Der Harz_11_25_I
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Schutzgebühr 2,00 € | Ausgabe 11_2025
35 Jahre
Deutsche Einheit
auf dem Brocken S. 4
Waldarbeitssägen im
Museum in Lerbach
S. 10/11
Magische Orte
in festlichem Glanz
S. 15
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EDITORIAL
AKTUELL
Impressum
Herausgeber:
Der Harzklub e.V.
Heimat-, Wander- und
Naturschutzbund
Am Alten Bahnhof 5a
38678 Clausthal-Zellerfeld
Telefon 05323 81758
info@harzklub.de
www.harzklub.de
Redaktion:
Christoph Steingaß (CS)
Redaktionskollegium:
Axel Seiler (Hauptpressewart),
Michael Rudolph (stellv. Hauptpressewart),
Marion Schmidt
(Hauptschriftwartin), Klaus Dumeier
(stellv. Präsident).
Beiträge, die nicht ausdrücklich
als Stellungnahme der genannten
Institutionen gekennzeichnet sind,
stellen die persönliche Meinung
des Verfassers dar. Für unverlangt
eingesandte Manuskripte und Fotos
übernimmt der Verlag keine Gewähr.
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Redaktions- und Anzeigenschluss:
Jeweils zum 15. des Vormonats.
Verlag und Druck:
(Redaktion, Anzeigen, Vertrieb)
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Max-Planck-Straße 12/14
38855 Wernigerode
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DER HARZ erscheint Anfang des
Monats. Jahresabonnementpreis:
37,99 € inkl. Versandkosten und
7 % MwSt. Zeitung ist kündbar bis
30. September des laufenden Jahres
für das Folgejahr.
Titelseite:
Der Herbst malt bunte Farben
Foto CS
Der Brocken ruft!
Am 3. Oktober 2025 nutzten Tausende Menschen das sonnige Wetter,
um den höchsten Gipfel des Harzes zu besteigen oder zu befahren. Vievon
Ihnen waren als Familien unterwegs um das verlängerte Wochenende
für einen Ausflug in die Natur unseres schönen Mittelgebirges zu nutzen.
zi-
Meine Frau Annette, Vorsitzende des Harzklub ZV Blankenburg,
die Geschäftsführerin des Harzklub Annett Drache, Con-
Schönfelder von der Geschäftsstelle und ich waren bereits um 9.00 Uhr
auf dem Brocken angelangt um die Veranstaltung des Harzklub, den offiellen
Festakt zum Tag der Deutschen Einheit, vorzubereiten.
Das Personal des Brockenwirts hatte jedoch schon gute Vorarbeit geleistet, so dass ich vor dem
offiziellen Start am Wolkenhäuschen noch einmal zum Gipfelstein gehen konnte. Von hier aus
konnte ich nicht nur die exzellente Weitsicht dieses herrlichen Tages genießen, sondern auch
die Menschenmassen, welche sich auf den Brockengipfel zubewegten, schon deutlich erkennen.
Die Gipfelstürmer konnte ich folgenden Gruppen zuordnen:
→ Teilnehmer der vom Harzklub geführten Wanderungen → Individuell wandernde Familien und
Gruppen → Einzelgänger → Läufer → Mountainbiker → Rennradfahrer → E-Biker → Touristen und
Harzer, welche den Brocken mit der Brockenbahn erreichten
Der Brocken gehört allen und das macht auch ein Stück weit die Mystik dieses deutschesten aller
Berge aus.
Der Harzklub Präsident Oliver Junk begrüßte traditionell um 11.00 Uhr Hunderte von Menschen
vor dem Wolkenhäuschen und erinnerte an die Zeit vor und nach der Wiedervereinigung, wagte
einen Ausblick in die Zukunft und betonte die länderübergreifende Rolle des Harzklubs.
Bei der anschließenden Festveranstaltung im Goethesaal betonte der Vizepräsident des Deutschen
Bundestages, Bodo Ramelow die symbolische Bedeutung des Brockens als Ort deutscher
Teilung, der nun ein geeintes Gebirge in Ost und West repräsentiere. Er lobte die Bedeutung
zivilgesellschaftlicher Initiativen wie die des Harzklubs, der sich nach der Grenzöffnung für die
Wiedervereinigung der Wanderwege einsetzte. Er sieht darin ein Sinnbild dafür, dass die Menschen
in der Lage waren, Verbindungen zu schaffen, die schneller entstanden als behördliche oder infrastrukturelle
Maßnahmen.
Übrigens verzichtete Ramelow bei seiner Rede darauf das bereitgestellte rote Mikrofon zu nutzen,
sondern plauderte munter drauf los in das schwarze Mikro hinein!
Also Berg frei
Euer Klaus Dumeier
INHALT
Harzklub:
35 Jahre Deutsche Einheit auf dem Brocken 4
Einladung zum 36. Jahrestag der Brockenmauer-Öffnung 5
Harzklub-Zweigverein Wolfshagen:
Aller guten Dinge sind drei… 6
Harzklub-Zweigverein Friedrichsbrunn:
Köhlerhütte am Rastplatz Taubentränke 7
Harzklub-Zweigverein Quedlinburg
Wanderung entlang des Grünen Bands – Rappbodequelle –
Drei-Länder-Stein – Benneckenstein 8
Harzklub-Zweigverein Ballenstedt:
Wanderung von Oderbrück zur Achtermannshöhe und Dreieckigem Pfahl 9
Rainer Kutscher
Im Wald war ich einst zu Haus, nun hänge ich hier und ruhe mich aus 10
Harzer Tourismusverband:
Multi-Channel-Kampagne wirbt in NRW 12
Neues Digitalabenteuer zum Film „Woodwalkers“ in Blankenburg vorgestellt 12
Nationalpark Harz:
The Harz Distillery und HARZimpuls offiziell als Partner ausgezeichnet 13
Harzer Schmalspurbahnen:
Ticketpreise der Harzer Schmalspurbahnen wurden angepasst 14
UNESCO-Welterbe im Harz:
Magische Orte im festlichen Glanz 15
HARZVERBAND e.V.:
Eselstieg in Thale wieder geöffnet & Treffen in historischer Grenzlandschaft 16
Internationale Konferenz der UNESCO-Geoparks in Chile 17
EINLADUNGEN:
Landesbergparade und Grubenlichtermarkt in Bad Suderode 18/19
Geführte Wanderungen November & Dezember 2025 21
Foto: Harzer Wandernadel
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11 | 2025 3
HARZKLUB
Feierliche Begegnung auf dem höchsten Gipfel des Harzes
35 Jahre Deutsche Einheit auf dem Brocken
Wir sind HARZ. Einmal mehr, so auch zum Tag der Deutschen
Einheit, stellte das unser Harzklub e.V. unter Beweis. Die
Politik-Prominenzen trafen sich am 03. Oktober 2025, dem
35. Jahrestag, zu einem Festakt in Saarbrücken und Feierlichkeiten
in anderen deutschen Großstädten.
Ein hochrangiger Vertreter der deutschen Politik gesellte sich
aber zu uns, den Wanderern des Harzklub e.V. Statt im schwarzen
Anzug, Krawatte und Hochglanzschuhen beim Staatsbankett,
wechselte der stellvertretene Bundestagspräsident, Bodo Ramelow,
an diesem Tag seine Kleidung. In Wanderoutfit, gemeinsam
in einer Gruppe von Harzklublern, ging es bergauf, gen Brocken.
Strahlend blauer Himmel und die aufgehende Sonne umrahmten
diese wunderschöne Wanderung.
Die traditionelle Ansprache am Wolkenhäuschen. (Foto: A. Seiler)
Die Wandergruppe auf dem Weg zum Brocken. (Foto: A. Seiler)
Für den stellvertretenden Hauptwanderwart des Harzklub, Otto
Unruh, bleibt dieser 03.10.2025 auch als ein besonderer Tag in
Erinnerung. Führte er doch diese Gruppe, neben dem Harzklub-
Präsidenten Prof. Dr. Oliver Jung, dessen Stellvertretern Karsten
Peiffer und Dirk Erfurt, weiteren Wanderfreunden und eben dem
Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow.
Von anderen Startpunkten aus begaben sich weitere Wanderfreunde
und Wanderfreundinnen in Richtung Brocken. Pünktlich um
11.00 Uhr begüßte am Wolkenhäuschen der Harzklub-Präsident
die angewanderten Gäste.Umrahmt wurde seine Ansprache von
unserer Harzer Jodlermeisterin Marina Hein.
Anschließend fand im Goethesaal der eigentliche Festakt statt.
Prof. Dr. Oliver Jung begrüßte neben den Wanderern die geladenen
Ehrengäste, welche da waren, den Landrat des Landkreises
Harz, Thomas Balcerowski, den Oberbürgermeister der Stadt
Wernigerode, Tobias Kascha, den Bürgermeister von Schierke,
Daniel Schuck, Mario Schmidt, als Vertreter der Harzer Schmalspurbahnen,
Jörg Bauer, ehemaliger Bahnbetriebsleiter der HBS,
die Harzklubehrenmitglieder Burkhard Henning und Matthias
Wagener, den Leiter des Brockenhauses, Christoph Lampert, die
Bergwacht und natürlich den Ehrengast, Bodo Ramelow. Neben
seiner jetzigen Tätigkeit als Vizepräsident des Deutschen Bundestages
war Herr Ramelow von 2014 bis 2024 Ministerpräsident
des Freistaates Thüringen. Es folgten die Grußworte des Landrates
Thomas Balcerowski und die des OB der Stadt Wernigerode,
Tobias Kascha.
Der Harzklub e.V. ist politisch neutral. Gleichwohl stellt die Anwesenheit
eines hohen Amtsträgers der deutschen Politik zu „unserem“
Festakt eine besondere Würdigung für den Harzklub dar.
Entsprechend gebannt folgten die Anwesenden im Goethesaal
den Worten von Bodo Ramelow. Es waren sehr emotionale Worte,
bezogen auf sein privates Umfeld, mit Rückblick auf die Wiedervereinigung
in den Jahren 1989/1990. Aber auch mahnende
Worte in Richtung aktuelle politische Lage. Wir als Harzklub
e.V. können, wie erwähnt politisch neutral, den Worten von
Herrn Ramelow absolut zustimmen. Wünschen uns dennoch,
dass die Umsetzung in der Praxis entsprechend seiner Worte
erfolgen sollte.
Der diesjährige Festakt anlässlich des 35. Jahrestages der Deutschen
Einheit wurde musikalisch umrahmt durch die „Harzer Roller“
vom Zweigverein Bad Grund und Jodlermeisterin Marina Hein.
Es war eine absolut würdige Festveranstaltung. Dank gilt all
denen, welche im Vorfeld organisatorisch die Weichen gestellt
hatten.
