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Auf zu neuen Werken! Der Briefwechsel zwischen Max Slevogt und seinem Verleger Bruno Cassirer 1899−1932

ISBN 978-3-422-80347-3

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AUF ZU NEUEN WERKEN!

BRIEFWECHSEL


B


C


D






VORWORT

Heike Otto, Generaldirektorin der

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE)

Birgit Heide, Direktorin Landesmuseum Mainz

7

EINFÜHRUNG

Armin Schlechter und Eva Wolf

8

VORBEMERKUNG

Abkürzungen

15

DER BRIEFWECHSEL ZWISCHEN MAX SLEVOGT

UND SEINEM VERLEGER BRUNO CASSIRER 1899−1932

16

VERZEICHNIS DER ABGEKÜRZT ZITIERTEN LITERATUR

276

VERZEICHNIS DER IN DEN BRIEFEN ERWÄHNTEN WERKE VON MAX SLEVOGT

278

PERSONENREGISTER UND BIOGRAMME

286

IMPRESSUM

298



VORWORT

Mit über 300 Briefen und Postkarten ist das erhaltene Konvolut, das der Verleger Bruno Cassirer an

Max Slevogt geschickt hat, das mit Abstand größte im schriftlichen Nachlass des Künstlers (Pfälzische

Landesbibliothek Speyer/LBZ). Cassirer war es auch, mit dem Slevogt mehr als 45 Illustrationsprojekte

in einer fast dreißig Jahre währenden intensiven und konstruktiven Zusammenarbeit realisierte. Dabei

lautete ihr gemeinsames Credo: „Auf zu neuen Werken“! – so von Slevogt auf einer Geburtstagskarte

an Cassirer geschrieben, die sich im Saarlandmuseum gemeinsam mit rund fünfzig Antwortschreiben von

Max Slevogt erhalten hat. Die Hauptfiguren seiner bis dahin mit Cassirer verwirklichten Illustrationsprojekte

aus Märchen und Abenteuergeschichten stehen in der beigefügten humorvollen Randzeichnung

Spalier: Es sind Ali Baba, Rübezahl, Sindbad, Benvenuto Cellini und Ferdinand Cortez, die dem mit

einem Sulky einfahrenden Bruno Cassirer ihre Ehre erweisen. Allein diese mit Max Slevogt realisierten

Buchprojekte spiegeln den Anspruch seines Verlags wider, der sich durch innovative Themen und neue

Formen der impressionistischen Buchgestaltung, aber genauso durch eine hervorragende Qualität und

Ästhetik auszeichnete.

In dieser kommentierten Briefedition wird erstmals die Korrespondenz des kreativen Künstlers mit

einem der einflussreichsten Verleger Berlins umfassend wissenschaftlich bearbeitet und veröffentlicht. Das

größtenteils unveröffentlichte Quellenmaterial bietet in der vorliegenden Publikation zahlreiche neue

Forschungsergebnisse, die als Grundlage für die gleichnamige Sonderausstellung dienen: Sie thematisieren

die politischen Umbrüche der Kaiserzeit bis zum Ende der Weimarer Republik, ihr Berliner Netzwerk,

die damaligen Verlagsstrategien bis zu dem engen Verhältnis der beiden herausragenden Persönlichkeiten.

Der wissenschaftliche Begleitband zum Ausstellungskatalog ergänzt somit hervorragend die in der

Ausstellung gezeigten Exponate, die überwiegend aus dem grafischen Nachlass des Künstlers (GDKE,

Landesmuseum Mainz) sowie dem Saarlandmuseum Saarbrücken, Moderne Galerie, stammen. Ein Großteil

der in der Ausstellung präsentierten Werke stammt aus gemeinsamen Illustrationsprojekten, welche die

zentralen Themen der Korrespondenz bilden. Das Projekt zeigt darüber hinaus, wie einzigartig und

gewinnbringend eine Zusammenarbeit verschiedener Institutionen sein kann. So ist die Veröffentlichung

des Briefwechsels nur durch die gemeinsame Publikation der Bestände aus der Pfälzischen Landesbibliothek

in Speyer, Landesbibliothekszentrum und dem Saarlandmuseum Saarbrücken, Moderne Galerie, möglich.

Gemeinsam mit dem Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

haben sich diese Institutionen zu einer Forschungskooperation zu Max Slevogt zusammengeschlossen.

Alle drei Expertinnen und Experten der Institutionen – Karoline Feulner, Armin Schlechter und Eva Wolf –

haben in diesem Projekt ihr Fachwissen hervorragend eingebracht und im gegenseitigen Austausch

neue Forschungsergebnisse herausgearbeitet. Ergebnis ist neben dem Ausstellungskatalog diese umfassende

Briefedition – eine absolute Grundlagenarbeit und herausragende Forschungsleistung.

HEIKE OTTO

Generaldirektorin der Generaldirektion

Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE)

BIRGIT HEIDE

Direktorin

Landesmuseum Mainz

7


EINFÜHRUNG

ARMIN SCHLECHTER UND EVA WOLF

„Wenn ich aufrichtig sein will, denke ich an unsere Freundschaft mit tiefem Ernst, weil sie mein Leben

in manchem bestimmt hat.“ 1 Mit diesen Worten beschreibt Bruno Cassirer in einem Brief zum

50. Geburtstag von Max Slevogt im Jahr 1918 die Bedeutung, die die insgesamt über 30 Jahre währende

Geschäftsfreundschaft zwischen dem Künstler und seinem Verleger für ihn hatte. 2 Diese Freundschaft

umspannt einen großen Teil des Lebenswerks der beiden und ist in einer umfangreichen Korrespondenz

mit heute 387 bekannten Schriftstücken dokumentiert. 3

Der weitaus umfangreichere Teil dieses Briefwechsels befindet sich im schriftlichen Nachlass Slevogts, der

seit 2011 im LBZ verwahrt wird. 4 Von Slevogt selbst sind dagegen nur 61 Briefe und Karten erhalten, von

denen sich heute 53 mit der Sammlung Kohl-Weigand im SM befinden. Sie geben nur noch einen

fragmentarischen Einblick in diese Seite der Korrespondenz, da es sich – von wenigen Ausnahmen im LBZ

und LM abgesehen – vor allem um jene Briefe handelt, die der Künstler mit seinen spontanen und

humorvollen Zeichnungen versehen hat.

Formal zeigen die Briefe der beiden Persönlichkeiten große Unterschiede. Neben Postkarten nutzte Slevogt

Papierbögen ohne Briefkopf, die er schnell, mit vielen Korrekturen und Einfügungen, mit Abkürzungen

sowie mit expressiven Folgen von Satzzeichen beschrieb. Einziger Schmuck der Blätter sind seine teils in

Rebusform in den Text integrierten Federzeichnungen. Cassirer schrieb vor allem in der frühen Zeit mit

der Hand, nutzte aber fast immer Papierbögen mit Briefköpfen. Vor allem in der späteren Zeit des

Briefwechsels dominieren maschinengeschriebene Briefe, die Cassirer diktiert und später teils handschriftlich

korrigiert hat. Er bemühte sich offensichtlich um ein gewisses formales Niveau seiner Korrespondenz, die

in seinen Schreiben an Slevogt neben den persönlichen Zügen immer auch geschäftliche Elemente enthielt.

