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gab November 2025

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NOVEMBER 2025 I HEFT 327

FRANKFURT I MAINZ I WIESBADEN I MANNHEIM I STUTTGART

COMMUNITY

Trans*

Aktionswochen

Rhein-Neckar

KULTUR

Die Mainsirenen

Tanzfestival

Rhein-Main

SPECIAL

Ökologie

Nachhaltigkeit

QUEER Filmfest

Weiterstadt

Interviews: Sophie and the Giants I Austra I Ahmed Mnissi


AB DEM 14. NOVEMBER 2025 –

WIR FREUEN UNS AUF SIE!

BESUCHEN SIE UNS IN EINEM IHRER

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Intro 3

INHALT

Frankfurt | Wiesbaden | Mainz | Mannheim | Stuttgart

4

12

16

22

24

28

34

38

40

41

46

Frankfurt

Essen & Trinken

Rhein-Main Neckar

Mannheim

Stuttgart

Ökologie

Party

Party-Rückblick

Homoskop

Pink Pages

Kultur

Liebe GAB-Leser*innen,

46 KULTUR

der November ist ein komischer Monat. Ein bisschen wie im Transit-

Bereich: Irgendwie sitzt man fest in diesem unentschlossenen

noch-nicht-Winter und nicht-mehr-goldener-Herbst. Offenbar hat

sich daraus insbesondere unter den männlichen Frankfurtern eine

Challenge entwickelt: Solange die Temperatur nicht unter 10 Grad

sinkt, trägt man stur kurze Hosen. Wir lassen und davon nicht beirren

und starten stattdessen mit der aktuellen GAB-Ausgabe einfach nach

vorne durch, mit jeder Menge Events, vom Queer Filmfest Weiterstadt

über die Premiere des neuen Programms der Mainsirenen bis zu den

monatlichen Party-Tipps. Kurz vor Druckabgabe erreichte uns noch

die Nachricht, dass der ehemalige Mr. Fetisch Hessen 2023 Shkody

zum neuen Mr. Fetish Germany 2026 gewählt wurde – nach Stefan der

nächste Mr. Fetish Germany, der aus Hessen kommt und Mitglied im

FLC ist. Glückwunsch!

Viel Spaß mit der November-Ausgabe wünscht

Björn Berndt

• Musik

• Buch

• Kunst

• Film

epaper.männer.media

Alle Magazine, alle Termine, kostenlos und digital!

Auch in der männer* App!

FOTO: ERNST STARTMANN

IMPRESSUM

Herausgeber: Christian Fischer (cf) & Michael Rädel (rä)

Chefredakteur: Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)

KONTAKT:

Frankfurt: T: 069 83044510 F: 069 83040990,

redaktion@gab-magazin.de

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Köln: T: 0221 29497538, c.lohrum@rik-magazin.de

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REDAKTION:

Chefredaktion Frankfurt: Björn Berndt (bjö)

Mitarbeiter*innen: Dirk Baumgartl (dax),

Frank Daschmann (fd), Christian K. L. Fischer (fis),

Bernhard Fischer (Termine), Patrick Heidmann,

Benjamin Hofmann (Horoskop), Michael Krawczyk (mk),

Jessica Purkhardt (jp), Dirk Rueder (dr),

Katja Schwemmers, Peter Zamer (pez)

Wir nutzen redaktionelle KI-Tools. Vollständig durch KI

generierte Inhalte kennzeichnen wir mit dem Hinweis

„KI erstellt“.

Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke, www.sprachdesign.de

GRAFIK:

Saskia Funke, Janis Cimbulis

Cover: Adobe Stock (mit KI generiert)

ANZEIGEN:

Berlin: Christian Fischer:

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Verwaltung: Sonja Ohnesorge

Geschäftsführer: Hendrik Techel, Christian Fischer (cf)

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wird die Abogebühr

am 3. Bankarbeitstag

des laufenden Monats

abgebucht.

Besuch

Schuch!

Weil’s um mehr als Geld geht,

bringen wir die Kultur zu den

Menschen.

Die S-Finanzgruppe ist Hauptsponsor

der Ausstellung

„Carl Schuch und Frankreich“.

Am 29. + 30.11.2025:

Freier Eintritt

für Sparkassen-

Kund:innen

in die Ausstellung*

Carl Schuch

und Frankreich

Städel Museum

24.09.2025 – 01.02.2026

* Einfach mit Ihrer Sparkassen-Card und Lichtbildausweis

vor Ort an der Kasse ausweisen

und Freiticket erhalten.

Carl Schuch, Der Rhododendronkorb (Detail), um 1886 –1894,

Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden,

Foto: Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Jürgen Karpinski

Édouard Manet, Blumen in einer Kristallvase (Detail), um 1882,

National Gallery of Art, Washington, Ailsa Mellon Bruce Collection,

Foto: Courtesy National Gallery of Art, Washington


4 Frankfurt

COMMUNITY

ROSA WEIHNACHTSMARKT

In den Regalen der Supermärkte

stapeln sich schon seit Wochen

Spekulatius, Vanillekipferl und

Lebkuchenherzen. Dabei wissen

doch alle, dass Weihnachtsgebäck

frühestens im November

schmeckt. Genau genommen

ab dem 22. November, denn

dann eröffnet der Frankfurter

Weihnachtsmarkt, und natürlich

ist auch wieder der Rosa

Weihnachtsmarkt der Xtremeties

dabei. Zu den kulinarischen

Specials gehören hier Frankfurter

Apfelglühwein, Punsch, Reibekuchen,

vegane Varianten leckerer

Weihnachtsspezialitäten und

natürlich Marions legendäre

Feuerzangenbowle. Das alles

kann man besonders gut

genießen inmitten uriger

Holzhütten, stimmungsvoller

Tannenbaumdeko und bei

atmosphärischem Licht in den

Abendstunden zur Glühwein-

Afterwork-Session. Die ein oder

andere Geschenkidee findet sich

hier bestimmt auch – aber das

Wichtigste sollte doch immer das

Gemeinschaftserlebnis sein. Let’s

Stay Together! *bjö

24.11. – 22.12., Rosa Weihnacht

auf dem Friedrich-Stoltze-Platz,

Frankfurt, Mo bis Sa 10 – 21 Uhr,

So 11 – 21 Uhr

FOTO: MIT KI ERSTELLT

ZWISCHEN DEN ZEILEN

KOLUMNE

Pride ohne Pathos

FOTO: XTREMETIES

In dieser Ausgabe von „Zwischen den

Zeilen“ denkt Jessica Purkhardt darüber

nach, wie sich die Zivilgesellschaft in

Südosteuropa sinnvoll stärken lässt –

und warum queere Selbstüberhöhung

dem gesellschaftlichen Fortschritt eher

schadet als nützt.

Die wenigsten meiner Kolumnen

schreibe ich in Wiener Kaffeehäusern –

aber diese schon. Bei einem Doppelten

blicke ich auf die 5.000 Kilometer, die ich

im Spätsommer auf dem Balkan und in

der Donau-Region zurückgelegt habe.

Große Vielfalt ist mir dort begegnet,

Überbleibsel vergangener Pracht und

hoffnungsvolle Ausblicke in eine vielversprechende

Zukunft.

Die Regenbogenfarben begegneten

mir nur einmal. An einer Fassade eines

bulgarischen Malerbetriebes, der damit

Vorbeifahrende auf sein Gewerk hinwies.

Mit Farben „made in Germany“. Gegen

Importe der Regenbogenflagge und

wofür sie steht, verwahrt man sich

jedoch in Südosteuropa vielerorts. Diese

Ablehnung wird zwar von progressiven

Westeuropäern gerne auf Feindbilder

wie Viktor Orbán projiziert, doch auch

von großen Teilen der Bevölkerung

getragen. Allerdings nicht von einer

überwältigenden Mehrheit: Knapp die

Hälfte der Ungarn unterschrieb in einer

EU-weiten Umfrage den Satz „An einer

gleichgeschlechtlichen Beziehung

ist nichts falsch“, und am Budapest

Pride nehmen seit Jahren rund 35.000

Menschen teil.

ENTGRENZTER AKTIVISMUS

Die Kritik an der ungarischen Administration

ist so vielfältig wie legitim: Im

Juni hatte die Regierung den Pride in

Budapest genutzt, um ihre repressiven

Maßnahmen zu demonstrieren. Unter


Frankfurt 5

dem Vorwand des „Kinderschutzes“

beschnitten Gesetze die Versammlungsfreiheit,

richteten sich gezielt

gegen LGBTIQ*-Themen und erlaubten

Gesichtserkennung zur Identifizierung

von Teilnehmenden. Das EU-Parlament

und Menschenrechtsorganisationen

sahen darin klare Grundrechtsverstöße.

Umso bedeutsamer war es, dass mehr

als siebzig Europaabgeordnete, nationale

Politiker*innen und Aktivist*innen

mit ihrer Anwesenheit Aufmerksamkeit

schufen und Schutz vor Repression

boten.

Peinlich waren dagegen die Selbstüberhöhung

und das unreflektierte Sendungsbewusstsein

einiger Aktivist*innen,

die den Lifestyle des Prenzlauer Bergs

auch in der Puszta verteidigen wollten.

Budapest ist im Frühsommer schließlich

schön, nicht weit weg – und gefährlich

ist es auch nicht. Ungarn liegt bei der

Gesetzgebung und Strafverfolgung von

Hasskriminalität über dem EU-Durchschnitt.

Die Hauptstadt an der Donau ist

beliebt bei schwulen Städtereisenden

und für manche sogar Wahlheimat

geworden.

STEINIGER WEG ZUR AKZEPTANZ

Die roten Zonen liegen anderswo in

der Region – zum Beispiel in Rumänien

oder Bulgarien. Der tapfere ehemalige

Bundestagsabgeordnete Volker Beck,

der bei Pride-Veranstaltungen in Moskau

in den 2000er-Jahren verletzt und

verhaftet wurde, konnte angesichts der

westlichen Leidensdarsteller*innen in

Budapest vermutlich nur müde lächeln.

Sorge macht, dass aus dem solidarischen

Flaggezeigen ein aktivistischer

Tourismus entsteht, dem die Anliegen

vor Ort egal sind, der aber mitunter

Weltanschauungen transportiert, die auf

deutschen CSDs kaum unwidersprochen

blieben. Queere Bekehrungsfeldzüge

erweisen den Bemühungen um Liberalisierung

der rechtlichen Bedingungen

für Lesben, Schwule und Transgender in

der Donauregion und auf dem Balkan

mit ihrer Selbstgerechtigkeit einen

Bärendienst.

Weder Toleranz noch Akzeptanz erreicht

man mit der Brechstange. Vielmehr

entstehen sie durch einen gesellschaftlichen

Reifeprozess – wie in Westeuropa,

wo die Erkenntnis wuchs: Niemand hat

weniger, wenn Freiheitsrechte geteilt

werden. Trotz aller Rückschläge und

trotz zunehmender Anfeindungen zeigt

sich nämlich, dass die Mehrheit der

Europäer*innen queere Lebensweisen

längst akzeptiert. Die Aufgabe der Politik

besteht darin, diese Realität endlich

in faire Gesetze zu übersetzen und

bestehende Rechte wirksam zu schützen.


6 Frankfurt

COMMUNITY

TRANSGENDER DAY OF

REMEMBRANCE

Anlässlich des Gedenktags für

die Opfer transfeindlicher Gewalt

findet in der Frankfurter Nikolaikirche

ein Gedenkgottesdienst

statt, der speziell der seit 2024

ermordeten trans Personen

gewidmet ist. Veranstaltet wird er

von der Jugendkirche KANA, der

evangelischen und katholischen

Hochschulgemeinde der Uni

Mainz und dem dgti. Am 20.

November finden weltweit

Gedenkveranstaltungen für

trans Opfer statt. Initiiert wurde

der Gedenktag 1998, um auf die

Ermordung von Rita Hester, einer

afro-amerikanischen trans Frau,

aufmerksam zu machen; in den

Medien wurde damals darüber

nicht berichtet und der Fall gilt

bis heute als nicht aufgeklärt.

20.11., Alte Nikolaikirche,

Römerberg, Frankfurt, 18 Uhr,

dgti.org

FOTO: RAFAEL RANDY CARDOSO GARCIA, PEXELS.COM, GEMEINFREI

COMMUNITY

STOLPERSTEINE für

verfolgte Schwule

Die Initiative Stolpersteine erinnert

an Opfer des Nationalsozialismus:

Vor deren ehemaligen Wohnhäusern

werden goldenfarbene Pflastersteine in

den Boden eingelassen, versehen mit

Namen und einer kurzen Biografie.

Über 2.200 Stolpersteine sind bislang

in Frankfurt verlegt worden – 12 davon

für Männer, die nach § 175 verfolgt,

eingesperrt und ermordet wurden. Bis

2017 waren es lediglich drei Stolpersteine

für homosexuelle Männer; dann widmete

sich die Initiative verstärkt diesem Thema

und konnte bis Mitte 2019 neun weitere

Steine verlegen.

In diesem Jahr wurden diese 12 Biografien

endlich auch in die Frankfurt History

App eingearbeitet. Die Recherche zu

den Biografien verfolgter Homosexueller

in Frankfurt gestaltet sich schwierig,

da zum einen wenig dokumentiert

wurde und vor allem vor bis vor Kurzem

auch nur wenig dazu geforscht wurde.

Martin Dill, Vorsitzender der Initiative

Stolpersteine Frankfurt, erklärte 2019 in

einem Vortrag: „Außer einem Fall, der

uns aus dem persönlichen Umfeld des

Opfers zugetragen wurde, waren uns

zunächst keine weiteren Biographien

von Opfern aus Frankfurt am Main

bekannt, die im Zuge ihrer Verfolgung

nach § 175 ihr Leben verloren. In den

80er- und 90er-Jahren hatte sich Dieter

Schiefelbein intensiv in den Archiven mit

Einzelschicksalen verfolgter Frankfurter

Homosexueller auseinandergesetzt –

seine Befunde sind allerdings bislang

nur in einigen Übersichtsartikeln

veröffentlicht“, so Dill weiter. „Obwohl

wichtige frühe Bücher zur Homosexuellenverfolgung,

wie zum Beispiel Richard

Plants „Rosa Winkel“, einen direkten

Bezug zu Frankfurt hatten, wissen wir

aber wenig über die Einzelschicksale

von Verfolgten aus unserer Stadt“. Von

der Forschungs- und Gedenkarbeit und

den inzwischen neu erforschten Biografien

und schwierigen Forschungsarbeiten

berichtet Martin Dill in seinem

Vortrag im Historischen Museum im

November. *bjö

11.11., Historisches Museum,

Saalhof 1, Frankfurt, 19 Uhr,

Eintritt frei, keine Anmeldung nötig,

historisches-museum-frankfurt.de

Stolperstein für Otto Bütschli in der Körnerstraße 26

TUCK & TRIVIA

Queen Daniella

Dikket („schärfer

als eure

High Heels

und pinker

als ein

Flamingo

auf Ecstasy“)

gibt jeden

dritten Freitag

des Monats die Quiz-

Meisterin beim wohl queersten

Quiz Frankfurts – und: „es wird

wild und bunt“ verspricht die

Ankündigung. Wer wird Frankfurts

Quiz-König*in? *bjö

21.11., Lucky’s,

Große Friedberger Str. 26,

Frankfurt, 21 Uhr,

luckys-frankfurt.com

FOTO: DIKKET

FOTO: BJÖ


Frankfurt 7

COMMUNITY

Café Karussell: Lesbisches Leben

Der Treff für Schwule ab 60 schaut

im November über den Tellerrand

und beschäftigt sich mit lesbischen

Lebensrealitäten.

Am 4. November dreht sich alles um

Arthur Schopenhauers Schwester Adele,

die Anfang des 19. Jahrhunderts in Köln

lebte und dort in einer Beziehung mit

der Bankierstochter Sibylle Mertens-

Schaaffhausen lebte. Erforscht hat diese

Geschichte um Bankpleiten, Zwangsehen

und dem Leben im gehobenen

Bürgertum die Kölner Historikerin Angela

Steidle, die ihre Forschungen im 2011

erschienenen Buch „Geschichte einer

Liebe“ veröffentlicht hat.

Am 18. November kommt die Frankfurter

Professorin für Soziale Arbeit und

Gesundheit an der UAS Dr. Ulrike

Schmauch ins Café Karussell. Sie

präsentiert die unter ihrer Leitung

ermittelten Ergebnisse einer 2005 und

2006 geführten Studie zur Lebenssituation

lesbischer Frauen im Alter.

Für die Studie wurde eine Befragung

FOTO: COTTONBRO STUDIO, PEXELS.COM, GEMEINFREI

im Rhein-Main-Gebiet durchgeführt

über die Lebenssituation, Diskriminierungserfahrungen

und Bedürfnisse

älterer lesbischer Frauen und ihre

Erfahrungen mit Altenhilfe. Die Studie ist

die erste bundesweit, die sich mit den

Erfahrungen älteren lesbischen Frauen

auseinandersetzt.

Wie immer öffnet Switchboard-Gastgeber

Peter gegen 14:30 Uhr die Türen des

Queerzentrums und serviert selbstgebackenen

Kuchen und Getränke. *bjö

4. und 18.11., Switchboard,

Alte Gasse 36, Frankfurt, 14:30 Uhr,

schwule-senioren-frankfurt.de/

cafe-karussell.html

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Smart Home werden soll.

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oder Ausbildung starten


8 Frankfurt

FOTO: FVV / ULI BARTHS

SPORT

FVV: XMAS-

TURNIER IN XL

Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs

– der FVV feiert 2025 sein 40-jähriges

Bestehen – steht Anfang Dezember

das traditionelle XMAS-Turnier an, das

wie jedes Jahr wieder Gäste aus ganz

Europa erwartet.

Was 1990 als kleines Volleyballturnier

begann, ist heute eines der größten

Multisportturniere Europas. Zu den

diesjährigen Wettbewerben werden

2.000 Teilnehmer*innen erwartet – denn

der Ansturm ist besonders groß: „Für

Badminton und Volleyball mussten die

über 500 Startplätze bereits verlost werden“,

weiß FVV-Pressesprecher Matthias

Krautinger. „In vielen anderen Disziplinen,

darunter der RainbowRun, Bowling,

Fußball, Schwimmen, Sportschießen,

Squash, Tanzen und Tennis, sind noch

Plätze frei“ – so der Stand Mitte Oktober.

In insgesamt 12 Disziplinen können sich

die Sportler*innen messen; Fitness und

Tischtennis sind nach längerer XMAS-

Turnier-Pause wieder dabei.

Das Turnier soll mehr sein als bloß

sportlicher

Wettkampf: „Es

steht für Offenheit,

Sichtbarkeit

und gelebte

Vielfalt“; erklärt

Matthias Krautinger.

„Der FVV

setzt damit ein

klares Zeichen für eine demokratische,

tolerante Gesellschaft und lädt alle ein,

den Verein, seine Mitglieder und deren

Lebensrealitäten kennenzulernen –

unabhängig von sexueller Orientierung,

Geschlechtsidentität oder sportlichem

Ehrgeiz“.

Neben den Turnieren gibt’s für die

Teilnehmenden ein umfangreiches

Rahmenprogramm mit unter anderem

einer Stadtführung, einem Umtrunk auf

dem Rosa Weihnachtsmarkt sowie im

IntercityHotel am Hauptbahnhof der

Empfang und der Abschiedsbrunch, zum

dem die Hessische Sozialministerin Heike

Hofmann als Gastrednerin erwartet

wird. Für alle zugänglich ist die große

Turnier-Party in Kooperation mit der

Milk’n’Cream-Party und – wer sportlich

mitmischen möchte – der öffentliche

RainbowRun am Turnier-Samstag, der

ein Zeichen gegen Homophobie im

Sport und für eine offene und tolerante

Gesellschaft setzt. Die abwechslungsreiche

Strecke führt fünf beziehungsweise

10 Kilometer auf größtenteils befestigten

Wegen durch den Frankfurter Stadtwald

bei Goldstein. Anmelden kann man sich

über die Website – im vergangenen Jahr

nahmen rund 500 Läufer*innen teil. *bjö

5. – 7.12., FVV XMAS Turnier, Anmeldung

und Infos über fvv-xmas.org

CHRISTY

and THE CITY

KOLUMNE

FOTO: SASHA IVANOV

Meine Dreißiger

Das Alter beschäftigt uns alle irgendwann

– wer etwas anderes behauptet,

lügt!

Als Teenager habe ich mir oft

ausgemalt, wie wohl mein Leben als

Erwachsener aussehen wird: Was werde

ich beruflich machen oder werde ich

mit einem Mann oder mit einer Frau

zusammen sein? Insgeheim wusste

ich schon als Kind, dass ich Männer

anziehender finde. Da ich mich erst mit

19 Jahren relativ spät geoutet habe,

habe ich nun rückblickend das Gefühl,

dass mein wirkliches queeres Leben erst

so richtig begonnen hat, als ich mit 21

Jahren zuhause ausgezogen bin. Nun,

mit Mitte 30, fühle ich mich das erste Mal

so richtig angekommen. Ich durfte aus

meinen Erfahrungen und Fehlern lernen,

ich bin ein sehr reflektierender Mensch

und bereue wenig. Manchmal frage

ich mich, wie es gewesen wäre, wenn

ich schon in meinen Zwanzigern mein

heutiges Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein

gehabt hätte. Andererseits

denke ich, es ist wunderbar, sich immer

weiterzuentwickeln, egal wie alt man

ist. Es ist wichtig, durch verschiedene

Phasen zu gehen. Ich liebe mein Leben

mit all meinen Höhen und Tiefen, mit all

den dunklen und hellen Zeiten, die mich

zu der Queen gemacht haben, die ich

heute bin. Ich habe mich in den letzten

15 Jahren auch optisch sehr verändert,

und ich fühle mich nun in meinem

femininen Look wohler denn je. Diese

Transformation war für mich persönlich

sehr wichtig.

Ich weiß nicht, wo mich mein Weg

einmal hinführen wird, aber genau das

macht doch das Leben so außergewöhnlich

und spannend! Ich bin dankbar

dafür, dieses Leben führen zu dürfen,

denn in vielen Ländern werden queere

Menschen nach wie vor diskriminiert

und wie Abschaum behandelt. Und

heute bin ich gespannt, wie mein Leben

in meinen Vierzigern, Fünfzigern und

Sechzigern sein wird. Wie werde ich mich

weiter verändern, wie werden sich meine

Lebensumstände, Ziele, Träume und

Prioritäten verändern?

Auf die Zukunft! Cheers Queers!


Frankfurt 9

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Freiheit leben,

einfach den Moment genießen –

ohne Sorgen im Hinterkopf

HIV

Flexibel im Alltag,

KONSEQUENT GEGEN

RESISTENZEN

Wie robuste HIV-Therapien vor gefährlichen

Medikamenten-Resistenzen schützen, damit sich

Menschen mit HIV weniger Gedanken machen müssen

Die Entstehung

von Resistenzen

1. Ist ausreichend viel

antiretroviraler Wirkstoff

im Körper, ist die

Vermehrung von

HIV UNTER KONTROLLE.

2. Ist weniger Wirkstoff im Körper

(z. B. durch unabsichtliches

Vergessen der Tablette), ist

HIV nicht mehr unter Kontrolle

und kann sich VERMEHREN.

3. Bei dieser Vermehrung kann

es zu Mutationen kommen.

Manche Mutationen können

das Virus resistent gegen einen

Wirkstoff machen. Dadurch

kann die derzeitige Therapie

zukünftig nicht mehr eingesetzt

werden und die Behandlungsoptionen

reduzieren sich.

Das ist das problematische

an RESISTENZEN.

Stark vereinfachte schematische Darstellung

Das Leben kann manchmal chaotisch

sein. Reisen, Feiern oder einfach der

alltägliche Wahnsinn – es gibt immer so

viel zu tun, dass man schnell mal den

Überblick verlieren kann. Für Menschen mit

HIV kommt im Alltag noch die Therapie

hinzu. Dabei ist es wichtig, die Tabletten

regelmäßig und wie vorgeschrieben

einzunehmen. Aber manchmal passiert,

was nicht passieren darf: Eine Tablette wird

vergessen.

Wenn das passiert, sinkt der Wirkstoffspiegel

im Körper, und die Therapie könnte

ihre Wirksamkeit verlieren. Das bedeutet,

dass HI-Viren sich wieder vermehren

können und das Risiko für Resistenzen

steigt. Denn wenn HIV gegen einen

bestimmten Wirkstoff resistent wird, hat

es „gelernt“, diesen zu umgehen – was die

Therapie weniger effektiv machen kann.

KEINE SORGE! Wahrscheinlich nimmst du

deine Medikamente sowieso korrekt ein.

Wenn dich jedoch Bedenken plagen, ob

du bei der Medikamenteneinnahme alles

richtig machst, solltest du dich an den Arzt

oder die Ärztin wenden. Diese können

robuste Therapien und das Konzept der

„Forgiveness“ erläutern – was den Stress

reduzieren kann.

MEHR INFOS

Menschen mit HIV verdienen

Sicherheit und eine Therapie, die

ihnen Rückendeckung gibt, auch

wenn das Leben mal hektisch wird!

Die Initiative #NOCHVIELVOR hat

auf ihrer Website dazu viele nützliche

Informationen zusammengestellt.

www.nochvielvor.de

Gilead Sciences GmbH, Fraunhoferstr. 17, 82152 Martinsried b.

München, info.germany@gilead.com DE-ADM-0045


10 Frankfurt

TALK

Chrischtels Plauderrunde

mit Sasha Ivanov

Zu Gast auf Christys Couch:

Fotograf und Künstler Sasha Ivanov.

Alle zwei Monate

geht Queen

Christy Moon mit

ihrer Talkshow on

air und sendet live

von der Couch

im Switchboard.

Im November ist

der Fotograf und

Künstler Sasha

Ivanov zu Gast.

Mit ihm als Moons

„langjährigem

Freund aus wilden

Jugendjahren“

verspricht das ein

besonders intimer

Abend zu werden.

Ivanov fotografiert

von Fashion

über kunstvolle

Blumenprints bis

zu Bodybuildern und Business-Portraits, Kampagnen oder

private Shootings – genau diese Vielfalt begeistert Sasha

an seinem Beruf. Wieso die Begegnung mit Menschen zu

Beginn seiner Karriere noch kaum eine Rolle spielte, wird

er am Abend erzählen. Und weil Christy keine Tabuthemen

kennt, kommen bestimmt einige schlüpfrige Anekdoten aus

den wilden Jugendjahren ans Licht. Chrischtels Plauderrunde

findet live im Switchboard statt, und läuft wie immer

parallel als Live-Stream auf ihrem Instagram-Account

@mochristy. *bjö

20.11., Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt, 20 Uhr,

facebook.com/switchboard.frankfurt

FOTO: IVANOV

FOTO: MOHAMED HAMDI, PEXELS.COM, GEMEINFREI

Im November beschäftigt sich die Vortragsreihe der AHF

mit zwei Gesundheitsthemen: Am 12. November informiert

Jan Großer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

über neurologische Langzeitfolgen von HIV-Infektionen und

-Therapien. Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit,

Konzentrationsschwierigkeiten, Sprach- oder

Orientierungsprobleme sind einige der häufigsten Symptome.

Der Workshop vermittelt Ursachen, Auswirkungen und

Möglichkeiten der Vorbeugung. Am 26.11. erklärt der Frankfurter

HIV-Schwerpunktarzt Dr. med. Nils von Hentig darüber,

wie man Laborwerte richtig lesen und verstehen kann, um

besser mit den behandelnden Ärzt*innen kommunizieren zu

können. *bjö

Vorträge der AHF:

HIV und Gesundheit

12. und 26.11., Maincheck, Friedberger Anlage 24,

Frankfurt, 19:30 Uhr, frankfurt-aidshilfe.de/de/

frankfurter-vortraege

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Frankfurt 11

COMMUNITY

Dagmar Diarrhoe präsentiert

BINGO PROMI-SPECIAL UND PUB-QUIZ

Karaoke, Bingo und Pub-Quizze sind

seit geraumer Zeit die heißen Events

in der Community. Im Switchboard

gibt Dagmar Diarrhoe jeden Monat die

Bingo-Queen und lässt sich von der

rotierenden Bingo-Trommel stimulieren.

FOTO: DIARRHOE

Sie bringt die Kugeln zum Klackern und

heißt damit alle, aber auch wirklich alle,

willkommen. Wie funktionierts? Pro Runde

bekommt jede teilnehmende Person

zwei Spielscheine geschenkt. Ist auf dem

Spielschein, der mit einem Zahlenfeld

bedruckt ist, eine der gezogenen

Gewinnzahlen verzeichnet, streicht man

sie aus. Wer als erster fünf gezogene

Zahlen in waagerechter, senkrechter

oder diagonaler Reihe auf seinem

Bingo-Sheet ausstreichen kann, ruft

„Bingo!“ und hat die Runde gewonnen.

Während des Benefiz-Bingos im Switchboard

werden Spenden gesammelt, die

zu 100% an ein queeres Projekt gehen.

Und tolle Preise gibt’s auch zu gewinnen.

Regelmäßig holt sich Dagmar Gäste

hinters Bingo-Pult – am 1. November ist

der Promi-Faktor der Bingo-Assistenz

besonders hoch, denn eine der bekanntesten

Reality-Stars Deutschlands hilft

der Diarrhoe an der Bingo-Trommel. Um

die Spannung ins Unerträgliche zu steigern,

wird der Name der Promi-Dame

nicht verraten. Nur soviel vorab: es ist

eine „Busenfreundin“ von Dagmar!

PUB-QUIZ ZU 40 JAHREN

AIDS-HILFE FRANKFURT

Damit nicht genug: Anlässlich des

40-jährigen Jubiläums der AHF gibt Dagmar

Diarrhoe eine Woche später, am 8.

November, auch noch die Quiz-Masterin

und lädt zu einem bunten Pub-Quiz, bei

dem sich alles rund um die Geschichte

der Frankfurter AIDS-Hilfe dreht. Gequizzt

wird in Teams, was den Spaß noch

erhöht – denn gemeinsam weiß man

mehr als allein. Cheers Queers! *bjö

1.11., Promi-Bingo, 8.11. Pub-Quiz,

Switchboard, Alte Gasse 36,

Frankfurt, 19:30 Uhr, keine Reservierung

oder Vorverkauf, facebook.com/

switchboard.frankfurt

Grüneburgweg 95

60323 Frankfurt am Main

Mo: Geschlossen

Di - Fr: 12.00-14.30 | 18.30-22.30

Sa: 12.00-22.30

So: Geschlossen

E-Mail: info@nanaconvivial.de

Telefon: +49 69 71436348

www.nanáconvivial.de


12 Essen & Trinken

TIPP

FOTO: C2 DAILYGRAPE

C2 DAILYGRAPE:

Weinbar, schön gechillt

Modern, lichtdurchflutet und gemütlich:

die im Juli in unmittelbarer Nähe zum

Friedberger Platz eröffnete Weinbar C2

Dailygrape ist ein feiner Ort, um sich

bei tollen Weinen, Cocktails und kleinen

Speisen einen angenehmen Abend zu

machen.

Wer die C2-Dailygrape-Weinbar aus

Sachsenhausen kennt, liegt nicht

ganz falsch: Chris und sein Partner

Chris – daher stammt das „C2“ im

Namen – haben dort im vergangenen

Jahr ihre Weinbar eröffnet. Anfang Juli

dieses Jahres sind sie in die Rotlintstraße

im Nordend umgezogen.

