gab November 2025
- Keine Tags gefunden...
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
NOVEMBER 2025 I HEFT 327
FRANKFURT I MAINZ I WIESBADEN I MANNHEIM I STUTTGART
COMMUNITY
Trans*
Aktionswochen
Rhein-Neckar
KULTUR
Die Mainsirenen
Tanzfestival
Rhein-Main
SPECIAL
Ökologie
Nachhaltigkeit
QUEER Filmfest
Weiterstadt
Interviews: Sophie and the Giants I Austra I Ahmed Mnissi
AB DEM 14. NOVEMBER 2025 –
WIR FREUEN UNS AUF SIE!
BESUCHEN SIE UNS IN EINEM IHRER
BOCONCEPT STORES IN FRANKFURT:
STEPHANSTR. 3 (MA*) & HANAUER LANDSTR. 85
BOCONCEPT.COM
Intro 3
INHALT
Frankfurt | Wiesbaden | Mainz | Mannheim | Stuttgart
4
12
16
22
24
28
34
38
40
41
46
Frankfurt
Essen & Trinken
Rhein-Main Neckar
Mannheim
Stuttgart
Ökologie
Party
Party-Rückblick
Homoskop
Pink Pages
Kultur
Liebe GAB-Leser*innen,
46 KULTUR
der November ist ein komischer Monat. Ein bisschen wie im Transit-
Bereich: Irgendwie sitzt man fest in diesem unentschlossenen
noch-nicht-Winter und nicht-mehr-goldener-Herbst. Offenbar hat
sich daraus insbesondere unter den männlichen Frankfurtern eine
Challenge entwickelt: Solange die Temperatur nicht unter 10 Grad
sinkt, trägt man stur kurze Hosen. Wir lassen und davon nicht beirren
und starten stattdessen mit der aktuellen GAB-Ausgabe einfach nach
vorne durch, mit jeder Menge Events, vom Queer Filmfest Weiterstadt
über die Premiere des neuen Programms der Mainsirenen bis zu den
monatlichen Party-Tipps. Kurz vor Druckabgabe erreichte uns noch
die Nachricht, dass der ehemalige Mr. Fetisch Hessen 2023 Shkody
zum neuen Mr. Fetish Germany 2026 gewählt wurde – nach Stefan der
nächste Mr. Fetish Germany, der aus Hessen kommt und Mitglied im
FLC ist. Glückwunsch!
Viel Spaß mit der November-Ausgabe wünscht
Björn Berndt
• Musik
• Buch
• Kunst
• Film
epaper.männer.media
Alle Magazine, alle Termine, kostenlos und digital!
Auch in der männer* App!
FOTO: ERNST STARTMANN
IMPRESSUM
Herausgeber: Christian Fischer (cf) & Michael Rädel (rä)
Chefredakteur: Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)
KONTAKT:
Frankfurt: T: 069 83044510 F: 069 83040990,
redaktion@gab-magazin.de
Hamburg: T: 040 280081-76 /-77, F: 040 28008178,
redaktion@hinnerk.de
Berlin: Degnerstr. 9b, 13053 Berlin, T: 030 4431980,
F: 030 44319877, redaktion.berlin@blumediengruppe.de
Köln: T: 0221 29497538, c.lohrum@rik-magazin.de
München: redaktion@leo-magazin.de
REDAKTION:
Chefredaktion Frankfurt: Björn Berndt (bjö)
Mitarbeiter*innen: Dirk Baumgartl (dax),
Frank Daschmann (fd), Christian K. L. Fischer (fis),
Bernhard Fischer (Termine), Patrick Heidmann,
Benjamin Hofmann (Horoskop), Michael Krawczyk (mk),
Jessica Purkhardt (jp), Dirk Rueder (dr),
Katja Schwemmers, Peter Zamer (pez)
Wir nutzen redaktionelle KI-Tools. Vollständig durch KI
generierte Inhalte kennzeichnen wir mit dem Hinweis
„KI erstellt“.
Lektorat (ausgewählte Texte):
Tomas M. Mielke, www.sprachdesign.de
GRAFIK:
Saskia Funke, Janis Cimbulis
Cover: Adobe Stock (mit KI generiert)
ANZEIGEN:
Berlin: Christian Fischer:
christian.fischer@blumediengruppe.de
Köln: Charles Lohrum: c.lohrum@rik-magazin.de
München: Christian Fischer:
christian.fischer@blumediengruppe.de
Hamburg: Jimmy Blum: jimmy.blum@hinnerk.de
Frankfurt: Sabine Lux: sabine.lux@gab-magazin.de
Christian Fischer: christian.fischer@blumediengruppe.de
VERLAG:
blu media network GmbH, Degnerstr. 9b, 13053 Berlin
Verwaltung: Sonja Ohnesorge
Geschäftsführer: Hendrik Techel, Christian Fischer (cf)
Vertrieb: Pickup, Ecco, Eigenvertrieb
Druck: PerCom Druck- und Vertriebsgesellschaft mbH
Am Busbahnhof 1, 24784 Westerrönfeld
Abonnentenservice: Möller Medien Versand GmbH,
Tel. 030-4 190 93 31, Zeppelinstr. 6, 16356 Ahrensfelde
Unsere Anzeigenpartner haben es ermöglicht, dass
du monatlich dein gab Magazin bekommst. Bitte
unterstütze beim Ausgehen oder Einkaufen unsere
Werbepartner.
Es gilt die gab Anzeigenpreisliste (gültig seit
01. Dezember 2024). Namentlich gekennzeichnete
Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der
Redaktion wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer
Person ist kein Hinweis auf deren sexuelle Identität.
Wir freuen uns über eingesandte Beiträge, behalten
uns aber eine Veröffentlichung oder Kürzung vor. Für
eingesandte Manuskripte und Fotos wird nicht gehaftet.
Der Nachdruck von Text, Fotos, Grafik oder Anzeigen
ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags
möglich. Für den Inhalt der Anzeigen sind die Inserenten
verantwortlich. Bei Gewinnspielen ist der Rechtsweg
ausgeschlossen. Der Gerichtsstand ist Berlin.
Abonnement: Inlandspreis 30 Euro pro Jahr,
Auslandspreis 50 Euro
pro Jahr. Bei Lastschriften
wird die Abogebühr
am 3. Bankarbeitstag
des laufenden Monats
abgebucht.
Besuch
Schuch!
Weil’s um mehr als Geld geht,
bringen wir die Kultur zu den
Menschen.
Die S-Finanzgruppe ist Hauptsponsor
der Ausstellung
„Carl Schuch und Frankreich“.
Am 29. + 30.11.2025:
Freier Eintritt
für Sparkassen-
Kund:innen
in die Ausstellung*
Carl Schuch
und Frankreich
Städel Museum
24.09.2025 – 01.02.2026
* Einfach mit Ihrer Sparkassen-Card und Lichtbildausweis
vor Ort an der Kasse ausweisen
und Freiticket erhalten.
Carl Schuch, Der Rhododendronkorb (Detail), um 1886 –1894,
Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden,
Foto: Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Jürgen Karpinski
Édouard Manet, Blumen in einer Kristallvase (Detail), um 1882,
National Gallery of Art, Washington, Ailsa Mellon Bruce Collection,
Foto: Courtesy National Gallery of Art, Washington
4 Frankfurt
COMMUNITY
ROSA WEIHNACHTSMARKT
In den Regalen der Supermärkte
stapeln sich schon seit Wochen
Spekulatius, Vanillekipferl und
Lebkuchenherzen. Dabei wissen
doch alle, dass Weihnachtsgebäck
frühestens im November
schmeckt. Genau genommen
ab dem 22. November, denn
dann eröffnet der Frankfurter
Weihnachtsmarkt, und natürlich
ist auch wieder der Rosa
Weihnachtsmarkt der Xtremeties
dabei. Zu den kulinarischen
Specials gehören hier Frankfurter
Apfelglühwein, Punsch, Reibekuchen,
vegane Varianten leckerer
Weihnachtsspezialitäten und
natürlich Marions legendäre
Feuerzangenbowle. Das alles
kann man besonders gut
genießen inmitten uriger
Holzhütten, stimmungsvoller
Tannenbaumdeko und bei
atmosphärischem Licht in den
Abendstunden zur Glühwein-
Afterwork-Session. Die ein oder
andere Geschenkidee findet sich
hier bestimmt auch – aber das
Wichtigste sollte doch immer das
Gemeinschaftserlebnis sein. Let’s
Stay Together! *bjö
24.11. – 22.12., Rosa Weihnacht
auf dem Friedrich-Stoltze-Platz,
Frankfurt, Mo bis Sa 10 – 21 Uhr,
So 11 – 21 Uhr
FOTO: MIT KI ERSTELLT
ZWISCHEN DEN ZEILEN
KOLUMNE
Pride ohne Pathos
FOTO: XTREMETIES
In dieser Ausgabe von „Zwischen den
Zeilen“ denkt Jessica Purkhardt darüber
nach, wie sich die Zivilgesellschaft in
Südosteuropa sinnvoll stärken lässt –
und warum queere Selbstüberhöhung
dem gesellschaftlichen Fortschritt eher
schadet als nützt.
Die wenigsten meiner Kolumnen
schreibe ich in Wiener Kaffeehäusern –
aber diese schon. Bei einem Doppelten
blicke ich auf die 5.000 Kilometer, die ich
im Spätsommer auf dem Balkan und in
der Donau-Region zurückgelegt habe.
Große Vielfalt ist mir dort begegnet,
Überbleibsel vergangener Pracht und
hoffnungsvolle Ausblicke in eine vielversprechende
Zukunft.
Die Regenbogenfarben begegneten
mir nur einmal. An einer Fassade eines
bulgarischen Malerbetriebes, der damit
Vorbeifahrende auf sein Gewerk hinwies.
Mit Farben „made in Germany“. Gegen
Importe der Regenbogenflagge und
wofür sie steht, verwahrt man sich
jedoch in Südosteuropa vielerorts. Diese
Ablehnung wird zwar von progressiven
Westeuropäern gerne auf Feindbilder
wie Viktor Orbán projiziert, doch auch
von großen Teilen der Bevölkerung
getragen. Allerdings nicht von einer
überwältigenden Mehrheit: Knapp die
Hälfte der Ungarn unterschrieb in einer
EU-weiten Umfrage den Satz „An einer
gleichgeschlechtlichen Beziehung
ist nichts falsch“, und am Budapest
Pride nehmen seit Jahren rund 35.000
Menschen teil.
ENTGRENZTER AKTIVISMUS
Die Kritik an der ungarischen Administration
ist so vielfältig wie legitim: Im
Juni hatte die Regierung den Pride in
Budapest genutzt, um ihre repressiven
Maßnahmen zu demonstrieren. Unter
Frankfurt 5
dem Vorwand des „Kinderschutzes“
beschnitten Gesetze die Versammlungsfreiheit,
richteten sich gezielt
gegen LGBTIQ*-Themen und erlaubten
Gesichtserkennung zur Identifizierung
von Teilnehmenden. Das EU-Parlament
und Menschenrechtsorganisationen
sahen darin klare Grundrechtsverstöße.
Umso bedeutsamer war es, dass mehr
als siebzig Europaabgeordnete, nationale
Politiker*innen und Aktivist*innen
mit ihrer Anwesenheit Aufmerksamkeit
schufen und Schutz vor Repression
boten.
Peinlich waren dagegen die Selbstüberhöhung
und das unreflektierte Sendungsbewusstsein
einiger Aktivist*innen,
die den Lifestyle des Prenzlauer Bergs
auch in der Puszta verteidigen wollten.
Budapest ist im Frühsommer schließlich
schön, nicht weit weg – und gefährlich
ist es auch nicht. Ungarn liegt bei der
Gesetzgebung und Strafverfolgung von
Hasskriminalität über dem EU-Durchschnitt.
Die Hauptstadt an der Donau ist
beliebt bei schwulen Städtereisenden
und für manche sogar Wahlheimat
geworden.
STEINIGER WEG ZUR AKZEPTANZ
Die roten Zonen liegen anderswo in
der Region – zum Beispiel in Rumänien
oder Bulgarien. Der tapfere ehemalige
Bundestagsabgeordnete Volker Beck,
der bei Pride-Veranstaltungen in Moskau
in den 2000er-Jahren verletzt und
verhaftet wurde, konnte angesichts der
westlichen Leidensdarsteller*innen in
Budapest vermutlich nur müde lächeln.
Sorge macht, dass aus dem solidarischen
Flaggezeigen ein aktivistischer
Tourismus entsteht, dem die Anliegen
vor Ort egal sind, der aber mitunter
Weltanschauungen transportiert, die auf
deutschen CSDs kaum unwidersprochen
blieben. Queere Bekehrungsfeldzüge
erweisen den Bemühungen um Liberalisierung
der rechtlichen Bedingungen
für Lesben, Schwule und Transgender in
der Donauregion und auf dem Balkan
mit ihrer Selbstgerechtigkeit einen
Bärendienst.
Weder Toleranz noch Akzeptanz erreicht
man mit der Brechstange. Vielmehr
entstehen sie durch einen gesellschaftlichen
Reifeprozess – wie in Westeuropa,
wo die Erkenntnis wuchs: Niemand hat
weniger, wenn Freiheitsrechte geteilt
werden. Trotz aller Rückschläge und
trotz zunehmender Anfeindungen zeigt
sich nämlich, dass die Mehrheit der
Europäer*innen queere Lebensweisen
längst akzeptiert. Die Aufgabe der Politik
besteht darin, diese Realität endlich
in faire Gesetze zu übersetzen und
bestehende Rechte wirksam zu schützen.
6 Frankfurt
COMMUNITY
TRANSGENDER DAY OF
REMEMBRANCE
Anlässlich des Gedenktags für
die Opfer transfeindlicher Gewalt
findet in der Frankfurter Nikolaikirche
ein Gedenkgottesdienst
statt, der speziell der seit 2024
ermordeten trans Personen
gewidmet ist. Veranstaltet wird er
von der Jugendkirche KANA, der
evangelischen und katholischen
Hochschulgemeinde der Uni
Mainz und dem dgti. Am 20.
November finden weltweit
Gedenkveranstaltungen für
trans Opfer statt. Initiiert wurde
der Gedenktag 1998, um auf die
Ermordung von Rita Hester, einer
afro-amerikanischen trans Frau,
aufmerksam zu machen; in den
Medien wurde damals darüber
nicht berichtet und der Fall gilt
bis heute als nicht aufgeklärt.
20.11., Alte Nikolaikirche,
Römerberg, Frankfurt, 18 Uhr,
dgti.org
FOTO: RAFAEL RANDY CARDOSO GARCIA, PEXELS.COM, GEMEINFREI
COMMUNITY
STOLPERSTEINE für
verfolgte Schwule
Die Initiative Stolpersteine erinnert
an Opfer des Nationalsozialismus:
Vor deren ehemaligen Wohnhäusern
werden goldenfarbene Pflastersteine in
den Boden eingelassen, versehen mit
Namen und einer kurzen Biografie.
Über 2.200 Stolpersteine sind bislang
in Frankfurt verlegt worden – 12 davon
für Männer, die nach § 175 verfolgt,
eingesperrt und ermordet wurden. Bis
2017 waren es lediglich drei Stolpersteine
für homosexuelle Männer; dann widmete
sich die Initiative verstärkt diesem Thema
und konnte bis Mitte 2019 neun weitere
Steine verlegen.
In diesem Jahr wurden diese 12 Biografien
endlich auch in die Frankfurt History
App eingearbeitet. Die Recherche zu
den Biografien verfolgter Homosexueller
in Frankfurt gestaltet sich schwierig,
da zum einen wenig dokumentiert
wurde und vor allem vor bis vor Kurzem
auch nur wenig dazu geforscht wurde.
Martin Dill, Vorsitzender der Initiative
Stolpersteine Frankfurt, erklärte 2019 in
einem Vortrag: „Außer einem Fall, der
uns aus dem persönlichen Umfeld des
Opfers zugetragen wurde, waren uns
zunächst keine weiteren Biographien
von Opfern aus Frankfurt am Main
bekannt, die im Zuge ihrer Verfolgung
nach § 175 ihr Leben verloren. In den
80er- und 90er-Jahren hatte sich Dieter
Schiefelbein intensiv in den Archiven mit
Einzelschicksalen verfolgter Frankfurter
Homosexueller auseinandergesetzt –
seine Befunde sind allerdings bislang
nur in einigen Übersichtsartikeln
veröffentlicht“, so Dill weiter. „Obwohl
wichtige frühe Bücher zur Homosexuellenverfolgung,
wie zum Beispiel Richard
Plants „Rosa Winkel“, einen direkten
Bezug zu Frankfurt hatten, wissen wir
aber wenig über die Einzelschicksale
von Verfolgten aus unserer Stadt“. Von
der Forschungs- und Gedenkarbeit und
den inzwischen neu erforschten Biografien
und schwierigen Forschungsarbeiten
berichtet Martin Dill in seinem
Vortrag im Historischen Museum im
November. *bjö
11.11., Historisches Museum,
Saalhof 1, Frankfurt, 19 Uhr,
Eintritt frei, keine Anmeldung nötig,
historisches-museum-frankfurt.de
Stolperstein für Otto Bütschli in der Körnerstraße 26
TUCK & TRIVIA
Queen Daniella
Dikket („schärfer
als eure
High Heels
und pinker
als ein
Flamingo
auf Ecstasy“)
gibt jeden
dritten Freitag
des Monats die Quiz-
Meisterin beim wohl queersten
Quiz Frankfurts – und: „es wird
wild und bunt“ verspricht die
Ankündigung. Wer wird Frankfurts
Quiz-König*in? *bjö
21.11., Lucky’s,
Große Friedberger Str. 26,
Frankfurt, 21 Uhr,
luckys-frankfurt.com
FOTO: DIKKET
FOTO: BJÖ
Frankfurt 7
COMMUNITY
Café Karussell: Lesbisches Leben
Der Treff für Schwule ab 60 schaut
im November über den Tellerrand
und beschäftigt sich mit lesbischen
Lebensrealitäten.
Am 4. November dreht sich alles um
Arthur Schopenhauers Schwester Adele,
die Anfang des 19. Jahrhunderts in Köln
lebte und dort in einer Beziehung mit
der Bankierstochter Sibylle Mertens-
Schaaffhausen lebte. Erforscht hat diese
Geschichte um Bankpleiten, Zwangsehen
und dem Leben im gehobenen
Bürgertum die Kölner Historikerin Angela
Steidle, die ihre Forschungen im 2011
erschienenen Buch „Geschichte einer
Liebe“ veröffentlicht hat.
Am 18. November kommt die Frankfurter
Professorin für Soziale Arbeit und
Gesundheit an der UAS Dr. Ulrike
Schmauch ins Café Karussell. Sie
präsentiert die unter ihrer Leitung
ermittelten Ergebnisse einer 2005 und
2006 geführten Studie zur Lebenssituation
lesbischer Frauen im Alter.
Für die Studie wurde eine Befragung
FOTO: COTTONBRO STUDIO, PEXELS.COM, GEMEINFREI
im Rhein-Main-Gebiet durchgeführt
über die Lebenssituation, Diskriminierungserfahrungen
und Bedürfnisse
älterer lesbischer Frauen und ihre
Erfahrungen mit Altenhilfe. Die Studie ist
die erste bundesweit, die sich mit den
Erfahrungen älteren lesbischen Frauen
auseinandersetzt.
Wie immer öffnet Switchboard-Gastgeber
Peter gegen 14:30 Uhr die Türen des
Queerzentrums und serviert selbstgebackenen
Kuchen und Getränke. *bjö
4. und 18.11., Switchboard,
Alte Gasse 36, Frankfurt, 14:30 Uhr,
schwule-senioren-frankfurt.de/
cafe-karussell.html
Du passt genau zu uns, wenn Dein Büro Dein neues
Smart Home werden soll.
Jetzt duales Studium
oder Ausbildung starten
8 Frankfurt
FOTO: FVV / ULI BARTHS
SPORT
FVV: XMAS-
TURNIER IN XL
Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs
– der FVV feiert 2025 sein 40-jähriges
Bestehen – steht Anfang Dezember
das traditionelle XMAS-Turnier an, das
wie jedes Jahr wieder Gäste aus ganz
Europa erwartet.
Was 1990 als kleines Volleyballturnier
begann, ist heute eines der größten
Multisportturniere Europas. Zu den
diesjährigen Wettbewerben werden
2.000 Teilnehmer*innen erwartet – denn
der Ansturm ist besonders groß: „Für
Badminton und Volleyball mussten die
über 500 Startplätze bereits verlost werden“,
weiß FVV-Pressesprecher Matthias
Krautinger. „In vielen anderen Disziplinen,
darunter der RainbowRun, Bowling,
Fußball, Schwimmen, Sportschießen,
Squash, Tanzen und Tennis, sind noch
Plätze frei“ – so der Stand Mitte Oktober.
In insgesamt 12 Disziplinen können sich
die Sportler*innen messen; Fitness und
Tischtennis sind nach längerer XMAS-
Turnier-Pause wieder dabei.
Das Turnier soll mehr sein als bloß
sportlicher
Wettkampf: „Es
steht für Offenheit,
Sichtbarkeit
und gelebte
Vielfalt“; erklärt
Matthias Krautinger.
„Der FVV
setzt damit ein
klares Zeichen für eine demokratische,
tolerante Gesellschaft und lädt alle ein,
den Verein, seine Mitglieder und deren
Lebensrealitäten kennenzulernen –
unabhängig von sexueller Orientierung,
Geschlechtsidentität oder sportlichem
Ehrgeiz“.
Neben den Turnieren gibt’s für die
Teilnehmenden ein umfangreiches
Rahmenprogramm mit unter anderem
einer Stadtführung, einem Umtrunk auf
dem Rosa Weihnachtsmarkt sowie im
IntercityHotel am Hauptbahnhof der
Empfang und der Abschiedsbrunch, zum
dem die Hessische Sozialministerin Heike
Hofmann als Gastrednerin erwartet
wird. Für alle zugänglich ist die große
Turnier-Party in Kooperation mit der
Milk’n’Cream-Party und – wer sportlich
mitmischen möchte – der öffentliche
RainbowRun am Turnier-Samstag, der
ein Zeichen gegen Homophobie im
Sport und für eine offene und tolerante
Gesellschaft setzt. Die abwechslungsreiche
Strecke führt fünf beziehungsweise
10 Kilometer auf größtenteils befestigten
Wegen durch den Frankfurter Stadtwald
bei Goldstein. Anmelden kann man sich
über die Website – im vergangenen Jahr
nahmen rund 500 Läufer*innen teil. *bjö
5. – 7.12., FVV XMAS Turnier, Anmeldung
und Infos über fvv-xmas.org
CHRISTY
and THE CITY
KOLUMNE
FOTO: SASHA IVANOV
Meine Dreißiger
Das Alter beschäftigt uns alle irgendwann
– wer etwas anderes behauptet,
lügt!
Als Teenager habe ich mir oft
ausgemalt, wie wohl mein Leben als
Erwachsener aussehen wird: Was werde
ich beruflich machen oder werde ich
mit einem Mann oder mit einer Frau
zusammen sein? Insgeheim wusste
ich schon als Kind, dass ich Männer
anziehender finde. Da ich mich erst mit
19 Jahren relativ spät geoutet habe,
habe ich nun rückblickend das Gefühl,
dass mein wirkliches queeres Leben erst
so richtig begonnen hat, als ich mit 21
Jahren zuhause ausgezogen bin. Nun,
mit Mitte 30, fühle ich mich das erste Mal
so richtig angekommen. Ich durfte aus
meinen Erfahrungen und Fehlern lernen,
ich bin ein sehr reflektierender Mensch
und bereue wenig. Manchmal frage
ich mich, wie es gewesen wäre, wenn
ich schon in meinen Zwanzigern mein
heutiges Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein
gehabt hätte. Andererseits
denke ich, es ist wunderbar, sich immer
weiterzuentwickeln, egal wie alt man
ist. Es ist wichtig, durch verschiedene
Phasen zu gehen. Ich liebe mein Leben
mit all meinen Höhen und Tiefen, mit all
den dunklen und hellen Zeiten, die mich
zu der Queen gemacht haben, die ich
heute bin. Ich habe mich in den letzten
15 Jahren auch optisch sehr verändert,
und ich fühle mich nun in meinem
femininen Look wohler denn je. Diese
Transformation war für mich persönlich
sehr wichtig.
Ich weiß nicht, wo mich mein Weg
einmal hinführen wird, aber genau das
macht doch das Leben so außergewöhnlich
und spannend! Ich bin dankbar
dafür, dieses Leben führen zu dürfen,
denn in vielen Ländern werden queere
Menschen nach wie vor diskriminiert
und wie Abschaum behandelt. Und
heute bin ich gespannt, wie mein Leben
in meinen Vierzigern, Fünfzigern und
Sechzigern sein wird. Wie werde ich mich
weiter verändern, wie werden sich meine
Lebensumstände, Ziele, Träume und
Prioritäten verändern?
Auf die Zukunft! Cheers Queers!
Frankfurt 9
Anzeige
Freiheit leben,
einfach den Moment genießen –
ohne Sorgen im Hinterkopf
HIV
Flexibel im Alltag,
KONSEQUENT GEGEN
RESISTENZEN
Wie robuste HIV-Therapien vor gefährlichen
Medikamenten-Resistenzen schützen, damit sich
Menschen mit HIV weniger Gedanken machen müssen
Die Entstehung
von Resistenzen
1. Ist ausreichend viel
antiretroviraler Wirkstoff
im Körper, ist die
Vermehrung von
HIV UNTER KONTROLLE.
2. Ist weniger Wirkstoff im Körper
(z. B. durch unabsichtliches
Vergessen der Tablette), ist
HIV nicht mehr unter Kontrolle
und kann sich VERMEHREN.
3. Bei dieser Vermehrung kann
es zu Mutationen kommen.
Manche Mutationen können
das Virus resistent gegen einen
Wirkstoff machen. Dadurch
kann die derzeitige Therapie
zukünftig nicht mehr eingesetzt
werden und die Behandlungsoptionen
reduzieren sich.
Das ist das problematische
an RESISTENZEN.
Stark vereinfachte schematische Darstellung
Das Leben kann manchmal chaotisch
sein. Reisen, Feiern oder einfach der
alltägliche Wahnsinn – es gibt immer so
viel zu tun, dass man schnell mal den
Überblick verlieren kann. Für Menschen mit
HIV kommt im Alltag noch die Therapie
hinzu. Dabei ist es wichtig, die Tabletten
regelmäßig und wie vorgeschrieben
einzunehmen. Aber manchmal passiert,
was nicht passieren darf: Eine Tablette wird
vergessen.
Wenn das passiert, sinkt der Wirkstoffspiegel
im Körper, und die Therapie könnte
ihre Wirksamkeit verlieren. Das bedeutet,
dass HI-Viren sich wieder vermehren
können und das Risiko für Resistenzen
steigt. Denn wenn HIV gegen einen
bestimmten Wirkstoff resistent wird, hat
es „gelernt“, diesen zu umgehen – was die
Therapie weniger effektiv machen kann.
KEINE SORGE! Wahrscheinlich nimmst du
deine Medikamente sowieso korrekt ein.
Wenn dich jedoch Bedenken plagen, ob
du bei der Medikamenteneinnahme alles
richtig machst, solltest du dich an den Arzt
oder die Ärztin wenden. Diese können
robuste Therapien und das Konzept der
„Forgiveness“ erläutern – was den Stress
reduzieren kann.
MEHR INFOS
Menschen mit HIV verdienen
Sicherheit und eine Therapie, die
ihnen Rückendeckung gibt, auch
wenn das Leben mal hektisch wird!
Die Initiative #NOCHVIELVOR hat
auf ihrer Website dazu viele nützliche
Informationen zusammengestellt.
www.nochvielvor.de
Gilead Sciences GmbH, Fraunhoferstr. 17, 82152 Martinsried b.
München, info.germany@gilead.com DE-ADM-0045
10 Frankfurt
TALK
Chrischtels Plauderrunde
mit Sasha Ivanov
Zu Gast auf Christys Couch:
Fotograf und Künstler Sasha Ivanov.
Alle zwei Monate
geht Queen
Christy Moon mit
ihrer Talkshow on
air und sendet live
von der Couch
im Switchboard.
Im November ist
der Fotograf und
Künstler Sasha
Ivanov zu Gast.
Mit ihm als Moons
„langjährigem
Freund aus wilden
Jugendjahren“
verspricht das ein
besonders intimer
Abend zu werden.
Ivanov fotografiert
von Fashion
über kunstvolle
Blumenprints bis
zu Bodybuildern und Business-Portraits, Kampagnen oder
private Shootings – genau diese Vielfalt begeistert Sasha
an seinem Beruf. Wieso die Begegnung mit Menschen zu
Beginn seiner Karriere noch kaum eine Rolle spielte, wird
er am Abend erzählen. Und weil Christy keine Tabuthemen
kennt, kommen bestimmt einige schlüpfrige Anekdoten aus
den wilden Jugendjahren ans Licht. Chrischtels Plauderrunde
findet live im Switchboard statt, und läuft wie immer
parallel als Live-Stream auf ihrem Instagram-Account
@mochristy. *bjö
20.11., Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt, 20 Uhr,
facebook.com/switchboard.frankfurt
FOTO: IVANOV
FOTO: MOHAMED HAMDI, PEXELS.COM, GEMEINFREI
Im November beschäftigt sich die Vortragsreihe der AHF
mit zwei Gesundheitsthemen: Am 12. November informiert
Jan Großer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
über neurologische Langzeitfolgen von HIV-Infektionen und
-Therapien. Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit,
Konzentrationsschwierigkeiten, Sprach- oder
Orientierungsprobleme sind einige der häufigsten Symptome.
Der Workshop vermittelt Ursachen, Auswirkungen und
Möglichkeiten der Vorbeugung. Am 26.11. erklärt der Frankfurter
HIV-Schwerpunktarzt Dr. med. Nils von Hentig darüber,
wie man Laborwerte richtig lesen und verstehen kann, um
besser mit den behandelnden Ärzt*innen kommunizieren zu
können. *bjö
Vorträge der AHF:
HIV und Gesundheit
12. und 26.11., Maincheck, Friedberger Anlage 24,
Frankfurt, 19:30 Uhr, frankfurt-aidshilfe.de/de/
frankfurter-vortraege
BILDUNG
OVERDICK
Ästhetik in Licht
von Design bis Stil auf 3 Etagen
www.overdick.de
Taunusstraße 89 | 63263 Neu-Isenburg | Tel.: +49 6102 2003-0 | e-mail: ovl@overdick.de
Frankfurt 11
COMMUNITY
Dagmar Diarrhoe präsentiert
BINGO PROMI-SPECIAL UND PUB-QUIZ
Karaoke, Bingo und Pub-Quizze sind
seit geraumer Zeit die heißen Events
in der Community. Im Switchboard
gibt Dagmar Diarrhoe jeden Monat die
Bingo-Queen und lässt sich von der
rotierenden Bingo-Trommel stimulieren.
FOTO: DIARRHOE
Sie bringt die Kugeln zum Klackern und
heißt damit alle, aber auch wirklich alle,
willkommen. Wie funktionierts? Pro Runde
bekommt jede teilnehmende Person
zwei Spielscheine geschenkt. Ist auf dem
Spielschein, der mit einem Zahlenfeld
bedruckt ist, eine der gezogenen
Gewinnzahlen verzeichnet, streicht man
sie aus. Wer als erster fünf gezogene
Zahlen in waagerechter, senkrechter
oder diagonaler Reihe auf seinem
Bingo-Sheet ausstreichen kann, ruft
„Bingo!“ und hat die Runde gewonnen.
Während des Benefiz-Bingos im Switchboard
werden Spenden gesammelt, die
zu 100% an ein queeres Projekt gehen.
Und tolle Preise gibt’s auch zu gewinnen.
Regelmäßig holt sich Dagmar Gäste
hinters Bingo-Pult – am 1. November ist
der Promi-Faktor der Bingo-Assistenz
besonders hoch, denn eine der bekanntesten
Reality-Stars Deutschlands hilft
der Diarrhoe an der Bingo-Trommel. Um
die Spannung ins Unerträgliche zu steigern,
wird der Name der Promi-Dame
nicht verraten. Nur soviel vorab: es ist
eine „Busenfreundin“ von Dagmar!
PUB-QUIZ ZU 40 JAHREN
AIDS-HILFE FRANKFURT
Damit nicht genug: Anlässlich des
40-jährigen Jubiläums der AHF gibt Dagmar
Diarrhoe eine Woche später, am 8.
November, auch noch die Quiz-Masterin
und lädt zu einem bunten Pub-Quiz, bei
dem sich alles rund um die Geschichte
der Frankfurter AIDS-Hilfe dreht. Gequizzt
wird in Teams, was den Spaß noch
erhöht – denn gemeinsam weiß man
mehr als allein. Cheers Queers! *bjö
1.11., Promi-Bingo, 8.11. Pub-Quiz,
Switchboard, Alte Gasse 36,
Frankfurt, 19:30 Uhr, keine Reservierung
oder Vorverkauf, facebook.com/
switchboard.frankfurt
Grüneburgweg 95
60323 Frankfurt am Main
Mo: Geschlossen
Di - Fr: 12.00-14.30 | 18.30-22.30
Sa: 12.00-22.30
So: Geschlossen
E-Mail: info@nanaconvivial.de
Telefon: +49 69 71436348
www.nanáconvivial.de
12 Essen & Trinken
TIPP
FOTO: C2 DAILYGRAPE
C2 DAILYGRAPE:
Weinbar, schön gechillt
Modern, lichtdurchflutet und gemütlich:
die im Juli in unmittelbarer Nähe zum
Friedberger Platz eröffnete Weinbar C2
Dailygrape ist ein feiner Ort, um sich
bei tollen Weinen, Cocktails und kleinen
Speisen einen angenehmen Abend zu
machen.
