11.11.2025 Aufrufe

PROMAGAZIN Oktober 2025

Unsere Themen in der Oktober-Ausgabe: Zukunftsstadt Heilbronn, Hidden Champions, Dualis, Azubibörse, Metropolregion Rhein-Neckar

Unsere Themen in der Oktober-Ausgabe: Zukunftsstadt Heilbronn, Hidden Champions, Dualis, Azubibörse, Metropolregion Rhein-Neckar

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

25 JAHRE für die Region Heilbronn-Franken.

10 I 25

25. Jahrgang | 4 Euro | 52856

Die Macher der Mobilität

Ein Blick hinter die Kulissen intelligenter Fahrzeugtechnik

Zukunftsstadt Heilbronn | Hidden Champions | Dualis | pro-magazin.de

Treiber der Mobilitätswende:

ME Mobil Elektronik entwickelt

intelligente Lenksysteme

und setzt auf KI.

Mehr lesen Sie ab

Seite 34.


Wo Menschen, Ideen und Unternehmen

zusammenkommen

Kreative Hobbyköche

erfinden Gerichte

Barbara Salesch ist

waschechte Badenerin

Jonas Gräter züchtet

Giganten

EDITORIAL

LESEN SIE AUCH

HERBST + WINTER 2025I26

Profile

Top-Arbeitgeber aus Heilbronn-Franken und dem nördlichen Baden-Württemberg

Hier entsteht

Zukunft

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wer heute nach Heilbronn schaut, kann einen Blick in die Zukunft

erhaschen. Mit dem Bildungscampus, dem TUM Campus

und dem IPAI setzt Heilbronn neue Maßstäbe in Bildung,

Technologie und Innovation. Doch Zukunft entsteht nicht nur

in Laboren und Hörsälen. Sie zeigt sich auch im gesellschaftlichen

Engagement: Das neue Spitzensport-Stipendium der

Heilbronner Hochschulen und der Dieter Schwarz Stiftung

unterstützt junge Leistungssportlerinnen und -sportler dabei,

Studium und Wettkampf zu vereinen (lesen Sie mehr ab S. 14).

PROFILE

Neues Magazin fürs Arbeitgeber-Marketing:

Profile stellt

die Unternehmen der Region

überregional vor. Es wird ab

Ende November an Hochschulen

in ganz Deutschland

verteilt und soll Nachwuchskräfte

fürs schöne Heilbronn-

Franken und seine starken

Player begeistern.

Auch ein Blick über die Stadtgrenzen lohnt sich: Die Region ist

Heimat zahlreicher Hidden Champions. Prof. Dr. Hermann

Simon, Begründer des Begriffs, erklärt in seinem neuen Buch

„Simon sagt!“, worauf es im Management wirklich ankommt –

und warum die heimlichen Helden so außergewöhnlich erfolgreich

sind (mehr dazu ab S. 18).

HEIMAT

SCHMECKT

Herbst 2025

Zum 20-jährigen Jubiläum der Metropolregion Rhein-Neckar

(MRN) werfen wir den Blick in die Nachbarregion: Im Interview

spricht Dr. hc. Eggert Voscherau, Ehrenvorsitzender der

MRN GmbH, über die Kraft gemeinsamer Visionen, die sich

aus der Vernetzung über regionale Grenzen hinweg ergeben.

Heilbronn-Franken und Rhein-Neckar zeichnen sich nicht nur

durch geografische Nähe aus, sondern teilen eine Kultur der

Innovation, starke mittelständische Strukturen und den Willen

zur Zusammenarbeit (mehr ab S. 42).

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Mit Pfiff serviert

Auf ein Viertele

Im Kürbisfieber

LEBENSART

Mittlerweile lässt sich der

Herbst nicht mehr leugnen:

Das Laub fällt, die Tage

werden kürzer. Doch mit der

neuen Ausgabe von Lebensart

lassen sich die gemütlichen

Seiten dieser Jahreszeit

genießen: mit Geschichten,

Porträts, Interviews und

Rezeptideen, die Geist und

Seele gut tun. Erhältlich im

Handel oder im Abo unter

www.pro-vs.de/lebensart/

Teresa Zwirner

Redaktionsleiterin

teresa.zwirner@pro-vs.de

3



INHALT

INHALT

8

Azubibörse

Rubriken

IN DIESER AUSGABE

Zukunftsstadt Heilbronn

6 Strahlend und anziehend – heute und morgen

Die Käthenstadt baut aktuell ein zukunftsorientiertes

Kraftfeld auf – dank kontinuierlicher Stadtentwicklung.

10 Smart in die Zukunft

Wie die Smart Campus Initiative und Stadtentwickler

Florian Baasch am Neckar in die Zukunft denken.

Im Reich der Wissenshoheit

Heilbronns rasanter Aufstieg zur Wissensstadt geht Hand in

Hand mit dem Ausbau des Bildungscampus, der IPAI-

Ansiedlung und starker universitärer Angebote.

Fotos: Bernhard Lattner, Simon-Kucher&Partners

36 Von der Azubi-App bis zum Social-Media-Kanal

Regionale Unternehmen trauen dem Nachwuchs viel

zu – daraus entstehen innovative Projekte.

Metropolregion Rhein-Neckar

38 Vereinte Kräfte

Viele Netzwerke und ein starker Mittelstand stützen die

Wirtschaft zwischen Rhein und Neckar.

40 Auf gute Nachbarschaft

Die Metropolregion Rhein-Neckar grenzt an Heilbronn-Franken

– davon können beide profitieren.

42 „Die Richtung stimmt“

befindet Dr. hc. Eggert Voscherau, Wegbereiter der

Metropolregion Rhein-Neckar, im Interview.

03 Editorial

44 Neues aus der Region

46 Bürgerinitiative pro Region informiert

48 Veranstaltungskalender

50 Ausblick & Impressum

Zum Titelbild

Die Mobilitätswende mitgestalten: Das Ziel von ME Mobil

Elektronik. Esther Wagener (.v.l.), Leiterin Personal und

Marketing, Klaus Klugesherz, Geschäftsführer und Firmeninhaber

und Frank Wolter, Leiter Entwicklung setzten dafür

auf einen klaren Fokus und Zukunftstechnologien.

Foto: ME Mobil Elektronik

12 Europas „grüne Hauptstadt“ zieht alle Blicke auf sich

Im zweiten Anlauf holte sich Heilbronn nun den Titel

„European Green Capital 2027“.

14 Doppelte Spitzenleistung

Exzellenz in Sport und Studium – dank eines Stipendiaten-Programms

der Heilbronner Hochschulen.

Hidden Champions

22 „Der Mensch entscheidet, nicht die Technologie“

Prof. Dr. David Wuttke vom Center for Digital Transformation

sagt, was KI kann – und was nicht.

Dualis

24 Marathon statt Sprint: der Weg zum Dualis-Siegel

Was Unternehmen raten, um die eigene Ausbildungsqualität

erfolgreich zertifizieren zu lassen.

„Nur Fokus führt zu Weltklasse“

18

Prof. Dr. Hermann Simon ist „Mr. Hidden Champion“:

Der Wirtschaftsprofessor, Pricing-Papst und Bestsellerautor

ist Schöpfer dieses Begriffs. Er kennt die regionalen

Unternehmen – und hat Tipps für zukunftsfähige Strategien

parat.

Anzeige

Inlandsumzug

Soll Ihr Umzug hier in der Region,

deutschlandweit oder innerhalb

Europas stattfinden? Wir sind Ihr

zuverlässiger und kompetenter

Ansprechpartner. Egal, ob Sie als

Privatperson regional oder über

eine Firma überregional umziehen.

Wir betreuen Sie.

Projekt-/ Büroumzug

Firmenverlagerung, Neumöbel,

Zoll Verwahrlager

Wir sind erfahrener Partner von

regional und international

agierenden Firmen im Bereich

Projekt- und Büroumzug.

Komplette Firmenverlagerungen

oder einzelne Arbeitsplätze?

Wir finden mit Ihnen gemeinsam

Lösungen.

Internationaler Umzug

weltweit

Südafrika, Malta, China, die USA

oder Mexiko. Egal wohin. Wir ziehen

Sie weltweit um. Wir sind dabei Ihr

Ansprechpartner und betreuen Sie

vor, während und nach dem Umzug

in allen Belangen. Wir haben ein

weltweites Netz von persönlich

bekannten Partnern auf das wir

zurückgreifen.

30 Azubiprojekte mit Wirkung

Weber-Hydraulik stärkt die Verantwortung von Auszubildenden

mit ökologischen und sozialen Aufgaben.

32 Selbst gestalten, statt nur mitzuarbeiten

Nach dem Prinzip der Eigenverantwortung stärkt die

Nachwuchsförderung bei Gemü Kompetenzen.

Titel

34 Die Mobilitätswende vorantreiben

ME Mobil Elektronik liefert mit intelligenten Fahrzeugsteuerungen

Lösungen für eine Branche im Wandel.

Onolzheimer Hauptstr. 59 • 74564 Crailsheim

Tel. 07951 9160-0 • Fax 07951 9160-74

www.lindenmeyer-spedition.de

info@lindenmeyer-spedition.de

4

Oktober 2025

5



WIRTSCHAFT | Zukunftsstadt Heilbronn

Zukunftsstadt Heilbronn | WIRTSCHAFT

Strahlend und anziehend –

heute und morgen

Schon vor zehn Jahren begannen Politik, Verwaltung und Bürger

gemeinsam, Perspektiven für Heilbronn bis 2030 zu entwickeln. Nun

trägt die Strategie Früchte: Die Stadt wird zum viel beachteten Anziehungspunkt.

Auf den folgenden Seiten zeigen wir Initiativen und

Meilensteine auf dem Weg zur vorbildlichen Zukunftstadt.

Wenn in der morgendlichen

Hektik das Marmeladenbrot

mit der beschmierten Seite

nach unten auf dem Boden landet, war

da nicht nur Murphies Law am Werk.

Sondern vor allem Gravitation. Massen

ziehen einander an – und im Fall der

100-Gramm-Stulle ist die Erde mit

knapp sechs Trilliarden Tonnen Eigengewicht

in der deutlich stärkeren Position.

In der Physik bezieht sich Gravitation

– als eine der vier Grundkräfte – auf

Körper. Im metaphorischen Sinn lässt

sich so eine Anziehung aktuell vor allem

an einer deutschen Stadt beobachten:

Heilbronn. Die Stadt hat sich

zum Kraftfeld entwickelt, das Menschen

und Unternehmen anzieht und

Ein strahlender Herbsttag am Neckar – und gute Aussichten

für Heilbronns Zukunft.

sprichwörtlich eine Masse Zukunftschancen

birgt.

Gute Perspektiven bis 2030

und darüber hinaus

Um zu verstehen, wie Heilbronn zu

dieser Superkraft kam, muss man zunächst

acht Jahre zurück blicken. 2017

verabschiedete der Heilbronner Gemeinderat

die „Stadtkonzeption 2030“

– einen Aktionsplan, um sowohl die

Marke Heilbronn zu stärken als auch

die Stadt zukunftsweisend zu entwickeln.

Zwei Jahre lang hatten Bürgerin-

Fotos: Heilbronn Marketing GmbH, TUM Campus Heilbronn/Matt Stark

nen und Bürger gemeinsam mit Verwaltung,

Politik und weiteren Akteuren

an dem Konzept gefeilt (siehe Seite 10).

Vor zwei Jahren machte die Stadt unter

der Überschrift „Perspektiven 2030“ öffentlich,

welche Projekte und Vorhaben

für Heilbronns Zukunft wichtig

sind.

Im Städteranking des IW

16 Plätze besser als Berlin

Inzwischen schweift der Blick der Verantwortlichen

deutlich weiter als bis

2030 – hin zu einer offenbar deutschlandweit

vorbildlichen Perspektive:

Die mediale Aufmerksamtkeit kreist

aktuell um das Oberzentrum am Neckar

wie Planeten um die Sonne. Bei

vielen wird die Käthchenstadt als ein

sprichwörtlich gravierender Player unter

deutschen Großstädten gehandelt.

Im aktuellen Städteranking, das

das Institut der Deutschen Wirtschaft

IW und die Wirtschaftswoche jährlich

veröffentlichen, behauptet Heilbronn

Platz 14 im so genannten Niveau-Ranking,

das Immobilien- und Arbeitsmarkt,

Lebensqualität und Wirtschaftskraft

misst. Damit schneidet die

130.000-Einwohner-Stadt um 16 Plätze

besser ab als die Bundeshauptstadt

Berlin. Bei der Arbeitsplatzversorgung

belegt Heilbronn sogar den zweiten

Platz deutschlandweit. Die wirtschaftliche

Stärke spiegelt sich im hohen

Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 63.372

Euro pro Einwohner wider, das deutlich

über dem nationalen Durchschnitt

von knapp 52.000 Euro liegt.

Tatsächlich steckt in Heilbronn

schon seit Längerem Kaufkraftpotenzial:

In einer Erhebung des Wirtschaftswissenschaftlichen

Instituts der Hans-

Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2019

war Heilbronn unter 401 kreisfreien

Städten und Landkreisen beim Pro-

Kopf-Einkommen Spitzenreiter in ganz

Deutschland – allerdings führten die

Analysten diesen Wert auf einige

wenige monetäre „Schwergewichte“

zurück. Diese Wirtschaftskraft und ihr

Nutzen für die Zukunft der Neckarstadt

– wie das Engagement von Dieter

Schwarz – zieht wiederum andere an:

Das Statistische Landesamt prognostiziert

in seinen Vorausberechnungen

bis 2040 ein mögliches Wachstum auf

140.000 Einwohner. Im Vergleich der

Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg

liegt Heilbronn damit auf

Platz eins vor Pforzheim und dem

Landkreis Biberach. Für Stuttgart,

Karlsruhe oder Heidelberg rechnen die

Statistiker mit einem deutlich niedrigeren

Wachstum. Zugleich ist Heilbronn

der sicherste Stadtkreis im Land. Laut

polizeilicher Kriminalstatistik 2024 des

Polizeipräsidiums Heilbronn weist die

Neckarstadt die wenigsten Straftaten

pro 100.000 Einwohner in ganz Baden-

Württemberg auf.

Die Kriminalität sinkt, stattdessen

nimmt das touristische Interesse erheblich

zu: Binnen zehn Jahren haben

sich die Übernachtungszahlen laut

Steffen Schoch, Geschäftsführer der

Heilbronn Marketing GmbH, nahezu

verdoppelt – auf fast 600.000 pro Jahr.

Auch in diesem Punkt ist Heilbronn

landesweit an der Spitze: Keine andere

kreisfreie Stadt in Baden-Württemberg

kann eine so gute touristische Bilanz

ziehen. „Innovative Anziehungspunkte

wie die Experimenta, der Bildungscampus

und der KI-Standort Neckarbogen

machen Heilbronn zu einem

Ort, der Herkunft und Zukunft gleichermaßen

verbindet“, sagt Schoch.

Natalie Kotowski

Auf den folgenden Seiten zeigen wir

Beispiele aus den Bereichen

Bildung, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung,

die beweisen: Heilbronn

könnte ein Vorbild für andere

Regionen und Städte im Land sein.

Der TUM Campus Heilbronn ist einer der Bausteine auf Heilbronns Weg zur

Wissensstadt – einem wichtigen Teil der „Stadtkonzeption 2030“.

6

Oktober 2025

7



Zukunftsstadt Heilbronn | WIRTSCHAFT

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (Mitte) packt mit an beim Spatenstich für Europas größten KI-Innovationspark IPAI.

Im Reich der Wissenshoheit

Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg/Ilkay Karakurt

Heilbronn an einem Innovations- und

Forschungsökosystem der Spitzenklasse

– ob mit der renommierten Programmierschule

Heilbronn 42, dem

Fraunhofer Heilbronn For schungsund

Innovations zentren (Fraunhofer

HNFIZ) mit acht Zentren für Zukunftsthemen

von Cyber sicherheit bis Quanten-KI

oder der universitären Spitzenforschung

und Lehre.

Dieter Schwarz gestaltet Heilbronns

Zukunft seit 1999 entscheidend

mit, vom Science Center Experimenta

bis zum IPAI, Europas größtem Innovationspark

für Künstliche Intelligenz.

Sogar Bundeskanzler Friedrich Merz

war dort jüngst beim symbolischen

Spatenstich dabei, ebenso wie Ministerpräsident

Winfried Kretschmann

und weitere Prominenz – auch Bund

und Land fördern das IPAI. Doch insbesondere

das Engagement von Dieter

Schwarz und seine jüngste Ankündigung,

mit dem IPAI beachtenswerte

Summen zu investieren, lässt nach eigenem

Bekunden die Herzen bei der

Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken

GmbH (WHF) höher schlagen. Das sei

ein starkes Signal für Heilbronn und

die Region, für ganz Baden-Württemberg

und darüber hinaus, betont WHF-

Geschäftsführer Bernhard Feßler.

Die Initiative des Ausnahme-Unternehmers

wird überall goutiert – und

eröffnet auch für die Hochschullandschaft

weitere Chancen: „Mit dem

TUM Campus Heilbronn als Mission

Campus für Innovation im Mittelstand

und dem IPAI direkt vor der Haustür

ergeben sich Synergieeffekte, die den

Wissenschaftsstandort Heilbronn

nachhaltig stärken“, ist Sunyaev überzeugt.

Forschung, Lehre und regionale

Wirtschaft zu verzahnen, sei ein entscheidender

Erfolgsfaktor – und Heilbronn

werde idealerweise in zehn Jahren

europa- und weltweit die erste

Hochschuladresse für KI und Digitale

Transformation sein.

Spitze ist die TUM schon heute,

im „QS World University Ranking“ gilt

sie als beste Hochschule in der EU.

Der Standort Heilbronn zählt nach eigenen

Angaben auch zu den Gründen,

warum die TUM im BWL-Forschungsranking

der Wirtschaftswoche als forschungsstärkste

Universität Deutschlands

auf Platz eins steht. Für das

Wirtschaftswoche-Ranking hatte die

Eidgenössische Technische Hochschule

Zürich, kurz ETH, die Zahl der

wissenschaftlichen Publikationen in

Deutschland, Österreich und der

Schweiz aus den vergangenen fünf

Jahren erhoben.

Die ETH mit ihrem exzellenten

Ruf ist selbst auf dem Bildungscampus

präsent: Die renommierte Universität

und die Dieter-Schwarz-Stiftung besiegelten

Ende 2023 eine Zusammenarbeit.

In Heilbronn sollen schrittweise

15 Professuren für Themen wie KI und

Cybersicherheit etabliert werden. Und

auch wenn die Stadt – trotz der Anspielung

auf Harvard – statt „Harbronn“

bei Heilbronn bleibt: Beide Silben verheißen

Gutes für die Zukunft des

Standorts.

Natalie Kotowski

Manche sprechen schon vom „Harvard Deutschlands“: Innerhalb

weniger Jahre ist aus Heilbronn ein exzellenter Hochschulstandort

geworden. Forschung, Lehre, Innovationen und Zukunftstechnologie

beflügeln sich rund um den Bildungscampus gegenseitig.

Von „Harbronn“ ist die Rede, vom

„Harvard Deutschlands“ am Neckar.

Die Meinungsführer in den

Sozialen Medien kommen derzeit aus

dem begeisterten Kommentieren und

Posten über Heilbronn nicht mehr heraus.

