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Weihnachtsmagazin goerlitz 2025

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NOVEMBER/DEZEMBER 2025

Weihnachtliches

görlitz

GENIESSEN SIE DIE WEIHNACHTSZEIT IN GÖRLITZ.

In diesem weihnachtlichen Magazin finden Sie einige Informationen für Erlebnisse. Festliche Veranstaltungs- und Konzerttermine

rund um die Advents- und Weihnachtszeit, geführte Stadtführung und Görlitztour, Adventszeit in den Museen sowie viele Inspirationen.

Handwerk mit Herz – Ausgewählte Manufakturen stellen wir Ihnen vor. Auch Geschichten und Erinnerungen mit weihnachtlichem

Bezug runden das Magazin ab. Genießen Sie die festliche Stimmung und lassen Sie sich inspirieren!



LIEBE LESERINNEN,

LIEBE LESER,

es ist wieder so weit – Görlitz verwandelt sich in eine festliche Weihnachtsstadt!

Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, beginnt in

der Europastadt Görlitz an der Neiße die gemütlichste Zeit des Jahres.

Die prachtvollen Handelshäuser der Renaissance und des Barock erstrahlen

im festlichen Glanz und verleihen der Stadt einen märchenhaften

Charme. Erleben Sie mit Familie und Freunden das zauberhafte

Lichtermeer und die herrlichen Düfte der Vorweihnachtszeit.

Besonders empfehlenswert ist ein Besuch des Schlesischen Christkindelmarkts

im Advent. Hier können Sie sich von den Aromen der schlesischen

Traditionsküche verwöhnen lassen und die entspannte Atmosphäre

genießen. Der Nachtwächter lädt zu einer Laternenführung ein

und verrät so manch geheimes Detail über die Stadtgeschichte. Nach

der spannenden Erkundung wärmen Sie sich bei einem Glühwein in

einem der historischen Gewölbekeller auf und lassen sich von den

herzhaften Köstlichkeiten wie dem „Schlesischen Himmelreich“ oder

den süßen „Mohnspielen“ verführen.

Der Christkindelmarkt und das Weihnachtshaus bieten zudem eine Vielzahl schöner Mitbringsel, von

handgefertigten Pyramiden und Herrnhuter Sternen bis hin zu traditionellen Räuchermännchen. Kinder

dürfen sich auf einen Bastelwagen, ein weihnachtliches Postamt und ein Geschichten- und Lesezelt

freuen. Eine weitere Attraktion auf dem Obermarkt ist die Eislaufbahn, die großen und kleinen Besuchern

viel Freude bereiten wird. Auf frisch geschliffenen Kufen kann man hier täglich mit Kollegen,

Freunden oder der Familie seine Runden drehen – und auch das rege Treiben auf dem Eis beobachten.

Für Familien gibt es im deutsch-polnischen Tierpark liebevolle Angebote wie die „Bescherung der

Tiere”. Am 7. Dezember sind Besucher eingeladen, gemeinsam mit den Tierpflegern auf Fütterungsrunde

bei Stachelschweinen, Kamelen und Bauernhoftieren zu gehen und die Tiere mit Leckereien zu

verwöhnen. Bringen Sie gerne eigene, klein geschnittene Möhren und Äpfel mit!

Jedes Jahr im Dezember startet die Parkeisenbahn zur traditionellen Nikolausfahrt. Am 30. November

ab 14:00 Uhr lädt die Parkeisenbahn für Familien zu einer gemütlichen Fahrt ein.

Görlitz ist aber nicht nur zur Adventszeit einen Besuch wert. Sehenswert sind vor allem die sakralen

Schätze der Stadt: In der Peterskirche, zugleich ein Wahrzeichen der Stadt, können Besucher dem

Orgelspiel auf der Sonnenorgel lauschen. Eine Besonderheit ist auch das Heilige Grab, ein Zeugnis

spätmittelalterlicher Frömmigkeit. Ausflüge in die verschneite Landschaft des Zittauer Gebirges, des

Iser- und Riesengebirges runden den winterlichen Görlitz-Besuch ab.

Wir wünschen Ihnen eine friedliche Vorweihnachtszeit und unvergessliche Stunden in der Weihnachtsstadt

Görlitz.

Impressum:

Herausgeber: incaming media GmbH

Carl-v.-Ossietzky-Str. 45, 02826 Görlitz

Telefon: 03581 87 87 87

www.incaming.de

Geschäftsführer: Andreas Ch. de Morales Roque

Druck: incaming print

Titelgestaltung: Kathrin Drochmann

Konzept & Idee: Kathrin Drochmann

Gestaltung & Layout: Kathrin Drochmann

Illustrationen: freepik

Auflage: 6000 Stück

Verteilung: kostenfrei an publikationswirksamen Auslagen wie

Touristinformationen, Museen, Rathaus, Restaurants, Cafés, Geschäfte,

kulturelle Einrichtungen

Stand: 28. Oktober 2025 (Erstausgabe)

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1O

Eislaufen

auf dem Obermarkt in Görlitz

21. November 2025 bis 4. Januar 2026

Fotos: Annett Blomenkemper


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Auch in diesem Winter heißt es wieder:

Schlittschuhe an und ab aufs Eis!

Ab dem 21. November 2025 öffnet die Görlitzer Eislaufbahn wieder

ihre Tore – und das in einem ganz besonderen Jahr: Wir feiern 10 Jahre

Eislaufspaß auf dem Obermarkt!

Egal ob Anfänger oder geübter Schlittschuhläufer, unsere 450 m² große

Eisfläche bietet viel Platz für fröhliche Runden auf dem Eis. Wer keine

eigenen Schlittschuhe besitzt, kann sich direkt vor Ort welche ausleihen.

Zusätzlich stehen verschiedene Ticketoptionen sowie attraktive

Gutscheine zur Verfügung – ideal auch als Geschenk in der Winterzeit.

Die romantischen Markthütten rund um die Eislaufbahn sorgen weiterhin

für ausreichend warme Speisen und Getränke – perfekt, um

sich zwischendurch aufzuwärmen.

Kommt vorbei und feiert mit uns 10 Jahre glitzerndes Eis und fröhliche

Wintermomente – bis zum 4. Januar!

Nur wenige Schritte entfernt erwartet Sie vom 28. November bis

14. Dezember: der Schlesische Christkindelmarkt. Lassen Sie sich von

der festlichen Atmosphäre verzaubern und erleben Sie die Adventszeit

von ihrer schönsten Seite.

Öffnungszeiten/Eiszeiten

Sonntag bis Donnerstag

Freitag und Samstag

3 Eiszeiten 4 Eiszeiten

10:00 – 14:00 Uhr* 10:00 – 13:00 Uhr*

14:30 – 17:30 Uhr 13:30 – 16:30 Uhr

18:00 – 20:00 Uhr 17:00 – 19:00 Uhr

19:30 – 21:00 Uhr

Montag bis Freitag

*Schulklassen

von 10:00 bis 14:00 Uhr (Freitag bis 13:00 Uhr) sind Reservierungen

durch Schulklassen möglich. Dann haben Besucher leider keinen Zutritt.

Eintrittspreise (Änderungen vorbehalten)

Kinder und Jugendliche

(4 bis 17 Jahre)

Erwachsene

1 Eiszeit: 4,00 € | 5,00 €* 1 Eiszeit: 6,50 € | 8,00 €*

6er Karte: 21,00 € 6er - Karte: 39,00 €

Saisonkarte: 49,00 € Saisonkarte: 79,00 €

Familien

(2 Kinder + 2 Erwachsene)

1 Eiszeit: 19,00 € | 24,00 €*

jedes weitere Kind: 3,00 € | 3,50*

* Preise für Freitag, Samstag, Sonntag und Feiertage.

Schlittschuhverleih

Es besteht die Möglichkeit, Schlittschuhe für 6,00 € gegen einen Pfand

(bspw. Personalausweis) auszuleihen.

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Schlesischer

Christkindelmarkt

zu Görlitz

28.11. – 14.12.2025

Foto: Nikolai Schmidt


Görlitz – auf dem schönsten Weihnachtsmarkt Sachsens

Entdeckt den Schlesischen Christkindelmarkt in Görlitz, dem schönsten

Weihnachtsmarkt Sachsens! An der deutsch-polnischen Grenze erstrahlt

die Stadt zur Weihnachtszeit in festlichem Glanz. Das MDR-Sachsen-

Weihnachtsmarkttest-Team zeichnete diesen Markt 2019 zum zweiten

Mal aus. Doch nicht nur die stimmungsvollen Stände mit Glühwein und

gebrannten Mandeln ziehen Besucher an; auch ein Spaziergang durch

die malerische Altstadt lohnt sich. Lasst euch von der friedlich, ehrlichen

Atmosphäre mitreißen und genießt die vielseitigen Attraktionen, die

Görlitz in dieser festlichen Jahreszeit bietet.

