu führen. An den Messeständen und im Rahmenprogramm

der FACHPACK tauschte sich die Community über Trends und Innovationen aus und diskutierte

wichtige Fragen rund um Kreislaufwirtschaft, Regularien, Automatisierung, Digitalisierung und KI.

SPS

Die Atmosphäre in den Hallen war

durchweg gut. „Die Qualität der

Fachbesucher war ausgezeichnet.

Es ist diese besondere Hands-on-Mentalität,

die die Branche auszeichnet und dem

Motto der FACHPACK in die Hände spielt:

Wir machen gemeinsam Zukunft“, fasst

Phuong Anh Do, Director FACHPACK bei

der NürnbergMesse, die Stimmung auf

der FACHPACK 2025 zusammen.

Ganz Europa zu Gast in Nürnberg.

Die FACHPACK präsentierte einmal

mehr ein vielfältiges Spektrum an Lösungen

und Innovationen rund um Verpackungen,

Verpackungstechnik und -prozesse. Das

Messezentrum Nürnberg wurde dabei zum

Treffpunkt für Fachbesucher aus ganz Europa.

Der internationale Anteil der Gäste

lag bei 37 Prozent. Die Besucher stammten

überwiegend aus Schlüsselbranchen

wie Food und Feed, Chemie, Pharma und

Medizin, Kosmetik, Handel, Automotive,

Elektrik und Elektronik, Non-Food, Logistik

sowie Verpackung.

Heimat für Start-ups und Innovationen.

Auf der FACHPACK 2025 war

die Innovationskraft in allen Bereichen zu

spüren. Bereits am Vortag brachte die Futury

GmbH in Zusammenarbeit mit FACHPACK

und EIT Food erstmals etwa 100 führende

Akteure der europäischen Verpackungs-

Start-up-Szene auf dem FuturePack-Summit

zusammen. Junge Gründerinnen und Gründer

präsentierten ihre Ideen für die Verpackungswelt

von morgen – von nachhaltigen

Materialien über digitale Tools bis hin zu

neuen Geschäftsmodellen.

Frische, unkonventionelle Ideen und Produkte

zur Lösung von Verpackungsfragen

fanden Besucher auch in diesem Jahr wieder

bei den Start-ups der Verpackungsbranche

in Halle 3 am geförderten BMWK-

Gemeinschaftsstand „Young Innovators“

für junge, innovative Unternehmen sowie

Das Messezentrum Nürnberg wurde zum Treffpunkt für Fachbesucher aus ganz Europa.

Der internationale Anteil der Gäste lag bei 37 Prozent

auf dem „Newcomer-Pavillon“ für Erstaussteller

oder internationale Newcomer in

der Branche.

Der STUDENT DAY am dritten Messetag

brachte Unternehmen und den Verpackungsnachwuchs

zusammen. Auf Einladung

der FACHPACK und des Deutschen

Verpackungsinstituts (dvi) trafen sich über

60 Studierende aus dem deutschsprachigen

Raum mit Profis von Verpackungsunternehmen

und Markenartiklern in Workshops.

WOMEN4PACKAGING sehr gut besucht.

Die zweite Auflage des Netzwerktreffens

WOMEN4PACKAGING war ein

voller Erfolg. Am ersten Messetag trafen sich

200 Frauen aus der Branche. In zwei Vortragsrunden

teilten sieben beeindruckende

Speakerinnen ihre Erfahrungen – darunter

Vertreterinnen von Mosca, Tchibo, reo,

Lavera, Werner & Mertz und der Carton

Group.

Neu 2026: Packaging Machinery

Conference im Messezentrum

Nürnberg. Am 16. und 17. Juni 2026

veranstalten gleich drei renommierte Player

in der Verpackungsindustrie - FACHPACK,

Packaging Valley e.V. und Hüthig Medien

– die Packaging Machinery Conference im

Messezentrum Nürnberg gemeinsam. Unter

dem Motto „Innovation trifft Strategie“

entsteht eine neue Branchenplattform mit

Strahlkraft für den Verpackungsmaschinenbau

und seine Kunden. Die Konferenz

bringt führende Köpfe und Unternehmen

zusammen, um über die Zukunft der Verpackungstechnologien

zu diskutieren – von

KI über Regulatorik bis hin zu Best Practices

und neuen Märkten.

Die nächste FACHPACK findet vom 21.

bis 23. September 2027 im Messezentrum

Nürnberg statt.

[pl]

Foto: NürnbergMesse/Thomas Geiger


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Kreislauf

Vom Katalog zum Digital-Champion

Wie eine 50-jährige Partnerschaft Branchenturbulenzen trotzt

Jahrzehntelange Geschäftsbeziehungen sind in der heutigen, schnelllebigen Wirtschaftswelt zur Seltenheit geworden.

Umso bemerkenswerter ist die Erfolgsgeschichte zwischen dem Werkstatteinrichtungs-Spezialisten LISTA

und dem Omnichannel-Händler für Betriebs-, Lager- und Büroausstattung kaiserkraft. Bereits seit den 1970er-

Jahren kooperieren die beiden Unternehmen erfolgreich und beide Unternehmen feiern dieses Jahr ihr 80-jähriges

Jubiläum. Ein Grund, diese Geschichte näher zu betrachten. Andreas Hembsch, CEO von LISTA Germany, erklärt

im Gespräch, wie beide Unternehmen gemeinsam den Wandel von der analogen Katalogwelt zur digitalen Geschäftswelt

gemeistert haben und welche Faktoren für den langfristigen Erfolg entscheidend sind.

SPS

Foto: LISTA

Herr Hembsch, eine Partnerschaft über fünf

Jahrzehnte ist ungewöhnlich. Was waren

die Grundlagen für diesen Erfolg?

Die Basis wurde mit unseren klassischen

Schubladenschränken gelegt. Bereits in den

1970er-Jahren kam es zu ersten Kontakten,

damals noch über den Katalog. Als ich dann

vor 25 Jahren zu LISTA kam, war kaiserkraft

bereits ein etablierter Begriff in unserer Produktion.

Später ging es dann für mich vom

operativen Bereich weiter in den Vertrieb und

schließlich in die Geschäftsführung – immer

mit dem Gefühl, dass diese Partnerschaft ein

ganz besonderer Bestandteil unseres Geschäfts

ist. Was mich fasziniert: Über all die Jahre

hinweg haben beide Unternehmen dieselben

Grundwerte wie Qualität, Zuverlässigkeit

und respektvoller Umgang mit Kunden und

Partnern gelebt.

Wie haben beide Unternehmen den digitalen

Wandel gemeinsam bewältigt?

Das war ein beeindruckender Transformationsprozess.

Während früher Kataloge noch

mit Schere und Leim zusammengesetzt wurden,

arbeiten wir heute mit PIM-Systemen,

digitalen Markenshops und automatisierten

Prozessen. kaiserkraft hat sich von einem

reinen Kataloganbieter zu einem digital aufgestellten

Handelsprofi entwickelt. Parallel dazu

erweiterten wir unser Portfolio um innovative

Lösungen wie elektronische Schließsysteme,

die heute stark nachgefragt werden.

Andreas Hembsch

ist seit 25 Jahren

bei LISTA tätig und

verantwortet als CEO

von Lista Germany die

Geschäfte des Spezialisten

für Lager- und

Betriebseinrichtungen.

LISTA gilt als einer der

führenden Hersteller

am Markt und ist in der

Schweiz die Nummer 1

für Werkstattlösungen.

Im LISTA-Markenshop

von kaiserkraft sind

Schränke und Werkbänke

für einen effizienten

Werk- und Arbeitsplatz

zu finden

Welche Herausforderungen haben Sie gemeinsam

gemeistert?

Die echten Bewährungsproben kamen mit

den großen Krisen: die Stahlpreisexplosion

2004/2005, die Finanzkrise 2008/2009

und natürlich Corona 2020/21. In solchen

Momenten zeigt sich die wahre Stärke einer

Partnerschaft. Wir haben stets Lösungen auf

Augenhöhe gefunden, im offenen Dialog – nie

gegeneinander, sondern immer miteinander.

Diese Krisenresilienz unterscheidet langfristige

Partnerschaften von kurzfristigen Lieferantenbeziehungen.

Wie im Schubladenschrank:

Digitalisierung bringt Struktur und

Vorteile für den Kunden

Welche Produkteigenschaften sind für die

erfolgreiche Zusammenarbeit entscheidend?

Unsere Produkte basieren auf einem

modularen System: Kunden können einzelne

Komponenten bedarfsgerecht kombinieren.

Das erfordert präzise Fertigung

und einheitliche Standards, damit alle

Teile perfekt zusammenpassen. Höchste

Ansprüche an Verarbeitung, Belastbarkeit

und Langlebigkeit sind weitere Garanten

für eine reibungslose Zusammenarbeit. In

der Schweiz haben wir damit eine starke

Marktposition aufgebaut. kaiserkraft schätzt

die technische Herangehensweise, weil sie

sowohl Standardlösungen als auch individuelle

Konfigurationen ermöglicht. Beide

Unternehmen profitieren davon, dass wir

Foto: LISTA


nicht nur einzelne Produkte anbieten, sondern durchdachte

Systemlösungen.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung in Ihrer Zusammenarbeit?

Digitalisierung ist heute erfolgskritisch. Die Anforderungen an

Datenqualität, Verfügbarkeit und Aktualität sind enorm gestiegen.

Deshalb haben wir früh in ein leistungsfähiges PIM-System investiert,

auch, um Partnern wie kaiserkraft die Arbeit zu erleichtern.

Gemeinsam beobachten wir Markttrends und reagieren proaktiv,

wie etwa mit dem Ausbau des Online-Shops, der Integration smarter

Produkte oder der optimierten Datenpflege. Digitalisierung bringt

Effizienz und damit Mehrwert für den Kunden.

Gibt es ein besonderes gemeinsames Projekt, das Ihnen in

Erinnerung geblieben ist?

Ja, einige sogar. Besonders mutig war kaiserkrafts frühe Entscheidung,

mit eigenem Außendienst beratungsintensive Produkte wie

unsere direkt beim Kunden zu platzieren. Das war strategisch genau

richtig. Auch bei größeren Projekten, bei denen individuelle Kundenlösungen

gefragt waren, haben wir echte Teamarbeit geleistet. Das war

nie „von der Stange“, sondern maßgeschneiderte Industrielösungen.

Foto: kaiserkraft

Das Headquarter von kaiserkraft in Stuttgart

Wie sehen Sie die Zukunft der Partnerschaft?

Wir wollen den erfolgreichen Weg gemeinsam fortsetzen. Gerade

in bewegten Zeiten ist Stabilität ein Wettbewerbsvorteil – für Kunden,

Mitarbeitende und die Unternehmen selbst. Die Basis stimmt:

Vertrauen, Qualität, Verlässlichkeit. Gleichzeitig sehen wir noch viel

Potenzial in der Weiterentwicklung der Sortimente, im digitalen

Verkaufsprozess oder bei Zukunftsthemen wie Automatisierung und

smarten Betriebslösungen. Unser Anspruch ist nicht nur zu liefern,

sondern gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Was ist das Erfolgsgeheimnis für eine fünfzigjährige Partnerschaft?

Gegenseitiges Vertrauen und die Menschen dahinter. Viele unserer

Ansprechpartner kennen wir seit Jahren, manche seit Jahrzehnten.

Das schafft eine besondere Nähe und eine Vertrauensbasis, die sich in

Krisenzeiten bezahlt macht. Außerdem teilen beide Seiten dieselben

Werte: Qualität, Verlässlichkeit, partnerschaftliches Denken. Das ist

nicht selbstverständlich – und genau das macht den Unterschied.

Vielen Dank für das Gespräch.


Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

SPS

Investition in die Zukunft

der Intralogistik

Toyota Material Handling Austria hat seine neue Firmenzentrale im VGP-Park im Industriezentrum NÖ-Süd offiziell

eröffnet. Der moderne Standort vereint alle Unternehmensbereiche unter einem Dach und wurde nach den

Prinzipien des Toyota Production System gestaltet. Rund 150 Gäste – darunter hochrangige Vertreter aus Wirtschaft

und Politik sowie der japanische Botschafter Exzellenz Kiminori Iwama – nahmen an der Feier teil.

Die Eröffnung markiert einen wichtigen

Meilenstein und unterstreicht

das langfristige Kommittent von

Toyota Material Handling Europe zum

österreichischen Markt. Mit dem neuen

Headquarter setzt das Unternehmen ein

klares Zeichen: Österreichs Wirtschaft

braucht Intralogistik auf Spitzenniveau,

um international wettbewerbsfähig zu

bleiben.

Langfristige Investition in Österreich.

„Investitionen in dieser Größenordnung

sind heute keine Selbstverständlichkeit.

Für uns war klar: Wir denken

langfristig. Österreich ist für Toyota Material

Handling nicht nur ein wichtiger Markt,

sondern auch eine logistische Drehscheibe

in Europa. Mit unserer neuen Zentrale

bekräftigen wir, dass wir unseren Kunden

auch künftig als zuverlässiger Partner für

ihre logistischen Prozesse zur Seite stehen“,

erklärte Norman Memminger, Vice

President, Rental & Used Toyota Material

Handling Europe.

Die Flurförderzeuge für Österreich werden

innerhalb der EU produziert – unter anderem

in einem der ersten CO 2

-neutralen

Werke Europas in Schweden – nach den

hohen Standards des Toyota Production

System.

Zentrale mit optimaler Lage und

modernem Konzept. Die Firmenzentrale

überzeugt durch ihre verkehrsgünstige

Lage direkt an der Südautobahn sowie die

Integration von Büro, Refurbishment Center,

Lager und Experience Center unter einem

Dach.

Die Raumstrukturen folgen den Prinzipien

des Toyota Production System: sicher, effizient,

ressourcenschonend. Offene Arbeitsbereiche

fördern Teamgeist und Innovation,

während Rückzugs- und Meetingräume

konzentriertes Arbeiten ermöglichen.

„Unser Schwerpunkt liegt nicht auf Mauern

oder Technik – wir investieren vor allem

in unsere Mitarbeiter:innen und die Zufriedenheit

unserer Kund:innen“, betonte

Mag. Oskar Zettl, Managing Director von

Toyota Material Handling Austria.

Feier mit Gästen aus Wirtschaft,

Politik & Diplomatie. Den Auftakt

bildete die Keynote von Oskar Zettl. Im

Rahmen der Keynote begrüßte er mit Hiroshi

Kuriyama (Chairman of the Board),

Ralph Cox (Senior Vice President Market

Operations) und Norman Memminger (Vice

President Rental & Used) hochrangige Vertreter

von Toyota Material Handling Europe

auf der Bühne.

„Toyota Industries Corporation (TICO) ist

weltweit Marktführer in der Intralogistik

– und wir investieren gezielt, um diese

Position weiter auszubauen. Mit Lösungen

von klassischen Staplern über Automatisierung

bis hin zu integrierten Systemen

bieten wir unseren Kunden echten Mehrwert.

Die Investition in Österreich ist Teil

unserer europäischen Strategie: Sie stärkt

die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden

und zeigt unser klares Commitment zum

österreichischen Markt“, sagte Ralph Cox.

