22.10.2025 Aufrufe

Kick & Kult Oktober 2025

Viele von euch kennen unser Magazin noch als Fußball & Sport News Saarland. Doch die Zeit bleibt nicht stehen – und wir auch nicht. Mit Kick & Kult schlagen wir ein neues Kapitel auf. Saar-Sport boomt! Der Zuspruch im Saarland war überwältigend. Und obwohl wir hier längst noch nicht allen bekannt sind, kamen immer mehr Anfragen über die Landesgrenzen hinaus – aus Kusel, Pirmasens, Zweibrücken und Kaiserslautern. Dazu unzählige Themenvorschläge von euch Leser:innen. Das alles hat uns gezeigt: Unser Magazin kommt an. Und mit Kick & Kult gehen wir den nächsten Schritt. Unsere Auslagestellen wachsen rasant, immer mehr Partner möchten ihre Kund:innen mit Kick & Kult bedienen. Das macht uns stolz und ist zugleich unser Antrieb. Unser Anspruch Wir bringen euch den Adrenalinkick des Sports direkt nach Hause – vom Fußball über Motorsport bis hin zu Handball, Baseball, Football, Leichtathletik oder Dart. Aber auch die Kultur gehört fest zu uns: Retro-Themen, Vereinslegenden, Kultfiguren, Erinnerungen, die uns alle einmal bewegt haben. Wir entstauben sie, polieren sie auf und erzählen sie neu. In dieser Ausgabe Schon jetzt zeigen wir, was Kick & Kult bedeutet: » Ein Monatsrückblick, der es in sich hat: Elversberg grüßt von ganz oben, Saarbrücken setzt sich oben fest und scheint bereit für den nächsten Schritt. Und der FC Homburg teilt zu oft die Punkte und verliert dadurch den Anschluss nach oben. » Das Saisonfinale der Saarland Hurricanes und der Saarlouis Hornets » Das Hylo® Team Saar überragt fast alles » Andreas Waschburger, der nahezu Unglaubliches geleistet hat. » In unserer Rubrik „Hand aufs Herz“ spricht Timo Wenzel Klartext » Und natürlich Historisches: Vereinsgeschichten wie die der Borussia Neunkirchen » ... und vieles mehr!

Viele von euch kennen unser Magazin noch als Fußball & Sport News Saarland.
Doch die Zeit bleibt nicht stehen – und wir auch nicht. Mit Kick & Kult schlagen
wir ein neues Kapitel auf.

Saar-Sport boomt!
Der Zuspruch im Saarland war überwältigend. Und obwohl wir hier längst noch
nicht allen bekannt sind, kamen immer mehr Anfragen über die Landesgrenzen
hinaus – aus Kusel, Pirmasens, Zweibrücken und Kaiserslautern. Dazu unzählige
Themenvorschläge von euch Leser:innen. Das alles hat uns gezeigt: Unser
Magazin kommt an. Und mit Kick & Kult gehen wir den nächsten Schritt.
Unsere Auslagestellen wachsen rasant, immer mehr Partner möchten ihre
Kund:innen mit Kick & Kult bedienen. Das macht uns stolz und ist zugleich
unser Antrieb.

Unser Anspruch
Wir bringen euch den Adrenalinkick des Sports direkt nach Hause – vom Fußball
über Motorsport bis hin zu Handball, Baseball, Football, Leichtathletik oder Dart.
Aber auch die Kultur gehört fest zu uns: Retro-Themen, Vereinslegenden, Kultfiguren,
Erinnerungen, die uns alle einmal bewegt haben. Wir entstauben sie,
polieren sie auf und erzählen sie neu.

In dieser Ausgabe
Schon jetzt zeigen wir, was Kick & Kult bedeutet:
» Ein Monatsrückblick, der es in sich hat: Elversberg grüßt von ganz oben,
Saarbrücken setzt sich oben fest und scheint bereit für den nächsten Schritt.
Und der FC Homburg teilt zu oft die Punkte und verliert dadurch den Anschluss
nach oben.

» Das Saisonfinale der Saarland Hurricanes und der Saarlouis Hornets
» Das Hylo® Team Saar überragt fast alles
» Andreas Waschburger, der nahezu Unglaubliches geleistet hat.
» In unserer Rubrik „Hand aufs Herz“ spricht Timo Wenzel Klartext
» Und natürlich Historisches: Vereinsgeschichten wie die der Borussia Neunkirchen
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AUSGABE #01

OKTOBER 2025

Diese Ausgabe wird

präsentiert von:


DIE WELT

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VORWORT 03

Liebe Leserinnen und Leser,

VORWORT

Viele von euch kennen unser Magazin noch als Fußball & Sport News Saarland.

Doch die Zeit bleibt nicht stehen – und wir auch nicht. Mit Kick & Kult schlagen

wir ein neues Kapitel auf.

Saar-Sport boomt!

Der Zuspruch im Saarland war überwältigend. Und obwohl wir hier längst noch

nicht allen bekannt sind, kamen immer mehr Anfragen über die Landesgrenzen

hinaus – aus Kusel, Pirmasens, Zweibrücken und Kaiserslautern. Dazu unzählige

Themenvorschläge von euch Leser:innen. Das alles hat uns gezeigt: Unser

Magazin kommt an. Und mit Kick & Kult gehen wir den nächsten Schritt.

Unsere Auslagestellen wachsen rasant, immer mehr Partner möchten ihre

Kund:innen mit Kick & Kult bedienen. Das macht uns stolz und ist zugleich

unser Antrieb.

Unser Anspruch

Wir bringen euch den Adrenalinkick des Sports direkt nach Hause – vom Fußball

über Motorsport bis hin zu Handball, Baseball, Football, Leichtathletik oder Dart.

Aber auch die Kultur gehört fest zu uns: Retro-Themen, Vereinslegenden, Kultfiguren,

Erinnerungen, die uns alle einmal bewegt haben. Wir entstauben sie,

polieren sie auf und erzählen sie neu.

In dieser Ausgabe

Schon jetzt zeigen wir, was Kick & Kult bedeutet:

» Ein Monatsrückblick, der es in sich hat: Elversberg grüßt von ganz oben,

Saarbrücken setzt sich oben fest und scheint bereit für den nächsten Schritt.

Und der FC Homburg teilt zu oft die Punkte und verliert dadurch den Anschluss

nach oben.

» Das Saisonfinale der Saarland Hurricanes und der Saarlouis Hornets

» Das Hylo ® Team Saar überragt fast alles

» Andreas Waschburger, der nahezu Unglaubliches geleistet hat.

» In unserer Rubrik „Hand aufs Herz“ spricht Timo Wenzel Klartext

» Und natürlich Historisches: Vereinsgeschichten wie die der

Borussia Neunkirchen

» ... und vieles mehr!

Und das Beste: Kick & Kult bleibt kostenlos!

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!

Euer Kick & Kult-Team


04 FUSSBALL SV 07 ELVERSBERG

DIE SV 07 ELVERSBERG

BLEIBT WEITERHIN

AUF ERFOLGSKURS

» Die SV 07 Elversberg surft weiter auf der Erfolgswelle.


SV 07 ELVERSBERG FUSSBALL 05

Starke Serie der SVE: Zwischen späten

Ausgleichs treffern, Auswärtssieg und

Last-Minute-Elfmeter.

Die SV 07 Elversberg hat in den vergangenen drei Ligaspielen

eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie sich in der

2. Bundesliga etabliert haben. Mit einem späten Remis gegen

Dynamo Dresden, einem klaren Auswärtssieg bei Eintracht

Braunschweig und einem dramatischen Heimerfolg gegen

Holstein Kiel sammelte die Mannschaft von Trainer Vincent

Wagner wichtige Punkte und festigte ihre Position im oberen

Tabellenbereich.

Dresden: Spätes Comeback verhindert Heimniederlage

Zum Auftakt der Serie wartete mit Dynamo Dresden ein Gegner,

der von Beginn an aggressiv und zielstrebig auftrat. Nach einem

frühen Ballverlust geriet die SVE schon in der 3. Minute durch

Christoph Daferner in Rückstand. Doch nur wenige Minuten später

schlug Younes Ebnoutalib, der in dieser Phase zum Gesicht

des Elversberger Offensivspiels wurde, mit einem Kopfballtreffer

zurück. In einer intensiven ersten Hälfte erspielte sich Elversberg

ein Chancenplus, ließ aber die Kaltschnäuzigkeit vermissen.

Als ein erneuter Abwehrfehler noch vor der Pause die erneute

Dresdner Führung brachte, stand die SVE unter Druck. Nach

dem Seitenwechsel rannten die Saarländer an, vergaben jedoch

beste Möglichkeiten. Dynamo verteidigte leidenschaftlich,

schien den Sieg schon in der Tasche zu haben – bis in der Nachspielzeit

erneut Ebnoutalib zur Stelle war und das hochverdiente

2:2 erzielte. Dieser späte Ausgleich wirkte wie ein Signal: Elversberg

gibt sich nie auf.

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Braunschweig: Clever, effizient und mit Torjägerqualitäten

Eine Woche später zeigte die SVE beim Gastspiel in Braunschweig

eine völlig andere Seite: Reifer, abgeklärt und mit viel

Effizienz im Abschluss. Zwar ließ der BTSV zunächst eine Großchance

liegen, doch mit der ersten gelungenen Kombination

schlug Elversberg zu – einmal mehr war Younes Ebnoutalib der

Nutznießer. Braunschweig konnte zwar zum 1:1 ausgleichen,

doch noch vor der Pause stellte Jan Gyamerah den alten Abstand

wieder her. Mit dieser Führung im Rücken agierte die SVE

abgebrüht und lauerte auf Fehler. Als Braunschweigs Robin Heußer

nach einem taktischen Foul Gelb-Rot sah, kippte die Partie

endgültig. Elversberg nutzte die Überzahl konsequent: Younes

Ebnoutalib erhöhte nach starker Vorarbeit von Joker Otto Stange

auf 3:1, Frederik Schmahl setzte mit dem 4:1 den Schluss-

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06 FUSSBALL SV 07 ELVERSBERG

» Die Torschützen der letzten Spiele Younes Ebnoutalib und Otto Stange.

punkt. Der Sieg hievte die Saarländer vorübergehend

sogar an die Tabellenspitze – ein

strittene, aber spielentscheidende Szene. Der

junge Joker Otto Stange übernahm Verant-

Text & Bilder:

Jan Sebastian Bach

weiteres Ausrufezeichen der Wagner-Elf.

wortung und verwandelte eiskalt zum 1:0-Sieg.

Die Kaiserlinde bebte, und Elversberg durfte

Kiel: Geduld, Druck und ein Elfmeter-Krimi

den dritten ungeschlagenen Auftritt in Serie

Zurück an der heimischen Kaiserlinde wartete

feiern.

mit Holstein Kiel ein formstarker Gegner, der

aus einer stabilen Defensive heraus agierte.

Elversberg bestimmte das Spiel, erspielte sich

auch Vorteile, doch zwingende Chancen blieben

über weite Strecken Mangelware. Kiel konzentrierte

sich auf Konter und hatte durch den

ehemaligen Spieler des FC 08 Homburg Phil

Harres sogar die beste Gelegenheit zur Führung,

die Kristof stark vereitelte. In der

Schlussphase warfen die Hausherren noch

einmal alles nach vorne, drückten Kiel tief in

die eigene Hälfte. Nach mehreren Rettungsaktionen

auf der Linie fiel die Entscheidung

schließlich in der Nachspielzeit: Nach einem

Zweikampf im Strafraum entschied Schiedsrichter

Felix Wagner auf Strafstoß – eine um-

» Die Mannschaft SV 07 Elversberg feiert den Sieg.

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08 FUSSBALL 1. FC SAARBRÜCKEN

EIN ERFOLGREICHER

SEPTEMBER FÜR DEN

1. FC SAARBRÜCKEN


1. FC SAARBRÜCKEN FUSSBALL 09

Ein sehr gelungener Monat geht

für den 1. FCS zu Ende.

Zum Abschluss gab es ein Unentschieden

im Topspiel gegen Tabellenführer Duisburg.

Der FCS wirkt derzeit bereit für Größeres:

starke Mannschaftsleistungen, ein kaum zu

stoppendes Sturmduo Brünker und Pick, ein

Torhüter, der wichtige Punkte rettet, sowie

Fans, die zuhause wie auswärts den berühmten

zwölften Mann stellen.

Auswärtserfolg in Stuttgart (3:1)

Der FCS legte gegen den VfB Stuttgart II einen

furiosen Start hin. Bereits in den ersten 15 Minuten

fielen drei Treffer: Elijah Krahn traf früh

(4.), ehe Noah Darvich für die Gastgeber ausglich

(10.). Florian Pick brachte Saarbrücken

postwendend wieder in Führung (13.). Nach

einer intensiven Partie mit Chancen auf beiden

Seiten sorgte schließlich Calogero Rizzuto in

der Nachspielzeit für den 3:1-Endstand.

Dritter Sieg in Serie gegen Ulm (3:1)

Nur wenige Tage später feierte der FCS den

dritten Sieg in Folge. Florian Pick brachte die

Blau-Schwarzen schon in der 5. Minute in Führung.

Nach der Pause glich Ulms Marcel Seegert

aus (54.), doch Pick schlug erneut zu

(68.). Patrick Schmidt setzte kurz vor Schluss

(87.) den Schlusspunkt zum verdienten 3:1.

Flutlicht-Drama gegen Schweinfurt (2:1)

Vor stimmungsvoller Kulisse im Ludwigspark

war zunächst alles klar: Kai Brünker schnürte

innerhalb weniger Minuten einen Doppelpack

(23., 30.) und stellte die Weichen auf Sieg.

Doch Aufsteiger Schweinfurt kam nach der

Pause stark zurück und verkürzte durch Lauris

Bausewein (52.). Nach einer Roten Karte für

Calogero Rizzuto (82.) wankte der FCS, rettete

den knappen Vorsprung aber mit Glück und

Kampfgeist ins Ziel.

Punktgewinn in Wiesbaden (1:1)

Nach vier Siegen in Folge endete die Erfolgsserie

beim Auswärtsspiel in Wiesbaden. Ex-

Saarbrücker Lukas Schleimer brachte die

Gastgeber in Führung (27.). Kurz vor der Pause

schwächte sich der FCS selbst: Elijah Krahn

flog nach einer Tätlichkeit vom Platz (43.). In

Unterzahl erkämpften die Blau-Schwarzen

dennoch den Ausgleich – Florian Pick verwandelte

einen Elfmeter (65.). Torwart Phillip Menzel

hielt in der Schlussphase einen Strafstoß

und rettete damit das 1:1-Unentschieden.

