23.10.2025 Aufrufe

matchball 4-2025

In dieser Ausgabe blicken wir zurück auf eine mitreißende Saison in der 2. Bundesliga Nord der Herren, auf die TVBB-Verbandsmeisterschaften der Senioren und der Jugend – und stellen mit Helena Buchwald in unserer Reihe Berliner Spitzen eine Spielerin vor, die mit Talent, Disziplin und Leidenschaft überzeugt. Außerdem beantwortet Michael Agwi in „33 Fragen an…“ charmant und humorvoll, was ihn auf und neben dem Platz antreibt. Dazu: zahlreiche Turnierberichte aus einem bewegten Sommer, in dem Fairness, Emotionen und sportliche Klasse dicht beieinander lagen. Jetzt reinlesen und den Tennissommer noch einmal erleben – der matchball 4/2025 steht online als eBook bereit!

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Jetzt reinlesen und den Tennissommer noch einmal erleben – der matchball 4/2025 steht online als eBook bereit!

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4/2025

SCC Berlin steigt doppelt auf –

Erstklassig zum ersten Mal

© Claudio Gärtner / ARNOLDsART

Der TC SCC Berlin schreibt Vereinsgeschichte: Erstmals

schlagen Damen und Herren 2026 gemeinsam in der

1. Bundesliga auf. Mit Leidenschaft, Teamgeist und

zwei herausragenden Aufstiegssaisons hat sich der

Hauptstadtclub an die nationale Spitze gespielt. Jetzt

blickt Tennis-Berlin auf einen Sommer voller Spannung,

Emotionen – und großen Matches auf höchstem Niveau.


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Editorial

Ç

Editorial – Strategische

Überlegungen im DTB

Dr. Klaus-Peter Walter

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de, DTB/Justus Stegemann

Liebe Tennisfreunde in Berlin und Brandenburg,

der Deutsche Tennisbund (DTB) hat eine neue Strategie

(griechisch stratēgía: Feldherrnkunst) erarbeitet. Nach der

kürzlich vorgestellten „Agenda für zufriedene Kunden“

der Deutschen Bahn, dem „Big Beautiful Bill“ Vorhaben

des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, fehlt dem

DTB allerdings noch ein plastischer Name. Bisher titelt der

DTB lediglich den vorgelegten Entwurf als: „Strategie für

Tennisdeutschland“. Die DB-Agenda für zufriedene Kunden

soll, wie präsentiert, erst sehr langfristig wirken, das

amerikanische Vorhaben „One Big Beautiful Bill“ setzt unmittelbar

an, der DTB strebt mittelfristig den Zeithorizont

2032 an.

Passend zur Feldherrnkunst, werden Felder für Tennis-

Deutschland benannt, in der der DTB, also wir alle als Mitglieder

in den Vereinen, besonders aktiv sein möchte. Dazu

gehören die Felder „Als Gemeinschaft wachsen“,

„Sportlich erfolgreich sein“, die „Attraktivität

unseres Sports steigern“ und „Auch zukünftig

handlungsfähig bleiben“. Bis

zum Jahr 2032 erwartet der DTB,

dass mehr Menschen aktiv unsere

Sportarten betreiben, herausragende

sportliche Erfolge

verzeichnet werden, Zugangsbarrieren

reduziert sind und für

den DTB die mittel- und langfristige

Finanzierung „des DTB

und seiner Landesverbände“ gesichert

ist. Das sind – kurzgefasst –

die Hauptteilziele initiiert vom DTB-

Vorstand und beraten und abgestimmt

mit dem Präsidium des DTB und dem DTB-

Bundesrat, den Vertretern der 17 Landesverbände,

darunter wir als TVBB.

Bis zu dieser Ebene kann jeder gut zustimmen. Die

Ziele sind nachvollziehbar und könnten für jeden Verein

selbst angestrebt werden. Legt man hingegen tiefergehende

Maßstäbe an, scheinen einige Aspekte einer

Strategieentwicklung zu kurz gekommen zu sein. Zwar

sind quantitative Ziele formuliert, wie z.B. das Ziel, dass

2% der Deutschen im Jahr 2032 die Sportarten Tennis,

Paddle oder Pickle-Ball in einem Verein spielen, doch ist

die bekanntgegebene Datenbasis dünn. Unklar bleibt,

wer auf das erforderliche sogenannte „Strategische Profil“

überhaupt einwirken kann. Ist es der DTB?, sind es die

Landesverbände?, die Vereine? oder jedes Mitglied eines

Vereins? Im TVBB etwa spielen in der Region Berlin 1%

der Einwohner in unseren Vereinen Tennis, im Brandenburger

Land reduziert sich der Anteil auf 0,2%. In zehn der

52 Landkreise und Zentren in Brandenburg ist überhaupt

kein Tennisverein ansässig, womit das Ziel 2% wahrscheinlich

illusorisch ist.

Doch lassen sich in dieser Ausgangslage für den TVBB

mit einer noch so ausgefeilten DTB-Strategie die angestrebten

Ziele erreichen, etwa durch das Initiieren von

Ehrenamt getragenen Vereinsgründungen? Die neuesten

Studien des DIW, des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung,

heben hervor, dass besser das Stadt-/Landgefälle

betrachtet werden sollte, um eine aussagefähige

Datenbasis für eine Strategie zu erzielen. Für den TVBB ist

es nicht hilfreich festzustellen, dass 0,8% der Bevölkerung

in Tennisvereinen in seinem Verbandsgebiet organisiert

sind und der durchschnittliche Quotient mit 32 Mitgliedern

pro Platz sich günstig anfühlt. Gleichzeitig teilen sich in

10 Vereinen in Berlin über 70 Mitglieder einen Platz, zwei

sogar über 100. Stark ist der TVBB in Gebieten mit relativ

hoher Bevölkerungsdichte. Dazu gehört etwa in Brandenburg

Potsdam mit 0,5% Aktiven in der Bevölkerung und in

Berlin Wilmersdorf, Zehlendorf mit über 5%.

Nun lässt sich trefflich streiten, ob und welche quantitative

Zielvorgabe für den TVBB angemessen ist. Profis im

Tennis wissen, erfolgreich ist nur der, der Punkt für Punkt

spielt. Punkt für Punkt in unseren Vereinen bedeutet dann

eher, einen attraktiven Ort zu schaffen und zu erhalten,

zu dem die jugendlichen und erwachsenen Tennisspieler

immer wieder gern kommen. Dazu gehören vermutlich

mehr saubere Toiletten, eine schmucke Clubanlage mit

Lust zum Verweilen, Trainer und ein gastronomisches Angebot,

mit dem soziale Kontakte gepflegt werden können

und zunehmend die Möglichkeit, ganzjährig im Verein

Tennis zu spielen.

Der TVBB als ein DTB-Landesverband unterstützt hierbei

seine Vereine, eine zukunftsfähige Infrastruktur zu entwickeln.

Im Landesleistungszentrum etwa können engagierte

Nachwuchstrainer eine umfassende Ausbildung

erhalten, unser Sportbüro organisiert inzwischen über

70.000 Matches (Stand 2024), jährlich wachsend und

reibungslos. Und wenn der Bundespräsident in diesem

Jahr die „hundertjährigen Vereine“ Lichtenrade und Grün-

Weiß Nikolassee mit einer Verdienstmedaille auszeichnet,

und nahezu alle Mitglieder ihre Jubiläen feiern, zeigt sich

die Stärke des Vereins in Deutschland: ihre Mitglieder partizipieren

am sozialen Engagement und gestalten das Vereinsleben;

sie sind nicht nur Kunden, die konsumieren.

Diese Sicht gilt es im TVBB zu fördern, denn „im Verein soll

es am schönsten sein“ und damit langfristig am lebenswertesten.

Klaus-Peter Walter

Präsident des TVBB

matchball | 04 – 2025

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Ç

Inhalt

Ç TITEL

2. Bundesliga Nord der Herren 2025

TC SCC schreibt Geschichte mit Erstligaaufstieg . . . . . . . 4

Ç TOP-EREIGNISSE

35. German Open Wheelchair – Beate Loddenkemper Trophy

Sieben Länder auf dem Open-Siegerpodest – Marcus

Laudan als Quad-Finalist deutsches Highlight . . . . . . . 8

Finale mit 17:

Stepan Ordamskis Premiere auf der ITF-Bühne . . . . . . 11

Berliner Spitzen: Helena Buchwald

Stärke im Team, Ruhe im Spiel . . . . . . . . . . . . 15

Ç

TENNIS NATIONAL

2. Bundesliga Nord der Herren

LTTC „Rot-Weiß“ schrammt knapp am Aufstieg vorbei . . . 18

2. Bundesliga Nord der Herren

TC 1899 Blau-Weiss landet im Mittelfeld . . . . . . . . . 20

2. Bundesliga Nord der Herren

Grün-Weiß Nikolassee: Fulminanter Auftakt sichert

Klassenerhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Rückblick Ostliga und Aufstiegsspiele zur Regionalliga Nordost

Makellose Bilanz in den Herrenkonkurrenzen . . . . . . . 24

Offene Norddeutsche Meisterschaften der Altersklassen 30 – 80 (S2)

Zehn Herren- und vier Damen-Altersklassen kürten ihre

Nordostdeutschen Meister . . . . . . . . . . . . . . 26

Große Spiele der Landesverbände

Wenn Routine zählt: TVBB-Teams bei den Großen Spielen . . 28

Jugend trainiert für Olympia Herbstfinale

Wenn Klassenkameraden zu Helden werden . . . . . . . 29

Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Ç

TVBB SPORT

78. TVBB-Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren

Ein Kaleidoskop der Meister: Seniorentitel bunt verteilt . . . 32

SCC SCHUCKART CONSULTING Senior Open

Vier Titel für den SCC . . . . . . . . . . . . . . . . 35

SCC Open

Akkoyun und Zhu holen sich den Titel . . . . . . . . . 36

71. Friedrichshagen Open

Alte Siegerin, neuer Champion – großes Kino in Köpenick . . 38

Cecilien Open

Der „Frühstücksdirektor“, der Bewegung ins Spiel bringt . . 39

9. Spotrepair M. Süß Open

Zwei in einem war wieder doppelt gut . . . . . . . . . 40

Reinickendorf Open

Tennis, wie es sein sollte: Familienfest und Turnier zugleich . 42

67. Allgemeines Turnier Senioren

Tradition trifft Spitzenleistung . . . . . . . . . . . . 43

10. STK Babolat Open. Senioren-Turnier (S2)

Danke, Peter Stoschek – ein Turnierchef verabschiedet

sich mit Bestnote . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

Foto: Claudio Gärtner-tennisphoto.de, Grafik: Adobe Stock

2

matchball | 04 – 2025


Inhalt

Ç

11. Grunewald Senior Open (S1)

17 Top-10-Akteure und neun Tage Tennis pur. . . . . . . 46

4. Benefit Team Cup

Aufschlag, Einsatz, Engagement – Tennis für die Zverev

Foundation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

2. Berliner Weiß-Rot Cup – Blinden- und

Sehbehindertenturnier – Annette Kröger Trophy

Der Klang des Sieges – Wenn Rasselbälle Geschichten

erzählen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

RoskosMeier BSV‘92 OPEN

Ein Turnier wird zum Klassiker . . . . . . . . . . . . 50

Zwischen Aufschlag und Alltag

33 Fragen an Michael Agwi . . . . . . . . . . . . . 51

TVBB-Jugendverbandsmeisterschaften

Meisterlich im Matsch: Der TVBB-Nachwuchs trotzt

dem Wetter und punktet . . . . . . . . . . . . . . 52

BTTC Junior-Cup

Fair Play und Leidenschaft: Nachwuchstennis beim BTTC . . 55

3. TCL-Juniors-Cup

Neun Titel vergeben: Blau-Weiss siegt dreimal, „Rot-

Weiß” zweimal . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56

Nikolassee Junior-Cup

Nikolassee wird zur Bühne für auswärtige Meister . . . . . 58

8. Neuenhagen Junior Open

Sommer, Sonne, Siegerlächeln: Neuenhagen in Bestform . . 59

7. Blau-Weiss Young Generation Trophy powered by

Albena (J2) Blau-Weiß Trophy Damen/Herren (A5)

Festival der Generationen: Zwei Turniere, ein Tennis-

Feuerwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60

27. Friedrichshagen Junior Open beim TC Orange-Weiß Friedrichshagen

Spannung im Kurpark: Junioren kämpfen um die Pokale . . 62

11. Internationale Spandauer Jugendmeisterschaften

Wo Begeisterung stärker war als jedes Tiefdruckgebiet . . . 63

25. Čujić-Cup

Ein Jubiläum im Zeichen des Sportsgeist . . . . . . . . 64

Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65

TVBB On Tour:

Wo Berlin aufschlägt, wird es spannend . . . . . . . . . 66

Ç

TVBB INTERN

Nachrufe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70

Ç

TENNIS INTERNATIONAL

US-Open 2025

Drama in Flushing Meadows: Alcaraz siegt, Sabalenka

verteidigt, Altmaier beißt . . . . . . . . . . . . . . 72

MSC Hamburg Ladies Open

Von 361 in die Top 50: Boisson schreibt ihre Erfolgsstory . . 74

Davis Cup

Deutschland jubelt – und ein 17-Jähriger schreibt Geschichte 75

Glosse

Ehrenamt – Ehre oder einfach nur … Amt?. . . . . . . . 76

Fotos: Markus Arnold, Jürgen Hasenkopf, Grafik: Adobe Stock

Herausgeber:

Tennis-Verband Berlin-

Brandenburg e. V.

Hüttenweg 45, 14 195 Berlin

Telefon 030 – 89 72 87 30

Telefax 030 – 89 72 87 01

E-Mail: info@tvbb.de

Präsident: Dr. Klaus-Peter Walter

Verantwortlich TVBB: Linda Fritschken

Redaktion:

Claudio Gärtner (Ltg.), Linda

Fritschken, Katrin Brewka

redaktion@matchball-tvbb.de

Beiträge, Wortmeldungen,

Anregungen, Fotos oder

Terminmitteilungen können über

die nachfolgende Webseite an die

Redaktion gesendet werden:

www.matchball-tvbb.de

Produktion, Layout und Satz:

maasgestaltet, Berlin

Anzeigen:

TVBB, Telefon: 030–89 728 730

Vertrieb

TVBB, Telefon: 030–89 728 730

Druck:

Pinguin Druck GmbH

Marienburger Straße 16

10405 Berlin

Tel.: 030 44 32 96 – 50

www.pinguindruck.de

Beiträge:

Claudio Gärtner, Katrin Brewka,

Klaus-Peter Walter, Klaus Weise,

Linda Fritschken, Michael Lingner,

Michael Matthess, Nelli Beder

Fotos:

Claudio Gärtner-tennisphoto.de,

DTB, Andy Frank, Jürgen Hasenkopf,

Mathias Schulz-tennisphoto.de,

Nicola Sophia Trenner, Adobe Stock,

immodium/Shutterstock.com, Harald

Almonat, Markus Arnold, DTB/Justus

Stegemann, ZDF-Mediathek, DTB

matchball 1 – 2026

Redaktionsschluss: 19.01.2026

Anzeigenschluss: 19.01.2026

Auslieferung: Februar (KW 7)

ISSN 2944 – 4217 (Print)

ISSN 2944 – 4225 (Online)

„matchball “, das Tennismagazin des TVBB, erscheint viermal

jährlich in den Monaten Februar, Mai, August und November.

Das Abonnement kostet 15,– € pro Jahr (einschl. MwSt. und

Versand). Bei Nichtbelieferung ohne Verschulden, des durchführenden

Vertriebs oder infolge höherer Gewalt bzw. Störung

des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen

den durchführenden Vetrieb. Für unverlangt eingesandte

Fotos und Manuskripte wird keine Haftung übernommen.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung

des Herausgebers und Quellenangabe.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung

des Autors wieder – diese muss nicht mit der des Herausgebers

und der Redaktion übereinstimmen.

Die Schreibweise in matchball in Deutsch verfasster Texte hält

sich an die aktuellen Empfehlungen des Rats der deutschen

Rechtschreibung. Abweichende Schreibweisen werden nach

Möglichkeit vermieden.

matchball | 04 – 2025

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Ç

Titel

2. Bundesliga Nord der Herren 2025

TC SCC schreibt Geschichte

mit Erstligaaufstieg

4

matchball | 04 – 2025


Titel

Ç

Foto: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

Noch nie schafften es die Herren des TC SCC in die höchste deutsche

Spielklasse aufzusteigen. Diesmal glückte der Coup, und nach den

Damen stehen nun auch die Herren erstmals im Oberhaus, womit

sich nach 25-jähriger Pause wieder ein Berliner Verein mit den

deutschen Topteams messen kann. Zuletzt gelang dies den Herren

des LTTC „Rot-Weiß“ im Jahr 2000.

matchball | 04 – 2025

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Ç

Titel

Das Team 2025

Taktische Ratschläge

während des

Seitenwechsels:

Nikolas Sanchez

Izquierdo

Bereits zum Auftakt gegen den Lokalrivalen TC 1899

Blau-Weiss wurde beim 8:1 ein Ausrufezeichen gesetzt.

Allerdings konnte man diesen klaren Erfolg noch nicht

so richtig einschätzen, da die Gäste von der Waldmeisterstrasse

nicht in Bestbesetzung antraten. Im Spitzenspiel holte der

irische Daviscupspieler Michael Agwi beim 6:3, 7:5 gegen den

Spanier Nikolas Sanchez Izquierdo den einzigen Zähler für

Blau-Weiss. Daniel Masur, der Spanier Imanol Lopez Morillo,

Benito Jaron Sanchez Martinez und Markus Malaszszak

in zwei sowie der US-Amerikaner Patrik Trhac in drei Sätzen

besorgten für den SCC die uneinholbare 5:1-Führung

nach den Einzeln. Am Ende wurden auch die Doppel sicher

gewonnen.

Anschließend gab es einen Dämpfer beim Auswärtsspiel

in Marienburg. Bereits nach den Einzeln lagen die Berliner mit

2:4 im Hintertreffen. An Position eins ließ der Belgier Buvaysar

Gadamauri dem SCCer Nikolas Sanchez Izquierdo beim 6:0, 6:3

keine Chance. Zwei Einzelpunkte holten Imanol Lopez Morillo

und Benito Jaron Sanchez Martinez jeweils in zwei Sätzen. Dramatisch

wurde es in den Doppeln, denn alle drei Partien standen

im Match-Tie-Break 9:9. Federico Bondioli (Italien)/Daniel

Masur und Nikolas Sanchez Izquierdo mit Benito Jaron Sanchez

Martinez glichen jeweils mit 11:9 zum 4:4 aus. Am Ende ging

das dritte Doppel unglücklich mit 13:15 verloren und damit der

Gesamtsieg an die Marienburger. Zur ärgerlichen Niederlage

kam hinzu, dass die Männer von der Waldschulallee in drei Begegnungen

Matchbälle nicht nutzen konnten.

Doch dadurch ließ sich das Team nicht aus der Bahn werfen,

denn zwei Tage später

gab es einen klaren 7:2-Erfolg

gegen den HTC Blau-Weiß Krefeld.

Zwar verlor der Franzose

Antoine Escoffier an Nummer

eins gegen seinen Landsmann

Sascha Gueymard Wayenburg

mit 0:6, 5:7. Dafür sprangen Nikolas

Sanchez Izquierdo, Daniel

Masur, Imanol Lopez Morillo

und Benito Jaron Sanchez

Martinez in die Bresche zur

zwischenzeitlichen 4:2-Führung.

Ohne Satzverlust wurden

dann alle drei Doppel

gewonnen.

Beim Suchsdorfer SV gab es anschließend erheblichen

Widerstand zu brechen. Federico Bondioli rang im Spitzenduell

den Schweden John Hallquist Lithen mit 6:3, 6:7, 10:3 nieder.

Daniel Masur und Benito Jaron Sanchez Martinez glichen zum

3:3 aus. Der vierte Punkt ging auf das Konto von Daniel Masur/

Benito Jaron Sanchez Martinez. Den 5:4-Sieg erkämpften am

Ende der Kanadier Nicaise Muamba und Markus Malaszszak

dank eines 10:7 im Match-Tie-Break.

Wesentlich ruhiger wurde es im Heimspiel gegen Grün-

Weiß Nikolassee. Zwar hatte an Position eins Federico Bondioli

gegen den Usbeken Serge Formin beim 2:6, 6:2, 12:10 alle

Hände voll zu tun. Dafür holten Daniel Masur, Imanol Lopez

Morillo, Benito Jaron Sanchez Martinez und Markus Malaszszak

ihre Punkte zur 5:1-Führung jeweils in zwei Sätzen.

Für Nikolassee war Lukas Maskow erfolgreich. Die Doppel gingen

zum Schluss allesamt an den TC SCC, der damit einen ungefährdeten

8:1-Sieg feiern konnte. Zu diesem Zeitpunkt lagen

die Charlottenburger in der Tabelle einen Platz hinter dem LTTC

„Rot-Weiß“.

Auf der Anlage an der Hundekehle kam es nun zum Gipfeltreffen.

Es entwickelte sich eine packende Auseinandersetzung.

Dabei wurden vier Einzel erst im Match-Tie-Break entschieden.

„Rot-Weiß“-Topspieler Mili Poljicak aus Kroatien setzte sich

gegen Antoine Escoffier knapp mit 4:6, 6:3, 10:6 durch. Robert

Strombachs holte den zweiten Punkt für den Traditionsclub.

Die übrigen Einzel gingen allerdings an den TC SCC. Daniel

Masur und Benito Jaron Sanchez Martinez siegten in zwei

Sätzen und Imanol Lopez Morillo und Markus Malaszszak hatten

am Ende im

Match-Tie-Break

das bessere Ende

für sich. Für die

Entscheidung zum

5:4 für die SCCer

sorgte das Doppel

Daniel Masur/

Benito Jaron Sanchez

Martinez,

die Robert Strombachs

und Timo

Stodder mit 6:4,

Sportwart Herren:

Jens Thron

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

6

matchball | 04 – 2025


Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

6:4 in Schach halten konnten. Die „Rot-Weißen“ Mili Poljicak/

Nino Ehrenschneider und Oriol Roca-Batalla/Alvaro Lopez San

Martin blieben im Match-Tie-Break erfolgreich, was die knappe

Niederlage aber nicht mehr verhindern konnte. Damit waren

die SCCer plötzlich auf Aufstiegskurs Richtung 1. Bundesliga.

Dafür mussten sie „nur“ noch die beiden letzten Partien

gewinnen.

Das Heimspiel gegen den Club an der Alster war allerdings

kein Selbstläufer. Die Gäste drohten zu diesem Zeitpunkt abzusteigen

und mobilisierten nochmal alle Kräfte. Es entwickelte

sich ein ausgeglichener Schlagabtausch. Dabei hatte der an

Nummer eins spielende SCC-Franzose Clement Chidekh beim

6:3, 6:2 gegen den Brasilianer Pedro Sakamoto wenig Mühe.

Deutlich härter mussten Daniel Masur, Benito Jaron Sanchez

Martinez und Markus Malaszszak kämpfen. Alle drei setzten

sich im Match-Tie-Break durch. Den fünften Punkt zur Vorentscheidung

steuerte Imanol Lopez Morillo bei. Daniel Masur

und Benito Jaron Sanchez Martinez schraubten schließlich das

Endergebnis auf 6:3.

Das letzte Spiel beim Oldenburger TeV war ebenfalls kein

Zuckerschlecken. Clement Chidekh musste im Spitzenspiel

hart kämpfen, ehe der 6:3, 3:6,10:8-Erfolg gegen den Briten

Charles Broom feststand. Daniel Masur, Imanol Lopez Morillo

und Benito Jaron Sanchez Martinez brachten ihr Team auf die

Siegerstraße. Den 6:3-Gesamtsieg vollendeten die Doppel Clement

Chidekh/Imanol Lopez Morillo sowie Daniel Masur/Benito

Jaron Sanchez Martinez durch souveräne Zweisatz-Siege.

Parallel leisteten sich in den letzten beiden Spielen die Herren

des LTTC „Rot-Weiß“ zwar ebenfalls keinen Ausrutscher.

Doch in der Endabrechnung lagen bei Punktgleichheit die

SCCer mit vier Matchpunkten vorne und konnten die Sektkorken

zum erstmaligen Aufstieg in die 1. Bundesliga knallen

lassen. „Dass wir aufsteigen ist eine totale Überraschung für

uns. Wir hatten das nie eingeplant. Wir haben immer von Spiel

zu Spiel geschaut und dank des tollen Teamgeistes ist uns der

Coup gelungen“, sagte Mannschaftscoach Jens Thron.

Besonders der Erfolg gegen Aufstiegskandidat Krefeld war

für Thron nicht zu erwarten. Und die einzige Niederlage gegen

den Marienburger SC verlief, nachdem in drei Spielen Matchbälle

vergeben wurden, doch sehr unglücklich. Allerdings war

gegen Ende der Spielzeit in den Partien gegen Club an der Alster

und Oldenburg in Sachen Aufstieg noch alles offen. „Doch

unser Team war dem Druck gewachsen und stabil genug, um

die Aufgaben zu meistern“, freute sich Thron. Zu den überragenden

Akteuren in einer überzeugenden Mannschaft kann

man Benito Jaron Sanchez Martinez mit einer makellosen

16:0-Bilanz in Einzel und Doppel sowie Daniel Masur mit sieben

Einzel- und acht Doppelerfolgen und Imanol Sanchez Martinez

mit sieben Einzelsiegen zählen.

Hinzu kam Clement Chidekh, der an Nummer eins seine

zwei Einzel gewann und damit, wie Thron sagt, „die Kirsche

auf der Torte“ war. Wie es in der 1. Bundesliga weitergehen

soll, ist noch unklar. Denn hier wartet eine große sportliche

Herausforderung auf die SCCer. Dabei ist zu beachten, dass

dann nicht mehr eine Sechser-Mannschaft sondern nur noch

vier Spieler antreten werden. Zunächst einmal wurde intern

diskutiert, ob eine Teilnahme überhaupt sinnvoll ist. Am

Ende waren sich alle einig. „Wir wollen in der 1. Bundesliga

dabei sein und die schwere Aufgabe annehmen. Sowohl die

Vereinsverantwortlichen als auch die Spieler möchten sich

diese einmalige Chance nicht entgehen lassen“, sieht Thron

in die Zukunft. Sicherlich werden die Charlottenburger klarer

Auβenseiter sein. Doch eine derartige Gelegenheit kommt vielleicht

nicht mehr so schnell wieder.

Michael Matthess

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

SCC-Damen rüsten für die 1. Bundesliga auf:

zwei Top-Talente verstärken das Team

Titel

Imanol Lopez Morillo

Wie bereits in matchball 3–2025 berichtet, haben auch die 1. Damen des TC SCC

erstmals in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die 1. Bundesliga geschafft. Nun

setzt der Hauptstadtclub noch einen drauf: Mit Ida Wobker und Sonja Zhenikhova

stoßen zwei der spannendsten deutschen Nachwuchsspielerinnen zum Team.

Die erst 15-jährige Ida Wobker, aktuelle Nummer 700 der Weltrangliste und Mitglied

des Porsche Junior Teams, gilt als eines der größten Talente im deutschen Damentennis.

Ihr kompromissloses, kraftvolles Spiel brachte ihr bereits den ersten ITF-Titel beim W15

in Dublin ein.

Auch Sonja Zhenikhova, 17 Jahre alt und frischgebackene French-Open-Juniorinnen-

Doppelsiegerin, hat eine beeindruckende Saison hinter sich. Nach ihrem Triumph in

Paris gewann sie zudem ihren ersten Profititel in Antalya und steht derzeit auf Platz 830

der WTA-Rangliste.

Mit diesen beiden Neuzugängen ist klar: Der SCC geht bestens gerüstet in seine erste

Bundesligasaison – und Berliner Tennisfans dürfen sich auf einen spannenden Sommer

2026 freuen.

Claudio Gärtner

Ç

Markus Malaszszak

matchball | 04 – 2025

7


Ç

Top

35. German Open Wheelchair – Beate Loddenkemper Trophy – 23. bis 27. Juli 2025

Sieben Länder auf dem Open-Siegerpodest –

Marcus Laudan als Quad-Finalist deutsches Highlight

Auch zeitweiliger Dauerregen konnte die 35. German Open im Rollstuhltennis auf der Anlage der Zehlendorfer Wespen

nicht stoppen. 40 Teilnehmer waren für die Offenen Internationalen Deutschen Tennismeisterschaften im Rollstuhltennis,

kurz: German Open, gemeldet. In sechs Wettbewerben wurden die Sieger ermittelt, 13 Damen, 20 Herren und sieben

Quads, die nach den Einzelkonkurrenzen in jeweils unterschiedlichen Paarungen auch in den Doppeln am Start waren,

ermittelten die Sieger bei dem nach wie vor als eines der bedeutendsten Rollstuhlturniere Europas geltenden Event.

Rolli-Athleten aus 16 Ländern und fünf Kontinenten traten

beim Turnier der UNIQLO Wheelchair Tennis Tour,

Grade 2, im Wettstreit um die Beate Loddenkemper-

Trophy und 22.000,- $ Preisgeld an. Die German Wheelchair

Open, so hieß es in der Presse-Vormeldung „stehen für sportliche

Höchstleistungen, gelebte Inklusion und echte Emotionen“.

Diesem Anspruch versuchte man auch diesmal

gerecht zu werden, obwohl die finanziellen Begleitumstände

nicht einfacher geworden sind. Immerhin

werden die im Jahreswechsel organisatorisch verantwortlichen

beiden Vereine – neben den Zehlendorfer

Wespen der BTTC Grün-Weiss – durch die

80.000,– €-Ausfallbürgschaft des Senats und dem

erstmals präsenten Presenting Partner CHiQ, der am

Turnierort in einem exklusiven Gewinnspiel einen

43-Zoll 4K-UHD-Fernseher verloste, entlastet.

Die sportlichen Leistungen bei den German

Open waren in den sechs Wettbewerben nahezu

durchweg erstklassig. Bei den Herren siegte der

25-jährige topgesetzte Chinese Zhenxu Ji, Nummer

11 der aktuellen Weltrangliste, gegen den Chilenen

Alexander Cataldo, der beim 5:7, 2:6 aus seiner Sicht

vor allem im ersten Satz hartnäckigen Widerstand

leistete, im zweiten Durchgang gegen den Favoriten

aber nachließ. Zuvor hatte Ji auch gegen den Japaner Daisuke

Arai beim 2:6, 6:4, 7:6 und „Oranje“ Maarten ter Hofte beim 7:5,

6:2 zumindest partiell seine Probleme, setzte sich aber beide

Male durch. Die beiden deutschen Vertreter Sven Hiller und

Steffen Sommerfeld, hatten in der Startrunde gegen Arai mit

0:6, 2:6 und Hollands Ter Hofte mit 1:6, 2:6 keine Chance.

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

Zhenxu JI (CHN) – Sieger Herren

8

matchball | 04 – 2025


Top Ç

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Sven Hiller

Steffen Sommerfeld

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

Marcus Laudan – 2. Platz

matchball | 04 – 2025


Ç

Top

Luoyao Guo (CHN)

Katharina Krüger

Bei den Damen sorgte Chinas ungesetzte Luoyao Gao dafür,

dass es einen chinesischen Doppel-Erfolg bei den Open-Einzeln

gab. Die 23-jährige Weltranglisten-39., die im Vorjahr

schon mal auf Platz 13 des Rankings notiert war, setzte sich in

ihrem Auftakt-Einzel mit Mühe gegen Maayan Zikri (Israel) mit

6:7,7:5 und 6:0 durch. Danach folgten souveräne Zwei-Satz-Siege

gegen Charlotte Fairbank (Frankreich) und Mariska Venter

(Südafrika), ehe im Finale auf Augenhöhe nach starkem Beginn

gegen die an Zwei gesetzte 22-jährige Jinte Bos (Niederlande)

nach langem Kampf der 6:1,6:7,6:4-Triumph feststand. Die beiden

Deutschen im 13er-Feld überstanden die Auftaktrunde

nicht, schlugen sich aber achtbar. Lokalmatadorin Katharina

Krüger, schon fünfmal Open-Gewinnerin, verlor gegen die

Französin Zoe Maras mit 3:6, 2:6. Britta Wend (Köln/Bielefeld),

die erst seit 2022 Rollstuhltennis spielt, zeigte gegen Charlotte

Fairbank beim 3:6, 7:6, 2:6 trotz der Niederlage, wie schnell

sie sich in der kurzen Zeit verbessert hat. Im dritten Match

gegeneinander verlor Wend zwar zum dritten Mal, unterstrich

aber mit dem ersten Satzgewinn, dass der Trend weiter aufwärts

zeigte.

Generell war die sportliche Präsenz der deutschen Rollis

mit einer Ausnahme, von der zu sprechen sein wird, eher bescheiden.

„Insgesamt bewegt sich das meiste seit Jahren im

selben Kreis“, sagt Akhem Khan, der bei den Wespen freiberuflich

neben „Fußgängern“ auch Sportler mit körperlicher Beeinträchtigung

trainiert. „Keine Zehn“, antwortet er auf die Frage

„Wie viele?“ und weist auf die extrem schwere Gewinnung von

Nachwuchs und Unterstützung hin. Dass das Turnier anders als

in manch früherem Jahr erst einmal auf sicherem Grund steht,

sieht Turnierchef Martin Melchior immerhin als gutes Zukunftspfand.

„Die Open 2025 fanden auf Top-Niveau statt, die Spiele

hatten ein ansprechendes Level.“

Im dritten Einzelwettbewerb der Open, dem der Quads mit

sieben Teilnehmern, war aus deutscher Sicht das Highlight zu

erleben. „Wespe“ Marcus Laudan warf zunächst den Japaner

Kei Usami mit 6:4, 6:2 aus dem Wettbewerb und schaffte dann

gegen den topgesetzten Brasilianer Ymanitu Silva in drei Sätzen

– 6:3, 0:6, 6:2 – die Überraschung und zog ins Finale ein.

In diesem zog er gegen den an Zwei gesetzten US-Amerikaner

Andrew Bogdanov zwar mit 1:6, 3:6 den Kürzeren, schlug sich

Pauline Deroulde (FRA)

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

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Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

Britta Wend

dabei aber respektabel. Sein Vorfinal-Turnierresümee blieb auf

jeden Fall bestehen: „Ich habe noch nie international irgendwo

in einem Finale gestanden. Das ist mein größter Erfolg und

ich habe das beste Tennis meines Lebens gespielt.“ Für den

Fortgang seiner Tenniskarriere ist er optimistisch: „Ich arbeite

extrem hart und merke, es geht immer weiter voran und bin

sehr froh, dass ich es jetzt auch mental auf den Platz bringe“,

sagt der BWL-Student, dessen Zwillingsbruder und ständiger

Turnierbegleiter und Tennis-Doppelpartner Max(imilian) diesmal

nicht dabei war. Im Quad-Doppel trat Marcus deshalb mit

dem Franzosen Justin Michel an, war aber chancenlos gegen

die beiden Rivalen-Duos Andrew Bogdanov/Ymanitu Silva

als souveräne Sieger und die zweitplatzierten Ali Ataman/Kei

Usami (Türkei/Japan). In den weiteren Doppelkonkurrenzen

siegten Luoyao Guo/Maayan Zikri (China/Israel) bei den

Damen und die Chilenen Alexander Cataldo/Brayan Tapia bei

den Herren. Das deutsche Damen-Duo Katharina Krüger/Britta

Wend verlor nach dem 6:0, 6:0-Auftakt gegen Tolocko/Vasataudze-Gallite

(Litauen/Lettland) in der zweiten Runde gegen

Jinte Bos/Pauline Deroulede (Niederlande/Frankreich) mit 2:6,

1:6. Bei den Herren war das Wespen-Paar Sven Hiller/Steffen

Sommerfeld gegen die Südkoreaner Sung-Bong Han/Ho Won

Im mit 1:6, 0:6 chancenlos.

„Es war wieder einmal Werbung für den Rollstuhltennissport

und wir sind stolz, alle zwei Jahre Ausrichter sein zu dürfen.“

2026 findet das Turnier beim BTTC Grün-Weiss in Lichterfelde

statt. Turnierdirektor Martin Melchior, der ob seines

intensiven Engagements für die German Open der Rollis seine

eigenen Aktivitäten als „Fußgänger“-Tennis-Senioren-Akteur

aus gutem Grund zeitweilig ruhen lassen musste, konnte ein

Fazit mit zufriedenem Lächeln ziehen. „Dank des neuen Sponsors

CHiQ, der Ausfallbürgschaft, der Haupt- und der zahlreichen

ehrenamtlichen Helfer haben wir alles gut über die

Bühne gebracht.“ Geruhsam zurücklehnen gehe nicht. Anderswo

sei die Förderung des Rollstuhltennissports deutlich größer.

Melchior, seit 2016 Turnierleiter, nennt China oder Korea

als Beispiele und sagt: „Das muss hier genauso unterstützt werden,

und schon im Jugendbereich anfangen.“

Klaus Weise

Finale mit 17:

Stepan Ordamskis Premiere

auf der ITF-Bühne

Normalerweise kennt man ihn mit Schläger in der Hand. Doch

in diesem Frühjahr hat Stepan Ordamski einen anderen Weg

eingeschlagen – zumindest nebenbei. Gerade einmal wenige Monate nach

seinem Schiedsrichter-Lehrgang beim TVBB sitzt er auf einmal oben auf

dem Stuhl und hat die Verantwortung über ein ITF-Finale bei den German

Open der Rollstuhlfahrer. Einer der jüngsten Absolventen des Kurses, mitten

im Rampenlicht.

„Eigentlich hat mich meine Mutter für

den Lehrgang angemeldet“, sagt er lachend.

„Aber da wir viel mit Tennis zu

tun haben, fand ich die Idee ziemlich

cool.“ Drei Tage dauerte die Ausbildung,

mit Theorie, Praxis und ersten Einsätzen

– dann kam der Sprung ins kalte Wasser.

