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my life_Ausgabe 03.11.2025_Vorableseprobe für WAVE Kunden

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Ein Geschenk Ihrer Apotheke

21 | 3. November 2025 A

MEDIZIN

12 SEITEN DOSSIER

Typ-2-Diabetes

ist kein Schicksal

Wann die Krankheit

umkehrbar ist. Plus: Sieben

wertvolle Alltags-Tipps

Alles unter Kontrolle!

Mit smarten Messgeräten

Warum Metformin

in Kombination mit

innovativen Wirkstoffen

noch effektiver ist

REISE

Magisches Kenia

Wo Elefanten baden

und Flamingos tanzen

– erleben Sie die wilde

Schönheit Afrikas

Hals, Nase, Bronchien

So schützen Sie Ihre

typische Schwachstelle

in der Erkältungszeit

GENUSS

Himmlisch

gute Plätzchen

Wie das duftet! Mit

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Rezepten wird

schon das Backen

zum Fest

Auf zum Check-up,

Mann!

Regelmäßige Vorsorge hilft, Risiken wie Bluthochdruck,

Testosteronmangel oder Veränderungen an der Prostata rechtzeitig

zu erkennen – und vorzubeugen


INHALT

18

Stark durch den Winter

56

Richtig trösten

46

Bald gibt’s Plätzchen!

Hals, Nase oder Ohren: In der kalten

Jahreszeit kämpfen viele mit individuellen

Schwachstellen. Woran das liegt, was

typische Beschwerden zuverlässig lindert

Liebeskummer, ein Trauerfall, Jobstress

– das Schicksal kann uns ganz schön

beuteln. Wie man als nahestehende

Person dann am besten Kraft spendet

In der Weihnachtsbäckerei:

Marmelade, Marzipan und Kokos

verwandeln sich mit Zuckerguss und

Schokolade in süße Köstlichkeiten

GESUNDHEIT

6 Magazin

Aktuelles aus Medizin, Wellness

und Ernährung

12 Bleib gesund, Mann!

Höchste Zeit, dass sich das

starke Geschlecht mehr um

Vorsorge & Co. kümmert

16 Zurück zu besserem Sex

Worin sich ein Testosteronmangel

äußert – und was dann hilft

18 Stark durch den Winter

22 DOSSIER Diabetes heilen

Typ-2-Diabetes lässt sich rückgängig

machen – wie das gelingt.

Plus: Neues zu Metformin und

innovative Messgeräte

34 Besser hören – fürs Gehirn

Hightech für die Ohren kann einer

Demenzerkrankung vorbeugen

36 Sanddorn, Schatz der Dünen

Von Abwehr bis Wunden: Wie die

bioaktiven Stoffe der „Zitrone des

Nordens“ uns schützen

38 120 Jahre für alle – ein Traum?

Kolumnistin Nina Ruge zur Frage,

wie alt wir wirklich werden könnten

50 Haut im Ungleichgewicht

Was den Säureschutzmantel

angreift – und wie wir ihn stärken

52 Wenn Nerven unter Druck stehen

Ein unkomplizierter Eingriff heilt

schmerzhafte Spinalkanalstenose

64 Darm & Zyklus

Regelbeschwerden über die

Ernährung lindern. Das geht!

66 Rätselhaftes Werwolf-Syndrom

Toxine in Kauknochen können bei

Hunden zu Problemen führen. Was

Tierhalter jetzt wissen sollten

LIFESTYLE

40 Feines mit Reis

Das gesunde Korn überzeugt mit

großer Zubereitungsvielfalt

46 Bald gibt’s Plätzchen!

54 Wunderwelt Kenia

Staunen Sie im Land der „Big Five“

und entspannen Sie an herrlichen

Sandstränden

60 Zeit für Gemütlichkeit

Während es draußen nasskalt

und trüb ist, sorgen drinnen sanfte

Herbstfarben für Wärme

WOHLFÜHLEN

56 Richtig trösten

RUBRIKEN

3 Editorial, Stiftungsbeirat

68 My Life-Sprechstunde

70 Glücks-Kalender

72 Kreuzworträtsel, Sudoku

74 Vorschau, Impressum

FOTOS TITEL: GETTY IMAGES/ISTOCK INHALT: ADOBE STOCK; STOCK STUDIOS/MATHIAS NEUBAUER, ILLUSTRATIONEN: JULE K.

4 my life 21/2025


Keine

Insekten,

keine

Lebensmittel!

Weltweit sind über 85% der Wild- und

Kulturpflanzen auf die Bestäubungsleistung

von Bienen und anderer Insekten angewiesen.

2018 veranschaulichte das Umweltministerium

gemeinsam mit dem NABU und einer

Lebensmittelkette, welche Auswirkungen

das Insektensterben auf das Produktangebot

hätte: 60 Prozent der Artikel würden ohne

bestäubende Insekten entfallen.

Insekten schützen

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GESUNDHEIT

Aktiv bleiben

Bewegung ist ein

wichtiger Faktor,

um etwa den

Hormonhaushalt in

Balance zu halten.

Ideal: ein Mix

aus Kraft- und

Ausdauertraining

12 my life 21/2025


Bleib gesund,

Mann!

Die meisten Frauen haben es längst verinnerlicht: Langfristig zahlt sich eine

gute Vorsorge aus. Höchste Zeit, dass sich diese Erkenntnis auch

beim vermeintlich starken Geschlecht durchsetzt, sagt der My Life-Experte

Viele Klischees über Männer und Frauen

haben sich über die Jahre gewandelt

beziehungsweise aus unserer Gesellschaft

komplett verabschiedet – Gott sei Dank! Allerdings

ist es seit Jahrzehnten weiterhin so, dass

Männer weniger auf Körper und Seele sowie

ihre Gesundheit insgesamt achten und seltener

zum Arzt gehen als das weibliche Geschlecht.

Immer noch sind Frauen in einer

Partnerschaft die „Gesundheitsmanagerinnen“

– unter anderem dank medialer Aufklärung.

Woran liegt das?

Keine Routine, kaum Bewusstsein

Einer, der es wissen muss, ist Prof. Frank Sommer.

Der Urologe erhielt als bislang erster Arzt

der Welt eine Universitätsprofessur für Männergesundheit

in Hamburg, ist zudem Präsident

der Deutschen Gesellschaft für Mann

und Gesundheit e. V. (DGMG). Er weiß: Viele

Frauen werden aufgrund der Menstruation

oder durch die Verschreibung der Antibabypille

früh sozialisiert, einmal im Jahr zur gynäkologischen

Untersuchung zu gehen. „Diese

teils naturgegebene Regelmäßigkeit haben

Männer nicht. Zudem wurde vor ein paar Jahren

die Wehrpflicht und damit die Musterung

der Bundeswehr abgeschafft, bei der es einen

Ganzkörper-Check gab“, erklärt er.

Ebenso wird die sogenannte J1-Untersuchung,

die Jungen und Mädchen zwischen

zwölf und 14 Jahren angeboten wird, von

höchstens 30 Prozent aller Berechtigten wahrgenommen.

Das heißt: Viele Männer hatten in

ihren Teenagerzeiten den letzten allumfassenden

Arztbesuch. Und, so ergab eine Studie, die

Prof. Sommer und die DGMG mit mehreren

Tausend Männern durchführten: „Die meisten

Befragten gaben an, dass ihnen die Wartezeiten

in der Arztpraxis zu lang sind. Wenn man

es ironisch ausdrücken will: Zwei Stunden Reifenwechsel

im Winter-Check sind in Ordnung,

aber zwei Stunden beim Arzt zum Männer-

Check sind zu viel“, berichtet Prof. Sommer.

Danach kommt dieser Aspekt: Viele Männer

haben Angst vor schlechten Nachrichten. Das

Risiko, bei einer Untersuchung könnte eine

schlimme Krankheit gefunden werden, hält

viele vom Arztbesuch ab. „So entsteht ein Teufelskreis,

denn dadurch bleiben bestimmte

Erkrankungen wie Krebs und Diabetes oder

Risikofaktoren wie Bluthochdruck lange unentdeckt.

Viele Leiden können aber nur vollständig

geheilt werden, wenn man sie früh

entdeckt“, sagt Prof. Sommer.

Einen Grund zur Hoffnung scheint es bei

den Jüngeren zu geben. „Ich nehme bei den 15-

bis 35-jährigen Jungen und Männern zunehmend

wahr, dass sie eher bereit sind, sich medizinisch

untersuchen zu lassen“, stellt Prof.

Sommer fest. Ähnliches beobachtet er in Bezug

auf die psychische Gesundheit: „Es zeigt

sich, dass gerade Männer aus dem gebildeten,

studentisch-linken Milieu die konservativen

Männlichkeitsbilder hinterfragen und es eine

größere Selbstverständlichkeit gibt, auf Körper

und Psyche zu hören. Männer mit traditionellen

Geschlechterrollen und weitergegebenen

Klischees wie ,Männer weinen nicht‘ tendieren

weiter dazu, psychischen Auffälligkeiten

wenig Bedeutung beizumessen.“

Wenn es nicht mehr klappen will …

Ein Umstand, der viele Männer aus der Bahn

wirft, ist sexuelle Unlust oder eine erektile

Dysfunktion. Beides kann vor allem durch

einen Mangel an Testosteron entstehen. Das

Hormon ist an der Bildung von Spermien, ➡

Zwei Stunden

Reifenwechsel im

Winter-Check

sind in Ordnung,

aber zwei

Stunden beim

Arzt zum

Männer-Check

sind zu viel

Prof. Dr. med.