Der häufige schriftliche Austausch war notwendig, weil sich der Künstler über die Sommermonate meist

in der Pfalz aufhielt, zunächst bei der Familie seiner Frau Antonie, ab 1914 dann auf seinem Landgut

Neukastel. Aber auch innerhalb Berlins wurden gelegentlich dringende geschäftliche Absprachen und

Informationen schriftlich ausgetauscht.

Die Bekanntschaft Bruno Cassirers mit Max Slevogt lässt sich spätestens im Jahr 1899 nachweisen 5 und

steht in Zusammenhang mit der Organisation der 1. Ausstellung der Berliner Secession, in der der Künstler

mit drei Werken vertreten war. Zu dieser Zeit waren Bruno und sein Vetter Paul Cassirer von Max

Liebermann als geschäftsführende Sekretäre für die Berliner Secession eingesetzt worden. Im Jahr zuvor

hatten Bruno und Paul in der Victoriastraße 35 die „Kunst- und Verlagsanstalt Bruno und Paul Cassirer“

eröffnet. Mit regelmäßigen Ausstellungen wollten sie die Kunst des französischen Impressionismus in Berlin

bekannt machen und den Künstlern der Secession ein kaufkräftiges Publikum erschließen. Auch ein

Kunstverlag für Kunstbücher und anspruchsvolle Mappenwerke war Teil dieses gemeinsamen Projekts.

Die Korrespondenz mit Slevogt aus dieser Zeit betrifft daher hauptsächlich die Organisation von

Ausstellungen und den Verkauf von Bildern.

Während Slevogt 1899 mit seinem Triptychon Der verlorene Sohn ‹G 31› in der Berliner Secession einen Erfolg

feiern konnte, erlebte er kurz darauf in München mit der Danaë ‹G 10› einen Skandal: Kurz nach der

Eröffnung der Ausstellung wurde das Gemälde wegen Verletzung der Sittlichkeit wieder abgehängt. Dem

8


Schriftverkehr ist zu entnehmen, dass die Vettern Cassirer sich darum bemühten, Slevogt den Standort

Berlin mit dem Angebot einer Umsatzgarantie schmackhaft zu machen. So bot Paul Cassirer für drei oder

vier Jahre einen jährlichen Mindestverkauf von 4000 Mark; im Gegenzug sollte Slevogt seine Bilder mit

Ausnahme der Porträts ausschließlich über die Vettern Cassirer vertreiben. 6 Im folgenden Jahr wurden die

Verhandlungen fortgesetzt, offenbar weil Slevogt die Verkaufspreise für seine Bilder zu niedrig fand. Paul

Cassirer schlug ihm nun vor, seine gesamte Bilderproduktion für vier Jahre, dazu die Scheherazade ‹G 17›

und den Verlorenen Sohn ‹G 31›, gegen eine Zahlung von 5000 Mark jährlich zu übernehmen. Dieses

Angebot lehnte Slevogt jedoch ab, und die Verhandlungen scheiterten. 7

Mit der Übersiedlung nach Berlin zögerte Slevogt noch ein weiteres Jahr. Als er schließlich im Herbst

1901 nach Berlin kam, hatten sich die Wege der beiden Vettern Cassirer in unversöhnlicher Gegnerschaft

bereits wieder getrennt. 8 Am 30. August wurde im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel bekannt gegeben,

dass Paul Cassirer den Kunstsalon weiterführen und Bruno den Kunstverlag übernehmen werde. Zudem

vereinbarten sie eine Sperrfrist von sieben Jahren, die eine Konkurrenz im Geschäftsbereich des jeweils

anderen für diesen Zeitraum ausschließen sollte.

Bruno Cassirer hatte offenbar schon einige Monate vor der Trennung die Betreuung des Verlagssegments

übernommen. 9 Er führte seinen Verlag mit großem persönlichem Einsatz und mit recht genauen Vorstellungen

von einem qualitätvollen Buch, nicht nur in Bezug auf den Inhalt, sondern vor allem im Hinblick auf

seine ästhetische Gestaltung. Im Schriftwechsel mit Max Slevogt sind daher Fragen der Papierqualität, der

Umschlaggestaltung, des Layouts und der passenden Textstellen für die Bilder wichtige Themen. Aber auch

technische Überlegungen zum bestmöglichen Druck und der handwerklichen Umsetzung werden in

Zusammenhang mit den großen Illustrationsprojekten diskutiert. Die langjährige Mitarbeiterin Asta Smith

beschreibt dieses Engagement in der Festschrift zum 60. Geburtstag des Verlegers: „Wie sehr Cassirer das

graphische Handwerk liebt, kann man am besten beurteilen, wenn man Zeuge war, mit welcher Liebe die

lithographischen Steine, sobald sie aus dem Atelier der Künstler kamen, betrachtet, Radierplatten

begutachtet, die ersten Andrucke auf ihre Qualität hin geprüft wurden. Nichts konnte Cassirer mehr aus

seiner sonst sprichwörtlichen Ruhe bringen, als das zu derbe Anfassen empfindlicher graphischer Blätter.

Erstaunlich war auch die Unermüdlichkeit, mit der er in endlosen Sitzungen Slevogt aufzumuntern verstand,

wenn es galt, Stöße graphischer Blätter handschriftlich zu signieren – Stunden, die für alle Beteiligten eine

harte Geduldsprobe bedeuteten.“ 10 Viele dieser Sitzungen fanden nicht im Verlag, sondern im Kaffeehaus

statt. Slevogt und Cassirer hatten einen Stammtisch im Romanischen Café, wo sie sich regelmäßig mit Künstlern

und anderen Kulturschaffenden trafen und über neue Projekte und über Kunst und die Welt sprachen. 11

Die Zusammenarbeit Slevogts mit Bruno Cassirer war überaus ergiebig und für beide Seiten erfolgreich:

Zwischen 1903 und 1928 erschienen in seinem Verlag fast 50 illustrierte Bücher und Mappenwerke,

darunter sehr umfangreiche und anspruchsvolle Werke, wie der Cellini ‹B 7› oder Faust II ‹B 45›. 12 Der

Schriftwechsel vermittelt einen direkten Eindruck von den oft langwierigen Entstehungsprozessen und der

Arbeit des Verlags. Die dort erhaltenen vertraglichen Regelungen und Abrechnungen zu den Projekten

gestatten außerdem Einblicke in die Entwicklung des Kunstmarkts im Bereich der Grafik und belegen die

wirtschaftliche Bedeutung dieser für den Künstler zeitweise sehr lukrativen Einnahmequelle. Hier lässt sich

auch nachvollziehen, wie es Bruno Cassirer innerhalb von zehn Jahren gelang, ein Publikum für seine

innovativen Vorstellungen von einem illustrierten Künstlerbuch zu gewinnen. Eine wichtige Rolle spielte

hierbei die einflussreiche Zeitschrift Kunst und Künstler, die er ab Oktober 1902 herausgab. 13 Den Briefen

kann man entnehmen, dass er Slevogt vor allem in den ersten Jahren immer wieder zur Mitarbeit in Form

von schriftlichen Beiträgen oder Zeichnungen für die Ausstattung der Hefte zu motivieren versuchte.

