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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2025

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2025

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19239

SMARTE LÖSUNGEN FÜR DIE INDUSTRIE

06/2025 . 01/2026 € 13,00

TITEL

Security wird Pflicht: neue

16 Kompetenzen, neue Tools

Update Sensorik: smarter

20 messen, schneller steuern

50 SPECIAL

Sichere Automation

industrielle-automation.net


Mehr Leistung.

Weniger Energie.

Eine Ameise, die weniger Energie braucht, um noch mehr tragen

zu können?

Unsere energieeffizienten Antriebslösungen aus Elektromotor und

Frequenzumrichter machen deutliche Einsparungen möglich. Zusätzlicher

Mehrwert: Sie bekommen kompetente Beratung, alle Produkte aus einer

Hand und weltweiten Service.

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ZWISCHEN ANSPRUCH

UND WIRKLICHKEIT

BÜROKRATIE BREMST

IDEEN – FORTSCHRITT

BRAUCHT FREIRAUM

Industrie, Wissenschaft, Politik – alle sprechen von Transformation. Doch

wer genau hinsieht, erkennt: Deutschland steckt fest zwischen Anspruch und

Wirklichkeit. Die industrielle Wertschöpfung steht an der Schwelle zu einer

neuen Ära, getrieben von Künstlicher Intelligenz, Robotik und datenbasierten

Prozessen. Doch während weltweit Innovationsökosysteme wachsen, droht

der deutsche Standort an Bürokratie, mangelnder digitaler Infrastruktur und

fehlendem Mut zu scheitern. Prof. Dr. Katharina Hölzle, Institutsleiterin des

Fraunhofer IAO und Innovationsforscherin, findet dafür klare Worte: „Wir

müssen unsere Komfortzone verlassen.“ Denn Deutschland ist stark in der

Fertigung, in Produktionstechnologien und Materialforschung, aber schwach

in digitalen Kompetenzen, Cloud-Technologien

und Software-Entwicklung.

Die Zukunft liegt in der Verbindung

dieser Welten. Noch verfügen wir über

exzellente Fachkräfte, starke Mittelständler

und eine beeindruckende

Forschungslandschaft. Doch der Trend zeigt nach unten: F&E-Ausgaben sinken,

Innovationsränge fallen. Was brauchen wir? Mehr Pragmatismus, weniger

Zögern und ein neues Selbstverständnis von Verantwortung. Dafür braucht es

Mut – von Unternehmen, von Forschenden, aber vor allem von der Politik. Sie

muss endlich die Voraussetzungen schaffen: weniger Bürokratie, schnellere

Genehmigungen, moderne Bildung, digitale Verwaltung. Fortschritt entsteht

nicht im Verordnungsdschungel, sondern dort, wo Ideen Raum bekommen.

Sind wir also in einem Dilemma? Die Antwort darauf finden Sie auf Seite 10.

Verbindungstechnik,

Sicherheitsrelais &

Geräteschutz

PTFIX-Verteilerblöcke

CBM-Geräteschutzschalter

PSR-Sicherheitsrelais

Schaltnetzteile, Relais & mehr

Diese Ausgabe zeigt, wie viel Potenzial in unseren Ingenieuren steckt: innovative

Automatisierungslösungen, intelligente Robotik, neue Steuerungsansätze

– alles Bausteine für eine wettbewerbsfähige Industrie 2030. Viele

dieser Technologien werden wir in Kürze auf der SPS in Nürnberg live erleben.

sparen mit dem Code *

Phoenix10

Ihr Online-Shop für

Automatisierungstechnik

Eine inspirierende Lektüre

wünscht Ihnen

Nicole Steinicke

Chefredakteurin

INDUSTRIELLE AUTOMATION

automation24.de/phoenix-contact

*Gültig bis 28.02.26 und einmalig einlösbar auf Produkte von

Phoenix Contact. Nicht kombinierbar mit anderen Rabattaktionen.


EDITORIAL

03 Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

SZENE

06 News, Trends und Personalien

10 INTERVIEW

Industrie 2030: Warum wir aus der Komfortzone

raus müssen – im Gespräch mit Prof. Dr.

Katharina Hölzle, Institutsleiterin IAT der

Universität Stuttgart und geschäftsführende

Institutsleiterin Fraunhofer IAO

12 6 Thesen...

… zur Zukunft der industriellen

Automatisierung unter dem Cyber Resilience

Act: nicht ohne Lifecycle Security

15 Menschenzentrierte Robotik: Informatikerin

erhält Alfried Krupp-Förderpreis

SENSORIK UND MESSTECHNIK

16 TITELSTORY

Cyber Resilience Act: Security wird Pflicht

20 Innovative Sensortechnologien

für die Automatisierung der Zukunft

24 Effiziente Sensorintegration sorgt für frische

Biersorten – so geht Automatisierung in der

mittelständischen Praxis

TITEL

16

10

Prof. Dr. Katharina Hölzle

ist Technologie- und

Innovationsforscherin für

digitale Transformation

26 Skalierbare Lösungen für Condition Monitoring

und Predictive Maintenance

28 RFID-Technologie und IO-Link schaffen die ideale

Voraussetzung für vernetzte Fertigungsprozesse

30 Update: Produkte, Technologien, Trends

STEUERN UND ANTREIBEN

32 Ventilinseln in der Pneumatik bringen Effizienz

in die Automatisierung

34 Update: Produkte, Technologien, Trends

ANZEIGE

Anzeige: Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern

BEILAGE

Diese Ausgabe enthält eine

Beilage der Bihl+Wiedemann

GmbH, Mannheim

Lesen Sie, wie Pilz Konstrukteure und Maschinenentwickler

bei der Umsetzung der CRA-Anforderungen

unterstützt

4 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

36 Cloudbasierter Service zur Fernüberwachung

bietet vielfältige Möglichkeiten

38 Effizient vernetzt mit IO-Link: Einfache

Sensorintegration und reduzierter

Verkabelungs aufwand für Dosiersysteme

40 Update: Produkte, Technologien, Trends

KOMPONENTEN UND SOFTWARE

42 Ungeplante Bedarfe in der Produktion:

Ursachen erkennen, Lösungen definieren

44 Energiespeicher für die Zukunft: Aluminiumgehäuse

schützen die Elektronik von

Lithium-Ionen-Batteriesystemen

46 Wie modulare Steuerung und Data

Connectivity den Maschinenbau verändern

49 Update: Produkte, Technologien, Trends

SPECIAL SICHERE AUTOMATION

50 IO-Link Safety: Wegbereiter für die nächste

Generation sicherer Maschinen

54 Warum Ethernet-Medienkonverter eine

Schlüsselrolle in der industriellen Netzwerktechnik

der Zukunft übernehmen

57 Update: Produkte, Technologien, Trends

ENERGIE:BILANZ

58 Revolutionär: Energie unter Wasser speichern

34 Impressum

59 Vorschau 01/2026

28


NEWS & TRENDS

Personalien

WIKA VERSTÄRKT

SEIN FÜHRUNGSTEAM

Die Wika Gruppe hat mit Axel

Schwerdtfeger einen erfahrenen

Experten aus der Industrie

gewonnen. Seit Oktober ist

er als Executive Vice President

für die Businesss Unit Process Solutions verantwortlich.

Darüber hinaus ist er als Mitglied der

Geschäftsleitung wesentlich an der Entwicklung

und Implementierung der globalen Unternehmensstrategie

des Messtechnikherstellers

beteiligt.

www.wika.de

DR. MICHAEL

JÜRGENS IM VDMA

Dr. Michael Jürgens, CEO Kuka

Robotics, ist neues Mitglied

im Vorstand des VDMA-Fachverbandes

Robotik + Automation.

Sein Ziel ist, in Deutschland

und Europa das Tempo bei der robotikbasierten

Automatisierung zu erhöhen und den

Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu verstärken.

www.vdma.eu

NMI ÜBERNIMMT PHOENIX TESTLAB

Die NMi Gruppe hat das deutsche Prüf- und Zertifizierungsunternehmen

Phoenix Testlab übernommen,

einen führenden Anbieter mit Spezialisierung auf EMV,

Funk, Umweltsimulation, Batterie- und Produktsicherheit.

Die NMi Gruppe verfügt bereits über eine solide

Kundenbasis in Deutschland. Durch die Akquisition

stärkt sie ihren Kundenfokus und ihre lokale Präsenz.

www.nmigroup.com

SEW-EURODRIVE FÜR „HERVORRAGENDE

SERIENFERTIGUNG“ AUSGEZEICHNET

Ende 2024 eröffnete SEW-Eurodrive in Graben-Neudorf,

einer Gemeinde rund neun Kilometer Luftlinie vom

Firmensitz in Bruchsal entfernt, sein neues Werk für die

Fertigung von

Getriebeteilen.

Seitdem

werden dort

Wellen und

Verzahnteile

nach modernsten

Erkenntnissen

zur

Smart Factory

gemäß

Industrie 4.0 hergestellt. Eine lohnende Investition, die

nun eine entsprechende Würdigung erfährt. Das global

agierende Unternehmen hat im renommierten Industriewettbewerb

„Fabrik des Jahres“ einen der begehrten

sechs Preise gewonnen und wurde in der Kategorie

„Hervorragende Serienfertigung“ ausgezeichnet. Dies

haben die Experten der Management-Beratung Kearney

am 27. Oktober öffentlich gemacht.

www.sew-eurodrive.com

SIEB & MEYER UND SKF KOOPERIEREN

Sieb&Meyer, Lüneburg,

bringt ihre Frequenzumrichtertechnologie

künftig

in eine strategische

Partnerschaft mit SKF

Magnetic Mechatronics,

Saint Marcel, Frankreich,

ein. Gemeinsam wollen

die beiden Unternehmen neue, leistungsstarke Antriebslösungen

auf Basis magnetgelagerter Hochgeschwindigkeitsmotoren

entwickeln. Im Bild von links nach rechts:

Torsten Blankenburg, CTO, Markus Meyer, CEO – beide

Sieb&Meyer und Frederic Ponson, Director SKF Magnetic

Mechatronics.

www.sieb-meyer.de

KI: GOOGLE FÜHRT DAS FELD MIT GROSSEM ABSTAND AN

Seit dem Beginn der „Deep Learning Era“ im Jahr 2010 hat sich die Entwicklung

Künstlicher Intelligenz rasant beschleunigt – angetrieben vor allem

durch große Technologieunternehmen. Eine Analyse von Epoch AI zeigt,

welche Akteure den Fortschritt besonders geprägt haben: Mit 168 „nennenswerten“

KI-Modellen führt Google das Feld mit großem Abstand an. Dahinter

folgen Microsoft (43 Modelle), OpenAI (40 Modelle) und Meta (35 Modelle).

Die Quelle definiert ein KI-Modell als „nennenswert“, wenn es die folgenden

Kriterien erfüllt: eine technische Verbesserung gegenüber einer anerkannten

Benchmark, eine hohe Zitierhäufigkeit (über 1.000 Zitate), historische

Relevanz oder signifikante Nutzung in der Praxis. Googles Dominanz beruht

auf frühen, konsequenten KI-Investitionen. Die Grafik zeigt die Anzahl der

nennenswerten KI-Modelle seit 2010, nach Unternehmen.

de.statista.com

6 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


Intelligente

Lösungen.

HMI-Systeme, dieperfekt zu

IhrerAnwendung passen.

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VisuNetvon Pepperl+Fuchs–

Industrielle HumanMachine Interfacesfür

dieProzessautomation.


NEWS & TRENDS

„Weitere Verzögerungen beim

Bürokratieabbau kosten Unternehmen

Zeit, Geld und Wettbewerbsfähigkeit

– und dämpfen die Innovationskraft,

gerade im Mittelstand.“

Tanja Gönner, BDI-Hauptgeschäftsführerin

(Bildquelle: Jana Legler)

SMARTFACTORY ACADEMY

Die SmartFactory Kaiserslautern gibt

die Gründung der SmartFactory

Academy als umfassendes Weiterbildungs-

und Zertifizierungsprogramm

bekannt. Das Angebot richtet

sich an Fach- und Führungskräfte mittelständischer Produktionsbetriebe

und Industrieunternehmen, die sich den Herausforderungen

der digitalen Transformation stellen wollen. Die Teilnahmemöglichkeiten

reichen von Tages- und Mehrtageskursen bis zu individuell

zugeschnittenen Workshops, die exakt an die Anforderungen,

Projekte und Mitarbeitenden eines Unternehmens angepasst werden

können. Auf der SPS-Messe führt die SmartFactory Academy Guided

Tours durch. Zudem ist sie mit einem Stand in Halle 3, Stand 420

vertreten. Hier finden stündlich informative KI-Vorführungen statt.

www.smartfactory.de

9 %

Der Absatz von professionellen

Service-Robotern ist weltweit um

9 % auf knapp 200.000 Einheiten

gestiegen. Dabei hat der Anwendungsbereich

Transport und

Logistik bei den Absatzzahlen

2024 den größten Anteil.

Quelle: IFR International

Federation of Robotics

1,7 %

Mit 18,3 Milliarden Euro

verfehlten die Exporte der

deutschen Elektro- und Digitalindustrie

ihren Vorjahreswert im

August 2025 um 1,7 Prozent.

Grund sind merklich gesunkene

Ausfuhren nach China und USA.

Quelle: ZVEI

B&R-PRODUKTE JETZT ÜBER RS

B&R, die Machine Automation Division von ABB,

und RS, ein globaler High-Service-Anbieter von

Produkt- und Servicelösungen für Industriekunden,

haben eine strategische Partnerschaft geschlossen.

Ziel ist es, B&R-Produkte über die Online- und

Offline-Kanäle von RS zu vertreiben – mit optimierten

Bestellprozessen, verbesserter Nachverfolgbarkeit

und verlässlichem lokalen Support. Diese

Kooperation stellt einen

wichtigen Meilenstein

dar, um den Zugang zu

B&R-Automatisierungstechnik

zu erweitern –

zunächst in den wichtigsten

europäischen

Märkten und mit dem

Ziel, dies schrittweise auf weitere Regionen

auszuweiten. „Diese Partnerschaft mit RS ist ein

zentraler Baustein und ergänzt unser kundenorientiertes

Servicemodell ideal“, sagt Susana Gonzalez,

Chief Sales Officer, ABB Machine Automation (B&R).

„Maschinenbauern und Systemintegratoren bieten

wir damit einen noch einfacheren Zugang zu

unseren Technologien – über einen der renommiertesten

und digital fortschrittlichsten Distributoren

im B2B-Markt. Das Bild zeigt Susana Gonzalez, CSO,

ABB Machine Automation (B&R), und Pete Malpas,

President EMEA bei RS (rechts).

www.br-automation.com

DÄNEMARK UND DEUTSCHLAND BÜNDELN

KRÄFTE BEI KI, ROBOTIK UND AUTOMATION

Auf dem 15. Deutschen Maschinenbau-Gipfel in Berlin

unterzeichneten Dänemarks nationales Robotik-Cluster

Odense Robotics und VDMA Robotik + Automation eine

Kooperationsvereinbarung. Mit diesem Schulterschluss wollen

beide Organisationen

die Robotik und

Automation in Europa

stärken. Unterstützt

wird diese Initiative von

der dänischen und

deutschen Regierung.

Die Kooperations vereinbarung

umfasst zahlreiche Maßnahmen, darunter die

verstärkte Kommunikation der Rolle der Robotik und Automation

an relevante Stakeholder in Europa, gemeinsame Events

für Vernetzung und Matchmaking im dänischen, deutschen

und europäischen Robotik-Ökosystem sowie die Zusammenarbeit

mit der VDMA Startup Machine.

www.vdma.eu/robotik-automation

SPS EXPO: SPS – SMART PRODUCTION SOLUTIONS

Besuchen Sie das führende Branchenhighlight für die

smarte und digitale Automation.

n Themen: vom Sensor bis zur vollintegrierten Lösung

n Wann: 25. – 27.11.2025

n Wo: Messe Nürnberg

8 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


NEWS & TRENDS

MIT LEIDENSCHAFT FÜR PRÄZISION – 45 JAHRE DELPHIN TECHNOLOGY

Die Delphin Technology AG feiert ihr 45-jähriges Bestehen. Das 1980 von Dipl.-Ing. Peter

Renner gegründete Unternehmen ist Spezialist für innovative Messdatenerfassung, Softwarelösungen

und kundenspezifische Systeme in der Mess- und Prüftechnik. Von Beginn an

setzte Delphin auf eigene Hard- und Softwareentwicklungen und entwickelte modulare

Systeme zur Prozessdatenerfassung. Heute reicht das Produktportfolio von leistungsstarken

Datenloggern bis zu kompakten Messsystemen für Branchen wie Maschinen- und Anlagenbau,

Energietechnik, Chemie, Pharma sowie Forschung und Entwicklung. Die Softwareplattform

ermöglicht moderne Visualisierung, Steuerung und Analyse von Prozessdaten und

unterstützt cloudbasierte sowie hybride Architekturen. Auch in Zukunft bleibt das Unternehmen

technologisch am Puls der Zeit, mit intelligenten, vernetzten Systemen, die

industrielle Prozesse nicht nur erfassen, sondern auch verstehen, vorhersagen und optimieren.

Im Fokus stehen dabei Effizienz, Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit.

www.delphin.de

TERMIN: MOTEK/

BONDEXPO 2026

Die 43. Motek, Internationale

Fachmesse für Produktionsund

Montageautomatisierung,

macht sich zusammen

mit der 18. Bondexpo, Inter -

nationale Fachmesse für

Klebtechnologie, bereit für

die Neuauflage vom 6. bis

8. Oktober 2026 in Stuttgart.

Die bewährte Businessplattform

Motek/Bondexpo will

mit zukunftsfähigen und

praxisnahen Lösungen für die

industrielle Produktion neue

Wegmarken setzen. Die

Zielgruppe des Events sind

Fertigungsunternehmen aller

Branchen. Der Veranstalter

kooperiert 2026 erstmals eng

mit der VISION, internationale

Fachmesse für Bildverarbeitung.

Beide Veranstaltungen

finden zeitgleich am selben

Ort statt und öffnen sich mit

einem gemeinsamen Ticket

Die Motek/Bondexpo switcht

ab 2026 in einen Zweijahresturnus

und strafft zudem die

Messedauer auf drei Tage.

www.motek-messe.de

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INTERVIEW

OHNE KI UND ROBOTIK KEIN FORTSCHRITT: WAS DEUTSCHLAND

JETZT TUN MUSS, UM INNOVATIV ZU BLEIBEN

INDUSTRIE 2030

Nicole Steinicke, Chefredakteurin

Industrielle Automation im Gespräch

mit Prof. Dr. Katharina Hölzle (rechts)

Die industrielle Wertschöpfung steht vor einem tiefgreifenden Wandel.

Künstliche Intelligenz, Robotik und datengetriebene Prozesse verändern

Produktionsketten, Innovationszyklen und Geschäftsmodelle. Im Interview

erklärt Prof. Dr. Katharina Hölzle, Institutsleiterin am IAT der Universität

Stuttgart und geschäftsführende Institutsleiterin des Fraunhofer IAO,

welche Schlüsseltechnologien den Standort Deutschland prägen und wo

Politik, Wissenschaft und Wirtschaft jetzt gemeinsam ansetzen müssen.

Nicole Steinicke: Sie leiten das Institut für Arbeitswissenschaft

und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart und

sind geschäftsführende Institutsleiterin des Fraunhofer-

Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation. Zudem sind

Sie Technologiebeauftragte der Ministerin für Wirtschaft,

Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. In welcher Rolle

sehen Sie sich in dem Spannungsfeld zwischen Lehre und

Wissenschaft, Industrie und Politik?

Prof. Dr. Katharina Hölzle: Ich sehe mich als Brückenbauerin

– und als Übersetzerin zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik

und Gesellschaft. Diese Bereiche sprechen oft ganz unterschiedliche

Sprachen und folgen eigenen Logiken. Genau deshalb

braucht es Menschen, die zwischen ihnen vermitteln können.

In der Politik entstehen etwa Konzepte, die in der Praxis der

Unternehmen so nicht funktionieren würden – oder umgekehrt:

Unternehmerinnen und Unternehmer haben berechtigte Anliegen,

fühlen sich aber von der Politik nicht verstanden. Hier

übernehme ich die Rolle der Übersetzerin, um gegenseitiges

Verständnis zu schaffen. Wenn dieses gemeinsame Verständnis

erst einmal da ist, wenn man also ein „Level Playing Field“

geschaffen hat, dann kann man beginnen, Brücken zu bauen

und an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten. Denn dauerhaft

kann niemand nur übersetzen: Die Akteure müssen lernen,

selbst miteinander ins Gespräch zu kommen und Verantwortung

zu teilen. Diese Haltung nehme ich auch mit in meine

Arbeit in der Lehre. Viele Studierende fragen sich, warum sie in

Zeiten von Künstlicher Intelligenz überhaupt noch etwas lernen

oder ein Lehrbuch aufschlagen sollen. Dann zeige ich ihnen,

woran wir aktuell mit Unternehmen arbeiten, welche Herausforderungen

die Praxis wirklich bewegt und dass sie hier das Handwerkszeug

erwerben, um diese Zukunft aktiv mitzugestalten.

Nicole Steinicke: Sie beschäftigen sich unter anderem mit der

Gestaltung und Umsetzung der digitalen Transformation sowie

den Aufbau von Innovationsökosystemen. Wie bewerten Sie

den aktuellen Innovationsstandort Deutschland – ist das Glas

eher halb voll oder halb leer?

Prof. Dr. Katharina Hölzle: Beides – das Glas ist halb voll und

halb leer. Grundsätzlich steht Deutschland im internationalen

Vergleich noch immer relativ gut da. Es gibt eine Vielzahl von

Innovationsindikatoren, und in den meisten Ranglisten liegen

wir weiterhin unter den Top Ten. Erst kürzlich hat das World

Economic Forum ein neues Ranking veröffentlicht, das Innovationscluster

untersucht – also das, was wir lieber als Innovationsökosysteme

bezeichnen. Da landet München auf Platz 27, Stuttgart

sogar erst auf Platz 54. Das sieht auf den ersten Blick nicht

gut aus, auch wenn man solche Rankings immer mit Vorsicht

genießen muss. Positiv ist: Baden-Württemberg liegt im weltweiten

Innovationsranking auf Platz drei – direkt hinter Massachusetts

und dem Silicon Valley. Darauf können wir stolz sein.

Gleichzeitig zeigt der Trend der letzten zehn Jahre jedoch klar

nach unten. In nahezu allen Rankings sind wir kontinuierlich

zurückgefallen. Deshalb ist das Glas eben auch halb leer.

Unser Anspruch als Land ohne natürliche Rohstoffe muss sein,

dauerhaft unter den Top Five zu bleiben. Sonst werden wir unseren

Wohlstand langfristig nicht sichern können. Dafür müssen

wir allerdings deutlich mehr tun. Ein Beispiel: Die bundesweite

Forschungs- und Entwicklungsquote liegt derzeit bei rund 3,2

Prozent. Aus meiner Zeit in der Expertenkommission Forschung

und Innovation weiß ich, dass wir immer eine Quote von mindestens

3,5 Prozent gefordert haben – das ist die Eintrittskarte, um

international ganz vorne mitzuspielen. Momentan sinkt diese

Quote jedoch leicht, weil insbesondere Unternehmen weniger in

10 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


INTERVIEW

Forschung und Entwicklung investieren. Das ist dramatisch, denn

gerade die Industrie war bisher der zentrale Innovationstreiber in

Deutschland. In Baden-Württemberg etwa liegt die F&E-Quote

bei beeindruckenden 5,6 Prozent, vor allem dank forschungsstarker

Unternehmen wie Bosch. Wenn dort aber – wie aktuell

im Bereich Bosch Mobility – Investitionen zurückgehen, hat das

unmittelbare Auswirkungen auf das gesamte Innovationssystem.

Besorgniserregend ist zudem, dass inzwischen nicht mehr nur

Produktion, sondern auch Forschung und Entwicklung ins Ausland

verlagert werden. Das war früher undenkbar – und zeigt,

wie ernst die Lage tatsächlich ist

Nicole Steinicke: Wie geht es also unseren Unternehmen?

Haben die das Gefühl, dass sie hier eine Umgebung haben, in

die sie investieren wollen?

Prof. Dr. Katharina Hölzle: Nein, das haben sie aktuell nicht.

Zurzeit würden viele Unternehmen diese Frage eher verneinen.

Es gibt zwar positive Signale: Der Staat hält die Staatsquote hoch,

und die Pläne der Bundesregierung sind grundsätzlich unterstützend.

Das allein reicht aber nicht. Ein zentraler Punkt ist die

digitale Infrastruktur. Hier liegen wir im internationalen Vergleich

deutlich zurück und müssen dringend investieren. Auch

die Gesamtinfrastruktur ist ein Thema. Sehr gut ist hingegen

unsere Bildung, vor allem dank des dualen Systems. Nach klassischen

Indikatoren schneiden wir hier immer noch überdurchschnittlich

ab, und unsere Fachkräfte sind in der Lage, Innovationen

umzusetzen. Allerdings beobachten wir eine langfristige

Stagnation: Wir bilden heute noch oft nach den Methoden von

vor 20 Jahren aus, sowohl in Schulen als auch an Hochschulen.

Vergleiche mit Singapur oder unseren skandinavischen Nachbarn

zeigen, dass wir hier hinterherhinken. Das ist ein Risiko für

die Zukunft, und daran müssen wir arbeiten. Dennoch: Wir haben

nach wie vor viele Weltmarktführer und kreative Köpfe, die

Innovation treiben. Mein Wunsch ist, dass wir wieder ehrgeiziger

werden und diesen Ehrgeiz mit Pragmatismus verbinden.

Nicole Steinicke: Was sind die Schlüsseltechnologien in

Deutschland? In welchen sind wir gut aufgestellt, in welchen

nicht und wo sollten wir besser werden?

Prof. Dr. Katharina Hölzle: Deutschland ist in klassischen

Technologien stark, etwa in Fertigungs- und Produktionstechnologien,

Materialforschung und Biotechnologien. Auch Quantentechnologien

entwickeln sich gut, dank gezielter Förderungen

und wachsender Ökosysteme. Herausfordernd sind dagegen

digitale Technologien: Softwareentwicklung, Cloud-Technologien,

Cybersecurity. Die Zukunft liegt in der Verbindung von

Fertigung und Digitalisierung, doch hier sehe ich noch erheblichen

Nachholbedarf, sowohl bei Ingenieuren als auch bei

Informatikern. Auch in Robotik und KI haben wir viele innovative

Mittelständler. Aber ohne die Integration von KI in die

Fertigungsprozesse können wir unser Potenzial nicht voll ausschöpfen.

Wir müssen also unsere Stärken in der Produktion

stärker mit digitalen Kompetenzen verzahnen.

Nicole Steinicke: Wie nimmt man insbesondere die kleinen und

mittelständischen Unternehmen bei all diesen Veränderungen

mit? Wie kommen Unternehmen in einen

Veränderungsprozess?

Prof. Dr. Katharina Hölzle: In Deutschland gibt es eine Vielzahl

von Angeboten: IHK-Initiativen, Digitalzentren, Digital Hubs,

Innovationsgutscheine, Förderprogramme und kostenlose Beratungs-

oder Weiterbildungsmaßnahmen. Prinzipiell kann sich

kein Unternehmen beschweren, dass es keine Unterstützung

bekommt. Das Problem ist eher die Nutzung: Eine Gruppe von

Wir erleben derzeit eine multiple Krise:

Energie, Friedensdividende, Exportmärkte –

vieles gerät ins Stocken. Gerade das treibt

mich als Innovationsforscherin an: In solchen

Momenten brauchen wir Innovation. Wir

müssen die Ärmel hochkrempeln, aktiv

werden und unsere Komfortzone verlassen.

Auch müssen wir mitgestalten und mehr

Eigenverantwortung übernehmen – in

Unternehmen, in Forschung und im Alltag.

Prof. Dr. Katharina Hölzle

Unternehmen nimmt diese Angebote aktiv wahr, aber eine nicht

unerhebliche Zahl kommt einfach nicht – oft, weil sie die Notwendigkeit

noch nicht erkannt hat. Allerdings ist die Eigeninitiative

der Unternehmen entscheidend. Wer sich digital

transformieren will, muss auch den ersten Schritt machen und

die bestehenden Angebote aktiv nutzen.

Nicole Steinicke: Wo sehen Sie Deutschland in 3 bis 5 Jahren?

Prof. Dr. Katharina Hölzle: Da ich Berufsoptimistin bin, sehe

ich Deutschland in 3 bis 5 Jahren als ein Land, das es geschafft

hat, substanziell bürokratische Richtlinien abzubauen und die

Verwaltung zu digitalisieren. Wir als Gesellschaft müssen allerdings

Eigenverantwortung übernehmen und erkennen, dass wir

mitgestalten müssen – in Unternehmen, in Forschung und im

Alltag. Die Grundlagen sind da: Biotechnologien, regenerative

Energien, Quantentechnologien, KI. Jetzt kommt es darauf an,

diese Technologien in die Praxis zu bringen. Deutschland hat

die Ressourcen und die Expertise. Wir müssen nur aus der

Komfortzone heraus und die Chancen konsequent nutzen.

DAS INTERVIEW FÜHRTE NICOLE STEINICKE,

CHEFREDAKTEURIN INDUSTRIELLE AUTOMATION

Bilder: Fraunhofer IAO/Lapp

www.iao.fraunhofer.de

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 11


THESEN...

… zur Zukunft der industriellen

Automatisierung unter dem Cyber

Resilience Act von Sören Jäckel –

Marketing Manager industrielle

Kommunikationstechnik

6Erst die Maschinenverordnung (MVO),

dann der Cyber Resilience Act (CRA). Mit

dem Inkrafttreten des EU Cyber Resilience

Acts beginnt eine neue Ära für die industrielle

Automatisierung. Die Anforderungen

an die Cyber-Sicherheit steigen erheblich.

Sie betreffen nicht nur technische Systeme,

sondern auch organisatorische Strukturen

und strategische Entscheidungen. Unter -

nehmen stehen also vor der Aufgabe, ihre

Anlagen, Prozesse und Netzwerke grund -

legend neu zu denken. Ziel ist es, die DNA

ihrer Anlagen nachhaltig zu stärken – für

mehr Resilienz, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit.

Phoenix Contact begleitet diesen

Wandel aktiv und bietet umfassende

Unterstützung entlang aller relevanten

Handlungsfelder. Die folgenden sechs

Thesen zeigen, was sich künftig ändert und

wie Phoenix Contact dabei hilft, den

Wandel erfolgreich zu gestalten.

01 CYBER-SICHERHEIT BEGINNT IN DER PRODUKTENTWICKLUNG –

SECURITY-BY-DESIGN WIRD GESETZLICH VERANKERT.

Der CRA verpflichtet Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen dazu, Produkte mit digitalen Komponenten von

Anfang an sicher zu konzipieren. Die Prinzipien Security-by-Design und Security-by-Default sind nicht länger Best Practices,

sondern gesetzliche Anforderungen. Sicherheitsfunktionen müssen bereits im Entwicklungsprozess berücksichtigt, dokumentiert

und über den gesamten Produktlebenszyklus gepflegt werden.

Dazu gehören ebenfalls Schwachstellenanalysen, Bedrohungsbewertungen

und die Bereitstellung von Sicherheits-Updates.

Phoenix Contact unterstützt:

mit IEC-62443-zertifizierten Entwicklungs- und Dienstleistungsprozessen

durch Produkte wie die Steuerung PLCnext Control und Security-

Router der Produktfamilie mGuard, die gemäß IEC 62443-4-2

zertifiziert sind

mit Schulungen und einer Beratung zum sicheren Entwicklungsprozess,

inklusive Threat Modelling nach dem Stride-Modell

als aktives Mitglied in Normungsgremien wie der WG3 bei

CENELEC zur Entwicklung harmonisierter Standards.

12 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


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02 NETZWERKARCHITEKTUREN NEU GEDACHT – SEGMENTIERUNG

UND ZONING ALS SICHERHEITSBASIS

Der CRA fordert, die Integrität und Verfügbarkeit industrieller Systeme zu schützen. Die Aufteilung in

logische Zonen und Subnetze reduziert Angriffsflächen und erleichtert die Kontrolle über die Datenströme.

Netzwerksegmentierung, logisch getrennte virtuelle Teilnetze und Pufferzonen zwischen dem

internen und externen Netzwerk sind zentrale Bausteine moderner Sicherheitsarchitekturen. Lediglich

durch eine gezielte Steuerung der Datenströme lassen sich Bedrohungen, wie unautorisierte Zugriffe

oder Broadcaststürme, effektiv eindämmen.

Phoenix Contact unterstützt:

mit Komponenten wie Industrial Firewalls und

Managed Switches, die Routing, Network-Adress-

Translation und weitere Funktionen vereinen

durch die Verfügbarmachung einer Referenzarchitektur,

die als Gesprächsgrundlage für

individuelle Sicherheitskonzepte dient

mit Lösungen zur Implementierung von Pufferzonen,

VLAN-Konfiguration und Port-Regelung –

auch über physische Schlüsselschalter

durch redundante Netzwerkkomponenten wie

die Switches FL Switch 2000/5900, die für

Ausfallsicherheit sorgen.

03 LIFECYCLE SECURITY –

VERANTWORTUNG

ENDET NICHT AM WERKSTOR

Der CRA verlangt eine kontinuierliche Pflege der

Cyber-Sicherheit über den gesamten Lebenszyklus

eines Produkts oder einer Anlage. Hersteller

müssen Sicherheitslücken erkennen, bewerten

und beheben sowie ihre Kunden aktiv informieren.

Die Transparenz über Software-Komponenten und

Änderungen wird zur Pflicht. Bestehende Produkte,

die nach 2027 erneut in Verkehr gebracht werden,

müssen ebenfalls CRA-konform sein.

04 SICHERE KOMMUNIKATION

WIRD ZUR GRUNDVORAUSSETZUNG –

VPN, AUTHENTIFIZIERUNG UND

PROTOKOLLE IM FOKUS

Phoenix Contact unterstützt:

mit einem eigenen PSIRT-Team (Product Security

Incident Response Team), das Schwachstellen

überprüft und Sicherheitslücken veröffentlicht

durch konkrete Handlungsanweisungen für den

Einsatz sowie die nachhaltige und konforme

Nutzung der Komponenten

mit den Software Bills of Materials (SBOMs), die

Transparenz über die verwendeten Software-

Komponenten schaffen

durch automatisierte Update-Mechanismen und

Device-Management-Tools wie den FL Network

Manager.