Traditionsreich: Schlesischer Christkindelmarkt in Görlitz

Der Weihnachtsmarkt in Görlitz ist ein wahrer Schatz der Tradition und

findet alljährlich über 17 festliche Tage im Dezember statt. Organisiert

von der Görlitzer Kulturservicegesellschaft, erstreckt sich der Markt auf

5000 Quadratmetern auf dem Untermarkt und entlang der Brüderstraße.

Hier finden Besucher zahlreiche Stände mit köstlichen Speisen und

Getränken sowie kunsthandwerklichen Erzeugnissen.

Die Eröffnung des Christkindelmarktes ist ein Höhepunkt: Mit dem

läutenden Geläut der Glocken in der Kirche Sankt Peter und Paul und

festlichen Melodien von Bläsern auf der Rathaustreppe wird das Markttreiben

feierlich eingeleitet. Der Oberbürgermeister und das Christkindel

begrüßen die Gäste, gefolgt vom traditionellen Stollenschnitt.

Auf dem Untermarkt tummeln sich über 80 Markthändler mit handgefertigten

Schätzen. Das Besondere am Görlitzer Christkindelmarkt? Nähe

zu Polen und Tschechien spiegelt sich in Sachsen-, Böhmen- und Schlesien-Genüssen

wider. Die prachtvollen Handelshäuser aus Barock und

Renaissance bieten eine würdige Kulisse für das beschauliche Treiben.

Beim Spaziergang durch Görlitz verführt der Duft von Mandeln, Weihrauch

und Gewürzen zum Verweilen und Naschen. Ein abwechslungsreiches

Bühnenprogramm begleitet die Stände, und viele Mitmachaktionen

für Kinder runden das Fest ab.

Welche Attraktionen gibt es auf dem Görlitzer Christkindelmarkt?

Der Görlitzer Christkindelmarkt bietet eine großartige Mischung

aus Kultur, Genuss und Tradition. Höhepunkte im Überblick:

• Der Weihnachtsmarkt wird in der malerischen, unter Denkmalschutz

stehenden Altstadt von Görlitz veranstaltet.

• Entdecken Sie festliche Waren und köstliche Spezialitäten

von über 80 Gastronomen, Händlern und Handwerkern

aus Deutschland, Polen und Böhmen!

• Nur ausgewählte Händler sind auf dem Markt vertreten,

um sicherzustellen, dass ein hoher ästhetischer Anspruch

geboten wird.

• Eine romantische Eislaufbahn erfreut unter freiem Himmel.

• Es gibt die Möglichkeit zum Eisstockschießen.

• In den Nachmittagsstunden des Christkindels werden Kinder jeden

Tag mit Geschenken, einer Eisenbahn und einem Karussell erfreut.

Die Kleinen lauschen Weihnachtsgeschichten oder Basteln im

Bastelwagen im Lese- und Geschichtenzelt.

• Vor dem Rathaus ist eine Bühne mit Live-Musik und einem unterhaltsamen

Programm.

• Menschen singen „Stille Nacht, Heilige Nacht“ auf der Altstadtbrücke.

Was erwartet euch auf dem Christkindelmarkt in Görlitz?

Görlitz gehört zu den schönsten Städten Sachsens, und der Christkindelmarkt

macht das wieder deutlich: Hier steht der Handel und die Weihnachtsbotschaft

im Vordergrund, doch das Erlebnis reicht weit darüber

hinaus. An hübsch dekorierten Ständen findet Ihr feine Getränke, kulinarische

Köstlichkeiten und handwerkliche Schätze von Händlern aus Böhmen,

Sachsen, Niederschlesien, der Oberlausitz sowie Polen. Handbemalte

Weihnachtskugeln, Räuchermännchen und handgefertigte Pyramiden

gehören zu den beliebtesten Mitbringseln, doch auch moderne Design-

Produkte und Waren aus exotischen Ländern wie Nepal bereichern das

Angebot. Der Markt ist der ideale Ort, um ausgefallene Weihnachtsgeschenke

zu finden – eine harmonische Mischung aus traditionellen Hütten

und individuellen Ständen, deren Dächer in Weiß-Rot erstrahlen, den

Farben der Stadt Görlitz.

Für Familien bietet der Christkindelmarkt ein vielfältiges Programm. Görlitzer

Vereine, städtische Institutionen und Bürgerinitiativen laden Kinder

zum Experimentieren und Basteln ein. Auf der romantischen Bühne warten

zahlreiche Auftritte von Schulen und Kindergärten aus Görlitz und

dem benachbarten Zgorzelec. Theatervorstellungen, Weihnachtsrock,

weihnachtlicher Jazz und das große Weihnachtssingen verzaubern Groß

und Klein und laden zum Mitsingen ein.

Der Markt zieht Menschen aus Görlitz, Zgorzelec und Besucher aus

Polen, Tschechien und ganz Deutschland an. Bei Rock- und Jazzklängen

schwingen viele das Tanzbein, und beim Weihnachtssingen

singen Groß und Klein beschwingt mit. Für die Kleinen gibt es

drei besondere Anlaufstellen: den Bastelwagen, das weihnachtliche

Postamt und das Lese- und Geschichtenzelt. So

wird der Besuch auf dem Görlitzer Christkindelmarkt zu

einem stimmungsvollen Ereignis für die ganze Familie.

In Görlitz haben Kinder die Möglichkeit, die Weihnachtsgeschichte

auf besondere Weise kennenzulernen. Durch Andachten

und Open-Air-Gottesdienste entdecken sie den

tiefen Sinn des Weihnachtsfestes. Ein Höhepunkt ist der

Besuch von Tieren aus dem Naturschutzpark Görlitz im

Tiergehege, der den Kindern spielerisch die Natur näherbringt.

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individuelle und wertvolle Kleidung.

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Besucht uns auf der

Brüderstraße 12 in Görlitz

und in Oybin Hauptstraße 11.

• zertifizierte und kontrollierte Materialien

aus Organic Cotton, Leinen,

Hanf, Seide, Wolle

• verantwortungsbewusst, sozial und fair


Der Weihnachtsmarkt in Görlitz zeichnet sich durch seine unaufgeregte,

aber einladende Atmosphäre aus. Hier trefft Ihr freundliche Menschen

und teilt die romantische Stimmung des Festes. Ihr lernt viel über Weihnachtsriten

und den Glauben, der diesem Fest zugrunde liegt. Der Christkindelmarkt

vereint dörflichen Charme mit städtischem Stolz und wird in

den Abendstunden von einem magischen Licht erhellt. Mit einem Hauch

Schnee verwandelt sich Görlitz wahrhaftig in ein Winterwunderland.

Aktivitäten rund um den Weihnachtsmarkt

Der Görlitzer Christkindelmarkt ist nicht nur ein Ort für festliche Stimmung,

sondern auch ein wahres Erlebnis für alle Sinne.

Auf dem Platz der Friedlichen Revolution erstreckt sich die Weihnachtsmeile,

die mit ihren festlich geschmückten Ständen zu einem Bummel

einlädt. Besonders am Kühlhaus erwartet euch ein Weihnachtsmarkt,

der mit handgemachten Produkten und kulinarischen Köstlichkeiten begeistert.

Hier könnt Ihr es euch am Lagerfeuer gemütlich machen und

dabei den herrlichen Duft von gebrannten Mandeln und Glühwein genießen.

In der Fleischerstraße findet Ihr das Weihnachtshaus, in dem traditionelle

Holzfiguren zum Verkauf angeboten werden. Ein perfektes Geschenk

für die Liebsten! Mehr weihnachtliche Inspirationen erwarten euch in

den Geschäften der Innenstadt oder entlang der Berliner Straße. Für

diejenigen, die mehr über die Geschichte und die Geheimnisse Görlitz’

erfahren möchten, ist eine abendliche Führung mit dem Nachtwächter

eine spannende Option. Lassen Sie sich von seinen Erzählungen über die

sagenhaften Geschichten der Neißestadt fesseln.

Eislaufen und Eisstockschießen in Görlitz

Ein absoluter Höhepunkt der Weihnachtszeit in Görlitz ist die Eislaufbahn

auf dem Obermarkt. Bei stimmungsvollem Licht und einer malerischen

Kulisse verwandelt sich der Platz zum einzigartigen Ambiente. Ob mit

Freunden, Familie oder Kollegen – hier kommt jeder auf seine Kosten.

Nach einer ausgiebigen Runde auf dem Eis wird es Zeit, sich mit einem

heißen Glühwein in der beheizten Hütte aufzuwärmen. Sportlich geht es

hingegen beim Eisstockschießen auf dem Untermarkt zu, wo eine große

Menge an Spaß und gute Laune garantiert sind.

