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Baublatt Magazin Oktober 2025

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www.baublatt.at

NR. 10 | 2025

ein magazin der

specialmediacom

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

HUPPLimit GPS (GNSS)

Hub- und Schwenkbegrenzungssystem für sicheres und effizientes Arbeiten

14 | Stegenwald

Das Salzachkraftwerk ist Vorbild

für zukünftige Entwicklungen

68 | Saudi-Arabien

In der Hauptstadt Riad entsteht

der neue Stadtteil New Murabba

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien

Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 13,00 € | Oktober 2025 | www.baublatt.at


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EDITORIAL

Über den Tellerrand

• Beste Wartungszugänglichkeit durch kippbare Kabine

• Joysticklenkung und Tempomat-Funktion

• Klimaanlage auch bei Maschinen mit Einsatzgewicht unter 2,5t

Unsere treuen Leserinnen und Leser

wissen, dass unser Fokus auf der

heimischen Baubranche liegt. Als uns

allerdings dieser Beitrag über ein in jeder

Hinsicht spannendes Mega-Projekt in

Saudi-Arabien angeboten wurde, haben wir

uns spontan entschlossen, diesen zu veröffentlichen.

Ich kenne den Autor persönlich

und weiß, dass er regelmäßig die Länder im

Nahen Osten besucht und sich vor Ort über

die Entwicklungen – auch in

der Architektur und Stadtentwicklung

– auf dem Laufenden

hält. Seinen Bericht über den

neuen Stadtteil New Murabba

in Riad, der Hauptstadt von

Saudi-Arabien, kann ich Ihnen

nur ans Herz legen. Besonders

beeindruckend ist dessen

weithin sichtbares Wahrzeichen

„Der Mukaab“ (arabisch

für Würfel). Dabei handelt es

sich um einen monumentalen

Block, in den 20 Empire State

Skyscraper passen würden.

Doch zurück nach Österreich.

Wer ihn kennt, der weiß: Rudi Kammerer ist

ein Waldviertler-Urgestein. Ich persönlich

kann nicht über den Wiener Stephansplatz

gehen, ohne daran zu denken, dass ich mich

auf besonders hochwertigem Granit aus dem

Waldviertel bewege. Für diese Ausgabe

hatten wir wieder einmal das Vergnügen,

Rudi Kammerer und seinen Betrieb zu

besuchen. Sie dürfen raten: es geht natürlich

um einen neuen Radlader mit speziellem

Anbaugerät.

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Aber auch sonst hat die vor Ihnen liegende

Ausgabe viele aktuelle Themen zu bieten:

Wir stellen das Ende September eröffnete

Salzachkraftwerk Stegenwald vor, waren bei

der 20 Jahr Feier der Firma Westtech und

haben uns im Rahmen des Fachkongresses

für Grabenlosen Leitungsbau über aktuelle

Projekte informiert. Interessieren könnte Sie

auch unser Bericht über eine Baustelle in

Linz, bei der sich ein mobiler Energiespeicher

erfolgreich als

Alternative zum Einsatz von

Dieselaggregaten bewährt.

Besonders freut es uns, dass wir

Ihnen in dieser Ausgabe einen

kompetenten Beitrag zu einem

Thema anbieten können, das uns

persönlich am Herzen liegt: die

historische Entwicklung der

Baumaschinen. Im Mittelpunkt

steht der Bagger, der sich seit

der Zeit des Wirtschaftswunders

extrem gewandelt hat.

Mit dem Blick nach vorne

möchte ich noch auf zwei

aktuelle Schwerpunktthemen

verweisen, an denen unsere Redaktion für

die letzten beiden Ausgaben arbeitet:

Digitalisierung und Materialumschlag. Zwei

wichtige Themen unserer Zeit, die mit ihren

zahlreichen Aspekten unseren Alltag

mitbeeinflussen. Ich wünsche Ihnen einen

goldenen Herbst, vielleicht sieht man sich ja

bei einem Martinigansl.

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

www.baublatt.at

NR. 10 | 2025

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

HUPPLimit GPS (GNSS)

Hub- und Schwenkbegrenzungssystem für sicheres und effizientes Arbeiten

14 | Stegenwald

Das Salzachkraftwerk ist Vorbild

für zukünftige Entwicklungen

68 | Saudi-Arabien

In der Hauptstadt Riad entsteht

der neue Stadtteil New Murabba

HuppLimit GPS für sicheres

und effizientes Arbeiten

Das globale Hub- und Schwenkbegrenzungssystem

HuppLimit GPS

(GNSS) steigert die Arbeitssicherheit

erheblich. Insbesondere bei Gleisbauprojekten

schützt das System sowohl

die Arbeiter als auch die Maschinen

durch klare Begrenzungen. Es ist

universell einsetzbar für verschiedene

Baggertypen und -modelle und kann

für Spezialanwendungen angepasst

werden. Eine benutzerfreundliche

Online-Plattform ermöglicht das

Remote-Erstellen von Limiten,

wodurch Baggerfahrer entlastet

und technische Aufgaben im Büro

erledigt werden können.

SICHERN SIE SICH JETZT

IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Oktober 2025, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Sandler GesmbH & Co.KG,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Druckereiweg 1, 3671 Marbach, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Redaktionelle Mitarbeit: Peter Landsmann, Stefan Hawlicek, Grafik/Layout: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 13,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 73,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann

keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck

freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

zeppelin-cat.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025

3



Software

MENSCHEN + SZENE

6 Aktuelles bei Winkelbauer, Asfinag, Brenner

Basistunnel, Rosenberger Telematics,

Mercedes-Benz Trucks, Rudimentum und

Concrete Design Competition.

10 MAWEV: Gelungene Premiere für das

neue Mitgliedertreffen am Red Bull Ring.

12 BRV: Die Recycling Branche feierte in Steyr

35 Jahre Baustoff-Recycling in Österreich.

PROJEKTE + PLANUNG

14 Stegenwald: Ende September feierten

Verbund und Salzburg AG die Eröffnung des

neuen Salzachkraftwerks Stegenwald, das

auch als Vorbild für zukünftige Entwicklungen

im Bereich der Wasserkraft dient.

20 ÖBB: Im Vorfeld der Inbetriebnahme des

Koralmtunnels im Dezember 2025 führten

die Einsatzkräfte eine Großübung durch.

Mega-Projekt in Saudi-Arabien: „Der Mukaab“

(arabisch für Würfel) ist das Wahrzeichen von 68New Murabba, dem neuen Stadtteil in Riad.

MASCHINEN + TECHNIK 38 Holp: Für mehr Effizienz rüstet ein deutscher

22 Zeppelin: In Vorarlberg investiert das

traditionsreiche Bauunternehmen Hilti & Jehle

in einen vollausgestatteten Cat 325, um eine

zügige Projektabwicklung sicherzustellen.

26 AAB Eisterer: Robuste Forstmulcher sind

die ideale Lösung für Bau- und Forstbetriebe.

28 Liebherr: Mit dem Liduro Power Port (LPO)

von Liebherr erprobt Porr in einem Pilotprojekt

eine alternative Lösung zum Dieselgenerator.

32 MWT: Mit dem mobilen Eichfahrzeug erfolgen

alle Eichprüfungen effizient beim Kunden.

33 Samoter: Im Vorfeld der Samoter 2026

entwickelt sich Italiens Branche positiv.

34 Westtech feierte am 26. September 2025

„20 Jahre Westtech Woodcracker“.

36 AM Baugeräte: Die Winterzeit ist ideal

für die Wartung von Vermessungsgeräten.

Straßenbau-Spezialist seine Bagger zwischen

5 und 27,5 t mit einem RotoTop aus.

40 Wolffkran: Wölffe zeigen ihre Stärken bei

Großprojekten, wie der Aurachbrücke und

einem Tourismusprojekt am Tegernsee.

45 Volvo: Othmar Pletzer aus Österreich erzielte

den 2. Platz bei den Operators Club Finals.

46 Felbermayr: Für die Errichtung der zweiten

U2-Streckenröhre wurde die TVM Debohra

von der Firma Felbermayr zurück zum

Matzleinsdorfer Platz transportiert.

48 Rubble Master: In Kärnten überzeugt eine

neue RM 120X die Aufbereitungs-Profis der

Firma Urschitz mit Verbrauch und Leistung.

50 Grabenlos: In Wien informierte die Fachkonferenz

„grabenlos.2025“ über aktuelle

Themen im grabenlosen Leitungsbau.

54 Kuhn Ladetechnik: Die Betriebsfeuerwehr

von voestalpine Tubulars stärkt ein neuer

Palfinger PK 580 TEC mit PJ 150 E.

55 HKL: Herausforderung in den Alpen.

56 Baumaschinentechnik: Neu bei der Firma

Granitwerk Kammerer ist nicht nur der dunkle

Gebhartser Syenit, sondern auch ein Cat 980

Block Handler mit einer Trägerplatte mit

Traggabeln von Baumaschinentechnik.

60 Geschichte: Die Nachkriegszeit war die

Geburtsstunde einer ganzen Generation von

Baumaschinen. Allen voran: der Bagger.

4 OKTOBER 2025

BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH

63 Sennebogen: Das Werk V in Steinach setzt

seit über einem Jahr konsequent auf HVO.

64 Porr: In der Nähe von Bonn führt der Porr

Verkehrswegebau Düren komplexe Kanalarbeiten

bei laufendem Betrieb durch.

65 Rockster wird künftig Teil einer starken

und zukunftsorientierten Multi-Brand

Gruppe in der Recyclingbranche.

66 Komatsu: In Kanada befindet sich der erste

Großhydraulikbagger Komatsu PC9000 im

Einsatz, der größte Hydraulikbagger für

den Tagebau von Komatsu.

AUSLANDSPROJEKT

68 Saudi-Arabien: In der Hauptstadt Riad

wird mit dem neuen Stadtteil New Murabba

eine ehrgeizige Vision für eine neue,

moderne Innenstadt umgesetzt. Das

weithin sichtbare Wahrzeichen ist ein

monumentaler Würfel.

72 Interview: CEO Michael Dyke (New Murabba,

Riad) über die verschiedenen Zielsetzungen,

die hinter New Murabba stehen.

BETON + SCHALUNG

74 Doka: Für die Staumauererhöhung Wasserfallboden

in Kaprun liefert Doka die Gerüstund

Schalungslösungen für den Bau unter

extremen Hochgebirgsbedingungen.

75 Xlife top: Die neue Schalungsplatte aus

recyceltem Kunststoff als nachhaltige Lösung.

76 Holcim: Silo Riedel ist mit der ersten elektrischen

Zugmaschine unterwegs.

76 Rohrdorfer: Die neue Versuchsanlage für

getemperte Tone wurde feierlich eingeweiht.

77 Myonentomografie: Eine Alternative für

das Röntgen im Infrastrukturbereich.

78 Peri: Spektakulär ist in Konstanz der Bau

eines über 50 m hohen Turms, verbunden

mit einem nicht alltäglichen Holz- und

Gerüstbau in großer Höhe.

FUHRPARK

80 Baublatt.Österreich Test:

Peugeot Boxer Pritsche L2S 140

Hyundai Inster Cross Line

03 Editorial

82 Literatur

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MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

WINKELBAUER

Vorreiterrolle in Nachhaltigkeit

Im Rahmen der feierlichen Gala des Trigos Steiermark Awards konnte sich

die Firma Winkelbauer am 24. September 2025 in der alten Universität Graz

über den Sieg in der Kategorie Klimaschutz freuen. Der Trigos ist Österreichs

renommierteste Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften. „Diese

Auszeichnung ist für uns nicht nur eine Bestätigung, sondern zugleich Verpflichtung.

Die Jury würdigte unsere Verdienste im Bereich Klimaschutz, Digitalisierung

und verantwortungsvolles Unternehmertum. Mit dem Gewinn dieses

Preises wird die Leistung des ganzen Teams sichtbar. Nachhaltigkeit ist

für uns kein Trend, sondern tägliche Pflicht und Motivation. Diese Auszeichnung

zeigt, dass unser konsequenter Weg anerkannt wird“, freut sich Geschäftsführer

Michael Winkelbauer. Im Bild (von links): Stephan Winkelbauer

(Winkelbauer GmbH), Vanessa Roi (Sonderpreis, Restaurant „Das Liebig“),

Theresa Heuberger (Komptech GmbH), Gastgeber Nikolaus Juhász (Vorstandsvorsitzender

BKS Bank), Günther Spath (Lixtec GmbH), Michael

Winkelbauer (Winkelbauer GmbH) und Manfred Geiger (BKS Bank-Direktion

Graz und Jurymitglied).

Martin Gradnitzer (links) und Umberto Lebruto.

ASFINAG

Foto: BBT SE

BRENNER BASISTUNNEL

Neuer italienischer

Vorstand ernannt

Mit Wirkung zum 01. Oktober

2025 übernahm Dott. Ing.

Umberto Lebruto die Funktion

des italienischen Vorstands der

Brenner Basistunnelgesellschaft

(BBT SE). Der Aufsichtsrat

der BBT SE hat in seiner

Sitzung vom 30. September

2025 den neuen italienischen

Vorstand Lebruto auf drei

Jahre ernannt. Zugleich hat der

Aufsichtsrat auch den österreichischen

Vorstand DI Martin

Gradnitzer ebenfalls bestätigt.

Lebruto folgt auf Gilberto

Cardola, der seit seiner

Vorstandsernennung im Jahr

2019 das Projekt BBT entscheidend

mitgeprägt hat. Der neue

italienische Vorstand bringt

umfassende Erfahrung im

Bereich der Eisenbahninfrastruktur

und nationaler

wie internationaler Großprojekte

mit.

www.bbt-se.com

Generalsanierung des alten Karawankentunnels vergeben

Der Neubau der zweiten Tunnelröhre durch das Karawankenmassiv auf der A 11 Karawankenautobahn,

die Österreich und Slowenien verbindet, steht kurz vor der Fertigstellung.

Nun wurde auch die Generalsanierung der alten Tunnelröhre vergeben, die unmittelbar

nach der Verkehrsfreigabe der neuen Tunnelröhre Ende März 2026 starten wird. Die Bietergemeinschaft

aus Östu-Stettin, Vogl.Plus und Habau erhielt als Bestbieter den Zuschlag

für das Millionen-Projekt, bei dem unter anderem Beton-Innenschale, Fahrbahn, Tunnelbeschichtung,

Zwischendecke, Löschwasserleitungen und das gesamte Nordportal, das

auch architektonisch neu gestaltet wird, erneuert werden. Zum Projekt gehört auch die

Sanierung der 600 m langen Zulaufstrecke im Freiland mit den Brücken, der Fahrbahn, den

Ankerwänden und dem Steinschlagschutz. Der Auftrag wurde von der Asfinag für den

österreichischen Teil des Tunnels (also etwa 4,5 km) vergeben. Gemeinsam vergeben wurde

bereits die gesamte sicherheitstechnische Ausstattung des Tunnels. Die Generalsanierung

soll mit Frühjahr 2029 abgeschlossen sein. Bis dahin wird die neu errichtete Tunnelröhre

im Gegenverkehr betrieben. Die Asfinag investiert in die Generalsanierung des 1991

eröffneten Tunnels knapp 125 Mio. Euro.

www.asfinag.at

6 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Foto: Fischer

Foto: Milena Krobath

ROSENBERGER TELEMATICS

Award für innovative

Asset-Tracking-Lösung

Die Rosenberger Telematics

GmbH wurde beim eAward 2025

in der Kategorie „Services &

Prozesse“ für das Projekt

„Effiziente Digitalisierung zur

Verwaltung von Klein- und

Kleinstgeräten“ ausgezeichnet.

Mit der innovativen Lösung

„Asset-Tracking mit BLE-Beacon“

setzt das Unternehmen neue

Maßstäbe in der digitalen

Verwaltung von Gerätebeständen

– ein entscheidender Vorteil für

Bauunternehmen und Logistikdienstleister,

die ihre Prozesse

kosteneffizient und transparent

gestalten möchten. Die auf

Bluetooth Low Energy (BLE)

basierende Technologie ermög­

MERCEDES-BENZ TRUCKS

licht eine präzise und energieeffiziente

Ortung von Klein- und

Kleinstgeräten. Dabei kommen

passive BLE-Beacons zum

Einsatz, die in Kombination mit

einem flächendeckenden Netzwerk

aus BLE-fähigen Telematiksystemen

sowie der unterstützenden

R-Beacon App als mobiles

Empfangsgerät kontinuierlich

einen Umkreis von rund 80 m

scannen. Die erfassten Daten

werden zentral in der bewährten

Telematik-Software „Commander“

gebündelt und ermöglichen

eine umfassende Überwachung,

Analyse und Verwaltung der

Geräteflotte in Echtzeit.

www.rosenberger-telematics.com

Christian Meschnig (Mitte links, CEO Rosenberger Telematics) und

Yvonne Weginger, MA (Mitte rechts, Marketing Leiterin Rosenberger

Telematics) bei der eAward Verleihung.

Neben den bereits bestehenden Servicestandorten der AV Gruppe für

Mercedes-Benz Trucks in Zwettl, Eisenstadt und Wien tritt AV Truck in

St.Pölten-Unterradlberg nun auch als Händler für Mercedes-Benz Trucks

auf. „Die Partnerschaft mit Daimler Truck ist für uns ein be deutender

Schritt“, sagt Andreas Zorn, Geschäftsführer von AV Truck, „wir können

unseren Kundinnen und Kunden künftig nicht nur um fassenden Service,

sondern auch die gesamte Bandbreite an Fahrzeuglösungen aus einer

Hand anbieten. Damit schaffen wir ein starkes Fundament für die Zukunft

– sowohl für unsere Kunden als auch für unser Unternehmen.“ „Wir sehen

die Bewerbung als Bestätigung für die Attraktivität unseres Mercedes-

Benz Truck Portfolios und freuen uns über die Erweiterung unseres

Vertriebsnetzes um einen zusätzlichen starken Partner“, sagt Jens Tittel,

CEO Daimler Truck Austria.

www.mercedes-benz-trucks.at

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Tagung Bauwirtschaft

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Meldung

03.12.2025, Graz www.brv.at

Workshop Recycling & Abfallmanagement

im Bauwesen

16.12.2025, Wien www.ars.at

Lehrgang Claims & Co für

Baupraktiker

28.01.-12.02.2026, Wien und Virtual

Classroom

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RUDIMENTUM

Neue Dachmarke vereint 17 Partnerfirmen

Die Salzburger Sand- und Kieswerke (SSK), ein

traditionsreiches Familienunternehmen aus

der Rohstoff- und Baubranche, hat eine neue

Holding-Struktur geschaffen: Rudimentum. Als

neue Dachgesellschaft vereint sie ab sofort alle

17 Partnerbetriebe mit über 600 Beschäftigten

an Standorten in Österreich und Bayern. Somit

sind sämtliche Rohstoffe, Baustoffe, Produkte

und Dienstleistungen in Rudimentum gebündelt.

Die neue Dachmarke soll das Wachstum

der Unternehmensgruppe fördern und den Weg

in neue Märkte ebnen. „Nach einem intensiven

Analyse- und Strategie-Prozess stellen wir

heute mit Begeisterung die neue Dachmarke

unserer Unternehmensgruppe vor“, erklären

die vier Geschäftsführer Josef Eder, Johann

Eder, Stefan Hofer und Hannes Hofer und

Die geschäftsführenden Rudimentum Gesellschafter (von links): Stefan Hofer,

Josef Eder, Hannes Hofer und Johann Eder in der Firmenzentrale in Salzburg.

ergänzen: „Rudimentum verdeutlicht den

Zusammenhalt unserer Betriebe, Standorte

und MitarbeiterInnen. Geeint sind wir durch

die Begeisterung für Rohstoff.“ Ein bedeutendes

Ziel der neuen Dachmarke ist es einheitliche,

moderne Systeme für einen kontinuierlichen

Datenaustausch zwischen den Betrieben

weiterzuentwickeln. Die neu gegründete

Rudimentum Service GmbH bündelt die

interne Instandhaltungskompetenz am

Hauptstandort in Bergheim bei Salzburg. Hier

werden sämtliche Fahrzeuge und Gerätschaften

gewartet, lackiert und serviciert. Zudem

werden interne Sonderlösungen der Metallverarbeitung

für Fahrzeuge, Geräte und

Anlagen entwickelt und umgesetzt.

www.rudimentum.at

Foto: Rudimentum; Philip Hagenhofer

Staubbekämpfung

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8041 Graz, Liebenauer Hauptstrasse 138

CONCRETE DESIGN COMPETITION

Wettbewerb für Studierende

Beton Dialog Österreich, die Interessensgemeinschaft der österreichischen Zement- und Betonhersteller,

ruft zur „Concrete Design Competition“ 2025/26 auf. Der Wettbewerb richtet sich an Studierende

aus Architektur, Ingenieurwesen, Planung, Design und verwandten Disziplinen und steht unter dem

Motto „Transform“. Gesucht werden Ideen, die die Fertigung von Beton neu denken, Bauweisen weiterentwickeln,

Materialeigenschaften innovativ nutzen oder neue Anwendungen des Baustoffs erschließen.

Auch Projekte, die sich mit ökonomischen, ökologischen oder gesellschaftlichen Aspekten des

Bauens mit Beton befassen, sind willkommen. Teilnahmeberechtigt sind Studierende österreichischer

Universitäten oder Fachhochschulen sowie Absolventen, deren Abschluss nicht länger als ein Jahr

zurückliegt. Einsendeschluss ist der 27. April 2026. Weiterführende Informationen zum Wettbewerb

und zur Teilnahme unter

www.beton-dialog.at/concrete-design-competition

8

OKTOBER 2025

BAUBLATT.ÖSTERREICH



MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

MAWEV

Gelungene Premiere für das neue

Mitgliedertreffen am Red Bull Ring

Die legendäre Rennstrecke in Spielberg bildete am

18. September 2025 den Rahmen für das neue MAWEV

Mitgliedertreffen. Damit etablierte der Österreichische

Baumaschinen-Verband eine zeitgemäße Nachfolge-

Veranstaltung für den bisherigen MAWEV Heurigen.

Diese wird in Zukunft mit modernem Konzept

an wechselnden Locations stattfinden.

B

egrüßt wurden die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer von MAWEV-Präsident

Ing. Otto Singer: „Es freut mich sehr, dass

so viele Mitglieder die Anreise aus den

verschiedenen Bundesländern auf sich

genommen haben. Wir wollen gemeinsam

diesen besonderen Tag verbringen, der

einige Höhepunkte bereithält. Zu Beginn

können wir hinter die Kulissen des Red Bull

Ringes blicken – ein Ort, der internationale

Strahlkraft besitzt und für Technik,

Präzision und Dynamik steht. Im Anschluss

bietet sich die Gelegenheit, Geländefahrzeuge

in Aktion zu testen und entsprechende

Erfahrungen zu sammeln. Besonders

wichtig ist uns aber auch die Würdigung

unserer treuen Mitglieder. Mit großer

Dankbarkeit dürfen wir langjährige

Wegbegleiter des MAWEV für ihre Mitgliedschaften

ehren.“

Die Überreichung der Ehrenurkunden

erfolgte im Anschluss an die Veranstaltung

am Red Bull Ring im Schloss Gabelhofen in

Fohnsdorf. Für ihre langjährige Mitgliedschaft

wurden folgende Unternehmen

gewürdigt: BNP Paribas S.A. Lease Group

Austria und MWT Mobile Wiegetechnik

(jeweils 20 Jahre), Metso Austria GmbH

(25 Jahre), Gerl Baumaschinen Handel

GmbH (30 Jahre), Lowatschek & Regner

Kommanditgesellschaft und Atlas Copco

GesmbH (jeweils 50 Jahre) sowie Zeppelin

Österreich GesmbH (60 Jahre).

„Der Einsatz, die Loyalität und das persönliche

Engagement unserer langjährigen

Mitglieder ist das Fundament, auf dem

unser Verband steht. Doch wir wollen nicht

nur zurückschauen, sondern auch nach

vorne blicken: Die Planungen für die

MAWEV-Show 2027 laufen bereits und

unser Verband wird gemeinsam mit seinen

Partnern alle Anstrengungen unternehmen,

damit auch die MAWEV-Show 2027 eine

erfolgreiche Veranstaltung für die heimische

Baumaschinenbranche wird“, zeigte sich

MAWEV-Präsident Ing. Otto Singer

zuversichtlich.

www.mawev.at

1-3 Bei einer exklusiven Führung am

Red Bull Ring konnten die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer einen Blick hinter

die Kulissen einer der modernsten Rennstrecken

der Welt werfen. Mit Fahrzeugen

der Type Ineos Grenadier und Land

Rover Defender sammelten sie anschließend

Offroad-Erfahrungen. 4-9 Das

Konzept des neuen MAWEV Mitgliedertreffens

(MATREFF) fand großen Anklang.

10+11 MAWEV-Präsident Ing. Otto Singer

(links) und Generalsekretär Dr. Siegfried

Sedlacek (rechts) übergaben die

Ehrenurkunden für die langjährige Mitgliedschaft

unter anderem für 50 Jahre

an DI Pia Lowatschek und Peter Lowatschek

(Firma Lowatschek & Regner, Bild

links) sowie für 60 Jahre an Stephan Bothen

(Vorsitzender der Geschäftsführung)

und Lisa-Maria Geyer (Leiterin für

Marketing und Verkaufsförderung, beide

Zeppelin Österreich, Bild rechts).

4

1

2

5 6 7

8 9 10 11

3

MERLO ROTO

DER DREHBARE

WOLKEN

KRATZER

BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at

10 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 11



MENSCHEN + SZENE

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

35 Jahre Baustoff-Recycling in Österreich

Im Jahr 1990 startete die österreichische Bauwirtschaft eine Initiative, die europaweit

vorbildlich war. Anlässlich des Jubiläums traf sich am 2. Oktober 2025 die Recycling-

Branche zu einem Festabend im Museum Arbeitswelt in Steyr.

V

or 35 Jahren stellten sich 14 Unternehmen

der neuen Aufgabe, Bauabfälle

nicht mehr zu deponieren, sondern

Regelungen für eine hochwertige Verwertung

zu initiieren und eine komplette

Umstellung der Baustellenentsorgung

einzuleiten – dazu wurde der Österreichische

Baustoff-Recycling Verband gegründet.

Was heute eine Selbstverständlichkeit

ist, nämlich Beton, Asphalt oder Mauerwerk

als hochwertige Recycling-Baustoffe

aufzubereiten, war damals unbekannt

– die Deponie war die einzige Entsorgungsmöglichkeit.

Bundesminister Mag. Norbert Totschnig,

MSc. wies in seinen Begrüßungsworten

auf die durch den BRV gelungene Verbindung

zwischen Wirtschaft und Umwelt

hin: Die Recycling-Wirtschaft ist von einer

Nische zu einer etablierten Säule der Bauwirtschaft

geworden. Dies ist auch dem

Wirken des BRV zu verdanken, welches

der Umwelt zugutekomme und die

Wirtschaft stärke.

Sektionschef DI Christian Holzer, aber

auch sein Vorgänger, Sektionschef i.R. Dr.

Leopold Zahrer, ließen es sich nicht

nehmen, dem BRV zu gratulieren und die

Verdienste des Verbandes – Forschung,

Richtlinienerstellung, Merkblattverfassung,

Branchenvertretung, Schulung und

Fachveranstaltungen, Arbeitskreise und

Expertise – zu würdigen.

Kurt Bernegger, BRV-Mitglied der ersten

Stunde, wies darauf hin, dass es gelang,

in kürzester Zeit erste technische

Regelwerke zu veröffentlichen, die

technische Standards bildeten, die

Grundlage für die Ausschreibung und

Vergabe waren. Dadurch entstand ein

Markt, der heute als gelungen bezeichnet

werden kann. Auch international wird

der BRV geschätzt: So hat der Europäische

Recycling-Dachverband EQAR

seinen Sitz beim BRV in Wien, der

Vorsitzende des BRV, DI Mag. Dr.mont.

Thomas M. Kasper, ist auch Präsident der

EQAR.

DI Dr. Marion Huber-Humer, Universitätsprofessorin

an der BOKU Wien, zeigte

die wichtigen Zusammenhänge zwischen

Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit

auf. Dabei verwies sie auf die Anforderungen

der EU, z.B. durch die EU-Taxonomieverordnung,

in der durch finanzielle

Anreize ein hohes Maß an Recycling-Baustoffen

bei Bauvorhaben gefordert wird.

Im Rahmen des Festaktes wurde der

langjährige Geschäftsführer DI Martin

Car, der seit der Gründung des Verbandes

bis Ende 2024 die Funktion innehatte, für

seine erfolgreiche, initiative Geschäftsführung

gewürdigt. „Martin Car ist das

Gesicht des Baustoff-Recyclings – wir

freuen uns, dass er als Geschäftsführer

der EQAR und für internationale Aktivitäten

weiter tätig sein wird“, so Kasper.

DI (FH) Tristan Tallafuss, seit heuer

Geschäftsführer des BRV, sieht das

Jubiläum als Verpflichtung, neue Initiativen

im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu

setzen; neue Herausforderungen, wie das

Gipsplattenrecycling, zu dem der BRV

neue Infofolder aufgelegt hat, bis hin zum

riesigen Potenzial der Verwertung von

Aushub zum Recycling-Baustoff, fordern

zukünftige Initiativen des Verbandes, wie

Schulungen, Merkblätter oder die

Schaffung von Standardausschreibungstexten.

www.brv.at

1 2 3 4

ARBEITENOHNEUNTERBRECHUNG .

Rahofer.

5

DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK

1 DI Dr. Marion Huber-Humer betonte die Zusammenhänge zwischen Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit. 2 Sektionschef

DI Christian Holzer (links) und Sektionschef i.R. Dr. Leopold Zahrer. 3 BRV-Präsident Thomas M. Kasper (rechts) würdigte den langjährigen

Geschäftsführer DI Martin Car. 4 DI (FH) Tristan Tallafuss, seit heuer Geschäftsführer des BRV, wird neue Initiativen im Bereich der Kreislaufwirtschaft

setzen. 5 Im Rahmen des Festaktes wurden weitere Ehrungen von Gründungsmitgliedern und langjährigen Wegbegleitern

vorgenommen (von links): Ernst Hofer (SSK), Margot Mayrhofer (Porr Umwelttechnik), Manfred Binder (Pittel+Brausewetter), Wolfgang

Pauliny (Ökotechna), Robert Rosenberger (Bundes innung Bau/Fachverband der Bauindustrie) und BRV-Präsident Thomas M. Kasper.

12 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: Eva Drosdek

Dank dem Schnellwechselsystem SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion

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Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer

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konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck

sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at



PROJEKTE + PLANUNG

SALZACHKRAFTWERK STEGENWALD

Technische und ökologische

Innovationen in der Wasserkraft

Ende September feierten

Verbund und Salzburg AG

die Eröffnung des neuen

Salzachkraftwerks Stegenwald,

das auch als Vorbild für

zukünftige Entwicklungen

im Bereich der Wasserkraft

dient.