Axel Seiler Hauptpressewart
Ein sichtlich zufriedener Bundestagsvizepräsident. (Foto: A. Drache)
4 11 | 2025
HARZKLUB
AKTUELL
Einladung des Harzklub e.V.
zum 36. Jahrestag der Brockenmauer-Öffnung
am 3. Dezember 2025
Die Deutsche Einheit ist für uns alle längst zur Selbstverständlichkeit
geworden. Umso mehr ist es wichtig, an die Zeit zu
erinnern, als eine unbezwingbare Grenze den Ost- und den
Westteil des Harzes voneinander trennte und der Brocken in
weite Ferne gerückt war.
Für den Harzklub e.V. gehört die Brockenmaueröffnung am
3. Dezember 1989 zu den wichtigsten Ereignissen im Harz. Viele
der heutigen Harzklub-Mitglieder waren bei diesem historischen
Moment dabei. Und der Harzklub war es auch, der unmittelbar
nach der Grenzöffnung die Wanderwege im Ost- und Westharz
miteinander verknüpfte und beschilderte.
Seit 1989 treffen sich die Mitglieder des Harzklubs jährlich am
3. Dezember auf dem Brocken.
Über die verheißungsvollen ersten Kontakte deutsch-deutscher
Wanderer berichtet der damalige Hauptwegewart des Harzklubs,
Hans-Dieter Harnisch, in der Dezember-Ausgabe von
„Unser Harz“ 1989:
„Am Samstagvormittag hatte ich mit einer Wandergruppe den
neuen Grenzübergang Braunlage-Elend besucht und mit DDR-
Grenzbeamten Wandermöglichkeiten im ehemaligen Sperrgebiet
besprochen. Das erste neue Wegeschild unseres Zweigvereins
Braunlage am Weg 28 Odertal - Wernigerode weist am Grenzübergang
bereits wieder auf: 28 D Braunlage-Elend 6,3 km hin.
Beeindruckt war ich von der großen Zahl von stündlich 2.000 Fußgängern,
die uns entgegen kamen. Darunter auch eine Gruppe von
Wernigeröder Wanderfreunden, die unseren Aufruf im NDR 1 gehört
und sich zu einem Besuch des Wanderheims Torfhaus verabredet
hatten. Sie hatten bereits am Freitagabend den Wanderwimpel des
Zweigvereins Wernigerode mit den schönen Wimpelbändern der
Deutschen Wandertage 1936 und älter aus dem Versteck geholt,
wo er über 40 Jahre verborgen gestanden hatte. An der Grenze
wuchs die Wanderschar auf 34 Personen, die sich, hinter dem
Wanderwimpel versammelt, nach Torfhaus begaben. Kaffee und
Kuchen, meine Worte der Begrüßung mit Erläuterung der Aufgaben
des Harzklubs heute und die Erwiderungen und Dankesworte
unserer Gäste führten schnell zu gegenseitigem Verstehen und zu
Einladungen nach drüben. Man ist dort bereit, die Harzklub-Arbeit
einschließlich der Wegemarkierung wieder aufzunehmen.“
Zum 36. Jahrestag der Brockenmauer-Öffnung versammeln
sich alle Wanderfreundinnen und Wanderfreunde um 11.30
Uhr zur Festkundgebung am Gedenkstein am ehemaligen
Brockentor. Ralf Abrahms, der seit 2002 Bürgermeister der
Stadt Bad Harzburg ist, hält Rückblick auf die ereignisreiche
Zeit der Wende und schildert persönliche Eindrücke.
Am 3. Dezember 2025 werden folgende geführte Wanderungen zum Brocken angeboten:
Harzklub-Zweigverein Wernigerode
1. Treffpunkt: 8.30 Uhr Parkplatz Feldstr., PKW-Fahrgemeinschaft
2. Treffpunkt: 9 Uhr Schierke, letzter Parkplatz Brockenstraße
Wanderung: ab Schierke zum Brocken und zurück
Streckenlänge: ca. 13 km, Route je nach Wetterlage,
Rückkehr: ca. 15 Uhr
Anmeldung und Führung: Heidi Cabak → 0163 5150935
Harzklub-Zweigverein Thale
Treffpunkt: 8 Uhr Lidl Parkplatz Thale, PKW-Fahrgemeinschaften
Wanderung: Parkplatz Oderbrück – Brocken – Parkplatz Oderbrück
Streckenlänge: ca. 18 km
Anmeldung: Axel Seiler → 03946 701965 / axel.seiler@gmx.de
Harzklub-Zweigverein Zorge
Treffpunkt: 8.30 Uhr Säulenhaus Zorge, PKW- Fahrgemeinschaften
Wanderung: 9.00 Uhr von Torfhaus zum Brocken, Einkehr Brockenwirt
– Einkehr Wanderheim auf Torfhaus Harzklub Zweigverein
Hannover
Anmeldung: erforderlich, Hendrik Behrens → 0178 8434507
Harzklub-Hauptverein
Treffpunkt: 9 Uhr Parkplatz Oderbrück
Wanderung: Parkplatz Oderbrück – Brocken – Parkplatz Oderbrück
Streckenlänge: ca. 16 km
Führung: Otto Unruh → Tel. 0171 9383162
11 | 2025 5
AKTUELL
Harzklub-Zweigverein Wolfshagen – Aller guten Dinge sind drei…
Prämierung des Rundwanderwegs „Spur der
Steine“ als „Premium-Spazierwanderweg“,
Heiraten und Harzer Wanderstempel sammeln
Für standesamtliche Trauungen stehen in
Langelsheim neben dem Standesamt im
Rathaus zusätzlich das Trauzimmer des
Heimatmuseums Langelsheim und der
Heimatstube Astfeld zur Verfügung.
In Wolfshagen im Harz sind standesamtliche
Eheschließungen im Gemeindehaus
der St. Thomas Kirchengemeinde möglich,
weiterhin im Trauzimmer des Bürgerbüros
Lutter am Barenberge und im dortigen Heimatmuseum.
Weitere Informationen hierzu
erhalten Sie im Rathaus Langelsheim beim
Standesamt.
Seit einigen Jahren hat viele das Wanderfieber
gepackt und es werden eifrig Stempel
der Harzer Wandernadel mit insgesamt
222 Stempelstellen im gesamten Harz gesammelt.
Der Themenweg „Spur der Steine“ ist
zum dritten Mal in Folge im Sommer
2025 als „Premium-Spazierwanderweg“
durch das Deutsche Wanderinstitut klassifiziert
worden, die Klassifizierung berücksichtigt
die Länge, Ausstattung und
Lage des Wanderweges.
Sehr informativ und abwechslungsreich
führt der Rundweg durch den Wald um
den ehemaligen und renaturierten Diabas-Steinbruch
und bietet Aussichten
auf den Brutfelsen und in die Weite des
Geländes.
Der Rundwanderweg beginnt am Sportplatz
in Wolfshagen und ist das „Sahnestück“
unter den Wolfshäger Wanderwegen.
Mit Hilfe des Forstamtes Seesen und dem
Harzklub Zweigverein Wolfshagen ist der
Weg mit den entsprechenden Logos beschildert,
es wurden aus Diabas-Gestein gestaltete
Skulpturen sowie neue Ruhebänke
an wunderschönen Ausblicken aufgestellt,
auch Informationen über die Geschichte
des ehemaligen Steinbruchs zum renaturierten
Großbiotop kommen nicht zu kurz
– ein Wanderspaß mit hohem Erlebniswert
bei jedem Wetter auf ca. vier Kilometern,
das seinesgleichen sucht.
Übrigens ist der Premium-Spazierwanderweg
„Spur der Steine“ der einzige in ganz
Niedersachsen und somit auch der einzige
im Harz.
Eine weitere, nicht alltägliche, Attraktion
ist die standesamtliche Trauung
in freier Natur an der Fosseckenhütte,
direkt am Ausblick in den ehemaligen,
renaturierten Steinbruch.
Anfang September 2022 wurde dort vom
Standesamt der Stadt Langelsheim die erste
Trauung an dieser Stelle vorgenommen,
die Heirat erfolgt bei bestem Wetter, dies
kann als gutes Omen für die Ehe angesehen
werden. Seitdem sind dort 20 Paare
getraut worden. Die Stadt Langelsheim,
vertreten durch den Bürgermeister Ingo
Henze hat diesen Platz als Outdoor-Standesamt
gewidmet, die niedersächsischen
Landesforsten, vertreten durch das Forstamt
Seesen, stellen das Gelände und der
Harzklub-Zweigverein Wolfshagen im Harz
die Fosseckenhütte zur Verfügung.
So auch auf dem Rundwanderweg „Spur
der Steine“, wo sich die Stempelstelle
Nr. 109 direkt an der Fosseckenhütte
befindet.
Die Wanderwege zu den einzelnen Stempelstellen
sind so angelegt, dass sich Familien
mit Kindern, ambitionierte Wanderer sowie
reifere Wanderfreunde die Harzer Wandernadel
anstecken können. Die Stempelunterlagen
der Harzer Wandernadel sowie
die entsprechenden Abzeichen können Sie
in der Tourist-Information Wolfshagen im
Harz erhalten.
Alle Beteiligten freuen sich über die Erfolgsgeschichte
der „Spur der Steine“ und die
Urkunde des Deutschen Wanderinstitutes,
Marburg und auf weitere zahlreiche
Wanderer.
6 11 | 2025
AKTUELL
Harzklub-Zweigverein Friedrichsbrunn
Neue Köhlerhütte am Rastplatz Taubentränke –
Ersatzneubau vollendet
Der Rastplatz „Taubentränke“ am Ortsrand von Friedrichsbrunn
verfügt wieder über eine Köhlerhütte. Der örtliche
Harzklub Zweigverein hat in den letzten Jahren für einen
Ersatzneubau gesorgt.
Im Jahr 2023 musste die 23 Jahre alte Köhlerhütte abgerissen
werden, weil das Eichenholz verfault war. Die alte Köhlerhütte
war nach historischem Vorbild mit Erde und Gras abgedichtet
worden. Das sich darunter befindende Eichenstammholz saugte
sich mit Wasser voll, so dass das Holz schneller verfaulte. Die neue
Köhlerhütte wurde mit Unterspannbahn und Lärchenholzbrettern
innen und außen verkleidet.
Bei insgesamt 24 Arbeitseinsätzen wurden rund 655 Stunden ehrenamtlicher
Arbeit geleistet. Ein besonders großes Dankeschön
geht an die Mitglieder des Harzklub Zweigverein Friedrichsbrunn!
Ohne die großzügige Unterstützung der „Hermann Reddersen
Stiftung“ des Harzklubs, dem Landesforstbetrieb Ostharz und
dem Forstbetrieb „Beranek“ aus Friedrichsbrunn sowie vielen
weiteren heimatverbundenen Unterstützern wäre dieses Großprojekt
nicht realisierbar gewesen.
Der Rastplatz „Taubentränke“ befindet sich am Hauptwanderweg
in Richtung Hexentanzplatz.
Thomas Jung
Vorsitzender und Wegewart
des Harzklub Zweigverein Friedrichsbrunn e.V.
An die Harzklub-Zweigvereine, die Vereinsvorstände,
die Fachwarte und die Fachwartinnen!
Nichts los bei euch im Zweigverein?