Wer die C2-Dailygrape-Weinbar aus
Sachsenhausen kennt, liegt nicht
ganz falsch: Chris und sein Partner
Chris – daher stammt das „C2“ im
Namen – haben dort im vergangenen
Jahr ihre Weinbar eröffnet. Anfang Juli
dieses Jahres sind sie in die Rotlintstraße
im Nordend umgezogen.
Hier sitzt man in einem freundlichen
Gastraum mit stilvoll-moderner
Einrichtung: viel schwarz, helle Holztische,
Blumentapeten, atmosphärische Leuchten
und eine riesige Fensterfront, die fast
den gesamten Gastraum umschließt. Im
Hintergrund pluckert ein flockiger House-
Soundtrack, und wenn’s warm ist, kann
man draußen im Garten sitzen.
Freuen kann man sich auch über eine
exquisite Auswahl lokaler wie internationaler
Weine und Signature Cocktails,
dazu kommt eine kleine Speisekarte
mit Überraschungen: neben den
obligatorischen Oliven, Brot, Wurst- und
Käse-Tellern gibt’s bei Dailygrape auch
Rindercarpaccio, Burrata als Stulle oder
auf Kimchi und Pinsa, frisch aus dem
Ofen: „Das Lokal war vorher eine Pizzeria,
und der Ofen musste drinbleiben; das
haben wir dann einfach genutzt, um
frische Pinsa anzubieten“; erklärt Chris.
Eine Pinsa zu einer Flasche Wein gibt’s
sogar als Takeaway für zu Hause. Alles
also Easy Going, und genauso gechillt
ist auch die Atmosphäre in der Bar. Tipp:
Wer möchte, kann den Ort für private
Feiern mieten. *bjö
C2 Dailgrape, Rotlintstr. 3, Frankfurt,
Di bis Sa ab 17 Uhr, dailygrape.de
Seefeld Frankfurt | Scheffelstraße 1
60318 Frankfurt am Main | Tel.: 0 69/95 50 86 39
Restaurant & Biergarten
www.seefeld-frankfurt.de
willkommen@seefeld-frankfurt.de
F E I N K Ö S T L I C H E S A U S T I R O L ,
S A I S O N A L U N D I M M E R F E I N –
M I T H E R Z & G E N U S S !
Essen & Trinken 13
BILDUNG
Schon wieder da:
das Grüne Soße
Festival
Eigentlich hatten das Team um Maja Wolff und Torsten
Müller beschlossen, dass ihr Grüne Soße Festival im
Mai 2025 das letzte sein sollte. Dann gabs Unterstützung
von der Stadt – und nun startete am 27. Oktober
der Vorverkauf für das Grüne Soße Festival 2026.
Eckenheimer Landstr. 126 & 128,
60318 Frankfurt
U Glauburgstraße
Tel.: 069 593 314
Mo Ruhetag
Di & Mi 17.00 – 1.00 Uhr
Do–Sa 17.00 – 2.00 Uhr
So 12.00 – 1.00 Uhr www.omonia.de
Grund für das Aus nach 18 Jahren waren vor allem
die immens gestiegenen Kosten, die das Team zum
Aufgeben zwangen. Die Stadt Frankfurt sprang ein: Aus
Mitteln des Tourismusbeitrags wurden Zuwendungen
bereitgestellt, die das Festival am Leben halten können.
Somit verwandelt sich vom 2. bis 9. Mai der Roßmarkt
wieder in das Epizentrum der Grünen Soße.
Die bewährte Idee des Events bleibt bestehen: In den
sieben Abendshows werden jeweils sieben Grüne
Soßen von sieben Gastronomen komplett mit Kartoffel
und Ei verköstigt; das Publikum kürt die jeweilige
Tagessieger-Soße. In der Finalshow am achten Tag wird
dann die beste Soße aus allen sieben Vorentscheid-
Gewinnersoßen gewählt. Zur den Abendshows gehört
wieder ein Live-Programm mit täglich wechselnden
Künstler*innen – 2026 werden unter anderem Lisa Feller,
Bodo Bach, die Zucchini Sistaz oder „Reis Against The
Spülmaschine“ dabei sein.
Berger Straße 99
60316 Frankfurt am Main
0162/450 88 94
kontakt@tischlein-frankfurt.de
Eine Neuerung gibt es trotzdem: Als neue Show-
Moderation wird Andy Ost zusammen mit der bereits
bekannten Hilde aus Bornheim durchs Programm
führen. Andy Ost löst damit Anton LeGoff alias Maja
Wolff nach 18 Jahren Soße-Bühne ab: „Anton LeGoff
bleibt natürlich Teil der Festival-Seele – und Andy Ost
bringt jetzt frischen Schwung“, kommentiert Maja Wolff
die Entscheidung. *bjö
F I N E S T A S I A N F U S I O N
Öffnungszeiten:
Mo. - Fr. 11.30 Uhr - 15.00 Uhr
17.00 Uhr - 22.00 Uhr
Sa.
17.00 Uhr - 22.00 Uhr
So.
13.00 Uhr - 22.00 Uhr
2. – 9.5. 2026, Grüne Soße
Festival, Roßmarkt,
Frankfurt, Vorverkauf über
gruene-sosse-festival.de
Neuer Moderator: Andy Ost
FOTO: CHRISTOPH MÜLLER
Weberstraße 77, 60318 Frankfurt am Main
E-Mail: kontakt@hikarian.de
Telefon: 069 98959500
Mera Masala
Indian Tandoori Restaurant
FOTO: SABINE IMHOF
Sandweg56,
60316 Frankfurt
Di – Sa 17 – 22:30 Uhr
So: 12 – 22 Uhr
Tel: 069 943 401 50
Info@mera-masala.de
www.mera-masala.de
14 Essen & Trinken
Lecker speisen in der
Vorweihnachtszeit
TRINKEN
A Taste Of
Scotland
FOTO: KAROLA G, PEXELS.COM, GEMEINFREI
AUSGEHEN
Am 11. November, dem Martinstag,
starten die Restaurants mit dem
traditionellen Martinsgans-Essen
in die vielfältige vorweihnachtliche
Küchensaison.
So auch das Frankfurter Restaurant Seefeld,
Experte für „Neue Tiroler Küche“ mit
herzhaften Neuinterpretationen beliebter
Alpen-Spezialitäten.
Neben dem Gänseessen bietet sich
hier besonders für Gruppen das
Weihnachtsmenü an, als Starter mit
einer Jause zum Teilen, einem Salat oder
einer Frittatensuppe mit Palatschinken-
Streifen. Als Hauptgang wählt man
zwischen Wildgulasch, Wiener Schnitzel
oder dem Knödeltrio mit Semmel-,
Spinat- und Rote-Beete-Knödel und
gebratenen Kräuterseitlingen in
Salbei-Olivenölschmelze.
Wer dann noch Hunger hat, gönnt sich
eins der vier Desserts: Kaiserschmarrn,
hausgemachter Apfelstrudel, Kürbiskern-
Semifreddo oder Maronen Crème brûlée.
„Neben dem Menü haben wir natürlich
einige festliche Schmankerl im Sortiment“,
sagt Chef Stephen Barth. Dazu
gehört Rinderfilet in Bio-Qualität vom
Wetterauer Charolais, aber auch Bio-
Wild-Edelteile wie Hirschrücken, Reh-Filet,
Braten aus der Wildschweinkeule. „Für
unsere vegetarischen und veganen
Gäste bieten wir den mit Spinatrisotto
gefüllten Mini-Kürbis mit gebratenen
Kräuterseitlingen oder unsere Knödelvariationen
an“, so Barth weiter. Aus
der Auswahl an drei veganen, einem
vegetarischen und einem Speckknödel
kann man 12 unterschiedliche Kombinationen
zusammenstellen und dazu vier
verschiedene Soßen und drei Toppings
aussuchen. *dr
Seefeld, Scheffelstr. 1, Frankfurt,
069 95508639, Mo bis Do 17 – 23 Uhr
(warme Küche bis 22 Uhr),
Fr und Sa 17 – 24 Uhr
(warme Küche bis 22:30 Uhr),
Sonn- und Feiertage 12 – 23 Uhr
(warme Küche bis 21:30 Uhr),
seefeld-frankfurt.de
Schottland gehört mit der unberührten
Natur der Highlands, einer lebendigen
Kultur mit Dudelsack-Musik, Männerkilts
in Tartanmustern und nicht zuletzt
als Heimat der Einhörner zu den
Sehnsuchtsorten Europas. Henning
berichtet von seinen Lieblingsplätzen
und erzählt Geschichten von uralten
Schlössern, von endlosen Weiten der
Hochmoore – und vor allem vom
schottischen Gold, dem Whisky. Der ist
in Schottland so unterschiedlich wie
die Landschaft: Sanft und klar aus den
Bergen, urgewaltig und salzig vom Meer
und torfig-rauschig im Norden. Beim
Whisky-Tasting mit Häppchen kann man
die Gaumenschmeichler entdecken. Ein
Abend für alle Sinne! *bjö
14.11., Switchboard, Alte Gasse 36,
Frankfurt, 19:30 Uhr, 15 Euro p.P.,
bitte vorab reservieren über
kultur@switchboard-ffm.de
FOTO: ZEYNEP SUDE, PEXELS.COM, GEMEINFREI
ECHTE THAILÄNDISCHE KÜCHE
Endlich
wieder
zurück!
Alte Frankfurter Restauration seit 1938
mutter
ernst
Traditionelle Frankfurter Küche
mit Mittag und Abendessen.
Heideplatz 1, 60316 Frankfurt
www.sun-restaurant.de
Rahmhofstraße 2-4
60313 Frankfurt a.M.
Telefon 069 - 153 41 610
www.mutter-ernst-ffm.de
Essen & Trinken 15
Lohstraße 13
61118 Bad Vilbel
Schon wieder? Doch!
ALLERLECKERSTE ASIA-
DELIGHTS IM HIKARIAN
Dass da schon wieder ein neuer Asiate aufgemacht hat,
on nein, aber manchmal sollten wir unsere Gewohnheiten
überdenken, vielleicht doch zu sehr nicht davon
ausgehen, dass wir unsere Favoriten längst kennen
und dass sich da nichts mehr verbessern lässt. Denn
mit einem Mal eröffnet da das HikariAn – und dann
schmeckt‘s plötzlich noch mal besser.
Reservierungen:
Tel. 06101-12 72 83
Öffnungszeiten:
Di–Fr: 11–22 Uhr,
Sa/So/Feiertag:
10–22 Uhr
„Crossover-Küche“ - regional & international
www.altemuehle.net
auch vegetarische und vegane Speisen
Frühstück • Mittag • Kaffee/Kuchen • Abendessen
In schöner ruhiger Lage mit Terrasse ist das Asian Fusion
Lokal jetzt in der Weberstraße zuhause, wo das einstige
Odyssee und anschließend kurz À la Raúl waren. Schlicht
und freundlich umgebaut, erwartet uns eine sehr
ausführliche Karte von Sushi und Sashimi bis Udon, von
Suppe bis Salat, viel Leckeres von Japan bis Vietnam.
Bún Bò Nam Bô – oder sagen wir der Einfachheit halber
lieber „Nr. 16“; das sind Reisfadennudeln mit scharf
angebratenem Rindfleisch, Zitronengras, Pfefferkörnern
und Nuóc M m (15,90 Euro) und die schmecken dann
einfach mehr als lecker-würzig. Überhaupt wird im
HikariAn raffiniert und unerschrocken gewürzt, was uns
glücklich macht, denn sobald ein Restaurant das Label
„Fusion“ für sich beansprucht, wird‘s gerne schnell mal
flach im Geschmack. Nicht hier! Und deshalb sollte man
die ganze feine Vielfalt der Geschmäcker auch mit einer
der Wahnsinnsvorspeisen beginnen: pikante, fruchtige
Garnelensuppe mit Kokosmilch oder Gỏi Bò, der wirklich
unübertreffliche Rindfleischsalat (je 7,90 Euro). *pez
HikariAn – Finest Asian Fusion, Weberstr. 77,
Frankfurt-Nordend, 069 98959500,
Mo bis Fr 11:30 – 15 und 17 – 22 Uhr, Sa 17 – 22,
So und Feiertag 13 – 22 Uhr, hikarian.de
Di – Do 17 – 23 Uhr
Fr – Sa 17 – 1 Uhr
C2 Dailygrape
Rotlintstraße 3
60316 Frankfurt
www.dailygrape.de
NACHFÜLLEN
LEICHT
GEMACHT!
SPIRITUOSEN, ÖL,
ESSIG, SENF & MEHR
fülle deine
Lieblingsprodukte
nach Belieben auf!
FOTO: PEZ
Töngesgasse 38 | 60311 Frankfurt am Main
+49 (0) 69-91395622 | www.frankfurter-fass.de
16 RHEIN-MAIN NECKAR
JETZT
GUT GEKÜHLT
BEI KOSMIDIS
KAUFEN!
Resilienz-
Workshop für
Queers
Das Queere Zentrum Wiesbaden
lädt zu einem interaktiven
Workshop. Gemeinsam
können Interessierte
Strategien und Methoden
entwickeln, um mit den noch
immer alltäglichen Problemen
wie Queerfeindlichkeit,
Anfeindung, Unsicherheiten
oder Gemütsschwankungen
zu stellen. Darüber hinaus
können sich die Teilnehmenden
über Argumente gegen
queerfeindliche Sprüche oder über Mythen und Ängste
austauschen und sich gegenseitig helfen, in Zukunft
souveräner und sicherer mit unangenehmen oder gar
aggressiven Situationen umzugehen – denn niemand
muss sich alleine diesen Herausforderungen stellen!
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung bis zum
17. November über hallo@qzwi.de wird gebeten. *fis
21.11., Queeres Zentrum Wiesbaden, Bornhofenweg 7a,
Wiesbaden, 18 Uhr, qzwi.de
WIESBADEN
FOTO: PAVEL DANILYUK, PEXELS.COM, GEMEINFREI
Aktionen rund
um den Welt-
AIDS-Tag
ROSÉ BRUT VINO SPUMANTE
Cuvée aus Nerello Mascalese-Trauben aus
Sizilien und Glera-Trauben. Das meisterhafte
Ergebnis einer sorgfältigen Auswahl von
Trauben aus den besten Weinanbaugebieten.
Restzucker: 11g/L
Der Wein wird drei Monate lang
in einem Edelstahltank nach der
Charmat-Methode vergoren.
FOTO: KLAUS NIELSEN, PEXELS.COM, GEMEINFREI
MAINZ
Die Aids-Hilfe Mainz lädt
im Rahmen des WAT 2025
zu zwei Veranstaltungen:
Am 29. November gibt‘s die
Straßenaktion „Prominente
verteilen rote Schleifen“ im
Kirschgarten der Mainzer
Altstadt. Die Aids-Hilfe Mainz
ist mit einem Infostand samt
dem beliebten Glücksrad
mit wertvollen Gewinnen vor
Ort. Unterstützung gibt’s von
Prominenten der regionalen
Politik, die rote Schleifen verteilen: das Symbol am
WAT gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von
HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen. Am
eigentlichen WAT, dem 1. Dezember, gibt’s eine Sonder-
Testaktion in der Bar jeder Sicht, wo man sich kostenlos
und anonym auf HIV, Hepatitis und Syphilis testen lassen
kann; die Testaktion findet in Kooperation mit der HIV-
Sprechstunde des Gesundheitsamtes Mainz statt. *dr
29.11., Straßenaktion, Kirschgarten, Mainz, 10 – 16 Uhr
1.12., Testaktion, Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29,
Mainz, 14:30 – 17:30 Uhr, mehr Infos über
aidshilfemainz.de
RHEIN-MAIN NECKAR 17
Die beste
Adresse für
Fisch und
Feinkost in
Frankfurt
Morsestraße 36–42
60486 Frankfurt
Telefon: 069 9726596-0
www.kosmidis-feinkost.de
18 RHEIN-MAIN NECKAR
KINO
QUEER FILMFEST
Weiterstadt
Noch bis zum 5. November zeigt das Kommunale Kino Weiterstadt eine fein kuratierte
Auswahl aktueller queerer Kinofilme aus der ganzen Welt. Hier kommen unsere Tipps!
FOTO: INTERNATIONALE FILMSCHULE KÖLN
Neues Deutsches Kino zeigt „Oben ohne
(Where You Find me)“, die Abschlussarbeit
von vier Regisseur*innen der
Filmschule Köln: Beatrice entflieht ihrem
stressigen Klinik-Alltag indem sie sich
nachts in einem Kinky Club austestet.
Dort lernt sie die eigensinnige Clubmanagerin
Alex kennen. Aus der Freundschaft
entwickelt sich eine Allianz zweier
Frauen, die für ihr Recht auf den eigenen
Körper kämpfen müssen. Bei Alex geht’s
ums Prinzip: Sie muss sich entscheiden,
ob sie das Bußgeld bezahlt, dass ihr
wegen eines Oben-Ohne-Sonnenbads
im Park verpasst wurde – zahlt sie nicht,
muss sie ins Gefängnis.
Die intime Doku „Darklands – Are You
Ready To Go Deep?“ führt hinter die
Kulissen von Europas Mega-Fetisch-
Festival „Darklands“ in Antwerpen. Die
freiheitsliebende Veranstaltung ist
insbesondere für Belgien ein identitätsstiftender
Event, der für die Fetisch-Szene
überlebensnotwendig ist. Die Gründer
Jeroen und Nathalie müssen sich immer
wieder neuen Herausforderungen
stellen – auch durch die globale
Corona-Pandemie.
Oben ohne (Where You Find me)
FOTO: CINEMIEN
„Outerlands“ heißt das Spielfilmdebüt
der Regisseurin Elena Oxman: Mit
verschiedenen, nicht immer legalen
Jobs hält sich Cass in San Francisco
über Wasser. Nach einem One-Night-
Stand mit ihrer Kellner-Kollegin Kalli, in
die Cass heimlich verliebt ist, erklärt sich
Cass bereit, während Kallis Urlaub auf
deren Tochter Ari aufzupassen. Nach
ihrer Abreise wird Cass nach und nach
klar, dass Kalli nicht wieder zurückkehrt;
Cass muss sich weiter um Ari kümmern,
was Erinnerungen an Cass‘ eigene
schwierige Kindheit weckt, vor denen sie
geflohen ist. Die Rolle der Cass wird vom
nicht-binären Schauspielenden Asia
Kate Dillon übernommen.
Kein Filmfestival ohne Kurzfilmnacht:
Beim Queer Filmfest Weiterstadt wird
diese am 2. November um 11 Uhr zum
Kurzfilm-Brunch; ein „Kurzfilm-Nachspiel“
gibt’s außerdem am 4. November um 18
und 20:30 Uhr, *bjö
Darklands – Are You Ready To Go Deep?
Noch bis 5.11., Queer Filmfest
Weiterstadt, Festivalzentrum
Kommunales Kino Weiterstadt,
Carl-Ulrich-Str. 9, Weiterstadt,
queer-weiterstadt.de
RHEIN-MAIN NECKAR 19
4 x in Frankfurt!
Große Bockenheimer Str. 46
Die Kleinmarkthalle,
Hasengasse 5 – 7
Konstablerwache (B-Ebene)
Alice im Blumenland:
Mainzer Landstr. 326
WWW.BLUMEN-MEISTER.COM
20 RHEIN-MAIN NECKAR
Mittwochskino-Special: Gotteskinder
Die Filmreihe in der Bar
jeder Sicht lädt zu Film und
Talk über Frauke Lodders
zu Recht hochgelobten
Coming-of-Age-Film. Die
beiden Teenager Hannah
und Timo leben mit ihren
Eltern (Mark Waschke in
der Rolle des Vaters David)
in einer streng gläubigen,
evangelikalen Gemeinschaft.
Doch das früher als
harmonisch empfundene
Gemeindeleben bringt die
Teenager mehr und mehr in emotionale
Zwickmühlen: Hannah ist verliebt in
Max, der der Gemeinschaft eher kritisch
gegenübersteht. Als Max versucht Hannah
zu küssen und die Eltern das herausfinden,
steht nicht nur Hannahs Ehre
FOTO: W-FILM
MAINZ Teilnahme an einem „Seelsorge-
Seminar“, um sich von seiner
Homosexualität „heilen“ zu
lassen. Unglücklicherweise
nimmt auch Jonas am Seminar
teil – die Situation eskaliert auch
hier.
Im Anschluss an den Film gibt es
ein Gespräch mit Sandra Mielke
von der dgti, Schulpsychologe
Thilo Brandl und Christine Barth-
Lichter (Caritas Beratungs- und
Jugendhilfezentrum St. Nikolaus
als Leiterin des Keuschheits-Seminars Mainz). Der Abend ist eine Veranstaltung
auf dem Spiel. Timo fühlt sich heimlich der queeren Woche im Bistum Mainz.
zu seinem Mitschüler Jonas hingezogen; *bjö
da er kurz vor der Taufzeremonie steht
und seine Eltern nicht als „Sünder“ enttäuschen
möchte, entschließt er sich zur Mainz, 19 Uhr,
5.11., Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29,
barjedersicht.de
COMMUNITY
AIDS-Gala in Darmstadt
FOTO: AIDS-HILFE DARMSTADT
Am 29. November 2025 heißt es wieder
„Glanz, Glamour für die gute Sache“:
vielbunt lädt gemeinsam mit der
AIDS-Hilfe Darmstadt zur AIDS-Gala mit
Safersex-Appeal ins Queere Zentrum
Darmstadt. Durch den Abend führen
keine Geringeren als die funkelnden
Drag Queens Koko von der Line und Kitty
Bambule, die beide mit Witz, Charme
und einer Prise frecher Eleganz das
Publikum begeistern. Unterhaltung und
Solidarität mit klarer Botschaft – feiern,
genießen und gleichzeitig Gutes tun. Der
Eintritt erfolgt gegen freiwillige Spende,
die der Arbeit der AIDS-Hilfe Darmstadt
zugutekommt. *fis
29.11., Queeres Zentrum Darmstadt,
Kranichsteiner Str. 81, Darmstadt, 19 Uhr,
vielbunt.org/queeres-zentrumdarmstadt,
darmstadt.aidshilfe.de
35 JAHRE ERFAHRUNG IM KÜCHENBAU
Elektrogeräte- oder Arbeitsplattenaustausch & Komplette Neuplanung Ihrer Küche.
Wir setzen auch schwierige Sonderwünsche um!
Konrad-Adenauer-Str. 5-7 | 60594 Frankfurt | Tel.: 017664399316
RHEIN-MAIN NECKAR 21
MAINZ
FOTO: FINK
CHARITY
Kunstauktion
der Aidshilfe Saar
Kollektive
Traumata
Bei der jährlichen Auktion zu Gunsten der Aidshilfe Saar
kommen Kunstwerke unter dem Hammer, die von saarländischen
Künstler*innen gespendet wurden. In diesem
Jahr sind rund 100 Werke von 75 Künstler*innen dabei. Als
Auktionator fungiert Wili Fries. Der Erlös fließt an die Aidshilfe
Saarland: „Im vergangenen Jahr kamen etwa 9.400 Euro
zusammen“, erklärt Frank Kreutzer von der Aids-Hilfe. Insgesamt
30.000 Euro muss die Aidshilfe jedes Jahr an Eigenmitteln
aufbringen, um ihre Projekte und ihr Angebot aufrecht
zu erhalten. Die zu ersteigernden Gemälde, Skulpturen und
Fotografien können ab dem 3. November über die Website
der Aidshilfe vorab besichtigt werden. *bjö
15.11., Konferenzsaal der Arbeitskammer,
Fritz-Dobisch-Straße 6 – 8, Saarbrücken, 14 Uhr,
aidshilfesaar.de
Laura Kristin Fink
Queersensibles Coaching ist das Arbeitsbereich von Laura
Kristin Fink. In ihrem Vortrag in der Bar jeder Sicht erklärt sie
die Zusammenhänge und Auswirkungen kollektiver Verletzungen
auf jede*n einzelne*n – und warum man zusammenkommen
muss, um zu heilen. „Uns wird vermittelt, dass
Herausforderungen allein persönliche Themen seien“, erklärt
Fink. „Doch viele Belastungen, die wir im Alltag erleben – von
Minderheitenstress über Konflikte bis hin zu Ausschlüssen
auch innerhalb der queeren Community – sind Ausdruck
kollektiver Verletzungen, die auf uns alle wirken“. Laura Kristin
Fink erklärt, wie Traumafolgen entstehen und was wir brauchen,
um nicht nur individuell, sondern auch gemeinsam für
Besserung zu sorgen. *bjö
FOTO: AIDSHILFESAAR.DE
16.11., Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz, 17 Uhr,
barjedersicht.de
Wird versteigert: Antje „The future is pink“,
Arcyl / Kohle / Wachs auf Leinwand.
Noch mehr SCHØNES
gibt es auf Instagram!
Jetzt folgen.
22 Mannheim
Sandro Šutalo ist seit gut zwei Jahren
Mitglied im Schauspiel-Ensemble
des Nationaltheater Mannheim. Im
November zeigt er in Zusammenarbeit
mit Regisseur*in Milo Čortanovački
seine erste Solo-Produktion „Miss Sara
Jevo“, in der Sandro in der Rolle seines
Drag-Alter-Egos Sara Jevo auf der
Bühne steht. Der Name kommt nicht
von ungefähr, denn Sandro Šutalo
wurde in Sarajevo geboren und floh
in den Wirren der Jugoslawienkriege
mit seinen Eltern im Alter von drei
Jahren nach Deutschland. „Miss Sara
Jevo“ handelt unter anderem von der
vielschichtigen Frage nach Heimat und
Identität. Wir haben vorab mit Sandro
Šutalo gesprochen.
Sandro, um was geht’s dir und Milo in
„Miss Sara Jevo“?
Unser Stück wird mit Flucht zu tun haben,
und es geht außerdem um Queerness,
Being Gay und der Suche nach dem
„Wer bin ich?“ Ich werde live singen,
ich werde Lip Sync machen. Es ist
wirklich komplex, es ist monologisches,
dokumentarisches, musikalisches
Drag-Theater. Komplizierter kann man
sich nicht ausdrücken, oder? (lacht)
Unser Stück ist momentan noch eine
Stück-Entwicklung.
Was kann Sara Jevo, was Sandro nicht
kann?
Ich glaube, Sara Jevo ist einfach eine
Superheldin, wie Wonder Woman. Sie
traut es sich, Sachen zu sagen und für
Sachen einzustehen, die Sandro sich
vielleicht nicht trauen würde. Sandro hat
eine große Klappe. Sandro ist sehr direkt,
aber Miss Sara Jevo ist noch schlimmer.
Ich mag die Kunstform von Drag.
Nicht, weil ich gerne Frauenkleider
anziehe, auch nicht, weil ich irgendjemanden
impersonaten möchte,
sondern es ist eine Hommage an alle
Balkan-Frauen in meinem Leben, die
mich immer hochgehalten haben.
Serbien oder Slowenien. Eine Dragqueen,
die in der Öffentlichkeit steht, gibt‘s in
Sarajevo gar nicht. Die Homophobie ist
hier immer noch sehr groß.
Ist das dann trotzdem deine Heimat?
Oder was würdest du als deine Heimat
bezeichnen?
Deutschland ist auf eine Art meine
Heimat, aber wiederum auch nicht.
In Sarajevo bin ich der Mann aus der
Diaspora, in Serbien bin ich Bosnier
oder Kroate, weil ich bosnischer Kroate
bin, in Kroatien bin ich Bosnier und in
Deutschland sehe ich zwar aus wie ein
Deutscher, ich spreche wie sie, aber ich
bin nicht aufgewachsen wie sie.
Deswegen ist für mich Heimat ein
schwieriger Begriff. Heimat wäre die
Familie, oder dort, wo ich mich wohl
fühle, vielleicht sogar mein Theater oder
mein Beruf. Es gibt da bei mir ein Gefühl
der Heimatlosigkeit und eine Suche nach
Zugehörigkeit. Ich lebe seit 33 Jahren in
Deutschland und war in Sarajevo nur
mal, um meine Oma zu besuchen oder
zu Familienfesten. Dieses Mal habe ich
mich in der Stadt nicht mehr repräsentiert
gefühlt. Und die Frage ist, ob ich es
überhaupt jemals war. Das alles spielt in
diesen „Heimatgedanken“ mit rein. Miss
Sara Jevo versucht dieser Frage, was
Heimat ist, nachzugehen. Genau wie
Saša Stanišić in seinem tollen Roman
„Herkunft“ auch auf die Suche gegangen
ist. Wir versuchen auch das Thema „Stolz
und Scham“ zu bearbeiten, oder „Being
Queer From A Different Country“. Und es
wird berühren und unterhalten. Denn
das ist ja immer das Schönste, wenn du
lachen und gleichzeitig weinen kannst.
29.11., Premiere „Miss Sara Jevo“,
NTM Interims-Spielstätte Studio
Werkhaus, Mozartstr. 9 – 11, Mannheim,
20 Uhr, weitere Vorstellungen am
6., 19. und 30.12., weitere Vorstellungen
sind in Planung, nationaltheatermannheim.de
THEATER
SARA
JEVO
die Superheldin
Ihr habt für das Stück eine Recherchereise
nach Sarajevo gemacht – wie hast
du die queere Szene dort erlebt?
Ich war im Nationaltheater und habe
mein erstes queeres Stück dort gesehen
und das war schon sehr crazy. Alles, was
in Sarajevo queer ist, wird hauptsächlich
von lesbischen Frauen oder Transmenschen
gemacht. Die „Schwulis“ kommen
nicht zusammen, weil sie permanent mit
dem Problem der Männlichkeit beschäftigt
sind. Wenn du dort auf GRINDR bist,
sind zwei Drittel der Männer verheiratet.
Drag gibt es auch, aber meistens nur
Drag Kings. Die Dragqueens werden aus
dem Ausland gebucht, aus Kroatien,
Tipp: Am 8. November startet im NTM
die erste Folge der neuen Drag-Show-
Reihe „Draghaus Werqhaus“ – eine
klassische Drag Show mit einer
Collage aus Liedern, persönlichen
Anekdoten und einer Party im
Anschluss. Mit dabei sind unter
anderem Sara Jevo, Davina Lover,
Shayma AlQueer und
The Notorious B.D.E.
FOTO: NATALIE GREBE
O7, 20 (Quadrate), Mannheim
www.galileo-sauna.de
Mannheim 23
COMMUNITY
„TRANS* AKTIONSWOCHEN“ Rhein-Neckar
Im November, rund um den „Transgender
Day of Remembrance“,
liegt der Fokus in Mannheim und
Heidelberg wieder verstärkt auf der
rosa-hellblauen-Communityflagge.
Obwohl Transmenschen in den
vergangenen Jahren sichtbarer
geworden sind, ist ihr Alltag noch
immer überdurchschnittlich stark von
Diskriminierung, Mobbing und Gewalt,
aber auch von Isolation geprägt.
Daran erinnert der „Transgender Day of
Remembrance“ am 20. November, der
Gedenktag für die Opfer transfeindlicher
Gewalt, der auch zur Sichtbarkeit von
trans-Lebensrealitäten beiträgt.
Mit dem im April 2024 beschlossenen
Selbstbestimmungsgesetz wurde in
Deutschland zumindest der Prozess
der Änderung des Vornamens und
des Geschlechtseintrags vereinfacht
– ein erster Schritt zur Bekämpfung
struktureller Diskriminierung. Kritik kommt
an einzelnen Passagen des Textes:
Zum Beispiel, dass eine Änderung des
Geschlechtseintrags weg von einem
männlichen Eintrag kurz vor einem
Spannungs- oder Verteidigungsfall nur
teilweise anerkannt wird. Nach Ansicht
der Kritiker*innen bestätige dies ein
grundsätzliches Misstrauen gegenüber
transgeschlechtlichen Frauen. Beim derzeit
im Bundestag diskutierten Vorstoß
zur Ergänzung des Artikel 3 Grundgesetz
um die sexuelle Identität wurden trans
Menschen indes komplett vergessen.
Das Programm der Trans*Aktionswochen
ist gut gefüllt: Vom 4. November
bis 6. Dezember gibt es fast täglich
Workshops, Panels, Vorträge und Raum
für gegenseitigen Austausch, aber
auch Filmvorführungen, Sportangebote,
Lesungen, Performances, einen
Stadtrundgang zur Heidelbergs TIN-
Geschichte und eine Party.