D

er Spatenstich für das Salzachkraftwerk

Stegenwald erfolgte am 30. Juni

2023. Es ist das siebte Kraftwerk, das aus

der Partnerschaft zwischen Verbund und

Salzburg AG hervorgeht. Mit einer

Investition von 100 Mio. Euro und einer

Rekordbauzeit von lediglich zweieinhalb

Jahren liefert das Kraftwerk jährlich

74 GWh erneuerbaren Strom aus Wasserkraft

für etwa 20.000 Haushalte.

Das Kraftwerk schafft im Bereich

Stegenwald keinen klassischen Stauraum,

denn die Salzach bleibt als Fließgewässer

erhalten und wird zusätzlich aufgeweitet.

Eine moderne Fischwanderhilfe zählt

mittlerweile zum ökologischen Standard.

Im Rahmen des feierlichen Festakts am

26. September 2025 versammelten sich

zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft

sowie Anwohnerinnen und Anwohner,

um die Eröffnung des Salzachkraftwerks

gemeinsam mit Verbund und

Salzburg AG zu feiern.

Bei der Eröffnung betonte Verbund

CEO Michael Strugl: „Der Bau und die

Inbetriebnahme des Salzachkraftwerk

Stegenwald ist eine Erfolgsgeschichte und

zeigt wie technische Expertise und enge

Zusammenarbeit der Projektpartner

Verbund und Salzburg AG zu exzellenten

Ergebnissen führt. Trotz zahlreicher

Herausforderungen – wie das Jahrhunderthochwasser

im August 2023 oder ein

vorübergehender Baustopp im letzten

Jahr – konnte die Errichtung termingerecht

und im Kostenplan abgeschlossen

Fotos: Verbund; Wolfgang Golger; Johannes Wiedl

Das Salzachkraftwerk Stegenwald setzt

neue Maßstäbe in der Wasserkraft und

ökologischen Integration. Unter anderem

verfügt es über die größte Fischwanderhilfe

an der Salzach. Bei der feierlichen Eröffnung

Ende September (von links): Bürgermeister

Hubert Stock, Verbund Wasserkraft Geschäftsführer

Karl Heinz Gruber und Michael

Amerer, COO Verbund Achim Kaspar, Bundesminister

Wolfgang Hattmannsdorfer, CEO

Verbund Michael Strugl, Landeshauptfrau

Karoline Edtstadler, CEO Salzburg AG Michael

Baminger, VD Salzburg AG Herwig Struber

und Aufsichtsratsvorsitzender Salzburg AG

Wilfried Haslauer.

OKTOBER 2025

15



PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

Mitte Februar 2025 wurde die

Salzach behutsam in ihr neues Bett

umgeleitet und das alte Flussbett

naturnah gestaltet.

Das Kraftwerk Stegenwald in der Bauphase. Die Genehmigung für das Kraftwerk dauerte rund fünfmal so lange wie der eigentliche

Bau. Im Rahmen der Eröffnungsfeier wurden daher Rufe nach schnelleren Verfahren und einfacheren Rahmenbedingungen laut.

die Tier- und Vogelwelt – und wertet

diesen Salzach-Abschnitt ökologisch auf.

Es ist damit das zentrale Element einer

Vielzahl an ökologischen Maßnahmen, die

im gesamten ca. 6 km langen Projektgebiet

umgesetzt wurden.

Verbund Wasserkraft Geschäftsführer

Michael Amerer und Karl Heinz Gruber

betonen, dass sich Wasserkraft und

Ökologie ergänzen: „Artenvielfalt, Klimaschutz

und Energiesicherheit sind nicht

entweder-oder zu betrachten. Klimaschutz

in Form der CO2-freien Wasserkraft ist

gleichzeitig auch Artenschutz für heimische

Arten, die durch die Klimaerwärmung

verloren gehen würden. Die

Wasserkraft beweist zudem Tag für Tag,

dass sie Teil der Lösung der Zukunftsthemen

ist. Hier in Stegenwald entstanden

durch rund 500 ökologische Maßnahmen

neue Lebensräume für Frösche, Libellen,

Vögel und einer Vielzahl an Pflanzen. In

den kommenden Monaten und Jahren

werden. Das Beispiel Stegenwald zeigt

aber auch, dass die Genehmigung für das

Kraftwerk rund fünfmal so lange gedauert

hat, wie der eigentliche Bau. Das muss

sich im Sinne unserer Energiesicherheit

und der Klimaneutralität ändern. Wir

brauchen schnellere Verfahren und

einfachere Rahmenbedingungen. Gesetze,

die so klar sind, dass man sie auch

umsetzen kann. Nur durch verlässliche

Rahmenbedingungen können wir die

notwendigen Mittel mobilisieren und

unsere Projekte effizient umsetzen. Wenn

das nicht schneller geht, wird es länger

dauern und teurer.“

Die regionale Wertschöpfung beim Bau

des Kraftwerks Stegenwald ist beeindruckend:

Über 80% der Investitionen fließen

direkt in die Region und nach Österreich.

Die Salzburger Niederlassung der Firma

Bodner führte die Baumeisterarbeiten

durch, während lokale Unternehmen wie

Deisl, SSK und Ehrensberger für Betonund

Steinlieferungen sorgten. Das Kuchler

Familienunternehmen GMT-Wintersteller

fertigte sämtliche stahlwasserbauliche

Komponenten im Raum Salzburg – ein

Auftragsvolumen, das sonst oft ins

Ausland vergeben wird. Die Maschinensätze

lieferte Global Hydro aus Oberösterreich,

während Elin und Siemens mit

ihren Salzburger Niederlassungen die

elektro-leittechnische Ausrüstung beisteuern.

Diese regionale Vergabe minimiert

zudem Transportwege und entlastet das

öffentliche Straßennetz.

Innovatives Gesamtkonzept

Für das Salzachkraftwerk Stegenwald

wird erstmalig ein gemeinsam mit der

TU Graz entwickeltes innovatives Anlagenkonzept

umgesetzt, welches richtungsweisend

für zukünftige mittlere Laufwasserkraftwerke

sein kann.

Zum ersten Mal werden hier 2 vertikale

Kaplanturbinen horizontal, also liegend,

eingebaut. Das Wasser wird somit nicht

von vorne, sondern von oben zur Turbine

geleitet. Womit auch der Generator nicht,

wie in Laufwasserkraftwerken üblich,

oben auf der Turbine, sondern davor

situiert ist. Damit kann im Betrieb auch

das Maschinenhaus überströmt und zur

Hochwasserabfuhr verwendet werden. Das

Resultat ist, dass das Kraftwerk im

Hochwasserfall 20% mehr Wasser abführen

kann, als es mit einem dritten

Wehrfeld möglich gewesen wäre. Die

moderne Anlage ist somit für zukünftige

Herausforderungen in Zeiten des Klimawandels

bestens gerüstet. Ein weiterer

Vorteil dieser Bauweise ergibt sich für das

Landschaftsbild, da nur mehr die Wehrbrücke

sichtbar ist und der Rest der

Anlage unter Wasser liegt. Überdies

ermöglicht das innovative Konzept eine

Reduktion der Bauzeit im Vergleich zu

klassischen Flusskraftwerken in dieser

Größenordnung um ein Viertel.

Das Salzachkraftwerk Stegenwald setzt

auch im Bereich der Ökologie auf innovative

Lösungen. So werden bei der Wasserführung

und bei der Fließgeschwindigkeit

im Stauraum neue Wege beschritten.

Durch die optimierte Anhebung der

Flusssohle werden im Staubereich

Fließgeschwindigkeiten und Wassertiefen

erreicht, die als Habitate für Fische

besonders gut geeignet sind.

Naturnahes Umgehungsgewässer

geschaffen

Durch die beengte Lage zwischen Bergen,

Autobahn und Eisenbahn bot dieser

Salzachabschnitt kaum Lebensraum für

Fische. Das hat sich mit dem Kraftwerk

Stegenwald nachhaltig zum positiven

geändert. Ab Mitte Februar 2025 wurde

mit der Neugestaltung des alten Flussbettes

begonnen und über eine Strecke

von rund 500 m und einer Breite von bis

zu 60 m ein neues lebendiges, naturnahes

Umgehungsgewässer geschaffen.

Die größte Fischwanderhilfe an der

Salzach schafft mit ihren Uferbereichen

neue Lebensräume für Fische – aber auch

16 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BUILT

FOR

SUCCESS

GEEL.AT



PROJEKTE + PLANUNG

Die zum ersten

Mal liegend eingebauten

Kaplan-

Turbinen erlauben

die gleichzeitige

Nutzung der Maschinenfelder

für

die Hochwasserentlastung.

Am

22. November

2024 wurden die

beiden Turbinensätze,

bestehend

aus Kaplanlaufrad,

Turbinendeckel

und Turbinenwelle,

erfolgreich

eingehoben. Die

beiden Kaplanturbinen

haben zusammen

eine

Leistung von

14,3 MW.

wird ein Team von Expertinnen und

Experten mit einem umfassenden Monitoring

die Funktionsfähigkeit und Effizienz

der ökologischen Maßnahmen begleiten

und dokumentieren. Das stellt sicher, dass

das Kraftwerk Stegenwald nicht nur für

saubere Energie, sondern auch für einen

positiven Einfluss auf die Natur bekannt

wird.“

Am Kraftwerk selbst wurden im

Frühsommer 2024 die Hauptbetonarbeiten

soweit abgeschlossen, dass die Anlieferung

und Montage des ersten von zwei Maschinensätzen

beginnen konnte. Die beiden

Maschinen haben eine Leistung von in

Summe 14,3 MW und wiegen nach

Fertigstellung zusammen rund 265 t.

Sämtliche Anlagenteile wurden von

österreichischen Herstellern geliefert.

Mit November 2024 war der Rohbau

des Hauptgebäudes des Kraftwerks

Stegenwald abgeschlossen und die beiden

Turbinensätze, bestehend aus Kaplanlaufrad,

Turbinendeckel und Turbinenwelle,

wurden erfolgreich eingehoben. Bevor mit

dem Einheben begonnen werden konnte,

musste jedoch noch eine logistische

Herausforderung gelöst werden: Es galt

den 72 t schweren und 23 m langen

Transport millimetergenau durch das

Nadelöhr bei der Zufahrt auf die Baustelle

zu lotsen.

Den heiklen Arbeitsgang des Einhebens

bewältigte das Baustellenteam dann mit

großer Routine. Dabei mussten die beiden

Turbinenteile mit einem Gewicht von

jeweils mehr als 32 t mit einem Mobilkran

in den Turbinenschacht eingehoben und

anschließend die Laufräder durch den

Leitapparat in den Laufradmantel

horizontal eingefahren werden. Die beiden

Laufräder mit einem Durchmesser von je

3,6 m werden zukünftig den Generator

antreiben.

Im April 2025 wurde der Stauraum

erstmals mit Wasser gefüllt und nach

Ostern der erste der beiden Maschinensätze

mit dem öffentlichen Stromnetz

synchronisiert, das heißt, es wurde das

erste Mal Strom produziert und eingespeist.

„Um das Wasser auf die Turbinen

leiten zu können, musste zuvor mit dem

Aufstau der Salzach begonnen werden. Die

Befüllung des Stauraums erfolgte Anfang

April gemäß der Stauplanung in drei

Schritten, verteilt über eineinhalb Wochen.

Die Zeit wurde genutzt, um die notwendigen

Dichtheitskontrollen an den Dämmen

durchzuführen“, erklärt der stellvertretende

Projektleiter Herwig Berkenhoff

(Salzburg AG). Das Kraftwerk Stegenwald

hat im Betrieb eine Fallhöhe von 8,4 m

und wird, wie bereits erwähnt, knapp

74 GWh erneuerbaren Strom aus

Wasserkraft erzeugen.

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und alle Vorteile, die auch das Standardmodell auszeichnen.

Sein besonderer Wettbewerbsvorsprung liegt in der

weiter verbesserten, ab Werk integrierten intelligenten

Maschinensteuerung 2.0 von Komatsu. Der Fahrer kann

sich voll und ganz auf den Einsatz konzentrieren, während

das System sicherstellt, dass nur genau so viel Material

bewegt wird, wie geplant.

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18 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

ÖBB

Großeinsatz im Koralmtunnel zum Abschluss

der Übungsphase vor der Inbetriebnahme

Am 14. Dezember 2025 ist es soweit: Für den Süden Österreichs und darüber hinaus beginnt

mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn ein neues Kapitel im Bahnverkehr. Neben den

Testfahrten und Schulungen wurden auch mehrere Übungen mit Einsatzkräften absolviert.

Den Abschluss bildete am 4. Oktober eine Großübung im Koralmtunnel.

I

Das Ziel der Großübung im Koralmtunnel am 4. Oktober war es, die Hilfs- und Einsatzkräfte mit den neuen Tunnelanlagen und Einrichtungen

so vertraut wie möglich zu machen und das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen zu gewährleisten.

nsgesamt waren über 150 Personen von

Feuerwehr, Polizei, Rettung, Behörden

und ÖBB im Einsatz. Weitere 50 Protagonisten

stellten Fahrgäste dar, die es galt,

aus dem Koralmtunnel zu evakuieren. Die

Annahme: Wegen eines technischen

Defekts kam ein Zug etwa 7 km im

Koralmtunnel zum Stehen. Zusätzlich

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erschwerten Rauchentwicklungen und

verletzte Personen den Einsatz. Mit Unterstützung

der Feuerwehr konnten alle

Reisenden jedoch rasch und planmäßig

evakuiert und den Rettungskräften

übergeben werden. Dabei kam auch der

nagelneue „ÖBB Servicejet“ zum Einsatz

– ein Rettungszug der neuesten Generation.

Er ist auf beiden

Seiten des Koralmtunnels

stationiert, kann

einen doppelten Railjet

abschleppen, rund 300

Personen evakuieren,

verfügt über Löschwassertanks

und hat eine

Schutzbelüftung.

Der Rettungszug und

die Übungen wiederum

sind Teile eines umfassenden

Sicherheitskonzeptes.

Rund 15% der

gesamten Investitionskosten

entlang der

Koralmbahn flossen in

die Sicherheit. Dazu

zählen Notausgänge,

Löschwasserleitungen, Belüftungen,

Branddetektoren, Zufahrtsmöglichkeiten

für Einsatzkräfte und Kommunikationssysteme.

Speziell der Koralmtunnel gehört

mit seinen zwei Röhren zu dem modernsten

und sichersten Eisenbahntunnel der

Welt. Beide Röhren sind alle 500 m über so

genannte Querschläge miteinander

verbunden. Zusätzlich wurde in der

Tunnelmitte eine rund einen Kilometer

lange dritte Röhre als unterirdischer

Evakuierungs- und Rettungsbereich

errichtet.

Ein weiteres Kernstück der betrieblichen

Sicherheit ist das Zugbeeinflussungssystem

ETCS (European Train Control

System). Es ermöglicht grenzüberschreitenden

Schienenverkehr durch einheitliche

Standards, indem es nationale

Zugsicherungssysteme ersetzt und

Funktionen wie Geschwindigkeits- und

Abstandskontrolle per Funk und ortsfester

Technik kombiniert, um Sicherheit und

Effizienz zu steigern. Zusätzlich sorgen

Prüfeinrichtungen – sogenannte Zuglaufcheckpoints

– vor Einfahrt in den Tunnel

dafür, dass alle Züge auf technische

Fotos: ÖBB; Chris Zenz; Liebhart

Defekte wie zum Beispiel überhitzte

Bremsen überprüft werden. Weiters ist der

Koralmtunnel so ausgestattet, dass er

immerzu mit Strom versorgt wird. Fällt in

einem Bundesland die Stromversorgung

aus, kann er von anderer Seite weiter

versorgt werden. Maßnahmen der Blackout-Vorsorge

ermöglichen einen Bahnbetrieb

für ca. 6 h und ein schnelles

Wiederhochfahren nach Beendigung des

Blackouts. Im Tunnelinneren sind darüber

hinaus alle maßgeblichen Anlagenteile

redundant verbaut.

Im Zuge der Bauarbeiten entlang der Kamptalbahn werden unter anderem die beiden

Haltestellen Rosenburg und Kamegg zu zeitgemäßen Verkehrsstationen umgebaut.

Kamptalbahn: Bauarbeiten

liegen voll im Zeitplan

Erfreuliche Zwischenbilanz zur Halbzeit

der Bauarbeiten entlang der Kamptalbahn

im Herbst 2025. Die Unterbaumaßnahmen

– notwendig für alles, was jetzt kommt –

sind zu großen Teilen abgeschlossen. Die

Bauarbeiten fokussieren sich nun auf die

sichtbaren Maßnahmen wie zum Beispiel

die Gleiserneuerung, die Modernisierung

der Haltestellen Rosenburg und Kamegg

sowie die Sicherung der Eisenbahnkreuzungen

mit Lichtzeichen- oder Schrankenanlagen.

Die Streckensperre und der

Schienenersatzverkehr enden mit Fahrplanwechsel

am 14. Dezember 2025.

Neben Böschungssicherungen wurden

Drainagen, Kabeltröge sowie Durchlässe

unter der Bahn umgebaut und erneuert.

Zusätzlich wurden entlang der Strecke

Fundamente, Entwässerungsgräben,

Kabelschächte und -querungen unter den

Straßen und Gleisen errichtet. Als

nächster Schritt werden die Gleise

zwischen Rosenburg und Gars-Thunau

mit modernen Bahnbaumaschinen

erneuert. Anschließend folgt das Schottern

und Stopfen sowie Schleifen, Schweißen

und Verspannen der Schienen. Durch die

Summe der Maßnahmen wird die Kamptalbahn

bis ins Jahr 2031 zukunftsfit.

20 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

ZEPPELIN

Der neue Cat 325 der Firma Hilti & Jehle

ist ein beeindruckendes Technik-Paket mit

Premium Kabine, 360° Kamera, einem

OQTR-E26 Sandwich Tiltrotator von OilQuick

(eingebunden in das 10 Zoll

Touchdisplay) und Löffel-

Paket der Firma Winkelbauer,

Abstütz- und Planierschild,

Inspektionsbeleuchtung,

Zentralschmieranlage,

Luftkompressor und

3D Maschinensteuerung

von Leica.

Hilti & Jehle: vollausgestatteter Cat 325

ermöglicht eine rasche Projektabwicklung

In Vorarlberg ist die Hilti & Jehle GmbH ein großer Arbeitgeber. 2026 feiert das

traditionsreiche Familienunternehmen bereits sein 150 Jahr Jubiläum. Einer der

Grundpfeiler für den Erfolg des breit aufgestellten Bauunternehmens ist die

Offenheit für die Vorteile moderner Technik. Jüngstes Beispiel ist ein komplett

ausgestatteter Cat 325 Kurzheckbagger, der von der Zeppelin Österreich

Niederlassung in Inzing übergeben wurde.

W

er sich für die Wurzeln der Firma

Hilti & Jehle interessiert, begibt sich

auf eine interessante Zeitreise: 1876 – das

Jahr in dem unter anderem Alexander

Graham Bell das Telefon patentieren ließ

– gründete Caspar Hilti ein „Cementereigeschäft“

in Feldkirch. Das Unternehmen

wurde bereits damals mit jenen Werten

erfolgreich, die heute noch gelten: Fleiß

und Können, Handschlagqualität und

Zuverlässigkeit. Rund 30 Jahre nach der

Gründung vertraute die Stadt Feldkirch

der Baufirma einen Großauftrag an: die

Kanalisationsarbeiten für die Stadt. Der

Pioniergeist bei Hilti & Jehle zeigte sich in

den nächsten Jahrzehnten nicht nur bei

zahlreichen Großbauten und Infrastrukturprojekten,

sondern auch in der Errichtung

der ersten Asphaltmischanlage

Vorarlbergs im Jahr 1933.

Wichtige Meilensteine in der jüngeren

Vergangenheit sind die Gründung eines

Standorts in Tirol 1982 und die weitere

Spezialisierung mit der Hilti & Jehle

Projektmanagement GmbH und der Hilti

& Jehle Grundbau. 2007 wurde das

Unternehmen auch in der Schweiz tätig.

Geführt wird das Unternehmen von CEO

Anna Hilti und CFO Stefan Peherstorfer.

Neben der Zentrale in Feldkirch

betreibt die Hilti & Jehle GmbH in

Vorarlberg auch ein Logistik- und Dienstleistungszentrum

in Götzis. In Tirol

befindet sich die Zentrale von Hilti & Jehle

in Ried im Oberinntal, weitere Standorte

sind der Baumarkt Ried und der Bauhof

Maria Stein in Pfunds.

Tätig ist das Unternehmen in den

Bereichen Hochbau, Tiefbau, Grundbau,

Spezialtiefbau, Asphaltbau, Gussasphalt,

Pflasterarbeiten und Wohnbau. Hilti &

Jehle ist auch als Generalunternehmer

tätig und erweiterte das Dienstleistungsspektrum

vor zwei Jahren durch den

Einstieg in den Holzbau. In der Unternehmensgruppe

sind rund 550 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter beschäftigt. Einen

hohen Stellenwert hat die Nachwuchsförderung,

wo zurzeit rund 40 Lehrlinge in

verschiedenen Berufen ausgebildet

werden. Zur aktuellen Auslastung tragen

neben verschiedenen Hochbauprojekten

auch Infrastrukturprojekte und mehrere

Autobahnlose bei.

Den Fuhrpark des Unternehmens, der

von der Bohrmaschine bis zu den Großgeräten

rund 10.000 Baugeräte umfasst,

verantwortet Patrick Kriss. Er studierte

im Anschluss an seine Maschinenbau-

Ausbildung Wirtschaftsingenieurwesen

mit Schwerpunkt Logistik und war

zunächst bei verschiedenen Baumaschinenherstellern

tätig. Anfang 2023 wechselte

er in den Logistikbereich der Firma

Hilti & Jehle, wo auch das Gerätemanagement

angesiedelt ist. In Abstimmung mit

der Logistikabteilung übernimmt der

Zentraleinkauf die Beschaffung der neuen

Großgeräte. Dabei werden die technischen

22 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: Hilti & Jehle; Zeppelin Österreich; Eva Rauch

Anforderungen der Maschinen in

Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen

und der internen Werkstatt definiert.

Im Fuhrpark befinden sich unter

anderem rund 40 Bagger bis 38 t und

rund 20 Radlader. Die Firma Hilti &

Jehle verfügt in der Sparte Grundbau

aber auch über Bohrgeräte mit Einsatzgewichten

von ca. 100 t. Die Beschaffung

neuer Großgeräte wird eng mit dem

Zentraleinkauf und der Werkstatt

abgestimmt. Als Basis dient der interne

Anforderungskatalog, in dem definiert

ist, was von dem Gerät technisch und

wirtschaftlich erwartet wird. Bei

Großgeräten ist es für das Unternehmen

zwingend notwendig, dass ein Testgerät

zur Verfügung gestellt wird. Dieses wird

in der Werkstatt hinsichtlich der

Wartung geprüft und im Anschluss von

unseren Maschinisten im Einsatz

beurteilt.

Fuhrparkleiter Patrick Kriss: „Im

Zuge der Beschaffung unseres neuen,

möglichst leistungsfähigen Kurzheckbaggers

waren die wesentlichen Punkte das

Kippmoment und die Hydraulikleistung,

denn diese Qualitäten spielen bei

unseren Projekten eine große Rolle. Aus

diesem Auswahlverfahren ist der neue

Cat 325 als Sieger hervorgegangen. In

Abstimmung mit der Firma Zeppelin

haben wir das Basisgerät, das ja bereits

ab Werk über zahlreiche Assistenzsysteme

verfügt, hinsichtlich der technischen

Ausrüstung noch weiter optimiert.“

Ausschlaggebend für dieses umfangreiche

Ausrüstungs-Paket ist das breite

Einsatzspektrum des neuen Cat 325. Der

Schwerpunkt liegt im Tiefbaubereich, wo

er sowohl im ländlichen als auch im

innerstädtischen Bereich für verschiedene

Erdarbeiten zum Einsatz kommt

– von der Geländemodellierung über

Kanalarbeiten bis hin zur Steinverlegung

im Hochwasserschutz. Neben

beengten Platzverhältnissen sind diese

Projekte vor allem durch die hohen

Anforderungen bei den Abgasvorschriften

geprägt.

Daniel Kirchmair, zuständiger

Betreuer der Niederlassung Inzing von

Zeppelin Österreich, betont: „Wir freuen

uns, dass wir das ambitionierte Team

der Firma Hilti & Jehle im Zuge der

jüngsten Geräte-Beschaffung mit dem

Technik-Paket des neuen Cat 325 in

Kombination mit unserer leistungsfähigen

After-Sales-Betreuung wieder

überzeugen konnten. Der Cat 325 hat

nicht nur die erwähnten Tests mit

Bravour bestanden, er beeindruckt auch

mit niedrigem Verbrauch und niedrigen

Betriebskosten. Darüber hinaus verfügt

er über ein modernes Abgasnachbehandlungssystem,

das die strengsten Abgas-

Vorschriften erfüllt. Seine besondere

Stärke ist das umfangreiche Paket an

leistungsfähigen Assistenzsystemen, die

den erfahrenen Maschinisten Paul Dona

Übergabe des neuen Cat 325 an das Team der Firma Hilti & Jehle (von links): Christian

Rainer (Leiter Reparaturwerkstätte) und sein Stellvertreter Oliver Stevanovic (beide

Firma Hilti & Jehle), Fuhrpark-Leiter Patrick Kriss (Firma Hilti & Jehle), Daniel Kirchmair

(Verkaufsberater, Zeppelin Österreich Niederlassung Inzing), Paul Dona (Maschinist,

Hilti & Jehle) und Klaus Konzett (Verkaufsberater Vorarlberg, Zeppelin Österreich

Niederlassung Inzing).

Österreichischer

Baumaschinenverband

KOMPETENZ DURCH

FOKUSSIERTE INFORMATION

Nr. 0124850

11

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31

30 25

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6

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PRÜFPLAKETTEN &

PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO

Ein SERVICE des MAWEV

Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei

Durchschlagblättern und für die fortlaufend

nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Die Einschulung und Übergabe erfolgte vor Ort durch den

Monteur und Kundendienstberater. Für die Kunden in

Vorarlberg stehen nicht nur eigene Monteure zur

Verfügung, sondern mit Klaus Konzett auch ein

eigener Verkaufsberater.

Die Bilder verdeutlichen die

Entwicklung des Standorts Götzis

vom Jahr 1960 bis heute.

viel Aufwand auf ein vollwertiges 3D-System

von Leica aufgerüstet werden. Weitere

hilfreiche Assistenzsysteme sind die

Abziehautomatik, die Kontrollwaage Cat

Payload und die ebenfalls ab Werk

integrierte Höhen- und Schwenkbegrenzung.

Letztere ist für die Firma Hilti &

Jehle besonders wichtig, denn sie führt im

konstruktiven Bahnbau immer wieder

Vorarbeiten für den Gleisbau durch.

Wie das Team der Firma Hilti & Jehle

betont, hat man sich nicht ohne Grund für

den Cat 325 und sein Technologie-Paket

entschieden. Bedient wird das Gerät von

Paul Dona, einem sehr erfahrenen

Maschinisten, der durch die Assistenzsysteme

zusätzlich unterstützt wird. Daraus

resultiert eine große Effizienzsteigerung

und Projekte können in kürzerer Zeit

abgewickelt bzw. Folgeprojekte schneller

angenommen werden. Patrick Kriss: „Betonen

möchte ich aber auch, dass ich die

Zusammenarbeit mit den Firmen Winkelbauer

und Zeppelin sehr schätze. Der

Betreuer der Firma Winkelbauer hat mit

uns im persönlichen Gespräch alle

relevanten Details der Geometrie geklärt.

Und auch unsere Ansprechpartner bei der

Maschinist Paul Dona

(Hilti & Jehle) kann seine

langjährige Erfahrung

mit Unterstützung der

zahlreichen Assistenzsysteme

und in

Kombination mit

der vielseitigen

Ausrüstung des

Cat 325 noch

effizienter

einsetzen.

Firma Zeppelin waren mit großem

Engagement bei der Sache – von den

ersten Kontakten über die Bereitstellung

des Testgeräts bis hin zur professionellen

After Sales Betreuung und der reibungslosen

Ersatzteilbeschaffung. Das Service-

Netzwerk der Firma Zeppelin ist dicht

aufgestellt und der erfahrene Monteur, der

uns verlässlich betreut, war bei der

Übergabe dabei. Wir werden diese

Zusammenarbeit mit Sicherheit in

Zukunft weiterpflegen.“

www.hilti-jehle.at | www.zeppelin-cat.at

www.winkelbauer.com

bei seinen verschiedenen Einsätzen

wirksam unterstützen. In Kombination

mit dem Abstütz- und Planierschild, einem

OilQuick Tiltrotator in Sandwichbauweise

mit Greifermodul und klassischem

Löffelpaket inklusive Steinlegelöffel für

die Wasserbauarbeiten präsentiert sich

dieser Cat 325 mit sehr innovativer

Technik.“

Als Gerät der nächsten Generation

verfügt der Cat 325 bereits ab Werk über

die Vorrüstung für eine 2D-Maschinensteuerung.

Dadurch konnte er für den

Einsatz bei der Firma Hilti & Jehle ohne

MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN

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Das Team der Firma Hilti & Jehle.

24 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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Forstmulcher: robust, effizient

und für harte Einsätze gemacht

Effizient, robust und vielseitig im Einsatz – die Forstmulcher von AAB Eisterer

sind die ideale Lösung für Bau- und Forstbetriebe, Kommunen sowie Dienstleister

in der Landschaftspflege. Sie stehen für produktives Arbeiten, selbst

unter anspruchsvollsten Bedingungen.

W

o Bäume, Sträucher oder Wurzelwerk

entfernt werden müssen, zählt neben

Zuverlässigkeit auch Durchzugskraft. Die

Forstmulcher von AAB Eisterer sind genau

für diese Anforderungen konzipiert. Ob bei

der Flächenpflege, beim Rückbau von

Bewuchs entlang von Straßen und Leitungen

oder im Rahmen forstwirtschaftlicher

Projekte – die hochwertigen Maschinen

sorgen für saubere Ergebnisse in kürzester

Zeit. Dies gilt ganz besonders, wenn das

Schnittgut vor Ort bleibt und sofort

vermulcht werden kann.

Mit Anbaugeräten für Trägergeräte von

5 bis 30 t deckt AAB Eisterer ein breites

Leistungsspektrum ab. Damit steht für

nahezu jedes Trägergerät eine passende

Lösung zur Verfügung – vom Kompaktbagger

bis zum schweren Forstgerät.

Durch ihre robuste Bauweise und das

leistungsstarke Hydrauliksystem sind die

Mulcher optimal für anspruchsvolle Bedingungen

geeignet und überzeugen auch im

Dauereinsatz durch hohe Zuverlässigkeit.