Topspiel im Ludwigspark: 0:0 gegen

Duisburg

Am 30. September folgte dann das heißersehnte

Duell Erster gegen Zweiter: Der 1. FC

Saarbrücken empfing Tabellenführer MSV

Duisburg im ausverkauften Ludwigspark.

Schon vor dem Anpfiff sorgten die FCS-Fans

mit einer eindrucksvollen Choreo und unermüdlicher

Unterstützung für eine besondere

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10 FUSSBALL 1. FC SAARBRÜCKEN

einem Freistoß das Lattenkreuz, Patrick

Schmidt verpasste nur knapp die Führung.

Duisburg kam offensiv nur selten gefährlich

vor das Saarbrücker Tor, während die Blau-

Schwarzen immer wieder drückten, im Abschluss

aber zu ungenau blieben.

phase ein offener Schlagabtausch. Pick und

Brünker ließen die besten Chancen für den

FCS liegen, Bitter und Noß scheiterten auf der

Gegenseite. So blieb es beim torlosen, aber

insgesamt gerechten 0:0-Unentschieden – ein

Resultat, mit dem beide Seiten leben konnten.

wäre die Mannschaft bereit, die Serie ohne

Niederlage fortzusetzen. Und wer weiß: Vielleicht

sogar für den ganz großen Sprung in

Liga zwei?

Nach einer zerfahrenen Phase zu Beginn der

zweiten Hälfte entwickelte sich in der Schluss-

Kommenden Samstag geht es für den FCS bereits

in Regensburg weiter – und es scheint, als

Text:

Bilder:

Torsten Nelz

Jan Sebastian Bach

t e a m

e r o b e r t a l l e

geschmäcker

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Amateure

Fussball-News

11

Das geht in etwa so: das Spiel anschauen, Abpfiff abwarten, den Grill anschmeissen,

auflegen. Und während Ihr darauf wartet, dass das Grillgut den korrekten Grillgrad

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12 FUSSBALL FC 08 HOMBURG

5 SPIELE OHNE

NIEDERLAGE –

UND TROTZDEM NICHT

ZUFRIEDENSTELLEND

Der FC 08 Homburg durchlebt

im September eine schwierige

Phase.

Zwar ist die Mannschaft seit fünf Spielen ungeschlagen,

doch die Bilanz mit vier Unentschieden

in Folge und einem Sieg bleibt deutlich

hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Am 6. Spieltag trat der FCH beim

Traditionsduell gegen Offenbach am

Bieberer Berg an. Vor rund 8.000

Zuschauern bewiesen die Grün-Weißen

Moral und holten trotz zweimaligem

Rückstand ein 2:2-Unentschieden. Philipp

Steinhart (36.) und Nico Jörg (67.) trafen,

Keeper Gelt hielt mit starken Paraden den

Punktgewinn fest.

Auch im Heimspiel gegen Steinbach Haiger

zeigte Homburg Mut und viel Spielkontrolle.

Dennoch lag man früh zurück. Erst ein sicher

verwandelter Strafstoß von Markus Mendler

(60.) brachte das 1:1. In Überzahl vergab der

FCH anschließend mehrere gute Chancen

auf den möglichen Sieg.

Beim FSV Mainz 05 II stand es nach 69

Minuten 0:2 – doch Homburg gab sich nicht

geschlagen. Kober (73.) und Jörg (90.+4)

sorgten für ein spätes 2:2, fast wäre sogar

noch der Sieg geglückt.

Gegen die SG Sonnenhof Großaspach drohte

die Heimniederlage nach dem 0:1 durch

Kleinschrodt (48.). Doch erneut bewies das

Team Moral: Steinhart erzielte in der 88.

Minute den wichtigen Ausgleich zum 1:1.

Nach vier Unentschieden in Serie war der

FCH schon zum „Remis-König“ geworden.

Positiv bleibt die Moral der Mannschaft, die

sich nie aufgibt und bis zum Schluss an ihre

Chance glaubt. Auch die Offensivkräfte um

Jörg, Mendler und Suljic sorgen regelmäßig

für Gefahr. Gleichzeitig offenbart die

Defensive Schwächen und lässt zu viele

einfache Gegentore zu.

Am 30. September gelang dann endlich die

Erlösung: Im Heimspiel gegen den TSV Schott

Mainz feierten die Grün-Weißen einen

wichtigen 2:0-Sieg. Kovacic brachte den FCH

in Führung, Qenaj erhöhte und machte damit

den ersten Dreier seit Wochen perfekt. Dank

dieses Erfolges kletterte Homburg zumindest

vorübergehend auf Tabellenplatz 7.

Trotz des späten Befreiungsschlags bleibt

die Zwischenbilanz ernüchternd: Platz 7 ist

für die hohen Ansprüche des FC Homburg zu

wenig. Der Oktober muss zeigen, ob die

Mannschaft die schwierige Phase endgültig

hinter sich lassen und konstanter punkten

kann.

Text: Torsten Nelz

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14 GOLF DARRAN TRAIN

INTERVIEW MIT

DARRAN TRAIN

präsentiert von

Darran Train wurde 1975 in Australien

geboren. Seine Golfkarriere begann er

im Killara Golfclub in Sydney, wo er

1999 seine Ausbildung erfolgreich abschloss.

Anschließend spielte er bis

2001 aktiv auf der Australian Tour

sowie auf der Malaysian Tour und

sammelte dort wertvolle Erfahrung als Profi.

Im Jahr 2001 wechselte er erstmals in

den Trainerbereich und übernahm die Position

des Head-Pros im Golfclub Keppel in

Singapur. Dort engagierte er sich besonders

für die Jugendförderung und legte den

Grundstein für seine spätere Laufbahn als

Golflehrer.

Bereits 2002 kam Train nach Deutschland

und arbeitete als Teaching Professional im

Golfclub Kurpfalz in Limburgerhof. Über

mehr als ein Jahrzehnt hinweg prägte er

dort den Trainingsbetrieb, bevor er schließlich

am 1. März 2014 als Head-Pro die Leitung

der Golf-Academy des Golfclubs Katharinenhof

im Saarland übernahm. Seitdem

ist er dort die zentrale Ansprechperson für

Mitglieder und Gäste, wenn es um Training,

Technikverbesserung oder die Entwicklung

junger Talente geht. Neben seiner Tätigkeit

als Coach blieb Darran Train auch selbst

sportlich aktiv. 2013 feierte er einen bedeutenden

Erfolg, als er das dritte Turnier der

H&H Golf PGA Club Professional Series im

Golf-Club Mannheim-Viernheim gewann.

Später konnte er sich weitere Turniersiege

sichern, unter anderem beim PGA-Hessen

Pro-Am im Golf-Club Neuhof im Jahr 2024.

Auch im Rahmen von Clubveranstaltungen

am Katharinenhof ist er regelmäßig präsent,

sei es bei Schnupperkursen für Anfänger

oder als spielender Pro bei Turnieren.

Der sympathische Australier ist weit mehr

als nur ein erfahrener Golfprofi. Wenn er

über seinen Sport spricht, spürt man sofort,

wie sehr er dafür brennt. Durch seine offene

und herzliche Art ist er im Club äußerst beliebt.

Er besitzt die besondere Gabe, andere

zu begeistern und in ihnen dasselbe Feuer

für den Golfsport zu entfachen, das auch in

ihm selbst lichterloh brennt. Dabei ist er

stets positiv, voller Energie und vermittelt

diese Einstellung auch an seine Schüler.

Trotz seiner zahlreichen sportlichen Erfolge

bleibt er dabei vollkommen bodenständig –

er hängt seine Siege nie an die große Glocke,

sondern lässt lieber seine Arbeit und seine

Leidenschaft für den Sport sprechen.

Schnell merkt man, dass er nicht nur ein

großes Gespür für den Sport hat, sondern

auch für die Menschen, die er trainiert. Genau

diese Mischung dürfte der Grund sein,

warum seine Trainerstunden so gefragt

sind. Heute gilt Darran Train als erfahrener

Golflehrer, der seine internationale Spielerfahrung

mit moderner Trainingsmethodik

verbindet. Mit seinem Werdegang vom Tourspieler

über Stationen in Asien und Deutschland

bis hin zum langjährigen Head-Pro im

Saarland steht er für eine gelungene Kombination

aus sportlicher Leistung, pädagogischem

Geschick und echter Leidenschaft

für den Golfsport.

Bild & Text: Torsten Nelz


DARRAN TRAIN GOLF 15

Darran, du bist in Australien aufgewachsen

und hast dort deine

Golfkarriere begonnen. Wie hat

dich dein Weg schließlich nach

Deutschland und an den Katharinenhof

geführt?

Darran: Ich habe meine Ausbildung in

einem Golfclub in Sydney gemacht.

Danach bin ich nach Deutschland gegangen,

um hier als Golftrainer zu arbeiten.

Zunächst habe ich mit vielen

anderen Golftrainern zusammengearbeitet.

Irgendwann wollte ich aber

mein eigener Chef sein, mein eigenes

Ding machen – und so habe ich 2014

die Stelle als Golftrainer auf dem Katharinenhof

angenommen. Seitdem

habe ich neben meiner Trainertätigkeit

auch sportlich Erfolge gefeiert,

unter anderem bei den Hessen Teachers

Championships sowie mehreren

Pro-Am-Turnieren in Hessen und

Rheinland-Pfalz.

Du hast auf der Australian und der

Malaysian Tour gespielt. Was war

rückblickend dein prägendstes Erlebnis

als aktiver Spieler?

Darran: Ich wollte schon als Kind Turnierspieler

werden. Ich habe in Australien

Turniere gespielt und mich für die

Malaysian Tour in Asien qualifiziert. Ich

habe einige Turniere gespielt, aber das

Ganze kostet sehr viel Geld. Da kam die

Überlegung – und schließlich die Überzeugung

–, Golftrainer zu werden. Das

war der Beginn meiner Trainerkarriere.

Man spürt, dass du für den Golfsport

brennst. Was bedeutet es dir

persönlich, diese Leidenschaft an

deine Schüler weiterzugeben?

Darran: Golf ist ein großer Teil meines

Lebens. Tagsüber gebe ich Trainerstunden,

danach trainiere ich abends

noch für mich, und in meiner Freizeit

spiele ich selbst. Es ist wie eine Lebensaufgabe

(lacht). Golf ist ein sehr

schwieriger Sport – man braucht unglaublich

viel Geduld. In zwei bis drei

Wochen kann man Golf nicht lernen. In

Deutschland ist Golf immer noch eine

Randsportart, deshalb gebe ich mein

Bestes, es den Leuten näherzubringen.

Das ist das, was ich will.

Worin unterscheidet sich dein Unterrichtsstil?

Was ist dir in einer

Trainerstunde besonders wichtig?

Darran: Wenn man Golf als Kind lernt,

ist es relativ einfach. In Deutschland

sind die meisten Golfspieler aber etwas

älter. Ein Senior kann nicht so trainieren

wie ein Jugendlicher – das geht

körperlich einfach nicht. Das gilt es

herauszufinden und das Training individuell

anzupassen. Manche haben

Rückenprobleme, andere Schwierigkeiten

mit der Hüfte. Das Training ist

also sehr individuell.

Viele beschreiben dich als sympathisch,

positiv und begeisternd. Wie

schaffst du es, diese Energie täglich

aufs Neue in dein Training einzubringen?

Darran: Wenn jemand ins Training

kommt, der vorher noch nie Golf gespielt

hat, dann ist es wichtig, auch viel

über den Sport zu reden – das Gefühl

für Golf, die Sichtweise auf den Sport,

wie man ihn erlebt. Es gibt verschiedene

Punkte, die man Schritt für Schritt

abarbeitet, bis sie zur Routine werden.

Und dann fliegen auch die Bälle immer

öfter. Punkt für Punkt wird gearbeitet,

bis jeder einzelne Schlag sitzt. Wenn

ich dann irgendwann sehe, wie jemand,

der noch nie einen Golfschläger in der

Hand hatte, den Ball 60, 70 oder 100

Meter weit schlägt – da freue ich mich

riesig. Das ist einfach ein wunderschönes

Gefühl.

Du hast selbst noch Turniere gewonnen,

während du bereits als

Trainer gearbeitet hast. Ist es dir

wichtig, auch aktiv zu spielen, um

Vorbild zu bleiben?

Darran: Ja, unbedingt! Ich trainiere

selbst noch sehr viel, manchmal abends

bis es dunkel wird. Und ich spiele auch

noch Turniere. Wenn ein Kunde fragt:

„Darran, wie geht dieser oder jener

Schlag?“, dann muss ich das zeigen können.

Es gibt Golftrainer, die nur unterrichten,

aber selbst nicht spielen – das

wäre für mich ein absolutes No-Go.

Was wünschst du dir für die Zukunft

– für dich selbst, deine Schüler

und den Golfsport in der Region?

Darran: Wie in allen Sportarten sind

Kinder die Zukunft der Golfclubs. Wir

versuchen, mehr Kinder und Jugendliche

für den Sport zu begeistern. Wir

haben viele neue Mitglieder gewonnen.

Der Platz ist immer in einem Top-

Zustand, der Katharinenhof sehr familiär

– das sind einige der Gründe,

warum wir in der Region so positiv

wahrgenommen werden.

Mit welcher anderen Sportart kann

man dich noch begeistern?

Darran: Als Australier liebe ich natürlich

das Meer – Wellenreiten zum Beispiel.

Ich war auch sehr viel mit meinem

Vater fischen. In Deutschland

habe ich Skifahren gelernt, aber meine

Technik ist noch nicht so gut (lacht). Im

Fußball verfolge ich die SV Elversberg

– Wahnsinn, was die in der Vergangenheit

geleistet haben und Woche für

Woche leisten.

Im Fußball explodieren gerade die

Gehälter, Ablösesummen nehmen

absurde Formen an. Wie ist das im

Golfsport – gibt es dort ähnliche

Entwicklungen?

Darran: Ja, natürlich. Die LIV Tour

zum Beispiel – sie wurde vom Public

Investment Fund, dem Staatsfonds von

Saudi-Arabien, gegründet und wird

von dort finanziert. Es werden unglaubliche

Summen gezahlt und Golfer

eingekauft. Dadurch kommt es immer

wieder zu Unruhen zwischen der PGA

und der LIV Tour, die es erst seit drei

Jahren gibt. Die PGA Tour hingegen

wurde bereits 1929 gegründet.