Kein Wunder. Die Rasanz, mit der

sich Heilbronn-Frankens Oberzentrum

vom einstigen Stiefkind zum Musterschüler

in Sachen Bildung und

Wissenschaft entwickelt hat, ist beeindruckend

– und zeigt sich unter anderem

in Top-Noten für die Hochschulen

in renommierten Rankings.

Die Hochschule Heilbronn erreichte

zum Beispiel im Ranking des

Centrums für Hochschulentwicklung

(CHE) mit ihren Ingenieursstudiengängen

ein „sehr gut“ in punkto Praxisbezug.

Das CHE-Ranking gilt als umfassendste

Bestenliste und basiert auf

den Urteilen der Studierenden. Professor

Oliver Lenzen, Rektor der Hochschule

Heilbronn, freut das: „Diese Resultate

spiegeln uns sehr zufriedene

Studierende wider und nichts motiviert

uns mehr“, für solches Feedback

habe sich die kontinuierliche inhaltliche

und methodische Weiterentwicklung

innerhalb der Studienangebote

ausgezahlt.

Einen „beeindruckenden Aufstieg“,

so nennt auch Prof. Dr. Ali Sunyaev

die Entwicklung. Im „Times Higher

Education“-Ranking stach der

TUM Campus Heilbronn als eine der

führenden Universitäten für BWL und

Informatik heraus. „Wir haben uns

von einem verhältnismäßig kleinen

Campus einer international renommierten

Exzellenzuniversität zu einer

festen Institution entwickelt“, fasst es

der Vizepräsident TUM Campus Heilbronn

zusammen. Einst starteten 30

Studierende, innerhalb von sechs Jahren

sei die Zahl auf aktuell mehr als

1000 gestiegen. Sunyaev lässt dabei

anklingen, was die Exzellenzoffensive

befeuert: „Der gesamte Bildungscampus

hat sich rasant entwickelt. Eine

Stärke ist es, dass hier unterschiedliche

Forschungs- und Bildungseinrichtungen

zusammenkommen und zahlreiche

Kooperationen entstehen.“

Der Bildungscampus der

Dieter-Schwarz-Stiftung ist gewissermaßen

das Königreich der Bildungsund

Innovationsexzellenz: Er hat seit

dem ersten Spatenstich 2010 die

Käthchenstadt zur Hochschulhoheit

geadelt. Damals gewann die DHBW,

die im CHE-Ranking ebenfalls

hervorragend abschnitt, auf Initiative

der Dieter-Schwarz-Stiftung einen

weiteren Standort in Heilbronn. Mittlerweile

haben die Arbeiten am Bildungscampus

West begonnen, mit

dem Dieter Schwarz in den kommenden

zehn Jahren das Areal auf das Doppelte

seiner aktuellen Fläche erweitern

will. Dieses Wachstum ist nötig, denn

die gemeinnützige Stiftung baut in

Anzeige

„Gemeinsam ans Ziel“

PS Personalservice GmbH – 30 Jahre Zeitarbeit und Personalvermittlung

Eine echte Erfolgsgeschichte: drei

Jahrzehnte gelungenes Dienstleistungsgeschäft

der PS Personalservice

GmbH seit der Eröffnung der ersten

Niederlassung am 1. August 1995 in

Heilbronn. Aber was wären selbst die

Starkes Team: Lucas Sanwald, Petra

Sanwald und Hans-Joachim Gabski.

Foto: PS Personalservice GmbH

besten unternehmerischen Gründe für

einen Firmenaufbau ohne den tatkräftigen

Beitrag der Mitarbeitenden und

die Treue langjähriger Kunden? Seit

der Gründung haben sich in Öhringen,

Bietigheim-Bissingen und Schwäbisch

Hall drei weitere Standorte etabliert

und bieten erfolgreich das gesamte

Spektrum der Zeitarbeit und Personalvermittlung

an.

Persönliche Zuständigkeiten –

kurze Entscheidungswege: In den PS-

Teams werden die Zuständigkeiten bei

allen Aufträgen nach den Berufsgruppen

und den eingesetzten Mitarbeiter-

Innen jeweils einem verantwortlichen

Ansprechpartner zugeordnet. Damit

haben alle Kunden und die Mitarbeitenden

im Einsatz immer eine Ansprechperson

für alle Belange des jeweiligen

Auftrages.

Zeitarbeit erfordert von den Mitarbeitenden

ein hohes Maß an Flexibilität.

Zusammen mit unseren Kunden

stimmen wir die Einsätze ab und sorgen

für beste Bedingungen: „Gemeinsam

ans Ziel“ lautet der Firmenslogan.

Info

ADVERTORIAL

PS Personalservice GmbH

Kilianstraße 8, 74072 Heilbronn

E-Mail: heilbronn@psstrategie.de

www.psstrategie.de

8 Oktober 2025

9



Zukunftsstadt Heilbronn | WIRTSCHAFT

Smart

in die

Zukunft

mens Parkko mit der Stadt Heilbronn

übertragen“, berichtet Kutz.

Der smarte Campus als Keimzelle

einer intelligenten und innovativen

Stadtplanung: Für Janika Kutz ist das

keine Utopie. „Heilbronn hat das Potenzial,

in zehn Jahren einen großen

Sprung Richtung Smart City zu machen“,

ist die Leiterin überzeugt. Das

KODIS sei dabei gern Teil der gemeinsamen

Reise, und „ich bin überzeugt,

jeder Partner in dem einzigartigen

Ökosystem rund um den Bildungscampus

und das IPAI wird dazu seinen

Beitrag leisten“.

Dass Heilbronn von der Smart

Campus Initiative stark profitieren

könnte, dürfte Florian Baasch freuen.

Denn der Leiter der Stabsstelle Strategie

und Stadtentwicklung im Rathaus

blickt ähnlich optimistisch wie Kutz

auf die Zukunft der Neckarstadt. Im

gleichen Jahr, in dem der smarte Campus

startete – 2017 – legte Heilbronn

seine Stadtkonzeption 2030 vor. „Seit

dem Beschluss hat die Stadt in allen

Handlungsfeldern wesentliche Weichenstellungen

vorgenommen“, resümiert

Baasch zufrieden. Konkret meint

er Fortschritte in den vier Strategiefeldern

Digitale Stadt, Teilhabe an der

Stadtgesellschaft, Bildungs- und Wissensstadt

und zukunftsfähige Mobilität.

Dieses Quartett gliedert sich wiederum

in acht Handlungsfelder. Darin

geht es unter anderem um Wohnen,

Lernen, Zusammenleben, Kultur, Wirtschaft,

Arbeit, Innovation und Wissenschaft

sowie Mobilität.

Bis 2035 wird die Stadt

Netto-Treibhausgas-neutral

„Besonders wichtig erscheinen uns

dabei die Entwicklung zur Bildungsund

Wissensstadt und die Anpassung

an veränderte klimatische Bedingungen,

Stichwort: resiliente Stadt“, sagt

Baasch. In allen Bereichen habe

Heilbronn schon viele positive Veränderungen

erreicht, weitere Potenziale

gelte es zu heben. „Das mit Abstand

größte Projekt ist der Bau des IPAI“,

ist der Stadtentwickler überzeugt, und

damit verbunden die Anbindung an

die Kernstadt mit einer Seilbahn. So

wichtig wie der Spatenstich für den

KI-Park sind ihm zufolge auch andere

zukunftsweisende Ziele: „Der Gemeinderat

hat beispielsweise beschlossen,

dass Heilbronn bis 2035 eine Netto-

Treibhausgas-Neutralität erreichen

will.“

Smart, lebenswert, Heilbronn:

„Mit der Stadtkonzeption 2030 ist es

uns gelungen, die Stadt zukunftsfähig

zu machen. Wir sind hier auf einem

sehr guten Weg“, lautet Baaschs Fazit.

Allerdings müssten Entwicklungen,

die noch nicht absehbar seien, aus

seiner Sicht frühzeitig in den Blick genommen

werden. Aktuell wichtig seien

etwa die Wohnraumversorgung und

die Transformation der Innenstadt. Ob

einem dort dann freundlich dreinschauende

Roboter begegnen, bleibt

wohl abzuwarten. Natalie Kotowski

Loomi heißt der smarte Roboter, der auf dem Bildungscampus das Facility Management unterstützt.

Heilbronn wird immer fitter für die Zukunft: Eine Zwischenbilanz

der Projekte aus der „Stadtkonzeption 2030“ und der Smart Campus

Initiative gibt Anlass zu Optimismus am Neckar.

Irgendwie sieht er niedlich aus. Wenn

überhaupt ein Roboter das Kindchen-Schema

ansprechen kann,

dann Loomi mit seinen kreisrunden

Display-Augen. Auf zwei kinderfahrradgroßen

Rädern rollt der Roboter

zur Unterstützung des Facilitymanagements

seit einiger Zeit über

den Bildungscampus und schaut gewissermaßen

nach dem Rechten. „Er

informiert das Personal hier zu

regelmäßigen Uhrzeiten beispielsweise

über zugeparkte Zufahrtswege

an Notausgängen“, sagt

Dr. Janika Kutz vom Forschungs- und

Innovationszentrum für Kognitive

Dienstleistungssysteme (KODIS) des

Fraunhofer IAO. Sie leitet die Smart

Campus Initiative – ein Reallabor, in

dem sie gemeinsam mit einem

Forscherteam datengestützt aktuelle

Problemstellungen für sieben Handlungsfelder

auf dem Campus analysiert:

für Mobilität, Energie und

Umwelt, Logistik, Gebäude- und Flächenmanagement,

aber auch Kultur,

Leben, Gesundheit und Bildung. Aus

den Erkenntnissen sollen Services und

Dienstleistungen für einen smarten

und innovativen Campus entstehen –

eine eigene Smart City mitten in Heilbronn.

Loomi, der rollende Roboter, gehört

dazu. Und sein Niedlichkeitsfaktor

ist durchaus gewollt. Weil er eigenständig

seine Aufgaben erledige,

hätten die Menschen auf dem Campus

keinen direkten Nutzen durch seine

Präsenz. Umso stärker falle sein Aussehen

ins Gewicht für die allgemeine Akzeptanz,

erläutert Kutz.

Die Projekte auf dem Bildungscampus,

die im Kleinen funktionieren,

sollen nach Kutz‘ Vorstellung als Blaupause

für größere Vorhaben dienen:

„Eine Übertragbarkeit in ein anderes

Umfeld ist möglich, denkbar und unsererseits

wünschenswert.“ Einzelne

Ideen haben es bereits aus dem Campus

hinaus in die Heilbronner Innenstadt

geschafft: etwa Frequenzmessungen

und ein Prognose-Tool für

Stellplatzauslastung im Parkhaus am

Bildungscampus. „Die Erkenntnisse

konnten wir erfolgreich auf ein gemeinsames

Forschungsprojekt na-

Foto: Bildungscampus

Nach der Schule?

Durchstarten!

Auf mein-sprungbrett werden

Schüler*innen im Bewerbungs

prozess begleitet und

bekommen direkt passende

regionale Angebote.

Wenn wir eins in unserer Region haben,

dann sind das Top-Arbeitgeber*innen.

Scannen und

durchstarten!

www.mein-sprungbrett.de

10 Oktober 2025



WIRTSCHAFT | Zukunftsstadt Heilbronn

Zukunftsstadt Heilbronn | WIRTSCHAFT

Im zweiten Anlauf zum Sieg: Stolz nehmen Oberbürgermeister Harry Mergel und sein Team die Auszeichnung entgegen.

Europas „grüne Hauptstadt“

zieht alle Blicke auf sich

Die Europäische Kommission hat entschieden: Heilbronn ist

„European Green Capital 2027“. Nach der Niederlage im vergangenen

Jahr herrscht deshalb sprichwörtliches Aufatmen am Neckar.

Wer sich bewirbt, muss manchmal

einen langen Atem haben.

Genau diese Hartnäckigkeit

legte die Stadt Heilbronn an den

Tag. Mit Erfolg: Die Großstadt am

Neckar ist „European Green Capital

2027“, zu deutsch „Grüne Hauptstadt

Europas“.

Der Weg zum Titel glich allerdings

eher einem Assessment-Center-

Marathon: Schon im April vergangenen

Jahres hatten Oberbürgermeister

Harry Mergel und weitere Verantwortliche

der Stadt eine 140 Seiten dicke

Bewerbungsmappe bei der EU-Kommission

eingereicht, mit der Heilbronn

damals auf Anhieb ins Finale des europäischen

Wettbewerbs eingezogen

war.

Doch am Ende ging der Titel an

die litauische Hauptstadt Vilnius. Dabei

hatten die Arbeitsproben, die Heilbronn

seiner ersten Bewerbung beigelegt

hatte, durchaus gepasst: Eine

Chance auf den Titel haben alljährlich

alle Städte in Europa mit mehr als

100.000 Einwohnern, die Nachhaltigkeit

und Umweltschutz mit wirtschaftlichem

Wachstum verbinden und damit

die Lebensqualität ihrer

Einwohnerinnen und Einwohner erhöhen.

Im zweiten Anlauf musste es deshalb

einfach klappen für die

130.000-Einwohner-Stadt, der jahrzehntelang

der Spitzname „schwäbisches

Liverpool“ anhaftete und deren

Kraftwerkstürme alle architektoni-

Fotos: Stadt Heilbronn

schen Kleinode der Stadt gefühlt um

ungefähr 100 Meter überragen.

Mit der Bundesgartenschau 2019

war der Imagegewinn für Heilbronn

schließlich schon einmal geglückt:

2,3 Millionen Besucher überzeugten

sich damals von der Lebensqualität

am Neckar. Oberbürgermeister Mergel

hatte deswegen schon bei der ersten

Bewerbung nach eigenen Worten gehofft,

mit einem potenziellen Sieg „an

das Buga-Feeling anknüpfen“ zu können.

„Damals ist unser Modellquartier

Neckarbogen entstanden, mittlerweile

von der Deutschen Gesellschaft für

Nachhaltiges Bauen (DGNB) mehrfach

ausgezeichnet“, sagte der Oberbürgermeister

seinerzeit.

Umso gebannter hielt Harry

Mergel vermutlich den besagten langen

Atem an, als Anfang Oktober der

Sieger für den Titel 2027 in Vilnius bekannt

gegeben wurde: Nach Hamburg

2011 und Essen im Jahr 2017 ist Heilbronn

die dritte Stadt in Deutschland,

die die Europäische Kommission seit

2010 gewürdigt hat.

Die Neckarstadt setzte sich damit

gegen Klagenfurt und das ungarische

Debrecen durch, wobei das Augenmerk

der Jury sich auf die Vernetzung

der sieben Umweltbereiche Biodiversität,

Klimaschutz und -anpassung,

Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Lärm,

Luft- und Wasserqualität richtete. Heilbronn

schaffte dabei nach eigenen Angaben

Spitzenwerte. Insbesondere das

Engagement der Bürger, von gemeinschaftlichen

Gartenprojekten bis hin

zu innovativen Mobilitätslösungen,

habe die Juroren überzeugt.

Die Siegesfreude ist mehr als nur

ein Aufatmen: „Der Titel ist ein Preis

für die ganze Stadt – für die Verwaltung,

die Politik, die Wirtschaft sowie

die Bürgerinnen und Bürger von Heilbronn.

Das macht mich sehr stolz“,

sagt Oberbürgermeister Mergel. Er bestätige

ihm, „dass unser Weg stimmt

und dass es sich lohnt, weiter mit Leidenschaft

daran zu arbeiten, Heilbronn

klimaneutral und innovativ zu

gestalten.“ Den langen Atem der Stadt

auf dem Weg zur „grünen Lunge Europas“

belohnte die Kommission mit

600.000 Euro, die Medien krönten den

Titelgewinn mit Aufmerksamkeit.

Gastgeber für viele Events

und Fachkonferenzen

Mit noch mehr öffentlichem Interesse

– vielleicht sogar BUGA-Feeling – rechnet

der Oberbürgermeister allemal:

„Im Titeljahr werden europaweit alle

Augen auf die Gewinnerstadt gerichtet

sein. Ein Jahr lang werden wir Gastgeber

sein für internationale Fachkonferenzen,

kulturelle und viele andere

Veranstaltungen“, kündigt Mergel an.

Großveranstaltungen, wie zur Eröffnung

und zur Preisverleihung an die

nächste „Grüne Hauptstadt“, dürften

viele Besucher anziehen. Die Bürger

Heilbronns und der gesamten Region

würden von dem umfangreichen Programm

profitieren, prognostiziert

Mergel. Und nicht zuletzt wird „Heilbronn

als ‚Grüne Hauptstadt Europas‘

zur Bühne für den Austausch über die

Frage, wie Städte nachhaltiger, lebenswerter

und zukunftsfähiger werden

können“, sagt er. Natalie Kotowski

Schon die Bundesgartenschau 2019 brachte der Stadt viel Aufmerksamkeit – und

das Modellquartier Neckarbogen.

12

Oktober 2025

13



WIRTSCHAFT | Zukunftsstadt Heilbronn

Doppelte Spitzenleistung

Spitzensport in der 1. Bundesliga und KI-Studium? Mia Scharpf zeigt,

wie in der Region beides möglich ist. Ein neues Stipendiaten-Programm

in Heilbronn unterstützt sie dabei, Leistung auf dem Spielfeld

und im Hörsaal zu verbinden.

Zwei Football-Einheiten pro Woche

mit dem Team, dazu zwei bis

vier Trainingseinheiten im Gym,

Sondertrainings für die Receiver und

regelmäßige Spielanalysen – der Wochenplan

von Mia Scharpf ist eng getaktet.

Und dennoch: Die 22-jährige

American-Football-Spielerin steht

nicht nur als Wide Receiver in der Offence

bei den Unicorns in Schwäbisch

Hall in der 1. Bundeliga auf dem Footballfeld,

sie studiert parallel „Angewandte

Künstliche Intelligenz“ an der

Hochschule Heilbronn. Seit dem Sommersemester

2025 wird sie hierbei

durch das neue Spitzensport-Stipendium

der Heilbronner Hochschulen gefördert.

Die Grundidee des neuen Förderprogramms

ist es, studierende

Athletinnen und Athleten in der Region

dabei zu unterstützen, Sport und Bildung

miteinander zu vereinbaren –

ohne sich zwischen beidem entscheiden

zu müssen. Genau vor dieser

Herausforderung stand auch Mia

Scharpf. „Ich hatte lange Bedenken,

ich müsse mich wegen des Studiums

gegen den Leistungssport entscheiden.

Das Stipendium hat mir diesen

Druck genommen – nicht nur finanziell,

sondern auch im Kopf.“ Neben der

finanziellen Entlastung bietet das Programm

auch gezielte organisatorische

Unterstützung – etwa durch individuelle

Studienplanung, Tutorien oder die

Vermittlung von Kontakten zu potenziellen

Arbeitgebern in der Region. „Ein

großer Vorteil ist für mich, dass es mit

Jan Willner einen persönlichen Ansprechpartner

gibt“, erzählt Scharpf.

Willner ist Spitzensportbeauftragter

der Heilbronner Hochschulen und

kennt die Herausforderungen der Stipendiatinnen

und Stipendiaten genau.

