4-2025
Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion - Fertigungstechnik, Materialien und Qualitätsmanagement
Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion - Fertigungstechnik, Materialien und Qualitätsmanagement
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November/Dezember 4/2025 Jahrgang 19
Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion
40 Jahre Becker & Müller:
Mit High-Speed
in die Zukunft der PCB-Fertigung
Seite 6
EPA
Alles
aus einer Hand
EPA
Nutzentrenner &
Bauteilvorbereitung
ESD-Kleidung
ESD-Boden
ESD-Mess- & Testgeräte
18.-21. November
Messe München
Halle A2
Stand A2.130
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BJZ
GmbH & Co. KG
Berwanger Str. 29 • D-75031 Eppingen/Richen
Telefon: +49 -7262-1064-0
Fax: +49 -7262-1063
E-Mail: info@bjz.de
Web: www.bjz.de
Technische Änderungen vorbehalten.
Editorial
Florian Weiß,
Mitglied der Geschäftsleitung
BMK professional electronics GmbH
www.bmk-group.de
Outsourcing als strategisches
Mittel für Effizienz und Flexibilität
Die europäische Wirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel:
Globale Krisen, gestörte Lieferketten, Fachkräftemangel, der internationale
Wettbewerbsdruck und steigende Kosten erschweren die industriellen Bedingungen.
Gleichzeitig sinkt die Auftragslage in vielen Branchen, während zukunftsfähige
Geschäftsmodelle fehlen. Das führt zu einem steigenden Innovations- und
Anpassungsdruck.
Als EMS-Dienstleister mit zahlreichen Kunden aus unterschiedlichsten Branchen
beobachten wir, dass Aufträge und Projekte kleinteiliger, kurzfristiger und komplexer
werden. Die Nachfrage nach lokaler Fertigung und resilienten Lieferketten
wächst. Klassische Auftragsfertigung reicht oft nicht mehr aus – gefragt sind
spezialisierte Partner mit Prozesskompetenz und ganzheitlichem Verständnis
für das globale Marktgeschehen.
Outsourcing als Erfolgsfaktor
Gezieltes Outsourcing von Großteilen der Supply Chain und der
Produktionsressourcen kann Unternehmen entlasten und strategisch stärken
– nicht nur als verlängerte Werkbank, sondern als integraler Bestandteil der
Wertschöpfung.
• Ressourcenschonung: Interne Entwicklungs- und Einkaufsabteilungen werden
entlastet und ermöglichen den Fokus auf Kernkompetenzen der Unternehmen.
• Kosteneffizienz und Flexibilität: Fixkosten sinken und Bedarfsschwankungen
lassen sich besser abfedern. Das gilt besonders für Produktionskapazitäten
und damit verbundene Aufwände.
• Schnellere Markteinführung: Die frühe Einbindung in Entwicklungsprozesse
(DFX) verkürzt Innovationszyklen und reduziert Risiken.
Europa als Produktionsstandort
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit gewinnen Nähe und Versorgungssicherheit
an Bedeutung. Europäische EMS-Anbieter bieten technische Expertise, kurze
Kommunikationswege und kulturelle Nähe. Vorteile sind:
• Schnelle Reaktionszeiten
• Hohe Fertigungstiefe und Rückverfolgbarkeit
• Know-how und breites Dienstleistungsspektrum
• Transparente Zusammenarbeit
Nachhaltigkeit und Resilienz
Auch Umweltaspekte und Krisenfestigkeit rücken in den Fokus. Europäische
Partner ermöglichen kürzere Transportwege, geringere Emissionen und bessere
Kontrolle über Umweltstandards. Das stärkt die strategische Planung und
Zukunftsfähigkeit.
Fazit
Ich bin überzeugt, dass das klassische EMS-Geschäft allein nicht mehr ausreicht,
und die Wahl des richtigen Partners zur strategischen Komponente wird. Die
Zukunft liegt in der engen Verzahnung von Entwicklung, Fertigung und Supply
Chain. Unternehmen, die frühzeitig auf spezialisierte Partnerschaften setzen,
sichern sich durch Effizienz, Flexibilität und Innovationskraft maßgebliche Vorteile.
Florian Weiß
4/2025
3
Inhalt
November/Dezember 4/2025 Jahrgang 19
3 Editorial
4 Inhalt
6 Titelstory
8 Schwerpunkt: Dienstleistung
31 Bauteilprogrammierung
32 Qualitätssicherung
51 Produktion
56 Lasertechnik
58 Beschichten/Lackieren/Vergießen
60 Dosiertechnik
63 Rund um die Leiterplatte
66 Löt- und Verbindungstechnik
68 Verpacken/Kennzeichnen/Identifizieren
69 Software
70 Aktuelles
Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion
40 Jahre Becker & Müller:
Mit High-Speed
in die Zukunft der PCB-Fertigung
Seite 6
Titelstory
Mit High-Speed
in die Zukunft
der PCB-Fertigung
Was als kleiner Zweimann-Betrieb
begann, hat sich zu einem der
führenden Spezialisten für die
Fertigung von anspruchsvollen
Leiterplatten entwickelt:
In diesem Jahr feiert Becker & Müller
sein 40. Jubiläum. 6
Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion
• Herausgeber und Verlag:
beam-Verlag
Georg-Voigt-Str. 41
35039 Marburg
info@beam-verlag.de
www.beam-verlag.de
• Redaktion:
Ing. Frank Sichla
electronic-fab@beam-verlag.de
• Anzeigenverwaltung:
beam-Verlag
Myrjam Weide
m.weide@beam-verlag.de
Tel.: 015568 051314
• Erscheinungsweise:
4 Hefte jährlich
• Satz und Reproduktionen:
beam-Verlag
• Druck + Auslieferung:
Bonifatius GmbH, Paderborn
www.bonifatius.de
Hinweis:
Der beam-Verlag übernimmt, trotz sorgsamer
Prüfung der Texte durch die Redaktion, keine
Haftung für deren inhaltliche Richtigkeit. Alle
Angaben im Einkaufsführerteil beruhen auf
Kundenangaben!
Handels- und Gebrauchs namen, sowie
Warenbezeichnungen und dergleichen werden in
der Zeitschrift ohne Kennzeichnungen verwendet.
Dies berechtigt nicht zu der Annahme, dass
diese Namen im Sinne der Warenzeichen- und
Markenschutzgesetzgebung als frei zu betrachten
sind und von jedermann ohne Kennzeichnung
verwendet werden dürfen.
Ohne Stolpersteine
in die Fertigung
Ein gutes Design allein macht noch kein gutes
Produkt. Vor allem nicht, wenn auf dem Weg in die
Serienproduktion Schwachstellen und Kostenfallen
nicht frühzeitig erkannt und ausgebessert
werden. 12
Electronics Manufacturing
Services richtig nutzen
Bei der Elektronikproduktion per EMS
gilt es, wichtige Dinge zu beachten,
soll das Ergebnis ein Erfolg werden.
Der Beitrag greift fünf Themenbereiche
auf, die man unter keinen Umständen
vernachlässigen darf. 16
Trends, Strategien
und Laserverfahren
in der Elektronik
und Mikroelektronik
Dr. Christian Vedder vom Fraunhofer-
Institut für Lasertechnik spricht mit
electronic fab über Anforderungen,
Innovationen und deren Anwendung
in der Industrie. 74
Gängige Surface-Mount-Bauteile und
ihre Auswirkungen auf Kosten und
Komplexität der Leiterplattenmontage
Dieser Artikel gibt Kunden von EMS-Leiterplattenbestückern
einen Einblick in sechs gängige SMD-Typen einschließlich
der Standardanwendungen dieser Gehäusetypen sowie ihrer
Auswirkungen auf den Leiterplatten-Bestückungsprozess. 20
4 4/2025
Innovationen in der Elektronikfertigung
In einem exklusiven Interview spricht Benjamin Teichert,
Fertigungsleiter der ursatronics GmbH, über die neuesten
Entwicklungen in der Elektronikfertigung und welche
Herausforderungen und Chancen sich daraus für Unternehmen
ergeben. 8
Auftrags- und Serienfertigung
im Vergleich
Die Auslagerung von Nicht-Kerngeschäften an professionelle
EMS-Unternehmen liegt weiter im Trend. Auftragsfertiger haben
sich in den letzten Monaten nicht nur erfreulich entwickelt, sondern
können auch auf Katalysatoren für weiteres Wachstum bauen. 18
Fachartikel exklusiv im ePaper
Wie Algorithmen der Elektrotechnik-Branche neue Chancen
eröffnen
Von einem volatilen Marktumfeld zu vorausschauenden Entscheidungen:
Künstliche Intelligenz revolutioniert die Marktanalyse in der Elektrotechnik-
Branche. 79
Kontaminationsquellen im Reinraum
Ein Reinraum ist NICHT partikel- bzw. kontaminationsfrei, auch wenn viele Nutzer von
Reinräumen diese Meinung vertreten.. 81
Innovationen in der Oberflächenmontage bieten mehr für weniger
Neue Entwicklungen auf High-Tech-Märkten führen zu einem Wandel bei
Leistungsmerkmalen und Mehrwert der Systeme. 83
SMT-Bestückung für die Anforderungen des Hightech-Marktes
Branchen wie Telekommunikation, Internet und Automobilbau forcieren den Trend hin
zu größeren, schwereren und komplexeren Bauteilen, was Elektronikhersteller vor neue
Herausforderungen stellt. 85
Hier finden Sie das ePaper mit zusätzlichem Fachartikel-Teil: https://webkiosk.epaper-kiosk.beam-verlag.de
Alle Fachartikel einzeln als pdf zum kostenlosen Download, sortiert nach Rubriken, finden Sie unter:
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5
Titelstory
40 Jahre Becker & Müller:
Mit High-Speed in die Zukunft der PCB-Fertigung
Was als kleiner Zweimann-Betrieb begann,
hat sich zu einem der führenden Spezialisten
für die Fertigung von anspruchsvollen Leiterplatten
entwickelt: In diesem Jahr feiert Becker
& Müller sein 40. Jubiläum. Unter dem Motto
„Speed Up“ unterstreicht das süddeutsche Familienunternehmen
die Kernkompetenz, für die man
am Markt bekannt ist: Top-Qualität in kürzester
Produktions- und Lieferzeit.
Begonnen hat alles – wie so oft – in einer
Garage: Waldemar Becker startet ein Nebengewerbe
namens „Platinenservice“. Wenig später
lernt er Xaver Müller lernen. Beide vereint die
Leidenschaft für Elektronik und der Mut, daraus
ein Unternehmen zu gründen. Es folgt der Startschuss
in die gemeinsame Zukunft: 1985 wird
die Becker & Müller Schaltungsdruck GmbH
gegründet. Im Fokus die Fertigung von Leiterplatten
als Prototypen, Muster und Kleinserien
– bis heute ausgewiesene Kernkompetenz von
Becker & Müller.
Anfang und Wachstum
Die ersten Jahre sind geprägt durch sehr viel
Arbeit. Und die zahlt sich aus, das Unternehmen
wächst. Michael Becker ist als Sohn des
Firmengründers früh aktiv mit eingebunden. Das
damalige Erfolgsrezept hat bis heute nichts an
Aktualität verloren: Technologisch vorn dabei,
ganz nah an den Bedarfen der Kunden und das
auch noch richtig zügig – das ist Becker & Müller.
1991 wird der mittlerweile europaweit bekannte
„Express-Service“ ins Leben gerufen. Parallel
entstehen Pläne für einen eigenen Firmensitz,
der im Gewerbegebiet Bildstöckle in Steinach
im Kinzigtal Realität wird.
Die Anfragen werden mehr, und sie werden
komplexer. Bereits hier wird eine klare und weitsichtige
Unternehmensstrategie deutlich, die
Xaver Müller auf den Punkt bringt: „Eigentlich
gab es für uns nie eine Alternative: Denn dass
die Massenware nach Asien abwandert, war
früh klar. Also haben wir uns auf die speziellen
Leiterplatten konzentriert.“
Engagiert und innovativ weiter nach vorn
1998 zieht sich Waldemar Becker aus dem
operativen Geschäft zurück, sein Sohn Michael
Becker leitet gemeinsam mit Xaver Müller die
Geschicke des Unternehmens, das sich zu einem
Becker & Müller Schaltungsdruck GmbH
www.becker-mueller.de
Waldemar Becker und Xaver Müller – die Männer der ersten Stunden
6 4/2025
Titelstory
Janik Becker,
Geschäftsführer in dritter Generation
4/2025
Hocheffizient und nachhaltig: die neue Ätzanlage
der spezialisiertesten Anbieter der Branche entwickelt.
Mit dem 2008 erfolgten Anbau am Unternehmenssitz
verdoppelt Becker & Müller seine
Firmenfläche um fast das Doppelte.
Neben räumlichen Erweiterungen investiert
der Leiterplatten-Spezialist kontinuierlich in
innovative Technologien. Etwa einen LED-
Direkt belichter, der die Belichtung aller fototechnischen
Schritte – von Innen- über Außenlagen,
Lötstopplack und Bestückungsdruck –
zu realisieren erlaubt. Im Zusammenhang mit
einer neuen Vakuumkammer-Multilayerpresse
werden noch feinere und präzisere Strukturen
ermöglicht: Ein echter Quantensprung in der
Leiterplattenfertigung. Eine neue CNC-Bohrmaschine,
die die exakte Anpassung von Multilayerbohrungen
in Bezug auf das Leiter bild der
Innenlagenkerne sicherstellt: Mittels Kameraregistriersystem
wird das Leiterbild der Innenlagen
registriert und das Bohrprogramm automatisch
angepasst. Die Optimierung des Multilayer-Registriersystems
und Nietprozesses zur
weiteren Erhöhung der Präzision. Oder eine
komplett neue Ätzanlage, mit der die Weichen
hin zu einer noch präziseren und effizienteren
PCB-Produktion gestellt werden.
Und ganz aktuell wurde in einem vom Bund
geförderten Modellprojekt ein innovatives Fertigungsverfahren
für die Herstellung von Starr-
Flex-Leiterplatten entwickelt. „Mit EasyFlex konnten
wir eine neue Methodik entwickeln, die absolute
Genauigkeit mit einem starken Zugewinn an
Schnelligkeit verbindet“, zeigt sich Janik Becker
erfreut. „Das Ergebnis ist technologisch gleichwertig
zur bisherigen, herkömmlichen Fertigungsmethode
– aber eben viel schneller realisiert.“
Schon früh integriert Becker & Müller Industrie-
4.0-Ansätze in die Abläufe, dem Faktor „Nachhaltigkeit“
wird dabei ein besonderes Augenmerk
zugewiesen. Das Resultat sind Effizienzgewinne
auf mehreren Ebenen in Verbindung
mit einem Plus an Umwelt- und Klimaschutz.
Ein weiterer Meilenstein folgt 2021: Mit Janik
Becker steht der Enkel des Gründers und damit
die dritte Generation in der leitenden Verantwortung
des Familienbetriebs. Konsequent folgt er
dem Weg der Innovation, ohne dabei bewährte
Pfade zu verlassen: „Werte wie Verlässlichkeit
und Sicherheit haben uns erfolgreich gemacht“,
so Janik Becker. „Natürlich halten wir auch in
Zukunft daran fest.“
Mit High-Speed in die Zukunft
der Leiterplattenfertigung
Zwischen den Anfängen und dem heutigen
Status als hochspezialisierter Experte
für anspruchsvolle Leiterplatten liegen über 40
Jahre. Die Firma ist weiter gewachsen. Fertigungs-Technologien
haben sich weiterentwickelt
und Becker & Müller sich mit ihnen: Immer am
Puls der Zeit sein bedeutet, nie stehenzubleiben.
Heute steht der der Leiterplatten-Spezialist
im engen Austausch mit renommierten Forschungseinrichtungen
wie etwa dem Fraunhofer
Institut, der TU Berlin und weiteren. Kleine, große
und auch sehr große Kunden vertrauen auf die
spezifischen Kompetenzen von Becker & Müller.
Mit der dritten Generation in leitender Verantwortung
und einem starken Team aus versierten
Spezialisten an Bord rast der süddeutsche
Mittelständler in die Zukunft der Leiterplatten-
Fertigung: Prototypen, Kleinserien, Sondertypen
– hergestellt und geliefert in Rekordzeit.
Mit 100% Eigenfertigung Made in Germany.
„Niemand weiß, was die Zukunft bringt“,
erklärt Janik Becker. „Aber wir werden weiter an
unserem Ansatz ‚High-Mix, Low-Volume‘ festhalten
und geben Vollgas für unsere Kunden
– mit hochwertigen Leiterplatten in Rekordzeit
und mit überzeugender Service-Kompetenz.
Das Jubiläums-Motto ´Speed up´ bringt es auf
den Punkt – wir gehen mit High-Speed in die
Zukunft der PCB-Fertigung und hoffen, damit
noch viele Menschen begeistern zu können.“ ◄
Der Firmensitz von Becker & Müller
in Steinach i.K.
Die Becker & Müller
Schaltungsdruck GmbH
ist ein mittelständischer Familienb etrieb
mit Sitz und ausschließlicher Eigen fertigung
in Steinach im Schwarzwald. Der Leiterplattenhersteller
ist spezialisiert auf den
Bereich Prototyping sowie die Kleinserienund
Musterfertigung. Mit seinen hochgradig
individuellen Lösungen ist Becker & Müller
gefragter Partner bei der Entwicklung und
Herstellung anspruchsvoller Leiterplatten für
die unterschiedlichsten Branchen. Höchste
Qualität, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit
zählen zu den wichtigsten Faktoren, mit
denen sich Becker & Müller europaweit
einen herausragenden Ruf erarbeitet hat.
7
Dienstleistung
Ein Gespräch mit dem Fertigungsleiter von ursatronics
Innovationen in der Elektronikfertigung
In einem exklusiven Interview spricht Benjamin
Teichert, Fertigungsleiter der ursatronics
GmbH, über die neuesten Entwicklungen in
der Elektronikfertigung und welche Herausforderungen
und Chancen sich daraus für Unternehmen
ergeben.
Alle reden von KI, Sie auch?
Benjamin Teichert
Benjamin Teichert: KI ist ein Thema, auf das
sich Unternehmen einstellen müssen. Aktuell
beschleunigt sie vor allem Innovationszyklen.
Verkürzen sie sich beim Kunden, verändert sich
auch unsere Produktwelt schneller. Die Planbarkeit
der Fertigung sinkt, neue Baugruppen kommen
dazu und müssen auf allen Produktionsstufen
vorbereitet werden; Teilespektren ändern
sich. All dem müssen wir Rechenschaft tragen.
Unternehmen stehen unter Druck, die aktuellen
technologischen Entwicklungen mitzugehen. Nvidia
kennt man wahrscheinlich noch als Hersteller
von Grafikkarten, heute ist das Unternehmen
Weltmarktführer im Bereich des KI-Computings.
Der Marktwert ist explodiert. Das hatten wohl
die Wenigsten auf dem Schirm.
Benjamin Teichert: Bei uns gilt es, den extremen
Produktmix unter Kontrolle zu halten. Es ist
herausfordernd, da wir unterschiedlichste Baugruppen
in verschiedenen Stückzahlen herstellen
und dafür in der Fertigung jeden Tag hochflexibel
sein müssen. Flexibilität beginnt stets
bei der Einkaufsorganisation mit leistungsfähigen
Beschaffungswegen und der Kundenursatronics
GmbH
www.ursatronics.de
Welche aktuellen Entwicklungen sehen
Sie noch in der Elektronikfertigung?
Benjamin Teichert: Corobotic, wenn Mitarbeiter
in der Fertigung von Robotern unterstützt
werden. Das ist deutlich einfacher geworden,
da für die Programmierung und Bedienung
heute keine Programmierkenntnisse mehr erforderlich
sind. Funktionsbausteine wie „öffnen“,
„fahren“ oder „absetzen“ können mit Drag and
Drop zusammengestellt werden. Mittlerweile
gibt es sogar Fertigungslinien, in denen Cobots
Cobots bauen. Die Mitarbeiter, die das vorher
taten, schulen jetzt die Cobots, bedienen sie
und beseitigen Fehler. Sie können ihre Wertschöpfung
damit erheblich erhöhen.
Cobots eignen sich auch optimal für Prüfaufgaben:
Wenn 1000 Baugruppen händisch geprüft
werden müssen, nimmt das Tage in Anspruch.
Ein Prüfroboter kann das in einer Nacht erledigen.
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels
können sie die Fertigung intelligent unterstützen.
Vor drei Jahren wurde der Chiphersteller
Xilinx von AMD übernommen. Was
bedeuten solche Fusionen für den Markt?
Benjamin Teichert: Durch den Zusammenschluss
von Herstellern und Distributoren gewinnen
sie an Marktpräsenz und Macht. Im Fall
von Xilinx und AMD wurden direkt 1000 Artikel
aus dem Programm gestrichen. So sind Unternehmen
zu Neuentwicklungen gezwungen. Ein
Treiber für Innovation sind zudem klare Verfügbarkeitsenddaten:
Beim Material in der Elektronik
gibt es zwei signifikante Daten, last time
buy und last time ship. Die letzte Gelegenheit
ein Teil zu kaufen und das letzte Mal, dass es
geliefert wird. Damit ist das Lebensende einer
Baugruppe erreicht. Mit dem Abkündigen wollen
Hersteller ihre Stückzahlen steigern und
das Portfolio straffen; neue Entwicklungen
anstoßen und einzelne Bauteile weiterentwickeln,
so dass neue Produkte besser, schneller
und günstiger hergestellt werden können.
Schneller, besser –
und vermutlich auch kleiner?
Benjamin Teichert:Ja. Die Miniaturisierung ist
ein Dauerthema in der Branche. Alles wird kleiner
und schneller, die Taktrate wird in den kommenden
Jahren weiter zunehmen. Das Moore‘sche
Gesetz aus den 60ern besagt, dass sich die
Leis tung von Prozessoren etwa alle 1,5 Jahre
verdoppelt. Das trifft heute noch zu. Die neuesten
Entwürfe des iPhones 17 sehen vor, dass es
noch dünner werden soll und fast keine Gerätestärke
mehr vorhanden sein wird: Diese Trends
aus der Konsumerelektronik – kleinere Geräte,
mehr Leistung – schlagen auch auf die Industrieelektronik
durch, wenn auch nicht in der Deutlichkeit.
Hier kommt es nicht auf jeden Kubikzentimeter
an; die Größe ist kein Verkaufsargument
wie beim Endkunden, vielmehr ist die Leistung
des Gesamtgeräts entscheidend.
Was bedeutet das konkret
für die Fertigung?
Benjamin Teichert: Wie gesagt, die Bauteile
und Leiterplatten werden immer kleiner. Früher
waren kleine Teile so groß wie ein Cent, heute
benötigt man eine Lupe. Hinzu kommt, dass die
Baugruppen nicht nur kleiner, sondern auch auf
einer kleineren Fläche stärker bestückt werden.
Das bringt die Herausforderung mit sich, die Bauteile
richtig und gut zu setzen – sowohl mit der
SMD-Maschine als auch im THT-Bereich. Entsprechend
haben sich die Werkzeuge weiterentwickelt;
heute gibt es Nanolötkolben, um die
Lötstellen treffen zu können. Die Mikroskopie
in der Elektronikfertigung nimmt also zu; man
muss für größere Bilder mehr Technik einsetzen,
weil das menschliche Auge allein die Bauteile
nicht mehr erkennen kann.
Wie wirkt sich das auf die Prüfung aus?
Benjamin Teichert: Optische Kontrollen
werden anspruchsvoller, da die Bauteile nicht
nur kleiner werden, sondern auch verdeckte
statt seitlichen Anschlüssen haben. Damit muss
die Prozessstabilität stärker gewährleistet sein.
Die Norm schreibt bei der optischen Inspektion
zum Beispiel den Faktor vier vor. Wir verwenden
standardmäßig den Faktor acht. Bei der
Kontrolle bedeutet das für den Mitarbeiter ein
Vielfaches an Konzentration und Zeit: Wo er
früher mit einem Bild eine Diafläche in Augenschein
nahm, ist es heute nur noch ein Viertel
davon. Oft verlangt der Kunde eine spezielle
Prüfung, insgesamt nehmen Prüfungen zu,
weil Funktions umfang, Leistungsfähigkeit und
die Komplexität der Schaltungen steigen. Elektronische
Funktions prüfungen sind notwendig,
um sicherzustellen, dass das Zusammenspiel
der Bauteile seinen Zweck erfüllt. Der Dienstleister
muss diesen Anforderungen gewachsen
sein. Hier sehen wir uns sehr gut positioniert.
Welchen alltäglichen Herausforderungen
begegnen Sie noch?
8 4/2025
Dienstleistung
kommunikation. Man muss Anforderungen und
Szenarien genau abstimmen. Dann kann man
Vorfertigung, Materialbeschaffung und Montage
so planen, dass man schnell reagieren, Mengen
anpassen oder Varianten herstellen kann,
um kurzfristig veränderte Bedarfe zu decken.
Sinnvolle Vorfertigungsstufen mit Lagerhaltung
sind auch wegen der Kapitalbindung wichtig:
Nur langfristig zu beschaffende Materialien
müssen auf Lager sein, aber eine umfassende
Lager haltung bindet zu viel Kapital. Die Balance
muss gehalten werden. Hinzu kommt, dass aktuell
viele Kunden vorsichtiger sind, kleinere Losgrößen
und Gesamtmengen abrufen. In der Fertigung
bleibt der Aufwand aber der Gleiche, unabhängig
davon, ob man 20 oder 50 Stück baut.
Fertigung und Arbeitsvorbereitung müssen hier
die Effizienz der Maschinen im Griff behalten,
um den Output weiterhin zu garantieren.
Wie optimieren Sie das Prototyping?
Benjamin Teichert:Das Prototyping stellt
sicher, dass Baugruppen voll funktionsfähig
sind und alle Optimierungsmöglichkeiten ausgereizt
werden. Es endet nicht in einem verkaufsfähigen
Produkt, weil der Kunde sich noch
in der Entwicklungsphase befindet. Oft ist der
Zeitdruck hoch, weil Pufferzeiten schnell ausgereizt
sind, die Serienproduktion aber anlaufen
muss, um fristgerecht zu produzieren. Änderungswünsche
müssen zeitnah integriert werden.
Idealerweise hat der Kunde vorab den Bill
of Materials zur Verfügung gestellt, sodass die
funktions bestimmenden Teile vorrätig sind. So
können wir auf Zuruf mit der Herstellung der
Muster beginnen. Hier ist es essenziell, dass
die Kommunikation mit dem Kunden, aber auch
die Kommunikation aus den Abteilungen in die
Fertigung stimmt, um auf Änderungen reagieren
zu können. Ist ein Fertigungsstand erreicht,
wo das nicht mehr möglich ist, machen wir das
Produkt mit händischer Nachpflege passend.
Für eine neue Geräteserie zum Beispiel entwickeln
und testen wir den Prototypen, industrialisieren
ihn und überführen ihn in die Fertigung.
Er wird ins Prüffeld gebracht, die Prüfungen
werden initialisiert und mit dem Kunden
lauffähig gemacht und an das jeweilige Gerät
Die Kuttig Electronic GmbH ist ein familiengeführter EMS-Dienstleister
mit Die Kug Sitz Kug in Roetgen, Electronic in GmbH der Eifel.
ist ein familiengeführter EMS-Dienstleister
mit Sitz in in Roetgen, in in der Eifel.
Seit fast 30 Jahren bietet sie kundenspezifische Lösungen in allen
Bereichen Seit fast rund 30 Jahren um die bietet Elektronik sie an. kundenspezifische Von der Entwicklung Lösungen über in in
Test- allen Engineering, Bereichen rund Layoutservice um die Elektronik und an. Materiallogistik Von der Entwicklung, bis hin des zur Test-
Serienfertigung
Engineerings, des
– alles Layoutservices,
aus einer Hand.
der Materiallogisk Materiallogisk bis hin zur
Serienfergung. Serienfergung. Alles aus einer Hand.
Nach dem Motto „Low Volume – High Mix“, liegt der Fokus auf der
Fertigung Nach dem Moo kleiner Moo "low und volume mittlerer -- high Serien mix", in liegt höchster der Fokus Qualität. auf der Das Fergung Fergung stete
Wachstum kleiner und milerer milerer und ein Serien treuer in in Kundenstamm höchster Qualität. stehen Das stete für Präzision Wachstum und
und
ein treuer Kundenstamm stehen für Präzision und Zuverlässigkeit in in der
Zuverlässigkeit
gesamten Prozesskee.
Prozesskee.
in der gesamten Prozesskette.
Aktuell plant die Kuttig Electronic GmbH einen Erweiterungsbau
ebenfalls Aktuell plant am Standort die Kug Kug Roetgen. Electronic Die Tiefbauarbeiten GmbH einen beginnen Erweiterungsbau noch in
ebenfalls am Standort Roetgen.
diesem Jahr.
Kug Kug Electronic GmbH Am Vennstein 66 52159 Roetgen
Tel.+49 Die Kuttig 2471 Electronic 92090-0 GmbH •
www.kug.de
www.kug.de
Am Vennstein 6 • 52159 Roetgen
?+49 2471 92090-0 • www.kuttig.de
4/2025
9
Dienstleistung
angepasst. Mit unserer Expertise unterstützen
wir den Kunden auch bei der Entwicklung der
Prüfungen. Aktuell hatten wir gerade den Fall,
dass eine Baugruppe fertig war und wir dann
festgestellt haben, dass ein filigranes Bauteil
etwas herausragte. Die Komponente war deswegen
nicht transportfähig – wir haben dann im
3D-Drucker eine Versandverpackung gedruckt,
um die Baugruppe geschützt zum Kunden bringen
zu können. Es ist wichtig, reaktionsfähig zu sein
und auch unkonventionelle Lösungen zu finden.
Kann schon im Prototyping
die Serienproduktion optimiert werden?
Benjamin Teichert: Das Ziel ist, dass der
Prototyp schnell durchgetestet wird, damit die
Serien produktion zeitnah anlaufen kann. Wenn
uns beim Bau der Prototypen auffällt, dass man
manche Themen einfacher lösen kann, dann kommunizieren
wir das an den Kunden, so dass er
eingreifen und die Teile optimieren kann.
Bei der Fertigung von Prototypen hat man stets
die Serienfertigung im Kopf, um technologische
und geometrische Ideen einzubringen. Wir sehen,
was die Serienfertigung erleichtern kann – ein
Ziel ist es, so viel wie möglich mit Maschinen zu
arbeiten, auch im THT-Bereich. Muster sollten
also stets so seriennah wie möglich produziert
werden – mit den gleichen Herstellungsprozessen.
Das vermeidet Fehler, Kosten und unnötige Iterationsschleifen.
Insgesamt ist es wichtig, bei der
Serien produktion die Kommunikation aufrechtzuerhalten,
um den Lieferplan einzuhalten. Hier
gibt es zahllose Varianzen, die Lieferzeiten von
Bauteilen können sich wöchentlich ändern, auch
abhängig von weltpolitischen Themen.
Und die letzte Frage:
Wie ist Ihr Ausblick, sehen Sie Chancen?
Benjamin Teichert:Die Unsicherheit aktuell
ist groß und keiner weiß, wie sich Konflikte
und andere Ereignisse auf die Lieferketten
auswirken werden. Hier bietet eine effiziente
Fertigung auf dem gleichen Kontinent eine
große Chance. Unternehmen sollten über eine
Fertigung in Europa nachdenken, wo sie mit
Menschen in der gleichen Sprache und Zeitzone
kommunizieren können. Die Arbeitstage
verschieben sich nicht und die damit
einher gehenden Schwierigkeiten werden
vermieden. ◄
Ein deutsches Werk mit Gespür für hochwertigen Service
Muttergesellschaft LACROIX gegründet 1971
Geschäftsbereich Electronics in Deutschland seit 1983
Mitarbeiter in Deutschland: 130
Marktfokus: Industrie, Energie, Smart Home, Verteidigung
Qualitätsmanagement/Zertifikate: ISO 9001, ISO 14001
Der Geschäftsbereich Electronics von LACROIX ist ein im
niederrheinischen Willich ansässiges EMS-Unternehmen,
das sich die Entwicklung und Fertigung hochkomplexer Baugruppen
zur Aufgabe macht. Es widmet sich ganzheitlich allen
Services rund um den Lebenszyklus eines elektronischen
Produktes – von der Entwicklung und dem Bau von Prototypen
in kürzester Zeit bis zur Fertigung kleiner bis mittelgroßer
Losgroßen über einen individuellen Prüfmittelaufbau
und ein mögliches Re-Design.
Hinzu kommt ein gesichertes, proaktives Obsolescence
Management zur zeitlichen und personellen Entlastung der
Kunden, innovativ ausgerichteter Unternehmen, die elektronikgetriebene
Produkte entwickeln und fertigen. Als Teil
der weltweit agierenden LACROIX Gruppe nutzt man einen
wesentlich umfangreicheren Kow-how-Transfer, als andere
EMS-Unternehmen.
Gerne unterstützen wir Sie im Sinne von Auftrags fertigung
von kompletten elektronischen Baugruppen (PCBA), Geräten
und Systemen über die gesamte Prozesskette von der Entwicklung
über die Bestückung bis hin zu Prüfungen.
Als ehemaliger Teil einer namhaften Wehrtechnik-Gruppe gibt
es einen starken Fokus auf entsprechende Elektronikproduktion.
Auch unterstützen wir gerne im Sinne einer „verlängerten
Werkbank“, um professionell, vertraulich, sauber, schnell und
hochqualitativ Produktions spitzen abzubauen.
LACROIX | Hanns-Martin-Schleyer-Straße 12 – 14 | 47877 Willich
02154/498 0 | ✉ sales.germany@lacroix.group
www.lacroix-electronics.de
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Dienstleistung
EMS für nahtlose Überführung
Ohne Stolpersteine in die Fertigung
Ein gutes Design allein macht noch kein gutes Produkt. Vor allem nicht, wenn auf dem Weg in die
Serienproduktion Schwachstellen und Kostenfallen nicht frühzeitig erkannt und ausgebessert werden.
Die Partnerschaft mit einem EMS-Anbieter kann ein Vorteil sein. Aber nur, wenn die Hersteller sich
mit den kritischen Erfolgsfaktoren auseinandersetzen.
kosten steigen und Qualitäts- und
Sicherheitsprobleme entstehen. Folgen
dem ursprünglichen Produktdesign
weitere Modelle und Weiterentwicklungen,
kann es sein, dass
die einmal getroffenen Designentscheidungen
über Jahre „mitgeschleppt“
werden – und zu immer
komplexeren und teureren Problemen
führen.
© Plexus
© Gábor Szabados
Autor:
Gábor Szabados
Senior Director
Healthcare Life Sciences
Plexus
www.plexus.com
Es gibt viele Gründe für das Outsourcing.
Die Fertigung ist dafür
ein gutes Beispiel. Viele MedTech-
Hersteller haben die Produktion in
externe Hände gegeben, um Kosten
zu sparen und sich stärker auf ihre
Kernkompetenzen wie die Entwicklung
fokussieren zu können. Doch
EMS-Dienstleister sind heute weit
mehr als reine Auftragsfertiger
und unterstützen Unternehmen
über den ganzen Produktlebenszyklus
hinweg.
Fehlen den Unternehmen beispielsweise
Ressourcen und Kapazitäten,
um eine resiliente Supply
Chain aufzubauen, neue Compliance-Anforderungen
zu erfüllen
oder die wachsenden Aufgaben im
Aftermarket zu erfüllen (Stichwort:
Nachhaltigkeit), springt der externe
Partner ein. In anderen Fällen brauchen
Hersteller den Zugang zu
branchenfremdem Expertenwissen
und neuen Technologien, um
in neue Märkte zu expandieren oder
wettbewerbsfähig zu bleiben. Entsprechend
kann das Outsourcing
an unterschiedlichen Weg punkten
beginnen.
Unterstützung beim NPI
Ein wichtiger Grund für die
Zusammenarbeit mit einem EMS-
Experten ist die Einführung eines
neuen Produkts (New Product Introduction,
NPI). Die Erfahrungswerte
sind hier oft begrenzt. Zudem garantiert
das Design allein noch längst
keine kosteneffektive und fristgerechte
Produktion. Ob sich ein
Produkt tatsächlich realisieren, d.h.
in die Produktion überführen lässt,
oder hinsichtlich des Designs, der
Supply Chain oder der Fertigungsanlagen
weitere Anpassungen benötigt,
ist insbesondere bei medizinischen
Geräten zentral. Ein
typischer Design zyklus von medizinischen
High-Tech-Geräten kann
gut zwei bis fünf Jahre in Anspruch
nehmen. Bevor das Produkt in die
Produktion geht, sind viele Entwürfe
bereits bei den entsprechenden
Stellen eingereicht und vollständig
zertifiziert worden.
Eine Rückkehr zum Reißbrett
ist oft keine Option. Ignorieren
lassen sich Unstimmigkeiten
im Design jedoch auch nicht, vor
allem wenn dadurch Herstellungs-
Mind the Gap:
Transition Management
Beim Outsourcing nimmt der
Austausch zwischen dem internen
Entwicklerteam und den externen
Fertigungsexperten eine zentrale
Rolle ein. Wichtige Informationen
können verloren gehen und Feedback-Loops
fehlen. Natürlich kennt
der Kunde die Kernfunktionalität seines
Produkts am besten. Geht es
jedoch an die Produkt realisierung,
bringt ein EMS-Dienstleister oft nicht
nur Prozess-Know-how und die nötigen
Fertigungskapazitäten mit, sondern
auch branchenübergreifende
Erfahrung im Projektmanagement.
Das vereinfacht die Zusammen arbeit
auf Augenhöhe und öffnet die Tür für
innovative Ideen und Einsparungsmöglichkeiten.
Schlüsselaufgabe
im Projekt-Management:
Koordination von Supply Chain,
Design, Fertigung und
Compliance
Transition Manager bzw. Programmmanager
schlagen eine
Brücke zwischen Entwicklung und
Fertigung und folgen einem strukturierten,
methodischen Ansatz,
um ein Produkt von der Entwicklung
in die Serienfertigung zu bringen.
Idealerweise wird der Projektpartner
dabei so früh wie möglich
eingebunden, um potenzielle Probleme,
Schwachstellen und Risiken
frühzeitig aufzudecken.
12 4/2025
Dienstleistung
Erfolgsfaktoren: Die vier Ms
Ein methodischer Ansatz, um
solche Stolpersteine auf dem
Weg in die Fertigung zu analysieren,
bietet das Ursache-Wirkungs-Diagramm
(Fischgrätendiagramm).
Es konzentriert sich auf
vier Kategorien:
#1 Mensch
In der Fertigung umfasst die
Kategorie Mensch alle Faktoren,
die mit den Fähigkeiten, dem Verhalten
und der Sorgfalt der Mitarbeitenden
zusammenhängen.
Dazu gehören branchenspezifisches
Know-how, Erfahrung
sowie die Einhaltung von Qualitäts-
und Sicherheitsvorschriften
– und zwar nicht nur des eigenen
Teams, sondern auch des Teams
des externen Partners.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit
basiert auf einem offenen
Austausch und kontinuierlicher
Kommunikation. Beide Teams
müssen einen Weg finden, intrinsisches
Wissen im Rahmen des
Projekts weiterzugeben und Best
Practices/ Lessons Learned zu teilen,
um das Produkt sowie Prozesse
zu optimieren und die Qualität
sicherzustellen. Die Implementierung
von Feedback-Loops fördert
den Dialog. Transition Manager
können hier eine wichtige Funktion
übernehmen und die Zusammenarbeit
zwischen allen Parteien
koordinieren.
#2 Maschine
Mit IIoT, KI, Machine Learning
und Robotik bekommt die Automatisierung
in der Fertigung kräftig
Auftrieb. Doch nicht jedes Produktdesign
ist auch darauf ausgelegt,
in einer Smart Factory gefertigt zu
werden. Gibt es besondere Anforderungen
in Bezug auf Automatisierung,
Robotik, KI etc.? Erkennen
die Kamerasysteme zum
Beispiel die Teile zuverlässig oder
braucht es visuelle Marker? Läuft
der automatische Montageprozess
im Clean Room fehlerfrei ab oder
ist eine zusätzliche manuelle Validierung
nötig?
Hier stellt sich auch die Frage
nach der Skalierung. Eine auf Prototypen
bzw. sehr kleine Stückzahlen
ausgerichtete Produktion
stellt andere Anforderungen als
die Serienfertigung. Lässt sich
das Produktionsvolumen hochfahren?
Oder ist die Fertigung in
hoher Stückzahl nur nach einem
zusätzlichen Re-Design möglich?
Lässt sich das nötige Equipment
termingerecht überführen?
Um Skalierbarkeit sicherzustellen,
sollten Unternehmen bereits in der
Vorserie Fertigungsprozesse testen
und optimieren. Jede Komponente
muss einem Belastungstest unterzogen
werden, um sicherzu stellen,
dass sie den Anforderungen der
Massenproduktion standhält.
Skalierbare Fertigungslinien, automatisierte
Testanlagen und eine
belastbare Lieferkette spielen
dabei eine entscheidende Rolle.
Ein EMS-Partner kann frühzeitig
abschätzen, welche Maßnahmen
erforderlich sind, um eine effiziente
Skalierung zu gewährleisten.
#3 Material
Die Supply Chain wird in der
Design phase noch immer stiefmütterlich
behandelt – und kann
sich später umso mehr rächen.
Vor allem da Komponenten in
der Medizintechnik über mehrere
Jahre sicher verfügbar bleiben
und zugleich hohe Anforderungen
erfüllen müssen.
Die Lieferkette ist größtenteils fix
definiert und lässt wenig bis gar
keinen Spielraum. Viele Bauteile
stammen zudem nur von einer
Quelle. Kommt es dann zu Engpässen,
kann die Obsoleszenz eines
ein Cent-Artikels (z.B. Widerstand)
die Produktion eines millionenteuren
CT-Scanner lahmlegen.
EMS-Partner verfügen in der
Regel über ein breites und tiefes
Lieferantennetzwerk und können
diese Fragen ganzheitlicher beantworten.
Sie definieren gemeinsam
mit dem Kunden CTQ (Critical-to-Quality)-Anforderungen
und führen PFMAs (Process Failure
Mode Analysis) durch, um
Risiken wie Bauteilschwankungen
oder Liefer verzögerungen zu minimieren.
So lassen sich zentrale
Fragen gemeinsam beantworten.
Ist ein Materialwechsel sinnvoll?
Wie hoch ist das Risiko von Engpässen?
Lohnt es sich, auf regionale
Zulieferer zu setzen? Liegen
Bauteile auf Lager, die an den Produktionsort
des Partners verlegt
werden müssen? Verändert sich
die Lieferkette bei einem Umzug
der Fertigung? Welche Bauteile
erfordern neue Verhandlungen?
Die 1962 gegründete WERNER WIRTH GmbH
entwickelt und fertigt passgenaue Lösungen
aus Verbindungstechnik und Komponentenschutz
für sensible elektronische Komponenten.
Mit seinem Portfolio deckt das Familienunternehmen
die Bereiche Verbindung, Schutz,
Produktion und Entwicklung ab.
So liefert es kundenspezifische Entwicklungen,
Standardstecker und Polymere Werkstoffe,
übernimmt die Prototyp- und Serienproduktion
oder versorgt seine Kunden mit Engineering-
Lösungen im Werkzeugbau.
Abgerundet wird das Programm durch ein
umfang reiches Angebot an Dienstleistungen zur
Auftrags fertigung. Dieses umfasst Kabelkkonfektion
und Kabel management, Bau gruppenmontage
und Gerätebau, Verarbeitungstechniken
wie Hotmelt Moulding, Conformal
Coating (Selective Coating) und Potting sowie
Kunststoffspritzguss.
Das Hamburger Unternehmen ist an verschiedenen
Standorten in Europa und Asien aktiv.
Die Prozesse und Produkte entsprechen den
Anforderungen der DIN EN ISO 9001:15, DIN EN
ISO 14001:15, IEC 61340-5-1 und AEOF 120008.
Mit seinen Innovationen folgt WERNER WIRTH
seinem Credo, die Grenzen des Möglichen zu
verschieben.
