Baublatt Magazin Oktober 2025
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www.baublatt.at
NR. 10 | 2025
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
HUPPLimit GPS (GNSS)
Hub- und Schwenkbegrenzungssystem für sicheres und effizientes Arbeiten
14 | Stegenwald
Das Salzachkraftwerk ist Vorbild
für zukünftige Entwicklungen
68 | Saudi-Arabien
In der Hauptstadt Riad entsteht
der neue Stadtteil New Murabba
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien
Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 13,00 € | Oktober 2025 | www.baublatt.at
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Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien
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EDITORIAL
Über den Tellerrand
• Beste Wartungszugänglichkeit durch kippbare Kabine
• Joysticklenkung und Tempomat-Funktion
• Klimaanlage auch bei Maschinen mit Einsatzgewicht unter 2,5t
Unsere treuen Leserinnen und Leser
wissen, dass unser Fokus auf der
heimischen Baubranche liegt. Als uns
allerdings dieser Beitrag über ein in jeder
Hinsicht spannendes Mega-Projekt in
Saudi-Arabien angeboten wurde, haben wir
uns spontan entschlossen, diesen zu veröffentlichen.
Ich kenne den Autor persönlich
und weiß, dass er regelmäßig die Länder im
Nahen Osten besucht und sich vor Ort über
die Entwicklungen – auch in
der Architektur und Stadtentwicklung
– auf dem Laufenden
hält. Seinen Bericht über den
neuen Stadtteil New Murabba
in Riad, der Hauptstadt von
Saudi-Arabien, kann ich Ihnen
nur ans Herz legen. Besonders
beeindruckend ist dessen
weithin sichtbares Wahrzeichen
„Der Mukaab“ (arabisch
für Würfel). Dabei handelt es
sich um einen monumentalen
Block, in den 20 Empire State
Skyscraper passen würden.
Doch zurück nach Österreich.
Wer ihn kennt, der weiß: Rudi Kammerer ist
ein Waldviertler-Urgestein. Ich persönlich
kann nicht über den Wiener Stephansplatz
gehen, ohne daran zu denken, dass ich mich
auf besonders hochwertigem Granit aus dem
Waldviertel bewege. Für diese Ausgabe
hatten wir wieder einmal das Vergnügen,
Rudi Kammerer und seinen Betrieb zu
besuchen. Sie dürfen raten: es geht natürlich
um einen neuen Radlader mit speziellem
Anbaugerät.
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Aber auch sonst hat die vor Ihnen liegende
Ausgabe viele aktuelle Themen zu bieten:
Wir stellen das Ende September eröffnete
Salzachkraftwerk Stegenwald vor, waren bei
der 20 Jahr Feier der Firma Westtech und
haben uns im Rahmen des Fachkongresses
für Grabenlosen Leitungsbau über aktuelle
Projekte informiert. Interessieren könnte Sie
auch unser Bericht über eine Baustelle in
Linz, bei der sich ein mobiler Energiespeicher
erfolgreich als
Alternative zum Einsatz von
Dieselaggregaten bewährt.
Besonders freut es uns, dass wir
Ihnen in dieser Ausgabe einen
kompetenten Beitrag zu einem
Thema anbieten können, das uns
persönlich am Herzen liegt: die
historische Entwicklung der
Baumaschinen. Im Mittelpunkt
steht der Bagger, der sich seit
der Zeit des Wirtschaftswunders
extrem gewandelt hat.
Mit dem Blick nach vorne
möchte ich noch auf zwei
aktuelle Schwerpunktthemen
verweisen, an denen unsere Redaktion für
die letzten beiden Ausgaben arbeitet:
Digitalisierung und Materialumschlag. Zwei
wichtige Themen unserer Zeit, die mit ihren
zahlreichen Aspekten unseren Alltag
mitbeeinflussen. Ich wünsche Ihnen einen
goldenen Herbst, vielleicht sieht man sich ja
bei einem Martinigansl.
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
www.baublatt.at
NR. 10 | 2025
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
HUPPLimit GPS (GNSS)
Hub- und Schwenkbegrenzungssystem für sicheres und effizientes Arbeiten
14 | Stegenwald
Das Salzachkraftwerk ist Vorbild
für zukünftige Entwicklungen
68 | Saudi-Arabien
In der Hauptstadt Riad entsteht
der neue Stadtteil New Murabba
HuppLimit GPS für sicheres
und effizientes Arbeiten
Das globale Hub- und Schwenkbegrenzungssystem
HuppLimit GPS
(GNSS) steigert die Arbeitssicherheit
erheblich. Insbesondere bei Gleisbauprojekten
schützt das System sowohl
die Arbeiter als auch die Maschinen
durch klare Begrenzungen. Es ist
universell einsetzbar für verschiedene
Baggertypen und -modelle und kann
für Spezialanwendungen angepasst
werden. Eine benutzerfreundliche
Online-Plattform ermöglicht das
Remote-Erstellen von Limiten,
wodurch Baggerfahrer entlastet
und technische Aufgaben im Büro
erledigt werden können.
SICHERN SIE SICH JETZT
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Oktober 2025, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Sandler GesmbH & Co.KG,
Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Druckereiweg 1, 3671 Marbach, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,
Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,
Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Redaktionelle Mitarbeit: Peter Landsmann, Stefan Hawlicek, Grafik/Layout: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 13,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 73,–
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BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025
3
Software
MENSCHEN + SZENE
6 Aktuelles bei Winkelbauer, Asfinag, Brenner
Basistunnel, Rosenberger Telematics,
Mercedes-Benz Trucks, Rudimentum und
Concrete Design Competition.
10 MAWEV: Gelungene Premiere für das
neue Mitgliedertreffen am Red Bull Ring.
12 BRV: Die Recycling Branche feierte in Steyr
35 Jahre Baustoff-Recycling in Österreich.
PROJEKTE + PLANUNG
14 Stegenwald: Ende September feierten
Verbund und Salzburg AG die Eröffnung des
neuen Salzachkraftwerks Stegenwald, das
auch als Vorbild für zukünftige Entwicklungen
im Bereich der Wasserkraft dient.
20 ÖBB: Im Vorfeld der Inbetriebnahme des
Koralmtunnels im Dezember 2025 führten
die Einsatzkräfte eine Großübung durch.
Mega-Projekt in Saudi-Arabien: „Der Mukaab“
(arabisch für Würfel) ist das Wahrzeichen von 68New Murabba, dem neuen Stadtteil in Riad.
MASCHINEN + TECHNIK 38 Holp: Für mehr Effizienz rüstet ein deutscher
22 Zeppelin: In Vorarlberg investiert das
traditionsreiche Bauunternehmen Hilti & Jehle
in einen vollausgestatteten Cat 325, um eine
zügige Projektabwicklung sicherzustellen.
26 AAB Eisterer: Robuste Forstmulcher sind
die ideale Lösung für Bau- und Forstbetriebe.
28 Liebherr: Mit dem Liduro Power Port (LPO)
von Liebherr erprobt Porr in einem Pilotprojekt
eine alternative Lösung zum Dieselgenerator.
32 MWT: Mit dem mobilen Eichfahrzeug erfolgen
alle Eichprüfungen effizient beim Kunden.
33 Samoter: Im Vorfeld der Samoter 2026
entwickelt sich Italiens Branche positiv.
34 Westtech feierte am 26. September 2025
„20 Jahre Westtech Woodcracker“.
36 AM Baugeräte: Die Winterzeit ist ideal
für die Wartung von Vermessungsgeräten.
Straßenbau-Spezialist seine Bagger zwischen
5 und 27,5 t mit einem RotoTop aus.
40 Wolffkran: Wölffe zeigen ihre Stärken bei
Großprojekten, wie der Aurachbrücke und
einem Tourismusprojekt am Tegernsee.
45 Volvo: Othmar Pletzer aus Österreich erzielte
den 2. Platz bei den Operators Club Finals.
46 Felbermayr: Für die Errichtung der zweiten
U2-Streckenröhre wurde die TVM Debohra
von der Firma Felbermayr zurück zum
Matzleinsdorfer Platz transportiert.
48 Rubble Master: In Kärnten überzeugt eine
neue RM 120X die Aufbereitungs-Profis der
Firma Urschitz mit Verbrauch und Leistung.
50 Grabenlos: In Wien informierte die Fachkonferenz
„grabenlos.2025“ über aktuelle
Themen im grabenlosen Leitungsbau.
54 Kuhn Ladetechnik: Die Betriebsfeuerwehr
von voestalpine Tubulars stärkt ein neuer
Palfinger PK 580 TEC mit PJ 150 E.
55 HKL: Herausforderung in den Alpen.
56 Baumaschinentechnik: Neu bei der Firma
Granitwerk Kammerer ist nicht nur der dunkle
Gebhartser Syenit, sondern auch ein Cat 980
Block Handler mit einer Trägerplatte mit
Traggabeln von Baumaschinentechnik.
60 Geschichte: Die Nachkriegszeit war die
Geburtsstunde einer ganzen Generation von
Baumaschinen. Allen voran: der Bagger.
4 OKTOBER 2025
BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH
63 Sennebogen: Das Werk V in Steinach setzt
seit über einem Jahr konsequent auf HVO.
64 Porr: In der Nähe von Bonn führt der Porr
Verkehrswegebau Düren komplexe Kanalarbeiten
bei laufendem Betrieb durch.
65 Rockster wird künftig Teil einer starken
und zukunftsorientierten Multi-Brand
Gruppe in der Recyclingbranche.
66 Komatsu: In Kanada befindet sich der erste
Großhydraulikbagger Komatsu PC9000 im
Einsatz, der größte Hydraulikbagger für
den Tagebau von Komatsu.
AUSLANDSPROJEKT
68 Saudi-Arabien: In der Hauptstadt Riad
wird mit dem neuen Stadtteil New Murabba
eine ehrgeizige Vision für eine neue,
moderne Innenstadt umgesetzt. Das
weithin sichtbare Wahrzeichen ist ein
monumentaler Würfel.
72 Interview: CEO Michael Dyke (New Murabba,
Riad) über die verschiedenen Zielsetzungen,
die hinter New Murabba stehen.
BETON + SCHALUNG
74 Doka: Für die Staumauererhöhung Wasserfallboden
in Kaprun liefert Doka die Gerüstund
Schalungslösungen für den Bau unter
extremen Hochgebirgsbedingungen.
75 Xlife top: Die neue Schalungsplatte aus
recyceltem Kunststoff als nachhaltige Lösung.
76 Holcim: Silo Riedel ist mit der ersten elektrischen
Zugmaschine unterwegs.
76 Rohrdorfer: Die neue Versuchsanlage für
getemperte Tone wurde feierlich eingeweiht.
77 Myonentomografie: Eine Alternative für
das Röntgen im Infrastrukturbereich.
78 Peri: Spektakulär ist in Konstanz der Bau
eines über 50 m hohen Turms, verbunden
mit einem nicht alltäglichen Holz- und
Gerüstbau in großer Höhe.
FUHRPARK
80 Baublatt.Österreich Test:
Peugeot Boxer Pritsche L2S 140
Hyundai Inster Cross Line
03 Editorial
82 Literatur
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MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
WINKELBAUER
Vorreiterrolle in Nachhaltigkeit
Im Rahmen der feierlichen Gala des Trigos Steiermark Awards konnte sich
die Firma Winkelbauer am 24. September 2025 in der alten Universität Graz
über den Sieg in der Kategorie Klimaschutz freuen. Der Trigos ist Österreichs
renommierteste Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften. „Diese
Auszeichnung ist für uns nicht nur eine Bestätigung, sondern zugleich Verpflichtung.
Die Jury würdigte unsere Verdienste im Bereich Klimaschutz, Digitalisierung
und verantwortungsvolles Unternehmertum. Mit dem Gewinn dieses
Preises wird die Leistung des ganzen Teams sichtbar. Nachhaltigkeit ist
für uns kein Trend, sondern tägliche Pflicht und Motivation. Diese Auszeichnung
zeigt, dass unser konsequenter Weg anerkannt wird“, freut sich Geschäftsführer
Michael Winkelbauer. Im Bild (von links): Stephan Winkelbauer
(Winkelbauer GmbH), Vanessa Roi (Sonderpreis, Restaurant „Das Liebig“),
Theresa Heuberger (Komptech GmbH), Gastgeber Nikolaus Juhász (Vorstandsvorsitzender
BKS Bank), Günther Spath (Lixtec GmbH), Michael
Winkelbauer (Winkelbauer GmbH) und Manfred Geiger (BKS Bank-Direktion
Graz und Jurymitglied).
Martin Gradnitzer (links) und Umberto Lebruto.
ASFINAG
Foto: BBT SE
BRENNER BASISTUNNEL
Neuer italienischer
Vorstand ernannt
Mit Wirkung zum 01. Oktober
2025 übernahm Dott. Ing.
Umberto Lebruto die Funktion
des italienischen Vorstands der
Brenner Basistunnelgesellschaft
(BBT SE). Der Aufsichtsrat
der BBT SE hat in seiner
Sitzung vom 30. September
2025 den neuen italienischen
Vorstand Lebruto auf drei
Jahre ernannt. Zugleich hat der
Aufsichtsrat auch den österreichischen
Vorstand DI Martin
Gradnitzer ebenfalls bestätigt.
Lebruto folgt auf Gilberto
Cardola, der seit seiner
Vorstandsernennung im Jahr
2019 das Projekt BBT entscheidend
mitgeprägt hat. Der neue
italienische Vorstand bringt
umfassende Erfahrung im
Bereich der Eisenbahninfrastruktur
und nationaler
wie internationaler Großprojekte
mit.
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Generalsanierung des alten Karawankentunnels vergeben
Der Neubau der zweiten Tunnelröhre durch das Karawankenmassiv auf der A 11 Karawankenautobahn,
die Österreich und Slowenien verbindet, steht kurz vor der Fertigstellung.
Nun wurde auch die Generalsanierung der alten Tunnelröhre vergeben, die unmittelbar
nach der Verkehrsfreigabe der neuen Tunnelröhre Ende März 2026 starten wird. Die Bietergemeinschaft
aus Östu-Stettin, Vogl.Plus und Habau erhielt als Bestbieter den Zuschlag
für das Millionen-Projekt, bei dem unter anderem Beton-Innenschale, Fahrbahn, Tunnelbeschichtung,
Zwischendecke, Löschwasserleitungen und das gesamte Nordportal, das
auch architektonisch neu gestaltet wird, erneuert werden. Zum Projekt gehört auch die
Sanierung der 600 m langen Zulaufstrecke im Freiland mit den Brücken, der Fahrbahn, den
Ankerwänden und dem Steinschlagschutz. Der Auftrag wurde von der Asfinag für den
österreichischen Teil des Tunnels (also etwa 4,5 km) vergeben. Gemeinsam vergeben wurde
bereits die gesamte sicherheitstechnische Ausstattung des Tunnels. Die Generalsanierung
soll mit Frühjahr 2029 abgeschlossen sein. Bis dahin wird die neu errichtete Tunnelröhre
im Gegenverkehr betrieben. Die Asfinag investiert in die Generalsanierung des 1991
eröffneten Tunnels knapp 125 Mio. Euro.
www.asfinag.at
6 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Foto: Fischer
Foto: Milena Krobath
ROSENBERGER TELEMATICS
Award für innovative
Asset-Tracking-Lösung
Die Rosenberger Telematics
GmbH wurde beim eAward 2025
in der Kategorie „Services &
Prozesse“ für das Projekt
„Effiziente Digitalisierung zur
Verwaltung von Klein- und
Kleinstgeräten“ ausgezeichnet.
Mit der innovativen Lösung
„Asset-Tracking mit BLE-Beacon“
setzt das Unternehmen neue
Maßstäbe in der digitalen
Verwaltung von Gerätebeständen
– ein entscheidender Vorteil für
Bauunternehmen und Logistikdienstleister,
die ihre Prozesse
kosteneffizient und transparent
gestalten möchten. Die auf
Bluetooth Low Energy (BLE)
basierende Technologie ermög
MERCEDES-BENZ TRUCKS
licht eine präzise und energieeffiziente
Ortung von Klein- und
Kleinstgeräten. Dabei kommen
passive BLE-Beacons zum
Einsatz, die in Kombination mit
einem flächendeckenden Netzwerk
aus BLE-fähigen Telematiksystemen
sowie der unterstützenden
R-Beacon App als mobiles
Empfangsgerät kontinuierlich
einen Umkreis von rund 80 m
scannen. Die erfassten Daten
werden zentral in der bewährten
Telematik-Software „Commander“
gebündelt und ermöglichen
eine umfassende Überwachung,
Analyse und Verwaltung der
Geräteflotte in Echtzeit.
www.rosenberger-telematics.com
Christian Meschnig (Mitte links, CEO Rosenberger Telematics) und
Yvonne Weginger, MA (Mitte rechts, Marketing Leiterin Rosenberger
Telematics) bei der eAward Verleihung.
Neben den bereits bestehenden Servicestandorten der AV Gruppe für
Mercedes-Benz Trucks in Zwettl, Eisenstadt und Wien tritt AV Truck in
St.Pölten-Unterradlberg nun auch als Händler für Mercedes-Benz Trucks
auf. „Die Partnerschaft mit Daimler Truck ist für uns ein be deutender
Schritt“, sagt Andreas Zorn, Geschäftsführer von AV Truck, „wir können
unseren Kundinnen und Kunden künftig nicht nur um fassenden Service,
sondern auch die gesamte Bandbreite an Fahrzeuglösungen aus einer
Hand anbieten. Damit schaffen wir ein starkes Fundament für die Zukunft
– sowohl für unsere Kunden als auch für unser Unternehmen.“ „Wir sehen
die Bewerbung als Bestätigung für die Attraktivität unseres Mercedes-
Benz Truck Portfolios und freuen uns über die Erweiterung unseres
Vertriebsnetzes um einen zusätzlichen starken Partner“, sagt Jens Tittel,
CEO Daimler Truck Austria.
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RUDIMENTUM
Neue Dachmarke vereint 17 Partnerfirmen
Die Salzburger Sand- und Kieswerke (SSK), ein
traditionsreiches Familienunternehmen aus
der Rohstoff- und Baubranche, hat eine neue
Holding-Struktur geschaffen: Rudimentum. Als
neue Dachgesellschaft vereint sie ab sofort alle
17 Partnerbetriebe mit über 600 Beschäftigten
an Standorten in Österreich und Bayern. Somit
sind sämtliche Rohstoffe, Baustoffe, Produkte
und Dienstleistungen in Rudimentum gebündelt.
Die neue Dachmarke soll das Wachstum
der Unternehmensgruppe fördern und den Weg
in neue Märkte ebnen. „Nach einem intensiven
Analyse- und Strategie-Prozess stellen wir
heute mit Begeisterung die neue Dachmarke
unserer Unternehmensgruppe vor“, erklären
die vier Geschäftsführer Josef Eder, Johann
Eder, Stefan Hofer und Hannes Hofer und
Die geschäftsführenden Rudimentum Gesellschafter (von links): Stefan Hofer,
Josef Eder, Hannes Hofer und Johann Eder in der Firmenzentrale in Salzburg.
ergänzen: „Rudimentum verdeutlicht den
Zusammenhalt unserer Betriebe, Standorte
und MitarbeiterInnen. Geeint sind wir durch
die Begeisterung für Rohstoff.“ Ein bedeutendes
Ziel der neuen Dachmarke ist es einheitliche,
moderne Systeme für einen kontinuierlichen
Datenaustausch zwischen den Betrieben
weiterzuentwickeln. Die neu gegründete
Rudimentum Service GmbH bündelt die
interne Instandhaltungskompetenz am
Hauptstandort in Bergheim bei Salzburg. Hier
werden sämtliche Fahrzeuge und Gerätschaften
gewartet, lackiert und serviciert. Zudem
werden interne Sonderlösungen der Metallverarbeitung
für Fahrzeuge, Geräte und
Anlagen entwickelt und umgesetzt.
www.rudimentum.at
Foto: Rudimentum; Philip Hagenhofer
Staubbekämpfung
+43 316 81 68 210
8041 Graz, Liebenauer Hauptstrasse 138
CONCRETE DESIGN COMPETITION
Wettbewerb für Studierende
Beton Dialog Österreich, die Interessensgemeinschaft der österreichischen Zement- und Betonhersteller,
ruft zur „Concrete Design Competition“ 2025/26 auf. Der Wettbewerb richtet sich an Studierende
aus Architektur, Ingenieurwesen, Planung, Design und verwandten Disziplinen und steht unter dem
Motto „Transform“. Gesucht werden Ideen, die die Fertigung von Beton neu denken, Bauweisen weiterentwickeln,
Materialeigenschaften innovativ nutzen oder neue Anwendungen des Baustoffs erschließen.
Auch Projekte, die sich mit ökonomischen, ökologischen oder gesellschaftlichen Aspekten des
Bauens mit Beton befassen, sind willkommen. Teilnahmeberechtigt sind Studierende österreichischer
Universitäten oder Fachhochschulen sowie Absolventen, deren Abschluss nicht länger als ein Jahr
zurückliegt. Einsendeschluss ist der 27. April 2026. Weiterführende Informationen zum Wettbewerb
und zur Teilnahme unter
www.beton-dialog.at/concrete-design-competition
8
OKTOBER 2025
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
MAWEV
Gelungene Premiere für das neue
Mitgliedertreffen am Red Bull Ring
Die legendäre Rennstrecke in Spielberg bildete am
18. September 2025 den Rahmen für das neue MAWEV
Mitgliedertreffen. Damit etablierte der Österreichische
Baumaschinen-Verband eine zeitgemäße Nachfolge-
Veranstaltung für den bisherigen MAWEV Heurigen.
Diese wird in Zukunft mit modernem Konzept
an wechselnden Locations stattfinden.
B
egrüßt wurden die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer von MAWEV-Präsident
Ing. Otto Singer: „Es freut mich sehr, dass
so viele Mitglieder die Anreise aus den
verschiedenen Bundesländern auf sich
genommen haben. Wir wollen gemeinsam
diesen besonderen Tag verbringen, der
einige Höhepunkte bereithält. Zu Beginn
können wir hinter die Kulissen des Red Bull
Ringes blicken – ein Ort, der internationale
Strahlkraft besitzt und für Technik,
Präzision und Dynamik steht. Im Anschluss
bietet sich die Gelegenheit, Geländefahrzeuge
in Aktion zu testen und entsprechende
Erfahrungen zu sammeln. Besonders
wichtig ist uns aber auch die Würdigung
unserer treuen Mitglieder. Mit großer
Dankbarkeit dürfen wir langjährige
Wegbegleiter des MAWEV für ihre Mitgliedschaften
ehren.“
Die Überreichung der Ehrenurkunden
erfolgte im Anschluss an die Veranstaltung
am Red Bull Ring im Schloss Gabelhofen in
Fohnsdorf. Für ihre langjährige Mitgliedschaft
wurden folgende Unternehmen
gewürdigt: BNP Paribas S.A. Lease Group
Austria und MWT Mobile Wiegetechnik
(jeweils 20 Jahre), Metso Austria GmbH
(25 Jahre), Gerl Baumaschinen Handel
GmbH (30 Jahre), Lowatschek & Regner
Kommanditgesellschaft und Atlas Copco
GesmbH (jeweils 50 Jahre) sowie Zeppelin
Österreich GesmbH (60 Jahre).
„Der Einsatz, die Loyalität und das persönliche
Engagement unserer langjährigen
Mitglieder ist das Fundament, auf dem
unser Verband steht. Doch wir wollen nicht
nur zurückschauen, sondern auch nach
vorne blicken: Die Planungen für die
MAWEV-Show 2027 laufen bereits und
unser Verband wird gemeinsam mit seinen
Partnern alle Anstrengungen unternehmen,
damit auch die MAWEV-Show 2027 eine
erfolgreiche Veranstaltung für die heimische
Baumaschinenbranche wird“, zeigte sich
MAWEV-Präsident Ing. Otto Singer
zuversichtlich.
www.mawev.at
1-3 Bei einer exklusiven Führung am
Red Bull Ring konnten die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer einen Blick hinter
die Kulissen einer der modernsten Rennstrecken
der Welt werfen. Mit Fahrzeugen
der Type Ineos Grenadier und Land
Rover Defender sammelten sie anschließend
Offroad-Erfahrungen. 4-9 Das
Konzept des neuen MAWEV Mitgliedertreffens
(MATREFF) fand großen Anklang.
10+11 MAWEV-Präsident Ing. Otto Singer
(links) und Generalsekretär Dr. Siegfried
Sedlacek (rechts) übergaben die
Ehrenurkunden für die langjährige Mitgliedschaft
unter anderem für 50 Jahre
an DI Pia Lowatschek und Peter Lowatschek
(Firma Lowatschek & Regner, Bild
links) sowie für 60 Jahre an Stephan Bothen
(Vorsitzender der Geschäftsführung)
und Lisa-Maria Geyer (Leiterin für
Marketing und Verkaufsförderung, beide
Zeppelin Österreich, Bild rechts).
4
1
2
5 6 7
8 9 10 11
3
MERLO ROTO
DER DREHBARE
WOLKEN
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10 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 11
MENSCHEN + SZENE
ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND
35 Jahre Baustoff-Recycling in Österreich
Im Jahr 1990 startete die österreichische Bauwirtschaft eine Initiative, die europaweit
vorbildlich war. Anlässlich des Jubiläums traf sich am 2. Oktober 2025 die Recycling-
Branche zu einem Festabend im Museum Arbeitswelt in Steyr.
V
or 35 Jahren stellten sich 14 Unternehmen
der neuen Aufgabe, Bauabfälle
nicht mehr zu deponieren, sondern
Regelungen für eine hochwertige Verwertung
zu initiieren und eine komplette
Umstellung der Baustellenentsorgung
einzuleiten – dazu wurde der Österreichische
Baustoff-Recycling Verband gegründet.
Was heute eine Selbstverständlichkeit
ist, nämlich Beton, Asphalt oder Mauerwerk
als hochwertige Recycling-Baustoffe
aufzubereiten, war damals unbekannt
– die Deponie war die einzige Entsorgungsmöglichkeit.
Bundesminister Mag. Norbert Totschnig,
MSc. wies in seinen Begrüßungsworten
auf die durch den BRV gelungene Verbindung
zwischen Wirtschaft und Umwelt
hin: Die Recycling-Wirtschaft ist von einer
Nische zu einer etablierten Säule der Bauwirtschaft
geworden. Dies ist auch dem
Wirken des BRV zu verdanken, welches
der Umwelt zugutekomme und die
Wirtschaft stärke.
Sektionschef DI Christian Holzer, aber
auch sein Vorgänger, Sektionschef i.R. Dr.
Leopold Zahrer, ließen es sich nicht
nehmen, dem BRV zu gratulieren und die
Verdienste des Verbandes – Forschung,
Richtlinienerstellung, Merkblattverfassung,
Branchenvertretung, Schulung und
Fachveranstaltungen, Arbeitskreise und
Expertise – zu würdigen.
Kurt Bernegger, BRV-Mitglied der ersten
Stunde, wies darauf hin, dass es gelang,
in kürzester Zeit erste technische
Regelwerke zu veröffentlichen, die
technische Standards bildeten, die
Grundlage für die Ausschreibung und
Vergabe waren. Dadurch entstand ein
Markt, der heute als gelungen bezeichnet
werden kann. Auch international wird
der BRV geschätzt: So hat der Europäische
Recycling-Dachverband EQAR
seinen Sitz beim BRV in Wien, der
Vorsitzende des BRV, DI Mag. Dr.mont.
Thomas M. Kasper, ist auch Präsident der
EQAR.
DI Dr. Marion Huber-Humer, Universitätsprofessorin
an der BOKU Wien, zeigte
die wichtigen Zusammenhänge zwischen
Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit
auf. Dabei verwies sie auf die Anforderungen
der EU, z.B. durch die EU-Taxonomieverordnung,
in der durch finanzielle
Anreize ein hohes Maß an Recycling-Baustoffen
bei Bauvorhaben gefordert wird.
Im Rahmen des Festaktes wurde der
langjährige Geschäftsführer DI Martin
Car, der seit der Gründung des Verbandes
bis Ende 2024 die Funktion innehatte, für
seine erfolgreiche, initiative Geschäftsführung
gewürdigt. „Martin Car ist das
Gesicht des Baustoff-Recyclings – wir
freuen uns, dass er als Geschäftsführer
der EQAR und für internationale Aktivitäten
weiter tätig sein wird“, so Kasper.
DI (FH) Tristan Tallafuss, seit heuer
Geschäftsführer des BRV, sieht das
Jubiläum als Verpflichtung, neue Initiativen
im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu
setzen; neue Herausforderungen, wie das
Gipsplattenrecycling, zu dem der BRV
neue Infofolder aufgelegt hat, bis hin zum
riesigen Potenzial der Verwertung von
Aushub zum Recycling-Baustoff, fordern
zukünftige Initiativen des Verbandes, wie
Schulungen, Merkblätter oder die
Schaffung von Standardausschreibungstexten.
www.brv.at
1 2 3 4
ARBEITENOHNEUNTERBRECHUNG .