Kraftvolle Leistung,

präzise Ergebnisse

Die Forstmulcher arbeiten effizient, selbst

bei dichtem Bewuchs oder schwer zugänglichen

Flächen. Gleichzeitig bieten sie ein

Höchstmaß an Sicherheit, da Arbeitskräfte

kaum manuell eingreifen müssen.

Die Forstmulcher von

AAB Eisterer arbeiten

effizient – selbst bei

dichtem Bewuchs oder

schwer zugänglichen

Flächen. Gleichzeitig

bieten sie ein Höchstmaß

an Sicherheit, da

Arbeitskräfte kaum

manuell eingreifen

müssen. Durch feinfühlige

Hydraulik

lassen sich die Geräte

exakt führen.

Spezielle Rotoren zerkleinern Holz,

Gestrüpp und Wurzeln zu feinem Material,

das sich direkt als Bodenabdeckung oder

Biomasse weiterverwenden lässt und nicht

zwingend abtransportiert werden muss.

Das spart zusätzliche Arbeitsschritte und

reduziert Transportaufwand.

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der

präzisen Steuerung: Durch feinfühlige

Hydraulik lassen sich die Geräte exakt

führen, wodurch auch an Böschungen oder

in unebenem Gelände kontrolliert gearbeitet

werden kann. So entstehen gleichmäßige

Ergebnisse bei minimaler Belastung

des Untergrunds. Gerade in der Forstwirtschaft

ist dies ein entscheidender Faktor

für nachhaltige Flächenpflege.

Wirtschaftlichkeit und

Nachhaltigkeit im Einklang

Mulcher von AAB Eisterer verbinden

Effizienz mit Wirtschaftlichkeit. Das

Zerkleinern von Bewuchs direkt vor Ort

spart Zeit, Personal und Maschinenkosten.

Gleichzeitig wird der Abtransport von

Schnittgut minimiert. Die frische Biomasse

lässt sich in vielen Fällen vor Ort

zur Bodenverbesserung einsetzen.

Dadurch wird der ökologische Fußabdruck

reduziert und nachhaltiger gewirtschaftet.

Miet- und Kaufoptionen

mit Rundum-Service

„Unsere Kunden schätzen die Kombination

aus Leistung, Zuverlässigkeit und

unkompliziertem Service. Dies gilt

besonders bei anspruchsvollen Baustellen

und Einsatzbereichen wie der Forstwirtschaft,

wo Zeit eine knappe Ressource ist“,

betont Geschäftsführer Herbert Eisterer.

Wie bei allen hydraulischen Anbaugeräten

bietet AAB Eisterer auch für Geräte

aus dem Forstbereich maximale Flexibilität.

Je nach Nutzungsszenario und

Nutzungshäufigkeit können die Geräte

gekauft oder kurzfristig für Sonderprojekte

gemietet werden. Ein umfassender

Service inklusive Beratung, technischer

Unterstützung und Wartung sorgt dafür,

dass die Mulcher stets einsatzbereit

bleiben.

www.aab-eisterer.at

26 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Doppelte Power

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Mit Trimble Siteworks Machine Guidance

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und der gewohnt robusten Hardware. Flexibel und ohne viel Aufwand zwischen

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Der Liduro Power Port (LPO) von Liebherr bewährt sich bei dieser Baustelle in Linz als alternative Lösung zum

Dieselgenerator und zeigt, wie mobile Energiespeicher den Baustellenalltag verändern können.

LIEBHERR

Energiespeicher statt Dieselgenerator: Porr

setzt auf den Liduro Power Port von Liebherr

Auf der Schachermayer-Baustelle in Linz stand die Porr-Bauunternehmung vor einer

typischen Herausforderung: Drei Kräne waren notwendig, doch über das Netz konnte die

Leistung nicht bereitgestellt werden. Mit dem Liduro Power Port (LPO) von Liebherr

erprobt Porr in einem Pilotprojekt nun eine alternative Lösung zum Dieselgenerator

und zeigt sich von dessen Stärken beeindruckt.

S

eit Dezember 2024 errichtet Porr am

Unternehmensstandort der Schachermayer

GmbH in Linz einen viergeschossigen

Industriebau mit insgesamt 22.000 m 2

Bodenfläche. Geplant sind moderne

Paletten- und Sperrgutlager in hochwertiger

Ausführung, mit 55 cm starken Decken

und terrazzoartigen Böden. Das Auftragsvolumen

beträgt in etwa 17 Mio. Euro,

rund 80 Personen aus verschiedensten

Gewerken sind gleichzeitig im Einsatz.

Der Bau soll bis Mitte 2026 fertiggestellt

sein.

Das Problem: der zu

schwache Netzanschluss

„Wir haben drei Turmdrehkräne benötigt,

doch der Energieversorger konnte uns nur

die Leistung für einen einzigen zusagen“,

erklärt Roman Piniel, Technischer Leiter

bei Porr. „Die klassische Lösung wäre ein

Dieselaggregat gewesen – aber 2025

wollten wir bewusst andere Wege gehen.“

Gemeinsam mit dem Auftraggeber

Schachermayer entschied sich Porr für

den Einsatz eines LPO, der die Netzengpässe

überbrückt und die Spitzenlasten

abfängt. Die Entscheidung fiel aber nicht

nur aus technischer Notwendigkeit.

„Natürlich spielte auch der Umweltaspekt

Fotos: Liebherr; Ludwig Sedlacek - Fotowerkstatt

eine Rolle“, ergänzt Richard Weissenböck,

Bauleiter bei Porr. „Ein Dieselaggregat

hätte pro Stunde bei Volllast rund 40

Liter verbraucht – von Lärm, Abgasen

und der regelmäßigen Betankung ganz zu

schweigen.“

Die Lösung: der mobile

Energiespeicher LPO

Der Liduro Power Port ist ein batteriebasiertes

Energiespeichersystem, das

vollelektrische oder hybride Maschinen

lokal emissionsfrei mit Energie versorgt.

Die Leistungsdichte gilt als marktführend:

je nach Ausführung wird die

Baureihe künftig Energieinhalte bis

1.200 kWh abdecken und Spitzenleistungen

bis 540 kVA liefern können. Neben

der Versorgung von Baumaschinen kann

der LPO auch als Notstromquelle, für

Veranstaltungen oder als Ladeinfrastruktur

eingesetzt werden.

Alle Modelle sind mobil, witterungsbeständig

und bieten verschiedene

Anschlüsse. Sie können parallel laden und

entladen, sind einfach zu transportieren

und lassen sich über die App „LPO

Monitoring“ jederzeit überwachen.

Wartungsarme Komponenten sorgen für

niedrige Betriebskosten und lange

Lebensdauer.

Auf der Porr-Baustelle in Linz kommt

die Serie LPO 100 zum Einsatz. Diese

kann, abhängig von der Ausführung,

zwischen 50 und 150 kWh speichern und

Spitzenleistungen bis zu 200 kVA liefern.

Damit lassen sich auch zwei große

Liebherr-Turmdrehkräne – ein 125 ECB

und ein 280 ECH – zuverlässig betreiben.

„Das war anfangs durchaus ein Wagnis“,

räumt Piniel ein. „Wir haben die

Leistungsgrenzen des Geräts bewusst

ausgetestet.“

Ein zentraler Baustein ist der Energy

Planner, eine browserbasierte Anwendung,

die bei der Dimensionierung unterstützt:

Asphalt Profi-Thermo

Prozesssicherheit im Asphaltbau mit langer

Nutzungsdauer. Perfekte Asphaltqualität dank

laufender Durchmischung.

Wir sind ein Teil davon.

Der Liduro Power Port ist ein batteriebasiertes Energiespeichersystem, das

vollelektrische oder hybride Maschinen lokal emissionsfrei mit Energie versorgt. Im Bild

von links: DI (FH) Roman Piniel (Technischer Leiter, Porr Equipment Services GmbH),

Peter Korath (Spartenleiter Energietechnik, Liebherr Österreich Vertriebs- und Service

GmbH) und Ing. Richard Weissenböck (Bauleitung GU Bau, Porr Bau GmbH).

Nutzer legen Bauphasen und Maschinen

an, berechnen Energiebedarfe und

simulieren Ladezyklen. So lassen sich

Netzanschlüsse effizient nutzen und

unnötige Kosten vermeiden.

Skepsis und erste Erfahrungen

Generell war die Anfangsphase auch von

Unsicherheit geprägt. „Die Skepsis war

groß, vor allem bei den Elektrikern“,

erinnert sich Richard Weissenböck. „Ein

Generator ist simpel, da kennt man jede

Sicherung. Aber ein Speicher mit Software,

Regeltechnik und digitaler Steuerung war

komplettes Neuland.“

Auch technisch war Feinarbeit nötig: Ab

welchem Ladezustand sollte der Speicher

wieder nachgeladen werden – bei 60% oder

erst bei 80%? Wie lassen sich Lastspitzen

der Kräne abfangen? Und wie verhindert

man Abschaltungen? Die Lösung war eine

leichte Leistungsreduzierung bei den

Kranen – für die Fahrer kaum spürbar,

aber entscheidend für den stabilen

Betrieb.

Zu Beginn half Liebherr mit Technikern

vor Ort, die Inbetriebnahme abzustimmen.

„Heute läuft das System stabil und

zuverlässig“, betont Piniel. Auch mit hohen

Temperaturen zeigte sich der LPO robust:

Eine integrierte Batterieheizung schützt

bei Kälte, und selbst in Hitzephasen mit

über 30° blieb das Gerät zuverlässig

einsatzbereit. „Heute läuft das System

nach anfänglichen Kinderkrankheiten

perfekt“, freut sich Piniel.

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Frischbeton zum Selbstzapfen. Leise,

sauber und flexibel. Bis zu vier Zuschläge,

4–5,5 m³ Bunker. Schnell montiert und

sofort einsatzbereit.

Wir sind ein Teil davon.

28 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 29



MASCHINEN + TECHNIK

DI (FH) Roman Piniel freut

sich über das perfekt laufende

System und schätzt die

professionelle Zusammenarbeit

mit Energietechnik-

Profi Peter Korath.

wimmer.info

Vorteile gegenüber

Dieselgeneratoren

Neben der Umweltfreundlichkeit überzeugte

das System durch Wirtschaftlichkeit

und einfache Handhabung. Im

Gegensatz zu Dieselgeneratoren liefert der

LPO Leistung genau nach Bedarf – ohne

Leerlaufverluste, mit höherem Wirkungsgrad

und ohne aufwändige Treibstofflogistik.

Auch Kabeltrassen und Trafostationen,

die hier nur mit hohem Aufwand

hätten errichtet werden können,

waren nicht erforderlich.

Für Porr bedeutet der Einsatz vor allem

auch Planungssicherheit: Kräne sind das

Herzstück des Bauprozesses, ihr Stillstand

würde den gesamten Ablauf gefährden.

„Wir haben hier bis zu 80 Personen

gleichzeitig auf der Baustelle, dazu

schwere Transporte von Bewehrungen und

Beton. Ohne laufende Kräne stünde alles

still“, verdeutlicht Piniel.

Ausblick: Energieplanung

wird integraler Bestandteil

Mit dem Energy Planner hat Liebherr ein

digitales Werkzeug entwickelt, das

Bauunternehmen bei der Dimensionierung

von Netzanschlüssen, Speichern und

Bauphasen unterstützt. Maschinen lassen

sich virtuell zu einer Flotte zusammenstellen,

Lastprofile planen und Ladebedarfe

simulieren. Für Bauunternehmen wie die

Porr wird diese vorausschauende

Planungsmöglichkeit in Zukunft

entscheidend sein.

Aus Sicht der Anwender gibt es noch

Weiterentwicklungspotenzial. Piniel

wünscht sich etwa höhere Ladeleistungen

für universelleren Einsatz sowie mehr

hochstromfähige Anschlüsse für parallele

Großgeräte. Und Weissenböck denkt über

integrierte Hybridlösungen nach: „Ein

kleineres Gerät mit integriertem Generator

wäre für Baustellen ohne Netzanschluss

ideal.“

Fazit: Pionierarbeit

mit Signalwirkung

Die Porr-Baustelle in Linz zeigt, dass

mobile Energiespeichersysteme nicht nur

ein Zukunftsthema sind, sondern bereits

heute eine praxistaugliche Alternative

zum Dieselgenerator darstellen. Trotz

anfänglicher Skepsis und nach technischen

Feineinstellungen läuft der Liduro

Power Port inzwischen höchst stabil im

Einsatz. „Wir leisten hier Pionierarbeit“,

sagt Weissenböck, „und sammeln Erfahrungen,

von denen bald die gesamte

Branche profitieren wird.“

Angesichts steigender Energiekosten,

strengeren Emissionsvorgaben und

wachsendem Umweltbewusstsein dürfte

die Nachfrage nach solchen Lösungen

rasch steigen. Ob als kompakte Lösung für

einzelne Kräne oder als Großsystem für

ganze Flotten – die LPO-Serie liefert einen

Ausblick darauf, wie die Energieversorgung

auf Baustellen künftig aussehen

wird: zuverlässig, flexibel und

emissionsfrei.

www.liebherr.com

Neben der Versorgung von Baumaschinen kann der LPO

auch als Notstromquelle, für Veranstaltungen oder als

Ladeinfrastruktur eingesetzt werden. Alle Modelle sind

mobil, witterungsbeständig, bieten verschiedene

Anschlüsse und können parallel laden und entladen.

30 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

MWT

Eichung mit System: Präzision

und Flexibilität aus einer Hand

Mobile Wiegetechnik (MWT) kombiniert Kundenorientierung mit zertifizierter

Genauigkeit. Mit dem mobilen Eichfahrzeug erfolgen alle Eichprüfungen

effizient, fristgerecht und beim Kunden bzw. beim Baufahrzeug vor Ort.

W

enn es um exakte Messungen geht,

darf kein Gramm dem Zufall

überlassen werden. MWT aus Pichl bei

Wels bietet seinen Kunden daher nicht

nur hochpräzise Wiegesysteme, sondern

auch einen mobilen, amtlich autorisierten

Eichservice. Gerade bei größeren Anlagen

oder Maschinen ist das ein entscheidender

Vorteil und sichert eine zeit- und kosteneffiziente

Abwicklung. Gleichzeitig wird so

sichergestellt, dass stets gesetzeskonform

und präzise gewogen wird.

Zertifizierte Präzision unterwegs

MWT ist eine durch das Bundesamt für

Eich- und Vermessungswesen (BEV)

autorisierte Eichstelle. Eichungen und

Kalibrierungen lassen sich daher effizient

beim Kunden durchführen, sodass die

Eichintervalle zuverlässig eingehalten

Eine genaue

Waage ist nicht

nur gesetzliche

Pflicht, sondern

auch wirtschaftlich

relevant.

MWT ist eine

durch das

Bundesamt für

Eich- und Vermessungswesen

(BEV)

autorisierte Eichstelle

und führt

seit 20 Jahren

Eichungen sowohl

in der firmeneigenen

Eichhalle

als auch direkt

beim Kunden

durch.

werden. Die technische Basis bildet ein

modern ausgestattetes Eichfahrzeug, das

über alle technischen Voraussetzungen

verfügt, um Prüfungen direkt vor Ort

abzuwickeln.

Eine genaue Waage ist nicht nur

gesetzliche Pflicht, sondern auch wirtschaftlich

relevant. Schon kleinste Abweichungen

können zu falschen Ergebnissen

führen. Unter dem Motto „Jedes Gramm

zählt“ legt MWT größten Wert auf Präzision.

Regelmäßige Wartung und fachgerechte

Eichung sichern langfristig exakte

Ergebnisse und damit Vertrauen bei

Kunden und Partnern.

Robuste Fahrzeugwaagen im Fokus

Besonders bei Fahrzeugwaagen, aber auch

bei Wiegesystemen, die bei verschiedensten

Fahrzeugen zum Einsatz kommen, ist die

Beanspruchung im Alltag sehr hoch:

Witterung, Schmutz, Vibrationen und

schwere Lasten setzen ihnen zu. All das

kann die Messgenauigkeit beeinflussen.

Umso wichtiger ist die regelmäßige

Eichung, die das Eichgesetz vorschreibt –

insbesondere für den rechtsgeschäftlichen

Verkehr. MWT übernimmt diese Aufgabe

fristgerecht und nach allen relevanten

Vorschriften. So bleibt die Messung

zuverlässig, der Betrieb gesetzeskonform

und die Abrechnung korrekt.

Flexibilität, die überzeugt

Seit 2005 führt MWT Eichungen sowohl in

der firmeneigenen Eichhalle als auch direkt

beim Kunden durch. Das mobile Eichfahrzeug

ist mit einem leistungsstarken Kran

ausgestattet und erreicht so auch schwer

zugängliche Waagen mühelos. „Unsere

mobile Lösung bietet maximale Flexibilität

und sorgt dafür, dass die Prüfung effizient

und zeitnah erfolgt – unabhängig von den

örtlichen Gegebenheiten“, betont Günter

Schmalnauer, Geschäftsführer von MWT.

Dank dieser Ausstattung können

Kunden ihre Waagen schnell, unkompliziert

und ohne lange Stillstandzeiten

prüfen lassen. Nach erfolgreicher Eichung

erhält jede Waage ein amtliches Eichsiegel

– der sichtbare Beleg für geprüfte Genauigkeit

und absolute Verlässlichkeit.

www.mwt-systeme.at

32 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

SAMOTER

Positive Signale im Vorfeld der Samoter 2026

In Italien ist die Baumaschinenbranche positiv in das Jahr 2025 gestartet und so wird

die 32. Samoter in Verona einmal mehr zu einem wichtigen internationalen Treffpunkt.

Z

wischen Jänner und Juni wurden auf

dem italienischen Markt 9.946 Maschinen

verkauft, was einem Wachstum von

+3% im Vergleich zum gleichen Zeitraum

DD

2024 entspricht. Im Detail entfielen 9.471

Verkäufe auf Baumaschinen (+2%) und

475 auf Straßenbaumaschinen (+10%).

Diese Zahlen wurden von Unacea (Italienischer

Verband der Baumaschinenhersteller)

analysiert, dem institutionellen und

strategischen Partner der kommenden

Ausgabe der Samoter – der internationalen

Baumaschinenmesse, die wieder auf

dem Messegelände Veronafiere stattfindet.

Auch wenn der italienische Markt durch

staatliche Fördermaßnahmen unterstützt

wird, zählt er weiterhin zu den wichtigsten

in Europa – sowohl hinsichtlich des

Volumens als auch der Maschinenflotten.

Vor diesem Hintergrund präsentiert sich

die Samoter 2026 als wichtiger internationaler

Branchentreff für die gesamte

Produktdetails

& Anwendervideo

Jetzt umrüsten auf das

neueste und vollhydraulische

Schnellwechselsystem von Winkelbauer.

Kombinierbar mit den

marktüblichen Systemen.

Passend für alle gängigen Anbaugeräte,

robust und wartungsarm. Patentiertes System.

Vom 6. bis 9. Mai 2026 wird die 32. Samoter

in Verona wieder zum Treffpunkt der

internationalen Baumaschinenbranche.

Lieferkette. Themen wie Digitalisierung,

Umweltverträglichkeit, Innovation,

Dekarbonisierung, klimaneutrale Bauprozesse,

berufliche Weiterbildung und

GRÖSSEN:

3,5 - 10 Tonnen

SI10, M10, MH10, MQ10, SW020

10 - 18 Tonnen

SI18, M18, MH18, MQ18, SW035

Sicherheit bilden thematische Schwerpunkte.

Sechs Hallen stehen den Ausstellern

zur Verfügung, dazu drei Außenbereiche.

Weiters wird Samoter Digital wieder

den Dialog zwischen Technologieherstellern,

Fachleuten, Managern, Betreibern

und Bauunternehmen fördern. Darüber

hinaus wird in der 32. Ausgabe die

Demo-Area von Samoter Digital erweitert

und in eine echte automatisierte Baustelle

verwandelt. Zu den Neuerungen im Jahr

2026 gehört auch die Gründung der

Samoter Academy, die darauf abzielt,

konkrete Antworten auf eine entscheidende

Herausforderung des Baumaschinensektors

zu geben: die Kluft zwischen

Angebot und Nachfrage nach qualifizierten

Fachkräften. Zahlreiche Konferenzen

und Workshops runden das breite Info-

Angebot der 32. Samoter ab.

www.samoter.it

www.veronafiere.it

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

1

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5

WESTTECH

Westtech feiert 20 Jahre Woodcracker

Gemeinsam mit Geschäftspartnern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie

zahlreichen Ehrengästen feierte die Firma Westtech am 26. September 2025 in

der Zentrale in Prambachkirchen „20 Jahre Westtech Woodcracker“.

V

or 20 Jahren hatte Werner Steininger

eine Idee, die den Grundstein für

eine Erfolgsgeschichte legte: eine hydraulische

Holzspaltzange, die selbst massive

Baumstämme mühelos spaltet. Aus den

ersten Skizzen in der elterlichen Garage

ist inzwischen ein international tätiges

Unternehmen gewachsen – die Woodcracker-Maschinen

von Westtech sind heute

weltweit im Einsatz.

Was Westtech seit zwei Jahrzehnten

auszeichnet, ist der unerschütterliche

Drang nach Innovation. Stets am Puls der

Zeit werden bestehende Modelle weiterentwickelt

und neue Lösungen auf den

Markt gebracht. Besonders in Zeiten des

Klimawandels zeigt sich die Relevanz

dieser Technik: Nach Naturkatastrophen

oder bei veränderten Bedingungen im

Forstsektor sind zuverlässige Maschinen

für Baum- und Landschaftspflege

gefragter denn je. Der Markt hat sich

verändert, die Ansprüche sind gestiegen

– und Westtech ist gewachsen. Über 90%

der Maschinen gehen mittlerweile in den

Export. Kunden vertrauen weltweit auf

die Kombination aus österreichischer

Ingenieurskunst, robustem Design und

praxisnaher Funktionalität. Herausforderungen

wie Materialengpässe hat das

Unternehmen genutzt, um sich weiterzuentwickeln:

Mit moderner Eigenfertigung,

High-Tech-Schweißtechnik und CNC-

Maschinen ist Westtech heute flexibler

und unabhängiger denn je.

Eines der Highlights im Rahmen der

Live-Vorführungen war ein Kaiser

Schreitbagger X4 der ersten Generation.

Das Besondere daran: Bei dem Anbaugerät

handelt es sich um eines der ersten

Woodcracker-Produkte, das damals noch

ohne Seriennummer ausgeliefert wurde.

Um die Entwicklung in den letzten

20 Jahren zu verdeutlichen, wurde

ergänzend dazu ein neuer Kaiser Mobil-

Schreitbagger S12 Allroad gezeigt,

ausgerüstet mit einem Woodcracker

W1000.

Zum Jubiläum wurde aber auch ein neues

Produkt-Highlight präsentiert: Westtech

stellte mit dem Woodcracker CL140

den bislang kleinsten Schneidkopf der

erfolgreichen CL-Serie vor. Zu den

aktuellen Neuheiten zählt auch der

Woodcracker CS590 flexHead², eine

moderne Greifersäge für Lkw-Kräne, die

Baumpflege und Baumfällung sicherer

und effzienter macht.

Geschäftsführer Werner Steiniger über

das Erfolgsrezept von Westtech Woodcracker:

„20 Jahre Westtech stehen nicht nur

für Qualität und Technik, sondern auch

für Zusammenhalt. Mitarbeiter, Kunden

und Partner haben gemeinsam eine

Marke aufgebaut, die für Verlässlichkeit

und Innovationskraft steht – und die mit

voller Energie nach vorne blickt. Über 50

Maschinen zählen mittlerweile zum

Produktionsportfolio von Westtech,

welches ständig erweitert wird. Sehr stolz

bin ich auf mittlerweile knapp 80 Mitarbeiter,

davon 10 Lehrlinge. Gemeinsam

blicken wir zuversichtlich in die Zukunft

und bleiben entschlossen auf Kurs!“

www.westtech.at

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7

1 Die Live-Demos wurden mit großem Interesse verfolgt. 2 Westtech Geschäftsführer Werner Steininger wurde mit der Wirtschaftsmedaille

und Ehrenurkunde der WKOÖ ausgezeichnet (von links): Tobias Luger (Obmann WKO Eferding), WKOÖ-Vizepräsident Michael Pecherstorfer,

Max Hiegelsberger, Werner Steininger, Kerstin Glöckl-Steininger, Herbert Holzinger und Günther Baschinger (Obmann der WKO Grieskirchen).

3 Bei Thomas Gloggner ist nach wie vor eines der ersten Woodcracker-Produkte im Einsatz. 4 Ein Teil des Demo-Bereichs. 5 Area Sales

Manager Klaus Stadler verweist auf die umfangreiche Produktpalette von Westtech. 6+7 Im Rahmen der weitläufigen Produkt präsentation

wurde auch der neue 5-Finger Greifer WG1600 gezeigt. 8 Werner Steininger mit Klaus Singer (Geschäftsführer Kaiser Fahrzeugtechnik).

9 Franz Griesauer von der Firma Rauner bediente den neuen Kaiser Mobil-Schreitbagger S12 Allroad mit dem Woodcracker W1000.

10 „Wir blicken voller Energie nach vorne“, betonte Westtech Geschäftsführer Werner Steininger im Rahmen der Jubiläums-Feier.

8 9 10

Fotos: Baublatt.Österreich; WKO OÖ Maringer

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34 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 35



MASCHINEN + TECHNIK

AM BAUGERÄTE

Präzision sicherstellen: die Winterzeit ist ideal

für die Wartung von Vermessungsgeräten

Im harten Baustellen-Alltag ist die millimetergenaue Präzision moderner Vermessungsinstrumente

keine Selbstverständlichkeit: Nur durch regelmäßige, fachgerechte Wartung

kann die langfristige Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Instrumente sichergestellt

werden. Die kalte Jahreszeit bietet hierfür den idealen Zeitpunkt.

V

ermessungsinstrumente wie Nivelliere,

Baulaser, Leitungssucher, Totalstationen

oder GNSS-Systeme sind unverzichtbare

Werkzeuge im modernen Bauwesen

und müssen unter teils widrigsten

Bedingungen tagtäglich höchste Genauigkeit

gewährleisten. Angesichts dieser

hohen Anforderungen umfasst ein professioneller

Wartungsprozess weit mehr als

eine einfache Funktionsprüfung. Mechanische

und elektronische Justagen, Kalibrierungen

sowie Software- und Firmware-

Updates bilden die Grundlage für ein

einwandfreies Zusammenspiel der einzelnen

Systemkomponenten. Ergänzt wird

der Service durch eine sorgfältige Reinigung

des Instruments und des Zubehörs,

die Schmierung beweglicher Teile sowie –

je nach Geräteart – den Austausch von

Dichtungen, Membranen oder anderen

Verschleißkomponenten. Eine gründliche

Fehleranalyse rundet das Wartungspaket

ab, insbesondere bei schwer identifizierbaren

Störungen oder Ausfällen.

AM Baugeräte verfügt über die

Fachkompetenz und Infrastruktur

Die Firma AM Baugeräte HandelsgmbH

positioniert sich als verlässlicher Partner

im Bereich After-Sales-Service für

Vermessungs- und Pumpentechnik. An

den beiden Servicestandorten Raasdorf

(Niederösterreich) und Kematen (Tirol)

steht ein erfahrenes Team von Technikern

bereit, das über umfassende Fachkenntnisse

in der Wartung, Kalibrierung und

Reparatur verfügt.

Vermessungsgeräte wie Nivelliere,

Baulaser, Leitungssucher, Totalstationen

und GNSS-Systeme werden ausschließlich

am Standort Raasdorf serviciert, welcher

mit modernsten, computerunterstützten

Prüfständen ausgestattet ist. Raasdorf ist

zudem eine von Leica Geosystems zertifizierte

Servicewerkstätte und fungiert als

offizieller Servicepartner von Leica

Geosystems Austria GmbH.

Besonderes Augenmerk liegt auf der

kontinuierlichen Weiterbildung des

technischen Personals. Durch regelmäßige

Schulungen bei diversen Herstellern wird

sichergestellt, dass alle Wartungs- und

Reparaturarbeiten stets nach Herstellervorgaben

durchgeführt werden – unabhängig

davon, ob es sich um klassische

Nivelliere, hochpräzise Totalstationen,

komplexe GNSS-Empfänger oder Tauchpumpen

handelt.

Erweiterter Service

für Pumpentechnik

Tauchpumpen verschiedenster Hersteller

können sowohl in Raasdorf als auch in

Kematen geprüft und instandgesetzt

werden. Der Standort Raasdorf verfügt

zusätzlich über einen speziell entwickelten

Prüfstand, der die gezielte Ansteuerung

einzelner Betriebspunkte ermöglicht – eine

wichtige Voraussetzung, um die Leistungsfähigkeit

von Pumpenanlagen realitätsnah

zu bewerten und zu optimieren.

Zuverlässigkeit durch Wartung:

Die Firma AM Baugeräte HandelsgmbH

bietet an den beiden Servicestandorten

Raasdorf (Niederösterreich) und

Kematen (Tirol) fachgerechten Service

für Vermessungsgeräte und

Tauchpumpen.

Saisonale Wartung:

der strategische Vorteil

„In der ruhigeren Bauphase während der

Wintermonate ist der ideale Zeitpunkt, um

Vermessungsgeräte und Tauchpumpen

einer umfassenden Wartung zu unterziehen.

Durch vorbeugende Instandhaltung

werden nicht nur teure Ausfallzeiten

während der aktiven Bausaison vermieden,

sondern auch die Lebensdauer und

Betriebssicherheit der Geräte maßgeblich

erhöht. Mit perfekt gewarteter Ausrüstung

können Bauunternehmen reibungslos und

präzise in die neue Saison starten“, betont

Ing. Niklas Baumbruck, BSc, Technischer

Leiter Vermessung und Leiter After Sales

Service der Firma AM Baugeräte.

www.am-laser.at

36 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Die Firma Zehnder setzt nach

positiven Erfahrungen im Kosten-/

Nutzenverhältnis bei allen Baggern mit

einem Einsatzgewicht über 5 t seit Jahren auf

den RotoTop. Auch beim zielgenauen Verfüllen

von Schächten und Kanälen zeigen sich die

Vorteile der durch den RotoTop und seine

Endlosdrehbarkeit verlängerte tatsächliche

Reichweite des Baggers.

toren mehr benötigten, so könne man bei

der Beschaffung von Anbaugeräten noch

zusätzlich sparen. Dies sei ein weiterer

wichtiger Punkt, da man im Unternehmen

mit Fräse, Mischlöffel, Anbauverdichter,

Löffel für Flüssigboden und vielen

weiteren Anbaugeräten arbeitet. Und

wenn einmal Schäden am Drehantrieb

– auch durch Bedienfehler – entstanden

wären, hätte der gut aufgestellte Holp-

Service diese sehr schnell und entgegenkommend

behoben.