Der „Transgender Day of
Remembrance“-Gedenkmarsch findet
am 22. November ab 16 Uhr auf den
FOTO: DUCKY, PEXELS.COM, GEMEINFREI
Planken in Mannheim statt, mit einer
Abschlusskundgebung mit Rede- und
Kulturbeiträgen auf dem Mannheimer
Marktplatz. *bjö
Mehr Infos über heidelberg.de/lsbtiq
und mannheim.de/lsbtiq
FOTO: LENA BALK, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI
24 Stuttgart
COMMUNITY
INTERVIEW
Ahmed Mnissi:
„SPRECHEN ÜBER HIV
IST SCHWIERIG, WEIL WIR
ES SCHWIERIG MACHEN“
FOTO: MIT KI ERSTELLT
RED CARPET
MEETS RED RIBBON
Der Weihnachtsball der AIDS-Hilfe
Stuttgart ist zurück in der Alten
Reithalle am Maritim Hotel.
Mit Musik, Tanz und Show wird
gemeinsam wird für die gute
Sache gefeiert. Der Erlös des
Abends geht zu Gunsten der
AIDS-Hilfe Stuttgart, aber vor
allem wird Sichtbarkeit und Solidarität
für HIV-positive Menschen
geschaffen. Als Botschafter*innen
sind in diesem Jahr dabei: Schlager-Revival-Star
Dieter Thomas
Kuhn, Travestie-Star Frl. Wommy
Wonder, Tänzer und Choreograf
Eric Gaulthier, DJane Alegra Cole,
Make-up-Artist und Aids-Aktivist
Ahmed Mnissi und Stuttgarter
Szene-Ikone und Politikerin Laura
Halding-Hoppenheit. *bjö
29.11., „Red Carpet meets
Red Ribbon“ – Weihnachtsball
der AIDS-Hilfe Stuttgart,
Alte Reithalle – Maritim Hotel,
Seidenstr. 34, Stuttgart,
aidshilfe-stuttgart.de
ENTRY
17 €
ONLY
MASK & NAKED
PARTY
AM 2. MONTAG IM MONAT
Am Rande der Schwäbischen Alb
aufgewachsen hat Ahmed Mnissi lange
Zeit in Stuttgart als Friseurmeister gearbeitet,
bevor er als Hair- und Make-Up-
Artist bundesweit durchstartete und
unter anderem 2022 Sieger von „Glow
up Germany“ wurde.
2016 bekam er eine positive HIV-
Diagnose. Vier Jahre später entschloss
er sich, seine HIV-Infektion öffentlich zu
machen und wurde als Áktivist zu einem
der prominenten Gesichter von „Leben
mit HIV – Anders als du denkst“, der Kampagne
der Deutschen AIDS-Hilfe. 2025 ist
er Teil des Botschafter*innen-Teams des
Weihnachtsballs der AIDS-Hilfe Stuttgart.
Wir haben den sympathischen Mittdreißiger
zum Interview getroffen. *bjö
Die meisten Menschen, die eine
HIV-Diagnose bekommen, reagieren
zunächst mit Angst und Rückzug. Was
hat dich dazu bewegt, mit deiner HIV-
Infektion an die
Öffentlichkeit zu
gehen?
Ich hatte am
Anfang tatsächlich
selbst diese
Reaktion, weil ich
erstmal selbst
verarbeiten
musste, dass HIV
nun zu meinem
Leben gehört.
Die erste Zeit
hab ich auch
in Stuttgart
ziemlich viel
Diskriminierung
erfahren, vor
allem aus der
eigenen Community.
Das war
hart. Sehr viele
schwule Männer
in den gängigen
Dating Apps waren nicht aufgeklärt
genug, und das bekam ich ordentlich
zu spüren. Nach beruflichen Stationen
in Hamburg und Köln änderte sich mein
eigenes Mindset, denn dort erfuhr ich,
wie es sich anfühlt, wenn Menschen, in
meinem Fall Männer, besser aufgeklärt
FOTO: KATHLEEN SPRINGER
waren. Ich bekam einen Eindruck davon
wie man sich auf Augenhöhe und ohne
Vorurteile begegnet und über seinen
HIV-Status unterhält. Das hat mir die
Augen geöffnet und mir gezeigt, dass
HIV ein neuer Fakt ist, der zu mir gehört,
der aber weder meine Persönlichkeit
noch mein ganzes Leben bestimmt. Und
dann wuchs der Wunsch in mir, dass ich
regional in meiner Heimat, aber auch in
Stuttgart dahingehend etwas bewegen
möchte.
Hättest du dir selbst mehr positive Role
Models gewünscht – oder hattest du
vielleicht welche?
Ich hätte mir definitiv mehr Role Models
gewünscht. Sogar schon in der Schulzeit,
als ich das erste Mal mit dem Thema
und den Aufklärungsmaterialien von
den AIDS-Hilfen in Berührung kam. Das
Thema Diversität gab es zu meiner
Schulzeit nicht, Repräsentation von HIVpositiven
Menschen, die beispielsweise
Person Of Color
sind, gab es nicht.
HIV und Aids war
zwar ein wichtiges
Thema, aber
eines, dass nur
so nebenbei lief.
Wer öffentlich zu
seinem positiven
Status stand
war immer weiß
und meistens
außerhalb meines
Altersbereiches.
Ich glaube, selbst
2016, als ich
meine Diagnose
bekam, sahen die
Menschen auf allen
Info-Materialien
weiß aus. Das war
ein weiterer Punkt
für mich zu sagen,
okay, dann ist es
glaube ich wichtig, dass ich ein Role
Model bin, mit meinem Mixed Raced
Hintergrund als Person Of Color.
Sprechen über HIV ist schwierig, weil
HIV noch immer ein Tabuthema ist. Wie
kommunizierst du HIV in deinem Alltag?
Stuttgart 25
Sprechen über HIV ist schwierig, weil wir es
schwierig machen. Es ist wichtig, dass HIV
als Thema ganzjährig präsent ist, auch
in den Medien und nicht nur zum Welt
AIDS-Tag. Wenn wir über ein Thema nicht
regelmäßig sprechen, es normalisieren,
bleibt es ein Tabu. Dabei geht es hier um
die Gesundheit und den Schutz eines
jeden. Und gerade da sollten wir endlich
mal anfangen, weniger prüde zu sein und
mehr darüber reden, zum Schutz aller.
Ein banales Beispiel: Vor ein paar
Jahren hat man die Lebensrealität
von homosexuellen Menschen mit in
die Schul-Lehrpläne aufgenommen,
einfach in ganz simplen, beiläufigen
mathematischen Aufgaben wie „ging
Herr Müller mit seinem Mann einkaufen“.
Ja – der Aufschrei der Eltern war groß,
aber ungerechtfertigt, denn es ging nur
darum, Kindern zu zeigen, dass es eben
mehr als nur das klassische Modell einer
heteronormativen Beziehung gibt. Wir
normalisierten endlich Homosexualität,
als das, was es ist: die Realität und
Natur von so vielen Menschen. Ich sehe
es bei HIV nicht anders. Sicher muss
man bei dem Thema etwas anders
herangehen, aber warum gibt es denn
nicht in TV-Produktionen, Serien, Filmen,
Sendungen oder Shows Menschen, die
selbstverständlich HIV-positiv sind?
Nicht als Hauptthema, sondern einfach
als Teil der Realität dieser Menschen?
Wenn wir immer ein so großes Ding
draus machen, dann wird es auch
immer Angst und Scham schüren. Ich
kommuniziere es also selbstbewusst
und beiläufig, denn es ist ein Teil von mir,
aber ich definiere mich nicht darüber.
Wie kommunizierst du HIV beim Daten?
Ich habe es sowieso in all meinen
Dating Profilen stehen, als „TasP“, also
Schutz durch Therapie. Wer auf mein
Instagram Account geht, sieht in meiner
Bio direkt, dass ich HIV-positiv bin. Ich
gehe also ganz selbstverständlich und
selbstbewusst damit um, egal ob in der
Öffentlichkeit, beim Dating oder einfach
beim Kennenlernen von Menschen.
Damit gebe ich gar keinen Spielraum für
Diskriminierung. Seit ich so selbstbewusst
und offen damit umgehe, komme ich
mit Menschen ins Gespräch und habe
auch keine schlechten Reaktionen mehr.
Wo Raum bleibt für Spekulation und
Unsicherheiten, da ist auch Raum für
Diskriminierung und Hass.
Deine Botschaft für den Weihnachtsball
der AIDS-Hilfe Stuttgart?
Lasst uns Geld sammeln und laut sein,
lasst uns in den Austausch gehen,
aber lasst uns bei diesem Thema
auch endlich mal etwas die Schwere
rausnehmen. Ich bin mir bewusst,
dass es ein Thema ist, das vor allem
HIV-positiven Menschen die Leichtigkeit
nehmen kann und andere Menschen oft
betroffen macht, aber auch, weil wir oft,
wenn wir über HIV in der Öffentlichkeit
sprechen, es noch zu einem unsagbar
schweren und traurigen Thema machen.
Natürlich vergessen wir nicht die an
Aids verstorbenen Menschen, und die,
die Jahrzehnte dafür gekämpft haben,
damit wir an den Punkt kommen, an
dem wir heute sind. Aber wir leben
dankbarerweise heute in einer anderen
Zeit und sollten diese Energie auch dem
Thema entgegenbringen, um positive
Verknüpfungen und im besten Fall eine
bessere Aufklärung zu schaffen.
instagram.com/ahmedmnissi.hmua
Interview: Björn Berndt
Heftiger Herbst?
Bleib gechillt!
Lass dich testen in deinem Checkpoint vor Ort:
www.checkpoint-bw.de
26 Advertorial
WIE MODERNE
DIE LEBENSQUALITÄT
VERBESSERN KÖNNEN
Seit das HI-Virus entdeckt wurde, hat sich
in der Entwicklung von HIV-Medikamenten
sehr viel getan: Die ersten Therapien
waren mit starken Nebenwirkungen
verbunden und es musste eine Vielzahl
verschiedener Tabletten eingenommen
werden, um die Menge der Viren im Körper
so niedrig wie möglich zu halten.
Durch die Entwicklung von immer effektiveren
Wirkstoffen sind die heutigen HIV-Medikamente
mit den damaligen im Hinblick auf
ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit kaum
zu vergleichen. So kann die HIV-Therapie
heutzutage häufig mit nur einer einzigen
Tablette am Tag durchgeführt werden. Bei
erfolgreicher Therapie ist HIV im Blut dann
auch nicht mehr nachweisbar.
DER MEDIZINISCHE FORTSCHRITT IN
DER HIV-THERAPIE
Stellen wir uns als Beispiel mal einen
Mann vor, der im Alter von 21 Jahren die
HIV-Diagnose erhält. Wenn er sich bei den
unterschiedlichen Therapieformen für die
Einnahme von Tabletten entscheidet und
diese einmal täglich einnimmt, wären das
im Laufe eines durchschnittlichen Lebens
von circa 80 Jahren die beachtliche Anzahl
von über 20.000 Tabletten - ganz schön
viel, oder?
Bei der HIV-Therapie besteht eine dieser
Tabletten aus bis zu vier unterschiedlichen
Substanzen, den sogenannten
Wirkstoffen. Diese werden kombiniert und
blockieren die Vermehrung des Virus an
verschiedenen Punkten. Dank ihrer hohen
Wirksamkeit wurde in den letzten Jahren
die Anzahl der notwendigen Wirkstoffe in
der HIV-Therapie weiter reduziert, was vor
allem das Risiko für mögliche Nebenwirkungen
sowie Wechselwirkungen der HIV-
Medikamente mit anderen Substanzen
und Medikamenten verringern kann.
HIV ALS STÄNDIGER BEGLEITER
Auch wenn man als Mensch mit HIV
heutzutage ein normales und glückliches
Leben führen kann, ist die HIV-Therapie
ab dem Zeitpunkt der Diagnose und dem
Behandlungsbeginn ein Leben lang ständiger
Begleiter.
Mittlerweile gibt es groß angelegte Studien,
welche die Erfahrungen und Gedanken
von HIV-positiven Menschen auch
hinsichtlich ihrer Therapie beleuchten. In
der „Positive Perspektiven 2“ Studie wurden
beispielsweise weltweit 2.389 HIVpositive
Menschen befragt. Dabei zeigte
sich, dass Menschen mit HIV sich auch
Gedanken über die Anzahl an Substanzen
in ihren Medikamenten machen: Die
Mehrheit (65%) der befragten Personen
in Deutschland ist beispielsweise offen
für eine HIV-Therapie mit weniger Wirkstoffen
bei gleicher Wirksamkeit. 2
WARUM WÜNSCHEN SICH MENSCHEN
MIT HIV WENIGER SUBSTANZEN IN
IHRER THERAPIE?
Im Alter können bei HIV-positiven Menschen
dieselben gesundheitlichen Probleme
auftreten, wie bei allen anderen auch.
Je älter Menschen mit HIV werden, desto
höher wird auch die Wahrscheinlichkeit,
dass weitere Medikamente gegen andere
Erkrankungen zusätzlich zur HIV-Therapie
eingenommen werden.
In der „Positive Perspektiven 2“ Studie
82%
(1.731/2.112)
der Befragten weltweit
nehmen mindestens ein
weiteres Medikament
zur HIV-Therapie ein 1
NP-DE-HVU-ADVR-210022
gaben 82% aller Befragten an, dass sie
schon jetzt mindestens ein Medikament
zusätzlich zur HIV-Therapie einnehmen. 1
Auch wenn man selbst vielleicht nicht
direkt an das Älterwerden denkt, für
die Lebensqualität kann die Anzahl der
Substanzen in der HIV-Therapie auch
jetzt schon eine Rolle spielen: Möglichst
wenige Substanzen können das Risiko für
Wechselwirkungen mit anderen Stoffen
wie Nahrungsergänzungsmitteln oder
Medikamenten verringern und damit auch
einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität
haben.
PROAKTIV MIT DEM/R ÄRZT*IN REDEN
Letztendlich ist es wichtig, dass sich die
HIV-Therapie mit anderen Substanzen
gut verträgt. Daher empfiehlt es sich, dass
man als Mensch mit HIV dem/r Ärzt*in
ganz offen sagt, was man sonst noch
neben den HIV-Medikamenten einnimmt.
Generell kann es hilfreich sein, von
selbst proaktiv ein Gespräch suchen: Von
den 120 in Deutschland befragten Teilnehmenden
der „Positive
Perspektiven 2“ Studie gaben beispielsweise
nur 63% an, dass sie von ihren
Ärzt*innen über generelle Bedenken hinsichtlich
ihrer Therapie gefragt wurden. 2
Unterstützt von ViiV Healthcare
Quellen:
1
Okoli C et al., Prev Chronic Dis 2020;17:190359.
2
Wigger A et al., 15. Kongress für Infektionskrankheiten
und Tropenmedizin 2021. Poster P-037.
Weitere Infos sowie persönliche Geschichten zum Leben mit HIV findest du unter
www.livlife.de
Advertorial 27
LEXUS LBX BASIS
EXPERIENCE AMAZING
BEVOR DU ANS ZIEL KOMMST
249 € * MTL.
LEASEN
Energieverbrauch Lexus LBX Basis 1,5 l Benzinmotor, 136 PS kombiniert: 4,5 l/100 km; CO₂-Emissionen
kombiniert: 102 g/km; CO₂-Klasse C. Abb. zeigt ggf. kostenpflichtige Sonderausstattung.
*Ein unverbindliches Kilometerleasing-Angebot von Lexus Financial Services (eine Geschäftsbezeichnung der Toyota Kreditbank GmbH, Toyota-Allee 5, 50858
Köln) für den Lexus LBX Basis: Leasingsonderzahlung 0,00 €, Gesamtbetrag 11.952,00 € zzgl. Überführung i.H.v. 1.650,00 €, jährliche Laufleistung: 10.000
km, Vertragslaufzeit 48 Monate, 48 mtl. Raten à 249,00 €. Servicebausteine optional erhältlich. Das Angebot ist gültig nur solange der Vorrat reicht. Das
Leasingangebot entspricht dem Beispiel nach § 6a Abs. 4 PAngV. Unser Autohaus vermittelt ausschließlich Leasingverträge der Toyota Kreditbank GmbH.
.
LEXUS FORUM FRANKFURT | Autohaus NIX GmbH | Hanauer Landstraße 431 | www.lexusforum-frankfurt.de
LEXUS FORUM DARMSTADT | Autohaus NIX GmbH | Gräfenhäuser Straße 79 | www.lexusforum-darmstadt.de
LEXUS SERVICE FULDA | Autohaus NIX GmbH | Alte Ziegelei 22 – Petersberg | www.lexusservice-fulda.de
Hauptsitz: Autohaus NIX GmbH | Frankfurter Straße 1–7 | 63607 Wächtersbach
28 Ökologie
FOTO: CUP OF COUPLE, PEXELS.COM, GEMEINFREI
C H H ALTIG HA N DELN
AÖK OLO GIS C H DEN KEN, N
Diverse Krisen haben unser Bewusstsein für umweltbewusstes
Verhalten geschärft – wer bis jetzt noch nicht über
Müllvermeidung, Ressourcen-Schonung und
Energie-Einsparungen nachgedacht hat, muss es
nun tun. Auf den folgenden Seiten liefern wir wertvolle
Tipps für einen ökologischen Lebensstil. *bjö
MOBILITÄT
Sattel’
um aufs
E-BIKE
FOTOS: LENZ E-BIKES
Neben den positiven Effekten für die
Umwelt tut Radfahren auch der eigenen
Gesundheit gut: Regelmäßiges Radfahren
verbessert die Kondition und Koordination,
trainiert die Beine und macht als
Nebeneffekt einen knackigen Po.
Dass das Fahrrad in der Stadt die beste
Alternative zum Auto ist, hat sich inzwischen
rumgesprochen. Mit einem E-Bike
ist man noch mobiler und kann auch
längere Strecken problemlos meistern
– umweltfreundlich, nachhaltig und
Fitnesstraining gibt’s gratis obendrein.
Pionier in Sachen Fahrrad als alternatives
Fahrzeug ist der Fahrradbetrieb
LENZ in Kelkheim. 1980 von Helmut und
Cristina Lenz gegründet, wurde hier
das Rad schon damals nicht bloß als
Freizeit-Fahrzeug gesehen, sondern
als echte Alltags-Alternative zum Auto.
Die Geschwister Thilo, Verena und Eric
haben mit LENZ E-Bikes die Vision ihrer
Eltern weitergeführt: „Wir vergleichen das
E-Bike nicht mit dem Fahrrad, sondern
mit dem Auto. Das E-Bike ist für uns ein
elektrisches Fahrzeug auf zwei Rädern
und daher die beste Alternative zum
Auto“, erklärt Eric Lenz.
Die Vorteile sind für ihn klar. Zuallererst
ist das E-Bike umweltfreundlicher als
das Auto: „Wer öfters mit dem Rad oder
E-Bike unterwegs ist, trägt dazu bei,
die Städte lebenswerter zu machen:
Weniger CO 2 , weniger Lärm und weniger
Flächenverbrauch“, erklärt Eric. Weiterer
Vorteil: Mit dem E-Bike kommt man mitunter
sogar schneller voran als mit dem
Auto: „Bei uns steht man mit dem Auto
morgens erst mal 30 Minuten im Stau“,
erzählt Eric. „Mit dem E-Bike fährt man da
einfach vorbei.“ Außerdem entfalle die
lästige Parkplatzsuche.
„Natürlich kostet ein gutes E-Bike erstmal
Geld“, meint Eric. „aber es rechnet sich
schnell: keine Spritkosten, keine Versicherung,
kaum Wartung. Und mit der
Möglichkeit, E-Bikes zu leasen, können
Arbeitnehmer über ihr Gehalt auch
noch mit 30 bis 40% Steuerersparnis
rechnen, so Lenz weiter. „Es geht nicht
auch nicht um Verzicht, sondern um
Entscheidungskompetenz. Wer sich für
ein E-Bike entscheidet, sagt nicht ‚nie
wieder Auto‘, sondern ‚nicht immer Auto‘.
Und so ersetzt ein E-Bike in vielen Fällen
einfach auch den Zweitwagen oder es
ergänzt Bus und Bahn und spart Zeit.
Man gewinnt auf jeden Fall dazu“. *bjö
Mehr Infos: LENZ E-Bikes, Bahnstr. 14,
Kelkheim, lenz-ebikes.de
Ökologie 29
URBAN
Frankfurts grüne
Haltestellen
Wer hat sie schon entdeckt – die begrünten Haltestellen
der Frankfurter Verkehrsbetriebe? 2021 wurde am
Börneplatz das erste „Gründach“ gebaut, seitdem sind
zahlreiche Standorte dazugekommen – in diesem
Jahr unter anderem an den Straßenbahnhaltestellen
Lokalbahnhof / Textorstraße und Hospital zum Heiligen
Geist sowie an der Bushaltestelle Hans-Leistikow-Straße.
Die Gründächer bestehen aus robusten Sedumpflanzen,
die Wasser in ihren Blättern speichern und gut mit
Trockenheit klarkommen. Sie binden außerdem
Feinstaub, kühlen die Luft bei Hitze und bieten
Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge und andere
Insekten. Damit sind die begrünten Wartehallendächer
ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit im Stadtraum
und ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas
und zur Förderung der Biodiversität. Sofern die Dächer
bestehender Wartehallen statisch die entsprechende
zusätzliche Last tragen können, ist das Verfahren auch
ressourcenschonend. Getestet werden außerdem vertikale
Begrünungen mit blühenden Stauden und Moosen,
die ebenfalls vielversprechende ökologische Effekte
zeigen. „Die VGF verfolgt damit das Ziel, urbane Mobilität
mit ökologischer Verantwortung zu verbinden – für eine
grünere, lebenswertere Stadt“, heißt es dazu von der
VGF. Weitere Projekte
befinden sich in
Planung oder im
Bau. *dr
ZEIG
DICH VON
DEINER
BESTEN
SEITE.
Oeder Weg 29
60318 Frankurt/Main
(069) 130 239 10
anfrage@men-limited.de
www.men-limited.de
Wir zeigen dir, wie. Komm vorbei!
MEN_Anzeige_GAB_83x128.indd 1 11.08.21 12:23
innovation.
vgf-ffm.de/
gruene-vgf
FOTOS: VGF
Haltestelle am Börneplatz
30 Ökologie
ERNÄHRUNG
LEBENSFREUDE und
GESUNDE LEBENSMITTEL
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in Deutschland Reformhäuser –
Kaufläden für gesunde Lebensmittel und mehr. Das Frankfurter Reformhaus Andersch in der Glauburgstraße
gibt es seit den 1970ern, vor fünf Jahren hat eine zweite Filiale in Eschersheim eröffnet. Im Interview
erzählt Inhaber Achim Andersch über die Reformbewegung und die Idee der Reformhäuser.
Reformhäuser gehen auf die Reformbewegung
zurück – um was ging es
damals?
Die Lebensreformbewegung war eine
Gegenbewegung zur Industrialisierung.
Sie entstand Mitte des 19. Jahrhunderts
aus den Wandervögeln und den Vegetariern.
Die
Wandervögel
waren revolutionär,
weil man damals
eigentlich
nicht wandern
gegangen ist. Es
gab außerhalb der
Arbeit überhaupt
keine körperliche
Betätigung. Die
Lebensreformbewegung
waren also
junge Menschen,
die raus aus der
Stadt wieder aufs
Land gezogen sind
und dort versucht
haben, so natürlich
wie möglich zu
leben. Das bezog
sich vor allem auf
die Ernährung,
zum Beispiel war
viel frisches Gemüse wichtig, was es
damals in den Städten nicht sehr häufig
gab. Wichtig war aber auch, dass man
Spaß am Leben hatte. Essen sollte
gut und vollwertig sein und auch gut
schmecken.
Daraus sind dann Reformhäuser
entstanden, um die natürlichen
Lebensmittel wieder zurück in die Städte
zu bringen?
Genau. Das erste Reformhaus war die
„Gesundheits-Zentrale“ und eröffnete
1887 in Berlin.
Ich hatte immer den Eindruck, dass
Reformhäuser so etwas wie „Natur-
Drogerien“ sind.
Sehr viele Reformhäuser haben sich
heute rein auf Nahrungsergänzung und
Kosmetik spezialisiert. Wir sind deutlich
lebensmittellastiger und gehen damit
eigentlich eher wieder zurück zum
Ursprungsgedanken der Reformhäuser.
Im Grunde genommen bieten wir hier
sehr viele Superfoods an. Zum Beispiel
unsere Tees, die durch jahrzehntelanges
Weiterzüchten einen viel höheren Wirkstoffgehalt
haben und qualitativ sehr gut
sind. Oder unsere Weizenkeime, die nicht
toterhitzt wurden und deshalb noch alle
Vitamine haben. Bei uns gibt es natürlich
auch Naturkosmetik und auch sehr gute
Nahrungsergänzungsmittel, die einfach
nochmal eine Stufe besser sind und zum
Teil schon in den medizinischen Bereich
gehen.
Ein Reformhaus sollten daher immer
jemanden haben, der entsprechend
ausgebildet ist. Ich bin zum Beispiel
Reformhaus-Fachverkäufer, Drogist und
Ernährungsberater. Meine Frau, die in
unserer Filiale in Eschersheim arbeitet,
ist auch Heilpraktikerin für Pflanzenheilkunde
und für traditionelle chinesische
Medizin.
Ist das der Unterschied zwischen
einem Reformhaus und einem
Bio-Supermarkt?
Bio-Supermärkte sind in den 1970ern
entstanden, weil die Reformhäuser
irgendwann die Versorgung mit
Nahrungsmitteln für die Städte nicht
mehr geschafft haben. Viele Reformhäuser
haben sich wie gesagt dann auf
Naturkosmetik und Nahrungsergänzung
spezialisiert. Unser
Obst und Gemüse
kommt von zwei
regionalen Bauernhöfen,
die uns direkt
beliefern. Zusätzlich
nutzen wir einen
Großhandel, der
darauf achtet, dass
das meiste aus
dem Frankfurter
Umkreis kommt. Die
Bananen kommen
trotzdem aus
Ecuador.
Wie ist das denn
mit der Reform-
Idee vereinbar?
FOTO: BJÖ
Ein paar Abstriche
muss man da
schon machen.
Bananen sind
ja grundsätzlich
gesunde Lebensmittel und unsere Bananen
sind natürlich biologisch angebaut.
Gibt‘s es Alkohol in eurem
Reformhaus?
Ja, es gibt Bio-Bier und Wein. Das liegt
aber auch ein bisschen daran, dass ich
gebürtiger Rheingauer bin (lacht).
Das heißt, die persönliche Leidenschaft
fließt in eure Auswahl und euer Angebot
auch mit rein?
Ja. Wir machen gerne das, was uns
Spaß macht. Die Lebensfreude ist einfach
grundsätzlich ein wichtiger Faktor
der Gesundheit.
Reformhaus Andersch, Glauburgstr. 77
und Auf der Lindenhöhe 1, Frankfurt,
facebook.com/reformhausandersch
Interview: Björn Berndt
Ökologie 31
BILDUNG
Ort, um Fragen zu beantworten. Der
Ausstellungsraum ist eine Kooperation
zwischen dem Deutschen Wetterdienst,
dessen Hauptsitz in Offenbach ist, sowie
den städtischen Ämtern für Kulturmanagement,
Wirtschaftsförderung und
Umwelt und Klima.
FOTO: LEA KULENS
SCAPE° – Wetter- und Klima
Der im Mai neu eröffnete Ausstellungsraum
in der Offenbacher Innenstadt
macht die Ursachen für Wetter- und
Klimaphänomene erleb- und
nachvollziehbar.
In einem interaktiven Parcours werden
an verschiedenen Stationen die
komplexen Zusammenhänge zwischen
Wetter und Klima erklärt. Dabei lernt
man an mechanischen Ausstellungsstücken
und Online-Terminals,
welche Faktoren einen Klimawandel
auslösen, was es bedeutet, wenn das
Klima „kippt“, welche unumkehrbaren
Folgen dadurch für Mensch und Natur
entstehen und was man präventiv
dagegen tun kann. Mitarbeiter sind vor
Regelmäßig finden auch Events im
SCAPE° statt – zum Beispiel die Reihe
„Wein – Klima- Taste“ mit Vorträgen über
die Beziehung zwischen Klimawandel
und Weinanbau; dazu gibt’s immer eine
passende Weinverkostung. Im November
geht’s um Rotwein: Bedingt durch den
Klimawandel mit mehr Sommertagen
und wärmeren Mittelwerte ist es heute
möglich, auch in Deutschland fruchtige
Rotweine und Sorten wie Merlot oder
Syrah zu kultivieren. Im Dezember dreht
sich dann alles um Schaumwein – dann
wird bewiesen, dass deutscher Winzersekt
durchaus mit Champagner und Co.
mithalten kann. *bjö
SCAPE° – Wetter. Klima. Mensch,
Frankfurter Str. 39 (Rathaus Plaza),
Offenbach, 13.11., Wein – Klima- Taste:
Rotwein, 11.12. Wein – Klima- Taste:
Schaumwein, jeweils ab 19 Uhr,
Anmeldung über scape-offenbach.de
Natur.
Design.
Wohlgefühl.
Die feelgoodwall bringt
100 echte Pflanzen, frische
Luft und Ruhe in jeden Raum –
flexibel, smart & wartungsfrei.
Schon ab 159 €/Monat.
Jetzt beraten lassen:
www.iving-creations.com
32 Ökologie
AUSSTELLUNG
Von CIRRUS BIS CUMULONIMBUS
Mit einer Mischung aus wissenschaftlichen
Forschungsergebnissen,
multimedialen Visualisierungen und
ausgewählten Kunstwerken lädt das
Hessische Landesmuseum in seiner
aktuellen Ausstellung auf eine Reise in
die Welt der Wolken ein.
Wolken gehören zu den wichtigsten
Wetterphänomenen: Sie bilden sich
aus verdunstetem Wasser, das sie als
Niederschlag wieder zurück zur Erde
bringen. Sie gehören damit zu den
entscheidenden Faktoren des Klimasystems.
Die Wissenschaft unterscheidet
zwischen zehn Wolkengattungen, deren
Beobachtung und Veränderung als
maßgebliche Faktoren für die Wettervorhersage
gelten. Ihre oft bizarren Formen
regen aber auch die Fantasie an – wer
hat nicht schon mal Figurenraten mit
Wolkenformationen gemacht?
Die Ausstellung „Wolken. Erleben und
Verstehen“ widmet sich all diesen
verschiedenen Facetten und bietet eine
Vielzahl von interaktiven Exponaten:
In einer VR-Station taucht man in
Wetterumschwünge ein, es gibt eine
„Wolkenkammer“, bis zu acht Meter
großen Wolkennachbildungen sowie
wissenschaftliche Ergebnisse und
anschauliche Erklärungen zu Wolken
und Wolkenphänomenen – und last, but
not least eine Auswahl von Kunstwerken
aus der Museums-Sammlung, die
Wolken in 500 Jahren Kunstgeschichte
präsentieren.
Cumulus Wolken
Tipp: Im Rahmenprogramm
der Ausstellung
werden auch Führungen
durch das EUMETSAT-
Center in Darmstadt angeboten; die
Organisation sammelt, verarbeitet und
verbreitet Satellitendaten für Wetter,
Klima und Umweltüberwachung. Nächster
Termin: 19. November. *bjö
Ausstellungsansicht
Noch bis 11.1.,
Hessisches Landesmuseum,
Friedensplatz 1, Darmstadt, hlmd.de
FOTO: © D. HAUSTEIN, HLMD
FOTO: © Y. MIELATZ, HLMD
betten. schlafsofas. futons.
matratzen.
Frankfurt, Höhenstr. 16, Mo-Fr 11-19 Uhr, Sa 10-18 Uhr Uhr
www.biosaffair.de
Ökologie 33
NACHHALTIGKEIT
LEXUS – Sexappeal & Sustainability
Mit der Toyota Premiumtochter Lexus
steht das Autohaus NIX im Rhein-Main-
Gebiet seit Jahren für innovative und
umweltbewusste Mobilität, denn bei
Lexus gehören modernste Hybrid-,
Elektro- und Brennstoffzellentechnologie
schon längst zum Alltag. „Bereits 2004
brachte Lexus den weltweit ersten
selbstladenden Luxus-Hybrid auf den
Markt. Das erste vollelektronische
Modell war dann die konsequente
Weiterentwicklung“, erklärt Alexander
Nix, Geschäftsführer des Autohauses.
Hybride Fahrzeuge kombinieren Elektround
Benzinmotoren ohne externes
Laden, vollelektrische Modelle fahren
emissionsfrei mit hunderten Kilometern
Reichweite. Seit 2013 verzichtet Lexus
vollständig auf Dieselmodelle und erfüllt
mit seinen Modellen problemlos die
CO 2 -Flottenziele der EU.
NACHHALTIGKEIT ALS
UNTERNEHMENSPRINZIP
Darüber hinaus ist Nachhaltigkeit bei NIX
fest in der Unternehmenskultur verankert.
Seit 30 Jahren wird konsequent daran
gearbeitet, Ressourcen zu schonen und
Energie effizient zu nutzen: Waschanlagen
werden nur mit Regenwasser aus
eigenen Zisternen betrieben, Photovoltaikanlagen
speisen die Klimaanlagen,
im gesamten Unternehmen werden
ausschließlich LEDs verwendet, Digitalisierungsprojekte
sparen kistenweise
Papier und das Dach der Filiale auf
Geballte Power mit Spitzenwerten
in Sparsamkeit.