Die sichere Fernwartung und Kommunikation zwischen

Systemen erweisen sich als essenziell. VPN-Verbindungen,

rollenbasierte Zugriffskontrollen und sichere Protokolle

sind künftig Standard. Die Integration zentraler Benutzerverwaltungen

wird ebenso wichtiger. Der CRA bedingt,

dass nur autorisierte Nutzer Zugriff auf Systeme erhalten

und dies nachvollziehbar dokumentiert wird.

Phoenix Contact unterstützt:

mit der mGuard Secure Cloud, dem TC Router und

Cloud-Clients für verschlüsselte VPN-Verbindungen

durch die Integration und Verwaltung von Active

Directory für eine zentrale Authentifizierung und

Autorisierung

mit Firewalls, die Port-Freigaben und Zugriffskontrollen

granular regeln – auch über Schlüsselschalterfunktionen

durch Lösungen zur Multi-Faktor-Authentifizierung und

sicheren Protokollumstellung.

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 13


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05 TRANSPARENZ –

MONITORING, LOGGING UND

ZEITMANAGEMENT ALS PFLICHT

Die Analyse von Sicherheitsvorfällen erfordert

präzise Log-Daten und eine synchrone

Zeitverteilung. Intrusion Detection Systeme

(IDS) und Netzwerk-Monitoring helfen,

Bedrohungen frühzeitig zu detektieren und

zu erfassen. Regulatorische Anforderungen

verlangen ebenfalls eine lückenlose Nachvollziehbarkeit.

Ohne einheitliche Zeitstempel

und zentrale Log-Daten ist eine konkrete

Auswertung kaum möglich.

Phoenix Contact unterstützt:

mit dem industriellen Zeit-Server FL Timeserver

NTP für eine synchrone Zeitverteilung

in OT-Umgebungen

durch Angriffserkennungssysteme wie IRMA

in Zusammenarbeit mit nationalen Partnern

mit Tools wie dem FL Network Manager oder

einem Device and Update-Management für

ein umfassendes Monitoring und Asset-

Management

durch Funktionen zur DDoS-Detektierung

und -Begrenzung in Switches und Firewalls.

SICHERHEIT BEGINNT IM KERN

Nur wenn Safety und Security klar, vorausschauend und

praxisnah betrachtet werden, entsteht ganzheitliche

Sicherheit, die über die Einhaltung neuer gesetzlicher

Vorgaben hinausgeht. Für Sie bedeutet das: volle Kontrolle,

minimales Risiko und maximales Kundenvertrauen in Ihre

Innovationsstärke – in die Stärke Ihrer Anlagen-DNA.

Weitere Informationen erhalten Sie unter

phoenixcontact.de/starke-dna

06 ORGANISATION UND PROZESSE

MÜSSEN SICH WANDELN – SECURITY WIRD

ZUR TEAMAUFGABE

Cyber-Sicherheit ist nicht nur eine technische Herausforderung,

sondern ebenso eine organisatorische. Prozesse wie Backup-

Strategien, Passwort-Management, Asset-Verwaltung und

Zertifikatsmanagement müssen neu gedacht und dokumentiert

werden. Die Einhaltung von Standards wie der IEC 62443 wird

zur Voraussetzung für den Marktzugang sowie zur Grundlage

für Vertrauen in die Lieferkette.

Phoenix Contact unterstützt:

mit Dienstleistungen nach IEC 62443-2-4 als zertifizierter

ICS-Security Service-Provider

durch strukturierte Backup-Konzepte, Offline-Strategien und

Wiederherstellungsprozesse

mit Empfehlungen zur Passwortsicherheit und Integration

von Passwortmanagern

durch Lösungen zur Verwaltung digitaler Zertifikate und

sicheren Kommunikation zwischen Geräten.

Fazit

Der CRA ist ein Gesetz, das sich horizontal

über viele Bereiche erstreckt und

damit zahlreiche Produkte betrifft. Die

Anforderungen greifen jedoch tief bis in

den Kern des jeweiligen Bereichs ein –

speziell bei der industriellen Automatisierung.

Wer jetzt handelt, sichert

nicht nur die Zukunft seiner Anlagen

und Systeme, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit

seines Unternehmens.

Phoenix Contact steht als erfahrener

Partner bereit, um diesen Wandel

gemeinsam zu gestalten – technisch,

organisatorisch und strategisch. Für

eine starke Anlagen-DNA.

14 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


NEWS UND TRENDS

MENSCHENZENTRIERTE ROBOTIK

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat

die Informatikerin Prof. Dr. Georgia Chalvatzaki mit

dem Alfried Krupp-Förderpreis 2025 ausgezeichnet,

einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen

in Deutschland. Die 37-Jährige ist seit 2023 Professorin

für Interaktive Roboterwahrnehmung und Lernen am Fachbereich

Informatik der TU Darmstadt. Dem Auswahlgremium hatten

insgesamt 42 Kandidatenvorschläge aus ganz Deutschland

vorgelegen.

Die mit 1,1 Mio. Euro dotierte Auszeichnung überreichte Ina

Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes

Nordrhein-Westfalen, Ende Oktober im Rahmen einer festlichen

Veranstaltung in der Villa Hügel. „Ihre ambitionierte Forschung in

KI, maschinellem Lernen und Robotik hat das Potenzial, effektiv

in Bereiche wie Gesundheitswesen, Logistik oder nachhaltige

Landwirtschaft hineinzuwirken“, sagte Prof. Ursula Gather, die

Kuratoriumsvorsitzende der Krupp-Stiftung. Mit ihrem innovativen

Ansatz würde Georgia Chalvatzaki Roboter und Menschen

ebenso wie ihre Umwelt als integriertes System betrachten, mit

dem Ziel, Roboter zu entwickeln, die aus Erfahrung lernen und ihr

Verhalten kontinuierlich anpassen. Dieser Ansatz ist richtungsweisend

für eine Robotik, die den Menschen in den Mittelpunkt

stellt, und ebnet den Weg für eine neue Generation von Robotern.

Mobile humanoide Manipulatoren sind ein Schwerpunkt ihrer

Arbeit, also Roboter mit mobiler Basis und anthropomorphen

Armen, die sich in menschlichen Umgebungen bewegen, ihre

Umgebung wahrnehmen und geschickte Greif- und Bewegungsaktionen

ausführen können. Diese Systeme basieren auf einem

Zusammenspiel aus Wahrnehmung, Planung und Handlung.

Um dies zu ermöglichen, verbindet die Robotik-Forscherin

klassische modellbasierte Robotik mit modernen Lernverfahren

wie Reinforcement Learning, Imitationslernen oder graphbasierten

neuronalen Netzwerken. Durch strukturierte Repräsentationen

der Umwelt erlangen die Roboter ein tiefgehendes Verständnis

ihrer Umgebung und sind dadurch in der Lage, ihr Verhalten

adaptiv und kontextsensitiv anzupassen. Ein Meilenstein in ihrer

Forschung ist die Einführung von SE(3)-Diffusionsmodellen.

Diese geometriebasierten Lernmethoden integrieren die Struktur

des dreidimensionalen Raums in das Training generativer

Modelle. Die Modelle ermöglichen es Robotern, präzise und flüssige

Greif- und Bewegungssequenzen zu erzeugen, und zwar

selbst in unübersichtlichen oder überfüllten Szenen.

Ein zentrales Ziel von Georgia Chalvatzakis Forschung ist eine

menschenzentrierte Robotik, die den Roboter nicht als Ersatz,

sondern als vertrauensvollen Partner des Menschen denkt. Ihre

Vision ist eine soziale und technisch robuste Robotik, die komplexe

Umgebungen versteht und sich an individuelle Bedürfnisse

anpasst. Ausgehend von der Fragestellung, wie Roboter lernen

können, Wissen aus bekannten Situationen auf neue zu übertragen,

basiert ihr Forschungsansatz auf dem Konzept des „Structured

Robot Learning“. Bei der neuartigen Methode wird strukturelles

Wissen über die Welt direkt in den Lernprozess der Roboter

eingebettet.

Bild: Katrin Binner/TU Darmstadt

www.tu-darmstadt.de

www.krupp-stiftung.de

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DATENSICHERHEIT

NEUE HERAUSFORDERUNGEN FÜR KONSTRUKTEURE

CYBER RESILIENCE ACT:

SECURITY WIRD PFLICHT

Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) definiert die EU neue

Anforderungen an die digitale Sicherheit von Produkten mit

vernetzten Komponenten. Die Verordnung (EU) 2024/2847

bringt weitreichende Veränderungen für die Entwicklung

und Konstruktion solcher Produkte mit sich: Cybersicherheit

wird zur verbindlichen Vorgabe. Für Konstrukteure und

Entwickler im Maschinen- und Anlagenbau bedeutet das,

Sicherheitsaspekte von Beginn an in den Entwicklungsprozess

zu integrieren – ein Ansatz, den Pilz aktiv unterstützt.

Der CRA verpflichtet Hersteller, ihre Produkte so zu entwickeln, dass sie

während des gesamten Lebenszyklus gegen Cyberbedrohungen geschützt

sind. Für Konstrukteure bedeutet das einen Paradigmenwechsel: Neben

mechanischer Stabilität, Funktionalität und Safety rückt nun auch Security-by-Design

in den Fokus. Der CRA gilt für sämtliche Produkte mit digitalen Elementen,

die direkt oder indirekt mit anderen Geräten oder Netzwerken kommunizieren.

Für Konstrukteure und Maschinenentwickler betrifft das insbesondere

Steuerungen, Bediengeräte (HMIs), Sensoren und Aktoren mit Datenverbindungen

sowie Industrie-PCs und Embedded Systems. Auch Softwarelösungen wie

PILZ UNTERSTÜTZT KONSTRUKTEURE

UND MASCHINENENTWICKLER BEI DER

UMSETZUNG DER CRA-ANFORDERUNGEN

Konfigurationstools oder Firmware fallen unter die Verordnung. Wichtig ist: Selbst,

wenn Konstrukteure keine eigene Software entwickeln, sind sie betroffen – etwa

dann, wenn sie Komponenten integrieren, die unter den CRA fallen. Die Verantwortung

für die sichere Einbindung und den Nachweis der Konformität liegt beim

Inverkehrbringer in der EU, in der Regel ist das der Maschinenhersteller.

STATUS: CRA VERÖFFENTLICHT, HARMONISIERTE

NORMEN AUSSTEHEND

Der Cyber Resilience Act ist bereits im Amtsblatt der EU veröffentlicht und damit

geltendes Recht. Ab September 2026 greifen die Meldepflichten der Hersteller. Ab

Dezember 2027 dürfen dann nur noch Produkte mit einem definierten Cyber-

Sicherheitsniveau in der EU in Verkehr gebracht werden. Auch wenn diese Termine

auf den ersten Blick noch weit entfernt erscheinen, sollten sich Unternehmen nicht

auf regulatorische Verzögerungen verlassen, sondern proaktiv handeln – selbst,

wenn viele Unternehmen noch auf eine konkrete Ausgestaltung über die mitgeltenden

Normen warten. Die Entwicklung komplexer Maschinen und Anlagen ist

ein mehrjähriger Prozess – wer heute mit der Konstruktion beginnt, muss die Anforderungen

des CRA bereits berücksichtigen, um spätere Nachrüstungen oder

Verzögerungen zu vermeiden.

Der CRA wird aufgrund der Komplexität des Themas stufenweise weiterentwickelt:

Der Geltungsbereich und die Pflichten der Hersteller sind zwar bereits benannt,

es fehlen jedoch noch wichtige Details zur Umsetzung. Deshalb sieht der

Normungsauftrag der EU vor, dass zu jeder horizontalen Produktanforderung sowie

zu jeder wichtigen und kritischen Produktkategorie eine harmonisierte Norm

16 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net



01

01 Der CRA gilt für sämtliche Produkte mit digitalen Elementen,

die direkt oder indirekt mit anderen Geräten oder Netzwerken

kommunizieren

02 Bereits während der Konzeption, Entwicklung und Herstellung

ihrer Produkte müssen Maschinenhersteller grundlegende Vorgaben

des CRA erfüllen – und für die erwartete Nutzungsdauer der

Produkte gewährleisten – Pilz unterstützt bei der Umsetzung

02

entsteht. Parallel dazu gibt es Bestrebungen, Teile der Normenfamilie

IEC 62443 zum CRA zu harmonisieren und so eine Konformitätsvermutung

für Maschinen und deren Komponenten, die

nach dieser Norm entwickelt wurden, zu ermöglichen.

DIE ANFORDERUNGEN DES CRA

IM ÜBERBLICK

Die Anforderungen des Cyber Resilience Act greifen bereits in der

frühen Phase der Produktentwicklung. Konstrukteure und

Maschinenentwickler müssen künftig Cyberrisiken systematisch

analysieren und geeignete Schutzmaßnahmen einplanen. Ein

zentrales Element des CRA ist die Gestaltung einer sicheren Architektur:

Die Systemstruktur muss so ausgelegt sein, dass Manipulationen

erschwert und potenzielle Angriffsflächen minimiert

werden. Dazu zählen unter anderem sichere Bootprozesse, verschlüsselte

Kommunikationswege sowie durchdachte Zugriffskontrollen.

Darüber hinaus verlangt der CRA eine lückenlose Dokumentation

aller sicherheitsrelevanten Entscheidungen. Diese Nachweisführung

beginnt bereits in der Konstruktionsphase und ist essenziell

für die spätere Konformitätsbewertung. Auch die Updatefähigkeit

spielt eine entscheidende Rolle: Produkte müssen so

konzipiert sein, dass Sicherheitsupdates effizient und zuverlässig

eingespielt werden können – eine Herausforderung, die sowohl

technische als auch organisatorische Lösungen erfordert.

SCHRITT FÜR SCHRITT CRA-FIT

Das Unternehmen Pilz, Ostfildern, unterstützt seit Jahrzehnten

Maschinenbauer und Anwender bei der Sicherheit ihrer Maschinen

und Anlagen – und auch bei den neuen Anforderungen

rundum das Thema Industrial Security. Denn ohne Security ist

eine Maschine samt getroffener Safety-Maßnahmen angreifbar

und ungeschützt. Hier gilt es, Vorsorgemaßnahmen zu treffen:

1. Produkte und Prozesse analysieren

Ein erster wichtiger Schritt für Konstrukteure, Entwickler und

Maschinenhersteller besteht darin, zu prüfen, welche ihrer Produkte

digitale Elemente enthalten und damit unter den Geltungsbereich

des Cyber Resilience Act fallen. Parallel dazu sollten die

bestehenden Entwicklungsprozesse auf mögliche Sicherheitslücken

hin untersucht werden – insbesondere im Hinblick auf

Cyberrisiken, die bisher möglicherweise nicht systematisch betrachtet

wurden. Ebenso ist es entscheidend, frühzeitig zu klären,

welche Komponenten, Softwarelösungen oder Schnittstellen

konkret betroffen sind, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur

Absicherung und Dokumentation einleiten zu können.

18 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


DATENSICHERHEIT

2. Security-by-Design etablieren

Damit Produkte künftig den Anforderungen des Cyber Resilience

Act entsprechen, muss Cybersicherheit von Anfang an in

die Produktentwicklung integriert werden – vergleichbar mit der

etablierten Praxis der funktionalen Sicherheit. Bereits in der

Konzeptphase sollten konkrete Sicherheitsanforderungen definiert

und dokumentiert werden, um eine durchgängige Absicherung

über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu gewährleisten.

Architekturentscheidungen – etwa die Trennung von Netzwerken,

der Einsatz sicherer Bootprozesse oder verschlüsselter

Kommunikationswege – müssen gezielt darauf ausgerichtet sein,

potenzielle Angriffsflächen zu minimieren und Manipulationen

zu erschweren.

3. Risikobewertung und Schwachstellenmanagement

Ein weiterer zentraler Baustein zur Vorbereitung auf den Cyber

Resilience Act ist die Einführung eines strukturierten Risikomanagements

für Cyberbedrohungen. Dabei geht es darum, potenzielle

Schwachstellen systematisch zu identifizieren, zu bewerten

und geeignete Gegenmaßnahmen zu definieren. Ergänzend dazu

sollte ein Schwachstellenmanagement aufgebaut werden, das

nicht mit der Inbetriebnahme endet, sondern auch während des

Betriebs aktiv bleibt – etwa durch regelmäßige Sicherheitsupdates

oder Monitoring. Als Grundlage für sichere Entwicklungsprozesse

empfiehlt sich die Anwendung etablierter Normen wie

der IEC 62443-4-1, die konkreten Anforderungen an Security in

der industriellen Automatisierungstechnik definiert.

4. Dokumentation und Nachweisführung

Ein wichtiger Bestandteil der CRA-Vorgaben ist die lückenlose

Dokumentation aller sicherheitsrelevanten Entscheidungen und

Maßnahmen. Diese Nachvollziehbarkeit ist nicht nur für die interne

Qualitätssicherung wichtig, sondern auch für die spätere

Konformitätsbewertung. Daher sollten Unternehmen frühzeitig

mit dem Aufbau einer technischen Dokumentation beginnen,

die den Anforderungen des CRA entspricht und bei Audits oder

im Rahmen der Marktüberwachung als belastbarer Nachweis

dienen kann.

5. Updatefähigkeit sicherstellen

Damit Maschinen und Anlagen auch nach ihrer Inbetriebnahme

sicher bleiben, müssen sie so konstruiert sein, dass Sicherheitsupdates

einfach und zuverlässig eingespielt werden können. Dies

gilt über den gesamten Unterstützungszeitraum hinweg, den der

Hersteller bereits zum Zeitpunkt des Kaufs klar und leicht zugänglich

angeben muss.

Zur Umsetzung sind einerseits standardisierte Schnittstellen,

Speicherlösungen und Update-Mechanismen erforderlich. Andererseits

sieht der CRA vor, dass zwischen dem Hersteller und

dem gewerblichen Nutzer individuelle Vereinbarungen getroffen

werden können – etwa dann, wenn ein ungewöhnlich langer

Unterstützungszeitraum gefordert ist.

6. Mitarbeitende qualifizieren

Konstrukteure, Entwickler und Projektleiter sollten gezielt zu den

Anforderungen des Cyber Resilience Act geschult werden, um

technische, rechtliche und organisatorische Zusammenhänge zu

verstehen und in ihre tägliche Arbeit zu integrieren. Gleichzeitig

empfiehlt sich der Aufbau von interdisziplinärem Know-how, das

IT, OT und Engineering miteinander verbindet – denn nur durch

eine enge Zusammenarbeit dieser Bereiche lässt sich ein ganzheitliches

Sicherheitsniveau erreichen.

DIE CRA-KONFORMITÄT MUSS

ENTLANG DER GESAMTEN LIEFERKETTE

SICHERGESTELLT WERDEN

Matthias Kuczera, Fachexperte für Funktionale

Sicherheit – Normen bei Pilz

7. Zulieferer und Komponenten prüfen

Neben der eigenen Produktentwicklung müssen Unternehmen

auch ihre Zulieferteile und Software von Drittanbietern im Blick

behalten. Die CRA-Konformität endet nicht an der Unternehmensgrenze

– sie muss entlang der gesamten Lieferkette sichergestellt

werden. Das bedeutet: Auch extern eingekaufte Komponenten

und Softwaremodule müssen den Anforderungen des

CRA entsprechen. Um dies verbindlich zu regeln, sollten Verträge

und Einkaufsbedingungen entsprechend angepasst werden, etwa

durch klare Vorgaben zur Security-Dokumentation, Updatefähigkeit

und Nachweispflicht. Pilz selbst entwickelt nach der IEC

62443-4-1 und wird sicherstellen, dass alle Produkte den CRA-

Vorgaben entsprechen.

UNTERSTÜTZUNG FÜR KONSTRUKTEURE

Der CRA fordert Konstrukteure und Entwickler dazu auf, Cybersicherheit

als festen Bestandteil des Entwicklungsprozesses zu etablieren.

Das erfordert neue Kompetenzen, neue Tools – und ein

neues Mindset. Doch der Aufwand lohnt sich: Wer frühzeitig

handelt, erhöht nicht nur die Sicherheit seiner Produkte, sondern

auch deren Marktchancen. Pilz bietet umfassende Unterstützung

bei der Umsetzung der neuen Anforderungen.

Bilder: Aufmacher: Pilz, Bild 01: gorodenkoff – iStock.com,

Bild 02: JohnnyGreig – iStock.com, Pilz

www.pilz.com

UNTERNEHMEN

Pilz GmbH & Co. KG

Felix-Wankel-Straße 2

73760 Ostfildern

AUTOR

Matthias Kuczera, Fachexperte für

Funktionale Sicherheit – Normen bei

Pilz GmbH & Co. KG

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 19


SENSORIK UND MESSTECHNIK

INNOVATIVE SENSORTECHNOLOGIEN

FÜR DIE AUTOMATISIERUNG DER ZUKUNFT

SMARTER MESSEN,

SCHNELLER STEUERN

Sensoren spielen in der modernen Industrie eine zentrale Rolle. Sie liefern

die Daten, auf denen sämtliche Steuerungs- und Optimierungsprozesse

basieren. Stoßen klassische Sensortechnologien an ihre Grenzen, sind

intelligente, robuste und hochgenaue Alternativen gefragt. Der Beitrag

stellt Sensorlösungen vor, die sich nahtlos in automatisierte Fertigungsprozesse

integrieren lassen und mit vielen Vorteilen punkten.

Der Einsatz von Sensoren in automatisierten Prozessen

ermöglicht nicht nur eine höhere Prozesssicherheit und

Effizienz, sondern auch eine vorausschauende Wartung

und flexible Produktion. Die Vorteile in den Bereichen

Qualität, Ressourceneinsparung und Effizienz sind enorm.

Unternehmen, die Automatisierungslösungen des Sensorspezialisten

einsetzen, profitieren unter anderem von einer hohen

Signalstabilität, einem großen Temperaturbereich sowie einem

überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis für OEM und Serie.

Zudem lassen sich alle Sensoren einfach und schnell über moderne

Schnittstellen wie EtherCAT, EthernetIP, IO-Link, Profinet

oder RS422 in bestehende Anlagen und Systeme integrieren.

JEDE BRANCHE UND JEDE APPLIKATION

VERLANGT SPEZIELLE SENSOREN

So groß die Vielzahl an Automatisierungslösungen ist, so vielfältig

sind auch die Möglichkeiten der Sensortechnologie. Micro-

Epsilon bietet für nahezu alle möglichen Einsatzbereiche geeignete

Lösungen an. Das breite Portfolio reicht von kompakten

Lasersensoren über induktive Sensoren und Taster bis hin zu präzisen

Temperatursensoren oder komplexer 3D-Messtechnik.

So stellt das Unternehmen beispielsweise eine neue Generation

an 3D-Sensoren zur Verfügung, die alle auf einer gemeinsamen

Softwareplattform basieren. Sie erfassen das Messobjekt per Scan

oder Single-Snapshot, was eine schnelle und hochauflösende

Geometrie- und Oberflächenmessung sowie Überprüfung

erlaubt. Insbesondere für die Serienintegration in Inline-Fabrikumgebungen

bietet das Unternehmen ein tiefgreifendes Knowhow

für hocheffiziente Branchen- und Applikationslösungen.

DICKENMESSUNG VON GLASSCHEIBEN

Konfokale Sensoren der Baureihe confocalDT können Auflösungen

bis in den Nanometerbereich darstellen, arbeiten verschleißfrei

und messen den Abstand sowie die Dicke von Mikrolinsen,

Glas oder Folien. Das prädestiniert sie für den Einsatz in Branchen

wie der Halbleiter- und Glasproduktion oder der Elektronikfertigung.

Hierbei nutzen sie das Prinzip der chromatischen

Aberration in Kombination mit der konfokalen Abbildung, um

präzise Messdaten zu erfassen.

Ein Vorteil von konfokal-chromatischen Sensoren: Sie können

auf unterschiedlichsten Oberflächen – von schwach reflektierend

bis spiegelnd – präzise und genau messen. Zudem sind sie un-

20 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


SENSORIK UND MESSTECHNIK

01 Konfokale Sensoren der Baureihe confocalDT können Auflösungen

bis in den Nanometerbereich darstellen und eignen sich daher

für die Dickenmessung von Glasscheiben

02 Laserscanner der Reihe scanControl in der Qualitätssicherung von

Drähten, die mit der Hairpin-Technologie gefertigt wurden

03 Die neuen Serien thermoMeter UC, SE und FI

erfassen berührungslos und präzise einen sehr hohen

Temperaturbereich von -50 bis +1100 °C

04 Die Laser-Linienscanner scanControl nutzen das Laser-

Triangulationsprinzip zum zweidimensionalen Erfassen

von Profilen auf unterschiedlichsten Objektoberflächen

01

empfindlicher gegenüber Schwingungen und Verkippungen. Aus

diesem Grund kommen confocalDT Sensoren in der Smartphone-

Produktion zum Einsatz, um die Dicke von Glasscheiben bei der

Herstellung von Displays berührungslos und einseitig zu messen.

BIS INS DETAIL: 2D/3D GEOMETRIEPRÜFUNG

VON HAIRPINS

Die Hairpin-Technologie ermöglicht es, Drähte dichter zu packen

und so die Leistung und das Drehmoment in Elektromotoren zu

steigern. Bei der Herstellung der Kupferdrähte werden verschiedene

geometrische Größen wie etwa der Querschnitt des Drahtes,

Biegewinkel und Parallelität geprüft. Auch mögliche Defekte auf

dem Bauteil sowie die Position der Anschlussdrähte werden

überwacht, um eine einwandfreie Funktion sicherzustellen. Zur

geometrischen Überprüfung kommen 3D-Sensoren und Laserscanner

zum Einsatz. Diese prüfen Geometrie, Defekte, Lage und

Positionierung.

IN ECHTZEIT: TEMPERATURMESSUNGEN

BIS ZU 1.100 GRAD CELSIUS

Im Bereich der Temperturmesstechnik hat Micro-Epsilon die neuen,

hochgenauen Serien thermoMeter UC, SE und FI ent wickelt.

Sie erfassen berührungslos Temperaturen von -50 bis +1.100 °C.

Das kompakte und robuste Edelstahlgehäuse mit hoher Schutzart

sorgt dafür, dass die Sensoren auch bei rauen Umgebungsbedingungen

präzise messen und dabei eine hohe Signalqualität und

-stabilität liefern. Die einfache Montage und Integration sowie

Industrieschnittstellen mit M12-Standards prädestinieren die

Sensoren für den Einsatz in Branchen wie Automation oder Prozesstechnik.

Industrielle Temperaturmessungen spielen eine

wichtige Rolle bei der Herstellung von modernen Batterien für

Elektrofahrzeuge, Energiespeicher und Smartphones. Beim Trocknungsprozess

der Batteriefolie wird eine Paste (Slurry) über eine

Schlitzdüse auf die Trägerfolie aufgetragen und im Trockenofen

ausgehärtet. Die berührungslosen Infrarot-Temperatursensoren

der Serien thermoMeter FI und SE messen in Echtzeit die Temperatur

des Slurry und ermöglichen ein präzises Regeln des Prozesses.

MONTAGE BIEGESCHLAFFER BAUTEILE

Die Laser-Linienscanner scanControl nutzen das Laser-Triangulationsprinzip

zum zweidimensionalen Erfassen von Profilen auf

unterschiedlichsten Objektoberflächen.

Bei der automatisierten Montage von biegeschlaffen Bauteilen

wie Kabelbäume müssen zum Beispiel besondere Anforderungen

an Präzision und Flexibilität erfüllt werden. Für diese komplexe

Aufgabe haben sich die Laser-Profil-Scanner scanControl

3010-200 in Verbindung mit Robotern bewährt. Die Sensoren erfassen

in Echtzeit die exakte Lage und Geometrie der Kabel, sodass

der Roboter diese sicher greifen und positionsgenau in das

02

03

04

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 21


SENSORIK UND MESSTECHNIK

05 Das optische Präzisionsmikrometer optoControl 2700 ist speziell

für die Messung von schnell bewegten Objekten in dynamischen

Prozessen konzipiert

06 Der hochpräzise 3D-Snapshot-Sensor surfaceControl 3D ist für die

automatisierte Inlineprüfung von Geometrie, Form und Oberflächen

auf diffus reflektierenden Oberflächen prädestiniert

07 Die Sensoren der Baureihe reflectControl wurden für die

Oberflächeninspektion von spiegelnden Teilen entwickelt

08 Das präzise Sensorsystem thicknessGauge 3D eignet sich zur

zweiseitigen Profil- und Dickenmessung von Strang- und

Plattenmaterial

05

06

07

08

Steckergehäuse einführen kann. Hierbei synchronisieren sich die

Messdaten direkt mit der Roboterbewegung und ermöglichen so

eine maximale Prozesssicherheit und Montagegenauigkeit. Aufgrund

der flexiblen Automatisierungslösung mit Standardkomponenten

lassen sich auch Varianten ohne mechanische Anpassungen

effizient umsetzen.

WENN’S DYNAMISCH WIRD: ZUVERLÄSSIGE

INLINE-QUALITÄTSSICHERUNG

Die Messung von vibrierenden oder schnell bewegten Objekten

stellt in dynamischen Produktionsprozessen eine große Herausforderung

dar. Das optische Präzisionsmikrometer optoControl

2700 ist speziell für diese Anforderung konzipiert. Mit einer

Abtas trate von 15 kHz und einer äußerst kurzen Belichtungszeit

von 8,5 µs erfassen sie auch bei starken Objektbewegungen

Durchmesser, Spaltbreiten oder Kantenpositionen äußerst zuverlässig.

Eine aktive Neigungskorrektur gleicht automatisch Winkelfehler

aus und liefert stabile Messwerte in Echtzeit. Das System

ist in zwei Modellen mit Messbereichen von 10 mm und 40 mm

verfügbar und eignet sich damit ideal für die Inline-Qualitätssicherung

und Maschinenüberwachung bei hohen Taktzahlen.

DER BLICKWINKEL ZÄHLT: GROSSE VIELFALT

BEI 3D-SENSOREN

Eine große Vielfalt bietet das Unternehmen im Bereich der 3D-

Messtechnik. Mit der 3D Profile Unit können zum Beispiel bis zu

acht scanControl Sensoren in ein gemeinsames Koordinatensystem

verrechnet werden, um ein präzises 3D-Abbild eines

Messobjektes zu erstellen. Das ermöglicht die Erfassung von unterschiedlichsten

Geometrien und die Dickenmessungen von

Profilen. Die Auswertung der Daten und das Parametrieren des

Systems erfolgt in der Software 3DInspect des Herstellers.

Die hochpräzisen 3D-Snapshot-Sensoren der Serie surface-

Control sind dagegen für die automatisierte Inlineprüfung von

Geometrien oder Formen auf diffus reflektierende Oberflächen

prädestiniert. Sie arbeiten nach dem Prinzip der Streifenlichtprojektion,

wodurch sich eine direkte 3D-Vermessung realisieren

lässt. Anwendung finden sie zum Beispiel bei der Qualitätssicherung

in der Batterieproduktion. Hier ist die exakte Vermessung

der Anschlussklemmen essenziell. Nach dem Verschweißen

von Polklemme, Shunt und Bridge überprüft der

surfaceControl 3D 3500-80 Sensor mit seinem großen Messbereich

von 80 × 50 mm die Koplanarität dieser drei Komponenten.

Der Sensor ist dabei in den Rundtakttisch integriert und erfasst

innerhalb von Millisekunden eine hochauflösende 3D-Punktewolke,

deren Daten per GigE-Schnittstelle an die Auswertesoftware

übertragen werden. Dank der kompakten Bauweise ist kein

zusätzlicher Controller erforderlich. So ermöglicht der Sensor

eine effiziente Inline-Kontrolle und Qualitätssicherung in der

Batteriefertigung.

22 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


VON SPIEGELNDEN OBERFLÄCHEN…

Die Sensoren der Baureihe reflectControl wurden hingegen für die Oberflächeninspektion

von spiegelnden Teilen entwickelt. Der kompakte Sensor stellt ein Streifenmuster

auf seinem Display dar, welches über die Oberfläche des Messobjekts in die

Kameras des Sensors gespiegelt wird. Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche

verursachen dabei Abweichungen im Streifenmuster, die mit einer Software ausgewertet

werden. Dank ihrer hochgenauen Auflösung kommen die Sensoren

beispielsweise bei der Lackfehlerinspektion führender Automobilhersteller zum

Einsatz. Das Fahrzeug wird dabei zunächst vermessen und gefundene Fehler auf

die Fahrzeugoberfläche rückprojiziert. Ein Defekt kann mit +/- 3 mm auf der Oberfläche

lokalisiert werden und bekommt durch die einzigartige Rekonstruktion 3D-

Merkmale wie Höhe, Tiefe und Volumen. Ist der Fehler erkannt und lokalisiert,

kann das automatische Abarbeiten beginnen, das Micro-Epsilon zusammen mit

Partnerfirmen umsetzt. Mit reflectControl lassen sich Fehler in spiegelnden Oberflächen

zu fast 100 Prozent erkennen und klassifizieren.

Drucksensor PG

Rundum

beeindruckend

… BIS HIN ZUR PROFIL- UND DICKENMESSUNG

Ein weiterer Sensor aus dem Bereich der 3D-Messtechnik ist das thicknessGauge

3D, ein präzises Sensorsystem zur zweiseitigen Profil- und Dickenmessung von

Strang- und Plattenmaterial. Zwei gegenüberliegende Laser-Profilscanner nehmen

entlang einer linearen Bewegung synchronisiert Profildaten auf, welche zu einer

3D-Punktewolke zusammengeführt werden. Auf dieser Grundlage berechnet das

MODERNE SENSORIK LIEFERT NICHT NUR

MESSDATEN, SONDERN SCHAFFT DIE

GRUNDLAGE FÜR TRANSPARENTE PROZESSE

thicknessGauge 3D frei programmierbare Zielwerte, um komplexe 2D- oder 3D-

Messaufgaben zu lösen. Beispielsweise kommt das Sensorsystem zur präzisen Inline

3D-Messung von Beschichtungsaufträgen, Folienkrümmung und geschweißten

Pouchzellen in der Batterieproduktion zum Einsatz.

KOMFORTABLE INTEGRIERBARKEIT

Im Zeitalter von Industrie 4.0 ist die Messung alleine nicht mehr ausreichend. Entscheidend

ist, wie sich Sensorik nahtlos in digitale Produktionssysteme einfügt. Die

Messtechniklösungen von Micro-Epsilon sind daher nicht nur auf Präzision ausgelegt,

sondern auch auf eine intelligente Integration und datenbasierte Wertschöpfung.