Frank Sommer,

Professor für Männergesundheit,

Facharzt

für Urologie, Andrologie,

Sexualmedizin (FECSM)

und Sportmedizin;

maennergesundheit.info

21/2025 my life

13


GESUNDHEIT

Zurück zu einer besseren

Sexualität

Das Hormon spielt eine zentrale Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden:

Wie man einen Testosteronmangel erkennt – und effektiv gegensteuert

Prof. Dr. med. Dr. h.c.

Michael Zitzmann,

Oberarzt Andrologie am

Universitätsklinikum

Münster, Facharzt

für Innere Medizin/

Endokrinologie und

Andrologie, Sexualmediziner

(FECSM)

Grapefruitsaft

kann den Abbau

hemmen – hat

aber Wechselwirkungen

mit

manchen

Medikamenten

Schon bei jungen Männern kann der

Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht

geraten – mit teils schwerwiegenden

Folgen. Prof. Michael Zitzmann klärt über

Mythen, Fakten und Behandlungsmöglichkeiten

auf und gibt praktische Tipps, mit denen

die Vitalität zurückkehrt.

? Viele Männer fürchten einen altersbedingten

Rückgang des Testosteronspiegels.

Gibt es die Wechseljahre des Mannes?

Darauf muss man mit „Ja und Nein“ antworten.

Wenn man sich die gesamte männliche

Bevölkerung anschaut, sieht man, dass die

Testosteronspiegel im Durchschnitt mit dem

Alter sinken. Aber individuell verläuft das

sehr unterschiedlich. Manche haben auch mit

90 Jahren noch Testosteronwerte wie ein

50-Jähriger. Andere hingegen erleben einen

deutlichen Abfall. Der Hauptgrund dafür ist

in den meisten Fällen eine chronische Erkrankung

wie Asthma, Rheuma, Darmleiden oder

Krebs – und besonders häufig Übergewicht.

Aber wer es schafft, gesund zu bleiben – durch

Glück und Vernunft –, kann seine Testosteronwerte

oft bis ins hohe Alter erhalten.

? Welche Symptome treten

bei einem Testosteronmangel auf?

Die häufigsten Beschwerden sind Müdigkeit,

Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Viele

Männer berichten, dass sie keine Lust mehr

haben, Freunde zu treffen oder Aktivitäten

nachzugehen. Auch Libidoverlust und Erektionsstörungen

sind typische Symptome.

Wenn man genauer hinschaut, entdeckt man

oft weitere gesundheitliche Probleme: Typ-2-

Diabetes oder eine Vorstufe davon, Anämie –

also zu wenig rote Blutkörperchen – oder Osteoporose.

Auch der Bartwuchs kann stark

zurückgehen. Manche Männer berichten, dass

sie sich nur noch alle zwei Wochen rasieren

müssen. Schließlich können auch psychische

Symptome wie Niedergeschlagenheit, Depressionen

oder Angstzustände auftreten.

? Wie wird ein Testosteronmangel

diagnostiziert?

Es gibt Speicheltests, aber diese sind nicht zuverlässig

genug. Besser ist es, vom Hausarzt

oder Urologen eine Blutprobe nehmen zu lassen.

Die Messung erfolgt morgens zwischen

8 und 12 Uhr, da die Werte zu dieser Zeit am

höchsten sind. Idealerweise wird der Test

zweimal durchgeführt, da Faktoren wie Schlafmangel

oder eine Erkältung die Ergebnisse beeinflussen

können. Die Leitlinien geben klare

Grenzwerte vor: Das Gesamt-Testosteron sollte

über 12 Nanomol pro Liter liegen, das freie

Testosteron über 220 Picomol pro Liter. Wichtig

ist auch, dass der Arzt weitere Hormone

überprüft, insbesondere LH, also das luteinisierende

Hormon. Ein hoher LH-Wert deutet

darauf hin, dass die Hoden nicht richtig arbeiten;

ein niedriger LH-Wert weist auf ein Problem

in der Hirnanhangsdrüse hin.

? Kann man den Hormonhaushalt

selbst wieder verbessern?

Absolut! Ein gesunder Lebensstil kann viel bewirken.

Übergewicht ist wie schon erwähnt

einer der Hauptfaktoren für einen Testosteronmangel.

Der Bauchumfang sollte, morgens

und nüchtern gemessen, daher idealerweise

unter 94 Zentimetern liegen. Sport und gesunde

Ernährung sind ebenfalls entscheidend. Es

gibt auch Hinweise darauf, dass bestimmte

Nahrungsmittel Einfluss haben können: Ein

Glas Grapefruitsaft am Tag beispielsweise

hemmt den Abbau von Testosteron und kann

so die Werte erhöhen. Allerdings hat Grapefruit

Wechselwirkungen mit einigen Medikamenten

– hier sollte man Rücksprache mit

dem Arzt halten.

Bei einem funktionellen Mangel durch

Übergewicht empfehlen die Leitlinien sogar

zunächst eine Änderung des Lebensstils. In

der Praxis sehen wir jedoch oft, dass Männer

ohne Unterstützung kaum Fortschritte machen

– sie sind antriebslos und haben Schwierigkeiten

abzunehmen oder Muskeln aufzu-

FOTO: BINH MINH NGUYEN/NBM

16 my life 21/2025


bauen. In solchen Fällen kombinieren wir

häufig eine zeitlich begrenzte Ersatztherapie

mit Lebensstilmaßnahmen. Wenn der Mangel

durch Schäden an den Hoden oder der Hirnanhangsdrüse

verursacht wird, ist immer eine

Ersatztherapie notwendig.

? Welche Vor- und Nachteile

hat eine Testosterontherapie?

Sie kann bei allen Formen des Testosteronmangels

helfen – egal ob Hoden oder Hirnanhangdrüse

betroffen ist oder ob es sich um

einen funktionellen Mangel durch Übergewicht

handelt. Es gibt jedoch klare Kontraindikationen:

Männer mit Kinderwunsch sollten

keine Testosterontherapie machen, da

diese die Spermienproduktion unterdrückt.

Zudem kann eine Überdosierung dazu führen,

dass das Blut „zu dick“ wird, also die Anzahl

der roten Blutkörperchen erhöht ist, was das

Risiko für Thrombosen ansteigen lässt. Früher

wurde befürchtet, dass Testosteron Prostatakrebs

oder Herzinfarkte begünstigt. Eine große

Studie namens „TRAVERSE“ hat jedoch gezeigt,

dass dies nicht der Fall ist. Stattdessen

profitieren Männer von einer besseren Sexualität,

weniger Depressionen und einer verbesserten

Stoffwechsellage.

? Es gibt Männer, die ohne medizinische

Notwendigkeit Testosteron einnehmen.

Was halten Sie davon?

Davon rate ich dringend ab! Zwar kann Testosteron

den Muskelaufbau fördern, aber es

gibt erhebliche Risiken: zum einen die angesprochene

Gefahr von Thrombosen und die

unterdrückte Spermienproduktion. Zum anderen

entsteht aber auch vermehrt Östrogen, was

zu Brustwachstum führen kann. Wer ohne

medizinischen Grund Testosteron einnimmt,

spielt mit seiner Gesundheit.

? Gibt es neue Entwicklungen in der

Behandlung von Testosteronmangel?

Ja, besonders spannend sind die neuen Abnehmspritzen

wie Mounjaro, Ozempic oder

Wegovy. Studien zeigen, dass Männer nach

einer erfolgreichen Gewichtsabnahme oft wieder

normale Testosteronspiegel haben. Allerdings

fühlen sich viele weiterhin schlecht –

vermutlich, weil sie durch den Gewichtsverlust

auch Muskeln abbauen und ihren Lebensstil

nicht ändern. Eine mögliche Lösung könnte

sein, diese Medikamente mit einer zeitlich begrenzten

Testosterongabe zu kombinieren,

um den Muskelabbau zu verhindern und das

Wohlbefinden zu steigern.

Wer Testosteron

ohne einen

medizinischen

Grund einnimmt,

spielt mit seiner

Gesundheit

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21/2025 my life

17


GESUNDHEIT

HILFREICHE MASSNAHMEN FÜR WENIGER EMPFINDLICHKEITEN

Stark durch den Winter

Kommt die kühlere Jahreszeit, kämpfen viele immer wieder mit individuellen Schwachpunkten

wie Ohren, Hals und Nebenhöhlen – was zuverlässig gegen die typischen Beschwerden wirkt


Nicht schon wieder“, mag manch einer

denken, wenn ein fieser Schnupfen zuschlägt,

die Stimme wegbleibt oder der Kopf

dröhnt. Diese wiederkehrenden Symptome

können allerdings Hinweise darauf sein, dass

unser Körper Unterstützung benötigt. Besonders

wenn unser Organismus unter Dauerstress

steht, sendet er Alarmsignale aus allen

möglichen Winkeln. Indem wir lernen, rechtzeitig

auf die Zeichen zu achten und gezielt

Maßnahmen zur Stärkung unserer Gesundheit

ergreifen, können wir unser Wohlbefinden

steigern und manchen Infekt vermeiden.