9


Von zentraler Bedeutung ist der Essay „Pro domo“, den Slevogt 1919 zunächst für den Almanach des

Verlags verfasste, der aber einige Jahre später in einem Themenheft zur Illustration in Kunst und Künstler

erneut abgedruckt wurde. 14 Hier formulierte Slevogt in grundlegender Weise seine Auffassung von

Buchillustration, die er mit Bruno Cassirer teilte und in den gemeinsamen Projekten umsetzte. Die damit

verbundene Risikobereitschaft des Verlegers würdigt er wie folgt: „Der Verleger dieses Almanach war der

erste, der sogleich, – vielleicht nicht ohne Besorgnis, aber mit Bewußtsein wagte, von der klar festgelegten

Form des geforderten guten illustrierten Buches abzuweichen, um einer grundsätzlich anderen Gattung

öffentlich Raum zu geben.“ 15 Diese neue Gattung der Buchillustration sollte „gewissen Eigenschaften der

Zeichnung den vorherrschenden Platz […] geben: persönlichster Gestaltung u.: eigenwilliger Ungebundenheit“.

16 Dies bedeutete einen entschiedenen Bruch mit den bis dahin gängigen Vorstellungen von einem

schönen Buch mit einer sorgfältig arrangierten typografischen Gestaltung, der sich die Illustration quasi

als dienendes Beiwerk anzupassen hatte. Cassirer und Slevogt verfolgten demgegenüber einen radikal

anderen Ansatz: „Es mußte der Zeichner vor allem aus dem Prokrustesbette des Buches befreit werden.“ 17

Bereits mit den ersten gemeinsamen Buchprojekten hatte Cassirer versucht, Slevogt diese gestalterische

Freiheit einzuräumen. Der Bruch mit den bis dahin geltenden Sehgewohnheiten führte jedoch zunächst zu

Irritationen bei den Käufern, sodass Ali Baba ‹B 1› zunächst ein wirtschaftlicher Misserfolg wurde. Erst

nach dem 1908 erschienenen Sindbad ‹B 3› setzte sich allmählich ein Verständnis für diese neue Art der

Buchillustration beim Publikum durch. Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass Bruno Cassirer

empfindlich reagierte, wenn Slevogt für andere Verlage, wie zum Beispiel Schaffstein, tätig war. 18 Damit

wollte der Künstler wohl seine Zeichnungen in preisgünstigeren Büchern auch einem breiteren Publikum

zugänglich machen. Allerdings führten diese Versuche mit anderen Verlagen qualitativ meist nicht zu

befriedigenden Ergebnissen. Für dieses Segment und für ein breiteres Publikum konzipierte Cassirer 1918

seine neue Märchenbuchreihe Das Märchenbuch, eine Folge von Märchenbüchern für Kinder und Erwachsene. Die

Zeichnungen sollten in Strichätzung gedruckt werden, um so eine günstige und dennoch qualitätvolle

Alternative neben den hochpreisigen Luxusausgaben mit Originalgrafik zu etablieren.

Als besondere Kränkung empfand Bruno Cassirer Slevogts Arbeit für Paul Cassirer, der unmittelbar nach

Ablauf der bei der Trennung vereinbarten Schutzfrist mit der Pan-Presse ein Konkurrenzunternehmen

gründete. 1909 erschien als erstes großes Werk dieses neuen Verlags der Lederstrumpf ‹M 1› mit 312 großformatigen

Lithografien. Sowohl die aufwendige Illustration mit Originalgrafik als auch die Wahl von

gerade Max Slevogt als Künstler waren eine gezielte Kampfansage an den Verlag Bruno Cassirer. Wie eng

die Konkurrenzsituation zwischen den beiden war, zeigt sich außerdem darin, dass die erste Idee für

zwei der wichtigsten Illustrationsprojekte ursprünglich vom jeweils anderen Vetter stammte: So erwähnt

Bruno bereits 1910 den Plan zu einer Illustration der Zauberflöte, 19 während umgekehrt Paul schon 1918

mit dem Gedanken einer Ausgabe von Goethes Faust mit Lithografien von Slevogt spielt. 20

Slevogt war seinerseits enttäuscht, weil sich die Erstellung eines Katalogs seines grafischen Werks immer

wieder verzögerte und zu seinen Lebzeiten nicht mehr umgesetzt wurde. Die ersten Überlegungen dazu

hatte Slevogt mit dem Kunsthistoriker Johannes Sievers bereits 1915 angestellt. 21 Sievers hatte zwischen

1910 und 1912 das private grafische Archiv von Slevogt geordnet und erfasst und war mit den grafischen

Arbeiten des Künstlers bestens vertraut. 22 Nachdem Bruno Cassirer das von Sievers veranschlagte

Honorar als zu hoch ablehnte, wurde 1917 ein neuer Versuch unternommen. Wohl anlässlich des für

1918 anstehenden 50. Geburtstags von Slevogt trat Sievers neben Bruno Cassirer auch in Kontakt zu dem

Verleger Fritz Gurlitt. Cassirer war Sievers gegenüber jedoch nicht frei von Vorbehalten und hielt ihn

für einen „kunstkalten Menschen“. 23 Dennoch schloss er anscheinend mit ihm und Emil Waldmann am

10


13.1.1923 einen Verlagsvertrag ab. 24 Waldmann, damals Direktor der Kunsthalle Bremen, hatte Ende

1922 die Arbeit an dem Œuvre-Katalog zur Grafik von Sievers übernommen, führte sie aber gleichfalls

nicht zu Ende. Zudem hatte Cassirer die Drucklegung wohl wegen der schwierigen Verhältnisse während

der Inflationszeit verschoben. So wurde der Plan erst 1927 wieder aufgenommen – wohl im Vorfeld des

im folgenden Jahr zu feiernden 60. Geburtstags von Max Slevogt. In seinem Brief vom 14.6.1927 äußerte

sich Cassirer optimistisch, dass Waldmann „in den nächsten Monaten seine Arbeiten vollenden“ und er

dann sofort mit der Drucklegung beginnen werde. 25 Dies scheint jedoch auch bis 1929 noch nicht erfolgt

zu sein, 26 sodass schließlich das Werkverzeichnis der Grafik Slevogts erst 1962 herausgebracht

werden konnte. 27

Auch die historischen Ereignisse finden immer wieder ihren Niederschlag in den Briefen. Vor allem die

einschneidenden Erfahrungen und Veränderungen, die der Erste Weltkrieg mit sich brachte, sind aus den

Äußerungen Slevogts und Cassirers in diesen Jahren immer wieder spürbar. So spiegelt sich kurz nach

Beginn des Krieges noch eine gewisse Euphorie in den Schreiben, so beispielsweise in dem Brief des