„Es hilft enorm zu wissen, dass ich jederzeit

auf ihn zugehen kann – egal, ob

es um langfristige Fragen oder konkrete

Probleme geht.“ Aktuell werden in Heilbronn

17 Studierende aus 12 verschiedenen

Sportarten gefördert. Zum Wintersemester

2025/2026 sollen weitere

hinzukommen. Die Resonanz ist groß –

auch über die Region hinaus. „Ich spiele

in Schwäbisch Hall und wurde dort

schon öfter auf das Stipendium angesprochen“,

berichtet die Sportlerin.

„Viele interessieren sich dafür und wollen

wissen, wie das funktioniert.“ Auch

wenn durch den Sport und das Pendeln

zwischen Schwäbisch Hall und Heilbronn

für Mia Scharpf oft wenig Zeit für

Freizeit bleibt, hat sie Heilbronn als

Studienort bislang sehr positiv erlebt.

„Besonders in Erinnerung geblieben ist

mir ein Spieleabend zu Beginn des ersten

Semesters. Da konnte ich direkt

neue Leute kennenlernen, was mir

Foto: Spitzensport-Stipendium/Nico Kurth

Mit voller Konzentration auf dem Feld und im Hörsaal: Mia Scharpf meistert den

Spagat zwischen Sport und Studium.

Anzeige

Know-How für die Zukunft

Das Bildungsinstitut Tech Evolution (BTE) eröffnet Perspektiven

ADVERTORIAL

Kein mentaler Druck mehr: Das Spitzensport-Stipendium ermöglicht Mia Scharpf, Studium und Football erfolgreich zu

verbinden.

Foto: Selina Deuss

„Bildung ist der Schlüssel zu einem

selbstbestimmten Leben“, sagt Gyöngyi

Bakhshi, Mitgründerin des Bildungsinstituts

Tech Evolution (BTE).

Gemeinsam mit Farhad Bakhshi gründete

sie 2023 das zertifizierte Institut

in Heilbronn – mit einer klaren Vision:

Dozent Lutz van Acken (re.) und Teilnehmer

Prof. Dr. Bernd Meyer (li.) im

Unterricht.

Foto: BTE

Menschen befähigen, ihre Zukunft aktiv

zu gestalten.

Seitdem unterstützt das BTE,

Menschen dabei, den Weg (zurück) ins

Berufsleben zu finden – mit praxisnahen

Umschulungen, Weiterbildungen

und berufsbegleitenden Seminaren,

gefördert durch die Agentur für Arbeit

und das Jobcenter. Dabei steht nicht

nur die fachliche Qualifizierung im Fokus,

sondern auch Teilhabe, Integration

und persönliches Wachstum.

„Unsere Philosophie basiert auf

dem Glauben an die Würde jedes Menschen“,

betont Bakhshi. Diese Haltung

prägt das Institut ebenso wie sein moderner

Ansatz: hybrides Lernen, individuelle

Betreuung und starke Netzwerke

mit Unternehmen in der Region.

Ab November 2025 erweitert das

BTE sein Angebot mit einem zweiten

Standort in Crailsheim – ein weiterer

Schritt, um Bildung dorthin zu bringen,

wo sie gebraucht wird: mitten ins Leben.

.

Info

BILDUNGSINSTITUT TECH EVOLUTION

GMBH

Salzstraße 185/1, 74076 Heilbronn

Worthingtonstraße 15,

74564 Crailsheim

Tel. 07131 278 73 03

kontakt@bildungsinstitut-bte.de

https://bildungsinstitut-bte.de

14

Oktober 2025

15



WIRTSCHAFT | Zukunftsstadt Heilbronn

Zukunftsstadt Heilbronn | WIRTSCHAFT

Insgesamt erhielten 17 studierende Leistungssportlerinnen und -sportler an den Heilbronner Hochschulen das Spitzensport-Stipendium.

den Start ins Studium echt erleichtert

hat.“ Auch gemeinsame Aktivitäten mit

Kommilitonen, wie ein Besuch auf dem

Weinfest, haben ihr gezeigt, dass Heilbronn

mehr bietet als nur Hörsäle und

Lernräume. Doch auch die können

sich laut Scharpf sehen lassen: Der Bildungscampus

und der TechCampus

bieten laut der Sportlerin alles, was es

für ein erfolgreiches Studium braucht –

moderne Ausstattung, gute Lernmöglichkeiten

und eine angenehme Atmosphäre.

„Cool finde ich, dass es

Möglichkeiten gibt, bei gutem Wetter

draußen unterwegs zu sein und sich

auch mal sportlich bewegen zu können.

Das habe ich im Sommer gerne

genutzt.“

Der Studiengang „Angewandte

Künstliche Intelligenz“ an der Hochschule

Heilbronn war für Scharpf eine

Fotos: Spitzensport-Stipendium/Nico Kurth

ganz bewusste Entscheidung: „Ich

wollte etwas mit Zukunft studieren –

und KI ist ein Feld, in dem man ständig

dazulernt.“ Dass dieser Studiengang in

dieser Form nur an der Hochschule

Heilbronn angeboten wird, war für sie

ein zusätzlicher Anreiz. Das Programm

verbindet Grundlagen der Informatik

und Mathematik mit konkreten Anwendungen

in Wirtschaft, Industrie

und Gesellschaft. Studierende lernen,

KI-Systeme zu entwickeln, zu bewerten

und einzusetzen – etwa in der Automatisierung,

der Datenanalyse oder der

Mensch-Maschine-Interaktion.

Gewinn für die Stadt

Das neue Stipendium ist dabei nicht

nur ein Gewinn für die Studierenden,

sondern auch für die Stadt Heilbronn.

Es stärkt den Bildungsstandort, fördert

Talente und zeigt, wie innovative Modelle

zur Vereinbarkeit von Studium

und Sport aussehen können. Mit der

Mia Scharpf steht als Wide Receiver in

der Offence bei den Unicorns in

Schwäbisch Hall in der 1. Bundeliga

auf dem Footballfeld.

Unterstützung der Dieter Schwarz Stiftung

und dem Engagement der Hochschulen

entsteht ein Netzwerk, das jungen

Menschen Perspektiven eröffnet

– und Heilbronn als Ort für Spitzenleistung

etabliert. Teresa Zwirner

Info

Das Spitzensport-Stipendium wurde

ursprünglich 2009 an der Universität

Mannheim vom Unternehmer und

ehemaligen Hockey-Olympioniken

Klaus Greinert ins Leben gerufen.

Mit der Unterstützung der Dietmar

Hopp Stiftung und zuletzt der

Dieter Schwarz Stiftung konnte das

Programm auf weitere Hochschulen

ausgeweitet werden – nun auch auf

die Hochschule Heilbronn, die DHBW

Heilbronn, das DHBW Center for

Advanced Studies und den Campus

der TU München in Heilbronn.

Bestellungen möglich unter

info@pro-vs.de, auf

www.pro-magazin.de/produkte

oder in Ihrer Buchhandlung

vor Ort!

Museum Würth 2

Künzelsau

nur

9,90 €

FOCUS

HEILBRONN-FRANKEN

NEU ENTDECKEN

Reiseführer im

handlichen Taschenformat

mit 96 Seiten

pVS - pro Verlag und Service

GmbH & Co. KG

Stauffenbergstr. 18

74523 Schwäbisch Hall

info@pro-vs.de

Tel.: 0791 950 61-8300

www.pro-vs.de

Neue Blicke auf die

Sammlung Würth

ab 13.10.2025

Täglich 10–18 Uhr

Eintritt frei

16

Oktober 2025

KunstKultur.wuerth.com17



WIRTSCHAFT | Hidden Champions

Hidden Champions | WIRTSCHAFT

„Nur Fokus führt

zu Weltklasse“

Er ist Deutschlands „Mr. Hidden Champion“ – denn er schuf diese Bezeichnung:

Prof. Dr. Hermann Simon. Der Wirtschaftsprofessor und

Gründer der führenden Beratung für Preismanagement, Simon-Kucher

& Partners, schrieb mehrere Bestseller. Er kennt die Unternehmenslandschaft

Heilbronn-Frankens – und sagt, worauf es für Marktführer

künftig ankommen wird.

Interview von Natalie Kotowski

Prof. Dr. Hermann Simon ist mit seiner führenden Pricing-Beratung selbst ein

„Hidden Champion“. Er kennt viele Unternehmer der Region persönlich.

Foto: Simon-Kucher & Partners

Die Langfassung des

Interviews finden Sie auf

www.pro-magazin.de

Herr Professor Simon, Ihr neues Buch

„Simon sagt! Was im Management

wirklich zählt“ ist Anfang September

erschienen und hat es sofort auf die

Spiegel-Bestsellerliste geschafft. Was

zählt denn im Management in heutigen

Zeiten wirklich??

Prof. Dr. Hermann Simon: Was im

Management wirklich zählt, ist das

Thema Führung. Dem widme ich das

erste Kapitel. Führung ist das Wichtigste

– andererseits aber auch das Phänomen,

das wir am wenigsten verstehen.

Selbst die Wissenschaft kann nicht erklären,

warum wir bestimmten Menschen

folgen und anderen nicht. Es ist

sehr schwer, zu prognostizieren, wie

jemand in einer Führungsrolle performt.

Dazu nenne ich Beispiele im

Buch. Das eine stammt von dem österreichischen

Schriftsteller Franz Blei.

Der kannte Lenin als Student in München,

1901. Blei schreibt: Niemals hätte

sich jemand von uns vorstellen können,

dass Lenin einmal diese Rolle

übernimmt.

Hidden-Champions-Führungspersönlichkeiten

verstehen sich oft aber weniger

als Manager denn als Gestalter.

Simon: Ja. Hidden-Champions-Leader

bleiben im Schnitt 21 Jahre an der Spitze

des Unternehmens. Bei anderen

großen Unternehmen ist die mittlere

Amtsdauer des Chefs sechs Jahre. Ich

denke, das sagt alles über langfristige

Orientierung und Führung. Ich kenne

sehr viele Führungskräfte aus großen

Unternehmen und Organisationen.

Aber die, die mich am meisten beein-

druckt haben, kommen alle aus Hidden-Champions-Unternehmen.

Gibt es unter diesen beeindruckenden

Vorbildern auch welche aus Heilbronn-

Franken?

Simon: Eine dieser bekannten Personen

ist Reinhold Würth, den ich vor

40 Jahren kennen gelernt habe. Ihn

würde ich von seinem Werdegang als

exemplarischen Hidden-Champions-

Führer sehen. Heute ist die Firma

Würth zu groß, um nach den üblichen

Kriterien als ein Hidden Champion zu

gelten, trotzdem bezeichnet er seine

Firma immer noch so. Dahinter steckt

die Idee, dass Würth trotz dieser gigantischen

Größe des Unternehmens die

typische Hidden-Champions-Kultur

erhalten will. Was ich damit meine: Die

Fluktuationsrate bei Hidden Champions

liegt bei 2,7 Prozent pro Jahr, ist

also minimal. Der Durchschnitt in

Deutschland liegt bei neun Prozent.

Hidden Champions investieren auch

stärker in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter

– 50 Prozent mehr als der Durchschnitt

der deutschen Wirtschaft. Und

ich glaube, es ist Reinhold Würths Anliegen,

diese Identifikation mit dem

Unternehmen trotz 87.000 Mitarbeitern

zu erhalten. So habe ich auch andere

Persönlichkeiten kennen gelernt,

Gerhard Sturm beispielsweise oder Dr.

Manfred Wittenstein.

Ist diese Geisteshaltung das

Charakteristischste an Hidden-

Champions-Leadern?

Simon: Wenn ich mir die Persönlichkeitsmerkmale

der Hidden-Champions-Führer

ansehe – und die habe ich

in meinen Studien und Büchern untersucht

– fallen ein paar Merkmale

besonders auf: erstens eine totale Identifikation

mit dem, was sie tun. Ich

nenne es Identität von Person und Mission.

Dann eine ausgeprägte Zielstrebigkeit.

Peter Drucker hat solche Leute

Monomaniacs genannt. Wenn man so

einen Unternehmer um 2 Uhr nachts

weckt und fragt: Woran denkst Du gerade?

Dann würde ein Reinhold Würth

sagen: an Schrauben. An was sonst?

Mitarbeiter merken, dass so ein Chef

nicht nur eine Rolle spielt, sondern das

Geschäft verkörpert. Das überträgt

sich. Augustinus hat gesagt: Die

Flamme, die in dir brennt, musst du in

den anderen entzünden. Denn ein

Unternehmer, anders als ein großer

Künstler, kann seine Mission nicht alleine

bewerkstelligen. Er muss eine

Mannschaft haben, die hochmotiviert

ist.

Für eine Sache zu brennen, ist das eine.

Das andere ist, sie zum Erfolg zu bringen.

Wie schaffen das die Persönlichkeiten,

die Sie kennen gelernt haben?

Simon: Hidden-Champions-Führer

haben weniger Angst als der Normalbürger.

Weniger Selbstzweifel. Hermann

Kronseder, der Gründer von Krones,

Weltmarktführer für Getränkeabfüllanlagen,

konnte überhaupt kein

Englisch. Trotzdem ist er nach Amerika

gegangen und hat sofort eine Firma eröffnet.

Hidden-Champions-Leader haben

die nötige Courage. Das bedeutet

nicht, dass sie Abenteurer oder Glücksritter

sind. Aber sie sind überdurchschnittlich

risikofreudig. Und, ein ganz

wichtiger Punkt: Sie haben Ausdauer.

Einen Hidden Champion baut man

nicht in drei Jahren, sondern eher in

drei Jahrzehnten auf. Da geht vieles

schief, das kann ich aus eigener Erfahrung

sagen. Da braucht man Durchhaltevermögen.

Für Ihr Buch haben Sie Erkenntnisse

aus fünf Jahrzehnten zusammengetragen.

Was hat sich verändert?

Simon: Die psychologischen, persönlichkeitsbezogenen

Grundlagen guter

Führung haben sich nicht geändert.

Andere Dinge haben sich hingegen radikal

gewandelt. Nehmen wir die Globalisierung:

Hidden Champions sind

heute oft in mehr als 50 Ländern präsent.

Seit etwa 2010 beschäftigen sie

sogar die Mehrzahl der Mitarbeiter im

Ausland, nicht mehr in Deutschland.

Daraus entstehen völlig neue Führungsanforderungen

und internationale

Unternehmenskulturen. Und: Techniken

und Instrumente der Führung

sind heute ganz andere. Als ich 1985 Simon-Kucher

& Partners gründete, war

unsere erste Anschaffung ein Telex.

Seit es das Internet gibt, kann man mit

einem Klick eine Botschaft an alle Mitarbeiter

schicken. Mit KI werden sich

nochmals völlig andere Möglichkeiten

ergeben. Die Herausforderung ist: Wie

kombiniert man beides? Ich bin überzeugt,

dass die Kreativität eines Unternehmens

darunter leidet, wenn die

persönliche Interaktion fehlt.

Sie erwähnen immer wieder den Punkt

„Fokus“. Warum ist er für Hidden

Champions so wichtig?

Simon: Nur Fokus führt zu Weltklasse.

Nur wenn man seine Kompetenzen auf

ein bestimmtes Thema, ein Kundenbedürfnis

oder eine Technologie konzentriert,

hat man die Chance, darin einer

der Besten oder gar der Beste zu werden.

Das Gegenteil von Fokus ist Diversifikation,

wo man mehrere Felder besetzt

– und dort sind in der Regel

andere besser. Fokus in Verbindung

mit der Ambition, der beste in der

jeweiligen Nische zu sein, ist die Saat,

aus der Hidden-Champions-Positionen

wachsen.

Info

Prof. Dr. Hermann

Simon ist

Deutschlands

„Mister Hidden

Champion“: Er

prägte den Begriff, ebenso das Schlagwort

„Servicewüste“. 16 Jahre lang

lehrte er BWL und Marketing mit dem

Forschungsschwerpunkt Preismanagemen.

1985 gründete er die Unternehmensberatung

Simon-Kucher & Partners,

die heute im Segment Pricing

weltmarktführend ist. Simon schreibt

als Kolumnist für das Manager Magazin

und hat zahlreiche Bücher – vor allem

über Hidden Champions und den Mittelstand

– veröffentlicht.

18

Oktober 2025

19



WIRTSCHAFT | Hidden Champions

NICHT JEDER KENNT UNS -

ABER (FAST) JEDER FÄHRT MIT UNS.

In seinem Bestseller „Simon sagt! Was im Management wirklich zählt“ berichtet

Prof. Dr. Hermann Simon aus 50 Jahren Praxis.

Haben die Hidden Champions in Heilbronn-Franken

den nötigen Fokus?

Simon: Für die Hidden Champions in

Heilbronn-Franken trifft das weitgehend

zu. Wenn ich etwa an die Ventilatorenhersteller

denke, oder Wertheims

Hidden Champions mit Vakuum- und

Thermoexpertise, die Verpackungsunternehmen

in Crailsheim und Schwäbisch

Hall: Dort sitzen fokussierte Spezialisten,

die im internationalen Markt

eine führende Rolle einnehmen. Das

ist ein Charakteristikum der Region,

und von Baden-Württemberg generell:

Dort finden sich unter den Flächenbundesländern

die meisten Hidden

Champions pro Kopf.

Was ist ansonsten zentral, damit ein

Hidden Champion Exzellenz erreicht?

Simon: Zentral ist das Thema Innovation.

Marktführer wird und bleibt man

nur durch kontinuierliche Innovation.

Und diese Kontinuität ist typischer für

Hidden Champions als große Sprunginnovationen

wie KI. Die kommen

auch gelegentlich vor, wie zum Beispiel

bei Trumpf, die früher Bleche mechanisch

bearbeitet haben – und dann

kam der Laser. Aber solche Durchbrüche

sind selten. Perfektion besteht

nicht darin, eine Sache einmal ganz

grandios zu machen, sondern darin,

viele kleine Dinge immer ein bisschen

besser zu machen.

Das war auch das Leitbild von Gerhard

Sturm, Mitgründer von ebm-papst.

Simon: Ja, das war Sturms Devise. Und

das ist genau das richtige Motto, das

wir auch bei anderen Hidden Champions

finden. Genau wie Gerhard Sturm

gesagt hat: Jeden Tag ein kleines Stück

besser werden. Das führt zu Perfektion

und verteidigt Marktführerschaft.

Foto: Simon-Kucher & Partners

Was sind die wichtigsten drei

Beschleuniger für Welterfolge in den

eigenen Nischen?

Simon: Es gibt drei neue Triebfedern.

Die eine ist Digitalisierung – da sind die

Hidden Champions relativ gut: Sie

konzentrieren sich oft auf industrielle

Prozesse, die sehr komplex sind. Sie

setzen nicht auf Massenmärkte, wo sie

gegen Amerikaner oder Chinesen keine

Chancen haben. Die zweite sind

Business-Ökosysteme: Langfristig angelegte

Kooperationen von unabhängigen

Unternehmen, die jeweils sehr

spezielle Kompetenzen zu Problemlösungen

beitragen können. Die dritte

Triebfeder ist Nachhaltigkeit. Diese

Herausforderung kann nur technologisch

gelöst werden, indem wir bessere

Prozesse implementieren, neue Materialien

oder Recyclingmöglichkeiten

entwickeln. Bei diesen Themen sehen

Hidden Champions recht gut aus. Diese

Märkte sind am Anfang Nischen,

und für die Großen erst einmal nicht so

interessant.