Genau hier wäre der Platz für einen kleinen Bericht, ein schönes Foto oder
eine Ankündigung!
In einer Mitgliederzeitschrift sollte doch immer Platz sein für Beiträge aus
den Vereinen für die anderen interessierten Mitglieder.
Also, überlegt doch einmal, ob es nicht etwas gibt, was sich für eine
Veröffentlichung eignet. Da findet sich bestimmt etwas!
Die Redaktion
11 | 2025
7
WANDERN
Harzklub-Zweigverein Quedlinburg
Wanderung entlang des Grünen Bands – Rappbodequelle
– Drei-Länder-Stein – Benneckenstein
Der Harzklub Zweigverein Quedlinburg
hatte zu einer Wanderung in den Oberharz
eingeladen. Der Treffpunkt war der,
zwischen den Orten Benneckenstein und
Hohegeiß gelegene, Parkplatz Waldhaus.
Zwischen den beiden Orten verläuft schon
seit Jahrhunderten eine Grenze. Nach
Kriegsende war es ab Juli 1945 die Grenze
zwischen der Sowjetischen Besatzungszone
und der Britischen Besatzungszone. Ab
dem 3. Oktober 1949 bis zum 9. November
1989 stellte es die fast unüberwindbare
Grenze zwischen der DDR und der BRD
dar. Heute stellt es die Grenze zwischen
Sachsen-Anhalt und Niedersachsen dar.
Zu den Grenzanlagen der DDR gehörten
auch die der Grenze vorgelagerten Kolonnenwege.
Diese Kolonnenwege waren mit
Betonlochplatten versehende, gut befahrbare
Wege der Grenztruppen der DDR. Diese
Kolonnenwege sind zu einem Großteil noch
vorhanden und sind Bestandteil des 1.393
km langen Grünen Bands Deutschlands.
Dieses erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt
ist zugleich der größte Biotopverbund
Deutschlands.
Nach der Begrüßung und Vorstellung der
Wanderroute durch den Wanderleiter Manfred
Böhm wanderten wir auf dem Kolonnenweg
in südlicher Richtung. Später führte
unser Weg in unmittelbarer Nähe parallel
zur Grenze weiter. Von der eigentlichen
Grenze ist in diesem Bereich
kaum noch etwas
erkennbar. Unübersehbar
war hingegen die
neu errichtete Aussichtsplattform
in der Ortslage
Rothesütte. In ihrer Form
soll sie an einen Hexenbesen
erinnern.
Unser Wanderweg führte
fast parallel zur B4 jetzt
aber in südöstlicher
Richtung weiter. Zum Besuch
der offiziellen Rappbodequelle
mit seinem
Quelltopf wechselten wir
auf einen anderen Wanderweg. Es gibt natürlich
noch mehrere Quelltöpfe aus denen
die Rappbode gespeist wird. Zusammen
mit der Kalten und Warmen Bode sowie
der Hassel wird die größte Talsperre des
Harzes, die Rappbodetalsperre, mit Wasser
versorgt. Die Staumauer ist mit 106 m
die höchste Staumauer Deutschlands. Das
Fassungsvermögen beträgt beachtliche 110
Millionen Kubikmeter Wasser.
Wir erreichten nach der Quelle die Hermann-Kerl-Hütte.
Die Schutzhütte ist nach
dem langjährigen Hauptvorsitzenden des
Harzklubs benannt. In dieser Schutzhütte
ist eine Sonderstempelstelle der Harzer
Wandernadel untergebracht. Knapp 50 m
von der Hütte entfernt befindet sich der
Drei-Länder-Stein. Dieser Stein befindet
sich seit dem Jahre 1750 an dieser Stelle.
In diesem Stein sind unterschiedliche Initialen,
der dort früher zusammentreffenden
Länder, eingemeißelt. Heute stellt dieser
Stein den Schnittpunkt der Grenzen von
Sachsen-Anhalt (im Osten mit dem Ort
Benneckenstein), Niedersachsen (im Nordwesten
mit dem Ort Hohegeiß) und Thüringen
(im Süden mit dem Ort Rothesütte)
dar. Jägerfleck wird diese Stelle seit langem
benannt. Die Öffnung der innerdeutschen
Grenze erfolgte an dieser Stelle am 12. November
1989. Hier wurde später ein an der
B4 gelegener Rastplatz eingerichtet.
An diesem historischen Ort legten wir unsere
erste Pause ein. Anschließend wanderten
wir zunächst in östlicher Richtung,
zunächst auf thüringischem Gebiet weiter.
Bald erreichten wir die Alte Straße. Dieser
alte Postweg von 1690 führte über Rothesütte
nach Ellrich. Auf dieser Alten Straße
wanderten wir jetzt in nördlicher Richtung
weiter. Nach ca. 2 km erreichten wir die
Waldgaststätte Waldschlösschen. Vom
Waldschlösschen aus wanderten wir nun
in westlicher Richtung weiter. Bevor wir
die L 98 überquerten, kamen wir an dem
Schullandheim vorbei. Auf der anderen
Straßenseite konnten wir einen Blick auf
die Benneckensteiner Skischanze werfen.
Nach der Überquerung der L 98 war es nicht
mehr weit bis zu dem Rastplatz am Großen
Rappenberg. Hier legten wir noch eine Pause
ein. Dabei konnten wir das herrliche Panorama
der Harzberge bewundern. Sage und
schreibe acht Bergkuppen kann man von
diesem Rastplatz erkennen. Es sind dies
von links: Acker, Bruchberg, Wurmberg,
Königsberg Brocken, Renneckenberg, Erdbeerkopf
und der Hahnekamm. Nach der
Pause ging er weiter zu den Harzer Bachwiesen.
Hier haben seltene unter Naturschutz
stehende Pflanzen ihr Domizil. Auf dem Weg
zur Rappbodebrücke kamen wir durch ein
geschütztes Biotop. Aus dem Rinnsal der
Rappbodequelle ist an der Brücke, nach
dem Zufluss weiterer Quellbäche und dem
Krugbergwasser, schon ein richtiger Bach
geworden. Nach knapp 100 m erreichten
wir wieder den Kolonnenweg. Auf ihm
waren es noch ca. 1 km bis zu unserem
Parkplatz.
Für diese etwa 10 km lange wunderschöne
Wanderung – wir hatten auch Glück
mit dem Wetter – kann ich mich nur recht
herzlich bei unserem Wanderleiter Manfred
Böhm bedanken. Es war wieder eine unvergessliche
Erlebniswanderung.
Text und Fotos: Gerd Horenburg
8 11 | 2025
WANDERN
Harzklub-Zweigverein Ballenstedt
Wanderung von Oderbrück zur
Achtermannshöhe und Dreieckigem Pfahl
Eine Wanderung des Harzklub Zweigverein Ballenstedt führte
uns in den Oberharz. Der Treffpunkt war der zwischen Torfhaus
und Braunlage an der B4 gelegene Parkplatz Oderbrück. Die
Wanderleitung lag in den Händen von Ralph Riediger.
Nach der Begrüßung durch
Herrn Riediger machte er
uns zunächst über die besondere
Topografie des
besuchten Wandergebietes
bekannt. Besonders ging er
auf die sich dort befindlichen
Hochmoore und der
dortigen Wasserscheide
ein. Viele Flüsse entspringen
auf dieser Hochebene
des Brockens bei einer
Höhe von über 800 m. In
Hochmooren wie das Bodebruch
und das Oderbruch
entspringen die Flüsse Große
Bode und die Oder. Bei
Hochmooren handelt es sich um Moore, die keine Verbindung zu
Quell- und Grundwasser haben. Dadurch, dass die durch Zuführung
von Regenwasser entstehende Wassermenge größer ist als
die durch Verdunstung und Ableitung verlorene Wassermenge,
entstehen im Laufe der Jahrhunderte, ja Jahrtausende solche
Hochmoore. Auf dem von uns besuchten Teil der Hochebene
befindet sich eine Wasserscheide. Westlich von dieser Wasserscheide
verläuft das Wasser zur Oder und östlich davon zur Bode.
Die Bode hat wie auch die meisten der dort entspringenden Flüsse
mehrere Quellen.
Bei leichtem Nebel mit Nieselregen versehen, machten wir uns
auf dem Weg zur 925 m hohen Achtermannshöhe im Nationalpark
Harz. Über einen teilweise mit Felsbrocken versehenen Steg und
auch normalen Wanderwegen erreichten wir nach etwa 1,5 km den
Achtermann. Auf ihm befindet sich die begehbare Achtermannshöhe.
Nach einer Pause in der dortigen Schutzhütte machten sich
einige unentwegte Mitwanderer hinauf zu der Achtermannshöhe.
Leider war die Sicht durch den Nebel zu diesem Zeitpunkt völlig ungenügend.
Deshalb füge ich wieder Bilder aus meinem Archiv bei.
Neben einer Stempelstelle der Harzer Wandernadel befinden sich
weitere Informationstafeln an der Schutzhütte am Achtermann.
Durch die Umwelteinflüsse, wie Stürme, Klimaerwärmung und
der fleißigen Arbeit der Borkenkäfer
ist der einst dort
vorhandene große Fichtenwaldbestand
am Brocken
total vernichtet worden.
Zum Glück kann man sich
vielerorts über den nachwachenden
Wald erfreuen.
Vom Achtermann wanderten
wir weiter in Richtung
Dreieckiger Pfahl. Dabei erreichten
wir nach gut 1 km
den Flusslauf der Großen
Bode. Rechts vom Wanderweg,
also in östlicher Richtung
befindet sich die dahin
plätschernde Große Bode.
Daneben befindet sich das
Rote Bruch. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein Hochmoor.
Bald erreichten wir immer flussaufwärts ein weiteres Hochmoor,
das Bodebruch. Informationstafeln am Rande des Bodebruchs
erläutern die Entstehung dieser Hochmoore. Auch eine Sitzgruppe
lädt dort zum Verweilen ein.
Nach einer dort eingelegten kurzen Pause erreichten wir den
Dreieckigen Pfahl. Dieser Grenzpfahl stellte Jahrhunderte lang
die Grenze zwischen dem Herzogtum Braunschweig und dem
Königreich Hannover dar. Nach dem 2. Weltkrieg verlief in unmittelbarer
Nähe die Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-
Anhalt. Etwa 150 m vom Dreieckigen Pfahl entfernt, befindet sich
am Kolonnenweg der damaligen Grenztruppen der DDR eine
Schutzhütte mit einem Rastplatz. Mehrere Informationstafeln
mit Originalbildern aus der über 40-jährigen Trennung unseres
Vaterlandes sind dort anzuschauen. Auch eine Stempelstelle der
Harzer Wandernadel (HWN 168) ist dort in 820 m Höhe vorhanden.
