baby&co 06/2025
BABY&CO ist die Zeitschrift, die junge Familien von der Zeit des Kinderwunsches über die Schwangerschaft bis in die ersten Lebensjahre des Kindes liebevoll begleitet und unterstützt. Eine bewegende Zeit voller Emotionen und neuer Eindrücke! Ob es um die richtige Ernährung und Pflege geht, um Geburtsvorbereitung, das erste Kinderzimmer, die optimale Förderung, um Erziehung oder Kitas: Unsere Leser finden eine große Bandbreite an nützlichen Tipps und Hilfestellungen von Experten für die neue Lebenssituation.
BABY&CO ist die Zeitschrift, die junge Familien von der Zeit des Kinderwunsches über die Schwangerschaft bis in die ersten Lebensjahre des Kindes liebevoll begleitet und unterstützt. Eine bewegende Zeit voller Emotionen und neuer Eindrücke!
Ob es um die richtige Ernährung und Pflege geht, um Geburtsvorbereitung, das erste Kinderzimmer, die optimale Förderung, um Erziehung oder Kitas: Unsere Leser finden eine große Bandbreite an nützlichen Tipps und Hilfestellungen von Experten für die neue Lebenssituation.
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SCHUTZGEBÜHR 2,50 € 06/2025
...ich ♥ mein
Baby
Schwanger
Gesund und fit durch
40 Wochen
Ernährung
So wecken Sie die ganze
Kraft der Vitamine
Xmas!
Tipps für entspannte
Festtage mit Baby
und Kleinkind
Hurra! Es
schneit!!! :-)
Kleine
Wüteriche
Wie Eltern mit
ihnen umgehen sollten
Wir freuen
uns auf dich !
Bald zu dritt? Wie Sie sich entspannt
auf das große Ereignis vorbereiten
Täglich erkrankt in
Deutschland jemand
an Meningokokken.
Kinder unter 5 Jahren
sind besonders
gefährdet – jetzt
schützen.
Meningokokken-Erkrankungen sind selten,
können aber zu einer lebensbedrohlichen
Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung
mit schweren Folgen, unter anderem
Amputationen, führen. Daher ist es wichtig,
dein Kind von Anfang an zu schützen.
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Liebe Leserin,
lieber Leser,
wir freuen uns sehr,
Sie bei „baby&co“
begrüßen zu dürfen!
Sie blättern gerade
in der Ausgabe 06/2025.
Vorbereitet haben wir
für Sie viele spannende
Hintergrundinfos zu
Themen rund um die
junge Familie,
wissenswerte Fakten zu
Schwangerschaft, Geburt,
Gesundheit, Ernährung
und vieles mehr.
Viel Spaß beim Lesen!
Ihre
Redaktion
Inhalt
4 WIR FREUEN UNS
AUF DICH
12 DAS 1. WEIHNACHTEN
MIT KIND
16 STILLEN IN DER
ÖFFENTLICHKEIT
18 DIE KRAFT DER VITAMINE
22 GESUNDE
SCHWANGERSCHAFT
28 KLEINE WÜTERICHE
34 IMPRESSUM
4
Wir freuen uns auf Dich!
12
Das 1. Weihnachten
mit Kind
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18
Die Kraft
der Vitamine
topthema
Wir freuen
uns auf
dich, Baby!
Bald ist es so weit: Der Bauch rundet sich,
der Termin rückt näher. Wie Sie sich entspannt
auf das große Ereignis vorbereiten
wWird die Entbindung reibungslos verlaufen?
Wie wird es sich anfühlen, das
erste Mal unser Baby im Arm zu halten?
Werden wir gute Eltern sein? In den
Wochen und Monaten vor der Geburt
geht einem viel durch den Kopf. Wir
haben praktische Antworten auf wichtige
Fragen rund um die Geburt für Sie
zusammengestellt.
WIE WICHTIG SIND
GEBURTSVORBEREI-
TUNGSKURSE?
Es lohnt sich, nicht nur auf Ratgeberliteratur
und das Internet zu vertrauen.
Studien haben gezeigt, dass
Frauen, die einen Geburtsvorbereitungskurs
absolvieren, anschließend
zufriedener mit der Geburtserfahrung
sind und häufiger stillen. Und: Paarkurse
sorgen offensichtlich dafür, dass
die Zeit nach der Geburt harmonischer
verläuft und Frauen seltener unter depressiven
Verstimmungen leiden. Eine
engagierte, mutmachende Hebamme
kann viele unnötige Sorgen nehmen
und den Kurs zusätzlich zu einem hilfreichen
Ritual machen, das seelische
Prozesse anstößt. Schließlich geht es
nicht nur um den Erwerb technischen
Wissens – ein Kind zu bekommen, bedeutet
auch, sich auf etwas Neues und
Unbekanntes einzulassen. Auch
Freundschaften mit anderen Eltern, die
viele Jahre halten, nehmen oft bei solchen
Terminen ihren Anfang. Krankenkassen
zahlen den Müttern meist einen
14-stündigen Geburtsvorbereitungskurs
bei einer Hebamme.
4 BABY&CO 06/2025
06/2025 BABY&CO 5
WIE SEHR MUSS ICH
MICH SCHONEN?
Solange Sie sich rundum richtig wohlfühlen,
ist „fast“ alles erlaubt. Amerikanische
Wissenschaftler haben im
Rahmen einer Studie bewiesen, dass
Sport die Blutversorgung des Kindes
nicht beeinträchtigt. Damit bestätigen
sie die Leitlinien der US-Gesundheitsbehörden,
die Schwangeren zu fünf Mal
30 Minuten Sport in der Woche raten.
„Auch nicht-trainierte Frauen sind ausdrücklich
zur Aufnahme sportlicher
Aktivitäten aufgefordert“, sagt Prof.
Annegret Geipel, Leiterin der Abteilung
für Geburtshilfe und Pränatale Medizin
am Universitätsklinikum Bonn.
„Frauen, die regelmäßig schwimmen,
Rad fahren oder walken, vermeiden eine
übermäßige Gewichtszunahme und
senken das Risiko auf einen Schwangertopthema
tipps
Wenn es
drückt und
schmerzt
Eine Schwangerschaft bedeutet
für Ihren Körper Hochleistung.
Was gegen typische Beschwerden
des letzten Trimesters hilft
• Oberbauchschmerzen Sie entstehen
oft durch den verstärkten Druck auf den
Magen und die Tritte des Babys. Aber
auch Gallensteine können der Grund sein,
da der Fettstoffwechsel in der Schwangerschaft
verändert ist. Das hilft: Koliken
auslösende Nahrungsmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte,
gekochte Eier, Kaffee sowie
fettreiche gebratene Speisen meiden.
• Restless-Legs-Syndrom Etwa zehn
bis 30 Prozent der Schwangeren erleben
in den Wochen vor der Geburt ein Kribbeln,
Reißen oder Brennen in den Beinen. Leider
hilft außer Duldsamkeit, Massieren und
Bürsten der Beine sowie kalten Fußbädern
nicht viel. Medikamente, die lindernd wirken,
sind für Schwangere nicht zugelassen.
Nach der Geburt klingen die Beschwerden
meist ohne Therapie wieder ab.
• Kopfschmerzen Sie sind oft ein Zeichen
für Überanstrengung. Eine fünfminütige
Pause, in der Sie in die Natur blicken oder
sich mit geschlossenen Augen und hochgelagerten
Beinen hinlegen, reduziert den
Schmerz. Stirnumschläge mit einem Tropfen
Pfefferminzöl tun ebenfalls gut. Kopfschmerzen
können auch ein Hinweis sein,
dass Sie zu wenig getrunken haben.
• Rückenschmerzen Durch die besondere
Beanspruchung schmerzt oft das
Kreuz. Lindernd wirken eine Massage der
Lendenwirbel, ein warmes Bad oder der
Strahl der Dusche sowie Kraft- und Haltungstraining.
Mit Übungen für den Beckenboden
können Sie auch Ihren Rücken
stärken. Beim Sitzen sollten Sie auf eine
aufrechte Haltung achten.
schaftsdiabetes. Wichtig: Verletzungsreiche
Sportarten wie Skifahren oder
Reiten sind tatsächlich tabu. Und kurz
vor der Geburt sollten Sie Ihre Kräfte
sammeln und es bei Spaziergängen belassen.“
WO SOLL UNSER KIND
AUF DIE WELT KOMMEN?
98 Prozent aller Frauen entbinden im
Krankenhaus. Ärzte und Hebammen
stehen dort rund um die Uhr bereit. Bei
Komplikationen können Mutter oder
Kind rasch auf die Intensivstation verlegt
werden. Der Nachteil ist ein durchorganisierter,
meist wenig intimer
Klinikalltag. Geburtshäuser sind behaglicher
und bieten eine dichtere Betreuung
durch die Hebamme. Bei Komplikationen
muss die Gebärende allerdings
in eine Klinik verlegt werden. Die
Krankenkassen übernehmen die Hebammenleistungen
vollständig, nicht jedoch
die Kosten für Unterkunft und
6 BABY&CO 06/2025
Verpflegung. Hausge burten sind heute
selten, aber möglich. „Können alle absehbaren
Komplikationen ausgeschlossen
werden, ist nichts gegen eine Geburt in
den eigenen vier Wänden einzuwenden“,
so die Bundeszentrale für ge sund heitliche
Aufklärung. Infos: www. familienplanung.de,
Stichwort „Hausgeburt“.
WER SOLL MICH IN
DEN KREISSSAAL
BEGLEITEN?
Dass werdende Väter bei der Geburt
dabei sind, gilt heute als normal. Aber
seien Sie gedanklich offen und horchen
Sie in sich hinein. Vielleicht fühlen Sie
sich wohler, wenn eine Freundin oder
Ihre Mutter Sie begleitet? Und Ihr Partner
sollte auch sagen dürfen, wenn ihn
die Aufgabe ängstigt. „Manche Männer
fühlen sich überfordert und beschimpfen
im Stress die Geburtshelfer: ‚Tun Sie
doch endlich etwas für meine Frau!‘
Das wiederum stört die Frau und/oder
das Team“, so die Gynäkologin und
Psychotherapeutin Dr. Claudia Schumann
(siehe Interview Seite 10). Kurzum:
Es geht nicht darum, Normen zu
erfüllen, sondern den Weg zu finden,
der sich für Sie am besten anfühlt.