Im Fußball wird oft gestritten, wer

der größte Spieler aller Zeiten ist –

Ronaldo, Messi oder doch Pelé. Beim

Golf denken die meisten sofort an

Tiger Woods. Würdest du dem zustimmen

oder hast du ein anderes

Vorbild?

Darran: Ganz klar Greg Norman! Er ist

ein unfassbarer Golfer. Natürlich muss

ich auch Tiger Woods nennen – zu seiner

Prime hatte niemand seine Klasse.

Wenn bei einem Turnier die Golfer

überragend waren, war er immer noch

eine Klasse besser. Das war oft unglaublich.

Jetzt gibt es Scottie

Scheffler, den 29-Jährigen aus New

Jersey. Er ist sehr, sehr gut, und die

Vergleiche mit Tiger werden immer

häufiger. Dennoch glaube ich: Wenn

beide in ihrer Prime spielen würden,

wäre Tiger besser.

Wie bekommst du Golf und Familie

unter einen Hut?

Darran: Meine Frau Silvie versteht,

dass mein Job saisonabhängig ist. Sie

unterstützt mich zu 100 % bei meiner

Arbeit und meinem Training. Oft begleitet

sie mich zu Turnieren in

Deutschland oder kommt mit in den

Golfclub, wenn ich selbst spiele. Mein

Sohn Niklas spielt jetzt auch Golf – das

freut mich natürlich sehr und es ist einfach

ein tolles Gefühl, mit ihm gemeinsam

auf dem Platz zu stehen. Gleichzeitig

nehmen wir uns immer bewusst

Zeit für gemeinsame Aktivitäten – das

ist für uns sehr wichtig.

Du hast den Katharinenhof einmal

als dein „zweites Zuhause“ bezeichnet.

Was verbindet dich mit diesem

Ort – außer deiner täglichen Arbeit?

Darran: Das ist einfach: Ich bin immer

hier – beruflich oder in meiner Freizeit

(lacht). Ich liebe es, hier zu sein. Es gibt

mir ein gutes Gefühl.

Im Pottaschwald 7


16 VEREINSGESCHICHTE BORUSSIA NEUNKIRCHEN

Eine neue Liga ist

wie ein neues Leben!

Aus der traditionsreichen Historie der Neunkircher Borussia.

Diesmal: Borussia fasst in der neuen Regionalliga West/Südwest

Fuß und sorgt vor allem auswärts für Furore.

» Treffsicher und Borussias bester Torschütze: Frank Süs.

Der Mey ist gekommen! Mit dem neuen Trainer,

der Klaus Johannes ablöste, qualifizierfis

wie Armin Eck, Thomas von Heesen, Pe-

heblichem finanziellen Aufwand mit Ex-Prote

sich die Borussia im Mai 1994 für die neue ter Hobday, Jörg Bode und dem frühere

Regionalliga West/Südwest. Und nicht nur Stuttgarter Torjäger Fritz Walter „aufgepimpt“

worden war, mussten sich die Borus-

das! Die Männer aus dem Ellenfeld schnitten

dort über Erwarten gut ab, landeten am sen auf der Alm nach hartem Kampf nur

Ende der Saison 1994/95 auf einem beachtlichen

achten Tabellenplatz. Gerade auf Im Rückspiel dagegen durften mehrere tau-

denkbar knapp mit 2:3 geschlagen geben.

fremden Plätzen gelangen bemerkenswerte send Arminen-Fans nach dem 4:0-Sieg im

Erfolge bei prominenten West-Vereinen wie Ellenfeld mit einer Polonaise den Aufstieg

dem Wuppertaler SV (2:0), Alemannia Aachen

(1:0), Preußen Münster (3:1) und Wat-

„Unser Erfolgsgeheimnis war der mann-

ihrer Mannschaft in die 2. Bundesliga feiern.

tenscheid 09 (1:0) – der Einsatz der gut schaftliche Zusammenhalt. Alle für einen,

frequentierten Fan-Busse hat sich gelohnt! einer für alle – wenn dieses Motto im Fußball

Ganz besondere Erlebnisse: Die Begegnungen

mit dem späteren Aufsteiger Arminia unsere Mannschaft gerade in dieser Sai-

noch Gültigkeit besitzt, dann galt das für

Bielefeld. Gegen die hochfavorisierte „Millionentruppe“

von Trainer Ernst Middendorp Ellenfeld damals im Aufgehen begriffen war,

son“, blickt Ralph Flausse, dessen Stern im

und Manager Rüdiger Lamm, die unter er- zurück. Doch der Reihe nach.

Die Borussen waren selbstbewusst genug, einen

einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel

auszugeben. „Wir verfügen über eine junge,

talentierte und entwicklungsfähige Mannschaft,

die in der Lage sein wird, dem einen

oder anderen Favoriten ein Bein zu stellen“,

heißt es im Stadionmagazin „Blick ins Ellenfeld“.

Präsident Martin Bach, der wohl jüngste

Mann an der Spitze eines Vereins mit dieser

Struktur, sieht die Stärken des Teams „im jugendlichen

Elan“. Hoffnungen setzte man

auch in die Unterstützung durch das Neunkircher

Publikum: „Nur wenn im Schnitt über

2.000 Zuschauer die Spiele im Ellenfeld besuchen,

hat Borussia eine Chance, mit den finanzstarken

Westclubs mitzuhalten“, machte

Boss Martin Bach unmissverständlich klar, der

auch die wichtigsten Etatposten benennt:

„175.000 DM Fernsehgelder, etwa 100.000 DM

Mitgliedsbeiträge, dazu kommen zu erwirtschaftende

Werbeeinnahmen zwischen

400.000 und 500.000 DM.“ Im Kader haben

zahlreiche Akteure (wie Kiefer, Quirin, Lebong,

Gries, Lahm und Klein) 2.Liga-Erfahrung, andere

(wie Süs, Gießelmann, Schäfer und Kneip)

sind fester Bestandteil der Saarauswahl, wieder

andere (Bigvava, Papava, Adeyemi) haben

in ihren Heimatländern erste Liga gespielt.

Viel verspricht man sich im Borussen-Lager

auch vom überdurchschnittlich veranlagten

rumänischen Junioren-Nationalspieler Catalin

Racanel.

Der Auftakt an einem sonnigen Freitagabend

im Juli im Ellenfeld geht allerdings gründlich

„in die Hose“. Mit 1:4 müssen die Borussen vor

toller Kulisse (4.800) gegen den Südwestrivalen

Eintracht Trier die Segel streichen, doch

ist man sich einig darin, dass die Niederlage zu


BORUSSIA NEUNKIRCHEN VEREINSGESCHICHTE 17

» Dynamisch und schwer zu stoppen: Melori Bigvava.

hoch ausgefallen ist Das Manko: Die Chancenverwertung!

Da war der Gast von der Mosel

bedeutend effektiver. Schon in Wattenscheid

zeigen die Mey-Männer, was in ihnen steckt,

und feiern durch ein Tor von Markus Kneip

trotz 40minütiger Unterzahl (Platzverweis für

Frank Lebong) einen 1:0-Auswärtssieg, der von

100 mitgereisten Fans gebührend bejubelt

wird. Markus Kneip sorgt auch beim 4:3 gegen

Edenkoben für die Schlagzeilen: Drei Treffer

steuert der Mittelfeldakteur der Borussia zum

ersten Heimsieg bei, bei dem gleichzeitig auch

der neue VIP-Raum im umgestalteten ehemaligen

Gymnastikraum der Sporthalle eingeweiht

wird.

schwer: Zwar verhindert beim 0:1 gegen Rot-

Weiss Essen wieder einmal die mangelhafte

Chancenverwertung (darunter ein „Wembley-

Tor“) einen durchaus möglichen Punktgewinn,

doch das 0:4 gegen Paderborn-Neuhaus bedeutet

für 1.800 Fans erstmals eine echte Enttäuschung.

Den Hebel umlegen können die

Borussen im Ellenfeld dann dank zweier Tore

von Frank Süs mit dem 2:1 gegen Wuppertal,

beim 4:0 gegen Alemannia Aachen versetzen

Adetunji Adeyeme (2), Frank Süs und Melori

Bigvava mit ihren Toren 2.200 Zuschauer in

Begeisterung. Beim 0:0 in Hauenstein bleibt

Borussia zum fünften Mal auswärts ohne Gegentor

und reist, nach sieben ungeschlagenen

Partien auf fremden Plätzen, selbstbewusst

zur Arminia nach Bielefeld, wo man nach großem

Kampf zwar mit 2:3 unterliegt, aber „die

Alm erzittern ließ“, wie Bruno Bouillon im Stadionmagazin

„Blick ins Ellenfeld“ festhält. Borussia

kann zweimal ausgleichen, Bielefelds

Siegtor fällt erst vier Minuten vor dem Ende

ausgerechnet in einer Phase, in der die Borussen

drauf und dran sind, das Spiel komplett zu

drehen und dem Favoriten den K.o. zu bereiten.

Deshalb spricht Auch Arminia-Coach

Ernst Middendorp von einem „glücklichen

Sieg“ und einer „hervorragend eingestellten

und bei Kontern stets brandgefährlichen

Neunkircher Mannschaft.“ Dass die Männer

von Guido Mey so auswärtsstark seien, sei kein

Zufall: „Da steckt ein ausgeklügeltes System

dahinter“, sagt Middendorp in einem Beitrag

des WDR. „Immer Glück ist Können“, würde

Arnd Zeigler dazu sagen!

Nach der Vorrunde gehen die Borussen als

Tabellenfünfter hochzufrieden in die Winterpause.

„Die Neunkircher Borussen können beruhigt

Weihnachten feiern“, schreibt der

„Saar.Amateur“. Auch der Start in die Rückrunde

ist erfolgreich. Wieder kassiert die Defensive

in vier Spielen kein Gegentor: Nach

einem 0:0 in Trier (trotz langer Unterzahl nach

der roten Karte für David Tröß) sorgt Ralph

Flausse per Kopf für den 1:0-Heimsieg gegen

Wattenscheid, auf das 0:0 in Edenkoben folgt

ein 2:0 gegen den Bonner SC. Bei dieser Partie

demonstrieren unter dem Motto: „Borussia für

In der Folge fühlen sich die Borussen weiterhin

auf fremden Plätzen in ihrer Außenseiterrolle

wohler als im heimischen Ellenfeld. Nach einem

1:1 beim Bonner SC gelingen Siege in Wissen

(1:0) und bei Preußen Münster (3:1), auch

beim FSV Salmrohr, der eine Woche zuvor bei

Arminia Bielefeld 1:0 gewonnen hat, holt Borussia

dank der großen kämpferischen Moral

mit 0:0 „einen verdienten Punkt“, wie FSV-

Coach Paul Linz nach den 90 Minuten freimütig

zugibt. Beim torlosen Remis beim SC Verl,

der bis dahin in jedem Spiel immer mindestens

zwei Treffer erzielt hat, ist es Sascha Purket,

der mit reaktionsschnellen Paraden die gegnerischen

Stürmer an den Rand der Verzweiflung

bringt und hinten die Null hält. Vers Coach

Dieter Brei bescheinigt dem Borussen-Torhüter

hinterher „eine bundesligareife Leistung.“

Zuhause tut sich Borussia derweil nach wie vor

» Akrobatik in Vollendung beim Spiel der Borussia gegen den Wuppertaler SV.

Maurizio Cordaro

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18 VEREINSGESCHICHTE BORUSSIA NEUNKIRCHEN

» Torschütze Melori Bigvava dreht jubelnd ab.

» Dirk Schäfer scheitert an Triers Torhüter Jürgen Roth-Lebenstedt.

» Ralph Flausse in Aktion.

Bergleute – Bergleute für Borussia“ 6.000

Menschen für den Erhalt des Bergbaus im

Saarland, die Borussen laufen in Sondertrikots

mit der Aufschrift „Ja zur Kohle“ auf den Rasen.

Ein Demo-Zug vom Stummplatz, eine

Menschenkette rund um das Spielfeld und musikalische

Darbietungen der Kapelle vom Saarberg

machen auf die historisch bedingte enge

Verbundenheit zwischen Bergbau und Fußball

aufmerksam, die ja nicht nur im Saarland, sondern

auch im Ruhrgebiet, in Schlesien, in der

Lausitz und auch in Lothringen seit langer Zeit

besteht.

In Essen muss die Borussia die Überlegenheit

der Rot-Weissen anerkennen und unterliegt

0:2. Dafür läuft es im Ellenfeld jetzt richtig

rund. Mit dem 2:1 gegen den VfB Wissen, das

Jay Jay Okocha von der Tribüne aus mitverfolgt,

bleiben die Borussen im achten Heimspiel

hintereinander unbesiegt – eine Serie, die

nach einem 0:4 in Paderborn mit dem 2:0

gegen Preußen Münster fortgesetzt wird. Erst

gegen den FSV Salmrohr muss man sich wieder

geschlagen geben: Beim 2:4 sehen die nur

noch 1.300 Zuschauer laut Kicker-Sportmagazin

aber „zwei offensiv ausgerichtete Mannschaften,

die ein attraktives spannungsgeladenes

Spiel boten. Jede Aktion hatte das Ziel,

mit einem Torschuss abzuschließen.“ Borussias

2:1-Pausenführung geht nach dem Seitenwechsel

nach zwei „Ampelkarten“ für Melori

Bigvava und Uli Kiefer dann doch noch „in die

Binsen“. Dafür halten sich die Schützlinge von

Guido Mey eine Woche später mit dem 2:0

beim Wuppertaler SV schadlos und fügen ihrem

Gastgeber die erste Heimniederlage der

Saison bei. Auch in Aachen siegen die Borussen

1:0, verschenken aber mit dem 1:1 im Ellenfeld

jeweils gegen Verl und Hauenstein wieder

mal Punkte. Die beiden letzten Saisonspiele

verlaufen eher enttäuschend: Beim 0:4 gegen

Bielefeld bejubeln mehrere Tausend mitgereiste

Arminen-Fans den erwartbaren Aufstieg

ihrer Truppe in die 2. Liga, mit dem gleichen

Resultat verabschiedet sich Borussia bei Preußen

Köln aus einer Saison, die dennoch unter

dem Strich mit Rang 8 die Hoffnungen mehr

als erfüllt hat. Umso bedauernswerter, dass

ausgerechnet im Jubiläumsjahr „100 Jahre

Borussia“ das Saarlandpokalfinale gegen den

SV Mettlach mit 1:3 verloren geht – „die Gelder,

die im Falle eines Sieges und damit verbundenen

Einzugs in die DFB-Pokalhauptrunde geflossen

wären, fehlen, um in der folgenden

Saison einen schlagkräftigen Kader zusam-

Deine Kupferkern

Pfanne fürs Leben

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BORUSSIA NEUNKIRCHEN VEREINSGESCHICHTE 19

» In den Genuss einer „liebevollen Umarmung" durch

zwei Gegner vom SC Verl kommt Markus Kneip.

