5. November 2025
- Mehr Macht für die Grazer Bezirke - 1,5 Millionen Euro für Kinderbetreuung - Sturm gegen Nottingham Forest mit Wut im Bauch - Die Gesichter der Grazer Annenstraße
- Mehr Macht für die Grazer Bezirke
- 1,5 Millionen Euro für Kinderbetreuung
- Sturm gegen Nottingham Forest mit Wut im Bauch
- Die Gesichter der Grazer Annenstraße
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Grazer5. Jahre
NOVEMBER 2025, E-PAPER AUSGABE
Getty
Quelle: ZAMG
10°
Morgens vereinzelt
Wolken
bei frostigen
1 Grad, später
zieht es stärker zu,
von Regen sollten wir
aber verschont bleiben.
Geld von Kahr
Bürgermeisterin Elke Kahr kündigt an,
1,5 Millionen Euro zusätzlich für die
Kinderbetreuung bereitzustellen. 4
Wut im Bauch
Sturm empfängt am Donnerstag in
der Euroleague Nottingham Forest aus
England mit Wut im Bauch. 13
40 Punkte zur Stärkung der Bezirksdemokratie beschlossen:
Mehr Macht für
die Grazer Bezirke
GETTY, GEPA, KK
Endlich. Im zweiten Anlauf war es heute soweit: im Verfassungsauschuss wurde ein umfassendes Paket zur Stärkung der Bezirke beschlossen,
dass demnächst in den Gemeinderat kommt. Ein hartes Stück Arbeit: Die Vertreter aller teilnehmenden Fraktionen zeigten sich erleichtert. SEITE 2
graz
2 www.grazer.at 5. NOVEMBER 2025
Jahre
Das Festival „bookolino“ geht ab
morgen in die nächste Runde. KIMUS
Das Buchfestival
für die Kleinen
■ Unter dem Motto „Der
Lackaffe ist los! Vom Erzählen
in Bildern“ lädt „bookolino“,
das Literaturfestival für junge
Leser, dieses Jahr wieder in das
Literaturhaus Graz ein. Seit
über 20 Jahren findet das Festival
statt und bietet jedes Jahr
ein kunterbuntes Rahmenprogramm
für kleine Literaturfans.
Von 6. bis 19. November
können Interessierte daher
Lesungen, Workshops und
viele weitere Veranstaltungen
besuchen.
Preisträger Kurt Senekowitsch mit
Teilen der Stadtregierung. FISCHER
Pfeifer-Preis an
Kurt Senekowitsch
■ Der diesjjährige Otmar-
Pfeifer-Preis geht an Kurt Senekowitsch,
der damit für sein
hervorragendes soziales Engagement
heute mit dem 2.400
Euro von der Stadt Graz gewürdigt
wurde. „Ich war selbst
einmal von Obdachlosigkeit
betroffen. Da weiß man, was es
braucht, um wieder Fuß zu fassen.“
Deshalb war für ihn auch
sofort klar, dass er das Preisgeld
an das Ressidorf spenden
würde: „Die Burschen dort sollen
sich was gönnen“, lachte er.
Grazer Bezirke
werden mächtiger
Heute, Mittwoch, wurden 40 Punkte beschlossen, um die Bezirksdemokratie in Graz aufzuwerten.
JETZT ABER. Im zweiten Anlauf wurde eine umfassende Aufwertung der
Bezirksdemokratie im Verfassungsausschuss beschlossen. Die Rechte der
Bezirksratsmitglieder werden ausgebaut und 40 Punkte umgesetzt.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Jetzt also doch: die Bezirksdemokratie
in Graz wird
umfassend aufgewertet. Erst
kürzlich kam es noch zum Eklat,
inklusive Auszug der ÖVP aus
dem Verfassungsausschuss. Jetzt
konnten die Wogen offenbar geglättet
werden. 40 Punkte wurden
einstimmig beschlossen, um
die Bezirkspolitik zu stärken.
Mit der Reform werden auch
die Rechte der Bezirksratsmitglieder
ausgebaut. So soll beispielsweise
ein Anfragerecht an
den Bezirksvorsteher, aber auch
an Stadtsenatsmitglieder etabliert
werden. Weiters soll die Arbeit
der Bezirksräte besser sichtbar
gemacht werden, u.a. durch
Informationen auf der Website
der Stadt Graz, auf öffentlichen
Anschlagtafeln aber auch durch
Podcasts, die die Stadt betreut.