„Heute geht es um mehr als nur die Eröffnung

eines neuen Gebäudes – es ist ein

Symbol unserer langfristigen Vision. Toyota

Material Handling steht für Partnerschaft, Innovation

und starke Werte. Unsere Botschaft

an Kunden, Partner und Mitarbeitende in

Österreich ist klar: Wir wollen die Zukunft

der Logistik gemeinsam gestalten – nachhaltig

und vertrauensvoll“, betonte Hiroshi

Kuriyama.


Pack & Log 07/25

Anschließend verband Botschafter Kiminori

Iwama die werteorientierte japanische

Kultur mit der Unternehmensphilosophie

von Toyota. Mag. Marlene Zeidler-Beck,

MBA, Abgeordnete zum NÖ Landtag in

Vertretung von Landeshauptfrau Johanna

Mikl-Leitner, hob in ihrer Laudatio die Bedeutung

für den Wirtschaftsstandort hervor

und betonte die enge Partnerschaft von

Region und Wirtschaft.

Den emotionalen Höhepunkt fand die Veranstaltung

in der künstlerischen Inszenierung

der Banddurchschneidung durch das

Drumatical Theatre unter Leitung von Tom

& Domino Blue: Gemeinsam durchschnitten

Mr. Hiroshi Kuriyama, seine Exzellenz

Botschafter Kiminori Iwama, Mag. Marlene

Zeidler-Beck, Ralph Cox, Norman Memminger,

Davide Santi – Member of the Board

Toyota Material Handling Austria – sowie

der Gastgeber Managing Director Oskar

Zettl das Band. Mit mitreißenden Trommelschlägen,

einer spektakulären Choreografie

und visuellen Effekten verwandelte die

Gruppe die Eröffnung in ein multisensorisches

Erlebnis.

[pl]

Gemeinsam durchschnitten Mr. Hiroshi Kuriyama, seine Exzellenz Botschafter Kiminori

Iwama, Mag. Marlene Zeidler-Beck, Ralph Cox, Norman Memminger, Davide Santi sowie

der Gastgeber Managing Director Oskar Zettl das Band

Fotos: Toyota Material Handling Austria

Smarter Kehrprofi.

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Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

Packaging Dialog 2025: Sind Ökologie und

Ökonomie Gegensätze?

Der Packaging Dialog 2025 von Pro Carton widmete sich in diesem Jahr einem Thema, das unsere Zukunft

bestimmt und die unserer Unternehmen: Sigrid Stagl, Sozioökonomin und Wissenschaftlerin des Jahres 2024,

entwarf die „Transformation zu einer resilienten, nachhaltigen Wirtschaft“. Anschließend diskutierte man unter

dem Motto „Die Zukunft des Erfolgs ist ökologisch“ über Chancen und Möglichkeiten. Die Preisverleihung zum

Carton Austria Award 2025 sowie zum PROPAK Austria Pro Carton Young Designers Award krönte den Event.

SPS

Horst Bittermann, Director General

von Pro Carton, eröffnete den

Abend gemeinsam mit Martin

Widermann, Geschäftsführer von PRO-

PAK Austria. Anschließend gab Horst

Bittermann einen Überblick über die Karton-

und Faltschachtelindustrie, wobei

die Lage nicht rosig ist, dennoch gibt es

positive Aspekte, die Hoffnung machen:

„Europa muss unabhängiger werden. Die

Voraussetzungen dafür sind gut, denn wir

haben die Maschinen, die Rohstoffe, die

Produzenten, die Kunden, die Kunden

der Kunden und das Recycling fest in unserer

Hand, der europäischen Hand. Unser

größter Vorteil ist die gut ausgebildete

Workforce. Während in China weniger als

20 % einen Berufsabschluss haben und

in den USA nur ca 30 Prozent, sind es in

Europa 70 % mit einem Berufsabschluss.

Europa hat also die beste Workforce der

Welt. Diesen Vorteil müssen wir nutzen.

Wir haben außerdem die besten Produkte,

und 89 % der Kunden ziehen Karton und

Faltschachtelverpackungen den Kunststoffverpackungen

vor.“

Horst Bittermann (li.), Director General von Pro Carton, eröffnete den Abend gemeinsam

mit Martin Widermann (re.), Geschäftsführer von PROPAK Austria

Die Herausforderungen für die Karton- und

Faltschachtelindustrie:

• Exportabhängig – 15 Prozent Zoll in

die USA sind nicht förderlich

• Sehr hohe Energiekosten, höher als in

den USA, in China und sogar in der

Türkei. Dagegen muss etwas unternommen

werden, wenn die Industrie

Europa erhalten bleiben soll.

• Die Kosten für die Rohmaterialien sind

hoch.

• Die Preise der Importe etwa aus China

liegen unter den heimischen Herstellungskosten,

sodass die Industrie in

manchen Bereichen keine Margen

mehr hat.

• Verschiedenste Regulierungen in den

Ländern der Union: Um die Kosten zu

senken, ist eine einheitliche Gesetzgebung

in der EU dringend notwendig,

Stichwort einheitlicher Binnenmarkt.

„Dementsprechend sinken die Exporte:

2021 wurden noch 20 Mio. Tonnen Papier

und Karton exportiert, 2024 waren es nur

noch 15,8 Mio. Tonnen. Gleichzeitig sind

die Importe gestiegen, sodass wir insgesamt

4,8 Mio. Tonnen des Marktes verloren haben“,

so Horst Bittermann und betont: „Wir

haben die Chance, unsere Ressourcen zu

nutzen und besser zu werden als der Rest

der Welt. Aber wir müssen es auch tun!“

„Transformation zu einer resilienten,

nachhaltigen Wirtschaft.“

Univ.-Prof. Dr. Sigrid Stagl,

Sozioökonomin und Wissenschaftlerin des

Jahres 2024, Gründerin und Leiterin des

Institute for Ecological Economics an der

Wirtschaftsuniversität Wien. Zudem ist sie

Leiterin des dortigen Kompetenzzentrums

für Sustainability Transformation and Responsibility:

„Unsere Marktregeln müssen in Einklang

mit planetarischen Grenzen gebracht werden.

Derzeit besagen die Marktregeln, dass

Bioprodukte teuer und industrielle Produkte

günstiger sind. Doch in Wirklichkeit ist Bio

volkswirtschaftlich viel billiger. Es gibt also

externe Effekte, die nicht im Markt verrechnet

werden und diese müssen wir mit

einbeziehen. Das bedeutet auch: Eine Kreislaufwirtschaft

wird echte Kosten sparen.“

„Zukünftig müssen wir ein Ökosystem gestalten,

in dem nichts Abfall ist. Wir müssen

die biologischen Grenzen und die ökologische

Tragfähigkeit berücksichtigen. Heute

ignorieren die Märkte diese Grenzen. Noch

haben wir die Wahl, die Transitionsrisiken

zu steuern und uns für einen geordneten

Übergang zu entscheiden. Kommt es zu

einem ungeordneten Übergang, weil uns

andere Krisen wichtiger erscheinen, entste-

Fotos: Klaus Titzer


Pack & Log 07/25

hen große zusätzliche volkswirtschaftliche

Kosten. Wir müssen also die physischen Risiken

und die Transitionsrisiken reduzieren!

Natürlich kostet das etwas, aber bei weitem

nicht so viel wie bei einem hohen Risiko.“

„Um die Klima-Investitionslücke zu füllen,

werden weltweit etwa 9 Billionen Dollar

benötigt. Zum Vergleich: COVID hat 2020

etwa 12 Billionen Dollar gekostet. Und noch

immer subventionieren wir fossile Energieträger

weltweit mit 7 Billionen Dollar! Das

ist schon ein wenig pervers. Insgesamt kann

man erkennen, dass es teuer, aber ökonomisch

machbar wäre, die finanziellen Mittel

in Green Finance umzudirigieren. Es ist

genug Geld im Umlauf, um die ökologische

Transition zu schaffen.“

„Österreich ist dabei gut unterwegs, aber

noch nicht gut genug. Wir haben drei Jahre

in Folge unsere Emissionen um etwa 6 %

reduziert, ein Drittel davon aufgrund der Rezession.

Rechnerisch bräuchten wir 8 % pro

Jahr, um unser Ziel der Neutralität 2040 zu

erreichen. Dafür müssten wir 1,3 bis 2,4 %

des Bruttoinlandsprodukts investieren, das

wären 6,4 bis 11,2 Milliarden Euro. Allein

die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen

brächte 5 Milliarden Euro.“

Podiumsdiskussion. Den Vorträgen

folgte eine bewegte Diskussion mit Sigrid

Stagl, Stephan Ratt, Geschäftsführender

Gesellschafter der Rattpack Group, Marko

„Unsere Marktregeln

müssen in Einklang mit

planetarischen Grenzen

gebracht werden. Derzeit

besagen die Marktregeln,

dass Bioprodukte

teuer und industrielle

Produkte günstiger sind.

Doch in Wirklichkeit ist

Bio volkswirtschaftlich

viel billiger“, so

Univ.-Prof. Dr. Sigrid

Stagl

Schuster, Obmann PROPAK Austria (rechts),

unter der Leitung von Horst Bittermann.

Hier die wichtigsten Aussagen:

Können wir uns die Transition leisten?

Stephan Ratt: Wir haben für die Nachhaltigkeit

ein eigenes Department gegründet.

Der größte Hebel für eine Produktionsoptimierung

liegt in der Nachhaltigkeit von

Anlagen und Gebäuden.

Wären Zölle gerechtfertigt?

Marko Schuster: Billigimporte, Zölle und

Umweltauflagen führen zu einem schädlichen

und unfairen Wettbewerb. Wir

müssen in den Markt eingreifen, um faire

Bedingungen zu schaffen.

Sigrid Stagl, geben Sie uns zum Abschluss

noch fünf Sätze mit: Wir müssen die Umweltprobleme

ernst nehmen, wir können sie nicht

ignorieren. Die Umstellung ist eine große

Herausforderung, aber wenn wir sie durchführen,

sind wir nachher wettbewerbsfähiger.

Für Unternehmen allein ist das schwierig, es

müssen auch die Regeln geändert werden.

Ihre Branche ist energieintensiv, das ist die

große Herausforderung – das Produkt ist

nicht das Problem. Sie haben das Potenzial,

die Herausforderung zu bewältigen. [pl]

Preisverleihung Carton Austria Award

Der Carton Austria Award (Foto) hat heuer

zum achten Mal die besten österreichischen

Faltschachteln auf dem europäischen

Markt ausgezeichnet. Die Jury

des CASH Handelsmagazins entschied

sich diesmal für den „Kotányi Adventkalender“

von Bösmüller Print Management

aus MM Board & Paper, Finalisten

waren außerdem Läderach Mini Mousse

und Alfkens Hof Beerenschale, beide von

Schwarzach Packaging aus Karton von

Stora Enso. Das Publikum stimmte für

„DosenKARTON“ von Cardbox Packaging

aus Weig Karton.

Preisverleihung PROPAK Austria

Pro Carton Young Designers Award

Erstmals wurde auch der PROPAK Austria

Pro Carton Young Designers Award in

diesem Rahmen verliehen. Die Auszeichnungen

für das beste junge Packaging

Design gewannen diesmal Alexander

Grube mit „Capaging“ und Jovan Berges

mit „diPaScale“.


Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

SPS

Foto: NuernbergMesse / Hans-Martin Issler

Freudige Gesichter bei den Gewinnern des

18. Green Packaging Star Awards. Die Verleihung

erfolgte im Rahmen der FACHPACK am

24. September 2025

Die Gewinner des

Green Packaging Star Award

Am Abend des zweiten Messetages wurden auf der FachPack wieder die „Green Stars“ verliehen. Aus 140 Einreichungen

wurden 35 Produkte für die „Green Stars“ nominiert – daraus wurden die Gewinner und der ARA-

Sonderpreis von der Jury gewählt. Alle Gewinner und Nominierten sind berechtigt am World Star packaging Award

teilzunehmen.

RUBRIK: Getränke

Constantia Flexibles International GmbH

www.cflex.com

„Eiskaffee mit gutem Gewissen“ – ComforLid

spart 25 % Kunststoff und reduziert

CO 2

-Fußabdruck um bis zu 43 %

RUBRIK: Produkt – Cooperation

Coca-Cola HBC Österreich GmbH

https://at.coca-colahellenic.com/de

und

Mondi AG

www.mondigroup.com

„LitePac Top bei 1,5 Liter PET Limonaden-

Multipackungen“ (Weltweit einzigartige

Umverpackung aus 100% recycelbarem

Karton und Kraftpapier

Hug&Hold – 100% recycelbare Getränkeverpackung

als Alternative zu Plastikschrumpffolie)

RUBRIK: ARA-Sonderpreis

Mondi AG

www.mondigroup.com

„re/cycle VacuumPack“ – Monomateriallösung

für Vakuumverpackungen von

Kaffee

RUBRIK: Produktpräsentation

Coveris Management GmbH

www.coveris.com

„SleeveFlexR Stretch“ (Stretch-Sleeve-

Etiketten)

RUBRIK: Produkt

EVOPACK GMBH

www.evopack.tech

„BOXLI ® 1000“ (siehe auch S. 7)

RUBRIK: Druck

Mosburger GmbH

www.dunapack-packaging.com/at

Member of Dunapack Packaging

„Tragbarer 6er Tray für H-Milch nachhaltig

bedruckt“

RUBRIK: Produktionsprozess

RATTPACK ® Flexibles GmbH

www.rattpack.eu

„murFLEX ® PP Standbodenbeutel für Nass-

Tierfutter und murFLEX ® PP Clip-Folie“

RUBRIK: Etiketten - Logistik - Sicherheit

SECURIKETT Ulrich & Horn GmbH

www.securikett.com

„E-Commerce PaperSeal with Cut-1ndicator“

RUBRIK: Save Food

Greiner Packaging International GmbH

www.greiner-gpi.com

„Click In Siegeldeckel“

RUBRIK: Logistik

Greiner Packaging International GmbH

www.greiner-gpi.com

„CUBO – Umweltfreundliche Logistiklösung”

RUBRIK: Firmenphilosophie

Tana-Chemie GmbH

wmprof.com

Werner & Merz Group

„Dosier- und Nachfüllsystem Switch“

RUBRIK: Publikumsaward

Marzek Etiketten+Packaging GmbH

www.marzek.at

„Material- und Energieeinsparung durch

smarte Formatänderung“


Pack & Log 07/25

HebeFit: Ein Tag im Zeichen

der Rückengesundheit

Ganz im Sinne ihrer Vision „Mensch und Maschine gesund

zu halten“ veranstaltete der Hebetechnikspezialist HtW die

1. Hebefit-Tagung am malerischen Firmenstandort in Otterthal

im südlichen Niederösterreich. Pack & Log war vor Ort.

Fotos: Pack & Log / Rath

Neben der Rückengesundheit spielt auch die Arbeitsprävention

eine große Rolle. Das betonte nicht nur HtW-

Geschäftsführer Werner Winter in seiner Eröffnungsrede,

sondern ebenso Lisa Konrad, MSc, Fachbereich Ergonomie der

AUVA, in ihrem Vortrag, denn 18,9 % der Krankenstände gehen

auf Muskel- und Skeletterkrankungen zurück. Folglich sollten

auch die Unternehmen im Sinne ihrer Produktivität ein hohes Interesse

an der ergonomischen Eignung ihrer Arbeitsplätze haben.