Kulinarisch hat Görlitz zur Weihnachtszeit ebenfalls viel zu bieten. Genießt

regionale Spezialitäten wie das „Schlesische Himmelreich“, eine

köstliche Kombination aus Kassler, Klößen und Backobst, oder probiert

das süße Mohnküchlein mit Eierlikör. Nicht zu vergessen die schlesische

Weihnachtsbratwurst, die mit ihrem besonderen Zitronenaroma begeistert.

Lasst euch in eine bezaubernde Weihnachtszeit entführen und erlebt

die Festlichkeiten in Görlitz hautnah!

Öffnungszeiten des Christkindelmarktes in Görlitz

Der Weihnachtsmarkt in Görlitz ist von Montag bis Freitag zwischen

14:00 Uhr und 20:00 Uhr geöffnet. An Freitagen ist der Markt eine Stunde

länger geöffnet. Der Christkindelmarkt ist am Samstag von 11:00 bis

21:00 Uhr geöffnet. Am Sonntag haben Sie die Möglichkeit, den Markt

von 11:00 bis 20:00 Uhr zu erkunden.

Tagsüber bietet die Stadt viele Sehenswürdigkeiten wie:

• Barockhaus 30

• Peterskirche Görlitz

• Heiliges Grab

• Schlesisches Museum zu Görlitz

• Sehenswertes in der Altstadt Görlitz

Fotos: Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH, Axel Lange,

Arkardius Kucharski, Laura Hummel, Rainer Weisflog

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Erleben Sie zwei

Führungen durch die

weihnachtlich geschmückte

Görlitzer Altstadt

zu adventlichen

Traditionen und Bräuchen!

Foto: incaming


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Lichterglanz und Weihnachtszauber – ein besinnlicher

Rundgang in der Adventszeit

Tauchen Sie ein in die festlich geschmückte Stadt und lassen Sie sich

von unserer Gästeführerin mit kurzweiligen Geschichten, lustigen Anekdoten

und besinnlichen Begebenheiten rund um die Weihnacht auf

die Festtage einstimmen.

Die Adventsstadtführung ist eine schöne Ergänzung zu Ihrer Weihnachtsfeier

oder Einstimmung auf die besinnliche Zeit des Jahres für

Ihren ganz privaten Kreis oder Anlass.

Treffpunkt: Görlitz-Information (Obermarkt 32)

Dauer: ca. 90 min.

Termine: 30.11., 07.12., 14.12. jeweils um 14:30 Uhr

Preis: 10,00 Euro pro Pers., 8,00 Euro pro Kind (Kinder 6 bis 14 Jahre)

Vorverkauf bei Görlitz-Information (Obermarkt 32)

Adventsgeschichten und Weihnachtsbräuche in Görlitz

Lassen Sie sich mit unserer Gästeführerin auf die Advents- und Weihnachtszeit

einstimmen. Erfahren Sie bei einem Gang durch die historische

Altstadt Wissenswertes zu den Traditionen, den Bräuchen und

den kulinarischen Besonderheiten der Region.

Treffpunkt: Görlitz-Information (Obermarkt 32)

Dauer: ca. 90 min.

Termine: 30.11., 14.12. 21.12. jeweils um 10:30 Uhr

06.12. Beginn um 14:00 Uhr

Preis: 11,00 Euro pro Pers., 8,00 Euro pro Kind (Kinder 6 bis 14 Jahre)

Vorverkauf bei Görlitz-Information (Obermarkt 32)

Wir bitten Sie, sich im Voraus anzumelden. Die Karten für die Stadtführung

sind in der Görlitz-Information erhältlich.

Görlitz-Information

Obermarkt 32, 02826 Görlitz

Tel. 03581 47570

www.goerlitz.de

E-Mail: willkommen@europastadt-goerlitz.de

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Weihnachtliche

GlitzerTour

Foto: Frank Fichtner


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Erleben Sie bei einer weihnachtlichen Stadtrundfahrt

das festlich geschmückte Görlitz

In den Straßen sind überall funkelnde Sterne und leuchtende Kinderaugen

zu sehen. Der betörende Duft von Bratäpfeln, kandierten Nüssen,

Pfefferkuchen, Glühwein und Räucherkerzen zieht durch die Gassen. Es

ist wieder so weit: Görlitz erstrahlt in weihnachtlichem Glanz und zieht

Besucher aus aller Welt in seinen Bann.

Matthieu

Rechtsanwälte und Fachanwälte

Ihre Anwälte im Arbeits-, Verkehrs-,

Vertrags-, Miet- und allgemeinen Zivilrecht

Während unserer Stadtrundfahrt nehmen wir Sie mit zu den schönsten

Plätzen und zeigen Ihnen, was Görlitz in der Advents- und Weihnachtszeit

so besonders macht.

Live moderiert von einem Görlitzer Gästeführer erleben Sie die schönsten

Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ein ganz besonderer Anziehungspunkt

in der Adventszeit ist die faszinierende Lichterpracht. Sie starten

die Tour am Obermarkt am Reichenbacher Turm vor den Toren der Görlitzer

Altstadt und dem romantischen Schlesischen Christkindelmarkt

und erkunden auf der Stadtrundfahrt das weihnachtlich geschmückte

Görlitz. Der Panoramabus wird Ihnen einzigartige Ausblicke ermöglichen.

Genießen Sie während der Rundfahrt in gemütlicher Atmosphäre

einen Glühwein oder Punsch. Die Rundfahrt endet mit einem kleinen

Spaziergang direkt auf dem Schlesischen Christkindelmarkt. Dort angekommen,

lassen Sie sich verwöhnen mit winterlichen Gaumenfreuden,

süßen Köstlichkeiten und Spitzenweinen aus der Region.

Genießen Sie einen wundervollen Abend im weihnachtlichen Ambiente!

Treffpunkt: Obermarkt 13 am Reichenbacher Turm

- 15 Minuten vor Abfahrt -

Dauer: ca. 60 Minuten

Termine: vom 28. November bis 14. Dezember 2025

täglich jeweils um 16:00 Uhr und 17:30 Uhr

A. Friedemann Matthieu

Rechtsanwalt und

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für Verkehrsrecht

Sie erreichen mich ab 01.01.2026

an diesem Standort!

Kanzleianschrift

James-von-Moltke-Straße 53

02826 Görlitz

Tel.: 03581 87 39 050

Fax: 03581 87 39 054

Funk: 0171 23 51 064

mail@matthieurechtsanwaelte.de

www.matthieurechtsanwaelte.de

Vorverkauf bei Görlitz-Information (Obermarkt 32)

Kartenvorverkauf bis 30 Minuten vor Abfahrt in der Görlitz-Information

Bis dahin erreichen Sie mich wie gewohnt

auf der Goethestraße 42 in Görlitz.

Preis: 16,50 Euro pro Erwachsenen, 13,50 Euro pro Kind (4 bis 12 Jahre)

inkl. Stadtrundfahrt mit Görlitzer Stadtführer, 1 Becher Glühwein

oder alkoholfreien Punsch, Erinnerungsgeschenk

Zusatzinformationen: Eine öffentliche Toilette befindet sich in der Apothekergasse

(200 Meter entfernt von der Görlitz-Information). Gültiger

Personalausweis ist mitzuführen!

Veranstalter: Stadtschleicher/Menzel-Busreisen/Taxi-Menzel, Obermarkt

13, 02826 Görlitz

Görlitz-Information

Obermarkt 32, 02826 Görlitz

Tel. 03581 47570

www.goerlitz.de

E-Mail: willkommen@europastadt-goerlitz.de

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HERZLICH WILLKOMMEN IM

ZUCKERWERK & REBENSAFT

Mit viel Liebe zum Detail haben wir inmitten der Görlitzer Altstadt einen Ort geschaffen,

an dem Genuss und der Qualität zu Hause sind.

Ob edle Tropfen, feine Confiserie oder handgemachte Torten –

bei uns treffen ausgesuchte Spezialitäten auf eine entspannte, stilvolle Atmosphäre.

In unserer GenussWerkstatt werden Sie sicher etwas Tolles finden: Egal ob Sie ein Präsent,

ein kleines Mitbringsel oder einfach einen schönen Tropfen für den Feierabend suchen.

Neben den vielen handgemachten Produkten wie Pralinen, Torten, Gebäcken und Fruchtaufstrichen

halten wir verschiedenste Weine und edle Spirituosen für Sie bereit.

Ob Whisky, Obstler, Gin, Rum oder Grappa ... Wir helfen Ihnen gern weiter.

Impressionen

KONTAKT

Z&R ZUCKERWERK & REBENSAFT GMBH

Obermarkt 8

02826 Görlitz

www.zuckerwerkundrebensaft.de

Montag bis Freitag

10:00 bis 18:00 Uhr

Samstag

10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

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LIEBEVOLL GEFÜLLTE

ADVENTSKALENDER

24 leckere handgemachte Pralinenkreationen, versteckt in unserem hauseigenen Adventskalender, zaubern für Sie

und Ihre Lieben vorweihnachtliche Freude in besonders genussvoller Form. Die Vielfalt der Pralinen sorgt dafür, dass

die Adventszeit nie langweilig wird. Von zart schmelzendem Nougat über knusprige Nussfüllungen bis hin zu fruchtigen

Aromen – jeder Tag bietet ein neues Geschmackserlebnis.