Sie haben Ende September in China

auf der World Manufacturing Convention

mehrere Thesen aufgestellt, wie

Hidden Champions auf globale

Herausforderungen erfolgreich reagieren

können. Sie betonen zum Beispiel,

wie wichtig Direktinvestitionen ins

Ausland sind.

Simon: Ich fasse all diese Maßnahmen

unter den Begriff des Rebalancing, des

Ausbalancierens eines neuen, globalen

Portfolios. Eine meiner Thesen ist:

Exporte werden künftig verstärkt durch

Direktinvestitionen ersetzt. Nestlé hat

zum Beispiel den großen Fehler gemacht,

nicht früher eine Produktion

für Nespresso-Kapseln in den USA aufzubauen.

Sie produzieren nur in der

Schweiz und sind jetzt Trumps Zöllen

von 39 Prozent ausgesetzt. Aber auch

aus Umweltgründen sollten die Produktionen

stärker in die Zielmärkte

verlagert werden, statt Waren über den

Ozean zu schippern.

Wird es ein Happy End für Hidden

Champions geben?

Simon: Ich bin nicht pessimistisch für

die deutsche Wirtschaft. Wir haben

Unternehmen, die Weltklasse sind. Zu

einem guten Stück speist sich mein

Optimismus aus unseren Hidden

Champions.

Welche Rebalancing-Maßnahmen

aus Sicht von Prof. Dr. Simon entscheidend

sind, ob sich die Deindustrialisierung

aufhalten lässt und

wo die Märkte der Zukunft liegen,

lesen Sie auf www.pro-magazin.de.

50 Jahre Lenktechnologie aus Langenbrettach.

Global im Einsatz. Lokal entwickelt.

Zuverlässig. Sicher. Zukunftsorientiert.

ME MOBIL ELEKTRONIK entwickelt intelligente Lenksysteme für alle Arten

von Nutzfahrzeugen – von der Lenkung bis zum Bremssystem.

Mit höchsten Standards in Funktionaler Sicherheit und Cybersecurity

sorgen wir dafür, dass Ihre Fahrzeuge im Alltag immer einsatzbereit sind.

20

Oktober 2025

www.mobil-elektronik.com



Hidden Champions | WIRTSCHAFT

„Der Mensch

entscheidet,

nicht die

Technologie“

Technologie allein reicht nicht: Innovation

entsteht dort, wo sie auf kluge

Köpfe und klare Strategien trifft.

Digitale Technologien verändern die Wertschöpfungsketten – doch

der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht in der Technik allein. Prof. David

Wuttke vom Center for Digital Transformation am TUM Campus Heilbronn

erklärt, wie Hidden Champions ihre Stärken nutzen, warum KI

nicht alles kann und welche Schattenseiten neue Tools haben.

Interview von Teresa Zwirner

Welche digitalen Technologien sind aktuell

besonders wichtig bei der Entwicklung

von Geschäftsmodellen?

David Wuttke: Künstliche Intelligenz

nimmt eine besondere Stellung unter

den digitalen Technologien ein. Praktisch

alle Unternehmen fragen sich,

wie sie davon profitieren können. Es

wäre fahrlässig, sich nicht mit KI zu beschäftigen.

Also ist KI derzeit der zentrale Treiber?

Wuttke: Ja, aber nicht nur. Alle Technologien

durchlaufen verschiedene

Lebensphasen – von anfänglicher Euphorie

über Ernüchterung bis zum

breiten Einsatz. Das nennt man auch

den Hype-Cycle. Technologien wie

22

Augmented Reality, das Internet der

Dinge und Digitale Zwillinge haben inzwischen

eine höhere Reife erreicht.

Nach einem Tal der Erkenntnisse sind

sie zunehmend einsatzbereit.

Wie wirken sich diese Technologien

konkret auf Prozesse entlang der Wertschöpfungskette

aus?

Wuttke: Das hängt stark von der jeweiligen

Technologie ab. Künstliche Intelligenz

hilft, in großen, unstrukturierten

Daten Muster zu erkennen und daraus

Empfehlungen abzuleiten. Generative

KI kann sogar eine Massenindividualisierung

ermöglichen und damit eine

neue Form der Unterstützung auf individueller

Ebene.

Und in der Produktion?

Wuttke: Dort hilft Augmented Reality

substanziell – etwa bei der Einführung

neuer Produkte, um Mitarbeitende mit

den notwendigen Schritten vertraut zu

machen. Auch bei Reparaturen, wenn

Expertinnen und Experten remote unterstützen,

ist AR hilfreich. Hier kommen

auch Internet of Things (IoT) und

Digitale Zwillinge ins Spiel. Werden

diese Technologien sinnvoll eingesetzt,

lassen sich Rüst-, Wartungs- und

Ausfallzeiten stark minimieren. Das

führt zu schnelleren Reaktionen und

mehr Resilienz.

Wie sieht es im Bereich Supply Chain

Finance aus?

Wuttke: Dort stehen weiterhin plattformbasierte

Lösungen im Zentrum.

Unsere Forschung zeigt, dass KI auch

hier zunehmend Einfluss gewinnt –

beispielsweise bei Unternehmen wie

Interface Financial Group oder Calculum.

Zudem befindet sich Blockchain

im Aufwärtstrend, und wir erforschen

systematisch neue Lösungsansätze.

Fotos: AdobeStock/metamorworks, Terzo Algeri,Fotoatelier M

Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen

auf die Zusammenarbeit

mit Lieferanten und anderen Partnern?

Wuttke: Systeme arbeiten schneller,

effizienter und dynamischer zusammen.

Es entstehen neue Kooperationsmöglichkeiten

– gerade auch im Bereich

der Finanzflüsse. So können

Unternehmen sicherstellen, dass nicht

nur Waren zur richtigen Zeit am richtigen

Ort sind, sondern auch Lieferanten

stabile Liquidität zu attraktiven Konditionen

erhalten.

Wenn neue Technologien eingeführt

werden: Was sind die entscheidenden

Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige

Verankerung im Unternehmensalltag?

Wuttke: Der Mensch entscheidet! Oft

sehen wir nur die Technologie. Aber

wenn diese grundsätzlich einsatzbereit

ist, brauchen wir auch ein „Managerial-Readiness-Level“.

Manager müssen

verstehen, wie sie durch die Technologie

Wert generieren.

Können Sie das an einem Beispiel

verdeutlichen?

Wuttke: Nehmen wir Augmented Reality.

Es ist großartig, wenn Unternehmen

damit schnell neue Produkte einführen

können, weil Mitarbeitende

direkt in der AR-Brille sehen, was zu

tun ist. Unsere Forschung zeigt, dass

neue Aufgaben damit etwa 40 Prozent

schneller erledigt werden. Aber es gibt

auch Schattenseiten: Wie beim GPS

übernimmt der Computer das Denken.

Ohne Augmented Reality oder bei

Verbesserungsvorschlägen hakt es

dann. Manager müssen entscheiden:

Will ich schnell produzieren, dann

nehme ich AR. Will ich, dass Mitarbeitende

Verbesserungsvorschläge machen,

kann das hinderlich sein.

Das klingt nach einem komplexen Abwägungsprozess.

Wuttke: Das ist es auch. Neue Technologien

haben oft unerwartete Auswirkungen.

Unternehmen sind dann erfolgreich,

wenn sie präzise analysieren:

Was kann die Technologie? Welches

Problem löst sie – und welches bringt

sie vielleicht mit sich?

Sie gelten als Vorreiter beim Einsatz

von Virtual Reality in der Lehre. Welche

Potenziale sehen Sie für mittelständische

Unternehmen?

Wuttke: Virtual Reality hat großes Potenzial,

darf aber Präsenzlehre nicht

ersetzen. Während eines Covid-

19-Lockdowns habe ich in einer Metaverse

unterrichtet – mit Studierenden

als Avatare. Das war besser als reine Videokonferenzen,

aber unsere Präsenzlehre

ist heute deutlich überlegen. Soziale

Interaktion muss echt sein.

Können Sie trotzdem eine konkrete Anwendung

schildern, die das Potenzial

dieser Technologie besonders deutlich

macht?

Wuttke: Ein starkes Beispiel ist Simulation.

Wir haben eine Supply-Chain-

Simulation in Virtual Reality entwickelt.

Sie hilft, Entscheidungen im

realistischen Umfeld zu treffen und aus

Fehlern zu lernen, etwa bei Bestandsengpässen

oder Überlagerung.

Gibt es auch praktische Anwendungen?

Wuttke: Ja, etwa für Sicherheitstrainings.

Virtual Reality ermöglicht es, gefährliche

Situationen zu analysieren,

ohne sich in Gefahr zu bringen.

Auch Sensorik spielt eine wichtige Rolle

in modernen Supply Chains. Wie lässt

sich diese sinnvoll nutzen?

Wuttke: Sensorik ist die Grundlage für

das IoT. Aber auch hier stellt sich die

Frage: Was mache ich mit den riesigen

Datenmengen? Wie gewinne ich vielleicht

sogar neue Geschäftsmodelle?

Wie könnten Unternehmen hier entsprechend

handeln?

Wuttke: Unternehmen müssen prüfen,

ob sie bestehende Prozesse verbessern

oder grundlegend wandeln

wollen. Ein Ansatz ist, Services statt

Produkte anzubieten: garantierte Verfügbarkeit

statt Waren, zuverlässige

Prozesse statt Maschinen. Das funktioniert

nur mit Ferndatenerfassung, IoT

und proaktiver Instandhaltung.

Sie forschen auch zu Unterschieden in

der digitalen Reife von Unternehmen.

Was unterscheidet aus Ihrer Sicht Unternehmen,

die Digitalisierung aktiv

gestalten, von jenen, die hier eher zögerlich

agieren?

Wuttke: Hier ist es schwierig, zu pauschalisieren.

Allerdings sind allgemein

innovative Unternehmen oft auch weiter

in der Digitalisierung. Teilweise

hilft auch eine schlanke Unternehmensstruktur.

Habe ich nur ein Ressourcenplanungssystem,

so kann ich

deutlich schneller agieren, als wenn

ich viele habe. Und manchmal sehen

wir ganz unerwartete Innovationstreiber.

Inwiefern unerwartet?

Wuttke: Während der Covid-19-Pandemie

wurden beispielsweise viele Unternehmen

zur Digitalisierung gezwungen.

Das hat einige Projekte

beschleunigt. Auch andere Krisen können

helfen, Vorbehalte zu überwinden.

Abgesehen davon ist es für Unternehmen

unabdingbar, einen strategischen

Ansatz zu wählen, der auf wissenschaftlichen

Erkenntnissen und einem

guten Verständnis des individuellen

Umfelds fußt.

Zur Person

David Wuttke ist

Associate Professor

für Supply Chain Management

am Center for Digital Transformation

des TUM Campus Heilbronn.

Seine Forschung konzentriert sich auf

Supply Chain Finance, digitale Transformation

und das Verhalten von Entscheidungsträgern

in komplexen Wertschöpfungssystemen.

Dabei

kombiniert er empirische und quantitative

Methoden und gilt als Vorreiter

beim Einsatz von Virtual Reality in der

Lehre.

23

Foto: Adobe Stock, metamorworks



WIRTSCHAFT | Dualis

Dualis | WIRTSCHAFT

44 Nachwuchskräfte der Adolf Würth GmbH & Co. KG haben ihre Dualis-zertifizierte Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Neun der Absolventinnen und Absolventen durchliefen ihre Ausbildung in der Zentrale in Künzelsau-Gaisbach, 35 wurden

in den bundesweiten Niederlassungen ausgebildet. Im Rahmen der Absolventenfeier im Panoramahotel in Waldenburg

würdigte das Unternehmen die Erfolge und den Einsatz der Auszubildenden.

Marathon statt Sprint:

der Weg zum Dualis-Siegel

Eine IHK-Zertifizierung zum „Ausgezeichneten Ausbildungsbetrieb“

macht Unternehmen für den Nachwuchs attraktiv. Doch Betriebe, die

sich dafür entscheiden, sollten Zeit und Selbstkritik investieren.

Drei Ausbilder regionaler Dualis-Unternehmen sagen, worauf es ankommt.

Immer weniger Schulabgänger, aber

ein großes Angebot an Ausbildungsplätzen:

Der demografische Wandel

macht sich seit einigen Jahren auch in

der Region bemerkbar. Die IHK Heilbronn-Franken

betreut nach eigenen

Angaben aktuell zwischen Neckar und

Tauber etwa 1900 Ausbildungsbetriebe

mit etwa 12.000 Auszubildenden in

rund 160 unterschiedlichen Berufen.

Doch was nach viel Nachfrage

klingt, gibt in der Realität eher Anlass

zu Nachwuchssorgen. „So viele Betriebe,

die nicht alle ihrer Ausbildungsstellen

besetzen konnten, hatten wir seit

2016 nicht mehr – und das bei gleichbleibendem

Angebot“, kommentiert

Claudia Scheunpflug, Mitglied der

Geschäftsleitung der IHK Heilbronn-

Franken und zuständig für die Berufliche

Bildung, die Ergebnisse der bundesweiten

DIHK-Ausbildungsumfrage

2025. An der Umfrage hatten sich auch

247 Ausbildungsbetriebe aus der Region

Heilbronn-Franken beteiligt. Mehr

Fotos: Würth/Peter Petter

als die Hälfte der befragten Unternehmen

gab an, dass sie im Jahr 2024 nicht

alle ausgeschriebenen Plätze vergeben

konnte – mehr als 300 Stellen blieben

unbesetzt. Hauptgrund dafür laut IHK:

keine geeigneten Kandidaten oder

überhaupt keine Bewerbungen.

Die Ausbildungsbetriebe in der

Region stehen damit vor einem Dilemma:

Sie benötigen den Nachwuchs, um

dem Fachkräftemangel zu begegnen

und Talente aufzubauen. Der Wille

dazu ist da: Nach den Ergebnissen der

IHK-Umfrage planen zwei Drittel der

befragten Betriebe in der Region, ihre

Azubis zu übernehmen. Doch viele

Schulabgänger haben offenbar nur

dann Interesse an der Option Ausbildung

– insbesondere als Alternative

zum Studium–, wenn ihnen seitens der

Arbeitgeber etwas geboten wird.

Um mit hohen Ausbildungsstandards

zu punkten und im Wettbewerb

um kluge Köpfe attraktiv zu sein, können

Betriebe seit einigen Jahren ihre

Ausbildungsqualität von der IHK Heilbronn-Franken

mit dem Dualis-Programm

auf den Prüfstand stellen. Am

Ende eines dreischrittigen Prozesses

aus Selbsteinschätzung, Beratung

durch Dualis-Experten der IHK und einem

Zertifizierungsaudit erhalten sie

das Siegel „Dualis Heilbronn-Franken

– Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“.

Mittlerweile sind 78 Unternehmen

in Heilbronn-Franken zertifiziert.

Doch genau wie eine Ausbildung

dem Nachwuchs Disziplin, Selbstkritik

und Ehrgeiz abverlangt, bekommen

die Unternehmen das Dualis-Siegel

nur, wenn sie ihre Leistung plausibel

nachweisen. „Die Zertifizierung ist

kein Selbstläufer – sie fordert einen

durchaus heraus und bringt einen

dazu, die eigene Ausbildung aus einer

neuen Perspektive zu betrachten“, sagt

Christoph Gentner, Ausbildungsleiter

bei der

Gerhard Schubert GmbH.

Die Zertifizierung ist

kein Selbstläufer.

Christoph Gentner

Der Crailsheimer Verpackungsmaschinenbauer

hatte im vergangenen Jahr

erstmals das Siegel erhalten. „Harte Arbeit“

sei der Zertifizierungsprozess gewesen,

hatte die damalige Ausbil-

24

Oktober 2025

25



WIRTSCHAFT | Dualis

Christoph Gentner ist Ausbildungsleiter bei der Gerhard Schubert GmbH.

dungsleiterin Dagmar Schubert

zugegeben. Doch die Mühe hat sich

aus Sicht ihres Nachfolgers Gentner auf

alle Fälle gelohnt: „Gerade darin liegt

der große Mehrwert: Man hinterfragt

bestehende Abläufe, entdeckt Verbesserungspotenziale

und kann die Ausbildung

gezielt weiterentwickeln“, lobt

er. Für Unternehmen mit einer guten

Ausbildungsstruktur als Grundlage sei

Bei der Ansmann AG kümmert sich

Corina Schmitt um die Azubis.

die Zertifizierung gut machbar – auch

dank der „hervorragenden Unterstützung

seitens der IHK, die man im Vorbereitungsprozess

erhält“.

Wir haben inzwischen

eine Software, mit

der wir die Feedbackgespräche

einfordern

und dokumentieren.

Corina Schmitt

Lisa Feuchtenbeiner ist Projektkoordinatorin

für Dualis-Zertifizierungen bei

der IHK Heilbronn-Franken. Dass der

Zertifizierungsprozess nicht im Galopp

absolviert werden kann, ist für sie klar:

„Wichtig ist, dass die Unternehmen

nicht denken, dass sie einfach irgendwann

in ein Audit gehen und dann haben

sie das Siegel.“ Davor steht ein Kriterienkatalog,

anhand dessen

Dualis-Anwärter ihr Ausbildungsangebot

selbst einschätzen müssen: Insgesamt

64 Kriterien zu fünf Ausbildungsphasen

– vom Bewerbungsprozess bis

zur möglichen Übernahme – stehen

auf dem Prüfstand und sollen helfen,

Stärken und Schwächen im eigenen

Unternehmen aufzudecken. In anschließenden

persönlichen Gesprächen

mit den Ausbildungsverantwortlichen

weisen Feuchtenbeiner und ihr

Team auf möglichen Nachbesserungsbedarf

hin. „Diese Beratungs- und Begleitungsphase

ist wichtig, damit die

Unternehmen, wenn sie zu einem späteren

Zeitpunkt ins Audit gehen, das

Siegel auch wirklich bekommen“, sagt

die Dualis-Koordinatorin.

Dass eine Zertifizierung gut vorbereitet

sein will, kann auch Corina

Schmitt bestätigen, Ausbildungsleiterin

bei der Ansmann AG in Assamstadt.

Für ihren Arbeitgeber habe sich beispielsweise

in dieser Phase als Herausforderung

erwiesen, regelmäßige

Feedbackgespräche zwischen Ausbildungsbeauftragten

beziehungsweise

Ausbildern und den Azubis einzufordern.

„Wir haben inzwischen eine Software,

mit der wir die Feedbackgespräche

einfordern und dokumentieren

können“, berichtet Schmitt. Ihr Tipp für

Unternehmen, die den Zertifizierungsprozess

für das Dualis-Siegel erfolgreich

bestehen wollen: „Die Zertifizierung

sollte langfristig und unter

Berücksichtigung des Kriterienkatalogs

vorbereitet werden.“

Bei der Bechtle AG hat Maren

Jenkner, Teamleitung Ausbildung &

Einstiegsprogramme, eine ähnliche Erfahrung

gemacht: „Es ist absolut empfehlenswert,

sich vorab intensiv und in

Ruhe mit dem erforderlichen Fragebogen

auseinanderzusetzen.“ Er biete

eine sehr gute Orientierung, worauf es

am Tag der Auditierung ankomme.

„Außerdem hilft er ganz entscheidend

dabei, auch die Auszubildenden auf

die Fragen der Auditorinnen und Auditoren

gut vorzubereiten“, sagt Jenkner.