Werner Wirth GmbH
Hellgrundweg 111, 22525 Hamburg
+49 40 285 38 8000 ✉ info@wernerwirth.com
www.wernerwirth.com
4/2025
13
Dienstleistung
Der Vorteil bei einer Zusammenarbeit
mit EMS-Dienstleistern ist, dass
Hersteller nicht im Alleingang nach
Lösungen suchen müssen. Dabei
koordiniert das Projekt-Management
die Schlüsselbereiche Supply
Chain, Design, Fertigung und Compliance
und sorgt für eine nahtlose
Abstimmung. Im Verbund gelingt
ein nahtloses Outsourcing – ohne
Kompromisse bei Qualität, Kosten
und Time-to-Market.
#4 Methode
Nicht alles, was in der Theorie
funktioniert, lässt sich in der Fertigungspraxis
problemlos umsetzen.
Ein Beispiel ist die Leiterplattenbestückung.
Gilt es laut Produktdesign,
20 Pins auf einer dicht
bestückten Platine unterzubringen,
müssen die Pins in exakt definiertem
Abstand zueinander liegen,
um in der Fertigung richtig verarbeitet
werden zu können.
Wie sieht der Herstellungsprozess
aus? Wo lassen sich durch iterative
Mapping-Prozesse Schwachstellen
aufdecken und Abläufe kontinuierlich
optimieren? Wie lässt sich eine
Null-Fehler-Strategie realisieren?
Ein weiteres Beispiel ist das
Tooling. Wer früh plant, welche
Soft- oder Hard-Tools für die Fertigung
erforderlich sind, kann Verzögerungen
vermeiden und langfristig
Kosten senken. Auch Aspekte
wie Bauteilhandling, automatische
Bestückung oder Testbarkeit sollten
frühzeitig in die Entwicklung einfließen
– das spart Zeit, Geld und reduziert
spätere Anpassungen.
Fazit
In komplexen Produktentwicklungsprozessen,
insbesondere bei
High-Tech-Medizinprodukten, sind
Abweichungen vom ursprünglichen
Plan unvermeidlich.
Wer schreibt:
Gábor Szabados ist Senior
Director für Healthcare/Life Sciences
bei Plexus. Er ist für Business
Development, Key-Account-
Strategie und Performance im
Bereich Medizinelektronik und Life
Science in EMEA verantwortlich.
Szabados ist seit 2012 als EMEA
Customer Manager bei Plexus
und übernahm 2015 die Rolle
des Customer Director. In dieser
Funktion verantwortete er die Entwicklung
der Kundenstrategie und
- leistung für verschiedene regionale
und globale Kunden.
Vor seiner Zeit bei Plexus
sammelte Szabados umfangreiche
Erfahrungen in der Elektronik- und
Logistikbranche, wo er Teams in
den Bereichen strategisches Kundenmanagement,
Geschäftsentwicklung
und Betrieb leitete. Er
studierte Wirtschaftswissenschaften
und hat ein Diplom in Qualitätsmanagement.
Zudem absolvierte er
an der Henley Business School (University
of Reading, Großbritannien)
Master in Betriebswirtschaft. ◄
14 4/2025
Dienstleistung
Erweiterte
Fertigungskapazitäten
Als EMS- und Technologie-Dienstleister
stellt man sich bei der Firma Hund laufend die
Frage, was heute zu tun ist, um morgen wettbewerbsfähig
zu bleiben. Die Helmut Hund
GmbH positioniert sich dadurch gut aufgestellt
für die Zukunft der elektronischen Baugruppenfertigung
Made in Germany.
Im Laufe des vergangenen Jahres wurden
deshalb mit einer Analyse zur Flächenproduktivität
die Weichen gestellt, den Fertigungsbereich
der Elektronikfertigung inklusive Montagearbeitsplätze
auf ein noch höheres Level
zu bringen.
Zur Sicherstellung zukünftiger Kunden bedarfe,
Vermeidung von Produktionsausfällen und zur
größeren Flexibilität wurde eine weitere SMD-
Linie installiert: eine integrierte Lösung aus
Schablonendrucker inkl. Lotpasteninspektion,
Bestückungsautomaten, Reflow-Ofen und 3D
AOI. Die technologische Kompatibilität mit der
bestehenden SMD-Linie und das Einhergehen
mit neuesten Montagearbeitsplätzen, die dem
One-Piece-Flow-Konzept folgen, bieten Kunden
Schnelligkeit und Flexibilität bei höchster
Prozesssicherheit.
Die Hund GmbH ist neben der DIN ISO EN
9001/14001 auch nach der DIN EN ISO 13485
und nach ATEX zertifiziert, entwickelt und
fertigt technologisch anspruchsvolle elektronische
Baugruppen für die Automatisierungs-,
Mess- und Medizintechnik. Die Strategie für
die Zukunft ist kontinuierliche Investition in
Technologie und Mitarbeiter. Nur das stetige
Wachstum dieser beiden Säulen macht es
möglich, in der Elektronikfertigung am Standort
Deutschland weiterhin erfolgreich zu sein
und auf dem neuesten Stand zu bleiben. ◄
ES GIBT
IMMER
EINE
LÖSUNG
für Elektronikentwicklung.
für Elektronikfertigung.
für High Level Assembly.
mit dem besten EMS-Konzept.
Helmut Hund GmbH
www.hund.de
4/2025 15
Anger 20, OT Ermsleben
06463 Falkenstein/Harz
Telefon: +49 34743 50-0
E-Mail: info@tonfunk.de
www.tonfunk.de
Dienstleistung
EMS: Chance durch Outsourcing
Electronics Manufacturing Services richtig nutzen
Bildquelle: www.mntelectronics.in
Bei der Elektronikproduktion
per EMS gilt es, wichtige Dinge
zu beachten, soll das Ergebnis ein
Erfolg werden. Der Beitrag greift
fünf Themenbereiche auf, die man
unter keinen Umständen vernachlässigen
darf.
Wie finde ich
den passenden EMS-Anbieter?
Zunächst ist es wichtig, Dienstleister
zu finden, mit denen Sie
(etwa in der Unternehmensgröße)
gut zusammenpassen. Weiter wichtig:
Für Kunden der EMS-Branche
bedeutet der Standort Deutschland
kurze Wege, effektive Kommunikation
und eine deutliche Risikominimierung.
Mithilfe der Anbieterdatenbank auf
www.ems-anbieter.info/ können Sie
schnell und einfach potenziell geeignete
Dienstleister für die Fertigung
Ihrer Elektronik finden. Diese Übersicht
enthält derzeit mehr als 340
EMS-Dienstleister aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz.
Die in diesem Verzeichnis aufgelisteten
EMS-Unternehmen (Electronics
Manufacturing Services)
decken alle oder zumindest einen
Großteil der vom ZVEI definierten
sieben EMS-Wertschöpfungsbereiche
ab: Entwicklung, Design,
Materialmanagement, Produktion
(einschließlich SMD-Bestückung,
THT-Bestückung, Lötprozess), Test,
Logistik und After-Sales-Services.
Die Nutzung der Website und der
Basis-Eintrag (für EMS-Anbieter) in
das Anbieterverzeichnis sind kostenlos.
Wenn Sie die Suche nach passenden
Elektronik-Fertigungsdienstleistern
auf ganz Europa ausweiten
möchten, können Sie das englischsprachige
Anbieterverzeichnis
unter www.EMS-Europe.info/
nutzen. Weitere Datenbänke wie
www.PCB-Anbieter.info/ oder www.
Elektronik-Distributoren.info/ bedienen
besondere Wünsche wie eben
die nur nach PCBs oder Bauteilen.
Auf https://ems-scout.de/suche/
gibt es eine Karte von ganz Europa
zum Anklicken. Auf www.emsanbieter.info/umgebungssuche
kann
man die Suche örtlich auf einen
Umkreis einengen. Die nötigen
Absprachen tätigt man am besten
direkt von Angesicht zu Angesicht,
daher sollte der Weg nicht
zu lang sein.
Das wäre die eine Dimension
der Suche, die örtliche. Eine zweite
Dimension muss hernach erschlossen
werden, die Prüfung auf Eignung
anhand von selbst erstellten
Auswahlkriterien. Hierzu findet man
im Internet Prämissen, wenn man
z.B. die Kapitelüberschrift zwecks
Suche eingibt. Beispielsweise https://
heinen-elektronik.de/blog/elektronik/
ems-dienstleister-finden/auswahlkriterien-ems-dienstleister/
fasst
folgende wichtige Kriterien bei der
EMS-Suche zusammen:
1. technologische Infrastruktur
2. Lieferketten-Management
3. Flexibilität und Skalierbarkeit
4. Qualitätssicherung der Elektronik
5. Kompetenz
in der Kunden betreuung
6. geografische Nähe
7. transparente Preisgestaltung
Auf www.deutscheinterim.com/
de/expertenberatung/wie-findenunternehmen-einen-passendenems-dienstleister
werden acht ähnliche
Punkte genannt und ebenfalls
näher erläutert. Die Seite https://
heinen-elektronik.de/ems-dienstleister-suche/
bietet weitere Infos
und Tipps.
Die Eingabe von www.elektronikpraxis.de/mit-10-wichtigen-fragenden-passenden-ems-anbieter-finden-a-d55a334ccd17ccfef105879b-
6d24f0d1/ oder nur der Textzeile
führt zu einem informativen Artikel
von Kurt Wanless. Versuchen Sie
herauszulesen, ob hinter den Empfehlungen
praktische Erfahrungen
stecken. Auf www.all-electronics.
de/elektronik-fertigung/ems-outsourcing-was-hersteller-beachtenmuessen-458.html
erläutert Graeme
Struthers vier „M-Faktoren“ für ein
erfolgreiches Transition Management,
dem Übergang eines Produkts
in die Fertigung. Die Checkliste
folgt dabei dem Ursache-Wirkungs-Diagramm
des japanischen
Wissenschaftlers Kaoru Ishikawa.
Das wirkt alles recht theoretisch und
intellektuell. Die sich anschließenden
drei Szenarien für ein erfolgreiches
Transition Management in der EMS-
Praxis zeigen jedoch anhand konkreter
Praxisbeispiele, wie erfolgreiches
Transition Management
funktioniert.
Wie erstelle ich
eine gute Angebotsanfrage?
Ebenso gründlich wie bei der
Vorauswahl einer Handvoll vermeintlich
passender EMS-Unternehmen
sollten Sie bei der RFQ (Request
for Quotation, Angebots- oder auch
Preisanfrage) sein. Das ist ein (Ausschreibungs-)Prozess,
bei Sie potenzielle
Dienstleister auffordern, Angebote
für die benötigten Leistungen
abzugeben mit dem Ziel, verschiedene
Preisinformationen und Konditionen
zu erhalten, um die beste
Auswahl zu treffen. Die Erstellung
eines Produktionsangebots erfordert
bestmögliche Information,
Zeit und Sorgfalt. Das RFQ-Dokument
(Request for Quotation) ist die
Basis dafür, dass die Auftragsfertigung
bestmöglich abläuft.
Die Seite www.softguide.de/
funktion/rfq-request-for-quotation
nennt typische Funktionen einer
Software im Bereich RFQ:
• Angebotsanfrage erstellen
• Lieferantenverwaltung
• RFQ-Versand
• Angebotsvergleich
• Funktionen zur Unterstützung
bei der Verhandlung von
Preisen, Zahlungsbedingungen
und Lieferzeiten
• Dokumentenverwaltung
• Workflow-Management
• Benachrichtigungen und
Erinnerungen
Die RFQ umfasst detaillierte
Spezifikationen, Mengenvorgaben
sowie andere notwendige formale
oder geschäftliche Bedingungen.
Folgende Elemente, die Sie in Ihre
RFQ an einen PCB-Auftragsfertiger
aufnehmen sollten, erläutert
Przemyslaw Prolejko auf https://
asselems.com/de/5-elemente-diesie-in-ihre-rfq-an-einen-auftragsfertiger-aufnehmen-sollten
:
1. Detailbeschreibung
des Produkts
Konzept und Spezifikation des
Vorhabens, BOM, Gerber,
Laminat spezifikation, Centroid-
Datei, Verpackungsanforderungen,
Montagezeichnungen,
individuelle Qualitätskriterien,
Anforderungen an die Sichtprüfung
und den Produkttest
16 4/2025
Dienstleistung
2. Informationen zum
geplanten Volumen
können auch vom EMS-Anbieter
für den Kostenvoranschlag verlangt
werden (jährliche Stückzahlen,
Produktionschargen
monatlich/jährlich, Mindestbestellmenge
Minimum Order
Quantity, MOQ oder Mindestversandmenge
Minimum Shipment
Quantity, MSQ)
3. Zielpreis (Target Price)
Auftragsfertiger kann dadurch
auf die bisherige Preiskalkulation
zurückgreifen und Ihre Erwartungen
kennenlernen
4. Festlegung
des Produktionsplans
wobei auch ein Zeitplan enthalten
ist, der den Fertigungszeitrahmen
vorgibt
Wie optimiere ich die Kosten?
Immer noch entstehen teils als
Corona-Nachwirkungen Probleme
durch die Verfügbarkeit von Materialien,
was nach Przemyslaw Prolejko
eine „spontane“ oder „impulsive“
Planung der Auftragsfertigung
erschwert. Marktpreise können sich
täglich ändern, sodass etwa die Planung
der SMT-Montage zu einem
festgelegten Termin es ermöglicht,
die aktuellen Schwankungen der
Materialkosten über einen bestimmten
Zeitraum zu analysieren und das
beste Angebot zu wählen.
„Wenn ein potenzieller EMS innerhalb
weniger Tage ein Angebot liefert,
bedeutet dies in der Regel,
dass er seine Schätzung auf freie
Marktpreise beschränkt hat, die viel
ungenauer sind. Es ist zu bedenken,
dass die endgültige Anpassung
des Preises an die Marktbedingungen
in dieser Situation das
Risiko birgt, dass das Produkt auf
dem Markt nicht wettbewerbsfähig
sein wird.“
Qualitätssicherung
durch den EMS-Anbieter
Die Qualitätssicherung spielt in
der Auftragsfertigung eine zentrale
Rolle, da sie maßgeblich über den
Erfolg und die Kundenzufriedenheit
entscheidet. Anders als bei der Massenproduktion
müssen Auftragsfertiger
häufig wechselnde Produktspezifikationen
präzise umsetzen und
gleichzeitig höchste Qualitätsstandards
einhalten.
Das Dienstleistungsunternehmen
überprüft also die Produktqualität
und führt während der Fertigung
Tests durch, um sicherzustellen,
dass die Produkte den Anforderungen
des Kunden entsprechen.
Während des Produktionsprozesses
erfolgen mehrere Inspektionsrunden,
wie z.B. Funktionstests, AOI
(automatische optische Inspektion)
oder Röntgeninspektion, um sicherzustellen,
dass die Produkte keine
schlechten Lötstellen oder Komponentendefekte
aufweisen.
Ein guter EMS verspricht eine
systematische Qualitätskontrolle
vom Wareneingang bis zur Endabnahme.
Auf https://h4sf.de/auftragsfer
tigung/#Qualitatssicherung_in_
der_Auftragsfertigung erfährt man:
„Die ISO 9001:2015 Zertifizierung
etabliert sich als internationaler
Gold-Standard für Qualitätsmanagementsysteme
in der Auftragsfertigung.
Diese Norm gewährleistet
durch standardisierte Prozesse eine
konstant hohe Produktqualität und
bietet Auftraggebern einen objektiven
Nachweis etablierter Qualitätsprozesse.“
Hierzu gehören:
• strukturierte und nachvollziehbare
Prozessabläufe
• einheitliche Dokumentationsstandards
• regelmäßige Überprüfung und
Optimierung der Qualitätsprozesse
• Reduzierung von Fehlerquoten
durch standardisierte Verfahren
• langfristige Kosteneinsparungen
durch Qualitätsverbesserungen
Als Technologien zur Qualitätssicherung
und Einsatzbereich werden
genannt:
• Koordinatenmessmaschinen
(CMM) für hochpräzise 3D-Messungen
komplexer Bauteile
• optische Messverfahren zur
berührungslosen Prüfung von
Kleinserien und Prototypen
• integrierte QS-Systeme für Echtzeit-Feedback
zu Fertigungsprozessen
• KI-gestützte Bildverarbeitung zur
automatischen optischen Inspektion
und Anomalieerkennung
Stellt sich abschließend die Frage,
welche ISO-Zertifizierungen ein
Bildquelle: www.messe-tv.de
guter EMS haben sollte. Hierzu
Przemyslaw Prolejko: „Die ISO-
Zertifizierung sollte keine Kunst um
der Kunst willen sein, sondern eine
bewusste Maßnahme zur tatsächlichen
Verbesserung der Qualität
des Managements und der angebotenen
Dienstleistungen. Die beste
Lösung ist daher, sich auf die Einführung
von ISO in ausgewählten
Bereichen zu konzentrieren, je nach
der Spezifik und den tatsächlichen
Bedürfnissen des eigenen Unternehmens.“
Die weitverbreitete ISO-
Zertifizierung in der Fertigungsindustrie
ist ISO 9001. Hinzu können
beispielsweise kommen:
• ISO 14001 –
Umweltmanagement
• ISO 13485 – Medizinprodukte
• ISO 22301 – Betriebliches
Kontinuitätsmanagement
FS
E.I.S. - Ihr Partner für Entwicklung,
Bestückung und Montage
Kostengünstige Elektronikfertigung in der EU
Mit unserer langjährigen Erfahrung
als EMS-Dienstleister und Systemlieferant
und umfangreichem Knowhow
in den Bereichen Design, Entwicklung
und Fertigung von Elektroniken,
bieten wir den kompletten
Service aus einer Hand, entlang der
gesamten Wertschöpfungskette.
Weil wir in Bulgarien mit kostengünstigen
Strukturen, hochqualifiziertem
Personal wettbewerbsfähig
produzieren und bei der Entwicklung
eine effektive Fertigung im
Blick haben, können wir Ihre Produktideen
unter Berücksichtigung
höchster Qualitätsstandards zu
einem attraktiven Preis realisieren.
Weitere Leistungen:
Hardware- und Software-Entwicklung
nach neuesten Standards und
Kundenanforderungen, selektives
Lackieren, Endmontage von Elektronik
und Gehäuse zum Komplettsystem,
Klimatest sowie Vorprüfung
im hauseigenen EMV-Labor.
E.I.S. GmbH, Elektronik Industrie Service
Mühllach 7, D-90552 Röthenbach a. d. Pegnitz
Telefon: 0911/544438-0, Fax: 0911/544438 90
info@eis-gmbh.de, www.eis-gmbh.de
4/2025
2
17
Dienstleistung
Auftrags- und Serienfertigung im Vergleich
Bildquelle: www.holtkamp.de
Die Auslagerung von Nicht-Kerngeschäften
an professionelle EMS-
Unternehmen liegt weiter im Trend.
Auftragsfertiger haben sich in den
letzten Monaten nicht nur erfreulich
entwickelt, sondern können auch auf
Katalysatoren für weiteres Wachstum
bauen.
Drei Wachstumstreiber
Dazu gehört der anhaltende Boom
der allgegenwärtigen Durchdringung
von Halbleitern. Ob Cloud-Services,
iWatches, vernetzte Mobilität, Künstliche
Intelligenz, 5G-Technologien
– überall werden Halbleiter benötigt.
Während der Halbleitermarkt
zwischen 2010 und 2020 um 4%
p.a. gewachsen ist, schätzen Experten
nun ein Wachstum von 12%
bis 2030.
Wie US-Auftragsfertiger und
deren Kunden (Halbleiterunternehmen)
große Profiteure des Chips
Acts, der im Sommer 2022 von
der Biden-Regierung verabschiedet
wurde, sind so profitieren Europas
Elektronikunternehmen vom
EU Chips Act. Da Europa stark von
Lieferanten aus anderen Regionen
abhängig ist, zielt das Chip-Gesetz
darauf ab, die Widerstandsfähigkeit
und technologische Souveränität der
EU bei Halbleitertechnologien und
-anwendungen sicherzustellen. Als
erste Säule hat die Initiative „Chips für
Europa“ bereits mehr als 85% ihrer
Mittel gebunden und damit Spitzenforschung
mit industriellen Anwendungen
verknüpft. Im Rahmen einer
zweiten Säule hat das Chip-Gesetz
bereits mehr als 80 Mrd. Euro an
Investitionen in die Chip-Fertigungskapazität
mobilisiert und damit dazu
beigetragen, den Marktanteil der EU
gegenüber Wettbewerbern zu erhöhen.
Kürzlich wurde der Status integrierter
Produktionsanlagen (IPF)
und offener EU-Fertigungsbetriebe
(OEF) geklärt. Im Rahmen der dritten
Säule hat das Europäische Halbleitergremium
die Fortschritte aktiv
gesteuert durch Koordination nationaler
Anstrengungen und Überwachung
der Widerstandsfähigkeit der
Lieferketten.
Als dritter Katalysator ist die
Standortbedeutung aufgrund geopolitischer
Spannungen zu nennen.
Ob Handelsbeschränkungen, Zölle
oder Unterbrechungen der Lieferkette
– Auftragsfertiger müssen sich
regelmäßig Gedanken machen, wo
sie am besten produzieren. Unternehmen,
die vor allem in Europa
produzieren, profitieren von einem
strategischen Standortvorteil.
E 2 MS for you
Von der Idee bis zum fertigen Produkt
Die RAWE Electronic GmbH ist Systemdienstleister
der Elektronikbranche mit
Sitz in Weiler im Allgäu.
Mit 300 Mitarbeitern werden elektronische
Baugruppen und Systeme für
namhafte Unternehmen aus unter schied -
lichen Industrie bereichen entwickelt und
produziert.
RAWE fertigt für die Branchen Profiküchen
technik und Haus geräte, Nutzfahrzeuge,
Gasmesstechnik, Heizung und
Sanitär, Industrie elektronik sowie Automotive.
Letzteres in Großserien mittels
vollauto matischen Fertigungs-, Montageund
Prüfanlagen.
RAWE verfügt über 5 voll ausgestattete
SMD-Linien. Das Reflowlöten wird in einem
definierten Vakuum durchgeführt, sodass
sich Rückstände verflüchtigen und die
Porenbildung signifikant reduziert wird.
Dadurch entstehen Lötverbindungen mit
deutlich geringeren Void-Anteilen, insbesondere
bei BGA- und LGA- Komponenten.
Zudem wird die Oxidation des Lotes sowie
der Lötverbindungen an Bauteil- und Leiterplatten
oberflächen wirksam reduziert.
Die RAWE Electronic GmbH ist Teil der
Demmel Gruppe mit Sitz in Scheidegg im
Allgäu und weltweit über 1.600 Mitarbeitern
und Tochtergesellschaften in Deutschland,
Schweiz, Italien, USA, China und Singapur.
VAKUUMLÖTEN
www.rawe.de
18 4/2025
Dienstleistung
EMS in der Elektronikindustrie
Die Electronics Manufacturing
Services, auch bekannt als Electronics
Contract Manufacturing (ECM),
bleiben also eine wachsende Branche.
Als Hersteller für Markeninhaber
von Elektronikprodukten bieten
diese Unternehmen eine umfassende
Palette von Dienstleistungen
an, darunter Fertigung, Beschaffung,
Bauteil-Design und Logistik.
Im Vergleich zu traditionellen
OEM- oder ODM-Diensten (Original
Design Manufacturing, Original
Equipment Manufacturing), die nur
Produkt-Design und Auftragsproduktion
anbieten, bieten Dienstleistungsunternehmen
für die Elektronikfertigung
Wissens- und Management-Dienste
an, wie z.B. Material-
Management, logistische Transporte
und sogar Produktwartungsdienste.
Ein EMS-Anbieter unterstützt seine
Kunden also entlang der gesamten
Wertschöpfungskette – von der Entwicklung
und Beschaffung der Einzelteile
über die Produktion, Tests
und weitere Verarbeitungsprozesse
bis hin zum fertigen Produkt. Daher
bedeutet E²MS (Electronic Engineering
and Manufacturing Service)
auch soviel wie Entwicklungs- und
Fertigungsdienstleister. Ein E ist
für Dienstleistungen der Elektronikentwicklung
hinzugekommen.
Ob EMS oder E²MS: Es ist dabei
wichtig, zu wissen, dass jedes dieser
Unternehmen auf verschiedene
Bereiche spezialisiert ist.
Auftragsfertigung vs
Serienfertigung
Die Auftragsfertigung empfiehlt
sich in Branchen, in denen individuelle
Lösungen gefragt sind.
Die Grundidee der Auftragsfertigung
basiert auf der Idee, erst zu
bestellen und dann zu produzieren.
Hierbei gibt es einen typischen
Ablauf:
• Kundenanfrage (engl. Request
For Quotation, RFQ) und
genaue Spezifizierung der
gewünschten technischen
Daten sowie Mengenvorgaben
und weiterer Bedingungen
• gezielte Materialbeschaffung
• individuelle Produktionsplanung
• maßgeschneiderte Fertigung
• Qualitätskontrolle
und Auslieferung
Die wesentlichen Unterschiede
zur Serienfertigung sind:
1. Der Produktionsstart erfolgt nach
dem Kundenauftrag und nicht wie
bei der Serienfertigung auf Vorrat.
2. Die Anpassungsfähigkeit bzw.
Flexibilität ist hoch, während sie
bei der Serienfertigung standardisiert
ist.
3. Die Stückkosten sind gegenüber
der Serienfertigung höher.
4. Es lassen sich trotz hoher Stückkosten
erhebliche Kosteneinsparungen
realisieren, da auf eigene
Produktionsanlagen verzichtet
werden kann. Hier sind neben
den Fixkosten auch die Wartungsund
Reparaturkosten sowie die
Personalkosten für Fachkräfte
zu sehen.
5. Jedoch ist die Lagerhaltung minimal,
während sie bei der Serienfertigung
mehr oder weniger
umfangreich ist.
6. Weiter ergeben sich gegenüber
der Serienfertigung mehrere
wirtschaftliche und strategische
Vorteile.
7. Die Auftragsfertigung ermöglicht
die problemlose Realisierung
spezifischer Kundenwünsche
in Bezug auf Materialien,
Größen und Formen oder funktionalen
Eigenschaften.
Jedoch lassen sich auch
Schwach punkte der Auftragsfertigung
ausmachen. Ein wesentlicher
Nachteil sind die gegenüber
der Serien fertigung mit sofortiger
Lagerverfügbarkeit verlängerten
Lieferzeiten, die darin begründet
sind, dass die Produktion erst nach
Auftragseingang startet. Also längere
Wartezeiten für Kunden. Hinzu
kommen höhere Produktionskosten
durch fehlende Standardisierung, die
für den sicheren Erfolg unvermeidliche
genau geplante Koordination
zwischen Auftraggeber und Fertiger
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4/2025
19
Dienstleistung
Gängige Surface-Mount-Bauteile
und ihre Auswirkungen auf Kosten und Komplexität
der Leiterplattenmontage
Dieser Artikel gibt Kunden von EMS-Leiterplattenbestückern einen Einblick in sechs gängige SMD-Typen
einschließlich der Standardanwendungen dieser Gehäusetypen sowie ihrer Auswirkungen
auf den Leiterplatten-Bestückungsprozess.
SOIC UND SOT
Der SOXC (Small Outline
Xntegrated Circuit) und der SOT
(Small Outline Transistor) sind vielleicht
die gebräuchlichsten Arten
von SMDs und werden heute in den
meisten SMT-Montageprojekten
verwendet. Der SOXC kann als
das oberflächenmontierbare Äquivalent
des klassischen DIP (Dual-
Inline Package) betrachtet werden,
während der SOT ein direktes SMD-
Äquivalent zum herkömmlichen
SOT-Gehäuse mit Durchgangsbohrung
ist.
Beide Gehäusetypen sind in
der Regel zu einem Standardpreis
erhältlich, und es entstehen keine
zusätzlichen Kosten oder PCB-
Drehzeiten durch das Vorhandensein
dieser Komponenten in Ihrer
Stückliste (BOM). Das bedeutet,
dass in der Regel ein Standard-
PCB- Bestückungsprozess ausreicht,
um SOXC- und SOT-Komponenten
effektiv zu bestücken, ohne dass
zusätzliche Werkzeuge oder Verfahrenstechniken
erforderlich sind.
QFP
QFP-Komponenten (Quad Flat
Package) werden am häufigsten für
Mikrocontroller, Mehrkanal-Codecs
und andere mäßig komplexe Bauteile
verwendet. Sie gelten
im Allgemeinen als die einfachste
Option für Komponenten
mit hoher Pin-Anzahl, da die
Anschlüsse eines QFPs freiliegen
und daher bei Bedarf relativ einfach
überprüft und nachgearbeitet werden
können. QFPs sind oft auch
in den PCB- Optionen von Anbietern
enthalten und werden für die
Zwecke der Angebotsabgabe und
der Bestückung genauso wie jedes
andere SMD behandelt.
Wie bei allen SMDs hat die
Anzahl der Pads auf dem Gehäuse
einen gewissen Einfluss auf den
Preis des Angebots, aber es werden
keine zusätzlichen Kosten für
das einfache Vorhandensein eines
QFP-Bauteils in Ihrem Design
erhoben.
Diese Bauteile können mit dem
Standard-Reflow-Lötverfahren
bestückt und mit der automatischen
optischen Inspektion (AOI) in Verbindung
mit der mehrstufigen visuellen
Inspektion geprüft werden.
QFN
Das QFN-Gehäuse (Quad Fat No-
Lead) ähnelt dem QFP-Gehäuse,
mit dem bemerkenswerten Unterschied,
dass die elektrischen Kontakte
dieser Bauelemente nicht aus
dem Gehäuse herausragen. Dieser
Unterschied ermöglicht es, dass
QFN-Gehäuse physisch kleiner
sind als entsprechende QFPs, aber
sie erfordern
zusätzliche Aufmerksamkeit
bei der Leiterplattenbestückung
Quelle:
A Brief Analysis of the
Most Common Surface Mount
Devices (SMDs)
PCB Directory 2025
Bittele Electronic
www.7pcb.com
übersetzt von FS
20 4/2025
Dienstleistung
und können im Allgemeinen nicht
zuverlässig mit nicht-professionellen
Methoden, wie der manuellen
Bestückung, montiert werden.
Im Gegensatz zu den oben
erwähnten Gehäusetypen erfordern
QFN-Gehäuse zusätzliche Aufmerksamkeit
bei der Leiterplattenmontage.
Der bemerkenswerteste
Unterschied im Prozess für diese
Teile ist, dass sie eine Röntgeninspektion
als Teil des Qualitäts-
Management-Prozesses erfordern.
Bei Designs mit nur wenigen kleinen
QFN-Gehäusen können Anbieter
manchmal auf die zusätzlichen
Kosten verzichten, die mit diesen
anspruchsvolleren Inspektionsverfahren
verbunden sind.
PLCC
PLCCs (Plastic Leaded Chip
Carriers) sind flexible Optionen, die
es ermöglichen, Bauteile in einem
Sockel zu montieren oder direkt
auf die Leiterplatte zu löten. Diese
Gehäuse eignen sich besonders für
Prototyp-Leiterplattenprojekte und
insbesondere für solche, die IC-
Programmierdienste erfordern. Ein
Sockel kann in den frühen Iterationen
der Leiterplatte verwendet werden,
so dass ICs zu Testzwecken leicht
ein- und ausgetauscht werden können,
und die kleinere Grundfläche
des ICs selbst kann sogar innerhalb
der größeren Grundfläche des
Sockels platziert werden, sodass
keine Design-Änderung erforderlich
ist, wenn Ihr Projekt in eine größere
Produktion übergeht.
PLCC-Sockel werden bei der
Leiterplattenbestückung normalerweise
als QFP-Bauteile behandelt,
während die PLCC-Bauteile selbst
eher mit QFNs vergleichbar sind.
Daher sollten Sie mit einem leichten
Unterschied bei den Kosten für
die Leiterplattenbestückung rechnen,
wenn Sie zu der dauer hafteren
Lösung wechseln, Ihren PLCC-Chip
direkt auf die Leiterplatte zu löten.
4/2025
Diese Kosten werden durch die
oft beträchtlichen Kosten für IC-
Sockel ausgeglichen, die in diesem
Stadium nicht mehr in Ihrer Stückliste
enthalten sein müssen.
BGA
BGA-Gehäuse (Ball Grid Array)
werden in der Regel für die komplexesten
Komponenten mit hoher
Pin-Anzahl auf dem Markt verwendet,
wie z.B. Hochgeschwindigkeits-Mikroprozessoren
und FPGAs
(Field Programmable Gate Arrays).
Allerdings werden kleinere BGA-
Varianten wie µBGA und DSBGA
aufgrund ihrer geringeren Größe im
Vergleich zu anderen Gehäuse typen
manchmal für einfachere Komponenten
verwendet.
Bei allen BGA-Varianten ist für
die Reflow-Löten erforderlich, da
sich die elektrischen Kontakte dieser
Bauteile vollständig unter dem
Siliziumkörper des ICs befinden.
Ähnlich wie QFN-Gehäuse erfordern
BGAs zusätzliche Aufmerksamkeit
von Prozessingenieuren in
Form einer Röntgeninspektion. Da
diese Teile so komplex und empfindlich
sind und eine Vielzahl von Pins
enthalten, die alle perfekt gelötet
werden müssen, verlangen Anbieter
eine Röntgeninspektion für BGA-
Montageprojekte, um sicherzustellen,
dass sie ihre garantierten Qualitätsstandards
einhalten können.
POP
Die POP-Technologie (Part-on-
Part) bezieht sich auf ein Verfahren,
bei dem bestimmte Komponenten
direkt übereinander montiert werden
können. Diese Technik, die am
häufigsten für Speicher module und
die dazugehörigen Mikroprozessoren
verwendet wird, ermöglicht
eine erhebliche Platzeinsparung bei
HDI-Designs (High-Density Interconnect)
sowie eine Hochgeschwindigkeitskommunikation
zwischen wichtigen
Bauteilen. Das untere Bauteil
ist in der Regel ein großes BGA-Bauteil
mit einer hohen Anzahl von Pins
und einem Ring zusätzlicher BGAartiger
Kontakte auf der Oberseite
des Bauteils, wie in der Abbildung
unten dargestellt.
Die POP-Bestückung ist recht
komplex und erfordert besondere
Aufmerksamkeit beim Bestückungsprozess.
Das Vorhandensein dieser
Bauteile in einer Stückliste erfordert
oft mehrere Bestückungs- und/oder
Reflow-Lötzyklen, was im Vergleich
zu anderen Bauteiltypen zusätzliche
Kosten und Vorlaufzeiten verursacht.
EMS-Anbieter empfehlen ihren
Kunden, deren Designs POP-
Bauteile enthalten, sich frühzeitig
im Design-Prozess mit dem PCB-
Kundendienst in Verbindung zu
setzen und alle vorläufigen PCB-
Design-Dateien für eine früh zeitige
Strategie für ihr POP-Design zur
Verfügung zu stellen und auch
DFM- (Design for Manufacturing)
oder DFA- (Design for Assembly)
Vorschläge zu machen, um mit
wtronic ist Ihr Experte für
maßgeschneiderte Lösungen
in der Produktion von
elektronischen Baugruppen
und Beschaffung von
Bauteilen und Leiterplatten.
diesen komplexen Bauteilen verbundenen
Kosten und Vorlaufzeiten
zu reduzieren.
Schluss
Es gibt natürlich noch viele andere
Arten von SMDs auf dem Markt,
aber Ziel dieses Artikels ist es, die
Grundlagen für Kunden abzudecken.
Die hier enthaltenen Informationen
können oft extrapoliert werden, um
eine Vorstellung von den Prozessanforderungen
für alle Arten von
oberflächenmontierten Bau teilen
zu erhalten.◄
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Unser Fokus liegt auf individuellen Lösungen für
mittlere Serien – mit persönlicher Betreuung durch
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21
Dienstleistung
Prüfsystem: Investition in die Zukunft
NAP automotive Produkte GmbH
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Ein Hauptziel der Firma NAP ist, sich langfristig
und nachhaltig am Markt für Elektronik-
Dienstleistung zu positionieren. Grundvoraussetzungen
dafür ist u.a. eine hohe Fertigungstiefe,
verbunden mit einem modernen Maschinenpark.
NAP rüstet sich in national und global herausfordernden
Zeiten für die Zukunft.
Nach Investitionen in 2024 (wie zusätzliches
Kolbenlöt-Robotersystem und kundenspezifische
Automatisierungsanlage) begann im April 2025
die Kernsanierung des ehemaligen Lagerbereiches,
bei der ein neuer, moderner und zeitgemäßer
Fertigungs- und Produktionsbereich
entstehen wird.
Durch die Schaffung der neuen Fläche von
ca. 500 qm können nicht nur die Fertigungsprozesse
materialflussoptimiert aufgestellt werden,
es wird zudem die Fertigungstiefe im Rahmen
von Kundenprojekten erweitert. So wurde im
Juni 2025 die Investition in ein eigenes Flying
Probe-Testsystem entschieden.
Das System Pilot VX vom Hersteller Seica mit
automatisierten Multi Magazine Loader & Unloader
wird Ende des Jahres in Betrieb genommen
und so die Kapazität und Anpassungsfähigkeit
im Bereich Testen gerade bei kleineren und mittleren
Stückzahlen deutlich erhöhen.
Durch das neue Prüfsystem entwickelt sich
NAP technologisch weiter und bietet seinen Kunden
hohe Flexibilität und umfangreiches Knowhow
in der Prüftechnik. ◄
Service im Fokus:
HDI pool
HDI pool
HDI pool ist eine ökonomische
Lösung, wenn Fine-Pitch-Bauteile
oder Micro-BGAs HDI-Technik
und Microvias erfordern, und das
übrige Leiterplattendesign in
Standardtechnik bleibt.
DRC-/DFM-Tools unterstützen
das fertigungsgerechte Design.
Die Leiterplatte mit Bestückung
fertigen wir in eigenen Werken
in Europa in 20 Arbeitstagen.
Leiterplatten und Baugruppen aus einer Hand
Prototypen und Kleinserien
Weitere Services
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EMS und mechanische
Bearbeitung kombiniert
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Systemlösungen.
Als innovativer Anbieter von Eletronics Manufacturing
Services (EMS) in München eröffnet
die Bahner Elektronik GmbH flexible Wege zum
fertigen Gerät: Produktentwicklung, Beschaffung,
Bestückung, Waschen, Testen und Rework
kombiniert der zertifizierte Anbieter mit vielfältigen
Einrichtungen zur mechanischen Fertigung.
Auf der productronica vom 18. bis 21.
November in München stellt die Bahner Elektronik
GmbH in Halle B3 an Stand 270 aus.
Die Bahner Elektronik GmbH bietet flexible
Dienstleistungen in der Fertigung von Leiterplatten
und Elektronikkomponenten bis hin
zu kompletten Geräten direkt am Standort
München. Mit Unterstützung in Produktentwicklung
und Konstruktion, Beschaffung, Layout
und automatischer Bestückung, Waschen,
Testen und Rework entstehen flexibel kleine
und mittlere Serien.
Nach dem Pastendruck mit 3D-Über wachung
erfolgt die PCB-Bestückung an zwei leistungsfähigen
SMT-Bestückungslinien. Eine Linie arbeitet
mit Dampfphasen-Löten. eine mit Reflow-
Löten Die Bestückungskapazität nach IPC
beträgt 11.700 und 20.600 pro Stunde.
Halle B3, Stand 270
Bahner Elektronik GmbH
info@bahner-gmbh.de
www.bahner-gmbh.de
Die maximale Leiterplattengröße beträgt
700 x 455 Millimeter und 1000 x 455 Millimeter.
Ebenso bietet Bahner Elektronik Mikroskop-Löten,
Schwalllöten, Vergießen, Burnin,
Kalibrieren und Boundary Scans.
Eine SuperSWASH-Reinigungsanlage sorgt
für effiziente Reinigung der Flachbaugruppen
und Leiterplatten, Fehldrucke, Lötrahmen und
Schablonen, auch als einzelne Dienstleistung
mit Protokollierung.
Die Qualitätssicherung beginnt bei der Burnin
Voralterung und reicht bis zur 100-Prozentkontrolle
der Endprodukte.
Dazu steht umfassendes Prüffeld-Equipment
einschließlich Klimatestschrank mit computergestützter
Simulation bei Temperaturen
von -40 bis +130 °C zur Verfügung.
Dank umfassender mechanischer Fertigungskapazitäten
in mechanischer Bearbeitung,
Lasertechnik und 3D-Druck liefert Bahner
auch Baugruppen und komplette Geräte
nach höchsten Anforderungen. Montage,
Lackieren, Oberflächenbehandlung und Kennzeichnung
gehören ebenso dazu wie Prüfung,
Verpackung und Logistik bis hin zum
Konsignationslager.
Auf der productronica an Stand B3.270 präsentiert
Bahner verschiedene Beispiele der
unterschiedlichen Produkte – von der Leiterplatte
bis zum fertigen Endprodukt. Das nach
ISO 9001 zertifiziertes Qualitätssicherungssystem
bietet seit 1996 eine erfolgreiche Basis
für höchste Qualität, Made in Germany. Besucher
profitieren von den seit 1986 gesammelten
Erfahrungen in der Elektronikfertigung ebenso,
wie von dem Standortvorteil München. ◄
4/2025 23
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Dienstleistung
Elektronikfertigung unter massivem Zeitdruck
Ein deutscher Elektronikfertiger baut für einen
internationalen Konzern eine Komponente für
ein neues, hochkomplexes Analysegerät. Es soll
noch dieses Jahr auf den Markt kommen – und
zwischen Beauftragung und avisierter Serienfertigung
liegen wenige Monate. In dieser knappen
Spanne muss der EMS-Dienstleister für die
Fertigung vor allem logistische und kommunikative
Herausforderungen stemmen. Dabei ist
eines klar: Die Komponente muss fertig werden,
der Verkaufsstart darf sich nicht verzögern.
Unter Zeitdruck
Ein an der NASDAQ notiertes Unternehmen
aus dem Gerätebau bringt unter hohem Zeitdruck
ein neues Analysegerät auf den Markt. Auch,
weil der Wettbewerb droht, vergleichbare Produkte
günstiger herstellen zu können, steht der
Konzern unter Innovationsdruck. Er hat nun ein
spezialisiertes Unternehmen und dessen Technologie
beauftragt und sich damit einen Vorteil
gegenüber dem direkten Wettbewerb gesichert.
Diese Individuallösung soll nun standardisiert
sowie skaliert und als wesentliche Funktionserweiterung
eines Instruments, das heute bereits
in Serie produziert wird, verkauft werden. Der
Konzern, der seine Geräte weltweit vertreibt,
will damit neue Marktsegmente erschließen.
ursatronics GmbH
www.ursatronics.de
Einbringung der gesamten Organisation
Die ursatronics GmbH, ein EMS-Dienst leister
aus Berlin, fertigt für eine Komponente der
neuen Hauptfunktion die gesamte Elektronik:
Die Funktionalitäten werden von Leiterplatten
und Schaltungen abgedeckt; Messsignale werden
unter bestimmten Bedingungen aufgenommen
und Signale generiert. ursatronics arbeitet
schon länger für den Konzern und stellt für seine
Apparate Baugruppen mit ähnlichen Funktionalitäten
her. Die Grundtechnologie der neuen Komponente
ist damit vergleichbar, allerdings werden
nun rund 600 neue Teile verbaut – mit den
entsprechenden Unabwägbarkeiten. Der Auftrag
wurde im Juni erteilt, im September soll er
abgenommen werden, im Oktober die Serienproduktion
starten, sodass das Gerät noch in
diesem Jahr auf den Markt kommt.
„Der Auftrag erfordert die Einbringung unserer
gesamten Organisation,“ erklärt Christian
Schnieders, Geschäftsführer von ursatronics.
Konzern, weitere Zulieferer und ursatronics
arbeiten unter Hochdruck: „Scheitern ist nicht
akzeptabel.“
Prototyp entsteht,
während Entwicklung noch zeichnet
Konkret erteilte der Kunde den Auftrag, das
Material zu beschaffen, die ersten Prototypen
zu bauen und nach erfolgreichen Funktionstests
weitere 20 Exemplare. Das bedeutet, dass aus
Konstruktionsdaten, dem Material nach dem Bill
of Material (BOM) sowie Leiterplatten eine Vielzahl
bestückter Baugruppen hergestellt wird.
Im ersten Schritt wurden die Stücklisten gesichtet,
festgestellt, welches Material auf den Leiterplatten
verbaut werden soll und die notwendigen
Mengen für die ersten 20 Geräte beschafft. Dazu
gehören auch das Gehäuse und die Mechanikteile,
um die verschiedenen Baugruppen zum fertigen
Gerät zusammenfügen zu können.