▶ Entzündete Nasennebenhöhlen

In vielen Fällen ist es einfach anatomisches

Pech, wenn sich jeder Schnupfen in den Nasennebenhöhlen

festsetzt. „Die Ursachen sind oft

eine krumme Nasenscheidewand oder Polypen,

die den Abfluss des Schleims aus den

Nebenhöhlen behindern“, sagt Dr. Jessica Hinteregger-Männel,

Fachärztin für Allgemeinmedizin

und Naturheilverfahren aus Meerbusch.

Auch wer unter allergischem Schnupfen leidet,

ist anfälliger für die sogenannte Sinusitis. „Und

selbst eine unbemerkte Zahnentzündung kann

aufsteigen und eine chronische Sinusitis verursachen“,

weiß die Expertin.

Das hilft: Bei Schnupfen lieber früher als

später ein abschwellendes Nasenspray verwenden,

damit die Zugänge zu den Nebenhöhlen

frei bleiben. Aber nicht länger als fünf Tage!

Eine Kombination der ätherischen Öle von Eukalyptus,

Zitronen, Süßorangen und Myrte

steigert die Aktivität der Flimmerhärchen an

den Schleimhäuten und erleichtert den Abtransport

von Krankheitserregern. Zudem befreit

die Bestrahlung mit einer Rotlichtlampe

(zwei- bis dreimal täglich für etwa 15 Minuten)

die Nase. Hartnäckige Entzündungen klingen

mit Kortisonsprays ab. Bei mehr als vier Nasennebenhöhlenentzündungen

pro Jahr sollte

man die Ursache beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt

oder Zahnarzt abklären lassen.

▶ Plagende Hustenattacken

Es ist normal, dass Husten drei Wochen lang

anhält. Bessert es sich dann aber immer noch

nicht, könnte die Lunge durch Asthma, eine

Allergie oder eine Lungenerkrankung vorgeschädigt

sein – die Behandlung solcher Vorerkrankungen

kann dann die Anfälligkeit für

akute Infekte verringern. Manchmal ist der

Husten auch deshalb so hartnäckig, weil manche

von Natur aus kleine Bronchien besitzen.

Das hilft: Löst sich der Schleim, lässt der Hustenreiz

nach und die Bronchien regenerieren.

Dabei helfen Inhalationen mit Salzwasser.

Wissenschaftliche Studien weisen auf eine

gute Wirkung der Kapland-Pelargonie bei akuter

Bronchitis hin. Auch Brustwickel lindern

Husten, so Dr. Hinteregger-Männel: Neutrales

Speiseöl leicht erwärmen, einige Tropfen Lavendelöl

hinzufügen. Ein Tuch damit tränken,

auf die Brust legen und mit einer großen Binde

umwickeln. 30 Minuten einwirken lassen.

▶ Kälte fordert auch das Herz

Frostige Temperaturen sind für Menschen mit

Herzproblemen gefährlich. „Durch die Kälte

verengen sich die Blutgefäße. Der Blutdruck

steigt, das Herz muss stärker pumpen und

kann so an seine Grenzen stoßen“, sagt Dr.

Hinteregger-Männel. Bei Brennen in der Brust

oder Atemnot sollte man sofort das Tempo

drosseln und sich ärztlichen Rat einholen.

Das hilft: Herzkranke legen sich bei Kälte

einen Schal über Mund und Nase, so gelangt die

Luft vorgewärmt in die Atemwege. Anstrengungen

lieber vermeiden. „Das heißt aber nicht,

dass sie auf Bewegung an der frischen Luft verzichten

sollten. Die ist elementar für das Herz“,

so die Ärztin. In der kalten Jahreszeit essen viele

gern deftig. Besser am Salz sparen, das treibt

den Blutdruck zusätzlich in die Höhe.

▶ Schwachstelle Ohren

Schmerzen die Ohren lediglich bei Zugluft,

liegt in aller Regel eine Überempfindlichkeit

des äußeren Gehörgangs vor. Viel häufiger ➡

Gesundheitliche Beschwerden in Deutschland 2024

Anteil der Befragten, die in den letzten 12 Monaten

folgende Symptome hatten (in %)

Schmerzen (z. B. Rückenschmerzen,

Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen)

Erkältungssymptome (z. B. laufende

Nase, Husten, Halsschmerzen)

Schlafstörungen (z. B. Probleme beim

Durchschlafen oder Einschlafen)

Verdauungsbeschwerden (z. B.

Durchfall, Blähungen, Sodbrennen)

Psychische Probleme (z. B. Stress,

Depressionen, Angstzustände)

Hautprobleme

(z. B. Hautausschlag, Neurodermitis)

Selbst eine

unbemerkte

Zahnentzündung

kann aufsteigen

und eine

chronische Sinusitis

verursachen

Dr. med. Jessica

Hinteregger-Männel,

Fachärztin für

Allgemeinmedizin,

Naturheilverfahren,

Ernährungsmedizin und

Osteopathin aus

Meerbusch;

dr-maennel.com

60 %

46 %

44 %

33 %

32 %

21 %

Basis: 5997 Befragte (18–64 Jahre) in Deutschland; Mehrfachantworten möglich;

Juli 2024–Juni 2025; Quelle: Statista Consumer Insights

21/2025 my life

19


DOSSIER

DIABETES HEILEN

22 Hoffnung bei Typ 2

Die Krankheit lässt sich umkehren

28 Blutzucker unter Kontrolle

Die modernen Glucosemesser

30 Weg mit den Vorurteilen!

Eine Betroffene will Mut machen

32 Allrounder Metformin

Noch besser in der Kombitherapie

In Bewegung

Sport kann den

Blutzuckerspiegel

stabil halten


Unterschätzte Gefahr für Herz, Nerven und Organe

Den Diabetes

rückgängig machen

Die Stoffwechselstörung hat weitreichende Folgen. Die gute Nachricht: Typ 2 ist

häufig umkehrbar. Wie das gelingt, und wie Sie sich schützen, lesen Sie hier

Am 14. November ist Weltdiabetestag,

die größte globale Aufklärungskampagne

über die „Zuckerkrankheit“, an der rund

9,1 Millionen Deutsche leiden. Bei Diabetes

mellitus handelt es sich um eine Stoffwechselstörung,

die in Deutschland vor allem mit den

Typen 1 und 2 bekannt ist. Typ-1-Diabetes ist

die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes-

und Jugendalter und tritt meist vor dem

20. Lebensjahr auf. Diese Diabetes-Form basiert

auf einer Autoimmunerkrankung, bei der

das Immunsystem die insulinproduzierenden

Betazellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört.

Immunstörung. Typ-2-Diabetes wird häufig

auch Altersdiabetes genannt, allerdings sind

inzwischen immer mehr Jugendliche betroffen.

Ursache der Erkrankung ist eine Immunstörung:

Bei Typ-2-Diabetes produziert der Körper

zwar noch Insulin, die Zellen reagieren jedoch

nicht mehr effektiv darauf. Dies führt zu dauerhaft

erhöhten Blutzuckerwerten, die unbehandelt

schwerwiegende gesundheitliche Folgen

haben können. Die gute Nachricht: Mittlerweile

fanden Wissenschaftler heraus, dass sich die

Erkrankung unter bestimmten Umständen

rückgängig machen lässt.

Was macht das Leiden so gefährlich?

Ein unerkannter und unbehandelter Diabetes

ist eine Gefahr für den ganzen Körper. „Er

schwächt nicht nur das Immunsystem, er erhöht

auch erheblich das Risiko, einen Herzinfarkt,

Schlaganfall oder ein Nierenversagen

zu erleiden“, sagt Prof. Andreas Michalsen,

Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel

Krankenhaus Berlin und Inhaber der

Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde

an der Charité – Universitätsmedizin

Berlin. „Außerdem führt er zu Durchblutungsstörungen

an Händen und Füßen, zu einer

Fettleber, Augenerkrankungen und Nervenstörungen

wie Polyneuropathie.“

Wie lässt sich das

persönliche Risiko feststellen?

„Blutuntersuchungen weisen den Weg“, so der

Berliner Professor. „Zum einen misst man den

Blutzuckerwert nüchtern morgens. Aussagekräftiger

ist der Blutzucker-Belastungstest.