» „Borussia für Bergleute – Bergleute für Borussia!“ Beim Heimspiel gegen den Bonner SC demonstrierten

6.000 Menschen für den Erhalt des Saar-Bergbaus, die Borussen (hier: Frank Gießelmann) zeigten Solidarität

mit dem Trikot-Aufdruck „Ja zur Kohle“.

» Die Zuschauerzahl war "befriedigend", aber noch ausbaufähig!

menzustellen“, so Rolf Purper im Rückblick im

„Mythos Ellenfeld“, dem Jubiläumsbuch zum

100jährigen Bestehen.

Sorgen bereitet hat die Zuschauerzahl, die im

Laufe der Spielzeit mehr und mehr zurückging.

„Unser Schnitt liegt bei knapp 2.000. Das

ist `befriedigend´, sieht man sich die Bilanzen

der letzten Jahre an. Um jedoch auf ein "gut"

oder "sehr gut" zu kommen, muss eine Steigerung

eintreten. Höhere Zuschauerzahlen bedeuten

höhere Einnahmen, attraktivere Atmosphäre

und nicht zuletzt gesteigertes

Werbeinteresse der Wirtschaft“, bilanziert

Klaus Hoffmann im Stadionmagazin. Als

schwierig erwies es sich, einen Trikotsponsor

zu finden. Deshalb hat der Vorstand um den

umtriebigen Präsidenten Martin Bach ab Jahresende

eine neue Strategie entwickelt, die

immer besser angenommen wurde. Sie besteht

darin, die Spiele einzeln zu vermarkten.

Erstmals gelingt das beim Gastspiel in Bielefeld,

wo die Borussen-Trikots der Werbeaufdruck

der Firma Kipling aus Verl ziert – ein

Unternehmen, das hochwertige Lederwaren

vertreibt und auch dem Sponsorenpool der

Arminia angehört. „Leider erkennt man offensichtlich

in Neunkirchen und Umgebung noch

zu wenig, welch guter Werbeträger die Borussia

94/95 ist“, bedauert Martin Bach, der aber

nicht müde wird, „auch mit hier ansässigen

Großunternehmen wie Eberspächer, Bauknecht,

Columbus etc. stärker als bisher werblich

zu kooperieren. Eine Werbung bei Borussia

ist nicht zuletzt auch ein Beweis von

Solidarität mit dieser Stadt und ihren Bewohnern

und ein deutliches "Ja" zum Standort

Neunkirchen“, meint der Borussen-Boss. Und

das ist auch notwendig, damit die Borussia in

der kommenden Saison im Konzert der Großen

in der Regionalliga mithalten kann. Eine Neuerung

wirft ihre Schatten bereits voraus: In Zukunft

wird es für einen Sieg drei statt zwei

Punkte geben!

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20 WAS MACHT EIGENTLICH..? HORST BRAND

WAS MACHT EIGENTLICH...

HORST

BRAND?

Bei diesem Namen und den Torjägerqualitäten

liegt die Metapher vom Feuer sofort

auf der Hand. „Nur wenn Brand kam, brannte

es“, „Brand durch Brand“, „Brand brandgefährlich“,

„Brand gelöscht“ – sorgsam in

Klarsichthüllen verpackt, hütet er die gesammelten

Schlagzeilen noch heute in seinem

Privatarchiv im Trierer Süden. In der

alten, damals noch zweitklassigen Regionalliga

Südwest (1963 bis 1974) ist er mit 118

Treffern (48 für Eintracht Trier, 70 für Borussia

Neunkirchen) Rekordtorschütze – in

234 Ligaspielen eine mehr als respektable

Quote! „Ich war als Stürmer eher der Gerd-

Müller-Typ. Es war Intuition, dass ich häufig

besser stand als mein Gegenspieler“, charakterisiert

er sich in der Rückschau. Seine

Bescheidenheit in allen Ehren, aber Horst

Brand war in den Jahren 1969 bis 1973 der

treffsicherste Mittelstürmer im Borussen-

Trikot! Ins Ellenfeld kehrte der Trierer 1990

als Trainer zurück – mit nicht weniger Erfolg,

holte er doch mit der Borussia seine

dritte Südwestmeisterschaft und klopfte

unüberhörbar ans Tor zur Bundesliga. Leider

vergeblich, wie schon 1971 und 1972 als

Spieler.

Der Jubilar macht keinen Hehl daraus, dass

seine Neunkircher Jahre für ihn die attraktivste

Zeit seiner Karriere gewesen sind. Dass er

es bei der Borussia schnell zum Stammspieler

und Torjäger geschafft hat, freut ihn noch heute.

Zweimal gewinnt er mit der Borussia die

Südwestmeisterschaft, scheitert gleich zweimal

in der Aufstiegsrunde (gegen Fortuna Düs-

seldorf und den WSV). Spiele wie gegen St.

Pauli und den 1. FC Nürnberg („Das Ellenfeld

war mit über 30.000 Fans rappelvoll!“) bleiben

ihm dennoch in ewiger Erinnerung. Allerdings

gibt er offen zu: „Wären wir aufgestiegen, hätte

ich ein Problem gehabt. Denn ich wollte ja

noch gerne arbeiten, die Arbeit hat mir immer

viel Freude gemacht. Doch sie wäre mit der

Bundesliga kaum vereinbar gewesen. Zu unserer

Zeit“, erzählt Horst Brand, „gingen fast alle

Borussen einer beruflichen Tätigkeit nach,

egal ob Gerd Regitz, mein Trierer Mitstreiter

Erich Hermesdorf oder Günter Kuntz.“

Im Trierer Moselstadion macht Horst Brand in

den 60er-Jahren auf sich aufmerksam. 1969

fragt Bundesligist 1. FC Kaiserslautern an.

Aber da hat der Goalgetter der Borussia bereits

seine Zusage gegeben, und da Horst

Brand ein Mensch ist, dessen Wort noch etwas

zählt, ist an seiner Zusage nicht mehr zu rütteln,

zumal für den Produktionsleiter der Trierer

Firma Essig Voss in der Schlossbrauerei

eine führende Position in der Logistik frei ist.

„So konnte ich mich in Neunkirchen sportlich

und beruflich weiterentwickeln. Das Gesamtpaket

hat einfach gepasst“, lässt das „Geburtstagskind“

jene Tage noch einmal Revue

passieren.

Schon früh hat ihn, der unweit der Porta Nigra

und nur einen Steilpass vom Trierer Moselstadion

groß geworden war, die Faszination des

runden Leders gepackt und nie mehr losgelassen.

Mitverantwortlich: seine Mutter Katharina,

an der er so lange herumquengelt, bis er

im Alter von acht Jahren zum Training darf.

Als er mit 17 Jahren gegen Wormatia Worms

in der ersten Mannschaft debütiert, ist der

stolzeste Tag für die Mama gekommen. Immer

an Brands Seite auch Gattin Monika – eine

Leichtathletin, die er beim Training im Moselstadion

kennengelernt hat. Mit der gelernten

Bauingenieurin ist Horst Brand über 50 Jahre

verheiratet. Auch mit dem Datum der Eheschließung

hat die Borussia etwas zu tun:

„Donnerstags haben wir kirchlich geheiratet,

freitags standesamtlich und samstags haben

wir 5:2 gegen Alsenborn gewonnen und ich

habe drei Tore erzielt!“ „Hochzeiter Brand mit

Hattrick“, titelt der „Kicker“.

1973 dann die Rückkehr an die Mosel, zunächst

zum FSV Salmrohr als Spielertrainer, ab 1975

bei der Eintracht als Mittelstürmer. Gemeinsam

mit dem wieselflinken Isländer Elmar

Geirsson und Torhüter Charly Schroeder, einem

Ex-Borussen, hat Horst Brand wesentlichen

Anteil daran, dass sich die favorisierte

Borussia in zwei Spielen in der Aufstiegsrunde

zur 2. Liga an der Eintracht die Zähne ausbeißt.

In Trier wirkt Horst Brand dann fünf

Jahre erfolgreich als Trainer, holt 1987 die

Südwestmeisterschaft. In der Aufstiegsrunde

ist Kickers Offenbach mit seinem ewigen „Trainer-Rivalen“

Robert Jung Endstation. Brands

absoluter Coup: Mit lauter Amateuren schaltet

er im DFB-Pokal den amtierenden Cupsieger

Bayer Uerdingen in der Krefelder Grotenburg-

Kampfbahn aus!

Vier Jahre später klingelt bei dem damals

45-Jährigen, der sich inzwischen mit einem


HORST BRAND WAS MACHT EIGENTLICH..? 21

Transportunternehmen beruflich selbständig

gemacht hat, das Telefon. Wieder ruft das Ellenfeld.

Die anschließende Spielzeit 1990/91

wird dann zum unerwarteten Triumphzug.

Trotz einer großen Verletztenmisere wird Borussia

am Ende Südwestmeister. Die Aufstiegsrunde

gegen 1860, Pforzheim und Hessen

Kassel ist zwar ein tolles Erlebnis, aber

wieder einmal nicht von Erfolg gekrönt.

So ganz nebenbei geht unter Brands Ägide im

Ellenfeld der Stern eines späteren Weltstars

auf: Okocha. Leider ist Zauberer Okocha in der

Aufstiegsrunde laut Statuten nicht spielberechtigt.

„Unsere Aufstiegschancen wären erheblich

größer gewesen“, ist sich Horst Brand

noch heute sicher. 1992 trennen sich die Wege

von Horst Brand und der Borussia, von Unruhe

in der Mannschaft und Unstimmigkeiten wegen

der Suspendierung einiger Spieler ist in

der Borussia-Chronik die Rede.

Doch Horst Brand bleibt dem Fußball eng verbunden,

arbeitet als Trainer und sportlicher

Leiter in Salmrohr und Trier weiter. Sein Unternehmen

hat er vertrauensvoll in die Hände

seines Sohnes Christian gelegt, doch was das

runde Leder angeht, gab es noch keinen Ruhestand.

Bei seinem Heimatverein Eintracht, bei

dem er seit 1954 Mitglied ist, engagierte er

sich im sportlichen Vorstand, ließ sich auch

durch zwischenzeitliche gesundheitliche Probleme

nicht unterkriegen. Und so blickt Horst

Brand heute mit Zufriedenheit auf seine Karriere

und sein Leben zurück – ein Leben für

den Fußball, in dem auch die Borussia einen

unverrückbaren Platz in seinem Herzen hat!


22 WAS MACHT EIGENTLICH..? HORST BRAND

» Horst Brand heute – mit Stolz zeigt er die Fotos

der Mannschaften, mit denen er und Borussia

Horst, zu Beginn des nächsten Jahres feierst

du deinen 80. Geburtstag. Wie geht es dir?

Horst Brand: Gut. Ich war mit meiner Frau

gerade im Urlaub in Meran, wo wir uns gut erholt

haben.

Wenn du auf deine Karriere zurückblickst:

Worauf bist du besonders stolz?

Horst Brand: Dass ich in meiner Zeit als Spieler

damals bei der Borussia von der Mannschaft

als Kapitän gewählt wurde. Als 24-Jähriger in

der Nachfolge eines Günter Kuntz und Willi Ertz

gestanden zu haben – das bedeutet mir noch

heute sehr viel, denn es war ein großer Vertrauensvorschuss,

den man mir gegeben hat!

Man sagt so schön: Im Nachhinein weiß

man es besser. Gibt es etwas, was du im

Nachhinein anders machen würdest?

Horst Brand: 1973 habe ich ja nach vier Jahren

die Borussia verlassen und bin zu Eintracht

Trier zurückgekehrt. Vielleicht hätte ich damals

noch länger bleiben sollen, denn ich habe

mich im Team sehr wohlgefühlt. Aber die persönliche

Situation war nicht so einfach, denn

ich habe damals schon wieder in Trier gewohnt

und gearbeitet. Es waren stramme Tage: bis

16.00 Uhr am Arbeitsplatz, dann nach Neunkirchen

zum Training. Vor 21.00, 22.00 Uhr

war ich nicht zu Hause.

Warum gab es nie den Bundesligaspieler

Horst Brand? Du warst ja ein gefürchteter

Torjäger…

Horst Brand: Der 1. FC Kaiserslautern hat

1969 angeklopft, aber da stand ich schon bei

Borussia im Wort. Und wenn ich einmal zugesagt

habe, mache ich das nicht mehr rückgängig!

Außerdem habe ich gerne gearbeitet. Und

das konnte ich in Neunkirchen, wo ich eine Zeit

lang eine Stelle in der Logistik der Schlossbrauerei

hatte, mit dem Sport gut unter einen

Hut bringen.

Was würdest du einem jungen Spieler heute

mit auf den Weg geben, wenn er von einer

Karriere als Fußballer träumt?

Horst Brand: Auch wenn er richtig talentiert

ist, sollte er auf jeden Fall als Grundlage eine

schulische Ausbildung, etwa das Abitur, abgeschlossen

haben. Dann kann er zwei, drei Jahre

lang versuchen, Profi zu werden. Wenn das dann

nicht funktioniert, ist es auf der Basis der schulischen

Ausbildung möglich, sich umzuorientieren:

zum Beispiel einen Beruf zu erlernen, zu

studieren und nebenbei Fußball zu spielen.

Welche Momente auf dem Platz sind dir besonders

in Erinnerung geblieben?

Horst Brand: Im Trikot der Borussia das Spiel

in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga gegen

den FC St. Pauli. Wir haben 3:0 gewonnen und

ich habe alle drei Tore geschossen. Aber auch

der Aufstieg mit Eintracht Trier in die 2. Liga

1976 ist ein Highlight meiner Karriere. Dabei

haben wir ja übrigens auch die Borussia 3:0

geschlagen und im Ellenfeld nach einem

1:4-Rückstand dank eines Tores von Horst

Brand noch 4:4 gespielt! In Erinnerung geblieben

ist mir aber auch der Wutausbruch von

Borussen-Präsident Kurt Gluding. In der Aufstiegsrunde

hatten wir damals Tasmania Berlin

zu Hause 10:0 geschlagen. Das Rückspiel

fand morgens um 11.00 Uhr im Berliner Olympiastadion

statt. Nur 1.500 Zuschauer verloren

sich in der riesigen Betonschüssel und wir

haben 1:2 verloren! Hätten wir gewonnen, hätten

wir noch Chancen auf den Aufstieg gehabt.