WORAN KANN ICH
ERKENNEN, DASS ES
LOSGEHT?
Erstes Anzeichen sind die Senkwehen
einige Wochen vor dem Termin. Bei etwa
zehn Prozent der Frauen kündigt
sich die Geburt selbst mit der soge-
06/2025 BABY&CO 7
topthema
WAS IN DEN KLINIKKOFFER
GEHÖRT
Ab der 35. Woche sollten Sie
vorbereitet sein!
FÜRS BABY
Neugeborene
tragen Klinik-
Strampler.
KLEIDUNG
Weite T-Shirts oder Nachthemden
mit aufknöpfbarem Oberteil,
Still-BHs – alles zum Wechseln.
Dazu: warme Socken, Strickjacke,
Bademantel, Jogginganzug,
Schlappen.
FÜR DEN KREISSSAAL
Entspannungsmusik, kleine
Snacks, Thermoskanne mit Tee.
Kontaktlinsenträgerinnen sollten
eine Brille einpacken.
PFLEGE
Wasch- und Kosmetikartikel
einpacken.
Wichtig: Vorab in der
Klinik nachfragen,
ob Handtücher,
Waschlappen, Einmal-
Unterwäsche und Binden
gestellt werden.
PAPIERE
Mutterpass, Personalausweis
und Krankenkassenkarte.
nannten Zeichnungsblutung an. Eine
hellrote Blutung kann ein Hinweis sein,
dass sich der nun schon stark durchblutete
Muttermund öffnet. Blutungen
sollten aber auf jeden Fall vom Arzt abgeklärt
werden. Wenn die Fruchtblase
reißt oder platzt, wissen Sie auf jeden
Fall, dass es losgeht. Drei Viertel der
Geburten beginnen mit regelmäßigen
Wehen, die jeweils bis zu einer Minute
dauern und in immer kürzeren Abständen
kommen. Echte Wehen unterscheiden
sich von Übungswehen darin, dass
sie bei einem warmen Bad sogar noch
stärker werden. Dass bei Vollmond besonders
viele Babys geboren werden,
stimmt übrigens nicht. Dies fand ein
Mathematiker von der Universität Halle
heraus, der dafür insgesamt vier Millionen
Geburten auswertete.
WAS, WENN MEIN
BABY NICHT ZUM TERMIN
KOMMT?
In der Regel ist das kein Problem. Sie
werden ab jetzt nur engmaschiger – alle
zwei bis drei Tage – untersucht. Der
Arzt misst die Fruchtwassermenge und
überprüft mit Ultraschall, ob es dem
Baby gut geht. Normalerweise muss die
Geburt erst nach zwölf bis 14 Tagen
eingeleitet werden, da dann die Risiken
fürs Kind steigen. Viele Hebammen
schwören auf drei bis vier Tassen Himbeerblättertee
am Tag, um die Geburt
in Gang zu bringen. Wissenschaftlich
belegt ist die Wirkung aber nicht. Bei
Hautausschlag die Trinkmenge reduzieren.
Sex und Zärtlichkeit regen die
Produktion des Wehenhormons Oxytocin
an. Sperma enthält zudem Prostaglandine,
die ebenfalls Wehen auslösend
wirken.
8 BABY&CO 06/2025
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topthema
INTERVIEW
„ÄNGSTE VOR DER GEBURT
SIND GANZ NORMAL“
Dr. Claudia Schumann von der Deutschen
Gesellschaft für psychosomatische
Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist Gynäkologin
und Psychotherapeutin
BABY&CO: Muss ich mir Sorgen machen, wenn
ich mir die Geburt nicht nur als freudiges Ereignis
vorstelle?
DR. CLAUDIA SCHUMANN: Überhaupt nicht. Eine
Geburt ist eine Grenzerfahrung. Mich würde es eher
wundern, wenn eine Frau gar nicht unruhig ist.
Was genau befürchten Schwangere?
Manche stellen sich vor, dass sie von unerträglichen
Schmerzen überwältigt werden. Andere ängstigt die
Vorstellung, keine Kontrolle mehr über sich und die Situation
zu haben. Oder sie empfinden Scham bei der
Vorstellung, vor anderen Menschen fast nackt und mit
gespreizten Beinen dazuliegen. Auch mögliche Verletzungen,
etwa ein Dammriss, beunruhigen Schwangere.
Seltener ist die Angst, dass das Kind Schaden erleiden
könnte. Meist vermischen und überlagern sich verschiedene
Gedanken und Befürchtungen.
Wie kann ich damit umgehen?
Am besten hilft, diese diffuse Gefühlslage aufzudröseln
und konkret zu klären: Welche Fantasien habe ich? Was
beunruhigt mich am meisten? Mit der Hebamme, beim
Geburtsvorbereitungskurs oder den Vorsorgeterminen
kann ich dann besprechen, was mir in diesen Situationen
jeweils helfen könnte: Für die eine Frau ist das Wissen
um Schmerzmittel beruhigend. Eine andere braucht die
Gewissheit, dass da vertraute Menschen sein werden,
die gut für sie sorgen und das Heft in die Hand nehmen,
wenn sie nicht mehr kann. Manche Schwangere
brauchen ganz viele kompetente Informationen, was
in welchen Momenten geschieht, um das Gefühl von
Sicherheit wiederzuerlangen. Aber auch die Rückmeldung:
Es ist völlig in Ordnung, verunsichert zu sein, löst
beklemmende Gefühle oft schon etwas auf.
Bekommen Schwangere diese Rückmeldung?
Frauen gestatten sich oft selbst nicht, diese Gefühle zu
haben. Sie wiegeln sie mit Gedanken wie „Milliarden von
Frauen haben schon Kinder auf die Welt gebracht“ ab.
Das stimmt zwar. Aber eine Geburt bleibt trotzdem eine
existenzielle Erfahrung. Ich betrachte es als wichtige
Aufgabe von Hebammen, Ärztinnen und Ärzten, Ängste
nicht einfach zu beschwichtigen, sondern sie anzusprechen
und konstruktiv bei der Bewältigung zu helfen.
Keine Schwangere sollte das Gefühl haben, es sei nicht
richtig, wie sie empfindet.
Wirken sich Ängste auf den Geburtsverlauf aus?
Durchaus! Angst führt zu erhöhter Anspannung und
Verspannung – und das kann den Geburtsverlauf behindern.
Die Geburt kann länger dauern, weil die Frau
nicht „loslassen“ kann.
Ab wann sind Ängste problematisch?
Sie gehen über das normale Maß hinaus, wenn eine Frau
von ihren Gefühlen ganz und gar überflutet ist und auf Angebote,
Lösungen zu finden, nicht mehr eingehen kann.
Wie kommt es dazu?
Man schätzt, dass jede vierte bis fünfte Frau im Laufe
ihres Lebens Gewalterfahrungen macht. Ängste vor der
Geburt vermischen sich dann mit Urängsten, die vor
viel längerer Zeit entstanden sind. Aber auch die Vorerfahrung
einer traumatischen Geburt, tagelange Wehen,
extreme Ohnmachtsgefühle oder ein Notkaiserschnitt
können dazu führen. Es ist wichtig, dass Ärzte und Hebammen
im Krankenhaus darüber informiert sind, damit
sie darauf eingehen können.
Tun wir als Gesellschaft genug dafür, dass Schwangere
der Geburt mit guten Gefühlen entgegensehen?
Nein. Ich finde die Entwicklungen der vergangenen
Jahre erschreckend. Viele Frauen haben Hemmungen,
ihren Arbeitgeber über die Schwangerschaft zu informieren.
Selten erleben sie Freude und Unterstützung,
viel häufiger kommt es zu abwertenden Bemerkungen
bis hin zu Mobbing. Arbeitgeber drängen schwangere
Frauen etwa dazu, sich vom Arzt möglichst schnell ein
Beschäftigungsverbot ausstellen zu lassen, damit sie
keine schwangerengerechten Arbeitsplätze einrichten
müssen. Statt sie einzubinden und ihnen Sicherheit
zu geben, werden Schwangere aus der Arbeitswelt
gedrängt und alleingelassen. Wir alle sollten es als unsere
Aufgabe betrachten, Schwangeren besonders viel
Aufmerksamkeit und Geborgenheit zu schenken: Eine
Schwangerschaft ist keine Krankheit, aber eine körperlich
und auch seelisch anstrengende Aufgabe!
FOTOS: ALEKSANGEL, ND3000, GRIGORYLUGOVOY, KATARZYNABIALASIEWICZ, TATIANA BASS, VANIT JANTHRA: ISTOCK
10 BABY&CO 06/2025
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erziehung
Horch, da kommt
das Christkind!
12 BABY&CO 06/2025
Für frischgebackene Eltern ist Weihnachten
ein ganz besonderes Fest. Wichtig ist, sich
nicht zu überfordern. 10 Tipps für entspannte
Festtage mit Baby und Kleinkind
wWenn der Weihnachtsbaum prächtig
geschmückt ist, alles nach Lebkuchen und
Kerzenwachs duftet und was Leckeres
in der Pfanne brutzelt, freuen sich alle
Kinder – und viele junge Eltern haben
die Heiligabende ihrer eigenen Kindheit
wieder vor Augen. Doch auch wenn bei
manchen die Freude an Weih nachten
seit den Kindheits tagen etwas abgeebbt
ist: Mit dem eigenen Baby soll es wieder
so richtig heimelig werden – wie früher
eben! Unsere Tipps helfen Ihnen.
1
Nicht
auf den
letzten Drücker
Hektik vor dem Fest überträgt sich automatisch
aufs Kind, auch wenn’s noch so
klein ist. Planen Sie rechtzeitig, wann Sie
noch welche Besorgungen machen wollen,
welche Essensvorbereitungen getroffen
werden müssen und wie die Wohnung geschmückt
wer den soll. Ihr Baby wird von
alldem noch nicht allzu viel mitbekommen,
aber: Je besser Sie sich die Zeit einteilen,
je mehr Ruhe Sie bei aller Organisation
walten lassen, desto wohler wird es sich
fühlen – und zwar in der gesamten Advents-
und Weih nachtszeit. Ganz wichtig:
Planen Sie nicht zu viel und über fordern Sie
sich nicht. Für Ihr Kind ist auch über die
Festtage ganz einfach eine harmonische,
zufriedene Atmosphäre wichtig.
