LICHTENFELSER – Das Magazin #06
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Nr. 6 | November 2025
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MEHR
ERFAHREN
INHALT
AUSGABE 6 | NOVEMBER 2025
6 EDITORIAL. Fremdgesteuert muss nicht sein.
10 STADTGESPRÄCHE. Ganz viel Herz.
82 KULTURTIPPS. Was wo wann.
86 BUCHTIPP. Neues von Dan Brown.
87 IMPRESSUM. Wir waren es.
96 ZWA IM BRÖTLA. Du hast die Haare schön.
97 AUF EIN WORT. Animal sociale.
98 DAS LETZTE. Schule heißt jetzt Update.
14
26
30
34
EINFACH SCHADE.
Pater Maximilian nimmt Abschied.
WIE DENKEN WIR IN ZUKUNFT?
Sonderthema Intelligenz.
„FEUERWEHR KANN JEDER LERNEN“
Kreisfeuerwehren sichern die Zukunft.
NICHT NUR EIN TREFFPUNKT.
Auf Schlosss Schney wird Zukunft gedacht.
38 DOPPELJUBILÄUM.
Ein Staffelstein gibt’s Grund zum Feiern.
42
46
48
ZWEIEINHALB MILLIONEN OBENDRAUF.
Sparkasse stockt Stiftung auf.
FÜR IMMER RUHIG.
Naturfriedhof Banz.
SCHOKOLADE NEU GEDACHT.
Zukunftspläne in Lauenstein.
60 MACHER.
Dieses Mal Maximilian Kreier.
63
74
NEUE RUBRIK!
schoen.frau jetzt in Lichtenfels.
HIER WOHNT …
… ein „trotziges“ Paar.
88 GALERIE.
Fotos von Simone Deuerling.
UND VIELES MEHR.
Titelbild:
Treffpunkt mit Weitblick: Der Staffelberg,
Foto Val Thoermer.
4 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
Foto: Val Thoermer
STADTTURM
BAD STAFFELSTEIN
EDITORIAL
EDITORIAL
WOLFRAM HEGEN & TIM BIRKNER
„Lerne fleißig das Einmaleins, so wird dir alle Rechnung
gemein.“ So hat der gebürtige Staffelsteiner Adam Ries seinesgleichen
zum Lernen ermuntert. Der berühmte Rechenmeister
machte mit seinen Büchern die Mathematik einer
breiten Öffentlichkeit zugänglich und gilt bis heute als Vater
des modernen Rechnens. Doch welche Macht die Mathematik,
welche Kontrolle Algorithmen heute über unser aller
Leben haben, das hat wohl auch der historische Vordenker
nicht ahnen können: Um ein vielfaches schneller, komplexer,
technischer ist unsere Welt geworden. Wo soll das noch
hinführen? Das fragen wir uns in unserem Sonderthema
„Intelligenz – wie denken wir in Zukunft?“ und stellen fest,
dass wir der Steuerung durch Algorithmen auch viel eigenes
Engagement entgegensetzen können:
Wir besuchen die Frankenakademie Schloss Schney oder
auch die Obermain-Therme, die beide auf eine nun schon
jahrzehntelange Tradition zurückblicken können und aus dieser stolzen Geschichte Kraft für die Zukunft schöpfen
und damit zwei zentrale Zukunftsthemen fortführen und ausbauen: Bildung und Demokratie auf der einen
Seite, Gesundheit und Wohlergehen auf der anderen. Auch die Sparkasse Coburg – Lichtenfels blickt zurück
und nach vorne gleichermaßen: Das Stiftungsvermögen der hauseigenen Stiftung wird verdoppelt, um noch
mehr kleine und große der Allgemeinheit dienende Projekte in Zukunft unterstützen zu können. Wir sprechen
mit Maximilian Kaub, Geschäftsführer der Confiserie Lauenstein, und zwei Mitarbeiterinnen darüber, wie die
Fischbachsmühle im Frankenwald und neue Produktideen für eine süße Zukunft stehen. Nur vier Beispiele für
Geschichten, die zeigen, wie intelligentes zukunftsorientiertes Denken in der Gegenwart einer erfolgreichen
Zukunft dient.
Unser Macher in dieser Ausgabe ist Maximilian Kreier, der gemeinsam mit seiner Familie ein Lichtenfelser Gastro-Imperium
aufgebaut hat mit Strahlkraft darüber hinaus. In unseren Grenzerfahrungen erzählt Pater Maximilian
über den Abschied aus dem Franziskanerorden in Vierzehnheiligen, und in unserer neuen Rubrik schoenfrau
haben wir Jacqueline „Jacky“ Potzelt interviewt, die 2023 den Schritt in die Selbständigkeit wagte und sich bis
heute mit ihrer Raum96 Immobilien GmbH zu einer angesehenen Unternehmerin entwickelt hat.
Schließlich zeigen wir viele Bilder und erzählen die Geschichten dazu wie in unserer Fotostrecke, dieses Mal mit
künstlerischen Plastiken, wie in unserer Galerie mit Werken regionaler Kunstschaffender, in diesem LICHTEN-
FELSER mit ästhetischen Fotografien von Simone Deuerling, oder wie in unserer Rubrik „Hier wohnen“, dieses
Mal in Reundorf bei Antje und Adolf Nemmert in ihrem wunderschönen alten Fachwerkhaus. Und vieles mehr.
So, und jetzt sind Sie dran.
Tim Birkner und Wolfram Hegen
P.S. Schreiben Sie uns gerne, ob der LICHTENFELSER ihnen gefällt oder was Sie gerne einmal lesen würden:
info@das-magazin.de.
6 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
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AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 7
INHALT
14
GRENZERFAHRUNG
„Um jeden Ort, an dem ein
Kloster schließt, ist es schade“
30
KREISFEUERWEHRVERBAND
„Feuerwehr kann jeder lernen“
FOTOSTRECKE
20 Kunst im Freien
34
SCHLOSS SCHNEY
38
BAD STAFFELSTEIN
40
Franken Akademie
Staffelstein feiert sein Bad
OBERMAIN THERME
40 Jahre
44
NATURFRIEDHOF
64
Ruhe in der Natur
IMMOBILIEN
„Wir geben Vollgas!“
88 GALERIE
Simone Deuerling
8 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
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Mercedes-Benz V-Klasse 300 D: Energieverbrauch kombiniert je nach Version ca. 7,1-8,4 l/100 km, CO₂-Emissionen kombiniert je nach Version ca. 185-222 g/km. CO₂-Klasse: G
DARÜBER SPRICHT LICHTENFELS
DAS SONNENHAUS ERWACHT
In der Kronacher Straße 21 beginnt ein neues Kapitel
Lichtenfelser Stadtgeschichte. Das traditionsreiche
Sonnenhaus, einst im Besitz der jüdischen Familie
Bamberger, soll in den kommenden Jahren zu einem
Dr. Arnt-Uwe Schille, Vorsitzender des
Fördervereins für das Sonnenhaus in Lichtenfels
(links) und Bürgermeister Andreas Hügerich.
(Foto Silke Ziegler)
offenen Ort der Begegnung, Bildung und Kultur werden.
Mit der Vergabe des Erbbaurechts an den „Förderverein
für das Sonnenhaus in Lichtenfels“ hat die
Stadt den Weg für eine Zukunft geebnet, die Vergangenheit
nicht verdrängt, sondern erlebbar macht. Der
Verein möchte das Haus zu einem lebendigen Denkund
Lernort entwickeln – einem Raum, in dem Geschichte,
Demokratie und Kreativität sich begegnen.
Geplant sind eine Bildungs- und Erinnerungsstätte
zum jüdischen Leben in Lichtenfels, ein „Demokratie-Lernhaus“
für gesellschaftlichen Dialog sowie
kulturelle Formate wie Literaturcafés, Ausstellungen
oder Filmabende. Auch ein Künstlerhaus mit Residenzprogramm
und ein Zentrum für Handwerk und
Design gehören zu den Visionen. Ein geplanter Bauhaus-Erlebnisraum
soll zudem die architektonische
Besonderheit des Hauses würdigen – mit digitalen
Rekonstruktionen und Einblicken in das Bauhaus im
ländlichen Bürgertum. „Wir möchten das Sonnenhaus
öffnen – als Ort der Bildung, der Kunst und des
Austauschs“, sagt Dr. Arnt-Uwe Schille, Vorsitzender
des Fördervereins. Bürgermeister Andreas Hügerich
spricht von einem „Beispiel gelebter Bürgerinitiative“.
Mehr als 50 Mitglieder zählt der Verein inzwischen
– darunter auch Nachkommen der Familie Bamberger.
Gemeinsam wollen sie das Sonnenhaus zu einem
kulturellen Herzstück der Stadt machen: einem Ort,
der Vergangenheit bewahrt und Zukunft gestaltet.
VERWANDTE HERZEN
Nicht jede Familie hat Großeltern in der Nähe – und
nicht jeder Mensch, der älter wird, hat Enkelkinder.
Das Projekt „Leihoma/Leihopa“ der Seniorengemeinschaft
Lichtenfels bringt diese beiden Seiten
zusammen. Es stiftet Nähe, wo sonst Distanz wäre
– zwischen Generationen, die einander viel zu geben
haben. Dr. Sigrid Christeiner erklärt das Prinzip
schlicht: Seniorinnen und Senioren, die Zeit und
Freude am Umgang mit Kindern haben, werden zu
Leihgroßeltern. Familien erhalten Unterstützung
im Alltag – und Kinder gewinnen Zuwendung, Geschichten
und ein Stück Alltagsmagie. Ob Schulabholung,
Fahrradtour oder Bibliotheksbesuch – gemeinsame
Unternehmungen schaffen Vertrauen und
Leihoma Claudia Fugmann aus Bad Staffelstein
mit einem ihrer Leihenkel. (Foto privat)
Erinnerung. Auch Märchenstunden, Spaziergänge
oder Begleitungen zu Freizeitaktivitäten gehören
dazu. Wichtig ist, dass beide Seiten ihre Wünsche
und Zeiten offen absprechen. Die Teilnahme ist über
eine Mitgliedschaft in der Seniorengemeinschaft
geregelt; ein erweitertes Führungszeugnis sorgt für
Sicherheit. Für ihre Zeit erhalten Leihgroßeltern
eine Aufwandsentschädigung von acht Euro pro
Stunde. Wie bereichernd solche Begegnungen sind,
zeigen die Erfahrungen von Claudia Fugmann aus
Staffelstein und Roland Christeiner aus Lichtenfels.
Fugmann betreut drei kleine „Leihenkel“, liest Geschichten
vor, lauscht ihrem Kinderlachen und wird
mit Zuneigung überschüttet. Christeiner begleitet
DARÜBER SPRICHT LICHTENFELS
seinen achtjährigen Leihenkel zum Schwimmkurs,
aufs Schützenfest und in den Zoo. Beim Abschied
fragt der Junge jedes Mal: „Du kommst doch wieder?“
– eine Frage, die alles sagt. Noch suchen mehrere
Familien in Lichtenfels nach Leihomas und
Leihopas.
Wer Herz und Zeit verschenken
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Der Kaisersaal von Kloster Banz bot einen festlichen
Rahmen, als am 20. Oktober der Lichtenfelser AusbildungsLöwe
zum zehnten Mal verliehen wurde.
Wo sonst barocke Pracht und klösterliche Stille herrschen,
standen diesmal junge Talente und engagierte
Ausbilder im Mittelpunkt – Menschen, die Zukunft
gestalten. Landrat Christian Meißner führte durch
die Feier und fand klare Worte: „Trotz wirtschaftlich
schwieriger Zeiten investieren unsere Unternehmen
in junge Menschen. Das macht Hoffnung, dass der
Obermain bald wieder aufblüht.“ Auch Schirmherr
Tobias Gotthart, Staatssekretär im Bayerischen
Wirtschaftsministerium, würdigte das regionale Engagement
für Ausbildung und Fachkräfteförderung
als beispielhaft. Die Auszeichnung, eine Skulptur
samt Geldpreis, wurde in den Kategorien Beste Quote
und Bestes Konzept vergeben – jeweils abgestuft
nach Unternehmensgröße. Eine Jury aus Vertretern
von Wirtschaft, Schulen und Arbeitsverwaltung entschied
über die Preisträger, die eines eint: gelebte
Verantwortung für die nächste Generation. Ausgezeichnet
wurden RM-Bau aus Ebensfeld, Elektrotechnik
Hild aus Lichtenfels, das Bildungszentrum
Kloster Banz, Zirkelbach Bad.Heizung.Solar aus
Hochstadt am Main, der BRK-Kreisverband Lich-
So sehen Sieger aus – zur Erinnerung an diese
tolle Jubiläumsfeier versammelten alle Preisträger
im Kaisersaal (Foto Tim Birkner)
10 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
DARÜBER SPRICHT LICHTENFELS
tenfels sowie easy2cool, ebenfalls aus Lichtenfels.
Sie alle stehen für Mut, Weitsicht und die Überzeugung,
dass Ausbildung mehr ist als ein Job – sie ist
ein Bekenntnis zur Zukunft des eigenen Standorts.
Und in einer Zeit des Fachkräftemangels wirkt dieser
Löwe doppelt stark: als Symbol für Tatkraft und
Zuversicht.
EIN HERZ FÜR DEN GUTEN ZWECK
Musik, die bewegt – nicht nur das Publikum, sondern
auch etwas in und über die Region hinaus: Organisator
Roberto Bauer blickt im Jahr 2025 auf zwei
außergewöhnliche Konzerterfolge zurück, die den
guten Zweck mit großer Kunst verbanden. Im barocken
Kaisersaal von Kloster Banz feierten Künstler
und Publikum eine Italienische Nacht zugunsten der
OT-Leseraktion „Helfen macht Spaß“. Arien und
Lieder von Vivaldi bis Verdi erfüllten den Raum mit
jener Leidenschaft, die man nur aus der italienischen
Oper kennt – voller Sehnsucht, Pathos und Lebensfreude.
Anlass war das 25-jährige Jubiläum der Spendenaktion,
die vom Journalisten Till Mayer ins Leben
gerufen wurde. Eine Million Euro kamen in diesem
Vierteljahrhundert Bedürftigen zugute – ein Beweis,
dass Hilfsbereitschaft in Oberfranken eine lange Tradition
hat. Bauer, langjähriger Förderer und Mitorganisator,
widmete das Jubiläum einem Fest der Stimmen
und des Mitgefühls. Das zweite Benefizkonzert
führte unter freiem Himmel auf den Lichtenfelser
Marktplatz: Das Wunderkinder-Duo Laetitia und
Philip Hahn verzauberte das Publikum mit virtuoser
Klaviermusik. Strahlender Sonnenschein begleitete
ihren Auftritt – ein glücklicher Kontrast zum Vorjahr,
als Regen den Abend fast vereitelt hätte. Der
Erlös ging an die Stiftung Unser Lichtenfels. Zwei
Abende, zwei Klangwelten, ein gemeinsamer Gedanke:
Musik kann Brücken schlagen – zwischen Menschen,
Generationen und Herzen. Und manchmal
klingt Mitmenschlichkeit einfach wie ein schöner
Akkord. Und das Jahr ist auch noch nicht zu Ende:
Roberto Bauer lädt ein zum Silvesterkonzert „Weltklassik“
in der ehemaligen Synagoge Lichtenfels am
31.12. um 17 Uhr. Karten sind knapp.
BLÜHENDE VIELFALT AM OBERMAIN
Über 100 Gärten im Landkreis Lichtenfels tragen
inzwischen das Prädikat „Naturgarten“ – ein sichtbares
Zeichen für ökologisches Engagement und
nachhaltige Gartengestaltung. Kürzlich lud der
Kreisverband für Gartenbau und Landespflege die
17 Eigentümer der neuesten Auszeichnungen in die
Umweltstation Weismain ein, um ihre Gärten offiziell
zu würdigen. Kreisfachberater Michael Stromer
führte die Gäste anhand eindrucksvoller Bilder
durch die vielfältigen Anlagen: bunt blühende
Wiesen, heimische Gehölze, Lebensräume für Insekten,
Vögel und Kleintiere. Chemische Pflanzenschutzmittel,
Mineraldünger und Torf haben hier
keinen Platz – stattdessen herrscht ein Miteinander
von Natur und Gestaltung, das in der Naturgarten-Initiative
seit 2020 Kernkriterium ist. Mit dem
Garten der Familie Alin in Bad Staffelstein wurde
kürzlich der hundertste Privatgarten zertifiziert;
aktuell sind es sogar 109 Anlagen. Landrat Christian
Meißner, zugleich Vorsitzender des Kreisverbandes,
betonte die Vorreiterrolle des Landkreises
in Bayern und die Bedeutung solcher Initiativen
gegen die „Versteinerung“ moderner Gärten. Die
Auszeichnung gilt nicht nur privaten Gärten: Auch
Unternehmen oder Institutionen können teilnehmen.
Für das kommende Jahr plant der Kreisverband
eine Fortführung der Initiative, die das Bewusstsein
für Biodiversität, naturnahe Gestaltung
und ökologische Verantwortung weiter stärken
soll. Interessierte Gartenbesitzer können sich bereits
jetzt in der Umweltstation Obermain-Jura anmelden
– und vielleicht bald selbst Teil der grünen
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AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 11
DARÜBER SPRICHT LICHTENFELS
FÖRDERUNG MIT HERZ FÜR DIE REGION
Seit mehr als 200 Jahren ist die Sparkasse Coburg –
Lichtenfels ein verlässlicher Partner für Menschen und
Unternehmen der Region. Mit der Gründung ihrer eigenen
Stiftung im Jahr 1996 unterstrich sie diese Verbundenheit
auf besondere Weise: Drei Millionen DM
wurden bereitgestellt, um gezielt Projekte in Coburg
und Lichtenfels zu fördern. Bis heute ist die Sparkasse
das einzige regionale Kreditinstitut mit einer eigenen
Stiftung – ein Instrument, um die Heimat aktiv zu gestalten.
„Unsere Stiftung macht die Region lebens- und
liebenswert“, betont Dr. Martin Faber, Vorstandsvorsitzender
der Sparkasse. Seit 1996 konnten fast 300
Projekte mit über 1,36 Millionen Euro unterstützt
werden. Auch in diesem Jahr freuten sich fünf Vereine
und Organisationen über insgesamt 15.500 Euro, überreicht
bei einem Festakt auf der Veste Coburg von Dr.
Faber und Marcus Seiler. Unter den geförderten Initiativen
befindet sich aus dem Landkreis Lichtenfels das
interkulturelle Kunst- und Friedensprojekt „Kommt
zusammen! Moschee, Kirche, Synagoge“ in Vierzehnheiligen.
In Zeiten wachsender Spannungen zwischen
Religionen – verschärft durch den Nahost-Konflikt
seit Oktober 2023 – setzt dieses Projekt ein starkes
Zeichen: Fotograf Jochen Gewecke lädt mit rund 120
Detailaufnahmen aus Kirchen, Synagogen und Moscheen
dazu ein, andere Religionen kennenzulernen
und den Horizont zu erweitern. Von Mai bis Juli 2025
präsentierten die Bildungs- und Tagungshäuser Vierzehnheiligen
erstmals diese Wanderausstellung in
Oberfranken – ein wichtiger Beitrag für Begegnung,
Verständigung und Frieden in unserer Gesellschaft.
© Premium Modern Art
POP ART TRIFFT BAROCK
Ein amerikanischer Pop-Art-Pionier im Kloster: Die
Kunsthalle Kloster Banz zeigt als einer der ersten
Orte weltweit die neue Serie „Women in Water“ von
James Francis Gill – ein spätes Meisterwerk des heute
90-jährigen Künstlers, der zu den letzten lebenden
Vertretern der amerikanischen Pop Art zählt. In der
barocken Pracht der ehemaligen Benediktinerabtei
entfalten Gills farbstarke Frauenbilder eine faszinierende
Spannung zwischen sakraler Ruhe und moderner
Bildsprache. Gill, 1934 in Texas geboren, wurde
1962 mit seinem Marilyn Triptych berühmt, das das
Museum of Modern Art in New York in seine Sammlung
aufnahm. Seine Porträts von Ikonen wie Marilyn
Monroe, Grace Kelly oder John Wayne verbinden Realismus
und Abstraktion zu energiegeladenen Kompositionen.
Nach einem jahrzehntelangen Rückzug
kehrte Gill in den 2000er Jahren mit frischer Schaffenskraft
zurück – seine Werke hängen heute in renommierten
Museen von Wien bis Washington. Mit
„Women in Water“ vollendet Gill einen Werkzyklus,
der seit den 1960er Jahren in ihm nachhallte. Die Serie
feiert die weibliche Gestalt nicht nur als ästhetisches
Motiv, sondern als emotionale Gegenwart – fließend,
verletzlich, stark. In drei Werkgruppen zeigt sie Hollywood-Ikonen,
vielschichtige Marilyn-Porträts und
meditative Abstraktionen. Der Kontrast zwischen der
heiteren Farbwelt des Pop und der barocken Architektur
der Dientzenhofer-Brüder verleiht der Schau
eine besondere Intensität – als würde Geschichte
selbst kurz in Farbe getaucht. Die Ausstellung ist ist
noch bis 30. November, jeweils Freitag bis Sonntag,
von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kurator Stephan Zipfel
bietet kostenlose Führungen an.
EIN JAHR REIT- UND THERAPIEZENTRUM
Seit einem Jahr bietet das Reit- und Therapiezentrum
am Obermain Raum für Begegnung zwischen Mensch
und Tier. Im Mittelpunkt steht die pädagogische Arbeit
mit Pferden, die Kindern – besonders jenen mit
besonderen Bedürfnissen – hilft, Selbstvertrauen und
soziale Kompetenzen zu entwickeln.Neben der therapeutischen
Arbeit dient das Zentrum als Ort des Austauschs:
In Kooperation mit Fachleuten werden Veranstaltungen
rund um Wissen und
Verantwortung im Umgang mit
Pferden angeboten. Auch der angeschlossene
Pensionsstall legt
Wert auf Achtsamkeit und ein
harmonisches Miteinander von
Mensch und Tier. Nach einem
ereignisreichen Jahr blickt das
Team dankbar zurück – und zuversichtlich
nach vorn.
KONGRESSHAUS ROSENGARTEN
04.12.25
Eva Karl Faltermeier – Ding Dong
14.01.26
Die Magier Golden Ace - Zirkel der Magie Tour
12.12.25
Mirja Regensburg – HAPPY
21.01.26
Gregor Gysi - Auf ein Wort
14.12.25
Tom Gaebel & his Orchestra „A Swinging Christmas“
01.02.26
Kinderfasching der Coburger Narrhalla
02.01.26
Der Nussknacker & Schwanensee - Grand Classic Ballett
06.02.26
Moving Shadows - ON FIRE
05.01.26
13. Coburger Comedy Gala
08.02.26
18. Coburger Gesundheitstag
10.01.26
Osan Yaran - Aus Prinzip!
12.02.26
Volker Heißmann singt Udo Jürgens
Wir wünschen Ihnen schon jetzt viel Spaß!
Weitere Informationen unter coburg-kongress.de
12 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
Advertorial
Das Goldene Kreuz
DAS ÄLTESTE GASTHAUS COBURG IST ZEUGE
VIELER JAHRHUNDERTE COBURGER GESCHICHTE:
SEIT 1508 WERDEN HIER GÄSTE BEWIRTET.