Erst kleinere Turniere, dann plötzlich ein

internationales Finale.

Wie sich das anfühlt? „Am Anfang

des Tages wusste ich: Heute wird es anstrengend.

Aber sobald das Match lief,

habe ich nur noch das Spiel und mich

selbst wahrgenommen.“ Nervosität

blendete er einfach aus. Selbst dann,

als es knifflig wurde: „Einmal hätte

ich schneller reagieren und eine Verwarnung

aussprechen sollen. Aber das

sind Dinge, die mit Erfahrung kommen.“

Auf die Frage, ob er Angst hat, dass

ältere Spieler seine Jugend ausnutzen könnten, bleibt Stepan gelassen: „Ich ignoriere

das. Für mich zählt Fairness und Konzentration. Ich versuche, mich auf

das Spiel zu fokussieren, nicht auf das Drumherum.“ Dass ihn schon jetzt Respekt

begleitet, spürte er spätestens beim Finale: aufregend, fordernd, und dann – als

der letzte Ball gespielt war – die große Erleichterung. „Runter vom Stuhl, durchatmen,

Nachbesprechung. Und am Ende meine Mutter, die sagt: ‚Gut gemacht,

mein Kleiner.‘“

Für Stepan ist klar: Er will beides verbinden – Spieler und Schiedsrichter. Eine

Karriere als Profi-Schiedsrichter steht für ihn nicht im Vordergrund, aber die Erfahrungen,

die er sammelt, sind unbezahlbar. „Man muss Mut haben, sich da

oben hinzusetzen. Man hat die entscheidende Stimme auf dem Platz. Alles, was

man sagt, bleibt Tatsache. Das muss man wollen.“

Seine Geschichte ist mehr als ein persönlicher Erfolg. Sie zeigt, dass Schiedsrichterei

nicht nur etwas für Routiniers ist. Gerade junge Menschen können Verantwortung

übernehmen, lernen, unter Druck klare Entscheidungen zu treffen –

und dabei Teil der großen Tenniswelt werden. Stepan Ordamski hat vorgemacht,

wie es geht. Vielleicht folgen ihm bald weitere.

Claudio Gärtner

Wie werde ich Schiedsrichter?

Lehrgänge: Der TVBB bietet regelmäßig Schiedsrichter-Lehrgänge an, meist an Wochenenden.

Theorie, Regelkunde und Praxis wechseln sich ab.

Dauer: In der Regel drei Tage – am Ende steht eine Prüfung.

Einstieg: Erste Einsätze erfolgen bei kleineren Turnieren, später können auch größere Matches

oder internationale Events folgen.

Voraussetzungen: Interesse am Tennis, Konzentrationsfähigkeit und Mut, klare Entscheidungen

zu treffen.

Perspektive: Von Jugend- und Vereinsspielen bis zu großen Turnieren – Schiedsrichter werden

auf allen Ebenen gebraucht.

Mehr Infos gibt es auf der Website des TVBB oder direkt bei der Geschäftsstelle.

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Wheelchair-Impressionen

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

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Berliner Spitzen: Helena Buchwald

Stärke im Team,

Ruhe im Spiel

Der Schläger ist kaum aus der Hand gelegt, da

steht sie schon wieder auf dem Platz. Dieses Mal

an der Seite von Sonja Zhenikhova, ganz spontan

verabredet. So kennt man Helena Buchwald:

flexibel, fokussiert, immer in Bewegung. Hinter

ihr liegt ein Sommer voller Höhepunkte, vor ihr

die nächste Etappe zwischen Bundesliga, College

und großen Träumen.

Text: Katrin Brewka

Fotos: Claudio Gärtner - tennisphoto.de

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Top

Der vergangene Sommer war vollgepackt. Voll mit

Matches, Momenten, Erfolgen. Die Bundesliga-

Saison ist vorbei – und für den TC SCC hätte sie kaum

besser laufen können. Erstmals aufgestiegen, erstmals ganz

oben angekommen. Sieben Spiele, sieben Siege. Helena

mittendrin – mit einer weißen Weste, ungeschlagen, im

Einzel wie im Doppel. Auf sie ist immer Verlass.

„Es war ein neues Team, neue Spielerinnen, daher

waren wir am Anfang erstmal unsicher“, erinnert sie sich.

Doch was nach vorsichtigem Start klingt, entwickelte

sich zur perfekten Spielzeit. „Es war die beste Saison

vom Team her. Wir haben uns mega verstanden.“

Natürlich gab es enge Matches, Momente,

in denen alles kippen konnte. Aber Helena

spielte befreit. Besonders in Berlin, zuhause.

„Ich spiele immer gut, wenn ich die

Unterstützung habe“, sagt sie. Team, Coaches,

Zuschauer – alle tragen sie. „Man

weiß, dass man für mehr spielt und

fühlt sich selbstbewusster.“ Und sie

fügt hinzu: In der 1. Bundesliga will

sie unbedingt wieder aufschlagen.

Ihr Einsatz fürs Team geht über

alles. Bei den Berliner Verbandsmeisterschaften

war Helena eigentlich

an Position eins gesetzt, gab

aber nach einem Spiel auf. Schonung

für den Arm – weil am Wochenende

ein Bundesligaspiel wartete. Diese Prioritäten

sind für sie selbstverständlich. Belohnt

wurden sie und das gesamte Team in Köln: 2:7-Erfolg

gegen den Kölner HTC Blau-Weiss. Aufstieg in die erste

Liga. Passenderweise an ihrem Geburtstag. Die sechsstündige

Rückfahrt nach Berlin? Ein einziges Freudenkonzert. Doppelter

Grund zur Freude.

Dabei war Tennis früher zunächst nur eine Freizeitbeschäftigung

für Helena. Ihre Eltern spielten gelegentlich,

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mieteten sich Plätze – bis ihre Tochter mit sechs

Jahren den Schläger aufhob. „Ich wollte unbedingt

mitmachen“, erzählt Helena. Die ersten

Trainingsstunden beim Grün-Weiß Lankwitz

waren noch spielerisch, doch schon bald wurde

klar: Hier entwickelt sich mehr als ein Hobby.

Aus Spaß wurde Leidenschaft, und aus Leidenschaft

wurde Ehrgeiz. Aus ein-, dann zweimal

Training pro Woche wurde bald ein Platz im

Sichtungskader des Berliner Tennis-Verbands.

Der Weg führte sie über die Zehlendorfer Wespen

schließlich zum TC SCC Berlin, wo sie seit

2018 eine feste Größe ist.

Doch Helena ist nicht das einzige Tennistalent

der Familie Buchwald. Auch Bruder Jan-

Niklas ging seinen Weg. Durch seine Schwester

schnupperte er früh Turnierluft, schaute ihr

zu – und bekam Lust, den Schläger selbst in die

Hand zu nehmen. Heute trainiert er selbst intensiv,

spielt für Grün-Weiß Nikolassee. Während

Helena als sehr trainingsfleißig und diszipliniert

galt, brachte Jan-Niklas viel Talent mit. Früher,

als Kinder, schaukelte es sich regelmäßig hoch.

In der „Ich bin besser als du“-Phase sind beide

mittlerweile nicht mehr. Heute ist daraus gegenseitige

Unterstützung geworden. Beide arbeiten

sehr strukturiert und achten auf ihre Ernährung

– die einzige Ausnahme ist das Schnitzel aus der

Buchwald’schen Jägerstube. Der Ehrgeiz, sagt

Helena, sei bei beiden gleich stark ausgeprägt.

Über die letzten Jahre haben sich bei Helena

viele Erfolge gesammelt. Früh hat sie Titel gewonnen:

Deutsche Meisterin im Doppel in der

U13, gemeinsam mit Julia Zhu. Später wiederholte

sich das Kunststück – diesmal in der U18,

wieder mit Zhu. In derselben Altersklasse wurde

sie Deutsche Vizemeisterin im Einzel.

Doch was für sie bleibt, sind weniger die großen

Pokale, sondern die kleinen Schritte. „Ich

bin stolz auf die letzte Saison“, sagt sie. Wohl

fühlt sie sich auf den Turnieren der ITF Women’s

World Tennis Tour in Leipzig. Da, wo das Umfeld

passt. Da, wo die Wege kürzer sind. Der Traum

ist natürlich groß – eine Profikarriere. Doch sie

weiß, wie schwer das ist, wenn man gleichzeitig

College-Tennis spielt.

Im Sommer 2024 legte Helena ihr Abitur an

der Poelchau-Oberschule ab. Lange hatte sie gezögert,

ob College-Tennis der richtige Weg ist.

„Eigentlich war ich immer dagegen“, gesteht sie.

Viele hätten ihr gesagt: „Wer ins College geht,

beendet seine Karriere.“ Doch Helena dachte

neu, überlegte, was sie nach dem Abitur wollte.

Zahlreiche Nachrichten von Coaches flatterten

ins Postfach. Schließlich, im November 2023,

fiel die Entscheidung: Es geht an die University

of South Carolina. Im August 2024 packte sie

die Koffer.

Offiziell ist sie für einen Bachelor in Business

eingeschrieben, ob es dabei bleibt, ist jedoch

unklar. „Ich weiß noch nicht, ob ich das wirklich

machen will“, sagt sie. South Carolina habe zwar

eine tolle Business School, doch mittlerweile

überlegt sie, ob es nicht etwas Medizinisches

wird. Offenheit statt Festlegung.

Die ersten Wochen in den USA waren allerdings

hart. Die Neue sein, Heimweh spüren. „Die

ersten Wochen wollte ich nur nach Hause“, gesteht

Helena. Hinzu kam eine Verletzung, die sie

früh ausbremste – ein Armbruch im Training. Oft

saß sie am Spielfeldrand, schaute zu. Aber ihr

Umfeld fing sie auf. „Das Team ist deine eigene

Familie.“ Man ging Billard spielen, bowlen oder

lernte gemeinsam. Und dann machte es Klick.

Im zweiten Semester spielte sie an Nummer

fünf und sechs, lernte das amerikanische Tennis

kennen. Laut, extrovertiert, emotional. „Eigentlich

zu viel für mich“, sagt sie und lacht. „Aber es

hilft und pusht.“ Am Ende des Frühjahrs wieder

eine Verletzung, doch pünktlich zurück für die

Bundesliga.

Die Zeit in den USA hat Spuren hinterlassen.

„Es fällt mir viel einfacher, mit Leuten zu reden.“

Die Offenheit der Menschen dort habe abgefärbt,

sagt sie. Auf dem Platz genauso wie daneben.

Früher war Helena die, die schimpfte,

brüllte, fluchte. Heute ist sie ruhiger. Eine Entwicklung,

die sie selbst kaum erklären kann. „Die

Erkenntnis kommt irgendwann von selbst.“

Neben dem Platz ist Helena vielseitig. Sie

kocht und backt gern, probiert neue Cafés

aus, geht mit Freunden aus. Sie liebt Sport in

jeder Form.

Langfristig will Helena den Sprung ins Profitennis

schaffen. Drei Jahre College liegen noch

vor ihr – Zeit, sich weiterzuentwickeln, Erfahrung

zu sammeln. Vor allem möchte sie aber

eines: „Ich will nach dem College einfach nur

Tennis spielen, ich hatte nie Zeit, mich nur auf

Tennis zu konzentrieren.“

Unterstützung gibt es zwar vom TC SCC,

der Anruf vom Deutschen Tennis-Bund ist bis

jetzt aber ausgeblieben. Die Turnierplanung in

Deutschland organisiert sie momentan selbst,

versucht, Reisen kurz zu halten, um Kosten zu

sparen. Sponsorenunterstützung ist begrenzt,

ein Vertrag mit Wilson liefert Schläger und Zubehör,

den Rest muss sie selbst stemmen.

„Manchmal ist es schon ein Puzzle, das alles

unter einen Hut zu kriegen.“

Auch der Sommer in Berlin war vollgepackt:

Training mit ihrem Bruder, hier und da ein paar

Turniere, bevor es Mitte August zurück in die

USA ging. Dort wartet nun eine neue Saison, ein

neuer Coach – und vielleicht schon der nächste

Schritt in Richtung Profi-Tour.

Egal, ob in Berlin oder in South Carolina: Helena

Buchwald ist eine Spielerin, die nicht nur

durch ihre Ergebnisse auffällt, sondern durch die

Art, wie sie an ihre Ziele herangeht – konzentriert,

teamorientiert und mit einer Ruhe, die sie

sich hart erarbeitet hat.

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National

2. Bundesliga Nord der Herren 2025

LTTC „Rot-Weiß“ schrammt

knapp am Aufstieg vorbei

Nino Ehrenschneider

Im letzten Jahr verlief die Saison in der

2. Bundesliga Nord für die Herren des

LTTC „Rot-Weiß“ doch sehr holprig.

Zwischenzeitlich musste sogar in der

Tabelle nach unten geblickt werden.

Diesmal klappte es bedeutend besser.

Damit konnten die „Rot-Weißen“ wieder

an die guten Leistungen der vorherigen

Jahre anknüpfen. Am Ende sprang Rang zwei mit nur

einer Niederlage heraus.

In der ersten Partie wurde auswärts der Marienburger SC

deutlich mit 7:2 bezwungen. Dabei profitierte Robert

Strombachs im Spitzenspiel beim Stand von 6:0 von der

Aufgabe seines belgischen Kontrahenten Buvaysar Gadamauri.

Der Tscheche Hynek Barton, Gabi Adrian Boitan aus Rumänien

sowie Timo Stodder und Nino Ehrenschneider sorgten

mit sicheren Zweisatzsiegen bereits für die Vorentscheidung.

Die Doppel Robert Strombachs/Timo Stodder und Nino Ehrenschneider

und Oliver Olsson buchten die Punkte sechs und sieben.

Damit setzten die Herren vom Gottfried-von-Cramm-Weg

im Gegensatz zum Vorjahr zu einer beeindruckenden Siegesserie

an.

Spannend verlief die Partie beim zum Favoritenkreis zählenden

HTC Blau-Weiß Krefeld. Robert Strombachs untermauerte

seine gute Form mit einem 7:5, 7:5 gegen Krefelds Nummer

eins Sascha Gueymard Wayenburg aus Frankreich. Gabi Adrian

Boitan und der Spanier Alvaro Lopez San Martin blieben ebenfalls

siegreich zum 3:3-Zwischenstand. Am Ende vollendeten

die Doppel Hynek Barton/Alvaro Lopez San Martin und Gabi

Adrian Boitan/Nino Ehrenschneider mit ihren Erfolgen den hart

erkämpften 5:4-Auswärtssieg.

Und auch das folgende Lokalderby gegen den TC 1899 Blau-

Weiss hatte es in sich. Auf der „Rot-Weiß“-Anlage rang Robert

Strombachs im Topspiel den Ukrainer Vitaliy Sachko mit 6:7,

7:6, 10:5 nieder. Das gleiche gelang dem Spanier Oriol Roca Batalla

in einer ebenfalls engen Partie nach Matchballabwehr mit

einem 6:7, 7:5, 12:10 gegen Diego Dedura. Timo Stodder (6:3,

7:5 gegen Ryan Seggerman/USA) und Nino Ehrenschneider

mit einem 6:3, 6:4 gegen Michael Agwi brachten die Gastgeber

mit 4:2 in Führung. Für Blau-Weiss punkteten die Niederländer

Ryan Nijboer und Michiel de Krom. Die Doppel Ryan Nijboer/

Michiel de Krom und Ryan Seggerman mit Michael Agwi holten

zwei weitere Punkte für die Blau-Weissen. Doch im Spitzendoppel

setzten sich die Spanier Oriol Roca-Batalla/Alvaro Lopez

San Martin mit 6:3, 7:6 gegen Vitaliy Sachko/Diego Dedura

durch und erkämpften in der insgesamt fast acht Stunden andauernden

Partie den entscheidenden Zähler zum 5:4-Gesamtsieg

für den LTTC „Rot-Weiß“.

Zwar folgte dann ein 6:3 gegen den Suchsdorfer SV. Doch

wurde diese Begegnung ebenfalls eine ganz harte Nuss. Dabei

setzte sich Robert Strombachs gegen den Schweden John

Hallquist Lithen mit 6:4, 6:4 durch. Und Oriol Roca-Batalla mit

1. Herren des

LTTC „Rot-Weiß“ in der

2. Bundesliga

Herren Nord 2025

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

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Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

einem 11:9 im entscheidenden Match-Tie-Break sowie Alvaro

Lopez San Martin und Timo Stodder sorgten für die 4:2-Führung.

Doch in den Doppeln gingen alle Matches in den Match-

Tie-Break. Am Ende hatten Oriol Roca-Batalla/Alvaro Lopez San

Martin und der Rumäne Nicholas David Ionel mit Nino Ehrenschneider

das bessere Ende für sich zum schwer erkämpften

Gesamterfolg.

Die Siegesserie fand dann auch beim Club an der Alster

seine Fortsetzung. In überzeugender Manier wurden die Hanseaten

mit 7:2 bezwungen. Mili Poljicak glänzte erneut an Position

eins mit einem souveränen 6:4, 6:2 gegen den Brasilianer

Pedro Sakamoto. Oriol Roca-Batalla, Timo Stodder und Nino

Ehrenschneider siegten jeweils in zwei Sätzen. Lediglich Alvaro

Lopez San Martin musste über die volle Distanz gehen,

ehe der Erfolg im Match-Tie-Break feststand. Somit war bereits

nach den Einzeln alles klar. Die Doppel Mili Poljicak/Nino Ehrenschneider

und Robert Strombachs/Timo Stodder buchten noch

zwei weitere Zähler. Aufgrund des schlechten Wetters wurden

zwei Stunden nach dem offiziellen Spielbeginn alle Matches

in die Halle verlegt und der letzte Matchball erst um 23:02 Uhr

verwandelt!

Nach fünf Siegen am Stück gab es dann im Lokalderby

gegen den TC SCC beim 4:5 die erste Niederlage. Doch zu diesem

Zeitpunkt stand noch keineswegs fest, wer von den beiden

Clubs am Ende den ersten Platz belegen würde.

So kämpften die „Rot-Weißen“ gegen den Oldenburger TeV

unverdrossen weiter, um vielleicht doch noch von einem Patzer

der Charlottenburger profitieren zu können. Dabei setzte

sich Robert Strombachs gegen den Oldenburger Spitzenspieler

Alexandre Reco aus Frankreich glatt mit 6:1, 6:1 durch. Alvaro

Lopez San Martin, Timo Stodder und Nino Ehrenschneider holten

drei weitere Punkte zum 4:2-Zwischenstand. Das Doppel

Robert Strombachs/Timo Stodder machte dann in zwei glatten

Sätzen den Sack zum 5:4-Endstand zu.

Die letzte Partie bei Grün-Weiß Nikolassee entpuppte sich

ebenfalls nicht als Spaziergang. Die Gastgeber gingen couragiert

zur Sache und punkteten durch den Polen Szymon Kielan

und Lukas Maskow. Robert Strombachs behielt an Nummer

eins gegen den Polen Jasza Bronislaw Szajrych mit 6:2, 7:5 die

Oberhand. Nino Ehrenschneider in zwei Sätzen sowie Oriol Roca-Batalla

und Timo Stodder im Match-Tie-Break brachten die

Gäste mit 4:2 in

Front. Am Ende

vollendeten Robert

Strombachs/

Oriol Roca-Batalla

und Timo Stodder/Nino

Ehrenschneider

den

6:3-Gesamterfolg.

Für Nikolassee

Robert Strombachs

punkteten noch Maciej Rajski/Lukas Maskow. Da parallel der TC

SCC sich ebenfalls keine Blöße gab, mussten sich die „Rot-Weißen“

mit Platz zwei in der Abschlusstabelle begnügen.

„Natürlich ist es schade, dass es nicht ganz gereicht hat,

denn wir wären gerne aufgestiegen. Trotzdem ist die Saison

gut gelaufen und das Team hat sich sehr gut präsentiert“, meinte

Mannschaftscoach Timo Taplick. Er

trauerte allerdings ein wenig den vergebenen

Matchbällen in zwei Einzeln

gegen den TC SCC nach. Besonders

beeindruckte Taplick die Bilanz von

Robert Strombachs, der an Position

eins alle sechs Einzel gewann und nur

an Nummer zwei einmal den Platz als

Verlierer verließ. Dabei musste Taplick

auf zwei Topspieler verzichten, denn

der ursprünglich aufgebotene Franzose

Valentin Royer als auch Oleksii

Krutykh aus der Ukraine standen

nicht zur Verfügung. „Royer spielte

sich in die Top 100 der Weltrangliste

vor und konnte wegen Turnierverpflichtungen

nicht spielen und Krutykh

fiel aufgrund einer Verletzung

komplett aus“, erklärte Taplick. Ansonsten

wird wohl auch im nächsten

Jahr alles wieder so laufen. „Wir planen keine größeren

Veränderungen. Alles soll möglichst so bleiben wie in dieser

Saison“, sieht Taplick in die Zukunft. Vielleicht lässt sich dann

der diesmal knapp verpasste Aufstieg realisieren.

Michael Matthess

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Timo Stodder

Nicholas David Ionel

Oriol Roca-Batalla

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National

2. Bundesliga Nord der Herren 2025

TC 1899 Blau-Weiss

landet im Mittelfeld

Jonas Pelle Hartenstein

Fünf Siege in acht Spielen. So lautet die Ausbeute der Herren des TC 1899 Blau-Weiss in der diesjährigen

2. Bundesligasaison. Dies reichte wie im Vorjahr zum vierten Schlussrang, womit sich die Blau-Weissen

in großem Abstand zur Abstiegszone befanden. Dabei kamen insgesamt dreizehn Spieler zum Einsatz,

von denen sich sowohl Nachwuchskräfte als auch etablierte Akteure mit der starken Konkurrenz

messen konnten.

Michael Agwi

Allerdings war der Beginn beim TC SCC mit

einer 1:8-Niederlage eher suboptimal. Dafür

gelang mit einer wesentlich stärkeren Mannschaft

beim Oldenburger TeV ein überzeugender 8:1-Erfolg.

Dabei bewies Neuzugang Diego Dedura bei seinem Debüt an

Nummer eins gegen den Slowaken Lukas Pokorny Nervenstärke

und setzte sich mit 5:7, 6:4, 10:7 durch. Die Niederländer

Ryan Nijboer und Michiel de Krom sowie Ryan Seggerman

(USA) und Michael Agwi (Irland) schraubten das Zwischenergebnis

auf 5:1. Am Ende wurden noch alle drei Doppel in

zwei Sätzen gewonnen und damit die ersten wichtigen Punkte

nach Berlin entführt.

Und auch den Marienburger SC, der zwei Tage zuvor dem

späteren Aufsteiger TC SCC die einzige Saisonniederlage beibrachte,

hielten die Blau-Weissen mit 6:3 auf Distanz. In der

engen Begegnung gingen insgesamt fünf Partien in den

Match-Tie-Break. Diego Dedura setzte sich erneut im Spitzenspiel

gegen John Sperle knapp mit 4:6, 6:3, 10:3 durch. Ryan

Seggerman, Michael Agwi und der erstmals aufgebotene Russe

Maxim Zhukov holten die weiteren Punkte. Die Doppel Ryan

Seggerman/Michael Agwi und Jonas Pelle Hartenstein mit

Maxim Zhukov machten den Gesamterfolg perfekt.

Die anschließende knappe 4:5-Niederlage im ewig jungen

Duell mit dem Ortsrivalen LTTC „Rot-Weiß“ verkraftete die

Mannschaft gut und meldete sich mit einem klaren 7:2 über

den Club an der Alster wieder zurück in der Erfolgsspur. Diesmal

schrammte Diego Dedura im Topspiel nach vergebenen

Matchbällen beim 3:6, 6:4, 16:18 gegen Mika Petkovic knapp

am Sieg vorbei. Dafür sprangen Ryan Nijboer, Ryan Seggerman,

Michael Agwi und Jonas Pelle Hartenstein durch ihre Erfolge

zur zwischenzeitlichen 4:2-Führung ein. Dank souveräner

Leistungen in den Doppeln gingen die letzten drei zu

vergebenen Punkte allesamt in zwei Sätzen an die Hausherren

vom Roseneck.

Sehr spannend verlief die Partie beim Suchsdorfer SV, die

am Ende mit 5:4 zugunsten der Blau-Weissen ausging. Zwar

wurden auf den ersten drei Positionen – im Spitzenspiel durch

Vitaliy Sachko aus Russland mit einem 6:4, 6:4 gegen den

Schweden John Hallquist Lithen sowie durch Ryan Nijboer und

den Russen Egor Agafonov – alle Punkte geholt, doch schafften

es die Suchsdorfer, alle übrigen Einzel für sich zu entscheiden.

Das Doppel Vitaliy Sachko/Ryan Nijboer gewann klar und den

umjubelten fünften Punkt erkämpften die Russen Egor Agafonov/Maxim

Zhukov dank eines 10:8 im Match-Tie-Break. Mit erneut

ersatzgeschwächter Mannschaft ging es in das vorletzte

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

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Niclas Braun

Spiel zuhause gegen HTC Blau-Weiß Krefeld. Dabei gab es für

die Blau-Weissen wenig zu holen.

Am Ende stand eine ernüchternde 0:9-Niederlage auf dem

Berichtsbogen. Egor Agafonov konnte im Topspiel gegen den

Italiener Stefano Travaglia nur im zweiten Satz mithalten und

verlor mit 0:6, 5:7. Den einzigen Satzgewinn im Einzel verbuchte

Maxim Zhukov, der dem Spanier Miguel Damas mit 3:6,

6:2, 8:10 unterlag. Das Doppel Egor Agafonov/Maxim Zhukov

holte dann ebenfalls noch einen Satz. Zum Ehrenpunkt reichte

es aber im Match-Tie-Break auch nicht.

zufrieden mit der

Mannschaft:

Karsten Weigelt

Diego Dedura

ließen sich durch den Zwischenstand aber nicht entmutigen

und holten sich alle drei Doppelpunkte.

„Wir wollten in erster Linie die Klasse halten und sind rundum

zufrieden, dass wir dieses Ziel erreicht haben“, sagte Mannschaftscoach

René Heidbrink. Aufgrund wirtschaftlicher Zwänge

konnte nicht immer in Bestbesetzung angetreten werden.

„Aber in den wichtigen Spielen waren wir gut aufgestellt“,

stellte Heidbrink fest. Etwas ärgerlich für ihn war die knappe

4:5-Niederlage gegen den LTTC „Rot-Weiß“, zumal Diego Dedura

in seinem Spiel schon Matchbälle hatte. „Trotzdem hat Diego

eine gute Saison gespielt und sich für sein Alter besonders

mental sehr stabil gezeigt“, lobte Heidbrink den Neuzugang.

Überragend war wieder einmal der Niederländer Ryan Nijboer,

der im Einzel alle fünf Partien gewann und somit auch im

zweiten Jahr bei Blau-Weiss ungeschlagen blieb. Für 2026 sieht

Heidbrink erneut den Klassenverbleib als Priorität. Mit welcher

Mannschaft wird in den nächsten Wochen besprochen und

entschieden.

Michael Matthess

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

In deutlich stärkerer Besetzung gelang zum Saisonausklang

mit dem 6:3 gegen Grün-Weiß Nikolassee ein versöhnlicher Abschluss.

Hier gewannen die Hausherren alle sechs Einzel. Diego

Dedura musste an Nummer eins mal wieder Schwerstarbeit

verrichten beim 6:1, 2:6, 10:4 gegen Maxime Chazal. Und auch

Jonas Pelle Hartenstein ging gegen Fryderyk Lechno-Wasiutynski

über die volle Distanz und siegte mit 10:8 im Match-Tie-

Break. Weniger Mühe hatten Ryan Nijboer, Michiel de Krom,

Michael Agwi und Philipp Maximilian Hübert. Die Nikolasseer

Jonas Pelle Hartenstein

Jan Kirchhoff

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2. Bundesliga Nord der Herren 2025

Grün-Weiß Nikolassee:

Fulminanter Auftakt

sichert Klassenerhalt

Lukas Maskow

Begeisterte

Tennisfans am

Spielfeldrand

Zu Beginn der Saison zählte Aufsteiger Grün-Weiß Nikolassee zu den Clubs, die man eher im Kampf gegen den

Abstieg erwartet hatte. Doch nach den ersten drei Spieltagen war das Abstiegsgespenst schon fast verscheucht

und ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga Nord in greifbarer Nähe.

Zum Auftakt mussten die Nikolasseer nach

Oldenburg. Dabei konnten auf den Positionen

eins bis vier die ausländischen

Gastspieler überzeugen und alle Einzel für sich entscheiden.

Im Spitzenspiel kämpfte der Franzose Maxime

Chazal den Oldenburger Stefan Seifert mit 6:4, 4:6, 10:5 nieder.

Der Usbeke Sergey Formin sowie die beiden Polen Maciej Rajski

und Fryderyk Lechno-Wasiutynski bauten die Führung auf

4:2 aus. Den siegbringenden Punkt zum 5:4-Endstand besorgte

das Doppel Maxime Chazal/Sergey Formin, das in zwei Sätzen

alles klar machte.

Das erste Heimspiel vor stattlicher Kulisse wurde gegen den

Suchsdorfer SV mit 6:3 gewonnen. Dabei überzeugte Neuzugang

Daniel Michalski (Polen), der an Nummer eins dem Briten

Ewen Lumsden beim 6:1, 6:2 keine Chance ließ. Maxime Chazal,

Sergey Formin und Maciej Rajski sicherten die weiteren Punkte

zum 4:2-Zwischenstand. Zwei weitere Zähler gingen auf das

Konto von Daniel Michalski/Maciej Rajski und Maxime Chazal/

Sergey Formin, die jeweils in zwei Sätzen ihre Kontrahenten

distanzierten.

Und zwei Tage später folgte der dritte Streich auf der heimischen

Anlage am Kirchweg dank eines klaren 6:3 gegen

den Club an der Alster. Dabei gingen alle sechs Einzel an die

Hausherren. Daniel Michalski überzeugte erneut im Topspiel

mit einem 7:5, 6:1 gegen den Italiener Alexander Weis. Maxime

Chazal, Sergey Formin, Maciej Rajski und Lukas Maskow

blieben ebenfalls ohne Satzverlust. Lediglich Fryderyk Lechno-Wasiutynski

musste in den Match-Tie-Break, den er mit

10:8 für sich entschied. Einziger Wermutstropfen war der anschließende

Verlust aller drei Doppel. Mit diesen drei Erfolgen

am Stück lagen die Südberliner

zwischenzeitlich sogar an der Spitze der

2. Bundesliga Nord und kamen damit

dem angestrebten Ziel Klassenerhalt ein

großes Stück näher.

Die Siegesserie riss dann beim 2:7 in

Marienburg. Zwar stellte im Spitzenspiel

Maxime Chazal beim 6:1, 6:2 gegen seinen

französischen Landsmann Corentin

Denolly erneut seine Klasse unter Beweis.

Doch lediglich Lukas Maskow konnte

sich mit einem Zweisatz-Sieg einen

weiteren Einzelpunkt sichern. Am Ende

gingen erneut alle drei Doppel verloren.

Diese Niederlage setzte eine Abwärtsspirale

in Gang, denn auch in den anschließenden

vier Partien verließen die

Nikolasseer den Platz als Verlierer.

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

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Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

Dem 1:8 beim TC SCC folgte ein ebenso deutliches 1:8

gegen den HTC Blau-Weiß Krefeld. Im Topspiel unterlag Maxime

Chazal dem Italiener Stefano Travaglia mit 2:6, 3:6. Allerdings

wehrten sich die Südberliner nach Kräften und verloren

zwei Einzel und ein Doppel lediglich knapp im Match-Tie-Break.

Den Ehrenpunkt holten Maciej Rajski/Lukas Maskow durch ein

6:4, 6:7, 10:3 gegen die Italiener Enrico Dalla Valle und Filippo

Romano. Zum Schluss standen noch die beiden Lokalderbys

gegen den TC 1899 Blau-Weiss und den LTTC „Rot-Weiß“ auf

dem Programm, die jeweils mit 3:6-Niederlagen endeten.

„Wir wollten frühzeitig den Abstieg verhindern, was uns mit

dem hervorragenden Start gut gelungen ist. Natürlich konnten

wir uns nach den drei Siegen nicht sicher sein, dass es reichen

würde. Am Ende ist es aber gut gegangen“, bilanzierte Sportvorstand

Tobias Heinemann. Besonders der gelungene Auftakt

in Oldenburg trug wesentlich zum Erfolg bei. „Wir können

mit allen Akteuren zufrieden sein und haben auch dem eigenen

Nachwuchs eine Chance gegeben, sich zu zeigen“, so Heinemann,

den vor allem die gute Zuschauerresonanz und das

starke Interesse der vereinseigenen Jugendlichen gefreut hat.

Als zusätzliches positives Zeichen ist die Tatsache zu sehen,

dass die zweite Herrenmannschaft wenige Wochen später den

Aufstieg in die Ostliga vollziehen konnte. „Damit haben wir

ein willkommenes Sprungbrett für Nachwuchsspieler, die sich

Jasza Bronislaw Szajrych

dann in dieser Spielklasse für die 1. Mannschaft empfehlen

können“, stellt Heinemann zufrieden fest. Von den diesjährigen

Akteuren wussten besonders die beiden Spitzenspieler und

Neuzugänge Daniel Michalski und Maxime Chazal sowie Lukas

Maskow zu überzeugen. Für die nächste Saison soll der Stamm

bleiben. „Wir sehen uns noch nach sinnvoller Ergänzung des

Kaders um und freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr“,

ergänzt Heinemann. Somit konnten die Verantwortlichen

von Grün-Weiβ Nikolassee nicht nur das 100-jährige Vereinsjubiläum,

sondern auch einen gelungenen Einstand in der 2.

Bundesliga feiern.

Michael Matthess

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Gregor Heinemann

Maciej Rajski

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Rückblick Ostliga und Aufstiegsspiele zur Regionalliga Nordost 2025

Makellose Bilanz in den Herrenkonkurrenzen

Im letzten Jahr gelang es den TVBB-Clubs zehn Ostligatitel zu erringen. Diese Zahl konnte um zwei gesteigert werden,

wobei der LTTC „Rot-Weiß”, die Zehlendorfer Wespen und der Hermsdorfer SC jeweils zwei erste Plätze belegten. Dabei

musste in allen Damenwettbewerben nur in einer Gruppe gespielt werden. Anders sah es bei den Herren aus. Hier war

der Andrang bei den Herren 40, 50, 60 und 70 so groß, dass in je zwei Gruppen die Rundenspiele zur Austragung kamen.

2024 wurde die Rekordzahl von vierzehn Mannschaften bei den Herren 40 erreicht. Diesmal stand bei den Herren 60 mit

sechzehn Teams eine neue Rekordmarke auf dem Meldezettel.

Ostliga Herren: BTTC Grün-Weiss trotz Niederlage Erster

Bei den Herren lagen in der acht Mannschaften umfassenden

Liga die ersten vier Clubs dicht beieinander. Am Ende setzte

sich der BTTC Grün-Weiss mit Spitzenspieler Mariano Dedura-Palomero

trotz einer Niederlage mit 6:1-Siegen vor dem

Regionalliga-Absteiger Dahlemer TC, dem Potsdamer TC „Rot-

Weiß” und der zweiten Mannschaft des LTTC „Rot-Weiß” durch,

die gemeinsam auf fünf Siege und zwei Niederlagen kamen.

Rang fünf ging an den TC Frohnau (4:3). Hingegen genügten

dem TC SCC II zwei Erfolge nicht, um den Klassenverbleib

sicherzustellen.

Ungeschlagen mit einer 7:0-Bilanz beendete der LTTC „Rot-

Weiß” die Herren 30-Kategorie. Dahinter folgten der TC Orange-Weiß

Friedrichshagen (5:2), die Zehlendorfer Wespen (4:3)

sowie der BSC Rehberge und der NTC „Die Känguruhs” mit je

drei Siegen. Diese Zahl reichte dem TC „Weiße Bären” Wannsee

nicht, um den Abstieg zu verhindern. Am Ende fehlten in der

Endabrechnung drei Matchpunkte.

Vierzehn Mannschaften nahmen in der Herren 40-Konkurrenz

den Spielbetrieb auf. In Gruppe A blieb der TC 1899 Blau-

Weiss in sechs Partien ungeschlagen. Mit nur einer Niederlage

folgte Blau-Gold Steglitz dahinter. Abgeschlagen hingegen

müssen der Tempelhofer TC (1:5) und der sieglose Treptower

Teufel TC den Gang in die Meisterklasse antreten. In Gruppe

B ließ der Hermsdorfer SC nichts anbrennen und holte sich

Rang eins. Der Berliner SC (4:2) und die Zehlendorfer Wespen

(2:4) belegten Rang drei und fünf. Dagegen reichte dem TC

Friedrichshain ein Sieg nicht für den Ostligaverbleib. Das Finale

um den Ostligatitel entschied dann der TC 1899 Blau-Weiss

gegen Hermsdorf mit 7:2 zu seinen Gunsten.

Der BTTC Grün-Weiss sicherte sich in der Herren 50-Kategorie

in seiner Gruppe ungeschlagen Rang eins. Der Potsdamer

TC „Rot-Weiß” (4:2) und Blau-Gold Steglitz (2:4) landeten

im Mittelfeld. Dem TC Tiergarten mit ebenfalls 2:4-Siegen

wurden die zu wenigen Matchpunkte zum Verhängnis, was

den Abstieg bedeutete. In der anderen Gruppe zeigte sich der

BTC Grün-Gold 1904 (7:0) der Konkurrenz klar überlegen. Die

Zehlendorfer Wespen (5:2) folgten dahinter. Der TC SCC (4:3)

belegte Rang vier. Trotz drei Siegen muss die FVT Heilandsweide

ebenso absteigen wie die sieglosen Männer von Sutos

1917. Das Endspiel gewann der BTC Grün-Gold 1904 gegen den

BTTC Grün-Weiss klar mit 7:2.