Dank standardisierter Schnittstellen lassen sich die Sensoren ohne zusätzliche

Gateways oder komplexe Anpassungen direkt in Steuerungs- und Leitsysteme

einbinden. Viele Sensoren unterstützen außerdem Plug-and-Play-Konzepte, die

eine schnelle Inbetriebnahme und einfache Wartung ermöglichen. Hinzu kommen

umfangreiche Software Development Kits (SDKs), die die Integration in eigene

Anwendungen, Industrie-PCs oder Cloud-Plattformen erlauben.

Bilder: Micro-Epsilon

www.micro-epsilon.de

WETTBEWERBSFÄHIG BLEIBEN

Die Messtechniklösungen von Micro-Epsilon leisten einen entscheidenden

Beitrag zur erfolgreichen Automatisierung industrieller Prozesse. Dank

einer robusten Bauweise, einer hohen Messpräzision und der einfachen

Systemintegration eignen sich die Sensoren optimal für anspruchsvolle

Umgebungen und flexible Produktionssysteme. KI-gestützte Auswerteverfahren,

adaptive Algorithmen zur Objekterkennung sowie erweiterte

3D-Messtechnologien eröffnen neue Möglichkeiten für die automatisierte

Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung.

Die neue Generation des hygienischen

Drucksensors PG1 für steht für eine klare,

zeitgemäße Werte-Kommunikation.

Die mehrfarbige LED-Anzeige mit frei konfigurierbarer

Einstellung der Sollbereiche

sorgt für eine übersichtliche und eindeutige

Manometer-Visualisierung von Druck

an der Anlage. Ebenfalls können Druck

sowie die Mediumtemperatur (dauerhaft

bis 150 °C!) als Digitalwert angezeigt

werden. Für dauerhaft zuverlässige

Messergebnisse sorgt die von ifm bekannte,

robuste frontbündige Keramikmesszelle.

Ziemlich runde Sache, oder?

ifm – close to you.

sensors. software. solutions. ifm.com


SENSORIK UND MESSTECHNIK

FAMILIENBRAUEREI SETZT AUF ZUVERLÄSSIGE SENSORLÖSUNGEN AUS EINER HAND

EFFIZIENTE SENSORINTEGRATION SORGT

FÜR FRISCHE BIERSORTEN

Braumeister

mit Blick fürs Ganze:

Daniel Franke sorgt

dafür, dass in der

Produktion technisch

und personell alles

rund läuft

Die Freiburger Brauerei

Ganter setzt bei der

Modernisierung ihrer Prozessmesstechnik

auf Sensoren

von Baumer. Dank einfacher

Parametrierung, breiter

Kompatibilität und schneller

Lieferprozesse gelingt die

Integration nahtlos – ein

Beispiel für praxisnahe

Automatisierung im

Mittelstand.

Der Freiburger Traditionsbrauerei Ganter geht es wie den

meisten mittelständischen Bierproduzenten. In dem

umkämpften, schrumpfenden Markt muss jeder seine

lukrative Nische finden. Für Ganter ist das die Rolle der

Familienbrauerei von nebenan, die mit ihren 23 Biersorten aus

regionalen Zutaten auch das südbadische Heimatgefühl verkauft:

Seit 160 Jahren verwurzelt im sonnenverwöhnten Freiburg und

immer dabei, wenn es zwischen Südschwarzwald und Oberrhein

etwas zu feiern gibt.

Mit circa 80.000 Hektoliter Jahresausstoß gehört Ganter zwar

schon zu den mittelgroßen Brauereien in Deutschland. Als Kunde

ist die Brauerei für manche Lieferanten aber eher eine kleine

Nummer, die man im Zweifel für umsatzstärkere Abnehmer warten

lässt. Das zumindest ist die Erfahrung von Braumeister Daniel

Franke, der bei Ganter auch für die technischen Einkäufe und

die Instandhaltung verantwortlich ist. Genau wie die richtige

Marktnische muss das Unternehmen deshalb auch die passenden

Geschäftspartner finden. Denn lange Wartezeiten und kompliziertes

Hin und Her zwischen Anfrage und Lieferung sind

nicht drin. In dem kleinen, 13-köpfigen Produktionsteam muss

sich jeder auf jeden verlassen können, auch auf externe Partner.

PARTNERSCHAFTLICHE ZUSAMMENARBEIT

AUF AUGENHÖHE

An dieser Stelle kommt der Sensorspezialist Baumer ins Spiel.

Dessen Prozesssensoren sorgen seit 2024 an verschiedenen Stellen

im Brau-, Lager- und Abfüllprozess für präzise Messwerte ohne

Kompromisse. Dass Baumer hier zum Einsatz kommt, liegt

nicht nur an der technischen Performance der Sensoren. Ebenso

wichtig ist Braumeister Franke die partnerschaftliche Zusammenarbeit.

„Mir gefällt besonders die unkomplizierte persönliche

Betreuung bei Baumer. Wenn ich meinen Ansprechpartner

anschreibe oder anrufe, weiß ich genau: Der Florian kümmert

sich darum, und spätestens nach ein paar Tagen habe ich eine

Lösung“, berichtet Franke. Florian Elsäßer kann das aus Baumer-

Sicht bestätigen: „Wir besprechen alles auf Augenhöhe, wollen

nicht lange über Probleme reden, sondern schnell Lösungen finden“,

sagt der Mann für alle Ganter-Anfragen.

Aktuelles Beispiel für eine effiziente Zusammenarbeit ist der

breitflächige Sensortausch an den im Jahr 2010 installierten Gärund

Lagertanks. Die verbauten Modelle müssen nach bis zu

15 Jahren Betrieb nach und nach ersetzt werden. Hierfür setzt Daniel

Franke für Applikationen wie Füllstandskontrolle und Druck-

01 Brauereien finden bei Baumer für jede Aufgabe im Brauprozess

eine erstklassige Sensorlösung: Die kompakten Produkte messen

zuverlässig Druck, Durchfluss, Temperatur, Füllstand und Leitfähigkeit


SENSORIK UND MESSTECHNIK

messung auf Baumer-Prozesssensoren. Das Vorgehen ist einfach

und bewährt: Daniel Franke gibt Florian Elsäßer die technischen

Daten der auszutauschenden Sensoren. Florian besorgt die

schnelle Umschlüsselung und schickt das passende Baumer-Modell

innerhalb weniger Tage in die Brauerei. Dank der großen Anzahl

an Prozessanschlüssen benötigt es keine Anpassung des bestehenden

Anlagendesigns bei der Integration von Baumer-Prozesssensoren.

„Wir können die Sensoren dann eins zu eins austauschen,

die Messwerte überprüfen und die Anlage sofort wieder

nutzen. Dieses Plug & Play funktioniert ausgezeichnet, und für

uns ist das Thema damit schnell und einfach erledigt“, sagt Franke.

EINFACHE MONTAGE UND PARAMETRIERUNG

DIE EINFACHE DIGITALE PARA­

METRIERBARKEIT ERMÖGLICHT

DEN SCHNELLEN SENSORTAUSCH

Das eingespielte Team aus Braumeister und Sensorexperte weiß

noch weitere Vorteile der Baumer-Prozesssensoren zu nutzen.

Ein wichtiger Faktor für das hohe Tempo bei jedem Sensortausch

ist die einfache digitale Parametrierbarkeit. Der neu installierte

Sensor wird dazu einfach über die Software Baumer Sensor Suite

auf dem Laptop konfiguriert. „Das erleichtert uns die Arbeit

enorm und spart jedes Mal eine Menge Zeit, weil ich die gesamte

Konfiguration vor Ort und ohne Hilfe eines Kollegen am Sensor

erledigen kann“, bestätigt Franke. Bei Modellen wie dem Leitfähigkeitssensor

AFI4 oder den extra-kompakten Sensoren der

neuen 50er-Serie ist eine Parametrierung zudem über das Touch-

Display möglich.

Das Baumer-Gesamtpaket für Brauereianwendungen hat Daniel

Franke schon nach den ersten Tests überzeugt. Die Sensoren

übertreffen die technischen Anforderungen, sind kompakt, einfach

in der Handhabung, und das breite Baumer-Portfolio deckt

alle Anwendungsbereiche ab. Hinzu kommen die wettbewerbsfähigen

Preise: „Baumer bietet als Komplettanbieter ein ausgezeichnetes

Preis-Leistungsverhältnis“, bestätigt Franke. In vielen

Applikationen sind daher Baumer-Sensoren bereits im Einsatz,

zum Beispiel in der CIP-Reinigung (AFI4 für die Leitwertmessung),

zur Füllstandsmessung in den Gär- und Lagertanks

(Drucksensor PBMN) und für die Leerstandkontrolle (Clever level

LBFS). In anderen Anwendungen laufen Tests oder Planungen,

auf Baumer umzustellen: Hierzu zählt in der Abfüllung der Temperatursensor

TER8 für die Hochdruckeinspritzung und der besonders

präzise Drucksensor PP56 aus der neuen 50er-Serie zur

Füllstandsmessung im Drucktankbereich.

02 Gemeinsam finden sie immer schnell eine gute Lösung: Ganter

Braumeister Daniel Franke (rechts) und Baumer Sensorexperte Florian

Elsäßer stoßen im Sudhaus auf die gute Partnerschaft an

GRENZSTANDSCHALTER FÜR DEN GESAMTEN

BIERBRAUPROZESS

Den Baumer-Grenzstandschalter Cleverlevel nutzt Ganter derzeit

ausschließlich für eine zuverlässige Leermeldung der Lagertanks.

Er ist allerdings auch ideal geeignet für die Füllstandsüberwachung

und als Überlaufschutz der aufschäumenden Hefe in

Gärtanks. Bei der Fermentierung ist der Cleverlevel in Brauereien

bewährt, weil er so eingestellt werden kann, dass er auch Schaum

zuverlässig erkennt. Der wartungsfreie Sensor arbeitet mit der

Frequenzhubtechnologie und ist für alle Arten von Medien flexibel

einsetzbar: Flüssigkeiten, Schüttgüter, Pulver sowie klebrige,

pastöse oder schäumende Medien. Er kann so durch den gesamten

Bierbrauprozess verwendet werden – von der Einlagerung

des Gerstenmalzes ins Silo bis zum fertigen Bier.

Bilder: Baumer

www.baumer.com

UNTERNEHMEN

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

VON DER IIOT-FÄHIGEN KOMPONENTE BIS ZUR GANZHEITLICHEN LÖSUNG

MEHR VERFÜGBARKEIT DURCH

DATENINTELLIGENZ AN DER EDGE

Datenintegration

mit dem

IIoT-Edge-

Gateway

Die zunehmende Vernetzung industrieller Anlagen eröffnet neue Ansätze für

Condition Monitoring und Predictive Maintenance. IIoT-fähige Komponenten

und leistungsfähige Edge-Gateways bilden dabei die Basis, um Sensordaten vor

Ort zu erfassen, zu analysieren und für die Instandhaltung nutzbar zu machen.

So lassen sich Stillstände reduzieren und Wartungsprozesse gezielter planen.

Die gezielte Erfassung von Zustandsdaten wie Temperatur,

Vibration oder Laufzeit liefern Informationen über den

Zustand von Maschinen und Anlagen. Veränderungen

werden frühzeitig erkannt, sodass Wartungen vorausschauend

koordiniert und Fehlfunktionen behoben werden können,

bevor diese zu schädlichen Auswirkungen führen. Das Ergebnis:

Minimierte Stillstandszeiten und gesteigerte Produktivität.

Werden die Zustandsdaten einer Maschine oder Anlage mit

spezifischen Algorithmen kombiniert und ausgewertet, so lassen

sich noch präzisere Vorhersagen über den zukünftigen Zustand

ableiten. Auf dieser Grundlage kann eine vorausschauende Wartung

ermittelt werden, die maximale Verfügbarkeit, reduzierte

Kosten und höhere Produktivität sicherstellt.

Die Fritz Kübler GmbH bietet bereits heute eine breite Palette

an IIoT-fähigen Komponenten, die sich nahtlos in bestehende

IIoT-Umgebungen integrieren lassen und neben den Prozessdaten

auch wertvolle Informationen zur Zustandsüberwachung liefern.

Vibration und Temperatur gehört zu den entscheidenden

Messgrößen für die Zustandsbewertung von Maschinen und Anlagen.

Neu im Portfolio ist deshalb ein Vibrations- und Temperatursensor,

der speziell für das Condition Monitoring entwickelt

wurde.

DER NÄCHSTE SCHRITT IN RICHTUNG

INDUSTRIE 4.0

AUF DER SPS 2025 WERDEN

ERSTE USE-CASES VORGESTELLT

Vom reinen Komponentenlieferanten möchte sich das Unternehmen

zu einem Anbieter ganzheitlicher IIoT-Lösungen entwickeln.

Kunden profitieren damit von umfassender Unterstützung

– von der Konzeption über die Umsetzung bis hin zum Betrieb.

Als starker Partner möchte Kübler gemeinsam mit seinen

Kunden echte Mehrwerte, wie höhere Transparenz, mehr Effizienz

und die Basis für innovative Geschäftsmodelle schaffen.

Kübler stellt hierfür eine Lösung zur Auswertung gesammelter

Daten für die Überwachung von Anlagen und Maschinen sowie

für eine Analyse im Hinblick auf vorausschauende Wartung bereit.

Das Herzstück hierzu bildet ein IIoT-Edge Gateway mit eigenem

Betriebssystem, das die Speicherung, Interpretation und

Auswertung von Daten auf dem Gerät (on-premise) ermöglicht.

Darüber hinaus bietet das Betriebssystem verschiedene Apps

an, die zur grafischen Aufbereitung, Echtzeitanalyse oder zur

Alarmierung, bei Erreichung von definierten Grenzwerten, herangezogen

werden können. Die Kübler IIoT-Lösung überzeugt

durch ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten – sei es als eigenständige

Stand-Alone-Lösung oder nahtlos integriert in bestehende

Infrastrukturen. Darüber hinaus besticht das System

durch seine intuitive Bedienbarkeit, die keine Programmierkenntnisse

erfordert, sodass Nutzer sofort produktiv arbeiten können.

Auf der SPS 2025 im November stellt die Fritz Kübler GmbH

erste Use-Cases vor, um wertvolles Feedback und erste Resonanz

aus dem Markt zu erhalten:

26 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


SENSORIK UND MESSTECHNIK

01 Mit dem Vibrations- und Temperatursensor

CMSVT38 lassen sich Schwingungen und Temperaturen

von Maschinen wie Pumpen, Lüftern oder Motoren

zuverlässig erfassen

02 Das IIoT-Edge-Gateway kann mehrere

Überwachungsfälle einer Anlage parallel abbilden – von

der einfachen Zustandsmeldung bis hin zu komplexen

Predictive-Maintenance-Szenarien

PREDICTIVE MAINTENANCE FÜR

SCHLEIFRINGE

Einige Schleifringe erfordern eine regelmäßige Wartung, zum

Beispiel den Austausch beschädigter Kontaktelemente, das

Nachölen oder die Reinigung von Abriebstaub. Bisher werden in

den jeweiligen Datenblättern der Schleifringe lediglich Wartungsintervalle

in Abhängigkeit von der Anzahl der Umdrehungen

angegeben. Diese Vorgehensweisen bergen Risiken wie zum

Beispiel eine zu frühe Wartung (unnötig hohe Kosten) oder zu

späte Wartung (Gefahr von Maschinenausfällen). Durch den Einsatz

integrierter Sensorik im Schleifring, ohne weiteren Bauraum

in Anspruch zu nehmen, werden nun relevante Daten wie Position,

Geschwindigkeit, Anzahl der Umdrehungen, Temperatur und

Vibration sowie Feuchte erfasst, um den optimalen Wartungszeitpunkt

zu bestimmen.

CONDITION MONITORING MITHILFE DES

VIBRATIONS- UND TEMPERATURSENSORS

Jede Maschine – unabhängig von Alter oder Bauart – erzeugt

Schwingungen. Verändern sich diese Schwingungsmuster im

Laufe des Lebenszyklus, kann dies auf beginnende Schäden und

potenzielle Ausfälle hinweisen. Mit dem CMSVT38 lassen sich

Schwingungen und Temperaturen von Maschinen wie Pumpen,

Lüftern oder Motoren zuverlässig erfassen. Die gewonnenen Daten

werden über einen IO-Link Master an das IIoT-Edge Gateway

übertragen und dort ausgewertet. Zwei vordefinierte Grenzwerte

ermöglichen zudem die Signalisierung des Maschinenstatus über

eine Signalleuchte die über digitale Ausgänge geschalten werden.

MASCHINEN- UND ANLAGENÜBERWACHUNG

Eine Maschine oder Anlage kann gleichzeitig zahlreiche Anwendungsfälle

für die Zustandsüberwachung aufweisen. Im dritten

und letzten Use Case werden daher die vielfältigen Möglichkeiten

aufgezeigt, wie das IIoT-Edge-Gateway mehrere Überwachungsfälle

einer Anlage parallel abbilden kann – von der einfachen

Zustandsmeldung bis hin zu komplexen Predictive-Maintenance-Szenarien.

Mit den IIoT-Lösungen von Kübler schaffen

Unternehmen die Basis für die Fabrik der Zukunft – skalierbar, sicher

und herstellerübergreifend kompatibel.

Bilder: Kübler

www.kuebler.com

01

AUTOR

Jakob Hepting, Produktmanager

Auswertung bei Kübler

02

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

Moderne

RFID-Schreib-/

Lesegeräte stellen

die Rückverfolgbarkeit

in der Batterieproduktion

sicher

RFID-LÖSUNGEN FÜR PRODUKTION UND LOGISTIK

IO-LINK ALS ENABLER FÜR EINFACHE

UND WIRTSCHAFTLICHE INTEGRATION

Pepperl+Fuchs bietet ein umfangreiches Portfolio an RFID-Schreib-/Lesegeräte,

die sich durch hohe Flexibilität, einfache Integration und marktgerechte

Leistungsdaten auszeichnen. Ausgestattet mit IO-Link sind sie geeignet für

RFID-Anwendungen in Produktion und Logistik, bei denen Zuverlässigkeit,

Standardisierung und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen. Damit leisten

sie einen wichtigen Beitrag zur effizienten, fehlerfreien und transparenten

Wertschöpfungskette – heute und in der vernetzten Produktion von morgen.

Die Automatisierung industrieller Prozesse verlangt nach

flexiblen, robusten und intelligenten Lösungen zur Identifikation

von Objekten. RFID-Systeme haben sich in

Produktion und Logistik als Schlüsseltechnologie etabliert

– insbesondere dann, wenn es um Rückverfolgbarkeit, zunehmende

Variantenvielfalt und immer geringe Losgrößen geht.

Zwei RFID Schreib-/Lesegeräte von Pepperl+Fuchs zeigen exemplarisch,

wie moderne RFID-Technologie mit standardisierten

Schnittstellen wie IO-Link eine nahtlose Integration ermöglicht

und zugleich die Komplexität reduziert: Das HF RFID Schreib-/

Lesegerät IQT3-FP-IO-V1 sowie das UHF RFID Schreib-/Lesegerät

IUT-F191-IO-V1.

IO-Link hat sich in den letzten Jahren als universelle Schnittstelle

in der industriellen Automatisierung durchgesetzt. Die Vorteile

liegen auf der Hand: herstellerübergreifende Standardisierung,

einfache Parametrierung, Diagnosefunktionen und die

Möglichkeit zur schnellen Inbetriebnahme ohne komplexe Programmierung.

Pepperl+Fuchs trägt dieser Entwicklung mit einem

kontinuierlich wachsenden Portfolio an IO-Link-fähigen

Geräten Rechnung – darunter auch RFID Schreib-/Lesegeräte für

HF (13,56 MHz) sowie UHF (860 - 930 MHz).

PRAXISGERECHTE FEATURES

Mit dem IQT3-FP-IO-V1 und dem IUT-F191-IO-V1 bietet

Pepperl+Fuchs zwei leistungsfähige und zugleich wirtschaftlich attraktive

Produkte, die insbesondere in der Fertigung und produktionsnahen

Logistik ihre Stärken ausspielen. Beide Geräte lassen sich

über den Easy-Mode ohne Programmieraufwand in Betrieb nehmen,

während der Expert Mode auch tiefergehende Konfigurationsmöglichkeiten

für anspruchsvollere Szenarien bietet. Dabei ist

sowohl die Integration in SPS- als auch IT-Anwendungen möglich.

Im Gegensatz zu vielen UHF-Anwendungen mit großflächiger

Transpondererfassung, steht in vielen industriellen Prozessen

die gezielte, selektive Identifikation einzelner Objekte im Fokus.

Typische Szenarien sind:

Die Prüfung bereitgestellter Rohmaterialien an einer Montagestation

Die Identifikation von Werkstückträgern auf Fertigungslinien

Die Erkennung von Baugruppen vor dem nächsten Bearbeitungsschritt

Die Rückverfolgung von Produkten entlang der Wertschöpfungskette

28 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


Schnell

wie nie!

Zwei innovative RFID-Lösungen mit IO-Link:

der kompakte HF-Reader rechts mit bis zu 30 cm

Reichweite sowie der UHF-Reader links mit zirka

1 m Reichweite für die wirtschaftliche Integration

Der neue Ultraschall-

Etikettensensor esf+1.

Dennoch ist die Reichweite handelsüblicher

HF Schreib-/Lesegeräte oftmals nicht

ausreichend. Für genau diese Anforderungen

ist unter anderem der IQT3-FP-IO-V1

optimiert. Mit der in seiner kompakten

Bauform marktführenden Reichweite von

bis zu 30 cm, bietet das Gerät großzügige

Leistungsreserven und erlaubt hohe Vorbeifahrgeschwindigkeiten.

Weiterhin

kann das HF Schreib-/Lesegerät bis zu 20

Transponder gleichzeitig erfassen. Dank

automatischer Frequenzanpassung passt

sich das Gerät an die Einbausituation und

Einflüsse zum Beispiel durch Metall an.

ERHÖHTE REICHWEITE

Wenn größere Distanzen überbrückt werden

müssen oder bereits UHF-Transponder

im Einsatz sind, bietet der IUT-F191-

IO-V1 eine einfache und kosteneffiziente

Lösung. Mit einem Schreib-/Leseabstand

von typischerweise einem Meter eignet er

sich ideal für typische Anwendungen in

der Fertigungslogistik, an Produktionsstrecken

oder entlang von Förderstrecken.

Das robuste, industrietaugliche Gehäuse

und die IO-Link-Schnittstelle ermöglichen

eine schnelle Integration in bestehende

IO-Link-Architekturen, wie sie in

vielen Maschinenumfeldern bereits Standard

sind. Anwender profitieren von kürzeren

Inbetriebnahmezeiten, geringeren

Engineeringkosten und einfacher Wartung.

Der Reader ist zudem eine der wirtschaftlich

attraktivsten Lösungen seiner

Klasse und ideal für kostenbewusste Projekte,

bei denen einfache UHF-Funktionalität

gefragt ist.

PASSEND FÜR PRODUKTI-

ONSNAHE ANWENDUNGEN

Ein Anwendungsbeispiel aus der Praxis:

In einer Montagelinie für Haushaltsgeräte

werden Rohbaugruppen auf Werkstückträgern

zur jeweiligen Bearbei-

tungsstation transportiert. Jeder Träger

ist mit einem RFID-Transponder ausgestattet,

der die ID des Produktionsauftrags

enthält. Ein IQT3-FP-IO-V1 liest

diese ID am Eingang der Station aus

und stellt sicher, dass die richtigen Arbeitsschritte

durchgeführt werden.

Gleichzeitig kann über IO-Link die Signalstärke

des Transponders (RSSI)

überwacht werden, um frühzeitig defekte

Transponder zu erkennen und Ausfälle

zu vermeiden.

Ein weiteres Szenario: In einem Lager

für Automobilteile werden Versandbehälter

mit UHF-Transpondern ausgestattet.

Beim Durchlauf durch eine automatische

Förderlinie erkennt ein

IUT-F191-IO-V1 zuverlässig das Material

im Behälter und übermittelt die Daten

an das Lagerverwaltungssystem – ohne

manuelle Scans und damit schneller, sicherer

und vollständig dokumentiert.

Die Kombination aus moderner RFID-

Technologie und IO-Link-Schnittstelle

schafft eine ideale Voraussetzung für

vernetzte Fertigungsprozesse im Sinne

von Industrie 4.0. Beide Leser stellen neben

den Prozessdaten auch Diagnoseinformationen

zur Verfügung und unterstützen

somit ein nahtloses Condition

Monitoring. Die Standardisierung durch

IO-Link sorgt für langfristige Investitionssicherheit,

Flexibilität und Herstellerunabhängigkeit.

Bilder: Pepperl + Fuchs

www.pepperl-fuchs.com

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

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UPGRADE FÜR THYRACONT SMARTLINE SERIE

Anwender der digitalen Vakuumtransmitter-Serie Smartline profitieren

von einem umfangreichen Upgrade: Die Geräte des Messtechnik-Experten

Thyracont sind künftig mit einem modernisierten EtherCAT-Modul ausgestattet.

Dieses bietet nicht nur eine deutlich erweiterte Funktionalität,

sondern verbessert auch die Nutzerfreundlichkeit. Dank der vollständigen

Unterstützung des Thyracont Kommunikationsprotokolls V2 werden zusätzliche

Diagnose- und Wartungsfunktionen verfügbar – darunter das Auslesen

von Verschleißparametern, ein entscheidender Vorteil für vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance). Zudem

lassen sich Firmware-Updates künftig direkt über die EtherCAT-Schnittstelle einspielen – ganz ohne Geräteausbau oder

externe Programmiergeräte. Das spart Zeit, reduziert Wartungskosten und erhöht die Betriebssicherheit. Trotz technischer

Aufwertung konnte der Preis der Geräte gesenkt werden – ein echter Mehrwert für Anwender, die auf Präzision,

Zukunftssicherheit und Wirtschaftlichkeit setzen. Nähere Details finden Interessierte unter: bit.ly/Smartline-Serie

www.thyracont-vacuum.com

HOCHAUFLÖSENDE BILDGEBUNG IN

DER ADDITIVEN FERTIGUNG

Das pulverbettbasierte Laserstrahlschmelzen von

Metallen (PBF-LB/M) gilt als eine der wichtigsten

Technologien in der additiven Fertigung. Es eröffnet

neue Möglichkeiten für

komplexe Bauteile. Der

Prozess ist anspruchsvoll

und fehleranfällig: Bereits

kleinste Abweichungen im

Schmelzverfahren oder in

der Pulverschicht können zu

Qualitätsverlusten führen.

Entscheidend sind deshalb eine präzise Beobachtung

und Analyse des Fertigungsvorgangs. Am Laser

Applikations Zentrum (LAZ) der Hochschule Aalen

untersuchen Studierende und Forschende, wie sich der

Aufbauprozess in Echtzeit und mit sehr hoher Detailtreue

erfassen lässt. Zum Einsatz kommen dabei zwei

hochpräzise USB3-Industriekameras der IDS Imaging

Development Systems. Sie ermöglichen eine dynamische

Gesamtbeobachtung, und zwar kombiniert mit

einer statischen Feinanalyse. So können beispielsweise

Spritzer, Rauchentwicklung und Erstarrungsverhalten

ebenso bewertet werden wie Geometrieabweichungen

oder Defekte in einzelnen Schichten.

www.ids-imaging.de

ABSTANDSSENSOR MIT

IO-LINK-SCHNITTSTELLE

Pepperl+Fuchs hat induktive Abstandssensoren mit IO-Link-

Schnittstelle auf den Markt gebracht. Die Geräte sind für

Industrie-4.0-Anwendungen geeignet, messen hochpräzise

und liefern umfassende Informationen für Condition Monitoring

und die vorausschauende Wartung. Die Sensoren können

Objekte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 3 m/s erfassen

und liefern ihre Messdaten mit einer Wiederholgenauigkeit

von fünf Prozent. Ihr Messbereich beträgt bis zu 30 mm. Die

Sensoren ermitteln Geschwindigkeit und Beschleunigung des

Bedämpfungselementes. Zwei unabhängige Schaltfenster und

definierte Grenzwerte können individuell parametriert

werden. Mit einstellbaren Filtern lassen sich Messgeschwindigkeit

und -genauigkeit anpassen. Die Schaltfrequenz von bis

zu 1.300 Hz erlaubt sehr kurze Durchlaufzeiten. Über die

IO-Link-Schnittstelle werden zusätzliche Daten, unter anderem

zu Temperatur und Betriebszeiten sowie von Zählern

übermittelt. Die Überwachung von Geschwindigkeit und

Beschleunigung sowie die

Verlaufswerte dieser Größen

ermöglichen die detaillierte

Analyse von Teilprozessen wie

Öffnen/Schließen bei Ventilen

oder Beschleunigen/Bremsen

bei Dämpfungselementen.

www.pepperl-fuchs.com

30 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


SENSORIK UND MESSTECHNIK

HOHE SPANNUNGEN SICHER MESSEN

Zur funktional sicheren

Messung hoher Gleichspannungen

hat Knick

den Hochspannungs-

Messumformer P45000

entwickelt. Er liefert

ausgangsseitig 4–20 mA

für den Anschluss an

Industriesteuerungen.

Das kompakte und

robuste Gerät verkraftet

hohe Einsatztemperaturen

sowie Vibrationen und ist für raue Betriebsumgebungen

geeignet. Es ist zertifiziert für den Einsatz in SIL-2-Systemen,

redundant in SIL-3-Systemen. Dies ermöglicht die Erkennung

gefährlich hoher Spannungen sowie die funktional sichere

Abschaltung von Anlagen im Störungsfall. Der P45000 ist für

Messungen hoher Gleichspannungen bis 3.900 V DC und

Wechselspannungen bis 4.500 V ACpeak mit einer Typprüfspannung

von bis zu 20 kV AC ausgelegt. Der Messumformer

bietet Schutz bis zu einer Bemessungsisolationsspannung von

4.800 V AC/DC. Dank ihres Gehäusekonzepts kann die Serie

sehr platzsparend liegend, stehend, gestapelt oder angereiht

auf 35-mm-Tragschienen montiert werden. Optionale

Trennwände verlängern die Luftstrecken zwischen benachbarten

Anschlüssen und vermeiden Fehler bei der Montage der

Ringkabelschuhe. Ist Platz besonders knapp, ist der Messumformer

mit werksseitig fest vergossenen Leitungen am

Hochspannungseingang verfügbar. Damit entfallen Luft- und

Kriechstrecken.

www.knick.de

FLEXIBLE FUNK-INDUKTIVSENSOREN

Steute stellt seine überarbeiteten Funk-Induktivsensoren RF IS

FL vor. Sie bieten neue praktische Funktionen. Die zylinderförmigen

Sensoren in den Durchmessern M8, M12, M18 und

M30 eignen sich jetzt auch für den bündigen Einbau. Das war

bisher nicht möglich, weil batteriebetriebene Funk-Induktivsensoren

mit fest eingestelltem Schaltpunkt in einem solchen

Fall das umgebende

metallische

Material

erfassen und

entsprechend

schalten. Die

Ingenieure von

Steute konnten

diese zusätzlichen

Anwendungsbereiche

erschließen, indem sie die neueste Generation als flexible

Sensoren mit einer digitalen Autokalibrierung entwickelt

haben. Die Induktivsensoren passen ihren Schaltpunkt

automatisch und dynamisch an die jeweiligen Gegebenheiten

an. Dazu gehört auch das Unterscheiden zwischen bündigem

und nicht bündigem Einbau. Außerdem kann sich die Sensorik

an dynamische Veränderungen wie etwa zunehmende

Verschmutzung anpassen. Das zweite Ziel der Optimierung –

die Reduzierung des Energieverbrauchs – konnte auch erreicht

werden. Die Batterielaufzeit in den Universal-Funkmodulen,

die sich für den Anschluss von bis zu vier RF IS FL eignen, ist

jetzt deutlich länger. Insgesamt reduziert sich der Energiebedarf

im Vergleich zum Vorgängermodell um bis zu 80 Prozent.

www.steute.com

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STEUERN UND ANTREIBEN

VENTILINSELN IN DER PNEUMATIK BRINGEN EFFIZIENZ IN DIE AUTOMATISIERUNG

FLEXIBEL, SMART UND

SICHER IM 4.0-UMFELD

In modernen Produktionsanlagen steuern Ventilinseln unzählige Bewegungen

– vom Greifer im Roboterarm bis zur Pneumatikzange an der Montagelinie. Damit

sie unter rauen Bedingungen zuverlässig funktionieren, müssen sie robust und

flexibel zugleich sein. Die hier vorgestellte neue Serie ist modular konzipiert und

wird den Anforderungen einer modernen Industrie gerecht.

Ob Presswerk oder Roboterzelle – in der industriellen

Automatisierung steuern Ventilinseln präzise, wie Luft

und Bewegung zusammenwirken. Die Anforderungen

an diese Komponenten sind hoch: Sie müssen normgerecht,

anpassungsfähig und wartungsfreundlich sein. Hinzu

kommen die Themen Sicherheit und Normen. Ein Beispiel dafür

ist die neue Serie 2700 EVO von Pneumax, die für den Einsatz in

anspruchsvollen Fertigungsumgebungen entwickelt wurde.

FLEXIBEL ERWEITERBARES ZUBEHÖR

n Zwischenmodul zur Druckregelung von Zu- und Abluft

n Externes Einzelversorgungsmodul für separate Ventilpositionen

n Durchflussregelungsmodul für präzise Abluftsteuerung

n Absperr- und Entlüftungsmodul für sichere Wartung

n Druckregler mit einstellbaren Manometern für Vor- und

Nachlauf

Die Magnetventilinsel erlaubt die flexible Bestückung mit monostabilen

oder bistabilen Ventilen in allen Funktionsvarianten und

deckt Durchflussraten bis zu 1000 Nl/min ab. So lassen sich sowohl

Federrückstell- als auch Differenzdruck-, bistabile und

5/3-Ventile schnell und wiederholbar integrieren.

Im Zentrum der Serie 2700 EVO steht ein intelligentes Überwachungskonzept:

Ausgestattet mit M8- oder M12-Näherungssensoren

liefern die Ventile in Echtzeit Diagnoseinformationen

gemäß EN ISO 13849. Dies ermöglicht neben dem klassischen

Ventilbetrieb erweiterte Sicherheitsfunktionen bis PL e (Kategorie

4), eine präzise Selbsthaltefunktion bei 5/3-Ventilen und

progressive Anfahrcharakteristiken für kontrolliertes Systembefüllen.