GENUSSVOLLE VORFREUDE AUF WEIHNACHTEN

Die Adventszeit ist eine besondere Zeit des Jahres, in der Vorfreude auf Weihnachten mit köstlichen Leckereien versüßt

wird. Ein Pralinen-Adventskalender ist die perfekte Möglichkeit, jeden Tag im Dezember ein Stückchen Glück

zu genießen. Gefüllt mit edlen Nougat-Pralinen, feinen Trüffeln oder fruchtiger Ganache in zart schmelzender Vollmilchschokolade

– ein solcher Kalender ist nicht nur ein Genuss, sondern auch eine wunderbare Geschenkidee für

Freunde und Familie. Sie können unseren Adventskalender online kaufen oder direkt in unseren Filialen mitnehmen.

WARUM EIN PRALINEN-ADVENTSKALENDER?

Ein Pralinen-Adventskalender bietet nicht nur eine tägliche süße Überraschung, sondern auch ein Gefühl von Luxus

und Genuss. Pralinen sind mehr als einfache Süßigkeiten; sie sind kleine Kunstwerke, die mit viel Liebe zum Detail

und handwerklichem Geschick gefertigt werden. Jeder Tag im Dezember kann mit einer neuen, köstlichen Praline

gefüllt sein, die die Vorweihnachtszeit versüßt.

Die Vielfalt an Geschmacksrichtungen, die unser Adventskalender bietet, ist ein weiteres Highlight. Von zart schmelzendem

Nougat über knusprige Nussfüllungen bis hin zu fruchtigen Aromen ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Unser Kalender ist nicht nur für Schokoladenliebhaber ein Genuss, sondern auch für Feinschmecker und Genießer.

ADVENTSKALENDER MIT PRALINEN: SO WERDEN SIE HERGESTELLT

Die Herstellung unserer handgemachten Pralinen und Trüffel für unsere Schokoladen-Adventskalender ist eine

Kunst, die viel handwerkliches Können und die besten Zutaten erfordert. In unserer Schokoladenmanufaktur legen

wir neben nachhaltigem Edelkakao sehr viel Wert auf die Herkunft und den Geschmack aller Zutaten, angefangen

bei den Haselnüssen für unser Nougat, den Mandeln für das Marzipan oder den Himbeeren und anderen Früchten

für die fruchtigen Sorten.

Im Premiumkalender befinden sich auch alkoholische Pralinen. Bedenken Sie bitte, dass unsere Pralinen frei von

Konservierungsstoffen sind. Wir empfehlen daher, sich die Pralinen an den entsprechenden Tagen direkt zu gönnen

und sie nicht für später aufzuheben.

Zuckerwerk & Rebensaft auf dem Obermarkt 8, Görlitz

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„OH ES RIECHT GUT!“

„Oh, es riecht gut – oh, es riecht fein –“, heißt es in dem bekannten Weihnachtslied, und weiter: „In

der Küche riecht es lecker, ähnlich wie beim Zuckerbäcker …“. Ergänzen könnte man weitere Berufe wie

Koch, Chocolatier, Kaffeeröster oder Gewürzhändler.

Besonders die Weihnachtszeit ist von Gerüchen geprägt. Auf den Weihnachtsmärkten ziehen Schwaden

süßer Düfte nach Zuckerwatte, Waffeln, aber auch Glühwein durch die Straßen. In den heimischen

Küchen wird gebacken und Zimt, Anis, Kardamom und Vanille verführen die Nase. Was wäre die

schönste Zeit des Jahres ohne Stollen oder Spekulatius?

Vor allem ein Gebäck prägt die Weihnachtszeit, besonders in der Oberlausitz: der Pfefferkuchen.

Bereits im 13. Jahrhundert lassen sich Pfefferkuchen in Europa nachweisen. Der Grundteig besteht

aus Roggenmehl, Weizenmehl, Bienenhonig oder Sirup. Nach einer kühlen und dunklen Lagerung,

die durchaus 3 Monate dauern kann, werden dem Teig Gewürze wie Zimt, Koriander, Nelken, Mazis

(Muskatblüte), Kardamom, auch Mandelöl oder Zitronenschalen und Backtriebmittel wie Pottasche

und Hirschhornsalz beigegeben. Im Mittelalter fasste man orientalische Gewürze unter dem Begriff

„Pfeffer“ zusammen. So erklärt sich auch der Name „Pfefferkuchen“, obwohl sich kein Pfeffer darin

befindet.

Eine weitere Nascherei, ohne die die Weihnachtszeit heute kaum vorstellbar ist, ist die Schokolade.

Auch mit ihr verbindet sich ein bestimmter Geruch und natürlich Geschmack. Zartschmelzend, oft

süß, manchmal leicht bitter, zählt sie zu den beliebtesten Süßwaren. Bereits die geröstete Kakaobohne

verströmt einen Geruch, der sofort an Schokoladenweihnachtsmänner und Osterhasen sowie heiße

Schokolade denken lässt. Bei den Azteken Südamerikas als Zahlungsmittel benutzt, kam der Kakao

mit den spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert nach Europa. Erst im 19. Jahrhundert jedoch trat

die Schokolade ihren unaufhaltsamen Siegeszug quer durch alle Bevölkerungsschichten an. Das süße

Gold – bestehend aus Kakao, Kakaobutter, Zucker und Milchpulver – ist dabei in den verschiedensten

Formen zu finden: als Hohlkörper gegossen, in Form von Pralinen oder Tafeln, zu Eis oder Pudding verarbeitet

oder mit heißer Milch zubereitet als heiße Schokolade.

Bereits seit 1615 schwirrt der Duft eines anderen Heißgetränkes durch die europäische Luft: der Kaffee.

Im Gegensatz zur Schokolade stammt er aus Afrika. Er war – und ist – in Europa so beliebt, dass

ihm sogar Gedichte und Musikstücke gewidmet wurden. Lange Zeit hindurch wurde Kaffee jedoch

nicht pur genossen, sondern mit Gewürzen ebenso wie mit Zusätzen wie Zichorie gestreckt.

Im 20. Jahrhundert verbanden die großen Süßwarenfirmen oft die Herstellung von Schokolade mit der

Herstellung von Kaffee – beide entfalten ihr Aroma erst durch die schonende Röstung der Bohnen.

Wer kennt ihn nicht, den Geruch nach frisch gemahlenem Kaffee? Auch für die Herstellung der Schokolade

müssen die Kakaobohnen fein gemahlen werden. So wundert es nicht, dass die Kosa Schokoladenfabrik

Rolle K. G. in ihren Geschäften in ganz Deutschland vor dem 2. Weltkrieg neben gefüllten

Schokoladen-Eiern und dragierten Nüssen auch Kaffee verkaufte.

Aber nicht nur die süßen Düfte bestimmen unseren Alltag, sondern auch die herzhaften Gerüche nach

gekochten Kartoffeln, Gänsebraten oder Sauerkraut. All diese Leckereien wären ohne Gewürze nicht

denkbar: Kümmel, Lorbeer, Senfsaat, Muskat, Nelken, Pfeffer und Piment – sie alle und noch viele,

viele mehr sorgen dafür, dass Kartoffelbrei, Fischgerichte und Weißkohl den besonderen Pfiff erhalten.

Zimt, Anis, Ingwer, Kardamom und Koriander machen Plätzchen und Kuchen bekömmlich. Ohne Vanillezucker

oder Orangeat wäre so manches Gebäck nur halb so lecker.

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ERINNERUNGEN

Weihnachten im alten

Görlitz – wie es Kinder

von damals erlebten

Elsbeth Puschmann

Von den elf Kindern, die meine Mutter geboren hatte, blieben nur

sechs am Leben, die anderen starben gleich. Mein Vater, klassenbewusster

Gewerkschaftsfunktionär und Mitglied der SPD...

Im Winter konnten die Maler nicht so lange arbeiten, weil die Kammern

in den Arbeiterwohnungen keine Beleuchtung hatten. Da war Weihnachten

oft traurig. Meine Mutter holte erst am Weihnachtsabend

einen Tannenbaum, da bekam sie ihn geschenkt. Spielzeug bekam sie

in dem Laden von Kühne, Berliner Straße, kurz vor Ladenschluss für

50 Pfennige. Es war kaputtes Zeug, das sich nicht mehr verkaufen ließ.

Zwei Stunden später fanden wir´s so unter dem Weihnachtsbaum.

