Weihnachtsmagazin goerlitz 2025
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NOVEMBER/DEZEMBER 2025
Weihnachtliches
görlitz
GENIESSEN SIE DIE WEIHNACHTSZEIT IN GÖRLITZ.
In diesem weihnachtlichen Magazin finden Sie einige Informationen für Erlebnisse. Festliche Veranstaltungs- und Konzerttermine
rund um die Advents- und Weihnachtszeit, geführte Stadtführung und Görlitztour, Adventszeit in den Museen sowie viele Inspirationen.
Handwerk mit Herz – Ausgewählte Manufakturen stellen wir Ihnen vor. Auch Geschichten und Erinnerungen mit weihnachtlichem
Bezug runden das Magazin ab. Genießen Sie die festliche Stimmung und lassen Sie sich inspirieren!
LIEBE LESERINNEN,
LIEBE LESER,
es ist wieder so weit – Görlitz verwandelt sich in eine festliche Weihnachtsstadt!
Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, beginnt in
der Europastadt Görlitz an der Neiße die gemütlichste Zeit des Jahres.
Die prachtvollen Handelshäuser der Renaissance und des Barock erstrahlen
im festlichen Glanz und verleihen der Stadt einen märchenhaften
Charme. Erleben Sie mit Familie und Freunden das zauberhafte
Lichtermeer und die herrlichen Düfte der Vorweihnachtszeit.
Besonders empfehlenswert ist ein Besuch des Schlesischen Christkindelmarkts
im Advent. Hier können Sie sich von den Aromen der schlesischen
Traditionsküche verwöhnen lassen und die entspannte Atmosphäre
genießen. Der Nachtwächter lädt zu einer Laternenführung ein
und verrät so manch geheimes Detail über die Stadtgeschichte. Nach
der spannenden Erkundung wärmen Sie sich bei einem Glühwein in
einem der historischen Gewölbekeller auf und lassen sich von den
herzhaften Köstlichkeiten wie dem „Schlesischen Himmelreich“ oder
den süßen „Mohnspielen“ verführen.
Der Christkindelmarkt und das Weihnachtshaus bieten zudem eine Vielzahl schöner Mitbringsel, von
handgefertigten Pyramiden und Herrnhuter Sternen bis hin zu traditionellen Räuchermännchen. Kinder
dürfen sich auf einen Bastelwagen, ein weihnachtliches Postamt und ein Geschichten- und Lesezelt
freuen. Eine weitere Attraktion auf dem Obermarkt ist die Eislaufbahn, die großen und kleinen Besuchern
viel Freude bereiten wird. Auf frisch geschliffenen Kufen kann man hier täglich mit Kollegen,
Freunden oder der Familie seine Runden drehen – und auch das rege Treiben auf dem Eis beobachten.
Für Familien gibt es im deutsch-polnischen Tierpark liebevolle Angebote wie die „Bescherung der
Tiere”. Am 7. Dezember sind Besucher eingeladen, gemeinsam mit den Tierpflegern auf Fütterungsrunde
bei Stachelschweinen, Kamelen und Bauernhoftieren zu gehen und die Tiere mit Leckereien zu
verwöhnen. Bringen Sie gerne eigene, klein geschnittene Möhren und Äpfel mit!
Jedes Jahr im Dezember startet die Parkeisenbahn zur traditionellen Nikolausfahrt. Am 30. November
ab 14:00 Uhr lädt die Parkeisenbahn für Familien zu einer gemütlichen Fahrt ein.
Görlitz ist aber nicht nur zur Adventszeit einen Besuch wert. Sehenswert sind vor allem die sakralen
Schätze der Stadt: In der Peterskirche, zugleich ein Wahrzeichen der Stadt, können Besucher dem
Orgelspiel auf der Sonnenorgel lauschen. Eine Besonderheit ist auch das Heilige Grab, ein Zeugnis
spätmittelalterlicher Frömmigkeit. Ausflüge in die verschneite Landschaft des Zittauer Gebirges, des
Iser- und Riesengebirges runden den winterlichen Görlitz-Besuch ab.
Wir wünschen Ihnen eine friedliche Vorweihnachtszeit und unvergessliche Stunden in der Weihnachtsstadt
Görlitz.
Impressum:
Herausgeber: incaming media GmbH
Carl-v.-Ossietzky-Str. 45, 02826 Görlitz
Telefon: 03581 87 87 87
www.incaming.de
Geschäftsführer: Andreas Ch. de Morales Roque
Druck: incaming print
Titelgestaltung: Kathrin Drochmann
Konzept & Idee: Kathrin Drochmann
Gestaltung & Layout: Kathrin Drochmann
Illustrationen: freepik
Auflage: 6000 Stück
Verteilung: kostenfrei an publikationswirksamen Auslagen wie
Touristinformationen, Museen, Rathaus, Restaurants, Cafés, Geschäfte,
kulturelle Einrichtungen
Stand: 28. Oktober 2025 (Erstausgabe)
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Eislaufen
auf dem Obermarkt in Görlitz
21. November 2025 bis 4. Januar 2026
Fotos: Annett Blomenkemper
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Auch in diesem Winter heißt es wieder:
Schlittschuhe an und ab aufs Eis!
Ab dem 21. November 2025 öffnet die Görlitzer Eislaufbahn wieder
ihre Tore – und das in einem ganz besonderen Jahr: Wir feiern 10 Jahre
Eislaufspaß auf dem Obermarkt!
Egal ob Anfänger oder geübter Schlittschuhläufer, unsere 450 m² große
Eisfläche bietet viel Platz für fröhliche Runden auf dem Eis. Wer keine
eigenen Schlittschuhe besitzt, kann sich direkt vor Ort welche ausleihen.
Zusätzlich stehen verschiedene Ticketoptionen sowie attraktive
Gutscheine zur Verfügung – ideal auch als Geschenk in der Winterzeit.
Die romantischen Markthütten rund um die Eislaufbahn sorgen weiterhin
für ausreichend warme Speisen und Getränke – perfekt, um
sich zwischendurch aufzuwärmen.
Kommt vorbei und feiert mit uns 10 Jahre glitzerndes Eis und fröhliche
Wintermomente – bis zum 4. Januar!
Nur wenige Schritte entfernt erwartet Sie vom 28. November bis
14. Dezember: der Schlesische Christkindelmarkt. Lassen Sie sich von
der festlichen Atmosphäre verzaubern und erleben Sie die Adventszeit
von ihrer schönsten Seite.
Öffnungszeiten/Eiszeiten
Sonntag bis Donnerstag
Freitag und Samstag
3 Eiszeiten 4 Eiszeiten
10:00 – 14:00 Uhr* 10:00 – 13:00 Uhr*
14:30 – 17:30 Uhr 13:30 – 16:30 Uhr
18:00 – 20:00 Uhr 17:00 – 19:00 Uhr
19:30 – 21:00 Uhr
Montag bis Freitag
*Schulklassen
von 10:00 bis 14:00 Uhr (Freitag bis 13:00 Uhr) sind Reservierungen
durch Schulklassen möglich. Dann haben Besucher leider keinen Zutritt.
Eintrittspreise (Änderungen vorbehalten)
Kinder und Jugendliche
(4 bis 17 Jahre)
Erwachsene
1 Eiszeit: 4,00 € | 5,00 €* 1 Eiszeit: 6,50 € | 8,00 €*
6er Karte: 21,00 € 6er - Karte: 39,00 €
Saisonkarte: 49,00 € Saisonkarte: 79,00 €
Familien
(2 Kinder + 2 Erwachsene)
1 Eiszeit: 19,00 € | 24,00 €*
jedes weitere Kind: 3,00 € | 3,50*
* Preise für Freitag, Samstag, Sonntag und Feiertage.
Schlittschuhverleih
Es besteht die Möglichkeit, Schlittschuhe für 6,00 € gegen einen Pfand
(bspw. Personalausweis) auszuleihen.
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Schlesischer
Christkindelmarkt
zu Görlitz
28.11. – 14.12.2025
Foto: Nikolai Schmidt
Görlitz – auf dem schönsten Weihnachtsmarkt Sachsens
Entdeckt den Schlesischen Christkindelmarkt in Görlitz, dem schönsten
Weihnachtsmarkt Sachsens! An der deutsch-polnischen Grenze erstrahlt
die Stadt zur Weihnachtszeit in festlichem Glanz. Das MDR-Sachsen-
Weihnachtsmarkttest-Team zeichnete diesen Markt 2019 zum zweiten
Mal aus. Doch nicht nur die stimmungsvollen Stände mit Glühwein und
gebrannten Mandeln ziehen Besucher an; auch ein Spaziergang durch
die malerische Altstadt lohnt sich. Lasst euch von der friedlich, ehrlichen
Atmosphäre mitreißen und genießt die vielseitigen Attraktionen, die
Görlitz in dieser festlichen Jahreszeit bietet.
Traditionsreich: Schlesischer Christkindelmarkt in Görlitz
Der Weihnachtsmarkt in Görlitz ist ein wahrer Schatz der Tradition und
findet alljährlich über 17 festliche Tage im Dezember statt. Organisiert
von der Görlitzer Kulturservicegesellschaft, erstreckt sich der Markt auf
5000 Quadratmetern auf dem Untermarkt und entlang der Brüderstraße.
Hier finden Besucher zahlreiche Stände mit köstlichen Speisen und
Getränken sowie kunsthandwerklichen Erzeugnissen.
Die Eröffnung des Christkindelmarktes ist ein Höhepunkt: Mit dem
läutenden Geläut der Glocken in der Kirche Sankt Peter und Paul und
festlichen Melodien von Bläsern auf der Rathaustreppe wird das Markttreiben
feierlich eingeleitet. Der Oberbürgermeister und das Christkindel
begrüßen die Gäste, gefolgt vom traditionellen Stollenschnitt.
Auf dem Untermarkt tummeln sich über 80 Markthändler mit handgefertigten
Schätzen. Das Besondere am Görlitzer Christkindelmarkt? Nähe
zu Polen und Tschechien spiegelt sich in Sachsen-, Böhmen- und Schlesien-Genüssen
wider. Die prachtvollen Handelshäuser aus Barock und
Renaissance bieten eine würdige Kulisse für das beschauliche Treiben.
Beim Spaziergang durch Görlitz verführt der Duft von Mandeln, Weihrauch
und Gewürzen zum Verweilen und Naschen. Ein abwechslungsreiches
Bühnenprogramm begleitet die Stände, und viele Mitmachaktionen
für Kinder runden das Fest ab.
Welche Attraktionen gibt es auf dem Görlitzer Christkindelmarkt?
Der Görlitzer Christkindelmarkt bietet eine großartige Mischung
aus Kultur, Genuss und Tradition. Höhepunkte im Überblick:
• Der Weihnachtsmarkt wird in der malerischen, unter Denkmalschutz
stehenden Altstadt von Görlitz veranstaltet.
• Entdecken Sie festliche Waren und köstliche Spezialitäten
von über 80 Gastronomen, Händlern und Handwerkern
aus Deutschland, Polen und Böhmen!
• Nur ausgewählte Händler sind auf dem Markt vertreten,
um sicherzustellen, dass ein hoher ästhetischer Anspruch
geboten wird.
• Eine romantische Eislaufbahn erfreut unter freiem Himmel.
• Es gibt die Möglichkeit zum Eisstockschießen.
• In den Nachmittagsstunden des Christkindels werden Kinder jeden
Tag mit Geschenken, einer Eisenbahn und einem Karussell erfreut.
Die Kleinen lauschen Weihnachtsgeschichten oder Basteln im
Bastelwagen im Lese- und Geschichtenzelt.
• Vor dem Rathaus ist eine Bühne mit Live-Musik und einem unterhaltsamen
Programm.
• Menschen singen „Stille Nacht, Heilige Nacht“ auf der Altstadtbrücke.
Was erwartet euch auf dem Christkindelmarkt in Görlitz?
Görlitz gehört zu den schönsten Städten Sachsens, und der Christkindelmarkt
macht das wieder deutlich: Hier steht der Handel und die Weihnachtsbotschaft
im Vordergrund, doch das Erlebnis reicht weit darüber
hinaus. An hübsch dekorierten Ständen findet Ihr feine Getränke, kulinarische
Köstlichkeiten und handwerkliche Schätze von Händlern aus Böhmen,
Sachsen, Niederschlesien, der Oberlausitz sowie Polen. Handbemalte
Weihnachtskugeln, Räuchermännchen und handgefertigte Pyramiden
gehören zu den beliebtesten Mitbringseln, doch auch moderne Design-
Produkte und Waren aus exotischen Ländern wie Nepal bereichern das
Angebot. Der Markt ist der ideale Ort, um ausgefallene Weihnachtsgeschenke
zu finden – eine harmonische Mischung aus traditionellen Hütten
und individuellen Ständen, deren Dächer in Weiß-Rot erstrahlen, den
Farben der Stadt Görlitz.
Für Familien bietet der Christkindelmarkt ein vielfältiges Programm. Görlitzer
Vereine, städtische Institutionen und Bürgerinitiativen laden Kinder
zum Experimentieren und Basteln ein. Auf der romantischen Bühne warten
zahlreiche Auftritte von Schulen und Kindergärten aus Görlitz und
dem benachbarten Zgorzelec. Theatervorstellungen, Weihnachtsrock,
weihnachtlicher Jazz und das große Weihnachtssingen verzaubern Groß
und Klein und laden zum Mitsingen ein.
Der Markt zieht Menschen aus Görlitz, Zgorzelec und Besucher aus
Polen, Tschechien und ganz Deutschland an. Bei Rock- und Jazzklängen
schwingen viele das Tanzbein, und beim Weihnachtssingen
singen Groß und Klein beschwingt mit. Für die Kleinen gibt es
drei besondere Anlaufstellen: den Bastelwagen, das weihnachtliche
Postamt und das Lese- und Geschichtenzelt. So
wird der Besuch auf dem Görlitzer Christkindelmarkt zu
einem stimmungsvollen Ereignis für die ganze Familie.
In Görlitz haben Kinder die Möglichkeit, die Weihnachtsgeschichte
auf besondere Weise kennenzulernen. Durch Andachten
und Open-Air-Gottesdienste entdecken sie den
tiefen Sinn des Weihnachtsfestes. Ein Höhepunkt ist der
Besuch von Tieren aus dem Naturschutzpark Görlitz im
Tiergehege, der den Kindern spielerisch die Natur näherbringt.
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Der Weihnachtsmarkt in Görlitz zeichnet sich durch seine unaufgeregte,
aber einladende Atmosphäre aus. Hier trefft Ihr freundliche Menschen
und teilt die romantische Stimmung des Festes. Ihr lernt viel über Weihnachtsriten
und den Glauben, der diesem Fest zugrunde liegt. Der Christkindelmarkt
vereint dörflichen Charme mit städtischem Stolz und wird in
den Abendstunden von einem magischen Licht erhellt. Mit einem Hauch
Schnee verwandelt sich Görlitz wahrhaftig in ein Winterwunderland.
Aktivitäten rund um den Weihnachtsmarkt
Der Görlitzer Christkindelmarkt ist nicht nur ein Ort für festliche Stimmung,
sondern auch ein wahres Erlebnis für alle Sinne.
Auf dem Platz der Friedlichen Revolution erstreckt sich die Weihnachtsmeile,
die mit ihren festlich geschmückten Ständen zu einem Bummel
einlädt. Besonders am Kühlhaus erwartet euch ein Weihnachtsmarkt,
der mit handgemachten Produkten und kulinarischen Köstlichkeiten begeistert.
Hier könnt Ihr es euch am Lagerfeuer gemütlich machen und
dabei den herrlichen Duft von gebrannten Mandeln und Glühwein genießen.
In der Fleischerstraße findet Ihr das Weihnachtshaus, in dem traditionelle
Holzfiguren zum Verkauf angeboten werden. Ein perfektes Geschenk
für die Liebsten! Mehr weihnachtliche Inspirationen erwarten euch in
den Geschäften der Innenstadt oder entlang der Berliner Straße. Für
diejenigen, die mehr über die Geschichte und die Geheimnisse Görlitz’
erfahren möchten, ist eine abendliche Führung mit dem Nachtwächter
eine spannende Option. Lassen Sie sich von seinen Erzählungen über die
sagenhaften Geschichten der Neißestadt fesseln.
Eislaufen und Eisstockschießen in Görlitz
Ein absoluter Höhepunkt der Weihnachtszeit in Görlitz ist die Eislaufbahn
auf dem Obermarkt. Bei stimmungsvollem Licht und einer malerischen
Kulisse verwandelt sich der Platz zum einzigartigen Ambiente. Ob mit
Freunden, Familie oder Kollegen – hier kommt jeder auf seine Kosten.
Nach einer ausgiebigen Runde auf dem Eis wird es Zeit, sich mit einem
heißen Glühwein in der beheizten Hütte aufzuwärmen. Sportlich geht es
hingegen beim Eisstockschießen auf dem Untermarkt zu, wo eine große
Menge an Spaß und gute Laune garantiert sind.
Kulinarisch hat Görlitz zur Weihnachtszeit ebenfalls viel zu bieten. Genießt
regionale Spezialitäten wie das „Schlesische Himmelreich“, eine
köstliche Kombination aus Kassler, Klößen und Backobst, oder probiert
das süße Mohnküchlein mit Eierlikör. Nicht zu vergessen die schlesische
Weihnachtsbratwurst, die mit ihrem besonderen Zitronenaroma begeistert.
Lasst euch in eine bezaubernde Weihnachtszeit entführen und erlebt
die Festlichkeiten in Görlitz hautnah!
Öffnungszeiten des Christkindelmarktes in Görlitz
Der Weihnachtsmarkt in Görlitz ist von Montag bis Freitag zwischen
14:00 Uhr und 20:00 Uhr geöffnet. An Freitagen ist der Markt eine Stunde
länger geöffnet. Der Christkindelmarkt ist am Samstag von 11:00 bis
21:00 Uhr geöffnet. Am Sonntag haben Sie die Möglichkeit, den Markt
von 11:00 bis 20:00 Uhr zu erkunden.
Tagsüber bietet die Stadt viele Sehenswürdigkeiten wie:
• Barockhaus 30
• Peterskirche Görlitz
• Heiliges Grab
• Schlesisches Museum zu Görlitz
• Sehenswertes in der Altstadt Görlitz
Fotos: Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH, Axel Lange,
Arkardius Kucharski, Laura Hummel, Rainer Weisflog
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Erleben Sie zwei
Führungen durch die
weihnachtlich geschmückte
Görlitzer Altstadt
zu adventlichen
Traditionen und Bräuchen!
Foto: incaming
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Lichterglanz und Weihnachtszauber – ein besinnlicher
Rundgang in der Adventszeit
Tauchen Sie ein in die festlich geschmückte Stadt und lassen Sie sich
von unserer Gästeführerin mit kurzweiligen Geschichten, lustigen Anekdoten
und besinnlichen Begebenheiten rund um die Weihnacht auf
die Festtage einstimmen.
Die Adventsstadtführung ist eine schöne Ergänzung zu Ihrer Weihnachtsfeier
oder Einstimmung auf die besinnliche Zeit des Jahres für
Ihren ganz privaten Kreis oder Anlass.
Treffpunkt: Görlitz-Information (Obermarkt 32)
Dauer: ca. 90 min.
Termine: 30.11., 07.12., 14.12. jeweils um 14:30 Uhr
Preis: 10,00 Euro pro Pers., 8,00 Euro pro Kind (Kinder 6 bis 14 Jahre)
Vorverkauf bei Görlitz-Information (Obermarkt 32)
Adventsgeschichten und Weihnachtsbräuche in Görlitz
Lassen Sie sich mit unserer Gästeführerin auf die Advents- und Weihnachtszeit
einstimmen. Erfahren Sie bei einem Gang durch die historische
Altstadt Wissenswertes zu den Traditionen, den Bräuchen und
den kulinarischen Besonderheiten der Region.
Treffpunkt: Görlitz-Information (Obermarkt 32)
Dauer: ca. 90 min.
Termine: 30.11., 14.12. 21.12. jeweils um 10:30 Uhr
06.12. Beginn um 14:00 Uhr
Preis: 11,00 Euro pro Pers., 8,00 Euro pro Kind (Kinder 6 bis 14 Jahre)
Vorverkauf bei Görlitz-Information (Obermarkt 32)
Wir bitten Sie, sich im Voraus anzumelden. Die Karten für die Stadtführung
sind in der Görlitz-Information erhältlich.