Da war Kurt Gluding, ansonsten ein sehr ruhiger

und ausgeglichener Mensch, in der Kabine

so außer sich, wie ich ihn noch nie und nie

wieder erlebt habe!

Dein bester Trainer im Ellenfeld?

Horst Brand: Kurt Sommerlatt! Mit dem bin

ich zwar anfangs aneinandergeraten, aber

dann haben wir uns ausgesprochen und uns

gut verstanden. Was mir imponiert hat: Er hat

sich von niemandem reinreden lassen!

Dein bester Mitspieler?

Horst Brand: Gerd Zewe und Jürgen Papies.

Vor allen Dingen mit Jürgen Papies habe ich

mich nahezu blind verstanden. Wir haben perfekt

zusammen harmoniert und waren für viele

Tore verantwortlich.

Zu deiner aktiven Zeit gab es keine sozialen

Medien. Heute kommt kein Fußballer

mehr daran vorbei und wird ständig damit

konfrontiert. Fluch oder Segen?

Horst Brand: Sowohl als auch. Das Positive:

Man kann sich heutzutage viel besser informieren.

Früher musste man noch bei den Zeitungen

anrufen, um sich nach Ergebnissen zu erkundigen.

Heute kannst du das im Liveticker nachverfolgen,

selbst in den unteren Spielklassen.

» Akrobatik in Vollendung – Horst Brand (r.) im Borussen-Trikot.

Das ist nur ein Aspekt, wie der Fußball sich

(auch im Umfeld) verändert hat. Wie beurteilst

du die Entwicklung im Fußball in

den letzten 20 Jahren?

Horst Brand: Der Fußball ist viel schneller

und athletischer geworden. Kein Wunder, sind

doch die Trainingsmöglichkeiten ganz andere.

Dazu hat sich die medizinische Versorgung


HORST BRAND WAS MACHT EIGENTLICH..? 23

» Schussgewaltiger Stürmer und Torjäger: Horst Brand ist mit 118 Treffern Rekordtorschütze der Regionalliga Südwest (1963-1974).

enorm verbessert. Unter den Zuschauern sind

heute viel mehr Mädchen und Frauen. Die Ablösesummen

und Gehälter dagegen sind teilweise

absurd. Solange ein Verein die Gehälter

seiner Spieler selbst erwirtschaftet, ist das ja

noch okay. Das ist wie in einem Betrieb: Mache

ich Gewinn, kann ich meine Angestellten besser

bezahlen. Aber der Schulden macherei

müsste man einen Riegel vorschieben. Auch

die Mentalität hat sich verändert: Wir wären

früher nie auf die Idee gekommen, während

der Saison Urlaub zu machen. Da sind Frau und

Kinder halt alleine in Urlaub gefahren, wenn

ich trainieren und spielen musste!

1991 hast du, als Trainer ins Ellenfeld zurückgekehrt,

die Borussia zur Südwestmeisterschaft

und in die Aufstiegsrunde

geführt. Und das trotz einer unglaublichen

Verletztenmisere.

Horst Brand: Unser Vorteil war, dass die damalige

Mannschaft sehr ausgeglichen war. So

konnte ich die verletzten Spieler gut kompensieren,

weil die, die einspringen mussten, genauso

gut waren. Dadurch, dass sie zum Einsatz

kamen, war auch mehr Ruhe im Team.

Dass sich der Erfolg eingestellt hat, hat sicherlich

auch zur Ruhe im Verein beigetragen. Machen

wir uns nichts vor: Kameradschaft hin,

Kameradschaft her – das hat immer auch was

mit Erfolg zu tun!

» Trainerfrust: In der Aufstiegsrunde musste

Horst Brand (li.) als Borussen-Trainer auf Jay

Jay Okocha (re.) verzichten. „Mit ihm wären die

Chancen erheblich besser gewesen!“.

Damals ging unter deiner Ägide der Stern

eines gewissen Jay-Jay Okocha auf. Du

giltst ja als Entdecker des späteren Stars.

Wie kam er ins Ellenfeld?

Horst Brand: Na ja, Entdecker ist zu viel des

Guten. Da gehörte nicht viel dazu, zu sehen,

was der kann! Wir hatten damals einen Spieler

namens Carlos Binebi Numa. Der brachte aus

dem Saarbrücker Umfeld von Anthony Yeboah

immer wieder mal ein Talent aus Afrika mit. Die

waren aber alle nicht so gut. Eines Tages kam

er wieder mal: „Trainer, ich kenne da einen, der

ist richtig gut!“ – „Okay“, habe ich gesagt, „den

einen kannst du noch mitbringen, aber dann ist

Schluss.“ Als ich dann allerdings den damals

16-Jährigen Okocha im Training sah, war ich

baff. Der hatte eine unglaubliche Technik und

Ballbehandlung, der hat Dinge gemacht, da hätten

wir uns alle Füße gebrochen. Schüsse mit

rechts und links aus dem Fußgelenk, dazu noch

weite Einwürfe. Leider war Jay-Jay in der Aufstiegsrunde

laut Statuten wegen seines Alters

nicht spielberechtigt. Unsere Aufstiegschancen

wären erheblich größer gewesen!

Hast du noch Kontakte zu ehemaligen Spielern

und verfolgst du noch die Entwicklung

in Neunkirchen?

Horst Brand: Gelegentlich treffe ich mich

noch mit Christoph Mees, Frank Müller oder

unserem früheren Torwart Klaus Scherer. Ich

schaue schon ab und zu, wie die Borussia gespielt

hat, aber so intensiv verfolge ich das

jetzt nicht.

Welchen Stellenwert hat Fußball heute in

deinem Leben? Gibt es einen Lieblingsclub,

mit dem du mitfieberst?

Horst Brand: Der Fußball spielt immer noch

eine wichtige Rolle in meinem Leben, wobei meine

Frau fast noch leidenschaftlicher dabei ist als

ich. Im letzten Jahr habe ich Bayer Leverkusen

die Daumen gedrückt, sie haben tollen Fußball

gespielt. Ansonsten halte ich es mit den Bayern.

Auch die Spiele meines Heimatclubs Eintracht

Trier und die Spiele meiner beiden Enkelsöhne

Tom und Sam schaue ich mir regelmäßig an. Auf

der Heimfahrt aus dem Urlaub aus Meran haben

wir beim Bundesligaspiel der Bayern gegen den

HSV Station gemacht und einen Tag später die

Regionalliga-Partie zwischen dem FSV Frankfurt

und Trier besucht.

Du hast im Trierer Moselstadion und im

Ellenfeld gespielt. Wie fällt dein Vergleich

der beiden Sportstätten aus?

Horst Brand: Die beiden Stadien sind ja sehr

unterschiedlich. In Trier gibt es noch eine Laufbahn,

das Ellenfeld ist ein reines Fußballstadion.

Naturgemäß war dort die Atmosphäre

viel besser. Es waren auch meist mehr Zuschauer

da.

Was macht Horst Brand, wenn er sich nicht

mit Fußball beschäftigt?

Horst Brand: (lacht) Gar nichts! Nein, Spaß

beiseite: Ich habe eine große Familie und vier

Enkelkinder, denen ich mich gerne widme. Zudem

verreisen wir oft und gerne.

Mit welcher Sportart kann man Horst

Brand noch begeistern?

Horst Brand: Leichtathletik.

Horst, vielen herzlichen Dank für das

Gespräch!

Text: Jo Frisch

Bilder: Ellenfeld-Verein e.V. &

Archiv Borussia Neunkirchen


24 LOST PLACES EFT-HELLENDORF

EFT-HELLENDORF

Wenn zwei Fußballidealistendörfer einen Sportplatz bauen...

des FC Oberleuken Asyl, dennoch war dies

mit verschiedensten Nachteilen verbunden.

Fahrerei und das Gefühl, nirgendwo zu Hause

zu sein, sind nur zwei davon.

... und dann die Kreisliga Merzig erobern! Die

Geschichte rund um die SpVgg Eft-Hellendorf

ist besonders für Fußball-Romantiker

ein kleiner Leckerbissen. Bekannt ist Eft-

Hellendorf für das Munitionslager der Bundeswehr

und regional für harte Landarbeit,

besonders in den 70er Jahren. Genau in dieser

Zeit gab es einen Zirkel von jungen Männern,

die sich dem Fußballsport in organisierter

Form widmen wollten. So erblickte

der Verein unter dem Namen Spielvereinigung

Eft-Hellendorf am 13. Juni 1971 das

Licht des saarländischen Fußballhimmels.

Bereits zur Saison 1971/72 nahm der Verein

am Meisterschaftsbetrieb teil. Die Zeitschrift

"Fußball" schrieb 1974 sehr treffend

zur ersten Saison: "Da man fußballerisch die

ersten Gehversuche unternahm und ja bekanntlich

noch kein Meister vom Himmel gefallen

ist, waren Siege Mangelware." Darüber

hinaus standen die Jungs ohne eigenen

Sportplatz dar. Zwar gewährte der Nachbar

Zum ersten Jubiläumstag erfolgte ein Wechsel

in der Vorstandschaft. Der Name Andreas Fixemer

ist seitdem nicht nur in den Annalen der

Vorstände enthalten, sondern auch untrennbar

mit der Entstehung des eigenen Geläufs

verbunden. Der Platz, der genau zwischen beiden

Dörfern liegt, war damals gänzlich in den

Händen von privaten Eigentümern. Die klamme

Gemeindekasse machte 20.000 DM locker,

um den Ankauf zu unterstützen. Rechtlich war

dies gar nicht so einfach, da man sich mit zwölf

Eigentümer auseinandersetzen und einigen

musste. Da aber Andreas Fixemer selbst zu

den Eigentümern gehörte, ging er mit gutem

Beispiel voran und übertrug seinen Teil an den

Klub. Da bekanntlich Eigentumsrechte notariellen

Beistand benötigen, war die Kasse bereits

leer, noch bevor der erste Spaten in die

Erde geschlagen wurde. Durch die hohe Zahl

an Freiwilligen und die guten Kontakte der Mitglieder

zu Baufirmen entstand mit der Zeit ein

eigener, gut ausgebauter Platz.

▶ An den Gebäuden nagt der Zahn der Zeit.


EFT-HELLENDORF LOST PLACES 25


26 LOST PLACES EFT-HELLENDORF

Der Verein zählte 86 Mitglieder in dieser Zeit.

Somit war gut jeder vierte Eft-Hellendorfer

Mitglied bei der Spielvereinigung. Neben 3000

Arbeitsstunden, 1000 Maschinenstunden wurden

auch gut 1000 Meter Drainage verlegt.

Anfang Mai erfolgte die Einsäung des Rasens.

Und auch dieses Vorhaben sollte schwieriger

werden als gedacht. Durch den extrem heißen

Sommer 1973 musste eine Berieselungsanlage

erstanden werden, um dem zarten Pflänzchen

Fußballheimat eine Überlebenschance zu geben,

noch bevor der erste Ball rollte. Ein Jahr

später war dann aber alles fertig. Als Dank und

Auszeichnung für die aufopferungsvolle Arbeit

übertrug die Gemeinde Perl den Pokalwettbewerb

nach Eft-Hellendorf, der spannende

Duelle mit den Nachbarn mit sich brachte.

Endlich war die Spielvereinigung zu Hause

angekommen und die ersten Erfolge stellten

sich ein.

Das erste offizielle Spiel fand aber bereits vor

dem Pokalwettbewerb statt. Am 5. Mai 1974

war der SV Merzkirchen aus dem benachbarten

Rheinland-Pfalz der erste Gegner. Das erste

offizielle Pflichtspiel bestritt die Spielvereinigung

dann gegen den früheren Asylgeber

und Nachbar FC Oberleuken am 25. Mai im

Rahmen des Gemeindepokals. Der namhafteste

Gegner, der wohl je in Eft-Hellendorf auftrat

war der Saarlandpokalsieger von 1981, der

ASC Dudweiler, der im gleichen Jahr im Rahmen

des Stiftungsfestes eine Gemeindeauswahl

7:1 schlug. 1990/91 wurde die Spielvereinigung

in der Kreisliga B Vizemeister und

verbuchte damit den bis dahin größten sportlichen

Erfolg. Doch diese Erfolge konnten nicht

wiederholt werden. Der zunehmende Spielermangel

führte nach der Saison 1996/97 dazu,

dass der Spielbetrieb eingestellt werden musste.

Zwar wurde der Verein nicht gleich aufgelöst,

dieser Schritt vollzog sich erst Jahre später.

Nach der Auflösung gab es dann sogar

nochmal einen Versuch fußballerisch Fuß zu

fassen. Einige Kicker aus den beiden Dörfern

versuchten sich in der dritten Mannschaft des

FC Perl, doch dauerhaft nach Eft-Hellendorf

zurück kehrte der Fußball leider nicht mehr.

Der Platz hat heute noch viel Charme. Das liegt

vor allem daran, dass er genau in der Mitte der

beiden Ortsteile liegt. Hinzu kommen ein kleines,

angrenzendes Waldstück, die alten Zäune

und Flutlichtmasten, die beinahe nur darauf

warten, wieder angeschaltet zu werden. Die

Tore stehen auch noch da, zwar würde ein Ball

mehr oder weniger durch die Maschen hindurchfliegen,

da große Löcher hineingerissen

wurden, aber vorhanden sind sie noch. Auffällig

waren jedoch die noch vorhandenen Auswechselbänke,

die als kleine, selbst gebaute

Holzkabinen daherkamen und jeweils auf Höhe

der Eckfahnen standen. Direkt dahinter verläuft

ein Feldweg, der das angrenzende Waldstück

vom Platz trennt.

Text: Kai-Uwe Sand

Bilder: Lars Becker


EFT-HELLENDORF LOST PLACES 25 27

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28 TRIATHLON HYLO® TEAM SAAR

präsentiert von

TRIATHLON

SAISON-FINALE

IN HANNOVER

Erneut Platz 1 in der Tageswertung und Platz 2 in der

Gesamtwertung der Saison 2025.

» Justus Nieschlag.


HYLO® TEAM SAAR TRIATHLON 29

» Niklas Keller & Antoine L'Hôte.

Die Wettkämpfe der Saison

2025 in der 1. Triathlon-

Bundesliga sind absolviert

und das HYLO ® Team Saar ist

Deutscher Vizemeister.

