Standpunkt Montafon 01/2025
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DAS MAGAZIN DER VORARLBERGER VOLKSPARTEI BEZIRK MONTAFON
S ‘ R MUNTAFU
#1 2025
DAS MAGAZIN DER VP MONTAFON
LIEBE MONTAFONERINNEN
UND MONTAFONER,
wir leben in Zeiten des Wandels
– sowohl global als auch regional,
ebenso auch personell: In
den letzten Monaten wurden
einige wichtige Positionen und
Funktionen neu besetzt und ein
Generationenwechsel wird immer
sichtbarer. An dieser Stelle
möchte ich mich von Herzen
bei all jenen bedanken, die sich
mit großem Engagement für das
Wohl unserer Gemeinschaft einsetzen
und die Zukunft unseres
Tales mitgestalten wollen.
Neue Köpfe bringen auch neue
Perspektiven, frische Ideen
und eine große Motivation mit –
gleichzeitig bleibt das wertvolle
Wissen und die Erfahrung
unserer langjährigen Mitglieder
ein wichtiger Grundstein für
unser gemeinsames Handeln.
Der neuen Bürgermeisterin
Lisi Kuster sowie den beiden
Bürgermeistern Markus Luger
und Gerhard Vonier haben wir
drei Fragen gestellt.
Aktuell eine der größten Herausforderungen
sind sicherlich
die Finanzen und zwar auf allen
Ebenen und in allen Bereichen.
Uns allen ist klar: Wir müssen
unsere Strukturen zukunftsfit
aufstellen. Reformen und
Strukturprozesse sind notwendig,
oft auch schmerzhaft.
Der Süden hat mit den beiden
Entscheidungen im Gesundheitsbereich
bereits jetzt einen
großen Beitrag geleistet und
wir müssen alle darauf achten,
dass bei allen Reformüberlegungen
der ländliche Raum
attraktiv und lebenswert bleibt.
Hierfür müssen wir uns jedenfalls
mit aller Kraft einsetzen,
ohne den Blick für das große
Ganze aus den Augen zu
verlieren.
Den Herausforderungen können
wir nur zukunftsgewandt,
mit Zuversicht und Tatkraft
begegnen.
Die vorliegende Ausgabe
unserer VP-Montafon Zeitung
soll einen kleinen Einblick in
die vielfältigen Aktivitäten und
Themen geben.
Gemeinsam gestalten wir die
Zukunft des Montafons – mit
Verantwortung, Weitblick und
Herz.
Herzlichen Dank für das
Vertrauen und das Mitwirken!
GENERATIONENWECHSEL
OF WEG IM
MUNTAFU“
3 FRAGEN AN ...
© Toni Meznar
ÖAAB Montafon: Nach langjähriger
Obmannschaft von Rudolf Lerch
übernimmt Andreas Forstinger die
Leitung, unterstützt von Stv. Stefan
Ruprecht sowie Michael Segato, Daniel
Sandrell, Stephanie Kuster und Andrea
Dona im Team.
Neues Kapitel in St. Gallenkirch: Mit der
Angelobung von Bürgermeisterin Elisabeth
Kuster und der Wahl von Jan Rudigier
zum neuen Obmann stellt die Volkspartei
St. Gallenkirch die Weichen für die Zukunft.
Ein großer DANK gilt Gabi Juen für ihren
Einsatz über viele Jahre.
Auch in Tschagguns kam es zum Wechsel:
Isabelle Jochum folgt Peter Both als neue
Obfrau der Ortspartei. Peter Both hat in vielen
Bereichen aktiv mitgewirkt - danke dafür.
Nach den Gemeindewahlen im Frühjahr
hat sich auch das Standesgremium neu
formiert. Danke an Herbert Bitschnau
für seinen großen Einsatz für die Region.
Gratulation dem neuen Standesrep. Daniel
Sandrell und seinem Stv. Thomas Zudrell
Im Montafon ist immer was los und
das ist gut so. Zemma ko, luaga, losna,
schwätza.
Vom Montafoner Buratag über die
Lehrlingsmesse bis zu Betriebsbesuchen
uvm. — wir suchen die Begegnung
mit den Menschen und wollen
wissen, was läuft und was bewegt.
Montafoner Lehrlingsmesse ©WIMo
Betriebsbesuch Alpenhotel Montafon
Montafoner Gipfeltreffen ©T.Meznar
Betriebsbesuch Hotel Felbermayer
Betriebsbesuch Amrai Suites
Eröffnung Bregenzer Festspiele
Street Food Festival „Hochgenuss“, Latschau
Montafoner Buratag ©B.Hofmeister
Montafoner Lehrlingsmesse ©WIMo
Was hat dich motiviert,
Bürgermeisterin zu werden?