Dann kam Vater mit seinem großen Leimtopf, und das Spielzeug wurde

geleimt und zusammengeklebt. Später, als ich acht oder neun Jahre alt

war, habe ich zu Weihnachten für meine jüngeren Geschwister die Puppen

neu angezogen. Die Malergewerkschaft veranstaltete für die Kinder

ihrer Mitglieder eine eigene Weihnachtsfeier. Vater musste dafür

je Kind eine Mark geben. Im Verbandshaus der Maler, Sonnenstraße,

bekam jeder von uns ein kleines Spielzeug und einen Stollen, und wir

haben uns darüber sehr gefreut. Gans oder Karpfen konnten wir uns

zu den Feierfesttagen nie leisten. Vier Kinder mussten zusammen mit

einer Leberwurst auskommen. Uns gegenüber an der Berliner Straße

wohnten nur „Herrschaften“, die ihren Kindern vieles bieten konnten,

und manchmal fragte ich meine Mutter bitter: „Warum bin ich bei so

armen Leuten auf die Welt gekommen?“

nicht erfüllen. Das waren ja damals die Jahre der schlimmsten Arbeitslosigkeit.

Manche Geschäfte hatten Mitarbeiter als Weihnachtsmänner

angezogen, die nun vor den Eingängen Prospekte verteilten, um Käufer

anzulocken. Ich fürchtete mich vor ihnen. Eins war aber schöner als

heute – auf dem Weihnachtsmarkt gab es keinen Rummel. Jeden Adventssonntag

wurde ein weiteres Licht am Adventskranz angezündet.

Mutter spielte auf dem Klavier Weihnachtslieder. Später durfte auch ich

etwas vorspielen. Jeden Morgen wurde am Adventskalender ein neues

Türchen geöffnet und dabei gezählt, wie viele noch noch bis zum Fest

blieben. Abends las die Mutter weihnachtliche Geschichten vor, vor

allem sonntags, denn am Sonnabend wurde damals noch gearbeitet.

Außer dem Adventskranz, der – eingehängt in einen Ständer – auf dem

Tisch stand, hatten wir noch eine Pappelaterne, hinter deren farbigen

Bildchen aus Transparentpapier eine Kerze brannte. Aufregend war die

Weihnachtsbäckerei. Aus dem ausgerollten Pfefferkuchenteig konnte

ich selbst mit Blechformen Sterne und Herzen ausstechen. Auch Stollen

haben wir selbst gebacken. Die Kuchenbleche mit dem Teig trugen

wir zum Bäcker in die Kellerwerkstatt. Er schob sie in den Backofen, und

nachmittags konnten wir sie wieder abholen, mit dem duftenden frischen

Gebäck. Den Weihnachtsbaum kauften wir kurz vor dem Fest an

einem der vielen Stände in der Stadt. Wir schmückten ihn mit bunten

Kugeln und Flitter. Er blieb bis zum Januar stehen.

Am Heiligabend zogen wir mit der ganzen Familie in die Dreifaltigkeitskirche

zur Christnacht. Besonders von der feierlichen Musik war ich

sehr angetan, aber in Gedanken war ich doch schon bei der bevorstehenden

Bescherung.

Zu Hause gab es erst Essen, Bratwurst mit Rührkartoffeln und Sauerkraut.

Das Esszimmer war noch verschlossen. Nach einem Klingelzeichen

öffneten sich die Türen. Die Geschenke waren noch zugedeckt

und lagen auf einem besonderen Tisch. Auch Großmutter und Tante

Heinz-Gerold Briese

Unsere Familie wohnte an der Elisabethstraße. Als ich Kind war, empfand

ich die Vorweihnachtszeit als den Höhepunkt des Jahres. Wichtig

und wertvoll war das Erlebnis des Weihnachtsmärchens im Stadttheater.

Auch einzelne Vereine boten Theateraufführungen für die Kinder

ihrer Mitglieder im Konzerthaus an, zum Beispiel. Manchmal habe ich

selbst mitspielen dürfen. Für mich sehr imponierend waren das Kaufhaus

mit dem großen Weihnachtsbaum im Lichthof, die Weihnachtsausstellung

von Spielzeug und die verlockenden Auslagen in den hell

erleuchteten Schaufenstern. Ich wünschte mir immer eine Eisenbahn,

aber dieser Wunsch konnte sich nie erfüllen, dafür reichte das Geld der

Eltern nicht aus. Vater war Korrektor in der Druckerei Hoffmann und

Reiber, nach 1933 Angestellter bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse,

und der Verdienst war bescheiden.

Der Weihnachtsmarkt, man sagte auch Christkindelmarkt dazu, war

damals nicht so konzentriert wie heute. Die Händler hatten an der Elisabethstraße,

am Wilhelmsplatz und am Dresdener Platz ihre Buden

aufgeschlagen. Die Bäcker boten Pfefferkuchenhäusel und Pfeffernüsse

an. Mit Mutter bummelte ich durch die vorweihnachtlich geschmückten

Geschäftsstraßen. In Bargous Schaufenstern waren Märchenfiguren

aufgebaut, die Kinder konnten sich von dem Anblick kaum losreißen.

Aber viele Eltern standen traurig vor den festlich geschmückten und

beleuchteten Schaufenstern, denn sie konnten die Wünsche der Kinder

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waren gekommen. Zuerst sangen wir gemeinsam Weihnachtslieder.

Wir hatten auch Grammophonplatten mit weihnachtlicher Musik. Große

Freude herrschte, wenn die geheimnisvolle Decke endlich abgehoben

werden war. Manchmal fand man die Geschenke am schönsten,

von denen, die Eltern gar nicht gedacht hatten, dass sie einem gefallen

würden. Besonders interessierten mich Autos und Straßenbahnen,

denn damals gab es ja zahlreiche technische Neuerungen. Auch die

Fächer im Kaufmannsladen wurden alljährlich neu gefüllt und hergerichtet.

Nach der Bescherung brannten wir noch Wunderkerzen ab. An

den Feiertagen gab es Gänsebraten, Besuche kamen, und es wurde gemeinsam

musiziert. Mein Onkel aus Berlin spielte dabei Geige. Manchmal

mussten wir nach dem Fest Aufsätze darüber schreiben. Die Lehrer

wollten wahrscheinlich wissen, was wir bekommen hatten. Das Angebot

in den Geschäften war damals tatsächlich enorm, aber nicht für alle

erschwinglich. Das Schönste an der Weihnachtszeit war die Vorfreude,

die Heimlichtuerei. Man ahnte etwas, wusste es aber nicht. Überall

wurde getuschelt. Man schrieb einen Wunschzettel, aber es durfte kein

Fehler darin sein. Am Morgen des 6. Dezember hatte der Nikolaus etwas

in die sorgfältig geputzten Schuhe gelegt: Nüsse, Apfelsinen, einen

Schokoladenweihnachtsmann. Diesen Gewinn an Gefühlreichtum und

Zuwendung danken wir unser ganzes Leben lang unseren Eltern.

Kurt Radisch

Etliche Wochen vor Weihnachten durfte ich mit der Mutter mit nach

Görlitz fahren. Ich hatte mich lange darauf gefreut, denn da gibt es viele

schöne Sachen in den Kaufhäusern und Schaufenstern zu sehen. Es war

auch wirklich noch viel schöner, als ich mir‘s gedacht hatte. Im Kaufhaus

„Zum Strauß“ war „Die Fahrt des Weihnachtsmannes ins Spielzeugland“

ausgestellt. Der Weihnachtsmann flog mit seinem Flugzeug

ins Spielzeugland. Als er dort angekommen war, konnte man sehen, wie

herrlich es in dem Lande mit den kleinen Leuten aussah. Er ließ sein

Flugzeug mit lauter Spielzeug beladen und fuhr wieder in den heimatlichen

Wald. Dort packte er es auf seinen Schlitten und fuhr durch den

Wald zu den artigen Kindern. Die Leute im Spielzeugland waren lauter

Puppen und Püppchen, es war wunderschön, gerade wie ein Märchen.

Aber fast noch schöner war es bei Otto Straßburg. Dort hatte man aus

Papphäuschen „Görlitz zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges“ aufgebaut.

Um die Stadt sah man die Zelte der Feinde. Als Soldaten hatte man lauter

kleine Zinnfiguren aufgestellt. Auch die Schlacht bei Moys und noch

andere Schlachten konnte man sehen. Es war wunderschön. Wenn ich

in Görlitz wohnte, so würde ich es mir gewiss jeden Tag angesehen haben.