Hier sitzt man in einem freundlichen

Gastraum mit stilvoll-moderner

Einrichtung: viel schwarz, helle Holztische,

Blumentapeten, atmosphärische Leuchten

und eine riesige Fensterfront, die fast

den gesamten Gastraum umschließt. Im

Hintergrund pluckert ein flockiger House-

Soundtrack, und wenn’s warm ist, kann

man draußen im Garten sitzen.

Freuen kann man sich auch über eine

exquisite Auswahl lokaler wie internationaler

Weine und Signature Cocktails,

dazu kommt eine kleine Speisekarte

mit Überraschungen: neben den

obligatorischen Oliven, Brot, Wurst- und

Käse-Tellern gibt’s bei Dailygrape auch

Rindercarpaccio, Burrata als Stulle oder

auf Kimchi und Pinsa, frisch aus dem

Ofen: „Das Lokal war vorher eine Pizzeria,

und der Ofen musste drinbleiben; das

haben wir dann einfach genutzt, um

frische Pinsa anzubieten“; erklärt Chris.

Eine Pinsa zu einer Flasche Wein gibt’s

sogar als Takeaway für zu Hause. Alles

also Easy Going, und genauso gechillt

ist auch die Atmosphäre in der Bar. Tipp:

Wer möchte, kann den Ort für private

Feiern mieten. *bjö

C2 Dailgrape, Rotlintstr. 3, Frankfurt,

Di bis Sa ab 17 Uhr, dailygrape.de

Seefeld Frankfurt | Scheffelstraße 1

60318 Frankfurt am Main | Tel.: 0 69/95 50 86 39

Restaurant & Biergarten

www.seefeld-frankfurt.de

willkommen@seefeld-frankfurt.de

F E I N K Ö S T L I C H E S A U S T I R O L ,

S A I S O N A L U N D I M M E R F E I N –

M I T H E R Z & G E N U S S !


Essen & Trinken 13

BILDUNG

Schon wieder da:

das Grüne Soße

Festival

Eigentlich hatten das Team um Maja Wolff und Torsten

Müller beschlossen, dass ihr Grüne Soße Festival im

Mai 2025 das letzte sein sollte. Dann gabs Unterstützung

von der Stadt – und nun startete am 27. Oktober

der Vorverkauf für das Grüne Soße Festival 2026.

Eckenheimer Landstr. 126 & 128,

60318 Frankfurt

U Glauburgstraße

Tel.: 069 593 314

Mo Ruhetag

Di & Mi 17.00 – 1.00 Uhr

Do–Sa 17.00 – 2.00 Uhr

So 12.00 – 1.00 Uhr www.omonia.de

Grund für das Aus nach 18 Jahren waren vor allem

die immens gestiegenen Kosten, die das Team zum

Aufgeben zwangen. Die Stadt Frankfurt sprang ein: Aus

Mitteln des Tourismusbeitrags wurden Zuwendungen

bereitgestellt, die das Festival am Leben halten können.

Somit verwandelt sich vom 2. bis 9. Mai der Roßmarkt

wieder in das Epizentrum der Grünen Soße.

Die bewährte Idee des Events bleibt bestehen: In den

sieben Abendshows werden jeweils sieben Grüne

Soßen von sieben Gastronomen komplett mit Kartoffel

und Ei verköstigt; das Publikum kürt die jeweilige

Tagessieger-Soße. In der Finalshow am achten Tag wird

dann die beste Soße aus allen sieben Vorentscheid-

Gewinnersoßen gewählt. Zur den Abendshows gehört

wieder ein Live-Programm mit täglich wechselnden

Künstler*innen – 2026 werden unter anderem Lisa Feller,

Bodo Bach, die Zucchini Sistaz oder „Reis Against The

Spülmaschine“ dabei sein.

Berger Straße 99

60316 Frankfurt am Main

0162/450 88 94

kontakt@tischlein-frankfurt.de

Eine Neuerung gibt es trotzdem: Als neue Show-

Moderation wird Andy Ost zusammen mit der bereits

bekannten Hilde aus Bornheim durchs Programm

führen. Andy Ost löst damit Anton LeGoff alias Maja

Wolff nach 18 Jahren Soße-Bühne ab: „Anton LeGoff

bleibt natürlich Teil der Festival-Seele – und Andy Ost

bringt jetzt frischen Schwung“, kommentiert Maja Wolff

die Entscheidung. *bjö

F I N E S T A S I A N F U S I O N

Öffnungszeiten:

Mo. - Fr. 11.30 Uhr - 15.00 Uhr

17.00 Uhr - 22.00 Uhr

Sa.

17.00 Uhr - 22.00 Uhr

So.

13.00 Uhr - 22.00 Uhr

2. – 9.5. 2026, Grüne Soße

Festival, Roßmarkt,

Frankfurt, Vorverkauf über

gruene-sosse-festival.de

Neuer Moderator: Andy Ost

FOTO: CHRISTOPH MÜLLER

Weberstraße 77, 60318 Frankfurt am Main

E-Mail: kontakt@hikarian.de

Telefon: 069 98959500

Mera Masala

Indian Tandoori Restaurant

FOTO: SABINE IMHOF

Sandweg56,

60316 Frankfurt

Di – Sa 17 – 22:30 Uhr

So: 12 – 22 Uhr

Tel: 069 943 401 50

Info@mera-masala.de

www.mera-masala.de


14 Essen & Trinken

Lecker speisen in der

Vorweihnachtszeit

TRINKEN

A Taste Of

Scotland

FOTO: KAROLA G, PEXELS.COM, GEMEINFREI

AUSGEHEN

Am 11. November, dem Martinstag,

starten die Restaurants mit dem

traditionellen Martinsgans-Essen

in die vielfältige vorweihnachtliche

Küchensaison.

So auch das Frankfurter Restaurant Seefeld,

Experte für „Neue Tiroler Küche“ mit

herzhaften Neuinterpretationen beliebter

Alpen-Spezialitäten.

Neben dem Gänseessen bietet sich

hier besonders für Gruppen das

Weihnachtsmenü an, als Starter mit

einer Jause zum Teilen, einem Salat oder

einer Frittatensuppe mit Palatschinken-

Streifen. Als Hauptgang wählt man

zwischen Wildgulasch, Wiener Schnitzel

oder dem Knödeltrio mit Semmel-,

Spinat- und Rote-Beete-Knödel und

gebratenen Kräuterseitlingen in

Salbei-Olivenölschmelze.

Wer dann noch Hunger hat, gönnt sich

eins der vier Desserts: Kaiserschmarrn,

hausgemachter Apfelstrudel, Kürbiskern-

Semifreddo oder Maronen Crème brûlée.

„Neben dem Menü haben wir natürlich

einige festliche Schmankerl im Sortiment“,

sagt Chef Stephen Barth. Dazu

gehört Rinderfilet in Bio-Qualität vom

Wetterauer Charolais, aber auch Bio-

Wild-Edelteile wie Hirschrücken, Reh-Filet,

Braten aus der Wildschweinkeule. „Für

unsere vegetarischen und veganen

Gäste bieten wir den mit Spinatrisotto

gefüllten Mini-Kürbis mit gebratenen

Kräuterseitlingen oder unsere Knödelvariationen

an“, so Barth weiter. Aus

der Auswahl an drei veganen, einem

vegetarischen und einem Speckknödel

kann man 12 unterschiedliche Kombinationen

zusammenstellen und dazu vier

verschiedene Soßen und drei Toppings

aussuchen. *dr

Seefeld, Scheffelstr. 1, Frankfurt,

069 95508639, Mo bis Do 17 – 23 Uhr

(warme Küche bis 22 Uhr),

Fr und Sa 17 – 24 Uhr

(warme Küche bis 22:30 Uhr),

Sonn- und Feiertage 12 – 23 Uhr

(warme Küche bis 21:30 Uhr),

seefeld-frankfurt.de

Schottland gehört mit der unberührten

Natur der Highlands, einer lebendigen

Kultur mit Dudelsack-Musik, Männerkilts

in Tartanmustern und nicht zuletzt

als Heimat der Einhörner zu den

Sehnsuchtsorten Europas. Henning

berichtet von seinen Lieblingsplätzen

und erzählt Geschichten von uralten

Schlössern, von endlosen Weiten der

Hochmoore – und vor allem vom

schottischen Gold, dem Whisky. Der ist

in Schottland so unterschiedlich wie

die Landschaft: Sanft und klar aus den

Bergen, urgewaltig und salzig vom Meer

und torfig-rauschig im Norden. Beim

Whisky-Tasting mit Häppchen kann man

die Gaumenschmeichler entdecken. Ein

Abend für alle Sinne! *bjö

14.11., Switchboard, Alte Gasse 36,

Frankfurt, 19:30 Uhr, 15 Euro p.P.,

bitte vorab reservieren über

kultur@switchboard-ffm.de

FOTO: ZEYNEP SUDE, PEXELS.COM, GEMEINFREI

ECHTE THAILÄNDISCHE KÜCHE

Endlich

wieder

zurück!

Alte Frankfurter Restauration seit 1938

mutter

ernst

Traditionelle Frankfurter Küche

mit Mittag und Abendessen.

Heideplatz 1, 60316 Frankfurt

www.sun-restaurant.de

Rahmhofstraße 2-4

60313 Frankfurt a.M.

Telefon 069 - 153 41 610

www.mutter-ernst-ffm.de


Essen & Trinken 15

Lohstraße 13

61118 Bad Vilbel

Schon wieder? Doch!

ALLERLECKERSTE ASIA-

DELIGHTS IM HIKARIAN

Dass da schon wieder ein neuer Asiate aufgemacht hat,

on nein, aber manchmal sollten wir unsere Gewohnheiten

überdenken, vielleicht doch zu sehr nicht davon

ausgehen, dass wir unsere Favoriten längst kennen

und dass sich da nichts mehr verbessern lässt. Denn

mit einem Mal eröffnet da das HikariAn – und dann

schmeckt‘s plötzlich noch mal besser.

Reservierungen:

Tel. 06101-12 72 83

Öffnungszeiten:

Di–Fr: 11–22 Uhr,

Sa/So/Feiertag:

10–22 Uhr

„Crossover-Küche“ - regional & international

www.altemuehle.net

auch vegetarische und vegane Speisen

Frühstück • Mittag • Kaffee/Kuchen • Abendessen

In schöner ruhiger Lage mit Terrasse ist das Asian Fusion

Lokal jetzt in der Weberstraße zuhause, wo das einstige

Odyssee und anschließend kurz À la Raúl waren. Schlicht

und freundlich umgebaut, erwartet uns eine sehr

ausführliche Karte von Sushi und Sashimi bis Udon, von

Suppe bis Salat, viel Leckeres von Japan bis Vietnam.

Bún Bò Nam Bô – oder sagen wir der Einfachheit halber

lieber „Nr. 16“; das sind Reisfadennudeln mit scharf

angebratenem Rindfleisch, Zitronengras, Pfefferkörnern

und Nuóc M m (15,90 Euro) und die schmecken dann

einfach mehr als lecker-würzig. Überhaupt wird im

HikariAn raffiniert und unerschrocken gewürzt, was uns

glücklich macht, denn sobald ein Restaurant das Label

„Fusion“ für sich beansprucht, wird‘s gerne schnell mal

flach im Geschmack. Nicht hier! Und deshalb sollte man

die ganze feine Vielfalt der Geschmäcker auch mit einer

der Wahnsinnsvorspeisen beginnen: pikante, fruchtige

Garnelensuppe mit Kokosmilch oder Gỏi Bò, der wirklich

unübertreffliche Rindfleischsalat (je 7,90 Euro). *pez

HikariAn – Finest Asian Fusion, Weberstr. 77,

Frankfurt-Nordend, 069 98959500,

Mo bis Fr 11:30 – 15 und 17 – 22 Uhr, Sa 17 – 22,

So und Feiertag 13 – 22 Uhr, hikarian.de

Di – Do 17 – 23 Uhr

Fr – Sa 17 – 1 Uhr

C2 Dailygrape

Rotlintstraße 3

60316 Frankfurt

www.dailygrape.de

NACHFÜLLEN

LEICHT

GEMACHT!

SPIRITUOSEN, ÖL,

ESSIG, SENF & MEHR

fülle deine

Lieblingsprodukte

nach Belieben auf!

FOTO: PEZ

Töngesgasse 38 | 60311 Frankfurt am Main

+49 (0) 69-91395622 | www.frankfurter-fass.de


16 RHEIN-MAIN NECKAR

JETZT

GUT GEKÜHLT

BEI KOSMIDIS

KAUFEN!

Resilienz-

Workshop für

Queers

Das Queere Zentrum Wiesbaden

lädt zu einem interaktiven

Workshop. Gemeinsam

können Interessierte

Strategien und Methoden

entwickeln, um mit den noch

immer alltäglichen Problemen

wie Queerfeindlichkeit,

Anfeindung, Unsicherheiten

oder Gemütsschwankungen

zu stellen. Darüber hinaus

können sich die Teilnehmenden

über Argumente gegen

queerfeindliche Sprüche oder über Mythen und Ängste

austauschen und sich gegenseitig helfen, in Zukunft

souveräner und sicherer mit unangenehmen oder gar

aggressiven Situationen umzugehen – denn niemand

muss sich alleine diesen Herausforderungen stellen!

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung bis zum

17. November über hallo@qzwi.de wird gebeten. *fis

21.11., Queeres Zentrum Wiesbaden, Bornhofenweg 7a,

Wiesbaden, 18 Uhr, qzwi.de

WIESBADEN

FOTO: PAVEL DANILYUK, PEXELS.COM, GEMEINFREI

Aktionen rund

um den Welt-

AIDS-Tag

ROSÉ BRUT VINO SPUMANTE

Cuvée aus Nerello Mascalese-Trauben aus

Sizilien und Glera-Trauben. Das meisterhafte

Ergebnis einer sorgfältigen Auswahl von

Trauben aus den besten Weinanbaugebieten.

Restzucker: 11g/L

Der Wein wird drei Monate lang

in einem Edelstahltank nach der

Charmat-Methode vergoren.

FOTO: KLAUS NIELSEN, PEXELS.COM, GEMEINFREI

MAINZ

Die Aids-Hilfe Mainz lädt

im Rahmen des WAT 2025

zu zwei Veranstaltungen:

Am 29. November gibt‘s die

Straßenaktion „Prominente

verteilen rote Schleifen“ im

Kirschgarten der Mainzer

Altstadt. Die Aids-Hilfe Mainz

ist mit einem Infostand samt

dem beliebten Glücksrad

mit wertvollen Gewinnen vor

Ort. Unterstützung gibt’s von

Prominenten der regionalen

Politik, die rote Schleifen verteilen: das Symbol am

WAT gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von

HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen. Am

eigentlichen WAT, dem 1. Dezember, gibt’s eine Sonder-

Testaktion in der Bar jeder Sicht, wo man sich kostenlos

und anonym auf HIV, Hepatitis und Syphilis testen lassen

kann; die Testaktion findet in Kooperation mit der HIV-

Sprechstunde des Gesundheitsamtes Mainz statt. *dr

29.11., Straßenaktion, Kirschgarten, Mainz, 10 – 16 Uhr

1.12., Testaktion, Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29,

Mainz, 14:30 – 17:30 Uhr, mehr Infos über

aidshilfemainz.de


RHEIN-MAIN NECKAR 17

Die beste

Adresse für

Fisch und

Feinkost in

Frankfurt

Morsestraße 36–42

60486 Frankfurt

Telefon: 069 9726596-0

www.kosmidis-feinkost.de


18 RHEIN-MAIN NECKAR

KINO

QUEER FILMFEST

Weiterstadt

Noch bis zum 5. November zeigt das Kommunale Kino Weiterstadt eine fein kuratierte

Auswahl aktueller queerer Kinofilme aus der ganzen Welt. Hier kommen unsere Tipps!

FOTO: INTERNATIONALE FILMSCHULE KÖLN

Neues Deutsches Kino zeigt „Oben ohne

(Where You Find me)“, die Abschlussarbeit

von vier Regisseur*innen der

Filmschule Köln: Beatrice entflieht ihrem

stressigen Klinik-Alltag indem sie sich

nachts in einem Kinky Club austestet.

Dort lernt sie die eigensinnige Clubmanagerin

Alex kennen. Aus der Freundschaft

entwickelt sich eine Allianz zweier

Frauen, die für ihr Recht auf den eigenen

Körper kämpfen müssen. Bei Alex geht’s

ums Prinzip: Sie muss sich entscheiden,

ob sie das Bußgeld bezahlt, dass ihr

wegen eines Oben-Ohne-Sonnenbads

im Park verpasst wurde – zahlt sie nicht,

muss sie ins Gefängnis.

Die intime Doku „Darklands – Are You

Ready To Go Deep?“ führt hinter die

Kulissen von Europas Mega-Fetisch-

Festival „Darklands“ in Antwerpen. Die

freiheitsliebende Veranstaltung ist

insbesondere für Belgien ein identitätsstiftender

Event, der für die Fetisch-Szene

überlebensnotwendig ist. Die Gründer

Jeroen und Nathalie müssen sich immer

wieder neuen Herausforderungen

stellen – auch durch die globale

Corona-Pandemie.

Oben ohne (Where You Find me)

FOTO: CINEMIEN

„Outerlands“ heißt das Spielfilmdebüt

der Regisseurin Elena Oxman: Mit

verschiedenen, nicht immer legalen

Jobs hält sich Cass in San Francisco

über Wasser. Nach einem One-Night-

Stand mit ihrer Kellner-Kollegin Kalli, in

die Cass heimlich verliebt ist, erklärt sich

Cass bereit, während Kallis Urlaub auf

deren Tochter Ari aufzupassen. Nach

ihrer Abreise wird Cass nach und nach

klar, dass Kalli nicht wieder zurückkehrt;

Cass muss sich weiter um Ari kümmern,

was Erinnerungen an Cass‘ eigene

schwierige Kindheit weckt, vor denen sie

geflohen ist. Die Rolle der Cass wird vom

nicht-binären Schauspielenden Asia

Kate Dillon übernommen.

Kein Filmfestival ohne Kurzfilmnacht:

Beim Queer Filmfest Weiterstadt wird

diese am 2. November um 11 Uhr zum

Kurzfilm-Brunch; ein „Kurzfilm-Nachspiel“

gibt’s außerdem am 4. November um 18

und 20:30 Uhr, *bjö

Darklands – Are You Ready To Go Deep?

Noch bis 5.11., Queer Filmfest

Weiterstadt, Festivalzentrum

Kommunales Kino Weiterstadt,

Carl-Ulrich-Str. 9, Weiterstadt,

queer-weiterstadt.de


RHEIN-MAIN NECKAR 19

4 x in Frankfurt!

Große Bockenheimer Str. 46

Die Kleinmarkthalle,

Hasengasse 5 – 7

Konstablerwache (B-Ebene)

Alice im Blumenland:

Mainzer Landstr. 326

WWW.BLUMEN-MEISTER.COM


20 RHEIN-MAIN NECKAR

Mittwochskino-Special: Gotteskinder

Die Filmreihe in der Bar

jeder Sicht lädt zu Film und

Talk über Frauke Lodders

zu Recht hochgelobten

Coming-of-Age-Film. Die

beiden Teenager Hannah

und Timo leben mit ihren

Eltern (Mark Waschke in

der Rolle des Vaters David)

in einer streng gläubigen,

evangelikalen Gemeinschaft.

Doch das früher als

harmonisch empfundene

Gemeindeleben bringt die

Teenager mehr und mehr in emotionale

Zwickmühlen: Hannah ist verliebt in

Max, der der Gemeinschaft eher kritisch

gegenübersteht. Als Max versucht Hannah

zu küssen und die Eltern das herausfinden,

steht nicht nur Hannahs Ehre

FOTO: W-FILM

MAINZ Teilnahme an einem „Seelsorge-

Seminar“, um sich von seiner

Homosexualität „heilen“ zu

lassen. Unglücklicherweise

nimmt auch Jonas am Seminar

teil – die Situation eskaliert auch

hier.

Im Anschluss an den Film gibt es

ein Gespräch mit Sandra Mielke

von der dgti, Schulpsychologe

Thilo Brandl und Christine Barth-

Lichter (Caritas Beratungs- und

Jugendhilfezentrum St. Nikolaus

als Leiterin des Keuschheits-Seminars Mainz). Der Abend ist eine Veranstaltung

auf dem Spiel. Timo fühlt sich heimlich der queeren Woche im Bistum Mainz.

zu seinem Mitschüler Jonas hingezogen; *bjö

da er kurz vor der Taufzeremonie steht

und seine Eltern nicht als „Sünder“ enttäuschen

möchte, entschließt er sich zur Mainz, 19 Uhr,

5.11., Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29,

barjedersicht.de

COMMUNITY

AIDS-Gala in Darmstadt

FOTO: AIDS-HILFE DARMSTADT

Am 29. November 2025 heißt es wieder

„Glanz, Glamour für die gute Sache“:

vielbunt lädt gemeinsam mit der

AIDS-Hilfe Darmstadt zur AIDS-Gala mit

Safersex-Appeal ins Queere Zentrum

Darmstadt. Durch den Abend führen

keine Geringeren als die funkelnden

Drag Queens Koko von der Line und Kitty

Bambule, die beide mit Witz, Charme

und einer Prise frecher Eleganz das

Publikum begeistern. Unterhaltung und

Solidarität mit klarer Botschaft – feiern,

genießen und gleichzeitig Gutes tun. Der

Eintritt erfolgt gegen freiwillige Spende,

die der Arbeit der AIDS-Hilfe Darmstadt

zugutekommt. *fis

29.11., Queeres Zentrum Darmstadt,

Kranichsteiner Str. 81, Darmstadt, 19 Uhr,

vielbunt.org/queeres-zentrumdarmstadt,

darmstadt.aidshilfe.de

35 JAHRE ERFAHRUNG IM KÜCHENBAU

Elektrogeräte- oder Arbeitsplattenaustausch & Komplette Neuplanung Ihrer Küche.

Wir setzen auch schwierige Sonderwünsche um!

Konrad-Adenauer-Str. 5-7 | 60594 Frankfurt | Tel.: 017664399316


RHEIN-MAIN NECKAR 21

MAINZ

FOTO: FINK

CHARITY

Kunstauktion

der Aidshilfe Saar

Kollektive

Traumata

Bei der jährlichen Auktion zu Gunsten der Aidshilfe Saar

kommen Kunstwerke unter dem Hammer, die von saarländischen

Künstler*innen gespendet wurden. In diesem

Jahr sind rund 100 Werke von 75 Künstler*innen dabei. Als

Auktionator fungiert Wili Fries. Der Erlös fließt an die Aidshilfe

Saarland: „Im vergangenen Jahr kamen etwa 9.400 Euro

zusammen“, erklärt Frank Kreutzer von der Aids-Hilfe. Insgesamt

30.000 Euro muss die Aidshilfe jedes Jahr an Eigenmitteln

aufbringen, um ihre Projekte und ihr Angebot aufrecht

zu erhalten. Die zu ersteigernden Gemälde, Skulpturen und

Fotografien können ab dem 3. November über die Website

der Aidshilfe vorab besichtigt werden. *bjö

15.11., Konferenzsaal der Arbeitskammer,

Fritz-Dobisch-Straße 6 – 8, Saarbrücken, 14 Uhr,

aidshilfesaar.de

Laura Kristin Fink

Queersensibles Coaching ist das Arbeitsbereich von Laura

Kristin Fink. In ihrem Vortrag in der Bar jeder Sicht erklärt sie

die Zusammenhänge und Auswirkungen kollektiver Verletzungen

auf jede*n einzelne*n – und warum man zusammenkommen

muss, um zu heilen. „Uns wird vermittelt, dass

Herausforderungen allein persönliche Themen seien“, erklärt

Fink. „Doch viele Belastungen, die wir im Alltag erleben – von

Minderheitenstress über Konflikte bis hin zu Ausschlüssen

auch innerhalb der queeren Community – sind Ausdruck

kollektiver Verletzungen, die auf uns alle wirken“. Laura Kristin

Fink erklärt, wie Traumafolgen entstehen und was wir brauchen,

um nicht nur individuell, sondern auch gemeinsam für

Besserung zu sorgen. *bjö

FOTO: AIDSHILFESAAR.DE

16.11., Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz, 17 Uhr,

barjedersicht.de

Wird versteigert: Antje „The future is pink“,

Arcyl / Kohle / Wachs auf Leinwand.

Noch mehr SCHØNES

gibt es auf Instagram!

Jetzt folgen.


22 Mannheim

Sandro Šutalo ist seit gut zwei Jahren

Mitglied im Schauspiel-Ensemble

des Nationaltheater Mannheim. Im

November zeigt er in Zusammenarbeit

mit Regisseur*in Milo Čortanovački

seine erste Solo-Produktion „Miss Sara

Jevo“, in der Sandro in der Rolle seines

Drag-Alter-Egos Sara Jevo auf der

Bühne steht. Der Name kommt nicht

von ungefähr, denn Sandro Šutalo

wurde in Sarajevo geboren und floh

in den Wirren der Jugoslawienkriege

mit seinen Eltern im Alter von drei

Jahren nach Deutschland. „Miss Sara

Jevo“ handelt unter anderem von der

vielschichtigen Frage nach Heimat und

Identität. Wir haben vorab mit Sandro

Šutalo gesprochen.

Sandro, um was geht’s dir und Milo in

„Miss Sara Jevo“?

Unser Stück wird mit Flucht zu tun haben,

und es geht außerdem um Queerness,

Being Gay und der Suche nach dem

„Wer bin ich?“ Ich werde live singen,

ich werde Lip Sync machen. Es ist

wirklich komplex, es ist monologisches,

dokumentarisches, musikalisches

Drag-Theater. Komplizierter kann man

sich nicht ausdrücken, oder? (lacht)

Unser Stück ist momentan noch eine

Stück-Entwicklung.

Was kann Sara Jevo, was Sandro nicht

kann?

Ich glaube, Sara Jevo ist einfach eine

Superheldin, wie Wonder Woman. Sie

traut es sich, Sachen zu sagen und für

Sachen einzustehen, die Sandro sich

vielleicht nicht trauen würde. Sandro hat

eine große Klappe. Sandro ist sehr direkt,

aber Miss Sara Jevo ist noch schlimmer.

Ich mag die Kunstform von Drag.

Nicht, weil ich gerne Frauenkleider

anziehe, auch nicht, weil ich irgendjemanden

impersonaten möchte,

sondern es ist eine Hommage an alle

Balkan-Frauen in meinem Leben, die

mich immer hochgehalten haben.

Serbien oder Slowenien. Eine Dragqueen,

die in der Öffentlichkeit steht, gibt‘s in

Sarajevo gar nicht. Die Homophobie ist

hier immer noch sehr groß.

Ist das dann trotzdem deine Heimat?

Oder was würdest du als deine Heimat

bezeichnen?

Deutschland ist auf eine Art meine

Heimat, aber wiederum auch nicht.

In Sarajevo bin ich der Mann aus der

Diaspora, in Serbien bin ich Bosnier

oder Kroate, weil ich bosnischer Kroate

bin, in Kroatien bin ich Bosnier und in

Deutschland sehe ich zwar aus wie ein

Deutscher, ich spreche wie sie, aber ich

bin nicht aufgewachsen wie sie.

Deswegen ist für mich Heimat ein

schwieriger Begriff. Heimat wäre die

Familie, oder dort, wo ich mich wohl

fühle, vielleicht sogar mein Theater oder

mein Beruf. Es gibt da bei mir ein Gefühl

der Heimatlosigkeit und eine Suche nach

Zugehörigkeit. Ich lebe seit 33 Jahren in

Deutschland und war in Sarajevo nur

mal, um meine Oma zu besuchen oder

zu Familienfesten. Dieses Mal habe ich

mich in der Stadt nicht mehr repräsentiert

gefühlt. Und die Frage ist, ob ich es

überhaupt jemals war. Das alles spielt in

diesen „Heimatgedanken“ mit rein. Miss

Sara Jevo versucht dieser Frage, was

Heimat ist, nachzugehen. Genau wie

Saša Stanišić in seinem tollen Roman

„Herkunft“ auch auf die Suche gegangen

ist. Wir versuchen auch das Thema „Stolz

und Scham“ zu bearbeiten, oder „Being

Queer From A Different Country“. Und es

wird berühren und unterhalten. Denn

das ist ja immer das Schönste, wenn du

lachen und gleichzeitig weinen kannst.

29.11., Premiere „Miss Sara Jevo“,

NTM Interims-Spielstätte Studio

Werkhaus, Mozartstr. 9 – 11, Mannheim,

20 Uhr, weitere Vorstellungen am

6., 19. und 30.12., weitere Vorstellungen

sind in Planung, nationaltheatermannheim.de

THEATER

SARA

JEVO

die Superheldin

Ihr habt für das Stück eine Recherchereise

nach Sarajevo gemacht – wie hast

du die queere Szene dort erlebt?

Ich war im Nationaltheater und habe

mein erstes queeres Stück dort gesehen

und das war schon sehr crazy. Alles, was

in Sarajevo queer ist, wird hauptsächlich

von lesbischen Frauen oder Transmenschen

gemacht. Die „Schwulis“ kommen

nicht zusammen, weil sie permanent mit

dem Problem der Männlichkeit beschäftigt

sind. Wenn du dort auf GRINDR bist,

sind zwei Drittel der Männer verheiratet.

Drag gibt es auch, aber meistens nur

Drag Kings. Die Dragqueens werden aus

dem Ausland gebucht, aus Kroatien,

Tipp: Am 8. November startet im NTM

die erste Folge der neuen Drag-Show-

Reihe „Draghaus Werqhaus“ – eine

klassische Drag Show mit einer

Collage aus Liedern, persönlichen

Anekdoten und einer Party im

Anschluss. Mit dabei sind unter

anderem Sara Jevo, Davina Lover,

Shayma AlQueer und

The Notorious B.D.E.

FOTO: NATALIE GREBE

O7, 20 (Quadrate), Mannheim

www.galileo-sauna.de


Mannheim 23

COMMUNITY

„TRANS* AKTIONSWOCHEN“ Rhein-Neckar

Im November, rund um den „Transgender

Day of Remembrance“,

liegt der Fokus in Mannheim und

Heidelberg wieder verstärkt auf der

rosa-hellblauen-Communityflagge.

Obwohl Transmenschen in den

vergangenen Jahren sichtbarer

geworden sind, ist ihr Alltag noch

immer überdurchschnittlich stark von

Diskriminierung, Mobbing und Gewalt,

aber auch von Isolation geprägt.

Daran erinnert der „Transgender Day of

Remembrance“ am 20. November, der

Gedenktag für die Opfer transfeindlicher

Gewalt, der auch zur Sichtbarkeit von

trans-Lebensrealitäten beiträgt.

Mit dem im April 2024 beschlossenen

Selbstbestimmungsgesetz wurde in

Deutschland zumindest der Prozess

der Änderung des Vornamens und

des Geschlechtseintrags vereinfacht

– ein erster Schritt zur Bekämpfung

struktureller Diskriminierung. Kritik kommt

an einzelnen Passagen des Textes:

Zum Beispiel, dass eine Änderung des

Geschlechtseintrags weg von einem

männlichen Eintrag kurz vor einem

Spannungs- oder Verteidigungsfall nur

teilweise anerkannt wird. Nach Ansicht

der Kritiker*innen bestätige dies ein

grundsätzliches Misstrauen gegenüber

transgeschlechtlichen Frauen. Beim derzeit

im Bundestag diskutierten Vorstoß

zur Ergänzung des Artikel 3 Grundgesetz

um die sexuelle Identität wurden trans

Menschen indes komplett vergessen.