Traditionell. Modern. Fränkisch.
Neben der stolzen Geschichte ist es vor allem das
Zusammenspiel von Ambiente und herausragender
Küche, das das Goldene Kreuz zu einem besonderen
Ort macht: Die geschmackvolle Einrichtung für
jeden Anlass, der überdachte Innenhof, in dem man
sich ganzjährig wie in einer gemütlichen Taverne
fühlt, ein Saal im ersten Obergeschoss und ein neuer
großer Saal im Erdgeschoss für bis zu 120 Personen
für Veranstaltungen, Familien- oder Firmenfeste.
Nicht umsonst zählt das Goldene Kreuz damit nicht
nur zu den ältesten, sondern auch zu den schönsten
Gasthäusern Deutschlands.
Die besondere Küche des 25köpfigen Teams rund um
Wirt und Küchenchef Markus Zimmer lässt keine
Wünsche offen, ob vegan, vegetarisch, fränkisch oder
im gehobenen Gourmetbereich. Auf der Speisekarte
stehen Sauerbraten, Schäufele oder Bauernente
genauso wie die veganen Spinatknödel oder die
Bouillabaisse. Und natürlich gehören die traditionellen,
samtig weichen Coburger Klöße dazu, die Rutscher.
Das Goldene Kreuz setzt dabei immer mehr auf
regionale Produkte, baut sein Netzwerk mit Bauern
und Lieferanten aus Franken und vor allem aus der
Genussregion Coburger Land immer weiter aus.
Die Spezialitäten werden u.a. auf handgefertigten
Tellern und Schalen der Kronacher Keramikwerkstatt
Schäuble serviert und geben damit den Speisen einen
besonderen Auftritt.
Goldenes Kreuz
Herrngasse 1 | Coburg
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Montag - Samstag
11 30 Uhr - 14 00 Uhr | Küche bis 13 30 Uhr
17 30 Uhr - 22 00 Uhr | Küche bis 21 00 Uhr
Sonntag Ruhetag
geöffnet nur nach Vereinbarung
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Dienstag bis Samstag
von 17:00 – 23:00 Uhr
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 13
GRENZERFAHRUNGEN
Von Tim Birkner
„Um jeden Ort,
an dem ein
Kloster schließt,
ist es schade“
Die Franziskaner verlassen Vierzehnheiligen. Die Nachricht
hat viele aufgeschreckt. Pater Maximilian ist der Hausobere
der Franziskaner. Acht Brüder sind sie noch im Kloster, zwei
Drittel von ihnen sind über 80 Jahre alt, nachrücken will
niemand. Also verlassen die Verbliebenen im Herbst 2028
den Ort, an dem die Franziskaner seit fast 200 Jahren wirken.
„Wir sind Wandermönche. Keiner von uns bleibt ein Leben lang. Der Wechsel ist gewollt“, erzählt
Pater Maximilian Wagner. Er feiert bald seinen 60. Geburtstag. Wo er lebt und wirkt, gehört er
seit Jahrzehnten zu den Jüngsten. Die Trauerphase, das Abschiednehmen von einem Ort, der
Kloster gewesen sein wird, beginnt mit der Nachricht, dass es so kommen wird. Pater Maximilian
kennt das. Bevor er 2021 nach Vierzehnheiligen kam, war er in Berlin. Auch dieses Kloster wurde
aufgelöst, weil der Nachwuchs fehlte. Damals wurde die Nachricht ein Jahr vorher veröffentlicht.
Jetzt sind es etwas knapp drei Jahre. Das Abschiednehmen beginnt.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 15
GRENZERFAHRUNGEN
„Für jeden Ort, an dem ein Kloster schließt, ist es schade“, sagt er. Doch Pater
Maximilian sieht stets die Zuversicht: „Der Charakter des Ortes wird ja
weitergeführt – nur eben nicht mit uns. Es wird sich etwas Neues entwickeln.“ Er
führt durch breite Treppen und hohe Räume zu seiner Wohnung im ersten Stock.
„Für Franziskaner ist das wirklich ein nobler Ort“, sagt er. Gebaut haben das
Kloster schließlich die Zisterzienser – anders als der Franziskanerorden standen
sie dem Prunk und Reichtum näher. Die Bücher in einem Wandschrank im großen
Saal stammen noch aus dieser Zeit. Auch viele der Ölbilder an den Wänden hängen
schon lange. Nach der Säkularisierung fiel das Kloster an den König, der die
Franziskaner 1839 beauftragte, den Wallfahrtsort zu betreuen. Das Gebäude des
Klosters gehört heute dem Bayerischen Staat. Was mit dem Räumen, den Büchern,
den Bildern geschieht, wenn die letzten Franziskaner hier ihre Zimmer räumen?
Pater Maximilian zuckt mit den Schultern.
Pater Maximilian beobachtet die Wallfahrer, die in größeren und kleineren
Gruppen den Berg hinauf steigen. „Sie kommen ja nicht nur wegen der sportlichen
Fitness – viele von ihnen haben ihr Päckchen zu tragen.“ Sie setzen sich in die
riesige Basilika. Die Franziskaner halten einen ihrer Brüder bereit, um ihnen
die Beichte abzunehmen. Das wird weniger. Früher waren noch drei oder vier
gleichzeitig gefragt. Doch der Ort bleibt ein besonderer. Pater Maximilian
formuliert es so: „Diese Kirche ist ein durchbeteter Raum. Er zieht die Menschen
an wie ein Magnet.“ Manchmal setzt er sich still neben die eine oder den anderen.
Manchmal kommt es dann auch zu einem Gespräch. „Die Menschen erzählen
dann von ihrer Not, weil sie einen Angehörigen verloren oder vom Arzt eine blöde
Diagnose bekommen haben.“
„Diese Kirche ist ein durchbeteter
Raum. Er zieht die Menschen an
wie ein Magnet.“
AUSGABE 5 / MAI 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 17
GRENZERFAHRUNGEN
„Kinder stecken voller Fragen“, beobachtet er. Sie stehen ein paar Schritte weit
in der Basilika und staunen mit offenem Mund. Maximilian Wagner liebt diese
Führungen mit Kindern. Immer wieder bringen sie ihn zu Rätseln, die er dann
zu lösen versucht – beispielsweise warum dem Heiligen Wendelin eine Krone zu
Füßen liegt. „Mir war das vorher nie aufgefallen“, sagt der Pater. „Die Kinder öffnen
uns die Augen.“ Wenn er die Herzen öffnen will, nimmt er oft sein Akkordeon zur
Hand. Er spielt und singt dann zusammen mit Kindern im Kindergarten – oder auch
im Altenheim. So wie nebenan bei den pflegebedürftigen Franziskusschwestern.
Auch sie haben mit der Schließung des Konradshofes ein Ende besiegelt.
Pater Maximilian lässt sich auf den Ort ein, an dem er wohnt und wirkt –
und er versucht ihn ins Hier und Heute zu tragen. „Wir sollten uns auf die
Herausforderungen einlassen“, sagt er. Und so ist aus dem Pater und Musiker
auch ein Notfallseelsorger geworden. „Ich arbeite da mit den Nothelfern von
heute zusammen: Polizei, Rettungsdienst und Bestatter.“ Egal ob Helfer oder
Betroffene, manch einer fängt einfach das Reden an. Maximilian Wagner hört
dann zu. Er begleitet die Menschen mit Ruhe und ruhigen Worten.
Sein Orden ist in manchen Dingen keine andere Gemeinschaft als weltliche.
Die Probleme werden verdrängt so lange es geht. „Viele meiner Mitbrüder
wollen es nicht wahrhaben. Sie denken, es kommen immer Neue nach.“ Der
Rat der Franziskusbrüder muss zwar offiziell noch beschließen, dass der Orden
Vierzehnheiligen verlässt, doch für Pater Maximilian ist das klar. „Wir müssen
eine andere Lösung für die Wallfahrer finden. Es fehlt schlicht das Personal.“
Also versucht der Hausobere dorthin zu blicken, wo dieses Schicksal bereits
eingetreten ist. Beispielsweise in Werl im Erzbistum Paderborn. Dort wird
inzwischen ein Wallfahrts-Team eingesetzt. „Ein solches Team habe ich auch
unserem Bischof vorgeschlagen – als eine mögliche Lösung“, sagt der Pater. Er
selbst könnte sich vorstellen, Teil eines solchen Teams zu werden.
Zwischen seiner Klosterauflösung in Berlin und dem Einsatz in Vierzehnheiligen
hatte Pater Maximilian um eine Auszeit gebeten. Drei Wünsche erfüllte er sich in
diesem halben Jahr. Er schrieb in Meditation eine Ikone, lebte ein paar Wochen auf
der Insel Borkum und lief den Franziskusweg von Florenz nach Rom. Er weiß, dass
ein Weg immer weiter geht. Und er weiß um das Besondere in Vierzehnheiligen.
Wenn bei einer großen Wallfahrt die ganze Kirche voll ist und eine tolle Liturgie
gefeiert wird, ist das für ihn aufregend: „Das zu erleben ist für mich ein Gänsehaut-
Moment.“
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 19
Kunst
im Herbst
frei für alle
Wilhelm Uhlig aus Nürnberg hat die acht Damen im Kurpark Bad Staffelstein
geschaffen. Seit 13 Jahren stehen die Bronzefiguren zwischen Brückentheater
und Gradierwerk. Uhlig wünscht sich übrigens, dass Betrachter und Figuren in
Kontakt kommen. Treten Sie näher...
Fotos: Tim Birkner
Fotostrecke
Aus Stein und
Bronze
Auch in Burgkunstadt neben der alten Vogtei stehen einige Figuren
von Uhlig. Hinter diesen beiden Frauen mit dem Titel "Verkündigung"
öffnet sich der Blick über das Maintal bis zum Kordigast.
Die Steinfigur links stammt von Manfred Reinharts "Fließende
Begegnung" und steht bei Wiesen am Mainradweg. Die Lauter fließt
in den Main - wobei die weibliche Figur für den Bad Staffelsteiner
N e b e n fl u s ss t e h t .
Dort, wo sich die Wege von Vierzehnheiligen nach Lahm und
von Oberlangheim nach Uetzig treffen, schufen Clemens und
Lucian Muth die Muttergottes. Sie uns die 14 Nothelfer sollen am
Fischerkreuz den Weg weisen.
S O N D E R T H E M A
INTELLIGENZ
WIE DENKEN WIR IN ZUKUNFT?
Redaktion: Wolfram Hegen / ChatGPT
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“ – der berühmte Satz des
Sokrates klingt heute überraschend modern. Denn während
Algorithmen mit beängstigender Geschwindigkeit Schachund
Go-Weltmeister schlagen, Radiologiebilder deuten und
uns in ganzen Absätzen antworten, fragen wir neu: Was
ist Intelligenz überhaupt – und wie werden wir in Zukunft
denken? Die Frage ist nicht bloß philosophische Zierde, sie
berührt Ökonomie, Bildung, Politik und unser Selbstbild als
„Krone der Schöpfung“.
Die Psychologie beschreibt Intelligenz pragmatisch als die
Fähigkeit, Probleme zu lösen, aus Erfahrungen zu lernen und
sich an neue Situationen anzupassen. Das klingt nüchtern –
und doch ist es spektakulär: Ein Organ von rund 1,3 Kilogramm,
gespeist mit etwa 20 Watt und rund 20 Prozent unseres
Grundumsatzes, koordiniert Wahrnehmen, Fühlen, Planen.
Etwa 86 Milliarden Neuronen bilden Netzwerke, deren Dynamik
wir erst in Umrissen verstehen. Zugleich ist menschliches
Denken begrenzt: Unsere Arbeitsgedächtniskapazität
umfasst im Schnitt nur wenige Einheiten zugleich; Heuristiken
und kognitive Verzerrungen sind nicht Fehler eines kaputten
Apparats, sondern effiziente Abkürzungen in einer komplexen
Welt (Kahneman nannte das „System 1“ und „System 2“).
Wenn nun Maschinen in immer mehr Domänen brillieren, stellt
sich die heikle Anschlussfrage: Ist eine Künstliche Intelligenz
im herkömmlichen Sinne „intelligent“? Alan Turing schlug
1950 vor, die Debatte an ein Verhaltensexperiment zu binden
– wer uns im Gespräch täuscht, sei praktisch intelligent. John
Searle widersprach später mit dem „Chinesischen Zimmer“:
Das richtige Output allein beweise kein Verstehen. Moderne
Sprachmodelle sind in diesem Sinn grandiose Musterverdichter.
Sie sind – wie Emily Bender kritisch formulierte – „stochastische
Papageien“: bestechend im Stil, unermüdlich im Zitat, aber
ohne Weltbezug aus erster Hand. Das schmälert die Leistung
nicht: AlphaGo besiegte 2016 Lee Sedol, und Zug 37 wurde
zum Symbol einer unvorhergesehenen, fast „kreativen“
Wendung. Doch selbst dort bleibt Kreativität eine Eigenschaft,
die wir in die Statistik hineinlesen.
Vielleicht liegt der Denkfehler in unserem Anspruch. Wir
verwechseln Intelligenz mit Bewusstsein, Rationalität
mit Sinn. Intelligenz, so nüchtern wie kühn verstanden, ist
Rechnen – beim Gehirn ein elektrochemischer, beim Rechner
ein elektronischer Prozess. Die Frage ist also weniger „ob
Maschinen denken“, sondern „welcher Zweck in das Denken
eingebaut ist“ (Norbert Wiener). Maschinen optimieren
Zielfunktionen, Menschen verhandeln Ziele. Wo die Maschine
Mittel findet, müssen wir Gründe finden. Hier beginnt der
eigentliche Unterschied.
Was bedeutet das für unser eigenes Denken? Es gibt zwei
widersprüchliche, aber empirisch gestützte Tendenzen.
Erstens: kognitive Auslagerung. Studien zum „Google-Effekt“
zeigen, dass wir uns Fakten schlechter merken, wenn wir
wissen, dass sie jederzeit auffindbar sind. Navigationssysteme
schwächen bei übermäßiger Nutzung unser räumliches
Orientierungsvermögen. Zweitens: Neuroplastizität. Londoner
Taxifahrer, die „The Knowledge“ – ein immenses Stadtwissen
– verinnerlichten, zeigten messbare Veränderungen im
Hippocampus. Wo Anforderungen wachsen, wachsen Gehirn
und Leistung nach. Das lässt eine nüchterne Prognose zu:
Unser Gehirn verkümmert nicht automatisch, es formt sich
nach der Ökologie der Aufgaben. Wenn KI Routine entlastet,
schafft sie Raum – entweder für Bequemlichkeit oder für
höherstufiges Denken: Hypothesenbildung,
Modellkritik,
interdisziplinäre Synthese. Ob wir diese Leerstelle mit flüchtiger
Zerstreuung oder mit Tiefe füllen, ist keine technische, sondern
eine Entscheidung jedes Einzelnen.
„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner
Welt“, schrieb Ludwig Wittgenstein. Wenn Sprachmodelle
eloquente Werkzeuge werden, verschieben sie diese Grenze
– aber sie ersetzen nicht die Welt. Für Forschung und
Wissenschaft kann das produktiv sein: Simulationen werden
dichter, Literaturrecherche schneller, Hypothesenräume
größer. Doch umso wichtiger wird die Kunst des Fragens, das
Quellenurteil, die Fähigkeit, Evidenz zu gewichten. Herbert
Simon warnte früh: „Ein Überfluss an Information erzeugt
eine Knappheit an Aufmerksamkeit.“ Die Ressource der
Zukunft ist nicht die Datenmenge, sondern die gerichtete
Aufmerksamkeit – und der Mut, Bedeutungen zu setzen.
Gesellschaftlich rückt damit auch unser Selbstbild zurecht.
Die Vorstellung vom Menschen als singulärer Vernunftspitze
weicht dem Bild eines Ko-Agenten in kognitiven Ökosystemen
aus Menschen und Maschinen. Für Theologie und Philosophie
ist das keine Herabstufung, sondern eine Präzisierung:
Würde, Verantwortung, Sinngebung entspringen nicht der
Rechenleistung, sondern der Fähigkeit, Ziele zu reflektieren,
Normen zu begründen, Mitleid zu empfinden. Antonio
Damasio hat gezeigt, dass Emotion keine Störung der Vernunft
ist, sondern ihre Bedingung. Vielleicht ist das die eigentliche
Zukunft des Denkens: Mehr Logik dort, wo Logik stark
ist – und mehr Urteilskraft, Einfühlung, ästhetische und
moralische Imagination dort, wo nur Menschen begründen
können, warum etwas zählen soll.
Bleibt die strategische Aufgabe. Bildung muss sich lösen von
der Prüfung des Abrufs und hinbewegen zu den Disziplinen
der Orientierung: Modellbildung, Szenariotechnik, Argumentationsanalyse,
Experiment und Kritik. Unternehmen werden
KI als produktive Infrastruktur nutzen – die entscheidende Differenz
entsteht in der Qualität der Fragen, in der Klarheit der
Ziele, in Teams, die Widerspruch organisieren. Politik schließlich
wird definieren müssen, welche Entscheidungen delegiert
werden dürfen und welche – um der Legitimität willen – beim
Menschen bleiben.
Intelligenz war immer ein Mittel, kein Zweck. In der Zukunft
wird sie allgegenwärtig sein – eingebettet in Geräte, Prozesse,
Texte. Ob wir dadurch klüger handeln, hängt nicht davon ab,
wie „intelligent“ Maschinen erscheinen, sondern davon, wie
anspruchsvoll wir unseren Begriff von Denken halten: als tätige
Kunst, die rechnet, gewiss; aber vor allem als Kulturtechnik, die
deutet, abwägt, Verantwortung übernimmt. Vielleicht ist das
die reifste Form des Fortschritts: nicht mehr die Frage „Wer ist
klüger?“, sondern „Wofür nutzen wir unsere Klugheit?“
INTERVIEW
Ist Denken OUT
INTERVIEW KI-PROFESSOR
JOCHEN L. LEIDNER VON
DER HOCHSCHULE COBURG
Denkt der Mensch überhaupt noch, wenn er
doch das Rechnen, Schreiben, Analysieren mehr
und mehr Maschinen überlässt? Oder glaubt
er nur noch, fühlt, meint? Ist Denken also out?
Der LICHTENFELSER hat sich dazu mit Jochen L.
Leidner unterhalten, Professor für erklärbare und
verantwortungsvolle Künstliche Intelligenz an der
Hochschule Coburg.
LICHTENFELSER: Im letzten Interview zum
Thema „Neugier“ vor drei Jahren haben Sie gesagt:
„Man sollte Maschinen nicht zuschreiben, was sie
momentan nicht können und vielleicht nie können
werden. Letztlich sind Computer Metamaschinen,
grenzenlos einsetzbare Werkzeuge, die uns
dienen (sollten). Da kann ich die Menschen also
beruhigen.“ Hat sich an ihrer Meinung etwas
geändert? Oder besteht aus wissenschaftlicher
Sicht mittlerweile Grund zu Sorge, immerhin
haben führende Köpfe von Techunternehmen ja
vor Risiken gewarnt? Wird unser Denken schon
fremdgesteuert?
JOCHEN LEIDNER: Zunächst mal vielen
Dank, dass Sie diesen Satz aufgreifen –
in den Medien heute scheint ja sonst nur
Raum für kurze Gedanken, 160 Zeichen
oder weniger, und ich hatte ja auch kein
TikTok-Video dazugetanzt. Bezüglich
der echten Intelligenz oder Terminator-
Dystopien kann ich nach wie vor die
Menschen beruhigen (einige der warnenden
Köpfe möchten vielleicht gerne ihren persönlichen
Bekanntheitsgrad erhöhen), aber leider gibt es neue
Probleme, bei denen wir Wissenschaftler Alarm
schlagen müssen.
Maschinen sind nicht intelligent, aber sie können
inzwischen Antworten geben, wie einige Menschen
Sie auch nicht besser hätten geben können.
Allerdings sind die Prinzipien, wie und warum das
funktioniert, andere als die menschlicher Intelligenz.
Gegenwärtige Sprachmodelle wie Llama, ChatGPT
oder Claude haben einige substanzielle Anteile des
Internet repräsentiert, und wurden so konstruiert,
dass alles, was aus ihnen hervorkommt – ob wahr
oder falsch – gleichsam eloquent und vermeintlich
selbstbewusst herüberkommt. Kaum verwunderlich,
dass die Nutzer diese Systeme vermenschlichen, das
ist aber fatal.
Meine Frau kennt beispielsweise einen krebskranken
Mann, der seinem Arzt nur glaubt, wenn das, was er
sagt, auch mit dem übereinstimmt, was ChatGPT
sagt (sein Arzt weiß davon nichts). Es wäre gut, wenn
mehr Menschen verstünden, wie diese Systeme
funktionieren, damit sie sie nicht vermenschlichen
und über ihre tatsächlichen Fähigkeiten hinaus
Zuschreibungen machen. Ich erlebe das auch in
meinem Alltag, nämlich wenn Studierende diese
Systeme verwenden, um ihre Arbeiten schreiben zu
lassen. Das ist nicht nur ein Fall von Betrug, sondern
insbesondere von Selbstbetrug, denn, wenn ich
nicht selbst lese, nachdenke, schreibe, überarbeite,
sondern von einer Maschine oder von einem anderen
Menschen einen Text zu einem Thema erzeugen
lasse, dann lerne ich natürlich nichts dabei.
LICHTENFELSER: Können Sie das an einem
Beispiel erläutern?
JOCHEN LEIDNER: Nehmen Sie einen Taschenrechner
(egal ob physisches Gerät oder Software, die
ihn nachbildet). Es ist ein nützliches Werkzeug für
alle, die viel rechnen müssen, weil Leichtsinnsfehler
28 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
SONDERTHEMA: INTELLIGENZ
vermieden werden. Wenn ich aber nie die vier
Grundrechenarten gelernt habe, kann ich auch nicht
überprüfen, ob die Ausgabe des Taschenrechners
stimmt. Muss ich beispielsweise 230 x 10,23
ausrechnen und der Taschenrechner gibt 235290,
dann sagt mir meine Rechenintuition, dass das
Ergebnis zu groß ist (mal zehn entspricht ja einer
Null anhängen) und außerdem sollte keine glatte
Zahl herauskommen. Das richtige Ergebnis wäre
2352,90 gewesen, und was vermutlich passiert ist,
war, dass ich beim Eingeben der zweiten Zahl das
Dezimalkomma nicht fest genug gedrückt hatte. Wer
nie von Hand gerechnet hat, hat solch eine Intuition
nicht, sondern glaubt eher blind die Ergebnisse. Und
beim Taschenrechner kommt fast immer das richtige
heraus, wenn die Eingabe stimmte, was bei den KI-
Modellen keinesfalls der Fall ist. Und wie prüfe ich
das Ergebnis, wenn mich niemand gewarnt hat?
Eine neue Gefahr ist diese: Je mehr die Menschen
ihr Denken an die Maschine delegieren, desto mehr
werden sie wieder unmündig (im Kantschen Sinne)
und steuerbar – durch Konzerne, die zumeist in
anderen Ländern sitzen; also definitiv existiert
die Gefahr des „fremdgesteuert seins“, die Sie
ansprachen, bereits heute im großen Ausmaß.