Wie man Rückenschmerzen im Arbeitsalltag vermeidet, bzw. was

zu tun ist, wenn doch Schmerzen auftreten, erklärte die Physiotherapeutin

Johanna Pollak, BSc sowohl in ihren Ausführungen

als auch anhand therapeutischer Übungen.

Am besten ist es, wenn man das Heben jenen überlässt, die es

tagein und tagaus schmerzfrei können, und das sind ausschließlich

Hebegeräte, wie HtW-Projektleiter DI Markus Vollnhofer

eindrucksvoll, auch in der Praxis, demonstrierte. Fazit: Auch das

maschinelle Handling von leichten Lasten stellt eine deutliche

Arbeitserleichterung dar, schont die Gesundheit und sorgt für eine

Steigerung der betrieblichen Produktivität.

Zu guter Letzt schlüpfte Gastgeber Werner Winter in die Rolle des

Grillmeisters und versorgte seine Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten

in der wunderschönen Landschaft des niederösterreichischen

Wechselgebietes.

[pl]

Lisa Konrad (AUVA) behandelte das Thema „Rechtssicher und gesund

– die Ergonomie in der Verantwortung des Unternehmens“

Die vielen Dimensionen von Rückenschmerzen standen im Mittelpunkt

des Vortrages von Physiotherapeutin Johanna Pollak

Foto: HtW/Jeanine Österreicher

Theorie (re.) und Praxis (li.) der Hebelösungen kamen aus erster

Hand von HTW-Projektleiter Markus Vollnhofer


Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

SPS

Innovationskraft

aus dem Osten

Foto: Wojciech Jakubiuk

Masterpress ist ein polnisches Unternehmen mit Headquarter in Białystok – 180 km nordöstlich von Warschau unweit

der belarussischen Grenze gelegen. Wer denkt, dort sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht, hat zwar aufgrund der

Schönheit und Unberührtheit der Natur nicht unrecht, aber die knapp 300.000 Einwohner zählende Universitätsstadt

prosperiert und mit ihr zahlreiche Unternehmen. Pack & Log hat den Masterpress-Verkaufsleiter Erwann Paugam vor

Ort getroffen und ihn zum Interview gebeten, um mehr über das aufstrebende Unternehmen zu erfahren.

Herr Paugam, hierzulande ist Masterpress

noch nicht so bekannt. Was können Sie uns

über das Unternehmen erzählen?

Trotz des etwas geringeren Bekanntheitsgrades

hierzulande (schmunzelt) ist Masterpress

kein Start-up. Es wurde 1996 von Waldemar

Zdrodowski als klassische Buchdruckerei

gegründet. Bereits in der Anfangszeit war

Zdrodowski sehr viel in der Welt unterwegs

und hat in den USA den Sleeve „entdeckt“.

Das hat letztlich den Ausschlag gegeben,

die Druckerei Anfang des Jahrtausends in

Richtung Sleeves, Etiketten und Packaging

auszurichten.

Wie ist der Stand heute?

Heute hat Masterpress rund 400

Mitarbeiter:innen und ist einer der europäischen

Marktführer für hochwertige

Etiketten und bedruckte, dekorative Verpackungslösungen.

Das nach wie vor inhabergeführte

Unternehmen bietet Komplettlösungen

und Services für Schrumpfsleeves

(shrink sleeve), Selbstklebe-Etiketten sowie

für die Etikettenapplikation an. Wir sind im

Osten schon lange eine bekannte Größe

am Markt, aber wir sehen unsere Zukunft

im Westen. Deswegen wurde viel Geld

investiert – sowohl in Mitarbeiter:innen als

Das Interview führte

Gernot Rath, CR Pack & Log

auch in die Produktion – um in Richtung

Westen zu expandieren.

Investiert? Können Sie das näher ausführen?

Gerne: Wir trachten immer danach unser

Produktportfolio zu erweitern, um uns

breiter aufzustellen. So haben wir z.B. eine

spezielle E-Commerce Verpackung entwickelt.

Zu diesem Zweck wurde eigens ein Spezialist

angestellt. Eine entsprechende Produktionsmaschine

wurde dieser Tage installiert.

Planmäßig geht die Anlage Anfang 2026 in

den Vollbetrieb. Die Masterpress E-Commerce-

Tasche besteht aus Kraftpapier und ist daher

im herkömmlichen Papierrecycling wiederverwertbar.

Sie ist eine nachhaltige Alternative

zu Kunststoffverpackungen. Ideal geeignet

für den Versand von nicht sperrigen Artikeln

wie Bekleidung und Accessoires.

Zusätzlich haben wir auch in die Produktion

von Pouches bzw. Standbodenbeutel investiert,

auch dafür wurde ein eigener Spezialist

engagiert. Die Folie wird gekauft und bei uns

in Białystok bedruckt. Mitte 2026 ist die Inbetriebnahme

der Produktionsmaschine geplant.

Sie haben Etikettenapplikation erwähnt.

Wenn ich das richtig verstehe, dann haben

Sie auch Maschinen im Portfolio?

Ja, das haben Sie richtig verstanden, und

Sie haben auch den Richtigen erwischt, denn

neben meiner Tätigkeit als Verkaufsleiter bin

ich auch der Verantwortliche für unseren

Maschinenbau, d.h. ich leite die Abteilung

unserer Sleeve-Maschinen. Unser Maschinenportfolio

reicht dabei vom Shrink Sleeve

Applikator über Schrumpftunnel bis hin zu

Trocknern und Robotik Handling Stationen

samt Fördertechnik. Die Automatisierung des

Materialflusses ist ein wichtiger Aspekt im


Pack & Log 07/25

Anlagenbau, denn sie steigert die Produktionseffizienz

erheblich. Selbstverständlich bieten

wir umfassenden Kundendienst, regelmäßige

Inspektionen, Wartungsdienste und Unterstützung

bei Notfällen.

D.h. Sie können alles aus einer Hand liefern?

Ja, vom Sleeve bis zur fertig dekorierten

Flasche, samt Maschinenpark und dem gesamten

After-Sales-Service – das macht uns

schon stolz.

Zusätzlich bieten wir auch Dienstleistungen

wie Co-packing an. Zu diesem Zweck haben

wir in Białystok vier Applikationslinien, die für

Kunden produzieren, für die sich eine eigene

Anlage nicht rentiert, bzw. die aus sonstigen

Gründen lieber extern produzieren lassen.

Eines der großen Themen unserer Zeit ist

die Nachhaltigkeit. Sie trifft Unternehmen

direkt in Form der PPWR (Packaging and

Packaging Waste Regulation). Ist Masterpress

darauf vorbereitet?

Selbstverständlich. Wir arbeiten sehr eng

mit unseren Lieferanten, sei es nun Folie oder

Tinte, zusammen. Es ist ein ständiger Optimierungsprozess

anhand der PPWR Guideline,

Erwann Paugam (re) und sein Team

präsentierten auf der FACHPACK auch

die neuen Sleeves von Schlumberger

denn speziell wenn es um Anwendungen im

Lebensmittelbereich geht, wird es durchaus

komplex. Aber wir sind für die Zukunft bestens

gerüstet. D.h.: für unsere Kunden wird es

keinerlei Veränderungen im Produktionsablauf

und der Produktqualität geben und auch die

Konsumenten werden den Unterschied nicht

merken.

Wir haben es eingangs schon erwähnt,

dass Masterpress hierzulande noch relativ

unbekannt ist. Findet man eure Produkte

schon am österreichischen Markt?

(lacht) Wenn Sie das nächste Mal ein Glas

Sekt trinken, dann denken Sie bitte an uns,

denn mit Schlumberger haben wir bereits

einen sehr namhaften österreichischen Kunden

gewonnen. Die Premiumflaschen aus der

bekannten Sektkellerei werden in Zukunft

Sleeves aus Białystok tragen. Speziell der goldene

wie auch der rosa Sleeve stellen dabei

höchste Ansprüche an die Drucktechnologie.

Das lösen wir mittels Hybriddruck und das Ergebnis

ist beeindruckend. Das finden nicht nur

wir, auch Schlumberger ist von der Qualität

begeistert – und das spricht doch für unsere

Innovationskraft!

Vielen Dank für das Gespräch.

Foto: Pack & Log /Rath

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Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

Wegweisende Kennzeichnung bereitet

Boden für erfolgreiche Lagerdigitalisierung

Feldsaaten Freudenberger, ein national und international agierendes Saatgutunternehmen, digitalisiert sein Logistikzentrum

am Unternehmensstandort in Krefeld schrittweise. Um Durchlaufzeiten zu minimieren, die Auftragsabwicklung

zu beschleunigen und die Transparenz zu verbessern, setzt das Familienunternehmen nun auch auf

eine scannerbasierte Lösung zur Blocklagerkennzeichnung von ONK.

SPS

Jährlich über 60.000 Tonnen Saatgut

verschickt Feldsaaten Freudenberger

von Krefeld aus in mehr als 70 Länder.

„In der Vergangenheit haben wir Lieferscheine

und Kommissionierlisten manuell

bearbeitet. Die nun erfolgte Umstellung

auf ein scannerbasiertes ERP-System ermöglicht

uns unter anderem die Bestandsverwaltung

in Echtzeit und damit eine

deutlich effizientere Steuerung unserer

gesamten Supply Chain“, erläutert Dirk

Lukaßen, Logistikmeister bei der Feldsaaten

Freudenberger GmbH & Co. KG.

„Der Blocklagerbereich mit circa 18.000

Stellplätzen ist bereits abgeschlossen. Die

Umstellung unserer 7.700 Regalstellplätze

folgt im nächsten Schritt nach Abschluss

unserer Zwischenfruchtsaison.“

Mehr als 60.000 Tonnen Saatgut pro Jahr verschickt Feldsaaten Freudenberger von Krefeld

aus. Um Durchlaufzeiten zu minimieren, die Auftragsabwicklung zu beschleunigen und

die Transparenz zu verbessern, stellt das Familienunternehmen sein Logistikzentrum von

manueller auf digitale Lagerverwaltung um. Im ersten Schritt hat ONK rund 18.000

Stellplätze im Blocklager mit scannertauglichen Schildern gekennzeichnet.

Hier lagern palettierte Saatgutmischungen, Schwergut in Big Bags,

Saatgutkisten, Verpackungen und Kartonagen

Modulare Beschilderung optimal

für dynamisches Lagerumfeld.

Bei der Kennzeichnung der rund

18.000 Stellplätze im Blocklager hat sich

Feldsaaten Freudenberger bewusst gegen

Bodenmarkierungen oder Plakatständer und

für eine hängende Beschilderung entschieden.

„Wie in jedem Lager zählt auch bei

uns jeder Quadratmeter. Bodengebundene

Lösungen beanspruchen wertvolle Fläche,

nutzen schnell ab und können ein Sicherheitsrisiko

darstellen“, begründet Lukaßen

die Entscheidung. „Eine hängende Lösung

ist hier eindeutig überlegen, umso mehr,

wenn sie wie bei ONK modular gebaut ist.“

Im April hat das Montageteam von ONK

über den Stellplätzen circa 750 2D-codierte

Schilder an einer rund 800 lfm. langen Unterkonstruktion

von der Hallendecke abgehängt.

Befestigt ist die Konstruktion mittels

stark haftender Neodym-Magneten, in die

Knotenketten eingehängt sind. An deren

unteren Enden hängen Aluminiumstreben

mit eingeschobenen Lochleisten. Darin sind

die Schilder mittels Drahtspangen eingehakt.

„Weil wir die Schilder schnell austauschen

bzw. umhängen können, erlaubt uns das

System in unserem dynamischen Lagerumfeld

agil zu handeln“, so Lukaßen. Neben

den Schilderreihen hat das ONK-Team auch

Schilder einzeln abgehängt – eine praxisnahe

Lösung, um beispielsweise Fluchttüren

freizuhalten und den Zugriff auf zwischengebaute

Schnelldreher zu erleichtern.

Datamatrix-Codes auch aus spitzem

Winkel scannbar. Auf die Schilder

ist die jeweilige Stellplatzkoordinate

sowohl in Klarschrift als auch in einem

Datamatrix-Code verschlüsselt aufgedruckt.

„Jeder Code enthält eine vorher definierte

Stellplatzanzahl, da wir eine Vielzahl unterschiedlich

großer Lademittelträger nutzen

wie beispielsweise Euro- und Einwegpaletten,

Kisten, Chep und IPP. Auf diese Weise

können wir uns auch den Lagerfüllgrad

anzeigen lassen, was betriebswirtschaftlich

nicht uninteressant ist“, erörtert Lukaßen.

Die Codes lassen sich selbst aus spitzem

Winkel zuverlässig scannen. Zum einen,

weil sie auf retroreflektierende Folie gedruckt

sind, zum anderen, weil die Schilderprofile

abgewinkelt sind. So hängen sie

in optimaler Blickrichtung über dem Boden

und nicht senkrecht und die Beschriftung ist

besser erkennbar. „Unsere Lagermitarbeiter

profitieren beim Ein- und Auslagern sowie

Kommissionieren von einer klaren Struktur

und besseren Übersicht“, betont der verantwortliche

Logistikleiter bei Feldsaaten

Fotos: Feldsaaten Freudenberger


Freudenberger. „Auch bringen die scannertauglichen Schilder

eine erhebliche Zeitersparnis bei unserer Jahreshauptinventur.“

Testmuster zum Prüfen der Praxistauglichkeit

unter realen Bedingungen. Im Vorfeld von Produktion

und Montage hatte ONK Feldsaaten Freudenberger Testmuster

geschickt. „So konnten wir die Lesbarkeit der Codes, das Material

und die Praxistauglichkeit unter realen Bedingungen ausführlich

prüfen. Das hat uns die Sicherheit gegeben, dass die Lösung unseren

Ansprüchen gerecht wird und reibungslos in den täglichen

Betrieb integriert werden kann“, sagt Lukaßen. Die Empfehlung

Ihr Komplettanbieter

für

Verpackung

und Druck

Nachhaltigkeit

Dank abgewinkelter Schilderprofile und auf retroreflektierende

Folie gedruckte Datamatrix-Codes lassen sich die Schilder selbst

aus spitzem Winkel zuverlässig scannen. Die von ONK entwickelte

Abhängung ist optimal für ein dynamisches Lagerumfeld:

Feldsaaten Freudenberger kann die Kennzeichnungen schnell

austauschen bzw. umhängen, wenn sich die Lagerstruktur

ändert

Faltschachteln

eines Geschäftspartners von Feldsaaten Freudenberger hatte den

Ausschlag gegeben, ONK mit der Kennzeichnung zu beauftragen.

„Überzeugt hat uns das Gesamtpaket aus Qualität, Anwenderfreundlichkeit

und Service. Die Montage verlief zügig und in

enger Abstimmung mit uns, die Kommunikation mit ONK war

offen und lösungsorientiert“, schließt Lukaßen.