Das Programm der Trans*Aktionswochen

ist gut gefüllt: Vom 4. November

bis 6. Dezember gibt es fast täglich

Workshops, Panels, Vorträge und Raum

für gegenseitigen Austausch, aber

auch Filmvorführungen, Sportangebote,

Lesungen, Performances, einen

Stadtrundgang zur Heidelbergs TIN-

Geschichte und eine Party.

Der „Transgender Day of

Remembrance“-Gedenkmarsch findet

am 22. November ab 16 Uhr auf den

FOTO: DUCKY, PEXELS.COM, GEMEINFREI

Planken in Mannheim statt, mit einer

Abschlusskundgebung mit Rede- und

Kulturbeiträgen auf dem Mannheimer

Marktplatz. *bjö

Mehr Infos über heidelberg.de/lsbtiq

und mannheim.de/lsbtiq

FOTO: LENA BALK, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI


24 Stuttgart

COMMUNITY

INTERVIEW

Ahmed Mnissi:

„SPRECHEN ÜBER HIV

IST SCHWIERIG, WEIL WIR

ES SCHWIERIG MACHEN“

FOTO: MIT KI ERSTELLT

RED CARPET

MEETS RED RIBBON

Der Weihnachtsball der AIDS-Hilfe

Stuttgart ist zurück in der Alten

Reithalle am Maritim Hotel.

Mit Musik, Tanz und Show wird

gemeinsam wird für die gute

Sache gefeiert. Der Erlös des

Abends geht zu Gunsten der

AIDS-Hilfe Stuttgart, aber vor

allem wird Sichtbarkeit und Solidarität

für HIV-positive Menschen

geschaffen. Als Botschafter*innen

sind in diesem Jahr dabei: Schlager-Revival-Star

Dieter Thomas

Kuhn, Travestie-Star Frl. Wommy

Wonder, Tänzer und Choreograf

Eric Gaulthier, DJane Alegra Cole,

Make-up-Artist und Aids-Aktivist

Ahmed Mnissi und Stuttgarter

Szene-Ikone und Politikerin Laura

Halding-Hoppenheit. *bjö

29.11., „Red Carpet meets

Red Ribbon“ – Weihnachtsball

der AIDS-Hilfe Stuttgart,

Alte Reithalle – Maritim Hotel,

Seidenstr. 34, Stuttgart,

aidshilfe-stuttgart.de

ENTRY

17 €

ONLY

MASK & NAKED

PARTY

AM 2. MONTAG IM MONAT

Am Rande der Schwäbischen Alb

aufgewachsen hat Ahmed Mnissi lange

Zeit in Stuttgart als Friseurmeister gearbeitet,

bevor er als Hair- und Make-Up-

Artist bundesweit durchstartete und

unter anderem 2022 Sieger von „Glow

up Germany“ wurde.

2016 bekam er eine positive HIV-

Diagnose. Vier Jahre später entschloss

er sich, seine HIV-Infektion öffentlich zu

machen und wurde als Áktivist zu einem

der prominenten Gesichter von „Leben

mit HIV – Anders als du denkst“, der Kampagne

der Deutschen AIDS-Hilfe. 2025 ist

er Teil des Botschafter*innen-Teams des

Weihnachtsballs der AIDS-Hilfe Stuttgart.

Wir haben den sympathischen Mittdreißiger

zum Interview getroffen. *bjö

Die meisten Menschen, die eine

HIV-Diagnose bekommen, reagieren

zunächst mit Angst und Rückzug. Was

hat dich dazu bewegt, mit deiner HIV-

Infektion an die

Öffentlichkeit zu

gehen?

Ich hatte am

Anfang tatsächlich

selbst diese

Reaktion, weil ich

erstmal selbst

verarbeiten

musste, dass HIV

nun zu meinem

Leben gehört.

Die erste Zeit

hab ich auch

in Stuttgart

ziemlich viel

Diskriminierung

erfahren, vor

allem aus der

eigenen Community.

Das war

hart. Sehr viele

schwule Männer

in den gängigen

Dating Apps waren nicht aufgeklärt

genug, und das bekam ich ordentlich

zu spüren. Nach beruflichen Stationen

in Hamburg und Köln änderte sich mein

eigenes Mindset, denn dort erfuhr ich,

wie es sich anfühlt, wenn Menschen, in

meinem Fall Männer, besser aufgeklärt

FOTO: KATHLEEN SPRINGER

waren. Ich bekam einen Eindruck davon

wie man sich auf Augenhöhe und ohne

Vorurteile begegnet und über seinen

HIV-Status unterhält. Das hat mir die

Augen geöffnet und mir gezeigt, dass

HIV ein neuer Fakt ist, der zu mir gehört,

der aber weder meine Persönlichkeit

noch mein ganzes Leben bestimmt. Und

dann wuchs der Wunsch in mir, dass ich

regional in meiner Heimat, aber auch in

Stuttgart dahingehend etwas bewegen

möchte.

Hättest du dir selbst mehr positive Role

Models gewünscht – oder hattest du

vielleicht welche?

Ich hätte mir definitiv mehr Role Models

gewünscht. Sogar schon in der Schulzeit,

als ich das erste Mal mit dem Thema

und den Aufklärungsmaterialien von

den AIDS-Hilfen in Berührung kam. Das

Thema Diversität gab es zu meiner

Schulzeit nicht, Repräsentation von HIVpositiven

Menschen, die beispielsweise

Person Of Color

sind, gab es nicht.

HIV und Aids war

zwar ein wichtiges

Thema, aber

eines, dass nur

so nebenbei lief.

Wer öffentlich zu

seinem positiven

Status stand

war immer weiß

und meistens

außerhalb meines

Altersbereiches.

Ich glaube, selbst

2016, als ich

meine Diagnose

bekam, sahen die

Menschen auf allen

Info-Materialien

weiß aus. Das war

ein weiterer Punkt

für mich zu sagen,

okay, dann ist es

glaube ich wichtig, dass ich ein Role

Model bin, mit meinem Mixed Raced

Hintergrund als Person Of Color.

Sprechen über HIV ist schwierig, weil

HIV noch immer ein Tabuthema ist. Wie

kommunizierst du HIV in deinem Alltag?


Stuttgart 25

Sprechen über HIV ist schwierig, weil wir es

schwierig machen. Es ist wichtig, dass HIV

als Thema ganzjährig präsent ist, auch

in den Medien und nicht nur zum Welt

AIDS-Tag. Wenn wir über ein Thema nicht

regelmäßig sprechen, es normalisieren,

bleibt es ein Tabu. Dabei geht es hier um

die Gesundheit und den Schutz eines

jeden. Und gerade da sollten wir endlich

mal anfangen, weniger prüde zu sein und

mehr darüber reden, zum Schutz aller.

Ein banales Beispiel: Vor ein paar

Jahren hat man die Lebensrealität

von homosexuellen Menschen mit in

die Schul-Lehrpläne aufgenommen,

einfach in ganz simplen, beiläufigen

mathematischen Aufgaben wie „ging

Herr Müller mit seinem Mann einkaufen“.

Ja – der Aufschrei der Eltern war groß,

aber ungerechtfertigt, denn es ging nur

darum, Kindern zu zeigen, dass es eben

mehr als nur das klassische Modell einer

heteronormativen Beziehung gibt. Wir

normalisierten endlich Homosexualität,

als das, was es ist: die Realität und

Natur von so vielen Menschen. Ich sehe

es bei HIV nicht anders. Sicher muss

man bei dem Thema etwas anders

herangehen, aber warum gibt es denn

nicht in TV-Produktionen, Serien, Filmen,

Sendungen oder Shows Menschen, die

selbstverständlich HIV-positiv sind?

Nicht als Hauptthema, sondern einfach

als Teil der Realität dieser Menschen?

Wenn wir immer ein so großes Ding

draus machen, dann wird es auch

immer Angst und Scham schüren. Ich

kommuniziere es also selbstbewusst

und beiläufig, denn es ist ein Teil von mir,

aber ich definiere mich nicht darüber.

Wie kommunizierst du HIV beim Daten?

Ich habe es sowieso in all meinen

Dating Profilen stehen, als „TasP“, also

Schutz durch Therapie. Wer auf mein

Instagram Account geht, sieht in meiner

Bio direkt, dass ich HIV-positiv bin. Ich

gehe also ganz selbstverständlich und

selbstbewusst damit um, egal ob in der

Öffentlichkeit, beim Dating oder einfach

beim Kennenlernen von Menschen.

Damit gebe ich gar keinen Spielraum für

Diskriminierung. Seit ich so selbstbewusst

und offen damit umgehe, komme ich

mit Menschen ins Gespräch und habe

auch keine schlechten Reaktionen mehr.

Wo Raum bleibt für Spekulation und

Unsicherheiten, da ist auch Raum für

Diskriminierung und Hass.

Deine Botschaft für den Weihnachtsball

der AIDS-Hilfe Stuttgart?

Lasst uns Geld sammeln und laut sein,

lasst uns in den Austausch gehen,

aber lasst uns bei diesem Thema

auch endlich mal etwas die Schwere

rausnehmen. Ich bin mir bewusst,

dass es ein Thema ist, das vor allem

HIV-positiven Menschen die Leichtigkeit

nehmen kann und andere Menschen oft

betroffen macht, aber auch, weil wir oft,

wenn wir über HIV in der Öffentlichkeit

sprechen, es noch zu einem unsagbar

schweren und traurigen Thema machen.

Natürlich vergessen wir nicht die an

Aids verstorbenen Menschen, und die,

die Jahrzehnte dafür gekämpft haben,

damit wir an den Punkt kommen, an

dem wir heute sind. Aber wir leben

dankbarerweise heute in einer anderen

Zeit und sollten diese Energie auch dem

Thema entgegenbringen, um positive

Verknüpfungen und im besten Fall eine

bessere Aufklärung zu schaffen.

instagram.com/ahmedmnissi.hmua

Interview: Björn Berndt

Heftiger Herbst?

Bleib gechillt!

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26 Advertorial

WIE MODERNE

DIE LEBENSQUALITÄT

VERBESSERN KÖNNEN

Seit das HI-Virus entdeckt wurde, hat sich

in der Entwicklung von HIV-Medikamenten

sehr viel getan: Die ersten Therapien

waren mit starken Nebenwirkungen

verbunden und es musste eine Vielzahl

verschiedener Tabletten eingenommen

werden, um die Menge der Viren im Körper

so niedrig wie möglich zu halten.

Durch die Entwicklung von immer effektiveren

Wirkstoffen sind die heutigen HIV-Medikamente

mit den damaligen im Hinblick auf

ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit kaum

zu vergleichen. So kann die HIV-Therapie

heutzutage häufig mit nur einer einzigen

Tablette am Tag durchgeführt werden. Bei

erfolgreicher Therapie ist HIV im Blut dann

auch nicht mehr nachweisbar.

DER MEDIZINISCHE FORTSCHRITT IN

DER HIV-THERAPIE

Stellen wir uns als Beispiel mal einen

Mann vor, der im Alter von 21 Jahren die

HIV-Diagnose erhält. Wenn er sich bei den

unterschiedlichen Therapieformen für die

Einnahme von Tabletten entscheidet und

diese einmal täglich einnimmt, wären das

im Laufe eines durchschnittlichen Lebens

von circa 80 Jahren die beachtliche Anzahl

von über 20.000 Tabletten - ganz schön

viel, oder?

Bei der HIV-Therapie besteht eine dieser

Tabletten aus bis zu vier unterschiedlichen

Substanzen, den sogenannten

Wirkstoffen. Diese werden kombiniert und

blockieren die Vermehrung des Virus an

verschiedenen Punkten. Dank ihrer hohen

Wirksamkeit wurde in den letzten Jahren

die Anzahl der notwendigen Wirkstoffe in

der HIV-Therapie weiter reduziert, was vor

allem das Risiko für mögliche Nebenwirkungen

sowie Wechselwirkungen der HIV-

Medikamente mit anderen Substanzen

und Medikamenten verringern kann.

HIV ALS STÄNDIGER BEGLEITER

Auch wenn man als Mensch mit HIV

heutzutage ein normales und glückliches

Leben führen kann, ist die HIV-Therapie

ab dem Zeitpunkt der Diagnose und dem

Behandlungsbeginn ein Leben lang ständiger

Begleiter.

Mittlerweile gibt es groß angelegte Studien,

welche die Erfahrungen und Gedanken

von HIV-positiven Menschen auch

hinsichtlich ihrer Therapie beleuchten. In

der „Positive Perspektiven 2“ Studie wurden

beispielsweise weltweit 2.389 HIVpositive

Menschen befragt. Dabei zeigte

sich, dass Menschen mit HIV sich auch

Gedanken über die Anzahl an Substanzen

in ihren Medikamenten machen: Die

Mehrheit (65%) der befragten Personen

in Deutschland ist beispielsweise offen

für eine HIV-Therapie mit weniger Wirkstoffen

bei gleicher Wirksamkeit. 2

WARUM WÜNSCHEN SICH MENSCHEN

MIT HIV WENIGER SUBSTANZEN IN

IHRER THERAPIE?

Im Alter können bei HIV-positiven Menschen

dieselben gesundheitlichen Probleme

auftreten, wie bei allen anderen auch.

Je älter Menschen mit HIV werden, desto

höher wird auch die Wahrscheinlichkeit,

dass weitere Medikamente gegen andere

Erkrankungen zusätzlich zur HIV-Therapie

eingenommen werden.

In der „Positive Perspektiven 2“ Studie

82%

(1.731/2.112)

der Befragten weltweit

nehmen mindestens ein

weiteres Medikament

zur HIV-Therapie ein 1

NP-DE-HVU-ADVR-210022

gaben 82% aller Befragten an, dass sie

schon jetzt mindestens ein Medikament

zusätzlich zur HIV-Therapie einnehmen. 1

Auch wenn man selbst vielleicht nicht

direkt an das Älterwerden denkt, für

die Lebensqualität kann die Anzahl der

Substanzen in der HIV-Therapie auch

jetzt schon eine Rolle spielen: Möglichst

wenige Substanzen können das Risiko für

Wechselwirkungen mit anderen Stoffen

wie Nahrungsergänzungsmitteln oder

Medikamenten verringern und damit auch

einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität

haben.

PROAKTIV MIT DEM/R ÄRZT*IN REDEN

Letztendlich ist es wichtig, dass sich die

HIV-Therapie mit anderen Substanzen

gut verträgt. Daher empfiehlt es sich, dass

man als Mensch mit HIV dem/r Ärzt*in

ganz offen sagt, was man sonst noch

neben den HIV-Medikamenten einnimmt.

Generell kann es hilfreich sein, von

selbst proaktiv ein Gespräch suchen: Von

den 120 in Deutschland befragten Teilnehmenden

der „Positive

Perspektiven 2“ Studie gaben beispielsweise

nur 63% an, dass sie von ihren

Ärzt*innen über generelle Bedenken hinsichtlich

ihrer Therapie gefragt wurden. 2

Unterstützt von ViiV Healthcare

Quellen:

1

Okoli C et al., Prev Chronic Dis 2020;17:190359.

2

Wigger A et al., 15. Kongress für Infektionskrankheiten

und Tropenmedizin 2021. Poster P-037.

Weitere Infos sowie persönliche Geschichten zum Leben mit HIV findest du unter

www.livlife.de


Advertorial 27

LEXUS LBX BASIS

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Energieverbrauch Lexus LBX Basis 1,5 l Benzinmotor, 136 PS kombiniert: 4,5 l/100 km; CO₂-Emissionen

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LEXUS SERVICE FULDA | Autohaus NIX GmbH | Alte Ziegelei 22 – Petersberg | www.lexusservice-fulda.de

Hauptsitz: Autohaus NIX GmbH | Frankfurter Straße 1–7 | 63607 Wächtersbach


28 Ökologie

FOTO: CUP OF COUPLE, PEXELS.COM, GEMEINFREI

C H H ALTIG HA N DELN

AÖK OLO GIS C H DEN KEN, N

Diverse Krisen haben unser Bewusstsein für umweltbewusstes

Verhalten geschärft – wer bis jetzt noch nicht über

Müllvermeidung, Ressourcen-Schonung und

Energie-Einsparungen nachgedacht hat, muss es

nun tun. Auf den folgenden Seiten liefern wir wertvolle

Tipps für einen ökologischen Lebensstil. *bjö

MOBILITÄT

Sattel’

um aufs

E-BIKE

FOTOS: LENZ E-BIKES

Neben den positiven Effekten für die

Umwelt tut Radfahren auch der eigenen

Gesundheit gut: Regelmäßiges Radfahren

verbessert die Kondition und Koordination,

trainiert die Beine und macht als

Nebeneffekt einen knackigen Po.

Dass das Fahrrad in der Stadt die beste

Alternative zum Auto ist, hat sich inzwischen

rumgesprochen. Mit einem E-Bike

ist man noch mobiler und kann auch

längere Strecken problemlos meistern

– umweltfreundlich, nachhaltig und

Fitnesstraining gibt’s gratis obendrein.

Pionier in Sachen Fahrrad als alternatives

Fahrzeug ist der Fahrradbetrieb

LENZ in Kelkheim. 1980 von Helmut und

Cristina Lenz gegründet, wurde hier

das Rad schon damals nicht bloß als

Freizeit-Fahrzeug gesehen, sondern

als echte Alltags-Alternative zum Auto.

Die Geschwister Thilo, Verena und Eric

haben mit LENZ E-Bikes die Vision ihrer

Eltern weitergeführt: „Wir vergleichen das

E-Bike nicht mit dem Fahrrad, sondern

mit dem Auto. Das E-Bike ist für uns ein

elektrisches Fahrzeug auf zwei Rädern

und daher die beste Alternative zum

Auto“, erklärt Eric Lenz.

Die Vorteile sind für ihn klar. Zuallererst

ist das E-Bike umweltfreundlicher als

das Auto: „Wer öfters mit dem Rad oder

E-Bike unterwegs ist, trägt dazu bei,

die Städte lebenswerter zu machen:

Weniger CO 2 , weniger Lärm und weniger

Flächenverbrauch“, erklärt Eric. Weiterer

Vorteil: Mit dem E-Bike kommt man mitunter

sogar schneller voran als mit dem

Auto: „Bei uns steht man mit dem Auto

morgens erst mal 30 Minuten im Stau“,

erzählt Eric. „Mit dem E-Bike fährt man da

einfach vorbei.“ Außerdem entfalle die

lästige Parkplatzsuche.

„Natürlich kostet ein gutes E-Bike erstmal

Geld“, meint Eric. „aber es rechnet sich

schnell: keine Spritkosten, keine Versicherung,

kaum Wartung. Und mit der

Möglichkeit, E-Bikes zu leasen, können

Arbeitnehmer über ihr Gehalt auch

noch mit 30 bis 40% Steuerersparnis

rechnen, so Lenz weiter. „Es geht nicht

auch nicht um Verzicht, sondern um

Entscheidungskompetenz. Wer sich für

ein E-Bike entscheidet, sagt nicht ‚nie

wieder Auto‘, sondern ‚nicht immer Auto‘.

Und so ersetzt ein E-Bike in vielen Fällen

einfach auch den Zweitwagen oder es

ergänzt Bus und Bahn und spart Zeit.

Man gewinnt auf jeden Fall dazu“. *bjö

Mehr Infos: LENZ E-Bikes, Bahnstr. 14,

Kelkheim, lenz-ebikes.de


Ökologie 29

URBAN

Frankfurts grüne

Haltestellen

Wer hat sie schon entdeckt – die begrünten Haltestellen

der Frankfurter Verkehrsbetriebe? 2021 wurde am

Börneplatz das erste „Gründach“ gebaut, seitdem sind

zahlreiche Standorte dazugekommen – in diesem

Jahr unter anderem an den Straßenbahnhaltestellen

Lokalbahnhof / Textorstraße und Hospital zum Heiligen

Geist sowie an der Bushaltestelle Hans-Leistikow-Straße.

Die Gründächer bestehen aus robusten Sedumpflanzen,

die Wasser in ihren Blättern speichern und gut mit

Trockenheit klarkommen. Sie binden außerdem

Feinstaub, kühlen die Luft bei Hitze und bieten

Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge und andere

Insekten. Damit sind die begrünten Wartehallendächer

ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit im Stadtraum

und ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas

und zur Förderung der Biodiversität. Sofern die Dächer

bestehender Wartehallen statisch die entsprechende

zusätzliche Last tragen können, ist das Verfahren auch

ressourcenschonend. Getestet werden außerdem vertikale

Begrünungen mit blühenden Stauden und Moosen,

die ebenfalls vielversprechende ökologische Effekte

zeigen. „Die VGF verfolgt damit das Ziel, urbane Mobilität

mit ökologischer Verantwortung zu verbinden – für eine

grünere, lebenswertere Stadt“, heißt es dazu von der

VGF. Weitere Projekte

befinden sich in

Planung oder im

Bau. *dr

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FOTOS: VGF

Haltestelle am Börneplatz


30 Ökologie

ERNÄHRUNG

LEBENSFREUDE und

GESUNDE LEBENSMITTEL

Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in Deutschland Reformhäuser –

Kaufläden für gesunde Lebensmittel und mehr. Das Frankfurter Reformhaus Andersch in der Glauburgstraße

gibt es seit den 1970ern, vor fünf Jahren hat eine zweite Filiale in Eschersheim eröffnet. Im Interview

erzählt Inhaber Achim Andersch über die Reformbewegung und die Idee der Reformhäuser.

Reformhäuser gehen auf die Reformbewegung

zurück – um was ging es

damals?

Die Lebensreformbewegung war eine

Gegenbewegung zur Industrialisierung.

Sie entstand Mitte des 19. Jahrhunderts

aus den Wandervögeln und den Vegetariern.

Die

Wandervögel

waren revolutionär,

weil man damals

eigentlich

nicht wandern

gegangen ist. Es

gab außerhalb der

Arbeit überhaupt

keine körperliche

Betätigung. Die

Lebensreformbewegung

waren also

junge Menschen,

die raus aus der

Stadt wieder aufs

Land gezogen sind

und dort versucht

haben, so natürlich

wie möglich zu

leben. Das bezog

sich vor allem auf

die Ernährung,

zum Beispiel war

viel frisches Gemüse wichtig, was es

damals in den Städten nicht sehr häufig

gab. Wichtig war aber auch, dass man

Spaß am Leben hatte. Essen sollte

gut und vollwertig sein und auch gut

schmecken.

Daraus sind dann Reformhäuser

entstanden, um die natürlichen

Lebensmittel wieder zurück in die Städte

zu bringen?

Genau. Das erste Reformhaus war die

„Gesundheits-Zentrale“ und eröffnete

1887 in Berlin.

Ich hatte immer den Eindruck, dass

Reformhäuser so etwas wie „Natur-

Drogerien“ sind.

Sehr viele Reformhäuser haben sich

heute rein auf Nahrungsergänzung und

Kosmetik spezialisiert. Wir sind deutlich

lebensmittellastiger und gehen damit

eigentlich eher wieder zurück zum

Ursprungsgedanken der Reformhäuser.

Im Grunde genommen bieten wir hier

sehr viele Superfoods an. Zum Beispiel

unsere Tees, die durch jahrzehntelanges

Weiterzüchten einen viel höheren Wirkstoffgehalt

haben und qualitativ sehr gut

sind. Oder unsere Weizenkeime, die nicht

toterhitzt wurden und deshalb noch alle

Vitamine haben. Bei uns gibt es natürlich

auch Naturkosmetik und auch sehr gute

Nahrungsergänzungsmittel, die einfach

nochmal eine Stufe besser sind und zum

Teil schon in den medizinischen Bereich

gehen.

Ein Reformhaus sollten daher immer

jemanden haben, der entsprechend

ausgebildet ist. Ich bin zum Beispiel

Reformhaus-Fachverkäufer, Drogist und

Ernährungsberater. Meine Frau, die in

unserer Filiale in Eschersheim arbeitet,

ist auch Heilpraktikerin für Pflanzenheilkunde

und für traditionelle chinesische

Medizin.

Ist das der Unterschied zwischen

einem Reformhaus und einem

Bio-Supermarkt?

Bio-Supermärkte sind in den 1970ern

entstanden, weil die Reformhäuser

irgendwann die Versorgung mit

Nahrungsmitteln für die Städte nicht

mehr geschafft haben. Viele Reformhäuser

haben sich wie gesagt dann auf

Naturkosmetik und Nahrungsergänzung

spezialisiert. Unser

Obst und Gemüse

kommt von zwei

regionalen Bauernhöfen,

die uns direkt

beliefern. Zusätzlich

nutzen wir einen

Großhandel, der

darauf achtet, dass

das meiste aus

dem Frankfurter

Umkreis kommt. Die

Bananen kommen

trotzdem aus

Ecuador.

Wie ist das denn

mit der Reform-

Idee vereinbar?

FOTO: BJÖ

Ein paar Abstriche

muss man da

schon machen.

Bananen sind

ja grundsätzlich

gesunde Lebensmittel und unsere Bananen

sind natürlich biologisch angebaut.

Gibt‘s es Alkohol in eurem

Reformhaus?

Ja, es gibt Bio-Bier und Wein. Das liegt

aber auch ein bisschen daran, dass ich

gebürtiger Rheingauer bin (lacht).

Das heißt, die persönliche Leidenschaft

fließt in eure Auswahl und euer Angebot

auch mit rein?

Ja. Wir machen gerne das, was uns

Spaß macht. Die Lebensfreude ist einfach

grundsätzlich ein wichtiger Faktor

der Gesundheit.

Reformhaus Andersch, Glauburgstr. 77

und Auf der Lindenhöhe 1, Frankfurt,

facebook.com/reformhausandersch

Interview: Björn Berndt


Ökologie 31

BILDUNG

Ort, um Fragen zu beantworten. Der

Ausstellungsraum ist eine Kooperation

zwischen dem Deutschen Wetterdienst,

dessen Hauptsitz in Offenbach ist, sowie

den städtischen Ämtern für Kulturmanagement,

Wirtschaftsförderung und

Umwelt und Klima.

FOTO: LEA KULENS

SCAPE° – Wetter- und Klima

Der im Mai neu eröffnete Ausstellungsraum

in der Offenbacher Innenstadt

macht die Ursachen für Wetter- und

Klimaphänomene erleb- und

nachvollziehbar.

In einem interaktiven Parcours werden

an verschiedenen Stationen die

komplexen Zusammenhänge zwischen

Wetter und Klima erklärt. Dabei lernt

man an mechanischen Ausstellungsstücken

und Online-Terminals,

welche Faktoren einen Klimawandel

auslösen, was es bedeutet, wenn das

Klima „kippt“, welche unumkehrbaren

Folgen dadurch für Mensch und Natur

entstehen und was man präventiv

dagegen tun kann. Mitarbeiter sind vor

Regelmäßig finden auch Events im

SCAPE° statt – zum Beispiel die Reihe

„Wein – Klima- Taste“ mit Vorträgen über

die Beziehung zwischen Klimawandel

und Weinanbau; dazu gibt’s immer eine

passende Weinverkostung. Im November

geht’s um Rotwein: Bedingt durch den

Klimawandel mit mehr Sommertagen

und wärmeren Mittelwerte ist es heute

möglich, auch in Deutschland fruchtige

Rotweine und Sorten wie Merlot oder

Syrah zu kultivieren. Im Dezember dreht

sich dann alles um Schaumwein – dann

wird bewiesen, dass deutscher Winzersekt

durchaus mit Champagner und Co.

mithalten kann. *bjö

SCAPE° – Wetter. Klima. Mensch,

Frankfurter Str. 39 (Rathaus Plaza),

Offenbach, 13.11., Wein – Klima- Taste:

Rotwein, 11.12. Wein – Klima- Taste:

Schaumwein, jeweils ab 19 Uhr,

Anmeldung über scape-offenbach.de

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32 Ökologie

AUSSTELLUNG

Von CIRRUS BIS CUMULONIMBUS

Mit einer Mischung aus wissenschaftlichen

Forschungsergebnissen,

multimedialen Visualisierungen und

ausgewählten Kunstwerken lädt das

Hessische Landesmuseum in seiner

aktuellen Ausstellung auf eine Reise in

die Welt der Wolken ein.

Wolken gehören zu den wichtigsten

Wetterphänomenen: Sie bilden sich

aus verdunstetem Wasser, das sie als

Niederschlag wieder zurück zur Erde

bringen. Sie gehören damit zu den

entscheidenden Faktoren des Klimasystems.

Die Wissenschaft unterscheidet

zwischen zehn Wolkengattungen, deren

Beobachtung und Veränderung als

maßgebliche Faktoren für die Wettervorhersage

gelten. Ihre oft bizarren Formen

regen aber auch die Fantasie an – wer

hat nicht schon mal Figurenraten mit

Wolkenformationen gemacht?

Die Ausstellung „Wolken. Erleben und

Verstehen“ widmet sich all diesen

verschiedenen Facetten und bietet eine

Vielzahl von interaktiven Exponaten:

In einer VR-Station taucht man in

Wetterumschwünge ein, es gibt eine

„Wolkenkammer“, bis zu acht Meter

großen Wolkennachbildungen sowie

wissenschaftliche Ergebnisse und

anschauliche Erklärungen zu Wolken

und Wolkenphänomenen – und last, but

not least eine Auswahl von Kunstwerken

aus der Museums-Sammlung, die

Wolken in 500 Jahren Kunstgeschichte

präsentieren.

Cumulus Wolken

Tipp: Im Rahmenprogramm

der Ausstellung

werden auch Führungen

durch das EUMETSAT-

Center in Darmstadt angeboten; die

Organisation sammelt, verarbeitet und

verbreitet Satellitendaten für Wetter,

Klima und Umweltüberwachung. Nächster

Termin: 19. November. *bjö

Ausstellungsansicht

Noch bis 11.1.,

Hessisches Landesmuseum,

Friedensplatz 1, Darmstadt, hlmd.de

FOTO: © D. HAUSTEIN, HLMD

FOTO: © Y. MIELATZ, HLMD

betten. schlafsofas. futons.

matratzen.

Frankfurt, Höhenstr. 16, Mo-Fr 11-19 Uhr, Sa 10-18 Uhr Uhr

www.biosaffair.de


Ökologie 33

NACHHALTIGKEIT

LEXUS – Sexappeal & Sustainability

Mit der Toyota Premiumtochter Lexus

steht das Autohaus NIX im Rhein-Main-

Gebiet seit Jahren für innovative und

umweltbewusste Mobilität, denn bei

Lexus gehören modernste Hybrid-,

Elektro- und Brennstoffzellentechnologie

schon längst zum Alltag. „Bereits 2004

brachte Lexus den weltweit ersten

selbstladenden Luxus-Hybrid auf den

Markt. Das erste vollelektronische

Modell war dann die konsequente

Weiterentwicklung“, erklärt Alexander

Nix, Geschäftsführer des Autohauses.

Hybride Fahrzeuge kombinieren Elektround

Benzinmotoren ohne externes

Laden, vollelektrische Modelle fahren

emissionsfrei mit hunderten Kilometern

Reichweite. Seit 2013 verzichtet Lexus

vollständig auf Dieselmodelle und erfüllt

mit seinen Modellen problemlos die

CO 2 -Flottenziele der EU.

NACHHALTIGKEIT ALS

UNTERNEHMENSPRINZIP

Darüber hinaus ist Nachhaltigkeit bei NIX

fest in der Unternehmenskultur verankert.

Seit 30 Jahren wird konsequent daran

gearbeitet, Ressourcen zu schonen und

Energie effizient zu nutzen: Waschanlagen

werden nur mit Regenwasser aus

eigenen Zisternen betrieben, Photovoltaikanlagen

speisen die Klimaanlagen,

im gesamten Unternehmen werden

ausschließlich LEDs verwendet, Digitalisierungsprojekte

sparen kistenweise

Papier und das Dach der Filiale auf

Geballte Power mit Spitzenwerten

in Sparsamkeit.