Görlitz-Information
Obermarkt 32, 02826 Görlitz
Tel. 03581 47570
www.goerlitz.de
E-Mail: willkommen@europastadt-goerlitz.de
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Weihnachtliche
GlitzerTour
Foto: Frank Fichtner
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Erleben Sie bei einer weihnachtlichen Stadtrundfahrt
das festlich geschmückte Görlitz
In den Straßen sind überall funkelnde Sterne und leuchtende Kinderaugen
zu sehen. Der betörende Duft von Bratäpfeln, kandierten Nüssen,
Pfefferkuchen, Glühwein und Räucherkerzen zieht durch die Gassen. Es
ist wieder so weit: Görlitz erstrahlt in weihnachtlichem Glanz und zieht
Besucher aus aller Welt in seinen Bann.
Matthieu
Rechtsanwälte und Fachanwälte
Ihre Anwälte im Arbeits-, Verkehrs-,
Vertrags-, Miet- und allgemeinen Zivilrecht
Während unserer Stadtrundfahrt nehmen wir Sie mit zu den schönsten
Plätzen und zeigen Ihnen, was Görlitz in der Advents- und Weihnachtszeit
so besonders macht.
Live moderiert von einem Görlitzer Gästeführer erleben Sie die schönsten
Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ein ganz besonderer Anziehungspunkt
in der Adventszeit ist die faszinierende Lichterpracht. Sie starten
die Tour am Obermarkt am Reichenbacher Turm vor den Toren der Görlitzer
Altstadt und dem romantischen Schlesischen Christkindelmarkt
und erkunden auf der Stadtrundfahrt das weihnachtlich geschmückte
Görlitz. Der Panoramabus wird Ihnen einzigartige Ausblicke ermöglichen.
Genießen Sie während der Rundfahrt in gemütlicher Atmosphäre
einen Glühwein oder Punsch. Die Rundfahrt endet mit einem kleinen
Spaziergang direkt auf dem Schlesischen Christkindelmarkt. Dort angekommen,
lassen Sie sich verwöhnen mit winterlichen Gaumenfreuden,
süßen Köstlichkeiten und Spitzenweinen aus der Region.
Genießen Sie einen wundervollen Abend im weihnachtlichen Ambiente!
Treffpunkt: Obermarkt 13 am Reichenbacher Turm
- 15 Minuten vor Abfahrt -
Dauer: ca. 60 Minuten
Termine: vom 28. November bis 14. Dezember 2025
täglich jeweils um 16:00 Uhr und 17:30 Uhr
A. Friedemann Matthieu
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Fachanwalt für Arbeitsrecht
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Sie erreichen mich ab 01.01.2026
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Kanzleianschrift
James-von-Moltke-Straße 53
02826 Görlitz
Tel.: 03581 87 39 050
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Funk: 0171 23 51 064
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Zusatzinformationen: Eine öffentliche Toilette befindet sich in der Apothekergasse
(200 Meter entfernt von der Görlitz-Information). Gültiger
Personalausweis ist mitzuführen!
Veranstalter: Stadtschleicher/Menzel-Busreisen/Taxi-Menzel, Obermarkt
13, 02826 Görlitz
Görlitz-Information
Obermarkt 32, 02826 Görlitz
Tel. 03581 47570
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ZUCKERWERK & REBENSAFT
Mit viel Liebe zum Detail haben wir inmitten der Görlitzer Altstadt einen Ort geschaffen,
an dem Genuss und der Qualität zu Hause sind.
Ob edle Tropfen, feine Confiserie oder handgemachte Torten –
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Neben den vielen handgemachten Produkten wie Pralinen, Torten, Gebäcken und Fruchtaufstrichen
halten wir verschiedenste Weine und edle Spirituosen für Sie bereit.
Ob Whisky, Obstler, Gin, Rum oder Grappa ... Wir helfen Ihnen gern weiter.
Impressionen
KONTAKT
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Obermarkt 8
02826 Görlitz
www.zuckerwerkundrebensaft.de
Montag bis Freitag
10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag
10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
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LIEBEVOLL GEFÜLLTE
ADVENTSKALENDER
24 leckere handgemachte Pralinenkreationen, versteckt in unserem hauseigenen Adventskalender, zaubern für Sie
und Ihre Lieben vorweihnachtliche Freude in besonders genussvoller Form. Die Vielfalt der Pralinen sorgt dafür, dass
die Adventszeit nie langweilig wird. Von zart schmelzendem Nougat über knusprige Nussfüllungen bis hin zu fruchtigen
Aromen – jeder Tag bietet ein neues Geschmackserlebnis.
GENUSSVOLLE VORFREUDE AUF WEIHNACHTEN
Die Adventszeit ist eine besondere Zeit des Jahres, in der Vorfreude auf Weihnachten mit köstlichen Leckereien versüßt
wird. Ein Pralinen-Adventskalender ist die perfekte Möglichkeit, jeden Tag im Dezember ein Stückchen Glück
zu genießen. Gefüllt mit edlen Nougat-Pralinen, feinen Trüffeln oder fruchtiger Ganache in zart schmelzender Vollmilchschokolade
– ein solcher Kalender ist nicht nur ein Genuss, sondern auch eine wunderbare Geschenkidee für
Freunde und Familie. Sie können unseren Adventskalender online kaufen oder direkt in unseren Filialen mitnehmen.
WARUM EIN PRALINEN-ADVENTSKALENDER?
Ein Pralinen-Adventskalender bietet nicht nur eine tägliche süße Überraschung, sondern auch ein Gefühl von Luxus
und Genuss. Pralinen sind mehr als einfache Süßigkeiten; sie sind kleine Kunstwerke, die mit viel Liebe zum Detail
und handwerklichem Geschick gefertigt werden. Jeder Tag im Dezember kann mit einer neuen, köstlichen Praline
gefüllt sein, die die Vorweihnachtszeit versüßt.
Die Vielfalt an Geschmacksrichtungen, die unser Adventskalender bietet, ist ein weiteres Highlight. Von zart schmelzendem
Nougat über knusprige Nussfüllungen bis hin zu fruchtigen Aromen ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Unser Kalender ist nicht nur für Schokoladenliebhaber ein Genuss, sondern auch für Feinschmecker und Genießer.
ADVENTSKALENDER MIT PRALINEN: SO WERDEN SIE HERGESTELLT
Die Herstellung unserer handgemachten Pralinen und Trüffel für unsere Schokoladen-Adventskalender ist eine
Kunst, die viel handwerkliches Können und die besten Zutaten erfordert. In unserer Schokoladenmanufaktur legen
wir neben nachhaltigem Edelkakao sehr viel Wert auf die Herkunft und den Geschmack aller Zutaten, angefangen
bei den Haselnüssen für unser Nougat, den Mandeln für das Marzipan oder den Himbeeren und anderen Früchten
für die fruchtigen Sorten.
Im Premiumkalender befinden sich auch alkoholische Pralinen. Bedenken Sie bitte, dass unsere Pralinen frei von
Konservierungsstoffen sind. Wir empfehlen daher, sich die Pralinen an den entsprechenden Tagen direkt zu gönnen
und sie nicht für später aufzuheben.
Zuckerwerk & Rebensaft auf dem Obermarkt 8, Görlitz
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„OH ES RIECHT GUT!“
„Oh, es riecht gut – oh, es riecht fein –“, heißt es in dem bekannten Weihnachtslied, und weiter: „In
der Küche riecht es lecker, ähnlich wie beim Zuckerbäcker …“. Ergänzen könnte man weitere Berufe wie
Koch, Chocolatier, Kaffeeröster oder Gewürzhändler.
Besonders die Weihnachtszeit ist von Gerüchen geprägt. Auf den Weihnachtsmärkten ziehen Schwaden
süßer Düfte nach Zuckerwatte, Waffeln, aber auch Glühwein durch die Straßen. In den heimischen
Küchen wird gebacken und Zimt, Anis, Kardamom und Vanille verführen die Nase. Was wäre die
schönste Zeit des Jahres ohne Stollen oder Spekulatius?
Vor allem ein Gebäck prägt die Weihnachtszeit, besonders in der Oberlausitz: der Pfefferkuchen.
Bereits im 13. Jahrhundert lassen sich Pfefferkuchen in Europa nachweisen. Der Grundteig besteht
aus Roggenmehl, Weizenmehl, Bienenhonig oder Sirup. Nach einer kühlen und dunklen Lagerung,
die durchaus 3 Monate dauern kann, werden dem Teig Gewürze wie Zimt, Koriander, Nelken, Mazis
(Muskatblüte), Kardamom, auch Mandelöl oder Zitronenschalen und Backtriebmittel wie Pottasche
und Hirschhornsalz beigegeben. Im Mittelalter fasste man orientalische Gewürze unter dem Begriff
„Pfeffer“ zusammen. So erklärt sich auch der Name „Pfefferkuchen“, obwohl sich kein Pfeffer darin
befindet.
Eine weitere Nascherei, ohne die die Weihnachtszeit heute kaum vorstellbar ist, ist die Schokolade.
Auch mit ihr verbindet sich ein bestimmter Geruch und natürlich Geschmack. Zartschmelzend, oft
süß, manchmal leicht bitter, zählt sie zu den beliebtesten Süßwaren. Bereits die geröstete Kakaobohne
verströmt einen Geruch, der sofort an Schokoladenweihnachtsmänner und Osterhasen sowie heiße
Schokolade denken lässt. Bei den Azteken Südamerikas als Zahlungsmittel benutzt, kam der Kakao
mit den spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert nach Europa. Erst im 19. Jahrhundert jedoch trat
die Schokolade ihren unaufhaltsamen Siegeszug quer durch alle Bevölkerungsschichten an. Das süße
Gold – bestehend aus Kakao, Kakaobutter, Zucker und Milchpulver – ist dabei in den verschiedensten
Formen zu finden: als Hohlkörper gegossen, in Form von Pralinen oder Tafeln, zu Eis oder Pudding verarbeitet
oder mit heißer Milch zubereitet als heiße Schokolade.
Bereits seit 1615 schwirrt der Duft eines anderen Heißgetränkes durch die europäische Luft: der Kaffee.
Im Gegensatz zur Schokolade stammt er aus Afrika. Er war – und ist – in Europa so beliebt, dass
ihm sogar Gedichte und Musikstücke gewidmet wurden. Lange Zeit hindurch wurde Kaffee jedoch
nicht pur genossen, sondern mit Gewürzen ebenso wie mit Zusätzen wie Zichorie gestreckt.
Im 20. Jahrhundert verbanden die großen Süßwarenfirmen oft die Herstellung von Schokolade mit der
Herstellung von Kaffee – beide entfalten ihr Aroma erst durch die schonende Röstung der Bohnen.
Wer kennt ihn nicht, den Geruch nach frisch gemahlenem Kaffee? Auch für die Herstellung der Schokolade
müssen die Kakaobohnen fein gemahlen werden. So wundert es nicht, dass die Kosa Schokoladenfabrik
Rolle K. G. in ihren Geschäften in ganz Deutschland vor dem 2. Weltkrieg neben gefüllten
Schokoladen-Eiern und dragierten Nüssen auch Kaffee verkaufte.
Aber nicht nur die süßen Düfte bestimmen unseren Alltag, sondern auch die herzhaften Gerüche nach
gekochten Kartoffeln, Gänsebraten oder Sauerkraut. All diese Leckereien wären ohne Gewürze nicht
denkbar: Kümmel, Lorbeer, Senfsaat, Muskat, Nelken, Pfeffer und Piment – sie alle und noch viele,
viele mehr sorgen dafür, dass Kartoffelbrei, Fischgerichte und Weißkohl den besonderen Pfiff erhalten.
Zimt, Anis, Ingwer, Kardamom und Koriander machen Plätzchen und Kuchen bekömmlich. Ohne Vanillezucker
oder Orangeat wäre so manches Gebäck nur halb so lecker.
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ERINNERUNGEN
Weihnachten im alten
Görlitz – wie es Kinder
von damals erlebten
Elsbeth Puschmann
Von den elf Kindern, die meine Mutter geboren hatte, blieben nur
sechs am Leben, die anderen starben gleich. Mein Vater, klassenbewusster
Gewerkschaftsfunktionär und Mitglied der SPD...
Im Winter konnten die Maler nicht so lange arbeiten, weil die Kammern
in den Arbeiterwohnungen keine Beleuchtung hatten. Da war Weihnachten
oft traurig. Meine Mutter holte erst am Weihnachtsabend
einen Tannenbaum, da bekam sie ihn geschenkt. Spielzeug bekam sie
in dem Laden von Kühne, Berliner Straße, kurz vor Ladenschluss für
50 Pfennige. Es war kaputtes Zeug, das sich nicht mehr verkaufen ließ.
Zwei Stunden später fanden wir´s so unter dem Weihnachtsbaum.
Dann kam Vater mit seinem großen Leimtopf, und das Spielzeug wurde
geleimt und zusammengeklebt. Später, als ich acht oder neun Jahre alt
war, habe ich zu Weihnachten für meine jüngeren Geschwister die Puppen
neu angezogen. Die Malergewerkschaft veranstaltete für die Kinder
ihrer Mitglieder eine eigene Weihnachtsfeier. Vater musste dafür
je Kind eine Mark geben. Im Verbandshaus der Maler, Sonnenstraße,
bekam jeder von uns ein kleines Spielzeug und einen Stollen, und wir
haben uns darüber sehr gefreut. Gans oder Karpfen konnten wir uns
zu den Feierfesttagen nie leisten. Vier Kinder mussten zusammen mit
einer Leberwurst auskommen. Uns gegenüber an der Berliner Straße
wohnten nur „Herrschaften“, die ihren Kindern vieles bieten konnten,
und manchmal fragte ich meine Mutter bitter: „Warum bin ich bei so
armen Leuten auf die Welt gekommen?“
nicht erfüllen. Das waren ja damals die Jahre der schlimmsten Arbeitslosigkeit.
Manche Geschäfte hatten Mitarbeiter als Weihnachtsmänner
angezogen, die nun vor den Eingängen Prospekte verteilten, um Käufer
anzulocken. Ich fürchtete mich vor ihnen. Eins war aber schöner als
heute – auf dem Weihnachtsmarkt gab es keinen Rummel. Jeden Adventssonntag
wurde ein weiteres Licht am Adventskranz angezündet.
Mutter spielte auf dem Klavier Weihnachtslieder. Später durfte auch ich
etwas vorspielen. Jeden Morgen wurde am Adventskalender ein neues
Türchen geöffnet und dabei gezählt, wie viele noch noch bis zum Fest
blieben. Abends las die Mutter weihnachtliche Geschichten vor, vor
allem sonntags, denn am Sonnabend wurde damals noch gearbeitet.
Außer dem Adventskranz, der – eingehängt in einen Ständer – auf dem
Tisch stand, hatten wir noch eine Pappelaterne, hinter deren farbigen
Bildchen aus Transparentpapier eine Kerze brannte. Aufregend war die
Weihnachtsbäckerei. Aus dem ausgerollten Pfefferkuchenteig konnte
ich selbst mit Blechformen Sterne und Herzen ausstechen. Auch Stollen
haben wir selbst gebacken. Die Kuchenbleche mit dem Teig trugen
wir zum Bäcker in die Kellerwerkstatt. Er schob sie in den Backofen, und
nachmittags konnten wir sie wieder abholen, mit dem duftenden frischen
Gebäck. Den Weihnachtsbaum kauften wir kurz vor dem Fest an
einem der vielen Stände in der Stadt. Wir schmückten ihn mit bunten
Kugeln und Flitter. Er blieb bis zum Januar stehen.
Am Heiligabend zogen wir mit der ganzen Familie in die Dreifaltigkeitskirche
zur Christnacht. Besonders von der feierlichen Musik war ich
sehr angetan, aber in Gedanken war ich doch schon bei der bevorstehenden
Bescherung.
Zu Hause gab es erst Essen, Bratwurst mit Rührkartoffeln und Sauerkraut.
Das Esszimmer war noch verschlossen. Nach einem Klingelzeichen
öffneten sich die Türen. Die Geschenke waren noch zugedeckt
und lagen auf einem besonderen Tisch. Auch Großmutter und Tante
Heinz-Gerold Briese
Unsere Familie wohnte an der Elisabethstraße. Als ich Kind war, empfand
ich die Vorweihnachtszeit als den Höhepunkt des Jahres. Wichtig
und wertvoll war das Erlebnis des Weihnachtsmärchens im Stadttheater.
Auch einzelne Vereine boten Theateraufführungen für die Kinder
ihrer Mitglieder im Konzerthaus an, zum Beispiel. Manchmal habe ich
selbst mitspielen dürfen. Für mich sehr imponierend waren das Kaufhaus
mit dem großen Weihnachtsbaum im Lichthof, die Weihnachtsausstellung
von Spielzeug und die verlockenden Auslagen in den hell
erleuchteten Schaufenstern. Ich wünschte mir immer eine Eisenbahn,
aber dieser Wunsch konnte sich nie erfüllen, dafür reichte das Geld der
Eltern nicht aus. Vater war Korrektor in der Druckerei Hoffmann und
Reiber, nach 1933 Angestellter bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse,
und der Verdienst war bescheiden.
Der Weihnachtsmarkt, man sagte auch Christkindelmarkt dazu, war
damals nicht so konzentriert wie heute. Die Händler hatten an der Elisabethstraße,
am Wilhelmsplatz und am Dresdener Platz ihre Buden
aufgeschlagen. Die Bäcker boten Pfefferkuchenhäusel und Pfeffernüsse
an. Mit Mutter bummelte ich durch die vorweihnachtlich geschmückten
Geschäftsstraßen. In Bargous Schaufenstern waren Märchenfiguren
aufgebaut, die Kinder konnten sich von dem Anblick kaum losreißen.
Aber viele Eltern standen traurig vor den festlich geschmückten und
beleuchteten Schaufenstern, denn sie konnten die Wünsche der Kinder
18
waren gekommen. Zuerst sangen wir gemeinsam Weihnachtslieder.
Wir hatten auch Grammophonplatten mit weihnachtlicher Musik. Große
Freude herrschte, wenn die geheimnisvolle Decke endlich abgehoben
werden war. Manchmal fand man die Geschenke am schönsten,
von denen, die Eltern gar nicht gedacht hatten, dass sie einem gefallen
würden. Besonders interessierten mich Autos und Straßenbahnen,
denn damals gab es ja zahlreiche technische Neuerungen. Auch die
Fächer im Kaufmannsladen wurden alljährlich neu gefüllt und hergerichtet.
Nach der Bescherung brannten wir noch Wunderkerzen ab. An
den Feiertagen gab es Gänsebraten, Besuche kamen, und es wurde gemeinsam
musiziert. Mein Onkel aus Berlin spielte dabei Geige. Manchmal
mussten wir nach dem Fest Aufsätze darüber schreiben. Die Lehrer
wollten wahrscheinlich wissen, was wir bekommen hatten. Das Angebot
in den Geschäften war damals tatsächlich enorm, aber nicht für alle
erschwinglich. Das Schönste an der Weihnachtszeit war die Vorfreude,
die Heimlichtuerei. Man ahnte etwas, wusste es aber nicht. Überall
wurde getuschelt. Man schrieb einen Wunschzettel, aber es durfte kein
Fehler darin sein. Am Morgen des 6. Dezember hatte der Nikolaus etwas
in die sorgfältig geputzten Schuhe gelegt: Nüsse, Apfelsinen, einen
Schokoladenweihnachtsmann. Diesen Gewinn an Gefühlreichtum und
Zuwendung danken wir unser ganzes Leben lang unseren Eltern.