Nach einer Pause wanderten wir in nordwestlicher Richtung, jetzt
stetig bergauf, weiter. Bald trafen wir auf den in südwestlicher
Richtung verlaufenden Kaiserweg. Dieser
führt hinab zum Parkplatz und weiter zum
Königskrug. Bald konnten wir die Oder an unserer
linken Seite plätschern hören und später
auch sehen. Kurz vor dem Parkplatz gesellte
sich der aus dem Oderbruch stammende Teil
der Oder hinzu. In dem von uns besuchten Teil
des Brockens befinden sich viele namenlose
Quellen. Nach etwa 9,5 km erreichten wir, mit
vielen neuen Eindrücken versehen, wieder unseren
Parkplatz. Für diese schöne Wanderung
möchte ich mich bei dem Wanderfreund Ralf
Riediger recht herzlich bedanken.
Text und Fotos: Gerd Horenburg
11 | 2025
9
HISTORIE
Rainer Kutscher; Osterode-Lerbach
„Im Wald war ich einst zu Haus, nun hänge
ich hier und ruhe mich aus“
Waldarbeitssägen mit Sinnsprüchen und farbigen Motiven im Museum in Lerbach
In dem, im Jahr 2016 eröffneten Museum
in der ehem. Grundschule „Am Schwarzenberg“
nimmt die Waldstube mit
Forstwirtschaftsgeräten, Werkzeugen
und Trophäen sowie präparierten heimischen
Wildtieren, den größten Raum ein.
Ein besonderer Blickfang ist die große
Stellwand mit Abwurfstangen von einem
Rothirsch und bemalte Zugschnittsägen
der ehemaligen Holzhauer. Nicht nur die
verschiedenen Zahnungen, Länge und
Breite, sondern auch Sinnsprüche aus alter
Zeit, z. T. nicht mehr bekannt, werden
aufmerksam betrachtet und erläutert.
Die große Sammlung von 20 Sägen ist in
den benachbarten Heimatstuben Riefensbeek
und Altenau sowie Nationalpark-Besucherzentrum
nicht vorhanden. Infolge
von Baumsterben durch Borkenkäferplage
wurden jüngst weitere Sägen mit aktuellen
Themen bemalt und regen zum Nachdenken
und Besinnen an. Die große Stellwand
wird beidseitig von einem Forstbeamten
und Holzhauer in historischer Kleidung
flankiert und Dennert-Tannen enthalten
Waldarbeitersprüche.
Scharf ist die Säge, die Axt ist blank
Mit diesem überlieferten Sinnspruch
werden nachfolgend die verschiedenen
Zugsägen und Schneidezähne für verschiedene
Holzarten, Laub- und Nadelbäume,
beschrieben.
Der ehem. Revierleiter der Revierförsterei
Lerbach mit Dienstwohnung im Forsthaus
Schafmeistertal, Forstamtmann a. D. Ernst
Nordmeyer (von 1969 bis 1989 in Lerbach
im Amt) hat dem Autor für sein Archiv seine
Dokumentation überlassen.
Der Titel lautet: „Vom Sozialverhalten der
Waldarbeiter in Lerbach und von ihren gebräuchlichen
Fällsägen.“
Die Beschreibung beinhaltet auch die notdürftige
Lebens- und Arbeitssicherung im
Waldarbeiterdorf Lerbach.
Seine Erfahrungen von älteren Lerbacher
Bürgern über Sicherung der Existenz von
Familien wird wie folgt übernommen:
„Einer dieser Berufe war der des Waldarbeiters.
Nur bei voller körperlicher Leistungsfähigkeit
war die Schwerstarbeit zu schaffen.
Deshalb hat sich von Generation zu Generation
eine Sozialpartnerschaft zwischen
Jung und Alt, genauer gesagt, zwischen voll
leistungswilligen und reduziert leistungsfähigen
Menschen bis in die Zeit des Motorsägeneinsatzes
erhalten. Der jüngere erfahrene
Waldarbeiter übernahm den schwersten Part
und leistete im Akkord mehr. Das Ergebnis,
der Lohn, wurde aber auf alle gleich verteilt.
Das hat sich erst geändert als durch die Effektivität
der Motorsäge sich aus Gründen
der Arbeitssicherheit – 2 Baumlängen Abstand
zwischen den 2 - 3 Mannsrotten – die
großen Arbeitsgemeinschaften auflösen
mussten. Leider hat also die Entwicklung
der Motorsäge das soziale Miteinander in
der Arbeitsgemeinschaft nachhaltig gestört.
Das Werkzeug für den Holzeinschlag, Gezähe
genannt, wurde von den Waldarbeitern
selbst gestellt und unterhalten.
Zu den vielen Ausrüstungsgegenständen
gehörten
auch die Sägen, die gespannten
Bügelsägen und
die blattstabilen Schrotsägen,
die für das Fällen
starker Bäume eingesetzt
wurden. Von ihnen und den
Entwicklungsformen soll
hier erzählt werden.
Seit „ewigen Zeiten“ war
es die Dreiecksbezahnung,
die die Bäume am stärksten
Durchmesser, bei den Wurzelanläufen,
dicht über dem Boden, zu Fall gebracht hat.
Diesen Fällschnitt besorgten zwei Waldarbeiter,
auf den Knien hockend, an der Fällsäge.
Die dreieckigen Zähne hatten drei Funktionen
zu erfüllen. Die Spitzen durften nur so
tief den Span ausreißen, daß die scharfen
Zahnflanken ihn lösen und die Zahnzwischenräume
ihn transportieren konnten.
Durch das Schränken der Zähne (Spitzen
seitwärts abwechselnd von der Null Linie
abbiegen) wurde verhindert, daß die Säge
klemmt.
Die älteste Form war die DD-Zahnung
Durch den kleinen Zwischenraum brachte
die Säge die Späne nur sehr schwer aus dem
Schnitt. Die Arbeiter halfen sich, indem sie
einzelne Zähne ausbrachen.
Eine Leistungssteigerung brachte die Fortentwicklung
durch den Abstand zwischen
den Zähnen.
Es folgte die DvD-Zahnung
Die Wirkung war erheblich besser. Sie war
ca. 100 % besser als die DD-Form, war aber
noch nicht ganz befriedigend, weil die Zahl
der Zähne sich stark verringert hatte. Deshalb
folgte alsbald danach die letzte Form
der dreieckbezahnten Waldarbeitersägen.
Schließlich kam die DrD-Zahnung
Mehr Zähne bei noch hinreichendem Zahnabstand
für die Spanbeförderung erhöhte
noch einmal die Leistung ganz erheblich.
Hobelzahnsäge
10 11 | 2025
HISTORIE
Es war dann ein Entwicklungssprung zur
Hobelzahnsäge. Die drei Funktionen – Span
lösen, schneiden, räumen – der dreieckigen
Zähne wurden gelöst durch zwei verschiedene
Zahnformen. Der etwas längere Schneidzahnung
bei der Dreieckform – zwei in der
Folge; folgte der etwas kürzere Hobelzahn,
der nur das Lösen des tiefer eingeschnittenen
Spanes in der Weise eines Hobels übernahm.
Die optimale Lösung hing von der nicht leichten
Instandhaltung durch Spezialgeräte ab.
Glücklich war die Rotte, die immer einen
Spezialisten hatte, der es schaffte, dass die
Säge „Nudeln“ auswarf. Es war nun kein
geschrotetes Sägemehl mehr, sondern es
waren feine Späne in Form gebrochener
Fadennudeln. Und so sah die Säge aus, die
nicht mehr durch den Schnitt gezogen, sondern
geschoben werden musste.
Alle diese Sägearten kamen in der Waldarbeit
fließend nacheinander in Gebrauch.
Neuerungen wurden immer erst sehr distanziert
übernommen, aber das Bessere setzte
sich durch.
Nun, nach dieser Lektüre, ist die alte Säge in
der Ecke hinter dem Kellerschrank vielleicht
doch das Ansehen wert. Oder könnte sie gar
einen Ehrenplatz erhalten?
Sie hat unseren Waldarbeiterfamilien Arbeit
und Verdienst gegeben. Sie sorgte für den
Rohstoff Holz, pflegte den Wald, so wie er
heute steht.“
Die Hoffnung von Ernst Nordmeyer ist aufgegangen,
die Sägen haben in der Waldstube
einen würdigen Ehrenplatz erhalten.
Scharf ist die Säge
Scharf ist die Säge,
die Axt ist blank,
hell sind die Augen
und stolz der Gang,
Holzhacker sein,
das heißt kernig sein,
Holzhacker sind eher
grob als fein.
Grün ist die Joppe
Und grün ist der Hut,
Pfeifchen im Mund,
so steigt sich’s gut.
Hoch in den Bergen,
da ist sein Reich
und wer du bist,
das ist ihm gleich.
Fragt ihn einmal ein
Fremder was,
spricht er nicht gern,
aber merk dir das:
Jedes Wort sitzt wie’n
Schlag ins Holz
Holzhacker haben eben
ihren Stolz.
Sommer und Winter
Zu jeder Zeit
Ist er zu seinem
schweren Werk bereit.
Täler und Höhen
und Berg und Wald,
das ist des Holzhackers
Aufenthalt.
11 | 2025
11
HARZER TOURISMUSVERBAND
„Der Harz geht immer“
Multi-Channel-Kampagne wirbt in NRW
Ob eine Woche Ferien, ein langes Wochenende oder eine kurze
Auszeit als Paar, mit der Familie oder den Großeltern – der Harz
ist zu jeder Jahreszeit ein besonderes Erlebnis. Mit beeindruckender
Natur, vielfältigen Freizeit- und Kultureinrichtungen
sowie unzähligen Aktivitäten zieht er Jahr für Jahr Besucher
aus nah und fern an.
Harzer Tourismusverband
Peter Müller aus Ilsenburg erzählt, wie der Harz vom Reiseziel zu
seiner Heimat wurde. (Foto: HTV)
Doch der Harz ist mehr als ein Reiseziel. Für viele ist er ein Ort
voller Emotionen: der erste Brockenaufstieg, Lagerfeuer im Zeltlager,
Familienwanderungen oder die Aufregung beim ersten
Rodeln. Dieses Lebensgefühl stand im Mittelpunkt der Multi-
Channel-Kampagne „Der Harz geht immer“, die im Großraum
Essen–Duisburg–Dortmund umgesetzt wurde.
Im Frühjahr rief der HTV über Social Media dazu
auf, persönliche Kindheitserlebnisse im Harz zu
teilen – mit überwältigender Resonanz. Zahlreiche
Geschichten zeigten die tiefe Verbundenheit
der Menschen zur Region. Ausgewählte
Teilnehmer wurden eingeladen, ihre Erinnerungen
vor Ort vor der Kamera zu erzählen. So
entstanden acht emotionale Kurzfilme, die den Harz aus persönlicher
Perspektive zeigen und die Botschaft transportieren: „Der
Harz geht immer“ – für Abenteuer, Erholung und Erinnerungen.
Schwerpunkt der Kampagne war die Online-Bewerbung. Die
Filme wurden über die Social-Media-Kanäle des HTV sowie über
Anzeigen auf Facebook und Instagram verbreitet, weckten eigene
Harz-Erinnerungen und inspirierten zur Urlaubsplanung.