2
Lieber
besuchen
lassen
Planen Sie nicht nur Heiligabend rechtzeitig,
sondern auch die Feiertage – welche
Abläufe sind vorgesehen und wann sind
Sie mit Kind unterwegs? Sind normalerweise
Besuche bei Verwandten und Freunden
angesagt, ist es diesmal vielleicht
sinnvoller, diese einzuladen. Ihr Kind
wird es Ihnen danken, wenn es neben
den unbekannten Stimmen nicht auch
noch mit einer ungewohnten Umgebung
zurechtkommen muss. Vielleicht l
06/2025 BABY&CO 13
erziehung
besuchen Ihre Eltern oder Schwiegereltern
Sie – soweit es die Gesundheit zulässt
– und bringen noch etwas von ihrem
Festtagsbraten mit.
3
Keine
Experimente
Sie sehen sich schon mit Grausen
stundenlang am heimischen Herd stehen,
während Ihr Kind in der Wiege schreit
und der Papa noch Besorgungen macht?
Bedenken Sie: Weniger ist mehr! Wenn
Sie gern die Festtagsköchin sind, dann
wählen Sie ein einfaches, leckeres und
bereits erprobtes Gericht, und wagen Sie
sich nicht ausgerechnet mit Baby erstmals
an Omas berühmtes Zwölf-Stunden-
Lamm aus dem Römertopf. Wenn es
aber doch etwas aufwendiger sein soll,
empfiehlt sich eine rechtzeitige und exakte
Absprache der Rollenverteilung:
Beispielsweise ist der Papa dann so lange
fürs Kind zuständig, wie die Küchentür
eisern geschlossen bleibt.
4Plätzchen statt
Braten
Apropos Essen: Je kleiner Ihr Kind ist,
desto weniger kann es zu Weihnachten
mit plötzlichen Geschmacksexperimenten
anfangen. Was die Ernährung angeht, sind
kleine Kinder eher konservativ. Stillkinder
ohnehin, doch auch in der zweiten Hälfte
des ersten Lebensjahres sollte es an Weihnachten
die gewohnte Fläschchen- bzw.
Breikost sein. Und selbst im zweiten und
dritten Lebensjahr ist dicke Freude über
fetten Braten eher unwahrscheinlich. Viel
spannender und leckerer ist frühzeitiges
gemeinsames Plätzchenbacken!
5Rituale flexibel
absprechen
Um Enttäuschungen und Missverständnisse
zu vermeiden, sollten Sie auch weihnachtliche
Rituale rechtzeitig mit Ihrem
Partner absprechen – fragen Sie sich gegenseitig
„Wie war das früher in deiner
Familie an Weihnachten und was davon
ist dir jetzt wieder wichtig?“ So entwickelt
sich sicherlich ein schönes gemeinsames
Ritual. Bei aller Planung sollten Sie aber
flexibel bleiben: Sollte Ihr Nachwuchs
weinen, hat er Vorfahrt, auch wenn Sie
gerade noch so heimelig Weih nachtslieder
hören oder singen, bei Kerzenschein
an der weihnachtlichen Tafel sitzen
oder neugierig Geschenke auspacken.
6Kirchenbesuch?
Ohne Baby
Und der in vielen Familien übliche Kirchenbesuch?
Es kommt natürlich darauf
an, wie wichtig er Ihnen ist – aber mit
Baby sollten Sie das schon ganz genau
abwägen. Vom Gottesdienst hat Ihr Kind
jedenfalls nichts – bestenfalls schläft es.
Mit drei oder vier Jahren sieht es oft
schon ganz anders aus: Jetzt können z. B.
Krippen spiele und Co. richtig spannend
sein! Viele Kirchengemeinden stimmen
ihren Weih nachts-Gottesdienst am Nachmittag
speziell auf kleine Besucher ab.
7Schenken mit
Augenmaß
Klar: Ein wichtiger Punkt ist das Schenken
und Beschenktwerden. Aber was schenkt
man einem Baby? Hand aufs Herz: Geschenke
für die Winzlinge sind immer
erst mal Geschenke für sich selbst – oder
den Partner. Dagegen ist auch nichts zu
sagen. Fürs Baby ist ein einfaches Erstlingsspielzeug
aus Holz (z. B. eine Rassel)
oder ein kleines Kuscheltier völlig aus-
FOTOS: WINYUU, TATYANA_TOMSICKOVA: ISTOCK
14 BABY&CO 06/2025
reichend. Auch Großeltern und Tanten
sollten nicht übertrieben und wahllos
schenken. Geben Sie der Verwandtschaft
einen Wink, was wirklich sinnvoll ist
(z. B. Babykleidung). Etwa ab anderthalb
Jahren kann allerdings schon das
Auspacken einen gewissen Reiz haben.
8Und … lächeln!
Das Wohnzimmer muss nicht zum
Foto- oder Filmstudio werden, aber: Den
einen oder anderen Schnappschuss sollten
Mama oder Papa schon machen. Denn
das erste Weihnachtsfest zu dritt wird
später garantiert ein Renner im (virtuellen)
Familienalbum! Tipp: Sichern Sie
Ihre digitalen Bilder bzw. Filme nicht nur
auf der Festplatte Ihres Computers bzw.
Smartphones, sondern auch extern bzw.
online in einer Cloud. So bleiben einmalige
Erinnerungen dauerhaft erhalten.
9Ganz natürlich
bleiben
Bremsen Sie die Erwartungen: Den
Rhythmus gibt ohnehin nur Ihr Baby
vor. Und die große Harmonie pünktlich
zu Heiligabend wird möglicherweise nur
bedingt ausbrechen. Denn unter deutschen
Dächern wird zu keiner Zeit öfter
gestritten als in der Weihnachtszeit. Zum
einen, weil alle über eine ungewöhnlich
lange Zeitspanne hinweg beisammen sind,
zum anderen, weil man sich „die große
Harmonie“ oft zwangsverordnet – und
das geht gerne schief … Auch Ihr Baby
spürt, ob Sie sich verhalten wie immer
oder ob die Stimmung irgendwie ins Unnatürliche
umschlägt. Seien Sie einfach so
wie sonst auch. Das ist in einer intakten
Partnerschaft sicherlich die beste aller
Möglichkeiten – gerade an Weihnachten.
10
Gela ssenheit
steckt an
Der beste aller Tipps: Bleiben Sie gelassen.
Betrachten Sie das ers te Weihnachtsfest
mit Baby als Versuchsballon für die kommenden,
sicherlich noch turbulenteren
Jahre. Gelassenheit hat den Vorteil, ansteckend
zu sein. An Heiligabend geht es
um Besinnung – und nicht um das Mitschleppen
und Herumzeigen Ihres kleinen
Schätzchens. So klappt’s bestimmt mit
einem schönen ersten Fest zu dritt. v
Advertorial
Der Löffel mit Spaßfaktor
Spoonies: Spiel und Spaß beim Essen mit
sicherer Qualität „Made in Germany“
Viele Eltern kennen es: Das Kind sitzt am Tisch, der Teller
ist voll, doch der kleine Mund bleibt zu. Aus einer solchen
Alltagssituation entstand in Hamburg die Idee der Spoonies
– liebevoll gestaltete Kinderlöffel, die das Essenlernen zum
Erlebnis machen.
Jeder Löffel trägt eine bunte Figur, die Kinder sammeln,
tauschen und sogar zum Spielen nutzen können. So wird aus
dem ungeliebten Löffel ein Freund, der Lust aufs Essen macht.
Die Spoonies sind ergonomisch geformt, sicher und praktisch:
mit schmaler Löffelschale, langem Griff und kippsicherer Auflage.
Hergestellt in Deutschland, aus BPA-freien, lebensmittelechten,
Materialien und CO 2 -neutral verpackt, stehen sie für Qualität
und Nachhaltigkeit.
HInter der Idee steckt ein Hamburger Eltern-Startup – von
Eltern für Eltern entwickelt, um den Esstisch wieder zu einem
Ort der Freude zu machen.
Mehr auf spoonies-fun.de
QR-Code
scannen und
loslöffeln...!
unterhaltung
Die normalste
Sache der Welt?
Noch immer ist Stillen in der Öffentlichkeit für
viele Menschen keine Selbstverständlichkeit.
Fakten und Hintergründe zu einem Thema, bei
dem die Meinungen auseinanderdriften
STILLORT
KIRCHE?
Darf man in der Kirche Stillen?
Zumindest Papst Franzikus
hat dazu eine klare Meinung.
„Ihr Mütter, gebt euren Kindern
Milch, jetzt gleich, wenn sie
Hunger haben (…) Danken wir
dem Herrn für das Geschenk der
Milch“, rief er anlässlich eines
Taufgottesdienstes im Petersdom
in die Menge. Und fügte hinzu:
„Tranquillo“, in diesem Zusammenhang
zu übersetzten als
„Kein Stress!“. Eine Haltung, die
nicht alle Menschen in Deutschland
teilen: 57 Prozent halten,
laut einer Umfrage von YouGov,
das Stillen in der Kirche für nicht
angemessen, nur 34 Prozent
sind dafür. In der Praxis wird das
Stillen aber in katholischen wie
evangelischen Kirchen gerne
gesehen – auch wenn es immer
mal Ausreißer gibt, bei denen
Frauen durch unkundige Kirchenmitarbeiter
kritisch angesprochen
werden.
sStillen ist, besonders in den ersten Lebensmonaten,
die beste Ernährung fürs Baby
– daran lässt der aktuelle Forschungsstand
keinen Zweifel. Und auch die Mutter profitiert
gesundheitlich davon, wie zahlreiche
Studien belegen. Vor allem aber ist Stillen
ungemein praktisch. So lange Mama und
Baby zusammen sind, kann das Kleine
jederzeit eine Mahlzeit erhalten, die perfekt
temperiert und auf seine Bedürfnisse zugeschnitten
ist.
Der Haken an der Sache: Babys lassen sich
nicht auf bestimmte Uhrzeiten programmieren.