Kurt Radisch
Etliche Wochen vor Weihnachten durfte ich mit der Mutter mit nach
Görlitz fahren. Ich hatte mich lange darauf gefreut, denn da gibt es viele
schöne Sachen in den Kaufhäusern und Schaufenstern zu sehen. Es war
auch wirklich noch viel schöner, als ich mir‘s gedacht hatte. Im Kaufhaus
„Zum Strauß“ war „Die Fahrt des Weihnachtsmannes ins Spielzeugland“
ausgestellt. Der Weihnachtsmann flog mit seinem Flugzeug
ins Spielzeugland. Als er dort angekommen war, konnte man sehen, wie
herrlich es in dem Lande mit den kleinen Leuten aussah. Er ließ sein
Flugzeug mit lauter Spielzeug beladen und fuhr wieder in den heimatlichen
Wald. Dort packte er es auf seinen Schlitten und fuhr durch den
Wald zu den artigen Kindern. Die Leute im Spielzeugland waren lauter
Puppen und Püppchen, es war wunderschön, gerade wie ein Märchen.
Aber fast noch schöner war es bei Otto Straßburg. Dort hatte man aus
Papphäuschen „Görlitz zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges“ aufgebaut.
Um die Stadt sah man die Zelte der Feinde. Als Soldaten hatte man lauter
kleine Zinnfiguren aufgestellt. Auch die Schlacht bei Moys und noch
andere Schlachten konnte man sehen. Es war wunderschön. Wenn ich
in Görlitz wohnte, so würde ich es mir gewiss jeden Tag angesehen haben.
Manfred Raupach
Weihnachten war auch für uns Görlitzer Kinder das wohl schönste Fest
des Jahres. Viele Wünsche gingen in Erfüllung – mindestens ebensoviele
aber leider nicht. Denn ein überfüllter Wunschzettel hatte die Eltern
überfordert, und nützliche Geschenke, wie z. B. selbstgestrickte
Handschuhe „für den lieben Jungen“, erfreuten kaum, weil man mit
ihnen nicht spielen konnte. So war es denn eine Wohltat, wenn auch
ein oder zwei Briefe von Verwandten auf dem Gabentisch lagen, die
einen Schein enthielten. Dadurch konnte man mit ungewohnt vollem
Geldbeutel nach dem Fest in die Stadt pilgern, um sich den einen oder
anderen Weihnachtswunsch noch selbst zu erfüllen: eine Weiche oder
ein Wagen fehlte für die Eisenbahn, ein Karl-May-Buch brauchte man
noch, oder ein paar Soldaten für die „Privat-Armee“ usw.
Auch mir erging es so. Gleich nach den Feiertagen machte ich mich auf
die Socken, die Zittauer Str. runter. An der Freitreppe blieb ich einen
Moment stehen, denn von dort konnte (und kann) man die Bahnhofsgleise
gut überblicken, und ich freute mich immer, wenn ein Zug von
oder nach Kohlfurt, Hirschberg oder Zittau über den Jakobstunnel donnerte.
Aber dann ging es weiter. Die Treppen runter, durch den Tunnel
in die Jakobstraße und dann links rein in die Schulstraße (damals
Herbert-Norkus-Str.) zum Spielwarengeschäft Zippel, Ecke Berliner Str.
(damals Adolf-Hitler-Str.). Es war ein großer, dunkler Laden, der hauptsächlich
billiges Spielzeug hatte. Hier gab es aber auch die beliebten
„Wiking-Schiffe“, kleine Schiffsmodelle aus Bleiguss, mit denen wir
Seeschlachten ausfochten. Herr Zippel war ein kleines, flinkes Männel
mit glänzender Glatze und sehr freundlich und zuvorkommend. Er bemühte
sich dann im Krieg sogar, die knapp gewordenen Spielsachen
gerecht zu verteilen, und notierte was wer bekam. Hatte ich z. B. von
einer Sendung ein Schlachtschiff bekommen und mein Klassenkamerad
Klaus Zenker nur ein kleines Torpedoboot, so war das dann bei der
nächsten Lieferung genau umgekehrt. Zippel hatte auch viel Puppen
und so’n Weiberkram, und so verschwand ich dort bald wieder. An der
Ecke gegenüber von Zippel, bei Foto-Winkler, konnte man Kinderfilme
erstehen fürs Heimkino, oder eine Fotobox. Aber das war was für ältere
Jungen.
Ich eilte also weiter, die Berliner Str. entlang und rechts rein in die Hospitalstraße
zum „Spielwarengeschäft Alfred Dittmann“ auf der linken
Seite, einem, kleinen, modern eingerichteten Laden. Hier gab es nur
gutes Markenspielzeug, das aber auch seinen Preis hatte. Z. B. Eisenbahnen
von Märklin und Trix, Lineol und Elastolin-Soldaten, Schuco-
Autos. Stabil-Baukästen usw.. Der Inhaber war noch ziemlich jung, groß
und bissel mürrisch. Ich, zehnjähriger Knirps, hatte ziemlich Respekt vor
ihm, aber er hatte Sachkenntnisse, und so wanderte manche Mark von
mir in seine Kasse. Und weiter ging‘s die Jakobstraße entlang und links
rein in die Straßburgpassage. Dort war neben dem Passage-Kino der
Optiker Trabs, der auch Märklin-Bahnen hatte, aber nicht viel. Da hielt
ich mich nicht lange auf, denn das Paradies für Eisenbahnspieler war
nicht weit: lmmisch. So machte ich mich zurück zur Berliner Str., wo
ein Stück weiter unten, kurz vor dem Postplatz (damals Hindenburg-
19
platz), Otto Immisch war, ein Optik-Foto-Lehrmittel-Laden, Inhaber Alfred
Lünig. Hier gab es Eisenbahnen und Zubehör aller Spurweiten und
Fabrikate: Märklin, Trix, Bub, Krauß und Kibri. Auch Dampfmaschinen,
Experimentierkästen und anderes Lehrspielzeug. Die Schaukästen im
Hauseingang, in der Weihnachtszeit mit Eisenbahnen gefüllt, waren
eine Augenweide. Diese Kostbarkeiten waren in einem großen Hinterraum,
in dem sogar eine Bahnanlage für Probefahrten aufgebaut war.
Fachverkäufer war hier ein Herr Henschel, dessen technisches Wissen
und die Fähigkeit, Reparaturen zu machen, ich zu schätzen wusste.
Spätestens hier wurde mein Geldbeutel leichter, und ich begab mich
zum Endpunkt meiner Wanderung, über’n Postplatz rüber zum Kaufhaus
Strauß (warum wir Karstadt so nannten, ist mir nicht klar). Wer
weiß es? Im Erdgeschoss stand ein riesiger Weihnachtsbaum. Die Spielwarenabteilung
war im 2. Stock und hatte das reichhaltigste Angebot
in Görlitz. Auch war eine große Bahnanlage in Spur O aufgebaut, auf
der ein D-Zug mit Stromlinienlok fuhr. Hier ging das letzte Geld drauf,
nur noch einen Groschen hatte ich mir aufgehoben, um mit der Elektrischen
nach Hause fahren zu können. Schnell noch ins Kaufhaus Bargou
Söhne, schräg gegenüber an der Ecke. Auch hier musste ich in die 2.
Etage – die alten Holztreppen knarrten mächtig, und ich hatte bissel
Angst, dass die Bude zusammenkracht. Das Spielzeug war nischt Gescheites,
aber an der Kasse gab es immer die Kinderzeitschrift „Der Kibitz“
für ’nen Groschen. Schon wanderte mein letzter in die Kasse, und
die „Eins“ musste ohne mich den Demianiplatz verlassen.
So latschte ich denn nach Hause, die Jakobstraße hoch, wo auf der linken
Seite die Schaufenster der Buchhandlung Worbs neue Begierden
weckten. Hier konnte man Karl-May-Bücher bekommen und die beliebten
„Zwanzig-Pfennig-Heftel“: Kolonial-Bücherei, Erlebnis-Bücherei,
dann im Krieg die Kriegsbücherei der deutschen Jugend usw... Jede
Woche erschien ein neues Heft. Aber meine Kasse war leider leer...
Werner Jungnitsch
Köln, geboren 1922 in Görlitz, damals Weberstraße 13
Wer kennt sie noch, die Sitten und Gebräuche zur Weihnachtszeit? Notizen
meines Vaters ermöglichen es, etwas näher darauf einzugehen.
„O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit.“ Fröhlich?
Selig? Gnadenbringend? Pustekuchen! Anno 1921 wütete die Inflation.
Das Geschäft meines Vaters ging in Konkurs, und ich war „im
Anmarsch“. Mutter schuftete von früh bis spät mit Nähen, Stricken,
Putzen, nur um Miete und Grundnahrungsmittel erwirtschaften zu können.
Ich kam ein Jahr nach der Inflation in Görlitz zur Welt und erlebte
ganz bewusst meine erste Weihnachtszeit. Ich war drei Jahre alt.
Einige Tage vor Heiligabend war es Usus, mit der Weihnachtsbäckerei
zu beginnen. Die Zutaten allerdings suchte man vergeblich. Die Mutter
hatte zwei Schwestern, die, unabhängig voneinander, eine kleine Landwirtschaft
betrieben. Sie waren die „rettenden Engel“. Vom Himmel herab
purzelten zwei große Pakete, direkt in die Arme meiner glücklichen
Mutter. (Das waren die Gedanken eines dreijährigen Bengels.) In einem
Paket befanden sich alle Zutaten, in dem anderen „schlummerte“ eine
dicke, fette Gans. Sofort ging es ans Werk mit dem fulminanten Ergebnis:
ein Streusel-, ein Zuckerkuchen und zwei wohlgeformte Striezel.
Mutter konnte zaubern!
Heiligabend. Vater nahm mich an der Hand, und ich trippelte mit ihm,
unter Glockengeläut, in die nahegelegene Peterskirche zum Gottesdienst.
Der gewaltige Orgelklang ergriff mich derart, dass mir etliche
Tränen die Wangen heruntertröpfelten. Die Predigten zelebrierten,
jährlich alternierend, die Pfarrer HORST, TREU und ÜBERSCHAER. Zwischenzeitlich
hatte Mutter das Abendessen bereitet: schlesische Bratwurst
mit Kartoffelbrei und Sauerkraut. Andere Familien bevorzugten
gebackenen Karpfen mit Kartoffelsalat. Jetzt begann der sich jährlich
fortsetzende Ritus. Als ich das Nebenzimmer betrat, faszinierte mich
der mit Lametta geschmückte Tannenbaum, der eine Fichte war. Das
warme Licht der Kerzen schuf eine ganz besondere Atmosphäre. Ein
Terzett, wie Vater den aus drei Gestalten bestehenden „Chor“ nannte,
intonierte nun den „Ros, der aus einer zarten Wurzel entsprungen“ war.
Mit sonorer Stimme las Vater andächtig die Weihnachtsgeschichte, worauf
die „Stille Nacht, in der niemand schläft und keiner wacht“, diesen
Teil abschloss. Ein für mich bestimmtes Geschenk verlieh dem Zimmer
eine besondere Note: ein gebrauchtes Schaukelpferd – das nicht schaukeln
wollte. Stolz saß ich auf dem edlen Ross und grüßte majestätisch
meine Eltern. Ein Gläschen Glühwein für die Eltern, eine Tasse Kakao
für mich beschlossen diesen herrlichen Abend, und wir sanken ermüdet
„in die Falle“. Nach dem Festgottesdienst am 1. Feiertag in der Peterskirche
erwartete uns ein köstliches Mahl: Gänsebraten mit Klößen
und Rotkohl. Der 13. Heiligabend sollte der letzte mit meinem Vater
sein – er verstarb. Ich war 14 Jahre alt.
Es war der Beginn ständiger Veränderungen – ein Wandel. Um den darauffolgenden
Heiligabend nicht mit mir allein zu sein, hatte Mutter eine
Freundin eingeladen. Sie war ein Mitglied der „Kirche Jesu Christi“ –
eine Mormonin. Heftige Zwiste in Glaubensfragen überschatteten den
sonst immer friedlichen Abend.
Anno 1941 verließ ich meine Heimatstadt, um die in Görlitz begonnene
Gesangsausbildung an der „Academie für Musik“ in Berlin fortzusetzen.
Meine Vermieterin gab mir den Tipp, eine Andacht in der St. Hedwigs-
Kathedrale zu besuchen, in der Prälat Lichtenberg täglich eine Predigt
hielt. Es war gespenstisch! Er betete für die armen, verfolgten Juden,
obwohl ihm bewusst war, dass der „Staatssicherheitsdienst“ an den Türen
lauschte. Auf dem Transport 3 Jahre später nach Auschwitz verstarb
er. Am Heiligabend war ich allein.
Am Anfang des Jahres 1942 rief mich Hitler „zu den Waffen“. Nach der
Grundausbildung versetzte man mich in ein Lazarett zur Ausbildung
als Abtl.-Arztschreiber. Der Heiligabend mit Kranken und Verwundeten
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Anzeigen
fand in einer Aula statt und wurde „entchristianisiert“. Anstelle schöner
Weihnachtslieder sang man das Deutschland- und das Horst-Wessel-
Lied. Gast 1943 war der Propagandaminister Joseph Goebbels, der mit
Stentorstimme dreist verkündete, dass der Endsieg unmittelbar bevorstehe.
Ein eisiges Schweigen erfasste die mit schweren Erfrierungen
aus Stalingrad heimgekehrten Soldaten.
Kurz vor „Toresschluß“ heiratete ich eine Breslauerin, geriet in amerikanische
Gefangenschaft und wurde im Herbst nach Schöppenstedt bei
Wolfenbüttel entlassen. Den ersten Nachkriegs-Heiligabend erlebte ich
mit meiner Frau in einem pompös möblierten Zimmer: 1 Bett, 2 Stühle
mit Tisch, eine große Holzkiste und ein Kanonenofen, dem jegliche
„Nahrung“ fehlte. Dick verpackt, bei minus 15 Grad, saßen wir neben
dem auf der Holzkiste stehenden Tannenbaum. Die wohlig leuchtenden
Kerzen erwärmten unsere Seelen, und wir waren glücklich, dem
Inferno entwischt zu sein. Ein Berufs-Salonorchester verpflichtete mich
als Sänger. Wir gründeten mit zwei Solisten des Staatstheaters Braunschweig
ein „musikalisch-literarisches Kabarett“ und tuckelten mit einem
eigenen Autobus fünf Jahre lang durch das schöne Niedersachsen.
Die Sitten und Gebräuche wandelten sich abermals. Die Kirchen veranstalteten
oft Konzerte am Heiligabend für Solisten, Chor und Orchester,
in denen ich den Tenorpart übernahm. Daheim musizierte ich mit
meiner Frau gemeinsam und hörte das Weihnachtsoratorium von J. S.
Bach.
Nach 56 Jahren glücklichen Zusammenseins verstarb meine liebe Frau.
Es wurde dunkel ... Jetzt bin ich schwerbehindert, werde „gerollert“
und täglich von einer lieben Freundin rührend und fürsorglich betreut.
91 Jahre Weihnacht!
Welche Gnade, welche Demut, welche Freude und auch Leid. Vor allem
aber – DANKBARKEIT.
Elfriede Terp (geborene Huckauf)
geboren 1931, Melanchthonstraße 52, Görlitz
Noch respektable Temperaturen und viele Stunden Sonnenschein täuschen
bei einem Blick auf den Kalender nicht darüber hinweg, dass es
mit Riesenschritten auf die Adventszeit und damit auf Weihnachten zugeht.
Vielleicht, besonders für die älteren Bürger, ein Anlass, sich zu
erinnern: Wie war das eigentlich zu unseren durch Kriegs- und Nachkriegszeiten
geprägten Kinder- und Jugendzeiten?
Auf jeden Fall war die Vorweihnachtszeit immer eine Zeit, in der wir
viel gesungen haben und Gedichte gelernt wurden, für bevorstehende
Weihnachtsfeiern, aber auch für das Fest ganz in Familie. Angesichts
knapper Möglichkeiten – kriegsbedingt – und eines nach heutigem Urteil
völlig undiskutablen Taschengeldes stand das Basteln hoch im Kurs.
Je nach Alter dominierten dabei Arbeiten für Geschenke aus Buntpapier,
Pappe und Holz. Wem es gelang, im Bastelhaus von Frau Heidrich,
Görlitz, Bismarckstr. 11, eine Platte Laubsägeholz sowie eine Packung
(12 St.) Laubsägeblätter zu erwischen, der konnte mit einiger Geschicklichkeit,
sofern noch keine Abbildung vorgezeichnet war, mit Hilfe von
Pauspapier oder je nach Talent mit dem Bleistift selbst ein Motiv aufbringen
und aussägen. So entstanden mit oder ohne nachfolgende Bemalung
Wandbilder, Brief- und Serviettenständer und Anderes. Jedoch
war auch das Nähen neuer Puppenbekleidung aus Stoffresten oder
ausrangierten, aber unversehrten Kleidungsstücken üblich. Ebenso genähte,
gestrickte oder gehäkelte Behältnisse für Taschentücher. Zwar
enthielt die jeweils gültige Reichskleiderkarte sowohl für Kinder, als
auch für Frauen und Männer die Position „Strick- und Handarbeitsgarne“,
dafür waren aber für je 100 g 4 bis 6 Punkte fällig. Eine Ausgabe, die
man sich bei den insgesamt zur Verfügung stehenden Punkten meist
nicht leisten konnte. Daher wurde bereits im Sommer geplant, welche
Textilie für das einzelne Familienmitglied vonnöten und als Geschenk zu
Weihnachten geeignet sei. Ebenso war es beizeiten erforderlich, wegen
der für den Einkauf gültigen und weitgehend bestimmenden Lebensmittelkarten.
Dabei ging es um Kleingebäck, diverse Plätzchen und natürlich
um Stollen. Inwieweit der Stollenteig, der am Abend vorher zu
Hause zubereitet und als Knetteig die Nacht im Warmen verbrachte,
den traditionellen Rezepten entsprach, zeigte sich bereits am nächsten
Morgen am Glanz der äußeren Schicht. Die Hausfrauen übergaben ihr
Werk samt den familieneigenen Stollenzeichen dann dem Bäcker, um
am Nachmittag das fertige Gebäck mit den unterschiedlichsten Transportmitteln
möglichst heil nach Hause zu bringen. Dort folgte üblicherweise
das Buttern und Zuckern der Stollen, beschränkte sich aber oft
wegen Mangels an Fettigkeit oder Puderzucker nur auf einen Artikel
bzw. entfiel vollkommen. Trotzdem, es gab Stollen, der traditionsgemäß
erst am 1. Advent angeschnitten und, um Geschmack zu gewinnen, ca.
4 Wochen vorher gebacken wurde.
Eine spannende Angelegenheit war auch in jedem Jahr das Schreiben
des Wunschzettels an das Christkind oder den Weihnachtsmann. Mit
wie viel Liebe wurden diese Wunschzettel meist gestaltet und wie viel
Sehnsüchte und Träume enthielten sie bereits vor 70 oder 80 und noch
mehr Jahren! Bei den Mädchen dominierte die Welt der Puppen und
bei den Jungen die der Eisenbahnen und der Baukästen. Je wahrnehmbarer
die Geschehnisse des 2. Weltkrieges in der Heimat wurden, änderten
sich auch die Inhalte der Wunschzettel und beschränkten sich,
so der Vater oder andere männliche Familienangehörige im Fronteinsatz
waren, nur noch auf die Bitte und Hoffnung, dass sie Weihnachten
zu Hause sein könnten oder gesund bleiben. Die Häufigkeit der sogenannten
„Dunkelstunden“ nahm jahreszeitlich bedingt in den Vorweihnachtswochen
ebenfalls stark zu. Im Übergang von Dämmerung zu absoluter
Dunkelheit versammelte Oma oder Opa oder ein Elternteil die
Enkel bzw. Kinder am kuscheligen Kachelofen und erzählte Märchen,
aber auch Geschichten und Erlebnisse aus ihrer Kinder- und Jugendzeit.
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Im Stadtbild selbst war, beginnend nach dem Totensonntag, die Weihnachtszeit
nicht nur in den weihnachtlich geschmückten Schaufenstern
und Geschäften sowie den aufgestellten Weihnachtsbäumen sichtbar.
Dabei unvergessen der alljährlich im Karstadt-Kaufhaus aufgestellte,
über alle Etagen reichende, prächtig dekorierte Christbaum. Aller weihnachtlicher
Schmuck in der Öffentlichkeit war, was die Beleuchtung
betrifft, sehr stark beeinträchtigt durch die im Krieg gültige Verdunkelung.