Manfred Raupach

Weihnachten war auch für uns Görlitzer Kinder das wohl schönste Fest

des Jahres. Viele Wünsche gingen in Erfüllung – mindestens ebensoviele

aber leider nicht. Denn ein überfüllter Wunschzettel hatte die Eltern

überfordert, und nützliche Geschenke, wie z. B. selbstgestrickte

Handschuhe „für den lieben Jungen“, erfreuten kaum, weil man mit

ihnen nicht spielen konnte. So war es denn eine Wohltat, wenn auch

ein oder zwei Briefe von Verwandten auf dem Gabentisch lagen, die

einen Schein enthielten. Dadurch konnte man mit ungewohnt vollem

Geldbeutel nach dem Fest in die Stadt pilgern, um sich den einen oder

anderen Weihnachtswunsch noch selbst zu erfüllen: eine Weiche oder

ein Wagen fehlte für die Eisenbahn, ein Karl-May-Buch brauchte man

noch, oder ein paar Soldaten für die „Privat-Armee“ usw.

Auch mir erging es so. Gleich nach den Feiertagen machte ich mich auf

die Socken, die Zittauer Str. runter. An der Freitreppe blieb ich einen

Moment stehen, denn von dort konnte (und kann) man die Bahnhofsgleise

gut überblicken, und ich freute mich immer, wenn ein Zug von

oder nach Kohlfurt, Hirschberg oder Zittau über den Jakobstunnel donnerte.

Aber dann ging es weiter. Die Treppen runter, durch den Tunnel

in die Jakobstraße und dann links rein in die Schulstraße (damals

Herbert-Norkus-Str.) zum Spielwarengeschäft Zippel, Ecke Berliner Str.

(damals Adolf-Hitler-Str.). Es war ein großer, dunkler Laden, der hauptsächlich

billiges Spielzeug hatte. Hier gab es aber auch die beliebten

„Wiking-Schiffe“, kleine Schiffsmodelle aus Bleiguss, mit denen wir

Seeschlachten ausfochten. Herr Zippel war ein kleines, flinkes Männel

mit glänzender Glatze und sehr freundlich und zuvorkommend. Er bemühte

sich dann im Krieg sogar, die knapp gewordenen Spielsachen

gerecht zu verteilen, und notierte was wer bekam. Hatte ich z. B. von

einer Sendung ein Schlachtschiff bekommen und mein Klassenkamerad

Klaus Zenker nur ein kleines Torpedoboot, so war das dann bei der

nächsten Lieferung genau umgekehrt. Zippel hatte auch viel Puppen

und so’n Weiberkram, und so verschwand ich dort bald wieder. An der

Ecke gegenüber von Zippel, bei Foto-Winkler, konnte man Kinderfilme

erstehen fürs Heimkino, oder eine Fotobox. Aber das war was für ältere

Jungen.

Ich eilte also weiter, die Berliner Str. entlang und rechts rein in die Hospitalstraße

zum „Spielwarengeschäft Alfred Dittmann“ auf der linken

Seite, einem, kleinen, modern eingerichteten Laden. Hier gab es nur

gutes Markenspielzeug, das aber auch seinen Preis hatte. Z. B. Eisenbahnen

von Märklin und Trix, Lineol und Elastolin-Soldaten, Schuco-

Autos. Stabil-Baukästen usw.. Der Inhaber war noch ziemlich jung, groß

und bissel mürrisch. Ich, zehnjähriger Knirps, hatte ziemlich Respekt vor

ihm, aber er hatte Sachkenntnisse, und so wanderte manche Mark von

mir in seine Kasse. Und weiter ging‘s die Jakobstraße entlang und links

rein in die Straßburgpassage. Dort war neben dem Passage-Kino der

Optiker Trabs, der auch Märklin-Bahnen hatte, aber nicht viel. Da hielt

ich mich nicht lange auf, denn das Paradies für Eisenbahnspieler war

nicht weit: lmmisch. So machte ich mich zurück zur Berliner Str., wo

ein Stück weiter unten, kurz vor dem Postplatz (damals Hindenburg-

19


platz), Otto Immisch war, ein Optik-Foto-Lehrmittel-Laden, Inhaber Alfred

Lünig. Hier gab es Eisenbahnen und Zubehör aller Spurweiten und

Fabrikate: Märklin, Trix, Bub, Krauß und Kibri. Auch Dampfmaschinen,

Experimentierkästen und anderes Lehrspielzeug. Die Schaukästen im

Hauseingang, in der Weihnachtszeit mit Eisenbahnen gefüllt, waren

eine Augenweide. Diese Kostbarkeiten waren in einem großen Hinterraum,

in dem sogar eine Bahnanlage für Probefahrten aufgebaut war.

Fachverkäufer war hier ein Herr Henschel, dessen technisches Wissen

und die Fähigkeit, Reparaturen zu machen, ich zu schätzen wusste.

Spätestens hier wurde mein Geldbeutel leichter, und ich begab mich

zum Endpunkt meiner Wanderung, über’n Postplatz rüber zum Kaufhaus

Strauß (warum wir Karstadt so nannten, ist mir nicht klar). Wer

weiß es? Im Erdgeschoss stand ein riesiger Weihnachtsbaum. Die Spielwarenabteilung

war im 2. Stock und hatte das reichhaltigste Angebot

in Görlitz. Auch war eine große Bahnanlage in Spur O aufgebaut, auf

der ein D-Zug mit Stromlinienlok fuhr. Hier ging das letzte Geld drauf,

nur noch einen Groschen hatte ich mir aufgehoben, um mit der Elektrischen

nach Hause fahren zu können. Schnell noch ins Kaufhaus Bargou

Söhne, schräg gegenüber an der Ecke. Auch hier musste ich in die 2.

Etage – die alten Holztreppen knarrten mächtig, und ich hatte bissel

Angst, dass die Bude zusammenkracht. Das Spielzeug war nischt Gescheites,

aber an der Kasse gab es immer die Kinderzeitschrift „Der Kibitz“

für ’nen Groschen. Schon wanderte mein letzter in die Kasse, und

die „Eins“ musste ohne mich den Demianiplatz verlassen.

So latschte ich denn nach Hause, die Jakobstraße hoch, wo auf der linken

Seite die Schaufenster der Buchhandlung Worbs neue Begierden

weckten. Hier konnte man Karl-May-Bücher bekommen und die beliebten

„Zwanzig-Pfennig-Heftel“: Kolonial-Bücherei, Erlebnis-Bücherei,

dann im Krieg die Kriegsbücherei der deutschen Jugend usw... Jede

Woche erschien ein neues Heft. Aber meine Kasse war leider leer...

Werner Jungnitsch

Köln, geboren 1922 in Görlitz, damals Weberstraße 13

Wer kennt sie noch, die Sitten und Gebräuche zur Weihnachtszeit? Notizen

meines Vaters ermöglichen es, etwas näher darauf einzugehen.

„O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit.“ Fröhlich?

Selig? Gnadenbringend? Pustekuchen! Anno 1921 wütete die Inflation.

Das Geschäft meines Vaters ging in Konkurs, und ich war „im

Anmarsch“. Mutter schuftete von früh bis spät mit Nähen, Stricken,

Putzen, nur um Miete und Grundnahrungsmittel erwirtschaften zu können.

Ich kam ein Jahr nach der Inflation in Görlitz zur Welt und erlebte

ganz bewusst meine erste Weihnachtszeit. Ich war drei Jahre alt.

Einige Tage vor Heiligabend war es Usus, mit der Weihnachtsbäckerei

zu beginnen. Die Zutaten allerdings suchte man vergeblich. Die Mutter

hatte zwei Schwestern, die, unabhängig voneinander, eine kleine Landwirtschaft

betrieben. Sie waren die „rettenden Engel“. Vom Himmel herab

purzelten zwei große Pakete, direkt in die Arme meiner glücklichen

Mutter. (Das waren die Gedanken eines dreijährigen Bengels.) In einem

Paket befanden sich alle Zutaten, in dem anderen „schlummerte“ eine

dicke, fette Gans. Sofort ging es ans Werk mit dem fulminanten Ergebnis:

ein Streusel-, ein Zuckerkuchen und zwei wohlgeformte Striezel.

Mutter konnte zaubern!

Heiligabend. Vater nahm mich an der Hand, und ich trippelte mit ihm,

unter Glockengeläut, in die nahegelegene Peterskirche zum Gottesdienst.

Der gewaltige Orgelklang ergriff mich derart, dass mir etliche

Tränen die Wangen heruntertröpfelten. Die Predigten zelebrierten,

jährlich alternierend, die Pfarrer HORST, TREU und ÜBERSCHAER. Zwischenzeitlich

hatte Mutter das Abendessen bereitet: schlesische Bratwurst

mit Kartoffelbrei und Sauerkraut. Andere Familien bevorzugten

gebackenen Karpfen mit Kartoffelsalat. Jetzt begann der sich jährlich

fortsetzende Ritus. Als ich das Nebenzimmer betrat, faszinierte mich

der mit Lametta geschmückte Tannenbaum, der eine Fichte war. Das

warme Licht der Kerzen schuf eine ganz besondere Atmosphäre. Ein

Terzett, wie Vater den aus drei Gestalten bestehenden „Chor“ nannte,

intonierte nun den „Ros, der aus einer zarten Wurzel entsprungen“ war.