FOTO: LEXUS
FOTO: AUTOHAUS NIX
der Hanauer Landstraße ist begrünt.
Außerhalb des Unternehmens engagiert
sich NIX für Renaturierungsmaßnahmen
eines Flussbiotops in Wächtersbach, für
Baumpflanzaktionen und für die Unterstützung
der Main-Kinzig-Challenge,
der ersten CO 2 -neutralen Laufserie
Deutschlands. „Nachhaltigkeit ist für
uns weder Trend noch Greenwashing,
sondern eine Haltung. Wir übernehmen
Verantwortung, auch für kommende
Generationen“; betont Familienvater
Alexander Nix. *dr
Autohaus NIX, Hanauer Landstr. 429 in
Frankfurt und Gräfenhäuser Str 79 in
Darmstadt, autohaus-nix.de
34 Party
PARTY-TIPPS
LADIES
GurLZzz Go Flirty Again!
LET’S GO QUEER:
MAYHALLOWEEN BALL
Gaga-Craze: Die Wiesbadener
Queer-Party feiert im November
sowohl Halloween als auch die
Vorfreude auf die kommenden
Konzerte der Lady-Gaga-
Tournee. Sprich: Musikalisch
wird mehr Gaga gespielt als
sonst und Gäste in Halloween-,
Mayhem- oder Gaga-Outfits sind
herzlich willkommen. Performances
gibt’s von Bibi Cocksberg und
Ophidia Scales. An den DJ-Decks
im Mainfloor stehen Dahlia
Danger und Max Volume, in der
Box spielt Reyylito Hyper-Pop und
Trance. Remember: It’s a Ball!
1.11., Schlachthof, Murnaustr. 1,
Wiesbaden, 23 Uhr,
instagram.com/letsgoqueer
FOTO: ÁNGEL RAMÍREZ FLORES,
PEXELS.COM, GEMEINFREI
FOTO: PUMP
Die November-Ausgabe der Ladies-And-
Friends-Party ist wieder ein Flirtspecial,
um Singles ein bisschen auf die Sprünge
zu helfen! Am Eingang werden an alle,
die teilnehmen möchten, Flirtnummern
verteilt. Wer Interesse an einer Person
hat, darf einen Brief (!) beim Postamt
am DJ-Pult (!!) abgeben; über eine
Leinwand wird bekanntgegeben,
wer sich über Post freuen darf. Hinter
besagtem Pult sorgen derweil Emma
aus Darmstadt und DJane Käry aus
Frankfurt für fette Beats. Emma ist DJ und
Musikerin, die als energiegeladene Performerin
regelmäßig in Berlin, München
und Wien hinter den Decks steht – solo
oder als Teil des DJ-Duos Don’tCanDJ.
DJane Käry gehört seit 2015 zu den
angesagtesten DJ’s in der LGBTIQ+
Community und darüber hinaus. *fis
FOTO: THIRDMAN, PEXELS.COM, GEMEINFREI
DJ Käry
21.11., Orange Peel, Kaiserstr. 39,
Frankfurt, 22:30 Uhr, gurlzzz.de
EURODANCE
FOTO: KÄRY
PUMP MEETS GLAZED
Stuttgarts „Feel Free To Express
Yourself“-Party hat im November
besondere DJ-Gäste hinter den
Decks stehen: Dela Nesto (Foto)
ist in der Berliner Partyszene in
verschiedenen queeren Projekten
engagiert, unter anderem auch
beim Glazed Festival. Als „Acid
Disco Queen“ ist sein Sound ein
Mix aus HI-NRG, Italo-Trance,
House und queer-nostalgischer
Disco. Dazu passt perfekt Meret
Forêt vom Stuttgarter Kollektiv
HYPERDOSE, die sich hypnotischen
Dub- und Hardgroove-
Techno widmet. PUMP-Host Ben
Hille und Climax-Boss MCG sind
ebenfalls am Start. *bjö
1.11., Climax Institutes, Calwer
Str. 25, Stuttgart, 23 – 8 Uhr,
climax-institutes.de
Beat Club: Eurodance-Special
Das Party-Team im Switchboard wirft die
Zeitmaschine an und lädt zu einer Nacht
voller Nostalgie, Eurodance- und 90er-
Vibes – inklusive bunter Outfits, Neonlichter
und legendären Beats. An den Decks
sorgt DJ Silberprinz für den perfekten
Soundtrack – von pulsierenden Clubhits
bis zu echten 90er-Klassikern. Songs, die
eine ganze Generation geprägt haben:
von Mr. Vain über Coco-Jambo bis zum
Macarena ist bestimmt alles dabei!
Eintritt frei, Mindestverzehr 12 Euro. *fis
22.11., Switchboard, Alte Gasse 36,
Frankfurt, 21 Uhr, facebook.com/
switchboard.frankfurt
Party 35
36 Party
POP
LOVEPOP: Umzug ins ROMY S.
Der Schock kam Ende September:
Aufgrund der unerwarteten Schließung
des White Noise verlor die Lovepop
sehr kurzfristig ihre Heimat – doch es
geht weiter, mit geändertem Konzept.
Um Pop und elektronische Musik an
einem Abend zusammen abzudecken,
braucht man eine Location mit zwei
Dancefloors. Da diese leider auf die
Schnelle nicht zu finden waren, wird das
Programm in Zukunft auf verschiedene
Veranstaltungen aufgeteilt. Das heißt:
es gibt in Zukunft (fast immer) zwei
Lovepop-Partys im Monat! Los geht es im
November zunächst mit einer „LOVEPOP
POP EDITION“ im ROMY S.: „Wir sind dem
ROMY S., in dem schon der Lovepop
Retroklub und Mr. Wendy stattfinden,
sehr dankbar, dass es für uns spontan
alle Termine freigeräumt hat“, erklärt
Dirk vom Lovepop-Team. Am DJ-Pult
der Pop-Edition steht die sympathische
Anna Andersson aus Mannheim und
spielt ein krachendes Set aus aktuellem
Pop, Dance, House und Queer Classics.
Mit ihrem Fokus auf Mixed Music,
gemischt mit einer ordentlichen Prise
Bass, heizt Anna schon länger der
Clubszene ein. *fis
Anna Andersson
8.11, Romy S., Lange Str. 7,
Stuttgart, 23 Uhr,
lovepop.info/stuttgart
FOTO: ANDERSSON
FOTO: ROMY S.
Mr. Wendy
HOUSE
FOTO: HANDBAG
DJ handbag
Nach der Premiere im September geht
„Mr. Wendy“ im Romy S. in die zweite
Runde: Main-Act ist DJ Handbag aus Berlin,
die heißeste House DJ des bekannten
und bestaunten OOZE-Kollektivs. Es
wird funky, es wird groovy, es wird c***!
Support kommt vom Mann der 1.000
Pseudonyme: Danceflo, Flose Padilla
oder schlicht Florian Ehing: Ein DJ mit
Vergangenheit und exquisiten Platten
mit Disco-, Soul- und psychedelischen
Wurzeln. Zwischen beiden DJs kann man
eine schillernde Live Vocal-Performance
des queeren Stuttgarter Electro-Duos
Bang & Cherry erleben – mit vielen ihrer
bekannten Hits und einer neuen Version
ihrer Powernummer „Get Up“. *fis
22.11., Romy S., Lange Str. 7, Stuttgart,
23 Uhr, romy-s.de
Techno Pride
@ Schlosskeller Darmstadt
ELEKTRO
Seit über vier Jahrzehnten pulsiert im Gewölbekeller des Darmstädter
Residenzschlosses queere Geschichte: Was als sonntäglicher
Rückzugsort mit wilden Partynächten in einer weniger toleranten
Zeit begann, ist heute eine der legendärsten Gay-Party-Reihen: Der
dritte Freitag im Monat gehört der „Schrill + Laut“ – einem bunten
Zusammenspiel von vielbunt e.V. und dem Schlosskeller mit Nächten
voller Beats, Begegnungen und Befreiung.
Ab November wird ein neues queeres Party-Kapitel im Schlosskeller
aufgeschlagen: „Techno Pride“ heißt der Event, der alle zwei Monate
im Wechsel mit der Schrill + Laut stattfinden wird. Mitsing-Hymnen
werden gegen druckvolle Bässe und ekstatische Rave-Vibes
getauscht. Das DJ-Team am 21. November: Beatchboyben, Mahssa
Dadari und GIU-C. Dazu gibt’s eine Drag-Performance von Noé. *fis
21.11., Schlosskeller, Marktplatz 15, Darmstadt, 23 Uhr,
schlosskeller-darmstadt.de
FOTO: TECHNO PRIDE
Party 37
Approved: Fetisch-Party
und -Workshop
Approved ist die
regelmäßige Party des
FLC für Fetisch-Fans.
In den hervorragend
ausgestatteten Räumen
der Grande Opera
lässt’s sich lustvoll
spielen, oder man trifft
sich zum Plausch an
der Bar. Alles geht –
allerdings sollte man
den FLC-Dresscode
beachten (Details auf
der Website).
PARTY
FOTO: @CURIOFOTO
Tipp: An Nachmittag vor der Party gibt’s in der Grande
Opera einen Workshop der Wiesbadener Bondage Guys.
Nach vorheriger Anmeldung kann man hier von den
Experten der kunstvollen Fesselung alles über das Spiel
mit Fixierung, Dominanz und Unterwerfung lernen. *bjö
22.11., Grande Opera, Christian-Pleß-Str. 11 – 13,
Offenbach, 15 Uhr Bondage-Workshop, Infos und
Anmeldung über flc-frankfurt.de/workshops, 21 Uhr
Party, flc-frankfurt.de/approved, bondageguys.de
POP
FOTO: DJANE MO
Queer Oriental:
Hips-Shaker
Mit ihrem Mix aus orientalischer, türkischer, balkanischer,
arabischer und westlicher Pop-, House-, R‘n‘B- und
Chartmusik ist die Queer Oriental Night eine echte
Ausnahme im Rhein-Main-Gebiet. Auf dem Mainfloor
mixen im November das bewährte DJ-Team Mo (Foto)
und Sezer Çağlar, auf dem zweiten Floor gibt’s als
Alternative Hip-Hop und Reggeaton von DJane Flexnetix.
Für zusätzlichen Schwung in den Hüften sorgt Ritim Show
an Davul und Dabuka, der die DJ-Sounds live begleitet.
Yalla-Yalla! *bjö
15.11., Orange Peel, Kaiserstr. 39, Frankfurt, 23 Uhr,
1001orientalnight.de
Brückenstraße 36
60594 Frankfurt a.M.
Tel.: 069 / 200 23 940
Brückenstraße 36
60594 Frankfurt a.M.
Tel.: 069 / 200 23 940
Mo.-Sa. 12:00 - 19:00 Uhr
Mail: info@RUFFonline.de
Shop: RUFFonline.de
Mo.-Sa. 12:00 - 19:00 Uhr
Mail: info@RUFFonline.de
Shop: RUFFonline.de
38 Party
LUCKY‘S
TANGERINE!
PINK!
FOTOS: OVERLINE.TV
Party 39
KOLUMNE
FRANKS SZENEBOMMEL
Der Sommer ist nun definitiv zu Ende und
wir bewegen uns mit großen Schritten
auf den Winter zu – die Zeit der
Weihnachtsmärkte kommt!
Happy Birthday Gina vom Comeback
(Foto 1, mit Petra im Vordergrund) –
wir sehen uns die Tage. Leider gab es
in der Bummelbahn ein kleines Problem
mit dem Oktoberfest: Die Baustelle vor
dem Laden ließ kein Zelt zu. Daher wurde einfach drinnen
gefeiert, wo es natürlich schnell ziemlich voll wurde. Daher
hier ein Schnappschuss von der Terrasse (Foto 2, Markus
und Jamal). Eine Begegnung der dritten Art hatte ich
Sonntagabend im Na und? Hier getroffen: The One And Only
Eike (ex-Stall, Foto 3 mit mir). War schön, ihn mal wieder zu
sehen. Am Vorfeiertag war im Na und? dann auch nochmal
Party angesagt. Hier getroffen: Petra mit Siggi (Foto 4) und
Flo (Foto 5). Leider war es uns nach ausgiebigem Feiern
nicht mehr möglich, im Anschluss noch einen weiteren
Laden aufzusuchen. Wir sehen uns überall!
Bis zum nächsten Mal
Euer Frank
FOTOS: FD
GAYBOYS
LIVE AM
TELEFON
RUF AN!
NUR
14
AUCH MOBIL
Cent/ Min.
LERNE HEISSE
MÄNNER KENNEN
0180 5 00 43 35*
SD - 14 Cent/Min. aus allen deutschen Netzen
Neu !!! - Jetzt auch mobil nur 14 Cent/Minute
MARVIN
ALLEIN ZU
HAUS.
40 Horoskop
OKTOBER 2025
VON BENJAMIN HOFMANN
FOTO: DICK THOMAS JOHNSON, CC 3.0
Geburtstagskind
des Monats
ROLAND EMMERICH, 10.11.1955
Der gebürtige Stuttgarter avancierte als Hollywood-Regisseur mit fesselnden
Katastrophen- und Science-Fiction-Filmen zum „Master of Disaster“. 2017 heiratete er
seinen langjährigen Partner Omar de Soto. Leider floppte 2015 Emmerichs Film über
die Stonewall-Riots; er wurde unter anderem als „History Whitewashing“ kritisiert. *bjö
WIDDER
21. MÄRZ – 20. APRIL
Die Widder können sich getrost eine
kleine Auszeit gönnen, denn die vergangenen
Wochen waren stressig genug.
Ein wenig Muse wird dir guttun, frische
Luft, ein bisschen Körpertraining – aber
alles in Maßen!
STIER
21. APRIL – 20. MAI
Den Stieren steht im November der
Sinn nach Geselligkeit. Dem solltest du
nachgehen: triff lange nicht gesehene
Freund*ínnen oder lade zu einem kleinen
Dinner und Get Social!
ZWILLINGE
21. MAI – 21. JUNI
Den Zwillingen tut die herbstliche Düsternis
nicht gut. Bevor du aber in deiner
Lethargie versumpfst, reiß das Ruder
rum: Geh‘ aus und erlebe, wie belebend
frische Windböen sein können.
KREBS
22. JUNI – 22. JULI
Die Krebse sind im November Meister
im Ausbalancieren der goldenen Mitte:
Du gönnst dir Amüsement und verlierst
dabei aber nie deine Mitte. Kein weiterer
Rat nötig – du weiß selbst, was für dich
gut ist.
LÖWE
23. JULI – 23. AUGUST
Wirst du jetzt schon panisch, wenn du an
die stressige Vorweihnachtszeit denkst?
Dann einmal tief durchatmen und mit
Ruhe und bedacht die Dinge angehen.
Das klappt dann auch im Dezember.
JUNGFRAU
24. AUGUST – 23. SEPTEMBER
Von wegen Herbst-Blues: Die Jungfrauen
erinnern sich, dass am 11.11. die
Faschingszeit beginnt. Das belebt! Und
für alle Faschings-Muffel: Nicht verzagen,
und die Flirtversuche der anderen nicht
übersehen.
WAAGE
24. SEPTEMBER – 23. OKTOBER
Die Waagen können jetzt erleben, wie
angenehm es sein kann, wenn mal
nichts passiert. Keine Katastrophe, die
es zu meistern gilt. Einfach nur Ruhe
und Ausgeglichenheit – dass lässt sich
aushalten!
SKORPION
24. OKTOBER – 22. NOVEMBER
Du hast (bald) Geburtstag und haderst
mit dem Alter? Zumindest die Sterne
sind dir in diesem Monat wohlgesonnen
und spenden eine Atmosphäre der
Harmonie. Und ansonsten gilt: Man ist so
alt, wie man sich fühlt.
SCHÜTZE
23. NOVEMBER – 21. DEZEMBER
Mit den Wintertemperaturen können die
meisten Schützen besser umgehen als
mit der Sommerhitze. Von daher läuft es
bei gerade rund – und selbst bei trübem
Wetter und in stressigen Zeiten: Du trägst
die Sonne im Herzen.
STEINBOCK
22. DEZEMBER – 20. JANUAR
Das Umfeld der Steinböcke wird
momentan bemerken, dass Self-Awareness
und Egoismus nah beieinander
liegen. Grübel‘ nicht immer allein vor
dich hin, sondern teile und gebe. Es zahlt
sich auch für dich aus!
WASSERMANN
21. JANUAR – 19. FEBRUAR
Auch wenn es für die Wassermänner
privat wie im Job gerade richtig flutscht
– achte auf deine Energie. Ständig auf
der Überholspur tut dir nicht gut und ist
auf Dauer auch nicht sympathisch.
FISCHE
20. FEBRUAR – 20. MÄRZ
Jetzt ist die richtige Zeit, um Unausgesprochenes
endlich zu klären und damit
auch für dich das ungute Damoklesschwert
zu beseitigen. Mach den ersten
Schritt, die Sterne sind auf deiner Seite.
PINK PAGES 41
FRANKFURT
U
U
Große Eschenheimer Straße
S
AGT e.V.
Hauptwache
U
U
Eschenheimer Tor
Große Eschenheimer Straße
S
Stiftstraße
Bleichstraße
Eschenheimer Tor
Stephanstraße
Stiftstraße
Brönnerstraße
Töngesgasse
17
Berliner Straße
Hasengasse
Bleichstraße
Schäfergasse
5
Alte Gasse
Zeil
Große Friedberger Straße
Elefantengasse
Vilbeler Straße
Stephanstraße
Brönnerstraße
Töngesgasse
3
Berliner Straße
12
Konrad-Adenauer-Straße
U
Battonnstraße
Hasengasse
Kurt-Schumacher -Straße
21
Schäfergasse
S
Seilerstraße
Konstablerwache
Alte Gasse
Klingerstraße
20
Zeil
Große Friedberger Straße
16
Elefantengasse
Klapperfeldstraße
6
19
Friedberger
Anlage
Vilbeler Straße
Hauptwache 46
NA UND? 6
LESBEN-BARS
55
FRANKFURT
SZENE
BARS
BUMMELBAHN
Mörfelder Landstr. 167,
Mo-Do 15-0:30, Fr+Sa Open
End, So 15-23, urige Kneipe
mit Zugabteil-Ambiente
und queerer Leitung.
Wöchentlicher Queer-
Stammtisch
CENTRAL 9
Elefantengasse 11, (069)
292926, Di-Mi 20-1, Do
20-2, Fr+Sa 20-3, So 18-0
Uhr, Moderne, schlichte
Bar: blau und dunkel.
Junges, urbanes Publikum,
beliebt. Do: FLINTA*
& Friends
COMEBACK 1
Alte Gasse 33, tägl.
ab 17 Uhr, modernes,
gemütliches Ambiente,
regelmäßige Getränkespecials.
Geburtstags- und
Privatpartys mögl., Musikwünsche
EAST GRAPE
www.eastgrape.de
FACHANWALT
FÜR ERBRECHT
und Zertifizierter
MERIAN APOTHEKE
www.merian-apothekefrankfurt.de
TESTAMENTS-
VOLLSTRECKER
Dt. u. internationales Recht
Tel. 069-95518508
paulo.gaboleiro@icloud.com
www.gaboleiro.de
Louis-Appia-Passage 12,
(069) 17526232, Di-Do 15-24
Uhr, Fr+Sa bis 1 Uhr, moderne,
gesellige Weinbar im
Ostend: echt, ehrlich und
entschleunigt, 150 Weinsorten,
Snacks, Wine-Tasting-
Abende
LUCKY´S 3
www.luckys-frankfurt.com
Große Friedberger Str. 26
(Arabella Passage), (069)
284919, tägl. ab 15 Uhr, Di +
2.Sa Karaoke, Mi Longdrinktag,
Do Cocktail-special,
1.Sa Bearlounge
Klapperfeldstr. 16, täglich
ab 15 Uhr bis open end,
gemütliche Bar, nettes
Stammpublikum aller
Altersklassen, Raucherlokal
PINK 8
Alte Gasse 34, Mi 21-1,
Do-Sa 21-o.e., So-Di Ruhetage,
Szenebar im Herzen
des Bermudadreiecks mit
Gästen jeden Alters
SCHWEJK 5
www.schwejk-frankfurt.de
Schäfergasse 20, (069)
293166, Di-Do 16 – 1, Fr+Sa 16
– 3, So + Mo Ruhetag, wechselnde
Deko, buntes, kontaktfreudiges
Publikum jeden
Alters, Mi 20-22 Uhr After-
Work mit halben Preisen
TANGERINE 11
Elefantengasse 11, So – Do
ab 18 Uhr, Fr+Sa ab 16 Uhr,
gesellige, gemütliche Bar
mit gemischtem Publikum
TWIST
www.twist-frankfurt.de
Klappergasse 12, Mi-Sa
18, Vorfeiertage ab 20
Das neue TWIST hisst die
Regenbogenflagge im Alt-
Sachs-Kneipenviertel
SWITCHBOARD 7
www.switchboard-ffm.de
Alte Gasse 36, (069)
40586817, Di-Do 19-23,
Fr+Sa 19-1, So 14-18 Uhr.
Cafe der AHF, Treffpunkt
vieler Gruppen. Gelegentlich
Veranstaltungen.
Die Barleute arbeiten
ehrenamtlich! Wechselnde
Aktionen; So 14 Uhr
Cream-Team (nicht im
Sommer). 1.+3. Di 15-18 Uhr
Café Karussell für Schwule
ab 60.
LA GATA
Facebook: Club-La-Gata
Seehofstr. 3, (069) 614581, Mo,
Mi+Do ab 20 Uhr, Fr+Sa 21
– open end, So+Di geschlossen,
Ricky leitet Frankfurts
legendäre Lesben-Kneipe, in
der auch Schwule herzlich
willkommen sind
RESTAURANTS/CAFÉS
ESTRAGON
www.estragon-frankfurt.de
Jahnstr. 49, (069) 5978038,
Mo-Sa 17-24 Uhr, kreative,
französische Küche mit
mediterranem Einschlag,
stilvolles Ambiente.
GRÖSSENWAHN
www.cafe-groessenwahn.de
Lenaustr. 97, (069) 599356,
So-Do 16-2 Uhr, Fr+Sa 16-1
Uhr, Restaurant im Nordend
mit entspanntem Publikum
& familiärer Atmosphäre,
Reservierung empfohlen.
HUÉ
www.restaurant-hue.de
Schopenhauerstr. 5, (069)
432500, täglich 12-14:30
und 17:30-24 Uhr. Hervorragendes
vietnamesisches
und thailändisches Restaurant,
Sommergarten
MUTTER ERNST
www.mutter-ernst-ffm.de
Rahmhofstr. 2-4, (069)
15341610, Traditionslokal,
deftige, bodenständige,
frische Frankfurter Gerichte
und lokale Getränke
THAI ART
www.thaiart.de
Oeder Weg 61, (069)
90554820, tägl. ab 11:30 Uhr,
frische, aromatische und
leckere Thai-Küche
32
TAVERNE AMSTERDAM
Waidmannstr. 31, (069)
6313371, Di-Sa 13:30-23,
So 13:30-22 Uhr, schwules
Restaurant mit gutbürgerlicher
Küche, reichhaltiger
Auswahl und sep. Raucherraum.
Men only!
SAUNEN
GAYSAUNA AMSTERDAM
www.gaysaunaamsterdam.com
Waidmannstr. 31, (069)
6313371, Di-Sa 13:30-23 Uhr,
So 13:30-22 Uhr. Schwule
Sauna für Männer jeden
Alters mit Restaurant,
Whirlpool und Sommergarten.
Massagen: Di-Fr ab 16
Uhr, Sa+So ab 14 Uhr
METROPOL SAUNA 12
www.metropol-sauna.de
Konrad-Adenauer-Str. 15,
Zugang über Schwedenkronenplatz,
Nahe Konstablerwache,
(069) 17509115,
Tgl. 12-7 Uhr, am WE durchgehend.
Saunalandschaft
auf über 1000qm, Großer
Fitness- und Saunabereich,
Mietkabinen, tgl. Massage
(tel. Anmeldung), Wellness,
Raucherlounge.
SAUNAWERK
www.saunawerk.com
Eschersheimer Landstr. 88,
(069) 90500970, Mo-Do
12-3 Uhr, WE durchgehend
Fr 12-Mo 3 Uhr. Geräumige
moderne Sauna mit
Hamam, Tepidarium und
großem Wellnessangebot.
SEXSHOPS & -KINOS
JEROME
Elbestr. 17 (069) 253979
Cruising Kino, tgl. 13-19 Uhr,
Mi,Fr+So „Naked oder wie
du magst“, Happy-M-Tage:
Mo+Mi Tageskarte nur 10 Euro
40
DR. MÜLLER
45
3
Kaiserstr. 66, (069)253697,
Mo-Do 10-23 Uhr, Fr+Sa
10-24 Uhr, So 12-23 Uhr,
Fetisch-Wear, Toys, DVDs,
Magazine, Einzelkabinen
JOSEFINES SEXKINO
www.josefines-sexkino.de
Platz der Deutschen
Einheit 3, Offenbach, (069)
815895, Mo-Sa 8-24 Uhr, So
12-24 Uhr. Sexshop, Heteround
Gaykino auf über 250
qm. Darkroom mit Schaukel,
Lochkabinen uvm.
INSIDE HER 15
www.insideher.de
Vilbeler Str. 34, Mo-Sa 12-19
Uhr, Erotisches für Frauen
und Paare, sexy Wäsche,
Toys in Zusammenarbeit
mit „Yes We Cum“
YES, WE CUM
www.yeswecum.com
Auch erhältlich im Ladengeschäft
„Inside Her“
FETISCH
RUFF GEAR
www.ruffgear.de
Brückenstr. 36, (069)
20023940, Mo-Sa 12-19 Uhr,
Mr B Concept Store, Men’s
Lifestyle & Fetish-Store,
großes Angebot an
Fetisch-Bekleidung, Sportswear,
Rubber, Stiefel, Toys
und Accessoires
51
Konrad-Adenauer-Straße
U
Battonnstraße
Kurt-Schumacher -Straße
18
Konstab
S
RACTION – OFFENBACH
www.raction.de
Feldstr. 129, Offenbach,
Heiko Anders‘ Fetischmode
aus Latex, auch
Maßanfertigungen und
Leathergear, Laden mit
Schau-Werkstatt
BUSINESS
ÄRZTE/APOTHEKEN
INFEKTIOLOGIKUM
www.infektiologikum.de
Stresemannallee 3, (069)
69597230, überregionales
Zentrum für Infektionsmedizin,
Schwerpunkt
HIV & Aids
PRAXIS IM NORDEND
www.praxis-im-nordend.de
Oeder Weg 52–54, (069)
959296810, Allgemeinmedizin,
Innere Medizin,
Infektiologie
AHORN APOTHEKE
www.ahorn-apothekefrankfurt.de
Waldschulstr. 43a,
(069) 382486, Mo-Fr
8:30-13:30 + 14:30-18:30, Sa
8:30-13, Schwerpunkt HIV
und Aids
Berger Str. 48, (069)
435454, Mo-Fr 8:30-19:30
Uhr, Sa 8:30-16 Uhr
SÜD-APOTHEKE
www.suedapotheke-frankfurt.de
Stresemannallee 11, (069)
63 90 61, Mo-Fr 8-18:30, Sa
9-13, Schwerpunkt u.a. HIV
und Aids
42 PINK PAGES
BEAUTY
LIFTING FÜR MÄNNER
www.faltenlosmen-taunus.de
30 Jahre Erfahrung in
medizinischer Ästhetik,
Heilpraktiker Gerd Frerker
HAIRLICH BODY & HEALTH
www.hairlich-ffm.de
Wittelsbacherallee 91, (069)
45094809, Spezialisten für
Laser Haarentfernung –
Body Forming
SALON MARCO DUPRÉ
www.marcodupre.salon
Gutleutstr. 23, (069) 91315932
WEDO FRISEURE
www.wedo-friseure.de
Letzter Hasenpfad 2,
(069) 69718888
WELLNESS
MASSAGEPRAXIS RIBI
www.christoph-ribi-massage.de
Darmstädter Landstr. 85A,
(0173) 1452755, Sport-, Wellness-,
Fußreflexzonen- und
Hot Stone-Massagen
GAY AND YOGA
www.gayandyoga.com
Petterweilstr. 2, (0163)
2780681, Andreas Gummel
bietet Yoga für den schwulen
Mann
BESTATTUNGEN
KISTNER+SCHEIDLER
BESTATTUNGEN
www.kistner-scheidler.de
Hardenbergstr. 11, (069)
15340200, Zeit und Raum
zum Abschiednehmen
EINZELHANDEL
EP: FISCHER
www.ep-fischer.de
Textorstr. 27, (069) 610202,
Der Elektronikpartner für
Haushalts- und Elektrogeräte
LIEBESDIENSTE-LIFESTYLE
www.liebesdienstefrankfurt.de
Oeder Weg 59, (069) 50927433
Interior und Planung, Pflanzen,
Food, Wine und Beauty
Do+Fr 10-19, Sa 10-18, Mo-Mi
nach Vereinbarung
FINANZEN & RECHT
BAUER & KOLLEGEN
www.bauer-kollegen.de
Kaiserstr. 47, (069)
15392130, Straf-u. Zivilrecht,
Familienrecht, Arbeitsrecht,
Immobilienrecht, Verkehrsrecht
etc.
DIRK F. BAUMANN 16
www.mainanwalt.com
Zeil 29-31, (069) 90550460,
Lebenspartnerschaftsrecht,
Erbrecht, Arbeitsrecht,
Strafrecht
LAW UNIQ
Hochstr. 49, (069)
20973780, Arbeitsrecht,
öffentliches Dienstrecht,
Vereinsrecht.
PAULO GABOLEIRO
www.gaboleiro.de
Rossertstr. 9, (069)
95518508, Arbeits- und
Lebenspartnerschaftsrecht,
Ausländer-, Verkehrszivilrecht.
SCHMIDT IN DER WEYEN
www.sidw-srw.de
Körberstr. 15, (069)
95140170, Wirtschafts- und
Steuerberatung.
MODE
MEN LIMITED
www.men-limited.de
Oeder Weg 29, Mo-Fr 11-20,
Sa 11-18 Uhr, Mode, Sport,
Beauty, Düfte, Spirits, Kunst,
Bücher, Technik
SÜNDIGE MODE
www.suendige-mode.de
Töngesgasse 7, (069)
29992790, Di-Fr 12-18, Sa
11-17, Party-Mode für alle
Gender und Dresscodes;
sowie Goth, Burlesque,
Steam Punk, Dark. Spezialität:
Korsett-Anfertigungen.
KULTUR
CHÖRE
DONNACAPPELLA
www.donnacappella.de
Lesbischer Chor, (069) 554005
LIEDERLICHE LESBEN
www.liederliche-lesben-ffm.de
(069) 76752877, Lesbischer Chor
MAINSIRENEN
www.mainsirenen.de
Frankenallee 150, Schwuler
Chor mit über 30jähriger
Geschichte und tollen
Programmen. Chorprobe:
Dienstag 20 Uhr in der Friedensgemeinde
MAHNMALE
FRANKFURTER ENGEL 2
www.frankfurter-engel.de
maincheck_up
Testabend
Schäfergasse 27, Mahnmal
der Homosexuellenverfolgung
auf dem Klaus-Mann-Platz
VERLETZTE LIEBE 17
Bleichstraße, Aids-Memorial
von Tom Fecht auf dem
Peterskirchhof.
RADIO
RADIO SUB
www.radiosub.de
(069) 95678004, queere
Radiosendung auf Radio
X, Mo 20-22, Wdhlg: Di,
11-13, FM 91,8, Livestream
auf radiosub.de und in der
Mediathek radiox+7
RAT & TAT
HIV/STI
MAINCHECK 18
www.maincheck.de
Friedberger Anlage 24, (069)
4058680, Infos und Beratung
rund um die Themen
Sexualität, Identität und
Gesundheit, Mo+Do 9-16 Uhr,
Di+Mi 9-17 Uhr, Fr 9-14 Uhr
MAINCHECK_UP 18
www.maincheck.de
Friedberger Anlage 24, 2.
OG, Anonymes Testangebot
der AHF für HIV und STI (Hep
B+C, Syphilis, Chlamydien,
Tripper), Mo+Do 17-19h,
Terminbuchung über maincheck.de/termine
AHF AIDS-HILFE
FRANKFURT 18
www.ah-frankfurt.de
Friedberger Anlage 24,
(069) 4058680, Geschäftsstelle,
Betreutes Wohnen,
ChemSex-Gruppe, Queeres
Jugendwohnen, TRANS*ID,
Mo+Do 9-16 Uhr, Di+Mi 9-17
Uhr, Fr 9-14 Uhr, Anonyme
Telefonberatung: Mo-Fr
9-21 Uhr, Sa+So 12-14 Uhr
0180/33 19 41 1
CITYCHECK
www.citycheck-frankfurt.de
Schaumainkai 101-103 (4. OG,
links), (069) 13886925, PrEP-
Erstberatung, Folge-Termine,
STI-Checks. Projekt des
Infektiologikum Frankfurt
SCHWULE POSITIVEN-GRUPPE
Kontakt: posffm@yahoo.de
Offene Gruppe ohne Altersbeschränkung,
Treff: 4. Mi,
20 Uhr, Switchboard, Infound
Erfahrungsaustausch
BUDDYPROJEKT FÜR HIV-
POSITIVE
www.buddy.hiv
Begleitung bei HIV-Diagnose,
Info- und Erfahrungsaustausch
auf Augenhöhe
von Positiven für Positive.