Spannend verlief die Spielzeit bei den Herren 55. Hier nahmen

sieben Mannschaften – alle aus dem TVBB - am Spielbetrieb

teil. Am Ende waren gleich drei Teams mit 5:1-Siegen

punktgleich. Grün-Weiß Nikolassee hatte die beste Matchpunkte-Bilanz

und holte sich den Titel. Es folgten der TC Tiergarten

und der TC „Weiße Bären” Wannsee. Der TC Wilmersdorf (3:3)

und der BTC Gropiusstadt (2:4) belegten die weiteren Plätze.

Absteigen müssen die zweite Mannschaft von Grün-Weiß Nikolassee,

die nur ein Spiel gewann, und der sieglose TK Blau-

Gold Steglitz.

Sechzehn Clubs standen bei den Herren 60 im Einsatz. In

Gruppe A blieb der TC SCC ungeschlagen. Mit einer 6:1-Bilanz

kam Sutos 1917 auf Rang zwei. Vor dem Abstieg retten konnte

sich die FVT Klingsor II (3:4). Nicht gereicht hat es am Ende für

den Potsdamer TC „Rot-Weiß” (2:5) und Orange-Weiß Friedrichshagen

(0:7). In Gruppe B gewann der TC Frohnau alle Spiele.

Knapp dahinter landete die SV Reinickendorf (6:1). Mittelplätze

belegten der TC Tiergarten (4:3) und der Grunewald TC (3:4).

Dem TC 1899 Blau-Weiss hingegen reichten zwei Erfolge nicht

um auch im nächsten Jahr in der Ostliga wieder dabei zu sein.

Im Finale siegte der TC SCC mit 6:3 gegen die Frohnauer.

Souverän ging der Titel in der Herren 65-Sechsergruppe an

die ungeschlagenen Zehlendorfer Wespen. Die SV Reinickendorf

(5:1) und der Grunewald TC (4:2) reihten sich dahinter ein.

Auf Rang fünf entging der Steglitzer TK (2:4) dem Abstieg. Diesen

konnte der BSV 92 mit nur einem Sieg nicht verhindern.

Mit deutlich mehr Teilnehmern, nämlich zwölf, wurde bei

den Herren 70 gespielt. In Gruppe A setzte sich der 1.TC Weinböhla

aus Sachsen durch. Sutos 1917, Füchse Berlin Reinickendorf

und der TC Heiligensee kamen auf die Ränge zwei, drei

und fünf. Gruppe B wurde eine sichere Beute für den Hermsdorfer

SC (5:0). Der Grunewald TC sowie der BTC Grün-Gold

1904 belegten den zweiten resp. vierten Platz. Schlusslicht und

Absteiger wurde der LTTC „Rot-Weiß” mit nur einem Unentschieden

auf der Habenseite. Das ausgeglichene Finale ging an

der Hermsdorfer SC, der gegen Weinböhla beim 3:3-Endstand

drei Spiele mehr auf dem Konto hatte.

Schließlich sicherten sich die Herren 75 des Hermsdorfer

SC ungeschlagen den Titel. Die Ränge drei bis sechs belegten

Sutos 1917, Orange-Weiß Friedrichshagen, der VfL Tegel und

der TC SCC.

Ostliga der Damen: LTTC „Rot-Weiß” II

unangefochten an der Spitze

Souverän setzte sich die zweite Damenmannschaft des LTTC

„Rot-Weiß” mit Milena Steinkamp an Nummer eins durch. Sieben

Spiele, sieben Siege lautete am Ende die eindrucksvolle Bilanz.

Mit gehörigem Abstand und je 4:3-Erfolgen folgten die

Berliner Bären auf Platz zwei sowie der Grunewald TC und die

Zehlendorfer Wespen II auf den Rängen vier und fünf. Die drei

Abstiegsplätze belegten am Ende der TC SCC II (3:4), der TK

Blau-Gold Steglitz (2:5) und der sieglose BSV 92.

Für die Damen 30 des SC Brandenburg (4:2) und von Sutos

1917 (3:3) gab es Mittelplätze. Der SV Berliner Brauereien muss

mit lediglich einem Sieg die Klasse verlassen.

Hinter dem ungeschlagenen Leipziger SC kamen bei den

Damen 40 der TC „Weiße Bären” Wannsee (4:2-Siege) sowie der

Potsdamer TC „Rot-Weiß”, der TC Weiß-Rot Neukölln und der TC

Tiergarten mit ausgeglichener Bilanz auf die Folgeränge. Trotz

zwei Siegen reichte es für den BTC Grün-Gold 1904 nicht zum

Klassenverbleib.

Ungefährdet blieben die Damen 50 des TC Frohnau, die alle

sechs Spiele für sich entschieden. Der Zehlendorfer TuS von

1888 (3:3) wurde Dritter. Und Grün-Weiß Nikolassee (2:4) rettete

die Klasse vor dem punktgleichen Absteiger Weiß-Gelb

Lichtenrade, dem am Ende sieben Matchpunkte fehlten. Da der

1. TC Zwickau vor Saisonbeginn seine Mannschaft zurückzog,

blieben bei den Damen 60 lediglich drei Clubs übrig. In einer

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Foto: Claudio Gärtner-tennisphoto.de, Grafik: Adobe Stock

Doppelrunde waren die Zehlendorfer Wespen mit 4:0-Siegen

ohne ernsthafte Konkurrenz.

Aufstiegsspiele zur Regionalliga Nordost: Zwölf

Mannschaften schaffen den Sprung

Bei den Aufstiegsspielen gab es aus TVBB-Sicht gegenüber

dem Vorjahr diesmal eine deutliche Steigerung. In der vergangenen

Saison setzten sich acht Clubs gegen die Konkurrenz

durch. In diesem Jahr stieg die Zahl der Aufsteiger auf zwölf.

Nicht dazu zählt der Ostliga-Herrenmeister BTTC Grün-

Weiss, der der zweiten Mannschaft des Suchsdorfer SV nach

hartem Kampf mit 4:5 unterlag.

Besser erging es den Herren 30 des LTTC „Rot-Weiß” beim

klaren 6:3-Sieg gegen den TC Falkenberg, wobei nach den Einzeln

beim Stand von 6:0 schon alles klar war und die Doppel

kampflos an die Gäste gingen. Der TC Orange-Weiß Friedrichshagen

zog mit 1:5 beim Lehrter TC den Kürzeren.

Ebenfalls ohne Erfolgserlebnis blieben die TVBB-Teilnehmer

im Herren 40-Wettbewerb. Ostligameister TC 1899 Blau-

Weiss scheiterte aufgrund drei verlorener Doppel mit 3:6 am

TSV Duwo 08 aus Hamburg. Und der Hermsdorfer SC musste

beim 1:5 gegen den TTK Sachsenwald die Überlegenheit der

Gastgeber anerkennen.

Die Herren 50 des BTC 1904 Grün-Gold krönten ihre ungeschlagene

Ostligasaison mit einem sicheren 7:2 gegen den

TC Alsterquelle. Vizemeister BTTC Grün-Weiss hingegen musste

beim VfL Kloster Oesede eine 2:7-Niederlage einstecken.

Grund zum Jubeln gab es bei den Herren 55, den sowohl

der TC Grün-Weiß Nikolassee mit einem 7:2 gegen den Klipper

THC Hamburg als auch der TC Tiergarten dank eines 6:3 beim

Hamburger SV spielen im kommenden Jahr in der Regionalliga.

Und auch bei den Herren 60 gingen beide TVBB-Vertreter

als Sieger vom Platz. Meister TC SCC bezwang den THC Blau-

Weiss Bad Oldesloe mit 6:3. Und der TC Frohnau setzte sich mit

dem gleichen Ergebnis beim Harburger TB durch.

Der Konkurrenz klar überlegen erwiesen sich die Herren

65 der Zehlendorfer Wespen und der SV Reinickendorf. Die

Zehlendorfer beherrschten im “Wespennest” den Harburger TB

ebenso klar mit 8:1 wie die Reinickendorfer den Gastgeber TC

SG Holzminden.

Bei den Herren 70 trat lediglich Meister Hermsdorfer SC

gegen den Nordvertreter VfL Emslage an und verlor mit 1:5.

Und bei den Herren 75 nahm kein Club aus unserem Verbandsgebiet

an der Aufstiegsrunde teil.

Im Damenwettbewerb konnte die zweite Mannschaft des

LTTC „Rot-Weiß” dank der Doppelstärke den SV Blankenese mit

7:2 in Schach halten. Nach den Einzeln stand es noch 4:2, doch

in den Doppeln machten die Rot-Weißen mit sicheren Zweisatzsiegen

den Aufstieg perfekt. Die Berliner Bären hingegen

mussten dem Tennisverein Lohne beim 3:6 den Vortritt lassen.

Nichts zu holen war bei den Damen 30. Der SC Brandenburg

scheiterte gegen Victoria Hamburg mit 1:5 und Sutos

1917 unterlag dem TSV Havelse mit 3:6, wobei alle drei Doppel

kampflos an die Spandauerinnen gingen.

Deutlich besser lief es für die Damen 40. Der Potsdamer

TC „Rot-Weiß” rang den TuS Berne mit 5:4 nieder und der TC

“Weiße Bären” Wannsee schaffte den Aufstieg kampflos, da

kein Nordvertreter antrat.

Umgekehrt die Vorzeichen bei den Damen 50. Hier nahm

kein Verein des TVBB an den Aufstiegsspielen teil. Schließlich

stiegen noch die Damen 60 von Ostmeister Zehlendorfer Wespen

ohne Spiel auf, denn keine weitere Mannschaft wollte im

Aufstiegskampf mitwirken.

Fazit

Am Ende der diesjährigen Saison lässt sich feststellen, dass die

Spielzeit in der Ostliga sowie die Aufstiegsspiele zur Regionalliga

Nordost aus TVBB-Sicht sehr erfreulich verliefen. Zwölf

Titel bedeuteten eine Steigerung um zwei erste Plätze gegenüber

2024. Dabei gelang in den Herrenwettbewerben das

Kunststück, alle neun Konkurrenzen zu gewinnen. Der LTTC

„Rot-Weiß”, die Zehlendorfer Wespen und der Hermsdorfer SC

waren mit je zwei Titelgewinnen am erfolgreichsten. Und auch

bei den Aufsteigern in die Regionalliga Nordost konnte die

Zahl von acht im vergangenen Jahr auf diesmal zwölf deutlich

gesteigert werden. Da lediglich acht Clubs die Regionalliga

Nordost verlassen müssen, hat der TVBB seine Präsenz in

dieser Spielklasse für das kommende Jahr wieder ausgebaut.

Damit kann aus Sicht des Tennis-Verbandes Berlin-Brandenburg

ein überaus positives Fazit der abgelaufenen Spielzeit gezogen

werden.

Michael Matthess

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Nicole Thron (TC SCC)

Offene Norddeutsche Meisterschaften der Altersklassen 30 – 80 (S2)

11. bis 19. Juli 2025

Zehn Herren- und vier Damen-

Altersklassen kürten ihre

Nordostdeutschen Meister

Nordostdeutsch – das klingt erst mal wie ein Kompass, der sich nicht entscheiden

kann. Doch wer in dieser Himmelsrichtung Meister werden will, muss nicht

nur Tennis spielen können, sondern auch wissen, wo man hingehört. Beim

traditionsreichen Sutos 1917 im Berliner Nordwesten wurde jedenfalls klar

verteilt: auf dem Platz dominierte der TVBB – und als Gastgeber sowieso. Trotz

Regenschauern, Hallenwechsel und schmal besetzten Damenfeldern lief das

Turnier rund und mit viel Herzblut. Die Offenen Nordostdeutschen präsentierten

sich so als ein Meisterschaftsformat, das mehr ist als eine Himmelsrichtung.

Ergebnisse finden

Sie unter

folgendem QR-Code:

Nordostdeutsch – das klingt im ersten Moment wie

ein Anachronismus. Was denn nun, Nord oder Ost?

Für den Tennis-Akteur heißt es, will er bei den Nordostdeutschen

Meisterschaften der zehn Altersklassen (Damen

30 bis 70, Herren 30 bis 80) teilnehmen, muss er/sie Mitglied

eines Vereins der Landesverbände Niedersachsen/Bremen

(TNB), Hamburg (HAM), Schleswig-Holstein (SLH), Mecklenburg-Vorpommern

(TMV), Sachsen-Anhalt (TSA) und natürlich

Berlin-Brandenburg (TVBB) sein. Die Mehrzahl der antretenden

Wettbewerber kommt in aller Regel aus dem veranstaltenden

Verband. So war es im Vorjahr beim TC an der Schirnau in

Kaltenkirchen (Schleswig-Holstein), wo das Gros der Akteure

aus dem „Moin“-Land oder aus Niedersachsen-Bremen kam.

Und so war es auch in der ersten Juli-Hälfte 2025, als beim

Berliner Club Sutos 1917 e.V. am Rande der Hauptstadt im

Spandauer Norden in Hakenfelde die große Mehrheit der 168

Kai Ehrenschneider (LTTC „Rot-Weiß“ )

und Daniel Dudek (TC SCC )

Gesamtakteure (144 Herren, 24 Damen) für den TVBB zum Racket

griff und nur 16 (davon drei Damen) für die anderen vier an

den Start gingen (TNB – 7/1; HAM – 3/1; SLH – 2/0; TSA – 0/1).

Die Erfolgsverteilung der laut Ausschreibung 16 Titel (zehn

Herren, sechs Damen), von denen aber aufgrund mangelnder

Meldezahlen in einigen Wettbewerben nur 14 ausgespielt wurden,

war entsprechend. Nur zweimal standen Nicht-TVBBer

in den Endspielen, nur einer der beiden topgesetzten Akteure

bei den Herren 30 und 65 schaffte es, die Berlin-Brandenburger

Final-Dominanz zu durchbrechen. Der bei den Herren

65 topgesetzte Bernd Schorer vom Tennis- und Hockeyclub

Neumünster (TV Schleswig-Holstein) untermauerte seine

Favoritenstellung als DTB-Nummer 4 der Altersklasse im mit 14

Teilnehmern gut besetzten Feld (darunter zwei Konkurrenten

aus Niedersachsen/Bremen, TNB, und einer aus Hamburg) trotz

seiner Anreisestrapazen nach Erstrunden-Freilos mit 7:5,7:5

gegen Andreas Bülow (Braunschweiger THC) und dem 7:5,6:0

gegen Olaf Stobbe (FVT Klingsor) im Halbfinale. Im relativ ausgeglichenen

Endspiel gegen Nummer 3 Jörg Spiekerkötter von

den Zehlendorfer Wespen (DTB 18), der im Halbfinale den an

Zwei gesetzten Erwin Skamrahl (Braunschweiger THC, DTB 13),

in den 80ern 400-m-Leichtathlet der Weltklasse, EM- und WM-

Medaillist und Olympiateilnehmer, überraschend deutlich mit

6:1,6:4 geschlagen hatte, fand Schorer meist die effektiveren finalen

Lösungen der Ballwechsel und punktete.

Der zweite „Nicht-TVBBer“, der es ins Finale der „Nordostdeutschen“

schaffte, galt mit dem topgesetzten Sebastian

Lange, Jahrgang 1991, vom TV Salzgitter-Gebhardshagen (DTB

40) im Endspiel der Herren 30 gegen den an Zwei rangierten

Fotos: Nicola Sophia Trenner

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Dominik Haag

(BTC Grün-Gold 1904)

Heide Maaß

(TC 1899 Blau-Weiss)

Fotos: Nicola Sophia Trenner, Grafik: Adobe Stock

zwei Jahre älteren Patrick Haag (BTC Grün-Gold 1904, DTB 20)

trotz dessen besserer DTB-Ranglistenposition nach seinen

Vor-Finalauftritten als Favorit. Lange war mit drei klaren Zwei-

Satz-Siegen ohne Satzverlust (36:7 Spiele) durchs Turnier marschiert,

während sich Haag gegen Yacine Harrak (Füchse Berlin-Reinickendorf),

Nico Combes (BSV 1892) und Reinhard

Lieberenz (SV Reinickendorf) dreimal über den Match-Tie-

Break zum Sieg mühen musste. Auch im Finale war es ähnlich

eng, aber beim 7:5 und 7:6 konnte sich der kämpferisch engagierte

und bestens motivierte Haag den drohenden und erneut

nahen MTB ersparen und die Satzenden jeweils ohne „Nachsitzen“

für sich entscheiden.

Dass alle weiteren Finals an Aktive

des TVBB gingen, war eine gute Antwort

auf das Vorjahres-Championat

zum gleichen Zeitpunkt in Kaltenkirchen

(Schleswig-Holstein), das quasi

ohne TVBB-Beteiligung stattfand. Auch

diesmal waren beileibe nicht alle Top-

Akteure aus der Region dabei, „aber

Teilnehmerzahl und Qualität waren

okay und konnten sich sehen lassen“,

meinte Turnierleiter Marko „Luko“ Lukowicz

(60), seit vielen Jahren engagiertes Sutos-Mitglied und seit

Ende Juni 2025 sozusagen folgerichtig Sportwart und debütierender

Turnierleiter. „Wir sind seit rund anderthalb Jahrzehnten

Gastgeber der stets gut angenommenen und beliebten Sutos

Open und nun auch erstmals der ‚Offenen Nordostdeutschen‘.

Es hat Spaß gemacht, das mit unserem kleinen Mitarbeiter-

Stab zu organisieren. Die waren alle mit dem Herzen dabei.

Da der TVBB auch im kommenden Jahr Gastgeber für das Turnier

sein soll, tun wir hiermit gerne kund: wir sind bereit …“,

so der racketbegeisterte Versicherungskaufmann. Wenn man

ein wenig mehr übers „Innenleben“ von „Luko“ wissen will, ist

ganz bestimmt eine ältere Medienrandnotiz zu seiner breitensportlichen

Tennisaktivität nützlich. Da heißt es über ihn: „Er

sucht die Entscheidung und die Initiative, da wird nicht lange

gefackelt. Ob der Weg ans Netz oder ein Stoppball – jedes Mittel

ist ihm recht, um die Initiative zu ergreifen.“

Dem Gelingen der Offenen Nordostdeutschen tat dies gut.

Trotz zum Teil widriger Umstände mit viel Nässe „von oben“,

dem erzwungenen Umzug von den Sandplätzen draußen in die

Halle und mit der Hilfe vom Nachbarverein lief alles ruhig und

entspannt hat. Am Ende hatte der Wettergott ein Einsehen, die

So lange ich mich bewegen kann,

werde ich Tennis spielen.

Dass ich von meinen drei Matches

eins gewinnen konnte,

ist eine gute Bilanz. “

Carsten Keller, LTTC „Rot-Weiß“,

Jahrgang 1939 – Hockey-Olympiasieger 1972

Sonne schien kräftig, die Temperaturen kletterten ebenso. Die

Sutos-Kantine machte das Ganze per Speis und Trank schmackhaft

– also es gab im Grunde nichts, worüber man meckern

konnte. Da hatte der Sport in den 14 Wettbewerben in den

zehn Herren- und vier Damenkonkurrenzen trotz der Meldezahl-Probleme

in letzteren den besten Anreiz dafür, wie es so

schön „neudeutsch“ heißt, zu liefern. Und das tat er denn auch.

Zehnmal gewann in 14 Konkurrenzen die Setznummer 1 (6 x

Herren, 4 x Damen), sechsmal gab es das finale Duell Eins versus

Zwei, wobei dreimal die Nummer 2 siegte. In den zwei Endspielen

Eins kontra Drei hatte jemals die Eins das bessere Ende,

einmal gewann mit Klaus Richter (BTC

Grün-Gold 1904) in den Gruppenspielen

der 80er ein Ungesetzter. In den vier

Damen-Altersklassen, in denen es nur

zweimal ein klassisches Finale gab und

ansonsten die Gruppenpartien das Ranking

ergaben, lagen mit Franziska Krüger

(D30/Hermsdorfer SC), Nadine Komander

(D40/BSC Süd 05 Brandenburg),

Nicole Thron (D50/TC SCC) und Martina

Parr-Kröger (D60/Zehlendorfer Wespen)

jeweils die Topgesetzten vorn.

Der erfolgreichste TVBB-Verein war nicht unerwartet der TC

SCC um die „Throns“, die mit H55-Champion Jens ebenso ungefährdet

den Titel gewannen, wie Gattin Nicole den der D50.

Jens Thron (DTB 2) fegte in seinen vier Matches inklusive Finale

gegen Thomas Kattenbaum (FVT Heilandsweide, 6:1, 6:0) seine

Konkurrenten ohne Satzverlust mit 48:7 Spielen vom Platz, Nicole

(DTB 8) tat es ihm in vier Gruppenmatches mit 8:0 Sätze

und 48:8 Spielen (wobei sie allein gegen Nicole Meier, Rot-Weiß

Potsdam beim 6:1,6:3 etwas Gegenwehr spürte) nahezu gleich.

Doch die beiden waren nicht die einzigen SCC-Trümpfe. Roman

Tennert bei den 40ern, Alexander Peters (H45) und Michael

Stensch (H60) bauten die Charlottenburger Titelbilanz auf fünf

aus. Auf immerhin dreimal Gold kam der BTC Grün-Gold 1904

mit Patrick Haag (H30), Michael Buttkus (H50) und Klaus Richter

(H80). Zweimal durften sich die Zehlendorfer Wespen (Georg

Reiners/H75; Martina Parr-Kröger/D60) feiern lassen, je einmal

1899 Blau-Weiss (Gerd Hekele/H70), der Hermsdorfer SC (Franziska

Krüger/D30), und der BSC Süd 05 Brandenburg (Nadine

Komander/D40).

Klaus Weise

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TVBB-Team der AK 70

Große Spiele der Landesverbände

Wenn Routine zählt: TVBB-Teams bei den Großen Spielen

Wenn sich Ende August die besten Spielerinnen und Spieler der Landesverbände in den Altersklassen

30 bis 70 treffen, wird Tennis zur reinen Essenz: fünf Matches, volle Intensität, kein

Platz für Ausreden. Die „Großen Spiele“ sind nicht nur Tradition, sondern ein Schaufenster

dafür, wie viel Leidenschaft, Routine und Teamgeist auch jenseits der Profi-Tour auf den Platz

gebracht werden. Und mittendrin: die Teams des TVBB – mit großen Momenten, bitteren

Niederlagen und einem Happy End, das erst nach 16:14 im entscheidenden Mixed feststand.

Es gibt diese Wochenenden, an denen die

Tennisplätze plötzlich aussehen wie ein

Festzelt der Generationen. Keine Future-

Tour, keine U16-Talente – sondern erwachsene

Menschen, die längst wissen, wie man eine

Rückhand nicht nur schlägt, sondern überlebt.

Die „Großen Spiele“ heißen sie offiziell. Ein

Name, der klingt wie ein Kapitel aus der Antike,

tatsächlich aber seit Jahrzehnten die Bühne ist

für die Besten der Landesverbände in den Altersklassen

30 bis 70. Hier wird nicht mehr getestet,

hier wird durchgezogen.

Ein bisschen Tradition schwingt immer

mit. Die Damen spielen zu Ehren von Dr. Poensgen,

dem Düsseldorfer Mäzen, die Herren

in Erinnerung an Carl-August von der Meden,

den ersten DTB-Präsidenten. Zwei ehrwürdige

Namen, die 2006 verheiratet wurden – seitdem

laufen die Wettbewerbe als „Große Meden- und

Poensgen-Spiele“, seit 2022 offiziell als Deutsche

Mannschaftsmeisterschaften der Verbände.

Der Modus ist charmant schlicht: zwei Damen-

Einzel, zwei Herren-Einzel, dazu ein Mixed. Fünf

Matches, die alles entscheiden. Kein Netz für

Ausreden.

Am letzten August-Wochenende war es

wieder soweit. Die Sonne meinte es gut, die

Konkurrenz weniger. Von Baden bis Niederrhein

standen die besten Spielerinnen und Spieler der

Altersklassen auf dem Platz, bereit, ihre Landesverbände

in die A-Gruppe zu führen – oder sie

dort zu halten. Der TVBB war diesmal gleich in

vier Altersklassen in der A-Gruppe vertreten, nur

die 30er mussten in der B-Gruppe antreten, durften

dafür aber zu Hause ran.

AK30: Heimspiel ohne Happy End

Der BTTC Grün-Weiss verwandelte sich in ein

kleines Zentrum der Hoffnung – und der Ernüchterung.

Gleich im Halbfinale wartete Baden,

die wohl härteste Nuss des Turniers. Lena Hebisch

knackte sie noch mit einem Sieg, während

Laura Gersbeck, Julian Heikenfeld und Alonso

Renard umsonst gegen die Routine der Gegner

anrannten. Immerhin rettete das Mixed von

Laura Sell und Heikenfeld den Ehrenpunkt zum

2:3. Aber für den Aufstieg in die A-Gruppe reichte

es nicht. Also: ein weiteres Jahr B-Gruppe.

AK40: Mixed entscheidet den Nerventanz

In Westfalen hatten die 40er ein Rendezvous mit

der harten Realität. Halbfinale gegen Niederrhein

– späterer Deutscher Meister – 2:7. Autsch.

Doch im Spiel um Platz 3 ging es plötzlich um

alles: Klassenerhalt. 4:4 gegen Württemberg,

alle Augen auf das Mixed

Strauchmann/Cuba. 6:4, 7:5. Kein

Tie-Break-Drama, aber ein Triumph

des Nervenstahls. Berlin bleibt oben.

Nelli Beder, Luisa Fleischfresser, Jessica

Strauchmann, Tanja Nettelnstroth,

Timo Fleischfresser, Patrick Haake,

Benjamin Potsch und Thorsten Cuba

hatten geliefert.

AK50: Lehrstunden in Osnabrück

Für das 50er-Team war Osnabrück

kein Ort des Glücks. Gegen

TVBB-Team der AK 40

Württemberg, den späteren Champion, setzte es

im Halbfinale ein 3:6, im Spiel um Platz 3 gegen

Niedersachsen-Bremen folgte die zweite Niederlage.

Abstieg. Bitter, aber ehrlich. Tina Loddenkemper,

Nicole Thron, Antje Köppe, Cornelia Kellner,

Jens Thron, Sascha Plambeck, Christopher

Blömeke und Martin Melchior mussten das Kapitel

mit einem Seufzer schließen.

AK60: Auch hier der freie Fall

Die 60er standen ebenfalls in Niedersachsen,

ebenfalls gegen Württemberg im Halbfinale,

ebenfalls mit dem gleichen Ergebnis: Niederlage

gegen den späteren Meister. Im Spiel um

Platz 3 wieder kein Happy End, sondern ein 3:6

gegen Niedersachsen-Bremen. Auch hier also:

Abstieg. Martina Parr-Kröger, Karin Reinhard, Andrea

Bannert-Drooff, Christine Mallon, Andreas

Blanck, Guido Schulz, Michael Stensch und Andreas

Haiderer kämpften – aber manchmal reicht

selbst der größte Kampfgeist nicht gegen das

Momentum.

AK70: Klassenerhalt in der Verlängerung

Und dann die 70er. Auch sie trafen im Halbfinale

auf den späteren Meister Niederrhein. Niederlage,

klar. Doch das Spiel um den Klassenerhalt

wurde zum Krimi. Mixed, letzter Satz, kein Platz

mehr für Zweifel. 16:14 stand am Ende auf dem

Spielberichtsbogen. Monika Ziegler, Ute Mattausch,

Gudula Eisemann, Norbert Walter, Heinz-

Georg Hoinka, Udo Walczak und Klaus-Peter Walter

jubelten mit einer Erleichterung, die man

förmlich hören konnte.

Fazit: Mehr als Zahlen

Unterm Strich war es ein Wochenende zwischen

Herzschlag und harter Realität. Zwei Teams bleiben

oben, zwei steigen ab, eines bleibt in der

B-Gruppe hängen. Doch wer die Großen Spiele

kennt, weiß: Es geht nicht nur um Tabellenplätze.

Es geht um Geschichten, um Matches,

die man in der Abendsonne noch einmal durchdiskutiert,

und um diesen eigentümlichen Zauber,

wenn Erfahrung und Ehrgeiz sich begegnen.

Berlin war dabei – mit Niederlagen, Siegen und

allem, was dazwischen liegt. Genau das macht

diese Spiele groß.

Claudio Gärtner

Fotos: privat, Grafik: Adobe Stock

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matchball | 04 – 2025


National

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Alle Siegerinnen und Sieger 2025

Jugend trainiert für Olympia Herbstfinale – 22. bis 14. September 2025

Wenn Klassenkameraden zu Helden werden

Wenn Tennisplätze zur großen Bühne werden, wenn Schulmannschaften wie Profis gefeiert werden und wenn

Applaus schon beim Einspielen brandet, dann ist „Jugend trainiert für Olympia“ in der Stadt. Beim Herbstfinale 2025

in Berlin war wieder alles dabei: packende Ballwechsel, jubelnde Teams, Tränen der Enttäuschung – und dieser ganz

eigene Spirit, der aus einem Schulsportwettbewerb ein echtes Festival macht.

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

4. Platz: Hildegard-

Wegscheider-

Gymnasium Berlin

Berlin war im September einmal mehr Bühne für den

größten Schulsportwettbewerb Europas – und beim

Tennisfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ zeigte

sich, wie viel Leidenschaft, Talent und Teamgeist schon in jungen

Jahren auf den Courts steckt. Drei Tage lang kämpften die

besten 32 Schulteams aus allen Bundesländern um Medaillen,

Platzierungen und unvergessliche Momente.

Bei den Mädchen setzten sich am Ende die Favoritinnen

durch: Das Otto-Hahn-Gymnasium aus Ludwigsburg, an Nummer

eins gesetzt, bewies im Finale gegen die Altkönigschule

Kronberg aus Hessen Nervenstärke und spielerische Klasse.

In sehenswerten Matches, die auch bei den zahlreichen Berliner

Clubbesuchern immer wieder Szenenapplaus hervorriefen,

holten sich die Baden-Württembergerinnen die Goldmedaille.

Bronze ging an die Hildegardis-Schule Hagen, die im kleinen Finale

das Gymnasium Ismaning bezwang.

Auch bei den Jungen standen die Finalisten früh fest:

Die Stadtteilschule Alter Teichweg aus Hamburg traf auf das

Englische Institut Heidelberg. Nach zwei Einzel- und zwei

Doppelpartien jubelte die Hansestadt – die Hamburger ließen

sich Gold umhängen und durften verdientermaßen feiern.

Auf Platz drei landete das Gymnasium Rodenkirchen Köln nach

einem stimmungsgeladenen Duell mit dem Berliner Hildegard-

Wegscheider-Gymnasium. Die Partie hatte alles, was ein Schulfinale

braucht: viele Fans, große Emotionen und ein Berliner

Team, das mit Kämpferherz auftrat, am Ende aber knapp das

Nachsehen hatte. Fritz Boberg vom TC 1899 Blau-Weiss stand

dabei besonders im Fokus, konnte die Niederlage im Doppel

aber nicht verhindern. Ein vierter Platz, der trotzdem Respekt

verdient.

Die weiteren Platzierungen zeigten die Breite des Feldes:

Die Evangelische Schule Schönefeld erreichte bei den Jungen

für Brandenburg Rang 13. Bei den Mädchen belegte das

Schadow-Gymnasium Berlin Platz 12, während das Humboldt-

Gymnasium Potsdam positiv überraschte. Nach einem schwachen

Vorjahr kämpften sich die Potsdamerinnen diesmal bis

auf Rang sieben nach vorne – und verpassten Platz fünf nur

hauchdünn.

Die feierliche Siegerehrung fand im kleinen

Stadion des TC 1899 Blau-Weiss statt – ein würdiger

Rahmen für ein Bundesfinale. Dort dankte die

Turnierleitung nicht nur den Berliner Gastgebern,

sondern auch den Betreuerinnen und Betreuern

der Teams sowie natürlich den rund 160 Jugendlichen,

die mit fairen und spannenden Matches

das Turnier geprägt haben.

Krönender Abschluss war wie immer die große

Sportgala in der Max-Schmeling-Halle. Unter tosendem

Applaus erlebten die Athletinnen und

Athleten eine fulminante Show, letzte Ehrungen

und ein Gemeinschaftsgefühl, das man nicht kaufen

kann. Danach hieß es: Heimreise. Und gleichzeitig

Vorfreude, denn schon 2026 lockt wieder

das große Herbstfinale in die Hauptstadt – mit

neuen Geschichten, neuen Gesichtern und demselben

Spirit, der „Jugend trainiert für Olympia“

seit Jahrzehnten so besonders macht.

Claudio Gärtner

matchball | 04 – 2025

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National

Nachrichten

Laura Gersbeck holt Deutschen

Meistertitel im Beach Tennis

Starker Auftritt in Saarbrücken: Die Berlinerin Laura Gersbeck hat gemeinsam

mit Margarete Pelster die Deutschen Meisterschaften im

Damen-Doppel gewonnen. Im Endspiel setzten sich die beiden souverän

mit 6:2, 6:3 gegen Verena und Petra Korn durch.

Für Gersbeck war es ein besonderes Comeback: Nach längerer Pause

kehrte sie eindrucksvoll zurück und bewies an der Seite von Pelster, dass sie weiterhin zu den besten Spielerinnen des Landes

zählt. Auf dem OneBeach Saarbrücken, der in diesem Jahr Schauplatz der nationalen Titelkämpfe war, krönte sie sich so zur Deutschen

Meisterin – ein starkes Signal für das Berliner Beach Tennis.

Neue LK-Berechnung ab Winter 2025/26

Zur Wintersaison 2025/26 führt der Deutsche Tennis Bund ein überarbeitetes System

zur Berechnung der Leistungsklassen (LK) ein. Ziel ist eine realistischere und

transparentere Bewertung der Spielstärke.

Künftig steigen die Punkte bei Siegen gegen ähnlich oder besser eingestufte Gegner

linear an – je stärker der Gegner, desto größer der Gewinn. Zudem lässt sich die

eigene LK-Entwicklung leichter nachvollziehen: Der sogenannte Hürdenwert zeigt,

wie viele Punkte für eine Verbesserung um eine halbe oder ganze LK-Stufe nötig sind.

Mit der Anpassung reagiert der DTB auf zahlreiche Rückmeldungen aus der Spielpraxis

und sorgt für mehr Fairness und Klarheit im Wettkampfsystem

Sabine Lisicki feiert TV-Debüt bei „Alles was zählt“

Neues Terrain für Sabine Lisicki: Die frühere Wimbledon-Finalistin

stand erstmals für die RTL-Daily

Alles was zählt vor der Kamera. In ihrer Gastrolle

spielt sie sich selbst und gibt im Steinkamp-Zentrum

einen Workshop für Nachwuchstalente – inklusive

kleinerer Turbulenzen um die Teilnahme.

Für die 36-Jährige war es das Schauspieldebüt.

„Ich liebe die Herausforderung!“, erklärte Lisicki, die

als Weltrekordhalterin für den schnellsten Aufschlag

auch auf dem Set echte Tennis-Atmosphäre einbrachte.

Ein ungewöhnlicher, aber gelungener Auftritt

– und ein weiteres Kapitel in der vielseitigen Karriere

der Berliner Tennisspielerin.

Richtigstellung

In der letzten Ausgabe von matchball

3-2025 haben wir in der Berichterstattung

zur 2. Bundesliga Nord der Damen beim TC

SCC fälschlicherweise geschrieben, der Verein

sei „zurück in der 1. Bundesliga“. Korrekt

ist: Der TC SCC wird in der kommenden Saison

erstmals in seiner Vereinsgeschichte in

der 1. Bundesliga aufschlagen. Der Fehler ist

in der Redaktion entstanden. Wir bitten den

Verein sowie unsere Leserinnen und Leser

für diese ungenaue Darstellung um Entschuldigung.

DTB launcht „MyPadel“ – neue

Marke für den Padelsport

Mit MyPadel hat der Deutsche

Tennis Bund eine eigene

Marke für die aufstrebende

Sportart geschaffen – samt digitaler

Plattform mypadel.de powered

by CUPRA. Unter dem

neuen Dach bündelt der DTB

künftig alle Aktivitäten rund um

Padel – von Wettkampfformaten

und Trainerfortbildung bis zu

Vereinsberatung und Infrastrukturprojekten.

„Mit MyPadel haben wir ein

neues Zuhause für die wachsende

Community geschaffen“, so

DTB-Vorstand Veronika Rücker. Die Plattform bietet Platzfinder,

Turnierkalender und Trainingsangebote – und macht den Padelsport

in Deutschland sichtbarer, moderner und noch zugänglicher.

Der Deutsche Tennis Bund

trauert um Niki Pilić

Der deutsche Tennissport hat eine seiner prägenden

Figuren verloren: Nikola „Niki“ Pilić ist im Alter von

86 Jahren verstorben. Der gebürtige Kroate führte das

deutsche Davis-Cup-Team zwischen 1987 und 1997 zu

drei historischen Titeln (1988, 1989, 1993) und prägte

damit eine goldene Ära um Boris Becker, Michael Stich

und Co. Auch international blieb er erfolgreich – 2005

führte er Kroatien, 2010 Serbien zum Davis-Cup-Sieg.

DTB-Präsident Dietloff von Arnim würdigte ihn als

„herausragende Persönlichkeit, die das deutsche Tennis

nachhaltig geprägt hat“. Pilić bleibt in Erinnerung als

Spieler, Trainer, Mentor und leidenschaftlicher Architekt echter Teams.