Am 06.09.2025 fand rund um den Maschsee

in Hannover mit dem fünften Wettkampf

das diesjährige Finale der 1. Triathlon-Bundesliga

statt. Nach einem zweiten Platz

zum Saisonstart im Kraichgau und zuletzt

zwei Tagessiegen in Dresden und im Allgäu

musste das HYLO ® Team Saar in Hinblick

auf die geplante Titelverteidigung den Ausrutscher

in Tübingen wettmachen. Aufgrund

eines technischen Defekts und einer Athleten-Verletzung

im Wettkampf resultierte

beim Bundesliga-Stopp im Schwabenland

lediglich ein 10. Platz. Da in der Gesamttabelle

der Triathlon-Bundesliga alle Platzierungen

gleichwertig mit einem Punkt eingehen,

mussten nach Tübingen bereits acht

Punkte auf die Top-Teams an der Spitze

aufgeholt werden.

Süßen und drei Plätzen Vorsprung auf das

Team Berlin abgeschlossen werden. Somit war

jedem bewusst, dass man zur Titelverteidigung

auf Schützenhilfe der anderen Mannschaften

angewiesen ist, damit die beiden

führenden Teams auf die entsprechenden

Plätze verwiesen werden.

Als Zielsetzung für das letzte Rennen in Hannover

hatte die Teamleitung den dritten Tagessieg

in Folge anvisiert; alles andere musste

sich durch den Rennverlauf und die Leistungsfähigkeit

der einzelnen Teams ergeben. Mit

Emil Holm (DEN), Justus Nieschlag, Antoine

L’Hôte (SUI), Niklas Keller (AUT) und Jaspar

Ortfeld konnte eine starke Mannschaft an die

Startlinie gebracht werden, die auch von vielen

Insidern zu den Favoriten gezählt wurde.

Nach den 750 m Schwimmen im Maschsee bildete

sich zunächst eine kleine Führungsgruppe

auf dem Rad, der auch Nieschlag angehörte.

Bis zum Ende des Radfahrens über 20 km

formierte sich aber eine größere Gruppe, in

die auch Holm, L’Hôte und Keller vorgefahren

waren. Beim abschließenden 5 km Lauf ging

die Team-Taktik auf, und mit einer Platzziffer

von 36 aus den Einzelplatzierungen von Holm

(3.), Nieschlag (9.), L’Hôte (10.) und Keller (14.)

konnte ein souveräner Sieg eingefahren werden.

Ortfeld konnte nach einer starken Laufleistung

auf Platz 23 finishen, ging aber als

fünfter Athlet nicht mehr in die Wertungssumme

der Platzziffern ein.

Auf den Plätzen 2 und 3 in der Tageswertung

folgten die Teams aus Süßen (PZ 52) und Trier

(PZ 54). Somit war klar, dass das METALLART-

Team AST Süßen seine erste Deutsche Meisterschaft

in der Triathlon-Bundesliga-Saison

2025 feiern konnte. Am Ende der Saison muss

man zugestehen, dass mit dem Team aus Süßen

die über alle Wettkämpfe konstanteste

Mannschaft verdient den Meistertitel gewonnen

hat. Mit diesem dritten Sieg in Folge konnte

das HYLO ® Team Saar aber noch das Triathlon

Team Berlin (Platz 5 in Hannover) einholen

und in der Gesamtwertung auf Platz 3 verdrängen.

Es war eine spannende Saison, die für das

HYLO ® Team Saar sehr früh zur Verfolgungsjagd

auf die Teams aus Süßen und Berlin wurde.

Bei den drei Tagessiegen zum Saisonende

haben alle eingesetzten HYLO ® -Athleten

Moral bewiesen und bestmöglich abgeliefert.

Die Teamleitung glänzte dabei mit einem guten

Gespür für die Mannschaftsaufstellungen

und die taktischen Vorgaben in den einzelnen

Wettkämpfen.

Text: Reiner Trautmann

Bilder: HYLO ® Team Saar

Aufgrund der konstanten Leistungen bei den

Siegen im Rahmen der Finals in Dresden und

bei dem Kult-Event im Allgäu konnte als Drittplatzierter

der Rückstand auf die Teams aus

Süßen und Berlin auf vier bzw. drei Punkte verringert

werden. Damit war die Ausgangslage

für eine erneute Meisterschaft nach dem Hannover-Finale

klar – das Rennen musste mit vier

Plätzen Vorsprung auf die Mannschaft aus

» Das HYLO ® Team Saar in Feierlaune.


präsentiert von

!

HAND

AUF'S

HERZ

30 HAND AUF'S HERZ! TIMO WENZEL

KÖNNTEST DU DIR VORSTELLEN,

SELBST NOCH EINMAL ALS

TRAINER ZU ARBEITEN?

Timo Wenzel (47) war ein Vollblutprofi. Er spielte

gegen die Besten der Welt, lief in der Champions

League und Bundesliga auf und gewann mit dem VfB

Stuttgart die Deutsche Vizemeisterschaft (2003)

sowie zweimal den UI-Cup (2000, 2002). Später

feierte er auf Zypern große Erfolge: Meisterschaft

(2010), Pokalsieg (2011) und Supercup (2010). Nach

seiner aktiven Laufbahn war er selbst als Trainer

tätig. Heute betreibt er die Timo Wenzel Fußball

Academy, in der er jungen Talenten seine Erfahrung

und Tugenden weitergibt. Mit uns sprach er über

Transfersummen, Uli Hoeneß, seine persönliche

Karriere – und die Zukunft des Fußballs.


TIMO WENZEL HAND AUF'S HERZ! 31

In diesem Sommer sehen wir wieder

unfassbare Summen: Nick Woltemade

wechselt für 90 Millionen zu Newcastle,

Liverpool investiert fast eine halbe

Milliarde in neue Spieler, Cristiano

Ronaldo verdient bei Al-Nassr rund 25.000€

pro Stunde. Wie blickst du als ehemaliger

Bundesliga-Profi auf diese Entwicklung?

Timo: Ja, das stimmt, der Fußball boomt. Und

ganz ehrlich: Ich glaube, in dieser Situation

würde jeder das Geld nehmen. Für die Entwicklung

der jungen Spieler ist das aber natürlich

nicht gut. Gerade die Jungs, die jetzt im NLZ

sind, müssten wir viel stärker fördern, weil wir

selbst solche Unsummen gar nicht zur Verfügung

haben. Auf die eigene Jugend setzen, die

Spieler fördern, gute Trainer installieren – so

sehe ich das. Klar, das kostet auch Geld und ist

schwieriger. Und Glück gehört natürlich ebenfalls

dazu. Aber das wäre mein Ansatz.

Gerade bei Woltemade streiten sich die

Experten: 90 Millionen für jemanden, der

nur eine halbe Saison stark performt hat

– ist das nachvollziehbar oder übertrieben?

Timo: Ich finde das total übertrieben. Ich verfolge

den VfB intensiv, bin regelmäßig im Stadion

und habe enge Verbindungen, weil ich

dort lange gespielt habe. Aber das ist nun einmal

der Markt. Es gibt festgeschriebene Ablösesummen,

und wenn jemand kommt und 90

Millionen zahlt, dann hätte ich ihn auch persönlich

nach Newcastle gefahren.

Sprechen Spieler im „stillen Kämmerchen“

eigentlich über mögliche Wechselabsichten

ihrer Kollegen?

Timo: Damals war es so, dass man mit dem

einen oder anderen schon mal gesprochen

hat: „Was machst du? Gehst du weg? Bleibst

du?“ Aber in der Regel war das eine Sache

zwischen dem Spieler und seinem Berater.

Dass man in der Kabine groß über andere

spricht, war bei uns nicht so.

Können extreme Gehälter innerhalb einer

Mannschaft zu Neid oder Grüppchenbildung

führen?

Timo: Ich kann mir schon vorstellen, dass es

Neid gibt. Grüppchenbildung aber glaube ich

nicht. Neid schon – dass einer denkt: „Mann,

ich spiele doch besser oder genauso gut, warum

verdient der mehr?“ Aber dazu sage ich:

Jeder ist für seinen Vertrag selbst verantwortlich,

dafür hat man Berater. Ich für meinen Teil

habe nie auf andere geschaut. Was die verdient

haben, war mir egal. Wir hatten eine gute

Gruppe, eine tolle Mannschaftsführung. Für

mich ist das das Wichtigste im Fußball.

Uli Hoeneß hat vor kurzem gesagt, der Fußball

müsse wieder „zurück zu den Basics“

– nicht nur Transfers, Transfers, Transfers.

Wie siehst du das?

Timo: Uli Hoeneß hat in solchen Dingen immer

recht – naja, fast immer (lacht). Was Transfers

angeht, dazu kann ich nicht viel sagen, da war

ich nie involviert. Aber ich denke, er meint,

dass man ehrlicher miteinander arbeiten sollte.

Früher war ein Handschlag etwas wert, heute

ist das anders. Mein Gefühl ist: Wenn du heute

als Berater grundlegend ehrlich bist, hast du

kaum eine Chance in diesem Geschäft. Das ist

schon traurig. Ich glaube aber auch wie er, dass

man mehr auf die eigene Jugend setzen sollte

– gerade weil wir diese finanziellen Mittel nicht

haben. Die Jungs brauchen Zeit und müssen

spielen. Das ist natürlich bei Vereinen wie Bayern

München, wo du gefühlt immer Erfolg haben

musst, schwierig. Aber ich denke, dass das

langfristig der Weg sein wird – meiner Meinung

nach auch der vernünftigere.

Apropos Hoeneß: Er äußert seine Meinung

stets sehr offen und sorgt damit immer

wieder für Diskussionen – auch über den

FC Bayern hinaus. Findest du, er sollte sich

langsam mehr zurückziehen oder ist

genau diese Direktheit wichtig?

Timo: Vor kurzem hat er gesagt, dass Thomas

Müller den richtigen Zeitpunkt für einen Abgang

verpasst hat. Den Moment zu erkennen,

aufzuhören, ist schwer. Bei Uli sehe ich das aber

anders: Der FC Bayern ist ja quasi sein Werk.

Und er sagt genau das, was er denkt. Im Grunde

finde ich das sehr gut. Klar, manches wäre intern

besser aufgehoben. Aber Uli Hoeneß hat

den Verein dahin gebracht, wo er heute steht

– da hat er auch das Recht, zu sagen, was er

denkt. Ich gehöre nicht zu denen, die sagen: „Uli

muss sich jetzt ändern.“ Auch wenn nicht alles

gut ankommt, ich finde seine Direktheit wichtig.

Du hast in deiner Laufbahn sehr viel erlebt.

Wenn nun ein junger Spieler mit 17 oder 18

über Monate hinweg seine Leistung bringt,

alle Erwartungen übertrifft – und plötzlich

klopft der FC Bayern an: Was würdest du

ihm raten?

Timo: Ganz klar: Wenn der FC Bayern anruft,

macht das was mit dir. Der größte Klub

Deutschlands, einer der größten in Europa und

der Welt interessiert sich für dich – das lässt

keinen kalt. Das Finanzielle und die Aura des

Vereins, da kommst du ins Grübeln. Ich würde

trotzdem zur Entwicklung raten. Ein junger

Spieler muss spielen! Wenn du 2–3 Jahre konstant

Leistung bringst, kommt der FC Bayern

wieder. Wichtig ist auch, dass der Jugendliche

gefestigt ist – stabiles Elternhaus, guter Berater,

all das spielt eine Rolle. Aber nochmal:

Ich bin klar für den Weg über Entwicklung.

Dennoch würden wohl 99 von 100 jungen Spielern

sofort zum FC Bayern gehen.

Bayer Leverkusen entlässt den Trainer

nach nur zwei Spielen, die Nationalelf

steht nach schwachen Länderspielen

wieder in der Kritik, gleichzeitig wird

Vincent Kompany trotz Meisterschaft

infrage gestellt. Was sagst du zu diesem

„schnellen Urteil“ im Fußballgeschäft? Und

könntest du dir vorstellen, selbst noch

einmal als Trainer zu arbeiten?

Timo: Bei Ten Hag muss man sagen: Da hat es

wohl auf der menschlichen Ebene überhaupt

nicht gepasst. Aber man erkundigt sich doch

eigentlich im Vorfeld, wie ein Trainer arbeitet,

wie sein Umgang mit Spielern und Mitarbeitern

ist. Deshalb wirkt das seltsam, wie das in

Leverkusen gelaufen ist. Auch die Zeit, als uns

die Nationalmannschaft bei der EM im eigenen

Land verzaubert hat, ist viel zu schnell vergessen.

Und Kompany macht in meinen Augen

einen richtig guten Job. Auch medial hat er

einen Top-Eindruck hinterlassen. Aber heutzutage

ist man als Trainer sehr schnell der

Buhmann – du hast kaum noch Zeit, etwas in

Ruhe zu entwickeln. Nicht falsch verstehen: Es

ist immer noch der beste Job der Welt, aber

er hat Ecken und Kanten – und dafür muss man

gewappnet sein. Wenn allerdings einmal ein

richtig spannendes Angebot kommen sollte,

könnte ich mir schon vorstellen, nochmal als

Trainer zu arbeiten.

Matthias Sammer hat kürzlich gesagt:

„Am stärksten sind wir im Schönreden.“


32 HAND AUF'S HERZ TIMO WENZEL

präsentiert von

» Timo Wenzel (am Boden) stoppt Van Nistelrooy von Manchester United mit allen Mitteln.

Als Beispiel nannte er das EM-Viertelfinal-

Aus 2024 gegen Spanien. Viele sahen allein

das Viertelfinale als Erfolg – statt das

Ergebnis kritisch zu analysieren. Wie

siehst du das?

Timo: Ich stehe komplett hinter der Aussage

von Matthias Sammer. Wir reden wirklich sehr

viel schön. Bei der EM sehe ich es ein bisschen

anders: Wären wir ins Elfmeterschießen gekommen

und das hätten wir geschafft, wer

weiß, was passiert wäre. Naja, es kam dann wie

es kam. Aber generell bin ich für klare Analysen,

auch kritisch gegenüber den eigenen

Spielern. So wird man besser. Alles zum richtigen

Zeitpunkt – das ist die Kunst. Loben,

wenn es angebracht ist, kritisieren, wenn es

sein muss, und sich vor die Mannschaft stellen,

wenn es erforderlich ist. Das ist die Kunst.

Wer war der stärkste Spieler, gegen den du

jemals gespielt hast?