Sondermodule wie Druckregelung, Durchflussbegrenzung,

Absperr- und Entlüftungseinheiten oder externe Einzelversorgungsmodule

runden das Angebot für spezifische Applikationen

ab.

KOMMUNIKATIV, KOMPAKT UND ROBUST

Aufgrund der nahtlosen Integration der Pneumax-eigenen PX-

Elektronik kommuniziert die Ventilinsel über sämtliche gängige

32 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


serielle Protokolle und bietet eine breite

Palette digitaler und analoger E/A-Module.

Über den rechten Anschlussblock mit

25- bzw. 37-poligen Steckern lassen sich

zentrale SPS-, HMI- oder SCADA-Systeme

ebenso anbinden wie dezentrale Knoten.

So wird die Serie 2700 EVO zum

Herzstück moderner Industrie-4.0-Architekturen.

Die robuste Bauweise aus Aluminiumdruckguss,

Technopolymeren und Edelstahl

garantiert Schutzart IP65 und hohe

Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen.

Ihr kompaktes Design mit verschiedenen

Befestigungsoptionen – einschließlich

DIN-Schienenmontage – erleichtert

die Installation und reduziert

den Platzbedarf.

BEQUEM ZUM 3D-MODELL

Der Technologie-Claim „We speak EVO“

ist für Pneumax mehr als ein Slogan. Er

steht für eine vom Hersteller entwickelte

Technologie, die die Sprache der modernen

Industrie spricht und vollständige

Kreislaufsteuerung ermöglicht. Das betrifft

auch die Auswahl und Konfiguration

der gewünschten Produkte. Dazu stellt

Pneumax ein virtuelles Produktkatalog-

System zur Verfügung, über das Konstrukteure

und Entwickler komfortabel die Produktvarianten

der Serie 2700 EVO konfigurieren

und als CAD-Modell herunterladen

können. Diese lässt sich dann

bequem in die eigene Konstruktion einfügen

und als Systemlösung aufbauen.

Pneumax präsentiert seine Innovationen auf der

Fachmesse SPS in Halle 3A, Stand 151

Bilder: Pneumax

www.pneumax.de

VORTEILE KURZ UND BÜNDIG

Ventilvarianten: Federrückstellung,

Differenzdruck, bistabil und 5/3-Versionen

Durchflussraten bis 1 000 L/min

Echtzeit-Zustandsüberwachung über

M8- und M12-Näherungssensoren

Erweiterte Diagnosefunktionen gemäß EN

ISO 13849

5/3-Ventile mit Selbsthaltefunktion zur

Positionssicherung bei Signal- oder Luftausfall

Progressive Anfahrventile für kontrollierte

Befüllung des Systems

Überwachtes Ventil zur Steuerung der

Luftversorgung

Vertikale Integration mehrerer Funktionen

auf einer Ventilposition

Integrierte PX-Elektronik mit Unterstützung

gängiger serieller Protokolle

Breite Auswahl an digitalen und analogen

E/A-Modulen

Anbindung an SPS, HMI und SCADA

25- und 37-poliger Anschlussblock für schnelle

Verbindung in dezentralen Architekturen

Robustes Gehäuse aus Aluminiumdruckguss

UNTERNEHMEN

Pneumax GmbH

Tantalstrasse 4, 63571 Gelnhausen

Tel. 06051 9777 0

E-Mail: info@pneumax-gmbh.de

AUTOR

Mark Ziebis, Product- und Key Account

Manager Automotive, Pneumax GmbH

Die modulare

Ventilinsel

kommuniziert

über nahezu alle

gängigen seriellen

Protokolle


STEUERN UND ANTREIBEN

SERVOANTRIEBSLÖSUNGEN

INTEGRIEREN

Die technischen Daten der Standard-Servoantriebe von

Wittenstein stehen jetzt im Auslegungstool Servosoft

zur Verfügung. Damit ist eine schnelle, effiziente und

valide Modellierung von Mehrachsservosystemen

möglich. Mit wenigen Klicks lässt sich für die antriebstechnische

Aufgabenstellung das optimale Zusammenspiel

von Servomotor, Getriebe, Lastprofil, Servoantriebsregler

und mechanischer Struktur berechnen,

auslegen und simulieren. Weite Teile des Standard-

Portfolios sind bereits in das Tool integriert. Hierzu

gehören die bürstenlosen Servomotoren der Cyber

Dynamic Line, die elektromechanischen Linearaktuatoren

der Cyber Force Line einschließlich des Cyber Force

Actuators MG mit Hohlwelle und integrierter Kugelumlaufspindel,

die gehäuselosen Servomotoren der

Produktfamilie Cyber Kit Line sowie der radintegrierte

Servoaktuator Cyber TAS Actuator 2 für fahrerlose

Transportsysteme (FTS) und

autonome mobile Roboter (AMR).

Per Link können Anwender von

Servosoft bei der Konzeption ihrer

Servoantriebslösungen zudem

auf den digitalen Part Community

Produktkatalog von Cadenas

zugreifen – und somit bei der

Auslegung und Produktauswahl ohne Zeitverlust

einfach und direkt die vollständigen und aktuellen

2D- sowie 3D-CAD-Modelle, CAE-Modelle und 3D-PDF-

Datenblätter in ihrem Engineeringprozess nutzen.

www.wittenstein.se

MEHR REICHWEITE FÜR ROBOTER

Die 7. Achse von Igus ermöglicht Leichtbau-Gelenkarmrobotern

mit einem Gewicht von bis zu 55 kg, ihren Aktionsradius

zu vervierfachen. Die Basis ist eine bis zu 6.000 mm lange

Linearschiene aus Aluminium, auf der ein Schlitten über vier

Buchsen aus schmierfreiem Hochleistungskunststoff gleitet.

Bewegt wird dieser von einem Elektromotor mit Zahnriemenantrieb,

der eine Geschwindigkeit von bis zu 0,6 m/s und eine

Positionierungsgenauigkeit von ± 0,3 mm ermöglicht. Auf

diesem Schlitten können Anwender ihren Roboter über ein

Adapterkit

montieren. Der

Hersteller liefert

zudem passende

Energieketten aus

Hochleistungskunststoff,

um

Energie- und

Datenleitungen in

der Bewegung zu

schützen. Über ein

Software-Plug-in lässt sich die 7. Achse direkt in die Robotersteuerung

integrieren, und zwar jeweils angepasst an den

Roboterhersteller. Die Steuerung erkennt die Achse nach der

Installation automatisch. Der Anwender kann sie also

unmittelbar über das vertraute Bedienpanel des Roboters

programmieren und steuern. Die Ansteuerung erfolgt flexibel

über digitale I/Os, über UR Cap oder über die Igus Robot

Control. Zudem sind alle sicherheitsrelevanten Komponenten

wie Not-Aus-Relais bereits berücksichtigt, sodass keine

zusätzliche Engineering-Arbeit erforderlich ist.

www.igus.de

IMPRESSUM

erscheint 2025 im 37. Jahrgang,

ISSN: 2194-1157 / ISSN E-Paper: 2747-8017

REDAKTION

Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke (ni),

Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de

(verantwortlich i.S.d. $ 18 Abs. 2 MStV / i.S.d. Presserechts)

Redakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro),

Tel.: 06131/992-259, E-Mail: i.ronsdorf@vfmz.de

Redaktionsassistenz:

Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261,

Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371,

E-Mail: redaktionsassistenz_vfv@vfmz.de,

(Redaktionsadresse siehe Verlag)

GESTALTUNG

Sonja Daniel, Anette Fröder, Conny Grothe

SALES

Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,

E-Mail: a.zepig@vfmz.de

Auftragsmanagement: Heike Rauschkolb,

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LESERSERVICE

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Große Hub 10, 65344 Eltville,

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34 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


PER BARCODE PRÄZISE POSITIONIEREN

Leuze bietet sein

sicheres Barcode-

Positioniersystem

FBPS 600i jetzt in

einer zusätzlichen

Profisafe-Variante

an. Über die Schnittstelle

können die

Nutzer das sichere

Barcode-Positioniersystem direkt in eine Sicherheitssteuerung

einbinden. Das erlaubt einen besonders kompakten

Aufbau und vereinfacht die Installation. Alternativ gibt es das

Sicherheits-Barcode-Positioniersystem auch weiterhin mit

zwei SSI-Schnittstellen. Beide Varianten eignen sich für

Anwendungen bis Performance Level e, beispielsweise für die

exakte Positionierung von Regalbediengeräten oder Kranen.

Ein wesentlicher Pluspunkt aller Gerätevarianten: Sie erfassen

Positionen sicher mit nur einem Sensor. Anlagenbetreiber

profitieren so von einem deutlich geringeren Integrationsund

Wartungsaufwand. Die Montage wird durch den großen

Arbeitsbereich von 50 bis 170 mm und das durchdachte

Befestigungskonzept erleichtert. Zudem lässt sich das FBPS

600i im Servicefall schnell und einfach tauschen.

www.leuze.com

SERVOGREIFER MIT KOMPAKTEM DESIGN

Robojob stellte auf der Fachmesse EMO die neue Automatisierungslösung

Tower vor und präsentierte den neuen EGrip71.

Der Servogreifer ergänzt die neuen Tower-Generation. Diese

bietet mehr Kapazität, Flexibilität und Autonomie. Die

Einführung des Servogreifers steigert das Potenzial noch

weiter: Zusammen bieten sie

CNC-Unternehmen viele

Möglichkeiten in der High-

Mix-Low-Volume-Produktion

und in Großserien. Er verfügt

über integrierte Motoren und

eine Steuerung im Greifer

selbst. Sein kompaktes Design

und ein neuer Werkzeugwechsler

erhöhen die Nutzlast

des 35-kg-Roboters, auf dem

er montiert ist. Der neue

Greifer behält alle Funktionen

der aktuellen Modelle SG245 und SG325 bei, erlaubt jedoch

auch einen vollautomatischen Greiferwechsel sowie das

flexible Greifen von Scheiben, Blöcken und Wellen, innen und

außen, mit großem Bereich. Er ist in einer Zwei- und einer

Drei-Punkt-Version verfügbar.

www.robojob.eu

NACHHALTIGE, MAGNETFREIE MOTOREN

ABB hat ihr IE5-SynRM-Motorenportfolio um drei kleinere

Baugrößen (90, 100, 112) sowie den Leistungsbereich für die

Motoren mit 3.000 Umdrehungen erweitert, die nun Leistungen

von 0,75 bis 450 kW abdecken. Damit steht den Kunden

ein breites Angebot an magnetfreien Motoren zur Verfügung,

die außerdem keine Seltenen Erden benötigen. Mit den

erweiterten Leistungs- und Drehzahloptionen eignen sich die

Motoren besonders für Pumpen, Lüfter und Kompressoren.

Kombiniert mit ABB-Frequenzumrichtern erreichen sie die

höchste Leistung. Nach Aussage des Herstellers reduzieren

IE5-SynRM-Motoren die Energieverluste im Vergleich zu

IE3-Motoren um bis zu 40 Prozent. So könne ein einziger

90-kW-Motor beispielsweise die CO₂-Emissionen über 15

Jahre um bis zu

72.000 kg reduzieren.

Industriestandorte

haben in der

Regel neben

größeren oft

Dutzende oder

sogar Hunderte

kleinerer Motoren in

Betrieb, wodurch sich diese Einsparungen und Klimavorteile

vervielfachen. Die Erweiterung des SynRM-Portfolios unterstreicht

das Engagement von ABB für die „Hyper-Effizienz“

IE6, die bereits von ausgewählten SynRM-Modellen über

90 kW erreicht wird. Diese zukunftsweisenden Motoren

liefern bis zu 20 Prozent weniger Verluste als IE5 und setzen

damit einen Maßstab für die Energieeffizienz in der Branche.

Auf der SPS 2025 in Nürnberg zeigt das Unternehmen einen

Ausschnitt seines SynRM-Portfolios in Halle 4, Stand 420.

www.abb.com

NEUE FUNKTIONSBIBLIOTHEKEN FÜR

CNC-NUTZEROBERFLÄCHEN

Die Automatisierungssoftware

TwinCAT 3 von

Beckhoff bietet mit CNC

HMI Base (TF5310) und CNC

HMI Simulation Server

(TF5320) zwei neue

Funktionsbibliotheken für

CNC-spezifische Nutzeroberflächen.

Damit lässt

sich sowohl eine moderne,

intuitive HMI-Anwendung

speziell für den CNC-Bereich erstellen als auch die Teilebearbeitung

anhand von Echtzeitdaten simulieren. Das Softwarepaket

TwinCAT 3 CNC HMI Base basiert vollständig auf dem

TwinCAT 3 HMI Server (TF2000) und integriert sich nahtlos in

die Familie der TwinCAT-HMI Produkte. Enthalten ist eine

große Auswahl technologiespezifischer Steuerelementen, wie

Achsanzeige, Spindel- und Geschwindigkeits-Override, Jogund

Tippfunktionen, Kontureditor sowie Werkzeugdaten- und

Nullpunktverschiebungstabelle. Der enthaltene G-Code-Editor

unterstützt die zyklenbasierte CNC-Programmierung im

Zusammenspiel mit den TwinCAT Zyklenprodukten CNC

Measurement (TF5225), CNC Kinematic Optimization

(TF5245) und CNC Milling Base (TF5293). Darüber hinaus ist

ein zur Laufzeit konfigurierbares Softtastenfeld (MCP) im

Paket enthalten. Die Anbindung an die Echtzeit erfolgt dabei

über eine eigene TwinCAT-HMI-Server-Erweiterung. Diese

aggregiert Daten aus TwinCAT PLC und CNC in ein gemeinsames

Datenmodell und stellt dieses den Client-Komponenten

zur Verfügung.

www.beckhoff.com

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 35


INDUSTRIELLE AUTOMATION

CLOUDBASIERTER SERVICE ZUR FERNÜBERWACHUNG

MIT VIELFÄLTIGEN MÖGLICHKEITEN

ZEITGEMÄSS STEUERN

Das Unternehmen Akytec hat einen cloudbasierten Service zur

Fernüberwachung und Steuerung von Industriesystemen gestartet.

Eine Mini-SPS und viele weitere Produkte des Herstellers profitieren

von den vielfältigen Möglichkeiten der kostenlos verfügbaren Cloud.

Das

programmierbare

Relais PR103 kann

als „Mini-SPS“ mit

Ethernet-Schnittstelle

zur Prozess-Steuerung

eingesetzt werden

Um Kosten und Zeit zu sparen, setzen immer mehr Industrieunternehmen

auf die Möglichkeit, Geräte und Systeme

aus der Ferne zu überwachen und zu steuern. Dafür

eignen sich web- bzw. cloudbasierte Dienste: Per Internetverbindung

ist es möglich, Industriesysteme anzusteuern und

zu bedienen. Anfahrten von Servicekräften entfallen, und sogar

die Anwender können unter Umständen einfache Wartungsaufgaben

selbst vornehmen – von jedem Ort, an dem es eine Internetverbindung

gibt. Diese und viele weitere Möglichkeiten eröffnen

sich mit Akytec Cloud. Der Dienst steht seit Anfang 2025

allen Nutzern kostenlos zur Verfügung, die Akytec-Geräte mit Internet-Konnektivität

in ihren Anwendungen verwenden.

FERN ÜBERWACHUNG UND STEUERUNG

Akytec Cloud ist ein kostenloser Online-Dienst, der die industrielle

Fernüberwachung und -steuerung vereinfacht. Die Plattform

umfasst Tools zur Visualisierung von Prozessen, wie z. B. mnemonische

Diagramme, Grafiken, Tabellen, Berichte, eine Bibliothek

mit animierten Symbolen und vieles mehr. Akytec Cloud ist

sowohl für PCs als auch für mobile Geräte optimiert, sodass Benutzer

jederzeit und von jedem Ort aus auf ihre Prozessabläufe

zugreifen können. Die Plattform verfügt über Sofortbenachrichtigungen,

mit denen Benutzer unbegrenzt Nachrichten zu benutzerdefinierten

Ereignissen oder Alarmen per E-Mail oder Telegram-Bot

erhalten und so stets auf dem Laufenden bleiben.

Die Plattform unterstützt über Netzwerk-Gateways der Gx24-

Cloud-Serie Verbindungen sowohl mit Akytec-Geräten als auch

mit Geräten von Drittanbietern. Alle von Feldgeräten gesammelten

Daten werden auf Servern innerhalb der EU gespeichert und

erfüllen die aktuellen Tier-III-Sicherheitsstandards, wodurch die

Datensicherheit und -integrität gewährleistet ist. Mit seinem integrierten

OPC UA-Client und der offenen API kann Akytec Cloud

mit externen Systemen kommunizieren. Dank dieser Funktionalität

kann es nicht nur als webbasiertes SCADA-System, sondern

auch als Datenschicht für benutzerdefinierte industrielle Anwendungen

dienen und bietet somit Flexibilität für verschiedene industrielle

Anforderungen.

MINI-SPS MIT INTEGRIERTEM ETHERNET

Das programmierbare Relais PR103 ist das erste Gerät von Akytec

dieser Art mit integriertem Ethernet. Akytec hat seine „Mini-SPS“

vor allem für den Einsatz in kleineren automatisierten Anlagen

36 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


konzipiert: Das kompakte Relais kann in Lüftungs-

und Heizungsanlagen sowie in automatischen

Pumpen und vielen weiteren Geräten

eingesetzt werden. Mit seiner Funktionalität

kommt es einer speicherprogrammierbaren

Steuerung nahe.

Die Ethernet-Schnittstelle ermöglicht die Integration

des PR103 in verteilte Systeme, es ist

bereit für die Einbindung in die Akytec Cloud

und damit nutzbar zur Fernbedienung und Verwaltung

von Geräten. Das PR103 besitzt zwei

RS-485-Schnittstellen für die Datenübertragung

zur übergeordneten Ebene. Zur Erweiterung

der eigenen Ein-/Ausgänge können PRM-Erweiterungsmodule

über den internen Bus verbunden

werden. Das Schreiben von Algorithmen

erfolgt durch den Benutzer in FBD-Sprache

mit Unterstützung von Funktionsblöcken

auf ST in der freien Programmierumgebung

ALP, das Laden und Konfigurieren von Algorithmen

über MicroUSB, Ethernet oder RS-485.

Ein Anwendungsbeispiel aus der Praxis für

das PR103 ist ein Steuerungssystem, das in Wassertanks

die Pegelstände verwaltet und die

Fernsteuerung der Ventile eines Tiefbrunnens

mit Online-Wasserzählerablesung umfasst. Die

Hauptsteuerung bietet manuelle und automatische

Modi auf Grundlage der Wasserstände.

Das von Akytec realisierte System sorgte beim

Kunden für erhöhte Effizienz, eine Reduzierung

der Arbeitskosten und ermöglichte die Echtzeitüberwachung

mittels SCADA-System sowie die

Ausführung von Steuerungsfunktionen.

ZAHLREICHE EIN- UND AUSGÄNGE

Das PR103 hat zehn digitale Eingänge, davon

sind vier schnelle digitale Eingänge (bis zu 100

kHz), die für den Anschluss von Encodern und

anderen Hochgeschwindigkeitsgeräten geeignet

sind. Anwendern stehen außerdem sechs

universelle Analogeingänge (4-20 mA / 0-10 V)

und bis zu zehn digitale Ausgänge zur Verfügung,

darüber hinaus ist das PR103 mit bis zu

zwei analogen Ausgängen erhältlich. Neben

Ethernet stehen 2 x RS485-Ports zur Verfügung,

auch der Anschluss über USB ist möglich. Die

für die Programmierung erforderliche Software

Akytec ALP ist kostenlos. Sie ermöglicht die

Programmierung mit Function Block Diagrams

(FBD) mit Unterstützung von Blöcken innerhalb

von ST-Programmen.

SPS UND HMI IN EINEM GERÄT

Das SPC210 ist eine kompakte All-in-One-Lösung,

die die Funktionen einer speicherprogrammierbaren

Steuerung (SPS) und einer

Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI) in einem

einzigen Gerät vereint. Das SPC210 wurde

zur Optimierung von Automatisierungssystemen

entwickelt und macht separate SPS- und

HMI-Hardware überflüssig, wodurch Installationszeit,

Kosten und Komplexität reduziert

werden. Das platzsparende Design ermöglicht

eine flexiblere Installation und eine effiziente

Systemarchitektur.

Das SPC210 verfügt über umfangreiche Anschlussmöglichkeiten:

Mit RS-232-, RS-485-

und Ethernet-Schnittstellen unterstützt das Gerät

Industrieprotokolle wie Modbus RTU/TCP,

OPC UA und MQTT und lässt sich leicht in industrielle

Netzwerke und cloudbasierte Lösungen

integrieren. Das SPC210 ist vollständig

kompatibel mit den I/O-Modulen Mx110 und

Mx210 von Akytec, eine Systemerweiterung ist

ohne Kompatibilitätsprobleme möglich.

Die Programmierung des SPC210 erfolgt mit

CODESYS V3.5, einer verbreiteten und flexiblen

Entwicklungsumgebung, die mehrere IEC

61131-3-Programmiersprachen, erweiterte

Debugging-Tools und einen integrierten Visualisierungseditor

unterstützt. Dadurch können

Ingenieure sowohl Logiksteuerungsanwendungen

als auch Benutzeroberflächen auf einer

einzigen Plattform entwickeln, was einen

reibungslosen Arbeitsablauf vom Entwurf bis

zur Bereitstellung gewährleistet.

Das SPC210 eignet sich ideal für Anwendungen

in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen

(HLK) sowie in Wasseraufbereitungsanlagen

und anderen Versorgungs- und Infrastrukturprojekten.

Dank der integrierten Visualisierungsfunktionen

können Bediener Prozesse

direkt vom Gerät aus überwachen und steuern,

ohne dass eine externe HMI erforderlich ist.

Darüber hinaus kann das SPC210 direkt mit

der Akytec Cloud verbunden werden, was

Fernzugriff, Echtzeitüberwachung und automatisierte

Steuerung ermöglicht und das Gerät

zu einer zukunftssicheren Lösung für die moderne

Industrieautomation macht.

PARTNER FÜR DIE INDUSTRIE

Mit der Akytec Cloud und den Neuheiten im

Bereich der programmierbaren Relais und

Steuerungen zeigt sich das Unternehmen als

kompetenter und leistungsstarker Partner für

die Industrie. Das Akytec Portfolio enthält viele

weitere Lösungen und Produkte für die Automatisierung,

die Prozess- und Verfahrenstechnik

sowie für zahlreiche weitere Anwendungen.

Bilder: Akytec GmbH

www.akytec.de

UNTERNEHMEN

Akytec GmbH

Vahrenwalder Str. 269 A

30179 Hannover

Tel. 0511 1659 672-0

E-Mail: info@akytec.de

AUTOR

Alex Holm, Geschäftsführer,

akYtec GmbH

ENDLESS COMBINATIONS

EIN SCHALTNETZTEIL –

UNZÄHLIGE KOMBINATIONEN

Mit der neuen PFA10-T-Familie

denkt E-T-A den Systemgedanken

konsequent weiter. Diese

neuartigen Schaltnetzteile

sind die Basis für unzählige

Lösungen: Ein überzeugendes

Systemkonzept aus Stromversorgung,

Stromverteilung und

Absicherung. Auch für Ihre Anwendung.

Mehr erfahren:

e-t-a.de/

onepowersupply


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

EINFACHE SENSORINTEGRATION UND REDUZIERTER

VERKABELUNGSAUFWAND FÜR DOSIERSYSTEME

EFFIZIENT VERNETZT MIT IO-LINK

Dosierpumpen von Viscotec dosieren

empfindliche Materialien genau und

zuverlässig, ohne sie zu beeinträchtigen.

In den automatisierten Entleersystemen

setzt der Hersteller nun auf IO-Link.

Die exakte Dosierung einer Flüssigkeit, wenn diese hochviskos

ist oder Feststoffe enthält, ist ausgesprochen komplex.

Spezialist dafür ist das Töginger Unternehmen Viscotec,

dessen Pumpen auf dem Endloskolben-Prinzip,

einer rotierenden Verdrängertechnologie, basieren. Dabei erzeugen

die Rotor-Stator-Kammern ein konstantes Fördervolumen,

wodurch das Fördern pulsationsfrei und besonders schonend

wird. Die Drehzahl ist stufenlos regelbar, wodurch selbst kleinste

Mengen exakt und vor allem reproduzierbar dosiert werden können.

„Bei unseren Pumpen wird außerdem die Fadenbildung

und das Nachtropfen verhindert, indem am Ende des Dosiervorgangs

ein kurzer Rückzug erfolgt. Damit kann in vielen Anwendungen

sogar auf zusätzliche Dosierventile verzichtet werden“,

erklärt Dr. Florian Garnich, Leiter der Entwicklung bei Viscotec,

und beschreibt damit einen großen Vorteil der Dosierpumpen.

ERSTE ERFAHRUNGEN MIT IO-LINK

Vor vier Jahren beschäftigte sich Garnich das erste Mal mit IO-

Link, damals eher im Zusammenhang mit möglichen Industrie-4.0-Projekten.

Eine der ersten Anwendungen war eine prototypische

Sensorauswertung über den IO-Link-Master, um den

Pumpenverschleiß vorausschauend zu erkennen. Zum Einsatz

kamen ein IoT-Gateway, ein IO-Link-Master sowie ein Vibrationsund

zwei Drucksensoren. Die Ankopplung geschah über ein Mobiltelefon.

„Obwohl ich von den Sensoranbietern gut unterstützt

wurde und die Anwendung letztendlich auch funktionierte,

konnten wir damals den Business Case nicht darstellen und

haben somit auch nicht recht den Einstieg in die IO-Link-Welt

gefunden. Das änderte sich jedoch vor einem Jahr“, beschreibt

Garnich die Entwicklung. Viscotec benötigte eine Lösung, mit der

sich der Installationsaufwand für Sensoren und die Kosten für

die Verkabelung bei komplexen Anlagen senken ließen.

AUTOMATISIERTE ENTLEERSYSTEME

Im Fokus standen zwei Förderanlagen von Viscotec: die Vipro-

Feed M für Eimer (bis 30 l, seit zwei Jahren erhältlich) und die

neue Vipro-Feed L für Fässer. Beide nutzen eine volumetrische

Exzenterschneckenpumpe (Endloskolben-Prinzip) für pulsationsfreie,

struktur- und medienfreundliche Förderung. Die L-Ver-

Das Viscotec-

System Vipro-Feed M

eignet sich zur

schonenden

Förderung von

Mittel- bis

Hochviskositätsmedien

38 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

sion ist für hochviskose Medien und größere Gebinde

konzipiert und erreicht bis zu 10 l/min. Ein Entlüftungssystem

mit automatisch einfahrbarer Entnahmeeinheit

ermöglicht die vollständige Einhausung – ein Plus für

Sicherheit und Hygiene. Zur Ausstattung zählen Display,

Füllstandserkennung, automatische Ventilabschaltung und

Profinet-Schnittstelle. „Bei diesen Anlagen handelt es sich um

Standardsysteme, die jedoch über viele Funktionen verfügen“,

beschreibt Garnich die Anlagen. Damit sind sie seiner Meinung

nach für IO-Link prädestiniert. Sollte zum Beispiel ein Sensor

ergänzt werden müssen, lässt sich dieser ohne viel Aufwand

nachrüsten.

Für die Ansteuerung der zentralen Ventilinsel erwies sich die

I/O-Link Verbindung kostengünstiger als Profinet oder ein Multipol-Anschluss.

Im direkten Vergleich zu der analogen Anbindung

waren die Kosten geringer, der Mehrwert jedoch deutlich

SENSOREN LASSEN SICH OHNE

VIEL AUFWAND NACHRÜSTEN

höher. So erhält man über IO-Link genauere Informationen, zum

Beispiel ob ein Sensor defekt ist oder lediglich kein Druck vorhanden

ist, wenn 0 V angezeigt werden. Außerdem stehen zusätzliche

Messwerte zur Verfügung.

UNKOMPLIZIERTER EINSTIEG IN DIE

IO-LINK-WELT

Der Vergleich im

Schaltschrank zeigt

die Vorteile: Links

der herkömmliche

Aufbau und rechts

der Aufbau mit

IO-Link

Mit IO-Link wurden zentrale Ventilinseln, die Innenraumbeleuchtung,

Signalleuchten (grün, gelb, rot), sowie Sensoren für

Differenzdruck und die Vakuummessung angeschlossen. Außerdem

wurde ein linearer Wegmessgeber integriert. Hier lieferte

ein Sensor mit IO-Link eine deutlich höhere Auflösung und ein

störunempfindlicheres Signal. Das liegt daran, dass das Hin- und

Her-Wandeln für die 4-20-mA/0-10-V-Wandlung entfällt. Das

Wegemesssystem ist für die Entlüftung der Fässer oder Eimer

wichtig und zeichnet die Viscotec-Anlagen aus. Seine Aufgabe:

Das System misst, wie lange das Vakuum saugen muss, bis ein

bestimmter Flüssigkeitsspiegel erreicht wird. In Füllanlagen anderer

Hersteller übernimmt diese Aufgabe ein Mitarbeiter, der

wiederkehrend manuell eingreifen muss. Mit einer IO-Link-Anbindung,

wie nun bei Viscotec, ist die Füllstandsmessung

genau genug, um den Vorgang zu automatisieren.

Zu den offensichtlichsten Vorteilen von IO-Link gehört,

dass Platz beziehungsweise Bauraum im Schaltschrank gespart

werden kann, da weniger Anschaltbaugruppen benötigt werden.

Auch die Verkabelung ist einfacher, da normale Stecker (M8/

M12) verwendet und deren Anzahl reduziert werden können.

Dies verkürzt nicht nur die Montagezeit, sondern es wird kaum

noch Zeit für die Fehlersuche benötigt, da Fehler bei der Verkabelung

so gut wie gar nicht vorkommen. „Meiner Erfahrung nach

ist normalerweise von 100 Adern eine falsch gesteckt. Diese zu

finden, kostet Zeit. Mit IO-Link sinkt dieses Risiko erheblich“, so

Garnich. Dadurch ist man auch flexibler bei der Nachrüstung von

Sensoren beziehungsweise beim Austausch oder bei der Erweiterung

von Hardware.

Einen geringen Startschmerz räumt Garnich ein, da man zunächst

Know-how aufbauen musste, wie zum Beispiel die IODD-

Implementierung in der SPS. Zudem gab es einzelne „inkompatible“

Steckerbelegungen und einen Mehraufwand bei der Validierung

bezüglich der IT-Security. Trotz eines gewissen Aufwands,

der dem Umstand geschuldet ist, dass IO-Link für Viscotec eine

neue Technologie war, fällt die Bilanz in Bezug auf IO-Link positiv

aus. Daher evaluiert das Unternehmen im Augenblick, wie

sich IO-Link in weiteren Anlagen einsetzen lässt.

Bilder: Profibus

www.profibus.de

UNTERNEHMEN

PROFIBUS Nutzerorganisation e.V.

Ohiostr. 8, 76149 Karlsruhe

Tel. +49 721 986 197 0

E-Mail: info@profibus.com

AUTORIN

Sabine Mühlenkamp, freie Redakteurin für

die PROFIBUS Nutzerorganisation e.V.

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 39


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

DATENLOGGER INTEGRIERT

Jumo stellt mit dem H50 den neuesten Vertreter seiner

Jumo Hydrotrans-Serie vor. Er ermöglicht auch bei

hoher Feuchtigkeit und chemischer Belastung genaue

und stabile Temperatur- und Feuchtemessungen.

Durch seinen breiten Einsatzbereich von -80 bis 180 °C

und seine Fähigkeit, Drücke von bis zu 300 bar zu

messen, erledigt der Jumo

Hydrotrans H50 nicht nur

vielfältige Messaufgaben,

sondern reduziert durch einen

inte grierten Datenlogger

zugleich auch die Kosten. Das

Gerät misst hochpräzise, deckt

nahezu alle Anwendungen zur

Feuchtemessung ab und bietet flexible Anschlussmöglichkeiten

sowie hohe Prozesssicherheit. Das robuste

Gerät kann beispielsweise in der Thermoprozesstechnik

oder bei PEM-Brennstoffzellen eingesetzt werden.

PEM steht für „Protonen-Austausch-Membran“ (Proton

Exchange Membrane) oder auch „Polymerelektrolyt-

Membran“ (Polymer Electrolyte Membrane). Zwei

Arten von PEM-Brennstoffzellen sind in der Entwicklung:

Niedertemperaturzellen (bis etwa 90 °C) und

Hochtemperaturzellen (bis etwa 180 °C). In der

Brennstoffzelle wird die Komponente zur Messung der

Feuchte in der Zuleitung von Wasserstoff und Sauerstoff

eingesetzt. Damit wird sichergestellt, dass die

Membran stets richtig befeuchtet wird. Das erhöht

Lebensdauer und Wirkungsgrad der Brennstoffzelle.

www.jumo.de

PROFINET-DIAGNOSE-AGENT ERLEICHTERT

INBETRIEBNAHME UND SERVICE

Bei der Inbetriebnahme von Anlagen stehen Funktions- und

Qualitätstests der einzelnen Anlagenteile im Fokus. In der

Praxis kommt es aber immer wieder zu nichtreproduzierbaren

Auffälligkeiten in der Profinet-Kommunikation. Das kostet

unnötig Zeit, Geld und Nerven. Hier hilft der Profinet-Agent-

Blond von Indu-Sol.

Wo die SPS-Diagnose

keinen eindeutigen

Aufschluss

liefert, generiert er

Informationen über

die Qualität der

Profinet-Kommunikation.

Dafür

überwacht er als

intelligenter TAP

(Test Access Point) Auffälligkeiten in der Kommunikation

zwischen Controller und Devices. So werden beispielsweise

Telegrammlücken teilnehmerbezogen erfasst und gezählt. Der

Agent lässt sich einfach in die SPS-Konfiguration integrieren

und seine Informationen im Diagnosepuffer auslesen oder bei

Bedarf auf dem HMI anzeigen. Der Diagnoseagent bringt

jedoch nicht nur bei der Inbetriebnahme, sondern auch im

Service viele Vorteile: Er liefert dem Service-Techniker vorab

per SPS-Fernzugriff Informationen zu Problemursachen. So

kann dieser optimal vorbereitet zur Anlage fahren. Der Agent

reduziert bei der Inbetriebnahme und im Servicefall den

Aufwand für die Fehlersuche im Netzwerk.

www.indu-sol.com

BOX THIN CLIENTS JETZT IGEL READY-CERTIFIED

Nachdem Pepperl+Fuchs dem IGEL-Ready-Programm als Technologiepartner

beige treten ist, sind die Box Thin Clients BTC22 und BTC24 jetzt IGEL Ready-certified.