Sie wollen – und sollen – auch mal
zu unerwarteten Zeitpunkten trinken, wenn
sie das Bedürfnis danach haben. Dieses
sogenannte „Stillen nach Bedarf“ wird von
Hebammen und Stillberaterinnen empfohlen,
weil sich die Milchbildung dadurch
von Anfang an auf die tatsächlichen Bedürfnisse
des Babys einpendelt. Im Schnitt
zehn bis zwölf Mal am Tag legen Frauen
den Säugling bei dieser Methode an. Dass
das nicht immer in den eigenen vier Wänden
passieren kann, liegt bei dieser Häufigkeit
auf der Hand.
WEDER ERLAUBT NOCH
VERBOTEN
Doch was ist, wenn das Kleine sich meldet,
wenn Mama gerade unterwegs ist? Ist es
heute möglich und gesellschaftlich akzeptiert,
das Baby überall einfach an die Brust
zu legen? Der Gesetzgeber gibt darauf keine
eindeutige Antwort: Stillen in der Öffentlichkeit
ist in Deutschland weder ausdrücklich
erlaubt, noch verboten. Allerdings
stellte der wissenschaftliche Ausschuss des
Bundestages 2016 fest, dass es keinerlei
rechtliche Gründe gibt, die dagegensprechen
– und hob damit, zumindest indirekt, den
Daumen für Stillende im öffentlichen Raum.
In einer Grauzone blieben bei dieser Untersuchung
die Gaststätten: Hier hat der
Bewirtende das „Hausrecht“ und somit
theoretisch die Möglichkeit, das Stillen im
Gastraum zu untersagen. Allerdings nur
dann, wenn die Mutter noch nichts bestellt
hat. Steht eine Tasse Kaffee vor ihr, wurde
bereits ein sogenannter „Bewirtungsvertrag“
geschlossen – und der Hausherr kann
nachträglich nicht mehr verlangen, dass
eine stillende Mutter sein Lokal verlässt.
Betroffenen Frauen dürften solche Spitzfindigkeiten
nicht weiterhelfen. Um ihr
Kind in Ruhe trinken zu lassen, brauchen
sie ein friedliches Umfeld, das Akzeptanz
– oder zumindest keine Ablehnung – signalisiert.
AKZEPTANZ JA –
ABER NICHT ÜBERALL
Wie aber sieht es mit der allgemeinen Stimmung
aus? Ist es in Deutschland längst
normal geworden, sein Kind unterwegs
anzulegen? Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts
YouGov zeigt ein differenziertes
Bild: 61 Prozent der Deutschen
halten das Stillen in der Öffentlichkeit
grundsätzlich für angemessen, 27 Prozent
sind dagegen. Doch auch die Befürworter
machen Einschränkungen. Rund Dreiviertel
der Befragten finden das Stillen am Strand
oder im Park völlig okay. Nicht angemessen
sei es hingegen im Restaurant sagen 50
Prozent (dafür sind 41 Prozent), im öffent-
ILLUSTRATIONEN: KEI_GOKEI, ISTOCK
16 BABY&CO 06/2025
lichen Nahverkehr sieht es ähnlich aus.
Doch was können stillende Mütter aus
diesen Zahlen ableiten? Sollen sie sich vorsichtshalber
unauffällig zurückziehen? Prof.
Lea Beckmann, Mitglied im Präsidium des
Deutschen Hebammenverbandes, hält das
für grundverkehrt. Sie sieht im Geben der
Brust eine Stärke der Frau, für die sie sich
nicht verstecken muss: „Wir Frauen tragen
Kinder aus, bringen sie auf die Welt, machen
sie dick – ohne dass wir dafür irgendetwas
von außen benötigen. Das ist unsere weibliche
Potenz!“ Warum Frauen sich beim
Stillen zurückziehen sollten, leuchtet ihr
nicht ein.
Aufkleber, die das Stillen ausdrücklich erlauben,
oder ausgewiesene Extra-Räume
hält Lea Beckmann deshalb für den falschen
Ansatz. Auch die Initiativen der „stillfreundlichen
Kommunen“ findet sie gut gemeint,
aber nicht unbedingt zielführend. Schließlich
gelte es, das Füttern des eigenen Säuglings
als etwas völlig Normales zu begreifen.
Bei ihr selbst habe das gut funktioniert:
„Ich habe mein Baby immer mit ruhiger
Selbstverständlichkeit überall gestillt und
bin dafür nie angegriffen worden, auch
nicht im Ausland. Es ist ja nicht nötig, eine
entblößte Brust zu zeigen. Das lässt sich
mit passender Kleidung oder einem übergeworfenen
Tuch leicht vermeiden.“
Mehr Akzeptanz und eine stillfreundlichere
öffentliche Umgebung wünscht sich
nicht nur der Deutsche Hebammenverband,
sondern auch die Bundesregierung. Denn
die Quote der Mütter, die ihrem Kind
wenigstens in den ersten Monaten die Brust
geben, könnte höher sein. Das Netzwerk
„Gesund ins Leben“ (eine Initiative des
Bundesministeriums für Ernährung und
Landwirtschaft) stellt fest: Drei von vier
Frauen beginnen direkt nach der Geburt
mit dem Stillen. Nach vier Monaten – dem
empfohlenen Mindestzeitraum – wird
jedoch nur noch ein Drittel der Kinder
ausschließlich mit Muttermilch ernährt.
Eine Quote, die deutlich unter den
Zahlen der Nachbarländer liegt. Womöglich
auch eine Folge der zwiespältigen
öffentlichen Haltung zum Thema?
RÜCKZUGS-
RÄUME IN DER
STADT
Troisdorf macht mit, ebenso Villingen-Schwenningen,
Celle und Kiel:
Zahlreiche Städte in ganz Deutschland
beteiligen sich an der Initiative
„stillfreundliche Kommune“. Idee
ist, Baby-Eltern ruhige Plätzchen
zum Stillen, Füttern und Wickeln im
öffentlichen Raum anzubieten. Als
Angebot – nicht um sie an diese
Orte zu verweisen und damit auszugrenzen,
wie von den Initiatoren
ausdrücklich betont wird.
In manchen Kommunen sind nur
städtische Gebäude einbezogen,
in anderen können sich auch
Geschäfte und gastronomische
Betriebe als „stillfreundlicher Ort“
qualifizieren und dies mit einem
Aufkleber bewerben. Dazu gibt es
online einen Stadtplan, auf dem
die betreffenden Plätze markiert
sind. Wer wissen will, ob auch sein
nächstes Ausflugsziel dabei ist,
googelt einfach „stillfreundliche
Kommune“ oder „stillfreundliche
Orte“ zusammen mit dem Namen
der betreffenden Stadt.
INDIVIDUELLE ENTSCHEIDUNG
Eine gesetzliche Regelung, die das Stillen
im öffentlichen Raum grundsätzlich erlaubt,
könnte mehr Klarheit schaffen
und Müttern Rückhalt geben. In
Schweden, Norwegen und Großbritannien
etwa, sind solche
Regelungen bereits in Kraft. Da
dies in Deutschland derzeit nicht
angestrebt wird, bleibt der Umgang
mit dem Thema individuelle Abwägungs-
und Gefühlssache jeder einzelnen:
Wo fühle ich mich als Stillende überhaupt
wohl und wo nicht? Begreife ich es als
selbstverständlich, mein Baby überall an
die Brust zu legen? Oder kann ich das
Schamgefühl meiner Umgebung sogar nachvollziehen?
Komme ich auch mit ablehnenden
Haltungen in meiner Umgebung
klar – oder möchte ich mich dem entziehen?
Die Antwort darauf muss, Stand heute,
jede Frau für sich selbst finden. v
06/2025 BABY&CO 17
ernährung
Die ganze Kraft
der Vitamine
Für eine gesunde Entwicklung brauchen
kleine Kinder reichlich Vitamine. Wo stecken
sie drin? Was sollten Eltern beachten?
m
Morgens ein paar dicke Bananenscheiben,
zwischendurch knackig frische Möhrensticks
und saftige Apfelspalten, mittags
Brokkoli und abends eine kleine Handvoll
Mini-Tomaten: Kinder, die sich mit Obst
und Gemüse durch den Tag knabbern,
sorgen bei ihren Eltern für Begeisterung.
Schließlich machen Erwachsene sich immer
Sorgen, ob ihre Kleinen auch genügend
Vitamine zu sich nehmen. Diese Angst ist
meist unbegründet: „Insgesamt sind Kinder
gut und ausreichend ernährt“, beruhigt
Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von
Cramm. Es sind wenige Vitamine und
Mineralstoffe, auf die Babyeltern ihr Augenmerk
richten sollten: „Folsäure, Vitamin
B1 und B2 und Betacarotin können bei
Kindern knapp werden.“
Mit einer gezielten Lebensmittelauswahl
lässt sich aber ganz leicht gegensteuern.
Das B-Vitamin Folsäure zum Beispiel ist
sehr hitzeempfindlich und schnell zerkocht.
Deshalb sollten Kinder häufig rohes Obst
und Gemüse essen. Wer bei der Auswahl
zusätzlich auf die Farbe achtet, kann gleich
zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:
In leuchtend gelb-orangen Sorten steckt
auch viel vom Schutzvitamin Betacarotin,
der wichtigsten pflanzlichen Vorstufe von
Vitamin A.
Für die Versorgung mit Vitamin B1 genügt
Rohkost aber nicht: Die besten Quellen
sind Vollkornprodukte und Schweinefleisch.
Beides gehört deshalb regelmäßig
auf den Speiseplan. Perfekt ergänzt wird
dieser durch Milch und Milchprodukte. Sie
liefern das für den gesunden Stoffwechsel
wichtige Vitamin B2.
AUF DIE MISCHUNG
KOMMT ES AN!
Wer sein Kind vielseitig und abwechslungsreich
ernährt, macht also alles richtig.
„Vitaminmangel kann bei einer gut gemischten
Kost eigentlich nicht entstehen“,
sagt Dagmar von Cramm.
Aber für Babys gelten Sonderregeln. Vitamin
K zum Beispiel kann von Neugeborenen
noch nicht selbst gebildet werden.
Diese Fähigkeit erwerben Babys erst nach
ein paar Monaten. Deshalb bekommen sie
unmittelbar nach der Geburt Vitamin-K-
Tropfen.
Ähnliches gilt für das Knochen- und
Knorpel-Vitamin D: Unter Einfluss des
Sonnenlichts wird es in der Haut gebildet.