Eine Verlinkung zur Kampagnen-Landingpage führte zu weiteren
Filmen und Angeboten. Auch im Kino war der Harz präsent:
Ein 20-sekündiger Spot lief vier Wochen lang in zwölf Kinos des
Ruhrgebiets; ergänzend verstärkten Standbilder auf digitalen
Cityscreens in Essen die Botschaft.
Abgerundet wurde die Kampagne durch ein Brockenbande-Advertorial
im Magazin ruhrpottKIDS sowie Crossmarketing-Aktionen
mit Intersport Vosswinkel, Teddy Toys und Bobby-Car – inklusive
POS-Werbung, Online-Präsentationen und der Verlosung eines
Harz-Urlaubspakets. Die Kampagne wird durch das Land Sachsen-
Anhalt gefördert.
Mehr auf www.harzinfo.de/der-harz-geht-immer
Neues Digitalabenteuer zum Film
„Woodwalkers“ in Blankenburg vorgestellt
Gemeinsam mit der Set Jetting GmbH hat der Harzer Tourismusverband
ein neues digitales Abenteuer in Blankenburg auf
den Weg gebracht. In der interaktiven Set-Caching-App des
Unternehmens rücken nun bereits zwei Missionen den Harz
als vielfältige Filmkulisse in den Fokus.
Nach dem Erlebnis zur „Schule der magischen Tiere“ in Wernigerode
können ab sofort auch Fans des Films „Woodwalkers“ den
Originaldrehort in Blankenburg entdecken. Die kostenlose Tour
„Die Steine der Woodwalkers – Auf den Spuren einer Legende“ führt
über sechs Stationen bis zu den Sandsteinhöhlen. Fans können
mit Augmented Reality, Videos und Spielelementen in die Welt
der Gestaltenwandler eintauchen und ein finales AR-Highlight
am legendären Steinkreis erleben.
Für die Entwicklung standen u. a. Autorin Katja Brandis und Schauspielerin
Lilli Falk vor der Kamera und geben exklusive Einblicke
hinter die Kulissen. Die Mission ist in der Set-Caching App für iOS
und Android verfügbar und startet am Wanderparkplatz unterhalb
der Burg Regenstein.
Carola Schmidt (Harzer Tourismusverband), Klaus Dumeier (Harzer
Wandernadel GmbH), Susanne Dahlhaus (Blankenburger Tourismusbetrieb)
und Frank Rößler (Set-Jetting GmbH) stellen die neue
Erlebnismission zum Film WOODWALKERS vor. (Foto: Jana Böhme)
Mehr Infos auf www.harzinfo.de/erlebnisse/familienurlaub/erlebnis-apps
12 11 | 2025
NATIONALPARK HARZ
Neue Nationalpark-Partner im Südharz:
The Harz Distillery und HARZimpuls
offiziell als Partner ausgezeichnet
Netzwerk der Nationalpark-Partner umfasst rund 70 Akteure,
die sich für nachhaltigen Tourismus im Harz engagieren
Das Netzwerk der Harzer Nationalpark-Partner hat weiteren Zuwachs
bekommen: Nachdem zuletzt neue Partnerbetriebe im
Nord- und im Oberharz dazugekommen waren, zeichnete Nationalparkleiter
Dr. Roland Pietsch und Cordula Dähne-Torkler,
die bei der Nationalparkverwaltung für das Partner-Netzwerk
zuständig ist, in dieser Woche zwei Betriebe aus dem Südharz,
genauer aus Osterode am Harz und Bad Lauterberg im Harz aus.
Es ist die Marketing- und Eventmanagement-Agentur HARZimpuls
mit Sitz in der früheren Kreisstadt, die einen Schwerpunkt bei
nachhaltigen Naturerlebnissen hat, und The Harz Distillery, die
in der Kneippstadt in einem nachhaltig ausgerichteten Betrieb
mit regionalen Rohstoffen edle Spirituosen herstellt.
Bei The Harz Distillery wird die Verbindung von Natur, Handwerk
und Genuss im Harz präsentiert
Mit der feierlichen Eröffnung der The Harz Distillery in Bad Lauterberg
ist im Südharz ein neuer nachhaltiger Betrieb entstanden,
der den Naturgedanken, Handwerk und Genuss miteinander
verbindet. Die moderne Erlebnisdestillerie mit integrierter Ausstellung
wurde nun von der Harzer Nationalparkverwaltung als
Nationalpark-Partnerbetrieb ausgezeichnet. Damit würdigt der
Nationalpark das besondere Engagement des Unternehmens für
Nachhaltigkeit, Regionalität und Umweltbewusstsein, was sich
unter anderem der Nutzung regenerativer Energie und recyclingfähigem
Verpackungsmaterial sowie der Verwendung regionaler
Rohstoffe zeigt.
The Harz Distillery versteht sich als Ort der Begegnung und des
Erlebens: In einer interaktiven Ausstellung können Besucherinnen
und Besucher unter anderem etwas über die Herstellungsprozesse
erfahren, sich darüber informieren, wie aus natürlichen
Rohstoffen hochwertige Spirituosen entstehen und wie eng Natur
und Handwerk im Harz miteinander verbunden sind. Behandelt
werden die Themen Natur, Wasser, Region, Tradition, Handwerk
und verantwortungsvoller Genuss ein. Durch große Glasfronten
erhalten Gäste direkte Einblicke in die Produktionsräume. So
werden bei Führungen, Tastings und Veranstaltungen Genuss,
Wissen und Nachhaltigkeit auf besondere Weise vereint.
HARZimpuls bildet eine kreative Schnittstelle von Naturerlebnis,
Bildung und nachhaltigem Tourismus
Mit der Aufnahme in das Netzwerk der Nationalpark-Partner Harz
wurde das Engagement von HARZimpuls aus Osterode am Harz
für nachhaltigen Tourismus, Umweltbildung und regionale Wertschöpfung
offiziell gewürdigt. Die Auszeichnung durch die Nationalparkverwaltung
Harz unterstreicht die enge Verbundenheit des
Unternehmens mit den Zielen des Schutzgebiets. HARZimpuls ist
ein regional verankerter Anbieter mit neun Mitarbeitenden in den
Bereichen Marketing, Veranstaltungen und Outdoorpädagogik.
Das Team entwickelt kreative Formate an der Schnittstelle von
Naturerlebnis, Bildung und nachhaltigem Tourismus – darunter
die Angebote der „HARZschnitzeljagden“ und „HARZlandungen“.
Beide Angebote fördern Besucherlenkung, Umweltbewusstsein
und die Wertschöpfung in der Region. In lokalen und regionalen
Kooperationen setzt HARZimpuls auf Partnerschaft und Verantwortung.
Auch das Umweltengagement gehört fest zum Selbstverständnis
des Unternehmens.
Das Netzwerk der Nationalpark-Partner umfasst rund 70 touristische
Akteure aus den Bereichen Beherbergung, Gastronomie,
Tourguides, Handwerk, Bildung und touristische Agenturen/
Dienstleistungen. Alle Partner engagieren sich für nachhaltigen
Tourismus und die Vermittlung von Naturerlebnissen im
Einklang mit den Zielen des Schutzgebiets. Die Auszeichnung
erfolgt durch den Vergaberat des Nationalparks auf Grundlage
festgelegter Nachhaltigkeitskriterien.
Interessierte touristische Betriebe können sich gern bewerben.
Die Bewerbungsunterlagen sind auf der Internetseite www.
nationalpark-harz-partner.de zu finden.
Kontakt: Cordula Dähne-Torkler, Tel.: +49(0)3943 2628-421,
E-Mail: Cordula.Daehne-Torkler@npharz.de
(Fotos: Martin Baumgartner)
Die Familie Möller, Inhaber von The Harz Distillery, bei der offiziellen
Auszeichnung als Nationalpark-Partner durch Cordula Dähne-Torkler
(links) und Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch (2.v.l.).
Pierre Koch, Geschäftsführer von HARZimpuls (rechts) und sein Team
freuen sich über die Auszeichnung als Nationalpark-Partner, die
Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch (links) überreichte.
11 | 2025
13
HARZER SCHMALSPURBAHNEN
Preisänderungen
Ticketpreise der Harzer Schmalspurbahnen
wurden angepasst
Vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Kosten in allen
Geschäftsbereichen passte die Harzer Schmalspurbahnen
GmbH (HSB) in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal ihre
Fahrpreise an. Dabei wurden die Preise für alle Fahrtangebote
auf dem Gesamtnetz angehoben.
Im Zuge der unvermeidbaren Maßnahme hat die HSB den für alle
Stationen im 140,4 km umfassenden Streckennetz einheitlich
geltenden Sondertarif zum Brocken erhöht. Dabei wurde der Preis
für die einfache Fahrt zum höchsten Berg des Harzes um fünf
Euro auf einheitlich 43 Euro angehoben, für Hin- und Rückfahrten
stiegt der Preis um acht Euro auf 65 Euro. Beibehalten wurde die
Vergünstigung für Reisende, die nachmittags zum Gipfel fahren
möchten. Sie bezahlen nun 55 Euro für die Hin- und Rückfahrt,
bislang waren es 47 Euro.
Angehoben wurden auch die Preise für die Mehrtageskarten und
alle weiteren Angebote, welche Fahrten zum höchsten Harzgipfel
miteinschließen. So wurde der Preis für die auf dem Gesamtnetz
gültige MiniGruppenCard für maximal zwei Erwachsene mit bis
zu drei Kindern um vier Euro auf 139 Euro angehoben. Die Karte
bietet bereits bei einem mitreisenden Kind zwischen 6 und 14
Jahren eine Ermäßigung gegenüber dem Erwerb von Einzelfahrkarten.
Bei weiteren mitreisenden Kindern fällt die Ersparnis
umso höher aus. Die Preise für die 3- und 5-Tagekarten, die für
beliebig viele Fahrten auf dem Gesamtnetz gültig sind, sind um
sechzehn Euro auf 130 Euro bzw. um vierundzwanzig Euro auf
195 Euro angehoben worden.
Für Reisende, die Fahrten auf den landschaftlich ebenfalls sehr
reizvollen Strecken der Harzquer- und Selketalbahn unternehmen
möchten, bleibt es bei den entfernungsabhängigen Ticketpreisen.
Der zugrunde liegende Tarif pro gefahrenen Kilometer wurde
jedoch um zehn Cent anhoben, wodurch auch hier die Fahrpreise
größtenteils gestiegen sind. Beibehalten wurde ebenfalls die
vergünstigten Angebote für Fahrten außerhalb des Abschnitts
zwischen Schierke und dem Brocken. So gibt es auch weiterhin
den attraktiven Familientarif für zwei vollzahlende Erwachsene
mit einem Aufschlag von lediglich zwei Euro für bis zu drei
Kinder. Angehoben wurde dagegen der Preis für das beliebte
Kurzurlaubsticket, das an drei aufeinanderfolgenden Tagen
auf der Harzquer- und Selketalbahn gilt. Anstelle von bisher 47
Euro kostet das Ticket nun nun 53 Euro. Kinder zwischen 0 und
5 Jahren fahren nach wie vor auf dem gesamten Streckennetz
entgeltfrei.