Danach wurden die Bareboards, die Leiterplattenkonstruktion,
eingekauft. Der dritte Schritt
beinhaltet die Konstruktion, welches Teil wohin
und mit welcher Orientierung gebaut wird.
28 Stück dieser sogenannten Flachbau gruppen
werden dann in unterschiedlichen Kombinationen
in einem Gehäuse zusammengesteckt.
Aktuell baut ursatronics den Prototypen – allerdings
ist der Konstruktionsprozess bisher nicht
abgeschlossen. Entsprechend kommt es immer
wieder zu Anpassungen und auch der Korrektur
von Fehlern, die sich auf die Fertigung der Prototypen
auswirken. Auch, wenn die Fertigungsunterlagen
vorliegen: Manche Probleme fallen
erst auf, wenn die Teile zusammengefügt werden.
Koordination und Kommunikation
Die Komplexität des Auftrags wird durch die
Strukturen des Konzerns erhöht: Das gekaufte
Unternehmen ist eine eigenständige Einheit, ein
weiteres besitzt die Rechte an der Entwicklung –
es gehört zum Konzern, aber nicht zu dem Standort,
wo der Apparat final gefertigt wird und wo
ebenfalls Teile der Entwicklung stattfinden. ursatronics
kommuniziert also mit drei Bereichen. Es
ist anspruchsvoll, alle relevanten Informationen
standortübergreifend einzuholen und zusammenzuführen,
Fragen zu klären, gegenteilige Aussagen
zu harmonisieren und einen Abgleich über
alle Standorte hinweg vornehmen.
Auch Datensätze von Entwicklern zu erhalten,
stellt eine Herausforderung dar – diese
arbeiten unter Umständen bereits an der nächsten
Schaltung und die Veröffentlichung der
Daten liegt bereits in der Verantwortung einer
anderen Abteilung.
24 4/2025
Dienstleistung
Die Rolle des Einkaufs
bei komplexen Fertigungsprojekten
Bei komplexen Fertigungsprojekten unter Zeitdruck
kommt dem Einkauf eine besondere Bedeutung
zu – das ist auch hier der Fall: ursatronics
beschafft heute schon das Material für die im
Oktober geplante Serienfertigung. Benötigt werden
unter anderem lasergeschweißte und druckfeste
Wasserkühler, bestimmte, hochgenaue
Operationsverstärker und DC/DC-Wandler mit
einer hohen Prüfspannung bzw. hoher Isolationsspannung
zwischen Eingang und Ausgang.
Diese Wandler sind in der Lage, Spannungen im
Kilovoltbereich zur Verfügung zu stellen.
„Eine Ausgangsspannung von 4000 Volt darf
im Fehlerfall nicht dazu führen, dass eine Laptopschnittstelle
4000 Volt führt, was tödlich sein
kann. Deswegen sind bestimmte Isolationsfestigkeiten
von Bauteilen notwendig, um Unfälle
zu vermeiden,“ erklärt Christian Schnieders.
Diese Komponenten sind so speziell, dass sie
beim Lieferanten nicht auf Lager liegen, sondern
auf Zuruf gebaut werden: Ein spontaner Einkauf
ist also nicht möglich, er benötigt Vorlauf. „Solche
Projekte führen die Einkaufs organisation regelmäßig
an Grenzen – weil funktionsbestimmende
Teile schlicht nicht in der kurzen Zeit besorgt
werden können,“ so Christian Schnieders weiter.
Hier muss der Kunde, genauer, dessen Entwicklungsabteilung,
mitdenken, und nur mit Teilen
konstruieren, die auch in der Zukunft noch verfügbar
sein werden oder bereits im Vorlauf entsprechende
Beschaffungen veranlassen.
Außerdem ist es elementar, zeitnah Kontakt mit
dem Vertrieb des Elektronikpartners aufzunehmen,
so dass dieser bereits Materialbestellungen
anstoßen und notwendige Teile sichern kann.
Manchmal nimmt der Entwickler sogar selbst
Bestellungen vor: Besagter DC/DC-Wandler sollte
eigentlich Anfang September eintreffen, doch
der Distributor meldete, dass sich die Lieferung
verzögere. Beim Kontakt mit dem Hersteller des
DC/DC-Wandlers wurde klar, dass diesem gar
keine Bestellung vorlag. Also wurde versucht,
das Teil aus anderen Quellen zu er schließen: Es
aus alten Mustern herauszulösen, wäre jedoch
suboptimal. Also recherchierte der Vertrieb
4/2025
des Herstellers, wo noch Bestände des Teils
vorhanden sind – man wurde bei einem Distributor
in den USA fündig. Der liefert aber nur in
die USA. Der Hersteller versucht nun, sein Produkt
zurückzukaufen, um es in Deutschland für
ursatronics zur Verfügung zu stellen. Diese komplexen
Absprachen werden von verschiedenen
Zeitzonen und unterschiedlichen Mentalitäten
weiter erschwert und kosten Zeit.
Die Abnahme
Da es sich bei der Komponente um ein komplexes
Produkt handelt, ist auch der Abnahmeprozess
aufwändig. Die elektronische Prüfung
der Baugruppen erfolgt zunächst intern
bei ursatronics nach den Vorgaben des Kunden.
Ein Eingangssignal triggert die Baugruppe
und es wird geprüft, ob die erwartete Reaktion
erfolgt. Danach wird das Zusammenspiel der
Teilkomponenten geprüft und das Gerät geht
an den Kunden – noch in der ersten Septemberhälfte.
Er baut aus den Teilkomponenten
das Endgerät, nimmt es in Betrieb und testet
es. Beim Endkunden wird das Gerät einmalig
von den Verantwortlichen der Underwriters
Laboraties (UL), einer US-Organisation
abgenommen. Damit ist der inter nationale
Zugang des Endproduktes erst möglich.
Anders als die deutschen VDE- Vorschriften
( Verband der Elektrotechnik Elektronik Informations
technik), wo es in der Regel um den
Schutz vor Stromschlägen geht, legen die UL
einen starken Fokus auf den Brandschutz.
Festlegungen betreffen unter anderem Brennbarkeitsklassen
und Brandwiderstand, wie viel
Kunststoff verbaut ist und wie hoch die Brandlast
sein darf. Leiter platten müssen zum Beispiel
gegen Kurzschlüsse resistent sein, die bei
defekten Bauteilen entstehen können. Daraus
resultieren Vorgaben hinsichtlich des Materials
der Leiterplatte: Es bestimmt, ob sie die Tests
bestehen kann oder nicht – die Fertigung der
Flachbaugruppe hat darauf keinen Einfluss.
Für ursatronics bedeutet das eine enge Abstimmung
mit dem Hersteller der Leiterplatten und
der Konstruktionsabteilung des Konzerns: Lieferfähigkeit
und Anforderungen müssen abgeglichen
werden. Die Konstruktion hatte besondere
Wünsche: Notwendig waren dicke und
besonders dünne Leiterplatten mit bestimmten
Fräsungen. Für die UL muss die Platte mit
sogenannten E-Nummern gekennzeichnet werden
– das darf aber nur geschehen, wenn sie
die Anforderungen erfüllt.
Die Serienproduktion soll nach der Freigabe
im Oktober anlaufen. Da es sich um ein komplexes
und hochpreisiges Spezialprodukt handelt,
sind die Stückzahlen begrenzt. ursatronics
rechnet mit 50 Exemplaren pro Jahr.
Fazit
Bei komplexen, internationalen Fertigungsaufträgen
sind die Herausforderungen viel fältig:
Der Zeitdruck ist hoch, Prototypen entstehen
bereits, während noch konstruiert wird. Der Einkauf
muss früh eingebunden werden, da Spezialbauteile
lange Vorlaufzeiten erfordern – auch,
weil sie strenge UL-Anforderungen für Sicherheit
und Brandschutz erfüllen müssen. Hinzu
kommt die Koordination aller Beteiligten über
Standort- und Ländergrenzen hinweg. Nur eine
enge Zusammenarbeit und präzise Kommunikation
ermöglichen es, die Serienproduktion im
avisierten Zeitfenster anzustoßen und das Gerät
auf den Markt zu bringen. ◄
25
Dienstleistung
Lieferketten unter Druck
Schutz der Elektronikindustrie
vor Obsoleszenz und Fälschungen
In sicherheitskritischen Branchen wie Luft- und
Raumfahrt, Verteidigung, Medizin und Avionik
stehen Elektronikfertiger unter wachsendem
Druck. Gründe sind die zunehmende Obsoleszenz
elektronischer Bauteile und die wachsende
Gefahr durch gefälschte Komponenten. Beides
gefährdet nicht nur die Funktion, sondern auch
Sicherheit, Reputation und Wirtschaftlichkeit.
Das bayerische Unternehmen factronix hat sich
darauf spezialisiert, diese Risiken durch technologische
und organisatorische Lösungen zu
minimieren.
Obsoleszenz-Management mit System
Wird ein Bauteil vom Hersteller abgekündigt,
drohen Lieferengpässe und Produktionsstopps.
Ersatz aus unbekannten Quellen ist riskant –
Rückverfolgbarkeit und Echtheit sind oft unklar.
Halle A4, Stand 125
factronix GmbH
www.factronix.com
© AdobeStock/IM Imagery
factronix begegnet dem mit einem umfassenden
Obsoleszenz-Management: Komponenten
werden aus Altbeständen oder Leiterplatten
entlötet, gereinigt, requalifiziert und wiederverwendet
– vollautomatisiert, normkonform und
rückverfolgbar. Jeder Prozessschritt wird dokumentiert,
vom Wareneingang bis zur Neuverzinnung.
Das spart Zeit, Kosten und Ressourcen
und sichert zugleich höchste Zuverlässigkeit.
Reballing und Legierungswechsel
Ein häufiger Hinderungsgrund bei der Wiederverwendung
ist die Lötlegierung: Während ältere
Systeme noch auf zinn-bleihaltiger Technologie
basieren, verlangen neuere Produkte bleifreie
Verbindungen nach RoHS.
Mit laserbasiertem Reballing und automatisiertem
Neuverzinnen ermöglicht factronix den
sicheren Wechsel zwischen Legierungen. Die
thermische Belastung bleibt kontrolliert niedrig
und empfindliche Bauteile werden geschont.
Gerade in Raumfahrt- und Verteidigungsanwendungen
ist das ein entscheidender Vorteil, um
Zinn-Whisker und Kurzschlüsse zu vermeiden.
Fälschungsschutz
durch akkreditierte Prüflabore
Parallel zur Obsoleszenz wächst das Risiko
gefälschter Elektronik. Um höchste Sicherheit
zu gewährleisten, kooperiert factronix mit
White Horse Laboratories, einem nach ISO/IEC
17025 akkreditierten Testzentrum am Standort
Deutschland.
Dort werden elektronische Komponenten nach
AS6171A und AS6081 umfassend geprüft. Mit
mikroskopischen Inspektionen, elektrischen
Funktionstests, Röntgenanalysen und Materialuntersuchungen.
Das Ergebnis ist ein dokumentierter Prüfbericht,
der Material, Form und Funktion eindeutig
belegt – ein verlässlicher Schutz vor Fehlteilen,
Rückrufaktionen und Haftungsrisiken.
Rework auf höchstem Niveau
Auch komplette Baugruppen lassen sich mit
modernster Rework-Technologie überarbeiten:
vom Nachlöten über Bauteiltausch bis zu Reparaturen
auf BGA-, QFN- oder µBGA-Ebene.
Alle Arbeiten erfolgen unter ESD-Schutz und
nach IPC-Standards. Besonders in Luftfahrt,
Medizintechnik und Verteidigung ist das eine
wirtschaftliche und nachhaltige Alternative zur
Neuproduktion.
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil
Die Wiederverwendung und gezielte Rückgewinnung
von Komponenten senkt nicht nur
Kosten, sondern auch den CO 2 -Fußabdruck.
„Unsere Kunden sparen Material- und Beschaffungskosten
und erfüllen zugleich ihre Nachhaltigkeitsziele“,
betont Stefan Theil von factronix.
Fazit
Mit der Kombination aus technologischer
Präzision, normgerechter Qualitätssicherung
und nachhaltigem Prozessdesign bietet factronix
einen entscheidenden Beitrag zur Stabilität
und Zukunftssicherheit elektronischer Lieferketten
– insbesondere dort, wo Ausfälle keine
Option sind. ◄
26 4/2025
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Neustart mit Perspektive – Mechatronic Hub GmbH
Die vergangenen Monate waren bewegend:
Mit der Insolvenz unserer bisherigen
Muttergesellschaft eolane-Frankreich
standen wir als eolane SysCom
GmbH vor großen Herausforderungen.
Doch wir haben sie angenommen – und
sind nun mit neuer Stärke, frischem
Fokus und unter neuem Namen zurück.
Mit dem Beitritt zur Inno4Ind-Gruppe –
zusammen mit ENASYS und HS-Drives
– schlagen wir ein neues Kapitel auf
und bringen unsere Erfahrung in
Leiter platten bestückung, Integration
und After-Market Services als ideale
Ergänzung im Verbund ein – jetzt als
Mechatronic Hub GmbH.
Was bleibt – und was kommt:
• Wir bleiben unseren Werten treu:
Zuverlässigkeit, Qualität und Vertrauens
würdigkeit
• Unser Fokus liegt weiterhin auf High-
Flexibility in kleinen und mittleren
Stückzahlen – z. B. in Medizin technik,
Leistungselektronik, Audiotechnik
und Maschinenbau
• Ende 2025 beziehen wir unsere
neue Fertigungsstätte in Berlin-
Adlershof
• Wir investieren in moderne Technologien:
SMT, Einpresstechnik, Prüffeld,
Integration
• Einführung von SAP Business One
für mehr Transparenz, Effizienz und
Rückverfolgbarkeit
Als Kompetenzcenter bieten wir:
• Unterstützung bei der Entwicklung
elektronischer und mechatronischer
Systeme
• Fertigung von Baugruppen und
Geräten
• After-Market Services und Reparaturen
– auch für professionelle
analoge/ digitale Kommunikationstechnik
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und IHR PARTNER für Elektronik und
Mechatronik sein.
Ihr Team vom
Mechatronic Hub GmbH, Berlin
Unsere Schwester unternehmen in der Inno4Ind-Gruppe
Die ENASYS GmbH forscht und entwickelt auf dem Gebiet
der Energie- und Automatisierungstechnik, mit Schwerpunkt
auf Leistungselektronik.
Die Entwicklung- und Produktionsgesellschaft ist TÜV DIN
ISO 9001 zertifiziert und bietet Wechselrichter, DC/DC-Wandler
und Stromversorgungen für Industrie, erneuerbare Energien,
Energieversorgung oder andere Anwendungsfelder
www.enasys.de
Die Kompetenzen der HS-Drives GmbH liegen im Bereich
Leistungselektronik, insbesondere im Bereich Multilevel-
Topologien und schnell schaltender Leistungshalbleiter.
Ein interdisziplinäres Team realisiert schnell und zuverlässig
kundenspezifische Lösungen im Leistungsbereich von 50
kW bis 2 MW und entwickelt Produkte für den Bereich High-
Power-Charging.
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MECHATRONIC HUB GmbH Groß-Berliner Damm 94, 12487 Berlin
+49 (0)30 319844-100 ✉ sales@mechatronic-hub.de
www.mechatronic-hub.de
4/2025
27
Dienstleistung
Mit Robotik und KI zur smarten Elektronikfertigung
BMK Group GmbH & Co. KG
www.bmk-group.de
Mit der Implementierung einer robotergestützten
In-Circuit-Testanlage (ICT) für elektronische
Baugruppen stellte BMK eine zukunftsweisende
Lösung für die Automatisierung elektrischer Prüfprozesse
vor. Diese entstand auf Grundlage eines
vom Freistaat Bayern geförderten Forschungsprojekts
und adressiert gezielt die Herausforderungen
der High-Mix/Low-Volume-Produktion.
Hintergrund: Eine hohe Variantenvielfalt,
gepaart mit manuellen Prozessen in der Elektronikfertigung
stellt Elektronikdienstleister vor
besondere Herausforderungen – insbesondere
angesichts steigender Qualitätsanforderungen
und wachsendem Wettbewerbsdruck durch ausländische
Anbieter.
BMK begegnet diesen Herausforderungen mit
einem automatisierten Prüfansatz. Das Prüfkonzept
speziell für Baugruppen mit geringer Losgröße
vernetzt die Robotereinheit direkt mit
dem Testsystem. Durch die präzise Abbildung
der Prüfabläufe anhand eines digitalen Zwillings
und die KI-gestützte Erkennung elektronischer
Baugruppen entsteht ein hochgradig adaptives
Prüfverfahren. Die Integration in bestehende
Fertigungsumgebungen erfolgt nahtlos und ermöglicht
eine sofortige Produktivitätssteigerung.
Im Vergleich zu manuellen Prüfverfahren bietet
die Robotik-Lösung zahlreiche Vorteile: Sie
erhöht die Prozessstabilität durch standardisierte
Abläufe und reduziert das Risiko mechanischer
Beschädigungen maßgeblich. Ein wesentlicher
Grund dafür ist, dass der Roboter die Baugruppen
stets in denselben Zonen und mit gleichbleibender
Kraft greift. Zudem wird die Kraft beim
Einlegen und Herausnehmen in beziehungsweise
aus dem Testadapter überwacht, was
mechanische Belastungen minimiert und somit
zu einer verbesserten Produktqualität beiträgt.
Gleichzeitig sorgt der kontinuierliche Durchsatz
für eine spürbare Effizienzsteigerung.
Mit der neuen Testanlage geht BMK einen weiteren
Schritt in Richtung Automatisierung und
digitale Transformation und schafft die Grundlage
für eine zukunftsfähige, vernetzte Produktion
– bereit für die wachsenden Anforderungen
des Marktes. ◄
cms
electronics
ALL-IN-ONE ELECTRONIC MANUFACTURING SERVICES
Die cms electronics group steht für höchste Qualität, Flexibilität und
Innovationskraft in der Elektronikfertigung.
Wir bieten wir maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Branchen –
von der Entwicklung bis zur Serienproduktion.
Unsere Leistungen:
Integrative Entwicklung von Hard- & Software - für maßgeschneiderte Systemlösungen
und nahtlose Integration
Rapid Prototyping von PCB & PBCA - für schnelle Iterationen und verkürzte
Entwicklungszyklen
Herstellung von Elektronik-Modulen und -Systemen mit Endgeräte-Montage
Testen & Qualitätssicherung - für verlässliche Performance und maximale
Produktsicherheit
Logistik & optimiertes Lieferketten-Management mit Procurement Services Asia - für
globale Versorgungssicherheit und effiziente Abläufe
Unsere USPs:
Schnelles Time-to-Market – von der Idee bis zum fertigen Produkt in Rekordzeit
Modernste Technologien & effiziente Prozesse – für maximale Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit
Höchste Qualitätsstandards (ISO-zertifiziert) - verlässliche Präzision in jeder
Fertigungsstufe
Nachhaltige Produktion – verantwortungsvoll und ressourcenschonend für die Zukunft
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Standard
Komplettanbieter für Electronic-Manufacturing-Services (EMS)
inklusive Entwicklung.
Fertigungen in Klagenfurt am Wörthersee / AT (Zentrale), in Fonyod /
HU und in March-Freiburg / DE; Procurement Services Asia mit 2
Büros in China.
Zertifiziert nach: ISO9001, IATF16949, ISO14001, ISO13485 und TISAX.
Besuchen
Sie uns auf der
productronica
B3.175
WE
REALISE
VISIONS
cms electronics gmbh
Industriering 7
A-9020 Klagenfurt a.W.
+43 463 330 340 0
Dienstleistung
cms electronics auf der productronica –
„We realize visions“
„We realize visions“ – unter diesem
Leitgedanken präsentiert sich
die cms electronics group auf der
diesjährigen productronica. Der
international tätige Elektronikfertigungs-Dienstleister
mit Standorten
in Österreich und Ungarn steht
für maßgeschneiderte Komplettlösungen
entlang der gesamten
Wertschöpfungskette – von der Entwicklung
über das Prototyping bis
hin zur Serienfertigung und kompletten
Geräteintegration.
Dabei verbindet cms electronics
langjährige Erfahrung mit moderner
Infrastruktur, breitem Technologieverständnis
und einer klaren
Ausrichtung auf Partnerschaft
und Innovation. Ziel ist es, die Visionen
der Kunden Realität werden
zu lassen – unabhängig davon, ob
es sich um etablierte Industrieprojekte
oder innovative Hightech-Startups
handelt.
Halle B3, Stand 175
cms electronics
www.cms-electronics.com
4/2025
Ein Schwerpunkt liegt in der Entwicklungsunterstützung:
Gemeinsam
mit Kunden setzen die Engineering-Teams
Ideen in funktionale
Konzepte und fertigungsgerechte
Designs um. Von der Leiterplatten-
und Baugruppenentwicklung
über Material- und Technologieauswahl
bis hin zum Testkonzept
– cms electronics begleitet
Projekte von der ersten Idee an
mit fundierter Beratung und praxisnaher
Umsetzung.
Im Bereich Prototyping sorgt die
Tochtergesellschaft pcbwhiz für
Geschwindigkeit und Präzision.
Innerhalb kürzester Zeit werden
funktionsfähige Muster erstellt, die
es ermöglichen, Produkte frühzeitig
im Marktumfeld zu testen und Entwicklungszyklen
erheblich zu verkürzen.
Flexibilität, kurze Durchlaufzeiten
und höchste Qualitätsstandards
machen pcbwhiz zu einem
starken Partner, wenn es darum
geht, innovative Ideen rasch in greifbare
Ergebnisse zu transformieren.
Darüber hinaus setzt cms electronics
im Boxbuilding Maßstäbe.
Hier wird die klassische Elektronikfertigung
durch umfassende Montage-
und Integrationslösungen
ergänzt. Von der Baugruppenbestückung
über die Verkabelung
und Mechanik bis hin zur kompletten
Geräte- oder Systemmontage
bietet das Unternehmen einen
durchgängigen Service. Damit übernimmt
cms die Verantwortung für
die gesamte Wertschöpfungskette –
und liefert Kunden nicht nur einzelne
Komponenten, sondern betriebsbereite
Endprodukte.
Die Besucherinnen und Besucher
der productronica haben die Gelegenheit,
einen umfassenden Einblick
in das Leistungsportfolio der
cms electronics group zu gewinnen.
Das Unternehmen versteht sich
als flexibler, internationaler Partner,
der kleine Stückzahlen ebenso professionell
realisiert wie komplexe
Serienp rojekte. Als Entwicklungspartner,
Prototyping-Spezialist und
Systemlieferant verfolgt cms electronics
dabei stets ein Ziel: Visionen
Wirklichkeit werden zu lassen.
„We realize visions“ – mit diesem
Versprechen lädt cms electronics
Fachbesucher ein, die Zukunft der
Elektronikfertigung gemeinsam zu
gestalten. ◄
Electronic Manufacturing Services
(EMS) - Elektronikfertigung nach Maß
HUPPERZ Systemelektronik GmbH bietet Ihnen maßgeschneiderte
Lösungen für individuelle Anforderungen. Ob Muster-, Kleinoder
Großserien-Fertigung - Sie bestimmen die richtige Lösung!
Wir bieten Ihnen kompetenten und umfassenden Service für die
Bestückung von Leiterplatten und die Fertigung von elektronischen
Baugruppen, Geräten und Systemen.
• SMD-/THT-Bestückung
• AOI - Prozesskontrolle
• Sichtkontrolle mit ERSASCOPE
• Rework
• Kabelkonfektion
• Verguß
• Komplettgerätemontage
• Test nach Kundenspezifikation inkl. Protokoll
• ISO 9001:2015 zertifiziert
HUPPERZ Systemelektronik GmbH
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Tel.: 02232/949130, Fax: 02232/949139
info@hupperz.de, www.hupperz.de
29
Dienstleistung
Starker Start für starke Serienfertiger
Mit dem PCB/PCBA-Visualizer-Tools lassen sich Layoutdaten,
Fertigungsinformationen und die Stückliste vorab prüfen.
Eurocircuits GmbH
www.eurocircuits.de/services
Schnell, digital, seriennah: Eurocircuits
unterstützt EMS-Unternehmen
in der Prototyping- und NPI-
Phase mit effizienten Prozessen,
validierten Daten und seriennaher
Fertigung – für reibungslose Übergänge
und eine echte Win-Win-
Partnerschaft.
Denn Entwicklungszyklen werden
immer kürzer, Produkte zunehmend
komplexer und Time-to-Market zum
entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Für EMS-Unternehmen kann es wirtschaftlich
und organisatorisch sinnvoll
sein, die Prototyping- und NPI-
Phase an einen spezialisierten Partner
auszulagern, wenn der eigene
Schwerpunkt auf der Serienfertigung
liegt oder interne Ressourcen
begrenzt sind. Genau hier liegt die
Stärke von Eurocircuits, Spezialist
für die Fertigung von Leiterplatten
– unbestückt oder bestückt – in kleinen
Stückzahlen, typischerweise
zwischen ein und fünf Stück. Alle
Prozesse sind konsequent digitalisiert,
automatisiert und auf schnelle
Auftragsabwicklung ausgerichtet.
Jährlich fertigt Eurocircuits
über 100.000 Aufträge für nahezu
20.000 Entwickler und mehr als
11.000 aktive Kunden in ganz Europa.
Diese Spezialisierung sorgt
für kurze Durchlaufzeiten, hohe
Zuverlässigkeit und eine Qualität,
die der Serien fertigung sehr nahekommt.
„Mit unserer Spezialisierung
auf Prototypen und Kleinserien bieten
wir die perfekte Ergänzung für
EMS-Unternehmen, die später die
Serien fertigung übernehmen“, betont
Dirk Stans, Managing Partner bei
Eurocircuits.
Digital First
Ein zentrales Element bei Eurocircuits
ist das Digital-First-Prinzip.
Herzstück ist der digitale Zwilling –
eine virtuelle Fertigung der Leiterplatte
oder Baugruppe auf Basis der
hochgeladenen Daten. Mit den PCBund
PCBA-Visualizer-Tools lassen
sich Layoutdaten, Fertigungsinformationen
und Stücklisten bereits vor
der Bestellung automatisch prüfen.
So werden Designfehler, unvollständige
Daten oder fehlerhafte Footprints
frühzeitig erkannt, noch bevor
Kosten entstehen. EMS-Unternehmen
erhalten dadurch validierte
Daten, die direkt für Prototyping, NPI
oder Serienfertigung genutzt werden
können. Das reduziert Fehler,
beschleunigt Abläufe und schafft
Planungssicherheit.
Prototypen werden bei Eurocircuits
mit denselben Prozessen gefertigt
wie spätere Serien. Das sorgt
für verlässliche Ergebnisse und Produktionsdaten,
die sich nahtlos in
den NPI-Prozess der EMS-Unternehmen
integrieren lassen. Darüber
hinaus werden die Daten der Prototypenfertigung
so aufbereitet, dass
sie nahezu ohne Anpassungen in
die Serienproduktion übernommen
werden können. Das spart Zeit, vermeidet
Übergabefehler und senkt
das Risiko kostspieliger Designrevisionen.
Auf diese Weise übernimmt Eurocircuits
die frühe Phase des Fertigungsprozesses
effizient, digital
abgesichert und seriennah. EMS-
Unternehmen können sich ganz auf
ihr Kerngeschäft – die Serienfertigung
– konzentrieren. Das Ergebnis:
eine schnellere Markteinführung,
geringere Kosten und stabile
Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette.
Prototyping is the Core
Prototyping ist keine Neben sache,
sondern tägliches Geschäft
• Spezialisierung auf Low-
Volume, High-Mix Fertigung
• Ø >80 Bestückaufträge pro Tag
(2025)
• Ø 400 Leiterplattenaufträge
pro Tag (2025)
• 3500 Kundendatensätze
täglich geprüft (2025)
• 1500+ unterschiedliche
Bauteile täglich bestellt
• Prozesse getrimmt auf
Geschwindigkeit, Flexibilität
und Präzision
• optimiert, um Verzögerungen,
Fehler und Nacharbeit zu
vermeiden ◄
„EMS-Unternehmen erhalten validierte
Daten und Ergebnisse, die
direkt für Prototyping, NPI oder
Serienfertigung genutzt werden
können“, Dirk Stans, Managing
Partner bei Eurocircuits
30 4/2025
Bauteilprogrammierung
IC-Offboard-Programmierung:
Effizienz und Qualität
abseits der Baugruppe
Vollautomatischer IC Programmierautomat SG3000
von System General Ltd., vertreten durch HT-Eurep GmbH
In der modernen Elektronikproduktion spielt
die Programmierung von integrierten Schaltkreisen
(ICs) eine zentrale Rolle. Dabei stehen
zwei Verfahren zur Wahl: die Onboard-
Programmierung, bei der der IC direkt auf der
bestückten Leiterplatte programmiert wird, und
die Offboard-Programmierung, bei der der IC
vor der Bestückung in einem separaten Gerät
beschrieben wird.
Die Offboard-Programmierung bietet zahlreiche
Vorteile, insbesondere in Bezug auf
Qualitätssicherung, Produktionsgeschwindigkeit
und Flexibilität. Da der IC vor der Montage
programmiert wird, entfällt die Notwendigkeit,
Testpunkte oder spezielle Schnittstellen
auf der Leiterplatte vorzusehen. Das
spart Platz und reduziert Designkomplexität.
HT-Eurep GmbH
info@ht-eurep.de
www.ht-eurep.de
Zudem ermöglicht die Offboard-Methode eine
vollständige Verifikation des Programminhalts
vor dem Einbau – fehlerhafte Bauteile können
frühzeitig erkannt und aussortiert werden.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Zykluszeit:
Die Programmierung erfolgt im Vorfeld zur
Bestückung, sie ist somit zeitlich unabhängig
vom Bestückprozess und beansprucht keine
zusätzliche Zeit während des Prozesses.
Gerade bei großen Stückzahlen oder komplexen
Firmware-Images ist dies ein entscheidender
Faktor. Auch die Traceability wird verbessert,
da jeder IC bereits vor der Montage
eindeutig identifiziert und dokumentiert werden
kann.Nicht zuletzt erhöht die Offboard-
Programmierung die Prozesssicherheit. Da
keine elektrische Verbindung zur Baugruppe
erforderlich ist, entfallen potenzielle Fehlerquellen
wie Kontaktprobleme oder Spannungsschwankungen.
Für Hersteller, die
höchste Qualität bei gleichzeitig effizienter
Produktion an streben, ist die Offboard-Programmierung
daher eine attraktive Lösung.◄
4/2025 31
Qualitätssicherung
Hochpräzise Flying-Probe-Tester
APT-2400F und APT-2600FD sind die neusten leistungsstarken Flying-Probe-Systeme aus dem Hause TAKAYA.
Erweiterte elektrische Testfunktionen
Es stehen umfassende elektrische Prüfverfahren
zur Verfügung, darunter In-Circuit-Tests,
Funktionstests und Open/Short-Erkennungen.
Neuentwickelte Temperatursensoren erfassen
temperaturabhängige Bauteile und Halbleiter, um
fehlerhafte oder falsch bestückte Komponenten
präzise zu identifizieren. Eine hochauflösende
16-Bit-Messtechnik, 4-Quadranten-Spannungsversorgungen
und ein programmierbarer AC-
Generator gewährleisten auch bei komplexen
Funktionsprüfungen exakte Ergebnisse. In der
SL-Version können die APT-Flying-Prober Leiterplattenformate
bis 985 × 610 mm verarbeiten
und sind somit für vielfältige Anwendungen in
Entwicklung und Produktion geeignet.
Die hochpräzisen Tester sind speziell auf die
Anforderungen der miniaturisierten Elektronikfertigung
ausgelegt und überzeugen durch
ein modulares Gesamtkonzept. Die Systeme
sind sowohl als Stand-Alone- als auch In-Line-
Version erhältlich und bieten maximale Flexibilität,
Präzision und Testtiefe.
Die TAKAYA-Systeme basieren auf einem einzigartigen
mechanischen Konzept mit sechs Achsen
und zehn Prüfnadeln, von denen vier vertikal
angeordnet sind. Diese Struktur ermöglicht
gezielten Zugriff auf schwer erreichbare Kontaktstellen,
etwa zwischen hohen Bauteilen oder
an Steckverbindern, und erhöht damit die Prüfabdeckung
signifikant.
Anatomie und Möglichkeiten
Die APT-2400F ist ein einseitiges Test system
mit vier Achsen und sechs Prüfnadeln, wobei vier
Proben abgewinkelt und zwei vertikal sind. Mit
einer minimalen Kontaktfläche von nur 50 µm
sind auch hochdichte HDI-Leiterplatten problemlos
testbar.
Für komplexere Prüfanforderungen bieten die
Systeme, insbesondere der beidseitige Tester
APT-2600FD, erweiterte Funktionen. Die beidseitige
Prüfung spart Zeit, da der Wendevorgang
entfällt, erweitert die Testabdeckung und erhöht
die Prüftiefe. Das Multiprobe-System erlaubt den
gleichzeitigen Kontakt mit mehreren Prüfpunkten
auf der Unterseite und unterstützt damit die
Integration von In-System-Programming (ISP).
SYSTECH EUROPE GmbH
info@systech-europe.de
www.systech-europe.de
Ein Laser misst die Oberflächenhöhe von Leiterplatten
und Bauteilen, erleichtert die Erkennung
von Defekten wie angehobenen Bauteilen, und
das System passt Koordinaten automatisch an
Leiterplattenverformungen an, um Prüfstabilität
trotz mechanischer Toleranzen sicherzustellen.
Schonende Kontaktierung
und moderne Bildverarbeitung
Die neuen Systeme sind mit der „Zero-Impact
Probe Control“ ausgestattet. Diese Steuerung
reduziert die Geschwindigkeit der Prüfnadeln
unmittelbar vor dem Kontakt auf Null und ermöglicht
so eine Kontaktierung ausschließlich über
den Federdruck der Messnadeln. Dadurch wird
eine besonders schonende und präzise Prüfung
selbst empfindlichster Bauteile gewährleistet.
Zudem verfügen die Systeme über modernste
Kameratechnologie. Das integrierte CMOS-
Kamera system mit Flüssiglinse unterstützt Autofokus,
3D-Real-Map-Visualisierung sowie OCR.
Eine separate Remote-Kamera überwacht die
Prüfprozesse in der Fertigung und ermöglicht
Remote-Debugging. Zum Testspektrum zählen
optische Verfahren wie OCR, Barcode- und
Bauteil erkennung sowie Polarisations prüfung.
Ein spezieller LED-Farbsensor analysiert zuverlässig
Farbton, Sättigung und Leuchtdichte.
Industrie-4.0-Anbindung
und wirtschaftliche Vorteile
Damit die leistungsstarke Prüftechnologie
ihr volles Potenzial entfalten kann, ist die APT-
Serie optimal auf moderne Fertigungsumgebungen
abgestimmt. Standardisierte Schnittstellen,
wie SMEMA, IPC-HERMES-9852 und
OPC UA, ermöglichen eine nahtlose Integration
in Industrie-4.0-Prozesse. Ein automatisches
Reinigungssystem hält die Nadeln frei
von Verunreinigungen und gewährleistet stabile
Prüfergebnisse. Die benutzerfreundliche Software
erlaubt eine unkomplizierte Prüfprogrammerstellung
auf Basis gängiger CAD-Formate
wie ODB++.
Die Serie ist für den Dauerbetrieb ausgelegt
und bietet eine Z-Achsen-Beschleunigung
von bis zu 50 G. Sie verbindet höchste mechanische
Präzision mit energieeffizientem Betrieb.
Durch die flexible Bauweise und die hohe Prüfgenauigkeit
tragen die Systeme maßgeblich zur
Senkung der Testkosten vom Prototyp bis zur
Massen produktion bei, bei gleichzeitiger Verbesserung
der Produktqualität und -zuverlässigkeit.
Fazit
Mit den Serien APT-2400F und APT-2600FD
positioniert sich SYSTECH Europe als verlässlicher
Technologiepartner für automatisierte Testlösungen
in der europäischen Elektronik fertigung.
Fachbesucher können sich auf der productronica
2025 in Halle A1, Stand A1.239 detaillierte Einblicke
in beide Systeme verschaffen. ◄
32 4/2025
Qualitätssicherung
Innovativer LED-Test ohne Lichtwellenleiter
Halle A1, Stand 255
SPEA GmbH
www.spea.com
SPEA stellt auf der productronica
in Halle A1 Stand 255 das neue Testsystem
T100L vor. Der Tester wurde
speziell für die kostengünstige und
flexible Prüfung von großen LED-
Boards und -Panels entwickelt.
Innovativ ist die Verwendung einer
oder mehrerer Spektralkameras statt
teurer Adapter mit Licht wellenleitern
und Sensoren.
Die Kamera erfasst und analysiert
mit einer Geschwindigkeit von 200
mm/s in Echtzeit alle LEDs im Testbereich.
Die Testgeschwindigkeit ist
dabei unabhängig von der Anzahl
der LEDs. Die Kamera hat einen
Spektralbereich von 448 Bändern
im sichtbaren und nahen Infrarotspektrum
und eine Auflösung von
130 x 130 µm.
Der T100L bietet eine höhere
Prüftiefe und exakte reproduzierbare
Ergebnisse. Die Testergebnisse
werden nicht durch Streulicht
oder mechanische Ablenkungen –
wie sie bei Lichtwellenleitern auftreten
– verfälscht.
Der Tester überprüft folgende
Parameter: Lichtintensität, Lichtstärke,
Lichtstrom, prozentualer
Rot-Grün-Blau-Wert, XY-Koordinaten,
HSL (Farbton/Sättigung/
Helligkeit), Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex,
Spektrum und
dominante Wellenlänge. Auch
ein LED-Binning-Test wird durchgeführt.
Der T100L ist inline-fähig
und in verschiedenen Ausbau stufen
konfigurierbar. ◄
Automatic Test Systems
• Incircuit Test
• Function Test
• Boundary Scan Test
• AOI Test
• Stand alone - Systems
• Inline - Systems
• Customizing
In-Circuit-Funktionstestsysteme
und Adaptionen für Flachbaugruppen
In-Circuit-Funktionstestsysteme und
In-Circuit-Funktionstestsysteme und
In-Circuit-Funktionstestsysteme Adaptionen für Flachbaugruppen
Adaptionen für Flachbaugruppenund
Adaptionen für Flachbaugruppen
In-Circuit-Funktionstestsysteme und
Adaptionen für Flachbaugruppen
Besuchen Sie uns auf der
CT350 Comet T - eine Klasse für sich
- skalierbare Modultechnik, flexibel konfigurierbar
- einheitliches Software-Paket und Bussystem
> Testerressourcen nach Bedarf, geringe Kosten
▷ seit 1979 Testsysteme im Einsatz für Groß serien, auch Inline, Kleinstserien,
Instandsetzung und Entwicklung
▷ schnelle, praxisnahe und anwenderfreundliche Testprogrammerstellung
▷ seit 1979 Testsysteme im Einsatz für Groß serien, auch Inline, Kleinstserien,
Besondere Eigenschaften
▷ seit ▷1979 grafi Testsysteme sche Fehlerortdarstellung, im Einsatz für auch Groß im serien, Boundary auch Scan-Test Inline, Kleinstserien,
Instandsetzung ▷ breites Spektrum Instandsetzung
und Entwicklung
Stimulierungs- und und Entwicklung
Messmodulen (Eigenentwicklung)
- Incircuit Test, Funktionstest, AOI-Funktionen und Boundary Scan Test ▷ Feldbussysteme, ▷ schnelle, Flash-Programmierung, praxisnahe und Einbindung anwenderfreundliche externer Programme Testprogrammerstellung
▷ schnelle, praxisnahe
in einem Testsystem mit leistungsfähiger Testsequenzer-Software
▷und seit 1979 anwenderfreundliche Testsysteme im Einsatz Testprogrammerstellung
▷ Auswertung für Groß serien, auch Inline, Kleinstserien,
▷ grafi sche Fehlerortdarstellung,
▷ grafi von Analog-/Digitalanzeigen, sche Fehlerortdarstellung, Dotmatrix,
Instandsetzung auch im und Boundary
auch LCD/LED,
Entwicklung Scan-Test
im Boundary OLED,… Scan-Test
- sehr schnelle Inline-, Nutzen- und Paralleltests
▷ CAD-Schnittstelle, ODBC-Schnittstelle, Qualitätsmanagement
▷ breites Spektrum ▷ breites an ▷Stimulierungs- Spektrum an
schnelle, praxisnahe und Stimulierungs- Messmodulen und anwenderfreundliche (Eigenentwicklung)
und Messmodulen (Eigenentwicklung)
Testprogrammerstellung
- Mixed Signal-Tests, bis zu 1.5 GS/s digital, 5 GS/s analog
▷ manuelle und pneumatische Prüfadapter aus eigener Entwicklung
▷ Feldbussysteme, ▷ Feldbussysteme, Flash-Programmierung, ▷ grafi sche Fehlerortdarstellung, Flash-Programmierung, Einbindung auch externer im Boundary Einbindung Programme Scan-Test externer Programme
▷ Prüfadaptererstellung in einem halben Tag mit Adapterkonstruktions- und
- Amplitudenauflösung bis 24 Bit, Impulsmessungen
▷ Auswertung Erstellungspaket von ▷ Auswertung Analog-/Digitalanzeigen, ▷ breites Spektrum von Analog-/Digitalanzeigen, an Stimulierungs- Dotmatrix, LCD/LED, und Messmodulen Dotmatrix, OLED,… LCD/LED, (Eigenentwicklung) OLED,…
- CAD-Daten Import, Testabdeckungsanalyse, Programmgenerator
▷ CAD-Schnittstelle, ▷ CAD-Schnittstelle, ODBC-Schnittstelle, ▷ Feldbussysteme, ODBC-Schnittstelle, Flash-Programmierung, Qualitätsmanagement Qualitätsmanagement
Einbindung externer Programme
- Debugging Tools, internes Digital Scope und
▷ manuelle und ▷pneumatische manuelle ▷ Auswertung und Prüfadapter pneumatische von Analog-/Digitalanzeigen, aus eigener Prüfadapter Entwicklung aus Dotmatrix, eigener LCD/LED, Entwicklung OLED,…
Waveform-Generator an jedem Testpunkt
▷ Prüfadaptererstellung REINHARDT
▷ CAD-Schnittstelle, in einem halben Tag ODBC-Schnittstelle, mit Adapterkonstruktions- Qualitätsmanagement
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▷ Prüfadaptererstellung in einem halben Tag mit Adapterkonstruktions- und
Erstellungspaket ▷ manuelle und pneumatische Prüfadapter aus eigener Entwicklung
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4/2025
33
Qualitätssicherung
3D Digitales Stereomikroskop
Unternehmen, sowie deren Zulieferketten
für die Inspektion, Handhabung,
Messung und Analyse von Fertigungsteilen
eingesetzt.
Vision Engineering Ltd ist ein global führender
Entwickler und Hersteller patentierter,
ergonomischer Stereo- und Digitalinstrumente
und Messtechnik. Die Systeme
werden von weltweit führenden
Der Sektor Auftragsfertigung bietet Kunden
umfassende Lösungen – von Entwicklung
und Konstruktion bis hin zur Serienfertigung
und Markteinführung. So profitieren
die Kunden von modernster Technologie
und einem erfahrenen Team aus
Konstrukteuren und Ingenieuren.
Vision Engineering, ein weltweit führender
Anbieter von ergonomischen Mikroskopen, digitalen
Visualisierungs- und Messtechniklösungen,
gibt die Markteinführung von ProteQ VISO
bekannt, einem digitalen Stereomikroskop mit
vollständig integriertem „Autostereo”-Display,
dass eine echte 3D-Bildbetrachtung auf einem
Flachbildschirm ohne 3D-Brille oder herkömmliche
Okulare am Mikroskop ermöglicht.
ProteQ VISO wurde für anspruchsvolle Inspektionen
und Manipulationen, die Entwicklung neuer
Produkte und Prototypen entwickelt und bietet
im Vergleich zu 2D-Systemen einen enormen
Fortschritt in Bezug auf Benutzerkomfort, Effizienz
in der Zusammenarbeit und digitale Vielseitigkeit
– ideal für präzise Arbeitsabläufe z. B.
in der Elektronik, Prototypenbau und die Entwicklung
medizinischer Geräte.