Timo: Ich habe gegen sehr viele gute Spieler

gespielt, da kann ich keinen einzelnen herauspicken.

Aber Giovane Élber war sehr stark,

Ruud van Nistelrooy war absolute Klasse.

Christian Vieri, Zanetti von Inter Mailand, Buffon

oder Robinho von Manchester City – das

waren alles Weltklasse-Spieler.

Mit dem VfB Stuttgart hast du in der

Champions League gegen Manchester

United gespielt. Damals begann der

Aufstieg von Cristiano Ronaldo. Konnte

man da schon erahnen, was für eine

Weltkarriere er hinlegen würde?

Timo: Ja, das war großartig. Abgesehen vom

Ergebnis (lacht): 90 Minuten im Old Trafford

auf dem Platz zu stehen – unbeschreiblich.

Ganz ehrlich: Nein, dass er so eine Wahnsinnskarriere

hinlegen würde, konnte man damals

nicht erahnen. Heute bin ich mir fast sicher:

So eine Karriere wird es nicht mehr geben. 222

Länderspiele, 140 Tore – unfassbar. Ich ziehe

den Hut vor ihm.

Hattest du eigentlich einen „Plan B“, falls

es mit der Profikarriere nicht geklappt

hätte?

Timo: Ich habe Maschinenbauer gelernt. Das

war mir wichtig – ein zweites Standbein zu haben.

Ich habe immer darauf geachtet, dass ich

zurück in meinen Beruf kann, falls die Karriere

nicht klappt. Auch neben dem Fußball habe ich

mir parallel mit Immobilien etwas aufgebaut,

damit es meiner Familie auch nach dem Fußball

gut geht.

Schaust du dir Frauenfußball an? Und wie

siehst du die Entwicklung in den letzten

Jahren? Gerade erst waren 57.762

Zuschauer in der Allianz Arena – ein neuer

Rekord.

Timo: Zurzeit schaue ich nicht mehr so viel

Fußball. Unter der Woche habe ich sehr viel mit

meiner Academy zu tun, da genieße ich am

Wochenende die Zeit mit meiner Familie. Klar

gehe ich noch ins Stadion, aber ich schaue

nicht mehr jedes Spiel der 1. oder 2. Liga. Beim

Frauenfußball schaue ich ab und zu rein, aber

selten 90 Minuten. Trotzdem merke ich, dass

der Frauenfußball boomt – auch in meiner Academy,

wo immer mehr Mädchen teilnehmen.

Ich drücke dem Frauenfußball, besonders in

Deutschland, die Daumen, dass er sich weiterhin

so positiv entwickelt.

Text: Torsten Nelz

Bilder: Archiv Wenzel & Imago


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34 EXTREMSPORT ANDREAS WASCHBURGER

präsentiert von

ANDREAS WASCHBURGER

KRÖNT SEINE

KARRIERE MIT REKORD

IM NORDKANAL


ANDREAS WASCHBURGER EXTREMSPORT 35

Der saarländische Extremschwimmer

Andreas Waschburger

hat die legendäre

Ocean’s Seven in einer neuen

Bestzeit vollendet und damit

Schwimmgeschichte

geschrieben.

Mit seiner jüngsten Durchquerung des

Nordkanals zwischen Nordirland und

Schottland setzte der 38-Jährige den

Schlusspunkt unter eine Serie außergewöhnlicher

Leistungen.

Rekordjagd über sieben Meere

Für die insgesamt sieben anspruchsvollen Distanzen,

die zusammen rund 205 Kilometer

umfassen, benötigte Waschburger 49 Stunden,

37 Minuten und 40 Sekunden. Damit unterbot

er die bisherige Bestmarke des Australiers

Andy Donaldson deutlich – um mehr als 13

Stunden. Den entscheidenden letzten Abschnitt,

den etwa 34 Kilometer breiten Nordkanal,

meisterte er in 8:11:12 Stunden und stellte

damit ebenfalls einen Streckenrekord auf.

Damit war er fast eine Stunde schneller als der

bisherige Rekordhalter Jordan Leckey (2021).

Eine unglaubliche Leistung, die selbst in der

Welt des Extremsports ihresgleichen sucht.

Dritter Deutscher mit Ocean’s Seven

Waschburger ist nach André Wiersig (2019) und

Nathalie Pohl (2024) erst der dritte Deutsche,

der die Ocean’s Seven erfolgreich abschließen

konnte. Seine persönliche Erfolgsserie begann

vor zwei Jahren mit der Querung des Ärmelkanals,

in den ver gangenen elf Monaten absolvierte

er die übrigen sechs Strecken. Bereits

auf Hawaii im Molokai Channel und im Ärmelkanal

hatte er Rekorde aufgestellt.

Atemberaubende Momente und große

Gefahren

Auf seinen Etappen erlebte Waschburger

Szenen, die man kaum für möglich hält. So

schwamm er zeitweise Seite an Seite mit

Delfinen – ein magischer, atemberaubender

Moment. Doch neben der Faszination war auch

immer die Gefahr spürbar. Bei einem Start riss

ihn die Strömung gegen einen Felsen, wobei

er sich die Nase brach. Blutend absolvierte er

die gesamte Strecke, erst im Krankenhaus

wurde später der Bruch bestätigt. Noch

dramatischer wurde es bei einem

Nachtschwimmen, als er plötzlich einem Hai

begegnete. Das Tier streifte seinen Fuß – ein

Augenblick, in dem wohl die meisten

abgebrochen hätten. Doch Waschburger

kämpfte weiter und beendete auch dieses

Rennen. Szenen, die seine mentale Stärke und

seinen unbedingten Willen eindrucksvoll

unterstreichen.

Herausforderungen im kalten Wasser

Auch der Nordkanal selbst verlangte ihm alles

ab: Start in der Dunkelheit, nur 14 Grad Wassertemperatur,

dazu eine endlose Distanz. In diesen

langen Stunden ging er physisch und mental

bis an seine Grenzen – und darüber hinaus.

Blick nach vorn: „Triple Crown“

Nach dem historischen Erfolg richtet

Waschburger seinen Blick bereits auf die

nächste Herausforderung: die sogenannte

„Triple Crown“. Dafür muss er neben den

bereits gemeisterten Querungen des

Ärmelkanals und des Catalina Channels noch

das 20 Bridges Swim rund um Manhattan

absolvieren – eine 48 Kilometer lange Strecke

unter 20 Brücken hindurch.

» Stolzer Rekordhalter "Waschi"

» Stolzer Rekordhalter "Waschi"

Text: Torsten Nelz

Bilder: HYLO ® SPORT / Rouven Pagliarini


36 HANDBALL HG SAARLOUIS

präsentiert von

HG SAARLOUIS

FEIERT SECHSTEN

SIEG IN SERIE

» Yves Kunkel überzeugt in der Offensive.


HG SAARLOUIS HANDBALL 37

» Die HG Saarlouis besiegt die TSG Hassloch mit 31:22.

Starke Defensive und 14

Paraden von Schlingmann

sichern deutlichen Heimerfolg.

Die HG Saarlouis hat ihre Siegesserie in der

3. Liga eindrucksvoll fortgesetzt. Mit einem

klaren 31:22-Erfolg gegen Aufsteiger TSG

Haßloch feierte das Team von Trainer Jörg

Lützelberg am Samstagabend den sechsten

Sieg im sechsten Spiel und untermauerte

damit seine Aufstiegsambitionen. Vor 1350

Zuschauern in der Stadtgartenhalle zeigte

die Mannschaft von Beginn an, wer das Spiel

bestimmen würde. Rückraumspieler Yves

Kunkel betonte nach der Partie: „Vor so

einer Kulisse zu spielen ist immer etwas

Besonderes – und wenn wir dann solche

Ergebnisse liefern, umso schöner.“

Schon in den ersten Minuten übernahm die

HGS die Kontrolle und ging schnell mit 3:0 in

Führung. Zwar stemmte sich der personell

geschwächte Neuling Haßloch zunächst

dagegen – zur achten Minute stand es lediglich

6:4 –, doch danach bestimmten die Gastgeber

klar das Geschehen. Ein Garant für den Erfolg

war Torhüter Daniel Schlingmann, der gegen

seinen Ex-Verein mit 14 Paraden glänzte.

„Heute hat er eindrucksvoll gezeigt, dass er

hier genau richtig ist“, lobte Mitspieler Michel

Fiedler, der selbst erst in der Schlussphase

zum Einsatz kam, dort aber gleich drei

Siebenmeter abwehrte. Auch Sven Eberlein

hob die Leistung der Keeper hervor: „Das gibt

uns als Abwehr enormen Rückhalt.“

Gestützt auf diese starke Defensive setzte sich

Saarlouis bereits vor der Pause komfortabel

ab und führte zur Halbzeit mit 18:12. Direkt

nach Wiederbeginn machte die Mannschaft

mit einem 4:0-Lauf zum 22:12 alles klar.

Spätestens da war der Sieg nicht mehr in

Gefahr. Trainer Lützelberg nutzte die

Gelegenheit, um jungen Spielern Einsatzzeit

zu geben: Marko Jelicic feierte sein Drittliga-

Debüt, und Gil Kunkel, Bruder von Yves, kam

ebenfalls zu ersten Minuten in dieser Saison.

Am Ende stand ein souveräner Start-Ziel-Sieg

mit 31:22 auf der Anzeigetafel, der die

Saarlouiser weiterhin verlustpunktfrei an der

Tabellenspitze hält.

Bilder & Text: Jan Sebastian Bach

» Jörg Lützelberger mit makelloser Bilanz.


38 FIT & GESUND MYTHOS „RAUSSCHWITZEN”

präsentiert von

SPORT TROTZ ERKÄLTUNG

– DER GEFÄHRLICHE

MYTHOS VOM

„RAUSSCHWITZEN“


MYTHOS „RAUSSCHWITZEN” FIT & GESUND 39

Hinweis: Folgender Text versteht sich als

allgemeiner Ratgeber. Er ersetzt keine ärztliche

Beratung. Bei Unsicherheit oder ernsthaften

Beschwerden sollte unbedingt ein

Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.

Man kennt es nur zu gut...

Die Nase läuft, der Hals kratzt – und trotzdem

zwickt das schlechte Gewissen, weil

man eigentlich noch eine Runde joggen wollte.

„Nur ein bisschen Bewegung, das wird

schon gehen“, denkt man sich. Doch genau

hier liegt das Problem. Sport bei Erkältung

ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann im

schlimmsten Fall gefährlich werden.

Der Körper befindet sich in einer Ausnahmesituation:

Das Immunsystem kämpft auf

Hochtouren gegen Viren. Wer jetzt trainiert,

setzt den Organismus einer zusätzlichen Belastung

aus. Die Folge: Die Abwehrkräfte sind

geschwächt, die Genesung verzögert sich –

und im schlimmsten Fall drohen Komplikationen.

Ärzte und Krankenkassen wie die AOK

oder Barmer warnen eindringlich davor,

Sport mit Erkältung zu unterschätzen. Neben

verschleppten Infekten drohen Lungenentzündung

oder sogar eine Herzmuskelentzündung.

(Quelle: AOK.de, Barmer.de)

Und mal ehrlich: Jeder kennt doch diese

Typen. Den Amateur-Kicker, der mit verstopfter

Nase behauptet: „Ich bin zwar erkältet,

aber eine Halbzeit geht schon.“ Oder den

Studio gänger, der sich hustend aufs Rad setzt

und sagt: „Ich fühl’ mich total schlapp, aber

eine Stunde Fitti wird schon gehen.“ Im Amateurbereich

hört man nicht selten auch den

Spruch: „Die Erkältung schwitze ich mir einfach

raus.“ Klingt nach kernigem Durchhaltewillen,

ist aber ein Irrtum. Schwitzen ist

lediglich die Temperatur regulation des Körpers

– Viren oder Bakterien verschwinden

dadurch nicht.

Mediziner erklären es so: Schweiß besteht

fast nur aus Wasser, dazu kommen etwas Salz

und Spuren von Harnstoff. Krankheitserreger

lassen sich damit nicht „ausschwemmen“.

Stattdessen steigt durch Sport die Herzfrequenz,

der Kreislauf wird stärker belastet,

und der Körper hat weniger Ressourcen für

die Abwehr. Statt gesund zu werden, riskiert

man eine Verlängerung der Krankheit – oder

noch Schlimmeres.

Besonders gefürchtet ist die Herzmuskelentzündung

(Myokarditis). Sie kann entstehen,

wenn Viren während einer Erkältung ins Herzgewebe

gelangen. Symptome sind oft unspezifisch

– leichte Brustschmerzen, Atemnot

oder Herzrasen –, manchmal auch gar keine.

Wer unbemerkt mit Myokarditis trainiert, riskiert

bleibende Herzschäden oder im

schlimmsten Fall den plötzlichen Herztod.

Fälle wie diese sind selten, aber sie kommen

immer wieder vor – und fast immer steckt

eine verschleppte Infektion dahinter.

Natürlich gibt es auch die berühmte „Neck

Rule“: Solange die Symptome nur oberhalb

des Halses auftreten – also leichter Schnupfen

oder ein Kratzen im Hals –, kann man sich

vorsichtig bewegen. Ein Spaziergang, etwas

Yoga oder Radeln im gemütlichen Tempo sind

dann erlaubt. Aber schon bei Husten, Brustbeschwerden

oder Fieber gilt absolute Sportpause.

Denn dann besteht die Gefahr, dass

Viren tiefer in den Körper vordringen oder

das Herz angreifen. Selbst ein vermeintlich

harmloser Schnupfen kann im falschen Moment

schwerwiegende Folgen haben.

(Quelle: Mayo Clinic, Verywell Health)

Viele Hobbysportler unterschätzen das.

Schließlich gehört Durchbeißen für viele zum

Selbstverständnis: Wer beim Training schwächelt,

hat zu wenig Biss. In Mannschaftssportarten,

besonders im Amateurbereich,

hört man oft den Satz: „Ich kann die Jungs

nicht hängen lassen.“ Genau dieses Pflichtgefühl

treibt viele trotz Erkältung auf den

Platz. Doch das Verantwortungsbewusstsein

kann zur Falle werden.

Hinzu kommt: Auch das Umfeld neigt dazu,

Bagatellen zu verharmlosen. Ein Mitspieler

sagt „Stell dich nicht so an, das bisschen

Schnupfen geht vorbei“, im Fitnessstudio

wird Husterei gerne überhört, und in der Freizeitliga

läuft sowieso jeder mit Blessuren auf.