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de, Andy Frank, DTB/Justus Stegemann, Jürgen Hasenkopf, privat

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National

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Fotos: Mathias Schulz-tennisphoto.de, ZDF-Mediathek, DTB, DTB/Justus Stegemann, privat

ZDF-Doku beleuchtet vergessene

Tennisgeschichte der DDR

Wie viel Weltklasse steckte im ostdeutschen Tennis? Die neue

ZDF-Dokumentation „Großes Tennis – Made in East Germany“

geht dieser Frage nach – und erzählt von Talenten, die nie die

Chance bekamen, ihr Potenzial auszuschöpfen. Im Mittelpunkt

steht Thomas Emmrich, 48-facher DDR-Meister und einst Bezwinger

von Ivan Lendl, dem der Weg auf die internationale Bühne

verwehrt blieb.

Weil Tennis im DDR-System als zu elitär galt, blieben Spieler

wie Emmrich und seine Generation weitgehend unbekannt. Die

Doku zeichnet das Bild einer sportbegeisterten Gemeinschaft, die

trotz Mauer und Mangel an Bällen ihrer Leidenschaft treu blieb.

Ein packendes Stück Sportgeschichte – „Großes Tennis – Made

in East Germany“ ist jetzt in der ZDF-Mediathek zu sehen.

Jürgen Hasenkopf feiert 75. Geburtstag

Seit 50 Jahren prägt er das Bild des Tennissports: Jürgen

Hasenkopf, einer der bekanntesten Fotografen der Szene,

hat am 14. August

seinen

75. Geburtstag

gefeiert.

Ob Steffi Graf,

Boris Becker,

Agassi, Sampras

oder die

Big3 – kaum

ein Champion,

dessen Karriere

er nicht mit

seiner Kamera

begleitet hat.

Hasenkopf ist

bis heute auf den Turnieren unterwegs, neugierig, wach und

mit Gespür für den entscheidenden Moment. Dass sich Tennis

und Mode verändert haben, nimmt er mit Gelassenheit – und

mit einem Schmunzeln. Ein Urgestein des Sports, auf dessen

Arbeiten wir im matchball des TVBB immer wieder sehr gerne

zurückgreifen – und dem man nur eines wünschen kann: viele

weitere Jahre voller Bilder, die bleiben.

DTB wächst weiter – über 1,5 Millionen

Tennisbegeisterte in Deutschland

Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat

erstmals seit 2012 wieder die Marke

von 1,5 Millionen Mitgliedern überschritten.

Mit einem Zuwachs von 25.701

Spielerinnen und Spielern wächst der Verband

2025 um 1,72 Prozent – und bleibt

damit einer der größten Sportverbände

Deutschlands.

„Wir wachsen nun das fünfte Jahr in

Folge – Tennis ist die Sportart der Stunde“, freut sich DTB-Präsident Dietloff

von Arnim. Besonders stark ist der Anstieg bei Frauen und Jugendlichen, die

den Sport zunehmend für sich entdecken.

Fast alle Landesverbände verzeichnen Zuwächse – Spitzenreiter ist

Berlin-Brandenburg mit einem Plus von 5,3 Prozent. Der DTB führt das

Wachstum auf engagierte Vereinsarbeit, moderne Strukturen und neue Angebote

wie Padel und Beach Tennis zurück.

Sonja Zhenikhova holt EM-Titel im Doppel

Großer Erfolg für Sonja Zhenikhova:

Die Berlinerin krönte

sich gemeinsam mit Eva Bennemann

zur Europameisterin

im Doppel. Nach ihrem Triumph

bei den Junioren-French-Open

war das Duo auch bei den U18-

Europameisterschaften in Oberpullendorf

nicht zu stoppen. Im

Finale setzten sie sich gegen die

Polinnen Amelia Paszun und Inka

Wawrzkiewicz mit 6:4, 7:6 durch.

Für Zhenikhova ist der Titel ein weiterer Meilenstein in einer Saison, die

schon jetzt Maßstäbe setzt. „Dass Sonja nach Paris auch in Europa ganz oben

steht, ist ein herausragender Erfolg und ein Beweis für ihr großes Potenzial“,

lobte DTB-Vorständin Veronika Rücker.

Das traditionsreiche Turnier brachte bereits Stars wie Martina Hingis

oder Stefanos Tsitsipas hervor – nun reiht sich auch Sonja Zhenikhova in

diese Liste ein.

Boris Becker als „Legende“ geehrt

Jahre nach seinem historischen

40 Wimbledon-Triumph wurde Boris

Becker Ende August beim SPORT BILD-

Award in Hamburg mit dem Ehrenpreis in

der Kategorie „Legende“ ausgezeichnet.

Der 57-Jährige nahm die Ehrung mit sichtlicher

Freude entgegen: „Es fühlt sich gut

an, hier zu sein und diesen Ehrenpreis zu

bekommen. Mich freut es, dass ich heute

Abend respektiert werde.“ Überreicht

wurde ihm die Auszeichnung von Jürgen

Klopp, der sich noch lebhaft an Beckers

Durchbruch erinnert: „Wir hatten damals

alle das Gefühl, wir hätten gewonnen.“ Mit

der Ehrung würdigte die Jury Beckers beispiellosen Einfluss auf den Tennissport

– vom jüngsten Wimbledon-Sieger der Geschichte bis zum weltweiten

Botschafter des Spiels.

matchball | 04 – 2025

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TVBB-Sport

78. TVBB-Meisterschaften der

Seniorinnen und Senioren – 16. bis 23. August 2025

Ein Kaleidoskop der Meister:

Seniorentitel bunt verteilt

Heinz-Georg Hoinka (TC Frohnau)

Spätsommer in Berlin, volle Tribünen am BSV 92, BSC und TC Wilmersdorf –

und mittendrin fast 300 Spielerinnen und Spieler, die bei den 78. TVBB-

Seniorenmeisterschaften um Punkte, Pokale und Prestige kämpften.

Heraus kam ein Turnier, das mit seiner bunten Mischung aus Routiniers,

Überraschungssiegern und Dauerbrennern die ganze Bandbreite des

Seniorentennis zeigte.

So breit gestreut waren die Titelgewinne und die Finalplätze

bei den TVBB-Senioren-Meisterschaften, die ihre

78. Auflage an den gewohnten Turnierorten erlebten,

selten zuvor. Knapp 300 Racket-Senioren

waren am Start. Es wurden 23

Konkurrenzen gespielt – ein pickepackevolles

Tennis-Wochenmenü also,

das mit zwölf Nebenrunden noch umfänglicher

wurde. Trotz einiger kleinerer

wetterbedingter Interrupti hatte

die Turnierleitung alles bestens in

Griff und brachte das Championat

reibungslos, pünktlich, ohne große

Unterbrechungen und trotz der Renovierung

der BSV-Restauration mit

daraus resultierenden baulichen Einschränkungen

wie „geschmiert“ über

die Runden.

Bei den Damen 30 machten vier

Teilnehmerinnen die Plätze unter sich

aus. Katharina Barthel (SC Brandenburg)

hatte nach den Gruppenspielen

mit 3:0 Siegen die beste Bilanz.

Nelli Beder (TC Weiß-Rot Neukölln)

Die 40er Damen, die mit 18 Meldungen die am stärksten

nachgefragte weibliche Altersklasse waren, kürte das Hauptfeld

Nummer 2 Nelli Beder (TC Weiß-Rot Neukölln) im engen

Duell mit Tanja Nettelnstroth (BTTC Grün-Weiss) nach deren

7:6, 7:5 zum zweiten Mal nach 2023 zur neuen Meisterin. Beder,

im TVBB-Präsidium in unterstützend auch als Referentin für

Leistungsklassen/Breitensport und Wettkampfsport Regional

Jugend aktiv, war nach dem Zweikampf auf Augenhöhe „froh,

dass ich in den Schlüsselsituationen die richtigen Antworten

gefunden habe und das Glückspendel zu meinen Gunsten ausschlug“.

Fotos: Markus Arnold, Grafik: Adobe Stock

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matchball | 04 – 2025


TVBB-Sport

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Andrea Bannert-Drooff (LTTC „Rot-Weiß“)

Bei den 50er Damen sorgte Nicole

Thron (TC SCC) dafür, dass

der Familienname auch bei Abwesenheit

des Gatten und Vielfach-

Meisters Jens in der Siegerchronik

der „78.“ auftauchte. In den Gruppenspielen

der vier Teilnehmerinnen verbuchte

sie als Nummer 1 überlegene

drei Siege.

In der 55er Altersklasse mit sieben

Starterinnen in zwei Gruppen

standen sich im Finale die beiden Ersten

nach den Vorrunden gegenüber,

wobei „Wespe“ Tina Loddenkemper

deutlich mit zweimal 6:1 im Zehlendorfer

Duell gegen Antje Köppe

(Zehlendorfer TuS von 1888) dominierte.

Bei den D60 führte kein Weg an

der topgesetzten Andrea Bannert-

Drooff (LTTC „Rot-Weiß”) vorbei, die,

das Endspiel eingeschlossen, vier

klare Zweisatz-Siege landete und nur

im Finale Anke Anna Rosak (Sutos

1917) beim 6:4, 6:2 ein paar Lichtblicke

gönnte.

Die 65er und 70er Altersklassen gingen angesichts jeweils

nur vier Teilnehmerinnen ohne echtes Endspiel nach den

Gruppenspielen in die Wertung und wurden eine „Beute“ der

Dauerbrennerinnen Ariane Lauenburg (Zehlendorfer Wespen)

und Edeltraut Waltke (Grün-Weiß Nikolassee). Lauenburg lag

nach Nichtantreten der gemeldeten Nummer 1 Katrin Dippner

(TC 1899 Blau-Weiss) mit imposanten 3:0 Siegen (6:0 Sätze,

36:2 Spiele!) vorn, Waltke war mit drei Siegen ähnlich souverän.

Bei den 30er Herren trafen sich im Endspiel mit Jan Schmidt

(TC Orange-Weiß Friedrichshagen) und Julian Heikenfeld

(Zehlendorfer Wespen) zwei Ungesetzte, die aber zuvor mit

vier bzw. drei Zweisatz-Siegen auf dem Weg ins Finale überzeugt

hatten. Schmidt, im Vorjahr als Nummer 2 und „Treptower

Teufel“ gleich im Auftaktmatch gescheitert, begann

mit vielen Fehlern und verlor den ersten Satz prompt 3:6, berappelte

sich aber zunehmend und glich mit 7:5 aus. Im Matchtiebreak

war er dann ganz bei sich und dominierte mit 10:4.

„Ich bin happy, dass ich die Partie so in Griff gekriegt habe und

für mich entscheiden konnte. Ich hatte ja auch noch was gut

zu machen aus dem Vorjahr“, freute er sich über den „wirklich

schönen Erfolg“.

Bei den Herren 40 gab es zwar mit dem Endspiel zwischen

Seriensieger Roman Tennert (TC SCC) und Ian Leonhardt (BSV

1892) von der Setzung her ein Favoriten-Duell zwischen den

Nummern 1 und 2, doch der Lokalmatador war für viele, auch

Insider, durchaus noch ein mehr oder minder Unbekannter. Im

Spiel gegen Roman Tennert war er von Beginn an hellwach, gewann

mit starken Vorhand-Volleys, harten, platzierten Grundlinienbällen

und geringerer Fehlerquote als sein Rivale den

ersten Satz mit 6:4. Nachdem er dieses Niveau nicht halten

konnte, glich Tennert mit 7:5 zum 1:1-Spielstand aus. Doch im

Match-Tie-Break war Leonhardt wieder voll da – das 10:4 machte

ihn in der emotionalen Partie zum Meister. Sieben-, achtmal

habe er schon gegen den SCCer gespielt, „jetzt zum ersten Mal

gewonnen“, strahlte er.

Auch bei den 50ern durfte man auf den Finalausgang gespannt

sein, denn mit dem an Zwei gesetzten Timo Pohle (TC

1899 Blau-Weiss) und Nummer 3 Jörgen Aberg (Hermsdorfer

Fotos: Markus Arnold, Grafik: Adobe Stock

Jörgen Aberg

(Hermsdorfer Sportclub 1906)

matchball | 04 – 2025

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TVBB-Sport

Guido Schulz

(LTTC „Rot-Weiß“)

Heiko Paluschka (TC Tiergarten)

Gerd Hekele

(TC 1899 Blau-Weiss)

SC) trafen zwei „Schwergewichte“ der Altersklasse aufeinander.

Der sieggewohnte Schwede ging beim 6:1 im Auftaktsatz mit

einer Tennis-Demonstration zu Werke, doch im zweiten Durchgang

rieb man sich die Augen. Plötzlich gab Pohle den Takt an,

dominierte das Geschehen und glich mit 6:3 zum 1:1-Matchstand

aus. Auch der Matchtiebreak verlief zunächst ausgeglichen,

doch dann holte sich Aberg die wichtigen Winnerbälle

und damit nach 2023 den nächsten TVBB-Meistertitel.

In den weiteren Altersklassen hielten sich Favoriten- und

Außenseitererfolge so ziemlich die Waage. Die größte Überraschung

gelang wohl bei den Herren 55 dem ungesetzten

Heiko Paluschka (TC Tiergarten), der das Endspiel gegen Nummer

8 Ralf Schäfer (Grün-Weiß Nikolassee) mit 7:5, 7:5 für sich

entscheiden konnte.

Die beiden H60-Finalisten zählten zweifellos zu den Dauergegnern

der vergangenen Jahre, wobei Andreas Blanck (FVT

Klingsor) als Topgesetzter, Titelverteidiger und deutsche Nummer

1 seiner Altersklasse auch diesmal der sichere Siegertyp zu

sein schien. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als

man denkt – denn Guido Schulz (LTTC „Rot-Weiß”) zeigte beim

6:2, 6:2-Sieg eine Top-Leistung. „Ich habe in unseren vielen Duellen

auch schon dreimal gegen Andreas gewonnen, aber in

den wichtigen war fast immer er vorn. Diesmal habe ich sehr

präzise gespielt, wenige Fehler gemacht und die richtigen Antworten

gefunden“, kommentierte er und fügte an: „Wenn man

die deutsche Nummer 1 schlägt, darf man auch ein bisschen

stolz sein.“

Auch bei den Herren 65 gab es einen Favoritensturz, denn

der topgesetzte Gabriel Monroy (TC SCC, DTB 6) musste im Finale

dem ungesetzten Joachim Dufner (TC 1899 Blau-Weiss)

mit 5:7, 6:4, 9:11 den Vortritt lassen und vermieste dem SCCer

die Titelverteidigung.

Die 70er Entscheidung fiel zwischen den beiden Top-Senioren

der Altersklasse, Gerd Hekele (TC 1899 Blau-Weiss) und Harald

Krones (Hermsdorfer SC) mit einem klarer als erwarteten

6:4, 6:2 für den Blau-Weissen.

Die beiden Turnierfavoriten standen sich gleichfalls in

der 75er Altersklasse gegenüber. Nummer 2 Georg Reiners

(Zehlendorfer Wespen) hatte etwas überraschend mit 6:2, 6:4

relativ klar gegen den topgesetzten Karl-Heinz Mauß (Eberswalder

TC) die Nase vorn.

Bei den 80ern gewann der ungesetzte Bernt Hoffmann

(Grün-Weiß-Grün Tegel) per Aufgabesieg (6:4, 4:1) gegen Nummer

2 Ulrich Lindau (LTTC „Rot-Weiß”), bei den 85ern nach

Gruppenspielen unter vier Teilnehmern Hans-Jürgen Kretzschmar

(LTTC „Rot-Weiß”) mit 3:0 Siegen.

Die Doppelkonkurrenzen endeten mit Erfolgen für Tanja

Nettelnstroth/Nelli Beder (BTTC Grün-Weiss/Weiß-Rot Neukölln)

bei den Damen 40 – Beder damit einzige zweifache Meisterin

des Championats -, Susanne Pfeiffer/Ariane Lauenburg

(Zehlendorfer Wespen) bei den Damen 60, Bert Schultze/Tomasz

Sliwa (BRC Gropiusstadt) bei den Herren 50, Bernd Harnoß/Julian

Sargent (Grün-Weiß Lankwitz) bei den Herren 70

sowie Viviane Günther/Thomas Reinhold (TC 1899 Blau-Weiss/

FVT Klingsor) im Mixed.

Klaus Weise

Ergebnisse finden Sie unter

folgendem QR-Code:

Fotos: Markus Arnold, Grafik: Adobe Stock

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matchball | 04 – 2025


SCC SCHUCKART CONSULTING

Senior Open – 9. bis 16. August 2025

Vier Titel

für den SCC

Mit den SCC SCHUCKART CONSULTING

Senior Open hat der Tennis-Club

SCC erneut eindrucksvoll bewiesen,

warum er zu den führenden Adressen

im deutschen Seniorentennis gehört.

Das traditionsreiche Turnier, das in

diesem Jahr erstmals unter neuem

Sponsorennamen ausgetragen wurde,

lockte Spielerinnen und Spieler aus

dem gesamten Bundesgebiet an die

Waldschulallee. Als S1-Kategorie-

Turnier mit 3.500,– € Preisgeld

und Sachpreisen gehört es zu den

wichtigsten Stationen im deutschen

Seniorentennis-Kalender – und zugleich

zu den sportlichen Höhepunkten im SCC-

Jahresprogramm.

Jens Thron (TC SCC)

TVBB-Sport

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Erstmals trat das Turnier unter dem neuen Namen SCC

SCHUCKART CONSULTING Senior Open auf. Nach Jahren

unter dem Titel ACCENTRO Senior Open stand das Turnier

2025 erstmals unter neuer Flagge. Der neue Titelsponsor

brachte frischen Wind, die Organisation und Durchführung

lagen wie gewohnt in den bewährten Händen des Vereins.

Als Turnier der Kategorie S1 konnten die Siegerinnen und

Sieger jeweils 1.000 Ranglistenpunkte gewinnen – ein Anreiz,

der zahlreiche erfahrene Seniorenspielerinnen und -spieler aus

ganz Deutschland nach Berlin führte.

Aus sportlicher Sicht war das Turnier für den TC SCC erfolgreich:

In fünf Konkurrenzen erreichten Vereinsmitglieder das Finale,

vier davon konnten sie für sich entscheiden.

In der Herren 40-Konkurrenz trafen die beiden topgesetzten

Spieler aufeinander. (1) Roman Tennert (TC SCC) setzte sich

mit 6:0, 6:2 gegen (2) Marc Senkbeil (MTTC Iphitos München)

durch. Tennert spielte konzentriert und dominierte das Match

von Beginn an.

In der Herren 45-Klasse stand (4) Gabor Steiner (TC SCC) im

Halbfinale, konnte jedoch nicht antreten. Der spätere Sieger

war (2) Björn Maas (SV Reinickendorf).

Ein vereinsinternes Duell gab es in der Herren 55-Konkurrenz:

(1) Jens Thron gewann gegen (2) Christopher Blömeke

mit 7:5, 6:0. Beide Spieler traten für den TC SCC an, sodass der

Titel in jedem Fall in Berlin blieb.

Auch bei den Herren 65 war der TC SCC erfolgreich: Gabriel

Monroy besiegte Joachim Dufner (TC 1899 Blau-Weiss) mit 6:3,

6:3 und holte den dritten Titel für den Verein.

In der Damen 50-Kategorie gewann Nicole Thron (TC SCC)

das Finale gegen Antje Köppe (Zehlendorfer TuS von 1888) mit

6:2, 6:4 – ein weiteres starkes Ergebnis für die Gastgeberinnen.

Die SCC Senior Open sind längst

mehr als nur ein sportliches Turnier.

Sie sind ein fester Bestandteil des Vereinskalenders

und bieten Spielerinnen

und Spielern aus verschiedenen

Altersklassen die Möglichkeit, sich unter

guten Bedingungen zu messen. Gleichzeitig

zeigen sie das Engagement vieler

Mitglieder, die mithelfen, damit ein

reibungsloser Ablauf gewährleistet ist –

von der Turnierleitung über das Schiedsgericht

bis zur Platzpflege.

Mit der diesjährigen Auflage der SCC

SCHUCKART CONSULTING Senior Open

hat der Verein erneut gezeigt, dass er ein verlässlicher Ausrichter

hochklassiger Seniorenturniere ist. Die positive Resonanz

der Teilnehmenden und die sportlichen Erfolge der TC

SCC Mitglieder sind ein gutes Fundament, um das Turnier auch

in Zukunft weiterzuführen – sachlich, sportlich und mit dem

gewohnt klaren Fokus auf das Wesentliche: den Tennissport.

Katrin Brewka

Ergebnisse finden Sie unter

folgendem QR-Code:

Timo Pohle (TC 1899 Blau-Weiss )

und Michael Buttkus

(BTC Grün-Gold 1904)

Fotos: Nicola Sophia Trenner

Franziska Krüger

(Hermsdorfer Sport-Club)

matchball | 04 – 2025

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TVBB-Sport

SCC Open – 11. bis 16. August 2025

Akkoyun und Zhu

holen sich den Titel

Strahlender Sonnenschein, volle Ränge, spannende Matches und am

Ende zwei würdige Sieger: Die diesjährigen SCC Open boten Tennis

auf hohem Niveau – und das in bester Berliner Sommeratmosphäre.

Auf der traditionsreichen Anlage des Sport-Club Charlottenburg

wurden beim DTB-Ranglistenturnier der Kategorie A6 um insgesamt

2.000,- € Preisgeld sowie attraktive Sachpreise gespielt. Offen für alle

Leistungs- und Altersklassen ab 14 Jahren, lockte das Turnier trotz

der Sommerferien ein breit gefächertes Teilnehmerfeld an.

Umut Akkoyun (LTTC „Rot-Weiß“)

Schon in den ersten Tagen zeichnete sich ab, dass das

Turnier einmal mehr fest in SCC-Händen lag – sowohl

organisatorisch als auch sportlich. Das Herrenfeld war

mit zahlreichen Ranglistenspielern gespickt, an Position eins

gesetzt war allerdings Lokalmatador Tristan Wolke, der seiner

Favoritenrolle zunächst souverän gerecht wurde. Fünf Zwei-

Satz-Erfolge brachten ihn ohne größere Probleme bis ins Finale.

Lediglich Vereinskamerad Sohrab Dokmechin zwang

ihn im Achtelfinale in einen Tie-Break – und im Viertelfinale

profitierte er von der Aufgabe von Benjamin Schmidt (TC

Münchberg, BTV) ansonsten war Wolke kaum zu gefährden.

Auf der anderen Seite der Auslosung marschierte die

Nummer drei des Turniers, Umut Akkoyun vom LTTC „Rot-

Weiß“, ebenfalls ohne Satzverlust durch die Runden. Die

Nummer zwei der Setzliste, Tom Just (TC Orange-Weiß Friedrichshagen),

scheiterte überraschend im Viertelfinale an

Kevin Kaldauke vom Kasseler TC Bad Wilhelmshöhe – ein Beleg

für die Tiefe und Ausgeglichenheit des Feldes.

Das Finale zwischen Wolke und Akkoyun hielt, was es

versprach: Zwei technisch versierte, taktisch klug agierende

Spieler lieferten sich ein hochklassiges Duell auf Augenhöhe.

Nach einem umkämpften ersten Satz, den Wolke im

Tie-Break für sich entschied, schlug Akkoyun zurück und glich

mit 6:2 aus. Im entscheidenden Match-Tie-Break entwickelte

sich dann ein Krimi, der die Zuschauer an den Rand der Sitzplätze

brachte. Schließlich verwandelte Akkoyun den Matchball

zum 6:7, 6:2, 13:11 und sicherte sich damit nicht nur den

Turniersieg, sondern auch 263 wertvolle Ranglistenpunkte.

Tristan Wolke (TC SCC)

Fotos: Nicola Sophia Trenner

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matchball | 04 – 2025


Julia Zhu (TC SCC)

Auch im Damenfeld kam es zu

einem erwarteten, aber nicht minder

spannenden Endspiel: Die beiden

Topgesetzten Helena Buchwald und

Julia Zhu – beide Teamkolleginnen

im SCC – trafen im Finale aufeinander.

Bis dahin hatte sich Julia Zhu in

beeindruckender Manier durch das

Turnier gespielt. Nach einem Freilos

in Runde eins ließ sie ihren Gegnerinnen

keine Chance: Anastasia Rutz,

(Hermsdorfer SC), Vanessa Reinicke

(LTTC „Rot-Weiß“) und Valeria Ifodi

(Potsdamer TC „Rot-Weiß“) hatten jeweils

klar das Nachsehen, ehe Hannah

Pieper (Großflottbeker THGC) im

Halbfinale nicht antreten konnte. Bemerkenswert:

Zhu gab bis zum Finale

kein einziges Spiel ab – ein Zeichen

ihrer derzeitigen Topform.

Im Endspiel jedoch wartete mit

Helena Buchwald eine Gegnerin, die

ebenfalls souverän durch das Turnier

marschiert war. Das Finale entwickelte

sich zu einem sehenswerten

Duell zweier vertrauter Spielerinnen,

die sich aus dem Training bestens

kennen. Zhu begann druckvoll

und zwang Buchwald immer wieder

zu Fehlern. Mit präzisem Grundlinientennis

und sicheren Returns dominierte

sie die Partie und setzte sich

am Ende klar mit 6:3, 6:2 durch. Bemerkenswert:

Zhu gab damit im gesamten

Turnierverlauf lediglich fünf

Spiele ab.

Die SCC Open haben sich längst

als fester Bestandteil im Berliner Turnierkalender etabliert.

Jahr für Jahr zieht das Event ambitionierte Nachwuchstalente

ebenso an wie erfahrene Ranglistenspieler. Die Mischung

aus sportlichem Anspruch, professioneller Organisation und

sommerlichem Flair macht den besonderen Reiz des Turniers

aus.

Auch 2025 zeigte sich wieder: Der SCC versteht es, Tennis

auf hohem Niveau in einem angenehmen Umfeld zu präsentieren.

Mit großem ehrenamtlichem Engagement, reibungsloser

Turnierführung und fairen Matches boten die SCC Open

einmal mehr beste Bedingungen für Spielerinnen, Spieler

und Publikum – und fanden mit Umut Akkoyun und Julia Zhu

zwei verdiente Sieger und Siegerin.

Katrin Brewka

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

TVBB-Sport

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Fotos: Nicola Sophia Trenner

Helena Buchwald (TC SCC)

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TVBB-Sport

71. Friedrichshagen Open – 24. bis 27. Juli 2025

Alte Siegerin, neuer Champion –

großes Kino in Köpenick

Friedrich der Große hätte seine Freude gehabt: In Friedrichshagen

wurde auch 2025 wieder Tennis-Geschichte geschrieben – mit

Herz, Hitze und Hingabe. Die 71. Auflage der Friedrichshagen

Open brachte neue Namen auf den Thron, doch auch

Vertrautes blitzte auf: Nadja Meier sicherte sich ihren dritten

Titel mit kühlem Kopf, Patrick Fleischhauer feierte seine

Premiere mit starker Präsenz. Regen kam, Sonne siegte – und

das Organisationsteam um TC Orange-Weiß sorgte für ein rundum

königliches Turnierflair. Ein Wochenende, wie es traditionsreicher

kaum sein könnte – und dabei so lebendig wie eh und je.

Fridericus Rex stand quasi Pate bei der

Krönung der neuen (Tennis)Könige von

Friedrichshagen, die für ein Jahr die

Regentschaft der Open der Damen und Herren

übernahmen. Das Turnier im Berlin-Köpenicker

Ortsteil fand Ende Juli 2025 zum 71. Mal statt.

Es gab in der Geschichte zwar diverse Unterbrechungen

– aber es war bis heute, schöne

neudeutsche Worterfindung, unbankrottbar!

Insgesamt 5.150,- € Preisgeld waren ausgelobt

für die Wettbewerbe der Kategorien A4. Die

Titelgewiner des Vorjahres Julia Zhu (SCC) und

Yannic Nittmann (RTHC Bayer Leverkusen)

waren diesmal nicht am Start, es mussten also

neue Sieger gefunden werden.

Bei den Damen war die Triumphatorin freilich

eine bei Orange-Weiß gute Bekannte, denn

Nadja Meier (Potsdamer TC „Rot-Weiß”) war

schon als 16-jährige 2017 dabei. 2022 und 2023

gewann sie das Turnier, nun ließ sie als Nummer

2 des Settings den dritten Erfolg gegen die topgesetzte

Helen Buchwald (TC SCC) mit einem

deutlicher als erwarteten 6:4 und 6:3 im Finale

folgen.

Meier und die vier Jahre jüngere Buchwald

hatten sich problemlos ohne Satzverlust

Nadja Meier

(Potsdamer TC „Rot-Weiß“)

durchgespielt. Das Finale verlief

anfangs ausgeglichen,

doch dann stieg die Fehlerquote

der SCCerin , die den

ersten Satz mit 4:6 abgab und

auch im zweiten keine Trendwende

schaffte. Dort lief es

ähnlich wie im ersten Durchgang,

nach dem 3:3 gelang

Buchwald kein Spielgewinn

mehr, sie verlor 3:6. Nach

oft langen Ballwechseln, die

häufig über Einstand liefen,

machte sie die Fehler, schlug

die Bälle zu lang oder knapp

ins Aus. Nadja Meierwar ruhiger,

fokussierter und gewann verdient.

Bei den Herren gewann mit „Wespe“ Patrick

Fleischhauer einer, der nach eigener Aussage

„schon oft hier in Friedrichshagen dabei

war, aber nie ganz vorne mitgemischt hat“.

Diesmal war der 25-jährige an Nummer 1 gerankt

und setzte diese Position, die ja auch Anspruch

ist, mit starken Auftritten um. In seinen

fünf Matches inklusive Finale kam er nur einmal

in echte Schwierigkeiten, als er im Halbfinale

gegen Nummer 3 Fynn

Sieckmann (TC Blau-Weiss

Patrick Fleischhauer

(Zehlendorfer Wespen)

Dresden-Blasewitz) beim

6:3, 4:6, 7:5 an die Grenzen

gehen musste und wankte,

aber nicht fiel. Auch sein

Endspielgegner Tim Loosen

(TC Grün-Gold Bensberg)

hatte in der Vorschlussrunde,

die wie das Finale am selben

(Sonn)Tag nur wenige Stunden

zuvor ausgetragen worden

war, bei warmen Temperaturen

Ende 20 Grad ein

Dreisatz-Spiel gegen Lokalmatador

Marcus Smith (TC

Orange-Weiß Friedrichshagen) bestreiten müssen

und dieses mit 6:7, 6:3, 6:2 gewonnen. Dabei

aber hatte er offenbar mehr Kräfte gelassen als

Fleischhauer, der den ersten Finalsatz mit 6:0

gewann und auch im zweiten beim 6:4 die entscheidenden

Akzente setzte. Die Freude des examinierten

Physiotherapeuten war offensichtlich.

„Das hat hingehauen! Da haben Körper und

Geist sehr gut zusammengearbeitet“, kommentierte

er kurz und bündig seinen Auftritt.

Ein Zitat, das man in ähnlicher Weise auch

für die Turnierorganisatoren vom TC Orange-Weiß

übernehmen konnte. Klubchef Olaf

Zachrau, Jugendsportwart Tim Fritzges als

„Hauptmacher“, seine Frau Barbara (Leiterin

Öffentlichkeitsarbeit bei OW) und Daniel Kröber

(Trainer und Technischer Leiter bei OW)

brachten als Turnierausschuss alles bestens

über die Bühne, überstanden auch das Regen-

Intermezzo zu Turnierbeginn und strahlten

bei eitel Sonnenschein über das gelungene

Open-Ende, für das allen Dabeigewesenen inklusive

Zuschauer auch noch ein Glas Sekt spendiert

wurde.

Klaus Weise

Fotos: Harald Almonat

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TVBB-Sport

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Cecilien Open – 20. bis 24. August 2025

Der „Frühstücksdirektor“,

der Bewegung ins Spiel bringt

Nadine Komander

(Potsdamer TC „Rot-Weiß“)

Fotos: Nicola Sophia Trenner, Grafik: Adobe Stock

Wenn auf der Anlage des Potsdamer Tennisclubs „Rot-

Weiß“ im Spätsommer die Cecilien Open stattfinden, dann

bedeutet das für viele Seniorenspieler: Wiedersehen,

Wettkampf, Leidenschaft – und in diesem Jahr auch

einen Neuanfang. Zum ersten Mal stand Harald „Harry“

Heidecke als Turnierdirektor an der Spitze des beliebten S5-

Ranglistenturniers. Und eines war schnell klar: Er bringt

Bewegung ins Spiel.

Heidecke, der in der Tenniswelt längst kein Unbekannter

ist, hat die Verantwortung für das Turnier

aus einem einfachen Grund übernommen: „Mir haben

einige Dinge in der Vergangenheit nicht gefallen“, sagt er offen.

„Da gab es eine Situation, und ich dachte mir: Das kann man

besser machen.“ Gesagt, getan – und so übernahm er nicht nur

die Cecilien Open, sondern auch die eine Woche später folgenden

Sanssouci Open. Sein Ziel: mehr Teilnehmer, höhere Spielklassen,

langfristige Entwicklung.

Dass die Cecilien Open in diesem Jahr von S4 auf S5 herabgestuft

wurden, war kein leichter Startpunkt. Zudem fanden

parallel die Verbandsmeisterschaften und die Babolat Open

statt – eine harte Konkurrenz im Terminkalender. Doch Heidecke

nahm die Herausforderung sportlich: „Man muss das langfristig

sehen. Wir wollen das Turnier mittel- und langfristig wieder

nach oben bringen – vielleicht nächstes Jahr sogar als Teil

der DUNLOP Senior Tour.“ Das ist eine bundesweite Turnierserie

mit 20 Qualifikationsturnieren, die seit 2005 ausgetragen wird.

Und das Echo der Teilnehmer gibt ihm recht. Die Spieler lobten

die Organisation und die herzliche Atmosphäre, viele suchten

auch nach ihrem letzten Match noch das Gespräch mit Heidecke.

„Das ist das Schönste“, sagt er mit einem Lächeln. „Wenn

die Leute nach dem Spiel zu mir kommen und sich bedanken –

genau deswegen macht man das.“

Heidecke selbst nimmt sich dabei mit typisch trockenem

Humor zurück. „Ich bin ja nur der Frühstücksdirektor“, scherzt

er. „Die eigentliche Arbeit machen andere – vor allem unser

Oberschiedsrichter André Knobloch.“ Keine Wartezeiten,

reibungslose Abläufe, kurze Wege. „So wünscht man sich ein

Turnier“, meinte ein Teilnehmer augenzwinkernd.

Auch sportlich konnten die Cecilien Open überzeugen:

Zehn Mitglieder des gastgebenden Potsdamer TC „Rot-Weiß“

traten an – so viele wie nie zuvor. Gleich in drei Konkurrenzen

gingen die Titel an Potsdamer Spielerinnen und Spieler.

In der Damen 40-Konkurrenz setzte sich Nadine Komander

durch. Sie gilt als Aushängeschild des Clubs und ist aktuell

die bestplatzierte Potsdamerin auf der Rangliste. „Das Feld

war stark besetzt, man spielt viele gute

Matches – genau das macht Spaß“, sagte

sie nach ihrem Sieg. Bei den Herren 50

triumphierte Stefan Pinkernell, und in

der Herren 55 sicherte sich Thomas Vass

den Titel.

Am Ende sind es nicht nur die sportlichen

Ergebnisse, die hängen blieben,

sondern das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft

zu sein. „Viele Spieler sieht man

nur zwei- oder dreimal im Jahr“, erzählt

Heidecke. „Da nutzt man die Zeit, um zu

plaudern, Erfahrungen auszutauschen –

das gehört einfach dazu.“

Und so endeten die Cecilien Open

2025 mit zufriedenen Gesichtern, Lob

von allen Seiten – und der Gewissheit,

dass mit Harald Heidecke ein Turnierdirektor

am Werk ist, der nicht nur organisiert,

sondern lebt, was er tut.

Wenn alles so weiterläuft, könnte das traditionsreiche Potsdamer

Turnier schon im nächsten Jahr wieder eine Kategorie

höher eingestuft werden. Die Chancen stehen gut – nicht zuletzt,

weil der „Frühstücksdirektor“ längst bewiesen hat, dass er

mehr als nur Brötchen serviert.

Katrin Brewka

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Ihno Gebhardt

(SV Reinickendorf)

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9. Spotrepair M. Süß Open – 3. bis 10. August 2025

Zwei in einem war wieder doppelt gut

Zwei Turniere, ein Name – und wieder einmal ein sportliches Fest mit Berliner Herz und Brandenburger Handschlag.

Bei den 9. Spotrepair M. Süß Open wurde auf der Anlage des SV Reinickendorf 1896 nicht nur um Punkte und Preisgeld,

sondern auch um Ehre, Durchhaltewillen und den perfekten Ballwechsel gespielt. Zwischen Mixed, Damen- und

Herren-Feldern sowie hitzigen Seniorenduellen glänzte das Turnier mit allem, was Tennisfans lieben: große Namen,

überraschende Wendungen und emotionale Finals. Dabei waren die Matches teils so eng, dass der Sieger erst im letzten

Ballwechsel feststand – oder eben doch nicht, wie im tragischen Fall einer verletzungsbedingten Aufgabe. Und über

allem: ein Turnierteam, das mit Herzblut organisierte, begeisterte – und schon jetzt vom großen Jubiläum träumt.

Thomas Brall

(TC Wilmersdorf)

Sportlich gab es eine Menge Qualität, Spannung und

Tennis-Klasse zu erleben. Favoritinnen bei den Damen

waren mit Anica Stabel und Adelina Krüger die beiden

„einheimischen“ Topgesetzten vom LTTC „Rot-Weiß”. Dennoch

erreichte keine der beiden das Endspiel: Für Stabel war nach

gewonnenem Auftaktmatch vorm Viertelfinale wegen Krankheit

Schluss. Krüger scheiterte im Halbfinale an Sveva Mazzari

(ebenfalls Zehlendorfer Wespen). Im Endspiel gegen Lisa Nogossek

(BTTC Grün-Weiss) dominierte sie den ersten Satz mit

6:2, musste sich aber im zweiten Durchgang gegen die sich

tapfer wehrende Außenseiterin hart kämpfen, um beim 7:5

eine Match-Tie-Break-Fortsetzung abzuwehren.