LICHTENFELSER: Unser Sonderthema dieses
Mal heißt „Intelligenz – wie denken wir in
Zukunft?“ Verändert sich vor dem Hintergrund
des Werkzeugs „Künstliche Intelligenz“ das
menschliche Denken? Verändert sich das Gehirn?
JOCHEN LEIDNER: Das kritische Denken scheint
mir durch aktiven Einsatz des Gehirns geschärft zu
werden, insofern wird es geschwächt, wenn es nicht
benötigt wird, weil sich die Leute nur passiv von
Medien berieseln lassen. Bisher wurden von Bai, Liu
und Su (2023) sechs Arten negativer Einflüsse von
KI-Sprachmodellen beschrieben:
• übermäßiges Vertrauen in und Abhängigkeit von
KI-Systemen
• beeinträchtigtes kritisches Denken
• inakkurate Information
• oberflächliche Auseinandersetzung mit Themen,
die das Langzeitgedächtnis negativ beeinflusst
• reduzierter menschlicher Umgang
• Demotivation
Jede dieser Arten wurde bzw. wird derzeit untersucht.
LICHTENFELSER: Wenn die KI in Zukunft geistigintellektuell-kreativ-wissenschaftliche
und weitere
standardisierbare Aufgaben übernimmt, verdummen
wir dann? Oder entwickeln wir uns sogar weiter, weil
wir uns nicht mehr mit Routine aufhalten müssen?
JOCHEN LEIDNER: Beides – nicht jeder wird mit
den Systemen in gleicher Weise umgehen. Wichtig
ist nicht, die Technologie nur einseitig zu verteufeln
oder anzupreisen, sondern sich im Detail damit
vertraut zu machen. Dann gilt es, die Vorteile zu
nutzen und zugleich die Einflüsse der Nachteile zu
reduzieren.
LICHTENFELSER: Die generelle Frage ist,
hat das klassische rationale vernunftorientierte
faktenbasierte Denken, das Abwägen von Pro und
Contra, der Diskurs, überhaupt noch einen Platz,
wenn Daten und datenbasierte Entscheidungen
nur noch Computersache sind?
JOCHEN LEIDNER: Das Denken wird immer
den Platz haben, den wir ihm als Gesellschaft
einräumen. Sie machen es ja zu Ihrer Sache – wenn
Sie es sich nicht nehmen lassen - oder eben zur
Computersache – wenn Sie es outsourcen (gleich
ob an die Maschine oder an Zeitungsblätter mit sehr
großen Titelbuchstaben). Ob Fakten im Diskurs
zählen, hängt auch von der Allgemeinbildung ab.
Wir sollten unsere Kinder so erziehen, dass Wissen
ein Wert ist, der geschätzt wird.
LICHTENFELSER: Sie beschäftigen sich in
Coburg am Institut mit KI. Geben Sie uns doch
kurz einen Überblick Ihrer Themen derzeit zum
Thema Künstliche Intelligenz.
JOCHEN LEIDNER: Mein kleines Team und ich
befassen uns mit mehreren Themen:
• Nachrichten-Bias (wie Propaganda) automatisch
zu erkennen und die Computer-Entscheidungen
auch sprachlich zu begründen (also „Warum ist
dieser Satz keine neutrale Berichterstattung?“).
Schulklassen von Coburg bis Selb haben uns
bereits besucht, um unser System zu testen.
• Chatbots, die die Arbeit im Data-Science-Team
unterstützen, indem sie Fragen beantworten;
besonders hilfreich sind diese für Neueinsteiger,
die Fragen haben, wenn Mentoren zum
Einarbeiten gerade nicht greifbar sind.
• Methodologie: Wie setze ich KI-Projekte so um,
dass Sie auch die besten Resultate in der Zeit und
im Budget erzielen?
• Modelle, die Texte besser geografisch verstehen
können, indem Texte u.a. in ein räumliche
Repräsentation abgebildet werden.
• Modelle zur automatischen Risikoanalyse, die
zu Unternehmen, Personen und Themen die
Nachrichten überwachen und Risikoprofile
erstellen können.
• Im Unterricht widme ich mich außerdem dem
Thema KI & Ethik.
Die Fragen stellte Wolfram Hegen.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 29
„FEueRweHr
kAnn jEder
lErnEn“
Advertorial
Von Tim Birkner
Foto: Matthias Herzog
KREISFEUERWEHRVERBAND
Der Kreisfeuerwehrverband in Lichtenfels ist 30 Jahre alt. Zu
seinen Aufgaben gehört die Unterstützung der 108 Freiwilligen
Feuerwehren sowie einer Werkfeuerwehr im Landkreis. Dies
leistet der Verband seit 1995 in vielfältiger Art und Weise. Er organisiert
Besuche in Schulen und Kindergärten, fördert die Kinder-
und Jugendfeuerwehren und hat sich die Aus- und Weiterbildung
auf die Fahnen geschrieben. Das alles geschieht in enger
Zusammenarbeit und mit der Unterstützung des Landkreises.
„Feuerwehr kann jeder lernen“,
SAGT KREISBRANDRAT UND
VORSITZENDER THILO KRAUS.
Natürlich lernt es sich besonders einfach, wenn man gleich in jungen
Jahren mit seinem Feuerwehrwissen beginnt. Im Landkreis Lichtenfels
gibt es 29 Kinderfeuerwehren, bei denen Kinder ab 6 Jahren mitmachen
können. Spielerisch werden die Jungen und Mädchen an das
Thema Feuerwehr herangeführt. Sogar erste Prüfungen in Form der
„Kinderflamme“ können die Jüngsten absolvieren. Dabei geht es in
drei Stufen, je nach Alter, unter anderem darum, das Verständnis
für Gefahren zu schärfen, Notrufe absetzen und kleine
Erste Hilfe leisten zu können sowie die Ausrüstung und
Technik der Feuerwehr kennenzulernen. „Gemeinsame
Aktionen auf Landkreisebene sind für die Kinder absolute
Highlights wie der jährliche Laternenumzug aller Kinderfeuerwehren
und der alle drei Jahre stattfindende Kreiskinderfeuerwehrtag“,
sagt der für Pressearbeit zuständige
Kreisbrandmeister Markus Witzgall. In diesem
Jahr fand er in Marktgraitz statt. Die Jüngsten aus allen
Kinderfeuerwehren können an verschiedenen Stationen
ihr bereits erlerntes Wissen und Können unter Beweis stellen.
Beispielsweise müssen sie einen Ball auf einer Trage zu zweit
über Hindernisse balancieren oder mit Rinnen eine Murmel
ins Ziel lenken. Immer sind Geschicklichkeit, keit und vor allem der Teamgedanke
Schnelliggefragt.
ENtlAstUng füR dIe feuErwEhrEn Vor ort
Mit 12 Jahren erfolgt dann der Eintritt oder Übertritt in die Jugendfeuerwehr.
„Hier werden junge Menschen schon gezielter auf den
späteren Einsatzdienst vorbereitet“, sagt Thilo Kraus. Die Bayerische
Jugendleistungsprüfung oder die Abnahme der „Leistungsspange der
Deutschen Jugendfeuerwehr“ werden zentral organisiert und im jährlichen
Wechsel durchgeführt. So werden die Feuerwehren vor Ort von
der Organisationsarbeit entlastet. „Beim Kreisjugendfeuerwehrtag
mit Jugendleistungsmarsch können sich Gruppen aus dem Landkreis
einmal pro Jahr im fairen Wettstreit messen“, so Kraus. Hierbei gilt es,
gestellte Aufgaben möglichst fehlerfrei und teilweise in vorgegebener
Zeit zu meistern. Diese Aktionen werden finanziell durch den Kreisfeuerwehrverband
unterstützt. Zudem konnten in den letzten Jahren
zahlreiche Gegenstände für die Aus- und Fortbildung beschafft werden.
Wobei auch hier der Spaß nicht zu kurz kommt. Die Jugendfeuerwehr
im Landkreis organisiert einmal jährlich einen gemeinsamen
Ausflug, zum Beispiel in den Europapark Rust oder nach München.
DEr wunSch zu heLfeN gEnüGt
Ab 18 Jahren darf Dienst in der „aktiven Mannschaft“ geleistet
werden. „Grundsätzlich muss bei einem Eintritt in eine freiwillige
Feuerwehr kein Fachwissen vorhanden sein. Der
Wille, anderen helfen zu wollen, genügt“, betont der Kreisbrandrat.
Alles, was für den Dienst in der Feuerwehr notwendig
ist, bekommen Jungen und Mädchen, Männer und
Frauen, beigebracht. Es beginnt mit der „Modularen Truppausbildung“,
der Grundausbildung, die se gerade in Uetzing durchgeführt wurde. Außer-
beispielsweidem
gibt es spezifische Lehrgänge, zum Beispiel für
Atemschutzgeräteträger oder Maschinisten, auf Landkreisebene.
Dazu kommt der Übungsdienst in den örtlichen
Feuerwehren. Weitere Ausbildungen können an den Staatlichen
Feuerwehrschulen absolviert werden.
Foto: Markus Witzgall
Foto: Matthias Herzog
32 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
LICHTENFELS
Foto:
Gerd Klemenz
Foto: Matthias Herzog
QUerEinSteIgeR wIllKomMen
„Auch Quereinsteiger sind bei den Feuerwehren im Landkreis Lichtenfels
herzlich willkommen. Die Feuerwehren helfen Menschen,
unabhängig von Aussehen, Religion, Herkunft oder politischer Einstellung“,
sagt Kreisbrandmeister Witzgall. Die gleiche Toleranz gilt
neuen Mitgliedern gegenüber: Jung oder alt, klein oder groß, dick
oder dünn, mit oder ohne Migrationshintergrund. „Jeder Mensch,
der helfen möchte, ist bei den Feuerwehren gern gesehen“, freut sich
auch Landrat Christian Meißner.
Aktiver Feuerwehrdienst darf in Bayern bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter
geleistet werden. Das ist aktuell bis zur Vollendung
des 67. Lebensjahres. Kreisbrandrat Kraus wirbt leidenschaftlich für
den Dienst bei der Feuerwehr: „Interessierte wenden sich am besten
direkt an ihre Freiwillige Feuerwehr vor Ort. Feuerwehrdienst ist
Ehrenamt. Das heißt, die Frauen und Männer leisten ihren Dienst
für die Allgemeinheit ohne Bezahlung.“
DIe zusAmmEnaRbeIt ZähLt
Wie vielschichtig das Ehrenamt ist, bekommen Kraus und Witzgall
DRohNen füR dEn BesSerEn ÜbeRblIck
Ein weiteres Beispiel ist die Einrichtung einer Drohnengruppe.
Durch Spenden konnten Drohnen beschafft werden. „Die Fluggeräte
liefern wichtige Erkenntnisse bei der Erkundung in größeren
Einsatzlagen, wie zum Beispiel bei Wald- und Vegetationsbränden.
Inzwischen sogar mit Wärmebildkamera ausgerüstet, können sie
der Einsatzleitung vor Ort einen detaillierten Überblick verschaffen.
Und das aus einem Blickwinkel, der normalerweise nicht zur Verfügung
steht“, erklärt Witzgall.
BEsuCh In kinDerGärTen
Eine wichtige Säule der Verbandsarbeit stellen die Brandschutzerziehung
in Kindergärten und Schulen sowie die
Brandschutzaufklärung für Erwachsene dar. „Die Gefahren
von Feuer, das richtige Absetzen eines Notrufes oder
der Umgang mit einem Feuerlöscher sind dabei nur einige
Themen“, sagt Kreisbrandmeisterin Bianca Zapf. Sie und
ihr Team gehen in Kindergärten, Schule und Betriebe,
um zu sensibilisieren. Für die Arbeit steht ein eigenes Fahrzeug zur
Verfügung, das für den Bedarf unter anderem mit einem sogenannten
„Feuer-Trainer“ ausgestattet ist. „Hier kann mit Übungsfeuerlöschern
ein echtes Feuer unter sicheren Bedingungen bekämpft
werden. Außerdem nehmen ein „Rauchhaus“ mit, das anschaulich
macht, wie sich Brandrauch in einem Gebäude ausbreiten kann“,
erklärt die Kreisbrandmeisterin. Das Fahrzeug der Brandschutzerziehung
wurde überwiegend aus Mitteln des Kreisfeuerwehrverbandes
und durch großzügige Spenden der heimischen Wirtschaft
fi n a n z i e r t .
täglich mit. So schulen sie auch Funktionsträger in den Feuerweh-
ren beispielsweise für größere Einsätze. „Wie im Kleinen so sind
auch im Großen Zusammenarbeit, strukturiertes Vorgehen und
immer wieder Kommunikation entscheidend“, so Kraus. In enger
Abstimmung mit der Kreisbrandinspektion werden Lehrgänge auf
Kreisebene ausgearbeitet und abgehalten. Die fortschreitende gitalisierung macht auch hier nicht halt. So stellt der KFV auf sei-
Diner
Internetseite seit Jahren eine Online-Anmeldungsfunktion für
Lehrgänge oder wichtige Unterlagen für die Feuerwehren als Download
zur Verfügung.
aProPos:
Da der Kreisfeuerwehrverband als gemeinnützig anerkannt ist, kann
er jederzeit Spenden, auch von Privatpersonen, entgegennehmen.
Diese sind steuerlich absetzbar. Das Spendenkonto hat die IBAN
DE04770918000001054732 bei der VR-Bank Lichtenfels-Ebern eG.
Finanziert wird die Verbandsarbeit ansonsten über den Anteil der Städte,
Märkte und Gemeinden im Landkreis, den diese pro aktives Mitglied an
den Landesfeuerwehrverband Bayern überweisen und der anteilig von
dort wieder zurück in den Landkreis fließt.
Weitere Informationen über seine Tätig keiten sind auf den
Internetseiten des Kreisfeuerwehrverbandes Lichtenfels
unter www.kfv-lichtenfels.de, bei Face book oder Instagram
z ufi n d e n .
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 33
Jahre
SCHLOSS
SCHNEY
34 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
FRANKEN AKADEMIE
Advertorial
Text: Tim Birkner
Fotos: Reinhard Möller
ESSEN & TRINKEN,
LERNEN & TREFFEN
Schloss Schney wird 75 Jahre. Es ist und bleibt ein Treffpunkt
zwischen Kirche und Sportplatz, Bahnhof und ehemaligem Rathaus.
Hier tagen und proben Sportler und Sänger, hier organisiert die
Franken-Akademie seit 75 Jahren politische Bildung, hier feiern
Familien ihre Feste – und hier war 1981 Willy Brandt zu Gast.
„Davon reden die Leute immer noch. Es muss beeindruckend,
mitreißend und faszinierend gewesen sein“, sagt der heutige
Geschäftsführer Dierk Hain. Es zeigt die enge Verbundenheit des
Ortsteils Schney mit der SPD. Hier gründeten Arbeiter 1871 den
dritten Ortsverein in Deutschland überhaupt. Schloss Schney war
von der SPD geprägt – und gleichzeitig stets unabhängig. Darauf
legten die Verantwortlichen immer Wert.
„Heute sind wir ein Bildungshaus, das für alle offen ist“, sagt Hain. Im
vergangenen Jahr qualifizierten sich Hain, seine Mitarbeiter, das Haus
und die Abläufe nach dem Qualitätsmanagement-Modell EFQM.
„Für uns ist das eine wichtige Auszeichnung. Damit können wir seit
diesem Jahr auch Bildungsurlaube anbieten“, sagt Hain. Besonders
in den Sommermonaten sei dies eine beliebte Form, Lernen und
Urlaub miteinander zu verbinden. In vielen Bundesländern gibt es
ein Anrecht auf fünf Tage bezahlten Bildungsurlaub pro Jahr.
Die Geburtsstunde des Schlosses in der heutigen Form war 1951 mit
der Gründung des Vereins für Jugendpflege und Volksbildung. Er ist
der Träger des Hauses, nachdem die Freien Turner das Schloss 1950
gekauft hatten – und bald bemerkten, dass sie für diese Aufgabe einen
Partner brauchen würden. 44 Jahre später wechselte der Verein den
Namen und heißt seitdem Franken-Akademie. In 75 Jahren gab es
gerade einmal vier Vorsitzende. Auf Herbert Hauffe folgten Walter
Engelhardt und Susann Biedefeld. Seit 2023 ist Oliver Jauernig
Vorsitzender des Trägervereins.
Oliver
Jauernig
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 35
FRANKEN AKADEMIE
Jahre
SCHLOSS
SCHNEY
„Wir werden unser Jubiläum das ganze Jahr 2026 feiern“, sagt Hain.
Er möchte dafür das ganze Areal nutzen – dazu gehören das Schloss
wie die Tagungsräume und auch die Außenanlagen. „Wir liegen
im Kreuzungspunkt vieler Interessen und bringen die Menschen
zusammen“, sagt Hain. Dazu gehören gutes Essen genau so wie
Diskussionen. „Die Leute müssen miteinander reden. Das war 75
Jahre lang das Prinzip, und das funktioniert heute noch genauso“, so
der Geschäftsführer. Er beherbergt auch Gäste aus dem CSU-nahen
Bildungshaus in Banz, wenn es dort einen Engpass gibt.
Oliver Jauernig betont: „Politische Bildung ist heute mindestens
genauso wichtig wie sie es vor 75 Jahren war. Wenn wir einander
zuhören, unterschiedliche Positionen verstehen und unsere Schlüsse
daraus ziehen, dann braucht es dafür auch einen Raum. Das ist
Schloss Schney.“
„Wenn an einem Wochenende die Turner sportlich aktiv sind, die
Sänger bei uns proben, eine Hochzeitsgesellschaft nach der Kirche
zum Feiern hinauf kommt – und gleichzeitig Bundeswehrsoldaten
politische Bildung bekommen, zeigt das unsere Vielfalt“, sagt Hain.
„Wir sind mit demokratischen Werten hier verwurzelt und wollen
das auch bleiben. Nah an den Menschen und mit ihnen im Gespräch“,
so Jauernig.
Für das Jubiläumsjahr arbeiten beide noch an konkreten Plänen.
Möglicherweise gelingt es ihnen, einen ähnlichen Eindruck zu
hinterlassen wie 1981 Willy Brandt. „Noch sind Name und Datum
unter Verschluss – doch wir werden das Geheimnis bald lüften“, freut
sich Hain.
Dierk Hain
GESCHICHTE
DES SCHLOSSES
Das Schloss Schney ist natürlich älter als 75 Jahre. Die erste
befestigte Burganlage an dieser Stelle stand bereits 1378. Das
Schloss wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut, bis die
Familie von Schaumberg 1503 das Schloss übernahm. Es blieb fast
200 Jahre in Familienbesitz. Durch Heirat gelangte das Schloss
1706 in den Besitz des holsteinischen Grafen von Brockdorff.
Sein Wappen hängt noch heute über dem Eingang. Diese Familie
war fast 170 Jahre Eigentümerin von Schloss Schney. Es folgten
mehrere Besitzerwechsel, bis die Freie Turnerschaft Schney e.V.
1950 den früheren Adelssitz erwarb. Mit einem ehrenamtlichen
Einsatz von rund 18.000 Stunden versuchten sie das Schloss wieder
in einen ansehnlichen Zustand zu bringen, brachen Stallungen
ab und ersetzten sie durch erste Anbauten. Seit 1951 pachtet und
bewirtschaftet der Verein für Jugendpflege und Volksbildung das
Schloss. 1995 wird er umbenannt in Franken-Akademie e. V. Seit 75
Jahren ist Schloss Schney ein Ort der Bildung.
DIE ORGANISATION DER
FRANKEN-AKADEMIE
Die Franken-Akademie Schloss Schney e.V. ist ein gemeinnütziger
Verein unter freier Trägerschaft. Er wird von einem ehrenamtlichen
Vorstand geführt, dessen Mitglieder alle drei Jahre von der
Mitgliederversammlung gewählt werden. Das operative Geschäft der
Franken-Akademie Schloss Schney wird von einer hauptamtlichen
Geschäftsführung geleitet. Die bisherigen Vorsitzenden des Vereins
waren: Herbert Hauffe (1951 bis 1987), Walter Engelhardt (1987
bis 2008) und Susann Biedefeld (2008 bis 2023). Seit 2023 ist Oliver
Jauernig ehrenamtlicher Vorsitzender. Die operative Leitung
des Hauses liegt heute bei Dierk Hain und seiner Stellvertreterin
Christine Stöwer-Stubenrauch.
36 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
75 JAHRE SCHLOSS SCHNEY
WILLY
BRANDT
IN SCHNEY
Die Geschichte Schneys, des Schlosses
und auch der Franken-Akademie ist mit der
Sozialdemokratischen Partei Deutschlands eng
verknüpft. Der Ortsverein der SPD, der hier 1871
gegründet wurde, ist der drittälteste überhaupt – nach
Augsburg und Nürnberg. Die Freie Turnerschaft Schney
entstand in diesem gesellschaftlichen Klima – und wurde
1933 vom NS-Regime verboten. Kein Wunder, dass der Architekt
und SPD Landtags- und Bundestagsabgeordnete Herbert Hauffe
sich nach dem Krieg für die Freien Turner und die SPD einsetzte.
Er ist der Gründungsvorsitzende des Vereins für Jugendpflege und
Volksbildung. Wie alle seine Nachfolgerinnen und Nachfolger
stand er für sozialdemokratische Werte und zugleich, dass der
Verein und später die Akademie unabhängig von der SPD sind. Es
gab und gibt keine wirtschaftliche Verbindung zur SPD. Hauffe
gelang es auch, zum 110. Geburtstag des Ortsvereins Willy Brand
für eine Kundgebung nach Schney einzuladen. Am Freitag, 24.
Juli 1981, sprach der damalige Altkanzler und Bundesvorsitzende
der SPD in Schney. In seiner Rede ging es auch darum, dass jetzt
die öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen
konsolidiert werden müssten. „Es muss gespart werden, aber das
muss gerecht geschehen“, sagte er. Heilige Kühe dürfe es dabei
nicht geben, aber den Stärkeren müsse mehr zugemutet werden. Er
schloss mit einem Appell für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit.
Im Festjahr „75 Jahre Bildungsarbeit auf Schloss Schney“ möchte
Geschäftsführer Dierk Hain an diesen über Jahrzehnte wirkenden
Besuch anknüpfen. „Wir arbeiten an der Überraschung – und Glück
werden wir auch noch dazu brauchen“, so Hain.