Rahofer.
5
DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK
1 DI Dr. Marion Huber-Humer betonte die Zusammenhänge zwischen Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit. 2 Sektionschef
DI Christian Holzer (links) und Sektionschef i.R. Dr. Leopold Zahrer. 3 BRV-Präsident Thomas M. Kasper (rechts) würdigte den langjährigen
Geschäftsführer DI Martin Car. 4 DI (FH) Tristan Tallafuss, seit heuer Geschäftsführer des BRV, wird neue Initiativen im Bereich der Kreislaufwirtschaft
setzen. 5 Im Rahmen des Festaktes wurden weitere Ehrungen von Gründungsmitgliedern und langjährigen Wegbegleitern
vorgenommen (von links): Ernst Hofer (SSK), Margot Mayrhofer (Porr Umwelttechnik), Manfred Binder (Pittel+Brausewetter), Wolfgang
Pauliny (Ökotechna), Robert Rosenberger (Bundes innung Bau/Fachverband der Bauindustrie) und BRV-Präsident Thomas M. Kasper.
12 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Eva Drosdek
Dank dem Schnellwechselsystem SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion
für Hydraulikbagger (12t bis 40t) ist ein Arbeiten ohne Unterbrechung möglich.
Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive
Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer
sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge
schnell, einfach – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,
konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck
sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
PROJEKTE + PLANUNG
SALZACHKRAFTWERK STEGENWALD
Technische und ökologische
Innovationen in der Wasserkraft
Ende September feierten
Verbund und Salzburg AG
die Eröffnung des neuen
Salzachkraftwerks Stegenwald,
das auch als Vorbild für
zukünftige Entwicklungen
im Bereich der Wasserkraft
dient.
D
er Spatenstich für das Salzachkraftwerk
Stegenwald erfolgte am 30. Juni
2023. Es ist das siebte Kraftwerk, das aus
der Partnerschaft zwischen Verbund und
Salzburg AG hervorgeht. Mit einer
Investition von 100 Mio. Euro und einer
Rekordbauzeit von lediglich zweieinhalb
Jahren liefert das Kraftwerk jährlich
74 GWh erneuerbaren Strom aus Wasserkraft
für etwa 20.000 Haushalte.
Das Kraftwerk schafft im Bereich
Stegenwald keinen klassischen Stauraum,
denn die Salzach bleibt als Fließgewässer
erhalten und wird zusätzlich aufgeweitet.
Eine moderne Fischwanderhilfe zählt
mittlerweile zum ökologischen Standard.
Im Rahmen des feierlichen Festakts am
26. September 2025 versammelten sich
zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft
sowie Anwohnerinnen und Anwohner,
um die Eröffnung des Salzachkraftwerks
gemeinsam mit Verbund und
Salzburg AG zu feiern.
Bei der Eröffnung betonte Verbund
CEO Michael Strugl: „Der Bau und die
Inbetriebnahme des Salzachkraftwerk
Stegenwald ist eine Erfolgsgeschichte und
zeigt wie technische Expertise und enge
Zusammenarbeit der Projektpartner
Verbund und Salzburg AG zu exzellenten
Ergebnissen führt. Trotz zahlreicher
Herausforderungen – wie das Jahrhunderthochwasser
im August 2023 oder ein
vorübergehender Baustopp im letzten
Jahr – konnte die Errichtung termingerecht
und im Kostenplan abgeschlossen
Fotos: Verbund; Wolfgang Golger; Johannes Wiedl
Das Salzachkraftwerk Stegenwald setzt
neue Maßstäbe in der Wasserkraft und
ökologischen Integration. Unter anderem
verfügt es über die größte Fischwanderhilfe
an der Salzach. Bei der feierlichen Eröffnung
Ende September (von links): Bürgermeister
Hubert Stock, Verbund Wasserkraft Geschäftsführer
Karl Heinz Gruber und Michael
Amerer, COO Verbund Achim Kaspar, Bundesminister
Wolfgang Hattmannsdorfer, CEO
Verbund Michael Strugl, Landeshauptfrau
Karoline Edtstadler, CEO Salzburg AG Michael
Baminger, VD Salzburg AG Herwig Struber
und Aufsichtsratsvorsitzender Salzburg AG
Wilfried Haslauer.
OKTOBER 2025
15
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Mitte Februar 2025 wurde die
Salzach behutsam in ihr neues Bett
umgeleitet und das alte Flussbett
naturnah gestaltet.
Das Kraftwerk Stegenwald in der Bauphase. Die Genehmigung für das Kraftwerk dauerte rund fünfmal so lange wie der eigentliche
Bau. Im Rahmen der Eröffnungsfeier wurden daher Rufe nach schnelleren Verfahren und einfacheren Rahmenbedingungen laut.
die Tier- und Vogelwelt – und wertet
diesen Salzach-Abschnitt ökologisch auf.
Es ist damit das zentrale Element einer
Vielzahl an ökologischen Maßnahmen, die
im gesamten ca. 6 km langen Projektgebiet
umgesetzt wurden.
Verbund Wasserkraft Geschäftsführer
Michael Amerer und Karl Heinz Gruber
betonen, dass sich Wasserkraft und
Ökologie ergänzen: „Artenvielfalt, Klimaschutz
und Energiesicherheit sind nicht
entweder-oder zu betrachten. Klimaschutz
in Form der CO2-freien Wasserkraft ist
gleichzeitig auch Artenschutz für heimische
Arten, die durch die Klimaerwärmung
verloren gehen würden. Die
Wasserkraft beweist zudem Tag für Tag,
dass sie Teil der Lösung der Zukunftsthemen
ist. Hier in Stegenwald entstanden
durch rund 500 ökologische Maßnahmen
neue Lebensräume für Frösche, Libellen,
Vögel und einer Vielzahl an Pflanzen. In
den kommenden Monaten und Jahren
werden. Das Beispiel Stegenwald zeigt
aber auch, dass die Genehmigung für das
Kraftwerk rund fünfmal so lange gedauert
hat, wie der eigentliche Bau. Das muss
sich im Sinne unserer Energiesicherheit
und der Klimaneutralität ändern. Wir
brauchen schnellere Verfahren und
einfachere Rahmenbedingungen. Gesetze,
die so klar sind, dass man sie auch
umsetzen kann. Nur durch verlässliche
Rahmenbedingungen können wir die
notwendigen Mittel mobilisieren und
unsere Projekte effizient umsetzen. Wenn
das nicht schneller geht, wird es länger
dauern und teurer.“
Die regionale Wertschöpfung beim Bau
des Kraftwerks Stegenwald ist beeindruckend:
Über 80% der Investitionen fließen
direkt in die Region und nach Österreich.
Die Salzburger Niederlassung der Firma
Bodner führte die Baumeisterarbeiten
durch, während lokale Unternehmen wie
Deisl, SSK und Ehrensberger für Betonund
Steinlieferungen sorgten. Das Kuchler
Familienunternehmen GMT-Wintersteller
fertigte sämtliche stahlwasserbauliche
Komponenten im Raum Salzburg – ein
Auftragsvolumen, das sonst oft ins
Ausland vergeben wird. Die Maschinensätze
lieferte Global Hydro aus Oberösterreich,
während Elin und Siemens mit
ihren Salzburger Niederlassungen die
elektro-leittechnische Ausrüstung beisteuern.
Diese regionale Vergabe minimiert
zudem Transportwege und entlastet das
öffentliche Straßennetz.
Innovatives Gesamtkonzept
Für das Salzachkraftwerk Stegenwald
wird erstmalig ein gemeinsam mit der
TU Graz entwickeltes innovatives Anlagenkonzept
umgesetzt, welches richtungsweisend
für zukünftige mittlere Laufwasserkraftwerke
sein kann.
Zum ersten Mal werden hier 2 vertikale
Kaplanturbinen horizontal, also liegend,
eingebaut. Das Wasser wird somit nicht
von vorne, sondern von oben zur Turbine
geleitet. Womit auch der Generator nicht,
wie in Laufwasserkraftwerken üblich,
oben auf der Turbine, sondern davor
situiert ist. Damit kann im Betrieb auch
das Maschinenhaus überströmt und zur
Hochwasserabfuhr verwendet werden. Das
Resultat ist, dass das Kraftwerk im
Hochwasserfall 20% mehr Wasser abführen
kann, als es mit einem dritten
Wehrfeld möglich gewesen wäre. Die
moderne Anlage ist somit für zukünftige
Herausforderungen in Zeiten des Klimawandels
bestens gerüstet. Ein weiterer
Vorteil dieser Bauweise ergibt sich für das
Landschaftsbild, da nur mehr die Wehrbrücke
sichtbar ist und der Rest der
Anlage unter Wasser liegt. Überdies
ermöglicht das innovative Konzept eine
Reduktion der Bauzeit im Vergleich zu
klassischen Flusskraftwerken in dieser
Größenordnung um ein Viertel.
Das Salzachkraftwerk Stegenwald setzt
auch im Bereich der Ökologie auf innovative
Lösungen. So werden bei der Wasserführung
und bei der Fließgeschwindigkeit
im Stauraum neue Wege beschritten.
Durch die optimierte Anhebung der
Flusssohle werden im Staubereich
Fließgeschwindigkeiten und Wassertiefen
erreicht, die als Habitate für Fische
besonders gut geeignet sind.
Naturnahes Umgehungsgewässer
geschaffen
Durch die beengte Lage zwischen Bergen,
Autobahn und Eisenbahn bot dieser
Salzachabschnitt kaum Lebensraum für
Fische. Das hat sich mit dem Kraftwerk
Stegenwald nachhaltig zum positiven
geändert. Ab Mitte Februar 2025 wurde
mit der Neugestaltung des alten Flussbettes
begonnen und über eine Strecke
von rund 500 m und einer Breite von bis
zu 60 m ein neues lebendiges, naturnahes
Umgehungsgewässer geschaffen.
Die größte Fischwanderhilfe an der
Salzach schafft mit ihren Uferbereichen
neue Lebensräume für Fische – aber auch
16 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BUILT
FOR
SUCCESS
GEEL.AT
PROJEKTE + PLANUNG
Die zum ersten
Mal liegend eingebauten
Kaplan-
Turbinen erlauben
die gleichzeitige
Nutzung der Maschinenfelder
für
die Hochwasserentlastung.
Am
22. November
2024 wurden die
beiden Turbinensätze,
bestehend
aus Kaplanlaufrad,
Turbinendeckel
und Turbinenwelle,
erfolgreich
eingehoben. Die
beiden Kaplanturbinen
haben zusammen
eine
Leistung von
14,3 MW.
wird ein Team von Expertinnen und
Experten mit einem umfassenden Monitoring
die Funktionsfähigkeit und Effizienz
der ökologischen Maßnahmen begleiten
und dokumentieren. Das stellt sicher, dass
das Kraftwerk Stegenwald nicht nur für
saubere Energie, sondern auch für einen
positiven Einfluss auf die Natur bekannt
wird.“
Am Kraftwerk selbst wurden im
Frühsommer 2024 die Hauptbetonarbeiten
soweit abgeschlossen, dass die Anlieferung
und Montage des ersten von zwei Maschinensätzen
beginnen konnte. Die beiden
Maschinen haben eine Leistung von in
Summe 14,3 MW und wiegen nach
Fertigstellung zusammen rund 265 t.
Sämtliche Anlagenteile wurden von
österreichischen Herstellern geliefert.
Mit November 2024 war der Rohbau
des Hauptgebäudes des Kraftwerks
Stegenwald abgeschlossen und die beiden
Turbinensätze, bestehend aus Kaplanlaufrad,
Turbinendeckel und Turbinenwelle,
wurden erfolgreich eingehoben. Bevor mit
dem Einheben begonnen werden konnte,
musste jedoch noch eine logistische
Herausforderung gelöst werden: Es galt
den 72 t schweren und 23 m langen
Transport millimetergenau durch das
Nadelöhr bei der Zufahrt auf die Baustelle
zu lotsen.
Den heiklen Arbeitsgang des Einhebens
bewältigte das Baustellenteam dann mit
großer Routine. Dabei mussten die beiden
Turbinenteile mit einem Gewicht von
jeweils mehr als 32 t mit einem Mobilkran
in den Turbinenschacht eingehoben und
anschließend die Laufräder durch den
Leitapparat in den Laufradmantel
horizontal eingefahren werden. Die beiden
Laufräder mit einem Durchmesser von je
3,6 m werden zukünftig den Generator
antreiben.
Im April 2025 wurde der Stauraum
erstmals mit Wasser gefüllt und nach
Ostern der erste der beiden Maschinensätze
mit dem öffentlichen Stromnetz
synchronisiert, das heißt, es wurde das
erste Mal Strom produziert und eingespeist.
„Um das Wasser auf die Turbinen
leiten zu können, musste zuvor mit dem
Aufstau der Salzach begonnen werden. Die
Befüllung des Stauraums erfolgte Anfang
April gemäß der Stauplanung in drei
Schritten, verteilt über eineinhalb Wochen.
Die Zeit wurde genutzt, um die notwendigen
Dichtheitskontrollen an den Dämmen
durchzuführen“, erklärt der stellvertretende
Projektleiter Herwig Berkenhoff
(Salzburg AG). Das Kraftwerk Stegenwald
hat im Betrieb eine Fallhöhe von 8,4 m
und wird, wie bereits erwähnt, knapp
74 GWh erneuerbaren Strom aus
Wasserkraft erzeugen.
Komatsu PC210LCi-11
Der Komatsu PC210LCi-11 überzeugt durch die Qualität
und alle Vorteile, die auch das Standardmodell auszeichnen.
Sein besonderer Wettbewerbsvorsprung liegt in der
weiter verbesserten, ab Werk integrierten intelligenten
Maschinensteuerung 2.0 von Komatsu. Der Fahrer kann
sich voll und ganz auf den Einsatz konzentrieren, während
das System sicherstellt, dass nur genau so viel Material
bewegt wird, wie geplant.
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18 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
ÖBB
Großeinsatz im Koralmtunnel zum Abschluss
der Übungsphase vor der Inbetriebnahme
Am 14. Dezember 2025 ist es soweit: Für den Süden Österreichs und darüber hinaus beginnt
mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn ein neues Kapitel im Bahnverkehr. Neben den
Testfahrten und Schulungen wurden auch mehrere Übungen mit Einsatzkräften absolviert.
Den Abschluss bildete am 4. Oktober eine Großübung im Koralmtunnel.
I
Das Ziel der Großübung im Koralmtunnel am 4. Oktober war es, die Hilfs- und Einsatzkräfte mit den neuen Tunnelanlagen und Einrichtungen
so vertraut wie möglich zu machen und das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen zu gewährleisten.
nsgesamt waren über 150 Personen von
Feuerwehr, Polizei, Rettung, Behörden
und ÖBB im Einsatz. Weitere 50 Protagonisten
stellten Fahrgäste dar, die es galt,
aus dem Koralmtunnel zu evakuieren. Die
Annahme: Wegen eines technischen
Defekts kam ein Zug etwa 7 km im
Koralmtunnel zum Stehen. Zusätzlich
ZANDTcargo
SattelTieflader ST 480
T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth
erschwerten Rauchentwicklungen und
verletzte Personen den Einsatz. Mit Unterstützung
der Feuerwehr konnten alle
Reisenden jedoch rasch und planmäßig
evakuiert und den Rettungskräften
übergeben werden. Dabei kam auch der
nagelneue „ÖBB Servicejet“ zum Einsatz
– ein Rettungszug der neuesten Generation.
Er ist auf beiden
Seiten des Koralmtunnels
stationiert, kann
einen doppelten Railjet
abschleppen, rund 300
Personen evakuieren,
verfügt über Löschwassertanks
und hat eine
Schutzbelüftung.
Der Rettungszug und
die Übungen wiederum
sind Teile eines umfassenden
Sicherheitskonzeptes.
Rund 15% der
gesamten Investitionskosten
entlang der
Koralmbahn flossen in
die Sicherheit. Dazu
zählen Notausgänge,
Löschwasserleitungen, Belüftungen,
Branddetektoren, Zufahrtsmöglichkeiten
für Einsatzkräfte und Kommunikationssysteme.
Speziell der Koralmtunnel gehört
mit seinen zwei Röhren zu dem modernsten
und sichersten Eisenbahntunnel der
Welt. Beide Röhren sind alle 500 m über so
genannte Querschläge miteinander
verbunden. Zusätzlich wurde in der
Tunnelmitte eine rund einen Kilometer
lange dritte Röhre als unterirdischer
Evakuierungs- und Rettungsbereich
errichtet.
Ein weiteres Kernstück der betrieblichen
Sicherheit ist das Zugbeeinflussungssystem
ETCS (European Train Control
System). Es ermöglicht grenzüberschreitenden
Schienenverkehr durch einheitliche
Standards, indem es nationale
Zugsicherungssysteme ersetzt und
Funktionen wie Geschwindigkeits- und
Abstandskontrolle per Funk und ortsfester
Technik kombiniert, um Sicherheit und
Effizienz zu steigern. Zusätzlich sorgen
Prüfeinrichtungen – sogenannte Zuglaufcheckpoints
– vor Einfahrt in den Tunnel
dafür, dass alle Züge auf technische
Fotos: ÖBB; Chris Zenz; Liebhart
Defekte wie zum Beispiel überhitzte
Bremsen überprüft werden. Weiters ist der
Koralmtunnel so ausgestattet, dass er
immerzu mit Strom versorgt wird. Fällt in
einem Bundesland die Stromversorgung
aus, kann er von anderer Seite weiter
versorgt werden. Maßnahmen der Blackout-Vorsorge
ermöglichen einen Bahnbetrieb
für ca. 6 h und ein schnelles
Wiederhochfahren nach Beendigung des
Blackouts. Im Tunnelinneren sind darüber
hinaus alle maßgeblichen Anlagenteile
redundant verbaut.
Im Zuge der Bauarbeiten entlang der Kamptalbahn werden unter anderem die beiden
Haltestellen Rosenburg und Kamegg zu zeitgemäßen Verkehrsstationen umgebaut.
Kamptalbahn: Bauarbeiten
liegen voll im Zeitplan
Erfreuliche Zwischenbilanz zur Halbzeit
der Bauarbeiten entlang der Kamptalbahn
im Herbst 2025. Die Unterbaumaßnahmen
– notwendig für alles, was jetzt kommt –
sind zu großen Teilen abgeschlossen. Die
Bauarbeiten fokussieren sich nun auf die
sichtbaren Maßnahmen wie zum Beispiel
die Gleiserneuerung, die Modernisierung
der Haltestellen Rosenburg und Kamegg
sowie die Sicherung der Eisenbahnkreuzungen
mit Lichtzeichen- oder Schrankenanlagen.
Die Streckensperre und der
Schienenersatzverkehr enden mit Fahrplanwechsel
am 14. Dezember 2025.
Neben Böschungssicherungen wurden
Drainagen, Kabeltröge sowie Durchlässe
unter der Bahn umgebaut und erneuert.
Zusätzlich wurden entlang der Strecke
Fundamente, Entwässerungsgräben,
Kabelschächte und -querungen unter den
Straßen und Gleisen errichtet. Als
nächster Schritt werden die Gleise
zwischen Rosenburg und Gars-Thunau
mit modernen Bahnbaumaschinen
erneuert. Anschließend folgt das Schottern
und Stopfen sowie Schleifen, Schweißen
und Verspannen der Schienen. Durch die
Summe der Maßnahmen wird die Kamptalbahn
bis ins Jahr 2031 zukunftsfit.
20 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
ZEPPELIN
Der neue Cat 325 der Firma Hilti & Jehle
ist ein beeindruckendes Technik-Paket mit
Premium Kabine, 360° Kamera, einem
OQTR-E26 Sandwich Tiltrotator von OilQuick
(eingebunden in das 10 Zoll
Touchdisplay) und Löffel-
Paket der Firma Winkelbauer,
Abstütz- und Planierschild,
Inspektionsbeleuchtung,
Zentralschmieranlage,
Luftkompressor und
3D Maschinensteuerung
von Leica.
Hilti & Jehle: vollausgestatteter Cat 325
ermöglicht eine rasche Projektabwicklung
In Vorarlberg ist die Hilti & Jehle GmbH ein großer Arbeitgeber. 2026 feiert das
traditionsreiche Familienunternehmen bereits sein 150 Jahr Jubiläum. Einer der
Grundpfeiler für den Erfolg des breit aufgestellten Bauunternehmens ist die
Offenheit für die Vorteile moderner Technik. Jüngstes Beispiel ist ein komplett
ausgestatteter Cat 325 Kurzheckbagger, der von der Zeppelin Österreich
Niederlassung in Inzing übergeben wurde.
W
er sich für die Wurzeln der Firma
Hilti & Jehle interessiert, begibt sich
auf eine interessante Zeitreise: 1876 – das
Jahr in dem unter anderem Alexander
Graham Bell das Telefon patentieren ließ
– gründete Caspar Hilti ein „Cementereigeschäft“
in Feldkirch. Das Unternehmen
wurde bereits damals mit jenen Werten
erfolgreich, die heute noch gelten: Fleiß
und Können, Handschlagqualität und
Zuverlässigkeit. Rund 30 Jahre nach der
Gründung vertraute die Stadt Feldkirch
der Baufirma einen Großauftrag an: die
Kanalisationsarbeiten für die Stadt. Der
Pioniergeist bei Hilti & Jehle zeigte sich in
den nächsten Jahrzehnten nicht nur bei
zahlreichen Großbauten und Infrastrukturprojekten,
sondern auch in der Errichtung
der ersten Asphaltmischanlage
Vorarlbergs im Jahr 1933.
Wichtige Meilensteine in der jüngeren
Vergangenheit sind die Gründung eines
Standorts in Tirol 1982 und die weitere
Spezialisierung mit der Hilti & Jehle
Projektmanagement GmbH und der Hilti
& Jehle Grundbau. 2007 wurde das
Unternehmen auch in der Schweiz tätig.
Geführt wird das Unternehmen von CEO
Anna Hilti und CFO Stefan Peherstorfer.
Neben der Zentrale in Feldkirch
betreibt die Hilti & Jehle GmbH in
Vorarlberg auch ein Logistik- und Dienstleistungszentrum
in Götzis. In Tirol
befindet sich die Zentrale von Hilti & Jehle
in Ried im Oberinntal, weitere Standorte
sind der Baumarkt Ried und der Bauhof
Maria Stein in Pfunds.
Tätig ist das Unternehmen in den
Bereichen Hochbau, Tiefbau, Grundbau,
Spezialtiefbau, Asphaltbau, Gussasphalt,
Pflasterarbeiten und Wohnbau. Hilti &
Jehle ist auch als Generalunternehmer
tätig und erweiterte das Dienstleistungsspektrum
vor zwei Jahren durch den
Einstieg in den Holzbau. In der Unternehmensgruppe
sind rund 550 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beschäftigt. Einen
hohen Stellenwert hat die Nachwuchsförderung,
wo zurzeit rund 40 Lehrlinge in
verschiedenen Berufen ausgebildet
werden. Zur aktuellen Auslastung tragen
neben verschiedenen Hochbauprojekten
auch Infrastrukturprojekte und mehrere
Autobahnlose bei.
Den Fuhrpark des Unternehmens, der
von der Bohrmaschine bis zu den Großgeräten
rund 10.000 Baugeräte umfasst,
verantwortet Patrick Kriss. Er studierte
im Anschluss an seine Maschinenbau-
Ausbildung Wirtschaftsingenieurwesen
mit Schwerpunkt Logistik und war
zunächst bei verschiedenen Baumaschinenherstellern
tätig. Anfang 2023 wechselte
er in den Logistikbereich der Firma
Hilti & Jehle, wo auch das Gerätemanagement
angesiedelt ist. In Abstimmung mit
der Logistikabteilung übernimmt der
Zentraleinkauf die Beschaffung der neuen
Großgeräte. Dabei werden die technischen
22 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Hilti & Jehle; Zeppelin Österreich; Eva Rauch
Anforderungen der Maschinen in
Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen
und der internen Werkstatt definiert.
Im Fuhrpark befinden sich unter
anderem rund 40 Bagger bis 38 t und
rund 20 Radlader. Die Firma Hilti &
Jehle verfügt in der Sparte Grundbau
aber auch über Bohrgeräte mit Einsatzgewichten
von ca. 100 t. Die Beschaffung
neuer Großgeräte wird eng mit dem
Zentraleinkauf und der Werkstatt
abgestimmt. Als Basis dient der interne
Anforderungskatalog, in dem definiert
ist, was von dem Gerät technisch und
wirtschaftlich erwartet wird. Bei
Großgeräten ist es für das Unternehmen
zwingend notwendig, dass ein Testgerät
zur Verfügung gestellt wird. Dieses wird
in der Werkstatt hinsichtlich der
Wartung geprüft und im Anschluss von
unseren Maschinisten im Einsatz
beurteilt.
Fuhrparkleiter Patrick Kriss: „Im
Zuge der Beschaffung unseres neuen,
möglichst leistungsfähigen Kurzheckbaggers
waren die wesentlichen Punkte das
Kippmoment und die Hydraulikleistung,
denn diese Qualitäten spielen bei
unseren Projekten eine große Rolle. Aus
diesem Auswahlverfahren ist der neue
Cat 325 als Sieger hervorgegangen. In
Abstimmung mit der Firma Zeppelin
haben wir das Basisgerät, das ja bereits
ab Werk über zahlreiche Assistenzsysteme
verfügt, hinsichtlich der technischen
Ausrüstung noch weiter optimiert.“
Ausschlaggebend für dieses umfangreiche
Ausrüstungs-Paket ist das breite
Einsatzspektrum des neuen Cat 325. Der
Schwerpunkt liegt im Tiefbaubereich, wo
er sowohl im ländlichen als auch im
innerstädtischen Bereich für verschiedene
Erdarbeiten zum Einsatz kommt
– von der Geländemodellierung über
Kanalarbeiten bis hin zur Steinverlegung
im Hochwasserschutz. Neben
beengten Platzverhältnissen sind diese
Projekte vor allem durch die hohen
Anforderungen bei den Abgasvorschriften
geprägt.
Daniel Kirchmair, zuständiger
Betreuer der Niederlassung Inzing von
Zeppelin Österreich, betont: „Wir freuen
uns, dass wir das ambitionierte Team
der Firma Hilti & Jehle im Zuge der
jüngsten Geräte-Beschaffung mit dem
Technik-Paket des neuen Cat 325 in
Kombination mit unserer leistungsfähigen
After-Sales-Betreuung wieder
überzeugen konnten. Der Cat 325 hat
nicht nur die erwähnten Tests mit
Bravour bestanden, er beeindruckt auch
mit niedrigem Verbrauch und niedrigen
Betriebskosten. Darüber hinaus verfügt
er über ein modernes Abgasnachbehandlungssystem,
das die strengsten Abgas-
Vorschriften erfüllt. Seine besondere
Stärke ist das umfangreiche Paket an
leistungsfähigen Assistenzsystemen, die
den erfahrenen Maschinisten Paul Dona
Übergabe des neuen Cat 325 an das Team der Firma Hilti & Jehle (von links): Christian
Rainer (Leiter Reparaturwerkstätte) und sein Stellvertreter Oliver Stevanovic (beide
Firma Hilti & Jehle), Fuhrpark-Leiter Patrick Kriss (Firma Hilti & Jehle), Daniel Kirchmair
(Verkaufsberater, Zeppelin Österreich Niederlassung Inzing), Paul Dona (Maschinist,
Hilti & Jehle) und Klaus Konzett (Verkaufsberater Vorarlberg, Zeppelin Österreich
Niederlassung Inzing).
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Nr. 0124850
11
12
1
10
31
30 25
2
9
29 26
3
8 28 27 4
7
6
5
PRÜFPLAKETTEN &
PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO
Ein SERVICE des MAWEV
Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei
Durchschlagblättern und für die fortlaufend
nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,
äußerst wetterbeständig, – 40° bis +130°)
als Aufkleber richten Sie bitte direkt an
den MAWEV.
Informationen
und Bestellungen:
www.mawev.at
Tel 01/504 26 98
www.mawev.at
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Die Einschulung und Übergabe erfolgte vor Ort durch den
Monteur und Kundendienstberater. Für die Kunden in
Vorarlberg stehen nicht nur eigene Monteure zur
Verfügung, sondern mit Klaus Konzett auch ein
eigener Verkaufsberater.
Die Bilder verdeutlichen die
Entwicklung des Standorts Götzis
vom Jahr 1960 bis heute.
viel Aufwand auf ein vollwertiges 3D-System
von Leica aufgerüstet werden. Weitere
hilfreiche Assistenzsysteme sind die
Abziehautomatik, die Kontrollwaage Cat
Payload und die ebenfalls ab Werk
integrierte Höhen- und Schwenkbegrenzung.