Die Hausfrauen hatten zunehmend Sorge, wie es ihnen gelingen
würde, immer angesichts der Lebensmittelmarken, aber auch des stark
landwirtschaftlich geprägten damaligen Kreises Görlitz, Gans oder Ente
oder auch Pute als Braten für den 1. Weihnachtsfeiertag zu besorgen.
Die für den Weihnachtsabend traditionelle ungebrühte Bratwurst mit
leichtem Zitronengeschmack war bei sparsamem Umgang mit den
Marken nicht das Problem.
Ebenfalls ziemlich einfach war der Kauf eines Weihnachtsbaumes.
Damals eigentlich nur Fichte, die dann durch falsche Aufbewahrung –
meist außen am Fenster hängend oder auf dem Balkon bzw. im Keller
stehend – schon beim Schmücken, sehr zur Freude der Hausfrau, mit
dem Nadeln begann.
Voller Spannung, aber auch traditionell, verlief der „Heilige Abend“.
Als Mittagessen gab es in den meisten Familien das „Gänseklein“ mit
Bandnudeln oder Reis. Die Weihnachtsstube war oft schon ab morgens
„Tabuzone“. Dort bemühte sich der Haushaltungsvorstand um den
Christbaum. Es musste vom Anblick her die Schokoladenseite gefunden
werden. Unterdessen war es dann bereits Zeit für die Christnacht. Sie
fand in den meisten Gemeinden um 16.00 Uhr oder 18.00 Uhr statt
und wurde in der Mehrzahl von der gesamten Familie besucht. Bei
der Rückkehr gab es noch eine kleine Pause, bis die Kartoffeln gar und
die geliebte Bratwurst braun und knusprig sowie das Sauerkraut aufgewärmt
waren und das festliche Mahl in ebensolcher Kleidung eingenommen
werden konnte. Danach konzentrierte sich die Spannung
auf das Ertönen der Glocke oder Bimmel als Zeichen für die Öffnung
der Weihnachtsräumlichkeit und den Sturm auf die liebevoll dekorierten
bzw. verpackten Geschenke. Das Öffnen derselben erfolgte jedoch
nicht wie heute meist üblich durch respektloses Aufreißen und Zusammenknüllen
des gesamten Verpackungsmaterials sowie anschließendes
Entsorgen, sondern die damals üblichen Stoffbänder in Rot oder
Grün, teilweise mit Goldeffekten, wurden sorgfältig aufgeknotet und
aufgewickelt, um ähnlich wie das gefaltete Geschenkpapier nach vorsichtiger
Behandlung mit einem Bügeleisen für eine erneute Verwendung
zur Verfügung zu stehen.
Zum Ritual am Weihnachtsabend gehörte in einigen Familien auch das
Fotografieren der Anwesenden. Die Bilder der jeweiligen Kriegsweihnacht
lassen bei näherer Betrachtung der Gesichter der Erwachsenen
das Zeitgeschehen erkennen. Besonders ausgeprägt ist dies 1944 und
1945. Waren es doch Weihnachten, wo fast nirgends mehr die Familie
komplett vorhanden war und trotz Beendigung des 2. Weltkrieges die
primitivsten Fragen des täglichen Lebens im Vordergrund standen. Dabei
ging es nicht nur um die tägliche Ernährung oder das Dach über dem
Kopf, sondern z. B. auch darum: Kann es sich die Familie angesichts des
monatlich zur Verfügung stehenden Strom- und Gaskontingents und
des bevorstehenden Weihnachtsfestes leisten, mal zu baden?
Fast hören sich solche Dinge an wie ziemlich unwahrscheinliche Märchen
aus längst vergangenen Zeiten. Gerade weil das nicht zutrifft,
sollte die ältere Generation die jüngeren Generationen immer wieder
daran erinnern, wie gut es uns doch geht und wie selbstverständlich
die vielen Dinge, die unser Leben heute ausmachen, hingenommen
werden. Gerade angesichts des bevorstehenden Festes des Friedens
und der Familie sind solche Erinnerungen auch Anlass, die Frage der
eigenen Zufriedenheit zu überdenken, mit Blick auf das große Elend,
das es noch auf der Welt gibt.
Hannelore Klar (geborene Ulbrich)
geboren 1944, damals Biesnitzer Straße 72, Görlitz
Weihnachten in meiner Kindheit – ja, wie war das eigentlich? Es ist lange
her, und damals war der Krieg erst seit Kurzem vorüber. Wir feierten
das Fest aller Feste zu dritt – meine Mutter, mein Bruder und ich. Damals
hatten wir ein Klavier, auf dem meine Mutter die üblichen Weihnachtslieder
spielte, die wir gemeinsam sangen. Danach gab es die
Geschenke – sicher in anderen Dimensionen, als das heute allgemein
der Fall sein dürfte. Aber meine Mutter setzte alles daran, uns so viele
Freuden wie möglich zu bereiten. Und das ist ihr mehr als gelungen.
Soweit meine Erinnerungen zurückreichen, gab es am Nachmittag Stollen
und am Abend Bratwurst mit Sauerkraut und Rührkartoffeln – eine
Tradition, die ich auch selbst bis heute beibehalten habe.
Bei uns war das Fest nicht vorrangig christlich geprägt. Meine Mutter
hat es dem lieben Gott wohl übel genommen, dass er meinen Vater
am letzten Kriegstag im fernen Dänemark an seiner Verwundung hatte
sterben lassen. Unser Weihnachten war immer harmonisch und wunderschön
– vor allem auch, weil wir drei uns hatten.
Winterliche Stadtansichten von Günter Hain (1916–1997)
Quelle: StadtBILD-Verlag
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Foto: Görlitzer Sammlungen für
Geschichte und Kultur
Unsere Museen – die Görlitzer Sammlungen für Geschichte
und Kultur und das Schlesisches Museum zu Görlitz – bieten
Ihnen vom Advent bis ins neue Jahr spezielle Programme und
Führungen an sowie vielfältige festliche Angebote, die sich oft
an Familien richten und sich mit weihnachtlichen Bräuchen und
Traditionen beschäftigen.
Ab sofort ist der neue Adventskalender der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur erhältlich. Das
liebevoll gestaltete Motiv zeigt Görlitz in winterlicher Abenddämmerung, mit dem Blick von der Brüderstraße
zum Untermarkt mit Schönhof und Neptunbrunnen. Die stimmungsvolle Darstellung stammt aus dem Jahr
1986 und wurde vom beliebten Görlitzer Künstler Günter Hain geschaffen.
Übrigens: Im kommenden Jahr wird das 500jährige Jubiläum des Schönhofs gefeiert. In ihm befindet sich heute
das Schlesische Museum zu Görlitz.
Hinter den 24 Türchen verbirgt sich edle Vollmilchschokolade von Lindt, die das Warten auf Weihnachten versüßt.
Der Adventskalender ist u. a. in den Museumsshops im Kaisertrutz und im Barockhaus für 13,90 Euro
erhältlich. Alternativ kann er auch bequem online unter www.goerlitzer-sammlungen.de oder per Mail über
museum@goerlitz.de bestellt werden. Mit einer Größe von 31 x 23 cm ist er ein perfektes Vorweihnachtsgeschenk
für alle Görlitz-Fans und Freunde der regionalen Kunst und Kultur.
Zum Künstler: Die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur pflegen und bewahren das Werk des Görlitzer
Malers und Zeichners Günter Hain (1916–1997). In deren Sammlungsbeständen befinden sich neben seinen
Märchenkalendern und Malbüchern auch Illustrationen zu Kinderbüchern, unzählige Bildgeschichten für Kinderzeitschriften
und Aquarelle mit vielen Motiven von Görlitz und Umgebung. 1979 wurde er mit dem Görlitzer
Kunstpreis geehrt und erhielt 1987 für seine Verdienste den Ehrenbürgertitel der Stadt Görlitz.
Fotos: Henry Töpfer
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GÖRLITZER SAMMLUNGEN
FÜR GESCHICHTE UND
KULTUR
»Zauberhafte Stuben – Advent im Puppenhaus«
Ein Mitmachprogramm zur Advents- und Weihnachtszeit für kleine und große Entdecker
im Barockhaus Görlitz
Wenn im Barockhaus der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur der Duft
von Tannengrün in der Luft liegt und der Weihnachtsstern erstrahlt, ist es wieder
so weit: Das große Puppenhaus des Herrn Curt-Franken und die Puppenküche aus
dem ehemaligen Gasthaus »Zum braunen Hirsch« kehren zurück in die Wohnung des
Damast- und Tuchhändlers Johann Christian Ameiß, der hier im 18. Jahrhundert mit
seiner Familie lebte – und mit ihnen die Vorfreude auf die schönste Zeit des Jahres.
Wie jedes Jahr im Advent laden die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur
Kindergarten- und Hortgruppen sowie Grundschulklassen zu einem stimmungsvollen
Adventsprogramm ein. Gemeinsam mit Museumspädagogin Marie Karutz begeben
sich kleine und große Besucher auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Miniaturen:
In den liebevoll gestalteten Räumen des prächtigen Puppenhauses und der detailreichen
Puppenküche gibt es viel zu bestaunen – und ganz nebenbei erfahren die Kinder
Spannendes über die Geschichte dieser besonderen, handgemachten Spielzeuge.
Im Anschluss wird es kreativ: Im Atelier entstehen kleine Weihnachtsbäumchen, die
jedes Kind mit nach Hause nehmen darf – als festlicher Schmuck fürs eigene Wohnzimmer,
die Puppenstube oder als Weihnachtsgeschenk.
Wer sich im Barockhaus auf die Weihnachtszeit einstimmen möchte, erlebt hier Lichterglanz
in prachtvollem, historischem Ambiente – eine kleine Auszeit vom Trubel,
die Kinderaugen zum Leuchten bringt.
Adventsprogramm im Barockhaus – jetzt buchen
Für Kindergarten- und Hortgruppen sowie Grundschulklassen
Das Puppenhaus ist ab dem 8. November zu sehen.
Treffpunkt: Barockhaus, Neißstraße 30, Görlitz
Dauer: 1 ½ bis 2 Stunden
Kosten: Führungsgebühr 25 € pro Gruppe (2 Begleitpersonen frei)
Materialgebühr: 2 € pro Person
Buchung & Informationen:
museum@goerlitz.de oder 03581/67 13 55
Bitte beachten: Die maximale Gruppengröße beträgt 25 Kinder und 2 Begleitpersonen.
Größere Gruppen werden geteilt. Buchungen sind bis spätestens 2 Werktage
vor der geplanten Veranstaltung möglich. Termine dienstags bis freitags während der
Museumsöffnungszeiten (10.00–16.00 Uhr), spätester Beginn: 14.00 Uhr.
Fotos: Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur
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SCHLESISCHES
MUSEUM ZU GÖRLITZ
Im Advent wird das Museum zu einem Ort, an dem viele Menschen nach regionalen
Traditionen und weihnachtlicher Vorfreude suchen. Lichtzepter und die Geschichten
von alten Bräuchen, Lieder und Rezepte schmücken die Tage bis Heiligabend aus.
Nun kommst du wieder, seligste der Zeiten.
Am Samstag, dem 13.12., um 16:00 Uhr, laden wir herzlich zum Mitsingkonzert/
Kolędowanie ein!
Für das Weihnachtsfest gibt es eine reiche Liedtradition, die auch in Görlitz und Zgorzelec
lebendig ist. Magdalena und Thomas Maruck stellen Weihnachtslieder aus
Deutschland und Polen vor und laden alle Gäste zum Mitsingen ein. Liedtexte und
Noten erhalten Sie vor Ort. Ticket: 5 €
Foto: Axel Lange
Wie lange lebt ein Lebkuchen und wie viel Pfeffer ist im Pfefferkuchen?
Kindergruppen aus Kitas, Horten und Grundschulen können sich im Museum Appetit
holen!
Nicht nur in Schlesien, sondern in vielen Teilen der Welt schätzt man seit Jahrhunderten
das würzig-süße Gebäck. Das Schlesische Museum lädt ein zum Kosten, Riechen
und zu dem berühmten „Aha-Effekt“, denn Leb- und Pfefferkuchen sind lecker
und außerdem superinteressant. Anmeldungen nimmt entgegen: Matthias Voigt, Tel.
03581 8791-128, museumsbildung@schlesisches-museum.de
Weihnachtsgeschenke gesucht?
Unser Museumsladen bietet eine Auswahl an Literatur über Schlesien, Kinderbüchern,
Porzellan, Keramik, Schmuck, Weihnachtsdekoration und anderen kleinen
Präsenten. Auch der beliebte Maulwurf aus Tschechien huscht durch die Auslagen.
Allen, denen die Entscheidung schwerfällt, verkaufen wir gern Gutscheine für Einkäufe
oder Ausstellungsbesuche.
Für einen Museumsbummel an den Feiertagen haben wir geöffnet:
25.12., 13 – 17 Uhr 31.12., 10 – 14 Uhr
26.12., 13 – 17 Uhr 1.1.2026, 13 – 16 Uhr
Foto: SMG
Schlesisches Museum zu Görlitz
Brüderstraße 8, 02826 Görlitz
Tel. 03581 87910
kontakt@schlesisches-museum.de
www.schlesisches-museum.de
26
Anzeigen
190 Jahre Dienst am Kunden.
Wir starten ins Jubiläumsjahr!
Görlitzer Hanf- und Drahtseilerei GmbH & Co. KG
Am Flugplatz 9, 02828 Görlitz, Tel. 03581 38550
www.goltz-seile.de
MEISTERHAFTE HANDWERKSKUNST
GÖRLITZER GOLD- UND SILBERSCHMIEDE
Mit jahrelanger Erfahrung, handwerklichem Können und einer großen Leidenschaft für wertvolle Metalle, seltene Perlen und kostbare Edelsteine
erschaffen der Gold- und Silberschmiedemeister Kai Budich und die Gold- und Silberschmiedemeisterin Yvonne Pfeffer hochwertige Schmuckstücke.
Seit 2007 führen Meister und Meisterin ihre eigene Goldschmiedewerkstatt in der Neißstraße 26 im Herzen der Görlitzer Altstadt. Dort fertigen
sie, mittlerweile zusammen mit ihrer fähigen Gesellin Jana Hertrich, einzigartige Stücke, die nicht nur durch ihre Schönheit und hochwertige Verarbeitung
überzeugen, sondern auch durch ihre nachhaltige Herstellung. So findet zu 100 % recyceltes Gold, Silber und Platin in ihren Schmuckkreationen
Verwendung, ebenso wie feine Diamanten, natürliche Edelsteine und schimmernde Perlen, bei denen Wert auf eine konfliktfreie
Herkunft gelegt wird.
Die Leidenschaft für das Handwerk und die Liebe zum Detail und zur Görlitzer Heimat spiegeln sich in der „Görlitzer Sonne“ wider. Die goldene
„Görlitzer Sonne“ kann als Anhänger, Ohrschmuck oder Ring getragen werden und ist sowohl durch die eindrucksvolle Sonnenorgel in der Görlitzer
Peterskirche, als auch durch Görlitz als östlichste Stadt Deutschlands inspiriert.
Görlitzer Gold-und Silberschmiede
Budich & Pfeffer GbR
Neißstraße 26
02826 Görlitz
Tel.: 03581-893060
info@goerlitzer-goldschmiede.de
www.goerlitzer-goldschmiede.de
www.trauringe-aus-goerlitz.de
Insta:@goerlitzergoldschmiede
Öffnungszeiten:
Di-Fr 10:00-13:00 Uhr und
14:00-18:00 Uhr
Sa 10:00-16:00 Uhr
Samstage im Advent bis 18:00 Uhr
und gern nach Vereinbarung
SCHLESISCHE DELIKATESSEN AN DER NEISSE
DAS CAFÉHAUS LUCULLUS
Wenn Sie in Görlitz schlesische Spezialitäten suchen, sollten Sie das Café Lucullus besuchen. Das Café
zieht mit seiner reichen Geschichte und köstlichen Leckereien sowohl internationale Touristen als auch
Einheimische in die malerische Altstadt, die als Tor zu Schlesien gilt. Bei einem Besuch sind die Mohnpiele
mit Eierlikör ein unverzichtbares Muss.
Das Café Lucullus liegt an der Peterstraße 4, einem Haus aus dem 16. Jahrhundert, das sorgfältig restauriert
wurde. Die beeindruckende Architektur und der enge Innenhof mit seinen massiven Sandsteinbrüstungen
schaffen eine einladende Atmosphäre. Während der Sommermonate bietet sich den Gästen die
Möglichkeit, im malerischen Garten zu speisen und dabei den Ausblick auf den Nikolaiturm zu genießen.
Doch was das Café besonders macht, sind nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch die Geschichte des
Hauses. Der berühmte Bürger und Humanist Bartolomäus Scultetus, der als Mathematiker und Astronom
bekannt war, lebte hier von 1570 bis 1614. Er korrespondierte mit berühmten Kollegen wie Tycho Brahe
und Johannes Kepler. Im Café Lucullus wird auf dieses Erbe Wert gelegt und den Gästen wird ein Gefühl
von Tradition und Regionalität vermittelt.
Seine kleine, aber feine Auswahl an schlesischen Köstlichkeiten macht das Café berühmt. Gerne berät
und informiert das Ehepaar Stübner die Gäste über die Eigenheiten der regionalen Spezialitäten. Auf
keinen Fall sollten Sie bei einem Besuch die Mohnpiele auslassen, die in Oberschlesien üblicherweise serviert
wurden. Im Café Lucullus können sie das ganze Jahr über genossen werden, besonders im Sommer,
obwohl sie früher nur an Heiligabend oder Silvester auf den Tisch kamen.
Die Art und Weise, wie Mohnpiele gemacht werden, ist besonders. Die Teigmischung wird aus gebrühter
Mohnsaat, Milch und Weißbrot hergestellt und mit feinen Zutaten wie Rosinen, Korinthen und Mandeln
verfeinert. Ein bisschen Zucker, Honig oder Sirup verbessert den Geschmack. Die weiche Masse kann zu
Klops oder Törtchen geformt werden. Dazu wird Eierlikör gereicht, den die Gäste über die Mohnpiele
gießen. Da der Mohnanteil hoch ist, wirkt die Leckerei nicht allzu süß, sondern erfreulich aromatisch.
Im Café Lucullus gibt es zusätzlich zu den Mohnpielen auch andere schlesische Speisen. Die Liegnitzer
Bombe, eine Pfefferkuchenspezialität mit einer speziellen Füllung, ist eine besondere Empfehlung von
Peter Stübner. Auch wenn der Geschmack an Baumkuchen erinnert, handelt es sich nicht um den traditionellen
Kuchen. Auch in einem richtigen schlesischen Café sollte der herkömmliche schlesische Mohnkuchen
mit Teig- und Streuselboden nicht fehlen. Es ist interessant, dass dieser Streuselkuchen häufig auf
Beerdigungen serviert und deshalb als „Totenkuchen“ bezeichnet wird.
Im Café Lucullus treffen sich verschiedene Leute: Stammgäste aus Görlitz, Touristen aus verschiedenen
Ländern und ältere Schlesier, die sich an alte Zeiten erinnern. Prominente haben gelegentlich auch ihren
Weg ins Café gefunden. Die Unterhaltungen mit Gästen aus aller Welt werden besonders geschätzt. Peter
und Denise Stübner haben sich nach elf Jahren Aufenthalt in Australien entschieden, in ihre Heimat zurückzukehren.
Die Liebe zur Tradition und zur eigenen Kultur ist stark, und das spiegelt sich auch in ihrer
Auswahl an Köstlichkeiten wider.
Fotos: Caféhaus Lucullus
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BACKSTUBENGEFLÜSTER
DIE LIEGNITZER BOMBE
Als traditionelle Köstlichkeiten begleiten sie uns durch die dunklen, kalten Monate und auf dem Weihnachtsteller
– die beliebten Liegnitzer Bomben. Aromatisch, saftig und gefüllt mit allem, was an kalten
Herbstabenden Freude macht.
Jede Kugel ist ein echtes Kunstwerk: Lebkuchenteig, gefüllt mit einer köstlichen Mischung aus Marmelade,
Marzipan, Nüssen, Mandeln, Rosinen, kandierter Zitronen- und Orangenschale und den besten Weihnachtsgewürzen.
Mit Liebe gebacken und anschließend mit echter Schokolade überzogen – so wird jeder
Bissen zu einem puren Genuss.