Wer sich für politische Bildung interessiert oder eine einen
Ort sucht, um seine Feier abzuhalten — für jeden wird ein
individuelles Angebot zusammengestellt:
Franken-Akademie Schloss Schney
Schlossplatz 8 · 96215 Lichtenfels – Schney
Telefon: 09571 97500 · E-Mail: info@franken-akademie.de
Ansprechpartner für Feste, Feiern und Übernachtungen:
· Dierk Hain, Geschäftsführer, 09571 9750-24
· Christine Stöwer-Stubenrauch, stellv. Geschäftsführerin,
09571 9750-20
· Brigitte Eichner-Grünbeck, Seminarleiterin, 09571 9750-16
Wer sich über das Schloss Schney und die Frankenakademie
informieren möchte, kann das auch im Internet tun. Die
Homepage ist unter www.franken.akademie.de erreichbar.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 37
38 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN
BAD STAFFELSTEIN
Staff elstein
Advertorial
Text: Tim Birkner
Fotos: Frank Heuer
feiert sein BAD
2026 ist für Bad Staffelstein ein besonderes Jahr:
Für Bürgermeister Schönwald ist das ein Ansporn:
Gleich zwei Jubiläen laden zum Feiern ein – 25 Jahre „Ich habe die Herausforderung gerne
der Titel „Bad“ und 40 Jahre Obermain Therme. „Die angenommen, diesen Erfolgsweg weiterzuführen
und bin mit meinen Partnern stets bemüht,
Bad-Anerkennung ist die Krönung einer Erfolgsgeschichte“,
sagte damals Landrat und vormalige Bürgermeister
das volle Potenzial zu nutzen, weitere Gesundheitsangebote
zu schaffen, die Attraktivität
Reinhard Leutner. Der damals amtierende Bürgermeister
Georg Müller jubelte vor 25 Jahren: „Ich bin der glücklichste
Mensch! Eine Wahnsinnsarbeit von einem Vierteljahrhundert
ist nun belohnt worden.“
unsere Gäste, Bürger und die ganze
zu steigern und den Tourismus zu stärken für
Region.“
Der Titel war da – und die Arbeit ging dennoch immer weiter.
Heute sagt Mario Schönwald: „Als Erster Bürgermeister
übernahm ich von meinen Vorgängern ein sehr großes Erbe.
Die früheren Amtsinhaber sorgten für die notwendigen Voraussetzungen
für die Badanerkennung, führten die Entwicklung
fort und passten sie den gesellschaftlichen Wünschen im
Gesundheits- und Wellnessbereich an, um Bad Staffelstein zu
dem heutigen Tourismuszentrum am Obermain zu etablieren.“
Ein neuer Abschnitt in der Geschichte der Stadt begann
1975, als in 1.600 Metern Tiefe eine außergewöhnliche Quelle
erschlossen wurde: mit 52 Grad die wärmste und stärkste
Thermalsole Bayerns. Mit der Eröffnung der Obermain Therme
1986 wurde Staffelstein neu entdeckt – und bald zum
beliebten Ziel für Gesundheits- und Erholungssuchende.
Wachsende Übernachtungszahlen und
die Eröffnung des Kurparks mit Gradierwerken
und Seebühne 1999 prägten den
Weg. Schließlich wurde der Stadt am
15. November 2001 in Anerkennung
dieser Entwicklung der begehrte
Titel „Bad“ verliehen. Heute, ein
Vierteljahrhundert später, ist
Bad Staffelstein als Heilbad fest
etabliert – und die Obermain
Therme gilt als eine der führenden
Wellness- und Gesundheitsanlagen
Deutschlands.
Dieses stolze Jubiläum feiert Bad Staffelstein auf vielfältige
Weise – mit besonderen Veranstaltungen, kulturellen Höhepunkten
und regionalen Genüssen. Jeden Donnerstag wird es
um 14 Uhr die Jubiläums-Stadtführung geben. „Erleben Sie,
wie sich Bad Staffelstein von einer Idee zu einem der fü hrenden
Wellness- und Gesundheitsstandorte Bayerns entwickelt
hat. Bei dieser besonderen Tour entdecken Sie spannende
Meilensteine und interessante Hintergrü nde aus 40 Jahren
Obermain Therme und 25 Jahren Bad-Anerkennung“, verrät
Tourismus-Leiterin Anne Maria Schneider. Die Führung
dauert eine Stunde und startet am Eingang der Obermain
Therme. Das Altstadtfest (vom 24. bis 26. Juli) wird am Sonntag
um einen besonderen Programmpunkt ergänzt, denn
Thermenkönigin Jennifer II. lädt zu einem großen Königinnentreffen
ein. Den feierlichen Höhepunkt bildet die Jubiläumsveranstaltung
am 14. November 2026 in der Adam-Riese-Halle
mit Live-Musik und spannenden Beiträgen unter
anderem von Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold.
Tourist Information
Bad Staffelstein
Bahnhofstraße 2
96231 Bad Staffelstein
www.bad-staffelstein.de
tourismus@bad-staffelstein.de
Tel. 09573 33 12 0
LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 39
1986 – 2026
40 JAHRE
Obermain Therme
EIN JUBILÄUM, DAS STOLZ
MACHT UND ZU HERZEN GEHT
Seit der Eröffnung im Jahr 1986 entwickelte sich die Obermain Therme in
den letzten vier Jahrzehnten zu einem in dieser Form einzigartigen, zigfach
ausgezeichneten Heil- und Wellnessbad. 2026 feiert die Obermain Therme
ihren 40. Geburtstag. Alle sind einge laden, ein Jahr lang dieses bedeutsame
Jubiläum ausgiebig und voller Freude zu feiern. Das wäre für die Therme die
größte Ehre und das schönste Geschenk.
GANZJÄHRIG:
Jubiläumscocktail „SPARKLY SARTI“
& Jubiläumsbier
OBERMAIN THERME
Advertorial
VERTRAUTES &
ÜBERRASCHENDES
Im Jubiläumsjahr erwartet Sie ein
unterhaltsamer Mix aus vertrauten
Events, festlichen Aktionen und
„Geburtstagseditionen“ der
beliebtesten Angebote.
26.03. – 11.04.
Gesundheitswochen
FRÜHLINGSSCHÖN &
KERNGESUND
25.04.
SAUNA-EVENT:
ZURÜCK IN DIE
80ER
01.06.– 31.08.
JAHRESZEITEN-ARRANGEMENT
SOMMER
JUBILÄUMSPAUSCHALE
SALZ & SOLE
Vertrauter Preis – überraschende Extras!
12.06., 10.07. & 14.08.
SOMMERKÜCHE
THEMENABENDE
im Vitarestaurent / Saunaland
16. & 17.10.
JUBILÄUMS-
EVENT
SAUNA-
EVENT
die goße
Jubiläumsedition
XXL
25.12.26 – 09.01.27
THERMEN-EVENT
SINNENSALZ & LICHTERGANZ
02.01.
JAHRESAUFTAKT
Das Jahr beginnt mit einer Kranzniederlegung zu
Ehren der Gründerväter inklusive einer prickelnden
Aufmerksamkeit für alle Gäste.
17.01.
SAUNA-EVENT: FEUER & EIS
SAUNA-DIPLOM
26.01. – 30.01.
02.03. – 06.03.
ZEITREISE DURCH
40 JAHRE
SAUNAKULTUR
13.07. – 17.07.
05.10.– 09.10.
31.07. & 28.08.
SUNSET BEATS
im ThermenMeer
03. & 04.08.
CHILLEN
NACH DEM PRÜFUNGSSTRESS
„JUBILÄUMSEDITION“
11.09. & 12.09.
im ThermenMeer
MIT INTHRONISERUNG
DER 10. THERMENKÖNIGIN
29.10. – 07.11.
THERMEN-EVENT
HERBSTMAGIE
ALLE
VERANSTALTUNGEN
& DETAILS
finden Sie auf der Aktionsseite:
www.obermaintherme.de/40jahre
LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 41
FÖRDERER
DER REGION
Sparkasse Coburg – Lichtenfels stockt
Stiftung um 2,5 Millionen Euro auf.
Statement für die Region:
Die beiden Landräte und Verwaltungsräte der Sparkasse Coburg - Lichtenfels,
Christian Meißner und Sebastian Straubel - aktueller Vorsitzender des
Verwaltungsrates - sowie die Sparkassen- bzw. Stiftungsvorstände
Dr. Martin Faber und Marcus Seiler bei der offiziellen Scheckübergabe.
42 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
SPARKASSE COBURG - LICHTENFELS
Advertorial
Text: Wolfram Hegen
Fotos: Julian Barthel und
iTVCoburg (kleine Bilder)
Seit fast drei Jahrzehnten ist die Stiftung der Sparkasse Coburg -
Lichtenfels ein verlässlicher Motor für bürgerschaftliches Engagement
in der Region. Ob neue Stühle für den Theatersommer, Sportrollstühle
für Rollstuhlbasketballer oder ein moderner Waffenstand
für die Schützenvereine und vieles mehr – seit ihrer Gründung 1996
hat die einzige Stiftung einer regionalen Bank rund 300 Projekte und
Vorhaben in den Regionen Coburg und Lichtenfels unterstützt. Ein
Erfolgsmodell, das noch stärker in die Zukunft geht: Das Stiftungsvermögen
wird verdoppelt.
Gegründet wurde die Stiftung anlässlich des 175-jährigen Jubiläums
der Vereinigte Coburger Sparkassen 1996 mit einem Startkapital von
drei Millionen DM. Mit der Fusion der Vereinigte Coburger Sparkassen
mit der Kreissparkasse Lichtenfels zur Sparkasse Coburg - Lichtenfels
2005 und einer ersten Zustiftung wuchs das Vermögen auf 2,5
Millionen Euro.
Nun, 20 Jahre nach der Fusion, kommt ein weiterer, bedeutender
Schritt: Die Sparkasse stockt das Stiftungsvermögen auf insgesamt
fünf Millionen Euro auf. Aus den Erträgen können künftig noch mehr
Projekte unterstützt werden – und das Spektrum wird erweitert:
Neben Jugendhilfe, Altenhilfe, Natur- und Umweltschutz, Völkerverständigung,
Sport, Kunst und Kultur können nun auch Bildungsprojekte
gefördert werden. Die Unterstützung komme daher sehr
breitgefächert in den unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen
Lebens an, freut sich Stiftungsvorstand Dr. Martin Faber. „Seit
der Gründung 1996 haben wir insgesamt fast 1,4 Millionen Euro ausgeschüttet.“
„Das ist ein enorm gutes Instrument, um in verschiedensten Bereichen,
die wir jetzt mit Bildung noch erweitern, einfach Gutes zu tun“,
sagt Christian Meißner, Landrat des Landkreises Lichtenfels. „Gut für
die Region – und mit den zusätzlichen 2,5 Millionen profitieren viele
Menschen von der Stiftung.“ Sebastian Straubel, Landrat des Landkreises
Coburg, hebt die Bedeutung für Ehrenamtliche hervor: „Bei
uns gibt es unzählige Vereine, Verbände und Institutionen, tausende
Menschen, die sich täglich ehrenamtlich engagieren. Diese Gelder
sind ein starkes Signal und eine wichtige Unterstützung für all jene,
die sich für ihre Mitmenschen einsetzen.“
Die Aufstockung auf fünf Millionen Euro ist mehr als nur eine Zahl: Sie
ist ein starkes Signal, dass die Sparkasse Coburg - Lichtenfels fest an
die Region glaubt und dass bürgerschaftliches Engagement gefördert
wird. Für ehrenamtliche, Schulen, Vereine, Organisationen und die
Menschen in unserer Heimat bedeutet dies: Mehr Unterstützung, mehr
Möglichkeiten und die Gewissheit, dass hier langfristig in die Zukunft
der Region investiert wird. Eine Stiftung, die lebt, wirkt und Menschen
zusammenbringt – genau das, was eine starke Region ausmacht.
Jugend- und Altenhilfe, Natur- und Umweltschutz, Völkerverständigung,
Sport, Kunst, Kultur und nun auch Bildung:
Fast 300 Projekte hat die Stiftung der Sparkasse
Coburg - Lichtenfels bereist unterstützt.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 43
Natur
RUHE IN DER
NATURFRIEDHOF
Advertorial
Durch das herbstliche Laub der Baumkronen
scheint die Sonne. Sie marmoriert den Waldboden
mit Moosen und Flechten, Baumstümpfen und
Sandteinen. Es singen ein paar Vögel, in der Ferne
läutet die Kirchenglocke von Altenbanz. Sebastian
Huth geht oft mit Menschen durch den Wald,
die einen Ort für ihre Angehörigen oder für sich
selbst suchen. „Oft sehen sie ein besonderes Licht
oder einen Schmetterling, der sich niederlässt –
dann haben sie ihren Platz gefunden“, sagt der
Forstbetriebsleiter.
Der Naturfriedhof in Banz liegt in einem Wald
voller Eichen und Hainbuchen. Der Ort strahlt Ruhe
und Frieden aus, die Natur umhüllt die Lebenden
wie die Toten. Hier sind die Urnengräber rund um
alte, große Bäume gelegen, jedes mit einem kleinen
Sandstein und einer Inschrift. „Jeder braucht einen
konkreten Ort zum Trauern“, weiß Huth, der mit
dem Friedhof auch zu dessen Leiter geworden ist.
Hinter ihm laufen zwei ältere Frauen, ganz
offensichtlich auf der Suche nach einem Grab. Er
fragt, ob er helfen kann. Nein, sagen sie, mit einem
Smartphone in der Hand auf dem der digitale
Friedhofsplan angezeigt wird. Mit ein paar Klicks
wird genau der Baum angezeigt, unter dem der
Mensch begraben liegt, den die Trauernden suchen.
Die Beerdigungen finden meist auf dem Gedenkplatz
statt. Hier stehen Bänke aus Eichen, die früher
selbst im Wald standen. Vorne ist ein Taukreuz
zu sehen. „Es ist aus einer alten, starken Eiche
geschaffen, die in der Nähe von Kloster Banz einem
Sommergewitter zum Opfer fiel. Jetzt hat sie eine
neue Verwendung auf dem Naturfriedhof gefunden
und lebt weiter, indem sie Trost spendet“, sagt Huth.
Hier können alle um ihre Verstorbenen trauern.
Die Zeremonie wird entweder von einem Pfarrer
oder einen Pfarrerin gehalten oder auch von einem
Trauerredner oder schlicht im Kreis der Familie.
Manchmal ist es eine kleine Runde von fünf
Personen, die den Verstorbenen begleitet,
manchmal kommen auch 200. Manchmal dauert eine
Gedenkfeier zehn Minuten ein andermal eineinhalb
Stunden. Unter dem Dach des Waldes gibt es viele
Freiheiten. Huth merkt, dass zu ihm mehr Familien
kommen, die einen Angehörigen in der Mitte des
Lebens zu Grabe tragen. Und er erlebt, dass immer
mehr Menschen sich selbst um ihren letzten Ruheort
kümmern wollen. Sie können sich heute schon ihren
Platz aussuchen, er wird ihnen bis zu 40 Jahre lang
reserviert.
Zwischen den Grabbäumen gibt es immer wieder
Waldbereiche, in denen von unten frisches
Grün nachwächst – und die wie ein Vorhang die
unterschiedlichen Bereiche abgrenzen. Überall
stehen Bänke, auf denen die Trauernden sich mit
einer Thermoskanne Kaffe und einem Stück Kuchen
zu ihren Liebsten setzen. Für den Trauercafé nach
der Beisetzung bietet Huth seinen neuen Gedenksaal
an, innen aus Fichte, außen aus Lärche, im Grundriss
der Form einer Bischofsmütze nachempfunden. Ein
kleiner Ofen spendet Wärme, große Fenster holen
den Wald nach innen. „Die Leute mögen es schlicht
– sie haben sich ja auch bewusst für den Wald
entschieden“, sagt Huth.
Text: Tim Birkner
Fotos: Matthias Schmitt
Weitere Informationen gibt es unter www.naturfriedhof-banz.de
oder vor Ort im Forsthaus Banz 1, 96231
Bad Staffelstein. Telefonische Auskünfte
gibt es unter 09573 950274. Wer sich den
Naturfriedhof selbst ansehen möchte,
findet ihn In der Au 30 in 96231 Altenbanz.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 45
FWO
WASSER
FÜR ALLE UND
JEDERZEIT
Die Fernwasserversorgung Oberfranken gehört acht
Landkreisen und sieben Städten. Der Zweckverband
steht für die sichere Versorgung der Kommunen mit
sauberem Trinkwasser.
Hahn auf, das Wasser läuft. So kennt das jeder: Wasser ist verfügbar
in jeder Menge und bester Qualität. Jeder Schluck aus der
Leitung ist bedenkenlos trinkbar. Doch wer steckt dahinter?
Die Städte und Gemeinden sind dafür verantwortlich, dass die Haushalte
Wasser bekommen. Die Landkreise können die Wasserversorgung
in die Hand nehmen, wenn es sich um größere Versorgungsstrukturen
handelt. Überall gibt es dann die Möglichkeit, eine eigene
Quelle zu nutzen, einen eigenen Brunnen zu bohren – oder sich mit
anderen zu vernetzen und das Wasser zu kaufen.
„In den allermeisten Fällen handelt es sich um Mischformen, also beispielsweise
ein eigener Brunnen und der Austausch mit Nachbarn“,
weiß Markus Rauh. Er ist Verbandsdirektor der Fernwasserversorgung
Oberfranken (FWO). Um die Pflichtaufgabe Wasserversorgung
erfüllen zu können, haben sich vor mehr als 50 Jahren die Landkreise
und Städte in Oberfranken für einen gemeinsamen Zweckverband
entschieden, die FWO.
Überall dort, wo Kommunen alleine nicht mehr weiter kommen, können
sie sich vernetzen. Sie nutzen dann die eigenen Quellen und kaufen
das fehlende Wasser bei Nachbargemeinden oder der FWO. Sie ist
komplett in öffentlicher Hand. Sie gehört acht Landkreisen und sieben
Städten. „Das ist festgelegt. Die FWO ist unverkäuflich – und auch
kein anderer kann irgendwelche Anteile erwerben“, erklärt Rauh.
Die Anteilseigner treffen in der Verbandsversammlung die strategischen
Entscheidungen. Hier sitzen kraft ihres Amtes die beteiligten
Landräte und Oberbürgermeister zusammen. Pro 1000 Einwohner
bekommt jeder eine Stimme.
Sie entscheiden über Fernwasserleitungen, Hochbehälter, Pumpwerke
oder Trinkwasseraufbereitungen. Damit versorgt die FWO Stadtoder
Gemeindewerke, die das Wasser dann über ihr eigenes Netz in
die Haushalte bringen. 70 kommunale Vertragspartner bekommen so
ihr Wasser von der FWO. So fließt bei rund einer halben Million Menschen
in Ober-, Unter- und Mittelfranken und vielen Unternehmen
Wasser aus dem Hahn, das von der FWO aufbereitet und transportiert
wurde. Auch im benachbarten Thüringen bekommt neuerdings das
Lobensteiner Oberland Wasser von der FWO.
Der größte Wasserlieferant ist die Talsperre Mauthaus im Ködeltal.
13 Millionen Kubikmeter pro Jahr trägt sie zur Versorgung bei. „Um
den Wasserbedarf Oberfrankens zuverlässig decken zu können,
greift die FWO auch auf andere Versorger zurück. Der Zweckverband
Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) im Nürnberger
Raum und die Stadtwerke Kulmbach liefern jährlich bis zu fünf
Millionen Kubikmeter Wasser“, sagt Rauh.
In Städten wie Teuschnitz übernimmt die FWO außerdem die Aufgaben
des örtlichen Netzunterhalts. „Das ist eine technische Dienstleistung,
weil immer mehr Städte und Gemeinden die hohen Anforderungen
an das Trinkwasser nicht mehr mit eigenem Personal erfüllen
können“, erklärt Rauh. Der Zweckverband der Landkreise und Städte
hilft also auch hier seinen Mitgliedern und deren Kommunen.
Für die zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser schaut die FWO
auf die Region und in die Zukunft. Die oberfränkische Region ist ein
Wassermangelgebiet mit ungünstigen hydrogeologischen Verhältnissen.
Mitte der 1960er-Jahre traten in Oberfranken erhebliche Versorgungsprobleme
mit Trinkwasser auf. Die einzelnen Gemeinden sahen
sich überfordert, diese Wassernot jeweils im Alleingang zu bewältigen.
Nur kommunale Zusammenarbeit versprach eine sinnvolle und
dauerhafte Lösung der Trinkwasserversorgung. Zu dieser Situation
kommen heute die Auswirkungen des Klimawandels. „Wir bekommen
immer heißere Sommer, in denen immer mehr Wasser gebraucht
wird – also in einer Jahreszeit, in der Quellen und Brunnen unter
Stress stehen und eher weniger Wasser schütten“, so Rauh. Mit dem
gemeinsamen Verbund werden diese Lücken und Risiken geschlossen.
„Das ist die Herausforderung und Verantwortung, der sich die
Landkreise und Städte mit unserem Zweckverband stellen.“
46 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
Wa
W sserve
ve
WASSER FÜR ALLE UND JEDERZEIT
Advertorial
Von Tim Birkner
Infografik: Thea Kröger
Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum
v rsorgung Fränki
Talsperre Mauthaus im Ködeltal
Ta
T lsperre Mauth
autha
thaus im Kö
K deltal
Kö
kischer Wirtschaf
Wirtschaf
Wi t chaf
a tsraum
ftsraum
Kulmbach
Stadtwerke Stadtwerk
STÄDTE UND
LANDKREISE
STÄDTE:
Bamberg, Bayreuth, Coburg,
Hof, Kulmbach, Neustadt bei
Coburg und Selb.
LANDKREISE:
Bamberg, Bayreuth, Coburg,
Haßberge, Hof, Kronach,
Kulmbach und Lichtenfels.
Gut versorgt
durch die FWO
Wir versorgen Oberfranken
zuverlässig mit Trinkwasser.
FWO Fernwasserversorgung
Oberfranken
Ruppen 30
96317 Kronach
Telefon: 0 92 61 / 507-0
E-Mail: office@fwokronach.de
500.000 MENSCHEN
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 47
Advertorial
LAUENSTEIN
Redaktion: Wolfram Hegen
Fotos: Michael von Aichberger
SCHOKOLADE
NEU GEDACHT
LAUENSTEIN CONFISERIE
SCHLÄGT NÄCHSTES KAPITEL AUF
Wer heute die Fischbachsmühle im
Ludwigsstädter Ortsteil Lauenstein
betritt, riecht sie schon, bevor er sie sieht:
frisch geröstete Kakaobohnen, die ihren
warmen, tiefen Duft verströmen. Hier, wo
seit 1965 süße Träume entstehen, hat die
Confiserie Lauenstein jetzt einen mutigen
Schritt getan. Hinter den alten Mauern, die
einst ein Berliner Konfektmacher in eine
Pralinenwerkstatt verwandelte, schlägt
seit kurzem das Herz einer neuen Ära.
„Bean to Bar – von der Bohne zur Tafel -
ist für uns mehr als eine neue Technik –
es ist eine Haltung“, sagt Geschäftsführer
Maximilian Kaub.
60 Jahre
Seit über 60 Jahren steht die Lauenstein Confiserie für
feinste Schokoladenkunst, handwerkliche Perfektion und
regionale Verwurzelung. Mit der neuen Produktionsstätte
in der geschichtsträchtigen Fischbachsmühle zeigt das
Unternehmen, dass gelebte Tradition und mutige Innovation
kein Widerspruch sind – sondern der beste Weg, die Zukunft
zu gestalten.
48 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 49
LAUENSTEIN
Ein Besuch in Peru
Die beiden Mitarbeiterinnen Ev-Marie, Süßwarentechnologin
und Mandy, Fachkraft für Süßwarentechnik bei der Lauenstein
Confiserie, haben sich kürzlich vor Ort in Peru über den
Kakaoanbau informiert. Gerade vor dem Hintergrund der
Zukunftsstrategie „Bean to bar“ sind Besuche in den Plantagen vor
Ort wichtig, um sich selbst ein Bild machen zu können.