„Eye-Tracking“ Autostereo-Display
Das Autostereo-Display von ProteQ VISO ist
eine 3D-LED-Display-Technologie, die keine
zusätzliche Brille oder andere Hilfs mittel benötigt,
um lebendige LED-3D-Bilder zu liefern.
Der Betrachter genießt ein beeindruckendes
3D-Erlebnis mit geringerer Ermüdung der
Augen. Zwei Kameras im Monitor steuern die
Eye- Tracking-Software, die dafür sorgt, dass
der Benutzer perfekt klare 3D-Bilder erhält und
dabei den Kopf frei bewegen kann.
Ergonomisch gestaltet,
auf Effizienz ausgelegt
Die aufrechte Betrachtungsposition, der verstellbare
Bildschirm und die komfortable Sichtweise
von ProteQ VISO definieren ergonomische
Mikroskopie neu – Ermüdungserscheinungen
werden minimiert und die Produktivität bei längeren
Arbeitsphasen maximiert. In Kombination
mit der Live-Vergrößerungsanzeige und dem
nahtlosen 10:1-Zoom können Benutzer präzise,
schnell und bequem arbeiten.
Die Stereobildfunktion des Mikroskops verbessert
die Tiefenwahrnehmung und ermöglicht
eine intuitive 3D-Interaktion während der Inspektion
und Prototypenentwicklung. Wenn Zusammenarbeit
entscheidend ist, können Benutzer
zur Mono-Ansicht wechseln, um Diskussionen
und gemeinsame Analysen in Echtzeit durchzuführen
– egal ob persönlich oder aus der Ferne.
Verbesserte digitale Zusammenarbeit
und Konnektivität
ProteQ VISO bietet eine Reihe digitaler Funktionen
für moderne technische Teams:
• Bildaufnahme, Wiedergabe und Streaming:
Bilder und Videos auf USB-drives oder PC
aufnehmen und mühelos plattformübergreifend
weitergeben.
• Bild-in-Bild und Überlagerungen:
Ansichten referenzieren neben Live-Bildern
mit Überlagerungsunterstützung und voreingestellter
Speicherung.
• Anmerkungs- und Bemaßungswerkzeuge:
Notizen hinzufügen, Merkmale messen und
Berichte optimieren
• Peripherie- und Netzwerkintegration:
Kompatibel mit externer Software wie Dimension
Two; Benutzer können direkt über die
Benutzeroberfläche auf E-Mails, Teams und
Dateien zugreifen.
Das System verfügt außerdem über durchdachte
Details für spezielle Anwendungen – eine
moderne Objekt-Beleuchtung und ein abnehmbares
Display für den Einsatz in der Sicherheits-
Werkbank und Laminar-Flow-Box. Verriegelbare
Arretierungen, schnell austauschbare Beleuchtungskomponenten,
eine optionale 360-Grad-
Winkeloptik und eine Durchlichtbeleuchtung
gewährleisten äußerste Präzision mit Flexibilität.
Ein Sprung in der Mikroskopie-Innovation
„ProteQ VISO markiert die nächste Generation
der ergonomischen Desktop-Digitalmikroskopie“,
so Paul Newbatt, Group Sales
and Marketing Director bei Vision Engineering.
„Es ermöglicht Teams, schneller zu arbeiten,
intelligenter zu interagieren und komfortabel zu
bleiben – und das alles bei echter Stereoklarheit
auf dem Bildschirm.“
ProteQ VISO kann ab sofort direkt bei Vision
Engineering oder über das weltweite Vertriebsnetz
bestellt werden. ◄
Vision Engineering Ltd.
www.visioneng.de
Weitere Informationen unter: www.visioneng.de/proteqviso
34 4/2025
SPIRIG
SWITZERLAND
Celsis ® ...
... registrieren MAX-Temperaturwerte
! 20,40 / 10er VPE
Rollenware besonders preiswert
Das Micro-CelsiStrip® (= MC) rechts auf
dem IC hat in der Vergangenheit die Temperaturwerte
60°C und 71°C erreicht. Die
82°C und 93°C wurden nie erreicht, also
ist dort keine Dauerschwärzung erfolgt.
Das Micro-CelsiStrip® links auf dem IC
hat 60°C nie erreicht oder überschritten.
Die Felder sind weiss verblieben.
Micro-CelsiStrip® 5 x 11 mm.
! 17,90 / 10er VPE
Rollenware besonders preiswert
Dieses CelsiClock® (= CC) mit dem Bereich
von 99°C bis 177°C trägt fünf Temperaturansprechschwellen.
Dieses CC®
durchlief mit Komponenten einen thermischen
Alterungsprozess. Vorgegebene
Prozessgrenzwerte wurden erreicht. Komponenten
zur weiteren Verarbeitung freigegeben.
CelsiClock® ø12 mm.
! 20,40 / 10er VPE
Rollenware besonders preiswert
Dieser Jumbo-CelsiStrip® (= CSJ) ist auf
einem Transportrohr für Milchprodukte appliziert.
Regelmässige Heissspülungen mit
Desinfektmittel sind Vorschrift. Im Rohrsystem
müssen überall Mindesttemperaturwerte
erreicht und auch dokumentiert
werden. Das CSJ ist die beweiskräftige
Dokumentation. Sondermodelle möglich.
Apply and Forget Until You Inspect!
CelsiStrip ® CelsiClock ® CelsiPoint ®
Irreversibles Aufzeichnen der je an Oberflächen aufgetretenen
MAXIMALEN - Temperaturwerte.
Selbstklebendes Celsi® auf Testfläche aufbringen.
T-werte und T-kombinationen von +40°C bis +260°C.
Genauigkeit ±1,5 %. Reaktionszeit unter 1 Sekunde.
Beim Ueberschreiten des Temperaturwertes erfolgt eine
Dauerschwärzung des ursprünglich weissen Feldes.
Gratisversand DHL ab Bestellwert !200.-, unter !200 DHL Versand !15,50
EuSt (=MwSt) DHL Verrechnung direkt an Empfänger
Gratismuster erfragen von celsi@spirig.com
Rollenware besonders preiswert
Diesen selbstklebende CelsiStrip® (= CS-A) für einen automobilen Kurzversuch rasch
auf einem Bremszylinder aufgebracht. Kein aufwendiges Installieren von Messkabel und
Instrumentarium im Auto. Verfügbar mit acht (8) oder fünf (5) diversen Messwerten.
Rollenware besonders preiswert
Dieser CelsiPoint® (= CP) ist in (40) verschiedenen
T-Werten lieferbar. Bei einem
Heissluft-Trocknungsprozess hat dieser
Teil eines Prints die 82°C sicher überschritten,
aber um Wieviel?
Empfehlung: Mehrbereichs MC nutzen.
Detailiierte Angaben und Preise
CelsiPoint® ø 9 mm.
! 20,50 / 8-level 10er VPE
! 16,30 / 5-level 10er VPE
Details -> www.preise.spirig.com
! 8,30 / 24er VPE !. 27,50 / 24er VPE
Rollenware besonders preiswert
Diese beiden Jumbo-CelsiDot® (= CDJ)
93°C Etiketten sind links auf einem E-Motor
und rechts auf einer Getriebebox platziert.
Motorgehäuse hat die 93°C überschritten,
das Getriebe nicht. Die grosse
weisse Fläche kann auch auf Distanz optisch
gut erkannt werden.Standardmässig
verfügbar in 54°C, 93°C und 121 °C.
Jumbo-CelsiDot® 14 x 14 mm.
50+ years of development, manufacturing and
distribution
Dipl. Ing. Ernest Spirig
Hohlweg 1 8640 Rapperswil Switzerland
Telefon: (+41) 55 222 6900 Fax: (+41) 55 222 6969
celsi@spirig.com
www.spirig.com
°C 40 43 46 49 54 60 66 71 77 82 88 93 99 104 110 116 121 127 132 138 143 149 154 160 166 171 177 182 188 193 199 204 210 216 224 232 241 249 254 260 °C
Qualitätssicherung
KI-gestützte schnelle Prüfprogrammerstellung
Halle A2, Stand 177
Viscom SE
www.viscom.com
Die Viscom SE stellt vom 18. bis
21. November 2025 auf der productronica
in München ihre neueste
Innovation im Bereich der KIgestützten
Inspektionslösungen vor.
Am Stand: A2.177 zeigt das Unternehmen,
wie seine Neuerungen
die Prüfprozesse in der Elektronikfertigung
deutlich vereinfachen und
beschleunigen.
Für Hersteller, die höchste Prüfqualität
und fehlerfreie Produkte
anstreben, bieten die Systeme
von Viscom seit Jahren einen entscheidenden
Wettbewerbsvorteil.
Diese werden nun durch das KI-
Portfolio, bekannt als vAI, erweitert.
Von KI-gestützter Verifikation
über KI-gestützte Bildverarbeitung
bis hin zu Viscoms vAI-Hub: Die
intelligenten Tools sorgen für reibungslose
Abläufe und höchste
Qualität: vernetzt, lernfähig und
zukunftssicher.
„vAI geht weit über das Standardkonzept
von KI hinaus“, erklärt
Daniel Petereit, Leiter Marketing bei
der Viscom SE. „Es handelt sich
um eine umfassende Toolbox, die
unseren Kunden die nötige Flexibilität
gibt, um aktuelle Produktionsanforderungen
zu erfüllen und sich
gleichzeitig für die nächste Generation
der Elektronikfertigung zu positionieren.
Mit KI helfen wir ihnen,
sowohl Effizienz als auch Qualität
nachhaltig zu sichern.“
Erstellung von
Inspektionsprogrammen
neu definiert
Eine der Hauptattraktionen auf der
productronica 2025 wird die neue
Software-Funktion vAI ProVision
sein, die die Erstellung von Inspektionsprogrammen
neu definiert.
Mit der neuen KI-basierten Software-Funktion
vAI ProVision revolutioniert
Viscom die Erstellung
von 3D-AOI und 3D-AXI Prüfprogrammen.
Durch die Integration
von Künstlicher Intelligenz in die
vVision Software können Inspektionspläne
künftig nahezu automatisch
generiert und optimiert werden:
schnell, zuverlässig und mit
minimalem Bedienaufwand. Bereits
nach wenigen Minuten steht ein einsatzbereites
Prüfprogramm zur Verfügung,
das höchste Prüftiefe mit
maximaler Qualität verbindet und
die Fertigung nachhaltig optimiert.
Inspektionssysteme
live in Aktion
Besucher der Messe können
außerdem die neuesten Inspektionssysteme
von Viscom live in Aktion
erleben. Die iS6059 PCB Inspection
Plus ist das führende AOI-System
des Unternehmens und kombiniert
Schnelligkeit mit außergewöhnlicher
Bildgebung. Die 3D-Kamera
der nächsten Generation erfasst
Bilder bis zu 25 Prozent schneller,
gewährleistet eine hohe Zuverlässigkeit
und senkt gleichzeitig die
langfristigen Produktionskosten.
Die iX7059 PCB Inspection XL
demonstriert die Kompetenz von Viscom
im Bereich AXI und liefert präzise
Void-Analysen und deckt versteckte
Fehler sowohl in SMD- als
auch in THT-Lötstellen auf, selbst
bei anspruchsvollen Baugruppen.
Dieses System ist Teil der erfolgreichen
iX7059-Serie: Viscoms leistungsstarken
Portfolio an AXI-Systemen.
Von der Prüfung von Bauteilen
mit einem Gewicht von bis
zu 200 kg und einer Länge von bis
zu 2 m bis hin zu Auflösungen von
bis zu 1 µm unterstreicht diese unübertroffene
Produktpalette Viscoms
Engagement für Präzision in jeder
Größenordnung.
Das Portfolio wird durch die
X8011-III abgerundet, die sowohl
automatisierte als auch manuelle
Arbeitsabläufe mit hochwertigen 2Dund
3D-Röntgenfunktionen unterstützt.
Dank seiner leistungsstarken
offenen Mikrofokus-Röntgenröhren
und seines modularen Aufbaus eignet
es sich besonders für die Produktion
mit hoher Variantenvielfalt
und geringen Stückzahlen sowie
für F&E-Anwendungen.
Die vielen Vorteile
KI-gestützter Innovationen
Durch die Kombination intelligenter
Software mit modernsten Inspektionssystemen
unterstreicht Viscom
einmal mehr seine Rolle als Technologieführer.
Auf der productronica
2025 wird das Unternehmen zeigen,
wie KI-gestützte Innovationen Herstellern
helfen, Abläufe zu vereinfachen,
Kosten zu senken und ein
Höchstmaß an Qualitätssicherung zu
erreichen. Getreu dem Leitbild „Wir
machen Technologie sicher, zuverlässig
und nachhaltig“ setzt Viscom
weiterhin neue Standards, die Kunden
helfen, sich in einer sich wandelnden
Branche langfristig erfolgreich
zu behaupten. ◄
36 4/2025
Qualitätssicherung
Gleichstromversorgungen bis 18 kW, 1950 V oder 360 A
Die Geräte der HMR-Serie von
B+K Precision sind Mehrbereichs-
Gleichstromversorgungen für ATE-
Systeme mit einem großen Ausgangsstrom-
und Spannungsbereich.
Die Geräte sind in einem
kompakten 3U-Formfaktor untergebracht
und mit einem Ausgang
und Konfigurationen von 10 und
18 kW ausgestattet. Sie können bis
1950 oder 360 A erreichen. Dank
eines Mehrbereichsbetrieb (Autoranging)
liefern die Stromversorgungen
auch bei mehreren Spannungs-/Stromkombinationen
die
maximale Leistung. Dabei verhindert
eine Ein/Aus-Sicherheitstaste
die versehentliche Aktivierung. Im
Parallelbetrieb können bis zu 100
Geräte mit derselben Nennleistung
parallelgeschaltet werden.
Die Gleichstromversorgungen
HMR unterstützen USB- und LXIkonforme
LAN-Schnittstellen. Eine
PC-Software für die Erstellung von
Testsequenzen und die Datenprotokollierung
ist im Lieferumfang
enthalten, sodass kein Quellcode
geschrieben werden muss. Der
integrierte Webserver ermöglicht
die Fernsteuerung des Geräts über
einen Webbrowser.
Die Mehrbereichs-Gleichstromversorgungen
der HMR-Serie
mit 10/18 kW bieten zuverlässige
Leistung für ATE-Anwendungen, die
einen großen Ausgangsbereich für
Spannung und Strom in einem kompakten
3U-Formfaktor erfordern. Im
Gegensatz zu herkömmlichen Netzteilen
mit festem Bereich ermöglicht
der Mehrbereichsbetrieb (Autoranging)
der HMR-Serie die Bereitstellung
der maximalen Leistung
bei mehreren Spannungs-/Stromkombinationen.
Die Geräte zeichnen
sich besonders durch schnelle
Reaktionszeiten und geringe Störgeräusche
aus. Darüber hinaus vereinfacht
der große Wechselstrom-
Eingangs bereich die Installation.
lassen sich die Geräte fernsteuern
und über einen PC programmieren
(integrierter Webserver ermöglicht
die Fernsteuerung des Geräts
über einen Webbrowser). Optionale
GPIB- und Analogschnittstellenmodule
können vom Benutzer installiert
werden. Eine PC-Software für
die Erstellung von Testsequenzen
und die Datenprotokollierung wird
mitgeliefert, ohne dass Quellcode
geschrieben werden muss. ◄
Halle A1, Stand 175
Meilhaus Electronic GmbH
www.meilhaus.com
Zum Schutz der Stromversorgungen
und des Prüflings sind die
HMR-Serie mit Überspannungsschutz
(OVP), Überstromschutz
(OCP), Überlastschutz (OPP) und
Übertemperaturschutz (OTP) ausgestattet.
Bei einem Fehler wird
ein Alarm ausgelöst und der Ausgang
deaktiviert. Mit der Verriegelungsfunktion
kann die Stromversorgung
über einen externen Schalter
oder ein Relais aktiviert oder deaktiviert
werden. Die mitgelieferte Ausgangsschutzabdeckung
und die AC-
Eingangsschutzbaugruppe bieten
zusätzliche Sicherheit und Schutz.
Die Geräte der HMR-Serie verfügen
über einen großen Touchscreen-Display,
außerdem über spezielle
Drehknöpfe und eine Ein/Aus-
Taste für den Ausgang. Mit USB- und
LXI-konformen LAN-Schnittstellen
München, 18. − 21. Nov. 2025
Halle A1 − Stand 255
4/2025 37
37
Qualitätssicherung
High-End-Messtechnik ohne Kaufdruck
Polytec startet PolyFlex
einmaligen Projekten. Unternehmen
profitieren dabei von präzisen
Ergebnissen ohne zusätzlichen
Personalaufwand.
• PolyRent erlaubt die kurzfristige
Miete hochwertiger Messgeräte
inklusive Wartung, Kalibrierung
und technischem Support.
Diese Variante ist ideal für zeitlich
begrenzte Projekte oder unvorhergesehene
Bedarfsspitzen.
• Mit PolyLease stellt Polytec eine
langfristige Leasingoption bereit,
bei der Unternehmen Messtechnik
über transparente monatliche
Raten flexibel und kalkulierbar
einsetzen – ganz ohne hohe
Investitionen.
Polytec GmbH
www.polytec.com/de/polyflex
Mit PolyFlex bietet die Polytec
GmbH Unternehmen eine bedarfsgerechte
Lösung, um hochpräzise
Messtechnik flexibel und ohne hohe
Anfangsinvestitionen zu nutzen. Ob
punktueller Bedarf, Projektspitzen
oder begrenztes Budget – mit dem
neuen Programm können Firmen
ihre Messtechnikstrategie individuell
gestalten. Damit reagiert Polytec
gezielt auf die Anforderungen
eines dynamischen Projektumfelds.
Möglichkeiten
Geräte mieten, leasen oder Messungen
beauftragen: PolyFlex bietet
drei flexibel kombinierbare Modelle
und damit für jede Projektsituation
die passende Lösung:
• PolyMeasure ermöglicht die
Durchführung anspruchsvoller
Messaufgaben durch qualifizierte
Experten – besonders hilfreich
bei temporären Engpässen oder
Kostenersparnis
und Planungssicherheit
Mit PolyFlex profitieren Unternehmen
von einer erheblichen Kostenersparnis,
da keine hohen Investitionen
in eigene Geräte notwendig
sind. Gleichzeitig können sie ihre
Messtechnik stets an die aktuellen
Anforderungen anpassen und so
Ressourcen optimal einsetzen. Die
transparente Gestaltung der Vertragsmodelle
sorgt für Planungssicherheit
und Flexibilität. ◄
Apochromatisch korrigiertes Weitfeldmikroskop-Objektiv
Excelitas präsentierte ein neues apochromatisch
korrigiertes 10x-Weitfeldmikroskop-
Objektiv für große Objekt- und Sensorgrößen.
Das Optem 10X M Plan Apo wurde entwickelt
für eine präzise optische Inspektion mit einer
gleichförmigen Abbildungsleistung über den
großen Sichtfeldbereich und unterstützt auch
Sensoren über 30 mm Diagonale.
Excelitas
www.excelitas.com
Eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten
bestehen im Bereich des Halbleiter-Backend-
Prozesses, bei der Elektronikinspektion oder
bei anspruchsvollen Forschungsaufgaben, wo
Bildqualität oder hoher Durchsatz eine wichtige
Rolle spielen.
Das Objektiv ermöglicht die Bildgebung mit
hoher Qualität und reproduzierbare Ergebnisse
in kritischen Inspektions- und Messaufgaben.
Dank einer hohen numerischen Apertur
von 0,28 erreicht es Auflösungen bis 1 µm
bei einem großen Arbeitsabstand von 34 mm.
Das optimierte Design für große und flache
Sicht felder gewährleistet eine homogene Auflösung
und hohe Kontraste über das gesamte
Bildfeld. Das neue Weitfeldobjektiv ist zum
Einsatz mit den verschiedensten Mikroskopiesystemen,
wie Optem FUSION von Excelitas,
bestens geeignet. Das auf unendlich korrigierte
Objektiv hat eine branchenübliche parfokale
Entfernung von 95 mm. ◄
38 4/2025
Datenerfassung &
Signalaufbereitung
PCI(e)-DAQ-Karten
Mobile USB-DAQ-Module
USB 3.0-basiertes iDAQ-Messsystem
ADAM RS-485-Modbus-I/O Module
Software DAQNavi
IPC-Komplett-Systempakete
PCI-Express-Karten für PC-basierte
Anwendungen: hochpräzise & kostensparend
PCI-Express ist ein Computer-Erweiterungsbus-Standard,
der entwickelt wurde, um den
älteren PCI-Bus-Standard zu ersetzen. Die
PCI Special Interest Group (PCI-SIG) hat die
PCI-Spezifikation bewahrt und weiterentwickelt
und den neuen PCI-Express-Standard
(PCIe 1.0a) im Jahr 2003 veröffentlicht.
PCI-Express bietet die 30-fache Bandbreite
des PCI-Busses, mit einer Datenübertragungsrate
von 250 MB/s und einer Übertragungsrate
von 2,5 GT/s. Diese neue
Quelle: Advantech Co., Ltd.
Generation von Schnittstellen bietet eine
Hochgeschwindigkeits-Punkt-zu-Punkt-Architektur, hohe Durchsatzleistung, Rückwärtskompatibilität der
Software, Vereinfachung der I/Os und vieles mehr.
2 FACHBERATUNG Telefon: 0 81 41. 36 97-0 info@plug-in.de
Digital I/O Relay & Counter PCI-Express-Karten
TTL DIO DIO isoliert Relay Output Timer/Zähler
Modell Eingangskanäle Ausgangskanäle Eingangskanäle Ausgangskanäle Kanäle Kanäle
PCIE-1730 16 16 16 16 – –
PCIE-1750U – – 16 16 – –
PCIE-1751 48 – – – 3
PCIE-1753 96 – – – –
PCIE-1754 – – 64 – – –
PCIE-1756 – – 32 32 – –
PCIE-1756H – – 32 32 – –
PCIE-1758DIO – – 64 64 – –
PCIE-1758DO – – – 128 – –
PCIE-1760 – – 8 – 8 2
PCIE-1761H – – 8 – 8 –
PCIE-1762H – – 16 – 16 –
Multifunktions PCI-Express-Karten
Analogeingänge Analogausgänge Digital I/O Zähler
Modell Kanäle Samplingrate Auflösung Kanäle Updaterate Auflösung Kanäle Kanäle
PCIE-1802 8 DIFF 216 kS/s je Kanal 24 Bit – – – 3 –
PCIE-1802L 4 DIFF 216 kS/s je Kanal 24 Bit – – – 3 –
PCIE-1803 8 128 kS/s je Kanal 24 Bit – – – 3 –
PCIE-1805 32 SE/16 DIFF 1 MS/s 16 Bit – – – – –
PCIE-1810
16 SE/8 DIFF
Single-ch: 800 kS/s
Multiple-ch: 500 kS
12 Bit 2 500 kS/s 12 Bit 24 TTL 2
PCIE-1812 8 DIFF 250 kS/s je Kanal 16 Bit 2 3 MS/s 16 Bit 32 TTL 4
PCIE-1816
PCIE-1816H
16 SE/8 DIFF
16 SE/8 DIFF
Single-ch: 1 MS/s
Multiple-ch: 500 kS
Single-ch: 5 MS/s
Multiple-ch: 1 MS
16 Bit 2 3 MS/s 16 Bit 24 TTL 2
16 Bit 2 3 MS/s 16 Bit 24 TTL 2
PCIE-1824 – – – 32 Static Update 16 Bit – –
PCIE-1840 4 SE 125 MS/s je Kanal 16 Bit – – – – –
PCIE-1840L 4 SE 80 MS/s je Kanal 16 Bit – – – – –
PCIE-1841L-A 8 1 MS/s je Kanal 16 Bit – – – 3 TTL –
PCIE-1841-A 16 1 MS/s je Kanal 16 Bit – – – 3 TTL –
PCIE-1884: PCI-Express-Karte mit programmierbarem Trigger-Ausgang
4 x 32 Bit programmierbare Encoder-Zähler
Quadraturmodi (X1, X2, X4), Doppelimpulsmodus
(CW/CCW), Impulsmodus (OUT/DIR)
Programmierbarer Trigger-Ausgang (preload FIFO)
für Positionsvergleich
Single-Ended- oder differentielle Eingänge
2.500 VDC Isolationsschutz für alle Kanäle
Digitaler Filter mit wählbaren Werten
3
PCI-Datenerfassungskarten:
Tausendfach bewährt & weltweit im Einsatz
Der PCI-Bus gilt als Industriestandard und ist seit Jahren fester Bestandteil von x86 kompatiblen PCs und
somit auch nicht mehr aus der klassischen PC-Messtechnik wegzudenken. Der von Intel im Jahre 1993
entwickelte PCI-Bus wird auch heute noch nach mehr als 30 Jahren in vielen Applikationen der Mess- und
Automatisierungstechnik erfolgreich eingesetzt. Auch für den PCI-Bus bietet Advantech eine Vielzahl
geeigneter Digital-I/O, Multi-I/O, Zähler und Relaiskarten an.
Moderne IPCs und Embedded-PC-Systeme, welche Sie ebenfalls von uns erhalten, bieten Ihnen heute
eine Vielzahl an PCI- und PCIe-Steckplätzen in einem System. Somit sind beide Bussysteme auch problemlos
in einem PC vereinbar. Fragen Sie uns nach Ihrer individuellen Lösung.
Ob Sie PCI- oder PCIe-Datenerfassungskarten von Advantech einsetzen – die Software DAQNavi ist für
alle Bus-Plattformen geeignet und kompatibel – somit wird der Hardware-Umstieg zum Kinderspiel.
4 FACHBERATUNG Telefon: 0 81 41. 36 97-0 info@plug-in.de
Übersicht PCI-Karten
Analogeingänge
Analogausgänge
Digitaleingänge
Digitalausgänge
Timer/
Zähler
Modell Samplingrate Auflösung Kanäle Auflösung Kanäle Kanäle Kanäle Kanäle
Connector
PCI-1706U 250 kS/s 16 Bit 8 DIFF 12 Bit 2 16 TTL (shared) 2 68-pin SCSI
PCI-1710HGU* 100 kS/s 12 Bit 16 SE / 8 DIFF 12 Bit 2 16 TTL 16 TTL 1 68-pin SCSI
PCI-1710U 100 kS/s 12 Bit 16 SE / 8 DIFF 12 Bit 2 16 TTL 16 TTL 1 68-pin SCSI
PCI-1710UL 100 kS/s 12 Bit 16 SE / 8 DIFF – – 16 TTL 16 TTL 1 68-pin SCSI
PCI-1711U 100 kS/s 12 Bit 16 SE 12 Bit 2 16 TTL 16 TTL 2 68-pin SCSI
PCI-1711UL 100 kS/s 12 Bit 16 SE – – 16 TTL 16 TTL 2 68-pin SCSI
PCI-1712 1 MS/s 12 Bit 16 SE / 8 DIFF 12 Bit 2 16 TTL (shared) 3 68-pin SCSI
PCI-1713U 100 kS/s 12 Bit 32 SE /16 DIFF – – – – – DB37
PCI-1714U 30 MS/s 12 Bit 4 SE – – – – – 4 x BNC
PCI-1715U 500 kS/s 12 Bit 32 SE /16 DIFF – – – – – DB37
PCI-1716 500 kS/s 16 Bit 16 SE / 8 DIFF 16 Bit 2 16 TTL 16 TTL 1 68-pin SCSI
PCI-1716H 1 MS/s 16 Bit 16 SE / 8 DIFF 16 Bit 2 16 TTL 16 TTL 1 68-pin SCSI
PCI-1716L 500 kS/s 16 Bit 16 SE / 8 DIFF 16 Bit – 16 TTL 16 TTL 1 68-pin SCSI
PCI-1720U – – – 12 Bit 4 – – – DB37
PCI-1721 – – – 12 Bit 4 16 TTL (shared) 1 68-pin SCSI
PCI-1723 – – – 16 Bit 8 16 TTL (shared) – 68-pin SCSI
PCI-1724U – – – 14 Bit 32 – – – DB62
PCI-1727U – – – 14 Bit 12 16 TTL 16 TTL – 1 x DB37, 2 x 20-pin
PCI-1730U – – – – –
16 TTL,
16 isoliert
16 TTL,
16 isoliert
– 1 x DB37, 4 x 20-pin
PCI-1733 – – – – – 32 isoliert – – DB37
PCI-1734 – – – – – – 32 isoliert – DB37
PCI-1737U – – – – – 24 TTL (shared) – 1 x 50-pin, 2 x 20-pin
PCI-1747U 250 kS/s 16 Bit 64 SE / 32 DIFF – – – – – 68-pin SCSI
PCI-1750 – – – – – 16 isoliert 16 isoliert NPN 1 DB37
PCI-1750SO – – – – – 16 isoliert 16 isoliert PNP 1 DB37
PCI-1751 – – – – – 48 TTL (shared) 3 68-pin SCSI
PCI-1752U – – – – – – 64 isoliert – 100-pin SCSI
PCI-1753 – – – – – 96 TTL (shared) – 100-pin SCSI
PCI-1754 – – – – – 64 isoliert – – 100-pin SCSI
PCI-1756 – – – – – 32 isoliert 32 isoliert – 100-pin SCSI
PCI-1757UP – – – – – 24 TTL (shared) – DB25
PCI-1758UDIO – – – – – 64 isoliert 64 isoliert – dual 100-pin mini-SCSI
PCI-1758UDO – – – – – – 128 isoliert – dual 100-pin mini-SCSI
PCI-1761 – – – – – 8 isoliert
4 x Form A,
4 x Form C
– DB37
PCI-1762 – – – – – 16 isoliert 16 Relay** – DB62
PCI-1780U – – – – – 8 TTL 8 TTL 8 68-pin SCSI
*PCI-1710HGU bietet mehr Verstärkungsoptionen als PCI-1710U, für eine höhere Messgenauigkeit. | ** Form A oder B via Jumper wählbar.
PCI-1784U: Quadratur-Encoder & universelle Zähler-PCI-Karte mit isoliertem Digital I/O
Vier 32 Bit-Up/Down-Zähler
Single-Ended- oder differentielle Eingänge
Impuls-/Richtung- und Up-/Down-Zähler
x1, x2, x4 Zähler für jeden Geber-Zyklus
4-stufiger Digitalfilter mit auswählbarer Samplingrate
Onboard 8 Bit-Timer mit umfassendem Zeitbasiswähler
Mehrere Interrupt-Quellen für Präzisionsanwendungen
4 isolierte digitale Ein- und Ausgänge
5
USB-DAQ-Module: Plug & Play zur
vielfältigen System- und PC-Erweiterung
Die USB-DAQ-Module der USB-5800/4700-Serien sind bestens für verschiedenste industrielle Anwendungen
geeignet. Die einfache Erweiterung der I/O-Funktionen, vor allem wenn keine PCI-/PCIe-Steckplätze vorhanden
sind, lässt sich dank Plug & Play-USB-Schnittstelle einfach umsetzen.
Hohe Benutzerfreundlichkeit
ID-Schalter
Abnehmbare Schraubklemmen für eine
benutzerfreundliche Installation und Wartung
Übersichtliche LED-Statusanzeigen, ID-Schalter
und Anschlussblöcke an der Modul-Frontseite
(nur USB-5800-Serie)
abnehmbare
Schraubklemmen
AutoRecovery
Sicher & zuverlässig
Zuverlässige Kabelverbindung durch schraubbare
USB-Stecker für eine störungssichere Kommunikation
Überspannungsschutz (nur USB-5800-Serie)
Integrierte Funktionen wie AutoRecovery,
Output-Locker und Link-ReConnection vermeiden
Ausfälle (nur USB-5800-Serie)
Überspannungsschutz
verriegelbare
USB-Stecker
Erweiterbar via Daisy-Chain
Unterstützung einer Daisy-Chain-Topologie von
bis zu fünf Modulen durch integrierten USB-Hub
in jedem Modul (nur USB-5800-Serie)
6 FACHBERATUNG Telefon: 0 81 41. 36 97-0 info@plug-in.de
USB-5800-Serie: SuperSpeed USB 3.0 Digital-I/O-Module mit bis zu 5 Gbps
USB-5801
4 simultane Analogeingänge
und 4 isolierte Digitaleingänge
USB-5817 8 isolierte Analogeingänge –
2 Analogausgänge und
4 isolierte Digitalausgänge
USB-5820 – isolierter 4-Kanal-Analogausgang
USB-5830 16 isolierte Digitaleingänge 16 isolierte Digitalausgänge
USB-5855 32 isolierte Digitaleingänge 16 PhotoMOS Relais Form A
USB-5856 32 isolierte Digitaleingänge 32 isolierte Digitalausgänge
USB-5860 8 isolierte Digitaleingänge 8 Relais Form A
USB-5862 16 isolierte Digitaleingänge 16 Relais Form A
24 Bit Auflösung, bis zu 192 kS/s Abtast-/Ausgaberate,
Tachometer-Eingang zur Perioden- oder Frequenzmessung
16 Bit Auflösung, bis zu 200 kS/s Summenabtastrate,
Eingangskanäle mit 2.500 VDC Isolation
16 Bit, 200 kS/s isolierte Analogausgänge mit 2.500 VDC Isolation,
Ausgänge: 0–5 V, 0–10 V, ±5 V, ±10 V, 0–20 mA, 4–20 mA
Ausgangsspannungsbereich (5 ~ 40 VDC), Ausgangsstrom (350 mA/Kanal),
Kanäle mit 2.500 VDC Isolation, LED-Statusanzeigen
Digitale Eingänge mit 2.500 VDC Isolation, LED-Statusanzeigen,
Relais 1.2 A bei 60 V (AC/DC)
Großer Ausgangsspannungsbereich (5 ~ 40 VDC) und hohe Stromleistung
(350 mA/Kanal), Kanäle mit 2.500 VDC Isolation
LED-Status-Anzeigen, 2.500 VDC Isolation,
Schaltleistung Relais: 2 A bei 250 VAC /30 VDC
LED-Status-Anzeigen, 2.500 VDC Isolation,
Schaltleistung Relais: 2 A bei 250 VAC /30 VDC
Für alle gängigen Hochsprachen
und Anwendungspakete:
C#, C++, LabVIEW, VB.Net,
BCB, MFC, VB6, Delphi, Java,
Matlab, Qt, Python
USB-4700 Serie: USB-DAQ-Module mit 480 Mbps High-Speed Datenübertragung
Analogeingänge Analogausgänge Zähler/Encoder
Digitaleingänge
Digitalausgänge
Relayausgänge
Modell Kanäle Auflösung Samplingrate Kanäle Auflösung Kanäle Counting Range Kanäle Kanäle Kanäle
USB-4702 8 12 Bit 10 kS/s (sum) 2 12 Bit 1 32 Bit 8 (TTL) 8 (TTL) –
USB-4704 8 14 Bit 48 kS/s (sum) 2 12 Bit 1 32 Bit 8 (TTL) 8 (TTL) –
USB-4711A 16 12 Bit 150 kS/s (sum) 2 12 Bit 1 32 Bit 8 (TTL) 8 (TTL) –
USB-4716 16 16 Bit 200 kS/s (sum) 2 16 Bit 1 16 Bit 8 (TTL) 8 (TTL) –
USB-4750 – – – – – 2 32 Bit 16 (isoliert) 16 (isoliert) –
USB-4751 – – – – – 2 32 Bit 48 konfigurierbare TTL I/O (6 Ports x 8 Bit) –
USB-4751L – – – – – 2 32 Bit 24 konfigurierbare TTL I/O (3 Ports x 8 Bit) –
USB-4761 – – – – – 2 32 Bit 8 (isoliert) – 8 Form C
7
Demnächst auch als
LAN-Variante erhältlich
USB 3.0-basiertes iDAQ-Messsystem —
maximal flexibel & modular
Die iDAQ-Serie von Advantech ist mehr als nur ein Datenerfassungssystem – sie ist eine modulare Plattform,
die sich nahtlos an Ihre spezifischen Bedürfnisse anpasst. Das Herzstück bilden hochwertige Messmodule,
die eine Vielzahl von Sensortypen und Signalen unterstützen. Diese Module lassen sich flexibel kombinieren
und erweitern, sodass Sie Ihr System jederzeit an neue Messaufgaben anpassen können.
Messen, Steuern, Regeln unter C/C++, C#, LabVIEW, Python & Co.
2 programmierbare Funktionspins (BNC) für Timing-Signale (Trigger und Clock)
Große Auswahl an Einsteckmodulen
Hutschienen- oder Wandmontage
Umfangreiches Softwarepaket inklusive
Einsetzbar im erweiterten Temperaturbereich von - 20 °C bis 60 °C
8 FACHBERATUNG Telefon: 0 81 41. 36 97-0 info@plug-in.de
iDAQ-934 • iDAQ-938
Modulares USB 3.0 iDAQ-Trägersystem
mit vier oder acht Steckplätzen
2 x programmierbare Funktionspins
(BNC-Anschluss) für Timing-Signale
(Trigger und Clock)
Automatische Synchronisierung der
Einsteckmodule untereinander durch
ein internes Bussystem
Daisy-Chain mit bis zu 5 Basismodulen durch
integrierten USB-Hub über USB möglich
Interface: SuperSpeed USB 3.0 mit 5 Gbps
Hutschienen- oder Wandmontage
iDAQ-964
DAQ-Chassis-Modul für AMAX-5000 mit 4 Slots
Zur Erweiterung mit bis zu vier iDAQ-Modulen
PCIe-Schnittstelle für die Verbindung mit
AMAX-5000 Controllern
Programmierbare Funktion für Timing-Signale
(Trigger und Clock) über BNC-Anschlüsse
LED-Statusanzeigen für die einfache Überwachung
Betriebstemperaturbereich von -10 °C bis 60 °C
DIN-Schienenmontage für eine einfache Installation
Passende iDAQ-Module
Modell Modul-Typ Kanäle Beschreibung
iDAQ-731 Digitales Ein-/Ausgangsmodul 32 16 isolierte npn Eingänge, 16 isolierte npn oder pnp Ausgänge (portweise konfigurierbar ob npn oder pnp)
iDAQ-751 Digitales Ein-/Ausgangsmodul 48 TTL Ein-/Ausgangsmodul, Kanäle per Software als Ein- oder Ausgang konfigurierbar
iDAQ-763D Relaismodul 16 Halbleiter-Relais (SSR) Modul, 60 VDC, 1.3 A pro Kanal, Spitzenstrom 4 A (100 ms, 1 Impuls)
iDAQ-784 Encoder-/Counter-/Timer-Modul 4 32 Bit Encoder/Counter/Timer, Mode X1, X2, X4 und signed pulse (pulse/direction)
iDAQ-801 Analoges Eingangsmodul 4 24 Bit Auflösung 256 kS/s Summenabtastrate
iDAQ-815 Temperaturmodul 8 RTD-Temperatureingänge 24 Bit Auflösung, Pt100, Pt1000, NiFe604, Balco 500
iDAQ-817 Analoges Eingangsmodul 8
iDAQ-821 Analoges Ausgangsmodul 4
iDAQ-841 Analoges Eingangsmodul 8
iDAQ-871 Analoges Eingangsmodul 4
iDAQ-873 Analoges Eingangsmodul 8
Differentielle Eingänge, 16 Bit Auflösung, 200 kS/s, ±10 V oder ±20 mA,
per Software für jeden Kanal einzeln konfigurierbar
16 Bit Auflösung, 10 kS/s, 0~5 V, 0~10 V, ±5 V, ±10 V, 0~20 mA, 4~20 mA,
per Software für jeden Kanal einzeln konfigurierbar
iDAQ-868 Thermoelemente-Modul 16 24 Bit Auflösung, Typ J, K, E, R, S, N, B, T
Differentielle Eingänge, 16 Bit Auflösung, 1 MS/s, ±20 V, ±12.5 V, ±10 V, ±5 V, ±20 mA,
per Software für jeden Kanal einzeln konfigurierbar
Voll-/Halb-/Viertelbrücke, 24 Bit Auflösung, 25.6 kS/s, ±1 V/V, ±500 mV/V, ±250 mV/V, ±125 mV/V,
±62.5 mV/V, ±31.25 mV/V, ±15.63 mV/V, ±7.81 mV/V
Viertelbrücke, 24 Bit Auflösung, 25.6 kS/s, ±1 V/V, ±500 mV/V, ±250 mV/V, ±125 mV/V, ±62.5 mV/V,
±31.25 mV/V, ±15.63 mV/V, ±7.81 mV/V
9
ADAM RS-485-Modbus-I/O Module mit USB
zur einfachen Konfiguration & Diagnose
Seit über 30 Jahren im
industriellen Einsatz:
Die ADAM-4000/4100-Serie mit
robusten Industriegehäusen ist
speziell für den zuverlässigen
Betrieb in rauen Umgebungen
konzipiert.
Integrierte Mikroprozessoren
sorgen unabhängig voneinander
für intelligente Signalaufbereitung
analoger und digitaler I/Os – die
RS-485-Kommunikation erledigt
das Modbus RTU-Protokoll.
ADAM-4000/4100-Serie: Remote-I/O-Module
Modell Funktion Isolation
Protokolle
ADAM-4015 6-Kanal RTD-Modul für Pt100, Pt1000, Balco 500, Ni 518, Ni 508, BA1 (2- oder 3-Draht), 10 S/s 3 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4115 6-Kanal RTD-Modul für Pt100, Pt1000, Balco 500, Ni 518, (2- oder 3-Draht), 10 /100 S/s, 16 Bit 3 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4017 8-Kanal Analogeingangs-Modul, Bereiche: ±150 mV, ±500 mV, ±1 V, ±5 V, ±10 V, ±20 mA, 10 S/s, 16 Bit 3 kV ASCII
ADAM-4017+
ADAM-4117
8-Kanal Analogeingangs-Modul, Bereiche: 0–150 mV, 0–500 mV, 0–1 V, 0–5 V, 0–10 V, ±150 mV, ±500 mV, ±1 V, ±5 V,
±10 V, ±20 mA, 0–20 mA, 4–20 mA, 10 S/s, 16 Bit
8-Kanal Analogeingangs-Modul, Bereiche: 0–150 mV, 0–500 mV, 0–1 V, 0–5 V, 0–10 V, 0–15 V ±150 mV, ±500 mV,
±1 V, ±5 V, ±10 V, ±15 V, 0–20 mA, 4–20 mA, ±20 mA, 10 / 100 S/s, 16 Bit
3 kV Modbus RTU, ASCII
3 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4018+ 8-Kanal Analogeingangs-Modul, Bereiche: 0–20 mA, 4–20 mA, Thermoelemente Typ J, K, T, E, R, S, B, 10 S/s, 16 Bit 3 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4118
ADAM-4019+
8-Kanal Analogeingangs-Modul, Bereiche: 0–15 mV, 0–50 mV, 0–100 mV, 0–500 mV, 0–1 V, 0–2,5 V, ±15 mV, ±50 mV,
±100 mV, ±500 mV, ±1 V, ±2,5 V, 0–20 mA, ±20 mA, Thermoelemente Typ J, K, T, E, R, S, B, N, 10 / 100 S/s, 16 Bit
8-Kanal Analogeingangs-Modul, Bereiche: 0–100 mV, 0–500 mV, 0–1 V, 0–2.5 V, 0–5V, 0–10 V, ±2.5 V, ±5 V, ±10 V,
4–20 mA, 0–20 mA, ±20 mA, Thermoelemente Typ J, K, T, E, R, S, B, N, 10 /100 S/s, 16 Bit
3 kV Modbus RTU, ASCII
3 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4021 1-Kanal Analogausgabe-Modul, Bereiche: 0–10 V, 0–20 mA, 4–20 mA, 16 Bit 3 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4024 4-Kanal Analogausgabe-Modul, Bereiche: ±10 V, 0–20 mA, 4-Kanal-Digital-In, 0 = max. 1 V, 1 = 10–30 VDC, 12 Bit 3 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4050 8-Kanal-Digital-In, 0 = max. 1V, 1 = 3.5–30 V, 8 Open-Collector-Ausgänge (max. 30 V, max. 30 mA) – Modbus RTU, ASCII
ADAM-4150
7-Kanal-Digital-In, 0 = max. 1V, 1 = 3.5–30 V, 8 Open-Collector-Ausgänge (max. 30 V, max. 30 mA),
1 Zähler, 32 Bit, max. 3 kHz
3 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4051 16-Kanal-Digital-In, 0 = max. 3 V, 1 = 3.5–50 V 2,5 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4052 8-Kanal-Digital-In, davon 6 voneinander unabhängig isoliert und 2 mit gemeinsamer Masse, 0 = max. 1V, 1 = 3–3 0 V 5 kV ASCII
ADAM-4053 16-Kanal-Digital-In, 0 = max. 2 V, 1 = 4–3 0 V, oder „Dry contact“ – Modbus RTU, ASCII
ADAM-4055 8-Kanal-Digital-In, 0 = max. 3 V, 1 = 10–50 V, 8 Open-Collector-Ausgänge (max. 40 V, max. 200 mA) 2,5 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4056S 12-Kanal-Digital-Out, Open-Collector-Ausgänge (max. 40 V, max. 200 mA), Type Sink 5 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4056SO 12-Kanal-Digital-Out, Open-Collector-Ausgänge (10–35 V, max. 1 A), Type Source 5 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4060 4-Kanal-Relay-Out, 2 x Form A, 2 x Form C, 2A@ 30 VDC – Modbus RTU, ASCII
ADAM-4068 8-Kanal-Relay-Out, 4 x Form A, 4 x Form C, 1A@ 30 VDC – Modbus RTU, ASCII
ADAM-4168 8-Kanal-Relay-Out, 8 x Form A, 1A@ 30 VDC, unterstützt 100 Hz Pulsausgang 3 kV Modbus RTU, ASCII
ADAM-4069 8-Kanal-Relay-Out, 4 x Form A, 4 x Form C, 5A@ 30 VDC – Modbus RTU, ASCII
ADAM-4080
2 Zähler 32 Bit , max. 50 kHz, prog. Rauschfilter, Frequenzmessung,
2 Open-Collector-Ausgänge (max. 30 V, max. 30 mA)
ADAM-4520 Isolierter RS-232 zu RS-422/485 Konverter, Automatic RS-485 data flow control 3 kV –
ADAM-4561 Isolierter USB zu RS-232/422/485 Konverter, Automatic RS-485 data flow control 3 kV –
–
ASCII/Modubus
RTU (E-Version)
10
DAQNavi ist ein Softwarepaket für Programmierer zur Entwicklung von Anwendungsprogrammen mit
Advantech DAQ-Karten oder -Geräten. Das integrierte Treiberpaket umfasst Gerätetreiber, SDK, Tutorials
und Dienstprogramme. Dank des benutzerfreundlichen Designs können sich auch Anfänger schnell
mit der Nutzung von DAQ-Hardware und der Erstellung von Programmen vertraut machen – dank der
intuitiven „Advantech Navigator“-Dienstprogrammumgebung. Dank einfacher Konfigurations- und
Entwicklungstools lässt sich die Software problemlos in Szenarien wie Maschinenzustandsüberwachung,
automatisierten Prüfeinrichtungen und Maschinensteuerung einsetzen. Dies erleichtert die Realisierung
eines automatisierten Edge-Überwachungs- und Steuerungssystems.