Letztere ist für die Firma Hilti &
Jehle besonders wichtig, denn sie führt im
konstruktiven Bahnbau immer wieder
Vorarbeiten für den Gleisbau durch.
Wie das Team der Firma Hilti & Jehle
betont, hat man sich nicht ohne Grund für
den Cat 325 und sein Technologie-Paket
entschieden. Bedient wird das Gerät von
Paul Dona, einem sehr erfahrenen
Maschinisten, der durch die Assistenzsysteme
zusätzlich unterstützt wird. Daraus
resultiert eine große Effizienzsteigerung
und Projekte können in kürzerer Zeit
abgewickelt bzw. Folgeprojekte schneller
angenommen werden. Patrick Kriss: „Betonen
möchte ich aber auch, dass ich die
Zusammenarbeit mit den Firmen Winkelbauer
und Zeppelin sehr schätze. Der
Betreuer der Firma Winkelbauer hat mit
uns im persönlichen Gespräch alle
relevanten Details der Geometrie geklärt.
Und auch unsere Ansprechpartner bei der
Maschinist Paul Dona
(Hilti & Jehle) kann seine
langjährige Erfahrung
mit Unterstützung der
zahlreichen Assistenzsysteme
und in
Kombination mit
der vielseitigen
Ausrüstung des
Cat 325 noch
effizienter
einsetzen.
Firma Zeppelin waren mit großem
Engagement bei der Sache – von den
ersten Kontakten über die Bereitstellung
des Testgeräts bis hin zur professionellen
After Sales Betreuung und der reibungslosen
Ersatzteilbeschaffung. Das Service-
Netzwerk der Firma Zeppelin ist dicht
aufgestellt und der erfahrene Monteur, der
uns verlässlich betreut, war bei der
Übergabe dabei. Wir werden diese
Zusammenarbeit mit Sicherheit in
Zukunft weiterpflegen.“
www.hilti-jehle.at | www.zeppelin-cat.at
www.winkelbauer.com
bei seinen verschiedenen Einsätzen
wirksam unterstützen. In Kombination
mit dem Abstütz- und Planierschild, einem
OilQuick Tiltrotator in Sandwichbauweise
mit Greifermodul und klassischem
Löffelpaket inklusive Steinlegelöffel für
die Wasserbauarbeiten präsentiert sich
dieser Cat 325 mit sehr innovativer
Technik.“
Als Gerät der nächsten Generation
verfügt der Cat 325 bereits ab Werk über
die Vorrüstung für eine 2D-Maschinensteuerung.
Dadurch konnte er für den
Einsatz bei der Firma Hilti & Jehle ohne
MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
PERFORMANCE IN EVERY DETAIL
RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN
HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER
www.mineraltech.at
Das Team der Firma Hilti & Jehle.
24 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Gruppe
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18
MASCHINEN + TECHNIK
AAB EISTERER
Forstmulcher: robust, effizient
und für harte Einsätze gemacht
Effizient, robust und vielseitig im Einsatz – die Forstmulcher von AAB Eisterer
sind die ideale Lösung für Bau- und Forstbetriebe, Kommunen sowie Dienstleister
in der Landschaftspflege. Sie stehen für produktives Arbeiten, selbst
unter anspruchsvollsten Bedingungen.
W
o Bäume, Sträucher oder Wurzelwerk
entfernt werden müssen, zählt neben
Zuverlässigkeit auch Durchzugskraft. Die
Forstmulcher von AAB Eisterer sind genau
für diese Anforderungen konzipiert. Ob bei
der Flächenpflege, beim Rückbau von
Bewuchs entlang von Straßen und Leitungen
oder im Rahmen forstwirtschaftlicher
Projekte – die hochwertigen Maschinen
sorgen für saubere Ergebnisse in kürzester
Zeit. Dies gilt ganz besonders, wenn das
Schnittgut vor Ort bleibt und sofort
vermulcht werden kann.
Mit Anbaugeräten für Trägergeräte von
5 bis 30 t deckt AAB Eisterer ein breites
Leistungsspektrum ab. Damit steht für
nahezu jedes Trägergerät eine passende
Lösung zur Verfügung – vom Kompaktbagger
bis zum schweren Forstgerät.
Durch ihre robuste Bauweise und das
leistungsstarke Hydrauliksystem sind die
Mulcher optimal für anspruchsvolle Bedingungen
geeignet und überzeugen auch im
Dauereinsatz durch hohe Zuverlässigkeit.
Kraftvolle Leistung,
präzise Ergebnisse
Die Forstmulcher arbeiten effizient, selbst
bei dichtem Bewuchs oder schwer zugänglichen
Flächen. Gleichzeitig bieten sie ein
Höchstmaß an Sicherheit, da Arbeitskräfte
kaum manuell eingreifen müssen.
Die Forstmulcher von
AAB Eisterer arbeiten
effizient – selbst bei
dichtem Bewuchs oder
schwer zugänglichen
Flächen. Gleichzeitig
bieten sie ein Höchstmaß
an Sicherheit, da
Arbeitskräfte kaum
manuell eingreifen
müssen. Durch feinfühlige
Hydraulik
lassen sich die Geräte
exakt führen.
Spezielle Rotoren zerkleinern Holz,
Gestrüpp und Wurzeln zu feinem Material,
das sich direkt als Bodenabdeckung oder
Biomasse weiterverwenden lässt und nicht
zwingend abtransportiert werden muss.
Das spart zusätzliche Arbeitsschritte und
reduziert Transportaufwand.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der
präzisen Steuerung: Durch feinfühlige
Hydraulik lassen sich die Geräte exakt
führen, wodurch auch an Böschungen oder
in unebenem Gelände kontrolliert gearbeitet
werden kann. So entstehen gleichmäßige
Ergebnisse bei minimaler Belastung
des Untergrunds. Gerade in der Forstwirtschaft
ist dies ein entscheidender Faktor
für nachhaltige Flächenpflege.
Wirtschaftlichkeit und
Nachhaltigkeit im Einklang
Mulcher von AAB Eisterer verbinden
Effizienz mit Wirtschaftlichkeit. Das
Zerkleinern von Bewuchs direkt vor Ort
spart Zeit, Personal und Maschinenkosten.
Gleichzeitig wird der Abtransport von
Schnittgut minimiert. Die frische Biomasse
lässt sich in vielen Fällen vor Ort
zur Bodenverbesserung einsetzen.
Dadurch wird der ökologische Fußabdruck
reduziert und nachhaltiger gewirtschaftet.
Miet- und Kaufoptionen
mit Rundum-Service
„Unsere Kunden schätzen die Kombination
aus Leistung, Zuverlässigkeit und
unkompliziertem Service. Dies gilt
besonders bei anspruchsvollen Baustellen
und Einsatzbereichen wie der Forstwirtschaft,
wo Zeit eine knappe Ressource ist“,
betont Geschäftsführer Herbert Eisterer.
Wie bei allen hydraulischen Anbaugeräten
bietet AAB Eisterer auch für Geräte
aus dem Forstbereich maximale Flexibilität.
Je nach Nutzungsszenario und
Nutzungshäufigkeit können die Geräte
gekauft oder kurzfristig für Sonderprojekte
gemietet werden. Ein umfassender
Service inklusive Beratung, technischer
Unterstützung und Wartung sorgt dafür,
dass die Mulcher stets einsatzbereit
bleiben.
www.aab-eisterer.at
26 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Doppelte Power
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Mit Trimble Siteworks Machine Guidance
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es, mit nur einem System zu vermessen, zu planen und zu bauen.
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und der gewohnt robusten Hardware. Flexibel und ohne viel Aufwand zwischen
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Der Liduro Power Port (LPO) von Liebherr bewährt sich bei dieser Baustelle in Linz als alternative Lösung zum
Dieselgenerator und zeigt, wie mobile Energiespeicher den Baustellenalltag verändern können.
LIEBHERR
Energiespeicher statt Dieselgenerator: Porr
setzt auf den Liduro Power Port von Liebherr
Auf der Schachermayer-Baustelle in Linz stand die Porr-Bauunternehmung vor einer
typischen Herausforderung: Drei Kräne waren notwendig, doch über das Netz konnte die
Leistung nicht bereitgestellt werden. Mit dem Liduro Power Port (LPO) von Liebherr
erprobt Porr in einem Pilotprojekt nun eine alternative Lösung zum Dieselgenerator
und zeigt sich von dessen Stärken beeindruckt.
S
eit Dezember 2024 errichtet Porr am
Unternehmensstandort der Schachermayer
GmbH in Linz einen viergeschossigen
Industriebau mit insgesamt 22.000 m 2
Bodenfläche. Geplant sind moderne
Paletten- und Sperrgutlager in hochwertiger
Ausführung, mit 55 cm starken Decken
und terrazzoartigen Böden. Das Auftragsvolumen
beträgt in etwa 17 Mio. Euro,
rund 80 Personen aus verschiedensten
Gewerken sind gleichzeitig im Einsatz.
Der Bau soll bis Mitte 2026 fertiggestellt
sein.
Das Problem: der zu
schwache Netzanschluss
„Wir haben drei Turmdrehkräne benötigt,
doch der Energieversorger konnte uns nur
die Leistung für einen einzigen zusagen“,
erklärt Roman Piniel, Technischer Leiter
bei Porr. „Die klassische Lösung wäre ein
Dieselaggregat gewesen – aber 2025
wollten wir bewusst andere Wege gehen.“
Gemeinsam mit dem Auftraggeber
Schachermayer entschied sich Porr für
den Einsatz eines LPO, der die Netzengpässe
überbrückt und die Spitzenlasten
abfängt. Die Entscheidung fiel aber nicht
nur aus technischer Notwendigkeit.
„Natürlich spielte auch der Umweltaspekt
Fotos: Liebherr; Ludwig Sedlacek - Fotowerkstatt
eine Rolle“, ergänzt Richard Weissenböck,
Bauleiter bei Porr. „Ein Dieselaggregat
hätte pro Stunde bei Volllast rund 40
Liter verbraucht – von Lärm, Abgasen
und der regelmäßigen Betankung ganz zu
schweigen.“
Die Lösung: der mobile
Energiespeicher LPO
Der Liduro Power Port ist ein batteriebasiertes
Energiespeichersystem, das
vollelektrische oder hybride Maschinen
lokal emissionsfrei mit Energie versorgt.
Die Leistungsdichte gilt als marktführend:
je nach Ausführung wird die
Baureihe künftig Energieinhalte bis
1.200 kWh abdecken und Spitzenleistungen
bis 540 kVA liefern können. Neben
der Versorgung von Baumaschinen kann
der LPO auch als Notstromquelle, für
Veranstaltungen oder als Ladeinfrastruktur
eingesetzt werden.
Alle Modelle sind mobil, witterungsbeständig
und bieten verschiedene
Anschlüsse. Sie können parallel laden und
entladen, sind einfach zu transportieren
und lassen sich über die App „LPO
Monitoring“ jederzeit überwachen.
Wartungsarme Komponenten sorgen für
niedrige Betriebskosten und lange
Lebensdauer.
Auf der Porr-Baustelle in Linz kommt
die Serie LPO 100 zum Einsatz. Diese
kann, abhängig von der Ausführung,
zwischen 50 und 150 kWh speichern und
Spitzenleistungen bis zu 200 kVA liefern.
Damit lassen sich auch zwei große
Liebherr-Turmdrehkräne – ein 125 ECB
und ein 280 ECH – zuverlässig betreiben.
„Das war anfangs durchaus ein Wagnis“,
räumt Piniel ein. „Wir haben die
Leistungsgrenzen des Geräts bewusst
ausgetestet.“
Ein zentraler Baustein ist der Energy
Planner, eine browserbasierte Anwendung,
die bei der Dimensionierung unterstützt:
Asphalt Profi-Thermo
Prozesssicherheit im Asphaltbau mit langer
Nutzungsdauer. Perfekte Asphaltqualität dank
laufender Durchmischung.
Wir sind ein Teil davon.
Der Liduro Power Port ist ein batteriebasiertes Energiespeichersystem, das
vollelektrische oder hybride Maschinen lokal emissionsfrei mit Energie versorgt. Im Bild
von links: DI (FH) Roman Piniel (Technischer Leiter, Porr Equipment Services GmbH),
Peter Korath (Spartenleiter Energietechnik, Liebherr Österreich Vertriebs- und Service
GmbH) und Ing. Richard Weissenböck (Bauleitung GU Bau, Porr Bau GmbH).
Nutzer legen Bauphasen und Maschinen
an, berechnen Energiebedarfe und
simulieren Ladezyklen. So lassen sich
Netzanschlüsse effizient nutzen und
unnötige Kosten vermeiden.
Skepsis und erste Erfahrungen
Generell war die Anfangsphase auch von
Unsicherheit geprägt. „Die Skepsis war
groß, vor allem bei den Elektrikern“,
erinnert sich Richard Weissenböck. „Ein
Generator ist simpel, da kennt man jede
Sicherung. Aber ein Speicher mit Software,
Regeltechnik und digitaler Steuerung war
komplettes Neuland.“
Auch technisch war Feinarbeit nötig: Ab
welchem Ladezustand sollte der Speicher
wieder nachgeladen werden – bei 60% oder
erst bei 80%? Wie lassen sich Lastspitzen
der Kräne abfangen? Und wie verhindert
man Abschaltungen? Die Lösung war eine
leichte Leistungsreduzierung bei den
Kranen – für die Fahrer kaum spürbar,
aber entscheidend für den stabilen
Betrieb.
Zu Beginn half Liebherr mit Technikern
vor Ort, die Inbetriebnahme abzustimmen.
„Heute läuft das System stabil und
zuverlässig“, betont Piniel. Auch mit hohen
Temperaturen zeigte sich der LPO robust:
Eine integrierte Batterieheizung schützt
bei Kälte, und selbst in Hitzephasen mit
über 30° blieb das Gerät zuverlässig
einsatzbereit. „Heute läuft das System
nach anfänglichen Kinderkrankheiten
perfekt“, freut sich Piniel.
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Betontankstelle
Frischbeton zum Selbstzapfen. Leise,
sauber und flexibel. Bis zu vier Zuschläge,
4–5,5 m³ Bunker. Schnell montiert und
sofort einsatzbereit.
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28 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 29
MASCHINEN + TECHNIK
DI (FH) Roman Piniel freut
sich über das perfekt laufende
System und schätzt die
professionelle Zusammenarbeit
mit Energietechnik-
Profi Peter Korath.
wimmer.info
Vorteile gegenüber
Dieselgeneratoren
Neben der Umweltfreundlichkeit überzeugte
das System durch Wirtschaftlichkeit
und einfache Handhabung. Im
Gegensatz zu Dieselgeneratoren liefert der
LPO Leistung genau nach Bedarf – ohne
Leerlaufverluste, mit höherem Wirkungsgrad
und ohne aufwändige Treibstofflogistik.
Auch Kabeltrassen und Trafostationen,
die hier nur mit hohem Aufwand
hätten errichtet werden können,
waren nicht erforderlich.
Für Porr bedeutet der Einsatz vor allem
auch Planungssicherheit: Kräne sind das
Herzstück des Bauprozesses, ihr Stillstand
würde den gesamten Ablauf gefährden.
„Wir haben hier bis zu 80 Personen
gleichzeitig auf der Baustelle, dazu
schwere Transporte von Bewehrungen und
Beton. Ohne laufende Kräne stünde alles
still“, verdeutlicht Piniel.
Ausblick: Energieplanung
wird integraler Bestandteil
Mit dem Energy Planner hat Liebherr ein
digitales Werkzeug entwickelt, das
Bauunternehmen bei der Dimensionierung
von Netzanschlüssen, Speichern und
Bauphasen unterstützt. Maschinen lassen
sich virtuell zu einer Flotte zusammenstellen,
Lastprofile planen und Ladebedarfe
simulieren. Für Bauunternehmen wie die
Porr wird diese vorausschauende
Planungsmöglichkeit in Zukunft
entscheidend sein.
Aus Sicht der Anwender gibt es noch
Weiterentwicklungspotenzial. Piniel
wünscht sich etwa höhere Ladeleistungen
für universelleren Einsatz sowie mehr
hochstromfähige Anschlüsse für parallele
Großgeräte. Und Weissenböck denkt über
integrierte Hybridlösungen nach: „Ein
kleineres Gerät mit integriertem Generator
wäre für Baustellen ohne Netzanschluss
ideal.“
Fazit: Pionierarbeit
mit Signalwirkung
Die Porr-Baustelle in Linz zeigt, dass
mobile Energiespeichersysteme nicht nur
ein Zukunftsthema sind, sondern bereits
heute eine praxistaugliche Alternative
zum Dieselgenerator darstellen. Trotz
anfänglicher Skepsis und nach technischen
Feineinstellungen läuft der Liduro
Power Port inzwischen höchst stabil im
Einsatz. „Wir leisten hier Pionierarbeit“,
sagt Weissenböck, „und sammeln Erfahrungen,
von denen bald die gesamte
Branche profitieren wird.“
Angesichts steigender Energiekosten,
strengeren Emissionsvorgaben und
wachsendem Umweltbewusstsein dürfte
die Nachfrage nach solchen Lösungen
rasch steigen. Ob als kompakte Lösung für
einzelne Kräne oder als Großsystem für
ganze Flotten – die LPO-Serie liefert einen
Ausblick darauf, wie die Energieversorgung
auf Baustellen künftig aussehen
wird: zuverlässig, flexibel und
emissionsfrei.
www.liebherr.com
Neben der Versorgung von Baumaschinen kann der LPO
auch als Notstromquelle, für Veranstaltungen oder als
Ladeinfrastruktur eingesetzt werden. Alle Modelle sind
mobil, witterungsbeständig, bieten verschiedene
Anschlüsse und können parallel laden und entladen.
30 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
Eichung mit System: Präzision
und Flexibilität aus einer Hand
Mobile Wiegetechnik (MWT) kombiniert Kundenorientierung mit zertifizierter
Genauigkeit. Mit dem mobilen Eichfahrzeug erfolgen alle Eichprüfungen
effizient, fristgerecht und beim Kunden bzw. beim Baufahrzeug vor Ort.
W
enn es um exakte Messungen geht,
darf kein Gramm dem Zufall
überlassen werden. MWT aus Pichl bei
Wels bietet seinen Kunden daher nicht
nur hochpräzise Wiegesysteme, sondern
auch einen mobilen, amtlich autorisierten
Eichservice. Gerade bei größeren Anlagen
oder Maschinen ist das ein entscheidender
Vorteil und sichert eine zeit- und kosteneffiziente
Abwicklung. Gleichzeitig wird so
sichergestellt, dass stets gesetzeskonform
und präzise gewogen wird.
Zertifizierte Präzision unterwegs
MWT ist eine durch das Bundesamt für
Eich- und Vermessungswesen (BEV)
autorisierte Eichstelle. Eichungen und
Kalibrierungen lassen sich daher effizient
beim Kunden durchführen, sodass die
Eichintervalle zuverlässig eingehalten
Eine genaue
Waage ist nicht
nur gesetzliche
Pflicht, sondern
auch wirtschaftlich
relevant.
MWT ist eine
durch das
Bundesamt für
Eich- und Vermessungswesen
(BEV)
autorisierte Eichstelle
und führt
seit 20 Jahren
Eichungen sowohl
in der firmeneigenen
Eichhalle
als auch direkt
beim Kunden
durch.
werden. Die technische Basis bildet ein
modern ausgestattetes Eichfahrzeug, das
über alle technischen Voraussetzungen
verfügt, um Prüfungen direkt vor Ort
abzuwickeln.
Eine genaue Waage ist nicht nur
gesetzliche Pflicht, sondern auch wirtschaftlich
relevant. Schon kleinste Abweichungen
können zu falschen Ergebnissen
führen. Unter dem Motto „Jedes Gramm
zählt“ legt MWT größten Wert auf Präzision.
Regelmäßige Wartung und fachgerechte
Eichung sichern langfristig exakte
Ergebnisse und damit Vertrauen bei
Kunden und Partnern.
Robuste Fahrzeugwaagen im Fokus
Besonders bei Fahrzeugwaagen, aber auch
bei Wiegesystemen, die bei verschiedensten
Fahrzeugen zum Einsatz kommen, ist die
Beanspruchung im Alltag sehr hoch:
Witterung, Schmutz, Vibrationen und
schwere Lasten setzen ihnen zu. All das
kann die Messgenauigkeit beeinflussen.
Umso wichtiger ist die regelmäßige
Eichung, die das Eichgesetz vorschreibt –
insbesondere für den rechtsgeschäftlichen
Verkehr. MWT übernimmt diese Aufgabe
fristgerecht und nach allen relevanten
Vorschriften. So bleibt die Messung
zuverlässig, der Betrieb gesetzeskonform
und die Abrechnung korrekt.
Flexibilität, die überzeugt
Seit 2005 führt MWT Eichungen sowohl in
der firmeneigenen Eichhalle als auch direkt
beim Kunden durch. Das mobile Eichfahrzeug
ist mit einem leistungsstarken Kran
ausgestattet und erreicht so auch schwer
zugängliche Waagen mühelos. „Unsere
mobile Lösung bietet maximale Flexibilität
und sorgt dafür, dass die Prüfung effizient
und zeitnah erfolgt – unabhängig von den
örtlichen Gegebenheiten“, betont Günter
Schmalnauer, Geschäftsführer von MWT.
Dank dieser Ausstattung können
Kunden ihre Waagen schnell, unkompliziert
und ohne lange Stillstandzeiten
prüfen lassen. Nach erfolgreicher Eichung
erhält jede Waage ein amtliches Eichsiegel
– der sichtbare Beleg für geprüfte Genauigkeit
und absolute Verlässlichkeit.
www.mwt-systeme.at
32 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
SAMOTER
Positive Signale im Vorfeld der Samoter 2026
In Italien ist die Baumaschinenbranche positiv in das Jahr 2025 gestartet und so wird
die 32. Samoter in Verona einmal mehr zu einem wichtigen internationalen Treffpunkt.
Z
wischen Jänner und Juni wurden auf
dem italienischen Markt 9.946 Maschinen
verkauft, was einem Wachstum von
+3% im Vergleich zum gleichen Zeitraum
DD
2024 entspricht. Im Detail entfielen 9.471
Verkäufe auf Baumaschinen (+2%) und
475 auf Straßenbaumaschinen (+10%).
Diese Zahlen wurden von Unacea (Italienischer
Verband der Baumaschinenhersteller)
analysiert, dem institutionellen und
strategischen Partner der kommenden
Ausgabe der Samoter – der internationalen
Baumaschinenmesse, die wieder auf
dem Messegelände Veronafiere stattfindet.
Auch wenn der italienische Markt durch
staatliche Fördermaßnahmen unterstützt
wird, zählt er weiterhin zu den wichtigsten
in Europa – sowohl hinsichtlich des
Volumens als auch der Maschinenflotten.
Vor diesem Hintergrund präsentiert sich
die Samoter 2026 als wichtiger internationaler
Branchentreff für die gesamte
Produktdetails
& Anwendervideo
Jetzt umrüsten auf das
neueste und vollhydraulische
Schnellwechselsystem von Winkelbauer.
Kombinierbar mit den
marktüblichen Systemen.
Passend für alle gängigen Anbaugeräte,
robust und wartungsarm. Patentiertes System.
Vom 6. bis 9. Mai 2026 wird die 32. Samoter
in Verona wieder zum Treffpunkt der
internationalen Baumaschinenbranche.
Lieferkette. Themen wie Digitalisierung,
Umweltverträglichkeit, Innovation,
Dekarbonisierung, klimaneutrale Bauprozesse,
berufliche Weiterbildung und
GRÖSSEN:
3,5 - 10 Tonnen
SI10, M10, MH10, MQ10, SW020
10 - 18 Tonnen
SI18, M18, MH18, MQ18, SW035
Sicherheit bilden thematische Schwerpunkte.
Sechs Hallen stehen den Ausstellern
zur Verfügung, dazu drei Außenbereiche.
Weiters wird Samoter Digital wieder
den Dialog zwischen Technologieherstellern,
Fachleuten, Managern, Betreibern
und Bauunternehmen fördern. Darüber
hinaus wird in der 32. Ausgabe die
Demo-Area von Samoter Digital erweitert
und in eine echte automatisierte Baustelle
verwandelt. Zu den Neuerungen im Jahr
2026 gehört auch die Gründung der
Samoter Academy, die darauf abzielt,
konkrete Antworten auf eine entscheidende
Herausforderung des Baumaschinensektors
zu geben: die Kluft zwischen
Angebot und Nachfrage nach qualifizierten
Fachkräften. Zahlreiche Konferenzen
und Workshops runden das breite Info-
Angebot der 32. Samoter ab.
www.samoter.it
www.veronafiere.it
Sofort
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kurzfristig
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
1
2 3
4
5
WESTTECH
Westtech feiert 20 Jahre Woodcracker
Gemeinsam mit Geschäftspartnern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie
zahlreichen Ehrengästen feierte die Firma Westtech am 26. September 2025 in
der Zentrale in Prambachkirchen „20 Jahre Westtech Woodcracker“.
V
or 20 Jahren hatte Werner Steininger
eine Idee, die den Grundstein für
eine Erfolgsgeschichte legte: eine hydraulische
Holzspaltzange, die selbst massive
Baumstämme mühelos spaltet. Aus den
ersten Skizzen in der elterlichen Garage
ist inzwischen ein international tätiges
Unternehmen gewachsen – die Woodcracker-Maschinen
von Westtech sind heute
weltweit im Einsatz.
Was Westtech seit zwei Jahrzehnten
auszeichnet, ist der unerschütterliche
Drang nach Innovation. Stets am Puls der
Zeit werden bestehende Modelle weiterentwickelt
und neue Lösungen auf den
Markt gebracht. Besonders in Zeiten des
Klimawandels zeigt sich die Relevanz
dieser Technik: Nach Naturkatastrophen
oder bei veränderten Bedingungen im
Forstsektor sind zuverlässige Maschinen
für Baum- und Landschaftspflege
gefragter denn je. Der Markt hat sich
verändert, die Ansprüche sind gestiegen
– und Westtech ist gewachsen. Über 90%
der Maschinen gehen mittlerweile in den
Export. Kunden vertrauen weltweit auf
die Kombination aus österreichischer
Ingenieurskunst, robustem Design und
praxisnaher Funktionalität. Herausforderungen
wie Materialengpässe hat das
Unternehmen genutzt, um sich weiterzuentwickeln:
Mit moderner Eigenfertigung,
High-Tech-Schweißtechnik und CNC-
Maschinen ist Westtech heute flexibler
und unabhängiger denn je.
Eines der Highlights im Rahmen der
Live-Vorführungen war ein Kaiser
Schreitbagger X4 der ersten Generation.
Das Besondere daran: Bei dem Anbaugerät
handelt es sich um eines der ersten
Woodcracker-Produkte, das damals noch
ohne Seriennummer ausgeliefert wurde.
Um die Entwicklung in den letzten
20 Jahren zu verdeutlichen, wurde
ergänzend dazu ein neuer Kaiser Mobil-
Schreitbagger S12 Allroad gezeigt,
ausgerüstet mit einem Woodcracker
W1000.
Zum Jubiläum wurde aber auch ein neues
Produkt-Highlight präsentiert: Westtech
stellte mit dem Woodcracker CL140
den bislang kleinsten Schneidkopf der
erfolgreichen CL-Serie vor. Zu den
aktuellen Neuheiten zählt auch der
Woodcracker CS590 flexHead², eine
moderne Greifersäge für Lkw-Kräne, die
Baumpflege und Baumfällung sicherer
und effzienter macht.
Geschäftsführer Werner Steiniger über
das Erfolgsrezept von Westtech Woodcracker:
„20 Jahre Westtech stehen nicht nur
für Qualität und Technik, sondern auch
für Zusammenhalt. Mitarbeiter, Kunden
und Partner haben gemeinsam eine
Marke aufgebaut, die für Verlässlichkeit
und Innovationskraft steht – und die mit
voller Energie nach vorne blickt. Über 50
Maschinen zählen mittlerweile zum
Produktionsportfolio von Westtech,
welches ständig erweitert wird. Sehr stolz
bin ich auf mittlerweile knapp 80 Mitarbeiter,
davon 10 Lehrlinge. Gemeinsam
blicken wir zuversichtlich in die Zukunft
und bleiben entschlossen auf Kurs!“
www.westtech.at
6
7
1 Die Live-Demos wurden mit großem Interesse verfolgt. 2 Westtech Geschäftsführer Werner Steininger wurde mit der Wirtschaftsmedaille
und Ehrenurkunde der WKOÖ ausgezeichnet (von links): Tobias Luger (Obmann WKO Eferding), WKOÖ-Vizepräsident Michael Pecherstorfer,
Max Hiegelsberger, Werner Steininger, Kerstin Glöckl-Steininger, Herbert Holzinger und Günther Baschinger (Obmann der WKO Grieskirchen).