Man trinkt dabei eine definierte Zuckerlösung

und misst den Anstieg des Blutzuckers über

zwei Stunden.“ Bei Menschen mit Diabetes liegen

die Werte nüchtern bei über 100 mg/dl

(Milligramm pro Deziliter) und nach der Aufnahme

von Zucker bei 140 mg/dl oder gar

200 mg/dl. „Zur Diagnostik gehört auch der

HbA1c-Wert, der in Prozent angegeben wird. Er

beschreibt den durchschnittlichen Blutzuckerwert

der letzten acht bis zwölf Wochen.“

Gesunde haben einen Wert von unter 5,7 Prozent.

Bei über 6,5 Prozent liegt ein Dia gnosekriterium

für einen Diabetes mellitus vor. Prof.

Michalsen: „Ergänzt wird dies durch die Messung

des körpereigenen Insulinspiegels. ➡

Diabetes

schwächt nicht

nur das Immunsystem,

sondern

kann auch zu

Nervenstörungen

führen

Prof. Dr. med.

Andreas Michalsen,

Chefarzt der Abteilung

Naturheilkunde im Immanuel

Krankenhaus Berlin;

berlin.immanuel.de

21/2025 my life

23


DOSSIER DIABETES HEILEN

➡ Lebensstil

und Speiseplan

sind ganz

entscheidend

bei einem

Typ-2-Diabetes

Prädiabetes

behandeln

Ein Typ-2-Diabetes

entwickelt sich nicht

sofort. Unter Prädiabetes

fasst man Vorstadien

zusammen, in

denen ein erhöhter

Nüchternblutzucker

oder eine gestörte

Glucosetoleranz vorliegen

– und damit ein

Risiko für Herzinfarkt,

Nieren- und Augenleiden

sowie Krebs.

Prädiabetes verursacht

keine klaren

Symptome. Risikofaktoren

sind erhöhtes

Körpergewicht sowie

Taillenumfang. Auch

körperliche Inaktivität

und Nachtarbeit sind

nicht ideal. Das Risiko

steigt ab 45, ebenso

weisen Diabetesfälle in

der Familie darauf hin.

Die Therapie hat zum

Ziel, den Übergang in

einen manifesten Diabetes

zu verschieben.

Dies gelingt durch

Bewegung, kalorienreduzierte

sowie faserreiche

Ernährung und

Gewichtsreduktion,

bei der Lipidbinder

und Formuladiäten

helfen können.

➡ Hohe Werte im Verhältnis zum Blutzucker

weisen auf eine Insulinresistenz hin, die

eigentliche Ursache des Typ-2-Diabetes.“

Warnung. Prof. Peter Schwarz, Internist

und Diabetologe an der Medizinischen Fakultät

der Technischen Universität Dresden,

weist darauf hin, dass die entstehende Insulinresistenz

auf die Verfettung der Bauchspeicheldrüse

und der Leber zurückzuführen ist.

Schuld daran gibt er vor allem Zuckerersatzstoffen

(Süßstoffen), die sehr schwer zu verstoffwechseln

sind, das Mikrobiom zerstören

und den Darm sowie die Leber verfetten.

„Durch eine Studie wissen wir, dass mittlerweile

die Hälfte aller 35-Jährigen in Deutschland

Fett in der Leber haben“, warnt Prof.

Schwarz, der auch Präsident der Internationalen

Diabetes Föderation (IDF) ist.

Ab welchen Werten liegt ein

Prädiabetes vor?

Wenn der Blutzuckerwert zwischen 110 und

125 mg/dl liegt (entspricht 5,6 und 6,9 mmol/l),

hat man einen Prädiabetes. Laut Prof. Peter

Schwarz kann aber auch der Bauchumfang darauf

hinweisen: „Frauen und Männern, die

mehr als 88 beziehungsweise 105 Zentimeter

Taille haben, rate ich dringend, einen Arzt aufzusuchen

und ihr Blut checken zu lassen.“

Verzögerung. Je früher erkannt, desto eher

kann man mit einer Ernährungsumstellung

und regelmäßiger Bewegung dafür sorgen,

dass es nicht zu einem richtigen Diabetes

kommt. „Auch die frühzeitige Einnahme von

Metformin kann helfen“, so der Dresdner Arzt.

Bei Metformin handelt es sich um ein Medikament,

das auch bei Typ-2-Diabetes gegeben

wird. „Es hemmt die Glucoseproduktion in der

Leber, sodass weniger Glucose ins Blut ausgeschüttet

wird. Außerdem verzögert es die Glucoseaufnahme

im Darm. Dadurch kann der

Blutzuckerspiegel nicht ansteigen, und die Insulinwirkung

wird verbessert.“

Wie groß ist die Chance,

dass Diabetes umkehrbar ist?

„Typ 1 lässt sich nicht rückgängig machen“, so

Prof. Andreas Michalsen, „Typ 2 aber sehr

wohl. Wenn die Krankheit weniger als zehn

Jahre besteht, kann man sie heilen.“ Inzwischen

zeigen Studien, dass Typ-2-Diabetes

keine Einbahnstraße ist: So weist etwa die

DiRECT(Diabetes Remission Clinical Trial)-

Studie mit knapp 300 Typ-2-Betroffenen

nach, dass sich durch eine Gewichtsabnahme,

eine strukturierte und begleitete Ernährungsumstellung

und mehr Bewegung eine sogenannte

Remission erreichen lässt. Das heißt,

dass die Zuckerwerte wieder jenen gesunder

Personen entsprechen und Betroffene keine

Diabetesmedikamente mehr benötigen. Beste

Chancen hatten der Studie zufolge Patienten

24 my life 21/2025


mit kurzer Krankheitsdauer und einer effektiven

Senkung des Gewichts.

Wie schafft man es, Typ-2-Diabetes

unter Kontrolle zu halten?

„Als Start empfehle ich ein Heilfasten nach

der Buchinger- oder Mayr-Methode oder ein

Scheinfasten über fünf bis sieben Tage“, sagt

Prof. Michalsen. Dabei setzt man auf vegane,

zuckerarme Speisen mit etwas mehr Kalorien

als bei den anderen Fastenformen. „Heilfasten

führt zu einer raschen Gewichtsabnahme, reduziert

Bauch- und Leberfett und verbessert

so die Insulinresistenz. Darüber hinaus hat

das Fasten günstige zusätzliche Effekte auf

das Darm-Mikrobiom und die Körperzellen.

Diese beginnen, sich während des Fastens vermehrt

zu reinigen“, so der Experte weiter.

Rhythmus. Eine ergänzende Form des

Scheinfastens sei eine kurze Haferkur. „Dabei

isst man über zwei Tage täglich jeweils maximal

200 bis 250 Gramm Haferbrei mit kleinen

Mengen Gemüse oder Obst, die Kalorienmenge

bleibt unter 1000 kcal pro Tag. Dies verbessert

auch nachweislich den Blutzucker.“ Wenn Medikamente

eingenommen werden, sollten diese

vom Arzt natürlich vorher und währenddessen

angepasst werden. „Danach bietet sich ➡

Diabetisch bedingte

Folgeerkrankungen

1. Gehirn

Enzephalopathie

2. Augen

Retinopathie

3. Gefäße

Angiopathie

4. Herz

Kardiomyopathie

5. Nieren

Nephropathie

6. Nerven

Neuropathie

7. Füße

Diabetisches

Fußsyndrom

Die Hälfte aller

35-Jährigen in

Deutschland

hat Fett

in der Leber

Prof. Dr. med.

Peter Schwarz

ist Inhaber der ersten

deutschen Professur für die

Prävention des Diabetes

mellitus am Universitätsklinikum

Dresden;

uniklinikum-dresden.de

ieser Text

eigt evtl. Proleme

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NEU

ERKÄLTET ?

DURCHATMEN

MIT DER KRAFT

DER NATUR

Kneipp® Erkältungs Balsam. Wirkstoff: Eucalyptusöl 10 g/100 g. Creme zur Anwendung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 3 Jahren.

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entsprechend 7,5 g/100 g (7,5 %). Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von Husten bei Erkältung, ausschließlich aufgrund langjähriger

Anwendung. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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ab 12 Jahren. Zur unterstützenden Behandlung und zur Besserung der Beschwerden bei Erkältungskrankheiten der Atemwege mit zähflüssigem Schleim.

Enthält D-Campher. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

21/2025 my life

25


DOSSIER DIABETES HEILEN

Dank smarter Messgeräte

Den Blutzucker

im Blick behalten

Ursprünglich vor allem bei Typ‐1‐Diabetes eingesetzt, gewinnt die

kontinuierliche Glucosemessung (CGM) mittlerweile auch für Menschen mit Typ‐2‐Diabetes

zunehmend an Bedeutung – und auch Ältere sowie Schwangere profitieren

Blutzuckerspiegel im Alltag reagiert – nicht

nur auf Lebensmittel oder Abstände zwischen

den Mahlzeiten, sondern auch auf Stress, Bewegung

oder den Genuss von Alkohol. Der

Sensor bestätigt richtiges Verhalten, was wie

eine Belohnung wirkt.

Betroffene

können damit

schneller auf

Über- oder

Unterzuckerung

reagieren

Univ.-Prof. Dr. med.