[pl]

Etiketten

Displays

Feldsaaten Freudenberger, das national und international

agierende Familienunternehmen, hat seinen Sitz am Niederrhein

in Krefeld. Seit seiner Gründung 1948 ist es auf die

Produktion, den Handel und die Veredelung von Saatgut

spezialisiert. Auf circa 80.000 m 2 Lager- und Produktionsfläche

sortiert, veredelt und verpackt das familiengeführte

Unternehmen über 8.000 Produkte für die Landwirtschaft

und den Landschaftsbau. Vom Hauptstandort und von

Dienstleistern bewirtschafteten Fremdlagern aus beliefert

Feldsaaten Freudenberger über 7.000 Kunden in mehr als

70 Ländern. Das Unternehmen beschäftigt 210 Mitarbeiter

in Verwaltung, Lager und Produktion und hat zuletzt einen

Jahresumsatz von 150 Millionen Euro erwirtschaftet.

Akzidenz

Packungsbeilagen

Lohnverpackungen

www.dog­darmstadt.de


Foto: GS1 Austria/Katharina Schiffl

Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

Ein kleiner Datenträger

mit großer Wirkung

Ob auf Verpackungen, Rechnungen, Eintrittskarten oder in Zutrittssystemen – QR Codes

sind heute allgegenwärtig. Doch so bekannt das schwarz-weiße Muster auch ist: Entscheidend

ist nicht der Datenträger selbst, sondern der Inhalt, der im Code steckt.

SPS

über den

Autor

Alexander Peterlik ist

Business Development

Manager bei

der Standardisierungsorganisation

GS1 Austria. Er bietet

Beratung, Schulung

und Workshops rund

um den effizienten

Einsatz der GS1

Standards entlang

der gesamten Wertschöpfungskette.

Kontakt:

peterlik@gs1.at

www.gs1.at

Vor genau 51 Jahren wurde erstmals

ein Produkt mit einem

Strichcode ausgezeichnet: ein

gelber Juicy Fruit Streifenkaugummi von

Wrigley’s. Seither hat sich viel getan.

Heute nutzen nahezu alle Branchen die

GTIN (Global Trade Item Number), codiert

im Strichcode EAN-13 oder EAN-8.

Dieses uns so vertraute Duo aus Zahlen

und Strichen begleitet Produkte durch

die gesamte Wertschöpfungskette – vom

Hersteller bis zur Kassa. Dabei kommt

in den logistischen Prozessen neben den

klassischen EAN-Codes vor allem der

GS1-128 Strichcode zum Einsatz. Er

kombiniert die GTIN mit weiteren wichtigen

Informationen – von Chargennummern

bis zu Haltbarkeitsdaten. Millionenfach

wird er in unterschiedlichsten

Prozessen genutzt und sorgt für Transparenz

und Sicherheit entlang internationaler

Lieferketten. Wie aber sieht es mit

neuen Branchen und Technologien aus?

Was, wenn der eindimensionale Code

inhaltlich an seine Grenzen stößt? Die

Lösung: 2D Codes!

2D Codes in der Praxis. 2D Codes

wie der GS1 DataMatrix oder der QR

Code können auf kleinstem Raum deutlich

mehr Informationen speichern als der

herkömmliche Strichcode. Damit eröffnen

sie neue Dimensionen in der Standardisierung und der

Vermittlung von Inhalten – sei es etwa für die Einhaltung

gesetzlicher Vorgaben oder die Übermittlung detaillierter

Zusatzinformationen für Konsumenten. So kommen

etwa 2D Codes im Gesundheitswesen bereits seit 2019

in Form des GS1 DataMatrix zur Kennzeichnung von

Arzneimitteln verpflichtend zum Einsatz, bis spätestens

2027 auch für Medizinprodukte. In der technischen

Industrie und im Bahnwesen hält wiederum immer

mehr der QR Code mit GS1 Digital Link Einzug in die

Praxis. Eine neue Datenstruktur, die die Einbindung

eines Weblinks sowie eines eindeutigen GS1-Idents –

wie etwa im Bahnwesen eines GIAI (Global Individual

Asset Identifier) – ermöglicht. Der Vorteil: Statt starrer

Informationen lassen sich dynamische Inhalte wie Seriennummern,

Wartungsanleitungen oder Produktdetails

direkt abrufen.

Alles eine Frage des Inhalts. Ab 2028 sollen

auch an den Supermarktkassen 2D Codes flächendeckend

lesbar sein. Technisch ist das längst machbar

Palettenidentifikation mittels GS1 Transportetikett

mit GS1-128 Strichcode

Beispiel eines direkt

beim 3D-Druck entstandenen

QR Codes mit

GS1 Digital Link

Fotos: GS1 Austria


Pack & Log 07/25

– doch entscheidend bleibt: Die Systeme

im Hintergrund müssen die im Code enthaltenen

Daten standardisiert verstehen

und verarbeiten. Nur so können neue

Prozesse entlang der Wertschöpfungskette

zuverlässig funktionieren. Ob Strichcode

oder 2D Code – der Schlüssel liegt im

standardisierten Inhalt. Denn nur wenn

alle Beteiligten dieselbe Sprache sprechen,

können Daten richtig interpretiert und genutzt

werden. Die Empfehlung seitens der

Standardisierungsorganisation GS1 Austria

lautet daher: Zögern Sie nicht, Fragen zu

stellen, beziehen Sie Ihre Mitarbeitenden

aktiv mit ein und nutzen Sie die Expertise

und Beratung von GS1, um den richtigen

Weg in die Welt der Codes zu finden.

Denn eines ist klar: Es ist besser, etwas

zweimal zu hören, als es einmal nicht zu

wissen. www.gs1.at

[pl]

Arzneimittelkennzeichnung

mit GS1 DataMatrix

Foto: FORA

GS1 Austria ist in Österreich alleiniger Vertreter des weltweit eindeutigen Identifikationssystems für Standorte, Artikel, Versandeinheiten etc.

Das GS1 System ist Grundlage für den elektronischen Austausch und die Standardisierung von Nachrichten und Geschäftsprozessen zwischen

Unternehmen. Weltweit hat GS1 in über 150 Ländern knapp 2 Mio. Mitglieder. Mehr als 10 Mrd. Strichcodes werden jeden Tag gescannt. GS1

Austria besteht seit 1977 und ist als 100%ige Tochter der Wirtschaftskammer Österreich eine neutrale Not-for-Profit-Organisation.

Appetit auf

Informationen?

Es ist angerichtet!

Aktuelle Online-News unter www.packundlog.at


Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

SPS

Mit DecoBeam (abgebildet) und

INKpression stellt Krones zwei Lösungen

zur Behälterdekoration vor

Foto: Krones

Flaschenetikett neu gedacht:

Schicke Lösungen mit vielen Vorteilen

Moderne Verpackungslösungen müssen heute mehr leisten als nur Informationen zu transportieren: Sie sollen Ressourcen

schonen, Recycling ermöglichen und gleichzeitig die Markenbotschaft wirkungsvoll inszenieren. Krones

zeigt mit zwei innovativen Technologien, wie sich diese Anforderungen vereinen lassen – ganz ohne klassische

Etiketten.

DecoBeam: Laser- statt Etikettiertechnik.

Mit DecoBeam bietet

Krones eine zukunftsweisende Lösung für

die Direktbeschriftung von PET-Flaschen

– auch bei 100 % rPET. Statt Etiketten

werden alle relevanten Informationen

wie Nettofüllmenge, Inhaltsstoffe, Mindesthaltbarkeitsdatum

oder auch Design-

Elemente direkt per Laser auf die PET-

Flaschen aufgebracht. Da das klassische

Etikett entfällt, wird weniger Material

benötigt und die Verpackung lässt sich

vollständig und einfacher recyceln. Die

Technologie bietet somit eine nachhaltige

Lösung mit hohem Kostensenkungspotenzial.

Zudem bleibt das Produkt in

der Flasche sichtbar und wird nicht durch

ein Etikett verdeckt – DecoBeam rückt es

dadurch gezielt in den Mittelpunkt der

Aufmerksamkeit.

Für die Laserbeschriftung stehen zwei erprobte

Verfahren zur Verfügung: Der CO 2

-

Laser sorgt für ein eher weiß anmutendes

Farbergebnis, mit dem Faserlaser bekommt

die Schrift einen schwarzen Farbeindruck.

Neben Texten können auch Logos, Grafiken

oder Designelemente abgebildet

werden. Ein speziell auf Laser-Technik

ausgelegtes Flaschendesign unterstreicht

dabei zusätzlich die Markenidentität der

Getränkehersteller.

Technische Ausstattung bietet

viele Möglichkeiten. In der Praxis

sorgt ausgefeilte Maschinentechnik für

sicheres und präzises Handling. Eine Einhausung

schützt vor Laserstrahlung und

es gibt die Möglichkeit, das Schriftbild auf

mehrere Laser aufzuteilen. Servomotoren

drehen die Behälter mit höchster Genauigkeit

und ermöglichen so zahlreiche Designoptionen.

Je nach Beschriftungsumfang,

Geschwindigkeit und Art der Lasertechnik

steht außerdem eine individuelle Absaug-

Lösung zur Verfügung, die eine sichere

Arbeitsumgebung gewährleistet.

Mitgedacht bis zum (Ver)

schluss. Auch beim Verschluss wurde

Innovation mitgedacht. Der Deckel kann

dank InkJet Drucksystemen als optimale

Zusatzfläche für kontrastreiche QR- oder

Barcodes oder für zusätzliche Marketing-

Optionen genutzt werden.

Tinte als weitere Möglichkeit

zur Etikettierung. Auch für Glasbehälter

bietet Krones eine ebenso nachhaltige

wie aufmerksamkeitsstarke Alternative zur

klassischen Etikettierung: INKpression steht

für die direkte Übertragung von Tinte auf

einen Behälter. Das Besondere dabei: Die Applikation

erfolgt nicht als klassischer Druckvorgang.

Das fertige Design wird einfach

von einem Trägermaterial abgezogen und

als Ganzes auf den Behälter übertragen. Das

Ergebnis ist eine hochwertige Behälterdekoration,

die sofort ins Auge sticht und einen

deutlich geringeren Ressourcenverbrauch

als mit PSL-Etiketten oder ACL-Druck aufweist.

Möglich macht diese Technologie eine

modifizierte Version des bewährten Krones

Autocol Etikettieraggregats.

Ob PET oder Glas – mit DecoBeam und

INKpression bietet Krones zwei innovative

Technologien, die Nachhaltigkeit und Design

auf intelligente Weise verbinden. Sie

reduzieren den Materialeinsatz, verbessern

die Recyclingfähigkeit und setzen Produkte

sichtbar in Szene – für Verpackungen, die

nicht nur gut aussehen, sondern auch gut

für die Umwelt sind.

[pl]


Pack & Log 07/25

Papierbasiert und semi-transparent

Neues recyclingfreundliches Haftmaterial für Verschlussetiketten

Sicherer Verschluss, starke semi-transparente Optik: Mit dem

neuen Etiketten-Haftmaterial mit HERMAlucent (Sorte 140)

zeigt HERMA, wie man Folien auch bei speziellen Anforderungen

durch Papier ersetzen kann. Damit ermöglicht HERMA einmal

mehr eine recyclingfreundliche Lösung im Sinne der neuen

EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und gemäß der Forderung

nach Design for Recycling.

Bislang waren es vor allem transparente oder semi-transparente

Folien, die für Verschlussetiketten bevorzugt wurden.

Denn sie wirken unauffällig und verleihen mancher Verpackung

eine besonders edle Erscheinung. Genau diese Vorteile

bietet nun auch das halbtransparente Spezialpapier HERMAlucent.

Damit lässt sich eine komplett papierbasierte Verschlussetikettierung

realisieren – ohne Abstriche bei Optik, Funktionalität

oder Produktsicherheit. „Gerade bei Verschlussetiketten wird

heute noch sehr oft Folie eingesetzt, auch wenn die Verpackung

selbst aus Papier oder Karton besteht“, erklärt Hendrik Kehl, Produktmanager

bei HERMA. „Mit HERMAlucent lässt sich diese

unerwünschte Kombination konsequent vermeiden. Verpackung

und Etikett können stattdessen später bedenkenlos gemeinsam

im Papierrecycling entsorgt werden – ein klarer Vorteil im Hinblick

auf die kommende PPWR. Der semitransparente Look sorgt

zusätzlich dafür, dass die Etiketten optisch dezent bleiben.“

Gut beständig gegen Alterung, Wärme und Licht.

Der eingesetzte Zellstoff für HERMAlucent stammt aus FSC ® -

zertifizierten Forstwirtschaftsbetrieben und anderen kontrollierten

Quellen. Damit erfüllt das Material wichtige Anforderungen an

verantwortungsvolle Rohstoffgewinnung. Als zuverlässiger Allrounder

erweist sich auch der Haftkleber 62Z. Er eignet sich auch

bestens für raue und gekrümmte Oberflächen. Bei Bedarf haftet

er ebenso auf Kunststoffoberflächen und Verpackungsfolien. Dank

seiner guten Alterungs-, Wärme- und Lichtbeständigkeit ist er die

ideale Wahl für Verschlussetiketten jeglicher Art. „Unsere Kunden

profitieren damit von einer praxisnahen Lösung, die hohe Ansprüche

an Produktsicherheit erfüllt und zugleich einen Beitrag zu mehr

Nachhaltigkeit leistet“, betont Kehl.

[pl]

Foto: subjug / iStock

Papierbasierte Etiketten in der Optik semi-transparenter

Folie: Das neue Haftmaterial mit HERMAlucent

(Sorte 140) schafft recyclingfreundliche Verpackungen

mit Papier-auf-Papier-Kombinationen

präsentieren:

Die Packstube – der Podcast

In Folge 4 sprechen Gernot Rath und Harry Eckert mit Georg Dieter Fischer,

Ehrenobmann der PROPAK (Fachverband der industriellen Hersteller

von Produkten aus Papier und Karton in Österreich) über die Herausforderungen

der Branche sowie die Tücken der Sozialpartnerschaft.

Im Überblick:

• Mit dem neuen HERMAlucent (Sorte 140) lassen sich

recyclingfreundliche papierbasierte Etiketten in der Optik

semi-transparenter Folie realisieren.

• Im Sinne der Design for Recycling-Anforderungen können

damit nachhaltige Papier-auf-Papier-Kombinationen

entstehen.

• Der Haftkleber 62Z erweist sich dabei als zuverlässiger

Allrounder, der sich auch bestens für raue und gekrümmte

Oberflächen eignet.

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Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

SPS

Fotos: Gausium

Die Zukunft der Reinigung ist automatisiert

Denzel Robotics präsentiert Reinigungsroboter für komplexe Gebäudestrukturen

Ein Gerät, vier Verfahren: Mit Vorkehren, Kehren, Staubwischen und Nass-Schrubben

in einem System setzt Gausium neue Maßstäbe für die Reinigung hochfrequentierter

Gebäudeumgebungen.

Mit dem Omnie erweitert Gausium

sein Portfolio an autonomen

Reinigungsrobotern um ein

Modell, das insbesondere für komplexe

und dynamisch genutzte Gebäudeumgebungen

entwickelt wurde. Das Gerät vereint

mehrere Reinigungsarten in einem

System – Vorkehren (Pre-Sweep), Kehren,

Staubwischen (Dust-Mopping) sowie

Nass-Schrubben – und adressiert damit einen

entscheidenden Bedarf im Gebäudemanagement,

wo zuverlässige Reinigung

von Flächen mit gemischter Verschmutzung

in nur einem Arbeitsgang gefragt ist.

