Eifach Sempathisch "Spielend"
Das Magazin der Region Sempachersee
Das Magazin der Region Sempachersee
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Ausgabe #14 . HERBST/WINTER 2025/26
S
hisch
DAS MAGAZIN DER
REGION SEMPACHERSEE
SPIELEND
Rätseln,
Kombinieren,
Tüfteln
Bei der
Escape Factory
warten
Abenteuer
Seite 26
SPIELEND haben wir die aktuelle Ausgabe unseres
Magazins «Eifach Sempathisch» nicht gemacht – wie immer
war der Aufwand gross, die Begegnungen aber spielend
einfach. Womit sich wie gewohnt die ganze Vielfalt der
Region Sempachersee in all seinen Facetten spiegelt.
In der Rubrik «Menschen am Sempachersee» lernen Sie
mit Claudia Muff eine weit, weit über die Region hinaus bekannte
Musikerin kennen. Musik ist mehr als nur Claudia‘s Leidenschaft,
sie bestimmt ihr Leben täglich massgeblich mit.
Bei weniger schönem Wetter im Herbst und Winter lohnt sich ein Besuch der Escape
Factory in Sursee. Hier wird gerätselt ohne Ende – mit der erlösenden Antwort zum Schluss,
damit alle Teilnehmenden einen der beiden Escape-Räume an der Buchenstrasse 8
in Sursee wieder verlassen können. Die Macher haben noch viel mehr in Petto als die
beiden Rätselräume – lassen Sie sich inspirieren.
Käse und Natura-Beef sind zwei kulinarische Themen. Mit der Chäsi Beromünster haben
wir einen dreifachen Weltmeister in der Region – mit drei weltmeisterlichen Käsen
aus der Region. Und Leupi’s Natura-Beef aus dem Surental bieten den Liebhabern eines
guten Stücks Fleisch eine Anlaufstelle. Noch regionaler und nachhaltiger geht es kaum.
Was macht ein hoch erfolgreicher Ruderer nach seiner Karriere? Unser Botschafter
Roman Röösli schlug einen ungewöhnlichen Weg ein, welchem ich mit viel Respekt
begegne. Mit Masterabschluss in der Tasche absolviert er aktuell eine Lehre in der
Landwirtschaft, weil ihm das Arbeiten in der freien Natur und mit den Händen sehr gefällt.
Wenn der Beitrag hilft, dass Roman und seine Frau ihrem Traum eines eigenen Betriebes
für die Bio-Landwirtschaft näher kommen, wäre das schon fast ein Jackpot.
In der Rubrik zur Nachhaltigkeit erfahren Sie, wie man jährlich 5,5 Millionen Liter Wasser
einsparen kann. Dazu erfahren Sie, welche Betriebe in der Region Sempachersee bereits
im Programm «Swisstainable» mitmachen.
Geschätzte Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und neue
Ideen zum BEWEGEN. ENTDECKEN. GENIESSEN.
Peter Regli
Geschäftsführer Sempachersee Tourismus
EDITORIAL
2
IMPRESSUM
EIFACH SEMPATHISCH– DAS MAGAZIN DER REGION SEMPACHERSEE
AUSGABE #14, HERBST/WINTER 2025/26
Erhältlich unter www.sempachersee-tourismus.ch
Herausgeber: Sempachersee Tourismus . Buchenstrasse 8 . 6210 Sursee
Redaktion: Peter Regli
Lektorat: Regula Regli
Texte: Vera Büchel, Rita Kaufmann, Peter Regli
Druck: Wallimann Medien und Kommunikation AG, Beromünster
Titelbild: ©SwissLocalTravel
Gestaltung: Martin Bühlmann, Edelmut
Alle Angaben ohne Gewähr. ©2025, Sempachersee Tourismus
News
aus unserer
Geschäftsstelle
Wir haben ein neues Zuhause! Seit diesem
Frühling finden Sie uns in unseren neuen Büroräumlichkeiten
an der Buchenstrasse 8 in
Sursee. Dort teilen wir uns die Räume in einer
Bürogemeinschaft mit unserem Mitglied Swiss-
LocalTravel – ein inspirierendes Umfeld, das
spannende Synergien ermöglicht.
Noch mehr gute Neuigkeiten: Im Juni startete
Vera Büchel bei uns. Sie unterstützt uns im Bereich
Marketing und Projekte und war schon bei
dieser Ausgabe von «Eifach Sempathisch» nicht
nur dabei, sondern schon mittendrin. Wir freuen
uns sehr, sie im Team zu wissen.
Vera
Büchel
Kennen Sie unseren digitalen Kiosk?
Finden Sie hier hunderte Magazine und
Zeitungen (zum Online-Blättern).
30 Tage werden Ihnen von Sempachersee
Tourismus offeriert.
Sie finden im digitalen
Kiosk auch alle Ausgaben
unseres Magazins.
3
Menschen
AM SEMPACHERSEE
präsentiert von
~ TEXT: PETER REGLI | BILDER: RITA PAUCHARD ~
Fragen
an Claudia Muff
~ TEXT: PETER REGLI | BILDER: RITA PAUCHARD ~
4
Claudia Jazz meets Folklore –
was bist du jetzt lieber: Die Jazzmusikerin
oder die Volksmusikerin?
Meine musikalischen Wurzeln liegen in der Volksmusik.
Trotz meiner Liebe zur Volksmusik wollte ich mich
nicht auf einen Stil festlegen und spielte bereits als
Jugendliche unterschiedliche Musikarten. Während
meiner Ausbildung zur Akkordeonlehrerin stand die
klassische Akkordeonliteratur im Vordergrund. Heute
bin ich mit tollen Musikern unterwegs, so im Quartett
Claudia Muff mit drei Jazzmusikern. Aber wir spielen
nicht Jazz, sondern eine Mischung aus traditionellen
und modernen Volksmusiken aus verschiedenen
Ländern, gespickt mit Elementen aus dem Jazz. Das
macht aus mir noch keine Jazzmusikerin …
Du spieltest schon auf der ganzen Welt –
was hat dich bislang und warum am meisten
beeindruckt?
Mich berührt es immer wieder, dass es keine Rolle
spielt, ob man in der Schweiz oder in einem anderen
Land spielt. Das Publikum versteht unsere Musik
überall, auch wenn wir die entsprechende Landessprache
nicht sprechen. Musik ist eine Sprache des
Herzens und ein Kulturaustausch.
Mit deinem «Quartett Claudia Muff» seid ihr
im musikalischen Spielrausch – deine Aussage.
Was darf der Lesende darunter verstehen?
Analog zum Sportler, der je nach Sportart den Adrenalinkick
sucht, sind wir Musiker darauf aus, den
«Spielrausch» zu spüren. Wenn alle Faktoren vom
Konzertort über das Publikum und uns Musikern stimmen,
kann man durchaus in Spiellaune kommen, die
ansteckend ist.
Alle aus dem Quartett haben mehrere Jobs –
sprich ihr spielt in mehreren Formationen;
es gibt Dozierende an der Musikhochschule.
Wie bringt ihr das alles unter
den Violinschlüssel?
Als Musiker und gleichzeitig auch Musiklehrer
tätig zu sein verlangt organisatorisch
einiges ab. Es laufen immer viele Sachen parallel:
Proben, Unterricht, Konzerte, Büroarbeiten
usw. Diese Herausforderung
gilt es immer wieder zu meistern, sie macht jedoch
unseren Beruf sehr vielseitig und interessant.
Du komponierst selber – wie muss man sich das
Entstehen eines Musikstückes bei dir vorstellen?
Ich benötige Musse, um zum Komponieren angeregt
zu werden. In Zeiten, wo viel läuft, kann ich nicht
komponieren. Wenn es passt, freue ich mich, dass
die Kompositionen als auch die Arrangements für die
Formationen vom Kopf zu Papier gebracht werden
können. Dieser Entstehungsprozess benötigt viel Zeit.
Es gibt mehrere CD’s von euch – die kauft ja
aber heute niemand mehr. Lässt ihr nur noch
streamen und bleibt dann auch noch etwas in der
Kasse? Oder wo kann ich eure Musik «abholen»?
Streamingdienste dienen, abgesehen von der Werbeplattform,
die man bekommt, finanziell nur noch
zu einem kleinen Prozentsatz der Musiker. 95% der
Musiker sind von der früheren Einnahmequelle mit
Tonträgern abgehängt und ausgeschlossen. Es gibt
nicht nur Stars unter den Musikern und solche, die
Hits produzieren, sondern unzählige grandiose Musiker,
die in diesem Markt leer ausgehen. Darum finde
ich dieses System stossend. Fazit: Besuchen Sie Livekonzerte.
Und zu guter Letzt: Wann ist der nächste Auftritt
im Raum Sempachersee?
Mein Tipp: Freitag, 14. November abends im wunderbaren
Weingut Eichberg in Eich bei Cristina und Mathias
Brunner.