Die Haltung „Was mich nicht umhaut, macht

mich stärker“ sitzt tief. Dabei wäre es viel

stärker, zu seinen Grenzen zu stehen – und

mal zu sagen: Heute nicht.

Experten betonen zudem, dass sanfte Bewegung

manchmal guttun kann. Sie fördert die

Durchblutung, hilft beim Durchatmen und

steigert das Wohlbefinden. Aber das ist kein

Freifahrtschein für Workouts. Die Empfehlung

lautet, nach Abklingen der Symptome

noch ein bis zwei Tage zu warten, bevor man

wieder ins Training einsteigt.

(Quelle: Fitforfun.de, T-Online.de)

Und auch ein praktischer Hinweis darf nicht

fehlen: Medikamente, die bei Erkältung gerne

genommen werden – etwa Schmerz- oder Fiebermittel

– können Symptome überdecken,

heilen die Krankheit aber nicht. Wer mit Ibuprofen

oder Paracetamol Sport treibt, fühlt

sich vielleicht kurzfristig fitter, belastet den

Körper aber noch stärker. Ein riskantes Spiel

mit verdeckten Karten.

Unterm Strich gilt: Wer eine Erkältung verschleppt,

riskiert weit mehr als ein paar verpasste

Einheiten. Eine Woche Schonung ist

schnell aufgeholt – eine Herzmuskelentzündung

dagegen nicht. Deshalb: Lieber einmal

öfter auf die Couch und dem Körper die

Ruhe gönnen, die er braucht. Am Ende

gewinnt nicht der, der durchpowert, sondern

der, der gesund bleibt.

Text: Torsten Nelz

Bilder: freepik.com: @freepik, @EyeEM


40 BASEBALL SAARLOUIS HORNETS

präsentiert von

PLAYOFFS DER

2. BUNDESLIGA – DIE

SAARLOUIS HORNETS

SIND DABEI!


SAARLOUIS HORNETS BASEBALL 41

Ab dem 6. September starten

die Playoffs der 2. Baseball-

Bundesliga – und die Saarlouis

Hornets sind mittendrin.

Die Viertelfinals werden komplett an diesem

Wochenende ausgespielt, es folgen das

Halbfinale und anschließend das Finale an den

darauffolgenden Wochenenden.

Aus den drei Südstaffeln qualifizieren sich

jeweils die beiden Erst- und Zweitplatzierten

sowie die zwei besten Drittplatzierten.

Damit treten insgesamt acht Mannschaften

im Viertelfinale an. Gespielt wird nach

folgendem Prinzip:

1. vs. 8. | 2. vs. 7. | 3. vs. 6. | 4. vs. 5.

Die Platzierungen ergeben sich aus der Win-

Percentage. So können Erstplatzierte maximal

auf Rang 3 zurückfallen, Zweitplatzierte bis

auf Rang 6 und die besten Drittplatzierten

höchstens auf Rang 7.

Am kommenden Wochenende steht das letzte

Spiel der Regular Season an. Je nach Ergebnis

von Regensburg gehen die Hornets als Siebter

oder Achter in die Playoffs. Damit wartet

entweder die Bayerische Baseball-Akademie

(Gesamtplatz 1) oder die Mannheim Tornados

(Gesamtplatz 2, Sieger unserer Südwest-

Division) als Gegner.

Der Sieger aus Serie 1 (1. vs. 8.) trifft im

Halbfinale auf den Gewinner aus Serie 4 (4. vs.

5.). Der Sieger aus Serie 2 (2. vs. 7.) spielt

gegen den Gewinner aus Serie 3 (3. vs. 6.).

Natürlich hätten wir uns in der Regular Season

eine bessere Ausgangsposition gewünscht.

Doch auch als Siebt- oder Achtplatzierter

gehen wir selbstbewusst in die Playoffs. Gegen

Mannheim konnten wir bereits Siege einfahren

– und mit einem starken Kader sowie unserem

„A-Game“ können wir es mit jedem Gegner

aufnehmen.

Die Hornets sind bereit – voller Zuversicht

in die Playoffs!

Text: Florian Maaß

Bilder: Marc Lange

Die Serie beginnt am 6. September in

Saarlouis. Gespielt wird im Best-of-Three-

Modus: Das erste Spiel findet stets beim

schlechter Platzierten statt, die weiteren

Partien beim besser Platzierten. Sollte es nach

zwei Spielen 1:1 stehen, entscheidet ein drittes

Match direkt im Anschluss.


42 AMERICAN FOOTBALL SAARLAND HURRICANES

XXL-GAMEDAY

präsentiert von

IN VÖLKLINGEN


SAARLAND HURRICANES AMERICAN FOOTBALL 43

Saarland Hurricanes kämpfen

leidenschaftlich, müssen sich

aber den Razorbacks beugen.

Am 6. September 2025 stand das Hermann-Neuberger-Stadion

in Völklingen

ganz im Zeichen des American Football. Die

Saarland Hurricanes hatten zum „XXL Gameday“

eingeladen und damit für einen Saisonabschluss

gesorgt, der weit über ein gewöhnliches

Heimspiel hinausging.

Buntes Rahmenprogramm sorgt für Stimmung

Schon lange vor dem Kickoff herrschte reges

Treiben auf dem Stadiongelände. Beim Turnier

der U10-Mannschaft durften die jüngsten Canes

ihr Können präsentieren und empfingen

dabei die Gäste der Bürstadt Redskins und der

Ludwigshafen Titans. Parallel lockten Mitmachangebote

wie Wurfwand, Football-Rodeo

und weitere Attraktionen zahlreiche Familien

an – ein echtes Fest für Groß und Klein. Für

Gänsehautmomente sorgte schließlich das

Vorspiel zum Hauptduell: Fallschirmspringer

brachten den Spielball spektakulär aus der

Luft ins Stadion, und ein Helikopter des Transporthubschrauberregiments

30 der Bundeswehr

donnerte über die Köpfe der Zuschauer

hinweg – Szenen, die vielen sicher im Gedächtnis

bleiben.

Offener Schlagabtausch vor der Pause

Die Gäste aus Ravensburg, Spitzenreiter der

GFL Süd, zeigten gleich im ersten Drive ihre

Stärke und gingen mit 0:7 in Führung. Doch die

Hurricanes hielten dagegen: Quarterback Walter

Kuhlenkamp erlief selbst den Touchdown

und stellte mit einer erfolgreichen Two-Point-

Conversion auf 8:7. Die Razorbacks schlugen

umgehend mit einem langen Pass zurück

(8:14), ehe Kuhlenkamp seinen Receiver Evan

Liggett in der Endzone fand. Nach dem misslungenen

Extrapunkt stand es 14:14. Beide

Defenses dominierten anschließend das Geschehen,

sodass die Partie mit diesem gerechten

Zwischenstand in die Kabinen ging. Für ein

besonderes Highlight in der Pause sorgte die

inklusive Tanzgruppe „All Inclusive“ aus Dillingen,

die mit ihrer energiegeladenen Performance

das Publikum begeisterte.

Ravensburg zeigt nach Wechsel seine Klasse

Die zweite Halbzeit begann vielversprechend

für die Hausherren: Kuhlenkamp bediente

Spencer Corona, der die erneute Führung zum

20:14 erzielte. Wenig später musste Corona

jedoch verletzungsbedingt ausscheiden – das

gesamte Team wünscht ihm eine schnelle Genesung.

Auf dem Rasen übernahmen nun die

Razorbacks das Kommando. Sie drehten die

Partie zum 20:21 und ließen sich die Führung

nicht mehr nehmen. Zwar gelangen den Hurricanes

noch einige gute Aktionen, darunter

eine sehenswerte Interception von Peter Keller

(#7), doch offensiv fehlte die letzte Durchschlagskraft.

Ravensburg nutzte seine Chancen

konsequent und baute den Vorsprung

über 26:34 bis zum Endstand von 26:41 aus.

Gratulation an die Meister – Saisonende für

die Canes

Durch die gleichzeitige Niederlage der Schwäbisch

Hall Unicorns bei den Munich Cowboys

sicherten sich die Razorbacks mit ihrem Sieg

in Völklingen die Meisterschaft in der GFL Süd.

Herzlichen Glückwunsch an Ravensburg und

viel Erfolg in den Playoffs!

Bei den Hurricanes wurde Tobias Scheibe zum

„Man of the Match“ gewählt. Für die Saarländer

endet die Saison 2025 damit auf Rang fünf

der Südstaffel. Auch wenn sportlich nicht alle

Wünsche in Erfüllung gingen, war der XXL Gameday

ein emotionales und würdiges Finale

– mit Showeinlagen, großem Einsatz auf dem

Feld und einem Publikum, das die Mannschaft

bis zur letzten Minute unterstützte.

Begeisterte Fans feiern ein Football-Fest

Egal wohin man schaute – ob Kinder, Eltern

oder langjährige Anhänger – überall strahlten

die Gesichter. Die Stimmung war ausgelassen,

und viele Zuschauer versprachen noch im Stadion,

auch in der kommenden Saison wieder

dabei zu sein und die Hurricanes lautstark zu

unterstützen. Was die Organisatoren hier Jahr

für Jahr auf die Beine stellen, ist schlicht beeindruckend.

Dafür gab es nicht nur Applaus

von den eigenen Fans, sondern sogar Lob und

Komplimente von den mitgereisten Ravensburger

Anhängern.

Text: Torsten Nelz

Bilder: Inszene Media – Tobias Wönne


44 TISCHTENNIS 1. FC SAARBRÜCKEN TT

präsentiert von

SAARBRÜCKEN

STÜRMT OHNE SATZ-

VERLUST INS POKAL-

VIERTELFINALE

» Patrick Franziska feiert den Einzug in das Pokal-Viertelfinale.


1. FC SAARBRÜCKEN TT TISCHTENNIS 45

Der 1. FC Saarbrücken TT

besiegt Borussia Dortmund klar

mit 3:0 – Fan Zhendong, Patrick

Franziska und Darko Jorgic

sorgen für ein souveränes

Weiterkommen.

Der 1. FC Saarbrücken TT hat im Achtelfinale

des Deutschen Tischtennis-Pokals seine

Favoritenrolle eindrucksvoll bestätigt. Vor

heimischem Publikum ließ der amtierende

Vizemeister der Tischtennis Bundesliga Borussia

Dortmund keine Chance und setzte

sich mit einem klaren 3:0 durch. Besonders

bemerkenswert: Das Team gab in der gesamten

Begegnung keinen einzigen Satz ab.

Auftakt nach Maß durch Fan Zhendong

Schon das erste Einzel stellte die Weichen klar.

Saarbrückens Superstar Fan Zhendong, der

aktuell als einer der besten Spieler der Welt

gilt, traf auf den Ungarn Adam Szudi. Vom

ersten Ballwechsel an diktierte Fan das Tempo,

variierte geschickt zwischen harten Topspins

und präzisen Platzierungen. Szudi versuchte

mit viel Einsatz gegenzuhalten, hatte aber

gegen die Präzision und Geschwindigkeit des

Chinesen keine Mittel. Mit 11:4, 11:2 und 11:7

entschied Fan das Match souverän für sich und

brachte sein Team mit 1:0 in Führung.

Franziska dreht fast verlorene Sätze

Im zweiten Spiel des Abends stand Patrick

Franziska gegen den erfahrenen Belgier

Cedric Nuytinck an der Platte. Dieses Duell war

von Beginn an enger und bot den Zuschauern

einige spektakuläre Ballwechsel. Nuytinck

führte im ersten Satz bereits mit 10:7 und

hatte mehrere Satzbälle, doch Franziska blieb

nervenstark und drehte den Durchgang noch

zu seinen Gunsten. Auch in den Folgesätzen

blieb es umkämpft. Vor allem der dritte Satz,

den Franziska mit 15:13 gewann, sorgte für

Spannung. Letztlich setzte er sich mit 3:0

(12:10, 11:8, 15:13) durch und erhöhte den

Gesamtstand auf 2:0 für Saarbrücken.

Jorgic macht den Sack zu

Den Schlusspunkt setzte Darko Jorgic, der es

mit dem Ecuadorianer Alberto Mino zu tun

bekam. Jorgic zeigte von Beginn an eine

konzentrierte Leistung und ließ seinem Gegner

kaum Raum für eigene Akzente. Mit 11:9, 11:5

und 11:4 sorgte der Slowene für den dritten

Punkt des Abends und machte den Einzug ins

Viertelfinale perfekt.

Dortmund ersatzgeschwächt ohne Chance

Für Borussia Dortmund war es ein bitterer

Abend. Die Mannschaft musste auf mehrere

Leistungsträger verzichten und war gegen das

Saarbrücker Starensemble praktisch

chancenlos. Zwar versuchte das Team, vor

allem durch Nuytinck, für Spannung zu sorgen,

doch am Ende setzte sich die individuelle

Klasse der Saarländer klar durch.

Ausblick auf das Final Four

Mit diesem überzeugenden Auftritt

untermauert der 1. FC Saarbrücken TT seine

Ambitionen auf den Pokalsieg. Die Mannschaft

präsentierte sich in bestechender Form und

zeigte, dass sie im Wettbewerb zu den

absoluten Topfavoriten zählt. Nun steht das

Viertelfinale an – nur noch ein Sieg trennt die

Saarländer vom Einzug ins Final Four, das am

4. Januar 2026 in Neu-Ulm ausgetragen wird.

Für Dortmund bleibt die Erkenntnis, dass die

junge Mannschaft in Bestbesetzung durchaus

konkurrenzfähig sein kann, an diesem Abend

aber klar unterlegen war. Der Fokus richtet

sich nun wieder auf den Ligaalltag, während

Saarbrücken mit breiter Brust die nächste

Pokalrunde in Angriff nimmt.

Text & Bild: Jan Sebastian Bach

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D-66839 Schmelz

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Andreas Waschburger bei seiner

erfolgreichen Durchquerung

der Cook Strait in Neuseeland

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Die Ocean’s Seven ist eine Herausforderung im Langstreckenschwimmen,

die aus sieben der schwierigsten Meerengen weltweit besteht. Dazu gehören

unter anderem der Ärmelkanal, der Nordkanal und die Straße von Gibraltar.

Schwimmer müssen extreme Bedingungen bewältigen und nur eine kleine

Anzahl von Athleten hat bisher alle sieben Strecken erfolgreich absolviert.

Nach vier Etappen liegt Andreas Waschburger nun rund 6,5 Stunden vor dem

bisherigen Rekord für die schnellste Gesamtzeit der Ocean’s Seven.

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