3 Bei Thomas Gloggner ist nach wie vor eines der ersten Woodcracker-Produkte im Einsatz. 4 Ein Teil des Demo-Bereichs. 5 Area Sales
Manager Klaus Stadler verweist auf die umfangreiche Produktpalette von Westtech. 6+7 Im Rahmen der weitläufigen Produkt präsentation
wurde auch der neue 5-Finger Greifer WG1600 gezeigt. 8 Werner Steininger mit Klaus Singer (Geschäftsführer Kaiser Fahrzeugtechnik).
9 Franz Griesauer von der Firma Rauner bediente den neuen Kaiser Mobil-Schreitbagger S12 Allroad mit dem Woodcracker W1000.
10 „Wir blicken voller Energie nach vorne“, betonte Westtech Geschäftsführer Werner Steininger im Rahmen der Jubiläums-Feier.
8 9 10
Fotos: Baublatt.Österreich; WKO OÖ Maringer
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34 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 35
MASCHINEN + TECHNIK
AM BAUGERÄTE
Präzision sicherstellen: die Winterzeit ist ideal
für die Wartung von Vermessungsgeräten
Im harten Baustellen-Alltag ist die millimetergenaue Präzision moderner Vermessungsinstrumente
keine Selbstverständlichkeit: Nur durch regelmäßige, fachgerechte Wartung
kann die langfristige Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Instrumente sichergestellt
werden. Die kalte Jahreszeit bietet hierfür den idealen Zeitpunkt.
V
ermessungsinstrumente wie Nivelliere,
Baulaser, Leitungssucher, Totalstationen
oder GNSS-Systeme sind unverzichtbare
Werkzeuge im modernen Bauwesen
und müssen unter teils widrigsten
Bedingungen tagtäglich höchste Genauigkeit
gewährleisten. Angesichts dieser
hohen Anforderungen umfasst ein professioneller
Wartungsprozess weit mehr als
eine einfache Funktionsprüfung. Mechanische
und elektronische Justagen, Kalibrierungen
sowie Software- und Firmware-
Updates bilden die Grundlage für ein
einwandfreies Zusammenspiel der einzelnen
Systemkomponenten. Ergänzt wird
der Service durch eine sorgfältige Reinigung
des Instruments und des Zubehörs,
die Schmierung beweglicher Teile sowie –
je nach Geräteart – den Austausch von
Dichtungen, Membranen oder anderen
Verschleißkomponenten. Eine gründliche
Fehleranalyse rundet das Wartungspaket
ab, insbesondere bei schwer identifizierbaren
Störungen oder Ausfällen.
AM Baugeräte verfügt über die
Fachkompetenz und Infrastruktur
Die Firma AM Baugeräte HandelsgmbH
positioniert sich als verlässlicher Partner
im Bereich After-Sales-Service für
Vermessungs- und Pumpentechnik. An
den beiden Servicestandorten Raasdorf
(Niederösterreich) und Kematen (Tirol)
steht ein erfahrenes Team von Technikern
bereit, das über umfassende Fachkenntnisse
in der Wartung, Kalibrierung und
Reparatur verfügt.
Vermessungsgeräte wie Nivelliere,
Baulaser, Leitungssucher, Totalstationen
und GNSS-Systeme werden ausschließlich
am Standort Raasdorf serviciert, welcher
mit modernsten, computerunterstützten
Prüfständen ausgestattet ist. Raasdorf ist
zudem eine von Leica Geosystems zertifizierte
Servicewerkstätte und fungiert als
offizieller Servicepartner von Leica
Geosystems Austria GmbH.
Besonderes Augenmerk liegt auf der
kontinuierlichen Weiterbildung des
technischen Personals. Durch regelmäßige
Schulungen bei diversen Herstellern wird
sichergestellt, dass alle Wartungs- und
Reparaturarbeiten stets nach Herstellervorgaben
durchgeführt werden – unabhängig
davon, ob es sich um klassische
Nivelliere, hochpräzise Totalstationen,
komplexe GNSS-Empfänger oder Tauchpumpen
handelt.
Erweiterter Service
für Pumpentechnik
Tauchpumpen verschiedenster Hersteller
können sowohl in Raasdorf als auch in
Kematen geprüft und instandgesetzt
werden. Der Standort Raasdorf verfügt
zusätzlich über einen speziell entwickelten
Prüfstand, der die gezielte Ansteuerung
einzelner Betriebspunkte ermöglicht – eine
wichtige Voraussetzung, um die Leistungsfähigkeit
von Pumpenanlagen realitätsnah
zu bewerten und zu optimieren.
Zuverlässigkeit durch Wartung:
Die Firma AM Baugeräte HandelsgmbH
bietet an den beiden Servicestandorten
Raasdorf (Niederösterreich) und
Kematen (Tirol) fachgerechten Service
für Vermessungsgeräte und
Tauchpumpen.
Saisonale Wartung:
der strategische Vorteil
„In der ruhigeren Bauphase während der
Wintermonate ist der ideale Zeitpunkt, um
Vermessungsgeräte und Tauchpumpen
einer umfassenden Wartung zu unterziehen.
Durch vorbeugende Instandhaltung
werden nicht nur teure Ausfallzeiten
während der aktiven Bausaison vermieden,
sondern auch die Lebensdauer und
Betriebssicherheit der Geräte maßgeblich
erhöht. Mit perfekt gewarteter Ausrüstung
können Bauunternehmen reibungslos und
präzise in die neue Saison starten“, betont
Ing. Niklas Baumbruck, BSc, Technischer
Leiter Vermessung und Leiter After Sales
Service der Firma AM Baugeräte.
www.am-laser.at
36 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Die Firma Zehnder setzt nach
positiven Erfahrungen im Kosten-/
Nutzenverhältnis bei allen Baggern mit
einem Einsatzgewicht über 5 t seit Jahren auf
den RotoTop. Auch beim zielgenauen Verfüllen
von Schächten und Kanälen zeigen sich die
Vorteile der durch den RotoTop und seine
Endlosdrehbarkeit verlängerte tatsächliche
Reichweite des Baggers.
toren mehr benötigten, so könne man bei
der Beschaffung von Anbaugeräten noch
zusätzlich sparen. Dies sei ein weiterer
wichtiger Punkt, da man im Unternehmen
mit Fräse, Mischlöffel, Anbauverdichter,
Löffel für Flüssigboden und vielen
weiteren Anbaugeräten arbeitet. Und
wenn einmal Schäden am Drehantrieb
– auch durch Bedienfehler – entstanden
wären, hätte der gut aufgestellte Holp-
Service diese sehr schnell und entgegenkommend
behoben.
In Rudersberg-Steinenberg wurden in
den vergangenen Monaten einige Kanalarbeiten
durchgeführt. Werner Zehnder
berichtet: „Wenn ein Kanal 5 oder 6 m tief
ist, stellt nicht nur das Ausbaggern und
Verlegen von Rohren, sondern auch das
anschließende zielgenaue Verfüllen eine
Herausforderung an die Reichweite des
Baggers da. Im innerstädtischen Bereich
können wir nicht mit einem 30 oder 40 t
Bagger arbeiten und kämen daher schnell
an das Ende der Reichweite des hier
eingesetzten Mobilbaggers.“
Da hilft es dann besonders, wenn durch
den RotoTop die Löffel drehbar gemacht
werden, das bedeutet, dass man in der
Maximale Flexibilität der Endlosdrehung
ermöglicht das Arbeiten in alle Richtungen,
somit muss der Bagger seltener versetzt
werden. Weitere Einsparungen ergeben sich
in der Anschaffung von günstigeren
Anbaugeräten ohne eigene Rotation.
praktischen Anwendung durch das Drehen
des Löffels ein bis zwei Meter an Reichweite
gewinnt. Das stellte der Bagger mit
RotoTop Anfang März in der Rosenstraße
in Steinenberg beim Versetzen und
Einfüllen eines Schmutzwasserschachts
wieder unter Beweis, vor allem, weil nach
der Installation von Schacht und Leitungen
sehr zügig das Verfüllen umgesetzt werden
konnte.
Auf einer anderen Straßenbaustelle war
der Mobilbagger auch mit einem Pendelgreifer
im Einsatz, um Randsteine und
Material zu transportieren und zu platzieren.
Durch die im RotoTop verbaute
8-fach-Drehdurchführung kann ein
Pendelgreifer mit seinem Drehantrieb, der
keine Bremswirkung haben darf, durch das
Umschalten von „RotoTop drehen“ auf
„Greifer drehen“ wie gewohnt betätigt
werden. Durch die standardmäßig verbaute
größte Drehdurchführung am Markt wird
immer genug Öl zum Anbaugerät gebracht,
sodass auch lange, harte Einsätze von
Anbaugeräten, die wie eine Rüttelplatte
oder eine Felsfräse viel Öl benötigen,
problemlos durchgeführt werden.
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HOLP
Tiefbau-Arbeiten schneller erledigen
Seit gut acht Jahren stattet die Firma Zehnder Straßenbau aus Rudersberg alle Bagger
mit Arbeitsgewicht zwischen 5 und 27,5 t mit einem RotoTop von Holp aus, um nicht nur
aufwändige Handarbeit für Mitarbeiter einzusparen, sondern auch die anstehenden
Aufgaben insgesamt effizienter und damit wirtschaftlicher erledigen zu können.
D
ie Zehnder Straßenbau GmbH wurde
vor über 60 Jahren im schwäbischen
Rudersberg bei Stuttgart als Familienbetrieb
gegründet und wird heute in vierter
Generation von Werner Zehnder und
seinem Sohn geführt. Zehnder arbeitet für
private, gewerbliche und öffentliche
Auftraggeber nicht nur im Straßenbau,
sondern übernimmt auch flexibel Erdbau-,
Pflaster- und Asphaltarbeiten, ist im Kanalbau
sowie im Bau von Versorgungsleitungen
tätig und mit seinem besonderen
Know-how auch häufig in der Sanierung
von Ortskernen und Innenstädten aktiv.
Für diese Aufgabenbreite wird ein gut
aufgestellter Maschinenpark benötigt, den
Werner Zehnder immer auf dem aktuellen
Stand hält; Innovationen gegenüber ist er
absolut aufgeschlossen. Der Geschäftsführer
baggert häufig selbst, weiß daher, was
seine Mitarbeiter in der Praxis benötigen
und welche Geräte helfen, die Wirtschaftlichkeit
zu steigern. Seit etwa acht Jahren
sind sechs Bagger des Unternehmens mit
Einsatzgewichten von 5 bis 27,5 t mit dem
RotoTop ausgestattet.
Beim RotoTop konnte man sehr schnell
von den Vorteilen profitieren, welche auch
seine Mitarbeiter überzeugt hätten: „Er ist
sehr robust gebaut und bringt hohe
Wirtschaftlichkeit durch seine Flexibilität.“
Werner Zehnder kann die Ersparnis nicht
in konkrete Zahlen fassen, stellt aber fest,
dass die gesamte Arbeitsweise für die
Maschinenführer stark vereinfacht wurde.
Gerade im Kanalbau käme es auch auf die
Reichweite an, diese wird durch den
RotoTop zwar nur messbar um 20 cm
verlängert, die erhöhte Flexibilität des
RotoTop durch den endlos drehbaren Löffel
führe aber zu einer deutlich höheren
Reichweite.
Der RotoTop bietet laut Zehnder
zahlreiche weitere Vorteile, man könne
leichter graben, auch schräg graben, sich
anders hinstellen, sei flexibler beim
Verfüllen, weil man den Löffel drehen
könne. Somit würde man schneller fertig
werden und habe auch deutlich weniger
Handarbeit auszuführen. Werner Zehnder
sagt: „Wir werden dabeibleiben, unsere
Bagger mit RotoTop auszustatten. Wenn
man ihn einmal hatte, möchte man diese
Flexibilität keinesfalls mehr missen. Das
sehen auch unsere Mitarbeiter so.“
Hinzu kommt, dass die kürzlich angeschafften
Anbauverdichter keine Drehmo-
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38 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 39
DAS GRANIT HÄNDLERMAGAZIN
NOVEMBER 2025
Imposantes Trio beim Neubau der Aurachbrücke: Die Wolff
Krane hoben beim Abriss der alten Brücke sowie beim Bau
der neuen Tragwerke und Pfeiler bis zu 13 t schwere Lasten.
Hier noch zu dritt: Drei „Wölffe“ errichten am Ufer des
Tegernsees das neue Tourismus-Vorzeigeprojekt „Seegut“ in
nachhaltiger Holzbauweise. Zwei der drei roten Riesen
arbeiten noch bis 2026 an der Seepromenade.
ZENTRALSCHMIERTECHNIK VON GRANIT PARTS –
ZUVERLÄSSIG UND EFFIZIENT
WOLFFKRAN
Wölffe zeigen ihre Stärken bei Großprojekten
Über den Abriss und Neubau der Aurachbrücke hat Baublatt.Österreich in der September
Ausgabe ausführlich berichtet. Unterstützt wurden die Arbeiten durch drei „Wölffe“ des
Typs Wolff 7534.16 Clear. Aber auch bei einem großen Tourismusprojekt am Tegernsee
waren zwei Wolff 8540.20 Cross und ein Wolff 8038.20 Clear verlässliche Leistungsträger.
N
ach über drei Jahren Bauzeit wurde
Anfang September die neue Aurachbrücke
in Oberösterreich nahe der
Anschlussstelle Regau für den Verkehr
freigegeben. Drei „Wölffe“ des Typs Wolff
7534.16 Clear waren am Abriss und
Neubau der A1-Westautobahn-Brücke
durch die ARGE Habau/Porr im Auftrag
der Asfinag beteiligt. Der langjährige
Wolffkran-Kunde Habau stellte die
spitzenlosen Krane mit jeweils maximal
16,5 t Tragfähigkeit für dieses Großprojekt
auf. Montiert wurden sie 2022 auf
zwei 77,6 m Türmen und einem 64,1 m
Turm. Die Krane wurden sowohl für die
Abbrucharbeiten an der alten Brücke als
auch für den Transport von Bewehrungsstahl,
Schalungselementen, Fertigbetonteilen,
Baufahrzeugen und die Betonagen
der neuen Tragwerke und Pfeiler verwendet.
Dabei hoben sie freistehend Einzelgewichte
von bis zu 13 t. Nach rund drei
Jahren auf der Baustelle wurden sie im
März dieses Jahres demontiert.
Montage und Demontage verlangten
präzise Logistik aufgrund von engen
Platzverhältnissen zwischen Autobahnverkehr,
Bahngleisen und einem Bachlauf.
Dazu mussten zahlreiche Sicherheits- und
Gewässerschutzauflagen eingehalten
werden. Dank einer vorausschauenden
Baustellenplanung mit Unterstützung des
Wolffkran-Teams konnten die Arbeiten
dennoch reibungslos umgesetzt werden.
Die Krane waren mit Überschwenkbegrenzungen
und Kameras ausgestattet, um das
Handling der Lasten zu erleichtern und
die Sicherheit zu erhöhen. Habau setzt
seit 2008 auf Wolffkran. Für das
Aurachtalprojekt sprach vor allem die
hohe Tragkraft bei großer freistehender
Hakenhöhe für den Wolff 7534.16 Clear.
Großprojekt am Tegernsee
Am Südufer des Tegernsees wird derzeit
eines der größten Tourismusprojekte
Deutschlands umgesetzt. Bis 2028
entsteht in Bad Wiessee auf einem rund
35.000 m 2 großen Grundstück das „Seegut
am Tegernsee“: ein Ensemble aus 25
Gebäuden mit Hotel, Restaurant und
Kulturscheune. Unter dem Areal befindet
sich ein 20.000 m 2 großes Tiefgeschoss.
Für die Realisierung setzt die Pöttinger
Bauunternehmung auf drei Krane aus der
Wolffkran-Mietflotte. Zwei Wolff 8540.20
Cross übernahmen zu Beginn die schwersten
Hebearbeiten, kürzlich kam ein neuer
Wolff 8038.20 Clear hinzu. Einer der
8540.20 Cross mit 80 m Ausleger und
55,5 m Hakenhöhe hat seine Aufgaben
inzwischen abgeschlossen, wurde demontiert
und an einen Wolffkran-Neukunden
in Rumänien verkauft. Der verbleibende
Wolff 8540.20 Cross sowie der Wolff
8038.20 Clear – beide mit 80 m Auslegern
und 33 m Hakenhöhe – arbeiten nun bis
2026 Seite an Seite an der Seepromenade.
Das Projekt, das in ökologischer Holz- und
Holzhybridbauweise errichtet wird und
für Heizung und Kühlung Thermalwasser
aus dem See nutzt, gilt als Leuchtturm
für nachhaltigen Tourismus in
Deutschland.
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Passgenaue Systeme und Ersatzteile für maximale
Maschinenverfügbarkeit
Zentralschmiertechnik ist in modernen Baumaschinen längst zur unverzichtbaren
Standardausstattung geworden. Diese Systeme gewährleisten, dass Maschinen
und Anbaugeräte während des laufenden Betriebs stets mit der exakt benötigten
Menge Schmierstoff an allen relevanten Gleit- und Lagerstellen versorgt werden.
Dadurch wird der Verschleiß deutlich reduziert und die Lebensdauer der Baumaschinen
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die individuelle Abstimmung auf die jeweilige Maschine. Dadurch erübrigt sich
die zeitaufwändige manuelle Schmierung. Dies sorgt für eine höhere Effizienz und
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eine kleinere Variante mit 1,2 Liter Schmierstoffbehälter auf den Markt gebracht.
Diese ist speziell für die Anwendung an kompakteren Maschinen, wie zum Beispiel
Minibaggern ausgelegt.
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Ersatzteil-Sortiment für Zentralschmieranlagen an. Die GRANIT Reparaturteile
passend für unterschiedliche Hersteller von Zentralschmieranlagen sorgen für
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führen unser hauseigenes Qualitätslabor sowie externe Prüfinstitute regelmäßige
Kontrollen unserer Eigenmarke durch.
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40 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Operators Club Finals: 2. Platz für Österreich
Im Volvo Customer Center in Eskilstuna sicherte sich Othmar Pletzer aus
Österreich den 2. Platz bei den Operators Club Finals.
A
uch 2025 war der Volvo Fahrerclub
Österreich wieder bei den Operators
Club Finals vertreten – einem der prestigeträchtigsten
Events für Baumaschinenprofis
in der EMEA-Region. Erstmals
stand das Team unter der Leitung von
Frederik Brandstätter, der das Amt von
Alois Hütter übernommen hat und mit viel
Engagement und Teamgeist in große
Fußstapfen tritt. Die Teilnahme in
Schweden wurde bereits im Frühjahr auf
der bauma in München entschieden: Dort
traten rund 1.000 Fahrerinnen und Fahrer
an, um ihr Können unter Beweis zu
stellen. Unter den Besten: Konrad
Herndler und Othmar Pletzer – zwei
bekannte Namen im österreichischen
Fahrerclub, die mit Top-Zeiten glänzten
und sich die begehrten Startplätze für das
große Finale sicherten. Austragungsort
des Events war das beeindruckende Volvo
Customer Center in Eskilstuna. Insgesamt
27 Fahrer aus Europa und dem Mittleren
Osten (EMEA) stellten sich dort in einem
mehrstufigen Wettbewerb dem internationalen
Vergleich.
Drei knifflige Spiele standen am
Programm, um sich für die Top 10 zu
qualifizieren – eine Kombination aus
Geschicklichkeit, Schnelligkeit und
Nervenstärke. Othmar Pletzer bewies
erneut seine Klasse und schaffte souverän
den Einzug ins Halbfinale. Dort wartete
ein anspruchsvolles Puzzle-Spiel mit
Sortiergreifer auf Zeit – ein echter
Belastungstest für Konzentration und
Präzision. Othmar meisterte die Aufgabe
bravourös und zog unter die besten fünf
ein. Im nächsten Spiel, liebevoll „Bowling“
genannt, ging es erneut um Feinmotorik
und Fingerspitzengefühl. Wieder überzeugte
Othmar mit ruhiger Hand und
technischer Perfektion. Im großen Finale
ging es schließlich noch einmal ans Puzzle
– diesmal allerdings mit neun Teilen und
einem Volvo ECR58 mit Tiltrotator. Die
Spannung war kaum zu überbieten: Die
Zeiten wurden nicht mehr kommuniziert,
die Leistungsdichte war enorm, und es
kam auf Sekundenbruchteile an. Am Ende
war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen – mit
einer Doppelspitze aus dem D-A-CH-
Raum: Platz 1 für Bernhard Vogt aus
Deutschland, Platz 2 für Othmar Pletzer
aus Österreich und Platz 3 für Arne Brals
aus den Niederlanden.
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Von links nach rechts: Othmar Pletzer für Österreich (Platz 2), Bernard Vogt für Deutschland
(Platz 1) und Arne Brals für die Niederlande (Platz 3).
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Mit verschiedenen Volvo Geräten mussten bei den Operators Club Finals mehrere knifflige Aufgaben gelöst
werden, bei denen Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Nervenstärke gefragt waren.
GRANIT PARTS • Tel. 03115/49380-5 • Fax: -6 • sales.at@granit-parts.com
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BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025
45
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Das rund 78 t schwere Schneidrad wurde im
Tandemhub mit einem 400 t Kran und einem
250 t Kran am Augustinplatz ausgehoben.
Die Vier-Achs-Zugmaschine manövrierte den
zehnachsigen Semi-Tieflader rückwärts in die vorgesehene
Position am Matzleinsdorfer Platz.
FELBERMAYR
Tandemhub in Wien bei Nacht
Halbzeit für die Tunnelvortriebsmaschine (TVM) Debohra: Im Juli 2025 hat sie
in Wien eine von zwei neuen U2-Streckenröhren zwischen dem Matzleinsdorfer
Platz und Augustinplatz fertiggestellt. Nun geht es weiter mit der zweiten
Tunnelröhre. In einem dreiteiligen Epos verlegte die Firma Felbermayr
zentrale Bauteile der TVM zurück zum Matzleinsdorfer Platz.
beiden Streckentunnel verbinden
Ddie vier neuen U2-Stationen Matzleinsdorfer
Platz, Reinprechtsdorfer
Straße, Pilgramgasse und Neubaugasse
miteinander. Zur nächsten Station
„Rathaus“ werden die Tunnel ab Augustinplatz
mit Baggern errichtet. Auch hier
schreiten die Arbeiten gut voran. Der
Öffi-Ausbau U2xU5 bietet Kapazitäten für
300 Mio. zusätzliche Fahrgäste pro Jahr
und eine Entlastung für stark befahrene
Linien wie U6, 43 und 13A.
Mit einem Schneidrad von 7 m Durchmesser
und über 1.300 t Gewicht startete
die vom deutschen Hersteller Herrenknecht
gefertigte TVM im September 2024
am Matzleinsdorfer Platz. Sie verfügt über
eine Antriebsleistung von 1,92 MW und
erreicht im betriebsbereiten Ausbau eine
Länge von mehr als 120 m. Insgesamt
wurden 1.495 Tübbing-Ringe mit 8.970
Tübbinge verbaut. Bevor die TVM ihre
Mit den erfolgreichen Transporten der drei Komponenten kehrte die TVM zurück an den
Matzleinsdorfer Platz. Dort setzt die Tunnelvortriebsmaschine ihre Arbeit für die zweite
Tunnelröhre fort – ihre Aufgabe ist der Bau der neuen U2-Strecke von der bestehenden
Station Rathaus bis zum Matzleinsdorfer Platz.
Arbeit an der zweiten Tunnelröhre startet,
wurde sie gründlich gereinigt, gewartet,
teilweise demontiert und anschließend an
der Oberfläche zurück zum Matzleinsdorfer
Platz transportiert.
Das zentrale Kapitel dieses Epos schrieben
die Experten der Transport- und
Hebetechnik von Felbermayr, die diese
riesigen Bauteile am Augustinplatz
aushoben und nachts durch Wien manövrierten.
Den Anfang machte der knapp
73 t schwere Schneidradantrieb. Er wurde
mit einem 400 t Kran ausgehoben und
verladen. Nur eine Nacht später folgte das
Herzstück der Maschine, das 78 t schwere
Schneidrad. Aufgrund der Dimensionen
musste die Komponente im Tandemhub
gehoben werden, wobei der 400 t Kran
beim Aufdrehen und Absetzen durch einen
250 t Kran unterstützt wurde. Am dritten
Tag schließlich konnte der sogenannte
Schildschwanz, 34 t schwer und mit einem
Durchmesser von annähernd 7 m, ausgehoben
und transportiert werden. „Solche
Transporte lassen sich nicht improvisieren,
sie sind monatelang bis ins kleinste
Detail geplant“, erklärt Thomas Daxelmüller,
stellvertretender Leiter der Niederlassung
Lanzendorf und Projektleiter seitens
Felbermayr. „Es reicht nicht, die Last zu
heben und loszufahren. Wir müssen jede
Kreuzung, jede Engstelle, jede Höhenbegrenzung
im Voraus bedenken.“
Am Abend, als die Donaumetropole
langsam zur Ruhe kam, startete der
Tandemhub. Anschlagen, Vorspannen,
Lastprobe – dann erhob sich das
Schneidrad Millimeter für Millimeter vom
Boden. Im Schwerpunkt geführt und
synchron von beiden Kränen gehalten,
bleibt die Last des Schneidrads stabil
ausbalanciert, bevor das Bauteil seinen
Platz auf dem vorbereiteten Zehn-Achs
Semitieflader findet. Anschließend setzte
46 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
sich die vierachsige Zugmaschine in
Bewegung – eskortiert von Polizeifahrzeugen,
abgesichert durch Begleitfahrzeuge
und flankiert von Felbermayr-Spezialisten,
die Hindernisse entlang der Strecke im
Auge behielten.
Die Route der Lastfahrt führte rund
11 km quer durch die Stadt. Vorbei an der
Lugner City, entgegen der Fahrtrichtung
über den Gürtel, weiter Richtung Schloss
Schönbrunn und schließlich stadteinwärts
zum Matzleinsdorfer Platz. Für dieses
Vorhaben mussten Kreuzungen
abschnittsweise gesperrt, Laternenmasten
und Verkehrsschilder teils vorübergehend
entfernt und mehrere Halteverbotszonen
errichtet werden, bevor der Konvoi gegen
WIEGEN
MIT SYSTEM...
drei Uhr früh sein Ziel erreichte. „Wenn
ein 7 m breites Bauteil durch eine Metropole
rollt, spürt man die Dimension des
Projekts mit jedem Meter“, beschreibt
Abteilungs- und Projektleiter Gabriel
Asböck und merkt an: „Für Außenstehende
wirkt das wie ein Spektakel – für
uns bedeutet es höchste Präzision und
Konzentration.“
Neben der Orchestrierung der beiden
Krane sowie der Transporteinheit, sind es
vor allem die Experten der Felbermayr
Transport- und Hebetechnik, die die
Bauteile sicher durch den innerstädtischen
Korridor führen – besonders in
schmalen Straßenzügen und Kurven. „Der
Hub und Transport der Komponenten ist
wie Walzer tanzen“, so Asböck. „Führung,
Haltung, Drehung müssen verinnerlicht
und exakt ausgeführt werden – ist nur ein
Schritt nicht im Takt, droht die Figur zu
kippen. Nur mit einem eingespielten Team
und in hervorragender Zusammenarbeit
mit den Behörden gelingt eine Choreografie
wie diese.“
„Wenn man mitten in der Nacht mit so
einer Maschine durch Wien zieht, denkt
man auch an das große Ganze“, resümiert
Daxelmüller. „Wir schaffen hier die
Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte.
Es freut mich zu sehen, wie wir als
Unternehmen mit unserem Know-how
dazu maßgeblich beitragen.“
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Neue RM 120X überzeugt in Kärnten die
Aufbereitungs-Profis der Firma Urschitz
Mehr als zehn Jahre lang war Bruno Urschitz auf der Suche nach einer mobilen
Brechanlage, die Leistung, Gewicht und Transportmaß vereint. Heute ist er
überzeugt: „Die RM 120X hätte es schon damals gebraucht.“ Jetzt ist sie da –
und markiert zugleich den Beginn eines neuen Kapitels für ein Unternehmen,
das seit Generationen den Bau in Kärnten entscheidend mitprägt.
S
eit der Gründung im Jahr 1929 hat
sich die Firma Urschitz vom Milchund
Kiestransport per Pferdefuhrwerk
zum modernen Komplettanbieter für
Erdbau, Abbruch, Kühlverkehr, Recycling
und Materialaufbereitung entwickelt.
Rund 120.000 t Material werden jährlich
aufbereitet, vorwiegend Asphalt, Beton
und Ziegel. Damit gilt das Familienunternehmen
als regionaler Vorreiter in Sachen
nachhaltiger Wiederverwertung.
„Was uns erfolgreich macht? Unsere
Kunden wissen: Wir sind immer erreichbar.
Alles kommt aus einer Hand und das
Material passt am Ende. Das ist das
Ergebnis von Erfahrung, Organisation und
Maschinen, die funktionieren“, erklärt
Geschäftsführer Bruno Urschitz.