Da die Bezirksräte in den kleinen
Bezirken nur aus wenigen Mandaten
bestehen und dadurch fast
ein Viertel aller Wählerstimmen
zu keinem Mandat im Bezirksrat
führen, wird eine Mandatsaufstockung
in diesen Bezirken geprüft.
Erleichterung
Im Verfassungsausschuss am heutigen
Mittwoch wurde die Bezirksdemokratie-Reform
einstimmig
auf den Weg in den Gemeinderat
geschickt. Dementsprechend erleichtert
zeigten sich die Vertreter
der teilnehmenden Parteien.
„Dass in manchen Bezirken
fast ein Viertel der Wähler keine
Vertretung im Bezirksrat hat, weil
dieser zu klein ist, ist ein unhaltbarer
Zustand. Ich bin froh, dass
dieses Problem in Angriff genommen
wird und freue mich sehr
darüber, dass nach anfänglichen
Schwierigkeiten nun alle Parteien
zueinander gefunden haben“,
meint Tristan Ammerer, der für
die Grünen den Bezirksdemokratieprozess
begleitet. „Es war kein
einfacher Prozess, aber wir haben
es geschafft, die unterschiedlichen
Positionen zusammenzu-
GETTY
führen und tragfähige Lösungen
zu finden. Bezirke sind die erste
demokratische Anlaufstelle für die
Menschen vor Ort“, so SPÖ-Klubvorsitzende
Daniela Schlüsselberger.
Hanno Wisiak, Vertreter
der KPÖ im Konvent und selbst
Bezirksvorsteher in Geidorf, freut,
dass „die Vorschläge schon in der
Vorbereitung sachlich und ohne
Parteien-Hickhack beraten wurden“.
ÖVP-Geschäftsführer Markus
Huber: „Wir haben uns nach intensiven
Gesprächen auf eine
gemeinsame Reform der Bezirksdemokratie
geeinigt und das freut
uns im Sinne stärkerer Bezirke. Die
Bezirkspolitik ist das Rückgrat unserer
Stadt, und es war uns wichtig,
dass die Reform nicht im Stillstand
endet.
Weitere Punkte der Reform betreffen
die stärkere Einbindung
von Bezirksräten in kommunale
Entscheidungen, wie etwa der Erstellung
von Stadtteilleitbildern.
Ebenso soll eine Anpassung der
Bezirksbudgets geprüft werden.
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4 www.grazer.at 5. NOVEMBER 2025
Jahre
1,5 Millionen für die Kinder
Die Sozialpartnerinnen
Gabi
Lechner, Sylvia
Ippavitz, Hella
Reidl-Rabensteiner
und Helga
Ahrer bei der
Übergabe des
offenen Briefs an
Bürgermeisterin
Elke Kahr. KK
AUSBAU. Bürgermeisterin Elke Kahr versprach nach der Übergabe eines offenen Briefes der Sozialparterinnen
1,5 Millionen Euro für die Kinderbetreuung. Die Verringerung der Gruppengrößen kommt zudem in Intervallen.
Von S. Naseradsky & V. Weitenthaler
redaktion@grazer.at
Einen Schulterschluss übten
die Sozialpartnerinnen
Gabi Lechner (WKO
Steiermark), Sylvia Ippavitz (AK
Steiermark), Hella Riedl-Rabensteiner
(Junge Industrie), Helga
Ahrer (ÖGB Steiermark) und
Maria Pein (Landwirtschaftskammer
Steiermark) im Bezug
auf die geplanten Einsparungen
der Stadt Graz bei der Kinderbetreuung.
Geld
Mit einem offenen Brief wandten
sich die Sozialpartnerinnen
an Bürgermeisterin Elke Kahr.
Dieser wurde am heutigen 5. November
dem Stadtoberhaupt in
ihrem Büro übergeben. Denn die
Stadt wollte kolportiert 2,6 Millionen
Euro bei der Kinderbetreuung
einsparen. Während der Überga-
be des Briefs sagte Kahr jedoch
1,5 Millionen Euro für den Ausbau
der Kinderbetreuung zu. Dieses
Geld soll dem Ressort von Stadtrat
Kurt Hohensinner zur Verfügung
gestellt werden.
Intervall
Jährlich schrumpfen die Kindergartenplätze
um ein Kind pro
Gruppe. Die aktuelle Gruppengröße
in der Steiermark liegt derzeit
bei 22 Kindern. Das bedeutet
natürlich auch, dass immer mehr
Familien um einen Betreuungsplatz
für ihre Kleinen bangen
müssen. Landesrat Stefan Hermann
und Landeshauptmann-
Stellvertreterin Manuela Khom
wollen nun Maßnahmen setzen.