In Rudersberg-Steinenberg wurden in

den vergangenen Monaten einige Kanalarbeiten

durchgeführt. Werner Zehnder

berichtet: „Wenn ein Kanal 5 oder 6 m tief

ist, stellt nicht nur das Ausbaggern und

Verlegen von Rohren, sondern auch das

anschließende zielgenaue Verfüllen eine

Herausforderung an die Reichweite des

Baggers da. Im innerstädtischen Bereich

können wir nicht mit einem 30 oder 40 t

Bagger arbeiten und kämen daher schnell

an das Ende der Reichweite des hier

eingesetzten Mobilbaggers.“

Da hilft es dann besonders, wenn durch

den RotoTop die Löffel drehbar gemacht

werden, das bedeutet, dass man in der

Maximale Flexibilität der Endlosdrehung

ermöglicht das Arbeiten in alle Richtungen,

somit muss der Bagger seltener versetzt

werden. Weitere Einsparungen ergeben sich

in der Anschaffung von günstigeren

Anbaugeräten ohne eigene Rotation.

praktischen Anwendung durch das Drehen

des Löffels ein bis zwei Meter an Reichweite

gewinnt. Das stellte der Bagger mit

RotoTop Anfang März in der Rosenstraße

in Steinenberg beim Versetzen und

Einfüllen eines Schmutzwasserschachts

wieder unter Beweis, vor allem, weil nach

der Installation von Schacht und Leitungen

sehr zügig das Verfüllen umgesetzt werden

konnte.

Auf einer anderen Straßenbaustelle war

der Mobilbagger auch mit einem Pendelgreifer

im Einsatz, um Randsteine und

Material zu transportieren und zu platzieren.

Durch die im RotoTop verbaute

8-fach-Drehdurchführung kann ein

Pendelgreifer mit seinem Drehantrieb, der

keine Bremswirkung haben darf, durch das

Umschalten von „RotoTop drehen“ auf

„Greifer drehen“ wie gewohnt betätigt

werden. Durch die standardmäßig verbaute

größte Drehdurchführung am Markt wird

immer genug Öl zum Anbaugerät gebracht,

sodass auch lange, harte Einsätze von

Anbaugeräten, die wie eine Rüttelplatte

oder eine Felsfräse viel Öl benötigen,

problemlos durchgeführt werden.

www.holp.eu

HOLP

Tiefbau-Arbeiten schneller erledigen

Seit gut acht Jahren stattet die Firma Zehnder Straßenbau aus Rudersberg alle Bagger

mit Arbeitsgewicht zwischen 5 und 27,5 t mit einem RotoTop von Holp aus, um nicht nur

aufwändige Handarbeit für Mitarbeiter einzusparen, sondern auch die anstehenden

Aufgaben insgesamt effizienter und damit wirtschaftlicher erledigen zu können.

D

ie Zehnder Straßenbau GmbH wurde

vor über 60 Jahren im schwäbischen

Rudersberg bei Stuttgart als Familienbetrieb

gegründet und wird heute in vierter

Generation von Werner Zehnder und

seinem Sohn geführt. Zehnder arbeitet für

private, gewerbliche und öffentliche

Auftraggeber nicht nur im Straßenbau,

sondern übernimmt auch flexibel Erdbau-,

Pflaster- und Asphaltarbeiten, ist im Kanalbau

sowie im Bau von Versorgungsleitungen

tätig und mit seinem besonderen

Know-how auch häufig in der Sanierung

von Ortskernen und Innenstädten aktiv.

Für diese Aufgabenbreite wird ein gut

aufgestellter Maschinenpark benötigt, den

Werner Zehnder immer auf dem aktuellen

Stand hält; Innovationen gegenüber ist er

absolut aufgeschlossen. Der Geschäftsführer

baggert häufig selbst, weiß daher, was

seine Mitarbeiter in der Praxis benötigen

und welche Geräte helfen, die Wirtschaftlichkeit

zu steigern. Seit etwa acht Jahren

sind sechs Bagger des Unternehmens mit

Einsatzgewichten von 5 bis 27,5 t mit dem

RotoTop ausgestattet.

Beim RotoTop konnte man sehr schnell

von den Vorteilen profitieren, welche auch

seine Mitarbeiter überzeugt hätten: „Er ist

sehr robust gebaut und bringt hohe

Wirtschaftlichkeit durch seine Flexibilität.“

Werner Zehnder kann die Ersparnis nicht

in konkrete Zahlen fassen, stellt aber fest,

dass die gesamte Arbeitsweise für die

Maschinenführer stark vereinfacht wurde.

Gerade im Kanalbau käme es auch auf die

Reichweite an, diese wird durch den

RotoTop zwar nur messbar um 20 cm

verlängert, die erhöhte Flexibilität des

RotoTop durch den endlos drehbaren Löffel

führe aber zu einer deutlich höheren

Reichweite.

Der RotoTop bietet laut Zehnder

zahlreiche weitere Vorteile, man könne

leichter graben, auch schräg graben, sich

anders hinstellen, sei flexibler beim

Verfüllen, weil man den Löffel drehen

könne. Somit würde man schneller fertig

werden und habe auch deutlich weniger

Handarbeit auszuführen. Werner Zehnder

sagt: „Wir werden dabeibleiben, unsere

Bagger mit RotoTop auszustatten. Wenn

man ihn einmal hatte, möchte man diese

Flexibilität keinesfalls mehr missen. Das

sehen auch unsere Mitarbeiter so.“

Hinzu kommt, dass die kürzlich angeschafften

Anbauverdichter keine Drehmo-

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38 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 39



DAS GRANIT HÄNDLERMAGAZIN

NOVEMBER 2025

Imposantes Trio beim Neubau der Aurachbrücke: Die Wolff

Krane hoben beim Abriss der alten Brücke sowie beim Bau

der neuen Tragwerke und Pfeiler bis zu 13 t schwere Lasten.

Hier noch zu dritt: Drei „Wölffe“ errichten am Ufer des

Tegernsees das neue Tourismus-Vorzeigeprojekt „Seegut“ in

nachhaltiger Holzbauweise. Zwei der drei roten Riesen

arbeiten noch bis 2026 an der Seepromenade.

ZENTRALSCHMIERTECHNIK VON GRANIT PARTS –

ZUVERLÄSSIG UND EFFIZIENT

WOLFFKRAN

Wölffe zeigen ihre Stärken bei Großprojekten

Über den Abriss und Neubau der Aurachbrücke hat Baublatt.Österreich in der September

Ausgabe ausführlich berichtet. Unterstützt wurden die Arbeiten durch drei „Wölffe“ des

Typs Wolff 7534.16 Clear. Aber auch bei einem großen Tourismusprojekt am Tegernsee

waren zwei Wolff 8540.20 Cross und ein Wolff 8038.20 Clear verlässliche Leistungsträger.

N

ach über drei Jahren Bauzeit wurde

Anfang September die neue Aurachbrücke

in Oberösterreich nahe der

Anschlussstelle Regau für den Verkehr

freigegeben. Drei „Wölffe“ des Typs Wolff

7534.16 Clear waren am Abriss und

Neubau der A1-Westautobahn-Brücke

durch die ARGE Habau/Porr im Auftrag

der Asfinag beteiligt. Der langjährige

Wolffkran-Kunde Habau stellte die

spitzenlosen Krane mit jeweils maximal

16,5 t Tragfähigkeit für dieses Großprojekt

auf. Montiert wurden sie 2022 auf

zwei 77,6 m Türmen und einem 64,1 m

Turm. Die Krane wurden sowohl für die

Abbrucharbeiten an der alten Brücke als

auch für den Transport von Bewehrungsstahl,

Schalungselementen, Fertigbetonteilen,

Baufahrzeugen und die Betonagen

der neuen Tragwerke und Pfeiler verwendet.

Dabei hoben sie freistehend Einzelgewichte

von bis zu 13 t. Nach rund drei

Jahren auf der Baustelle wurden sie im

März dieses Jahres demontiert.

Montage und Demontage verlangten

präzise Logistik aufgrund von engen

Platzverhältnissen zwischen Autobahnverkehr,

Bahngleisen und einem Bachlauf.

Dazu mussten zahlreiche Sicherheits- und

Gewässerschutzauflagen eingehalten

werden. Dank einer vorausschauenden

Baustellenplanung mit Unterstützung des

Wolffkran-Teams konnten die Arbeiten

dennoch reibungslos umgesetzt werden.

Die Krane waren mit Überschwenkbegrenzungen

und Kameras ausgestattet, um das

Handling der Lasten zu erleichtern und

die Sicherheit zu erhöhen. Habau setzt

seit 2008 auf Wolffkran. Für das

Aurachtalprojekt sprach vor allem die

hohe Tragkraft bei großer freistehender

Hakenhöhe für den Wolff 7534.16 Clear.

Großprojekt am Tegernsee

Am Südufer des Tegernsees wird derzeit

eines der größten Tourismusprojekte

Deutschlands umgesetzt. Bis 2028

entsteht in Bad Wiessee auf einem rund

35.000 m 2 großen Grundstück das „Seegut

am Tegernsee“: ein Ensemble aus 25

Gebäuden mit Hotel, Restaurant und

Kulturscheune. Unter dem Areal befindet

sich ein 20.000 m 2 großes Tiefgeschoss.

Für die Realisierung setzt die Pöttinger

Bauunternehmung auf drei Krane aus der

Wolffkran-Mietflotte. Zwei Wolff 8540.20

Cross übernahmen zu Beginn die schwersten

Hebearbeiten, kürzlich kam ein neuer

Wolff 8038.20 Clear hinzu. Einer der

8540.20 Cross mit 80 m Ausleger und

55,5 m Hakenhöhe hat seine Aufgaben

inzwischen abgeschlossen, wurde demontiert

und an einen Wolffkran-Neukunden

in Rumänien verkauft. Der verbleibende

Wolff 8540.20 Cross sowie der Wolff

8038.20 Clear – beide mit 80 m Auslegern

und 33 m Hakenhöhe – arbeiten nun bis

2026 Seite an Seite an der Seepromenade.

Das Projekt, das in ökologischer Holz- und

Holzhybridbauweise errichtet wird und

für Heizung und Kühlung Thermalwasser

aus dem See nutzt, gilt als Leuchtturm

für nachhaltigen Tourismus in

Deutschland.

www.wolffkran.com

Passgenaue Systeme und Ersatzteile für maximale

Maschinenverfügbarkeit

Zentralschmiertechnik ist in modernen Baumaschinen längst zur unverzichtbaren

Standardausstattung geworden. Diese Systeme gewährleisten, dass Maschinen

und Anbaugeräte während des laufenden Betriebs stets mit der exakt benötigten

Menge Schmierstoff an allen relevanten Gleit- und Lagerstellen versorgt werden.

Dadurch wird der Verschleiß deutlich reduziert und die Lebensdauer der Baumaschinen

erheblich verlängert. Im GRANIT Webshop erhalten Sie nicht nur Zentralschmieranlagen

sowie passende Ersatzteile führender Marken, sondern auch die

preislich attraktiven Alternativen unserer Eigenmarke GRANIT PARTS.

Individuell für jeden Maschinentyp

Die programmierbaren Steuergeräte der GRANIT Zentralschmierpumpen erlauben

die individuelle Abstimmung auf die jeweilige Maschine. Dadurch erübrigt sich

die zeitaufwändige manuelle Schmierung. Dies sorgt für eine höhere Effizienz und

Produktivität auf der Baustelle.

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• mit min. Füllstandswarnung, PE2,5cm³/min -PE mit Sicherheitsventil Typ C

(ohne Fettrückführung), Deckel und Gehäuse aus Aluminium, Fett nachfüllung:

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Elektropumpe 12 V

Best-Nr.: 35898007

Elektropumpe 24 V

Best-Nr.: 19968858

Neben den bestehenden Zentralschmierpumpen hat GRANIT PARTS nun auch

eine kleinere Variante mit 1,2 Liter Schmierstoffbehälter auf den Markt gebracht.

Diese ist speziell für die Anwendung an kompakteren Maschinen, wie zum Beispiel

Minibaggern ausgelegt.

Neben vollständigen Pumpensätzen bietet GRANIT PARTS auch ein umfassendes

Ersatzteil-Sortiment für Zentralschmieranlagen an. Die GRANIT Reparaturteile

passend für unterschiedliche Hersteller von Zentralschmieranlagen sorgen für

Zuverlässigkeit auf der Baustelle. Zur Sicherung unserer bewährten GRANIT Qualität

führen unser hauseigenes Qualitätslabor sowie externe Prüfinstitute regelmäßige

Kontrollen unserer Eigenmarke durch.

Mit der Zentralschmiertechnik von GRANIT PARTS profitieren Anwender von einer

modernen, wartungsarmen und langlebigen Schmierlösung, die den hohen Anforderungen

im Baumaschinenbereich gerecht wird und die Maschinenverfügbarkeit

signifikant erhöht. Entdecken Sie jetzt unter www.granit-parts.com unser facettenreiches

Baumaschinen-Sortiment.

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Zentralschmieranlage,

progressiv

• passend für: Kubota KX018-4

• Pumpentyp: ALPB-Pumpe

• Technische Daten: für 18

Schmierstellen

• Betriebsspannung (V): 12V

Best-Nr.: 19173032

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40 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

GRANIT PARTS • Tel. 03115/49380-5 • Fax: -6 • sales.at@granit-parts.com

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SCHNELLE UND EINFACHE REPARATURLÖSUNG:

STAHLBUCHSEN VON GRANIT PARTS

IMMER DIE RICHTIGE BUCHSE FINDEN

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Das GRANIT Sortiment passend für Baumaschinen entwickelt sich vor allem

im Bereich unserer Eigenmarke immer weiter. Mit GRANIT PARTS erhalten Sie

Produkte, auf deren Qualität Sie sich durch regelmäßige Prüfungen in den

Fertigungsstätten aber auch in Deutschland immer verlassen können. Weiterer

wichtiger Faktor für Ihre Entscheidung für GRANIT PARTS: Ihr Preisvorteil

gegenüber der Originalhersteller.

Im Bereich Stahlbuchsen haben wir unser Sortiment in der Vergangenheit

stark erweitert. Denn die an Gelenksystemen von Baumaschinen wie Baggern

angebrachten Buchsen sind essenziell für die reibungslose Funktion der

Maschine. Entdecken Sie jetzt unser umfangreiches Sortiment in unterschiedlichen

Ausführungen.

Immer die richtige Buchse für jeden Einsatz

Insgesamt bieten wir im GRANIT Sortiment sieben verschiedene

Typen Stahlbuchsen mit unterschiedlichen Ausführungen an. Hier

finden Sie Buchsen mit Schmiernuten außen oder innen, Varianten

mit Schmierbohrungen sowie ungeschmierte Ausführungen.

Darüber hinaus verfügen einige Buchsen über einen Schmierdrall, der einseitig

oder beidseitig auslaufend gestaltet ist. Für alle Typen stehen verschiedene

Größen mit Innendurchmessern zwischen 25 und 80 mm zur Verfügung, sodass

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Buchse

• Innen-Ø (mm): 40

• Außen-Ø (mm): 50

• Länge (mm): 50

• Bauform: Buchse Type A

Best-Nr.: 35963902

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Buchse

• Innen-Ø (mm): 45

• Außen-Ø (mm): 55

• Länge (mm): 50

• Bauform: Buchse Type R

Best-Nr.: 35963902

Sie stets die passende Lösung für Ihre Anwendung finden.

Zusätzlich zu den Stahlbuchsen bieten wir Ihnen im GRANIT Webshop auch das

passende Werkzeug für den Buchsenwechsel an. Mit den passenden Kombinationen

bei Buchsen und Bolzen garantieren wir einen reibungslosen Austausch.

Ganz leicht zur richtigen GRANIT Buchse

Über unseren benutzerfreundlichen Suchfilter im GRANIT Webshop finden

Sie die für Sie und Ihre Baumaschinen passenden Buchsen schnell und einfach.

Über die Sortimentskategorie „Baumaschinen & Teleskoplader“ gelangen

Sie nach Auswahl des Bereichs „Verschleißteile & Anbaugeräte“ zu unserem

Buchsen-Sortiment. Wählen Sie unter „Stahlbuchsen“ zunächst den Typ aus

und grenzen Sie Ihre Suche dann nach Innendurchmesser, Außendurchmesser

und Länge ein. So erhalten Sie effizient und zeitsparend das passende Produkt

für Ihren Bedarf. Wählen Sie hierbei zwischen dem Originalprodukt oder der

qualitativ hochwertigen Alternative von GRANIT PARTS.

Mit den GRANIT Stahlbuchsen bieten wir Ihnen eine kostengünstige Lösung,

bei der wir keinerlei Kompromisse bei der Qualität eingehen. Besuchen Sie

jetzt den GRANIT Webshop und informieren Sie sich über unser umfangreiches

Ersatzteilportfolio für Baumaschinen und Teleskoplader.

» GRANIT

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• Außen-Ø (mm): 50

• Länge (mm): 50

• Bauform: Buchse Type D

Best-Nr.: 12362034

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• Schneller Wechsel von konischund

zylindrischen Achsschenkelbolzen

und Deichselbolzen sowie

großer Sicherungsringe.

Best-Nr.: 19160340

Die regelmäßige Wartung aller Maschinen auf der Baustelle ist eine wichtige

Aufgabe, die nicht vernachlässigt werden sollte. Nur so kann die effiziente

und vor allem lange Nutzung der eingesetzten Baumaschinen und Arbeitsgeräte

in der anspruchsvollen und häufig staubigen sowie dreckigen Umgebung

gewährleistet werden.

Mit GRANIT PARTS erhalten Sie nicht nur ein umfassendes Sortiment an Ersatzund

Verschleißteilen für Baumaschinen und Teleskoplader, sondern auch

bereits vorkonfigurierte Wartungssätze, mit denen die Pflege Ihrer Maschinen

noch leichter wird. Entdecken Sie jetzt ganz neu im GRANIT Sortiment die

fertig konfigurierten Wartungssätze für Verdichtungstechnik von Weber MT.

Innovationskraft & Verlässlichkeit

Weber Maschinentechnik aus dem nordrhein-westfälischen Bad Laasphe ist

einer der Spezialisten für handgeführte Verdichtungstechnik in der Bauindustrie.

Das Familienunternehmen bietet unter anderem Fugenschneider, Glättmaschinen,

Rollenrüttler, Rüttelplatten, Stampfer und Vibrationswalzen an.

Abgestimmt auf diese spezielle Technik Finden Sie im GRANIT Webshop bereits

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Wartungssatz CF 3-II Hatz

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Luftfilter, Kraftstofffilter, Ölfilter,

Keilriemen

Best-Nr.: 36640284

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Wartungssatz CR 6 Honda

• Inhalt:

Luftfilter, Kraftstofffilter,

Zündkerze, Keilriemen

Best-Nr.: 36622392

vorkonfigurierte Wartungssätze passend für die Maschinen von Weber MT. Alle

Wartungssätze umfassen die gängigen Verschleißteile, wie Filter, Zündkerzen

und Keilriemen, perfekt zugeschnitten auf die jeweilige Maschine. So erhalten

Sie mit nur wenigen Klicks direkt alle Teile, die Sie für Ihre Wartung benötigen.

Die GRANIT Wartungssätze passend für Maschinen von Weber MT zeichnen

sich wie alle GRANIT Eigenmarkenprodukte sowohl durch eine hohe Qualität

wie auch ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis aus. Denn auf GRANIT

Produkte ist immer Verlass.

Um den passenden Wartungssatz für Ihre Verdichtungstechnik von Weber MT

auszuwählen, nutzen Sie im GRANIT Webshop einfach die Hersteller-Typ-Suche.

Als GRANIT Kunde kann man auf diese Weise ganz leicht die richtige Maschine

auswählen und entweder einzelne Ersatzteile für Ihr Gerät von Weber MT

beziehen oder direkt den vollständigen Wartungssatz.

Informieren Sie sich jetzt im GRANIT Webshop über unsere Wartungssätze

passend für Weber MT und gehen Sie Ihre nächste Wartung gemeinsam mit

maximaler Entspannung an.

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Wartungssatz CR 2 Honda

• Inhalt:

Luftfilter, Kraftstofffilter,

Zündkerze, Keilriemen

Best-Nr.: 36649046

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Wartungssatz SM 57 R

• Inhalt:

Luftfilter, Zündkerze, Keilriemen

Best-Nr.: 36651331

GRANIT PARTS • Tel. 03115/49380-5 • Fax: -6 • sales.at@granit-parts.com

www.granit-parts.at

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MASCHINEN + TECHNIK

ALLES IM BLICK

JALTEST TELEMATICS FÜR IHR FLOTTENMANAGEMENT DER ZUKUNFT

Je mehr Maschinen der eigene Fuhrpark umfasst, desto aufwendiger das

Flottenmanagement. Mithilfe von Telematik lässt sich diese Aufgabe deutlich

effizienter gestalten. Mit Jaltest Telematics erhalten Sie nicht nur eine

leistungsstarke Software für traditionelles Flottenmanagement, sondern auch

innovative Funktionen, wie Multimarken-Ferndiagnose oder vorausschauende

Wartung, für Ihre Maschinen aber auch stationären Arbeitsgeräte, wie Generatoren

und dieselbetriebenen Pumpen, in einer Lösung. Informieren Sie sich

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Zwei Anforderungen in einer Lösung

Als führender Anbieter für Multimarken-Diagnose mit 20 Jahren Erfahrung

bietet Jaltest auch mit seiner Telematik-Software eine smarte Lösung für

das Flottenmanagement. In Kombination mit dem On-Board-Gerät in der

Maschine stellt die Software alle Daten, die rund um das Fahrzeug wichtig

sind, aus der Ferne zusammen. So können Sie nicht nur Ihre Kosten reduzieren,

sondern auch Ausfallzeiten verringern und die Produktivität der Flotte

weiter vorantreiben.

Jaltest Telematics stellt den tatsächlichen Zustand der Fahrzeuge nutzerfreundlich

im eigenen Webportal bereit. Hier werden alle Daten zusammengeführt

und übersichtlich visualisiert. Auf diese Weise haben Sie immer einen

genauen Überblick über alle Ihre Maschinen. Neben klassischen Informationen,

wie Kraftstoffverbrauch, Lokalisierung und Einsatzzeiten, liefert Ihnen die

Telematik-Lösung von Jaltest gleichzeitig Daten zu Wartungen, Verschleißzuständen,

Fehlermeldungen und sogar komplette Ferndiagnosen zu vorhandenen

Fehlern in Echtzeit.

Mit Jaltest werden Sie sofort darauf aufmerksam gemacht, sobald bei einer

Ihrer Maschinen eine Wartung ansteht oder sogar Fehler, zum Beispiel mit

dem Bremssystem oder Motor, der Federung oder Instrumentierung sowie in

allen elektronischen Systemen des Fahrzeugs, auftreten. Messwerte, darunter

der Kühlmittel- oder Ölstand, werden automatisch ausgelesen, sodass Sie

nötige Instandsetzungen und Inspektionen deutlich im Voraus planen und

die Einsätze Ihrer Maschinen optimal abstimmen können.

Die Kombination aus monatlichem Software-Abo und einmaliger Anschaffung

des On-Board-Gerätes verschafft Ihnen einen deutlichen Vorteil in Sachen

Flottenmanagement. Informieren Sie sich jetzt im GRANIT Webshop über alle

Funktionen von Jaltest Telematics.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen rund um das Thema Telematik und Diagnose

jederzeit zur Seite. Wenden Sie sich hierfür einfach an Ihren zuständigen

GRANIT Außendienstmitarbeiter oder wenden Sie sich an unseren Kundendienst

telefonisch unter 04281 712-2500.

VOLVO FAHRERCLUB ÖSTERREICH

Operators Club Finals: 2. Platz für Österreich

Im Volvo Customer Center in Eskilstuna sicherte sich Othmar Pletzer aus

Österreich den 2. Platz bei den Operators Club Finals.

A

uch 2025 war der Volvo Fahrerclub

Österreich wieder bei den Operators

Club Finals vertreten – einem der prestigeträchtigsten

Events für Baumaschinenprofis

in der EMEA-Region. Erstmals

stand das Team unter der Leitung von

Frederik Brandstätter, der das Amt von

Alois Hütter übernommen hat und mit viel

Engagement und Teamgeist in große

Fußstapfen tritt. Die Teilnahme in

Schweden wurde bereits im Frühjahr auf

der bauma in München entschieden: Dort

traten rund 1.000 Fahrerinnen und Fahrer

an, um ihr Können unter Beweis zu

stellen. Unter den Besten: Konrad

Herndler und Othmar Pletzer – zwei

bekannte Namen im österreichischen

Fahrerclub, die mit Top-Zeiten glänzten

und sich die begehrten Startplätze für das

große Finale sicherten. Austragungsort

des Events war das beeindruckende Volvo

Customer Center in Eskilstuna. Insgesamt

27 Fahrer aus Europa und dem Mittleren

Osten (EMEA) stellten sich dort in einem

mehrstufigen Wettbewerb dem internationalen

Vergleich.

Drei knifflige Spiele standen am

Programm, um sich für die Top 10 zu

qualifizieren – eine Kombination aus

Geschicklichkeit, Schnelligkeit und

Nervenstärke. Othmar Pletzer bewies

erneut seine Klasse und schaffte souverän

den Einzug ins Halbfinale. Dort wartete

ein anspruchsvolles Puzzle-Spiel mit

Sortiergreifer auf Zeit – ein echter

Belastungstest für Konzentration und

Präzision. Othmar meisterte die Aufgabe

bravourös und zog unter die besten fünf

ein. Im nächsten Spiel, liebevoll „Bowling“

genannt, ging es erneut um Feinmotorik

und Fingerspitzengefühl. Wieder überzeugte

Othmar mit ruhiger Hand und

technischer Perfektion. Im großen Finale

ging es schließlich noch einmal ans Puzzle

– diesmal allerdings mit neun Teilen und

einem Volvo ECR58 mit Tiltrotator. Die

Spannung war kaum zu überbieten: Die

Zeiten wurden nicht mehr kommuniziert,

die Leistungsdichte war enorm, und es

kam auf Sekundenbruchteile an. Am Ende

war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen – mit

einer Doppelspitze aus dem D-A-CH-

Raum: Platz 1 für Bernhard Vogt aus

Deutschland, Platz 2 für Othmar Pletzer

aus Österreich und Platz 3 für Arne Brals

aus den Niederlanden.

www.ascendum.at

Von links nach rechts: Othmar Pletzer für Österreich (Platz 2), Bernard Vogt für Deutschland

(Platz 1) und Arne Brals für die Niederlande (Platz 3).

» JALTEST

Telematikbox für OHW

Multimarken Ferndiagnose und Flottenmanagement.

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Jaltest-Telematiklösung ODF

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Best-Nr.: 7790104029

Mit verschiedenen Volvo Geräten mussten bei den Operators Club Finals mehrere knifflige Aufgaben gelöst

werden, bei denen Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Nervenstärke gefragt waren.

GRANIT PARTS • Tel. 03115/49380-5 • Fax: -6 • sales.at@granit-parts.com

www.granit-parts.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025

45



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Das rund 78 t schwere Schneidrad wurde im

Tandemhub mit einem 400 t Kran und einem

250 t Kran am Augustinplatz ausgehoben.

Die Vier-Achs-Zugmaschine manövrierte den

zehnachsigen Semi-Tieflader rückwärts in die vorgesehene

Position am Matzleinsdorfer Platz.

FELBERMAYR

Tandemhub in Wien bei Nacht

Halbzeit für die Tunnelvortriebsmaschine (TVM) Debohra: Im Juli 2025 hat sie

in Wien eine von zwei neuen U2-Streckenröhren zwischen dem Matzleinsdorfer

Platz und Augustinplatz fertiggestellt. Nun geht es weiter mit der zweiten

Tunnelröhre. In einem dreiteiligen Epos verlegte die Firma Felbermayr

zentrale Bauteile der TVM zurück zum Matzleinsdorfer Platz.

beiden Streckentunnel verbinden

Ddie vier neuen U2-Stationen Matzleinsdorfer

Platz, Reinprechtsdorfer

Straße, Pilgramgasse und Neubaugasse

miteinander. Zur nächsten Station

„Rathaus“ werden die Tunnel ab Augustinplatz

mit Baggern errichtet. Auch hier

schreiten die Arbeiten gut voran. Der

Öffi-Ausbau U2xU5 bietet Kapazitäten für

300 Mio. zusätzliche Fahrgäste pro Jahr

und eine Entlastung für stark befahrene

Linien wie U6, 43 und 13A.

Mit einem Schneidrad von 7 m Durchmesser

und über 1.300 t Gewicht startete

die vom deutschen Hersteller Herrenknecht

gefertigte TVM im September 2024

am Matzleinsdorfer Platz. Sie verfügt über

eine Antriebsleistung von 1,92 MW und

erreicht im betriebsbereiten Ausbau eine

Länge von mehr als 120 m. Insgesamt

wurden 1.495 Tübbing-Ringe mit 8.970

Tübbinge verbaut. Bevor die TVM ihre

Mit den erfolgreichen Transporten der drei Komponenten kehrte die TVM zurück an den

Matzleinsdorfer Platz. Dort setzt die Tunnelvortriebsmaschine ihre Arbeit für die zweite

Tunnelröhre fort – ihre Aufgabe ist der Bau der neuen U2-Strecke von der bestehenden

Station Rathaus bis zum Matzleinsdorfer Platz.

Arbeit an der zweiten Tunnelröhre startet,

wurde sie gründlich gereinigt, gewartet,

teilweise demontiert und anschließend an

der Oberfläche zurück zum Matzleinsdorfer

Platz transportiert.

Das zentrale Kapitel dieses Epos schrieben

die Experten der Transport- und

Hebetechnik von Felbermayr, die diese

riesigen Bauteile am Augustinplatz

aushoben und nachts durch Wien manövrierten.

Den Anfang machte der knapp

73 t schwere Schneidradantrieb. Er wurde

mit einem 400 t Kran ausgehoben und

verladen. Nur eine Nacht später folgte das

Herzstück der Maschine, das 78 t schwere

Schneidrad. Aufgrund der Dimensionen

musste die Komponente im Tandemhub

gehoben werden, wobei der 400 t Kran

beim Aufdrehen und Absetzen durch einen

250 t Kran unterstützt wurde. Am dritten

Tag schließlich konnte der sogenannte

Schildschwanz, 34 t schwer und mit einem

Durchmesser von annähernd 7 m, ausgehoben

und transportiert werden. „Solche

Transporte lassen sich nicht improvisieren,

sie sind monatelang bis ins kleinste

Detail geplant“, erklärt Thomas Daxelmüller,

stellvertretender Leiter der Niederlassung

Lanzendorf und Projektleiter seitens

Felbermayr. „Es reicht nicht, die Last zu

heben und loszufahren. Wir müssen jede

Kreuzung, jede Engstelle, jede Höhenbegrenzung

im Voraus bedenken.“

Am Abend, als die Donaumetropole

langsam zur Ruhe kam, startete der

Tandemhub. Anschlagen, Vorspannen,

Lastprobe – dann erhob sich das

Schneidrad Millimeter für Millimeter vom

Boden. Im Schwerpunkt geführt und

synchron von beiden Kränen gehalten,

bleibt die Last des Schneidrads stabil

ausbalanciert, bevor das Bauteil seinen

Platz auf dem vorbereiteten Zehn-Achs

Semitieflader findet. Anschließend setzte

46 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

sich die vierachsige Zugmaschine in

Bewegung – eskortiert von Polizeifahrzeugen,

abgesichert durch Begleitfahrzeuge

und flankiert von Felbermayr-Spezialisten,

die Hindernisse entlang der Strecke im

Auge behielten.

