RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel 11/2025
Revision 1
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November 2025
Nr. 11
rundschau.de
info@rundschau.de
14
FITFORTRADE
Die spannende Kür
von Deutschlands
bester Nachwuchskraft
im Handel.
46
PARTNER DES
HANDELS
WIR KÜREN DIE MARKEN UND
MACHER DES JAHRES 2025.
JAHRESSTART
Gesundheitsmonat
Januar: Welche
Chancen sich für
den LEH bieten.
AUCH IN DIESER AUSGABE: EIN KAFFEE MIT ... JÄGERMEISTER-DEUTSCHLANDCHEF TORSTEN RÖMSCH · STORE-CHECK:
REWE PICLUM HAMBURG · DIE BESTEN PRESSEREGALE · MLF-TAGUNG · NACHBERICHT INTERTABAC · OTC-PRODUKTE
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RUNDSCHAU 11/25
Editorial
Marcelo Crescenti
Chefredakteur
E-Mail: crescenti@rundschau.de
Die Marken & Macher 2025
In der RUNDSCHAU-Redaktion haben wir das ganze Jahr mit ihnen
zu tun: Marken und Markenunternehmen. In diesem Heft küren
wir die 40 Marken des Jahres mit den Macherinnen und Machern,
die dahinter stehen. Unsere Auswahl sehen Sie ab Seite 25. Sie hat
keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Damit wollen wir vielmehr
Marken sowie Unternehmerinnen und Unternehmer in den Fokus
rücken, die in ihren jeweiligen Kategorien und Branchen dieses Jahr
für Bewegung gesorgt haben. Die Marke selbst steht insgesamt unter
Druck – darauf gehen wir in unserer Titelgeschichte ab Seite 20 ein.
Ein Tag voller Emotionen und ein Finale, das an Spannung nicht zu
überbieten war: fitfortrade, das größte Nachwuchsprogramm im
deutschen Lebensmittelhandel, kürte in Köln Deutschlands Beste
Nachwuchskraft im LEH. Am Ende hatte Laura Brandt von Netto die
Nase vorn. Wer sich über die vermeintlich lustlose Generationen Z und
Alpha beklagt, hätte dabei sein sollen, als rund 500 junge Menschen
ihre jeweiligen Kandidaten im Kölner E-Werk anfeuerten, aber auch
spannende Vorträge hörten und sich am Marken-Marktplatz informierten.
Mehr dazu lesen Sie ab Seite 14.
Ich wünsche Ihnen eine gewinnbringende Lektüre!
#UmsatzJanuar
Der alkoholfreie Dry January
und der fleischfreie Veganuary
stehen vor der Tür. Wie sich der
LEH darauf vorbereitet, zeigen
wir ab Seite 46
#OTC
Das Sortiment mit freiverkäuflichen
Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln
wird oft
unterschätzt. Wie der LEH
damit Geld verdient: Seite 50
#Filmabend
Immer mehr Menschen wählen
Streaming statt Kino und
machen es sich zuhause vor
dem Bildschirm bequem. Eine
Chance für den LEH. Seite 54
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Auf Insta entgeht Ihnen nichts – ob Top-
Branchenevents, spannende Firmen-Insights
oder glamouröse Awards.
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03
RUNDSCHAU November 2025
Inhalt
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Hintergründe stehen
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Für Nachwuchskräfte: Infos zum Wettbewerb,
Lernmaterial und vieles mehr.
Die Titelstory
Handelsmarken gewinnen an Boden, Promotionaktionen drücken
auf die Marge: Marken sehen sich vor etliche Herausforderungen
gestellt. Wie behalten die Zugpferde im Regal die Zügel in der Hand?
Einblicke in das aktuell heißeste Branchen-Thema ab Seite 20.
Branche
Sortiment
06 Ein Kaffee mit ...
Torsten Römsch, Geschäftsführer beim Kräuterlikör-Experten
Mast-Jägermeister Deutschland.
46 Gesundheitsmonat Januar
Mit Dry January und Veganuary ins neue Jahr:
So sorgt der LEH für frische Umsätze.
14
Moment des Erfolgs
14 Nachwuchsförderung
Deutschlands beste Nachwuchskraft ist gekürt.
Die Insights zum großen fitfortrade-Finale.
20 Marken
Was können die Anker im Regal tun, um sich
in unsicheren Zeiten zu profilieren?
50 Nahrungsergänzung/OTC
Gesundheitsbewusste Verbraucher suchen
Mehrwert: Der Handel kann liefern.
54 Filmabend
Film ab am PoS: Inspirationen für gesellige
Heimkino-Sessions.
Julia Brandt ist „Deutschlands beste Nachwuchskraft
im Handel 2025“ und holte im fitfortrade-Finale
im Kölner E-Werk den Titel das erste Mal für Netto.
25 Marken und Macher des Jahres
Innovativ, authentisch, zukunftsorientiert:
Von diesen Movern spricht die Branche.
58 Tabak
Rauchzeichen vom Messe-Event: Die InterTabac
Dortmund zeigt eine Vielfalt neuer Produkte.
36 MLF-Tagung
Treffen der Top-Händler: Zu Gast bei den
Edekanern Georg und Boßler in Wiesbaden.
38 Store-Check: Rewe Piclum, Hamburg
Alles über den Flagship-Store von Rewe Nord im
gigantischen Westfield-Einkaufzentrum..
Rubriken
08 Newsticker
Fotos: Reinhard Rosendahl; RUNDSCHAU
42
Laute Pressestimmen
Eine engagiert geführte Presseabteilung ist nach wie
vor lukrativ. Wie erfolgreiche Regalarbeit aussieht,
zeigen die Preisträger des RUNDSCHAU-Awards.
Award
42 Presseregal
Presse zahlt sich aus: Die Gewinner von Deutschlands
besten Presseregalen beweisen es.
13 Shopper-Insights: Heißgetränke
56 Verbandsinfo
62 Neue Produkte/Impressum
66 ForscherAuftritt: Florian Klaus
04 Inhalt • RUNDSCHAU 11/25
Die neue Wahl
im Cola-Regal!
Geschmacks-
Test-
Sieger 1 Erhältlich in der 0,33 l-Dose und im 6er-Pack MW!
Einzigartig
im „Retro-Design“
Cola-Markt ist
2,5x
größer als Cola-Mix-Markt 3
Dose
gewinnt
1,2 Mio neue Käufer 2
NEU:
Paulaner Cola
ab KW 10/2026
Jetzt listen und AfG-
Sortimentskompetenz stärken!
Sehr hohe
Kaufbereitschaft
mit 89,4% 4
1Quelle: isi Deutschland 2025, Sensoriktest, blind, n= 517, im Vergleich zum Marktführer
2 Quelle: YouGov FMCG DE, 1HJ 2025, CSD Markt
3 Quelle: NIQ DE, LEH+DM+GAM+TS, Cola Regular, Cola-Mix Regular, FY 2024, Absatz in HL
4 Quelle: Ipsos Deutschland, 2025, Quantitatives Design Validierung, Zielgruppe 18-29Jahre, Top 2 Werte
Ein Kaffee mit …
Torsten Römsch
Text: Mirko Jeschke
Foto: Isabell Massel
NAVIGATOR
MIT WEITBLICK
Seit 2018 leitet Torsten Römsch die deutsche Vertriebsgesellschaft von
Jägermeister und hat deren Transformation konsequent vorangetrieben. Großen
Erfolg hatte sein Team zuletzt mit dem Launch des Neuprodukts „Orange“.
Stolze 35 Jahre ist Torsten Römsch
nun schon bei Jägermeister
tätig – und hatte währenddessen
nahezu jede Führungsposition
einmal inne. „Das Unternehmen
hat mich immer wieder neu herausgefordert,
das hat mich gereizt. Zudem
hat es sich seit meinem Beginn 1990 sehr
stark verändert“, erklärt der gebürtige
Braunschweiger seine Loyalität zu dem
Hersteller des bekannten Kräuterlikörs.
Mut zur Veränderung
Trotz der herausfordernden Lage in der
Spirituosenbranche – unter anderem
geprägt durch veränderte Trink- und
Feiergewohnheiten – behauptet sich die
deutsche Jägermeister-Gesellschaft mit
Sitz im niedersächsischen Wolfenbüttel am
Markt. Dabei unterstützt seit April 2025 die
erfolgreiche Einführung von Jägermeister
Orange in Deutschland. Nach einer zwölfmonatigen
Entwicklungsphase wurde das
Produkt zunächst auf dem tschechischen
Markt eingeführt. Die positiven Ergebnisse
führten zur Übernahme in das Portfolio
der deutschen Vertriebsgesellschaft. „Kürzlich
haben wir hierzulande die Grenze
von einer Million verkauften Flaschen
erreicht“, freut sich der gelernte Industriefachwirt
über diesen ersten Meilenstein.
Die Erweiterung des deutschen Produktportfolios
erwies sich als strategisch kluge
Entscheidung, denn auch hierzulande
zeigt sich eine deutlich wachsende Nachfrage
nach fruchtig-frischen Produkten.
Nah am Konsumenten
„Wir müssen dort hingehen, wo wir unsere
Konsumenten antreffen, also aufs Altstadtfest
oder Feste im ländlichen Raum“, ist
sich Römsch sicher und führt mit Blick auf
die Gastronomie weiter aus: „Dort wollen
wir unsere Marke erlebbar machen. Die
Menschen sollen etwas spüren. Dafür
müssen wir unsere Konzepte jedoch grundlegend
neu denken.“ Die Zielgruppen?
Man wolle alle jungen Erwachsenen im
trinkfähigen Alter ansprechen und deren
Bedürfnisse – mit viel Spaß gemeinsam
feiern – kontinuierlich adressieren. Ziel
ist es, Erlebnisse zu schaffen, die nachhaltig
in Erinnerung bleiben und die Marke
auf authentische Weise mit dem Lebensgefühl
junger Erwachsener verbinden.
Gen Z und Gen X im Fokus
Doch wie kann das jeweils gelingen? „Um
die Gen Z zu erreichen, nutzen wir heute
verstärkt die Festivalsaison und sind dort
etwa auf Campingplätzen zu finden. Dort
verbringen die Leute die meiste Zeit, und
wir beeinträchtigen sie nicht beim Feiern,
sondern machen ihnen ein willkommenes
Angebot“, so Torsten Römsch. Anders sieht
die Ansprache bei den Verwendern im
Alter 30 + aus: „Diese Gruppe erreichen
wir eher in der klassischen stationären
Gastronomie. Hier kommt es darauf an,
ihnen den bekannten Jägermeister-
Moment wieder in Erinnerung zu rufen.
Dazu sind unsere Tap-Maschinen
hervorragend geeignet, denn sie
garantieren einen eiskalten Shot.“
Gleichbehandlungsprinzip
In Bezug auf Preise macht Jägermeister
keine Unterschiede – Handel und Gastronomie
werden gleich behandelt. „Es gibt
eine Preisliste für alle sowie einheitliche
Liefer- und Zahlungsbedingungen und
keine versteckten Rabatte“, stellt der
zweifache Familienvater klar. Eine seiner
größten Leistungen sieht er im vorzeitigen
Erreichen einer selbst gesteckten,
ambitionierten Kennziffer zu Beginn
seiner Geschäftsführertätigkeit.
Dabei ist Erfolg –
sowohl der eigene wie auch der
seiner rund 200 Mitarbeiter – seine stärkste
Triebfeder. Römsch ist überzeugt: „Menschen
machen den Unterschied zwischen
Erfolg und Misserfolg“.
☐
06 Branche • RUNDSCHAU 11/25
Ein Kaffee mit ...
Noch mehr interessante Menschen
aus der Branche bei einer Tasse
Kaffee im RUNDSCHAU-Gespräch.
TORSTEN RÖMSCH
fungiert seit 2018 als
Geschäftsführer der Mast-
Jägermeister Deutschland
GmbH. Seit 1990 ist er in
verschiedensten Funktionen
für das Unternehmen tätig,
u. a. als Vertriebsdirektor.
Wenn ich meine
Mitarbeiter zum
Erfolg führe,
kann ich meinen
eigenen Erfolg
nicht verhindern.
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07
Branche
Newsticker
Täglich neu: www.rundschau.de
News und Infos aus der Branche und über ihre
Entscheider finden Sie täglich aktuell auf
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Quo vadis Nestlé? Ein Konzern richtet sich neu auf
STRATEGIE Es sind bewegte Zeiten für den
Nahrungsmittelkonzern Nestlé: Vor wenigen
Wochen wurde der CEO fristlos entlassen, die
Aktie ist im Keller und der neue Konzernchef
Philipp Navratil hat nun angekündigt, weltweit
16.000 Stellen zu streichen. Dazu wandeln sich
die Ernährungsgewohnheiten der Konsumenten
stark. „Wir durchleben einen entscheidenden
Moment, der bestimmen wird, was wir in
den nächsten fünf, aber auch in den nächsten
20 Jahren tun werden“, hat Nestlé-Europa-CEO
Guillaume Le Cunff erkannt.
Um besser auf die Bedürfnisse des Marktes und
der Kunden zu reagieren, hat Nestlé nun eine
Strategie bis 2030 vorgestellt, die gesündere
Produkte vorsieht. Zudem sollen die Kernmarken,
allen voran Maggi, für junge Zielgruppen
attraktiver werden. So sollen mehr Produkte
der Traditionsmarke die Note A oder B auf der
Nutri-Score-Skala erreichen. Bis 2030 sollen
zudem 80 Prozent der Maggi-Zutaten aus regenerativer
Landwirtschaft stammen.
Vor zehn Jahren hatten die Konsumenten noch
drei Mahlzeiten am Tag, sagt die Maggi-Marketingchefin
für Europa, Anna Gryshchuk. Mittlerweile
seien es im Schnitt 4,5 Mahlzeiten, vom
Snack zwischendurch bis hin zu getrennten
△ Nestlé-Top-Manager bei der Vorstellung der Startegie 2030 im Maggi-Stammwerk in Singen. Für Europa-
CEO Le Cunff (2. v. r.) durchlebt der Nahrungsmittelkonzern ein entscheidender Moment.
Abendessen in den Familien. Darauf müsse man
reagieren, zum Beispiel mit Produkten für die
Heißluftfritteuse. Hier sieht Maggi ein großes
Potenzial: „Bis Ende 2028 wird jeder zweite
Haushalt in Europa einen Airfryer haben“, so
Gryshchuk. Dabei bleibe Maggi „eine Volksmarke“,
sagt Norbert Reiter, Geschäftsführer
Food DACH bei Nestlé, und decke weiter „von
dem Fix für Rouladen bis zu Asia-Nudeln“ eine
breite Palette ab.
„Innovation ist wesentlich für unser Geschäft
und auch für die Relevanz bei den jüngeren
Zielgruppen“, sagte Europa-Chef Le Cunff im
Gespräch mit der RUNDSCHAU. „Wenn wir
keine Innovationen mehr bringen, sind wir
aus dem Rennen.“
Rewe startet Lieferbot 2.0 in Hamburg
LIEFERSERVICE Seit Mitte Oktober schickt
Rewe in Hamburg seine Lieferbots 2.0 auf den
Weg zu Kunden, die im Umkreis eines Marktes
im Stadtteil Barmbek über App Ware online
bestellen und liefern lassen. Die rollenden
Warenkörbe sind montags bis samstags im Einsatz.
„Nach der ersten, erfolgreichen Testphase
2023 freuen wir uns nun, unseren Kundinnen
und Kunden den autonomen Service des Lieferbot
2.0 anzubieten“, sagte Andreas Persigehl,
Vorsitzender der Geschäftsleitung der Rewe
Region Nord. „Die kleine Lieferbot-Flotte ist für
uns ein wichtiger Baustein, um Angebot und
Service für unsere Kunden zu flexibilisieren.“
Der Bewegungsradius der rund 35 Kilo leichten
Roboterfahrzeuge, die etwas größer als ein
Bierkasten sind, beträgt laut Rewe zwei Kilometer.
Mit unter sechs Kilometern pro Stunde
manövrieren die Fahrzeuge über den Gehweg
und bringen die Wunschartikel innerhalb einer
Stunde oder zu einer bestimmten Wunschzeit
zu de Kunden. 360-Grad-Kameras und künstliche
Intelligenz sorgen dafür, dass Hindernisse
umfahren werden.
Fotos: Nestle, Kirstin Hammerstein
08 Branche • RUNDSCHAU 11/25
oben: © Fair Use / Brandon Marsh | unten: © Fairtrade Deutschland
Große Produktvielfalt
Ob Kaffee oder Schokolade, Bananen oder Rosen: Produkte
mit dem Fairtrade-Siegel werden bundesweit distribuiert und
sind in den Regalen aller deutschen Lebensmittelhändler
und Drogeriemärkten präsent. Diese starke Marktpräsenz
können Händler für sich nutzen.
Advertorial
Vertrauen
Marktrelevanz
Profilierung
Authentizität
Knapp 8.700 Produkte mit dem
Fairtrade-Siegel gibt es in Deutschland
– Tendenz steigend. Auch
die Umsatzkurve zeigt nach oben:
Dieses Jahr wird voraussichtlich
erstmals die Marke von 3 Milliarden
Euro geknackt.
Eine Erfolgsstory, an der Lebensmittelhändler
partizipieren können.
Eine breite Palette an Fairtrade-
Produkten im Markt, prominent
platziert, kommt gut bei den
Kunden an – und bedeutet mehr
nachhaltiges Geschäft am PoS.
„30 % der Verbraucher entscheiden sich beim
Einkauf bewusst für Fairtrade-Produkte.
Das sind starke Werte, die den Handel bei der
Vermarktung unterstützen und schließlich
den Durchschnittsbon erhöhen.“
Jan Zuther,
Bereichsleiter Trade Marketing,
Fairtrade Deutschland
Branche
Newsticker
ECR Tag und Awards im Wandel
BRANCHENEVENTS Dieses Jahr war noch alles
wie gewohnt: Der ECR Tag fand in Bonn statt,
mit vielen Vorträgen und parallellen Sessions
und mit rund 800 Teilnehmenden. Am Ende der
Veranstaltung kündigte der Veranstalter GS1
umfassende Neuerungen für 2026 an.
Doch zunächst wurden im Vorfeld des Events
die ECR Awards in drei Kategorien für beispielhafte
Kooperationen innerhalb der Branche
verliehen. Die Gewinner haben gemeinsam
die End-to-End-Automatisierung des Orderto-Cash-Prozesses
voragetrieben, die Frischelogistik
zur urbanen Versorgung neu gedacht
und einen Best Practice-Standard für die EU-
Entwaldungsverordnung (EUDR) zur Abfrage
und Weitergabe von Daten entwickelt. Unter
den Gewinnern sind namhafte Unternehmen
wie Bünting, Dachser, Markant, Nestlé, Procter&
Gamble, Rossmann und die Nagel-Group sowie
Alnatura, Dr. Oetker, Edeka, Henkel und Rewe.
Zum Abschluss des ECR Tags überraschte GS1-
Chef und Gastgeber Thomas Fell mit einer
Ankündigung: Nächstes Jahr soll alles anders
werden. So soll die Veranstaltung 2026 „ECR In
Motion“ heißen und deutlich interaktiver werden.
Bei der Entwicklung des neuen Formats
sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefragt:
Sie wurden von Fell aufgefordert, Ideen
und Impulse einzureichen.
Es sollen neue Formate der Interaktion entwickelt
werden, „in denen wir fachliche Tiefe mit
Erlebnis, Networking und unserer Community
verbinden“, so Fell. Das Event soll zudem mehr
Festivalcharakter erhalten.
Nun ist die Branche dazu eingeladen, das neue
Event mitzugestalten und Vorschläge einzureichen.
Die besten Ideen sollen anhand eines
partizipativen Prozesses ausgewählt und umgesetzt
werden. Mehr Informationen findet
man auf der In Motion-Website.
△ Forderte die Branche dazu auf, den ECR Tag neu
zu denken: GS1-CEO Thomas Fell möchte, dass
die Veranstaltung ab 2026 innovativer und interaktiver
wird.
23 FEINE
SPIRITUOSEN-
MINIATUREN
Enthält Alkohol
15 – 56 % vol.
+ Extra-
Überraschung
10 Branche • RUNDSCHAU 11/25
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Vorfreude
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Studie: Deutliche
Mehrheit achtet
auf Gütesiegel
FOOD LABEL-STUDIE Laut der Food-Label-Studie
der Beratung Simon Kucher
beziehen mehr als zwei Drittel der Shopper
Zertifizierungen in Kaufentscheidungen
ein. Besonders für bio und fair gehandelte
Produkte sowie funktionale Inhaltsstoffe
sind viele bereit, mehr auszugeben – allen
voran die junge Generation, die sich
am besten mit Zertifizierungen auskennt.
Größere Aufpreise akzeptieren viele jedoch
in der Regel nicht. Bei vegane oder
vegetarische Produkten ist nur die Hälfte
bereit, höhere Preise zu zahlen. Klima- und
Nachhaltigkeitslabels kämpfen zudem mit
Misstrauen wegen Greenwashing-Sorgen.
Fotos: GS1 Germany
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Branche
Newsticker
Bar Convent adressiert Top-Themen der Branche
△ Anfang Oktober traf sich die internationale Bar-
Community auf dem Gelände der Messe Berlin,
um sich über neue Produkte und Trends zu informieren
und auszutauschen.
SPIRITUOSENMESSE Die diesjährige Ausgabe
des Bar Convent Berlin (BCB) ging am 8. Oktober
mit mehr als 12.100 Besuchern und 566
Ausstellern aus rund 50 Ländern erfolgreich
zu Ende. Drei Tage lang konnten die Messe-
besucher Produktneuheiten kennenlernen,
Education-Formate erleben und Erfahrungen
austauschen. Zum Vergleich: im Vorjahr hatte
die Messe 15.114 Besucher und über 500 Aussteller
gezählt. Dabei muss jedoch berücksichtigt
werden, dass in diesem Jahr in Köln
zeitgleich die Anuga stattfand.
Drei Themen standen 2025 im Vordergrund:
„Low & No“ – Der Trend zum bewussten Trinken
hat sich im Herzen moderner Barkultur etabliert,
mit innovativen alkoholfreien und Low-
ABV-Getränken. „Klassische Cocktails“ – Neuinterpretationen
von zeitlosen Drinks haben
gezeigt, wie gut sich Tradition und Innovation
vereinbaren lassen. „Nächste Generation“ – Angesichts
der herausfordernden Personalsituation
in der Gastronomie konzentrierte sich der
BCB auf berufliche Entwicklungsmöglichkeiten
und unterstrich die Notwendigkeit, die Branche
für junge Menschen attraktiv zu machen.