Die fehlenden zwei Absenkungsschritte
auf 20 Kinder sollen nun
nicht in den nächsten beiden Jahren
vorgenommen werden, sondern
in einem Intervall von drei
Jahren. Somit soll die nächste
Absenkung auf 21 Kinder im Betreuungsjahr
2028/29 stattfinden,
und 2031/32 auf die gewünschten
20 Kinder.
„Wir erhoffen uns, dass Gemeinden
durch die Absenkung
einen Spielraum bekommen und
dass die Familien in jenen Gebieten,
wo es Probleme gibt, was
vor allem Graz ist, entsprechende
Betreuungsplätze finden. Eine
Reform funktioniert nur dann,
wenn es einen richtigen Zeitraum
dafür gibt“, so Hermann.
„Ich stehe für Wahlfreiheit, was
die Gestaltung des eigenen Familienlebens
angeht, und das ist nur
möglich, wenn es entsprechende
Angebote gibt. Wir versuchen das
zu tun, was wir können, und das
ist, Familien zu unterstützen,“ erklärt
Khom.
Landesrat
Stefan Hermann
und
Landes-
hauptmann-
Stv. Manuela
Khom. KK
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz;
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5. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
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eines € sowie 28.400,01; Vorteilssets Ford Credit Gesamtkosten Bonus der Ford und Auto € Versicherungsbonus. 3.410,01. Die Abwicklung (Versicherer: Berechnungsbeispiel der Finanzierung GARANTA Versicherungs-AG am erfolgt Modell über Puma Ford Gen-E Österreich) Credit, 5-Türer ein vorausgesetzt. Service Elektromotor der Santander Freibleibendes 124 kW (168PS) Consumer 1-Gang-Automatikgetriebe unverbindliches Bank. Bankübliche Angebot, Bonitätskriterien vorbehaltlich FWD: Aktionspreis Änderungen, vorausgesetzt. € 24.990,-; Irrtümer Anzahlung
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eines € 7.497,-; Vorteilssets Laufzeit 48 der Monate; Ford Auto 10.000 Versicherung Kilometer/Jahr; (Versicherer: Restwert GARANTA € 12.150,12; Versicherungs-AG monatliche Rate € Österreich) 179,–; Sollzinssatz vorausgesetzt. 5,49 %; Effektivzinssatz Freibleibendes 5,95 unverbindliches %; gesetz. Vertragsgebühr Angebot, vorbehaltlich € 160,89; zu Änderungen, zahlender Gesamtbetrag
Irrtümer und
Druckfehler.
€ 28.400,01; Gesamtkosten € 3.410,01. Die Abwicklung der Finanzierung erfolgt über Ford Credit, ein Service der Santander Consumer Bank. Bankübliche Bonitätskriterien vorausgesetzt. Abschluss
eines Vorteilssets der Ford Auto Versicherung (Versicherer: GARANTA Versicherungs-AG Österreich) vorausgesetzt. Freibleibendes unverbindliches Angebot, vorbehaltlich Änderungen, Irrtümer und
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graz
6 www.grazer.at 5. NOVEMBER 2025
Jahre
AnnenStar 2025
■ Der AnnenStar 2025 ist ein Wettbewerb,
bei dem die Betriebe entlang
der Annenstraße ihre Auslagen zwischen
1. und 19. November kreativ und
winterlich gestalten.
■ Der Wettbewerb läuft offiziell von
20. November bis 24. Dezember, währenddessen
dürfen Passanten, Kunden
und Spaziergänger für die teilnehmenden
Unternehmen voten und ein
Foto an den „Grazer“ schicken.
■ Unter allen Einsendungen werden
zehnmal 100 Euro GrazGutscheine
verlost.
■ Die besten drei Unternehmen gewinnen
einen AnnenStar-Award 2025,
inklusive einer Unternehmenspräsentation
im Grazer im Gesamtwert von
10.590 Euro.
Gesichter der Annenstraße
ANNENSTAR. Mit dem AnnenStar 2025 starten
die Stadt Graz und „der Grazer“ eine gemeinsame
Kampagne für Kunden und Unternehmer.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Der AnnenStar 2025 ist in
voller Planung – und die
Unternehmer freuen sich,
dabei zu sein und in der Annenstraße
etwas bewirken zu können.