Von der
Bohne zur Tafel
„Wir wollen zeigen, woher unsere Schokolade kommt. Wir kennen
die Bauern, wir sehen die Plantagen – und wir wissen, dass das
Geld wirklich bei den Menschen ankommt, die die Bohnen
anbauen.“ Dafür reist Kaub selbst nach Ghana oder Peru, spricht mit
Kooperativen, prüft Bedingungen vor Ort. Alle Bohnen sind biozertifiziert.
„Das war für uns der Einstieg ins Bio-Segment. Alles,
was wir hier in Fischbachsmühle für Bean to Bar verarbeiten, ist bio.“
LICHTENFELSER: Sie beide arbeiten seit vielen Jahren mit Schokolade
– wie kam es dazu, dass Sie plötzlich auf einer Kakaoplantage in
Peru standen?
EV-MARIE: Wir wollten sehen, wo unsere Bohnen wirklich herkommen.
Bücher, Bilder oder Verträge sind das eine – aber dort zu stehen,
die Menschen zu treffen, den Boden zu riechen, das ist eine
andere Welt. Für mich war das wie das Kribbeln vor einer Premiere
im Theater: Aufregung, aber vor allem Vorfreude.
LICHTENFELSER: Was hat Sie vor Ort am meisten beeindruckt?
MANDY: Dass wir uns frei bewegen konnten, wir konnten alles sehen
und hinterfragen. Für mich war wichtig: Es gibt dort keine Kinderarbeit.
Die Bauern arbeiten in Genossenschaften, die wiederum
mit Kooperativen zusammenarbeiten. Und es gibt echte Schulungen
– vom Bio-Dünger bis zur besseren Fermentation.
EV-MARIE: Ja, und diese Offenheit hat mich berührt. Man merkt: Es
ist ein gemeinsames Miteinander. Die Kooperativen legen Wert darauf,
dass die Bauern nachhaltig arbeiten und fair bezahlt werden.
Herkunft ist hier nicht nur ein Etikett auf einer Schokolade, sondern
gelebte Verantwortung.
LICHTENFELSER: Sie sind beide Süßwarentechnologinnen. Was bedeutet
so ein Besuch für Ihre Arbeit?
EV-MARIE: Für mich war es, als ob sich ein Kreis schließt. Ich habe
die Lehre vor 20 Jahren gemacht – und jetzt stehe ich auf dem Feld,
sehe die Bohnen, die wir später verarbeiten. Das gibt eine ganz
neue Wertschätzung.
MANDY: Genau. Man sieht die Bedingungen, die Menschen, die
Mühe dahinter. Und wenn ich heute eine Bohne in der Hand habe,
sehe ich nicht nur ein Rohprodukt, sondern auch die Gesichter und
Geschichten, die dahinterstehen.
LICHTENFELSER: Und ganz persönlich – was nehmen Sie aus Peru mit?
MANDY: Dass unsere Arbeit hier in Lauenstein sehr eng mit Menschen
am anderen Ende der Welt verbunden ist. Dieses Bewusstsein
macht stolz – und demütig zugleich.
EV-MARIE: Für mich ist es das Gefühl, Teil einer größeren Geschichte
zu sein. Wenn jemand eine Tafel Schokolade kauft, steckt darin
nicht nur Handarbeit aus dem Frankenwald, sondern
auch das Leben einer Bohne aus dem Amazonas.
Gläserne
Manufaktur
Und dafür gibt es auch eine neue Gläserne Manufaktur, Schaufenster
für Gäste und Labor zugleich. Besucher können verfolgen, wie Bohnen
verlesen, geröstet, conchiert und schließlich in glänzende Tafeln
gegossen werden. „Es ist unfassbar viel Handarbeit – jede Bohne wird
von Hand kontrolliert. Aber das Ergebnis ist eine Schokolade, die
man sehen, riechen und schmecken kann“, schwärmt Kaub.
50 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
SCHOKOLADE NEU GEDACHT
NEUE
SORTEN
Zum Auftakt hat Lauenstein fünf Bean-to-Bar-Sorten entwickelt. Bis
Januar sollen es insgesamt zwölf werden - Vielfalt für jeden Geschmack:
Es gibt fruchtige Kreationen genauso wie milde Eleganz und sogar
eine vegane Variante - jede der Sorten erzählt eine eigene Geschichte.
Für eine Schokolode hat Lauenstein sogar eine komplette Ernte einer
Sorte Kakaobohnen aus Peru aufgekauft. Exklusiver und reiner geht es
nicht. „Wenn sie weg ist, ist sie weg – das macht diese Bohnen und die
Schokolade so besonders“, sagt Kaub.
BEAN-TO-BAR
In echter Handarbeit entstehen eigene Schokoladen in Bioqualität
– hergestellt aus den besten Kakaobohnen der Welt. Mit dem
neuen Bean-to-Bar-Konzept geht die Lauenstein Confiserie einen
bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft: Die Schokolade wird
künftig von der Bohne bis zur Tafel im eigenen Haus produziert –
nachhaltig, nachvollziehbar und mit modernster Technik, jedoch
stets im Sinne der traditionellen Confiserie-Kunst.
Bio
ist die
Zukunft
Die Philosophie ist klar: Kakao von allen Kontinenten rund um den
Äquator, fair und direkt gehandelt, geschmacklich vielfältig. „Für
die jüngeren Zielgruppen wird Nachhaltigkeit immer wichtiger. Sie
wollen wissen: Wo kommt mein Produkt her, wie wird es erzeugt?
Genau darauf geben wir eine Antwort“, erklärt Kaub.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 51
LAUENSTEIN
www.kreolade.de
KREOLADE
Lieblingskreationen lassen sich künftig online ganz individuell
gestalten – veredelt mit vielfältigen, kreativen Toppings, gefertigt in
liebevoller Handarbeit und so transparent wie nie zuvor. Wer wollte
nicht schon immer einmal seine eigene Schokolade gestalten?
Mit bunten Einhörnern, quietschgelben Entchen mit Glitzerdetails,
süßen Dinos oder auch leckeren Früchten, gerösteten Mandeln und
vielem mehr – bei der Lauenstein Confiserie wird dieser Traum wahr.
Bekenntnis
zur Heimat
Dass all dies ausgerechnet in der Fischbachsmühle stattfindet, ist
kein Zufall. Für die Lauenstein Confiserie ist der Standort mehr
als eine Adresse – er ist Ursprung und Versprechen. „Das hier ist
die Keimzelle unseres Unternehmens. Und wir wollen, dass es die
Keimzelle unseres zukünftigen Wachstums bleibt“, so Kaub.
Rund 1,5 Millionen Euro hat das Unternehmen in die Sanierung
gesteckt: neue Heizung, neue Lüftung, neue Verkabelung, neue
Produktionsräume. Das alte Mauerwerk wurde trockengelegt,
der Charakter bewahrt. Herausgekommen ist ein Ensemble, das
Tradition spüren lässt und gleichzeitig touristisch strahlt: mit Café,
Werksverkauf, der längsten Pralinentheke Oberfrankens und dem
legendären Schokoladenbrunnen.
„Wir wollten nicht einfach sanieren, sondern etwas schaffen, das
die ganze Region stärkt“, erklärt Kaub. Neue Arbeitsplätze sind
entstanden, fünf allein in der Produktion. Und das Projekt zieht:
„Es ist ein wahnsinnig spannendes Thema. Das spricht auch junge
Menschen an, die Teil einer solchen Geschichte sein wollen.“
Süße
Einzelstücke
Doch Innovation bedeutet nicht nur, die Bohne ernst zu nehmen.
Mit der „Kreolade“ hat Lauenstein eine ganz neue Produktidee
entwickelt: Schokolade zum Individualisieren. Über einen Online-
Konfigurator lassen sich Tafeln nach Wunsch gestalten – von
getrockneten Erdbeeren mit Chili bis hin zu dekorativen Einhörnern
oder Eulen. Jede Tafel wird in Handarbeit bestreut, verziert und
verschickt. „Das Thema Individualisierung ist riesig. Wir schaffen
Unikate – kleine Kunstwerke aus Schokolade, die es so nur einmal
gibt“, sagt Kaub. Die Kreolade ist vor allem für ein jüngeres Publikum
gedacht, das Schokolade nicht nur als Genussmittel, sondern als
Ausdruck von Persönlichkeit begreift. Auch hier gilt: handwerklich,
transparent, nachhaltig.
52 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
SCHOKOLADE NEU GEDACHT
Mutig
in die
Zukunft
Dass eine Confiserie in einer ländlichen Mühle im Frankenwald so
konsequent auf Innovation setzt, ist keineswegs selbstverständlich.
Der Kakaomarkt ist von massiven Preisschwankungen geprägt, die
Branche gilt als eher konservativ. „Es gehört unternehmerischer
Mut dazu, in solchen Zeiten so viel zu investieren. Aber wenn man
zukunftsfähig bleiben will, muss man diesen Mut haben“, sagt Kaub.
Auch wenn Bean-to-Bar noch ein Nischenmarkt ist – Lauenstein
öffnet ihn Schritt für Schritt für neue Zielgruppen. „Unsere Kunden
sind heute sehr bewusst. Sie wollen weniger Zucker, mehr Kakao,
mehr Herkunft. Genau das bieten wir.“
FISCHBACHSMÜHLE
1964 verliebt sich ein angesehener Berliner Konditor in die
Müllerstochter der alterwürdigen Fischbachsmühle und
kommt in den Frankenwald, um mit Liebe Pralinen zu kreieren.
Im ehemaligen Mühlen- und Silogebäude der Fischbachsmühle
werden Pralinen in Handarbeit gefertigt. 1965 erfolgt die
Gewerbeanmeldung einer Pralinenfabrikation. Zur Lauenstein
Confiserie wird das Unternehmen 1989.
Seither sind die Pralinen aus dem Frankenwald zum Inbegriff
für höchste Pralinenkultur in bester Manufakturqualität
geworden. Im Jahr 2007 zieht die Hauptproduktion in die
Manufaktur nach Teuschnitz. Die Fischbachsmühle wird 2008
nach aufwendigen Renovierungs- und Restaurationsarbeiten
zu einem einzigartigen Genuss- und Ausflugsziel.
Mit der neuen Manufaktur zum 60. Firmenjubiläum in diesem
Jahr präsentiert sich die Fischbachsmühle als Ort, an dem
Schokoladenträume wahr werden – ein Platz, der Tradition
und Innovation verbindet und Besucherinnen und Besucher
einlädt, Schokolade mit allen Sinnen zu entdecken. Vor allem
auch in der völlig neu gestalteten Gläsernen Manufaktur, die
Besuchern Einblicke in die Schokoladenproduktion ermöglicht.
Ergänzt wird dieses Erlebnis durch den Werksverkauf
und das Café, die das Ensemble vervollständigen und die
Fischbachsmühle zu einem beliebten Ausflugsziel machen:
Hier locken die längste Pralinentheke Oberfrankens, der
legendäre Schokoladenbrunnen, zahlreiche Geschenkideen
mit und ohne Schokolade und hausgemachte fränkische
Kuchenspezialitäten.
Gäste aus
Nah und Fern
So ist aus einer historischen Getreidemühle im Frankenwald
ein Ort geworden, der den Blick nach vorne richtet. Ein Ort, an
dem Handwerk und Innovation, Nachhaltigkeit und Regionalität
zusammenfinden. Ein Ort, der über die Region hinaus Menschen
anzieht, die sehen, schmecken und verstehen wollen, was Schokolade
heute sein kann.
Oder, wie es Maximilian Kaub auf den Punkt bringt: „Wir haben die
Fischbachsmühle nicht nur renoviert. Wir haben ihr eine neue Seele
gegeben – und die schmeckt nach Schokolade.“
Confiserie Burg
Lauenstein GmbH
Fischbachsmühle 2
96337 Ludwigsstadt
Tel. 09263/945480
Werksverkauf & Café
Montag - Freitag: 9 - 18 Uhr
Samstag: 10 - 17 Uhr
Sonntag/Feiertag: 11-17 Uhr geöffnet
Gläserne Manufaktur
Ab Oktober 2025 ist die
Gläserne Manufaktur
regelmäßig für Besucher
zugänglich. Es gibt auch
zahlreiche Mitmachaktionen.
Mehr Informationen unter
www.lauensteiner.de
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 53
Milchwerke Oberfranken West eG
Sulzdorfer Str. 7
96484 Meeder
Telefon: 09566 929-0
www.milchwerke-oberfranken.com
54 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
DER KÄSE MACHT'S
Advertorial
Von Tim Birkner
Wertschöpfung und Wertschätzung
haben die Genossenschaft mit ihrem
Hauptwerk in Wiesenfeld groß gemacht.
Nun nehmen die Milchwerke Oberfranken
West eine vollautomatisierte Weichkäserei
in Betrieb, um noch besser auf dem Markt
positioniert zu sein.
Ludwig Weiß steigt eine Treppe hinauf auf ein Podest. Von hier ist die
neue Anlage für Weichkäse gut zu überblicken – zumindest so gut, wie
das bei einem so komplexen Produkt wie Käse überhaupt möglich ist.
Seit 27 Jahren steht Weiß bei der Genossenschaft ganz oben. Er ist
Kopf, Herz und Motor. „Ich habe nur für den Käse gelebt“, sagt er und
strahlt. Auf einer Seite fahren Kunststoff-Loren im Kreis. Jede fasst 650
Liter Milch. Automatische Rechen trennen Käsebruch und Molke. Auf
der anderen wird der Bruch in Formen gegossen, bevor sie für ein paar
Stunden in Klimaschränken verschwinden.
„Milch ist ein teurer Rohstoff, da brauchen wir Spitzenpersonal. Wenn
ich gute Leute haben will, muss ich sie gut bezahlen.“ Das ist für Weiß
die Basis. Die Milchwerke Oberfranken West zahlen nach Tarif, jedes
Jahr gibt es die vereinbarten Steigerungen. Und die Genossenschaft
zahlt ihren Lieferanten, die Genossen sind, einen guten Preis für ihre
Milch. Das sind derzeit fast 700 Betriebe, meist bäuerliche Familien, die
ihre Höfe in Franken, Thüringen und Hessen haben. Der größte Betrieb
liefert jeden Tag 40.000 Liter Milch, der kleinste hat eine Hand voll
Bio-Kühe. In den Milchwerken in Wiesenfeld kommt die Milch zusammen,
Tankzug für Tankzug an vier Entladeplätzen. 500 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter produzieren hier rund um die Uhr an sieben Tagen in
der Woche Käse. „Wir wollen möglichst viel Wertschöpfung bei uns im
Haus halten“, sagt Weiß. Das bedeutet ein großes Sortiment mit Spezialitäten,
die dann auch in ganz Europa verkauft werden.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 55
Bald werden die Milchwerke 100 Jahre alt. Weiß hat sie ein Drittel
dieser Zeit begleitet und geleitet. „Ich habe Milchtechnologe gelernt
und nicht Verkäufer“, sagt er. Doch genau darum ging es in den 100
Jahren immer. Wer den Genossen und Mitarbeitern gutes Geld zahlen
will, muss auch gut verkaufen. Eine Feuerprobe für den jungen Ludwig
Weiß. „Auf einer Messe habe ich einen ganzen Zug Cheddar nach
England verkauft – da dachte ich: Ich kann doch ganz gut verkaufen.“
Cheddar ist heute der meistverkaufte Käse der Welt. Fast überall
ist das so – nur nicht in Deutschland. In Wiesenfeld gehört er
so selbstverständlich dazu wie geriebener Gouda, Emmentaler,
die Coburger Rolle oder panierte Mozzarella-Sticks. Das sind die
heutigen Trends: fertige Produkte wie Back-Camembert, Mozzarella-Sticks,
Grillkäse. „Das brummt zur Zeit“, sagt Weiß. Der
heutige Verbraucher möchte weichen, durchgereiften Käse. Die
neue Weichkäserei wird gerade noch in Betrieb genommen. 50
Millionen Euro hat die Genossenschaft hier investiert. „Wir müssen
besser und innovativer als der Wettbewerb sein“, sagt Weiß.
Dafür tüfteln noch Techniker und Programmierer an der einen oder
anderen Stelle – denn später soll hier alles automatisch ablaufen.
„Der Mensch ist der Risikofaktor in der Käseproduktion“, sagt Weiß
und meint die Hygiene und den Umgang mit dem Lebensmittel.
Ob Blauschimmel oder der weiße Flaum auf einem Brie,
Pilze brauchen ihr bestimmtes Klima und wollen
nicht durch andere Sporen, die in der Luft umherschwirren,
gestört werden. So sind alle
Lager- und Reiferäume mit
Überdruck. Die gereinigte
und temperierte Luft
wird in die Räume geblasen. Die Luft kann hinaus, von außen
kommt aber keine rein. Es geht immer um die richtige Balance.
Die Milchwerke haben diese Balance auch in der Wendezeit geschafft.
Weiß war damals noch Assistent des Direktors. „Wir haben
den thüringer Bauern sofort den gleichen Preis für die Milch wie den
fränkischen gezahlt.“ Das war eine Entscheidung, die sich auszahlte,
denn die Thüringer kamen in Scharen, die Milchwerke konnten
weiter wachsen. „Ich habe damals gemerkt: Thüringen und Franken,
das passt einfach zusammen“, erinnert sich Weiß. So wird auch aus
thüringer Milch eine Coburger Rolle oder der Frankendammer, die
in vielen Kühlregalen von Edeka, Lidl oder Aldi verkauft werden.
Erfunden hat den Frankendammer der Zufall. In dem Prozess mit
unendlich vielen Stellschrauben lief etwas nicht ganz so wie geplant.
„Der Käse sah aus wie ein Schwamm mit vielen kleinen Löchern“,
erinnert sich Weiß. Zuerst hat
er sich geärgert – dann
probiert. „Süßlich mit viel
Geschmack – das
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
DER KÄSE MACHT'S
könnte
etwas
werden.“
Als Geheimtipp
aus dem
Versuchslabor hat er
ihn mit auf
seine Verkaufstour genom-
men. Und
auch hier hatte er Erfolg. Doch die
ersten Kunden
wollten den Käse nur geschnitten. Vorher gab es keine Scheiben
aus Wiesenfeld. „Gleich auf der Heimfahrt habe ich aus dem Auto
heraus telefoniert und überlegt wie wir das machen können.“
Wie immer musste alles im laufenden Betrieb passieren, denn
die Kühe geben immer Milch. Mit der vollautomatischen Käserei
möchte Weiß erstmals auch einen Schritt zurück gehen. „Mein
Ziel ist die Sechs-Tage-Woche, wenn hier alles läuft“, sagt er.
Milchwerke Oberfranken West eG
Die Milchwerke Oberfranken West gibt es seit 1927. Rund 500 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter produzieren pro Jahr 65.000 Tonnen
Käse und erwirtschaften damit einen Umsatz von 470 Millionen
Euro. Dafür sind jeden Tag 1,7 Millionen Liter Milch notwendig, die
zur Hälfte aus Franken kommt. 30 Prozent der Milch kommen aus
Thüringen, weitere 20 Prozent aus Hessen. Die weithin sichtbaren
Milchwerke in Wiesenfeld entstanden 1993 auf der grünen Wiese.
Die Genossenschaft mit Standorten in Sonneberg, Hildburghausen,
Schleusingen, Coburg und Bad Staffelstein hat sich somit auf einen
Ort konzentriert. Seit 2004 gibt es mit „Silberdistel“ noch einen
Standort in Lendershausen. Für die neue, vollautomatisierte Weichkäserei
investierte die Genossenschaft rund 50 Millionen Euro.
Ausbildung
Starte auch du
deine Ausbildung zum
milchwirtschaftlichen Laborant
(m/w/d)
und zum
Milchtechnologen (m/w/d)
Eine Ausbildung mit der
auch Ludwig Weiß seine
Karriere begann.
Käseladen
Coburger
Direkt neben dem
Milchwerken in Wiesenfeld ist
der Coburger Käseladen.
Er hat Montag bis Freitag
von 8 bis 17 Uhr geöffnet.
Hier gibt es Käse direkt aus
der Produktion.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 57
Bestens ausgestattet.
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58 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
SONDERTHEMA: INTELLIGENZ
Zahlen & Fakten
Definition Intelligenz
(Quelle Wikipedia)
Intelligenz ist die kognitive bzw. geistige Leistungsfähigkeit bei Menschen und zum
Teil auch Tieren speziell im Problemlösen. Der Begriff umfasst die Gesamtheit
unterschiedlich ausgeprägter kognitiver Fähigkeiten zur Lösung eines logischen,
sprachlichen, mathematischen oder sinnbezogenen Problems.
Intelligenz in der Bevölkerung
68 % der Bevölkerung liegen zwischen bei einem IQ von 85–115,
je 2 % über 130 bzw. unter 70. Laut dem sogenannten Flynn-Effekt
stiegen im 20. Jahrhundert die Testergebnisse im Schnitt um 3
IQ-Punkte pro Jahrzehnt; in einigen Ländern kehrt sich der Trend
bei jüngeren Zielgruppen mittlerweile um.
Die zehn intelligentesten
Menschen der Welt und ihr IQ
(Quelle Forschung und Wissen)
NAME
IQ
Terence Tao 230
Marilyn vos Savant 228
Christopher Hirata 225
Gehirn und Intelligenz
Das Gehirn besteht aus etwa 90 Milliarden Neuronen, die über Billionen
von Synapsen miteinander verbunden sind, was eine massive
parallele Datenverarbeitung ermöglicht. Es leistet etwa 10 hoch 13
analoge Operationen pro Sekunde, wobei es nur etwa 15 bis 20 Watt
verbraucht. Computer verbrauchen ein vielfaches dieser Energie.
Kim Ung Yong 210
Dr. Evangelus Katsioulis 198
Rick Rosner 192
Mislav Predavec 192
Garry Kasparov 190
Kenneth Ferrell 190
James Woods 180
Unternehmen und KI
(Quelle Statistisches Bundesamt)
Jedes fünfte Unternehmen (20 %) in Deutschland nutzte 2024
Technologien der künstlichen Intelligenz (KI).
2023 nutzte etwa jedes achte Unternehmen (12 %) künstliche
Intelligenz. 2021 wurde die Nutzung von KI erstmals erhoben,
wobei etwa jedes neunte Unternehmen (11 %)
angab, diese zu nutzen.
Zum Vergleich: Albert Einstein und Stephen Hawking
hatten einen IQ von etwa 160.
Arten von Intelligenz
Howard Gardners Theorie der multiplen Intelligenzen umfasst
acht oder neun Intelligenztypen: sprachlich-linguistische,
logisch-mathematische, räumliche, musikalische, körperlichkinästhetische,
interpersonale, intrapersonale und naturalistische
Intelligenz.
Tiere und Intelligenz
Generell gelten Delfine, Menschenaffen und Elefanten als besonders
intelligent, gefolgt von Krähen, Papageien, Orcas, Kraken
und Ratten. Diese Tiere zeigen komplexe Verhaltensweisen
wie Werkzeuggebrauch, Problemlösung, soziale
Intelligenz und ein ausgeprägtes Gedächtnis.