Unterstützt viele verschiedene Betriebssysteme, wie Windows (32 Bit / 64 Bit) und Linux
Unterstützt gängige Entwicklungsumgebungen, wie Visual C/C++, Borland C Builder, Visual Basic .NET,
Visual C#, Delphi, Java, VB, LabVIEW
Unterstützt Advantech PCI-Express, PCI, PC/104, PCI-104, USB-DAQ-Geräte
Integrierte Entwicklungsumgebung (Advantech Navigator) zur Prüfung der Gerätefunktionalität ohne
Programmierung
Generation eines simulierten Geräts, um Programme und Applikation auszuführen ohne reales Gerät
Applikationen mit vordefinierten Szenarien mit Quellcode, um Einarbeitung- und Entwicklungszeiten
zu verringern
Express-VIs und polymorphe VIs für Anfänger und Fortgeschrittene in der LabVIEW-Umgebung
Komplette Dokumentationen und Tutorials für Hardwarespezifikationen, Verkabelung, Beispielcode
und SDK-Programmierung
DAQNavi Software-Architektur
Native Code
Managed Code
Apps
Java UI
C++Console
MFC
Qt/BCB
Examples Examples Tools
LabVIEW
ANSI C
C#Console
C#
VB.NET
MATLAB
Delphi
Interpreter Java Class Library C++ class library LabVIEW VIs ANSI C API .NET component
Core
integrated DLL (BioDAQ.DLL for Windows 11, Windows 10, Windows 8, Windows 7, QNX, Linux)
DAQ Device Driver (Windows 11, Windows 10, Windows 8, Windows 7, QNX, Linux)
Navigator Plug-in
DataLogger
Multimeter
Signalmeter
WebAccess/MCM
11
Sofort startklar zur Messung —
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ATX-Motherboard der 14. Gen. mit Intel Core i9-14900
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2 x GB-Ethernet, 10 x USB 3.2, RS232
Windows 10/11 ready (Betriebssystem optional)
PICE-4UAVM370-SSD
19" 4HE IPC-System mit 500W ATX-Netzteil
ATX-Motherboard der 8./9. Gen. mit Intel Core i7-9700
CPU, 8 GB RAM, SSD mit 500 GB oder HDD mit 1 TB
2 x PCI, 4 x PCIe x4, 1 x PCIe x16 und 2 x miniPCIe Slot
HDMI, DP, VGA
2 x GB-Ethernet, je 4 x USB 3.1 & USB 2.0,
5 x RS232, 1 x RS232/422/485, 5 x SATA
Windows 10/11 ready (Betriebssystem optional)
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Produktion
Elektronik dauerhaft verbinden und schützen
Auf der productronica präsentiert sich WERNER WIRTH als Komplettanbieter für Verbindungstechnik und
Komponentenschutz in der Elektronik. Ein Highlight wird die Premiere des neuen Extruders TM 1600 sein.
er unter anderem mit einem leichtgängigen
Verschiebeschlitten, der
einen schnellen Werkzeugwechsel
ermöglicht. Die Steuerung des Extruders
lässt sich über ein 7-Zoll-Panel
komfortabel sowie intuitiv bedienen,
was auch das Anlernen des Maschinenführers
erleichtert.
Der Extruder TM 1600 von WERNER WIRTH bietet ein besseres
Handling bei geringerem Platzbedarf.
WERNER WIRTH verbindet
und schützt Elektronik dauerhaft.
Welches Portfolio hinter dem
Motto des Hamburger Unternehmens
steckt, zeigt es vom 18. bis
21. November 2025 auf der Weltleitmesse
für Entwicklung und Fertigung
von Elektronik in München.
Besucher erfahren in Halle A2 an
Stand 159, wie WERNER WIRTH
mit Verbindungstechnik und Komponentenschutz
Elektronik in Applikationen
von Elektromobilität über
erneuerbare Energien bis hin zur
Robotik bringt.
Halle A2, Stand 159
Werner Wirth GmbH
info@wernerwirth.de
www.wernerwirth.de
4/2025
Neuer Extruder: Mehr
Flexibilität und Bedienkomfort
im Hotmelt Moulding
Der Hersteller liefert neben
kundenspezifischen Entwicklungen
auch eigene Maschinen, auf denen
die WERNER-WIRTH-Lösungen
beim Anwender in Serie gehen können.
Die jüngste Anlage wird auf der
productronica Premiere feiern. Der
Extruder TM 1600 ist die neueste
Generation aus dem WERNER-
WIRTH-Segment der Aufschmelzsysteme
für das Hotmelt Moulding. Er
ist geeignet für nicht abrasive Materialien
in Granulatform, die mit einer
Temperatur von 245 °C und einem
Druck von 50 bar verarbeitbar sind.
Die Konstruktion ist vor allem auf
eine reibungslose Integration, Flexibilität
sowie eine einfache Handhabung
ausgelegt. So hat der TM
1600 dank seiner kompakten Bauform
von 1300 mm Länge, 600 mm
Breite und 1290 mm Höhe (inklusive
Trocknerhöhe von 390 mm) einen nur
geringen Platzbedarf und kann einfach
in bestehende Maschinenparks
eingebunden werden. Er lässt sich
mit einer Profinet-Schnittstelle ausrüsten
und an eine übergeordnete
Steuerung anbinden. Dank eines
tauschbaren Kühlkreislaufs kann er
genau und damit energieeffizient auf
den Temperaturbedarf unterschiedlicher
Materialien ausgelegt werden.
Seinen hohen Bedienkomfort erzielt
Entwicklungsund
Realisierungs partner
für Elektronik
Auf der productronica zeigt das
Unternehmen darüber hinaus, wie
es sowohl als Entwicklungs- als
auch als Realisierungspartner die
Elektronikbranche von der ersten
Idee bis zur Serie unterstützt. Das
erstreckt sich über die Bereiche Verguss,
Kabelkonfektion, Baugruppenmontage
und den Gerätebau.
WERNER WIRTH verfügt dabei
über ein vielfältiges Teileprogramm,
zu dem Standardstecker, Polymere
Elektronische Bauteile und
Platinen müssen immer größeren
Anforderungen standhalten,
wie z.B. hoher Feuchtigkeit,
extremen Temperaturen,
mechanischen Belastungen
und chemischen Einflüssen.
Unsere Produkte garantieren
einen hochwirksamen Schutz
empfindlicher Elektronik wie
beispielsweise bestückte
Leiterplatten (PCB‘s), Sensoren
oder Module. Mit unseren
WERNER WIRTH realisiert auch
die Kabelkonfektion, hier mit
kundenspezifischen Steckern
an einer selbst entwickelten
Hotmelt-Vergussstation.
Werkstoffe und Klemmelemente
gehören. Das Hamburger Unternehmen
wird daher von den Partnern
Bostik (Thermoplaste), Zierick
(Crimpkontakte und Stanzbiegeteile)
sowie von WECO (elektrische Steckverbinder)
auf den Messestand in
München begleitet. ◄
ELANTAS Europe -
Schutz empfindlicher Elektronik
Produktreihen Bectron ® und
Elan-glue ® bieten wir ein
umfangreiches Sortiment an:
• Conformal Coatings
(Dünnschicht- und Dickschichtlacke)
speziell zum
Schutz von PCB‘s
• Verguss- & TIM-Materialien
für Anwendungen in der
Elektronikindustrie
• Isolier-Heißkleber
zum Beschichten, Kleben und
als Vibrationsschutz
• Klebstoffe
(1k & 2k) zum Verbinden,
Dichten und Schutzversiegeln
von elektronischen und
industriellen Anwendungen
ELANTAS Europe GmbH
Grossmannstr. 105
20539 Hamburg, Germany
bectron.elantas.europe@altana.com
www.elantas.com/europe
51
Produktion
Nahtlose Schnittstellen und intelligente
Lösungen für die Elektronikfertigung
Unter dem Motto „Gemeinsam stärker – Drei
Spezialisten. Ein Ziel: Intelligente Lösungen
für die Elektronikfertigung“ stellt cts auf der
productronica in München erstmals mit zwei
starken Partnern aus.
Halle A3, Stand 181
cts GmbH
competence for technical solutions
info@group-cts.com
www.group-cts.com
Das sind AdoptSMT, ein erfahrener Anbieter
von SMT-Maschinen und Zubehör sowie Flex-
Link, ein Experte für Förderlösungen. Gemeinsam
demonstriert man vom 18. bis 21. November
am Stand A 3/181 live eine vollständig integrierte
Lösung für die SMT-Produktion, bei der
die Schnittstellen zwischen Maschinen, Automatisierung
und Fördertechnik perfekt aufeinander
abgestimmt sind.
Die cts-Gruppe präsentiert dabei eine ihrer
Lösungen für die „Smart Electronics Factory“:
das Smart Warehouse Mini, ein kompaktes und
skalierbares Lagersystem für die SMT-Fertigung.
Steigende Komplexität, Fachkräftemangel,
Kostendruck
– europäische Elektronikhersteller stehen aktuell
vor großen Herausforderungen. Um diese
proaktiv bewältigen zu können, sind intelligente
Lösungen gefragt, die Prozesse absichern und
Flexibilität ermöglichen. Diese bereitzustellen,
ist das gemeinsame Ziel von cts, AdoptSMT und
FlexLink. Die drei Unternehmen bringen umfangreiche
Fachkenntnisse und Erfahrung auf ihren
jeweiligen Spezialgebieten mit, die sie als Partner
in gemeinsamen Projekten für Unternehmen
der Elektronikfertigung einsetzen: AdoptSMT
stellt gebrauchte und neue SMT-Maschinen
sowie Ersatzteile, Verbrauchsmaterialien und
entsprechende Serviceleistungen bereit. cts bietet
im Bereich Smart Factory Intralogistics modulare
Lösungen zur Automatisierung des innerbetrieblichen
Materialflusses, darunter skalierbare
Lagersysteme, Übergabestationen, Pufferlösungen
sowie AMRs zur Versorgung von Linien
und Arbeitsplätzen. FlexLink ergänzt dies durch
modulare, skalierbare LP-Transportsysteme.
Gemeinsam sind die drei Unternehmen so in
der Lage, eine vollständige, integrierte Lösung
bereitzustellen, welche die Stärken aller vereint.
Schnittstellen zwischen Maschinen,
Automatisierung und Fördertechnik
werden live demonstriert anhand eines kompletten
Use Cases. Die Besucher erwartet ein
besonderes Erlebnis, bei dem die Schnittstellen
zwischen Maschinen, Automatisierung und
Fördertechnik nicht nur erklärt, sondern vom
Lager bis zur Linie auch live demonstriert werden.
Gesteuert wird der Case durch AMRs, die
Leiterplattenmagazine aus dem Lager holen und
zur Linie fahren. Dort werden sie von der Linie
„verarbeitet“ und – schließlich hinten angekommen
– vom AMR wieder abgeholt und zurück
ins Lager gefahren. cts steuert zu dieser Live-
Demonstration seine kompakte Lagerlösung
Smart Warehouse Mini bei, die speziell für die
optimierte Materialorganisation in Produktionsumgebungen
mit beschränktem Platzangebot
entwickelt wurde und sich deshalb auch problemlos
an einem Messestand realisieren lässt.
Durch eingespielte Partnerschaft
werden typische Probleme an den Schnittstellen
von Maschinen, Automatisierung und Fördertechnik
vermieden, denn statt Parteien, die
nur auf die jeweils nächste Stelle verweisen und
die Verantwortung für Koordination und Klarheit
letztlich dem Kunden auferlegen, treten die drei
Spezialisten als Team auf. Der Kunde hat dabei
die Wahl, ob er für sein Projekt eines der Unternehmen
als Generalunternehmer einsetzt und
damit nur einen einzigen Ansprechpartner hat
oder ob er mit drei Parteien parallel arbeitet und
es für jedes Themenfeld einen direkten Kontakt
gibt. „Weil wir uns kennen und partnerschaftlich
zusammenarbeiten, ist es für den Kunden einfacher
– ganz gleich, für welchen Weg er sich
entscheidet“, erklärt Alfred Pammer, VP Sales,
Marketing, Product Management bei cts.
Das Smart Warehouse
lässt sich als vollautomatische Verteilzentrale
ansehen. Diese intelligenten Systeme von cts,
die Teil der Messepräsentation sind, lösen eine
in SMT-fertigenden Betrieben häufige Herausforderung:
Obwohl in der Theorie ein perfekter
One-Piece-Flow jedes Zwischenlagern überflüssig
macht, müssen in der Praxis Flachbaugruppen
häufig zwischen den Prozessen geparkt
werden. Das führt jedoch zu Problemen: „Es entsteht
nicht nur zusätzlicher manueller Aufwand,
der Fehler erlaubt, sondern es wird auch zusätzliche
Produktionsfläche benötigt und es kommt
zu mühsamen Suchvorgängen im Nachgang“,
52 4/2025
Produktion
erklärt Alfred Pammer. Hier setzt das Smart
Warehouse an: Es übernimmt als eine Art vollautomatische
Verteilzentrale die automatische
Lagerung, Verwaltung und Nachverfolgbarkeit
von Material, wie KLT-Behälter, Trays, PCB-
Magazine oder SMT-Rollen.
Entscheidend dabei: Das Material wird im Takt
der Produktion bereitgestellt oder aufgenommen,
ohne dass es zu Verzögerungen kommt. Algorithmen
sorgen dabei für eine ideale Verteilung,
Schnittstellen schaffen Transparenz: „Übergeordnete
ERP- oder Lagersysteme wissen jederzeit,
welches Material sich wo befindet und wann es
das Lager betreten oder verlassen hat“, erläutert
Alfred Pammer. So ist sichergestellt, dass
benötigte Materialien immer griffbereit sind, auch
wenn die Produktionsanforderungen wechseln.
Dieser nahtlose Materialfluss minimiert Ausfallzeiten
und steigert den Durchsatz.
Weiter wichtig:
Smart Warehouses wachsen mit dem Bedarf.
Denn dabei handelt es sich immer um eine für
den Kunden maßgeschneiderte Lösung. Weil
die Lagersysteme in Bezug auf Kapazität und
Funktionalität vollständig skalierbar sind, können
Unternehmen ihre Anfangsinvestition niedrig
halten, indem sie zunächst mit dem kompakten
Smart Warehouse Mini starten und schrittweise
skalieren, sobald der Bedarf aufgrund geänderter
Nachfrage oder Anforderungen steigt – so sind
sie auch auf zukünftige Herausforderungen
vorbereitet. ◄
MIKROMONTAGE VON HALBLEITERCHIPS
IN HÖCHSTER PRÄZISION
Bondsysteme der Dr. Tresky
AG für die Mikromontage von
Halbleiterchips in Gehäuse oder
Schaltungen sind prädestiniert
für komplexe Anwendungen bei
welchen höchste Anforderungen
an Platziergenauigkeit und
hohe Reproduzierbarkeit der
Prozessparameter wie Druck,
Kraft oder Temperatur gewährleistet
sein müssen. Ebenfalls
möglich ist Flip-Chip Montage
unter Einhaltung konstanter
Dicken eines Kleberbetts und
verschiedenste Verbindungstechnologien
wie Löten, Thermokompression,
Ultraschall
oder UV.
Die universellen Platzier geräte
und Die-Bonder finden sich
praktisch überall in der Elektronik,
und Halbleiterindustrie vor
allem in Forschung, Entwicklung
und Pilotfertigung.
Im Segment der manuellen- und
teilautomatisierten Die Bonder
Systeme ist Dr. Tresky AG ein
heute weltweit mitführender
Anbieter und unterstützt Kunden
aller Größen und Branchen,
von der Idee bis hin zur Fertigung
von innovativen Halbleiterprodukten.
Die Kunden werden
hier von Anfang an, bereits
in der Entwicklungsphase bis hin
zur Überführung der Prozesse
in die Serienproduktion begleitet.
Hierzu wurde das Portfolio
kontinuierlich erweitert und
hinsichtlich Flexibilität, Genauigkeit
und Bedienerfreundlichkeit
stetig an die Kundenbedürfnisse
angepasst. Folglich kann
mit diesem Ansatz die «Timeto-Market»
signifikant reduziert
werden. Seit der Gründung des
Unternehmens im Jahre 1980
wurden weltweit über 2`500
Anlagen installiert.
Die Entwicklung, Produktion und
Montage erfolgt ausschliesslich
im Stammwerk in der Schweiz.
Auf modernsten Produktionsanlagen
werden die Teile und Baugruppen
mit hoher Fertigungstiefe
in optimal aufeinander
abgestimmter Präzision produziert.
Kontinuierliche Verbesserungsprozesse
in allen Unternehmensbereichen
gewährleisten
eine umweltbewusste,
nachhaltige Produktion. Höchste
Qualität, Präzision, sowie eine
hohe Verfügbarkeit sind somit
garantiert. Die Kundendienstleistungen
werden durch eigenes
Fachpersonal am Stammwerk,
an den Niederlassungen in den
USA, sowie mit lokalen Vertretungen
erbracht.
Besonders hoher Wert wird auf
die Praxistauglichkeit, Schnelligkeit
und Handlichkeit der
Maschinenbedienung gelegt.
Das ausgewogene Produktspektrum
reicht von der einfachen,
manuell geführten
Anlage bis hin zur teilmotorisierten
Hochleistungsvariante.
Dr. Tresky AG • Boenirainstr. 13 • CH - 8800 Thalwil
Tel.: +41 44 7721941 • tresky@tresky.com • www.tresky.com
4/2025
53
Produktion
Dallmeier nutzt SPETEC Reinraum: Klarheit hoch fünf
Bei der Montage von Kamerasensoren können schon winzigste Staubpartikel zu riesigen Störfaktoren werden.
Je hochauflösender die Kameras, desto mehr.
Um jegliche Verunreinigung bei
ihren Video technik-Systemen zu
vermeiden, hat sich die Dallmeier
electronic GmbH & Co. KG in ihrer
Regensburger Produktionshalle für
die Installation eines Klasse 5-Reinraums
von SPETEC entschieden.
Nun ist für reinste Klarheit gesorgt.
Videotechnik
als zentrale Komponente
Wenn es um das wichtige Thema
Sicherheit geht, ob auf Flughäfen,
in Fußballstadien, im öffentlichen
Raum oder auf Firmengeländen,
ist die Videotechnik heutzutage
unerlässlich geworden. Der Markt
wächst rasch und die Technik hat
sich in den letzten Jahren stark
weiterent wickelt. Zum einen gab
es gigantische Fortschritte bei der
Speichertechnologie zu verzeichnen,
zum anderen machte die künstliche
Intelligenz Quantensprünge, begleitet
von Innovationen bei der digitalen
Bildverarbeitung. So entwickelt sich
die Videotechnologie immer mehr
zu einer zentralen Komponente
der IT- und Sicherheits-Strategie
in Unternehmen, die Einsparungen
und Optimierungen ermöglicht und
rasend schnell neue Anwendungsfelder
erschließt, die bis vor kurzem
noch undenkbar waren.
Spetec GmbH
www.spetec.de
spetec@spetec.de
Dallmeier verfügt über eine
mehr als 30-jährige Erfahrung in
der Übertragungs-, Aufzeichnungsund
Bildverarbeitungstechnologie
und ist Vorreiter im Bereich
von CCTV/IP-Lösungen. Der
Focus lag von Anfang an auf
einer eigenen Entwicklung und
hoher Quali tät und Zuverlässigkeit.
So ist Dallmeier heute der einzige
Hersteller in Deutschland, der alle
Komponenten selbst entwickelt
und produziert – von der Kamera,
der Bildspeicherung und Bildübertragung
über intelli gente Videoanalyse
bis zum individuell angepassten
Managementsystem. Das
profunde Wissen wird zudem in
der Entwicklung intelligenter Software
und der Herstellung qualitativ
hochwertiger Recorder- und Kameratechnologie
eingesetzt.
So kann das Unternehmen nicht
nur Stand-Alone-Systeme, sondern
komplette Videotechnik-Lösungen
bis hin zu Großprojekten mit perfekt
aufeinander abgestimmten Komponenten
anbieten. Insbesondere das
Multifocal-Sensorsystem Panomera
mit seiner einzigartigen Kameratechnologie
habe den Markt beeindruckt
und der Videosicherheitsbranche
komplett neuartige Möglichkeiten
eröffnet. Panomera sei insbesondere
für die flächendeckende
Ab sicherung weit reichender Areale
entwickelt worden und erlaube
die Darstellung enormer Weiten
und Flächen mit großen Distanzen
in einer vollkommen neuen
Auflösungs qualität - in Echtzeit und
bei hohen Frameraten von bis zu 30
fps. So lasse sich mit dem innovativen
System von einem einzigen
Standort aus ein riesiges Areal
über blicken, wobei die Auflösung je
nach Kundenwunsch nahezu beliebig
skaliert werden könne.
Partikelfreiheit
ist bei der Montage der in den
Kameras verbauten notwendigen
und sehr empfindlichen Komponenten
zu komplexen Systemen
zunehmend unerlässlich geworden
und etliche Zulieferer von Sensoren
empfehlen sogar Reinraumumgebungen
von mindestens Reinraumklasse
6. Daher entschied sich das
Unternehmen Anfang 2017 für die
Installation eines Reinraumes direkt
an den neuen Fertigungslinien im
Ost-Trakt der Produktionshalle im
Regensburger Werk. Das erarbeitete
Konzept hierfür umfasste
neben reinraumtypischen Größen
auch die Forderung nach bestmöglichen
Arbeitsbedingungen in ergonomischer
Hinsicht. Mit SPETEC,
dem anerkannten Spezialisten für
modulare Reinraumlösungen, fand
Dallmeier rasch den geeigneten
Umsetzungspartner.
Die installierte SPETEC-Reinraumzelle
mit den Maßen 8,70 x
3,87 m besteht aus einem flächenbündigen
Wandsystem aus Aluminium-Festelementen
und Sichtfenstern
sowie Schiebetüren für
die Personalschleuse, ferner einer
einflügeligen Tür als Notausgang
und Serviceein-/ausgang. Zusätzlich
zur Klimaanlage wurden sechs
Laminar-Flow-Module zur Luftfilterung
in der Version „SUSI super
silent“ eingebaut, um an den vier
Arbeits- bzw. Montage plätzen wie
überall im Unternehmen ergonomisch
bestmögliche Arbeitsbedingungen
für die Mitarbeiter zu
gewährleisten.
Die installierten SPETEC Laminar
Flow Module FMS verwenden
einen Hochleistungsfilter des Typs
H14 mit einem Abscheidegrad von
99,995 Prozent, wodurch ein Isolationsfaktor
von 10000 erreicht wird.
Dies bedeutet, dass die Luftqualität
unter dem Laminar Flow Modul
gegenüber der Umgebung mindestens
um das 10.000 fache verbessert
wird und die Partikelkonzentration
innerhalb der Einheit von rund
15 Mio./m3 auf etwa 1.500 Partikel
reduziert wird.
Ferner umfasst die Installation
ein Partikel-Messgerät, eine Materialschleuse
mit Druckluftreinigung
an einem Arbeitstisch mit Absauganlage,
eine abgestimmte LED-
Beleuchtung in der Decke sowie eine
extra Flow Box in der Schleuse zur
Vorreinigung. In dieser Konstellation
wird selbst bei voller Personalbesetzung
eine Reinraumklasse ISO
5 stabil erreicht, was täglich kontrolliert
und dokumentiert wird. In
der Reinraumzelle befinden sich
als weitere „Möblierung“ ein Garderobenschrank
und eine Sitzbank.
So ist laut dem Unternehmen
ein Höchstmaß an Reinheit im
Montageprozess und damit eine
maximale Produktqualität sichergestellt,
wenn die Sensorboards
und Objektive der verschiedenen
Kameratypen unter diesen optimalen
Bedingungen miteinander luftdicht
verschraubt werden.
Argumente, die aus Sicht von
Dallmeier für eine Zusammenarbeit
mit SPETEC sprechen, sind
das ausgefeilte Design der Reinraum-Lösungen,
deren modularer
Aufbau, die hohe Fertigungsqualität
sowie die günstige Kosten/ Nutzen-
Relation. ◄
54 4/2025
Produktion
Clevere Lösungen für sensibles Greifen
Innovative Systeme und spannende
Weltpremieren? Das finden
Besucher vom 18. bis 21. November
auf der productronica in München.
In Halle B3 am Stand 301 zeigt
Vakuum-Spezialist Schmalz effiziente
und zukunftsweisende Handhabungssysteme
– insbesondere
für empfindliche Bauteile.
HT1-ESD: eine echte Neuheit
In München präsentiert Schmalz
mit dem neuen Werkstoff HT1-ESD
eine echte Neuheit für die Vakuum-
Automation: Der Spezialist hat sein
bewährtes Hochtemperaturmaterial
HT1 weiterentwickelt und macht es
nun ESD-kompatibel. Damit eignet
sich das Material nicht nur für die
schonende Handhabung von sensiblen
Waren wie Displayglas, sondern
auch für empfindliche Elektronikkomponenten
wie Leiterplatten
oder Halbleiter. Der ableitfähige
Widerstandsbereich garantiert
eine kontrollierte Entladung, die
hohe Temperaturbeständigkeit bis
170 °C sowie die sehr gute Ozonund
Abriebbeständigkeit sorgen
für eine lange Lebensdauer und
ermöglichen zudem reinraumgerechte
Anwendungen.
Das Material wird in verschiedenen
Sauggreifer-Familien zum
Einsatz kommen. Dazu zählen die
Flachsauggreifer, Balgsauggreifer,
Ovalsauggreifer und auch Strömungsgreifer.
Federstößel FSTImc
Sensible Werkstücke wie Batteriefolien
greift der Federstößel FSTImc.
Für eine prozesssichere Arbeitsweise
ist er mit einer sehr weichen Dämpfungsfeder
ausgestattet. Diese kompensiert
ungleichmäßige Bauteilhöhen
und Wölbungen. Bei der Handhabung
unterschiedlich großer Komponenten
empfiehlt sich der Einsatz
von integrierten Strömungsventilen,
um nicht belegte Saugstellen sicher
zu verschließen.
Halle B3, Stand 301
J. Schmalz GmbH
www.schmalz.com
Die Federstößel FSTImc sind auch mit integrierten
Strömungswiderständen und Strömungsventilen verfügbar.
Für poröse Werkstücke übernehmen
ent sprechend integrierbare
Strömungs widerstände diese
Funktion. Damit sind Anwender flexibel
bei geringem Bauraum. Durch
seinen kompakten Aufbau passt
der FSTImc auch in beengte Produktionsumgebungen,
seine Konstruktion
schützt ihn vor Schmutz
und mechanischen Einflüssen. Ein
vakuumführendes Profil oder eine
starre Schlauchverbindung für
be lastungsfreie Bewegung versorgen
ihn mit Unterdruck.
Neue Vakuum- und
Druckschalter in Würfelform
Mit den elektronischen Vakuumund
Druckschaltern der Serie VS-V/
VP-W-D präsentiert Schmalz in
München eine kompakte Lösung für
die Messung sowie Über wachung
von Unter- und Überdruck in Handlings-
und Automatisierungssystemen.
Das robuste Gehäuse
in Würfelform mit integriertem TFT-
Display visualisiert alle Prozessdaten
auch in anspruchsvollen
Umgebungen mit Staub, Schmutz
und Feuchtigkeit. Über die IO-Link-
Schnittstelle lassen sich sämtliche
Parameter transparent ein- und ausgeben,
wodurch Stillstandszeiten
minimiert und Prozesse effizienter
gestaltet werden. Mit ihrem durchdachten
Montagekonzept lassen
sich die Schalter flexibel in Panels,
an Wänden oder Hutschienen integrieren.
Die Schutzart IP65 sowie
Messingbuchsen stellen den zuverlässigen
Dauereinsatz im industriellen
Umfeld sicher.
PLACEMENT SOLUTION
RS-1
Fast Smart Modular Mounter
Intelligente Steuerung für
moderne Produktionsanlagen
Eine clevere Lösung ist auch das
Mini-Kompaktterminal SCTMi. Damit
können Anwender luftdichte und
leicht-poröse Materialien automatisiert
handhaben. Die Baureihe ist
mit bis zu 16 verblockbaren SCPMi-
Ejektoren und mit gängigen Kommunikationsschnittstellen
(IO-Link,
PROFINET, EtherCAT, EtherNet/
IP) verfügbar. Auf der productronica
zeigt Schmalz eine neue Variante
mit verblockten Ventilen, die
eine zentrale Vakuum-Erzeugung
in verschiedene Saugzonen unterteilt.
Ein Ejektorentausch ist schnell
und unkompliziert erledigt.
Die SCTMi-Modelle besitzen
bereits im Standard eine integrierte
Power-Abblasen-Funktion. Mit ihrer
leichten und kompakten Bauweise
lassen sie sich flexibel montieren
und halten auf der Achse hohen
Beschleunigungen stand. ◄
SMT-Fertigungslösungen für die Elektronikindustrie
Software, Lagermanagement, Schablonendruck, Inspektion
(SPI/AOI), Bestückung, Insertion, Reflow-Löten, Handling
JUKI Automation Systems GmbH | www.juki-smt.com |
vp.info@ml.juki.com | +49 911 93 62 66 0
4/2025
55
Lasertechnik
Lasertechnologie für die gesamte
Wertschöpfungskette der Elektronikindustrie
Der neue LPKF CuttingMaster 2246 für präzises Laser-Depaneling feiert Premiere auf der productronica 2025.
Halle B2, Stand 305
LPKF Laser & Electronics SE
www.lpkf.com
Kabelfertigung, Bestückung,
Gerätebau, Gravuren, …
ISO 9001 & EN ISO 13485
Eichenweg 1a | CH-4410 Liestal
Tel. +41 (0)61 902 04 00
info@h2d-electronic.ch
www.h2d-electronic.ch
LPKF Laser & Electronics lädt
vom 18. bis 21. November zur
productronica 2025 nach München
ein. Am Stand 305 in Halle B2 präsentiert
das Unternehmen sein Portfolio
moderner Lasertechnologien für
die Elektronikindustrie live – von Prototyping-Systemen
über Hochleistungs-Depaneling
bis hin zu Laser-
Kunststoffschweißen für Elektronikgehäuse
und Dünnglasbearbeitung
für das Advanced Packaging.
Mit neuen Technologien,
bewährten Verfahren und weiterentwickelten
Lösungen bietet LPKF
allen Besuchern erneut einen umfassenden
Einblick in die vielfältigen
Einsatzmöglichkeiten der Lasertechnologie
in der Elektronikfertigung.
„Wir sind seit den frühen Jahren
unserer bald ebenfalls 50jährigen
Firmengeschichte auf der productronica
vertreten.
Die Messe bietet uns die ideale
Plattform, unsere innovativen Lasertechnologien
entlang der gesamten
Elektronik-Wertschöpfungskette
einem breiten Publikum zu präsentieren“,
erklärt Dr. Klaus Fiedler,
Vorstandsvorsitzender von LPKF
und zugleich Messebeirat der productronica.
Weltpremiere: Depaneling-
Systeme mit Tensor-Technologie
Im Rampenlicht stehen zwei neue
Laser-Depaneling-Systeme für die
industrielle Fertigung:
• CuttingMaster 2246
Erstmals live zu sehen, setzt das
System mit integrierter Tensor-
Technologie neue Leistungsmaßstäbe.
Es unterstützt SMEMA-,
HERMES- und OPC UA-Protokolle
und ist für Industrie-4.0-Umgebungen
vorbereitet.
• CuttingMaster 2240 Cx
Ein vollautomatisiertes System
für die kostengünstige Mas- senproduktion
starrer Leiterplatten,
erstmals in der Produktionslinie
des Fraunhofer IZM. Die integrierte
Klemm- und Entladeeinheit
macht umlaufende Werkstückträger
überflüssig.
25 Jahre ProtoLaser
Ein weiteres Highlight: das 25-jährige
Jubiläum der ProtoLaser-Familie.
Seit dem Jahr 2000 ermöglicht
sie Laser-Strukturierung von Leiterplatten,
kombiniert mit mechanischer
Bearbeitung, ideal auch für
dicke PCBs und Multilayer. Heute
bearbeitet die ProtoLaser-Familie
Strukturbreiten bis 15 µm und ein
breites Materialspektrum – von FR4
über RF-Substrate, PTFE, Polyimid,
Keramik und Glas bis hin zu Graphen
und ITO-beschichtetem Glas.
Zusätzlich zeigt LPKF die Contac
S4 und MultiPress S4 für die Herstellung
von Multilayern mit bis zu
acht Lagen inklusive galvanischer
Durchkontaktierung – schnell und
präzise zur Prototypenfertigung im
eigenen Haus.
Laser-Mikrobearbeitung
als Auftragsfertigung
Unter der Marke LaserMicronics
präsentiert LPKF sein Leistungsspektrum
als Auftragsferti- ger für
die präzise Laser-Mikrobearbeitung
– von der Klein- bis zur Großserie.
Partner profi- tieren von kontaktfreiem
Laser-Schneiden für Leiterplatten
genauso wie vom Präzisionsschneiden
von Mikroteilen aus Edelstahl,
Nickel, Molybdän oder Titan.
Laser-Kunststoffschweißen:
Ideale Lösungen für
Elektronikgehäuse
LPKF bietet mit Laser-Kunststoffschweißen
Lösungen für Elektronikgehäuse
und Komponen- ten zum
Einsatz in anspruchsvollen oder
sensiblen Umgebungen. Zwei neue
Technologien stehen dabei besonders
im Fokus:
• Die ATA-Technologie (Absorbing-
To-Absorbing) ermöglicht die Entwicklung
und Seri- enproduktion
neuer Materialkombinationen,
dank des Verschweißens zweier
absor- bierender Komponenten.
• TherMoPro wurde als thermografische
Analyseeinheit für die zerstörungsfreie
Quali- tätskontrolle
beim Laserschweißen entwickelt.
In Kombination mit der speziell
entwi- ckelten Software sorgt das
System für eine optimierte Qualitätssicherung
– ob als Standalone-
oder Inline-Installation.
Geht über Advanced Packaging
hinaus: LIDE-Technologie
LPKF stellt seine LIDE-Technologie
(Laser Induced Deep Etching)
für die Mikrobearbeitung von Dünnglassubstraten
vor. Diese Systeme
ermöglichen die hochpräzise Strukturierung
von Glas speziell für die
anspruchsvollen Anwendungen in
der Halbleiterindustrie, wie sie für
das Durchkontaktieren, bei Displays
oder Sensoren in Zukunft massenhaft
benötigt werden. Die LIDE-Systeme
von LPKF gibt es sowohl als
R&D-Systeme, als auch als Highvolume-
Systeme. ◄
56 4/2025
Lasertechnik
Produktionsprozesse effizient vernetzt
Shuttle Table Laser Cutting System
Printer- und Labelling-Modul
Auf der productronica in München stellt die
eurolaser GmbH in Halle B2, Stand 212 einen
vollständig automatisierten Schneidprozess für
funktionale Kunststofffolien vor.
Im Mittelpunkt steht das CO 2 -Lasersystem
M-800 mit Shuttle-Tisch, das mehrere Bearbeitungsschritte
in einem durch gängigen Workflow
vereint – präzise, effizient und prozesssicher.
Am Beispiel bedruckter Funktionsfolien
demonstriert eurolaser die Verknüpfung mehrerer
Prozessstufen in einem Arbeitsgang.
Halle B2, Stand 212
eurolaser GmbH
www.eurolaser.com
Die Folien werden konturgenau und berührungslos
geschnitten, parallel dazu werden
RFID-Labels automatisch appliziert und direkt
mit dem Ink Printer Modul beschriftet. Der integrierte
Shuttle-Tisch erlaubt eine parallele
Materialbestückung während des Schneidvorgangs,
wodurch Stillstandzeiten erheblich reduziert
werden.
Dieser Multistage- Ansatz zeigt das Potenzial
der Lasertechnologie für An wendungen in der
flexiblen Elektronik, bei Smart Materials, technischen
Bedienelementen aus Kunststof ffolien
oder Industrieklebefolien – überall dort, wo
höchste Präzision bei komplexen Verarbeitungsschritten
gefragt ist.
Trotec Laser ist ebenfalls am Stand vertreten
und bringt zusätzliche Expertise im Bereich industrieller
Lasersysteme ein. Mit Live-Demonstrationen
und Expertenberatung zeigen eurolaser
und Trotec gemeinsam, wie leistungsfähig und
skalierbar moderne Laserlösungen heute sind. ◄
Feine Detailschnitte in Tastaturfolien
Rückstandsfreies Schneiden
stark haftender Klebebänder
57
Beschichten/Lackieren/Vergießen
Leistungsstarke Kunststoffsysteme
für Dichtung, Verguss und Konstruktion
Leistungsstarke Dichtsysteme, Elektrogießharze
und Blockmaterialien für die schnelle und
kosteneffiziente Herstellung elektrischer und
elektronischer Komponenten präsentiert RAMPF
Advanced Polymers auf der productronica.
Zweikomponenten-Dichtungsschäume auf
Basis von Polyurethan (RAKU PUR) und Silikon
(RAKU SIL) von RAMPF Advanced Polymers
gewährleisten eine zuverlässige und langlebige
Abdichtung in zahlreichen industriellen
Anwendungen.
Die flüssigen bis hochthixotropen Dicht systeme
schützen effektiv vor Feuchtigkeit, Staub, Chemikalien
und Temperaturschwankungen. Die
automatische Applikation via FIPFG (Formed-
In-Place-Foam-Gaskets) oder FIPG (Formed-
In-Place-Gaskets) sorgt für hohe Reproduzierbarkeit
und Prozesssicherheit. Hersteller profitieren
zudem von beschleunigten Fertigungsund
Montageprozessen.
Messe-Fokus: Schaltschränke und Sensoren
Hohe Stückzahlen, vollautomatisierte Produktionsprozesse,
ultraschnelle Taktzeiten
und höchste Qualität – dafür stehen RAKU-
PUR- und RAKU-SIL-Dichtungssysteme. Ob
für Innen- oder Außenanwendungen, komplexe
Geometrien oder kleinste Dichtflächen: RAMPF
Advanced Polymers bietet für jede Anforderung
das passende Dichtungssystem.
Diese überzeugen mit:
• hoher Dichtungsqualität
(durch IP-Tests bestätigt)
• hoher Alterungsbeständigkeit
• geringer Härte für bessern Komfort
• geringen Montagekräften
• optimaler Haftung auf unterschiedlichen
Substraten, wie Edelstahl, Aluminium,
Pulverbeschichtung und Kunststoff
• Zertifizierung u.a. nach UL 50, UL 50e, UL 94
Weltweit setzen führende Hersteller aus
den Bereichen Schaltschrankbau und Sensorik
darum auf die leistungsfähigen und zuverlässigen
System lösungen von RAMPF Advanced
Polymers.
Elektrogießharze – maximaler Schutz
für maximale Leistung und Lebensdauer
Ein- und zweikomponentige Elektrogießharze
von RAMPF Advanced Polymers sorgen für maximale
Sicherheit, Performance, Wirtschaftlichkeit
und Langlebigkeit elektrischer und elektronischer
Bauteile. Sie bieten zuverlässigen und
effizienten Schutz vor chemischen Substanzen
sowie Umwelteinflüssen wie Hitze, Kälte
und Feuchtigkeit.
Mit ihrem breiten Spektrum an mechanischen,
chemischen und thermischen Eigenschaften eignen
sie sich für vielfältige Anwendungen. Elektrogießharze
auf Basis von Polyurethan (RAKU
PUR) und Epoxid (RAKU POX) sind bei führenden
Herstellern in der Automobil- und Elektronikindustrie
gelistet.
Halle A3, Stand 335
RAMPF Advanced Polymers
GmbH & Co. KG
advanced.polymers@rampf-group.com
www.rampf-group.com
58 4/2025
Beschichten/Lackieren/Vergießen
RAKU-PUR-Vergussmassen sind vielseitig
einsetzbar und punkten mit:
• großer Auswahl an Shore-Härten (20A - 90D)
• einfacher Reaktivitätsanpassung
• geringem Schwund
• geringer Exothermie
• schneller Verarbeitbarkeit
• hoher Schockbeständigkeit
• guter Haftung auf Kunststoffen
Anwendungen: Verguss von Leiterplatten, Kondensatoren,
Wechselrichtern, Sensoren, Drosselspulen,
EMV-Filtern u.v.m.
RAKU-POX-Vergussmassen sind aufgrund der
hohen mechanischen Belastbarkeit und guten
Haftung auf Metallen die ideale Wahl für den
Verguss von hochbeanspruchten Bauteilen
und punkten mit:
• sehr guter Chemikalienbeständigkeit
• sehr guter Imprägnierung
• hoher Abriebfestigkeit
Anwendungen: Verguss von Kondensatoren,
Motoren, Transformatoren, Platinen, Steuergeräten
u.v.m.
RAKU-TOOL-Blockmaterialien –
Minimales Gewicht, minimale
CO 2 -Emissionen, maximale Effizienz
Ein Highlight auf dem Messestand der internationalen
RAMPF-Gruppe ist eine hochautomatisierte
Anlage zum Dichten, Vergießen und
Kleben ein- und mehrkomponentiger Kunststoffsysteme,
entwickelt und gebaut von RAMPF
Production Systems.
Herzstück ist ein Doppelschiebetisch, der
autonom von einem mobilen Roboter be- und
entladen wird – und dort sorgt ein ultraleichter
und extrem formstabiler Bauteilträger aus
RAKU-TOOL-Blockmaterialien von RAMPF
Advanced Polymers für maximale Prozessstabilität,
Effizienz und Nachhaltigkeit.