Weil die Babyhaut aber noch sehr dünn
und empfindlich ist, darf sie nicht direkt der
Sonne ausgesetzt werden. Deshalb sollten
Babys im ersten Lebensjahr ergänzend
mit einem Vitamin-D-Präparat versorgt
werden. Winterbabys können im zweiten
Lebensjahr sogar noch einen Nachschlag
vertragen; bei Sommerbabys genügt
l
18 BABY&CO 06/2025
VITAMIN C
Neugeborene bekommen
genügend Vitamin C über die
Muttermilch. Sobald Beikost
zugefüttert wird, sollten Obst,
Gemüse und etwas Saft die
Versorgung sichern.
VITAMIN K
Bei den beiden Vorsorgeuntersuchungen
U2 und U3 erhalten
Babys eine Gabe Vitamin K.
Säuglingsnahrung ist mit
diesem Vitamin ausreichend
angereichert.
VITAMIN A UND
BETACAROTIN
Kleinkinder und Babys speichern
wenig Vitamin A. Für
Ausgleich sorgt betacarotinreiches
Gemüse sowie ab und
zu etwas Leberwurst.
VITAMIN B1
Vitamin B1 wird für den Aufbau
von Muskel- und Nervenzellen
sowie für den Stoffwechsel
benötigt. Es steckt in Vollkornprodukten;
Baby-Getreidebreien
wird es zugesetzt.
VITAMIN B2
Säuglinge sind über Muttermilch
und Flaschennahrung
ausreichend damit versorgt.
Bei einer Unverträglichkeit von
Milch sind später Hefeflocken
aus dem Reformhaus eine gute
Alternative.
FOLSÄURE
Während des Wachstums
brauchen Kinder besonders
viel Folsäure. Dieses Plus
kann damit angereichertes
Speisesalz liefern.
06/2025 BABY&CO 19
ernährung
SO KOMMEN
OBST &
GEMÜSE AN!
Nicht alle Kinder sind von Anfang
an große Fans von Apfel,
Möhre & Co. Mit diesen Tricks
können Eltern ihr Interesse
wecken
AUSFLUGSDOSE
Draußen toben macht Bärenhunger.
Vollkornbrothäppchen,
ein Schluck Milch sowie Rohkost
füllen die Speicher schnell
wieder auf. Und die Lust auf
Kuchen, Süßigkeiten oder Fast
Food kommt gar nicht erst auf.
TROCKENFRÜCHTE
Obst sorten wie Äpfel, Birnen,
Bananen, Wein trauben oder
Aprikosen schmecken Kindern
auch getrocknet ausgezeichnet.
Auch in dieser Form enthalten
sie viele Vitamine.
SCHNIPPELN
In einen ganzen Apfel zu beißen,
überfordert viele Kinder.
Bieten Sie aber Obst und
Gemüse in appetitlich kleine
Stückchen geschnitten an,
greifen die meisten gerne zu.
Ein bunt gemischter Obst- und
Gemüseteller kann so zu einer
festen Nachmittagseinrichtung
werden.
nach dem ersten Jahr der tägliche Ausflug
an die frische Luft.
EIN BISSCHEN SAFT
UND EIN SCHUSS ÖL
Präparate mit Vitamin K und D sind für
Babys also durchaus sinnvoll – alle anderen
Vitamine lassen sich aber problemlos über
die Ernährung abdecken. Dabei sind ein
paar einfache Kniffe hilfreich: Ein Schuss
milder Orangen- oder Apfelsaft an den
ersten Babybrei bringt eine Extraportion
Vitamin C auf den Löffel. Das stärkt die
Abwehrkräfte und verbessert gleichzeitig
die Eisenaufnahme.
Auch ein Schuss Pflanzenöl darf nicht fehlen,
denn darin stec kt viel vom Schutz-
Vitamin E. Außerdem sichert das Öl die
Versorgung mit lebenswichtigen Fettsäuren,
die das Baby zum Beispiel für die
Gehirnentwicklung braucht. So schlecht
das Image von Fett in puncto Kalorien
auch sein mag – für große und kleine Rohkostfans
spielt es eine wichtige Rolle. Denn
die fettlöslichen Vitamine A, Betacarotin,
D, E und K können ihre Aufgaben am
besten erfüllen, wenn sie zusammen mit
etwas Fett aufgenommen werden. Es dient
quasi als Transportmittel im Körper. So
rundet ein kleines Glas Milch oder ein
dünn bestrichenes Butterbrot eine rohe
Karottenmahlzeit perfekt ab.
EXTRA-SCHUTZSCHILD
FÜR DEN KÖRPER
Angst, dass es mit den Vitaminen auch mal
zu viel des Guten werden könnte, brauchen
Eltern nicht zu haben. Bei den fettlöslichen
Vitaminen kann es zwar theoretisch zu
Überdosierungen kommen, weil sie im
FOTOS:MACHINEHEADZ, EVERSTE, ZEFIRCHIK06, ROMRODINKA: ISTOCK
20 BABY&CO 06/2025
Interview
Antje Gahl, Ernährungs wissenschaftlerin und Expertin bei
der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, rät Eltern, auf
normale Kost zu vertrauen (www.dge.de)
Körper gespeichert werden, über ganz
normales Essen ist das allerdings so gut
wie ausgeschlossen.
Mit zugesetzten Vitaminen in Lebensmitteln
sollten Eltern dagegen vorsichtig sein.
Oft werden eher minderwertige Produkte
wahllos mit Vitaminen kombiniert, in der
Hoffnung, die Nahrung damit insgesamt
aufzuwerten. Wenn Eltern unreflektiert zu
diesen Produkten greifen, kann es tatsächlich
zu Überdosierungen kommen – das gilt
erst recht für Vitaminpillen & Co. (siehe
auch Interview rechts).
Vitamine aus natürlichen Produkten sind
eindeutig gesünder. In Obst und Gemüse
stecken neben Vitaminen und Mineralstoffen
nämlich auch Farb-, Duft-,
Geschmacks- und Aromastoffe – und diese
sekundären Pflanzenstoffe entfalten ganz
besondere Schutzwirkungen im Körper. v
„VITAMINTABLETTEN SIND FÜR
KINDER NICHT GEEIGNET“
Eltern sind oft besorgt, ob ihre Kinder genügend Vitamine
bekommen. Woran können sie erkennen, dass
bei ihren Kindern alles in Ordnung ist?
Antje Gahl: Insgesamt ist die Nährstoffversorgung heute ausreichend
– das haben aktuelle Studien gezeigt. Eltern müssen sich
also keine Sorgen machen. Wenn Väter und Mütter ihre Kinder genau
beobachten und von Anfang an auf die Gesundheitsvorsorge
achten, erkennen sie, ob ihre Kinder sich wohlfühlen. Allerdings
zeigen sich Ernährungskrankheiten im Kindesalter häufig nicht.
Deshalb ist es schwierig, Fehlernährung zu erkennen. Alarmsignale
sind beispielsweise Erschöpfung, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche,
Zahnschäden, Appetitlosigkeit und Über- oder Untergewicht.
Worauf sollten Eltern bei der Vitaminversorgung
ihrer Kinder besonders achten?
Sie sollten besonders die kritischen Vitamine wie A, D, E und Folsäure
im Augen behalten und mit Gemüse, Brot, Kartoffeln, Rapsöl und
Vollkornprodukten mehr pflanzliche Lebensmittel – vor allem Gemüse
– auf den Speiseplan bringen. Obst ist häufig nicht das Problem.
Wichtig sind regelmäßige Mahlzeiten und ein abwechslungsreiches
Lebensmittelangebot, bei dem nicht immer das Gleiche auf den
Tisch kommt.
Was können Eltern außerdem tun?
Gerade im Wachstum ist genügend Folsäure wichtig. Deshalb sollten
Eltern ihren Kindern viel Kohl- und Blattgemüse anbieten wie Brokkoli
und Spinat. Auch Weizenvollkornbrot ist eine gute Folat-Quelle. Der
Vitamin-D-Bedarf ist über Lebensmittel nicht so einfach zu decken.
Wenn Eltern dafür sorgen, dass ihre Kinder jeden Tag mindestens
eine Viertelstunde an die frische Luft kommen, lässt sich aber die
Vitamin-D-Eigenproduktion in der Haut anregen.
Und was halten Sie von künstlichen Vitaminen?
Kinder brauchen zwar eine Extraportion an Vitaminen – aber über die
Ernährung und bitte nicht über bunte Pillen und Produkte. Vitamintabletten
sind für gesunde Kinder nicht notwendig.
06/2025 BABY&CO 21
gesundheit
22 BABY&CO 06/2025
Gesund
und fit
durch 40
Wochen
Schwanger sein – das bedeutet
Vorfreude aufs Baby, aber auch
große körperliche und seelische
Veränderungen. Was Mutter und
Kind jetzt gut tut
l
06/2025 BABY&CO 23
gesundheit
sSie sind schwanger? Herzlichen Glückwunsch!
Vielleicht können Sie es noch gar
nicht richtig glauben, dass nun in Ihrem
Körper ein neuer Mensch heranwächst.
Sicher mischen sich zu Gefühlen wie Glück
und Vorfreude aber auch Fragen und Ängste:
Worauf muss ich achten, damit sich mein
Baby optimal entwi ckelt? Was kann ich
tun, damit Schwangerschaft und Geburt
unkompliziert verlaufen? Zehn Tipps, worauf
es für Sie und Ihr Kind jetzt ankommt:
1
Sorgfältige
Vorbereitung
Entspannt schwanger sein: Das gelingt
umso leichter, je besser Sie über alles, was
auf Sie zukommt, informiert sind. „Wissen
beruhigt. Deshalb ist es gut, früh Kontakt
mit einer Hebamme aufzunehmen, die alle
Fragen beantwortet“, rät die Hebamme
Eva-Maria Chrzonsz. Kümmern Sie sich
rechtzeitig um Geburtsvorbereitungskurs,
Kliniksuche, Anschaffungen und Behördengänge.
Das vermeidet Stress.
2Regelmäßig zur
Vorsorge
Schwangere haben Anspruch auf kostenlose
Vorsorgeuntersuchungen. Probleme können
so frühzeitig erkannt, nötige Schritte
eingeleitet werden. Studien belegen: Die
Chance auf ein gesundes Baby ist deutlich
größer, wenn die Mutter keinen Kontrolltermin
versäumt. Über zusätzliche Möglichkeiten
der Pränataldiagnostik kann Sie
Ihr Frauenarzt oder eine Beratungsstelle
informieren.