Im Facility Management steigt der Druck,

Flächen effizient, nachhaltig und zuverlässig

zu betreiben – und das bei gleichzeitigem

Personalmangel. Architektur- und Planungsbüros

berücksichtigen daher zunehmend

bereits in der Konzeptionsphase Aspekte

wie Reinigungsfreundlichkeit, Betriebskostenoptimierung

und Automatisierung. Der

neue Gausium Omnie eröffnet hier neue

Möglichkeiten: Durch seine Multifunktionalität

reduziert er den Einsatz mehrerer

Maschinen und Arbeitsgänge, wodurch

nicht nur Personalressourcen geschont,

sondern auch dynamische Flächen mit

viel Bewegung schneller wieder nutzbar

werden.

Intelligente Navigation für

hochfrequentierte Zonen. Ausgestattet

mit 360°-Kameras und 3D-LiDAR-

Sensorik, erkennt der Omnie dynamische

Hindernisse in Echtzeit. Das macht ihn

besonders geeignet für öffentliche und

hochfrequentierte Räume wie Flughäfen,

Bahnhöfe, Einkaufszentren oder sogar

Parkhäuser. Dort, wo Menschenströme,

Fahrzeuge und wechselnde Hindernisse zusammentreffen,

garantiert er eine kontinuierliche

Reinigung ohne Unterbrechungen.

Seine Autonomiezeiten von bis zu drei

Stunden im Nass-Schrubbmodus und acht

Stunden beim Kehren oder Staubwischen

sowie eine Ladezeit von nur rund zwei

Stunden ermöglichen eine flexible Einbindung

in bestehende Reinigungspläne.

Über Remote-Deployment und Fernwartung

können Betreiber den Omnie zudem unkompliziert

in unterschiedlichen Bereichen

im Gebäude einsetzen.

Von Scrubber bis zum Phantas

– jetzt auch multifunktional.

Mit den bisherigen Scrubber 50 und Scrubber

75 Modellen und Phantas hat sich

Gausium bereits im Bereich autonomer

Nassreinigung und kompakter Reinigungsaufgaben

etabliert. Der Scrubber 50 eignet

sich vor allem für mittlere Flächen und

in Verbindung mit einer Dockingstation

übernimmt er das Laden sowie das Befüllen

und Entleeren des Behälters selbstständig,

wodurch ein nahezu vollautonomer Betrieb

möglich ist.

Der Scrubber 75 ist mit breiter Arbeitsfläche

und großem Tankvolumen für große, offene

Flächen optimiert – etwa in Logistik- und

Produktionshallen oder zum Beispiel auch

in großen Einkaufszentren.


Pack & Log 07/25

Der Phantas wiederum ist dank seiner kompakten Bauform

und intelligenten Navigation ideal für kleinere, stark strukturierte

Flächen.

Alle drei Modelle sind auf bestimmte Reinigungsaufgaben

spezialisiert – insbesondere auf die Scheuersaug-Funktion.

Der neue Omnie erweitert dieses Spektrum, indem er zusätzlich

Vorkehr- und Kehrfunktionen integriert und so auch

Umgebungen mit wechselndem Schmutzprofil in nur einem

Arbeitsgang abdecken kann.

Industrielle Ergänzung: der neue Beetle. Parallel

zur Einführung des Omnie stellte Gausium mit dem Beetle eine

robuste autonome Kehrmaschine für industrielle Großflächen

vor. Mit einer Flächenleistung von bis zu 3.780 m² pro Stunde

und einem großen Schmutzauffangbehälter bewältigt er Staub,

Sand, Holzspäne oder sogar Verpackungsreste – also typische

Grobverschmutzungen in Lager- und Produktionsumgebungen.

Durch seinen Spot-Cleaning-Modus erkennt er Verunreinigungen

und reinigt sie gezielt und autonom – auch in stärker frequentierten

Zonen – und steigert so die Gesamteffizienz der Reinigung.

Ergänzende Spezialisten: Vacuum 40 und Phantas.

Für Umgebungen, in denen Teppichreinigung eine besondere

Rolle spielt, bietet Gausium mit dem Vacuum 40 eine

autonome Lösung, die speziell für den Einsatz auf textilen

Bodenbelägen optimiert ist. Durch seine leistungsstarke Saugtechnik

und das integrierte Bürstensystem entfernt er zuverlässig

Staub und Schmutz aus Teppichflor – ideal für Hotels, Büros

oder Konferenzzentren, in denen Sauberkeit und ein gepflegter

Ersteindruck entscheidend sind.

Mit dem Phantas adressiert Gausium kleinere und besonders

verwinkelte Flächen. Dank seiner kompakten Bauform und

intelligenten Navigation eignet er sich optimal für Coworking-

Spaces, kleinere Einzelhandelsflächen oder Fitnessstudios. Seine

Fähigkeit, selbst enge Gänge und schwer zugängliche Ecken

autonom zu reinigen, macht ihn zum perfekten Partner für

Betriebe mit kleinteiliger Raumstruktur.

Ein abgestimmtes Portfolio für ganzheitliches

Facility Management. Mit Scrubber 50, Scrubber 75,

Beetle, Vacuum 40, Phantas und Omnie deckt Gausium ein

breites Spektrum an Gebäudetypologien ab:

• Scrubber 50 für mittlere Flächen mit hohem Autonomiegrad

• Scrubber 75 für großdimensionierte, offene Areale

• Beetle für industrielle und logistische Einsatzumgebungen,

• Vacuum 40 für Teppich- und textile Flächen

• Phantas für kompakte, stark strukturierte Räume

• Omnie als Multifunktionslösung für komplexe, dynamische

Gebäude mit gemischtem Verschmutzungsprofil

Für Facility Manager:innen, Architekt:innen und

Immobilienentwickler:innen bedeutet das eine größtmögliche

Flexibilität in der Planung sowie im Betrieb. Unterschiedlichste

Reinigungsanforderungen lassen sich mit einem durchgängigen

Systemanbieter abdecken – von der kleinstrukturierten Verkehrsfläche

bis hin zur industriellen Produktionshalle.

Mit dem neuen Omnie unterstreicht Gausium seinen Anspruch,

Der Beetle ist eine robuste autonome Kehrmaschine für industrielle

Großflächen. Mit einer Flächenleistung von bis zu 3.780 m² pro

Stunde und einem großen Schmutzauffangbehälter bewältigt er

Staub, Sand, Holzspäne oder sogar Verpackungsreste

Technologieführer in der professionellen Reinigungsrobotik zu sein und

kann so Gebäudebetreiber auf ihrem Weg zu mehr Effizienz, Sicherheit

und Nachhaltigkeit optimal unterstützen.

[pl]

Lebensmittelkonformität

UN Zulassung für Gefahrgut

Elektrisch ableitfähig für Ex-Zonen

Ausführungen für Pharma / Medizin

www.fries-kt.com


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Kreislauf

SPS

Fotos: Pack & Log / Rath

Die Umreifungsmaschine VR70P sorgt

mit einer Presskraft von 1,5t für eine

optimale Ladungssicherung

Gedrucktes sicher und verlässlich verpacken

Ein Blatt Papier – ob bedruckt oder unbedruckt – ist sehr leicht und verhält sich mitunter wie eine Feder im Wind.

Tritt Papier aber in Massen auf, z.B. vollbeladen auf einer Palette, ist das Attribut „leicht“ völlig fehl am Platz. Eine

Papierpalette verfügt über mehrere 100 kg und die Flugeigenschaften beschränken sich auf den freien Fall. Ungesichert

ist die Palette dennoch ein Spielball der Kräfte, ordnungsgemäße Ladungssicherung ist daher unabdingbar.

Zudem ist Papier empfindlich und reagiert nicht vorteilhaft auf Staub und Wasser. Die Lösung lautet: Umreifen &

Wickeln!

Das ist auch der Lösungsansatz,

welchen die Druckerei Berger

in Horn verfolgt. Dort sorgt seit

über 20 Jahren eine Palettenumreifungsund

Wickelanlage des Wiener Verpackungsspezialisten

GIGANT dafür, dass

das Papier geschützt ist und auch dort

bleibt, wo es hingehört. Allerdings ist die

Anlage mittlerweile in die Jahre gekommen,

und so wurde Ersatz gesucht.

Verfügbarkeit als oberste Prämisse.

„Wir benötigen keine Hochgeschwindigkeitsanlage“,

erzählt der technische

Leiter Mario Mikysek gegenüber

Pack & Log, „uns geht es in erster Linie

um Ausfallssicherheit.“ Exakt 23 Jahre

versah die Anlage ihren Dienst und das

ohne große Probleme, „aber mit dem

Umreift und gewickelt ist die Palette vor Umwelteinflüssen

geschützt und fertig für den Transport

Eckdaten der Anlage:

• Umreifungsmaschine VR70P,

Presskraft 1,5t

• Gelenkarmwickler RA100

• Leistung 30 P/h

• Umreifung 4-fach, 2-fach längs,

2-fach quer, 3-fach

• Paletten Verfolgung über kpl.

Anlage

• Vorreckung 200%

• Folie 16µ 500 mm

• Automatische Produktlängenmessung


Pack & Log 07/25

Alter häufen sich die kleineren Reparaturen

und Ersatzteile sind auch immer

schwerer zu bekommen.“ Gearbeitet

wird bei Berger in drei Schichten, rund

um die Uhr und das 5 bis 6 Tage in der

Woche – insgesamt gehen doch sehr viele

Paletten über die Anlage. Stillstände kann

man sich nicht leisten. Aus diesem Grund

hat man sich entschlossen, in eine neue

Endverpackungslinie zu investieren. Auch

diesmal war der langjährige Partner GI-

GANT erster Ansprechpartner. Mitte Juli

dieses Jahres wurde mit der Installation

begonnen und Anfang August erfolgte

die offizielle Inbetriebnahme. „Das ganze

erfolgte im laufenden Betrieb. Die alte

Anlage lief parallel weiter und wurde

erst mit Inbetriebnahme der neuen abgebaut“,

so Produktionsleiter Ing. Christian

Steindl, MBA.

Nachhaltigkeit bringt Einsparung.

Neben der Verfügbarkeit ist die

Nachhaltigkeit ein weiteres großes Thema.

„Auf der neuen Anlage können effizientere

und nachhaltigere Folien verwendet werden,

das war auf der alten Anlage nicht

möglich“, betont Viktoria Knar, Projektverantwortliche

bei GIGANT. „Hier geht es

auch um die Möglichkeit der Vorreckung:

Die neue Anlage kann die Folien bis zu

200 % dehnen, auch das war mit der alten

Die neue Endverpackungslösung von GIGANT sorgt für zufriedene Gesichter: (v.l.) Claudia

Ratzenberger (Marketing GIGANT), Ing. Christian Steindl, MBA (Produktionsleitung Berger),

Mario Mikysek (technische Leitung Berger), Josefine Willinger-Schmoeger (Versand

Berger), Viktoria Knar (Projektverantwortliche GIGANT)

nicht möglich.“ Das spart Folie und damit

CO 2

. Apropos CO 2

: Gibt es denn keine

Alternative zu Kunststoff? „Wir haben

viel probiert, um z.B. Kunststoffbänder

durch Papierbänder zu ersetzen, aber das

funktioniert im industriellen Umfeld nicht

… und mit der Folie ist es das Gleiche …

auch hier gibt es Alternativen aus Papier,

aber – ehrlicherweise – sie eignen sich nur

für ganz spezielle Anwendungen, nicht

für den flächendeckenden Einsatz“, so

Victoria Knar, und auch Christian Steindl

bestätigt aus der Praxis heraus: „Vor rund

zwei Jahren haben wir den Versuch einer

kunststofflosen Palette gestartet. Es gibt

zwar kompostierbare Folien, aber man

scheitert an den Schnürbändern und letztlich

scheitert man auch am Preis, denn der

Kunde ist nicht bereit für Nachhaltigkeit

mehr zu bezahlen. Zudem steht für uns

Produktschutz an oberster Stelle und an

die Fähigkeiten von Kunststoffbändern

und Kunststofffolien kommt derzeit nichts

heran!“

Die Druckerei Berger ist ein Privatunternehmen, das sich seit über 150 Jahren in ununterbrochener

Folge im Familienbesitz befindet und heute von der 5. Generation,

Ferdinand und Peter Berger, geführt wird. Gegründet wurde es 1868 als Einmann-

Betrieb von Ferdinand Berger I in Horn, wo es auch heute noch seinen Firmensitz

hat. Mittlerweile verfügt das Unternehmen über alle gängigen Druckverfahren vom

Digitaldruck bis hin zu Bogen- und Rollenoffsetdruck. Entsprechend breit gefächert

ist das Produktportfolio: Es reicht von der Visitenkarte bis hin zu hochauflagigen

Magazinen, darunter auto touring, das Mitgliedermagazin des ÖAMTC. Es ist das

auflagenstärkste Magazin Österreichs.

Das ist auch nicht wirklich überraschend,

denn in die Optimierung von Kunststofffolien

wird viel Entwicklungsarbeit gesteckt.

„Sie werden zwar in der Herstellung aufwendiger,

sind aber dünner und ermöglichen

so hohe Materialersparungen“, so

Victoria Knar und betont: „Selbstverständlich

wird auch der Recyclinganteil in diesen

Folien immer höher.“ Gemeinsam mit der

Möglichkeit diese hochtechnologischen

Kunststofffolien im Zuge des Wickelvorganges

um 200 % vorzurecken, können

Materialeinsparungen von bis zu 50 % erzielt

werden. „Das spart nicht zuletzt auch

einiges an Kosten“, freuen sich Christian

Steindl und Mario Mikysek.

[pl]


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Kreislauf

SPS

Erfindergeist am Rheinfall

Entwicklung von Verpackungsmaschinen

Schokolade, Süßwaren und Backerzeugnisse – um derlei positiv besetzte Produkte dreht es sich bei SACMI

Packaging & Chocolate. In Neuhausen am Rheinfall ist der für die DACH-Region zuständige Unternehmensstandort.

Neben Service und Vertrieb wird dort wichtige Entwicklungsarbeit geleistet. Ein Team von Ingenieuren tüftelt

mit Hingabe an Verpackungslösungen. Ausdruck davon ist die neue Hochleistungs-Schlauchbeutelmaschine

JT Advance, die sich schon in vielen Anwendungen beweist.

Vielleicht ist es Europas größter

Wasserfall in direkter Nachbarschaft,

der Techniker zu Höchstleistungen

inspiriert. In Neuhausen am

Rheinfall in einem Areal, wo früher die

erste Aluminiumhütte Europas Industriegeschichte

schrieb, befindet sich heute

ein modernes Gewerbequartier. Mitten

drin im Rhyfall Village sitzt SACMI

Packaging & Chocolate Swiss SA. In

freundlichen Großraumbüros und einer

tageslichtdurchfluteten Werkshalle entwickeln

die Mitarbeiter:innen neue Maschinen

für die Verpackung von Süß- und

Backwaren.