Die Vorteile von Kunststoffmaterialien
gegenüber Aluminium und Stahl:
• kosteneffizientere und nachhaltigere Herstellung
mit bis zu 90% weniger CO 2 -Emissionen
gegenüber Aluminium
• energieeffizienteres Handling durch geringeres
Gewicht – Gewichtsvorteil von rund 60%
gegenüber Aluminium und 85% gegenüber
Stahl
• Anpassungen und Reparaturen schnell realisierbar
• schonenderer Umgang mit empfindlichen Werkstückoberflächen
• keine Abzeichnungen auf lackierten Bauteiloberflächen
• geeignet für alle Verbindungstechniken –
kraftschlüssig, formschlüssig, stoff schlüssig
und lösbar
• einfache Reinigung von Fetten und Staubpartikeln
◄
Schutzbeschichtung und Einkapselung eines Vergussprozesses kombiniert
ELANTAS Europe GmbH
bectron.elantas.europe@altana.com
www.elantas.com/e-mobility/
Elektronische Leiterplatten
enthalten eine Vielzahl sensibler
Bauteile. Damit diese sicher und
zuverlässig funktionieren, müssen
diese Komponenten sowohl elektrisch
als auch thermisch isoliert
und gegen Umwelteinflüsse wie
Feuchtigkeit, Staub und Vibration
geschützt werden. Die neu entwickelte
Flood-Coating-Technologie
von ELANTAS kombiniert
den geringen Materialeinsatz einer
klassischen Schutzbeschichtung
mit der Einkapselung eines Vergussprozesses
– und vereint so
die Vorteile beider Verfahren zu
einer leistungsstarken, materialsparenden
und gewichtsreduzierenden
Beschichtungstechnologie.
Beim ELANTAS Flood-Coating-
Verfahren mit ELANTAS CONA-
SHIELD CS 313 wird eine gleichmäßige,
relativ dicke Polymerschicht
mit hoher Haftkraft auf die
Leiterplatte aufgebracht. Diese
schützt topografisch unterschiedliche
Baugruppen auch an den
Kanten zuverlässig und deckt
sie ausreichend ab. Nach dem
Auftragen verläuft das Zweikomponenten-Polyurethan-Coating
nicht unkontrolliert, sondern bildet
durch die besondere Fließeigenschaft
eine hervorragende,
hochpräzise Kantenabdeckung mit
hoher Wiederholgenauigkeit – ein
wichtiger Faktor für einen beständigen
Langzeitschutz. Durch den
gezielten Auftrag wird kein freier
Raum unnötig ausgefüllt und nur
so viel Beschichtungsmaterial
eingesetzt, wie für eine optimale
Funktio nalität erforderlich ist. Das
spart nicht nur Materialkosten, sondern
reduziert auch das Bauteilgewicht
im Vergleich zum klassischen
Verguss um bis zu 60
% – bei gleicher Leistung. Damit
steht ELANTAS Flood-Coating für
eine prozesssichere, gewichtsoptimierte
sowie material- und kostensparende
Elektronikbeschichtung
mit langfristiger Isolations- und
Schutzwirkung. ◄
4/2025
59
Dosiertechnik
Mikrodosiertechnik:
Mehr Präzision. Mehr Vielfalt. Mehr Zukunft
ViscoTec stellt neue L-Serien und bewährte Dosierlösungen live auf der productronica in München vor.
2K Dispenser
vipro-DUO L
An Stand 435 in Halle A4 präsentiert ViscoTec
bewährte aber auch weiterentwickelte Produkte,
die das Portfolio des Dosiertechnikspezialisten
ergänzen. Vorgestellt werden neben bereits
bestehenden Dosierlösungen und Rotorvarianten
auch die neuen Dispenser vipro-PUMP
L bzw. vipro-DUO L und das neue Fassentleersystem
vipro-FEED L plus.
Halle A4, Stand 435
ViscoTec
Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH
www.viscotec.de
www.preeflow.com
1K Dispenser vipro-PUMP L
vipro-PUMP L und vipro-DUO L:
Bewährte Präzision, durchdachte Features
Die Dispenser der vipro-PUMP Baureihe werden
durch die 1K vipro-PUMP L und die 2K vipro-
DUO L Variante ergänzt. Die modulare Bauweise
der vipro-PUMP wurde nun auch auf die große
Dispenser Baureihe übertragen. Das bedeutet
selbst bei hohen Dosiermengen optimiertes
Handling und geringere Ersatzteil kosten. Die
Optimierungen garantieren – wie auch die bereits
bestehenden Modelle – eine unterbrechungsfreie
Dosierung mit hohen Genauigkeitsanforderungen
unter Anwendung der Endloskolben-Technologie.
Für die Anwender bedeutet das bewährte Präzision
mit innovativem Design und durchdachten
Features. Das Ergebnis: Maximale Prozesssicherheit,
weniger Stillstand – und spürbar
mehr Effizienz im Dosieralltag.
Vorteile mit der vipro-PUMP L Serie:
• einfacher in der Handhabung
Definierte Statorposition, mühelose Wiederpositionierung
und sauberes Entlüften sorgen
für reibungslose Abläufe.
• mehr Präzision, mehr Sicherheit
Integrierte Sensorik überwacht den Prozess
kontinuierlich und garantiert gleichbleibende
Dosierqualität.
• hohe Produktivität
Effizienter Service und langlebige, abrasionsbeständige
Komponenten sichern höchste
Zuverlässigkeit und steigern die Verfügbarkeit
Ihrer Anlagen.
In Kombination mit den Entleersystemen vipro-
FEED M & L plus ergeben die 1K oder 2K Dispenser
ein perfekt aufeinander abgestimmtes
Dosiersystem.
vipro-FEED L plus: 200-l-Fässer
vollautomatisiert und unterbrechungsfrei
entleeren
Mit dem neuen Fassentleersystem vipro-
FEED L plus lassen sich 200-l-Fässer effizient
und sicher verarbeiten – ideal für Branchen
wie Elektronikfertigung, Aerospace, Automobilindustrie
und E-Mobilität.
Das kompakte System bietet:
• höchste Effizienz und Automatisierung
Vollautomatisierte Entleerung sorgt für gleichmäßigen,
luftblasenfreien Materialfluss, selbst
bei hochviskosen Medien.
• integrierte Sicherheit und Bedienkomfort
Alle Standards sind erfüllt, die Entleer systeme
sind intuitiv steuerbar, es ist kein Fachpersonal
erforderlich.
• flexible, wirtschaftliche Lösung
Verschiedene Beladungsarten, kompakte
Bauweise und einfache Wartung senken die
Betriebskosten und steigern die Produktivität.
Dank integrierter Sensorik und Profinet-Schnittstelle
lässt sich die Anlage problemlos in übergeordnete
Steuerungen einbinden. Damit bietet die
vipro-FEED L plus maximale Effizienz und Prozesssicherheit
für die Entleerung von 200-l-Fässern.
Technisch basiert die vipro-FEED L plus
auf dem Konzept der kleineren vipro-FEED M
plus, welche aus Platzgründen auf der Messe
ausgestellt sein wird. ◄
Fassentleersystem vipro-FEED L plus
60 4/2025
Dosiertechnik
Hochpräzisions-Volumendispenser
für kleinste Dosiermengen
Musashi Engineering und der deutsche Vertriebspartner
ATN aus Berlin stellten das neue
Kolbendosiersystem MPP-5S aus der MPP-5
Familie vor. Die hochgenaue Steuerung des
MPP-5 ermöglicht es dem Anwender, kleinste
Mengen Material aus der Kartusche oder dem
Tank zu dosieren. Dadurch können in Kombination
mit den Hochpräzisionsnadeln von Musashi
sehr feine Strukturen realisiert werden.
MPP-5S und MPP-5M bieten die Möglichkeit,
zwischen insgesamt neun Dosierkammern mit
einem Volumen von 0,031 bis 7,3 ml zu wählen,
um das System optimal für die jeweilige
Anwendung zu konfigurieren. Neue Features,
wie automatische Protokollierung und Selbstdiagnosefunktion,
ermöglichen eine intelligente
Produktionssteuerung. Die rein digitale
Steuerung der Dosierköpfe garantiert dabei ein
Höchstmaß an Präzision und Reproduzierbarkeit.
Die Systeme der MPP-5 Familie sind darüber
hinaus durch ihre Ethernet-Schnittstellen nahtlos
in MES/SCADA-Umgebunden integrierbar
und erfüllen damit zentrale Anforderungen der
Industrie 4.0-Philosiphie.
ATN ist der deutsche Service- und Vertriebspartner
für MUASHI Engineering.
ATN
Produktionstechnik Niemeier GmbH
www.atn-berlin.de
Dosierlösungen von A bis XYZ
entwickeln, wird Techcon weiterhin
intelligentere, sauberere und
langlebigere Lösungen für Ihre
Anwendungen anbieten.
von Flüssigkeiten und Pasten, ob
in Linien, Bögen oder Kreisen bis
hin zu wiederholten, zeitgesteuerten
Punkten.
Seit vielen Jahren vertreiben
wir bei GLOBACO Dosiertechnik
von Techcon wegen ihrer hohen
Präzision und Haltbarkeit.
Dosiersysteme von Techcon
bieten verbesserte Arbeits hygiene
und verbesserte Produktivität,
machen Prozesse effizienter und
schaffen damit einen Mehrwert für
Sie. Mit diesen hochwertigen Produkten,
unserer Entschlossenheit
und langjährigem Know-how helfen
wir Ihnen Fertigungsprobleme
zu lösen, sei es in der Luftfahrt,
beim Militär, in der Verpackungsindustrie,
bei der Herstellung medizinischer
Geräte, in der industriellen
Montage oder in der Elektronik.
Während sich Ihre Prozesse
und Herausforderungen weiter-
Genauigkeit, Wiederholbarkeit
und Flexibilität
für eine Vielzahl an Service-
Industrien:
• Luft-und Raumfahrt
• Militär
• Verpackungsindustrie
• Industrielle Montage
• Medizinische Geräte
• Elektronik
• Mobile Geräte
• Automobil
• Sondermaschinenbau
Leistungsmerkmale
Höhere Genauigkeit:
Techcon Dosiersysteme und
-komponenten sind so konzipiert
und hergestellt, dass sie eine
strenge Kontrolle und Genauigkeit
für eine Vielzahl von Dosiersystemanwendungen
bieten. Die
Dosierroboter wurden speziell für
Dosieranwendungen entwickelt
und konfiguriert. Sie bieten absolute
Kontrolle über die Dosierung
Hervorragende Haltbarkeit:
Techcon Dosierventile werden
in sensiblen Fertigungsprozessen
eingesetzt. Sie benötigen weniger
Wartung als vergleichbare Produkte,
wodurch sie in der Branche
als „Arbeitspferd“ geschätzt
werden.
Verbesserte Arbeitshygiene:
Das Ergebnis höherer Genauigkeit
und hervorragender Haltbarkeit
ist eine verbesserte industrielle
Hygiene – ein sauberer, effizienter
Prozess.
Gesteigerte Produktivität:
Mit Dosiertechnik von Techcon
wird Ihre Produktivität gesteigert.
Prozesse werden schneller ausgeführt,
es entsteht weniger Abfall,
die Ausrüstung hält länger – und
Sie sparen Geld!
Alle diese Punkte – Genauigkeit,
Haltbarkeit, Arbeitshygiene
und Produktivität – ergeben einen
überzeugenden Mehrwert!
4/2025
Globaco GmbH
Paul-Ehrlich-Straße 16-20 • 63322 Rödermark • Tel.: 06074/86915
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61
Dosiertechnik
Mikrodosiertechnik-Portfolio
rund um eco-PENs und eco-DUOs
preeflow 1K Dispenser eco-PEN und 2K Dispenser eco-DUO Serien
preeflow eco-DUOMIX
für alle schwer mischbaren 2K-Materialen
Zur productronica in München demonstrieren
ViscoTec in Halle A4, Stand 435 und Vieweg in
Halle A3, Stand 263 aktuelle Lösungen rund
um Mikrodosierung von Fluiden und Pasten
mit preeflow-Dispensern. Beide Aussteller zeigen,
wie präzises, zuverlässiges Dosieren von
kleinsten Mengen in der Elektronikfertigung z.B.
in den Branchen Maschinenbau, Automotive und
Medizintechnik Anwendung findet – von niedrigbis
hochviskosen Materialien.
Highlights von preeflow auf der Messe:
• Mikrodosierungslösungen für Fluide und
Pasten in der Elektronikfertigung, mit Fokus
auf höchste Dosiergenauigkeit, Prozessstabilität
und Anwenderfreundlichkeit
• Produkte wie die gesamte eco-PEN Baureihe
inkl. Mikrodispenser eco-PEN XS, die eco-
DUO Baureihe, eco-DUO MIX sowie die dazugehörige
Steuerung eco-CONTROL EC200
2.0, die in unterschiedlichen Anwendungen
zum Einsatz kommen und sich durch präzise
Steuerung und vielseitige Einsatzmöglichkeiten
auszeichnen
preeflow Mikrodispenser eco-PEN XS speziell
für unterste Grenzbereiche an Dosiermengen
Die Anwendungsbereiche reichen von Bonding
über Conformal Coating, Dam & Fill, Glob
Top und Underfill bis hin zu Encapsulation und
noch weiter.
Sebastian Gerauer, Geschäftsfeldleitung
„Components & Devices“: „Wir freuen uns,
gleich doppelt vertreten zu sein: ViscoTec
und Vieweg präsentieren zusammen unsere
Mikrodosierlösungen auf der productronica 2025.
Damit stärken wir die Präsenz unserer Technologien
in der Elektronikfertigung – genau dort,
wo Präzision zählt.“ ◄
ViscoTec in Halle A4, Stand 435
Vieweg in Halle A3, Stand 263
ViscoTec
Pumpen- und Dosiertechnik GmbH
www.viscotec.de
Anwendungsbeispiel Dosiersteuerung eco-CONTROL EC200 2.0 mit eco-PEN
62 4/2025
Rund um die Leiterplatte
COMPLETE AND FLEXIBLE SMT SOLUTIONS
Präzision, Beratung und Innovation
für den perfekten Lotpastendruck
Alles für den Einstieg
in die manuelle
Prototypenfertigung
bietet unsere
protoLINE
bestehend aus:
printALL005
Einfaches Handling mit
universellem Spannrahmen
Wenn sich die internationale
Elektronikfertigungsbranche vom
18. bis 21. November auf der productronica
2025 in München trifft,
ist BECKTRONIC wieder mit
dabei. Der Spezialist für hochpräzise
SMD-Schablonen präsentiert
sein umfassendes Know-how rund
um den Lotpastendruck und zeigt,
warum Präzision, Erfahrung und
pro aktive Kundenberatung heute
entscheidende Erfolgsfaktoren in
der Elektronikfertigung sind.
Halle A3, Stand 176
Becktronic GmbH
info@becktronic.de
www.becktronic.de
Seit mehr als 40 Jahren fertigt
BECKTRONIC im Westerwald
lasergeschnittene Edelstahlschablonen
mit minimalsten Toleranzen
und höchster Formgenauigkeit.
Dabei geht das Unternehmen
weit über die reine Herstellung
hinaus: „Wir betrachten die Schablone
nicht als isoliertes Produkt,
sondern als zentralen Bestandteil
im Gesamtsystem der Elektronikfertigung“,
erklärt Geschäftsführer
Thomas Schulte-Brinker. „Unsere
Kunden profitieren von einer intensiven,
vorausdenkenden Beratung,
die alle Prozessparameter berücksichtigt
– von der Layoutgestaltung
über Materialauswahl bis hin
zu optimalen Pad- Geometrien für
einen möglichst fehlerfreien und
exakten Druckprozess.“
Gerade im Fine-Pitch-Bereich,
wo kleinste Abweichungen gravierende
Auswirkungen auf die
Funktionalität elektronischer Baugruppen
haben können, zahlt
sich diese Detailgenauigkeit aus.
BECKTRONIC unterstützt seine
Kunden dabei, Fehlerquellen
im Druckprozess frühzeitig zu
erkennen und zu vermeiden. So
entstehen hochpräzise Schablonen,
die die Qualität und Reproduzierbarkeit
in der SMT-Produktion nachhaltig
verbessern.
Neben direktverklebten Schablonen
– ein Alleinstellungsmerkmal
von BECKTRONIC – umfasst
das Produktportfolio auch Varianten
für Schnellspannrahmen, Musterschablonen
und kundenspezifische
Sonderlösungen. Kurze Lieferzeiten,
höchste Fertigungsqualität
und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit
der Produktionsprozesse
unterstreichen den Anspruch des
Unternehmens, immer „ein Stück
besser“ zu sein.
Für BECKTRONIC ist die productronica
weit mehr als eine Messe:
Sie bietet die Gelegenheit, Innovationen
live zu zeigen und mit
Anwendern, Entwicklern und Fertigern
ins Gespräch zu kommen.
Besucher können sich auf praxisnahe
Einblicke in die neuesten Entwicklungen
der Schablonentechnologie
und einen offenen Austausch
mit dem Expertenteam aus
Weitefeld freuen.
Mehr Informationen
und Ticket-Gutscheine unter:
www.becktronic.de ◄
4/2025 63
Multi Placer
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Höchst präzise und
vielseitig mit speziellem
Visionsystem
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Energie-effizient mit
bedienerfreundlicher
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Sie finden uns auf der
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Rund um die Leiterplatte
Elektronik aus einer Hand
Produkte von cab Produkttechnik vereinzeln und transportieren Leiterplatten bei Bavaria Digital Technik.
Leiterplatten vereinzeln
Als Nutzen bezeichnet die Elektronikbranche
mehrere Leiterplatten angeordnet auf einem
Träger. Beim Separieren der Leiterplatten ist
es entscheidend, mechanische Spannungen zu
minimieren. Empfindliche Bauteile wie Mikrocontroller
oder Kondensatoren dürfen nicht beschädigt
werden. Nutzentrenner der Serie MAESTRO
trennen stressarm durch präzise geführte Rollund
Linearmesser.
BDT profitiert von der hohen Lebensdauer
und gleichbleibenden Qualität der bestückten
Leiterplatten.
Halle A3, Stand 305
cab Produkttechnik
GmbH & Co KG
www.cab.de
Pfronten im Allgäu, Tor zu den Alpen: Hier
entwickelt, produziert und vertreibt BDT elektronische
Komponenten, Baugruppen und Komplettsysteme
für die Datenerfassung, Registrierund
Steuerungstechnik. BDT steht für Bavaria
Digital Technik GmbH. Ob Prototyp oder
Serien fertigung, Hard- oder Software, Projektierung,
mechanische Konstruktion, Prüfung,
Zulassung, Logistik oder Service – BDT begleitet
viele Kunden projekte von der ersten Idee
bis zur voll konfektionierten Auslieferung. Am
Standort im Lager stapeln rund 50 cab Magazine
der Serie 700 Leiterplatten in Nutzen für
deren unversehrten Transport und halten sie
für die weiteren Fertigungsschritte vor. Innerhalb
der Produktions- und Montagelinien vereinzelt
das cab Gerät MAESTRO 5 die Leiterplatten
präzise und stressarm.
Leiterplatten transportieren
Sichere Prozesse, Robustheit, Stabilität und
einfache Handhabung sind wichtige Anforderungen
für den Einsatz von Leiterplatten magazinen
bei BDT. cab Magazine können das. Sie sind aus
elektrisch leitfähigem Kunststoff gefertigt. Die
verwindungssteife Rahmenkonstruktion unterstützt
den Dauerbetrieb in der Produktion. Bei
wechselnden Leiterplatten größen lassen sich
die Magazine an einem Zahnriemen auf neue
Breiten einstellen. Für den Einsatz in Anlagen
mit übergeordneter Steuerung, in denen Loader
den Leiterplattentransport übernehmen, bietet
cab Magazine an, deren bewegliche Seitenwand
sich nach dem Aufsetzen auf den Loader automatisch
einstellt.
Bei BDI umfasst das Los in einem Auftrag
bis zu 5.000 Leiterplatten. Der Nutzentrenner
MAESTRO 5 ist beim Vereinzeln vorgeritzter
Leiterplatten in großer Stückzahl besonders
wirtschaftlich. Es lassen sich bis zu 15 in Mehrfachnutzen
angeordnete Leiterplatten gleichzeitig
trennen. Die Abstände und Anzahl der Rollmesser
werden auf die Leiterplatte angepasst.
Stabil und präzise ausgeführte Messerwellen
ergeben qualitativ einwandfreie Trennstellen.
Für eine hohe Laufleistung sind die Rollmesser
gehärtet, geschliffen und titanbeschichtet.
Die Mitarbeiter von BDT legen die Nutzen
in die Führung des MAESTRO 5 ein. Es wäre
ebenso möglich, durch eine Ladestation beziehungsweise
ein externes Transportband Nutzen
automatisch zuzuführen.
cab Leiterplatten magazin
64 4/2025
Rund um die Leiterplatte
Das Untergestell des MAESTRO 5 ist für jede
Anwendung individuell höhenverstellbar. Nach
dem Trennen werden die Leiterplatten auf einem
integrierten Transportband befördert.
Cobot, bitte Steuerung übernehmen!
In weiteren Prozessen der Fertigung führen
Roboter die separierten Leiterplatten durch weitere
Montagen bis zum fertigen Produkt der BDT,
etwa Module zur Anhängerüberwachung in Zugfahrzeugen,
SPS-Steuerungen in der Industrieelektronik,
Nervenstimulatoren in der Medizintechnik
oder Protokollkonverter für Blockheizkraftwerke.
Harmonisches Zusammenspiel
Gerd Atzler ist bei BDT verantwortlich für
die Produktionstechnik und Instandhaltung. Er
erinnert sich: „Wir haben 2008 mit cab Kontakt
aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte
unser Wareneingang Etikettendrucker von cab
im Bestand und war damit stets zufrieden.“
MAESTRO Nutzentrenner
Diese Ausgangsbasis mündete in eine erweiterte
Anforderung für die Elektronikfertigung. Gefordert
wurden Nutzentrenner, die den Anforderungen
der BDT an Effizienz und Benutzerfreundlichkeit
entsprechen. „Der erste Kontakt“, so Herr Atzler,
„hat sich als besonders wertvoll für uns herausgestellt.
Wir haben beim Gespräch schnell das
Potenzial der Geräte von cab für unsere Prozesse
erkannt und uns für eine Zusammenarbeit
entschieden.“
Partner auf Augenhöhe
Seit Beginn der Partnerschaft zeigt sich BDT
zufrieden. Insbesondere wird die einfache und
schnelle Handhabung der Geräte geschätzt,
ganz ohne aufwendige Programmierung. Die
hohe Lebensdauer des eingesetzten Equipments
sorgt für störungsfreie Produktionsabläufe.
Gerold Marsch als Fachberater und der
telefonische cab Support stehen im Bedarfsfall
kompetent und schnell zur Seite.
„Für BDT ist cab längst mehr als nur ein
Lieferant,“ bekräftigt Herr Atzler: „Ein starker
Partner auf Augenhöhe.“
cab zeigt auf der Productronica 2025 in München
verschiedene Geräte zum Trennen oder
Stapeln von Leiterplatten, auch deren Beschriftung
mit Etiketten. ◄
SMD-Druckschablonen digital
Schneller, sicherer, wettbewerbsfähiger.
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www.photocad.de bester Standard kleinste Bauteile maximale
Löt- und Verbindungstechnik
Präzise Titan-Lötmasken und Werkstückträger
Titan-Lötmasken und Werkstückträger spielen eine zentrale Rolle im selektiven Lötprozess.
Eutect entwickelt diese Maskierungen
und Trägersysteme individuell
nach kunden- und prozessspezifischen
Anforderungen. Das Unternehmen
verbindet dabei höchste
Fertigungspräzision mit umfassender
Materialkompetenz. Die
speziell entwickelten Masken und
Werkstückträger stehen für wiederholgenaue
Prozesse, optimiertes
Handling und maximale Zuverlässigkeit
in der Elektronikfertigung.
Wirtschaftlich, präzise
und sicher
Mit den neuen Titan-Lötmasken
bietet Eutect eine wirtschaftliche
Lösung für präzises und sicheres
Selektivlöten. Durch die gezielte
Auswahl von Titanwerkstoffen und
spezielle Oberflächenbehandlungen
verfügen die Masken über lotabweisende
Oberflächen mit hoher
Qualität und minimalen Wärmesenken.
Empfindliche Bauteile
und Gehäuse werden zuverlässig
Halle B2, Stand 439
Eutect GmbH
www.eutect.de
geschützt, während sich dank der
stabilen, dennoch dünnwandigen
Konstruktion ein optimierter Lotfluss
und hoher Lot-Durchstieg erzielen
lassen. Spezifische, dreidimensionale
Designs reduzieren den Einfluss
von Bauteiltoleranzen und
erhöhen so die Prozesssicherheit.
Damit unterstreicht Eutect seinen
Anspruch, praxisgerechte und wirtschaftliche
Lösungen für anspruchsvolle
Lötaufgaben bereitzustellen.
Statements
„Unsere Kunden profitieren von
unserer langjährigen Erfahrung,
umfassenden Lötkompetenz und
unserem konstruktiven Knowhow“,
führt Matthias Fehrenbach,
Geschäftsführer der Eutect GmbH
aus und ergänzt: „Wir liefern mit
unseren Lötmasken und Werkstückträgern
nicht nur ein Werkzeug.
Durch Innovative Ideen, Weitblick,
ausgeklügelte Konstruktion und über
30 Jahre Lötprozess-Knowhow entwickeln
wir Lösungen zwischen Baugruppe,
Lötprozess und Automatisierung,
die Qualität, Zuverlässigkeit
und Produktivität des selektiven
Lötens messbar steigern.“ Individuell
auf Baugruppe, Verfahren und
Anlage ausgelegt, reduzieren die
Lösungen Prozessschwankungen
und ermöglichen dokumentierbare,
reproduzierbare Ergebnisse nach
IPC- und MIL-STD-Vorgaben.“ Die
gezielte Führung des Lotflusses
schützt sensible Bauteile, sorgt für
saubere Lötstellen. „Auf unserer
jahrzehntelangen Erfahrung basierend
erhöhen unseren Werkstückträgern
und Lötmasken die Fertigungszuverlässigkeit
und senken
die Gesamtkosten pro Lötstelle über
den Lebenszyklus. Gründe dafür
sind weniger Ausschuss, geringeren
Lotverbrauch und hohe Standzeiten,“
so Fehrenbach. Zudem integrieren
sich Träger und Masken nahtlos
in unterschiedliche Automatisierungskonzepte
und Nicht-EUTECT-
Anlagen und mit unterschiedlichen
Kinematiken.
Maßgeschneidert
Mit maßgeschneiderten, exakt
auf die spezifischen Anforderungen
der Baugruppen abgestimmten
Titan-Lötmasken und Werkstückträgern
schafft Eutect die Grundlage
für einen stabilen, prozesssicheren
und effizienten Lötprozess.
Die Maskierungen und Träger zeichnen
sich durch den Einsatz modernster,
temperaturbeständiger Materialien
aus, die zudem ESD-konform
sind. Bereits in der Entwicklungsphase
berücksichtigt das Team
um Fehrenbach entscheidende
Faktoren wie die thermische Masse,
Wärmeableitung, Bauteilpositionierung
und Lötzugänglichkeit. So entsteht
eine technisch durchdachte
Konstruktion, die den Anforderungen
komplexer Mehrfachnutzen
und doppelseitig bestückter Baugruppen
gerecht wird. Gleichzeitig
legt Eutect großen Wert auf die
Integration funktionaler Elemente
wie Griffkanten, Orientierungshilfen
oder RFID-Tags, die das Handling
erleichtern und eine lückenlose
Rückverfolgbarkeit sicherzustellen.
„Unser strukturierter Entwicklungsprozess
gliedert sich in vier
aufeinander abgestimmte Schritte“,
erklärt Fehrenbach. Zunächst erfolgt
eine individuelle Anforderungsanalyse,
bei der alle Bauteil- und Prozessanforderungen
wie Taktzeit,
Fixierstrategie, Lötverfahren und
Handlingskonzept genau berücksichtigt
werden. Darauf folgt eine
fundierte Konstruktions- und Simulationsphase.
Hier wird ein Konzept
mit CAD-Konstruktion erstellt, ggf.
durch FEM-Analysen ergänzt und
auf thermische und mechanische
Rahmenbedingungen abgestimmt.
In der anschließenden Fertigungsphase
wird den Spezifikationen entsprechend
gefertigt und auf Automation,
Kinematik und Prozessstationen
angepasst. Abschließend
folgt die Prozessintegration. Hier
wird das nahtlose Einbinden der
Träger und Masken in die kundenseitige
Anlage oder Fertigungslinie
sichergestellt, damit der Gesamtprozess
reibungslos funktioniert“,
so Fehrenbach.
Grundlage dieser Kompetenz
sind zahlreiche erfolgreich umgesetzte
Projekte aus Branchen wie
der Automobilindustrie, Medizintechnik,
Konsumgüterindustrie, oder
Wehrtechnik. Die gesammelten
Erfahrungswerte fließen kontinuierlich
in die Weiterentwicklung der
Technologien ein, unterstützt durch
moderne Simulations- und Messtechnik.
Eutect verfolgt dabei einen
modularen Entwicklungsansatz und
begleitet Kunden von der Konzeptphase
über das Prototyping bis zur
Serienreife mit maßgeschneiderten
als auch wirtschaftlichen und prozesssicheren
Lösungen. ◄
66 4/2025
Löt- und Verbindungstechnik
Zuverlässigkeit von Klebstoffen bestätigt
DELO hat umfangreiche Zuverlässigkeitstests
mit richtungsleitenden
(anisotrop leitfähigen) Klebstoffen
durchgeführt und ihre Eignung als
robuste Alternative zum Löten in der
miniLED-Displayfertigung bestätigt.
DELO Industrie Klebstoffe
www.delo.de
Die Untersuchung konzentrierte sich
auf die Langzeitstabilität der Klebverbindungen
unter anspruchsvollen
Temperatur- und Feuchtigkeitslagerungen
und unterstreicht die mögliche
Rolle von Klebstoffen für eine
effiziente Serienfertigung von mini-
LEDs sowie künftige Anwendungen
mit microLEDs.
Aufbauend auf der 2024 veröffentlichten
Machbarkeitsstudie, die die
grundsätzliche Eignung von Klebstoffen
für zuverlässige elektrische
und mechanische miniLED-Verbindungen
gezeigt hatte, wurde nun die
Beständigkeit über längere Testzeiträume
untersucht. Mithilfe des
Stempelverfahrens wurden definierte
Klebstoffmengen auf strukturierte
Testboards dosiert. Einzelne
sowie gruppierte miniLEDs wurden
anschließend per Thermode
bei 180 °C ausgehärtet. Danach
erfolgten Lagerungstests von bis zu
500 Stunden bei 120 °C sowie bei
85 °C/85% relativer Luftfeuchtigkeit.
Die Bewertung umfasste Leuchttests,
U-I-Messungen sowie Scherfestigkeitsversuche.
Die Ergebnisse
zeigen sowohl eine stabile mechanische
Festigkeit als auch eine
ausgezeichnete elektrische Performance
über die gesamte Testdauer
– und dies in enger Übereinstimmung
mit den LED-Datenblättern.
Auch nach längerer Einwirkung
erhöhter Temperaturen blieben
die Verbindungen zuverlässig.
Ein kritisches Szenario, das gleichzeitig
Wärme und Feuchtigkeit kombiniert
und üblicherweise Lötverbindungen
stark belastet, konnte ebenfalls
erfolgreich durchlaufen werden.
Selbst unter diesen Bedingungen
erwiesen sich richtungs leitende
Klebstoffe als hoch belastbar, was
ihre Eignung als Verbindungstechnologie
für Displays der nächsten
Generation bekräftigt.
Nächste Schritte für miniLEDund
microLED-Fertigung
Experten von DELO stellten
die Ergebnisse auf der
MicroLED Connect vor, der weltweit
wichtigsten Fachveranstaltung
für microLED-Technologie.
Die detaillierten Ergebnisse der
Untersuchung sind außerdem in
einem Whitepaper dokumentiert:
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stellt auf der productronica 2025 die
neue Generation der Y-Serie vor:
Die Faserlaser Y.0202 und Y.0602
bieten höchste Präzision, Flexibilität
und Effizienz für die industrielle
Produktkennzeichnung.
Entwickelt für anspruchsvolle
Anwendungen in der Metall- und
Kunststoffverarbeitung – etwa in der
Automobil-, Medizin- und Elektronikindustrie
– ermöglichen die Laser
dank eines Fokusbereichs von bis
zu 99 mm Markierungen auf unterschiedlichen
Höhenniveaus ohne
Neupositionierung. Das spart Rüstzeit
und erhöht die Produktivität.
Mit Leistungen von 20 W bzw.
60 W und einstellbaren Pulsbreiten
sind die Systeme ideal für Hochgeschwindigkeitsanwendungen.
Die
präzise Steuerung der Markierparameter
sorgt für kontrastreiche,
materialschonende Ergebnisse.
Optional integrierbare Vision-Systeme
und Vollfeld-Kameras ermöglichen
exakte Ausrichtung und Echtzeit-Validierung.
Zusätzlich zeigt FOBA den UV-
Laser V.0042-uv, der sich durch kontrastreiche
Markierungen auf empfindlichen
Materialien auszeichnet.
Vorgestellt wird er in der kompakten
M1000-Maschine – ideal für Kleinserien
und einfach in bestehende
Produktionslinien integrierbar.
FOBA steht für praxisnahe Technologie
und individuelle Beratung.
Besucherinnen und Besucher sind
eingeladen, sich am Messestand
über aktuelle Entwicklungen zu
informieren. Beratungstermine
und kostenlose Messetickets gibt
es unter info@fobalaser.com. ◄
Intelligente Drucksystemlösung für viele Markierungsanforderungen
Conta-Clip verfügt als einer
der führenden Hersteller von
Verbindungstechnik mit dem
kompakten Thermotransfer-Drucker
TTPCardMax aus dem Produktbereich
Conta-Label über
ein Beschriftungs- bzw. Markierungssystem,
das unterschiedlichsten
Markierungsans prüchen
gerecht wird.
Das vielseitig einsetzbare TTP-
CardMAX-Drucksystem steht
für hervorragende Druckquali tät
mit hoher Auflösung und erfüllt
alle Anforderungen an die Kennzeichnung
im Elektro bereich. Das
effiziente Drucksystem mit der
bewährten Thermotransfer-Technologie
erstellt schnell und zuverlässig
auf einer Vielzahl von Materialien
– wie beispielsweise PVC,
PMMA, Polyester, ABS oder Polycarbonat
– gut sichtbare und dauerhafte
Kennzeichnungen von Etiketten
und Schildern. TTPCard-
MAX gewährleistet damit die langlebige
Beschriftung von Reihenklemmen,
Kabeln und Leitungen,
Ein- und Ausgabegeräten, externen
Bedienfeldern, Schaltmodulen
und vielen anderen Komponenten.
Die auf die Markiererkarten
abgestimmte Druck-Software mit
Vorlagen für alle Materialien ermöglicht
eine einfache und intuitive
Bedienung.
Das Drucksystem verfügt über
einen halbautomatischen sowie
einen automatischen Einzug für
schnelles Arbeiten mit bis zu 5.500
Markierern pro Stunde. Das wartungsarme
und leicht bedienbare
System erfordert nur wenig Aufmerksamkeit:
Der leicht zugängliche
Druck- und Zufuhrbereich ermöglicht
den einfachen Wechsel
der Farbbandkassetten, eine spezielle
Reinigungs kassette zur automatischen
Reinigung des Drucksystems
erhöht die Druckqualität.
CONTA-CLIP
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www.conta-clip.com
68 4/2025
Software
Von Chaos zu Klarheit: ERP stößt an Grenzen –
MiG schafft Transparenz bei Krüger & Gothe
© Krüger & Gothe
Nach dem Go-live eines neuen ERP-Systems
verlor der mittelständische EMS-Dienstleister
Krüger & Gothe plötzlich den Überblick – Auftragsübersichten
waren unvollständig, Materialund
Bestandsinformationen widersprüchlich. Was
half, war ein schlankes Software-Add-on: Binnen
einer Woche machte MiG von Perzeptron
die Zusammenhänge sichtbar und stellte Handlungs-
und Abrechnungsfähigkeit her.
Die ERP-Umstellung bei Krüger & Gothe hatte
einen engen Zeitrahmen: Freitags wurde das
Altsystem abgeschaltet und bereits montags
erfolgten die ersten Buchungen im neuen System.
Doch die Aufträge wurden einzeln und teilweise
fehlerhaft dargestellt; Statusangaben zu
Material, Produktion und Lager waren unzuverlässig.
Eingabefehler und eine fehlende Gesamtübersicht
führten zu massiven Rückständen
und großer Unsicherheit in Einkauf, Disposition
und Fertigung.
MiG stellt Auftragsklarheit wieder her
Um so schnell wie möglich wieder Auftragsklarheit
zu erlangen, brauchte es umgehend
eine Lösung. Der EMS-Dienstleister wurde auf
die Software MiG (Materialwirtschaft im Gleichgewicht)
von Perzeptron aufmerksam.
4/2025
Perzeptron GmbH
www.perzeptron.de
Das ERP-Add-on überzeugte sofort und wurde
an nur einem Tag im laufenden Betrieb installiert.
Eine anschließende geführte Datenvalidierung
dauerte ein bis zwei Wochen, doch bereits
vom ersten Tag an schuf das Tool deutlich mehr
Transparenz. Eingesetzt wird es heute unternehmensweit,
insbesondere in Einkauf, Disposition
und Fertigung.
Strukturierte Sicht
auf Aufträge und Material
„Mit MiG haben wir heute drei zentrale Werkzeuge
an der Hand: eine Lieferübersicht mit allen
Aufträgen inklusive Einmalkosten und Rahmenbestellungen,
eine Fertigungsübersicht mit Abrufaufträgen
und aktuellem Materialstatus sowie
ein Dashboard mit Effizienzanalyse. Letzteres
zeigt uns auf einen Blick kritische Positionen und
Rückstände in Auftragsmanagement, Einkauf und
Fertigung. Die Preis- und Rahmenübersicht war
zu Beginn besonders wertvoll – so konnten wir
zahlreiche Importfehler schnell erkennen und
korrigieren“, erklärt Andreas Janele, Head of
Purchasing bei Krüger & Gothe.
Die Lösung liefert zudem verschiedene Analysen,
Engpassbetrachtungen und operative Übersichten.
Als web-basiertes Modul kommt MiG
ohne lokale Installation aus, lässt sich einfach an
bestehende ERP-Systeme andocken und bietet
eine Google-ähnliche Suchfunktion. Ergebnisse
können per Klick einfach nach Excel exportiert
werden. Über ein integriertes Kommunikationsfeld
können Mitarbeitende bereichs übergreifend
gezielt Informationen austauschen.
Rückstände von 8,4 Mio. Euro
auf 345.000 Euro gesenkt
Die Effekte von MiG waren schon nach kurzer
Zeit deutlich sichtbar. In der Disposition konnten
rückständige Aufträge in Höhe von insgesamt
8,4 Mio. Euro innerhalb von vier Wochen
auf 2,6 Mio. Euro reduziert werden und lagen
nach vier Monaten nur noch bei 345.000 Euro.
Auch in der Fertigung schrumpften die Rückstände
erheblich: von 300 offenen Aufträgen zu
Beginn auf 60 nach vier Monaten; aktuell sind es
meist nur noch ein bis drei. Im Einkauf sank die
Zahl der Fehlteile von 28 auf lediglich ein Teil.
Gleichzeitig verringerte sich der Lagerbestand
an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen von 8,6 auf 6
Mio. Euro. Darüber hinaus brachte die Transparenz
bei offenen Einzelkosten einen zusätzlichen
finanziellen Effekt: Überfällige Forderungen im
Wert von mehr als 100.000 Euro konnten nachträglich
noch abgerechnet werden.
„MiG hat uns nicht nur Transparenz zurückgegeben,
sondern auch messbare finanzielle
Effekte in immensem Ausmaß gebracht“, betont
Andreas Janele.
Vom Soforthelfer zum integralen Bestandteil
Die Einführung der Perzeptron-Lösung verlief
reibungslos. „MiG hat von Anfang an sehr
schnell und gut funktioniert. Da das Tool nur
Daten anzeigt und nichts ins ERP schreibt, war
die Hemmschwelle bei den Mitarbeitenden gering.
Die Sorge, im neuen System etwas kaputt zu
machen, verschwand schnell. Auch unsere Verbesserungswünsche
wurden kurzfristig und problemlos
umgesetzt. Alle sind begeistert von dem
Tool“, sagt Andreas Janele.
Mit MiG gewann Krüger & Gothe innerhalb
kürzester Zeit die Übersicht zurück. Die Prozesse
in Einkauf, Disposition und Fertigung wurden
spürbar entlastet, Rückstände massiv reduziert
und signifikante finanzielle Effekte erzielt.
Aktuell wird die Lösung ausgebaut: Das Unternehmen
bindet ein Kapitalbindungs-Cockpit an,
um die komplette Auftragsübersicht je Kunde
inklusive RHB-Bestand, unfertiger Erzeugnisse
und Ladenhüter-Analyse zu ergänzen. Damit
soll die Sicht auf gebundenes Kapital weiter
geschärft werden.
„Die Implementierung von MiG bei Krüger
& Gothe zeigt, dass es keine Mammutprojekte
braucht, um eine zielgerichtete Sicht auf die
Prozesse zu erlangen. Unsere Software hilft
Unternehmen, schnell von einem Blindflug zur
Datenhoheit zu gelangen. Unser Kunde ist der
beste Beweis dafür“, fasst Samira Schneider,
Projektassistenz bei Perzeptron, zusammen. ◄
69
Software
Digitales Kontrollprogramm
Pünktlich zur productronica stellt die DPV Elektronik-Service GmbH den EPApro ESD-Manager vor –
die integrierte ESD-Management-Software für den EPApro Control Server.
• Durchführung von Messungen
Erfassung der Messwerte direkt anhand der
geplanten Aufgaben
• Auswertungen und Berichte
Erstellung von Reports für interne Auswertungen
oder externe Audits – revisionssicher
und nachvollziehbar
Vorteile gegenüber bestehenden Lösungen
Mit dieser Neuentwicklung bündelt DPV erstmals
alle wesentlichen Aufgaben und Prozesse
des ESD-Kontrollprogramms in einem zentralen
digitalen Tool. Ein bisher oft papier- oder tabellenbasierter
Prozess wird in eine strukturierte,
benutzerfreundliche und revisionssichere Softwarelösung
überführt.
Hintergrund:
ESD-Management in der Praxis
Ein wirksames ESD-Kontrollprogramm ist
für viele Produzenten unverzichtbar. Dabei gilt:
Standards wie IEC 61340-5-1 geben zwar Richtlinien,
jedoch keine zwingenden Vorgaben für
die konkrete Umsetzung. Der ESD-Kontrollprogrammplan
ist daher stets individuell und legt
firmenspezifisch fest, welche Schutzmaßnahmen
verpflichtend einzuhalten sind. Gerade
diese Individualität macht es schwierig, eine
universell passende Software-Lösung anzubieten.
Viele am Markt verfügbare Tools sind komplex
in der Bedienung, arbeiten ausschließlich
mit bestimmten Messgeräten zusammen oder
lassen sich nur eingeschränkt an die betrieblichen
Anforderungen anpassen.
DPV Elektronik-Service GmbH
info@dpv-elektronik.de
www.dpv-elektronik.de
Der EPApro ESD-Manager begegnet genau
diesen Herausforderungen: Er ist flexibel aufgebaut,
modular erweiterbar und unabhängig von
spezifischen Messgeräten nutzbar. So können
Unternehmen ihre bestehenden Strukturen und
Geräte weiterverwenden und gleichzeitig die Vorteile
einer zentralen, digitalen Plattform nutzen.