Am schwierigsten ist es aus ihrer Sicht,

eine Begehung des Betriebs so zu gestalten,

dass das Auditorenteam einen

allumfassenden Einblick in die Ausbildung

erhalte.

„Meist ist die Zeit für die vielen

erwähnenswerten Themen viel zu

knapp“, sagt Jenkner. „Wichtig ist deshalb,

sich konsequent auf das zu konzentrieren,

was die eigene Ausbildung

wirklich auszeichnet und im Alltag die

Fotos Gerhard Schubert GmbH, Ansmann AG

Der Anfang von

etwas Großem.

Du hast das Talent,

wir die Möglichkeiten.

wuerth.rocks/youngtalent

Würth & DU

Deine Ausbildung oder dein

duales Studium bei Würth.

JETZT BEWERBEN

26

Oktober 2025

Adolf Würth GmbH & Co. KG · Reinhold-Würth-Str. 12–17 · 74653 Künzelsau



e

Dualis | WIRTSCHAFT

Maren Jenker leitet das Team Ausbildung & Einstiegsprogramme bei Bechtle.

höchste Relevanz hat“, rät die Bechtle-

Teamleiterin. Zu einer guten Vorbereitung

gehört indes mehr, als nur ein

theoretischer Ablaufplan für die Begehung

und ein gutes Briefing potenzieller

Antwortkandidaten. Schon lange

vor dem entscheidenden Audit-Tag

sollten die Weichen für Verbesserungen

gestellt werden, rät Ansmann-Ausbildungsleiterin

Schmitt, an den Ausbildungsprozessen

sollte also vorab

gearbeitet werden. Bedeutet: Rechtzeitig

die angesprochenen Verbesserungsvorschläge

– im Fall der Ans-

Sich darauf konzentrieren,

was die eigene Ausbildung

auszeichnet.

Maren Jenkner

mann AG die Feedback-Software – im

Unternehmen zu implementieren. Bis

solche Prozesse umgesetzt seien und

Veränderungen griffen, könne nämlich

einige Zeit vergehen, pflichtet Feuchtenbeiner

bei. Schmitt teilt diese Erfahrung:

„Für uns war es am schwierigsten,

die Inhalte aus dem

Ausbildungsrahmenplan gut auf die

Abteilungen zu verteilen und mit passenden

Praxisinhalten zu hinterlegen.

Das dauert, daher sollte man rechtzeitig

anfangen“, rät sie.

Ähnliches berichtet Schmitts Berufskollege

Gentner von Schubert:

Fotos: Bechtle AG, IHK Heilbronn-Franken/Denzin

Die Beratungs- und

Begleitungsphase ist

wichtig.

Lisa Feuchtenbeiner

„Die größte Herausforderung war,

unsere Ausbildungsprozesse kritisch

zu hinterfragen und auf unterschiedliche

Berufsbilder abzustimmen. Gerade

die Vereinheitlichung von Abläufen

über verschiedene Ausbildungsrichtungen

hinweg ist nicht immer einfach.“

Mit Unterstützung der IHK und

des Ausbildungsteams seien daraus

aber viele wertvolle Impulse geflossen

– „und am Ende hat sich der Aufwand

definitiv gelohnt“, sagt Gentner. Sein

Tipp: Offen an den Zertifizierungsprozess

herangehen und ihn als Chance

sehen. Natalie Kotowski Lisa Feuchtenbeiner, Dualis-Projektkoordinatorin bei der IHK Heilbronn-Franken.

Arbeitgeber der Region

Finde aus über 20.000 freien Stellen in der Region Heilbronn-Franken,

Kraichgau, Mosbach und Ludwigsburg den passenden Job für dich.

Heilbronn

t

e

J

!

n

t

z

e

n

r

T o

e

l

p

n

- A

e

n

r

b

n

e

k e

i

t

g

b

e

r

Anzeige

Ausbildung auf höchstem Niveau

IHK Heilbronn-Franken zeichnet Würth Elektronik erneut mit Dualis-Siegel aus

27 junge Talente starteten zum

1. September ihre Ausbildung.

Foto: Würth Elektronik eiSos GmbH & Co.KG

Erfolg in Serie: Die Würth Elektronik

eiSos GmbH & Co. KG hat im Rahmen

der Initiative Dualis erneut das begehrte

Siegel „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“

der IHK Heilbronn-

Franken erhalten. Mit dem erfolgreichen

zweiten Re-Audit wird dem Waldenburger

Hersteller elektronischer

und elektromechanischer Bauelemente

die hohe Qualität seiner Ausbildungsprogramme

und das besondere

Engagement für den Fachkräftenachwuchs

bestätigt.

Die Auszubildenden profitieren

von intensiver Betreuung durch ein

sechsköpfiges Team, einem eigenen

Ausbildungs-Management-System, gezielter

Prüfungsvorbereitung, regelmäßigen

Entwicklungsgesprächen und attraktiven

Zusatzleistungen – von

Sozialangeboten bis hin zu Auslandsaufenthalten.

Der Erfolg ist messbar:

Etwa ein Drittel der Auszubildenden

schließt mit Auszeichnung ab, 93 Prozent

bleiben im Unternehmen.

Dass Würth Elektronik auch in herausfordernden

Zeiten konsequent in

ADVERTORIAL

die Zukunft investiert, beweist der Ausbildungsstart

2025: 27 junge Talente in

14 verschiedenen Ausbildungs- und

Studiengängen haben ihre berufliche

Laufbahn bei Würth Elektronik an den

Standorten Waldenburg und München

begonnen. Dieser Zuspruch ist ein weiteres

starkes Signal für die Verlässlichkeit

des Unternehmens als Ausbildungspartner

in der Region.

Info

Würth Elektronik Gruppe

www.we-online.com

↗ jobstimme.de/firmenverzeichnis

29



WIRTSCHAFT | Dualis

Azubiprojekte mit Wirkung

Wie sich soziale Verantwortung sinnvoll in die Ausbildung integrieren

lässt, zeigt die Weber-Hydraulik GmbH aus Güglingen. Dort realisieren

Auszubildende eigenständig Projekte mit sozialem oder ökologischem

Fokus. Das fördert nicht nur fachliche Kompetenzen,

sondern Eigeninitiative und Persönlichkeitsentwicklung.

Die Idee, Auszubildende aktiv in

soziale und ökologische Projekte

einzubinden, geht bei Weber-

Hydraulik auf eine lange Unternehmenskultur

zurück. „Soziale Projekte

haben bei uns Tradition“, sagt Christopher

Aldinger, Ausbildungsleiter im

Unternehmen. „Unsere Wunschbaumaktion

zur Weihnachtszeit ist nur ein

Beispiel. Irgendwann wollten wir dieses

Engagement stärker in die Ausbildung

einbringen.“ Daraus entstand das

Konzept, dass sich Azubis jährlich in

verschiedenen regionalen und überregionalen

Projekten entgagieren, die sie

selbst auswählen, organisieren und

umsetzen. Der Fokus liegt dabei auf einem

konkreten Nutzen für das Gemeinwesen,

möglichst mit regionalem

Bezug. Die Themen reichen von Umweltschutz

über Inklusion bis hin zur

Unterstützung sozialer Einrichtungen.

Die Auswahl der Projekte erfolgt über

die Jugend- und Auszubildendenvertretung.

„Alle interessierte Azubis können

sich einbringen. Wir sind offen für

neue Ideen. Das Budget stimmen wir

intern ab, was immer gut funktioniert

hat“, so Aldinger. Besonders hilfreich

sei der Rückhalt durch Geschäftsführung

und Werkleitung. „Jedes Lehrjahr

gestaltet jährlich einen eigenen Sozialtag

mit individuellen Projekten, ergänzt

durch gemeinsame Aktionen wie

beispielsweise unsere Dosenaktion als

Lebensmittelspende an Bedürftige

Menschen im Landkreis oder das

NABU-Projekt, bei dem wir beim Aufstellen

von Froschzäunen geholfen haben“,

erklärt Aldinger.

Ein Projekt, das den Ausbildungsleiter

besonders beeindruckt

hat, ist der Spiel- und Sporttag an der

Paul-Meyle-Schule in Heilbronn, einer

Einrichtung für Kinder mit besonderen

Bedarfen. „Das Event konnte aus finanziellen

Gründen nicht mehr stattfinden.

Unsere Azubis haben es daraufhin

komplett selbst organisiert – mit

Foto: Weber-Hydraulik

Seit vier Jahren organisieren Auszubildende bei der Weber-Hydraulik GmbH

den Spiel- und Sporttag an der Paul-Meyle-Schule in Heilbronn.

großem Einsatz und Begeisterung. Das

Projekt läuft inzwischen seit vier Jahren

und zeigt, wie nachhaltig solche

Initiativen sein können.“

Doch es geht um mehr als nur

Engagement. „Im Mittelpunkt steht für

uns die Persönlichkeitsentwicklung“,

betont Aldinger. Die Azubis lernen,

Verantwortung zu übernehmen, Empathie

zu entwickeln und im Team zu

arbeiten. Sie erleben, wie ihr Handeln

über die fachliche Ausbildung hinaus

Wirkung entfalten kann. „Diese Erfahrungen

prägen sie langfristig – fachlich

und persönlich.“

Die Ausbildungsleitung versteht

sich dabei eher als Coach denn als Koordinator.

„Wir geben Impulse, begleiten

und unterstützen bei Herausforderungen.

Gleichzeitig lassen wir den

nötigen Freiraum, damit die Jugendlichen

eigene Erfahrungen sammeln

können.“ Die Kommunikation ist dabei

entscheidend: „Kurze Wege, offene

Ohren und klare Erwartungen helfen,

auch bei Schwierigkeiten schnell Lösungen

zu finden“, so der Leiter. Und

wie wirkt sich das auf das Recruiting

aus? „Natürlich steht die fachliche

Qualität der Ausbildung im Vordergrund“,

sagt Aldinger. „Aber wir merken,

dass soziale Projekte zunehmend

positiv wahrgenommen werden. Viele

junge Menschen wollen wissen, wofür

ein Unternehmen steht. Unser Engagement

zeigt, dass wir Verantwortung

übernehmen. Das schafft Vertrauen.“

Teresa Zwirner

Verdiene deine Brötchen

mit Maultaschen!

Weißt du schon, was du nach der Schule

machen möchtest? Wie wäre es mit einer

Ausbildung bei uns?

AUSBILDUNG zur/zum

● Fachkraft für Lebensmitteltechnik

● Maschinen- und Anlagenführer/-in

● Fachlagerist/-in

● Fachkraft für Lagerlogistik

● Elektroniker/-in für Betriebstechnik

● Industriemechaniker/-in

Wir freuen uns auf deine

geschmackvolle Bewerbung!

buerger.

karriere

Bürger GmbH & Co. KG – Roßfelder Str. 59

D-74564 Crailsheim – Tel. +49 (0) 7951 9362-0

www.buerger.de/azubi – ausbildung@buerger.de

Informiere dich hier:

DIE MITTE

EINE REGION ZEIGT GESICHT

Was ist Mitte?

In über fünfzig spannenden

Beiträgen gehen Alexander

Gerst, Reinhold Würth,

Bettina Wilhelm, Tilmann

Distelbarth, Anja Fichtel

und viele mehr dieser Frage

auf den Grund.

Ein unterhaltsames und

anregendes Lesebuch für die

ganze Region. Überraschende

Einsichten inklusive.

Bestellungen unter info@pro-vs.de

und auf www.pro-magazin.de

nur

14,90 €*

Von Level zu Level !

Deine Karriere bei

der Bank der Regionen.

Ausbildung und Studium bei der

VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall eG

▪ Bankkaufmann (m/w/d)

▪ Bachelor of Arts (DH)

Fachrichtung BWL/Bank

Fachrichtung BWL/Finanzdienstleistungen

Fachrichtung BWL/Dienstleistungsmanagement

Fachrichtung BWL/Digital Business Management

▪ Kaufmann für IT-System-Management (m/w/d)

30

Oktober 2025

vrbank-hsh.de



Palmen und Strand gibt

es auch in der Region

Eine sagenhafte Tour

durchs Ländle

Die Tatort-Kommissarin

zieht es nach draußen

Ein Gespräch über Bücher,

Bissen und Bildung

Großartige Skulpturen

von Bildhauer Lars Zech

Was Ursula Dees gegen

Rückenschmerzen tut

Tipps und Ideen für die kalte Jahreszeit

Boris Rommel zeigt, wie's geht

Bräuche aus dem Südwesten

WIRTSCHAFT | Dualis

Selbst gestalten,

statt nur mitzuarbeiten

In Zeiten des Fachkräftemangels sind gute Ausbildungskonzepte

wichtiger denn je. Die Gemü Gruppe zeigt, wie Nachwuchsförderung

im Mittelstand gelingen kann: Mit Formaten wie der Azubi-Rallye,

„5 Tage – 5 Berufe“ und einer neuen Ausbildungswerkstatt.

Insgesamt 30 neue Nachwuchskräfte sind seit September bei Gemü mit an Bord –

19 Auszubildende, zehn dual Studierende und ein kooperativ Studierender.

Dass es immer weniger Bewerber

auf freie Ausbildungsplätze gibt,

stellt viele Unternehmen vor Herausforderungen

– die Gemü Gruppe

aus Kupferzell bildet hier keine Ausnahme.

„Wir stellen leider einen Rückgang

der Bewerbungseingänge fest

und ergreifen gezielt Maßnahmen, um

dem entgegenzuwirken“, sagt Ausbildungsleiter

Marc-Christopher Borkowski.

Mit Kooperationen an Schulen,

der Teilnahme an Ausbildungsmessen

und dem gezielten Aufbau einer starken

Arbeitgebermarke gelingt es dem

Unternehmen, junge Menschen frühzeitig

für das eigene Ausbildungskonzept

zu begeistern. Ein besonderes

Format ist zum Beispiel „5 Tage – 5 Berufe“:

Schülerinnen und Schüler erhalten

dabei die Möglichkeit, verschiedene

Fachrichtungen sowohl technisch-

gewerbliche als auch kaufmännische

kennenzulernen. „Hier ist für jeden etwas

dabei“, erklärt Borkowski. Die praxisnahe

Erfahrung hilft den Teilnehmenden,

ihre Interessen und Stärken

besser einzuschätzen – und schafft

frühzeitig eine Verbindung zum Unternehmen.

Auch das Ausbildungskonzept ist

klar strukturiert und auf Praxiserfahrungen

ausgelegt. Die Nachwuchskräfte

durchlaufen verschiedene Fachabteilungen

und werden dabei von

Ausbildungsbeauftragten begleitet. „In

vielen Abteilungen hat sich eine

Checkliste für den Durchlauf bewährt,

sodass gewährleistet wird, dass während

des Durchlaufes auch alle Themen

eines Bereiches kennengelernt

werden“, so Borkowski. Gleichzeitig

übernehmen die Auszubildenden Verantwortung

für eigene Projekte und

Foto: Gemü

bringen sich aktiv ein. „Unsere Auszubildenden

arbeiten in den Fachabteilungen

mit und übernehmen Verantwortung

für eigene Projekte“, betont er.

Darüber hinaus gebe es diverse Azubi-

Projekte, die fast eigenständig abgewickelt

werden. „Hier ist das Social-Media-Team

das beliebteste, aber auch

das Mitwirken bei MINTec-Aktionen,

Kinderferienprogrammen oder am

GirlsDay wird gut angenommen“, sagt

Borkowski.

Ein Highlight zum Ausbildungsstart

ist die Azubi-Rallye, die sportliche

Herausforderungen, Teambuilding

und Kennenlernspiele kombiniert.

„Die Azubi-Rallye ist ein Azubiausflug,

verbunden mit Sport- und Teambuilding

sowie Kennenlernaktionen, die

wir nun zum dritten Mal als Abschlusstag

in die Auftaktwoche integriert haben“,

erklärt Ausbildungsleiterin Melanie

Glattbach. „Hier kommen neue

und erfahrene Azubis zusammen, lernen

sich auf spielerische Art kennen

und tauschen sich aus.“ Zum Abschluss

grillt das Ausbildungsteam – ein Zeichen

für den gelebten Zusammenhalt.

„Das stärkt den Teamgeist und macht

Gemü als Arbeitgeber erlebbar“, so

Glattbach.

Neue Ausbildungswerkstatt

Erlebbar wird das Unternehmen auch

mit der neuen Ausbildungswerkstatt,

die im Frühjahr 2025 eingeweiht wurde.

„Die Ausbildung der Zukunft wird

stark von Digitalisierung und Technologien

wie KI und Robotik geprägt

sein“, sagt Glattbach. „Wir bereiten unsere

Nachwuchskräfte darauf vor – mit

praxisnahen Projekten, Eigeninitiative

und einem Ausbildungskonzept, das

sich stetig weiterentwickelt.“

Teresa Zwirner

KEINE AUSGABE

Sonderheft Urlaub 2025

KLEINE

AUSZEIT

Urlaub wie

in Italien

Die schöne Lau und

der Spion von Aalen

Eva Löbau liebt den

Schwarzwald

VERPASSEN!

HEIMAT

SCHMECKT

Sommer 2025

LESEN,

BITTE!

Denis Scheck

schwätzt Tacheles

Holz zieht ihn

magisch an

Der Kick auf

den Schienen

Herbst 2025

Mit Pfiff serviert

Kreative Hobbyköche

erfinden Gerichte

Auf ein Viertele

Barbara Salesch ist

waschechte Badenerin

Im Kürbisfieber

Jonas Gräter züchtet

Giganten

Bestellen Sie jetzt Ihr Abo unter

www.pro-vs.de/lebensart

oder rufen Sie uns an:

Tel. 0791/95061-8300

4 Ausgaben + 1 Urlaubsheft gratis

5x

LebensArt

nur 15,60 €*

*inkl. MwSt. und

Versand

Fröhliche Wintertage

Rezepte vom Sternekoch

Pelzmärtle und Rollbuaba

Winter 2024/25

32

Oktober 2025



WIRTSCHAFT | Titel

Titel | WIRTSCHAFT

gen auszeichnet, ist unser Pioniergeist

und die enge Verbindung von Ingenieurskunst

und Praxisnähe“, sagt Klaus

Klugesherz, Geschäftsführer und Firmeninhaber.

Seit den ersten Steer-by-

Wire-Anwendungen im Jahr 1972 hat

sich das Unternehmen von einem kleinen

Ingenieurbüro zu einem weltweit

agierenden Technologieführer im Bereich

mobiler Automatisierung entwickelt.

Es profitierte dabei von kurzen

Entscheidungswegen, interdisziplinären

Teams und einem offenen Umfeld

für kreative Ideen. Genau diese Haltung

soll dem Unternehmen auch bei

der Mobilitätswende helfen.

Winkelgeber sind gemäß höchsten Standards der funktionalen Sicherheit zertifiziert

und für sicherheitskritische Anwendungen geeignet.

Die enge Zusammenarbeit von Vertrieb und Entwicklung bei ME Mobil Elektronik ermöglicht eine präzise Anpassung der

Lenksysteme für über 1600 Fahrzeugtypen.

Die Mobilitätswende

vorantreiben

Mit intelligenten Steuerungssystemen, KI-gestützter Fahrzeugintelligenz

und klarem Fokus auf autonome Funktionen treibt ME Mobil

Elektronik den technologischen Wandel aktiv voran. Das Unternehmen

richtet sich damit auf die Anforderungen von morgen aus.