Die Route der Lastfahrt führte rund

11 km quer durch die Stadt. Vorbei an der

Lugner City, entgegen der Fahrtrichtung

über den Gürtel, weiter Richtung Schloss

Schönbrunn und schließlich stadteinwärts

zum Matzleinsdorfer Platz. Für dieses

Vorhaben mussten Kreuzungen

abschnittsweise gesperrt, Laternenmasten

und Verkehrsschilder teils vorübergehend

entfernt und mehrere Halteverbotszonen

errichtet werden, bevor der Konvoi gegen

WIEGEN

MIT SYSTEM...

drei Uhr früh sein Ziel erreichte. „Wenn

ein 7 m breites Bauteil durch eine Metropole

rollt, spürt man die Dimension des

Projekts mit jedem Meter“, beschreibt

Abteilungs- und Projektleiter Gabriel

Asböck und merkt an: „Für Außenstehende

wirkt das wie ein Spektakel – für

uns bedeutet es höchste Präzision und

Konzentration.“

Neben der Orchestrierung der beiden

Krane sowie der Transporteinheit, sind es

vor allem die Experten der Felbermayr

Transport- und Hebetechnik, die die

Bauteile sicher durch den innerstädtischen

Korridor führen – besonders in

schmalen Straßenzügen und Kurven. „Der

Hub und Transport der Komponenten ist

wie Walzer tanzen“, so Asböck. „Führung,

Haltung, Drehung müssen verinnerlicht

und exakt ausgeführt werden – ist nur ein

Schritt nicht im Takt, droht die Figur zu

kippen. Nur mit einem eingespielten Team

und in hervorragender Zusammenarbeit

mit den Behörden gelingt eine Choreografie

wie diese.“

„Wenn man mitten in der Nacht mit so

einer Maschine durch Wien zieht, denkt

man auch an das große Ganze“, resümiert

Daxelmüller. „Wir schaffen hier die

Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte.

Es freut mich zu sehen, wie wir als

Unternehmen mit unserem Know-how

dazu maßgeblich beitragen.“

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MASCHINEN + TECHNIK

RUBBLE MASTER

Neue RM 120X überzeugt in Kärnten die

Aufbereitungs-Profis der Firma Urschitz

Mehr als zehn Jahre lang war Bruno Urschitz auf der Suche nach einer mobilen

Brechanlage, die Leistung, Gewicht und Transportmaß vereint. Heute ist er

überzeugt: „Die RM 120X hätte es schon damals gebraucht.“ Jetzt ist sie da –

und markiert zugleich den Beginn eines neuen Kapitels für ein Unternehmen,

das seit Generationen den Bau in Kärnten entscheidend mitprägt.

S

eit der Gründung im Jahr 1929 hat

sich die Firma Urschitz vom Milchund

Kiestransport per Pferdefuhrwerk

zum modernen Komplettanbieter für

Erdbau, Abbruch, Kühlverkehr, Recycling

und Materialaufbereitung entwickelt.

Rund 120.000 t Material werden jährlich

aufbereitet, vorwiegend Asphalt, Beton

und Ziegel. Damit gilt das Familienunternehmen

als regionaler Vorreiter in Sachen

nachhaltiger Wiederverwertung.

„Was uns erfolgreich macht? Unsere

Kunden wissen: Wir sind immer erreichbar.

Alles kommt aus einer Hand und das

Material passt am Ende. Das ist das

Ergebnis von Erfahrung, Organisation und

Maschinen, die funktionieren“, erklärt

Geschäftsführer Bruno Urschitz.

Die RM 120X der Firma Urschitz

beim Brechen von Naturstein.

Geschäftsführer Bruno Urschitz

schätzt nicht nur die moderne

Technik der neuen RM 120X,

sondern auch die hervorragende

Beratung und Ersatzteilversorgung

durch das Team der

Firma Rubble Master.

Stillstand ist keine Option

Gerade in der Lohnaufbereitung kann eine

unzuverlässige Maschine rasch zum

Kostenfaktor werden. „Ein guter Maschinist

kann viel retten – aber nur, wenn die

Maschine mitspielt“, betont Urschitz.

Komplizierte Technik, störanfällige

Systeme und hoher Treibstoffverbrauch

bringen viele Betriebe an ihre Grenzen.

„Wenn der Brecher steht, steht die

gesamte Materialaufbereitung. Dann muss

ich meine Leute umdisponieren oder

Maschinen einsetzen, die für den konkreten

Job nicht ideal sind“, so Urschitz.

Seine Anforderungen an eine neue Anlage

waren deshalb klar formuliert: Hoher

Durchsatz, minimale Ausfallzeiten,

reduzierter Dieselverbrauch, einfache

Bedienung, schnelle Ersatzteilversorgung

sowie ein Partner, der mitdenkt.

Fündig wurde Urschitz bei Rubble

Master. „Was mich überzeugt hat? Dass

dort echte Fachleute arbeiten – Leute, die

wissen, wovon sie reden“, sagt er. Noch vor

dem Kauf konnte er mehrere Maschinen

in der Miete testen. Bei der Inbetriebnahme

war ein RM-Experte vor Ort, der

den Maschinisten einschulte und alle

Fragen beantwortete.

Mit der neuen RM 120X ist Urschitz

heute mehr als zufrieden. „Ich wollte

keinen Rückschritt machen. Der Rubble

Master war ein echtes Upgrade zur alten

1100er Prallmühle.“ Die Vorteile zeigen

sich im täglichen Einsatz: Die Maschine

verbraucht deutlich weniger Treibstoff als

das hydraulische Vorgängermodell. Das

spart nicht nur Kosten, sondern vereinfacht

auch die Betankungslogistik. Durch

den elektrischen Antrieb entsteht weniger

Hitze, was insbesondere bei der Asphaltaufbereitung

Probleme reduziert. Beim

Betonrecycling sorgt der steil verbaute

Fördergurt für einen besseren Eisenaustrag.

Die Bedienung ist so einfach, dass

der Maschinist Anbausieb und Rückführband

selbstständig entfernen kann und so

rasch auf wechselnde Anforderungen

reagieren kann. Über die RM XSmart

Telemetrie lassen sich alle Leistungsdaten

live am Smartphone abrufen – vom Büro

aus, in der Baggerkabine oder auch von zu

Hause. „Ich habe die ersten Schaufeln

selbst hineingeschmissen“, erinnert sich

Urschitz mit einem Lächeln. „Und da war

klar: Diese Maschine macht Leistung.“

Neben der Technik hebt Bruno Urschitz

besonders die Betreuung hervor: „Ich habe

Verkäufer erlebt, die keine Ahnung vom

Endmaterial haben. Bei Rubble Master ist

das anders. Jeder im Team kann fundiert

erklären, warum die Maschine so gebaut

wurde und wie sie eingestellt gehört.“

Auch bei der Ersatzteilversorgung fühlt

sich das Unternehmen gut aufgehoben.

„Wenn ein Teil fehlt, wird notfalls eines

aus einem Neugerät ausgebaut. Das

sichert den laufenden Betrieb. Diese Form

der Versorgungssicherheit ist für mich

einzigartig. Mit der neuen Rubble Master

Maschine kann ich besser schlafen. Ich

weiß, dass mein Maschinist gerne damit

arbeitet. Früher kam er oft schwarz wie

ein Rauchfangkehrer heim, da die Hitzeentwicklung

beim alten Brecher den

Asphaltstaub verflüssigte. Jetzt bleibt

er sauber“, fasst Urschitz zusammen.

www.urschitzgmbh.at | www.rubblemaster.com

Fotos: Rubble Master

KEINEN CAT KANN ICH

MIR NICHT LEISTEN.

Keinen Cat in unseren Beton- und Schotterwerken und auf unseren Baustellen? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Wir setzen immer auf Cat Maschinen der allerneuesten Generation. Denn immer wieder ist es faszinierend, Innovation

in Aktion zu erleben. Jeder Cat überzeugt auch noch durch niedrige Gesamtkosten. Für mich heißt es: Etwas anderes

können wir uns nicht leisten.

Ernst Derfeser, Geschäftsführer der Ernst Derfeser GmbH

Vomp, Österreich

zeppelin-cat.at

48 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Die Ausführungen von DI Stefan Hitzfelder über die Wasserversorgung

in extremen Belastungssituationen am Beispiel

Woodstock der Blasmusik stießen auf großes Interesse.

GRABENLOS.2025

Grabenlose Technologien für

die Infrastruktur von morgen

Am 22. und 23. September 2025 informierte die Fachkonferenz „grabenlos.2025“ in Wien

über aktuelle Themen im grabenlosen Leitungsbau. Neben Best Practice Beispielen und

der begleitenden Fachausstellung standen auch das Thema Social Media, ein Live-Podcast

vom Podium und die Würdigung talentierter Nachwuchskräfte im Mittelpunkt.

D

ie Vorteile grabenloser Technologien

spielen beim Ausbau und der Erneuerung

unserer Infrastruktur und Leitungsnetze

eine immer wichtigere Rolle.

Geringere Umweltbelastung, weniger

Verkehrsbehinderungen und kürzere

Bauzeiten sind Argumente, die Auftraggeber

und Auftragnehmer gleichermaßen

überzeugen. Unter dem Titel „grabenlos.2025“

startete die jährliche Fachkonferenz

der österreichischen Branchenplattform

ÖGL (Österreichische Vereinigung

Das Auditorium verfolgte aufmerksam die hochkarätigen Fachvorträge.

für Grabenlosen Leitungsbau) am 22.

September im Prechtlsaal der TU Wien

mit Fachvor trägen aus Theorie und Praxis.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch

DI Udo Pappler, Vorsitzender der ÖGL und

Geschäftsführer OFI: „Ich freue mich über

das große Interesse an unserer Fachkonferenz,

die unter dem Motto ,Smart. Resilient.

Digital.‘ steht. Die Fachvorträge

werden zeigen, dass grabenlose Technologien

einen wichtigen Beitrag leisten, damit

unsere Infrastruktur-Systeme diesen

Qualitäten auch gerecht werden.“

Univ.Prof. DI Dr.techn. Dietmar Adam

von der TU Wien, Forschungsbereich

Grundbau, Boden- und Felsmechanik,

ergänzte: „So wie viele Bereiche der

Geotechnik ist auch der grabenlose

Leitungsbau überwiegend unter der

Oberfläche tätig und nicht sichtbar. Umso

wichtiger ist es, die damit verbundenen

Leistungen und Erfolge auch entsprechend

zu kommunizieren.“ Moderiert

wurde die Fachkonferenz gewohnt

kompetent durch ÖGL Geschäftsführerin

Mag.a (FH) Silke Cubert.

Im ersten Fachvortrag widmete sich

DI Bernhard Rennhofer dem Thema

„Baustellen und Social Media – wie ich

die Baubranche neu erlebe“. Er startete

Fotos: Baublatt.Österreich; ÖGL; woodstockderblasmusik.at; Klaus Mittermayr (www.km-photography.at)

während des Studiums mit der Produktion

eigener Videos, in denen er bautechnische

Verfahren und historische Projekte erklärt.

Mit der wachsenden Reichweite begann er

auch auf anderen Kanälen, wie Instagram

und TikTok, aktiv zu werden. Im Rahmen

des Vortrags beleuchtete DI Rennhofer

unter anderem die verschiedenen Tools, um

die eigene Präsenz auf Social Media zu

erhöhen.

Über einen konkreten Anwendungsfall

grabenloser Technologien berichtete im

Anschluss Ing. Martin Stoff unter dem Titel

„Grabenarme Sanierung von Sphärogussleitungen

in schwierigem Umfeld“. Im Rahmen

eines Testprojekts in der Murfelderstraße in

Graz, das sich über eine Gesamtlänge von

rund 180 m erstreckte, wurde im Press-Ziehverfahren

erstmalig die grabenarme

Sanierung von Sphärogussrohren in Graz

durchgeführt. Ing. Stoff informierte detailliert

über die gewonnenen Erkenntnisse,

etwa für die Ausschreibung oder die Verlegerichtung

der Muffen. Sein Fazit: Auf Basis

einer gewissenhaften Planung können die

großen Kostenvorteile durch die grabenarme

Umsetzung generiert werden. Auch führt die

geringe Belastung für die Anrainer zu einem

positiven Feedback der Betroffenen.

Auf großes Interesse stieß DI Stefan

Hitzfelder mit seinen Ausführungen zum

Thema „Wasserversorgung in extremen

Belastungssituationen“ am Beispiel des

jährlich stattfindenden Freiluft-Festivals

Woodstock der Blasmusik. Das Festival

findet seit 2011 jährlich an vier Tagen in der

oberösterreichischen Gemeinde Ort im

Innkreis statt. Die Herausforderung: An

diesen vier Tagen müssen ca. 120.000

Besucherinnen und Besucher in einem Ort

mit 1.600 Einwohnern versorgt werden.

DI Hitzfelder berichtete detailliert über den

Weg zum Ziel und die Umsetzung des

hydrogeologischen Modells. Nicht zuletzt

kann durch den Einsatz grabenloser

Technologien die Ausfallsicherheit auch im

Blackout-Fall gewährleistet werden. Die

Versorgung ist im Freispiegel über 40 km

möglich, mittels Notstromaggregate im

Bedarfsfall auch in Gegenrichtung. Der

Spitzenbedarf ist jederzeit abdeckbar, ohne

Einschränkungen im Regelbetrieb.

Ein Höhepunkt der Fachkonferenz war

die Überreichung der Auszeichnung für den

Jungakademiker Award 2025 an Lara Anna

Vrečar BSc durch den ÖGL Vorsitzenden

DI Udo Pappler. Im Anschluss an die

Verleihung stellte die Preisträgerin ihre

Bachelorarbeit „Gegenüberstellung von

Berstverfahren und offener Bauweise bei der

Sanierung von Wasserleitungen“ anhand

eines Fallbeispiels in 1110 Wien vor.

Einen ebenso unterhaltsamen wie

informativen Schnellsprech-Unterricht bot

danach das Podiumsgespräch mit den

Kanalsanierungsfreunden Tim Hermes &

Oliver Schahmirzadi. Die beiden versierten

Talker streamten live einen Podcast vom

„grabenlos.2025“ und widmeten sich dabei

zahlreichen aktuellen Themen – vom

Imagewandel im Infrastrukturbereich zur

Hightech-Branche über den Fachkräftemangel

bis hin zum freien Wettbewerb. Dabei

wurde das Auditorium immer wieder auch

Freuen sich über die gelungene Fachkonferenz (von links): ÖGL Vorsitzender DI Udo

Pappler, ÖGL Geschäftsführerin Mag.a (FH) Silke Cubert und Univ.Prof. DI Dr.techn.

Dietmar Adam (TU Wien, Forschungsbereich Grundbau, Boden- und Felsmechanik).

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50 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 51



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer

der Fachkonferenz

„grabenlos.2025“

konnten

im Rahmen des

Podiumsgesprächs

mit den Kanalsanierungsfreunden

auch

interaktiv ihre

Erfahrungen mit

Social Media

einbringen.

Die begleitende Fachausstellung der

Fachkonferenz „grabenlos.2025“ bot

wieder die Möglichkeit zum

Erfahrungsaustausch.

interaktiv eingebunden: Mittels anonymer

Ja-Nein Abstimmungen wurden interessante

Erkenntnisse gewonnen, beispielsweise

wie viele der anwesenden Personen

aktiv Social Media nutzen.

Ernster gestaltete sich der Vortrag von

Senior Lecturer DI Dr. Heidemarie Schaar

von der TU Wien, die über PFAS in der

Wasserwirtschaft referierte. PFAS sind

ÖGL Vorsitzender

DI Udo Pappler

übergab den Jungakademiker

Award

2025 an Lara Anna

Vrečar BSc für ihre

Bachelorarbeit

„Gegenüberstellung

von Berstverfahren

und offener Bauweise

bei der Sanierung von

Wasserleitungen“

anhand eines Fallbeispiels

in 1110 Wien.

Am 23. September wurden

verschiedene Exkursionen angeboten.

Im Bild der Besuch auf der Baustelle

„Wiental Kanal“.

extrem stabil und werden daher als

Ewigkeits-Chemikalien bezeichnet. Sie

sind biologisch nicht abbaubar und

reichern sich daher in der Umwelt, in

Mensch und Tier immer weiter an. Das

trifft nicht nur auf Industrieländer zu,

denn selbst in den entlegensten Regionen

dieser Erde wurden diese Chemikalien

schon nachgewiesen. Ohne das Gefahren-

Senior Lecturer

DI Dr. Heidemarie

Schaar (TU Wien)

informierte über

PFAS in der

Wasserwirtschaft.

potenzial zu relativieren warnte die

Vortragende aber auch davor, in Hysterie

oder Panik zu verfallen. Zum Abschluss

widmeten sich DI Maximilian Braumann

und DI Martin Pfanner wieder einem

bautechnischen Thema: dem Hochwasserschutz

im Gebirge am Beispiel des

Vortriebs durch die Montjolaebene.

Ergänzend zu den Fachvorträgen gab

die begleitende Fachausstellung wieder

einen kompakten Überblick über Innovationen

bei Verfahrenstechnologien und

Materialien rund um die Zukunft der

städtischen Infrastruktur.

Ein Vormittag voller Praxis,

Präzision und Beteiligung

Am zweiten Veranstaltungstag verwandelte

sich der Prechtlsaal an der TU Wien

in ein lebendiges Praxislabor: Die

Schachtsanierung wurde in Echtzeit

demonstriert – mit Mörtel, Schaum und

Edelstahlmanschette konnte man hautnah

erleben, wie moderne Sanierungstechniken

funktionieren und sich in ihrer

Wirkung unterscheiden.

Besonders anschaulich war der Kurzliner-

Einbau, bei dem der gesamte Prozess vom

52 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Vorbereiten bis zum finalen Einbringen

gezeigt wurde. Die Teilnehmerinnen und

Teilnehmer durften selbst Hand anlegen

– ein echtes Highlight für alle, die Technik

gerne selbst erleben.

Mit viel Fingerspitzengefühl ging es

weiter zur Kamerabefahrung im Kanal:

Hier war Präzision gefragt, denn die

Teilnehmenden konnten selbst ausprobieren,

wie eine Inspektionskamera sicher

und unfallfrei durch ein Kanalsystem

navigiert wird – eine Übung, die nicht nur

technisches Verständnis, sondern auch

Geschicklichkeit erforderte. Dieser

praxisorientierte Vormittag zeigte

eindrucksvoll, wie Theorie und Anwendung

ineinandergreifen – und wie viel

Begeisterung entsteht, wenn Fachwissen

greifbar wird.

Vom Praxislabor ging es dann weiter

zu drei frei wählbaren Exkursionen und

Bauprojekten in Wien. Ein Baustellenbesuch

beim Großprojekt „Wiental Kanal“,

ein Rollmeisselvortrieb zur Steigerung der

Versorgungssicherheit am Ölhafen Lobau

und die Simulation von zwei Projekten in

der Wasserbauhalle der TU Wien am

Arsenal standen zur Wahl.

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Das neue Kabelsuchgerät von Subsite mit integriertem

GPS und über 70 Frequenzen.

Über 1 Million Datenpunkte können direkt von der Ortung im

Feld in der MyUtiliGuard App gespeichert werden. Diese

Daten können direkt in ihr GIS-Kartierungssoftware

übertragen werden (Verbindung zu ESRI möglich).

Die RTK-Technologie ermöglicht Ihnen die

präzise Kartierung von Versorgungs leitungen

mit einer Präzision <1 cm (Drittanbieter

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Eine Schachtsanierung in Echtzeit wurde am zweiten Veranstaltungstag demonstriert.

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

KUHN-LADETECHNIK

Neuer Palfinger PK 580 TEC stärkt die

Betriebsfeuerwehr von voestalpine Tubulars

Der neue Palfinger PK 580 TEC mit PJ 150 E und dem Palfinger Teleskopic

Abrollkipper T15 wurde für die Betriebsfeuerwehr von voestalpine Tubulars

individuell konfiguriert und in Betrieb genommen.

as Unternehmen voestalpine Tubulars

Dmit Sitz in Kindberg (Steiermark)

zählt zu den führenden Produzenten von

nahtlosen Stahlrohren für den internationalen

Markt. Mit modernster Fertigungstechnik,

höchstem Qualitätsanspruch und

innovativen Produkten beliefert das

Unternehmen weltweit Kunden aus der

Öl- und Gasindustrie, dem Maschinenbau

und der Energiewirtschaft.

Das Fahrzeug wurde primär für

Einsätze auf Hallendächern mit PV-Anlagen

konzipiert – der Kran ermöglicht eine

Brandbekämpfung mittels Werfer vom

Effizienz und Nachhaltigkeit

im Fokus: Der

Palfinger PK 580 TEC

bietet mit dem hydraulischen

6-fach-Ausschub

PJ 150 E eine Reichweite

von 33,7 m. Damit steht

den Einsatzkräften künftig

modernste Technik

zur Verfügung – geliefert,

angepasst und

aufgebaut auf ein hochmodernes

MAN-Wechselladefahrzeug

von Kuhn-

Ladetechnik.

Boden aus, ohne das Dach zu betreten.

Darüber hinaus kann das Fahrzeug auch

für Menschenrettungen aus großer Höhe

eingesetzt werden. Dank modularem

Aufbau von Kuhn-Ladetechnik mit

Abrollcontainern bleibt das System

maximal flexibel.

Der PK 580 TEC gehört zur neuesten

Generation der Palfinger TEC-Baureihe

und beeindruckt hinsichtlich Leistung und

Bedienkomfort. Er bietet ein Hubmoment

von 55,5 Metertonnen, eine Tragkraft bis

20 t und der hydraulische 6-fach Ausschub

PJ 150E ermöglicht eine Reichweite bis

33,7 m bei maximaler Stabilität. Weitere

Stärken des PK 580 TEC sind die Paltronic

180 Steuerungselektronik für intelligenteres

Arbeiten und die extra feinfühlige

Steuerung dank LX-6 Steuerventil.

Mit an Bord sind auch zahlreiche Assistenzsysteme,

wie z.B. DPS-C, das eine

Erhöhung der Hubkraft sowohl bei voll als

auch bei teils ausgefahrenen Schubarmen

ermöglicht. Weiters bietet Memory

Position die Speicherung von bis zu vier

Kranpositionen. Diese Kombination macht

den PK 580 TEC zu einer verlässlichen

Lösung – egal ob im industriellen Umfeld,

im Bauwesen oder wie hier im sicherheitsrelevanten

Einsatz bei der Betriebsfeuerwehr

voestalpine Tubulars in Kindberg.

Mit dem PK 580 TEC reduziert

voestalpine Tubulars künftig Stand- und

Rüstzeiten, steigert die Sicherheit am

Standort Kindberg und setzt gleichzeitig

auf eine wartungsarme und ressourcenschonende

Technik.

Maßgeschneiderte Lösung

durch Kuhn-Ladetechnik

Kuhn-Ladetechnik übernahm die gesamte

Projektabwicklung: von der Beratung und

Konfiguration des Krans über die Anpassung

an die speziellen Anforderungen der

Betriebsfeuerwehr bis hin zum professionellen

Aufbau, der Einschulung und

Inbetriebnahme.

Der PK 580 TEC ist ein Paradebeispiel

für das Zusammenspiel aus innovativer

Technik von Palfinger und der Beratungskompetenz

von Kuhn-Ladetechnik.

Gemeinsam mit der Betriebsfeuerwehr

voestalpine Tubulars wurde eine Lösung

geschaffen, die im Ernstfall Leben

schützen und Sachwerte sichern kann. Als

österreichischer Generalimporteur von

Palfinger-Ladekranen bietet Kuhn-Ladetechnik

individuelle Lösungen für Industrie,

Bau, Transportwesen und Einsatzkräfte.

Das Projekt bei voestalpine

Tubulars unterstreicht die Vielseitigkeit

der Kuhn-Kompetenz: vom Schwerlastkran

für den Baustelleneinsatz bis hin zur

maßgeschneiderten Lösung für sicherheitsrelevante

Organisationen.

www.kuhn.at

www.voestalpine.com/tubulars/de

54 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

HKL

Herausforderung in den Alpen

Das Elektrizitätswerk Hindelang eG benötigte für Instandhaltungsarbeiten

an Leitungen und Rohren einen kompakten, leistungsstarken Bagger und

mietete einen Yanmar SV08 im HKL Center Kempten.

D

ie besondere Herausforderung

bestand in der Lage des

Elektrizitätswerks und damit die

der Baustelle. Denn das Werk

befindet sich mitten in den Allgäuer

Alpen, deren Berge bis zu über

2.500 m Höhe messen. Kein

Problem für HKL – dank Kompetenz

und Erfahrung wurde schnell

eine Lösung gefunden.

Das HKL Center Kempten organisierte

den Transport des Baggers

per Spedition und bereitete die

Maschine sorgfältig auf den

Hubschrauberflug vor. Dabei

arbeiteten die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter aus der Werkstatt

und der Disposition Hand in Hand,

um eine termingerechte und sichere

Umsetzung zu gewährleisten. Zur

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Vermeidung unnötiger Umweltbelastungen

wurde die Maschine

gründlich gereinigt und von Öl- und

Fettresten befreit. Zusätzlich

prüften die HKL Experten sämtliche

Schläuche und Aufhängungen

und fetteten die Maschine neu.

Diese Maßnahmen sind entscheidend

für einen sicheren Transport

und den zuverlässigen Einsatz im

Gebirge. Ein spezialisiertes

Hubschrauberteam übernahm

schließlich den Transport der

Maschine, die termingerecht an

ihrem Zielort ankam. Insbesondere

bei Einsätzen wie diesem sind viel

Know-how und absolute Termintreue

unverzichtbar – beides eine

Selbstverständlichkeit für HKL.

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HKL findet auch

für besondere Herausforderungen

die passende

Lösung. In diesem Fall musste

ein Yanmar SV08 per Hubschrauber

an seinen Einsatzort

transportiert

werden.

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WARTUNG

VERKAUF



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

1

2

BAUMASCHINENTECHNIK

Kammerer hat Granit-Blöcke bis 100 t mit

Cat Radladern und Ausrüstung von BMT im Griff

Vom Wiener Stephansplatz bis zum Bozner Platz in Innsbruck sind die hochwertigen Stein-

Platten der Schremser Firma Granitwerk Kammerer die erste Wahl für eine attraktive und

dauerhafte Oberflächengestaltung. Neu in der Produktpalette ist der dunkle Gebhartser

Syenit, für dessen Gewinnung das Unternehmen in einen neuen Cat 980 Block Handler

investierte. So wie die anderen Cat Groß-Radlader wurde auch der neue Cat 980 von der

Firma Baumaschinentechnik (BMT) mit einer Trägerplatte mit Traggabeln ausgerüstet.

3 4 5

Seit der Firmengründung

rüstet

Firmenchef Rudolf

Kammerer seine

Cat Groß-Radlader

mit Trägerplatten

und Traggabeln

der Firma Baumaschinentechnik

aus. Im Bild (von

links): Kurt Steiner

(Firma Baumaschinentechnik)

mit Rudolf

Kammerer und

Sohn Michael

Kammerer vor

dem neuen Cat

980 Block

Handler.

6 7

1 Auch der neue Cat 980 Block Handler hat diesen 19 t Granit-Block dank der Trägerplatte mit Traggabeln der Firma Baumaschinentechnik

fest im Griff. 2 Unter dem Motto „Kein Auftrag ist zu klein, kein Projekt zu groß“ kann Rudolf Kammerer seinen Kunden mit dem Gebhartser

Syenit nun auch eine dunkle Steinqualität anbieten. 3-5 Der Abbaubetrieb bei Schrems mit anschließender Stein-Bearbeitung und den

Fertigungshallen. 6-7 Der hochwertige Granit aus Schrems kommt österreichweit zum Einsatz. Am Bozner Platz in Innsbruck ebenso,

wie am Wiener Stephansplatz. Ein Highlight sind die „schwarzen Pillen“ in der Wiener Herrengasse. Sie sind beleuchtet und mit der

Fünfachsmaschine aus dem Stein Nero Assoluto gefräst.

T

reibende Kraft hinter dem Erfolg der

Granitwerk Kammerer GmbH ist

Rudolf Kammerer, für den das Wort

Müßiggang auch mit rund 60 Jahren noch

ein Fremdwort ist. Nach fast drei Jahrzehnten,

in denen er als Betriebs- und

Steinbruchleiter auch im Ausland tätig

war, übernahm er 2011 einen vor der

Schließung stehenden Steinbruch mit 20

Mitarbeitern. Mit viel Einsatz und

Unterstützung durch die Familie verhalf

er dem in Schrems abgebauten Granit zu

neuem Ansehen.

Firmenchef Rudolf Kammerer erklärt:

„Granit hat die geringste Ausdehnung

aller Materialien. Er bleibt eben und ist

nicht magnetisch oder stromleitend.

Darüber hinaus zählt der Schremser

Granit hinsichtlich Härte und Dichtheit

zu den besten der Welt. Aufgrund der

hohen Fertigungsqualität unserer

Produkte können wir nicht nur bei der

Oberflächengestaltung prominenter

Fußgängerzonen punkten, auch für

Stadtmöbel und Küchenarbeitsplatten ist

unser Granit sehr gefragt.“

Heute beschäftigt die Firma Granitwerk

Kammerer rund 65 Mitarbeiter und bietet

interessierten Lehrlingen eine zukunftsorientierte

Ausbildung. Tatkräftig unterstützt

wird Rudolf Kammerer von seinen drei

Söhnen Michael, Thomas und Matthias.

Eine Top-Referenz ist für das Unternehmen

der Wiener Stephansplatz, wo

zuvor bereits angrenzende Flächen mit

Granit aus Schrems erneuert wurden.

Allerdings wirken sich die gestiegenen

Anforderungen auf die Plattenstärke aus:

Baukräne, aber auch die schwerer

werdenden Fahrzeuge der Müllabfuhr und

des Verteilerverkehrs machen inzwischen

den Einsatz von 14 cm dicken Platten

notwendig.

Rudolf Kammerer: „Unser Granit

überzeugt nicht nur in der Wiener

Innenstadt, sondern auch in den Skigebieten

in West-Österreich, denn er ist extrem

frost- und säurebeständig. Auch Fahr-

56 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 57



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Immer wieder müssen die Trägerplatten und Traggabeln der Firma

Baumaschinentechnik ihre Qualität auch bei schweren Brocken

bis 100 t unter Beweis stellen.