Die Geräte sind von IGEL getestet und qualifiziert. Der gesamte Support läuft über

IGEL. Damit auch Anwender Linux-basierter Systeme von den Vorteilen der Box Thin

Clients und VisuNet-Serie profitieren können, ist die Hardware mit vorinstalliertem

IGEL OS verfügbar. Das plattformunabhängige Betriebssystem für Thin Clients

ermöglicht einen einfachen und sicheren Zugriff auf virtuelle Anwendungen, Desktops sowie Cloud-Arbeitsplätze. Neben

den industriellen Box Thin Clients bietet das Unternehmen Anwendern mit den VisuNet-Produktfamilien HMI-Systemen

und -Lösungen für die unterschiedlichen Anforderungen in der Prozessindustrie. Das Portfolio an industriellen Mensch-Maschine-Schnittstellen

umfasst robuste Industriemonitore sowie passende Peripheriegeräte. Die beiden Produktfamilien

VisuNet FLX und VisuNet GXP werden als IGEL Ready angeboten; IGEL OS ist somit bereits implementiert.

www.pepperl-fuchs.com

40 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


IO-LINK SAFETY

MASTER

Die rasche Inbetriebnahme

modularer, dezentraler

Produktionsanlagen ist wichtig

für die digitalisierte Industrieproduktion.

Im IO-Link Safety

System von Pilz steht dafür ein

IO-Link Safety Master zur

Verfügung. Mit dem PDP67 lässt sich die bidirektionale Kommunikation

bis in die Feldebene einfach umsetzen. Als

dezentrale Schnittstelle zur übergeordneten Sicherheitssteuerung

ermöglicht er unterschiedliche Anschlüsse wie

beispielsweise Sicherheitssensoren mit IO-Link Safety oder

auch Standard-IO-Link Sensoren oder Aktoren. Anwender

profitieren von einer flexibel gestaltbaren, nahtlosen und

sicheren Kommunikation ins Feld bis zur höchsten Sicherheitskategorie

PLe/SIL3 – gleich ob sicherheitsgerichtete

oder Standard-Kommunikation. Der IO-Link Safety Master

von Pilz erweitert die Funktionen eines herkömmlichen

IO-Link-Masters um die Möglichkeit der sicheren Kommunikation

im Bereich der funktionalen Sicherheit. Zur Verfügung

stehen vier IO-Link Safety Ports (Class A) und zusätzlich vier

Ports mit jeweils zwei konfigurierbaren sicheren digitalen

Ein- oder Ausgängen. Sensoren und Aktoren teilen sich je

nach Bedarf denselben Anschluss. Anwender können so ihr

Design flexibler gestalten und erweitern.

www.pilz.com

GEMEINSAM

AUTOMATISIERUNG

REVOLUTIONIEREN

SCHNITTSTELLEN FÜR SCHALTSCHRÄNKE

UND GERÄTE

Die neuen Data Service Interfaces (DSI) von Phoenix Contact

bieten eine komfortable Lösung für Servicearbeiten an

Schaltschränken und Geräten: Mit verschiedenen Schnittstellen

ermöglichen sie eine einfache und schnelle Anbindung

elektrischer Zusatzgeräte. Die DSI umfassen Kupplungsmodule

wie USB-Typ A 2.0, USB-Typ A 3.0 und RJ45

CAT6A sowie

Kabelanschlussmodule

in der

Ausführung RJ45

CAT6A. Durch die

erhöhte IP-Schutzklasse

von IP65/

IP67 bei geschlossenem

Schutzdeckel

sind die Schnittstellen für den Einsatz auch in rauen

industriellen Umgebungen geeignet. Servicetechniker

können direkt, einfach und schnell Updates und Wartungsarbeiten

an geschlossenen Schaltschränken und Geräten

durchführen. Dadurch werden lange Prozessunterbrechungen

vermieden. Die DSI eignen sich für die Vorderwandmontage

bei Wandstärken von 1 bis 5 mm. Durch den standardisierten

Wandausbruch mit einem Durchmesser von 22,5 mm

ermöglichen die Schnittstellen einen platzsparenden

Einbau. Die Installation erfolgt werkzeuglos und in kurzer

Zeit. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Individualisierung

mit eigenem Logo.

www.phoenixcontact.com

Connected Future – schaltschranklose

Installationslösungen für die Automation –

dezentral, nahtlos und robust.

Halle 9

Stand 325

www.vario-x.com


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

UNGEPLANTE BEDARFE IN DER PRODUKTION:

URSACHEN ERKENNEN, LÖSUNGEN DEFINIEREN

DIE MASCHINE STEHT – UND DANN?

Ungeplante Ausfallzeiten von Maschinen und Anlagen stellen eine ernsthafte

Bedrohung für die industrielle Rentabilität dar. Denn sie haben einen direkten

Einfluss auf die Effizienz und Produktivität eines Unternehmens. Der Beitrag

beschreibt die Ursachen, wie sich ungeplante Bedarfe optimieren lassen und

gibt Checklisten für eine sichere Instandhaltungsstrategie an die Hand.

Die Produktion läuft auf Hochtouren, das Team arbeitet

am Limit, Deadlines stehen an – und plötzlich steht die

Anlage still. Unvorhergesehene Situationen wie diese

bringen alle Beteiligten unter Druck. Und sind doch

häufiger, als man meinen könnte: „Ungeplanter Bedarf infolge

von Maschinenstillständen in Produktion und Fertigung sind

nicht die Ausnahme, sondern die Regel“, weiß Michael Schlagenhaufer,

bei Conrad Electronic für den Bereich Manufacturing &

Maintenance zuständig. Und deshalb steht dieses Thema auf der

Conrad Sourcing Platform im Fokus.

MASCHINENAUSFÄLLE BEI 67 PROZENT

ALLER INDUSTRIEBETRIEBE

Aktuelle Studien wie der „Value of Reliability Report” von ABB unterstützen

die Einschätzung von Experten: Trotz präventiver und

prädiktiver Maßnahmen erleben 67 Prozent aller Industriebetriebe

mindestens einen ungeplanten Maschinenausfall pro Monat.

Zieht sich dieser über drei Tage, bedeutet dies im Schnitt 70.000

Euro Bruttogewinnverlust für das betroffene Unternehmen.

Rechnet man aus, was ein Maschinenstillstand die deutsche

Wirtschaft kostet, ergibt sich ein stolzes Minus von 147.000 Euro

pro Stunde.

Die folgerichtige Frage lautet: Wie lässt sich ungeplanten

Bedarfen vorbeugen und im Fall der Fälle schnell reagieren?

„Vorausschauende Wartung hilft zweifelsohne dabei, Maschinenstillstände

zu vermeiden. Es existieren aber dennoch zu viele

andere Faktoren außerhalb des Einflussbereichs der Instandhaltung,

die zu kostenintensiven Produktionsausfällen und damit

verbundenen unvorhergesehenen Bedarfen führen“, erklärt

Michael Schlagenhaufer, bei Conrad Electronic für den Bereich

Manufacturing & Maintenance zuständig.

42 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

WHITEPAPER: MASCHINENSTILLSTAND IN DER FERTIGUNG

Ungeplanter Maschinenstillstand kann schnell teuer werden und ganze Abläufe

ins Stocken bringen. In dem neuen Whitepaper von Conrad Electronic erfahren

Sie, wie sich unerwarteter Bedarf frühzeitig identifizieren und zuverlässig

abfedern lässt – mithilfe erprobter Praxisansätze, sinnvoller

Beschaffungsstrategien und transparenter Entscheidungsgrundlagen.

Nützliche Informationen rund um Ursachen und Strategien

zur Minimierung ungeplanten Bedarfs finden Sie in folgendem

Whitepaper: bit.ly/whitepaper_conrad

Der Umgang mit ungeplanten

Bedarfen ist Thema der Conrad

Sourcing Platform

PRODUKTION ZUKUNFTSSICHER MACHEN

Die Lösung? Eine durchdachte Instandhaltungsstrategie, die Anlagen

nicht nur betriebsbereit hält, sondern Ausfälle präventiv

verhindert. Gut gewartete Maschinen sind der Schlüssel, um Lieferfähigkeit

zu sichern und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Während früher ein „Reparieren, wenn es kaputt ist“-Ansatz

dominierte, setzen heute immer mehr kleine und mittelständische

Unternehmen auf innovative Technologien, die bislang vor

allem in großen Konzernen Anwendung fanden. Mit Sensorik,

moderner Messtechnik, künstlicher Intelligenz und einer passenden

Sourcing Plattform wird die Wartung auf ein neues Level gehoben:

Predictive Maintenance.

Diese vorausschauende Wartung erkennt Probleme, bevor sie

entstehen. Anstatt ungeplante Stillstandszeiten durch plötzliche

Reparaturen in Kauf zu nehmen, können Anomalien frühzeitig

identifiziert und gezielt korrigiert werden. Das Ergebnis? Minimale

Ausfallzeiten, optimierte Produktionsabläufe und eine

deutliche Kostenersparnis. So gelingt der erste Schritt in Richtung

smarter Instandhaltung – für mehr Effizienz, Planbarkeit

und Zukunftssicherheit in der Produktion. Predictive Maintenance

ist mehr als nur ein Trend, es ist der Weg zu nachhaltigem

Erfolg in der industriellen Fertigung.

ZEIT- UND KOSTENSTRESS MINIMIEREN

Verantwortliche agieren in diesen kritischen Momenten häufig

unter Stress und enormem Zeitdruck. Gerade dann sind ganzheitlich

agierende Beschaffungspartner gefragt, die schnelle und

zuverlässige Lösungen liefern. „Ob Großbestellungen für eine

optimale Lagerhaltung oder einzelnes Ersatzteil, wenn’s brennt:

Seit mehr als 25 Jahren beschaffen wir Bauteile, Messtechnik und

Zubehör für Maschinen und Anlagen. Daher sind wir mit möglichen

Ursachen, Anforderungen und Lösungen für den professionellen

Umgang mit Maschinenstillständen vertraut und teilen

dieses Wissen rund ums Thema ungeplante Bedarfe gerne“, so der

Conrad Experte weiter. Ungeplanter Bedarf entsteht aus unterschiedlichen

Gründen – doch mit der richtigen Vorbereitung lassen

sich Ausfallzeiten minimieren.

URSACHEN ERKENNEN, RICHTIG VORBEUGEN

Ausfälle entstehen selten aus dem Nichts. In der Praxis lassen

sich die meisten Störungen auf klar benennbare Ursachen zurückführen.

Wer diese Ursachen kennt, kann gezielt vorbeugen.

Die vier häufigsten Auslöser aus dem industriellen Alltag sind:

Elektrische Störungen: Ob Spannungsschwankung, defekte

Steuerung oder Stromausfall: Elektrische Probleme sind eine der

häufigsten Ursachen für Produktionsstillstände, gerade in

hochautomatisierten Bereichen wie der Elektronikfertigung. Die

Auswirkungen reichen von kurzen Unterbrechungen bis zu permanenten

Schäden an Maschinen oder Produkten. Mehr dazu

unter: conrad.de/elektrische-stoerungen

Konstruktionsänderungen: Kurzfristige Anpassungen in der

Konstruktion – etwa durch geänderte Kundenanforderungen –

führen häufig zu ungeplantem Bedarf. Wenn Bauteile nicht in der

neuen Version vorrätig oder nicht schnell verfügbar sind, kommt

es zu Verzögerungen in der Fertigung oder zum Stillstand ganzer

Linien. Dann sind schnelles Handeln und die richtigen Alternativen

gefragt. Mehr dazu unter:

conrad.de/konstruktionsaenderungen

Materialversagen: Ob fehlerhafte Charge, versteckter Riss oder

abgenutzte Komponente – Materialprobleme lassen sich selten

vorhersehen. Umso wichtiger ist es, im Ernstfall schnell die richtige

Entscheidung zu treffen. Einen Fahrplan finden Sie hier:

conrad.de/materialversagen

Umweltbedingte Einflüsse: Temperaturschwankungen, Staub

oder Feuchtigkeit wirken oft schleichend – können aber zu akuten

Ausfällen führen. Besonders in sensiblen Fertigungsbereichen,

etwa in der Elektronik, reicht schon eine leicht erhöhte

Luftfeuchtigkeit, um zu Korrosion oder Kurzschlüssen zu führen.

Klimatische Einflüsse greifen also unerwartet die Technik an –

und wenn man es bemerkt, ist es häufig zu spät. Mehr zu Auswirkungen

und Prozessoptimierungen finden Sie hier:

conrad.de/umweltbedingte-einfluesse

URSACHEN, RISIKEN, CHECKLISTEN,

WHITEPAPER

Wer Prozesse dauerhaft stabilisieren will, muss die Ursachen erkennen

und strategisch vorbeugen. Die neuen Conrad Infoseiten

zum Titelthema „Ungeplante Bedarfe in der Produktion“ bieten

genau dabei Unterstützung und liefern wertvolle Impulse: Interessierte

erfahren dort, wie sie mit gezielter Lagerhaltung, strategischem

Einkauf und smarter Planung ungeplanten Bedarf nicht

nur beheben, sondern systematisch vermeiden können. Verfügbar

sind außerdem eine Checkliste, mit der Betriebsabläufe auf

ungeplante Bedarfe überprüft werden können, und ein Whitepaper,

das zeigt, wie mit vorausschauender Wartung eine reibungslosere

Produktion ermöglicht wird. Weiterführende Informationen

unter: conrad.de/schnell-reagieren

Bilder: Aufmacher: Success Media – stock.adobe.com (Foto links) / Ilustration

generated by ChatGPT-4o, April 2025 (Foto rechts); Conrad Electronic

www.conrad.de

UNTERNEHMEN

Conrad Electronic SE

Klaus-Conrad-Straße 1, 92240 Hirschau

Tel. 09604 - 408787

E-Mail: businessbetreuung@conrad.de

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 43


Die individuelle

Bearbeitung der

Gehäuse gehört

bei Rose zum

Standard

ALUMINIUMGEHÄUSE SCHÜTZEN DIE ELEKTRONIK

VON LITHIUM-IONEN-BATTERIESYSTEMEN

ENERGIESPEICHER

FÜR DIE ZUKUNFT

Lithium-Ionen-Energiesysteme sind das Spezialgebiet der

Aentron GmbH. Die Batteriemodule kommen in der Industrie

zum Einsatz, aber auch in Kommunalfahrzeugen, Gebäuden

oder in der Schifffahrt. Für die sichere Kapselung der

Elektronik verwendet Aentron robuste Gehäuselösungen

von Rose Systemtechnik.

01

Ohne leistungsstarke Energiespeicher ist die Energieund

Verkehrswende nicht zu erreichen. Bei der Aentron

GmbH im baden-württembergischen Albstadt

hat man das früh erkannt: Das Unternehmen fertigt

hochwertige Lithium-Ionen-Batteriesysteme mit Kapazitäten

von 1 kWh bis 1 MWh und beliefert damit Kunden aus den verschiedensten

Branchen.

Alle Module werden in Deutschland entwickelt und produziert.

Sie zeichnen sich nicht nur durch eine hohe Belastbarkeit, Skalierbarkeit

und Sicherheit aus. Die Energiespeicher sind zudem

schnellladefähig und mit einem Batteriemanagementsystem

(BMS) ausgestattet, das alle sicherheitsrelevanten Modulparameter

wie zum Beispiel Spannung, Energie und Temperatur überwacht.

Aentron hat das BMS speziell für die eigenen Energiesysteme

entwickelt. Es ermöglicht nicht nur den sicheren Betrieb

der Batteriemodule, sondern auch deren einfache Integration in

die Anwendung.

Das Besondere an den Energiespeichersystemen ist neben ihrer

Leistungsfähigkeit vor allem ihre Modularität und Flexibilität.

Sie sind sowohl in Niederspannungs- als auch in Hochspannungsnetzen

einsetzbar und lassen sich in verschiedenste Systemlösungen

integrieren. Darüber hinaus sind die Module

schnellladefähig und wiederverwendbar: Am Ende ihres Lebenszyklus

können sie generalüberholt und wieder in Betrieb genommen

werden.

BREITER ANWENDUNGSBEREICH

Eines der wesentlichen Kriterien bei der Entwicklung der Batteriesysteme

ist die Leistungsfähigkeit. Aentron verwendet deshalb

ausschließlich Lithium-Ionen-Zellen namhafter Hersteller, denn

sie weisen bei kompakter Bauweise eine sehr hohe Energiedichte

auf. Ein weiterer Vorteil dieser hochwertigen Zelltechnologie ist

der breite Anwendungsbereich: Die Batteriemodule können bei

Temperaturen zwischen -20 °C und +60 °C genutzt werden. „Unsere

Energiespeichersysteme decken ein weites Einsatzspektrum

mit unterschiedlichsten Umweltbedingungen ab“, erzählt Jens

Brandes, Vertriebsleiter der Aentron GmbH. Alle Module erfüllen

44 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

01 Die Gehäuse werden auf Wunsch mit

kundenspezifischen Komponenten bestückt

02 Die Bandbreite der Aluminiumgehäuse ist groß

die Anforderungen der EU-Batterierichtlinie und sind durch die

DNV-GL, nach UN38.3 sowie CE (EMV) EN61000-6-3 zertifiziert.

GEHÄUSE SCHÜTZEN DIE ELEKTRONIK

Da die Lithium-Ionen-Batterien oft in Anwendungen verbaut

werden, die in rauen Umgebungen operieren, müssen die elektronischen

Komponenten vor äußeren Einflüssen geschützt werden.

Aentron kapselt die Elektronik seiner Batteriemodule deshalb

mit robusten Aluminiumdruckgussgehäusen von Rose Systemtechnik.

Das Unternehmen hat mehr als 50 Jahre Erfahrung

in der Fertigung von Aluminiumgehäusen. Firmengründer Friedhelm

Rose war ein Pionier in der Branche, denn er hat mit der

Entwicklung der Klemmenkästen im Jahr 1969 eine Marktlücke

geschlossen: Ein Gehäuse zur Kapselung von elektronischen und

elektrotechnischen Komponenten in industriellen Anwendungen

hatte es zuvor nicht gegeben.

AUSSERGEWÖHNLICHE STABILITÄT

Das Besondere an den Aluminiumgehäusen von Rose ist ihre Robustheit.

Die Widerstandsfähigkeit beruht zum einen auf der Verwendung

einer hochwertigen Aluminium-Gusslegierung AC-AlSi

12 (Fe) nach DIN-EN 1706. Sie sorgt dafür, dass die Gehäuse sowohl

sehr leicht als auch sehr stabil sind und in einem weiten

Temperaturbereich eingesetzt werden können. Darüber hinaus

verleiht der Druckguss der Gehäusewand eine gleichmäßige

Struktur und damit eine hohe Festigkeit. Vor der Pulverbeschichtung

werden zudem alle Alugehäuse einer Chrom (III)-Passivierung

mit SurTec650 unterzogen.

Die sehr gute Schutzwirkung der Gehäuse hängt aber auch mit

ihrer Bauweise zusammen: Sie sind nach dem Feder-Nut-Prinzip

konstruiert, das für eine wirksame Abdichtung der Gehäusefugen

DIE ROBUSTEN GEHÄUSE SIND

LEICHT UND FÜR EINEN WEITEN

TEMPERATURBEREICH GEEIGNET

nach außen sorgt. Alle Aluminiumgehäuse verfügen über eine

Dichtung aus Polyurethan, Chloropren oder VMQ (Silikon): So

kann weder Feuchtigkeit noch Staub eindringen und die Funktionsfähigkeit

der Batteriemodule beeinträchtigen.

HOHE ANFORDERUNGEN

„Wir haben uns für Gehäusesysteme von Rose entschieden“, weil

wir unseren Energiespeichern damit einen weiteren passiven

Schutz vor äußeren Einflüssen bieten wollten“, so Jens Brandes.

„Die Alu-Gehäuse eignen sich wegen ihrer Eigenschaften sehr gut

dafür, denn sie verfügen über die nötige innere Stabilität, um die

Elektronik auch in Gefahrensituationen ausreichend zu schützen.“

In den Gehäusen befinden sich unter anderem die Batteriezellen,

das Batteriemanagementsystem sowie Sicherungen, Verkabelungen

und Verschaltungen des Batterieblocks.

Rose fertigt eine große Bandbreite an Industriegehäusen aus

Aluminium. Die Standard-Varianten gibt es in über 40 verschiedenen

Größen mit Abmessungen von 45 × 50 × 30 mm bis hin zu 600

× 600 × 200 mm. Aluminium Standard-Gehäuse eignen sich optimal

für den Einbau elektrischer und elektromechanischer Komponenten

wie zum Beispiel Klemmen, Taster und Schaltelemente.

02

GEHÄUSE FÜR BEDIENEINHEITEN

Speziell für die Aufnahme von Frontfolien und Folientastaturen

wurde dagegen die Produktreihe Aluform entwickelt. Die Gehäuse

sind für die einfache Integration von Leiterplatten vorbereitet

und daher prädestiniert für Anwendungen der Mess-, Regel- und

Automatisierungstechnik. Aufgrund ihres eleganten, zeitlosen

Designs setzen viele Maschinen- und Anlagenbauer die Gehäuse

als Visualisierungs- und Eingabelösungen ein. Aluform-Gehäuse

sind in 15 Größen erhältlich und bieten wirksamen Schutz vor

äußeren Einflüssen.

UMFANGREICHE SERVICELEISTUNGEN

Sämtliche Gehäusesysteme von Rose werden auf Wunsch mit den

passenden Komponenten bestückt: Dazu zählen unter anderem

Kabelverschraubungen, Platinen, Folientastaturen, Sichtscheiben,

Klemmen und Dichtungen. Auch die Kabelkonfektionierung und

den Aufbau von Schaltschränken übernimmt das Unternehmen

bei Bedarf. Zum Service gehören außerdem die mechanische Bearbeitung

sowie die Oberflächenbehandlung der Gehäuse.

Für Aentron hat Rose die Aluminiumgehäuse gefräst, mit Beschriftungen

versehen und pulverbeschichtet. Bei diesem Verfahren

erfolgt die Lackierung mithilfe elektrisch geladener Pulverpartikel

– der Anwender kann zwischen 300 verschiedenen

Farben sowie unterschiedlichen Strukturen und Glanzgraden

wählen. Auch die Nasslackierung wird angeboten.

QUALITÄT ZAHLT SICH AUS

Aentron-Vertriebsleiter Jens Brandes schätzt neben der hohen

Qualität der Gehäusesysteme vor allem die gute Partnerschaft

zwischen beiden Unternehmen. Bei zukünftigen Projekten wird

Aentron deshalb – wenn die Anforderungen passen – immer Aluminium

Standard-Gehäuse aus Porta Westfalica einsetzen: „Die

Firma Rose ist da für uns die erste Wahl.“

Bilder: Rose Systemtechnik GmbH

www.rose-systemtechnik.com

UNTERNEHMEN

Rose Systemtechnik GmbH

Erbeweg 13 - 15, 32457 Porta Westfalica

Tel. 0571 50410

E-Mail: rose@rose-pw.de

AUTORIN

Katharina Lange, Marketingleitung Rose

Systemtechnik GmbH, Porta Westfalica

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 45


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

WIE MODULARE STEUERUNG UND DATA CONNECTIVITY

DEN MASCHINENBAU VERÄNDERN

FLEXIBLE AUTOMATION

Weidmüller stellt eine modulare Automatisierungsarchitektur bereit, die

Dynamik in der Fertigung ohne komplexe Umbauten ermöglicht. Durch diese

erhalten Entwickler eine leistungsfähige, modulare Plattform, Systemintegratoren

profitieren von Flexibilität und einfacher Erweiterbarkeit und Produktionsverantwortliche

gewinnen an Planbarkeit und Stabilität für ihre

Produktionsprozesse.

Stillstand mindert die Chance, die eigene Wettbewerbsstärke

aktiv weiterzuentwickeln – und doch steckt er oft in den

Systemen selbst. Während Märkte immer schnellere Produktwechsel

und kürzere Innovationszyklen verlangen, arbeiten

viele Fertigungsanlagen noch nach dem Prinzip „never

change a running system“. Doch dieses Denken passt nicht mehr

in eine Welt, in der Kunden individuelle Produkte fordern und

Lieferketten jederzeit ins Wanken geraten können. Unternehmen

stehen daher unter dem Druck, ihre Produktion nicht nur effizienter,

sondern vor allem flexibler zu gestalten.

Klassische Automatisierungssysteme stoßen hier an ihre

Grenzen. Jede Anpassung – sei es eine neue Produktvariante

oder die Integration eines weiteren Maschinenmoduls – bedeutet

hohen Umbau- und Programmieraufwand. Modulare Kon­

zepte stehen deshalb im Fokus von Entwicklern und Systemintegratoren.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die erhöhte

Dynamik lassen sich Produktionskapazitäten skalieren, Anpassungen

erfolgen schneller, Stillstandszeiten sinken und Daten

stehen durchgängig für Analysen und Optimierungen bereit.

Wer auf modulare Automatisierung setzt, sichert sich nicht nur

geringere Betriebskosten, sondern auch einen entscheidenden

Vorsprung im Wettbewerb.

Damit dieser Wandel gelingt, brauchen Unternehmen Systeme,

die nicht nur modular aufgebaut sind, sondern auch auf einer offenen

Softwarearchitektur basieren. Nur wenn Steuerung, Signalerfassung

und Datenkommunikation nahtlos zusammenspielen,

können Firmen die Vorteile des Industrial IoT in die Praxis umsetzen.

46 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

AUTOMATISIERTES INDUSTRIAL IOT

Weidmüller bietet mit seinem u-control-Steuerungssystem die

passende Grundlage. Das System ist bewusst kompakt gehalten

und basiert auf modularer Architektur: Es lässt sich sowohl in

kleinen Anlagen einsetzen als auch für größere, netzwerkfähige

Automatisierungen skalieren. Durch die Integration von Dualund

Quad-Core-Technologie können zeitkritische Automatisierungslasten

von nicht kritischen IoT-Aufgaben getrennt ausgeführt

werden. Die Hardware stellt genügend Arbeitsspeicher und

Flash-Speicher bereit, um umfangreiche Projekte zu realisieren.

Dazu ist es vollständig kompatibel mit dem zugehörigen u-remote-I/O-System.

PRAKTISCHE ANWENDUNG

Im Falle einer IEC-61131-3-Programmierumgebung passt der

Systemintegrator zunächst seine Applikation an: Er wählt ein Basisgerät

aus der u-control-Reihe, etwa UC20-M3000 oder UC20-

M4000, je nach erforderlichem Rechenumfang. Diese Steuerungen

sind prädestiniert, um Automatisierung und Edge Computing

zu kombinieren; sie fungieren gleichzeitig als Steuerungssystem

und als Datenquelle im Netz. Direkt an die Steuerung wird

das u-remote-I/O-System angeschlossen – dabei hat er eine Auswahl

aus über 80 verschiedenen I/O-Modulen.

Die Grundlage für eine offene und zukunftsfähige Automatisierungsarchitektur

liefert u-OS, das Betriebssystem von Weidmüller

für industrielle Edge Controller. Es ermöglicht, Steuerungsaufgaben

und industrielle IoT-Funktionen parallel auszuführen –

direkt an der Maschine. Im Zentrum des Betriebssystems steht

der u-OS Data Hub, der als zentrale Schnittstelle zwischen Automatisierungs-Apps

und IIoT-Diensten fungiert. Die verwendeten

Apps und das u-remote I/O-System stellen ihre Variablen, ihre

Zustandsgrößen – inklusive Datentyp, Zeitstempel, Lese- und

Schreibrechten – sowie Metainformationen über die Hardwarekomponente

als sogenannte Provider dem Hub zur Verfügung.

Weitere Apps können als Consumer diese Variablen für

beispielsweise IIoT-Dienste über standardisierte Mechanismen

aus dem Data Hub lesen. So können etwa aus dem Automatisierungssystem

gelesene Maschinendaten direkt in Anwendungen

wie zum Beispiel Nodered weiterverarbeitet

werden, ohne eine einzige Zeile Code

schreiben zu müssen.

FLEXIBLE VERNETZUNG

01 Die

Steuerungen

der u-control

M-Serie verbinden

Automatisierung

mit Edge

Computing

Der Data Hub ist vollständig in u-OS integriert

und ermöglicht die Verbindung von Anwendungen

aus dem Weidmüller-Portfolio, von

Drittanbietern oder eigenen Entwicklungen über standardisierte

Schnittstellen. Die App Procon-Connect liest Datenpunkte von

Drittsystemen per OPC UA, Modbus, TIA V2 oder über den PLC

Handler aus Codesys und stellt sie dem Data Hub zur Verfügung.

Dort findet der Anwender visuell die Variablennamen, die er mit

anderen Anwendungen teilen beziehungsweise visualisieren

möchte.

Der Nutzen von u-OS mit dem Data Hub ist vielfältig: Erstens

entfällt der fehleranfällige Aufwand manueller Datenintegration,

zweitens lassen sich Automatisierungs- und IoT-Apps unabhängig

voneinander installieren, aktualisieren oder ersetzen.

Änderungen am System oder neue Funktionen lassen sich als

Containerlösung implementieren; und das gegebenenfalls auch

ohne Produktionsunterbrechung, denn Anwendungen laufen

isoliert vom Steuerungskern. Die klare Trennung stabilisiert die

Anlage bei Anpassungen und erleichtert langfristig den technischen

Betrieb.

Ketten, Kabel, Konfektionen:

Made in Germany

Als Systemanbieter für elektrische Verbindungstechnik entwickeln und

realisieren wir für Sie Standard- und Sonderlösungen im eigenen Haus –

von der einzelnen Leitung bis zur einbaufertigen Energiekette.

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SPS - smart production solutions 2025

Halle 2, Stand 230/231


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

Ein konkretes Beispiel verdeutlicht die Vorteile: In einer bestehenden

Fertigungszelle wird ein neuer Sensorabschnitt installiert.

Die Steuerung bleibt die bisherige u-control M3000, doch

auf u-OS wird eine zusätzliche App als Softwarecontainer aufgesetzt

– etwa ein Datenverarbeitungsskript oder eine Monitoring-

App. Über den Data Hub werden Sensorveränderungen automatisch

an eine Überwachungsanwendung weitergegeben, die über

eine Visualisierung die aktuellen Werte anzeigt. Dieser Datenaustausch

erfolgt ohne Umprogrammierung oder Anpassung der

DAS STEUERUNGSSYSTEM IST

BEWUSST KOMPAKT GEHALTEN

UND BASIERT AUF MODULARER

ARCHITEKTUR

Maschinensteuerung, allein durch Konfiguration im Hub. Damit

bleibt der Produktionsbetrieb stabil, während gleichzeitig neue

Funktionalitäten integriert werden.

In Summe zeigt sich: u-OS mit seinem Data Hub schafft die notwendigen

Datenverbindungen, um Automatisierungs- und IoT-

Anwendungen in einem modularen Umfeld flexibel und sicher zu

vernetzen. Entwickler und Systemintegratoren erhalten eine Plattform,

auf der sich Anwendungen einfach orchestrieren lassen. Für

Produktionsverantwortliche vereinfacht das Prozesse, und die Implementierung

verkürzt sich. Damit schaffen die Weidmüller-Produkte

eine verlässliche Grundlage, eine Anlage kontinuierlich in

Richtung des Industrial IoT erweitern zu können.

SICHER MODULAR

Die zunehmende Vernetzung industrieller Systeme bringt neben

enormen Potenzialen auch Herausforderungen mit sich. Mit zunehmender

Offenheit ist es umso wichtiger, eine Produktionsanlage

cybersicher zu gestalten. Mit dem Inkrafttreten des Cyber

Resilience Act (CRA) im Dezember 2024 müssen Hersteller von

Automatisierungskomponenten sich heute schon darauf vorbereiten,

sicherheitskritische Funktionen von Anfang an zu integrieren,

regelmäßige Updates und Schwachstellenmanagement zu

gewährleisten.

02 Das I/O-System

u-remote mit seinen

über 80 verschiedenen

Modulen ist

vollständig mit der

u-control-Serie

kompatibel

Für Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau

bedeutet das: Cybersecurity darf nicht länger

nachträglich ergänzt werden, sondern muss integraler

Bestandteil jeder Automatisierungsarchitektur

sein. Weidmüller begegnet dieser Herausforderung

mit einem umfassenden Sicherheitskonzept.

Die Entwicklungsprozesse sind bei

Weidmüller nach IEC 62443-4-1 zertifiziert, was

das Secure-by-Design-Prinzip entlang des gesamten

Produktlebenszyklus garantiert. Ergänzt

werden diese Maßnahmen durch das strategische

Industrial-Security-Angebot, das Verteidigung

auf mehreren Ebenen gemäß dem Defense-

In-Depth-Modell vorsieht – vom gehärteten

Switch über Sicherheitsrouter bis zur strikten

Netzwerksegmentierung zwischen IT- und

OT-Netzwerken.

Im Rahmen der Partnerschaft mit Orange

Cyberdefense bietet Weidmüller OTspezifisches

Cyber-Consulting, Echtzeitüberwachung

(SOC-Dienstleistungen), Penetrationstests

sowie Unterstützung im Incident

Response an. Nozomi-Sensoren, integriert

in Controller, Switches und Router, liefern transparentes

Monitoring des OT-Netzwerks und erkennen Bedrohungen

proaktiv. So lassen sich Angriffe frühzeitig identifizieren und

Produktionsausfälle vermeiden. Ein Kunde profitiert dadurch

nicht nur von maßgeschneiderter Beratung zu CRA- und NIS2-

Anforderungen, sondern auch von einem fortlaufenden Sicherheitsbetrieb:

Updates, Schwachstellenmanagement und Notfallreaktion

sind fest verankert. Insgesamt erhöht das die Resilienz

gegenüber Cyberbedrohungen.

Insgesamt erweitert Weidmüller das Automatisierungsportfolio

nicht allein um technische Produkte, sondern schafft auch die

erforderliche Sicherheitsarchitektur, um den Anforderungen von

Industrial IoT und der neuen EU-Regulierung gerecht zu werden.