Umfassende Funktionen
für maximale Kontrolle
Mit dem EPApro ESD-Manager lassen sich
alle relevanten Daten, Prozesse und Verantwortlichkeiten
effizient verwalten. Die Software
unterstützt sowohl den ESD-Koordinator
als auch die beteiligten Mitarbeiter in ihren täglichen
Aufgaben:
• Vorlagenverwaltung
Definition und Pflege von physikalischen
Größen, Einheiten, Messparametern, Messpunkten,
ESD-Kontrollelementen sowie Tags
(z.B. für Messgeräte und Zubehör)
• Stammdatenverwaltung
Übersichtliche Ablage von Zuständigkeiten,
Ansprechpartnern, ESD-Koordinatoren und
Kontaktdaten
• Geräte-Management
Verwaltung aller Messgeräte mit Wartungsund
Service-Intervallen sowie Kalibrierstatus
• Standortverwaltung
Abbildung komplexer Unternehmens strukturen
in hierarchischer Form – von der Fertigungsebene
bis zum einzelnen Arbeitsplatz
• Aufgabenplanung und Zuweisung
Strukturierte Organisation von ESD-Messungen,
Wartungen oder Kalibrierungen mit
klarer Mitarbeiterzuordnung
Die Stärken des EPApro ESD-Managers liegen
in seiner Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit:
• modularer Aufbau mit individuell
konfigurierbaren Bausteinen
• kompatibel mit allen Messgeräten,
unabhängig vom Hersteller
• zentrale Verwaltung auf einem Server, in
die bestehende Backup-Routinen integriert
• flexible Benutzerrollen und Berechtigungen
für unterschiedliche Aufgabenbereiche
• plattformunabhängiger Zugriff per Desktop
oder Tablet im Unternehmensnetzwerk
• audit-sichere Dokumentation und
Berichterstellung
Ein neuer Standard
im digitalen ESD-Management
Mit der Einführung des EPApro ESD-Managers
verfolgt die DPV Elektronik-Service GmbH das
Ziel, Unternehmen eine zukunftssichere Plattform
für ihr ESD-Management bereitzustellen.
Durch die zentrale Bündelung aller relevanten
Daten und Aufgaben werden Transparenz und
Nachvollziehbarkeit erhöht, gleichzeitig reduziert
sich der organisatorische Aufwand erheblich.
Mit dem EPApro ESD-Manager gibt es eine
leistungsstarke, flexible und praxisnahe Lösung
für die digitale Umsetzung des ESD-Kontrollprogramms.
Die Kombination aus universeller Einsetzbarkeit,
einfacher Bedienung und umfassender
Dokumentation macht das Tool lt. Hersteller
zu einem Meilenstein im Bereich des
ESD-Managements.
Premiere auf der productronica
Die offizielle Vorstellung des EPApro ESD-
Managers erfolgt auf der productronica 2025
in München. Dort haben Besucher die Möglichkeit,
sich am Messestand der DPV Elektronik-Service
GmbH in Halle A2, Stand 105,
ein umfassendes Bild von den Funktionen und
Vorteilen der neuen Software zu machen und
sich im persönlichen Gespräch mit den Experten
auszutauschen. ◄
70 4/2025
Aktuelles
Panacol wird Hoenle Adhesives
Der Klebstoffhersteller Panacol-
Elosol GmbH gehört seit vielen Jahren
zur Hoenle-Gruppe, einem internationalen
Anbieter industrieller UV-
Technologien. Ab September 2025
werden alle weltweiten Hoenle-Tochtergesellschaften
unter einer Unternehmensmarke,
Hoenle, vereint
und umbenannt, darunter auch
Panacol, das zur Hoenle Adhesives
GmbH wird.
Wie schon unter dem Namen
Panacol wird die Hoenle Adhesives
GmbH auch weiterhin ein führender
Hersteller von UV-, Strukturund
leitfähigen Klebstoffen sein
und ihren Hauptsitz in Steinbach/
Taunus behalten.
Panacol-Elosol GmbH
www.panacol.de
Die Hoenle Adhesives GmbH wird
das Engagement von Panacol für
effiziente und nachhaltige Klebetechnologie
fortsetzen, insbesondere
werden komplette Klebelösungen
nunmehr aus einer Hand
angeboten, indem die Hightech-
Klebstoffe durch die UV/LED-Aushärtegeräte
von Hoenle ergänzt
werden. Sowohl Klebstoffe als auch
UV-Härtungssysteme sind nun unter
einer Marke erhältlich und können
auf die individuellen Bedürfnisse der
Kunden zugeschnitten und angepasst
werden.
„Unsere neue einheitliche Unternehmensmarke
spiegelt die Stärke
unserer globalen Organisation und
unser kontinuierliches Engagement
für Innovation, Qualität und kundenorientierte
Lösungen wider“, sagt
Dr. Michael Peil, Geschäftsführer
der Hoenle Adhesives GmbH. „Mit
Hoenle Adhesives bauen wir auf der
bewährten Tradition von Panacol auf
und positionieren uns gleichzeitig
als einheitliche globale Marke für
zukünftiges Wachstum als umfassender
Anbieter innovativer Klebetechnologien.“
Alle Tochtergesellschaften von
Panacol und Hoenle sind nun unter
einer Unternehmensmarke vereint.
Die Umfirmierung wird begleitet von
einem neuen Corporate Design,
einer modernen neu gestalteten
Website (www.hoenle.com) und
einem neuen Logo. Das moderne
Logo zeigt das bekannte Hoenle-
Blau, das für Beständigkeit und Kompetenz
steht, und führt einen stilisierten
Lichtstrahl im „O“ ein, der
den Kernbereich des Unternehmens,
die UV-Technologie, widerspiegelt.
◄
PRODUKTION.
INNOVATION.
ZUKUNFT.
Lernen Sie Expertinnen und Experten
aus der gesamten Wertschöpfungskette
der Metallbearbeitung kennen und
entdecken Sie praxisnahe Lösungen für
die Produktion von morgen.
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Aktuelles
Future Packaging –
Hybrid Live Lab @ productronica 2025
50 Jahre productronica. Die Jubiläumsausgabe. Ist es Zeit zu jubilieren?
Ja, zum Teil. Aber es ist auch die Zeit nach dem Stillstand.
Future Packaging Linie @productronica
Es hat sich etwas verändert
in der Branche. Junge Berufsanfänger bis hin
zu Enddreißigern gehen vermehrt eher auf kleine
Technologietage in ihrer Nähe oder informieren
sich im Netz über Neuigkeiten in der Branche.
Eine verlorene Generation an Messegängern?
Man darf nicht vergessen, dass natürlich auch
das Verhalten generell mehr und mehr in Richtung
digitaler Vernetzung tendiert. Wo liegt der
Nutzen für die Besucher und für die letztlich zahlenden
Unternehmen beim Besuch der Messe?
Es ist über den reinen Wissensgewinn die
Vernetzung mit realen Menschen, das Kennenlernen,
das einschätzen lernen und auch die im
„zwangloseren“ Gesprächen aufkommenden weiteren
Themen, die in einer Teams- Besprechung
niemals aufgekommen und thematisiert worden
wären. Der Kollege oder Bekannte, der früher
auf besondere Stände oder Aussteller hingewiesen
und die Leute zusammengebracht hat,
wurde klamm heimlich durch den Vorschlagsalgorithmus
der jeweiligen digitalen Plattform
ersetzt.
Halle B2, Stand 261
Fraunhofer Institute for Reliability
and Microintegration IZM
www.izm.fraunhofer.de
Doch der menschliche Kontakt geht weiter
als die Vorschläge, er spannt ein breitgefächertes
Netz von Quellen zum Sourcing. Egal ob
Wissen, Fachkräfte, Prozesse, Technologien
oder Bauelemente - das persönliche Netzwerk
gewinnt immer gegen das unpersönliche Internet.
Genau dieser Mehrwert und diese Erfahrung
muss vermittelt werden, denn die technologische
Aufbruchstimmung der 80er- und 90er-Jahre ist
einer Verstetigung und einer Praxis der kleinen
Schritte in der Entwicklung von Prozessen und
Technologien gewichen. Aber wir brauchen diesen
Drive und diese Euphorie um mit höchstmöglicher
Energie am Ball zu bleiben. Zusätzlich ist
der Kostendruck noch einmal größer geworden;
jede Investition in neue Maschinen und Geräte
muss viel detaillierter als nur mit reinem ROI
ihre Notwendigkeit beweisen.
Nun weg vom theoretischen,
emotionalen hin zum technischen Fokus
der Future Packaging Linie auf der productronica.
Das Fraunhofer IZM als treibenden Kraft
hinter der Linie hat sich für 2025 zum Thema
gemacht, einen Versuch zu starten. Wie wäre
es, wenn der Messestand ein Real-Labor ist?
Genau das wollen das IZM und seine Projektpartner
während der 4 Messetage herausfinden.
Bedingt durch die kommende Einführung
des digitalen Produktpasses sollte die Industrie
frühzeitig darauf vorbereitet sein, ihre Realverbräuche
zu quantifizieren und auch digital nutzbar
zu machen. Ab 2027 wird es ernst mit dem
digitale Produktpass (DPP) in der EU. Beginnend
mit Produktgruppen wie Batterien, Elektronik
und Textilien wird er schrittweise verpflichtend,
um Transparenz und Kreislaufwirtschaft
zu fördern. Der DPP ist ein digitales Dokument
mit Informationen zu Herkunft, Herstellung
und Recycling eines Produkts, das über einen
Datenträger wie einen QR-Code zugänglich ist
und Unternehmen zu einer frühzeitigen Vorbereitung
zur Einhaltung der neuen Vorgaben der
Öko design-Verordnung auffordert.
Um dabei schon die ersten Schritte zu gehen,
soll während der Messe an verschiedenen Tagen
und an verschiedenen Prozessschritten der Verbrauch
während Ramp-Up, Fertigung und Ramp-
Down gemessen und im Nachgang der Messe
ein auf den Messungen basierender CO 2 -Fußabdruckrechner
erstellt werden.
Übersicht der Linienteilnehmer:
• ATEcare Service GmbH & Co. KG
• ATN Automatisierungstechnik Niemeier
GmbH
• ATN Produktionstechnik Niemeier
GmbH
• Brady GmbH
• EKRA Automatisierungssysteme
GmbH (ASYS Group)
• F&K DELVOTEC Bondtechnik GmbH
• Fraunhofer IZM
• Fuji Europe Corporation GmbH
• IBL-Löttechnik GmbH
• IPTE Factory Automation NV
• LPKF Laser & Electronics AG
• Nordson Electronic Solutions
(Asymtek)
• OPTIMUM datamanagement solutions
GmbH
• Smartlink-SMT GmbH
• TEKNEK
72 4/2025
Aktuelles
Die IBL VAC745i
Zusätzlich stellen natürlich alle Linienteilnehmer
ihre herausragenden Lösungen an Maschinen
und Geräten vor. Die umweltfreundlichen
und flexiblen Dampfphasenlötanlagen der IBL-
VAC Inline Serie, sind leistungsstarke Inline-
Lötsysteme für höchste Ansprüche und bieten
bestmögliche Qualität in der Aufbau- und Verbindungstechnik.
Eine patentierte Vakuumkammer
innerhalb der Prozesskammer sorgt für Prozesssicherheit
und voidfreie Lötergebnisse, da
sowohl Anzahl als auch Größe von Lunkern
minimiert werden. Die IBL-Inline-Anlage lässt
sich vollständig in eine Produktionslinie integrieren
und bei Bedarf im Batch-Modus fahren.
Dank der einzigartigen IBL-Dampfphasentechnologie
gewährleisten die Maschinen der VAC-
Inline Serie hervorragende Lötergebnisse bei
hoher Reproduzierbarkeit. Platinen mit unterschiedlich
vielen Lagen und einem umfangreichen
Komponentenmix können mit den Vakuumlötanlagen
zuverlässig gelötet werden. Dank
dem „Intelligent Profiling System“ hat der Nutzer
die volle Kontrolle über den Temperaturanstieg.
Dadurch lassen sich punktgenau überragende
Lötprofile erzielen.
Die VAC-Serie:
• arbeitet mit einem integrierten
Vakuumsystem
• ist für Inline- und Batchbetrieb ausgelegt
• benötigt nur wenig Stellfläche
Mit der Soft Vapour Phase-Steuerung wird
ein unnötiger Temperaturanstieg vermieden.
Das bedeutet:
• weniger Bauteilstress
• geringerer Energieverbrauch
• niedrigere Betriebskosten
• ausgezeichnete Wärmeübertragung in einer
inerten, sauerstofffreien Atmosphäre
• kein Bedarf an teurem Stickstoff
• benutzerfreundliches Zwei-Kammersystem
mit großem Touch-Display
F&k Delvotec wird mit dem M17S Bonder eine
Lösung mit dem kleinsten Platzbedarf auf dem
Markt bei maximaler Produktivität vorstellen.
Er bietet nachhaltige Technologie durch austauschbares
Bondkopfprinzip und eine manuelle
oder automatische Teilehandhabung. Die innovative
Plattformstrategie, bei der unterschiedliche
Drahtbondtechnologien und Transducerfrequenzen
auf derselben Maschinenbasis eingesetzt
werden können, wird auch bei der neuesten
F&K Bondergeneration fortgeführt. Die
Vielzahl unterschiedlich großer Arbeitsbereiche
sowie austauschbare Bondköpfe und Transducervarianten
gewährleisten höchste Flexibilität
in der Aufbau- und Verbindungstechnik.
Vorteile
• Integrierter Dickdraht und Dickbändchen in
einer Maschinenplattform durch schnellen
Systemwechsel
• Sicherstellung reproduzierbarer
Bondqualität durch patentiertes BPC für
automatisierte Echtzeit-Optimierung der
Bondparameter bei unterschiedlichen
Materialoberflächen
• Sicherstellung von Prozesstransparenz
durch nahtlose Integration in Industrie 4.0/
IOT-Verfahren
• Bietet Prozessstabilität durch eine große
Auswahl an Ultraschallfrequenzen für
optimale Materialanpassung
• Integrierte Prozesstechnologie und
Automatisierung aus einer Hand
Es ist also für jede Menge interessanter
Aspekte rund um die Fertigungslinie gesorgt,
die einen Besuch auf dem Messestand zu
einem MUSS für jeden productronica- Besucher
macht. ◄
F&K Dickdrahtbonder M17S
Ein bewährtes, industrielles Markiersystem, das eine Vielzahl von
Motiven automatisiert auf verschiedenste Materialien stempelt.
Kosteneffiziente Lösung Einfach Integration Hohe Zuverlässigkeit
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4/2025
73
Aktuelles
Technologie und Transformation
Trends, Strategien und Laserverfahren
in der Elektronik und Mikroelektronik
Dr. Christian Vedder spricht mit electronic fab über Anforderungen, Innovationen
und deren Anwendung in der Industrie.
Die selektive Laserkristallisation einer Siliziumschicht auf einem Wafer
mit elektrischen Schaltkreisen ermöglicht die integrierte
Herstellung von MEMS-Beschleunigungssensoren.
Bilder © Fraunhofer ILT, Aachen
Megatrends wie Digitalisierung,
Elektromobilität und Künstliche
Intelligenz bewegen auch die Elektronik-
& Mikroelektronikbranche.
Dr. Christian Vedder, Leiter der
Abteilung Oberflächentechnik und
Formabtrag am Fraunhofer-Institut
für Lasertechnik ILT, beleuchtet in
diesem Interview die aktuellen Entwicklungen
und Herausforderungen
der Branche. Er erklärt, dass innovative
Laserverfahren in der Mikroelektronikfertigung
eine immer
wichtigere Rolle spielen, sowohl
um wettbewerbsfähig zu bleiben
als auch den steigenden Anforderungen
gerecht zu werden.
Dr. Vedder, welche Trends
sehen Sie als besonders
richtungsweisend?
Die Mikroelektronik befindet
sich derzeit in einer Phase tiefgreifender
Transformation, getrieben
durch globale Megatrends
wie Digitalisierung, Elektromobilität,
Künstliche Intelligenz und
Quanten technologie. Diese Entwicklungen
führen zu einem rasant
steigenden Bedarf an leistungsfähigeren,
kompakteren und gleichzeitig
energieeffizienteren Bauelementen.
Besonders richtungsweisend
sind aktuell Technologien
wie Advanced Packaging, Chiplet-
Architekturen und 3D-Integration,
die eine höhere Funktionalitätsdichte
bei gleichzeitig verbesserter
thermischer Performance
ermöglichen. Auch die Nachfrage
nach Halbleitern aus Wide-Bandgap-Materialien
wie SiC und GaN
nimmt deutlich zu. Parallel dazu
gewinnt die nachhaltige Produktion
an Relevanz.
Welche Rolle spielt dabei
das Fraunhofer ILT?
Unsere Stärke liegt darin, Lasertechnologien
für die Fertigung von
Mikroelektronik weiterzuentwickeln
und praxistauglich zu machen. Wir
arbeiten eng mit Partnern aus Industrie
und Forschung zusammen
und bringen neue Verfahren zur
Marktreife. Dabei legen wir großen
Wert auf ressourcenschonende,
präzise und flexible Lösungen.
Miniaturisierung ist ein
zentraler Trend, wo sehen
Sie hier die größten
Herausforderungen?
Miniaturisierung bringt die etablierten
Fertigungsprozesse zunehmend
an ihre physikalischen und
wirtschaftlichen Grenzen. Auf technischer
Ebene stellt vor allem die
steigende Packungsdichte enorme
Anforderungen an Thermomanagement,
Signal- und Leistungsintegrität
sowie an die Präzision in
der Verbindungstechnik. Gleichzeitig
verschiebt sich die Komplexität
in Richtung Packaging und
System integration. Für die Industrie
bedeutet das, dass klassische
Skalen effekte durch neue Materialien,
hetero gene Integration und
3D-Strukturen ersetzt werden
müssen, mit hohen Investitionen in
Know-how und Equipment. Für viele
Unternehmen wird es immer wichtiger,
alternative Technologien wie
Laserverfahren zu nutzen.
Welche technischen Grenzen
müssen überwunden werden
für noch kleinere
und leistungsfähigere Chips?
Die größte Herausforderung liegt
in der weiteren Skalierung unterhalb
von 3 nm – hier stoßen klassische
Transistorarchitekturen an
physikalische und wirtschaftliche
Limits. Neue Ansätze wie Gate-
All-Around-FETs, neue Materialien,
wie 2D-Halbleiter, oder Backend-
Integration rücken in den Fokus.
Gleichzeitig wird die horizontale
Miniaturisierung zunehmend durch
vertikale Integration ergänzt, etwa
durch 3D-Chipstacks und Advanced
Packaging.
Wie verändert der steigende
Bedarf an energieeffizienten
Lösungen den Markt?
Der Energiebedarf von Chips
wird zum entscheidenden Kriterium
– nicht nur für mobile Geräte, sondern
auch für Rechenzentren und
KI-Anwendungen. Dadurch gewinnen
neue Architekturen, Materialien
und eben auch neue Fertigungsprozesse
an Bedeutung. Lasertechnologien
helfen hier, weil sie
gezielt einzelne Funktionsbereiche
bearbeiten und sowohl Energieverluste
in der Produktion minimieren
als auch die Energieeffizienz im
späteren Betrieb steigern können.
In welchen Bereichen
werden Lasertechnologien
besonders intensiv genutzt?
Dort, wo Präzision, Materialvielfalt
und Prozessflexibilität gefragt
sind, z.B. in der Strukturierung und
Trennung von Wafern, beim Halbleiter-Annealing
oder -kristallisieren,
beim Advanced Packaging – etwa
für Through-Silicon oder Through-
Glas Vias oder das Laser(de)bonding
– sowie in der Mikromaterialbearbeitung
für Substrate und Leiterbahnen.
Auch bei flexibler Elektronik
und additiver Fertigung spielen
Laserverfahren vorn mit.
Wie trägt das Fraunhofer ILT
dazu bei, neue Fertigungsprozesse
zu ermöglichen?
Neben Lasermaterial-Bearbeitungsverfahren
entwickeln wir die
notwendige Lasersystemtechnik –
von den optischen Systemen über
die Prozesssensorik bis hin zur
Anlagenintegration inklusive Steuerung.
Dabei haben wir immer die
industrielle Nutzung im Blick und
erarbeiten so Prototypenanlagen
oder auch -bestandteile, die eine
Pilotisierung ermöglichen.
Dr. Christian Vedder, Leiter der
Abteilung Oberflächentechnik und
Formabtrag am Fraunhofer-Institut
für Lasertechnik ILT
74 4/2025
Aktuelles
Laser-Impuls-Schmelzbonden (LIMBO) ermöglicht das schädigungsfreie
Fügen von dicken Kupferverbindern an dünnen Metallisierungen auf sensiblen
Substraten in der Elektromobilität und Hochleistungselektronik.
Welche Vorteile bieten
laserbasierte Verfahren?
Laser ermöglichen es, Materialien
digital punktgenau zu bearbeiten
– auch ohne Masken, ohne
chemische Ätzprozesse und – durch
Einsatz von Ultrakurzpulslasern –
mit sehr wenig thermischem Stress.
Durch ihre hohe zeitliche und
örtliche Fokussierbarkeit lassen
sich auch in sonst transparenten
Materialien Bearbeitungen durchführen;
dies ermöglicht u.a. fortschrittliche,
hochsaubere Wafertrenn-
mittels LLO oder Schichtbzw.
Mikrobauteilübertragungsverfahren
mittels LIFT.
Ebenso lassen sich Silizium-
Schichten direkt auf elektrischen
Schaltkreisen laserkristallisieren,
um monolithische MEMS-Sensoren
zu ermöglichen.
Welche Rolle spielen Laser
beim kontaktlosen Fügen
und in der Aufbau- und
Verbindungstechnik?
Eine große Rolle dort, wo klassische
Verfahren an ihre Grenzen
stoßen – zum Beispiel bei temperaturempfindlichen
oder dünnen
Substraten oder sehr kleinen Bauteilen.
Laserschweißen oder -löten
ist hochpräzise, schnell und lässt
sich gut automatisieren.
In der Aufbau- und Verbindungstechnik
setzen wir dabei auf Verfahren
wie das Mikroschweißen
LIMBO, mit dem sich dicke Kupferverbindungen
auf empfindlichen
Substraten fügen lassen.
Mittels Digitaldruck- und
Laserfunktionalisierung lassen
sich metallische Interfaces für
Mikroschweiß-, Löt- oder Steckverbindungen
herstellen.
Welche Potenziale sehen Sie
in der additiven Fertigung
für die Integration von
Sensorik in elektronische
Bauteile?
Komplexe Strukturen in einem
einzigen Schritt herzustellen – und
dabei gezielt Funktionselemente
wie Sensoren, Heizer- oder Leiterbahnen
direkt zu integrieren. Das
spart Platz, reduziert Gewicht und
vereinfacht die Montage. Darüber
hinaus können Sensoren an Orten
platziert werden, die vorher nicht
denkbar gewesen wären, unmittelbar
an der Wirkzone.
Besonders spannend ist das für
Anwendungen im Leichtbau, in der
Medizintechnik oder bei Wearables.
Inwiefern ermöglichen
Laserverfahren eine präzisere
oder ressourcenschonendere
Fertigung?
Lasergestützte, additive Verfahren
fügen nur dort Material zu, wo
es wirklich nötig ist – das macht die
Verfahren im ersten Schritt materialeffizienter.
Die Kombination neuer
Tief-UV-Laserstrahlquellen mit angepassten
optischen Systemen ermöglicht
eine immer genauere und
energieeffizientere Strukturierung.
Außerdem entfällt oft der Einsatz
von Chemikalien.
Welche Anwendungen von
gedruckter Elektronik sind
besonders vielversprechend?
Besonders spannend finde ich
smarte Maschinenbauteile, die
ein besseres Verständnis der
Belastungs szenarios von Komponenten
zulassen und im besten
Falle sogar die Möglichkeit zur
Maschinenanpassung zu geben, um
energie effizientere Arbeitspunkte
zu ermög lichen oder kritische zu
vermeiden.Auch gedruckte Sensoren
auf flexiblen Trägermaterialien
– etwa für smarte Textilien
oder medizinische Anwendungen
sind interessant, um personalisierte
medizintechnische Unterstützung
im Alltag zu ermöglichen.
Bei der Herstellung von OLEDs,
effizienteren Solarzellen oder Dünnschicht-Brennstoffzellen
oder -elektrolyseuren
für die Energiewende
bieten gedruckte Schichten aus
neuen Materialien in Kombination
mit Laserverfahren ebenso Vorteile.
Welche Anwendungsmöglichkeiten
haben
laserbasiertes Glasfritbonden
und Mikroschweißen?
Beide Verfahren ermöglichen
sehr präzise, lokal begrenzte Fügeverbindungen
– bei minimaler thermischer
Belastung.
Das Glasfritbonden eignet sich
ideal für das hermetische Verschließen
empfindlicher Mikrosysteme,
wie sie etwa in der
Sensorik oder Medizintechnik
gebraucht werden. Beim Mikroschweißen
lassen sich sehr feine
metallische Verbindungen erzeugen,
etwa für Kontakte auf dünnen
Drähten oder filigranen Strukturen
in der Leistungselektronik. Diese
Verfahren schaffen neue Möglichkeiten,
miniaturisierte und gleichzeitig
robuste Bau gruppen herzustellen.
Welche Bedeutung hat extreme
ultraviolette Strahlung?
High-NA-EUV ist essentiell für
die heutige Chip-Herstellung mit
Struktur größen unterhalb von
3 nm. Durch die sehr kurze Wellenlänge
und die große Apertur lassen
sich viel feinere Details abbilden
als zuvor. Durch die sehr kurze
Wellen länge lassen sich viel feinere
Details abbilden als mit längerwelligem
Licht.
Wie wird Lasertechnologie
die Mikroelektronik in den
nächsten Jahren verändern?
Laserverfahren werden zukünftig
eine Schlüsselrolle in weiteren,
neuen Fertigungsprozessen einnehmen,
wie in der Heterointegration
oder der Bearbeitung neuer
Materialkombinationen. Wir werden
deutlich flexiblere und individuellere
Produktionsprozesse sehen.
Laser ermög lichen es, sehr
schnell auf neue Designs und Materialien
zu reagieren; sie werden
in Kombination mit KI- gestützten
Material-, Bauteil- und Prozessentwicklungen
herkömmliche Prozessund
Produktansätze maßgeblich
verändern. Gleichzeitig trägt der
Laser dazu bei, Ressourcen zu
sparen und Prozesse nachhaltiger
zu gestalten.
Was empfehlen Sie
Unternehmen, die neue
Laserprozesse in ihre
Fertigung integrieren wollen?
Frühzeitig testen, im kleinen Maßstab
starten und offen für neue
Denkweisen bleiben.
Wer Lasertechnologien sinnvoll
einsetzen will, muss oft bestehende
Prozesse und Prozessketten überdenken
– das ist manchmal unbequem,
lohnt sich aber fast immer.
Wir unterstützen Unternehmen
beim Einstieg bis zur Serienreife.
www.ilt.fraunhofer.de ◄
Direktdruck: Das Fraunhofer ILT zeigt einen Dehnungsmesssensor,
der sich dank der Kombination von Druck- und Lasertechnik direkt
und automatisierbar auf dem Bauteil aufbringen lässt.
4/2025
75
Aktuelles
Digitale Arbeitswelten für die Elektronikfertigung
Softwaregestützte Arbeitsplätze, intelligente Testlösungen und die digitale Plattform elution two
stehen bei Elabo im Fokus.
Auf der productronica 2025 zeigt
Elabo sein komplettes Portfolio
innovativer Lösungen für vernetzte
Fertigungsumgebungen. Schwerpunktthemen
sind digital unterstützte
Arbeitsplätze, intelligente
Prüf- und Testsysteme sowie die
modulare Plattform elution two für
Montage, Schulung und Analyse.
Vom 18. bis 21. November präsentiert
ELABO auf der productronica
in München Arbeitsplatz- und
Prüfsysteme für die moderne Elektronikfertigung.
Im Mittelpunkt stehen
softwaregestützte Arbeitsplätze,
intelligente Testsysteme
und die Softwaresuite elution two
als zentrale Plattform für die digitale
Gerätefertigung.
Softwaresuite elution two
Mit elution two präsentiert Elabo
eine modulare Lösung, die Montage,
Training und Analyse nahtlos miteinander
verbindet. Die Plattform liefert
Schritt-für-Schritt-Anleitungen
direkt am Arbeitsplatz, stellt ein virtuelles
Labor für sicheres Testen
und Lernen bereit und ermöglicht
über offene Schnittstellen die Integration
externer Systeme. Echtzeit-
Auswertungen ermöglichen eine präzise
Bewertung von Quali tät und
Effizienz. Die plattformunabhängige
Software bietet intuitive Dashboards,
ein browserbasiertes Frontend
mit Responsive Design und
unterstützt den Betrieb auf Desktop,
Tablet und Smartphone. Das
Modul elution two Training erlaubt
es Lehrenden, komplette Lernumgebungen
zu konfigurieren.
Im Bereich
Arbeitsplatzlösungen
zeigt man mit dem primus two
Elektronikarbeitsplatz ein modulares
System, das höchste An sprüche an
Ergonomie und Funktionalität erfüllt.
Der Tisch wird in mehreren Varianten
mit unterschiedlichen Ausstattungen
ausgestellt – darunter die
mobile Version „main base cart“,
das horizontale „cockpit“-Design
sowie die höhenverstellbare „main
base right“.
Ein weiteres Messehighlight ist
der avero Montagearbeitsplatz für
die softwaregestützte Fertigung.
Er lässt sich sowohl als Einzelarbeitsplatz
als auch als integrierter
Bestandteil einer Montagelinie
einsetzen und bietet eine Vielzahl
intelligenter Funktionen für den digital
unterstützten Montageprozess.
Dazu zählen eine visuelle Pick-by-
Light-Führung für eine fehlerfreie
Auswahl der Bauteile, ein direkt
integrierter DC-Konstanter sowie
ein Iso-Prüfgerät für elektrische
Sicherheitsprüfungen.
Ergänzt wird das System durch
eine softwarebasierte Schraubersteuerung,
bei der Drehmoment
und Schraubhäufigkeit individuell
definiert werden können. Die integrierte
Systemintelligenz vernetzt
alle Komponenten und gewährleistet
dadurch einen durchgängig
digitalen und kontrollierten Fertigungsablauf.
Im Bereich Testsysteme
hat Elabo eine skalierbare
Prüfanlage im Gepäck, die
elektrische und mechanische
Funktions prüfungen mit moderner
Bildverarbeitung kombiniert. Die
kameragestützte Vision prüfung ermöglicht
eine schnelle und objektive
Kontrolle von Merk malen,
Positionen und Oberflächen eingelegter
Komponenten. Alle Prüfergebnisse
werden direkt von
der elution two Software erfasst,
wodurch eine lückenlose Dokumentation
und Rückverfolgbarkeit
sichergestellt wird. Die Anlage
ist sowohl für Einzeltests als auch
für die Serien prüfung geeignet und
kann in Entwicklungsumgebungen
sowie für End-of-Line-Prüfungen
eingesetzt werden.
Ferner präsentiert ELABO einen
Prüfschrank, der modernste Messtechnik
in einem kompakten Schaltschrank
vereint. Die integrierten
Module – SMT-PE für die Schutzleiterprüfung,
SMT-HV AC und
SMT-HV DC für Hochspannungsprüfungen
sowie Ableitstrommessung
– erfüllen höchste Anforderungen
an Sicherheit und Normkonformität,
insbesondere nach DIN EN
60601. Die zentrale Steuerung aller
Komponenten ermöglicht automatisierte
Prüfabläufe und eine intuitive
Bedienung über die elution two
Software. Dank der lückenlosen
Dokumentation und Rückverfolgbarkeit
eignet sich der Prüfschrank
für den Einsatz in Serienfertigung,
Endprüfung und Service. Ergänzend
wird ein Prüfmobil für medizinische
Geräte ausgestellt, das mit
einem G8-Kombiprüfgerät sowie
Smart-Modular-Ableitstrommessgerät
ausgestattet ist. ◄
Halle 1, Stand 275
Elabo GmbH
info@elabo.de
www.elabo.de
76 4/2025
Aktuelles
Großer Preis des Mittelstandes 2025 für Evosys
Evosys Laser GmbH
info@evosys-laser.com
www.evosys-group.com
Die Evosys Laser GmbH, Technologieführer
im Bereich Laser-
Kunststoffschweißen aus Erlangen,
wurde mit dem Großen Preis des
Mittelstandes 2025 ausgezeichnet.
Die renommierte Ehrung würdigt
Unternehmen, die durch Innovationskraft,
nachhaltiges Wachstum
und herausragende Kundenorientierung
Maßstäbe in der deutschen
Wirtschaft setzen.
Die Evosys Laser GmbH entwickelt,
produziert und vertreibt
Systeme für die Lasermaterialbearbeitung
von Kunststoffen.
Ergänzend dazu bietet das
Unternehmen Beratung im Bauteildesign,
Prozessentwicklung sowie
umfassende After-Sales-Services
an. So ermöglicht man die Umsetzung
innovativer, laserbasierter Konzepte
zur Materialbearbeitung in
einem internationalen und aufnahmebereiten
Markt, insbesondere in
den Bereichen Pharma, Konsumgüter
und Automobilindustrie.
Der Große Preis des Mittelstandes,
vergeben von der Oskar-
Patzelt-Stiftung, zählt zu den bedeutendsten
Wirtschaftspreisen in
Deutschland. Das Erlanger Unternehmen
überzeugte die Jury insbesondere
durch seine Pionierleistungen
in der Lasermaterialbearbeitung
sowie die individuelle Entwicklung
von Sondermaschinen und Prozessmodulen
für Fertiglösungen.
Als international ausgerichtetes
Unternehmen mit Fokus auf Präzisionstechnologie
und Automatisierungslösungen
profitiert Evosys von
seiner langjährigen Erfahrung und
dem tiefgreifenden Branchenwissen.
Die Auszeichnung bestätigt
die konsequente Kundenorientierung
und die nachhaltige Innovationskraft,
mit der Evosys seine Position
als Technologieführer kontinuierlich
ausbaut.
Die offizielle Preisverleihung und
Bekanntgabe der Preisträger fanden
am Samstag, den 13. September
im Maritim Hotel in Würzburg statt.
Geschäftsführer Frank Brunnecker
erklärt: „Wir sehen diese
Ehrung als Bestätigung unserer
Strategie, Hand in Hand mit unseren
Kundinnen und Kunden individuelle
Lösungen zu entwickeln. Wir erfüllen
höchste Qualitätsstandards und
ermöglichen gleichzeitig Effizienzsteigerungen.“
„Der Große Preis
des Mittelstandes motiviert uns,
auch künftig wegweisende Technologien
im Bereich des Laser-Kunststoffschweißens
voranzutreiben
und damit die Wettbewerbsfähigkeit
unserer Kundschaft nachhaltig
zu stärken“, ergänzt Geschäftsführer
Holger Aldebert. ◄
Ihr Systemlieferant für die Elektronik-Fertigung:
www.dpv-elektronik.de
NEU
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DPV Elektronik-Service GmbH
Systeme für die Elektronik-Fertigung | Herrengrundstrasse 1 | 75031 Eppingen | DE
Aktuelles
W3+ Fair Jena 2025:
Hightech-Messe setzt Maßstäbe für Mitteldeutschland
W3+ Fair
https://w3-fair.com
Fleet Events
fleet-events.de
Die W3+ Fair Jena hat ihre
Position als eine der bedeutendsten
Technologieveranstaltungen
in Thüringen untermauert. Unterstützt
durch die Goldpartner Opto-
Net und EPIC, verwandelte sich die
Sparkassen-Arena in Jena am 24.
und 25. September 2025 in einen
pulsierenden Marktplatz für Fachleute
aus den Bereichen Photonik,
Optik, Elektronik und Mechanik. Mit
rund 230 Ausstellern, Partnern und
Sponsoren, d.h. einem Plus von
rund 15%, und der Eröffnung der
neuen Halle 3 konnte die Messe ihr
Wachstum weiter fortsetzen. Auch
die Zahl der Besucherinnen und
Besucher ist gestiegen: Die W3+
Fair Jena zog in diesem Jahr über
2750 Personen an und wuchs damit
um 21%. Eröffnet wurde die Veranstaltung
von der thüringischen Wirtschaftsministerin
Colette Boos-John
sowie dem Oberbürgermeister von
Jena, Dr. Thomas Nitzsche.
Starkes nationales
und internationales
Ausstellerinteresse
Knapp 70% der Aussteller kamen
aus anderen Bundesländern oder
dem Ausland. Insgesamt waren
Unternehmen aus 14 Ländern vertreten,
darunter die Schweiz, Niederlande,
Frankreich, Spanien und
die USA. „Mit der Erweiterung der
Messe konnten wir noch mehr Firmen
von außerhalb in Jena begrüßen“,
so Nora Kirsten, Geschäftsführerin
von OptoNet e.V. und Goldpartner
der Messe.
Zwei Tage lang volles Programm
auf den Bühnen
Ein Highlight war das umfassende
Konferenz-programm: 76
Referenten gaben ihr Wissen auf
zwei Bühnen zu aktuellen Themen
wie „Regionale Innovation“,
„Raumfahrt“ oder „Sicherheit und
Verteidigung“ weiter. Hochkarätige
Sprecherinnen und Sprecher
von führenden Unternehmen
wie ASML, Zeiss, Jenoptik,
Hensoldt, Rheinmetall sowie
renommierte Forschungsinstitute
wie das Fraunhofer Institut lieferten
spannende Einblicke in Branchenentwicklungen
und Technologietrends.
Dazu bot die neue Pitch Bühne
Start-ups und Ausstellern die Gelegenheit,
neuste Produkte und Services
einem versierten Fachpublikum
zu präsentieren.
Delegationsbesuche
und Matchmaking
Ein großer Erfolg war auch der
organisierte Besuch aus dem Ausland:
Erstmals war die Messe Zielstation
zweier Delegationen aus
den Niederlanden und der Schweiz.
Ergänzt wurde das Vernetzungsangebot
durch gezielte Matchmaking-Möglichkeiten,
die von der LEG
Landesentwicklungsgesellschaft
Thüringen und dem EEN European
Enterprise Network organisiert wurden:
Insgesamt 105 teilnehmende
Unternehmen kamen in 80 Sessions
mit potenziellen Projekt- oder Forschungspartnern
ins Gespräch.
Die kommende W3+ Fair Jena
findet am 23. + 24. September 2026
statt. Davor treffen sich die Hightech-Branchen
am 18. + 19. März
2026 für ein Wiedersehen auf der
W3+ Fair Wetzlar/ Mittelhessen. ◄
78 4/2025
Künstliche Intelligenz
KI erkennt Marktbewegungen frühzeitig
Wie Algorithmen der Elektrotechnik-Branche
neue Chancen eröffnen
Von einem volatilen Marktumfeld zu vorausschauenden Entscheidungen:
Künstliche Intelligenz revolutioniert die Marktanalyse in der Elektrotechnik-Branche.
• technologische Disruption:
Smart Grids, fortschrittliche
Batterietechnologien und
IoT-Integration verändern
Marktstrukturen grundlegend.
In diesem komplexen Umfeld
müssten Entscheider theoretisch
alle relevanten Technologietrends,
Konkurrenten und Marktentwicklungen
gleichzeitig überwachen
– eine praktisch unmögliche Aufgabe.
Hier kann KI Abhilfe schaffen.
© Unsplash/Steve Johnson
Autor:
Timur Göreci
Chief Revenue Officer (CRO)
Orderfox Schweiz AG
www.orderfox.com/de
Die Elektrotechnik-Branche
steht vor einem Paradigmenwechsel.
In einem Markt, der 2024 über
5,8 Billionen Euro schwer war und
trotz aktueller Herausforderungen
für 2025 eine Erholung von 3 Prozent
Wachstum verspricht, entscheiden
oft Stunden über Millionen-Geschäfte
[1]. Gleichzeitig
befeuern Trends wie die Energiewende,
Elektromobilität und Industrie
4.0 die Komplexität: Halbleiter-Engpässe
[2], geopolitische
Spannungen und schwankende
Rohstoffpreise [6] machen traditionelle
Marktbeobachtung zum Blindflug.
Während herkömmliche Analysemethoden
reaktiv und zeitaufwändig
sind, erkennen KI-Systeme
Marktbewegungen, bevor sie zu
kostspieligen Problemen werden.
Die Elektroindustrie erwirtschaftet
bereits heute 45% ihres Umsatzes
mit Produkt- oder Sortimentsneuheiten
[3]. Technologiesprünge
beschleunigen sich rasant: Was
heute State-of-the-Art ist, kann
morgen überholt sein. Erschwerend
kommt hinzu, dass selbst hochinnovative
Features mittlerweile so
schnell kopiert werden, dass sie
sich nicht dauerhaft als Alleinstellungsmerkmal
eignen.
Die größten Herausforderungen
der Branche:
• volatile Halbleitermärkte:
Preisschwankungen und
Verfügbarkeitsprobleme bei
kritischen Komponenten
können ganze
Produktionslinien stilllegen.
• Energiewende-Dynamik:
Der Übergang zu erneuerbaren
Energien schafft neue Märkte,
während traditionelle Bereiche
schrumpfen.
• geopolitische Risiken:
Handelskonflikte und
Exportbeschränkungen
beeinflussen globale
Lieferketten unmittelbar.
Wie KI-Systeme
Marktbewegungen erkennen
KI-basierte Marktanalysesysteme
funktionieren nach einem mehrstufigen
Ansatz, der weit über traditionelle
Datensammlung hinausgeht.
Sie sammeln kontinuierlich Informationen
aus verschiedenen Quellen
– von Börsennotierungen über
Patentanmeldungen bis hin zu politischen
Entwicklungen. Machine-
Learning-Algorithmen verarbeiten
diese Datenströme und erkennen
komplexe Zusammenhänge zwischen
scheinbar unabhängigen
Faktoren.
Der entscheidende Vorteil liegt
in der Geschwindigkeit und Vernetzung
der Analyse. Moderne KI-
Systeme können beispielsweise
erkennen, dass eine Kombination
aus stark gestiegenen Lithiumpreisen
[4], neuen EU-Batterieregulierungen
[5] und Produktionsankündigungen
asiatischer Hersteller [4]
mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verschiebungen
im Markt für Energiespeichersysteme
führen wird.
Durch intelligente Datenverknüpfung
simulieren diese Systeme
menschliche Denkprozesse bei der
Quellenanalyse. Durch diese Vektorisierung
können identische Grundinformationen
je nach Fragestellung
unterschiedlich erschlossen werden.
Supply-Chain-Analysen benötigen
andere Datenverknüpfungen
als Technologie-Benchmarks oder
Wettbewerbsanalysen.
4/2025
79
Relevante Frühwarnindikatoren
für die Elektrotechnik
Für die Elektrotechnik-Branche
sind spezifische Indikatoren besonders
relevant:
• Technologische Indikatoren
umfassen Patentanmeldungen
in Schlüsselbereichen wie Leistungselektronik,
neue Materialien
wie Siliziumkarbid (SiC) oder Galliumnitrid
(GaN), sowie Durchbrüche
bei Batterietechnologien und
Halbleiterarchitekturen.
• Rohstoff- und Komponentenmärkte
beeinflussen die Branche
unmittelbar. KI-Systeme überwachen
die Verfügbarkeit seltener
Erden, Kupfer- und Lithiumpreise,
sowie die Kapazitätsentwicklung
bei kritischen Komponenten wie
Mikrochips.
• Regulatorische Entwicklungen
spielen eine zentrale Rolle. Von
EU-Taxonomie-Vorgaben über
Cybersicherheitsrichtlinien bis
hin zu Standards für Smart Grids
– rechtliche Änderungen schaffen
neue Märkte oder machen
bestehende Technologien obsolet.
• Marktspezifische Faktoren, wie
die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen
[4], Investitionen in erneuerbare
Energien [6] und die Digitalisierung
der Industrie [7], bestimmen
langfristige Trends.
Konkrete Anwendungsbeispiele
aus der Praxis
Ein Beispiel aus der Praxis zeigt
die Bedeutung: Hätten Unternehmen
frühzeitig erkannt, dass die
Kombination aus EU-Green-Deal-
Vorgaben [8], steigenden Energiepreisen
[9] und neuen Batteriestandards
[10] einen Boom bei Energiespeicherlösungen
auslösen würde,
hätten sie ihre Produktentwicklung
und Lieferantenstrategien entsprechend
anpassen können.
KI-Systeme analysieren solche
Zusammenhänge kontinuierlich. Sie
können etwa aus der Kombination
von Forschungsbudgets für Quantentechnologie
und politischen Initiativen
zur digitalen Souveränität ableiten
[11], welche neuen Geschäftsfelder
entstehen könnten.
Ein weiteres Beispiel: Die Analyse
von Produktionsankündigungen,
Investitionsmeldungen und Kapazitätserweiterungen
bei Halbleiterherstellern
ermöglicht präzise
© unsplash/lonely-blue-n37BD6BFbRQ-
Prognosen zur Verfügbarkeit kritischer
Chips – eine Information,
die für Produktionsplanung und
Preisgestaltung entscheidend ist.