Die Mobilitätsbranche befindet

sich in einem tiefgreifenden

Wandel: Elektrifizierung, Digitalisierung

und autonome Systeme verändern

die Art, wie wir Fahrzeuge entwickeln,

nutzen und verstehen. Die

Anforderungen steigen – an Effizienz,

Nachhaltigkeit und intelligente Steuerung.

Das Familienunternehmen ME

Mobil Elektronik aus Langenbrettach

sieht sich als aktiver Treiber dieser

Transformation. „Wir gestalten die Zukunft

der Mobilität nicht nur mit – wir

treiben sie voran“, sagt Frank Wolter,

Leiter Entwicklung. Im Zentrum der

Produktentwicklung stehen digitale

Vernetzung, ressourcenschonende

Systemarchitekturen und moderne

Sensorik. Modulare Elektronikplattformen

und Softwareintelligenz schaffen

die Basis für sichere, effiziente und zukunftsfähige

Fahrzeuge – sowohl im

Straßenverkehr als auch im Off-Highway-Sektor.

„Was uns seit den Anfän-

Fotos: ME Mobil Elektronik

Führungsrolle ausbauen

Strategisch setzt ME Mobil Elektronik

dabei auf langfristige Partnerschaften

mit Herstellern, Lieferanten und Kunden,

um gemeinsam Lösungen zu entwickeln,

die technologische Leistung

mit ökologischer Verantwortung verbinden.

Gleichzeitig wird die Entwicklungsarbeit

stärker auf Nachhaltigkeitskriterien

und Lebenszyklusdenken

ausgerichtet – von der Konzeption bis

zum Recycling. Die Vision für die kommenden

fünf bis zehn Jahre ist klar:

ME Mobil Elektronik will seine Rolle

als führender Technologiepartner im

Bereich intelligenter Steuerungssysteme

weiter ausbauen. Im Fokus stehen

Digitalisierung, Elektrifizierung und

nachhaltige Fahrzeugtechnologien.

KI als Werkzeug

Ein zentraler Innovationstreiber ist die

digitale Transformation – insbesondere

die Integration von Künstlicher Intelligenz.

„KI ist für uns kein Zukunftsthema

– sie ist bereits Teil unserer

Entwicklungsrealität“, sagt Wolter. KI

ermöglicht es, Fahrzeugdaten intelligent

zu nutzen – für mehr Sicherheit,

Effizienz und vorausschauende Steuerung.

Die Anwendungen reichen von

intelligenten Diagnosefunktionen bis

hin zu automatisierten Auswertungen.

Auch intern verändert KI die Entwicklungsprozesse:

Simulationen, automatisierte

Tests und Digitale Zwillinge beschleunigen

Produktzyklen und

steigern die Qualität. Dabei verfolgt

das Unternehmen das Ziel, KI nicht als

Selbstzweck, sondern als Werkzeug für

praxisrelevante Innovation einzusetzen.

„Unser Anspruch ist es, die Intelligenz

ins Fahrzeug zu bringen – dort,

wo sie echten Mehrwert schafft.“

Autonomie als Zukunftsfeld

Ein weiteres Zukunftsthema ist die autonome

Mobilität. ME Mobil Elektronik

liefert bereits heute zentrale

Bausteine für automatisierte Steuerungssysteme

in Nutz- und Sonderfahrzeugen.

Autonomie wird

dabei als evolutionärer Prozess

verstanden.

„Unsere Systeme

ermöglichen es,

dass Maschinen

Schritt für

Schritt Verantwortung

übernehmen

– von

teilautomatisierten

Arbeitsabläufen

bis hin zu vollständig

selbsttätigen Fahrfunktionen.“

Die Grundlage dafür bilden echtzeitfähige

Elektronikplattformen,

Sensorfusion, intelligente Software

und zuverlässige Kommunikation zwischen

Komponenten. Sicherheit steht

dabei an erster Stelle: Redundanz und

Zertifizierbarkeit sind integraler Bestandteil

jeder Entwicklung. Autonome

Systeme können Ressourcen präziser

einsetzen, Emissionen reduzieren

und Arbeitsprozesse sicherer gestalten.

„Unsere Vision ist es, dass Fahrzeuge

künftig nicht nur gesteuert, sondern

verstanden werden – und dass

Autonomie zum Schlüssel einer intelligenten,

sicheren und nachhaltigen

Mobilität wird.“ Teresa Zwirner

Mit dem EHLA ® -System ausgestattete

Teleskoplader bieten maßgeschneiderte

Lösungen für die Anforderungen der

Mobilitätswende.

34

Oktober 2025

35



WIRTSCHAFT | Azubibörse

Azubibörse | WIRTSCHAFT

Von der Azubi-App bis

zum Social-Media-Kanal

Zahlreiche Unternehmen aus der Region Heilbronn-Franken zeigen,

wie moderne Ausbildung heute und in Zukunft aussehen kann – mit

kreativen Azubiprojekten, praxisnahen Konzepten und echtem Unternehmergeist.

Die Auszubildenden bei R. Stahl planen, produzieren und analysieren Social-

Media-Beiträge eigenständig.

Wer bei der LTI-Metalltechnik

GmbH in Schöntal-Berlichingen

eine Ausbildung beginnt,

steigt nicht einfach in einen Beruf ein –

sondern gleich in ein eigenes kleines

Unternehmen. Unter dem Namen LTI-

Youngsters führen die Auszubildenden

im firmeneigenen Ausbildungszentrum

ein realitätsnahes Mini-Unternehmen

mit echten Prozessen, echten

Produkten und echter Verantwortung.

Hier lernen junge Menschen nicht nur

bis zu 15 verschiedene gewerbliche,

technische und kaufmännische Berufe

sowie duale Studiengänge kennen – sie

erleben hautnah, wie ein Industrieunternehmen

als Ganzes funktioniert.

Foto: R. STAHL

„So blicken sie weit über ihr eigenes

Berufsbild hinaus und erkennen, wie

wichtig das Zusammenspiel aller Bereiche

ist. Dabei stärken sie ihre Teamfähigkeit

und Selbstständigkeit“, erklärt

Udo Ohrnberger, Leiter des

Ausbildungszentrums. Kreativität beweisen

die Youngster etwa bei der Fertigung

kundenspezifischer Blechteile

wie Feuerkörbe und Gartendekoration,

die sie im eigenen Online-Shop

verkaufen. Digitalisierung ist dabei gelebter

Alltag: „Die Vernetzung der Maschinen

ist sowohl im Ausbildungszentrum

als auch im gesamten

Unternehmen seit Jahren Standard“, so

Ohrnberger. Auch bei der digitalen Dokumentation

war LTI früh dran: „Das

Online-Berichtsheft wurde als eines

der ersten überhaupt eingeführt.“ Ergänzt

wird das durch eine eigene Azubi-App,

über die die Nachwuchskräfte

jederzeit mit ihren Ausbildern in Kontakt

stehen und Informationen abrufen

können. „So wachsen die LTI-

Youngsters ganz selbstverständlich mit

den digitalen Prozessen von morgen

auf.“

Wie vielseitig Ausbildung heute

sein kann, zeigt auch das Unternehmen

R. Stahl in Waldenburg – mit Projekten,

die technologische Kompetenz

ebenso fördern wie kreative Eigenverantwortung.

Besonders erfolgreich ist

etwa das Social-Media-Team, in

dem Auszubildende eigenständig Inhalte

für die offiziellen Kanäle des Unternehmens

planen und umsetzen.

„Von der Themenrecherche über die

Produktion von Fotos, Videos und Texten

bis hin zur Auswertung der Reichweiten

sind die Auszubildenden in alle

Schritte des Kommunikationsprozesses

eingebunden“, erklärt Marilena

Grigo, Ausbildungsverantwortliche bei

R. Stahl.

Auch technologisch ist R. Stahl

stark aufgestellt: „Unsere Ausbildungswerkstatt

verfügt über eine moderne

SPS-Anlage, die speziell für die Ausbildung

eingesetzt wird“, erklärt Grigo. Da

nur wenige Betriebe in der Region über

eine vergleichbare Ausstattung verfügen,

kommen regelmäßig auch Auszubildende

anderer Unternehmen zur

Schulung – etwa von Stahl CraneSystems

GmbH, Würth Elektronik eiSos

und Würth Elektronik ICS. So entsteht

ein praxisorientiertes Lernumfeld, in

dem Wissen geteilt und Erfahrungen

ausgetauscht werden. „Durch diese

enge Zusammenarbeit profitieren

nicht nur die Auszubildenden von R.

Stahl, sondern auch die Teilnehmen-

Foto: LTI-Metalltechnik GmbH

Digitale Technologien gehören zum Arbeitsalltag der LTI-Azubis dazu.

den aus den Partnerunternehmen“, so

die Ausbildungsverantwortliche.

Der überbetriebliche Wissenstransfer

wird aktiv gefördert, und die Azubis

bauen ein persönliches Netzwerk über

Unternehmensgrenzen hinweg auf.

Wie abwechslungsreich Ausbildung

auch im öffentlichen Dienst sein kann,

zeigt das Landratsamt Schwäbisch

Hall. Dort starten junge Menschen in

vielfältige Ausbildungsberufe – von

Kaufleuten für Büromanagement über

Verwaltungsfachangestellte und Vermessungstechniker

bis hin zu Beamtenanwärterinnen

und -anwärtern des

mittleren Dienstes. Auch ein Straßenwärter

ist mit dabei.

Der Einstieg ins Berufsleben beginnt

mit einer Einführungswoche, in

der die Azubis die verschiedenen

Standorte und Aufgabenbereiche kennenlernen.

Dabei erhalten sie praxisnahe

Einblicke in die tägliche Arbeit,

etwa durch die Mitarbeit bei Anliegen

im Bürgerservice, die Unterstützung

bei der Organisation von Veranstaltungen

oder die Mitwirkung an Digitalisierungsprojekten

in der Verwaltung. In

der Vermessungsabteilung führen die

Nachwuchskräfte eigenständig Geländeerhebungen

durch, während der

Straßenwärter aktiv zur Verkehrssicherheit

beiträgt. „Die Aufgaben des

Landratsamts sind so vielseitig und unterschiedlich

wie die Menschen im

Landkreis selbst“, sagt Carolin Hohl aus

dem Ausbildungsteam.

Teresa Zwirner

Unser Industriekonzern mit 4000 Beschäftigten in Europa und den USA genießt in der Verpackungs- und

Etikettenbranche einen ausgezeichneten Ruf und ist bekannt für seine qualitativ hochwertigen Produkte.

Am Standort Neuenstadt produzieren wir in unserem modern ausgerüsteten Betrieb Faltschachteln für

anspruchsvolle Kunden der Kosmetik-, Pharma- und Süßwarenindustrie.

Wir bieten folgende Ausbildungsberufe an:

Medientechnologe Druck (m/w/d)

Packmitteltechnologe (m/w/d)

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung sehr gern auch per E-Mail (Word- bzw. PDF-Format).

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

A.Landerer GmbH & Co. KG

Kontaktperson: Helmut Krebs

Heinz-Landerer-Straße 1 · 74196 Neuenstadt a. K.

Tel. 07139 9373-119 · Fax 07139 9373-199

E-Mail: helmut_krebs@landerer.de

36

Oktober 2025

37



Metropolregion Rhein-Neckar | WIRTSCHAFT

Vereinte Kräfte

Der Wasserturm ist das Wahrzeichen

Mannheims. Die

Stadt, in der Rhein und Neckar

zusammentreffen, gehört zusammen

mit Ludwigshafen und

Heidelberg zu den drei strukturstarken

Ballungszentren der

Europäischen Metropolregion

Rhein-Neckar. Sie ist eine von

deutschlandweit elf derartigen

Planungsräumen. Das Besondere:

Die Metropolregion erstreckt sich

über drei Länder. Baden-Württemberg,

Rheinland-Pfalz und Hessen

kooperieren seit 20 Jahren erfolgreich

– ob in Sachen Mobilität,

Wirtschaft, Forschung oder Bildung.

Starke Großstädte gehören

genauso dazu wie kleine Dörfer im

Odenwald oder in der Pfalz, in denen

weniger als 100 Einwohner

leben. Doch diese Gegensätze

scheinen in der Metropolregion

zusammenzufließen wie der

majestätische Rhein und der malerische

Neckar bei Mannheim: Das

Dreiländer-Delta verfügt über

42 Netzwerke, die auf vereinte

Kräfte setzen. Partnerschaftliche

Zusammenarbeit zwischen Politik,

Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung

und Bürgern prägt den Ton –

und den Erfolg. Das zeigt sich sowohl

in den 160.000 Unternehmen,

von Start-ups über starke Mittelständler

bis hin zu großen Playern,

die in der Metropolregion ansässig

sind. Als auch im tragfähigen Branchenmix,

in dem besonders

Biotechnologie, Chemie, Informationstechnologie

und Maschinenbau

eine tragende Rolle spielen.

Und es zeigt sich im harmonischen

Nebeneinander der Kontraste zwischen

ländlicher Idylle und urbanem

Charme. red

Foto: MRN

38 Oktober 2025

39



WIRTSCHAFT | Metropolregion Rhein-Neckar

Heidelberg, vom Königsstuhl aus gesehen, gehört zu den Schmuckstücken der Metropolregion Rhein-Neckar.

Auf gute Nachbarschaft

Starker Mittelstand, globale Big Player, hohe Exportquote – und

ländliche Idylle: Heilbronn-Franken und die Metropolregion Rhein-

Neckar teilen mehr als eine gemeinsame Grenze. Ralph Schlusche,

Verbandsdirektor Region Rhein-Neckar, sieht im Brückenbauen und

Netzwerken viel Zukunftspotenzial.

Sympathische Nachbarn helfen einander

mit Lebensmitteln oder

dem passenden Inbusschlüssel

aus, kommen gern miteinander ins

Gespräch und fangen keinen Streit an,

wenn ein Apfelbaum seine Blätter über

die Gartenzaungrenze hinaus abwirft.

Heilbronn-Franken hat so einen Nachbarn,

der Synergien und Netzwerke

schätzt: die Metropolregion Rhein-Neckar

(MRN), die in diesem Jahr 20-jähriges

Bestehen feiert.

„Die Metropolregion Rhein-

Neckar versteht sich nicht nur als Planungsinstanz,

sondern auch als Brückenbauer

zwischen den Regionen“,

bestätigt Ralph Schlusche, Direktor

des Verbands Region Rhein-Neckar.

Der ist Träger der grenzüberschreitenden

Planung und -entwicklung für die

Region und damit neben der Metropolregion

Rhein-Neckar GmbH und

dem Verein Zukunft Metropolregion

Rhein-Neckar e.V. eine der drei tragenden

Säulen für Wachstum, Entwicklung

und Zusammenarbeit. Genau

diese Zusammenarbeit mit den Nachbarn

– sei es bei der Mobilitätsplanung,

bei der Flächennutzung oder in der Innovationsförderung

– ist nach Schlusches

Ansicht entscheidend, um Synergien

zu heben und gemeinsame

Herausforderungen zu meistern.

„Netzwerke über Ländergrenzen hinweg

sind kein Luxus, sondern eine

Notwendigkeit für zukunftsfähige Regionalentwicklung“,

ist er überzeugt.

Mit erfolgreicher länderübergreifender

Zusammenarbeit hat man

in der Metropolregion Rhein-Neckar

seit der Gründung vor 20 Jahren gute

Erfahrungen gemacht. Immerhin erstrecken

sich ihre 5637 Quadratkilometer

Fläche über drei Bundesländer:

Baden-Württemberg. Rheinland-Pfalz

und Hessen. Insgesamt 2,4 Millionen

Menschen leben dort in 15 Land- und

Stadtkreisen.

Verbandsdirektor Schlusche

kann die drei größten Erfolge des

Zusammenschlusses deshalb sofort

benennen: Erstens die einheitliche

Regionalplanung. Sie sei ein herausragender

Erfolg: stärke Verbindlichkeit,

schaffe Transparenz und ermögliche

eine strategische Steuerung von Wohnungsbau,

Gewerbeentwicklung und

Energieinfrastruktur. „Ein weiteres tolles

Beispiel für erfolgreiche länderübergreifende

Zusammenarbeit ist der

Mobilitätspakt Rhein-Neckar“, sagt

Schlusche. Das Bündnis bringe Akteure

aller Mobilitätssparten und aus allen

drei Ländern zusammen, um Verkehr

und Infrastruktur zu planen. Das

dritte Highlight sei das Projekt Smart

Region Rhein-Neckar, um Digitalisierung

und Vernetzung voranzutreiben,

„etwa durch digitale Planungsprozesse,

smarte Mobilitätslösungen und die

Förderung von digitalen Kompetenzen

in Verwaltung und Gesellschaft“.

Ralph Schlusche blickt optimistisch

auf die Zukunft: Da sind die Ernennung

zum „Regional Innovation

Valley“, um Innovations-Ökosysteme

in Zukunftsfeldern wie Life Sciences,

Wasserstoff und Bioökonomie auszubauen.

Der kontinuierliche Einsatz für

Forschung, Unternehmen und Wissenschaft.

Global agierende Großkonzerne

wie BASF, Roche oder SAP, ein

starker Mittelstand. All das freut ihn

nach eigenen Worten sehr. Aber: „Bei

allem, was wir in den vergangenen Jahren

erreicht haben, liegt weiterhin

noch viel Arbeit vor uns.“ Vielleicht ist

es da ein Glücksfall, dass der strukturell

durchaus vergleichbare Nachbar

Heilbronn-Franken heißt.

Natalie Kotowski

Foto: MRN/Rhein-Neckar

GEMEINSAM

FÜR DIE REGION

https://gemeinsam.m-r-n.com

40 Oktober 2025



WIRTSCHAFT | Metropolregion Rhein-Neckar

Metropolregion Rhein-Neckar | WIRTSCHAFT

„Die Richtung stimmt“

Dr. hc. Eggert Voscherau, Bruder des verstorbenen ehemaligen Hamburger

Oberbürgermeisters Henning Voscherau, gehörte vor 20 Jahren

zu den entscheidenden Wegbereitern der Europäischen Metropolregion

Rhein-Neckar, dem direkten Nachbarn Heilbronn-Frankens.

Exklusiv für das PROMAGAZIN blickt er über die regionale Grenze.

Interview von Natalie Kotowski

Herr Dr. Voscherau, am 23. September

wurden Sie anlässlich des 20-jährigen

Bestehens der Metropolregion Rhein-

Neckar (MRN) im Mannheimer Rosengarten

mit der Carl-Theodor-Medaille

geehrt. Dort wurde damals der Staatsvertrags

für eine länderübergreifende

Zusammenarbeit als Metropolregion

Daumen hoch: Dr. hc. Henning Voscherau anlässlich des Festakts zum 20-jährigen

Bestehen des MRN.

Fotos: MRN/Schwerdt

Die Langfassung des

Interviews finden Sie auf

www.pro-magazin.de

Rhein-Neckar unterzeichnet. Sie waren

maßgeblicher Wegbereiter dafür. Was

ging Ihnen durch den Kopf?