Susanne Reger-Tan, Direktorin

der Klinik für Diabetologie

und Endokrinologie am

Herz- und Diabeteszentrum

NRW, Bad Oeynhausen

? Frau Prof. Reger-Tan, sogenannte

CGM-Systeme werden auch in der Therapie

des Typ-2-Diabetes immer beliebter.

Was sind die Vorteile?

CGM-Systeme – die Abkürzung steht für „Continuous

Glucose Monitoring“, was auf Deutsch

kontinuierliche Glucosemessung heißt – ersparen

Betroffenen nicht nur das „blutige Messen“.

Laut Studienlage erleichtern sie das tägliche

Diabetesmanagement, Über- und Unterzuckerungen

kommen seltener vor, und der Langzeitwert

HbA1c sinkt nachhaltig. Hinzu kommt:

Anwender sehen direkt, dass ihr Blutzuckerspiegel

nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel

ansteigt – und wieder sinkt, wenn sie im

Anschluss ans Essen spazieren gehen.

? CGM-Sensoren helfen also dabei, die

eigenen Werte zu kontrollieren, aber auch

besser zu verstehen?

Ja, so würde ich es sagen. Menschen mit Diabetes

lernen dadurch viel schneller, wie ihr

? Können auch ältere Menschen von

CGM-Systemen profitieren?

Für sie kann es sich sogar besonders lohnen.

Senioren sind mit der Blutzuckermessung oft

überfordert – vor allem, wenn eine beginnende

Demenz hinzukommt. Betroffene können

mithilfe des CGM-Geräts und dessen einstellbarer

Alarmfunktion schneller auf eine Unteroder

Überzuckerung reagieren. Die Möglichkeit,

die Glucosewerte über CGM an Dritte zu

übermitteln, ist für Angehörige eine Erleichterung.

Wissenschaftler raten auch Schwangeren

mit diagnostiziertem Gestationsdiabetes,

zeitweise einen CGM-Sensor zu tragen. Das

verbessert langfristig die Stoffwechsellage

von Mutter und Baby.

? Wann übernehmen die Krankenkassen

die Kosten für ein CGM-System?

Nach ärztlicher Verordnung können alle Menschen

mit Diabetes, die entweder eine intensivierte

konventionelle Insulintherapie oder

eine Insulinpumpentherapie benötigen, ein

CGM-System bei der Krankenkasse beantragen.

Unter bestimmten Voraussetzungen können

die Kosten auch für Betroffene, die keine

Insulingaben benötigen, erstattet werden.

Das gilt dann, wenn trotz maximaler Bemühung

die Therapieziele zur Stoffwechseleinstellung

nicht erreicht werden oder bereits

schwere Unterzuckerungen auftraten. Aktuell

erscheinen immer mehr Studiendaten, die belegen,

dass auch Menschen mit Typ-2-Diabetes

von einem CGM profitieren. Das wird die Antragstellung

in der Zukunft hoffentlich etwas

erleichtern.

FOTOS: GETTY IMAGES/ISTOCK; SONGYI HAN; ROCHE DIAGNOSTICS; PR (3) ILLUSTRATION: ALEX AKSONOV

28 my life 21/2025


Innovative Technik

Dank kontinuierlicher Glucosemessung und Trendanzeige lassen sich Therapieziele gezielter

erreichen und sowohl die Häufigkeit als auch die Dauer schwerer Hypoglykämien reduzieren

Roche Accu-Chek

SmartGuide

Der Sensor misst

alle fünf Minuten

die Glucosewerte

und sendet sie an

die SmartGuide-

App. Mithilfe künstlicher

Intelligenz

kann die zukünftige

Entwicklung des

Blutzuckerspiegels

vorhergesagt und

das Risiko für

nächtliche Hypoglykämien

gesenkt

werden. Maximale

Tragedauer: 14 Tage

Abbott FreeStyle

Libre 3 Plus

Der aktuell kleinste

und flachste Sensor

ist nicht größer als

zwei übereinandergestapelte

5-Cent-

Münzen – und deshalb

auch für Kinder

mit Typ-1-Diabetes

ab zwei Jahren zugelassen.

Erwachsene

und Schwangere

profitieren ebenfalls

von der minütlichen

Glucosemessung.

Maximale

Tragedauer: 15 Tage.

Medtronic

Simplera Sensor

Beim Smart ICT

System (Intelligentes

System zur

intensivierten

konventionellen

Insulintherapie)

kommunizieren

CGM-Sensor und

„smarter“ Insulin-

Pen per Bluetooth

und App miteinander.

Plus: erinnert

an „verpassten

Mahlzeiten-Bolus“.

Maximale

Tragedauer: 7 Tage.

Dexcom G7

Glucosewerte und

Warnungen können

von bis zu zehn

Angehörigen rund

um die Uhr im Blick

behalten werden.

Praktisch: Der

Sensor sendet die

Daten direkt an die

Apple Watch. So

kann das Handy

beim Sport zu

Hause bleiben.

Maximale

Tragedauer: 10 Tage

(plus 12 Stunden

Karenzzeit).

Sicherheit zum Aufkleben

Im Unterschied zur sporadischen Messung per Fingerpieks liefert die kontinuierliche

Glucosemessung ein vollständiges Profil sämtlicher Werte im Tagesverlauf

Gut zu wissen

Welche Sensor-Tragestelle

ist die beste?

Nutzer von kontinuierlichen

Glucosemesssystemen

sind äußerst

experimentierfreudig,

wenn es um die ideale

Platzierung des Sensors

geht. Damit der kurze

Faden den Zuckergehalt

im Unterhautfettgewebe

alle fünf bis zehn Minuten

genau messen kann,

raten die Hersteller zur

Rückseite des Oberarms,

dem Bauch oder oberen

Po, wo die Haut ein

wenig „gepolstert“ ist.

Gewebeglucose (CGM)

Der Sensor ist mit einem

feinen Messfaden (Fühler)

verbunden, der in das

Unterhautfettgewebe

eingeführt wird. Dort wird

– teils minütlich – der

Zuckergehalt der Gewebeflüssigkeit

gemessen.

Blutglucose

(Fingerpieks)

Menschen, die „blutig

messen“, pieksen sich in den

Finger, um den aktuellen

Glucosewert im Blut zu

bestimmen. Schwankungen

werden dabei oft übersehen.

Haut

Fühler

Blutgefäß

Sensor

Hautprobleme an der

Klebestelle. Was tun?

Weil die Pflaster bis

zu zwei Wochen auf der

Haut haften, kann es zu

Juckreiz oder Rötungen

kommen. Dermatologen

empfehlen, die Einstichstelle

häufig zu wechseln.

Bei einer echten

Kontaktallergie kann

über das „Eversense E3“

nachgedacht werden.

Der Messfühler wird

vom Arzt direkt ins

Gewebe implantiert und

nur alle sechs Monate

ausgetauscht.

Eine Patientin spricht über ihren Diabetes: S. 30/31 ➡


DOSSIER DIABETES HEILEN

Diabetes im Doppelpack besiegen

Neue Therapie-Chancen

Seit langer Zeit ist die Gabe von Metformin Standard bei Typ-2-Diabetes.

Aktuelle Studien zeigen nun allerdings: In Kombination mit modernen Wirkstoffen

lässt sich der Schutz vor Folgeerkrankungen deutlich verbessern

Eine

Kombi nationstherapie

kann

sogar die

Sterblichkeit

senken

Dr. med. Til Uebel,

Sprecher der AG Diabetes der

DEGAM, Lehrarzt am Institut

für Allgemeinmedizin

am Universitätsklinikum

Würzburg;

allgemeinmedizin.

uni-wuerzburg.de

? Metformin ist in der Diabetestherapie

fest etabliert. Gibt es mittlerweile neuere

Medikamente, die eventuell besser wirken?

Das Antidiabetikum Metformin ist gemäß

Nationaler Versorgungsleitlinie nach wie vor

die erste Wahl bei Typ-2-Diabetes, wenn eine

Ernährungsumstellung und mehr Bewegung

allein keine Besserung der Glucosewerte gebracht

haben. Es besitzt gute blutzuckersenkende

Eigenschaften, ist gewichtsneutral und

hat im Gegensatz zu Insulin und Sulfonylharnstoffen

kein nennenswertes Hypoglykämiepotenzial.

Neuere Studien deuten darauf hin,

dass Wirkstoffe wie GLP-1-Analoga und SGLT-

2-Hemmer den Blutzuckerspiegel zwar nicht

immer stark senken, dafür aber Herz- und Nierengesundheit

positiv beeinflussen, sogar die

Sterblichkeit senken. Dieser Effekt konnte bei

Metformin nur bedingt nachgewiesen werden.

? Ist es dann weiterhin gerechtfertigt,

Metformin primär für die Erstlinien-Therapie

bei Typ-2-Diabetes zu empfehlen?