Ob Sie sie in geselliger Runde genießen, als besonderes Geschenk verschenken oder einfach als süße Ergänzung
zur Adventszeit – die Liegnitzer Bombe ist einfach unverzichtbar.
Die Liegnitzer Bombe ist ein traditionelles Gebäck aus Niederschlesien, das vor dem Zweiten Weltkrieg
in ganz Deutschland große Bekanntheit erlangte. Sie gilt als kulinarische Visitenkarte der Stadt Liegnitz
(heute Legnica) und wurde von drei renommierten Manufakturen hergestellt. Nach dem Krieg wanderte
die Rezeptur nach Deutschland, während die Bomben in ihrer Heimat in Vergessenheit gerieten.
Glücklicherweise erlebt das köstliche Gebäck heute eine Renaissance! In Legnica kann man die Liegnitzer
Bombe beispielsweise im „Bistro Magistracka“ im neuen Rathaus genießen. Auch in Wrocław
(Breslau) wird sie in der Markthalle von der Lebkuchen-Manufaktur „Pierniki Wrocławskie“ von Anna
Kuśmierek-Rudy und Jacek Rudy angeboten. Zudem gibt es die Leckerei in der Schlesischen Schatztruhe
in Görlitz, hergestellt von der Bäckerei Tschirch.
Historischer Rückblick
Erfunden haben soll sie ein Liegnitzer Bäckergeselle. Er bekam die Aufgabe, etwas Außergewöhnliches zu
erfinden, ein Produkt, für das Liegnitz berühmt werden sollte. Außerdem stand für den Gesellen die Hand
der schönen Bäckermeistertochter auf dem Spiel. Übermüdet vom vielen Grübeln musste er plötzlich an
seine Großmutter in Schreiberhau (polnisch: Szklarska Poreba) denken. Sie erzählte ihm oft von Rübezahl
und wie dieser Menschen in Not geholfen habe. Der Berggeist des Riesengebirges erschien dem Gesellen
im Traum und verriet ihm ein Geheimrezept … Im Jahre 1853 eröffnete der niederschlesische Zuckerbäcker
Hermann Müller seine Konditorei in Liegnitz in der Frauenstraße 64 (heute ul. Najświętszej Maryi
Panny). Zwanzig Jahre später knüpfte er Kontakte mit der Schokoladenfirma Stollwerk aus Köln. Bestimmt
hat er schon damals nach einer Spezialität gesucht, die das Gebäck mit der Schokolade verbinden konnte.
Aber erst sein jüngerer Bruder Eduard Müller hat diese Pläne realisiert.
Auch die anderen Konditoren, darunter auch die zweite Linie der Familie, die ihr Geschäft im Bürgerhaus
am Ring 29 (Rynek 29) in Liegnitz betrieben, bauten die Liegnitzer Bombe in den 1880er Jahren, da sie
nicht patentiert war. Das Unternehmen von Franz Meyenburg begann 1884 mit dem Backen in nahezu
industriellem Umfang, und die Bombe entwickelte sich zu einer Klassikerin der niederschlesischen Backwaren.
Sie wurde zu Weihnachten in den meisten deutschen und niederschlesischen Städten angeboten.
Elegant verpackt, eignete sie sich als Geschenk für Weihnachten und Geburtstag.
Fotos: Małgorzata Urlich-Kornacka
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ERLEBEN SIE DIE VIELFALT DER SCHLESISCHEN KÜCHE
Restaurant Schlesische Qase
Gäste mit hungrigem Magen und Appetit auf etwas Besonderes haben die Qual der Wahl. Natürlich
gibt es die traditionellen deutschen und polnischen Gerichte sowie regionale Spezialitäten. Aus der
eher einfachen Küche der Schlesier sticht insbesondere das Schlesische Himmelreich hervor. Dahinter
verbergen sich Kasslerkamm, getrocknete Pflaumen, Aprikosen, ein paar saftige Klöße sowie Mehl und
Butter für die Soße. Und natürlich sollte man auch Bigos probieren, das polnische Nationalgericht –
einen Eintopf aus Sauerkraut, Weißkohl, Waldpilzen und verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten.
Im gemütlichen Restaurant „Schlesische Oase” werden von der freundlichen, mehrsprachigen Bedienung
original schlesische, polnische und mediterrane Spezialitäten serviert. Für die Speisenzubereitung
werden frische Zutaten aus der hiesigen Region verwendet. Alle Speisen werden nach traditionellen,
überlieferten Rezepten hergestellt. Die geschmackliche und thematische Vielfalt der angebotenen
Speisen verlockt die Gäste zur wiederholten Einkehr. Die Speisen werden nach alten Rezepturen geschmackvoll
zubereitet. Das kommt gut an – sowohl bei den Görlitzern als auch bei den Touristen.
Deshalb ist es ratsam, besonders in der Saison rechtzeitig zu reservieren!
Innen ist die Gaststätte liebevoll dekoriert. Sie wirkt wie ein altes Bauernhaus mit modernen Tupfern.
Restaurant „Schlesische Oase“
Inhaber: Renata Osinska
Brüderstraße 1, 02826 Görlitz
Telefon: 03581 8797497
www.schlesische-oase.de
Öffnungszeiten:
Mo., Di., Do., Fr. von 11:30 –15:00 Uhr und
von 17:00–21:00 Uhr (Küchenschluss)
Sa. 11:30 Uhr –21:00 Uhr (Küchenschluss)
So. 11:30 Uhr–16:30 Uhr
Mittwoch Ruhetag
33
KONZERTE ZU ADVENT
UND WEIHNACHTSZEIT 2025
Gut zu
wissen
DUO Stiehler Lucaciu – Weihnachtskonzert
Duo Stiehler/Lucaciu
Sascha Stiehler und Antonio Lucaciu gehören zu den gefragtesten
Musikern der deutschen Szene. Ob an der Seite von Clueso, Sarah
Lesch, Max Prosa oder Daniel Hope – ihre musikalische Vielseitigkeit
begeistert. Sie sind nicht nur auf großen Bühnen zu Hause, sondern
auch bekannt aus TV-Formaten wie Ina’s Nacht, Late Night Berlin und
den Tagesthemen.
Montag, 29.11.2025, um 19:30 Uhr
Kulturforum Görlitzer Synagoge
Otto-Müller-Straße 3
Knusper, Knusper, Knäuschen...
47. Weihnachtskonzert des Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau –
Neue Lausitzer Philharmonie
Juris, Hänsel und Gretel Knusper, knusper, knäuschen: Ein märchenhaftes
Familienkonzert mit einer der beliebtesten Geschichten aus der Sammlung der
Brüder Grimm und wunderbaren Melodien aus der weltberühmten Oper von
Engelbert Humperdinck.
Eine weihnachtliche Auswahl davon soll dieses Jahr erklingen – wie immer zum
Leben erweckt von unseren Solistinnen und Solisten, dem Opernchor und dem
Extrachor des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau sowie von der Neuen
Lausitzer Philharmonie – schön, wie im Märchen.
Premiere Samstag, 29.11.2025, um 19:30 Uhr
30.11.2025, 15:00 Uhr; 13.12.2025, 15:00 Uhr; 13.12.2025, 19:30 Uhr;
14.12.2025, 15:00 Uhr; 14.12.2025, 19:00 Uhr; 20.12.2025, 15:00 Uhr;
20.12.2025, 19:30 Uhr; 21.12.2025, 15:00 Uhr; 21.12.2025, 19:00 Uhr;
22.12.2025, 15:00 Uhr; 22.12.2025, 19:30 Uhr; 23.12.2025, 15:00 Uhr
23.12.2025, 19:30 Uhr; 25.12.2025, 18:00 Uhr
Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, Haus Görlitz, Großer Saal
Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau,
Haus Zittau, Großer Saal
03.12.2025, 15:00 Uhr; 04.12.2025, 19:30 Uhr; 05.12.2025, 15:00 Uhr; 05.12.2025, 19:30 Uhr; 06.12.2025, 15:00 Uhr;
06.12.2025, 19:30 Uhr; 07.12.2025, 15:00 Uhr
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KONZERTE ZU ADVENT
UND WEIHNACHTSZEIT 2025
Wie klingt Weihnachten
Felix Räuber
Der ehemalige Polarkreis 18-Frontmann bringt klassische Weihnachtslieder
in ein modernes, traumhaftes Pop-Gewand – ein festliches
Konzert, das Musik, Geschichten und den besonderen Klang
des Raumes auf einzigartige Weise vereint. Ein Konzert für die ganze
Familie, das jedes Jahr ausverkauft ist.
Freitag, 12.12.2025, um 19:30 Uhr
Kulturforum Görlitzer Synagoge
Otto-Müller-Straße 3
02826 Görlitz
Das Große Adventskonzert
Stadionzauber – festliche Atmosphäre und
ein überwältigender Sternenhimmel.
For Swinging Dancers
The world famous GLENN MILLER ORCHESTRA directed by Uli Plettendorff
Das legendäre Glenn Miller Orchestra bringt 2025 seinen unverwechselbaren
Jazz-Sound nach Europa! Unter der Leitung von Uli Plettendorff lässt
die wohl beliebteste Big Band weltweit den elektrisierenden Sound der 40erund
50er-Jahre wieder aufleben. Mit im Gepäck haben die professionellen
Musizierenden Originalarrangements mit einer für sie bekannten musikalischen
Harmonie und einer mitreißenden Freude am Spielen.
Freitag, 12.12.2025, um 19:30 Uhr
GHT Görlitz-Zittau
Haus Görlitz, Großer Saal
Flankiert von Stars aus der internationalen Musikwelt präsentiert einer
der besten Knabenchöre der Welt die bekanntesten Weihnachtsmelodien
in klassischen und modernen Arrangements. Begleitet wird
der Chor vom eigens gegründeten Cros-Bel-Orchestra: renommierten
Band- und Studiomusikern aus ganz Deutschland.
Gemeinsam mit dem Publikum erklingen unter dem Firmament
hunderter Herrnhuter Sterne und dem Glanz tausender Handylichter
Weihnachtsklassiker wie „Sind die Lichter angezündet“ und „Stille
Nacht, heilige Nacht“.
36
Donnerstag, 18.12.2025, um 18:00 Uhr
im Rudolf-Harbig-Stadion Dresden
Gut zu
wissen
Gut zu
wissen
Christmas from London
Trinity Boys Choir (London)
Mit dem Trinity Boys Choir aus London eröffnet sich in diesem Jahr in
Cunewalde ein Fenster in eine andere und zauberhafte Weihnachtswelt.
Er zählt zu den renommiertesten und vielseitigsten Knabenchören
Großbritanniens und bringt im Rahmen seiner Deutschlandtournee
im Advent einen Hauch britischer Festlichkeit in die Oberlausitz.
Freitag, 19.12.2025, um 19:00 Uhr
Ev. Kirche Cunewalde
Kirchweg 3
02733 Cunewalde
Weihnachten der 1.000 Lichter
Zusatzkonzert: KATRIN WETTIN
Genießen Sie eine musikalische Weihnachtsgeschichte, rund um die
Welt. Spannende Geschichten, Traditionen und Weihnachtslieder,
eingehüllt in 1000 Lichter, mit der Geigerin und Sängerin Katrin
Wettin. Lassen Sie sich von dieser einzigartigen Video- und Lichtshow
verzaubern!
Sonntag, 21.12.2025, um 16:00 Uhr
C. Bechstein VielHarmonie an der Mandau
Nordstraße 15
02782 Seifhennersdorf
Die größte Orgel-Show Deutschlands
Nico Wieditz
Stell dir vor: Die mächtige Orgel, die „Königin der Instrumente“, trifft
auf die Energie von Rock, Pop und epischen Filmsoundtracks – das
ist STARLIGHTS LIVE mit Nico Wieditz, Deutschlands Orgel-Rebell und
Virtuose! Mit seinem Motto „Ich steh auf Orgel – du Pfeife“ sprengt
er alle Regeln und verwandelt Kirchen und Konzerthäuser in ein
episches Klanguniversum.
Sonntag, 28.12.2025, um 16:00 und 20:00 Uhr
Evangelische Kreuzkirche Görlitz
Erich-Mühsam-Straße 1
37
KONZERTE ZU ADVENT
UND WEIHNACHTSZEIT 2025
Heal the World Tour
The Gospel People
Das rund zweistündige Programm erstreckt sich von Liedern aus dem
traditionellen „Black Gospel“ aus Amerika über den von Jazz und Soul
inspirierten Gospel bis hin zum aktuellen „Contemporary Gospel“ mit
seinen Rock-, Pop- und Rap-Elementen. Ein Abend mit einer packenden
Bühnen-Performance die Gänsehaut-Feeling verspricht.
Montag, 29.12.2025, um 19:30 Uhr
Maria-und-Martha-Kirche
August-Bebel-Platz
02625 Bautzen
Ich brauche keine Millionen – mir fehlt kein Pfennig zum Glück!
Laura Scherwitzl, Champagner Trio
Laura Scherwitzl … singt und tanzt überbordend komödiantisch zur großen
Freude des Publikums, ohne die leisen Zwischentöne zu vernachlässigen.
Die gebürtige Wienerin studierte Gesang an der Universität
für Musik und darstellende Kunst Wien. Von 2009 bis 2015 war Laura
Scherwitzl Ensemblemitglied des Gerhart-Hauptmann-Theaters in Görlitz,
wo sie einen Sonderpreis für ihre Rolleninterpretationen bekam.
Mittwoch, 31.12.2025, um 17:00 Uhr
Kulturforum Görlitzer Synagoge
Otto-Müller-Straße 3
02826 Görlitz
Weihnachtskonzert mit der Steffen-Peschel-Band
Steffen Peschel Band
Mit dem höchsten musikalischen Anspruch an sich selbst sind die Musiker
und Musikerinnen der Steffen-Peschel-Band ein Garant für erstklassige und
niveauvolle Veranstaltungen. Die Verbindung aus hervorragendem handwerklichem
Können, Spaß an der Musik, vielseitigem Repertoire und Gespür
für die Wünsche des Publikums lässt jedes Event zum Erlebnis werden. Dabei
steht die charismatische Sängerin Uta Hoffmann im Mittelpunkt und gibt der
Band ihr unverwechselbares Profil.
38
Mittwoch, 31.12.2025, um 17:00 Uhr
Seifhennersdorf, Kreuzkirche
Rumburger Str. 38
02782 Seifhennersdorf
Gut zu
wissen
LIEBEVOLL HANDGEFERTIGT UND HANDBEMALT
DIE GESCHICHTE DES
BUNZLAUER-KERAMIK-GESCHIRR
In einem kleinen, malerischen Dorf namens Bunzlau, versteckt in den sanften Hügeln Schlesiens, begann
vor Jahrhunderten eine Tradition, die bis heute in den Herzen der Menschen lebt – die Herstellung
der berühmten Bunzlauer Keramik.
Die Bunzlauer Keramik ist eine traditionsreiche Töpferkunst, die ihren Ursprung in der Region um
Bunzlau (heute Bolesławiec, Polen) hat. Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, wobei archäologische
Funde belegen, dass bereits im 14. Jahrhundert Keramikproduktion in dieser Gegend
stattfand. Die besonderen geologischen Gegebenheiten der Region, insbesondere die reichen Tonvorkommen,
bildeten die Grundlage für die Entwicklung dieser Handwerkskunst.
Die Bunzlauer Keramik zeichnet sich durch ihre charakteristische braune bis honigfarbene Glasur aus,
die durch das Brennen mit Salzglasurtechnik entstand. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte das Töpferhandwerk
in Bunzlau einen Aufschwung, als neue Techniken und stilistische Elemente Einzug hielten.
Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung der sogenannten Schwämmeltechnik im 19. Jahrhundert,
bei der Muster mithilfe von Schwämmen aufgetragen wurden. Diese Dekorationstechnik führte
zu den typischen blauen Punkten und floralen Mustern, die bis heute als Markenzeichen der Bunzlauer
Keramik gelten.
Während der Industrialisierung im 19. und frühen 20. Jahrhundert passte sich die Bunzlauer Keramikproduktion
an neue Fertigungsmethoden an, ohne ihre traditionelle Handwerkskunst aufzugeben.
Dies ermöglichte eine größere Verbreitung der Keramikwaren, die mittlerweile international geschätzt
wurden. Die Bunzlauer Keramik galt als robust, hitzebeständig und ästhetisch ansprechend, wodurch
sie in vielen Haushalten Einzug hielt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es infolge der geopolitischen Veränderungen zu einer Umsiedlung
der deutschen Bevölkerung aus Bunzlau. Dennoch wurde die Tradition der Bunzlauer Keramik sowohl
in Deutschland als auch in Polen weitergeführt. In Bolesławiec selbst erlebte die Keramikproduktion
eine Wiederbelebung, und heutige Manufakturen setzen die jahrhundertealte Tradition fort, indem
sie moderne Designs mit den klassischen Mustern kombinieren.
Heute ist die Bunzlauer Keramik weltweit bekannt und wird als Beispiel für europäische Handwerkskunst
geschätzt. Ihr historischer Ursprung, die Verbindung von traditioneller Handwerkskunst mit innovativen
Techniken und ihre unverwechselbaren Designs machen sie zu einem wertvollen Kulturgut.
Entdecken Sie die einzigartigen Keramikkollektionen der Manufaktur in Bolesławiec.
Besuchen Sie doch einmal die Manufaktur in Bolesławiec, um die Keramikherstellung live zu erleben.
In den öffentlichen Führungen lernen Sie die Herstellung von Bunzlauer Keramik an verschiedenen
Arbeitsplätzen in der Schauwerkstatt kennen. Im Anschluss an die Führungen können Sie das Museum
der ...individuell besichtigen.
Erleben Sie faszinierende Eindrücke und gehen Sie auf Entdeckungstour durch die Produktionsräume
der Manufaktur, in denen das Kulturgut Bunzlauer Keramik ganz besonders erfahrbar ist.
Weitere Informationen unter: www.manufakturawboleslawcu.pl
Auch unsere Schlesische Schatztruhe in Görlitz bietet eine große Auswahl an Original Bunzlauer Keramik
von der Manufaktur in Bolesławiec an.
Schlesische Schatztruhe, Brüderstraße 13
Öffnungszeiten: Montag–Samstag 10:00–18:00 Uhr, Sonn- und Feiertage 11:00–17:00 Uhr
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Goodbye Stress!
Alpakas beruhigen und
verzaubern uns mit ihrem
besonderen Wesen.
In der Nebensaison, umgeben
von der Ruhe des Nationalparks,
vergessen wir alles um uns
herum und tanken neue Kraft
in dieser magischen
Atmosphäre.
www.bs-alpacas.cz
Fotos: Kamila Kubisková
WINTERHIGHLIGHT
ALPAKA WINTERWANDERN IN DER
BÖHMISCHEN SCHWEIZ
Warme Wollsocken und die knuffigen Alpakas der Böhmischen Schweiz
In der kalten Jahreszeit sind warme Wollsocken ein absolutes Muss. Doch was könnte noch besser sein,
als sich in kuschelige Socken zu hüllen, während man das sanfte Wesen der Alpakas um sich hat? In
der malerischen Böhmischen Schweiz gibt es einen Ort, an dem man genau das erleben kann. Kamila
Kubisková und ihre Familie betreiben dort eine Alpaka-Farm, die für ihre charmanten Bewohner und die
besonderen Erlebnisse bekannt ist.
Kamila begann 2013, als sie zwei Alpakas erwarb. Von diesem Moment an war ihre Familie in ihre neuen
Hofbewohner sofort verliebt. „Am Anfang hatten wir nur zwei Alpakas, und wir fanden einfach, dass es
wunderschöne Tiere sind“, erzählt Kamila. Die Leidenschaft für diese besonderen Tiere wuchs mit der
Zeit, und so entschied sich Kamila, Alpakas zu züchten und ihren Hof für Besucher zu öffnen. „Mit den
Alpakas zu arbeiten, sie aufzuziehen und in ihr Wesen einzutauchen, wurde schnell zu einer großen Leidenschaft
für uns.“
Heute umfasst die Herde bereits 16 Alpakas, die Kamila und ihre Familie in ihr Herz geschlossen haben.