FOTO: LEXUS

FOTO: AUTOHAUS NIX

der Hanauer Landstraße ist begrünt.

Außerhalb des Unternehmens engagiert

sich NIX für Renaturierungsmaßnahmen

eines Flussbiotops in Wächtersbach, für

Baumpflanzaktionen und für die Unterstützung

der Main-Kinzig-Challenge,

der ersten CO 2 -neutralen Laufserie

Deutschlands. „Nachhaltigkeit ist für

uns weder Trend noch Greenwashing,

sondern eine Haltung. Wir übernehmen

Verantwortung, auch für kommende

Generationen“; betont Familienvater

Alexander Nix. *dr

Autohaus NIX, Hanauer Landstr. 429 in

Frankfurt und Gräfenhäuser Str 79 in

Darmstadt, autohaus-nix.de


34 Party

PARTY-TIPPS

LADIES

GurLZzz Go Flirty Again!

LET’S GO QUEER:

MAYHALLOWEEN BALL

Gaga-Craze: Die Wiesbadener

Queer-Party feiert im November

sowohl Halloween als auch die

Vorfreude auf die kommenden

Konzerte der Lady-Gaga-

Tournee. Sprich: Musikalisch

wird mehr Gaga gespielt als

sonst und Gäste in Halloween-,

Mayhem- oder Gaga-Outfits sind

herzlich willkommen. Performances

gibt’s von Bibi Cocksberg und

Ophidia Scales. An den DJ-Decks

im Mainfloor stehen Dahlia

Danger und Max Volume, in der

Box spielt Reyylito Hyper-Pop und

Trance. Remember: It’s a Ball!

1.11., Schlachthof, Murnaustr. 1,

Wiesbaden, 23 Uhr,

instagram.com/letsgoqueer

FOTO: ÁNGEL RAMÍREZ FLORES,

PEXELS.COM, GEMEINFREI

FOTO: PUMP

Die November-Ausgabe der Ladies-And-

Friends-Party ist wieder ein Flirtspecial,

um Singles ein bisschen auf die Sprünge

zu helfen! Am Eingang werden an alle,

die teilnehmen möchten, Flirtnummern

verteilt. Wer Interesse an einer Person

hat, darf einen Brief (!) beim Postamt

am DJ-Pult (!!) abgeben; über eine

Leinwand wird bekanntgegeben,

wer sich über Post freuen darf. Hinter

besagtem Pult sorgen derweil Emma

aus Darmstadt und DJane Käry aus

Frankfurt für fette Beats. Emma ist DJ und

Musikerin, die als energiegeladene Performerin

regelmäßig in Berlin, München

und Wien hinter den Decks steht – solo

oder als Teil des DJ-Duos Don’tCanDJ.

DJane Käry gehört seit 2015 zu den

angesagtesten DJ’s in der LGBTIQ+

Community und darüber hinaus. *fis

FOTO: THIRDMAN, PEXELS.COM, GEMEINFREI

DJ Käry

21.11., Orange Peel, Kaiserstr. 39,

Frankfurt, 22:30 Uhr, gurlzzz.de

EURODANCE

FOTO: KÄRY

PUMP MEETS GLAZED

Stuttgarts „Feel Free To Express

Yourself“-Party hat im November

besondere DJ-Gäste hinter den

Decks stehen: Dela Nesto (Foto)

ist in der Berliner Partyszene in

verschiedenen queeren Projekten

engagiert, unter anderem auch

beim Glazed Festival. Als „Acid

Disco Queen“ ist sein Sound ein

Mix aus HI-NRG, Italo-Trance,

House und queer-nostalgischer

Disco. Dazu passt perfekt Meret

Forêt vom Stuttgarter Kollektiv

HYPERDOSE, die sich hypnotischen

Dub- und Hardgroove-

Techno widmet. PUMP-Host Ben

Hille und Climax-Boss MCG sind

ebenfalls am Start. *bjö

1.11., Climax Institutes, Calwer

Str. 25, Stuttgart, 23 – 8 Uhr,

climax-institutes.de

Beat Club: Eurodance-Special

Das Party-Team im Switchboard wirft die

Zeitmaschine an und lädt zu einer Nacht

voller Nostalgie, Eurodance- und 90er-

Vibes – inklusive bunter Outfits, Neonlichter

und legendären Beats. An den Decks

sorgt DJ Silberprinz für den perfekten

Soundtrack – von pulsierenden Clubhits

bis zu echten 90er-Klassikern. Songs, die

eine ganze Generation geprägt haben:

von Mr. Vain über Coco-Jambo bis zum

Macarena ist bestimmt alles dabei!

Eintritt frei, Mindestverzehr 12 Euro. *fis

22.11., Switchboard, Alte Gasse 36,

Frankfurt, 21 Uhr, facebook.com/

switchboard.frankfurt


Party 35


36 Party

POP

LOVEPOP: Umzug ins ROMY S.

Der Schock kam Ende September:

Aufgrund der unerwarteten Schließung

des White Noise verlor die Lovepop

sehr kurzfristig ihre Heimat – doch es

geht weiter, mit geändertem Konzept.

Um Pop und elektronische Musik an

einem Abend zusammen abzudecken,

braucht man eine Location mit zwei

Dancefloors. Da diese leider auf die

Schnelle nicht zu finden waren, wird das

Programm in Zukunft auf verschiedene

Veranstaltungen aufgeteilt. Das heißt:

es gibt in Zukunft (fast immer) zwei

Lovepop-Partys im Monat! Los geht es im

November zunächst mit einer „LOVEPOP

POP EDITION“ im ROMY S.: „Wir sind dem

ROMY S., in dem schon der Lovepop

Retroklub und Mr. Wendy stattfinden,

sehr dankbar, dass es für uns spontan

alle Termine freigeräumt hat“, erklärt

Dirk vom Lovepop-Team. Am DJ-Pult

der Pop-Edition steht die sympathische

Anna Andersson aus Mannheim und

spielt ein krachendes Set aus aktuellem

Pop, Dance, House und Queer Classics.

Mit ihrem Fokus auf Mixed Music,

gemischt mit einer ordentlichen Prise

Bass, heizt Anna schon länger der

Clubszene ein. *fis

Anna Andersson

8.11, Romy S., Lange Str. 7,

Stuttgart, 23 Uhr,

lovepop.info/stuttgart

FOTO: ANDERSSON

FOTO: ROMY S.

Mr. Wendy

HOUSE

FOTO: HANDBAG

DJ handbag

Nach der Premiere im September geht

„Mr. Wendy“ im Romy S. in die zweite

Runde: Main-Act ist DJ Handbag aus Berlin,

die heißeste House DJ des bekannten

und bestaunten OOZE-Kollektivs. Es

wird funky, es wird groovy, es wird c***!

Support kommt vom Mann der 1.000

Pseudonyme: Danceflo, Flose Padilla

oder schlicht Florian Ehing: Ein DJ mit

Vergangenheit und exquisiten Platten

mit Disco-, Soul- und psychedelischen

Wurzeln. Zwischen beiden DJs kann man

eine schillernde Live Vocal-Performance

des queeren Stuttgarter Electro-Duos

Bang & Cherry erleben – mit vielen ihrer

bekannten Hits und einer neuen Version

ihrer Powernummer „Get Up“. *fis

22.11., Romy S., Lange Str. 7, Stuttgart,

23 Uhr, romy-s.de

Techno Pride

@ Schlosskeller Darmstadt

ELEKTRO

Seit über vier Jahrzehnten pulsiert im Gewölbekeller des Darmstädter

Residenzschlosses queere Geschichte: Was als sonntäglicher

Rückzugsort mit wilden Partynächten in einer weniger toleranten

Zeit begann, ist heute eine der legendärsten Gay-Party-Reihen: Der

dritte Freitag im Monat gehört der „Schrill + Laut“ – einem bunten

Zusammenspiel von vielbunt e.V. und dem Schlosskeller mit Nächten

voller Beats, Begegnungen und Befreiung.

Ab November wird ein neues queeres Party-Kapitel im Schlosskeller

aufgeschlagen: „Techno Pride“ heißt der Event, der alle zwei Monate

im Wechsel mit der Schrill + Laut stattfinden wird. Mitsing-Hymnen

werden gegen druckvolle Bässe und ekstatische Rave-Vibes

getauscht. Das DJ-Team am 21. November: Beatchboyben, Mahssa

Dadari und GIU-C. Dazu gibt’s eine Drag-Performance von Noé. *fis

21.11., Schlosskeller, Marktplatz 15, Darmstadt, 23 Uhr,

schlosskeller-darmstadt.de

FOTO: TECHNO PRIDE


Party 37

Approved: Fetisch-Party

und -Workshop

Approved ist die

regelmäßige Party des

FLC für Fetisch-Fans.

In den hervorragend

ausgestatteten Räumen

der Grande Opera

lässt’s sich lustvoll

spielen, oder man trifft

sich zum Plausch an

der Bar. Alles geht –

allerdings sollte man

den FLC-Dresscode

beachten (Details auf

der Website).

PARTY

FOTO: @CURIOFOTO

Tipp: An Nachmittag vor der Party gibt’s in der Grande

Opera einen Workshop der Wiesbadener Bondage Guys.

Nach vorheriger Anmeldung kann man hier von den

Experten der kunstvollen Fesselung alles über das Spiel

mit Fixierung, Dominanz und Unterwerfung lernen. *bjö

22.11., Grande Opera, Christian-Pleß-Str. 11 – 13,

Offenbach, 15 Uhr Bondage-Workshop, Infos und

Anmeldung über flc-frankfurt.de/workshops, 21 Uhr

Party, flc-frankfurt.de/approved, bondageguys.de

POP

FOTO: DJANE MO

Queer Oriental:

Hips-Shaker

Mit ihrem Mix aus orientalischer, türkischer, balkanischer,

arabischer und westlicher Pop-, House-, R‘n‘B- und

Chartmusik ist die Queer Oriental Night eine echte

Ausnahme im Rhein-Main-Gebiet. Auf dem Mainfloor

mixen im November das bewährte DJ-Team Mo (Foto)

und Sezer Çağlar, auf dem zweiten Floor gibt’s als

Alternative Hip-Hop und Reggeaton von DJane Flexnetix.

Für zusätzlichen Schwung in den Hüften sorgt Ritim Show

an Davul und Dabuka, der die DJ-Sounds live begleitet.

Yalla-Yalla! *bjö

15.11., Orange Peel, Kaiserstr. 39, Frankfurt, 23 Uhr,

1001orientalnight.de

Brückenstraße 36

60594 Frankfurt a.M.

Tel.: 069 / 200 23 940

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Mo.-Sa. 12:00 - 19:00 Uhr

Mail: info@RUFFonline.de

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38 Party

LUCKY‘S

TANGERINE!

PINK!

FOTOS: OVERLINE.TV


Party 39

KOLUMNE

FRANKS SZENEBOMMEL

Der Sommer ist nun definitiv zu Ende und

wir bewegen uns mit großen Schritten

auf den Winter zu – die Zeit der

Weihnachtsmärkte kommt!

Happy Birthday Gina vom Comeback

(Foto 1, mit Petra im Vordergrund) –

wir sehen uns die Tage. Leider gab es

in der Bummelbahn ein kleines Problem

mit dem Oktoberfest: Die Baustelle vor

dem Laden ließ kein Zelt zu. Daher wurde einfach drinnen

gefeiert, wo es natürlich schnell ziemlich voll wurde. Daher

hier ein Schnappschuss von der Terrasse (Foto 2, Markus

und Jamal). Eine Begegnung der dritten Art hatte ich

Sonntagabend im Na und? Hier getroffen: The One And Only

Eike (ex-Stall, Foto 3 mit mir). War schön, ihn mal wieder zu

sehen. Am Vorfeiertag war im Na und? dann auch nochmal

Party angesagt. Hier getroffen: Petra mit Siggi (Foto 4) und

Flo (Foto 5). Leider war es uns nach ausgiebigem Feiern

nicht mehr möglich, im Anschluss noch einen weiteren

Laden aufzusuchen. Wir sehen uns überall!

Bis zum nächsten Mal

Euer Frank

FOTOS: FD

GAYBOYS

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40 Horoskop

OKTOBER 2025

VON BENJAMIN HOFMANN

FOTO: DICK THOMAS JOHNSON, CC 3.0

Geburtstagskind

des Monats

ROLAND EMMERICH, 10.11.1955

Der gebürtige Stuttgarter avancierte als Hollywood-Regisseur mit fesselnden

Katastrophen- und Science-Fiction-Filmen zum „Master of Disaster“. 2017 heiratete er

seinen langjährigen Partner Omar de Soto. Leider floppte 2015 Emmerichs Film über

die Stonewall-Riots; er wurde unter anderem als „History Whitewashing“ kritisiert. *bjö

WIDDER

21. MÄRZ – 20. APRIL

Die Widder können sich getrost eine

kleine Auszeit gönnen, denn die vergangenen

Wochen waren stressig genug.

Ein wenig Muse wird dir guttun, frische

Luft, ein bisschen Körpertraining – aber

alles in Maßen!

STIER

21. APRIL – 20. MAI

Den Stieren steht im November der

Sinn nach Geselligkeit. Dem solltest du

nachgehen: triff lange nicht gesehene

Freund*ínnen oder lade zu einem kleinen

Dinner und Get Social!

ZWILLINGE

21. MAI – 21. JUNI

Den Zwillingen tut die herbstliche Düsternis

nicht gut. Bevor du aber in deiner

Lethargie versumpfst, reiß das Ruder

rum: Geh‘ aus und erlebe, wie belebend

frische Windböen sein können.

KREBS

22. JUNI – 22. JULI

Die Krebse sind im November Meister

im Ausbalancieren der goldenen Mitte:

Du gönnst dir Amüsement und verlierst

dabei aber nie deine Mitte. Kein weiterer

Rat nötig – du weiß selbst, was für dich

gut ist.

LÖWE

23. JULI – 23. AUGUST

Wirst du jetzt schon panisch, wenn du an

die stressige Vorweihnachtszeit denkst?

Dann einmal tief durchatmen und mit

Ruhe und bedacht die Dinge angehen.

Das klappt dann auch im Dezember.

JUNGFRAU

24. AUGUST – 23. SEPTEMBER

Von wegen Herbst-Blues: Die Jungfrauen

erinnern sich, dass am 11.11. die

Faschingszeit beginnt. Das belebt! Und

für alle Faschings-Muffel: Nicht verzagen,

und die Flirtversuche der anderen nicht

übersehen.

WAAGE

24. SEPTEMBER – 23. OKTOBER

Die Waagen können jetzt erleben, wie

angenehm es sein kann, wenn mal

nichts passiert. Keine Katastrophe, die

es zu meistern gilt. Einfach nur Ruhe

und Ausgeglichenheit – dass lässt sich

aushalten!

SKORPION

24. OKTOBER – 22. NOVEMBER

Du hast (bald) Geburtstag und haderst

mit dem Alter? Zumindest die Sterne

sind dir in diesem Monat wohlgesonnen

und spenden eine Atmosphäre der

Harmonie. Und ansonsten gilt: Man ist so

alt, wie man sich fühlt.

SCHÜTZE

23. NOVEMBER – 21. DEZEMBER

Mit den Wintertemperaturen können die

meisten Schützen besser umgehen als

mit der Sommerhitze. Von daher läuft es

bei gerade rund – und selbst bei trübem

Wetter und in stressigen Zeiten: Du trägst

die Sonne im Herzen.

STEINBOCK

22. DEZEMBER – 20. JANUAR

Das Umfeld der Steinböcke wird

momentan bemerken, dass Self-Awareness

und Egoismus nah beieinander

liegen. Grübel‘ nicht immer allein vor

dich hin, sondern teile und gebe. Es zahlt

sich auch für dich aus!

WASSERMANN

21. JANUAR – 19. FEBRUAR

Auch wenn es für die Wassermänner

privat wie im Job gerade richtig flutscht

– achte auf deine Energie. Ständig auf

der Überholspur tut dir nicht gut und ist

auf Dauer auch nicht sympathisch.

FISCHE

20. FEBRUAR – 20. MÄRZ

Jetzt ist die richtige Zeit, um Unausgesprochenes

endlich zu klären und damit

auch für dich das ungute Damoklesschwert

zu beseitigen. Mach den ersten

Schritt, die Sterne sind auf deiner Seite.


PINK PAGES 41

FRANKFURT

U

U

Große Eschenheimer Straße

S

AGT e.V.

Hauptwache

U

U

Eschenheimer Tor

Große Eschenheimer Straße

S

Stiftstraße

Bleichstraße

Eschenheimer Tor

Stephanstraße

Stiftstraße

Brönnerstraße

Töngesgasse

17

Berliner Straße

Hasengasse

Bleichstraße

Schäfergasse

5

Alte Gasse

Zeil

Große Friedberger Straße

Elefantengasse

Vilbeler Straße

Stephanstraße

Brönnerstraße

Töngesgasse

3

Berliner Straße

12

Konrad-Adenauer-Straße

U

Battonnstraße

Hasengasse

Kurt-Schumacher -Straße

21

Schäfergasse

S

Seilerstraße

Konstablerwache

Alte Gasse

Klingerstraße

20

Zeil

Große Friedberger Straße

16

Elefantengasse

Klapperfeldstraße

6

19

Friedberger

Anlage

Vilbeler Straße

Hauptwache 46

NA UND? 6

LESBEN-BARS

55

FRANKFURT

SZENE

BARS

BUMMELBAHN

Mörfelder Landstr. 167,

Mo-Do 15-0:30, Fr+Sa Open

End, So 15-23, urige Kneipe

mit Zugabteil-Ambiente

und queerer Leitung.

Wöchentlicher Queer-

Stammtisch

CENTRAL 9

Elefantengasse 11, (069)

292926, Di-Mi 20-1, Do

20-2, Fr+Sa 20-3, So 18-0

Uhr, Moderne, schlichte

Bar: blau und dunkel.

Junges, urbanes Publikum,

beliebt. Do: FLINTA*

& Friends

COMEBACK 1

Alte Gasse 33, tägl.

ab 17 Uhr, modernes,

gemütliches Ambiente,

regelmäßige Getränkespecials.

Geburtstags- und

Privatpartys mögl., Musikwünsche

EAST GRAPE

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Louis-Appia-Passage 12,

(069) 17526232, Di-Do 15-24

Uhr, Fr+Sa bis 1 Uhr, moderne,

gesellige Weinbar im

Ostend: echt, ehrlich und

entschleunigt, 150 Weinsorten,

Snacks, Wine-Tasting-

Abende

LUCKY´S 3

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Große Friedberger Str. 26

(Arabella Passage), (069)

284919, tägl. ab 15 Uhr, Di +

2.Sa Karaoke, Mi Longdrinktag,

Do Cocktail-special,

1.Sa Bearlounge

Klapperfeldstr. 16, täglich

ab 15 Uhr bis open end,

gemütliche Bar, nettes

Stammpublikum aller

Altersklassen, Raucherlokal

PINK 8

Alte Gasse 34, Mi 21-1,

Do-Sa 21-o.e., So-Di Ruhetage,

Szenebar im Herzen

des Bermudadreiecks mit

Gästen jeden Alters

SCHWEJK 5

www.schwejk-frankfurt.de

Schäfergasse 20, (069)

293166, Di-Do 16 – 1, Fr+Sa 16

– 3, So + Mo Ruhetag, wechselnde

Deko, buntes, kontaktfreudiges

Publikum jeden

Alters, Mi 20-22 Uhr After-

Work mit halben Preisen

TANGERINE 11

Elefantengasse 11, So – Do

ab 18 Uhr, Fr+Sa ab 16 Uhr,

gesellige, gemütliche Bar

mit gemischtem Publikum

TWIST

www.twist-frankfurt.de

Klappergasse 12, Mi-Sa

18, Vorfeiertage ab 20

Das neue TWIST hisst die

Regenbogenflagge im Alt-

Sachs-Kneipenviertel

SWITCHBOARD 7

www.switchboard-ffm.de

Alte Gasse 36, (069)

40586817, Di-Do 19-23,

Fr+Sa 19-1, So 14-18 Uhr.

Cafe der AHF, Treffpunkt

vieler Gruppen. Gelegentlich

Veranstaltungen.

Die Barleute arbeiten

ehrenamtlich! Wechselnde

Aktionen; So 14 Uhr

Cream-Team (nicht im

Sommer). 1.+3. Di 15-18 Uhr

Café Karussell für Schwule

ab 60.

LA GATA

Facebook: Club-La-Gata

Seehofstr. 3, (069) 614581, Mo,

Mi+Do ab 20 Uhr, Fr+Sa 21

– open end, So+Di geschlossen,

Ricky leitet Frankfurts

legendäre Lesben-Kneipe, in

der auch Schwule herzlich

willkommen sind

RESTAURANTS/CAFÉS

ESTRAGON

www.estragon-frankfurt.de

Jahnstr. 49, (069) 5978038,

Mo-Sa 17-24 Uhr, kreative,

französische Küche mit

mediterranem Einschlag,

stilvolles Ambiente.

GRÖSSENWAHN

www.cafe-groessenwahn.de

Lenaustr. 97, (069) 599356,

So-Do 16-2 Uhr, Fr+Sa 16-1

Uhr, Restaurant im Nordend

mit entspanntem Publikum

& familiärer Atmosphäre,

Reservierung empfohlen.

HUÉ

www.restaurant-hue.de

Schopenhauerstr. 5, (069)

432500, täglich 12-14:30

und 17:30-24 Uhr. Hervorragendes

vietnamesisches

und thailändisches Restaurant,

Sommergarten

MUTTER ERNST

www.mutter-ernst-ffm.de

Rahmhofstr. 2-4, (069)

15341610, Traditionslokal,

deftige, bodenständige,

frische Frankfurter Gerichte

und lokale Getränke

THAI ART

www.thaiart.de

Oeder Weg 61, (069)

90554820, tägl. ab 11:30 Uhr,

frische, aromatische und

leckere Thai-Küche

32

TAVERNE AMSTERDAM

Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23,

So 13:30-22 Uhr, schwules

Restaurant mit gutbürgerlicher

Küche, reichhaltiger

Auswahl und sep. Raucherraum.

Men only!

SAUNEN

GAYSAUNA AMSTERDAM

www.gaysaunaamsterdam.com

Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23 Uhr,

So 13:30-22 Uhr. Schwule

Sauna für Männer jeden

Alters mit Restaurant,

Whirlpool und Sommergarten.

Massagen: Di-Fr ab 16

Uhr, Sa+So ab 14 Uhr

METROPOL SAUNA 12

www.metropol-sauna.de

Konrad-Adenauer-Str. 15,

Zugang über Schwedenkronenplatz,

Nahe Konstablerwache,

(069) 17509115,

Tgl. 12-7 Uhr, am WE durchgehend.

Saunalandschaft

auf über 1000qm, Großer

Fitness- und Saunabereich,

Mietkabinen, tgl. Massage

(tel. Anmeldung), Wellness,

Raucherlounge.

SAUNAWERK

www.saunawerk.com

Eschersheimer Landstr. 88,

(069) 90500970, Mo-Do

12-3 Uhr, WE durchgehend

Fr 12-Mo 3 Uhr. Geräumige

moderne Sauna mit

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großem Wellnessangebot.

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Kaiserstr. 66, (069)253697,

Mo-Do 10-23 Uhr, Fr+Sa

10-24 Uhr, So 12-23 Uhr,

Fetisch-Wear, Toys, DVDs,

Magazine, Einzelkabinen

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und Aids

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und Aids


42 PINK PAGES

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Familienrecht, Arbeitsrecht,

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Lebenspartnerschaftsrecht,

Erbrecht, Arbeitsrecht,

Strafrecht

LAW UNIQ

Hochstr. 49, (069)

20973780, Arbeitsrecht,

öffentliches Dienstrecht,

Vereinsrecht.

PAULO GABOLEIRO

www.gaboleiro.de

Rossertstr. 9, (069)

95518508, Arbeits- und

Lebenspartnerschaftsrecht,

Ausländer-, Verkehrszivilrecht.

SCHMIDT IN DER WEYEN

www.sidw-srw.de

Körberstr. 15, (069)

95140170, Wirtschafts- und

Steuerberatung.

MODE

MEN LIMITED

www.men-limited.de

Oeder Weg 29, Mo-Fr 11-20,

Sa 11-18 Uhr, Mode, Sport,

Beauty, Düfte, Spirits, Kunst,

Bücher, Technik

SÜNDIGE MODE

www.suendige-mode.de

Töngesgasse 7, (069)

29992790, Di-Fr 12-18, Sa

11-17, Party-Mode für alle

Gender und Dresscodes;

sowie Goth, Burlesque,

Steam Punk, Dark. Spezialität:

Korsett-Anfertigungen.

KULTUR

CHÖRE

DONNACAPPELLA

www.donnacappella.de

Lesbischer Chor, (069) 554005

LIEDERLICHE LESBEN

www.liederliche-lesben-ffm.de

(069) 76752877, Lesbischer Chor

MAINSIRENEN

www.mainsirenen.de

Frankenallee 150, Schwuler

Chor mit über 30jähriger

Geschichte und tollen

Programmen. Chorprobe:

Dienstag 20 Uhr in der Friedensgemeinde

MAHNMALE

FRANKFURTER ENGEL 2

www.frankfurter-engel.de

maincheck_up

Testabend

Schäfergasse 27, Mahnmal

der Homosexuellenverfolgung

auf dem Klaus-Mann-Platz

VERLETZTE LIEBE 17

Bleichstraße, Aids-Memorial

von Tom Fecht auf dem

Peterskirchhof.

RADIO

RADIO SUB

www.radiosub.de

(069) 95678004, queere

Radiosendung auf Radio

X, Mo 20-22, Wdhlg: Di,

11-13, FM 91,8, Livestream

auf radiosub.de und in der

Mediathek radiox+7

RAT & TAT

HIV/STI

MAINCHECK 18

www.maincheck.de

Friedberger Anlage 24, (069)

4058680, Infos und Beratung

rund um die Themen

Sexualität, Identität und

Gesundheit, Mo+Do 9-16 Uhr,

Di+Mi 9-17 Uhr, Fr 9-14 Uhr

MAINCHECK_UP 18

www.maincheck.de

Friedberger Anlage 24, 2.

OG, Anonymes Testangebot

der AHF für HIV und STI (Hep

B+C, Syphilis, Chlamydien,

Tripper), Mo+Do 17-19h,

Terminbuchung über maincheck.de/termine

AHF AIDS-HILFE

FRANKFURT 18

www.ah-frankfurt.de

Friedberger Anlage 24,

(069) 4058680, Geschäftsstelle,

Betreutes Wohnen,

ChemSex-Gruppe, Queeres

Jugendwohnen, TRANS*ID,

Mo+Do 9-16 Uhr, Di+Mi 9-17

Uhr, Fr 9-14 Uhr, Anonyme

Telefonberatung: Mo-Fr

9-21 Uhr, Sa+So 12-14 Uhr

0180/33 19 41 1

CITYCHECK

www.citycheck-frankfurt.de

Schaumainkai 101-103 (4. OG,

links), (069) 13886925, PrEP-

Erstberatung, Folge-Termine,

STI-Checks. Projekt des

Infektiologikum Frankfurt

SCHWULE POSITIVEN-GRUPPE

Kontakt: posffm@yahoo.de

Offene Gruppe ohne Altersbeschränkung,

Treff: 4. Mi,

20 Uhr, Switchboard, Infound

Erfahrungsaustausch

BUDDYPROJEKT FÜR HIV-

POSITIVE

www.buddy.hiv

Begleitung bei HIV-Diagnose,

Info- und Erfahrungsaustausch

auf Augenhöhe

von Positiven für Positive.

AIDSBERATUNG

www.gesundheitsamt.

stadt-frankfurt.de

Breite Gasse 28, (069)

21243270, Aids- und STI-

Beratung und -Tests, tel.

Voranmeldung

AIDS-HILFE OFFENBACH

www.offenbach.aidshilfe.de

Waldstr. 43 (2. Etage), Offenbach,

(069) 883688, Tests,

Prävention, Beratung, Betreuung,

Sprechzeiten Mo-Fr

10-12:30, Di 16-10, MO+Do

13:30-16, Tests: DI 11-12 + 14-18

mit Tel.-Terminvereinbarung

BASIS

www.ah-frankfurt.de

Lenaustr. 38 HH, (069)

40586865, Tagestreff der

AIDS-Hilfe Frankfurt für

Menschen mit HIV und Aids,

verschiedene Angebote

HIV-CENTER/HAUS 68

www.hivcenter.de

Theodor-Stern-Kai 7, (069)

63017680, Forschungs- und

Behandlungszentrum für

HIV, neuer Standort im

Haus „Medizinische Klinik 2“.

ARBEIT & BERUF

VK FRANKFURT

www.vk-online.de

Verband schwuler Führungskräfte

GAYFARMER

www.gayfarmer.de

bundesweite Organisation

der Schwulen und Lesben

in grünen Berufen

nierung oder Gewalt gegen

LSBTIQ: Felicia Thomas

(069 75566-999), Alexander

Brandau (069 75566-777),

Christian Lüling (069 75566-

333), Sarah Harnisch

(069 75566-444), rainbow.

ppffm@polizei.hessen.de

GEWALTFREILEBEN

www.gewaltfreileben.org

Kasseler Str. 1A, (069) 43005233,

psychosoziale Beratung

für lesbische, schwule,

genderqueere und trans*-

Personen sowie Beratung

zu Gewalt in der Beziehung

SELBSTHILFE-KONTAKTSTELLE

www.selbsthilfe-frankfurt.net

Beratung und Information

zu Selbsthilfegruppen:

(069) 559444, Mo+Di 10-14

Uhr, Do 15-19 Uhr, service@

selbsthilfe-frankfurt.net

RAINBOW REFUGEES

www.ah-frankfurt.de

Beratungs- und Informationszentrum

für queere

Geflüchtete, Wielandstr. 10-12,

Kontakt über Knud Wechterstein:

(0179) 6033396

BERATUNGSSTELLE

LESBISCHE UND BISEXU-

ELLE MIGRANTINNEN UND

GEFLÜCHTETE

www.dib-nahal.de

c/o Deutsch-Iranische Beratungsstelle

für Frauen und

Mädchen e.V., Roßdorfer Str.

30, (069)772050, Di-Fr 9-12 Uhr

60 PLUS

Infotelefon und Beratung für

homosexuelle Männer ab

60, Di 14-16, (069) 295959

KISS

www.frankfurt-aidshilfe.de/

de/kiss

Taunusstr. 38, (069)

40586869, Kriseninterventionsstelle

für cis-männliche,

queere und trans Prostituierte,

Termine nach Vereinbarung,

offene Sprechstunde: Do 14-18

HYPNOQUEER – TONI K.

LIETZOW

www.hypnoqueer.de

montags und donnerstags

von 17:00 – 19:00 Uhr

mit Terminbuchung hier:

CHECKPOINT 19

www.checkpointfrankfurt.de

Zeil 5, Diagnose, psychosoziale

Beratung und

medizinische Betreuung zu

HIV und STIs für alle, 1.OG

im Gesundheitsamt, Mo

15-18, Do 14-18 (nicht an

Feiertagen), Kooperation

von Gesundheitsamt, AHF,

Stadt Frankfurt und dgnä.