AIDSBERATUNG
www.gesundheitsamt.
stadt-frankfurt.de
Breite Gasse 28, (069)
21243270, Aids- und STI-
Beratung und -Tests, tel.
Voranmeldung
AIDS-HILFE OFFENBACH
www.offenbach.aidshilfe.de
Waldstr. 43 (2. Etage), Offenbach,
(069) 883688, Tests,
Prävention, Beratung, Betreuung,
Sprechzeiten Mo-Fr
10-12:30, Di 16-10, MO+Do
13:30-16, Tests: DI 11-12 + 14-18
mit Tel.-Terminvereinbarung
BASIS
www.ah-frankfurt.de
Lenaustr. 38 HH, (069)
40586865, Tagestreff der
AIDS-Hilfe Frankfurt für
Menschen mit HIV und Aids,
verschiedene Angebote
HIV-CENTER/HAUS 68
www.hivcenter.de
Theodor-Stern-Kai 7, (069)
63017680, Forschungs- und
Behandlungszentrum für
HIV, neuer Standort im
Haus „Medizinische Klinik 2“.
ARBEIT & BERUF
VK FRANKFURT
www.vk-online.de
Verband schwuler Führungskräfte
GAYFARMER
www.gayfarmer.de
bundesweite Organisation
der Schwulen und Lesben
in grünen Berufen
nierung oder Gewalt gegen
LSBTIQ: Felicia Thomas
(069 75566-999), Alexander
Brandau (069 75566-777),
Christian Lüling (069 75566-
333), Sarah Harnisch
(069 75566-444), rainbow.
ppffm@polizei.hessen.de
GEWALTFREILEBEN
www.gewaltfreileben.org
Kasseler Str. 1A, (069) 43005233,
psychosoziale Beratung
für lesbische, schwule,
genderqueere und trans*-
Personen sowie Beratung
zu Gewalt in der Beziehung
SELBSTHILFE-KONTAKTSTELLE
www.selbsthilfe-frankfurt.net
Beratung und Information
zu Selbsthilfegruppen:
(069) 559444, Mo+Di 10-14
Uhr, Do 15-19 Uhr, service@
selbsthilfe-frankfurt.net
RAINBOW REFUGEES
www.ah-frankfurt.de
Beratungs- und Informationszentrum
für queere
Geflüchtete, Wielandstr. 10-12,
Kontakt über Knud Wechterstein:
(0179) 6033396
BERATUNGSSTELLE
LESBISCHE UND BISEXU-
ELLE MIGRANTINNEN UND
GEFLÜCHTETE
www.dib-nahal.de
c/o Deutsch-Iranische Beratungsstelle
für Frauen und
Mädchen e.V., Roßdorfer Str.
30, (069)772050, Di-Fr 9-12 Uhr
60 PLUS
Infotelefon und Beratung für
homosexuelle Männer ab
60, Di 14-16, (069) 295959
KISS
www.frankfurt-aidshilfe.de/
de/kiss
Taunusstr. 38, (069)
40586869, Kriseninterventionsstelle
für cis-männliche,
queere und trans Prostituierte,
Termine nach Vereinbarung,
offene Sprechstunde: Do 14-18
HYPNOQUEER – TONI K.
LIETZOW
www.hypnoqueer.de
montags und donnerstags
von 17:00 – 19:00 Uhr
mit Terminbuchung hier:
CHECKPOINT 19
www.checkpointfrankfurt.de
Zeil 5, Diagnose, psychosoziale
Beratung und
medizinische Betreuung zu
HIV und STIs für alle, 1.OG
im Gesundheitsamt, Mo
15-18, Do 14-18 (nicht an
Feiertagen), Kooperation
von Gesundheitsamt, AHF,
Stadt Frankfurt und dgnä.
REGENBOGEN RÖMER
Lesben und Schwule in der
Stadtverwaltung,
Treff: 1. Mittwoch im Monat,
17 Uhr, Naiv, Fahrgasse 4
BERATUNG
ANSPRECHPERSONEN
DER POLIZEI FRANKFURT
www.ppffm.polizei.hessen.de
Adickesallee 70, bei Diskrimi-
Bernardstr. 23 (Hinterhaus),
Offenbach; Praxis für
Paartherapie und Sexualberatung,
Hypnosecoaching
für Selbstzahler
TIM NIK
www.praxis-nik.de
Frankfurter Str. 39, Offenbach,
Privatpraxis für Psycho-
und Sexualtherapie
(nach Heilpraktikergesetz),
Psycho-, Sexual- und
JEROME
gay cinema
DVDs • sex shop
Elbestr. 17, Frankfurt
Tel: (069) 253979
täglich ab 13 Uhr
TÄGLICH CRUISING
13.00-19.00 Uhr (15€ Tageskarte)
Montags und Mittwochs nur 10€ Tageskarte
„Nackt! Oder komm wie du magst":
mittwochs, freitags und sonntags
maincheck
Zentrum für Sexualität, Identität und Gesundheit
PINK PAGES 43
Paartherapie für Privatversicherte
oder Selbstzahlende
COMMUNITY
CSD FRANKFURT E.V.
www.csd-frankfurt.de
c/o Uwe Koppens, Am Webergarten
4, Bad Vilbel, das
Orga-Team des CSD Frankfurt
GOLUBOY WAGON
www.gwev.org
Veranstaltungen und Stammtische
für die russischsprachige
queere Community
LSKH 20
www.lskh.de
Klingerstr. 6, (069) 2977296,
Lesbisch-schwules Kulturhaus.
Raum für Veranstaltungen,
Gruppen, Events,
Partys, Theater, Musik,
Spieleabende, Gespräche
TRANSMAIN 20
Klingerstr. 6, lockerer Treff für
Transmänner, Angehörige
und Interessierte am 1. Mi,
18:30 Uhr im LSKH, Kontakt:
transmain.ffm@gmail.com
ERMIS
www.ermis.de
Griechische Lesben u. Schwule
40 PLUS SCHWULES FORUM
www.gay40plus.de
Schwule Männer ab 40
CAFÉ KARUSSELL 7
www.schwule-seniorenfrankfurt.de/cafe-karussell
Alte Gasse 36, (069)
13387930, Offener Treff für
Schwule ab 60, 1.+3. Di 15-18
Uhr im Switchboard.
Roßdorfer Str. 24, (069)
4960848, Vernetzung von
musikmachenden Frauen
FRAUENVEREIN FÜR
SELBSTVERTEIDIGUNG
www.wendo.de
Baumweg 10, (069) 7411419,
Selbstbehauptungs- und
-verteidungskurse
LIBS 10
www.libs-ffm.de
Alte Gasse 38, (069)
282883, Lesben Informations-
und Beratungsstelle,
mehrere Gruppen für Lesben
verschiedenen Alters,
Büro: Mo-Do 10-16 Uhr
LLL - LESBENARCHIV 20
www.lll-frankfurt.de
Klingerstr. 6, (069) 293044,
Lebendiges Lesben Leben
im LSKH (2. OG), Mo 16-19,
Di 11-13, Mi 17-20 Lesbische
Literatur und Filme in entspannter
Atmosphäre. So
ab 16 Uhr Frauentreffpunkt
LesCafé (Spiele, Infos,
Gespräche)
NAHAL
www.dib-nahal.de
Roßdorfer Str. 30, (069)
772050, für frauenliebende
Migrantinnen und Geflüchtete,
4.So, 16-19 Uhr
WIRTSCHAFTSWEIBER
www.wirtschaftsweiber.de
Netzwerk lesbischer Fachund
Führungskräfte
JUGEND & FAMILIE
ILSE HESSEN
www.ilse.lsvd.de
(069) 94549616, Initiative
lesbischer & schwuler Eltern
Gethsemane-Gemeinde.
YACHAD
Treff für jüdische Lesben
und Schwule, Infos: Yachad-
Frankfurt bei Facebook oder
joan-aaron@gmx.de
SPORT
FVV
www.fvv.org
Gartenstr. 145, (069) 21995890,
Schwuler Sportverein mit gut
30 Sportarten im Angebot
ARTEMIS
www.artemis-sport.de
Schloßstr. 94, FrauenLesben-Sportverein
mit vielen
Sportarten
GOC GAY OUTDOOR CLUB
gocrheinmain.jimdofree.com
Schwule Wander- und Freizeitgruppe.
REGENBOGENADLER
www.regenbogenadler.de
Lesbisch-schwuler Eintracht
Frankfurt Fußball-Fanclub
VOLLESROHR E.V. 7
www.vollesrohr.de
Alte Gasse 36, (0173) 3225108,
Freundeskreis schwuler
Motorradfahrer. 1. Di, 20h,
Switchboard. Touren und
Trainings siehe Homepage
POLITIK
AG QUEER
www.gruene-frankfurt.de
LGBTIQ*-Arbeitsgruppe des
Kreisverbands der Frankfurter
Grünen, Kontakt: kreisverband@gruene-frankfurt.de
B + T Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Rechts- und Steuerberatung
Arbeitsrecht – Steuerrecht – Familienrecht
Lebenspartnerschaftsrecht
Kaiserstr. 47
60329 Frankfurt am Main
info@bsteuerberatung.de
Termine nach Vereinbarung
Mühlbach 1
35745 Herborn
02772 92070
vormals Rechtsanwälte Bauer & Kollegen
BEWUSST? UNBEWUSST?
UNTERBEWUSST!
paar . sex . hypnose
hypnoqueer.de
ROSA PATEN
www.ah-frankfurt.de
Friedberger Anlage 24,
(069) 40586835, Ehrenamtlicher
Besuchsdienst
der AIDS-Hilfe Frankfurt für
ältere Homosexuelle
QUB – QUEER &
BEHINDERT 20
www.qub-frankfurt.de
Klingerstr. 6, Gesprächsgruppe
für Lesben, Bisexuelle
und Trans* mit Behinderung,
Treff: 3. So, 13:30 Uhr, LSKH
FRAUEN
AFLR
www.aflr.de
Mertonstr. 26-28, (069)
79823095, Autonomes
FrauenLesben Referat. Do
18-20, im Frauenraum des
StudentInnenhauses
ARTEMIS
www.artemis-sport.de
FrauenLesben-Sportverein.
Mehr Infos unter SPORT
BROKEN RAINBOW
www.broken-rainbow.de
Kasseler Str. 1a, (069)
70794300, Lesbische Anti-
Gewalt-Arbeit, Opferberatung,
Selbsthilfegruppen,
Vernetzung und Politik.
FRAUEN IN BEWEGUNG
www.fraueninbewegung.com
Baumweg 8 HH, (069) 4950710,
Selbstverteidigung und
Gewaltprävention von Frauen
für Frauen und Mädchen.
FRAUEN MUSIK BÜRO/
MELODIVA
www.melodiva.de
KUSS41 21
www.kuss41.de
Kurt-Schumacher-Str. 41,
(069) 29723656, Queeres
Jugendzentrum. Café (Di
18-22 Uhr, Fr 17-22 Uhr) und
Beratung für queere Jugendliche
bis 27. Ansprechpersonen:
Oliver König + Alisa
Halfen, Trägerverein: AHF
SCHWULE VÄTER 7
www.schwule-vaeterfrankfurt.de
Alte Gasse 36, (0170)
2171610, Treff 1.+3. Fr,
20 Uhr imSwitchboard
SCHLAU FRANKFURT 18
www.schlau-hessen.de
c/o AHF, Friedberger
Anlage 24, Bildungs- u.
Antidiskriminierungsprojekt
zu geschlechtlichen Identitäten
und sexuellen Orientierungen
für Schulklassen
KIRCHE & GLAUBE
HUK FRANKFURT
www.huk.org
Frankenallee 150, (069)
5974376, Homosexuelle
und Kirche, Treff: 1. + 3. So 16
in der Friedensgemeinde
PROJEKT: SCHWUL UND
KATHOLISCH
www.psk-ffm.de
Rebstöcker Str. 70,
Gottesdienst: 1. So 18:30 Uhr
in der Pfarrkirche Maria Hilf
PROJEKTGEMEINDE
www.projektgemeindefrankfurt.de
Eckenheimer Landstr.
90, Gottesdienste: 1.+3.
Sa, 18h / Zwischenraum-
Hauskreis: 4.Sa, 18h,
LSU HESSEN
www.lsuhessen.de
Frankfurter Str. 6, Wiesbaden,
Lesben und Schwule in der
Union, Kontakt: Landesvorsitzender.
Hessen@lsu-online.de
LISL HESSEN
www.lisl-hessen.de
Liberale Schwule, Lesben,
Bi, Trans und Queer (FDP),
Landesverband Hessen
DIE LINKE.QUEER HESSEN
www.die-linke-hessen.de/
lagqueer3
Große Seestr. 29, LAG der
Schwulen, Lesben, Trans-,
Bi- und Intersexuellen in
der Linken Hessen. Treff
3. Di 19:30 im Switchboard.
SPD QUEER
www.spdqueer.spd.de
Hessen-Süd: (069)
299888140, Hessen-Nord:
Hessen-Nord@schwusos.
de, Arbeitsgemeinschaft
für Akzeptanz und Vielfalt
LSVD HESSEN
www.hessen.lsvd.de
(069) 94549616, Lesbenund
Schwulenverband
STUDENTEN/UNI
FRANKFURTER SCHWULE
www.fs-gu.de
Mertonstr. 26 – 28, Studierendenhaus
Raum B102,
autonomes queerfeministisches
Schwulenreferat
VORLIEBEN & FETISCH
FLC – DER FETISCHCLUB
IM RHEIN-MAIN GEBIET 3
www-flc-frankfurt.de
Treff: 1. Mi, 20-22 im Lucky‘s
Inhaber Lucas Nikodym
Waldschulstraße 43a
65933 Frankfurt-Griesheim
(069) 38 24 86
(069) 38 03 00 03
ahornapotheke@gmx.de
Mo-Fr 8:30 - 13:30
14:30 - 18:30
Sa 8:30 - 13:00
www.ahorn-apotheke-frankfurt.de
Parkring
44 PINK PAGES
MANNHEIM
F7
E7
D7
WIESBADEN
SZENE
BARS
Luisenring
G7
H7
C7
B7
BADHAUS.BAR
www.facebook.com/
christian.badhaus
Häfnergasse 3, Szene-Bar,
Di-Do 20-2, Fr+Sa 20-3
NARRENKÄFIG
www.facebook.com/
narrenkaefig
Adolfsallee 44, tägl. ab 16
Uhr, gute Laune mit Bernd
TREND
www.trend-wi.de
Am Römertor 7, (0611)
373040, Bistro-Bar für Gays,
Lesbians und aufgeschlossene
Leute, Mo-Sa ab 16 Uhr
BUSINESS
SEXSHOPS & -KINOS
EROTIKSHOP ADAM + EVA
www.sex-sinne.de
Rheinstr. 27, (0611) 5806766,
Mo-Sa 10-22. Erotikshop mit
Kino und Darkroom
RAT & TAT
HIV/STI
I7
1
A5
AIDS-HILFE WIESBADEN
www.aidshilfe-wiesbaden.de
Karl-Glässing-Str. 5, (0611)
302436, Beratung: (0611)
19411, Mo+Di, Do+Fr 10-14, Prävention,
HIV-Testangebote,
Rechtsberatung, Coming-
Out, TransAlive, Frauen,
Betreutes Wohnen, Rosa
Paten, Rainbow Refugees
COMMUNITY
E6
K6
QUEERES ZENTRUM
WIESBADEN
qzwi.de
7
Bornhofenweg 7a, Beratung,
Workshopräume,
allg. Öffnungszeiten: Mo+Fr
12-18 Uhr
WARMES WIESBADEN
www.warmeswiesbaden.de
E4
E3
Stammtische, Jugendund
Beratungsangebote,
„Let’s go queer“-Party,
CSD Wiesbaden uvm.
LSBT*IQ-KOORDINIE-
RUNGSSTELLE
www.wiesbaden.de
Schlossplatz 6, (0611) 314048,
Schnittstelle zwischen Politik,
Stadtverwaltung und
Community. Beratung und
Akzeptanzförderung von
LSBT*IQ im Wiesbadener
Rathaus, Mo-Do 9:30-16:30,
Termine nach Vereinbarung.
BERATUNG
DIE BUNTE NUMMER
(0611) 309211, Beratung bei
Fragen zum Coming-Out;
jeden Di+Do 19-21 Uhr
JUGEND & FAMILIE
BIRDS OF PRIDE
www.warmeswiesbaden.
de/jugendgruppe
Offene Treffen für LSBT*IQ-
Jugendliche im Alter von 14
bis 27 Jahren jeden zweiten
Do von 18-20 Uhr, Jungbrunnen
- Haus der Jugendorganisationen,
Saalgasse 11.
POLITIK
REFERAT FÜR GLEICHGE-
SCHLECHTLICHE LEBENS-
WEISEN
www.hsm.hessen.de
Hessisches Ministerium für
Soziales und Integration,
Dostojewskistraße 4,
(0611) 817-0
LSU WIESBADEN
www.lsuhessen.de
Kreisverband der Lesben
und Schwulen in der Union,
Kontakt über stefan-loewer@lsu-online.de
MAINZ
SZENE
BARS
NECKAR
E2
K1
I1
H1
G1
F1
E1
D1
C1
B1
A1
Kurpfalzstraße
U1
T1
S1
5
Q1
P1
O1
N1
M1
L1
CHAPEAU
www.chapeau-mainz.de
Kleine Langgasse 4, (06131)
223111, tgl. 18 Uhr-open end,
Stimmung bis tief in die
11
P2
3
P3
Nacht. Fr + Sa Schnäpschenabend.
Raucherkneipe
SEXSHOPS & -KINOS
CRAZY VIDEO SHOW
Dominikanerstr. 5, (06131)
214750, Mo-Sa 9-23,
So 13-23. Gay-Erlebniskino,
8 Programme.
FUNTOY
www.funtoy.de
Frauenlobstr. 14a, (06131)
3276883, Mo-Sa 10-22 Uhr,
Erotikshop, Kino/Gloryhole
RAT & TAT
HIV/STI
2
P4
AIDSBERATUNG
LANDKREIS MZ-BINGEN
Große Langgasse 29,
(06131) 693334258, Beratung,
Aufklärung, kostenloser
HIV-Test.
AIDS-HILFE MZ
www.aidshilfemainz.de
Mönchstr. 17, (06131) 222275,
Tel. Beratung Mo 12-17,
Di-Do 10-17 und Fr 10-15.
Außerdem betreutes Wohnen
und Präventionsarbeit
COMMUNITY
BAR JEDER SICHT
www.sichtbar-mainz.de
Hintere Bleiche 29,
(06131) 5540165, Di-Sa
18-o.e., So 16-22.Kulturzentrum,
anonyme Beratung
nach tel. Vereinbarung
(0174) 4985286 oder per
Mail beratung@sichtbarmainz.de,
Gruppentreff und
Kneipe
DASDIEDER
Initiative für Geschlechtervielfalt,
Treff: 3.Fr, 19:30 Uhr
in der Bar jeder Sicht, Kontakt:
DasDieDer@gmx.de
50 PLUS
www.sichtbar-mainz.de
Cahn-Garnier-Ufer
Friedrichsring
P5
Bismarckstraße
P6
Planken
9
Kunststraße
Hintere Bleiche 29, schwule
Männer und lesbische
Frauen ab 50, Treffen in
der Bar jeder Sicht, Termine
online
Collinistraße
6
P7
MAINZ TS
Selbsthilfegruppe für transidente
Menschen, Stammtisch:
4. So, 19 Uhr, Bar
Jeder Sicht, Kontakt über
info@sichtbar-mainz.de.
MEENZELMÄNNER
www.meenzelmaenner.de
Heinrich-Wothe-Str. 2,
(0171) 6840826, Schwul-lesbischer
Mainz-05-Fanclub
SCHWUGUNTIA
www.schwuguntia.de
PF 3643, Verein für Vielfalt
und Akzeptanz in Mainz,
Veranstalter der Sommerschwüle,
Tanzkurse, Wanderungen,
Treff: 1.Di, 19:30
Uhr in der Bar jeder Sicht
FRAUEN
4
Hebelstraße
10
ALLEFRAUENREFERAT
frauenreferat-mainz.de
Jacob-Welder-Weg 18,
(06131) 3924713, Plenum: Mo
18:30. Ausleihe Mo, Mi, Do
12-16h, Di 12-19h. 6.000 Bücher
und Zeitschriften, großer
Bestand an Lesbenliteratur
FRAUENZENTRUM
www.frauenzentrummainz.de
Kaiserstr. 59 – 61, (06131)
221263, Feministisches Zentrum,
Beratung, Frauennotruf.
Frauencafé Mi 18-23h.
Do 19h Junglesbengruppe,
20h Lesbengruppe. Lesbische
Mütter: 1. Sa 14 Uhr.
NKAL
www.netzwerkkatholischer-lesben.de
PF 2844, Netzwerk
katholischer Lesben
JUGEND & FAMILIE
ILSE MAINZ/WIESBADEN
www.ilse.lsvd.de
Initiative Regenbogenfamilien,
Austausch und
Vernetzung über ilse.
mainz-wiesbaden@lsvd.de
J.I.M.
www.facebook.com/
Jung.in.Mainz
Goethestraße
Kaiserring
Reichs
Jugend in Mainz, Treff in
der Bar jeder Sicht, J.i.Minis
bis 18 Jahre: Mo 18-19:30h,
J.I.M. 18-25 Jahre: 2.+4.
Di 19h, K.I.M. ab 25 Jahre
1.Di 19h
ELTERNGRUPPE
Treff für Eltern von homo-,
bi- und transsexuellen Kindern
in der Bar jeder Sicht,
in ungeraden Monaten am
3.Di 19:30 Uhr
KULTUR
Friedrichsplatz
DIE UFERLOSEN
www.uferlose.de
(06131) 235671, Schwullesbischer
Chor.
STUDENTEN/UNI
SCHWULENREFERAT MZ
schwulenreferat-mainz.de
Staudinger Weg 21,
(06131) 3926851, Treff und
Beratung: Mi 18 Uhr
MANNHEIM
SZENE
BARS/CAFÉS
BAR2 6
www.facebook.com/
bar2mannheim
Seckenheimer Straße
T6 19, (0621) 3974270,
Mo-Do 17-0, Fr 17-3,
Sa 18-3, So 14-23, stylishe
Szene-Bar, Kaffee,
Cocktails, gute Drinks,
Nichtraucher
Schwetzinger Straße
kanzler-Müller-Straße
CAFÉ KLATSCH 4
www.instagram.com/
klatschmannheim
Hebelstr. 3, (0621)76049737,
Mo-Do 18-1 Uhr, Fr 18-
mind.1 Uhr, Sa+So 16-mind.1
Uhr, gemütliches Theater-
Café und legendäre
Party-Location, Live-Events,
Sonntags Kaffeeklatsch
CAFÉ SOLO 3
Instagram: solo_mannheim,
Facebook: Café Solo
Mannheim
Di-Do 18-1, Fr+Sa+Vorfeiertag
18-3, So+Mo geschlossen
Vorfeiertage 18-4,
queere Café Bar mit
hübscher, auch im Winter
geöffneter Terrasse mit
Neckarblick, Communitytreff,
Veranstaltungen
MIXED CLUB ACTION 2
www.club-action-disco.de
U5, 13, (0621) 153435, So-Do
22-5 Uhr, Fr+Sa 22-12 Uhr.
tgl. mixed Music mit wechselnden
DJs, am Wochenende
After Hour.
FETISCH-BARS
JAILS
www.jails-mannheim.de
Angelstr. 33, (0621),
8544146, Bar- und Cruising-Area
im MS Connexion-Komplex,
wechselnde
Fetisch-Partys, Do+So ab 17
Uhr, Fr+Sa ab 20 Uhr
SAUNEN
Bassermannstraße
Kolpingstraße
ATLANTIS SAUNA
www.atlantis-sauna.de
Wöllnerstr. 10, Ludwigshafen,
(0621) 54590137, Di-Do
15-24 Uhr, Fr 15-1 Uhr, Sa-So
13-1 Uhr. Gay-Sauna-Park
mit Schwimmbad u. Garten.
Do+Fr FKK-Tag, Sa Partnertag,
2.+4. So Bärensauna
GALILEO CITY SAUNA 10
www.galileo-sauna.com
O7, 20, (0621) 1786409,
Mo-Do 15-23, Fr 15 durchgehend
bis So 23 Uhr,
Spezialtarif für Youngsters
(U26). Nachtsauna am
WE. Massagen: Mo, Mi, Do
16-21 Uhr
SEXSHOPS & -KINOS
CRUISING POINT
www.cruisingpointmannheim.de
Mittelstr. 15, (0621) 36407,
Mo-Fr 12-24, Sa 12-3, So
15-24. Sexshop, Videoverleih,
Kino und Kabinen.
Kostenloser Kino-Eintritt für
alle unter 25.
BUSINESS
ÄRZTE
ANDREA LANG 9
www.lang-praxis.de
O6,9, (0621) 436 557 21,
Systemische Therapie und
Beratung, Sexualtherapie
für Einzelne und Paare,
langjährige Erfahrung im
LSBTIQ*-Bereich
MARTIN STURM
www.psychotherapiepraxis-mannheim.de
Friedrich-Ebert-Str. 49,
(0163) 8840328
Gesprächspsychotherapie
nach Carl Rogers, Holotropes
Atmen nach Grof.
BÜCHER
FRAUENBUCHLADEN
XANTHIPPE 11
www.frauenbuchladenxanthippe.de
T3, 4, (0621) 21633, Große
Auswahl lesbischer Bücher,
auch Versand
FINANZEN & RECHT
HOLGER WEBER
www.finanzweber.online
Gustav-Seitz- Str. 4,
(0172) 7334444, holger@
finanzweber.de, unabhängiger
Finanzmakler, Kapitalanlagen,
Finanzierungen,
Versicherungen
RECHTSANWALT
JÜRGEN E. WOLF
www.anwalt-mannheim.de
Deutsche Gasse 20, (0621)
7773670, Fachanwalt für
Arbeits- und Familienrecht
RAT & TAT
HIV/STI
KOSI.MA
www.kosima-mannheim.de
Max-Joseph-Str. 1, (0621)
33939478, Beratung
zu sexuell übertragbaren
Infektionen,
Schnelltest kostenlos
und anonym, Gruppe
HIV+NewGeneration, Präventionsteam
AIDSBERATUNG IM
GESUNDHEITSAMT 5
R1, 12, (0621) 2932249, Di
8-12h, Do 14-18h, HIV-, Hepatitis-
und Syphilis-Tests
anonym und kostenlos
AIDSBERATUNG,
GESUNDHEITSAMT HD
Kurfürstenanlage 38-40,
Heidelberg, (06221)
5221820, Beratung zu Aids
und sexuell übertragbaren
Infektionen, HIV-Test
kostenlos und anonym
PINK PAGES 45
AIDSHILFE AK LU
www.checkpointludwigshafen.com
Oberstr. 16, Ludwigshafen,
(0621) 68567521, Anonyme
Beratung unter (0621)
68567514.
AIDSHILFE HD
www.aidshilfe-heidelberg.de
Rohrbacher Str. 22,
Heidelberg, (06221) 19411,
Telefonberatung: Mo 10-14
Uhr, Di 14-16 Uhr, Mi 16-18
Uhr, Checkpoint: Anmeldung
über Aids-Beratung
Gesundheitsamt HD
ARBEIT & BERUF
VK RHEIN-NECKAR
www.vk-online.de
Mannheimer Regionalgruppe
des Netzwerks für
schwule Führungskräfte und
Selbstständige, Stammtisch-Info
siehe Website
BERATUNG
PLUS BERATUNG
www.plus-mannheim.de
Max-Joseph-Str. 1, (0621)
3362110, Psychologische
Beratung für LSBTIQ*
COMMUNITY
QZM 1
qzm-rn.de
G7 14, (0621) 15677628, das
Queere Zentrum Mannheim,
Veranstaltungen,
Gruppentreffen und Communityaktionen,
offenes
Café Do-Sa 18-23 Uhr
GUT SO 1
jugend.plus-mannheim.de
G7 41, (1. OG im QZM) (0621)
15697547, Der queere
Jugendtreff von PLUS für
Menschen bis 27 Jahren
(ausgewählte Angebote
bis 30), Mo-Fr 16-20 Uhr,
Veranstaltungen an ausgesuchten
Wochenenden
CSD RHEIN NECKAR E.V.
www.csdrn.de
Poststr. 15
GAY & GREY
Gruppe für alle jung
gebliebenen Männer ab
50 in der Metropolregion
Mannheim/Ludwigshafen/
Heidelberg. Kino-, Theater-,
Konzert- und Ausstellungsbesuche,
Ausflüge
und Gespräche. Treffs: 1.Mi
Stammtisch in einem Lokal
in MA, 2.So Kaffeekränzel
im QZM, 3.Mi Senioren Treff
Mitte, Kontakt über gay.
and.grey@web.de
QUEER SPACE HD
hd-queer.space
Am Karlstor 1, das Queerzentrum
Heidelberg. Café, Gruppentreff,
Veranstaltungen
ROSA KEHLCHEN
www.rosakehlchen.de
Gartenstraße 8, schwuler
Chor Heidelberg-Mannheim,
Probe: Mo 19:45, Kulturhaus
Mannheim-Käfertal
FRAUEN
LESBENRING
www.lesbenring.de
Postfach 11 02 14, Heidelberg,
(0441) 2097137,
Dachverband für lesbische
Frauen, Lesbengruppen
und Organisationen.
JUGEND & FAMILIE
ILSE RHEIN-NECKAR
ilserheinneckar.wordpress.com
Initiative lesbisch-schwuler
Eltern
KIRCHE & GLAUBE
HUK KURPFALZ
www.huk.org
Homosexuelle und Kirche,
Regionalgruppe Kurpfalz
SPORT
MVD
www.mvd-mannheim.de
Asian Sports, Badminton,
Fitness, Fußball, Schwimmen,
Volleyball Sportliche
für Menschen der LSBTT*IQ-
Community in der Rhein-
Neckar Region
STUDENTEN/UNI
QUEER IM SCHLOSS
www.queerimschloss.
uni-mannheim.de
L9, 7, (0621) 1813380, Schwu-
LesBische und transidente
AStA-Gruppe
DARMSTADT
BUSINESS
BEAUTY
HAIRLOUNGE BY EDDY
Bismarckstr. 21, Lengfeld,
(06162) 72339
BÜCHER
LESEZEICHEN
lesezeichen-darmstadt.de
Liebfrauenstr. 69
SZENE
BARS
COMMUNITY
QUEERES ZENTRUM
www.vielbunt.org/queereszentrum-darmstadt
In der Oetinger Villa, Kranichsteiner
Str. 81, zwangloses
Beisammensein
für queere Jugendliche
von 14 bis 27 Jahren, Di,
Do+Fr 16-20 Uhr, Kontakt:
jugend@vielbunt.org
VIELBUNT
www.vielbunt.org
Kranichsteiner Str. 81,
Queeres Zentrum Darmstadt,
Veranstalter des
CSD, der Party „Schrill &
Laut“, Jugend- und Beratungs-angebote
u.v.m.
FRAUEN
FRAUENKULTUR-ZENTRUM
www.frauenkulturzentrumdarmstadt.de
Emilstr. 10 in der Kyritzschule,
(06151) 714952, 2.
So 10:30-13 Uhr Frauenfrühstück;
letzter Sa 21 Uhr
Frauendisco „tanzbar“
KIRCHE & GLAUBE
HUK DARMSTADT
www.huk.org
Homosexuelle und Kirche
Regionalgruppe Darmstadt,
Treff: Das Offene
Haus, Rheinstr. 31
STUTTGART
SZENE
BARS/CAFÉS
APOTHEKE
Haußmannstr. 1, Mi-Fr
16-22, Sa 14-22, So 14-18
Uhr, Mi: Kessler Mittwoch,
Bar-Bistro-Café, gemütliche
Nichtraucherbar mit
Außenterrasse, auch exklusiv
buchbar
BERNSTEIN
www.bernstein-stuttgart.com
Pfarrstr. 7, Di-So 16-1
GOLDENER HEINRICH
Leonhardtstr. 3, (0711)
66474733, tägl. 12-1
Schillerstr. 23, Fr+Sa ab 22Uhr
Club-Bar, opulenter Community-Hang-out
mit Dancefloor
und Außenterrasse.
UTOPIA KIOSK
www.utopiakiosk.de
Lazarettstr. 5, Do+Fr 17-1, Sa
14-1, queerer Raum des „Projekt
100% MENSCH“ für Kunst
und Kultur, mit Gastronomie,
zum Treffen, Netzwerken, Kaffeetrinken
und Austausch.