Ich spiele da mit dem Posaunisten Armin Bachmann
und dem Bassisten Peter Gossweiler. Gast ist Lisa
Stoll am Alphorn. Wir spielen ein Konzert, in Kombination
zu einem Dinner.
VERLOSUNG
Zwei
CDs von
Claudia Muff
Wettbewerb: Sie senden auf info@sempachersee-tourismus.ch
einfach eine Mail mit dem Betreff «Claudia Muff» und Ihren Kontaktangaben
(Name, Vorname, Postadresse), Einsendeschluss 20. Dezember 2025
5
Ein Dorf der
besonderen
Art
~ TEXT: VERA BÜCHEL | BILDER: JUGENDDORF ~
Im Herzen des Surentals liegt ein ganz besonderes Dorf – ein Ort voller Geschichte, Perspektiven
und Gastfreundschaft. Das Jugenddorf in Knutwil begleitet seit bald 100 Jahren
Jugendliche auf ihrem Weg in die Zukunft und öffnet gleichzeitig seine Türen für die Öffentlichkeit.
Das Jugenddorf in Bad Knutwil ist ein Ort mit einer besonderen
Geschichte. Seit fast 100 Jahren begleitet es
Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren, die aus der
ganzen Deutschschweiz hierherkommen. Was einst
1926 ein katholisches Erziehungsheim war, hat sich
Schritt für Schritt zu einer modernen sozialpädagogischen
Institution entwickelt. Heute finden Jugendliche
hier klare Strukturen, schulische Möglichkeiten, Ausbildungsplätze
in sieben verschiedenen Berufsfeldern
und vor allem eine neue Perspektive für die Zeit nach
dem Austritt. Im Zentrum steht immer, dass jeder junge
Mensch beim Verlassen des Jugenddorfs eine Anschlusslösung
hat – sei es Schule, Lehre oder Arbeit.
FORUM, das für Anlässe aller Art gemietet werden
kann. Ob Sitzungen, Seminare, Geburtstage oder
Hochzeiten – die Räumlichkeiten bieten einen stimmungsvollen
Rahmen und eine wunderbare Aussicht
auf das Alpenpanorama. Dank moderner Infrastruktur
lassen sich Veranstaltungen unkompliziert umsetzen,
von der kleinen Teamsitzung bis zum festlichen
Bankett. Auf Wunsch steht sogar die Turnhalle zur
Verfügung, sodass auch grössere Feste Platz finden.
Doch das Jugenddorf ist weit mehr als ein pädagogischer
Ort. Es öffnet seine Türen auch für die Öffentlichkeit
und lädt Menschen aus der Region und darüber
hinaus ein, die besondere Atmosphäre dieses Ortes
zu erleben. Herzstück ist dabei das Tagungszentrum
Save the Date
20. Juni 2026 –
100-Jahre Jubiläum
6
Besonders geschätzt wird die ruhige Lage: Auf dem
Gelände lässt es sich ungestört feiern, tagen oder sich
kreativ austauschen.
Für kulinarische Erlebnisse sorgt die Küche des Jugenddorfs,
die nicht nur das FORUM, sondern auch
externe Anlässe beliefert. Das Catering-Angebot
reicht von liebevoll angerichteten Apéros über festliche
Menüs bis hin zu individuell zusammengestellten
Buffets. Besonders wichtig ist der Bezug zur Region:
Früchte, Gemüse, Fleisch und auch der Wein stammen
von Produzenten aus der Umgebung; und gekocht
wird stets saisonal. Wer ein Fest feiert, spürt die
Leidenschaft des Küchenteams – eine Kombination
aus fachlichem Können und jugendlicher Kreativität.
Denn immer wieder fliessen auch Ideen und Rezepte
der Jugendlichen ein, die im Rahmen ihrer Ausbildung
mitwirken. So entstehen Gerichte, die nicht nur professionell
zubereitet, sondern auch mit einer persönlichen
Note versehen sind.
Wer das Jugenddorf lieber in aller Ruhe kennenlernen
möchte, ist in der öffentlichen Cafeteria herzlich
willkommen. Die Cafeteria ist ein Ort der Begegnung,
offen für alle und vermittelt gleichzeitig einen kleinen
Einblick in die Arbeit und Atmosphäre des Jugenddorfs.
So zeigt sich: Das Jugenddorf ist nicht nur eine Institution
für Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen,
sondern auch ein Ort, der Begegnungen schafft und
Menschen verbindet. Mit dem FORUM, dem Catering-
Angebot und der Cafeteria lädt es dazu ein, Teil dieses
besonderen Dorfes zu werden – und dabei zu spüren,
dass hier Tradition, Perspektive und Gastfreundschaft
Hand in Hand gehen.
Mehr Infos
Auf jugenddorf.ch finden Sie
viele weitere spannende
Informationen und Angebote
entdecken
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Aufs Eis,
fertig,
los!
~ TEXT: PETER REGLI | BILDER: ZVG ~
Eislaufen begeistert Jung und Alt – ein Sport, der nicht nur Spass macht,
sondern auch die Gesundheit auf vielfältige Weise fördert. In der Region Sempachersee
bietet die moderne Eishalle in Sursee ideale Bedingungen, um aktiv zu werden
und neue sportliche Bewegungsformen zu entdecken.
8
Regelmässige Bewegung ist ein zentraler Pfeiler für
ein gesundes Leben. Gerade in der kalten Jahreszeit,
wenn viele Aktivitäten ins Haus verlagert werden und
die Bewegung oft zu kurz kommt, schafft das Eislaufen
eine willkommene und wirkungsvolle Alternative. Ob
allein, mit Freunden, der Familie oder in einer anderen
Gruppe – Eislaufen verbindet sportliche Aktivität
mit Spass, Leichtigkeit und sozialem Miteinander. Es
stärkt das Herzkreislaufsystem, kräftigt die Muskulatur
und verbessert die koordinativen Fähigkeiten auf einzigartige
Weise.
Die gleitenden, rhythmischen Bewegungen auf dem
Eis sind gelenkschonend, da keine harten Aufprallkräfte
wirken. Eislaufen hilft, Zivilisationskrankheiten
wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder Haltungsschwächen
aktiv vorzubeugen – auf unterhaltsame
Weise. Nicht zu unterschätzen ist der psychologische
Effekt: Bewegung an der frischen Luft oder in angenehmer
Atmosphäre wirkt stimmungsaufhellend und
fördert die mentale Gesundheit.
Dabei steht vor allem eines im Mittelpunkt: Die Freude
an der Bewegung. Das einzigartige Gleiten auf dem Eis
vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit. Es
weckt Lebensfreude, fördert das Körperbewusstsein
und motiviert zu regelmässiger körperlicher Aktivität.
Besonders Kinder und Jugendliche entdecken hier
spielerisch ihre Bewegungsfreude – und entwickeln
dabei ein besseres Körpergefühl und Selbstvertrauen.
Das gemeinsame Erlebnis auf der Eisbahn fördert die
sozialen Beziehungen. In der Eishalle Sursee treffen
sich Menschen aller Generationen, um gemeinsam
aktiv zu sein, Spass zu haben und unvergessliche Momente
zu erleben. Nutzen Sie das kommende Winterhalbjahr,
um Ihre Gesundheit aktiv zu stärken: Entdecken
Sie die vielfältigen Möglichkeiten zum Eislaufen
in der Eishalle Sursee! Auch Schulklassen, Vereine
oder Betriebe finden hier attraktive Angebote für die
unterschiedlichsten Bedürfnisse.
Gönnen Sie sich eine Auszeit, um Körper und Geist in
Einklang zu bringen. Oder wie die Sportmarke «asics»
es ausdrückt – Anima Sana in Corpore Sano. Aus dem
Lateinischen übersetzt bedeutet der Markenname so
viel wie ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
Eine perfekte Umschreibung der menschlichen Gesundheit.
Starten Sie mit Eislaufen in ein gesünderes
Leben voller Energie und Lebensfreude.
Mehr zur Eishalle
in Sursee und
den idealen
Bedingungen:
bewegen
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Kraftvoll mit und Sinnlichkeit
Sinn
Mitten im Grünen auf einem kleinen Moränenhügel nahe des Weilers St. Ottilien erhebt sich
eine Kapelle, deren Architektur Besucherinnen und Besucher sofort in ihren Bann zieht.
Die fast orientalisch anmutende Form des Achtecks prägt das Erscheinungsbild dieses einzigartigen
Bauwerks. Von hier aus eröffnet sich ein beeindruckender Panoramablick: Im Norden liegt
das Dorf Buttisholz mit seinem Schloss, im Westen schweift der Blick frei über das Rottal
bis hin zum Jura und Weissenstein. Die Kapelle ist nicht nur ein architektonisches Kleinod, sondern
auch ein Ort der Ruhe und Kraft.