Schon lange dort
Das Unternehmen Bürosysteme
Rottmann GmbH wurde 1920 von
Hans und Maria Rottmann gegründet.
1983 übernahmen Gerald
und Monika Rottmann den
elterlichen Betrieb. Ihre Tochter
Daniela Rottmann trat 1988 ein
und führt das Unternehmen seit
2009 gemeinsam mit ihrem Mann.
Heute ist die Firma Rottmann ein
kompetenter Ansprechpartner für
moderne Bürotechnik – von Multifunktionsgeräten,
Großformatdruckern
und Scannern bis hin zu
IT-Netzwerken und Videoüberwachungssystemen.
Ein erfahrenes
Team von zehn Technikern sorgt
mit Servicefahrzeugen für schnelle
Hilfe.
„Die Annenstraße soll wieder
eine sichere und saubere Straße
werden. Eine Belebung durch einen
Branchenmix und Gastronomie
mit schönen Gastgärten wäre
toll“, so Daniela Rottmann.
Auch Geschäftsführerin Kerstin
Eberhard ist mit ihrer Galerie
Blaues Atelier schon lange in der
Annenstraße. Im Jahr 2005 gründete
die freischaffende Multimediakünstlerin
unter ihrem Künstlernamen
Florinda die Galerie
Blaues Atelier.
„Ich wünsche mir für die Annenstraße,
dass es eine Fußgängerzone
vom Esperantoplatz bis
zum Roseggerhaus gibt, oder sogar
noch etwas weiter. Positiv zu
erwähnen ist das Aufstellen von
großen Pflanzenkübeln, von denen
wir aufgrund zunehmender
Hitze im Sommer noch viele weitere
gebrauchen könnten“, so die
Künstlerin.
Bereits im Jahr 1920 wurde das Unternehmen Rottmann von Hans und
Maria Rottmann in der Annenstraße gegründet.
ROTTMANN
Kerstin Eberhard beschäftigt sich mit zeitgenössischer Kunst mit dem
Schwerpunkt Biodiversität und Natur und mit Fotografien.
EBERHARD
EINE ENTGELTLICHE KOOPERATION MIT DER STADT GRAZ
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5. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
Pflegende Angehörige
graz 7
Das Pilotprojekt läuft weiter
FORTSETZUNG. Am heutigen Mittwoch, dem 5. November, gab die Stadt Graz bekannt, das Pilotprojekt
„Pflegende Angehörige“ trotz der Budgetanpassungen auch im Jahr 2026 zu unterstützen.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
Das Pilotprojekt „Pflegende
Angehörige“ ist im
März 2024 gestartet: 15
Personen pflegen Angehörige
zu Hause, sind angestellt und
erhalten ein Einkommen von bis
zu 2000 Euro. Im Sommer wurde
eine positive Bilanz gezogen,
doch es war nicht klar, ob das
Pilotprojekt fortgesetzt werden
kann. Heute gab die Stadt Graz
bekannt, das Pilotprojekt 2026
weiterhin zu unterstützen. Auch
eine landesweite Ausweitung
steht im Raum.
Stimmen aus Politik
Gesundheits- und Pflegestadtrat
Robert Krotzer (KPÖ) betont
die Wichtigkeit des Projekts,
denn es ist „gelungen, pflegen-
de Angehörige aus der Unsichtbarkeit
zu holen und ihnen jene
Absicherung zu geben, die sie
verdienen. Sie leisten tagtäglich
unverzichtbare Arbeit“. Dass es
trotz Budgetanpassungen fortgesetzt
wird, ist „ein Signal der
Stadt Graz für soziale Verantwortung
und Menschlichkeit.“ Auch
die Grazer SPÖ-Vorsitzende Doris
Kampus begrüßt die Fortsetzung,
betont jedoch, dass der Bedarf
deutlich größer sei. Deshalb
ist es so wichtig, dieses Angebot
zuerst Schritt für Schritt in Graz
auszubauen und darüber hinaus
auf Landesebene auszuweiten.“
Nach Tristan Ammerer, Gemeinderat
der Grazer Grünen,
würdigt das Projekt Pflegende
und gibt ihnen Sicherheit, allerdings
kann Graz „nur ein Pilotprojekt
stemmen, für mehr
braucht es das Land Steiermark.“
Jahre
Christine Bindar von der Pflegedrehscheibe, Stadtrat Robert Krotzer und
Norma Rieder vom Sozialamt zogen im Sommer Bilanz (v.l.).