EINFACH FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET

Im Ergebnis ist die Anlage innerhalb kurzer Zeit erweitert, ohne

dass tiefgreifende Umbauten oder aufwendige Programmierungen

notwendig sind. Der Engineering-Aufwand reduziert sich

deutlich; Daten bleiben durchgängig verfügbar und transparent –

alles mit einer produktiven Plattform aus Steuerung, I/O und offenem

Betriebssystem. Da alle Systeme miteinander kompatibel

sind und auf offenen Standards aufsetzen, bleiben OEMs und

Systemintegratoren flexibel für spätere Erweiterungen.

Bilder: Weidmüller

www.weidmueller.com

UNTERNEHMEN

Weidmüller GmbH & Co. KG

Klingenbergstraße 26, 2758 Detmold

Tel. 05231-14-0

E-Mail: weidmueller@weidmueller.de

AUTORIN

Katharina Bayer, Redakteurin

Unternehmenskommunikation

48 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

MEHR ALS NUR EIN GEHÄUSE

Mit langjähriger Erfahrung, höchster Präzision und

einem ganzheitlichen Systemdenken begleitet Bopla

Projekte von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt.

So wird aus einem Standardgehäuse eine hervorragend

auf die Anwendung abgestimmte Gehäuselösung. Das

umfangreiche Dienstleistungsportfolio des Herstellers

umfasst die mechanische Bearbeitung wie Fräsen,

Bohren und Schneiden ebenso wie verschiedene

Verfahren der Oberflächenveredelung. Darüber hinaus

bietet das Unternehmen die Integration von Komponenten

wie Displays oder Folientastaturen sowie die

vollständige Montage von Elektronik und Gehäuse. Für

Anwendungen, die höchste Schutzarten oder spezifische

Anforderungen an Dichtigkeit, EMV-Schirmung

oder Temperaturverhalten stellen, sind umfassende

Prüfungen im eigenen Labor möglich. Durch das

Zusammenspiel aus professioneller Arbeit, moderner

Fertigung und jahrzehntelangem Know-how entstehen

optimierte Gehäuselösungen. Von der Idee bis zum

fertigen Produkt erhalten Anwender alles aus einer

Hand – schnell, präzise und zuverlässig.

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MODULARER BAUKASTEN FÜR

ENERGIEFÜHRUNGSSYSTEME

Mehr Effizienz, weniger Aufwand: Mit dem neuen Heluchain-

System bietet Helukabel eine clevere Komplettlösung für

Energieführungssysteme in bewegten Anwendungen – modular,

anschlussfertig und passgenau. Der modulare Baukasten

vereint Energieführungsketten, hochflexible Leitungen,

individuelle Konfektionen und passendes Zubehör zu exakt

abgestimmten Komplettsystemen. Anwender profitieren von

hoher Betriebssicherheit, reduziertem Planungsaufwand und

optimierten Beschaffungsprozessen. Das Heluchain-System

ist in drei Ausbaustufen, sogenannten Assembly Levels,

verfügbar, die sich flexibel auf die jeweilige Anwendung und

Fertigungstiefe abstimmen

lassen. Level 1

umfasst eine Basislösung

aus Energieführungskette

und Leitung

ohne Konfektion. Level 2

bietet zusätzlich

konfektionierte Leitungen

oder Hydraulikschläuche

für eine schnelle Plug-and-Play-Installation.

Assembly Level 3 ist die vollständig integrierte Systemlösung

einschließlich Zubehör wie Rinnen, schwimmende Mitnehmer

oder Stützkonsolen. Sie ist präzise auf anspruchsvolle Anwendungen

abgestimmt. Helukabel produziert alle Kernkomponenten

(Leitungen, Energieketten und Konfektionen) in seinen

eigenen Werken. Dadurch sind eine durchgängige Qualitätssicherung

und eine genaue Abstimmung der einzelnen

Bausteine sichergestellt.

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Mit der EZ360330 (Durchmesser 50 mm) und der EZ360331 (Durchmesser 90 mm)

ergänzt IPF sein Angebot an runden Mehrfarben-LED-Signalleuchten zur Anzeige von

Maschinen- und Anlagenzuständen. Die robusten Signalleuchten können die Lichtfarben

Rot, Gelb, Grün, Blau sowie Weiß separat ansteuern. Durch das 360-Grad-Design mit

domförmiger Leuchtenabdeckung sind die Lichtsignale von allen Seiten gut sichtbar. Über

einen 24-V-Eingang ist ein Blinkmodus (2 Hz) einstellbar. Die Signalleuchten haben ein

M30-Einbaugewinde. Der elektrische Anschluss erfolgt mit einem M12-Steckverbinder.

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IO-LINK SAFETY: WEGBEREITER FÜR DIE NÄCHSTE GENERATION SICHERER MASCHINEN

NEUER STANDARD FÜR SICHERHEIT

UND KOMMUNIKATION

Die ersten IO-Link-

Safety-Produkte

von Schmersal: die

Sicherheitszuhaltung

AZM42 (links unten)

und der Sicherheitssensor

RSS362

(rechts oben)


SPECIAL SICHERE AUTOMATION

Mit IO-Link Safety steht ein herstellerunabhängiges,

standardisiertes Kommunikationssystem

für funktionale Sicherheit zur Verfügung. Es

erweitert die Möglichkeiten der Industrie 4.0

um eine sichere Punkt-zu-Punkt-Kommunikation

zwischen Sensoren, Aktoren und

Steuerungen. Im Gespräch erläutert Volker

Heinzer, Strategischer Produktmanager bei

der Schmersal-Gruppe, wie weit die Technologie

ist, welche Chancen sie bietet und

warum sie künftig eine Schlüsselrolle in der

Maschinensicherheit spielen wird.

IO-Link Safety baut auf der bewährten IO-Link-Technologie auf

und überträgt deren Prinzipien in den Bereich der funktionalen

Sicherheit. Damit entsteht erstmals ein einheitlicher Standard

auf der untersten Automatisierungsebene, der die Integration

sicherheitsgerichteter Komponenten erleichtert. „IO-Link

Safety ist für uns von großer Bedeutung, da es eine Schlüsseltechnologie

für die Zukunft der Maschinensicherheit darstellt“,

erklärt Volker Heinzer. In einer zunehmend vernetzten und automatisierten

Industrie komme es darauf an, Sicherheitslösungen

flexibel, skalierbar und datenfähig zu gestalten. Der entscheidende

Vorteil: IO-Link Safety schafft Transparenz bis in die Feldebene.

Sensoren und Aktoren können nicht nur sicherheitsrelevante

Signale übermitteln, sondern auch zusätzliche Diagnosedaten

und Parameter austauschen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für

Wartung, Zustandsüberwachung und Prozessoptimierung – ein

echter Schritt in Richtung „Safety meets Smart Factory“.

NORMUNG UND STANDARDISIERUNG AUF

INTERNATIONALEM NIVEAU

Ein wichtiger Meilenstein war die Standardisierung von IO-Link

Safety in der IEC 61139-2. Diese legt fest, dass das System höchste

Sicherheitsanforderungen bis PL e (EN ISO 13849-1) beziehungsweise

SIL 3 (IEC 61508/62061) erfüllt. „Mit der Veröffentlichung

der ersten Version der IO-Link Safety Extensions im Jahr 2017

wurde der Weg für herstellerübergreifende Sicherheitslösungen

geebnet“, so Heinzer. Bis dahin war der Safety-Bereich stark von

proprietären Schnittstellen geprägt. IO-Link Safety schafft hier

IO-LINK SAFETY SCHAFFT

TRANSPARENZ BIS IN DIE

FELDEBENE

eine gemeinsame Basis, auf der Geräte unterschiedlicher Hersteller

interoperabel zusammenarbeiten können. Das bedeutet:

Anwender können künftig Sicherheitskomponenten verschiedener

Anbieter flexibel kombinieren, ohne sich auf ein bestimmtes

System festlegen zu müssen. Damit wird die Maschinensicherheit

nicht nur effizienter, sondern auch wirtschaftlicher und zukunftsfähiger.

IO-Link Safety markiert einen Wendepunkt in der

industriellen Sicherheitstechnik. Der standardisierte

Kommunikationsweg verbindet Funktionalität

und Sicherheit auf einer Plattform und schafft die

Grundlage für intelligente, selbstüberwachende

Systeme. Für Maschinenbauer und Betreiber

ergeben sich daraus klare Vorteile: geringere

Installationskosten, höhere Transparenz, schnellere

Diagnose – und eine bislang unerreichte Flexibilität.

IO-Link Safety wird eine zentrale Rolle in der

nächsten Generation von sicheren Maschinen und

Anlagen spielen – davon sind wir bei Schmersal fest

überzeugt.

Volker Heinzer, Strategischer Produktmanager Industrielle

Kommunikationssysteme und Industrie 4.0 bei der

Schmersal-Gruppe

MEHRWERT DURCH BIDIREKTIONALE

KOMMUNIKATION

Zu den zentralen Vorteilen von IO-Link Safety zählt die bidirektionale

Kommunikation. Während herkömmliche Sicherheitsverbindungen

meist nur einfache Signalübertragungen erlauben,

ermöglicht IO-Link Safety einen beidseitigen Informationsaustausch.

Das bedeutet: Steuerungen können nicht nur Daten von

Sensoren empfangen, sondern auch Parameter, Befehle und

Konfigurationen zurücksenden. „Das verbessert die Diagnosemöglichkeiten

erheblich“, betont Heinzer. Durch die Kommunikationsfähigkeit

der Sensoren und Aktoren eröffnen sich zudem

neue Anwendungsfelder, etwa bei der vorausschauenden Instandhaltung

oder der Prozessüberwachung. Ein weiterer praktischer

Vorteil liegt im reduzierten Installationsaufwand. Statt

achtadriger Leitungen reichen bei IO-Link Safety oft dreiadrige

Standardkabel mit M12-Steckern aus. Das senkt Material- und

Montagekosten, vermeidet Verdrahtungsfehler und beschleunigt

die Inbetriebnahme. Ein Effizienzgewinn für Maschinenbauer.

INTEGRATION IN DIE INDUSTRIE 4.0-WELT

IO-Link Safety ist nicht nur eine Sicherheitslösung, es ist ein

Schlüsselelement der digitalen Transformation. Die Technologie

fügt sich nahtlos in moderne Industrie-4.0-Umgebungen ein, in

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 51


SPECIAL SICHERE AUTOMATION

01

denen Daten über alle Ebenen hinweg gesammelt, analysiert und

genutzt werden. „Die Möglichkeit, zusätzliche Informationen aus

der Feldebene zu gewinnen, führt zu einer höheren Flexibilität

und Transparenz in der Produktion“, sagt Heinzer. Damit werde

IO-Link Safety zu einem Enabler für smarte, adaptive Fertigungsprozesse,

die sich dynamisch an Produktionsanforderungen anpassen

können.

HERAUSFORDERUNGEN AUF DEM WEG

ZUR PRAXISTAUGLICHKEIT

Trotz der vielen Vorteile sieht Heinzer auch Herausforderungen:

„Wir müssen sicherstellen, dass das gesamte Ökosystem von IO-

Link und IO-Link Safety interoperabel bleibt.“ Das betrifft sowohl

die Geräteentwicklung als auch die Systemintegration. Die Implementierung

erfordert ein tiefes Verständnis der Technologie

und bringt zunächst zusätzliche Entwicklungsaufwände mit sich.

Unternehmen, die bislang keine IO-Link-Erfahrung haben, müssen

sich auf ein gewisses Umdenken einstellen. „Es kann anfangs

zu höheren Initialkosten kommen“, räumt Heinzer ein, „doch

diese amortisieren sich durch langfristige Einsparungen und Effizienzsteigerungen

schnell.“

ERSTE IO-LINK-SAFETY-PRODUKTE

AUF DEM MARKT

Eine erfreuliche Nachricht für alle Anwender: Schmersal wird in

Kürze die ersten beiden IO-Link-Safety-Produkte vorstellen – die

Sicherheitszuhaltung AZM42 und den Sicherheitssensor RSS362.

Damit zählt das Unternehmen mit zu den Pionieren der IO-Link-

Safety-Integration und unterstreicht seine führende Rolle in der

funktionalen Sicherheit. Beide Geräte erweitern das IO-Link-

Safety-Installationssystem von Schmersal für industrielle Sicherheitsanwendungen

und bieten eine bidirektionale, sichere Kommunikation

über eine 3-adrige Leitung. Damit lassen sich sichere

Anwendungen bis Performance Level e, Kategorie 4 beziehungsweise

SIL 3 realisieren – bei zugleich hoher Flexibilität und einfacher

Integration in bestehende Anlagen. Heinzer: „Mit diesen

beiden Produkten zeigen wir, dass IO-Link Safety nicht nur ein

theoretisches Konzept ist, sondern bereits in der Praxis angekommen

ist.“

SICHERHEITSZUHALTUNG MIT DIGITALEM

MEHRWERT

Die Sicherheitszuhaltung AZM42 zählt bereits in ihrer ursprünglichen

Version zu den besonders kompakten und leistungsfähigen

Sicherheitslösungen für den Maschinenbau. In der neuen

Variante konnten die Abstände bei Verwendung von zwei nebeneinander

montierten Geräten noch einmal verkleinert werden

und die Verriegelungs- und Zuhaltefunktion bis PL e, Kat. 4, SIL3

befindet sich in einem Gerät. Die IO-Link-Safety-Schnittstelle erweitert

die Zuhaltung um zahlreiche Industrie-4.0-Funktionen.

Neben den bekannten Sicherheitsfunktionen bietet die AZM42

nun Status- und Diagnosedaten in Echtzeit, darunter Informationen

über die Güte der Versorgungsspannung, der Temperatur

und des RFID-Signals. Außerdem zählt das System Türöffnungsund

Verriegelungszyklen und erkennt zum Beispiel Abstandsüberschreitungen

zwischen Sensor und Betätiger.

SICHERHEITSSENSOR MIT INTELLIGENTER

DIAGNOSE

Mit dem RSS362 bringt Schmersal nun die IO-Link-Safety-fähige

Variante des bereits erfolgreich eingeführten, berührungslosen,

RFID-basierten Sicherheitssensors auf den Markt. Auch hier

konnten die Abstände zwischen zwei Geräten deutlich verringert

werden. Die bekannten Sicherheitsfunktionen stehen weiterhin

52 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


SPECIAL SICHERE AUTOMATION

03

02

01 Schematische Darstellung einer IO-Link Safety Systemarchitektur

02 Die IO-Link-Safety-Schnittstelle erweitert die Sicherheitszuhaltung

AZM42 um zahlreiche Industrie-4.0-Funktionen

03 Mit dem RSS362 bringt Schmersal die IO-Link-Safety-fähige

Variante des bereits erfolgreich eingeführten, berührungslosen,

RFID-basierten Sicherheitssensors auf den Markt

EIN VORTEIL VON IO-LINK

SAFETY IST DIE BIDIREKTIONALE

KOMMUNIKATION

im Mittelpunkt, ergänzt durch ein umfangreiches Paket an Diagnose-

und Betriebsdaten. So liefert auch der RSS362 Informationen

über die Anzahl der Schaltzyklen, Informationen über die

Versorgungsspannung, die Temperatur und die Güte des RFID-

Signals und zur Ausrichtung des Sensors zum Betätiger. Über die

IO-Link-Safety-Kommunikation können diese Daten an die Steuerung

übertragen und dort für vielfältigste Aufgaben, wie zum

Beispiel für Predictive Maintenance, genutzt werden.

Wie der AZM42 unterstützt auch der RSS362 die bidirektionale

sichere Kommunikation – die Steuerung kann also auch Konfigurationsdaten

beziehungsweise Parameter oder Befehle sicher an

den Sensor senden. Damit lassen sich etwa neue Betätiger anlernen,

ohne dass ein physischer Eingriff erforderlich ist. Dank der

implementierten Data-Storage-Funktion können Gerätekonfigurationen

bei beiden Geräten automatisch gespeichert und bei einem

Austausch wiederhergestellt werden. Das vereinfacht die

Wartung deutlich. Die Offline-Konfiguration und -Parametrierung

ermöglicht es zudem, Geräte bereits im Büro am PC vorzubereiten

– ein Vorteil in der Instandhaltung und Serienfertigung.

PRAXISNAHE ANWENDUNGEN UND MEHRWERT

FÜR DEN BETREIBER

Die Integration von IO-Link Safety in Sicherheitskomponenten

eröffnet Betreibern und Maschinenbauern neue Möglichkeiten.

Durch den Zugriff auf zusätzliche Daten lassen sich Wartungsintervalle

dynamisch anpassen, Fehlerquellen schneller identifizieren

und ungeplante Stillstände vermeiden. Darüber hinaus

erleichtert IO-Link Safety die Standardisierung von Systemarchitekturen

und die schnelle Inbetriebnahme. Durch den modularen

Aufbau können Sicherheitslösungen künftig flexibler

erweitert werden – ein entscheidender Vorteil angesichts immer

komplexerer Produktionsumgebungen.

IO-LINK SAFETY ALS INDUSTRIESTANDARD

Der Markt für IO-Link wächst rasant – inzwischen gehören dem

IO-Link-Konsortium weltweit über 500 Unternehmen an, darunter

viele führende Automatisierungsanbieter. „So wie IO-Link selbst

in den letzten Jahren exponentiell an Bedeutung gewonnen hat,

wird auch IO-Link Safety eine zentrale Rolle in der nächsten Generation

von sicheren Maschinen und Anlagen spielen“, ist Heinzer

überzeugt. Für Schmersal bedeutet das: kontinuierliche Weiterentwicklung,

enge Zusammenarbeit im IO-Link-Konsortium und

konsequente Ausrichtung auf datenbasierte Sicherheitstechnologien.

Mit der AZM42 und dem RSS362 wird das Unternehmen zu

einem der ersten Anbieter, die IO-Link-Safety-fähige Geräte in

Serie bringen – und setzt damit ein starkes Signal im Markt.

Bilder: Schmersal

www.schmersal.com

UNTERNEHMEN

K.A. Schmersal GmbH & Co. KG

Möddinghofe 30, 42279 Wuppertal

Tel. 0202 6474-0

E-Mail: info@schmersal.com

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 53


Perfekter Übergang

von Kupfer zu Licht:

Ethernet-Medienkonverter

für eine

störsichere Übertragung

über große

Distanzen

ETHERNET-MEDIENKONVERTER ERMÖGLICHEN ANSPRUCHSVOLLE

APPLIKATIONEN IN RAUEN UMGEBUNGEN

ALLROUNDER FÜR INDUSTRIELLE NETZWERKE

In der Welt der industriellen Automatisierung bilden stabile und leistungsfähige

Netzwerke das Rückgrat effizienter Prozesse. Ethernet-Medienkonverter

übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Sie verbinden unterschiedliche Übertragungsmedien

wie Kupfer und Glasfaser. Damit ermöglichen sie flexible, störsichere und

zukunftsfähige Netzwerkinfrastrukturen.

Besonders in rauen Industrieumgebungen oder bei großen

Distanzen stellen Ethernet-Medienkonverter entscheidende

Vorteile zur Verfügung. Dazu gehören eine erhöhte

Reichweite, EMV-Schutz sowie die einfache Integration in

bestehende Systeme. Für Anwender ergeben sich daraus mehr

Planungssicherheit, geringerer Installationsaufwand und eine

zuverlässige Kommunikation auch unter anspruchsvollen Bedingungen.

Die Anforderungen an industrielle Netzwerke sind so vielfältig

wie die Anwendungen selbst. Um den verschiedenen Bedingungen

gerecht zu werden, hat Phoenix Contact die neue Medienkonverter-Familie

MC 1000 in drei Serien unterteilt. Jede Serie

ist auf spezifische Einsatzszenarien zugeschnitten: von der

einfachen Konvertierung im Schaltschrank bis zur Nutzung in

explosionsgefährdeten Bereichen oder unter extremen Umweltbedingungen.

Die Basisserie MC 1000 eignet sich bestens für

Standardanwendungen in der Gebäudeautomation oder im

Maschinenbau. Sie bietet Gigabit-Datenraten sowie eine automatische

Betriebsartenwahl und kompakte Bauform für die Hutschienenmontage.

Die Baureihe MC 1000 T wurde für anspruchsvollere

Umgebungen entwickelt. Mit einem robusten Metallgehäuse,

erweitertem Temperaturbereich und einer redundanten Spannungsversorgung

erweisen sich die Geräte als besonders widerstandsfähig

– etwa in der Verkehrstechnik, Offshore-Anlagen

54 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


SPECIAL SICHERE AUTOMATION

02 WDM-Medienkonverter zur Vollduplex-Übertragung über eine

LWL-Faser eignen sich insbesondere für rotierende Anwendungen

01 Mit den Medienkonvertern MC 1000 findet sich für jede

Applikation und Anforderung das passende Gerät

oder der industriellen Fertigung. Die Serie MC 1000E richtet sich

an Anwendungen mit speziellen Zulassungsanforderungen. Sie

erfüllt internationale Normen wie ATEX, IECEx, IEC 61850 und

die DNV-Schiffbauzulassung. Ethernet-Medienkonverter dieser

Baureihe sind somit prädestiniert für explosionsgefährdete

Bereiche, die Energieverteilung und kritische Infrastrukturen.

Alle Serien zeichnen sich durch eine zuverlässige Medienkonvertierung

– wahlweise bis zu 1 Gbit/s – und unterschiedliche

Anschlüsse für Multimode- und Singlemode-Glasfaser aus. Eine

hohe EMV-Festigkeit und flexible Verwendungsmöglichkeiten

bilden die zukunftssichere Grundlage für industrielle Netzwerke.

AKTIVE WEITERGABE VON FEHLERN

Eine nützliche Funktion moderner Medienkonverter stellt das sogenannte

Link Fault Pass Through (LFPT) dar. LFPT sorgt dafür,

dass ein Verbindungsfehler auf einer Seite der Konvertierung –

zum Beispiel am Glasfaser-Port – ebenfalls auf dem gegenüber

liegenden Kupfer-Port signalisiert wird. Auf diese Weise lässt sich

ein Fehler aktiv weitergeben. Angeschlossene Geräte oder übergeordnete

Systeme können den Ausfall erkennen und entsprechend

reagieren. Der Vorteil für den Anwender liegt in der

MODERNE MEDIENKONVERTER

ERMÖGLICHEN DIE ECHTZEIT-

KOMMUNIKATION

schnellen Fehlererkennung. Ein defekter Link wird nicht als „aktiv“

angezeigt, obwohl keine Kommunikation möglich ist. Durch

das Abschalten des anderen Ports bei einem Link-Verlust detektieren

Netzwerk-Management-Systeme oder Steuerungen den

Ausfall sofort und können eine definierte Reaktion auslösen, beispielsweise

das Umschalten auf Redundanzverbindungen. Gerade

in redundanten Ringen wie Profinet MRP ist diese Funktion

unerlässlich. Hier zeigt sich der Vorteil von Medienkonvertern

gegenüber vergleichbaren Unmanaged Switches mit LWL-Port.

Diese würden bei Ausfall des LWL-Links den Kupfer-Port-Link

aufrechterhalten, obgleich keine Daten mehr übertragen werden.

Die Folge: schwer nachvollziehbare Fehlerbilder, unnötige Stillstandzeiten

und eine aufwendige Fehlersuche. Mit LFPT wird der

Fehler hingegen transparent und umgehend sichtbar. Das erweist

sich als klarer Vorteil für die Wartung, Diagnose und Anlagenverfügbarkeit.

NAHEZU VERZÖGERUNGSFREIER

DATENAUSTAUSCH

Ein weiteres Merkmal moderner Medienkonverter ist ihre Fähigkeit

zur Echtzeitkommunikation. Das unterscheidet die Geräte

der neuen Serie MC 1000 von herkömmlichen Medienkonvertern

und Switches. Ermöglicht wird die Echtzeitfähigkeit durch den

sogenannten Cut-Through- oder Pass-Through-Modus. Beim

klassischen Store-and-Forward-Verfahren wird ein Datenpaket

vollständig empfangen, geprüft und erst dann weitergeleitet. Im

Gegensatz dazu beginnt der Konverter im Cut-Through-Modus

bereits mit der Übertragung, sobald die Zieladresse erkannt

wurde. Dadurch reduziert sich die Latenz auf ein Minimum – ein

entscheidender Vorteil in zeitkritischen Anwendungen. Die

Cut-Through-Funktion erlaubt einen nahezu verzögerungsfreien

Datenaustausch und bietet sich damit für industrielle Echtzeitprotokolle

wie Profinet IRT, Ethercat, Powerlink oder Sercos III

an. Die Latenzzeiten sind Frame-unabhängig immer gleich groß

im Nanosekunden-Bereich. Der Medienkonverter MC 1000

erkennt die Notwendigkeit zur Cut-Through- oder Store-and-

Forward-Kommunikation selbstständig und schaltet je nach

Anwendung automatisch um. Für den Anwender bedeutet das

eine höhere Performance, zuverlässige Datenübertragung in synchronisierten

Prozessen sowie flexible Integration in moderne

Automatisierungsnetzwerke.

EFFIZIENTE INSTALLATION AUCH BEI

BEENGTEN PLATZVERHÄLTNISSEN

Das Zubehör der Medienkonverter MC 1000 umfasst den FL DIN-

Rail Adapter. Das Gerät unterstützt unterschiedliche Anbauarten

auf der Hutschiene für eine flexible und platzsparende Installation.

Durch die kompakte Bauform des Adapters und die einfache

Schnappmontage auf der Tragschiene ohne Schrauben oder

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 55


SPECIAL SICHERE AUTOMATION

03 Flexible und platzsparende Montage mit dem DIN-Rail

Adapter für unterschiedliche Einbaulagen

zusätzliches Montagematerial lassen sich die Medienkonverter

und Switches bei beengten Platzverhältnissen sicher und effizient

einbauen. Insbesondere in Anwendungen mit hoher Packungsdichte

oder bei nachträglichen Erweiterungen im Schaltschrank

eröffnet der Adapter entscheidende Vorteile: Die Geräte

lassen sich vertikal oder horizontal ausrichten, was die Luftzirkulation

verbessert und die thermische Belastung verringert. Zudem

sorgt die mechanische Stabilität des Adapters für eine vibrationsfeste

Befestigung. Die werkzeuglose Montage spart Zeit bei

der Installation und erleichtert den Austausch im Servicefall. Somit

trägt der FL DIN-Rail Adapter 22.5 zu einer durchdachten,

modularen Schaltschrankgestaltung bei.

STÖRUNGSFREIE KOMMUNIKATION ÜBER

EINE GLASFASER

Mit den WDM-Varianten der Medienkonverter MC 1000 stellt

Phoenix Contact eine effiziente Lösung für die optische Datenübertragung

über nur eine Glasfaser zur Verfügung. Durch das

Wavelength Division Multiplexing (WDM) werden Sende- und

Empfangssignale auf verschiedenen Wellenlängen ohne Einschränkungen

in Vollduplex weitergeleitet. Das senkt den Installationsaufwand

und die Kosten erheblich. In den verlegten

Glasfaser-Bündeln bleiben also mehr Fasern für weitere Installa-

MEDIENKONVERTER FÜR IP-KAMERAS

In modernen Videoüberwachungssystemen spielt die

zuverlässige Anbindung entfernter Kamerastandorte eine

zentrale Rolle. Gerade in weitläufigen Industrieanlagen

oder Verkehrsinfrastrukturen stoßen klassische Kupferleitungen

schnell an ihre Grenzen – sei es durch Reichweitenbeschränkungen,

elektromagnetische Störungen oder

Sicherheitsanforderungen. Hier kommen die neuen

Medienkonverter wie die Geräte der Serie MC 1000 von

Phoenix Contact ins Spiel. Sie ermöglichen die einfache

und verlustfreie Umsetzung von Kupfer- auf Glasfaserverbindungen

und umgekehrt. So lassen sich IP-Kameras

auch über mehrere Kilometer hinweg stabil und störungsfrei

in das Netzwerk einbinden. Gleichzeitig profitieren

Anwender von einer erhöhten Ausfallsicherheit und

besseren Trennung von Netzsegmenten. Medienkonverter

stellen damit ein unverzichtbares Bindeglied zwischen

klassischer Netzwerktechnik und moderner Glasfaserinfrastruktur

dar.

tionen frei. Die WDM-Technologie spielt ihre Stärken insbesondere

in drehenden Anwendungen aus, zum Beispiel Windenergieanlagen

mit optischem Schleifring. Hier erlaubt sie eine

zuverlässige, störungsfreie Kommunikation zwischen Gondel

und Turm. Der Datenaustausch über eine Glasfaser ersetzt die

Übertragung über elektromechanische Schleifringe, die wartungsaufwendig

und störanfällig ist. Die Medienkonverter MC

1000 WDM kombinieren mit ihrer Einfaser-Lösung hohe Performance

mit einfacher Integration und bieten sich damit für zukunftssichere,

platzsparende Netzwerkinfrastrukturen an.

WELTWEITE NORMKONFORME NUTZUNG

Bei den neuen Medienkonvertern der Serie MC 1000 handelt es

sich um Allrounder für industrielle Netzwerke: robust, leistungsfähig

und vielseitig einsetzbar. Besonders die Varianten der Serien

MC 1000 T und MC 1000E überzeugen durch umfangreiche

Zulassungen. Ob ATEX und IECEx für explosionsgefährdete Bereiche,

DNV für maritime Anwendungen oder IEC 61850 im Rahmen

der Energieverteilung: Die Geräte lassen sich weltweit

normkonform nutzen. Auf diese Weise sorgen sie für hohe Planungssicherheit

bei den Betreibern kritischer Infrastrukturen,

Maschinenbauern und Systemintegratoren. Die Kombination

aus Gigabit-Performance, hoher EMV-Festigkeit und automatischer

Betriebsartenwahl macht die Medienkonverter zur idealen

Lösung für anspruchsvolle Applikationen in rauen Umgebungen.

Bilder: Phoenix Contact GmbH & Co. KG

www.phoenixcontact.de

UNTERNEHMEN

Phoenix Contact Deutschland GmbH

Flachsmarktstraße 8, 32825 Blomberg

Tel. 05235 3-12000

E-Mail: info@phoenixcontact.de

AUTOR

Bernd Rosenbaum,

Produktmanager im Bereich

Automation Infrastructure,

Phoenix Contact GmbH & Co. KG,

Bad Pyrmont

56 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


SPECIAL SICHERE AUTOMATION

SICHERE LIZENZIERUNG SELBST AUF

MIKROCONTROLLERN

Wibu-Systems, deutscher Innovationsführer im Bereich

Softwareschutz, Lizenzierung und Cybersicherheit,

präsentiert auf der SPS 2025 seine neuen Entwicklungen

rund um CodeMeter: eine sichere Lizenzierung für

kleine Geräte mit nur wenigen Kilobyte Speicher sowie

eine skalierbare Plattform zur Automatisierung des

Lizenzmanagements über ganze industrielle Ökosysteme

hinweg. Mit diesen Technologien verfolgt Wibu-

Systems seine Vision, Sicherheit und Monetarisierung

zu elementaren Säulen der digitalen Industrie zu

machen: Auf der Fachmesse SPS 2025 werden diese

Themen in Halle 6 am Stand 428 in Form von Live-Demonstrationen

behandelt.

ww.wibu.com

SAFETY LEITERPLATTENMODUL

Neu im Sortiment der

ASi-5 Safety Module

von Bihl+Wiedemann

ist das Leiterplattenmodul

BWR5215 in

kompaktem Gehäuse.

An das für Tasterboxen

optimierte Modul

können bis zu vier einbeziehungsweise

zwei zweikanalige sichere Eingänge und bis

zu zwölf digitale Ein- oder Ausgänge angeschlossen werden

‒ unter einer ASi-5 Adresse. Die kompakte Bauweise von

110 x 45 x 16 mm macht das Modul zu einer idealen Lösung

für alle Anwendungen, bei denen der verfügbare Raum knapp

ist. So kann das Safety Modul zum Beispiel dafür genutzt

werden, um einen zweikanaligen NOT-HALT, einen Schlüsselschalter

und bis zu sechs Leuchttaster in einer Tasterbox zu

realisieren. Da es sich in einem vergossenen Gehäuse befindet,

verfügt das Modul über einen Berührungsschutz, der

auch vor Kurzschlüssen in Metallgehäusen schützt, sowie

einen Vibrationsschutz. Im Gegensatz zu konventionellen

Lösungen, bei denen einzelne Adern ins Feld geführt werden

müssen und deshalb große, vielpolige Stecker zum Einsatz

kommen, erfolgt die Verdrahtung hier direkt in der Tasterbox.

In der Anlage selbst werden nur noch ein gelbes ASi und ein

schwarzes AUX-Profilkabel benötigt.

www.bihl-wiedemann.de

NEUHEITEN FÜR DIE DIGITALE TRANSFORMATION

Auf der SPS informiert Pilz, wie Automatisierungslösungen mit Safety und Security den digitalen

Wandel in der Produktion unterstützen und mitgestalten. Hierfür hat der Automatisierer

eine Produktpremiere auf seinem Stand: Die digitale Myzel-Lifecycle-Platform für das

Management von Maschinen und Personal über den gesamten Lebenszyklus. Daneben

stellt Pilz für eine sichere und flexible Konnektivität die aktuellen Erweiterungen in seinem

IO-Link Safety-System vor: den laut dem Unternehmen weltweit ersten zertifizierten

IO-Link Safety Master „Master IOLS“ sowie die Bedieneinheit „PITgatebox IOLS“. Mit seiner

Myzel-Lifecycle-Platform bietet Pilz in einer ersten Ausbaustufe ein neues Software-as-a-

Service-Angebot, das Maschinenhersteller und -betreiber bei der Einhaltung von Gesetzen und Sicherheitsanforderungen

über den gesamten Lebenszyklus hinweg unterstützt. Die Plattform vereint das Management von Maschinen sowie auch

Personal in einer digitalen Plattform. Myzel schafft dafür eine Verbindung zwischen den Assets (Mitarbeiter, Maschinen,

Komponenten) und dazugehörigen Artefakten, wie etwa Anleitungen, Arbeitsschutzrichtlinien oder Schulungen.

www.pilz.com


energie:bilanz

ENERGIE UNTER

WASSER SPEICHERN

Die Idee ist revolutionär: Das Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft

und Energiesystemtechnik IEE hat einen

Unterwasser-Energiespeicher entwickelt, der das Prinzip

der Pumpspeicher-Kraftwerke auf den Meeresgrund

überträgt. Windkraft wird dabei mit Wasserdruck in küstennahen

Stromnetzen kombiniert. Herzstück des Systems StEnSea (Stored

Energy in the Sea) sind hohle Betonkugeln, die mit Tauchpumpen

ausgestattet sind und in einer Tiefe von 600 bis 800 m auf

dem Meeresboden platziert werden. Diese Kugeln dienen als

Energiespeicher. Eine große Meerestiefe ist dabei entscheidend,

weil der hohe Druck in dieser Tiefe eine effiziente Energiespeicherung

ermöglicht.