Tickets und Informationen zu allen Angeboten rund um die
Harzer Schmalspurbahnen sind auf der Homepage der HSB
unter www.hsb-wr.de sowie in allen Verkaufsstellen und
Dampfläden erhältlich.
Ein Dampfzug der Harzquerbahn ist durch den herbstlich gefärbten Wald unterwegs. (Foto: Archiv HSB/Volker Schadach)
14 11 | 2025
UNESCO-WELTERBE IM HARZ
Advent im UNESCO-Welterbe im Harz
Magische Orte im festlichen Glanz
UNESCO
WELTERBEHARZ
im
Wenn sich der Harz in sanftes Winterlicht hüllt, erstrahlen die historischen Anlagen der ehemaligen Bergbauregion des
UNESCO-Welterbes in besonderem Glanz. Fünf einzigartige Veranstaltungen laden dazu ein, den Advent an magischen Orten
zu erleben – authentisch, stimmungsvoll und mit einem Hauch Geschichte.
Weihnachtsschicht im historischen Ambiente –
Clausthal-Zellerfeld, 29./30. November, 11–18 Uhr
Zum Auftakt des Advents öffnet das Oberharzer Bergwerksmuseum
seine Tore für die „Weihnachtsschicht“. Auf dem Freigelände
mit seinen historischen Gebäuden erleben Besucherinnen und
Besucher den besonderen Charme des vorindustriellen Bergbaus
in festlicher Atmosphäre. Zahlreiche Kunsthandwerker präsentieren
ihre Arbeiten, Kinder können basteln, Stockbrot backen oder
dem Weihnachtsmann begegnen. Lesungen, Vorträge und kleine
Aufführungen schaffen ein abwechslungsreiches Programm für
die ganze Familie. Zudem wartet ein Sonderstempel der Harzer
Wandernadel auf Sammlerinnen und Sammler.
Sonntagabend verleihen
dem Markt eine unverwechselbare
Atmosphäre
– ein Ort, an dem
Geschichte, Musik und
Weihnachtsstimmung in
eindrucksvoller Harmonie
verschmelzen.
Walkenrieder Weihnachtsmarkt
(© ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried)
Weihnachtlicher Rammelsberg
– Weihnachtsmarkt über und unter Tage, Goslar,
13./14. Dezember, 11–18 Uhr
Am dritten Adventswochenende öffnet das Erzbergwerk Rammelsberg
seine Tore zum Weihnachtlichen Rammelsberg. Mehr
als 50 Ausstellerinnen und Aussteller laden zu einem besonderen
Weihnachtsmarkt ein – über und unter Tage!
In den historischen Anlagen des Weltkulturerbes erwartet die
Gäste ein vielfältiges Angebot aus Handwerkskunst, regionalen
Spezialitäten und einem bunten Bühnenprogramm. Kinder dürfen
sich auf eine Wichtelwerkstatt und eine Vorlesestunde mit dem
Weihnachtsmann freuen. Ein besonders stimmungsvolles Erlebnis,
tief im Inneren des Berges, ist der Rundgang durch den von unzähligen
Kerzen erleuchteten, über 200 Jahre alten Roeder-Stollen.
Lichterglanz im weihnachtlichen Samson – St. Andreasberg,
23. Dezember, ab 18 Uhr
Weihnachtsschicht Clausthal-Zellerfeld (Foto: © GLC AG)
Weihnachten der Bergleute – Der Nikolaus kommt mit der
Lok, Bad Grund, 6. Dezember, 11–18 Uhr
Im Knesebeckschacht wird Geschichte lebendig: Wie feierten
einst die Bergleute Weihnachten? Diese Frage beantwortet das
liebevoll gestaltete Programm mit Bastelaktionen, Spielen und
gemütlichem Beisammensein für Groß und Klein. Für kulinarische
Genüsse ist ebenso gesorgt wie für festliche Musik. Höhepunkt des
Tages ist die Ankunft des Nikolaus mit der historischen Lok – ein
leuchtendes Erlebnis, das Kinderaugen strahlen lässt.
Kurz vor dem Fest lädt die Grube Samson zu ihrem traditionellen
Adventsabend im Freien ein. Bei Bratwurst, Glühwein und
Musik des Heimatbundes und des Waldarbeiter-Musikvereins St.
Andreasberg genießen Gäste gesellige Stunden in winterlicher
Atmosphäre. Ein besonderes Highlight: die historische Fahrkunst
wird in Betrieb gezeigt – ein faszinierendes Schauspiel, das einen
tiefen Blick in die Historie des Bergbaus gewährt.
Musikalische Einstimmung auf Weihnachten im Kloster
Walkenried, 6./7. Dezember
Vor der eindrucksvollen Kulisse der Zisterzienserabtei lädt der
Walkenrieder Weihnachtsmarkt zu einem Wochenende voller Besinnlichkeit
ein. Zwischen mittelalterlichen Mauern locken Kunsthandwerk,
Geschenkideen und winterliche Leckereien. Führungen
durch das Kloster und der Auftritt des Chors „das Xperiment“ am
Grube Samson unter Tage (Foto: © Michael Mehle)
Informationen zu den Veranstaltungen unter www.welterbeimharz.de/aktuelles
11 | 2025
15
Geschmückter Weihnachtsbaum (Foto: moerschy auf Pixabay)
Geschmückter Weihnachtsbaum (Foto: moerschy auf Pixabay)
HARZVERBAND
Der Naturpark Harz bietet eine originelle und umweltschonende
Alternative. Tauschen Sie ihren Schmuck einfach mit anderen. Vielleicht
sucht jemand genau Ihren Schmuck oder jemand hat genau
die Dekoration an unseren Baum gehängt, die sie suchen. Vom 2.
bis 20. Dezember wird in der Natur- und Geoparkausstellung „Drei
Länder - ein Harz“ in Quedlinburg ein Tausch-Weihnachtsbaum
stehen. Hängen Sie ihren alten Weihnachtsschmuck an unseren
Baum und nehmen Sie sich, was Ihnen gefällt.
Ob bunte Christbaumkugeln, traditionelle Strohsterne, stilvolle
Holzfiguren, klingende Weihnachtsglöckchen oder einen glitzernden
Stern für die Spitze. All das können Sie vorbeibringen, solange
es in gebrauchsfähigem Zustand ist. Auf diese Weise entsteht ein
sich ständig wandelnder Weihnachtsbaum.
Wir hoffen, dass sich zahlreiche Menschen an der Aktion beteiligen
und die gemeinsame Vorfreude auf Weihnachten steigern.
Wanderweg instandgesetzt
Der Eselstieg in Thale ist wieder geöffnet
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Jetzt auch auf der Website des Naturpark Harz!
Der Eselstieg, als Fortsetzung des Präsidentenwegs eine der
wichtigsten Wanderverbindungen vom Bodetal zur Rosstrappe
und beliebte Alternative zur alpinen „Schurre“, erstrahlt nach
umfangreichen Instandsetzungsarbeiten in neuem Glanz.
Heute konnten Carola Schmidt, Geschäftsführerin des HARZ-
VERBANDS e.V., und Christian Resow, Fachbereichsleiter des
Naturparks Harz, den vollständig gesicherten Wanderweg
offiziell an die Stadt Thale und den Harzklub-Zweigverein
Thale übergeben.
Der Weg war 2023 in den Fokus geraten, als der Harzklub-Zweigverein
Thale einen dringenden Hilferuf an den damaligen Regionalverband
Harz e.V. (heute HARZVERBAND e.V.) richtete. Grund: marode
Treppenstufen aus Rundholz und fehlende Hangsicherungen
gefährdeten die Begehbarkeit des touristisch und naturräumlich
bedeutenden Wanderwegs.
Austausch am Grünen Band
zur Verfügung.
14
12 | 2024
Im Jahr 2024 wurden die ersten 250 Meter des Eselstiegs mit neuen
Treppenstufen und Hangelementen ausgestattet. In diesem
Jahr setzte der HARZVERBAND die Maßnahmen konsequent fort:
Weitere zehn Stufen und 25 Hangelemente wurden eingebaut.
Die Arbeiten, finanziert durch die Naturparkförderung, führte
die Firma Trittsicher aus Treseburg durch, die ein patentiertes
Stufensystem der österreichischen Firma Alpineisen aus Stahl
einsetzte – ein langlebiges System, das sich selbst in den alpinen
Hochgebirgen bewährt hat.
Dank der Landesförderung Sachsen-Anhalt sind die umfangreichen
Maßnahmen abgeschlossen, der Eselstieg nun dauerhaft sicher
und begehbar. Thales Bürgermeister Maik Zedschack bedankte
sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement: „Dieser Wanderweg
ist eine der wichtigsten Wanderverbindungen in der Stadt Thale
und wird von zahlreichen Gästen genutzt. Insofern dankt die
Stadt Thale dem neuen HARZVERBAND, den Projektpartnern
und dem ehrenamtlichen Harzklub-Zweigverein sehr herzlich für
die Sicherung dieses Weges sowie die schnelle und erfolgreiche
Umsetzung.“
Die neuen Stufen und Hangsicherungen sind für mindestens
30 Jahre ausgelegt und stellen sicher, dass Wandernde – immerhin
im sechsstelligen Bereich pro Jahr – auch künftig die
landschaftlichen Schönheiten des Bodetals gefahrlos genießen
können.
Text: Christian Resow und Carolin Neumann
Treffen in historischer Grenzlandschaft
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Jetzt auch auf der Website des Naturpark Harz!
Am 30. September 2025 trafen sich die
Vertreterinnen und Vertreter der Naturparke
Dübener Heide, Fläming, Unteres
Saaletal und Harz in Sorge zum jährlichen
Austausch und gemütlichen „Familientreffen“.
Ein besonderes Highlight war die Exkursion
entlang der ehemaligen innerdeutschen
Grenze, die heute als Teil des Grünen Bandes
ein einzigartiger Biotopverbund mit
hoher ökologischer und geschichtlicher
Bedeutung ist. Unter der fachkundigen
Leitung von Inge Winkel vom Verein Grenzmuseum
Sorge und Christian Resow, Fachbereichsleiter
des Naturparks Harz beim
HARZVERBAND, erhielten die Teilnehmenden
lebendige Einblicke in die Geschichte
Axel Seiler vom Harzklub (von
links), Thales Bürgermeister
Maik Zedschack, Christian
Resow, Fachbereichsleiter
des Naturparks Harz, Carola
Schmidt, Geschäftsführerin
des HARZVERBANDS, und
Mike Neubert von der Firma
Trittsicher und gleichzeitig
Bürgermeister in Treseburg,
schauen sich die neu eingebaute
Hangsicherung auf dem
Eselstieg an.
(Foto: HARZVERBAND)
REGIONALVERBAND HARZ
Abgesetzter Kasten (wenn möglich):
Die Ausstellung in der Hohen Straße 6 in Quedlinburg ist
Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 16:00 Uhr und
Freitag von 08:00 – 14:00 Uhr geöffnet.