Die RM 120X der Firma Urschitz
beim Brechen von Naturstein.
Geschäftsführer Bruno Urschitz
schätzt nicht nur die moderne
Technik der neuen RM 120X,
sondern auch die hervorragende
Beratung und Ersatzteilversorgung
durch das Team der
Firma Rubble Master.
Stillstand ist keine Option
Gerade in der Lohnaufbereitung kann eine
unzuverlässige Maschine rasch zum
Kostenfaktor werden. „Ein guter Maschinist
kann viel retten – aber nur, wenn die
Maschine mitspielt“, betont Urschitz.
Komplizierte Technik, störanfällige
Systeme und hoher Treibstoffverbrauch
bringen viele Betriebe an ihre Grenzen.
„Wenn der Brecher steht, steht die
gesamte Materialaufbereitung. Dann muss
ich meine Leute umdisponieren oder
Maschinen einsetzen, die für den konkreten
Job nicht ideal sind“, so Urschitz.
Seine Anforderungen an eine neue Anlage
waren deshalb klar formuliert: Hoher
Durchsatz, minimale Ausfallzeiten,
reduzierter Dieselverbrauch, einfache
Bedienung, schnelle Ersatzteilversorgung
sowie ein Partner, der mitdenkt.
Fündig wurde Urschitz bei Rubble
Master. „Was mich überzeugt hat? Dass
dort echte Fachleute arbeiten – Leute, die
wissen, wovon sie reden“, sagt er. Noch vor
dem Kauf konnte er mehrere Maschinen
in der Miete testen. Bei der Inbetriebnahme
war ein RM-Experte vor Ort, der
den Maschinisten einschulte und alle
Fragen beantwortete.
Mit der neuen RM 120X ist Urschitz
heute mehr als zufrieden. „Ich wollte
keinen Rückschritt machen. Der Rubble
Master war ein echtes Upgrade zur alten
1100er Prallmühle.“ Die Vorteile zeigen
sich im täglichen Einsatz: Die Maschine
verbraucht deutlich weniger Treibstoff als
das hydraulische Vorgängermodell. Das
spart nicht nur Kosten, sondern vereinfacht
auch die Betankungslogistik. Durch
den elektrischen Antrieb entsteht weniger
Hitze, was insbesondere bei der Asphaltaufbereitung
Probleme reduziert. Beim
Betonrecycling sorgt der steil verbaute
Fördergurt für einen besseren Eisenaustrag.
Die Bedienung ist so einfach, dass
der Maschinist Anbausieb und Rückführband
selbstständig entfernen kann und so
rasch auf wechselnde Anforderungen
reagieren kann. Über die RM XSmart
Telemetrie lassen sich alle Leistungsdaten
live am Smartphone abrufen – vom Büro
aus, in der Baggerkabine oder auch von zu
Hause. „Ich habe die ersten Schaufeln
selbst hineingeschmissen“, erinnert sich
Urschitz mit einem Lächeln. „Und da war
klar: Diese Maschine macht Leistung.“
Neben der Technik hebt Bruno Urschitz
besonders die Betreuung hervor: „Ich habe
Verkäufer erlebt, die keine Ahnung vom
Endmaterial haben. Bei Rubble Master ist
das anders. Jeder im Team kann fundiert
erklären, warum die Maschine so gebaut
wurde und wie sie eingestellt gehört.“
Auch bei der Ersatzteilversorgung fühlt
sich das Unternehmen gut aufgehoben.
„Wenn ein Teil fehlt, wird notfalls eines
aus einem Neugerät ausgebaut. Das
sichert den laufenden Betrieb. Diese Form
der Versorgungssicherheit ist für mich
einzigartig. Mit der neuen Rubble Master
Maschine kann ich besser schlafen. Ich
weiß, dass mein Maschinist gerne damit
arbeitet. Früher kam er oft schwarz wie
ein Rauchfangkehrer heim, da die Hitzeentwicklung
beim alten Brecher den
Asphaltstaub verflüssigte. Jetzt bleibt
er sauber“, fasst Urschitz zusammen.
www.urschitzgmbh.at | www.rubblemaster.com
Fotos: Rubble Master
KEINEN CAT KANN ICH
MIR NICHT LEISTEN.
Keinen Cat in unseren Beton- und Schotterwerken und auf unseren Baustellen? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Wir setzen immer auf Cat Maschinen der allerneuesten Generation. Denn immer wieder ist es faszinierend, Innovation
in Aktion zu erleben. Jeder Cat überzeugt auch noch durch niedrige Gesamtkosten. Für mich heißt es: Etwas anderes
können wir uns nicht leisten.
Ernst Derfeser, Geschäftsführer der Ernst Derfeser GmbH
Vomp, Österreich
zeppelin-cat.at
48 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Die Ausführungen von DI Stefan Hitzfelder über die Wasserversorgung
in extremen Belastungssituationen am Beispiel
Woodstock der Blasmusik stießen auf großes Interesse.
GRABENLOS.2025
Grabenlose Technologien für
die Infrastruktur von morgen
Am 22. und 23. September 2025 informierte die Fachkonferenz „grabenlos.2025“ in Wien
über aktuelle Themen im grabenlosen Leitungsbau. Neben Best Practice Beispielen und
der begleitenden Fachausstellung standen auch das Thema Social Media, ein Live-Podcast
vom Podium und die Würdigung talentierter Nachwuchskräfte im Mittelpunkt.
D
ie Vorteile grabenloser Technologien
spielen beim Ausbau und der Erneuerung
unserer Infrastruktur und Leitungsnetze
eine immer wichtigere Rolle.
Geringere Umweltbelastung, weniger
Verkehrsbehinderungen und kürzere
Bauzeiten sind Argumente, die Auftraggeber
und Auftragnehmer gleichermaßen
überzeugen. Unter dem Titel „grabenlos.2025“
startete die jährliche Fachkonferenz
der österreichischen Branchenplattform
ÖGL (Österreichische Vereinigung
Das Auditorium verfolgte aufmerksam die hochkarätigen Fachvorträge.
für Grabenlosen Leitungsbau) am 22.
September im Prechtlsaal der TU Wien
mit Fachvor trägen aus Theorie und Praxis.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch
DI Udo Pappler, Vorsitzender der ÖGL und
Geschäftsführer OFI: „Ich freue mich über
das große Interesse an unserer Fachkonferenz,
die unter dem Motto ,Smart. Resilient.
Digital.‘ steht. Die Fachvorträge
werden zeigen, dass grabenlose Technologien
einen wichtigen Beitrag leisten, damit
unsere Infrastruktur-Systeme diesen
Qualitäten auch gerecht werden.“
Univ.Prof. DI Dr.techn. Dietmar Adam
von der TU Wien, Forschungsbereich
Grundbau, Boden- und Felsmechanik,
ergänzte: „So wie viele Bereiche der
Geotechnik ist auch der grabenlose
Leitungsbau überwiegend unter der
Oberfläche tätig und nicht sichtbar. Umso
wichtiger ist es, die damit verbundenen
Leistungen und Erfolge auch entsprechend
zu kommunizieren.“ Moderiert
wurde die Fachkonferenz gewohnt
kompetent durch ÖGL Geschäftsführerin
Mag.a (FH) Silke Cubert.
Im ersten Fachvortrag widmete sich
DI Bernhard Rennhofer dem Thema
„Baustellen und Social Media – wie ich
die Baubranche neu erlebe“. Er startete
Fotos: Baublatt.Österreich; ÖGL; woodstockderblasmusik.at; Klaus Mittermayr (www.km-photography.at)
während des Studiums mit der Produktion
eigener Videos, in denen er bautechnische
Verfahren und historische Projekte erklärt.
Mit der wachsenden Reichweite begann er
auch auf anderen Kanälen, wie Instagram
und TikTok, aktiv zu werden. Im Rahmen
des Vortrags beleuchtete DI Rennhofer
unter anderem die verschiedenen Tools, um
die eigene Präsenz auf Social Media zu
erhöhen.
Über einen konkreten Anwendungsfall
grabenloser Technologien berichtete im
Anschluss Ing. Martin Stoff unter dem Titel
„Grabenarme Sanierung von Sphärogussleitungen
in schwierigem Umfeld“. Im Rahmen
eines Testprojekts in der Murfelderstraße in
Graz, das sich über eine Gesamtlänge von
rund 180 m erstreckte, wurde im Press-Ziehverfahren
erstmalig die grabenarme
Sanierung von Sphärogussrohren in Graz
durchgeführt. Ing. Stoff informierte detailliert
über die gewonnenen Erkenntnisse,
etwa für die Ausschreibung oder die Verlegerichtung
der Muffen. Sein Fazit: Auf Basis
einer gewissenhaften Planung können die
großen Kostenvorteile durch die grabenarme
Umsetzung generiert werden. Auch führt die
geringe Belastung für die Anrainer zu einem
positiven Feedback der Betroffenen.
Auf großes Interesse stieß DI Stefan
Hitzfelder mit seinen Ausführungen zum
Thema „Wasserversorgung in extremen
Belastungssituationen“ am Beispiel des
jährlich stattfindenden Freiluft-Festivals
Woodstock der Blasmusik. Das Festival
findet seit 2011 jährlich an vier Tagen in der
oberösterreichischen Gemeinde Ort im
Innkreis statt. Die Herausforderung: An
diesen vier Tagen müssen ca. 120.000
Besucherinnen und Besucher in einem Ort
mit 1.600 Einwohnern versorgt werden.
DI Hitzfelder berichtete detailliert über den
Weg zum Ziel und die Umsetzung des
hydrogeologischen Modells. Nicht zuletzt
kann durch den Einsatz grabenloser
Technologien die Ausfallsicherheit auch im
Blackout-Fall gewährleistet werden. Die
Versorgung ist im Freispiegel über 40 km
möglich, mittels Notstromaggregate im
Bedarfsfall auch in Gegenrichtung. Der
Spitzenbedarf ist jederzeit abdeckbar, ohne
Einschränkungen im Regelbetrieb.
Ein Höhepunkt der Fachkonferenz war
die Überreichung der Auszeichnung für den
Jungakademiker Award 2025 an Lara Anna
Vrečar BSc durch den ÖGL Vorsitzenden
DI Udo Pappler. Im Anschluss an die
Verleihung stellte die Preisträgerin ihre
Bachelorarbeit „Gegenüberstellung von
Berstverfahren und offener Bauweise bei der
Sanierung von Wasserleitungen“ anhand
eines Fallbeispiels in 1110 Wien vor.
Einen ebenso unterhaltsamen wie
informativen Schnellsprech-Unterricht bot
danach das Podiumsgespräch mit den
Kanalsanierungsfreunden Tim Hermes &
Oliver Schahmirzadi. Die beiden versierten
Talker streamten live einen Podcast vom
„grabenlos.2025“ und widmeten sich dabei
zahlreichen aktuellen Themen – vom
Imagewandel im Infrastrukturbereich zur
Hightech-Branche über den Fachkräftemangel
bis hin zum freien Wettbewerb. Dabei
wurde das Auditorium immer wieder auch
Freuen sich über die gelungene Fachkonferenz (von links): ÖGL Vorsitzender DI Udo
Pappler, ÖGL Geschäftsführerin Mag.a (FH) Silke Cubert und Univ.Prof. DI Dr.techn.
Dietmar Adam (TU Wien, Forschungsbereich Grundbau, Boden- und Felsmechanik).
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50 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 51
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer
der Fachkonferenz
„grabenlos.2025“
konnten
im Rahmen des
Podiumsgesprächs
mit den Kanalsanierungsfreunden
auch
interaktiv ihre
Erfahrungen mit
Social Media
einbringen.
Die begleitende Fachausstellung der
Fachkonferenz „grabenlos.2025“ bot
wieder die Möglichkeit zum
Erfahrungsaustausch.
interaktiv eingebunden: Mittels anonymer
Ja-Nein Abstimmungen wurden interessante
Erkenntnisse gewonnen, beispielsweise
wie viele der anwesenden Personen
aktiv Social Media nutzen.
Ernster gestaltete sich der Vortrag von
Senior Lecturer DI Dr. Heidemarie Schaar
von der TU Wien, die über PFAS in der
Wasserwirtschaft referierte. PFAS sind
ÖGL Vorsitzender
DI Udo Pappler
übergab den Jungakademiker
Award
2025 an Lara Anna
Vrečar BSc für ihre
Bachelorarbeit
„Gegenüberstellung
von Berstverfahren
und offener Bauweise
bei der Sanierung von
Wasserleitungen“
anhand eines Fallbeispiels
in 1110 Wien.
Am 23. September wurden
verschiedene Exkursionen angeboten.
Im Bild der Besuch auf der Baustelle
„Wiental Kanal“.
extrem stabil und werden daher als
Ewigkeits-Chemikalien bezeichnet. Sie
sind biologisch nicht abbaubar und
reichern sich daher in der Umwelt, in
Mensch und Tier immer weiter an. Das
trifft nicht nur auf Industrieländer zu,
denn selbst in den entlegensten Regionen
dieser Erde wurden diese Chemikalien
schon nachgewiesen. Ohne das Gefahren-
Senior Lecturer
DI Dr. Heidemarie
Schaar (TU Wien)
informierte über
PFAS in der
Wasserwirtschaft.
potenzial zu relativieren warnte die
Vortragende aber auch davor, in Hysterie
oder Panik zu verfallen. Zum Abschluss
widmeten sich DI Maximilian Braumann
und DI Martin Pfanner wieder einem
bautechnischen Thema: dem Hochwasserschutz
im Gebirge am Beispiel des
Vortriebs durch die Montjolaebene.
Ergänzend zu den Fachvorträgen gab
die begleitende Fachausstellung wieder
einen kompakten Überblick über Innovationen
bei Verfahrenstechnologien und
Materialien rund um die Zukunft der
städtischen Infrastruktur.
Ein Vormittag voller Praxis,
Präzision und Beteiligung
Am zweiten Veranstaltungstag verwandelte
sich der Prechtlsaal an der TU Wien
in ein lebendiges Praxislabor: Die
Schachtsanierung wurde in Echtzeit
demonstriert – mit Mörtel, Schaum und
Edelstahlmanschette konnte man hautnah
erleben, wie moderne Sanierungstechniken
funktionieren und sich in ihrer
Wirkung unterscheiden.
Besonders anschaulich war der Kurzliner-
Einbau, bei dem der gesamte Prozess vom
52 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Vorbereiten bis zum finalen Einbringen
gezeigt wurde. Die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer durften selbst Hand anlegen
– ein echtes Highlight für alle, die Technik
gerne selbst erleben.
Mit viel Fingerspitzengefühl ging es
weiter zur Kamerabefahrung im Kanal:
Hier war Präzision gefragt, denn die
Teilnehmenden konnten selbst ausprobieren,
wie eine Inspektionskamera sicher
und unfallfrei durch ein Kanalsystem
navigiert wird – eine Übung, die nicht nur
technisches Verständnis, sondern auch
Geschicklichkeit erforderte. Dieser
praxisorientierte Vormittag zeigte
eindrucksvoll, wie Theorie und Anwendung
ineinandergreifen – und wie viel
Begeisterung entsteht, wenn Fachwissen
greifbar wird.
Vom Praxislabor ging es dann weiter
zu drei frei wählbaren Exkursionen und
Bauprojekten in Wien. Ein Baustellenbesuch
beim Großprojekt „Wiental Kanal“,
ein Rollmeisselvortrieb zur Steigerung der
Versorgungssicherheit am Ölhafen Lobau
und die Simulation von zwei Projekten in
der Wasserbauhalle der TU Wien am
Arsenal standen zur Wahl.
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
KUHN-LADETECHNIK
Neuer Palfinger PK 580 TEC stärkt die
Betriebsfeuerwehr von voestalpine Tubulars
Der neue Palfinger PK 580 TEC mit PJ 150 E und dem Palfinger Teleskopic
Abrollkipper T15 wurde für die Betriebsfeuerwehr von voestalpine Tubulars
individuell konfiguriert und in Betrieb genommen.
as Unternehmen voestalpine Tubulars
Dmit Sitz in Kindberg (Steiermark)
zählt zu den führenden Produzenten von
nahtlosen Stahlrohren für den internationalen
Markt. Mit modernster Fertigungstechnik,
höchstem Qualitätsanspruch und
innovativen Produkten beliefert das
Unternehmen weltweit Kunden aus der
Öl- und Gasindustrie, dem Maschinenbau
und der Energiewirtschaft.
Das Fahrzeug wurde primär für
Einsätze auf Hallendächern mit PV-Anlagen
konzipiert – der Kran ermöglicht eine
Brandbekämpfung mittels Werfer vom
Effizienz und Nachhaltigkeit
im Fokus: Der
Palfinger PK 580 TEC
bietet mit dem hydraulischen
6-fach-Ausschub
PJ 150 E eine Reichweite
von 33,7 m. Damit steht
den Einsatzkräften künftig
modernste Technik
zur Verfügung – geliefert,
angepasst und
aufgebaut auf ein hochmodernes
MAN-Wechselladefahrzeug
von Kuhn-
Ladetechnik.
Boden aus, ohne das Dach zu betreten.
Darüber hinaus kann das Fahrzeug auch
für Menschenrettungen aus großer Höhe
eingesetzt werden. Dank modularem
Aufbau von Kuhn-Ladetechnik mit
Abrollcontainern bleibt das System
maximal flexibel.
Der PK 580 TEC gehört zur neuesten
Generation der Palfinger TEC-Baureihe
und beeindruckt hinsichtlich Leistung und
Bedienkomfort. Er bietet ein Hubmoment
von 55,5 Metertonnen, eine Tragkraft bis
20 t und der hydraulische 6-fach Ausschub
PJ 150E ermöglicht eine Reichweite bis
33,7 m bei maximaler Stabilität. Weitere
Stärken des PK 580 TEC sind die Paltronic
180 Steuerungselektronik für intelligenteres
Arbeiten und die extra feinfühlige
Steuerung dank LX-6 Steuerventil.
Mit an Bord sind auch zahlreiche Assistenzsysteme,
wie z.B. DPS-C, das eine
Erhöhung der Hubkraft sowohl bei voll als
auch bei teils ausgefahrenen Schubarmen
ermöglicht. Weiters bietet Memory
Position die Speicherung von bis zu vier
Kranpositionen. Diese Kombination macht
den PK 580 TEC zu einer verlässlichen
Lösung – egal ob im industriellen Umfeld,
im Bauwesen oder wie hier im sicherheitsrelevanten
Einsatz bei der Betriebsfeuerwehr
voestalpine Tubulars in Kindberg.
Mit dem PK 580 TEC reduziert
voestalpine Tubulars künftig Stand- und
Rüstzeiten, steigert die Sicherheit am
Standort Kindberg und setzt gleichzeitig
auf eine wartungsarme und ressourcenschonende
Technik.
Maßgeschneiderte Lösung
durch Kuhn-Ladetechnik
Kuhn-Ladetechnik übernahm die gesamte
Projektabwicklung: von der Beratung und
Konfiguration des Krans über die Anpassung
an die speziellen Anforderungen der
Betriebsfeuerwehr bis hin zum professionellen
Aufbau, der Einschulung und
Inbetriebnahme.
Der PK 580 TEC ist ein Paradebeispiel
für das Zusammenspiel aus innovativer
Technik von Palfinger und der Beratungskompetenz
von Kuhn-Ladetechnik.
Gemeinsam mit der Betriebsfeuerwehr
voestalpine Tubulars wurde eine Lösung
geschaffen, die im Ernstfall Leben
schützen und Sachwerte sichern kann. Als
österreichischer Generalimporteur von
Palfinger-Ladekranen bietet Kuhn-Ladetechnik
individuelle Lösungen für Industrie,
Bau, Transportwesen und Einsatzkräfte.
Das Projekt bei voestalpine
Tubulars unterstreicht die Vielseitigkeit
der Kuhn-Kompetenz: vom Schwerlastkran
für den Baustelleneinsatz bis hin zur
maßgeschneiderten Lösung für sicherheitsrelevante
Organisationen.
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54 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
HKL
Herausforderung in den Alpen
Das Elektrizitätswerk Hindelang eG benötigte für Instandhaltungsarbeiten
an Leitungen und Rohren einen kompakten, leistungsstarken Bagger und
mietete einen Yanmar SV08 im HKL Center Kempten.
D
ie besondere Herausforderung
bestand in der Lage des
Elektrizitätswerks und damit die
der Baustelle. Denn das Werk
befindet sich mitten in den Allgäuer
Alpen, deren Berge bis zu über
2.500 m Höhe messen. Kein
Problem für HKL – dank Kompetenz
und Erfahrung wurde schnell
eine Lösung gefunden.
Das HKL Center Kempten organisierte
den Transport des Baggers
per Spedition und bereitete die
Maschine sorgfältig auf den
Hubschrauberflug vor. Dabei
arbeiteten die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter aus der Werkstatt
und der Disposition Hand in Hand,
um eine termingerechte und sichere
Umsetzung zu gewährleisten. Zur
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Vermeidung unnötiger Umweltbelastungen
wurde die Maschine
gründlich gereinigt und von Öl- und
Fettresten befreit. Zusätzlich
prüften die HKL Experten sämtliche
Schläuche und Aufhängungen
und fetteten die Maschine neu.
Diese Maßnahmen sind entscheidend
für einen sicheren Transport
und den zuverlässigen Einsatz im
Gebirge. Ein spezialisiertes
Hubschrauberteam übernahm
schließlich den Transport der
Maschine, die termingerecht an
ihrem Zielort ankam. Insbesondere
bei Einsätzen wie diesem sind viel
Know-how und absolute Termintreue
unverzichtbar – beides eine
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HKL findet auch
für besondere Herausforderungen
die passende
Lösung. In diesem Fall musste
ein Yanmar SV08 per Hubschrauber
an seinen Einsatzort
transportiert
werden.
VERMIETUNG
WARTUNG
VERKAUF
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
1
2
BAUMASCHINENTECHNIK
Kammerer hat Granit-Blöcke bis 100 t mit
Cat Radladern und Ausrüstung von BMT im Griff
Vom Wiener Stephansplatz bis zum Bozner Platz in Innsbruck sind die hochwertigen Stein-
Platten der Schremser Firma Granitwerk Kammerer die erste Wahl für eine attraktive und
dauerhafte Oberflächengestaltung. Neu in der Produktpalette ist der dunkle Gebhartser
Syenit, für dessen Gewinnung das Unternehmen in einen neuen Cat 980 Block Handler
investierte. So wie die anderen Cat Groß-Radlader wurde auch der neue Cat 980 von der
Firma Baumaschinentechnik (BMT) mit einer Trägerplatte mit Traggabeln ausgerüstet.
3 4 5
Seit der Firmengründung
rüstet
Firmenchef Rudolf
Kammerer seine
Cat Groß-Radlader
mit Trägerplatten
und Traggabeln
der Firma Baumaschinentechnik
aus. Im Bild (von
links): Kurt Steiner
(Firma Baumaschinentechnik)
mit Rudolf
Kammerer und
Sohn Michael
Kammerer vor
dem neuen Cat
980 Block
Handler.
6 7
1 Auch der neue Cat 980 Block Handler hat diesen 19 t Granit-Block dank der Trägerplatte mit Traggabeln der Firma Baumaschinentechnik
fest im Griff. 2 Unter dem Motto „Kein Auftrag ist zu klein, kein Projekt zu groß“ kann Rudolf Kammerer seinen Kunden mit dem Gebhartser
Syenit nun auch eine dunkle Steinqualität anbieten. 3-5 Der Abbaubetrieb bei Schrems mit anschließender Stein-Bearbeitung und den
Fertigungshallen. 6-7 Der hochwertige Granit aus Schrems kommt österreichweit zum Einsatz. Am Bozner Platz in Innsbruck ebenso,
wie am Wiener Stephansplatz. Ein Highlight sind die „schwarzen Pillen“ in der Wiener Herrengasse. Sie sind beleuchtet und mit der
Fünfachsmaschine aus dem Stein Nero Assoluto gefräst.
T
reibende Kraft hinter dem Erfolg der
Granitwerk Kammerer GmbH ist
Rudolf Kammerer, für den das Wort
Müßiggang auch mit rund 60 Jahren noch
ein Fremdwort ist. Nach fast drei Jahrzehnten,
in denen er als Betriebs- und
Steinbruchleiter auch im Ausland tätig
war, übernahm er 2011 einen vor der
Schließung stehenden Steinbruch mit 20
Mitarbeitern. Mit viel Einsatz und
Unterstützung durch die Familie verhalf
er dem in Schrems abgebauten Granit zu
neuem Ansehen.
Firmenchef Rudolf Kammerer erklärt:
„Granit hat die geringste Ausdehnung
aller Materialien. Er bleibt eben und ist
nicht magnetisch oder stromleitend.
Darüber hinaus zählt der Schremser
Granit hinsichtlich Härte und Dichtheit
zu den besten der Welt. Aufgrund der
hohen Fertigungsqualität unserer
Produkte können wir nicht nur bei der
Oberflächengestaltung prominenter
Fußgängerzonen punkten, auch für
Stadtmöbel und Küchenarbeitsplatten ist
unser Granit sehr gefragt.“
Heute beschäftigt die Firma Granitwerk
Kammerer rund 65 Mitarbeiter und bietet
interessierten Lehrlingen eine zukunftsorientierte
Ausbildung. Tatkräftig unterstützt
wird Rudolf Kammerer von seinen drei
Söhnen Michael, Thomas und Matthias.
Eine Top-Referenz ist für das Unternehmen
der Wiener Stephansplatz, wo
zuvor bereits angrenzende Flächen mit
Granit aus Schrems erneuert wurden.
Allerdings wirken sich die gestiegenen
Anforderungen auf die Plattenstärke aus:
Baukräne, aber auch die schwerer
werdenden Fahrzeuge der Müllabfuhr und
des Verteilerverkehrs machen inzwischen
den Einsatz von 14 cm dicken Platten
notwendig.
Rudolf Kammerer: „Unser Granit
überzeugt nicht nur in der Wiener
Innenstadt, sondern auch in den Skigebieten
in West-Österreich, denn er ist extrem
frost- und säurebeständig. Auch Fahr-
56 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 57
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Immer wieder müssen die Trägerplatten und Traggabeln der Firma
Baumaschinentechnik ihre Qualität auch bei schweren Brocken
bis 100 t unter Beweis stellen.
Auch ein 27 t Granit-Block
wurde mit dem neuen Cat
980 Block Handler bereits
ohne Probleme verladen.
zeuge mit Ketten und die in vielen Orten
intensivierte Salzstreuung können ihm
nichts anhaben. Grundsätzlich ist uns
kein Auftrag zu klein und kein Projekt zu
groß. Wir produzieren eine Fensterbank
genauso, wie extrem große Granit-Blöcke
mit bis zu 100 t, die als Basis für Präzisionsgeräte
dienen. Wenn Granit einmal
plan geschliffen ist, dann bleibt er auch so.
Wir haben eine Anlage entwickelt und
konstruiert, die auf Präzisionsschienen
läuft und Blöcke bis 12 m Länge mit einer
Genauigkeit von 2 mm schneidet. Die
jüngste Groß-Investition in unserer
Fertigung ist eine Multisäge mit 80 Seilen
als Ersatz für eine Gattersäge. Grundsätzlich
verarbeiten wir das Material zu 100%,
denn sämtliche Abfälle aus der Produktion
werden zu Schotter verarbeitet, der
von Baufirmen vor allem im Straßenbau
eingesetzt wird.“
Abgebaut werden in Schrems mehrere
hochwertige Granite. Lange Tradition
haben der bläulich-feinkörnige Schremser
Feinkorn sowie der gelb-bräunliche und
ebenfalls sehr harte Hartberger Granit.
Ergänzt wird das Angebot seit kurzem
durch den Gebhartser Granit. Es handelt
sich dabei um einen Dunklen Syenit, der
weltweit selten vorkommt und für sämtliche
Anwendungen geeignet ist. Dazu zählt
der Einsatz im Küchenbereich ebenso, wie
als Orientierungshilfe für sehbehinderte
Menschen im öffentlichen Raum.
Große Hilfe für schwere Lasten von
der Firma Baumaschinentechnik
Der Abbau selbst erfolgt im Sprengbetrieb
mit sechs speziell adaptierten Reihen-
Bohrgeräten. Mehrere Cat Radlader
übernehmen in den Steinbrüchen im
Anschluss den Transport bzw. die Verladung
der Granit-Blöcke oder versorgen in
der Fertigung die Bearbeitungsanlagen.
Konkret handelt es sich bei den Cat Radladern
um die Typen Cat 906, Cat 950 GC,
Cat 980 G, Cat 988, Cat 990 und Cat 992.
Jüngster Neuzugang und gleichzeitig
eine Fuhrpark-Erweiterung ist der Cat
980 Block Handler, dessen Maschinenkonzept
für den Transport und die Verladung
von schweren Steinblöcken optimiert ist.