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Jahre
Renderings: Stadt Graz/freiland Umweltconsulting ZT GmbH
Graz baut aus! Mit dem zweigleisigen Ausbau der Linie 1 wird die Öffi-Qualität in Geidorf und Mariatrost verbessert.
Fit für die Zukunft: Graz baut aus
Von November 2025 bis März 2028 wird Mariatrost mit dem zweigleisigen Ausbau der
Linie 1 und dem neuen Speicherkanal fit für die Zukunft gemacht.
Zukünftig kommen Fahrgäste
der Linie 1 noch
schneller ans Ziel: Auf
einer Länge von 900 Metern
wird in der Hilmteichstraße
ein zweites Straßenbahngleis
errichtet. Im Zuge des
Ausbaus wird ein dringend
notwendiger Speicherkanal
mit errichtet.
Zwei Gleise für Geidorf
und Mariatrost
Derzeit wird die Straßenbahnlinie
1 im Schnitt in
einem Zehn-Minuten-Intervall
bedient. Unter anderem
deshalb, weil den Straßenbahnen
in der Hilmteichstraße
auf einer Länge von 900
Metern nur ein Gleis zur Verfügung
steht. Die Errichtung
eines zweiten Straßenbahngleises
zwischen der Auersperggasse
und der Haltestelle
Mariagrün ermöglicht
einen Sechs-Minuten-Takt.
Dadurch können bestenfalls
bis zu 1500 Fahrgäste pro
Richtung und Stunde ans
Ziel gebracht werden.
Verkehrsführung und
Schienenersatzverkehr
Die Hilmteichstraße wird
während der Bauzeit als Einbahn
von Süden nach Norden
geführt. Die Nord-Süd-
Verbindung erfolgt über die
Heinrichstraße bzw. Hilmgasse.
Im Zeitraum von November
2025 bis März 2028
bedarf es daher eines Schienenersatzverkehrs
für die Linien
1, E1, 58, 81 und N1.
Die Linie E1 fährt die Haltestelle
„Mariagrün“ nur in
Richtung Mariatrost bzw.
die Linie 58 nur in Richtung
Hauptbahnhof an. Auch die
Linien 81 und N1 halten an
dieser Haltestelle.
Die Haltestelle „Schönbrunngasse“
in Richtung
Hilmteich wird aufgelassen.
Die Ersatzhaltestellen „Hilm-
teich/Botanischer Garten“
für die Linien E1, 58, 81
und N1 befinden sich in der
Hilmgasse.
Errichtung eines
Speicherkanals
Im Rahmen des zweigleisigen
Ausbaus der Linie 1
wird im Bereich Hilmteichstraße
ein neuer Speicherkanal
mit einer Länge von
rund 630 Laufmetern und
einem Durchmesser von
zwei Metern unterirdisch errichtet.
Im Mariatrostertal führen
Mischwasserkanäle sowohl
Schmutz- als auch Regenwasser
ab. Bei starkem Regen
kann es zu Überläufen
kommen, wodurch der Mariatrosterbach
verunreinigt
wird. Der neue Speicherkanal
fängt diese Wassermengen
auf und leitet sie
zur Kläranlage weiter – ein
wichtiger Schritt für saubere
Bäche und nachhaltige Infrastruktur.
Die Errichtung des Speicherkanals
wird knapp ein Jahr
in Anspruch nehmen, Start
ist Anfang November 2025.
Ab Sommer 2026 werden
die Gleise errichtet.
Alle Vorteile auf einen Blick:
- Die Linie 1 kann zukünftig
in einem Sechs-Minuten-
Takt fahren.
- Die Wasserqualität der Bäche
wird verbessert.
- 20 Bäume, Staudenbeete
und Wiesenflächen werden
gepflanzt.
- Neue Geh- und Radwege
werden entstehen
Alle Infos gibt’s unter:
holding-graz.at/grazbautaus
5. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
graz 9
Jahre
Neuer CEO bei Grazer smaXtec
WECHSEL. Das Grazer Unternehmen smaXtec, weltweit führender Anbieter für innovatives Gesundheitsmonitoring
bei Milchkühen, bekommt mit Charlie Sheppy einen neuen Chief Executive Officer (CEO).