MARITIMES PUMPSPEICHERKRAFTWERK

In einem aktuellen Projekt soll vor der kalifornischen Küste eine

Betonkugel mit neun Metern Durchmesser verankert werden.

Auf ihrer Oberseite befindet sich eine Öffnung, in die eine Pumpenturbineneinheit

integriert ist. Soll Energie gespeichert werden,

pumpt die Unterwassermotorpumpe das Wasser gegen den

Druck des umgebenden Wassers aus der Kugel. Dadurch entsteht

im Inneren der Kugel ein Vakuum, wobei die Energie als potenzielle

Energie gespeichert wird. Die Unterwassermotorpumpe

wird dafür mit überschüssigem Strom aus erneuerbaren Quellen

wie Wind oder Sonne betrieben. Steigt der Energiebedarf im Laufe

des Tages, wird ein Ventil geöffnet und Wasser strömt in die

Kugel hinein. Die integrierte Pumpe wird dadurch rückwärtslaufend

als Turbine betrieben. Das einströmende Wasser treibt die

Turbine in der Pumpe an und wandelt die kinetische Energie des

Wassers in Strom um, der in das Stromnetz eingespeist wird, um

die Nachfrage in Spitzenzeiten zu decken.

ENERGIEFLUSS IN ZWEI RICHTUNGEN

Ein rückspeisefähiges Single Drive-Schrankgerät ACS880-17 von

ABB mit einer Nennleistung von 710 kW regelt in dem Projekt die

Pumpen-Motor-Einheit von Pleuger, einem Hersteller von Pumpen.

Der rückspeisefähige Frequenzumrichter arbeitet mit einer

aktiven Einspeiseeinheit. Mit dem Vier-Quadranten-Antrieb kann

über die Drehzahl und das Drehmoment die Richtung des Energieflusses

geändert werden. Der Frequenzumrichter kann dadurch

zum Regeln der Pumpe wie auch der Turbine im Generatorbetrieb

eingesetzt werden. Über die Regelung der Drehzahl

kann die Leistung des Kugelspeichers angepasst werden. Für den

optimalen Pump- und Turbinenbetrieb lassen sich diverse Drehzahlen

fahren. Die aktive Einspeiseeinheit ermöglicht einen

Energie fluss in zwei Richtungen. Das bedeutet, dass der Frequenzumrichter

aus dem Netz Antriebsenergie für die Pumpe beziehen

kann, um die mit Meerwasser gefüllte Betonkugel leer zu pumpen.

Im Turbinenbetrieb kann er Strom in das Netz zurückspeisen,

wenn das Meerwasser wieder in die Kugel zurückfließt.

Wie kann das Meer selbst zur Batterie werden?

Entdecken Sie online das Forschungsprojekt StEnSea – einen

neuartigen Unterwasser-Energiespeicher, der die Energiewende

vorantreiben könnte: bit.ly/StEnSea_ABB

Bild: Sperra

www.abb.com

VORTEILE DES STENSEA-SYSTEMS

n Umwelteffizienz: Das System nutzt den natürlichen

Druck der Ozeane, wodurch der Bedarf an groß angelegter

Infrastruktur verringert wird.

n Skalierbarkeit: Der modulare Charakter der Hohlkugeln

ermöglicht eine Skalierbarkeit hinsichtlich Größe.

n Zeitersparnis: Die Bauzeit der Kugeln ist deutlich kürzer

als die eines herkömmlichen Pumpspeicherkraftwerks.

58 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/06 www.industrielle-automation.net


VORSCHAU

IM NÄCHSTEN HEFT: 02/2026

ERSCHEINUNGSTERMIN: 24. 03. 2025

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02

03

01 HANNOVER MESSE: Neuheiten und Trends von der Automatisierung und

Digitalisierung über Energiesysteme bis hin zu Forschung und Entwicklung

Bild: Deutsche Messe

02 Wie Bildverarbeitung die Präzisionslandwirtschaft transformiert

Bild: Teledyne Dalsa

03 Single Pair Ethernet erlaubt mehr, als die nahtlose Integration von

Automatisierungskomponenten

Bild: Pepperl+Fuchs

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

IHR WEG ZU UNS

Internet:

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digital.industrielle-automation.net

Redaktion:

Redaktion@industrielle-automation.net

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BIHL-WIEDEMANN.DE n JAHRGANG 19 n AUSGABE 02.2025

TECHNOLOGIE / INTERVIEW

Zukunftssicher automatisieren

mit ASi-5 und ASi-5 Safety

APPLIKATION

Verpacken 2.0:

Übersichtlich und flexibel – mit Sicherheit

Was Endanwender von ASi erwarten – und erhalten

ASi … läuft!


AS-INTERFACE

TECHNOLOGIE

Was Endanwender von ASi erwarten – und erhalten

ASi … läuft!

AS-Interface – kurz ASi – hat sich im

industriellen Einsatz den Ruf einer einfachen,

kostengünstigen und gleichzeitig

zukunftssicheren Verdrahtungs- und

Steuerungstechnologie erworben und ist

deshalb seit Langem in vielen Branchen

wie der Verpackungstechnik, der Lagerund

Fördertechnik oder der Prozesstechnik

etablierter Standard. Ein wichtiger

Grund für die Beliebtheit ist, dass nicht

nur Maschinenbauer, sondern auch deren

Kunden – die Endanwender – die vielen

Vorteile der ASi Technologie schätzen.

Bild: Bihl+Wiedemann GmbH

ASi steht ganz allgemein für einfache, verpolsichere

und topologieoffene Verdrahtung

in Durchdringungstechnik – also ohne Stecker

– an einem einzigen Profilkabel, die

Übertragung von sicheren Signalen und

Standardsignalen über die gleiche Leitung,

bis zu 62 ASi-5 und ASi-3 Teilnehmer im

gleichen ASi Kreis, umfangreiche Diagnosemöglichkeiten

sowie nahtlose Konnektivität

zwischen unterlagerten Systemen wie

IO-Link und der Steuerungs- und IT-Welt.

Dazu kommen ein umfangreiches Portfolio

an Gateways und Modulen sowie Softwaretools

zur effizienten Auslegung von ASi

Netzwerken und Safety-Anwendungen. Eine

Menge Gründe, warum Maschinenbauer

gerne die Vorteile nutzen, die ihnen die ASi

Lösungen von Bihl+Wiedemann bieten. Und

die Tatsache, dass deren Kunden – also die

Betreiber der Maschinen – ebenfalls signifikant

von AS-Interface profitieren können,

macht die etablierte Feldbuslösung für die

untere Automatisierungsebene damit zu einer

echten Win-Win-Technologie.

Schnelle und effiziente Integration

und Inbetriebnahme

Doch bedingt die große Funktionalität nicht

zwangsläufig eine hohe Komplexität? Weit

gefehlt, denn Maschinenbauer – und damit

auch Endkunden – können mit den Software-Suites

von Bihl+Wiedemann eine einfache

und intuitive Hardwarekonfiguration,

Adressierung und Projektierung von ASi

Netzwerken durchführen, was nicht nur Zeit

spart, sondern auch Fehler vermeidet. Per

Drag and Drop werden aus dem digitalen

Hardwarekatalog, der in der Software hinterlegt

ist, die passenden Module ausgewählt

und zur Konfiguration hinzugefügt.

Dabei bietet die Software stets passende

Grundeinstellungen, die an individuelle Bedürfnisse

angepasst werden können. Ist

das Projekt vollständig konfiguriert, kann

es am Bildschirm optimiert und in der finalen

Auslegung vorab in Betrieb genommen

werden. Im Rahmen der Hardwarekonfiguration

können sehr leicht Teilkonfigurationen

und Modulparameter von anderen Modulen

oder Projekten übernommen werden. Die

physische Inbetriebnahme vor Ort lässt

sich dadurch wesentlich beschleunigen und

die Suche nach möglichen Fehlern auf ein

Minimum reduzieren.

Gleichzeitig bieten die unkomplizierte

Verdrahtung mit Durchdringungstechnik und

die gerade bei ASi-5 effiziente – weil auto-

02


AS-INTERFACE

TECHNOLOGIE

Freie Wahl der Topologie

Abzweige an jeder

Stelle möglich

Freie Positionierung

matische oder softwaregestützte – Adressierung

von ASi Teilnehmern die Möglichkeit,

während der Inbetriebnahme beispielsweise

zusätzliche Sensoren und Aktuatoren zu integrieren

oder vorhandene Geräte zu versetzen.

Ein weiterer Vorteil der Lösungen von

Bihl+Wiedemann gegenüber anderen Automatisierungslösungen

zeigt sich bei der Verwaltung

von IT-Schnittstellen: Während z. B.

bei einer PROFINET-Anlage mit 50 Modulen

die IT-Abteilung 50 IP-Adressen verwalten

und absichern und für 50 netzwerkfähige

Geräte und deren Industrie-4.0-Schnittstellen

(z. B. OPC UA) regelmäßige Security-

Updates durchführen muss, kann das bei

ASi alles mit nur einem Gateway und einer

einzigen IP-Adresse umgesetzt werden.

In Summe profitiert der Endanwender durch

ASi somit von einer zeiteffizienteren Konfiguration

und Inbetriebnahme – ohne funktionale

Überraschungen, dafür aber mit der

Option der flexiblen Erweiterung und Optimierung

der ASi Installation.

Einfache Wartung und Fehlerbehebung

– auch in Eigenregie

Die weite Verbreitung von ASi in Branchen

wie der Verpackungstechnik, der

Lager- und Fördertechnik oder der

Prozesstechnik hängt in erheblichem

Maße mit dem hochgradig ausfallsicheren

Betrieb der Technologie zusammen.

Sollte es dennoch zu einer

Störung durch eine Sensor-, Steuerungs-

oder Antriebskomponente kommen,

können sich Betreiber in vielen Fällen in

Eigenregie helfen und eine mögliche Stillstandszeit

der Maschine minimieren. Hierfür

bietet Bihl+Wiedemann softwaregestützte

Hilfestellungen wie die Online Businformation

oder eine Diagnosesoftware, aber auch

einen umfangreichen technischen Support,

der mit Anleitungen zur Fehlerbehebung

unterstützt und eine eventuell erforderliche

Ersatzkomponente schnellstens auf den

Weg bringt. Der Modultausch vor Ort wird

per Autoadressierung zum Kinderspiel: Nach

dem Austausch eines ASi Moduls wird dieses

automatisch vom Gateway adressiert

und parametriert und als Ersatz für das

defekte Gerät in Betrieb genommen. Und für

den Fall, dass ein Gateway getauscht werden

müsste, kann die integrierte Chipkarte

mit der gespeicherten Konfiguration einfach

vom Alt- in das Austauschgerät umgesteckt

werden. Dieses ist dann ohne weiteren

A1 2 3

Konfigurations- oder Programmieraufwand

sofort betriebsbereit. Das erleichtert dem

Maschinenbauer den Support und dem

Betreiber die Reparatur – der Aufwand geht

gegen null.

Diagnosefunktionen für hohe Verfügbarkeit

bei minimierten Ausfallzeiten

Gezielte Diagnosen zur Überwachung

von laufenden Prozessen ermöglichen es

Maschinenbetreibern, schnell und gezielt

auf mögliche Störungen zu reagieren.

Bihl+Wiedemann bietet für jeden Einsatzfall

zahlreiche Diagnose-Tools und eine breite

Auswahl an Visualisierungsmöglichkeiten.

Von Haus aus liefern die ASi Geräte verschiedene

Diagnoseinformationen – über

sich selbst, über die Performance von Bus

und Leitungen, über den Zustand und die

Funktion von Ports und Sensoren oder über

Prozess- und Energiedaten.

Einfacher Modulanschluss dank Durchdringungstechnik

03


AS-INTERFACE

TECHNOLOGIE

Diagnosesoftware von Bihl+Wiedemann

Diagnosesoftware

Früherkennung von

möglichen Problemen

Darüber hinaus hat Bihl+Wiedemann mit der

Diagnosesoftware ein leistungsstarkes Tool

für alle ASi Netzwerke mit Komponenten

des Unternehmens und von Drittanbietern –

unabhängig davon, ob ASi-3, ASi-5, ASi-3

Safety at Work oder ASi-5 Safety eingesetzt

wird. Der Betreiber kann Diagnosemessungen

direkt an einem PC über das ASi-5/ASi-3

Feldbus Gateway durchführen – weitere

Hardware ist hierfür nicht erforderlich.

Kommunikationsstrukturen in Maschinen

und Anlagen können so – kontinuierlich oder

auch bei Bedarf – vom Maschinenbetreiber

sehr einfach und zuverlässig auf Fehler

untersucht werden. Probleme bei der Verdrahtung

im Netzwerk, Kontaktierungsfehler,

Erdschlüsse, Telegrammwiederholungen,

fehlende ASi Teilnehmer oder

Peripheriefehler – beispielsweise durch

defekte Sensoren oder Aktuatoren – werden

von der Diagnosesoftware zuverlässig

erkannt, als solche klar verständlich angezeigt

und um eine Handlungsempfehlung

zur Störungsbeseitigung ergänzt. All

04

ASIMON360

Freigabemessung einer

fehlerfreien Anlage

Firmware-Update

Anlagenanalyse

im Fehlerfall

dies ermöglicht ein effizientes

Condition Monitoring, reduziert

Zeit und Kosten für die

Instandsetzung und minimiert

die Stillstandszeiten und den

Produktionsausfall der Maschine.

Zudem können schon vorab getestete

Maschinen an Endkunden

ausgeliefert werden, weil auch der

Maschinenbauer die Diagnosesoftware

für Abnahme- und Freigabemessungen

nutzen kann.

Technischer Support, schnelle

und langjährige Ersatzteilverfügbarkeit

ASi Netzwerke kennen kein Haltbarkeitsdatum

– sie sind oftmals jahrzehntelang

im Einsatz. Entsprechend

wichtig ist, dass Maschinenbetreiber

– wie bei Bihl+Wiedemann – mindestens

ebenso lange auf gute Betreuung,

auf technischen Support und auf eine

lange Verfügbarkeit von Ersatzteilen

vertrauen können. Darüber hinaus stellt

das Unternehmen auch für Endanwender

gedachte Schnellstartanleitungen,

Troubleshooting Guides und Schulungsmaterialien

per Download zur Verfügung.

In der Bihl+Wiedemann Academy werden

zudem Online-Workshops und Kurse mit

interaktiven Inhalten und kostenlosen Lehrmaterialien

angeboten – alles mit dem Ziel,

dass auch Betreiber ASi noch besser verstehen

und optimal nutzen können. Vertrauen

können die Endkunden auch auf regelmäßige

Updates bei Soft- und Firmware, die ihre

ASi Installation auf dem aktuellen Stand der

Technik halten, sowie auf eine langfristige

Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Selbst sehr

alte Gerätetypen, die schon vor mehr als

20 Jahren ausgeliefert wurden, sind heute

noch verfügbar. Auch das macht die ASi

Lösungen von Bihl+Wiedemann zu einer

zukunftssicheren Technologie.

Schutz durch funktionale Sicherheit

und Cyber-Security

Funktionale Sicherheit nimmt bei

Bihl+Wiedemann ebenfalls einen breiten

Raum ein. Während ASi Safety at Work

vor allem bei der Integration von einzelnen

NOT-HALT Tastern oder Lichtgittern punktet,

bietet sich ASi-5 Safety für mehrere sichere

Signale an einem Ort oder zukünftig auch für

sichere Analogwerte und die Integration von

IO-Link Safety an. Da es ASi erlaubt, sichere

Signale und Standardsignale über dasselbe

Kabel zu übertragen, profitieren Maschinenbetreiber

– über die funktionale Sicherheit

hinaus – somit von einer übersichtlichen und

effizienten Hardware- und Verkabelungstopologie

in ihrer Maschine.

Mit der Digitalisierung im Maschinen- und

Anlagenbau ist Safety jedoch ohne Security

– also den Schutz vor Cyberangriffen –

kaum mehr denkbar. Dies zeigt sich auch

in der neuen europäischen Verordnung

(EU) 2023/1230 über Maschinen – kurz

MVO, die ohne Übergangsfrist am 20. Januar

2027 in Kraft treten und die bis dahin

gültige Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

(MRL) ablösen wird. In der MVO gewinnen

Security-Aspekte und Cyber-Gefahren im

Kontext von Maschinen, die beispielsweise

für Software-Updates oder zur Fernüberwachung

mit dem Internet verbunden sind, eine

völlig neue Bedeutung. Die gleiche Stoßrichtung

hat der Cyber Resilience Act (CRA)

der Europäischen Union, der die Regeln zur

Cybersicherheit von Produkten mit digitalen

Elementen EU-weit vereinheitlichen wird und

ebenfalls ab 2027 gilt.

Mehr Security in der Automatisierungstechnik

wird kommen – und Maschinenbetreiber

können mit ASi Lösungen von

Bihl+Wiedemann auf höchste Daten- und

Kommunikationssicherheit vertrauen. Denn

die ASi Gateways des Unternehmens entkoppeln

das ASi Netzwerk einer Maschine

physisch von den IT- und Feldbusebenen

– den typischen Einfallstoren für Cyberattacken.

Dieser kommunikative Bruch

zwischen ASi und TCP/IP isoliert die ASi

Netzwerkteilnehmer nach außen und lässt

so mögliche Sicherheitslücken erst gar nicht

entstehen. Somit ist das ASi Gateway das

einzige Security-relevante Gerät im Netzwerk.

Um es zu schützen, werden bereits in

der Entwicklung und auch bei der Inbetriebnahme

von Bihl+Wiedemann umfangreiche

Tests mit einer breiten Palette an Werkzeugen

aus dem Bereich der Cybersicherheit

durchgeführt, um die Unempfindlichkeit


AS-INTERFACE

TECHNOLOGIE

gegen Angriffe aus dem Internet sicherzustellen.

Anlagenbetreiber – und insbesondere

deren IT-Abteilungen – profitieren also

sowohl davon, dass ASi über die Reduktion

von Ethernetschnittstellen zu einem erheblich

geringeren Securityrisiko innerhalb einer

Anlage beiträgt, als auch davon, dass die

verbleibende Verbindung zwischen ASi und

Ethernet – das Gateway – ein Höchstmaß an

Cybersicherheit gewährleistet.

ASi-5 hat Industrie 4.0

und das IIoT an Bord

Industrie 4.0, die Smart Factory und das IIoT

sind heute in der Industrie Synonyme für technologische

Zukunftssicherheit. Daten sind

für diese Technologien der entscheidende

Rohstoff, den es auf intelligente und effiziente

Weise zu sammeln, auszuwerten und

in OT- und IT-Umgebungen zu übertragen

gilt. Die ASi Gateways von Bihl+Wiedemann

spielen hierbei eine wichtige Rolle, denn in

ihrer Doppelfunktion als Schnittstelle und

Netzwerkknoten auf der unteren Feldebene

greifen sie als erste und direkt auf die

Daten von Sensoren und Aktuatoren zu. Dank

ihrer integrierten IT-Schnittstellen OPC UA

Beispiele für die Konnektivität von ASi-5 (Safety)

Antriebstechnik

(Frequenzumrichter)

Beispielmodul

und REST-API bieten sie direkte und

zukunftssichere Kommunikationskanäle für

Daten von der Edge bis in die Cloud. Dies

ermöglicht es Endanwendern, über ASi heute

oder später in jedem gewünschten Umfang

in die Digitalisierung und Vernetzung seiner

Maschine einzusteigen.

Beispielmodul

Motorrollen mit Analogoder

Bus Interface

Beispielmodul

TCP/RTU

Prozesstechnik

(Ventil)

RS232

Beispielmodul

Tasterbox mit

Schlüsselschalter und NOT-HALT

Wer seine Maschinen mit ASi Infrastruktur

– insbesondere auch mit ASi-5 und ASi-5

Safety – betreibt, setzt damit auf eine leistungsstarke,

zukunftssichere Verdrahtungsund

Steuerungstechnologie, bei der er von

vielen Vorteilen profitieren kann.

Im Gegensatz zu ethernetbasierten Feldbuslösungen ist bei ASi das Gateway das einzige

Security-relevante Gerät im Netzwerk

05


AS-INTERFACE

TECHNOLOGIE

Technologie

ZUKUNFTSSICHER AUTOMATISIEREN

MIT ASi-5 UND ASi-5 SAFETY

SAFETY

Unzählige Maschinenbauer etwa in der Lager- und Fördertechnik, in der Verpackungsautomatisierung

oder der Prozesstechnik setzen seit Jahrzehnten bei der Verdrahtung und

Automatisierung ihrer Maschinen und Anlagen auf AS-Interface und auf Bihl+Wiedemann.

ASi-3 und ASi Safety at Work folgte vor wenigen Jahren mit ASi-5 und ASi-5 Safety ein

technologisches Update. Es wurde zum großen Markterfolg, weil es alle Voraussetzungen

zur zukunftssicheren Lösung auch anspruchsvollerer Applikationen mit sich bringt.

Wie heißt es in einem Sprichwort: „Erfolg

kommt nicht von ungefähr.“ Das gilt auch für

ASi-5 und ASi-5 Safety. Maßgeblich für die

breite Akzeptanz der jüngsten AS-Interface-

Generation sind weiterentwickelte oder neue

Technologie-Merkmale wie

• die hohe Übertragungsgeschwindigkeit,

• die große Datenbandbreite,

06

• die clevere Integration von

Smart Devices wie IO-Link Geräten,

Ventilköpfen oder Frequenzumrichtern,

• die Möglichkeit, viele sichere Signale

und Standardsignale unter nur einer

Adresse zu nutzen oder

• die portgenauen Diagnosen und

Zusatzinformationen, die die perfekte

Datengrundlage für Industrie 4.0 liefern.

Während ASi-3 und ASi Safety at Work immer

dann punkten, wenn es darum geht,

einfache Standardanwendungen kostengünstig

zu lösen, lassen sich mit ASi-5 und

ASi-5 Safety jetzt auch deutlich komplexere

Applikationen wie die Integration von IO-Link

(Safety) Devices, moderne Antriebslösungen

oder zukunftssichere Prozesstechnik-Applikationen

effizient realisieren. In der Praxis


AS-INTERFACE

TECHNOLOGIE

Clevere Datentrennung

über das ASi Gateway.

sind ASi-3 und ASi-5 häufig als gemischtes

System anzutreffen, weil sie als „Dream

Team“ die Stärken beider Generationen

verbinden. Hinzu kommen die für beide

Standards typischen Vorteile der Verdrahtungs-

und Bustechnologie auf der unteren

Automatisierungsebene – also

• der reduzierte Verdrahtungsaufwand mit

Hilfe des ASi Profilkabels,

• der Anschluss von Teilnehmern per

fehlersicherer Durchdringungstechnik

genau dort, wo sie benötigt werden,

• die freie Wahl zwischen Stern-, Ringoder

Linienstrukturen beim Anlagenlayout,

• die Übertragung von Standard- und

Safety-Signalen auf derselben Leitung,

• die umfangreichen Diagnosemöglichkeiten

sowie

• die komfortable Integration mit der

PC-Software von Bihl+Wiedemann

mit Drag and Drop Systemkonfiguration,

Parameter-Cloning zur schnelleren

Inbetriebnahme identischer Teilnehmer

und Inbetriebnahme-Assistent.

Flexibilität beim Anschluss oder beim

Versetzen von Netzwerkteilnehmern. Und

ihre Performance sorgt dafür, dass ASi-5

auch als kostengünstige, einfache – und

bereits in der Praxis bewährte – Alternative

zu ethernetbasierten Lösungen überzeugt.

Umfangreiche Diagnosemöglichkeiten

mit ASi-5

Mit ASi-5 werden die Prozesstransparenz

und die Möglichkeiten der Predictive Maintenance

moderner Maschinen und Anlagen

wesentlich verbessert. Grundlage hierfür

sind die umfangreichen Diagnosemöglichkeiten,

die die Technologie bietet. Die

Lösungen von Bihl+Wiedemann verfügen

über geräteintegrierte Basisdiagnosen, die

im Betrieb zyklisch anfallende Diagnosedaten

auswerten – direkt über den ASi Bus,

über OPC UA und REST-API, das Display des

Gateways oder den integrierten Webserver.

Bus- und Leitungsdiagnosen erkennen Störungen

wie Adressier- und Kommunikationsfehler,

Kurzschluss, Überlast oder Spannungsabfall.

Die Geräte- und Portdiagnose

meldet beispielsweise bei ASi-5 Modulen

mit IO-Link-Mastern Fehler von angeschlossenen

IO-Link-Geräten. Zustands- und

Prozessdiagnosen liefern Daten zu Energie-,

Funktions- und Umweltüberwachung direkt

im Feld. Praktisch für die Remote-Wartung

und das Ersatzteilmanagement sind die

Parametrierungs- und Identifikationsdaten,

die von jedem ASi-5 Device bereitgestellt

werden. All diese Diagnosedaten lassen sich

direkt an der Maschine anzeigen und nutzen

– sie können aber auch über die ASi-5

Gateways von Bihl+Wiedemann mit OPC UA

in MES/ERP-Systeme oder Cloud-Anwendungen

eingebunden werden.

Ergänzend zu den genannten Möglichkeiten

bietet Bihl+Wiedemann mit seiner Diagnosesoftware

noch ein einfach zu bedienendes

Tool, das Fehler und auch

Fehlerpotenziale im gesamten ASi Netzwerk

schon vor Eintritt einer eigentlichen Funktionsstörung

sucht, schnell findet und beschreibt

sowie konkrete Fehlerinformationen

und direkte Lösungsvorschläge liefert.

Weil die AS-Interface-Technologie auf

Durchdringungstechnik und Profilkabel setzt

und damit in der Regel auf vorgefertigte

Kabel, Steckverbinder oder sonstige Hardware

verzichten kann, bietet sie höchste

Der kommunikative Bruch zwischen den einzelnen Kommunikationsebenen -

vor allem zwischen ASi und TCP/IP - erhöht die Sicherheit.

07


AS-INTERFACE

INTERVIEW

ASi-5 Lösungen: Stand Alone oder

Upgrade für Anlagen mit ASi-3

Weitere Gründe für die breite Marktdurchdringung

von AS-Interface sind zum

einen die Tatsache, dass es sich dabei um

einen internationalen Standard handelt, der

unabhängig von Anlage und Hersteller ist,

weshalb in der Praxis auch herstellergemischte

ASi Netzwerke ohne Probleme

funktionieren. Zum anderen können ASi-5

und ASi-5 Safety Module zusammen mit

früheren ASi Generationen im selben Netzwerk

eingesetzt werden. Weil dafür lediglich

das Gateway getauscht werden muss, können

z. B. bestehende ASi-3 Applikationen so

ganz einfach um ASi-5 erweitert und damit

zukunftssicher gemacht werden. Und so

verwundert es auch nicht, dass sich ASi-5

in kürzester Zeit zur perfekten Ergänzung zu

ASi-3 entwickelt hat, was nicht zuletzt die

weit über eine viertel Million bereits installierten

Geräte der jüngsten ASi Generation

im Feld belegen.

ASi Gateways von Bihl+Wiedemann

bieten ein hohes Maß an Cybersicherheit

Wie wichtig es für Maschinenbauer und

Anlagenbetreiber ist, auf dem Stand der

Technik zu bleiben und nicht von Fortschritten

der Technologie selbst oder von

der Umsetzung wichtiger Zukunftsanforderungen

ausgeschlossen zu werden, zeigt

auch das immer aktueller werdende Thema

Cybersicherheit, das gemäß der neuen, ab

20. Januar 2027 in Kraft tretenden europäischen

Verordnung (EU) 2023/1230 über

Maschinen – kurz MVO – explizit zu berücksichtigen

ist. Bei smarten Devices mit integrierter

Feldbusschnittstelle wie beispielsweise

IO-Link Mastern, Frequenzumrichtern

oder I/O-Devices besteht die Gefahr, dass

dort Cyberattacken über die Ethernetbuchse

im Feld erfolgen können und damit der

Angriffspunkt und das Gefahrenpotenzial

sogar bis weit ins Feld verschoben werden.

Bei ASi-5 sind diese Cybergefahren dagegen

nicht gegeben. Zum einen wurden bei

der Entwicklung dieser Technologie Anforderungen

aus der Normenreihe IEC 62443

über „Industrielle Kommunikationsnetze -

IT-Sicherheit für Netze und Systeme“

berücksichtigt. Zum anderen ergibt sich ein

vielleicht noch wichtigerer Security-Aspekt

aus der Funktionalität der ASi Gateways von

Bihl+Wiedemann selbst. Ein ASi-5 Gateway

mit OPC UA ist zwar mit seiner Verbindung

zu TCP/IP das Bindeglied zwischen

der äußeren Feldbus- und IT-Welt und der

datentechnischen Netzwerkstruktur einer

Maschine – es kann aber trotzdem nicht

zum Einfallstor oder zur Angriffsplattform für

Cyberattacken werden, denn das Gateway

entkoppelt physisch die ethernetbasierten

Schnittstellen von der Feldebene mit ASi.

Dieser kommunikative Bruch zwischen ASi

und TCP/IP isoliert die ASi Netzwerkteilnehmer

nach außen und lässt so mögliche

Sicherheitslücken gar nicht erst entstehen

- ein Vorteil, von dem die Technologie auch

als idealer Zubringerbus für Sensoren und

Aktuatoren mit IO-Link oder IO-Link Safety

profitiert.

Weil lediglich das ASi-5 Gateway selbst

mit seiner IP-Adresse als Einfallstor möglicher

Angriffe relevant ist, werden, um es

cybersicher zu machen, bereits in der Entwicklung

und auch bei der Inbetriebnahme

von Bihl+Wiedemann umfangreiche Cyber-

Security-Tests durchgeführt. Und auch nach

der Installation, wenn die Maschine beim

Anwender im Einsatz ist, können Firmware-

Updates im Feld durchgeführt werden.

Diese sind nicht nur absolut cybersicher,

sondern auch explizit für Safety-Funktionen

zugelassen. Entsprechendes gilt auch für

Module und Geräte – wodurch es möglich

ist, die ASi-5 Devices des Unternehmens

immer mit den neuesten Security-Updates

auszustatten.

Wer also seine Maschinen technologie-,

cyber- und damit zukunftssicher und

zugleich kosteneffizient automatisieren

will, kommt an AS-Interface mit ASi-5 und

ASi-5 Safety nicht vorbei.

Interview mit Josef Alaaddin,

stellvertretender Teamleiter Technischer Support bei Bihl+Wiedemann

„ASi-5 und ASi-5 Safety

haben sich im Markt etabliert“

ASi MASTER NEWS: Wie hat sich ASi-5

aus Sicht von Bihl+Wiedemann entwickelt?

Josef Alaaddin: ASi-5 und ASi-5 Safety

haben sich im Markt flächendeckend etabliert.

Dies beweisen u. a. die weit mehr als

250.000 ASi-5 Geräte von uns und anderen

Herstellern, die bereits in Maschinen

08

und Anlagen installiert sind. Die Technologie

überzeugt dabei sowohl in reinen ASi-5

Applikationen wie als perfekte Ergänzung

zu ASi-3. Und die Nachfrage insbesondere

aus der Lager- und Fördertechnik, der Verpackungsautomatisierung

und der Prozesstechnik

bewegt sich weiterhin auf hohem

Niveau. Dies liegt auch daran, dass mit

ASi-5 in vielen Aufgabenstellungen aufwendige

ethernetbasierte Lösungen vermieden

oder ersetzt werden können. Und weil ASi-5

für uns ganz klar eine Erfolgsstory ist,

entwickeln wir gerade auch einen ASi-5

Repeater, mit dem sich die mögliche

Leitungslänge von ursprünglich 200 m

zukünftig vervielfachen lässt.


AS-INTERFACE

INTERVIEW

ASi MASTER NEWS: Leitungslänge ist ein

Thema – welche Vorteile bietet ASi-5 denn

bei der Energieverteilung im Feld?

Josef Alaaddin: ASi-5 als Feldbus der

unteren Automatisierungsebene macht die

Energieverteilung, eine elementare Komponente

der Technologie, sehr effizient und

flexibel. Energie und Daten laufen über das

bekannte gelbe 1,5 mm² Profilkabel, das für

eine auf acht Ampère begrenzte Übertragungsleistung

völlig ausreicht. Wenn aber,

etwa für Antriebe oder Ventile, Bedarf für

mehr Leistung besteht, kann dieser über

ein zweites, schwarzes Profilkabel realisiert

werden – mit einem Leitungsquerschnitt von

2,5 mm² sogar bis 20 A. Ebenfalls umgesetzt

werden kann über das schwarze Profilkabel

auch passive Sicherheit bis SIL3/PLe.

Die Installation in Durchdringungstechnik

ohne Stecker und weitere Module spart

darüber hinaus nicht nur Verdrahtungsaufwand,

Materialkosten und Montagezeit,

sondern macht die Installation im Vergleich

zu klassischen Feldbussen oder Punkt-zu-

Punkt-Verbindungen auch viel schlanker

und übersichtlicher. Da ein ASi-5 Strang bis

zu 62 Teilnehmer versorgen kann, kann die

Energieverteilung ohne zusätzliche Verkabelungen

stufenweise angepasst werden.

ASi MASTER NEWS: Was bedeuten die

zusätzlichen Möglichkeiten von ASi-5 für die

Konfiguration von ASi Netzwerken?

Josef Alaaddin: Grundsätzlich können,

wie schon bei ASi-3, alle Netzwerke

mit ASi-5 Komponenten über ein Handadressiergerät

und den Master konfiguriert

werden. Wie komplex die Konfiguration

wird, hängt dabei ganz wesentlich von der

Komplexität der angestrebten Automatisierungslösung

ab. Da wir unsere Kunden

dabei so gut wie möglich unterstützen

möchten, bieten wir ihnen mit unseren

Software-Suites eine Lösung, mit der sie

ihre Konfiguration deutlich vereinfachen

und beschleunigen können. Damit lassen

sich z. B. IO-Link Devices komfortabel

konfigurieren oder Frequenzumrichter parametrieren,

und die Parameterdaten können

danach auch einfach von Modul zu Modul

und sogar von Projekt zu Projekt kopiert

werden. Außerdem können Anwender per

Drag and Drop ihre Projekte direkt aus dem

integrierten Hardwarekatalog umsetzen und

auch am Bildschirm testen.