REGENBOGEN RÖMER

Lesben und Schwule in der

Stadtverwaltung,

Treff: 1. Mittwoch im Monat,

17 Uhr, Naiv, Fahrgasse 4

BERATUNG

ANSPRECHPERSONEN

DER POLIZEI FRANKFURT

www.ppffm.polizei.hessen.de

Adickesallee 70, bei Diskrimi-

Bernardstr. 23 (Hinterhaus),

Offenbach; Praxis für

Paartherapie und Sexualberatung,

Hypnosecoaching

für Selbstzahler

TIM NIK

www.praxis-nik.de

Frankfurter Str. 39, Offenbach,

Privatpraxis für Psycho-

und Sexualtherapie

(nach Heilpraktikergesetz),

Psycho-, Sexual- und

JEROME

gay cinema

DVDs • sex shop

Elbestr. 17, Frankfurt

Tel: (069) 253979

täglich ab 13 Uhr

TÄGLICH CRUISING

13.00-19.00 Uhr (15€ Tageskarte)

Montags und Mittwochs nur 10€ Tageskarte

„Nackt! Oder komm wie du magst":

mittwochs, freitags und sonntags

maincheck

Zentrum für Sexualität, Identität und Gesundheit


PINK PAGES 43

Paartherapie für Privatversicherte

oder Selbstzahlende

COMMUNITY

CSD FRANKFURT E.V.

www.csd-frankfurt.de

c/o Uwe Koppens, Am Webergarten

4, Bad Vilbel, das

Orga-Team des CSD Frankfurt

GOLUBOY WAGON

www.gwev.org

Veranstaltungen und Stammtische

für die russischsprachige

queere Community

LSKH 20

www.lskh.de

Klingerstr. 6, (069) 2977296,

Lesbisch-schwules Kulturhaus.

Raum für Veranstaltungen,

Gruppen, Events,

Partys, Theater, Musik,

Spieleabende, Gespräche

TRANSMAIN 20

Klingerstr. 6, lockerer Treff für

Transmänner, Angehörige

und Interessierte am 1. Mi,

18:30 Uhr im LSKH, Kontakt:

transmain.ffm@gmail.com

ERMIS

www.ermis.de

Griechische Lesben u. Schwule

40 PLUS SCHWULES FORUM

www.gay40plus.de

Schwule Männer ab 40

CAFÉ KARUSSELL 7

www.schwule-seniorenfrankfurt.de/cafe-karussell

Alte Gasse 36, (069)

13387930, Offener Treff für

Schwule ab 60, 1.+3. Di 15-18

Uhr im Switchboard.

Roßdorfer Str. 24, (069)

4960848, Vernetzung von

musikmachenden Frauen

FRAUENVEREIN FÜR

SELBSTVERTEIDIGUNG

www.wendo.de

Baumweg 10, (069) 7411419,

Selbstbehauptungs- und

-verteidungskurse

LIBS 10

www.libs-ffm.de

Alte Gasse 38, (069)

282883, Lesben Informations-

und Beratungsstelle,

mehrere Gruppen für Lesben

verschiedenen Alters,

Büro: Mo-Do 10-16 Uhr

LLL - LESBENARCHIV 20

www.lll-frankfurt.de

Klingerstr. 6, (069) 293044,

Lebendiges Lesben Leben

im LSKH (2. OG), Mo 16-19,

Di 11-13, Mi 17-20 Lesbische

Literatur und Filme in entspannter

Atmosphäre. So

ab 16 Uhr Frauentreffpunkt

LesCafé (Spiele, Infos,

Gespräche)

NAHAL

www.dib-nahal.de

Roßdorfer Str. 30, (069)

772050, für frauenliebende

Migrantinnen und Geflüchtete,

4.So, 16-19 Uhr

WIRTSCHAFTSWEIBER

www.wirtschaftsweiber.de

Netzwerk lesbischer Fachund

Führungskräfte

JUGEND & FAMILIE

ILSE HESSEN

www.ilse.lsvd.de

(069) 94549616, Initiative

lesbischer & schwuler Eltern

Gethsemane-Gemeinde.

YACHAD

Treff für jüdische Lesben

und Schwule, Infos: Yachad-

Frankfurt bei Facebook oder

joan-aaron@gmx.de

SPORT

FVV

www.fvv.org

Gartenstr. 145, (069) 21995890,

Schwuler Sportverein mit gut

30 Sportarten im Angebot

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

Schloßstr. 94, FrauenLesben-Sportverein

mit vielen

Sportarten

GOC GAY OUTDOOR CLUB

gocrheinmain.jimdofree.com

Schwule Wander- und Freizeitgruppe.

REGENBOGENADLER

www.regenbogenadler.de

Lesbisch-schwuler Eintracht

Frankfurt Fußball-Fanclub

VOLLESROHR E.V. 7

www.vollesrohr.de

Alte Gasse 36, (0173) 3225108,

Freundeskreis schwuler

Motorradfahrer. 1. Di, 20h,

Switchboard. Touren und

Trainings siehe Homepage

POLITIK

AG QUEER

www.gruene-frankfurt.de

LGBTIQ*-Arbeitsgruppe des

Kreisverbands der Frankfurter

Grünen, Kontakt: kreisverband@gruene-frankfurt.de

B + T Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Rechts- und Steuerberatung

Arbeitsrecht – Steuerrecht – Familienrecht

Lebenspartnerschaftsrecht

Kaiserstr. 47

60329 Frankfurt am Main

info@bsteuerberatung.de

Termine nach Vereinbarung

Mühlbach 1

35745 Herborn

02772 92070

vormals Rechtsanwälte Bauer & Kollegen

BEWUSST? UNBEWUSST?

UNTERBEWUSST!

paar . sex . hypnose

hypnoqueer.de

ROSA PATEN

www.ah-frankfurt.de

Friedberger Anlage 24,

(069) 40586835, Ehrenamtlicher

Besuchsdienst

der AIDS-Hilfe Frankfurt für

ältere Homosexuelle

QUB – QUEER &

BEHINDERT 20

www.qub-frankfurt.de

Klingerstr. 6, Gesprächsgruppe

für Lesben, Bisexuelle

und Trans* mit Behinderung,

Treff: 3. So, 13:30 Uhr, LSKH

FRAUEN

AFLR

www.aflr.de

Mertonstr. 26-28, (069)

79823095, Autonomes

FrauenLesben Referat. Do

18-20, im Frauenraum des

StudentInnenhauses

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

FrauenLesben-Sportverein.

Mehr Infos unter SPORT

BROKEN RAINBOW

www.broken-rainbow.de

Kasseler Str. 1a, (069)

70794300, Lesbische Anti-

Gewalt-Arbeit, Opferberatung,

Selbsthilfegruppen,

Vernetzung und Politik.

FRAUEN IN BEWEGUNG

www.fraueninbewegung.com

Baumweg 8 HH, (069) 4950710,

Selbstverteidigung und

Gewaltprävention von Frauen

für Frauen und Mädchen.

FRAUEN MUSIK BÜRO/

MELODIVA

www.melodiva.de

KUSS41 21

www.kuss41.de

Kurt-Schumacher-Str. 41,

(069) 29723656, Queeres

Jugendzentrum. Café (Di

18-22 Uhr, Fr 17-22 Uhr) und

Beratung für queere Jugendliche

bis 27. Ansprechpersonen:

Oliver König + Alisa

Halfen, Trägerverein: AHF

SCHWULE VÄTER 7

www.schwule-vaeterfrankfurt.de

Alte Gasse 36, (0170)

2171610, Treff 1.+3. Fr,

20 Uhr imSwitchboard

SCHLAU FRANKFURT 18

www.schlau-hessen.de

c/o AHF, Friedberger

Anlage 24, Bildungs- u.

Antidiskriminierungsprojekt

zu geschlechtlichen Identitäten

und sexuellen Orientierungen

für Schulklassen

KIRCHE & GLAUBE

HUK FRANKFURT

www.huk.org

Frankenallee 150, (069)

5974376, Homosexuelle

und Kirche, Treff: 1. + 3. So 16

in der Friedensgemeinde

PROJEKT: SCHWUL UND

KATHOLISCH

www.psk-ffm.de

Rebstöcker Str. 70,

Gottesdienst: 1. So 18:30 Uhr

in der Pfarrkirche Maria Hilf

PROJEKTGEMEINDE

www.projektgemeindefrankfurt.de

Eckenheimer Landstr.

90, Gottesdienste: 1.+3.

Sa, 18h / Zwischenraum-

Hauskreis: 4.Sa, 18h,

LSU HESSEN

www.lsuhessen.de

Frankfurter Str. 6, Wiesbaden,

Lesben und Schwule in der

Union, Kontakt: Landesvorsitzender.

Hessen@lsu-online.de

LISL HESSEN

www.lisl-hessen.de

Liberale Schwule, Lesben,

Bi, Trans und Queer (FDP),

Landesverband Hessen

DIE LINKE.QUEER HESSEN

www.die-linke-hessen.de/

lagqueer3

Große Seestr. 29, LAG der

Schwulen, Lesben, Trans-,

Bi- und Intersexuellen in

der Linken Hessen. Treff

3. Di 19:30 im Switchboard.

SPD QUEER

www.spdqueer.spd.de

Hessen-Süd: (069)

299888140, Hessen-Nord:

Hessen-Nord@schwusos.

de, Arbeitsgemeinschaft

für Akzeptanz und Vielfalt

LSVD HESSEN

www.hessen.lsvd.de

(069) 94549616, Lesbenund

Schwulenverband

STUDENTEN/UNI

FRANKFURTER SCHWULE

www.fs-gu.de

Mertonstr. 26 – 28, Studierendenhaus

Raum B102,

autonomes queerfeministisches

Schwulenreferat

VORLIEBEN & FETISCH

FLC – DER FETISCHCLUB

IM RHEIN-MAIN GEBIET 3

www-flc-frankfurt.de

Treff: 1. Mi, 20-22 im Lucky‘s

Inhaber Lucas Nikodym

Waldschulstraße 43a

65933 Frankfurt-Griesheim

(069) 38 24 86

(069) 38 03 00 03

ahornapotheke@gmx.de

Mo-Fr 8:30 - 13:30

14:30 - 18:30

Sa 8:30 - 13:00

www.ahorn-apotheke-frankfurt.de


Parkring

44 PINK PAGES

MANNHEIM

F7

E7

D7

WIESBADEN

SZENE

BARS

Luisenring

G7

H7

C7

B7

BADHAUS.BAR

www.facebook.com/

christian.badhaus

Häfnergasse 3, Szene-Bar,

Di-Do 20-2, Fr+Sa 20-3

NARRENKÄFIG

www.facebook.com/

narrenkaefig

Adolfsallee 44, tägl. ab 16

Uhr, gute Laune mit Bernd

TREND

www.trend-wi.de

Am Römertor 7, (0611)

373040, Bistro-Bar für Gays,

Lesbians und aufgeschlossene

Leute, Mo-Sa ab 16 Uhr

BUSINESS

SEXSHOPS & -KINOS

EROTIKSHOP ADAM + EVA

www.sex-sinne.de

Rheinstr. 27, (0611) 5806766,

Mo-Sa 10-22. Erotikshop mit

Kino und Darkroom

RAT & TAT

HIV/STI

I7

1

A5

AIDS-HILFE WIESBADEN

www.aidshilfe-wiesbaden.de

Karl-Glässing-Str. 5, (0611)

302436, Beratung: (0611)

19411, Mo+Di, Do+Fr 10-14, Prävention,

HIV-Testangebote,

Rechtsberatung, Coming-

Out, TransAlive, Frauen,

Betreutes Wohnen, Rosa

Paten, Rainbow Refugees

COMMUNITY

E6

K6

QUEERES ZENTRUM

WIESBADEN

qzwi.de

7

Bornhofenweg 7a, Beratung,

Workshopräume,

allg. Öffnungszeiten: Mo+Fr

12-18 Uhr

WARMES WIESBADEN

www.warmeswiesbaden.de

E4

E3

Stammtische, Jugendund

Beratungsangebote,

„Let’s go queer“-Party,

CSD Wiesbaden uvm.

LSBT*IQ-KOORDINIE-

RUNGSSTELLE

www.wiesbaden.de

Schlossplatz 6, (0611) 314048,

Schnittstelle zwischen Politik,

Stadtverwaltung und

Community. Beratung und

Akzeptanzförderung von

LSBT*IQ im Wiesbadener

Rathaus, Mo-Do 9:30-16:30,

Termine nach Vereinbarung.

BERATUNG

DIE BUNTE NUMMER

(0611) 309211, Beratung bei

Fragen zum Coming-Out;

jeden Di+Do 19-21 Uhr

JUGEND & FAMILIE

BIRDS OF PRIDE

www.warmeswiesbaden.

de/jugendgruppe

Offene Treffen für LSBT*IQ-

Jugendliche im Alter von 14

bis 27 Jahren jeden zweiten

Do von 18-20 Uhr, Jungbrunnen

- Haus der Jugendorganisationen,

Saalgasse 11.

POLITIK

REFERAT FÜR GLEICHGE-

SCHLECHTLICHE LEBENS-

WEISEN

www.hsm.hessen.de

Hessisches Ministerium für

Soziales und Integration,

Dostojewskistraße 4,

(0611) 817-0

LSU WIESBADEN

www.lsuhessen.de

Kreisverband der Lesben

und Schwulen in der Union,

Kontakt über stefan-loewer@lsu-online.de

MAINZ

SZENE

BARS

NECKAR

E2

K1

I1

H1

G1

F1

E1

D1

C1

B1

A1

Kurpfalzstraße

U1

T1

S1

5

Q1

P1

O1

N1

M1

L1

CHAPEAU

www.chapeau-mainz.de

Kleine Langgasse 4, (06131)

223111, tgl. 18 Uhr-open end,

Stimmung bis tief in die

11

P2

3

P3

Nacht. Fr + Sa Schnäpschenabend.

Raucherkneipe

SEXSHOPS & -KINOS

CRAZY VIDEO SHOW

Dominikanerstr. 5, (06131)

214750, Mo-Sa 9-23,

So 13-23. Gay-Erlebniskino,

8 Programme.

FUNTOY

www.funtoy.de

Frauenlobstr. 14a, (06131)

3276883, Mo-Sa 10-22 Uhr,

Erotikshop, Kino/Gloryhole

RAT & TAT

HIV/STI

2

P4

AIDSBERATUNG

LANDKREIS MZ-BINGEN

Große Langgasse 29,

(06131) 693334258, Beratung,

Aufklärung, kostenloser

HIV-Test.

AIDS-HILFE MZ

www.aidshilfemainz.de

Mönchstr. 17, (06131) 222275,

Tel. Beratung Mo 12-17,

Di-Do 10-17 und Fr 10-15.

Außerdem betreutes Wohnen

und Präventionsarbeit

COMMUNITY

BAR JEDER SICHT

www.sichtbar-mainz.de

Hintere Bleiche 29,

(06131) 5540165, Di-Sa

18-o.e., So 16-22.Kulturzentrum,

anonyme Beratung

nach tel. Vereinbarung

(0174) 4985286 oder per

Mail beratung@sichtbarmainz.de,

Gruppentreff und

Kneipe

DASDIEDER

Initiative für Geschlechtervielfalt,

Treff: 3.Fr, 19:30 Uhr

in der Bar jeder Sicht, Kontakt:

DasDieDer@gmx.de

50 PLUS

www.sichtbar-mainz.de

Cahn-Garnier-Ufer

Friedrichsring

P5

Bismarckstraße

P6

Planken

9

Kunststraße

Hintere Bleiche 29, schwule

Männer und lesbische

Frauen ab 50, Treffen in

der Bar jeder Sicht, Termine

online

Collinistraße

6

P7

MAINZ TS

Selbsthilfegruppe für transidente

Menschen, Stammtisch:

4. So, 19 Uhr, Bar

Jeder Sicht, Kontakt über

info@sichtbar-mainz.de.

MEENZELMÄNNER

www.meenzelmaenner.de

Heinrich-Wothe-Str. 2,

(0171) 6840826, Schwul-lesbischer

Mainz-05-Fanclub

SCHWUGUNTIA

www.schwuguntia.de

PF 3643, Verein für Vielfalt

und Akzeptanz in Mainz,

Veranstalter der Sommerschwüle,

Tanzkurse, Wanderungen,

Treff: 1.Di, 19:30

Uhr in der Bar jeder Sicht

FRAUEN

4

Hebelstraße

10

ALLEFRAUENREFERAT

frauenreferat-mainz.de

Jacob-Welder-Weg 18,

(06131) 3924713, Plenum: Mo

18:30. Ausleihe Mo, Mi, Do

12-16h, Di 12-19h. 6.000 Bücher

und Zeitschriften, großer

Bestand an Lesbenliteratur

FRAUENZENTRUM

www.frauenzentrummainz.de

Kaiserstr. 59 – 61, (06131)

221263, Feministisches Zentrum,

Beratung, Frauennotruf.

Frauencafé Mi 18-23h.

Do 19h Junglesbengruppe,

20h Lesbengruppe. Lesbische

Mütter: 1. Sa 14 Uhr.

NKAL

www.netzwerkkatholischer-lesben.de

PF 2844, Netzwerk

katholischer Lesben

JUGEND & FAMILIE

ILSE MAINZ/WIESBADEN

www.ilse.lsvd.de

Initiative Regenbogenfamilien,

Austausch und

Vernetzung über ilse.

mainz-wiesbaden@lsvd.de

J.I.M.

www.facebook.com/

Jung.in.Mainz

Goethestraße

Kaiserring

Reichs

Jugend in Mainz, Treff in

der Bar jeder Sicht, J.i.Minis

bis 18 Jahre: Mo 18-19:30h,

J.I.M. 18-25 Jahre: 2.+4.

Di 19h, K.I.M. ab 25 Jahre

1.Di 19h

ELTERNGRUPPE

Treff für Eltern von homo-,

bi- und transsexuellen Kindern

in der Bar jeder Sicht,

in ungeraden Monaten am

3.Di 19:30 Uhr

KULTUR

Friedrichsplatz

DIE UFERLOSEN

www.uferlose.de

(06131) 235671, Schwullesbischer

Chor.

STUDENTEN/UNI

SCHWULENREFERAT MZ

schwulenreferat-mainz.de

Staudinger Weg 21,

(06131) 3926851, Treff und

Beratung: Mi 18 Uhr

MANNHEIM

SZENE

BARS/CAFÉS

BAR2 6

www.facebook.com/

bar2mannheim

Seckenheimer Straße

T6 19, (0621) 3974270,

Mo-Do 17-0, Fr 17-3,

Sa 18-3, So 14-23, stylishe

Szene-Bar, Kaffee,

Cocktails, gute Drinks,

Nichtraucher

Schwetzinger Straße

kanzler-Müller-Straße

CAFÉ KLATSCH 4

www.instagram.com/

klatschmannheim

Hebelstr. 3, (0621)76049737,

Mo-Do 18-1 Uhr, Fr 18-

mind.1 Uhr, Sa+So 16-mind.1

Uhr, gemütliches Theater-

Café und legendäre

Party-Location, Live-Events,

Sonntags Kaffeeklatsch

CAFÉ SOLO 3

Instagram: solo_mannheim,

Facebook: Café Solo

Mannheim

Di-Do 18-1, Fr+Sa+Vorfeiertag

18-3, So+Mo geschlossen

Vorfeiertage 18-4,

queere Café Bar mit

hübscher, auch im Winter

geöffneter Terrasse mit

Neckarblick, Communitytreff,

Veranstaltungen

MIXED CLUB ACTION 2

www.club-action-disco.de

U5, 13, (0621) 153435, So-Do

22-5 Uhr, Fr+Sa 22-12 Uhr.

tgl. mixed Music mit wechselnden

DJs, am Wochenende

After Hour.

FETISCH-BARS

JAILS

www.jails-mannheim.de

Angelstr. 33, (0621),

8544146, Bar- und Cruising-Area

im MS Connexion-Komplex,

wechselnde

Fetisch-Partys, Do+So ab 17

Uhr, Fr+Sa ab 20 Uhr

SAUNEN

Bassermannstraße

Kolpingstraße

ATLANTIS SAUNA

www.atlantis-sauna.de

Wöllnerstr. 10, Ludwigshafen,

(0621) 54590137, Di-Do

15-24 Uhr, Fr 15-1 Uhr, Sa-So

13-1 Uhr. Gay-Sauna-Park

mit Schwimmbad u. Garten.

Do+Fr FKK-Tag, Sa Partnertag,

2.+4. So Bärensauna

GALILEO CITY SAUNA 10

www.galileo-sauna.com

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Mo-Do 15-23, Fr 15 durchgehend

bis So 23 Uhr,

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(U26). Nachtsauna am

WE. Massagen: Mo, Mi, Do

16-21 Uhr

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CRUISING POINT

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Mo-Fr 12-24, Sa 12-3, So

15-24. Sexshop, Videoverleih,

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Kostenloser Kino-Eintritt für

alle unter 25.

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Beratung, Sexualtherapie

für Einzelne und Paare,

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LSBTIQ*-Bereich

MARTIN STURM

www.psychotherapiepraxis-mannheim.de

Friedrich-Ebert-Str. 49,

(0163) 8840328

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Atmen nach Grof.

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FRAUENBUCHLADEN

XANTHIPPE 11

www.frauenbuchladenxanthippe.de

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Auswahl lesbischer Bücher,

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HOLGER WEBER

www.finanzweber.online

Gustav-Seitz- Str. 4,

(0172) 7334444, holger@

finanzweber.de, unabhängiger

Finanzmakler, Kapitalanlagen,

Finanzierungen,

Versicherungen

RECHTSANWALT

JÜRGEN E. WOLF

www.anwalt-mannheim.de

Deutsche Gasse 20, (0621)

7773670, Fachanwalt für

Arbeits- und Familienrecht

RAT & TAT

HIV/STI

KOSI.MA

www.kosima-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

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zu sexuell übertragbaren

Infektionen,

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und anonym, Gruppe

HIV+NewGeneration, Präventionsteam

AIDSBERATUNG IM

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8-12h, Do 14-18h, HIV-, Hepatitis-

und Syphilis-Tests

anonym und kostenlos

AIDSBERATUNG,

GESUNDHEITSAMT HD

Kurfürstenanlage 38-40,

Heidelberg, (06221)

5221820, Beratung zu Aids

und sexuell übertragbaren

Infektionen, HIV-Test

kostenlos und anonym


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AIDSHILFE AK LU

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Oberstr. 16, Ludwigshafen,

(0621) 68567521, Anonyme

Beratung unter (0621)

68567514.

AIDSHILFE HD

www.aidshilfe-heidelberg.de

Rohrbacher Str. 22,

Heidelberg, (06221) 19411,

Telefonberatung: Mo 10-14

Uhr, Di 14-16 Uhr, Mi 16-18

Uhr, Checkpoint: Anmeldung

über Aids-Beratung

Gesundheitsamt HD

ARBEIT & BERUF

VK RHEIN-NECKAR

www.vk-online.de

Mannheimer Regionalgruppe

des Netzwerks für

schwule Führungskräfte und

Selbstständige, Stammtisch-Info

siehe Website

BERATUNG

PLUS BERATUNG

www.plus-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

3362110, Psychologische

Beratung für LSBTIQ*

COMMUNITY

QZM 1

qzm-rn.de

G7 14, (0621) 15677628, das

Queere Zentrum Mannheim,

Veranstaltungen,

Gruppentreffen und Communityaktionen,

offenes

Café Do-Sa 18-23 Uhr

GUT SO 1

jugend.plus-mannheim.de

G7 41, (1. OG im QZM) (0621)

15697547, Der queere

Jugendtreff von PLUS für

Menschen bis 27 Jahren

(ausgewählte Angebote

bis 30), Mo-Fr 16-20 Uhr,

Veranstaltungen an ausgesuchten

Wochenenden

CSD RHEIN NECKAR E.V.

www.csdrn.de

Poststr. 15

GAY & GREY

Gruppe für alle jung

gebliebenen Männer ab

50 in der Metropolregion

Mannheim/Ludwigshafen/

Heidelberg. Kino-, Theater-,

Konzert- und Ausstellungsbesuche,

Ausflüge

und Gespräche. Treffs: 1.Mi

Stammtisch in einem Lokal

in MA, 2.So Kaffeekränzel

im QZM, 3.Mi Senioren Treff

Mitte, Kontakt über gay.

and.grey@web.de

QUEER SPACE HD

hd-queer.space

Am Karlstor 1, das Queerzentrum

Heidelberg. Café, Gruppentreff,

Veranstaltungen

ROSA KEHLCHEN

www.rosakehlchen.de

Gartenstraße 8, schwuler

Chor Heidelberg-Mannheim,

Probe: Mo 19:45, Kulturhaus

Mannheim-Käfertal

FRAUEN

LESBENRING

www.lesbenring.de

Postfach 11 02 14, Heidelberg,

(0441) 2097137,

Dachverband für lesbische

Frauen, Lesbengruppen

und Organisationen.

JUGEND & FAMILIE

ILSE RHEIN-NECKAR

ilserheinneckar.wordpress.com

Initiative lesbisch-schwuler

Eltern

KIRCHE & GLAUBE

HUK KURPFALZ

www.huk.org

Homosexuelle und Kirche,

Regionalgruppe Kurpfalz

SPORT

MVD

www.mvd-mannheim.de

Asian Sports, Badminton,

Fitness, Fußball, Schwimmen,

Volleyball Sportliche

für Menschen der LSBTT*IQ-

Community in der Rhein-

Neckar Region

STUDENTEN/UNI

QUEER IM SCHLOSS

www.queerimschloss.

uni-mannheim.de

L9, 7, (0621) 1813380, Schwu-

LesBische und transidente

AStA-Gruppe

DARMSTADT

BUSINESS

BEAUTY

HAIRLOUNGE BY EDDY

Bismarckstr. 21, Lengfeld,

(06162) 72339

BÜCHER

LESEZEICHEN

lesezeichen-darmstadt.de

Liebfrauenstr. 69

SZENE

BARS

COMMUNITY

QUEERES ZENTRUM

www.vielbunt.org/queereszentrum-darmstadt

In der Oetinger Villa, Kranichsteiner

Str. 81, zwangloses

Beisammensein

für queere Jugendliche

von 14 bis 27 Jahren, Di,

Do+Fr 16-20 Uhr, Kontakt:

jugend@vielbunt.org

VIELBUNT

www.vielbunt.org

Kranichsteiner Str. 81,

Queeres Zentrum Darmstadt,

Veranstalter des

CSD, der Party „Schrill &

Laut“, Jugend- und Beratungs-angebote

u.v.m.

FRAUEN

FRAUENKULTUR-ZENTRUM

www.frauenkulturzentrumdarmstadt.de

Emilstr. 10 in der Kyritzschule,

(06151) 714952, 2.

So 10:30-13 Uhr Frauenfrühstück;

letzter Sa 21 Uhr

Frauendisco „tanzbar“

KIRCHE & GLAUBE

HUK DARMSTADT

www.huk.org

Homosexuelle und Kirche

Regionalgruppe Darmstadt,

Treff: Das Offene

Haus, Rheinstr. 31

STUTTGART

SZENE

BARS/CAFÉS

APOTHEKE

Haußmannstr. 1, Mi-Fr

16-22, Sa 14-22, So 14-18

Uhr, Mi: Kessler Mittwoch,

Bar-Bistro-Café, gemütliche

Nichtraucherbar mit

Außenterrasse, auch exklusiv

buchbar

BERNSTEIN

www.bernstein-stuttgart.com

Pfarrstr. 7, Di-So 16-1

GOLDENER HEINRICH

Leonhardtstr. 3, (0711)

66474733, tägl. 12-1

Schillerstr. 23, Fr+Sa ab 22Uhr

Club-Bar, opulenter Community-Hang-out

mit Dancefloor

und Außenterrasse.

UTOPIA KIOSK

www.utopiakiosk.de

Lazarettstr. 5, Do+Fr 17-1, Sa

14-1, queerer Raum des „Projekt

100% MENSCH“ für Kunst

und Kultur, mit Gastronomie,

zum Treffen, Netzwerken, Kaffeetrinken

und Austausch.

FETISCH-BARS

EAGLE

www.eagle-stuttgart.com

Mozartstr. 51, (0711) 6406183,

Di-Do 20-1, Fr+Sa 21-2,

Fetischbar, Clublokal des

LC Stuttgart

CLUB2B

www.club2B-stuttgart.de

Marienstr. 38c, Cruisingbar

K29

www.gaykeller.de

Blumenstr. 29, (0711) 2333323

COMMUNITY

TANZSCHULE JOYDANCE

tanzschule-joydance.de

Schwieberdinger Str. 56,

(0711) 84964613, Tanzschule

für Paartanz, Basic- und

Fortgeschrittenenkurse,

LSBTIQ*-, Hochzeits- und

Event-Tanzkurse, regelmäßige

Tanz-Partys.

SAUNEN

SAUNA CLUB POUR LUI

www.pour-lui.de

Schmidener Str. 51, (0711)

9005391, So-Mi 10-22, Do

12-22, Fr+Sa 12-0:30, 2.Mo

Masked/Naked-Party (18-

22), Gaysauna, klimatisiert,

Analdusche

FKK DAY

JEDEN DIENSTAG

VIVA SAUNA

www.vivasauna.de

Charlottenstr. 38, (0711)

2368462, So-Do 14-24,

Fr+Sa 14-2, Gaysauna

SEXSHOPS & -KINOS

BLUEBOX

www.blueboxstuttgart.de

Steinstr. 15, (0711) 4704841,

Mo-Do 9-24, Fr+Sa 9-4, So

14-24. Gay- und Heterokino

auf zwei Ebenen, mit Cruising

Area, Darkroom und

Glory Hole

CRAZY VIDEO SHOW

Rotebühlplatz 1, (0711)

3514200, Mo-Do 9-24, Fr+Sa

9-1, So 11-24. Moderne Videokabinen,

Kino, Gayzone,

Cruising Area

NEW MAN

Alte Poststr. 2, (0711) 295561,

Gay-Kino und Shop im

Tiefgeschoss bei Dr. Müller

MAX-EROTIC-STORE

www.max-erotic-store.com

Waiblinger Str. 7, (0711)

5094400, Mo-Fr 10-21, Sa

10-20, Video Lounge, Samstag

Gay-Day

RAT & TAT

HIV/STI

AIDS-HILFE STUTTGART

www.aidshilfe-stuttgart.de

Johannesstr. 19, (0711)

22469-0, umfangreiches

Beratungs- und Hilfeangebot,

Mo-Fr 10-12 und

Mo-Do 14–17 Uhr

POLITIK

LADS

www.antidiskriminierungsstelle-bw.de,

www.

lads-bw.de

Antidiskriminierungsstelle

Baden-Württemberg im

Ministerium für Soziales und

Integration, Else-Josenhans-Str.

6, (0711) 123-3990,

beratung@lads-bw.de

SPORT

ABSEITZ

www.abseitz.de

Weißenburgstr. 28a, (0162)

9567235, viele Sportarten

ZENTREN

ZENTRUM WEISSENBURG

www.zentrum-weissenburg.de

Weißenburgstr. 28a, (0162)

9567235, Mo-Mi+Fr 19-22,

Do 17-22, So 15-22. Stuttgarts

schwules Zentrum

BUSINESS

BÜCHER

ERLKÖNIG

www.buchladen-erlkoenig.de

Nesenbachstr. 52, (0711)

639139, lesbisch-schwuler

Buchladen. Mo-Fr 10-19,

Sa 10-18

Nächster

Erscheinungstermin

27.11.2025

Anzeigenschluss

4.11.2025

LSBTI-BEAUFTRAGUNG 7

www.mannheim.de/lsbti

Rathaus E5, (0621) 293-

2004 und 293-2003, städt.