In eigener Sache: Christian Schnücke neuer
Geschäftsführer der medialog GmbH
Seit Jahren
STARK für das GUTE
PERSONALIE Die ACM Unternehmensgruppe
hat Christian Schnücke zum 1. Oktober
2025 zum Geschäftsführer der Verlage Umschau
Zeitschriften Verlag, Verlag Chmielorz,
LT Food Medien-Verlag und medialog, der die
RUNDSCHAU herausgibt, ernannt. Der Diplom-
Medienwissenschaftler hatte verschiedene
Führungspositionen in der Medienbranche inne
und bringt umfangreiche Erfahrungen im LEH
sowie in Fleisch- und Backmedien mit. „Wir
sind begeistert, Christian Schnücke in unserem
Team willkommen zu heißen. Seine umfassende
Erfahrung in der Medienbranche wird
entscheidend dazu beitragen, unsere Verlage
zukunftsorientiert auszurichten und innovative
Lösungen für unsere Leser zu entwickeln“, so
ACM-Gesellschafter Carsten Augsburger.
Fotos: RUNDSCHAU, dfv
12 Branche • RUNDSCHAU 11/25
Fotos: stock.adobe.com/mahir, stock.metket.com, Jessica, Ahmed; Mintel
Mintel Spotlight – der Marktforschungs-Blog mit
erfrischenden Perspektiven, neuen Daten und bahnbrechenden
Analysen der Märkte, die wirklich zählen.
Im Fokus: Heißgetränke
Inmitten schwelender Konflikte mit gravierenden Folgen
für die hiesige Wirtschaft und Haushaltsbudgets sehnen
sich Konsumenten nach kleinen Genussmomenten in
den eigenen vier Wänden. Heißgetränke
eignen sich perfekt für
Momente der Entspannung.
Mintel liefert die Einblicke,
welche Trends die
Kategorie in Deutschland
aktuell prägen
und wohin die Entwicklung
geht.
Erschwinglicher Luxus
Premium als Chance
Steigende Lebenshaltungskosten und höhere Preise in
Cafés verlagern den Kaffeekonsum zunehmend in die
eigenen vier Wände. Für Premium-Kaffeemarken eine
Chance: Hochwertige Produkte bringen unkomplizierte
Freude in den Alltag und verwandeln Routinen in Genussrituale.
Marken können dabei neue Aromawelten erschließen
und Co-Brandings mit anderen Genusskategorien
– etwa Schokolade oder Nüssen – nutzen, um sich stärker
zu differenzieren. Ein Beispiel: Nespresso brachte im
vergangenen Jahr mit dem französischen Pâtissier Pierre
Hermé eine Haselnuss-Kapselsorte auf den Markt. Das
dürfte insbesondere Jüngere mit knapperen Budgets ansprechen:
68 Prozent der 16- bis 24-jährigen Kaffeetrinker
halten Premium-Kaffee für einen erschwinglichen Luxus.
„Angesichts der
aktuellen Weltlage
wirken Heißgetränke
mit interessanten Geschmacksrichtungen
wie
eine Form des Eskapismus, die in andere
Welten versetzen können.”
Eliana Riera McInnes
Senior Foodservice
Analystin, Mintel
_
ZAHLEN
TICKER
Mit Benefit
42 PROZENT
der Kaffeetrinker geben
an, dass sie interessiert
wären an Produkten mit
gesundheitlichen Vorteilen,
die sich in den Kaffee
mischen lassen. Verbraucher
wünschen sich die
Möglichkeit, ihren Kaffee
mit funktionalen Zusätzen
aufzuwerten, etwa mit
Proteinen wie Kollagen.
Kleine Auszeit
75 %
der deutschen Teeliebhaber
sehen im Trinken
einer Tasse Tee eine
gute Gelegenheit, eine
kleine Pause in ihrem
Tagesablauf einzulegen.
Tee-Vorlieben
79 PROZENT
der Konsumenten trinken
Früchtetee, gefolgt von
Kräuter- und Gewürztees
(incl. Roiboos). 65 Prozent
trinken am liebsten schwarzen
Tee, und 61 Prozent
bevorzugen grünen Tee.
Unbezahlbar?
42 PROZENT
der deutschen Kaffeekäufer
bzw. -trinker sind davon
überzeugt, dass tägliches
Kaffeetrinken in naher
Zukunft für einige
Menschen nicht mehr
bezahlbar sein wird.
Branche
Zahlen & Fakten
Auf einen Blick
Genussvorlieben
23 %
zeigen Interesse an
heißem Tee und heißer
Schokolade mit gesunden
Zutaten.
Nachhaltigkeit
Marken-Verantwortung
Laut Mintel sind 31 Prozent der deutschen
Kaffeetrinker und -käufer der Ansicht, dass
der Kauf von nachhaltigem Kaffee einen zu
geringen Unterschied für die Umwelt macht,
als dass er sich lohnen würde. Weitere
48 Prozent sind in dieser Frage noch
unentschlossen. Für
Unternehmen eröffnet
sich hier die Chance,
Konsumenten deutlicher
zu zeigen, welchen Beitrag
ihre Kaufentscheidungen
tatsächlich
leisten können.
Ohne Koffein
Männer trinken mehr
Gewohntes Ritual ohne zusätzliche
Koffeinaufnahme: Männer
greifen häufiger zu entkoffeiniertem
Kaffee als Frauen (17 %
vs. 12 %). Besonders deutlich ist
der Unterschied bei den 25- bis
44-jährigen Männern und Frauen
(25 % vs. 15 %). Gleichzeitig konsumieren
Männer im Alltag öfter
Instantkaffee, Kaffeemixe oder
Ready-to-Drink-Varianten.
28 %
haben Kombucha –
fermentierten
Tee – probiert.
47 %
interessieren sich
für heiße Schoki mit
reduziertem Zuckergehalt.
Branche Nachwuchsförderung
Text: Mirko Jeschke
Am Melitta-Bus stärkten sich die Besucher mit
Espresso, Cappuccino & Co.
Überglücklich und stolz: Laura Brandt von Netto spielte ihre Stärken in einem dramatischen Finale voll
aus und sicherte sich absolut verdient den Titel „Deutschlands beste Nachwuchskraft im Handel 2025“.
Im Publikum herrschte durchweg
eine ausgelassene Stimmung.
Der Zweitplatzierte: Moritz Ulbricht (Lidl) lag erst klar zurück, startete dann
eine furiose Aufholjagd. Am Ende musste er sich knapp geschlagen geben.
Pro7-Moderator Stefan Gödde
führte souverän durch das Finale.
Herzschlag-Finale
Im spannenden fitfortrade-Finale
im Kölner E-Werk hat sich Laura
Brandt von Netto gegen zahlreiche
Konkurrenten durchgesetzt und
ist damit “Deutschlands beste
Nachwuchskraft im Handel 2025“.
Es kann nur einen geben – beziehungsweise
eine! Das galt auch in diesem Jahr
wieder für das Finale des renommierten
RUNDSCHAU-Nachwuchswettbewerbs
fitfortrade. Von bundesweit 20.000
Kandidaten kamen am Ende nur 50 ins Halbfinale.
Sie kämpften in der Neuwieder Food
Akademie um den Einzug ins Finale, das wie
in den Vorjahren im Kölner E-Werk ausgetragen
wurde. 18 Nachwuchskräfte waren es zu
Beginn des Finaltags am 15. Oktober, die auf
der großen Bühne in zahlreichen Spielrunden
ihr Wissen rund um Lebensmittel und den
LEH unter Beweis stellen mussten. Am Ende
blieben mit Laura Brandt (Netto) und Moritz
Ulbricht (Lidl) zwei Kandidaten übrig, die sich
in einem überaus spannenden Finale um den
Titel „Deutschlands beste Nachwuchskraft im
Handel 2025“ gebattlet haben. Beim Stand von
9:7 benötigte Laura am Ende nur noch eine
Fotos: Reinhard Rosendahl
mit Unterstützung von:
14 fitfortrade • RUNDSCHAU 11/25
In einer Spielrunde mussten die Kandidaten in
einer Box versteckte Produkte „blind“ ertasten.
Sponsor Red Bull versorgte die Besucher vor
Ort mit eiskalten Energydrinks.
Das #TeamKaufland – einer der Gewinner bei
der fitfortrade-Quizrallye.
Sie belegten die Plätze drei und vier: Philip Meyer
(M., Netto) und Meral Kandzia (Edeka).
Einer der Top-Referenten: Ex-Fußballprofi und
Unternehmer Holger Stanislawski.
Der Rewe -Markt in Sinsheim belegt Platz eins
bei der Fairtrade-Platzierungs-Challenge.
Die Jury (v.l.): M. Akhavan (RUNDSCHAU), J. Kettler (Edeka),
A. Čomaga (Lidl), S. Lemmer (Kaufland), R. Ritter (Netto).
Zu Beginn waren es noch 18 Kandidaten. Eine Runde weiter
kamen diejenigen mit den meisten richtigen Antworten.
richtige Antwort – und war um kurz nach 16
Uhr völlig verdient die strahlende Siegerin.
„Ich musste gerade echt mit den Tränen kämpfen“,
gestand die 30-jährige Mutter von zwei
Kindern sichtlich gerührt im Interview mit
Moderator Stefan Gödde. Sie habe sich monatelang
auf den Wettbewerb vorbereitet. Bei der
Übergabe der Trophäe und des Siegerschecks
in Höhe von 1.500 Euro überwog dann doch die
Erleichterung: „Ich bin froh über alle, die ich
hier kennenlernen durfte und einfach stolz,
das Ding für mein Unternehmen gerissen zu
haben.“ Stolz dürfte Laura auch deshalb sein,
weil sie ihren Kindern nun eines beweisen
konnte: Harte Arbeit zahlt sich aus!
Starkes Rahmenprogramm
Der Zweitplatzierte Moritz Ulbricht durfte sich
mit einer Prämie von 1.000 Euro trösten, und
auch Philip Meyer (Netto) und Meral Kandzia
(Edeka), die die Plätze drei bzw. vier belegten,
gingen mit jeweils 500 Euro nicht leer aus.
Neben dem eigentlichen Finale bot die diesjährige
fitfortrade-Finalveranstaltung auch
den Teams der jeweiligen Handelsorganisationen
die Möglichkeit, ihr Warenkunde-Wissen
zu testen. Im Rahmen der beliebten Quizrallye
waren die Teilnehmenden aufgerufen, an
den zahlreichen Ständen des fitfortrade-Marktplatzes
Fragen rund um unter-
www.rundschau.de
15
Branche Nachwuchsförderung
Zu Beginn des Finaltags standen die 50 Top-Kandidaten noch einmal gemeinsam auf der großen Bühne. 18 hatten sich bereits am
Vortag in der Food Akademie in Neuwied für die Endrunde qualifiziert und durften sich zurecht Hoffnungen auf den Titel machen.
Wissen kompakt: die
fft-Markentrainer.
Autor Hendrik Haase sprach darüber, wie KI den
Lebensmittelhandel und die Esskultur verändert.
In der Mittagspause erfreuten sich die Besucher
an einem reichhaltigen Buffet.
Für die Kandidaten gibt es vom jeweiligen Team
laut- und aufmerksamkeitstarke Unterstüzung.
BVLH-Präsident Björn Fromm eröffnete mit
seiner Rede den großen Finaltag.
Kühle Drinks für heiße Köpfe: Bei Monin
standen zahlreiche Mixgetränke zur Auswahl.
Jede Menge süße und saure Fruchtgummis gab
es bei Haribo zum Naschen.
schiedlichste Produkte zu beantworten.
Fünf Gewinner durften sich am Ende
jeweils über 100 Euro freuen.
Ebenfalls Grund zum Jubeln hatten die
Sieger der Fairtrade Platzierungs-Challenge.
Bei diesem Wettbewerb geht es darum,
Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Schokolade,
Honig, Bananen oder Blumen am PoS gut
sichtbar zu platzieren und sie kreativ in Szene
zu setzen. Die besten Ideen 2025 hatten nach
dem Urteil der Jury zwei Teams, und zwar vom
dm-drogerie Markt Ansbach und Rewe-Markt
Sinsheim, die damit ein Erlebniswochenende
inklusive Eventgutschein in einer der über
900 Fairtrade-Towns erhielten. Die Zweit- und
Drittplatzierten bekamen jeweils Sachpreise.
Spannende Vorträge
Neben der mutmachenden Keynote von Björn
Fromm, Edeka-Kaufmann und Präsident des
Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels
(BVLH), kamen die Besucher im E-
Werk in den Genuss von weiteren spannenden
Vorträgen. So referierte der Ex-Fußballprofi
und heutige Rewe-Händler Holger Stanislawski
über Wege, anders zu denken und mutige
Entscheidungen zu treffen. Über die Frage,
wie Künstliche Intelligenz den LEH und die
Esskultur verändert, sinnierte Autor Hendrik
Haase – und hatte dabei einige Lacher auf
seiner Seite.
☐
16
fitfortrade • RUNDSCHAU 11/25
_
INFO
fitfortrade –
Das Video zum Finale!
Scannen Sie den QR-Code, um die
Emotionen und die Spannung des
fitfortrade-Finales im Kölner E-Werk
zu erleben.
Feinster Waffel-Genuss am Loacker-Stand. Die
Südtiroler feiern 2025 ihr 100-jähriges Jubiläum.
https://youtu.be/9TDulJ04NPw
Chefredakteur Marcelo Crescenti (l.) und ISM-
Chefin Sabine Schommer, mit Stefan Gödde.
Der unvergessliche Moment des Triumphs:
Laura Brandt kann ihr Glück kaum fassen.
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Branche Ausbildertag
Text: Martina Kausch
Dr. Steffi Burkhart, Gesundheitspsychologin
und Zukunftsforscherin, beim Ausbildertag.
Wie bereiten sich Menschen im Handel darauf vor, mit Roboterwesen zu koexistieren? Beim Ausbildertag
lieferte Dr. Steffi Burkhart Impulse, um die Generationen Z und Alpha verstehen zu lernen.
Schlüssel zur Gen Z
Die Generationen Z und Alpha ändern den bestehenden Status Quo, was Ansprüche, Arbeitshaltung und Motivation
betrifft. Wie reagieren Personalverantwortliche und Marktleiter im Handel darauf? Wie kann man junge Menschen
binden und was sind die Antworten, wenn sie die Sinnfrage stellen? Beim RUNDSCHAU-Ausbildertag gab es Impulse.
Sie sehen die Erwerbsbiografien ihrer
Eltern nicht mehr als erstrebenswert
an, möchten sich neben dem Angestellten-Job
noch um andere Dinge
kümmern und vielleicht selber ein Unternehmen
bauen. Mitglieder der Generationen
Z (Geburtsjahrgänge 1995 bis 2010) und Alpha
(geboren nach 2010) fragen nach dem Sinn
ihres Tuns und zweifeln an althergebrachten
Antworten der Boomer. Und was bedeuten ihre
Fragen für Ausbilder im Handel? Beim Ausbildertag
im Rahmen des fitfortrade-Finales
2025 lieferten Steffi Burkhart und Dunja Storck
dazu Anregungen und Impulse aus Theorie
und Praxis. Das Ziel ist, Strategien zu entwickeln,
damit die jüngeren Mitarbeitenden
engagiert, zufrieden und leistungsbereit sind.
Emotionen, Events, Ergebnisse
Steffi Burkhart, Gesundheitspsychologin und
Zukunftsforscherin, erklärte aus Studien,
wie die Gen Z „tickt“: Die Gleichung „Geld
gegen Arbeitszeit“ gehe bei ihr nicht mehr auf,
denn für jüngere Menschen sei die Bezahlung
nicht der wichtigste Grund um zu arbeiten.
In Jobbiografien würden zukünftig Auszeiten
und Jobwechsel mit Zeiten der Berufstätigkeit
Bewährtes Wissen vermittelte Dunja Storck,
Rewe-Marktmanagerin und eine Institution.
abwechseln und 20-jährige Rentenphasen im
Leben werde es nicht mehr geben. Auch weil
laut Harvard-Studie die Generation Z die einsamste
aller Zeiten ist und Einsamkeit im Beruf
sich negativ auf Belastbarkeit und Leistung
auswirkt, sind emotionales Sich Kümmern,
Events und Psychologie vom Profi, Wege zur
Bindung von Mitarbeitenden. „Algorithmen
machen unsozial“, so Burkhart. Aber: Als
erste Generation überhaupt werde die Gen
Z mit nichtmenschlichen Intelligenzen koexistieren
müssen.
„Mögen Sie Menschen wirklich?“
Aus erfolgreicher Arbeit als Marktmanagerin
berichtete Dunja Storck (Rewe Center Egelsbach)
am Ausbildertag. Ein Patensystem, in
dem Sympathieträger gleich welchen Alters
Azubis und Mitarbeitende unterstützen, habe
sich in der Praxis beispielsweise sehr bewährt.
Die entscheidende Frage an Ausbilder müsse
sein: Mögen Sie Menschen wirklich?“ ☐
Fotos: Reinhard Rosendahl
18 fitfortrade • RUNDSCHAU 11/25
Branche Champion
Text: Martina Kausch
So sieht Freude aus: Laura Brandt, „Deutschlands beste Nachwuchskraft im Handel“, mit
Finale-Moderator Stefan Gödde. Erstmals hat Netto eine Gewinnerin gestellt.
Einfach spitze
Es ist nun eine Tatsache: Laura Brandt aus Weißenthurm hat das fitfortrade-
Finale 2025 gewonnen und ist damit „Deutschlands beste Nachwuchskraft
im Handel“. Wer ist sie, was treibt sie an? Die RUNDSCHAU hat mehr Infos.
Laura, du bist jetzt „Deutschlands beste
Nachwuchskraft im Handel 2025“ – was bedeutet
dir das?
Tatsächlich sehr viel. Ich habe mich länger
drauf vorbereitet. Intern haben wir bei Netto
schon die Besten der Besten rausgesucht,
bei Young Talent-Wettbewerben. Die Leute
kennengelernt zu haben, mit denen die fünf
Monate zusammen mitgemacht zu haben –
hier sind echte Freundschaften entstanden.
Ich bin einfach richtig froh, dass ich teilgenommen
habe.
Teilnehmern und die erste fitfortrade-Gewinnerin
von Netto!
Zuerst wollte ich weinen, aber dann ist das
Adrenalin reingeschossen und ich freue
mich einfach. In der Filiale haben auch alle
mitgefiebert, es ist einfach nur schön. ☐
+
ZUR
PERSON
Laura Brandt
Schockverliebt in Netto sei sie gewesen,
als sie das Unternehmen
kennengelernt habe, heißt es – und
dann begann Laura Brandts Erfolgsgeschichte.
Die 30-Jährige ist seit 2020 im Unternehmen
beschäftigt und hat bei Netto
ihre Ausbildung gemacht. Die Mutter
von zwei Kindern ist aktuell als Verkäuferin
in der Filiale Weißenthurm
tätig und hat bereits den unternehmensinternen
Vorentscheid als
„Beste Netto-Nachwuchskraft 2025“
gewonnen.
Was ist deine Motivation?
Ich wollte gewinnen, um meinen Kindern zu
zeigen, dass sich harte Arbeit auszahlt.
Fotos: Reinhard Rosendahl
Was ist deine Bilanz, dein Eindruck von
dem fitfortrade-Wettbewerb insgesamt?
Es ist wirklich eine tolle Veranstaltung, das
hätte ich gar nicht so gedacht. Allein, wenn
man schon mit den Top 50 auf der Bühne
steht – das macht Eindruck.
Beschreibst du uns noch deine Gefühle, als
du wusstest, du bist die Beste von 20.000
Mitten im Team: Laura Brandt mit allen Netto Top-Kandidaten und Ralf Ritter (2.v.l.), der für den Netto
Marken Discount Jurymitglied ist, beim fitfortrade-Finale 2025 im Kölner E-Werk.
www.rundschau.de
19
Branche
Marken
Text: Marcelo Crescenti, Martina Kausch
Die Markenakrobaten
Marken sind unter Druck geraten: Sie müssen Trends widerspiegeln und die Bedürfnisse der
Konsumenten genauer treffen – und gleichzeitig in einem schwierigen Konsumumfeld bestehen,
mit wachsenden Promotionanteilen und Zugewinnen für Eigenmarken. Der Weg zum Erfolg
führt über die Stärkung des Markenkerns und die Zusammenarbeit mit dem LEH.
20 Branche • RUNDSCHAU 11/25
Promotions bringen Marken nichts
mehr, Innovationen bringen sie voran.
Wer im süddeutschen Singen am
örtlichen Bahnhof aussteigt, hat
diesen bestimmten Geruch sofort
in der Nase. Die Stadt nahe
der Schweizer Grenze ist mit dem würzigen
Duft von Maggi gebranded. Das Stammwerk
steht direkt gegenüber der Gleise.
Das ist ein gutes Beispiel für etwas, das
nur Marken können: Sie sind sofort erkennbar,
bereits ein Duft oder ein Logo können
Erinnerungen und Emotionen wecken. Und
trotzdem müssen sie sich verändern, sich
an die Käuferbedürfnisse anpassen, Trends
mitmachen. „Wenn wir keine Innovationen
mehr bringen, sind wir aus dem Rennen“,
sagt Guillaume Le Cunff, Europachef des
Maggi-Mutterkonzerns Nestlé.
Dr. Robert Kecskes
Senior Insights Director, YouGov
Eigenmarken auf dem Vormarsch
„Was Marken leisten, ist das, was die Welt
von Deutschland sieht“, sagte jüngst Bundeskanzler
Friedrich Merz am Tag der Markenwirtschaft
in Berlin, eingeladen vom
Markenverband. Marken sind jedoch unter
Druck geraten. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit
greifen immer mehr Konsumenten
zu günstigen Alternativen, der Anteil der
Eigenmarken am LEH-Umsatz steigt. Auch der
Promotionanteil wächst bei Markenartikeln;
30 bis 40 Prozent sind es bereits in manchen
Kategorien. Das schmälert die Gewinne der
Hersteller, die in Innovationen gesteckt werden
müssen, damit ihre Marke relevant und
der LEH attraktiv bleibt. Ein Teufelskreis?