Der Standort wurde 2021 im Zuge einer

Marktoffensive bezogen, die Umstrukturierungen

erforderlich machte. Dazu muss

man wissen, dass es sich bei SACMI Packaging

& Chocolate um eine vergleichsweise

junge Business-Unit des traditionsreichen

Maschinenbau-Konzerns SACMI mit Sitz

im norditalienischen Imola handelt. Unter

den bekannten Marken Carle & Montanari

(Schokoladenherstellung) sowie OPM

(Verpackung) werden weltweit einzigartig

Maschinen und komplette Linien für den

gesamten Prozess von der Kakaorohmasse

bis zur Endverpackung angeboten.

Seit der Gründung 2018 investierte das

Unternehmen massiv in den Markt. Die

Hintergründe erläutert Herbert Hahnenkamp,

General Manager DACH: „SACMI

Packaging & Chocolate hat den Anspruch,

zur Spitze der europäischen Verpackungsmaschinenhersteller

zu zählen. Anfangs

Die Schlauchbeutelmaschine JT Advance

ist ein Verkaufsschlager

belieferten wir außerhalb Italiens ausschließlich

Großkunden. Um uns breiter

aufzustellen, wollten wir zusätzlich kleinere,

mittelständische Hersteller ansprechen.

Das funktioniert jedoch nur über regionale

Vertriebs- und Service-Organisationen.

Und so kam es zur Gründung von Tochtergesellschaften

in den USA, in Polen

und eben im Schweizer Neuhausen am

Rheinfall.“

Blick auf den Rheinfall vom SACMI-Standort in

Neuhausen am Rheinfall

Wertschätzung für F&E. Die

Wachstumsstrategie von SACMI Packaging

& Chocolate zielt auch darauf ab,

noch vorhandene Lücken im Portfolio systematisch

zu schließen. Dieser Weg führt

über Unternehmensakquisitionen sowie

über eigene Innovationen. Der Bereich

Forschung und Entwicklung genießt bei

SACMI seit jeher einen hohen Stellenwert.

Vorrangiges Ziel der genossenschaftlich

organisierten Konzernmutter ist nämlich

die Schaffung von Arbeitsplätzen und nicht

die Gewinnmaximierung – das heißt Profite

werden zum größten Teil reinvestiert.

In Neuhausen am Rheinfall wurde daher

auch ein eigenes Entwicklungszentrum

für Primär- und Sekundärverpackungsmaschinen

realisiert. „Die Verfügbarkeit

hochqualifizierter Fachkräfte in der Bodenseeregion

war entscheidend für die

Fotos: SACMI


Standortwahl, wir konnten auf einen

Streich neun hervorragende Ingenieure

rekrutieren“, berichtet Herbert Hahnenkamp.

Heute zählt das Mitarbeiterteam

bereits 13 Köpfe und es wird beständig

erweitert. Bei der Entwicklungsarbeit stehen

Grundlagentechnologien, Industrie

4.0-Anwendungen und Advanced Materials

im Fokus. Hier profitiert der Standort

von der Zusammenarbeit mit anderen

Divisionen der SACMI Gruppe etwa was

Kunststoffexpertise oder Labortechnik der

Spitzenklasse anbelangt. Ein Beispiel aus

der Praxis nennt Herbert Hahnenkamp:

„Ein Kunde klagte über Probleme mit einer

Papierfolie und wir konnten mit einer

speziellen mikroskopischen Untersuchung

den Nachweis liefern, dass die Produktbeschaffenheit

nicht den Spezifikationen

des Herstellers entsprach.“

Neue Schlauchbeutelmaschine

als Verkaufsschlager. Die

erste Mission des Entwicklungs-Teams

v. l. Herbert Hahnenkamp, General Manager DACH, und

Michael Gertes, Technischer Leiter

war die Konstruktion einer horizontalen

Hochleistungs-Schlauchbeutelmaschine.

In enger Abstimmung mit dem Schweizer

Schokoladenhersteller Halba wurde

die vollelektronische und servogesteuerte

JT Advance aus der Taufe gehoben. Das

System erreicht Foliengeschwindigkeiten

von bis zu 150 m pro Minute und ist

dank der umfangreichen Konfigurierbarkeit

eine ideale Verpackungslösung für

viele Produkte. Anwender können damit

Flachbeutel, Seitenfaltenbeutel, Beutel mit

Offset-Siegelung, Beutel mit Aufreißfaden

sowie On-Edge-Verpackungen fertigen.

Verarbeiten lassen sich heiß oder kaltsiegelfähige

Materialien wie Polypropylen,

Barrierefolien, Laminate, Polyethylen oder

– der Umwelt zuliebe – papierbasierte

Folien. Nachdem sich der Prototyp der

JT Advance in der Produktion von Halba

bewiesen hatte, stand der Markteinführung

2021 nichts mehr im Wege. Seitdem

schreibt die Schlauchbeutelmaschine eine

Erfolgsgeschichte, heute, knapp vier Jahre

später, sind weltweit bereits rund 60 Maschinen

im Einsatz.

Nächste Zielgruppe: Backwarenindustrie.

Die Entwicklungsleistungen

sind nur ein Beleg dafür, dass sich SACMI

in Neuhausen am Rheinfall erfolgreich

etabliert hat. Inzwischen leistet der Standort

den Service für rund 700 installierte

Maschinen in der gesamten DACH-Region.

Auch das angeschlossene Demo-, Test- und

Training-Center werden von der Industrie

gut angenommen. „Vertriebsseitig

spielt uns die

hohe Beratungskompetenz

in die

Karten, schließlich

sind alle

Kollegen Projektingenieure“,

sagt

Herbert Hahnenkamp.

„Zu

unseren Kunden

zählen heute

zum Beispiel

alle führenden

Schweizer Schokoladenhersteller.

Und der Anteil

kleiner und mittlerer

Unternehmen

liegt bei

50 Prozent.“ In

Schwäbisch Hall

wurde zuletzt

ein weiterer Standort eröffnet, der dem

Schweizer Unternehmen angeschlossen

ist. Dort beschäftigt SACMI sechs Mitarbeiter,

die für Vertrieb, Projektierung, Kundendienst

und Schulungen zuständig sind.

Auf die Frage, wie es weitergehen soll,

antwortet Hahnenkamp: „Wir wollen die

Innovationskraft im Prototypenbau noch

ausbauen und im Markt noch bekannter

werden. Unsere nächste Zielgruppe sind

industrielle Backwarenhersteller, für deren

Bedürfnisse wir optimale Verpackungslösungen

haben.“

[pl]

Wir machen

Automation

zu einem

Gewinn für

alle.

Mit intelligenten

Lösungen leisten wir einen

wichtigen Beitrag zu einer

nachhaltigen und lebenswerten

Zukunft.

Gemeinsam. Mit Ihnen.

www.lenze.com


Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

SPS

Vakuum senkt Kosten in der

Nudelproduktion

Foto: WOLF NUDELN GmbH.

Mit dem Ziel, Wasserverbrauch, Wartungsaufwand und Energiebedarf zu senken, hat sich das Traditionsunternehmen

WOLF NUDELN GmbH für MINK Klauen-Vakuumpumpen von Busch Vacuum Solutions in seiner Produktion

entschieden. Die moderne Vakuumtechnologie ersetzt eine wartungsintensive Flüssigkeitsringlösung. Das österreichische

Unternehmen profitiert nun von einer zuverlässigen, effizienten Vakuumversorgung in der Mehlförderung

und Teigherstellung – mit deutlich reduzierter Ausfallrate und geringeren Betriebskosten.

Familienunternehmen mit

nachhaltiger Ausrichtung.

Das österreichische Familienunternehmen

WOLF NUDELN mit Sitz in Güssing

(Burgenland) wird heute in dritter Generation

von Joachim Wolf geführt. Die vierte

Generation, seine beiden Söhne, steht

bereits in den Startlöchern. Die Wurzeln

des Betriebs reichen bis ins Jahr 1890

zurück, als die Bäckerei Wolf gegründet

wurde. 1956 begann die Nudelproduktion

in der Backstube mit der ersten Sorte: den

feinen, dünnen Goldfaden, die bis heute

als klassische Suppeneinlage beliebt sind.

Das Unternehmen verarbeitet im Drei-

Schicht-Betrieb mit 50 Mitarbeiter:innen

an fünf Tagen pro Woche jährlich rund

5,5 Tsd. Tonnen Nudeln. Produziert wird

vollständig CO 2

-neutral: Eine eigene Biogasanlage

deckt den gesamten Energiebedarf

und wird mit Mais, Grünschnitt aus

eigener Landwirtschaft sowie Rückständen

aus der hausinternen Geflügelhaltung

betrieben. Der Dung stammt aus einer

seit 1968 bestehenden Einrichtung zur

unabhängigen Eierproduktion, die nach

wie vor den Betrieb vollständig mit Eiern

versorgt. Nachhaltigkeit ist fest in der Unternehmensphilosophie

verankert: WOLF

NUDELN setzt auf 100 % österreichische

Rohstoffe wie Hartweizengrieß und Dinkel

sowie auf vollständig papierbasierte

Verpackungen. Der Vertrieb erfolgt zu

90 % über den österreichischen Lebensmitteleinzelhandel,

zusätzlich werden

Gastronomiebetriebe direkt beliefert.

Vakuum für Mehlförderung

und Teigherstellung. In der Produktion

kommen Vakuumpumpen bei

zwei Prozessen zum Einsatz: Zum einen

werden Getreidesorten wie Dinkel, Grieß

und Hartweizen über sieben Mehlsaugerlinien

angesaugt und weiterverarbeitet.

Zum anderen sorgen die Vakuumpumpen

bei der Teigherstellung in sieben Teigtöpfen

für eine kontrollierte Sauerstoffreduktion.

Durch das Vakuum bleibt außerdem

die Farbe der Nudeln erhalten – ein entscheidender

Qualitätsfaktor, gerade bei der

Verarbeitung von frischen Eiern.

Von Flüssigkeitsring- zu Klauen-

Vakuumpumpen: Effizienz statt

Stillstand. In der Vergangenheit setzte

WOLF NUDELN auf acht Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen

zum Betreiben der

Teigtöpfe, die in dieser Anwendung mit

einem vergleichsweise hohen Wasserverbrauch,

erhöhter Luftfeuchtigkeit und

einem erheblichen Wartungsaufwand

verbunden waren. Die Pumpen waren

in einem Technikraum mit offenem Wasserbecken

untergebracht, was die Anlage

anfällig für Verkalkung und gelegentliche

Störungen machte. Eine regelmäßige Rei-


Pack & Log 07/25

nigung sowie ein Wasserwechsel am Wochenende

waren notwendig. Zusätzlich

wurde eine Wasserkühlung benötigt, was

den Energie- und Ressourceneinsatz spürbar

erhöhte. Bei den Mehlsaugern setzte

das Unternehmen auf Drucklufttechnik.

Diese wurde häufig durch Mehlstaub

verstopft, was zum Ausfall der Anlagen

führte und eine aufwendige, zeitintensive

Reinigung erforderte.

Durch einen Fachartikel in einem Branchenmagazin

wurde Joachim Wolf auf

Busch aufmerksam – und nahm direkt

Kontakt zu den Experten auf. Anfang 2020

startete das Unternehmen mit zwei MINK

MM 1142 BV Klauen-Vakuumpumpen

einen Testeinsatz im Bereich der Teigtöpfe.

Im Betrieb zeigte sich, dass aufgrund der

Restfeuchte in der Anwendung ein Umstieg

auf die AQUA-Version der Pumpen,

die besser für feuchte Umgebungen geeignet

ist, notwendig war. Außerdem

wurden die beiden Vakuumpumpen um

zwei Filtersysteme ergänzt: Ein LSA 0003

Filter verhindert das Ansaugen von Wasser,

während ein FIL 0100 Polyesterfilter

Mehlpartikel zurückhält und somit sicherstellt,

dass kein Staub in die Pumpe

gelangt.

Auf Grundlage der positiven Erfahrungen

wurde die Lösung sukzessive erweitert.

Im Mai 2024 kamen fünf weitere MINK

MM 1142 BV Klauen-Vakuumpumpen in

identischer Ausstattung hinzu. Die neue

Lösung umfasst heute sieben Vakuumpumpen,

die in einem separaten Technikraum

platziert wurden: Zwei werden

für die Mehlsauger genutzt, fünf für die

Sauerstoffabsaugung aus den Teigtöpfen.

Dank eines zwischengeschalteten Vakuumpuffers

können die Linien nun sogar im

Standby-Modus energieeffizient betrieben

werden. Die Pumpen werden bei einem

Enddruck von 70 bis 100 mbar eingesetzt,

der Stromverbrauch liegt dabei bei nur

3,5 kWh (50 Hz) pro Pumpe.

Ein weiterer Vorteil: Durch die Platzierung

der zentralen Anlage in dem separaten

Technikraum mit aktiver Belüftung erreicht

die Temperatur in dem Raum nicht

mehr als 40 °C. Die Anlage ist leise im

MINK MM 1142 BV im Einsatz bei

WOLF NUDELN

Die Busch Group ist weltweit einer der größten Hersteller von Vakuumpumpen, Vakuumsystemen,

Gebläsen, Kompressoren und Abgasreinigungssystemen. Unter ihrem Dach vereint sie

die beiden bekannten Marken Busch Vacuum Solutions und Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions.

Die bisher von centrotherm clean solutions – einer ehemaligen Marke der Busch Group –

angebotenen Abgasreinigungssysteme sind nun Teil des Pfeiffer Portfolios.

Das umfangreiche Produkt- und Serviceangebot umfasst Lösungen für Vakuum-, Überdruckund

Abgasreinigungsanwendungen in sämtlichen Branchen, wie zum Beispiel Lebensmittel,

Halbleiter, Analytik, Chemie und Kunststoff. Dazu gehören auch die Konzeption und der Bau

maßgeschneiderter Vakuumsysteme sowie ein weltweites Servicenetz.

Die Busch Group ist ein Familienunternehmen, dessen Leitung in den Händen der Familie

Busch liegt. Mehr als 8.000 Mitarbeiter in 44 Ländern weltweit arbeiten für die Gruppe. Der

Hauptsitz von Busch befindet sich im baden-württembergischen Maulburg, im Dreiländereck

Deutschland – Frankreich – Schweiz.

Die Busch Group produziert in ihren 23 eigenen Werken in China, Deutschland, Frankreich,

Großbritannien, Indien, Rumänien, der Schweiz, Südkorea, Tschechien, den USA und Vietnam.

Sie hat einen konsolidierten Jahresumsatz von fast 2 Milliarden Euro.

Mehlförderanlage in der Produktion von

WOLF NUDELN

Betrieb, hygienischer und wartungsarm.

Beide Filter lassen sich einfach reinigen.

Weniger Wartung, mehr Zuverlässigkeit.

„Ich bin mit den Vakuumpumpen

sehr zufrieden. Seitdem wir die

Lösungen von Busch im Einsatz haben,

gab es noch nie Probleme“, freut sich

Joachim Wolf. Und das zu Recht: Die

Betriebskosten sind gesunken, auch Wasserverbrauch,

Luftfeuchtigkeit und Wartungsaufwand

wurden drastisch reduziert.