Verlegers vom 17.8.1914: „Der enge Zusammenschluß des ganzen Volkes ist wirklich imponierend. Die

fabelhafte Korrektheit der militärischen Organisation ist imponierend und das Vertrauen zum Heer ist ein

ganz Bedingungsloses. Die Nachrichten von beiden Grenzen (auch sehr zuverlässige Privatnachrichten, die

ich habe) sind ausgezeichnet, und es scheint, als ob gerade in diesen Tagen ein großer und vielleicht

entscheidender Schlag geführt wird.“ 28 Er fügte jedoch hinzu: „Dieser furchtbare Krieg, der notwendig war,

weil ein europäisches Komplott ihn Deutschland u. Österreich in einigen Jahren aufzwingen wollte, wird

freilich unsere kulturellen Beziehungen zu den Völkern für Jahre ins Schwanken bringen, aber es wird

hoffentlich die schwüle Atmosphäre in Europa beseitigen und uns zu ungeahntem Aufschwung bringen.“

Slevogt hingegen überlegte, ob er trotz seiner angegriffenen Gesundheit an die Front gehen solle, um dort

als Maler seinen Beitrag zu leisten. Er machte allerdings schon nach einem recht kurzen Aufenthalt die

Erfahrung, dass seine Kunst für die Zerstörung und Gewalt des Krieges nicht die adäquaten Mittel fand. 29

Bruno Cassirer hingegen blieb in Berlin und war offenbar in der Militärverwaltung tätig, wobei er seinen

Verlag jedoch weiterführen konnte. Vor allem 1917 beschrieb er öfter Probleme der Papier- und Materialknappheit,

aber auch der fehlenden Fachkräfte. 30 Dennoch stieg zu dieser Zeit offenbar die Nachfrage nach

hochwertigen Büchern und Grafikauflagen. Die Situation in Berlin im November 1918 stellte sich ihm so

dar: „Daß wir in einer Revolution stehen, ist äußerlich kaum zu bemerken. Es geht bisher Alles seinen

gewöhnlichen Gang. Aber was die nächsten Wochen bringen werden, kann man natürlich nicht wissen.“ 31

Hatte Slevogt zunächst vor allem wegen der unzureichenden Heizung seiner Berliner Wohnung

beschlossen, auf seinem Landgut Neukastel in der Pfalz zu bleiben, so führte dies nach dem Ende des

Krieges dazu, dass er dort zwangsweise bis zum Sommer 1919 bleiben musste, weil ihm und der Familie

die notwendige Ausreisegenehmigung verweigert wurde. Gemäß dem Waffenstillstandsabkommen von

Compiègne vom 8.11.1918 wurde die Pfalz, die damals zu Bayern gehörte, im Dezember 1918 durch

französische Truppen besetzt. Sie hatten ihr Hauptquartier in Landau. Die Besatzungsmacht kontrollierte

das gesamte Post- und Fernmeldewesen sowie den Personen- und Güterverkehr. Daher waren zeitweise

nur offene Postkarten erlaubt, Briefe und Pakete konnten nicht verschickt werden. 32 Zudem unterlag

die Presse einer Zensur, und die Versammlungsfreiheit war eingeschränkt. Slevogt wurde außerdem von

den Besatzern mit einem Malverbot belegt und durfte auch nicht mehr jagen. 33

Der eingeschränkte Postverkehr brachte erhebliche Probleme für den Künstler und seinen Verleger mit

sich. Während der langen Abwesenheit Slevogts von Berlin konnten die Vorzugsausgaben und Grafikblätter

nicht an die Subskribenten ausgeliefert werden, weil die Signatur des Künstlers noch fehlte. Cassirer

11


befürchtete daher erhebliche Verluste: „Ob in einigen Wochen oder Monaten die Subskribenten noch

bereit sein werden, die hohen Preise für unsere Publikation zu bezahlen, ist sehr zweifelhaft und es würden

dann nicht nur die Einnahmen verloren gehen, sondern auch die Herstellungskosten, die z.B. bei der

Buchausgabe des Cortes ‹B 18› ganz ungemein hoch sind, weil jede Lithographie mit der Hand gedruckt

worden ist.“ 34 Diese Einschränkungen und Unsicherheiten hinterlassen auch in den folgenden Jahren ihre

Spuren im Schriftverkehr. Auch die dramatisch wachsende Inflation ist vor allem 1923 Thema der

Korrespondenz. So weisen die Abrechnungen aus dieser Zeit sehr hohe sechs- und siebenstellige Beträge

für Zeichnungen und Druckgrafik auf. Schließlich versuchte Cassirer, Verkäufe nur noch gegen Devisen

und wertbeständige Zahlungsmittel vorzunehmen und schlug Slevogt die Einrichtung eines Kontos in der

Schweiz vor. 35

Cassirer stand Slevogt häufig bei der Regelung finanzieller und praktischer Dinge mit Rat und Tat zur

Seite. So führte er ein Konto für ihn, auf dem er Slevogts Einnahmen aus dem Verkauf der Bücher und

Grafiken sowie die Ausgaben für seinen Haushalt und die Familie verbuchte. Außerdem beriet er ihn

beispielsweise in der Frage einer Feuerversicherung für Neukastel samt den dort vorhandenen Kunstwerken.

36 Cassirer kümmerte sich aber auch um eher private Sorgen, wenn er den bei der Abreise in der

Tür stecken gelassenen Schlüsselbund an sich nahm 37 oder zusammen mit seiner Frau im Dezember

1924 den erkrankten Sohn Slevogts besuchte, der wegen der Schule allein in Berlin geblieben war. 38

Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der wirtschaftlich unsicheren Zeiten erreichte die Arbeit an den

gemeinsamen Illustrationsprojekten zwischen 1921 und 1923 einen Höhepunkt. In diesem Zeitraum

erschienen insgesamt 13 Bücher und Mappenwerke Slevogts bei Bruno Cassirer. Der Künstler richtete sich

außerdem auf Neukastel eine eigene Druckwerkstatt ein, in der er zusammen mit seinem Schwager Walter

Finkler vor allem mit Radierungen eigene Versuche unabhängig von den großen Druckereien umsetzen

konnte. In diesen mit dem Blindstempel des Neukasteler Turms versehenen Auflagen versuchte Slevogt

seine anspruchsvollen Vorstellungen eines im Ton nuancenreichen Drucks mit dennoch klarer Strichführung

umzusetzen. 39 Ein wichtiges Werk dieser Drucke im Eigenverlag ist die Mappe Schatten und Träume

‹B 43›. Slevogt druckte die Vorzugsausgabe, während Bruno Cassirer die allgemeine Auflage übernahm.