Das Thema beschäftigt auch die Händler
stark. Auf der MLF-Tagung (siehe S. 36) diskutierten
Top-Kaufleute auf einer Podiumsdiskussion
darüber, wie weit man die Promotionschraube
anziehen kann. Einerseits
hätten Markenartikel zum Teil ein Preisniveau
erreicht, das Verbraucher nicht mehr bereit
sind, zu zahlen. Andererseits können Rabatte
nicht die einzige Antwort bleiben. Es wird
befürchtet, dass die Aktionspreise außer Kontrolle
geraten. Man müsse das Thema angehen,
so der Tenor. Doch wer macht den Anfang?
Zurück in Singen: Nestlé hat Top-Manager
und Presse in sein Produkt- und Technologiezentrum
eingeladen. Es geht um die Strategie
des Konzerns bis 2030 (siehe S. 8), aber auch
darum, wie es mit einer Volksmarke mit fast
140 Jahren Tradition weiter geht: Maggi.
„Wir müssen die Werte der Marke immer
wieder neu interpretieren“, sagt Norbert Reiter,
Geschäftsführer Food DACH bei Nestlé.
Maggi soll künftig gesünder werden, besser
beim Nutri-Score abschneiden, Zutaten aus
regenerativer Landwirtschaft beziehen. In
der Versuchsküche macht man sich derweil
Gedanken, wie der Airfryer-Fix am Hähnchenfleisch
besser haftet und wie Asia-Nudeln aus
der Tüte so schmecken, als wären sie aus dem
Restaurant. Dabei darf Maggi die Kunden nicht
aus dem Auge verlieren, die einfach einen Fix
für Rouladen wollen. Die Marke nimmt diese
Herausforderung an.
Anspruchsvolles Umfeld
Was sind aktuell die größten Herausforderungen
in der Markenführung? Armin Rehberg
weiß einige zu nennen. Sein Unternehmen
SanLucar schaffte es, sich in der sonst
▽ Politprominenz am Tag der Markenwirtschaft Mitte Oktober in Berlin. „Was Marken leisten, ist das, was die Welt von Deutschland sieht; das macht uns stark“, sagte
Bundeskanzler Friedrich Merz (r.). Bild links: Digitalminister Karsten Wildberger (l.) im Gespräch mit Markenverbandspräsident Franz-Olaf Kallerhoff.
www.rundschau.de
21
Branche
Marken
△ Reif fürs Museum: Das Maggi-Museum in Singen gibt Einblicke in die
Geschichte der von Julius Maggi gegründeten Marke.
△ Fit für die Zukunft: „Wir müssen die Werte der Marke Maggi immer
wieder neu interpretieren“, sagt Nestlé-Manager Norbert Reiter.
diffusen Obst- und Gemüseabteilung
als Marke zu etablieren. Heute müssen
sich Marken „in einem extrem schnellen,
anspruchsvollen und fragmentierten
Umfeld behaupten“, so der SanLucar-CEO.
Zu diesem Umfeld zählen anspruchsvollere
Konsumenten, die digitale Komplexität und
eine kritischere Gesellschaft. Aktuell komme
noch eine Marktkonsolidierung mit Umsatz
und Ergebnisdruck hinzu, erinnert Rehberg.
Und gleichzeitig die Notwendigkeit von Investitionen
in die Leistungsfähigkeit. „Eine
starke Marke muss sich ehrlich differenzieren.
Das tut SanLucar mit Geschmack, Freude,
mit Erlebnissen, aber auch mit Haltung und
Innovationskraft“, sagt der CEO. Sein Ziel:
„Eine echte Lovebrand zu werden.“
Diesen Weg will auch der Wurst- und Schinkenhersteller
Ponnath gehen. Der Eigenmarkenspezialist
führte die Marke 1692 ein, eine
Der Weg von Eigenmarke zu
Marke ist ein Marathon.
Referenz auf das Gründungsjahr des Unternehmens.
„Der Weg von Eigenmarke zu Marke
ist ein Marathon“, weiß jedoch Firmenchef
Michael Ponnath. (Ein Interview lesen Sie in
der Dezember-Ausgabe.)
Fokussierung auf den Kern
In stürmischen Zeiten besinnen sich Marken
auf ihre Werte und Grundtugenden. Das
war auch für Mövenpick der Weg, um einen
einheitlichen Markenauftritt über viele Kategorien
hinweg zu erreichen – zuletzt stieg die
Marke mit einem Partner ins Saftgeschäft ein.
„Drei Dinge sind entscheidend, um eine
Marke in Schwung zu bringen“, sagt Jürgen
Herrmann, CEO Mövenpick Fine Foods. „Zuerst
muss man herausfinden, warum die Marke
gekauft wird. Dann muss man fokussieren
ohne Kompromisse: Durch die Vereinheitlichung
und Bündelung des Markenauftritts
Michael Ponnath
Geschäftsführender Gesellschafter, Ponnath
schafft man ein konsistentes Markenbild.
Schließlich muss man für Sichtbarkeit sorgen!“
Heute ist das Mövenpick-Sortiment mit der
Markenfarbe Blau gut sicht- und erkennbar.
Bei der Ausweitung des Produktportfolios
legt Mövenpick klare Kriterien für neue Lizenzpartner
und Lizenzprodukte fest. „Wie
groß ist der Markenfit und das Marktpotential?
Wo fehlt eine Premiummarke? Gibt es eine
geschmackliche Überlegenheit gegenüber
Wettbewerbern? Wir setzen zudem auf langfristige
Partner, die mit uns das Geschmacksversprechen
einlösen und unsere Werte teilen“,
so Herrmann.
Sinnvolle Promotions
Es bleibt die Frage nach der Rabattierung.
„Promotions bringen Marken nichts mehr,
Innovationen bringen sie voran“, betont Robert
Kecskes vom Marktforscher YouGov. Stephan
Knäble, Consumer Panel Director bei NIQ
Deutschland, sagt: „Promotions machen dann
Sinn, wenn sie neue Käufer und mehr Konsum
generieren, keine Kannibalisierungseffekte
mit sich bringen und dem Händler Vorteile
bieten.“ Dafür müssten Hersteller und LEH
Hand in Hand arbeiten und Aktionen etwa
mit Verkostungen kombinieren.
Wer macht den Anfang und ist bereit, aus
der sich immer schneller drehenden Rabattspirale
herauszutreten? Das ist nun die Frage.☐
Fotos: stock.adobe.com/Ayat (M); Markenverband; Nestlé AG
22 Branche • RUNDSCHAU 11/25
18
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Branche
Marken
Marken für die Gen Z
Aus Sicht der jungen Zielgruppe müssen Marken mehr leisten als Funktion: Sie müssen
Bedeutung stiften, sagt Carolin Petrow vom Marktforscher YouGov in einem Gastbeitrag. Das
schaffen sie, indem sie eine klare Haltung kommunizieren, kulturelle Relevanz entwickeln und
sich trauen, nicht allen gefallen zu wollen – sondern den Richtigen.
Für Marken geht es heute deutlich über
das eigentliche Produkt hinaus. Es geht
um Emotionen, verstanden werden,
Bedürfnisse befriedigen. Produkte werden
heute nicht mehr nur gekauft, weil sie
funktionieren oder günstig sind. Sie werden
gewählt, weil sie passen – zu dem, was ich
denke, fühle, wie ich lebe.
Um besser zu verstehen, was der Konsument
denkt, haben wir Daten aus YouGov Profiles
verwendet. Hier können wir die Bedürfnisse
und Einstellungen von ca. 100.000 Personen in
Deutschland analysieren. Passend zum Thema
haben wir das Statement „Ich mag Produkte,
die meinen Lebensstil widerspiegeln“ aus einer
sehr großen Vielzahl an Statements in YouGov
Profiles gewählt. Bei diesem Statement gibt
es eine sehr hohe Zustimmung der Gen Z verglichen
mit der übrigen Gesamtbevölkerung.
Carolin Petrow
Account Director,
YouGov
Ambivalente Konsumenten
Die wichtigsten Fragen der Gen Z sind: Was
sagt dieses Produkt über mich aus? Spiegelt
es meine Haltung, meine Werte, meinen Alltag
wider? Die junge Generation sucht nach
authentischen Marken, die nicht nur verkaufen,
sondern sie versteht. Für FMCG-Marken
bedeutet das: Sie müssen mehr leisten als
Funktion – sie müssen Bedeutung stiften. Das
können sie, indem sie eine klare Haltung kommunizieren,
eine echte Markenpersönlichkeit
zeigen, kulturelle Relevanz entwickeln und
sich trauen, nicht allen gefallen zu wollen –
sondern den Richtigen.
Produkte werden zu Statements, Marken
zu Begleitern eines Lebensstils. Genau darin
liegt die Chance: Wer es schafft, relevanter
Teil der Identität der Gen Z zu werden, gewinnt
nicht nur Käufer, sondern echte Fans.
Relevanz entsteht dort, wo das echte Leben
passiert. Die Produkte müssen sich nahtlos
in den Alltag integrieren – schnell verfügbar,
unkompliziert, dennoch hochwertig und mit
emotionalem Mehrwert. Die Gen Z ist individuell,
genauso wie ihr Konsumverhalten. Sie
ist die erste Generation, die vollständig in einer
digitalen, dynamischen Welt aufgewachsen
ist. Das prägt nicht nur ihre Kommunikation,
sondern auch, wie sie konsumiert.
Klassische Mahlzeitenstrukturen lösen
sich zunehmend auf: Frühstück, Mittagessen,
Abendessen sind längst keine festen Rituale
mehr. Stattdessen rücken Snacks, flexible
Mini-Mahlzeiten und On-the-go-Produkte in
den Fokus. Die Gen Z isst, wenn es in ihren
Tag passt – nicht nach Uhrzeit, sondern nach
Moment. Wie unsere YouGov-Daten zeigen,
verzichten inzwischen 38 Prozent auf eine
klassische Mahlzeit – das ist im Vergleich zum
Vorjahr ein Anstieg um 18 Prozent.
Die Gen Z ist jedoch auch eine ambivalente
Generation. Nur ein sehr kleiner Teil – rund
fünf Prozent – lebt tatsächlich vegan. Gleichzeitig
sagt aber die Hälfte von ihnen, dass
es aus ethischer Sicht besser wäre, vegan zu
leben. Das zeigt: Zwischen Einstellung und
tatsächlichem Verhalten gibt es eine deutliche
Lücke. Und genau in diesem Spannungsfeld
zwischen Anspruch und Alltag bewegen sich
viele Entscheidungen dieser Generation.
Zudem ist die Gen Z eine sorgenbeladene
Generation, die Stabilität und Sicherheit
wünscht. 66 Prozent geben an, dass sie sich
viele Sorgen machen, was deutlich über den
anderen Generationen liegt. Aufgrund der
weltpolitischen Lage und der wirtschaftlichen
Situation dürfte dieser Wert noch weiter ansteigen.
Jeder Zweite in der Gen Z hat zudem
Angst vor Veränderungen.
Es ist eine verunsicherte Generation. Krisen,
Leistungsdruck, Zukunftsängste – viele junge
Menschen fühlen sich überfordert und orientierungslos.
Sie sehnen sich nach Stabilität,
Zugehörigkeit und klaren Werten.
Genau hier liegt die Chance für FMCG-
Marken: Nicht nur als Versorger, sondern als
Begleiter aufzutreten. Marken können der Gen
Z helfen, Struktur, Orientierung und Unterstützung
im Alltag zu finden – sei es durch Alltagsbegleiter,
inspirierende Kommunikation
oder Angebote, die Sicherheit und Kontrolle
vermitteln. Die junge Zielgruppe erwartet von
Marken Unterstützung im Alltag. Sie wünscht
sich Lösungen, die über das Produkt hinausgehen:
praktische Helfer, clevere Services,
Impulse, die Orientierung bieten – im Alltag,
im Konsum und manchmal auch im Leben.
Dabei ist Individualität ein zentrales Thema:
Gen Z will sich wiederfinden – nicht nur
in Markenbotschaften, sondern auch in den
Angeboten. Marken, die es schaffen, personalisierte
oder anpassbare Lösungen zu bieten,
treffen den Nerv dieser Generation. ☐
Foto: Kathrin Vogt
24 Branche • RUNDSCHAU 11/25
Marken
und
Macher
2025
Illustrtaion: stock.adobe.com/ShpilbergStudios
Welche Marken haben 2025
in ihren Kategorien am
meisten bewegt – und welche
Macherinnen und Macher
stehen dahinter? Die RUNDSCHAU-
Redaktion hat sich intensiv mit dieser
Frage beschäftigt und die 40 Marken
und Macher des Jahres gewählt. Freilich
ohne Anspruch auf Vollständigkeit,
jedoch mit dem Anspruch, die
rührigsten und innovativsten Partner
des LEH zu ehren. Vorhang auf!
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25
Branche
Marken und Macher des Jahres
CARL OETKER
Vorsitzender der Geschäftsführung, Oetker
Tradition und Moderne
Schon bald werden die Kunden zum
Weihnachtsmarkt in die Oetker-Welt
strömen. Ein Konzern zum Anfassen,
seit März operativ geführt von
Carl Oetker, Ururenkel des Unternehmensgründers.
Tradition trifft
bei Oetker auf Moderne: Convenience
gewinnt immer mehr an Bedeutung,
was zum Beispiel die wachsende
Zahl von Aifryer-Produkten zeigt.
KATJA JOHANNSON
Marketing Director, Intersnack Deutschland
ültje betritt Neuland
Eigentlich hat sich der Snackhersteller
Intersnack auf Chips, Nüsse und
Co. spezialisiert. Mit der Swavy-
Range steht nun erstmals ein ültje-
Snack im Schokoregal. Das Wagnis
mit der süß-salzigen Innovation des
Hauses geht Marketing Director Katja
Johannson keineswegs geräuschlos
ein, der Auftritt ist vielmehr
„bunt, laut und schrill“.
FLORIAN VON SALZEN
Geschäftsführer Commercial, CCEP DE
Coke setzt auf Germany
Mit der Ankündigung, in diesem Jahr hierzulande
rund 150 Millionen Euro zu investieren, bekennt
sich Coca-Cola Europacific Partners Deutschland
(CCEP DE) zum Standort Deutschland. Florian von
Salzen, seit Anfang 2023 Geschäftsführer Commercial
des Getränkegiganten, treibt die erfolgreiche
Entwicklung mit starken Kampagnen, Kooperationen
und Innovationen voran und sorgt für die
emotionale Aufladung der hauseigenen Marken im
zunehmend herausfordernden AfG-Segment.
SEBASTIAN KLOTZ
Managing Director, Mutti Deutschland
Die Tomate geadelt
„Mit Fokus auf Qualität und Hightech-Kontrollen
hat Francesco Mutti ein einst ‚armes Produkt‘ neu
definiert“, schreibt das Handelsblatt anerkennend
über den italienischen Anbieter von Tomatensaucen,
der auch in Deutschland Erfolge feiert. Das
Upgrade im Saucenregal ist gelungen, die Regalflächen
werden immer breiter, die Produktpalette
ebenfalls. In Deutschland verantwortet Sebastian
Klotz die Expansion von Mutti, das Ziel klar vor
Augen: Marktführer werden.
PHILIP HITSCHLER-BECKER
CEO, Hitschler
Hitschies Hattrick
Nicht weniger als drei Bestseller-Awards der
RUNDSCHAU hat die Marke Hitschies dieses Jahr
gewonnen – und zwar in drei verschiedenen Kategorien.
Firmenchef Philip Hitschler-Becker zeigt
damit eindrucksvoll, wie Markenerweiterung geht.
Ob Süßwaren, Energy Drinks, Müsli und Cerealien
oder zuletzt Backwaren – Hitschies steht für Innovationen,
die im LEH zünden. Und die Marke ist
noch längst nicht fertig: Hitschies soll schon bald
neue Kategorien erobern.
Fotos: Coca-Cola Europacific Partners Deutschland, Karin Berneburg; Intersnack Deutschland SE; hitschler international; Mutti S.p.A.; Dr. Oetker
26 Branche • RUNDSCHAU 11/25
ANDREA SPIELMANN
Mitglied der Geschäftsleitung, Lorenz Snack-World
Echte Innovation
Mit der Einführung der Marke „Chillers“ hat Lorenz
Mut zur Innovation bewiesen. Statt nur Produktvarianten
seiner Klassiker zu bringen, schafft das
Unternehmen ein neues Sub-Brand-Universum,
das auf Lifestyle, Entspannung und jugendliche
Ansprache setzt. Zudem werden regelmäßig Fortschrittsberichte
zur Nachhaltigkeit veröffentlicht.
Dem Snackspezialisten gelingt damit – auch dank
Marketing Director Andrea Spielmann – der Spagat
zwischen Tradition und Transformation.
VOLKMAR SCHWENK
Geschäftsführer, Ferrero Deutschland
Mut wird belohnt
Wie viel Mut braucht ein Markenunternehmen, um
eine neue Version einer Produktikone mit geänderter
Rezeptur auf den Markt zu bringen? Ferrero
hat Mut bewiesen und dieses Jahr eine pflanzliche
Nutella-Variante eingeführt. Den Konsumenten
schmeckt es: Für die erfolgreiche Marktperformance
erhält Nutella Plant Based dieses Jahr einen
Bestseller-Award der RUNDSCHAU. Ferrero-
Geschäftsführer Volkmar Schwenk hat dabei stets
das Ohr ganz nah am Markt.
DIETER MESSNER
CEO, Manner
Eine Marke hebt ab
Künftig bekommen alle Gäste eines Austrian
Airlines-Flugs eine Mozartkugel aus dem Hause
Manner geschenkt.Es ist nur eine von vielen
Maßnahmen, die auf die Markenbekanntheit des
österreichischen Waffelspezialisten einzahlen.
Dieses Jahr ergänzte Manner das Sortiment um die
Crunchies-Range, „knusprige Waffelhäppchen mit
cremigem Herz“. Auch neu: CEO Dieter Messner
leitet seit September die Geschicke der Traditionsmarke
aus Wien.
CLAUS BUTTERWEGGE
CEO Mittel- und Nordeuropa, Barilla Group
Upgrade für die Pasta
Durch ein neues Herstellungsverfahren
einen ganzen Markt upgraden
– mit „Al Bronzo“ ist das Barilla
gelungen, mit Claus Butterwegge als
Treiber. Die Nudeln bekommen eine
raue Oberfläche, an der die Soße
besser haftet. Nachahmer kopieren
zwar bereits, das Original bleibt
jedoch bislang unerreicht. Barilla
tut zudem Gutes: 2024 spendete das
Unternehmen rund 3.700 Tonnen
Lebensmittel an lokale Initiativen.
VOLKER BÜTTEL
Geschäftsführer, iglo Deutschland
Trends setzen
Ob iglo mit „Freibad Pommes“ auf
Kindheitserinnerungen setzt oder
für den Trend-Küchenhelfer Airfryer
Produkte launcht – der TK-Hersteller
ist ganz nah an den Konsumentenbedürfnissen.
Das Ruder
für den deutschen Markt hat seit
1. April 2025 Volker Büttel übernommen.
Als ehemaliger Chef der
Thai Union-Töchter Hawesta, Rügen
Fisch und Ostsee Fisch bringt er
maritime Expertise mit.
Fotos: iglo Deutschland; Lorenz Snackworld; EHI WIssenschaftspreis; Josef Manner AG; Barilla
www.rundschau.de
27
Branche
Marken und Macher des Jahres
ANDREAS RONKEN
CEO, Alfred Ritter
Cool bleiben
Cool werden ist für eine Marke
schwierig, auf Dauer cool zu bleiben
noch schwieriger. Das schafft Ritter
Sport unter CEO Andreas Ronken
vor allem mit Innovationen und
Sondereditionen. Zuletzt führte der
Schokoladenanbieter Produkte mit
trendigem Matcha, neue vegane
Sorten und die Xtra Mile-Range mit
Galaktose als Energielieferant.
HOLGER LACKHOFF
Geschäftsführer, Haribo
Sauer gewinnt
Haribos „Goldbären“ sind Ikonen,
etliche Werbekampagnen des Süßwarenherstellers
genießen Kultstatus.
Mit einem „Sauer-Upgrade“ ist
Geschäftsführer Holger Lackhoff auf
dem besten Weg, für neue Superlative
zu sorgen. Allen voran: Zum 25.
Geburtstag von Pico-Balla feiert die
lancierte saure Variante des Fruchtgummikonfekts
Erfolge.
SILVIA WIESNER
Vorsitzende der Geschäftsführung, Rotkäppchen-Mumm
Prämierte Innovationen
Trotz des aktuell schwierigen Marktumfelds entwickelt
sich Rotkäppchen-Mumm stabil und konnte
im Weinsegment sogar deutlich wachsen. Den
Erfolg dokumentieren zahlreiche Auszeichnungen.
So wurde das Unternehmen, das seit März von Silvia
Wiesner als CEO geführt wird, in diesem Jahr
mit dem Sonderpreis des Deutschen Gründerpreises
bedacht, der Sparkling Mix Secconade gewann
sowohl den All Beverage Award der RUNDSCHAU
als auch den Red Dot Design Award.
MATTHIAS OETTEL
CEO, Meggle Holding
Groß, größer, Meggle
Meggle kauft zu und wächst. Nach der Übernahme
der Stegmann Emmenthal Käsereien 2021 haben
nun Klaus Rücker und Insa Rücker ihre Molkerei
(Jahresumsatz zuletzt: rund 500 Millionen Euro)
an die Holding aus dem Allgäu mit Matthias Oettel
als CEO verkauft. Die Rücker-Standorte in Aurich
und Wismar werden sozusagen bayerisch, Meggle
Cheese gewinnt im Unternehmen an Bedeutung
und der Deal macht Meggle zu einer der größten
Privatmolkereien Deutschlands.
ALFRED DARBOVEN
Vorstandsvorsitzender, J.J. Darboven
Schatten gespendet
Der Klimakrise im Kaffeeanbau entgegentreten
– mit Schattenbäumen, die die empfindlichen Kaffeepflanzen
vor Sonne und Hitze schützen. Eine
Packung = ein Baum – eine sinnvolle Promotion,
die viel Gutes bewirkt. Das Team um Firmenchef
Darboven, darunter Marketingvorstand Philipp
Guht und Marketingleiterin Simone Müggenburg,
orchestrierte die Aktion. Im Rahmen des Projekts
wurden bisher fast 300.000 Bäume an Kaffeebäuerinnen
und -bauern gespendet. Ein Erfolg.