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Mit sofortiger Wirkung
übernimmt Charlie
Sheppy die Leitung des
Unternehmens als CEO. Er folgt auf
Stefan Scherer, der zukünftig die
Rolle des Non-Executive Directors
übernehmen wird. Damit wird er
sich zukünftig verstärkt auf die strategische
Weiterentwicklung und
Innovationsstrategie von smaXtec
konzentrieren. „Ich freue mich, die
Verantwortung nach sechs sehr erfolgreichen
Jahren des Wachstums
an Charlie zu übergeben. smaXtec
ist heute das weltweit führende
System für das Gesundheitsmanagement
von Milchkühen, und
ich bin fest entschlossen, das Unternehmen
in meiner neuen Rolle
weiterhin zu unterstützen,“ so
Scherer.
„Ich bin begeistert, smaXtec in
dieser spannenden Phase der Entwicklung
zu übernehmen und gemeinsam
mit diesem großartigen
Team die nächsten Schritte zu gehen.
Die Nutztierhaltung – insbesondere
die Milchviehwirtschaft –
erlebt derzeit eine technologische
Revolution“, erklärt Sheppy.
Zudem wird Hein Schumacher,
ehemaliger CEO von Unilever
und FrieslandCampina, ebenfalls
als Non-Executive Director begrüßt.
Expansion
Das Grazer Unternehmen befindet
sich derzeit auf einem erfolgreichen
Expansionskurs, in den
USA, Europa und Neuseeland.
Auch konnte das Jahr 2025 erneut
mit einem starken zweistelligen
Wachstum abgeschlossen werden.
Charlie Sheppy übernimmt ab sofort die Rolle des CEO bei smaXtec von Stefan
Scherer (r.) der die Rolle des Non-Executive Directors übernimmt. SMAXTEC
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Blaulicht
Report
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Betagte Personen
in Graz bestohlen
■ Am Montag, dem 3. November,
gelang es Polizisten des
Landeskriminalamts Steiermark
mutmaßliche Diebe – zwei algerischen
Staatsbürger im Alter
von 52 und 39 Jahren – auszuforschen.
Diese standen im Verdacht,
betagte Personen in Cafés
und Restaurants in einem Grazer
Einkaufszentrum bestohlen
zu haben. Zum Tathergang: Der
52-Jährige dürfte als unmittelbarer
Täter agiert haben, der
39-Jährige fungierte als Aufpasser.
Die beiden Männer hatten
es auf ältere Gäste in Restaurants
und Cafés abgesehen, die
ihre Jacken über die Sessellehnen
gehängt hatten. Der 52-Jährige
setzte sich gezielt hinter die
Die Freiwilligen Feuerwehren Werndorf, Gössendorf und Feldkirchen bei
Graz retteten am Dienstag ein Pferd aus einem Sumpf.
FF GÖSSENDORF
Opfer und hängte ebenfalls seine
Jacke über die Lehne. Im passenden
Moment zog er unbemerkt
die Geldbörse aus der Jackentasche
des Opfers, entnahm das
Bargeld und legte die Brieftasche
anschließend wieder zurück.
Nach einer Observation durch
Kriminalbeamten konnten die
Täter auf frischer Tat ertappt
werden. Im Auto des 39-Jährigen
fanden die Beamten Bargeld,
Bankomatkarten und gestohlene
Kleidung. Die Männer zeigen
sich teilweise geständig.
Feuerwehr rettet
Pferd aus Sumpf
■ Am Dienstag, dem 4. November,
waren gleich mehrere Feuerwehren
in Werndorf im Einsatz.
Die Freiwilligen Feuerwehren
Werndorf, Gössendorf und Feldkirchen
bei Graz mussten ein
Pferd, das in einem Sumpfgebiet
eingesunken war, befreien. Es
ragte nur noch der Kopf des Tiers
aus dem Schlamm. Das Pferd
konnte mithilfe von Bandschlingen
behutsam aus dem Sumpf
gehoben werden und wurde anschließend
von einem Tierarzt
betreut.
Loki erschnüffelte
einen Einbrecher
■ Am frühen Sonntagmorgen,
dem 26. Oktober, schlug ein unbekannter
Täter die Glasscheibe
eines Lokals in der Annenstraße
ein. Aufgrund eines vermuteten
Einbruchs alarmierten Passanten
die Polizei. Die Beamten
vermuteten, dass sich der Täter
im Innenraum des Gebäudes
befindet. Der Polizeihund Loki
wurde in den Einsatz geschickt.
Loki bewies den richtigen Riecher.
Im Keller eines angrenzenden
Mehrparteienhauses
konnte er den mutmaßlichen
Täter erschnüffeln. Obwohl er
seine Identität nicht preisgeben
wollte, konnten die Beamten herausfinden,
dass es sich bei dem
Täter um einen amtsbekannten
33-jährigen Grazer handelt. Nun
führt das Kriminalreferat des
Stadtpolizeikommandos Graz
weitere Ermittlungen durch.