Klares Ja! Sind keine Vorerkrankungen des

Herz-Kreislauf-Systems diagnostiziert und liegt

der Langzeitblutzuckerwert HbA1c zwischen

6,5 und 8,5 Prozent (bei älteren Patienten bei

über 8,5 Prozent), ist eine Monotherapie mit

Metformin vollkommen ausreichend, um den

Blutglucosewert sicher und auch kosteneffektiv

zu senken. Im Anschluss und vor allem bei

manifesten Herz- und Nierenerkrankungen

kann eine Kombinationstherapie mit SGLT-2-

Hemmern (bei Herz- oder Niereninsuffizienz)

oder GLP-1-Analoga (bei Adipositas) durchaus

von Vorteil sein.

? Ohne Metformin geht’s also nicht.

Aber wirkt es in Kombination mit modernen

Substanzen wie SGLT-2-Hemmern besser?

Nicht unbedingt besser. Es geht vielmehr um

unterschiedliche Wirkmechanismen. Metformin

senkt den Blutzucker, indem es die

Insulinempfindlichkeit von Leber- und Muskelzellen

steigert. Bei einem beginnenden Typ-2-

Diabetes genügt das. Geht es aber darum, bei

bestehenden diabetesbedingten Folgeerkrankungen

Herz und Niere zu schützen, ist eine

Kombinationstherapie zweifelsohne die bessere

Wahl. Dies belegt auch eine kürzlich veröffentlichte

Studie einer israelischen Arbeitsgruppe

mit 13548 Probanden. Patienten, die

Metformin plus SGLT-2-Hemmer erhielten,

welche die Ausscheidung von Zucker mit dem

Urin fördern, hatten ein deutlich niedrigeres

Risiko in Bezug auf das Fortschreiten einer

Nierenerkrankung und die Sterblichkeit als

jene, die nur mit SGLT-2-Hemmern behandelt

wurden. Solche Ergebnisse sprechen tatsächlich

für den Einsatz von Metformin in Kombination

mit SGLT-2-Hemmern als Erstlinien-

Therapie bei Typ-2-Diabetes. Sie zeigen aber

auch, dass auf den bewährten Blutzuckersenker

aktuell nicht verzichtet werden kann. ❰

FOTOS: GETTY IMAGES/ISTOCK; PR ILLUSTRATION: ALEX AKSONOV

32 my life 21/2025


Das Allroundtalent

Der Wirkstoffklassiker Metformin ist weit mehr als nur ein Standardmedikament zur Senkung des Blutzuckers

bei Typ-2-Diabetes, wie aktuelle Studien zeigen. Seine Fähigkeiten im Überblick:

Soll die Gefahr für Asthmaanfälle

senken können

Forschende aus Großbritannien haben

Daten von 12 702 Menschen mit

Asthma analysiert. Die Einnahme von

Metformin war mit weniger Asthmaanfällen

(minus 32 Prozent) verbunden,

akute Atemnot-Attacken traten

auch seltener auf.

Soll bei Kinderwunsch und

Zyklusstörungen helfen können

Metformin kann Patientinnen mit

Kinderwunsch und Polyzystischem

Ovarsyndrom (PCOS) dabei unterstützen,

schwanger zu werden. Die

Funktionsstörung der Eierstöcke tritt

gehäuft bei Insulinresistenz auf. Ärzte

dürfen das Medikament für diesen

Zweck „off-label“ einsetzen. Hat die

Schwangerschaft begonnen, sollte

es aber abgesetzt werden, denn

Metformin geht über die Plazenta

auf den Embryo über.

Soll das Altern möglicherweise

bremsen können

Wissenschaftler gehen davon aus,

dass Metformin dazu beiträgt, die

Zellalterung zu bremsen. Das Medikament

als Pille gegen das Altern

einzusetzen, wäre allerdings gewagt

– Studien hierzu laufen noch. Die

lebensverlängernde Wirkung, gerade

bei Menschen ohne Diabetes,

ist möglicherweise altersabhängig:

Nicht zuckerkranke

Fadenwürmer

lebten dank

Metformin

zwar länger – allerdings nur junge.

Bei alten wirkte es toxisch.

Soll das Krebsrisiko senken

Es gibt Hinweise, dass Menschen

mit Typ-2-Diabetes

und Metformin-Therapie

seltener an Darmund

Brustkrebs

erkranken.

WENN

HÄMORRHOIDEN

THEATER MACHEN

DIE

NR. 1

AUS DER

APOTHEKE *

➡ Metformin kann laut einer

chinesischen Studie einen

Vitamin-B12-Mangel

verursachen, daher wird die

jährliche Kontrolle und eventuell

Supplementierung empfohlen

Wie Metformin

funktioniert

Der Wirkstoff hemmt die Glucoseproduktion in der Leber,

verzögert die Aufnahme von Nahrungszucker im Darm

und verbessert die Insulinempfindlichkeit

Verlangsamung des

Zuckertransports

Die Aufnahme von Nahrungszucker

im Darm wird verzögert.

So gelangt Glucose langsamer

in den Blutkreislauf

Darm

t

Leber

Hilft schnell und zuverlässig bei starkem Juckreiz

und Schmerzen am Po.

t

Wirkt studienbelegt innerhalb von 30 Min.

ab dem ersten Behandlungstag **

*

nach verkauften Salben-Packungen (IH-Galaxy Apo-Fusion 12/2024)

**

Rothhaar A et al.: Akt Dermatol 2014; 40: 412-417.

Es wird

weniger Zucker

ausgeschüttet

Metformin hemmt die

Produktion von Glucose in

der Leber, sodass weniger Zucker

ins Blut ausgeschüttet wird

Posterisan ® akut 50 mg/g Rektalsalbe Wirkstoff: Lidocain

Anwendungsgebiete: Anwendung bei Erwachsenen; Linderung

von Schmerzen im Analbereich vor proktologischer

Untersuchung; Symptomatische Behandlung von

Juckreiz und Schmerzen im Analbereich (z. B.

aufgrund von Hämorrhoiden). Enthält Cetylalkohol.

Zu Risiken und Nebenwirkungen

lesen Sie die Packungsbeilage

und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren

Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Stand: 04/2024

DR. KADE Pharmazeutische

Fabrik

GmbH, Berlin

Blutgefäß

Bessere Insulinverwertung

Metformin optimiert die Wirkung

von Insulin. Das Hormon

wird von der Bauchspeicheldrüse

gebildet und öffnet die Zellen zur

Zuckeraufnahme (siehe rechts)

Bauch speicheldrüse

Muskel

Glucose an der richtigen Stelle

Der Wirkstoff steigert die Aufnahme

von Glukose aus dem Blut

in die Zellen sowie den Abbau

des Zuckers beispielsweise in

Muskulatur und Fettgewebe


GESUNDHEIT

Der unterschätzte Zusammenhang

Besser hören – fürs Gehirn

Hörverlust kommt schleichend und wird oft spät erkannt. Dabei könnte ein frühzeitiger Einsatz

von Hilfsmitteln gar das Risiko einer Demenzerkrankung senken, wie unser Experte weiß

viert und kognitive Prozesse auslöst. Es wird

vermutet, dass durch Schwerhörigkeit bestimmte

Bereiche des Gehirns weniger stimuliert

werden. Langfristig könnte das die Kognition

beeinträchtigen.

Untersuchung Gibt es Auffälligkeiten beim Hörtest, ist regelmäßige Kontrolle ratsam

Cochlea-

Implantate

verbessern oft

die Kognition

Prof. Dr. med. Jan Löhler,

HNO-Arzt mit eigener

Praxis in Bad Bramstedt

sowie Präsident des

Deutschen Berufsverbands

der Hals-Nasen-

Ohrenärzte e. V.

INDIVIDUALISIERBAR

Hightech für die Ohren

Innovation Moderne Geräte bieten

neben großartiger Klangqualität auch

intelligente Funktionen wie automatische

Geräuschunterdrückung, Bluetooth-Konnektivität

und personalisierte

Einstellungen. Individualisierung

Prävention ist wichtig, das erfährt man

mit steigendem Alter immer mehr. Eine

Untersuchung, an die dabei allerdings wenige

Menschen denken, ist ein Hörtest. Dabei

könnte er einen beginnenden Hörverlust entlarven

– und so eventuell sogar einer Demenz

vorbeugen. Wir haben HNO-Arzt Prof. Jan

Löhler zu den Hintergründen befragt:

? Inwiefern haben Schwerhörigkeit

und Demenz miteinander zu tun?

Ganz klar ist das noch nicht. In Langzeitstudien

hat man aber Menschen über Jahrzehnte

begleitet und untersucht, welche Risikofaktoren

in welchem Lebensabschnitt auftreten,

und wie sie sich auf die Entwicklung von

Demenz auswirken. Dabei hat sich gezeigt,

dass Schwerhörigkeit in der Lebensmitte ein

entscheidender Faktor ist – sogar stärker als

Bluthochdruck, Rauchen oder Diabetes. Man

weiß, dass Hören im Gehirn viele Areale akti-

steht also im Vordergrund. So auch

bei einer neuen Entwicklung, der

Hörbrille. Die Hörtechnik ist in den

Brillenbügeln integriert und überträgt

den Schall direkt ans Ohr – diskret

und leicht anzuwenden.

? Ist die Gefahr einer Demenz bei schwerem

Hörverlust höher?