Besondere Herausforderung ist es, das Vertrauen der Alpakas zu gewinnen – immerhin sind es wilde
Tiere mit einem starken Drang nach Freiheit. Doch die Geduld und die intensive Arbeit werden belohnt:
„Jeder Tag mit unseren Alpakas macht uns glücklich und zufrieden“, sagt Kamila.
Besucher haben die Möglichkeit, an Alpaka-Wanderungen teilzunehmen, die durch die traumhafte Landschaft
des Nationalparks führen. Diese Wanderungen finden von Oktober bis Mai statt und sind nicht nur
eine Gelegenheit, die hübschen Tiere hautnah zu erleben, sondern auch eine Quelle der Entspannung.
„Alpakas wirken beruhigend und haben therapeutische Eigenschaften. Wer sie sieht, möchte am liebsten
sofort ihr weiches Fell streicheln. Das mögen sie allerdings nicht wirklich, denn sie sind keine Haustiere“,
erklärt Kamila. Stattdessen können Gäste die Alpakas füttern und werden mit dankbaren Blicken belohnt.
Ein weiteres Highlight sind die professionellen Fotoshootings, die in Verbindung mit den Wanderungen
angeboten werden. Diese besonderen Erinnerungen sind bei Besuchern sehr beliebt. Zudem organisiert
Kamila im Sommer Alpaka-Picknicks für diejenigen, die die Gesellschaft der Tiere genießen möchten,
ohne wandern zu müssen.
Die beruhigenden Eigenschaften der Alpakas sind besonders wertvoll, vor allem für Menschen, die an
ADHS oder Autismus leiden. Studien belegen, dass der Kontakt mit diesen Tieren Stress reduzieren und
zur Entspannung beitragen kann.
Wenn Sie das besondere Erlebnis eines Alpaka-Dates in der Böhmischen Schweiz nicht verpassen möchten,
erreichen Sie Kamila am besten über E-Mail, Facebook oder Instagram. Gönnen Sie sich eine Auszeit
und genießen Sie die warmen Wollsocken zusammen mit dem bezaubernden Flair dieser außergewöhnlichen
Tiere!
43
Juwelier
V oigt
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die Stadthalle, Justitia am Görlitzer Rathaus,
den 15. Meridian von Görlitz, die Muschelminna,
den Dicken Turm und jetzt die spätgotische
Pfarrkirche St. Peter und Paul als neues Motiv.
Schauen Sie bei uns vorbei!
Schmackhafte Stollen prägen die Weihnachtsmärkte
in Sachsen ebenso wie Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge
und gigantische Holzpyramiden.
Dampfende Punschbecher, tausende von Lichtern
und weihnachtliche Klänge:
Die Zeit der Weihnachtsmärkte ist angebrochen.
Von Zwickau über Dresden bis nach Leipzig
locken auch dieses Jahr wieder zahlreiche hell erleuchtete Areale
mit typisch ostdeutschen Spezialitäten und charmanten Holzbuden.
Besonders berühmt ist der Dresdner Striezelmarkt,
aber auch kleinere Märkte laden zum
Schlemmen und Schlendern ein.
Berliner Str. 15, 02826 Görlitz, Telefon: 03581 403066
www.juwelier-voigt.de
Foto: Igor Pastierovic
Die 7 schönsten Weihnachtsmärkte in Sachsen
Das besonders von Einheimischen lang erwartete Highlight ist die traditionelle
Bergparade: Dann ziehen verschiedene Vereine, darunter
auch zahlreiche Musiker:innen, durch die Innenstadt. Sie findet 2024
am 30. November statt.
Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt beginnt am 29. November und endet
am 23. Dezember 2025.
Foto: Marko Unger
1 Weihnachtsmarkt Chemnitz
Traditioneller Markt in bezaubernder Kulisse
Die duftenden Holzbuden des Chemnitzer Weihnachtsmarktes erstrecken
sich über weite Teile der weihnachtlich beleuchteten Innenstadt
und bilden eine zauberhafte Kulisse. Am schönsten ist die Szenerie
auf dem Jakobikirchplatz, am Fuße des Rathauses. Ebenso romantisch
präsentiert sich die Innere Klosterstraße, welche historisch anmutende
Stände beheimatet und zu der „Chemnitzer Klosterweihnacht“
einlädt. In Chemnitz warten insgesamt fast 200 Stände auf Besucher:innen.
Über den hölzernen Tresen gibt es Eierpunsch, Glühwein,
Waffeln und herzhafte Speisen, aber auch weihnachtliche Souvenirs
und Kunsthandwerk – vor allem aus dem Erzgebirge –.
Zweifelsohne stellt die fünfstöckige und zwölf Meter hohe Weihnachtspyramide
mit über 20 Figuren einen weiteren Glanzpunkt des
Chemnitzer Weihnachtsmarktes dar. Sie liegt zwischen dem Markt und
dem Neumarkt und sorgt jedes Jahr dafür, dass Kinderaugen leuchten.
Ebenso typisch für den Weihnachtsmarkt in Chemnitz ist eine überdimensionale
Spieldose, die eine weihnachtliche Bescherung vorführt
– ihr Durchmesser beträgt 4,40 Meter.
Darüber hinaus sollten Sie Ausschau nach dem traditionellen Schwibbogen
aus dem Erzgebirge halten, welcher von Claus Döhler gefertigt
wurde und mit einer Größe von zwei mal fünf Metern einen der Eingänge
überspannt.
Auf der großen Bühne auf dem Jakobikirchplatz in Chemnitz gibt es ein
breites Adventsprogramm, das Groß und Klein ansprechen wird. So erklingen
beispielsweise jeden Samstagmorgen weihnachtliche Klänge
vom Turm des Rathauses, wo sich die Turmbläser positionieren. Des
Weiteren wird täglich mehrmals ein Glockenspiel aufgeführt. Täglich
haben Besucher die Möglichkeit, sowohl auf dem Neumarkt als auch
auf dem Rosenhof historischen Orgeln zu lauschen.
2 Weihnachtsmarkt Zwickau
Vielfältiges Programm für Groß und Klein
Zur Adventszeit wird die Innenstadt von Zwickau, die etwa 40 Kilometer
südöstlich von Chemnitz liegt, zu einem Lichtermeer mit schönen
Holzbuden. Auch in Zwickau zieht sich der Weihnachtsmarkt über
mehrere Bereiche der Innenstadt. Auf dem Kornmarkt steht eine
Pyramide, die vier Stockwerke hoch und fünf Meter hoch ist. Sie ist
seit 1975 auf dem Zwickauer Weihnachtsmarkt zu finden. Der riesige
Weihnachtsbaum, der auf dem Hauptmarkt jedes Jahr aufgestellt
wird, ist ebenfalls bemerkenswert.
Ein großes Angebot an original erzgebirgischem Kunsthandwerk wird
auch in Zwickau verkauft. Besucher:innen können an vielen Ständen
hölzerne Schwibbögen, mehrstöckige Pyramiden und Räuchermännchen
finden, um sich das weihnachtliche Flair mit nach Hause
zu bringen. Hier ist auch eine gute Wahl für diejenigen, die typische
sächsische Spezialitäten wie Pflaumentoffel oder Baumstriezel kosten
wollen.
Viele Kinder freuen sich auf den Zwickauer Weihnachtsmarkt: Eine
Kreativwerkstatt bietet viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Demnach
haben auch die jüngsten Besucher die Möglichkeit, sich dem Malen
45
und Basteln zu widmen, Kerzen nach eigenen Vorstellungen zu verzieren
oder im Rahmen einer Betreuung ihre Hausaufgaben zu erledigen.
Ein Highlight ist der regelmäßige Besuch des Weihnachtsmanns;
außerdem gibt es eine Märchenstraße, die Familien verzaubert.
Wie in Chemnitz ist auch auf dem Zwickauer Weihnachtsmarkt die
traditionelle Bergparade das absolute Höhepunkt. Sie findet am 13.
Dezember ab 14:00 Uhr statt und führt durch die gesamte Innenstadt
bis zum Domhof und zum Platz der Deutschen Einheit. Im Anschluss
daran geben die teilnehmenden Bergkapellen ein Konzert auf dem
Platz der Deutschen Einheit zum Besten.
Der Weihnachtsmarkt in Zwickau öffnet seine Pforten ab dem 24. November.
Er endet am 22. Dezember 2025.
Außerdem ist der Striezelmarkt in Dresden definitiv ein außergewöhnlicher
Weihnachtsmarkt: Hier können Besucher:innen die weltweit
größte erzgebirgische Pyramide bestaunen. Mit 14,62 Metern Höhe
überragt sie alle anderen Attraktionen des Marktes mit ihren lichterloh
brennenden Kerzen um ein Weites. In unmittelbarer Nähe liegt der
größte begehbare Schwibbogen der Welt, der fünf Meter hoch ist.
Der Pflaumentoffel ist ein übliches Symbol der Adventszeit in Sachsen,
neben dem Striezel. Auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt finden
Sie nicht nur das köstliche Gebäck, das mit getrockneten Pflaumen
veredelt wird, sondern auch an jeder Ecke Figuren – und sogar verkleidete
Schausteller:innen, die als Pflaumentoffel daherkommen. In
Dresden werden nicht nur Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge verkauft,
sondern auch andere traditionelle Produkte wie Spitze aus Plauen
oder Keramik aus dem schlesischen Teil des Bundeslands.
Verschiedene Festivitäten haben auf dem Dresdner Striezelmarkt Tradition
– so etwa das Stollenfest, bei dem ein gigantischer, rund vier
Tonnen schwerer Christstollen bei einem Festumzug durch die Innenstadt
bugsiert wird. Nach der Ankunft auf dem Altmarkt wird der
Stollen angeschnitten und an die anwesenden Besucherinnen und Besucher
verteilt. Das 30. Dresdner Stollenfest findet dieses Jahr am 6.
Dezember statt.
Auch das Pfefferkuchenfest, das im Jahr 2025 am 7. Dezember in der
sächsischen Landeshauptstadt stattfindet, ist typisch für die Adventszeit:
Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um den beliebten
Pfefferkuchen. Eine Pfefferkuchenprinzessin wird gewählt. Der „Pfefferkuchen-Orden“
wird an Personen aus Dresden und Umgebung verliehen,
die viel für die Region getan haben.
Quelle: Landeshauptstadt Dresden
Weitere Highlights sind das Pyramidenfest am 13. Dezember sowie das
Dresdner Weihnachtsfest der Chöre am 20. Dezember 2025.
Der Striezelmarkt in Dresden dauert vom 26. November bis zum 24.
Dezember 2025.
3 Der berühmteste Weihnachtsmarkt in Sachsen
Striezelmarkt Dresden
Der Striezelmarkt in Dresden ist der älteste Weihnachtsmarkt in
Deutschland und der bekannteste in Ostdeutschland. Er findet im Jahr
2025 bereits zum 591. Mal statt – wie immer auf dem hübschen Altmarkt.
Der Striezelmarkt wurde nach dem ostdeutschen Ausdruck für
den Weihnachtsstollen benannt und lockt jedes Jahr etwa 2,5 Millionen
Besucher:innen an.
Quelle: Landeshauptstadt Dresden
Interessant: Zu seiner Geburtsstunde im frühen 15. Jahrhundert fand
der Markt nur an einem einzigen Tag statt und war als Fleischmarkt
konzipiert – die Einheimischen besorgten hier ihre Braten für die Festtage.
Im Laufe der folgenden Jahre wurden immer mehr Geschäfte
hinzugefügt. Heute sind hier jährlich über 200 Händler:innen vertreten.
46
Foto: Sebastian Rose
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4 Weihnachtsmarkt Festung Königstein
Romantisches Fest mit grandiosem Ausblick
„Königstein – ein Wintermärchen“, das ist das Motto des Weihnachtsmarktes
auf der bekannten Festung mit dem gleichen Namen. Seit
nunmehr 28 Jahren wandelt sich die Anlage im Elbsandsteingebirge
an den Wochenenden der Vorweihnachtszeit in ein funkelndes Areal
aus Kerzen und Lichterketten.
250 Tannenbäume, eine eindrucksvolle Pyramide mit Festungsmotiv
und ein Weihnachtsstall gehören zum Historisch-Romantischen Weihnachtsmarkt,
wie er offiziell genannt wird. Aufgrund seiner Lage auf
dem Königstein kann man immer eine beeindruckende Aussicht auf
die Umgebung genießen. Beim Eintritt in die Festungsanlage herrscht
schon festliche Stimmung: Zahllose Herrnhuter Sterne tauchen die
dunkle Appareille, den historischen Festungsaufgang, in stimmungsvolles
Licht und bringen eine mystische Atmosphäre in die von gregorianischen
Klängen erfüllten Sandsteingewölbe.
Auch auf diesem Weihnachtsmarkt wird die Tradition in den Mittelpunkt
gerückt: Es werden nicht nur handgefertigte Erzeugnisse angeboten,
sondern auch die Holzbuden sind größtenteils Eigenanfertigungen.
Probieren Sie unbedingt einen typisch sächsischen Eierpunsch
oder eine köstliche Gulaschsuppe! Dampfen in großen Kupferkesseln
über offenen Feuern!
Das Programm setzt sich aus einer Kombination von Tanzdarbietungen,
artistischen Vorführungen und Präsentationen von Kunsthandwerkern
zusammen. Für Kinder gibt es ein Puppentheater, Märchenspiele
und regelmäßige Besuche des Weihnachtsmanns.
Übrigens: An den Festwochenenden verkehrt der „Festungsexpress“
jede halbe Stunde zwischen der Stadt Königstein und der Festung. Der
Preis für die Hin- und Rückfahrt beträgt sieben Euro pro Person.
Der Weihnachtsmarkt auf der Festung Königstein findet lediglich an
den Adventswochenenden statt – also am 29./30. November und 6./7.
Dezember, am 13./14. Dezember, sowie am 20./21. Dezember 2025.
Für diesen Markt müssen Besuchende einen Eintrittspreis von 15 Euro
bezahlen. Der Ticketverkauf erfolgt ausschließlich online.
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Foto: Dirk Brzoska
5 Die schönsten Weihnachtsmärkte in Sachsen
Leipzig feiert den Advent
Noch keine Geschenkidee
für Weihnachten?
Verschenken Sie doch mal ein Stück
Lebensqualität.
Der Weihnachtsmarkt in Leipzig besteht aus vielen kleinen Standorten.
Insgesamt locken rund 300 Stände mit deftigen und süßen Spezialitäten
oder liebevoll verarbeitetem Kunsthandwerk. Die Grimmaische
Straße verwandelt Leipzigs Innenstadt zur Weihnachtszeit in eine hell
erleuchtete Flaniermeile, die von den Holzbuden auf dem Naschmarkt
und dem Markt bis zu denen auf dem Augustusplatz verläuft. Schon
im Jahr 1458 wurde in Leipzig der erste Weihnachtsmarkt abgehalten.
Damit ist er der Zweitälteste in Deutschland.
Besonders auf dem Augustusplatz sieht der Weihnachtsmarkt in Leipzig
aus wie eine Kirmes. Es gibt ein großes Riesenrad, drei verschiedene
Karussells für Kinder und eine Eisenbahn, die alle Besucher:innen zu
einer Fahrt einladen. Weiterhin gibt es Fahrgeschäfte auf der Reichsstraße
und auf dem Marktplatz. Besonders schön ist jedes Jahr der
Märchenwald, der auf dem Augustusplatz emporzuwachsen scheint
und in dem bekannte Märchen lebensgroß nachgestellt werden. Ein
besonderes Erlebnis ist das finnische Weihnachtsdorf, wo man Glühwein
und geräucherten Lachs probieren kann.
Augen
OPTIK
Martin
Auf der Bühne am Marktplatz gibt es jeden Tag um 16:30 Uhr ein großes
Adventsprogramm mit einem Märchenerzähler, einer Puppenbühne
und zahlreichen anderen Attraktionen. Donnerstags und freitags
findet am selben Ort die Weihnachtsmann-Sprechstunde statt, die
sich bei Kindern großer Beliebtheit erfreut. Das Programm wird durch
einen Wichtelladen ergänzt.
Außerdem werden auf der Bühne am Marktplatz unterschiedliche
Performances von Künstler:innen aufgeführt. Aufführungen des Weihnachtsoratoriums
von Johann Sebastian Bach, die in den Kirchen
der Stadt zur Weihnachtszeit regelmäßig stattfinden, und die Turmbläser:innen
am Alten Rathaus bilden das musikalische Rahmenprogramm.
Jakobstraße 4a . 02826 Görlitz . Tel.: 03581 40 30 11
www.optik-wuensche.de
Der Leipziger Weihnachtsmarkt öffnet 2025 vom 25. November bis
einschließlich 23. Dezember seine Pforten für Besucher:innen.
Foto: Uwe Reichel
Foto: Axel Lange
7 Weihnachtsmarkt in Meißen
Zauberhaftes Flair in der Porzellanstadt
Blick auf den Weihnachtsmarkt in Meißen
6 Schlesischer Christkindelmarkt Görlitz
Weihnachtsmarkt an der polnischen Grenze
Görlitz, eine Stadt mit 56 000 Einwohnern, liegt im kleinen Teil Schlesiens,
der zu Deutschland gezählt wird, und schmiegt sich direkt an
die polnische Grenze. Auf dem Christkindelmarkt werden neben Spezialitäten
und Waren aus Schlesien auch viel böhmisches und typisch
sächsisches Kunsthandwerk verkauft.
Mit der für diesen Anlass gestalteten Dialogkrippe und verschiedenen
Andachten für Groß und Klein verzaubert der Weihnachtsmarkt in der
charmanten Altstadt von Görlitz mit weihnachtlichen Klängen von
Chören und Musikensembles. Die Schlittschuhbahn auf dem Obermarkt
ist ebenfalls wunderschön und lädt zum Runden drehen ein.
Die Einzelheiten des Programms für 2025 sind noch nicht bekannt. Im
Allgemeinen findet jedoch jährlich der traditionelle Stollenanschnitt
statt, der den Weihnachtsmarkt eröffnet. 2025 lautet das Motto bei
der Kulinarik „17 Tage! 17 Essen“. An jedem Tag des Görlitzer Weihnachtsmarktes
gibt es ein anderes Gericht: Wechselnde Kochteams,
die sich vorher bewerben können, zaubern dann ihr Lieblingsessen für
die Besucher des Marktes. Die Görlitzer Kulturservicegesellschaft hat
die Idee entwickelt und umgesetzt, zusammen mit dem Förderverein
Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e. V.
Weitere Highlights 2025 sind das Eisstockschießen sowie eine Holzwerkstatt
und die Backstube für Kinder.
Der Weihnachtsmarkt in Meißen, der offiziell „Meißner Weihnacht“
genannt wird, ist mit rund 40 Hütten eher bescheiden. Dies beeinträchtigt
jedoch keineswegs die Attraktivität des Weihnachtsmarktes,
welcher sich über den Marktplatz der Stadt erstreckt.
Eingerahmt wird der Platz unter anderem vom hübschen gotischen
Rathaus, dessen Fassade in der Vorweihnachtszeit zu einem gigantischen
Adventskalender umfunktioniert wird. Täglich kommen viele
Zuschauer:innen zusammen, um überrascht über den Inhalt der jeweiligen
Türchen zu sein.
In Meißen startet der Weihnachtsmarkt normalerweise damit, dass
ein über zwei Meter langer Christstollen angeschnitten und dann
großzügig an die Besucher verteilt wird. Kinder freuen sich auf den
Besuch des Weihnachtsmanns und Musiker:innen und Bands bieten
ein vielfältiges Bühnenprogramm an.
Schnitzereien aus dem Erzgebirge, Weihnachtsschmuck, traditionelle
Pflaumentoffel, Töpferwaren und viele weitere Schätze laden zum
Stöbern und Verweilen ein. Abgerundet wird das Erlebnis durch eine
Vielzahl kulinarischer Genüsse: Gebrannte Mandeln, wärmender
Glühwein und andere winterliche Leckereien machen den Besuch zu
einem besonderen Höhepunkt in der Adventszeit in Meißen.
Der Weihnachtsmarkt in Meißen findet vom 24. November bis 24. Dezember
2025 statt.
Der Schlesische Christkindelmarkt in Görlitz findet 2025 vom 28. November
bis 14. Dezember statt.