Ich bin in St. Gallenkirch verwurzelt
und sehe es als große Chance, aktiv mitzugestalten.
Prägend war das Vertrauen
vieler Mitbürger:innen im Vorfeld – das
hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung
zu übernehmen. In vielen
Gesprächen spürte ich den Wunsch
nach Veränderung, Verlässlichkeit und
jemandem, der hinschaut und anpackt.
Dieses Vertrauen war mein Schlüsselmoment:
zu erkennen, dass ich etwas
beitragen kann und möchte.
Wofür möchtest du dich besonders
einsetzen?
Mir ist wichtig, dass St. Gallenkirch ein
Ort bleibt, an dem sich Familien, junge
Menschen, ältere Generationen und
neue Bürger:innen wohlfühlen. Ich
möchte gute Rahmenbedingungen fürs
Leben, Arbeiten und Aufwachsen schaffen
– mit verlässlicher Kinderbetreuung,
leistbarem Wohnen, starken Vereinen,
einer lebendigen Wirtschaft und einem
respektvollen Umgang mit der Natur.
Besonders am Herzen liegt mir das
Zuhören – viele Lösungen entstehen im
Dialog.
Gibt es einen Leitsatz, der dich
begleitet?
„Zukunft entsteht dort, wo wir Verantwortung
übernehmen – miteinander,
nicht nebeneinander.“
Veränderung gelingt nur gemeinsam.
Es braucht Mut, Entscheidungen zu
treffen, und Offenheit, andere Perspektiven
einzubeziehen. Als Bürgermeisterin
sehe ich mich als Gestalterin, Vermittlerin
und Möglichmacherin. Mit
Respekt und Vertrauen
kann unsere Gemeinde
wachsen – und das Miteinander
gleich mit.
LISI KUSTER
Bürgermeisterin
St. Gallenkirch
GERHARD VONIER
Bürgermeister Tschagguns
Was hat dich motiviert, Bürgermeister
zu werden?
Ich durfte in den letzten Jahren im Gemeinderat
mitarbeiten und habe dabei
wertvolle Einblicke in die Anliegen und
Bedürfnisse unserer Gemeinde gewonnen.
Durch meine berufliche Erfahrung
als Bauamtsleiter in St. Gallenkirch
kenne ich die Abläufe in der Verwaltung
gut und kann mein Wissen aus
dem Baubereich einbringen. Als sich
die Möglichkeit bot, in meiner eigenen
Gemeinde Verantwortung zu übernehmen,
habe ich die Chance ergriffen – mit
dem Ziel, aktiv etwas zum Wohl unseres
Ortes beizutragen.
Wofür möchtest du dich besonders
einsetzen?
Mir liegt ein gutes Miteinander in der
Gemeinde besonders am Herzen. Ich
möchte dazu beitragen, dass unser Ort
lebendig bleibt und sich weiter positiv
entwickelt. Besonders wichtig ist mir,
den ländlichen Raum zu stärken –
durch Zusammenarbeit, Engagement
und einen offenen Austausch mit der
Bevölkerung.
Gibt es einen Leitsatz, der dich
begleitet?
Politik ist Teamarbeit. Ich bin überzeugt,
dass gute Entscheidungen nur im
Miteinander entstehen. Deshalb bin ich
dankbar für ein starkes Tschaggunser
Team und das Vertrauen, gemeinsam
gestalten zu dürfen.
Was hat dich motiviert, Bürgermeister
zu werden?
Meine Entscheidung, Bürgermeister
von Stallehr zu werden, wurzelt in einer
tiefen Verbundenheit mit unserer Gemeinde.
Prägend war meine Mitarbeit
in der Gemeindevertretung – dort habe
ich erlebt, wie engagiert die Menschen
für Stallehr einstehen. Die vielen Ideen
und Diskussionen über unsere Zukunft
haben mir gezeigt, wie wichtig eine
starke, vertrauensvolle Vertretung ist.
Ich wollte mithelfen, diese Anliegen
umzusetzen und Stallehr weiterhin als
lebenswerte Heimat zu gestalten.
Wofür möchtest du dich besonders
einsetzen?
Mir liegt die Stärkung des Miteinanders
besonders am Herzen. Jede und jeder
soll sich willkommen fühlen und die
Möglichkeit haben, das Gemeindeleben
aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig ist mir
nachhaltige Entwicklung wichtig – damit
unsere einzigartige Natur im Raum
Bludenz–Klostertal–Montafon auch für
kommende Generationen erhalten
bleibt.