Während bei den Damen die Topgesetzten aus unterschiedlichen

Gründen früh passen mussten, galoppierten bei

den Herren die beiden Favoriten bis ins Endspiel durch. Hendrik

Thada Grohbrügge vom TC SCC und Umut Akkoyun (LTTC

„Rot-Weiß”) hatten in ihren vier Matches vor dem Finale so gut

wie keine Mühe, ihren Durchmarsch zu bewerkstelligen. Akkoyun

zeigte sich im Endspiel von seiner besten Seite. Technisch

variabler, lauf- und kampfstark, taktisch flexibel wechselnd

zwischen harten Grundlinienbällen per beidhändiger

Rückhand, Stopps, Lobs und Volleys und nach zurückhaltendem

Matchstart deutlich fehlerreduzierter als sein für

viele wohl favorisierter SCC-Kontrahent Grohbrügge. Das 6:4

und 6:3 brachte eben dies ziemlich genau zum Ausdruck. Akkoyun

blieb damit im dritten Head-to-Head-Duell beider ungeschlagen

und kommentierte hinterher kurz und trocken:

„Ich habe zwar noch einige unforced errors fabriziert, aber

im Großen und Ganzen war ich zufrieden mit mir.“ Was Hendrik

Thada Grohbrügge mit sich gar nicht war. „Mit so vielen

Fehlern, wie ich sie gemacht habe, kannst du nicht gewinnen.

Und dann spielt irgendwann eben auch der Kopf nicht

mehr mit …“

Den freilich brauchte er am Final-Sonntag kurze Zeit später

aber noch einmal, denn im Mixed-Finale wollte er mit Partnerin

Chantal Lill (SV Reinickendorf) seine zweite Chance nutzen.

Gegner waren Nicola Sophia Trenner und Yves Nowikowsky

von Grün-Weiß Nikolassee, die beim 2:6, 2:6 zwar eifrig-bemühten,

aber letztlich doch begrenzten Widerstand leisteten.

Sie hatten vom krankheitsbedingten Ausfall Anica Stabels profitiert,

deren LTTC-Mixed mit Leonard Sanders nach souveränem

Auftakterfolg somit leider „geplatzt“ war.

Gleich sieben Finals – Herren 30, 40, 50, 55, 60 und 65 sowie

Damen 30 – gehörten zur Agenda des S3-Seniorenturniers der

9. Spotrepair M. Süß Open. Das der 65er fand damit mit drei

Tagen Verspätung am Mittwoch nach dem Finalsonntag statt,

weil der Ursprungstermin verschoben werden musste. Bei den

Senioren wurde um 1500,- € Gesamtpreisgeld gespielt.

Nimmt man die Setzposition als Maßstab für die Ergebnisse,

so hielten sich Favoriten- und „Außenseiter“-Erfolge

in etwa die Waage. Nur einmal, beim 40er Gipfel zwischen

Lisa Nogossek

(BTTC Grün-Weiss)

Fotos: Nicola Sophia Trenner

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TVBB-Sport

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Hendrik Thada Grohbrügge (TC SCC)

Roman Tennert (TC SCC) und Nummer 2 Thorsten Cuba (NTC

„Die Känguruhs”) hatte die Nummer 1 in den sieben Finals

die Nase vorn. 5:4 für Tennert zeigte das Scoreboard im ersten

Satz an, als Cuba nach leichter Blessur und

einem umstrittenen Ballwechsel aufgab. Tennert

hatte zunächst klar geführt (4:1), dann

arbeitete sich Cuba heran, aber es mehrten

sich offene Situationen, schließlich kam die

besagte Rallye und letztliche Entscheidung

pro Tennert … - schließlich die Aufgabe von

Cuba. Ein Ende, das sich wohl kaum einer wünschte.

Nebst Tennert hatten mit Georg Riedel (TC Tiergarten) bei

den Herren 50, Lokalmatador Ihno Gebhardt (SV Reinickendorf)

bei den Herren 60, Christoph Dux (TC SCC) bei den 65ern

sowie Denise Kollmannsperger (TC Rot-Weiß Großbeeren) bei

den Damen 30 noch vier weitere Topgesetzte die Chance auf

den Open-Sieg. Aber alle vier scheiterten in ihren Endspielen.

Georg Riedel äußerst knapp mit 5:7, 6:7 am ungesetzten

Norbert Huschit (TC Mariendorf), Reinickendorfs Ihno Gebhardt

ebenfalls nach physisch zehrendem Kampf mit 5:7, 6:4

und 4:10 im Match-Tie-Break an Thomas Brall (TC Wilmersdorf).

Bei den Herren 65 verfehlte der topgesetzte Christoph

Dux den Erfolg gegen Vorjahresgewinner Gunther Raab (SV

Neun Jahre Spotrepair –

bald Jubiläum!“

Patrick Haake

(SV Reinickendorf )

Reinickendorf) beim im Nachhol-Endspiel auf Augenhöhe

mit 4:6, 6:4 und 5:10 aus seiner Sicht knapp. Bei den Damen

30 hatte Franziska Krüger (Hermsdorfer SC) die Nummer 2 mit

6:3, 6:4 die Oberhand gegen die topgesetzte

Denise Kollmannsperger behalten.

Dem Fazit der 9. Spotrepair Open, im Facebook-Account

des Vereins formuliert, kann

der Autor aus eigenem Erleben nur voll zustimmen:

„Eine wundervolle Turnierwoche,

mit tollen Teilnehmern, großartigen Matches

und herausforderndem Wetter! (…) Wir hoffen, wir sehen uns

alle im nächsten Jahr zur Jubiläumsausgabe wieder.“

Klaus Weise

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Franziska Krüger

(Hermsdorfer Sport-Club)

Ann-Sophie Funke

(SV Zehlendorfer Wespen)

Fotos: Nicola Sophia Trenner

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TVBB-Sport

Reinickendorf Open – 25. Juli bis 2. August 2025

Tennis, wie es sein sollte: Familienfest und Turnier zugleich

Elf Konkurrenzen. 163 Spielerinnen und

Spieler. 2300 Euro Preisgeld. Und eine

Anlage, die an diesem Wochenende

vibriert – vor Spielfreude, Sonne, Spannung.

Die Reinickendorf Open 2025 zeigen, was

passiert, wenn Sport auf Herz trifft. Wenn

Leistung und Leidenschaft denselben

Rhythmus finden. Wenn man beim

Zuschauen vergisst, wer eigentlich Favorit ist,

weil es plötzlich nur noch um eins geht: um

diesen einen Punkt, diesen Moment.

„Sportlich die beste Besetzung seit Jahren“,

sagt die Turnierleitung. Und tatsächlich – auf

den sechs Plätzen jagt ein Match das nächste,

von den Herren 85 bis zu den Damen 30. Junge

Wildcards, alte Hasen, Vereinsgesichter, die man

seit Jahrzehnten kennt. Einer reicht dem anderen

die Hand, man lacht, man klopft sich auf

die Schulter, man spielt. Und während auf dem

Court jeder Schlag zählt, duftet es am Rand nach

Grill und Sonnencreme.

Wer hier ist, bleibt. Manche sitzen stundenlang

auf der Terrasse, beobachten Ballwechsel,

applaudieren nach langen Rallys, rufen aufmunternd:

„Komm weiter!“ – und meinen es

genau so. Zwischen Ehrgeiz und Entspannung

liegt an diesem Wochenende nur ein schmaler

Linienabdruck aus Sand.

Für den HSC Hermsdorf war es ein Wochenende

voller kleiner und großer Triumphe.

Allen voran Franziska Krüger: In der Damen-

30-Konkurrenz spielte sie stark, konzentriert,

ohne jede Hektik – und gewann ihre Gruppe

gegen Friederike Pospiech (TC SCC) und Denise

Kollmansperger (TC Rot Weiß Großbeeren). Drei

Matches, drei Siege, ein Titel, der auf der heimischen

Anlage besonders schön glänzt. „Alle vom

HSC Hermsdorf, die mitgespielt haben, sind zufrieden“,

heißt es später. Und das spürt man –

bei Kaffee, Kuchen, Schulterklopfern. Es sind die

ehrlichen Siege, die bleiben.

Auch Harald Krones schrieb seine eigene Geschichte:

Er kämpfte sich in der Herren-70-Konkurrenz

bis ins Finale, spielte dort gegen den

topgesetzten Gerd Hekele (TC 1899 Blau-Weiss)

– und verlor denkbar knapp mit 6:7, 2:6. Doch

wer das Match sah, wusste: Das Ergebnis erzählt

nur die halbe Wahrheit. Es war Tennis mit Herz,

mit Biss, mit Haltung. „Ein super Turnier von Harald“,

sagt jemand aus dem Publikum. Und man

hört den Respekt in der Stimme.

Finalsamstag, 16:00 Uhr. Die Sonne steht tief,

die Anlage ist voll. Auf dem Center Court treffen

Torsten Cuba und Gino Gerwien im Finale

der Herren 40 aufeinander – das Duell, auf das

viele gewartet haben. Zwei Spieler, zwei Stile,

ein Rhythmus: aggressives Grundlinienspiel

trifft auf präzise Platzierung, Geduld auf Entschlossenheit.

Das Publikum hält den Atem an,

klatscht, stöhnt, fiebert mit. Jeder Winner wird

gefeiert, jeder Stoppball bestaunt.

Gerwien spielt mutig, konzentriert, mit feinem

Gespür für den richtigen Moment – und

holt sich mit 6:4, 7:6 den Titel. Kein lauter Jubel,

kein großes Drama. Nur dieser Blick, der sagt:

Das war ein hartes Stück Arbeit. Und am Rand –

Applaus. Ehrlich, lang, verdient.

Was die Reinickendorf Open so besonders

macht, spürt man zwischen den Ballwechseln.

Es ist dieses Miteinander, das man nicht planen

kann. Spieler, die nach dem Match zusammensitzen.

Zuschauer, die Zwischenrufe machen

– freundlich, aufmunternd, echt. „Tolle Resonanz

– das habe ich so noch nie erlebt“, sagt

die Turnierleitung. Und sie meint nicht nur die

sportliche Seite.

Am Abend knistert der Grill, die Tombola

lockt mit Preisen – der Hauptgewinn: eine Reise

an die Ostsee. Es wird gelacht, gefrotzelt, Pläne

fürs nächste Jahr werden geschmiedet. Und

wer die letzten Gäste sieht, wie sie im warmen

Abendlicht die Anlage verlassen, weiß: Dieses

Turnier hat etwas geschafft, was nicht selbstverständlich

ist.

Mit 2.300,– € Preisgeld, perfekter Organisation

und einem Teilnehmerfeld, das keine Wünsche

offen ließ, haben die Reinickendorf Open

2025 ein deutliches Zeichen gesetzt. Vielleicht

kommt Tegel im nächsten Jahr wieder dazu.

Vielleicht wächst das Turnier weiter.

Aber im Kern – da, wo die Sonne über die

Plätze wandert und der Applaus nie ganz aufhört

– bleibt es, was es ist: ein Ort, an dem man

Tennis spürt.

Oder, wie es einer beim Abschied sagte:

„Das hier ist nicht nur ein Turnier. Das ist Reinickendorf.“

Katrin Brewka

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Fotos: Markus Arnold, Grafik: Adobe Stock

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matchball | 04 – 2025


67. Allgemeines Turnier Senioren –

30. August bis 6. September 2025

Tradition trifft

Spitzenleistung

Mit seiner langen Geschichte zählt das Turnier zu

den Aushängeschildern des Berliner Tennissports:

das Allgemeine Seniorenturnier des BTC Grün-

Gold 1904. In diesem Jahr fand die traditionsreiche

Veranstaltung bereits zum 67. Mal statt – ein

Beweis für die anhaltende Bedeutung und

Attraktivität dieses Turniers. Es traten rund 200

Spielerinnen und Spieler in zehn Altersklassen

gegeneinander an. Das Ranglistenturnier der

Kategorie S2 bot über eine Woche hinweg

hochklassiges Tennis, sportlichen Ehrgeiz und

gelebte Fairness – all das in gewohnt familiärer

Atmosphäre auf der Anlage in der Paradestraße.

TVBB-Sport

Gerd Hekele

(TC 1899 Blau-Weiss)

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Fotos: Harald Almonat

Seit 1957 hat sich das Allgemeine

Seniorenturnier weit über Berlin hinaus

einen Namen gemacht. Viele Teilnehmer

kommen jedes Jahr wieder – nicht nur wegen

der Ranglistenpunkte, sondern vor allem wegen

der besonderen Stimmung, die den BTC Grün-

Gold auszeichnet. Sportlicher Anspruch, gegenseitiger

Respekt und das Gemeinschaftsgefühl

machen den Reiz dieses Wettbewerbs aus.

Besonders im Fokus stand in diesem Jahr einmal

mehr Michael Buttkus vom gastgebenden

Verein. Der aktuelle Dominator der Herren-

50-Konkurrenz zeigte auch auf heimischer Anlage,

weshalb er derzeit zu den erfolgreichsten

Spielern seiner Altersklasse zählt. Buttkus, der

bereits die beiden ersten S1-Turniere der Saison

gewonnen hatte, krönte seine starke Form mit

dem Titel bei den Nordostdeutschen Meisterschaften.

Auch überregional unterstreicht

der Grün-Gold-Akteur seine Klasse: Beim Einladungsturnier

des TC Westerland auf Sylt verteidigte

Buttkus seinen Titel souverän.

Im Finale gegen Timo Pohle (TC 1899 Blau-

Weiss) entwickelte sich ein umkämpftes Match

auf hohem Niveau. Nach einem ausgeglichenen

ersten Satz und einem kurzen Durchhänger im

zweiten bewies Buttkus im entscheidenden

Match-Tie-Break Nervenstärke und siegte mit

6:4, 1:6, 10:3. Damit feierte er einen weiteren

Titel in diesem Sommer – ein beeindruckender

Lauf, der ihn zu einem der prägenden Gesichter

der aktuellen “Seniorentour” macht.

Doch nicht nur Buttkus sorgte für sportliche

Glanzpunkte. Auch einem weiteren BTC-Akteur

gelang der Einzug ins Endspiel. Der an Nummer

2 gesetzte Jonathan Quass siegte dreimal, bis

er sich schließlich im Finale der Herren 40 dem

topgesetzten Roman Tennert vom TC SCC geschlagen

geben musste.

Was das Allgemeine Seniorenturnier auszeichnet,

ist die Verbindung von Tradition,

sportlicher Exzellenz und menschlicher Nähe.

Viele der Teilnehmenden kennen sich seit Jahren,

doch auf dem Platz zählt allein das Spiel.

Nach den Matches bleibt Zeit für Gespräche, gemeinsames

Essen und den Austausch über frühere

Begegnungen – genau das, was den Tennissport

in dieser Altersklasse so besonders macht.

Auch in seinem 67. Jahr bewies das Turnier,

dass Tennis kein Alter kennt. Es steht für

Kontinuität, Leidenschaft und eine Gemeinschaft,

die über Generationen trägt. Mit seinem

professionellen Ablauf, seiner gastfreundlichen

Atmosphäre und zahlreichen sportlichen

Höhepunkten hat der BTC Grün-Gold 1904 erneut

gezeigt, warum dieses Turnier zu den bedeutendsten

Seniorenevents der Region gehört.

Katrin Brewka

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Anne Pleul

(Zehlendorfer TuS von 1888)

Markus Frick (FVT Klingsor)

matchball | 04 – 2025

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TVBB-Sport

10. STK Babolat Open. Senioren-Turnier (S2) –

24. bis 31. August 2025

Danke, Peter Stoschek –

ein Turnierchef

verabschiedet

sich mit Bestnote

Zehn Jahre, ein voller Kalender und jede Menge

Tennis-Geschichten: Die STK Babolat Open

haben sich längst als fester Höhepunkt im TVBB

etabliert. Ende August feierte das Seniorenturnier

sein Jubiläum – mit spannenden Matches, 161

Teilnehmerinnen und Teilnehmern und einem

Turnierchef, der nach einer Dekade am Steuer mit

Bestnote abtrat. Von Favoritensiegen bis zu dramatischen

Tiebreak-Thrillern bot die Jubiläumsausgabe genau das, was

die Serie so beliebt macht: hochklassiges Tennis in familiärer

Clubatmosphäre.

Ihno Gebhardt

(SV Reinickendorf )

Antje Köppe

(Zehlendorfer TuS von 1888)

Seit neun Jahren zählen die Babolat Open beim Steglitzer

Tennis-Klub, kurz STK genannt, zum Standardprogramm

der Tennisturniere. Das Resümee von Peter

Stoschek (72), seit 2004 Vereinsmitglied, seit 2014 STK-Vorsitzender

und Turnierleiter, war eins mit einem lachendem und

einem weinendem Auge. „Mit 161 Teilnehmern – 132 bei den

Herren und 29 bei den Damen – hatten wir mehr am Start als

in unserem Top-Vorjahr. Damit dürfen wir sehr zufrieden sein,

auch weil die beiden Damen-Wettbewerbe, ansonsten in der

Wahrnehmung allgemein beklagt, bei uns auch quantitativ

sehr gut besetzt waren. Zudem hatten viele DTB-Ranglistenspieler

aus den Top 10 gemeldet, was für die Qualität der Felder

sprach.“ Das „weinende“ Auge, das freilich mit gemischten

Emotionen in die Zukunft blickte, hatte in Stoscheks Fernblick

dieses Klarbild: „Das war mein letztes Turnier als Leiter. Zehn

Jahre sind ein schöner Abschluss und so wie der ablief, machte

er mir den Abschied leicht. Zudem bin ich ja ‚nicht aus der Welt‘

und immer als Unterstützer und Ratgeber da. Und vor allem:

Wir haben kreative und tatkräftige Leute im Verein, die das Turnier

im zweiten Jahrzehnt auf Kurs halten und sogar noch besser

machen können.“

Zu den 161 Turnierteilnehmern 2025 zählten im übrigen

auch 15 „Auswärtige“. Bis auf das 55er Herren-Endspiel am

sonnenbeschienenen Finaltag mit Endzwanziger Wärme konnte

aber nur ein Nicht-TVBBer mit Urkunde und 100,– € Preisgeld

für den Sieg nach Hause zurückkehren. Der topgesetzte

Stefan Kohlmann (Turner und Ballspieler Bocholt 1907) musste

allerdings im Endspiel gegen Nummer 3 Udo von Langsdorff

(BTC Gropiusstadt) hart kämpfen und zwei Matchbälle gegen

sich im Match-Tie-Break abwehren, um nach 3:6 verlorenem

Auftaktsatz doch noch nach 7:5 im zweiten Durchgang und

12:10 im Matchtiebreak des dritten Satzes sich zum Erfolg nach

zweieinhalb Stunden zu kämpfen.

Die zweite Chance für einen „Auswärtserfolg“ hatte im

Damen 55-Finale, das allerdings mit einem Tag Verspätung

am Montag danach nachgeholt wurde, weil Nummer 1

Antje Köppe (Zehlendorfer TuS von 1888) wegen Spielverpflichtungen

seitens des Verbandes am Sonntag nicht konnte,

die an Zwei gesetzte Christiane Junker vom saarländischen TC

Schwarz-Weiß Merzig. In einem Interview gab die ehemalige

Ruderin schon vor Jahren Auskunft über ihren Antrieb: „Ich

wollte sehen, wie weit ich kommen kann, habe an Turnieren

teilgenommen und mich durchgekämpft.“ Das demonstrierte

sie auch im Babolat-Finale gegen die topgesetzte „Wespe“

Antje Köppe, in dem sie im ersten Satz beim 4:6 nahezu auf

Augenhöhe gegenhielt, dann aber in Durchgang 2 beim 1:6 mit

ihrer unorthodoxen Spielweise gegen Köppes starke Vorhand

Tribut zollen musste und noch deutlich verlor. Gleichwohl, um

Fotos: Markus Arnold

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Gino Gerwien

(SV Reinickendorf )

Stefan Moll

(Steglitzer TK)

im Ruder-Jargon zu bleiben, Christiane Junker war nicht untergegangen,

sondern hatte durchaus Eindruck hinterlassen.

Die beiden bereits erwähnten Finals einbezogen, standen

sich in den Babolat-Endspielen viermal die an Eins und Zwei

gesetzten Akteure gegenüber, wobei jeweils die mit der Pole

Position notierten die Oberhand behielten. Und auch in drei

weiteren Endspielen waren die Topgesetzten die Gewinner. Bei

den Herren 60 siegte Bernd Köhler (TC Tiergarten), bei den Herren

70 Lokalmatador Stefan Moll.

Oder aus anderer Sicht: Immer wenn eine

Nummer 1 im Finale stand, hat sie auch gewonnen.

Bei den Herren 40 war das Gino

Gerwien (SV Reinickendorf 1896), im 50er Finale

siegte Jörgen Aberg (Hermsdorfer SC).

In die Sparte „hochdramatisch“ und

„Thriller“ gehörten auf jeden Fall auch das

enge 60er Finale zwischen Bernd Köhler (TC

Tiergarten) und Ihno Gebhardt (SV Reinickendorf),

das mit 6:4, 7:5 an den vier Jahre

jüngeren Köhler (Jahrgang 1965) ging.

Den Spannungshöhepunkt des Turniers aber bildete passgerecht

ausgerechnet das Herren 70-Endspiel zwischen Lokalmatador

Stefan Moll und Andreas Manych (Weiße Bären Wannsee).

Das finale 6:4, 6:7, 10:8 für Moll war eine Achterbahn der

Gefühle, auf der mal der eine ganz oben und der andere auf

Talfahrt war, und dann wieder umgekehrt. Der schnell auf den

Beinen agierende Moll holte sich den ersten Satz, im zweiten

lag er lange hinten, drehte dann das Geschehen zum 6:5,

Ariane Lauenburg

(Zehlendorfer Wespen)

musste aber nach Manychs starker Reaktion zum 7:6 den Satz-

Ausgleich des nun frischer wirkenden Rivalen hinnehmen. Im

Match-Tie-Break setzte sich das Körper- und Kopf-Duell fort,

in der letzten Spiel-Aktion traf Moll die Netzkante, der Ball fiel

rüber auf Manychs Seite – 10:8 für Stefan Moll, ein Ende wie

aus dem Drehbuch! „Keine Ahnung, wo er die Kräfte noch hergeholt

hat. Mal sah es aus, als ob er jeden Moment zusammenbricht,

aber dann ist er wieder gelaufen wie ein junges Reh.

Aber mir ging es ja genauso, auch wenn es

Momente gab, in denen ich dachte: "jetzt hab‘

ich ihn“, kommentierte „Verlierer“ Manych, der

alles andere als ein solcher war. Moll brauchte

erstmal eine kleine Schultermassage, die

ihm Turnierchef Peter Stoschek auf der Terasse

beim wohlfeilen Getränk gern verpasste. Erst

einmal hatten die Finalisten gegeneinander

gespielt, in der Halle, wo Manych bei Moll-Führung

aufgeben musste.

Die noch zu nennenden Resultate: Gabriel

Monroys 65er-Sieg war nach vier souveränen

Zwei-Satz-Siegen inklusive zu erwartendem 6:3,

6:2-Finale gegen Olaf Stobbe (FVT Klingsor), so wie die 75er-

Titelverteidigung von Julian Sargent (2024 kampflos gegen

Karl-Heinz Mauß) im Klubduell gegen Bernd Harnoß (beide

Grün-Weiß Berlin-Lankwitz) mit 6:3 und 6:4. Die beiden Turniersiege

bei den Frauen gingen an die Topgesetzten. Neben dem

55er Erfolg von Antje Köppe (Zehlendorfer TuS von 1888)

gegen Christiane Junker gewann auch die topgesetzte Ariane

Lauenburg (Zehlendorfer Wespen) ihr 65er-

Finale gegen die vier Jahre jüngere Angelika

Patzer (Grün-Weiß Nikolassee) souverän mit

6:3 und 6:0. „Auch wenn es leider mehr und

mehr weniger in den hohen Altersklassen

werden und wenn man jedesmal vor den

Turnieren schauen muss, wie die Meldungen

und Auslosungen sind, kann ich ganz

zufrieden sein. Ich werde mich weiter stellen“,

bilanzierte sie nach erfolgreicher Titelverteidigung.

Klaus Weise

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Fotos: Markus Arnold

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TVBB-Sport

11. Grunewald Senior Open (S1)

6. bis 14. September 2025

17 Top-10-Akteure und

neun Tage Tennis pur

Wie ein guter Wein haben auch die Grunewald Senior

Open mit den Jahren an Reife und Charakter gewonnen.

Seit ihrer Premiere 2015 hat sich die Veranstaltung zu

einem festen Bestandteil des Berliner Tenniskalenders

entwickelt – und die elfte Auflage 2025 zeigte

eindrucksvoll, warum. Packende Duelle bis in die Match-

Tie-Breaks, ein Teilnehmerfeld mit 17 Top-10-Spielern der

DTB-Ranglisten und eine Atmosphäre, die den Grunewald

neun Tage lang in einen Tennis-Schauplatz der Extraklasse

verwandelte.

Die Grunewald Open haben 2015 ihre Premiere gefeiert.

Damals umfasste das Programm inklusive der Herrenund

Damen-Einzel fünf Senioren-Konkurrenzen. Der

Grunewald TC, heute 1000 Mitglieder stark, hatte für die Novität

viele Vereinsspieler (53 Herren, sieben Damen) mobil gemacht,

die eifrig Vorderplätze sammelten. Las man die Meldungen jetzt

zehn Jahre später, konnte man eine Reihe von Namen wiederfinden,

die schon bei der Premiere 2015 und nun auch bei der

2025-Auflage noch dabei waren – meist allerdings in inzwischen

reiferen Altersklassen.

„Dauerbrenner“ wie Kolja Nitschke (NTC „Die Känguruhs“), Jonathan

Quass (BTC Grün-Gold, 1904), Olaf Stobbe (FVT Klingsor),

Udo von Langsdorff (Grün-Weiß Baumschulenweg), Ulrich Lengeling

(damals FVT Klingsor, heute BSV 1892) und einige mehr

waren nicht nur bei der Premiere, sondern auch zehn Jahre danach

auf der wunderbaren Anlage mit 13 Plätzen dabei – und

schafften es bis in die Viertel- oder Halbfinals.

„Wir haben ein richtig gutes Turnier über die Bühne gebracht,

bei dem im Grunde genommen alles stimmte: die Melderesonanz,

die Klasse der Teilnehmer mit vielen Top-10-Akteuren

der DTB Ranglisten, die Qualität der Spiele und vor allem der

Timo Pohle (TC 1899 Blau-Weiss)

Finals mit Dramatik und Spannung, das Umfeld mit Bewirtung,

die Wahrnehmung durch Zuschauer und Tennis-Anhänger und

sogar das sonnige Wetter am Finaltag bei annehmbaren 20er-

Temperaturen“, resümierte Club-Manager Christian Müller, der

seit ein paar Jahren in Personalunion in tatkräftiger Mithilfe von

GTC-Vizepräsidentin Sport Polina Ordanskya, Dimitri Boger und

Marc Jansen auch die Turnierleitung verantwortet.

Fünf Damen- und neun Herrenwettbewerbe nebst Nebenrunden

wollten bewältigt werden. Den Höhepunkt bildete das

Happy End der neun Tage am Sonntag, an dem die Mehrzahl der

Endspiele stattfand.

Ein, vielleicht sogar der Höhepunkt war allerdings schon am

Freitag zuvor zu erleben, an dem sich im Herren 55-Finale mit

Roman Groteloh (SC Victoria Hamburg) und SCC-Ausnahmespieler

Jens Thron die Nummern 1 und 2 der DTB-Rangliste einen

Schlagabtausch auf Biegen und Brechen lieferten und am Ende

ein Wimpernschlag im Match-Tie-Break entschied. Thron, der

Titelverteidiger, hatte sich in bester Manier den ersten Satz mit

6:3 geholt. Doch Groteloh bewies sich im Duell auf Augenhöhe,

holte mit 7:5 den Satzausgleich und kämpfte sich in den Match-

Tie-Break. Dieser war das Spiegelbild des Spielverlaufs zuvor und

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de, Grafik: Adobe Stock

Roman Tennert

(TC SCC)

Ian Leonhardt

(BSV 1892)

Gabriel Monroy (TC SCC)

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Nicole Thron (TC SCC)

Michael Buttkus

(BTC Grün-Gold 1904)

Wojtek Sielicki

(1.TC Rot-Weiß Wiesloch)

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de, Grafik: Adobe Stock

offen bis zum letzten Ballwechsel. Den entschied Groteloh,

häufiger (und meist erfolgreicher) Turniergast in Berlin zum

12:10 für sich, aber irgendwie durften sich diesmal beide Wettstreiter

als Sieger fühlen.

Deutschlands Nummer 1 der Herren 70 Manfred Schütt

(Harburger SC, Hamburg), der auch der Topgesetzte des Turniers

war, behauptete sich auch im Grunewald als der Krösus

der Altersklasse, indem er Open-Nummer 2 Arnold Neumann

(TC Blau-Weiß Bad Ems) deutlich mit 6:2, 6:4 schlug und damit

in seinen vier Partien ohne Satzverlust blieb.

Nummer 1-Erfolge gab es ebenfalls durch Roman Tennert

(TC SCC, DTB 4) bei den Herren 40 und Michael Buttkus (BTC

Grün-Gold 1904) bei den 50ern. Buttkus, der in manchen Momenten

am Verzweifeln schien, haderte, schimpfte, mehrfach

den Schläger wechselte, im entscheidenden Match-Tie-Break

gegen Timo Pohle (TC 1899 Blau-Weiss) nach Becker-Art den

Bällen nachhechtete und auf Knieen retournierte, gab nie auf

und wurde belohnt. „Ich bin total kaputt. Das stand nicht nur

einmal auf der Kippe“, kommentierte er schweißgebadet nach

der Partie. Und rang sich ein glückliches Lächeln ab: „Damit

bleibt es bei meiner Serie, bisher habe ich alle Matches gegen

Timo gewonnen.“

Der mit Spannung erwartete Schlagabtausch der beiden

Topgesetzten bei den Herren 60 zwischen Nummer 1 Bernd

Schorer (THC Neumünster) und Gabriel Monroy (TC SCC) endete

nach souveränen Siegen beider vorab mit 6:3, 6:3 klarer als

erwartet für den starken Gast aus Schleswig-Holstein.

Bei den Herren 75 war im Duell der beiden Topgesetzten

die Nummer 1 des Turniers Karl-Heinz Mauß (Eberswalder TC)

nach drei deutlichen Zwei-Satz-Erfolgen auch in seinem vierten

Match, im Finale gegen Nummer 2 Michael Reiner (TC Rot-

Weiß Bad Oeynhausen), in bester Spiellaune mit 6:2, 6:2 ungefährdet.

Er wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg. „Alle

Blessuren auskuriert, ein paar Rückschläge vergessen und

wieder richtig gut drauf. Was kann es Besseres geben im letzten

Freiluft-Turnier der Saison!“ Und hängte frohgelaunt an:

„Komm‘ gut übers Jahr! Wir sehen uns wieder!“

Match-Tie-

Break?

Wir nennen das

Herzsport!“

In der reifsten Altersklasse, den Herren 80 mit vier Teilnehmern,

kürte sich Nummer 1 Norbert Burandt (Misburger TC

Hannover) nach 3:0 Siegen in den Gruppenspielen zum Open-

Champion.

In den beiden bislang nicht genannten Konkurrenzen verfehlte

bei den Herren 30 im Finalduell zweier ungesetzter Aktiver

der per Wildcard ins Hauptfeld gelangte „Local Hero“ Pavel

Musaiev (Grunewald TC) um Haaresbreite den Überraschungserfolg

gegen Gino Gerwien (SV Reinickendorf 1896), der den

Open-Sieg mit 6:4,4:6 und 13:11 ins Ziel rettete.

Auch bei den 60ern machten zwei Ungesetzte unter sich

aus,. Der Ex-Berliner und seit Jahren in Thüringen beheimatete

Architekt Karsten Graw und dort für den Tennis-Club Weimar

1912 e.V. aktive Racket-Athlet bekam es als Setz-Nummer 5 im

Finale mit dem ungesetzten Badenser Wojtek Sielick (1.TC Rot-

Weiß Wiesloch) zu tun. Gegen Graw war er dicht dran an einem

weiteren Coup, verlor aber nach wechselvollem Verlauf schließlich

im Match-Tie-Break mit 1:6, 6:0 und 10:5.

In den fünf Damen-Wettbewerben – siegten in der 40er

Konkurrenz Nummer 1 Heide Maaß (TC 1899 Blau-Weiss),

bei den 50ern Nicole Thron (TC SCC) und bei den 60ern die

ungesetzte Martina Parr-Kröger (SV Zehlendorfer Wespen,

DTB 49).

Im 65er Finale gewann die an Nummer 2 gesetzte Edeltraut

Horstmann (Huder TV) gegen Michaela Jasiek (Sutos 1917) mit

6:1, 6:3 und bei den Damen 70 schließlich in der Dreier-Gruppe

Ute Mattausch (Grün-Weiß Nikolassee) mit 2:0 Siegen vor

Grunewalds Lokalmatadorin Helga Röcker.

Klaus Weise

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Gino Gerwien (SV Reinickendorf )

Pavel Musaiev

(Grunewald Tennis-Club)

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TVBB-Sport

4. Benefit Team Cup – 7. September 2025

Aufschlag, Einsatz, Engagement –

Tennis für die Zverev Foundation

Ein Tennis-Tag voller Herzblut, Spielfreude und einem Ziel, das weit über den

Platz hinausreicht: Beim 4. Benefit Team Cup im International Club Berlin hieß

es erneut „Aufschlag gegen Diabetes“ – und was vor einigen Jahren als Charity-

Idee begann, ist inzwischen zu einem festen Highlight im Berliner Tennis-

Kalender geworden. Mitreißende Matches, prominente Pro’s, eine Extraportion

Teamgeist und eine Spendensumme, die Hoffnung schenkt: Dieser Sonntag

bewies eindrucksvoll, wie Sport und soziales Engagement Hand in Hand

gehen können.

Der einstige „Charity Cup“, der vor vier Jahren von Georgina

Löprich-Gräßler in „Benefit Team Cup“ umbenannt

wurde, fand auch in diesem Jahr wieder zugunsten

der Alexander Zverev Foundation statt. Die unter dem Motto

„Aufschlag gegen Diabetes“ ins Leben gerufene Organisation

unterstützt vor allem an Typ-1-Diabetes erkrankte Kinder – insbesondere

durch die Bereitstellung von lebensrettendem Insulin

und weiteren dringend benötigten Medikamenten. Alexander

Zverev ist von der Krankheit auch selbst betroffen.

Für Organisatorin Löprich-Gräßler, die seit über 13 Jahren

die Tennisschule im International Club Berlin betreibt, stand

bereits nach der gelungenen Premiere im Vorjahr fest, dass

auch dieses Mal der gesamte Erlös wieder an die Zverev Foundation

gehen würde. Unterstützt wurde sie nicht nur von Sponsoren

und Clubmitgliedern, sondern auch durch zahlreiche

„Pro’s“ aus der Berliner Tennisszene – darunter Jonas Hartenstein,

Philipp Eberhard, Felix Triebe, Theo Passenheim, Joshua

Kugel, Niklas Laux, Andre Gräßler,

Filip Papierz, Timo Dobrowolski, Roland

Goering und Florian Misch.

Gespielt wurde im bewährten

Team-Cup-Format: Jeweils ein „Never-Ending“-Tie-Break

auf Zeit entschied

über Sieg oder Niederlage.

Ein Team bestand aus drei oder

vier Personen mit jeweils zwei ICB-

Mitgliedern und einem oder zwei

„Pro’s“. Gespielt wurde ausschließlich

Doppel oder Mixed. Die punktbesten

Teams qualifizierten sich für

Georgina Löprich-Gräßler mit „Ihren“ Pros

die Halbfinalspiele. Besonders hervorzuheben ist der Halbfinaleinzug

von Philipp Eberhard und Adam Tomaszewski, die

– aufgrund kurzfristiger Absagen – nur als 2er-Team antraten.

Trotz dieser Herausforderung spielten sie sich ohne Pause und

ohne einen Wechsel bravourös ins Finale. Dort trafen sie auf

das Team um Katrin Hentschel und Florian Ihlow, angeführt

von Teamkapitän Niklas Laux. In einem Finale auf spielerisch

hohem Niveau setzte sich das Team Laux letztlich verdient

durch. Das Duo Eberhard/ Tomaszewski, das über das gesamte

Turnier hinweg enorme Ausdauer und Kampfgeist bewiesen

hatte, wirkte zum Schluss verständlicherweise erschöpft.

Im Spiel um Platz drei wurde es richtig spannend: Ein einziger

Punkt brachte die Entscheidung um Bronze. Die besseren

Nerven behielt das Team von Andre Gräßler und Timo Dobrowolski

zusammen mit Sindy Schröder und Markus Kurch.

Ein weiteres Highlight war das Showmatch: Mit dabei waren

der an diesem Tag im Dauereinsatz spielende Blau-Weisse Philipp

Eberhard, der gemeinsam mit seinem Clubkameraden und

amtierenden Berliner Vizemeister der Herren, Jonas Hartenstein,

gegen Theo Passenheim und Niklas Laux antrat. Die Zuschauer

erlebten ein begeisterndes Duell voller Spielwitz und

Können zwischen vier gut gelaunten und sehr sympathischen

Akteuren.

Zu einem perfekten Tennistag bei strahlendem Sonnenschein

und ausgelassener Stimmung kam am Ende eine beeindruckende

Spendensumme von 1.200,– € zusammen. Löprich-

Gräßler zeigte sich dankbar für die gelungene Veranstaltung,

die sie seit Jahren mit der spielerischen Unterstützung ihrer

Pro’s und ihrer treuen Kundschaft auf die Beine stellt. Zum

Abschluss rief sie dazu auf, sich den 23. August 2026 bereits

jetzt im Kalender zu markieren. Zu wessen Gunsten dann aufgeschlagen

wird, verriet sie noch nicht.