Text: Christoph Diedicke
Der Naturpark Harz engagiert sich in der Bildung für nachhaltige
Entwicklung (BNE). Ermöglicht wird dies durch eine Projektförderung
des Landes Sachsen-Anhalt. Die Tätigkeiten richten sich
dabei vor allem an die Zielgruppen Kinder und Jugendliche.
Alles zum Projekt ist jetzt auch auf unserer Website zu finden.
Neben aktuellen Informationen zu den Projektbausteinen stellen
wir auch Bildungsmaterial, beispielsweise zum Thema Waldboden,
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die Öffentlichkeitsarbeit des HARZVERBANDS wird
gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes
Sachsen-Anhalt.
Tausch-Weihnachtsbaum –
Tauschen Sie ihre Weihnachtsdeko!
Die festliche Zeit steht vor der Tür und mit ihr die Vorfreude auf
das Weihnachtsfest. Wie in der Modebranche gibt es auch für den
Weihnachtsschmuck in jedem Jahr einen neuen Trend. Manchmal
ist auch einfach Zeit für etwas Neues.
Aber müssen wir den alten Schmuck dann gleich wegwerfen?
NEIN, in diesem Jahr nicht!
Der Naturpark Harz bietet eine originelle und umweltschonende
Alternative. Tauschen Sie ihren Schmuck einfach mit anderen. Vielleicht
sucht jemand genau Ihren Schmuck oder jemand hat genau
die Dekoration an unseren Baum gehängt, die sie suchen. Vom 2.
bis 20. Dezember wird in der Natur- und Geoparkausstellung „Drei
Länder - ein Harz“ in Quedlinburg ein Tausch-Weihnachtsbaum
stehen. Hängen Sie ihren alten Weihnachtsschmuck an unseren
Baum und nehmen Sie sich, was Ihnen gefällt.
Ob bunte Christbaumkugeln, traditionelle Strohsterne, stilvolle
Holzfiguren, klingende Weihnachtsglöckchen oder einen glitzernden
Stern für die Spitze. All das können Sie vorbeibringen, solange
es in gebrauchsfähigem Zustand ist. Auf diese Weise entsteht ein
sich ständig wandelnder Weihnachtsbaum.
Wir hoffen, dass sich zahlreiche Menschen an der Aktion beteiligen
und die gemeinsame Vorfreude auf Weihnachten steigern.
Abgesetzter Kasten (wenn möglich):
Die Ausstellung in der Hohen Straße 6 in Quedlinburg ist
Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 16:00 Uhr und
Freitag von 08:00 – 14:00 Uhr geöffnet.
Text: Christoph Diedicke
Der Naturpark Harz engagiert sich in der Bildung für nachhaltige
Entwicklung (BNE). Ermöglicht wird dies durch eine Projektförderung
des Landes Sachsen-Anhalt. Die Tätigkeiten richten sich
dabei vor allem an die Zielgruppen Kinder und Jugendliche.
Alles zum Projekt ist jetzt auch auf unserer Website zu finden.
Neben aktuellen Informationen zu den Projektbausteinen stellen
wir auch Bildungsmaterial, beispielsweise zum Thema Waldboden,
zur Verfügung.
Der Grenzwachturm bei Sorge ist das Ziel des „Familientreffens“
der Naturparke Sachsen-Anhalts.
14
12 | 2024
Text: Christoph Diedicke
Text: Christoph Diedicke
des Grenzstreifens. Persönliche Anekdoten
und spannende Hintergrundinformationen
machten die Führung anschaulich.
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch
des ehemaligen Grenzwachturms. Mutige
Gäste nutzten die Gelegenheit,
den Turm zu besteigen – auf eigene
Gefahr – und wurden mit einem beeindruckenden
Panoramablick über
die Grenzlandschaft, das Harzgebiet
und den Brocken belohnt.
Das Treffen verdeutlichte einmal
mehr die Bedeutung der Zusammenarbeit
der Naturparke bei der Pflege
und Entwicklung dieser einzigartigen
Landschaften. Das Grüne Band
ist nicht nur ein lebendiges Zeugnis
deutscher Geschichte, sondern auch
ein wertvoller Lebensraum für Flora und
Fauna – und ein Symbol für die Wiedervereinigung
von Natur und Gesellschaft.
Text: Christian Resow, Foto: Privat
16 11 | 2025
HARZVERBAND
Im Land der Vulkane
Internationale Konferenz
der UNESCO-Geoparks in Chile
Geballtes Geopark-Wissen versammelte sich vom 8. bis 12.
September im chilenischen Temuco. Mit einem Team von über
500 Freiwilligen war der Geopark Kütralkura Gastgeber der
11. Internationalen Konferenz der UNESCO Global Geoparks
– die erste ihrer Art in Südamerika.
Traditionelle Kostüme und Tänze bei der Eröffnungsfeier der 11. Internationalen
Konferenz der UNESCO-Geoparks. (Foto: HARZVERBAND)
Expertinnen und Experten der Geopark-Arbeit aus inzwischen 229
UNESCO Global Geoparks in 50 Ländern weltweit tauschten sich
bei spannenden Vorträgen und Workshops aus. Auf der Agenda
standen dabei Themen wie Bildung, Schutz des geologischen
Erbes, nationale und internationale Partnerschaften, die Nachhaltigkeitsziele,
Klimaschutz und Naturgefahren. Ein regelmäßiger
Austausch auf internationaler Ebene ermöglicht es, voneinander zu
lernen, und inspiriert die Arbeit im eigenen Geopark. Internationale
Geopark-Konferenzen zeigen, wie lebendig das Globale Geopark-
Netzwerk (kurz GGN) ist. Hier entstehen bei persönlichen Gesprächen
neue Projektideen oder Partnerschaften, die die Fortführung
des erfolgreichen Geopark-Programms der UNESCO sichern.
Ein starkes Signal sendeten die deutschen UNESCO-Geoparks: aus
allen acht Gebieten reisten Vertreterinnen und Vertreter nach Chile,
um die deutschen Geoparks zu präsentieren. Ein Höhepunkt der
Konferenz war eine Geo-Messe, bei der sich einige Geoparks genauer
vorstellten und
ein buntes Kultur-Programm
dargeboten
wurde. Die deutschen
Geoparks betreuten
einen gemeinsamen
Stand, der auf großes
Interesse bei den Besuchenden
stieß.
Das indigene Volk der
Mapuche ist präsent
im Geopark Kütralkura,
was in der Sprache
Mapudungun so viel
wie „Feuerstein“ bedeutet.
Die Mapuche-
Kultur prägt nicht nur
die Gegend rund um Temuco, sondern auch die Internationale
Konferenz der UNESCO-Geoparks. Diese stand unter dem Motto
„Come and feel the Earth’s beats“ (deutsch: Komm und spüre den
Rhythmus der Erde), was nicht nur auf die traditionellen Tänze der
Mapuche, sondern auch auf die hohe seismische Aktivität in der
südlichen Andenregion anspielt. Hier reihen sich Vulkane aneinander
– einige von ihnen sind auch heute noch aktiv und stellen für
die Bevölkerung ein Risiko dar. Exkursionen ermöglichten es den
Teilnehmenden, die atemberaubende Natur mit ihren Vulkanen
und beeindruckenden Araukarienwäldern hautnah zu erleben
und die Menschen vor Ort kennenzulernen.
Neben spannenden Fachvorträgen, kulturellen Höhepunkten und
atemberaubender Natur stand bei der diesjährigen Konferenz
auch wieder die Wahl des GGN-Vorstands an. Neuer Präsident des
globalen Netzwerks ist Artur Sá aus Portugal. Auch Deutschland
ist weiterhin mit der Geopark- und Welterbe-Expertin Marie-Luise
Frey im GGN-Vorstand vertreten.
Text: Esther Czymoch
Der von Araukarien umgebene Lanín gehört
zu den inaktiven Vulkanen im Kütralkura
Geopark. (Foto: HARZVERBAND)
Die deutsche Delegation mit dem neuen GGN-Präsidenten Artur Sá
(6.v.l.). (Foto: S. Fischer, Natur- und Geopark TERRA.vita)
Präsentationsstand der deutschen UNESCO-Geoparks.
(Foto: S. Kummer, Natur- und Geopark Vulkaneifel)
11 | 2025
17
18 11 | 2025
AKTUELL
11 | 2025 19
Eingerostete Knie.
Oder Osteopathie.
Komm in den Grünen Bereich.
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Pro Kalenderjahr übernehmen wir für vier ärztlich verordnete
Behandlungen bis zu 240 Euro (maximal 60 Euro pro Sitzung).
Wichtig: Dein Therapeut muss über eine osteopathische
Ausbildung von mindestens 1.350 Stunden verfügen.
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AOK Sachsen-Anhalt. Die Gesundheitskasse.
HARZKLUB
AKTUELL
Der Harzklub wandert wieder, wandern Sie mit!
Geführte Wanderungen November | Dezember 2025
BITTE BEACHTEN SIE:
Um Anmeldung zu den Wanderungen wird gebeten. Rucksackverpflegung, zweckmäßige Kleidung und
geeignetes Schuhwerk ist erforderlich. Die Teilnahme an den Wanderungen erfolgt auf eigene Gefahr.
Samstag, 29.11.2025
Vom Schloss zum Schloss
Zweigverein Wippra
PKW-Fahrgemeinschaften oder individuelle Anreise zum Startpunkt
Treffpunkt: 9.30 Uhr Parkplatz Angerborn Wippra
Busbahnhof Hettstedt, mit Bus 410 10.13 Uhr nach Walbeck
Wanderung: Schloss Walbeck – Tierpark Walbeck – Ölgrundteich
Hettstedt – Schloss Wiederstedt – Hettstedt
Streckenlänge: ca. 10 km
Anmeldung: nicht erforderlich
Infos: U. Westkämper → 0151 58127099
Mittwoch, 03.12.25
36. Jahrestag der Brockenmauereröffnung
Zweigverein Wernigerode
1. Treffpunkt: 8.30 Uhr Parkplatz Feldstraße Fahrgemeinschaft
2. Treffpunkt: 9 Uhr Schierke, letzter P Brockenstraße
Streckenlänge: ca. 13 km, Route nach Wetterlage
Rückkehr: ca. 15 Uhr
Anmeldung und Führung: Heidi Cabak → 0163-5150935
Mittwoch, 03.12.2025
Wanderung zur Feierstunde auf dem Brocken
Zweigverein Zorge
Treffpunkt: 8.30 Uhr Säulenhaus Zorge, PKW-Fahrgemeinschaft
Wanderung: von Torfhaus zum Brocken, 11.30 Uhr Feierstunde
des Harzklub e.V., Einkehr Brockenwirt – Einkehr Wanderheim auf
Torfhaus Harzklub Zweigverein Hannover
Anmeldung: Hendrik Behrens → 0178 8434507
Samstag, 13.12.2025
Adventswanderung
Zweigverein Wippra
PKW-Fahrgemeinschaften oder individuelle Anreise zum Startpunkt
Treffpunkt: 10.00 Uhr Parkplatz am Angerborn Wippra
Wanderung: Burgenrunde mit Museumsbesuch „Unterirdisches
Gerbstedt“
Streckenlänge: ca. 6 km
Anmeldung: bis 31.10.2025
U. Westkämper → 0151 58127099 oder H. Wein → 0347 7520909
Dienstag, 23.12.2025
Weihnachtswanderung
Zweigverein Wildemann
Treffpunkt: 15 Uhr Parkplatz Glow Golf, Spiegeltal
Rückkehr gegen ca. 18 Uhr
Wanderung: Grumbacher Straße zum Grumbacher Teich mit
anschließendem Imbiss bei Livemusik (voraussichtlich Trompetenduo
Familie Lenk). Rückweg mit Fackeln.