Dr. hc. Eggert Vorscherau: : Vor allem

die Frage: Wie geht es weiter? Allein

die Anwesenheit von 600 Teilnehmern,

darunter zwei Ministerpräsidenten

(Herr Schweitzer zog leider seine Zusage

kurzfristig wegen seiner Teilnahme

an einer TV-Talkshow zurück) und

zahlreiche Kommunalpolitiker, hat bewiesen,

dass die Metropolregion

Rhein-Neckar (MRN) lebt, pulsiert

und den Menschen etwas bedeutet. Im

Dialog zwischen Politik, Wirtschaft

und betroffener Bevölkerung hat sich

in den zurückliegenden 20 Jahren viel

getan – und zwar über die Lebensadern

Rhein, Main, Neckar hinweg.

Die Region ist von einer hervorstechenden

Besonderheit geprägt. Denn

nicht ihre Gesamtheit ist für die einbezogenen

Bundesländer von Normalität,

sondern nur die darin jeweils sie

betreffenden drei Einzelteile. Deshalb

muss von der MRN-Führung intensiv

ein direkter Kontakt zu den jeweiligen

Ministerpräsidenten gehalten werden.

Die drei haben im Wesentlichen den

übergeordneten Blick und ermutigen

im Zweifelsfall ihre Verwaltungen, die

verfügbaren Spielräume auch voll zu

nutzen. Der fortwährende Dialog mit

ihnen hat sich in meinen Augen als

sehr erfolgreich erwiesen und war die

Grundlage für die Schaffung der Metropolregion.

Für die kommenden Jahre

gilt: Die in der Region lebenden

Menschen müssen sich weiter gegenseitig

unterstützen, ihre Zusammenarbeit

verstärken und damit Dinge möglich

machen, die sonst keine Chance

hätten. Damit kommt die MRN schrittweise

dem Ziel näher, in der Summe

eine der attraktivsten Regionen Europas

zu sein. Die Richtung stimmt, das

Potential ist da. Das alles ging mir an

dem Abend Stück für Stück durch den

Kopf.

Schon 2003 hatten Sie, damals noch als

stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der BASF, einen Brandbrief nach Berlin

geschrieben, in dem Sie deutlich mehr

Kooperation forderten.

Voscherau: Wir Menschen teilen gerne

ein in wir hier und die dort. Heute sogar

noch mehr als früher. Dabei sind

die Grenzen in Wahrheit völlig diffus.

Das Lebensgefühl in der Region Rhein-

Neckar reicht weit über Verwaltungsgrenzen

und den Rhein oder Neckar hinaus.

Sie wollten damit seinerzeit „Kirchturmdenken,

Egoismus und Provinzialität“

überwinden.

Voscherau: Mir ging es damals schon

darum, die Fenster aufzureißen, um

mehr Sauerstoff einzulassen für Arbeitsteilung,

Optimierung unserer Ressourcen

und zusätzliche Wertschaffung.

Nicht jede Kommune braucht die

gleiche Ausstattung wie die ein paar Kilometer

weiter. Dafür braucht sie aber

eine starke, bezahlbare Infrastruktur in

Reichweite. Mit Hilfe von Investitionen

diesseits und jenseits des Rheins sowie

wirtschaftlichem Einfluss hatte ich damals

die Chance gesehen, die relevanten

Entscheider in der Region an den

Tisch zu bringen und zum ersten Mal

bestimmte regionale Themen gemeinsam

mit Weitblick voranzutreiben. Ich

sehe es als Teil ihrer, das heißt, unser

aller Verantwortung, für eine funktionierende

Infrastruktur zu sorgen. Und

dafür müssen wir gewisse Opfer bringen.

Denn es bringt uns nun mal nicht

schnell genug und erfolgreich weiter,

wenn wir uns im Ruderachter einer Region

alle als passive Steuermänner sehen

und anderen beim Rudern zuschauen.

Anpacken lautet die Devise

für alle.

Trotzdem wurde die Idee damals in der

Ministerkonferenz belächelt – ihr verstorbener

Bruder Henning, langjähriger

Oberbürgermeister der Freien und

Hansestadt Hamburg, soll nach Ihren

Worten gesagt haben: Was soll das

denn?

Voscherau: Wir alle tragen unsere Geschichte

mit uns im Gepäck. Eine europäische

Metropolregion ohne Metropole,

also ohne Großstadt als Herz, war

damals schlicht eine neue Idee, auf die

man in Hamburg nicht so ohne weiteres

kommt. Fairerweise muss man sagen,

dass auch Rhein-Neckar von der

Anbindung an die Metropolen Frankfurt

und Stuttgart lebt. Aber darum

geht es ja: Vernetzung bis weit in den

ländlichen Raum hinein und Bündelung

aller Kräfte dort und darüber hinaus.

Das endet ja nicht an den Grenzen

der Metropolregion, sondern setzt sich

fort in die benachbarten Räume – wie

die Wellen, den ein ins Wasser geworfener

Stein erzeugt.

Der berühmte Blick über den Tellerrand:

Gilt der also auch für Heilbronn-

Franken, an die die Metropolregion

Rhein-Neckar angrenzt?

Voscherau: Das ist geradezu der Sinn

der Sache. Wo immer die Menschen leben,

ziehen sie um sich herum einen

100-Kilometer-Radius und vernetzen

sich in diesem Raum. Heilbronn-Franken

ist für mich in einer vergleichbaren

Situation wie Rhein-Neckar. Beide weisen

starke Klein- und Mittel- sowie einige

bedeutende Großunternehmen

auf. In beiden Regionen arbeiten die

Menschen hart, sind kreativ und wissen,

wie man auf dem Weltmarkt erfolgreich

besteht. Für beide gilt: Kräfte

bündeln, Stärken nutzen und Erfolge

feiern.

Worin könnte diese Zusammenarbeit

bestehen?

Voscherau: Mir fallen spontan Chancen

bei der Entwicklung von Technologie

und deren praktische Anwendung

ein. Der Bildungscampus in Heilbronn

ist eine gute Basis für den regelmäßigen

Austausch zwischen den beiden

Nachbarn. Im KI-Ökosystem Innovation

Park Artificial Intelligence (IPAI)

sehe ich in Heilbronn zum Beispiel einen

strategischen Partner. Die Struktur

der Metropolregion Rhein-Neckar mit

ihrer Vielzahl an Großkonzernen und

kleinen und mittleren Unternehmen

ermöglicht darüber hinaus breitgefächerte

Möglichkeiten für die Nutzbarmachung

von KI und den auf dem

Campus entwickelten neuen Lösungen.

Ich denke dabei an leistungsstärkere

KI-Modelle, die in der Industrie

und Forschung sowie für komplexe Simulationen

und Steuerungen eingesetzt

werden können. Oder nehmen Sie

speziell das Exzellenzcluster Biotechnologie

und die Health and Life Science

Alliance in Rhein-Neckar. In der

biotechnologischen Forschung fallen

immer größere Datenmengen an, die

zukünftig nur noch mithilfe von KI-Systemen

ausgewertet werden können,

um innovative Entwicklungen zu beschleunigen.

Wie wichtig ist es aus Ihrer Sicht aktuell

in Deutschland, das Gemeinsame zu

betonen – über regionale und Ländergrenzen

hinweg?

Voscherau: Wichtiger denn je. Wenn

wir aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft

uns nicht um die Menschen und

ihre Sorgen kümmern, stehen unser

Zusammenleben und unsere Demokratie

zur Diskussion. Ich bin überzeugt

davon: Die Menschen bringen

größte Opfer, wenn sie wissen, wofür

und wenn sich das größere, gemeinsame

Ziel für alle lohnt. Die Optimierung

rund um den Kirchturm reicht dafür

nicht. Abschottung halte ich für ineffizient

und ungeeignet, die bestehenden

Herausforderungen zu lösen.

Zur Person

Vor 20 Jahren gehörte Dr. hc. Eggert

Voscherau zu den maßgeblichen Wegbereitern

der Europäischen Metropolregion

Rhein-Neckar, deren Ehrenvorsitzender

er heute ist. Der Bruder des

verstorbenen langjährigen Hamburger

Oberbürgermeisters Henning

Voscherau machte im Chemiekonzern

BASF Karriere, war dort bis 2014 Aufsichtsratsvorsitzender.

Er ist auch Vizepräsident

der Bundesvereinigung der

deutschen Arbeitgeberverbände.

42

Oktober 2025

43



NEUES AUS DER REGION

NEUES AUS DER REGION

Herbstzeit ist Besenzeit – Weingenuss in geselligem Ambiente

Mit „Pro Region“ zu Fuß unterwegs

Mehr Azubis

Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken

verzeichnet bei

den Ausbildungszahlen zum

30. September 2025 ein deutliches

Plus von 4,3 Prozent. Die

Statistik zeigt eine positive Entwicklung

der Ausbildungszahlen

zum Ende des dritten Quartals

2025: Für das neue Ausbildungsjahr

wurden im Kammergebiet

bislang 1611 neue Ausbildungsverhältnisse

erfasst, gegenüber

den 1544 Neueintragungen im

Vorjahr entspricht dies einem

deutlichen Zuwachs. Die Ausbildungen

verteilen sich auf 83 verschiedene

Gewerke. Die drei beliebtesten

Ausbildungsberufe

sind Kraftfahrzeugmechatroniker,

Anlagenmechaniker für Sanitär-,

Heizungs- und Klimatechnik

sowie Elektroniker.

@ www.hwk-heilbronn.de

Im Herbst entfaltet die Weinregion

Hohenlohe ihren besonderen

Charme: Die idyllische Kulturlandschaft

gehört zum Württemberger

Weinbaugebiet, das auf

dem Württemberger Weinradweg

und auf interessanten Weinlehrpfaden

erkundet werden

kann. Besonders schön ist es,

nach einer Wanderung oder einer

Radtour den Tag passend

ausklingen zu lassen – genau das

ist in den gemütlichen Besenwirtschaften

und Weinstuben in

Hohenlohe möglich. Die Weingüter

des Hohenloher Landes

kredenzen dort ihre selbst erzeugten

Weine und servieren

dazu regionale Spezialitäten in

rustikalem Ambiente.

Seit Jahrhunderten prägt der

Weinbau die Kulturlandschaft

Hohenlohes, sei es an den steilen

Hängen im Jagst- und Kochertal

oder auf den sanft geschwungen

Rebflächen der

Hohenloher Ebene: Die Region

bietet ein vielfältiges Spektrum

an Erzeugern, Rebsorten, Lagen

und Böden.

Im südlichen Hohenlohekreis,

auf der Hohenloher Ebene

rund um Bretzfeld, Öhringen,

Pfedelbach und Neuenstein,

bieten schwere, nährstoffreiche

Keuperböden ideale Voraussetzungen

für markante, kräftige

Weine wie Lemberger und

Trollinger, Spätburgunder und

Riesling. Im Norden des Hohenlohekreises,

an Jagst und Kocher,

gedeiht der Wein auf mineralhaltigem

Muschelkalk. Dort reifen

filigrane Weine wie zum

Beispiel Silvaner und Müller-

Thurgau.

Das Sehen im Fokus der Kunst

Piet Mondrian, Zeeuws

Meisje, Sammlung Würth.

Foto: Museum Würth

Eine lange Tradition haben

auch die urigen Besenwirtschaften

Hohenlohes, in denen die regionalen

Winzer ihre selbst erzeugten

Weine ausschenken.

Reisigbesen an der Tür zeigten

früher an, dass der saisonale

Weinausschank geöffnet hat –

daher der Name. Bei Einheimischen

und Urlaubsgästen sind

die Lokale gleichermaßen beliebt,

denn sie bieten ein authentisches

Ambiente für geselligen

Weingenuss. Die Adressen

und Öffnungszeiten der „Besen“

gibt es auf der Homepage.

@ www.hohenlohe.de

Traditionelle Besenwirtschaften und Weinstuben in Hohenlohe

sind gesellige Orte, an denen man schnell mit anderen

Gästen ins Gespräch kommt.

Bildende Kunst ist eine Frage des

Blickwinkels. Deshalb ist die

Sammlung Würth offen für viele

Formen künstlerischen Ausdrucks.

20.000 Werke umfasst

die Sammlung – solche, die bereits

Teil der Kunstgeschichte

sind, und andere, deren Schöpfer

sich gerade positionieren.

Die aktuelle Ausstellung „FO-

CUS. Neue Blicke auf die Sammlung

Würth“ zeigt diese Vielfalt

täglich von 10 bis 18 Uhr bei freiem

Eintritt. Der Titel der aktuellen

Ausstellung verrät: Es geht

um das Sehen. Hat man vor hundert

Jahren anders auf die Welt

geblickt? Schauen Männer anders

als Frauen? Künstler anders

als Betrachtende? Individuelle

Wahrnehmung steht im Fokus

der Auswahl aus Neuzugängen,

Wiederentdeckungen und Ikonen

der Sammlung – von der

Klassischen Moderne bis heute,

von Baselitz über Miró bis Richter

und vielen mehr. Die Ausstellung

eröffnet den Besuchern unterschiedlichste

Blickwinkel.

@

KunstKultur.wuerth.com

wuerth_collection

WoMent feiert

Seine fünfjährige Erfolgsgeschichte

feierte kürzlich das Karriereförderprogramm

WoMent

im T-Gebäude der Hochschule

Heilbronn. Die neuen Mentees,

Mentorinnen und Mentoren,

aber auch Alumni, Akteure aller

Programmpartner und der regionalen

Netzwerke applaudierten

der Keynote von Unternehmerin

Tijen Onaran,

Geschäftsführerin der Global

Digital Women GmbH

und Top‐Influencerin, und belebten

die anschließende Podiumsdiskussion.

Dank der Dieter

Schwarz Stiftung wird WoMent

in die nächste Förderperiode gehen

und sogar Teil einer größeren

Plattform – dem Future-

Fem Hub – werden.

@ www.wissensstadt.hn/

woment/

Foto: Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V./Andi Schmid

Foto: Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH

Freude bei den jüngsten Siegern des Bibersfelder Herbstlaufs

2024 – auch in diesem Jahr sind bei dem Laufevent

Strecken für jedes Alter dabei.

Auf die Plätze, fertig, Herbstlauf

Am 9. November heißt es für

Sportler ein letztes Mal im Rahmen

der Veranstaltungsserie

„Stadtwerke – Läuft bei dir“:

Laufschuhe schnüren. Denn an

diesem Tag steht der Bibersfelder

Herbstlauf an. Er ist in diesem

Jahr der letzte Lauf in der

beliebten Veranstaltungsreihe.

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall

laden gemeinsam mit dem

SC Bibersfeld alle Lauf- und Walkingfreunde

ein, ihr sportliches

Können unter Beweis zu stellen.

Die Voranmeldung läuft bis zum

5. November, Nachmeldungen

sind bis 45 Minuten vor dem jeweiligen

Start eines Laufs möglich.

Das Angebot ist wie immer

vielfältig: Die klassischen Fünfund

Zehn-Kilometer-Läufe, eine

(Nordic) Walking-Strecke sowie

Kinder- und Schülerläufe sind so

konzipiert, dass jeder mitmachen

kann – unabhängig von Altersklasse

und Fitnesslevel. Start

und Ziel liegen in der Luckenbacher

Straße 42 in Schwäbisch

Hall. In diesem Jahr umfasste die

„Stadtwerke – Läuft bei dir“-Reihe

erstmals vier Events. Den Auftakt

machte der Michelfelder

Volkslauf, dicht gefolgt vom

Gaildorfer Kocherlauf. Im Oktober

kam neu der Vellberger

Volkslauf dazu. Den Abschluss

bildet nun der Bibersfelder

Herbstlauf.

Besondere Fitness wird belohnt:

Wer an allen vier Läufen

teilnimmt, wird in der Cupwertung

berücksichtigt und erhält

eine Urkunde und ein kleines

Präsent. Im Teamcup können

Gruppen aus Vereinen, Unternehmen

oder Freundeskreisen

gemeinsam antreten und ihre

Ergebnisse zusammen werten

lassen – ganz im Sinne des Gemeinschaftsgedankens.

Die Siegerehrung

der Cupwertung findet

im Anschluss des

Bibersfelder Herbstlaufs statt.

Alle Infos zur Anmeldung, zu

den verschiedenen Strecken und

zum Ablauf finden ambitionierte

Sportler auf der Internetseite der

Stadtwerke Schwäbisch Hall.

@ www.stadtwerke-hall.de/

laeuft-bei-dir

Wissen satt für den Mittelstand

Klimawandel, Transformation,

Digitalisierung oder Demografie

sind nur gemeinsam zu bewältigen

– das gilt auch für die Akteure

in Heilbronn-Franken. Die

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken

e.V. möchte das

Wir-Gefühl zwischen Tauber

und Neckar stärken und schreibt

dabei dem Tourismus großes

Potenzial zu – insbesondere in

den Bereichen Wandern, Radtourismus

sowie beim Thema

Wein und Genuss.

Deshalb luden pro Region,

der Schwäbische Albverein –

Ortsgruppe Lauffen, die Stadt

Lauffen und die AOK Heilbronn-

Franken Meinungsträger der Region

Heilbronn-Franken ein, gemeinsam

in Lauffen zu wandern.

Pro Region-Vorsitzende Friedlinde

Gurr-Hirsch freute sich,

dass rund 60 Teilnehmer das Angebot

annahmen und angeregte

Gespräche führen konnten. Die

Teilnehmer hätten sich davon

überzeugt, wie bezaubernd

Lauffen sei, berichtet die Vorsitzende

– ob entlang des Neckars,

in den Steillagen der Weinberge

oder auch in der sehenswerten

Innenstadt. Diese Potenziale

müsse man in Heilbronn-Franken

heben und wertschätzen,

mahnte Gurr-Hirsch.

Im Anschluss gab es einen

anregenden Impulsvortrag mit

dem Württemberger Weinbaupräsidenten

Dietrich Rembold

zur Situation der Weingärtner.

Wie schon die touristischen

Radtouren sei auch die touristische

Wanderung ein schöner Erfolg

gewesen, resümierte Friedlinde

Gurr-Hirsch.

@ www.pro-region.de

Unter dem Motto „Wissen satt:

Herausforderungen und Chancen

des Mittelstandes“ boten die

Wirtschaftsjunioren Heilbronn-

Franken kürzlich in der IHK

Heilbronn-Franken ein hochkarätiges

Event rund um die Zukunft

des Mittelstands. Mit Trigema-Chefin

Bonita Grupp und

Sven Zuschlag, CEO von smap-

One, standen zwei Persönlichkeiten

auf der Bühne, die den

Mittelstand authentisch verkörpern.

In ihren Impulsvorträgen

sprachen sie über unternehmerische

Verantwortung, Mut zur

Veränderung und die Bedeutung

einer wertebasierten Führungskultur.

Ihre klaren Botschaften

und ehrlichen Einblicke sorgten

für große Resonanz im Publikum.

Im Auditorium: mehr als 300

Unternehmerinnen, Unternehmer

und junge Führungskräfte

aus der Region, die über aktuelle

Entwicklungen, Chancen und

Herausforderungen diskutieren

wollten. Initiiert hatte Marc

Amann von den Wirtschaftsjunioren

Heilbronn-Franken die

Veranstaltung, die von Südwestmetall

Heilbronn-Franken, der

Mittelstands- und Wirtschaftsunion

Heilbronn-Franken (MIT)

sowie der IHK Heilbronn-Franken

unterstützt wurde.

Bonita Grupp war Stargast.