Gibt es einen Leitsatz, der dich
begleitet?
„Gemeinsam gestalten wir die Zukunft.“
Nachhaltigkeit und Zusammenhalt entstehen
nur durch Dialog und Beteiligung.
Ich glaube an die Stärke unserer
Gemeinschaft – durch Zusammenarbeit
und gegenseitige Unterstützung können
wir Stallehr weiterentwickeln und zu
einem noch besseren
Ort machen.
MARKUS LUGER
Bürgermeister Stallehr
MARIA RAST SOLL „GESUND-
HEITSZENTRUM MONTAFON“
WERDEN
In den letzten Wochen mussten wir
als Region mit der Verlagerung der
Geburtenstation Bludenz und der
Nachsorgestation Maria Rast gleich
zwei weitreichende Entscheidungen
im Gesundheitsbereich verkraften.
Beides sind Einrichtungen, die eine
große Bedeutung für die Region und
für die Bevölkerung haben und auch
wertvolle Arbeitsplätze in der Region
darstellen. Ein großer DANK gilt
zunächst allen Mitarbeitenden für ihre
jahrelange, engagierte Arbeit für das
Wohl der Menschen in der Talschaft.
Ebenso ein DANKE allen Kräften, die
sich bis zuletzt für den Erhalt dieser
Einrichtungen eingesetzt haben. Das
politische Ziel war bis zuletzt, die
beiden Einrichtungen fortzuführen. Die
Verlagerung der Geburtenstation war
am Ende des Tages keine politische,
sondern eine medizinische, basierend
auf einem externen Gutachten.
Bei Maria Rast führte leider der
schlechte bauliche Zustand zu dieser
Verlagerung.
Standesrepräsentant Daniel
Sandrell und Monika Vonier haben
gemeinsam mit Standortbürgermeister
Jürgen Haller die Pläne für das
„Gesundheitszentrum Montafon“ bei
Landesrätin Martina Rüscher im
Landhaus präsentiert. „Wir haben
unseren Unmut über die bisherigen
Entscheidungen in aller Deutlichkeit
deponiert.“, so D. Sandrell. Um die
Gesundheitsvorsorge im Tal dennoch
langfristig sichern zu können, wird
im Montafon seit Wochen intensiv
an einer passenden Nachfolge-
Lösung für Maria Rast gearbeitet.
Herzstück der Idee ist ein modernes
„Gesundheitszentrum Montafon“,
das mehrere Funktionen bündelt,
den Standort langfristig sichert und
bestehende Strukturen gezielt ergänzt:
schon jetzt befinden sich im Haus ein
Pflegeheim der Stiftung Liebenau, eine
Physiotherapiepraxis, Arztpraxis und
eine Kinderbetreuungsgruppe vom
Familienzentrum Montafon.
„Gleichzeitig haben wir klar
gemacht, dass die Region die volle
Unterstützung des Landes für eine
optimale Nachnutzung erwartet“,
so Sandrell und Vonier weiter. Der
Standort Maria Rast wäre aufgrund
seiner Lage und Infrastruktur ideal
für die Weiterentwicklung zu einer
regionalen Gesundheitsdrehscheibe.
„Die ersten Gespräche waren
konstruktiv. Jetzt gilt es, die Pläne zu
vertiefen und ein umsetzungsfähiges
Konzept zu erarbeiten“, so die beiden
nach dem Treffen im Landhaus. Die
Zuständigkeiten und ein Zeitplan
wurden bereits konkretisiert. „Wir
müssen jetzt gemeinsam an Lösungen
mit spürbarem Mehrwert für die
Bevölkerung arbeiten. Läuft alles nach
Plan, können wir Anfang 2026 ein
ausgereiftes Projekt präsentieren“, zeigt
sich Landtagsvizepräsidentin Vonier
zuversichtlich.
Was jetzt für die Zukunft wichtig ist:
» Bludenz bleibt Standort für
Frauenheilkunde
» Schwangere und jünge Mütter aus der
Region sollen am Standort Bludenz
optimal betreut werden (Still- und
Schwangerenambulanz, Vor-/
Nachbetreuung).
» Ab 2026 soll der Schwerpunkt
„Beckenboden-Chirurgie“am
Standort Bludenz entwickelt werden
» Ab 2026 entsteht ein tageschirurgisches
Zentrum für
gynäkologische Eingriffe in Bludenz
» Land soll die Region bei
Nachnutzungskonzepten für Maria
Rast unterstützen
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© Toni Meznar
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