Mit sonorer Stimme las Vater andächtig die Weihnachtsgeschichte, worauf

die „Stille Nacht, in der niemand schläft und keiner wacht“, diesen

Teil abschloss. Ein für mich bestimmtes Geschenk verlieh dem Zimmer

eine besondere Note: ein gebrauchtes Schaukelpferd – das nicht schaukeln

wollte. Stolz saß ich auf dem edlen Ross und grüßte majestätisch

meine Eltern. Ein Gläschen Glühwein für die Eltern, eine Tasse Kakao

für mich beschlossen diesen herrlichen Abend, und wir sanken ermüdet

„in die Falle“. Nach dem Festgottesdienst am 1. Feiertag in der Peterskirche

erwartete uns ein köstliches Mahl: Gänsebraten mit Klößen

und Rotkohl. Der 13. Heiligabend sollte der letzte mit meinem Vater

sein – er verstarb. Ich war 14 Jahre alt.

Es war der Beginn ständiger Veränderungen – ein Wandel. Um den darauffolgenden

Heiligabend nicht mit mir allein zu sein, hatte Mutter eine

Freundin eingeladen. Sie war ein Mitglied der „Kirche Jesu Christi“ –

eine Mormonin. Heftige Zwiste in Glaubensfragen überschatteten den

sonst immer friedlichen Abend.

Anno 1941 verließ ich meine Heimatstadt, um die in Görlitz begonnene

Gesangsausbildung an der „Academie für Musik“ in Berlin fortzusetzen.

Meine Vermieterin gab mir den Tipp, eine Andacht in der St. Hedwigs-

Kathedrale zu besuchen, in der Prälat Lichtenberg täglich eine Predigt

hielt. Es war gespenstisch! Er betete für die armen, verfolgten Juden,

obwohl ihm bewusst war, dass der „Staatssicherheitsdienst“ an den Türen

lauschte. Auf dem Transport 3 Jahre später nach Auschwitz verstarb

er. Am Heiligabend war ich allein.

Am Anfang des Jahres 1942 rief mich Hitler „zu den Waffen“. Nach der

Grundausbildung versetzte man mich in ein Lazarett zur Ausbildung

als Abtl.-Arztschreiber. Der Heiligabend mit Kranken und Verwundeten

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fand in einer Aula statt und wurde „entchristianisiert“. Anstelle schöner

Weihnachtslieder sang man das Deutschland- und das Horst-Wessel-

Lied. Gast 1943 war der Propagandaminister Joseph Goebbels, der mit

Stentorstimme dreist verkündete, dass der Endsieg unmittelbar bevorstehe.

Ein eisiges Schweigen erfasste die mit schweren Erfrierungen

aus Stalingrad heimgekehrten Soldaten.

Kurz vor „Toresschluß“ heiratete ich eine Breslauerin, geriet in amerikanische

Gefangenschaft und wurde im Herbst nach Schöppenstedt bei

Wolfenbüttel entlassen. Den ersten Nachkriegs-Heiligabend erlebte ich

mit meiner Frau in einem pompös möblierten Zimmer: 1 Bett, 2 Stühle

mit Tisch, eine große Holzkiste und ein Kanonenofen, dem jegliche

„Nahrung“ fehlte. Dick verpackt, bei minus 15 Grad, saßen wir neben

dem auf der Holzkiste stehenden Tannenbaum. Die wohlig leuchtenden

Kerzen erwärmten unsere Seelen, und wir waren glücklich, dem

Inferno entwischt zu sein. Ein Berufs-Salonorchester verpflichtete mich

als Sänger. Wir gründeten mit zwei Solisten des Staatstheaters Braunschweig

ein „musikalisch-literarisches Kabarett“ und tuckelten mit einem

eigenen Autobus fünf Jahre lang durch das schöne Niedersachsen.

Die Sitten und Gebräuche wandelten sich abermals. Die Kirchen veranstalteten

oft Konzerte am Heiligabend für Solisten, Chor und Orchester,

in denen ich den Tenorpart übernahm. Daheim musizierte ich mit

meiner Frau gemeinsam und hörte das Weihnachtsoratorium von J. S.

Bach.

Nach 56 Jahren glücklichen Zusammenseins verstarb meine liebe Frau.

Es wurde dunkel ... Jetzt bin ich schwerbehindert, werde „gerollert“

und täglich von einer lieben Freundin rührend und fürsorglich betreut.

91 Jahre Weihnacht!

Welche Gnade, welche Demut, welche Freude und auch Leid. Vor allem

aber – DANKBARKEIT.

Elfriede Terp (geborene Huckauf)

geboren 1931, Melanchthonstraße 52, Görlitz

Noch respektable Temperaturen und viele Stunden Sonnenschein täuschen

bei einem Blick auf den Kalender nicht darüber hinweg, dass es

mit Riesenschritten auf die Adventszeit und damit auf Weihnachten zugeht.

Vielleicht, besonders für die älteren Bürger, ein Anlass, sich zu

erinnern: Wie war das eigentlich zu unseren durch Kriegs- und Nachkriegszeiten

geprägten Kinder- und Jugendzeiten?

Auf jeden Fall war die Vorweihnachtszeit immer eine Zeit, in der wir

viel gesungen haben und Gedichte gelernt wurden, für bevorstehende

Weihnachtsfeiern, aber auch für das Fest ganz in Familie. Angesichts

knapper Möglichkeiten – kriegsbedingt – und eines nach heutigem Urteil

völlig undiskutablen Taschengeldes stand das Basteln hoch im Kurs.

Je nach Alter dominierten dabei Arbeiten für Geschenke aus Buntpapier,

Pappe und Holz. Wem es gelang, im Bastelhaus von Frau Heidrich,

Görlitz, Bismarckstr. 11, eine Platte Laubsägeholz sowie eine Packung

(12 St.) Laubsägeblätter zu erwischen, der konnte mit einiger Geschicklichkeit,

sofern noch keine Abbildung vorgezeichnet war, mit Hilfe von

Pauspapier oder je nach Talent mit dem Bleistift selbst ein Motiv aufbringen

und aussägen. So entstanden mit oder ohne nachfolgende Bemalung

Wandbilder, Brief- und Serviettenständer und Anderes. Jedoch

war auch das Nähen neuer Puppenbekleidung aus Stoffresten oder

ausrangierten, aber unversehrten Kleidungsstücken üblich. Ebenso genähte,

gestrickte oder gehäkelte Behältnisse für Taschentücher. Zwar

enthielt die jeweils gültige Reichskleiderkarte sowohl für Kinder, als

auch für Frauen und Männer die Position „Strick- und Handarbeitsgarne“,

dafür waren aber für je 100 g 4 bis 6 Punkte fällig. Eine Ausgabe, die

man sich bei den insgesamt zur Verfügung stehenden Punkten meist

nicht leisten konnte. Daher wurde bereits im Sommer geplant, welche

Textilie für das einzelne Familienmitglied vonnöten und als Geschenk zu

Weihnachten geeignet sei. Ebenso war es beizeiten erforderlich, wegen

der für den Einkauf gültigen und weitgehend bestimmenden Lebensmittelkarten.

Dabei ging es um Kleingebäck, diverse Plätzchen und natürlich

um Stollen. Inwieweit der Stollenteig, der am Abend vorher zu

Hause zubereitet und als Knetteig die Nacht im Warmen verbrachte,

den traditionellen Rezepten entsprach, zeigte sich bereits am nächsten

Morgen am Glanz der äußeren Schicht. Die Hausfrauen übergaben ihr

Werk samt den familieneigenen Stollenzeichen dann dem Bäcker, um

am Nachmittag das fertige Gebäck mit den unterschiedlichsten Transportmitteln

möglichst heil nach Hause zu bringen. Dort folgte üblicherweise

das Buttern und Zuckern der Stollen, beschränkte sich aber oft

wegen Mangels an Fettigkeit oder Puderzucker nur auf einen Artikel

bzw. entfiel vollkommen. Trotzdem, es gab Stollen, der traditionsgemäß

erst am 1. Advent angeschnitten und, um Geschmack zu gewinnen, ca.

4 Wochen vorher gebacken wurde.

Eine spannende Angelegenheit war auch in jedem Jahr das Schreiben

des Wunschzettels an das Christkind oder den Weihnachtsmann. Mit

wie viel Liebe wurden diese Wunschzettel meist gestaltet und wie viel

Sehnsüchte und Träume enthielten sie bereits vor 70 oder 80 und noch

mehr Jahren! Bei den Mädchen dominierte die Welt der Puppen und

bei den Jungen die der Eisenbahnen und der Baukästen. Je wahrnehmbarer

die Geschehnisse des 2. Weltkrieges in der Heimat wurden, änderten

sich auch die Inhalte der Wunschzettel und beschränkten sich,

so der Vater oder andere männliche Familienangehörige im Fronteinsatz

waren, nur noch auf die Bitte und Hoffnung, dass sie Weihnachten

zu Hause sein könnten oder gesund bleiben. Die Häufigkeit der sogenannten

„Dunkelstunden“ nahm jahreszeitlich bedingt in den Vorweihnachtswochen

ebenfalls stark zu. Im Übergang von Dämmerung zu absoluter

Dunkelheit versammelte Oma oder Opa oder ein Elternteil die

Enkel bzw. Kinder am kuscheligen Kachelofen und erzählte Märchen,

aber auch Geschichten und Erlebnisse aus ihrer Kinder- und Jugendzeit.