Intelligenz weltweit
Es gibt nationale, politische als auch geografische Faktoren,
die Einfluss auf die Intelligenz haben. Wissenschaftlich inzwischen
nachgewiesen ist, dass ein wärmeres Klima einen
merklich schlechten Einfluss auf den Intelligenzquotienten hat.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 59
Konzeption & Foto: Sebastian Buff
60 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie
auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im LICHTENFELSER.
In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen oder Diverse.
MACHER
Dieses Mal Maximilian Kreier. Er kennt das Leben nur als Macher: Er war 4 Jahre alt, als seine Eltern den Betrieb
gründeten, zu dem heute zwei Hotels, ein Restaurant, eine Disco und im Sommer Floßfahrten auf dem Main gehören.
Sein erstes Projekt war mit 20 Jahren der Umbau der Disco, danach folgten sukzessive die anderen Bereiche des
Betriebes. Jetzt sitzt er an dem 600 Kilo schweren Tisch aus balinesischer Eiche im Stadthotel Lichtenfels.
LICHTENFELSER: Herr Kreier, seit 14 Jahren krempeln Sie Immobilien
um und machen sie für den Familienbetrieb schick. Was machen
Sie gerade?
Maximilian Kreier: Hier im Stadthotel haben wir den Umbau des
Nebengebäudes im April abgeschlossen. Das Objekt zeigt vielleicht
am besten, was mit machen gemeint ist. Wir haben das Haus Ende
2019 gekauft - Dann kam Corona und der Lockdown. Das war für
uns natürlich erstmal ein Schock . Im nachhinein betrachtet war es
aber genau der richtige Zeitpunkt, da wir die Zeit sinnvoll nutzen
konnten, um das Objekt gründlich zu sanieren. In der Bauphase
traten immer wieder Situationen auf, wo ich improvisieren musste.
Aber es hat sich gelohnt, wenn man das Objekt jetzt sieht. Auch das
bedeutet machen für mich: Es passiert ständig etwas, auf das wir reagieren
müssen. Da hilft nur ein Bild machen, entscheiden und los.
LICHTENFELSER: Also können Sie seit April etwas durchschnaufen...
Maximilian Kreier: (lacht) Ich raste nie. Ich brauche immer Projekte.
Gerade komme ich aus Kroatien zurück. Dort bauen wir ein
Resort. 14 kleine Einheiten, sehr viel Platz und Ruhe. Das macht mir
Spaß, ich fahre die 1080 Kilometer spätestens alle zwei Wochen, um
auf der Baustelle voran zu kommen. Wir können da eine Menge lernen
- und von den Erfahrungen anderer profitieren. Ich erlebe sehr
viele, sehr fitte Leute. Das ist wirklich eine unglauubliche Dynamik.
Auch dort wird gemacht - und wie.
LICHTENFELSER: Was ist ihr Rezept, um dort wie hier gut voranzukommen?
Maximilian Kreier: Sie sagen es selbst: Ich muss vorangehen. Viele
Menschen verbringen zu viel Zeit mit könnte, hätte, müsste, wollte...
Ich glaube, es braucht einen Fokus auf das, was man tut, egal ob
es ein Produkt oder eine Dienstleistung ist. Bei uns sind es Dienstleistungen.
In unserer Branche ist es besonders wichtig, dem Gast
ein gutes Gefühl zu geben und Emotionen zu wecken. Dann gehe ich
los. Mit Mut, Ausdauer, Willen und Engagement.
LICHTENFELSER: Wie nehmen Sie andere mit?
Maximilian Kreier: Einfach vorangehen – mit einer guten Portion
Bauchgefühl. Ich mache nichts Besonderes. Wenn wir wieder mal
umbauen, gestalte ich eine Vision. Die Mitarbeiter sind gespannt wie
das wird, welche Farben, welche Materialien, welches Konzept. Sie
spüren meine Begeisterung und lassen sich gerne davon anstecken.
LICHTENFELSER: Wie gehen Sie mit dem Personalmangel in Hotellerie
und Gastronomie um?
Maximilian Kreier: Wir haben genügend Personal. Richtig ist, dass
wir leichter für das Team in der Disco Mitarbeiter finden als für den
gehobenen Abendservice. Wenn Spaß dabei ist, geht es leichter. Auch
hier sage ich: Macht einfach mal. Wir sind bei Sozialen Medien für unsere
Disco Romance sehr aktiv. Das ist der Kanal, wie wir die Jugend
von 16 bis 30 ansprechen. Die gleichen Sozialen Medien verleiten aber
auch dazu, dass viele sich nur darauf konzentrieren, was andere machen.
Der Fokus geht verloren, selbst aufzustehen und einfach etwas
zu machen.
Die Fragen stellte Tim Birkner.
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AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
SCHOEN.FRAU
Wer und was ist schoen.frau?
Hey, wir sind Senta und Christina aus Coburg, die Gründerinnen
von schoen.frau.
Wir lieben es, Frauen sichtbar zu machen, ihre bewegenden Geschichten
zu erzählen, sie untereinander zu vernetzen. Deswegen
haben wir vor vier Jahren die schoen.frau GbR gegründet: ein
Online-Magazin mit Netzwerk-Spaß und ganz viel Mehrwert.
Seither haben wir auf schoenfrau-mag.de über 75 Interviews mit
inspirierenden Frauen aus der Region Coburg, Kronach und Lichtenfels
geführt, zahlreiche Networking-Events veranstaltet und
eine schoen.frau-Academy gegründet mit besonderen Workshops.
Seit Sommer dieses Jahres sind wir stolz, gemeinsame
Sache mit Markatus machen zu dürfen, so dass ihr fortan auch in
den Magazin-Ausgaben des Coburgers, Lichtenfelsers und Kronachers
unsere News und Interviews analog lesen könnt.
Foto: @juleanicaohlsenfotografie
Stylish und mit Message in den Herbst - mit unserem
Hoodie seid ihr immer toll gekleidet! Aus
supersoftem Material, in Oberfranken gefertigt.
schoen.frau Hoodie
Shop: Nachhall
Herrngasse 10 | Coburg
€ 99
schoen.frau Hoodie
Erhältlich bei Nachhall,
Herrngasse 10 in Coburg
für € 99
Christina (links) und Senta haben Anfang
des Jahres auch eine eigene schoen.frau-Textilkollektion
herausgebracht. Erhältlich ist diese in Coburg bei
„Nachhall -Faire Mode“ , Herrngasse 10 in Coburg.
Christina: Senta, was macht schoen.frau für
dich besonders?
Dass sich über unser Netzwerk bereits so viele Frauen
haben kennen lernen dürfen: Es sind wertvolle
berufliche Verbindungen entstanden, und es haben
sich echte Freundschaften gebildet.
Senta: Und Christina, was ist es bei dir?
Ich bin ganz happy, dass wir uns auch schon selbst
mit so vielen wunderbaren Frauen verbinden durften,
das ist so bereichernd. Die schoen.frau-Community
wächst, wie schön!
Senta und Christina: Kennt ihr uns denn schon? Folgt uns
gerne auf Instagram unter @schoenfrau_mag
News
Finden wir gut ...
365 FUCK THE FALTEN-Weisheiten, um 2026
jeden Tag mit einem Lächeln zu beginnen.
Fuckthefalten-shop.de
More Amore 2026
Der Abreißkalender
von „Fuck the Falten“
(13x18 cm, € 27,95)
Wir – Senta Steinhauser (links auf dem Foto)
und Christina Hauptmann – lieben es, mit
allen Sinnen durch die Region und die Welt
zu laufen. Was wir dabei entdecken und erleben,
das erfahrt ihr hier. Wen wir getroffen
und gesprochen haben, lest ihr in unseren
schoen.frau-Interviews: hier im Magazin und
auf schoenfrau-mag.de.
SAVE THE DATE!
Seid dabei beim 4.schoen.frau-Salon am Samstag,
7. Februar 2026!
Erlebt das besondere Feeling, wenn sich zahlreiche Frauen
aus der Region treffen und gemeinsam einen unvergesslichen
Abend verbringen.
Was erwartet euch? Inspirierende Darbietungen
und Gespräche, Modenschau, Dance Floor,
Drinks, Cocktails, Fingerfood und natürlich
ganz viel Zeit zum Netzwerken.
Alle Altersgruppen sind willkommen, ganz
gleich ob selbstständig oder angestellt.
Karten für dieses Event gibt´s ab
Ende November auf schoenfrau-mag.de
07.02.2026:
4.schoen.frau-Salon
Autohaus Wormser,
Niorter Straße 8, 96450
Coburg
Foto: @sinchen_fotografie
Vernetzen und sich gegenseitig unterstützen: Beim
schoen.frau-Salon im Herbst 2023 in der Alten
Orangerie in Rödental waren 150 Frauen zu Gast.
Hier erfahrt ihr
noch mehr:
@schoenfrau_mag
www.schoenfrau-mag.de
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 63
IMMOBILIEN
Fotografin: Svenja Stache
Instagram: @svenjasommer_foto_
Bringen Frauenpower in die Immobilienbranche der
Region: Jacqueline Potzel (Mitte) mit ihren Mitarbeiterinnen
Silvia Dippold (links) und Jule Anica Ohlsen.
„Wir geben Vollgas!“
Anfang 2023 wagte Jacqueline „Jacky“ Potzel den Schritt in die Selbstständigkeit – zunächst
alleine. Heute, nur gut zwei Jahre später, ist sie mit ihrer Raum96 Immobilien GmbH eine
angesehene Unternehmerin in der Region. An ihrer Seite: zwei engagierte Mitarbeiterinnen.
Im persönlichen Gespräch erzählt die 40-jährige Mutter von zwei Söhnen, warum ihr soziale
Projekte für Kinder besonders am Herzen liegen, und was sie als dynamische Business-
Frau täglich zu besonderen Leistungen antreibt.
Jacky, du bist nicht neu bei schoen.frau,
du hast bereits vor zweieinhalb Jahren ein
Interview mit uns geführt, das auf schoenfrau-mag.de
nachzulesen ist. Was hat
dich jetzt zu Interview Nummer 2 bewegt?
Erstens, mir hat Interview Nummer 1 mit Senta
richtig gut gefallen (lächelt), zweitens: Es ist seither
ganz viel Schönes in meinem eigenen Business
passiert, das möchte ich nach draußen tragen. Und
nicht nur, um mein Tun gemeinsam mit meinem
Team noch sichtbarer zu machen, sondern um anderen
Frauen Mut zu machen, eigene Wege zu gehen.
Denn an meinem Beispiel kann man sehen: Es
lohnt sich immer, an sich zu glauben, wenn man seine
Passion gefunden hat und sie mit Herzblut lebt.
Macht diese Leidenschaft deinen Erfolg
aus?
Unser Erfolg, es ist mittlerweile unser Erfolg (lächelt
wieder). Ich habe mit Jule Anica und Silvia
zwei wunderbare Mitarbeiterinnen für mein Unternehmen
gewinnen können. Wir sind ein richtig
gutes Team, denn wir Drei haben unterschiedliche
Stärken, wir ergänzen uns perfekt. Gemeinsam
geben wir jeden Tag Vollgas – und ja, weil wir mit
ganz viel Leidenschaft, Kompetenz und Erfahrung
am Start sind, sind wir so erfolgreich! Ich bin sehr
dankbar, dass diese beiden starken Frauen den
Weg zu mir gefunden haben, denn ich bin ja nur
eine klitzekleine Firma…
Aber eine, die sich in Bad Staffelstein,
Lichtenfels und Coburg einen Namen gemacht
hat, und jetzt an ihrem Standort
sogar die Google-Rangliste anführt. Wie
ist dir das gelungen?
Ich denke, es liegt daran, dass ich einfach mutig
bin und vielleicht auch ein bisschen verrückt
(lacht). Als ich vor drei Jahren meine Festanstellung
bei einem angesehen Finanzdienstleister der
Region gekündigt habe, war so mancher da draußen
skeptisch und glaubte nicht an meinen Erfolg.
Viele mögen sich gedacht haben: Wie will sie das
mit zwei kleinen Kindern schaffen? Aber wer mich
wirklich kennt, weiß, dass wenn ich etwas mache,
dann richtig. Mit ganz viel Herzblut, manchmal
sogar bis in die Nacht hinein. Mein Mann und ich
können unseren Kindern auch als beruflich engagierte
Eltern dank einer guten Organisation und
Unterstützung im Hintergrund eine unbeschwerte
Kindheit bieten. Für mich als Mutter ist es ein
wunderbares Gefühl, meinen zwei Jungs vorleben
zu können, dass man Träume erreichen kann,
wenn man nur will.
64 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
SCHOEN.FRAU
Advertorial
Deswegen bist du auch sozial engagiert in
der Region?
Oh ja, das ist noch so ein Herzenspunkt von mir,
unser soziales Engagement. Die Philosophie von
Raum96 ist es auch, regionale Projekte zu unterstützen.
Deshalb führen wir regelmäßig Spendenaktionen
durch. Ich spende jedes Jahr um die
5.000 € für soziale Projekte aus der Region. Es ist
mir besonders wichtig, dass Kinder von der Unterstützung
profitieren, weil sie unsere Zukunft sind,
aber keine Stimme, keine Lobby haben; dieser Widerspruch
ist doch verrückt und so traurig… Ich
spende und engagiere mich, um Vorbild zu sein.
Ich kann damit die Welt wenigstens im Rahmen
meiner begrenzten Möglichkeiten ein kleines bisschen
besser machen (lächelt).
Harmonieren perfekt: Mit der kreativen Immobilienkauffrau Jule Anica Ohlsen (links) und der strukturierten
Sparkassenfachwirtin Silvia Dippold (rechts) hat sich die Unternehmerin Jacqueline Potzel ein
Team geschaffen, das überzeugt.
Wir haben im ersten Interview ausführlich
darüber gesprochen, aber erzähl doch
nochmal, warum du dich selbstständig
gemacht hast?
Ich wollte einfach mehr, mehr Eigenständigkeit
und mehr Verantwortung. Ich habe meine Arbeit
als Immobilienmaklerin in der Festanstellung sehr
lange gerne und gut gemacht, aber irgendwann
kam der Zeitpunkt, an dem ich wusste: Meine
Energie soll in was Eigenes fließen. Und so bin ich
mit Ehrgeiz und Fleiß schließlich in die Selbstständigkeit
gestartet. Und heute? Sind wir eine
gefragte Adresse im schönen Schloss Oberau und
haben uns einen so guten Ruf aufgebaut, dass die
Vielzahl unserer Aufträge durch Empfehlungen zu
uns kommt, das freut mich riesig!
Wie fühlt sich das eigentlich an, so eine erfolgreiche
Jung-Unternehmerin zu sein?
Einfach unbeschreiblich gut, (Jacky blickt zufrieden
aus ihrem Bürofenster auf die wunderschöne
Landschaft des Schlosses Oberau), ich hätte es mir
nicht besser ausmalen können (Hündin Rafi, die
seit vergangenem November das Team bereichert,
kommt aus dem Körbchen gehuscht und legt sich zu
Jackys Füßen). Immobilien sind für mich mehr als
nur Bauwerke – sie sind Lebensräume und emotionale
Orte. Menschen dabei zu begleiten, ihr
Zuhause zu finden oder loszulassen, ist für mich
sinnstiftend. Kürzlich duften wir bei einer Hausübergabe
sogar bei einem Heiratsantrag dabei sein.
Wie wundervoll ist das?!? In solchen Situationen
wird uns wieder klar, welche Emotionen so ein
Hauskauf auslöst, und welche Bedeutung er für die
Menschen hat. Für uns ist es der schönste Beruf der
Welt, all diese Geschichten begleiten zu dürfen.
Insgesamt liebe ich es einfach, etwas bewegen zu
können!
Es klingt wirklich beeindruckend, was du da
alles auf die Beine stellst. Gibt es Momente,
wo auch deine Energie mal schwindet?
Die gibt es, durchaus. Manchmal geht auch mir die
Kraft aus, gerade dann, wenn ich mal wieder einige
lange Nachtschichten eingelegt habe. Ich erinnere
mich an einen Moment Ende 2023, als ich von einem
Notartermin zurückkam und eigentlich wirklich
hätte glücklich sein können. Die Käufer und Verkäufer
waren happy, alles lief einwandfrei. Aber mein eigenes
Glücksgefühl wollte sich einfach nicht einstellen.
Das war dann der Punkt, an dem ich wusste, ich
muss was ändern. Die Lösung lag auf der Hand: Es
wird alleine zu viel, ich brauche Unterstützung. Und
so kam ich schließlich zu meinen beiden Mitarbeiterinnen
Jule Anica und Silvia (strahlt).
Eines ist mir noch ganz wichtig, an dieser Stelle zu
sagen: Mein wichtigster und ehrlichster Berater ist
in solchen Momenten - und generell immer- mein
Mann. Er stand von Beginn an voll hinter mir und
dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Engagiert und mit Herzblut bei der Arbeit:
Jacqueline Potzel lebt mit Raum96 Immobilien
ihre Berufung.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 65
IMMOBILIEN
Möchtest du, dass Raum96 Immobilien
noch weiter wächst?
Ganz ehrlich, ich will gar nicht mehr groß wachsen.
In unserer Gesellschaft geht es oft um dieses
„höher, schneller, weiter“, das ist nicht mein Ding.
Unser Raum96 ist mit seinem kleinen Team so
wertvoll. Und wenn ich eines gelernt habe, dann
ist es, immer auf meine eigene Intuition zu hören.
Deshalb: Nein. Wir sind genau richtig, so wie wir
sind. Es fühlt sich so, wie es ist, sehr gut an.
Gibt es auch Schattenseiten?
Durch meine Selbstständigkeit habe ich auch lernen
müssen, dass ich nicht nur Freunde habe, und
es durchaus Menschen gibt, die uns den Erfolg
nicht gönnen. Aber ich lasse mich nicht mehr irritieren,
ich weiß jetzt damit umzugehen. Das Wichtigste
ist doch, dass man authentisch ist und sich
selbst treu bleibt, denn was zählt, das sind doch
eigene Werte – und Spaß (lacht).
Spaß im Team habt ihr wahrlich, wenn
man sich mal eure Fun-Videos auf Instagram
anschaut. Aber gleichzeitig kann
euer Beruf doch auch sehr ernst sein, ihr
habt es ja auch mit vielen Schicksalen im
Alltag zu tun…
Ja leider, wir erfahren von Ehescheidungen und
Todesfällen, die oft der Grund eines Immobilienwechsels
sind. Hier sind ein einfühlsamer Umgang
und Diskretion für uns oberstes Gebot. Häuser
und Wohnungen zu vermitteln, das benötigt immer
viel Feingefühl und Geschick, und das auf
allen Ebenen – bei der Auswahl einer Immobilie
und beim Verkauf. Jede Immobilie, die wir bearbeiten,
ist ein kleines ehrgeiziges Projekt für uns.
Dieses Projekt engagiert und mit leidenschaftlichem
Einsatz zu bearbeiten, das macht Spaß. Ja,
es ist wirklich dieser Spaß und diese Freude an der
Arbeit, was unseren Raum96 ausmacht.
Was genau ist es, was bei einer Immobilie
für euch zählt?
Für uns zählt vor allem, dass wir voll und ganz
hinter den Angeboten stehen, die wir in unser
Portfolio aufnehmen. Ehrlichkeit gehört zu unseren
wichtigsten Werten – passt etwas nicht,
sagen wir bewusst Nein. Unsere klare Devise:
Karma vor Profit.
Und natürlich muss es menschlich harmonieren
mit unserem Gegenüber. Es matcht nur, wenn die
Chemie stimmt, denn wir verbringen im Prozess
des Verkaufs viel Zeit mit den Menschen, und sie
lassen uns an ihrer Privatsphäre in ihrem Zuhause
teilhaben. Ich glaube, ich kann von mir behaupten,
dass ich als Maklerin und Gutachterin über die
Jahre hinweg ein gutes Gespür entwickelt habe,
wie die Menschen ticken und was sie suchen. Ich
kann das oft schon am Telefon richtig einschätzen.
Was zählt, sind eigene Werte.
„Business on the run“: Jacqueline „Jacky“ ist viel
unterwegs, dabei gerne und oft am Telefon.
Tierisch schön: Auch Hündin Rafi und Schimmelstute Sundari gehören zum Team,
was das Unternehmen einmal mehr besonders macht.
In welcher Form unterstützen dich deine
beiden Mitarbeiterinnen?
Jule Anica kümmert sich als ausgebildete Immobilienkauffrau
und nebenberufliche Fotografin
schwerpunktmäßig um die Gestaltung unserer
hochwertigen Exposés, die durch ihre kreative
Aufmachung anders sind als die marktüblichen.
Wir möchten Emotionen wecken, die Immobilie
bestmöglich und ausführlich präsentieren,
und auch ihren Charakter herausstellen. Silvia
ist als Bankkauffrau und Sparkassenfachwirtin
meine gewissenhafte Assistenz im Büro, die hier
die nötige Struktur reinbringt, weil mir das aus
Zeitgründen oft fehlt (schmunzelt und zeigt auf
ihre kleinen Aktenberge auf dem Schreibtisch). Die
beiden managen auch das Vermietungsgeschäft
und unterstützen mich ebenso bei Besichtigungen
sowie in der Vorbereitung und Durchführung von
Notarterminen
66 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
SCHOEN.FRAU
Alles andere als Mauerblümchen: Die Drei von Raum96 – Jule Anica, Silvia und
Jacky (von links) – leisten Großes, immer mit viel Freude und Kompetenz.
Wie lange dauert es ungefähr, bis ihr eine
Immobilie vermittelt habt?
Uns gelingt es oft, bereits mit wenigen Besichtigungen
zum Erfolg zu kommen. Ich besichtige
lieber ausführlich mit wenigen, aber den richtigen
Interessenten, als kurz mit vielen. Dafür sind unsere
Verkäufer uns sehr oft sehr dankbar. Die durchschnittliche
Vermarktungsdauer eines Eigenheims
beträgt bei uns meist nur wenige Wochen, weil wir
uns voll darauf fokussieren und einlassen und für
jede Immobilie eine individuelle Vermarktungsstrategie
entwickeln.
Wo bleibt bei all dem Engagement die private
Jacky?
Gut, dass ihr mich mit dieser Frage daran erinnert,
dass ich auch noch ein Privatleben habe (lacht), das
muss ich nämlich selbst auch immer wieder tun.
Also, wenn ich nicht gerade Zeit mit meiner Familie
verbringe, dann bin ich hier auf dem Anwesen
von Schloss Oberau bei meinem Pferd, das genau
neben meinem Büro lebt. Die Zeit mit Sundari lässt
meinen Kopf wirklich abschalten, mit ihr kann ich
immer wieder genügend Kraft tanken und bin ausnahmsweise
mal nicht zwei Schritte voraus, sondern
ganz im Moment.
An diesen Freiräumen muss ich arbeiten, weiß
aber wohl, dass das nur gelingt, wenn ich wirklich
lerne, mir diese auch zu nehmen. Ich habe so hohe
Ansprüche und so viele Ideen für meinen Raum96,
dass es mir schwer fällt, mich zu bremsen. Aber
die private Jacky muss eben lernen, sich auch mal
selbst als Prio Nummer Eins zu sehen (lächelt).