Fotos: Jens Wittenburg Fotografie; Maria Rosa Weigl; J.J. Darboven; Alfred Ritter GmbH & Co. KG; Meggle Holding
28 Branche • RUNDSCHAU 11/25
KAI BORIS BENDIX
Vorsitzender der Geschäftsführung, Kühne
Junge Zielgruppe im Fokus
Kühne setzt sich unter Kai Bendix große Ziele: Das
Portfolio soll zu 100 Prozent vegetarisch werden,
die Produktion langfristig CO2-neutral und alle
Verpackungen recyclingfähig. Das Familienunternehmen
ist aber nicht nur in Sachen Nachhaltigkeit
aktiv. Eingelegte Gurken und Rotkohl sowie Senf
und Saucen sind zwar nach wie vor die bestverkauften
Produkte, doch Innovationen mit einem
Augenzwinkern sind bei Kühne mittlerweile auch
erlaubt. Auf der Ernährungsmesse Anuga wurde
beispielsweise das Produkt KaterHero getestet –
Gurkenwasser im Shot-Format. Die Idee kam laut
Unternehmen aus der Community. Den jüngeren
Konsumenten freut‘s – und Kühne erhält auf Social
Media Likes und Herzchen.
FABIAN VELTINS
Geschäftsführer Marketing, Veltins
Darauf ein Pülleken
Dank starker Innovationen wie das
„Zitrönken“ im vergangenen Sommer
wächst Veltins weiter gegen
den Markttrend. Mit dafür verantwortlich
ist Fabian Veltins, Neffe
der Alleingesellschafterin Susanne
Veltins. Nach dreijähriger Einarbeitungszeit
ist der 35-jährige Betriebswirt
seit Mitte 2025 auch Teil der Geschäftsführung
mit Verantwortung
für sämtliche Marketingaktivitäten.
Fotos: Carl Kühne KG; Brauerei C. & A. Veltins
Nürnberg, Germany
10.-13.2.2026
#intoorganic
biofach.de
biofach.com
Weltleitmesse
für Bio-Lebensmittel
Growing
Tomorrow
Zutritt nur für Fachbesuchende
Ticket sichern
Young Voices,
Bold Visions
Future-proof
Food
Food Trends
and Innovation
Branche
Marken und Macher des Jahres
HINNERK EHLERS
Vorstand Marketing & Vertrieb, Frosta
Richtung Bio-Qualität
Nicht nur in Umfragen erhält TK-
Hersteller Frosta regelmäßig hohen
Zuspruch, auch an der Kasse sind
die Produkte gefragt. Der Umsatz
der Marke mit dem Reinheitsgebot
wächst seit Jahren zweistellig.
Nächstes Ziel für Vorstand Hinnerk
Ehlers: Frosta soll zu einer der größten
Bio-Marken in der Kühltruhe
werden.
PETRA ERMENTRAUT-ECKERT
Direktorin, Deutsche See
Convenience im Blick
Wenn es um Produktentwicklung
und Marketing geht, hat Petra
Ermentraut-Eckert die richtige Nase
für Trends im Seafood-Markt. So
feiert die Deutsche See Erfolge im
TK- und SB-Convenience-Sortiment,
präsentiert mittlerweile Produkte
wie vorfrittiertes Fritto Misto. Das
erfolgreiche Motto: Meeresschätze,
bequem für jeden zuzubereiten.
JERO BENTZ
Mitglied der Unternehmensleitung, Melitta Gruppe
Innovativ und nachhaltig
Melitta hat in diesem Jahr seine Markenposition
im Kaffeesegment durch innovative Produkte und
nachhaltige Lösungen gestärkt. Die Marke wurde
als TOP 100-Innovator ausgezeichnet und hat zudem
ihr Packaging modernisiert. Initiativen wie
Fair Recycled Plastic unterstreichen das Umweltbewusstsein
auch im Kaffeeportfolio. Die Melitta
Group, geführt von Jero Bentz, bleibt mit ihrer Expertise
bei Filtern und Kaffeespezialitäten damit
eine der Top-Brands für Kaffeeliebhaber.
RALPH BERANEK
Geschäftsführer, Seeberger
Facelift für Markenauftritt
Logo und Verpackungsdesign gehören zu den
wichtigsten Assets einer Marke. Beide hat Seeberger
dieses Jahr erneuert. Der Ulmer Spezialist
für Nüsse und Trockenfrüchte bleibt mit der Einführung
von gefriergetrocknetem Obst innovativ,
testet Produkte zunächst im eigenen Onlineshop,
bevor sie in Serie gehen. CEO Ralph Beranek ist
dieses Jahr seit 35 Jahren beim Unternehmen tätig,
bleibt aber wie eh und je neugierig und offen für
Neues. Sein oberstes Gebot: Nachhaltigkeit.
JÖRG BIEBERNICK
Vorsitzender der Geschäftsführung, Paulaner
Retro-Trend beflügelt
Cola-Mixgetränke wie Spezi laufen im AfG-Segment
dank des anhaltenden Retro-Trends aktuell
besonders gut. Mit dem kultigen Paulaner Spezi,
das bereits seit den 70er Jahren auf dem Markt ist,
profitieren die Münchner wie kaum eine andere
Brauerei mit entsprechenden Angeboten von der
steigenden Nachfrage nach Colamixen. Für Paulaner-Chef
Jörg Biebernick ist diese Entwicklung
zweifelsohne ein willkommener Lichtblick im
sonst überaus schwierigen Biermarkt.
Fotos: Paulaner Brauerei Gruppe; Steven Haberland Images; Hans-Rudolf Schulz; Jörg Brockstedt; Melitta
30 Branche • RUNDSCHAU 11/25
BENJAMIN DRÖSEL
Vorstand Marketing & Vertrieb, Fairtrade Deutschland
Geballte Kampagnenkraft
Fairtrade ist keine Marke, das Nachhaltigkeitssiegel
führt trotzdem erfolgreiche Marketingkampagnen
zusammen mit Partnern durch. Dem Team um
Vorstand Benjamin Drösel gelang es zuletzt, Promis
wie Joko Winterscheid und Matthias Schweighöfer
als Werbeträger für die faire Sache zu gewinnen.
FLORIAN SCHWENKERT
CEO, KoRo
Nachhaltiges Wachstum
Wachsende LEH-Präsenz, ganz ohne Rabattschlachten:
für KoRo, vormals reiner Online-Anbieter
von Nüssen, Snacks und Co., ein nachhaltiges
Konzept. Kontinuierlich setzt das Managementteam
um CEO Florian Schwenkert neue Akzente,
etwa mit Clean Label-Snacks oder Functional Food.
SARA MARQUART
Gründerin/Geschäftsführerin, Planet A Food
Auf dem Zukunftsweg
Eine Chemie-Doktorarbeit, eine
Buchlektüre, die Unterstützung des
Bruders, eine Unternehmensgründung
– das ist die Erfolgsstory von
Choviva. Angesichts der durch die
Kimaveränderung immer höheren
Kakaopreise ist die Schokoladenalternative
aus Sonnenblumenkernen
immer beliebter. Dank Sara Marquarts
Forschung gibt es schokoladigen
Genuss ohne Kakao.
Fotos: KoRo; Fairtrade Deutschland; Planet A Food
Taste the SUN
Gemeinsam Werte schaffen, die man schmeckt.
Wir lieben Früchte! Als weltweit führende Premium- starke Markenbekanntheit, verlässliche Qualität und
Marke mit dem breitesten Sortiment stehen wir mit ein emotionales Einkaufserlebnis, das Kunden begeistert
Taste the SUN für echten Geschmack, Vertrauen und zum Wiederkauf bewegt – Tag für Tag, mit viel
und Verantwortung. Für den Handel bedeutet das: Liebe und Sonne.
70 % der Kaufentscheidungen fallen
am POS – hier glänzen wir mit
starken Auftritten und Aktionen.
Innovatives und ansprechendes
Sortiment durch konstante
Produktentwicklung.
Bis zu 93 % mehr Umsatz
durch attraktive
Promotions.
Bis zu 800 % Umsatzplus
durch attraktive Platzierungen –
ganz ohne Preissenkung.
@sanlucarfruit
Branche
Marken und Macher des Jahres
MARC THIEMANN
General Manager, Red Bull Deutschland
Kategorie-Treiber
Dank der anhaltenden Weiterentwicklung
des Produktportfolios,
beispielsweise durch die Organics-
Range, innovative Sondereditionen
und zuckerfreie Varianten ist Red
Bull weiter unangefochtener Marktführer
im Energydrink-Segment.
Seit rund zehn Jahren sorgt Marc
Thiemann an der Unternehmensspitze
dafür, dass die Österreicher
stets auf Erfolgskurs bleiben.
DR. FRIEDERIKE DRIFTMANN-EGELHOF
Vorsitzende der Geschäftsführung, Peter Kölln
Die Verjüngerin
Sie repräsentiert die siebte Generation
des Unternehmens Peter Kölln
und hat die jungen Zielgruppen fest
im Blick: Für Dr. Friederike Driftmann-Egelhof
ist die Haferflocke
Functional- und Super-Food, das
stark macht. Ob als Sweet ChocStar-
Müsli, veganen Müsli-Varianten,
Trinkmahlzeit oder – ganz aktuell –
in Kombination mit Protein.
SABINE WEBER
Marketing Managerin Retail DACH & CE, McCain
Born to share
Wachstumsimpulse in einem TK-Sortiment sind
immer gefragt, McCain kann sie liefern. Mit
innovativen Schnittverfahren, neuen Würzungen
und Zubereitungskonzepten bleiben Klassiker wie
Pommes Frites, Wedges oder Kroketten immer up
to date. Für Marketing Managerin Sabine Weber
stehen aber auch gemäß der Dachmarken-Kampagne
„Born to share“ die Verzehrmomente verstärkt
im Fokus: Pommes und Co. stehen für gemeinsame
Genussmomente mit Familie und Freunden.
DR. HERMANN BÜHLBECKER
Inhaber, Lambertz-Gruppe
Wo Tradition zu Hause ist
Der umfangreich umgestaltete, neue Flagship-
Store der Lambertz-Gruppe am Markt der Printenstadt
Aachen, das 100-jährige Jubiläum von
Weiss Lebkuchen in Neu-Ulm – es sind nur einige
Event-Stationen, die das Jahr des Süßgebäckherstellers
geprägt haben. Immer dabei: Inhaber Dr.
Hermann Bühlbecker, der außerdem die Kunst beherrscht,
regional verwurzelte Traditionsmarken
nicht nur unter einem Dach zu vereinen, sondern
ihnen auch Modernität einzuhauchen.
OLIVER BARTELT
Global Head of Corporate Communications, DMK
Marke mit Werten
Heutzutage reicht es schon, Diversität auf einer
Käseverpackung abzubilden, um einen Shitstom
zu entfachen. Das musste Oliver Bartelt mit der
Marke Milram feststellen. Die schönen Motive
einer Sonderedition wurden wegen angeblicher
„Wokeness“ im Netz kritisiert. Milram aber blieb
standhaft und betonte Werte wie Toleranz, Diversität
und Weltoffenheit. Am Ende hat die Marke
gewonnen – an Respekt, an Fans und an medialer
Reichweite.
Fotos: Red Bull; Florian Ebener; Studio Röcken; DMK Deutsches Milchkontor GmbH; Jörg Brockstedt
32 Branche • RUNDSCHAU 11/25
PASCAL BIERI
Mitgründer, Planted
Angesagte Alternative
„Wir machen saftiges Fleisch aus Erbsen, Sonnenblumen
und Hafer unter Zugabe von Wasser und
Schweizer Rapsöl“ – heißt es seitens Planted. Die
Botschaft: Fleischersatz geht auch mit einer kurzen
Zutatenliste. Dass bei dem Hersteller von pflanzlichem
Fleisch derzeit alle Zeichen auf Wachstum
stehen, beweist dessen neue Produktionsstätte
in Memmingen/Süddeutschland. Die Anlage hat
im Juni dieses Jahres eröffnet und sei „Europas
modernste Produktionsstätte für biostrukturierte
Proteine.“ Neue Konsumenten erschließt sich das
von Pascal Bieri mitgegründete Unternehmen auch
durch Kooperationen, etwa mit der Düsseldorfer
Pommesmanufaktur Frittenwerk und der Restaurantkette
Hans im Glück.
ULRICH ZUENELLI
Executive Chairman, Loacker
In Feierstimmung
Das 100-jährige Jubiläum nutzt
Loacker, um neue Maßnahmen in
Sachen Nachhaltigkeit anzukündigen:
Der Südtiroler Waffelhersteller
wird zur Società Benefit; einer Gesellschaftsform,
in der Nachhaltigkeit,
Ethik und Transparenz in den
Statuten verankert ist. Ein weiterer
Festakt für Loacker-Chef Ulrich
Zuenelli ganz persönlich: Er ist der
Preisträger des ISM Awards 2025.
Fotos: Loacker; Planted Foods AG;
Starten Sie 2026 durch:
MIT THUNFISCH AUF
ÜBERHOLSPUR!
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63 % der Deutschen essen mindestens einmal
im Monat Thunfisch*
✔ Mehr Umsatz:
2,3x höherer Durchschnittsbon**
*MSC Thunfisch Bericht 2025
**Quelle: DE YouGov FMCG, Bruttostichprobe [30.000] Haushalte, FY 2024, 2,3x höherer Durchschnittsbon (Basis FMCG Trips mit
Deutsche See Thunfischkonserven (n=1.216) vs. alle FMCG Trips). Das Panel ist repräsentativ für alle Haushalte in Deutschland
mit haushaltsführenden Personen ab 16 Jahren, erfasst kontinuierlich und elektronisch die Einkäufe für den privaten Konsum
und weist diese gewichtet und hochgerechnet aus.
Branche
Marken und Macher des Jahres
ULRIKE DETMERS
Geschäftsführerin a.D., Mestemacher
Marken-Aufbauerin
Chapeau vor dem Lebenswerk der
Powerfrau Ulrike Detmers. Jung
heiratete sie in das ostwestfälische
Bäckereiunternehmen ein, studierte
Betriebswirtschaft, schuf gesellschaftlich
relevante Preise, machte
Mestemacher zu einer bedeutenden
Marke im Brotregal. Nun übernimmt
die RUF-Gruppe das Ruder beim Traditionsunternehmen,
Detmers tritt
ab von der LEH-Bühne. Beste Wünsche
für die Zukunft!
ARMIN REHBERG
CEO, SanLucar
Premium mit Weitblick
Die Idee entstand vor über 25 Jahren:
Eine einzigartige Obst- und Gemüsemarke
im schwierigen rohstoff-, herkunfts
-und preisorientierten Markt
zu etablieren. Das hat SanLucar
geschafft und eine ganze Kategorie
wesentlich verändert. Unter der Leitung
von Armin Rehberg mischt die
Marke die O&G-Abteilung auf, mit
viel Premium und einer wachsenden
Produktpalette.
34 Branche • RUNDSCHAU 11/25
OLIVER SCHOSS
European Marketing Director, European Pizza Group
Pizza in progress
Ein Klassiker aus der Tiefkühltruhe wird 40 Jahre
alt: 1985 lief die erste Original Wagner Steinofen-
Pizza vom Band. Heute umfasst die Markenpower
von Original Wagner eine Vielzahl weiterer Ranges
für verschiedene Generationen und Zielgruppen.
Die nächste Koop-Runde mit Football-Legende
Kansas City Chiefs in diesem Jahr ist ein Beispiel,
wie European Marketing Director Oliver Schoß mit
Original Wagner Pizza Trendaffinität zeigt. Auch
Snacks für den Airfryer treffen den Zeitgeist.
DAVID SUAREZ
CEO, Livekindly Collective
Pflanzen-Power
Vor über zehn Jahren wurde Like (damals LikeMeat)
als eines der Pioniere im Bereich pflanzlicher
Fleischersatz ins Leben gerufen. Das Livekindly
Collective hat die Marke 2020 übernommen und
sie seitdem erfolgreich weiterentwickelt – auch im
derzeit angespannten Umfeld. Zuletzt startete die
Marke, seit gut fünf Jahren die Nummer zwei im
Markt für Fleischersatz, in Düsseldorf das größte
vegane Stadion-Foodkonzept. Diese Konstanz dürfte
auch CEO David Suarez freuen.
DR. ANDREAS BROKEMPER
Sprecher der Geschäftsführung, Henkell Freixenet
Konsequent alternativ
Mit der Einführung von Fürst von Metternich
alkoholfrei bietet Henkell Freixenet nach Henkell,
Mionetto und Freixenet bereits die vierte große
Marke in einer Variante, die sich an eine wachsende
Zielgruppe richtet: Jene Konsumenten, die auf
Genuss ohne Alkohol setzen. Das Alternativsortiment
trägt bereits mit 6 Prozent zum Umsatz bei,
Tendenz steigend. Auch im Bereich Prosecco und
Crémant sieht Konzernchef Andreas Brokemper
insgesamt viel Wachstumspotenzial.
Fotos: Henkell Freixenet; Dirk Guldner, guldner.de; SanLucar Deutschland GmbH; Mestemacher GmbH; Livekindly Collective
KASPER VON BOCKUM
Mitglied der Geschäftsführung, Coppenrath & Wiese
Größere Brötchen
Vor 50 Jahren legte Coppenrath & Wiese den Grundstein
für sein TK-Tortensortiment. Neu-Geschäftsführer
Kasper von Bockum weiß: Neben Torten und
Kuchen haben es Shoppern TK-Brötchen angetan.
Mit den „Unsere Goldstücke“-Brötchen geht es nun
erstmals ins Bake-off-Geschäft.
PAUL VETTER
General Manager, Henkel Consumer Brands Germany
Back to the future
Power Brands mit Tradition, die immer wieder
innovativ auftreten – dafür ist Henkel bekannt.
Sichtbar wird dies auch an der aktuellen Werbekampagne
von Persil: Die „weiße Dame“ spaziert im
TV-Spot durch die Jahrzehnte und zeigt so die Kontinuität,
aber auch die Innovationskraft der Marke.
MIRJAM KNOBLOCH
Geschäftsführerin, Tinema
Fisch-Expertise
Der Spezialist für Räucherfisch- und
Meeresspezialitäten mit seinem
Produktportfolio um Krone Fisch,
Meine Lieblinge und Friedrichs
überzeugt auch 2025 mit spannenden
Neuprodukten. So wurde Friedrichs
beim German Brand Award
sogar doppelt ausgezeichnet – ein
Erfolg, zu dem auch Mirjam Knobloch,
Geschäftsführerin Vertrieb &
Marketing, beigetragen hat.
Fotos: Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Eva Tatje; Tinema; Henkel AG & Co. KGaA
Frische Ideen.
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Branche
MLF-Tagung
Text: Marcelo Crescenti
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3
Nachdenkliche Töne
Steigende Preise, schwacher Konsum, Spannen unter Druck: Die MLF-Tagung in Wiesbaden bei
den Händlern Georg und Boßler spiegelte die derzeitige Unsicherheit der Branche wider. Doch
es gab auch mutmachende Ideen – und einen Blick in den KI-Zukunft.
Die fetten Jahre sind vorbei“ – auch
wenn sich MLF-Präsident Stefan Lenk
sofort korrigierte und lieber von Herausforderungen
sprach, setzte seine
Begrüßungsrede den Ton für die MLF-Tagung
Anfang Oktober in Wiesbaden an. Lenk sprach
von schwächelndem Konsum, steigenden
Rohstoffpreisen, Spannen und Premiumsortimenten,
die unter Druck stehen. Und doch:
Wenn jemand die multiplen Herausforderungen
bewältigen kann, dann die Kaufleute und
Familienunternehmen im LEH. „Wir wollen
die Bessermacher sein“, so Lenk.
Wie man es besser macht und der Krise
trotzt – das Thema zog sich wie ein roter Faden
durch die Veranstaltung der Top-Lebensmittelhändler
Deutschlands. Die Partnerschaft
mit den Kaufleuten ist laut Patrick Mogck,
Vorstand Edeka Südwest, der Schlüssel für
mehr Erfolg. Dabei hätten die Händler die
„maximale Freiheit“: „Wir sind Dienstleister,
nicht Regisseure“, sagte Mogck zur Rolle der
Zentrale. Und er warnte: „Der Erfolg ist unser
größter Feind, wenn er uns träge macht.“
Fotos: Reinhard Rosendahl
36 Branche • RUNDSCHAU 11/25
4
6
5 7
„Händler müssen sich mehr um den Beziehnugsaufbau
zum Kunden bemühen, nicht nur
um den Aufbau der Regale“, forderte Robert
Kecskes vom Marktforschungsinstitut YouGov
die Branche heraus. Viel diskutiert wurde in
Wiesbaden über die steigenden Promotionanteile.
„Promotions bringen Marken nichts
mehr, Innovation bringt sie voran“, so Kecskes.
Einkaufsagenten und Live Commerce
Godo Röben, Investor und Berater, brach abermals
eine Lanze für fleischlose Alternativen,
deren Umsatz im LEH derzeit stagnieren.
Der Trend sei unumkehrbar, verdeutlichte
er. Dr. Johannes Steegmann, CEO Eat Happy,
nahm das Publikum mit auf eine kulinarische
Trend-Reise und erklärte das Konzept des
Fresh Food-Spezialisten. Das Unternehmen
expandiert: Allein 2025 stellt Eat Happy 2.000
neue Mitarbeitende ein, so der Firmenchef.
Den rund 400 Teilnehmenden wurde das Beste
geboten, was Wiesbaden an Locations zum
Feiern hat: Empfangen wurde abends im
Schloss Henkell sowie im Kurhaus.
Was bringt die Zukunft? Die Händler hoffen
auf Impulse durch die Politik in Sachen Entbürokratisierung
und Ankurbelung der Wirtschaft,
setzen aber auch auf die eigene Stärke
als Lokalmatadore mit dem „Ohr ganz nah
am Kunden“, wie Stefan Lenk es formulierte.
Einen Blick in die Zukunft der künstlichen
Intelligenz gewährten Christian Au und Antje
König von retail.ai. Demnach gewinnen
Einkaufsassistenten für Kunden, aber auch
für Einkäufer im Handel an Bedeutung. Das
Jahresgespräch wird mit KI-Unterstützung
simuliert, und Avatare verkaufen Ware per
Live Commerce. Geschieht künftig also alles
automatisch? Vieles ändert sich. Doch vorerst
„bleibt der Mensch entscheidend“, sagt
Marktforscher Kecskes – und empfiehlt mehr
Wärme in der Kundenbeziehung. ☐
1 Moderator und MLF-Geschäftsführer Michael
Gerling (l.) mit den zwei gastbebenden Händlern
Ludwig Boßler (Mitte) und Uwe Georg.
2
3
4
5
6
Stefan Lenk, MLF-Präsident und Rewe-Aufsichtsratschef,
begrüßte die Teilnehmenden
mit einer nachdenklichen Rede.