~ TEXT: PETER REGLI | BILDER: PETER REGLI ~
Die Architektur der Kapelle verbindet klassische Formen
mit lebendiger Dynamik. Vier Rechteckarme, die
jeweils dreiseitig abgeschlossen sind, formen um den
zentralen Achteckkern ein griechisches Kreuz. Mit
einer Hauptabmessung von 16 mal 16 Metern und
einer Gesamthöhe von ebenfalls 16 Metern wirkt das
Bauwerk harmonisch und ausgewogen. Darüber erhebt
sich ein weiterer 8 Meter hoher Abschlusshelm,
der der Kapelle eine elegante Leichtigkeit verleiht. Der
Kontrast zwischen dem streng-statischen Unterbau
und der frei-dynamischen Dachkomposition macht
die Kapelle zu einer seltenen Augenweide. Trotz der
kunstgeschichtlichen Bedeutung von Zentralbauten
sucht dieses zierliche Barockgebilde mit seiner westöstlichen
Prägung seinesgleichen.
Ein wichtiger Bestandteil des Ortes ist das Gourmet-
Gänterli. Hier finden Sie regionale Produkte, die mit
viel Liebe und Sorgfalt hergestellt wurden. Ob feine
Spezialitäten oder kleine Mitbringsel – das Angebot
stammt aus der unmittelbaren Umgebung und spiegelt
die Vielfalt der Region wider. Der Nettoerlös des
Gourmet-Gänterlis kommt vollumfänglich der Erhaltung
und Aufwertung des Wallfahrts- und Kraftortes
St. Ottilien zugute. Das Gänterli ist frei zugänglich und
in der Regel rund um die Uhr geöffnet, sodass Sie jederzeit
regionale Köstlichkeiten entdecken können.
St. Ottilien versteht sich als Ort für Sinn und Sinnlichkeit
– ein Konzept, das weit über die religiös-spirituelle
Dimension hinausgeht. Im renovierten Wasch-
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hüsli von 1842 erleben Besucherinnen und Besucher
eine Geruchszeitreise durch Waschen, Dörren und
Brennen. Dieses historische Gebäude erzählt von
der Vergangenheit und verbindet sie mit modernen
szenographischen Ideen. Besonders der Geruchssinn
wird angesprochen und macht den Besuch zu einem
intensiven Erlebnis. In Zusammenarbeit mit jungen
Studierenden der Hochschule Luzern entstand eine
wunderbare Vernetzung von Vergangenheit und Gegenwart.
Damit wird St. Ottilien mit dem Waschhüsli
für ein jüngeres Publikum und für Familien attraktiv.
Das Waschhüsli ist ein Zeitzeuge für die Lebens- und
Arbeitsweise auf dem Bauernhof von früher. Nur – so
lange ist das auch wieder nicht her, der Autor fand
sich wieder in seinen kindlichen Erinnerungen. Seine
Mutter heizte noch mit Holz das Wasser im Kupferkessel
auf, um die Leintücher zu waschen und in der Winde
dem Wasser den Garaus zu machen. Oder – der
Autor ist einfach wirklich schon alt...
Das Innere wirkt auf den ersten Blick sehr kahl und ungewohnt
– die Besuchenden stehen im leeren Waschhüsli.
Nach wenigen Augenblicken beginnt die szenische
Installation mit Geschichten, Informationen und
den dazu gehörenden Gerüchen, welche wahrgenommen
werden können. Zu jedem Bereich sein eigener
Duft – waschen, brennen, dörren. Eine Geruchsreise
durch die Vergangenheit, modern umgesetzt.
In naher Zukunft sollen im Garten vor dem Waschhüsli
die weiteren Sinne wie tasten, schmecken oder hören
in Szene gesetzt werden – da darf man gespannt sein,
was auf die Besuchenden zukommen wird.
Besucherinnen und Besucher finden in St. Ottilien
einen Ort, der bewegt, inspiriert und zum Verweilen
einlädt. Die Kombination aus einzigartiger Architektur,
spiritueller Kraft, kulinarischem Genuss und sinnlicher
Erfahrung macht St. Ottilien zu einem besonderen
Ziel. Hier verbinden sich Tradition und Moderne, Ruhe
und Lebendigkeit, Geschichte und Zukunft zu einem
harmonischen Ganzen.
Danke für
Ihre Unterstützung
entdecken11
150 Fasnachtstradition
Jahre
~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: ZUNFT HEINI VON URI ~
Seit 1876 prägt die Zunft Heini von Uri Sursee das Fasnachtsgeschehen in Sursee.
Im Jahr 2026 feiert sie ihr 150-jähriges Bestehen – ein Anlass, der die reiche Geschichte
und lebendige Gegenwart dieser traditionsreichen Fasnachtszunft eindrucksvoll würdigt.
Zunft Heini von Uri
Weitere Informationen,
u.a. Hinweise auf
die verschiedenen
Jubiläumsaktivitäten.
Florian Felber ist seit 2012 Mitglied der Zunft Heini von
Uri und führt seit 2020 als Zunftmeister mit viel Leidenschaft
und einem starken Gemeinschaftsgefühl durch
die vielfältigen Aktivitäten des Vereins. Er beschreibt
die Zunft als lebendige Gemeinschaft: «Die Geselligkeit
mit den Zunft-Gspändli und die vielen Anlässe
während des Jahres machen die Zunft zu etwas ganz
Besonderem.» Speziell schätzt er die Momente, wenn
der Heinivater vor dem Rathaus ausgerufen wird oder
beim Bööggverbrennen die Fasnacht ihren Abschluss
findet. «Da spürt man die Wehmut und gleichzeitig die
Vorfreude auf das nächste Jahr.»
Die Wurzeln der Zunft reichen weit zurück – bis ins
Jahr 1366. Die Legende erzählt von Heiri Grepper, dem
«Heini von Uri», einem Waisenkind, das nach einem
dramatischen Schiffsunglück mit einer Naue auf dem
Vierwaldstättersee seinen Grossvater verlor. Als Hofnarr
des Habsburger Herzogs Leopold III prägte er die
Geschichte der Region. Nach der Schlacht bei Sempach
1386 liess sich Heini von Uri in Sursee nieder und
wirkte fortan als Stadtnarr. Die Zunft wurde 1876 von
über hundert Bürgern gegründet, um die Fasnacht zu
beleben und alte Bräuche zu pflegen.
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Das Vereinsjahr beginnt mit dem Dreikönigsbot im Kloster
Sursee, der Wahl des Heinivaters und seiner Inthronisation
(Amtseinsetzung) im Rathaus. Es folgen die
Pensioniertenfasnacht und der traditionelle Heiniball.
In dieser Zeit werden in vielen Arbeitsstunden auch
prächtige Fasnachtswagen für den grossen Fasnachtsumzug
am Güdisdienstag gestaltet, oder die beliebten
Fasnachtsplaketten der Bevölkerung und Freunden der
Zunft verkauft. Der Schmutzige Donnerstag läutet mit
der «Chesslete» die Fasnachtswoche ein: Im Diebenturm
werden die drei Trabanten – Tüfel, Lälli und Feuk
– geweckt. Sie stehen symbolisch für das Böse, die Geschwätzigkeit
und den Hochmut. Anschliessend holt
der Tross die Heinifamilie am Wohnsitz des Heinivaters
aus den Federn. Weitere Highlights sind die Familienfasnacht,
der Besuch sozialer Institutionen, das Narrenlaufen,
die Narrenmesse und der grosse Fasnachtsumzug
am Güdisdienstag. Die Fasnacht endet mit dem
Bööggverbrennen, das den Winter vertreibt und den
Frühling willkommen heisst.
Auch nach der Fasnacht bleibt die Zunft aktiv: Das ausserordentliche
Bot bietet einen Rückblick auf die Fasnacht
und das Lällifäscht ist ein beliebtes Familienfest mit
Jassturnier. Die Zünftigen engagieren sich ausserdem
beim Städtlifest und der traditionellen Gansabhauet. Die
Generalversammlung, genannt Martinibot, findet dann
jeweils im November statt. Zudem treffen sich die Mitglieder
regelmässig zu Stubenhöcks in der Zunftstube,
um sich auszutauschen und die Geselligkeit zu pflegen.
Die Zunft besteht aus 105 Mitgliedern, ausschliesslich
Männer, die sich aktiv engagieren. «Jedes Mitglied trägt
seine eigene Zunftkette als Zeichen der Zugehörigkeit»,
erklärt Florian Felber. Glücklicherweise dürfen sie fast
jedes Jahr wieder drei bis vier neue Gesellen für ein
Kennenlernjahr in ihren Reihen willkommen heissen,
bevor sie dann als Mitmeister in die Zunft aufgenommen
werden. Ein besonderes Privileg ist das Amt des
Heinivaters, das nur erfahrenen Mitgliedern vorbehalten
ist, die mindestens zehn Jahre aktiv im Verein mitwirken.