Weitere Infos gibt es hier:
www.raum96.de
Die Fragen stellten
Senta und Christina
diesmal gemeinsam. Das inspirierende
Gespräch mit Jacky hat den beiden
Gründerinnen einmal mehr gezeigt, warum
sie so viel Freude mit schoen.frau haben: Es
gibt einfach beeindruckende Frauen, deren
Wirken noch mehr an die Öffentlichkeit gehört.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 67
KULTOUREN
Kultouren
DER LICHTENFELSER AUF REISEN
68 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
GENFER SEE
Redaktion: Wolfram Hegen
Reisen allein, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem
Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit dem
Auto, per Bahn, mit dem Bus (oder dem Flugzeug) in ein paar Stunden
erreichbar sind. Ziele für Menschen, die etwas sehen und erleben
wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten, an Natur,
Bergen, Seen, Flüssen und Meer, gerne verbunden mit Bewegung an
der frischen Luft und manchmal auch mit ein bisschen kalkuliertem
Abenteuer. Das sind unsere LICHTENFELSER-Kultouren. In jedem
Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen,
und mit ein paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie dieser
Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.
GENFER SEE
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 69
KULTOUREN
DER GENFER SEE
Von Lichtenfels aus ist der Genfer See ein Ziel, das man an
einem Tag bequem erreicht – ob im Auto über das Alpenvorland
hinab zum glitzernden Wasser, oder im Zug, der einen ganz
entspannt ans Ufer bringt. Der See ist dabei mehr als ein blauer
Fleck auf der Landkarte. Er ist ein Versprechen: auf Weite,
Eleganz, Kultur und Genuss. Zwischen Genf und Montreux,
zwischen Rebhängen und Promenaden, mischt sich französische
Nonchalance mit schweizerischer Präzision. Der Blick über das
Wasser, in dem sich Alpen und Wolken spiegeln, weitet den
Atem, die Terrassen des Lavaux duften nach Sonne und Wein, in
den Städten klingen Sprachen und Gläser miteinander an. Man
schlendert unter Palmen, lauscht Jazz und Chansons, spaziert
an Belle-Époque-Fassaden vorbei, lässt sich in Cafés nieder und
schaut den Booten nach. Und irgendwann begreift man: Der
Genfer See empfängt den Reisenden mit offenen Armen – ein
Ort zum Verweilen, der einen noch lange begleitet, wenn man
längst wieder zuhause ist.
WELTSTADT
Genf ist wie ein fein reguliertes Uhrwerk, in dem Weltpolitik
und Lebenskunst harmonisch ineinandergreifen. Die
zweitgrößte Stadt der Schweiz ist Sitz zahlreicher
internationaler Organisationen oder Verbände wie der
WHO, dem Weltwirtschaftsforum oder der UN und strahlt
diese Weltläufigkeit auch aus. Am Ufer spannt der See sein
glänzendes Tuch aus, der Jet d’Eau zeichnet vor dem Panorama
der Alpen im Hintergrund eine weiße Feder in den Himmel –
ein Ausrufezeichen der Eleganz. In der Altstadt klettern die
Gassen zur Cathédrale St-Pierre, wo man zwischen Säulen
und stillen Kapellen den Blick über Dächer und Wasser
schweifen lässt. Unten, im Parc des Bastions, erinnert die
Reformationsmauer an große Worte und mutige Gedanken,
während gleich nebenan Schachfiguren in Menschengröße
ihre Runden drehen. Zwischen Belle-Époque-Fassaden
und modernen Glasfronten pflegt Genf seine Vorlieben: für
Schokolade, für Uhrmacherkunst, für präzise Begegnungen.
Wer durch Carouge schlendert, findet Ateliers, Arkaden und
mediterrane Leichtigkeit; wer am Abend entlang der Quai-
Promenaden spaziert, sieht die Stadt in warmem Messing
schimmern. Genf ist Bühne und Salon zugleich – höflich,
weltläufig, überraschend sinnlich. Eine Stadt, die nicht laut
um Aufmerksamkeit bittet, sondern sie mit Haltung gewinnt.
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GENFER SEE
AUF UND AB
Lausanne ist eine Stadt auf Terrassen – ein elegantes
Amphitheater, das dem See zugewandt ist. Hier führt jeder
Spaziergang unweigerlich über Treppen: die Escaliers du
Marché hinauf zur Kathedrale, deren gotisches Gerippe im
Abendlicht rosig glüht, oder hinab nach Ouchy, wo das Ufer
in langen Promenaden schwingt. Zwischen Parks und Plätzen
pulsiert eine junge, wissbegierige Energie. In den Cafés
diskutiert man Kunst und Start-ups mit derselben Leidenschaft.
Das Olympische Museum feiert den sportlichen Geist mit
Geschichten, die anspornen, und Ausstellungsstücken, die
glänzen. Auf der Esplanade de Montbenon richtet man den
Blick über Stadt und Wasser, während Straßenmusiker den
Nachmittag vergolden. Lausanne verbindet steile Topografie
mit Leichtigkeit: Ein bisschen Atemlosigkeit, die sofort belohnt
wird – mit Ausblicken, die den Horizont öffnen, und Momenten,
in denen Zeit und Takt leiser werden. Wer sich treiben lässt,
entdeckt eine Stadt, die ihre Kanten liebevoll poliert und doch
unverwechselbar bleibt.
FREDDIE LEBT
Montreux ist die Riviera im Westentaschenformat – Palmen
im Mikroklima, eine Seepromenade, die wie ein Filmset
wirkt, und Hotels, die Geschichten in Samt und Messing
erzählen. Im Juli schwebt Jazz durch die Luft, doch auch
außerhalb des Festivals klingt Musik nach: Am Seeufer
grüßt Freddie Mercury in Bronze, Montreux ist wie er eine
Legende, weil Queen in der pittoresken Kleinstadt zahlreiche
Alben aufgenommen hat und heute gerne in einer Ausstellung
an diese Zeit erinnert. Ein Spaziergang führt am Wasser
entlang, an Gärten, Skulpturen, kleinen Stegen vorbei, weiter
südlich sitzt Schloss Chillon wie ein stiller Regisseur auf einer
Felsnase und schaut seit Jahrhunderten auf das Kommen und
Gehen, das zahlreich ist an diesem beliebtesten Fotomotiv der
Schweiz. Wer den Zahnradzug zum Rochers-de-Naye nimmt,
steigt aus in einem Panorama, das die Sinne neu sortiert: der
See tief unten wie geglättetes Metall, die Berge nah und doch
entrückt. Montreux ist mondän, ohne unnahbar zu sein – ein
Ort, an dem Erinnerungen patiniert werden, bis sie leuchten.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 71
KULTOUREN
WEINSELIG
Das Lavaux ist ein Landschaftsgedicht aus Stein, Rebe und Licht.
Terrassen um Terrassen, von Trockenmauern gehalten, fallen zum See
hin ab wie ein grünes Amphitheater, der Wind streicht durch die Blätter,
die Sonne speichert sich in den Mauern, und die Reben antworten mit
goldenen Tönen. Zwischen kleinen Dörfern ziehen sich Wege durch die
Weinberge – jeder Schritt ein Wechsel der Perspektive, jede Kurve ein
neuer Dialog zwischen Himmel, Wasser und Rebstock. Winzerhöfe
laden zu Degustationen, bei denen der Dézaley im Glas wie ein geheimer
Akkord vibriert. Man sitzt auf einer Mauer, schaut den Booten nach
und versteht plötzlich, wie Landschaft Geschmack wird. Über dem See
liegen oft milchige Schleier, dahinter zeichnen die Berge ihre feinen
Linien – eine stille Partitur, die nur Geduld verlangt. Lavaux ist kein
Ausflugsziel, das man „abhakt“, sondern ein Rhythmus, in den man
hineinfindet. Wer hier verweilt, nimmt ein Stück dieser Ruhe mit – nicht
im Koffer, sondern im Tempo.
Nur vier Tipps aus nahezu unzählig vielen Möglichkeiten für Ihre persönliche
Entdeckungsreise an den Genfer See. Informationen gibt es ausführlich im Netz, in
gedruckten Reiseführern bei Ihrem regionalen Buchhändler, oder fragen Sie uns.
72 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
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AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 73
74 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 4 / NOVEMBER 2024
HIER WOHNT ...
Von Katharina Krappmann
HIER WOHNT…
… EIN PAAR, DAS
ALLEN BEDENKEN
TROTZTE
Komm rein. Menschen aus der Region lassen uns eintreten in ihr Zuhause. Sie zeigen uns, wie sie
wohnen und leben. Dieses Mal begeistert uns ein über 300 Jahre altes Fachwerkhaus in Reundorf.
„Romantisches Lichtenfels“, so steht es auf der Postkarte - darauf
abgedruckt ein Gemälde von Josef Reinlein. Es zeigt das
alte Gemeindehaus in Reundorf, im Hintergrund ist Kloster
Banz zu erkennen. Romantisch trifft es ziemlich gut. Nur,
dass das alte Fachwerkhaus mit seinen roten Holzbalken und
dem kleinen Türmchen in Wirklichkeit noch malerischer ist.
Gewissermaßen der Inbegriff von pittoresk. Selbst heute, an
einem verregneten Herbsttag. Die Rosen im Garten sind fast
verblüht, reife Äpfel liegen auf einem Gartentisch und von
drinnen scheint warmes Licht durch die Fenster.
Antje und Adolf Nemmert öffnen die Tür und bitten hinein, in
das, was man früher einmal die „gute Stube“ nannte. Ein Feuer
brennt im Kaminofen, wir nehmen gegenüber Platz an einem
langen Eichenholztisch mit Blick in die Küche. Auf einen
der Deckenbalken ist das Baujahr des Hauses gepinselt: 1701.
Weit über 300 Jahre reicht seine Geschichte zurück. „Zunächst
war es ein Armen- und Hirtenhaus“, erzählt Adolf. Hirten auf
Wanderschaft konnten hier nächtigen und auch ihre Tiere im
Stall unterbringen – heute ist der Stall ihr Wohnzimmer. In
späteren Jahren diente es als Gemeindehaus, auch die örtliche
Feuerwehr war hier untergebracht. Und bis Reundorf eine eigene
Kirche bekam, gab es hier einen Betsaal – deshalb auch
das Türmchen. Als im Jahr 1987 Antje und Adolf das Haus von
der Stadt Lichtenfels kauften, war es seit zehn Jahren nicht
mehr bewohnt und in keinem guten Zustand. Antje erinnert
sich: „Wir kannten uns damals erst seit zwei Jahren, hatten
nicht viel Geld, aber den Traum vom eigenen Haus. Ein bisschen
blauäugig waren wir schon. Ich weiß noch, wie wir mit
unserem Bankberater das Haus besichtigt haben. Er hat ein
ganz schlechtes Gesicht gemacht und uns abgeraten.“ Letztlich
konnte er sie nicht von ihrem Vorhaben abbringen.
Glück hatten sie mit ihrem Architekten: Konrad Fischer. Er hatte
sich auf alte Häuser spezialisiert. „Er hat einen Plan gemacht
und ist alles professionell angegangen“, erzählt Antje. Hinzu
kam, dass auch die beiden handwerklich begabt sind. Antje ist
gelernte Korbflechterin und Adolf betreute Häuser für einen
Immobilienmakler in Lichtenfels. Auch ihre Familien packten
fleißig mit an. Trotz der vielen helfenden Hände sollte es vier
Jahre dauern, bis sie endlich einziehen konnten. Das kann wohl
jeder nachvollziehen, der sich auf das Abenteuer einlässt, ein
altes Haus zu renovieren: Erst einmal wird es schlimmer, bevor
es besser wir. Und es braucht viel Vorstellungskraft und Fantasie,
sehen zu können, was einmal sein kann. „Manchmal“, so
Antje, „hat es einen Ruck getan und es ging vorwärts. Dann
wieder hat man kein Ende gesehen. Kleinzeug, wie Putz abklopfen,
hat ewig gedauert. Das war frustrierend.“ Sie blickt zu
ihrem Mann und sagt über ihn: „Er hat eine stoische Geduld.
Er fängt etwas an und zieht durch bis er fertig ist.“
Das war 1991. Die beiden beziehen das Haus und ihr gemeinsames
Leben. Sie heiraten, bekommen eine Tochter, und füllen
das Haus mit Menschen. Viele Familienfeiern finden hier statt.
Und in der gemütlichen Ferienwohnung begrüßen sie Gäste.
Haus und Garten tragen ihre Handschrift. Das Haus gehört zu
ihnen und umgekehrt. Und mit den Jahren verändert es sich
mit ihren Wünschen und Ansprüchen. „Zu werkeln gibt es
immer was“, weiß Adolf. Zuletzt haben sie das Badezimmer
renoviert. Die Badewanne kam raus und wurde ersetzt durch
eine große ebenerdige Dusche mit Sitzbank. Die Nemmerts
denken in ihrem geschichtsträchtigen Haus immer auch an die
Zukunft. „Wir wollen hier alt werden“, sagen sie.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 75
HIER WOHNT ...
Die Nemmerts bewohnen den älteren Teil des Hauses von 1701
mit seinem Türmchen, im Anbau von 1850 ist eine Ferienwohnung
untergebracht. Sie hatten schon Gäste aus Holland, der Normandie
und Irland.
1701 erbaut. Die Nemmerts ziehen 290 Jahre später ein. 1991 wurde
ihnen auch die Bayerische Denkmalschutzmedaille verliehen und
1997 der Baupreis "Goldener Ammonit".
Blick in die Küche. Beim Einzug hatte das junge Paar kaum Möbel. Der Eichentisch
war eines der ersten Stücke, gefertigt aus alten Brettern von Antjes Vater.
76 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
… EIN PAAR, DAS ALLEN BEDENKEN TROTZTE
Was macht ein Zuhause aus? „Warm muss es sein“,
sagt Antje. Ihr Lieblingsplatz ist deshalb auch der
Holzschemel am Kamin…
…„Warm und sonnig“. Vor ein paar Jahren haben sie einen Wintergarten
angebaut um auch die in der kalten Jahreszeit die Sonne genießen zu können.
„Romantisches Lichtenfels“,
nennt der Maler Josef Reinlein sein Gemälde.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 77
HIER WOHNT ...
Übrigens: Auch eine Glocke hängt heute noch im Turm.
Doch die gehört der Stadt Lichtenfels.
Auch der Herbst steht dem Haus sehr gut.
„Ich mach was ich kann, schaff und worauf ich Lust hab“, sagt Antje über ihren Garten.
Das klingt bescheiden dafür, dass ihre Hände ein kleines Paradies geschaffen haben.
78 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
Im Trend –
Möbel aus Keramik
Einzigartige Designhighlights für Dein Zuhause
Hightech-Keramik ist ein wirklich außergewöhnliches Material. Es zeichnet sich nicht nur durch extreme Härte, Kratzfestigkeit und
Langlebigkeit aus. Durch verschiedene Veredelungsprozesse kann Keramik vielfältigste Farben, Glanzgrade und Oberflächenstrukturen
annehmen, die besonders edle Materialien wie Marmor oder massives Holz perfekt nachnahmen und beeindruckend gut
aussehen. Kein Wunder also, dass Keramik der Einrichtungstrend mit Zukunft ist. Der Möbeldesigner DELIFE aus Ebersdorf ist
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und makellose Schönheit mit Alltagstauglichkeit perfekt zu verbinden wissen.
Warum Möbel aus Keramik die richtige Wahl sind
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• Vielzahl an Farben, Glanzgraden und Strukturen
• Extrem robust und langlebig
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• Resistent gegen Fette und Säuren
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Außergewöhnlich schön und gleichzeitig besonders praktisch
sind die Edge Tische aus Keramik von DELIFE. Robust und
kratzfest halten sie allen Herausforderungen des Alltags stand
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Mit einer riesigen Auswahl an unterschiedlichen Farben, Gestellvariationen,
Tischgrößen- und formen gibt es bei DELIFE genau
den Edge Keramiktisch, der perfekt zu den eigenen individuellen
Bedürfnissen passt.
CUOR - Low- und Sideboards aus Keramik
Ein echtes Designmeisterwerk ist die außergewöhnliche Serie
CUOR von DELIFE. Minimalistische Lowboards und Kommoden
mit ikonischem Charakter begeistern durch eine einzigartige
und durchgängige Keramikstruktur in eleganten Farben, die an
verschiedene Steinstrukturen oder echtes Eichenholz erinnern
und sich auch wie solche anfühlen. Ob schwebend durch Wandmontage
oder mit verschiedenen Füßen, die man bequem mit
einem 3D Konfigurator auswählen kann, schenken sie jedem
Raum ein atemberaubendes Ambiente.
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Ganz neu im Sortiment von DELIFE sind die edlen Couchtische
der Edge Serie. Sie sind perfekt auf die Esstische abgestimmt
und beeindrucken nicht nur durch ihr unwiderstehliches Design,
sondern durch ihre Pflegeleichtigkeit und Widerstandskraft.
Schließlich muss auch ein Couchtisch im Alltag so einiges aushalten,
gehört er doch neben dem Sofa zum absoluten Mittelpunkt
jedes Zuhauses. Auch bei den Edge Couchtischen gibt es
eine wunderbare Auswahl an Formen, Farben und Gestellen,
die sich perfekt in jede Einrichtung einfügt.
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Öffnungszeiten: Mo bis Fr 8-17 Uhr
Sa 10 -16 Uhr
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WAS WO WANN?
KULTUR
TITEL ORT DATUM UHRZEIT
DIE 38STE
AUSSTELLUNG VON GERT RESSEL UND
BILDHAUER THOMAS GRÖHLING
Produzentengalerie Burgkunstadt
15. bis 30.
November 2025
17 Uhr
MALTE MÜLLER & SUZAN BAKER
TENOR TRIFFT ROCKRÖHRE
WINTERLIEDER AUF KLOSTER BANZ
CLAUDIA KORECK
WEIHNACHTS-KONZERT
STEFAN „DAS EICH“
EICHNER SPIELT REINHARD MEY
Kloster Banz 21. November 2025 19:30 Uhr
Kloster Banz 22. November 2025 19:30 Uhr
Kloster Banz 23. November 2025 19 Uhr
LICHTENFELSER MÄRCHENWALD
DER FAMILIENWEIHNACHTSMARKT
Marktplatz Lichtenfels
28. November bis
23. Dezember 2025
Fr 15 Uhr - 19 Uhr,
Sa/ S0 13 Uhr - 19 Uhr
BAD STAFFELSTEINER ADVENTSMARKT
Marktplatz Lichtenfels
29. bis 30.
November 2025
Sa 14 Uhr - 22 Uhr,
So 12 Uhr - 20 Uhr
SEILER & SPEER – HÖDN TOUR 2025 Stadthalle Lichtenfels 29. November 2025 20 Uhr
KAMMERKONZERT AUF KLOSTER BANZ
HORNTRIO
Kloster Banz 30. November 2025 11 Uhr
KRAWALLBRÜDER
JAHRESABSCHLUSS 2025
Stadthalle Lichtenfels
5. Dezember 2025
6. Dezember 2025
18 Uhr
16 Uhr
32. MATINEE MIT LANDESTHEATER
COBURG – KULTURVEREIN ALTENKUNSTADT
Ehemalige Synagoge 14. Dezember 2025 11 Uhr
MUSICAL NIGHT IN CONCERT Stadthalle Lichtenfels 17. Januar 2026 19:30 Uhr
KAMMERKONZERT AUF KLOSTER BANZ –
MELTON-TUBAQUARTETT TUBA TUBISSIMA
MARTIN FRANK –
WAHRSCHEINLICH LIEGT’S AN MIR
Kloster Banz 18. Januar 2026 11 Uhr
Stadthalle Lichtenfels 22. Januar 2026 20 Uhr
WOLFGANG KREBS – BAYERN LIEBT DICH Stadtschloss Lichtenfels 21. Februar 2026 20 Uhr
CREEDENCE CLEARWATER REVIVED FEAT.
JOHNNIE GUITAR WILLIAMSON
KAMMERKONZERT AUF KLOSTER BANZ –
LIEDER-MATINÉE
Stadthalle Lichtenfels 06. März 2026 20 Uhr
Kloster Banz 15. März 2026 11 Uhr
HEAVYSAURUS – METAL TOUR 2026 Stadthalle Lichtenfels 28. März 2026 16 Uhr
UNANTASTBAR –
FÜR IMMER WIR-TOUR 2026
KAMMERKONZERT AUF KLOSTER BANZ –
BLÄSERQUINTETT
Stadthalle Lichtenfels 17. April 2026 19:45 Uhr
Kloster Banz 26. April 2026 11 Uhr
82 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
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Di–Fr: 10:00 – 18:00 Uhr
Sa: 10:00 – 16:00 Uhr
Familienzeit voll auskosten,
Aktionen & Veranstaltungen rechtzeitig entdecken!
*Ausgenommen JAKO-O Mode
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 83
VGN
Winterstimmung
We i h n a c h t sfla i r:
KOMM MIT ZUM
VGN-STADTWINTER
Stadtbummel zwischen Schneeflöckchen und Spekulatius
– der VGN lädt ein zum Stadtwinter in die Städte
Ansbach, Bamberg, Forchheim und Fürth. Entdecke auf
vier Städtetouren winterliche Highlights der Region.
Prachtvolle Barockfassaden in der Residenzstadt Ansbach,
Brauereitradition und Fachwerk-Flair in Bamberg,
„Klein Venedig“ und Kellerwald in Forchheim und urige
Kneipenkultur in Fürth. Und das alles in winterlichem
Ambiente - schnell, warm und bequem sowie obendrein
umweltschonend erreichbar mit dem ÖPNV. Komm mit
zum VGN-Stadtwinter in die Städte Ansbach, Bamberg,
Forchheim und Fürth!
Die fertig ausgearbeiteten City-Touren sind für die Hinund
Rückfahrt mit Bus und Bahn konzipiert und machen
die Städte im Verbundraum in ihrer winterlichen Vielfalt
unkompliziert erlebbar – ganz ohne Parkplatzsuche, die
sich gerade in der Vor- und Weihnachtszeit im urbanen
Raum oft umständlich und teuer gestaltet.
FORCH HEIM – BIER KEL LER-HOPPING
UND KLEIN VENEDIG-FLAIR
Tour S11
BAMBERG
FASZINIERENDES UNESCO-WELTKULTURERBE
Tour S4
84 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
WINTERSTIMMUNG & WEIHNACHTSFLAIR
Advertorial
FÜRTH – URBANES BEACH-FLAIR,
JÜDISCHE KULTUR UND KLEEBLATT-HISTORY
Tour S2
Günstige Angebote für die Anreise
Alle, die kein Deutschlandticket haben, können für
die An- und Abreise günstige VGN-Angebote wie das
TagesTicket Plus oder den eTarif egon nutzen – beides
mit der Möglichkeit, weitere Personen oder Fahrräder
mitzunehmen. Für Schülerinnen und Schüler steht
das 365-Euro-Ticket VGN zur Verfügung, das oft von
der Schule gezahlt wird. Von Mai bis November fahren
außerdem die insgesamt 38 Freizeitlinien am Wochenende
und feiertags in touristisch interessante Regionen.