Patrick Mogck, Vorstad Edeka Südwest, betonte
die Rolle der Zentrale als „Dienstleister
der Kaufleute“.
Beim MLF wird auch gefeiert – diesmal im
Wiesbadener Kurhaus (Foto) und im Schloss
Henkell.
Investor und Berater Godo Röben blickte in die
Zukunft der fleischlosen Ernährung.
Unter die Lupe genommen: Die Marktbesichtigungen
führten zu je zwei Märkten von Uwe
Georg und Ludwig Boßler.
7 Antje König von retail.ai erklärte die künftige
Bedeutung von virtuellen Einkaufsassistenten
für Kunden, aber auch für Einkäufer im Handel.
www.rundschau.de
37
15
Prozent
beträgt der Anteil von Obst
und Gemüse am Umsatz im neuen Rewe-Markt
im Westfield, im Hamburger Überseequartier.
25
Meter
lang ist die Frischetheke, an der
Fleischsommelier Matthias Cranz mit dem Team
Feinkost, Käse, Fisch, Wurst und Cuts anbietet.
Optlatz.
Food-Oase
mitten im Sturm
△ Ob mit Bar-Eventlocation im Brauereistil oder
Kaffeerösterei: Jens Piclums Rewe-Markt im
Hamburger Überseequartier muss im Einkaufszentrum
Westfield viel bieten.
Als herausragenden Flagshipstore bezeichnet Rewe Nord den Markt von
Jens Piclum im gigantischen Westfield Einkaufszentrum im südlichen
Hamburger Überseequartier. An den Details wird noch gefeilt.
Unglaubliche lange neun Jahre hat es gedauert,
bis nach dem ersten Kontakt der Rewe mit dem
Investor Jens Piclums der Rewe-Markt im neuen
Westfield-Einkaufszentrum in der Hafencity im
April 2025 eröffnet wurde. Dazwischen lagen so viele Aufs
und Abs, dass man vor dem Durchhaltevermögen aller
Beteiligten nur den Hut ziehen kann. Das Ergebnis ist ein
gigantischer Markt, der noch Herausforderungen bietet.
Bau mit Hindernissen
Die Historie des Projekts liest sich wie eine Geschichte
von Pleiten, Pech und Opfern. Nachdem Hamburgs Bür-
germeister 2005 den Plan zur Neugestaltung
des südlichen Überseequartiers vorgestellt
hatte, gab es „neun Jahre Ödnis“, wie der NDR
berichtete. Ein neuer Investor übernahm,
Unibail Rodamco Westfield (URW), Betreiber
von Einkaufszentren auch im Ruhrgebiet. 2019
erfolgte die Grundsteinlegung für etwas ganz
Großes: Eine Fläche von zehn Fußballfeldern,
rund 419.000 Quadratmeter, umfasst das Areal.
Die Grundfläche von 67.000 Quadratmetern
wurde überbaut mit rund 600 Wohnungen,
Büros, Hotels, einem Einkaufszentrum mit
170 Geschäften und 40 gastronomischen Betrieben.
Dazu Kino, Kultur, und vor der Tür
tatsächlich ein Kreuzfahrtterminal.
Die Elbe vor dem Haus machte den Bauplatz
anspruchsvoll. Bis zu 2.000 Arbeiter waren
38 Branche • RUNDSCHAU 11/25
Store-Check
Rewe Piclum, Hamburg im Westfield
Text: Martina Kausch
△ Herzstück des Markts ist die 25 Meter lange Frischetheke. Fisch, Käse, Feinkost, Wurst und Fleisch werden hier präsentiert, Fleischsommelier Matthias Cranz sorgt für
außergewöhnliche Cuts. Gleich davor ist die gekühlte SB-Ware der Sortimente zu haben.
zeitweise beschäftigt, und tatsächlich säumten
Katastrophen den Weg zur Fertigstellung. 2023
brannte es zunächst, man sah die Rauchwolken
weit über die Stadt ziehen. Im Sommer
stürzten sechs albanische Bauarbeiter acht
Stockwerke tief in den Tod, ein Gerüst im
Fahrstuhlschacht war eingebrochen. Weil die
Baukosten stiegen, verkaufte Investor URW
mehrere deutsche Shoppingcenter. Zweimal
wurde die Eröffnung verschoben. Nicht im
April 2024, nicht im Oktober 2024, sondern
Dieser Markt repräsentiert
für uns im Norden einen
herausragenden Flagshipstore.
im April 2025 startete der Betrieb mit einer
monströsen Eröffnungsfeier. Bis dahin waren
die Gesamtkosten inklusive Entschädigungszahlungen
von rund 1,6 auf rund 2,4 Milliarden
Euro gestiegen, und zahlreiche Shopbetreiber
zweifelten ensthaft am Projekt. Viele Gerichtsprozesse
laufen noch.
Jens Piclums Mammutaufgabe
Mitten im Sturm: Jens Piclum. Seit 28 Jahren
im Lebensmittelhandel tätig, seit 25 Jahren bei
Sascha Stille
Leiter Expansion, Rewe Nord
Rewe und zuletzt Marktmanager des Rewe-
Markts im älteren Elbe-Einkaufscenter, wagte
mit Rewe den Schritt in die Selbstständigkeit.
Ausgerechnet im Westfield in der Hafencity.
Doch immerhin ist der Standort etwas ganz
Besonderes.
Im Untergeschoss des Westfield gelegen,
ist der Markt über den direkten Zugang zur
U4-Bahnstation Überseequartier gut zu erreichen
– und der Weg von der U-Bahn auch
gut ausgeschildert. Piclums Markt fungiert als
Nahversorger für die Anwohner in hunderten
hochpreisiger Wohnungen, Berufstätige aus
den zahlreichen Büros und Gäste der rund
1.000 Hotelzimmer im Überseequartier. Und
auch die Kreuzfahrttouristen sollen auf dem
Weg aus dem Schiff zu Rewe finden.
„Genau das richtige“ sei es für Rewe, an dem
„außergewöhnlichen Standort einen Markt
der Spitzenklasse“ zu eröffnen, fomuliert es
Sascha Stille, Leiter Expansion der Rewe Nord:
„Dieser Markt repräsentiert für uns einen
herausragenden Flagshipstore.“
www.rundschau.de
39
9
INTERVIEW
Store-Check
Rewe Piclum, Hamburg im Westfield
Jens Piclum
Rewe-Kaufmann
Worauf legen Sie als Rewe-Kaufmann
an diesem besonderen Standort besonderen
Wert?
Für mich gehört zu einem besonderen
Standort wie dem Überseequartier auch
ein besonderes Sortiment, das das gewisse
Etwas ausmacht und über das
Standardsortiment hinausgeht. Hinzu
kommt natürlich der Service durch unsere
gut ausgebildeten Mitarbeitenden.
Wie hat sich das Sortiment seit der
Eröffnung verändert? Was läuft gut,
wo und was wird ergänzt?
Unser Getränkesortiment haben wir
deutlich erweitert, und auch das Angebot
unserer Salatbar und To Go-Produkte.
Zum Beispiel haben wir seit Kurzem
eine heiße Theke, an der wir warme
Speisen wie Frikadellen oder Fleischkäsebrötchen
anbieten.
Was sind die Herausforderungen an
einem so spektakulären Ort?
Das Quartier ist erst ein halbes Jahr alt
und muss sich daher noch etablieren.
Wichtig ist uns aber, schnell auf Kundenwünsche
zu reagieren, damit sie gerne
wiederkommen. Personaltechnisch ist
der Standort ein Glücksgriff, denn wer
arbeitet nicht gerne an der Elbe? Dementsprechend
attraktiv ist der Markt für
Mitarbeitende.
△ Prachtvoll in Optik und Angebot: Die Obst- und Gemüseabteilung, die gleich hinter dem Haupteingang zum
Start des Kundenlaufs platziert ist. Dahinter die gekühlte Convenience.
Die Erwartungen an den Standort sind
also hoch. Die Architektur soll maritimen
Markthallenstil zeigen, auf anthrazitfarbenen
Böden werden die Wände von grauer und roter
Klinkeroptik geprägt. Die goldene Schrift auf
den Sortimentsschildern schafft Wertigkeit,
aber ausgerechnet in der Wein- und Spirituosenabteilung
hängen über den Regalen sehr
einfache, ungestaltete, orangefarbene Schilder
mit weißer Schrift, auf denen lediglich Ländernamen
in drei Sprachen (neben Deutsch und
Englisch auch in Spanisch) stehen.
Kaffeerösterei und Bar
Besonderheiten sind die 25 Meter lange Theke
mit Fisch, Käse, Feinkost, Wurst und Fleisch
– und die Beratung von Fleischsommelier
Matthias Cranz. Es gibt eine Kaffeerösterei mit
vielen Spezialitäten und eine Bar im Brauereistil
mit Eventzone.
Was soll man den Kunden im Markt bieten,
bei einem gastronomischen Angebot der
Superlative im Westfield? Jens Piclum setzt
auf Wissensvermittlung: Fischkochkurse,
Steak-Workshops und Wein-Tastings sind im
Angebot. Auf Instagram wird auf die Termine
▽ Innerhalb weniger Minuten kann der Kunde
Getränke auf die richtige Temperatur bringen.
Fotos: Rewe Nord; RUNDSCHAU/ Kausch
40 Branche • RUNDSCHAU 11/25
D
www.rundschau.de
Mehr aktuelle Store-Checks sowie mehr Bilder
vom Rewe-Markt von Jens Piclum finden Sie
auf der Homepage der RUNDSCHAU.
_
MARKT-
DATEN
△ Direkt neben der Rolltreppe befindet sich einer
der beiden Markteingänge.
hingewiesen, im Markt fehlen noch entsprechende
Informationen.
Einige Fragen bleiben, allerdings. Der Markt
hat zwei Eingangsbereiche, in einem unterstreichen
in der schmucken Obst- und Gemüseabteilung
teilweise Körbe auf halbhohen
Regalen mit Maueroptik den edlen Eindruck.
Betritt man den Markt auf der anderen Seite,
begrüßen dagegen Riesenschütten mit Chips
und ungekühlten Fertiggerichten den Kunden.
Das Flair des Besonderen stellt sich hier einfach
nicht ein. Und auch die Kartons für die
Ware in den Regalen sind teilweise lieblos
aufgerissen.
Anspruch und Realität müssen also stellenweise
noch zusammenfinden, bis man über die
Kassenzone mit zwölf Self-Scanning-Checkouts
und fünf klassischen Bandkassen den
Renommee-Rewe verlässt.
☐
Rewe Jans Piclum,
Überseequartier Hamburg
> Adresse: Überseeboulevard 7,
20457 Hamburg
> Öffnungszeiten: Montag bis
Samstag 7 bis 23 Uhr
> Verkaufsfläche: 2.870 m2
> Zahl der Mitarbeitenden: 65-70
> Zahl der Produkte: Rund 20.000
> Zahl der Bioprodukte: Rund 2.500
> Zahl der Parkplätze: 2.500 im
Quartier, E-Ladestationen und
Fahrradparkplätze
> Besonderheiten: Kaffeerösterei
mit 16 Sitzplätzen als Eventfläche
Award
Deutschlands bestes Presseregal
Text: Sibylle Menzel; Lisa Levy
Der Erfolg liest mit
Deutschlands beste Presseregale im LEH und in Tankstellen sind ausgezeichnet. Mit dem Award würdigt die
RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel mit dem Fachmagazin tankstelle und Partnern die Arbeit an einem
Sortiment, das nach wie vor umsatzstark als Anziehungspunkt für Kunden fungiert. Die Sieger beweisen es.
Es ist für mich jedes Jahr wieder erstaunlich,
wie ungebrochen das Interesse an
unserem Wettbewerb ist“, resümiert
Jurymitglied Frank Nolte, Süddeutsche
Zeitungszentrale, über die nahezu konstante
Zahl an Bewerbungen. Fünf Sieger sind in
diesem Jahr aus knapp 80 Einreichungen hervorgegangen,
bewertet von einer achtköpfigen
Fachjury aus der Pressevertriebs- und Verlagsbranche.
Das Niveau der Investitionen in neue,
moderne Presseregale ist nach Beobachtung
von Frank Nolte immens hoch: „Das zeigt,
dass Presse für den Lebensmitteleinzelhandel,
Supermärkte wie Großformen des LEH nach
wie vor einen extrem hohen Stellenwert hat.“
Ausgezeichnet im Einsatz
Leben haucht den Regalen im LEH und der
Tankstelle motivierte Arbeit ein: „Ein Qualitätsfaktor
sind die für die Presseabteilung verantwortlichen
Mitarbeiter, die eine sehr hohe
Affinität zu Printprodukten haben und die
Regale entsprechend pflegen und bewirtschaften“,
lobt Axel Muß, 4Press, das Engagement.
Presse verdient Aufmerksamkeit, der Award
macht dafür die Bühne frei. Elmar Mathews,
GVPG: „Die prämierten Händler sind Vorbilder
und tragen zu einer positiven Wahrnehmung
unseres Sortimentes im Einzelhandel bei.
Umso wichtiger, dass wir dies mit einer Auszeichnung
wertschätzen und für die Branchenöffentlichkeit
in den Fokus rücken.“ ☐
Fotos: stock.adobe.com/Autorenname; RUNDSCHAU
Eine Initiative von:
Mit freundlicher Unterstützung
42 Award • RUNDSCHAU 11/25
Award
Deutschlands bestes Presseregal
Klasse für sich
Stylische Regale mit Shop-in-Shop-Charakter und der Anmutung einer
Fachhandlung – in Berlin gibt es eine Presseabteilung der Extraklasse.
Scan me!
Edeka Siemensstraße in Berlin siegt
in der Kategorie Supermarkt. Eindrucksvolle
Bilder im Sieger-Video.
▽ Das Edeka-Team um Nadine Friebe
(2.v.l.) mit Axel Muß, Frank Bohrisch
und Thorsten Schneider, 4Press, (v.l.).
Hier wird der Einkauf von
Presseerzeugnissen zum
Erlebnis: Edeka Siemensstraße
in Berlin Lankwitz
präsentiert seinen Kunden
eine eigens gestaltete Presse-
Oase, die rustikale Geflechtoptik
an den Wänden mit moderner,
leichter Stahlkonstruktion für
die Regale geschickt verbindet.
Ein mittig gesetzter Block mit
Presseartikeln, so umsichtig
gepflegt wie die Wandregale, verstärkt
den Eindruck: In diesem
Edeka-Markt steht Presse nahezu
in Fachhandelsqualität im Fokus.
Die warme Ausleuchtung des Regals,
das beschriftet jeden zur
richtigen Objektgruppe leitet,
verstärkt die tolle Atmosphäre
bei diesem Angebot. ☐
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Award
Deutschlands bestes Presseregal
▽ Axel Muß (4Press) gratuliert dem E-Center-Stiegler-
Team Sven Stiegler und Christian Jeck (v.r.).
Zwei Settings
Das E-Center Stiegler in Mutterstadt hat es doppelt drauf: In der
Vorkassenzone wie im Markt wird Presse in Eigenregie geführt.
Zwei Positionen, ein Sieg – das
E-Center Stiegler in Mutterstadt
lässt sich keine Chance entgehen.
Die Jury war entsprechend beeindruckt
von dem Konzept, das auf einer
kleinen, feinen Pressezone im Markt sowie
einer gut sortierten Presseecke in Nähe des
selbst betriebenen Lotto-Shops beruht.
Die aufmerksame Gestaltung und Führung
haben die Regale gemeinsam. Außerdem
sind beide Anlaufstellen von individuellem
Touch geprägt, was die extrem erfolgreich
arbeitenden Regale zusätzlich auszeichnet:
Im Markt weist ein attraktives Top-
Schild den Weg zu Zeitschriften und Co.;
Titel für Frauen dominieren die Auslage.
Im Bereich der Vorkassenzone: „Ebbes
zum Lese“ ist weithin sichtbar und führt
nicht nur Pfälzer Kunden zielsicher zum
Eckregal mit weiteren Presseerzeugnissen.
Top gepflegt, umsatzkräftig und eigene
Akzente: Das sind Siegerqualitäten. ☐
Scan me!
E-Center Stiegler in Mutterstadt
gewinnt in der Kategorie SB-Warenhaus
klein. Insights im Sieger-Video.
△ Presse gibt es in der Vorkassenzone (o.) sowie im Markt
in der Lesefundgrube mit schönem Top-Schild (u.).
Scan me!
Marktkauf Cottbus hat in der Kategorie
SB-Warenhaus groß gewonnen.
Mehr Bilder gibt es im Sieger-Video.
▽ Katja Stensel (M.) und Ulrike Brandstätter
(2.v.r.) stehen für ihre Arbeit am
Presseregal im Mittelpunkt.
Auf hohem Niveau
Hinter einem prämierten Presseregal steckt auch unermüdlicher Einsatz.
Für das Team im Marktkauf in Cottbus hat Presse einen hohen Stellenwert.
Frontal in der Vorkassenzone
platziert, ist das
Presseregal im Marktkauf
(Edeka) in Cottbus nicht
zu übersehen. Dass Kunden es
auch aufsuchen, liegt allerdings
an vielen Faktoren: Das engagierte
Team hilft bei Anliegen
fachkundig weiter, besonders
macht sein Einsatz für Ordnung
und Struktur das Regal zum Anziehungspunkt.
Schließlich sind
auch die besten Voraussetzungen
für ein Gewinnerregal gegeben,
zugleich wichtige Kriterien für
die Jurybewertung: Das Regal
ist dank zusätzlich beleuchteter
Objektgruppenbeleuchtung
angenehm ausgeleuchtet, Toptitel-Finder
sind zur Orientierung
perfekt eingesetzt.
On top für die eiligen Kunden:
Tageszeitungen liegen nicht nur
im Regal in durchgängig geordnetem
Zustand, sie sind auch als
Zweitplatzierung im Getränkemarkt
gepflegt griffbereit. ☐
Fotos: stock.adobe.com/Autorenname; RUNDSCHAU; tankstelle
44 Award • RUNDSCHAU 11/25
Award
Deutschlands bestes Presseregal
Nah am Kunden
Bei Edeka Dürr in Tauberbischofsheim erwartet Shopper ein umsichtig
geführtes Regal – in überaus einladender Atmosphäre.
Scan me!
Impressionen vom Siegerregal Edeka
Dürr in der Kategorie Verbrauchermarkt
gibt es im Sieger-Video.
▽ Gratulation: Markus Medritzky (NPV), Edeka-Team
Florian Dürr, Julia Bechtoldt, Maximilian Dürr,
Linda Fischer sowie Andre Geiger (NPV) (v.l.).
Ein Tisch, zwei samtbezogene
Sessel, gegenüber ein
Tool, mit dem sich Kinder
die Zeit vertreiben können:
Das Presseregal bei Edeka
Dürr lädt jeden dazu ein, sich
entspannt für die Lektüre zu entscheiden.
Ganz besonders sind
aber Familien willkommen, berichtet
Julia Bechtoldt aus dem
Edeka-Dürr-Team. Sie wissen in
einer kleinen Stöber-Auszeit ihre
Kleinen beschäftigt. Es ist nicht
die einzige Besonderheit, die dieses
Regal auszeichnet. Denn von
Kunden wie vom zuständigen
Grossisten NPV gibt es kontinuierlich
Lob für das gepflegte,
top strukturierte Presseregal.
Seine Umsatzstärke verdankt das
Regal auch einer perfekten Segmentierung,
die bei der Orientierung
durch die bemerkenswerte
Vielfalt an Presseerzeugnissen
hilft. Gratulation an Edeka Dürr
für sein lohnenswertes Engagement
am Regal.
☐
Scan me!
Inspirierende Eindrücke von der
Gewinner-Tankstelle in Großbottwar
präsentiert das Sieger-Video.
▽ Lisa Levy, Chefredakteurin der tankstelle,
überreicht den Preis an Alexander
Sprenger, Chef der Meister GmbH.
Frequenzbringer
Die Esso-Tankstelle Meister zeigt mit schön beleuchtetem, umfangreichem
Pressesortiment und professionellem Regalmanagement eine Topleistung.
Die Esso-Tankstelle Meister
in Großbottwar zeigt, wie
der stationäre Presseverkauf
auch im digitalen
Zeitalter erfolgreich funktioniert:
durch Sortimentsvielfalt,
strukturierte Präsentation und
konsequente Pflege. Die Strategie
zahlt sich aus: Der Presseumsatz
entwickelt sich kontinuierlich
positiv; 2024 schloss mit 17 Prozent
Plus im Vergleich zum Vorjahr
ab. Somit sieht Alexander
Sprenger, Geschäftsführer der
Meister GmbH, Presse als wichtigen
Frequenzbringer an.
Auch für die Jury gab das breite
Spektrum an Pressetiteln
im mehrschichtigen Regal den
Ausschlag; außerdem erleichtert
die klare Kategorisierung
mit beschrifteten Fächern die
Kundenorientierung erheblich.
Ergänzend setzt die Station auf
Displays mit Sonderaktionen
und saisonalen Highlights in der
Zweitplatzierung.
☐
Eine Initiative von:
Mit freundlicher Unterstützung
www.rundschau.de
45
Sortiment
Dry January & Veganuary
Text: Silke Detlefsen
Gesundheitsmonat Januar
Viele Kunden beginnen das Jahr mit guten Vorsätzen. Sie nehmen sich etwa vor, mehr Sport zu treiben, stärker auf
alkoholische Getränke zu verzichten oder weniger Fleisch zu sich zu nehmen. Da kommen die Kampagnen „Dry
January“ und „Veganuary“ genau passend. Für den LEH lohnt esw sich, die Themen im Markt aufzugreifen.
Nach der Weihnachtsschlemmerei und
dem Neujahrskater setzen viele Shopper
mittlerweile auf den „Dry January“,
den trockenen Januar: ein Motto,
das in Großbritannien 2014 usprünglich als
Gesundheitskampagne initiert wurde. Heute
geht es nicht immer darum, 31 Tage völlig
abstinent auf Alkohol zu verzichten. Der erste
Monat des Jahres wird gerne dafür genutzt,
den entsprechenden Konsum zumindest zu
reduzieren, und stattdessen auf auf Low-Alcohol-Angebote
umzusteigen oder Alternativen
zu entdecken, die einen – dann vielleicht
sogar das ganze Jahr über – gelegentlich ohne
Alkohol stil- und geschmackvoll genießen
lassen. Das bietet dem Handel zweifellos jede
Menge Potenzial, die Ware in den Fokus zu
rücken und mit Tipps zu punkten.