Auch ein 27 t Granit-Block

wurde mit dem neuen Cat

980 Block Handler bereits

ohne Probleme verladen.

zeuge mit Ketten und die in vielen Orten

intensivierte Salzstreuung können ihm

nichts anhaben. Grundsätzlich ist uns

kein Auftrag zu klein und kein Projekt zu

groß. Wir produzieren eine Fensterbank

genauso, wie extrem große Granit-Blöcke

mit bis zu 100 t, die als Basis für Präzisionsgeräte

dienen. Wenn Granit einmal

plan geschliffen ist, dann bleibt er auch so.

Wir haben eine Anlage entwickelt und

konstruiert, die auf Präzisionsschienen

läuft und Blöcke bis 12 m Länge mit einer

Genauigkeit von 2 mm schneidet. Die

jüngste Groß-Investition in unserer

Fertigung ist eine Multisäge mit 80 Seilen

als Ersatz für eine Gattersäge. Grundsätzlich

verarbeiten wir das Material zu 100%,

denn sämtliche Abfälle aus der Produktion

werden zu Schotter verarbeitet, der

von Baufirmen vor allem im Straßenbau

eingesetzt wird.“

Abgebaut werden in Schrems mehrere

hochwertige Granite. Lange Tradition

haben der bläulich-feinkörnige Schremser

Feinkorn sowie der gelb-bräunliche und

ebenfalls sehr harte Hartberger Granit.

Ergänzt wird das Angebot seit kurzem

durch den Gebhartser Granit. Es handelt

sich dabei um einen Dunklen Syenit, der

weltweit selten vorkommt und für sämtliche

Anwendungen geeignet ist. Dazu zählt

der Einsatz im Küchenbereich ebenso, wie

als Orientierungshilfe für sehbehinderte

Menschen im öffentlichen Raum.

Große Hilfe für schwere Lasten von

der Firma Baumaschinentechnik

Der Abbau selbst erfolgt im Sprengbetrieb

mit sechs speziell adaptierten Reihen-

Bohrgeräten. Mehrere Cat Radlader

übernehmen in den Steinbrüchen im

Anschluss den Transport bzw. die Verladung

der Granit-Blöcke oder versorgen in

der Fertigung die Bearbeitungsanlagen.

Konkret handelt es sich bei den Cat Radladern

um die Typen Cat 906, Cat 950 GC,

Cat 980 G, Cat 988, Cat 990 und Cat 992.

Jüngster Neuzugang und gleichzeitig

eine Fuhrpark-Erweiterung ist der Cat

980 Block Handler, dessen Maschinenkonzept

für den Transport und die Verladung

von schweren Steinblöcken optimiert ist.

Bei der Firma Kammerer konnte er seine

Leistungsfähigkeit bereits bei der Verladung

eines Granit-Brockens mit 27 t auf

einen Tieflader unter Beweis stellen. Der

Cat 980 Block Handler überzeugt mit

seiner Wendigkeit und verfügt über

modernste Technik. Eine wichtige Funktion

ist die integrierte Waage Cat Payload,

um die Überschreitung des zulässigen

Transport-Gewichts zu verhindern.

So wie die anderen Cat Groß-Radlader

ist auch der neue Cat 980 Block Handler

mit einer Trägerplatte mit Traggabeln der

58 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Firma Baumaschinentechnik ausgerüstet.

Es ist dies bereits die vierte Trägerplatte

mit Traggabeln von der Firma Baumaschinentechnik,

die bei der Firma Kammerer

zum Einsatz kommt. Sie sind aus

Hardox 450 gefertigt und in ihren

Abmessungen für die Hubkraft des

jeweiligen Cat Radladers optimiert. So

weisen die Traggabeln für den Cat 992,

der Granit-Blöcke mit über 60 t heben

kann, eine Stärke von 18 cm auf. Die

Trägerplatten sind fix verbolzt und die

Traggabeln können einzeln getauscht

werden. Sie sind mechanisch an der

Trägerplatte verriegelbar, was für

zusätzliche Sicherheit und Stabilität

sorgt. Um dem Verschleiß der Traggabeln

vorzubeugen, schweißt das Team der

Firma Kammerer selbst 15 mm starke

Hardox-Bleche auf die Ober- und Unterseite

der Traggabeln. Diese Hardox-Bleche

werden ebenfalls von der Firma Baumaschinentechnik

geliefert.

Kurt Steiner, zuständiger Betreuer der

Firma Baumaschinentechnik, betont: „Wir

freuen uns sehr, dass sich die Firma

Kammerer bei der Ausrüstung des neuen

Cat 980 Block Handler einmal mehr für

unsere Trägerplatte mit Traggabeln

Gruppe

Michael Kammerer in der Kabine des

neuen Cat 980 Block Handler, der mit Kraft,

Wendigkeit und modernster Technik

beeindruckt.

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MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN

wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h

VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:

entschieden hat. Wir bieten dieses

Produkt in verschiedenen Dimensionen

und für die unterschiedlichsten Einsätze

an. Die robuste Bauweise und die anpassungsfähige

Konstruktion ermöglichen

das Handling von Paletten, Baumaterialien

und anderen sperrigen Gütern –

selbst unter so herausfordernden Bedingungen,

wie hier bei der Firma Kammerer.

Die sorgfältig verarbeiteten Schweißnähte

sorgen dafür, dass selbst schwere Lasten

sicher aufgenommen und bewegt werden

können.“

Firmenchef Rudolf Kammerer ergänzt:

„Seit der Firmengründung vor rund 14

Jahren sind die Produkte der Firma

Baumaschinentechnik aus unserer

Gewinnung und Fertigung nicht mehr

wegzudenken. Sowohl mit der Produktqualität

als auch mit der Betreuung

bin ich sehr zufrieden. Ich habe auch

andere Systeme getestet, aber bei unseren

harten Einsatzbedingungen trennt sich

rasch die Spreu vom Weizen.“

Und schon verabschiedet sich Rudolf

Kammerer wieder, denn das Geschäft

läuft auf Hochtouren. Dabei kann er sich

auf seine bewährten Cat Geräte ebenso

verlassen, wie auf die tragfähigen

Anbaugeräte der Firma Baumaschinentechnik.

www.bmt.at I www.zeppelin-cat.at

www.granitwerk-kammerer.at

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

1 2 3

Der große Demag Seilbagger

335 B beeindruckte in den

1950er Jahren nicht nur durch

seine Größe. Die Maschine

wurde bereits komplett

elektrisch betrieben.

1 Ein Bestseller seiner Zeit war der Menck M 60. Der kompakte Universalbagger war für viele kleine und mittelgroße Baufirmen das

Schlüsselgerät auf der Baustelle. 2 Mit Mobilbaggern wie dem Fuchs 300 begann eine neue Epoche auf den Baustellen. Klein und flink

konnte diese Baumaschine nun die schwere Arbeitskraft ablösen. 3 Beliebt auch in Österreich: Die Hydraulikbagger von O&K, hier der

MH 6 von 1968, prägten lange Zeit das Bild im Straßen- und Tiefbau.

BAUMASCHINEN-GESCHICHTE

Vergangenheit bewegt Zukunft:

Baggertechnik im Wandel der Zeit

Österreich in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg: Ruinen prägten das Bild der

Städte, der Verkehr lag brach, die Industrie war teils zerstört – und doch herrschte Aufbruchstimmung.

Überall wurden Straßen, Brücken, Wohnungen und Industrieanlagen

errichtet. Es war die Geburtsstunde einer ganzen Generation von Baumaschinen, die

mit Stahl, Öl und Erfindergeist das Fundament des Wirtschaftswunders mitformten.

Allen voran: der Bagger.

Autor: Ulf Böge

W

er heute über moderne Baustellen

schlendert, begegnet Hightech-

Maschinen mit Joystick-Steuerung,

Touchdisplays und GPS-Systemen. Doch

der Weg dahin begann mit röhrenden

Motoren, ölverschmierten Händen und

Maschinen, die mit Seilen gezogen und

gehoben haben. Eine Reise durch die Zeit

zeigt nicht nur technische Entwicklung,

sondern auch eine Geschichte voller

Leidenschaft, Mut zur Veränderung – und

einiger Verluste.

Die goldenen Jahre der Seilbagger

Nach dem Krieg waren Seilbagger das

Maß der Dinge. Hersteller wie Demag,

O&K, Menck & Hambrock oder Weserhütte

lieferten wahre Kolosse, die mit

Greifer, Schleppschaufel, Hoch- oder

Tieflöffel ausgestattet die Erde bewegten,

und die großen Erdbauprojekte stemmten.

Ihr Prinzip war einfach, aber effektiv:

Über ein komplexes System aus Seilen

und Trommeln wurden die Werkzeuge

bewegt – angetrieben meist von Dieselmotoren,

auf Ketten oder Schienen

gestellt.

Doch bald zeigte sich: Die Baustellen

wurden vielfältiger, die Anforderungen

feiner. Nicht überall war Platz für einen

tonnenschweren Giganten. Arbeitskräfte

waren rar, Zeit wurde zur wertvollsten

Ressource. Die Baumaschinenindustrie

reagierte – mit mobilen Seilbaggern.

Kompakter, wendiger und schneller

einsatzbereit. Maschinen wie der legendäre

Fuchs 301 oder Modelle von Sennebogen,

Eder, Wehrhahn prägten das Bild der

1950er und 1960er Jahre – nicht nur in

ihrem Herkunftsland Deutschland,

sondern auch auf den Baustellen

Österreichs.

Die stille Revolution:

Hydraulik ersetzt Muskelkraft

In einer Ecke der Branche arbeitete man

indes an einer Technik, die das Baggern

völlig neu definieren sollte: Hydraulik. In

Italien experimentierten erstmals die

Bruneri-Brüder an dieser neuen Technik

und stellten ihren Yumbo-Bagger vor. Statt

Seilen übernahmen nun Zylinder aus

Stahl das Heben und Senken. Anfangs

wurden diese Maschinen noch belächelt

– zu störanfällig, zu ungewohnt. Schläuche

Ihr verlässlicher Partner

für Baumaschinen zum

platzten, Dichtungen hielten dem Staub

und Schlamm nicht stand, und doch: Die

Idee war zu gut, um zu scheitern.

Liebherr, Atlas, JCB und Poclain gelten

als weiterer Vorreiter dieser Bewegung.

Ihre Maschinen konnten nicht nur graben,

sie konnten drücken – ein entscheidender

Vorteil bei schwerem Boden. Gleichzeitig

ermöglichte die Hydraulik flüssigere

Bewegungen, feinere Steuerung und

deutlich weniger Verschleiß. O&K bewies

mit dem RH 5 (1962), dass auch große

Hersteller den Sprung wagen konnten.

Demag hingegen tat sich schwer: Der B

506 (1956) war nicht von Erfolg gekrönt

und wurde bald eingestellt. Erst mit

späteren Modellen fanden sie den

Anschluss – doch da hatte sich der Markt

bereits weiterentwickelt.

Weserhütte überraschte mit der futuristisch

anmutenden „Hydrowolff“-Baureihe

ab 1968 und fand wieder Anschluss.

Menck hingegen setzte zu lange auf das

Seil – und verpasste den Zug.

Durchbruch der Hydraulikbagger

Anfangs waren Hydraulikbagger in ihrer

Dimensionierung zwar noch deutlich

oder

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kleiner als ihre seilbetriebenen Vorgänger.

Die Hydrauliksysteme jener Zeit konnten

zwar präzise arbeiten, jedoch war die

Kraftübertragung begrenzt – vor allem bei

hohen Volumenanforderungen. Doch die

technische Entwicklung schritt rasant

voran: Leistungsfähigere Pumpen,

robustere Zylinder und verbesserte

Ölleitungen ermöglichten bald deutlich

größere Maschinen. Ab Ende der 1960er

Jahre war es schließlich soweit – die

ersten hydraulischen Bagger überschritten

die magische Grenze von 1 m 3 Löffelinhalt.

Damit betraten sie endgültig das

Terrain, das zuvor nur den schweren

Seilbaggern vorbehalten war. Dieser

Durchbruch markierte einen Meilenstein

in der Geschichte der Baggertechnik – und

läutete das Ende einer Ära ein.

Der Kampf um Marktanteile

– und ums Überleben

Mit dem Siegeszug der Hydraulikbagger

veränderte sich auch die Struktur der

Branche. Wer den Wandel verschlief, hatte

es schwer. Menck wurde 1966 vom

US-Konzern Koehring übernommen,

konnte mit deren Technik aber nicht

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60 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 61



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

1

3 4

1 Hydraulikbagger wurden größer: Der Liebherr R 971 gehörte zu den ersten großen Maschinen aus denen folglich die heutigen Mining-

Maschinen entstanden. 2 Der Atlas AB 1302 gehörte in den 1970er Jahren zu den populären Mobilbaggern und war auch in Österreich stark

verbreitet. 3 Made in Austria: Der Neuson 2100 WD war nicht nur der erste Minibagger aus Österreich – es gab ihn auch als kleinen Schreitbagger

„Pluto“, der heute wohl kaum noch anzutreffen ist. 4 Speziell für den Steinbruch wurde der Böla LB 500 entwickelt. Er steht bis heute

für eine der außergewöhnlichsten Baumaschinen überhaupt.

überzeugen. Der letzte große Versuch,

1972 mit einer eigenen Serie erneut

durchzustarten, kam zu spät. Die Baukrise

der 1970er Jahre tat ihr Übriges:

Namen wie Hatra, Mengele, Bavaria

verschwanden vom Markt. Andere wie

Hanomag wurden geschluckt – in diesem

Fall vom kanadischen Konzern Massey-

Ferguson.

Doch es war auch eine Zeit der Chancen.

Wer frühzeitig auf Hydraulik setzte,

auf kompakte Bauformen und anwenderfreundliche

Lösungen, konnte sich behaupten

– und wachsen. Es entstanden

Maschinen, die nicht nur technisch,

sondern auch ergonomisch neue Maßstäbe

setzten.

Fernost verändert Europa

In den 1970er und 1980er Jahren nahm

eine weitere Entwicklung Einfluss auf den

europäischen Baggermarkt: die japanischen

Hersteller. Marken wie Komatsu,

Hitachi oder Kobelco präsentierten

moderne, zuverlässige und preislich

wettbewerbsfähige Hydraulikbagger, die

auf Effizienz und Kompaktheit setzten.

Ihre Maschinen überzeugten mit hoher

Fertigungsqualität, guter Wartungsfreundlichkeit

und oft deutlich innovativerer

Technik. Das zwang die europäischen

Hersteller zur Anpassung – sowohl in

Bezug auf Produktionsprozesse als auch

bei der Maschinenentwicklung. Für einige

war es der Anfang vom Ende, für andere

der Anstoß zur Modernisierung. Der

Markt wurde internationaler, der Wettbewerb

härter – aber auch dynamischer.

Der große Wandel: Vom

Giganten zum Minibagger

Mit den 1970er Jahren wurde der Bagger

endgültig alltagstauglich. Die großen

Seilmaschinen blieben für den Spezialtiefbau

wichtig, doch auf vielen Baustellen

dominierte nun auch noch ein neuer Typ:

der Minibagger. Flexibel, günstig, präzise

– und in jeder Situation einsetzbar.

Österreich spielte bei dieser Entwicklung

eine besondere Rolle. Unternehmen

wie Neuson (heute Wacker Neuson)

gehörten zu den Pionieren. Ihre kompakten

Hydraulikbagger wurden weltweit

geschätzt – nicht nur für Technik, sondern

auch für Robustheit und Bedienerfreundlichkeit.

Auch Hainzl, später in der Öswag

weitergeführt, trug mit durchdachten

Konstruktionen zur Vielfalt der neuen

Baggergeneration bei. Eine Besonderheit

aus Österreich stellen bis heute die großen

2

Böla-Lader dar, die ab Ende der 1980er

Jahre in vielen Steinbrüchen zu finden

waren. Heute fast vergessen, damals ein

mutiger Beitrag aus dem Herzen der

Alpenrepublik.

Zwischen Öl und Elektronik:

Die Bagger von heute

Die Geschichte der Bagger ist eine

Geschichte der Anpassung. Vom Seil zum

Zylinder, von der Grab- zur intelligenten

Arbeitsmaschine. Heute verfügen moderne

Hydraulikbagger über feinste Steuerungselektronik,

emissionsarme Antriebe und

Assistenzsysteme, die den Fahrer entlasten.

Die Grenzen zwischen Technik und

Digitalisierung verschwimmen zunehmend.

Doch bei aller Zukunft bleibt die

Vergangenheit präsent. Wer jemals den

metallischen Klang eines Seilbaggers

gehört oder den Geruch von Diesel und

Schmieröl eingeatmet hat, der weiß:

Maschinen sind mehr als Technik. Sie sind

Teil unserer Geschichte. Und heute stehen

vielleicht statt Seilwinden nun Sensoren

im Mittelpunkt. Vielleicht ist der Baggerfahrer

heute Datenanalyst und Bautechniker

zugleich. Aber eines ist geblieben: Der

Stolz auf Maschinen, die bewegen – und

auf die Menschen, die sie bewegen.

SENNEBOGEN

Werk V in Steinach setzt auf HVO

Bereits seit über einem Jahr setzt das Sennebogen Werk V in Steinach bei der

Betankung ihrer Maschinen konsequent auf den alternativen Kraftstoff HVO.

D

ie Bezeichnung HVO steht für

Hydrotreated Vegetable Oil (dt.

„hydriertes Pflanzenöl“), und ist ein

synthetisch hergestellter Kraftstoff. Dieser

besteht in erster Linie aus pflanzlichen

und tierischen Abfallstoffen wie Altspeiseölen

oder Restfetten, die zu Kohlenwasserstoff

umgewandelt werden. HVO ist

chemisch nahezu identisch mit fossilem

Diesel, jedoch deutlich sauberer in der

Verbrennung. Je nach Betrieb und

Herkunft der Rohstoffe können die

CO2-Emissionen über den gesamten

Lebenszyklus um bis zu 90% reduziert

werden.

Seit Juni 2024 werden nun am Standort in

Steinach alle Miet- und Gebrauchtmaschinen,

die Firmenwagen, Monteursfahrzeuge

sowie Dieselstapler mit klimafreundlichem

HVO-100 betankt. Die Bilanz nach

über einem Jahr der Umstellung fällt

durchwegs positiv aus, denn die Testphase

165 t CO2 eingespart: Dr. Andreas Maurer

initiierte die Umstellung auf klimafreundliches

HVO.

Boels

bringt Graz

weiter

konnte ohne technische und logistische

Schwierigkeiten absolviert werden. Der

synthetische Kraftstoff lässt sich ohne

Umrüstungen und bei jedem Wetter in den

bestehenden Dieselmotoren verwenden.

Ebenso problemlos stellte sich die Verfügbarkeit

heraus. „Die Betankung unserer

Maschinen mit hochwertigem HVO kostet

uns ca. 4 bis 6 Cent mehr pro getanktem

Liter Kraftstoff, dafür werden die CO2-

Emissionen unserer Maschinen im Betrieb

um rund 2,4 kg CO2 pro verbrauchtem

Liter reduziert – ein Beitrag zu einer

nachhaltigeren Zukunft, den wir gerne auf

uns nehmen. Durch die Verwendung von

HVO-100 sparen wir am Standort Steinach

jährlich ca. 70.000 Liter Diesel und

damit auch mehr als 165 t an CO2 ein“,

freut sich Dr. Andreas Maurer, Standortleiter

und Initiator der Kraftstoffumstellung.

Da HVO bei allen Cummins

Dieselmotoren der Abgasstufe V verwendet

und darüber hinaus auch mit

f ossilem Kraftstoff gemischt werden kann,

können nahezu alle Sennebogen

Maschinen mit dem CO2-reduzierten

Kraftstoff betrieben werden.

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Neuer XXL-Standort

in Graz ab 2026!

Bis dahin sind wir wie

gewohnt an unserem

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

PORR

Komplexe Kanalarbeiten

bei laufendem Betrieb

In der Nähe von Bonn wurde der Porr Verkehrswegebau

Düren mit dem Neubau eines

Regen- und Schmutzwasserkanals beauftragt.

S

ankt Augustin-Hangelar, einer der

ältesten und mit mehr als 2.400

Beschäftigen einer der größten deutschen

Bundespolizei-Standorte, wird bis 2045

umgebaut, energetisch saniert und an die

heutigen Anforderungen des Polizeidienstes

angepasst. Viele der rund 70

Gebäude stammen aus den 1930er-Jahren.

Die Mehrzahl ist sanierungsbedürftig,

auch Straßen und Kanalnetze sind

veraltet. Unter Leitung des Bau- und

Liegenschaftsbetriebs NRW erfolgt seit

2020 der Ausbau des mehr als 70 ha

großen Geländes bei laufendem Betrieb.

Insgesamt 86 Maßnahmenpakete werden

in sieben Bauabschnitten umgesetzt. Mit

den anspruchsvollen Kanalarbeiten ist

auch der Porr Verkehrswegebau Teil dieses

langfristig angelegten Infrastrukturprojekts.

Der Neubau der Schmutz- und Regenwasserkanäle

ist ein zentraler Baustein des

Entwicklungsplans. Insgesamt wird das

Dürener Team des Porr Verkehrswegebaus

2 km Rohrleitungen aus PE-HD mit

Nennweiten von 160 bis 1.200 verlegen –

durchgehend im Heizwendelschweißverfahren

verbunden. Die Arbeiten sind

herausfordernd: Zum einen muss die

Der Neubau der

Schmutz- und

Regenwasserkanäle

ist ein zentraler

Baustein des Entwicklungsplans

des

Bundespolizeistandorts.

Der Kanalbau

erfolgt in Tiefen von

mehr als 5 m teils in

Stufengräben.

bestehende Vorflut aufrechterhalten

bleiben, ein durchgängiger Wasserabfluss

muss also während der dreijährigen

Bauzeit sichergestellt sein. Zum anderen

erfolgt der Kanalbau in Tiefen von mehr

als 5 m teils in Stufengräben, eine zusätzliche

Herausforderung in der Tiefenlage.

Erschwerend kommt hinzu, dass große

Teile der Trasse im Wasserschutzgebiet

verlaufen. Dies bedeutet entsprechend

hohe Anforderungen an eine umweltgerechte

Materialauswahl und Verlegung. Da

eine systematische Vorerkundung nicht

möglich war, wird die arbeitsschutzrechtlich

notwendige Suche nach metallischen

Störkörpern baubegleitend durchgeführt.

Rolf Klöcker, Niederlassungsleiter des Porr

Verkehrswegebaus, betont: „Wir legen

großen Wert auf eine hochwertige Ausführung

sowie enge Eigen- und Kontrollprüfungen,

um unseren Ansprüchen an

Qualität, Sicherheit und Umweltschutz

gerecht zu werden. Während des Baustellenbesuchs

im Rahmen der AK1-Qualifizierung

des Güteschutz Kanalbaus

konnten wir unseren hohen Qualitätsstandard

bei Kriterien wie Bauausführung,

Dokumentation und Personalqualifikation

erfolgreich nachweisen.“

www.porr-group.com

Foto: Porr

ROCKSTER

Mit frischem Wind in die Zukunft:

Rockster wird Teil der RBG-Gruppe

Die Rockster Austria International GmbH schlägt ein neues Kapitel in ihrer Unternehmensgeschichte

auf: Im Rahmen eines Asset-Deals wurde Rockster zu einer 100-prozentigen

Tochter der RBG GmbH. Damit wird Rockster künftig Teil einer starken und zukunftsorientierten

Multi-Brand Gruppe in der Recyclingbranche.

D

iese strategische Neuausrichtung

bringt nicht nur frischen Teamgeist

und eine klare Vision mit sich, sondern

eröffnet auch weitreichende Synergien.

Dazu zählen unter anderem:

n Gemeinsamer Einkauf und Produktion

im Verbund mit den RBG-Beteiligungen

n Ausbau des Vertriebsnetzes, um neue

Märkte zu erschließen und bestehende

Kundenbeziehungen zu stärken.

n Intensiver Know-how-Austausch in

Konstruktion und Entwicklung, um

innovative Lösungen schneller und

effizienter zu realisieren.

Bereits im vergangenen Jahr zeigte die

enge Zusammenarbeit mit der RBG-

Gruppe erste Erfolge. Die Umsetzung

gemeinsamer Projekte unterstreicht das

Potenzial dieser Partnerschaft.

Mit dem Zusammenschluss stärkt

Rockster seine Marktposition deutlich.

Kunden profitieren künftig von einem

erweiterten Leistungsspektrum, innovativen

Recyclinglösungen und der Möglichkeit,

langfristige sowie nachhaltige Werte

zu schaffen. Gerade in herausfordernden

Zeiten sind Zusammenarbeit, Stärke und

Die neue Struktur

bietet Rockster die

ideale Grundlage für

weiteres Wachstum,

die Erschließung

neuer Chancen und

die Festigung

bestehender

Partnerschaften.

verlässliche Partnerschaften entscheidend

– und genau darauf baut Rockster

gemeinsam mit der RBG-Gruppe.

Die neue Struktur bietet die ideale

Grundlage für weiteres Wachstum, die

Erschließung neuer Chancen und die

Festigung bestehender Partnerschaften.

Für Geschäftspartner bedeutet das:

Kontinuität, Zuverlässigkeit und

Flexibilität – abgestimmt auf individuelle

Bedürfnisse.

Die Übernahme der Assets erfolgte

am 19. September. Nach einer kurzen

Übergangsphase firmiert die Marke

Rockster ab nun unter dem Namen

Rockster GmbH. Rockster sieht diesen

Schritt nicht nur als Neuanfang, sondern

als gemeinsame Chance, den Recyclingmarkt

aktiv mitzugestalten. Mit Mut,

Tatkraft und Entschlossenheit blickt das

Unternehmen in eine inspirierende und

erfolgreiche Zukunft – gemeinsam mit

seinen Partnern.

www.rockster.at

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Komatsu Germany Mining

Division (KGM) und SMS

Equipment haben in der

Fort Hills Mine von Suncor in

Kanada den ersten Großhydraulikbagger

Komatsu

PC9000 vorgestellt. Die

Maschine ist derzeit der

größte Hydraulikbagger für

den Tagebau und zugleich

das größte Modell im

Produktportfolio

von Komatsu.

KOMATSU

Größter Hydraulikbagger von

Komatsu: erster PC9000 in Kanada

K

omatsu, SMS Equipment und Suncor

arbeiten seit Jahrzehnten zusammen,

um den Bergbaubetrieb voranzubringen.

Sie haben Innovationen in Kanada

eingeführt, wie das erste autonome

Transportsystem des Landes in der Fort

Hills Mine von Suncor, den 980E-Muldenkipper,

den ersten PC7000-in Klappschaufel-Konfiguration

und jetzt den PC9000.

Die Maschine in der 900 t Klasse

verfügt über eine größere Schaufel, eine

größere Reichweite und höhere Grabkräfte

im Vergleich zu früheren Modellen der

PC-Serie des Herstellers. Der PC9000 ist

für den Mining-Muldenkipper 980E von

Komatsu konzipiert und ermöglicht die

beidseitige Beladung für autonome

Transportsysteme (AHS), wodurch die

Zykluszeiten erheblich verbessert und die

Gesamtkosten pro Tonne bewegten

Materials gesenkt werden.

„Der PC9000 wird die Zukunft des

Bergbaus verändern“, sagt Ansgar Thole,

President und Managing Director der

Komatsu Germany GmbH. „Diese neue

Klasse von Hydraulikbaggern für den

Bergbau legt die Messlatte für Produktivität,

Effizienz und Leistung hoch und

verbessert gleichzeitig den Komfort und

die Sicherheit des Fahrers.“

Bei der Übergabe wurde die wegweisende

Zusammenarbeit gefeiert, die zur

Entwicklung des PC9000 geführt hat. Das

neue Modell wurde auf der Grundlage des

Feedbacks des internationalen Kundenstamms

von Komatsu entwickelt und in

Zusammenarbeit mit dem kanadischen

Händler SMS Equipment und Kanadas

führendem integrierten Energieunternehmen

Suncor verfeinert.

„Neben der herausragenden Ingenieursleistung,

die in dieser Maschine steckt,

ist der PC9000 ein leuchtendes Beispiel

dafür, was echte Zusammenarbeit bewirken

kann,“ so Thole. Er verkörpert die

außergewöhnliche Partnerschaft zwischen

KGM, SMS Equipment und Suncor – drei

Kräfte, vereint durch Vertrauen, Fachkompetenz

und eine gemeinsame Vision von

operativer Exzellenz.“

Dennis Chmielewski, EVP Mining bei

SMS Public Equipment ergänzt: „In

unserer Rolle als Händler hatten wir die

einzigartige Möglichkeit, Komatsu und

Suncor zusammenzubringen, um eine

unglaubliche Maschine zu entwickeln, die

das Potenzial hat, den Betrieb unserer

Kunden zu optimieren.“

„Suncor sucht immer nach Möglichkeiten,

unsere Abläufe durch den Einsatz

modernster Ausrüstung und Technologien

zu optimieren“, betont Peter Zebedee,

Executive Vice President, Oils Sands bei

Suncor. „Unsere gemeinsame Leidenschaft

für Spitzenleistungen mit Komatsu und

SMS sowie der konkrete Mehrwert, den

der Bagger für unseren Bergbaubetrieb

bietet, haben die Entscheidung zur

Investition in den PC9000 eindeutig

gemacht.“ Suncor hat seinen zweiten

PC9000 im Juli erhalten, weitere Maschinen

werden voraussichtlich im Jahr 2026

geliefert.

Kooperation treibt Innovationen

im Bergbau voran

Komatsu gab auch eine strategische

Technologiekooperation mit Applied

Intuition bekannt, einem im Silicon Valley

ansässigen Unternehmen, das auf dem

Gebiet der Fahrzeugintelligenz führend ist.

Ziel dieser Zusammenarbeit ist es,

Komatsus Bergbaumaschinen der

nächsten Generation mit modernsten

Technologien und Echtzeit-Anpassungsfähigkeit

auszustatten, um Kunden dabei

zu helfen, ihre Produktivität zu steigern,

Ausfallzeiten zu reduzieren und mit

größerer Präzision und Effizienz zu

arbeiten.

Mit den bewährten Fähigkeiten von

Applied Intuition in den Bereichen

Fahrzeugbetriebssysteme, Autonomiestacks

und Werkzeuge sowie der

umfassenden Expertise von Komatsu in

den Bereichen Off-Highway-Autonomie

und Bergbauanwendungen werden die

Unternehmen gemeinsam eine einheitliche

softwaredefinierte Fahrzeug- („SDV“)

und Autonomieplattform entwickeln, die

als zentrales Gehirn der Bergbaumaschinen

der nächsten Generation von Komatsu

dienen wird. Diese Zusammenarbeit ist

Der Komatsu PC9000 ist eine Maschine in der

900 t Klasse und verfügt über eine größere

Schaufel, eine größere Reichweite und höhere

Grabkräfte im Vergleich zu früheren Modellen

der PC-Serie des Herstellers.

eine der bedeutendsten Technologieinitiativen

in der Geschichte von Komatsu und

ein mutiger Schritt in Richtung einer

Zukunft mit zunehmend autonomen,

softwaregesteuerten Bergbaubetrieben.