Schließlich reiste der Verleger sogar zusammen mit dem Drucker Franz Dannenberger im Dezember

1924 nach Neukastel, um Slevogt und Finkler hinsichtlich der Bearbeitung der Steine für die Lithografie

zu beraten. 40

Die enge Verbundenheit Max Slevogts mit dem Verlag Bruno Cassirer findet ihren Ausdruck auch darin,

dass er die Buchausgabe des 1923 erschienenen Märchenbands König Drosselbart ‹B 31› den Mitarbeitern

und Mitarbeiterinnen des Hauses widmete. 41 Auch die Vorbereitung der Jubiläumsausstellung zu Slevogts

60. Geburtstag 1928 in der Akademie in Berlin lag zu großen Teilen in der Hand Bruno Cassirers und

führte zu einem intensiveren Schriftwechsel im Vorfeld. 42 Besonders die Auswahl der Werke und die

Leihanfragen bei den zahlreichen privaten Leihgebern gehörten hier wohl zu seinen Aufgaben. Zum Dank

widmete Slevogt ihm die Folge Reinecke Fuchs ‹B 47›, die mit zwölf Radierungen sein letztes Illustrationsprojekt

war.

Im Verlauf der 1920er Jahre waren die gemeinsamen Illustrationsprojekte Slevogts und Cassirers zwar

überaus erfolgreich; gleichzeitig nahm jedoch auch die Konkurrenz durch andere Verlage deutlich zu.

Verstärkt wurde dies vor allem dadurch, dass sie nicht die hohen Qualitätsansprüche Cassirers hatten und

daher billiger produzieren konnten. Dieser Konkurrenzdruck ist auch im Schriftverkehr spürbar, wenn

Bruno Cassirer beispielsweise mit dem Propyläen Verlag eine Auseinandersetzung um die Bezeichnung

12


„Steinzeichnungen“ für die im Offset-Verfahren gedruckten Illustrationen des Waldläufer ‹M 8› führt. 43

Die Folge dieser wachsenden Produktion war, dass die Nachfrage nach anspruchsvoller Grafik und hochpreisigen

Luxusausgaben gegen 1925 deutlich nachließ. Insbesondere das letzte monumentale Werk,

die Illustrationen zu Goethes Faust II ‹B 45›, konnte deshalb nicht mehr den erhofften Erfolg verzeichnen. 44

Slevogt hatte an den über 500 Illustrationen fast drei Jahre lang gearbeitet. Da das Honorar dafür teilweise

aus der Gewinnbeteiligung aus dem Verkauf berechnet wurde, waren die Einkünfte für ihn nur wenig

zufriedenstellend. In Cassirers ökonomisch begründeter Entscheidung, angesichts der Verkaufszahlen nur

einen Teil der Gesamtauflage herstellen zu lassen, sah der Künstler eine Missachtung seiner Arbeit

und mangelndes Engagement seines Verlegers. Hinzu kam, dass Slevogt in dieser Zeit der beginnenden

Weltwirtschaftskrise offenbar ebenfalls finanzielle Sorgen hatte. 45 Er war auf regelmäßige hohe Einnahmen

angewiesen, um seine Familie, zwei Wohnsitze und die Ausgestaltung des Slevogthofes finanzieren

zu können.

Dies führte schließlich dazu, dass Slevogt wegen des Faust sogar einen Anwalt einschaltete. Die Auseinandersetzung

zog sich bis 1932 hin und stellte eine schwere Belastung für die langjährige Geschäftsfreundschaft

der beiden dar. Slevogt hatte sich im Sommer 1930 an den Berliner Rechtsanwalt Dr. Martin

Domke mit dem Auftrag gewandt, den – nicht überlieferten – Faust-Vertrag zu prüfen. 46 Einem Schreiben

Slevogts an seinen Freund, den Zahnarzt Josef Grünberg, kann man entnehmen, wie sehr ihn diese

Auseinandersetzung beschäftigte. 47 Dort berichtet er, dass er Bruno Cassirer einen „sehr ernsten Brief“

geschrieben habe, in dem er die geschäftlichen Beziehungen „stark zurückgezogen“, die menschlichen aber

ausdrücklich unberührt gelassen habe. 48 Weiter heißt es: „Dr. D. war zuerst der Ansicht, daß ich noch

ziemliche Ansprüche erheben könnte, auf die ich keinesfalls verzichten dürfe. Nach seiner Besprechung

aber telef[onierte] er mir aber noch, daß es nicht stimme, weil ich sozusagen einen Mitbeteiligungsvertrag

gemacht hätte – deshalb sei das Abbrechen des Ausdruckens etc. auch mein Interesse! – Jedenfalls möchte

ich nur, daß für die späteren Erben keine Unklarheiten bleiben!“ Die gekränkte Reaktion von Bruno

Cassirer rührte sicher auch daher, dass Slevogt nicht, wie in früheren Jahren, diese „Unklarheiten“ mit ihm

persönlich besprechen wollte, sondern den Anwalt und seinen Schwiegersohn Eugen Lehmann mit der

Klärung beauftragte. Letzterer wird von Slevogt jedoch als „ein Brausekopf und noch jung“ beschrieben

und hatte zu dieser Zeit offenbar selbst Probleme, die der Unterstützung durch Anwalt Domke bedurften. 49

So zogen sich die weiteren Verhandlungen noch bis 1932 hin, ohne dass angesichts der wirtschaftlichen

Lage ein beide Parteien befriedigender Kompromiss gefunden werden konnte. 50 Zwei Briefen Cassirers

und Slevogts aus dem Sommer und Herbst 1931 kann man entnehmen, dass diese Auseinandersetzung sie

beide sehr belastete. 51 Im Januar 1932 fand schließlich ein Gespräch zwischen Eugen Lehmann und Bruno

Cassirer statt, das dazu führte, dass beide Seiten eine friedliche Lösung des Konflikts anstrebten. 52 Die

letzten erhaltenen Briefe aus dem Jahr 1932 lassen durchblicken, dass die große Zeit des Verlags Bruno

Cassirer mit seinen anspruchsvollen illustrierten Büchern und Mappenwerken vorbei war. 53

Der Briefwechsel zwischen Max Slevogt und Bruno Cassirer reicht von der Zeit des Kaiserreichs um die

Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bis kurz vor das Ende der Weimarer Republik und umfasst damit

eine Zeit großer historischer und kultureller Veränderungen und Umbrüche. Er ist zudem eine

herausragende Quelle für den Kunstbetrieb der Zeit mit seinen verschiedenen Netzwerken und seinen

ökonomischen Dimensionen. Auf der Grundlage ihrer Korrespondenz ergibt sich ein eindrucksvolles Bild

dieser beiden unterschiedlichen Persönlichkeiten, die die Kunst ihrer Zeit maßgeblich mitgeprägt haben.

13


1 Brief Nr. 107 von Bruno Cassirer vom

7.10.1918.

2 Vgl. hierzu grundlegend den Ausst.-Kat.

Mainz/Saarbrücken/Berlin (2025).

3 Vgl. auch K. Feulner: „Auf zu neuen

Werken!“, und A. Schlechter/E. Wolf: „Der

Schriftwechsel zwischen Max Slevogt und

Bruno Cassirer“, in: Ausst.-Kat. Mainz/

Saarbrücken/Berlin (2025), S. 16–37.