Sehen und schmecken, was es gibt
„Die alkoholfreien Varianten der verschiedenen
Weine, Sekte und Spirituosen sind schon
seit zwei Jahren ein großes Thema bei mir“,
sagt Edeka-Kaufmann Andreas Behrens, der in
Karlsruhe und Umgebung fünf Märkte führt.
Er hat sein entsprechendes Sortiment gezielt
erweitert und bietet nun etwa eine facettenreiche
Auswahl an alkoholfreien Weinen an.
Das Thema spielt er zwar permanent am Regal:
„Aber wir werden es im Januar und Februar
in Sonderaufbauten explizit aufgreifen und
umfangreich darstellen. Damit der Kunde
einfach auch sehen kann, wie groß unser
Sortiment ist.“
In Behrens größtem Markt gibt es auf der
Fläche immer einen Bereich, der thematisch
oder saisonal bestückt und gestaltet wird. Im
Januar wird er dort die Themen alkoholfreie
Alternativen, Bioware und Gesundheit in
den Mittelpunkt rücken. „Das ist dann unser
großes Motto!“ Das umfasst auch die vegane
Ernährung, die durch die „Veganuary“-Kam-
46 Sortiment • RUNDSCHAU 11/25
a
3 FRAGEN
pagne verstärkt ins Verbraucherbewusstein
gebracht wird. Laut Veganuary hat der Motto-
Monat 2025 mehr als 25 Millionen Menschen
weltweit dazu inspiriert, eine „mitfühlendere“,
fleischlose Ernährungsweise auszuprobieren.
Aktive Kampagnen wurden in 20 Ländern
rund um den Globus umgesetzt.
Wir gehen davon aus, dass der Trend
zu gesünderer Ernährung weiter zunimmt.
Stichwort: Longevity.
Frank Ebrecht
Geschäftsführer, Edeka Niemerszein
Spürbare Veränderungen
Laut Statistischem Bundesamt sanken die
Fleischverkäufe im Januar 2024 um 12,5 Prozent,
im Januar 2023 um 14,3 Prozent im Vergleich
zum jeweiligen Vorjahresdurchschnitt.
Mehr als 1.480 neue vegane Produkte und
Gerichte kamen 2025 gemäß des Kampagnen-
Abschlussberichts weltweit zum Veganuary
auf den Markt; in Deutschland waren es mehr
als 740. Alle großen deutschen Handelsketten
erweiterten ihr pflanzliches Sortiment und
warben im Januar mit darauf abgestimmten
Angeboten. Und auch in der Gastronomie hat
man vielfältig darauf reagiert. Die Deutsche
Bahn beispielsweise lockte in ihren Bordrestaurants
zum Jahresbeginn u.a. mit Bageln
mit Bacon aus Steckrüben. Ikea vergrößerte
das vegane Angebot in seinen Schwedenrestaurants/-bistros
etwa um Plant-Nuggets
und offerierte im Januar mit „Viskfilét“ ein
pflanzliches Lachsfilet mit Couscous. Ferrero
brachte mit Nutella Plant-Based und einer
Limited Edition von Hanuta zwei pflanzliche
Alternativen ikonischer Produkte auf den
Markt. The Vegetarian Butcher nutzte die
Gelegenheit dafür, sein komplettes Sortiment
im deutschen Einzelhandel auf rein pflanzlich
unmzustellen. Für den Veganuary 2026
hat Ritter Sport – zum zehnjährigen Jubiläum
seiner veganen Tafelschokoladen – beispielsweise
bereits die neue vegane Sorte „Tropical
Coconut“ mit fruchtigen Kokosraspeln angekündigt.
Die Schokoladenmasse enthält
eine spezielle Mischung aus Mandelprotein
und Haselnusspaste, die mit echter Vanille
verfeinert ist. Für Zuwachs im Kühlregal wird
Like zum Jahresstart mit seinen „ProteinBites
Roasted Onion“ sorgen, die einen Protein-
Boost mit Umami-Flair versprechen. Und das
sind nur einige Beispiele für die vielfältigen
Innovationen, die anlässlich der Kampagne
gelauncht wurden und aktuell werden.
Behrens setzt im veganen und vegetarischen
Bereich, in dem sich das Sortiment
permament vergrößert, gerne auf „Aufklärung
durch Probieren“, wie er es nennt. Also: auf
Verkostungen im Markt. Schließlich kann
man den Kunden kaum direkter ansprechen
und gewinnen, als ihn die Ware vor Ort selbst
testen zu lassen, im gemeinsamen Dialog
Zusatzinformationen bieten und ihn unmittelbar
über die eigenen Geschmacksknospen
zu überzeugen.
Die Qual der Wahl
Aufgrund der zunehmenden Produktfülle
müsste Behrens seine Kühlflächen für vegane
und vegetarische Ware eigentlich erweitern.
Aber schließlich hat auch er nicht unbegrenzt
Raum: „Es ist schade, dass ich nicht mehr Platz
entwickeln kann. Daher bleibt der Bereich
des Trockensortiments letztlich begrenzt.“
Marco Düver
Edeka Düver,
Salzhausen
Wie lassen sich die Kunden im Januar
gut auf alkoholfreie oder vegane Produkte
aufmerksam machen?
Wir können viel selber anstoßen: Empfehlungen
aussprechen, Rezeptanregungen
auslegen oder mit Zweitplatzierungen
arbeiten. Wichtig sind zudem Verkostungen.
Das bieten wir regelmäßig mit
unseren Regionalpartnern an, damit die
Kunden sehen, riechen und schmecken
können. Ich würde mir wünschen, dass die
Industrie in dieser Hinsicht mehr Unterstützung
bietet.
Was ist aus Ihrer Sicht bei der Auswahl
alkoholfreier Varianten wichtig?
Von allen Produkten, die wir in eine Zweitplatzierung
aufnehmen, müssen wir überzeugt
sein und voll dahinterstehen. Das
setzt voraus, dass man die Ware dann
auch schon einmal selbst probiert hat.
Bei allem, was wir importieren oder von
Winzern beziehen, schmecken wir vorher
rein, ob es ins Sortiment passt. Es geht
auch darum auszuschließen, dass man
womöglich bereits etwas Vergleichbares
im Portfolio hat.
Welche Produkte bieten im Januar
noch gutes Potenzial?
Ich finde, dass Gemüseaufstriche eine
feine Sache sind. Nicht zu vergessen sind
(funktionale) Riegel und Snacks, die Gesundheit
signalisieren. Außerdem wird
zu (Protein-)Trinkmahlzeiten gegriffen.
www.rundschau.de
47
9
INTERVIEW
Andreas Behrens
Edeka „Familie
Behrens“,
Karlsruhe
Wie kann man sich anlässlich des
„Veganuary“ und „Dry January“ von
anderen Märkten abheben?
Mit einer persönlichen Kundenansprache
und mit versierten Informationen
durch das Personal. Es gilt, geschultes
Personal zu haben und die Mitarbeitenden
auch nur für ein Thema abzustellen,
ob es jetzt um Verkostungen oder
Informationen geht. Wir veranstalten
auch Schlemmerabende. Da werden
die Bereiche gesunde Ernährung und
vegan/vegetarisch auch immer wieder
gespielt. Einen Warenaufbau besser zu
machen als ein Kollege – das versucht
man natürlich immer. Es ist aber nicht
das primäre Ziel.
Was ist in der Vorbereitung wichtig,
wenn es um Aktionen, Zweitplatzierungen
und Aufbauten geht?
Den Platz berücksichtigen und den
Standort im Markt planen, damit dieser
zum Termin auch wirklich frei ist.
Zudem geht es darum, das Personal
dafür zur Verfügung zu stellen und den
zeitlichen Rahmen und Ablauf genau
zu definieren. Die gewählten Produkte
müssen thematisch zueinander passen.
Und wie kann man im Januar dann angemessen
auf die vielen Neuheiten reagieren
– Artikel, von denen der Verbraucher
vielleicht auch in den verschiedenen Medien
liest und hört? „Das ist eben unser großes
Problem“, so Behrens. Um das Sortiment im
Regal stetig erweitern zu können, wird die
Anzahl der Facings geringer. Letztlich gilt
es, hart nach Abverkaufszahlen zu arbeiten:
„Wir müssen immer wieder die Renner- und
Pennerlisten nutzen, um ausreichend Platz
für Neuzugänge zu schaffen.“
Zielgruppe Flexitarier
Durch die Promotion der Produkte, die sich
für eine vegane bzw. vegetarische Ernährung
eignen, lassen sich, so Behrens, zweifellos Zuwächse
in den Umsätzen erzielen, egal ob man
beispielsweise auf Handzettel, Verkostungen
oder Sonderaufbauten setzt. Einen besonders
außergewöhnlichen Gesamt-Peak kann er im
Januar im Vergleich zu den anderen Monaten
allerdings tatsächlich eher nicht feststellen.
„Alkoholfrei und vegan/vegetarisch – das ist
ein allgemeiner Trend. Es handelt sich hierbei
generell um einige der wenigen Wachstumsmärkte.
Bio und nachhaltig, das sind immer
noch große Themen, die wir auch pushen.
Aber die veganen und vegetarischen Ersatzprodukte
– da ist ein stetiges Wachstum zu
erkennen.“ Davon lässt es sich also über alle
Monate profitieren. Und es sind bei ihm in
den Märkten wohl auch vor allem die Flexitarier,
die zugreifen. „Wir sprechen ja nicht
nur Vegetarier und Veganer an, sondern die
Kunden allgemein. Die Flexitarier sind da mit
Sicherheit eine interessante Kundengruppe,
die man auch immer wieder zu diesen Produkten
leiten kann.“ Dass er mit den Aktivitäten
im Januar komplett neue Zielgruppen oder
Kunden ereicht, glaubt Behrens eher nicht.
Marco Düver, Chef von Edeka Düver in
Salzhausen, eine 5.000-Einwohner-Gemeinde
südlich von Hamburg, erzählt, dass die
Situation bei ihm eher ländlich geprägt ist:
„Ich erlebe das hier so, dass die Kunden gerne
frisch kochen. Vegan steht bei ihnen gar nicht
so stark im Fokus. Es geht bei unseren Aktivitäten
also eher um die Flexitarier, die gerne
mal variieren und im Markt viel Wert auf frisches
Obst und Gemüse sowie entsprechende
Covenience legen.“ Das bildet im Januar zwar
einen Schwerpunkt, wird aber auch während
des gesamten Jahres über die vorgesehenen
Platzierungen und Kühlflächen bedient. „Es
ist jetzt nicht so, dass wir den Lagerbestand
▽ Kunden freuen sich im Januar über Tipps zu nährstoffreichen Smoothies, alkoholfreien Cocktails oder
anderen angesagten In-Getränken, die einen Kick für die Gesundheit und neue Energie versprechen.
Was umfasst für Sie eine gute persönliche
Ansprache?
Die klassischen Dinge, die man schon
vor 20 Jahren gemacht hat: dem Kunden
gegenüber aufmerksam sein, schauen,
ob er etwas sucht, oder mit Know-how
beraten und helfen können.
Fotos: stock.adobe.com/Autorenname; Unternehmen
48 Sortiment • RUNDSCHAU 11/25
Sortiment
Dry January & Veganuary
Fotos: stock.adobe.com/Pyc Assaut, Q Stock; Edeka Behrens; Edeka Düver
50%
weniger Alkohol
wurde in etwa im Januar 2024 im
deutschen Lebensmitteleinzelhandel
im Vergleich zum Vormonat
gekauft. Es wurden auch nur halb
so viele Süßigkeiten wie Schokolade
oder Kekse gewählt.
Quelle: Statistisches Bundesamt
für vegane Ware im Januar zwingend erhöhen
müssten.“ Düvers Erfahrung ist, dass seine
Kunden zum Jahresstart eher mal auf etwas
verzichten und ein klein wenig bewusster
leben möchten. Daher ist seine Salatbar dann
ein beliebte Anlaufstelle. „Die ist ein Schwerpunkt
bei uns im Geschäft. Und das meiste
dafür wird auch immer noch von uns selbst
frisch zubereitet.“
Die Freude an guter Ernährung
Gesunde Speisen und gute Weine sind für
Düver, der auch ausgebildeter Sommelier ist,
mehr als ein Beruf: „Das ist für mich Hobby
und Leidenschaft. Und ich versuche, meinen
Kunden tagtäglich zu vermitteln, wie sich
beides miteinander verbinden lässt.“ Er weiß,
dass es Spaß macht, gemeinsam mit Freunden
zu kochen, zusammen neue, der Gesundheit
zuträgliche Gerichte auszuprobieren und
mit einem passenden Getränk zu genießen.
Diese Freude und Experimentierlust möchte
er durch eine fundierte Beratung, etwa im
Rahmen des Wochenendeinkaufs, auch seinen
Kunden vermitteln, die im Januar bei ihm
häufig nach Alkoholfreiem verlangen. Die
Produktauswahl für die Händler ist auch in
diesem Bereich aktuell riesig und weiter auf
Zuwachs. Die Sektkellerei Henkell & Co. etwa
hat für November den „Fürst von Metternich
Riesling Alkoholfrei“ als Neuzugang angekündigt.
Oder wie wäre es mit dem neuen
„Oriental Déjà-Vu Alkoholfrei“, ein Aperitif,
der seinem alkoholischen Pendant mit einer
Kombination aus würzigen und fernöstlichen
Noten geschmacklich in nichts nachstehen
möchte, um nur einige neue Optionen aus
der Vielfalt herauszugreifen?
Mit Empfehlungen punkten
„Wir müssen uns als Händler auf eine Auswahl
an alkoholfreien Artikeln beschränken.
Aber es ist ein schöner Trend. Und es gibt auch
viele gute Produkte, die wir gerne fokussieren,
feiern und für Zweitplatzierungen auswählen“,
so Düver. Keine Frage, dass seine Weinabteilung
das ganze Jahr über zum Stöbern einlädt
und der Kunde dort alkoholfreie Ware vom
Preiseinstieg bis zum edlen Tropfen findet.
Aber im Januar wird dieses Portfolio eben
nochmals gezielt hervorgehoben. „Wir haben
bei uns viele Weinfässer stehen, die sich in
der Impulszone und im Kundenlauf finden.
Da pushen wir die Produkte, die wir empfehlen
möchten und von denen wir besonders
überzeugt sind, dann nochmals gesondert.“
Düver freut sich darüber, dass sich bei
den Spritz-Varianten beispielsweise gerade
sehr viel tut: „Da kommen im Moment richtig
tolle Sachen auf den Markt, die viel Spaß
machen, einen überzeugenden Geschmack
haben und sich gut für Cocktail eignen.“ Eine
gute Beratung – für ihn auch eine Frage der
Ehre: „Wenn der Kunde wieder in den Markt
kommt und mich freudestrahlend dafür lobt,
dass ich ihm einen so guten alkoholfreien
Wein empfohlen habe, der exzellent zum
vorgeschlagenen Gericht gepasst hat, dann
motiviert das natürlich stark.“
Vom Wunsch nach langer Fitness
Und wie schaut es im Januar bei Edeka Niemerszein
in seinen verschiedenen Märkten
in Hamburg aus? „Aktuell sind keine besonderen
Aktivitäten auf der Fläche geplant“,
berichtet Geschäftsführer Frank Ebrecht.
Dennoch beobachtet man im ersten Monat
des Jahres auch dort ein verändertes Kaufverhalten
der Kunden: „ Sehr stark vor allem
in der Kategorie alkoholische Getränke. Der
Trend zu alkoholfreien Getränken nimmt
permanent zu und erreicht im Januar stets
einen Höhepunkt. Wir haben daher das Sorti-
Frühzeitig vorbereiten
Wie Marken und Handel vom Veganuary
2026 profitieren können,
darüber informiert das Business
Support Toolkit 2026, das man sich
auf der Veganuary-Internetseite
runterladen kann. Für den PoS wird
hier empfohlen, vegane Produkte
eindeutig zu kennzeichnen und dafür
mit Aufstellern oder Regalwobblern
zu arbeiten, damit Interessierte
gar nicht erst lange suchen müssen.
Auch Preisschilder mit Veganuary-
Logo erleichtern den Einkauf.
Viele Kunden sind heutzutage gut informiert
und fragen gezielt nach Inhaltsstoffen/Zutaten
neuer veganer
Produke. Es gilt also, sein eigenes
Wissen rechtzeitig auf den aktuellen
Stand zu bringen.
Und: Rechtzeitig genügend Vorrat an
Produkten ordern, die im Januar gefragt
und schnell abverkauft sind.
ment in den letzten Jahren deutlich angepasst
und bieten viele, mittlerweile auch qualitativ
hochwertige alkoholfreie Alternativen an.“ In
den größeren Abteilungen werden diese dann
im Block platziert. Zudem setzt man auf Verkostungen,
die teilweise durch Lieferanten
unterstützt werden. „Die Kunden sprechen
uns gerade in den Weinabteilungen gezielt
auf Empfehlungen an. Vor allem die, die erste
Erfahrungen sammeln.“
Insgesamt geht Ebrecht davon aus, dass
der Trend zu gesünderer Ernährung – Stichwort
Longevity – weiter zunimmt. Schließlich
haben immer mehr Menschen den Wunsch,
lange fit und gesund zu bleiben. Das daraus
erwachsende Potenzial sollte man sich als
Händler wohl insbesondere auch im Januar
keinesfalls entgehen lassen.
☐
Sortiment
OTC/Nahrungsergänzung
Text: Silke Detlefsen
Gesundheit aus dem Regal
Der Jahresanfang ist ein guter Aufhänger, sich wieder einmal intensiver mit dem Sortiment an OTC-Produkten und
Nahrungsergänzungsmitteln zu beschäftigen. Ein Portfolio, zu dem der Shopper im LEH gerne zunehmend greift.
Wenn Andreas Behrens (Edeka
„Familie Behrens“) sich in seinen
Märkten auf den „Gesundheitsmonat
Januar“ vorbereitet, spart
er OTC-Produkte zur Selbstmedikation und
Nahrungsergänzungsmittel keinesfalls aus.
Vitaminpräparate, Mineralstoffe und andere
Waren, mit denen man Gesundheitsvorsorge
betreiben und der Grippewelle gegensteuern
kann, kommen dann mit auf seinen Themenaufbau.
„Die Selbstoptimierung der Gesellschaft
trägt dazu bei, dass diese Produkte
immer mehr gefragt werden“, sagt er. Bis vor
fünf Jahren war die entsprechende Fläche
dafür bei ihm noch recht klein. Mittlerweile
stellt er hierfür vier Regalmeter zur Verfügung.
Welches Produkt er wann zusätzlich
mit Zweitplatzierungen in den Fokus rückt?
Dabei hilft ihm auch ein Blick auf die Auswertungen
seines Warenwirtschaftssystems.
Und wenn die Verbraucher sich im März und
April wieder stärker mit dem Thema „Körperformung“
und „Schlanke Linie“ beschäftigen,
greift er die dazu passenden Produkte heraus.
Viel Potenzial für die Zukunft
Diese für den LEH positive Entwicklung
nimmt auch Gesa Oetken, Geschäftsführerin
der Inkoop Verbrauchermärkte in Delmenhorst,
wahr. Sie betreibt zwölf Edeka-Märkte
und sagte bei einer Podiumsdiskussion auf
der MLF-Tagung in Wiesbaden: „OTC wächst
bei uns. Wir haben in manchen Märkten mit
einem Regalmeter angefangen, jetzt sind wir
bei mindestens zwei, drei Meter. Ich denke,
es besteht eine Chance für die Zukunft, wenn
mehr Produkte freiverkäuflich werden – so,
dass wir ein Stück vom Apothekengeschäft
bekommen können.“
Dass sich das OTC-Geschäft von der Apotheke
in andere Kanäle verschiebt, ist bereits
seit einigen Jahren anhaltender Trend: „Die
Apotheke vor Ort verliert Marktanteile in
Umsatz und Absatz, vor allem an den Massenmarkt“,
sagt Dr. Kai Bergner, Director
50 Sortiment • RUNDSCHAU 11/25
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Anmeldeschluss: 5. Januar 2026
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Mehr Informationen und den Anmeldebogen finden Sie unter:
_
INFO
Gute Anlaufstelle LEH
Laut der POSpulse-Shopper-Studie
„Apotheke, OTC & Nahrungsergänzungsmittel
2025“ kaufen 66,8 Prozent
der befragten Shopperinnen (57,8 %
der Käufer) rezeptfreie Arzneimittel
gelegentlich auch in Supermärkten,
Discountern und Drogeriemärkten.
57,1 Prozent der Frauen (49,4 % der
Männer) nehmen Nahrungsergänzugsmittel
zu sich. 38,8 Prozent der
Männer kaufen diese im Supermarkt
(14,6 % der Frauen). Bei den Frauen
geben 35,3 Prozent an, diese spontan
zu kaufen (Männer: 48,8 %).
Gemäß einer repräsentativen Befragung
von WindStar Medical sind
Drogeriemärkte der beliebteste Einkaufsort
für OTC-Shopper (68 %),
gefolgt von der Apotheke (42 %).
Allerdings sehen nur 16 Prozent die
Apotheke in Zukunft als erste Anlaufstelle
für rezeptfreie Gesundheitsprodukte.
2021 haben die OTC-Shopper
durchschnittlich 5,4 Gesundheitsprodukte
pro Jahr gekauft, aktuell sind
es 10,1. Die Top 3-Produkte: Vitamine
& Mineralstoffe, Erkältungsprodukte
und Wundtherapeutika.
Consumer Health, YouGov Shopper: „Die
Ursachen sind vielschichtig. Die Preistransparenz
und -sicherheit gewinnen für die
OTC-Shopper zunehmend an Relevanz. Hier
punktet der Massenmarkt mit geringeren
Preisen, Aktionen und starken Eigenmarken.“
Beim Kauf in der Apotheke vor Ort dagegen
könne der OTC-Shopper den finalen Preis
meistens vorab nicht einsehen und müsse
insgesamt von höheren Preisen ausgehen.