„Komatsu hat sich zum Ziel gesetzt,

gemeinsam mit seinen Kunden Mehrwert

zu schaffen, und diese Zusammenarbeit

stellt einen entscheidenden Schritt dar,

wie wir innovative, leistungsstarke

Technologien in ihre Betriebe einbringen“,

sagte Peter Salditt, Präsident der Mining

Business Division von Komatsu und CEO

von Komatsu Mining Technologies. „Durch

die Kombination der umfassenden

Bergbaukompetenz von Komatsu mit den

hochmodernen KI- und SDV-Lösungen von

Applied Intuition ermöglichen wir eine

Zukunft, in der sich unsere Maschinen

kontinuierlich weiterentwickeln, um den

individuellen Anforderungen unserer

Kunden vor Ort gerecht zu werden.“

www.kuhn.at | www.komatsu.com

66 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 67



AUSLANDSPROJEKT

AUSLANDSPROJEKT

New Murabba: Hyper-Modern*, doch

mit historischem Vorbild. Das weithin

sichtbare Symbol des neuen Stadtteils

wird „Der Mukaab“ (arabisch für

Würfel) sein, ein monumentaler

Block mit den Kantenlängen

400 m x 400 m x 400 m. Er wird

das zukünftige Zentrum der Innenstadt

von New Murabba definieren.

Als Vorbild für New Murabba dienen

einige der lebenswertesten Städte der

Welt, wie z.B. Wien, Barcelona oder

Hongkong.

* Der Autor dankt Dr. Fahad Alotaibi von der Architecture and

Design Commission in Riad, der in seinen jüngsten Artikeln den

Begriff „Hyper-Modernität“ verwendet hat, um die fulminante

Stadtentwicklung in Riad zu beschreiben.

SAUDI-ARABIEN

Mega-Projekt New Murabba

In Riad, der Hauptstadt von Saudi-Arabien, wird mit dem neuen Stadtteil New

Murabba eine ehrgeizige Vision für eine neue, moderne Innenstadt umgesetzt. Das

weithin sichtbare Wahrzeichen von New Murabba wird „Der Mukaab“ (arabisch

für Würfel) sein, ein monumentaler Block, in den 20 Empire State Skyscraper

passen. Wir nehmen dieses außergewöhnliche Projekt zum Anlass, um uns näher

mit der Geschichte, der Kultur und den städtebaulichen Visionen Riads zu

beschäftigen.

Autor: Christian Brensing, Berlin

D

ie moderne Stadtentwicklung der

saudischen Hauptstadt Riad nahm

insbesondere während der 48 Jahre, die

König Salman bin Abdulaziz Al Saud

Gouverneur von Riad war, an Fahrt auf.

Von 1963 bis 2011 leitete er das als

geradezu stürmisch zu bezeichnende

Wachstum der Metropole, die in dieser Zeit

von ca. 150.000 auf nahezu 7 Mio. Einwohner

anwuchs. Städtebaulich waren in

dieser Zeit zwei Entwicklungen überaus

maßgeblich:

Einerseits, die Phase der Moderne, die

vorrangig mit dem Namen des griechischen

Architekten Constantinos A.

Doxiadis (1913-1975) verbunden ist. In

Zusammenhang mit seinem Riad Masterplan

von 1969 prägte Doxiadis auch zwei

theoretische Begriffe, nämlich „ekistics“

(die Wissenschaft von menschlichen

Siedlungen) und „entopia“ (keine Utopie,

sondern eine reale Stadt, die gebaut

werden kann). Beide finden sich noch

heute in manchen der saudischen Gigaprojekte

wieder.

Andererseits die Phase der Post-

Moderne, in der King Salman u.a. 1974 die

Pläne des italienischen Architekten Marco

Albini unterband, das historische Stadtzentrum

– bekannt als Qasr Al Hokm –

modern zu überbauen. Das Ergebnis

dieser kritischen Bestandsaufnahme mit

den Zielen einer radikalen Moderne zu

brechen, ist die sogenannte „Salmani-

Architektur“. Ihr Inhalt und ihre Bedeutung

für die architektonische wie kulturelle

Entwicklung Saudi-Arabiens wird in

der King Salman Charter for Architecture

and Urbanism – 2022 herausgegeben von

der Architecture and Design Commission

in Riad unter der Leitung von Dr. Sumaya

Al Solaiman – interpretiert und

praktiziert (siehe Baublatt.Österreich,

Mai 2024).

Seitdem hat die Bewahrung elementarer

saudischer kultureller Identitäten eine

essentielle Bedeutung erlangt. Daher gilt:

Mögen die Giga- und Mega-Projekte noch

so hyper-modernistisch auftrumpfen – sie

versuchen gleichzeitig in vielerlei Hinsicht

immer auch das kulturelle Erbe irgendwie

widerzuspiegeln. Das bezieht sich auch auf

das wohl futuristischste Projekt in Riad,

den neuen Stadtteil New Murabba mit

seiner Landmarke „Der Mukaab“. Das

riesige Baugelände von 1.900 ha liegt in

der nordwestlichen Ecke der 8 Mio.

Einwohner Metropole, nicht allzu weit von

der Downtown und dem King Abdullah

Financial District (KAFD) entfernt.

Das Mega-Projekt New Murabba trägt

den Titel „The Future of Urban Living“

und wird als „Riads ehrgeizige Vision für

eine neue, moderne Innenstadt“ beschrieben.

Angetrieben von einem noch ungebrochenen

Fortschrittsglauben in die Zukunft

„ist es inspiriert von den reichen Traditionen

und der Kultur Saudi-Arabiens. So

wird dieses Mega-Projekt einer der

weltweit außergewöhnlichsten Orte zum

Leben, Arbeiten und für die Freizeit sein.“

(Alle Zitate: https://newmurabba.com/en/)

Das weithin sichtbare Symbol und

Wahrzeichen von New Murabba wird „Der

Mukaab“ (arabisch für Würfel) sein, ein

68 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 69



AUSLANDSPROJEKT

AUSLANDSPROJEKT

monumentaler Block mit den Kantenlängen

400 m x 400 m x 400 m. Er wird das

zukünftige Zentrum der Innenstadt von

New Murabba definieren und bestimmen.

Inspiration fand dieses gigantische

Volumen in der kubischen Form und der

Najdi-Architektur des historischen

Murabba-Palastes in Riad. Das gesamte

Gebäudevolumen von „Der Mukaab“ wird

groß genug sein, um 20 Empire State

Skyscraper zu beherbergen. Der Block

wird damit zweifellos zu einem der

imposantesten Gebäude der Welt, vergleichbar

mit dem Pariser Eiffelturm.

Michael Dyke als CEO, sein Chief Development

Officer Carl Schibrowsky und das

New Murabba Entwicklungsteam stehen

all diesen Entwicklungen voran.

Das kanadische Bauunternehmen

AtkinsRéalis hat u.a. mit Hilfe seiner rund

37.000 Mitarbeiter den Masterplan auf der

Grundlage eines Wettbewerbs für New

Murabba entworfen. Das Unternehmen

wurde im Dezember 2023 damit beauftragt.

AtkinsRéalis setzt zurzeit den

Konzeptentwurf für „Der Mukaab“ um.

Der Großteil des Planungsteams verteilt

sich auf Dubai und Riad, wobei der

Führungsstab des Unternehmens in Dubai

angesiedelt ist. Die Anzahl der Architekten

und Ingenieure, die an den Plänen

arbeiten, bildet eine riesige Armada von

technischen Experten. Bezogen auf das

Gesamtprojekt ist die Planung auf

verschiedene Unterbüros aufgeteilt, die

sich je nach Spezialisierung z.B. mit der

Landschaftsplanung, der Logistik oder

anderen wesentlichen Planungsabschnitten

befassen.

„Der Mukaab“ wird einmal das größte

bewohnte Bauwerk der Welt sein. Atkins-

Réalis hat unter der Leitung von New

Murabba auch zum Konzept des Masterplans

für das gesamte Baufeld von

19 km 2 beigetragen, das insgesamt

18 Stadtviertel mit über 400.000 Einwohnern

umfasst. Städtebaulich werden

die Stadtteile durch ein System von

Miniparks verbunden, die von traditionellen

Wadis inspiriert sind, wie z.B.

dem Wadi Hanifa, das an Riad grenzt.

25% des Masterplans sind grüne, landschaftlich

gestaltete Flächen. Auch

deswegen unterscheidet sich die städtebauliche

Gestaltung des Masterplans

stark von Riads alter, dicht bebauter

historischer Stadtstruktur mit nur zweibis

dreistöckigen Gebäuden. Mit anderen

Worten: New Murabba wird sich deutlich

und in vielerlei Hinsicht vom heutigen

Stadtbild Riads abheben.

Als Vorbild für New Murabba dienen

einige der lebenswertesten Städte der

Welt, wie z.B. Wien, Barcelona oder

Hongkong. Eine der Lektionen, die man

Das Modell von „Der Mukaab“ zeigt das Innenleben des kolossalen Bauwerks.

von diesen Städten gelernt hat, ist die Art

und Weise, wie sie für ihre Bewohner als

lebenswert empfunden werden. Dass dies

z.B. auch weitgehend von einem gut

funktionierenden öffentlichen Nahverkehr

abhängt. So wird New Murabba nach

seiner Fertigstellung über mehrere

Metro-Stationen verfügen. In der ersten

Entwicklungsphase bilden die Stadtteile 2,

4 und 5 den Kern der Innenstadt und

werden von der Metrolinie 7 erschlossen.

Darüber hinaus sind vier weitere Metro-

Haltestellen vorgesehen. Insgesamt wird

es sechs Verkehrsebenen geben, von

Fußgänger-, Fahrrad- und Elektrofahrzeugen

bis hin zu Autobahnen für den

Individualverkehr. Außerdem wurde für

jeden Stadtteil eine gesonderte Studie

über dessen Begehbarkeit erstellt.

Der übergreifende Kompass für die

städtebauliche Gestaltung und Planung

von New Murabba ist das Konzept der

15-Minuten-Stadt von Carlos Moreno. Das

vorherrschende Gefühl in New Murabba

wird modern sein, ganz im Gegensatz zu

den traditionellen und historischen

Werten z.B. des Diriyah-Viertels in Riad,

was auch als „Stadt der Erde“ bekannt ist.

Ganz im Gegenteil, in New Murabba dreht

sich alles um Modernität und Zukunft. Ein

wichtiger Faktor, der dieses Gefühl der

Modernität fördert, ist die Unmittelbarkeit

und Nähe aller Arten von Dienstleistungen

direkt vor der Haustür. Eine Schule,

eine Moschee, Geschäfte und kulturelle

Einrichtungen werden nur einen kurzen

Fußweg entfernt sein. Außerdem geht man

davon aus, dass die meisten Bewohner in

der Nähe ihres Wohnorts arbeiten. 75%

der Gesamtfläche von New Murabba

werden für Wohnzwecke genutzt, was auf

insgesamt 90.000 Wohnungen hinausläuft.

Und nahezu 1 Mio. m 2 werden für den

Einzelhandel zur Verfügung stehen. Die

für New Murabba als Bevölkerung

vorgesehenen Schichten können als

kosmopolitisch und gut ausgebildet

bezeichnet werden. Daher verwundert es

nicht, dass der größte Teil der Immobilien

zum Verkauf stehen wird. Nach seiner

Fertigstellung soll New Murabba als einer

der ökologischsten und gesündesten

Bezirke von Riad gelten, da u.a. der

Individualautoverkehr sehr eingeschränkt

sein wird. Die erfolgreiche Eröffnung des

176 km langen Metrosystems von Riad im

Dezember 2024 unterstützt bereits jetzt

dieses Vorhaben.

Momentan umgibt noch ein dichtes

Netz von Autobahnen und Verkehrsknotenpunkten

die Baustelle von New

Murabba, deren Bau 2024 begann. Auf

einer Luftaufnahme vom Jänner 2025

sieht man direkt neben der Baustelle

rechts die King Salman Road und links die

King Khalid Road, beides wichtige

Verkehrsadern nach Riad. Die Royal

Commission of Riyadh City (RCRC), die

große Regierungs- und Regulierungsbehörde

der Hauptstadt, arbeitet bei den

Ausbau- und Umgestaltungsplänen der

beiden Straßen eng mit New Murabba

zusammen. Insgesamt werden sie ein

großes Maß an unterschiedlichster

Mobilität freisetzen. So sollen zum

Beispiel alle Straßen, die man auf dem

Luftbild sehen kann, einschließlich der

Prince Turki Road, aufgeständert werden,

so dass die Menschen buchstäblich unter

den Schnellstraßen hindurch nach „Der

Mukaab“ zu Fuß gelangen können. Dort,

wo sich die beiden Schnellstraßen kreuzen,

wird es eine neue direkte Zufahrt zu „Der

Mukaab“ geben. Der internationale

Flughafen King Khalid im Nordosten der

Stadt ist dann auch nur 20 Autominuten

entfernt.

Im Februar 2025 lagerte man große

Mengen an Aushub von „Der Mukaab“

gesondert auf dem nördlichen Abschnitt

der Baustelle. Das Baustellenteam, mit

China Harbour als Hauptauftragnehmer,

bewegte dafür im Jänner 2025 bis zu 600

Ein wichtiger Faktor von New Murabba ist die

Unmittelbarkeit und Nähe aller Arten von

Dienstleistungen direkt vor der Haustür.

Maschinen, von Baggern bis hin zu

Lastkraftwagen. Die Bodenbeschaffenheit

besteht aus einer Art von Gestein, das

lokal als Riad-Stein bezeichnet wird.

Ununterbrochen laufen seitdem die

Arbeiten jeden Tag 24 Stunden lang,

verteilt auf mehrere Arbeitsschichten. Bei

diesem Tempo erreichte man zügig die

Sohle der Baugrube, die 30 m unter der

Oberfläche liegt. Die Gründungsarbeiten

starteten im November 2024 und sind

inzwischen mit etwa 25% der insgesamt

benötigten Pfahlgründungen vorangekommen.

So werden die Pfähle für die vier

Eckgebäude „Der Mukaab“ 32 m tief sein

und einen Durchmesser von 180 cm haben.

Weitere Gründungsarbeiten und das

Betonieren der durchschnittlich 3 m

dicken Bodenplatte werden die nächsten

Monate in Anspruch nehmen. Außerdem

wurde eine Brücke über die King-Khalid-

Autobahn gebaut, und der größte Teil des

Aushubs wird für die Geländeaufschüttung

der westlichen Seite des Baufeldes

verwendet. Michael Dyke ist fest entschlossen,

als eines der Nachhaltigkeitsziele

von New Murabba, kein Bodenmaterial

zu verwenden, dass weder importiert

noch exportiert worden ist. Die kommenden

Monate werden auch davon gezeichnet

sein, dass Versorgungsanlagen für die

Betonherstellung, ein Betonfertigteilwerk

und Aggregate zur Versorgung der

Baustelle mit Energie und Materialien

errichtet werden. Darüber hinaus verlagert

man auch den neuen Firmensitz von

New Murabba in den Stadtteil 6.

Im Jahr 2030, also in fünf Jahren, soll

„Der Mukaab“ ein wichtiger Bestandteil

der Weltausstellung sein. Um dieses Ziel

zu erreichen, beabsichtigt das Planungsteam

noch im Jahr 2025 einen

neuen detaillierten Masterplan vorzulegen.

Carl Schibrowskis Ausführungsplan

sieht terminlich folgendermaßen aus: Im

Oktober 2024 wurde der Masterplan

aufgrund der Größe des Projekts erstmalig

grundlegend überarbeitet. Im Zuge dessen

gab man den Stadtteil 18 mit seiner

geringen Dichte auf. Trotzdem hielt man

an der übergeordneten Vision fest. Der

erste Stadtteil, der aktiviert werden soll,

ist der Zweite nördlich von „Der Mukaab“.

Die weiteren Stadtteile folgen im Uhrzeigersinn.

Für den Stadtteil 2 ist zurzeit ein

internationaler Architekturwettbewerb

ausgeschrieben.

Ein weiterer essentieller Teil der

Entwicklungsstrategie ist die Einbindung

von Entwicklungspartnern, zum Beispiel

im Bereich der Gesundheitsversorgung.

Drei Krankenhausentwickler und -betreiber

sind angesprochen worden, ebenso

solche für die zwölf Schulen. Aktivitäten

wie diese erwecken den Masterplan zum

Leben. Zeitgleich wird die grundlegende

Infrastruktur aufgebaut. Übergeordnetes

Ziel ist es, dass der Kern des Stadtzentrums

zwischen King Khalid, King Salman

und Prince Turki Road bis 2030 fertiggestellt

sein soll. Diese Stadtteile werden

sich in unmittelbarer Nähe von „Der

Mukaab“ befinden. Die Stadtteile 6 und 7

sollen zwischen 2030 und 2035 gebaut,

und die Restlichen im Westen zwischen

2025 und 2040. Das von Arup, London,

entworfene Fußballstadion mit 45.000

Plätzen für die Fußballweltmeisterschaft

2034 entsteht im Stadtteil 14. Dieser

Stufenplan der weiteren Entwicklung

ermöglicht eine ausreichende Marktabsorption.

Eine weitere Herausforderung für New

Murabba wird sein, das ästhetische

Verständnis und die Anpassung an den

Salmani Architekturstil im Hinblick auf

moderne und hohe Gebäude neu zu

definieren. In Riad gibt es bereits einige

recht unterschiedliche Interpretationen

der Salmani-Architektur, wie zum Beispiel

das Hochhaus Kingdom Centre (2002), ein

gemeinsamer Entwurf von Ellerbe Becket

aus den USA und Omrania, Riad. Carl

Schibrowski beschreibt demzufolge die

kommenden gestalterisch-interpretatorischen

Aufgaben diplomatisch: „Das

Kingdom Centre stellt ein außergewöhnliches

Gebäude dar und in diesem Zusammenhang

ist das Wort „außergewöhnlich“

gleichbedeutend mit ikonisch. Daher muss

der Kingdom Tower bis zu einem gewissen

Grad als Salmani-Architektur angesehen

werden.“

Wie auch immer, die Entwicklung und

Entstehung von New Murabba in Riad

muss als ein techno-sozio-ökonomisches

Experiment – wenn nicht gar Abenteuer

– der allerhöchsten und anspruchsvollsten

Art betrachtet werden.

70 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 71



AUSLANDSPROJEKT

haben, vertraut. Jetzt wird es zum ersten

Mal möglich sein, dieses Gefühl von

Urbanität auch in Riad zu erleben.

Wenn man diese beiden Aussagen zusammenfasst,

sind wir letztendlich sehr gut

für die Zukunft aufgestellt.

INTERVIEW

Die städtebaulichen Visionen

von New Murabba

Autor Christian Brensing sprach mit CEO Michael Dyke (New

Murabba, Riad) über die verschiedenen Zielsetzungen, die hinter

der Entwicklung des neuen Stadtteils New Murabba stehen.

„New Murabba ist ein neuer

Stadtteil von Riad. Er verfügt

über einzigartige Eigenschaften

und Wahrzeichen.

,Der Mukaab‘ ist eines davon“,

betont Michael Dyke, der als

CEO das New Murabba Entwicklungsteam

leitet.

mit ihrem baulichen Umfeld erleben.

Bedenken Sie, dass ein sehr hoher Anteil

der jungen saudischen Bevölkerung schon

weit gereist oder sogar mit Staatsstipendien

im Ausland studiert haben. Daher ist

dieser Bevölkerungsanteil mit dieser Art

von urbanem Gefühl aus den aufregendsten

europäischen Städten, die sie besucht

Wird New Murabba schillerndmodern

oder gar futuristisch sein?

Dyke: Ja und nein. Einerseits werden wir

das übernehmen, was allgemein als

Salmani-Code für Architektur und

Städtebau vorgeschrieben bzw. anerkannt

ist. Das bezieht sich z.B. auf eine entsprechende

städtische Dichte; wir passen diese

für die Segmente eines mittleren bis hohen

Wohnstandards an. Dadurch bewahren

wir das Erbe, positionieren aber gleichzeitig

einige der wertvollsten neuen Immobilien

in Riad. Denken Sie daran, dass New

Murabba sich niemals als Stadt bezeichnen

wird. Riad ist unsere Stadt, New

Murabba hingegen ist ein Stadtteil mit

einigen einzigartigen Eigenschaften und

Wahrzeichen. „Der Mukaab“ ist eines

davon. Wir werden mit diesem 400 x 400 x

400 m großen Kubus etwas bisher Ungesehenes

schaffen. Ich nenne es das „Herz“,

den „Magneten“ und den „Verstärker“ von

New Murabba. Die Menschen besuchen

ihn wegen seiner ikonographischen

Erkennbarkeit, indem was er darstellt und

repräsentiert: eine einmalige, unwiederholbare

Erfahrung, ein Tor zu einer

anderen Welt. „Der Mukaab“ steht für eine

beispiellose architektonische Sensation auf

einem bisher nie dagewesenen Niveau.

Das Gleiche gilt für seine Größe und die

Art und Weise, wie wir technologische

Grenzen überschreiten, wie es noch nie

zuvor geschehen ist. Selbst wenn man

nicht physisch vor Ort ist, kann man

immer mit „Der Mukaab“ verbunden sein.

Wie funktioniert New Murabba in

Bezug auf die Nachhaltigkeit?

Dyke: Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt

der Vision von New Murabba. Wir streben

aktiv die höchsten internationalen

Zertifizierungen für grünes Bauen an,

darunter LEED und das saudische

Mostadam, mit gezielten Bewertungen für

wichtige Anlagen und einer umfassenderen

Gold-LEED-Bewertung für weitere

Bereiche im gesamten Masterplan.

Was New Murabba auszeichnet, ist unsere

beispiellose Chance: Wir entwickeln das

Projekt auf einem bisher unbebauten

Areal der Wüste, frei von den Einschränkungen,

die mit der Nachrüstung oder

Anpassung an bestehende infrastrukturelle

Zwänge verbunden sind. Dies

verschafft uns den einzigartigen Vorteil,

Nachhaltigkeitsprinzipien von Grund auf

zu verankern – über den Masterplan, die

Gebäudeplanung, die Infrastruktur und

die Mobilitätsnetze hinweg. Zu unseren

Initiativen gehören ein hocheffizientes

Fernkühlsystem, eigene Wasseraufbereitungsanlagen,

die Verwendung von

Materialien mit geringem CO2-Ausstoß,

die Integration von Lösungen für erneuerbare

Energien wie Photovoltaikanlagen

und Lösungen für saubere Mobilität.

Dieser Ansatz ermöglicht es uns, New

Murabba zukunftssicher zu machen und

seine Anpassungsfähigkeit für kommende

Generationen zu gewährleisten.

Ich bedanke mich für das Gespräch!

Herr Dyke, wie würden Sie den

Mehrwert von New Murabba

beschreiben? Wie bereichert das

Projekt Riad?

Dyke: Als Teil der Vision 2030 bietet New

Murabba ein zusätzliches und unverwechselbares

Element für die Verwirklichung

dieser Vision. In den letzten Monaten hat

Riad weitere Attraktionen hinzugewonnen,

was die Verbesserung der Lebensqualität

angeht. Die neue Metro, durch die der

Straßenverkehr stark entlastet wird, ist

nur ein Beispiel dafür. Lassen Sie mich

zum Vergleich dazu kurz beschreiben, was

New Murabba Riad bringen wird: Eine

neue faszinierende Innenstadt, die jedoch

„Born Smart“ ist und allen Besuchern und

Einwohnern eine Lebensweise bietet, die

in Saudi-Arabien bisher nicht möglich ist.

Das heutige Riad hat nominell eine

Bevölkerungsdichte von 4.500 bis 5.000

Einwohnern pro km², New Murabba wird

jedoch im endgültigen Ausbaustadium

etwa 23.000 Einwohner pro km² haben.

Das ist zwar noch nicht die Bevölkerungsdichte

von Manhattan mit 25.000 Einwohnern

oder sogar Manila mit 40.000

Einwohnern. Aber in Bezug auf die Größe

und Dichte wird New Murabba eine

hervorragende Position einnehmen, etwas

größer als Paris, aber etwa das 1,5- bis

2-fache von Wien.

Hatten Sie bestimmte Städte im Sinn,

als Sie die städtebaulichen Qualitäten

von New Murabba konzipiert haben?

Dyke: Ja, natürlich. Eine Eigenschaft, auf

die wir uns besonders konzentriert haben,

ist die Begehbarkeit. Wir untersuchten

verschiedene städtische Szenarien von

Barcelona über Berlin, Hongkong und

Paris bis hin zu Wien in vergleichbaren

Studien. Dieses Wissen wendeten wir auf

unseren Entwurf für New Murabba an,

das nach seiner Fertigstellung die Begehbarkeit

von Riad erheblich verbessern

wird. Und hier erreichen wir Zahlen, die

direkt das widerspiegeln, was ich als

„Lebensqualität“ bezeichnen möchte. In all

diesen Aspekten messen wir uns weltweit,

hauptsächlich an europäischen Städten,

und erzielen durchaus vergleichbare

Ergebnisse im oberen Segment.

Der Vorteil für Riad besteht darin, dass

seine Bürger die Möglichkeit erhalten, auf

eine völlig andere Art und Weise zu leben,

zu arbeiten und ihre Freizeit zu verbringen

als heute. Sie werden alles, was sie für

ihren Alltag brauchen, in unmittelbarer

Nähe ihres Wohnortes vorfinden. In New

Murabba verwirklichen wir das Konzept

der 15-Minuten-Stadt und streben an,

dass die Menschen eine enge Vertrautheit

Schalungs- und Gerüstlösungen, die überzeugen!

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Ob Hochbau, Infrastrukturbau oder Instandsetzung – mit PERI haben

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72 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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DOKA

Staumauererhöhung Wasserfallboden in Kaprun

Mit der Erhöhung der Staumauer Wasserfallboden um rund 9 m entsteht in Kaprun die

Grundlage für das neue Pumpspeicherkraftwerk Limberg III, das künftig 480 MW flexible

Zusatzleistung für Österreichs Energieversorgung bereitstellen wird. Doka liefert die

Schalungs- und Gerüstlösungen, die den präzisen und sicheren Bau unter extremen

Hochgebirgsbedingungen ermöglichen.

E

nergiewirtschaftlich wird die Kraftwerksgruppe

Kaprun aufgrund ihrer

enormen Speicherkapazität und Flexibilität

gern als „Batterie in den Alpen“

bezeichnet – und sie wird künftig eine

noch wichtigere Rolle bei der Netzstabilität

spielen. Bis 2027 wächst die Staumauer

Wasserfallboden, auch Limbergsperre

genannt, um 9 m auf knapp 129 m.

Dadurch erhöht sich der Nutzinhalt des

DATEN & FAKTEN

Projekt: Staumauererhöhung Wasserfallboden,

Pumpspeicherkraftwerk Limberg III

Standort: Kaprun, Salzburg

Bauwerkstyp: Bogenstaumauer

Auftraggeber: Verbund Hydro Power GmbH

Bauausführung

(Staumauer): Swietelsky AG

Bauausführung

(Gesamtprojekt): PSKW ARGE Limberg III (Porr und Marti Tunnel AG)

Projektdauer: 2024-2027, Doka-Schalungseinsatz

von Anfang 2025 bis Ende 2026

Speichersees um 12,7 Mio. m³ auf

insgesamt 93,9 Mio. m³.

Lösungen im Einsatz: Sperrenschalung D22, Trägerschalung Top50,

Faltbühne K, Modulgerüst Ringlock

Doka-Technologie im

Hochgebirgseinsatz

Die Arbeiten finden auf über 1.700 m

Seehöhe statt – ein Umfeld mit Temperaturen

weit unter null Grad, Windspitzen

über 100 km/h und extremen logistischen

Anforderungen. Hier setzt Verbund auf

Die „Limbergsperre“

in Kaprun wird mit der Unterstützung

von Doka um 9 m erhöht.

Dadurch wächst die Speicherkapazität

des Wasserfallboden-Stausees um

30 GWh.

die Schalungsexpertise von Doka, um die

außergewöhnlichen Bauanforderungen

im Hochgebirge sicher zu meistern.

Langjährige Expertise im Infrastrukturbau

und ein erfahrenes Doka-Team

sorgen dafür, dass der Baufortschritt von

Beginn an stabil verläuft. Dank 3D-Planung,

Vorfertigung und optimierter

Logistik konnten die Takte deutlich

beschleunigt werden – mit einer Betonagegeschwindigkeit

von rund 260 m³ in

nur drei Tagen.

Die Trägerschalung Top50 ermöglicht

die präzise Formgebung der gekrümmten

Staumauerblöcke, während die Sperrenschalung

D22 für die sichere Lastabtragung

sorgt. Zudem sorgt die Faltbühne K

auf über 700 Laufmetern hinweg für

verlässliche und optimale Arbeitsbedingungen.

Für die Montage und Ausbauarbeiten

an der Steuerzentrale wurden 22 t

Ringlock-Modulgerüst installiert. Diese

dienten als Treppenturm sowie als

flexible Arbeitsplattform. Parallel dazu

unterstützte Doka auch beim Bau der

unterirdischen Kaverne des neuen

Kraftwerks Limberg III in Kaprun, das

am 12. September 2025 feierlich eröffnet

wurde.

Fotos: Doka

Bedeutung der Kraftwerksgruppe

Kaprun

Die Kraftwerksgruppe Kaprun ist seit

Jahrzehnten ein Symbol der österreichischen

Energiewirtschaft. Limberg I, eines

der ersten Pumpspeicherkraftwerke aus

den 1950er-Jahren, stand sinnbildlich für

den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg.

Limberg II, 2011 als unterirdisches

Pumpspeicherkraftwerk mit 480 MW in

Betrieb genommen, markierte den

nächsten großen Entwicklungsschritt.

Auch hier war Doka – wie bei Limberg III

– mit Schalungslösungen für die Kaverne

beteiligt. Heute investiert Verbund mit der

Erweiterung durch Limberg III über 500

Mio. Euro in den weiteren Ausbau der

Energieunabhängigkeit und Versorgungssicherheit

Österreichs.

Alle drei Limberg-Kraftwerke sind

eigenständige Pumpspeicherkraftwerke

innerhalb der Kraftwerksgruppe Kaprun

und werden von den beiden Hochgebirgsstauseen

Wasserfallboden und Moserboden

gespeist.

Mit der Fertigstellung der Staumauererhöhung

wächst das nutzbare Speichervolumen

des Wasserfallboden-Stausees bis

2027 um rund 30 GWh. In Verbindung mit

DOKA XLIFE TOP

Nonstop top: Die neue Schalungsplatte aus recyceltem Kunststoff

Bauen wird nachhaltiger – mit Xlife top,

der innovativen Schalungsplatte von

Doka. Die Platte, deren Kern zu 100% aus

recyceltem Kunststoff besteht, überzeugt

durch eine lange Lebensdauer, weniger

Wartung und ein ansprechendes Betonbild.