3Ausgewogener
Nährstoffmix
Essen Sie täglich frisches Obst, Gemüse,
fettarme Milchprodukte, Vollkorngetreide
sowie Proteine (mageres Fleisch, fetten Seefisch,
Hülsenfrüchte), um alle Nährstoffe
in ausreichender Menge aufzunehmen.
Bei Folsäure und Jod raten Experten zur
Ergänzung: „Ihr Bedarf lässt sich über
die Nahrung kaum decken. Im ersten
24 BABY&CO 06/2025
4
5
6
Schwangerschaftsdrittel empfehlen wir,
täglich 400 Mikrogramm (µg) Folsäure
einzunehmen“, sagt Antje Gahl von der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung
(DGE). Zusätzlich sind von Beginn an
Jodtabletten (100–150 µg/Tag) sinnvoll.
Bei Problemen mit der Schilddrüse muss
man die Einnahme mit dem Arzt abklären.
Nicht übermäßig essen
Doppelte Portionen essen? Lieber nicht!
„Schwangere brauchen täglich nur rund
250 Kalorien mehr“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin
Gahl. Sie warnt: „Eine
übermäßige Gewichtszunahme erhöht
das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes,
Geburtskomplikationen oder späteres
Übergewicht des Kindes.“ Zehn bis 16 Kilogramm
mehr Gewicht gelten als normal.
Nichts Rohes essen
Rohes oder halbgares Fleisch, rohen Fisch
und Rohmilch sollten Schwangere meiden.
Gleiches gilt für daraus hergestellte
und nicht ausreichend erhitzte Speisen wie
Weichkäse oder Rohwurst (Salami). Diese
Lebensmittel können Krankheitserreger
(Toxoplasmen, Listerien) enthalten, die
das Ungeborene gefährden. Vorbereitete
und abgepackte Salate sind nicht empfehlenswert.
Essen Sie Eier wegen der Salmonellengefahr
durchgegart und achten Sie
auf eine gute Lebensmittelhygiene.
Nur wenig Koffein
Bis zu drei Tassen Kaffee, schwarzen und
grünen Tee am Tag sind in Ordnung, größere
Mengen Koffein können dem Baby
schaden. Halten Sie Ihre Gesamttagesmenge
an Koffein daher im Blick. Es steckt außer
in Kaffee und Tee in Cola und Kakao.
Koffeinhaltige Energydrinks sollten Sie
meiden, gut sind Wasser, Fruchtsaftschorlen,
Kräuter- und Früchtetees. l
WELLNESS MIT BABYBAUCH
Schwanger zu sein ist ganz schön anstrengend.
Grund genug, sich jetzt öfter mal so richtig zu verwöhnen.
Genießer-Tipps für werdende Mamis
BADEN WIE KLEOPATRA
Wundervoll: Bei Kerzenschein im warmen Badewasser
liegen und vom Baby träumen. Wohlriechende
Zusätze wie Lavendel erhöhen den
Entspannungsfaktor. Oder geben Sie einen Becher
Sahne und einen Schuss Mandelöl mit in die
Wanne; das macht die Haut samtig weich. Von
Wassertemperaturen über 38 Grad raten Frauenärzte
allerdings ab, da sie den Kreislauf belasten
und vorzeitige Wehen auslösen können.
AB IN DEN SCHWITZKASTEN
Schwanger in die Sauna? Warum nicht! Schließlich
lässt es sich beim Schwitzen wunderbar
relaxen. Erprobte Saunistinnen, die einen stabilen
Kreislauf haben und deren Schwangerschaft
komplikationslos verläuft, dürfen die wohlige
Wärme ohne Bedenken genießen. Gehen Sie
aber schonend vor: ein Gang weniger, eine Stufe
tiefer – und das möglichst in der Biosauna. Auch
viel Trinken ist wichtig. Wer nur gelegentlich sauniert,
sollte erst seinen Arzt um Rat fragen.
SANFTE STREICHELEINHEITEN
Gerade Schwangere haben oft Verspannungen
und müde Füße. Eine liebevolle Massage wirkt da
wahre Wunder. Bitten Sie doch Ihren Liebs ten,
Sie einige Minuten sanft zu verwöhnen. Erlaubt
ist, was gut tut. Spezielle Techniken sollten Sie
aber dem Profi überlassen. Massieren Sie Bauch,
Brust und Oberschenkel jetzt auch täglich mit
einem guten Körperöl (z. B. Mandelöl). Dabei
die Haut zwischen die Finger nehmen und leicht
zupfen – das beugt Dehnungsstreifen vor.
KURZURLAUB IM SPA
Nochmals ausgiebig ausspannen, bevor es mit
dem Durchschlafen erst einmal vorbei ist: Dafür
bieten viele Spas und Wellness-Hotels spezielle
Arrangements an, die auf die Bedürfnisse von
Schwangeren zugeschnitten sind. Warum sich
also nicht allein oder in Begleitung ein paar Tage
lang verwöhnen lassen? Kraft tanken vor der
Geburt schadet nie.
06/2025 BABY&CO 25
gesundheit
7Kein Alkohol,
keine Zigaretten!
Rauchen und Alkohol bergen erhebliche
Risiken für die Entwicklung und Gesundheit
des Kindes. „Genaue Grenzwerte für
unbedenkliche Alkoholmengen gibt es
nicht. Selbst bei geringem Konsum lassen
sich Folgen nicht ausschließen. Wir raten
deshalb zu gänzlichem Verzicht, auch von
Rauchwaren“, sagt Antje Gahl.
GANZ SCHÖN SCHWANGER
Attraktiv und begehrenswert sein – das geht auch mit
Babybauch. Wie Sie Ihre Weiblichkeit jetzt mit neuem Look und
passendem Outfit betonen
MACHEN SIE SICH SCHICK
Verstecken Sie sich nicht in Latzhosen und Schlabberlook. Schließlich
gibt’s auch tolle preiswerte Umstandsmode. Investieren Sie
in ein paar Kleidungsstücke, die Sie gut miteinander kombinieren
können. Achten Sie dabei auf figurbetonte Schnitte. Das lenkt den
Blick auf den Babybauch und verhindert, dass Sie einfach nur voluminös
aussehen. Prima: Ein U- oder V-Ausschnitt, der Ihr schönes
Dekolleté zur Geltung bringt. Peppen Sie das Ganze mit Halstüchern
oder Schmuck auf. Dann sind Ihnen Komplimente sicher.
BRINGEN SIE FARBE INS SPIEL
Bei vielen Schwangeren sorgen die Hormone dafür, dass Hautunreinheiten
verschwinden und der Teint zarter und rosiger wird,
denn die Haut wird besser durchblutet. Unterstreichen Sie diese
natürliche Schönheit mit einem dezenten Make-up: Betonen Sie
die Augen mit Lidschatten und Mascara, gönnen Sie sich einen
neuen Lippenstift. Wer in der Schwangerschaft eine trockene Haut
hat, sollte Produkte mit hohem Lipidgehalt benutzen, bei fettiger
Haut tun Gesichtsmasken mit Tonerde gut. Gegen Schwangerschaftsstreifen
hilft tägliches Massieren mit Bodylotion oder Massageöl.
SCHÖNES HAAR, NEUER LOOK
Große Veränderungen sind oft eine gute Zeit für ein frisches Styling.
Vielleicht wagen Sie ja einen neuen Haarschnitt? Oder Sie
lassen den alten beim Friseur in Form bringen, das hebt die Laune.
Vom Haarefärben wird Schwangeren eher abgeraten. Studien, die
belegen, dass dies dem Ungeborenen schadet, gibt es allerdings
nicht. Wer sichergehen will, verwendet natürliche Haarfarben wie
Henna oder versucht es mit Strähnchen. Die setzen tolle Highlights
und die Kopfhaut kommt kaum mit Chemie in Berührung.
8
9
Fit durch sanftes
Training
Verläuft die Schwangerschaft problemlos,
spricht nichts gegen moderaten Sport. Im
Gegenteil: Regelmäßige Bewegung hilft,
typischen Schwangerschaftsbeschwerden
wie Rückenschmerzen vorzubeugen und das
Gewicht im Rahmen zu halten. Nebenbei
stärken Sie Ihre Kondition für die Geburt.
Ideal sind zum Beispiel Yoga, Pilates und
sanfter Ausdauersport. „Entscheidend ist
aber, was der Körper signalisiert. Braucht
er eher Entspannung, sollte man ihm diese
geben“, betont Eva-Maria Chrzonsz.
Den Beckenboden
stärken
Für den Beckenboden ist die Schwangerschaft
ein Härtetest. Je größer das Baby
wird, desto mehr hat er zu halten. Gleichzeitig
muss er sich dehnen, um das Kind bei
der Geburt durchzulassen. „Ein trainierter
Beckenboden erfüllt diese Anforderungen
leichter. Hilfreich sind schon kleine Übungen,
die ein Gefühl für diese Muskeln
vermitteln“, sagt Eva-Maria Chrzonsz.
Prima für zwischendurch ist beispielsweise
ein gezieltes „Zwinkern“, also ein kurzes
Anspannen der Muskeln. Weitere Übungen
kann Ihnen Ihre Hebamme zeigen.
10
Das wichtigste:
Entspannen Sie sich
Was Ihr Körper in den kommenden Wochen
leistet, ist enorm. Darum gilt: Fuß
vom Gas! Gönnen Sie sich Ruhepausen,
machen Sie auch tagsüber mal ein Nickerchen.
„Es tut gut, sich einmal täglich mit
kleinen Wohltaten zu verwöhnen, zum
Beispiel mit einem warmen Bad“, rät die
Hebamme Eva-Maria Chrzonsz. So tanken
Sie neue Energie und können die Zeit bis
zur Geburt umso entspannter genießen. v
FOTOS: EYEEM MOBILE GMBH, MARIA LEVKINA: ISTOCK
26 BABY&CO 06/2025
Premiere für den Löffel:
die erste Brei-Mahlzeit
Mit dem
Thermomix geht
es besonders
schnell und
einfach: frische,
leckere und
gesunde
Beikost fürs Baby.
Advertorial
Von fein bis stückig –
der Thermomix
püriert perfekt
abgestimmt
auf den jeweiligen
Entwicklungsstand
des Kindes.