Stelle für LSBTI-Themen,

Ansprechpartner*innen:

Mar-gret Göth, Sören

Landmann

3KLANG

www.3klang-bar.de

Riegerplatz 3, (06151)

6698847, Mo 18-24, Di-Sa

10-1, So 10-24. Szene-Bar,

bunt gemischtes Publikum.

Tgl. Frühstück bis 15 Uhr.

So 10-15 Frühstücksbüffet

(Reservierung erbeten).

JAKOBSTUBE

www.jakobstube.de

Jakobstr. 6, (0711) 2238995,

Tgl. 18-6 Uhr

MONROES

www.cafe-monroes.de

OFFENES NETZWERK LSBTTIQ

www.schlimm-online.de

Überparteiliche Plattform

von Vertreter*innen der

LSBTTIQ-Community Mannheim

(ehemals SchLIMm)

KOORDINATIONSSTELLE

LSBTIQ+ HD

www.heidelberg.de/lsbtiq

c/o Amt für Chancengleichheit,

Eppelheimer

Str. 13, Heidelberg, (06221)

58-15225, städtische Stelle

zur Stärkung von Akzeptanz

und gleichen Rechten

von LSBTIQ* in Heidelberg,

Kontakt: Marius Emmerich

lsbtiq@heidelberg.de

KULTUR

RADIO

GANZ SCHÖN QUEER

www.radiodarmstadt.de

(06151) 87000, Schwullesbisches

Radiomagazin,

1.Mo 19-21 Uhr auf Radio

Darmstadt: UKW 103,4 und

DAB+

RAT & TAT

HIV/STI

AIDSHILFE DARMSTADT E.V.

Elisabethenstr. 45, (06151)

28073, Beratung: Mo, Di,

Do 9-17 Uhr, Mi 13-17 Uhr, Fr

9-15 Uhr

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romantisches Ambiente

und schöne Terrasse

REBOOTS

www.facebook.com/

rebootsstuttgart

Bopserstr. 9, Di 19-24, Mi+Do

19-0:30, Fr+Sa 19-3, So

18-24, Mo Ruhetag, gemütliche

Bar im Westernstil

RUBENS HOME

www.rubens-home.de

Geißstr. 13, (0711) 5532305,

Di-Do 16-1, Fr 16-3, Sa 14-3

STUDIO GAGA

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46 Kultur

FOTO: ERNST STARTMANN

KONZERT

„Schwuler Mann,

was nun?“

Chorleiter

Luzian Lange

FOTO: MAINSIRENEN

Mit einem neuen Programm meldet sich der schwule Chor „Die Mainsirenen“ im November zurück – und greift ein heißes

Eisen auf: Diskriminierung in der queeren Community. „Aggressionen gegen Schwule nehmen zu, kommen heute aber

nicht nur – wie immer schon – von der rechten Seite und von religiösen Fanatikern, sondern auch aus dem Inneren unserer

queeren Bewegung, wo manche aus LGBTQ+ den Buchstaben G am liebsten ganz entfernen möchten“, heißt es in der

Ankündigung. Wir haben vorab mit Chorleiter Luzian Lange gesprochen. *bjö

Luzian, haben die Mainsirenen wirklich

das Gefühl, als schwule Männer aus

dem LSBTIQ*-Kanon ausgeschlossen zu

werden?

In dieser Zuspitzung stimmt das natürlich

nicht. Wenn es um Vorurteile geht und

um das einander Ausschließen, dann

müssen sich alle zunächst an ihre

eigene Nase fassen, auch wir. Aber den

immer wieder gehörten Vorwurf, dass

die Intolerantesten in der Community

gerade die Schwulen seien, finde ich

sehr pauschal und ich kann ihn für

mich so nicht stehen lassen. Wenn wir

wirklich eine Community im Wortsinne

sein wollen, bedeutet es nach meinem

Empfinden, dass wir uns alle als Verbündete

annehmen und wertschätzen, denn

in jedem „Buchstaben“ gibt es so viele

wundervolle Menschen zu entdecken!

Ist das nicht einfach ein Generationsproblem,

das es schon immer gab? Oder

sind die Vorzeichen diesmal anders?

Das Leben zeigt uns, dass offenbar

jede Generation dazu verurteilt ist, das

Kind mit dem Bade auszuschütten.

Im aktuellen Feindbild „alter weißer

Cis-Mann“ steckt das Generationsproblem

offenkundig mit drin. Neu ist

meiner Meinung nach aber auch, wie

bestimmte politische Persönlichkeiten

uns zeigen, dass Homosexualität allein

keineswegs immun macht gegen

dunkle Weltbilder. Daher gibt es zwar

gute Gründe, weshalb Bewegungen wie

FLINTA* sich Safer Places wünschen ohne

Cis-Männer. Andererseits sehe ich als

Lehrer, dass schwule Jugendliche es in

der Schule immer noch extrem schwer

haben. Also wäre es doch eine Selbst-

Schwächung, wenn wir Diskriminierten

uns auseinanderdividieren ließen.

Der Chor setzt dem ein konstruktives

„Es muss sich was ändern – wir müssen

uns ändern!“ entgegen – wie sieht das

„Ändern“ aus?

Anders als unsere Gäste „Die Uferlosen“,

die ein wunderbar vielfältiger gemischtqueerer

Chor sind, geben wir als Chor

schwuler Männer unsere Stimmen

zunächst einem einzigen Buchstaben aus

LGBTIQ+. Unsere Herausforderung muss

es demnach sein, dass wir immer wieder

neugierig und freudig auf die anderen

zugehen, mit weitem Herzen! Unser

großes queeres Chorfestival „Schreiline“

im Sommer war eine solche Gelegenheit,

alle Facetten kennen zu lernen. Und der

gemeinsame Projektchor aller drei Frankfurter

Chöre war eine tolle Begegnung,

durch die spürbar und hörbar wurde,

dass wir zusammen einfach mehr Power

haben. Und das wird auch bei unserem

Konzert im November so sein!

15. und 16.11., Gallus Theater, Kleyerstr.

15, Frankfurt, 20 Uhr (So 18 Uhr),

gallustheater.de, mainsirenen.de

Als Gast-Chor sind „Die Uferlosen“

aus Mainz und Wiesbaden dabei. Der

gemischte Chor stellt sein Programm

„Kuss!“ vor – eine musikalische

Ausstellung

zu Thema

„küssen“, was

international,

genderübergreifend,

beliebt,

begehrt,

verklärt,

verhasst und

vieles mehr

ist.

KABARETT KABARETT & TRAVESTIE & TRAVESTIE

SCHÖNE BESCHERUNG

mit

Elfriede Schäufele,

Doris Reichenauer

sowie Marcelini

& Oskar

Do., 25.12.25,19:00

Theaterhaus Stuttgart

www.wommy.de


Kultur 47

POP

FOTO: BEN WOLF

SCAN TO WEB ↗

Marianne

Rosenberg:

„Bunter Planet“

Zu ihr müsste man nun wirklich nichts mehr erklären:

Seit den 70er Jahren ist Marianne Rosenberg eine der

erfolgreichsten deutschen Sängerinnen und hat mit Hits

wie „Er gehört zu mir“ und „Marleen“ Musikgeschichte

geschrieben – und wurde zur damals noch heimlichen

schwulen Ikone. Seit dem Debüt „Fremder Mann“ sind

über fünf Jahrzehnte vergangen, in denen sie 22 Studioalben

veröffentlichte. Jetzt ist sie live in intimer Atmosphäre

mit einem Mix aus Pop, Schlager, Disco und Dance zu

erleben. Im Rahmen ihrer Club-Tour „Bunter Planet“ wird

die Rosenberg Songs des gleichnamigen Albums präsentieren

und zeitlose Klassiker mit ihrem Publikum teilen. Es

wird eine farbenfrohe und emotionale Reise: „In die Augen

der Menschen sehen zu können, die mit mir meine Musik

erleben, ist das Schönste, was es für mich gibt.“ *fis

AB

20. NOV

WEIHNACHTSSTADT

BAD HOMBURG

FOTO: JOHANNES BERGER

10.11., Capitol, Waldhofstr. 2, Mannheim, 20 Uhr,

capitol-mannheim.de

Claude Frochaux

KLASSIK

Musica+:

Das musikalische Duell!

Für das letzte Kammerkonzert dieser „Musica+“-Saison

steigen sprichwörtlich drei Cellisten in den Ring und

„duellieren“ sich. Inspiriert von Mauricio Kagels Komposition

„Match“ sitzen sich die Streicher als „Opponenten“

gegenüber, der Schlagzeuger in der Mitte fungiert als

„Schiedsrichter“. Im Laufe des Abends werden aus

den Duellanten Partner, die gemeinsam musizieren. Es

spielen Claude Frochaux vom Musica+-Team, Julian Arp

und Edward King an den Celli, Schlagzeuger Max Riefer

und Pianistin Isabel von Bernstorff. Musikalisch geht’s von

Johann Sebastian Bach über Franz Schubert und Astor

Piazzolla bis zu David Poppers „Requiem“. *bjö

Edward King

FOTO: DOVILE SERMOKAS

Lebkuchenherz und Faszination

Weihnachtsmarkt am Schloss

an allen Adventswochenenden

~

Winterzauber

am Kurhaus & in der Innenstadt

mit Weihnachtswald & Krippe

20. Nov - 30. Dez

~

Eiswinter Bad Homburg

im Kurpark

20. Nov - 11. Jan

~

Märchenwettbewerb der Schulen

& Folge den Sternen

im Advent in der Innenstadt

~

Großes Weihnachtssingen

19. Dez | 17 Uhr

~

weihnachtsstadt-bad-homburg.de

DIE WEIHNACHTSSTADT IST EINE MARKETINGAKTION

DER STADT BAD HOMBURG VOR DER HÖHE,

DEM STADTMARKETING UND DEN VERANSTALTUNGSPARTNERN

26.11., Orangerie im Günthersburgpark,

Comeniusstr. 39, 19 Uhr, Frankfurt, musica-plus.com


48 Kultur

KULTUR-TIPPS

KONZERT

Lara Hulo: HEARTFiX-Tour

UMA NOITE DE FADO –

HALB SO TRAURIG

Wer denkt, dass portugiesischer

Fado nur niederschmetternd und

traurig sei, ist im Irrtum. Laut Tony

Riga, dem Frankfurter Fadista,

sind die Lieder vielmehr die Einladung

dazu, Traurigkeit gemeinsam

zu erleben, und zwar einfach

als das, was sie ist – ohne

dabei Hilfe, Mitleid oder Distanz

einzufordern. Textübersetzungen

und Geschichten verdeutlichen

außerdem die Schönheit und

Poesie des Fados. Gitarrist

Matthias Baumgardt bettet den

Gesang mit zarten Klängen auf

einer Wolke, die manchmal sogar

sehr beschwingt wird, so dass

die gemeinsame Traurigkeit zur

Komfortzone wird. *dr

14.11., Die Schmiere, Seckbächer

Gasse 4, Frankfurt, 20 Uhr,

die-schmiere.de

Eine raue, kratzige Stimme, eingängigeuphorische

Hooklines und empowernde

Lyrics, die Klartext sprechen: Laura Hulo

ist der neueste Upcoming Star der

deutschsprachigen Indiepop-Szene.

Alle deutschen Lieder seien immer nur

für straighte Frauen geschrieben, heißt

es im Song „Für Änni“. Also macht Lara

Hulo einfach Texte aus der Sicht queerer

Lebensrealitäten, singt oder rappt über

beflügelnde Liebe, über toxische Beziehungen,

stereotype Rollenklischees oder

darüber, was man als FLNTA*-Person im

Alltag erlebt. Begonnen hat Lara Hulo als

Straßenmusikantin, 2023 ging ihr Song

„B*tch“ viral, jetzt ist sie bereits auf ihrer

zweiten Tour bundesweit unterwegs. *bjö

15.11., Brotfabrik, Bachmannstr. 2 – 4,

Frankfurt, 20 Uhr, brotfabrik.de,

larahulo.de

KONZERT

FOTO: JEANETTE FRIEDRICH

Abdriften mit Niklas Paschburg

FOTO: MAGGUS OTT

FOTO: MARIKA PUICHER

C’EST SI BON!

Manuela Mocks „Transnormal“

wird abends zum atmosphärischen

Szenetreff „Maison du

Manuela“, und präsentiert kleine

Kulturveranstaltungen – wortwörtlich,

denn das Maison du Manuela

ist keine XXL-Location – hier geht’s

viel persönlicher zu. Im November

gibt das Duo Petra Bassus

(Gesang) und Michael Erhard

(Piano) französischsprachige

Chansons über das Wichtigste in

der Welt: Die Liebe! *bjö

22.11., Transnormal Maison

du Manuela, Baseler Platz 8,

Frankfurt, 20 Uhr,

Tickets (29 Euro) über

transnormal@t-online.de

FOTO: BASSUS

„Oceamic“, „Svalband“ oder „Panta

Rhei“ – bereits die Titel seiner Alben

lassen erahnen, wo die Reise bei Niklas

Paschburg hingeht: Ambient Pop, mal

verträumt, mal episch oder hypnotisch

lässt er seine Zuhörer*innen ins Weite

abdriften. Schon früh war Niklas fasziniert

vom Akkordeonspiel seines Großvaters;

seine Musikalität wurde gefördert und er

nahm als Kind Klavierunterricht, später

entdeckte er elektronische Musik und

Hip-Hop. Heute steckt hinter jedem

seiner Tracks echtes musikalisches

Wissen, denn Paschburg hat Komposition

für Film und Theater studiert,

arrangiert auch Filmmusik und arbeitet

mit Künstler*innen aus der Klassik- und

Elektronikszene zusammen. Auf seiner

aktuellen Tour stellt er sein neues Album

„Mexican Alps“ vor. *bjö

20.11., Centralstation, Im Carree 1,

Darmstadt, 20 Uhr, centralstationdarmstadt.de,

niklaspaschburg.com


Kultur 49

Rap und Talk mit

Maurice Conrad

Zwischen dem Spiel

mit den Geschlechterrollen

und der

Arroganz und Selbstironie

von deutschem

Rap trifft Maurice

Conrad nicht nur den

Nerv der Zeit, sondern

formt Rap auch nach

theys ganz eigenen

Vorstellungen, mit

eigenen Wortschöpfungen,

Hits wie

„Männersex“ oder „Es

ist CSD in Sonneberg

und die AfD empört“ oder der Erkenntnis, dass „SWAG“

für „Secretly We Are Gay“ steht – Maurice provoziert und

überzeugt mit Energie, Wortwitz, und einem gnadenlos

glitzerndem Mittelfinger – und keiner geringeren Vision,

als den Rap gay zu machen. *fis

KONZERT

FOTO: NIKITA TCHERNODAROV

15.11., Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt,

20 Uhr, facebook.com/switchboard.frankfurt,

instagram.com/maurice.conrad

FESTIVAL

Mosaik FLINTA* Stage

Melodiva lädt im November zum FLINTA*-Festival, dessen

Titel „Mosaik FLINTA* Stage“ den Konzert-Abend ganz

gut beschreibt – denn wie bei einem Mosaik setzt sich

das Programm aus vielen bunte Einzelteilen zusammen.

Zum einen werden vier bis sechs FLINTA*-Live-Acts

spielen – bei Redaktionsschluss war der Open-Call

für die Mosaik-Nacht noch nicht beendet: „Von den

Bewerbungen ausgehend, die ich bisher gesehen habe,

wird das sehr spannend“, verriet Melodiva-Mitarbeiterin

Mane vorab dem GAB Magazin. Spannend wird auch die

Open Stage des Abends, zu der Musiker*innen in Bands

oder solo jeweils 10-minütige Mini-Konzerte präsentieren

– dass Publikum ist herzlich eingeladen, mitzumachen.

FLINTA* gilt hier übrigens nur für die Künstler*innen auf

der Bühne – als Publikum sind alle eingeladen! *bjö

29.11., habel.elf, Habelstr. 11, Frankfurt, 19 Uhr

(Einlass 18:30 Uhr), melodiva.de

7

FOTO: RADWAN MENZER, PEXELS.COM, GEMEINFREI


50 Kultur

PERFORMANCE

A

Techno

Ballet

ODYSSEY

FOTO: MASHA KULCH

Performt bei „A Techno Ballet Odyssey“: Lucio Vidal (links)

Die Berlin Ballet Company hat ein

Tanztheater kreiert, das die die Grenzen

von Ballettkunst und Clubnacht verschwimmen

lässt. Ein buntes Ensemble

internationaler Profitänzer*innen performt

zu elektronischer Musik, die Nacht

wird ergänzt mit Sets verschiedener

DJs, das Publikum ist mittendrin. In

Berlin war die genreübergreifende Show

bereits ein voller Erfolg, nun geht die

Crew auf Tour und kommt dabei auch

ins GAB-Land. Wir haben vorab mit

dem Ensemblemitglied Lucio Vidal über

die Show gesprochen.

Was ist die Idee hinter „A Techno Ballet

Odyssey“? Das wird keine klassische

Ballettaufführung werden, richtig?

Nein. Viele mischen ja Ballett und

Techno, aber das wäre mir zu langweilig

gewesen. Ich wollte das Ganze auf die

nächste Stufe heben. Dafür habe ich

meine eigenen Clubbing-Erfahrungen

eingebracht, was Technomusik für mich

bedeutet und wie ich die Musik empfinde.

Und auch meine Lebenserfahrung

aus all den Jahren, die ich in Berlin

gelebt habe, ist eingeflossen. So wurde

aus „A Techno Ballet Odyssey“ eher ein

Erlebnis als bloß eine Show mit schönem

Tanz zu Techno. Ein Erlebnis auch für das

Publikum, das sich auf der Tanzfläche

befindet, während wir auf drei verschiedenen

Bühnen um sie herum auftreten

und mit ihm in Kontakt treten. Wenn ich

zum Beispiel mit dem Publikum tanze,

direkt neben den Leuten, gibt es eine

Kamera, die live filmt, so dass man auf

dem Bildschirm ganz andere Dinge sieht,

als das, was man neben sich erlebt. Es ist

sehr dynamisch und sehr komplex!

Die gewohnte Trennung zwischen Bühne

und Publikum wird also aufgehoben;

Publikum und Bühne sind eins?

Ja genau, das mischt sich.

Tanzt ihr klassischen Ballettstil oder ist

es eine Mischung aus zeitgenössischen,

klassischen und vielleicht auch

Streetdance-Elementen?

Also, ich bin ein zeitgenössischer Tänzer,

der schon immer in klassischen Compagnien

gearbeitet hat. Ich versuche

all das zu vereinen, was ich in diesen

18 Jahren auf der ganzen Welt in meiner

Arbeit mit verschiedenen Choreografen

gelernt habe. Daher sehe ich Tanz immer

nur als eine Sache, eine Einheit. In der

Berlin Ballet Company sind wir alle sehr

unterschiedlich. Alle sind professionelle

Tänzer*innen, aber mit unterschiedlichen

Stilen und Hintergründen. Arshak Ghalumyan,

der Direktor und Choreograf, sagt

in der Regel nicht „das ist das, was ich

sehen möchte“, sondern fordert uns auf,

unseren persönlichen Stil einzubringen.

Für mich bietet die Company daher eine

Möglichkeit oder eine Plattform, meine

Ideen und Konzepte zu verwirklichen.

Tanzt ihr eine feste Choreografie oder

sind es eher Improvisationen?

Ich improvisiere zwar beim Tanz im

Publikum, aber auch dafür gibt es einen

genau festgelegten Zeitpunkt und Ort.

Wir haben auch Gruppenszenen oder

Duette und Choreografien, die ich

selbst entwickelt habe. Es ist also alles

durchchoreografiert.

Als Musik gibt es ein DJ-Set?

Marko Nastić, der DJ und Produzent aus

Belgrad, hat die Musik für uns komponiert.

Aber bei jeder Aufführung spielt

er live zu dieser Komposition. Es kommt

also eine weitere Ebene hinzu, die seine

Komposition jeden Abend anders klingen

lässt. Manchmal hört man Stimmen oder

Geräusche, die vorher nicht da waren.

Als Tänzer muss ich da sehr aufmerksam

sein, weil das manchmal etwas verwirrend

ist (lacht). Es gibt aber auch einen

weiteren DJ, der den Abend eröffnet, und

nach der Aufführung ein weiteres DJ-Set.

Was macht für dich den Zauber des

Stücks aus?

Für mich geht es ums Erleben, anstatt

darum, nur schöne Tänzer*innen in einer

Techno-Szenerie zu sehen. Die Erfahrung,

sich frei zu fühlen und keine Angst zu

haben, aber auch sich verletzlich oder

kraftvoll zu zeigen. Für mich ist die

Tanzfläche ein Ort, an dem man von

sich selbst lernt und mit sich selbst in

Kontakt tritt – und dann verbindet man

sich mit den anderen. Und wir versuchen,

dass auch unser Publikum das genauso

erlebt.

A Techno Ballet Odyssey,

18. – 20.12., Zoo Gesellschaftshaus,

Frankfurt, Infos und Tickets über

berlinballet.company/techno-ballet

Interview: Björn Berndt


Kultur 51

VARIETÉ

Höchster Herbst Magie

Im Frühjahr und Herbst verwandelt sich das Neue

Theater Höchst für jeweils einen Monat in ein buntquirliges

Varieté-Theater und präsentiert eine Show

mit fesselnder Akrobatik, verblüffender Magie und

amüsanter Comedy.

Die Artist*innen stammen aus der ganzen Welt: Der

dynamische Ilja Smyslov lässt mit rasanter Geschwindigkeit

Jonglierbälle auf- und abspringen, während bei

Antje Pode Koffer und Taschen zum Takt der Musik fast

magisch über ihre Füße tanzen.

Mit Kraft und Eleganz schwingt Anastasiia Sholokhova

am Trapez hoch über die Bühne, Marina Skulditskaya

verbindet ihre Handstandakrobatik mit tänzerischen

Choreografien. Bei Alexandra Malter tanzen unzählige

Hula-Hoop-Reifen um ihren Körper und der Franzose

David Burlet bringt in seinen temporeichen Jonglage-

Nummern bis zu zehn Porzellanteller gleichzeitig zum

Kreisen – und er spickt seine anspruchsvolle Nummer

mit viel Humor. Verblüffen kann der aus Spanien stammende

Magier Charlie Mag mit einem der anspruchsvollsten

Genres innerhalb der Zauberkunst – er ist

Meister der Kartenmanipulation. Mit Witz und Charme

führt die Komikerin, Clownin und „Verzauberin“ Rosemarie

durch den Abend. Für echten Salon-Varieté-Flair sogt

außerdem wieder die funky Showband Neelah. *bjö

5. – 30.11., Neues Theater Höchst, Emmerich-Josef-

Str. 46A, Frankfurt, Spieltage Di – So, 20 Uhr, Mi, Fr und

Sa auch 16 Uhr, So auch 15 Uhr, neues-theater.de

FOTO: NTH

Charlie Mag


52 Kultur

Das Tanzfestival Rhein-Main feiert in

diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum

und präsentiert unter dem stürmischen

Motto „Now Or Never“ ein schillerndvielfältiges

Programm des zeitgenössischen

Tanzes in all seinen Facetten.

„Viele Stücke im Programm beschäftigen

sich mit Risiko- und Grenzerfahrungen,

der Unabwendbarkeit des Todes und

dem Wert des einzelnen

anlässlich der Olympischen Spiele 2024

in Pariser Pantheon geschaffen hatte.

Ein Wiedersehen mit choreografischen

Ikonen gibt es auch: Sharon Eyal führt ihr

2011 entstandenes „Corps de Walk“ noch

einmal auf; das Frühwerk der israelischen

Choreografin verbindet klassische

Gruppentanzszenen des Balletts mit

Clubkultur. Noch älter, aber ebenfalls

Technologie und einer positiven Vision

einer Welt, in der alle Platz finden.

Weitere Tipps: Die französische Company

Mazelfreten feiert in „Rave Lucid“

den „Tecktonik“-Tanzsti, der im Paris der

2000er-Jahre in den Clubs populär war.

Claude Jansen und Fabrice Mazliah

verweben in „Bones“ zusammen mit

namibisch-deutschen Künstler*innen

digitale, analoge und spirituelle Medien

Lebens“, fasst das Team

NOW

zu einer sinnlichen Perfomance zwischen

das Jubiläumsprogramm

schamanischem Ritual, Mensch und

zusammen. „Und sie fragen

danach, wie uns der

schichten zwischen Russland, Nordma-

Or

Materie. Ihre eigenen Migrationsge-

Blick in die Vergangenheit,

zedonien und Deutschland verarbeiten

der Kontakt zu unseren

die Tänzer*innen Katja Cheraneva und

Ahn*innen dabei helfen

Viktorija Ilioska in „Desert(ed) Dreaming“;

kann, Gemeinsamkeiten und

TANZ

dabei steht die Wüste mit ihrer Leere

Lebenslust zu feiern und in dieser

nicht als Endpunkt, sondern als Chance

von Krisen geschüttelten Welt an

für einen Neubeginn

NEVER!

vergessenes Wissen anzuknüpfen.“

mit neuen Formen des

Zusammenlebens und

Bestes Beispiel dafür ist der

einer neuen Zukunft.

Spotlight-Artist des Festivals Rachid

Ouramdame, der gleich drei Arbeiten

Am 15. November lädt

zeigt. In „Corps extrêmes“, dem

Eröffnungsstück des Festivals, fliegen,

fallen und balancieren Tänzer*innen der

Compagnie de Chaillot gemeinsam mit

dem Slackline-Weltrekordhalter Nathan

Paulin und der Kletterpionierin Nina Caprez

an einer meterhohen Kletterwand

– ein Tanz-Spektakel über Mut, Freiheit,

Risiko und Vertrauen. Auch in „Contrenature“

verwebt Rachid Ouramdame

Tanz und Akrobatik, diesmal zu einer

luftigen, fast traumartigen Szenerie aus

Nebel, Lichtbildern und den Geistern

der Vergangenheit. „Möbius Morphosis“

ist ein Tanzfilm über die monumentale

Inszenierung, die Rachid Ouramdame

ohne Intensitätsverlust, ist Sasha Walz‘

„Travelogue I – Twenty to eight“, ein

Tanzstück zwischen Humor, Absurdität,

Aggression und Sinnlichkeit, das in einer

Küche spielt.

Ein Wiedersehen gibt es auch mit dem

portugiesischen Choreografen Rui Horta,

der in den 1990er Jahren mit dem S.O.A.P.

Dance Theatre einen wichtigen Beitrag

zur Tanz-Szene Rhein-Main geleistet

hat. Beim Tanzfestival 2025 zeigt er mit

der portugiesischen Elektroband „Micro

Audio Waves“ das Stück „Glimmer“, ein

audio-visuelles Spektakel zwischen

Musik, Tanz, Lichtkunst und effektvoller

der Tanztag Rhein-Main

wieder dazu ein, in Workshops und

Schnuppertrainings verschiedene

Tanzarten, -stile und Moves selbst zu

erforschen und zu trainieren; für jeden

Geschmack und alle Niveaus ist etwas

dabei – und beim abschließenden

großen Tanzfest am Abend im

Mousonturm können alle das neu

Gelernte gleich umsetzen und

präsentieren. Immer ein Highlight

beim Tanzfestival Rhein-Main. *bjö

30.10. – 16.11., Tanzfestival Rhein-Main,

in Frankfurt, Offenbach, Darmstadt

und Wiesbaden, Infos und Tickets über

tanzfestivalrheinmain.de

FOTO: JONATHAN GODSON

Company Mazelfreten tanzt „Rave Lucid“.


Kultur 53

THEATER

Joe Orton: Seid nett

zu Mr. Sloane

FOTO: LARA ROSSMANN

Freundlich sieht er aus, der neue Untermieter Mr. Sloane,

der ins Haus der Geschwister Kate und Ed und deren

Vater Kemp zieht. Doch das kleinbürgerliche Idyll zeigt

schnell Risse: Die frustrierte Kate ist liebeshungrig,

Vorzeige-Hetero Ed entpuppt ich als verkappter schwuler

Fetischist und auch Mr. Sloane zeigt bald sein wahres

Gesicht: ein Schmarotzer, der die Familie terrorisiert.

Bitterböse rechnet Joe Orton in seinem 1964 geschriebenen

Stück mit der bürgerlichen Gesellschaft ab. Der

schwule Theaterautor brach nicht nur auf der Bühne die

Tabus seiner Zeit, sondern führte zusammen mit seinem

Freund, dem Schauspieler und Autor Kenneth Halliwell,

ein Leben jenseits tradierter Moralvorstellungen. „Seid

nett zu Mr. Sloane“ der zweite Teil der Joe-Orton-Trilogie

im Staatstheater Darmstadt. *bjö

31.10., Staatstheater Darmstadt,

Georg-Büchner-Platz 1, Darmstadt, 20 Uhr,

auch am 27. und 28.11. sowie am 6., 12. und 27.12.,

staatstheater-darmstadt.de

vhs.frankfurt.de

Starten Sie durch

– mit unseren

Kursen im Herbst

und Winter:

COMEDY

Komische

Nacht – der

Comedy-

Marathon

FOTO: JOHN SMILES

Die „Komische Nacht“

präsentiert an einem Abend

gleich mehrere Kabarettist*innen. Der

Clou: die Comedians pendeln zwischen fünf Spielorten:

Chicago Meatpackers, Das Leben ist schön, Depot 1899,

Die Werkskantine, Leib&Seele 21 West, Santos Frankfurt,

Starnberger-Wirtshaus sowie in der Brasserie Moulins

im Dorint Parkhotel Bad Vilbel. Als Gast bleibt man an

einem Ort und sieht fünf Künstler*innen. Mit dabei sind:

Christian Schulte-Loh, Falk Schug, John Smiles (Foto),

Jonas Greiner, Julia Brandner, Patricia Lürmann, Robert

Alan und Schlongonges. Die Tickets für die Locations

„Das Leben ist schön“ und „Die Werkskantine“ sind

bereits ausverkauft! *bjö

12.11., Die komische Nacht, 8 Locations in Frankfurt

und Bad Vilbel, Show-Start jeweils um 19:30 Uhr,

Infos und Tickets über komische-nacht.de

ÖFFNUNGSZEITEN:

Dienstag 10-19

Mittwoch 10-18

Donnerstag 10-18

www.vorhair-nachhair-ffm.de

Freitag 10-19

Samstag 8-13


54 Kultur

MUSICAL

FOTOS: MARTIN KAUFHOLD

Szenen aus der 2023er Produktion von „Somehting Rotten!“

THE ENGLISH THEATRE:

Welcome Back mit „Something Rotten!“

Die Durststrecke ist überwunden, die Vorfreude übergroß: Ab dem 14. November zieht das

English Theatre zurück in seine angestammte Spielstätte im Galileo Hochhaus.

Los geht’s mit der Musical Comedy „Something Rotten!“.

Oder genauer gesagt: Es geht weiter mit der erfolgreichen

Musical Comedy „Something Rotten!“, denn das English

Theatre startet am 14. November 2025 im Galileo Hochhaus,

dort wo am 14. Januar 2023 gezwungenermaßen abrupt

aufgehört hat.

30.10. —

16.11. 2025

WWW.

TANZFESTIVAL

RHEINMAIN.

DE

„Something Rotten!“ ist eine temporeiche Renaissance-

Komödie rund um die Konkurrenz zwischen den

Theatermacher-Brüdern Nick und Nigel Bottom und Master

Shakespeare. Die Brüder lassen nichts unversucht, um den

Konkurrenten zu übertrumpfen. Sogar ein Orakel in Gestalt

von Nostradamus‘ Neffen wird befragt; vorhergesagt

werden zwei zentrale Dinge: „Musical“ wird die Theaterform

der Zukunft werden – und Shakespeares kommendes Stück

handele von einem „Omelett“.