Ein wichtiger Schritt hin zu einer

ressourcenschonenden Bauwirtschaft.

Hält lange, schalt schön

und kommt recycelt wieder

Die speziell entwickelte Verbundtechnologie

macht die Oberfläche der Xlife top

besonders widerstandsfähig gegen

Kratzer und Abnutzung. Das reduziert

den Wartungsaufwand und verlängert

deutlich ihre Lebensdauer – ein entscheidender

Vorteil für Bauunternehmen, die

langfristig Kosten sparen wollen.

Nach zahlreichen Einsätzen werden die

Schalungsplatten erneut recycelt und

bilden den Kern neuer Xlife top Platten.

Dieser geschlossene Materialkreislauf

senkt den Rohstoffverbrauch und

vermeidet Abfall. Zudem wird der

CO2-Fußabdruck im Vergleich zu

marktüblichen Schalungsplatten erheblich

reduziert.

der zusätzlichen Leistung von 480 MW

kann dank Limberg III als Energie-Zwischenspeicher

künftig flexibel und schnell

auf Verbrauchsspitzen reagiert sowie

Schwankungen aus Wind- und Sonnenstrom

ausgeglichen werden. Nach

Abschluss weiterer Ausbaustufen unweit

der Limbergsperre wird die Kraftwerksgruppe

Kaprun eine Gesamtleistung von

rund 2.000 MW erreichen.

„Die Staumauererhöhung in Kaprun zeigt

Auch optisch punktet Xlife top: Ihre matte

Oberfläche sorgt für gleichmäßige Sichtbetonflächen

mit geringem Nachbearbeitungsbedarf.

Sie erfüllt damit höchste

architektonische Ansprüche.

Mit der sukzessiven Einführung der Xlife

top Platte in Österreich, Europa und

Nordamerika als Standardplatte für viele

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Mit der Sperrenschalung D22 und ergänzenden Systemen liefert

Doka die Lösungen für präzise Betonagen im Hochgebirge.

eindrucksvoll, dass Verlässlichkeit und

Einsatzbereitschaft bei uns Hand in Hand

gehen. Gepaart mit dem technischen

Know-how aus vielen erfolgreich umgesetzten

Projekten, wie etwa dem Staumauer-Projekt

Spitallamm in den Schweizer

Alpen, leisten wir mit unseren Lösungen

einen bedeutenden Beitrag zur

Energiewende“, so Harald Zulehner,

Geschäftsführer Doka Österreich.

www.doka.com

Doka-Rahmenschalungen, treibt Doka

aktiv die nachhaltige Transformation der

Baubranche voran – und unterstützt

Unternehmen, ihren CO2-Fußabdruck zu

senken, ohne dabei Kompromisse bei

Wirtschaftlichkeit und Qualität

einzugehen.

www.doka.com

„Mit Xlife top bieten wir unseren Kunden eine langlebige

und nachhaltige Lösung, die durch weniger

Wartung und mehr Einsätze klare wirtschaftliche

Vorteile schafft – und gleichzeitig den ökologischen

Fußabdruck deutlich reduziert“, bestätigt Harald

Zulehner, Geschäftsführer Doka Österreich.

Fotos: Doka; Clean Frame Photography

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74 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 75



BETON + SCHALUNG

BETON + SCHALUNG

HOLCIM

Emissionsfreie Anlieferung bis zur Baustelle

Silo Riedel ist seit dem Spätsommer mit der ersten elektrischen Zugmaschine

mit Kompressor für Zementverladung im Auftrag von Holcim unterwegs.

D

Der neue E-Lkw von Silo Riedel ist

hauptsächlich für Holcim ab dem

Z ementwerk Mannersdorf unterwegs

und wird im Sinne der

Nachhaltigkeit auch optional für

Rückfuhren eingesetzt.

azu Gernot Tritthart, Director

Marketing & Sales bei Holcim

Österreich: „Mit der Transformation der

Mobilität und des Gebäudesektors können

wir positiv zu zwei der stärksten Hebel

Richtung Nachhaltigkeit beitragen. Wir

freuen uns sehr, dass unser Transportpartner

Silo Riedel hier als Innovationstreiber

die erste vollelektrische Zugmaschine für

die Zustellung von losem Zement in

Österreich auf die Straße bringt. Damit

unterstützen wir auch unsere Kundinnen

und Kunden, bei denen der Fußabdruck

von Baustoffen und Logistik in die

Nachhaltigkeits-Bewertungssysteme

Eingang findet. Der neue Lkw transportiert

übrigens EU-Taxonomie ,fitten‘

Zement, unseren ECOPlanet ROT CEM

II/C-M (S-LL) 42,5 N.“

Silo Riedel ist mit der entwickelten Lösung

für den losen Zementtransport ein Pionier.

„Als Partner von Holcim freuen wir uns,

einen bedeutenden Schritt in Richtung

nachhaltiger Transportlösungen umgesetzt

zu haben: die österreichweit erste CO2-

neutrale Staubgutzustellung im Silo per

vollelektrischem Lkw. Die Auslieferung

erfolgte mit einem emissionsfreien,

geräuscharmen Elektro-Lkw, betrieben

ausschließlich mit zertifiziertem Ökostrom.

Durch den Einsatz modernster Elektromobilität

konnten wir nicht nur lokale

Emissionen auf null reduzieren, sondern

auch die gesamte Transport leistung

klimaneutral gestalten – ein wichtiges

Signal für eine zukunftsorientierte,

ressourcenschonende Logistik. Wir sind

stolz, gemeinsam mit Holcim an innovativen

Lösungen für eine CO2-reduzierte

Wertschöpfungskette zu arbeiten und

unser Know-how im Bereich nachhaltiger

Transporttechnologie aktiv einzubringen“,

erklärt Julia Heißenberger, Geschäftsleitung

Silo Riedel. Hauptzielort der Zementlieferungen

ist aktuell die Seestadt Aspern,

ein Stadterweiterungsgebiet, das nicht nur

beim Bauen auf die größtmögliche Reduktion

von Emissionen setzt.

„Mit dieser Umstellung können wir in

2025 bereits einen beachtlichen Anteil an

Zement klimafreundlich zustellen. Wir

planen, bis 2030 in Österreich rund 80%

des im Auftrag von Holcim zugestellten

Volumens elektrisch auszuliefern“, so

David Zepmeisel, Supply Chain Manager

& Head of CEM Logistics bei Holcim

Österreich. „Neben dem individuellen

Lkw-Transport setzen wir auch auf den

Ausbau von Bahntransporten, hier vor

allem auch für die Anlieferung von

Rohstoffen und Ersatzbrennstoffen im

Sinne unserer Net-Zero Strategie.“

www.holcim.at | www.siloriedel.at

Foto: Holcim Österreich; Stefan Germershausen

Foto: GSCAN

BAM

Myonentomografie: Alternative für das Röntgen

Wissenschaftler wollen Grundlagen für die Nutzung der Myonentomografie

im Infrastrukturbereich schaffen.

R

öntgen als Methode zur Untersuchung

von Bauwerken wird

aufgrund von Strahlenschutzvorgaben

kaum noch eingesetzt. Doch gibt

es keinen adäquaten Ersatz für ein

Verfahren, das den Blick ins Innere

von Beton erlaubt. Abhilfe könnte die

Myonentomografie schaffen, die sich

einen Teil der natürlichen Strahlung

der Erde zu Nutze macht und deswegen

unschädlich ist. Myonen entstehen,

wenn kosmische Strahlung in die

Erdatmosphäre eintritt, dort mit

Molekülen der Luft reagiert, und zerfällt.

In einem gemeinsamen Experiment mit

dem Start-Up GSCAN verglichen

Forscher der deutschen Bundesanstalt

für Materialforschung und -prüfung

(BAM) die Ergebnisse von Messungen

mit Radar, Ultraschall und der Myonentomografie.

Für das Experiment wurden

zwei Scanner jeweils ober- und unterhalb

Installation des XL Scanners von GSCAN an

der Mäo-Brücke in Estland.

des Prüf körpers platziert, der mit einer

Dicke von 50 cm mit vielen Brückenkonstruktionen

vergleichbar ist. Um ein

realistisches Szenario zu schaffen,

enthält der Prüfkörper ein Hüllrohr mit

Spanndrähten, da Spannungsrisskorrosion

eine typische Problemstelle an

Brücken darstellt, ist zur Hälfte mit

einem Bewehrungsgitter versehen

und enthält zusätzlich mehrere

unterschiedlich große Styroporkugeln,

die Hohlräume simulieren. Die

Ergebnisse zeigen, dass die Myonentomografie

im Vergleich zu den

anderen zwei Verfahren die meisten

Erkenntnisse lieferte. Die Messdaten

werden zunächst direkt im Scanner

verarbeitet und in einer Cloud mit

Hilfe eines Machine-Learning-Models

zu einem 3D-Bild zusammengesetzt. Die

Technologie birgt das Potenzial, Verpressfehler

in Hüllrohren oder sogar Korrosionsschäden

im Inneren der Rohre zu

erkennen. Allerdings dauern die Messungen

mit Myonentomografie sehr lange –

für das Experiment zum Beispiel zwei

Wochen.

www.bam.de

ROHRDORFER

Neue Versuchsanlage für getemperte Tone

Getemperte Tone sind einer der wichtigsten Hebel auf dem Weg zu einer CO2-armen Zementproduktion. Rund 30% der Emissionen können

durch den Ersatz von Klinker durch getemperte Tone vermieden werden. Anfang Oktober 2025 wurde im Rohrdorfer Zementwerk die neue

Versuchsanlage für getemperte Tone feierlich eingeweiht. Sie ging bereits im Juli erfolgreich in Betrieb und aktiviert („tempert“) seitdem

täglich bis zu 50 t Rohton durch thermische Behandlung. Ziel der Anlage ist die Erforschung von getemperten Tonen, da diese als CO2-ärmere

Alternative zu Klinker – dem Hauptbestandteil von Zement – genutzt werden können. Somit ist die neue Anlage ein zentraler Baustein im Rohrdorfer

Dekarbonisierungsfahrplan. Bis Ende 2026

untersucht das Net Zero Emission-Team die

ideale Zusammensetzung der Rohtone und

optimiert die Prozesse für die thermische

Behandlung. Auf diesen Versuchen aufbauend,

soll in Zukunft eine Großanlage errichtet werden,

die eine signifikante CO2-Einsparung ermöglicht.

Das Potenzial zur Einsparung beläuft sich auf

insgesamt 60%. Dank getemperter Tone kann

davon fast die Hälfte vermieden werden.

www.rohrdorfer.eu

Anfang Oktober 2025 wurde im Rohrdorfer

Zementwerk die neue Versuchsanlage für

getemperte Tone feierlich eingeweiht.

Foto: Markus Stecher

76 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



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PERI

1 Eine eindrucksvolle Peri UP Trag- und Montagegerüstlösung diente zur Errichtung des Holztragwerks in 32 m Höhe. 2 In Konstanz am Bodensee

entsteht ein über 50 m hohes, zylindrisches Panoramagebäude aus Holz und Beton, eigens errichtet für ein 360° Panorama des Künstlers

Yadegar Asisi. 3 Die Vor- und Endmontage der Holzfachwerk träger erfolgte mithilfe einer ausge klügelten Peri UP Gerüstlösung. Mittels Systembauteilen

des Variokit Ingenieurbaukastens wurden fünf Aussteifungs ebenen ausgebildet, welche die Horizontallasten zuverlässig in den

außen liegenden Stahlbetonkern ableiteten. 4 Peri Ingenieure setzten die Ideen und Anforderungen des Blumer-Lehmann-Teams in eine praxistaugliche,

statisch abgesicherte Gerüstlösung um. Die weitestgehende Materialbereitstellung und nur 2-wöchige Gerüstmontage erfolgte

durch die Schäfer Gerüstbau GmbH. 5 Trotz 1.400 kN Traglast konnte die 32 m hohe Gerüstkonstruktion äußerst schlank ausgebildet werden.

Die beiden Baukastensysteme, Peri UP und Variokit, beruhen auf einem metrischen Grundraster und lassen sich nahezu beliebig kombinieren.

Gerüstunterstützung für Holzbau in 32 m Höhe

Ein über 50 m hoher Turm in Hybridbauweise bietet ab 2026 ein spektakuläres Rundum-

Panorama im Inneren und vom Dachgeschoss aus – und gleichzeitig einen Zeitsprung über

600 Jahre hinweg. Ebenso spektakulär sind die Bauarbeiten, verbunden mit einem nicht

alltäglichen Holz- und Gerüstbau in großer Höhe.

E

in weithin sichtbarer Neubau ragt am

Bodensee, genauer gesagt in Konstanz,

über 50 m in die Höhe: ein zylindrisches

Panoramagebäude aus Holz und Beton,

eigens errichtet für das neue 360° Panorama

des Künstlers Yadegar Asisi.

Zeitgleich entsteht in Berlin das

zu gehörige, über 3.000 m² große Bild des

Konstanzer Konzils, das im Innern des

Rundturms den Besuchern eine Zeitreise

ins spätmittelalterliche Konstanz ermöglichen

soll. Die feierliche Eröffnung ist für

Frühjahr 2026 geplant.

Die monumentalen, großformatigen

Panoramabilder des inzwischen 70-jährigen

Yadegar Asisi sind deutschlandweit

bisher in Leipzig, Dresden, Berlin,

Wittenberg und Pforzheim zu bestaunen.

Wo in der Regel ehemalige Gasometer zu

sogenannten „Panometern“ umfunktioniert

wurden, wird in Konstanz ein

komplett neues Bauwerk geschaffen. Das

renommierte Architekturbüro Sauerbruch

Hutton plante hierfür einen außergewöhnlichen

Rundturm in Hybridbauweise mit

52 m Höhe und knapp 40 m Durchmesser.

Der massive, zweigeschossige Sockel-

Rundbau sowie der sich über die gesamte

Höhe erstreckende Aufzugs- und Treppenschacht

wurden in Stahlbeton-Bauweise

hergestellt. Seit März 2025 arbeiten die

Holzbau-Spezialisten der Blumer-Lehmann

AG aus der benachbarten Schweiz

an der Fertigstellung der aufwändigen

Holzkonstruktion und -fassade. Während

der über 30 m hohe, stützenfreie Ausstellungsraum

einzig dem Asisi-Panorama

gewidmet ist, sind in den beiden Sockelgeschossen

Ausstellungs- und Multifunktionsflächen

untergebracht. Oberhalb der

Deckenkonstruktion bieten zwei Ebenen

mit Restaurant und Dachterrasse in über

40 m Höhe einen beeindruckenden

Rundumblick über die Stadt und den

Bodensee bis zu den Alpen.

Ein ebenso eindrucksvolles Peri UP

Trag- und Montagegerüst diente von März

bis Juli zur Errichtung des Holztragwerks.

Die Herausforderung war, hohe Lasten in

großer Höhe temporär abzutragen – verbunden

mit der Maßgabe eines möglichst

geringen Platzbedarfs. Unter der Berücksichtigung

hoher Windlasten konstruierten

die Weißenhorner Peri Gerüstspezialisten

eine 32 m hohe Gerüstlösung auf Basis

des Peri UP Gerüstbaukastens, um die

Deckenkonstruktion aus radial angeordneten

Holzfachwerkträgern auflegen und

montieren zu können. Mittels Systembauteilen

des Variokit Ingenieurbaukastens

wurden fünf Aussteifungsebenen ausgebildet,

die Horizontallasten konnten dabei

zuverlässig in den außenliegenden

Stahlbetonkern abgeleitet werden.

Gleichzeitig hielt die trotz der rund 1.400 kN

Traglast äußerst schlank ausgeführte

Gerüstkonstruktion die Sockelebene frei

für die notwendigen Hubarbeitsbühnen.

Wichtiger Bestandteil der Peri UP

Gerüstlösung war auch die Möglichkeit,

die Traggerüstkonstruktion und damit die

mittig aufgelagerte Fachwerkdecke nach

deren Fertigmontage mittels mobiler

Hydraulikeinheiten kontrolliert

abzusenken.

Fotos: Peri Deutschland

16 Tonnen schwere

Holzfachwerkträger

Trotz des hohen Vorfertigungsgrads

aller Holzbauteile musste

das Team von Blumer-Lehmann

um Baustellenleiter Florian

Rufener die einzelnen Fachwerkträger

der später freitragenden

Deckenkonstruktion vor Ort

zusammenfügen, bevor diese mit

dem Kran in die Auflagerebene

eingehoben werden konnten.

Hierzu diente ein Peri UP

Vormontagegerüst, das in etwa

8 m Höhe eine Zwischenauflagerung

und Fertigmontage von

gleichzeitig bis zu drei, jeweils

16 t wiegenden Holzfachwerkträgern

ermöglichte. Auch hierbei

galt es, den Platzbedarf für die

Gerüstkonstruktion zu minimieren,

um trotz der beengten

Baustellenverhältnisse genügend

Raum für alle Bautätigkeiten zu

schaffen.

Das Erfolgsrezept für dieses

außergewöhnliche Bauvorhaben

beruhte sicherlich auf einer

Kombination aus funktionierendem

Teamwork und Systemvorteilen

der eingesetzten Produkte.

So wurden die Ideen und

Anforderungen der Gesamtbauleitung

unter Mike J. Vivas

Y Kerner und des Holzbauunternehmens

Blumer-Lehmann von

Peri Ingenieuren in eine praxistaugliche,

statisch abgesicherte

Gerüstlösung überführt und

nach gemeinsamer Abstimmung

von den Gerüstspezialisten der

Schäfer Gerüstbau GmbH vor

Ort in die Realität umgesetzt.

Sowohl bei Planung, Montage

und Nutzung machten sich die

Flexibilität und Kombinierbarkeit

der beiden modularen

Baukastensysteme, Peri UP und

Variokit, positiv bemerkbar.

Beide Systeme beruhen auf

einem metrischen Grundraster

und lassen sich nahezu beliebig

kombinieren. Zudem konnten

mittels 25-cm-Riegeln ausgebildete

Schwerlaststützen übergangslos

integriert werden –

punktgenau dort, wo innerhalb

der Tragkonstruktion hohe

Lastkonzentrationen abzutragen

waren. Die geometrische

Anpassungsfähigkeit war ebenso

dort gefragt, wo auf Basis einer

exakten 3D-Gerüstplanung

Kollisionspunkte zwischen der

Gerüstkonstruktion und dem

Holzbau ausgeschlossen werden

mussten.

www.peri.at

THE NEXT

GENERATION

Weber Maschinentechnik GmbH

57334 Bad Laasphe | www.webermt.com

78 OKTOBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025 79



FUHRPARK

FUHRPARK

Arbeitswillig – mit einem

Eigengewicht von knapp 2 t hat

die Peugeot Boxer Pritsche

exakt 1.364 kg Nutzlast.

PEUGEOT BOXER PRITSCHE L2S 140

Zu tun gibt es genug

S

ie sind die Brot- und Butter-Autos des

Baugewerbes: Pritschen. Dass aber

auch hier Komfort und Robustheit längst

kein Widerspruch mehr sein müssen, zeigt

eine Peugeot Boxer Pritsche, die im

Baublatt.Österreich-Test mit dem richtigen

Mix aus robustem Arbeitstier sowie

Lkw- und Pkw-DNA an den Start geht.

Das Fahrwerk des Franzosen ist wie

erwartet: von Haus aus, sprich in unbeladenem

Zustand, beinhart. Auf der anderen

Seite der Nutzlastskala, beladen mit einer

eiligst ausgeborgten Palette mit Zementsäcken,

neigt es keinesfalls dazu, zu

schwimmen. Das brachte dem 3,5-Tonner

in unseren Testaufzeichnungen den

positiven Vermerk: „praxisorientierte

Fahrwerksauslegung“ ein. Mit der

ergänzenden Randnotiz: „Acht Zurrpunkte

für optimale Ladungssicherung“. Wer auch

mit Fahrzeugen vom Format der Peugeot

Boxer Pritsche gerne zentimetergenau

rangiert, sollte beim Bild der Rückfahrkamera

auf der Hut sein. Die Kamera selbst

sitzt auf der Stoßstange, wird aber vom

Überhang der Scattolini-Pritsche um nicht

ganz 40 cm überragt. Damit zeigt das

Livebild nur bedingt den tatsächlich noch

zur Verfügung stehenden Platz. Apropos

Platz: den gibt es auf der 3,79 m langen

Pritsche natürlich mehr als genug. Dazu

gesellen sich Bordwände, die sauber

verarbeitet und leicht zu händeln sind.

Durchzugstarker Turbodiesel

Motorisch kommt der Peugeot auch mit

einem bis zum letzten Kilogramm ausgereizten

Nutzlastbudget sehr gut zu recht.

2,2 l Hubraum, 140 PS und ein manuelles

6-Gang-Getriebe sind dabei die optimalen

Zutaten, um bei Bedarf durchaus flott,

aber auch sparsam (durchschnittlicher

Sparsam – im

gemischten Einsatz

gibt sich der 2,2 l

Turbodiesel mit

durchschnittlich

8,5 l auf 100 km

zufrieden.

Praktisch – die

ausklappbare

Trittstufe, um leichter

auf die Ladefläche zu

kommen.

FACTS

Motor: 2,2 l Turbodiesel, 103 kW (140 PS)

Eigengewicht: 2.061 kg

Nutzlast: 1.364 kg

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/3.000 kg

Testverbrauch: 8,5 l/100 km

Listenpreis: 40.550,– Euro

(exkl. MwSt. & NoVA)

+ brauchbare Nutzlast

+ große Reichweite

+ exakter Handschalter

- stellenweise viel Plastik

- rutschiger Innenraum-Boden

- Handbremse links

Kraftstoffverbrauch 8,5 l/100 km) unterwegs

zu sein. 90 l Tankinhalt sorgen

zudem für eine reale Reichweite jenseits

der 900 km. Das macht Sinn.

Nicht nur für die kältere Jahreszeit eine

kleine Bitte in Richtung Produktentwickler:

Wenigstens eine minimale (Wärme-)

Isolierung wäre für die Rückwand der

Kabine eine feine Sache. Sonst gibt es am

Innenraum so gut wie nichts auszusetzen.

Der Platz ist für drei Personen adäquat.

Woran wir uns noch immer nicht gewöhnen

können, ist die links neben dem

Fahrersitz positionierte, manuelle Handbremse.

Ein kleines Zugeständnis an die

Dreiersitzbank in der Kabine. Ablagen gibt

es genug und die verwendeten Materialien

lassen sich, vom Boden bis hin zur

Oberfläche des Armaturenträgers, leicht

reinigen.

Unser Fazit: Ein multifunktionales

Arbeitstier, bei dem auch der Fahrkomfort

definitiv nicht zu kurz kommt.

HYUNDAI INSTER CROSS LINE

Ganz großes Kino

U

nlängst in einem Autohaus. Ein

Ehepaar steht vor einem ausgestellten

Hyundai Inster Cross Line. Er: interessiert,

um nicht zu sagen begeistert. Sie: das

genaue Gegenteil. Der Verkäufer versucht

ihre ablehnende Haltung mit Fakten

aufzuweichen. Lässt ihn hinter dem

Lenkrad Platz nehmen, sich den Sitz so

einstellen, dass er bequem Platz hat. Sie

kommentiert die Aktion trocken: „Hinter

Dir kann auch in weit größeren Autos

niemand sitzen.“ Der Verkäufer bittet sie

trotzdem im Fonds hinter dem Fahrersitz

Platz zu nehmen. Ihre Reaktion, kurz,

bündig, aber längst nicht mehr so ablehnend:

„Das gibt es nicht“. Willkommen in

der Welt des Hyundai Inster, dem World

Electric Vehicle 2025. Wenn er eines kann,

dann ist es Polarisieren. Die Größe, das

Design, das Platzangebot, vieles scheint auf

den ersten Blick eine Achillesferse par

Witzig – die Ablagen der „Mittelkonsole“

sind in den Fahrersitz integriert.

excellence zu sein. Wenigstens so lange, bis

der kleine Elektroflitzer ganz gelassen

außer mit Zahlen und Fakten auch mit

Emotionen kontert und so die Gruppe

seiner Fans von Tag zu Tag vergrößert. Am

Papier wirkt der kleine Hyundai tatsächlich

niedlich. 3,83 m lang, ohne Außenspiegel

1,61 m breit und etwas mehr als 1,4 t

schwer. Einmal darin Platz genommen, wird

seine wahre Größe (Stichwort: Platzangebot),

die lustiger Weise in vollkommenem

Gegensatz zu seinen Abmessungen steht,

schnell ersichtlich.

Fahrspaß im Kompaktformat

Eventuelle Wortspiele, die natürlich ständig

auf sein kompaktes Ego oder die zu erwartenden

Fahrleistungen anspielen, pariert

der Hyundai Inster Cross nicht minder

gelassen. So auch bei den Fahreindrücken.

Vollelektrische 28,2 kW Dauerleistung auf

Polarisierend – das Design des kleinen

Elektroflitzers ist gewagt, aber aus

unserer Sicht gelungen.

1.790 kg höchstzulässiges Gesamtgewicht

losgelassen, ergibt z. B. ein Beschleunigungsvermögen,

vor dem sich so mancher

stattliche Turbodiesel dezent verstecken

kann. Schnelle Ausfahrten meistert der

niedliche Hyundai mit toller Fahrwerksabstimmung

übrigens nicht minder souverän.

Was jetzt aber bitte nicht als Aufforderung

dazu verstanden werden soll, den Inster

ständig am Limit zu bewegen. Wenn uns

etwas nicht gefällt, dann ist es der Listenpreis,

der mit 33.990 Euro (inkl. MwSt. und

NoVA) für ein Auto dieser Größenordnung

doch sehr viel Butter auf‘s Brot ist.

Zurück ins Autohaus, wo ihre Skepsis

gegenüber dem Inster zunehmend bröckelt.

Dass er sich darüber wie ein Schneekönig

freut, sei nur am Rande erwähnt, ist er doch

auch der Autor dieser Zeilen. Aber eines sei

trotzdem verraten: Der nächste Termin im

Autohaus ist bereits fixiert.

FACTS

Unglaublich – der Hyundai

Inster Cross bietet für seine

Hauptabmessungen enorm

viel Platz.

Motor: Elektro, 28,2 kW (38,4 PS)

Eigengewicht: 1.428 kg

Sitzplätze: 3+1

Reichweite: rund 350 km

Batteriegröße: 49,2 kWh

Listenpreis: 33.990,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVA)

+ vernünftige Reichweite

+ gewagtes Design

+ Schnellladen mit bis zu 85 kW

- saftiger Listenpreis

- plastikhaftes Cockpit

- nur Viersitzer

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OKTOBER 2025

BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH OKTOBER 2025

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BÜCHER

UMSATZSTEUER FÜR BAU UND IMMOBILIEN

dbv Verlag; 1. Auflage 2025; Buch kartoniert

ISBN: 9783704108845; 31,90 Euro

Das komplizierte Reverse Charge

System bei Bauleistungen löst immer

wieder Zweifelsfragen im Zuge der

Rechnungslegung bzw. bei Umsatzsteuersonderprüfungen

aus. Die

Klärung dieser Fragen sowie auch

Gesetzesänderungen führen zu einer

laufenden Anpassung von Judikatur

und Umsatzsteuerrichtlinien. Für den

einzelnen Steuerpflichtigen gestaltet

es sich oft schwierig, die Regelungen in

diesen Bereichen richtig umzusetzen.

Der Leitfaden gibt einen Überblick über

die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen

und einschlägigen Richtlinien.

Zahlreiche Praxisbeispiele und Tipps runden dieses

Nachschlagewerk ab. Die Autorin Edith Huber-Wurzinger ist

Steuerberaterin und Prokuristin bei der KAPAS Steuerberatung

GmbH in der Steiermark. Der Inhalt bezieht sich auf

österreichisches Recht.

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GRUNDFRAGEN ZUM KOLLEKTIVVERTRAG

1. Auflage 2025; Buch kartoniert; 308 Seiten

ISBN: 9783707351002; 69,00 Euro

Seit vielen Jahrzehnten bilden Kollektivverträge ein zentrales

Fundament arbeitsrechtlicher Praxis. Das gilt auch für den Kollektivvertrag

für Angestellte der Baugewerbe und der Bauindustrie, der

erstmals im September 1948 abgeschlossen wurde. Seit damals

haben sich die gesetzlichen Bestimmungen zum Teil grundlegend

verändert, doch nicht immer wurde alles im Kollektivvertrag auch

angepasst. In dem Buch

„Grundfragen zum Kollektivvertrag

für Angestellte der Baugewerbe

und der Bauindustrie“ sind

die Bestimmungen des Kollektivvertrags

systematisch aufbereitet

– auch und gerade im Hinblick auf

das rechtliche Umfeld zum

Zeitpunkt der Einführung. Es

bietet daher fundierte Orientierung

bei grundsätzlichen Fragen

und liefert – dank vieler paralleler

Regelungen – auch für Kollektivverträge

anderer Branchen

wertvolle Impulse. Besonders

hervorzuheben sind die Darstellung

aller höchstgerichtlichen

Entscheidungen zu geltenden Bestimmungen des Kollektivvertrags

in Form einer Entscheidungssammlung, die historische Gehaltstafel

ab der Euro-Einführung und die Vielzahl von Berechnungsbeispielen.

Zahlreiche Anfragen aus der Praxis zu Auslegungsfragen dieses

Kollektivvertrags sind in die Kommentare eingeflossen – und

machen das Buch zu einer wahren Fundgrube für Praktiker. Das

Werk befindet sich auf dem Stand vom 1. Mai 2025.

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DER ERDBAUMASCHINENFÜHRER

Erdbaumaschinen sind aus dem modernen Baustellenalltag nicht mehr

wegzudenken. Doch jede Maschine arbeitet nur so gut (und sicher), wie

sie bedient wird. Deshalb sind Schulungsunterlagen zur Qualifizierung

von Erdbaumaschinenführern ein Schwerpunktthema im Resch-Verlag.

Soeben ist die Lernbroschüre „Der Erdbaumaschinenführer“ in

überarbeiteter 9. Auflage erschienen. Darin wird dem Bedienpersonal

praxisnah aufgezeigt, was es für eine sichere Bedienung „seines

Baggers“ wissen muss. Von den rechtlichen Grundlagen (wie z.B. DGUV

G 305-001 und TRBS 1116) über allgemeine Anforderungen und eine

Erläuterung der verschiedenen Arten von Erdbaumaschinen geht es

konkret zum sicheren Arbeiten bis hin zum Verladen der Geräte für den Transport und die notwendige

Wartung. Das Autorenteam Kurt Hey und Stefan Knoll bringt langjährige Erfahrungen im Bereich der

Erdbaumaschinen und deren Baustelleneinsatz mit. Sonja Berger liefert mit einem fachlichen Beitrag zu

arbeitspsychologischen Themen eine interessante Ergänzung. Übrigens: Die passende PowerPoint-

Präsentation für Ausbilder/Unterweiser sowie Testbögen für die theoretische und praktische

Prüfung sind ebenfalls lieferbar. Detaillierte Infos unter

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