Während früher mehrere Pumpenausfälle

pro Jahr zu verzeichnen waren, läuft die

Anlage heute stabil. Gleichzeitig ermöglicht

die aktuelle Lösung jederzeit eine

Umschaltung auf eine Ersatzpumpe, ohne

die Produktion zu unterbrechen.

Weitere Anwendung in Planung.

Auch in der Verpackung plant

WOLF NUDELN, künftig auf Technologie

von Busch umzusteigen. Eine trockenlaufende

SECO SV Drehschieber-Vakuumpumpe

mit Vakuumreguliereinheit und

Ansaugfilter soll in einer Schlauchbeutelmaschine

eingesetzt werden, um die

Verpackung während des Füllprozesses

stabil zu halten. Um Wartungsintervalle

zu verlängern, Betriebskosten zu senken

und Stillstandszeiten zu vermeiden, vertraut

das Unternehmen bei den sieben

MINK MM 1142 BV auf Original-Öl und

Filtermaterial von Busch.

[pl]

Fotos: Busch Group


Aktuell Kennzeichnen Maschinen Kreislauf

SPICE – Sustainable Packaging

in a Circular Economy

SPS

Das Projekt SPICE hat gezeigt, wie Qualifizierung als Brücke zwischen Forschung und Industrie wirken

kann. Es wurde nicht nur die Fachkompetenz der Teilnehmenden gestärkt, sondern auch das gemeinsame

Bewusstsein für die Chancen der Kreislaufwirtschaft. Damit leistet SPICE einen wichtigen Beitrag zu einer

nachhaltigeren und innovativeren Verpackungsbranche in Österreich.

über den

Autor

Jan Krepil ist

wissenschaftlicher

Mitarbeiter im

Forschungszentrum

Nachhaltigkeitsbewertung

und

Verpackungslösungen.

Er beschäftigt

sich vorrangig mit

Ökobilanzierung bzw.

Life Cycle Assessment

und lehrt in den Studiengängen

„Nachhaltiges

Ressourcenmanagement“

sowie

„Packaging Technology

and Sustainability“

und „Sustainability

and Resource Management“.

Kontakt:

jan.krepil@hcw.ac.at

www.hcw.ac.at

Das von der FFG geförderte Innovationscamp SPICE

(Sustainable Packaging in a Circular Economy) beschäftigte

sich mit den aktuellen Herausforderungen

der Verpackungsindustrie im Wandel hin zu einer nachhaltigeren

Praxis. Ziel war es, kleine und mittlere Unternehmen

entlang der Wertschöpfungskette praxisnah zu schulen und sie

auf die kommenden europäischen Vorgaben zur Kreislaufwirtschaft

bzw. Regulatorien hinsichtlich Verpackung vorzubereiten.

Das Projekt wurde in enger Kooperation zwischen der

Hochschule Campus Wien, dem Österreichischen Ökologie-

Institut, Circular Analytics und dem Lebensmittelcluster Niederösterreich

umgesetzt. Durch diese Verbindung von wissenschaftlicher

Expertise, praxisnahem Know-how und regionaler

Vernetzung entstand ein Modellprojekt für zukunftsorientierte

Weiterbildung. Im Zentrum standen die steigenden Anforderungen

durch die EU-Verpackungsverordnung, nach der ab

2030 nur noch recyclingfähige Verpackungen in Umlauf gebracht

werden dürfen. Für viele österreichische Betriebe ergab

sich daraus ein dringender Weiterbildungsbedarf in den

Bereichen nachhaltiges Verpackungsdesign, Materialwahl und

Digitalisierung. Die Schulungsreihe umfasste acht Module mit

insgesamt rund 80 Unterrichtsstunden sowie Vertiefungsmöglichkeiten

und richtete sich an Fach- und Führungskräfte aus

Verpackungsentwicklung, Qualitätsmanagement, Nachhaltigkeit

und Innovation. Theorie, Praxis, digitale Werkzeuge

und eine Exkursion ergänzten sich zu einem ganzheitlichen

Lernkonzept, das wissenschaftliche Inhalte mit betrieblicher

Realität verband.

Modul 1 – Rechtliche Rahmenbedingungen. Im

Modul zu den rechtlichen Rahmenbedingungen erhielten die

Teilnehmenden einen umfassenden Überblick über die europäische

und nationale Gesetzeslage im Verpackungsbereich.

Behandelt wurden die zentralen EU-Richtlinien und -Verordnungen

wie das Circular Economy Package, die Packaging and

Packaging Waste Regulation, die Single-Use-Plastics Directive und

weitere Vorgaben. Ergänzend dazu standen die österreichische

Verpackungsverordnung und das Abfallwirtschaftsgesetz auf

dem Programm.

Modul 2 – Holistische Nachhaltigkeitsbewertung.

Im Modul zur holistischen Nachhaltigkeitsbewertung

ging es um grundlegendes Wissen über ökologische, ökonomische

und soziale Aspekte nachhaltiger Verpackung. Aufbauend

auf den Zielen des europäischen Green Deals wurden

Methoden zur Messung und Bewertung der Nachhaltigkeit

vorgestellt. Anhand von Praxisbeispielen

und Benchmarking-Projekten erhielten die

Teilnehmenden konkrete Einblicke, wie sich

Verpackungssysteme ganzheitlich analysieren

und optimieren lassen.

Modul 3 – Life Cycle Assessment.

Im Modul zur Lebenszyklusanalyse (LCA)

stand die Methodik der Ökobilanzierung

im Mittelpunkt. Nach einer Einführung in

grundlegende Konzepte lernten die Teilnehmenden

verschiedene digitale Tools zur

Bewertung von Umweltwirkungen kennen.

Durch praxisorientierte Aufgaben,

wie die Berechnung des eigenen ökologischen

Fußabdrucks oder den Vergleich

unterschiedlicher Verpackungen, konnten

die Teilnehmenden das Verständnis darüber

vertiefen. In Gruppenarbeiten wurden

die Ergebnisse kritisch reflektiert und in

die praktische Anwendung überführt. Ein

gemeinsames Wrap-up rundete das Modul

ab und stellte den Transfer des Wissens in

den Unternehmenskontext sicher.

Modul 4 – Ökologische Verpackungsoptimierung.

Im Modul zur

Verpackungsoptimierung stand die praktische

Umsetzung nachhaltiger Gestaltung

im Vordergrund. Nach einer Einführung

in die Grundlagen des Ecodesigns wurden

schrittweise Leitfäden zur Optimierung bestehender

Verpackungssysteme vorgestellt.

Erfolgreiche Beispiele, unter anderem der

Sustainability Award 2023 und der Staatspreis

2024, dienten als Inspiration für inno-

Auf einen Blick:

Leitung: Hochschule Campus Wien

Laufzeit: 01.10.2023 – 30.09.2025

Fördergeber:in: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

mbH (FFG)

Förderschiene: FFG Innovationscamps 2022


Pack & Log 07/25

vative Ansätze. Themen wie Verpackungsminimierung

im Sinne der EU-Ziele für 2030

sowie der Einsatz aktiver und intelligenter

Verpackungen zeigten zukünftige Entwicklungspfade

auf. Den Abschluss bildete ein

interaktiver Ecodesign-Workshop, in dem

die Teilnehmenden eigene Konzepte für

ressourcenschonende Verpackungslösungen

erarbeiteten.

Modul 5 – Mehrweglösungen.

Das fünfte Modul konzentrierte sich auf

das Themengebiet wiederverwendbarer Verpackungssysteme.

Neben einem Überblick

über die „Mehrweglandschaft“ Österreichs

sowie einer generellen Einführung wurden

verschiedene Mehrwegkreisläufe oder -modelle

besprochen. Diskutiert wurden vor

allem erfolgreiche Strategien zur Einführung

von Mehrwegsystemen aus Industrie und

Forschung.

Modul 6 – Recyclingfähigkeitsbewertung.

Der Fokus des Moduls 6 lag auf

der praktischen Bewertung von Recyclingfähigkeit.

Mithilfe der Laborinfrastruktur der

Hochschule Campus Wien wurden dazu

Stationen aufgebaut, bei denen verschiedene

Tests und/oder Bestimmungen gemeinsam

mit Expert:innen durchgeführt wurden.

Modul 7 – End-of-life. Das vorletzte

Modul stand im Zeichen des Lebensendes

von Verpackungen (End-of-life) und gliederte

sich in ein Theoriemodul sowie einen

Exkursionstag.

Im Theorieteil bekamen die Teilnehmenden

einen Überblick über die Abfallinfrastruktur

sowie Abfalllogistik in Österreich vermittelt

und erhielten eine Einführung in Sortierprozesse

und die Bewertung von Recyclingfähigkeit

an sich. Ebenso behandelt wurde die

Die Besichtigung moderner Sortiertechnologien bei Triplast in Enns und der Austausch mit

Expert:innen boten einen tiefen Einblick in die Abläufe des Recyclings. Viele der Teilnehmenden

nahmen konkrete Anregungen für die Optimierung der eigenen Verpackungssysteme

mit, vor allem hinsichtlich Design4Recycling

Gestaltung von Verpackungen hinsichtlich

Zirkularitätsprinzipien mit so genanntem

„Design4Recycling“. Den Abschluss des

Tages bildete ein Workshop dazu.

Am darauffolgenden Tag besuchten die

Projektteilnehmer:innen die Research and

Developement-Abteilung sowie die Produktion

der Firma DELSCI GmbH in Traun,

Oberösterreich . Neben spannenden Einblicken

in die Herstellung von Spezialpapieren

konnten die Teilnehmer:innen vor Ort

erworbenes, theoretisches Wissen direkt

mit industrieller Realität verknüpfen. Den

Schlusspunkt des Tages markierte eine Besichtigung

der 2024 in Betrieb genommenen

Abfallsortierungsanlage „Triplast“ in Enns,

Oberösterreich. Die Besichtigung moderner

Sortiertechnologien und der Austausch mit

Expert:innen boten einen tiefen Einblick in

die Abläufe des Recyclings. Viele der Teilnehmenden

nahmen konkrete Anregungen

für die Optimierung der eigenen Verpackungssysteme

mit, vor allem hinsichtlich

Design4Recycling.

Modul 8 – Digitalisierung der Verpackungsindustrie.

Den Abschluss bildete

das Modul 8, das sich mit Digitalisierung

in der Verpackungsindustrie beschäftigte. Das

Modul behandelte die zentralen Treiber und

Herausforderungen der digitalen Transformation

in der Verpackungsindustrie. Es zeigte

auf, wie digitale Werkzeuge, Softwarelösungen,

ERP-Systeme und Künstliche Intelligenz

entlang der gesamten Supply Chain

eingesetzt werden können, um Prozesse zu

vernetzen und Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.

In einem praxisnahen Workshop

erprobten die Teilnehmenden abschließend

die digitale Dateneingabe und automatisierte

Bewertung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen.

[pl]

Foto: FH Campus Wien

Der Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement

der Hochschule Campus

Wien bietet die beiden Bachelorstudiengänge

Nachhaltige Verpackungstechnologie

und Nachhaltiges Ressourcenmanagement

an sowie zwei Masterstudiengänge in

englischer Sprache: Packaging Technology

and Sustainability und Sustainability Assessment

and Resource Management. Die

Studiengänge sind berufsbegleitend gestaltet,

sodass Interessierte aus der Branche

ihre Kompetenzen ohne Unterbrechung

der Berufstätigkeit erweitern können.

Hochschule Campus Wien

Mit rund 9.100 Studierenden an zwei Standorten und zwei Kooperationsstandorten ist die

Hochschule Campus Wien die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften Österreichs.

In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen und

Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Sozialwissenschaften, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft,

Sicherheit, Politik steht ein Angebot von nahezu 70 Studienprogrammen in berufsbegleitender

und Vollzeit-Form zur Auswahl. Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung

wird in zehn fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung in Form

von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen deckt die Hochschule über die Hochschule

Campus Wien Academy ab. Die Hochschule Campus Wien ist Gründungsmitglied im

Bündnis Nachhaltige Hochschulen.

Weitere Informationen unter: www.hcw.ac.at


Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

SPS

SPS 2025

Termin: 25. - 27. Novembber 2025

Ort: Messezentrum Nürnberg

Öffnungszeiten: Di. - Mi. 9 bis 18 Uhr;

Do. 9 bis 17 Uhr

Turnus: jährlich

Fotos: Mesago Messe Frankfurt GmbH / Arturo Rivas

Tickets, weitere Informationen zur Veranstaltung

sowie das vollständige Vortragsprogramm sind auf

der Webseite sps-messe.de verfügbar.

Wo Innovation auf Industrie trifft:

Die SPS 2025 als Trendbarometer

Wenn sich vom 25. – 27.11.2025 die Tore der Messe Nürnberg öffnen, steht die Automatisierungswelt erneut im

Zeichen der SPS – Smart Production Solutions. Die internationale Fachmesse bringt Entscheider, Entwickler und

Visionäre aus aller Welt zusammen. Seit über drei Jahrzehnten ist sie jeweils zum Jahresende ein fester Termin im

Kalender der Industrie – als Plattform für Innovation, Austausch und technologische Weichenstellungen und als

verlässliches Trendbarometer für die Entwicklungen in der Automatisierungsbranche.

Die SPS 2025 wird in 15 Messehallen

zur eindrucksvollen Bühne

für rund 1.150 Unternehmen

der Automatisierungsbranche. Sie präsentieren

fortschrittliche Lösungen für

die intelligente Produktion sowie ihr aktuelles

Produktportfolio. Neben internationalen

Branchengrößen wie Siemens,

Beckhoff Automation, Phoenix Contact

und Bosch Rexroth sind auch zahlreiche

österreichische Unternehmen wie KEBA

Industrial Automation, Sigmatek oder

auch evon mit eigenen Messeständen

präsent.

Ein zentrales Thema der diesjährigen SPS

ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz

in der Fertigungstechnik. Industrial AI

hält derzeit auf breiter Front Einzug in

unterschiedlichste industrielle Produkte

und Prozesse: sei es unterstützend im Engineering

von Prozessen, integriert in Steuerungsgeräte

durch vielfältige AI-Modelle

oder als Bestandteil intelligenter Tools für

vorausschauende Wartung, Qualitätskontrolle

und adaptive Produktionssteuerung.

Diese Technologien verändern die Automatisierungstechnik

grundlegend und

eröffnen neue Potenziale für Effizienz,

Flexibilität und Ressourcenschonung.

„Industrial AI ist längst kein Zukunftsthema

mehr – es ist bereits Realität in

vielen Produktionsumgebungen. Auf der

SPS 2025 zeigen unsere Aussteller, wie

KI heute schon konkret eingesetzt wird

und welche Potenziale die Technologie in

der Automation erschließt“, erklärt Sylke

Schulz-Metzner, Vice President SPS.

Einen besonders praxisnahen Zugang

dazu bieten die zweimal täglich angebotenen

Guided Tours der SmartFactory

Kaiserslautern. Der von Expertinnen und

Experten geführte Rundgang führt zu innovativen

Unternehmen der Hard- und

Softwarebranche und beleuchtet technische

Herausforderungen der Gegenwart.