Obwohl letzteres ein prophetisches Missverständnis ist,

machen sich die Gebrüder Bottom an die Arbeit, ein Musical

über eine Eierspeise zu schreiben.

Musikalisch kommen Musical-Fans bei „Something Rotten!“

voll auf ihre Kosten, denn der wie immer von einer Live-

Band gespielte Soundtrack enthält unzählige Referenzen

an bekannte Musical-Melodien – von „Der König der Löwen“

über „Das Phantom der Oper“ bis zu „Cabaret“. Trotz aller

Huldigungen lässt es sich „Something Rotten!“ nicht nehmen,

das Genre komplett aufs Korn zu nehmen und damit

für zusätzliche Lacher zu sorgen.

10 JAHRE

TANZFESTIVAL

Jetzt Tickets sichern auf

tanzfestivalrheinmain.de

Ewan Jones führt erneut Regie und freut sich auf die

Rückkehr an die alte Spielstätte: „Es ist ein echtes Privileg,

diesen wunderbaren Ort, der mir so viel bedeutet, wieder

zu betreten und diese unglaublich lustige Show zur zweiten

Aufführung zu bringen“, sagt Jones. „Die Publikumsreaktionen

auf unsere erste Produktion waren unglaublich, und ich

kann es kaum erwarten, das Lachen, die Energie und den

puren Theaterspaß von ‚Something Rotten!‘ mit wiederkehrenden

Fans und neuen Theaterbesuchern zu teilen“.

Sogar die Hälfte des ursprünglichen Ensembles kann wieder

dabei sein, allen voran Tom Watson als schrullig-verrückter

„Nostradamus“, Sami Kedar als Nigel und Briana Kelly in der

Rolle der Portia. Welcome Back! *bjö

14.11. – 1.3.2026, The English Theatre, Gallusanlage 7,

Frankfurt, Infos und Tickets über english-theatre.de


Kultur 55

LESUNG

Jo van Nelsen: Premiere!

Am 20. November stellt der Entertainer Jo van Nelsen

eine neue Episode der erfolgreichen Reihe seiner

Grammophon-Lesungen vor.

Unter dem Titel „Du hast ja eine Träne im Knopfloch“

dreht sich hier alles rund um den Revue- und Tonfilm-

Komponisten, Kabarettisten, Autor und Dichter Friedrich

Hollaender. Und in van Nelsen Grammophon-Lesung

dreht es sich wirklich um Hollaender: Denn van Nelsen

spielt viele Lieder als originale Schellack-Schallplatten

auf seinem Koffergrammophon. „Als einem der wenigen

deutschen Emigranten gelang Hollaender eine Karriere

in Hollywood als Filmkomponist – sogar einen Oscar

erhielt er“, weiß Kabaretthistoriker van Nelsen. „Mitte der

50er Jahre kehrte Hollaender zurück nach Deutschland

und erlebt hier die Ablehnung der Deutschen gegenüber

den Reimigranten hautnah“, so van Nelsen weiter. 2026

jährt sich Hollaenders Todestag zum 50. Mal. *bjö

Die Schöne

Helena

Opéra bouffe in drei Akten

von Jacques Offenbach

Premiere

4. Dezember

2025

Regie

Michael Quast

& Sarah Gross

Tickets

www.volksbuehne.net

T 069 427262649

FINE GERMAN DESIGN · F: Andreas Malkmus

20.11., Holzhausenschlösschen, Justinianstr. 5,

Frankfurt, 19:30 Uhr, jovannelsen.de

FOTO: KATRIN SCHANDER,

FARBEUNDSCHWARZWEISS.DE

LESUNG

„Königin der Nacht“

„Mir war wichtig, Noah als Jugendlichen darzustellen,

mit den Problemen, die fast alle Jugendlichen in seinem

Alter haben. Trans ist dabei nur eine Facette“, sagt

Gönni Landsmann über „Königin der Nacht“, ein queerer

Sommerroman über Freundschaft und die erste große

Liebe: Nach dem Abi reist Noa mit seinen Freund*innen

nach Montenegro, ein letzter gemeinsamer Sommer.

Noa will die Zeit genießen, doch dann trifft er Elias – und

Noas Herz ist sofort verloren. Sie kommen sich näher,

doch je tiefer die Gefühle, desto größer wird Noas Angst

die Wahrheit zu sagen:

dass er trans ist. Doch

auch Elias scheint etwas

zu verbergen … Ein locker

geschriebener Roman, der

mit Urlaubsstimmung und

stürmischen Gefühlen viel

Tiefgang beweist. *fis

www.volksbuehne.net

VOL Anzeige GAB Schöne Helena 83x128 2 RZ.indd 1 20.10.25 09:21

Varieté

HERBST 2025

vom 5. bis 30. November

FOTO: HIMMELSTÜRMER VERLAG

12.11.,

VielSeitig & Büchergilde,

Am Salzhaus 1,

Frankfurt, 19:30 Uhr,

buechergilde-frankfurt.

buchhandlung.de

www.neues-theater.de


56 Kultur

FOTO: HOLGER PETERS

Discovery Art Fair

MESSE

Drei Tage volles Kunstprogramm: Wer

sich in der Vielfalt zeitgenössischer

Kunst verlieren möchte, ist auf der Discovery

Art Fair Frankfurt genau richtig!

Malerei, Skulptur, Fotografie, Objektkunst,

Urban Art oder Digital Art: mit

110 Aussteller*innen – Galerien wie

Künstler*innen – aus 20 Ländern

bietet die Frankfurter Kunstmesse einen

mehr als umfassenden Einblick in den

State Of The Art sowie die Möglichkeit,

Gallerist*innen und Künstler*innen

persönlich kennenzulernen. Neben

etablierten Kunstschaffenden wie zum

Beispiel die Maler, Grafiker und Bildhauer

Markus Lüpertz und Georg Baselitz

oder den für seine großformatigen,

organisch-abstrakten Plastiken und

Skulpturen bekannte Tony Cragg gibt’s

mit der kuratierten „DISCOVER A TALENT“-

Initiative immer auch Newcomer zu

entdecken.

Das art.lab der Messe wird in diesem

Jahr vom hyper-kreativen Frankfurter

saasfee*pavillon mit einer Mischung aus

zeitgenössischer junger Kunst, Medien

und elektronischer Musik bespielt. Die

Discovery Art Fair bietet außerdem

täglich kostenfreie Kuratorenführungen,

die aktuelle Trends und ausgewählte

Werke erläutern. *bjö

7. – 9.11., Messe Frankfurt,

Halle 1.2, Ludwig-Erhard-Anlage 1,

Frankfurt, Fr und Sa 11 – 20 Uhr,

So 11 – 18 Uhr, Freitag Eintritt frei,

discoveryartfair.com

AUSTERN GEFÄLLIG?

Den Schlüssel zum Genuß gibt‘s bei uns.

Andrea Müller | Messerschmiedin

Joh. Heinr. Dotzert | Töngesgasse 21, 60311 Frankfurt

Tel. 069/283224, messer@dotzert.de, www.dotzert.de


Kultur 57

Queerfilmnacht: Sauna

KINO

Johan arbeitet in Kopenhagens einziger Gay-Sauna

„Apollo“. Der attraktive junge Mann genießt ausgiebig

das schwule Szeneleben mit Partys, Dates und One-

Night-Stands. Zwischen den kurzweiligen, aber oberflächlichen

Flirts und sexuellen Eskapaden lernt er eines

Nachts den Transmann William kennen und verliebt

sich in ihn – vor allem, weil die beiden sich nicht bloß

auf der körperlichen Ebene näherkommen. Das stößt

auf Widerstand aus den vermeintlich eigenen Reihen,

denn Johans schwuler Dating-Zirkel als auch die Gäste

im Apollo zeigen wenig Toleranz für die Beziehung, dafür

umso mehr Transfeindlichkeit.

FOTO: SALZGEBER

SIE SIND NICHT

IRGENDWER.

KLEIDEN SIE SICH

NICHT

IRGENDWIE.

Mathias Broes Debüt-Spielfilm verhandelt in sinnlichen

Bildern das wichtige Thema Diskriminierung innerhalb

der Community. „Sauna“ ist damit auch eine Abrechnung

mit der oftmals eindimensionalen und diskriminierenden

schwulen Dating-Kultur. Die Rolle des William

wird von der non-binären dänischen Schauspielerin und

Aktivistin Nina Rusk gespielt. *bjö

Alle Termine über queerflimnacht.de

LESUNG

FOTO: SALZGEBER

Mittwochskino:

„Einfach Charlie“

Alle freuen sich über die Nachricht, dass Charlie – 14 Jahre

und fußballbegeistert – in die Jugendabteilung eines

English Premiere League Clubs aufgenommen wird.

Vor allem Charlies Vater platzt vor Stolz, wollte er doch

selbst mal Profifußballer werden. Alle freuen sich, bis auf

Charlie. Die Chance ist für Charlie ein Alptraum, denn er

ist eigentlich ein Mädchen, bei deren Geburt ein männliches

Geschlecht registriert wurde. Einfühlsam erzähltes

Trans-Coming-out, das neben Charlie auch die Familie

und die Mitschüler*innen einbezieht. Läuft im Rahmen

der Transgender Awareness Week beim Mittwochskino

der Mainzer Bar jeder Sicht. *bjö

DAS BESTE

AUS ITALIEN,

ENGLAND UND

DEUTSCHLAND

19.11., Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz,

20:15 Uhr, barjedersicht.de

HOCHSTRASSE 45 · 60313 FRANKFURT AM MAIN

TELEFON 069 / 29 57 35 · WWW.DIEHLUNDDIEHL.DE


58 Kultur

FOTO: OVERLINE.TV

KULTUR-TIPPS

DRAG SLAM:

ZAUBER(BABSI)

HAFT!

Jeden Monat

treten sechs

Newcomer-Drags

gegeneinander an.

Nach dem Vorbild von Poetry-,

Comedy- und Song-Slams bietet

der Drag Slam eine Plattform für

unterschiedliche Formen von

Drag-Kunst. – am Ende entscheidet

das Publikum, wer den

Wettbewerb für sich entscheidet.

Moderiert wird der Abend von

Giselle Hipps, bekannt für ihre

pointierte, schlagfertige und

energiegeladene Moderation. Als

Gast-Moderator*in ist außerdem

Zauberbabsi aus Frankfurt mit

dabei, die das Publikum mit

Humor und Magie verzaubern

wird. *fis

8.11., Orange Peel, Kaiserstr. 39,

Frankfurt, 20 Uhr, dragslam.de

BAD VILBEL

Mit spitzer Zunge und nie um einen

schlagfertigen Kommentar verlegen

zeigt Trude Trash am Abend eine Auswahl

ihrer vielfältigen Talente – und sie

hat sich dazu wieder tolle Gäste eingeladen:

Ihre Namensvetterin Trude Bunker

stammt aus Ludwigshafen und kokettiert

gerne mit ihrem Alter, das vor allem viel

Bühnenerfahrung mit sich bringt. Aus

Hannover kommt die Schlager-Queen

Melody Heart, die immer die besten

„lange-nicht-gehört“-Songs im Repertoire

hat. Ottilie S. versteht es mit schillernder

Comedy und einer gehörigen

Portion Selbstironie die Lachmuskeln des

Diamonds of Drag:

Trudes Live Night

Publikums zu strapazieren. Tarabas van

Luc ist und bleibt ein Paradiesvogel, ein

Hybrid aus fantasievollen, dragesquen

Kostümen und unverkennbarer Männlichkeit,

ausgestattet mit einer Stimme,

die Konzerthallen beben lässt. Neben

der Show ist wie immer für Speisen und

Getränke gesorgt. *bjö

8.11., Kultur- und Sportforum,

Dortelweiler Platz 1, Bad Vilbel, 20 Uhr,

trude-trash.de

Tickets im VVK empfohlen,

über diamonds@trude-trash.de

FOTO: GLADICEUNDOLI

FOTO: TRUDE-TRASH.DE

GLADICE & CO. –

DIE ZUGABE

Die gemeinsame Show von Oli

Becker und Tante Gladice feierte

im September in Karben Premiere.

Beide Vorstellungen waren

schnell ausverkauft, und deswegen

gibt’s am 19. Dezember

eine Zugabe. Das Stück ist weit

mehr als eine Nummernrevue: Oli

Becker spielt einen Produzenten,

der mehr oder weniger verzweifelt

versucht, aus Tante Gladice

einen Hollywoodstar zu machen.

„Hat sie das überhaupt nötig?“,

hört man da aus dem Off rufen?

Die Show mit ihrer Mischung aus

Travestie, Theater, Gesang und

Comedy wird’s zeigen. Schnell

Tickets sichern! *bjö

19.12., Kulturscheune Karben.

Brunnenstr. 2, Karben, 20 Uhr,

instagram.com/gladiceundoli

FRANKFURT

Born This Slay –

Die Show!

FOTO: BORN THIS SLAY

Dragshows sprießen noch immer wie

Pilze aus dem Boden, und mit „Born This

Slay“ kommt die „nicht ganz so familienfreundliche

Familienshow“ zum zweiten

Mal auf die Bühne. Das Besondere: Hier

gibt’s nicht nur Lip Sync, sondern drei

Queens präsentieren eine explosive

Mischung aus Drag, Bildung und

Unterhaltung. Was sie eint, ist die Idee,

Drag neu zu denken. Ember Remember

verbindet Glamour, Gesellschaftskritik,

Burlesque, Drag und HighFashion. Fuego

Foureiro bringt neben der bislang eher

unbekannten Performance-Disziplin

„Puppy-Drag“ auch sexualpädagogische

Expertise mit. Daniella Dikket, glanzvolle

Gewinnerin des Drag-Slam-Allstar-

Contests, präsentiert ihr Bar-Quiz

„Tuck & Trivia“. Als Gast-Queen eröffnet

diesmal Lindsay Lowhäng die Show;

sie ist Expertin für Schnakeligkeit,

Polit-Statements und Küchenfreuden

mit Kartoffeln und Sekt. Slay The Slayest

Slayomatic! *bjö

29.11., Brotfabrik, Bachmannstr. 2 – 4,

Frankfurt, 20 Uhr, brotfabrik.de,

instagram.com/born.this.slay


Du bist einmalig und verdienst

eine individuelle HIV-Therapie.

PILLe?

spritze?

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zu Dir?

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MUSIK

INTERVIEW

SOPHIE AND THE GIANTS:

„Noch nie so sicher gefühlt“

Hinter der Hitmaschine Sophie And The Giants (u. a. „Hypnotized“, „A Little Bit Wild“) verbirgt sich die queere

englische Singer-Songwriterin Sophie Louise Scott, die erst auf der Bühne zu gigantischer Größe wächst. Das

wird die 29-Jährige mit dem roten Haarschopf auch im November in Deutschland zeigen, wenn sie ihr gerade

veröffentlichtes Debüt-Mini-Album „00:00“ (ausgesprochen: „Midnight“) live vorstellen wird. Wir sprachen

mit ihr über die LGBTIQ*-Community und das Daten in einer offenen Beziehung.

Sophie, deinen Durchbruch hattest du

2020 mit „Hypnotized“, aufgenommen

mit dem deutschen DJ und Produzenten

Purple Disco Machine aka Tino Piontek.

Wo habt ihr euch kennengelernt?

Erst mal gar nicht. Tino hatte mir das

Demo zum Song via E-Mail geschickt,

also richtig oldschool. In der E-Mail

stand, dass er meine Stimme liebt, und

ob ich eine Melodie und einen Text über

das Demo singen könnte. Das erledigte

ich sofort in meinem Schlafzimmer. Ich

hatte nicht viel erwartet, aber alle liebten

den Song. Getroffen haben wir uns dann

erst sechs Monate, nachdem wir „Hypnotized“

herausgebracht hatten und

die Single längst mit Gold zertifiziert

war. Wir waren beide fasziniert

voneinander. Dennoch war es

ein bittersüßer Tag: Wir sollten

den Erfolg der Single

mit einem Auftritt in

einer großen Arena in

Italien feiern, gingen

auf die Bühne und

niemand war da.

Es war ja kein

Publikum zugelassen

am Anfang der

Pandemie. Das war die

schlechteste Party der Welt.

Merkst du, dass du zunehmend auch

Fans aus der queeren Community

hast?

In diesem Jahr habe ich es definitiv

gemerkt. Ich bin bei einem Pride-Event

in Stockholm aufgetreten und beim

„Drag Brunch“ in Berlin. Da waren

etliche Drags, Macher und Performer,

die queer oder gay waren. Es war

wunderschön. Ich habe mich in

einem Raum noch nie so sicher

gefühlt wie dort, denn ich bin

eine bisexuelle Frau. Es ist ja

nicht so, dass man überall seine

Queerness feiern kann, aber

wenn du dann bei solchen

Events bist, fühlst du dich gesehen

und wertgeschätzt.

Purple Disco Machine herausgebracht

habe, kommt immer gut. Es geht in

dem Song darum, sein Paradies zu

finden. Für mich war das Paradies, die

Queer-Community und meinen Platz

der Akzeptanz zu finden. Wir mussten

alle durch dasselbe durch, wir verstehen

einander.

Wann wusstest du, dass du auf Frauen

und Männer stehst?

Ich hatte Freundinnen, bevor ich

Boyfriends hatte. Und das ging früh los.

Wenn ich von der Grundschule nach

Hause kam, sagte ich zu meinen Eltern:

„Oh, ich habe drei neue Freundinnen

und vier neue Boyfriends.“ Ich habe alles

gedatet, ich konnte mich einfach nicht

entscheiden. Ich habe nie verstanden,

warum Leute eine Präferenz haben, für

mich war es dann umso irritierender,

dass ich keine hatte. Ich habe das nie

am Gender festgemacht, ich habe mich

einfach in den jeweiligen Menschen verliebt.

Ich wusste nicht mal, dass ich mich

dafür schämen musste. Also erzählte ich

meinen Eltern immer alles ganz offen.

Ich hatte mindestens immer drei Lieben

zur selben Zeit.

Wie viele datest du im Moment?

Hauptsächlich eine Person, ich bin

tatsächlich verlobt, Dana ist der

Keyboarder in meiner Band und

genderfluid. Wenn ich mir einen

männlichen oder maskulinen

Menschen aussuche, ist der

immer sehr feminin: langes

Haar oder schöne Augen

inklusive. Ich kann

mich mit einem Mann,

der eher feminin ist oder

sich mit seiner Femininität

wohlfühlt, eher connecten.

Dana und ich sind beide queer,

und wir daten beide sehr offen.

Das macht Spaß, denn wir sind

ja beide noch jung.

Du wirst im November dein

erstes Mini-Album „00:00“

u. a. in Hamburg, Köln, Berlin,

München und Zürich auf Tour

vorstellen. Was können wir

da erwarten?

Ich will, dass es sich wie eine

Party in meinem Schlafzimmer

anfühlt. Mit netter

Dekoration und jeder Menge

Hits. Es wird aber auch

einige emotionale Momente

FOTO: SIMON EMMETT

geben, die transportieren,

wie sich eine Party um

Mitternacht anfühlt.

Ist da ein bestimmter Song von dir, auf

den die LGBTIQ*-Community abfährt?

„Paradise“, den ich im letzten Jahr mit

*Interview: Katja

Schwemmers


DISCO

So klang das im Studio 54!

Kein „Hands Up“, „Queen of China-Town“ oder auch „Trojan Horse“: Der legendäre Klub in den USA setzte nicht auf

poppige Hits (die konnten auch mal vorkommen), sondern auf den Disco-Underground oder die Hits von Gloria

Gaynor, Donna Summer und Cerrone in speziellen Maxiversionen. Eine klasse Kompilation kannst du jetzt kaufen.

Auch auf goldenem Vinyl!

MUSIK

Am 26. April 1977 öffnete in der West

54th Street in Manhattan ein Nachtklub

seine Türen, der schon bald zu einem der

legendärsten Schauplätze der Popkultur

des 20. Jahrhunderts werden sollte: Studio

54. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte

sich der Klub zu einem internationalen

Symbol für Disco, Exzess, Hedonismus und

die grenzenlose Feierlust des Jetsets.

Die Gästeliste war so schillernd wie elitär.

Künstlerinnen und Ikonen wie Andy Warhol,

Grace Jones, Mick Jagger, Cher, Divine,

Madonna oder Diana Ross zählten zu den

Stammgästen. Sie feierten Seite an Seite

mit Modedesignern, Models, Schauspielerinnen

und Wirtschaftsbossen – vereint

durch das Versprechen einer Nacht ohne

Regeln, in der alles möglich schien. Studio

54 war mehr als nur ein Klub: Es war eine

Bühne, ein Experiment, ein Mythos.

Das Interieur war spektakulär, die Lichtshows

revolutionär, das Publikum extravagant

– und der Zugang streng limitiert.

Wer es an den Türstehern vorbeischaffte,

trat in eine Parallelwelt ein, in der Glamour,

Musik und Dekadenz regierten.

Doch der Höhenflug hatte seine Schattenseiten.

1980 wurde Studio 54 aufgrund

von Steuerhinterziehung geschlossen,

die beiden Gründer Steve Rubell und Ian

Schrager mussten ins Gefängnis. Trotz des

Skandals blieb der Name legendär.

Nach einer kurzen Pause wurde der

Klub 1981 unter neuer Leitung erfolgreich

wiedereröffnet. In den folgenden

Jahren – bis 1986 – versuchte er, an alte

Erfolge anzuknüpfen. Zwar blieb Studio 54

weiterhin ein Hotspot für Nachtschwärmer

und Tanzwütige, doch der Zauber der

Anfangsjahre ließ sich nicht ganz wiederbeleben

– und mehr und mehr kamen

House-Klubs auf, die rauer und weniger

glamourös waren.

Die 2CD und 2LP „Studio 54 – Music

Inspired By Iconic ’70 New York Club Studio

54“ feiert den Sound der ersten Phase des

Klubs, wir finden daher Lieder von 1976

bis 1980 darauf. Unsere Anspieltipps sind

„Devil’s Gun“ von C.J. & Co., „I Feel Love“ von

Donna Summer, „Here Comes That Sound“

von Love De Luxe und „Yo vivire“ von Gloria

Gaynor. *rä

LIMELIGHT LIVE ENTERTAINMENT UND ATG ENTERTAINMENT PRÄSENTIEREN EINE ROYO PRODUKTION

28.10. – 09.11.25

DEUTSCHES THEATER MÜNCHEN

17.12.25 – 17.01.26

ADMIRALSPALAST BERLIN

20.01. – 01.02.26

METRONOM THEATER OBERHAUSEN

BOOK BY

MUSIC AND LYRICS BY

HARVEY FIERSTEIN

DIRECTED BY

SET & COSTUMES BY

CHOREOGRAPHY BY

NIKOLAI FOSTER

ORIGINAL BROADWAY PRODUCTION

DIRECTED & CHOREOGRAPHED BY

JERRY MITCHELL

ROBERT JONES

CYNDI LAUPER

BASED ON THE MIRAMAX MOTION

PICTURE KINKY BOOTS WRITTEN BY

LEAH HILL

PRESENTED BY ARRANGEMENT WITH MUSIC THEATRE INTERNATIONAL WWW.MTISHOWS.CO.UK

GEOFF DEANE & TIM FIRTH

KINKYBOOTS-MUSICAL.COM


MUSIK

FOTO: LAMIA KARIC

NACHGEFRAGT

AUSTRA

zwischen Trennung, Imposter-Syndrom und

ewigem Coming-out

„Ich bin an einem Punkt angekommen,

an dem ich glaube, dass ich eine wertvolle

Künstlerin bin – etwas, das ich vor

fünf Jahren noch nicht hätte sagen können.“

Solch ein Satz, ausgerechnet von

Austra, die schon vor fast zehn Jahren

mit „Future Politics” ein so selbstsicheres

Werk abgeliefert hat.

Litt sie all die Zeit an einem Imposter-

Syndrom? „Oh ja, ganz sicher!“, lacht sie

und erklärt: „Es ist immer schwierig, etwas

in die Welt zu geben, weil man nie die

Reaktion bekommt, die man erwartet.“

Das gilt auch für das neue Album „Chin

Up Buttercup“: Sie weiß, was es bedeutet,

„aber für alle anderen wird es sich anders

anfühlen – und das für jeden auf eine

einzigartige Art. Damit umzugehen, ist

komisch für mich.“ Früher war sie besessen

von den Reaktionen, „aber in den letzten

fünf Jahren habe ich Stolz darin gefunden,

eine Art ,working class‘-Künstlerin zu sein.

Viele der wirklich erfolgreichen Musiker

müssen gar keine glückliche Menschen

sein, der Erfolg ist letztlich bedeutungslos.

Er macht dich nicht glücklich, er macht

dein Leben nicht komplett. Wenn man

das verstanden hat, ist der eigene Erfolg

und die Reaktion der Welt nicht mehr

wichtig. Das ist sehr befreiend.“ Mit welcher

Einstellung entsteht Musik dann bei ihr

stattdessen? „Da denke ich viel drüber

nach. Denn wenn Erfolg keine Rolle spielt,

was ist die Motivation? Wenn ich überlege,

wie ich leben will, ist die Antwort für mich:

von Tag zu Tag. Was macht mich heute

zufrieden? Das kann Gartenarbeit sein

oder Essen zubereiten.

Oder manchmal für

Stunden Musik machen.

Das alles kann glücklich

machen.“

Und über Fragen des

Glücklich- und Unglücklichseins

hat sie viel

nachgedacht, handelt

das neue Album doch

von einer Trennung, die

eine brutale Erfahrung

war: Ihre Partnerin

verließ sie von einem

Tag auf den anderen. Es ist die Geschichte

einer Trennung, die sie komplett aus

der Bahn geworfen hat, gepackt in eine

musikalische Sprache der Synthesizer,

des Klubs mit Techno und viel Pop. Emotionaler,

gern auch sperriger Eskapismus,

aber kein Selbstbetrug. Ein Versuch, mit

Stil durch den Schmerz zu navigieren. „Ich

habe das Ende nicht erwartet, darum war

es so traumatisierend. Ich versuchte herauszufinden,

wie lang so ein Herzschmerz

anhalten wird, denn es scheint, dass es

nur für eine gewisse Zeit erlaubt ist, sich

so zu fühlen, bevor die Leute fragen, was

denn mit einem nicht stimmt.“ Das ging

ihr selbst kaum anders: „Ich war so instabil

und verwirrt. Warum bin ich nicht endlich

wieder normal?“

Dabei hat sie beim letzten Album „HiRU-

DiN“ noch voller Kraft von Veränderung

gesprochen. Sie meinte gar abgeklärt:

Es wird immer

wieder enden und

neu anfangen. „Ich

erinnere mich kaum

noch an das Album.

Es gehört zu einem

anderen Leben. Es war

zwar auch ein Breakup-Album,

doch eine

von beiden Seiten

gewollte Trennung –

das war diese nicht!“

Andere Dinge

scheinen sich derweil

nie zu ändern: Austra hat schon lange

festgestellt, dass man nie nur einmal

sein Coming-out hat, da man bei jedem

neuen Menschen wieder darüber reden

muss. Daran hat sich weiterhin nichts

geändert. „Wenn du auch nur mit deiner

Partnerin in ein Hotel auf dem Land

eincheckst, dann ist das wieder ein

weiteres öffentliches Coming-out. Es ist

eine Konstante. Aber es ist auch eine

Normalität, wie Hallo sagen. Selbst wenn

man nie weiß, ob es nicht eigenartig

werden wird. Wenn man zum Beispiel in

einer konservativen Gegend ist. Oder gar

in den USA!“ Aber das Fass machen wir

jetzt nicht auch noch auf.

*Interview: Christian K. L. Fischer


EUROPAS GRÖSSTE BEE GEES – TRIBUTE SHOW LIVE

FOTO: PATRICK SCHNEIDERWIND

DAS

ORIGINAL!

GEWÄHLT ZU

EUROPAS TRIBUTE

BAND DES

JAHRES

Vom 06.04. bis

31.05.2026

auf großer Tournee unter anderem

in Hamburg, Köln, Oberhausen,

Wien, Stuttgart, Berlin und in vielen

weiteren Städten.

ABBAMANIA – THE SHOW –

„Dancing Queen Tour 2026“

Die erfolgreichste Popband aller Zeiten feiert ein

Vermächtnis, das seit über 50 Jahren Menschen rund

um den Globus begeistert, berührt und vereint.

„Waterloo“, „Voulez-vous“, „Dancing Queen“, „The Day Before

You Came“, „Super Trouper“ oder „Don’t Shut Me Down“

– ABBAs Lieder sind mehr als nur Hits. Sie sind musikalische

Meilensteine, emotionale Begleiter.

Hinter diesem beispiellosen Erfolg stehen vier Künstler*innen,

deren Namen längst Musikgeschichte geschrieben haben:

Anni-Frid Lyngstad, Benny Andersson, Björn Ulvaeus und

Agnetha Fältskog. Zwischen 1972 und 1982 prägte ABBA den

Sound einer ganzen Generation – und weit darüber hinaus.

Mit ABBAMANIA – THE SHOW wurde eine Live-ABBA-Tribute-

Show geschaffen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das

musikalische Erbe ABBAs mit all seiner Leidenschaft, Energie

und dem unverwechselbaren Glanz auf beeindruckende

Weise zu zelebrieren. Es ist nicht nur eine Hommage – es ist

ein Erlebnis, das unter die Haut geht. Vom 7. bis zum 27. April

2026 ist ABBAMANIA – THE SHOW im Rahmen der „Dancing

Queen Tour 2026“ unterwegs und macht unter anderem in

Lüneburg, Münster, Köln, Hannover, Berlin, Nürnberg, Mannheim

und Leipzig Station. *rä

SHOW

®, & © 2025 Lions Gate Entertainment Inc. All Rights Reserved.

GEA LIVE AND KARL SYDOW IN ASSOCIATION WITH LIONSGATE PRESENTS

Vom 11.04. bis

28.04.2026

Vom 11.04. bis

22.05.2026

MIT MEGA

AFTERSHOW

PARTY

BECAUSE

SOME DANCES

LAST

FOREVER.

auf großer Tournee unter anderem

in Stuttgart, Dortmund, München,

Hamburg, Chemnitz, Frankfurt a.M.

und in vielen weiteren Städten.

auf großer Tournee unter anderem

in Bremen, Frankfurt a.M., Dortmund,

Hannover, München, Magdeburg und

in vielen weiteren Städten.

www.semmel.de

SOUL

Was für eine Stimme!

Was für eine Frau!

Die französische Erfolgssängerin

und Ex-Model Imany sorgte

vor fast zehn Jahren erstmals

für Furore: Ihr Song „Don't Be

So Shy“ wurde in der House-

Remix-Version zum internationalen

Megahit. Seither folgten

mehrere erfolgreiche Alben. Im

Oktober erschien ihr neuestes

Werk: „Women Deserve Rage“.

Es ist, wie verraten wurde (und

wie es zu hören ist!), „ein feministisches

Statement-Album,

ein Manifest der Emanzipation

und Wiedergeburt“, das mit Rollenbildern spielt und Erwartungen

bricht. Und vor allem: Soul der Extraklasse! Das Album erzählt

von Wunden und von Heilung als Vermächtnis – mit stark

biografischem Hintergrund: Die Künstlerin ließ sich scheiden und

verarbeitet diese Trennung auch in ihrer Musik. *rä

FOTO: L. BODY

Vom 12.05. bis

21.05.2026

auf großer Tournee unter anderem

in München, Wien, Köln, Leipzig,

Hamburg, Berlin und in vielen

weiteren Städten.