Bei der Firma Kammerer konnte er seine
Leistungsfähigkeit bereits bei der Verladung
eines Granit-Brockens mit 27 t auf
einen Tieflader unter Beweis stellen. Der
Cat 980 Block Handler überzeugt mit
seiner Wendigkeit und verfügt über
modernste Technik. Eine wichtige Funktion
ist die integrierte Waage Cat Payload,
um die Überschreitung des zulässigen
Transport-Gewichts zu verhindern.
So wie die anderen Cat Groß-Radlader
ist auch der neue Cat 980 Block Handler
mit einer Trägerplatte mit Traggabeln der
58 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Firma Baumaschinentechnik ausgerüstet.
Es ist dies bereits die vierte Trägerplatte
mit Traggabeln von der Firma Baumaschinentechnik,
die bei der Firma Kammerer
zum Einsatz kommt. Sie sind aus
Hardox 450 gefertigt und in ihren
Abmessungen für die Hubkraft des
jeweiligen Cat Radladers optimiert. So
weisen die Traggabeln für den Cat 992,
der Granit-Blöcke mit über 60 t heben
kann, eine Stärke von 18 cm auf. Die
Trägerplatten sind fix verbolzt und die
Traggabeln können einzeln getauscht
werden. Sie sind mechanisch an der
Trägerplatte verriegelbar, was für
zusätzliche Sicherheit und Stabilität
sorgt. Um dem Verschleiß der Traggabeln
vorzubeugen, schweißt das Team der
Firma Kammerer selbst 15 mm starke
Hardox-Bleche auf die Ober- und Unterseite
der Traggabeln. Diese Hardox-Bleche
werden ebenfalls von der Firma Baumaschinentechnik
geliefert.
Kurt Steiner, zuständiger Betreuer der
Firma Baumaschinentechnik, betont: „Wir
freuen uns sehr, dass sich die Firma
Kammerer bei der Ausrüstung des neuen
Cat 980 Block Handler einmal mehr für
unsere Trägerplatte mit Traggabeln
Gruppe
Michael Kammerer in der Kabine des
neuen Cat 980 Block Handler, der mit Kraft,
Wendigkeit und modernster Technik
beeindruckt.
120 YEARS EXPERIENCE
MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
entschieden hat. Wir bieten dieses
Produkt in verschiedenen Dimensionen
und für die unterschiedlichsten Einsätze
an. Die robuste Bauweise und die anpassungsfähige
Konstruktion ermöglichen
das Handling von Paletten, Baumaterialien
und anderen sperrigen Gütern –
selbst unter so herausfordernden Bedingungen,
wie hier bei der Firma Kammerer.
Die sorgfältig verarbeiteten Schweißnähte
sorgen dafür, dass selbst schwere Lasten
sicher aufgenommen und bewegt werden
können.“
Firmenchef Rudolf Kammerer ergänzt:
„Seit der Firmengründung vor rund 14
Jahren sind die Produkte der Firma
Baumaschinentechnik aus unserer
Gewinnung und Fertigung nicht mehr
wegzudenken. Sowohl mit der Produktqualität
als auch mit der Betreuung
bin ich sehr zufrieden. Ich habe auch
andere Systeme getestet, aber bei unseren
harten Einsatzbedingungen trennt sich
rasch die Spreu vom Weizen.“
Und schon verabschiedet sich Rudolf
Kammerer wieder, denn das Geschäft
läuft auf Hochtouren. Dabei kann er sich
auf seine bewährten Cat Geräte ebenso
verlassen, wie auf die tragfähigen
Anbaugeräte der Firma Baumaschinentechnik.
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
1 2 3
Der große Demag Seilbagger
335 B beeindruckte in den
1950er Jahren nicht nur durch
seine Größe. Die Maschine
wurde bereits komplett
elektrisch betrieben.
1 Ein Bestseller seiner Zeit war der Menck M 60. Der kompakte Universalbagger war für viele kleine und mittelgroße Baufirmen das
Schlüsselgerät auf der Baustelle. 2 Mit Mobilbaggern wie dem Fuchs 300 begann eine neue Epoche auf den Baustellen. Klein und flink
konnte diese Baumaschine nun die schwere Arbeitskraft ablösen. 3 Beliebt auch in Österreich: Die Hydraulikbagger von O&K, hier der
MH 6 von 1968, prägten lange Zeit das Bild im Straßen- und Tiefbau.
BAUMASCHINEN-GESCHICHTE
Vergangenheit bewegt Zukunft:
Baggertechnik im Wandel der Zeit
Österreich in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg: Ruinen prägten das Bild der
Städte, der Verkehr lag brach, die Industrie war teils zerstört – und doch herrschte Aufbruchstimmung.
Überall wurden Straßen, Brücken, Wohnungen und Industrieanlagen
errichtet. Es war die Geburtsstunde einer ganzen Generation von Baumaschinen, die
mit Stahl, Öl und Erfindergeist das Fundament des Wirtschaftswunders mitformten.
Allen voran: der Bagger.
Autor: Ulf Böge
W
er heute über moderne Baustellen
schlendert, begegnet Hightech-
Maschinen mit Joystick-Steuerung,
Touchdisplays und GPS-Systemen. Doch
der Weg dahin begann mit röhrenden
Motoren, ölverschmierten Händen und
Maschinen, die mit Seilen gezogen und
gehoben haben. Eine Reise durch die Zeit
zeigt nicht nur technische Entwicklung,
sondern auch eine Geschichte voller
Leidenschaft, Mut zur Veränderung – und
einiger Verluste.
Die goldenen Jahre der Seilbagger
Nach dem Krieg waren Seilbagger das
Maß der Dinge. Hersteller wie Demag,
O&K, Menck & Hambrock oder Weserhütte
lieferten wahre Kolosse, die mit
Greifer, Schleppschaufel, Hoch- oder
Tieflöffel ausgestattet die Erde bewegten,
und die großen Erdbauprojekte stemmten.
Ihr Prinzip war einfach, aber effektiv:
Über ein komplexes System aus Seilen
und Trommeln wurden die Werkzeuge
bewegt – angetrieben meist von Dieselmotoren,
auf Ketten oder Schienen
gestellt.
Doch bald zeigte sich: Die Baustellen
wurden vielfältiger, die Anforderungen
feiner. Nicht überall war Platz für einen
tonnenschweren Giganten. Arbeitskräfte
waren rar, Zeit wurde zur wertvollsten
Ressource. Die Baumaschinenindustrie
reagierte – mit mobilen Seilbaggern.
Kompakter, wendiger und schneller
einsatzbereit. Maschinen wie der legendäre
Fuchs 301 oder Modelle von Sennebogen,
Eder, Wehrhahn prägten das Bild der
1950er und 1960er Jahre – nicht nur in
ihrem Herkunftsland Deutschland,
sondern auch auf den Baustellen
Österreichs.
Die stille Revolution:
Hydraulik ersetzt Muskelkraft
In einer Ecke der Branche arbeitete man
indes an einer Technik, die das Baggern
völlig neu definieren sollte: Hydraulik. In
Italien experimentierten erstmals die
Bruneri-Brüder an dieser neuen Technik
und stellten ihren Yumbo-Bagger vor. Statt
Seilen übernahmen nun Zylinder aus
Stahl das Heben und Senken. Anfangs
wurden diese Maschinen noch belächelt
– zu störanfällig, zu ungewohnt. Schläuche
Ihr verlässlicher Partner
für Baumaschinen zum
platzten, Dichtungen hielten dem Staub
und Schlamm nicht stand, und doch: Die
Idee war zu gut, um zu scheitern.
Liebherr, Atlas, JCB und Poclain gelten
als weiterer Vorreiter dieser Bewegung.
Ihre Maschinen konnten nicht nur graben,
sie konnten drücken – ein entscheidender
Vorteil bei schwerem Boden. Gleichzeitig
ermöglichte die Hydraulik flüssigere
Bewegungen, feinere Steuerung und
deutlich weniger Verschleiß. O&K bewies
mit dem RH 5 (1962), dass auch große
Hersteller den Sprung wagen konnten.
Demag hingegen tat sich schwer: Der B
506 (1956) war nicht von Erfolg gekrönt
und wurde bald eingestellt. Erst mit
späteren Modellen fanden sie den
Anschluss – doch da hatte sich der Markt
bereits weiterentwickelt.
Weserhütte überraschte mit der futuristisch
anmutenden „Hydrowolff“-Baureihe
ab 1968 und fand wieder Anschluss.
Menck hingegen setzte zu lange auf das
Seil – und verpasste den Zug.
Durchbruch der Hydraulikbagger
Anfangs waren Hydraulikbagger in ihrer
Dimensionierung zwar noch deutlich
oder
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kleiner als ihre seilbetriebenen Vorgänger.
Die Hydrauliksysteme jener Zeit konnten
zwar präzise arbeiten, jedoch war die
Kraftübertragung begrenzt – vor allem bei
hohen Volumenanforderungen. Doch die
technische Entwicklung schritt rasant
voran: Leistungsfähigere Pumpen,
robustere Zylinder und verbesserte
Ölleitungen ermöglichten bald deutlich
größere Maschinen. Ab Ende der 1960er
Jahre war es schließlich soweit – die
ersten hydraulischen Bagger überschritten
die magische Grenze von 1 m 3 Löffelinhalt.
Damit betraten sie endgültig das
Terrain, das zuvor nur den schweren
Seilbaggern vorbehalten war. Dieser
Durchbruch markierte einen Meilenstein
in der Geschichte der Baggertechnik – und
läutete das Ende einer Ära ein.
Der Kampf um Marktanteile
– und ums Überleben
Mit dem Siegeszug der Hydraulikbagger
veränderte sich auch die Struktur der
Branche. Wer den Wandel verschlief, hatte
es schwer. Menck wurde 1966 vom
US-Konzern Koehring übernommen,
konnte mit deren Technik aber nicht
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60 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 61
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
1
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1 Hydraulikbagger wurden größer: Der Liebherr R 971 gehörte zu den ersten großen Maschinen aus denen folglich die heutigen Mining-
Maschinen entstanden. 2 Der Atlas AB 1302 gehörte in den 1970er Jahren zu den populären Mobilbaggern und war auch in Österreich stark
verbreitet. 3 Made in Austria: Der Neuson 2100 WD war nicht nur der erste Minibagger aus Österreich – es gab ihn auch als kleinen Schreitbagger
„Pluto“, der heute wohl kaum noch anzutreffen ist. 4 Speziell für den Steinbruch wurde der Böla LB 500 entwickelt. Er steht bis heute
für eine der außergewöhnlichsten Baumaschinen überhaupt.
überzeugen. Der letzte große Versuch,
1972 mit einer eigenen Serie erneut
durchzustarten, kam zu spät. Die Baukrise
der 1970er Jahre tat ihr Übriges:
Namen wie Hatra, Mengele, Bavaria
verschwanden vom Markt. Andere wie
Hanomag wurden geschluckt – in diesem
Fall vom kanadischen Konzern Massey-
Ferguson.
Doch es war auch eine Zeit der Chancen.
Wer frühzeitig auf Hydraulik setzte,
auf kompakte Bauformen und anwenderfreundliche
Lösungen, konnte sich behaupten
– und wachsen. Es entstanden
Maschinen, die nicht nur technisch,
sondern auch ergonomisch neue Maßstäbe
setzten.
Fernost verändert Europa
In den 1970er und 1980er Jahren nahm
eine weitere Entwicklung Einfluss auf den
europäischen Baggermarkt: die japanischen
Hersteller. Marken wie Komatsu,
Hitachi oder Kobelco präsentierten
moderne, zuverlässige und preislich
wettbewerbsfähige Hydraulikbagger, die
auf Effizienz und Kompaktheit setzten.
Ihre Maschinen überzeugten mit hoher
Fertigungsqualität, guter Wartungsfreundlichkeit
und oft deutlich innovativerer
Technik. Das zwang die europäischen
Hersteller zur Anpassung – sowohl in
Bezug auf Produktionsprozesse als auch
bei der Maschinenentwicklung. Für einige
war es der Anfang vom Ende, für andere
der Anstoß zur Modernisierung. Der
Markt wurde internationaler, der Wettbewerb
härter – aber auch dynamischer.
Der große Wandel: Vom
Giganten zum Minibagger
Mit den 1970er Jahren wurde der Bagger
endgültig alltagstauglich. Die großen
Seilmaschinen blieben für den Spezialtiefbau
wichtig, doch auf vielen Baustellen
dominierte nun auch noch ein neuer Typ:
der Minibagger. Flexibel, günstig, präzise
– und in jeder Situation einsetzbar.
Österreich spielte bei dieser Entwicklung
eine besondere Rolle. Unternehmen
wie Neuson (heute Wacker Neuson)
gehörten zu den Pionieren. Ihre kompakten
Hydraulikbagger wurden weltweit
geschätzt – nicht nur für Technik, sondern
auch für Robustheit und Bedienerfreundlichkeit.
Auch Hainzl, später in der Öswag
weitergeführt, trug mit durchdachten
Konstruktionen zur Vielfalt der neuen
Baggergeneration bei. Eine Besonderheit
aus Österreich stellen bis heute die großen
2
Böla-Lader dar, die ab Ende der 1980er
Jahre in vielen Steinbrüchen zu finden
waren. Heute fast vergessen, damals ein
mutiger Beitrag aus dem Herzen der
Alpenrepublik.
Zwischen Öl und Elektronik:
Die Bagger von heute
Die Geschichte der Bagger ist eine
Geschichte der Anpassung. Vom Seil zum
Zylinder, von der Grab- zur intelligenten
Arbeitsmaschine. Heute verfügen moderne
Hydraulikbagger über feinste Steuerungselektronik,
emissionsarme Antriebe und
Assistenzsysteme, die den Fahrer entlasten.
Die Grenzen zwischen Technik und
Digitalisierung verschwimmen zunehmend.
Doch bei aller Zukunft bleibt die
Vergangenheit präsent. Wer jemals den
metallischen Klang eines Seilbaggers
gehört oder den Geruch von Diesel und
Schmieröl eingeatmet hat, der weiß:
Maschinen sind mehr als Technik. Sie sind
Teil unserer Geschichte. Und heute stehen
vielleicht statt Seilwinden nun Sensoren
im Mittelpunkt. Vielleicht ist der Baggerfahrer
heute Datenanalyst und Bautechniker
zugleich. Aber eines ist geblieben: Der
Stolz auf Maschinen, die bewegen – und
auf die Menschen, die sie bewegen.
SENNEBOGEN
Werk V in Steinach setzt auf HVO
Bereits seit über einem Jahr setzt das Sennebogen Werk V in Steinach bei der
Betankung ihrer Maschinen konsequent auf den alternativen Kraftstoff HVO.
D
ie Bezeichnung HVO steht für
Hydrotreated Vegetable Oil (dt.
„hydriertes Pflanzenöl“), und ist ein
synthetisch hergestellter Kraftstoff. Dieser
besteht in erster Linie aus pflanzlichen
und tierischen Abfallstoffen wie Altspeiseölen
oder Restfetten, die zu Kohlenwasserstoff
umgewandelt werden. HVO ist
chemisch nahezu identisch mit fossilem
Diesel, jedoch deutlich sauberer in der
Verbrennung. Je nach Betrieb und
Herkunft der Rohstoffe können die
CO2-Emissionen über den gesamten
Lebenszyklus um bis zu 90% reduziert
werden.
Seit Juni 2024 werden nun am Standort in
Steinach alle Miet- und Gebrauchtmaschinen,
die Firmenwagen, Monteursfahrzeuge
sowie Dieselstapler mit klimafreundlichem
HVO-100 betankt. Die Bilanz nach
über einem Jahr der Umstellung fällt
durchwegs positiv aus, denn die Testphase
165 t CO2 eingespart: Dr. Andreas Maurer
initiierte die Umstellung auf klimafreundliches
HVO.
Boels
bringt Graz
weiter
konnte ohne technische und logistische
Schwierigkeiten absolviert werden. Der
synthetische Kraftstoff lässt sich ohne
Umrüstungen und bei jedem Wetter in den
bestehenden Dieselmotoren verwenden.
Ebenso problemlos stellte sich die Verfügbarkeit
heraus. „Die Betankung unserer
Maschinen mit hochwertigem HVO kostet
uns ca. 4 bis 6 Cent mehr pro getanktem
Liter Kraftstoff, dafür werden die CO2-
Emissionen unserer Maschinen im Betrieb
um rund 2,4 kg CO2 pro verbrauchtem
Liter reduziert – ein Beitrag zu einer
nachhaltigeren Zukunft, den wir gerne auf
uns nehmen. Durch die Verwendung von
HVO-100 sparen wir am Standort Steinach
jährlich ca. 70.000 Liter Diesel und
damit auch mehr als 165 t an CO2 ein“,
freut sich Dr. Andreas Maurer, Standortleiter
und Initiator der Kraftstoffumstellung.
Da HVO bei allen Cummins
Dieselmotoren der Abgasstufe V verwendet
und darüber hinaus auch mit
f ossilem Kraftstoff gemischt werden kann,
können nahezu alle Sennebogen
Maschinen mit dem CO2-reduzierten
Kraftstoff betrieben werden.
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62 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
PORR
Komplexe Kanalarbeiten
bei laufendem Betrieb
In der Nähe von Bonn wurde der Porr Verkehrswegebau
Düren mit dem Neubau eines
Regen- und Schmutzwasserkanals beauftragt.
S
ankt Augustin-Hangelar, einer der
ältesten und mit mehr als 2.400
Beschäftigen einer der größten deutschen
Bundespolizei-Standorte, wird bis 2045
umgebaut, energetisch saniert und an die
heutigen Anforderungen des Polizeidienstes
angepasst. Viele der rund 70
Gebäude stammen aus den 1930er-Jahren.
Die Mehrzahl ist sanierungsbedürftig,
auch Straßen und Kanalnetze sind
veraltet. Unter Leitung des Bau- und
Liegenschaftsbetriebs NRW erfolgt seit
2020 der Ausbau des mehr als 70 ha
großen Geländes bei laufendem Betrieb.
Insgesamt 86 Maßnahmenpakete werden
in sieben Bauabschnitten umgesetzt. Mit
den anspruchsvollen Kanalarbeiten ist
auch der Porr Verkehrswegebau Teil dieses
langfristig angelegten Infrastrukturprojekts.
Der Neubau der Schmutz- und Regenwasserkanäle
ist ein zentraler Baustein des
Entwicklungsplans. Insgesamt wird das
Dürener Team des Porr Verkehrswegebaus
2 km Rohrleitungen aus PE-HD mit
Nennweiten von 160 bis 1.200 verlegen –
durchgehend im Heizwendelschweißverfahren
verbunden. Die Arbeiten sind
herausfordernd: Zum einen muss die
Der Neubau der
Schmutz- und
Regenwasserkanäle
ist ein zentraler
Baustein des Entwicklungsplans
des
Bundespolizeistandorts.
Der Kanalbau
erfolgt in Tiefen von
mehr als 5 m teils in
Stufengräben.
bestehende Vorflut aufrechterhalten
bleiben, ein durchgängiger Wasserabfluss
muss also während der dreijährigen
Bauzeit sichergestellt sein. Zum anderen
erfolgt der Kanalbau in Tiefen von mehr
als 5 m teils in Stufengräben, eine zusätzliche
Herausforderung in der Tiefenlage.
Erschwerend kommt hinzu, dass große
Teile der Trasse im Wasserschutzgebiet
verlaufen. Dies bedeutet entsprechend
hohe Anforderungen an eine umweltgerechte
Materialauswahl und Verlegung. Da
eine systematische Vorerkundung nicht
möglich war, wird die arbeitsschutzrechtlich
notwendige Suche nach metallischen
Störkörpern baubegleitend durchgeführt.
Rolf Klöcker, Niederlassungsleiter des Porr
Verkehrswegebaus, betont: „Wir legen
großen Wert auf eine hochwertige Ausführung
sowie enge Eigen- und Kontrollprüfungen,
um unseren Ansprüchen an
Qualität, Sicherheit und Umweltschutz
gerecht zu werden. Während des Baustellenbesuchs
im Rahmen der AK1-Qualifizierung
des Güteschutz Kanalbaus
konnten wir unseren hohen Qualitätsstandard
bei Kriterien wie Bauausführung,
Dokumentation und Personalqualifikation
erfolgreich nachweisen.“
www.porr-group.com
Foto: Porr
ROCKSTER
Mit frischem Wind in die Zukunft:
Rockster wird Teil der RBG-Gruppe
Die Rockster Austria International GmbH schlägt ein neues Kapitel in ihrer Unternehmensgeschichte
auf: Im Rahmen eines Asset-Deals wurde Rockster zu einer 100-prozentigen
Tochter der RBG GmbH. Damit wird Rockster künftig Teil einer starken und zukunftsorientierten
Multi-Brand Gruppe in der Recyclingbranche.
D
iese strategische Neuausrichtung
bringt nicht nur frischen Teamgeist
und eine klare Vision mit sich, sondern
eröffnet auch weitreichende Synergien.
Dazu zählen unter anderem:
n Gemeinsamer Einkauf und Produktion
im Verbund mit den RBG-Beteiligungen
n Ausbau des Vertriebsnetzes, um neue
Märkte zu erschließen und bestehende
Kundenbeziehungen zu stärken.
n Intensiver Know-how-Austausch in
Konstruktion und Entwicklung, um
innovative Lösungen schneller und
effizienter zu realisieren.
Bereits im vergangenen Jahr zeigte die
enge Zusammenarbeit mit der RBG-
Gruppe erste Erfolge. Die Umsetzung
gemeinsamer Projekte unterstreicht das
Potenzial dieser Partnerschaft.
Mit dem Zusammenschluss stärkt
Rockster seine Marktposition deutlich.
Kunden profitieren künftig von einem
erweiterten Leistungsspektrum, innovativen
Recyclinglösungen und der Möglichkeit,
langfristige sowie nachhaltige Werte
zu schaffen. Gerade in herausfordernden
Zeiten sind Zusammenarbeit, Stärke und
Die neue Struktur
bietet Rockster die
ideale Grundlage für
weiteres Wachstum,
die Erschließung
neuer Chancen und
die Festigung
bestehender
Partnerschaften.
verlässliche Partnerschaften entscheidend
– und genau darauf baut Rockster
gemeinsam mit der RBG-Gruppe.
Die neue Struktur bietet die ideale
Grundlage für weiteres Wachstum, die
Erschließung neuer Chancen und die
Festigung bestehender Partnerschaften.
Für Geschäftspartner bedeutet das:
Kontinuität, Zuverlässigkeit und
Flexibilität – abgestimmt auf individuelle
Bedürfnisse.
Die Übernahme der Assets erfolgte
am 19. September. Nach einer kurzen
Übergangsphase firmiert die Marke
Rockster ab nun unter dem Namen
Rockster GmbH. Rockster sieht diesen
Schritt nicht nur als Neuanfang, sondern
als gemeinsame Chance, den Recyclingmarkt
aktiv mitzugestalten. Mit Mut,
Tatkraft und Entschlossenheit blickt das
Unternehmen in eine inspirierende und
erfolgreiche Zukunft – gemeinsam mit
seinen Partnern.
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Komatsu Germany Mining
Division (KGM) und SMS
Equipment haben in der
Fort Hills Mine von Suncor in
Kanada den ersten Großhydraulikbagger
Komatsu
PC9000 vorgestellt. Die
Maschine ist derzeit der
größte Hydraulikbagger für
den Tagebau und zugleich
das größte Modell im
Produktportfolio
von Komatsu.
KOMATSU
Größter Hydraulikbagger von
Komatsu: erster PC9000 in Kanada
K
omatsu, SMS Equipment und Suncor
arbeiten seit Jahrzehnten zusammen,
um den Bergbaubetrieb voranzubringen.
Sie haben Innovationen in Kanada
eingeführt, wie das erste autonome
Transportsystem des Landes in der Fort
Hills Mine von Suncor, den 980E-Muldenkipper,
den ersten PC7000-in Klappschaufel-Konfiguration
und jetzt den PC9000.
Die Maschine in der 900 t Klasse
verfügt über eine größere Schaufel, eine
größere Reichweite und höhere Grabkräfte
im Vergleich zu früheren Modellen der
PC-Serie des Herstellers. Der PC9000 ist
für den Mining-Muldenkipper 980E von
Komatsu konzipiert und ermöglicht die
beidseitige Beladung für autonome
Transportsysteme (AHS), wodurch die
Zykluszeiten erheblich verbessert und die
Gesamtkosten pro Tonne bewegten
Materials gesenkt werden.
„Der PC9000 wird die Zukunft des
Bergbaus verändern“, sagt Ansgar Thole,
President und Managing Director der
Komatsu Germany GmbH. „Diese neue
Klasse von Hydraulikbaggern für den
Bergbau legt die Messlatte für Produktivität,
Effizienz und Leistung hoch und
verbessert gleichzeitig den Komfort und
die Sicherheit des Fahrers.“
Bei der Übergabe wurde die wegweisende
Zusammenarbeit gefeiert, die zur
Entwicklung des PC9000 geführt hat. Das
neue Modell wurde auf der Grundlage des
Feedbacks des internationalen Kundenstamms
von Komatsu entwickelt und in
Zusammenarbeit mit dem kanadischen
Händler SMS Equipment und Kanadas
führendem integrierten Energieunternehmen
Suncor verfeinert.
„Neben der herausragenden Ingenieursleistung,
die in dieser Maschine steckt,
ist der PC9000 ein leuchtendes Beispiel
dafür, was echte Zusammenarbeit bewirken
kann,“ so Thole. Er verkörpert die
außergewöhnliche Partnerschaft zwischen
KGM, SMS Equipment und Suncor – drei
Kräfte, vereint durch Vertrauen, Fachkompetenz
und eine gemeinsame Vision von
operativer Exzellenz.“
Dennis Chmielewski, EVP Mining bei
SMS Public Equipment ergänzt: „In
unserer Rolle als Händler hatten wir die
einzigartige Möglichkeit, Komatsu und
Suncor zusammenzubringen, um eine
unglaubliche Maschine zu entwickeln, die
das Potenzial hat, den Betrieb unserer
Kunden zu optimieren.“
„Suncor sucht immer nach Möglichkeiten,
unsere Abläufe durch den Einsatz
modernster Ausrüstung und Technologien
zu optimieren“, betont Peter Zebedee,
Executive Vice President, Oils Sands bei
Suncor. „Unsere gemeinsame Leidenschaft
für Spitzenleistungen mit Komatsu und
SMS sowie der konkrete Mehrwert, den
der Bagger für unseren Bergbaubetrieb
bietet, haben die Entscheidung zur
Investition in den PC9000 eindeutig
gemacht.“ Suncor hat seinen zweiten
PC9000 im Juli erhalten, weitere Maschinen
werden voraussichtlich im Jahr 2026
geliefert.
Kooperation treibt Innovationen
im Bergbau voran
Komatsu gab auch eine strategische
Technologiekooperation mit Applied
Intuition bekannt, einem im Silicon Valley
ansässigen Unternehmen, das auf dem
Gebiet der Fahrzeugintelligenz führend ist.
Ziel dieser Zusammenarbeit ist es,
Komatsus Bergbaumaschinen der
nächsten Generation mit modernsten
Technologien und Echtzeit-Anpassungsfähigkeit
auszustatten, um Kunden dabei
zu helfen, ihre Produktivität zu steigern,
Ausfallzeiten zu reduzieren und mit
größerer Präzision und Effizienz zu
arbeiten.
Mit den bewährten Fähigkeiten von
Applied Intuition in den Bereichen
Fahrzeugbetriebssysteme, Autonomiestacks
und Werkzeuge sowie der
umfassenden Expertise von Komatsu in
den Bereichen Off-Highway-Autonomie
und Bergbauanwendungen werden die
Unternehmen gemeinsam eine einheitliche
softwaredefinierte Fahrzeug- („SDV“)
und Autonomieplattform entwickeln, die
als zentrales Gehirn der Bergbaumaschinen
der nächsten Generation von Komatsu
dienen wird. Diese Zusammenarbeit ist
Der Komatsu PC9000 ist eine Maschine in der
900 t Klasse und verfügt über eine größere
Schaufel, eine größere Reichweite und höhere
Grabkräfte im Vergleich zu früheren Modellen
der PC-Serie des Herstellers.
eine der bedeutendsten Technologieinitiativen
in der Geschichte von Komatsu und
ein mutiger Schritt in Richtung einer
Zukunft mit zunehmend autonomen,
softwaregesteuerten Bergbaubetrieben.