Vom Babybrei bis zum Familienessen –
der Thermomix macht’s einfach
Das Multitalent von Vorwerk begleitet dich und deine Liebsten von Anfang an
Im turbulenten Familienalltag bleibt oft wenig
Zeit für frisches Kochen. Trotzdem wünschen
sich Eltern gesunde leckere Mahlzeiten für die
ganze Familie. Hier setzt der Thermomix an – als
moderner Küchenhelfer, der dank zahlreicher
Funktionen das Leben leichter, gesünder und
sogar nachhaltiger macht, und zwar für Koch-
Anfänger und -Profis.
BEIKOSTSTART LEICHT GEMACHT
Beim ersten Brei für Babys wünschen sich Eltern
beste Qualität. Mit dem Thermomix gelingt die
Zubereitung von frischem, abwechslungsreichem
Babybrei im Handumdrehen -
und weil das aktuelle
Thermomix Modell TM7
extra leise arbeitet, kann der
Nachwuchs ungestört weiterschlafen.
Das passende
Alle Rezepte aus dem
Kochbuch „Das Feinste
für Kleinste” (30 Euro,
z. B. Thermomix Online-Shop)
sind auch auf Cookidoo.de
zu finden
Kochbuch „Das Feinste für Kleinste“ liefert viele
Tipps von Vorratshaltung bis Allergieprävention.
SCHNELLE GERICHTE FÜR JEDEN TAG
Wenn es mal schnell gehen muss: In nur 20 bis
30 Minuten zaubert der Thermomix ratzfatz dank
Guided-Cooking-Funktion gesunde Mahlzeiten
für die ganze Familie. Der Varoma-Aufsatz sorgt
dabei für schonendes Dämpfen, sodass Vitamine
und Nährstoffe erhalten bleiben.
LUNCHBOX-IDEEN & MITBRING-HELDEN
Ob die tägliche Lunchbox für Kita und Schule,
der Kuchen für Kindergeburtstage oder das
Buffet des nächsten Sportfestes – über 100.000
internationale, kreative Rezeptideen liefert das
Thermomix Rezept-Portal Cookidoo.
FAZIT: Der Thermomix ist mehr als nur ein
Küchengerät – er ist ein verlässlicher Partner für
Familien, die Wert auf gesunde Ernährung und
Zeitersparnis legen. So bleibt mehr Zeit für das,
was wirklich zählt: Familie und Genuss.
www.thermomix.de
www.thermomix.de
Thermomix:
Nur das Beste
fürs Kind
Dank des smarten
Küchenpartners
entdecken auch die
Kleinsten früh den
Geschmack selbstgemachter
Nahrung –
der Übergang zur
Familienkost gelingt
ganz natürlich.
erziehung
Komm
her, mein
k l e i n er
W ü t er i c h
Wenn Kleinkinder zornig
werden, wackeln schon
mal die Wände. Warum
sie ihre Gefühle so stark
erleben – und wie Eltern
damit umgehen sollten
28 BABY&CO 06/2025
06/2025 BABY&CO 29
l
erziehung
dDie Unterlippe ist vorgeschoben, das kleine
Gesicht hochrot und aus den Augen kullern
dicke Tränen, während die Hände sich
zu Fäustchen ballen: Wenn Kleinkinder
wütend sind, dann sind sie es mit Körper
und Seele – und ohne jedes Wenn und
Aber. Ob der Lolli in den Sand gefallen,
das Kleine selbst unsanft auf den Po
geplumpst ist oder Mama zum falschen
Zeitpunkt mit der Zahnbürste ankommt:
Die Katastrophe ist stets riesengroß und
allumfassend – und wird mit entsprechendem
Geheul kommentiert.
Auch wenn alle Väter und Mütter diese
Mini-Erdbeben gewohnt sind – leicht zu
verkraften sind sie deswegen nicht. Nicht
nur, weil ein Kind, das sich zwischen Supermarktregalen
wütend auf dem Boden
wälzt, automatisch einen gewissen Stress
bedeutet, sondern auch, weil jeder verzweifelte
Schluchzer dem Elternherz einen
kleinen Stich versetzt. Gelassen, geduldig
und beruhigend sollten wir reagieren – was
nicht immer einfach ist.
Mit Zorn zum Ich
Was dabei hilft, ist, sich vor Augen zu
führen, dass der große Zorn der kleinen
Menschen zu ihrer gesunden Entwicklung
schlicht dazugehört. „Kleinkinder
erfahren bei Wutanfällen die Grenzen
ihres eigenen Ichs und entwickeln dadurch
ein Bewusstsein ihrer Individualität“,
erklärt die Diplom-Psychologin Dr.
Angelika Faas. Anders gesagt: Ein Kind,
das eigene Wünsche und Bedürfnisse erkennt
und versucht, sie auch gegen die
Widerstände seiner Umwelt durchzusetzen,
findet so zu einer eigenen Persönlichkeit.
Ein wichtiges Entwicklungsstadium, das
in den sogenannten „Trotzphasen“ seine
natürlichen Höhepunkte erreicht (siehe
dazu auch Kasten, S. 32).
Dass diese „Grenzerfahrungen“ von den
Kleinen selbst als so dramatisch erlebt
werden, liegt vor allem daran, dass ihnen
noch ein System zur Einordnung ihrer
Erlebnisse fehlt: „Für ein Anderthalb- oder
Zweijähriges ist jeder Tag voller Premieren.
So vieles geschieht zum ersten Mal – kein
Wunder, wenn noch die Maßstäbe fehlen,
um Geschehnisse richtig einzuschätzen“,
sagt Angelika Faas.
Dazu kommt, dass Kleinkindern viele
Fähigkeiten, die bei der Stressbewältigung
hilfreich sind, noch weitgehend fehlen:
Sie können sich gegen Eindrücke von außen
30 BABY&CO 06/2025
noch nicht gut abschotten und fühlen sich
deshalb schnell überreizt. Außerdem können
sie kaum Geduld aufbringen, weil es
ihnen an Zeitgefühl mangelt: Ein Vorhaben
um eine Stunde zu verschieben, bedeutet
für ein Zweijähriges, es in unerreichbare –
weil unvorstellbare – Ferne zu verbannen.
Gleichzeitig hat das Kind noch nicht
gelernt, dass es langfristig sinnvoll sein
kann, die Befriedigung von Bedürfnissen
aufzuschieben. Es will ein interessantes
Spielzeug sofort untersuchen, nicht erst,
wenn ein anderes Kind es freiwillig hergibt.
Es will eine Nascherei sofort in den Mund
stecken und nicht erst, wenn das Mittagessen
zu Ende ist. Ein frustrierendes Nein
zu akzeptieren und die eigenen Wünsche
aus Vernunftgründen zurückzustellen, ist
einem unter Drei jährigen noch kaum möglich.
Tatsächlich dauert die Entwicklung
dieser wichtigen Kompetenzen meist bis
in die Erwachsenenzeit an.
Und schließlich müssen Kleinkinder immerzu
damit klarkommen, dass es ihnen noch
an Geschicklichkeit oder den körperlichen
Voraussetzungen fehlt, um selbst gesteckte
Ziele zu erreichen. Ob es darum geht, die
Treppe zu erklimmen, eine Brezel aus der
Tüte zu holen oder die Jacke zuzuknöpfen
– sie wollen es unbedingt „selba machen“
und fühlen sich grundlos in ihrem Tatenund
Entdeckerdrang ausgebremst, wenn die
Großen sich in ihre Vorhaben einmischen.
Einzusehen, dass Papa oder Mama sie nur
vor Gefahren beschützen oder einfach nur
rechtzeitig einen Bus erreichen wollen, ist
ihnen noch gar nicht möglich.
Dem Alter angemessen
Führt man sich diese Punkte vor Augen,
wird schnell klar, dass entschiedenes
„Durchgreifen“ gegen den kindlichen
Zorn ebenso wenig auszurichten vermag
wie weitschweifige Ermahnungen oder Erklärungen.
„Wichtig ist, altersangemessen
zu reagieren, bei einem Kleinkind können
Gesten manchmal sinnvoller sein, als viele
Worte“, sagt Angelika Faas.
Wichtig sei außerdem, den kindlichen Ausbrüchen
mit Ruhe und Behutsamkeit zu begegnen:
„Stellen Sie sich vor, Sie kommen in
eine fremde Stadt, haben keine Sprach- und
Ortskenntnisse – und dann beginnt auch
noch jemand, aufgeregt oder vorwurfsvoll
und ohne Unterlass auf Sie einzureden.
Das macht das Gefühl der Überforderung
komplett“, so die Expertin.
l
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– so muß
es sein!
erziehung
Schwierige Situationen durch Ablenkungsmanöver
zu entschärfen, hält sie nicht
für sinnvoll: „Wer wütend und traurig
ist, will nicht einfach nur auf andere Gedanken
gebracht werden. Wenn Eltern
immer nur beschwichtigen, fühlt sich das
Kind einsam. Mütter und Väter müssen
lernen, Konflikte auszuhalten und ihren
kleinen Liebling auch mal wütend und
unzufrieden zu sehen.“ Hier sollte auch
die Angst vor vermeintlich peinlichen
Auftritten keine Rolle spielen: Wohl jeder,
der schon einmal mit Kindern zu tun
hatte, wird Verständnis für dramatische
Unmutsbezeugungen haben, auch wenn es
nur darum geht, eine Mütze anzuziehen.
Hilfreich ist, in der Sache konsequent zu
bleiben, aber gleichzeitig Verständnis zu
signalisieren: „Zeigen Sie dem Kind, dass
Sie seine Bedürfnisse durchaus verstehen
und Mitgefühl haben. Helfen Sie ihm,
die tröstlichen Perspektiven zu sehen, die
es aufgrund seines Entwicklungsstandes
selbst noch nicht erkennen kann“, so der
Rat der Psychologin.
Orientierung bieten
Was aber, wenn Eltern den Eindruck haben,
dass die Wut ihres Kindes das natürliche
Maß überschreitet und es bei jedem
noch so kleinen Anlass zu schreien und zu
toben beginnt? Müssen sie fürchten, dass
ihr Kleines sich damit indirekt über einen
Mangel an Aufmerksamkeit beschwert?
Oder schlicht gelernt hat, so seinen Willen
durchzusetzen?