HANS ZIMMER PRESENTS

A NEW DIMENSION

Vom 15.10. bis

12.11.2026

PRESENTED & CURATED BY

auf großer Tournee unter anderem

in Düsseldorf, Frankfurt a.M.,

Stuttgart, Leipzig, Hamburg, Berlin

und in vielen weiteren Städten.


MUSIK

FOTO: PATRICK SCHNEIDERWIND

FOTO: PATRICK SCHNEIDERWIND

FOTO: 360GRADDESDESIGN.COM

INTERVIEW

PRINCE DAMIEN:

„Ich kann mich wieder ein bisschen in andere

Richtungen entwickeln …“

Nach dem großen Erfolg der vergangenen

Jahre kehrt „This is THE GREATEST

SHOW!“ 2026 mit einer aufwendig inszenierten

Produktion zurück auf die Bühne.

Die Show vereint beliebte Musical-Hits

mit eindrucksvollen Choreografien und

einer hochwertigen Bühnentechnik zu

einem mitreißenden Gesamterlebnis.

Wie kam es dazu, dass du Teil von „This

is THE GREATEST SHOW! 2026“ geworden

bist?

Mir war „This is THE GREATEST SHOW!“ schon

immer ein Begriff, weil ich oft Plakate mit

dem Hinweis gesehen habe, dass es mal

wieder eine neue Tour gibt. Da war ich richtig

glücklich, als dann die Anfrage kam, ob ich

als Special Guest dabei sein möchte. Also ich

freue mich auf jeden Fall total und bin Feuer

und Flamme für das Projekt.

Auf was darf sich das Publikum freuen?

Das Publikum kann sich auf jeden Fall auf

eine energiegeladene Show freuen. Ich werde

natürlich in verschiedenen Blöcken bei „This is

THE GREATEST SHOW!“ dabei sein. Einerseits

darf ich als MJ auf der Bühne stehen, aber bei

„The Choir of Man“ bin ich zum Beispiel auch

mit dabei. Es wird also laute, aber auch leise

Töne von mir geben.

Was hat sich musikalisch bei dir seit der

Teilnahme von DSDS geändert?

Musikalisch hat sich bei mir nicht so viel

verändert. Ich bin immer noch dem Pop

oder auch Popschlager treu geblieben.

Was sich aber verändert hat, ist natürlich

die Bühne. Ich bin jetzt nicht mehr nur auf

TV-Show-Bühnen zu sehen, sondern auch auf

Theaterbühnen und finde es einfach mega toll,

wie abwechslungsreich mein Alltag geworden

ist. Einerseits, dass ich bei „MJ – Das Michael

Jackson Musical“ in Hamburg spielen kann,

andererseits jetzt die „This THE GREATEST

SHOW!“-Tour und dann natürlich auch andere

FOTO: KEVIN LAUDERLEIN

kleine Projekte, wenn ich zum Beispiel mal

wieder einen Song release. Also es ist wirklich

so abwechslungsreich wie nie zuvor.

Was ist dein persönliches Highlight

bei der Inszenierung von „This is THE

GREATEST SHOW!“?

Mein persönliches Highlight ist natürlich die

MJ-Performance – aber auch der große Block

am Ende mit allen Hits aus „The Greatest

Showman“, denn der kracht noch mal so

richtig.

Wie bereitest du dich auf die Tour vor?

„Also so einen Vorbereitungsplan für die

„This is THE GREATEST SHOW!“-Tour habe

ich eigentlich nicht. Hauptsache genug

Unterhosen mitnehmen und genug

Wechselklamotten, denn schwitzen werde

ich definitiv. (lacht) Aber für mich ist es

irgendwie auch toll, jetzt mal so eine Art

Urlaub von MJ zu haben, denn so lerne ich

wieder neue Sachen kennen und kann mich

wieder ein bisschen in andere Richtungen

entwickeln und entfalten.

*Interview: Christian Fischer

Tickets gibt bei eventim.de und an allen

bekannten Vorverkaufsstellen, sowie in

Österreich unter oeticket.com und unter

semmel.de. Weitere Informationen auf

www.greatest-show.de.


FOTO: NIKOLAS HAGELE

EINE ANTHOLOGIE

DER BESTEN SONGS

VON HOT CHIP

KLASSIK

Richard Reschs

Weihnachtsalbum

„Die Nacht ist vorgedrungen“, ein Album, das in den besinnlichen Advent

passt, aber auch zur fröhlichen Weihnachtszeit. Es muss eben nicht immer „All

I Want for Christmas Is You“ sein!

DAS NEUE ALBUM

AB 14.11.2025

„Weihnachten ist voller kleiner,

wundervoller Unnötigkeiten – aber

auch voller Tiefe,“ so der Tenor dazu

schriftlich. „Ich wollte ein Album

aufnehmen, das diese Dualität

ernst nimmt.“ Mit seinem neuen

Weihnachtsalbum „Die Nacht ist vorgedrungen“

zeigt Richard Resch, dass

die Adventszeit auch anders klingen

kann. Statt der ewig gleichen Klassiker

bringt er Stücke aus Frühbarock,

Romantik und Moderne mit – Musik,

die berührt, überrascht und tiefgeht.

Im Mittelpunkt stehen Licht, Hoffnung

und Menschlichkeit – Themen, die

in einer Zeit, in der Weihnachten oft

im Konsumrausch untergeht, umso

wichtiger sind. Aufgenommen in

der besonderen Atmosphäre der

Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche

in Berlin, hat das Album einen ganz

eigenen, persönlichen Vibe. Mit einem

kleinen, eingespielten Team aus

Musiker*innen, Sänger*innen und

Tonprofis ist etwas entstanden, das

echt klingt – ehrlich, nah und mit viel

Herz für Musik. „Für mich sind spannende

Aufnahmen nicht unbedingt

makellos, aber voller Leben. Dieses

Album ist genau das – ein lebendiger,

zutiefst persönlicher Advents- und

Weihnachtszyklus.“ *rä

www.richardresch.eu

08.03.2026 HAMBURG MOJO

12.03.2026 BERLIN KESSELHAUS

17.03.2026 MÜNCHEN TECHNIKUM

18.03.2026 KÖLN CLUB BAHNHOF


BUCH

FOTOS: KILIAN SCHÖNBERGER

BILDBAND

Eine visuelle und poetische Reise:

„The Woods“

Dieses Buch will nicht nur gelesen,

sondern gespürt werden – denn es fühlt

sich an wie ein Baum. Das außergewöhnliche

Covermaterial ahmt die

Struktur von Holz nach und macht die

Natur haptisch erlebbar.

Nachhaltiges Naturpapier und eine

ausgestanzte Astloch-Optik mit

überraschendem Einblick verstärken

diesen Eindruck. „The Woods“ (ISBN 978-

3-911408-01-1) entführt seine Leser*innen

tief hinein in die geheimnisvolle Welt

des Waldes – ein sinnliches Erlebnis, das

Sehen, Fühlen und Staunen verbindet.

Die Deutschen und der Wald: eine intensive

Beziehung seit Menschengedenken.

Mal wirkt er düster und gefährlich, mal

licht und märchenhaft. Immer aber

gibt er Ruhe, Sauerstoff und kühlt die

Atmosphäre. Rund um den Globus

beschäftigen sich Menschen mit dem

Wald. Mit IHREN Wäldern. Und auch

der Fotograf Kilian Schönberger tat dies.

Er veröffentlichte im Spätsommer den

Bildband „The Woods“ – eine Einladung

zum Staunen, Entdecken und Innehalten,

ein berauschender Bildkosmos. Ganz wie

ein verzweigtes Wurzelwerk entfaltet sich

„The Woods“ entlang von vier zentralen

Themensträngen und lädt dazu ein, die

vielschichtigen Kreisläufe des Waldes

neu zu entdecken:

Mensch und Mythos Wald: In einem

kulturhistorischen Streifzug zeigt das Buch,

wie sich das Verhältnis zwischen Mensch

und Wald über Jahrhunderte gewandelt

hat – vom mystischen Ort der Verehrung

über die Ausbeutung als wirtschaftliche

Ressource bis hin zum heutigen Bewusstsein

für den Wald als schützenswerten

Lebensraum.

Das Herz des Waldes: Ein Blick unter

das grüne Dach. „The Woods“ macht

die unsichtbaren ökologischen Prozesse

sichtbar, die das Leben im Wald

zusammenhalten: Wasser, Nährstoffe,

Kohlenstoff. Alles ist miteinander verwoben

in einem fein abgestimmten Kreislauf des

Gebens und Nehmens.

Der Wald als Kraftquelle: Inmitten der

rastlosen Gegenwart wird der Wald zum

Ort der Stille und Regeneration. „The

Woods“ lädt dazu ein, die heilsame Energie

der Natur neu zu entdecken – als Quelle für

Achtsamkeit, Entschleunigung und innere

Balance. Stichwort Waldbaden, auf Japanisch

森 林 浴 – Shinrin Yoku: Das bedeutet

so viel wie „Eintauchen in die Atmosphäre

des Waldes“. Die Praxis stammt aus Japan

und wurde in den 1980er-Jahren als Antwort

auf Stress und Zivilisationskrankheiten

entwickelt. Beim Waldbaden geht es nicht

ums Wandern oder Sport, sondern darum,

achtsam und mit allen Sinnen im Wald zu

verweilen: das Rauschen der Blätter hören,

den Duft von Moos wahrnehmen, das

Lichtspiel zwischen den Ästen beobachten.

Studien belegen, dass Waldbaden Stress

reduziert, das Immunsystem stärkt und das

Wohlbefinden fördert.

Der Wald als Symbol des Lebens: Philosophisch

betrachtet wird der Wald

zum Spiegel des Daseins. Der Bildband

reflektiert über Werden, Wachsen und

Vergehen – und erinnert uns daran, dass

alles Leben Teil eines großen Ganzen ist.

„The Woods“ ist ein ganz wunderbares

und über 300 Seiten starkes Geschenk für

alle, die die Natur lieben! Ein poetisches

Kunstwerk. *rä


BUCH

BILDBAND

Vater der Moderne und letzter der alten Meister:

Francisco de Goya

Francisco de Goya (1746 – 1828) war mehr

als nur ein Künstler. Er war ein radikaler

Beobachter seiner Zeit. Mit einem Blick, der

schärfer kaum sein könnte, hielt er in 287

Radierungen und Lithografien die dunklen

Seiten der menschlichen Natur fest – und

das mit einer Tiefe, die auch heute noch

unter die Haut geht.

Zwischen bitterböser Gesellschaftskritik,

surrealen Albträumen und leiser Hoffnung

erzählt Goya von Macht und Wahnsinn,

Gewalt und Sehnsucht, von Menschlichkeit

im Chaos. Der Kölner TASCHEN Verlag veröffentlichte

unlängst „Goya. The Complete

Prints“ (ISBN 978-3-8365-8151-6).

Diese komplette Sammlung seiner

grafischen Werke ist das Ergebnis von über

200 Jahren Forschung und zeigt Goya als

einen der wichtigsten Bild-Erzähler Europas

– kompromisslos, mutig und seiner Zeit weit

voraus. Seine Werke sind nicht nur künstlerische

Meisterleistungen, sondern sprechen

Themen an, die bis heute nichts an Relevanz

verloren haben. Wer Goya anschaut, blickt

tief in die Abgründe der Geschichte. Und

vielleicht auch ein Stück in sich selbst.

Vater der Moderne und letzter der alten

Meister: Francisco de Goya – der Künstler,

der schon vor über 200 Jahren sah, was

viele bis heute nicht wahrhaben wollen. Er

lebte in einer Zeit voller Umbrüche: Spanien

im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert war

geprägt von politischer Instabilität, Krieg,

Armut und einem tiefen gesellschaftlichen

Wandel. Doch anstatt sich dem schönen

Schein der höfischen Malerei hinzugeben,

entschied sich Goya für einen anderen Weg:

Er blickte dorthin, wo andere wegsahen.

Seine Radierungen und Lithografien sind wie

ein visuelles Tagebuch der menschlichen

Abgründe – direkt, ungeschönt und oft

erschütternd aktuell. *rä

www.taschen.com

DIE SCHÖNSTEN

MUSICALS

IM THEATER

DES WESTENS

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SHOW DER STADT!

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WELTPREMIERE AM 21.03.2026

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BUCH

BILDBAND

Schwule Liebe

von 1850 bis 1950

Egal, was die Hater sagen, es ist nichts Neues, sondern

einfach etwas Wunderschönes. Wenn zwei Menschen

sich lieben, dann ist das immer richtig – und da sie damit

keinem/keiner schaden, ist auch alles sehr gut. Und auch

schön anzusehen!

FOTOS: © NINI-TREADWELL INC.

Das beweisen die beiden US-Herausgeber Hugh Nini und Neal

Treadwell mit der lang erwarteten Fortsetzung ihres Bildbandes

„LOVING“ aus dem Jahr 2020. Jetzt erscheint endlich „MORE

LOVING“ im Elisabeth Sandmann Verlag und feiert die Liebe!

Erneut haben die Sammler in ihren Archiven gestöbert und

historische schwule Liebesbilder herausgesucht, die berühren.

Die beiden Queers haben über viele Jahre hinweg eine

beeindruckende Sammlung seltener Vintage-Fotografien aufgebaut

und präsentieren nun erneut eine Auswahl besonders

sinnlicher Zeitzeugnisse.

Das am 13. Oktober erschienene Buch „MORE LOVING“ (ISBN

978-3-949582-43-1) präsentiert daraus über 300 bisher

unveröffentlichte Bilder von romantischen Männerpaaren aus

der Zeit zwischen 1850 und 1950.

Liebe, die Zeit und Grenzen überwindet: Wie bereits im

ersten Band erzählen auch diese Aufnahmen stille, intime

Geschichten – oft berührend und dokumentarisch – und

stammen aus einer Epoche, in der queere Liebe noch gänzlich

im Verborgenen stattfand. Von frühen Daguerreotypien über

Silbergelatineabzüge bis hin zu privaten Schnappschüssen

zeigt das wunderbare Buch eine große Bandbreite menschlicher

Zuneigung, unabhängig von Herkunft oder sozialem

Status. Die ehemals verborgenen Fotografien sind heute ein

kraftvolles Zeugnis der Liebe zwischen Männern – und zugleich

ein bedeutender Beitrag zur queeren Erinnerungskultur. *rä

www.suhrkamp.de


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70 Ländern erwarten dich!

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Remixen aus den Clubs dieser Welt.

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KUNST

AUSSTELLUNG

„I’ve never been afraid of beauty!“ –

Die Sammlung Dirk Lehr

Ende November eröffnet die Ausstellung. Und wir bekommen die Gelegenheit, uns an Werken von

Künstlern wie Max Diel, Andy Warhol und Christopher Winter zu erfreuen.

Max Diel – „o.T. (Umbrella)“, 2018, Mischtechnik/Papier, 40,3 x 26 cm

Alles begann vor über 35 Jahren, als Dirk Lehr – damals noch

Schüler in Heidelberg – sein erstes Kunstwerk kaufte. Was als

jugendlicher Impuls begann, wurde zur Leidenschaft, die ihn bis

heute begleitet. Für Lehr war schnell klar: Ein starrer Plan oder

der nächste Hype interessieren ihn nicht. Vielmehr folgt er seiner

Neugier und lässt sich überraschen, welche Menschen, Werke

oder Geschichten ihm begegnen. Genau diese Offenheit prägt

seine Sammlung bis heute.

Ob weltbekannte Namen wie Warhol, Robert Rauschenberg oder

junge, noch unbekannte Talente – für Lehr zählt, was ihn berührt.

Seine Sammlung schlägt einen weiten Bogen von den 1960ern

bis zur Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen immer die Geschichten

hinter der Kunst und die Haltung der Künstlerinnen und Künstler.

Der Titel der Ausstellung – und auch der begleitenden Publikation

– bringt seine Sichtweise klar auf den Punkt: Für ihn muss Kunst

nicht kompliziert, sperrig oder radikal sein, um ernst genommen

zu werden. Schönheit hat in der Kunst ebenso ihren Platz. Dass

gerade diese oft abgewertet wird, hält er für einen fragwürdigen

Trend. Dekoration interessiert ihn dabei nicht, aber warum sollte

Kunst nicht auch einfach schön sein dürfen? Lehr ist aber nicht

nur Sammler. Als Rechtsanwalt für Urheberrecht ist er tief in die

Kunstwelt eingebunden und kennt ihre Mechanismen. Er hat über

viele Jahre für die Financial Times Deutschland geschrieben,

Podcasts produziert und Bücher veröffentlicht, etwa zu Themen

wie Urheberrecht, Kunstmarkt oder Cancel-Culture. Darin gibt

er auch praktische Tipps: für Sammler, Kunstschaffende oder

alle, die sich im komplexen Kunstbetrieb zurechtfinden wollen.

Nach Stationen in Düsseldorf, Mailand und Köln lebt er heute in

Berlin. Dass gerade der Mannheimer Kunstverein ihm nun eine

Ausstellung widmet, ist für Lehr etwas Besonderes, denn hier, in

der Rhein-Neckar-Region, nahm 1988 alles seinen Anfang.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog. Außerdem

begleitet Dirk Lehr das Programm mit Vorträgen und

Veranstaltungen rund um die Themen Kunst sammeln und

verkaufen, Einstieg in den Kunstmarkt, Selbstvermarktung für

Kunstschaffende sowie die aktuellen Herausforderungen durch

Cancel-Culture. *rä

23.11.2025 – 22.2.2026, „I’ve never been afraid of beauty!

Die Sammlung Dirk Lehr“, Mannheimer Kunstverein,

mannheimer-kunstverein.de

Christopher Winter – „Against Nature“ 2005, Acryl/Leinwand, 190 x 190 cm

Andy Warhol – „Electric Chair“, 1971, Siebdruck, 90,2 x 121,9 cm


KUNST

FOTO: INTERCITY_ART_

NACHGEFRAGT

intercity_art_ – Zucker fürs Auge

Seine Fotos sind provokant, erotisch

und einfach gut. Was dieser Content

Creator aus Wien allein oder gemeinsam

mit anderen Künstler*innen

erschafft, begeistert. Wir haben einmal

nachgefragt.

Wann hat deine künstlerische Reise

begonnen?

Als Model stand ich vor drei Jahren zum

ersten Mal vor der Kamera. Künstlerisch

tätig bin ich allerdings schon, seit ich

neun Jahre alt bin. Damals habe ich

meinen ersten Zeichentrickfilm gemacht.

Mit 22 kam ich zum Spielfilm, weil ich sehr

gerne mit Menschen arbeite. Vor allem

habe ich Regie geführt und Filme mit

queeren Themen realisiert. 2023 habe

ich dann meine erste queere Webserie

veröffentlicht. Erst danach stand ich

häufiger selbst vor der Kamera.

Vor eineinhalb Jahren habe ich meine

Leidenschaft für Live Posing entdeckt –

seitdem liebe ich es, mit verschiedenen

Künstler*innen an neuen Bildern zu

arbeiten. Damit kehre ich auch ein Stück

weit zu meinen Wurzeln zurück, denn ich

zeichne selbst sehr gerne.

Deine Bilder sind ziemlich erotisch

– gab es da nie Probleme mit den

Social-Media-Plattformen?

Ja, natürlich gab es da manchmal

Schwierigkeiten. Erst gestern wurde ein

Bild von mir auf Instagram gelöscht. Das

FOTO: @SUPERCHARGEDGUYS

ist bei mir leider nicht anders als bei

vielen anderen. Ich versuche aber, mich

darüber nicht aufzuregen.

Was ist dir bei einem Bild wichtig?

Wenn ich mit einem Fotografen

zusammenarbeite, schaue ich mir zuerst

sein Portfolio an, um zu sehen, ob mir

sein Stil gefällt. Vertrauen ist mir dabei

besonders wichtig – ohne Vertrauen

können keine guten Bilder entstehen.

Mir ist es wichtig, dass ein Bild eine

besondere, einzigartige Ästhetik hat. Am

liebsten mag ich es, wenn es auch etwas

Magisches ausstrahlt. Außerdem bringe

ich gerne meine Emotionen mit ein,

damit das fertige Bild eine Geschichte

erzählt.

Und was vermeidest du? Wie bereits

erwähnt: Ich arbeite nur mit Menschen,

denen ich vertraue. Vertrauen hat für

mich oberste Priorität.

*Interview: Michael Rädel

www.instagram.com/intercity_art_/,

linktr.ee/intercityart,

www.youtube.com/@intercity_art2


FILM

INTERVIEW

NACHGEFRAGT BEI

JOY GHARORO-AKPOJOTOR

Schon seit einigen Jahren gilt Joy Gharoro-Akpojotor,

geboren in Nigeria und seit

Jahren in Großbritannien lebend, zu den

vielversprechendsten und umtriebigsten

jungen Produzentinnen in der britischen

Filmbranche. Nun legt die queere Filmemacherin

ihren ersten langen Spielfilm

als Regisseurin vor. „Dreamers“ (Kinostart:

8. Dezember 2025) erzählt die Geschichte

von Isio (Ronkę Adékoluęjoe), die

nach zwei Jahren illegalen Aufenthalts

in England auf eine Bewilligung ihres

Asylantrags hofft, um nicht in ihre Heimat

zurückkehren zu müssen, und sich im Abschiebezentrum

in ihre Zimmergenossin

Farah (Ann Akinjirin) verliebt. Wir trafen

Gharoro-Akpojotor auf der Berlinale zum

Interview.

Joy, Sie haben sich vor Jahren selbst

um Asyl in Großbritannien bemüht

und mussten dafür beweisen, dass Sie

lesbisch sind. Wann kam Ihnen erstmals

die Idee, diese Erfahrungen in einem Film

zu verarbeiten?

Darüber dachte ich schon ein paar

Monate, nachdem ich es erlebt hatte,

nach. Bereits in dem Moment, in dem

ich damals zu meinem entscheidenden

Gespräch antrat, nahm ich all die anderen

Asylsuchenden wahr, die vor irgendwelchen

Sachbearbeiter*innen in diesen

Großraum-Bürozellen Platz nahmen. Hier

und da konnte ich die Gespräche mithören,

und mir wurde überdeutlich, wie viele

unterschiedliche, individuelle Schicksale

und Geschichten in diesem trostlosen

Raum versammelt waren. Mir kam schnell

der Gedanke, dass ich einen Weg finden

musste, um nicht nur über meine, sondern

auch diese anderen Geschichten zu

sprechen. Denn auch wenn ich all diese

Menschen gar nicht kannte, wusste ich,

dass sie sehr gute Gründe hatten, warum

sie nun dort an diesen Tischen saßen.

Denn der Weg dorthin und auch die

Situationen rund um den Asylantrag sind

so hart und bergen so viele Risiken, dass

niemand das leichtfertig auf sich nimmt.

Über diese Thematik könnte man

problemlos einen tragischen, bitteren

Film drehen. Warum haben Sie sich dazu

entschlossen, stattdessen in „Dreamers“

nicht zuletzt auch auf Hoffnung und

Humor zu setzen?

Das hatte letztlich zweierlei Gründe.

Zum einen ist meine Produzentin Emily

Morgan dafür verantwortlich, denn als

sie meine erste Drehbuchfassung las, in

der humorvolle Momente noch eher rar

waren, meinte sie zu mir: „Joy, du bist ein so

positiver Mensch mit so viel Lebensfreude.

Davon muss mehr in deine Geschichte!“

Das leuchtete mir ein, denn tatsächlich

bin ich jemand, der auch in schwierigen

Zeiten wie eben meinem Asylverfahren

immer Wege findet, auch glücklich zu sein.

Und die Hoffnung ist es ja, die einen solche

Krisensituationen überstehen lässt. Also

erschien es mir nur stimmig, dass ich in

meinem Film nicht nur die Verzweiflung

dieser Frauen zeige, sondern eben auch,

wie sie tanzen, lachen und lieben.

Sie selbst saßen damals nicht in einem

solchen Auffang- oder Abschiebelager,

richtig?

Das stimmt. Deswegen habe ich für „Dreamers“

viel recherchiert, was den Alltag an

diesen Orten angeht. Auch da erstaunte

mich, dass ich nicht nur mit Leuten sprach,

die diese Zeit als die schlimmste ihres

Lebens in Erinnerung hatten. Sondern eben

auch welche, die mir berichteten, was sie

aus diesen Erfahrungen Gutes mitgenommen

haben. Eine Frau erzählte mir sogar,

dass sie in diesem Lager ihre Partnerin

kennengelernt hat, die im gleichen Zimmer

untergebracht war wie sie. Die beiden

verliebten sich, erhielten gleichzeitig ihre

Aufenthaltsgenehmigungen und leben bis

heute zusammen. Solche Geschichten sind

natürlich nicht die Regel, aber es gibt sie.

Und deswegen sollte man sie auch mal

erzählen.

Wie genau sah Ihre Recherche denn aus?

Ich wandte mich an ein paar wohltätige

Hilfsorganisationen, die sich um Asylbewerbende

kümmern, darunter auch eine

mit Fokus auf die LGBTIQ*-Community.

Die vermittelten mich an queere Frauen

und Männer aus den unterschiedlichsten

Ländern, die bereit waren, mit mir ihre

Erfahrungen zu teilen. Wir sprachen

über die unterschiedlichsten Aspekte,

den Umgang der Insass*innen solcher

Lager untereinander, die Wächter*innen,

die Räumlichkeiten, die Angst und die

Einsamkeit, die Hoffnung und kleinen

Gesten der Menschlichkeit. Außerdem


FILM

habe ich alle gefragt, ob sie mal versucht

haben auszubrechen, denn auch das ist ja

Teil meiner Geschichte. Ein Mann erzählte,

dass in seinem Abschiebelager einige

Männer tatsächlich nur mit Löffeln einen

Tunnel gruben und zumindest kurzzeitig

fliehen konnten, bevor sie gefasst wurden!

Bei all dem war mir allerdings immer klar,

dass der Asyl- und Einwanderungsaspekt

bei „Dreamers“ nur den Kontext und die

Umgebung liefern würde. Denn mir ging es

nicht um ein Geflüchtetendrama, sondern

um einen Liebesfilm.

Ein Asylbewerbungsverfahren zu durchlaufen,

ist sicherlich immer eine enorm

schwierige, kräftezehrende Erfahrung.

Aber als queerer Mensch wird es einem

vermutlich oft doppelt schwer gemacht,

oder?

In vieler Hinsicht sicherlich. „Wie kann ich

denn sichergehen, dass Sie homosexuell

sind?“ Diese Frage, die auch im Film fällt,

wurde mir damals wortwörtlich gestellt. Ich

musste plötzlich beweisen, dass ich lesbisch

bin, dabei bin ich mir ziemlich sicher,

dass heterosexuelle Asylsuchende selten

beweisen müssen, dass sie hetero sind.

Das war eine ziemlich irre Situation. Denn

wie beweise ich meine sexuelle Identität,

zumal in einer solchen Befragung, in der

FOTOS: ROB BAKER ASHTON / DREAMERS PRODUCTION

das Gegenüber einem auch noch ständig

unterstellt, man würde lügen?

Wie laufen solche Befragungen ab?

Ich wurde damals nach den Gay Bars in

Nigeria gefragt und sollte Auskunft geben

über die LGBTIQ*-Community. Worauf ich

immer nur antworten konnte: Die gibt es

nicht wirklich, denn Homosexualität ist bei

uns verboten. Deswegen sitze ich doch

hier! Außerdem versuchen die Beamten

oft, einen aus der Reserve zu locken, indem

sie sehr offenherzige Fragen zum Thema

Sex und Sexualität stellen. Der Gedanke

ist wohl, dass darüber nur tatsächlich

queere Menschen offen und schamlos

sprechen können. Dabei fällt ja gerade das

vielen schwer, wenn sie aus konservativen

Ländern kommen, wo sie ihre Identität

nie frei ausleben konnten und sich immer

verstecken mussten. Umso mehr, wenn

man – wie in meinem Fall damals – als

Frau von einem Mann befragt wird. Das

ganze System macht also eigentlich

keinen Sinn. Wer aufgrund seiner sexuellen

Identität Asyl sucht, muss letztlich idealerweise

von Gewalterfahrungen berichten

können, damit ihm oder ihr geglaubt wird.

Und schon darin steckt ja letztlich massive

Homophobie.

*Interview: Patrick Heidmann

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FILM

NACHGEFRAGT

ZANDER WOODZ –

Der neue Star bei CARNAL+

Das erfolgreiche US-Studio CARNAL+ hat einen neuen Kerl am Start. Und wir

durften dem Hingucker ein paar Fragen stellen.

Du bist bekannt als Pup Zander. Was

gefällt dir an Masken?

Ich habe Masken schon immer optisch

sehr gemocht. Sie können geheimnisvoll,

verspielt oder geradezu heiß sein. Was

ich an Masken liebe, ist, dass sie ein

hilfreiches Mittel sein können, um uns

selbst zu erkunden. In vielerlei Hinsicht

hat mir das Tragen von Masken insbesondere

dabei geholfen, extrovertierter

zu werden.

In Berlin hast du bereits im Berghain

aufgelegt, ein Traum für viele. Welche

Art von Musik hörst du privat?

Eine breite Palette von Ambient bis

House. Lustige Tatsache: Bevor ich mit

dem DJing angefangen habe, habe ich

in einigen Rockbands als Schlagzeuger

gespielt. Es war ein natürlicher Übergang.

Und beim Sex?

Melodischer Techno, etwas, in dem man

sich verlieren kann, während man sich

mit seinen Spielgefährten beschäftigt.

Wie oft trainierst du pro Woche?

Ziemlich regelmäßig, durchschnittlich

vier bis fünf Mal pro Woche. Ich mache

eher Krafttraining und überlasse das

Kardiotraining meist der Tanzfläche oder

dem Darkroom.

Wie bist du zur Pornoindustrie

gekommen?

Das war ein schrittweiser Prozess. Ich

wollte mehr Inhalte zum Thema „Pup“

erstellen, weil ich mir damals so viel

davon angesehen hatte, dass es für

mich nichts wirklich Neues mehr gab.

Das war zu der Zeit, als ich regelmäßig

im Fitnessstudio trainierte. Also habe

ich mir eine Pup-Kapuze zugelegt und

angefangen, meine eigenen Inhalte zu

erstellen, um sie in den sozialen Medien

zu teilen. Dann habe ich mir OnlyFans

zugelegt und später, nach einigen

Anfragen, Just for Fans. Durch meine

Zusammenarbeit mit anderen Creators

bin ich zu Veranstaltungen gekommen,

bei denen auch Studios vertreten waren.

Eins führte zum anderen, und jetzt bin ich

stolz darauf, ein Carnal Exclusive zu sein!

Stichwort Ernährung.

Ich versuche, mich auf Lebensmittel zu

konzentrieren, die mir Nährstoffe und

Energie liefern, anstatt nur den Heißhunger

zu stillen, der manchmal vielleicht

etwas zu groß ist. Iss leichte Sachen

wie Gemüse, ballaststoffreiche Kost

und vergiss nicht: immer ausreichend

trinken!

Mit wem würdest du gerne noch

drehen?

Bastian Gate.

Und mit wem hat die Zusammenarbeit

bisher besonders gut geklappt?

Ehrlich gesagt war die Zusammenarbeit

mit Adam Snow großartig. Seine

entspannte Art und seine Bereitschaft,

neue Dinge auszuprobieren, haben

die Dreharbeiten sehr einfach

gemacht. Ich würde ihn auf jeden Fall

weiterempfehlen.

*Interview: Michael Rädel


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