FETISCH-BARS
EAGLE
www.eagle-stuttgart.com
Mozartstr. 51, (0711) 6406183,
Di-Do 20-1, Fr+Sa 21-2,
Fetischbar, Clublokal des
LC Stuttgart
CLUB2B
www.club2B-stuttgart.de
Marienstr. 38c, Cruisingbar
K29
www.gaykeller.de
Blumenstr. 29, (0711) 2333323
COMMUNITY
TANZSCHULE JOYDANCE
tanzschule-joydance.de
Schwieberdinger Str. 56,
(0711) 84964613, Tanzschule
für Paartanz, Basic- und
Fortgeschrittenenkurse,
LSBTIQ*-, Hochzeits- und
Event-Tanzkurse, regelmäßige
Tanz-Partys.
SAUNEN
SAUNA CLUB POUR LUI
www.pour-lui.de
Schmidener Str. 51, (0711)
9005391, So-Mi 10-22, Do
12-22, Fr+Sa 12-0:30, 2.Mo
Masked/Naked-Party (18-
22), Gaysauna, klimatisiert,
Analdusche
FKK DAY
JEDEN DIENSTAG
VIVA SAUNA
www.vivasauna.de
Charlottenstr. 38, (0711)
2368462, So-Do 14-24,
Fr+Sa 14-2, Gaysauna
SEXSHOPS & -KINOS
BLUEBOX
www.blueboxstuttgart.de
Steinstr. 15, (0711) 4704841,
Mo-Do 9-24, Fr+Sa 9-4, So
14-24. Gay- und Heterokino
auf zwei Ebenen, mit Cruising
Area, Darkroom und
Glory Hole
CRAZY VIDEO SHOW
Rotebühlplatz 1, (0711)
3514200, Mo-Do 9-24, Fr+Sa
9-1, So 11-24. Moderne Videokabinen,
Kino, Gayzone,
Cruising Area
NEW MAN
Alte Poststr. 2, (0711) 295561,
Gay-Kino und Shop im
Tiefgeschoss bei Dr. Müller
MAX-EROTIC-STORE
www.max-erotic-store.com
Waiblinger Str. 7, (0711)
5094400, Mo-Fr 10-21, Sa
10-20, Video Lounge, Samstag
Gay-Day
RAT & TAT
HIV/STI
AIDS-HILFE STUTTGART
www.aidshilfe-stuttgart.de
Johannesstr. 19, (0711)
22469-0, umfangreiches
Beratungs- und Hilfeangebot,
Mo-Fr 10-12 und
Mo-Do 14–17 Uhr
POLITIK
LADS
www.antidiskriminierungsstelle-bw.de,
www.
lads-bw.de
Antidiskriminierungsstelle
Baden-Württemberg im
Ministerium für Soziales und
Integration, Else-Josenhans-Str.
6, (0711) 123-3990,
beratung@lads-bw.de
SPORT
ABSEITZ
www.abseitz.de
Weißenburgstr. 28a, (0162)
9567235, viele Sportarten
ZENTREN
ZENTRUM WEISSENBURG
www.zentrum-weissenburg.de
Weißenburgstr. 28a, (0162)
9567235, Mo-Mi+Fr 19-22,
Do 17-22, So 15-22. Stuttgarts
schwules Zentrum
BUSINESS
BÜCHER
ERLKÖNIG
www.buchladen-erlkoenig.de
Nesenbachstr. 52, (0711)
639139, lesbisch-schwuler
Buchladen. Mo-Fr 10-19,
Sa 10-18
Nächster
Erscheinungstermin
27.11.2025
Anzeigenschluss
4.11.2025
LSBTI-BEAUFTRAGUNG 7
www.mannheim.de/lsbti
Rathaus E5, (0621) 293-
2004 und 293-2003, städt.
Stelle für LSBTI-Themen,
Ansprechpartner*innen:
Mar-gret Göth, Sören
Landmann
3KLANG
www.3klang-bar.de
Riegerplatz 3, (06151)
6698847, Mo 18-24, Di-Sa
10-1, So 10-24. Szene-Bar,
bunt gemischtes Publikum.
Tgl. Frühstück bis 15 Uhr.
So 10-15 Frühstücksbüffet
(Reservierung erbeten).
JAKOBSTUBE
www.jakobstube.de
Jakobstr. 6, (0711) 2238995,
Tgl. 18-6 Uhr
MONROES
www.cafe-monroes.de
OFFENES NETZWERK LSBTTIQ
www.schlimm-online.de
Überparteiliche Plattform
von Vertreter*innen der
LSBTTIQ-Community Mannheim
(ehemals SchLIMm)
KOORDINATIONSSTELLE
LSBTIQ+ HD
www.heidelberg.de/lsbtiq
c/o Amt für Chancengleichheit,
Eppelheimer
Str. 13, Heidelberg, (06221)
58-15225, städtische Stelle
zur Stärkung von Akzeptanz
und gleichen Rechten
von LSBTIQ* in Heidelberg,
Kontakt: Marius Emmerich
lsbtiq@heidelberg.de
KULTUR
RADIO
GANZ SCHÖN QUEER
www.radiodarmstadt.de
(06151) 87000, Schwullesbisches
Radiomagazin,
1.Mo 19-21 Uhr auf Radio
Darmstadt: UKW 103,4 und
DAB+
RAT & TAT
HIV/STI
AIDSHILFE DARMSTADT E.V.
Elisabethenstr. 45, (06151)
28073, Beratung: Mo, Di,
Do 9-17 Uhr, Mi 13-17 Uhr, Fr
9-15 Uhr
Schulstr. 3, (0711) 2262770,
romantisches Ambiente
und schöne Terrasse
REBOOTS
www.facebook.com/
rebootsstuttgart
Bopserstr. 9, Di 19-24, Mi+Do
19-0:30, Fr+Sa 19-3, So
18-24, Mo Ruhetag, gemütliche
Bar im Westernstil
RUBENS HOME
www.rubens-home.de
Geißstr. 13, (0711) 5532305,
Di-Do 16-1, Fr 16-3, Sa 14-3
STUDIO GAGA
studiogaga-stuttgart.de
Buchen Sie Ihre
Anzeige unter
sabine.lux@
blumediengruppe.de
46 Kultur
FOTO: ERNST STARTMANN
KONZERT
„Schwuler Mann,
was nun?“
Chorleiter
Luzian Lange
FOTO: MAINSIRENEN
Mit einem neuen Programm meldet sich der schwule Chor „Die Mainsirenen“ im November zurück – und greift ein heißes
Eisen auf: Diskriminierung in der queeren Community. „Aggressionen gegen Schwule nehmen zu, kommen heute aber
nicht nur – wie immer schon – von der rechten Seite und von religiösen Fanatikern, sondern auch aus dem Inneren unserer
queeren Bewegung, wo manche aus LGBTQ+ den Buchstaben G am liebsten ganz entfernen möchten“, heißt es in der
Ankündigung. Wir haben vorab mit Chorleiter Luzian Lange gesprochen. *bjö
Luzian, haben die Mainsirenen wirklich
das Gefühl, als schwule Männer aus
dem LSBTIQ*-Kanon ausgeschlossen zu
werden?
In dieser Zuspitzung stimmt das natürlich
nicht. Wenn es um Vorurteile geht und
um das einander Ausschließen, dann
müssen sich alle zunächst an ihre
eigene Nase fassen, auch wir. Aber den
immer wieder gehörten Vorwurf, dass
die Intolerantesten in der Community
gerade die Schwulen seien, finde ich
sehr pauschal und ich kann ihn für
mich so nicht stehen lassen. Wenn wir
wirklich eine Community im Wortsinne
sein wollen, bedeutet es nach meinem
Empfinden, dass wir uns alle als Verbündete
annehmen und wertschätzen, denn
in jedem „Buchstaben“ gibt es so viele
wundervolle Menschen zu entdecken!
Ist das nicht einfach ein Generationsproblem,
das es schon immer gab? Oder
sind die Vorzeichen diesmal anders?
Das Leben zeigt uns, dass offenbar
jede Generation dazu verurteilt ist, das
Kind mit dem Bade auszuschütten.
Im aktuellen Feindbild „alter weißer
Cis-Mann“ steckt das Generationsproblem
offenkundig mit drin. Neu ist
meiner Meinung nach aber auch, wie
bestimmte politische Persönlichkeiten
uns zeigen, dass Homosexualität allein
keineswegs immun macht gegen
dunkle Weltbilder. Daher gibt es zwar
gute Gründe, weshalb Bewegungen wie
FLINTA* sich Safer Places wünschen ohne
Cis-Männer. Andererseits sehe ich als
Lehrer, dass schwule Jugendliche es in
der Schule immer noch extrem schwer
haben. Also wäre es doch eine Selbst-
Schwächung, wenn wir Diskriminierten
uns auseinanderdividieren ließen.
Der Chor setzt dem ein konstruktives
„Es muss sich was ändern – wir müssen
uns ändern!“ entgegen – wie sieht das
„Ändern“ aus?
Anders als unsere Gäste „Die Uferlosen“,
die ein wunderbar vielfältiger gemischtqueerer
Chor sind, geben wir als Chor
schwuler Männer unsere Stimmen
zunächst einem einzigen Buchstaben aus
LGBTIQ+. Unsere Herausforderung muss
es demnach sein, dass wir immer wieder
neugierig und freudig auf die anderen
zugehen, mit weitem Herzen! Unser
großes queeres Chorfestival „Schreiline“
im Sommer war eine solche Gelegenheit,
alle Facetten kennen zu lernen. Und der
gemeinsame Projektchor aller drei Frankfurter
Chöre war eine tolle Begegnung,
durch die spürbar und hörbar wurde,
dass wir zusammen einfach mehr Power
haben. Und das wird auch bei unserem
Konzert im November so sein!
15. und 16.11., Gallus Theater, Kleyerstr.
15, Frankfurt, 20 Uhr (So 18 Uhr),
gallustheater.de, mainsirenen.de
Als Gast-Chor sind „Die Uferlosen“
aus Mainz und Wiesbaden dabei. Der
gemischte Chor stellt sein Programm
„Kuss!“ vor – eine musikalische
Ausstellung
zu Thema
„küssen“, was
international,
genderübergreifend,
beliebt,
begehrt,
verklärt,
verhasst und
vieles mehr
ist.
KABARETT KABARETT & TRAVESTIE & TRAVESTIE
SCHÖNE BESCHERUNG
mit
Elfriede Schäufele,
Doris Reichenauer
sowie Marcelini
& Oskar
Do., 25.12.25,19:00
Theaterhaus Stuttgart
www.wommy.de
Kultur 47
POP
FOTO: BEN WOLF
SCAN TO WEB ↗
Marianne
Rosenberg:
„Bunter Planet“
Zu ihr müsste man nun wirklich nichts mehr erklären:
Seit den 70er Jahren ist Marianne Rosenberg eine der
erfolgreichsten deutschen Sängerinnen und hat mit Hits
wie „Er gehört zu mir“ und „Marleen“ Musikgeschichte
geschrieben – und wurde zur damals noch heimlichen
schwulen Ikone. Seit dem Debüt „Fremder Mann“ sind
über fünf Jahrzehnte vergangen, in denen sie 22 Studioalben
veröffentlichte. Jetzt ist sie live in intimer Atmosphäre
mit einem Mix aus Pop, Schlager, Disco und Dance zu
erleben. Im Rahmen ihrer Club-Tour „Bunter Planet“ wird
die Rosenberg Songs des gleichnamigen Albums präsentieren
und zeitlose Klassiker mit ihrem Publikum teilen. Es
wird eine farbenfrohe und emotionale Reise: „In die Augen
der Menschen sehen zu können, die mit mir meine Musik
erleben, ist das Schönste, was es für mich gibt.“ *fis
AB
20. NOV
WEIHNACHTSSTADT
BAD HOMBURG
FOTO: JOHANNES BERGER
10.11., Capitol, Waldhofstr. 2, Mannheim, 20 Uhr,
capitol-mannheim.de
Claude Frochaux
KLASSIK
Musica+:
Das musikalische Duell!
Für das letzte Kammerkonzert dieser „Musica+“-Saison
steigen sprichwörtlich drei Cellisten in den Ring und
„duellieren“ sich. Inspiriert von Mauricio Kagels Komposition
„Match“ sitzen sich die Streicher als „Opponenten“
gegenüber, der Schlagzeuger in der Mitte fungiert als
„Schiedsrichter“. Im Laufe des Abends werden aus
den Duellanten Partner, die gemeinsam musizieren. Es
spielen Claude Frochaux vom Musica+-Team, Julian Arp
und Edward King an den Celli, Schlagzeuger Max Riefer
und Pianistin Isabel von Bernstorff. Musikalisch geht’s von
Johann Sebastian Bach über Franz Schubert und Astor
Piazzolla bis zu David Poppers „Requiem“. *bjö
Edward King
FOTO: DOVILE SERMOKAS
Lebkuchenherz und Faszination
Weihnachtsmarkt am Schloss
an allen Adventswochenenden
~
Winterzauber
am Kurhaus & in der Innenstadt
mit Weihnachtswald & Krippe
20. Nov - 30. Dez
~
Eiswinter Bad Homburg
im Kurpark
20. Nov - 11. Jan
~
Märchenwettbewerb der Schulen
& Folge den Sternen
im Advent in der Innenstadt
~
Großes Weihnachtssingen
19. Dez | 17 Uhr
~
weihnachtsstadt-bad-homburg.de
DIE WEIHNACHTSSTADT IST EINE MARKETINGAKTION
DER STADT BAD HOMBURG VOR DER HÖHE,
DEM STADTMARKETING UND DEN VERANSTALTUNGSPARTNERN
26.11., Orangerie im Günthersburgpark,
Comeniusstr. 39, 19 Uhr, Frankfurt, musica-plus.com
48 Kultur
KULTUR-TIPPS
KONZERT
Lara Hulo: HEARTFiX-Tour
UMA NOITE DE FADO –
HALB SO TRAURIG
Wer denkt, dass portugiesischer
Fado nur niederschmetternd und
traurig sei, ist im Irrtum. Laut Tony
Riga, dem Frankfurter Fadista,
sind die Lieder vielmehr die Einladung
dazu, Traurigkeit gemeinsam
zu erleben, und zwar einfach
als das, was sie ist – ohne
dabei Hilfe, Mitleid oder Distanz
einzufordern. Textübersetzungen
und Geschichten verdeutlichen
außerdem die Schönheit und
Poesie des Fados. Gitarrist
Matthias Baumgardt bettet den
Gesang mit zarten Klängen auf
einer Wolke, die manchmal sogar
sehr beschwingt wird, so dass
die gemeinsame Traurigkeit zur
Komfortzone wird. *dr
14.11., Die Schmiere, Seckbächer
Gasse 4, Frankfurt, 20 Uhr,
die-schmiere.de
Eine raue, kratzige Stimme, eingängigeuphorische
Hooklines und empowernde
Lyrics, die Klartext sprechen: Laura Hulo
ist der neueste Upcoming Star der
deutschsprachigen Indiepop-Szene.
Alle deutschen Lieder seien immer nur
für straighte Frauen geschrieben, heißt
es im Song „Für Änni“. Also macht Lara
Hulo einfach Texte aus der Sicht queerer
Lebensrealitäten, singt oder rappt über
beflügelnde Liebe, über toxische Beziehungen,
stereotype Rollenklischees oder
darüber, was man als FLNTA*-Person im
Alltag erlebt. Begonnen hat Lara Hulo als
Straßenmusikantin, 2023 ging ihr Song
„B*tch“ viral, jetzt ist sie bereits auf ihrer
zweiten Tour bundesweit unterwegs. *bjö
15.11., Brotfabrik, Bachmannstr. 2 – 4,
Frankfurt, 20 Uhr, brotfabrik.de,
larahulo.de
KONZERT
FOTO: JEANETTE FRIEDRICH
Abdriften mit Niklas Paschburg
FOTO: MAGGUS OTT
FOTO: MARIKA PUICHER
C’EST SI BON!
Manuela Mocks „Transnormal“
wird abends zum atmosphärischen
Szenetreff „Maison du
Manuela“, und präsentiert kleine
Kulturveranstaltungen – wortwörtlich,
denn das Maison du Manuela
ist keine XXL-Location – hier geht’s
viel persönlicher zu. Im November
gibt das Duo Petra Bassus
(Gesang) und Michael Erhard
(Piano) französischsprachige
Chansons über das Wichtigste in
der Welt: Die Liebe! *bjö
22.11., Transnormal Maison
du Manuela, Baseler Platz 8,
Frankfurt, 20 Uhr,
Tickets (29 Euro) über
transnormal@t-online.de
FOTO: BASSUS
„Oceamic“, „Svalband“ oder „Panta
Rhei“ – bereits die Titel seiner Alben
lassen erahnen, wo die Reise bei Niklas
Paschburg hingeht: Ambient Pop, mal
verträumt, mal episch oder hypnotisch
lässt er seine Zuhörer*innen ins Weite
abdriften. Schon früh war Niklas fasziniert
vom Akkordeonspiel seines Großvaters;
seine Musikalität wurde gefördert und er
nahm als Kind Klavierunterricht, später
entdeckte er elektronische Musik und
Hip-Hop. Heute steckt hinter jedem
seiner Tracks echtes musikalisches
Wissen, denn Paschburg hat Komposition
für Film und Theater studiert,
arrangiert auch Filmmusik und arbeitet
mit Künstler*innen aus der Klassik- und
Elektronikszene zusammen. Auf seiner
aktuellen Tour stellt er sein neues Album
„Mexican Alps“ vor. *bjö
20.11., Centralstation, Im Carree 1,
Darmstadt, 20 Uhr, centralstationdarmstadt.de,
niklaspaschburg.com
Kultur 49
Rap und Talk mit
Maurice Conrad
Zwischen dem Spiel
mit den Geschlechterrollen
und der
Arroganz und Selbstironie
von deutschem
Rap trifft Maurice
Conrad nicht nur den
Nerv der Zeit, sondern
formt Rap auch nach
theys ganz eigenen
Vorstellungen, mit
eigenen Wortschöpfungen,
Hits wie
„Männersex“ oder „Es
ist CSD in Sonneberg
und die AfD empört“ oder der Erkenntnis, dass „SWAG“
für „Secretly We Are Gay“ steht – Maurice provoziert und
überzeugt mit Energie, Wortwitz, und einem gnadenlos
glitzerndem Mittelfinger – und keiner geringeren Vision,
als den Rap gay zu machen. *fis
KONZERT
FOTO: NIKITA TCHERNODAROV
15.11., Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt,
20 Uhr, facebook.com/switchboard.frankfurt,
instagram.com/maurice.conrad
FESTIVAL
Mosaik FLINTA* Stage
Melodiva lädt im November zum FLINTA*-Festival, dessen
Titel „Mosaik FLINTA* Stage“ den Konzert-Abend ganz
gut beschreibt – denn wie bei einem Mosaik setzt sich
das Programm aus vielen bunte Einzelteilen zusammen.
Zum einen werden vier bis sechs FLINTA*-Live-Acts
spielen – bei Redaktionsschluss war der Open-Call
für die Mosaik-Nacht noch nicht beendet: „Von den
Bewerbungen ausgehend, die ich bisher gesehen habe,
wird das sehr spannend“, verriet Melodiva-Mitarbeiterin
Mane vorab dem GAB Magazin. Spannend wird auch die
Open Stage des Abends, zu der Musiker*innen in Bands
oder solo jeweils 10-minütige Mini-Konzerte präsentieren
– dass Publikum ist herzlich eingeladen, mitzumachen.
FLINTA* gilt hier übrigens nur für die Künstler*innen auf
der Bühne – als Publikum sind alle eingeladen! *bjö
29.11., habel.elf, Habelstr. 11, Frankfurt, 19 Uhr
(Einlass 18:30 Uhr), melodiva.de
7
FOTO: RADWAN MENZER, PEXELS.COM, GEMEINFREI
50 Kultur
PERFORMANCE
A
Techno
Ballet
ODYSSEY
FOTO: MASHA KULCH
Performt bei „A Techno Ballet Odyssey“: Lucio Vidal (links)
Die Berlin Ballet Company hat ein
Tanztheater kreiert, das die die Grenzen
von Ballettkunst und Clubnacht verschwimmen
lässt. Ein buntes Ensemble
internationaler Profitänzer*innen performt
zu elektronischer Musik, die Nacht
wird ergänzt mit Sets verschiedener
DJs, das Publikum ist mittendrin. In
Berlin war die genreübergreifende Show
bereits ein voller Erfolg, nun geht die
Crew auf Tour und kommt dabei auch
ins GAB-Land. Wir haben vorab mit
dem Ensemblemitglied Lucio Vidal über
die Show gesprochen.
Was ist die Idee hinter „A Techno Ballet
Odyssey“? Das wird keine klassische
Ballettaufführung werden, richtig?
Nein. Viele mischen ja Ballett und
Techno, aber das wäre mir zu langweilig
gewesen. Ich wollte das Ganze auf die
nächste Stufe heben. Dafür habe ich
meine eigenen Clubbing-Erfahrungen
eingebracht, was Technomusik für mich
bedeutet und wie ich die Musik empfinde.
Und auch meine Lebenserfahrung
aus all den Jahren, die ich in Berlin
gelebt habe, ist eingeflossen. So wurde
aus „A Techno Ballet Odyssey“ eher ein
Erlebnis als bloß eine Show mit schönem
Tanz zu Techno. Ein Erlebnis auch für das
Publikum, das sich auf der Tanzfläche
befindet, während wir auf drei verschiedenen
Bühnen um sie herum auftreten
und mit ihm in Kontakt treten. Wenn ich
zum Beispiel mit dem Publikum tanze,
direkt neben den Leuten, gibt es eine
Kamera, die live filmt, so dass man auf
dem Bildschirm ganz andere Dinge sieht,
als das, was man neben sich erlebt. Es ist
sehr dynamisch und sehr komplex!
Die gewohnte Trennung zwischen Bühne
und Publikum wird also aufgehoben;
Publikum und Bühne sind eins?
Ja genau, das mischt sich.
Tanzt ihr klassischen Ballettstil oder ist
es eine Mischung aus zeitgenössischen,
klassischen und vielleicht auch
Streetdance-Elementen?
Also, ich bin ein zeitgenössischer Tänzer,
der schon immer in klassischen Compagnien
gearbeitet hat. Ich versuche
all das zu vereinen, was ich in diesen
18 Jahren auf der ganzen Welt in meiner
Arbeit mit verschiedenen Choreografen
gelernt habe. Daher sehe ich Tanz immer
nur als eine Sache, eine Einheit. In der
Berlin Ballet Company sind wir alle sehr
unterschiedlich. Alle sind professionelle
Tänzer*innen, aber mit unterschiedlichen
Stilen und Hintergründen. Arshak Ghalumyan,
der Direktor und Choreograf, sagt
in der Regel nicht „das ist das, was ich
sehen möchte“, sondern fordert uns auf,
unseren persönlichen Stil einzubringen.
Für mich bietet die Company daher eine
Möglichkeit oder eine Plattform, meine
Ideen und Konzepte zu verwirklichen.
Tanzt ihr eine feste Choreografie oder
sind es eher Improvisationen?
Ich improvisiere zwar beim Tanz im
Publikum, aber auch dafür gibt es einen
genau festgelegten Zeitpunkt und Ort.
Wir haben auch Gruppenszenen oder
Duette und Choreografien, die ich
selbst entwickelt habe. Es ist also alles
durchchoreografiert.
Als Musik gibt es ein DJ-Set?
Marko Nastić, der DJ und Produzent aus
Belgrad, hat die Musik für uns komponiert.
Aber bei jeder Aufführung spielt
er live zu dieser Komposition. Es kommt
also eine weitere Ebene hinzu, die seine
Komposition jeden Abend anders klingen
lässt. Manchmal hört man Stimmen oder
Geräusche, die vorher nicht da waren.
Als Tänzer muss ich da sehr aufmerksam
sein, weil das manchmal etwas verwirrend
ist (lacht). Es gibt aber auch einen
weiteren DJ, der den Abend eröffnet, und
nach der Aufführung ein weiteres DJ-Set.
Was macht für dich den Zauber des
Stücks aus?
Für mich geht es ums Erleben, anstatt
darum, nur schöne Tänzer*innen in einer
Techno-Szenerie zu sehen. Die Erfahrung,
sich frei zu fühlen und keine Angst zu
haben, aber auch sich verletzlich oder
kraftvoll zu zeigen. Für mich ist die
Tanzfläche ein Ort, an dem man von
sich selbst lernt und mit sich selbst in
Kontakt tritt – und dann verbindet man
sich mit den anderen. Und wir versuchen,
dass auch unser Publikum das genauso
erlebt.
A Techno Ballet Odyssey,
18. – 20.12., Zoo Gesellschaftshaus,
Frankfurt, Infos und Tickets über
berlinballet.company/techno-ballet
Interview: Björn Berndt
Kultur 51
VARIETÉ
Höchster Herbst Magie
Im Frühjahr und Herbst verwandelt sich das Neue
Theater Höchst für jeweils einen Monat in ein buntquirliges
Varieté-Theater und präsentiert eine Show
mit fesselnder Akrobatik, verblüffender Magie und
amüsanter Comedy.
Die Artist*innen stammen aus der ganzen Welt: Der
dynamische Ilja Smyslov lässt mit rasanter Geschwindigkeit
Jonglierbälle auf- und abspringen, während bei
Antje Pode Koffer und Taschen zum Takt der Musik fast
magisch über ihre Füße tanzen.
Mit Kraft und Eleganz schwingt Anastasiia Sholokhova
am Trapez hoch über die Bühne, Marina Skulditskaya
verbindet ihre Handstandakrobatik mit tänzerischen
Choreografien. Bei Alexandra Malter tanzen unzählige
Hula-Hoop-Reifen um ihren Körper und der Franzose
David Burlet bringt in seinen temporeichen Jonglage-
Nummern bis zu zehn Porzellanteller gleichzeitig zum
Kreisen – und er spickt seine anspruchsvolle Nummer
mit viel Humor. Verblüffen kann der aus Spanien stammende
Magier Charlie Mag mit einem der anspruchsvollsten
Genres innerhalb der Zauberkunst – er ist
Meister der Kartenmanipulation. Mit Witz und Charme
führt die Komikerin, Clownin und „Verzauberin“ Rosemarie
durch den Abend. Für echten Salon-Varieté-Flair sogt
außerdem wieder die funky Showband Neelah. *bjö
5. – 30.11., Neues Theater Höchst, Emmerich-Josef-
Str. 46A, Frankfurt, Spieltage Di – So, 20 Uhr, Mi, Fr und
Sa auch 16 Uhr, So auch 15 Uhr, neues-theater.de
FOTO: NTH
Charlie Mag
52 Kultur
Das Tanzfestival Rhein-Main feiert in
diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum
und präsentiert unter dem stürmischen
Motto „Now Or Never“ ein schillerndvielfältiges
Programm des zeitgenössischen
Tanzes in all seinen Facetten.
„Viele Stücke im Programm beschäftigen
sich mit Risiko- und Grenzerfahrungen,
der Unabwendbarkeit des Todes und
dem Wert des einzelnen
anlässlich der Olympischen Spiele 2024
in Pariser Pantheon geschaffen hatte.
Ein Wiedersehen mit choreografischen
Ikonen gibt es auch: Sharon Eyal führt ihr
2011 entstandenes „Corps de Walk“ noch
einmal auf; das Frühwerk der israelischen
Choreografin verbindet klassische
Gruppentanzszenen des Balletts mit
Clubkultur. Noch älter, aber ebenfalls
Technologie und einer positiven Vision
einer Welt, in der alle Platz finden.
Weitere Tipps: Die französische Company
Mazelfreten feiert in „Rave Lucid“
den „Tecktonik“-Tanzsti, der im Paris der
2000er-Jahre in den Clubs populär war.
Claude Jansen und Fabrice Mazliah
verweben in „Bones“ zusammen mit
namibisch-deutschen Künstler*innen
digitale, analoge und spirituelle Medien
Lebens“, fasst das Team
NOW
zu einer sinnlichen Perfomance zwischen
das Jubiläumsprogramm
schamanischem Ritual, Mensch und
zusammen. „Und sie fragen
danach, wie uns der
schichten zwischen Russland, Nordma-
Or
Materie. Ihre eigenen Migrationsge-
Blick in die Vergangenheit,
zedonien und Deutschland verarbeiten
der Kontakt zu unseren
die Tänzer*innen Katja Cheraneva und
Ahn*innen dabei helfen
Viktorija Ilioska in „Desert(ed) Dreaming“;
kann, Gemeinsamkeiten und
TANZ
dabei steht die Wüste mit ihrer Leere
Lebenslust zu feiern und in dieser
nicht als Endpunkt, sondern als Chance
von Krisen geschüttelten Welt an
für einen Neubeginn
NEVER!
vergessenes Wissen anzuknüpfen.“
mit neuen Formen des
Zusammenlebens und
Bestes Beispiel dafür ist der
einer neuen Zukunft.
Spotlight-Artist des Festivals Rachid
Ouramdame, der gleich drei Arbeiten
Am 15. November lädt
zeigt. In „Corps extrêmes“, dem
Eröffnungsstück des Festivals, fliegen,
fallen und balancieren Tänzer*innen der
Compagnie de Chaillot gemeinsam mit
dem Slackline-Weltrekordhalter Nathan
Paulin und der Kletterpionierin Nina Caprez
an einer meterhohen Kletterwand
– ein Tanz-Spektakel über Mut, Freiheit,
Risiko und Vertrauen. Auch in „Contrenature“
verwebt Rachid Ouramdame
Tanz und Akrobatik, diesmal zu einer
luftigen, fast traumartigen Szenerie aus
Nebel, Lichtbildern und den Geistern
der Vergangenheit. „Möbius Morphosis“
ist ein Tanzfilm über die monumentale
Inszenierung, die Rachid Ouramdame
ohne Intensitätsverlust, ist Sasha Walz‘
„Travelogue I – Twenty to eight“, ein
Tanzstück zwischen Humor, Absurdität,
Aggression und Sinnlichkeit, das in einer
Küche spielt.
Ein Wiedersehen gibt es auch mit dem
portugiesischen Choreografen Rui Horta,
der in den 1990er Jahren mit dem S.O.A.P.
Dance Theatre einen wichtigen Beitrag
zur Tanz-Szene Rhein-Main geleistet
hat. Beim Tanzfestival 2025 zeigt er mit
der portugiesischen Elektroband „Micro
Audio Waves“ das Stück „Glimmer“, ein
audio-visuelles Spektakel zwischen
Musik, Tanz, Lichtkunst und effektvoller
der Tanztag Rhein-Main
wieder dazu ein, in Workshops und
Schnuppertrainings verschiedene
Tanzarten, -stile und Moves selbst zu
erforschen und zu trainieren; für jeden
Geschmack und alle Niveaus ist etwas
dabei – und beim abschließenden
großen Tanzfest am Abend im
Mousonturm können alle das neu
Gelernte gleich umsetzen und
präsentieren. Immer ein Highlight
beim Tanzfestival Rhein-Main. *bjö
30.10. – 16.11., Tanzfestival Rhein-Main,
in Frankfurt, Offenbach, Darmstadt
und Wiesbaden, Infos und Tickets über
tanzfestivalrheinmain.de
FOTO: JONATHAN GODSON
Company Mazelfreten tanzt „Rave Lucid“.
Kultur 53
THEATER
Joe Orton: Seid nett
zu Mr. Sloane
FOTO: LARA ROSSMANN
Freundlich sieht er aus, der neue Untermieter Mr. Sloane,
der ins Haus der Geschwister Kate und Ed und deren
Vater Kemp zieht. Doch das kleinbürgerliche Idyll zeigt
schnell Risse: Die frustrierte Kate ist liebeshungrig,
Vorzeige-Hetero Ed entpuppt ich als verkappter schwuler
Fetischist und auch Mr. Sloane zeigt bald sein wahres
Gesicht: ein Schmarotzer, der die Familie terrorisiert.
Bitterböse rechnet Joe Orton in seinem 1964 geschriebenen
Stück mit der bürgerlichen Gesellschaft ab. Der
schwule Theaterautor brach nicht nur auf der Bühne die
Tabus seiner Zeit, sondern führte zusammen mit seinem
Freund, dem Schauspieler und Autor Kenneth Halliwell,
ein Leben jenseits tradierter Moralvorstellungen. „Seid
nett zu Mr. Sloane“ der zweite Teil der Joe-Orton-Trilogie
im Staatstheater Darmstadt. *bjö
31.10., Staatstheater Darmstadt,
Georg-Büchner-Platz 1, Darmstadt, 20 Uhr,
auch am 27. und 28.11. sowie am 6., 12. und 27.12.,
staatstheater-darmstadt.de
vhs.frankfurt.de
Starten Sie durch
– mit unseren
Kursen im Herbst
und Winter:
COMEDY
Komische
Nacht – der
Comedy-
Marathon
FOTO: JOHN SMILES
Die „Komische Nacht“
präsentiert an einem Abend
gleich mehrere Kabarettist*innen. Der
Clou: die Comedians pendeln zwischen fünf Spielorten:
Chicago Meatpackers, Das Leben ist schön, Depot 1899,
Die Werkskantine, Leib&Seele 21 West, Santos Frankfurt,
Starnberger-Wirtshaus sowie in der Brasserie Moulins
im Dorint Parkhotel Bad Vilbel. Als Gast bleibt man an
einem Ort und sieht fünf Künstler*innen. Mit dabei sind:
Christian Schulte-Loh, Falk Schug, John Smiles (Foto),
Jonas Greiner, Julia Brandner, Patricia Lürmann, Robert
Alan und Schlongonges. Die Tickets für die Locations
„Das Leben ist schön“ und „Die Werkskantine“ sind
bereits ausverkauft! *bjö
12.11., Die komische Nacht, 8 Locations in Frankfurt
und Bad Vilbel, Show-Start jeweils um 19:30 Uhr,
Infos und Tickets über komische-nacht.de
ÖFFNUNGSZEITEN:
Dienstag 10-19
Mittwoch 10-18
Donnerstag 10-18
www.vorhair-nachhair-ffm.de
Freitag 10-19
Samstag 8-13
54 Kultur
MUSICAL
FOTOS: MARTIN KAUFHOLD
Szenen aus der 2023er Produktion von „Somehting Rotten!“
THE ENGLISH THEATRE:
Welcome Back mit „Something Rotten!“
Die Durststrecke ist überwunden, die Vorfreude übergroß: Ab dem 14. November zieht das
English Theatre zurück in seine angestammte Spielstätte im Galileo Hochhaus.