Zudem gehe die Loyalität zu dieser Einkaufsstätte
zurück: Lag die Bedarfsdeckungsrate
für die Apotheke 2022 noch bei 59 Prozent,
ist der Wert aktuell auf 50 Prozent gesunken:
„Gleichzeitig steigt die Bedarfsdeckung über
den Massenmarkt.“
Höhere Ausgaben pro Shopper
Der Markt für Selbstmedikation und Nahrungsergänzungsmittel
konnte im LEH laut
Fabian Braumüller, Senior Consultant YouGov
Shopper, erneut deutliche Umsatzzuwächse
verzeichnen. „Besonders die Drogeriemärkte
stechen als Wachstumstreiber hervor – sie
vereinen über 70 Prozent des Wertanteils im
LEH. Das Plus kommt dabei nicht nur durch
neue Käufer, sondern auch durch steigende
Ausgaben pro Shopper.“ Denn der Handel
intensiviere seine Aktivitäten rund um das
Thema Gesundheit und verfolge zunehmend
ganzheitliche Ansätze. „So bietet etwa dm in
ausgewählten Filialen Gesundheitsservices
wie Haut- und Blutanalysen an und plant den
Einstieg in den Apothekenmarkt mit einer
eigenen Online-Apotheke.“
Dabei verteilt sich das aktuelle OTC-Wachstum
(MAT Juni 2025 vs. 2024), so Braumüller,
breit über die einzelnen Teilmärkte. In allen
bedeutenden Segmenten lassen sich zweistellige
Umsatzdynamiken verzeichnen, also
etwa bei „Vitaminen/Mineralstoffen“, „Magen/
Verdauung“, „Erkältung“, „Haut/Haare/Nägel“,
„Rheuma/Muskeln“, „Beruhigung/Nerven“,
„Kreislauf/Cholesterin“ oder auch „Blase/
Niere/Prostata“. „Besonders dynamisch entwickeln
sich die Top-3-Kategorien: ‚Vitamine
& Mineralstoffe‘, ‚Magen & Verdauung‘ sowie
‚Erkältung‘. Ein Submarkt im Bereich ‚Beruhigung/Schlafen‘
sticht dabei besonders
hervor: Produkte mit dem Wirkstoff Melatonin
verzeichnen im Massenmarkt eine überdurchschnittlich
hohe Wachstumsrate.“
Deutliche Zuwächse gibt es in allen Altersgruppen,
auch in den Gruppen 45 bis 59 Jahre
und 60+. „Das ist doch überraschend“, so
Bergner. Das bedeutet für den Handel, dass
die Kundenansprache und Warenpräsentation
auch für ältere Käuferschaften attraktiv
gehalten werden müssen. Durch fundierte
Kenntnisse der Bedürfnisse der OTC-Shopper
könne der LEH schnell und konsequent ein
attraktives Angebot bereitstellen: „Niederschwellig,
preisattraktiv und nutzenstiftend.
Health matters – Gesundheit zählt.“ ☐
KNEIPP
Die Kneipp Melatonin intensiv 3,0 mg
Mini-Kapseln enthalten das Schlafhormon
Melatonin. Ein Teil (Melotime) wird
zeitverzögert freigesetzt (Depot-Phase).
Enthält zudem Melissenblätter-Extrakt.
ABTEI
Abtei Immun Komplex unterstützt das
Immunsystem bei Erwachsenen mit 22
Vitaminen und Mineralien – passend in
Zeiten von Stress, Müdigkeit oder erhöhtem
Bedarf. In Dragee-Form.
DOPPELHERZ
Die Abwehr aktiv Brausetabletten
Zink+Selen+Vitamin C+B12+D3 fördern
die normale Funktion des Immunsystems.
Zink und Selen helfen, vor oxidativem
Stress der Zellen zu schützen.
NATURE LOVE
Vitamin B6, Zink, Chrom und Cholin unterstützen
beim Stoffwechsel Komplex
den Stoffwechsel und einen normalen
Blutzuckerspiegel – mit Grüntee-, Cayenne-
und Knoblauch-Extrakten.
Fotos: stock.adobe.com/Катерина Євтехова
52 Sortiment • RUNDSCHAU 11/25
DEUTSCHER
FRUCHT
PREIS
SO MELDEN SIE IHRE ABTEILUNG ZUM WETTBEWERB
• Ihre Daten geben Sie in das Anmeldeformular unter
www.rundschau/Wettbewerbe ein.
• Reichen Sie bitte mindestens zehn aussagekräftige Fotos
ein, gerne auch eine Präsentation, Videoclip, weiteres Material.
Alles digital hochladen oder per Wetransfer senden.
• Anmelden können Sie Ihren Markt ab sofort bis zum
12. Februar 2026.
• Die Jury achtet auf: Sortimentsbreite, -tiefe, Aktualität,
Präsentation, Warenkunde, Beschriftung, Beratung,
Mitarbeiterengagement, PoS-Marketing, eigene Ideen,
Kreativität
Unterstützt von:
SO PROFITIERT IHR MARKT VON DER TEILNAHME
• Der Wettbewerb motiviert Mitarbeiter, gemeinsam
auf den Sieg hinzuarbeiten.
• Teilnehmer erhalten ein Coaching in Form einer
individuellen Beurteilung.
• Die Sieger sind Vorzeigeabteilungen
für die Branche und setzen
Maßstäbe.
• Alle Gewinner erhalten einen Imageclip
für ihre Marketingzwecke.
• Die Auszeichnung stärkt das
Image und das Vertrauen der
Kunden.
• Gewinner berichten über signifikante
Umsatzsteigerungen.
Mehr Informationen und den
Anmeldebogen finden Sie hier.
Sortiment
Filmabend
Text: Sibylle Menzel
Offerte fürs Heimkino
Netflix, YouTube und Co.: Mit dem Vormarsch von Streaming-Diensten entstehen etliche Film- und Serien-Highlights
in Folge, die der Food- und Beverage-Branche zugleich immer neue Werbe- und Kooperationsmöglichkeiten liefern.
Laut dem Digitalverband Bitkom liegt bei den Deutschen die Nutzung von klassischem TV und Streaming mit
86 bzw. 87 Prozent übrigens in diesem Jahr erstmals gleichauf. Ob passend zu einem speziellen Movie-Hit oder für
einen spontanen Kinoabend zu Hause promoted, bieten sich gerade in der Herbst- und Winterzeit auch für den
Handel Möglichkeiten, Umsatz zu generieren: Film ab für Produkt-Bundles und Ideen am PoS.
Classy
Snacks
Die Klassiker für Filmfans:
Popcorn (z. B. von Chio,
KoRo); Nüsse (z. B. von
Seeberger/Abb., Farmerʼs
Snack), Chips (z. B. von
Lorenz), Nachos und
Fruchtgummi.
54 Sortiment • RUNDSCHAU 11/25
Herzhaft
bis süß
Knuspern beim Serienmarathon
mit Brot- und
Gebäcksnacks. DEH bietet
z.B. neu süße Hefeteigdreher
oder Steinofen-Rauten
in drei Sorten, darunter
Cheddar & Jalapeño.
Cosy
Moments
Kino ist ein Erlebnis, dafür
kann es zu Hause gemütlich
werden – mit heißem
Tee (z. B. Messmer), Kaba
Butterkeks oder den Golden-Chai-Latte-Varianten
von Krüger (Abb.).
Sober
Movie
Alkoholfreies ist trendy:
Passend zum Filmangebot
ist etwa Bio Hell
von Lammsbräu (Abb.).
Ein weiterer Filmpartner
heißt z. B. Déjà-Vu Tonic
Spritz Alkoholfrei.
Fotos: stock.adobe.com/Novcicrelax, Thomas Söllner, Tanicsean, MergeIdea; Unternehmen
Special
Editions
... sind perfekte Anlässe
für Filmevents am PoS:
Aktuell z. B. Disney Frozen
(Leibniz/Abb.), Wednesday
(Original Wagner) oder
Stranger Things (Kuchenmeister).
Werbe-
Plattorm
Ernährung und Kochen –
das sind die Top-Themen,
für die sich die Deutschen
laut einer Studie des Tech-
Unternehmens Magnite
bei werbefinanziertem
Streaming interessieren.
Fingerfood
Gefüllte Sticks, Onion-
Rings (z.B. P!ckerds),
Pizza-Snacks, Nuggets
oder ein praktischer Mix
(Frostkrone/Abb.) eignen
sich ideal als Happen für
den Filmabend.
Next Level
Auch digitale Spielwelten
liefern Potenziale. Zur
Markenkommunikation
und -bindung setzt etwa
Loacker (Abb.) mit dem
„Tortina Run Game“-Update
auf die Gaming-Kultur.
25-21361_MoevenpickCH_PrintAd_Rundschau_demi-page_23cm0 x 15cm0_X3.pdf 1 20.10.25 16:24
Viele Neuheiten,
ein Versprechen: Bester Geschmack!
Mit unserer Geschmacksvielfalt zum Umsatzplus.
Mehr Infos:
93%
Markenbekanntheit*
1,8 Mrd.
Bruttokontakte
72 Mio.
Impressionen
*Brandmeyer Markentracking 2025
www.rundschau.de
55
Verbandsinfo
HDE
Strukturreformen angemahnt
MITTELSTAND Der Mittelstand in Deutschland steckt in einer
hartnäckigen konjunkturellen und strukturellen Krise. Die unberechenbare
Handelspolitik der Vereinigten Staaten sowie die
geopolitisch angespannte Lage belasten die Wirtschaft spürbar.
Trotz einzelner Lichtblicke, wie die erhöhten Investitionen in die
Infrastruktur und der Investitionsbooster, bleibt die wirtschaftliche
Situation anhaltend schwach. Mit dem aktuellen Mittelstandsmonitor
zieht die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand (AG Mittelstand) – ein
Zusammenschluss von zehn führenden Wirtschaftsverbänden, dem
auch der HDE angehört – erneut eine ernüchternde Bilanz der poli-
tischen Rahmenbedingungen für den Mittelstand. Die Gesamtlage
wird auf einer Skala von -3 (sehr schlecht) bis +3 (sehr gut) mit einem
Wert von -2 bewertet und damit ähnlich negativ wie im Vorjahr.
„Die Ergebnisse des Mittelstandsmonitors wertet die AG Mittelstand
als deutlichen Weckruf“, betont Marija Kolak, Präsidentin
des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken
und Raiffeisenbanken (BVR). „Der Mittelstand ist das Rückgrat
unserer Wirtschaft, und er braucht jetzt verlässliche Rahmenbedingungen,
damit Investitionen wirken können.“
www.einzelhandel.de
HDE fordert konsequente Strafverfolgung
LADENDIEBSTAHL Nachdem die Expertenkommission
des Bundesministeriums der
Justiz und für Verbraucherschutz zur Reform
der Strafprozessordnung Anfang Oktober ihre
Arbeit aufgenommen hat, mahnt der Handelsverband
Deutschland (HDE) zur zügigen
Schaffung von Rahmenbedingungen für eine
konsequente Strafverfolgung. Die Expertenkommission
wird Vorschläge zur Gewährleistung
einer effektiven Strafverfolgung erarbeiten.
Spätestens Ende 2026 soll ein Bericht mit den
Änderungsvorschlägen vorgelegt werden.
„Wenn Straftaten zügig sanktioniert werden,
stärkt dies das Vertrauen der Bürger in den
Rechtsstaat. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte
Zielsetzung einer effektiven Strafverfolgung
ist daher richtig und wichtig“, so HDE-Hauptgeschäftsführer
Stefan Genth. Auch wenn die
Beschleunigung der Strafverfahren zu Recht im
Mittelpunkt der Diskussion stehe, dürfe nicht
ignoriert werden, dass aktuell bestimmte Taten
in der Praxis wegen der Überlastung der Justiz
und anderer Schwerpunktsetzungen nicht oder
nur unzureichend verfolgt werden. Ein wichtiges
Beispiel hierfür sei der Ladendiebstahl. „Ladendiebe
verursachen einen jährlichen Schaden
von rund drei Milliarden Euro im Einzelhandel.
Trotzdem werden diese Delikte nur unzureichend
verfolgt“, so Genth. Ermittlungstätigkeit
finde in der Praxis nur selten statt. „Selbst
wenn der Täter mit Unterstützung des Händlers
identifiziert werden kann, werden die Strafverfahren
viel zu häufig eingestellt“, so Genth
weiter. Die heute von Staatsanwaltschaften und
Gerichten viel zu großzügig genutzten Möglichkeiten
zur Verfahrenseinstellung (§§ 153, 153
a Strafprozessordnung) konterkarierten in
der Praxis eine spürbare Sanktion der Täter.
Im Rahmen der anstehenden Überarbeitung
der Strafprozessordnung sollten laut HDE
die Möglichkeiten zur Verfahrenseinstellung
deutlich begrenzt werden. Dabei gehe es auch
darum, die Einstellung von Strafverfahren
durch Staatsanwaltschaften und Gerichten
aus „Effizienzgründen“ auszuschließen.
„Ladendiebstahl ist keine Bagatelle, wird aber
in Strafverfahren mitunter so behandelt“, so
Genth. Der Gesetzgeber solle die Gelegenheit
nutzen und dieser Praxis einen Riegel vorschieben.
„Seit langem ist der Staat gefordert,
nun muss die Bundesregierung endlich im
Rahmen der anstehenden Reform die richtigen
Rahmenbedingungen für eine nachdrückliche
Strafverfolgung setzen“, fordert Genth.
Verbraucherstimmung
verbessert sich leicht
Das ist der Trend für Oktober
96,10 97,35 97,73 97,64
96,52
95,97
KONSUM Nachdem sich die Verbraucherstimmung zuletzt
erstmals seit Beginn des Jahres spürbar eingetrübt hatte, sind
die Verbraucherinnen und Verbraucher im Oktober etwas optimistischer.
Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des
Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Demnach legt der
Index im Vergleich zum Vormonat geringfügig zu. Somit starten
die Verbraucher zwar zuversichtlicher in das letzte Quartal des
Jahres, doch ein klarer Stimmungsschub ist nicht zu erkennen.
www.einzelhandel.de/konsumbarometer
98,86 97,76 97,70 96,93 97,25 97,54 96,13 96,02
94,99 95,31 95,36
06/24 07/24 08/24 09/24 10/24 11/24 12/24 01/25 02/25 03/25 04/25
Quelle: HDE
05/25 06/25 07/25 08/25 09/25 10/25
Fotos: stock.adobe.com/Daniel, Vera
56 RUNDSCHAU 11/25
BESTE
GETRÄNKE-
HÄNDLER
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Präsentation, Warenkunde, Beschriftung, Beratung,
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Umsatzsteigerungen.
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Sortiment
Tabak
Text: Gerhard Hörner
Starke Messe, starke Marken
Dortmund hat seine herausragende Stellung als Mekka der Tabakbranche mit der Ausrichtung der 45. Ausgabe der
InterTabac erneut untermauert. Mehr als 800 Aussteller präsentierten auf dem weltweit größten Branchen-Event
drei Tage lang ihre Produkte, darunter auch viele Neuheiten.
E-Zigaretten, Vapen, Heat-not-Burn,
Pouches? Im August 1978 konnten mit
solchen Begriffen weder die 78 Aussteller
noch die 1.750 Besucher etwas
anfangen, als die InterTabac Premiere in
Dortmund feierte. Ein Vergleich von damals
mit heute zeigt, wie rasant sich die Fachmesse
entwickelt hat. Von einer nationalen Veranstaltung
zum weltweit größten Branchen-Event.
Zur diesjährigen InterTabac kamen mehr
als 800 Aussteller aus knapp 70 Ländern –
darunter 300 Unternehmen aus dem Bereich
Next-Generation-Products, der immer mehr
an Bedeutung gewinnt.
Wie eh und je stark vertreten waren selbstverständlich
auch klassische Tabakwaren wie
Zigaretten, Zigarren, Zigarillos und Pfeifen
sowie Shishas. „Die unvergleichbare Vielfalt
und Bandbreite an Produkten und Dienstleistungen
– das ist es, was die InterTabac
einzigartig und unersetzlich macht“, sagt
Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der
Westfalenhallen Unternehmensgruppe.
14.500 Gäste wurden an den Eingangstoren
gezählt. Folglich war an allen drei Tagen
in den elf Hallen entsprechend viel los. Allmählich
geraten die Veranstalter jedoch an
ihre Kapazitätsgrenze. Trotz einer Fläche
von mehr als 60.000 Quadratmetern. Das
liegt nicht nur an der Zahl der Aussteller,
sondern auch am erhöhten Platzbedarf mancher
Unternehmen. Beispielsweise hatte sich
Philip Morris in der Vergangenheit mit relativ
wenigen Quadratmetern begnügt. In diesem
Jahr trumpfte der Marktführer richtig auf. Mit
einem der schönsten Stände, fast doppelt so
groß wie früher, angelegt wie ein kleines Dorf
– und einem Wegweiser zu den vier Stationen
Marlboro-Office, Iqos-Boutique, Veev-Arena
und Zyn-Café. Wie bei Philip Morris interes-
sierten sich die meisten Besucher auch an den
anderen Ständen für neue Produkte.
Landewyck
Das Unternehmen sorgt 2025 für Furore. Kaum
waren die Feierlichkeiten zum 100-jährigen
Jubiläum beendet, verkündete Landewyck
Deutschland eine exklusive Vertriebspartnerschaft
mit Relx International, einem weltweit
führenden Hersteller von E-Zigaretten. „Das“,
sagt Stefan Morandini, Head of Marketing
für Deutschland, Österreich und Schweiz,
„eröffnet uns die Möglichkeit, auch in diesem
Segment etwas zu bewegen.“ Und mit der Kombi
aus wiederaufladbarem Gerät (Essential 2)
und vorbefüllten Real-Pods neue Maßstäbe zu
setzen. So wie in anderen Ländern, wo Landewyck
in Kooperation mit Relx E-Zigaretten
schon erfolgreich an den Start gebracht hat.
Das Device Essential 2 in drei Farbvarianten
58 Sortiment • RUNDSCHAU 11/25
_
INFO
Die InterTabac-Stars
Die Vielfalt und Bandbreite an Produkten
und Dienstleistungen – das ist es, was die
InterTabac einzigartig macht.
Sabine Loos
Hauptgeschäftsführerin, Westfalenhallen Unternehmensgruppe
Wie in jedem Jahr konnten die
Besucher der Messe über die interessantesten
Neuheiten der einzelnen
Kategorien abstimmen. Diese wurden
von der Tabak Zeitung als InterTabac-
Stars ausgezeichnet.
Zigarette: Esse (Hermann Hauser)
Feinschnitt: Rothfuchs Drehtabak
(Landewyck)
zeichnet sich durch hohe Qualität aus und
ist intuitiv nutzbar. Bestückt wird das Gerät
mit Relx-Pods Real, die im Duo-Pack in acht
Aromen erhältlich sind. „Ein weiterer Vorteil,
der für uns spricht, ist der starke Service.
Unabhängig ob es um Fragen, Retouren oder
Sonstiges geht, der Außendienst und das Key-
Account-Management von Landewyck sind
immer für den Handel da – mit Sicherheit
auch noch morgen.“ Mit dem Comeback der
Marke Rothfuchs, die Landewyck seit 1926
gehört, ist Morandini ebenfalls zufrieden.
„Besonders die etwas mildere Variante Blue
(30 g) kommt gut im Handel an. Ebenso wie
der Zip-Verschluss, um den Tabak frisch zu
halten.“ Die 2024 gelaunchte Marke Mademoiselle
werde ebenfalls stark nachgefragt. „Nicht
nur von Frauen. Deshalb haben wir bis kurz
vor Weihnachten die erste Limited Edition
einer Super-Slim-Zigarette in Deutschland
im Angebot.“ Neues gibt’s auch bei Elixyr: die
Red Clubbing Edition Zigarette (27 Stück) und
den Eimer (260 g) der Blue-Variante.
Philip Morris
Ob Liebhaber klassischer Zigaretten, passionierte
Dreher und Stopfer, Fans von Tabakerhitzern
oder Vaper – bei Philip Morris
Germany (PMG) werden Konsumenten von
Tabakwaren jeglicher Art bestens bedient.
Das gilt auch für das Superlow-Segment, das
bedingt durch steigende Lebenshaltungskosten
weiter wächst. Auf die Nachfrage nach
preisgünstigen Zigaretten hat PMG mit der
Marlboro Crafted in den Varianten Red und
Gold im neuen 7XL-Format (60 Zigaretten/
20 Euro) reagiert. „Umgerechnet auf die Originalpackung
mit 70 Stück sind das 6,67 Euro“,
sagt Beate Kunz (PR/Handelswerbung). „Damit
ist dieses Produkt das attraktivste Mitglied der
Marlboro-Crafted-Familie.“ Zudem sei es eine
ideale Ergänzung im Shop-Sortiment. „Mit
der Neuheit können unsere Handelspartner
preissensiblen Konsumenten ein starkes Konsumversprechen
bieten – ohne Kompromisse
bei Geschmack und Qualität“, betont Jeannette
Rohwer-Kahlmann, Director CC Germany.
Parallel dazu belebt PMG das Heat-not-Burn-
Segment. Mit der nächsten Generation von
Tabakerhitzern und den Neuheiten Iqos
Iluma i und Iqos Iluma i One. Beide Geräte
kombinieren Innovation mit Benutzerfreundlichkeit
– „und bieten erwachsenen Konsumenten
ein noch individuelleres, komfortableres
und technisch fortschrittlicheres Tabakerlebnis“.
Beispielsweise ist Iqos Iluma i mit einer
Vielzahl neuer Funktionen ausgestattet. Dazu
gehören u. a. ein Touchscreen mit intuitiver
Statusanzeige sowie ein Pausemodus. Damit
kann die Nutzung bis zu acht Minuten unterbrochen
und danach fortgesetzt werden.
Villiger
Auch wenn es meist nicht viel Platz gibt –
auf Zigarillos sollte kein Shop-Betreiber
verzichten. Fabian Steffen, Produktmanager
bei Villiger, nennt den Grund: „Inzwischen
ist die Tankstelle unser wichtigster Absatzkanal
in diesem Segment, sogar vor dem Facheinzelhandel.“
Besonders bei aromatisierten
Produkten. In diese Kategorie fällt auch die
Villiger-Neuheit Shots, die mit den Varianten
Bluetastic und Melicious seit Kurzem im Handel
ist. „Damit bieten wir unseren Kunden ein
intensives Geschmackserlebnis von höchster
Qualität in kompaktem Format.“ Die Länge
von nur 69 Millimetern eigne sich perfekt
als zeitgemäßer Short Smoke im Alltag
Shortfiller: Shots Melicious (Villiger)
Shortfiller: Coy 25 (CigarKings)
Heat-not-Burn: Iqos Iluma (Philip
Morris)
E-Zigarette: Vuse Ultra (BAT) und
DBX Vape Insert (Zippo)
Raucherbedarfsartikel: ProCell
Active Filter (Gizeh)
Alternative Produkte: Premium Pure
Pipe (OCB)
▽ Fruchtige neue Zigarillosorten stellte der
Hersteller Villiger an seinem Stand vor.
www.rundschau.de
59
Sortiment
Tabak
oder als Highlight bei einem besonderen
Anlass. „Wo auch immer – Villiger Shots
sind stets ein Erlebnis.“ Außerdem runde das
aromatisierte Mundstück den Geschmack ab
und mache jeden Zug zu einem außergewöhnlichen
Moment. Die Neuheit sei aber nicht
nur eine Freude für den Gaumen, sondern
setze auch klare Statements. „Für modernen,
urbanen Lifestyle, bei dem Genuss, Stil und
Individualität im Mittelpunkt stehen.“ Nach
dem Motto „kurzer Smoke, fruchtig langer
Vibe“. Die Geschmacksrichtungen der neuen
Shortfiller sind eher untypisch für Zigarillos,
dürften aber auch Vaper und Shisha-Raucher
ansprechen. Während die Variante Bluetastic
von einem intensiven, süßen Blaubeeraroma
geprägt ist, verspricht die Sorte Melicious
fruchtigen und erfrischenden Honigmelonengeschmack.