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SCHÖNES ZUM FEST
REGIONALE GESCHENKIDEEN
AUS DER OBERLAUSITZ
Schenken gehört zu Weihnachten dazu. Aber was, wenn es etwas Besonderes sein soll?
Etwas, das es nicht in jedem Laden und an jeder Ecke zu kaufen gibt? Etwas aus der Region?
Wir haben verschiedene Ideen für Geschenke aus der Oberlausitz zusammengestellt.
LABA
Gewachsen, geflochten und genäht in der Lausitz
Ob lässig über die Schulter gelegt, oder elegant in der Hand für die nette
Zeit am Abend – mit dem LABA „Kiepchen“ bist Du immer eine Augenweide.
Die Kiepchen-Handtasche von Laba aus Görlitz ist mehr als nur ein
modisches Accessoire – sie ist ein wahres Kunstwerk, das die gesamte
Oberlausitz und darüber hinaus vereint. Die Reise beginnt in Cottbus,
wo die Weiden für die Taschen geerntet und geflochten werden. Anschließend
geht es weiter zur Leinenmanufaktur von Kleist in Neukirch,
wo ein erfahrener Sattler aus Camina die robusten Gurte anbringt.
Doch das ist noch nicht alles: Bei Kleist wird auch das hochwertige
Leinen verarbeitet, das von der Weberei Hofmann geliefert wird. Das
i-Tüpfelchen bildet das Laba-Patch, das in Weißwasser gefertigt wird.
Besonders spannend ist der rote Pin mit dem Laba-Signet, der nicht nur
stylish ist, sondern auch als Lautsprecher fungiert – erstellt im innovativen
3D-Druck-Verfahren des Löbauer Makerspace.
Gerhard Zschau, Inhaber von Laba-Fashion, ist stolz auf diese handwerkliche
Kooperation und trägt das „Kiepchen“ selbst gerne. Mit ihm
haben Sie alles Wichtige stets griffbereit: Handy, Portemonnaie, Schlüssel
und sogar eine kleine Bierflasche finden problemlos Platz. Seit einem
Jahr begeistert die kleine Schwester der großen Kiepe Modefreundinnen
und -freunde, vor allem online. Handarbeit hat ihren Preis: Je
nach Gurt-Ausstattung kostet das Kiepchen zwischen 259 und 285 Euro.
Vor Weihnachten hat der Flagship-Store von Laba in der Sohrstraße
in Görlitz erweiterte Öffnungszeiten, in denen das Kiepchen erhältlich
ist. Aber natürlich kann es auch online bestellt werden:
www.shop.laba.com
Quelle: laba.de
50
SCHÖNES ZUM FEST
ANIKA BOMM
H erwigsdorferin fertigt Unikate
Goldschmiedin Anika Bomm – einzigartiger Schmuck für die Adventszeit
Im Advent ist Anika Bomm unterwegs wie nie zuvor. Ihre Leidenschaft
für das Goldschmieden zeigt sie auf Weihnachtsmärkten und Verkaufsmessen,
wo sie ihre einzigartigen Schmuckstücke präsentiert. Unter
dem Namen „Anousch“ kreiert sie seit 2016 in der Oberlausitz Unikate,
die oft aus dem Rahmen fallen. Ein besonderes Highlight sind ihre
Manschettenknöpfe, gefertigt aus kleinen elektronischen Bauteilen.
Trotz der Herausforderungen, allein von ihrem Schmuck zu leben,
bleibt Anika kreativ und engagiert. So hat sie beispielsweise bei der
Sanierung der Herrnhuter Kirchensaal-Orgel für Eule Orgelbau in Bautzen
mitgewirkt. Aktuell ist sie Teil des Teams der Goldschmiede Biedermann
in Sebnitz, während sie in ihrer eigenen Werkstatt in Rosenbach
bei Löbau an Ohr- und Halsschmuck, Ringen und Broschen arbeitet.
Wer mehr über ihre Werke erfahren möchte, sollte einen Termin in
ihrer Werkstatt vereinbaren oder sie auf einer Messe besuchen. Ihre
Produkte sind auch online sowie im Shop des Schlesischen Museums
in Görlitz erhältlich.
Kontakt und Kauf über ihre Internetseite www.anousch-unikate.
de oder telefonisch unter 0176 64185783 oder im Shop des Schlesischen
Museums Görlitz. Anika Bomm stellt auch Gutscheine aus und
bietet Kurse zum Schmuckgestalten an.
EWA KERZEN
H eimeliges Kerzenleuchten aus Ebersbach
Im November und Dezember verwandelt sich der Werksverkauf der
Ebersbacher Kerzenfabrik in ein wahres Winterwunderland. Neben
den klassischen Pyramiden- und Leuchterkerzen finden Besucher eine
beeindruckende Auswahl an verzierten Varianten und Duftkerzen, die
sich perfekt als Geschenke eignen.
Einige der besonderen Kreationen zeigen Rafaels Engel aus der Sixtinischen
Madonna, während andere knuffige Weihnachtswichtel oder
originelle Formen wie Eulen mit Weihnachtsmützen präsentieren. Für
Romantiker gibt es Kerzen mit schneebedeckten Landschaften oder
stilvollen Teelichthaltern. Vertriebsleiter Hendrik Hofmann betont die
große Preisspanne: Hier findet man alles, von 50 Cent bis hin zu aufwendigen
Kerzen für 70 oder 90 Euro. Ein Besuch lohnt sich auf jeden
Fall!
Wer per E-Mail bestellt und nicht im Werksverkauf im Ebersbacher
Hofeweg 12/13 oder im Einzelhandel kauft, muss die Preise erfragen.
Im Katalog unter www.ewakerzen.de/produkte sind sie nicht
verzeichnet, dafür aber alle anderen Angaben.
51
SCHÖNES ZUM FEST
LAUSITZER LAVENDEL
Provence in der Provinz
Ist das noch Lausitz oder schon Frankreich? Niesky See wird zur Mini-Provence:
Dort blüht ein Lavendelfeld so lila und schön, dass sogar
Touristen aus aller Welt anreisen.
Seit nunmehr fünf Jahren erblüht die kleine Stadt Niesky für einige Wochen
in einem zauberhaften Lila. Auf einer großzügigen Fläche von 2,5
Hektar, die zur Agrargenossenschaft See a. G. gehört, wird im großen
Stil Lavendel angebaut. Die Pflege des Lavendels erfolgt von Frühjahr
bis Herbst und die Ernte erfolgt im Sommer, wobei ein Teil der kostbaren
Blüten weiterverarbeitet wird.
So entstehen feine Produkte wie das wohltuende Lavendelöl und handgefertigte
Schätze wie das Lausitzer Lavendelwölkchen – ein einzigartiges
Seifenstück.
Auch kulinarisch findet der Lavendel Verwendung, dank der Zusammenarbeit
mit Zuckerwerk + Rebensaft aus Görlitz, die köstliche Schokolade
für uns kreiert, Viereichener Fleisch- und Wurstwaren, die Salami
und zur Grillsaison Bratwurst und Grillkäse herstellen, und Kekila,
die für uns die Brause herstellt. Ein Hoch auf den Lavendel!
Die Lausitzer Lavendelprodukte sind jederzeit vor Ort erhältlich.
Auch in unserem Onlineshop unter www.lausitzer-lavendel.de finden
Sie ein vielfältiges Angebot erlesener Produkte aus der Provence, die
Sie ganz einfach bei uns bestellen können. Gut verpackt und natürlich
in bester Qualität.
LAUSITZER ÖLMÜHLE
Weich und warm auf Leinsamen gebettet
Die Lausitzer Ölmühle in Hoyerswerda hat das ganze Jahr über ihre
Hochsaison, denn Leinöl ist nicht nur köstlich, sondern auch äußerst
gesund. Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit gibt es jedoch
eine Neuheit, die gleich ins Auge fällt: die Leinsamenkissen! Diese
praktischen Kissen funktionieren ähnlich wie die bekannten Kirschkernkissen,
sind aber mit Leinsamen gefüllt.
Die Kissen sind in drei verschiedenen Größen erhältlich und kosten
zwischen 10 und 22 Euro. Regine Jorga von der Ölmühle betont, dass
sie in liebevoller Handarbeit angefertigt werden und Stoffe mit wechselnden,
ansprechenden Motiven nutzen. Die Kissen lassen sich problemlos
in der Mikrowelle erwärmen und dank der kleinen Leinsamen
passen sie sich wunderbar an den Körper an. Ein Merkblatt zur richtigen
Nutzung ist im Preis inbegriffen – für ein langlebiges Wohlfühlerlebnis!
Abgesehen von einem Kauf direkt im Hofladen sind die Kissen ebenso
wie die anderen Ölmühlenprodukte online unter www.lausitzeroelmuehle.de
bestellbar.
52
SCHÖNES ZUM FEST
NIESKYER MUSEUM
Den kniffligen Wachsmann-Knoten lösen
Wo gehobelt wird, da fallen Späne – oder anders: Wo man sich in großem
Stil mit Holzbau, Effizienz und Baukastensystemen beschäftigt, da
fällt auch eine spielerische Knobelei ab. In Niesky, der „Musterstadt für
den modernen Holzbau der Weimarer Zeit“, ist der Wachsmann-Knoten
schon vor Jahrzehnten gewissermaßen nebenbei entstanden. Er besteht
aus zwölf Einzelteilen aus drei verschiedenen Holzarten, was man an der
Farbe der einzelnen Teile auch erkennt. Die Aufgabe ist es, diese Teile mit
Geschick so zusammenzubauen, dass ein stimmiges Holzteil entsteht.
Ein wenig erinnert der Wachsmann-Knoten an den ungarischen Zauberwürfel
der 1980er Jahre. Nicht so bunt, aber man muss schon ein wenig
überlegen, wie dieser in seine Form gebracht wird. Beim Zauberwürfel
sind es die Farben, beim Wachsmann-Knoten die einzelnen Holzelemente,
die stimmig zusammenzusetzen sind.
Er ist gewissermaßen eine Art 3-D-Puzzle aus einer Zeit, in der man diesen
Begriff bisher nicht kannte. Den Knoten hat das Museum Niesky zu
neuem Leben erweckt und lässt ihn als Souvenir seit 2023 in Handarbeit
herstellen. Gerade um Weihnachten sei die Nachfrage durchaus höher,
heißt es im Museum.
Das ist der Wermutstropfen: Der Knoten ist nur im Nieskyer Museum
erhältlich (Sonntag bis Donnerstag 10:00 bis 16:00 Uhr) und kostet 120
Euro. Es gibt ihn in einer hübschen Holzschachtel.
HERRNHUTER SPIELE
Spielen mit den Siedlern aus H errnhut
Spiele müssen nicht immer von großen Firmen stammen, um Freude
zu bereiten und den Horizont zu erweitern. Ein Beispiel hierfür ist
„Die Siedler aus Herrnhut“. In diesem fesselnden Spiel geht es darum,
eine Siedlung aufzubauen, die die typischen Elemente der Herrnhuter
Brüdergemeine des 18. Jahrhunderts umfasst. Orte wie Niesky und
Kleinwelka in der Oberlausitz sowie viele weitere Siedlungen weltweit
dienen als Inspiration.
Wichtige Bestandteile wie Kirchensaal, Gottesacker und Schule müssen
strategisch platziert werden, um zu gewinnen. Entwickelt wurde
das Spiel von Lars Dannenberg, Matthias Donath und Jan Bergmann-
Ahlswede, dem Leiter des Nieskyer Museums. Angesichts der Ernennung
von Herrnhut und anderen Siedlungen zur UNESCO-Welterbestätte
erhält das Spiel nun besonderen aktuellen Wert.
Das Spiel kann man online bei www.herrnhuter-spiele.de bestellen,
wenige Exemplare gibt’s auch im Völkerkundemuseum Herrnhut.
Einen festgelegten Preis gibt es nicht. Wer das Spiel haben möchte,
spendet einen Betrag seiner Wahl.
54
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BJÖRN KÖHLER
Berührend Schönes aus H olz
Sich auf das Wesen der Dinge konzentrieren und voller Neugier die eigene
Welt erfinden – so entstehen bei Björn Köhler in kunsthandwerklichen
Kleinserien jene knuffigen Holzfiguren, welche die Manufaktur
über die Grenzen des Erzgebirges hinaus bekannt gemacht haben.
Ganz gleich, ob lustige Weihnachtsmänner, Kobolde oder Krippenfiguren
– sie alle erreichen erst durch vieler Hände Arbeit, geprägt von
handwerklicher Meisterschaft sowie einer großen Liebe zum Detail, ihre
endgültige Gestalt. Das kann man sehen und in den Händen spüren.
Durch ihre moderne Gestaltung und typische Handschrift unterscheiden
sich die kleinen Helden deutlich vom traditionellen Formschatz
erzgebirgischer Volkskunst und sind in dem ehrlichen Bekenntnis zum
Kunsthandwerk dennoch wohltuend konventionell.
Da die formbildende Arbeit an der Handdrechselbank geschieht,
gleicht kein Stück dem anderen und es entstehen charaktervolle Solisten,
die gemeinsam dennoch ein unverwechselbares Ensemble bilden.
Verwendung findet vorwiegend Fichtenholz. Es verlangt ein hohes Einfühlungsvermögen
vom Drechsler, belohnt jedoch mit einer schönen
und ausdrucksstarken Textur. Das kann man den kleinen Geschöpfen
ansehen, denn ihre formal reduzierte Gestalt lebt von jener eindrucksvollen
Maserung des Holzes.
SEIFFENER VOLKSKUNST
Kostbares aus dem Original
Die Seiffener Volkskunst eG blickt auf eine lange Tradition im erzgebirgischen
Seiffen zurück. Seit 1958 entstehen hier in sorgfältiger Handarbeit
Nussknacker, Räuchermännchen, Schwibbögen und Pyramiden.
In der Werkstatt wird gedrechselt, gebohrt, bemalt und montiert. So
wird jedes Stück ein Unikat aus dem Erzgebirge.
Im Ladengeschäft und Onlineshop präsentiert die Genossenschaft
rund 4000 Weihnachtsartikel, mal klassisch, mal modern gestaltet. Besonderer
Wert wird auf Qualität und die Bewahrung von Traditionen
gelegt. Besucher können in der Schauwerkstatt miterleben, wie ein
Nussknacker seine Haare und seinen Bart erhält oder eine Pyramide
entsteht. Ein Erlebnis, das Handwerk und Weihnachtsstimmung verbindet.
Auch Mitmachen ist möglich: In der Bastelwerkstatt stehen etwa 200
Bastelsets bereit, mit denen Kinder und Erwachsene eigene Souvenirs
gestalten können. Von Teelichthaltern über Räuchermännchen bis zu
kleinen Schwibbögen. Die Seiffener Volkskunst eG lädt dazu ein, die
Faszination erzgebirgischer Holzkunst hautnah zu erleben.
57
Ausgewählte Manufakturen
INGE-GLAS
Zauberhaftes aus Glas
Echte und traditionelle Handwerkskunst schenkt Freude! Nach diesem
Leitbild führt Klaus Müller-Blech in dritter Generation das Familienunternehmen
INGE-GLAS im bayrischen Neustadt bei Coburg. Mitten
in der traditionellen Region der deutschen Glasschmuckherstellung
werden einzigartige Glasornamente und Kugeln wie vor 100 Jahren
von erfahrenen Glasbläsern von Mund geblasen. Das Handwerk wird
in der 15. Generation ausgeführt.
Mit viel Liebe zum Detail werden diese anschließend von begabten
Malerinnen von Hand bemalt, sodass bis zu 60 Arbeitsschritte benötigt
werden, um die einzigartigen und individuell geschmückten Unikate
herzustellen.
Nur beste Werkstoffe finden in der INGE-Glas-Manufaktur Verwendung.
Von klarem Kristallglas, edlem Silber leuchtenden Farben bis hin
zu glitzernden, wertvollen Dekorationsmaterialien werden nur ausgewählte
Produkte für die Herstellung der funkelnden Ornamente und
Kugeln verwendet.
So entsteht in der INGE-GLAS-Manufaktur Jahr für Jahr zauberhaft
Glänzendes aus Glas.
INGE-GLAS – ein Stück Ewigkeit
KUNSTGEWERBE NEUFERT
Traditionelles Handwerk seit 1973
Kunstgewerbe Neufert aus Oybin ist wohl eine der kleinsten Manufakturen
der Oberlausitz, jedoch mit einem ganz besonderen Charme.
Seit 1973 stellt die traditionelle Manufaktur handgefertigte Strohkugeln
und Strohsterne in großer Vielfalt her.
Mit dem Messer vorsichtig geschlitzt, mehrfach geglättet und in Länge
geschnitten, wird Strohhalm für Strohhalm in Form gebracht und
verbunden. Bis zu zwanzig Ringe werden vorsichtig zu einer Strohkugel
zusammengefügt – eine wahrlich filigrane Handarbeit – und nach
bis zu fünfzehn Minuten erfährt ein einziges Meisterstück seine Vollendung.
Strohsterne ergänzen das Sortiment der kleinen Manufaktur
– von Hand geschnittene Muster in den einzelnen Strohhalmen verlangen
besonderes Augenmaß und unterstreichen die Einzigartigkeit
eines jeden Sterns. Pro Jahr entstehen so schätzungsweise viertausend
Einzelstücke – aus über fünfzig verschiedenen Ausführungen fällt
die Entscheidung schwer – das Herz entscheidet.
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Ausgewählte Manufakturen
HUSS WEIHRICHKARZLE
Feinster Duft – wenig Rauch
Weihrichkarzle? Sind die besten Räucherkerzen. Das war damals so
und wird bis heute bewahrt. Bereits seit 1930 stellt die Firma HUSS aus
Neudorf Räucherkerzen, die fein duftenden Kegel aus dem Erzgebirge,
aus natürlichen Rohstoffen und nach alten Familienrezepturen her. Die
„Karzle“ sind sozusagen Natur pur. Zu Zeiten des Firmengründers Kurt
Huß war „Bio“ drin, ohne darüber zu reden, einfach selbstverständlich,
und dieser Schatz wird bis heute bewahrt.
Besonders dem Einsatz von ausgewählten Trockenstoffen wie Hölzern,
Harzen oder Gewürzen verdanken die feinen Weihrichkarzle der Firma
HUSS ihren angenehmen Duft, der sich beim Abbrennen der Räucherkerzen
erst vollkommen entfaltet – ein echtes Markenzeichen der
„Karzle“ aus dem Hause HUSS.
Neben Räucherkerzen haben sich über die Jahre hinweg einzigartige
Räucherkerzenöfen aus Blech hinzugesellt. In aufwendiger Handarbeit
entstehen in Neudorf Jahr für Jahr originelle und kultige Produkte,
worin die Räucherkerzen in einer eigens entwickelten Abbrennvorrichtung
sicher verglimmen. Detailverliebt lassen diese die Herzen von
vielen Menschen generationsübergreifend höher schlagen.
Und wer noch nicht genug von „Karzeln“ hat, der wird seit 2013 in
regelmäßigen Abständen von einem zum Leben erwachten „Karzl“ in
erzgebirgischer Mundart unterhalten. Karzl-Geschichten aus Neudorf
erfreuen Menschen aus nah, fern und ganz fern.
Fetzig. Kultig. Originell.
STICKEREI VOGEL
Feinste Plauener Spitze
Im Vogtland, dem über 125 Jahre alten Zentrum der deutschen Stickereiindustrie,
hat die Stickerei Vogel ihren Firmensitz. Bereits in der
5. nächsten Generation wird das Kunsthandwerk der Plauener Spitze
bewahrt und weitergegeben.
Die Kollektion umfasst neben hochwertiger, bestickter Tischwäsche
im klassischen, aber auch modernen Bereich ebenfalls traditionelle
Fensterbilder und Luftspitzenanhänger für den Weihnachtsbaum,
Konfektionsstoffe, Kissen und Accessoires. Abgerundet wird das Sortiment
durch eine Vielzahl weiterer individueller Kleinserien nach Maß
mit feinster Verarbeitung, welche den Kundenwünschen individuell
angepasst werden.