4 Hierzu ausführlich: A. Schlechter (2014).

5 Die erhaltene Korrespondenz setzt am

1.7.1899 mit einem Brief von Bruno

Cassirer ein (Brief Nr. 1).

6 Brief Nr. 5 von Paul Cassirer vom

24.9.1899.

7 Brief Nr. 17 von Paul Cassirer vom

31.8.1900, Brief Nr. 18 von Max Slevogt

nach dem 31.8.1900, Brief Nr. 19 von

Paul Cassirer vom 12.9.1900 und Brief

Nr. 20 von Paul Cassirer vom 1.10.1900.

8 Spekulationen zu den Gründen des

Zerwürfnisses bei H. Nutt (1989), S. 25–27.

9 Brief Nr. 27 von Paul Cassirer, o. D. [1901].

10 Asta Smith: „Von der Verlagsarbeit Bruno

Cassirers“, in: Vom Beruf des Verlegers. Eine

Festschrift zum sechzigsten Geburtstag von Bruno

Cassirer. 12. Dezember 1932, Privatdruck,

Berlin 1932, S. 99–101, hier S. 101.

11 Vgl. dazu Karl Scheffler: Die fetten und die

mageren Jahre. Ein Arbeits- und Lebensbericht,

Leipzig 1946, S. 82–98; Gregor Wedekind:

„Am Tisch im Romanischen Café. Max

Slevogts Berliner Konstellationen“, in: Ein

Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer, hg.

v. GDKE, bearb. v. K. Feulner, Ausst.-Kat.

Landesmuseum Mainz, München 2018,

S. 20–29, und ders.: „Max Slevogt und Emil

Orlik“, in: G. Wedekind/GDKE (2021),

S. 89–113; Das Romanische Café im Berlin der

1920er Jahre, hg. v. Katja Baumeister-

Frenzel, Ausst.-Kat. Europa Center,

2. überarb. Aufl., Berlin 2024.

12 Vgl. dazu „Verzeichnis aller gemeinsamen

Buch- und Mappenprojekte sowie Einzelgrafiken

des Verlags Bruno Cassirer

(1903–1928)“, in: Ausst.-Kat. Mainz/

Saarbrücken/Berlin 2025, S. 236–244.

13 Vgl. dazu S. Paas (1976) und G. Brühl

(1991), hier S. 246–286, sowie E. Wolf:

„Max Slevogt in Bruno Cassirers Zeitschrift

Kunst und Künstler“, in: Ausst.-Kat.

Mainz/Saarbrücken/Berlin (2025),

S. 58–67.

14 Brief Nr. 112 von Max Slevogt, o. D. [vor

dem 21.8.1919], veröffentlicht in: Almanach

(1920), S. 140ff., und in: KuK, Jg. 22 (1924),

S. 362–366.

15 Ebd.

16 Ebd.

17 Ebd.

18 Vgl. Brief Nr. 45 von Bruno Cassirer vom

22.9.1910.

19 Ebd.

20 Vgl. H.-J. Imiela (1968), S. 430, Anm. 8.

21 Brief von Johannes Sievers an Slevogt vom

13.10.1922 mit Anhang, LBZ, N 100,

Konvolut Johannes Sievers.

22 Vgl. dazu J. Sievers (1966), S. 230f., und

E. Wolf (2018), S. 390–393.

23 Brief Nr. 90 von Bruno Cassirer vom

4.8.1917.

24 Brief von Johannes Sievers an Slevogt vom

10.11.1927, LBZ, N 100, Konvolut

Johannes Sievers.

25 Brief Nr. 251 von Bruno Cassirer vom

14.6.1927.

26 Brief Nr. 319 von Bruno Cassirer vom

11.6.1929.

27 Si/Wa.

28 Brief Nr. 78 von Bruno Cassirer vom

17.8.1914.

29 Vgl. dazu A. Schlechter: „Das Grauen des

Ersten Weltkriegs: Slevogts Kriegstagebuch,

1914“, in: Ausst.-Kat. Mainz/Saarbrücken/

Berlin (2025), S. 168–170. Erweiterte

Fassung: A. Schlechter: „Der Künstler und

die Kriegsfurie. Max Slevogts Frontbesuch

1914 und sein Kriegstagebuch 1917“, in:

Jahrbuch für Buch- und Bibliotheksgeschichte 10

(2025), S. 193–209.

30 Z. B. Brief Nr. 97 von Bruno Cassirer vom

19.12.1917 und Brief Nr. 106 von Bruno

Cassirer vom 9.9.[1918].

31 Brief Nr. 108 von Bruno Cassirer vom

19.11.1918.

32 Brief Nr. 110 von Max Slevogt vom

26.5.1919. Vgl. dazu auch Günter Zerfass:

Die Pfalz unter französischer Besatzung von 1918

bis 1930, 3. Aufl., Koblenz 1996.

33 J. Guthmann (1948), S. 100.

34 Brief Nr. 109 von Bruno Cassirer vom

11.12.1918.

35 Brief Nr. 160 von Bruno Cassirer vom

3.8.1923.

36 Brief Nr. 234 von Bruno Cassirer vom

20.8.1926.

37 Brief Nr. 164 von Bruno Cassirer vom

7.11.1923.

38 Brief Nr. 201 von Bruno Cassirer vom

22.12.1924.

39 Brief Nr. 182 von Max Slevogt vom

3.10.1924 und Brief Nr. 184 von Bruno

Cassirer vom 13.10.1924.

40 Brief Nr. 192 von Bruno Cassirer vom

2.12.1924, Brief Nr. 193 von Bruno

Cassirer vom 8.12.1924 und Brief Nr. 195

von Bruno Cassirer vom 10.12.1924.

41 Brief Nr. 141 mit Unterschriften aller

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom

29.3.1922.

42 Vgl. dazu auch Viktoria Bernadette

Krieger: „Die Zusammenarbeit von Bruno

Cassirer und Max Slevogt in Berlin“, in:

Ausst.-Kat. Mainz/Saarbrücken/Berlin

(2025), S. 48–57, hier S. 52–56.

43 Brief Nr. 133 von Julius Elias vom

29.11.1921 und Brief Nr. 134 von Bruno

Cassirer vom 5.12.1921.

44 Vgl. dazu auch K. Feulner: „Das Ringen

mit Mephisto“, in: Ausst.-Kat. Mainz/

Saarbrücken/Berlin (2025), S. 38–47.

45 Vgl. z. B. den Brief von Max Slevogt an

Heinrich Kohl von Ende März/Anfang

April 1930, SM, KW 30, E. Wolf (2018),

S. 324.

46 LBZ N 100, Konvolut Martin Domke,

Briefe von Domke an Slevogt vom

10.7.1930 und vom 8.9.1930.

47 LM, Inv.-Nr. KM 1995/66, vgl. Ausst.-Kat.

Mainz (2021), S. 172f.

48 Dieser Brief ist leider nicht erhalten.

49 Brief von Max Slevogt an Josef Grünberg

vom 14.10.1930, LM, Inv.-Nr. KM

1995/65, vgl. Ausst.-Kat. Mainz (2021),

S. 169.

50 Vgl. das Protokoll einer Besprechung mit

Bruno Cassirer am 7.1.1932 in Berlin, Brief

Nr. 365.