Aber wir haben nicht nur die Maschinenbauer

im Blick, sondern auch deren Kunden, die

Anlagenbetreiber, denn sie sind es ja, die die

Maschinen am Ende optimal nutzen sollen.

Dafür macht es aber Sinn, dass sie unsere

Produkte und Lösungen besser kennen

und verstehen. Und deshalb unterstützen

wir von Bihl+Wiedemann die Anwender

nicht erst mit technischem Support, wenn

sie ihn aktuell benötigen sollten, sondern

schon von Anfang an mit Informations- und

Schulungsmaterialien. Dazu zählen nicht

nur unsere Installationsempfehlungen, Best

Practises und der Troubleshooting Guide

sowie eine Vielzahl von Schulungsvideos

zu allen möglichen Themen auf unserer

Webseite, sondern seit kurzem auch unsere

Bihl+Wiedemann Academy.

ASi MASTER NEWS: Stichwort Installation:

Warum bietet eine Installation mit ASi-5

Gateways Vorteile hinsichtlich der Cybersicherheit

gegenüber anderen ethernetbasierten

Lösungen?

Josef Alaaddin: Bei ASi-5 ist das

Gateway mit OPC UA das Bindeglied

zwischen TCP/IP und der ASi

Installation, es entkoppelt aber auch physisch

die ethernetbasierten Schnittstellen

und die Feldebene mit ASi. Durch diesen

kommunikativen Bruch kann das ASi

Netzwerk nicht zur Angriffsplattform für

Cyberattacken werden. Wird also statt eines

IO-Link Masters mit integrierter Ethernetschnittstelle

ein ASi-5 Modul mit integriertem

IO-Link Master eingesetzt, können mögliche

Sicherheitslücken gar nicht erst entstehen.

Wenn also eine Kombination cybersicher

ist, dann die von ASi-5 mit IO-Link. ASi-5

spannt hier quasi den Schutzschirm

auf, unter dem IO-Link dann ohne Gefahren

von außen betrieben werden kann.

ASi MASTER NEWS: Herr Alaaddin, vielen

Dank für das Gespräch.

09


AS-INTERFACE

APPLIKATION

ASi-5 und ASi Safety statt Einzelverdrahtung bei joke mechanix

VERPACKEN 2.0: ÜBERSICHTLICH

UND FLEXIBEL – MIT SICHERHEIT

Johannes Mück und Marcel Hammes

von joke mechanix.

Die joke mechanix GmbH in Bergisch Gladbach

wurde 1940 von Josef Joisten und

Robert Kettenbaum als joke Folienschweißtechnik

GmbH gegründet. Seitdem ist das

Verschweißen von Folien und anderen

Kunststoffen ein fester Kernbereich des

Unternehmens. Über die Jahre hat sich joke

nicht nur als Hersteller von Folienschweißgeräten,

Impulssteuerungseinheiten, Schienen,

Folienverarbeitungssystemen und kundenspezifischen

Sonderlösungen einen Namen

10

Statt sechs Schaltschränke nur noch einer und statt unzählige Kabelbündel nur

noch zwei ASi Profilkabel und damit deutlich weniger Kabel(-wirrwar) und Verdrahtungsaufwand

– dafür aber vereinfachte Fehlersuche und Diagnose, flexible

Anpassung und Erweiterbarkeit auf Kundenwunsch und Safety inklusive. Argumente

genug für joke mechanix, um bei seiner Roboterzelle „Robo Pack System“

zur vollautomatisierten Verpackung von Seiten-Trennnaht-Klappenbeuteln zukünftig

auf die ASi-5 und ASi Safety Lösungen von Bihl+Wiedemann zu setzen.

Die Umsetzung der zweiten Version des Robo Pack Systems hat joke mechanix mit ASi

Lösungen von Bihl+Wiedemann realisiert. Während für die erste Version (links) sechs

Schaltschränke und dicke Kabelbündel benötigt wurden, kommt das Update mit einem

Schaltschrank und zwei ASi Kreisen aus.

gemacht, sondern zunehmend auch als

Dienstleister und Systemhaus für Robotic

und Automatisierung. Während der Fokus

zunächst eher auf kleineren Tischgeräten lag,

erweiterte joke sein Angebotsspektrum nicht

zuletzt durch die 2014 erfolgte Integration der

Firma RENO-TEC um große und komplexe

Anlagen zur Folienverarbeitung. Heute arbeitet

das 2022 in joke mechanix GmbH umfirmierte

Unternehmen eng mit seinem Schwesterunternehmen

– der joke Technology

GmbH – zusammen und nutzt die sich daraus

ergebenden Synergien. Zu den aktuellen Produkten

der joke mechanix GmbH zählen unter

anderem der „joke Wicketer“ zur Herstellung

von Seiten-Trennnaht-Klappenbeuteln und

das „Robo Pack System“ für deren vollautomatisierte

Verpackung.

Wicketer und Robo Pack System

Der joke Wicketer ist eine Hochleistungs-

Produktionsanlage für die präzise Herstellung

von Seiten-Trennnaht-Klappenbeuteln aus

Folien. Die Beutel werden beispielsweise für

Brot, Obst, Gemüse, Gewürze oder Hygieneartikel

verwendet. Um sie zu produzieren,

zieht die Maschine die für die späteren Beutel

verwendete Folie zunächst von einer Folienrolle

über ein Faltdreieck. Danach werden die

Beutelklappen eingefaltet und die Löcher zum

Aufhängen mit einer pneumatischen Zweilochstanze

in die Folie gestanzt. Anschließend

werden die Ränder geschweißt, die

Beutel an der Trennnaht getrennt und schließlich

einzeln über ein Flügelrad zu einer Stapelkette

mit einem Stiftstapler transportiert,

wo sie – je nach Bedarf – in entsprechenden

Stückzahlen übereinandergelegt werden. Danach

wandert der Stapel eine Position weiter

in Richtung Verpackungsort. Die Verpackung

der Beutel in Kartons kann dann entweder

manuell erfolgen, oder aber – was deutlich effizienter

und schneller geht – vollautomatisiert.


AS-INTERFACE

APPLIKATION

Eine solche vollautomatisierte Verpackungslösung

bietet joke mechanix mit dem Robo

Pack System ebenfalls an. Das System kann

dabei sowohl als Ergänzung zum Wicketer,

aber auch als autarke Lösung für andere

Maschinen eingesetzt werden. „Die Robo

Pack Applikation ist so konzipiert“, erklärt

Marcel Hammes, zuständig für Konstruktion

und Engineering bei joke mechanix, „dass wir

sie mit geringem Aufwand auch kompatibel

zu Produktionsmaschinen anderer Hersteller

machen können.“ Die Verpackung der produzierten

Beutel erfolgt in einer sicherheitstechnisch

überwachten Roboterzelle. Dort wird

zunächst eine Pappe als Unterlage auf einem

Drahtbügel platziert. Anschließend nimmt der

Roboter einen Beutelstapel von einer Zuführung

und steckt ihn auf den Bügel. Wenn sich

die vorgegebene Menge an Beuteln auf dem

Bügel befindet, werden eine zweite Papplage

als Deckblatt und ein Stopfen als Halterung

über den Beuteln auf dem Bügel platziert,

bevor der Roboter das ganze Paket wieder

aufnimmt und an die nächste Position – dem

sogenannten Verschupper – transportiert.

Dort wird der Bügel umgeklappt, damit er

beim Stapeln im Karton später die darüberliegende

Lage nicht aufspießt. Im Anschluss

daran nimmt der Roboter die Beutellage

erneut auf und legt das Bündel schließlich in

den bereitstehenden aufgeklappten Karton

auf einer Rollenbahn. Sobald der Karton

voll ist, wird er über die Rollenbahn aus der

Roboterzelle ausgeschleust.

Einzelverdrahtung auf Klemmleisten:

aufwendig und fehleranfällig

Da das Robo Pack System zukünftig auch autark

funktionieren und damit auch mit anderen

Beutel-Produktionsanlagen als dem Wicketer

kombinierbar sein sollte – Stichwort Flexibilität

– hat man sich, so Johannes Mück, Leiter

Elektrotechnik bei joke mechanix, schon bald

gefragt: „Wie können wir das System besser

machen? Wie können wir den Aufwand minimieren,

den wir aktuell haben mit der ganzen

Verdrahtung oder auch bei der Fehlersuche?

Und wie können wir das System (zukunfts-)

sicher machen – da haben wir dann auch

über Themen wie Safety und Security,

IO-Link oder Industrie 4.0 gesprochen.“

Weniger Aufwand und mehr Flexibilität

mit AS-Interface

Obwohl man bis zu diesem Zeitpunkt selbst

noch keine Applikationen damit realisiert

Die Anbindung der

NOT-HALT Taster,

Türzuhaltungen und

Lichtgitter wurde über

aktive Verteiler ASi

und aktive Verteiler

ASi Safety umgesetzt,

die platzsparend am

oberen Rand der

Roboterzelle über ein

einziges ASi Profilkabel

an das ASi Gateway

im Schaltschrank

angeschlossen wurden.

hatte, war das Thema AS-Interface bei joke

mechanix nicht gänzlich unbekannt. Durch

erste Gespräche auf Messen und die Teilnahme

an der „explore“-Workshopreihe von

Bihl+Wiedemann hatte man bereits einen

ersten Einblick davon bekommen, was mit

den ASi und ASi Safety Lösungen des Mannheimer

Unternehmens alles möglich war. In

weiteren Gesprächen mit dem Außendienst

von Bihl+Wiedemann wurde relativ schnell

klar, dass sich – mit Ausnahme des Roboters

– sowohl die Sicherheitstechnik für die Zelle

als auch die Steuerung sämtlicher pneumatischer

Bewegungen mit ASi-3, ASi-5 und

ASi Safety realisieren lassen würde – und

zwar mit deutlich weniger Verdrahtungsauf-

Für die Anbindung der IO-Link Ventilinseln für die pneumatischen Bewegungen und

den Wendelförderer wurden ASi-5 Module mit integrierten IO-Link Master Ports und

selbstkonfigurierende E/A Module von Bihl+Wiedemann verwendet.

In einer ersten Version des Robo Pack

Systems hat joke mechanix alle Signale und

Funktionalitäten einzeln über Klemmleisten

verdrahtet. Das hatte zur Folge, dass für die

Umsetzung der Abläufe in der Roboterzelle

enorme Mengen an Kabeln in Form von

dicken Kabelbündeln über zum Teil weite

Wege verlegt werden mussten. Dafür wurden

sechs Schaltschränke benötigt, die vereinzelt

noch mit dezentralen Steuerungen als Ergänzung

zur Hauptsteuerung bestückt waren.

11


AS-INTERFACE

APPLIKATION

wand, deutlich vereinfachter Fehlersuche und

verbesserter Diagnose und deutlich höherer

Flexibilität in Bezug auf zukünftige Veränderungen

und Anpassungen etwa bei Kundenwünschen,

als es die bisherige Lösung

ermöglichte. „Und dass es mit AS-Interface

möglich war, alle Funktionen inkusive Safety

und IO-Link dezentral über einen einzigen Bus

abzubilden“, erzählt Johannes Mück, „war

für uns eine super Sache“. So hat man sich

bei joke mechanix dann relativ schnell entschieden,

die zweite Version des Robo Pack

Systems mit der ASi Technologie zusammen

mit Bihl+Wiedemann umzusetzen. „Was uns

bei der Umsetzung natürlich immens geholfen

hat“, so Mück, „war die tolle Unterstützung

durch den Außendienst und den technischen

Support von Bihl+Wiedemann bei der

Auswahl der passenden Hardware und auch

bei der Inbetriebnahme in Verbindung mit der

Software ASIMON360“.

Safety über eine einzige Leitung

Am deutlichsten sieht man die Unterschiede

bei der neuen Version des Robo Pack

Systems an der Menge der eingesetzten

Kabel und Schaltschränke. Im Vergleich

zur alten Lösung befindet sich in der Roboterzelle

jetzt nur noch ein Schaltschrank, in

dem neben der Robotersteuerung und dem

ASi-5/ASi-3 openSAFETY über POWERLINK

Gateway BWU3865 von Bihl+Wiedemann

mit integriertem Sicherheitsmonitor für zwei

ASi Kreise auch schon vordefinierte Schnittstellen

für andere Beutelherstellungsanlagen

untergebracht sind. Da die komplette

Peripherie nur über zwei ASi Kreise – also

lediglich über je zwei gelbe ASi Profilkabel

ASi-5 Modul BWU4230 von Bihl+Wiedemann.

für Daten und zwei parallel dazu geführte

schwarze Profilkabel für zusätzliche Energie –

angebunden ist, konnte auf die ganzen Kabelbündel

und Klemmleisten und damit auf fünf

von sechs Schaltschränke verzichtet werden.

„Wir sparen uns mit der neuen AS-Interface-

Lösung damit nahezu den kompletten Schaltschrankbau

und natürlich einen ganz großen

Teil vom Verdrahtungsaufwand“, so Johannes

Mück. „Und zukünftig können wir diesen

noch weiter reduzieren, wenn wir dort, wo wir

Kabel benötigen – etwa bei der Anbindung

der Pneumatik an die Ventile oder der IO-

Link Komponenten an die ASi Module – diese

nicht mehr selbst konfektionieren müssen,

sondern passgenau bestellen können.“

In der Roboterzelle gibt es verschiedene

Safety-Applikationen, die über einen der

beiden ASi Kreise – gesteuert und überwacht

vom ASi Safety Gateway – realisiert werden.

Über Türzuhaltungen an mehreren Stellen

wird dafür gesorgt, dass niemand während

des Betriebs eine der Schutztüren des Zauns

um die Roboterapplikation öffnen und den

Innenraum betreten kann. Stellen, an denen

sich Löcher im Schutzzaun befinden, damit

bei Bedarf entweder Pappe nachgefüllt oder

eine Stichprobe zur Qualitätskontrolle entnommen

werden kann, sind über Lichtgitter

abgesichert. Und selbstverständlich ist der

Schutzzaun auch mit mehreren NOT-HALT

Tastern an unterschiedlichen Stellen bestückt,

um den Roboter bei Bedarf auch auf

diese Weise stillzusetzen. Alle Safety-Komponenten

hängen dabei an einem einzigen, mit

dem Gateway im Schaltschrank verbundenen

ASi Profilkabel, das einmal rundherum am

oberen Rand des Schutzzauns verlegt wurde.

Zur Umsetzung der oben genannten Sicherheitsfunktionen

ist an dieser Stelle noch eine

Besonderheit zu erwähnen: Sowohl bei den

Lichtgittern wie auch den Türzuhaltungen und

NOT-HALT Tastern handelt es sich um Safety-

Geräte ohne eigene ASi Safety Funktionalität.

Transport eines Beutelstapels vom Ablageort über das Anbringen von Pappe und Stopfen sowie das Verschuppen des Bügels

bis zur Ablage in den Karton.

12


AS-INTERFACE

APPLIKATION

Solche Sicherheitskomponenten können aber

über aktive Verteiler von Bihl+Wiedemann

wie BWU3599 und BWU3719 ohne großen

Aufwand „ASi Safety fähig“ gemacht und

dann wie vergleichbare ASi Safety Komponenten

genutzt werden. Für Hersteller von

Maschinen hat diese einfache Möglichkeit

den Charme, dass sie noch flexibler auf

Kundenwünsche eingehen können, etwa

was die Präferenz für bestimmte Geräte oder

Hersteller betrifft, und nicht auf mit einer

bestimmten Technologie ausgestattete

Komponenten beschränkt sind.

Ebenfalls über ASi Safety umgesetzt wird

das Thema Muting. Damit das System nicht

immer angehalten werden muss, wenn ein

leerer Beutelkarton nachgeschoben beziehungsweise

ein voller Karton ausgeschleust

werden soll, kann über Muting ein sicherer

automatisierter Materialtransport in die

Roboterzelle hinein oder aus ihr heraus

ermöglicht werden. Mit Hilfe von zwei

aktiven Verteilern ASi zur Erfassung der

Mutingsensoren und einem aktiven Verteiler

ASi Safety für das Lichtgitter werden dabei

die Bewegung(srichtung) des Kartons überwacht

und, wenn die Voraussetzungen erfüllt

sind – also sichergestellt ist, dass es sich um

einen Karton und nicht um einen Menschen

handelt – die Schutzfunktion des Lichtgitters

an der entsprechenden Stelle für den

benötigten Zeitraum unterdrückt, so dass der

Karton im laufenden Betrieb des Roboters in

die Zelle oder aus ihr heraus bewegt werden

kann. Wenn dagegen eine Person durch die

Muting-Applikation identifiziert wird, wird die

Maschine umgehend stillgesetzt.

Bewegungen umgesetzt mit Hilfe von

IO-Link und ASi-5

Neben der funktionalen Sicherheit spielt der

Bereich Pneumatik im Robo Pack System

ebenfalls eine zentrale Rolle. Alle Dreh- und

Schwenkbewegungen, die für die Schritte

zwischen der Übernahme des Beutelstapels

von der Produktionsmaschine bis zur Ablage

im Karton nötig sind und die nicht vom

Roboter selbst ausgeführt werden – also

für die Bereitstellung des Drahtbügels, die

Anlieferung und Positionierung der Pappen

und der Stopfen sowie das Verschuppen des

Bügels – werden über Pneumatikzylinder in

ASi-5 Modul BWU4088 mit einem IO-Link Master Port (links)

und BWU4067 mit vier IO-Link Master Ports (rechts).

Verbindung mit IO-Link Ventilinseln umgesetzt.

Für IO-Link Ventilinseln hat man sich

unter anderem deshalb entschieden, weil

man so auch viel mehr Prozessdaten erfassen

kann – Stichwort Industrie 4.0. Eingebunden

werden diese Ventilinseln über den zweiten

ASi Kreis über ASi-5 Module mit integrierten

IO-Link Master Ports von Bihl+Wiedemann.

Auch hier hat sich der Einsatz von

AS-Interface für joke mechanix sowohl

technisch wie auch aus Kostensicht als Vorteil

erwiesen. Im Vergleich zu anderen Lösungen,

bei denen man standardmäßig auf 4-Portoder

gar 8-Port-Module zurückgreifen und

damit nicht genutzte Ports teuer bezahlen

muss, kann man bei der Integration von

IO-Link über ASi-5 bei Bihl+Wiedemann aus

einem Portfolio von Modulen mit ein, zwei,

vier oder acht IO-Link Master Ports immer

genau die passende Option wählen, die

man gerade braucht – je nachdem, wie viele

IO-Link Master Ports Class A oder Class B an

der jeweiligen Stelle gerade benötigt werden.

Flexibel dank AS-Interface

Zusätzlich zu den Ventilinseln hängen am

zweiten ASi Kreis – integriert zum Beispiel

über die ASi-5 Module BWU4230 mit

16 selbstkonfigurierenden E/As – auch die

Ansteuerung für den Wendelförderer, der die

blauen Stopfen für die Drahtbügel bereitstellt,

und mehrere Sensoren, unter anderem Lichtsensoren,

sowie ein Referenzsensor für den

Motor, der die Bügelkette zur Aufnahme der

Beutelpakete antreibt.

Gerade in diesem Teil der Anlage zeigen sich

für Johannes Mück noch weitere Vorteile der

ASi Lösungen von Bihl+Wiedemann. „ASi-5

und ASi-3 über die gleiche Leitung laufen

lassen zu können, ist schon klasse. Man

spart Adressen, ist deutlich flexibler bei den

Anwendungen und dadurch, dass viele der

Feldmodule von Bihl+Wiedemann, die wir

hier verwenden, über vier Anschlüsse für

Profilkabel – zwei für das ASi Kabel und zwei

für das AUX Kabel – verfügen, können wir bei

Bedarf auch Abzweige ganz leicht umsetzen,

ohne dafür ein zusätzliches Modul einsetzen

zu müssen“.

Das Robo Pack System von joke mechanix ist

– allein durch eine Vorher-/Nachher-Betrachtung

– ein gutes Beispiel dafür, das zeigt,

wie viele (Einspar-)Potenziale die ASi und

ASi Safety Lösungen von Bihl+Wiedemann

Maschinenbauern für eine einfache, flexible

und (zukunfts-)sichere Automatisierung ihrer

Maschinen bieten.

ASi-5/ASi-3 openSAFETY

über POWERLINK

Gateway BWU3865

von Bihl+Wiedemann

mit integriertem

Sicherheitsmonitor für

zwei ASi Kreise.

13


AS-INTERFACE

MESSE

CONNECTION

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Automatisierung live zu entdecken. In unserer neuen

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14


AS-INTERFACE

MESSE

ZONE

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vorkonfektionierten Kabel

Flexibel bleiben

Kompatibel mit gängigen Feldbussen

und Schnittstellen

Investition sichern

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IO-Link und analogen Signalen

Schaltschrankplatz optimieren

Konsequente Dezentralisierung

in der Anlage

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Messezentrum

Nürnberg

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Ressourcen schonen

Weniger Material,

Energie und Abfall

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200

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Halle 7

25.11. - 27.11.2025

Nürnberg | Halle 7

Stand 200 + 201

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AS-INTERFACE

ENTWICKLUNG

ASi-5 UND ASi HIGHLIGHTS

Einfache Kopplung von Safety- und Feldbusprotokollen mit ASi-5 Gateways

SPS

SPS

Zwei unterschiedliche (sichere) Steuerungen

miteinander zu verbinden und damit alle Signale

des einen Netzwerks jeweils auch im anderen zu

nutzen, war noch nie so leicht wie mit modernen

ASi-5 Feldbus Gateways und den Software-

Suites von Bihl+Wiedemann.

BW5153

Mit der Funktionalität „Sichere Kopplung“

(BW5153) können Daten zwischen ASi Safety

Gateways mit unterschiedlichen sicheren Feldbusprotokollen

wie PROFIsafe, CIP Safety oder

FSoE via Safe Link über die Ethernet-Diagnoseschnittstellen

der Gateways ausgetauscht werden.

Nachdem die zu koppelnden Geräte in

ASIMON360 ausgewählt und die Lizenz für die

„sichere Kopplung“ auf den entsprechenden

Gateways freigeschaltet worden ist, erfolgt die

Zuweisung der zu übertragenden Daten automatisch.

Im Rahmen der „Sicheren Kopplung“

lassen sich bis zu 16 Byte komfortabel zwischen

sicheren Feldbusprotokollen austauschen.

SPS

BW5076

SPS

Die Funktionalität „Feldbus-Kopplung“ (BW5076)

ermöglicht dagegen den Austausch von bis zu

256 Byte Standardsignalen über eine Ethernetverbindung

zwischen zwei Gateways – und zwar

sowohl zwischen solchen zu unterschiedlichen

Feldbussen als auch zwischen solchen mit gleichen

Feldbusschnittstellen. Nach Freischaltung

der Lizenz auf den Geräten lassen sich die Konfiguration

und das Datenmapping der Verbindung

über ASIMON360 bzw. ASi Control Tools360

realisieren.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Buskopplern

lässt sich mit den Funktionalitäten

„Sichere Kopplung“ und „Feldbus-Kopplung“ von

Bihl+Wiedemann fast jede Steuerung mit einer

anderen verbinden. Und die Tatsache, dass beide

Koppelvarianten auch noch problemlos miteinander

kombiniert werden können, sorgt für noch

mehr Flexibilität.

16


AS-INTERFACE

ENTWICKLUNG

VON BIHL+WIEDEMANN

ASi-5 Safety E/A Module

Neben dem Sortiment an ASi-5 Safety Gateways

wächst auch das Portfolio an ASi-5 Safety

Modulen von Bihl+Wiedemann kontinuierlich.

Zu den ASi-5 Safety Modulen im großen IP67-

Gehäuse und in IP20 mit je 12 Standardsignalen

und bis zu vier ein- bzw. zwei zweikanaligen

sicheren Eingängen für potentialfreie Kontakte, für

OSSDs und für die Kombination potentialfreier

Kontakt/OSSD gibt es mit dem BWU4393 nun

auch eine Variante für potentialfreie Kontakte mit

vier Standardsignalen im kleinen IP67-Gehäuse.

Es ist immer dort eine Alternative, wo nur wenige

Standardsignale an einer Stelle in der Anlage

eingesammelt werden müssen. Außerdem

gehören zum Portfolio das ASi-5 Safety Muting

Modul BWU4411, mit dem unterschiedliche

Mutinglösungen bis SIL3/PLe einfach, effizient

und deutlich kostengünstiger realisiert werden

können als mit vergleichbaren ethernetbasierten

Lösungen, und das ASi-5 Safety

E/A Modul BWU4277 mit bis zu 14 einkanalig

sicheren Eingängen und zwei elektronischen

sicheren Ausgängen. Ganz neu ist jetzt das

ASi-5 Safety Leiterplattenmodul BWR5215 mit

bis zu vier einkanaligen sicheren Eingängen und

bis zu 12 digitalen Ein- oder Ausgängen.

ASi-5 Safety E/A Modul, IP20, 14SE/2SA (BWU4277)

Das ASi-5 Safety E/A Modul

BWU4277 in IP20 verfügt über

14 Eingänge, die entweder als

bis zu 14 einkanalige sichere

Eingänge, als bis zu sieben

zweikanalige sichere Eingänge

(mit einstellbarer Testpulsbreite)

oder als bis zu 14 digitale Eingänge

verwendbar sind. Die

sicheren Eingänge können

so für nahezu jeden Sensor

konfiguriert werden – jeweils

als Standard- oder antivalente

Schalter, für OSSDs oder

potentialfreie Kontakte. Auch

eine optionale Verwendung der

beiden sicheren Eingänge SI13 und SI14 als

EDM-Eingänge als Rückführkreis zur Schützkontrolle

ist möglich. Neben den (sicheren)

Eingängen verfügt das Modul darüber hinaus

über zwei elektronische sichere Ausgänge (zwei

Freigabekreise) mit erhöhter Verfügbarkeit. Die

sicheren Ausgänge (bis PLe) lassen sich bei

Bedarf auch als Standardausgänge konfigurieren.

Das ASi-5 Safety E/A Modul BWU4277 von

Bihl+Wiedemann, das nur eine ASi-5 Adresse

belegt, besticht aber nicht nur durch seine

umfangreiche Ausstattung, mit der sich die

Kosten für sichere Ein- und Ausgänge an ASi

optimieren lassen, sondern bietet mit einer

Modulbreite von nur 22,5 mm auch ein erhebliches

Einsparpotenzial im Schaltschrank.

17


AS-INTERFACE

ENTWICKLUNG

ASi-5 Safety Leiterplattenmodul BWR5215 für den kompakten

Anschluss von vielen sicheren Signalen und Standardsignalen

Bihl+Wiedemann hat sein Portfolio an ASi-5 Safety

Modulen um ein sicheres Leiterplattenmodul

in einem kompakten Gehäuse erweitert. An das

neue, für Tasterboxen optimierte ASi-5 Safety

Modul BWR5215 können bis zu vier ein- bzw.

zwei zweikanalige sichere Eingänge und bis zu 12

digitale Ein- oder Ausgänge angeschlossen werden,

und zwar unter einer einzigen ASi-5 Adresse.

Seine kompakte Bauweise von 110 x 45 x 16 mm

macht das ASi-5 Safety Leiterplattenmodul zu

einer idealen Lösung für alle Anwendungen, bei

denen der verfügbare Platz ein entscheidendes

Kriterium ist. Es kann etwa dafür genutzt werden,

um einen zweikanaligen NOT-HALT, einen Schlüsselschalter

und zusätzlich bis zu sechs Leuchttaster

in einer kleinen Tasterbox zu realisieren. Da

sich das Modul in einem vergossenen Gehäuse

befindet, verfügt es über einen Berührungsschutz,

der effektiv auch vor Kurzschlüssen in Metallgehäusen

schützt, sowie über einen effizienten

Vibrationsschutz. Und im Gegensatz zu konventionellen

Lösungen, bei denen viele einzelne Adern

ins Feld geführt werden müssen und deshalb

große, vielpolige Stecker zum Einsatz kommen,

erfolgt die Verdrahtung hier direkt in der Tasterbox.

In der Anlage selbst werden nur noch ein gelbes

ASi und ein schwarzes AUX Profilkabel benötigt.

Neue ASi-5 Kabelkanal-Motormodule für 24 V und 48 V Motorrollen EC5000 BI

strommotoren und Frequenzumrichtern wie für

Motorrollen. Und das Portfolio wächst weiter.

Neu dazugekommen sind die ASi-5 Kabelkanal-

Motormodule für die 24 V und die 48 V Motorrollen

EC5000 BI von Interroll. Während sich mit

dem Motormodul BWU5178 zwei 24 V Motorrollen

ansteuern lassen, sind die Module

BWU5208 bzw. BWU5209 in der Lage, jeweils

vier 24 V bzw. 48 V Motorrollen anzusteuern.

Alle drei Module können dabei über das Bus

Interface (BI) digital mit den Rollen kommunizieren

und auf diese Weise Zusatzinformationen wie

z. B. Antriebstemperaturen und Stromaufnahme

auslesen.

18

Bihl+Wiedemann verfügt bereits heute über ein

umfangreiches Sortiment an Motormodulen für

vielfältige Antriebslösungen mit ASi-5 und ASi-3.

Das gilt sowohl für die Ansteuerung von Gleich-

Die neuen ASi-5 Kabelkanal-Motormodule

in Schutzart IP54 werden über M8 Snap-in

Kabelbuchsen mit den Rollen verbunden, der

Anschluss an ASi und AUX erfolgt per Durchdringungstechnik

und Profilkabel. Zusätzlich zum

Motoranschluss verfügt BWU5178 noch über vier

digitale Eingänge zum Anschluss von Sensoren,

während BWU5208 und BWU5209 sogar noch

jeweils acht digitale Eingänge bereitstellen.


AS-INTERFACE

ENTWICKLUNG

IO-Link und die Cloud: Einfache Konfiguration

von IO-Link Devices und komfortable IT-Schnittstellen

für die Cloudanbindung

Die Anbindung von IO-Link Devices an überlagerte

Systeme oder eine Cloud wird durch die

ASi-5 Module mit integriertem IO-Link Master

von Bihl+Wiedemann deutlich vereinfacht. Zum

einen profitieren Anwender von der Einfachheit

und Kosteneffizienz des Verdrahtungssystems

AS-Interface. So lassen sich etwa bei der Integration

von 40 IO-Link Devices über ASi nicht nur

über 40 % an Modulkosten und gut zwei Drittel

an Verdrahtungskosten im Vergleich zu anderen

Feldsbuslösungen sparen, sondern auch wertvolle

Ressourcen bei der Planung, Installation und Inbetriebnahme.

Zum anderen lässt sich das Parametrieren

auch von sehr vielen IO-Link Devices mit

Hilfe der benutzerfreundlichen Software-Suites

ASIMON360 und ASi Control Tools360 äußerst

komfortabel umsetzen. Und ganz wesentlich:

Dank der integrierten IT-Schnittstellen wie OPC UA

oder REST-API stehen die immer wichtiger werdenden

Zusatzinformationen – egal, ob von einem

einzigen oder mehreren hundert IO-Link Devices

oder ASi Teilnehmern – unkompliziert, gebündelt

und ohne die Steuerung zu belasten, unter nur

einem Knoten – dem Gateway – zur Verfügung.

Mit dem neuen, individuell über ASIMON360 oder

ASi Control Tools360 konfigurierbaren OPC UA

Objektbaum kann jetzt auch definiert werden, welche

Informationen der OPC UA Client erhalten soll

und welche nicht. Dazu werden die gewünschten

Knoten einfach per Mausklick ausgewählt und

anschließend bei der Inbetriebnahme im Gateway

gespeichert, wo der Baum dann über jeden OPC

UA Client genutzt werden kann.

Bihl+Wiedemann bietet mit seiner Lösung damit

eine kostengünstige, flexible und zukunftssichere

Anbindung von IO-Link Geräten. Der nahtlose

Informationsaustausch zwischen der IO-Link

Device-Ebene und übergeordneten Systemen

wird so deutlich vereinfacht – ein wesentlicher

Faktor für die moderne Automatisierung und die

Vernetzung in Industrie-4.0-Anwendungen.

IMPRESSUM

Maximale Anlagenverfügbarkeit mit dem

30 V Redundanzmodul

Ein unerwarteter Maschinenstillstand kann teuer

werden. Nicht selten ist der Auslöser dafür

ein defektes Netzteil. Mit dem Redundanzmodul

BW5182 von Bihl+Wiedemann wird das ASi Gateway

– und damit die gesamte Anlage – wirkungsvoll

vor Ausfällen geschützt und so für dauerhaft

hohe Verfügbarkeit und mehr Betriebssicherheit

bei minimalem Aufwand gesorgt.

Das kompakte Redundanzmodul in IP20, das ohne

aufwendige Umbauten im Schaltschrank untergebracht

und damit problemlos in bestehende Installationen

eingebunden werden kann, erlaubt den

Anschluss von zwei 30 V Netzteilen mit jeweils bis

zu 8 A. Fällt ein Netzteil aus, übernimmt automatisch

das zweite – ohne Unterbrechung und ohne

manuelles Eingreifen. Durch die integrierte aktive

Entkopplung der Netzteile im Modul ist so eine

stabile, redundante Stromversorgung des

Gateways gewährleistet. Das erhöht nicht nur

die Betriebssicherheit, sondern reduziert auch

Stillstandszeiten und Serviceeinsätze.

Herausgeber:

Bihl+Wiedemann GmbH

Floßwörthstraße 41

D-68199 Mannheim

Telefon: +49 (621) 339960

Telefax: +49 (621) 3392239

info@bihl-wiedemann.de

www.bihl-wiedemann.de

Herstellung:

MILANO medien GmbH

Mainberger Straße 24

D-97422 Schweinfurt

Telefon: +49 (69) 48000540

Telefax: +49 (69) 48000549

info@milanomedien.com

www.milanomedien.com

Redaktion:

Dirk Heyden,

Thomas Rönitzsch

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WENIGER STECKER

MEHR VERBINDUNG

DURCH AS-INTERFACE

MEHR-VERBINDUNG.DE

25.11.2025 - 27.11.2025

Messe Nürnberg

Halle 7, Stand 200 + 201

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