Moderne KI-Lösungen wie Gieni
AI von Orderfox demonstrieren
bereits heute, wie Marktanalysen
automatisiert und beschleunigt werden
können. Solche Systeme integrieren
spezialisierte Industriedatenbanken
und lassen sich über Plattformen
wie Microsoft 365 Copilot
nahtlos in bestehende Arbeitsprozesse
einbinden.
Datenquellen und -verarbeitung
Die Qualität KI-basierter Marktanalysen
hängt maßgeblich von der
Vielfalt und Aktualität der verwendeten
Datenquellen ab. Moderne
Systeme integrieren verschiedene
Datenströme:
• Finanzmarktdaten bilden oft den
Kern der Analyse. Börsennotierungen
von Elektrounternehmen,
Rohstoff-Futures und Währungskurse
werden in Echtzeit verarbeitet
und sind besonders wertvoll,
da sie die kollektive Einschätzung
der Marktteilnehmer
widerspiegeln.
• Technische Patentdaten geben
Aufschluss über zukünftige Technologietrends.
Die Analyse von
Patentanmeldungen in Bereichen
wie Leistungselektronik oder Batterietechnologie
kann Hinweise
auf kommende Marktverschiebungen
liefern.
• Regulatorische Informationen
aus verschiedenen Ländern und
Regionen fließen ebenfalls ein.
Neue Normen für Elektrogeräte,
Energieeffizienz-Standards oder
Cybersicherheitsvorgaben können
ganze Märkte beeinflussen.
• Produktionsdaten und Lieferketteninformationen
ergänzen das
Bild. Kapazitätsauslastung bei
Herstellern, Lagerbestände und
Transportkosten ermöglichen präzise
Einschätzungen für spezifische
Marktsegmente.
Der Ausblick: KI transformiert
strategische Entscheidungen
Die technologische Entwicklung
weist klar in Richtung intelligenter
Marktanalysesysteme. Künftig werden
KI-Tools über die reine Marktbeobachtung
hinausgehen und automatisierte
Strategieempfehlungen
ermöglichen – von der optimalen
Produktentwicklungsrichtung bis
hin zu präzisen Timing-Empfehlungen
für Markteintritt oder -austritt.
Gleichzeitig werden fortschrittliche
KI-Tools auch für kleinere Elektrotechnik-Unternehmen
erschwinglich
und nutzbar.
Für Entscheider bedeutet dies
eine fundamentale Verschiebung:
Statt wochen- oder monatelanger
Analysen erhalten sie minutenschnelle,
datenbasierte Insights
zu komplexen Marktszenarien. Die
Zukunft der Elektrotechnik gehört
denjenigen, die nicht nur innovative
Produkte entwickeln, sondern
auch die Marktdynamik besser
verstehen als ihre Konkurrenz. KIgestützte
Marktanalysen sind der
Schlüssel dazu.
Wer schreibt:
Timur Göreci ist Chief Revenue
Officer bei der Orderfox Schweiz
AG mit Sitz in Zürich. Nach seinem
Abschluss in Designmanagement
an der AMD Düsseldorf bekleidete
er verschiedene Managementpositionen
bei internationalen Unternehmen
wie H&M, Global Blue, store2be
und Laserhub GmbH. Bei Orderfox,
einer KI-basierten B2B-Lösung für
die Fertigungsindustrie weltweit, ist
er seit März 2023 tätig.
Referenzen
[1] www.zvei.org/fileadmin/user_
upload/Presse_und_Medien/Publi-
kationen/2024/Oktober/ZVEI-Welt-
Elektromarkt-Ausblick_2025/01-
ZVEI-Global_Market_Outlook_
Electro_and_Digital_Industry_
until_2025.pdf
[2] www.deloitte.com/us/en/Industries/tmt/articles/semiconductorindustry-outlook.html
[3] www.gointerim.com/branchen/interim-manager-aus-der-elektrotechnik-und-elektronikindustrie/
[4] www.iea.org/commentaries/
the-battery-industry-has-entereda-new-phase
[5] https://environment.ec.europa.
eu/topics/waste-and-recycling/batteries_en
[6] www.iea.org/news/global-
energy-investment-set-to-rise-to-
3-3-trillion-in-2025-amid-economic-uncertainty-and-energy-security-concerns
[7] https://digital-strategy.
ec.europa.eu/en/activities/digitalprogramme
[8] https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/priorities-2019-2024/european-greendeal/finance-and-green-deal_de
[9] https://montel.energy/de/commentary/batteriespeicher-und-ihreinfluss-auf-die-deutschen-strompreise-ein-gamechanger
[10] www.reuters.com/technology/
europes-battery-pass-project-outlines-manufacturers-transparencychallenge-2023-04-17/
[11] www.e-fi.de/fileadmin/Assets/
Studien/2025/StuDIS_07_2025_.
pdf ◄
80 4/2025
Ein Reinraum ist NICHT partikelbzw.
kontaminationsfrei, auch wenn
viele Nutzer von Reinräumen diese
Meinung vertreten. Man sollte die
Kontaminationen nicht ausschließlich
auf Partikel reduzieren, auch
wenn sich in den Normen und Richtlinien
ein Reinraum ausschließlich
auf die Partikelkonzentration in der
Luft definiert. Welche Kontaminationen
durch einen Reinraum reduziert
werden sollen, wird einzig und
allein durch die zu produzierenden
Produkte bestimmt.
Verpflichtungen
Entsprechend der geltenden Normen
und Richtlinien ISO 14644,
VDI 2083 u.a. ist der Betreiber
eines Reinraums oder eines Reinen
Bereichs dazu angehalten, die
Übereinstimmung der Parameter
mit den Angaben im Raumbuch zu
überprüfen und ggf. Maßnahmen zu
ergreifen, um diese Übereinstimmung
wieder herzustellen. Diese
Überprüfung erfolgt durch regelmäßige
Qualifizierungs- bzw. Requalifizierungsmessungen.
Diese Messungen
sollten mindestens ein- bis
zweimal pro Jahr erfolgen, können
aber auch öfter durchgeführt werden
bis hin zum kontinuierlichen
Monitoring der Reinraumumgebung.
Autor:
Joachim Ludwig
Gründer und Geschäftsführer
COLANDIS GmbH
www.colandis.com
In der Literatur findet man über die
letzten Jahre hinweg eine Vielzahl
von Angaben, welche die größten
Kontaminationsquellen im Reinraum
sind. Abhängig von der jeweiligen
Sichtweise und den unterschiedlichen
Erfahrungen fallen diese
Angaben sehr unterschiedlich aus.
Meist wird der Mensch als größte
Kontaminationsquelle im Reinraum
angesehen. Aber auch diese Aussage,
die grundsätzlich nicht falsch
ist, lässt sich nicht verallgemeinern.
Es spielt immer eine Rolle, inwieweit
der Mensch in die ablaufenden
Prozesse eingebunden ist. Sind
es offene Prozesse mit manuellen
Tätigkeiten oder sind es geschlossene
Prozesse mit einem hohen
Automatisierungsgrad, was den
Einfluss von Kontaminationen durch
den Menschen bestimmt. Zudem
kommt es auf die Art der Kontaminationen
an. Es können Partikel
sein, die aus falscher Reinraumkleidung
stammen oder keine wirksame
Barriere zwischen Menschen
und Raum bilden. In Life-Science-
Branchen spielen dabei die „lebenden“
Partikel, die Keime, eine wichtige
Rolle. In der Halbleiterindustrie
wächst neben den Partikeleinflüssen
die Bedeutung von molekularen
Kontaminationen CMC (chemical
molecular contamination), in der
Batteriefertigung hingegen spielt
beispielsweise der Feuchteeintrag
durch den Menschen in den Raum
eine entscheidende Rolle. Man
erkennt hier schon, dass es eine
Vielzahl unterschiedlichster Einflüsse
auf den Reinraum und damit
auf die Prozesse und Produkte gibt.
Für jede dieser unterschiedlichen
Produktion
Kontaminationsquellen im Reinraum
Anwendungen sollte daher eine
gesonderte Risikoanalyse erstellt
werden, um damit gezielt eine
Vermeidungsstrategie erarbeiten
zu können.
So wirkt die Fertigung
Der Einfluss der Fertigungsprozesse
selbst kann in zwei Kategorien
unterteilt werden. Zuerst wird der
Einfluss auf benachbarte Prozesse
im Reinraum betrachtet: Entstehen
durch die Fertigungsprozesse
selbst Kontaminationen, die durch
Querströmungseffekte zu benachbarten
Maschinen gelangen können
und die dort ablaufenden Prozesse
negativ beeinflussen? Wenn
ja, dann sollte dieser Einfluss durch
konstruktive Maßnahmen, wie eine
Absaugung oder eine Kapselung
der Kontaminationsquellen erfolgen
bzw. sollte über den Aufstellort
der problematischen Maschine
nachgedacht werden.
Bei der zweiten Kategorie beeinflusst
der Prozess sich selbst negativ.
Es können prozessspezifisch Materialien
freigesetzt werden, die einen
Einfluss auf die Qualität der Produkte
haben. In so einem Fall sollte
man herausfinden, ob konstruktive
Gegenmaßnahmen ergriffen werden
können oder man mit dieser Situation
zurechtkommen muss.
Die Ursache der Kontaminationen
aus dem Prozess heraus liegt
meist in der Historie der jeweiligen
Prozessmaschine. Oftmals wurden
diese Maschinen zu einer Zeit entwickelt,
in welcher die Anforderungen
bzgl. der Reinheit noch nicht
so hoch waren. Prozesstechnisch
funktionieren diese Maschinen auch
auf einem höheren Technologieniveau,
erfüllen aber nicht mehr die
Anforderungen an die notwendige
Reinheit. Es kann auch sein, dass
Maschinen aus komplett anderen
Fertigungen oder auch Branchen
eingesetzt werden, in denen nicht
so hohe Reinheitsanforderungen
gelten, aber technisch alle anderen
Parameter erfüllt werden.
Ganz eng damit verbunden sind
die Kontaminationen, die aus den
Prozessmedien und Prozessmaterialien
stammen. Die Reinheit dieser
Medien ist essenziell für eine hohe
Qualität der Erzeugnisse. Deshalb
sind die Anforderungen an deren
Reinheit in verschiedenen Normen
und Richtlinien beschrieben (z.B.
VDI 2083-7). Wird diese Reinheit
im Anlieferzustand gewährleistet
und werden im Prozess Kontaminationen
im Zusammenhang mit diesen
Medien festgestellt, dann liegen
die Ursachen meist beim Prozessequipment.
Anforderungen an Materialien
Die eingesetzten und zu ver- bzw.
bearbeitenden Materialien müssen
mit Blick auf die komplette Prozessbzw.
Lieferkette ebenfalls den hohen
Ansprüchen genügen. Meist hat der
Lieferant dieser Materialien seine
Fertigung auf die hohen Anforderungen
eingestellt, hat Reinigungsprozeduren
eingeführt, stellt diese
Materialien unter Reinraumbedingungen
her oder er nutzt geschlossene
Systeme, in denen eine Kontamination
von der Umgebung aus
nicht möglich ist.
Eine andere Lösung besteht darin,
dass aus einer großen Anzahl/
4/2025
81
Produktion
Bildquelle: H.-J. Warnecke: Der Produktionsbetrieb 1: Organisation, Produkt, Planung
Springer-Verlag, Berlin, 1993, www.climet.com
Menge von zu bearbeitendem Material
dasjenige herausgesucht wird,
welches den Reinheitsansprüchen
genügt und das Restmaterial verworfen
wird. Beispielsweise wird für
das Mikroprägen in Kunststoff hochreines
PMMA benötigt. Die angelieferten
PMMA-Platten waren durch
Handling, Transport und Lagerung
von allen Seiten stark kontaminiert.
Die oberen und unteren zwei Platten
wurden verworfen und aus den
anderen Platten mittig ca. 1/3 des
Materials herausgeschnitten und für
den Prägeprozess benutzt.
Geräte, Maschinen und Anlagen
Eine oftmals vernachlässigte Partikelquelle
sind die Geräte, Maschinen
und Anlagen sowie auch Materialien
und Oberflächen, die nicht
den gewünschten Anforderungen
entsprechen. Seit vielen Jahren
gibt es verschiedene Richtlinien
(VDI 2083-9.1; ISO 14644-14), die
sich mit dem Thema der Reinraumund
Reinheitstauglichkeit beschäftigen.
Mit der Anwendung dieser
Richtlinien und den daraus resultierenden
Messungen kann man
schon im Vorfeld einschätzen, in
welcher Reinraumumgebung beispielsweise
eine Maschine eingesetzt
werden kann. Des Weiteren
kann ermittelt werden, welche
Anzahl von Maschinen in einem
Reinraum plaziert werden kann, um
mit ihrer Partikelabgabe den Reinraum
nur so weit zu belasten, dass
dieser die geforderte Spezifikation
im Betrieb beibehält.
Bei diesen Messungen unterscheidet
man in Reinraumtauglichkeits-
und Reinheitstauglichkeitsmessungen.
Bei der Reinraumtauglichkeit
wird der Einfluss der
Maschine, Anlage, Komponente auf
den Reinraum ermittelt – besteht
die Gefahr der Verschlechterung
der Reinraumparameter? Bei der
Reinheitstauglichkeit wird der Einfluss
der Maschine, Anlage, Komponente
auf das Produkt ermittelt
– besteht die Gefahr der Verunreinigung
und damit der negativen
Beeinflussung des Produktes? Die
Reinraumtauglichkeit wird auch als
Unterkategorie der Reinheitstauglichkeit
betrachtet, denn das Entscheidende
ist der Schutz der Produkte
vor Kontaminationen.
Noch einmal: Materialien
Bei den Materialien verhält es
sich etwas anders. Das Material an
sich ist eine passive Einheit und gibt
normalerweise keine Partikel aktiv
an die Umgebung ab. Sind jedoch
chemische Kontaminationen ein
Problem für die Fertigung von Produkten,
können die falschen Materialien
durchaus ungeeignet für den
Einsatz sein. Es kann auch sein,
dass man die Passivität eines Materials
nicht sofort dahingehend einschätzt,
dass die Bewegung dessen
nicht sofort ersichtlich ist. Hier
ein Beispiel: Eine neue Greifereinheit
für flache Werkstücke wurde
mittels Ultraschalles angeregt, so
dass sich ein Luftpolster zwischen
Werkstück und Greifer ausgebildet
hat, welches ein berührungsloses
Handling ermöglicht. Der Greifer
bestand aus einem eloxierten Aluminium,
die gemessenen Partikelwerte
waren exorbitant hoch. Die
eloxierte Oberfläche stellt eine
Keramik mit vielen Mikroporen dar,
aus denen die Partikel im Mikrobereich
herausgeschleudert bzw.
auch herausgebrochen wurden.
Nachdem der Greifer aus Edelstahl
gefertigt wurde, verbesserten sich
die Werte, waren aber noch nicht
im Wunschbereich angekommen.
Die Mikrostruktur, trotz Elektropolierens,
ließ immer noch Partikel aus
der Oberfläche austreten. Letztendlich
wurde der ideale Werkstoff für
diese Anwendung durch weitere
Tests gefunden: Glas.
Der Reinraum selbst
Bleibt nur noch, als letzte Kategorie
der Contamination Hotspots
der Reinraum an sich. Hier kann
man sagen, dass fast alle am
Markt befindlichen Reinräume den
gewünschten Anforderungen entsprechen.
Die über die letzten 60
Jahre immer weiter entwickelten
Lösungen sind derart ausgereift,
dass man kaum noch große Unterschiede
feststellen kann. Selten findet
man noch Lösungen, bei denen
neben dem Filter (Lufteinlass) in
geringem Abstand auch die Rückströmöffnung
(Luftauslass) platziert
wurde. Nicht nur, dass ca. 30% der
hochreinen Luft sich den kürzesten
Weg vom Lufteinlass zum Luftauslass
sucht und damit viel Energie verschwendet
wird, es kann auch passieren,
dass die hochreine Luft über
den Prozessort zum Reinraumfußboden
strömt, sich dort mit Kontaminationen
belädt und über den Prozessbereich
zum Luftauslass strömt
und diesen damit negativ beeinflusst.
Ein weiterer erstaunlicher
Gesichtspunkt hat sich z.B. beim
Bau von Halbleiterfabriken gezeigt.
Entsprechend der obigen Graphik
hat der Reinraum einen Einfluss
von ca. 2% und die Maschinen und
Anlagen (Equipment) von ca. 20%.
Im Einkaufsprozess geht es unter
anderem um die Verbesserung der
Reinheitsparameter. Um den Einfluss
der Maschinen und Anlagen
(z.B. Partikelabgabe) zu optimieren,
müsste man mit ca. 100 bis 150 verschiedenen
Lieferanten sprechen.
Beim Reinraum beschränken sich
die Gespräche auf einen Anbieter.
Würden die Maschinen- und Anlagenbauer
die Partikelabgabe um ca.
25 % reduzieren können, wäre das
ein sehr gutes Ergebnis. Bezogen
auf den Gesamteintrag von Partikeln
im Reinraum (siehe Graphik
oben, links) würde dies 5 % entsprechen.
Wenn jedoch der Reinraumanbieter
seinen Einfluss von 2
auf 1 % reduzieren würde, wäre das
eine Reduzierung des Gesamteintrages
von 1 %, aber eine Verbesserung
des Reinraums von 50 %.
Es stellt sich damit die Frage, ob die
Betrachtung dieser Einflussfaktoren
mit dem richtigen Blickwinkel und
den richtigen Schlussfolgerungen
geschieht. Sicherlich sollte man an
allen Stellschrauben drehen, um ein
besseres Gesamtergebnis zu erzielen.
Es wäre die Frage zu beantworten,
wie stellen sich die Aufwände
zum erwarteten Ergebnis dar und
wo werden die Prioritäten gesetzt –
ist der Reinraum oder das Produkt
der entscheidende Faktor?
Zusammenfassung
Die Kontaminationsquellen im
Reinraum sind sehr vielfältig. Es
gilt zu analysieren, welche dieser
Quellen den größten Einfluss auf
die im Reinraum ablaufenden Prozesse
haben. Das Ergebnis dieser
Analyse sollte sich nicht nur auf
einen Einflussfaktor beziehen, auf
den man sich konzentrieren möchte
(das Aufsetzen einer Haube im Reinraum
reduziert zwar die Kontaminationen,
löst aber nicht grundsätzlich
ein Kontaminationsproblem),
sondern helfen, Prioritäten zu setzen
und nach und nach alle sinnvoll
beeinflussbaren Kontaminationsquellen
zu beseitigen bzw. zu
reduzieren. ◄
82 4/2025
Rund um die Leiterplatte
Innovationen in der Oberflächenmontage
bieten mehr für weniger
Neue Entwicklungen auf High-Tech-Märkten führen zu einem Wandel bei Leistungsmerkmalen
und Mehrwert der Systeme.
Bild 1: Das dreistufige Transportsystem sorgt dafür, dass die Leiterplatten in der Maschine
vorgehalten werden können, um sie schnell zu laden.
Die smarte Revolution, die dazu führt, dass
immer mehr intelligente „Dinge“ in Haushalten,
Fahrzeugen, Fabriken, Städten und vielen anderen
Bereichen des modernen Lebens Einzug
halten, bietet Hightech-Innovatoren attraktive
Möglichkeiten. Unternehmen, die in der Lage
sind, geeignete Produkte zu entwickeln und zu
liefern, können gut wachsen, wenn sie zum richtigen
Preis liefern können. Für die Fertigung der
Hardware – das Herzstück dieser intelligenten
Geräte – benötigen die Hersteller Oberflächenmontage-Systeme,
die hohe Produktivität bei
geringeren Kosten ermöglichen.
Aufkommende Anforderungen erfüllen
Um darauf einzugehen, müssen Ausrüstungslieferanten
einfallsreich agieren. Ein wirksamer
Ansatz besteht darin, auf Innovationen zurückzugreifen,
die sich bei High-End-Plattformen
bewährt haben. Diese sind dann in einer neuen
und erschwinglicheren Form neu zu erfinden
und mit der Verbesserung bestehender Funktionalitäten
und neuen software- basierten
Möglichkeiten zu verknüpfen. Yamaha hat den
Schablonen drucker YRP10e nach diesem Prinzip
en twickelt. Er erreicht eine Kernzykluszeit, die
der einiger der schnellsten Geräte von heute
nahe kommt. Darüber hinaus führt er innovative
und neue Funktionen ein, die Zeit sparen
und die Produktivität erhöhen.
Yamaha
https://smt.yamaha-motor-robotics.de/
www.yamaha-motor-robotics.de
Das YRP-Chassis, das für alle Geräte der
neuesten Generation verwendet wird, wird
kostengünstig „wiederverwendet“, um Vibrationen
oder Verformungen durch die Bewegung
der Druckmechaniken zu vermeiden.
Darauf aufbauend führt der YRP10e ein dreistufiges
Transportsystem ein (Bild 1), das eine
effiziente Zu- und Abführung der Leiterplatten
ermöglicht. Damit beträgt die Kernzykluszeit
des Einstiegssystems nur sechs Sekunden –
vergleichbar mit einigen der schnellsten Drucker,
die heute für hochvolumige Anwendungen
genutzt werden.
Um die Vorteile zu maximieren, die sich aus
einer effizienten Aneinanderreihung der Leiterplatten
ergeben, ist es wichtig, dass jede Leiterplatte
bei ihrer Ankunft so schnell wie möglich
für den Druck „vorbereitet“ wird. Der stopperlose
Leiterplatten-Transport, der sich bereits in
Maschinen wie dem YRi-V AOI-System bewährt
hat, ermöglicht den schnellen Einzug der Leiterplatten
in die Maschine bei Geschwindigkeiten
von bis zu 600 mm/s und eliminiert gleichzeitig
die Einschwingzeit sowie Positionierfehler, die
bei herkömmlichen mechanischen Stoppern
auftreten können. Andererseits ist der YRP10e
zusätzlich mit einem mechanischen Leiterplattenanschlag
mit Positionseinstellung ausgestattet,
der mehr Flexibilität bei der Anpassung an komplexe
Leiterplattenkonturen und unterschiedliche
Größen bietet.
Für das Einrichten von Schablonen sind
manuelle Systeme typisch für Drucker der Einstiegsklasse.
Ein erfahrener Bediener, der mit
einem Satz von Schablonen vertraut ist, kann
schnell sicherstellen, dass sich der Bereich
der Schablone mit den Öffnungen für den
Pastendruck in der richtigen Position relativ zur
Leiterplatte befindet. Andererseits kann es bei
Mitarbeitern mit geringerer Erfahrung länger
dauern und es kommt leicht zu Fehlern. Der
optional erhältliche universelle Schablonenhalter
(Bild 2) ermöglicht eine automatische
Einstellung auf Knopfdruck für jede Schablone
in Standardgröße. Er wurde entwickelt, um die
Arbeit des Bedieners zu erleichtern und die
Abhängig keit vom persönlichen Ermessen zu
beseitigen. So finden alle Bediener schnell die
besten Einstellungen.
Die Anpassung von High-End-Funktionen an
verschiedene Marktsegmente ist ein Ansatz, der
sich auch im grafisch-visuellen Ausrichtungssystem
widerspiegelt. Es stellt sicher, dass die
Schablone und die Leiterplatte vor dem ersten
Druck korrekt positioniert sind. Dieses Ausrichtungssystem
ist vor allem ein Gewinn für die
Kleinserienfertigung, da es den Anwendern ermöglicht,
den Einlernprozess nach jeder Umrüstung
zu vermeiden, der normalerweise fünf
oder sechs Drucke für die Feinjustierung erfordert.
Bereits ab dem ersten Druck können gute
Ergebnisse erzielt werden.
Genauigkeit und Geschwindigkeit
Nachdem die korrekte Ausrichtung vorgenommen
wurde, wird die Leiterplatte mittels herkömmlichen
Vakuum- und Fixier-Werkzeugen in ihrer
Position gehalten. Der Anpressdruck wird über
die Software gesteuert, so dass die Bediener
problemlos ein hohes Maß an Uniformität und
Genauigkeit gewährleisten können.
Eine zusätzliche Vakuumvorrichtung sorgt für
noch mehr Stabilität der Schablone. Dadurch
wird sichergestellt, dass die Schablone in
ihrer korrekten Position bleibt, während sich
die Rakel über die Oberfläche bewegt. Unerwünschte
Schwankungen in der Position der
Lotpaste, die je nach Bewegungsrichtung der
Rakel auf treten können, werden vermieden.
Obwohl diese richtungsabhängige Abweichung
mit Werten zwischen 5 und 10 µm in der Regel
nur gering ist, verbessert die Beseitigung dieses
Fehlers durch das Schablonen- Vakuumsystem
die Wiederholbarkeit und minimiert den Einfluss
der Leiterplatten- und Schablonenzustände auf
die Druckergebnisse. Es wurde ein wiederholbarer
Druck bei einem Abstand zwischen Schablone
und Leiterplatte von bis zu 4 mm nachgewiesen.
Die Schablonen-Vakuumvorrichtung ist
ein bewährtes Merkmal von High-End- Geräten
und ist jetzt mit der Einführung des YRP10e
auch für Einsteiger verfügbar.
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Rund um die Leiterplatte
Bild 2: Der universelle Schablonenhalter stellt auf Knopfdruck die richtige Größe ein.
Darüber hinaus sind zwei patentierte Verbesserungen
enthalten, die die Druckqualität verbessern
und eine schnellere Zykluszeit bewirken.
Die erste nutzt den einzigartigen 3S-Rakelkopf,
um das Rakelblatt am Ende eines jeden
Druckvorgangs in Kontakt mit der Pastenrolle
zu halten. Der übliche Ablauf in jedem Drucker
ist, die Rakel bis zu einer Position einige Zentimeter
über der Pastenrolle anzuheben, bevor
sie gegen die andere Seite der Paste abgesenkt
wird, um sich in die Gegenrichtung zu bewegen.
Yamahas patentiertes Belly-Roll- System dreht
die Rakel über die Lotpastenrolle und gewährleistet
so einen kontinuierlichen Kontakt mit
dem Material. Dadurch wird die Wegstrecke
des Rakelmechanismus verkürzt, was dazu beiträgt,
die Zeit für den Richtungswechsel zu verkürzen.
Lufteinschlüsse in der Pastenrolle werden
verhindert, wodurch Lötprobleme aufgrund
von Blasen vermieden werden.
Eine zweite neue und patentierte, mit diesem
Drucker verfügbar Technik, ist das Überdrucken,
das nach dem Einsetzen einer neuen
Schablone oder unmittelbar nach einer längeren
Stillstandszeit der Linie erfolgt. Dank der hervorragenden
Positionsstabilität des Druckers
werden die Schablone und die Leiterplatte
voneinander getrennt, um die Schablone nach
dem ersten Durchlauf mit der Rakel zu reinigen.
Während die Pastenrolle nach einer längeren
Unter brechung auf herkömmliche Weise einige
Zyklen lang bearbeitet werden muss, bereitet
das Überdrucken die Schablonenöffnungen
durch Reinigung richtig vor, um die Füllung
der Öffnungen in den folgenden Druckzyklen
zu verbessern. So können bereits beim ersten
Druck nach einem Schablonenwechsel oder
nach längerem Stillstand der Linie einwandfreie
Druckergebnisse erzielt werden.
Zu den weiteren Funktionen, die bei Geräten
der Einstiegsklasse in der Regel nicht vorhanden
sind, gehört die 3SR-Stufenrakel mit ihrer
fortschrittlichen Form. Sie erhöht den Füllgrad
der Öffnungen um 5 % (Bild 3) und gewähr leistet
ein optimales Rollen der Paste. Die Härte der
Stahlrakel ist optimiert, um den Verschleiß zu
minimieren und so den Zustand der Schablone
länger zu erhalten, auch wenn der Rakeldruck
auf einen hohen Wert eingestellt ist.
Andererseits werden die Software-Funktionen
des Druckers erweitert, um die Leistungsfähigkeit
ohne weitere Hardware zu erhöhen.
Zusätzlich zur grundlegenden Setup-Überprüfung,
die in der Regel auf allen Maschinen verfügbar
ist, werden höherwertige Funktionen
wie die Überprüfung der Schablonen- und
Pastenlebensdauer und die Rakelüberprüfung
hinzugefügt. Bei Schablonen, die übermäßig
abgenutzt sind, kann deren Identität
festgestellt werden, damit sie entsorgt werden
können. Sie können aber auch irrtümlicherweise
nach der Verwendung in das Schablonenlager
zurückgebracht werden. Wenn sie
dann wieder für die Produktion entnommen
werden, können sie fälschlicherweise aufgerüstet
werden und zu schlechten Ergebnissen
führen. Die automatische Überprüfung der
Schablonenidentität durch Lesen des 2D-Barcodes
auf der Schablone vor der Verwendung
kann derartige Fehler wirksam vermeiden.
Dieses System ist jetzt standardmäßig verfügbar.
Es gewährleistet einen optimalen
Druck und ein zuverlässiges „Backup“ für das
Schablonen- Management.
Darüber hinaus prüft das YRP10e, ob der
richtige Rakeltyp und die richtige Rakelgröße
gemäß der Leiterplatten-Datendatei
verwendet werden und verifiziert den richtigen
Pasten typ sowie deren Lebensdauer,
einschließlich Lagerdatum und offener Zeit.
Diese Sicherheitsvorkehrungen, die schon
seit einiger Zeit für High-End-Geräte verfügbar
sind, werden nun auch für den Einstiegsmarkt
angeboten.
Darüber hinaus bewertet die automatische
Messung der Dicke der Pastenrolle die auf der
Schablone vorhandene Paste nach jedem zweiten
Druckvorgang. Das System vergleicht die
gemessene Dicke mit den in der Leiterplatten-
Datei angegebenen Akzeptanzkriterien und
fordert den Benutzer auf, Paste nachzufüllen,
bevor die Lotpastenrolle unter den für eine
ordnungsgemäße Lochfüllung akzeptablen
Mindestwert sinkt.
Eine Frage der Strategie
Die Bedürfnisse der Elektronikhersteller
ändern sich ganz offensichtlich, und die neuesten
Einstiegsdrucker zeigen, wie die Gerätehersteller
darauf reagieren. Andererseits bleiben
die Märkte für umfassend automatisierte
Anlagen bestehen, die für eine effiziente Großserienfertigung
benötigt werden. Während neue
Einstiegsgeräte wie der YRP10e die Justierung
und das Einspannen von Schablonen auf
Knopfdruck ermöglichen, ist das automatische
Laden von Schablonen nur in der Großserienfertigung
sinnvoll.
Durch die Pastenrollenmessung können auch
Einsteigergeräte ihre Bediener darauf hinweisen,
wenn Pasten-Nachschub benötigt wird,
obwohl die Pastendosierung nicht so automatisiert
ist wie bei den High-End-Modellen.
Andere wichtige Funktionen, wie der automatische
Austausch von Unterstützungsstiften,
bleiben Geräten vorbehalten, die von Anfang
an für Szenarien mit hohem Mix und hohem
Volumen konzipiert wurden.
Fazit
Die weltweit steigende Nachfrage nach intelligenten
„Dingen“ ist ein wichtiger Faktor, der die
Marktmöglichkeiten für Elektronikhersteller erweitert.
Auf der anderen Seite stehen die Investitionen
unter ständigem Kostendruck, und die
Anbieter von Investitionsgütern müssen darauf
mit Lösungen reagieren, die ihren Kunden helfen,
die erforderlichen Fähigkeiten zu erschwinglichen
Konditionen zu erwerben.
Durch eine Kombination aus umsichtigem
Hardware-Design und in Software implementierten
Re-Engineering-Funktionen sind neue
Generationen von Einsteigergeräten für die
Oberflächenmontage entstanden. Sie sind in
der Lage, einen Durchsatz und eine Produktivität
zu erzielen, die nahe an die Werte heranreichen,
die normalerweise mit teureren High-
End-Modellen verbunden sind. ◄
Bild 3: Die 3SR-Rakel verbessert das Füllen
der Öffnungen, das Rollen der Paste und die
Lebensdauer der Schablone.
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Rund um die Leiterplatte
SMT-Bestückung für die Anforderungen
des Hightech-Marktes
Branchen wie Telekommunikation, Internet und Automobilbau forcieren den Trend hin zu größeren, schwereren
und komplexeren Bauteilen, was Elektronikhersteller vor neue Herausforderungen stellt.
Bild 1: Konfigurierbare
Greifernozzle mit standardisierten
Greifern und Saugplatten
Yamaha Robotics SMT Section
https://smt.yamaha-motorrobotics.de/
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In Telekommunikationsinfrastrukturen
und Rechenzentren werden
Switch- und Serverboards mit kundenspezifischen
Prozessoren ausgerüstet,
um den Anforderungen
rechenintensiver Dienste und KI-
Beschleunigungen gerecht zu werden.
Die derzeit größten adaptiven
FPGA-Rechenboliden sind in BGA-
Gehäusen mit Abmessungen von
bis zu 55 x 55 mm untergebracht.
Multi-Chip-ASIC-Prozessoren können
noch deutlich größer sein, insbesondere
mit Fan-Out-Anschlüssen.
Auch die Automobilelektronik skaliert.
Eingebettete Systeme erfordern
stärkere Stromversorgungen
für leistungsfähigere Prozessoren
und erweiterte E/A-Schnittstellen
für Kameras, Radar, Lidar, ToF- und
Trägheitssensoren. EscapeControl-
Systeme benötigen größere Steckverbinder,
um zusätzliche Datenkanäle
und mehr Strom zu verarbeiten.
Große Gehäuse wie BGAs mit
Unterseiten-Anschlüssen – die in der
Vergangenheit aufgrund von Inspektionsproblemen
vermieden wurden
– werden nun aufgrund aktueller
Marktanforderungen eingesetzt.
Bild 2: DIMM-Steckverbinder-Nozzle
Herausforderung
für die Fertigung
Ausrüstungshersteller, die diese
Märkte bedienen, müssen in der
Lage sein, große und schwere
Komponenten präzise, mit hoher
Geschwindigkeit und hoher Ausbeute
zu platzieren. Dafür sind
eine zuverlässige und sichere Entnahme
aus Trays oder Paletten,
eine schnelle Positionierung und
eine genaue Ausrichtung vor dem
Einsetzen des Bauteils zwingend
erforderlich. Durchsteck-Bauteile
wie bestimmte Arten von z.B. Steckverbindern
oder Übertragern erfordern
eine zuverlässige Lösung für
die Einpresstechnik. Entsprechende
Teile können groß, hoch und sperrig
sein. Die Montage derartiger
Bauteile in Einpresstechnik erfordert
eine genaue Positions-Ausrichtung
der Anschlussstifte vor
dem Einsetzen. In der Vergangenheit
haben Herausforderungen dieser
Art, bei denen es um die Verarbeitung
so große Bauteile geht,
die typischen Fähigkeiten herkömmlicher
SMT-Bestückungssysteme
deutlich überstiegen.
Eine Inline-Lösung ist vorzuziehen,
damit Montagebetriebe ihre
Effizienz und Produktivität aufrechterhalten
können. Besser noch:
Durch Platzieren großer BGAs und
Einpress-Steckverbinder mittels
Standard-SMT-Bestückern entfallen
Investitionen in Spezialausrüstung
oder Offline-Arbeiten wie die
Steckverbinder-Montage.
Flexible Bestückung
Die Entwicklung einer Lösung für
die schnelle Platzierung großer und
schwerer Bauteile erfordert einige
gravierende Änderungen an Standardbestückern.
Modifikationen am
Bestückkopf zählen zu den wichtigsten
Maßnahmen.
Greifernozzeln, die Ansaugkraft
mit mechanischen Greifern kombinieren,
sind äußerst effektiv, um
ungewöhnlich große Bauteile sicher
zu halten. Bisher mussten Montageunternehmen
für die Beschaffung
solcher Nozzeln mit ihren Equipment-Lieferanten
zusammenarbeiten,
um eine maßgeschneiderte
Greifernozzle entwickeln zu lassen.
Da größere und schwerere IC-
Gehäuse und Steckverbinder sowie
Induktivitäten und Leistungskomponenten
immer häufiger zum Einsatz
kommen, können Greifernozzeln
nicht mehr länger als „Sonderwerkzeuge“
betrachtet werden. Ein effizienterer
Ansatz ist erforderlich. Die
Standardisierung der Greiferzangenund
Saugplatten-Konstruktionen verringert
den Zeit- und Kostendruck,
der sonst mit einem kundenspezifischen
Konstruktionsprojekt verbundenen
wäre.
Yamaha Robotics hat eine Reihe
von Greifern und Saugplatten standardisiert
(Bild 1), die 60 verschiedene
Konfigurationen ermöglichen,
um verschiedene Arten und Größen
von Bauteilen zu handhaben.
Durch die Auswahl einer geeigneten
Kombination können Hersteller ihre
Fähigkeiten zur Platzierung von Bauteilen
schnell und einfach erweitern.
Andererseits können Gummi-Pad-
Nozzeln eine kostengünstige und
effektive Möglichkeit bieten, große
ICs aufzunehmen, indem sie direkt
die Oberseite des Gehäuses ansaugen.
Yamaha entwickelt Gummi-
Nozzeln in verschiedenen Größen
mit einem Durchmesser von bis zu
25 mm zum Anheben schwerster
Bauteile. Derzeit werden auch bauteilspezifische
Nozzeln entwickelt,
die für die Aufnahme von Komponenten
wie DIMM-Speichermodul-
Erweiterungssteckplätze für Serverboards
ausgelegt sind.
85
Rund um die Leiterplatte
R- und Z-Achsen
Vor dem Platzieren muss das Bauteil
durch Drehen der Nozzle korrekt
ausgerichtet werden. Beim Platzieren
kleiner und leichter Bauteile
kann der R-Achsen-Motor die Nozzle
direkt mit hoher Drehgeschwindigkeit
ausrichten. Im Gegensatz dazu
erfordert die hohe Trägheit großer
und schwerer Bauteile eine behutsamere
Bewegungssteuerung, um
zu verhindern, dass sich das Bauteil
von der Nozzle löst. Obwohl ein
vom R-Achsen-Motor angetriebenes
Untersetzungsgetriebe eine naheliegende
Lösung ist, kann dessen
Spiel in herkömmlichen Getriebesystemen
die Genauigkeit beeinträchtigen.
Deshalb hat Yamaha ein Scherengetriebe
entwickelt, um Spiel zu
verhindern. Diese Getriebe ermöglichen
die Ausrichtung von Komponenten
wie BGA-ICs mit einer Genauigkeit
von 0,005°.
Um höhere Bauteile verarbeiten
zu können, sorgt eine Verlängerung
des Z-Achsen-Hubs um nur
wenige Millimeter dafür, dass sich
der Bereich der verarbeitbaren Teile
erheblich erweitert. Eine Hubverlängerung
auf insgesamt 40 mm
genügt, um mit der Maschine die
derzeit höchsten Automobilsteckverbinder
verarbeiten zu können.
Bestückungskraft
Andererseits erfordern bestimmte
Steckverbinder eine Einpressmontage,
insbesondere bei Leiterplattenanschlüssen
für Automobilanwendungen,
die starken Vibrationen
und Stößen ausgesetzt sind. Gängige
SMT-Bestückautomaten sind
für eine Bestückungskraft von bis
zu ca. 30 N ausgelegt. Eine präzise
Regelung bis zu 100 N ist jedoch
erforderlich, um das ordnungsgemäße
Einpressen von Steckverbindern
mit hoher Pin-Anzahl
zu gewährleisten. Dies erfordert
Design-Änderungen am Bestückautomaten
inkl. verbesserter Sensor-
und Messfunktionen.
Das Steuerungssystem muss
den Steckverbinder auch während
des Einpressvorgangs schützen.
Die Aufsetzerkennung (Bild 3)
kann erkennen, ob ein oder mehrere
Stifte falsch ausgerichtet sind,
wenn der Steckverbinder auf die
Leiterplatte aufgesetzt wird und
verhindert so, dass eine Einpresskraft
ausgeübt wird, die das Bauteil
beschädigen könnte.
Die zur Überprüfung der Bauteilausrichtung
verwendeten Bildverarbeitungs-
und Beleuchtungssysteme
müssen ebenfalls modifiziert
werden. Die üblicherweise für
die Bauteilprüfung und -ausrichtung
verwendeten LED-basierten
Beleuchtungssysteme beleuchten
in der Regel den Bauteilkörper und
die gesamte Länge jedes Pins oder
Anschlusses gleichmäßig. Unter diesen
Bedingungen kann es für das
Bildverarbeitungssystem schwierig
sein, die Pinspitzen genau zu
erkennen, um die Bereitschaft für
den Einpressprozess zu beurteilen.
Ein Lasersystem ermöglicht eine
kontrollierte, gerichtete Beleuchtung,
um selektiv nur die Spitzen
der Steckeranschlüsse zu beleuchten
und so dem Bildverarbeitungssystem
zu ermöglichen, zu überprüfen,
ob alle Stifte korrekt auf
ihre jeweiligen Ziel-Löcher ausgerichtet
sind, damit das Einpressen
fortgesetzt werden kann.
Um der erhöhten Einpresskraft
standzuhalten und die Positionsgenauigkeit
aufrechtzuerhalten,
müssen außerdem die darunter liegende
Leiterplatten-Stützstruktur
und der Mechanismus der Unterstützungsstifte
verstärkt werden.
Bestückkopf-Bestücker-
Schnittstelle
Yamaha hat seinen neuesten
LM-Bestückungskopf so ausgelegt,
dass er größere ICs, höhere
Bauteile und anspruchsvollere Einpress-Teile
verarbeiten sowie SMD-
Chips und andere kleine Bauteile
mit hoher Geschwindigkeit bestücken
kann. Spezielle, neue Funktionen
in Hard- und Software implementieren
die in diesem Artikel
beschriebene erweiterte R-Achsenund
Z-Achsen-Regelung, Einpresskraft-Regelung
sowie die Erkennung
der Pin-Ausrichtung im Moment der
Steckerlandung. Neue Nozzeln und
ein speziell entwickelter Greifbereich
ermöglichen die Verarbeitung größerer
Bauteile, während Anwender
weiterhin ihre vorhandenen Nozzeln
zum Bestücken von Bauteilen in herkömmlichen
SMD-, SOP- und QFP-
Gehäusen verwenden können. Eine
neue Funktion zur Nozzle-Zustandsüberprüfung
ermöglicht es Benutzern,
regelmäßige Inspektionen und
Reinigungen zu automatisieren und
so eine regelmäßige und angemessene
Wartung sicherzustellen, um
Bild 3: Die Aufsetzerkennung überprüft die korrekte Ausrichtung
der Pins, bevor die Einpresskraft aktiviert wird
die End-of-Line-Ausbeute zu maximieren
und ungeplante Stillstandszeiten
zu vermeiden.
Der LM-Kopf passt auf YRM-
Bestücker und verwendet dieselbe
Schnittstelle wie die bisherigen
Köpfe. Andererseits erhöht
die neue Feature-Erkennungssoftware
für die YRM-Multikamera die
maximal erkennbare IC-Gehäusegröße
von 55 mm auf 130 mm und
die maximale Anzahl von BGA-
Kugeln von 4.000 auf 20.000. Diese
wichtige Verbesserung ermöglicht
es dem System, große FPGA- und
ASIC-Gehäuse zu erkennen und
auszurichten.
Fazit
Um den neuesten Anforderungen
wichtiger Kunden in den Bereichen
Telekommunikation, Rechenzentren
und Automobilindustrie gerecht zu
werden, müssen Baugruppenhersteller
ihre Fähigkeiten so erweitern,
dass sie große und schwere
Komponenten verarbeiten können.
Durch die Steigerung der Flexibilität
aktueller Bestückungsautomaten
können Fabriken schnell
reagieren und alle Bauteile, von
kleinen SMD-Passivkomponenten
bis hin zu Multi-Chip-ASICs und
hochpoligen Einpress-Steckverbindern,
mit hoher Geschwindigkeit
und Effizienz bestücken. Der
Bestückkopf ist das Zentrum für
diese Veränderungen. Die Weiterentwicklung
erfordert Anpassungen
an Nozzeln und Greifern, Kraftregelung,
Bildverarbeitung, Beleuchtung
und Bewegungssteuerung in
den Z- und R-Achsen. Ein hochflexibler
Kopf, der all diese Veränderungen
beinhaltet, stellt für Hersteller
eine kostengünstige Lösung dar,
um von den sich bietenden Marktchancen
zu profitieren. ◄
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