51 Brief Nr. 357 von Bruno Cassirer, o. D.

[Juli 1931] und Brief Nr. 362 von Max

Slevogt vom 16.10.1931.

52 Vgl. das Protokoll einer Besprechung mit

Bruno Cassirer am 7.1.1932 in Berlin, Brief

Nr. 365.

53 Vgl. z. B. Brief Nr. 363 von Bruno Cassirer

vom 26.10.1931.

14


VORBEMERKUNG

Die Briefe und Postkarten sind chronologisch nach dem Datum ihrer Entstehung geordnet und

durchnummeriert. Die Unterscheidung der Autorinnen und Autoren erfolgt durch die Farben Blau und

Rot im Kopf der jeweiligen Briefe. Notizen von Slevogt auf Schreiben des Verlags sind in roter Farbe

wiedergegeben. Auch die Briefe von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Verlags Bruno Cassirer an

Max Slevogt wurden allesamt berücksichtigt. In wenigen Fällen sind die Briefe von oder an Dritte aus

inhaltlichen Gründen ebenfalls integriert worden.

Die jeweiligen persönlichen Eigenheiten in der Schreibweise und Zeichensetzung der Briefverfasser wurden

beibehalten. Dies betrifft individuelle Groß- und Kleinschreibungen, persönliche grafische Varianten

(beispielsweise bischen statt bißchen) oder die Nutzung teils mehrerer Satzzeichen durch Slevogt in Folge.

Kleinere Fehler und Verschreibungen, wie sie vor allem bei den maschinenschriftlichen Briefen häufiger

vorkommen, wurden stillschweigend korrigiert. Nicht sicher lesbare Stellen in den handschriftlichen Briefen

sind durch <…> gekennzeichnet, Ergänzungen der Bearbeiterinnen und Bearbeiter durch […].

Undatierte Briefe wurden in die Abfolge eingeordnet, wenn der Kontext mit anderen Schreiben

rekonstruiert werden konnte oder wenn sich aus dem Inhalt Anhaltspunkte für eine Datierung ergeben

haben. Die – wenigen – undatierten Briefe, bei denen dies nicht möglich war, wurden am Ende

zusammengestellt (Briefe Nr. 370–387).

Markierungen mit * vor den Nachnamen verweisen auf einen Eintrag im Personenregister. Zeitgenössische

Personen, die in den Briefen erwähnt werden und Bezüge zu Slevogt oder Cassirer haben, werden in

Biogrammen näher vorgestellt. Hier wurden Max Slevogt mit seiner Familie sowie Bruno Cassirer und

seine Mitarbeiter nicht berücksichtigt. Vielmehr werden alle Briefschreiber, auch die entsprechenden

Mitarbeiter von Bruno Cassirer, vor dem eigentlichen Register in Kurzbiografien ausführlicher vorgestellt.

Verweise auf das Werkregister im Anhang erfolgen nach dem genannten Werk in dieser Form: ‹G 22›. Es

wurden nur die eindeutig zu identifizierenden Werke in das Werkregister aufgenommen; teils werden in

Anmerkungen zu den Briefen mögliche, aber nicht eindeutig nachweisbare Werke aufgeführt.

ABKÜRZUNGEN

LM = Landesmuseum Mainz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

SM = Saarlandmuseum Saarbrücken, Moderne Galerie, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

LBZ = Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz / Pfälzische Landesbibliothek Speyer, Nachlass Max Slevogt N 100 sowie

einzelne Briefe im Fonds Autographen (Autogr.)

KuK = Kunst und Künstler. Illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe

hs. = handschriftlich

15


Der Briefwechsel

zwischen

Max Slevogt

und seinem Verleger

Bruno Cassirer

1899–1932

16


1 1.7.1899

‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ ‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ CASSIRER

BRIEFPAPIER: BERLINER SECESSION, 1 BL.

Sehr geehrter Herr Slevogt,

Ein Berliner Kollege von Ihnen möchte Ihren „Flieder“ ‹G 21› gern kaufen und

bietet darauf 800 Mark. Ich habe ihm gesagt, dass Sie das Bild kaum für den

Preis verkaufen würden, er bat mich aber, den Versuch zu machen; ich glaube,

er würde sich auch bis 1000 Mark versteigen, mehr aber kaum geben.

Ich hoffe, Sie im Herbst in München zu begrüssen!

Ihr sehr ergebener Bruno Cassirer

2 4.7.1899

‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ ‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ SLEVOGT

BRIEFENTWURF VON MAX SLEVOGT, 1 BL. 1

1 LBZ Speyer, Nachlass Max Slevogt N 100,

Briefe von Max Slevogt A–K.

2 Wohl die Kommission des 1897

gegründeten Kaiser-Friedrich-Museums-

Vereins. Vgl. dazu Manfred Ohlsen:

Wilhelm von Bode. Zwischen Kaisermacht und

Kunsttempel. Biographie, 2. Aufl., Berlin 2007,

S. 179f.

3 Paul *Cassirer.

Sehr geehrter Herr Cassirer!

Aus Ihrer Anfrage vom 1. dss. ersehe ich, daß *Tschudi den Ankauf des „Flieder“

‹G 21› nicht durchsetzte bei der Kunstvereinscomission 2 ! In diesem Falle sollte

doch das Bild in Ihren Besitz übergehen – u. Ihr Herr Vetter 3 stellte mir für jeden

Fall das Geld auf dem Bureau zur sofortigen Disposition. Wie habe ich also Ihre

heutige Anfrage zu verstehen? – Meine Adresse ist die obige. Es scheint, daß Sie

meinen Brief aus München nicht erhalten haben, worin ich die jetzige Adresse

angab, u. betreff der gewünschten Vervielfältigung des verl. Sohnes ‹G 31› durch

den Verlag von R. *Bong Ihren Rat erbat.

3 6.7.1899

‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ ‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ CASSIRER

BRIEFPAPIER: BERLINER SECESSION, 1 DOPPELBLATT

Sehr geehrter Herr Slevogt,

Meine Anfrage wegen des „Flieder“ ‹G 21› war so zu verstehen: Wir haben

Ihnen den Verkauf des Bildes zum Preise von 1200 Mark garantiert und waren

bereit, Ihnen die Summe zur Verfügung zu stellen. Wir betrachten uns als die

Eigentümer des Bildes aber erst nach Schluss der Ausstellung, falls es nicht

verkauft wird. 4 Denn Bilder auf der Ausstellung während der Ausstellungszeit zu

kaufen halten wir mit unserer Stellung nicht für vereinbar. 5 Infolgedessen hielt

ich mich für verpflichtet, Ihnen das Gebot zu übermitteln, vor allem, weil es das

Gebot eines Ihrer Collegen ist. Ich sagte dem Herrn, dass Sie das Bild sicherlich

nicht unter 1200 Mark verkaufen würden; er ersuchte mich aber trotzdem, das

Gebot Ihnen mitzuteilen. Die zwischen Ihnen und uns bezüglich des Bildes

getroffenen Vereinbarungen erleiden natürlich dadurch keine Veränderungen;

ich habe vermieden Ihnen zu schreiben, dass es mir durchaus nicht angenehm

wäre, wenn Sie das Gebot annähmen, weil ich in diesem Falle einfach der

Beamte der Sezession war.