„Komatsu hat sich zum Ziel gesetzt,
gemeinsam mit seinen Kunden Mehrwert
zu schaffen, und diese Zusammenarbeit
stellt einen entscheidenden Schritt dar,
wie wir innovative, leistungsstarke
Technologien in ihre Betriebe einbringen“,
sagte Peter Salditt, Präsident der Mining
Business Division von Komatsu und CEO
von Komatsu Mining Technologies. „Durch
die Kombination der umfassenden
Bergbaukompetenz von Komatsu mit den
hochmodernen KI- und SDV-Lösungen von
Applied Intuition ermöglichen wir eine
Zukunft, in der sich unsere Maschinen
kontinuierlich weiterentwickeln, um den
individuellen Anforderungen unserer
Kunden vor Ort gerecht zu werden.“
www.kuhn.at | www.komatsu.com
66 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 67
AUSLANDSPROJEKT
AUSLANDSPROJEKT
New Murabba: Hyper-Modern*, doch
mit historischem Vorbild. Das weithin
sichtbare Symbol des neuen Stadtteils
wird „Der Mukaab“ (arabisch für
Würfel) sein, ein monumentaler
Block mit den Kantenlängen
400 m x 400 m x 400 m. Er wird
das zukünftige Zentrum der Innenstadt
von New Murabba definieren.
Als Vorbild für New Murabba dienen
einige der lebenswertesten Städte der
Welt, wie z.B. Wien, Barcelona oder
Hongkong.
* Der Autor dankt Dr. Fahad Alotaibi von der Architecture and
Design Commission in Riad, der in seinen jüngsten Artikeln den
Begriff „Hyper-Modernität“ verwendet hat, um die fulminante
Stadtentwicklung in Riad zu beschreiben.
SAUDI-ARABIEN
Mega-Projekt New Murabba
In Riad, der Hauptstadt von Saudi-Arabien, wird mit dem neuen Stadtteil New
Murabba eine ehrgeizige Vision für eine neue, moderne Innenstadt umgesetzt. Das
weithin sichtbare Wahrzeichen von New Murabba wird „Der Mukaab“ (arabisch
für Würfel) sein, ein monumentaler Block, in den 20 Empire State Skyscraper
passen. Wir nehmen dieses außergewöhnliche Projekt zum Anlass, um uns näher
mit der Geschichte, der Kultur und den städtebaulichen Visionen Riads zu
beschäftigen.
Autor: Christian Brensing, Berlin
D
ie moderne Stadtentwicklung der
saudischen Hauptstadt Riad nahm
insbesondere während der 48 Jahre, die
König Salman bin Abdulaziz Al Saud
Gouverneur von Riad war, an Fahrt auf.
Von 1963 bis 2011 leitete er das als
geradezu stürmisch zu bezeichnende
Wachstum der Metropole, die in dieser Zeit
von ca. 150.000 auf nahezu 7 Mio. Einwohner
anwuchs. Städtebaulich waren in
dieser Zeit zwei Entwicklungen überaus
maßgeblich:
Einerseits, die Phase der Moderne, die
vorrangig mit dem Namen des griechischen
Architekten Constantinos A.
Doxiadis (1913-1975) verbunden ist. In
Zusammenhang mit seinem Riad Masterplan
von 1969 prägte Doxiadis auch zwei
theoretische Begriffe, nämlich „ekistics“
(die Wissenschaft von menschlichen
Siedlungen) und „entopia“ (keine Utopie,
sondern eine reale Stadt, die gebaut
werden kann). Beide finden sich noch
heute in manchen der saudischen Gigaprojekte
wieder.
Andererseits die Phase der Post-
Moderne, in der King Salman u.a. 1974 die
Pläne des italienischen Architekten Marco
Albini unterband, das historische Stadtzentrum
– bekannt als Qasr Al Hokm –
modern zu überbauen. Das Ergebnis
dieser kritischen Bestandsaufnahme mit
den Zielen einer radikalen Moderne zu
brechen, ist die sogenannte „Salmani-
Architektur“. Ihr Inhalt und ihre Bedeutung
für die architektonische wie kulturelle
Entwicklung Saudi-Arabiens wird in
der King Salman Charter for Architecture
and Urbanism – 2022 herausgegeben von
der Architecture and Design Commission
in Riad unter der Leitung von Dr. Sumaya
Al Solaiman – interpretiert und
praktiziert (siehe Baublatt.Österreich,
Mai 2024).
Seitdem hat die Bewahrung elementarer
saudischer kultureller Identitäten eine
essentielle Bedeutung erlangt. Daher gilt:
Mögen die Giga- und Mega-Projekte noch
so hyper-modernistisch auftrumpfen – sie
versuchen gleichzeitig in vielerlei Hinsicht
immer auch das kulturelle Erbe irgendwie
widerzuspiegeln. Das bezieht sich auch auf
das wohl futuristischste Projekt in Riad,
den neuen Stadtteil New Murabba mit
seiner Landmarke „Der Mukaab“. Das
riesige Baugelände von 1.900 ha liegt in
der nordwestlichen Ecke der 8 Mio.
Einwohner Metropole, nicht allzu weit von
der Downtown und dem King Abdullah
Financial District (KAFD) entfernt.
Das Mega-Projekt New Murabba trägt
den Titel „The Future of Urban Living“
und wird als „Riads ehrgeizige Vision für
eine neue, moderne Innenstadt“ beschrieben.
Angetrieben von einem noch ungebrochenen
Fortschrittsglauben in die Zukunft
„ist es inspiriert von den reichen Traditionen
und der Kultur Saudi-Arabiens. So
wird dieses Mega-Projekt einer der
weltweit außergewöhnlichsten Orte zum
Leben, Arbeiten und für die Freizeit sein.“
(Alle Zitate: https://newmurabba.com/en/)
Das weithin sichtbare Symbol und
Wahrzeichen von New Murabba wird „Der
Mukaab“ (arabisch für Würfel) sein, ein
68 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 69
AUSLANDSPROJEKT
AUSLANDSPROJEKT
monumentaler Block mit den Kantenlängen
400 m x 400 m x 400 m. Er wird das
zukünftige Zentrum der Innenstadt von
New Murabba definieren und bestimmen.
Inspiration fand dieses gigantische
Volumen in der kubischen Form und der
Najdi-Architektur des historischen
Murabba-Palastes in Riad. Das gesamte
Gebäudevolumen von „Der Mukaab“ wird
groß genug sein, um 20 Empire State
Skyscraper zu beherbergen. Der Block
wird damit zweifellos zu einem der
imposantesten Gebäude der Welt, vergleichbar
mit dem Pariser Eiffelturm.
Michael Dyke als CEO, sein Chief Development
Officer Carl Schibrowsky und das
New Murabba Entwicklungsteam stehen
all diesen Entwicklungen voran.
Das kanadische Bauunternehmen
AtkinsRéalis hat u.a. mit Hilfe seiner rund
37.000 Mitarbeiter den Masterplan auf der
Grundlage eines Wettbewerbs für New
Murabba entworfen. Das Unternehmen
wurde im Dezember 2023 damit beauftragt.
AtkinsRéalis setzt zurzeit den
Konzeptentwurf für „Der Mukaab“ um.
Der Großteil des Planungsteams verteilt
sich auf Dubai und Riad, wobei der
Führungsstab des Unternehmens in Dubai
angesiedelt ist. Die Anzahl der Architekten
und Ingenieure, die an den Plänen
arbeiten, bildet eine riesige Armada von
technischen Experten. Bezogen auf das
Gesamtprojekt ist die Planung auf
verschiedene Unterbüros aufgeteilt, die
sich je nach Spezialisierung z.B. mit der
Landschaftsplanung, der Logistik oder
anderen wesentlichen Planungsabschnitten
befassen.
„Der Mukaab“ wird einmal das größte
bewohnte Bauwerk der Welt sein. Atkins-
Réalis hat unter der Leitung von New
Murabba auch zum Konzept des Masterplans
für das gesamte Baufeld von
19 km 2 beigetragen, das insgesamt
18 Stadtviertel mit über 400.000 Einwohnern
umfasst. Städtebaulich werden
die Stadtteile durch ein System von
Miniparks verbunden, die von traditionellen
Wadis inspiriert sind, wie z.B.
dem Wadi Hanifa, das an Riad grenzt.
25% des Masterplans sind grüne, landschaftlich
gestaltete Flächen. Auch
deswegen unterscheidet sich die städtebauliche
Gestaltung des Masterplans
stark von Riads alter, dicht bebauter
historischer Stadtstruktur mit nur zweibis
dreistöckigen Gebäuden. Mit anderen
Worten: New Murabba wird sich deutlich
und in vielerlei Hinsicht vom heutigen
Stadtbild Riads abheben.
Als Vorbild für New Murabba dienen
einige der lebenswertesten Städte der
Welt, wie z.B. Wien, Barcelona oder
Hongkong. Eine der Lektionen, die man
Das Modell von „Der Mukaab“ zeigt das Innenleben des kolossalen Bauwerks.
von diesen Städten gelernt hat, ist die Art
und Weise, wie sie für ihre Bewohner als
lebenswert empfunden werden. Dass dies
z.B. auch weitgehend von einem gut
funktionierenden öffentlichen Nahverkehr
abhängt. So wird New Murabba nach
seiner Fertigstellung über mehrere
Metro-Stationen verfügen. In der ersten
Entwicklungsphase bilden die Stadtteile 2,
4 und 5 den Kern der Innenstadt und
werden von der Metrolinie 7 erschlossen.
Darüber hinaus sind vier weitere Metro-
Haltestellen vorgesehen. Insgesamt wird
es sechs Verkehrsebenen geben, von
Fußgänger-, Fahrrad- und Elektrofahrzeugen
bis hin zu Autobahnen für den
Individualverkehr. Außerdem wurde für
jeden Stadtteil eine gesonderte Studie
über dessen Begehbarkeit erstellt.
Der übergreifende Kompass für die
städtebauliche Gestaltung und Planung
von New Murabba ist das Konzept der
15-Minuten-Stadt von Carlos Moreno. Das
vorherrschende Gefühl in New Murabba
wird modern sein, ganz im Gegensatz zu
den traditionellen und historischen
Werten z.B. des Diriyah-Viertels in Riad,
was auch als „Stadt der Erde“ bekannt ist.
Ganz im Gegenteil, in New Murabba dreht
sich alles um Modernität und Zukunft. Ein
wichtiger Faktor, der dieses Gefühl der
Modernität fördert, ist die Unmittelbarkeit
und Nähe aller Arten von Dienstleistungen
direkt vor der Haustür. Eine Schule,
eine Moschee, Geschäfte und kulturelle
Einrichtungen werden nur einen kurzen
Fußweg entfernt sein. Außerdem geht man
davon aus, dass die meisten Bewohner in
der Nähe ihres Wohnorts arbeiten. 75%
der Gesamtfläche von New Murabba
werden für Wohnzwecke genutzt, was auf
insgesamt 90.000 Wohnungen hinausläuft.
Und nahezu 1 Mio. m 2 werden für den
Einzelhandel zur Verfügung stehen. Die
für New Murabba als Bevölkerung
vorgesehenen Schichten können als
kosmopolitisch und gut ausgebildet
bezeichnet werden. Daher verwundert es
nicht, dass der größte Teil der Immobilien
zum Verkauf stehen wird. Nach seiner
Fertigstellung soll New Murabba als einer
der ökologischsten und gesündesten
Bezirke von Riad gelten, da u.a. der
Individualautoverkehr sehr eingeschränkt
sein wird. Die erfolgreiche Eröffnung des
176 km langen Metrosystems von Riad im
Dezember 2024 unterstützt bereits jetzt
dieses Vorhaben.
Momentan umgibt noch ein dichtes
Netz von Autobahnen und Verkehrsknotenpunkten
die Baustelle von New
Murabba, deren Bau 2024 begann. Auf
einer Luftaufnahme vom Jänner 2025
sieht man direkt neben der Baustelle
rechts die King Salman Road und links die
King Khalid Road, beides wichtige
Verkehrsadern nach Riad. Die Royal
Commission of Riyadh City (RCRC), die
große Regierungs- und Regulierungsbehörde
der Hauptstadt, arbeitet bei den
Ausbau- und Umgestaltungsplänen der
beiden Straßen eng mit New Murabba
zusammen. Insgesamt werden sie ein
großes Maß an unterschiedlichster
Mobilität freisetzen. So sollen zum
Beispiel alle Straßen, die man auf dem
Luftbild sehen kann, einschließlich der
Prince Turki Road, aufgeständert werden,
so dass die Menschen buchstäblich unter
den Schnellstraßen hindurch nach „Der
Mukaab“ zu Fuß gelangen können. Dort,
wo sich die beiden Schnellstraßen kreuzen,
wird es eine neue direkte Zufahrt zu „Der
Mukaab“ geben. Der internationale
Flughafen King Khalid im Nordosten der
Stadt ist dann auch nur 20 Autominuten
entfernt.
Im Februar 2025 lagerte man große
Mengen an Aushub von „Der Mukaab“
gesondert auf dem nördlichen Abschnitt
der Baustelle. Das Baustellenteam, mit
China Harbour als Hauptauftragnehmer,
bewegte dafür im Jänner 2025 bis zu 600
Ein wichtiger Faktor von New Murabba ist die
Unmittelbarkeit und Nähe aller Arten von
Dienstleistungen direkt vor der Haustür.
Maschinen, von Baggern bis hin zu
Lastkraftwagen. Die Bodenbeschaffenheit
besteht aus einer Art von Gestein, das
lokal als Riad-Stein bezeichnet wird.
Ununterbrochen laufen seitdem die
Arbeiten jeden Tag 24 Stunden lang,
verteilt auf mehrere Arbeitsschichten. Bei
diesem Tempo erreichte man zügig die
Sohle der Baugrube, die 30 m unter der
Oberfläche liegt. Die Gründungsarbeiten
starteten im November 2024 und sind
inzwischen mit etwa 25% der insgesamt
benötigten Pfahlgründungen vorangekommen.
So werden die Pfähle für die vier
Eckgebäude „Der Mukaab“ 32 m tief sein
und einen Durchmesser von 180 cm haben.
Weitere Gründungsarbeiten und das
Betonieren der durchschnittlich 3 m
dicken Bodenplatte werden die nächsten
Monate in Anspruch nehmen. Außerdem
wurde eine Brücke über die King-Khalid-
Autobahn gebaut, und der größte Teil des
Aushubs wird für die Geländeaufschüttung
der westlichen Seite des Baufeldes
verwendet. Michael Dyke ist fest entschlossen,
als eines der Nachhaltigkeitsziele
von New Murabba, kein Bodenmaterial
zu verwenden, dass weder importiert
noch exportiert worden ist. Die kommenden
Monate werden auch davon gezeichnet
sein, dass Versorgungsanlagen für die
Betonherstellung, ein Betonfertigteilwerk
und Aggregate zur Versorgung der
Baustelle mit Energie und Materialien
errichtet werden. Darüber hinaus verlagert
man auch den neuen Firmensitz von
New Murabba in den Stadtteil 6.
Im Jahr 2030, also in fünf Jahren, soll
„Der Mukaab“ ein wichtiger Bestandteil
der Weltausstellung sein. Um dieses Ziel
zu erreichen, beabsichtigt das Planungsteam
noch im Jahr 2025 einen
neuen detaillierten Masterplan vorzulegen.
Carl Schibrowskis Ausführungsplan
sieht terminlich folgendermaßen aus: Im
Oktober 2024 wurde der Masterplan
aufgrund der Größe des Projekts erstmalig
grundlegend überarbeitet. Im Zuge dessen
gab man den Stadtteil 18 mit seiner
geringen Dichte auf. Trotzdem hielt man
an der übergeordneten Vision fest. Der
erste Stadtteil, der aktiviert werden soll,
ist der Zweite nördlich von „Der Mukaab“.
Die weiteren Stadtteile folgen im Uhrzeigersinn.
Für den Stadtteil 2 ist zurzeit ein
internationaler Architekturwettbewerb
ausgeschrieben.
Ein weiterer essentieller Teil der
Entwicklungsstrategie ist die Einbindung
von Entwicklungspartnern, zum Beispiel
im Bereich der Gesundheitsversorgung.
Drei Krankenhausentwickler und -betreiber
sind angesprochen worden, ebenso
solche für die zwölf Schulen. Aktivitäten
wie diese erwecken den Masterplan zum
Leben. Zeitgleich wird die grundlegende
Infrastruktur aufgebaut. Übergeordnetes
Ziel ist es, dass der Kern des Stadtzentrums
zwischen King Khalid, King Salman
und Prince Turki Road bis 2030 fertiggestellt
sein soll. Diese Stadtteile werden
sich in unmittelbarer Nähe von „Der
Mukaab“ befinden. Die Stadtteile 6 und 7
sollen zwischen 2030 und 2035 gebaut,
und die Restlichen im Westen zwischen
2025 und 2040. Das von Arup, London,
entworfene Fußballstadion mit 45.000
Plätzen für die Fußballweltmeisterschaft
2034 entsteht im Stadtteil 14. Dieser
Stufenplan der weiteren Entwicklung
ermöglicht eine ausreichende Marktabsorption.
Eine weitere Herausforderung für New
Murabba wird sein, das ästhetische
Verständnis und die Anpassung an den
Salmani Architekturstil im Hinblick auf
moderne und hohe Gebäude neu zu
definieren. In Riad gibt es bereits einige
recht unterschiedliche Interpretationen
der Salmani-Architektur, wie zum Beispiel
das Hochhaus Kingdom Centre (2002), ein
gemeinsamer Entwurf von Ellerbe Becket
aus den USA und Omrania, Riad. Carl
Schibrowski beschreibt demzufolge die
kommenden gestalterisch-interpretatorischen
Aufgaben diplomatisch: „Das
Kingdom Centre stellt ein außergewöhnliches
Gebäude dar und in diesem Zusammenhang
ist das Wort „außergewöhnlich“
gleichbedeutend mit ikonisch. Daher muss
der Kingdom Tower bis zu einem gewissen
Grad als Salmani-Architektur angesehen
werden.“
Wie auch immer, die Entwicklung und
Entstehung von New Murabba in Riad
muss als ein techno-sozio-ökonomisches
Experiment – wenn nicht gar Abenteuer
– der allerhöchsten und anspruchsvollsten
Art betrachtet werden.
70 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 71
AUSLANDSPROJEKT
haben, vertraut. Jetzt wird es zum ersten
Mal möglich sein, dieses Gefühl von
Urbanität auch in Riad zu erleben.
Wenn man diese beiden Aussagen zusammenfasst,
sind wir letztendlich sehr gut
für die Zukunft aufgestellt.
INTERVIEW
Die städtebaulichen Visionen
von New Murabba
Autor Christian Brensing sprach mit CEO Michael Dyke (New
Murabba, Riad) über die verschiedenen Zielsetzungen, die hinter
der Entwicklung des neuen Stadtteils New Murabba stehen.
„New Murabba ist ein neuer
Stadtteil von Riad. Er verfügt
über einzigartige Eigenschaften
und Wahrzeichen.
,Der Mukaab‘ ist eines davon“,
betont Michael Dyke, der als
CEO das New Murabba Entwicklungsteam
leitet.
mit ihrem baulichen Umfeld erleben.
Bedenken Sie, dass ein sehr hoher Anteil
der jungen saudischen Bevölkerung schon
weit gereist oder sogar mit Staatsstipendien
im Ausland studiert haben. Daher ist
dieser Bevölkerungsanteil mit dieser Art
von urbanem Gefühl aus den aufregendsten
europäischen Städten, die sie besucht
Wird New Murabba schillerndmodern
oder gar futuristisch sein?
Dyke: Ja und nein. Einerseits werden wir
das übernehmen, was allgemein als
Salmani-Code für Architektur und
Städtebau vorgeschrieben bzw. anerkannt
ist. Das bezieht sich z.B. auf eine entsprechende
städtische Dichte; wir passen diese
für die Segmente eines mittleren bis hohen
Wohnstandards an. Dadurch bewahren
wir das Erbe, positionieren aber gleichzeitig
einige der wertvollsten neuen Immobilien
in Riad. Denken Sie daran, dass New
Murabba sich niemals als Stadt bezeichnen
wird. Riad ist unsere Stadt, New
Murabba hingegen ist ein Stadtteil mit
einigen einzigartigen Eigenschaften und
Wahrzeichen. „Der Mukaab“ ist eines
davon. Wir werden mit diesem 400 x 400 x
400 m großen Kubus etwas bisher Ungesehenes
schaffen. Ich nenne es das „Herz“,
den „Magneten“ und den „Verstärker“ von
New Murabba. Die Menschen besuchen
ihn wegen seiner ikonographischen
Erkennbarkeit, indem was er darstellt und
repräsentiert: eine einmalige, unwiederholbare
Erfahrung, ein Tor zu einer
anderen Welt. „Der Mukaab“ steht für eine
beispiellose architektonische Sensation auf
einem bisher nie dagewesenen Niveau.
Das Gleiche gilt für seine Größe und die
Art und Weise, wie wir technologische
Grenzen überschreiten, wie es noch nie
zuvor geschehen ist. Selbst wenn man
nicht physisch vor Ort ist, kann man
immer mit „Der Mukaab“ verbunden sein.
Wie funktioniert New Murabba in
Bezug auf die Nachhaltigkeit?
Dyke: Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt
der Vision von New Murabba. Wir streben
aktiv die höchsten internationalen
Zertifizierungen für grünes Bauen an,
darunter LEED und das saudische
Mostadam, mit gezielten Bewertungen für
wichtige Anlagen und einer umfassenderen
Gold-LEED-Bewertung für weitere
Bereiche im gesamten Masterplan.
Was New Murabba auszeichnet, ist unsere
beispiellose Chance: Wir entwickeln das
Projekt auf einem bisher unbebauten
Areal der Wüste, frei von den Einschränkungen,
die mit der Nachrüstung oder
Anpassung an bestehende infrastrukturelle
Zwänge verbunden sind. Dies
verschafft uns den einzigartigen Vorteil,
Nachhaltigkeitsprinzipien von Grund auf
zu verankern – über den Masterplan, die
Gebäudeplanung, die Infrastruktur und
die Mobilitätsnetze hinweg. Zu unseren
Initiativen gehören ein hocheffizientes
Fernkühlsystem, eigene Wasseraufbereitungsanlagen,
die Verwendung von
Materialien mit geringem CO2-Ausstoß,
die Integration von Lösungen für erneuerbare
Energien wie Photovoltaikanlagen
und Lösungen für saubere Mobilität.
Dieser Ansatz ermöglicht es uns, New
Murabba zukunftssicher zu machen und
seine Anpassungsfähigkeit für kommende
Generationen zu gewährleisten.
Ich bedanke mich für das Gespräch!
Herr Dyke, wie würden Sie den
Mehrwert von New Murabba
beschreiben? Wie bereichert das
Projekt Riad?
Dyke: Als Teil der Vision 2030 bietet New
Murabba ein zusätzliches und unverwechselbares
Element für die Verwirklichung
dieser Vision. In den letzten Monaten hat
Riad weitere Attraktionen hinzugewonnen,
was die Verbesserung der Lebensqualität
angeht. Die neue Metro, durch die der
Straßenverkehr stark entlastet wird, ist
nur ein Beispiel dafür. Lassen Sie mich
zum Vergleich dazu kurz beschreiben, was
New Murabba Riad bringen wird: Eine
neue faszinierende Innenstadt, die jedoch
„Born Smart“ ist und allen Besuchern und
Einwohnern eine Lebensweise bietet, die
in Saudi-Arabien bisher nicht möglich ist.
Das heutige Riad hat nominell eine
Bevölkerungsdichte von 4.500 bis 5.000
Einwohnern pro km², New Murabba wird
jedoch im endgültigen Ausbaustadium
etwa 23.000 Einwohner pro km² haben.
Das ist zwar noch nicht die Bevölkerungsdichte
von Manhattan mit 25.000 Einwohnern
oder sogar Manila mit 40.000
Einwohnern. Aber in Bezug auf die Größe
und Dichte wird New Murabba eine
hervorragende Position einnehmen, etwas
größer als Paris, aber etwa das 1,5- bis
2-fache von Wien.
Hatten Sie bestimmte Städte im Sinn,
als Sie die städtebaulichen Qualitäten
von New Murabba konzipiert haben?
Dyke: Ja, natürlich. Eine Eigenschaft, auf
die wir uns besonders konzentriert haben,
ist die Begehbarkeit. Wir untersuchten
verschiedene städtische Szenarien von
Barcelona über Berlin, Hongkong und
Paris bis hin zu Wien in vergleichbaren
Studien. Dieses Wissen wendeten wir auf
unseren Entwurf für New Murabba an,
das nach seiner Fertigstellung die Begehbarkeit
von Riad erheblich verbessern
wird. Und hier erreichen wir Zahlen, die
direkt das widerspiegeln, was ich als
„Lebensqualität“ bezeichnen möchte. In all
diesen Aspekten messen wir uns weltweit,
hauptsächlich an europäischen Städten,
und erzielen durchaus vergleichbare
Ergebnisse im oberen Segment.
Der Vorteil für Riad besteht darin, dass
seine Bürger die Möglichkeit erhalten, auf
eine völlig andere Art und Weise zu leben,
zu arbeiten und ihre Freizeit zu verbringen
als heute. Sie werden alles, was sie für
ihren Alltag brauchen, in unmittelbarer
Nähe ihres Wohnortes vorfinden. In New
Murabba verwirklichen wir das Konzept
der 15-Minuten-Stadt und streben an,
dass die Menschen eine enge Vertrautheit
Schalungs- und Gerüstlösungen, die überzeugen!
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DOKA
Staumauererhöhung Wasserfallboden in Kaprun
Mit der Erhöhung der Staumauer Wasserfallboden um rund 9 m entsteht in Kaprun die
Grundlage für das neue Pumpspeicherkraftwerk Limberg III, das künftig 480 MW flexible
Zusatzleistung für Österreichs Energieversorgung bereitstellen wird. Doka liefert die
Schalungs- und Gerüstlösungen, die den präzisen und sicheren Bau unter extremen
Hochgebirgsbedingungen ermöglichen.
E
nergiewirtschaftlich wird die Kraftwerksgruppe
Kaprun aufgrund ihrer
enormen Speicherkapazität und Flexibilität
gern als „Batterie in den Alpen“
bezeichnet – und sie wird künftig eine
noch wichtigere Rolle bei der Netzstabilität
spielen. Bis 2027 wächst die Staumauer
Wasserfallboden, auch Limbergsperre
genannt, um 9 m auf knapp 129 m.
Dadurch erhöht sich der Nutzinhalt des
DATEN & FAKTEN
Projekt: Staumauererhöhung Wasserfallboden,
Pumpspeicherkraftwerk Limberg III
Standort: Kaprun, Salzburg
Bauwerkstyp: Bogenstaumauer
Auftraggeber: Verbund Hydro Power GmbH
Bauausführung
(Staumauer): Swietelsky AG
Bauausführung
(Gesamtprojekt): PSKW ARGE Limberg III (Porr und Marti Tunnel AG)
Projektdauer: 2024-2027, Doka-Schalungseinsatz
von Anfang 2025 bis Ende 2026
Speichersees um 12,7 Mio. m³ auf
insgesamt 93,9 Mio. m³.
Lösungen im Einsatz: Sperrenschalung D22, Trägerschalung Top50,
Faltbühne K, Modulgerüst Ringlock
Doka-Technologie im
Hochgebirgseinsatz
Die Arbeiten finden auf über 1.700 m
Seehöhe statt – ein Umfeld mit Temperaturen
weit unter null Grad, Windspitzen
über 100 km/h und extremen logistischen
Anforderungen. Hier setzt Verbund auf
Die „Limbergsperre“
in Kaprun wird mit der Unterstützung
von Doka um 9 m erhöht.
Dadurch wächst die Speicherkapazität
des Wasserfallboden-Stausees um
30 GWh.
die Schalungsexpertise von Doka, um die
außergewöhnlichen Bauanforderungen
im Hochgebirge sicher zu meistern.
Langjährige Expertise im Infrastrukturbau
und ein erfahrenes Doka-Team
sorgen dafür, dass der Baufortschritt von
Beginn an stabil verläuft. Dank 3D-Planung,
Vorfertigung und optimierter
Logistik konnten die Takte deutlich
beschleunigt werden – mit einer Betonagegeschwindigkeit
von rund 260 m³ in
nur drei Tagen.
Die Trägerschalung Top50 ermöglicht
die präzise Formgebung der gekrümmten
Staumauerblöcke, während die Sperrenschalung
D22 für die sichere Lastabtragung
sorgt. Zudem sorgt die Faltbühne K
auf über 700 Laufmetern hinweg für
verlässliche und optimale Arbeitsbedingungen.
Für die Montage und Ausbauarbeiten
an der Steuerzentrale wurden 22 t
Ringlock-Modulgerüst installiert. Diese
dienten als Treppenturm sowie als
flexible Arbeitsplattform. Parallel dazu
unterstützte Doka auch beim Bau der
unterirdischen Kaverne des neuen
Kraftwerks Limberg III in Kaprun, das
am 12. September 2025 feierlich eröffnet
wurde.