Die VGN-Freizeittipps: Städtetouren
Unter vgn.de/freizeit sind insgesamt rund 300 Wanderund
Radtouren, Städte- und Naturparktipps übersichtlich
aufbereitet in Prospektformaten zum Download verfügbar
- darunter zahlreiche neu aufgelegte und bummelfertig
gestaltete Städtetouren in die Städte im Verbundraum.
ANS BACH
HEIMAT DER HOHENZOLLERNFÜRSTEN
Tour S6
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
BUCHTIPP
Advertorial
BUCHEMPFEHLUNG
VON DER BUCHHANDLUNG ANDREAS DUMPROFF
Mit The Secret of Secrets meldet sich Dan Brown nach acht Jahren zurück und legt einen neuen
Robert-Langdon-Roman vor, der seine Leser von der ersten Seite an fesselt. Diesmal führt der Weg den
Symbolforscher nach Prag, wo seine Kollegin Katherine Solomon über die Geheimnisse des menschlichen
Bewusstseins forschen möchte. Doch ein Mord, ein verschwundenes Manuskript und eine geheimnisvolle
Organisation reißen Langdon in ein Abenteuer, das ihn von Prag über London bis nach New York führt.
Brown gelingt es eindrucksvoll, historische Schauplätze und Legenden mit moderner Wissenschaft zu
verweben. Prag, mit seiner labyrinthischen Altstadt und der Legende des Golems, wird zu einer atmosphärisch
dichten Kulisse, die fast selbst zur Hauptfigur wird. Gleichzeitig greift der Roman das Thema Noetik auf –
die Erforschung des Bewusstseins – und verleiht dem Thriller damit eine überraschend zeitgemäße und
philosophische Dimension.
Hardcover
704 Seiten
ISBN: 9783785727706
32,00 Euro
Die typische Brown-Formel funktioniert auch hier hervorragend: kurze Kapitel, prägnante Cliffhanger und
ständige Perspektivwechsel treiben die Handlung unaufhaltsam voran. Man findet sich schnell im Sog einer
Erzählung wieder, die geschickt Rätsel, Mythen und Symbolik kombiniert. Besonders die Beschreibungen
von Architektur, Kunst und historischen Details lassen das Setting lebendig werden und zeigen Browns
bewährte Recherchearbeit.
Natürlich gibt es Elemente, die man von Brown kennt: Figuren sind vor allem Träger der Handlung, und nicht
jeder Dialog glänzt durch Tiefe. Doch diese Aspekte treten angesichts der Spannung und der thematischen
Reichweite in den Hintergrund. Denn letztlich ist das Buch weniger Charakterdrama als ein groß angelegtes
Abenteuer, das mit Tempo, Atmosphäre und Ideenreichtum überzeugt.
The Secret of Secrets zeigt Dan Brown in Bestform: packend, bildstark, voller überraschender Wendungen
und zugleich offen für große Fragen über Wissen, Glaube und Bewusstsein. Fans seiner früheren Romane
werden begeistert sein, während Neueinsteiger einen idealen Einstiegspunkt in die Welt Robert Langdons
finden.
Fazit: Ein mitreißender Thriller, der Historie, Mythos und Wissenschaft zu einem spannungsvollen
Leseerlebnis verbindet – und Dan Browns Rückkehr zu alter Stärke markiert.
INHALTSANGABE
DAN BROWN
Coburger Straße 7 · 96215 Lichtenfels · Tel. 09571 6084
E-Mail: info@dumproff-buch-kunst.de
Internet: www.dumproff-buch-kunst.de
In Dan Browns The Secret of Secrets steht erneut Professor
Robert Langdon im Mittelpunkt. Er reist nach
Prag, um einem Vortrag seiner Kollegin Katherine Solomon
beizuwohnen, die bahnbrechende Forschungen
über das menschliche Bewusstsein präsentiert. Doch
die Veranstaltung nimmt eine dramatische Wendung:
Katherine verschwindet mitsamt ihrem Manuskript,
das angeblich das Potenzial hat, grundlegende Vorstellungen
über Geist und Realität zu verändern.
Langdon gerät in ein Netz aus Geheimnissen, Verschwörungen
und alten Legenden. Bald wird er nicht
nur von einer mächtigen Organisation gejagt, sondern
auch mit den Mythen Prags konfrontiert – darunter die
Legende des Golems. Auf der Suche nach Katherine
und dem brisanten Manuskript entschlüsselt er Hinweise
in Kunst, Architektur und Symbolen, die ihn von
Prag über London bis nach New York führen.
Am Ende steht nicht nur die Lösung eines Rätsels, sondern
eine Frage, die die Grenzen von Wissenschaft und
Glauben neu auslotet.
Dan Brown (geboren 1964 in Exeter, New Hampshire,
USA) ist ein amerikanischer Schriftsteller, der vor allem
durch seine Thriller rund um den Symbolforscher Robert
Langdon weltbekannt wurde. Nach einem Studium
der Literatur und Musik arbeitete er zunächst als Lehrer,
bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit Sakrileg
(The Da Vinci Code) gelang ihm 2003 der internationale
Durchbruch. Seine Romane verbinden historische Geheimnisse,
Kunst, Religion und Wissenschaft und wurden
millionenfach verkauft sowie erfolgreich verfilmt.
© Ben Flythe
86 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
IN EIGENER SACHE
IMPRESSUM
LICHTENFELSER – Das Magazin
Ausgabe 6/November 2025
Dritter Jahrgang
Auflage 3.500 Stück
www.lichtenfelser-magazin.de
Verlag:
MARKATUS
Marketing | Film | Social
Coburger Straße 7
96472 Rödental
Telefon 0 95 61 973 45 00
www.markatus.de
Herausgeber und Chefredakteur:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 690 52 84
wh@markatus.de
IN EIGENER SACHE
Mitherausgeber:
Tim Birkner
Telefon 01 71 483 90 05
tim.birkner@lichtenfelser-magazin.de
Redaktion/Autoren dieser Ausgabe:
Tim Birkner
Wolfram Hegen
Katharina Krappmann
Roland Spranger
Fotografen dieser Ausgabe:
Michael von Aichberger
Tim Birkner
Julian Barthel
Sebastian Buff
Simone Deuerling
Matthias Herzog
Gerd Klemenz
Katharina Krappmann
Matthias Schmitt
Svenja Stache
Val Thoermer
Titelbild:
Treffpunkt mit Weitblick von Val Thoermer
Layout & Illustrationen:
Lisa Geyer
Th e a K r ö g e r
Julia Spörl
Grundlayout:
Peter Einheuser
Anzeigengestaltung:
MARKATUS
Marketing | Film | Social
Anzeigenvertrieb:
Tim Birkner
Wolfram Hegen
Anke Feuer
Telefon 0177 72 23 773
af@markatus.de
Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2024
Druck:
creo Druck & Medienservice GmbH
Gutenbergstraße 1
96050 Bamberg
Preis:
kostenlos
Vertrieb:
über 200 Verteilstellen
in Lichtenfels Stadt und Land
Bestellung:
Online über www.lichtenfelser-magazin.de
Preis inkl. Verpackung und Versand
innerhalb Deutschlands
5 Euro inkl. MwSt.
DANKE LISA
Sie war neun Jahre lang ein wichtiger Teil von unserem
Verlag Markatus: Lisa Obermüller. In dieser
Zeit hat sie sich immer wieder um das grafische Erscheinungsbild
der Magazine wie den LICHTEN-
FELSER verdient gemacht. Jetzt beendet sie ihre
Zeit in Deutschland, um sich einem neuen Abenteuer
zuzuwenden: Sie geht nach Australien. Liebe
Lisa, vielen Dank und alles Gute.
DANK AN ALLE
Natürlich bei unseren Leserinnen und Lesern, und
vor allem bei unseren immer zahlreicheren Kundinnen
und Kunden, die den LICHTENFELSER für ihre
Kommunikation und Werbung nutzen:
Dieses Mal besonderen Dank an:
Autohaus Bender/ Autohaus Müller/ Autohaus Sperber/
Buchhandlung Dumproff Confiserie Burg Lauenstein/
Delife/ Fernwasserversorgung Oberfranken
FWO/ Frankenakademie/ HABA/ Hörgeräte Geuter/
Kongresshaus Rosengarten Coburg/ Kreisfeuerwehrverband
Lichtenfels/ Maintal Betten/ Milchwerke
Oberfranken/ Naturfriedhof Banz/ Obermain Therme/
Objekt M/ Pflegehelden Oberfranken/ Raum96 Immobilien/
Sparkasse Coburg – Lichtenfels/ Spielbank Bad
Steben/ Stadt Bad Staffelstein/ Verkehrsverbund Großraum
Nürnberg VGN
Alle Geschichten, Verteilstellen,
Mediadaten und Kontakte online unter:
www.lichtenfelser-magazin.de
WEITERE TERMINE
Und so geht es weiter mit dem LICHTENFELSER
2026:
LICHTENFELSER #7 22.05.26
LICHTENFELSER #8 13.11.26
Interesse an Werbung im LICHTENFELSER und/
oder den Partnermagazinen COBURGER und
KRONACHER?
Informationen gibt es hier:
oder reinklicken auf
das-magazin.de/mediadaten.
Oder gleich persönlich melden:
Anke Feuer, af@markatus.de, 0177/ 722 37 73
Tim Birkner, tb@markatus.de, 0171/ 483 90 05
Wolfram Hegen, wh@markatus.de, 0171/ 690 52 84
Wir freuen uns.
HIER GIBT’S DEN LICHTENFELSER
Und hier geht’s zur Liste
mit allen Verteilstellen
Oder reinklicken:
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Anregungen zu weiteren Verteilstellen
gerne mailen: info@das-magazin.de.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 87
GALERIE
Gefragte Fotografin weit
über Kronach hinaus:
Simone Deuerling
G A L E R I E
S I M O N E D E U E R L I N G
„Meine Bilder leben von Emotionen, Ästhetik und dem
Wissen über Bildsprache. Dadurch lebt die Liebe für immer
weiter“, sagt sie selbst über ihre künstlerische Haltung.
Ihr Zuhause liegt an der Grenze zwischen Kronach, Coburg
und Lichtenfels – doch ihr Blick reicht weit darüber hinaus.
Als professionelle Fotografin arbeitet sie in der Region,
deutschlandweit und international. Nach einem pädagogischen
Studium mit Kunst als Schwerpunkt hat sie ihren
eigenen Stil entwickelt – zwischen Natürlichkeit, Ästhetik
und tiefer Liebe zum Detail. Sie unterrichtet als Lehrerin
und arbeitet zugleich als professionelle Fotografin. Diese
besondere Verbindung spürt man in ihrer Arbeit: achtsam,
aufgeschlossen, kreativ, empathisch, immer mit echtem Interesse
für ihr Gegenüber.
Ihre Schwerpunkte: stilvolle Portraits und Hochzeitsreportagen
im Editorial Style. Die Serien für Hochzeitspaare
wirken wie aus einem hochwertigen Magazin: elegant,
zeitlos, fast filmisch, voller Atmosphäre. Doch immer steht
das Wesentliche im Mittelpunkt – echte Emotionen. Einen
weiteren Fokus legt sie auf die professionelle Tier- und Pferdefotografie.
Es sind stille, kraftvolle Bilder, in denen man
das Vertrauen zwischen Mensch und Tier spüren kann.
Nähe, eingefangen in Licht und Bewegung. Auch wenn kein
Mensch im Bild ist, bleibt die Verbindung spürbar.
Was ihre Fotografie unverwechselbar macht? Mit ihrer Kamera
hält sie nicht nur Augenblicke fest – sie verleiht ihnen
Bedeutung. Ihre Mission: Liebe und Leben für immer zu
bewahren. Denn mit den Jahren, das weiß sie, werden ihre
Bilder zu etwas, das keinen Preis kennt – zu Erinnerungen,
die unbezahlbar sind und in denen man sich fühlt, als sei es
gestern gewesen…
www.saphir-weddings.com
@saphirweddings
@saphirfotografie
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 89
SIMONE DEUERLING
90 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 91
SIMONE DEUERLING
92 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 93
SIMONE DEUERLING
94 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 95
ZWA IM BRÖDLA
Für den LICHTENFELSER von Andreas Leopold Schadt & Roland Spranger
ZWA IM BRÖDLA
„Der Schadt-Komplex, ein B-Promi packt zamm“ – so heißt das aktuelle Programm von Andreas Leopold Schadt
und dem Autoren Roland Spranger. Es erzählt mit der nötigen Unernsthaftigkeit aus dem Leben eines ehemaligen
Tatort-Kommissars, der die Dinge nicht anders sieht, sondern genau so, wie sie sind. Wie sie sich die Menschen
nur vage vorstellen können. Begleiten Sie einen B-Promi durch den Sumpf des wirklichen Lebens.
Du hast die Haare schön...
Als Kriminal-Kommissar Fleischer im Franken-Tatort
hatte ich unterschiedliche Frisuren. Straff zurückgegelt
oder eher lockig mit Knarre oder mit Undercut
vor dem PC-Monitor. Zu meiner Frau sagte ich früher
immer: „Wenn du dir einen rasierten Bob machen
lässt, lass ich mich scheiden.“ Und dann hat sie es umgehend
gemacht, also machen lassen, den rasierten
Bob. Und ich hab das mit der Scheidung nicht durchgezogen.
Ich sag’s gleich, bevor der Erste fragt. Oder
googelt.
Oh sorry. Sind hoffentlich nicht zu viele
rasierte Bob-Trägerinnen unter den
Leserinnen. Auf keinen Fall wollte ich
Grenzen überschreiten. Echt. Ich bin
sonst sehr empathiefähig. Ich bin selbst
traumatisiert. Als Mann lässt du dir einen
Bob nicht freiwillig machen, sondern vor
einer OP, wegen eines Unfalls oder wegen
einer Wette. Es gab einen TATORT-Dreh,
an dem ich mit der anderen fränkischen
Kommissarin in die Kiste durfte. Also
der weiblich gelesenen Person in der indigenen
Bevölkerung. Genau wie ich zuständig
für fränkische Dialekt-Atmo, aber
immerhin auch für attraktives Aussehen.
Die Chef-Ermittler sind vom Norden nach
Nürnberg strafversetzt, damit die mundartlosen
Bundesbürger nicht mit zu viel
Dialekt malträtiert werden. In Österreich
ziehen sie Sprache und Eigenarten durch,
aber in Deutschland ist man halt achtsam.
Natürlich spielte das Techtelmechtel mit
meiner Kollegin nie mehr eine Rolle in
den folgenden Drehbüchern.
Vielleicht war der Fleischer auch nicht
ganz so erfolgreich beim Liebesspiel. Immerhin
hatte sie ihren BH noch an. Wahrscheinlich
waren die ganzen Redakteure und Drehbuchautoren
mit was anderem beschäftigt, oder mit sich selbst.
Ich hatte die Szene freilich abgespeichert, und immer
gehofft, dass sie mal fortgesetzt wird. Sex-Szenen
kommen sonst in meinem Lebenslauf nicht so
oft vor. Da gibt’s gar nichts zu lachen. Also ich komm
zu dem Filmdreh, bei dem ich mit der Kollegin… Sie
wissen schon. Sex-Szenen sind für die Schauspieler
superpeinlich, obwohl man eigentlich nichts sieht …
also in Nahaufnahme oder in Super-Zeitlupe oder so.
Keine Pickel am Arsch. Plötzlich brüllt der Regisseur:
„Der hat viel zu lange Haare. Der ist viel zu präsent.
Der schaut ja aus wie ein Hauptdarsteller.“ Woooo,
das mit dem Hauptdarsteller hätte nicht sein müssen.
Und sofort hieß es: Die Haare müssen ab. Bei der Szene
im Bett hatte ich die Haare noch lang. Und dann
begann die Demütigung. Als Schauspieler bist du allen
Irren, die es in die Filmbranche geschafft haben,
komplett ausgeliefert.
Am nächsten Drehtag musste ich gleich ins Maskenmobil.
Ich setz mich da rein und wir reden ganz nett,
aber mir fällt schon gleich auf, dass die Maskenbildnerin
die Hand so unnatürlich hinter ihren Rücken hält.
Da hat sie nämlich ihre Gartenschere versteckt. Mit
einer geschmeidigen Bewegung ist die Dame hinter
mir und fängt an zu schneiden.
Hratsch. Hratsch. Hratsch.
Und ich denk so: Puuuh, so viel Haar hab ich gar
nicht, wie die mir hinten wegschneidet.
Und es macht immer noch: Hratsch.
Hratsch. Hratsch. Als ich nach Hause
kam, hat mich meine Frau gefragt, ob ich
unter die Bobber gegangen sei. ICH. Alter
Schwermetaller. Ich hör einmal am Tag
Reign In Blood von Slayer rückwärts, damit
ich die ganzen satanischen Frisuranspielungen
mitkriege. Dafür hab ich extra
meinen Schallplattenspieler umbauen
lassen. Mit der neuen fiesen Friese hab ich
mich wochenlang in Schaufensterscheiben
für einen Bekannten gehalten, den
ich grüßen muss. Ein paar Mal wäre ich
beinahe überfahren worden, als ich bei
meinem Anblick die Straßenseite wechseln
wollte. Und das Schlimme ist, dass
der BR während meines unfreiwilligen
Bobber-Modus die Autogrammkarten upgedatet
hat. Zum Glück hatte die Dame im
Maskenmobil auch alle anderen Kollegen
verunstaltet. Sämtliche Ermittler im neuen
Gartenscheren-Look. Und zum Glück
fanden die Hauptdarsteller ihre Frisur
nicht so prickelnd. Deshalb gab’s bereits
im nächsten Jahr eine neue Auflage der
Autogrammkarten.
Das mit der Frisur war echt nervig. Natürlich hat mich
jeder darauf angesprochen, warum ich mir nach dem
unterbrochenen Sex mit Wanda die Haare schneiden
ließ. Die meisten anderen Betroffenen rauchen einfach
eine E-Zigarette danach.
96 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
ANIMAL SOCIALE
In jedem
LICHTENFELSER laden
wir an dieser Stelle
Lichtenfelser oder
Nicht-Lichtenfelser
ein, ihre Meinung
zu sagen.
Animal sociale
Vom Wolfram Hegen
Wer in diesen Zeiten Schlagzeilen liest, könnte leicht meinen, die Welt stünde wieder einmal am
Rand des Abgrunds. Kriege, Krisen, Katastrophen – und das alles im Takt des Newstickers. Ukraine,
Naher Osten, die fragile Wirtschaftslage, Arbeitsplätze, die wegbrechen, Klimawandel,
Spaltung, Hass, Hetze und eine rechtsextremistische Partei, die Zulauf bekommt. All das ist Realität.
Aber eben nicht die ganze.
Macht über unser persönliches Wohlbefinden
haben Meldungen nur dann, wenn wir
sie ihnen geben. Wenn wir uns ihnen mehr
als nötig zuwenden, wenn wir das Dunkel
größer machen, als es ohnehin schon ist. Dabei
gibt es immer auch eine andere Seite –
näher, leiser, oft unspektakulär. Menschen,
die wir lieben und die für uns da sind, die uns
lieben, die für uns da sind. Gespräche, die
guttun. Gemeinsame Unternehmungen. Firmen
und ihre Chefinnen und Chefs, die trotz
aller Unsicherheiten an die Zukunft glauben
und sie gestalten. Bürgerinnen und Bürger,
die sich engagieren, die Mut machen, die
etwas bewegen. Eine Gesellschaft, die – bei
allen Herausforderungen – viele Chancen
bietet, Mitbestimmung, Teilhabe – und vor
allem: ein Leben in Freiheit.
Nicht zuletzt gibt es uns selbst: mit unseren
Fähigkeiten, unseren Möglichkeiten, unseren
Leidenschaften – und mit unserem Gemeinsinn.
Der Mensch ist, wie die alten Philosophen
sagten, ein animal sociale. Es verbindet uns
immer mehr, als uns auf den ersten Blick
vielleicht trennt. Als soziales Wesen ist der
Mensch in der Lage - und darauf angewiesen
- solidarisch zu sein, auf Augenhöhe miteinander
zu reden, respektvoll miteinander umzugehen,
Kompromisse zu schließen.
Nur auf dieser gemeinsamen Basis lassen sich
Probleme bewältigen und Lösungen finden.
Nur zusammen sind wir stark.
AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN 97
Lichtenfelser | Das Magazin
erscheint wieder am 22. Mai 2026.
Anzeigenschluss ist
der 08.Mai 2026.
Zitate zum Thema „Intelligenz“ sind heute … das Letzte
„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“
Albert Einstein
„Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“
Friedrich Dürrenmatt
„Das Internet ist für uns alle Neuland.“
Angela Merkel
„Die Zukunft ist offen.“
Karl Popper
„Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht dadurch durchzusetzen,
dass ihre Gegner überzeugt werden; sondern dadurch, dass die Gegner aussterben.“
Max Planck
„Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.“
Konrad Adenauer
„Künstliche Intelligenz ist nur so klug wie die Daten, aus denen sie lernt.“
Ranga Yogeshwar
„Ich war zu faul zum Rechnen – also erfand ich den Computer.“
Konrad Zuse
98 LICHTENFELSER | DAS MAGAZIN AUSGABE 6 / NOVEMBER 2025
HERZLICH WILLKOMMEN IN DER
Als eine der neun staatlichen Bayerischen Spielbanken
bietet das Casino in Bad Steben gepflegtes
und sicheres Spielvergnügen in angenehmem
Ambiente – dazu Comedy, Kabarett und vieles
mehr im kleinen, feinen Event-Bereich. Schauen
Sie doch mal vorbei, wir freuen uns auf Sie!
Gedämpftes Stimmengemurmel, das Klick-Klack der
Roulettekugel im Kessel, konzentrierte Kartenspieler
und eine Bar, an der man bis zwei Uhr nachts sitzen
kann – die Spielbank Bad Steben mit ihrem direkt im
Spielsaal untergebrachten Restaurant Glüxx ist schon
ein ganz besonderer Ort in dem Urlaubsstädtchen.
Hier wird man mit herzlich-fränkischer Gastfreundschaft
empfangen, kann einen guten Tropfen trinken,
bis spät nachts etwas essen und auch mal ganz unverbindlich
den Spielern über die Schulter sehen. Und
dann, je nach Lust und Laune, vielleicht mal beim
Roulette ein paar Jetons setzen.
LIVE-MUSIK IM SPIELSAAL
Ein ganz besonderes Erlebnis wartet in der Regel alle
zwei Monate jeden zweiten Mittwoch auf die Gäste.
Bei der Veranstaltungsreihe »After Work Live« von
19 bis 22 Uhr präsentiert sich jeweils ein Partner
aus der Region mit Infos und einem Blick hinter die
Kulissen – vom Handwerksbetrieb bis zum Freizeit-
Anbieter. Der Clou dabei ist Live-Musik im Spielsaal.
»Wir haben die Band dann wirklich direkt im Spielsaal«,
sagt Spielbank-Direktor Udo Braunersreuther. »Das ist
eine ganz besondere Atmosphäre. Viele Gäste hören
einfach der Musik zu, aber die Spieltische sind auch
immer voll.«
DEMO-SPIELE FÜR EINSTEIGER
Ebenso lässig und unterhaltsam sind auch die Spiel-
Erklärungen, bei denen erfahrene Croupiers – von
denen manche echte Entertainer-Qualitäten haben! –
in die Geheimnisse von Roulette & Co. einweihen.
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