Los geht’s mit der Musical Comedy „Something Rotten!“.
Oder genauer gesagt: Es geht weiter mit der erfolgreichen
Musical Comedy „Something Rotten!“, denn das English
Theatre startet am 14. November 2025 im Galileo Hochhaus,
dort wo am 14. Januar 2023 gezwungenermaßen abrupt
aufgehört hat.
30.10. —
16.11. 2025
WWW.
TANZFESTIVAL
RHEINMAIN.
DE
„Something Rotten!“ ist eine temporeiche Renaissance-
Komödie rund um die Konkurrenz zwischen den
Theatermacher-Brüdern Nick und Nigel Bottom und Master
Shakespeare. Die Brüder lassen nichts unversucht, um den
Konkurrenten zu übertrumpfen. Sogar ein Orakel in Gestalt
von Nostradamus‘ Neffen wird befragt; vorhergesagt
werden zwei zentrale Dinge: „Musical“ wird die Theaterform
der Zukunft werden – und Shakespeares kommendes Stück
handele von einem „Omelett“.
Obwohl letzteres ein prophetisches Missverständnis ist,
machen sich die Gebrüder Bottom an die Arbeit, ein Musical
über eine Eierspeise zu schreiben.
Musikalisch kommen Musical-Fans bei „Something Rotten!“
voll auf ihre Kosten, denn der wie immer von einer Live-
Band gespielte Soundtrack enthält unzählige Referenzen
an bekannte Musical-Melodien – von „Der König der Löwen“
über „Das Phantom der Oper“ bis zu „Cabaret“. Trotz aller
Huldigungen lässt es sich „Something Rotten!“ nicht nehmen,
das Genre komplett aufs Korn zu nehmen und damit
für zusätzliche Lacher zu sorgen.
10 JAHRE
TANZFESTIVAL
Jetzt Tickets sichern auf
tanzfestivalrheinmain.de
Ewan Jones führt erneut Regie und freut sich auf die
Rückkehr an die alte Spielstätte: „Es ist ein echtes Privileg,
diesen wunderbaren Ort, der mir so viel bedeutet, wieder
zu betreten und diese unglaublich lustige Show zur zweiten
Aufführung zu bringen“, sagt Jones. „Die Publikumsreaktionen
auf unsere erste Produktion waren unglaublich, und ich
kann es kaum erwarten, das Lachen, die Energie und den
puren Theaterspaß von ‚Something Rotten!‘ mit wiederkehrenden
Fans und neuen Theaterbesuchern zu teilen“.
Sogar die Hälfte des ursprünglichen Ensembles kann wieder
dabei sein, allen voran Tom Watson als schrullig-verrückter
„Nostradamus“, Sami Kedar als Nigel und Briana Kelly in der
Rolle der Portia. Welcome Back! *bjö
14.11. – 1.3.2026, The English Theatre, Gallusanlage 7,
Frankfurt, Infos und Tickets über english-theatre.de
Kultur 55
LESUNG
Jo van Nelsen: Premiere!
Am 20. November stellt der Entertainer Jo van Nelsen
eine neue Episode der erfolgreichen Reihe seiner
Grammophon-Lesungen vor.
Unter dem Titel „Du hast ja eine Träne im Knopfloch“
dreht sich hier alles rund um den Revue- und Tonfilm-
Komponisten, Kabarettisten, Autor und Dichter Friedrich
Hollaender. Und in van Nelsen Grammophon-Lesung
dreht es sich wirklich um Hollaender: Denn van Nelsen
spielt viele Lieder als originale Schellack-Schallplatten
auf seinem Koffergrammophon. „Als einem der wenigen
deutschen Emigranten gelang Hollaender eine Karriere
in Hollywood als Filmkomponist – sogar einen Oscar
erhielt er“, weiß Kabaretthistoriker van Nelsen. „Mitte der
50er Jahre kehrte Hollaender zurück nach Deutschland
und erlebt hier die Ablehnung der Deutschen gegenüber
den Reimigranten hautnah“, so van Nelsen weiter. 2026
jährt sich Hollaenders Todestag zum 50. Mal. *bjö
Die Schöne
Helena
Opéra bouffe in drei Akten
von Jacques Offenbach
Premiere
4. Dezember
2025
Regie
Michael Quast
& Sarah Gross
Tickets
www.volksbuehne.net
T 069 427262649
FINE GERMAN DESIGN · F: Andreas Malkmus
20.11., Holzhausenschlösschen, Justinianstr. 5,
Frankfurt, 19:30 Uhr, jovannelsen.de
FOTO: KATRIN SCHANDER,
FARBEUNDSCHWARZWEISS.DE
LESUNG
„Königin der Nacht“
„Mir war wichtig, Noah als Jugendlichen darzustellen,
mit den Problemen, die fast alle Jugendlichen in seinem
Alter haben. Trans ist dabei nur eine Facette“, sagt
Gönni Landsmann über „Königin der Nacht“, ein queerer
Sommerroman über Freundschaft und die erste große
Liebe: Nach dem Abi reist Noa mit seinen Freund*innen
nach Montenegro, ein letzter gemeinsamer Sommer.
Noa will die Zeit genießen, doch dann trifft er Elias – und
Noas Herz ist sofort verloren. Sie kommen sich näher,
doch je tiefer die Gefühle, desto größer wird Noas Angst
die Wahrheit zu sagen:
dass er trans ist. Doch
auch Elias scheint etwas
zu verbergen … Ein locker
geschriebener Roman, der
mit Urlaubsstimmung und
stürmischen Gefühlen viel
Tiefgang beweist. *fis
www.volksbuehne.net
VOL Anzeige GAB Schöne Helena 83x128 2 RZ.indd 1 20.10.25 09:21
Varieté
HERBST 2025
vom 5. bis 30. November
FOTO: HIMMELSTÜRMER VERLAG
12.11.,
VielSeitig & Büchergilde,
Am Salzhaus 1,
Frankfurt, 19:30 Uhr,
buechergilde-frankfurt.
buchhandlung.de
www.neues-theater.de
56 Kultur
FOTO: HOLGER PETERS
Discovery Art Fair
MESSE
Drei Tage volles Kunstprogramm: Wer
sich in der Vielfalt zeitgenössischer
Kunst verlieren möchte, ist auf der Discovery
Art Fair Frankfurt genau richtig!
Malerei, Skulptur, Fotografie, Objektkunst,
Urban Art oder Digital Art: mit
110 Aussteller*innen – Galerien wie
Künstler*innen – aus 20 Ländern
bietet die Frankfurter Kunstmesse einen
mehr als umfassenden Einblick in den
State Of The Art sowie die Möglichkeit,
Gallerist*innen und Künstler*innen
persönlich kennenzulernen. Neben
etablierten Kunstschaffenden wie zum
Beispiel die Maler, Grafiker und Bildhauer
Markus Lüpertz und Georg Baselitz
oder den für seine großformatigen,
organisch-abstrakten Plastiken und
Skulpturen bekannte Tony Cragg gibt’s
mit der kuratierten „DISCOVER A TALENT“-
Initiative immer auch Newcomer zu
entdecken.
Das art.lab der Messe wird in diesem
Jahr vom hyper-kreativen Frankfurter
saasfee*pavillon mit einer Mischung aus
zeitgenössischer junger Kunst, Medien
und elektronischer Musik bespielt. Die
Discovery Art Fair bietet außerdem
täglich kostenfreie Kuratorenführungen,
die aktuelle Trends und ausgewählte
Werke erläutern. *bjö
7. – 9.11., Messe Frankfurt,
Halle 1.2, Ludwig-Erhard-Anlage 1,
Frankfurt, Fr und Sa 11 – 20 Uhr,
So 11 – 18 Uhr, Freitag Eintritt frei,
discoveryartfair.com
AUSTERN GEFÄLLIG?
Den Schlüssel zum Genuß gibt‘s bei uns.
Andrea Müller | Messerschmiedin
Joh. Heinr. Dotzert | Töngesgasse 21, 60311 Frankfurt
Tel. 069/283224, messer@dotzert.de, www.dotzert.de
Kultur 57
Queerfilmnacht: Sauna
KINO
Johan arbeitet in Kopenhagens einziger Gay-Sauna
„Apollo“. Der attraktive junge Mann genießt ausgiebig
das schwule Szeneleben mit Partys, Dates und One-
Night-Stands. Zwischen den kurzweiligen, aber oberflächlichen
Flirts und sexuellen Eskapaden lernt er eines
Nachts den Transmann William kennen und verliebt
sich in ihn – vor allem, weil die beiden sich nicht bloß
auf der körperlichen Ebene näherkommen. Das stößt
auf Widerstand aus den vermeintlich eigenen Reihen,
denn Johans schwuler Dating-Zirkel als auch die Gäste
im Apollo zeigen wenig Toleranz für die Beziehung, dafür
umso mehr Transfeindlichkeit.
FOTO: SALZGEBER
SIE SIND NICHT
IRGENDWER.
KLEIDEN SIE SICH
NICHT
IRGENDWIE.
Mathias Broes Debüt-Spielfilm verhandelt in sinnlichen
Bildern das wichtige Thema Diskriminierung innerhalb
der Community. „Sauna“ ist damit auch eine Abrechnung
mit der oftmals eindimensionalen und diskriminierenden
schwulen Dating-Kultur. Die Rolle des William
wird von der non-binären dänischen Schauspielerin und
Aktivistin Nina Rusk gespielt. *bjö
Alle Termine über queerflimnacht.de
LESUNG
FOTO: SALZGEBER
Mittwochskino:
„Einfach Charlie“
Alle freuen sich über die Nachricht, dass Charlie – 14 Jahre
und fußballbegeistert – in die Jugendabteilung eines
English Premiere League Clubs aufgenommen wird.
Vor allem Charlies Vater platzt vor Stolz, wollte er doch
selbst mal Profifußballer werden. Alle freuen sich, bis auf
Charlie. Die Chance ist für Charlie ein Alptraum, denn er
ist eigentlich ein Mädchen, bei deren Geburt ein männliches
Geschlecht registriert wurde. Einfühlsam erzähltes
Trans-Coming-out, das neben Charlie auch die Familie
und die Mitschüler*innen einbezieht. Läuft im Rahmen
der Transgender Awareness Week beim Mittwochskino
der Mainzer Bar jeder Sicht. *bjö
DAS BESTE
AUS ITALIEN,
ENGLAND UND
DEUTSCHLAND
19.11., Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz,
20:15 Uhr, barjedersicht.de
HOCHSTRASSE 45 · 60313 FRANKFURT AM MAIN
TELEFON 069 / 29 57 35 · WWW.DIEHLUNDDIEHL.DE
58 Kultur
FOTO: OVERLINE.TV
KULTUR-TIPPS
DRAG SLAM:
ZAUBER(BABSI)
HAFT!
Jeden Monat
treten sechs
Newcomer-Drags
gegeneinander an.
Nach dem Vorbild von Poetry-,
Comedy- und Song-Slams bietet
der Drag Slam eine Plattform für
unterschiedliche Formen von
Drag-Kunst. – am Ende entscheidet
das Publikum, wer den
Wettbewerb für sich entscheidet.
Moderiert wird der Abend von
Giselle Hipps, bekannt für ihre
pointierte, schlagfertige und
energiegeladene Moderation. Als
Gast-Moderator*in ist außerdem
Zauberbabsi aus Frankfurt mit
dabei, die das Publikum mit
Humor und Magie verzaubern
wird. *fis
8.11., Orange Peel, Kaiserstr. 39,
Frankfurt, 20 Uhr, dragslam.de
BAD VILBEL
Mit spitzer Zunge und nie um einen
schlagfertigen Kommentar verlegen
zeigt Trude Trash am Abend eine Auswahl
ihrer vielfältigen Talente – und sie
hat sich dazu wieder tolle Gäste eingeladen:
Ihre Namensvetterin Trude Bunker
stammt aus Ludwigshafen und kokettiert
gerne mit ihrem Alter, das vor allem viel
Bühnenerfahrung mit sich bringt. Aus
Hannover kommt die Schlager-Queen
Melody Heart, die immer die besten
„lange-nicht-gehört“-Songs im Repertoire
hat. Ottilie S. versteht es mit schillernder
Comedy und einer gehörigen
Portion Selbstironie die Lachmuskeln des
Diamonds of Drag:
Trudes Live Night
Publikums zu strapazieren. Tarabas van
Luc ist und bleibt ein Paradiesvogel, ein
Hybrid aus fantasievollen, dragesquen
Kostümen und unverkennbarer Männlichkeit,
ausgestattet mit einer Stimme,
die Konzerthallen beben lässt. Neben
der Show ist wie immer für Speisen und
Getränke gesorgt. *bjö
8.11., Kultur- und Sportforum,
Dortelweiler Platz 1, Bad Vilbel, 20 Uhr,
trude-trash.de
Tickets im VVK empfohlen,
über diamonds@trude-trash.de
FOTO: GLADICEUNDOLI
FOTO: TRUDE-TRASH.DE
GLADICE & CO. –
DIE ZUGABE
Die gemeinsame Show von Oli
Becker und Tante Gladice feierte
im September in Karben Premiere.
Beide Vorstellungen waren
schnell ausverkauft, und deswegen
gibt’s am 19. Dezember
eine Zugabe. Das Stück ist weit
mehr als eine Nummernrevue: Oli
Becker spielt einen Produzenten,
der mehr oder weniger verzweifelt
versucht, aus Tante Gladice
einen Hollywoodstar zu machen.
„Hat sie das überhaupt nötig?“,
hört man da aus dem Off rufen?
Die Show mit ihrer Mischung aus
Travestie, Theater, Gesang und
Comedy wird’s zeigen. Schnell
Tickets sichern! *bjö
19.12., Kulturscheune Karben.
Brunnenstr. 2, Karben, 20 Uhr,
instagram.com/gladiceundoli
FRANKFURT
Born This Slay –
Die Show!
FOTO: BORN THIS SLAY
Dragshows sprießen noch immer wie
Pilze aus dem Boden, und mit „Born This
Slay“ kommt die „nicht ganz so familienfreundliche
Familienshow“ zum zweiten
Mal auf die Bühne. Das Besondere: Hier
gibt’s nicht nur Lip Sync, sondern drei
Queens präsentieren eine explosive
Mischung aus Drag, Bildung und
Unterhaltung. Was sie eint, ist die Idee,
Drag neu zu denken. Ember Remember
verbindet Glamour, Gesellschaftskritik,
Burlesque, Drag und HighFashion. Fuego
Foureiro bringt neben der bislang eher
unbekannten Performance-Disziplin
„Puppy-Drag“ auch sexualpädagogische
Expertise mit. Daniella Dikket, glanzvolle
Gewinnerin des Drag-Slam-Allstar-
Contests, präsentiert ihr Bar-Quiz
„Tuck & Trivia“. Als Gast-Queen eröffnet
diesmal Lindsay Lowhäng die Show;
sie ist Expertin für Schnakeligkeit,
Polit-Statements und Küchenfreuden
mit Kartoffeln und Sekt. Slay The Slayest
Slayomatic! *bjö
29.11., Brotfabrik, Bachmannstr. 2 – 4,
Frankfurt, 20 Uhr, brotfabrik.de,
instagram.com/born.this.slay
Du bist einmalig und verdienst
eine individuelle HIV-Therapie.
PILLe?
spritze?
NP-DE-HVU-JRNA-230002
Was passt
zu Dir?
Sprich mit deinem/r Ärzt*in
über deine Möglichkeiten.
Erfahre mehr
auf www.livlife.de
MUSIK
INTERVIEW
SOPHIE AND THE GIANTS:
„Noch nie so sicher gefühlt“
Hinter der Hitmaschine Sophie And The Giants (u. a. „Hypnotized“, „A Little Bit Wild“) verbirgt sich die queere
englische Singer-Songwriterin Sophie Louise Scott, die erst auf der Bühne zu gigantischer Größe wächst. Das
wird die 29-Jährige mit dem roten Haarschopf auch im November in Deutschland zeigen, wenn sie ihr gerade
veröffentlichtes Debüt-Mini-Album „00:00“ (ausgesprochen: „Midnight“) live vorstellen wird. Wir sprachen
mit ihr über die LGBTIQ*-Community und das Daten in einer offenen Beziehung.
Sophie, deinen Durchbruch hattest du
2020 mit „Hypnotized“, aufgenommen
mit dem deutschen DJ und Produzenten
Purple Disco Machine aka Tino Piontek.
Wo habt ihr euch kennengelernt?
Erst mal gar nicht. Tino hatte mir das
Demo zum Song via E-Mail geschickt,
also richtig oldschool. In der E-Mail
stand, dass er meine Stimme liebt, und
ob ich eine Melodie und einen Text über
das Demo singen könnte. Das erledigte
ich sofort in meinem Schlafzimmer. Ich
hatte nicht viel erwartet, aber alle liebten
den Song. Getroffen haben wir uns dann
erst sechs Monate, nachdem wir „Hypnotized“
herausgebracht hatten und
die Single längst mit Gold zertifiziert
war. Wir waren beide fasziniert
voneinander. Dennoch war es
ein bittersüßer Tag: Wir sollten
den Erfolg der Single
mit einem Auftritt in
einer großen Arena in
Italien feiern, gingen
auf die Bühne und
niemand war da.
Es war ja kein
Publikum zugelassen
am Anfang der
Pandemie. Das war die
schlechteste Party der Welt.
Merkst du, dass du zunehmend auch
Fans aus der queeren Community
hast?
In diesem Jahr habe ich es definitiv
gemerkt. Ich bin bei einem Pride-Event
in Stockholm aufgetreten und beim
„Drag Brunch“ in Berlin. Da waren
etliche Drags, Macher und Performer,
die queer oder gay waren. Es war
wunderschön. Ich habe mich in
einem Raum noch nie so sicher
gefühlt wie dort, denn ich bin
eine bisexuelle Frau. Es ist ja
nicht so, dass man überall seine
Queerness feiern kann, aber
wenn du dann bei solchen
Events bist, fühlst du dich gesehen
und wertgeschätzt.
Purple Disco Machine herausgebracht
habe, kommt immer gut. Es geht in
dem Song darum, sein Paradies zu
finden. Für mich war das Paradies, die
Queer-Community und meinen Platz
der Akzeptanz zu finden. Wir mussten
alle durch dasselbe durch, wir verstehen
einander.
Wann wusstest du, dass du auf Frauen
und Männer stehst?
Ich hatte Freundinnen, bevor ich
Boyfriends hatte. Und das ging früh los.
Wenn ich von der Grundschule nach
Hause kam, sagte ich zu meinen Eltern:
„Oh, ich habe drei neue Freundinnen
und vier neue Boyfriends.“ Ich habe alles
gedatet, ich konnte mich einfach nicht
entscheiden. Ich habe nie verstanden,
warum Leute eine Präferenz haben, für
mich war es dann umso irritierender,
dass ich keine hatte. Ich habe das nie
am Gender festgemacht, ich habe mich
einfach in den jeweiligen Menschen verliebt.
Ich wusste nicht mal, dass ich mich
dafür schämen musste. Also erzählte ich
meinen Eltern immer alles ganz offen.
Ich hatte mindestens immer drei Lieben
zur selben Zeit.
Wie viele datest du im Moment?
Hauptsächlich eine Person, ich bin
tatsächlich verlobt, Dana ist der
Keyboarder in meiner Band und
genderfluid. Wenn ich mir einen
männlichen oder maskulinen
Menschen aussuche, ist der
immer sehr feminin: langes
Haar oder schöne Augen
inklusive. Ich kann
mich mit einem Mann,
der eher feminin ist oder
sich mit seiner Femininität
wohlfühlt, eher connecten.
Dana und ich sind beide queer,
und wir daten beide sehr offen.
Das macht Spaß, denn wir sind
ja beide noch jung.
Du wirst im November dein
erstes Mini-Album „00:00“
u. a. in Hamburg, Köln, Berlin,
München und Zürich auf Tour
vorstellen. Was können wir
da erwarten?
Ich will, dass es sich wie eine
Party in meinem Schlafzimmer
anfühlt. Mit netter
Dekoration und jeder Menge
Hits. Es wird aber auch
einige emotionale Momente
FOTO: SIMON EMMETT
geben, die transportieren,
wie sich eine Party um
Mitternacht anfühlt.
Ist da ein bestimmter Song von dir, auf
den die LGBTIQ*-Community abfährt?
„Paradise“, den ich im letzten Jahr mit
*Interview: Katja
Schwemmers
DISCO
So klang das im Studio 54!
Kein „Hands Up“, „Queen of China-Town“ oder auch „Trojan Horse“: Der legendäre Klub in den USA setzte nicht auf
poppige Hits (die konnten auch mal vorkommen), sondern auf den Disco-Underground oder die Hits von Gloria
Gaynor, Donna Summer und Cerrone in speziellen Maxiversionen. Eine klasse Kompilation kannst du jetzt kaufen.
Auch auf goldenem Vinyl!
MUSIK
Am 26. April 1977 öffnete in der West
54th Street in Manhattan ein Nachtklub
seine Türen, der schon bald zu einem der
legendärsten Schauplätze der Popkultur
des 20. Jahrhunderts werden sollte: Studio
54. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte
sich der Klub zu einem internationalen
Symbol für Disco, Exzess, Hedonismus und
die grenzenlose Feierlust des Jetsets.
Die Gästeliste war so schillernd wie elitär.
Künstlerinnen und Ikonen wie Andy Warhol,
Grace Jones, Mick Jagger, Cher, Divine,
Madonna oder Diana Ross zählten zu den
Stammgästen. Sie feierten Seite an Seite
mit Modedesignern, Models, Schauspielerinnen
und Wirtschaftsbossen – vereint
durch das Versprechen einer Nacht ohne
Regeln, in der alles möglich schien. Studio
54 war mehr als nur ein Klub: Es war eine
Bühne, ein Experiment, ein Mythos.
Das Interieur war spektakulär, die Lichtshows
revolutionär, das Publikum extravagant
– und der Zugang streng limitiert.
Wer es an den Türstehern vorbeischaffte,
trat in eine Parallelwelt ein, in der Glamour,
Musik und Dekadenz regierten.
Doch der Höhenflug hatte seine Schattenseiten.
1980 wurde Studio 54 aufgrund
von Steuerhinterziehung geschlossen,
die beiden Gründer Steve Rubell und Ian
Schrager mussten ins Gefängnis. Trotz des
Skandals blieb der Name legendär.
Nach einer kurzen Pause wurde der
Klub 1981 unter neuer Leitung erfolgreich
wiedereröffnet. In den folgenden
Jahren – bis 1986 – versuchte er, an alte
Erfolge anzuknüpfen. Zwar blieb Studio 54
weiterhin ein Hotspot für Nachtschwärmer
und Tanzwütige, doch der Zauber der
Anfangsjahre ließ sich nicht ganz wiederbeleben
– und mehr und mehr kamen
House-Klubs auf, die rauer und weniger
glamourös waren.
Die 2CD und 2LP „Studio 54 – Music
Inspired By Iconic ’70 New York Club Studio
54“ feiert den Sound der ersten Phase des
Klubs, wir finden daher Lieder von 1976
bis 1980 darauf. Unsere Anspieltipps sind
„Devil’s Gun“ von C.J. & Co., „I Feel Love“ von
Donna Summer, „Here Comes That Sound“
von Love De Luxe und „Yo vivire“ von Gloria
Gaynor. *rä
LIMELIGHT LIVE ENTERTAINMENT UND ATG ENTERTAINMENT PRÄSENTIEREN EINE ROYO PRODUKTION
28.10. – 09.11.25
DEUTSCHES THEATER MÜNCHEN
17.12.25 – 17.01.26
ADMIRALSPALAST BERLIN
20.01. – 01.02.26
METRONOM THEATER OBERHAUSEN
BOOK BY
MUSIC AND LYRICS BY
HARVEY FIERSTEIN
DIRECTED BY
SET & COSTUMES BY
CHOREOGRAPHY BY
NIKOLAI FOSTER
ORIGINAL BROADWAY PRODUCTION
DIRECTED & CHOREOGRAPHED BY
JERRY MITCHELL
ROBERT JONES
CYNDI LAUPER
BASED ON THE MIRAMAX MOTION
PICTURE KINKY BOOTS WRITTEN BY
LEAH HILL
PRESENTED BY ARRANGEMENT WITH MUSIC THEATRE INTERNATIONAL WWW.MTISHOWS.CO.UK
GEOFF DEANE & TIM FIRTH
KINKYBOOTS-MUSICAL.COM
MUSIK
FOTO: LAMIA KARIC
NACHGEFRAGT
AUSTRA
zwischen Trennung, Imposter-Syndrom und
ewigem Coming-out
„Ich bin an einem Punkt angekommen,
an dem ich glaube, dass ich eine wertvolle
Künstlerin bin – etwas, das ich vor
fünf Jahren noch nicht hätte sagen können.“
Solch ein Satz, ausgerechnet von
Austra, die schon vor fast zehn Jahren
mit „Future Politics” ein so selbstsicheres
Werk abgeliefert hat.
Litt sie all die Zeit an einem Imposter-
Syndrom? „Oh ja, ganz sicher!“, lacht sie
und erklärt: „Es ist immer schwierig, etwas
in die Welt zu geben, weil man nie die
Reaktion bekommt, die man erwartet.“
Das gilt auch für das neue Album „Chin
Up Buttercup“: Sie weiß, was es bedeutet,
„aber für alle anderen wird es sich anders
anfühlen – und das für jeden auf eine
einzigartige Art. Damit umzugehen, ist
komisch für mich.“ Früher war sie besessen
von den Reaktionen, „aber in den letzten
fünf Jahren habe ich Stolz darin gefunden,
eine Art ,working class‘-Künstlerin zu sein.
Viele der wirklich erfolgreichen Musiker
müssen gar keine glückliche Menschen
sein, der Erfolg ist letztlich bedeutungslos.
Er macht dich nicht glücklich, er macht
dein Leben nicht komplett. Wenn man
das verstanden hat, ist der eigene Erfolg
und die Reaktion der Welt nicht mehr
wichtig. Das ist sehr befreiend.“ Mit welcher
Einstellung entsteht Musik dann bei ihr
stattdessen? „Da denke ich viel drüber
nach. Denn wenn Erfolg keine Rolle spielt,
was ist die Motivation? Wenn ich überlege,
wie ich leben will, ist die Antwort für mich:
von Tag zu Tag. Was macht mich heute
zufrieden? Das kann Gartenarbeit sein
oder Essen zubereiten.
Oder manchmal für
Stunden Musik machen.
Das alles kann glücklich
machen.“
Und über Fragen des
Glücklich- und Unglücklichseins
hat sie viel
nachgedacht, handelt
das neue Album doch
von einer Trennung, die
eine brutale Erfahrung
war: Ihre Partnerin
verließ sie von einem
Tag auf den anderen. Es ist die Geschichte
einer Trennung, die sie komplett aus
der Bahn geworfen hat, gepackt in eine
musikalische Sprache der Synthesizer,
des Klubs mit Techno und viel Pop. Emotionaler,
gern auch sperriger Eskapismus,
aber kein Selbstbetrug. Ein Versuch, mit
Stil durch den Schmerz zu navigieren. „Ich
habe das Ende nicht erwartet, darum war
es so traumatisierend. Ich versuchte herauszufinden,
wie lang so ein Herzschmerz
anhalten wird, denn es scheint, dass es
nur für eine gewisse Zeit erlaubt ist, sich
so zu fühlen, bevor die Leute fragen, was
denn mit einem nicht stimmt.“ Das ging
ihr selbst kaum anders: „Ich war so instabil
und verwirrt. Warum bin ich nicht endlich
wieder normal?“
Dabei hat sie beim letzten Album „HiRU-
DiN“ noch voller Kraft von Veränderung
gesprochen. Sie meinte gar abgeklärt:
Es wird immer
wieder enden und
neu anfangen. „Ich
erinnere mich kaum
noch an das Album.
Es gehört zu einem
anderen Leben. Es war
zwar auch ein Breakup-Album,
doch eine
von beiden Seiten
gewollte Trennung –
das war diese nicht!“
Andere Dinge
scheinen sich derweil
nie zu ändern: Austra hat schon lange
festgestellt, dass man nie nur einmal
sein Coming-out hat, da man bei jedem
neuen Menschen wieder darüber reden
muss. Daran hat sich weiterhin nichts
geändert. „Wenn du auch nur mit deiner
Partnerin in ein Hotel auf dem Land
eincheckst, dann ist das wieder ein
weiteres öffentliches Coming-out. Es ist
eine Konstante. Aber es ist auch eine
Normalität, wie Hallo sagen. Selbst wenn
man nie weiß, ob es nicht eigenartig
werden wird. Wenn man zum Beispiel in
einer konservativen Gegend ist. Oder gar
in den USA!“ Aber das Fass machen wir
jetzt nicht auch noch auf.
*Interview: Christian K. L. Fischer
EUROPAS GRÖSSTE BEE GEES – TRIBUTE SHOW LIVE
FOTO: PATRICK SCHNEIDERWIND
DAS
ORIGINAL!
GEWÄHLT ZU
EUROPAS TRIBUTE
BAND DES
JAHRES
Vom 06.04. bis
31.05.2026
auf großer Tournee unter anderem
in Hamburg, Köln, Oberhausen,
Wien, Stuttgart, Berlin und in vielen
weiteren Städten.
ABBAMANIA – THE SHOW –
„Dancing Queen Tour 2026“
Die erfolgreichste Popband aller Zeiten feiert ein
Vermächtnis, das seit über 50 Jahren Menschen rund
um den Globus begeistert, berührt und vereint.
„Waterloo“, „Voulez-vous“, „Dancing Queen“, „The Day Before
You Came“, „Super Trouper“ oder „Don’t Shut Me Down“
– ABBAs Lieder sind mehr als nur Hits. Sie sind musikalische
Meilensteine, emotionale Begleiter.
Hinter diesem beispiellosen Erfolg stehen vier Künstler*innen,
deren Namen längst Musikgeschichte geschrieben haben:
Anni-Frid Lyngstad, Benny Andersson, Björn Ulvaeus und
Agnetha Fältskog. Zwischen 1972 und 1982 prägte ABBA den
Sound einer ganzen Generation – und weit darüber hinaus.
Mit ABBAMANIA – THE SHOW wurde eine Live-ABBA-Tribute-
Show geschaffen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das
musikalische Erbe ABBAs mit all seiner Leidenschaft, Energie
und dem unverwechselbaren Glanz auf beeindruckende
Weise zu zelebrieren. Es ist nicht nur eine Hommage – es ist
ein Erlebnis, das unter die Haut geht. Vom 7. bis zum 27. April
2026 ist ABBAMANIA – THE SHOW im Rahmen der „Dancing
Queen Tour 2026“ unterwegs und macht unter anderem in
Lüneburg, Münster, Köln, Hannover, Berlin, Nürnberg, Mannheim
und Leipzig Station. *rä
SHOW
®, & © 2025 Lions Gate Entertainment Inc. All Rights Reserved.
GEA LIVE AND KARL SYDOW IN ASSOCIATION WITH LIONSGATE PRESENTS
Vom 11.04. bis
28.04.2026
Vom 11.04. bis
22.05.2026
MIT MEGA
AFTERSHOW
PARTY
BECAUSE
SOME DANCES
LAST
FOREVER.
auf großer Tournee unter anderem
in Stuttgart, Dortmund, München,
Hamburg, Chemnitz, Frankfurt a.M.
und in vielen weiteren Städten.
auf großer Tournee unter anderem
in Bremen, Frankfurt a.M., Dortmund,
Hannover, München, Magdeburg und
in vielen weiteren Städten.
www.semmel.de
SOUL
Was für eine Stimme!
Was für eine Frau!
Die französische Erfolgssängerin
und Ex-Model Imany sorgte
vor fast zehn Jahren erstmals
für Furore: Ihr Song „Don't Be
So Shy“ wurde in der House-
Remix-Version zum internationalen
Megahit. Seither folgten
mehrere erfolgreiche Alben. Im
Oktober erschien ihr neuestes
Werk: „Women Deserve Rage“.