Fotos: Doka
Bedeutung der Kraftwerksgruppe
Kaprun
Die Kraftwerksgruppe Kaprun ist seit
Jahrzehnten ein Symbol der österreichischen
Energiewirtschaft. Limberg I, eines
der ersten Pumpspeicherkraftwerke aus
den 1950er-Jahren, stand sinnbildlich für
den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg.
Limberg II, 2011 als unterirdisches
Pumpspeicherkraftwerk mit 480 MW in
Betrieb genommen, markierte den
nächsten großen Entwicklungsschritt.
Auch hier war Doka – wie bei Limberg III
– mit Schalungslösungen für die Kaverne
beteiligt. Heute investiert Verbund mit der
Erweiterung durch Limberg III über 500
Mio. Euro in den weiteren Ausbau der
Energieunabhängigkeit und Versorgungssicherheit
Österreichs.
Alle drei Limberg-Kraftwerke sind
eigenständige Pumpspeicherkraftwerke
innerhalb der Kraftwerksgruppe Kaprun
und werden von den beiden Hochgebirgsstauseen
Wasserfallboden und Moserboden
gespeist.
Mit der Fertigstellung der Staumauererhöhung
wächst das nutzbare Speichervolumen
des Wasserfallboden-Stausees bis
2027 um rund 30 GWh. In Verbindung mit
DOKA XLIFE TOP
Nonstop top: Die neue Schalungsplatte aus recyceltem Kunststoff
Bauen wird nachhaltiger – mit Xlife top,
der innovativen Schalungsplatte von
Doka. Die Platte, deren Kern zu 100% aus
recyceltem Kunststoff besteht, überzeugt
durch eine lange Lebensdauer, weniger
Wartung und ein ansprechendes Betonbild.
Ein wichtiger Schritt hin zu einer
ressourcenschonenden Bauwirtschaft.
Hält lange, schalt schön
und kommt recycelt wieder
Die speziell entwickelte Verbundtechnologie
macht die Oberfläche der Xlife top
besonders widerstandsfähig gegen
Kratzer und Abnutzung. Das reduziert
den Wartungsaufwand und verlängert
deutlich ihre Lebensdauer – ein entscheidender
Vorteil für Bauunternehmen, die
langfristig Kosten sparen wollen.
Nach zahlreichen Einsätzen werden die
Schalungsplatten erneut recycelt und
bilden den Kern neuer Xlife top Platten.
Dieser geschlossene Materialkreislauf
senkt den Rohstoffverbrauch und
vermeidet Abfall. Zudem wird der
CO2-Fußabdruck im Vergleich zu
marktüblichen Schalungsplatten erheblich
reduziert.
der zusätzlichen Leistung von 480 MW
kann dank Limberg III als Energie-Zwischenspeicher
künftig flexibel und schnell
auf Verbrauchsspitzen reagiert sowie
Schwankungen aus Wind- und Sonnenstrom
ausgeglichen werden. Nach
Abschluss weiterer Ausbaustufen unweit
der Limbergsperre wird die Kraftwerksgruppe
Kaprun eine Gesamtleistung von
rund 2.000 MW erreichen.
„Die Staumauererhöhung in Kaprun zeigt
Auch optisch punktet Xlife top: Ihre matte
Oberfläche sorgt für gleichmäßige Sichtbetonflächen
mit geringem Nachbearbeitungsbedarf.
Sie erfüllt damit höchste
architektonische Ansprüche.
Mit der sukzessiven Einführung der Xlife
top Platte in Österreich, Europa und
Nordamerika als Standardplatte für viele
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Mit der Sperrenschalung D22 und ergänzenden Systemen liefert
Doka die Lösungen für präzise Betonagen im Hochgebirge.
eindrucksvoll, dass Verlässlichkeit und
Einsatzbereitschaft bei uns Hand in Hand
gehen. Gepaart mit dem technischen
Know-how aus vielen erfolgreich umgesetzten
Projekten, wie etwa dem Staumauer-Projekt
Spitallamm in den Schweizer
Alpen, leisten wir mit unseren Lösungen
einen bedeutenden Beitrag zur
Energiewende“, so Harald Zulehner,
Geschäftsführer Doka Österreich.
www.doka.com
Doka-Rahmenschalungen, treibt Doka
aktiv die nachhaltige Transformation der
Baubranche voran – und unterstützt
Unternehmen, ihren CO2-Fußabdruck zu
senken, ohne dabei Kompromisse bei
Wirtschaftlichkeit und Qualität
einzugehen.
www.doka.com
„Mit Xlife top bieten wir unseren Kunden eine langlebige
und nachhaltige Lösung, die durch weniger
Wartung und mehr Einsätze klare wirtschaftliche
Vorteile schafft – und gleichzeitig den ökologischen
Fußabdruck deutlich reduziert“, bestätigt Harald
Zulehner, Geschäftsführer Doka Österreich.
Fotos: Doka; Clean Frame Photography
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74 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 75
BETON + SCHALUNG
BETON + SCHALUNG
HOLCIM
Emissionsfreie Anlieferung bis zur Baustelle
Silo Riedel ist seit dem Spätsommer mit der ersten elektrischen Zugmaschine
mit Kompressor für Zementverladung im Auftrag von Holcim unterwegs.
D
Der neue E-Lkw von Silo Riedel ist
hauptsächlich für Holcim ab dem
Z ementwerk Mannersdorf unterwegs
und wird im Sinne der
Nachhaltigkeit auch optional für
Rückfuhren eingesetzt.
azu Gernot Tritthart, Director
Marketing & Sales bei Holcim
Österreich: „Mit der Transformation der
Mobilität und des Gebäudesektors können
wir positiv zu zwei der stärksten Hebel
Richtung Nachhaltigkeit beitragen. Wir
freuen uns sehr, dass unser Transportpartner
Silo Riedel hier als Innovationstreiber
die erste vollelektrische Zugmaschine für
die Zustellung von losem Zement in
Österreich auf die Straße bringt. Damit
unterstützen wir auch unsere Kundinnen
und Kunden, bei denen der Fußabdruck
von Baustoffen und Logistik in die
Nachhaltigkeits-Bewertungssysteme
Eingang findet. Der neue Lkw transportiert
übrigens EU-Taxonomie ,fitten‘
Zement, unseren ECOPlanet ROT CEM
II/C-M (S-LL) 42,5 N.“
Silo Riedel ist mit der entwickelten Lösung
für den losen Zementtransport ein Pionier.
„Als Partner von Holcim freuen wir uns,
einen bedeutenden Schritt in Richtung
nachhaltiger Transportlösungen umgesetzt
zu haben: die österreichweit erste CO2-
neutrale Staubgutzustellung im Silo per
vollelektrischem Lkw. Die Auslieferung
erfolgte mit einem emissionsfreien,
geräuscharmen Elektro-Lkw, betrieben
ausschließlich mit zertifiziertem Ökostrom.
Durch den Einsatz modernster Elektromobilität
konnten wir nicht nur lokale
Emissionen auf null reduzieren, sondern
auch die gesamte Transport leistung
klimaneutral gestalten – ein wichtiges
Signal für eine zukunftsorientierte,
ressourcenschonende Logistik. Wir sind
stolz, gemeinsam mit Holcim an innovativen
Lösungen für eine CO2-reduzierte
Wertschöpfungskette zu arbeiten und
unser Know-how im Bereich nachhaltiger
Transporttechnologie aktiv einzubringen“,
erklärt Julia Heißenberger, Geschäftsleitung
Silo Riedel. Hauptzielort der Zementlieferungen
ist aktuell die Seestadt Aspern,
ein Stadterweiterungsgebiet, das nicht nur
beim Bauen auf die größtmögliche Reduktion
von Emissionen setzt.
„Mit dieser Umstellung können wir in
2025 bereits einen beachtlichen Anteil an
Zement klimafreundlich zustellen. Wir
planen, bis 2030 in Österreich rund 80%
des im Auftrag von Holcim zugestellten
Volumens elektrisch auszuliefern“, so
David Zepmeisel, Supply Chain Manager
& Head of CEM Logistics bei Holcim
Österreich. „Neben dem individuellen
Lkw-Transport setzen wir auch auf den
Ausbau von Bahntransporten, hier vor
allem auch für die Anlieferung von
Rohstoffen und Ersatzbrennstoffen im
Sinne unserer Net-Zero Strategie.“
www.holcim.at | www.siloriedel.at
Foto: Holcim Österreich; Stefan Germershausen
Foto: GSCAN
BAM
Myonentomografie: Alternative für das Röntgen
Wissenschaftler wollen Grundlagen für die Nutzung der Myonentomografie
im Infrastrukturbereich schaffen.
R
öntgen als Methode zur Untersuchung
von Bauwerken wird
aufgrund von Strahlenschutzvorgaben
kaum noch eingesetzt. Doch gibt
es keinen adäquaten Ersatz für ein
Verfahren, das den Blick ins Innere
von Beton erlaubt. Abhilfe könnte die
Myonentomografie schaffen, die sich
einen Teil der natürlichen Strahlung
der Erde zu Nutze macht und deswegen
unschädlich ist. Myonen entstehen,
wenn kosmische Strahlung in die
Erdatmosphäre eintritt, dort mit
Molekülen der Luft reagiert, und zerfällt.
In einem gemeinsamen Experiment mit
dem Start-Up GSCAN verglichen
Forscher der deutschen Bundesanstalt
für Materialforschung und -prüfung
(BAM) die Ergebnisse von Messungen
mit Radar, Ultraschall und der Myonentomografie.
Für das Experiment wurden
zwei Scanner jeweils ober- und unterhalb
Installation des XL Scanners von GSCAN an
der Mäo-Brücke in Estland.
des Prüf körpers platziert, der mit einer
Dicke von 50 cm mit vielen Brückenkonstruktionen
vergleichbar ist. Um ein
realistisches Szenario zu schaffen,
enthält der Prüfkörper ein Hüllrohr mit
Spanndrähten, da Spannungsrisskorrosion
eine typische Problemstelle an
Brücken darstellt, ist zur Hälfte mit
einem Bewehrungsgitter versehen
und enthält zusätzlich mehrere
unterschiedlich große Styroporkugeln,
die Hohlräume simulieren. Die
Ergebnisse zeigen, dass die Myonentomografie
im Vergleich zu den
anderen zwei Verfahren die meisten
Erkenntnisse lieferte. Die Messdaten
werden zunächst direkt im Scanner
verarbeitet und in einer Cloud mit
Hilfe eines Machine-Learning-Models
zu einem 3D-Bild zusammengesetzt. Die
Technologie birgt das Potenzial, Verpressfehler
in Hüllrohren oder sogar Korrosionsschäden
im Inneren der Rohre zu
erkennen. Allerdings dauern die Messungen
mit Myonentomografie sehr lange –
für das Experiment zum Beispiel zwei
Wochen.
www.bam.de
ROHRDORFER
Neue Versuchsanlage für getemperte Tone
Getemperte Tone sind einer der wichtigsten Hebel auf dem Weg zu einer CO2-armen Zementproduktion. Rund 30% der Emissionen können
durch den Ersatz von Klinker durch getemperte Tone vermieden werden. Anfang Oktober 2025 wurde im Rohrdorfer Zementwerk die neue
Versuchsanlage für getemperte Tone feierlich eingeweiht. Sie ging bereits im Juli erfolgreich in Betrieb und aktiviert („tempert“) seitdem
täglich bis zu 50 t Rohton durch thermische Behandlung. Ziel der Anlage ist die Erforschung von getemperten Tonen, da diese als CO2-ärmere
Alternative zu Klinker – dem Hauptbestandteil von Zement – genutzt werden können. Somit ist die neue Anlage ein zentraler Baustein im Rohrdorfer
Dekarbonisierungsfahrplan. Bis Ende 2026
untersucht das Net Zero Emission-Team die
ideale Zusammensetzung der Rohtone und
optimiert die Prozesse für die thermische
Behandlung. Auf diesen Versuchen aufbauend,
soll in Zukunft eine Großanlage errichtet werden,
die eine signifikante CO2-Einsparung ermöglicht.
Das Potenzial zur Einsparung beläuft sich auf
insgesamt 60%. Dank getemperter Tone kann
davon fast die Hälfte vermieden werden.
www.rohrdorfer.eu
Anfang Oktober 2025 wurde im Rohrdorfer
Zementwerk die neue Versuchsanlage für
getemperte Tone feierlich eingeweiht.
Foto: Markus Stecher
76 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BETON + SCHALUNG
BETON + SCHALUNG
1 2 4 5
3
PERI
1 Eine eindrucksvolle Peri UP Trag- und Montagegerüstlösung diente zur Errichtung des Holztragwerks in 32 m Höhe. 2 In Konstanz am Bodensee
entsteht ein über 50 m hohes, zylindrisches Panoramagebäude aus Holz und Beton, eigens errichtet für ein 360° Panorama des Künstlers
Yadegar Asisi. 3 Die Vor- und Endmontage der Holzfachwerk träger erfolgte mithilfe einer ausge klügelten Peri UP Gerüstlösung. Mittels Systembauteilen
des Variokit Ingenieurbaukastens wurden fünf Aussteifungs ebenen ausgebildet, welche die Horizontallasten zuverlässig in den
außen liegenden Stahlbetonkern ableiteten. 4 Peri Ingenieure setzten die Ideen und Anforderungen des Blumer-Lehmann-Teams in eine praxistaugliche,
statisch abgesicherte Gerüstlösung um. Die weitestgehende Materialbereitstellung und nur 2-wöchige Gerüstmontage erfolgte
durch die Schäfer Gerüstbau GmbH. 5 Trotz 1.400 kN Traglast konnte die 32 m hohe Gerüstkonstruktion äußerst schlank ausgebildet werden.
Die beiden Baukastensysteme, Peri UP und Variokit, beruhen auf einem metrischen Grundraster und lassen sich nahezu beliebig kombinieren.
Gerüstunterstützung für Holzbau in 32 m Höhe
Ein über 50 m hoher Turm in Hybridbauweise bietet ab 2026 ein spektakuläres Rundum-
Panorama im Inneren und vom Dachgeschoss aus – und gleichzeitig einen Zeitsprung über
600 Jahre hinweg. Ebenso spektakulär sind die Bauarbeiten, verbunden mit einem nicht
alltäglichen Holz- und Gerüstbau in großer Höhe.
E
in weithin sichtbarer Neubau ragt am
Bodensee, genauer gesagt in Konstanz,
über 50 m in die Höhe: ein zylindrisches
Panoramagebäude aus Holz und Beton,
eigens errichtet für das neue 360° Panorama
des Künstlers Yadegar Asisi.
Zeitgleich entsteht in Berlin das
zu gehörige, über 3.000 m² große Bild des
Konstanzer Konzils, das im Innern des
Rundturms den Besuchern eine Zeitreise
ins spätmittelalterliche Konstanz ermöglichen
soll. Die feierliche Eröffnung ist für
Frühjahr 2026 geplant.
Die monumentalen, großformatigen
Panoramabilder des inzwischen 70-jährigen
Yadegar Asisi sind deutschlandweit
bisher in Leipzig, Dresden, Berlin,
Wittenberg und Pforzheim zu bestaunen.
Wo in der Regel ehemalige Gasometer zu
sogenannten „Panometern“ umfunktioniert
wurden, wird in Konstanz ein
komplett neues Bauwerk geschaffen. Das
renommierte Architekturbüro Sauerbruch
Hutton plante hierfür einen außergewöhnlichen
Rundturm in Hybridbauweise mit
52 m Höhe und knapp 40 m Durchmesser.
Der massive, zweigeschossige Sockel-
Rundbau sowie der sich über die gesamte
Höhe erstreckende Aufzugs- und Treppenschacht
wurden in Stahlbeton-Bauweise
hergestellt. Seit März 2025 arbeiten die
Holzbau-Spezialisten der Blumer-Lehmann
AG aus der benachbarten Schweiz
an der Fertigstellung der aufwändigen
Holzkonstruktion und -fassade. Während
der über 30 m hohe, stützenfreie Ausstellungsraum
einzig dem Asisi-Panorama
gewidmet ist, sind in den beiden Sockelgeschossen
Ausstellungs- und Multifunktionsflächen
untergebracht. Oberhalb der
Deckenkonstruktion bieten zwei Ebenen
mit Restaurant und Dachterrasse in über
40 m Höhe einen beeindruckenden
Rundumblick über die Stadt und den
Bodensee bis zu den Alpen.
Ein ebenso eindrucksvolles Peri UP
Trag- und Montagegerüst diente von März
bis Juli zur Errichtung des Holztragwerks.
Die Herausforderung war, hohe Lasten in
großer Höhe temporär abzutragen – verbunden
mit der Maßgabe eines möglichst
geringen Platzbedarfs. Unter der Berücksichtigung
hoher Windlasten konstruierten
die Weißenhorner Peri Gerüstspezialisten
eine 32 m hohe Gerüstlösung auf Basis
des Peri UP Gerüstbaukastens, um die
Deckenkonstruktion aus radial angeordneten
Holzfachwerkträgern auflegen und
montieren zu können. Mittels Systembauteilen
des Variokit Ingenieurbaukastens
wurden fünf Aussteifungsebenen ausgebildet,
die Horizontallasten konnten dabei
zuverlässig in den außenliegenden
Stahlbetonkern abgeleitet werden.
Gleichzeitig hielt die trotz der rund 1.400 kN
Traglast äußerst schlank ausgeführte
Gerüstkonstruktion die Sockelebene frei
für die notwendigen Hubarbeitsbühnen.
Wichtiger Bestandteil der Peri UP
Gerüstlösung war auch die Möglichkeit,
die Traggerüstkonstruktion und damit die
mittig aufgelagerte Fachwerkdecke nach
deren Fertigmontage mittels mobiler
Hydraulikeinheiten kontrolliert
abzusenken.
Fotos: Peri Deutschland
16 Tonnen schwere
Holzfachwerkträger
Trotz des hohen Vorfertigungsgrads
aller Holzbauteile musste
das Team von Blumer-Lehmann
um Baustellenleiter Florian
Rufener die einzelnen Fachwerkträger
der später freitragenden
Deckenkonstruktion vor Ort
zusammenfügen, bevor diese mit
dem Kran in die Auflagerebene
eingehoben werden konnten.
Hierzu diente ein Peri UP
Vormontagegerüst, das in etwa
8 m Höhe eine Zwischenauflagerung
und Fertigmontage von
gleichzeitig bis zu drei, jeweils
16 t wiegenden Holzfachwerkträgern
ermöglichte. Auch hierbei
galt es, den Platzbedarf für die
Gerüstkonstruktion zu minimieren,
um trotz der beengten
Baustellenverhältnisse genügend
Raum für alle Bautätigkeiten zu
schaffen.
Das Erfolgsrezept für dieses
außergewöhnliche Bauvorhaben
beruhte sicherlich auf einer
Kombination aus funktionierendem
Teamwork und Systemvorteilen
der eingesetzten Produkte.
So wurden die Ideen und
Anforderungen der Gesamtbauleitung
unter Mike J. Vivas
Y Kerner und des Holzbauunternehmens
Blumer-Lehmann von
Peri Ingenieuren in eine praxistaugliche,
statisch abgesicherte
Gerüstlösung überführt und
nach gemeinsamer Abstimmung
von den Gerüstspezialisten der
Schäfer Gerüstbau GmbH vor
Ort in die Realität umgesetzt.
Sowohl bei Planung, Montage
und Nutzung machten sich die
Flexibilität und Kombinierbarkeit
der beiden modularen
Baukastensysteme, Peri UP und
Variokit, positiv bemerkbar.
Beide Systeme beruhen auf
einem metrischen Grundraster
und lassen sich nahezu beliebig
kombinieren. Zudem konnten
mittels 25-cm-Riegeln ausgebildete
Schwerlaststützen übergangslos
integriert werden –
punktgenau dort, wo innerhalb
der Tragkonstruktion hohe
Lastkonzentrationen abzutragen
waren. Die geometrische
Anpassungsfähigkeit war ebenso
dort gefragt, wo auf Basis einer
exakten 3D-Gerüstplanung
Kollisionspunkte zwischen der
Gerüstkonstruktion und dem
Holzbau ausgeschlossen werden
mussten.
www.peri.at
THE NEXT
GENERATION
Weber Maschinentechnik GmbH
57334 Bad Laasphe | www.webermt.com
78 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 79
FUHRPARK
FUHRPARK
Arbeitswillig – mit einem
Eigengewicht von knapp 2 t hat
die Peugeot Boxer Pritsche
exakt 1.364 kg Nutzlast.
PEUGEOT BOXER PRITSCHE L2S 140
Zu tun gibt es genug
S
ie sind die Brot- und Butter-Autos des
Baugewerbes: Pritschen. Dass aber
auch hier Komfort und Robustheit längst
kein Widerspruch mehr sein müssen, zeigt
eine Peugeot Boxer Pritsche, die im
Baublatt.Österreich-Test mit dem richtigen
Mix aus robustem Arbeitstier sowie
Lkw- und Pkw-DNA an den Start geht.
Das Fahrwerk des Franzosen ist wie
erwartet: von Haus aus, sprich in unbeladenem
Zustand, beinhart. Auf der anderen
Seite der Nutzlastskala, beladen mit einer
eiligst ausgeborgten Palette mit Zementsäcken,
neigt es keinesfalls dazu, zu
schwimmen. Das brachte dem 3,5-Tonner
in unseren Testaufzeichnungen den
positiven Vermerk: „praxisorientierte
Fahrwerksauslegung“ ein. Mit der
ergänzenden Randnotiz: „Acht Zurrpunkte
für optimale Ladungssicherung“. Wer auch
mit Fahrzeugen vom Format der Peugeot
Boxer Pritsche gerne zentimetergenau
rangiert, sollte beim Bild der Rückfahrkamera
auf der Hut sein. Die Kamera selbst
sitzt auf der Stoßstange, wird aber vom
Überhang der Scattolini-Pritsche um nicht
ganz 40 cm überragt. Damit zeigt das
Livebild nur bedingt den tatsächlich noch
zur Verfügung stehenden Platz. Apropos
Platz: den gibt es auf der 3,79 m langen
Pritsche natürlich mehr als genug. Dazu
gesellen sich Bordwände, die sauber
verarbeitet und leicht zu händeln sind.
Durchzugstarker Turbodiesel
Motorisch kommt der Peugeot auch mit
einem bis zum letzten Kilogramm ausgereizten
Nutzlastbudget sehr gut zu recht.
2,2 l Hubraum, 140 PS und ein manuelles
6-Gang-Getriebe sind dabei die optimalen
Zutaten, um bei Bedarf durchaus flott,
aber auch sparsam (durchschnittlicher
Sparsam – im
gemischten Einsatz
gibt sich der 2,2 l
Turbodiesel mit
durchschnittlich
8,5 l auf 100 km
zufrieden.
Praktisch – die
ausklappbare
Trittstufe, um leichter
auf die Ladefläche zu
kommen.
FACTS
Motor: 2,2 l Turbodiesel, 103 kW (140 PS)
Eigengewicht: 2.061 kg
Nutzlast: 1.364 kg
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/3.000 kg
Testverbrauch: 8,5 l/100 km
Listenpreis: 40.550,– Euro
(exkl. MwSt. & NoVA)
+ brauchbare Nutzlast
+ große Reichweite
+ exakter Handschalter
- stellenweise viel Plastik
- rutschiger Innenraum-Boden
- Handbremse links
Kraftstoffverbrauch 8,5 l/100 km) unterwegs
zu sein. 90 l Tankinhalt sorgen
zudem für eine reale Reichweite jenseits
der 900 km. Das macht Sinn.
Nicht nur für die kältere Jahreszeit eine
kleine Bitte in Richtung Produktentwickler:
Wenigstens eine minimale (Wärme-)
Isolierung wäre für die Rückwand der
Kabine eine feine Sache. Sonst gibt es am
Innenraum so gut wie nichts auszusetzen.
Der Platz ist für drei Personen adäquat.
Woran wir uns noch immer nicht gewöhnen
können, ist die links neben dem
Fahrersitz positionierte, manuelle Handbremse.
Ein kleines Zugeständnis an die
Dreiersitzbank in der Kabine. Ablagen gibt
es genug und die verwendeten Materialien
lassen sich, vom Boden bis hin zur
Oberfläche des Armaturenträgers, leicht
reinigen.
Unser Fazit: Ein multifunktionales
Arbeitstier, bei dem auch der Fahrkomfort
definitiv nicht zu kurz kommt.
HYUNDAI INSTER CROSS LINE
Ganz großes Kino
U
nlängst in einem Autohaus. Ein
Ehepaar steht vor einem ausgestellten
Hyundai Inster Cross Line. Er: interessiert,
um nicht zu sagen begeistert. Sie: das
genaue Gegenteil. Der Verkäufer versucht
ihre ablehnende Haltung mit Fakten
aufzuweichen. Lässt ihn hinter dem
Lenkrad Platz nehmen, sich den Sitz so
einstellen, dass er bequem Platz hat. Sie
kommentiert die Aktion trocken: „Hinter
Dir kann auch in weit größeren Autos
niemand sitzen.“ Der Verkäufer bittet sie
trotzdem im Fonds hinter dem Fahrersitz
Platz zu nehmen. Ihre Reaktion, kurz,
bündig, aber längst nicht mehr so ablehnend:
„Das gibt es nicht“. Willkommen in
der Welt des Hyundai Inster, dem World
Electric Vehicle 2025. Wenn er eines kann,
dann ist es Polarisieren. Die Größe, das
Design, das Platzangebot, vieles scheint auf
den ersten Blick eine Achillesferse par
Witzig – die Ablagen der „Mittelkonsole“
sind in den Fahrersitz integriert.
excellence zu sein. Wenigstens so lange, bis
der kleine Elektroflitzer ganz gelassen
außer mit Zahlen und Fakten auch mit
Emotionen kontert und so die Gruppe
seiner Fans von Tag zu Tag vergrößert. Am
Papier wirkt der kleine Hyundai tatsächlich
niedlich. 3,83 m lang, ohne Außenspiegel
1,61 m breit und etwas mehr als 1,4 t
schwer. Einmal darin Platz genommen, wird
seine wahre Größe (Stichwort: Platzangebot),
die lustiger Weise in vollkommenem
Gegensatz zu seinen Abmessungen steht,
schnell ersichtlich.
Fahrspaß im Kompaktformat
Eventuelle Wortspiele, die natürlich ständig
auf sein kompaktes Ego oder die zu erwartenden
Fahrleistungen anspielen, pariert
der Hyundai Inster Cross nicht minder
gelassen. So auch bei den Fahreindrücken.
Vollelektrische 28,2 kW Dauerleistung auf
Polarisierend – das Design des kleinen
Elektroflitzers ist gewagt, aber aus
unserer Sicht gelungen.
1.790 kg höchstzulässiges Gesamtgewicht
losgelassen, ergibt z. B. ein Beschleunigungsvermögen,
vor dem sich so mancher
stattliche Turbodiesel dezent verstecken
kann. Schnelle Ausfahrten meistert der
niedliche Hyundai mit toller Fahrwerksabstimmung
übrigens nicht minder souverän.
Was jetzt aber bitte nicht als Aufforderung
dazu verstanden werden soll, den Inster
ständig am Limit zu bewegen. Wenn uns
etwas nicht gefällt, dann ist es der Listenpreis,
der mit 33.990 Euro (inkl. MwSt. und
NoVA) für ein Auto dieser Größenordnung
doch sehr viel Butter auf‘s Brot ist.
Zurück ins Autohaus, wo ihre Skepsis
gegenüber dem Inster zunehmend bröckelt.
Dass er sich darüber wie ein Schneekönig
freut, sei nur am Rande erwähnt, ist er doch
auch der Autor dieser Zeilen. Aber eines sei
trotzdem verraten: Der nächste Termin im
Autohaus ist bereits fixiert.
FACTS
Unglaublich – der Hyundai
Inster Cross bietet für seine
Hauptabmessungen enorm
viel Platz.
Motor: Elektro, 28,2 kW (38,4 PS)
Eigengewicht: 1.428 kg
Sitzplätze: 3+1
Reichweite: rund 350 km
Batteriegröße: 49,2 kWh
Listenpreis: 33.990,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ vernünftige Reichweite
+ gewagtes Design
+ Schnellladen mit bis zu 85 kW
- saftiger Listenpreis
- plastikhaftes Cockpit
- nur Viersitzer
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BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025
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System bei Bauleistungen löst immer
wieder Zweifelsfragen im Zuge der
Rechnungslegung bzw. bei Umsatzsteuersonderprüfungen
aus. Die
Klärung dieser Fragen sowie auch
Gesetzesänderungen führen zu einer
laufenden Anpassung von Judikatur
und Umsatzsteuerrichtlinien. Für den
einzelnen Steuerpflichtigen gestaltet
es sich oft schwierig, die Regelungen in
diesen Bereichen richtig umzusetzen.
Der Leitfaden gibt einen Überblick über
die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen
und einschlägigen Richtlinien.
Zahlreiche Praxisbeispiele und Tipps runden dieses
Nachschlagewerk ab. Die Autorin Edith Huber-Wurzinger ist
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