Harzer Wandernadel: Stempel 113 Grumbacher Teich
Streckenlänge: ca. 5 km
Anmeldung und Führung: Martina Michel → 0160 6316318
Mittwoch, 31.12.2025
Silvesterwanderung
Zweigverein Neudorf
Treffpunkt: 9.30 Uhr Gemeinde Neudorf
Wanderung: Förster Mario Fulz führt diese Wanderung und erzählt
Neuigkeiten über den Zustand der Wälder
Streckenlänge: 6 -7 km
Harzer Wandernadel: Sonderstempel „Menschentrappe“
Rückkehr: ca. 12 Uhr, für Verpflegung ist gesorgt
Anmeldung: ist nicht erforderlich
Führung: Mario Fulz
Kiefernkreuzschnabel (Foto: Otto Unruh)
11 | 2025 21
Schutzgebühr 2,00 € | Ausgabe 11_2025
HARZKLUB
✂
Beitrittserklärung
Zutreffendes bitte ankreuzen:
Ja, ich möchte die wichtigen Ziele und Aufgaben des Harzklubs unterstützen
und erkläre hiermit meinen Beitritt als:
Einzelmitglied
Familie
Vorname/Name:
Geburtsdatum:
Straße:
PLZ /Ort:
E-Mail:
Beitritt zum Harzklub-Hauptverein/Zweigverein:
Der Jahresbeitrag ist unterschiedlich und ist bei den Zweigvereinen zu erfragen.
Ort, Datum
Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«:
Ort, Datum
Der Harz (-er Wald)
geht nicht ohne uns
Harzklub hilft!
Hier geht es zur großen Pflanzaktion:
https://harzklub.de/harzklub-hilft/
Aktiv für den Naturschutz
im Harz!
Unterschrift
Bei Minderjährigen, Unterschrift
eines Erziehungsberechtigten.
Ich abonniere die Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«
(erscheint monatlich, Abo-Hotline: siehe Impressum).
Unterschrift
35 Jahre
Deutsche Einheit
auf dem Brocken S. 4
Waldarbeitssägen im
Museum in Lerbach
S. 10/11
Magische Orte
in festlichem Glanz
S. 15
www.harzklub.de
Vorteile der Mitgliedschaft
im Harzklub e.V.
✔ Vergünstigungen, preiswerte Nutzung
von Wanderheimen z.B. beim Kauf
von Wanderkarten, Übernachtungen in den
Wanderheimen
✔ DWV-Mitgliedskarte (Deutscher
Wanderverband): Vergünstigungen regional
und deutschlandweit bei vielen Partnern
✔ Angebote: Möglichkeit der Teilnahme
an Veranstaltungen des Harzklub e.V., z.B.
Harzer Heimattag, Naturschutztag, Sternwanderung,
Brockenveranstaltungen, den
Veranstaltungen der Zweigvereine und an
den geführten Wanderungen und Ausflügen
des Harzklubs
✔ Lehrgänge und Fachtagungen: Möglichkeit
der Teilnahme an den Lehrgängen,
Fachtagungen und Weiterbildungen (Wanderführer,
Wegebeschilderung, Naturschutz,
Jodeln und Peitschenknallen, Akkord-Zither,
Klöppeln)
✔ Kinder- und Jugendfreizeiten im
Wanderheim Wildemann, Ausflüge:
Teilnahme an den Kinderfreiten mit Aktivitäten
im Wald, zu Bergbau und Naturschutz,
Basteln, Harzer Brauchtum und Lagerfeuer,
Ausflüge zum Weltwald Harz, auf den Brocken,
in Höhlen oder Bergwerke
✔ Versicherungen: günstige Beiträge aufgrund
der hohen Mitgliederzahl im Harzklub-
Gesamtverein (Haftpflicht,-Unfall,- Schutzhütten,-
Musikinstrumente)
✔ Gema-Rahmenvertrag: Durch Mitgliedschaft
im Deutschen Wanderverband
20 % Nachlass der Gema-Gebühren bei Auftritte
und Möglichkeit der Mitgliedschaft im
Landestrachtenverband
✔ Vermarktung und Werbung für die
Heimat- und Brauchtumsgruppen sowie für
Wanderungen und sonstige Veranstaltungen
über die Geschäftsstelle, das Internet,
Rundschreiben und Presseinformationen
✔ Information sämtlicher Zweigvereine
zu den Geschehnissen im Harzklub und im
gesamten Harz z.B. durch Rundschreiben,
Vereinszeitschrift „Der Harz“, Versammlungen,
Internet, Presse
✔ Termine: Weitergabe aus den Zweigvereinen
über Rundschreiben und Veröffentlichungen,
Internet
✔ Austausch der Zweigvereine untereinander
z.B. über Vereinsrecht (Satzungen),
Versicherungen, Betreuungsgebiete usw.
✔ Stiftungen: Inanspruchnahme finanzieller
Zuschüsse entsprechend den Richtlinien
für besondere Projekte der Zweigvereine
✔ Unterstützung der Zweigvereine durch
den Hauptverein bei Problemen, Gründungen,
Veranstaltungen usw.
✔ Beratung durch den Hauptverein über
die Zusammenarbeit mit Forstbetrieben,
Kommunen, anderen Partnern, Pressearbeit,
Datenschutz usw.
✔ Hohe Mitgliederzahl: 12.000 Mitglieder
im gesamten Harzklub können sich viel besser
Gehör verschaffen, als einzeln agierende
„Ortsvereine“
✔ Aktive Mitwirkung in der großen
Harzklub-Familie: Umsetzung gemeinsamer
Aufgaben und Ziele, Pflege des Gemeinschaftssinns
22 11 | 2025
Veranstaltungshöhepunkte entlang der Straße der Romanik
Für genauere Informationen zu den einzel-
A le Konzerte „Unter großen Bögen“ fin-
Romaniktag © Kulturstiftung Sachsen-Anhalt,
montalbâne © Stefan Schweiger
Ro sini-Quarte t © Marco Reiß
BELLA ITALIA – ITALIENISCHE
KONZERTE AN DER STRASSE DER
ROMANIK – ROSSINI
24. Mai 2025, 15:00 Uhr: Hi lersleben
5. Juli 2025, 19:00 Uhr: Diesdorf
18. Juli 2025, 18:30 Uhr: Melkow
17. August 2025, 16:00 Uhr: Walbeck
» 31. August 2025, 17:00 Uhr: Beuster
marcorei s637@googlemail.com
DOMFESTSPIELE
DOM HALBERSTADT
6. bis 9. Juni 2025
www.domfestspiele-halberstadt.de
www.montalbane.de
www.ton-am-dom.de
tanzart, Cristian Colatriano-Ensemble
© Rolf K. Wegst
DOM
MAGDEBURG
DOM
HAVELBERG
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
ANHALT
SCHLOSS
NEUENBURG
KLOSTER
HAMERSLEBEN
www.kulturstiftung-st.de
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
ANHALT
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
ANHALT
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
ANHALT
DOM | SCHATZ
HALBERSTADT
Die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt ist
verantwortlich für 20 bedeutende
Baudenkmale. 14 davon befinden sich
an der „Straße der Romanik“.
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
ANHALT
ECKARTS
BURG
BURG
FALKENSTEIN
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
ANHALT
HARZ
SCHLOSS
BERNBURG
MUSIKAKADEMIE | MUSEUM
SCHLOSS
GOSECK
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
ANHALT
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
ANHALT
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
ANHALT
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
ANHALT
Fotos: Andreas Bez (Schlo s Neuenburg), Henrik Bo lma n (Schlo s Leitzkau, Schlo s Bernburg, Schlo s Goseck,
Kloster Hamersleben), Achim Bötefür (Kloster Jerichow), Christoph Ja n (Dom Magdeburg, Dom Havelberg, Konradsburg),
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt (Kloster Michaelstein, Schlo s A lstedt), Wolfram Schmidt (Burg Falkenstein),
Falk Wenzel (Dom & Schatz Halberstadt), Manuela Werner (Eckartsburg).
KONRADS
BURG
SCHLOSS
LEITZKAU
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
ANHALT
KULTUR
STIFTUNG
SACHSEN-
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Köhlerei Köhlerei live erleben
Köhlerei-Museum Tradition & Entwicklungsgeschichte
Köhlerhütte Essen- und Trinken nach Köhlerart
Köhlerladen Harzer Buchenholzkohle & Spezialitäten
Spielplatz Streichelzoo & Aktionen für Kinder
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Unser Kundenberater
Ferdinand Benesch
informiert Sie gern.
Tel. 03943 542424
f.benesch@harzdruckerei.de
38899 Hasselfelde | Telefon 039459. 72254 | www.harzkoehlerei.de
Herzlich Willkommen
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Montag
bis Sonntag*
statt 36,00 € nur
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Getränke
28,00 €
Kinder ermäßigt. Mittagsbuffet 12-14 Uhr. Abendbuffet 18-21 Uhr. *außer an Feiertagen.
Bei mehreren Personen bitten wir um Voranmeldung. Anpassungen oder Änderungen vorbehalten.
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38879 Schierke 039455 589200
„Unter großen Bögen“ 2025
D
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ist eine Festivalkooperation entlang
der „Straße der Romanik“, die in und
an den historischen und beeindruckenden
Bauwerken von Sachsen-Anhalt sta tfindet.
Inmi ten romanischer Architektur mit majestätischen
Bögen und gewaltigen Mauern
erleben Sie eine einmalige Akustik. „Unter
großen Bögen“ bietet Musikalisches für Jung
und Alt. Musikliebhaber und Kulturgemeinschaften
sind eingeladen, sich auf eine spannende
Entdeckungstour zu begeben, die sowohl
musikalisch als auch architektonisch
unverge sliche Eindrücke hinterlä st.
KULTURSTIFTUNG
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der Straße der Romanik
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www.stra sede romanik.de
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www.halberstadt-tourismus.de
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DOM HALBERSTADT
» 5. und 6. Juli 2025
Museum Burg Falkenstein
FESTIVAL MONTALBÂNE 2025
» 20. bis 22. Juni 2025
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NACHT DER KIRCHEN
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www.halberstadt-tourismus.de
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