Ich erhielt übrigens Ihren Brief aus München und schrieb an R. *Bong, ohne

bisher eine Antwort zu erhalten. Ich habe mich daraufhin gestern wieder an

ihn gewandt.

Mit besten Empfehlungen Ihr Bruno Cassirer

4 1. Ausstellung der Berliner Secession,

20.5. bis Oktober 1899, vgl. A. Matelowski

(2017), S. 593.

5 Bruno und Paul Cassirer waren zu dieser

Zeit als Sekretäre für die Berliner Secession

tätig. Daher fürchteten sie wohl wegen

ihrer gleichzeitigen Tätigkeit als Kunsthändler

den Vorwurf der Marktmanipulation.

Vgl. dazu auch G. Brühl (1991),

S. 71.

17


4 ‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ 29.7.1899 ‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ CASSIRER

POSTKARTE (PAUL CASSIRER)

Sehr geehrter Herr.

Ich erlaube mir Ihnen mitzuteilen daß Ihr Bild „Flieder“ ‹G 21› verkauft

worden ist.

Können Sie vielleicht Order geben, daß Ihr Bild „Danaë“ ‹G 10›, das nutzlos

in dem Bureau der M[ünchner] Secession steht, an uns Victoriastr. gesandt wird?

Ich möchte es einigen Ihrer Freunde zeigen.

Mit bestem Gruß Ihr Paul Cassirer

5 24.9.1899

‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ ‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ CASSIRER

BRIEFPAPIER: BRUNO U. PAUL CASSIRER, KUNST- UND

VERLAGSANSTALT, 2 BL. (PAUL CASSIRER)

Sehr geehrter Herr Slevogt.

Sie schrieben uns im Winter, daß Sie das grosse Bild, an dem Sie malen,

vielleicht für uns bestimmt hätten. Wie würden Sie es uns geben?

Ich komme heut auf meinen Münchner Vorschlag zurück, den ich zu erwägen

bitte. Wenn er für Sie sympathisch ist, würde es uns sehr freuen.

Wir garantieren Ihnen auf 3 oder 4 Jahre (nach Ihrem Belieben) als Verkaufsminimum

jährlich 4000 Mark unter der Bedingung dass wir Ihre Vertretung für

diese Zeit haben. D.h. also, Sie verpflichten sich während dieser Zeit nur durch

uns zu verkaufen – ausgenommen sind Porträts – und wir verpflichten uns, Ihnen

im Jahre für mindestens 4000 M. Bilder abzunehmen. Sie sind hierbei also

thatsächlich total frei; Ihre Produktion gehört Ihnen u. Ihr einziges Risiko besteht

darin, dass Sie sich geschäftlich von uns vertreten lassen; dies ist wohl kaum

ein Risiko zu nennen, denn – in aller Bescheidenheit – es gibt wohl kein Unternehmen,

das den Ruf besitzt wie das unsrige. Bitte antworten Sie uns möglichst

bald. Können Sie uns nicht Ihr neues Bild schicken?

Ich habe heut nach Paris an *Durand-Ruel geschrieben; er wird Ihnen, was es an

Manet, Degas, Monet etc. ist zeigen; auch seine Privatsammlung. Eine sehr gute

Sammlung hat auch Herr *Viau, dessen Adresse Ihnen Durand-Ruel geben wird.

Ferner besitzt Herr *Bernheim eine gute Sammlung. Ich schicke Ihnen morgen

Karten für diese Herren. Eine ganz ausserordentliche Sammlung hat noch

Herr *Faure, der aber ein sehr unangenehmer Chauvinist ist, wenn Ihnen dies

gleichgültig ist, so können Sie auch dahin gehen (wundervolle Manets!).

Ich sende Ihnen auch für den Herrn eine Karte. Hoffentlich sind die Herren

vom Lande zurück. Wenn nicht, so schreiben Sie mir bitte aus Paris; es bleiben

noch paar Sammlungen die ebenso schön aber schwer zugänglich sind.

Wenn Sie bis Anfang Oktober in Paris bleiben, treffen Sie mich vielleicht dort.

Besten Gruss Paul Cassirer

18


Brief von Bruno Cassirer vom 6.7.1899 (Brief Nr. 3)

LBZ N 100, KONVOLUT BRUNO CASSIRER

19


6 11.10.1899

‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ ‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ CASSIRER

(PAUL CASSIRER) 6

Sehr geehrter Herr Slevogt!

Die Ausstellung habe ich nun doch bis Donnerstag verschoben. Wenn Sie also

noch ein Bild schicken können (wenn auch ungerahmt) so wäre das sehr gut.

(Eilfracht mit versicherter Lieferfrist.) *Liebermann stellt erst im Januar aus.

Besten Gruß Ihr ergebener Paul Cassirer

6 Standort unbekannt, Abschrift in Archiv

SM, Slg. Kohl-Weigand, Best. Slevogt,

B4/11.

7 14.10.1899

‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ ‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧‧ CASSIRER

BRIEFPAPIER: BRUNO U. PAUL CASSIRER KUNST- UND

VERLAGSANSTALT, 1 BL. (PAUL CASSIRER)

Sehr geehrter Herr!

Wir bestätigen Ihnen hierdurch, daß wir die folgenden Bilder von Ihnen

in Depot erhalten haben:

Der verlorene Sohn ‹G 31› – M. 10800.-

Schehezarade [sic] ‹G 17› – " 10000.-

Blaubart ‹G 8› – " 2500.-

Aventiure ‹G 7› – " 1500.-

Menschenpaar ‹G 6› – " 3000.-

Die Ringer ‹G 5› – " 2500.-

Fuchs ‹G 24› – " 500.-

Gelbes Bouquet ‹G 28› – " 360.-

Fruchtstück – " 150.-

Medusa ‹G 18› – " 300.-

Maiblüthen – " 200.-

2 Landschaften à – " 600.-

Katzen ‹G 20› – " 150.-

Nackenstudie ‹G 1› – " 350.-

Spanierin ‹G 19› – M. 200.-

Rauchgefäß ‹G 27› – " 300.-

Atelierbild ‹G 26› – " 1000.-

Rothe Tänzerin ‹G 2› – " 500.-

Schleiertänzerin 7 – " 300.-

Rosenbeet ‹G 23› – " 1500.-

Hühnerhof ‹G 25› – " 250.-

Laubgang – " 250.-

Außerdem ohne Preis-Angabe:

Villa

Blumenstück

Costümskizze

Wir bitten Sie, der Ordnung wegen, hiervon Notiz zu nehmen.

Hochachtungsvoll! Bruno u. Paul Cassirer

7 Tänzerin in Grün ‹G 11› oder Tänzerin in

Silber ‹G 30›.

20

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