Es ist, wie verraten wurde (und
wie es zu hören ist!), „ein feministisches
Statement-Album,
ein Manifest der Emanzipation
und Wiedergeburt“, das mit Rollenbildern spielt und Erwartungen
bricht. Und vor allem: Soul der Extraklasse! Das Album erzählt
von Wunden und von Heilung als Vermächtnis – mit stark
biografischem Hintergrund: Die Künstlerin ließ sich scheiden und
verarbeitet diese Trennung auch in ihrer Musik. *rä
FOTO: L. BODY
Vom 12.05. bis
21.05.2026
auf großer Tournee unter anderem
in München, Wien, Köln, Leipzig,
Hamburg, Berlin und in vielen
weiteren Städten.
HANS ZIMMER PRESENTS
A NEW DIMENSION
Vom 15.10. bis
12.11.2026
PRESENTED & CURATED BY
auf großer Tournee unter anderem
in Düsseldorf, Frankfurt a.M.,
Stuttgart, Leipzig, Hamburg, Berlin
und in vielen weiteren Städten.
MUSIK
FOTO: PATRICK SCHNEIDERWIND
FOTO: PATRICK SCHNEIDERWIND
FOTO: 360GRADDESDESIGN.COM
INTERVIEW
PRINCE DAMIEN:
„Ich kann mich wieder ein bisschen in andere
Richtungen entwickeln …“
Nach dem großen Erfolg der vergangenen
Jahre kehrt „This is THE GREATEST
SHOW!“ 2026 mit einer aufwendig inszenierten
Produktion zurück auf die Bühne.
Die Show vereint beliebte Musical-Hits
mit eindrucksvollen Choreografien und
einer hochwertigen Bühnentechnik zu
einem mitreißenden Gesamterlebnis.
Wie kam es dazu, dass du Teil von „This
is THE GREATEST SHOW! 2026“ geworden
bist?
Mir war „This is THE GREATEST SHOW!“ schon
immer ein Begriff, weil ich oft Plakate mit
dem Hinweis gesehen habe, dass es mal
wieder eine neue Tour gibt. Da war ich richtig
glücklich, als dann die Anfrage kam, ob ich
als Special Guest dabei sein möchte. Also ich
freue mich auf jeden Fall total und bin Feuer
und Flamme für das Projekt.
Auf was darf sich das Publikum freuen?
Das Publikum kann sich auf jeden Fall auf
eine energiegeladene Show freuen. Ich werde
natürlich in verschiedenen Blöcken bei „This is
THE GREATEST SHOW!“ dabei sein. Einerseits
darf ich als MJ auf der Bühne stehen, aber bei
„The Choir of Man“ bin ich zum Beispiel auch
mit dabei. Es wird also laute, aber auch leise
Töne von mir geben.
Was hat sich musikalisch bei dir seit der
Teilnahme von DSDS geändert?
Musikalisch hat sich bei mir nicht so viel
verändert. Ich bin immer noch dem Pop
oder auch Popschlager treu geblieben.
Was sich aber verändert hat, ist natürlich
die Bühne. Ich bin jetzt nicht mehr nur auf
TV-Show-Bühnen zu sehen, sondern auch auf
Theaterbühnen und finde es einfach mega toll,
wie abwechslungsreich mein Alltag geworden
ist. Einerseits, dass ich bei „MJ – Das Michael
Jackson Musical“ in Hamburg spielen kann,
andererseits jetzt die „This THE GREATEST
SHOW!“-Tour und dann natürlich auch andere
FOTO: KEVIN LAUDERLEIN
kleine Projekte, wenn ich zum Beispiel mal
wieder einen Song release. Also es ist wirklich
so abwechslungsreich wie nie zuvor.
Was ist dein persönliches Highlight
bei der Inszenierung von „This is THE
GREATEST SHOW!“?
Mein persönliches Highlight ist natürlich die
MJ-Performance – aber auch der große Block
am Ende mit allen Hits aus „The Greatest
Showman“, denn der kracht noch mal so
richtig.
Wie bereitest du dich auf die Tour vor?
„Also so einen Vorbereitungsplan für die
„This is THE GREATEST SHOW!“-Tour habe
ich eigentlich nicht. Hauptsache genug
Unterhosen mitnehmen und genug
Wechselklamotten, denn schwitzen werde
ich definitiv. (lacht) Aber für mich ist es
irgendwie auch toll, jetzt mal so eine Art
Urlaub von MJ zu haben, denn so lerne ich
wieder neue Sachen kennen und kann mich
wieder ein bisschen in andere Richtungen
entwickeln und entfalten.
*Interview: Christian Fischer
Tickets gibt bei eventim.de und an allen
bekannten Vorverkaufsstellen, sowie in
Österreich unter oeticket.com und unter
semmel.de. Weitere Informationen auf
www.greatest-show.de.
FOTO: NIKOLAS HAGELE
EINE ANTHOLOGIE
DER BESTEN SONGS
VON HOT CHIP
KLASSIK
Richard Reschs
Weihnachtsalbum
„Die Nacht ist vorgedrungen“, ein Album, das in den besinnlichen Advent
passt, aber auch zur fröhlichen Weihnachtszeit. Es muss eben nicht immer „All
I Want for Christmas Is You“ sein!
DAS NEUE ALBUM
AB 14.11.2025
„Weihnachten ist voller kleiner,
wundervoller Unnötigkeiten – aber
auch voller Tiefe,“ so der Tenor dazu
schriftlich. „Ich wollte ein Album
aufnehmen, das diese Dualität
ernst nimmt.“ Mit seinem neuen
Weihnachtsalbum „Die Nacht ist vorgedrungen“
zeigt Richard Resch, dass
die Adventszeit auch anders klingen
kann. Statt der ewig gleichen Klassiker
bringt er Stücke aus Frühbarock,
Romantik und Moderne mit – Musik,
die berührt, überrascht und tiefgeht.
Im Mittelpunkt stehen Licht, Hoffnung
und Menschlichkeit – Themen, die
in einer Zeit, in der Weihnachten oft
im Konsumrausch untergeht, umso
wichtiger sind. Aufgenommen in
der besonderen Atmosphäre der
Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche
in Berlin, hat das Album einen ganz
eigenen, persönlichen Vibe. Mit einem
kleinen, eingespielten Team aus
Musiker*innen, Sänger*innen und
Tonprofis ist etwas entstanden, das
echt klingt – ehrlich, nah und mit viel
Herz für Musik. „Für mich sind spannende
Aufnahmen nicht unbedingt
makellos, aber voller Leben. Dieses
Album ist genau das – ein lebendiger,
zutiefst persönlicher Advents- und
Weihnachtszyklus.“ *rä
www.richardresch.eu
08.03.2026 HAMBURG MOJO
12.03.2026 BERLIN KESSELHAUS
17.03.2026 MÜNCHEN TECHNIKUM
18.03.2026 KÖLN CLUB BAHNHOF
BUCH
FOTOS: KILIAN SCHÖNBERGER
BILDBAND
Eine visuelle und poetische Reise:
„The Woods“
Dieses Buch will nicht nur gelesen,
sondern gespürt werden – denn es fühlt
sich an wie ein Baum. Das außergewöhnliche
Covermaterial ahmt die
Struktur von Holz nach und macht die
Natur haptisch erlebbar.
Nachhaltiges Naturpapier und eine
ausgestanzte Astloch-Optik mit
überraschendem Einblick verstärken
diesen Eindruck. „The Woods“ (ISBN 978-
3-911408-01-1) entführt seine Leser*innen
tief hinein in die geheimnisvolle Welt
des Waldes – ein sinnliches Erlebnis, das
Sehen, Fühlen und Staunen verbindet.
Die Deutschen und der Wald: eine intensive
Beziehung seit Menschengedenken.
Mal wirkt er düster und gefährlich, mal
licht und märchenhaft. Immer aber
gibt er Ruhe, Sauerstoff und kühlt die
Atmosphäre. Rund um den Globus
beschäftigen sich Menschen mit dem
Wald. Mit IHREN Wäldern. Und auch
der Fotograf Kilian Schönberger tat dies.
Er veröffentlichte im Spätsommer den
Bildband „The Woods“ – eine Einladung
zum Staunen, Entdecken und Innehalten,
ein berauschender Bildkosmos. Ganz wie
ein verzweigtes Wurzelwerk entfaltet sich
„The Woods“ entlang von vier zentralen
Themensträngen und lädt dazu ein, die
vielschichtigen Kreisläufe des Waldes
neu zu entdecken:
Mensch und Mythos Wald: In einem
kulturhistorischen Streifzug zeigt das Buch,
wie sich das Verhältnis zwischen Mensch
und Wald über Jahrhunderte gewandelt
hat – vom mystischen Ort der Verehrung
über die Ausbeutung als wirtschaftliche
Ressource bis hin zum heutigen Bewusstsein
für den Wald als schützenswerten
Lebensraum.
Das Herz des Waldes: Ein Blick unter
das grüne Dach. „The Woods“ macht
die unsichtbaren ökologischen Prozesse
sichtbar, die das Leben im Wald
zusammenhalten: Wasser, Nährstoffe,
Kohlenstoff. Alles ist miteinander verwoben
in einem fein abgestimmten Kreislauf des
Gebens und Nehmens.
Der Wald als Kraftquelle: Inmitten der
rastlosen Gegenwart wird der Wald zum
Ort der Stille und Regeneration. „The
Woods“ lädt dazu ein, die heilsame Energie
der Natur neu zu entdecken – als Quelle für
Achtsamkeit, Entschleunigung und innere
Balance. Stichwort Waldbaden, auf Japanisch
森 林 浴 – Shinrin Yoku: Das bedeutet
so viel wie „Eintauchen in die Atmosphäre
des Waldes“. Die Praxis stammt aus Japan
und wurde in den 1980er-Jahren als Antwort
auf Stress und Zivilisationskrankheiten
entwickelt. Beim Waldbaden geht es nicht
ums Wandern oder Sport, sondern darum,
achtsam und mit allen Sinnen im Wald zu
verweilen: das Rauschen der Blätter hören,
den Duft von Moos wahrnehmen, das
Lichtspiel zwischen den Ästen beobachten.
Studien belegen, dass Waldbaden Stress
reduziert, das Immunsystem stärkt und das
Wohlbefinden fördert.
Der Wald als Symbol des Lebens: Philosophisch
betrachtet wird der Wald
zum Spiegel des Daseins. Der Bildband
reflektiert über Werden, Wachsen und
Vergehen – und erinnert uns daran, dass
alles Leben Teil eines großen Ganzen ist.
„The Woods“ ist ein ganz wunderbares
und über 300 Seiten starkes Geschenk für
alle, die die Natur lieben! Ein poetisches
Kunstwerk. *rä
BUCH
BILDBAND
Vater der Moderne und letzter der alten Meister:
Francisco de Goya
Francisco de Goya (1746 – 1828) war mehr
als nur ein Künstler. Er war ein radikaler
Beobachter seiner Zeit. Mit einem Blick, der
schärfer kaum sein könnte, hielt er in 287
Radierungen und Lithografien die dunklen
Seiten der menschlichen Natur fest – und
das mit einer Tiefe, die auch heute noch
unter die Haut geht.
Zwischen bitterböser Gesellschaftskritik,
surrealen Albträumen und leiser Hoffnung
erzählt Goya von Macht und Wahnsinn,
Gewalt und Sehnsucht, von Menschlichkeit
im Chaos. Der Kölner TASCHEN Verlag veröffentlichte
unlängst „Goya. The Complete
Prints“ (ISBN 978-3-8365-8151-6).
Diese komplette Sammlung seiner
grafischen Werke ist das Ergebnis von über
200 Jahren Forschung und zeigt Goya als
einen der wichtigsten Bild-Erzähler Europas
– kompromisslos, mutig und seiner Zeit weit
voraus. Seine Werke sind nicht nur künstlerische
Meisterleistungen, sondern sprechen
Themen an, die bis heute nichts an Relevanz
verloren haben. Wer Goya anschaut, blickt
tief in die Abgründe der Geschichte. Und
vielleicht auch ein Stück in sich selbst.
Vater der Moderne und letzter der alten
Meister: Francisco de Goya – der Künstler,
der schon vor über 200 Jahren sah, was
viele bis heute nicht wahrhaben wollen. Er
lebte in einer Zeit voller Umbrüche: Spanien
im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert war
geprägt von politischer Instabilität, Krieg,
Armut und einem tiefen gesellschaftlichen
Wandel. Doch anstatt sich dem schönen
Schein der höfischen Malerei hinzugeben,
entschied sich Goya für einen anderen Weg:
Er blickte dorthin, wo andere wegsahen.
Seine Radierungen und Lithografien sind wie
ein visuelles Tagebuch der menschlichen
Abgründe – direkt, ungeschönt und oft
erschütternd aktuell. *rä
www.taschen.com
DIE SCHÖNSTEN
MUSICALS
IM THEATER
DES WESTENS
DIE LUSTIGSTE
SHOW DER STADT!
IMMER FREITAGS - JETZT MIT ZUSATZTERMINEN!
WELTPREMIERE AM 21.03.2026
IM THEATER DES WESTENS
TICKETS & INFOS:
JETZT
BUCH
BILDBAND
Schwule Liebe
von 1850 bis 1950
Egal, was die Hater sagen, es ist nichts Neues, sondern
einfach etwas Wunderschönes. Wenn zwei Menschen
sich lieben, dann ist das immer richtig – und da sie damit
keinem/keiner schaden, ist auch alles sehr gut. Und auch
schön anzusehen!
FOTOS: © NINI-TREADWELL INC.
Das beweisen die beiden US-Herausgeber Hugh Nini und Neal
Treadwell mit der lang erwarteten Fortsetzung ihres Bildbandes
„LOVING“ aus dem Jahr 2020. Jetzt erscheint endlich „MORE
LOVING“ im Elisabeth Sandmann Verlag und feiert die Liebe!
Erneut haben die Sammler in ihren Archiven gestöbert und
historische schwule Liebesbilder herausgesucht, die berühren.
Die beiden Queers haben über viele Jahre hinweg eine
beeindruckende Sammlung seltener Vintage-Fotografien aufgebaut
und präsentieren nun erneut eine Auswahl besonders
sinnlicher Zeitzeugnisse.
Das am 13. Oktober erschienene Buch „MORE LOVING“ (ISBN
978-3-949582-43-1) präsentiert daraus über 300 bisher
unveröffentlichte Bilder von romantischen Männerpaaren aus
der Zeit zwischen 1850 und 1950.
Liebe, die Zeit und Grenzen überwindet: Wie bereits im
ersten Band erzählen auch diese Aufnahmen stille, intime
Geschichten – oft berührend und dokumentarisch – und
stammen aus einer Epoche, in der queere Liebe noch gänzlich
im Verborgenen stattfand. Von frühen Daguerreotypien über
Silbergelatineabzüge bis hin zu privaten Schnappschüssen
zeigt das wunderbare Buch eine große Bandbreite menschlicher
Zuneigung, unabhängig von Herkunft oder sozialem
Status. Die ehemals verborgenen Fotografien sind heute ein
kraftvolles Zeugnis der Liebe zwischen Männern – und zugleich
ein bedeutender Beitrag zur queeren Erinnerungskultur. *rä
www.suhrkamp.de
In jeder
Stadt
zu Hause
Queere Gastgeber in über
70 Ländern erwarten dich!
Seit 20 Jahren in der Community bekannt unter ebab
00:00
OUT NOW!
Feel the
Beat.
Tanz mit GAY FM zu den besten
Remixen aus den Clubs dieser Welt.
Scannen & App laden
Powered by fility
KUNST
AUSSTELLUNG
„I’ve never been afraid of beauty!“ –
Die Sammlung Dirk Lehr
Ende November eröffnet die Ausstellung. Und wir bekommen die Gelegenheit, uns an Werken von
Künstlern wie Max Diel, Andy Warhol und Christopher Winter zu erfreuen.
Max Diel – „o.T. (Umbrella)“, 2018, Mischtechnik/Papier, 40,3 x 26 cm
Alles begann vor über 35 Jahren, als Dirk Lehr – damals noch
Schüler in Heidelberg – sein erstes Kunstwerk kaufte. Was als
jugendlicher Impuls begann, wurde zur Leidenschaft, die ihn bis
heute begleitet. Für Lehr war schnell klar: Ein starrer Plan oder
der nächste Hype interessieren ihn nicht. Vielmehr folgt er seiner
Neugier und lässt sich überraschen, welche Menschen, Werke
oder Geschichten ihm begegnen. Genau diese Offenheit prägt
seine Sammlung bis heute.
Ob weltbekannte Namen wie Warhol, Robert Rauschenberg oder
junge, noch unbekannte Talente – für Lehr zählt, was ihn berührt.
Seine Sammlung schlägt einen weiten Bogen von den 1960ern
bis zur Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen immer die Geschichten
hinter der Kunst und die Haltung der Künstlerinnen und Künstler.
Der Titel der Ausstellung – und auch der begleitenden Publikation
– bringt seine Sichtweise klar auf den Punkt: Für ihn muss Kunst
nicht kompliziert, sperrig oder radikal sein, um ernst genommen
zu werden. Schönheit hat in der Kunst ebenso ihren Platz. Dass
gerade diese oft abgewertet wird, hält er für einen fragwürdigen
Trend. Dekoration interessiert ihn dabei nicht, aber warum sollte
Kunst nicht auch einfach schön sein dürfen? Lehr ist aber nicht
nur Sammler. Als Rechtsanwalt für Urheberrecht ist er tief in die
Kunstwelt eingebunden und kennt ihre Mechanismen. Er hat über
viele Jahre für die Financial Times Deutschland geschrieben,
Podcasts produziert und Bücher veröffentlicht, etwa zu Themen
wie Urheberrecht, Kunstmarkt oder Cancel-Culture. Darin gibt
er auch praktische Tipps: für Sammler, Kunstschaffende oder
alle, die sich im komplexen Kunstbetrieb zurechtfinden wollen.
Nach Stationen in Düsseldorf, Mailand und Köln lebt er heute in
Berlin. Dass gerade der Mannheimer Kunstverein ihm nun eine
Ausstellung widmet, ist für Lehr etwas Besonderes, denn hier, in
der Rhein-Neckar-Region, nahm 1988 alles seinen Anfang.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog. Außerdem
begleitet Dirk Lehr das Programm mit Vorträgen und
Veranstaltungen rund um die Themen Kunst sammeln und
verkaufen, Einstieg in den Kunstmarkt, Selbstvermarktung für
Kunstschaffende sowie die aktuellen Herausforderungen durch
Cancel-Culture. *rä
23.11.2025 – 22.2.2026, „I’ve never been afraid of beauty!
Die Sammlung Dirk Lehr“, Mannheimer Kunstverein,
mannheimer-kunstverein.de
Christopher Winter – „Against Nature“ 2005, Acryl/Leinwand, 190 x 190 cm
Andy Warhol – „Electric Chair“, 1971, Siebdruck, 90,2 x 121,9 cm
KUNST
FOTO: INTERCITY_ART_
NACHGEFRAGT
intercity_art_ – Zucker fürs Auge
Seine Fotos sind provokant, erotisch
und einfach gut. Was dieser Content
Creator aus Wien allein oder gemeinsam
mit anderen Künstler*innen
erschafft, begeistert. Wir haben einmal
nachgefragt.
Wann hat deine künstlerische Reise
begonnen?
Als Model stand ich vor drei Jahren zum
ersten Mal vor der Kamera. Künstlerisch
tätig bin ich allerdings schon, seit ich
neun Jahre alt bin. Damals habe ich
meinen ersten Zeichentrickfilm gemacht.
Mit 22 kam ich zum Spielfilm, weil ich sehr
gerne mit Menschen arbeite. Vor allem
habe ich Regie geführt und Filme mit
queeren Themen realisiert. 2023 habe
ich dann meine erste queere Webserie
veröffentlicht. Erst danach stand ich
häufiger selbst vor der Kamera.
Vor eineinhalb Jahren habe ich meine
Leidenschaft für Live Posing entdeckt –
seitdem liebe ich es, mit verschiedenen
Künstler*innen an neuen Bildern zu
arbeiten. Damit kehre ich auch ein Stück
weit zu meinen Wurzeln zurück, denn ich
zeichne selbst sehr gerne.
Deine Bilder sind ziemlich erotisch
– gab es da nie Probleme mit den
Social-Media-Plattformen?
Ja, natürlich gab es da manchmal
Schwierigkeiten. Erst gestern wurde ein
Bild von mir auf Instagram gelöscht. Das
FOTO: @SUPERCHARGEDGUYS
ist bei mir leider nicht anders als bei
vielen anderen. Ich versuche aber, mich
darüber nicht aufzuregen.
Was ist dir bei einem Bild wichtig?
Wenn ich mit einem Fotografen
zusammenarbeite, schaue ich mir zuerst
sein Portfolio an, um zu sehen, ob mir
sein Stil gefällt. Vertrauen ist mir dabei
besonders wichtig – ohne Vertrauen
können keine guten Bilder entstehen.
Mir ist es wichtig, dass ein Bild eine
besondere, einzigartige Ästhetik hat. Am
liebsten mag ich es, wenn es auch etwas
Magisches ausstrahlt. Außerdem bringe
ich gerne meine Emotionen mit ein,
damit das fertige Bild eine Geschichte
erzählt.
Und was vermeidest du? Wie bereits
erwähnt: Ich arbeite nur mit Menschen,
denen ich vertraue. Vertrauen hat für
mich oberste Priorität.
*Interview: Michael Rädel
www.instagram.com/intercity_art_/,
linktr.ee/intercityart,
www.youtube.com/@intercity_art2
FILM
INTERVIEW
NACHGEFRAGT BEI
JOY GHARORO-AKPOJOTOR
Schon seit einigen Jahren gilt Joy Gharoro-Akpojotor,
geboren in Nigeria und seit
Jahren in Großbritannien lebend, zu den
vielversprechendsten und umtriebigsten
jungen Produzentinnen in der britischen
Filmbranche. Nun legt die queere Filmemacherin
ihren ersten langen Spielfilm
als Regisseurin vor. „Dreamers“ (Kinostart:
8. Dezember 2025) erzählt die Geschichte
von Isio (Ronkę Adékoluęjoe), die
nach zwei Jahren illegalen Aufenthalts
in England auf eine Bewilligung ihres
Asylantrags hofft, um nicht in ihre Heimat
zurückkehren zu müssen, und sich im Abschiebezentrum
in ihre Zimmergenossin
Farah (Ann Akinjirin) verliebt. Wir trafen
Gharoro-Akpojotor auf der Berlinale zum
Interview.
Joy, Sie haben sich vor Jahren selbst
um Asyl in Großbritannien bemüht
und mussten dafür beweisen, dass Sie
lesbisch sind. Wann kam Ihnen erstmals
die Idee, diese Erfahrungen in einem Film
zu verarbeiten?
Darüber dachte ich schon ein paar
Monate, nachdem ich es erlebt hatte,
nach. Bereits in dem Moment, in dem
ich damals zu meinem entscheidenden
Gespräch antrat, nahm ich all die anderen
Asylsuchenden wahr, die vor irgendwelchen
Sachbearbeiter*innen in diesen
Großraum-Bürozellen Platz nahmen. Hier
und da konnte ich die Gespräche mithören,
und mir wurde überdeutlich, wie viele
unterschiedliche, individuelle Schicksale
und Geschichten in diesem trostlosen
Raum versammelt waren. Mir kam schnell
der Gedanke, dass ich einen Weg finden
musste, um nicht nur über meine, sondern
auch diese anderen Geschichten zu
sprechen. Denn auch wenn ich all diese
Menschen gar nicht kannte, wusste ich,
dass sie sehr gute Gründe hatten, warum
sie nun dort an diesen Tischen saßen.
Denn der Weg dorthin und auch die
Situationen rund um den Asylantrag sind
so hart und bergen so viele Risiken, dass
niemand das leichtfertig auf sich nimmt.
Über diese Thematik könnte man
problemlos einen tragischen, bitteren
Film drehen. Warum haben Sie sich dazu
entschlossen, stattdessen in „Dreamers“
nicht zuletzt auch auf Hoffnung und
Humor zu setzen?
Das hatte letztlich zweierlei Gründe.
Zum einen ist meine Produzentin Emily
Morgan dafür verantwortlich, denn als
sie meine erste Drehbuchfassung las, in
der humorvolle Momente noch eher rar
waren, meinte sie zu mir: „Joy, du bist ein so
positiver Mensch mit so viel Lebensfreude.
Davon muss mehr in deine Geschichte!“
Das leuchtete mir ein, denn tatsächlich
bin ich jemand, der auch in schwierigen
Zeiten wie eben meinem Asylverfahren
immer Wege findet, auch glücklich zu sein.
Und die Hoffnung ist es ja, die einen solche
Krisensituationen überstehen lässt. Also
erschien es mir nur stimmig, dass ich in
meinem Film nicht nur die Verzweiflung
dieser Frauen zeige, sondern eben auch,
wie sie tanzen, lachen und lieben.
Sie selbst saßen damals nicht in einem
solchen Auffang- oder Abschiebelager,
richtig?
Das stimmt. Deswegen habe ich für „Dreamers“
viel recherchiert, was den Alltag an
diesen Orten angeht. Auch da erstaunte
mich, dass ich nicht nur mit Leuten sprach,
die diese Zeit als die schlimmste ihres
Lebens in Erinnerung hatten. Sondern eben
auch welche, die mir berichteten, was sie
aus diesen Erfahrungen Gutes mitgenommen
haben. Eine Frau erzählte mir sogar,
dass sie in diesem Lager ihre Partnerin
kennengelernt hat, die im gleichen Zimmer
untergebracht war wie sie. Die beiden
verliebten sich, erhielten gleichzeitig ihre
Aufenthaltsgenehmigungen und leben bis
heute zusammen. Solche Geschichten sind
natürlich nicht die Regel, aber es gibt sie.
Und deswegen sollte man sie auch mal
erzählen.
Wie genau sah Ihre Recherche denn aus?
Ich wandte mich an ein paar wohltätige
Hilfsorganisationen, die sich um Asylbewerbende
kümmern, darunter auch eine
mit Fokus auf die LGBTIQ*-Community.
Die vermittelten mich an queere Frauen
und Männer aus den unterschiedlichsten
Ländern, die bereit waren, mit mir ihre
Erfahrungen zu teilen. Wir sprachen
über die unterschiedlichsten Aspekte,
den Umgang der Insass*innen solcher
Lager untereinander, die Wächter*innen,
die Räumlichkeiten, die Angst und die
Einsamkeit, die Hoffnung und kleinen
Gesten der Menschlichkeit. Außerdem
FILM
habe ich alle gefragt, ob sie mal versucht
haben auszubrechen, denn auch das ist ja
Teil meiner Geschichte. Ein Mann erzählte,
dass in seinem Abschiebelager einige
Männer tatsächlich nur mit Löffeln einen
Tunnel gruben und zumindest kurzzeitig
fliehen konnten, bevor sie gefasst wurden!
Bei all dem war mir allerdings immer klar,
dass der Asyl- und Einwanderungsaspekt
bei „Dreamers“ nur den Kontext und die
Umgebung liefern würde. Denn mir ging es
nicht um ein Geflüchtetendrama, sondern
um einen Liebesfilm.
Ein Asylbewerbungsverfahren zu durchlaufen,
ist sicherlich immer eine enorm
schwierige, kräftezehrende Erfahrung.
Aber als queerer Mensch wird es einem
vermutlich oft doppelt schwer gemacht,
oder?
In vieler Hinsicht sicherlich. „Wie kann ich
denn sichergehen, dass Sie homosexuell
sind?“ Diese Frage, die auch im Film fällt,
wurde mir damals wortwörtlich gestellt. Ich
musste plötzlich beweisen, dass ich lesbisch
bin, dabei bin ich mir ziemlich sicher,
dass heterosexuelle Asylsuchende selten
beweisen müssen, dass sie hetero sind.
Das war eine ziemlich irre Situation. Denn
wie beweise ich meine sexuelle Identität,
zumal in einer solchen Befragung, in der
FOTOS: ROB BAKER ASHTON / DREAMERS PRODUCTION
das Gegenüber einem auch noch ständig
unterstellt, man würde lügen?
Wie laufen solche Befragungen ab?
Ich wurde damals nach den Gay Bars in
Nigeria gefragt und sollte Auskunft geben
über die LGBTIQ*-Community. Worauf ich
immer nur antworten konnte: Die gibt es
nicht wirklich, denn Homosexualität ist bei
uns verboten. Deswegen sitze ich doch
hier! Außerdem versuchen die Beamten
oft, einen aus der Reserve zu locken, indem
sie sehr offenherzige Fragen zum Thema
Sex und Sexualität stellen. Der Gedanke
ist wohl, dass darüber nur tatsächlich
queere Menschen offen und schamlos
sprechen können. Dabei fällt ja gerade das
vielen schwer, wenn sie aus konservativen
Ländern kommen, wo sie ihre Identität
nie frei ausleben konnten und sich immer
verstecken mussten. Umso mehr, wenn
man – wie in meinem Fall damals – als
Frau von einem Mann befragt wird. Das
ganze System macht also eigentlich
keinen Sinn. Wer aufgrund seiner sexuellen
Identität Asyl sucht, muss letztlich idealerweise
von Gewalterfahrungen berichten
können, damit ihm oder ihr geglaubt wird.
Und schon darin steckt ja letztlich massive
Homophobie.
*Interview: Patrick Heidmann
ich weiß, wo
ich mich über
hiv-therapien
informiere.
NX-DE-HVU-ADVT-230001 – April 2024
wissen fürs leben
findest du hier!
Mach dich schlau - mit
der digitalen HIV-Broschüre
FILM
NACHGEFRAGT
ZANDER WOODZ –
Der neue Star bei CARNAL+
Das erfolgreiche US-Studio CARNAL+ hat einen neuen Kerl am Start. Und wir
durften dem Hingucker ein paar Fragen stellen.
Du bist bekannt als Pup Zander. Was
gefällt dir an Masken?
Ich habe Masken schon immer optisch
sehr gemocht. Sie können geheimnisvoll,
verspielt oder geradezu heiß sein. Was
ich an Masken liebe, ist, dass sie ein
hilfreiches Mittel sein können, um uns
selbst zu erkunden. In vielerlei Hinsicht
hat mir das Tragen von Masken insbesondere
dabei geholfen, extrovertierter
zu werden.
In Berlin hast du bereits im Berghain
aufgelegt, ein Traum für viele. Welche
Art von Musik hörst du privat?
Eine breite Palette von Ambient bis
House. Lustige Tatsache: Bevor ich mit
dem DJing angefangen habe, habe ich
in einigen Rockbands als Schlagzeuger
gespielt. Es war ein natürlicher Übergang.
Und beim Sex?
Melodischer Techno, etwas, in dem man
sich verlieren kann, während man sich
mit seinen Spielgefährten beschäftigt.
Wie oft trainierst du pro Woche?
Ziemlich regelmäßig, durchschnittlich
vier bis fünf Mal pro Woche. Ich mache
eher Krafttraining und überlasse das
Kardiotraining meist der Tanzfläche oder
dem Darkroom.
Wie bist du zur Pornoindustrie
gekommen?
Das war ein schrittweiser Prozess. Ich
wollte mehr Inhalte zum Thema „Pup“
erstellen, weil ich mir damals so viel
davon angesehen hatte, dass es für
mich nichts wirklich Neues mehr gab.
Das war zu der Zeit, als ich regelmäßig
im Fitnessstudio trainierte. Also habe
ich mir eine Pup-Kapuze zugelegt und
angefangen, meine eigenen Inhalte zu
erstellen, um sie in den sozialen Medien
zu teilen. Dann habe ich mir OnlyFans
zugelegt und später, nach einigen
Anfragen, Just for Fans. Durch meine
Zusammenarbeit mit anderen Creators
bin ich zu Veranstaltungen gekommen,
bei denen auch Studios vertreten waren.
Eins führte zum anderen, und jetzt bin ich
stolz darauf, ein Carnal Exclusive zu sein!
Stichwort Ernährung.
Ich versuche, mich auf Lebensmittel zu
konzentrieren, die mir Nährstoffe und
Energie liefern, anstatt nur den Heißhunger
zu stillen, der manchmal vielleicht
etwas zu groß ist. Iss leichte Sachen
wie Gemüse, ballaststoffreiche Kost
und vergiss nicht: immer ausreichend
trinken!
Mit wem würdest du gerne noch
drehen?
Bastian Gate.
Und mit wem hat die Zusammenarbeit
bisher besonders gut geklappt?
Ehrlich gesagt war die Zusammenarbeit
mit Adam Snow großartig. Seine
entspannte Art und seine Bereitschaft,
neue Dinge auszuprobieren, haben
die Dreharbeiten sehr einfach
gemacht. Ich würde ihn auf jeden Fall
weiterempfehlen.
*Interview: Michael Rädel
COR.DE/SIWA
Eine Oase im Alltag.
I hr Spezialist für Designmöbel
Schießhüttenstr. 16
60386 Frankfurt-Fechenheim
www.heide-bechthold.de
100% MADE
IN GERMANY
NATÜRLICH
NACHHALTIG
MIT LIEBE
HANDGEFERTIGT
info@heide-bechthold.de
T. +49.(0)69.94 21 66-0