„Mit unserem Angebot möchten wir gezielt

Einblicke in Schlüsseltechnologien

wie Künstliche Intelligenz, Digitale Zwillinge

und Security in der Systemarchitektur

ermöglichen“, erklärt Dr. Ingo Herbst,

Pressesprecher der SmartFactory Kaiserslautern.

„Der Transfer von technologischer

Expertise in die industrielle Praxis ist für

uns ein zentrales Anliegen.“

Die internationalen Fachbesucher – darunter

auch zahlreiche Gäste aus Österreich,

die 2024 mit rund 1.550 Teilnehmern

vertreten waren – profitieren vom breiten

Angebot an Lösungen, Fachvorträgen

und Live-Demonstrationen. Die SPS bietet

Orientierung im technologischen Wandel

und liefert Impulse, um Innovationen im

eigenen Unternehmen voranzubringen.

Wissen vernetzen: Stages, Gemeinschaftsstände

und Nachwuchsförderung.

Ergänzend zum

umfangreichen Ausstellungsbereich bietet

die SPS 2025 ein ebenso facettenreiches

wie zukunftsorientiertes Rahmenprogramm,

das Fachbesucher, Branchenexperten

und Nachwuchstalente gleichermaßen

anspricht.

In den Hallen 1, 3, 3C und 6 laden insgesamt

vier Stages zu Diskussion, Wissensaustausch

und Inspiration ein. Besonders

hervorzuheben ist die Technology Stage

powered by VDMA/ZVEI in Halle 3, die


von den beiden führenden Branchenverbänden gestaltet wird.

Hier stehen neben Industrial AI aktuelle Entwicklungen,

Trends und Herausforderungen der Automatisierung im Mittelpunkt

– von Digitaler Transformation bis hin zu nachhaltiger

Produktion. Ergänzend dazu bieten die direkt angrenzenden

„Meet the Speaker“-Zonen die Möglichkeit zum persönlichen

Austausch mit den Referenten. Besucher können hier gezielt

Fragen stellen, Kontakte knüpfen und Inhalte aus den Vorträgen

vertiefen.

Gemeinschaftsstände als Innovationsplattformen.

In Halle 6 bündeln gleich drei Gemeinschaftsstände

Know-how und kreative Impulse:

• „Automation meets IT“: Der etablierte Treffpunkt für Themen

rund um Digitalisierung, Cybersecurity und Industrie

4.0. Hier verschmelzen klassische Automatisierung und

moderne IT-Welten.

• Internationale Start-up Area: Junge Unternehmen aus aller

Welt präsentieren ihre frischen Ideen und disruptiven Technologien

– ein Hotspot für Innovation und Networking.

• „young INNOVATORS“: Der vom Bundesministerium für

Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Gemeinschaftsstand

bietet jungen, innovativen Unternehmen aus Deutschland

eine Bühne, um ihre Entwicklungen einem breiten Fachpublikum

vorzustellen.

| MX02G |

Modul-Vielfalt

für Ihre Automatisierungslösung:

das MX-System

Nachwuchsförderung im Fokus: Makeathon &

Young Talents Day. Mit dem SPS Makeathon und dem

Young Talents Day setzt die Messe einen klaren Fokus auf

die Nachwuchsförderung. Er richtet sich an Schüler:innen,

Studierende, Auszubildende sowie Berufseinsteiger. Während

des Makeathons entwickeln die Teilnehmer an allen drei

Messetagen in interdisziplinären Teams innerhalb von 2,5

Stunden eigene Prototypen – live vor Ort und im direkten

Austausch mit Unternehmen.

Unterstützt wird das Format von ITQ, New Automation, der

NürnbergMesse sowie engagierten Sponsoren von Seiten der

Aussteller. Den Abschluss bildet der Young Talents Day am

letzten Messetag: Geführte Touren am Vor- und Nachmittag

sowie individuelle Karriereberatung bieten jungen Interessenten

wertvolle Einblicke und Orientierung für ihren weiteren

Weg in der Automatisierungsbranche.

[pl]

hochflexible und schaltschranklose Automatisierungslösung

robustes, wasser- und staubdichtes Design (Schutzart IP67)

Plug-and-play mit steckbaren Funktionsmodulen für

IPC, I/O, Drive, Relais und System

standardisierte Steckverbinder zur Übertragung von Daten und Leistung

EtherCAT-Kommunikation

langjährig bewährte Anschlussstecker für die Feldebene

geringer Engineering-Aufwand

hohe Zeit- und Kostenersparnis

integrierte Diagnosefunktionen

Lernen Sie die

Welt der schaltschranklosen

Automatisierung

kennen!

Halle 7, Stand 406


Aktuell Kennzeichnen Maschinen

Kreislauf

SPS

Smarte Antriebslösungen für die

automatisierte Produktion

Move smarter: NORD DRIVESYSTEMS präsentiert sich auf der SPS 2025 als der Lösungsanbieter für intelligente

Antriebskonzepte in der smarten Produktion. Besucher können live erleben, mit welchen Eigenschaften Antriebssysteme

von NORD jede Bewegungsaufgabe lösen. Im Fokus stehen die multivariable Antriebselektronik, der wirkungsvolle

Oberflächenschutz NXD tupH ® sowie die digitalen NORD-Services von der virtuellen Inbetriebnahme

bis zur Predicitive Maintenance.

„Mit den Frequenzumrichtern der Produktfamilien

NORDAC PRO, NORDAC

ON, NORDAC FLEX und NORDAC LINK

verfügt NORD über ein Portfolio, das Antriebssysteme

für die automatisierte Fertigung

mit Vorteilen ausstattet“, sagt Jörg

Niermann, Bereichsleiter Marketing von

NORD DRIVESYSTEMS. So sind die Umrichter

flexibel in jeder Anlagenarchitektur

einsetzbar: Sie ermöglichen eine Montage

sowohl im Schaltschrank 431als auch im

Feld, direkt motoraufgebaut oder motornah

montiert. Zudem unterstützen sie alle

gängigen Ethernet-Protokolle, zum Teil über

Multi-Protokoll-Ethernet-Schnittstellen.

Eine weitere Stärke der NORDAC-Frequenzumrichter

sind ihre zahlreichen

Mehrwert-Funktionen: Durch Embedded

Features wie den Positioniermodus POSI-

CON oder die on-board PLC können Antriebslösungen

auch Aufgaben übernehmen,

die sonst über die übergeordnete Steuerung

laufen. Auf der SPS wird NORD darüber

hinaus die drive-based Functional Safety seiner

Antriebselektronik vorstellen, zu denen

unter anderem lokale sicherheitsgerichtete

Sensorik und Aktorik wie Not-Halt oder

Sicherheitslichtgitter gehören.

NXD tupH ® -Oberfläche beschleunigt

Reinigungsprozess. Bei einer

Live-Demonstration können sich Besucher

von der Wirkungskraft des Oberflächenschutzes

NXD tupH ® überzeugen. NXD

tupH ® ist der Oberflächenschutz für die

extremen Bedingungen in Wash-Down-

Bereichen. Er macht Aluminiumgehäuse

widerstandsfähig gegen Säuren und Laugen.

Basis ist eine Veredelung, die eine

NORD

Halle Stand

3A 431

SPS-Besucher können sich in einer Live-Demonstration von

der Wirkungskraft des Oberflächenschutzes NXD tupH ®

von NORD überzeugen

sehr harte, inerte Oberfläche erzeugt.

Für NXD tupH ® werden die veredelten

Gehäuseteile mit einer stark haftenden

Hochleistungsversiegelung beschichtet und

ausgehärtet. Durch Struktur und Haftung

der Versiegelung kommt es nicht zu Abplatzungen,

kleinere Beschädigungen können

sich nicht ausbreiten. Das macht NXD

tupH ® zum idealen Oberflächenschutz für

hygienesensible Anwendungen wie die

Lebensmittelverarbeitung oder pharmazeutische

Fertigung.

Digitale Services erhöhen Effizienz

und Verfügbarkeit. Ebenfalls

ein NORD-Thema auf der SPS: Die datenbasierten

Services, mit denen der Lösungsanbieter

die optimale Performance seiner

Antriebssysteme in jeder Phase des Lebenszyklus

ermöglicht. Für die Betriebsphase

bietet NORD seinen NORD ECO-Service

an. Dazu werden mit der NORD ECO-Box

dauerhafte Belastungen, Lastspitzen und

unregelmäßige Zustände aufgezeichnet. Die

Auswertung der Daten macht Einsparpotenziale

sichtbar und dient als Basis für eine

Antriebsoptimierung. „Häufig finden wir

Antriebssysteme vor, die überdimensioniert

sind“, sagt Niermann. „Am Ende unseres

NORD ECO-Services ergeben sich fast immer

niedrigere Gesamtbetriebskosten.“

Mit seiner IIoT-Lösung NORD DRIVE MO-

NITOR unterstützt der Antriebsexperte Anwender

auch in der Instandhaltungsphase

mit Condition Monitoring für die Predictive

Maintenance. NORD DRIVE MONITOR

stellt dynamisch berechnete sowie sensorisch

erfasste Betriebswerte der elektronischen

Antriebssysteme kontinuierlich zur

Weiterverarbeitung bereit. Das ermöglicht

Anwendern, frühzeitig Anomalien oder Verschleiß

zu erkennen und Wartungsmaßnahmen

zu planen.

Als neuen Service für die Planungsphase

stellt NORD auf der SPS erstmals die Simulationsmodelle

für die virtuelle Inbetriebnahme

seiner Komponenten vor. Die digitalen

Zwillinge können in einer simulierten Anlage

umfassend getestet, Fehler in einem frühen

Entwicklungsstadium korrigiert werden. Ist

das Antriebssystem vom Kunden validiert,

wird es von NORD gefertigt. Dass die Antriebe

dann bereits funktional in der Anlagensteuerung

integriert sind, beschleunigt die

reale Inbetriebnahme. Der Gesamtprozess

von der Konfiguration bis zur Inbetriebnahme

verkürzt sich damit von mehreren

Monaten auf nur noch wenige Wochen.[pl]

Foto: NORD


Pack & Log 07/25

Partner für die intelligente

Automatisierung

Auf der SPS präsentiert sich SICK als

ganzheitlich agierender Partner für Automatisierungslösungen

mit passenden,

zukunftssicheren Cybersecurity- und

Service-Angeboten. Wie Sensorendaten

Produktions- und Logistikprozesse analysieren

und optimieren können, erfahren

Besucher des Messestands unter dem

Leitmotiv „We create Value together“ in

praxis- und anwendungsnahen Erlebniswelten.

Erlebniswelt „Industrial Robotics.“

Mit dem Roboterführungssystem

PLB präsentiert SICK eine innovative Lösung

zur flexiblen 3D-Teilelokalisierung für

den automatisierten Griff in die Kiste und

das Aufnehmen von Objekten von einer

Palette oder aus Behältern. Mithilfe von

3D-Kameras, leistungsfähigen Softwarealgorithmen

und Künstlicher Intelligenz können

PLB-geführte Roboter chaotisch angeordnete

Kleinteile in einem Behälter ebenso sicher

lokalisieren und greifen wie Kartons, Baugruppen

oder Gussteile auf einer Palette oder

einem Sonderladungsträger. Die Software der

vorkalibrierten 3D-Kamerasysteme sowie die

Funktionen des PLB können innerhalb weniger

Minuten auf einfache Weise in die Steuerung

industriegängiger Roboter integriert

werden. Durch die Deep-Learning-Funktion

sind die 3D Kamerasysteme lernfähig und

erhöhen somit den flexiblen Einsatz in wechselnden

Bin-Picking-Anwendungen. Die

Bedienoberfläche der Software ist einfach

konfigurierbar und individuell anpassbar.

Bin-Picking-Applikationen können so noch

flexibler, effizienter und zuverlässiger gelöst

werden.

Erlebniswelt „Automatisierung

autonomer Fahrzeuge.“ Intelligente

Kollisionsvermeidung und Bereichsüberwachung

mit robuster 3D-Bildverarbeitung –

hierfür steht das erstmals auf der SPS 2025

vorgestellte Fahrassistenzsystem VISIONA-

RY AI Assist. Es besteht aus einer smarten

3D-Snapshot-Kamera Visionary-B Two und

der Software AI Assist. Entwickelt für raue

Außenbedingungen warnt das messende

Stereo-Kamerasystem durch seine 3D-Umfeldwahrnehmung

vor kritischen Situationen

im Arbeitsbereich mobiler Maschinen.

AI Assist ergänzt die Fahrweg-, Seiten- und

Rückraumabsicherung durch die Möglichkeit

einer gezielten Personenerkennung. Dies

ermöglicht eine zuverlässige und differenzierte

Erkennung für priorisierte Warnungen.

VISIONARY AI Assist ist eine All-in-One-

Lösung – denn auch die Datenverarbeitung

und die KI-Software sind vollständig in das

über Webbrowser konfigurierbare Überwachungssystem

integriert.

Erlebniswelt „Materialverfolgung

im Warenfluss.“ Sowohl in

nicht- als auch teilautomatisierten Bereichen

dienen detaillierte Positionen und Bewegungen

von Materialien auf Ladungsträgern

und Flurförderfahrzeugen dazu, alle relevanten

Informationen zum Materialfluss

im Blick zu behalten. Diese helfen dabei,

den Warefluss zu bewerten und zu steuern.

Um Transparenz und Nachvollziehbarkeit in

internen Lieferketten zu gewährleisten, verfügt

SICK über ein lückenloses Portfolio von

Identifikations- und Lokalisierungslösungen.

Diese kommen an verschiedenen Stellen im

Materialfluss zum Einsatz. Damit umfassen

sie den kompletten Warenflussprozess – vom

Wareneingang, Lager, Kommissionierung

bis hin zum Warenausgang und Versand.

So ist die vollständige Kontrolle und Transparenz

der Warenversorgung gewährleistet

und eine Optimierung von Transportwegen

SICK präsentiert sich auf der diesjährigen SPS 2025 in Nürnberg

unter dem Leitmotiv „We create Value together“.

sowie eine Minimierung des Zeitaufwands

bei Suchzeiten möglich.

Beispielsweise identifiziert das Ident Gate

System mithilfe vielfältiger Sensoren zur

Warenidentifikation palettierte Waren, die

mit Barcodes oder 2D-Codes oder auch mit

UHF-RFID- oder Hybrid-Tags gekennzeichnet

sind. Eine nahtlose IT-Integration im

Warenwirtschaftssystem rundet dabei das

Konzept ab. Das Ortungssystem Automated

Load Detect Ident System (ALDIS) sorgt für

die Lokalisierung von Staplertransporten auf

dem Werksgelände. Es schafft Transparenz

und macht die wachsende Komplexität intralogistischer

Prozesse einfacher. Es ermöglicht

eine genaue, flexible und kosteneffiziente

Lokalisierung und Identifikation von Waren.

Intelligente Sensoren erkennen selbstständig

Be- und Entladevorgänge von Flurförderfahrzeugen.

Dabei werden die Transportgüter

automatisch per Barcodes, 2D-Codes oder

RFID identifiziert. Die Kombination aus

Ultrabreitband(UWB)- und GPS-Technologie

ermöglicht die globale Warennachverfolgung

bis zum endgültigen Einsatzort. [pl]

SICK

Halle Stand

7A 340

Foto: SICK


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