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Stau bis nach Geidorf
Ich lade Frau Schwentner um
8 Uhr auf einen Kaffee im Kern
ein, da kann Sie ihn live beobachten
– nämlich den Stau in
der kompletten Mariatroster
Straße bis zum Geidorfplatz.
Günther Stark
* * *
Stau, Stau, Stau
Ihr steht nicht im Stau, ihr seid
der Stau!
Florian Kober
* * *
Ausbau der Linie 1
Ein Ausbau der Linie 1 schon
vor Jahren bis nach Fölling wäre
sinnvoll gewesen, damit das
dort fast immer leerstehende
Parkhaus endlich kein Schildbürgerstreich
mehr ist, sondern
seinen Zweck erfüllen kann und
ein Umstieg auf die Öffis attraktiv
wird.
Silvia Graf-Kollik
* * *
Autos raus!
Drum: Autos raus aus der Stadt!
Fabian Scheipel
* * *
Wozu die Ampel?
Das war vorhersehbar dieses
Verkehrschaos! Wozu diese Ampel?
Was wird das jetzt werden?
Keine Lösungen?
Sieglinde Sche
* * *
Einsatzfahrzeuge
Wegen Behinderung der Einsatzfahrzeuge
ist die Haftungsfrage
spannend. Einen medizinischen
Notfall möchte man
nicht haben.
Irina Lein
* * *
Gefährlich
Aber in 10 Monaten wird dann
auch noch der Radl- und Fußgängerweg
gesperrt und dann
wirds erst richtig gefährlich auf
der Mariatroster Straße!
Ralf Edler-Stiegler
* * *
Dauerstau
Von „Begleitmaßnahmen“
und „optimierten
Ampelschaltungen“ war
im Vorfeld groß die Rede
– umgesetzt wurde nichts.
Statt intelligenter Verkehrslenkung
gab’s eine neue Ampel,
die den gesamten Stadtverkehr
lahmlegt. Der Bezirksvorsteher
spricht von 45 Minuten Zeitverlust
– ein Offenbarungseid für
jene, die angeblich für „nachhaltige
Mobilität“ eintreten.
Nachhaltig ist hier nur eines:
der Dauerstau.
Christian Jany
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Riesen
Stau in
Graz
In Mariatrost herrscht seit
vorgestern ein regelrechtes
Verkehrschaos. Die Sperrung
der Hilmteichstraße und
die aktuelle Ampelschaltung
sorgen für Staus, die sich über
mehrere Kilometer erstrecken.
Bezirksvorsteher Erwin Wurzinger
hat nun in einem Brief
an Vizebürgermeisterin Judith
Schwentner um Hilfe gebeten.
Es wurde viel dazu kommen-
REAKTIONEN & KOMMENTARE
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graz 13
Jahre
Mit Wut gegen Nottingham
HIGHLIGHT. Sturm empfängt am Donnerstag (18.45 Uhr) Nottingham Forest. Die Wut, die die Grazer
nach der bitteren Niederlage bei Rapid im Bauch haben, soll in der Europa League hilfreich sein.
Tomi Horvat freut sich auf das Duell mit Nottingham. „Mit guter Energie
wollen wir gegen das Spitzenteam aus England einen Sieg holen.“. GEPA
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Die Generalprobe ist misslungen
– wird dafür die
Premiere ein Erfolg?
Nach dem 1:2 bei Rapid tritt
Sturm in der Ligaphase der Europa
League gegen Nottingham
Forest an. Die Gegner sind in
der Krise, liegen in der Premier
League nach zehn Runden mit
nur einem Sieg und drei Remis
an 19. und vorletzter Stelle und
an der Seitenlinie steht mit Sean
Dyche schon der dritte Trainer
in der laufenden Saison. „Unter
ihm sind sie wieder kompakter“,
sagt Sturm-Trainer Jürgen Säumel.
Seine Mannschaft habe aus
den bisherigen Partien in der
Europa League einiges gelernt.
„Wir haben gegen die Rangers
gewonnen und sind gegen Celtic
verdient in Führung gegangen.
Wir haben gesehen: Wenn
wir eine Top-Leistung bringen,
können wir auch gegen sehr
starke Gegner was mitnehmen.“
Die bittere Niederlage gegen
Rapid habe man schnell verarbeitet.