Das moderne Design der hochwertigen
Metalletuis (10 Stück) unterstreicht
den trendigen Charakter der Neuheit.
InnoCigs
Vor nicht allzu langer Zeit waren die Claims
im Segment E-Zigaretten klar abgesteckt: hier
die Hardware-Produzenten, dort die Hersteller
von Liquids. Das hat sich geändert. Mittlerweile
werden Liquids, die bei Konsumenten von
Einweg-E-Zigaretten sehr beliebt sind, auch
für offene Systeme angeboten. Diese Entwicklung
hat Marktführer Elfbar eingeleitet. Durch
seine Elfiq-Linie mit Nikotinsalz-Liquids, die
zu den Top-Sellern von InnoCigs gehört. Jetzt
△ Seit über 90 Jahren genießt die Feuerzeugmarke
Zippo weltweit einen hervorragenden Ruf.
hat der Großhändler fünf neue Sorten dieser
Reihe im Angebot: die exotischen Varianten
Pineapple Coconut und Coconut Blueberry,
die fruchtige Blackberry sowie die kühlen
Aromen Frozen Berries und Lemon Mint.
Erhältlich sind die NicSalts für nachfüllbare
Geräte in zwei Stärken (10 und 20 mg/ml). Auch
bei den beliebten Elfa-Pods gibt es Zuwachs
durch vier weitere Geschmacksrichtungen:
Cola & Orange, Dragon Fruit Blackberry
(fruchtig) sowie die tropischen Pineapple
Coconut und Pineapple Acai. Die Pods (zwei
Stück pro Packung) sind mit zwei Millilitern
Nikotinsalz vorbefüllt, die Stärke liegt bei
20 mg/ml. Neuigkeit Nummer drei betrifft das
Einwegsegment. Mit dem innovativen Modell
Elfbar 800, das als Nachfolgerprodukt der Elfbar
600 auf den Markt gekommen ist, können
Vaper künftig noch mehr Aromen genießen.
Neun vollkommen neue Tastes sind zu den
bereits etablierten Sorten hinzugekommen.
Zippo
Die Feuerzeugmarke genießt einen hervorragenden
Ruf. Seit über 90 Jahren. Weltweit.
Aufgrund der Qualität, Robustheit und lebenslangen
Garantie. Hinzu kommen die
vielen kreativen Motive und Varianten der
Gehäuse, die fast jedes Zippo-Feuerzeug zum
Unikat machen. Deshalb sind sie auch begehrte
Sammlerstücke und Kultobjekte. Nicht
nur bei Rauchern. Manche Käufer lassen ihr
Sturmfeuerzeug sogar mit eigenem Namen
oder Bild gravieren. Auch an Tankstellen hat
sich die Marke inzwischen fest etabliert – mit
Feuerzeugen, Sonnenbrillen und Accessoires.
Jetzt hat das Unternehmen ein komplementäres
Geschäftsfeld erschlossen – und mit
dem Vertrieb eines neuen Produkts des Geschäftspartners
DBX Labs begonnen, dem
DBX Vape Insert. „Der Vorteil dieses Teils
ist, dass es perfekt in jedes Gehäuse unserer
Zippos passt“, erklären Sales Director Christian
Wagner und David Galliker, Managing
Director. Selbstverständlich muss zuvor der
Einsatz des Feuerzeugs entnommen werden.
PHILIP MORRIS
Philip Morris bringt Iqos Iluma i auf den
Markt. Das Tabakerhitzersystem in
kupferfarbenem Design verfügt über
eine automatische Zugerkennung und
ist ab sofort erhältlich.
LANDEWYCK
Der Hersteller hat seine Super-Slim-
Zigarette Mademoiselle La Bleue als
Limited Edition mit fünf Packungsdesigns
im Portfolio. Die Motive zeigen
Pariser Wahrzeichen.
VILLIGER
Die Shots Bluetastic sind kleine Zigarillos
mit Filter in der handlichen Metalldose
(10 Stück). Die Zigarillos bieten ein
fruchtig-frisches Aroma und eignen sich
für kurze Rauchpausen.
ELFBAR
Sorten wie Elfbar Elfa Pods Cola &
Orange bieten spritzigen Geschmack in
Pod-Form. Elfliq Lemon Mint überzeugt
mit Zitrus-Minz-Kombi als Nikotinsalz-
Liquid. Erhältlich etwa über InnoCigs.
Fotos: Gerhard Hörner, Unternehmen
60 Sortiment • RUNDSCHAU 11/25
Markentrainer Tabak
Interessante Fakten und spannende Hintergrundinformationen
zum Thema Tabak finden Sie im
aktuellen fotfortrade Markentrainer „Tabak & Co.“.
TABAKWAREN UND CO.
Markentrainer
besser verkaufen lernen
Tabak
& Co.
„Dann drückt der Nutzer einen DBX-Pod, den
er zuvor mit einem Liquid seiner Wahl befüllen
kann, in das Akkuträger-Insert. Und
schon kann die Vape-Experience beginnen.
So einfach geht’s!“ Die Inserts ermöglichen
bis zu 600 Züge pro Aufladung und verbinden
laut Firmenangaben Langlebigkeit und
Zuverlässigkeit mit modernster Technologie.
POS Tuning
Bei der InterTabac 2024 hatte das Familienunternehmen
erstmals den POS-T Udo Safe
vorgestellt. Inzwischen wurde die innovative
Lösung für Warenpräsentation und Diebstahlschutz
am PoS weiter optimiert. Jetzt ist der
Sicherheitsschrank, dessen Name auf Seniorchef
und Firmengründer Udo Voßhenrich
zurückgeht, komplett ausgereift. Und ein Verkaufsschlager.
„Die Nachfrage ist sehr groß“,
△ Der optimierte und diebstahlsichere Tabakwarenschrank
POS-T Udo Safe aus dem Hause
POS Tuning.
erzählt Maren Brettmeier, verantwortlich
für Marketing, Design und PR. Das Modell,
das es in mehreren Größen für verschiedene
Verpackungsarten (eckig, rund, schmal, breit)
gibt, kombiniert modernes Design mit intelligenter
Technik. Hinzu kommt die attraktive
Glasfront. In Verbindung mit der bewährten
elektronischen Vorschubtechnik werden die
Produkte perfekt in Szene gesetzt, um den
Umsatz anzukurbeln. „Die Tabakwaren sind
aber nicht nur permanent sicht- und verfügbar,
sondern auch absolut diebstahlsicher.“
Akustische und optische Signale sorgen für
Schutz vor Langfingern. Außerdem ermöglichen
Sensoren und LEDs dem Käufer eine
einfache Auswahl und Entnahme der Artikel
im Ausgabefach. Ähnlich leicht macht es Udo
Safe den Shop-Mitarbeitern: Glastür aufschließen,
Ware nachfüllen, verriegeln – fertig.☐
www.rundschau.de
www.linkedin.com/showcase/
rundschauleh
BITTE FOLGEN
SIE UNAUFFÄLLIG
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Neue Produkte
November 2025
Roland
Knäckers mit Hafer und Reis oder Hafer
und Mais im handlichen Snackpack in
vier Portionspäcken à 35 g. Ideal für
Schule, Büro oder unterwegs. Ab Herbst
2025 erhältlich. UVP: k.A.
Nestlé
Eine neue Art der Pause: Ab Oktober
gibt es die beliebten KitKat-Riegel
in Tafelform. Cremige Füllung in den
drei Sorten Hazelnut, Double Chocolate
und Salted Caramel.
UVP: 2,29 Euro
Bertolli
Das Bratolivenöl, neu in der praktischen
Dosierflasche inkl. Anti-Tropf
Funktion, erleichtert die Dosierung
und ist der ideal Begleiter für die
Küche. Erhältlich ab Dezember.
UVP: 6,99 Euro
Neoh
Weihnachtlicher Genuss ganz
ohne zugesetzten Zucker: Die
limitierte Auflage des Adventskalenders
überrascht mit 24
Produkten. Ab Oktober im
Webshop erhältlich.
UVP: 39,90 Euro
Deli Reform
Zum Start der Backsaison
gibt es ab November von Deli
Reform Bachstreichfett vegan
und ohne Palmöl in der 450 g
Packung, ohne Konservieungsstoffe.
UVP: 1,99 Euro
Gustavo Gusto
Neues Pizza-Quartett im Tiefkühlregal mit der
neuen Range Amore Napoli in den Geschmackssorten
Mozzarella, Salame, Rucola und Diavola.
Ab sofort erhältlich.UVP: 3,79 Euro
Houdek
Ab November erweitert Houdek
sein Snacksortiment um
Knabber Kabanos to go in den
Sorten Klassik, Käse und Hähnchen.
Im praktischen Standbodenbeutel.
UVP: 1,99 Euro
Nordsee
Das Sortiment wurde erweitert
mit einem neuen Backfisch
im knusprigen Brezel-Mantel.
Das Alaska Seelachsfilet mit
Laugenbrezel-inspirierter Panade
ist ab sofort im Kühlregal
erhältlich. UVP: 3,49 Euro
62
RUNDSCHAU 11/25
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Infos und Bildmaterial zu Ihren Neuprodukten
schicken Sie gerne an: produkte@rundschau.de
Followfood
Neu im Convenience und TK-Regal:
Tuna Pockets (Abb.) in den Sorten
Kräuter-Knoblauch und Mediterrane
Kräuter sowie Airfryer Fish Bites
(Abb.) mit Seelachs und Kräuter-Zitrone
und Wildlachs Teriyaki. UVP: 5,49
Euro/2,99 Euro
Neues Prepack-Käsesortiment
DUG
Kartoffeldrink als Milchalternative als Barista
Unsweetended erhätlich - ohne Zucker
und perfekt zum Aufschäumen für Cappuccino,
Latte & Co. UVP: 2,49 Euro
Die Biomolkerei Söbbeke bringt vier Käsetheken-Bestseller
als Prepack in die Selbstbedienung – in gewohnter
Frische-Qualität für den besten Genuss.
BESCHREIBUNG Söbbeke aus dem Münsterland produziert seit
1988 hochwertige Bio-Produkte aus bester Weidemilch. Im Prepack
gibt es die Sorten Wilder Bernd, Grienkenschmied, Herzige Marie und
Altbierkäse. Das klare Design gibt schnelle Orientierung in der
Cabrio-Theke.
VERPACKUNGSEINHEIT
6 x 150 g je Sorte
Wiesenhof
Herzhaft-würzige Limited
Edition mit Geflügel-Bacon
und zartschmelzendem
Emmentaler in der
400 g Packung a 10 Stück.
UVP: 4,99 Euro
KONTAKT Weitere Infos unter
soebbeke.de
www.rundschau.de 63
IMPRESSUM
Die RUNDSCHAU enthält offizielle Mitteilungen für:
Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel e.V.
(HDE); Handelsverband Bayern – Der Einzelhandel e.V.;
Einzelhandelsverband Baden-Württemberg e.V. (EHV);
Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. (HBB)
Die Verbandsseiten geben die Meinung der Handelsverbände
wieder. Die Redaktion ist nicht für die
Inhalte verantwortlich.
Neue Produkte
November 2025
Gegründet: 1929
Verlag: medialog GmbH & Co. KG
Am Bollgraben 1, 76534 Baden-Baden
Tel. 07225 60646-00
E-Mail: redaktion@medialog.de, info@medialog.de
Geschäftsführer: Carsten Augsburger, Christian Schnücke
Verlagsleiterin: Maria Akhavan
Chefredakteur: Marcelo Crescenti (V.i.S.d.P.)
Chef vom Dienst (CvD): Mirko Jeschke
Redaktion: Martina Kausch, Sibylle Menzel,
Sabrina Reiter
Mitarbeiter dieser Ausgabe: Silke Detlefsen, Gerhard
Hörner
Layout: Michael Schmidt, Schmidt Media Design
Anzeigenleiterin: Sanela Svjetlanovic
Mediaberatung: Vanessa Werdin, Sevda Srna
Gesamtleitung Veranstaltungen: Edith Villwock
Veranstaltungen: Anja Hurrle, Jana Lewark
Foodloose
Neu: Bio-Snack Adventskalender
gefüllt mit beliebten
Produktklassikern, Neuheiten
und saisonalen Wintereditionen
(Abb.) sowie das DIY
Adventskalender Set mit zwölf
ausgewählten Snacks aus dem
Sortiment. Bio-Snack 54,99
Euro, DIY-Set 24,99 Euro
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Eine Erweiterung des Fresh-
Cut-Sortiments um zwei neue
Salatkreationen Italian Style
und Thai Style. Verzehrfertige
Salatkreationen ab Oktober erhältlich.
UVP: 1,79 Euro
III Freunde
Fruchtig, frisch und vegan
zeigt sich der III Freunde Sauvignon
Blanc mit Zitrusaromen
und einem Hauch von Stachelund
Johannisbeere.
UVP: 9,90 Euro
Anzeigendisposition: dispo@medialog.de
Anzeigenpreisliste: Nr. 58, gültig ab 01.01.2025
Abonnenten-Betreuung:
E-Mail: service@medialog.de
Titel: stock.adobe.com/Ayat (M)
Produktfotos: Hersteller
Erscheinungsweise: monatlich, ISSN 0939 – 6209
Bezugspreise: Einzelheft 4,20 Euro, Jahresabonnement
Inland 20,50 Euro / Ausland 43,20 Euro (alle Preise inkl.
Versandkosten). Für Mitglieder folgender Verbände ist
der Bezugspreis mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten:
Handelsverband Baden-Württemberg e. V., Handelsverband
Bayern – Der Einzelhandel e.V., Handelsverband
Berlin-Brandenburg e. V., Bundesverband der Deutschen
Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V., Handelsverband
Sachsen e. V., Einzelhandelsverband Nordbaden
e. V., Einzelhandelsverband Nordrhein-Westfalen e. V.,
Einzelhandels verband Nordsee Bremen e. V., Fachverbände
des Hamburger Einzelhandels e. V., Einzelhandelsverband
Nord e. V., Unternehmerverband Einzelhandel
Nordwest e. V., Landesverband Einzelhandel und
Dienstleistung Saarland e. V., Einzelhandelsverband des
Freistaates Thüringen e. V., Handelsverband Südbaden
e. V., EHI Retail Institute GmbH, Mittelständische Lebensmittel
Filialbetriebe (MLF) e. V. Das Abonnement
verlängert sich um ein Jahr, wenn es nicht einen Monat
vor Ende der Laufzeit gekündigt wird.
Druck: westermann DRUCK | pva
Georg-Westermann-Allee 66
38104 Braunschweig
Suchard Express
Indulgence Range mit vier Sorten:
Classic Choco & Cream Cookie
Crumble, Nougat Chocolate &
Hazelnut Biscuit Crip, White
Chocolate & Crème Brûlée Crunch
und Blonde Chocolate & Golden
Caramel. UVP: 2,99 Euro
Maggi
Mit der neuen Ravioli
Cheese-Variante Cheese
Style ergänzt das Unternehmen
seine Produktlinie
um eine vegetarische
Sorte. UVP: 2,99 Euro
Nachdruck, fotomechanische Wiedergabe oder sonstige
Vervielfältigung/Übersetzung von Text und Anzeigen, auch
nur auszugsweise, sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung
des Verlages gestattet. Redaktion und Verlag haften nicht
für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bildmaterial.
Unverlangt und ohne Rückporto eingesandtes Material
wird nicht zurückgesandt. Das Urheberrecht für angenommene
und als solche schriftlich bestätigte Manuskripte
liegt ausschließlich bei der medialog GmbH & Co. KG.
IVWII/2025
Druckauflage:
60.121 Exemplare,
tatsächlich verbreitete
Auflage: 59.957 Exemplare
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FORSCHERAUFTRITT
Florian Klaus
>
Florian Klaus
ist Markenpsychologe bei K&A Brand Research. Er
wechselt sich hier mit Stephan Grünewald, Martin
Fassnacht und David Bosshart ab. ka-brandresearch.com
Text: Mirko Jeschke
Mehr Normalität schaffen
Die alkoholfreien Varianten könnten für die gebeutelte Spirituosenbranche ein Rettungsanker sein. Für Florian
Klaus ist die Kategorie bislang aber nur ein Strohfeuer. Der Markenpsychologe erklärt, worauf es jetzt ankommt.
Herr Klaus, es macht den Anschein, als würden
die Spirituosenhersteller mit den alkoholfreien
Varianten versuchen, die entsprechende
Entwicklung bei den Brauereien
nachzuahmen. Ist ein solcher
Ansatz erfolgversprechend?
Tatsächlich kann die Idee, sinkende
Absatzvolumina im alkoholischen
Bereich durch alkoholfreie Alternativen
bzw. Substitute zu ersetzen,
durchaus sinnvoll sein. Aus meiner
Sicht sind dem aber enge Grenzen
gesetzt, wie man das bereits im Biersegment
beobachten konnte. Zudem
hat es dort Jahrzehnte gedauert, bis
die Produkte die gewünschte Akzeptanz
bei den Konsumenten erreicht haben.
Woran hat das gelegen?
Die Brauereien haben es über lange Zeit versäumt,
ihre alkoholfreien bzw. -reduzierten
Produkte positiv aufzuladen. In der Wahrnehmung
der Konsumenten standen sie, gerade in
der Anfangszeit vor 40 bis 50 Jahren, vor allem für
Verzicht. Auch der Geschmack war aufgrund der fehlenden technologischen
Entwicklung für viele keineswegs überzeugend. Die spannende
Frage wird sein, inwieweit es die Spirituosenbranche schafft,
für ihre neuen, oftmals unbekannten Produkte eine Alltagsrelevanz
zu erzeugen. Noch ist die Kategeorie lediglich ein Strohfeuer.
Was muss also passieren?
Wichtig ist: Der Erstkontakt mit dem Produkt darf nicht schiefgehen.
Hier sind wir technologisch allerdings schon auf einem anderen
Level. Zudem bietet die Vielfalt im Spirituosensegment deutlich
mehr Möglichkeiten als etwa im relativ überschaubaren Biersegment.
Gerade einzelne Kategorien wie Gin oder Liköre, die von ihrem
Wesen her eher auch von Aromen leben, haben größere Chancen,
ihren klassischen Originalen im Erlebnis nahezukommen und sich
damit letztlich auch an deren Markterfolg anzulehnen. Varianten
mit Whisky, Wodka oder Rum dürften es deutlich schwerer haben.
Florian Klaus
Director Brand Psychology
bei K&A Brand Research in Nürnberg
Welche Konsumentengruppen lassen sich am
ehesten für die Alkoholfreien begeistern?
Natürlich sind ältere Verbraucher mit einem
über Jahrzehnte antrainierten Konsumverhalten
in der Regel schwerer anzusprechen.
Daher wird es wohl in erster
Linie jüngere Generationen im urbanen
Umfeld betreffen. Zudem könnte
die weibliche Zielgruppe hier einen
deutlich höheren Stellenwert als
bisher einnehmen, da sie sich verstärkt
für Themen wie Gesundheit,
Wellness, Achtsamkeit und bewusster
Konsum interessiert und dadurch
ein entsprechendes Potenzial birgt.
Stichwort Gesundheit: sicherlich auch
für die Älteren ein relevantes Thema ...
Das ist richtig, deshalb sehe ich mit Blick auf
diese Gruppe ebenfalls Chancen. Auch hier sollten
die Frauen und deren Konsumanlässe klar adressiert
werden. Denken Sie etwa an eine Geburtstagsfeier
oder eine Gartenparty, auf der man seine Gäste mit
einem alkoholfreien Cocktail o. ä. überraschen kann.
Ganz konkret gefragt: Wie können Hersteller und der LEH die Entwicklung
dieser noch jungen Kategorie am besten unterstützen?
Sie sollten das Thema gemeinsam angehen und um jeden Preis den
Eindruck eines Defizits vermeiden – schließlich handelt es sich nicht
um eine schamhafte Ersatzkategorie. Bislang stehen die alkoholfreien
Varianten oft neben dem Original. Das führt beim Shopper psychologisch
zur Unterscheidung zwischen einem bekannten Produkt, das
Spaß macht, und dem neuen, das möglicherweise die spaßbefreite
Alternative ist. Würden Budgets keine Rolle spielen, wäre es natürlich
wünschenswert, das zu verhindern und mit einem klaren Category-
Management-Konzept eigenständig aufzutreten. Am Ende muss es
gelingen, Normalität herzustellen, positive Benefits zu kreieren und
Vielfalt sowie Lebensfreude zu zeigen. Erreicht werden kann das,
indem man die Konsumenten stärker an die Hand nimmt, etwa mit
mehr warenkundlichen Infos, Rezepten und Tastings am PoS. ☐
Foto: Privat
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FORSCHERAUFTRITT • RUNDSCHAU 11/25
ALL BEVERAGE
AWARD 2026
ANMELDESCHLUSS: 18. 02.2026
Mehr Informationen und den Anmeldebogen finden Sie unter:
Brezel trifft Backfisch – die NORDSEE Erfolgsstory geht weiter:
FISCH AUFGEBREZELT!
NEU
1) Quelle: Circana, Gekühlte Fischfeinkost ohne Sushi, Lachs & Frisch Fisch, LEH Total, SKU-Umsatz Ranking, FY 2024
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Knuspriger Zuwachs für
NORDSEE Backfisch,
das Nr. 1 Produkt in der
gekühlten Fischfeinkost 1
Oans, zwoa – auf geht’s!
Hohes Vermarktungspotenzial
während der Volksfest-Saison
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