Linda Fritschken

Grafik: Adobe Stock

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2. Berliner Weiß-Rot Cup – Blinden- und Sehbehindertenturnier – Annette Kröger Trophy – 15. bis 17. August 2025

Der Klang des Sieges – Wenn Rasselbälle Geschichten erzählen

Selbst das Konzert im Park „Musik am Buschkrug“ konnte den Schaumstoffball mit Rasseln nicht stoppen…Tennis hören

statt sehen – dieser Gedanke bekommt beim Weiß-Rot Cup in Neukölln eine ganz neue Bedeutung. Wo sonst das leise

Aufprallen der Filzkugel dominiert, ist es hier das charakteristische Rasseln des Balles, das über die Anlage hallt. Mitten

im Sommer, begleitet von Musik, Stadtgeräuschen und einer ordentlichen Portion Herzblut, fand der 2. Berliner Weiß-

Rot Cup für blinde und sehbehinderte Spielerinnen und Spieler statt – ein Turnier, das längst mehr ist als ein sportlicher

Wettbewerb. Es ist ein Statement für Inklusion, Gemeinschaft und gelebte Leidenschaft.

Fotos: privat, Grafik: Adobe Stock

Während der Sommerferien war auf der Anlage des

TC Weiß-Rot Neukölln der Schaumstoffball mit Rasseln,

trotz erschwerter Bedingungen durch das

Konzert im benachbarten Buschkrugpark und dem erhöhten

Verkehrsaufkommen auf dem Kopfsteinpflaster, nicht zu überhören.

Bei sommerlichen Temperaturen wurde abhängig vom

Grad ihrer Sehbehinderung in zwei Gruppen (B1 und B2/B3)

gespielt. Dieses Mal hatte Giancarlo Berganti aus Italien

die weiteste Anreise.

Der TVBB war mit Bianka Gräming, Lars Stetten (beide

vom TC Ludwigsfelde) und Martin Oswald (Zehlendorfer

Wespen) wieder sehr gut vertreten. Damen und Herren

wurden zusammengelegt, B1 spielte im Minicourt und

B2/B3 spielte im Midcourt, jeweils zwei Gewinnsätze bis

vier und mit No-Ad.

In der B1 (0% Sehstärke) Konkurrenz setzte sich Lars

Stetten gegen Bianka Gräming und Ronald Hinz (Hamburger

THC) durch und holte sich seinen ersten Sieger

Buddy Bär-Pokal. Beim Spiel um Platz zwei zwischen

Bianka und Ronald Hinz gab es im gesamten Turnier mit

19:17 den längsten Match-Tiebreak.

In der B2/B3 (ca. 5%) Gruppe war Tobias Nitschmann

(B3, TC Jagst Langenburg) einfach zu stark, somit

ging es hauptsächlich um Platz zwei, den sich Daniela

Schmidt (B2, TC Eintracht Dortmund) vor Jürgen Klapschuweit

(B2, Meißner TC) sicherte.

Der Spaß steht erneut an erster Stelle, deshalb

wurde wieder außerhalb der Wertung mit den Helfern

und Vereinsmitgliedern Doppel oder Mixed gespielt.

Anschließend wurde in gemütlicher familiärer Runde der Tag

ausgewertet, Kontakte geknüpft und über Gott und die Welt

philosophiert.

Ein großer Dank an alle Helfer und Spender, da ohne sie ein

solches Turnier nicht in diesem Rahmen stattfinden könnte!

Nelli Beder

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TVBB-Sport

RoskosMeier BSV‘92 OPEN – 10. bis 14. September 2025

Ein Turnier wird zum Klassiker

Das A3 - Damen- und A2 - Herrenturnier, mit insgesamt 12.500,– € Preisgeld,

wurde in diesem Jahr zum fünften Mal in Berlin-Wilmersdorf ausgetragen.

Diesmal spielte das Who is Who der TVBB-Tenniselite und andere nationale

Topathleten auf der Anlage des BSV‘92 – Home of Tennis – groß auf.

In den Vorjahren gab es bei den BSV'92 OPEN

zwei Konstanten. Viermal in Serie konnte

Marta Lesniak die Damenkonkurrenz für

sich entscheiden, und bei den Herren gab es mit

Osman Torski, Michael Agwi, Markus Malaszszak

und Jonas Hartenstein bisher keinen Spieler, der

seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnte.

Dies sollte sich in diesem Jahr gründlich ändern.

Schon bei der Auslosung war klar, dass

auf dem Wanderpokal der BSV'92 Open ein

neuer Name für die Siegerin eingraviert werden

würde. Lesniak hatte ihre Meldung kurz vor

Meldeschluss zurückgezogen. So war es keine

Überraschung, dass die vier topgesetzten Spielerinnen:

Neele Fredrich (Braunschweiger THC),

Lokalmatadorin Juliane Triebe, Milena Steinkamp

vom LTTC „Rot-Weiß” und Sophie Triquart

(Zehlendorfer Wespen) das Halbfinale erreichten.

In der Vorschlussrunde zeigte die NextGen

ihr Können. So besiegte Steinkamp die an Eins

gesetzte Fredrich überraschend klar mit 6:1, 6:1,

und Triquart, genau wie Steinkamp Jahrgang

2010, gelang durch ihr taktisch gutes Spiel ein

6:4, 6:4 Sieg gegen Juliane Trieibe. Das Damenfinale

der 5. RoskosMeier BSV' 92 OPEN bot

den zahlreichen Zuschauern auf dem Centercourt

absolutes Spitzentennis. Am Ende siegte

mit Sophie Triquart die Offensivere der beiden

deutschen Nachwuchshoffnungen mit 3:6, 6:4

und 6:2.

Unter den Augen ihres Coaches, des ehemaligen

schwedischen Weltklassespielers Thomas

Högstedt, nahm die Siegerin die zahlreichen

Glückwünsche, unter anderem von

Turniersponsorin Nicola Meier (Allianz-Agentur

RoskosMeier) und Enrico Kleinser (Vorsitzender

Sophie Triquart (Zehlendorfer Wespen)

des BSV'92 – Home of Tennis),

entgegen.

Im 64er-Herrenfeld entwickelte

sich schon ab der ersten

Runde ein hochklassiges

Niveau. Der Topgesetzte

Hazem Naw vom Kölner THC,

die Nummer 1 der Syrischen

Davis Cup Mannschaft, beeindruckte

die Konkurrenz und

die Berliner Tennisfans mit seinem

druckvollen und präzisen

Spiel. Hazem gab auf seinem

Weg ins Finale in fünf Matches

insgesamt nur elf Spiele

ab und war dadurch für viele

Fachleute der Favorit auf den

Turniersieg.

In der unteren Hälfte des

Draws war der Finalist der BSV'92 OPEN 2023,

der Mannheimer Jochen Bertsch, die klare Nummer

2 der Setzliste. Der eher defensiv spielende

Bertsch traf in seinem ersten Match gegen den

hervorragend aufgelegten Laslo Urrutia Fuentes

(BTTC Grün-Weiss). Der 35-jährige Berliner

Auswahlspieler und Verbandstrainer, brillierte

mit seinem aggressiven Topspinspiel und gewann

völlig verdient mit 6:2, 6:0. Urrutia Fuentes

dominierte seine Gegner bis zum Halbfinale

deutlich. Dort traf er auf seinen Schüler, den an

Nummer 3 gesetzten Jenas Pelle Hartenstein (TC

1899 Blau-Weiss).

Der vierte Halbfinalist war der junge, ungesetzte

Sebastian Heinrich (BTTC Grün-Weiss).

Der talentierte 16-Jährige, ebenfalls ein Schüler

von Laslo Urrutia Fuentes, gewann sein Viertelfinalmatch

6:1, 6:3 gegen den gleichaltrigen Aleksander

Konstantin

(HTV Hannover). Im

Jonas Pelle Hartenstein

(TC 1899 Blau-Weiss)

Halbfinale gegen

Hazem Naw konnte

Heinrich nur im ersten

Satz mithalten.

Am Ende setzte sich

der Favorit mit 6:3,

6:0 durch.

Im anderen

Halbfinale deutete

nach dem ersten

Satz zwischen Jenas

und Laslo alles

auf ein Finale Naw

vs. Urrutia Fuentes

hin. Beim 1:6

musste der Titelverteidiger

die Dominanz

seines Trainers

verkraften. Aber

mit zunehmender

Spieldauer und abermals großem Kampf

siegte Hartenstein am Ende verdient mit 1:6,

6:3, 10:5.

Das Herrenfinale am Sonntag musste aufgrund

der nicht immer optimalen Wetterbedingungen

in der Turnierwoche am selben

Tag wie die Herrenhalbfinals ausgetragen werden.

Auch das ein klarer Vorteil für Hazem Naw,

zumindest theoretisch. Denn dem fantastisch

aufschlagenden und fast fehlerfrei spielenden

Jonas Pelle Hartenstein gelang unter der souveränen

Leitung von Stuhlschiedsrichter Maurice

Winkler ein nie gefährdeter 6:4, 6:2-Finalsieg.

Bei der anschließenden Siegerehrung auf

dem Centercourt des BSV’92 gratulierte Hazem

dem Sieger sehr fair zu seiner hervorragenden

Leistung. Turniersponsor Dr. Bernd Hartmann

(Gesellschafter Allianz - Agentur RoskosMeier),

Turniergründer Julian Kunz, TVBB - Sportwart

Joachim Buchta und Hasso Henning (2. Vorsitzender

BSV'92 – Home of Tennis) sowie die

vielen Zuschauerinnen und Zuschauer quittierten

diese sportliche Geste mit großem Applaus.

Die vielen positiven Rückmeldungen der Aktiven,

der Zuschauerinnen und Zuschauer, des

Sponsors und der BSV'92 Mitglieder zeigen,

dass man mit den BSV'92 OPEN auf dem richtigen

Weg und für die Neuauflage dieses großen

Berliner Tennisturniers im kommenden Jahr gut

gerüstet ist.

Michael Lingner

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Fotos: Harald Almonat

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TVBB-Sport

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Ein Blick in Michaels Tennistasche

Zwischen Aufschlag und Alltag

33 Fragen an Michael Agwi

Wer auf dem Platz souverän die Linien trifft, kann trotzdem privat gerne mal

aus der Reihe tanzen. Was essen unsere Spieler vor dem Match? Welche Musik

läuft, wenn niemand zuschaut? Und wer sitzt beim Traumdinner nebenan?

In dieser Rubrik geht’s nicht um Taktik, sondern um Typen. Nicht um Vorhand oder Rückhand –

sondern darum, was die Menschen hinter dem Racket bewegt. Ob Serienjunkie mit Siegermentalität,

Espresso-Fan mit Slice oder Stoiker mit Stoppball-Gen – wir wollen mehr wissen.

Und stellen die Fragen, die kein Hawk-Eye klären kann. Hier kommt unser Spielzug für mehr

Persönlichkeit: 33 Fragen, null Doppelfehler – aber garantiert mit Matchball-Potenzial.

Fotos: Michael Agwi, Claudio Gärtner-tennisphoto.de, Grafik: Adobe Stock

1. Name: Michael Agwi

2. Spitzname: –

3. Geburtsdatum / -ort:

04.09.2003 / Dublin

4. Aktueller Verein:

TC 1899 Blau-Weiss

5. Position in der Mannschaft

(Einzel/Doppel): 7

6. Schläger-Modell:

Wilson Blade 98 18x20 L3

7. Saiten-Favorit:

Luxilon 4g Soft

8. Griffbandfarbe deiner Wahl: Lila

9. Rückhand: einhändig /

beidhändig / kreativ: beidhändig

10. Bester Schlag (laut eigener

Aussage): Rückhand

11. Der Schlag, der (manchmal)

nervt: Vorhand

12. Lieblingsplatz (Sand, Hartplatz,

Teppich): Indoor Hartplatz

13. Turnier, das ich immer spielen

möchte: Davis Cup

14. Größter Erfolg bisher:

Sieg gegen einen Top 200 Spieler

15. Mein emotionalster

Matchmoment: drei

Satzbälle gegen Thiem

16. Tennis bedeutet für mich:

geduldig zu sein

17. Sport ist für mich: Leidenschaft

18. Mein Ziel im Tennis: Das beste

Potenzial aus mir rauszuholen

19. Wenn ich kein Tennisprofi wäre,

dann…: Basketballprofi

20. Wer mich auf dem Court

inspiriert (aktuell oder früher):

Jannik Sinner

21. Mein Tennis-G.O.A.T.:

Novak Djokovic

22. Lieblingsessen vor dem

Match: Spaghetti Bolognese

23. Snack nach dem Match:

Mais Waffeln

24. Bestes Urlaubsziel zum

Abschalten: Kroatien

25. So entspanne ich am liebsten:

Filme und Serien gucken

26. Mein Motto – auf und neben

dem Platz:

so viel zu lächeln wie es nur geht

27. Hobby abseits vom Tennis:

Videospiele spielen

28. Lieblingssong für die Playlist vor

dem Match: Not Afraid – Eminem

29. Film oder Serie, die mich zuletzt

gepackt hat: Breaking Bad

30. Wen ich gern mal zum

Abendessen einladen würde

(egal ob lebend oder nicht):

Michael Schumacher

31. In dieser Stadt würde ich gern mal

leben (und trainieren): Florida

32. Das würden viele nicht über

mich vermuten: Das ich mit links

schreibe und russisch spreche

33. Ich kann nicht ohne…:

mein Handy

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TVBB-Sport

Johannes Engemann

(Zehlendorfer Wespen)

TVBB-Jugendverbandsmeisterschaften – 19. bis 23. Juli 2025

Meisterlich im Matsch:

Der TVBB-Nachwuchs trotzt dem Wetter und punktet

Fünf Tage, zehn Titel und jede Menge Talent: Bei den TVBB-Jugendverbandsmeisterschaften

war auf dem Steglitzer Sand einiges los – nicht nur sportlich,

sondern auch meteorologisch. Während sich der Himmel zwischen Sonnenbad

und Platzregen nicht entscheiden konnte, behielten die Organisatoren den

Überblick – und die Jugendlichen die Nerven. Wer hier bestehen wollte, brauchte

mehr als nur eine gute Rückhand: Geduld, Kampfgeist und trockene Schuhe

waren zeitweise genauso gefragt wie Satzgewinn und Spielwitz. Am Ende

wurde gekämpft, gelacht, gejubelt – und in neun von zehn Konkurrenzen ein

würdiger Meister oder eine verdiente Meisterin gefunden. Wer den Nachwuchs

des Verbands in Aktion erleben will, kommt an diesem Turnier nicht vorbei.

Feenia Kraus

(LTTC „Rot-Weiß“)

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

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matchball | 04 – 2025


Maßgeblich für Annahme und Setzung

war die DTB-Jugendrangliste und

nachrangig das LK-System. Zehn Konkurrenzen

– von den Altersklassen U11 bis U18

– gingen über die Bühne. Neun unterschiedliche

Vereine sicherten sich einen Titel. Aufgrund der

wetterbedingten Regenverschiebungen war das

U16-Finale zwischen Milena Steinkamp (LTTC

„Rot-Weiß”) und Katharina Reichert (TK Blau-

Gold Steglitz) nicht mehr vor Urlaubsantritt der

Steglitzerin unterzubringen und wird als „Extra“

zu einem zu vereinbarenden Termin nachgeholt.

Zuvor war das von diversen Wetterkapriolen

geplagte Championat von fünf auf sechs Tage

Dauer gestreckt worden und immer wieder von

Regenpausen unterbrochen worden.

Das es dennoch zu einem guten Ende gebracht

wurde, grenzte an ein Organisationswunder,

dass vor allem dem schon genannten

Marcel Stelter in Personalunion von Turnierleitung

und Oberschiedsrichter zu danken war,

der nicht nur organisatorisch voll durchblickte

und quasi in „Doppelschicht“ immer wenn es

nottat mit dem Pfützen-Schwammroller auf

den Courts unterwegs war und in Kooperation

mit Co-Turnierleiter Roland Goering und den

Blau Gold-Mitarbeitern für den weitgehend

reibungslosen Ablauf sorgte.

Mitunter mussten sich die jungen Akteure

in Geduld üben, aber in ihren Spielen war

davon meist wenig zu merken. Nur drei der Vorjahresmeister

konnten 2025 ihren 2024er Titel

Maximilian Bernhard

(TK Blau-Gold Steglitz)

TVBB-Sport

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Finn Fleischfresser

(SV Berliner Bären)

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de

Paul Schwarzberg (TC SCC)

Ferdinand Witting

(TC 1899 Blau-Weiss)

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TVBB-Sport

Jonas Tscharntke

(Neuenhagener Tennisclub 93)

Lena Topel (TC 1899 Blau-Weiss)

Robert Marianovski

(TC 1899 Blau-Weiss)

wiederholen, aber jeweils in anderen Altersklassen.

Feenia Kraus (LTTC „Rot-Weiß”), vor

Jahresfrist 6:1, 6:1-U11-Siegerin gegen Melanyia

Rolya (Dahlemer TC) gewann in einer Final-Neuauflage

gegen ihre DTC-Rivalin, die ihre Tränen-

Sturzbäche trotz großen Kampfes nur schwer

dämmen konnte.

In der U12 siegte Paul Schwarzberg (TC

SCC, 2024 U11-Meister) und holte sich den

Titel gegen Lokalmatador Maximilian Bernhard

im Duell der beiden Top-Gesetzten mit 6:3

und 6:4. Der dritte „Wiederholungstäter“ in Sachen

Meisterschaft war Robert Marianovski (TC

1899 Blau-Weiss), der in der U14 mit dem 6:3,

6:3-Finalerfolg gegen den Inder Mayhank Sarahan

(Grunewald TC) nach seinen Titeln 2023

(U11) und 2024 (U12) den Hattrick schaffte. Über

die komplette Fünf-Jahres-Periode seit 2021, die

ja für die Jüngstgeborenen noch läuft, ist er mit

drei Goldplaketten der Primus.

Das mit Spannung erwartete U18-Endspiel

der Damen zwischen den für ihre Altersklassen

als „Frischlinge“ daherkommenden Finalistinnen

Lena Topel (Jahrgang 2010) und Daria

Strogalshchikova (Jahrgang 2012), die ihre drei

Partien zuvor ohne Satzverlust gewonnen hatten,

begannen ausgeglichen und mit hoher

Qualität. Zuerst schaffte „Dascha” Strogalshchikova

ein Break, dann Lena Topel zwei in Folge

und drehte den Satz zum 6:4 zu ihren Gunsten.

Das waren die Schlüsselmomente für das Folgende.

Topel breakte gleich zum Beginn des

zweiten Durchgangs erneut. Ihre 13-jährige Rivalin

wehrte sich zumindest partiell nach Kräften,

baute aber spürbar mental ab, hatte Probleme

mit dem Aufschlag und der Länge ihrer

Schläge, lag schnell mit 1:4 hinten – beim

2:6 war das Match vorbei. „Nach meiner auskurierten

Fußverletzung habe ich mich gut bewegt

und darf mit mir zufrieden sein. Ich war

deutlich sicherer und habe weniger Fehler gemacht

als Dascha. Im fünften Duell mit ihr habe

ich zum vierten Mal gewonnen“, kommentierte

die Siegerin.

Ähnlich eindeutig verlief das Final-Match

des männlichen Nachwuchs der U18. Emil Enseleit

vom TC Grün-Weiß Bergfelde und mithin

der Brandenburger unter den TVBB-Jugendmeistern,

beherrschte das U18-Endspiel gegen

Theo Oeltermann (Weiße Bären Wannsee) beim

6:3, 6:1 mit größerer technischer Variabilität, geringerer

Fehlerquote und stärkerer innerer Einstellung.

Enseleit, vor zwei Jahren bereits einmal

TVBB-Jugendmeister in der U16, durfte hingegen

ziemlich zufrieden mit sich sein. In seinem

Gesicht war das nach dem Spiel auf Anhieb

abzulesen.

Die hier nicht näher genannten Titelgewinner

seien hiermit natürlich ebenfalls genannt:

Lilly Gessler (TC 1899 Blau-Weiss) holte

sich mit 6:3, 6:1 gegen Lia Alfaro Gil (BSV 1892)

den Titel in der U11, Timur Kaan Ablai (TC 1899

Blau-Weiss) mit 6:4, 6:2 den in der U11 und Jon

Ruben Fuhlmann (LTTC „Rot-Weiß”) mit 6:2,

6:2 gegen Fritz Boberg (TC 1899 Blau-Weiss) in

der U16.

Klaus Weise

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Johannes Treber (Zehlendorfer Wespen)

Nicole Sokolska (TC 1899 Blau-Weiss)

und Milena Steinkamp (LTTC „Rot-Weiß“)

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Laura-Marie Tscharntke und Anna-Lena Bruhn

(beide Neuenhagener Tennisclub 93)

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de


TVBB-Sport

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Liah Bessler (TC Weiß-Rot Coburg) und

Leni Blechenberg (Turn- u. Sportverein Glinde)

Alexander Zieschang (TC Frohnau)

BTTC Junior-Cup – 14. bis 17. August 2025

Fair Play und Leidenschaft: Nachwuchstennis beim BTTC

Fotos: Nicola Sophia Trenner, Grafik: Adobe Stock

Vier Tage, 50 Talente, unzählige Ballwechsel:

Der BTTC Junior-Cup hat sich auch bei

seiner 13. Auflage als echtes Highlight im

Berliner Nachwuchstennis präsentiert.

Zwischen hochklassigen Finals, packenden

Nebenrunden und sommerlicher

Clubatmosphäre zeigte sich, wie viel Energie,

Spielfreude und Potenzial in der nächsten

Generation steckt – mittendrin auch die

Jugendlichen des Gastgebers.

Mitte August war es wieder so weit:

Vom 14. bis 17. August stand die Anlage

des BTTC ganz im Zeichen der

Jugend. Zum 13. Mal in Folge hieß es „BTTC Junior-Cup“

– ein Turnier, das sich längst als feste

Größe im Berliner Nachwuchskalender etabliert

hat. Rund 50 Spielerinnen und Spieler in den

Altersklassen U14 und U16 kämpften um Pokale,

Ranglistenpunkte und natürlich auch um den

Applaus der Zuschauer.

Vier Tage lang herrschte reger Betrieb auf

den Plätzen: kurze Matches in der Vorrunde,

lange Ballwechsel in den Finals, dazwischen

immer wieder lachende Gesichter und das bunte

Treiben eines Turniers, das weit mehr ist als nur

sportlicher Wettbewerb. Für viele Jugendliche

ist der Junior-Cup die perfekte Mischung aus

Wettkampferfahrung, Clubatmosphäre und

Sommerferien-Feeling.

Auch die Gastgeber waren mittendrin. Zwei

Mädchen und fünf Jungs aus den Reihen des

BTTC nutzten die Chance, vor heimischem Publikum

aufzuschlagen. Und auch wenn es am

Ende nicht für einen der Haupttitel reichte,

sammelten sie wertvolle Erfahrungen und die

Unterstützung zahlreicher Clubmitglieder, die

als Zuschauer, Ballkinder oder helfende Hände

dabei waren.

Hinter den Kulissen sorgte ein eingespieltes

Organisationsteam für den reibungslosen Ablauf.

Ein besonderer Dank galt Turnierleiter

Frank May, der mit ruhiger Hand durch die Spielpläne

führte, und Martin Melchior, der bereits im

Vorfeld die organisatorischen Fäden zog. FSJler

Jan-Malte Hartwig war während der Turniertage

omnipräsent – vom Zählen der Bälle bis hin zur

Siegerehrung – und wurde damit zu einer Art

„heimlicher Held“ des Turniers.

Sportlich bot das Event zahlreiche Highlights.

Bei den U16-Jungen sicherte sich Alexander

Zieschang vom TC Frohnau den Titel.

Im Finale bewies er gegen Gabriel Rossi (LTTC

„Rot-Weiß“) Nervenstärke und Durchsetzungsvermögen.

In der U14-Konkurrenz der Jungen

zeigte Constantin Kästner (NTSV Strand 08) aus

Schleswig-Holstein sein Können und bezwang

Maximilian Rink (TTK Sachsenwald) – ein Duell,

das von hohem Tempo und sehenswerten Ballwechseln

geprägt war.

Bei den Mädchen glänzte besonders Leni

Blechenberg (TSV Glinde), die sich bei den U14

souverän den Sieg gegen Liah Bessler (TC Weiß-

Rot Coburg) holte. In der Altersklasse U16 setzte

sich Eva Mentner (TC 1899 Blau-Weiss) durch

und durfte den Pokal aus den Händen von BTTC-

Sportvorstand Sven Hartlieb entgegennehmen.

Dass beim Junior-Cup auch diejenigen nicht

leer ausgehen, die früh ausscheiden, ist Teil

des Konzepts. Die Nebenrunden brachten weitere

Siegerinnen und Sieger hervor und sorgten

dafür, dass alle Kinder und Jugendlichen bis

zum Ende im Turnier blieben. Besonders erfreulich:

Im Finale der U14-Nebenrunde der Mädchen

stand mit Ella Iwan eine Spielerin des BTTC.

Sie musste sich zwar Antonia Jaedicke (Dahlemer

TC) geschlagen geben, doch der Applaus

der Clubkameraden zeigte: Hier zählt auch der

zweite Platz. Bei den U14-Jungen siegte Matteo

Klammandt (BSV 92) vor Levent Aldinger

(TC 1899 Blau-Weiss), bei den U16-Jungen entschied

Valentin Grigorov (Blau-Weiss Berlin) die

Nebenrunde für sich.

Abseits der Ergebnisse war es die Atmosphäre,

die den Junior-Cup auszeichnete. Sonnige

Tage, die typische Turnierhektik auf der

Anlage, konzentrierte Stille bei den Finals und

Gelächter am Rande der Plätze – all das machte

den besonderen Reiz aus. Eltern feuerten ihre

Kinder an, Vereinsmitglieder nutzten die Gelegenheit

für einen Kaffee am Spielfeldrand, und

zwischendurch wirkte das Clubgelände fast wie

ein kleines Tennisfestival.

Dass die Veranstaltung nach 13 Auflagen

nichts von ihrem Charme verloren hat, liegt an

der Mischung aus professioneller Organisation

und familiärer Nähe. Der Junior-Cup zeigt, wie

Nachwuchsarbeit auf Vereinsebene gelingen

kann: Kinder und Jugendliche spielen nicht nur

um Punkte, sondern erleben Gemeinschaft und

Motivation, weiter an sich zu arbeiten.

Als am 17. August die letzten Pokale überreicht

waren, stand eines fest: Der BTTC Junior-

Cup bleibt ein Aushängeschild für den Verein –

und ein beliebter Treffpunkt für Talente aus der

Region und darüber hinaus. Mit fairen Spielen,

vielen spannenden Matches und einer rundum

gelungenen Organisation setzte die 13. Auflage

erneut Maßstäbe. Und eines ist sicher: Nach

dem Turnier ist vor dem Turnier – 2026 wird es

ein Wiedersehen geben.

Claudio Gärtner

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

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TVBB-Sport

Marc Pärg (TC 1899 Blau-Weiss)

3. TCL-Juniors-Cup – 24. bis 26. Juli 2025

Neun Titel vergeben:

Blau-Weiss siegt dreimal,

„Rot-Weiß” zweimal

Beim TC Weiß-Gelb in Berlin-Lichtenrade fand die Premiere des Juniors Cup als

Turnier der J4-Kategorie statt, bei dem Punkte für die DTB-Rangliste und die LK-

Wertung vergeben wurden. Einstweilen ist der Wettbewerb auf den J3-Level

geklettert und wurde Ende Juli 2025 zum dritten Mal durchgeführt. Kurz zuvor

am 28. Juni beging der 500-Mitglieder-Verein im Süden der Hauptstadt sein

100. Gründungsjubiläum, bei dem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner

die Plakette des Bundespräsidenten für das 100-jährige Bestehen überreichte

und die tolle Atmosphäre für den Sport im Klub lobte.

Dass Weiß-Gelb-Lichtenrade großartige

Angebote für Spitzen-,

Leistungs- und Breitensportler

von jung bis alt, für die ganze Familie,

aber auch für engagierte Nachwuchstalente

jeden Alters macht, beweist der

TCL-Juniors Cup. Dessen dritte Auflage

konnte zwar aufgrund des mitunter

mangelnden Meldeaufkommens nicht

alle ausgeschriebenen Konkurrenzen

durchführen, aber da, wo die Resonanz

ausreichend vorhanden war, hatte die

Simon Wohlfahrt

(LTTC „Rot-Weiß“)

Fotos: Markus Arnold, Grafik: Adobe Stock

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TVBB-Sport

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Malin Groeger

(Tennis-Club Tiergarten)

Nicole Sokolska (TC 1899 Blau-Weiss)

Fotos: Markus Arnold

Besetzung ein sehr gutes und starkes

Niveau.

Bei den Herren war im 18er Endspiel

Nummer 2 Simon Wohlfahrt (LTTC „Rot-

Weiß”) gegen den topgesetzten Marc

Pärg (TC 1899 Blau-Weiss) nach dramatischem

Verlauf der 3:6, 6:3 und 11:9-Sieger,

nachdem sich beide Rivalen in ihren

Partien zuvor ohne Satzverlust jeweils

deutlich durchgesetzt hatten.

Bei den 16ern feierte im vollen 32er

Feld ebenfalls ein „Rot-Weißer” den

Triumph. Der topgesetzte 15-jährige

Gabriel Friedrich Rossi machte mit dem

überraschenden, ungesetzten Finalisten

Mika Laux (Grün-Weiß Nikolassee) beim

6:0, 6:1 kurzen Prozess.

Auch in der U14 gab es ein komplettes

32er Feld, in dem sich die

Ergebnisse finden

Sie unter folgendem

QR-Code:

Topfavoriten Nummer 1 Paul Schwarzberg

(TC SCC) und Nummer 2 Bruno

König (TV Kreischa, Sachsen) früh verabschiedeten,

sodass es zum Endspiel

zwischen Mayank Saharan (Grunewald

TC) gegen Daniel Lusin (BSV 1892) kam.

Im Finale war der GTCer hochüberlegen

und verpasste Lusin die 6:0, 6:0-Brille.

Ihre je vier Matches zuvor hatten beide

Kontrahenten fast ohne Satzverlust dominiert,

nur Saharan hatte gegen den

Hamburger Matteo Venturini einen

Durchgang abgegeben.

Die U12-Konkurrenz holte sich der

für seinen guten Nachwuchs bekannte

TC 1899 Blau-Weiss, dessen Enno Möll

als Nummer 3, der im Halbfinale den

topgesetzten Hamburger Otto Stürken

(TTK Sachsenwald) eliminiert hatte,

überlegen mit 6:2, 6:2 gegen Camillo

Schroth (Weiße Bären Wannsee) der in

der Vorschlussrunde überraschend Nummer

2 Jonas Tscharntke (TC SCC) hochspannend

eliminiert hatte.

Im „mixed“ (männlich/weiblich) ausgeschriebenen

U10-Wettbewerb, für den

allerdings nur sechs Jungs gemeldet hatten,

standen sich im Endspiel zwei TC

1899 Blau-Weiss-Talente gegenüber, das

Henri Hoogendijk gegen Theodor von

Werner mit 4:5, 4:1 und 5:3 gewann. In

den gespielten Doppeln verbuchten in

der U18 (16 Paare) Jonas Rieck/Marc Pärg

(TC 1899 Blau-Weiss) und in der U14 Daniel

Lusin/Paul Schwarzberg (BSV 1892/

TC SCC) den TCL-Juniorscup-Erfolg.

Klaus Weise

Gabriel Friedrich Rossi

(LTTC „Rot-Weiß)

Enno Möll (TC 1899 Blau-Weiss)

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TVBB-Sport

Ellen Ahrens (LTTC „Rot-Weiß“)

Nikolassee Junior-Cup – 25. bis 27. Juli 2025

Nikolassee wird zur Bühne für

auswärtige Meister

Zwischen Regenschauern, Sandstaub und Sachsen-Schwung wurde beim

dritten Nikolassee Junior-Cup nicht nur um Pokale, sondern auch um Prestige

gespielt. Der Berliner Nachwuchs war zahlenmäßig klar in der Überzahl – auf

dem Siegerpodest aber hatten Gäste aus Dresden, Darmstadt und Espenhain

überraschend oft die Nase vorn. Nur zwei Titel blieben im TVBB, beide bei

den Mädchen – ein kleiner Trost, aber immerhin mit starker Performance. Vor

allem der Finaltag offenbarte: Klasse schlägt Quote. Und wer sehen will, wo

Berlin-Brandenburg im Jugendbereich derzeit wirklich steht, sollte diesen

Turnierbericht nicht verpassen.

Bruno Calatayud

(Grunewald Tennis-Club)

Der TVBB-Nachwuchs kann sich bundesweit durchaus

sehen lassen, aber mitunter tut er sich in manchen

Altersklassen auch schwer. Das bekamen die Talente

aus der Region beim 3. Nikolassee Junior-Cup des TC Grün-

Weiß Nikolassee in den sechs Altersklassen des Turniers trotz

ihrer großen Majorität unter den 105 Rackettalenten deutlich

zu spüren. Quantität setzt sich nicht immer automatisch in

Qualität um, gerade im Sport wird das vielfach deutlich.

Nur zwei der sechs Titel bei den Grün-Weißen in Nikolassee,

bei denen die „1925“ im offiziellen Vereinstitel darauf hinweist,

dass man gerade ein besonderes Jahr der Klubgeschichte erlebt,

blieben „daheim“ im TVBB. Die vier anderen gingen gleich

dreimal an Sachsen und einmal an Hessen.

In der U14 standen sich im Berliner Finale des 14er Tableaus

die topgesetzte Carla Pansegrau (TC 1899 Blau-Weiss)

und Nummer 4 Maria

Shpilevaya (BSV 1892)

gegenüber, die zu

Turnierbeginn Nummer

2 Caterina Schreiber

(VfL Westercelle,

TNB) mit 6:4, 6:4 aus

dem Weg geräumt

hatte. Im Endspiel

aber war Pansegrau

beim 6:3, 6:1 frischer,

eine Klasse besser und

gewann verdient.

Im zweiten TVBB-

Finale in der U12-

Kategorie maßen zwei Talente aus Hauptstadt-Topvereinen

ihre Kräfte. Mit der topgesetzten Ellen Ahrens vom LTTC „Rot-

Weiß” und der ein Jahr jüngeren Nummer 2 Isha Malhotra (Jg.

2014) vom TC SCC waren die Beiden die klar Besten des vollen

16er Feldes, die in ihren drei Matches vor dem Finale ohne Satzverlust

die Konkurrenz auseinandernahmen. Im Endspiel allerdings

kam es nicht zu einem Vergleich auf Augenhöhe, denn

die „Rot-Weiße” dominierte beim 6:2, 6:1 fast nach Belieben.

Im dritten „Damen“-Wettbewerb, der U18, hieß es dann

aber „Sachsens Glanz und Gloria“, mit dem Sieg der topgesetzten

Emma Stauder (Tennisleistungszentrum Espenhain),

die als Youngster des Jahrgangs 2011 im Finale die drei Jahre

ältere Moéna Neumann (TC Frohnau) nach Herzenslust mit 6:0,

6:1 wegputzte. Auch das Halbfinale zuvor gegen Laura-Marie

Tscharntke (Neuenhagener TC 93; Nr.3) hatte sie per Tennis-

Demonstration mit 6:2, 6:3 gewonnen.

In den drei männlichen Konkurrenzen setzte sich die sächsische

Gala mit zwei Turniersiegen fort. Zwar überließ man im

U18-Wettbewerb dem hessischen Solisten Nicolas Kühn (TEC

Darmstadt) den Turniersieg, aber bei den Wettbewerben der

U14 und U12 durfte nach den Erfolgen von Giulian Rothkegel

(TC Bad Weißer Hirsch Dresden) und Valentin Krüger (TC Blau-

Weiß Dresden-Blasewitz) mundartig gefolgert werden "Das

isch bomforzionös!" („Das ist großartig!“). Rothkegel, an Eins

gesetzt, ließ nach einem Auftakt-Freilos nachfolgend mit vier

Zweisatz-Erfolgen inklusive 6:4, 6:1-Finale gegen Nummer 2

Bruno Calatayd (Grunewald TC) den Turniersieg in der mit 29

Startern am stärksten besetzten U14-Kategorie folgen.

In der U12-Kategorie gab es sogar ein sächsisches Finale

im vollen 16er Feld. Der topgesetzte Valentin Krüger (TC Blau-

Weiss Dresden-Blasewitz) und der an Zwei rangierte Jonas Ulbrich

(TSV 1886 Markkleeberg) beherrschten das Feld der 14

TVBB-Kontrahenten deutlich. Krüger war wie Ulbrich mit drei

Zwei-Satzsiegen und fast identischen Spieleverhältnissen ins

Endspiel gezogen. Dort hieß es schließlich in einer wechselhaften

Partie mit häufigeren Winner-Schlägen für Krüger 6:3,

6:4 für den Blasewitzer.

Klaus Weise

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Fotos: Markus Arnold, Grafik: Adobe Stock

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matchball | 04 – 2025


8. Neuenhagen Junior Open – 8. bis 10. August 2025

Sommer, Sonne, Siegerlächeln:

Neuenhagen in Bestform

Die 8. Neuenhagen Junior Open hatten alles, was ein gelungenes

Jugendturnier ausmacht: starke Felder, ein grünes Wohlfühl-

Ambiente und Matches, die nicht nur bei 30 Grad, sondern auch

in Sachen Spannung an die Schmerzgrenze gingen. 84 Kinder

und Jugendliche aus dem TVBB und sechs weiteren Landesverbänden

verwandelten die Gartenstadt Neuenhagen in ein kleines Tennis-

Mekka. Dass dabei gleich drei Titel an „Auswärtige“ gingen, ist

ebenso ein Zeichen für die Attraktivität des Turniers wie die familiärprofessionelle

Ausrichtung, für die NTC-Jugendwartin Luise Tscharntke

längst überregional geschätzt wird. Und als dann auch noch der

eigene Sohn den U12-Titel holte, war die Freude endgültig komplett.