Auch die Familien sind ein wichtiger Teil der
Gemeinschaft und werden bei vielen Anlässen herzlich
eingebunden.
Das Jubiläum «150 Jahre Zunft Heini von Uri Sursee»
im Jahr 2026 wird gebührend gefeiert und einige Aktivitäten
sind geplant. So wird es einen eigenen Jubiläumswein,
eine Jubiläumsplakette und eine Festschrift
mit spannenden Berichten und Illustrationen geben,
welche an die lange Tradition erinnert. Ebenfalls wird
die Zunftbroschüre aufgefrischt und neu aufgelegt. Am
Fasnachtsmontag findet als ganz spezieller und eigens
für dieses Jubiläum ins Leben gerufene Anlass, die Narrennacht,
statt. Dort wird die Geschichte der Zunft an
drei Standorten in Sursee theatralisch inszeniert und
mit einem grossen Schauspiel vor dem Rathaus seinen
Höhepunkt finden. Im Frühjahr folgt eine interaktive
Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Museum
Sankturbanhof in Sursee. Zudem wird die Zunft am
Brauchtumsumzug des Trachtenchorfests teilnehmen
und so ihre Verbundenheit zur Region und der Pflege
des Brauchtums zeigen.
Florian Felber bringt es auf den Punkt: «Die Zunft Heini
von Uri Sursee verbindet Tradition, Gemeinschaft und
Lebensfreude. Wir pflegen die Fasnacht mit Herz und
Engagement – und freuen uns darauf, diese lebendige
Kultur auch in Zukunft weiterzugeben.» So bleibt die
Fasnacht in Sursee nicht nur ein Fest, sondern ein lebendiges
Stück Geschichte, das Menschen jeden Alters
bewegt, verbindet und begeistert.
entdecken 13
Leidenschaft, die
verbindet
~ TEXT: RITA KAUFMANN
BILDER: FLÄCKE CHÄSI BEROMÜNSTER ~
In der Region Sempachersee lebt
eine besondere Käsetradition, die mit Herzblut
und Innovationsgeist gepflegt wird.
Die Fläcke Chäsi Beromünster steht seit
27 Jahren für Qualität, Vielfalt und nachhaltige
Produktion – ein echtes Juwel für alle,
die Genuss und Regionalität schätzen.
Franz und Petra Scheuber führen die Käserei im Herzen
von Beromünster mit grosser Leidenschaft und
Engagement. Franz, aufgewachsen auf einem Bergbauernhof
im Luzerner Hinterland, entdeckte früh
seine Liebe zum Käsereihandwerk. «Als Bauernsohn
habe ich oft mit dem Traktor die Milch in die Käserei
geliefert. So kam ich zum Käsen – das ist meine Leidenschaft»,
erzählt er mit einem Lächeln. Man spürt
sofort seine grosse Begeisterung für diesen Beruf. Mit
stetiger Weiterbildung, der Meisterprüfung und der
Unternehmerschule perfektionierte er sein Handwerk.
Petra teilt diese Leidenschaft und sorgt im Verkauf mit
viel Fingerspitzengefühl für die perfekte Präsentation
der vielfältigen Produkte.
14
Angefangen hat alles 1998, als Franz und Petra als
Betriebsleiterpaar die Führung der damals reinen
Emmentaler-Käserei mit fünf Mitarbeitenden übernahmen.
Doch der einschneidende Strukturwandel
um die Jahre 2000 stellte das Paar vor eine grosse
Herausforderung, die Mut und Kreativität forderte: Die
Mitglieder der Käsereigenossenschaft entschieden,
die Emmentaler-Produktion einzustellen und kündigten
dem Betriebsleiterpaar. Statt aufzugeben, kauften
Franz und Petra die Käserei und starteten eine mutige
Neuausrichtung – mit Fokus auf Spezialitäten und Nischenprodukte
aus Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch.
«Die erste Anlieferung von 30 Litern Schafmilch war
eine echte Herausforderung», erinnert sich Franz
schmunzelnd. «Aus den ersten Versuchen gab es
einfach Koteletts . » Doch er blieb dran, lernte aus
Fehlern und entwickelt heute Spitzenprodukte, die
international prämiert sind. Die Fläcke Chäsi beschäftigt
akutell 15 Mitarbeitende und produziert um die
30 Spezialitätenkäse – von Frisch- über Weich- bis zu
Hartkäse. Viele Arbeitsschritte erfolgen nach wie vor
in Handarbeit, was die Qualität und den Charakter der
Produkte prägt.
Viermal pro Woche wird heute frische Milch angeliefert.
Franz legt grossen Wert auf die Herkunft: «Unsere
Milchlieferanten füttern ihre Tiere ausschliesslich mit
Futter aus der Region, ausländisches Futter ist nicht
erlaubt.» Das fördert gesunde und vitale Tiere – ein
wichtiger Baustein für den Geschmack und die Nachhaltigkeit.
Der Arbeitstag beginnt für Franz mitten in der Nacht.
Um zwei Uhr startet er mit der Pastmilchproduktion,
ab vier Uhr läuft die Käseherstellung auf Hochtouren.
Trotz der langen Tage bleibt Zeit für Familie und Freizeit:
«Ich habe eine 44-Stunden-Woche, der Rest ist
Hobby,» lacht er. Gemeinsam mit Petra hat er drei
erwachsene Kinder und die Vereinbarkeit
von Familie und Beruf ist ihnen
wichtig: «Es war immer schön, dass wir zu Hause
arbeiten durften und wir gemeinsam Zmittag essen
konnten.»
Highlight-Events
Franz liebt den direkten Kontakt mit Kundinnen und
Kunden, den er als Marktfahrer auf Spezialitätenmärkten
pflegt. «Das gibt mir viel zurück und ist ein guter
Pulsmesser für neue Produkte.» Inspiration findet er
bei der Käsepflege im Keller – eine körperlich anstrengende,
aber geistig entspannende Arbeit.
Besonders stolz ist Franz auf die drei Weltmeisterkäse
der Fläcke Chäsi: Alte Geiss, Altes Schaf und Blüemli
Chäs. Der erste Titel fiel sogar auf seinen 50. Geburtstag
– ein unvergesslicher Moment. Ebenfalls erzählt
er begeistert von der grossen Ausstrahlung der Fläcke
Chäsi in der Region und der Einzigartigkeit von
Beromünster. «Unsere Gemeinde ist die einzige in
der Schweiz mit einer selbstproduzierenden Käserei,
Metzgerei, Bäckerei, Brennerei und Brauerei. Wir kombinieren
diese Produkte und haben daraus die Regio-
Geschenke entwickelt», erklärt Franz. Gemeinsam mit
anderen Genussproduzenten aus Beromünster organisiert
er regelmässig Genuss-Events.
Der kürzlich umgebaute Laden bietet 365 Tage im Jahr
(teilweise in Selbstbedienung) ein vielfältiges Angebot
– von Käse über Brot und Fleisch bis zu saisonalen
Früchten und Getränken. So spricht die Fläcke Chäsi
auch junge und berufstätige Kundinnen und Kunden
an, die Wert auf Regionalität und Qualität legen.
Die Geschichte von Franz und Petra Scheuber zeigt
eindrücklich, wie Leidenschaft, Innovation und Mut
eine Käserei zu einem regionalen Leuchtturm machen
können. Ihre Philosophie spiegelt sich in jedem Bissen
wider – ein echtes Erlebnis, das die Region Sempachersee
kulinarisch bereichert.
Zum Abschluss verrät Franz zwei kulinarische Highlights:
Ein regionales Amber Bier (Fläcke Alt) oder
Nachtwächter Bier vom Brauhuus 531 harmoniert
perfekt mit einem Stück alter Geiss.
Ein edler Tropfen vom Rankhof am
Sempachersee ergänzt wunderbar einen
gereiften Kuhkäse wie den Herlisberger
Senior oder den Blüemli Chäs.
geniessen
15
Brand face
«Ich hoffe, man schenkt
dir Blumen an einem Dienstag.
So ganz ohne Grund.»
Jan Borges
Dieser Spruch hat sich angefühlt wie eine dicke Umarmung.
Vielleicht, weil ich ganz fest an Dinge glaube,
die keinen Anlass brauchen: An unerwartete Begegnungen,
spontane Auszeiten und daran, dass jeder
Moment kostbar werden kann, solange man offen
dafür ist.
Ich bin Sofia.
Vielleicht kennst du mich als Brandface bei Sempachersee
Tourismus – wenn nicht, wird es längst Zeit:-)
Ich bin alles oder nichts, und manchmal könnte man
meinen, um meinen Kopf flattern Schmetterlinge. Ich
bin verträumt und der grösste Schussel überhaupt…
wenn mir mal wieder ein Teller aus meiner Hand auf
den Boden fällt, ist das garantiert nicht das erste Mal.