Trotz des vielseitigen Sortiments stehen so Tradition und Qualität stets
im Mittelpunkt. Mit dem feinen Blick, Struktur und Gewebe mit einem
Ornament aus echter Plauener Spitze zu veredeln oder feinste Plauener
Spitze neu zu interpretieren, steht die Stickerei Vogel nicht nur
für Ihre traditionelle Tischwäsche, sondern auch für modernes Design.
Eine kleine Kostbarkeit
59
Ausgewählte Manufakturen
MINIATURENDRECHSLEREI UHLIG
Ein großer Traum von einer winzigen Welt
So klein und unscheinbar uns die Dinge auch erscheinen, betrachten
wir sie im Detail, erkennen wir ihre wahre Größe. Nach diesem Leitbild
erschafft Uwe Uhlig einzigartige Produkte mit besonderem Charakter
– stets vor der Herausforderung, traditionelles erzgebirgisches Kunsthandwerk
zu bewahren und gleichzeitig modern zu interpretieren.
Verwendung finden dabei neben exotischen Hölzern auch viele einheimische
Edelhölzer, wie Kirsche oder Esche, die so nicht nur regional
bezogen werden können, sondern den Produkten auch einen
besonderen Charme verleihen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen
märchenhafte Motive ebenso wie innovative Ideen mit Witz, wie der
Weihnachtsbaum für die Hosentasche oder die Serie Pocket Art. Diese
winzigen Produkte bedürfen größter Sorgfalt, höchster Präzision und
eines ausgezeichneten handwerklichen Könnens und lassen staunend
Details entdecken, die auf den ersten Blick nicht zu sehen sind. So verlässt
man gemeinsam mit der Miniaturendrechslerei Uhlig die Welt
des Großen, um sich dem Kleinen, Verblüffenden zu stellen.
Eine Kleinigkeit für die Ewigkeit
UNOFERRUM
Ein moderner, ästhetischer Clou
Bei unoferrum trifft modernes, ästhetisches Design auf höchste Qualität.
Mit einem besonderen Sinn für Funktionalität hebt sich das saisonale
Design-Label aus Freital bei Dresden seit 2014 deutlich von der
Konkurrenz ab.
Bei SILHOUETTE können Figuren aus fein gebürstetem Edelstahl variabel
und stilvoll platziert werden. Die Basis bilden dabei halbrunde
Holzpodeste, welche von Hand gefräst, geschliffen und mit Hartwachsöl
behandelt werden.
Das Unverwechselbare an unoferrum und seiner Kollektion liegt jedoch
im Boden der Holzpodeste. Eine, in den Boden eingearbeitete,
magnetische Komponente ermöglicht es, die Metallfiguren platzsparend
aufzubewahren. So kann übers Jahr kein Teil verloren gehen. Die
weihnachtlichen Szenerien schimmern stimmungsvoll und können immer
neu variabel aufgebaut werden.
Etwas ganz Besonderes
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Ausgewählte Manufakturen
WENDT & KÜHN
Die Traditionsmanufaktur
Sie sind exklusiv und von zeitloser Schönheit. Ausgelegt für individuelle
Ansprüche: die farbenfrohen Figuren und Spieldosen aus der Traditionsmanufaktur
Wendt & Kühn. Bis heute bilden unzählige überlieferte
Figurenentwürfe und Zeichnungen die Grundlage des Sortiments,
der Marke und ihres Erfolges.
Heute genauso wie vor über 100 Jahren werden die Figuren in aufwendiger
Handarbeit in den Werkstätten in Grünhainichen gefertigt,
denn nur die Herstellung der Artikel am Gründungsstandort wird dem
Anspruch an Authentizität, höchster Qualität und handwerklicher
Meisterschaft gerecht. Die mustergetreue Fertigung nach Originalentwürfen
der Schöpferinnen ist bei Wendt & Kühn oberstes Gebot und
verleiht den Figuren deren unverwechselbaren Charakter, welcher Anmut,
Ästhetik, Tradition und Exklusivität ausstrahlt. Es sind vor allem
die Grünhainichener Engel® mit den charakteristischen elf weißen Flügelpunkten,
welche die Traditionsmarke Wendt & Kühn ausmachen.
In fast 150 verschiedenen Varianten, meist als Musikanten, sind sie in
der ganzen Welt bekannt. Jede einzelne Figur aus dem Haus Wendt
& Kühn ist gefertigt für Liebhaber, die das Exklusive mögen und das
Außergewöhnliche schätzen.
OBERLAUSITZER SCHMUCKMANUFAKTUR
Ein Schmuckerlebnis der besonderen Art
Filigrane Verarbeitung von Materialien, Individualität und kleine, aber
feine Schmuckkollektionen – dafür steht die Oberlausitzer Schmuckmanufaktur
aus Neueibau in Sachsen.
Das sächsische Familienunternehmen, welches im Jahr 1979 von Goldschmiedemeister
Peter Schneider gegründet wurde, pflegt die Tradition
der Schmuckherstellung bereits in zweiter Generation und setzt
dabei nicht nur auf traditionellen Silber- und Goldschmuck. Mit der
Liebe zum Detail entstehen sowohl kleine Kollektionen mit regionalen
Gesteinen, als auch ganz individuell gestaltete Schmuckstücke als Einzelanfertigung.
Die Herausforderung, etwas Besonderes zu schaffen,
findet hier ihren Meister – was die hauseigene Kollektion mit Oberlausitzer
Granit beweist. Einzelne Gesteinsstücke werden dabei in ihrem
natürlichen Urzustand in Silberschmuck integriert und verleihen der
Kollektion eine zeitlose Schönheit.
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Foto: incaming
Und leuchtet in die ganze Welt – der Herrnhuter
Stern und seine Geschichte
Nun ist seine Zeit wiedergekommen. Jetzt darf er wieder leuchten –
der Herrnhuter Stern. Gerade in den dunkelsten Wochen des Jahres,
an den kürzesten Tagen und in den längsten Nächten, leuchtet er in
den Straßen, Wohnungen und Kirchen. Seine Strahlen schenken Helligkeit
und weisen den Weg – es ist die Zeit der Ankunft, des Advents.
Der Herrnhuter Stern ist ein besonderer Stern. Sein Leuchten geht
über die familiäre Besinnlichkeit und die dekorative Behaglichkeit in
der Advents- und Weihnachtszeit hinaus.
Der Herrnhuter Stern kommt zu uns als Botschafter mit Tradition. Und
das auf eine schlichte, unaufdringliche, oft auch romantische Art. Es ist
ein Leuchten, das ausstrahlt und anzieht: warmes Gelb, klares Weiß,
sinnliches Rot.
Bald nach Jesu Geburt kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem
und fragten: »Wo finden wir den neugeborenen König der Juden?«
Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen,
um uns vor ihm niederzuwerfen«. … und der Stern … ging ihnen voraus.
Genau über der Stelle, wo das Kind war, blieb er stehen. Als sie
den Stern sahen, kam eine große Freude über sie. Sie gingen in das
Haus und fanden das Kind mit seiner Mutter Maria. (Gute Nachricht
Bibel, aus Matthäus 2)
So wie der Stern von Bethlehem vor zweitausend Jahren die Weisen
aus dem Morgenland zu Jesus Christus führte, weist uns der Herrnhuter
Stern heute auf das Weihnachtswunder: Christus ist geboren. Gott
ist in einem kleinen Kind zu uns Menschen gekommen. Und dieser
Christus spricht: »Ich bin der leuchtende Morgenstern« (Gute Nachricht
Bibel, Offenbarung 22,16). Damit erfüllte er jahrhundertlange
Hoffnungen seiner Mitmenschen (4. Mose 24,17) und bietet auch uns
heute eine hoffnungsvolle Perspektive. Auch in unserer Zeit können
wir unseren Lebensweg an Christus orientieren. Auch dies möchte uns
der Herrnhuter Stern sagen.
Seinen Ursprung hat der Stern gar nicht in Herrnhut, wie es sein Name
vermuten lässt. Die Anfänge des Herrnhuter Sterns liegen mehr als
195 Jahre zurück. Inspiriert von seinen biblischen Vorbildern, entstand
er in der Schule der Brüder-Unität (Herrnhuter Brüdergemeine) in
Niesky.
Erstmals erwähnt wird ein beleuchteter Stern zum fünfzigjährigen
Jubiläum der Nieskyer Knabenanstalt vom 4. bis 6. Januar 1821: »In
der Mitte hing an Missionsschueiners Leine … ein großer buntfarbiger
Schulklasse beim Schmücken der Internatsstube.
Das Zuhause ersetzen konnten diese Schulheime natürlich nicht. Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit war die Trennung von den Eltern sehr schmerzhaft. So kam der Stern als Symbol
für die biblische Geschichte ganz recht. Ein Erzieher nutzt den Stern im Mathematikunterricht als Vorlage, um ein besseres geometrisches Verständnis zu vermitteln. Er ließ die Internatskinder
Sterne aus verschiedenen geometrischen Formen bauen und diese schmückten später damit ihre Internatsstuben. Die ersten Sterne trugen dabei die Farben Weiß /Rot - Weiß für die Reinheit
und Rot für das Blut Jesus Christus. Fortan bastelten die Kinder stets am 1. Sonntag im Advent ihre Sterne und trugen damit diesen Brauch in ihre Familien. Foto: Herrnhuter Sterne GmbH
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Überall, wo ein Herrnhuter Stern leuchtete, wurden Menschen von
seinen Strahlen berührt und angezogen. Der Stern und seine Botschaft
breiteten sich aus. Mit den Schülern der Missionsschulen und den Mitgliedern
der weitverzweigten Brüder-Unität wurde der Stern von seiner
oberlausitzer Heimat in viele Teile der Welt getragen. Grundlage dafür
war die serienmäßige Produktion, die am Ausgang des 19. Jahrhunderts
begann und dem Stern seinen Namen brachte. 1897 bot der Kaufmann
Pieter Hendrik Verbeek (1863–1935) in seiner Herrnhuter »Buch-,
Kunst-, Musikalien- und Papierhandlung« die ersten serienmäßig hergestellten
Sterne an: »Herrnhuter transparente Weihnachtssterne«. Der
bald mit einem Patent versehene Stern bestand aus einem Metallkörper
und 25 Papierzacken mit Metallrähmchen. Er konnte auseinandergebaut
und mit einer Petroleumlampe beleuchtet werden. Seine geometrische
Form – Fachleute sprechen von einem Rhomben-Kuboktaeder – hat er
bis heute behalten. Die Resonanz auf diesen ersten Herrnhuter Stern
war überaus groß. Bereits 1899 wurde eine Sternmanufaktur und 1925
die »Sterngesellschaft mbH Herrnhut« gegründet, um der wachsenden
Nachfrage gerecht zu werden. Die Konstruktion des Sterns wurde
weiterentwickelt, und neue Modelle ergänzten die Produktionspalette.
Neben den klassischen Stern in Weiß und Rot traten weitere Farbkombinationen
auf: Weiß-Grün-Rot, Weiß-Blau-Rot, Gelb-Rot. Auch Sterne in
neuen Größen und mit anderer Zackenzahl wurden entworfen.
Der Zweite Weltkrieg sorgte ab 1940 für ein Ende der Sternproduktion.
Mit einer wohl einzigartigen Entwicklung in der DDR konnte der Herrnhuter
Stern auf Dauer gesichert werden: Aus der 1946 verstaatlichten
Sterngesellschaft wurde 1968 die Sternproduktion ausgegliedert und an
die Brüder-Unität als ehemalige Teilhaberin zurückgegeben. So wurden
ab 1969 die Sterne wieder in kirchlicher Verantwortung produziert – allerdings
mit staatlichen Planvorgaben und im Rahmen der DDR-Mangelwirtschaft.
Aufbauanleitung aus dem Jahre 1898. Die Gebrauchsanweisung zeigt das Zusammensetzen
des Herrnhuter Sterns mit Metallkörper. Die Metallkörper und -rähmchen der früheren
Sterne wurden vom Herrnhuter Klempnermeister Krautwurst hergestellt, die Zacken im
Brüderhaus von Frauen geklebt und versandfertig gemacht. Foto: Herrnhuter Sterne GmbH
Stern mit 110 Strahlen, der durch eine große Lampe erleuchtet wurde«.
Und 21 Jahre später, zur 100-Jahr-Feier des Ortes Niesky am 8.
und 9. August 1842, wird von einem jungen Handwerker berichtet, der
ebenfalls einen »erleuchteten Papierstern« aufhängte.
Die ersten Berichte zeigen, dass der Stern zunächst zum Erscheinungsfest
(Dreikönigstag, 6. Januar) und sogar im Hochsommer leuchtete. Die
Konzentration auf die Adventszeit erfolgte erst in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts, als sich das Anfertigen der Sterne in den Schulen der
Brüder-Unität etablierte. Die ersten gesicherten Spuren führen in die
Missionsschule nach Kleinwelka bei Bautzen, die unter anderem von
Kindern ausgesandter Missionare besucht wurde. Am 1. Advent 1887
staunte ein kleiner Junge, der in diesem Frühjahr aus Südafrika nach
Deutschland kam, über den ersten beleuchteten Weihnachtsstern, den
er sah. Später berichtete er, wie diese Sterne vor der Adventszeit in
der Schule gebastelt wurden. Der Sternbau vermittelte nicht nur mathematische
und geometrische Kenntnisse. Zugleich bot der Stern, den
die Kinder aus biblischen Erzählungen und vom nächtlichen Himmelsfirmament
kannten, eine geistige Verbindung zu den Eltern in fernen
Ländern. Und manch selbst gebastelter Stern ist dann durchaus auch
auf die Reise nach Surinam, Labrador oder Südafrika gegangen.
Als erster namentlich bekannter Bastler eines Advents- und Weihnachtssterns
gilt Hermann Bourquin (1847–1913). Seine Familie berichtete,
dass er während eines Ferienaufenthaltes in Herrnhut im
Dezember 1867 einen Stern baute. Das Sternebasteln wird übrigens in
Familien der Brüdergemeine bis heute gepflegt. So entstehen weiterhin
kunstvolle Sterne mit 50, 98 oder gar 110 Zacken als Einzelstücke
für Wohnungen und Kirchensäle.
Mindestens 200 Jahre ist der Herrnhuter Stern alt: In seiner ursprünglichen Farbkombination
weiß-rot symbolisiert er die Reinheit und das Blut Christi (Bestell-Prospekt von 1898).
Foto: Herrnhuter Sterne GmbH
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Heute präsentiert sich die Herrnhuter Sterne GmbH, die 1991 den
Neuanfang in der freien Marktwirtschaft wagte, als modernes Unternehmen
mit Tradition. Im Jahr 2008 konnte ein neues Manufakturgebäude
erbaut werden, in dessen Besucherzentrum über die Geschichte
und Herstellung dieses außergewöhnlichen Sterns informiert wird.
Der Herrnhuter Stern – nach wie vor in Handarbeit hergestellt – wird
mittlerweile in über 75 verschiedenen Ausführungen als Außen- und
Innenstern produziert. Durch die immer größer werdende Präsenz der
Herrnhuter Sterne sowie den Ausbau des Exports konnte sich das Unternehmen
in den letzten Jahren stabil und stetig entwickeln. Waren
es im Jahr 2010 noch rund 80 Mitarbeiter, welche ca. 300 000 Sterne
pro Jahr herstellten, sind es 2023 bereits 800 000 Sterne und etwa
195 Mitarbeiter. So wurde in den Jahren 2014, 2017 und 2022 der Bau
dreier neuer Lager- und Produktionshallen notwendig, um den benötigten
Kapazitäten gerecht zu werden. Neben den Herrnhuter Sternen
ergänzen seit einigen Jahren besondere Designprodukte, wie Sternenleuchten,
Lichterbögen oder auch Schriftzüge das Sortiment, welche
den Herrnhuter Stern immer wieder neu in Szene setzen.
In Görlitz mieten!
COWORKING
SPACE
Einfach & unkompliziert
Modern ausgestattet für produktives Arbeiten –
alles, was du brauchst, an einem Ort.
Herrnhuter Stern, nach 1982 © Historische Sammlung Brüdergemeine Herrnhut, Foto: Johanna
Funke
Mit ihrem Wirtschaftsunternehmen Herrnhuter Sterne GmbH weiß
sich die Brüder-Unität der christlichen Sozialethik verpflichtet. Die
Arbeit soll durch »Wahrhaftigkeit, Treue und soziale Gesinnung bestimmt
sein« (Kirchenordnung der Brüder-Unität). Unternehmensgewinne
kommen der diakonischen, pädagogischen und missionarischen
Arbeit zugute.
Herrnhuter Sterne leuchten schon längst nicht mehr nur in Deutschland,
sondern auch in Mali und Nicaragua, in Israel und Kanada und in
vielen Teilen dieser Erde. Ihr Licht bringt Wärme und Geborgenheit zu
den Menschen und weist sie auf die Botschaft des Sterns hin: Christus
ist als Licht für alle Menschen in die Welt gekommen.
Thomas Przyluski
Coworking Andreas Sauer
Bismarckstraße 31
02826 Görlitz
Telefon: 0152 / 55798231
E-Mail: info@coworking-goerlitz.de
www.coworking-sauer-goerlitz.de
DER TANNENBAUM
TANNENGUT BELGER
Ein Symbol der Festlichkeit
Zu Weihnachten ist das ein ganz besonderer Anlass, denn die Räume
werden festlich geschmückt und alles auf Hochglanz poliert. Die Gans
ist bestellt und alles soll perfekt sein. Darum gehört der Weihnachtsbaum
auch dazu. Ob das die Nordmanntanne ist, oder die Blaufichte,
oder die einfache Rotfichte. Jede ist schön und wartet nur darauf, die
Wohnstuben zu verzaubern. Die Begeisterung für Weihnachten nimmt
nicht ab, denn hier feiern wir nicht nur die Geburt Jesu. Nein, es ist die
Zeit im Jahr, wo die Familie zusammensitzt und begeistert Geschenke
unter dem Weihnachtsbaum auspackt. Das Weihnachtsfest ist gelebte
Tradition: Jahr für Jahr, und das seit Jahrzehnten, seit Jahrhunderten,
seit rund 2000 Jahren.
Weihnachtsbäume oder Christbäume werden oft auch als Tannenbäume
bezeichnet. Jedoch sind die Bäume nicht immer Tannen, sondern
oft auch Fichten. Im Tannengut Belger aus Kottmar/OT Niedercunnersdorf
werden verschiedene Arten mit viel Liebe und Herzblut herangezogen,
wie die Nordmanntanne, Blaufichte, Rotfichte, Korktanne,
Concolor, Tanne und Kiefer. Die Bäume sind beliebt bei Geschäftskunden
sowie bei privaten Käufern aus der Region.
Regional und umweltfreundlich
Die meisten der in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume sind auf
Plantagen in Dänemark und im Sauerland oder Schleswig-Holstein gewachsen.
Unsere Weihnachtsbäume wachsen mitten in der Oberlausitz.
Durch die heimische Produktion und Vermarktung in der Region
werden größere Transportwege mit dem Lkw vermieden. Sie werden
ganz frisch geschlagen und kommen ohne weite Lieferwege direkt an
unsere Verkaufsstände. Unsere Standorte befinden sich alle im Umkreis
der Erzeugung. Sie können sich also sicher sein, einen regional erzeugten,
umweltfreundlichen und frischen Weihnachtsbaum ins Haus
geholt zu haben.
Ganz frisch geschlagen
Die Weihnachtsbäume werden täglich frisch geschlagen. Daher nadeln
sie nicht so schnell wie der handelsübliche Weihnachtsbaum aus dem
Baumarkt. Als besonders nadelfest gilt die Nordmanntanne. Benannt
ist diese übrigens nach Alexander Davidowitsch v. Nordmann, einem
finnischen Zoologen, Botaniker und Paläontologen, der sie 1835 im
Kaukasus bei Borshomi entdeckte.
Weihnachtsbaum selbst sägen
In unserer Weihnachtsbaum-Kultur in Kottmar/OT Niedercunnersdorf
können Sie Ihre frische Tanne direkt selbst sägen. Nutzen Sie dieses
tolle Familien-Event als einen kleinen Ausflug in unsere schöne Kultur
und erleben Sie ein echtes Tannenabenteuer. Verbringen Sie schöne
Stunden. Und stärken Sie sich mit Bratwurst, Kinderpunsch oder Glühwein.
Dieser Tag macht Weihnachten noch schöner.
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