„In der Regel fehlt solchen Kindern Orientierung“,
sagt Angelika Faas. Tatsächlich
seien ständige Wutanfälle fast immer darin
begründet, dass sich das Kind verunsichert
fühlt. Etwa dadurch, dass die Eltern besorgt
sind, irgendetwas falsch zu machen: „Meist
gehen sie dann besonders intensiv auf das
Kind ein und sind immerzu sehr dicht bei
ihm. Das Kleine spürt, dass hinter diesem
Verhalten Angst und Nervosität stecken.
Ihm fehlt die sichere Basis und es reagiert
darauf mit Überforderung und Wut.“ Auch
doppelte Botschaften können schuld an
der Verunsicherung sein. Ein Kind, das
nicht begreift, was man von ihm erwartet,
erlebt ebenfalls eine innere Überlastung,
die Wutanfälle auslösen kann. „Zum Teil
kommt es zu solchen Situationen, weil
Eltern übertrieben ehrgeizig sind und ihrem
Kind zu viel gleichzeitig vermitteln
wollen. Es soll sich beispielweise anderen
Kindern gegenüber sozial verhalten, aber
auch Durchsetzungsvermögen zeigen. Ein
Dreijähriger, der soziale Situationen noch
gar nicht überblicken kann, wird dadurch
schnell überfordert“, sagt Angelika Faas.
Ihr Rat an alle Eltern ist, die ständige Sorge
abzustreifen, es könnte irgend etwas nicht
perfekt genug laufen. „Finden Sie eine
Perspektive auf die Dinge, die Sie in Ihrer
Rolle ausgeglichener macht. Oft hilft es
schon, sich zu sagen: ,Ich habe eben ein
besonders lebhaftes und neugieriges Kind,
das sehr viel will und deswegen häufiger
mal Frustration und Zorn erlebt.‘ Auf
ein so temperamentvolles Kind kann man
stolz sein!“
v
DER HOLPRIGE WEG ZUM ICH
Die Trotzphasen sind für Eltern und Kind anstrengend, aber sie haben
ihren Sinn: Sie fördern die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes
ICH WILL –
ALSO BIN ICH
Zwischen dem zweiten und vierten
Lebensjahr erleben Kinder
eine sogenannte Trotz- oder
Autonomiephase, in der sie sich
zum ersten Mal ihres Ichs und
ihrer individuellen Wünsche
bewusst werden. Sie entdecken
ihren eigenen Willen – und
dass dieser mit dem anderer
Menschen oft nicht identisch ist.
Sich dennoch durchzusetzen
und so viel wie möglich selbst
zu bestimmen, wird nun als
existenziell empfunden. Entsprechend
groß ist die Verzweiflung
über jedes Nein.
KLEINE NACHZÜGLER
Fällt die klassische Trotzphase
bei einem Kind scheinbar aus,
hat sie sich meist nur nach hinten
verschoben: Oft wird sie mit
dem Schulbeginn, der ja auch
einen wichtigen Schritt in die
Selbstständigkeit markiert, nachgeholt.
RINGEN UM
SELBSTSTÄNDIGKEIT
Die Pubertät wird auch als „zweite
Trotzphase“ bezeichnet. Auch
in diesem Entwicklungsabschnitt
ringt das Kind um Autonomie. Im
Zentrum steht das Erreichen der
Unabhängigkeit vom bisher alles
dominierenden Urteil der Eltern
– indem diese erst mal komplett
in Frage gestellt werden. Auch
diese Rüttelphase, die mit neun,
aber auch erst mit zwölf Jahren
einsetzen kann, bedeutet einen
wichtigen Entwicklungsschub.
ILLUSTRATIONEN: ALEKSEY SERGIENKO: ISTOCK
32 BABY&CO 06/2025
Advertorial
GemeinsamZeit in Südtirol
– im Das Mühlwald
Strahlende Augen, müde Beine, glückliche Gesichter. Genau das erwartet Familien
im Quality Time Family Resort auf dem Apfelhochplateau Natz-Schabs
Wenn sich die ruhige Jahreszeit wie eine kuschelige
Decke über die Natur legt und die Stille uns erlaubt, neue
Energie zu tanken, freuen wir uns auf Momente der Gemeinsamkeit,
auf unvergessliche Familienzeit im Herzen
der Dolomiten. Zwischen zahlreichen Apfelbäumen und
den Berggipfeln des Dolomiten UNESCO Welterbe liegt
Das Mühlwald und verspricht fantastische Urlaubsmomente
für Groß und Klein, für Jung und Junggebliebene.
Spielerisch erkunden neugierige Entdecker mit Igel-
Maskottchen Milli die Abenteuerwelt im und um das
Hotel. Spielplatz, Streichelzoo, Indoor-Play-Anlage,
Trubelplatz, Reifenrutsche und der Kinder-Spa – alles
Erlebnisse, die Kinderträume erfüllen.
Wer die traumhafte Umgebung rund ums Quality Time
Family Resort erkunden möchte, dem stehen sommers
wie winters unzählige Wanderrouten zur Verfügung, die
durch Wiesen und Wälder zu einzigartigen Aussichtsplätzen
führen. Im Winter ist das Pistenvergnügen nur einen
Katzensprung entfernt, und im Sommer warten herrliche
E-Bike-Touren mit der ganzen Familie. Kulturelle und
künstlerische Ausfl ugsziele warten das ganze Jahr über
darauf, entdeckt zu werden, zum Beispiel die Bischofsstadt
Brixen oder die Ski- und Almenregion Gitschberg
Jochtal. Das nötige Equipment für die Touren und Ausfl
üge kann ganz einfach vor Ort ausgeliehen werden.
Überzeugend in puncto Wohlfühlen ist der Wellnessbereich
mit Millis Wunderlampenbad samt Babybecken,
Wasserrutsche und Infi nity-Outdoor-Pool. Während das
Mühlwald-Team die Kleinen liebevoll 60 Stunden die
Woche betreut, zum Beispiel bei einem Schwimmkurs,
beim Stockbrot-Backen oder bei einer Rallye auf Millis
Trubelplatz, verbringen Eltern ungestörte Momente der
Zweisamkeit im Adults-only-Bereich. Hier warten eine
Bio- und eine fi nnische Sauna, ein Dampfbad, ein Whirlpool
und gemütliche Kuschelkojen zum Entspannen.
Nach einem erlebnisreichen Tag ist das Fünf-Gänge-
Abendmenü mit Highlights der alpin-mediterranen Küche
genau das Richtige. Beste Produkte aus der Region sowie
Gemüse aus dem Acker nebenan werden von Küchenchef
Roland mit seinem Team zu delikaten Köstlichkeiten
verarbeitet. Für die kleinen Gäste gibt es zusätzlich ein
abwechslungsreiches Kinderbuffet und ein spezielles
Kinderrestaurant, in dem die Jüngsten gemeinsam mit
der Kinderbetreuung das Essen genießen können.
Eins ist sicher: Wer einmal im Das Mühlwald war, kommt
wieder. Weil ein Urlaub hier einfach nicht genug ist.
Das Mühlwald
Familie Tauber
Schlossergasse 40
39040 Natz-Schabs / Südtirol
Italien +39 0472 415 204
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Kreativ in die
schönste Jahreszeit
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Die Wilhelma in Stuttgart −
Artenreichtum in königlicher Umgebung
Ein Besuch in der Wilhelma in Stuttgart ist eine Reise in eine andere Welt.
Mitte des 19. Jahrhunderts ließ König Wilhelm I. von Württemberg
hier einen Park mit orientalisch anmutenden Bauten anlegen,
die noch immer das Flair von 1001 Nacht verbreiten.
Der Zoologisch-Botanische Garten beherbergt heute auf einer Fläche von 30 Hektar
fast 1200 Tier- und 8500 Pflanzenarten aus aller Welt – verbunden mit dem
Kulturerbe der denkmalgeschützten Parkanlagen aus königlicher Zeit. Die
Wilhelma ist eine der beliebtesten Freizeiteinrichtungen in Baden-Württemberg
und der größte außerschulische Lernort der Region.
2025 war in der Wilhelma das Jahr der Katzen: Im Frühling kamen gleich
sechs Jungtiere bei den Geparden zur Welt. Und auch bei den Schneeleoparden
gab es wieder einmal Nachwuchs. Ein Meilenstein für die
Wilhelma wurde Mitte Juli gesetzt, als die neue Anlage für Amurtiger
eröffnete. Auf einer Fläche von rund 5.000 m² bietet sie optimale Möglichkeiten
für die Erhaltungszucht der in der Natur als stark gefährdet geltenden
größten Katze der Welt. Noch ist aber etwas Geduld gefragt: Die Bewohner
der Anlage, der Kater Amazar und das Weibchen Noïa, sind erst 2023 zur
Welt gekommen – und befinden sich damit noch in der Pubertät.
Die Wilhelma ist zu allen Jahreszeiten ein erlebnis- und lehrreiches Ausflugsziel.
Zu den Highlights gehört die Terra Australis mit Koala, Quokka & Co.
Im Amazonienhaus kann man auf einem Dschungelpfad ein Ökosystem erkunden,
dessen Fauna und Flora einem Nationalpark in Brasilien nachempfunden ist.
Genauso faszinierend sind die Gewächshäuser der Wilhelma, die noch aus der Zeit
von König Wilhelm I. stammen. Die Vielfalt der Kakteen, Orchideen, Kamelien, Farne
und vieler anderer Pflanzen ist unbeschreiblich.
Vom 13. November 2025 bis zum 11. Januar 2026 verwandelt sich die Wilhelma beim Christmas
Garden Stuttgart in den Abendstunden in eine magische Landschaft mit beeindruckenden Lichtinstallationen
(eigenständige Veranstaltung; nicht im Eintritt inkludiert).
Der Artenschutz liegt der Wilhelma ganz besonders am Herzen: Sie beteiligt sich daher an fast
hundert Zuchtprogrammen für bedrohte Tiere und Pflanzen und unterstützt über 40 Artenschutzprojekte
in aller Welt. 2024 wurde dabei im zweiten Jahr in Folge die Marke von
1 Million Euro geknackt. Dabei wurde viel erreicht – z. B. für den Schutz von Geparden
in Namibia, Sumatra-Tigern in Indonesien, Riesengürteltieren in Brasilien und
seltenen Magnolien in Ecuador.
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