Ich habe eine Familie, die ich über alles liebe, und
eine Zwillingsschwester, die mir ähnlich sieht, aber
trotzdem unverwechselbar ist.
Und dann ist da noch mein Hund Paco, der meine
Persönlichkeit übernommen hat (jedenfalls glaube
ich das gerne) tollpatschig wie kein anderer, liebevoll,
verspielt und ein riesiger Teddybär.
In meiner Freizeit singe, tanze und schreibe ich… es
gibt nichts Schöneres, als Kreativität auszuleben. Ich
liebe mit vollem Herzen und ich glaube, genau das
zeichnet mich aus. Ich wurde in der Schweiz geboren,
16
bin jedoch halb Spanierin und halb Italienerin und by
heart definitiv Schweizerin.
Und ich habe mich verliebt.
Verliebt in die Region rund um den Sempachersee.
Als Luzernerin ist sie mir nah, und trotzdem überrascht
sie mich immer wieder. Sie hat alles: Den wunderschönen
See, aber auch versteckte Cafés, kleine
Restaurants, charmante Familienbetriebe, lauschige
Plätze und Freizeitangebote für Gross und Klein.
Vor Kurzem durfte ich die neue Regionen-App testen.
Kein Plan – nur Lust auf ein Abenteuer. Auf Magie.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Die App ist liebevoll gestaltet, übersichtlich
und voller Orte, die du sonst vielleicht
übersehen würdest …von Neuheiten bis
zu traditionsreichen Familienunternehmen.
Vielleicht ist das ihre wahre Magie: Dass sie dir
Blumen schenkt. Nicht wortwörtlich, sondern in
Form von kleinen Momenten, Inspiration und Erinnerungen.
Hol dir deine Blumen an einem Dienstag.
Oder an einem Mittwoch oder einfach dann, wenn du
bereit bist für ein Abenteuer.
Vielleicht denkst du an Blumen und Abenteuer, wenn
du das nächste Mal die App öffnest.
Und vielleicht, nur vielleicht … verliebst du dich in die
Region Sempachersee - ein kleines bisschen so wie
ich.
Wie es bei Bridget Jones
so schön hiess: «I like you
very much just as you are!»
Die App voller
Informationen für
die Bevölkerung
und die Gäste der
Region Sempachersee.
Hier finden Sie tolle Inputs
für Ihre Freizeitgestaltung –
neue Ideen, neue Erlebnisse!
Und wenn du das nächste Mal Blumen bekommst,
denk vielleicht an mich … an die etwas verträumte Luzernerin,
die «Blume» vermutlich zu ihrem Lieblingswort
erklärt hat und offensichtlich eine hoffnungslose
Romantikerin ist.
Vielleicht erinnerst du dich auch an meine Idee, dass
jeder Tag ein Abenteuer sein kann.
17
Natura-Beef –
Heimat zum
Geniessen
~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: LEUPI NATURA BEEF ~
Auf einem kleinen Bauernhof in Winikon begann die Geschichte von Beat Leupi,
der schon früh den Wunsch verspürte, Landwirt zu werden. Obwohl seine Eltern 1977
alle Milchkühe verkauft hatten und das Land verpachtet wurde, blieb Beat seinem
Traum treu. Im Jahr 2000 konnte Beat den Hof mit inzwischen 12 Mutterkühen voller Freude zusammen
mit seiner Frau Andrea übernehmen. Heute, 25 Jahre später, bewirtschaftet
die Familie Leupi knapp 30 Hektaren Land und versorgt 45 Mutterkühe mit ihren Kälbern
– ein Betrieb, der Tradition und Innovation auf eindrucksvolle Weise verbindet.
«Die Mutterkuhhaltung war für uns von Anfang an klar,
denn das Milchkontingent war damals nicht mehr vorhanden»,
blickt Beat zurück. Die Tiere wachsen naturnah
auf: Die Kälber trinken Muttermilch und die ganze
Herde geniesst von Frühling bis Herbst täglichen
Weidegang. Alles Futter wird selbst produziert und es
wird kein Kraftfutter verabreicht. Diese naturnahe Haltung
entspricht dem Konzept vom Natura-Beef Label.
Qualitätsfleisch aus Mutterkuhhaltung, das nicht nur
schmackhaft, sondern auch authentisch und standortangepasst
ist.
Andrea ergänzt: «Auf dem Hof stehen noch über 250
Hochstammobstbäume. Uns ist wichtig, dass wir die
Rohstoffe vom Betrieb selbst veredeln und im Hofladen
verkaufen können.» Im heimeligen Hofladen
findet man neben einer grossen Auswahl an Trockenwürsten
und Trockenfleisch auch hochwertiges, tiefgekühltes
Fleisch vom Natura-Beef und auch Burger,
Bratwürste, Hackfleisch und Fleischkäse von der Mutterkuh.
Monatlich werden zudem frische Mischpakete
vom Natura-Beef angeboten. Neben wundervoll gestalteten
Geschenkkörben runden verschiedene Köstlichkeiten
wie Konfitüren, Sirup und Süssmost – alles
aus eigener Produktion – das Sortiment ab. «Die Natur
gibt den Rhythmus vor», sagt Andrea. «Manchmal
gedeiht nicht alles nach Plan, das fordert Flexibilität.»
Der Hof liegt idyllisch am Trienger Fusionsweg und an
einer Veloroute mit toller Aussicht über das ganze Surental.
Die Wanderer und Biker schätzen die Möglichkeit
im Hofladen einzukehren und eine Glace oder ein
erfrischendes Getränk zu geniessen. Ein Blick in den
Stall ist jederzeit möglich.
18
Die Familie Leupi lebt Landwirtschaft als Gemeinschaft.
Ihre drei erwachsenen Kinder unterstützen sie
wo immer möglich und Sohn Colin steht bereits in den
Startlöchern: «Er hat diesen Sommer die Meisterprüfung
zum Landwirt bestanden und arbeitet einen Tag
pro Woche auf dem Betrieb mit», verrät Beat. Die Weitergabe
an die nächste Generation ist somit gesichert
– ein wichtiger Schritt für die Zukunft.
Trotz aller Freude bringt die Landwirtschaft auch Herausforderungen
mit sich. Die Nähe zur Wohnzone
schränkt bauliche Erweiterungen ein und der administrative
Aufwand nimmt viel Zeit in Anspruch. Doch
die Familie bleibt engagiert und flexibel. «Wir sind
stolz auf das, was wir gemeinsam erschaffen haben»,
sagt Andrea.
Ein besonderes Highlight auf dem Hof der Familie
Leupi ist die traditionelle Weihnachtsausstellung, die
dieses Jahr bereits zum 13. Mal stattfindet. Vom 4. bis
26. Dezember verwandelt sich der Hof in eine festliche
Oase voller stimmungsvoller Geschenkideen, liebevoll
präsentiert und mit viel Herzblut aus eigenen
Produkten zusammengestellt. «Die Ausstellung ist für
uns immer wieder ein besonderes Ereignis, das viele
Besucherinnen und Besucher aus der Region und
darüber hinaus anzieht», erzählt Andrea. Auch Firmen
werden hier fündig: Mitarbeitergeschenke oder Kundenpräsente
werden auf Bestellung angefertigt.
Zwei Wochen vor Weihnachten öffnet die Festwirtschaft
im gemütlichen Chalet an einem
Wochenende ihre Türen. Hier erwarten
die Besucherinnen und Besucher
kulinarische Köstlichkeiten wie
ein cremiges Fondue vom Feuerfass,
herzhafte Rauchwurst mit
hausgemachtem Kartoffelsalat und noch vieles mehr.
Die Gäste schätzen nicht nur die vielfältigen Produkte
aus dem Hofladen, sondern auch das einzigartige
Ambiente. Besonders beliebt ist es, dem Korber Hans
und Drechsler Patrick über die Schulter zu schauen,
wie sie mit meisterhafter Handwerkskunst schöne
Körbe flechten und Holzarbeiten wie Pfeffermühlen
und Schüsseln fertigen. Dieses lebendige Handwerk
bringt eine besondere Atmosphäre auf den Hof und
lädt zum Verweilen ein. «Es ist schön zu sehen, wie
sich Menschen hier treffen, die Weihnachtszeit gemeinsam
geniessen und das weihnachtliche Flair auf
dem Hof spüren», sagt Beat.
Die Weihnachtsausstellung verbindet Tradition, Handwerk
und Genuss auf einzigartige Weise und spiegelt
die Werte von Beat und Andrea Leupi wider: Regionalität,
Bodenständigkeit und die Freude am gemeinsamen
Erleben. Ein Besuch lohnt sich – nicht nur für
Geschenksuchende, sondern für alle, die das Besondere
schätzen.