Das würde ich mit einem vorsichtigen ‚Jein‘

beantworten. Menschen mit ausgeprägtem

Hörverlust entwickeln nicht immer eine Demenz,

während andere mit moderatem Hörverlust

betroffen sind. Man weiß aber, dass

Menschen mit höchstgradiger Schwer hörigkeit,

die ein Cochlea-Implantat erhalten haben, oft

eine deutliche Verbesserung ihrer kognitiven

Fähigkeiten erleben. Studien belegen zudem,

dass ein einfaches Hörgerät die kognitiven Fähigkeiten

von Menschen mit Hörverlust positiv

beeinflussen kann. Das zeigt, wie wichtig

eine gute und vor allem frühe Ver sorgung ist.

? Warum bemerken Menschen eine

Schwerhörigkeit oft erst spät?

Viele Betroffene kompensieren den Hörverlust

unbewusst – sie raten Wörter oder orientieren

sich an Kontexten. Besonders ab dem

60. Lebensjahr scheint das Gehirn Mechanismen

zu entwickeln, um den Sinnesverlust auszugleichen.

Hörtests ab dem 50. Lebensjahr

können Probleme jedoch frühzeitig aufdecken.

Je nach Ergebnis kann man entscheiden, ob

eine engmaschige Kontrolle oder sogar eine

Hörgeräteversorgung nötig ist.

? Welche präventiven Maßnahmen gibt es?

Es ist wichtig zu verstehen, dass Hörverlust

kein unumgänglicher Teil des Alterns ist – er

sollte ernst genommen und wenn möglich

verhindert werden. Lärmvermeidung ist dabei

das A und O. Ob im Beruf oder in der Freizeit,

Gehörschutz sollte immer verwendet werden,

wenn es laut wird. Aber auch ein gesunder

Lebensstil spielt eine Rolle: Rauchen und ein

schlecht eingestellter Diabetes schädigen die

Gefäße und damit auch das Innenohr. Regelmäßige

Bewegung, gesunde Ernährung sowie

ausreichend Schlaf sind ebenfalls entscheidend

für die Ohrgesundheit.

FOTOS: GETTY IMAGES/ISTOCK; AXENTIS.DE/GEORG J.LOPATA

34 my life 21/2025


NATURAPOTHEKE

Farbenfroh Die Sträucher lieben sandige Böden – und tragen bis Dezember zahlreiche Beeren

ALLE FOTOS: SHUTTERSTOCK

Mit Blick auf ihren hohen Vitamin-C-Gehalt von

450 Milligramm pro 100 Gramm, schlagen die Beeren

des Sanddorns Zitronen, die „nur“ 53 Milligramm pro

100 Gramm zu bieten haben, um Längen. Darüber hinaus

entfalten die mehr als 100 enthaltenen bioaktiven Stoffe

antibak terielle, entzündungshemmende sowie zell- und

leberschützende Eigenschaften und können das Immunsystem

stärken. Zudem senken die Flavonoide der Sanddornbeeren

die Cholesterinwerte und wirken sich positiv

auf die Blutgefäße aus. Das verringert unter anderem

das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. ❰

Für Herz & Haut

Sanddorn,

Schatz der Dünen

Die heimische Superpflanze ist auch als Zitrone des Nordens bekannt.

Völlig zu Recht, denn ihre Früchte punkten nicht nur mit extrem viel Vitamin C

für die Abwehr, ihr Öl lässt auch Wunden schneller heilen

▶ Balsam für die Haut

Sanddorn ist aufgrund seines Reichtums an Carotinoiden,

Vitaminen und Fettsäuren ein probates Mittel für die Pflege

der Haut, da er sie regeneriert, mit Feuchtigkeit versorgt, die

Wundheilung unterstützt und vor Hautalterung schützen

kann. Er kommt in vielen Hautpräparaten zum Einsatz, eine

Creme ist aber auch unkompliziert selbst gemacht: Dafür

je 10 Gramm Sheabutter, Mangobutter und Kokosöl mit

6 Gramm Mandelöl und 3 Gramm Sanddornfruchtfleischöl

im Wasserbad schmelzen und verrühren. 1 Milliliter Vitamin-E-

Öl hinzufügen, in eine saubere Dose füllen, fertig.

Sanddornsaft

Zutaten für ca. 300 ml Saft:

1 kg Sanddornbeeren

50 ml Apfelsaft

200-400 g Zucker (alternativ

Honig oder Agavendicksaft)

1. Die Sanddornbeeren mit

Apfelsaft so in einen Topf geben,

dass die Früchte bedeckt sind.

Die Beeren etwas zerquetschen,

den Zucker zufügen. Aufkochen

und 10 Minuten köcheln lassen.

Dann die Masse in ein feines

Sieb oder Safttuch geben und

ablaufen lassen – dies dauert

★ SER

IE ★

Grüne

Gesundheit

üblicherweise mehrere Stunden.

Den Trester zum Schluss etwas

abpressen. Den Saft erneut kurz

aufkochen, in sterile Flaschen

füllen und luftdicht verschließen.

Er hält etwa drei Monate.

▶ Tipp: Der Saft kann auch

ohne Zucker oder Süßungsmittel

hergestellt werden. Beides ist zur

Konservierung nicht nötig.

▶ Wirkung: Zur Linderung einer

Erkältung nimmt man täglich

3 TL Saft ein. Bei Stress den Saft

mit heißem Wasser verdünnt

trinken, um die Widerstandskraft

zu erhöhen. Vitamin C

unterstützt das Immunsystem

und macht zudem

freie Radikale

unschädlich.

Es schützt die

Zellen und

fördert die

Regeneration.


GESUNDHEIT

GESTÖRTER PH-WERT

Haut im Ungleichgewicht

Falsche Ernährung, ungesunder Lebensstil und Stress beeinflussen den Säureschutzmantel

der Haut negativ. Was dann zu tun – und zu lassen – ist, wissen unsere Expertinnen

dagegen einen pH-Wert zwischen 6 und 7“,

führt Dr. Kerstin Ortlechner weiter aus.

Optimal Gesunde Haut hat einen pH-Wert von 5,5 – ist also leicht sauer

Dr. med. univ.

Kerstin Ortlechner,

Fachärztin für

Dermatologie mit eigener

Praxis in Wien

Dr. med. Miriam

Rehbein, Fachärztin für

Dermatologie und

Spezialistin für

ästhetische Chirurgie

in München

Viele Pflegeprodukte werben mit der

Angabe „pH 5,5 hautneutral“. Doch wofür

stehen diese Angaben genau? Die Dermatologinnen

Dr. Kerstin Ortlechner aus Wien

und Dr. Miriam Rehbein aus München sagen,

was es damit auf sich hat – und welche Folgen

ein gestörter pH-Wert haben kann.

Was versteht man

unter pH-Wert?

„pH ist die Abkürzung des lateinischen Wortes

‚potentia hydrogenii ‘, was ,Kraft des Wasserstoffs

‘ heißt und ein Maß für die Konzentration

von Wasserstoffionen in einer wässrigen

Lösung ist“, sagt Dr. Kerstin Ortlechner.

Der Wert beschreibt das Säure-Basen-Verhältnis

in einer Lösung. Die Skala reicht von 0 bis

14, alles unter 7 gilt als sauer, alles darüber als

alkalisch. So liegt etwa Zitronensaft bei pH 2,

eine normale Seife bei pH 12 – und die menschliche

Haut im Schnitt bei leicht sauren pH 5,5.

„Die Achselhöhlen und die Fußsohlen haben

Was bedeutet dieser Wert

genau für die Hautgesundheit?

Die leicht saure Eigenschaft der Haut, die

durch ihr Mikrobiom sowie Schweiß und Talg

entsteht, kennt man auch unter dem Begriff

Säure schutzmantel. „Ist er gesund, wehrt er

schädliche Mikroorganismen und Schadstoffe

ab und schützt die Haut vor Infektionen, Reizungen,

Rötungen, Allergien und dem Austrocknen“,

sagt Dr. Rehbein. Der pH-Wert variiert

leicht von Mensch zu Mensch und

verändert sich im Alter. Neugeborene kommen

mit einem neu tralen pH-Wert von 7 zur Welt,

schon nach einigen Wochen rüstet sich die

Haut vermehrt gegen negative Umweltbedingungen

und wird saurer. „Steigt der pH-Wert

aus irgendeinem Grund in den alkalischen Bereich,

stört dies das natürliche Gleichgewicht

der Haut“, so Dr. Ortlechner. „Wichtige Lipide

können nicht mehr aufgebaut werden, die

Haut verliert Wasser und trocknet aus, wodurch

die äußere Hautschicht, die Epidermis,

nicht mehr ausreichend Schutz bieten kann.“

Die Anfälligkeit für Infektionen und Krankheitsschübe,

etwa bei Rosacea oder Neurodermitis,

steigt. Die Haut wirkt fahl und unruhig.

Welche Faktoren zerstören

den Säureschutzmantel?