TVBB-Sport

Gloria Dittrich

(Rot-Weiß Seeburg)

Ç

Die Premiere des Turniers gab es schon

2013, danach kamen einige Breaks,

aber nun gingen am zweiten August-

Wochenende die 8. Neuenhagen Junior Open

(J4) auf der Anlage des Vereins über die Bühne.

Die Open seien „ein voller Erfolg“ gewesen,

durfte man danach auf der Website des Vereins

lesen. Mit 84 Meldungen, darunter über 40

Ranglisten-Akteure, konnten die Teilnehmerzahlen

abermals gesteigert werden. „Wir

waren wirklich positiv überrascht von der Resonanz.

Immerhin 20 Tennis-Kids aus sechs DTB-

Landesverbänden neben dem TVBB hatten den

Trip nach Neuenhagen auf sich genommen.

Und drei durften als Sieger in den neun Wettbewerben

nach Hause fahren. Ein klares Zeichen

dafür, dass sich das Turnier längst als

‚Must-Go‘ im TVBB-Kalender etabliert hat“, freute

sich NTC93-Jugendwartin Luise Tscharntke,

die seit sechs Jahren das organisatorische Heft

des Handelns mit Leidenschaft, Durchblick und

Charme in den Händen hat. Und dabei in diesem

Jahr von dem versierten Tennis-Turnierorganisator

Dr. Dirk Struck und NTC-Sportwart

Michael Wiedeck unterstützt wurde.

„Bei strahlendem Sonnenschein erlebten

Zuschauer und Spieler spannende und hochklassige

Matches. Viele Gäste lobten die

hervorragende Organisation und die familiäre,

aber zugleich professionelle Atmosphäre,

die das Turnier zu etwas Besonderem macht.“

Luise Tscharntke hatte zudem auch noch eine

Arthur Biberstein (TC Frohnau)

besonderen Freudenbonus im eh schon reichlichem

Wohlgefühl, denn Filius Jonas (Jg. 2014),

Aleksandr Strogalshchikow (TC SCC)

der vom NTC zum Berliner-Vorzeigeverein TC

SCC gewechselt ist, um seine sportliche Entwicklung

zu fördern und forcieren, gewann die

U12-Konkurrenz. An Zwei gesetzt siegte er im

Finale gegen seinen SCC-Klubkameraden Ilan

Knorrn nach spannender Match-Tie-Break-Entscheidung

mit 2:6, 6:2 und 10:8 und brachte

Mama zum Jubeln.

Für die Zukunft hat Luise Tscharntke einen

klaren Wunsch: „Noch mehr Teilnehmer und anhaltende

Begeisterung und ansteckendes Engagement

unserer Mitglieder und all derer, die es

dank unseres Beispiels werden möchten.“ Man

sei guter Hoffnung, dass die Turnierkategorie

im kommenden Jahr noch höher ein gestuft

wird, „verdient hätten es die Neuenhagen Junior

Open allemal“.

Klaus Weise

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

Eva Mentner (TC 1899 Blau-Weiss)

Fotos: Harald Almonat, Grafik: Adobe Stock

Laura Struck (TC Frohnau)

matchball | 04 – 2025

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TVBB-Sport

Fritz Boberg

(TC 1899 Blau-Weiss)

7. Blau-Weiss Young Generation Trophy powered by Albena (J2)

Blau-Weiß Trophy Damen/Herren (A5) – 3. bis 7. September 2025

Festival der Generationen:

Zwei Turniere, ein Tennis-Feuerwerk

Zwei Turniere, ein Festival: Anfang September verwandelte sich die Anlage

vom TC 1899 Blau-Weiss in ein Schaufenster für Nachwuchstalente und Aktive

zugleich. Bei der 7. Young Generation Trophy standen die Kids und Jugendlichen

im Rampenlicht, parallel sorgte die erstmals ausgetragene Blau-Weiss Trophy

der Damen und Herren für zusätzliche Schlaglichter. Rund 200 Spielerinnen und

Spieler zeigten, wie lebendig Tennis in Berlin und Brandenburg ist – mit blauweißen

Festspielen im Jugendbereich und “rot-weißen” Triumphen bei den

Aktiven.

Die Blau-Weiss Young Generation Trophy, vor sieben Jahren

von Jugendkoordinator René Heidbrink ins Leben

gerufen, hat seit ihrer Premiere schon längst Kultstatus

errungen. Das Turnier für die männlichen und weiblichen

Altersklassen von U9 bis U18 hat mit leicht variierendem Umfang

bei den Wettbewerben permanent starke Resonanz, nicht

nur bei TVBB-Vereinen.

Anders als im Vorjahr gehörten diesmal die U18-Wettbewerbe

nicht zum Programm und das hatte einen guten und

durchdachten Grund. Denn erstmals wurde parallel zum Jugend-Programm

ein als Blau-Weiss Trophy betiteltes Aktiven-

Turnier der Damen und Herren veranstaltet und von der YGT-

Turnierleitung und deren Mitarbeitern verantwortet. Der mit

je 2000,- € dotierte A5-Wettbewerb erwies sich als gelungener

Zweitschauplatz, denn zum einen fanden viele starke U18-er

dort ihren Platz und bildeten mit der reiferen Konkurrenz top

gefüllte Felder.

Bei den Damen schaltete Youngster Daris Strogalshschikova

(TC SCC) mit den fünf bzw. drei Jahren älteren Larissa Poniak

(Braunschweiger THC) und Marisol Weidenfeld (Münchner

SC) gleich zwei „Gäste“ in Folge aus, ehe sie dann gegen die

Lena Topel (TC 1899 Blau-Weiss)

topgesetzte Anica Stabel (LTTC „Rot-Weiß”) mit 3:6 und 1:6 verlor.

Allerdings war für Stabel dann im Halbfinale gegen Top-Talent

Sophie Triquart (Zehlendorfer Wespen) nach einem engen

Match mit 6:3, 4:6, 8:10 Endstation. Im Finale traf Triquart auf

die gleichaltrige Milena Steinkamp (LTTC „Rot-Weiß”), die – das

Endspiel eingeschlossen – ihre vier Turniermatches ohne Satzverlust

bestritt.

Das Herren-Endspiel holte sich überraschend deutlich

Nummer 6 Umut Akkoyun (LTTC „Rot-Weiß”) gegen den topgesetzten

Hendrik Thada Grohbrügge (TC SCC) mit 6:1, 6:3.

Fotos: Markus Arnold

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matchball | 04 – 2025


TVBB-Sport

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Robert Marianovski

(TC 1899 Blau-Weiss)

June Theuring

(TC 1899 Blau-Weiss)

Fotos: Markus Arnold, Grafik: Adobe Stock

Akkoyun absolvierte seine vier Matches im Turnierverlauf mit

konstant starker Form ohne Satzverlust.

In den acht Wettbewerben der Young Generation Trophy –

je vier bei Mädchen und Jungen – gewannen viermal junge Aktive

der Gastgeber vom TC 1899 Blau-Weiss. Bei den Jungen der

U16 war der topgesetzte Fritz Boberg überlegener 6:2, 6:1-Sieger

über Gabriel Francesco Rossi (LTTC „Rot-Weiß”), der kein

Mittel gegen den Blau-Weissen fand, der im Vorjahr bereits im

U14-Finale stand.

Auch der U14-Gewinner Robert Marianovski (TC 1899 Blau-

Weiss) hatte bereits Endspiel-Erfahrung aus dem Vorjahr, diesmal

besiegte er Raphael Plambeck (TC SCC) mit 6:1 und 7:5.

In der U12 der Jungs gab es schließlich den einzigen „Gästeerfolg“

eines Nicht-TVBBers mit dem schwer erkämpften

Zweieinhalb-Stunden-Finalsieg mit 5:7, 7:5 und 10:2 des topgesetzten

Mika Karl Knobloch (TV Blau-Weiß Warnemünde)

gegen Enno Möll (TC 1899 Blau-Weiss), der als Nummer 7 als

klarer Außenseiter ins Endspiel gestartet war. Im Finale wusste

der körperlich kleinere Berliner lange die letzten Endes besseren

Antworten, gewann den ersten Satz 7:5 und hielt auch

im zweiten Durchgang das Geschehen bis zum 5:5 lange offen.

Dann nahm ihm Knobloch den Aufschlag ab und glich mit seinem

7:5 zum 1:1-Satzstand aus. Das hieß Match-Tie-Break – und

da hatte dann das „Nordlicht“ von der Ostsee den Widerstand

Eva Mentner

(TC 1899 Blau-Weiss)

Ergebnisse finden

Sie unter folgendem

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Young Generation

BW-Trophy

von Lokalmatador im letzten noch laufenden Match der Young

Generation Trophy gebrochen. Das 10:2 für Knobloch vermittelt

den Eindruck einer „klaren Sache“, aber das war Spiel

eben lange nicht. „Wir haben noch nie gegeneinander gespielt,

und ich bin ziemlich spät ins Rollen gekommen und nur knapp

an einer Niederlage vorbeigeschlittert. Aber natürlich ist so ein

Ende am letzten Ferientag top. Ich komme gern im nächsten

Jahr wieder zum Turnier!“, kommentierte der erschöpfte Sieger.

Im U11-Finale der Jungs gab es die zweite Chance auf einen

„Auswärtssieg“ durch den an Zwei gesetzten Hamburger Pepe

Fabritius (Marienthaler THC), der allerdings gegen den topgesetzten

SCCer Hugo Rau beim 2:6, 1:6 ohne Chance blieb.

Bei den U16 Damen war ein Gastgeber-Duell zwischen

zwei Blau-Weissen und den Nummern 1 und 2 zu erleben,

das setzungsgemäß Lena Topel gegen Paula Deus (im Vorjahr

Zweite in der U14) mit 6:1, 6:4 für sich entschied. Auf dem Weg

ins Endspiel hatten beide mit klaren Siegen ohne Satzverlust

dominiert.

Auch in der U14 wurde der Turniererfolg nach einem Finale

zweier 1899 Blau-Weiss-Spielerinnen vergeben. Die ungesetzte

June Theurig siegte nach zwei Zwei-Satz-Erfolgen und dem

Halbfinal-Match -Tie-Break-Triumph auch im Endspiel – und

das souverän mit 6:1,6:1 gegen Eva Mentner (TC 1899 Blau-

Weiss).

Das Final-Duell der U12 ging an Nummer 2 Aurelie Sunmi

Lienau (TC Frohnau), die die topgesetzte Ellen Ahrens (LTTC

„Rot-Weiß”) mit 7:5, 6:1 beherrschte.

In der U11 war Nummer 2 Isha Malhotra (TC SCC) nach drei

Zwei-Satz-Siegen im Endspiel gegen Alessandra Estefania Victoria

Rogosch vom TK Blau-Gold Steglitz, die mit drei souveränen

Zwei-Satz-Erfolgen ins Finale gezogen war, die unangefochtene

Trophy-Gewinnerin.

Als Fazit für die Veranstaltung, die zwei Turniere in einem

verpackt hatte und damit nach René Heidbrink „eine wunderbare

Ebene fürs Sportliche und darüber hinaus für Begegnungen,

Kontakte, Erfahrungen und Neugier-Befriedigung“

auf der imposanten Blau-Weiss-Anlage bot, durften die Organisatoren

für die Doppel-Trophy zusammenfassen: „Man kann

immer noch was besser machen, aber das war nahe an der Perfektion.

Alles hat gepasst, sogar das Wetter. Bis ins Detail war

alles bestens organisiert. Auf ein Neues – bei der 8. Young Generation

Trophy 2026!“

Klaus Weise

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TVBB-Sport

27. Friedrichshagen Junior Open beim

TC Orange-Weiß Friedrichshagen – 21. bis 24. August 2025

Spannung im Kurpark:

Junioren kämpfen um

die Pokale

Sommer, Sonne, Junior Open: Ende August verwandelte

sich die Anlage von Orange-Weiß Friedrichshagen erneut

in ein Schaufenster für den Nachwuchs. Bei der 27. Auflage

des Traditionsturniers kämpften 82 Kinder und Jugendliche

aus 26 TVBB-Vereinen – und sogar Gäste von weit her – um

Pokale, Punkte und Prestige. Zwischen packenden Finals,

Überraschungssiegen und Lokalmatadoren, die sich in die

Siegerlisten eintrugen, wurde schnell klar: Dieses Turnier ist

für den Verein weit mehr als nur Routine – es ist ein Stück

Herzenssache.

Konstatin Kartmann (TC SCC)

So sagte denn der Vereinsvorsitzende Olaf Zachrau, seit

20 Jahren im Amt, auch mit berechtigtem Stolz nach den

gelungenen vier Tagen: „Das ist das, was wir können und

was wir wollen! So werden wir weitermachen.“ Im Umfang, im

Anspruch, in der Art und Weise. Und schritt gleich mal zur Tat,

schnappte sich den Wasserschlauch und half seinem Turnierausschuss

um Jugendsportwart Tim Fritzges höchstselbst beim

Bewässern der Plätze.

Bei den U12-Mädchen bestritten Olu Stevenson (TC Orange-Weiß

Friedrichshagen) und Tina Ngyuen (TC Fallersleben)

aus Niedersachsen. In diesem dominierte zwar die ungesetzte,

doch klar favorisierte Nguyen deutlich mit 6:1, 6:2. Ihr Triumph

war wohl der Top-Auftritt der Open – und das kam alles andere

als überraschend. Unmittelbar zuvor hatte sie Anfang August

beim 48. Nationalen Deutschen Jüngstenturnier in Lippe im Finale

ihrer Altersklasse gestanden – ein Wettbewerb, in dessen

Siegerlisten schon Tennis-Heroen wie Steffi Graf, Boris Becker,

Angelique Kerber oder Alexander Zverev standen.

In den fünf männlichen Finals teilten sich sechs TVBB-Vereine

die Medaillen in Gold und Silber. Einziger Klub mit doppelter

Siegausbeute war TC 1899 Blau-Weiss, der mit Valentin Grigorov

(U16) und Timur Kaan Ablai (U12) zwei Gewinner stellte.

Dafür, dass es nicht ohne Titel für den Gastgeber beim

Heimturnier abging, sorgte in der U18 der ungesetzte Johann

Ergebnisse finden

Sie unter folgendem

QR-Code:

von Scholz, der nach „Brille“-Auftaktsieg gegen Dominik Samuel

Damm (TK Blau-Gold Steglitz) gegen Nummer 2 Neel

Schomaker (TC Frohnau) beim 5:7, 7:5, 6:3 und Nummer 3 Carl

Tyradellis (TC Tiergarten) beim 7:6, 6:3 zweimal hart kämpfen

musste, um ins Finale zu gelangen. In dem traf er auf die bis

dahin souveräne Nummer 1 Julius Laurin Fussan (Zehlendorfer

Wespen), der drei Runden absolviert hatte. Nach dem 2:6 im

ersten Finaldurchgang jedoch musste Fussan aufgeben.

In der U10 holte sich schließlich auch der erfolgsverwöhnte

SCC seinen Titel, als Konstantin Kartmann dem rot-weißen

LTTCer Turan Teskin beim 6:2, 6:1 so gut wie keine Chance ließ

und damit das Turnier mit vier Siegen ohne Satzverlust beendete

und dafür wie die anderen Sieger und Finalisten Gutscheine

und Pokale entgegennehmen durfte.

Das abschließende Endspiel am finalen Sonntag bestritten

in der U14 Linus Gahlich vom TC Frohnau und Karl Hentschel

vom TC SCC – es wurde ein echter Höhepunkte mit Höhen und

„Tiefen“ auf beiden Seiten, bei dem Hentschel nach dem relativ

klaren 6:3 im ersten Satz auch im zweiten auf bestem Wege

zum Matchgewinn schien. Doch peu á peu kämpfte sich der

dauerkämpfende Gahlich auf 5:6 heran, wehrte diverse Matchbälle

gegen sich ab, glich mit 7:6 zum 1:1-Satzstand aus und

drehte im dritten Durchgang die Partie mit 6:3 vollends. Jubel

und strahlende Freude auf der einen, Enttäuschung und Ärger

auf der anderen Seite – so ist der Sport. Auf die Frage „Wie hast

Du das denn gemacht?“ an den Sieger und an den Rivalen „Was

war der Grund für Deine Fehler?“ antworten beide mit derselben

Geste: ahnungsloses Schulterzucken.

Klaus Weise

Fotos: Harald Almonat

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matchball | 04 – 2025


TVBB-Sport

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Turnierleiterin

Pia Schwarze

Emilia Thron (TC SCC)

Alexandra Ilyunina

(BSV 1892)

Simon Wohlfahrt

(LTTC „Rot-Weiß“)

Fritz Boberg (TC 1899 Blau-Weiss)

Timur Kaan Ablai (TC 1899 Blau-Weiss)

Fotos: Harald Almonat, Grafik: Adobe Stock

11. Internationale Spandauer Jugendmeisterschaften – 30. August bis 2. September 2025

Wo Begeisterung stärker war als jedes Tiefdruckgebiet

Was als gewöhnliches Jugendturnier begann, entwickelte sich in diesem Spätsommer

zu einem kleinen Fest des Sports, der Ausdauer und des Teamgeists. Die 11. Spandauer

Jugendmeisterschaften zeigten einmal mehr, wie lebendig Tennis in Berlin gelebt wird – mit

130 Teilnehmenden, die sich von Regen, Pfützen und langen Tagen nicht bremsen ließen. Am

Ende siegte nicht nur Talent, sondern auch Leidenschaft.

Manchmal schreibt der Tennissommer

seine schönsten Geschichten dort,

wo man sie am wenigsten plant. Die

11. Spandauer Jugendmeisterschaften waren

so ein Fall – ein Turnier, das eigentlich ganz unspektakulär

in der letzten Ferienwoche über die

Bühne gehen sollte und sich dann zu einem echten

Marathon mit Herz entwickelte.

Fast 130 Nachwuchsspielerinnen und -spieler

hatten gemeldet – so viele wie noch nie. Eine

Zahl, die das Turnierkomitee kurzzeitig zwischen

Stolz und Schweißausbruch pendeln ließ. Denn

während die Meldelisten wuchsen, sanken die

Temperaturen. Der Wetterbericht klang wie ein

schlechter Witz: Dauerregen von Samstag bis

Montag. Doch Spandau wäre nicht Spandau,

wenn man sich davon beeindrucken ließe.

Die Turnierleitung zog den Zeitplan eng wie

ein Grand-Slam-Tableau: ab 9:00 Uhr der erste

Aufschlag, das letzte Match gegen 18:00 Uhr

– und das drei Tage lang. Wer in diesen Stunden

über die Anlage kam, spürte sofort diese

besondere Mischung aus Ehrgeiz, Energie

und Chaos, die Jugendturniere so liebenswert

macht. Auf Platz eins kämpften sich zwei U12-

Talente durch lange Ballwechsel, auf Platz drei

jubelten Eltern über einen gewonnenen Tie-

Break, und am Grill roch es schon mittags nach

Pommes und Regenjacke.

Als am Finaltag die grauen Wolken dann

wirklich das Kommando übernahmen, drohte

die große Spandauer Show ins Wasser zu fallen.

Doch dann kam der Moment, der dieses Turnier

unvergesslich machte: Während die ersten

Tropfen auf die Linien prasselten, griff Cheang,

der unermüdliche Turnierchef, zum Megafon.

„Alle Kids herkommen – wir retten die Plätze!“

Und tatsächlich: Mit Netzen, Schrubbern und

jeder Menge Teamgeist befreiten die Kinder die

Courts von Pfützen, lachten über nasse Schuhe

– und sorgten dafür, dass nach nur dreißig Minuten

wieder gespielt werden konnte.

Das war der Spirit dieser Meisterschaften:

kein Murren, kein Aufgeben – nur Begeisterung.

Und sie wurde belohnt:

In der U18 triumphierte Fritz Boberg (TC

1899 Blau-Weiss) mit präzisem Spiel und kühlem

Kopf 6:4, 6:3 gegen Simon Wohlfahrt (LTTC

„Rot-Weiß”). In der U16 dominierte Gabriel Francesco

Rossi (ebenfalls LTTC „Rot-Weiß”) gegen

Milo Bremer (Elmsbütteler TC) mit 6:4, 6:2. Und

bei den U18-Mädchen zeigte die Leipzigerin Melissa

Vandlik mit 6:3, 7:5 gegen Sophie Cramer

(TC Blau-Weiß Hohen Neuendorf), dass Technik

und mentale Stärke auch jenseits der Hauptstadt

zu Hause sind.

Als die letzten Pokale überreicht waren und

der Grill endlich zur Ruhe kam, blieb das Gefühl:

Das hier war mehr als ein J3-Turnier. Es war ein

Wochenende voller Leidenschaft, Zusammenhalt

und ehrlicher Emotionen – ein Stück lebendige

Tenniskultur im Berliner Westen.

Und während die Sonne beim Abbau kurz

hinter den Wolken hervorblinzelte, war allen

klar: Die 12. Auflage kommt bestimmt. Vielleicht

wieder mit Regen. Aber ganz sicher mit Herz.

Claudio Gärtner

Ergebnisse finden Sie unter folgendem QR-Code:

matchball | 04 – 2025

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TVBB-Sport

Paula Deus (TC 1899 Blau-Weiss)

25. Čujić-Cup – 6. bis 14. September 2025

Ein Jubiläum im Zeichen

des Sportsgeist

Wenn ein Turnier über ein Vierteljahrhundert Bestand hat, dann liegt das

selten nur am sportlichen Ehrgeiz. Beim Čujić-Cup des TV Preußen, der

in diesem Jahr zum 25. Mal ausgetragen wurde, steht etwas anderes im

Mittelpunkt: Spaß am Spiel, gegenseitiger Respekt und Fair Play. Werte,

die das Jugendranglistenturnier von Beginn an geprägt haben – und die

auch 2025 wieder spürbar waren.

Das traditionsreiche Turnier gehört zur Kategorie J2 im

Jugend-Ranglistensystem des Deutschen Tennis Bundes

und ist längst ein fester Bestandteil des Berliner

Tenniskalenders. Gespielt wird in den Altersklassen U9 bis U18,

männlich und weiblich. Für viele Kinder und Jugendliche ist der

Čujić-Cup der perfekte Start in die zweite Saisonhälfte. Zwar

spielte das Wetter nicht immer ganz mit, doch die Stimmung

auf der Anlage des TV Preußen blieb heiter – so, wie es zum

Geist des Turniers passt.

Von Beginn an legte das Organisationsteam (um Familie

Kattenbaum) großen Wert auf den fairen Umgang miteinander.

Die britische Bezeichnung „sportsmanship“ bringt es auf den

Punkt: Sportlichkeit zeigt sich nicht nur in Leistung, sondern

vor allem in Haltung.

Da beim Čujić-Cup traditionell ohne Schiedsrichter gespielt

wird, ist Fairness auf dem Platz besonders gefragt. Entscheidungen

sollen im Sinne des gegenseitigen Respekts

getroffen, Diskussionen sportlich gelöst werden. Eltern,

Ergebnisse finden

Sie unter folgendem

QR-Code:

Trainerinnen und Trainer sind ausdrücklich eingeladen, dieses

Miteinander zu unterstützen. Ein Oberschiedsrichter ist stets

anwesend, um im Bedarfsfall einzuschreiten – doch sein Eingreifen

bleibt die Ausnahme.

Sportlich hatte der Jubiläums-Cup auch in diesem Jahr einiges

zu bieten. In allen Altersklassen entwickelten sich packende

Begegnungen, bei denen die Nachwuchstalente ihr Können

eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Neben den 14 Einzeltiteln wurde auch wieder der traditionelle

Wanderpokal für den erfolgreichsten Verein vergeben.

Nach einem Punktesystem, das Siege, Final- und Halbfinalteilnahmen

berücksichtigt, ging die begehrte Trophäe in diesem

Jahr an den TC 1899 Blau-Weiss – dank einer konstant starken

Teamleistung in fast allen Altersklassen.

Insgesamt drei Siegerinnen und Sieger stellte der Club am

Finalwochenende: Timur Ablai gewann in der U11 (nach Aufgabe

von Lenn Devich vom NTC „Die Känguruhs“ beim Stand

von 3:0) und Robert Marianovski gab im Finale der U14 nur

zwei Spiele ab. In der weiblichen U16 sorgte Paula Deus für den

dritten Erfolg des TC 1899 Blau-Weiss. Zudem standen mit Sophie

Sommer (U10) und Konstantin Heupel (U18) zwei weitere

Vereinsmitglieder in den Endspielen.

Der Čujić-Cup bleibt auch im 25. Jahr seinem Motto treu:

Tennis als Gemeinschaftserlebnis. Nicht Rekorde oder Pokale

stehen im Vordergrund, sondern die Freude am Spiel und

der respektvolle Umgang miteinander. Trotz mancher Regenschauer

war die Stimmung auf der Anlage des TV Preußen

hervorragend – getragen von vielen helfenden Händen, engagierten

Eltern und einer Turnierleitung, die Herz und Erfahrung

vereint. Oder, wie es ein Teilnehmer treffend formulierte: „Beim

Čujić-Cup will jeder gewinnen – aber niemand verliert den

Spaß dabei.“

Katrin Brewka

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de, Grafik: Adobe Stock

Lenn Devich

(NTC „Die Känguruhs“)

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matchball | 04 – 2025


Grafik: Adobe Stock

Nachrichten

Neue DTB-Ranglisten veröffentlicht –

TVBB-Spieler weiter stark vertreten

Die neuen Quartalsranglisten des Deutschen Tennis Bundes

(DTB) für Oktober 2025 sind veröffentlicht und können

auf www.tennis.de eingesehen werden. Auch der Tennis-Verband

Berlin-Brandenburg (TVBB) hat seine aktuellen Landesranglisten

auf www.tvbb.de/sport/ranglisten veröffentlicht. In

den internationalen Weltranglisten sind zahlreiche Spielerinnen

und Spieler aus dem TVBB weiterhin vertreten – ein starkes

Zeichen für die erfolgreiche Nachwuchs- und Leistungsarbeit

in der Hauptstadtregion.

Sokolska und Hotin triumphieren bei den Ostdeutschen

Jugendmeisterschaften U14

Neue Titelträger bei den Ostdeutschen Jugendmeisterschaften: Nicole Sokolska

(TC 1899 Blau-Weiss) und Michail Hotin (Potsdamer TC „Rot-Weiß”) haben sich

in Dresden-Blasewitz die Krone der Altersklasse U14 gesichert. Auf der traditionsreichen

Anlage des TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz setzten sich beide Nachwuchstalente

souverän gegen die Konkurrenz durch und feierten damit einen weiteren

wichtigen Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung.

World University Games: Bronze für Alessio Vasquez Gehrke

Alessio Vasquez Gehrke vom BTTC Grün-Weiss hat bei den FISU World University

Games (Universiade) die Bronze-Medaille im Tennis-Einzel gewonnen. Dies ist

die erste Medaille in dieser Disziplin seit über 20 Jahren. Die alle zwei Jahre stattfindende

Universiade fand dieses Jahr in der Rhein-Ruhr-Region in Deutschland statt.

Vasquez Gehrke besiegte auf dem Weg zur Medaille Gegner aus der Türkei, Südafrika,

Japan und der Schweiz. Im Halbfinale unterlag er dem Briten Toby Samuel mit

6:7 und 3:6. Samuel ist aktuell auf Platz 890 der Weltrangliste, seine höchste Platzierung

war Rang 404.

Die Universiade zog 9200 Athleten und 1,2 Millionen Zuschauer an. Für Vasquez

Gehrke war es ein großes Event mit sicherlich guten Erinnerungen.

DTB-Talentcup: TVBB mischt wieder in der Löwengruppe mit

Mit Teamgeist, Biss und jeder Menge Spaß hat sich das TVBB-Aufgebot beim DTB-

Talentcup in Essen erneut unter die besten sechs Landesverbände gespielt.

Schon in der Vorrunde ließen die Berliner und Brandenburger nichts anbrennen, fegten

an Hessen und Württemberg vorbei und zogen souverän in die prestigeträchtige

„Löwengruppe“ ein. Dort blieb es bis zum letzten Ballwechsel spannend – am Ende

fehlte nur ein mickriger Punkt zum Podest, Platz fünf war dennoch ein starkes Ausrufezeichen

für den kleinen Landesverband. TVBB-Jugendwart Roland Goering führte

als Turnierleiter gewohnt souverän durchs Event – und sogar beim Team Thüringen

half der TVBB aus, indem Gesa Voeth und Lenia Ihns kurzfristig einsprangen. Ein

Wochenende voller Punkte, Pokalträume und perfekter Team-Momente.

15. Cujic-Mini-Cup begeistert den Nachwuchs beim BSV’92

Am 7. September 2025 fand auf der Anlage des BSV’92 bereits zum 15. Mal der beliebte

Cujic-Mini-Cup statt. Über 40 Kinder kämpften in zehn „Drachengruppen“

auf Kleinfeldern und beim Athletik-Parcours auf dem Center Court um Punkte und

Pokale. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die kleinen Talente lautstark angefeuert,

ehe am Ende alle Teilnehmenden mit Medaillen ausgezeichnet wurden.

TVBB-Sport

Sanssouci Open mit Rekordbeteiligung und großem Fairplay

Die Sanssouci Open 2025 setzten vom 27. bis 31. August neue Maßstäbe: Mit

über 100 Teilnehmenden verzeichnete das A3-Ranglisten- und Preisgeldturnier

beim Potsdamer TC „Rot-Weiß“ einen neuen Rekord. Erstmals wurden zudem die

Mixed-Verbandsmeisterschaften der Damen und Herren ausgetragen. Auf den Plätzen

begeisterten Bundesliga-Spielerinnen und -Spieler sowie deutsche Meister –

unter ihnen Sophie Triquart (Zehlendorfer Wespen) und Nadja Meier (Potsdamer

TC „Rot-Weiß“). Für ein sportliches Highlight sorgte Herren-Sieger Tobias Berning,

der im Finale beim Stand von 6:4, 5:4 und 40:40 eine Schiedsrichterentscheidung zu

Gunsten seines Gegners korrigierte – Fairness in Reinkultur. Die Titel sicherten sich

Juliane Triebe (Damen), Tobias Berning (Herren) sowie Sabrina Rittberger und Maximilian

Erhardt im Mixed.

Potsdamer Damen 30 holen

Deutschen Meistertitel

Die Damen 30 des Potsdamer TC „Rot-Weiß” haben die

Deutsche Vereinsmeisterschaft gewonnen. In einem

packenden Finale gegen Eintracht Frankfurt drehten sie

nach 2:4-Rückstand die Partie und sicherten sich mit 10:5

im entscheidenden Match-Tie-Break den Titel.

Knapp geschlagen geben mussten sich dagegen die

Herren 65 des TC 1899 Blau-Weiss. Auch sie kämpften sich

nach 2:4 in den Einzeln zurück, verloren das Finale gegen

Tennis 65 Eschborn aber unglücklich mit 4:5 – ein Einzel endete

sogar mit 16:18 im Match-Tie-Break.

Weitere TVBB-Teams erreichten die Endrunde: Grün-

Weiß Lankwitz belegte bei den Herren 75 Platz 3, die

Zehlendorfer Wespen (Herren 50) und der TC SCC (Herren

55) wurden jeweils Vierte.

Starke Leistungen bei den

Deutschen Meisterschaften der Senioren

Bei den 70. Nationalen Deutschen Meisterschaften der

Seniorinnen und Senioren in Bad Neuenahr erreichten

zwei TVBB-Spieler das Finale. TVBB-Präsident Dr. Klaus-Peter

Walter spielte sich bei den Herren 75 als Ungesetzter

bis ins Endspiel vor. Dort unterlag er der aktuellen Nummer

eins der Deutschen Rangliste, Peter Marklstorfer (TSV

Rottenburg) knapp mit 4:6, 5:7. Auch Gudula Eisemann erreichte

das Finale, musste jedoch beim Stand von 1:1 Sätzen

verletzungsbedingt aufgeben. Herzlichen Glückwunsch zu

diesen starken Auftritten!

3. Platz für den TVBB bei den

deutschen Mannschaftsmeisterschaften

Ü40 der Verbände

Timo Fleischfresser und Patrick Haake erkämpften für

den TVBB den 3. Platz. Im Halbfinale musste sich das

TVBB Team der Mannschaft vom Niederrhein (die auch

Deutscher Meister wurden) mit 2:7 geschlagen geben. Beim

Spiel um Platz 3 setzten sie sich dann aber mit 5:4 gegen

Württemberg durch. Entscheidenden Anteil hatten dabei

die Einzelsiege von Haake und Fleischfresser, sowie der

Doppelerfolg von Timo mit Benjamin Potsch (TC SCC).

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TVBB-Sport

TVBB On Tour:

Wo Berlin aufschlägt, wird es spannend

Während andere noch sortieren, sind die TVBB-Spieler längst unterwegs – mit Racket, Rhythmus und jeder Menge Ranking-Ambitionen.

Ob Jugend, Aktive oder erfahrene Tourspieler: Auf nationalen wie internationalen Courts ist Bewegung im Spiel – und der TVBB

mittendrin.

Zwischen Isernhagen, Istanbul und dem ITF-Kalender zeigt sich, was

diesen Verband ausmacht: Vielseitigkeit, Biss – und die Fähigkeit, an den

richtigen Tagen die entscheidenden Punkte zu holen.

Ob Titel, Halbfinale oder erstes internationales Ausrufezeichen – wer

den TVBB auf dem Zettel hat, weiß: Hier wird geliefert. Und nicht selten

auch: gewonnen. Hier kommen die Erfolge im Überblick – kompakt,

konkret und mit dem passenden Fazit:

TVBB On Tour.

TVBB on tour

– KW28 2025

Stephanie Wagner (TC SCC) erreicht beim W50 in Aschaffenburg

das Achtelfinale, genau wie Jonas Pelle Hartenstein

(TC 1899 Blau-Weiss) in beim M15 in Telfs (Österreich) und

Diego Dedura (TC 1899 Blau-Weiss) beim Challenger (CH125)

in Braunschweig. Dedura besiegte hierbei den Schweden

Ymer (Weltrangliste 221) mit 6:3, 6:3, ehe er gegen den Top-

100-Spieler Navone aus Argentinien mit 1:6, 2:6 verlor.

Sophie Triquart (Zehlendorfer Wespen) war beim Jugend-

Weltranglistenturnier in Neunkirchen unterwegs und konnte

hier das Achtelfinale erreichen.

In der Damen-Tennis-Bundesliga musste der LTTC „Rot-

Weiß” am letzten Spieltag nochmal zittern, ehe der 5:4-Erfolg

gegen den Club an der Alster und somit der Klassenerhalt feststand.

Am Ende belegen die Rot-Weißen Platz 5 in der Tabelle

der 1. Bundesliga. Hervorzuheben ist die Doppel-Bilanz von

Lena Papadakis, die in sieben Spielen sechs wichtige Doppel-

Siege beisteuern konnte.

Bei den Herren startete die 2. Bundesliga erstmals mit vier

TVBB-Vereinen. Sowohl der LTTC "Rot-Weiß" als auch Grün-

Weiß Nikolassee konnten auswärts mit einem Sieg in die Saison

starten. Im ersten von sechs TVBB-Derbys siegte der TC SCC

deutlich mit 8:1 gegen den TC 1899 Blau-Weiss.

TVBB on tour

– KW29 2025

Für Caroline Werner (TC 1899 Blau-Weiss) gab es in Hamburg

den ersten Sieg auf WTA-Ebene zu feiern, bevor im Achtelfinale

gegen die Russin Ekaterina Alexandrova, aktuell die Nummer

16 in der Welt, Schluss war. Auch Sonja Zhenikhova konnte sich

im Doppel über einen WTA-Sieg freuen: Zusammen mit Tessa

Brockmann erreichte sie das Viertelfinale in Hamburg. Im Einzel

konnte Zhenikhova in der Qualifikation antreten und verlor

dort knapp in drei Sätzen gegen die Niederländerin Eva Vedder

(Weltrangliste 249).

Mariano Dedura-Palomero (BTTC Grün-Weiss) erreichte

beim Weltranglistenturnier in Uslar das Achtelfinale. Franziska

Sziedat (Potsdamer TC „Rot-Weiß”) schied in Tschechien

in der Runde der letzten 32 aus, genau wie Sophie Triquart

(Zehlendorfer Wespen) beim Jugend-Weltranglistenturnier in

Mönchengladbach.

TVBB on tour

– KW30 2025

Felix Triquart (Zehlendorfer Wespen) reiste nach Finnland und

erreichte beim dortigen Jugend-Weltranglistenturnier das

Achtelfinale. Ebenfalls bis ins Achtelfinale kam Rudolf Molleker

beim Herren-Weltranglistenturnier in Metzingen. Für Sonja

Zhenikhova (TK Blau-Gold Steglitz) bei den Damen in Horb und

für Julia Hofmann (TC 1899 Blau-Weiss) bei der Jugend in Fürth

war in der Runde der letzten 32 Schluss.

Viele andere unserer TVBB-Spitzenspieler waren wieder in

der 2. Bundesliga der Herren im Einsatz. Die vier TVBB-Teams

sind weiter sensationell auf den ersten vier Plätzen der Tabelle.

Tabellenführer ist weiterhin der LTTC „Rot-Weiß” mit Robert

Strombachs, Timo Stodder und Nino Ehrenschneider. Am Freitag

gewannen die „Rot-Weißen” das Derby gegen Blau-Weiss

mit 5:4 und am Sonntag mit 6:3 gegen Suchsdorf.