Beat und Andrea Leupi zeigen eindrücklich, wie authentische
Landwirtschaft, Familienzusammenhalt
und regionale Verbundenheit harmonisch zusammenwirken.
Ihr Betrieb lebt von der Liebe zur Natur
und dem Respekt vor dem Tier – ein echtes Beispiel
für «Natürlich verbunden – so schmeckt Heimat».
Weihnachtsausstellung
13. & 14. Dezember 2025
leupi-naturabeef.ch
geniessen19
Vom Garten
in die Tasse
Frischer Duft von gerösteten Kaffeebohnen liegt in der Luft, während Sandra Küttel in ihrem BLOOM
coffee store in der Altstadt von Sursee eine Tasse Cappuccino serviert. Wer hätte gedacht,
dass genau hier, mitten in der Region Sempachersee, eine kleine Kaffeerösterei mit grosser
Leidenschaft und viel Herzblut entstanden ist? Die Geschichte von Sandra und ihrem Mann Stefan
zeigt, wie aus einem Hobby ein lebendiges Unternehmen mit einer klaren Philosophie wächst.
~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: GARTENRÖSTEREI ~
Sandra stammt aus einer Bauernfamilie und ist in
ländlicher Abgeschiedenheit aufgewachsen. «Dort
war es normal, vieles selbst zu machen und auszuprobieren»,
erzählt sie. Genau diese Haltung prägt sie bis
heute. Der Ursprung der Gartenrösterei liegt in einem
ganz alltäglichen Sonntagmorgen: Beim gemeinsamen
Frühstück öffneten sie ein frisches Päckli Kaffee.
Der intensive Geruch faszinierte sie so sehr, dass
Stefans spontane Idee, doch einfach selbst Kaffee zu
rösten, nicht mehr aus dem Kopf ging. «Ja, was wollen
wir denn noch alles selber machen?», lachte Sandra
damals. Doch der Gedanke keimte weiter.
Zufällig entdeckten sie in einem Inserat einen gebrauchten
Kaffeeproberöster. Der erste Versuch unter
dem Dampfabzug scheiterte wegen der Rauchentwicklung
– so zog es sie in den Garten, wo der Name
Gartenrösterei geboren wurde. Von da an wurde jeder
Besuch von Familie und Freunden zur Kaffeeverkostung.
«Schon die erste Röstung war trinkbar, aber es
brauchte viel Übung, um konstant gute Qualität zu
erzielen», fügt Sandra an. Sie besuchten Kurse, bauten
ihr Wissen aus und knüpften Kontakte zu anderen
Röstereien.
Besonders wichtig ist ihnen der direkte Bezug zum
Ursprung. Sie kaufen die Rohbohnen nicht aus anonymen
Massenhandel zum Börsenpreis, sondern entweder
direkt oder von Partnern, die sie kennen und
denen sie vertrauen. Diese verhandeln fair und nachhaltig
mit den Produzenten zusammen. «Jede Bohne
wird sorgfältig geerntet und sortiert – das ist Handwerk,
noch bevor wir überhaupt rösten. So können wir
das volle Aroma erhalten, ohne dass der Kaffee unnötig
bitter wird. Unser Credo: Du bist, was du isst – das
gilt auch für Kaffee», betont Sandra. Diese Philosophie
spürt man in jeder Tasse.
Der erste offizielle Kunde war überraschenderweise
Sandras Bruder mit seiner Firma. Das gab den Anstoss,
das Projekt zu professionalisieren. Logo, Verpackung,
Website und Social Media Auftritt folgten. Im März
2020 fiel die Entscheidung, die Gartenrösterei als Geschäft
zu führen – mitten in der Pandemie. «Wir starteten
klein, aber mit viel digitaler Präsenz und widmeten
uns intensiv der Weiterbildung», erinnert sich Sandra.
Der Wochenmarkt in Sursee wurde zur Bühne für den
direkten Kontakt mit Kaffeeliebhabern. Bald kam eine
Kaffeemaschine dazu, um die Besucherinnen und Besucher
mit frisch gebrühtem Kaffee zu verwöhnen. Die
Winterpause nutzten sie, um im Städtli Sursee einen
Pop-up-Store zu eröffnen – ein Experimentierfeld mit
überschaubaren Investitionen. Heute ist der BLOOM
20
«Der Kaffee
ist für den Sprint,
der Matcha
für den Fokus.»
Sandra Küttel
coffee store fester Bestandteil der Region, mit erweiterten
Öffnungszeiten und einem kleinen Team.
«Eigentlich wollten wir nie in die Gastronomie einsteigen»,
schmunzelt Sandra. Doch das Café ergänzt die
Gartenrösterei perfekt. Der Name Bloom steht für das
Aufblühen – sowohl des Kaffees beim Aufbrühen als
auch für die Idee, hier einen Ort zum Auftanken und
Geniessen zu schaffen. Die vielfältige Getränkekarte
reicht von intensiven Espressi, cremigen Cappuccinound
Latte-Kompositionen, über erfrischenden Cold
Brew bis hin zu speziellen Matcha-Variationen, regionalen
Weinen und ausgewählten Süssgetränken.
Neben dem Café beliefern Sandra und Stefan auch
Büros und Gastrobetriebe. Dabei schulen sie das
Personal und stellen die Kaffeemaschinen entsprechend
ein – denn Wetter, Luftdruck und Feuchtigkeit
beeinflussen die Kaffeezubereitung stark. «Durch das
regelmässige Justieren der Mühle kann der Kaffee sein
volles Aroma entfalten – ein wichtiger Schritt für die
perfekte Tasse», erwähnt Sandra.
Kaffeegenuss
jetzt online
bestellen
«Das Rösten ist ein echtes Handwerk und erfordert
viel Erfahrung und Feingefühl», erklärt sie. Der Röster
ist eine rotierende Trommel, die von aussen mit Hitze
erwärmt wird. Die grünen Bohnen werden dabei
gleichmässig geröstet, bis sie ihre typische braune
Farbe und das Aroma entfalten. Eine Röstung dauert
zwischen sieben und zwanzig Minuten – je nach gewünschtem
Geschmack. «Man muss die Röstkurve
ständig anpassen, was vollste Konzentration voraussetzt»,
so Sandra weiter. Nach dem Rösten werden die
Bohnen schnell abgekühlt, um die Qualität zu sichern.
Ein Herzenswunsch von Sandra und Stefan ist es, Rösterei
und Café an einem Ort zu vereinen, damit Gäste
das Rösten live miterleben können. Bis dahin bietet
die Gartenrösterei spannende Kurse an: Kaffee-Events
mit Hintergrundwissen, Cupping-Sessions zur Verkostung
verschiedener Sorten und Home Barista Kurse,
um die eigene Kaffeekunst zu perfektionieren.
Vom Hobby zum Herzensprojekt – die Gartenrösterei
mit dem BLOOM coffee store zeigen, wie Leidenschaft,
Qualität und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Sandra
und Stefan laden ein, den Alltag zu durchbrechen,
aufzublühen und den Moment mit einer Tasse feinster
Kaffeekunst zu geniessen. Denn hier am Sempachersee
wird Kaffee nicht nur geröstet, sondern erlebt.
geniessen
21
Bühne
frei
im Stadttheater Sursee
Eine verschworene Truppe aus dem Untergrund sorgt dafür, dass im Stadttheater Sursee
jeweils zur rechten Zeit die passenden Kulissen am richtigen Ort stehen.
Über 1’000 Stunden sind dafür notwendig – freiwillig im Untergrund, damit die Darstellerinnen und
Darsteller sich ganz auf Tenor, Sopran oder Bass konzentrieren können.
~ TEXT: PETER REGLI | BILDER: STADTTHEATER SURSEE / ROBERTO CONCIATORI ~
Das Produktionsteam besteht neben den sichtbaren
Solistinnen und Solisten und dem Chor auch aus
vielen Menschen im Hintergrund. Ein paar davon
sind für das Bühnenbild verantwortlich, welche sie
in unzähligen freiwilligen Stunden entwerfen, anschliessend
bauen und während der Vorstellungen
betreuen; unsichtbar und still im Hintergrund. Die
grosse Herausforderung besteht meist im begrenzten
Budget, um ein Bühnenbild auf die «Bretter, die die
Welt bedeuten» zu bringen – mit Wow-Effekt für die
Beteiligten und das Publikum. Dabei gibt es immer
wieder Probleme technischer, logistischer oder gestalterischer
Natur zu lösen.