„Und ich bin sicher, dass
wir die Wut, die die Spieler danach
im Bauch gehabt haben,
in Energie verwandeln, die wir
gegen Nottingham auf den Platz
bringen werden.“ Mut und Entschlossenheit
will der Trainer
von seiner Truppe sehen. „Wir
müssen immer aktiv bleiben,
auch nach einer möglichen
Führung und dürfen nicht in
den Verwaltungsmodus gehen.“
Die Partie in der Merkur Arena
ist übrigens restlos ausverkauft,
1400 englische Fans begleiten
ihre Truppe nach Graz.
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Ausblick
Was am Donnerstag
in Graz wichtig ist
■ Die Werbebranche ist bereit zu feiern: In der Seifenfabrik werden
am morgigen Donnerstag wieder die Green Panther Awards in
13 verschiedenen Kategorien verliehen. Moderiert wird das Event
von Andi Knoll, die Grazer Band City Lights Calling sorgt für Stimmung.
■ Das Wohnhaus für Männer und das Wohnhaus für Frauen des
Grazer Sozialamts wurden umfassend saniert. Bürgermeisterin Elke
Kahr gibt einen Einblick in die Modernisierung und die Arbeit, bei
der Menschen in schwierigen Lebenslagen dort unterstützt werden.
■ Sturm Graz trifft im Rahmen der Europa League zuhause auf NottinghamForest.
Ankick ist um 18.45 Uhr. Bei der letzten Begegnung
1984 hat man das Halbfinale im UEFA-Cup gegen die Engländer verpasst.
■ Die Pizzeria Napo expandiert: Morgen werden die neuen Flächen
in der Neutorgasse eröffnet. Rund siebzig zusätzliche Sitzplätze bietet
Hausherr Dominik Flaßer dort an.
■ Von morgen bis 19. November findet im Literaturhaus Graz „bookolino“,
das Festival für junge Leser statt.
graz 15
Jahre
■ Im Graz Museum und Schlossberg Museum gibt es am Studi Tag
freien Eintritt für Studierende, Alumni und Mitarbeiter.
Mit den Green Panther Awards werden am morgigen Donnerstag wieder
die beliebtesten Werbepreise des Landes vergeben.
MANDL/JACK COLEMANT
25 Jahre Privatklinik RagnitzANZEIGE
Privatklinik Graz Ragnitz. Ein Meilenstein, der ein Vierteljahrhundert stetiger
Weiterentwicklung und konsequenten Einsatz für medizinische Exzellenz würdigt.
PRIVATKLINIK GRAZ RAGNITZ
Als erste nach ISO 9001
zertifizierte Hochbaustelle
der Welt wurde die Klinik
nach einer Rekordbauzeit Anfang
Oktober 2000 offiziell eröffnet.
Medizinische Exzellenz und
persönliche Betreuung
„Die Privatklinik Graz Ragnitz
wurde mit dem Anspruch errichtet,
neue Standards für
Privatmedizin zu setzen – und
das ist in den vergangenen 25
Jahren absolut gelungen. Mit
der Kombination aus hervorragendem
Leistungsangebot
und einem exzellenten Team
ist diese Klinik superfit aufgestellt
für die Zukunft,“ erklärt
Werner Fischl, Geschäftsführer
der Klinik. Rund 19.000 Babys,
die hier auf die Welt gekommen
sind, machen die Privatklinik
Graz Ragnitz zu einer der beliebtesten
Geburtskliniken der
Steiermark. Neben dem Geburtsbereich
ragt auch die Expertise
in den anderen medizinischen
Fachbereichen heraus.
Seit dem Jahr 2000 wurden in
der Klinik rund 100.000 operative
Eingriffe durchgeführt, u.a. in
den Fachbereichen Orthopädie,
Unfallchirurgie und Gynäkologie.
Jubiläumsfeier
Mit einem großen Fest, das
einen Blick in die Vergangenheit
und die Zukunft zeigte, feierte
die Klinik bereits im September
ihr 25-jähriges Bestehen. Besondere
Highlights waren die Präsentation
des Jubiläums-Buches
„25 Jahre – 25 Stories“, die
Eröffnung der Jubiläumsausstellung
im Garten der Klinik und die
Ehrung von Mitarbeitenden, die
seit der Gründung dabei sind.
„Ohne unser Team, das mit hoher
Expertise, Leidenschaft und
großem Engagement arbeitet,
wäre dieser Weg nicht möglich
gewesen“, betont Fischl.
Privatklinik Graz Ragnitz
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