In der Regel ist der Säureschutzmantel stabil,

exzessive Pflege oder ein ungesunder Lebensstil

mit zu viel Zucker, Sonne, Stress, Alkohol

und Nikotin können ihn aus dem Gleichgewicht

bringen. „Augenringe, ein fahler, schlaffer

Teint, Elastizitätsverlust, allergische Reaktionen

oder Entzündungen können die Folge

sein“, erläutert Dr. Rehbein. Um dies zu vermeiden,

sollte man Inhaltsstoffe und pH-Wert

der verwendeten Pflegeprodukte überprüfen.

Informationen finden Sich auf der Verpackung

oder im Beipackzettel. „Je höher der pH-Wert,

desto mehr Wasser entzieht das Produkt der

Haut und löst Salze heraus. Sie wird sensibler

und anfälliger“, warnt Dr. Ortlechner und ergänzt:

„Auch häufiges Hände waschen sowie

FOTOS: SHUTTERSTOCK; STEFAN KOKOVIC/PR; JOHANN STURZ/PR

50 my life 21/2025


Desinfektionsmittel können den pH-Wert der

Haut zerstören.“

Kann man seinen pH-Wert

auch selbst testen?

Im Handel gibt es digitale pH-Testgeräte oder

Selbsttests für zu Hause. Aus medizinischer

Sicht rät Dr. Ortlechner jedoch von nicht fachgerecht

durchgeführten Säuretests ab, „denn

durch Kosmetikprodukte wie Seifen und

Cremes ist der Säureschutzmantel der Haut

täglich anderen äußeren Einflüssen ausgesetzt.

Daher liefern diese Methoden keine verlässlichen

Erkenntnisse, sondern verunsichern

eher.“ Beim Hautarzt kann der pH-Wert

zuverlässig bestimmt werden.

Wie kommt die Haut

wieder in Balance?

Gesunde Haut reguliert ihren pH-Wert 30 bis

200 Minuten nach äußerlichen Einflüssen auf

den Ausgangswert zurück. „Eine überpflegte,

irritierte oder empfindliche Haut braucht aber

längere Regeneration oder Hilfe“, sagt Dr. Rehbein.

Allen voran empfiehlt sich eine milde,

gut verträgliche Reinigung. Normale Seifen

(pH-Wert 8 bis 12) sind oft zu alkalisch, wenig

schäumende, pH-hautneutrale Reinigungsprodukte

daher besser. „Peelings mit Salicyl- und

Glykolsäure können einen zu hohen pH-Wert

der Haut wieder etwas senken“, so Dr. Ortlechner.

„Auch Pufferkonzentrate, das sind fettfreie,

sehr sauer eingestellte Spezialpräparate,

helfen, pH-Verschiebungen bis 9,5 abzufangen.“

Dr. Willmar Schwabe

In leichten Fällen bringen Thermalwassersprays

den pH-Wert wieder in Balance, indem sie ausgeschwemmte

Salze der Haut ersetzen. ❰

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1 RosaMin AHA Toner von

Dermasence, 160 ml, ca. 14,90 €:

Gesichtswasser für empfindliche

Haut; reinigt, verfeinert die Poren,

optimiert den Säureschutzmantel.

2 PRO Redness Control von

Cetaphil, 50 ml, ca. 20,95 €:

beruhigende Nachtpflege; versorgt

bis zu 24 Stunden mit Feuchtigkeit;

reduziert Rötungen über Nacht.

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Roche-Posay, 300 ml, ca. 13,90 €:

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hohen Anteil an Selen; auch für

sehr empfindliche Haut geeignet.

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Mikrobiom der Haut und hilft, den

natürlichen pH-Wert

zu stabilisieren.

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21/2025 my life

51

L/01/08/25/08


GESUNDHEIT

★ MY L

Viele Frauen leiden während

des Zyklus an Beschwerden.

Was viele nicht wissen: Hormonelle

Schwankungen während des Zyklus

können nicht nur die Gebärmutter,

sondern auch den Darm und das allgemeine

Wohlbefinden beeinflussen. „Die weiblichen

Sexualhormone wie Östrogen und Progesteron

wirken auf das Nervensystem des

Darms und können die Transportgeschwindigkeit,

das Schmerzempfinden und sogar die

Histaminfreisetzung verändern“, erklärt Prof.

Julia Seiderer-Nack, Fachärztin für Innere Medizin

und Ernährungsmedizin.

besser

essen

gesund

FO L G E

bleiben

MIKROBIOM IM FOKUS

Darm & Zyklus

Die Ernährung hat großen Einfluss bei hormonellen Schwankungen.

Wie sie Monatsbeschwerden lindern kann, erklärt die My Life-Expertin

IFE-SER

IE ★

In der zweiten Zyklushälfte,

insbesondere beim prämenstruellen

Syndrom (PMS), berichten

viele Frauen von

Heißhungerattacken, Völlegefühl

oder Blähungen.

Hier kann eine gezielte

Ernährung helfen. „In dieser

Phase heißt es: weniger Fast

Food und Zucker, dafür Ballaststoffe

aus Vollkornprodukten

und aus Gemüse, da sie nicht

nur die Verdauung fördern,

sondern auch das Mikrobiom

unterstützen“, so Prof. Seiderer-

Nack. Das Mikrobiom spielt

eine Schlüsselrolle bei der Regulierung

des Hormonhaushalts,

da es beispielsweise den Östrogenspiegel

beeinflussen kann.

Besonders wichtig ist eine

entzündungshemmende Ernährung,

um Beschwerden

wie Krämpfe oder Entzündungen

zu lindern. „Omega-

3-Fettsäuren aus Leinöl, Walnüssen

oder fettem Fisch können das Wachstum

nützlicher Darmbakterien fördern und die

Darmbarriere stärken“, erklärt die Expertin.

Auch Gewürze wie Kurkuma und Ingwer haben

entzündungshemmende Eigenschaften

und lassen sich leicht in den

Speiseplan integrieren, etwa

in Form von Tees oder als

Zutat in Suppen und Currys.

4 0 : ZYKLUS

Frauen in hormonellen Umbruchphasen

wie PMS oder den Wechseljahren

haben oft einen erhöhten

Bedarf an Mikronährstoffen. „Magnesium

kann Muskelkrämpfe lindern

und die Darmmuskulatur entspannen“,

sagt Prof. Seiderer-Nack. Gute

Quellen sind Vollkornprodukte, Nüsse wie

Mandeln oder Cashews sowie grüne Gemüsesorten

wie Spinat oder Mangold.

Auch B-Vitamine spielen eine wichtige Rolle

für das Nervensystem und die Energieproduktion.

Sie finden sich in Lebensmitteln wie Haferflocken,

Eiern, Avocados und Hülsenfrüchten.

Polyphenole, die antioxidativ wirken und

Entzündungen reduzieren knnen, sind reichlich

in Beeren, grünem Tee und dunkler Schokolade

enthalten. Die Ernährungsmedizinerin

empfiehlt zudem Lebensmittel mit natürlichen

Probiotika wie Joghurt, Kefir oder fermentiertes

Gemüse wie Sauerkraut, um das

Mikrobiom zu stärken.

Auf die Signale des Körpers achten

Für einen darmfreundlichen Start in den Tag

rät Prof. Seiderer-Nack zu ballaststoffreichen

Frühstücksoptionen wie Porridge mit Heidelbeeren

oder Vollkornbrot mit Avocado. „Auch

ausreichend Flüssigkeit ist entscheidend, um

den Nahrungsbrei im Darm gut zu transportieren“,

betont sie. Wasser, ungesüßte Kräutertees

oder verdünnte Fruchtsäfte sind hier

ideal. „Frauen dürfen ihre Beschwerden ernst

nehmen und sollten sich nicht durch

widersprüchliche Ernährungstipps

verunsichern lassen“,

fasst die Internistin zusammen.

Eine ausgewogene

Ernährung mit entzündungshemmenden

Lebensmitteln,

ausreichend Ballaststoffen und einer guten

Versorgung mit Mikronährstoffen kann nicht

nur den Zyklus positiv beeinflussen, sondern

auch das allgemeine Wohlbefinden fördern. ❰

Prof. Dr. med. Julia Seiderer-Nack,

Fachärztin für Innere Medizin mit den

Schwerpunkten Ernährungsmedizin

und ganzheitliche Therapie in München

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➊ Vollwert statt Fast

Food: Gerade bei PMS

kann viel Zucker und Fertignahrung

die Symptome

verschlimmern

➊ Ballaststoffe: Sie regulieren

nicht nur die Verdauungsaktivität,

sondern

sind wichtiges Futter für

die Darmbakterien

➌ Entzündung hemmen:

Hochwertige Omega-3-

Fettsäuren (Fisch, Leinöl,

Nüsse) statt Transfetten

(Wurstwaren, Fast Food)

lindern Symptome

➍ Eine gute Versorgung

mit Mikronährstoffen

(Magnesium, B-Vitamine)

ist wichtig

➎ Histaminarme Ernährung

kann bei Beschwerden

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Redaktion: Miriam Dietz, Ana Goldscheider

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Mitarbeiter dieser Ausgabe: Nina Bemmann, Kerstin

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74 my life 21/2025

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