Das Team setzt sich aus Menschen mit den unterschiedlichsten
Kompetenzen und beruflichen Hintergründen
zusammen. Teilweise seit Jahren oder gar
Jahrzehnten dabei, wie die Familie Bolliger aus Sursee
(Vater, Mutter, zwei Söhne, Tochter), engagieren sie
sich ehrenamtlich für das grosse, passende Bühnenbild
zu den entsprechenden Produktionen. Elektriker,
Schreiner, Mechaniker, Maler oder einfach Menschen
unterschiedlicher Couleur mit grossem handwerklichem
Geschick und viel Kreativität. Es entsteht eine
Dynamik, die oft sogar Unmögliches möglich macht:
● beispielsweise eine vier Meter hohe
Champagner-Pyramide, wo bei jeder Vorstellung
300 Liter Wasser über die Bühne fliesst.
● ein nachgebauter Benz-Motorwagen
mit Elektroantrieb.
● eine böse Zauberin, die aus dem Boden auftaucht
und einfach wieder verschwindet.
● eine Rakete, die in Richtung Mond abhebt.
● oder Treppen, die sich wie von Geisterhand
heben und senken.
Damit all dies möglich wird, verfügt das Stadttheater
über einen riesigen Kulissen- und Kostümfundus an
drei unterschiedlichen Lagerstandorten. Die externe
22
«MusikTechnikWerkstatt»
für angehende Theaterfreaks
Weitere Infos zur MTW und wie Sie
ein Teil dieses grossartigen Teams
werden können.
Werkstatt von Vater Johannes Bolliger darf für den
Bühnenbau genutzt werden. Die Top-Einrichtung der
Werkstatt ist unerlässlich, um Bühnenbilder mit dem
berühmten Wow-Effekt zu bauen.
Zukunft sichern mit MTW
Nein, die Buchstabenkombination steht nicht für die
bekannte Fernsehsendung «Menschen, Technik, Wissenschaft»,
sondern für das Gefäss der Musik & Theatergesellschaft
Sursee. Die drei Buchstaben stehen für
«MusikTheaterWerkstatt». Sie wurde im Sommer 2024
ins Leben gerufen, um Nachwuchs in den drei Bereichen
zu sichern – wobei Nachwuchs in diesem Fall
nichts mit dem Alter zu tun hat.
2x2 Tickets ...
...für die Premiere von
«DerBettelstudent» am
Samstag, 17. Januar 2026
im Stadttheater Sursee.
Senden Sie eine Mail mit
dem Betreff «Stadttheater»
und Ihren Kontaktangaben an
info@sempachersee-tourismus.ch
Einsendeschluss: 20.12.2025
In der «MusikTheaterWerkstatt» bilden Profis die Laien
so aus, damit sie auf der Bühne ihren Teil zu einem
grossartigen Gesamten beitragen. Die Ausbildung ist
kostenlos, ob Singen, Tanzen oder Schauspiel. Selbst
Musiktheorie und Musikgeschichte werden angeboten.
Zurück zum Bühnenbild – damit in diesem wichtigen,
wenn auch mehrheitlich unsichtbaren Bereich das
Produktionsteam genügend Nachwuchs hat, wird der
Teilbereich Technik neu auch im Gefäss von «Musik-
TheaterWerkstatt» angeboten. Wer Lust und Freude
hat, hinter den Kulissen von grossartigen Produktionen
mitzuwirken ist gerne willkommen.
Die Arbeit für eine Operetten-Produktion beginnt
schon früh im Jahr. Hier eine Übersicht, wann was
geleistet werden muss, um eine perfekte Produktion
am Stadttheater Sursee zu erhalten.
April
August
September
November
Dezember
Januar
März
Kick off für neue Produktion
Start der Chorproben
Start mit dem Bühnenbau
Start mit den
szenischen Bühnenproben
Gesamtproben
Premiere
Dernière
Lars Bolliger, kreativer Kopf
und Chef Bühnenbild
entdecken
23
Vom Olympia-Helden
zu
~ TEXT: VERA BÜCHEL | BILDER: ZVG ~
Roman Röösli hat in Paris sportliche Geschichte geschrieben und kurz
darauf sein Leben neu ausgerichtet. Heute absolviert der Luzerner
die Lehre zum Bio-Landwirt EFZ und findet auf Feldern und Wiesen
eine neue Form von Erfüllung – mit derselben Leidenschaft,
die ihn einst im Ruderboot zu Höchstleistungen trieb.
Im Sommer 2024 erlebte Roman Röösli seinen grössten
sportlichen Erfolg: Bronze bei den Olympischen
Spielen in Paris. Drei Anläufe hatte es gebraucht,
bis der Bubentraum Wirklichkeit wurde. «Es war das
coolste Rennen meines Lebens», sagt der 32-jährige
Luzerner. «Pure Freude und Erleichterung – ein Moment,
den ich immer wieder hervorholen kann».
Dieses Rennen markierte zugleich den Abschluss
einer eindrücklichen Karriere. 18 Jahre Rudersport, unzählige
Trainingseinheiten und Wettkämpfe prägten
sein Leben. Den Rücktritt hatte er schon vor Paris erwogen,
liess ihn aber bewusst offen, um ohne Druck
antreten zu können. «Als ich es dann offiziell machte,
hat es mich sehr bewegt. Rudern war mein Leben –
und ich liebe es noch immer.»
Mehr Infos zu Roman Röösli:
Heute beginnt sein Tag nicht mehr auf dem Wasser,
sondern im Morgengrauen auf dem Bauernhof. Roman
absolviert die Lehre zum Bio-Landwirt EFZ. Das
erste Lehrjahr absolvierte er bei Lehrmeister Toni
Büchler auf dem Hof «Isehuet» in Altbüron, das zweite
auf dem Biohof «Fluofeld» bei Michael Reichmuth in
Oberarth. Die Tage sind lang und die Aufgaben vielfältig:
Gemüsebau, Mutterkühe, Hühner, Obst, Beeren,
Ackerbau. «Die Abwechslung macht es aus und dass
man draussen arbeitet – egal, ob die Sonne scheint
oder ob es regnet.»
Sein Weg in die Landwirtschaft begann lange vor
dem Karriereende als Spitzensportler. Schon als Kind
träumte er von einem Leben auf dem Bauernhof. Zwar
wuchs er nicht auf einem Hof auf, doch die Faszination
blieb. Roman suchte einen Beruf, der Selbstständigkeit,
handwerkliche Arbeit und Naturverbundenheit
24
m Bio-Landwirt
vereint. «Mit Natur, Tieren und Wetter zu arbeiten, erfüllt
mich – und gerade in Zeiten des Klimawandels ist
es eine spannende Herausforderung.» Wissen bringt
er reichlich mit: Neben einem Bachelor in Betriebswirtschaft
und Geografie hat er einen Master in Water
Science, Policy und Management abgeschlossen, bei
dem er sich insbesondere mit Abwasserthemen und
Lebensmittelgewinnung befasste.
Parallelen zum Spitzensport sieht er viele: Durchhaltewillen,
Disziplin und Freude an der Sache. «Es gibt
Tage, da läuft es nicht: Schlechtes Wetter, Ernteausfall.
Aber wenn man etwas mit Leidenschaft macht,
wird man am Ende mit einem guten Resultat belohnt.»
Auch wenn sein Hauptfokus nun auf der Ausbildung
zum Bio-Landwirt liegt, ganz losgelassen hat er den
Rudersport nicht. Er begleitet Gruppen auf den Seen
der Zentralschweiz, gibt Trainings, erzählt in Vorträgen
über die Verbindung von Spitzensport und Wirtschaft.
Und manchmal, ganz früh am Morgen, schnürt er die
Laufschuhe und geht joggen – einfach, weil Bewegung
Teil seines Lebens bleibt.
Seine Zukunft sieht er offen, aber mit klarer Vorstellung:
Gemeinsam mit seiner Frau sucht er nach einem
eigenen Hof – am liebsten im Kanton Luzern, nahe
bei Familie und Freunden. «Der Rest muss flexibel
bleiben», sagt er. Wie auf dem Wasser, so auf dem
Land – der Kurs wird unterwegs angepasst, aber das
Ziel bleibt im Blick.
entdecken
25
kombinieren
ä
Tüfteln R tseln
Bei der Escape Factory warten Abenteuer, die Sie mitten in eine andere Welt versetzen.
Mal spielt sich die Szene in einem Raum ab, mal unter freiem Himmel – und manchmal
an Orten, an denen Sie es nicht erwarten. Wichtig ist dabei, im Team zu kommunizieren, diskutieren
und kombinieren, um die Hinweise zu entschlüsseln und das Erfolgserlebnis zu spüren.
~ TEXT: VERA BÜCHEL | BILDER: ZVG ~
Ein Raum. Ein Team. Ein Geheimnis. Mehr braucht es
nicht – ausser vielleicht ein wenig Köpfchen. Bei der
Escape Factory in Sursee und Zofingen werden Geschichten
lebendig. Was 2011 mit Outdoor-Erlebnissen
wie der Smartphone-Schnitzeljagd durch Sursee begann,
hat sich längst zu einer vielseitigen Erlebniswelt
entwickelt. Die beiden Gründer Mischa und Lukas wagten
den Schritt in ein damals noch junges Abenteuer:
Escape Rooms. Mit ihrem fünfköpfigen Team
entwickeln sie seither mit viel Herzblut und
Kreativität innovative Ideen – und haben das
Konzept der Rätselräume zu ihrer ganz eigenen
Spezialität gemacht. Jeder Raum ist ein
Unikat: Von der ersten Idee über den Bau bis
zur liebevollen Dekoration entsteht alles im
eigenen Team.