Foto: Markus Oberacker

44 Oktober 2025

45



Anzeige

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. informiert

Mehr Nachhaltigkeit und Bildung

2. Regionales Nachhaltigkeitssymposium und Stifterregion zum Thema Bildung

TOP-Unternehmen der Region

Drei von zehn Befragten, so das Ergebnis

einer repräsentativen Civey-Umfrage,

denken beim Stichwort

„Nachhaltigkeit“ zuerst an Kosten. Das

Soziale, das Sinnstiftende, die Generationengerechtigkeit

bleiben neben

ökologischen und ökonomischen Argumenten

eher im Hintergrund. Das wollen

wir ändern.

In diesem Jahr etablierte sich die

„Allianz für Nachhaltigkeit Heilbronn-

Franken“, deren Ziel es ist, einerseits

möglichst viele Akteurinnen und Akteure

der Region zu diesem Thema zu

vernetzen und andererseits den Gedanken

der Nachhaltigkeit in der Bevölkerung

der Region Heilbronn-Franken

positiv zu verankern. Dies erfolgt

insbesondere am Beispiel des Schwerpunktes

„Ernährung und Konsum“.

Nach der erfolgreichen Erstauflage

des regionalen Nachhaltigkeitssymposiums

im vergangenen Jahr, wollen

wir diese gelungene Aktion mit der

zweiten Auflage am 26. November

2025 im Panoramahotel in Waldenburg

fortsetzen und im besten Falle auch für

die Zukunft eine Veranstaltungsreihe

daraus entwickeln.

Mit dabei sind in diesem Jahr unter

anderem Dr. Cornelia Klug vom

Kompetenzzentrum Ernährung Bayern

und Moritz Schmidt von der Landesarbeitsgemeinschaft

Agenda 21 NRW.

Wir wollen von ihnen erfahren, wie

Nachhaltigkeit im Alltag verankert werden

kann und was auf kommunaler

Ebene dafür getan werden kann. Weitere

regionale Gesprächspartnerinnen

und Gesprächspartner runden das Programm

des Symposiums ab.

Alle können einen Beitrag leisten

Nachhaltigkeit beginnt bei uns allen. Es

reicht nicht, dass wir auf die großen politischen

Entscheidungen warten, denn

jede einzelne Entscheidung zählt. Dies

gilt etwa beim Einkaufen von Lebensmitteln

und auch bei jeder weiteren

Kaufentscheidung. Schön wäre es,

wenn wir gemeinsam als Region Heilbronn-Franken

einen Beitrag leisten

könnten für eine bessere Zukunft.

Unser Projekt einer Nachhaltigkeitsallianz

kann und soll ein wichtiger

Schritt in diese Richtung sein. Mit dem

jährlichen Symposium wollen wir die

gemeinsamen Schritte verifizieren und

weiterführen.

Auch das Thema Stifterregion

wollen wir fortführen und uns gemeinsam

mit der Stiftung Würth am 13. November

2025 mit dem Themenkomplex

Stiftung und Bildung beschäftigen.

Kaum ein Ort wäre dafür besser geeignet

als die herausragende Freie Schule

Anne-Sophie in Künzelsau-Gaisbach.

Stiftungen sind ein elementarer

Bestandteil einer funktionierenden

Bürgergesellschaft und damit zusammen

mit dem Ehrenamt Grundpfeiler

unserer freiheitlich demokratischen

Gesellschaft. Daher wollen wir auch

das positive Wirken von Stiftungen im

Bereich Bildung unterstützen.

Ihre Friedlinde Gurr-Hirsch

Eine Aktion der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e.V.

www.pro-region.de

R E WU

LOGISTIK EXPRESS

Ja, zur Region

Heilbronn-Franken

Werden Sie jetzt Mitglied in der „Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken

e. V.“.

Fördern Sie das „Wir-Gefühl“ in der Region

Heilbronn-Franken und setzen Sie sich für

ihre Belange ein. Nutzen Sie unseren Verein

als Plattform für den Meinungsaustausch von

Bürgern und Gremien.

Als Dankeschön lesen Sie das PROMagazin

ein halbes Jahr kostenlos.

Beitrittserklärung

Hiermit erkläre ich ab sofort meinen Beitritt zur „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“.

Als Dankeschön lese ich das PROMagazin sechs Monate lang kostenlos.

Formular bitte ausfüllen, ausschneiden und an folgende Adresse senden oder faxen:

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. | c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach 74650 Künzelsau | Fax 07940 15 52329 | info@pro-region.de | www.pro-region.de

Ich/Wir ermächtige/n den Verein „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“ den Jahresbeitrag

in Höhe von

10 Euro (Nicht Erwerbstätige) 30 Euro (Erwerbstätige) ______ Euro (juristische Pers., mind. 100 Euro)

von meinem/unseren Konto abzubuchen. Die Abbuchungsermächtigung ist widerruflich.

Full Color

Ihre Staatssekretärin a.D.

Friedlinde Gurr-Hirsch

Firma/Name, Vorname

PLZ, Ort

Straße

Geburtsdatum

E-Mail (für Vereinspost)

Bankinstitut

Konto-Nr.

Ort/Datum

Bankleitzahl

Unterschrift

WIR sind Heilbronn-Franken

Ihre Ansprechpartnerin: Darja Schiz-Salov | Sales Managerin | Tel. 0791 95061-8331 | darja.schiz-salov@pro-vs.de



VERANSTALTUNGSKALENDER

VERANSTALTUNGSKALENDER

Ausstellungen

6.11. – 1.3.2026 Eppingen

Flickwerk – Upycling durch die

Jahrhunderte – Sammlung Frank

Dähling

Stadt- und Fachwerkmuseum

Alte Universität

8.11. – März 2026 Bad Mergentheim

Lichterwelten

13.11. – 16.1.2026 Eppingen

Aus der Reihe getanzt –

Hellbergschule

Galerie im Rathaus

28.11. – 14.12. Bad Wimpfen

Krippenausstellung: Stern über

Bethlehem

Galerie der Stadt im Alten Spital

Märkte

8.11. Crailsheim

Martinimarkt

9.11. Lauffen

Martinimarkt

mit verkaufsoffenem Sonntag

Bürgerstube, Stadthalle

11.11. Brackenheim

Martinimarkt

21.11. – 23.11 Schwäbisch Hall

Kunst – Handwerk – Design

22.11. Kupferzell

Adventsbasar

Katholisches Gemeindehaus

22.11. – 23.11. Großrinderfeld

Adventsmarkt

EVENTS UND VERANSTALTUNGEN IM NOVEMBER

Ein Service der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.

Weitere Termine unter www.pro-region.de

Alle Angaben ohne Gewähr.

21.11. – 23.11 Assamstadt

Adventsbummel

22.11. Weißbach

18. Winterlicher Markt

Festplatz am Bürgerzentrum

Langenbachtal

22.11. Kirchardt

Berwanger Advent

Kirchplatz Berwangen

25.11. – 22.12. Heilbronn

55. Heilbronner Käthchen

Weihnachtsmarkt

Kiliansplatz, Marktplatz, Sülmerstraße

27.11. – 21.12. Schwäbisch Hall

Weihnachtszauber

28.11. – 30.11. Bad Friedrichshall

Weihnachtsmarkt

28.11. – 30.11. Bad Wimpfen

Altdeutscher Weihnachtsmarkt

Altstadt

28.11. Zaberfeld

Leonbronner Kerzenschein

Löwenplatz und Heimatstube

28.11. – 30.11. Creglingen

Weihnachtsmarkt und

Weihnachtsbäckerei

Innenstadt und Ortsteil Münster

28.11. – 30.11. Crailsheim

Crailsheimer Weihnachtsmarkt und

XXL-Shopping-Night

Innenstadt

29.11. – 30.11. Blaufelden

Weihnachtsmarkt mit Ausstellung

Hindenburgplatz, Markthalle,

Mehrzweckhalle, Foyer

29.11. Fichtenau

Adventsmarkt/ Weihnachtsdorf

Rathausplatz Wildenstein,

Läuteturm Matzenbach

29.11. Braunsbach

Weihnachtsdorf

Dorfmitte Jungholzhausen

29.11. Untermünkheim

Dorfweihnacht

29.11. Löwenstein

Lichtersterner Weihnachtsmarkt

Lichtenstern

29.11. Eppingen

Weihnachtsmarkt

Rathausplatz – Mühlbach

29.11. Mainhardt

Mainhardter Weihnachtsmarkt

Schlössle, Wendeplatte

29.11. Gerabronn

Adventsmarkt

Katholischer Kirchplatz

29.11. Michelfeld

Glühweinfest

Schulhof der Grundschule

29.11. Fichtenberg

Adventsbrunnenfest

Marktplatz

29.11. – 30.11 Kirchardt

Weihnachtsmarkt

Rathausplatz

29.11. – 30.11 Gaildorf

Gaildorfer Schlossweihnachtsmarkt

29.11. – 30.11 Kirchardt

Weihnachtsmarkt

Rathausplatz

30.11. Untergruppenbach

Adventsmarkt Donnbronn

30.11. Wolpertshausen

Weihnachtsmarkt

Dorfgemeinschaftshaus Cröffelbach

30.11. Ittlingen

Weihnachtsmarkt

30.11. Güglingen

Weihnachtsbummel

Innenstadt

30.11. Michelbach

Weihnachtsmarkt

Schlosshof

Konzerte

2.11. Neckarsulm

Neckarsulm in Concert:

Das Neckarsulmer Salonorchester

Neckarsulm und Heilbronn

Ballei Kultursaal

5.11. Künzelsau

KÜNightLive: Perfect Heat

Rathaus

7.11. Untereisesheim

Rastrelli Cello Quartett

Tipp

8.11 Forchtenberg

Big Band Jazzophonics mit Gaststar

Antonia Hausmann

Limeshalle Sindringen

16.11 Weinsberg

Kultur.Pur: Sandra Hartmann/Oliver

Prechtl: Liebe ist hart, Mann

Baukelter

16.11 Künzelsau

Musikalischer Blumenstrauß Vol.3

Carmen Würth Forum

19.11 Heilbronn

Michael Barenboim

Violine – Auf nach Estland!

Harmonie

20.11. Mulfingen

Annaweech

MZH Buchenbach

Tipp

21.11 Künzelsau

The Rosevalley Sisters and Band

Stadthalle

22.11 Güglingen

BelAkkord spielt Candlelight-Konzert

Ratshöfle

22.11 Offenau

Vocalis LiveLyrics

Restaurant Saline

27.11 Künzelsau-Gaisbach

Moka Efti Orchestra

Carmen Würth Forum

28.11 Niedernhall

Herr Stumpfes Ziehund

Zupf-Kapelle

Carmen Würth Forum

29.11 Künzelsau-Gaisbach

Adventskonzert

Carmen Würth Forum

29.11 Lauffen

Landesjugendjazzorchester

Baden-Würrtemberg

Stadthalle

30.11 Neckarsulm

Neckarsulm in Concert:

Best before Christmas

Neckarsulm und Heilbronn

Ballei Kultursaal

30.11 Crailsheim

Ensemble Interchange

Ratssaal

Feste

7.11. Heilbronn

Kreissparkassen Lichtermeer

Bollwerksturmplatz

8.11. – 11.11. Ittlingen

Kerwe mit verkaufsoffenem Sonntag

Festhalle

8.11. Dörzbach

Herbstpferdemarkt mit

Pferdeprämierung

Tipp

Tipp

9.11. Gaildorf

Gaildorfer Kirbe

Innenstadt

7.11. Heilbronn

Kreissparkassen Lichtermeer

Bollwerksturmplatz

Lesungen

16.11. Schwäbisch Hall

Lesung mit Jenny Erpenbeck

Kunsthalle Würth

21.11. Künzelsau

Rolf und Rose

Kulturhaus Würth

mit Bibliothek Frau Holle

23.11. Künzelsau

Einmal lebt ich wie Götter, und mehr

bedarfs nicht

Kulturhaus Würth

mit Bibliothek Frau Holle

Mix

15.11. Wertheim

Kabarett mit

Matthias Tretter: Nachgetrettert

Convenartiskeller

24.11. Künzelsau-Gaisbach

Treffpunkt Forum: Jörg Hartmann

Carmen Würth Forum

Kontakt

Bürgerinitiative pro Region

Heilbronn-Franken e.V.

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach, 74650 Künzelsau

Ansprechpartner für Termine:

Ralph Wachter, Telefon 07940 152329

www.pro-region.de

48

Oktober 2025

49



AUSBLICK

Anzeige

Booster für die Weihnachtsstimmung

Die nächste

Ausgabe

erscheint ab

20. November

Schon in Festtagslaune? Falls nicht, könnte sich das mit unserer

„Winterfreuden“-Ausgabe schnell ändern. Sie hält genug Ideen und Tipps für

adventliche Theaterbesuche, Weihnachtsmärkte, kulinarische Hochgenüsse und

Wellness in der kalten Jahreszeit bereit – Winterfreude garantiert.

Fotos: AdobeStock/Eberhard Späth, AdobeStock/Astrid Ziemer, AdobeStock/zphoto83

Impressum

Offizielles Organ der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e. V.;

www.pro-region.de

Herausgeber

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG

Ein Unternehmen der

Stimme Mediengruppe

Geschäftsführer

Marcus Baumann, Marc Becker,

Tilmann Distelbarth

Verlagsleitung

Beate Semmler (V. i. S. d. P.)

Leitung Produktmanagement Print & Digital

Lisa Hofmann-Vorbach

Redaktionsleitung

Teresa Zwirner, Natalie Kotowski,

Dirk Täuber (Sonderthemen)

Layout und Grafik

Stimme Mediengruppe, CrossMedia

Sales Management

Heike Bischoff, Birgit Kalbacher,

Darja Schiz-Salov, Heiko Zacher

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 25 vom 1.1.2025

Kübler Weber Projektbau realisiert in Schwabbach 19 Einheiten für betreutes Wohnen.

Wenn das eigene Haus und die Wohnung im Laufe

der Jahre zu groß geworden sind – etwa weil

die Kinder ausgezogen sind – oder die Pflege von

Haus und Garten im Alter zunehmend schwerfällt,

denken viele darüber nach, sich zu verkleinern

und das Leben einfacher zu gestalten. Doch passende

Angebote sind gar nicht so leicht zu finden.

dienst sowie den Hausnotruf in jeder Wohnung

ein. Die Angebote reichen von festen Sprechzeiten

für persönliche Fragen bis zu Veranstaltungen

und Angeboten im ca. 80 Quadratmeter

großen Gemeinschaftsraum.

Auf Wunsch hinzu buchbar sind individuelle

Wahlleistungen wie etwa Wohnungsreinigung,

Wäschepflege, ambulante pflegerische Dienste,

Hol-, Bring- und Fahrdienste etwa zum Arzt

oder Einkaufen - sowie kommunikative Dienste

wie Begleitung von Spaziergängen oder zu Veranstaltungen.

Wohnkomfort und modernes Design

„Wir haben alles getan, um attraktive Wohnungen

mit durchdachten Grundrissen anzubieten,

die ein angenehmes Wohnen ermöglichen“, sagt

Geschäftsführer Claus-Peter Weber.

Die Preise für eine ca. 60 Quadratmeter große

Zwei-Zimmer-Wohnung inklusive Kellerraum

und Anteil am Gemeinschaftsraum liegen je nach

Lage zwischen 259.000 und 279.000 Euro. Das

Grundstück bietet außerdem acht Tiefgaragenstellplätze

sowie 22 weitere Stellplätze, die verkauft

werden.

Die moderne Anlage ist architektonisch ansprechend

gestaltet, mit zwei separaten Gebäuden –

eines mit 14 und das andere mit 5 Wohneinheiten

– verbunden durch Laubengänge und einen

Aufzug. Jede Wohnung verfügt über einen Abstellraum

einen großzügigen Balkon, elektrische

Rollläden und Jalousien, Fußbodenheizung, ein

Hier setzt Kübler Weber Projektbau aus Schwabbach

mit seinem neuen Projekt „Seniorenwohnen

in Schwabbach“ an. Auf einem etwa 14 Ar

großen Grundstück an der Schwabenstraße entstehen

seit Ende August zwei Gebäude mit insgesamt

19 barrierefreien Wohnungen. Es sind

noch wenige 2-Zimmerwohnungen mit ca. 60

qm verfügbar.

Flexibel Bei den Wohnungen handelt es sich

nicht um klassische Eigentumswohnungen, sondern

um Wohnungen, deren Kauf ein flexibles

Servicekonzept der AWO Öhringen einschließt.

Damit bietet die Wohnanlage die Möglichkeit,

eine selbständige Lebens- und Haushaltsführung

sowie eine bedarfsgerechte Versorgung

flexibel und individuell zu kombinieren“, heißt es

in dem Servicekonzept.

Angebot Dabei sollen sowohl die Ansprüche

„noch rüstiger Bewohner“ ebenso abgedeckt

werden, wie die von „Bewohnern mit Hilfebedarf“.

So schließt eine Betreuungspauschale von monatlich

125 Euro einen Sozial- und Betreuungshygienisches

Lüftungssystem und eine eigene

Haustür.

Verlässliche Qualität und Erfahrung

Claus-Peter Weber und Markus Kübler, beide

mit jahrzehntelanger Erfahrung im Bauwesen,

sind überzeugt: Mit diesem Projekt im Wert

von knapp sechs Millionen Euro bieten sie ein

sehr attraktives Angebot, das durch das umfassende

Servicekonzept zusätzlich aufgewertet

wird. Die enge Zusammenarbeit mit regionalen

Handwerksbetrieben sorgt für Qualität.

Weitere Informationen finden Sie auf der

Homepage www.kueblerweber.de.

Für eine persönliche Beratung können Sie

auch gerne einen Termin unter 07941/648001

vereinbaren.

Booster für die Wirtschaft

Der Landkreis Schwäbisch Hall besteht

aus mehr als Burgen und Postkartenpanoramen

– auch er wenn

zweifellos in puncto Freizeitwert viel

zu bieten hat. Aber zwischen Kocher

und Jagst liegen auch viele Chancen

für Unternehmen und Arbeitnehmer.

Wir zeigen, wie sich der Kreis für Innovationskraft,

Job-Perspektiven und

Mobilität einsetzt.

Booster für die Baubranche

Früher hieß der Slogan: „Es gibt viel

zu tun – packen wir es an“. Bezogen

auf Infrastruktur und Wohnungsbau

trifft das deutschlandweit zu – auch

auf Heilbronn-Franken. Wo in der

Region bereits angepackt wird und

welche Dynamik und Innovationskraft

daraus aktuell entsteht, lesen Sie in

der nächsten Ausgabe.

Vertrieb

Yannis Gaukel, Telefon 0791 95061-8300

Erscheinungsweise: monatlich

Bezugsbedingungen

Das Jahresabo beträgt 48,00 Euro.

Nachdruck und Vervielfältigung – auch

auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages.

Verlags- und Redaktionsanschrift

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG

Stauffenbergstraße 18

74523 Schwäbisch Hall

Telefon 0791 95061-8300

info@pro-vs.de

Druck und Herstellung

Möller Pro Media GmbH

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde

Telefon 030 41909-0, Fax 030 41909-299

Gedruckt auf umweltfreundlichem UltraMag

Plus Silk-Recyclingpapier aus 100% Altpapier,

zertifiziert mit den Umweltsiegeln „Der Blaue

Engel“, „EU-Ecolabel“ sowie FSC- und PEFC-

Siegel.

ISSN 2509-5528

www.pro-magazin.de

50

Oktober 2025



Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!