Auf dem zweiten Platz folgt der TC SCC mit Daniel Masur,

Benito Jaron Sanchez Martinez und Markus Malaszszak. Am

Freitag konnte der TC SCC einen 5:4-Sieg aus Suchsdorf mitnehmen,

am Sonntag wurde im TVBB-Duell Grün-Weiß Nikolassee

mit 8:1 besiegt.

Tabellendritter ist der TC 1899 Blau-Weiss mit Diego Dedura,

Michael Agwi und Jonas Pelle Hartenstein. Nach der

4:5-Niederlage gegen LTTC „Rot-Weiß“ konnte am Sonntag der

Club an der Alster Hamburg mit 7:2 besiegt werden

Auf Platz 4 folgt der TC Grün-Weiß Nikolassee mit Lukas

Maskow und Philipp Pavlenko. Nach drei Saisonsiegen zum

Auftakt gab es in dieser Woche zwei Niederlagen, mit 2:7 bei

Marienburg und mit 1:8 beim TC SCC.

Grafik: Adobe Stock

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matchball | 04 – 2025


TVBB-Sport

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TVBB on tour

– KW31 2025

Michael Agwi (TC 1899 Blau-Weiss) erreicht das Finale beim

Weltranglistenturnier in Dublin (Irland). Im Finale unterlag er

dem Briten Alastair Gray, der aktuellen Nummer 362 der Welt

knapp in drei Sätzen. Ebenfalls sehr erfolgreich war Caroline

Werner (TC 1899 Blau-Weiss), sie erreichte beim W100 in Spanien

das Halbfinale. Auch Rudolf Molleker und Sophie Triquart

erreichten die Vorschlussrunde beim M25 bzw. beim Jugend-

Weltranglistenturnier in Polen.

Helena Buchwald (TC SCC) und Franziska Sziedat (Potsdamer

TC „Rot-Weiß”) erreichten in Serbien bzw. Finnland jeweils

das Viertelfinale. Diego Dedura (TC 1899 Blau-Weiss) und

Daniel Masur (TC SCC) waren bei Challenger-Turnieren in Tschechien

bzw. Hagen (Deutschland) im Einsatz. Beide konnten die

1. Hauptrunde gewinnen und verloren dann im Achtelfinale,

genau wie Felix Triquart (Zehlendorfer Wespen) beim Jugend-

ITF in Slowenien. Für Mariano Dedura-Palomero in Wetzlar und

Sebastian Heinrich bei den Junioren in Polen gab es bereits in

der 1. Runde eine Niederlage.

Die 2. Bundesliga der Herren hatte einen weiteren Doppelspieltag

zu absolvieren. Am Freitag hatte der TC SCC spielfrei,

Blau-Weiss und „Rot-Weiß” konnten gewinnen, für Nikolassee

gab es eine deutliche Niederlage. Auch Blau-Weiss musste am

Sonntag eine deutliche Niederlage hinnehmen. Im Duell zwischen

dem LTTC „Rot-Weiß” und dem TC SCC ging es dann um

die Tabellenführung und die Tendenz in Richtung Aufstieg in

die 1. Bundesliga. Der TC SCC konnte sich in einem spannenden

Duell mit 5:4 durchsetzen und ist damit neuer Tabellenführer,

mit drei Matchpunkten vor „Rot-Weiß”, bei gleichen Tabellenpunkte

(beide nur mit einer Niederlage). Der TC 1899 Blau-

Weiss ist weiterhin Dritter, Grün-Weiss Nikolassee ist vor den

beiden letzten Spieltagen fünfter der Tabelle.

TVBB on tour

– KW32/33 2025

Michael Agwi (TC 1899 Blau-Weiss) gewann das Weltranglistenturnier

in Trier. Nach fünf Siegen über Marcel Zielinski,

Mika Lipp, Sebastian Fanselow, Oscar Otte und Adrian Oetzbach

konnte er sich über 15 weitere Weltranglistenpunkte,

2.160 $ Preisgeld und den ersten ITF-Turniersieg in 2025 freuen.

Sonja Zhenikhova (Blau-Gold Steglitz) erreichte in Rumänien

das Halbfinale, Alessio Vasquez-Gehrke (BTTC Grün-

Weiss, in Polen) und Nino Ehrenschneider (LTTC „Rot-Weiß”,

in Schweden) kamen bis ins Achtelfinale. Bei Jugend-Weltranglistenturnieren

erreichte Ferdiand Witting (TC 1899 Blau-

Weiss) in Luxemburg ebenfalls das Achtelfinale, Felix Triquart

(Zehlendorfer Wespen) gewann im 64er-Feld in Polen ebenfalls

eine Runde.

In Regensburg fand ein großes Turnier der Tennis Europe

U12-Serie statt. Hier konnte Nicole Sokolska (TC 1899 Blau-

Weiss) das Finale erreichen und auf dem Weg dorthin gegen

Paula Knobloch gewinnen, die gerade in der Vorwoche die

Deutsche Meisterschaft der U12 gewinnen konnte.

In der Vorwoche wurden folgende Ergebnisse erreicht:

Felix Triquart: Viertelfinale beim Junior-ITF in Slowenien, Sebastian

Heinrich (BTTC Grün-Weiss): Runde der letzten 32 beim

Junior-ITF in Belgien, Carl Radtke (LTTC „Rot-Weiß”): Runde der

letzten 32 beim Junior-ITF in Großbritannien, Diego Dedura (TC

1899 Blau-Weiss): Runde der letzten 32 beim ATP Challenger

in Bonn.

TVBB on tour

– KW34 2025

Große Erfolge für SCC-Trio: Markus Malaszszak erreichte das Finale

beim ITF in Thailand – Benito Sanchez und Daniel Masur

gewannen die Doppel-Konkurrenz beim ATP Challenger in

Augsburg. Benito Sanchez war auch im Einzel erfolgreich und

schaffte den Einzug ins Viertelfinale.

Gleiches gelang Michael Agwi (TC 1899 Blau-Weiss) beim

ITF in Überlingen. Beim Augsburger Challenger trat auch Diego

Dedura (TC 1899 Blau-Weiss) an und erreichte das Achtelfinale.

Daniel Masur verlor in der 1. Hauptrunde gegen seinen Teamkollegen

Benito Sanchez, auch Robert Strombachs und Nino

Ehrenschneider (beide LTTC „Rot-Weiß”) und Rudolf Molleker

verloren dort. Ebenso in der Runde der letzten 32 scheiterte Sebastian

Heinrich beim Junior-ITF in Tschechien.

Grafik: Adobe Stock

TVBB on tour

– KW35 2025

Michael Agwi (TC 1899 Blau-Weiss) spielt sich beim ITF Future

in Allershausen bis ins Halbfinale. Auch Daniel Masur (TC SCC)

war erfolgreich: Beim Challenger in Manacor (Spanien) musste

er sich erst im Viertelfinale in einem denkbar knappen Match

(dreimal Tiebreak) dem Österreicher Rodionov (ATP #154) geschlagen

geben.

Markus Malaszszak (TC SCC) musste in Thailand im Achtelfinale

aufgeben. In der ersten Hauptrunde verloren: Carl Radtke

beim Junior-ITF in Merzig, Felix Triquart (Zehlendorfer Wespen)

beim Junior-ITF in Lettland, Robert Strombachs (LTTC „Rot-

Weiß”) beim Challenger in Portugal und Nino Ehrenschneider

(LTTC „Rot-Weiß”) in Allershausen.

matchball | 04 – 2025

67


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TVBB-Sport

TVBB on tour

– KW36 2025

Jonas Pelle Hartenstein (TC 1899 Blau-Weiss) erreichte das

Viertelfinale beim Weltranglistenturnier in Polen. Gleiches gelingt

Felix Triquart (Zehlendorfer Wespen) bei den Junioren in

Hannover.

Große Erfolge im Doppel: Sonja Zhenikhova (Blau-Gold

Steglitz) erreichte das Grand-Slam-Halbfinale bei den US Open

der Juniorinnen mit Eva Bennemann. Beim ATP Challenger der

Türkei gewann Daniel Masur (TC SCC) mit Milos Karol die Doppel-Konkurrenz.

Diego Dedura (TC 1899 Blau-Weiss) und Rudolf Molleker

erreichen beim ATP Challenger in Österreich das Achtelfinale,

genau wie Nino Ehrenschneider (LTTC „Rot-Weiß”) in

den Niederlanden beim ITF. Für Caroline Werner (TC 1899 Blau-

Weiss) beim WTA125 in Kanada und Robert Strombachs beim

ATP Challenger CH125 in Spanien war in der ersten Hauptrunde

Schluß, genauso wie für Sebastian Heinrich (BTTC Grün-Weiss)

und Julia Hofmann (TC 1899 Blau-Weiss) beim Junior-ITF in

Hannover.

TVBB on tour

– KW37 2025

Sonja Zhenikhova erfolgreich in Polen: Beim ITF in Radom erreichte

die Spitzenspielerin von Blau-Gold Steglitz im Einzel das

Halbfinale und konnte zusammen mit Maja Pawelska (Polen)

die Doppel-Konkurrenz gewinnen.

Ebenfalls in Polen, beim ATP Challenger in Szczecin erreichten

Diego Dedura (TC 1899 Blau-Weiss) und Rudolf Molleker

das Achtelfinale. Gleiches gelang Robert Strombachs (LTTC

„Rot-Weiß”) beim Challenger in Italien. In Runde 1 war für Caroline

Werner (TC 1899 Blau-Weiss, WTA125 Spanien) und Carl

Radtke (LTTC „Rot-Weiß”, Junior-ITF Polen) Endstation.

Unsere Jugend war zu Gast in Dresden bei den Offenen Ostdeutschen

Meisterschaften. Michail Hotin (Potsdamer TC„Rot-

Weiß”) gewann die U14-Konkurrenz, im Halbfinale konnte er

gegen Nikita Rung (TK Blau-Gold Steglitz) gewinnen. Auch

bei den Mädchen ging der Titel an den TVBB: Nicole Sokolska

(TC 1899 Blau-Weiss) gewann im Finale gegen Stella Baumgardt

(TC Tiergarten) und im Halbfinale gegen Feenia Kraus

(LTTC „Rot-Weiß“). In der U12 erreichte Veljko Djumic (Grunewald

TC) das Halbfinale und Aurelie Lienau (TC Frohnau), Ellen

Ahrens (LTTC „Rot-Weiß”) sowie Paul Schwarzberg (TC SCC) das

Viertelfinale.

TVBB on tour

– KW38 2025

Sonja Zhenikhova (TK Blau-Gold Steglitz) ist Europameisterin.

Zusammen mit Eva Bennemann gewann sie die U18-Doppel-

Konkurrenz. Im Einzel gewann sie die Bronzemedaille und verlor

im Halbfinale gegen die Schwedin Wallberg.

Auch Daniel Masur (TC SCC) war erfolgreich und erreichte

beim Challenger in Columbus (USA) das Halbfinale. In Runde

Eins der Hauptfelder verloren Benito Sanchez (TC SCC) beim

ITF in den USA und Caroline Werner (TC 1899 Blau-Weiss) beim

WTA125 in Italien.

TVBB on tour

– KW39/40 2025

In der vorletzten Woche konnte Nino Ehrenschneider (LTTC

“Rot-Weiß”) beim ITF-Weltranglistenturnier auf Kreta das Finale

erreichen, dort verlor er gegen den Griechen Xilas. In der letzten

Woche konnte Nino Ehrenschneider beim ITF-Weltranglistenturnier

auf Kreta das Finale erreichen, dort verlor er gegen

den Griechen Xilas – kein Copy&Paste-Fehler: Zwei tolle Erfolge

hintereinander und am Ende eine Niederlage gegen den gleichen

Spieler. War es in der ersten Woche noch ein deutlicheres

2:6 3:6, musste er sich in der zweiten Woche sehr knapp mit 6:3

2:6 4:6 geschlagen geben.

Ebenfalls in der vorletzten Woche erreichte Sophie Triquart

(Zehlendorfer Wespen) das Halbfinale beim Jugend-ITF

in Spanien. In Frankreich erreichte Jonas Hartenstein (TC 1899

Blau-Weiss) das Achtelfinale beim Herren-ITF. Daniel Masur (TC

SCC) verlor beim Challenger in Las Vegas in der ersten Runde.

Erstmals erreichte auch Nachwuchsspieler Sebastian Heinrich

(BTTC Grün-Weiss) über gute Siege in der Qualifikation das

Hauptfeld eines Herren-ITFs. In Tschechien scheiterte er im

Hauptfeld knapp in drei Sätzen am ersten Weltranglistenpunkt.

In der letzten Woche erreichte Caroline Werner (TC 1899

Blau-Weiss) beim WTA125 in der Türkei das Achtelfinale. Auch

Robert Strombachs (LTTC “Rot-Weiß”) erreichte beim ATP Challenger

in Frankreich das Achtelfinale. Für Franziska Sziedat

(Potsdamer TC „Rot-Weiß“) in Bulgarien und Daniel Masur (TC

SCC) beim Challenger in den USA war in der ersten Hauptrunde

Schluss.

Grafik: Adobe Stock

68

matchball | 04 – 2025


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TVBB-Intern

Nachrufe

Trauer um Fredy Liske

M

it großer Trauer nimmt der TC Tiergarten Abschied

von seinem langjährigen Vereins- und Ehrenmitglied

Fredy Liske, der am 16.06.2025 verstorben ist.

Fredy war über Jahrzehnte hinweg ein unverzichtbarer

Teil des Vereins. Als leidenschaftlicher Sportwart und 1. Vorsitzender

hat er unseren Verein ein viertel Jahrhundert lang

mit Herzblut und außerordentlichem Engagement geprägt.

Für ihn war der Verein mehr als nur ein Ehrenamt – er war

sein zweites Zuhause, ein Ort, an dem er Freundschaften

pflegte und seine sportliche Leidenschaft auslebte.

Sein Name war in ganz Tennis–Deutschland bekannt.

Nicht selten lautete die Frage: „TC Tiergarten – ist das nicht

der Verein von Fredy Liske?“. Ob bei sportlichen Wettkämpfen,

oder geselligen Clubveranstaltungen – Fredy war

immer mit vollem Einsatz dabei, als erfolgreicher Spieler, als

glühender Fan der 1. Herrenmannschaft oder als jemand, der

zu feiern wusste.

Wir verlieren mit ihm einen weit über das normale Maß

hinaus engagierten Sportkameraden, dessen Wirken und

Persönlichkeit uns stets in Erinnerung bleiben werden.

Der TVBB trauert um

Werner Ludwig

D

er Tennis-Verband Berlin-Brandenburg ist tief betroffen

über den Tod seines Ehrenmitglieds Werner Ludwig,

der im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert der

Verband eine Persönlichkeit, die über sieben Jahrzehnte hinweg

den Tennissport in Brandenburg geprägt und mit großem

Idealismus begleitet hat.

Seit 1955, als er sich erstmals als Jugendwart der BSG

Empor Finsterwalde engagierte, widmete Werner Ludwig

sein Wirken dem Tennissport. Später übernahm er als Sportwart

des Bezirks Brandenburg Verantwortung und setzte sich

unermüdlich für die Spielerinnen und Spieler seiner Region

ein. Für dieses jahrzehntelange Engagement wurde er vielfach

geehrt: 2005 mit der Goldenen Ehrennadel des TVBB,

2015 mit der Goldenen Ehrennadel der Deutschen Olympischen

Gesellschaft und 2017 schließlich mit der Ehrenmitgliedschaft

im TVBB.

Werner Ludwig war ein Vorbild an Leidenschaft und Einsatzbereitschaft.

Der TVBB verneigt sich in Dankbarkeit vor

seinem Lebenswerk. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken

bewahren.

M

it großer Trauer nimmt der TC Orange-Weiß Friedrichshagen

Abschied von seinem Ehrenvorsitzenden Gerfried

Arndt, der am 11.07.2025 verstorben ist.

Gerfried spielte seit seinem zwölften Lebensjahr Tennis

beim TC Orange-Weiß Friedrichshagen (bis 1989 SG

Gerfried Arndt – Ein Leben

für den Tennissport

Friedrichshagen). Noch mit über 70 Jahren gewann er mit

seiner Enkeltochter die Clubmeisterschaft im Mixed.

Gerfried leitete den Tennisclub in Friedrichshagen

über 30 Jahre und trug maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung

des Vereins bei. In den 70er und 80er Jahren organisierte

er die Internationalen Meisterschaften von Friedrichshagen,

die viele internationale Teilnehmer anzogen.

1996 initiierte er den Bau des neuen Clubhauses, 2007

folgte der Bau der festen Halle. Diese Projekte sicherten ihm

bleibende Verdienste für den Tennissport und den TCOW.

Der Verein, der heute 518 Mitglieder und 178 Kinder und

Jugendliche im regelmäßigen Training zählt, dankt seinem

Ehrenvorsitzenden.

Fotos: privat

70

matchball | 04 – 2025


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International

Siegerin Aryna Sabalenka mit dem Pokal

US-Open 2025 - 18. August bis 7. September 2025

Drama in Flushing Meadows:

Alcaraz siegt,

Sabalenka verteidigt,

Altmaier beißt

Die US Open sind kein Turnier, sie sind ein Spektakel – ein Festival zwischen

Hardcourt-Hitze, Neonlichtern und New Yorker Wahnsinn. 2025 schrieb Carlos

Alcaraz mit seinem Sieg über Jannik Sinner ein weiteres Kapitel einer Rivalität

für die Geschichtsbücher. Aryna Sabalenka hielt dem Druck stand und krönte

sich erneut zur Königin von Flushing Meadows. Und aus deutscher Sicht

kämpfte sich Daniel Altmaier mit Herz und Schmerz ins Rampenlicht – ein

Auftritt, der trotz Aufgabe in Erinnerung bleibt.

US Open 2025 – Alcaraz und Sabalenka regieren New York

Flushing Meadows, Spätsommer, die Lichter des Arthur Ashe

Stadiums – und am Ende zwei Sieger, die ihren Namen einmal

mehr in die Tennisgeschichte meißeln: Carlos Alcaraz und

Aryna Sabalenka. Die US Open 2025 boten zwei Wochen voller

Dramen, Überraschungen und Emotionen. Und sie endeten mit

einem Hauch von Déjà-vu: Alcaraz mit dem Pokal in der Hand,

Sabalenka als strahlende Titelverteidigerin.

Alcaraz gegen Sinner – ein Klassiker in Serie

Das Männerfinale war wieder ein Duell, das sich längst wie

ein eigenes Kapitel der Tennisgeschichte liest: Alcaraz gegen

Sinner, zum dritten Mal in Folge bei einem Grand-Slam-Finale.

Diesmal hatte der Spanier das bessere Ende für sich. Mit

6:2, 3:6, 6:1, 6:4 schlug er den Titelverteidiger Jannik Sinner –

und sicherte sich nicht nur seinen zweiten US-Open-Titel nach

2022, sondern auch die Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste.

Vor den Augen von US-Präsident Donald Trump, der das

Foto: Jürgen Hasenkopf

72

matchball | 04 – 2025


Sonja Zhenikhova und

Eva Bennemann

International

ihn gegen Alex de Minaur eine Verletzung stoppte. Beim Stand

von 7:6, 3:6, 4:6, 0:2 musste er aufgeben – ein bitterer Moment

nach über neun Stunden Spielzeit in der ersten Woche.

Deutsche Junioren sorgen für Hoffnung

Auch im Junioren-Bereich gab es Lichtblicke. Der Düsseldorfer

Jamie Mackenzie stand im Halbfinale der Doppelkonkurrenz,

Sonja Zhenikhova aus Berlin erreichte mit Eva Bennemann

ebenfalls das Halbfinale im Juniorinnen-Doppel. Für beide

wertvolle Erfahrungen, die Lust auf die nächsten Jahre machen.

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Finale zur Chefsache erklärte, wirkte Alcaraz unerschütterlich.

Sein sechster Grand-Slam-Titel, sein Statement: Mit 22 Jahren

ist er längst das Gesicht einer Generation.

Sabalenka bleibt die Chefin

Bei den Damen gab es keinen Thriller, sondern einen

klaren Beweis von Stärke. Aryna Sabalenka verteidigte

ihren Titel mit einem 6:3, 7:6 (7:3)-Sieg

über Amanda Anisimova. Für die 27-Jährige aus

Belarus war es der vierte Grand-Slam-Erfolg, der

erste nach zwei bitteren Finalniederlagen

in Melbourne und Paris. Diesmal hielt sie

stand, diesmal war sie die unangefochtene

Nummer eins.

Deutsche Geschichten – Zverev,

Struff und Altmaier

Auch für die deutsche Riege gab es reichlich

Stoff. Alexander Zverev wollte an seine starken

Auftritte des Sommers anknüpfen, scheiterte

jedoch in der dritten Runde. Gegen den Kanadier

Felix Auger-Aliassime fehlte ihm in den entscheidenden

Momenten die Durchschlagskraft,

am Ende hieß es 6:4, 6:7, 4:6, 4:6 – ein Ergebnis,

das Zverev selbst als „bitter, aber kein Beinbruch“

einordnete. Sein Ziel bleibt klar: endlich auch in New

York ganz oben zu stehen.

Jan-Lennard Struff hingegen zeigte, warum er trotz Verletzungen

und Rückschlägen immer wieder für Furore sorgen

kann. Mit druckvollem Aufschlagund

Netzspiel erreichte er als Qualifikant

das Achtelfinale, wo er sich

Altmaier kämpft

bis zum Umfallen“

Novak Djokovic beugen musste.

Ein Match, das sinnbildlich

für Struffs Karriere steht: Voller

Leidenschaft, immer auf

Augenhöhe, oft knapp vorbei am ganz großen Coup.

Daniel Altmaier schrieb ebenfalls ein Kapitel: Mit zwei

Fünfsatzsiegen kämpfte er sich in die dritte Runde, ehe

New York im Ausnahmezustand

Abseits des Courts sorgte die Ankündigung von Trumps Besuch

für Schlagzeilen. Secret Service, doppelte Kontrollen, Nervosität

bei Zuschauern und Journalisten – Flushing Meadows wirkte

für einen Tag wie eine Hochsicherheitszone. Dem Finale

selbst tat das keinen Abbruch. Es war laut, es war intensiv, es

war New York.

Fazit: Die US Open bleiben ein Spektakel

Die 2025er-Ausgabe hat gezeigt, warum dieses

Turnier so besonders ist. Hier entstehen Geschichten,

die bleiben: Alcaraz als König

von New York, Sabalenka als eisige Konstante,

deutsche Spieler zwischen

Hoffnung und Enttäuschung. Die US

Open sind ein Fest der Gegensätze –

laut, wild, manchmal chaotisch, aber

immer mit dem Gefühl, dass hier Tennis

nicht nur gespielt, sondern gelebt

wird.

Claudio Gärtner

Carlos Alcaraz (ESP) jubelt nach dem Sieg

Fotos: Jürgen Hasenkopf

matchball | 04 – 2025

73


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International

MSC Hamburg Ladies Open – 14. bis 21. Juli 2025

Von 361 in die Top 50:

Boisson schreibt ihre

Erfolgsstory

Ein kühler Kopf, ein heißes Finale: Lois Boisson krönte sich bei

den MSC Hamburg Ladies Open 2025 zur neuen Siegerin am

Rothenbaum – und brachte das größte Sandplatzstadion

Deutschlands zum Beben.

Lois Boisson

Es gibt Spielerinnen, die reißen das Publikum mit wilden

Gesten und donnernden Schreien mit. Lois Boisson gehört

nicht dazu. Die Französin ist normalerweise ein

Muster an Gelassenheit, fast schon kühl in ihrer Art. Doch als

am Finalsonntag in Hamburg der Matchball verwandelt war,

brach der Damm: Faust gen Himmel, ein Jubelruf, dankbares

Winken in alle Richtungen. Ein Moment, der klar machte – dieser

Titel bedeutet ihr alles.

Mit 7:5, 6:3 besiegte die 22-Jährige im Endspiel die Vorjahressiegerin

Anna Bondar und sicherte sich damit den ersten

großen Triumph ihrer Karriere. 18.000 Zuschauerinnen und

Zuschauer hatten in der Turnierwoche den Weg zum Rothenbaum

gefunden, viele von ihnen feierten Boisson wie eine

alte Bekannte. „Ich bin sehr glücklich, dass ich hier gewinnen

konnte“, sagte sie später – ein Satz so nüchtern wie ihre Spielweise,

aber getragen vom Stolz einer Spielerin, die innerhalb

eines Jahres von Platz 361 auf Rang 44 der Weltrangliste durchgestartet

ist.

Der Weg zum Sieg war alles andere als selbstverständlich.

Bondar startete furios, führte im ersten Satz schnell mit 4:0.

Doch Boisson fand den Schalter: variabler, druckvoller, präziser.

Sie drehte einen fast verlorenen Satz noch zu einem 7:5 –

und nahm diese Energie mit in den zweiten Durchgang. Bondar

kämpfte, doch sie kam nie wieder richtig ins Kommando.

Am Ende triumphierte Lois Boisson mit kühler Konsequenz.

Während die Ungarin Bondar im Einzel leer ausging, sollte

auch das Doppel-Endspiel nicht für Trost sorgen. An der Seite

von Arantxa Rus vergab sie im Match-Tiebreak zwei Matchbälle,

am Ende jubelte das Duo Kichenok/Ninomiya. Bittere Tränen

für Bondar, grenzenloser Jubel für ihre Gegnerinnen.

Hamburg selbst präsentierte sich bei den MSC Hamburg

Ladies Open als perfekte Bühne. Turnierdirektorin Sandra Reichel

schwärmte: „Wir haben hier Weltklasse-Tennis gesehen,

das war Sport auf höchstem Niveau.“ Die Zahlen unterstreichen

Anna Bondar und Siegerin Lois Boisson

das: TV-Bilder in fast 200 Ländern, eine wachsende internationale

Strahlkraft – und für die Zukunft Pläne, ein Rollstuhlturnier

mit Weltranglistenpunkten zu integrieren.

Auch deutsche Spielerinnen waren am Start, sieben im

Hauptfeld, sechs in der Qualifikation. Zwar fand das Achtelfinale

ohne nationale Beteiligung statt – auch weil Eva Lys,

Laura Siegemund und Ella Seidel nicht antreten konnten –,

doch DTB-Präsident Dietloff von Arnim betonte: „Viele unserer

Spielerinnen sind auf dem Weg nach oben.“ Das Turnier soll

auch künftig eine Bühne für sie bleiben.

Ein emotionales Highlight abseits der Matches lieferte ein

Mann, der einst selbst auf diesem Court groß wurde: Tommy

Haas. Im Showmatch gegen Dominic Thiem wirkte der 47-Jährige

wie verjüngt. Beweglich, schlagstark, souverän besiegte

er den US-Open-Sieger von 2020 mit 6:2, 6:4 – und erinnerte

das Hamburger Publikum daran, warum er einmal die Nummer

zwei der Welt war. „Tommy ist ein Phänomen“, meinte Thiem lachend,

„ich hätte ihn gerne mal als Trainer gehabt.“

So endete die Turnierwoche am Rothenbaum mit einem

Gefühl, das auch in die Zukunft weist: Hamburg ist wieder ein

Fixpunkt im internationalen Tennisjahr – lebendig, emotional,

mit Potential nach oben. Und mit Lois Boisson hat das Turnier

eine Siegerin gefunden, die ihren Namen ins Rampenlicht gespielt

hat. Ihr Weg führt längst weiter nach oben. Ob sie 2026

als Titelverteidigerin zurückkehrt? In Hamburg würde man sie

mit offenen Armen empfangen.

Claudio Gärtner

Fotos: Valeria Witters, Grafik: Adobe Stock

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matchball | 04 – 2025


International

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Das deutsche Team: Tim Pütz, Kevin Krawietz, Justin Engel, Yannick

Hanfmann, Jan-Lennard Struff und Teamchef Michael Kohlmann

Davis Cup – 12. und 13. September 2025

Deutschland jubelt – und ein

17-Jähriger schreibt Geschichte

Manchmal schreibt der Davis Cup Geschichten, die größer sind als das Ergebnis. Ende August in Tokio war so

ein Moment: Deutschland qualifizierte sich mit einem klaren 4:0 gegen Japan souverän für die Finals – und

mittendrin stand ein 17-Jähriger, der sein Debüt feierte. Justin Engel, zweitjüngster Davis-Cup-Spieler der

deutschen Geschichte, stahl den Routiniers für einen Augenblick die Show und ließ erahnen, wohin die

Reise des deutschen Herrentennis noch gehen könnte.

Foto: Hiroshi Sato

Tokio, Ariake Coliseum, spätsommerliche

Stimmung – und am Ende ein deutscher

Jubelchor: Das Davis-Cup-Team hat auch

2025 die Qualifikation für die Finals gemeistert. Mit

einem souveränen 4:0 gegen Gastgeber Japan zog die Mannschaft

von Teamchef Michael Kohlmann bereits zum zweiten

Mal in Folge in die Endrunde ein. Es war ein Auftritt, der den

Teamgeist unterstrich – und einer, der vielleicht

sogar ein neues Kapitel im deutschen

Herrentennis aufgeschlagen hat.

Der Schlüssel zum Erfolg kam – wie so oft

– von den Doppel-Spezialisten. Kevin Krawietz

und Tim Pütz lieferten im dritten Match

das, was sie seit Jahren auszeichnet: Stabilität

in engen Momenten. Mit 6:3, 7:6 behielten sie

die Nerven, holten den entscheidenden dritten Punkt und ließen

die Deutschen schon vor dem letzten Einzel jubeln. „Das

war heute eine großartige Teamleistung“, schwärmte Kohlmann.

„Kevin und Tim haben einmal mehr ihre Nervenstärke

im Doppel bewiesen.“

Doch die eigentliche Geschichte des Wochenendes schrieb

ein 17-Jähriger: Justin Engel. Der Youngster durfte zum Abschluss

ran – und legte bei seinem Davis-Cup-Debüt einen

bemerkenswerten Auftritt hin. Mit 6:3, 6:7, 10:7 setzte er sich

gegen den ebenfalls noch jungen Japaner Rei Sakamoto durch.

Damit reiht sich Engel als zweitjüngster deutscher Davis-Cup-

Spieler hinter Boris Becker in die Geschichtsbücher ein. „Ich

war am Anfang unglaublich nervös, die Zuschauer waren laut

– aber dann habe ich meinen Rhythmus gefunden“, sagte

Engel hinterher mit leuchtenden Augen. „Es hat unheimlich

Spaß gemacht. Ich kann es kaum erwarten, wieder Davis Cup

zu spielen.“

Davis Cup schreibt

deutsche

Nachwuchs-Geschichte“

Auch Kohlmann war voll des Lobes: „Justin hat etwas Besonderes

geschafft. In so jungen Jahren auf diesem Level zu

bestehen, ist eine bemerkenswerte Leistung.“ Ein Satz, der fast

nach Vorschusslorbeeren klingt – aber vielleicht auch nach

einer sanften Wachablösung im deutschen Tennis.

Vor rund 5.000 Fans in Tokio zeigten die Deutschen einmal

mehr, dass sie im Davis Cup schwer zu schlagen sind. Nach

den erfolgreichen Jahren zuvor haben sie sich

auch diesmal früh das Ticket für die Finals gesichert.

Der Blick richtet sich nun nach vorne:

Die Endrunde wartet – und mit ihr die Chance,

endlich wieder einmal ganz tief ins Turnier

vorzustoßen.

Was bleibt, ist ein klarer Befund: Deutschland

hat die Mischung, die man braucht

– erfahrene Eckpfeiler im Doppel, solide Einzelspieler, und

nun auch ein Juwel, das noch viele Schlagzeilen verspricht.

Der Davis Cup 2025 könnte also nicht nur als weiterer Erfolg

im Geschichtsbuch stehen, sondern auch als Anfang einer

neuen Ära.

Claudio Gärtner

matchball | 04 – 2025

75


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TVBB-Intern

Glosse

Ehrenamt – Ehre oder einfach nur … Amt?

Es gibt Begriffe, bei denen man unweigerlich ein Bild im Kopf hat. „Ehrenamt“ ist so einer. Da sieht man sofort einen

aufrechten Menschen mit Block in der Hand und Sorgen in der Stirnfalte, der auf der Mitgliederversammlung das Wort

ergreift, während die anderen sich instinktiv hinter dem Buffet verstecken. Oder man denkt an jemanden mit Powerpoint

und Prinzipien, der irgendwann mal „Ich mach das jetzt mal ein Jahr“ sagte – und zehn Jahre später immer noch im

Vorstand sitzt. Mit steigendem Kaffee- und Keksverbrauch.

Aber was ist es denn nun – das Ehrenamt? Eine edle Berufung?

Oder eher so was wie der Hausputz: keiner

macht’s gern, aber wenn’s keiner macht, sieht’s halt aus

wie bei Hempels?

Die Sitzungsweltmeister

Beginnen wir bei den Ehrenämtlern der feinen Sorte – nennen

wir sie die Repräsentanten. Sie erscheinen meist in Jackett oder

Poloshirt mit eingesticktem Vereinslogo und haben eine gewisse

Vorliebe für Sätze wie „Ich bin hier nicht irgendwer.“ Sie

kennen die Geschäftsordnung, die Satzung und das Passwort

zur Dropbox, aber sie sind vor allem: sichtbar. Besonders gern

auf Fotos.

Zwischen Latte Macchiato und Linierungskreide

Das Ehrenamt, so scheint es, ist ein bisschen wie Tennis selbst:

alle reden drüber, aber die meisten schauen lieber zu. Dabei

ist das Spielfeld groß. Es reicht vom Kassierer mit Excel-Fetisch

bis zur Platzwartin mit Eimer, Herz und Sonnenhut.

Gerade im Tennisverein ist die Spannweite enorm: Hier die Toporganisatorin,

die seit 15 Jahren das Jugendcamp schmeißt,

dort der anonyme Netzpfostenrichter, der jedes Frühjahr dafür

sorgt, dass der Platz nicht aussieht wie ein Trümmerfeld.

Und natürlich die legendären Eltern, die beim Medenspiel

grillen – obwohl ihr Kind leider absagen musste. Ehrenamt, wie

es sein sollte: unaufgeregt, uneigennützig, ungefragt – und unfassbar

wichtig.

Vom Rückzug zur Rückhand

Das Problem ist nur: Immer weniger Menschen haben Lust.

Ehrenamt? Uff.

Ist das nicht das, wo man ständig Mails bekommt, die mit

„Wir brauchen dringend Hilfe bei…“ beginnen? Und wo man

dann sonntags um 8:30 Uhr mit einem Brötchen in der einen

und der Anmeldebogenmappe in der anderen Hand vorm

Clubheim steht, während es nieselt?

Ja. Genau das ist es. Aber auch nicht nur.

Denn Ehrenamt heißt eben auch: Teil sein. Etwas gestalten,

das größer ist als man selbst. Einen Verein mit Leben füllen, der

ohne freiwilliges Engagement ziemlich schnell ziemlich leer

wäre – nicht nur an Personal, sondern auch an Seele. Es ist wie

beim Doppel: Wenn keiner ans Netz geht, wird’s halt schwierig

mit dem Punktgewinn.

Der Repräsentant ist ein ehrenamtliches Chamäleon – bei

Pressegesprächen eloquent, beim Aufbau des Bierwagens

meist „leider verhindert“. Dafür trägt er Verantwortung. Und

das nicht zu knapp – wobei unklar ist, wofür genau. Meist für

„die Außendarstellung“. Man erkennt ihn daran, dass er bei Veranstaltungen

regelmäßig vorne sitzt. Aber nie bei der Müllentsorgung.

Der Protokoll-Märtyrer

Dann gibt es den zweiten Typ: die stille, tapfere Gattung des

operativen Ehrenamts. Sie schreibt Protokolle, liest sie auch –

freiwillig – und versendet sie mit der Fußnote „Bitte um Rückmeldung

bis Dienstag“. Es meldet sich niemand.

Dieser Ehrenämtler kauft T-Shirts fürs Jugendturnier, organisiert

Waffeleisen und weiß, wo im Vereinsschuppen das Gaffatape

liegt. Er oder sie lebt zwischen Beruf, Familie, Turnierleitung

und der Frage, ob man die Jugendversammlung noch

vor dem Sommer unterkriegt.

Der Dank? „Schön, dass es geklappt hat.“ – Und das war’s

dann meistens auch. Keine Statue. Kein Parkplatz. Nur gelegentlich

ein trockener Keks von der letzten Präsidiumssitzung.

Und was ist nun die Antwort?

Also – ist das Ehrenamt nun Ehre oder Amt? Die Wahrheit liegt,

wie so oft im Leben, irgendwo zwischen Protokollpflicht und

Pommesstand.

Es ist manchmal anstrengend, ja. Und manchmal auch frustrierend.

Aber es ist auch erfüllend, verbindend, und in den besten

Fällen sogar lustig.

Man lernt Menschen kennen, die man nie kennengelernt

hätte, erfährt Dinge, die man nie wissen wollte (z. B. wie viele

Kabelbinder man für eine Bierzeltgarnitur braucht), und trägt

dazu bei, dass der Verein mehr ist als nur ein Ort mit Linien

auf Sand.

Vielleicht ist das Ehrenamt also nicht die große Bühne, sondern

die viel zu kleine Kabine hinter der Bühne, in der die richtigen

Leute dafür sorgen, dass der Vorhang überhaupt aufgeht.

Und ja: Es kostet Zeit, Energie und manchmal auch Nerven.

Aber wer sich traut, findet darin eine Rolle, die nicht jeder spielt

– aber viele brauchen.

Also los. Vielleicht einfach mal machen. Nicht für die Ehre.

Nicht fürs Amt. Sondern für den Moment, wenn alles läuft –

und du weißt: ein kleines bisschen liegt’s auch an dir.

Claudio Gärtner

llustration erstellt mit Unterstützung von OpenAI/DALL·E

76

matchball | 04 – 2025


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