Im Frühling 2025 wurden in Sursee zwei neue Räume
eröffnet, die für jede Menge Spannung sorgen.
In «Freak Zero» tauchen drei bis sieben Personen in
ein spannungsvolles Szenario der künstlichen Intelligenz
ein. «Tödliche Musik» bietet Platz für bis zu zwölf
Rätselfans gleichzeitig – ideal für Teams, die in einer
Challenge gegeneinander antreten. Neu buchbar ist
zudem ein Raum für Kinder und Jugendliche, der mit
altersgerechten Rätseln und spannenden Aufgaben
begeistert. Und wer nach Zofingen reist, findet dort
noch einen weiteren Rätselraum.
26
Die Escape Factory kann jedoch weit mehr als vier
Wände. Mit GPS-gestützter App und Rätselkoffer geht
es hinaus, um einer rätselhaften Verschwörung auf die
Spur zu kommen. Das Outdoor-Spiel eignet sich für
Gruppen von 4 bis 260 Personen – egal, ob als Firmenausflug,
Vereinsanlass oder grosse Gesellschaft.
Alternativ gibt es das mobile Rätselspiel für bis zu 80
Personen, das sich überall aufbauen lässt: im Restaurant,
bei einem Apéro, auf der Schulreise oder sogar
auf dem Firmengelände. Für kleinere Gruppen steht
eine unbetreute Variante bei regionalen Partnern wie
dem FOCUS Hotel, Caribbean Village oder Theo’s Gastropub
zur Verfügung. Diese sind jederzeit spielbar und
ideal zum Hineinschnuppern in die Welt der Rätsel.
Ob Firmenausflug, Vereinsanlass, Polterabend oder
Familienabenteuer – in der Escape Factory ist jedes
Team willkommen. Nach einer persönlichen Begrüssung
tauchen Sie in die Geschichte ein, lösen selbstständig
die Aufgaben und bekommen bei Bedarf Hinweise
aus dem Hintergrund.
Wer einmal den Nervenkitzel gespürt hat, möchte
erfahrungsgemäss mehr. Die Escape Factory ist ein
Ort für alle, die gerne tüfteln, lachen und zusammen
etwas erleben wollen – drinnen, draussen oder unterwegs.
Lassen Sie
sich inspirieren
entdecken
27
Altstadt im
Lichterglanz
~ TEXT: VERA BÜCHEL | BILDER: QUARTIERVEREIN ALTSTADT SURSEE ~
Wenn am Donnerstag, 20. November 2025 die Dämmerung über Sursee
hereinbricht, erstrahlt die historische Altstadt in einem zauberhaften
Lichtermeer. Kerzenlichter erhellen Fenster, Lichterketten glitzern, festliche
Klänge schweben durch die Gassen – und mit ihnen die Vorfreude
auf die Adventszeit.
28
zu einem kühlen Novemberabend passt. Zwischen all
den kulinarischen Momenten bleibt immer Zeit für Begegnungen,
Gespräche und ein herzliches Wiedersehen
– genau das macht diesen Anlass so besonders.
Auch die Altstadt selbst wird zur Hauptdarstellerin:
Lichter tanzen über die alten Fassaden,
Kerzen flackern in Fenstern, und unzählige
kleine Flammen verwandeln die Wege in einen
fast märchenhaften Lichtertunnel.
Die Surseer Altstadt verwandelt
sich an
diesem Novemberabend in ein
winterliches
Märchen. Die Geschäfte öffnen
ihre Türen, Schaufenster glänzen im festlichen
Schmuck und laden zum Flanieren und Entdecken ein.
Viele Läden verwöhnen ihre Gäste mit kleinen Apéros,
Kostproben und Degustationen: Mal entdecken Sie einen
neuen Lieblingsglühwein, mal eine süsse Versuchung
oder eine herzhafte Überraschung, die perfekt
Über den Quartierverein
Altstadt Sursee
Der Quartierverein setzt sich aktiv für die Interessen
der Bewohner, Gewerbetreibenden und Hausbesitzer
der Altstadt und des näheren Umfeldes ein. Er
engagiert sich für das Wohnen und Arbeiten, eine
nachhaltige Entwicklung, ein belebtes, attraktives
Städtli und ein harmonisches Neben- und Miteinander
aller Nutzer- und Anspruchsgruppen.
Der Quartierverein organisiert diesen «Abend für
das Gewerbe im Städtli» nun zum zehnten Mal. Er
dient als stimmungsvoller Einstieg in die Weihnachtszeit
und das Weihnachtsgeschäft.
Mehr Informationen:
Für Gänsehautmomente sorgt die Musik.
Regionale Chöre
und Musikgruppen
erfüllen das Städtli
mit weihnachtlichen
Liedern – von stimmungsvollen
Chorwerken
bis zu fröhlichen Klassikern.
Und selbst wenn der November
sein kühles Gesicht
zeigt, sorgt die
Feuerpyramide, warme
Getränke und die herzliche
Stimmung dafür, dass niemandem kalt
ums Herz wird.
Ob Sie mit der Familie die vielen Lichter bewundern,
mit Freunden von Geschäft zu Geschäft schlendern
oder allein die besondere Atmosphäre geniessen –
der Anlass «Altstadt im Lichterglanz» schenkt jedem
einen unvergesslichen Abend. Und vielleicht nehmen
Sie mehr mit nach Hause als nur schöne Eindrücke:
die warme Vorfreude auf die Weihnachtszeit.
Merken Sie sich
den Termin vor:
Donnerstag,
20. November 2025
17:30 – 21:00 Uhr
Altstadt Sursee
geniessen29
RUBRIK:
NACHHALTIGKEIT
Sempachersee
Die Region
ist
~ TEXT: PETER REGLI ~
Nebst Sempachersee Tourismus sind in unserer Region viele weitere Betriebe
bereits beim Programm Swisstainable mit dabei. Heute stellen wir Ihnen diese gerne kurz vor,
gegliedert in vier Kategorien.
Freizeit
Vogelwarte Sempach, Sempach
RAMSEIER Erlebniswelt, Sursee
Event Gasthof “Urchig”, Kulmerau
Morgestärn, Kulmerau
Risi-Hof, Kulmerau
Swiss Local Travel, Sursee
Hotelplan, Sursee*
Kuoni Reisen, Sursee*
Kulinarik
Una Storia della Vita, Sempach
Restaurant Wyhof, Sursee*
Restaurant GoldenIndia, Sursee*
* Diese Betriebe sind nicht Mitglied
bei Sempachersee Tourismus
30
Regionale Produkte
Dein Wein vom Römerweg, Schenkon
Weinbau Meyer, St. Erhard
Verein Weinkultur Sempachersee, Sursee
Übernachten
FOCUS Hotel, Sursee
Sonne Seehotel, Eich
TCS Camping, Sempach
CAMPUS SURSEE, Oberkirch
wussten Sie
schon, dass...
…man 5,5 Millionen Liter Wasser mehrfach nutzen kann?
Die Nutzung von Grauwasser im Sportkomplex CAMPUS SURSEE
macht genau dies, indem Wasser aus Duschen, Handwaschbecken
und Spülwasser gesammelt, gefiltert, desinfiziert und in
einem Zwischentank bevorratet wird. Danach wird es wieder
eingesetzt für WC-Spülungen, Reinigung von Böden oder
Filterspülungen. Ohne diesen Kreislauf würde jedes Mal frisches
Trinkwasser benötigt.
Die jährliche Einsparung von 5,5 Millionen Litern Wasser bildlich
erklärt: Dies entspricht rund drei vollen olympischen Schwimmbecken
wie jenem im CAMPUS SURSEE, oder rund 36‘000 gefüllten
Badewannen – folglich rund hundert volle Badewannen an jedem
Tag des Jahres. Die 5,5 Millionen Liter sind ebenso viele handelsüblichen
Trinkwasserflaschen. Damit könnte man eine kleine Stadt
mit 10‘000 Einwohnern ein ganzes Jahr lang mit Trinkwasser
versorgen.
Hier steht Nachhaltigkeit nicht nur auf dem Papier – sondern wird
gelebt und wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll umgesetzt.
31
kooperiert
mit
Sempachersee
Tourismus
«Wir freuen uns auf die Kooperation
mit einem Produkt, welches für Gäste
und Einheimische einen
grossen Mehrwert bietet.»
Peter Regli, Geschäftsführer SST
bewegen
entdecken
geniessen