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Im Stadtbild selbst war, beginnend nach dem Totensonntag, die Weihnachtszeit

nicht nur in den weihnachtlich geschmückten Schaufenstern

und Geschäften sowie den aufgestellten Weihnachtsbäumen sichtbar.

Dabei unvergessen der alljährlich im Karstadt-Kaufhaus aufgestellte,

über alle Etagen reichende, prächtig dekorierte Christbaum. Aller weihnachtlicher

Schmuck in der Öffentlichkeit war, was die Beleuchtung

betrifft, sehr stark beeinträchtigt durch die im Krieg gültige Verdunkelung.

Die Hausfrauen hatten zunehmend Sorge, wie es ihnen gelingen

würde, immer angesichts der Lebensmittelmarken, aber auch des stark

landwirtschaftlich geprägten damaligen Kreises Görlitz, Gans oder Ente

oder auch Pute als Braten für den 1. Weihnachtsfeiertag zu besorgen.

Die für den Weihnachtsabend traditionelle ungebrühte Bratwurst mit

leichtem Zitronengeschmack war bei sparsamem Umgang mit den

Marken nicht das Problem.

Ebenfalls ziemlich einfach war der Kauf eines Weihnachtsbaumes.

Damals eigentlich nur Fichte, die dann durch falsche Aufbewahrung –

meist außen am Fenster hängend oder auf dem Balkon bzw. im Keller

stehend – schon beim Schmücken, sehr zur Freude der Hausfrau, mit

dem Nadeln begann.

Voller Spannung, aber auch traditionell, verlief der „Heilige Abend“.

Als Mittagessen gab es in den meisten Familien das „Gänseklein“ mit

Bandnudeln oder Reis. Die Weihnachtsstube war oft schon ab morgens

„Tabuzone“. Dort bemühte sich der Haushaltungsvorstand um den

Christbaum. Es musste vom Anblick her die Schokoladenseite gefunden

werden. Unterdessen war es dann bereits Zeit für die Christnacht. Sie

fand in den meisten Gemeinden um 16.00 Uhr oder 18.00 Uhr statt

und wurde in der Mehrzahl von der gesamten Familie besucht. Bei

der Rückkehr gab es noch eine kleine Pause, bis die Kartoffeln gar und

die geliebte Bratwurst braun und knusprig sowie das Sauerkraut aufgewärmt

waren und das festliche Mahl in ebensolcher Kleidung eingenommen

werden konnte. Danach konzentrierte sich die Spannung

auf das Ertönen der Glocke oder Bimmel als Zeichen für die Öffnung

der Weihnachtsräumlichkeit und den Sturm auf die liebevoll dekorierten

bzw. verpackten Geschenke. Das Öffnen derselben erfolgte jedoch

nicht wie heute meist üblich durch respektloses Aufreißen und Zusammenknüllen

des gesamten Verpackungsmaterials sowie anschließendes

Entsorgen, sondern die damals üblichen Stoffbänder in Rot oder

Grün, teilweise mit Goldeffekten, wurden sorgfältig aufgeknotet und

aufgewickelt, um ähnlich wie das gefaltete Geschenkpapier nach vorsichtiger

Behandlung mit einem Bügeleisen für eine erneute Verwendung

zur Verfügung zu stehen.

Zum Ritual am Weihnachtsabend gehörte in einigen Familien auch das

Fotografieren der Anwesenden. Die Bilder der jeweiligen Kriegsweihnacht

lassen bei näherer Betrachtung der Gesichter der Erwachsenen

das Zeitgeschehen erkennen. Besonders ausgeprägt ist dies 1944 und

1945. Waren es doch Weihnachten, wo fast nirgends mehr die Familie

komplett vorhanden war und trotz Beendigung des 2. Weltkrieges die

primitivsten Fragen des täglichen Lebens im Vordergrund standen. Dabei

ging es nicht nur um die tägliche Ernährung oder das Dach über dem

Kopf, sondern z. B. auch darum: Kann es sich die Familie angesichts des

monatlich zur Verfügung stehenden Strom- und Gaskontingents und

des bevorstehenden Weihnachtsfestes leisten, mal zu baden?

Fast hören sich solche Dinge an wie ziemlich unwahrscheinliche Märchen

aus längst vergangenen Zeiten. Gerade weil das nicht zutrifft,

sollte die ältere Generation die jüngeren Generationen immer wieder

daran erinnern, wie gut es uns doch geht und wie selbstverständlich

die vielen Dinge, die unser Leben heute ausmachen, hingenommen

werden. Gerade angesichts des bevorstehenden Festes des Friedens

und der Familie sind solche Erinnerungen auch Anlass, die Frage der

eigenen Zufriedenheit zu überdenken, mit Blick auf das große Elend,

das es noch auf der Welt gibt.

Hannelore Klar (geborene Ulbrich)

geboren 1944, damals Biesnitzer Straße 72, Görlitz

Weihnachten in meiner Kindheit – ja, wie war das eigentlich? Es ist lange

her, und damals war der Krieg erst seit Kurzem vorüber. Wir feierten

das Fest aller Feste zu dritt – meine Mutter, mein Bruder und ich. Damals

hatten wir ein Klavier, auf dem meine Mutter die üblichen Weihnachtslieder

spielte, die wir gemeinsam sangen. Danach gab es die

Geschenke – sicher in anderen Dimensionen, als das heute allgemein

der Fall sein dürfte. Aber meine Mutter setzte alles daran, uns so viele

Freuden wie möglich zu bereiten. Und das ist ihr mehr als gelungen.

Soweit meine Erinnerungen zurückreichen, gab es am Nachmittag Stollen

und am Abend Bratwurst mit Sauerkraut und Rührkartoffeln – eine

Tradition, die ich auch selbst bis heute beibehalten habe.

Bei uns war das Fest nicht vorrangig christlich geprägt. Meine Mutter

hat es dem lieben Gott wohl übel genommen, dass er meinen Vater

am letzten Kriegstag im fernen Dänemark an seiner Verwundung hatte

sterben lassen. Unser Weihnachten war immer harmonisch und wunderschön

– vor allem auch, weil wir drei uns hatten.

Winterliche Stadtansichten von Günter Hain (1916–1997)

Quelle: StadtBILD-Verlag

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Foto: Görlitzer Sammlungen für

Geschichte und Kultur

Unsere Museen – die Görlitzer Sammlungen für Geschichte

und Kultur und das Schlesisches Museum zu Görlitz – bieten

Ihnen vom Advent bis ins neue Jahr spezielle Programme und

Führungen an sowie vielfältige festliche Angebote, die sich oft

an Familien richten und sich mit weihnachtlichen Bräuchen und

Traditionen beschäftigen.

Ab sofort ist der neue Adventskalender der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur erhältlich. Das

liebevoll gestaltete Motiv zeigt Görlitz in winterlicher Abenddämmerung, mit dem Blick von der Brüderstraße

zum Untermarkt mit Schönhof und Neptunbrunnen. Die stimmungsvolle Darstellung stammt aus dem Jahr

1986 und wurde vom beliebten Görlitzer Künstler Günter Hain geschaffen.

Übrigens: Im kommenden Jahr wird das 500jährige Jubiläum des Schönhofs gefeiert. In ihm befindet sich heute

das Schlesische Museum zu Görlitz.

Hinter den 24 Türchen verbirgt sich edle Vollmilchschokolade von Lindt, die das Warten auf Weihnachten versüßt.

Der Adventskalender ist u. a. in den Museumsshops im Kaisertrutz und im Barockhaus für 13,90 Euro

erhältlich. Alternativ kann er auch bequem online unter www.goerlitzer-sammlungen.de oder per Mail über

museum@goerlitz.de bestellt werden. Mit einer Größe von 31 x 23 cm ist er ein perfektes Vorweihnachtsgeschenk

für alle Görlitz-Fans und Freunde der regionalen Kunst und Kultur.

Zum Künstler: Die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur pflegen und bewahren das Werk des Görlitzer

Malers und Zeichners Günter Hain (1916–1997). In deren Sammlungsbeständen befinden sich neben seinen

Märchenkalendern und Malbüchern auch Illustrationen zu Kinderbüchern, unzählige Bildgeschichten für Kinderzeitschriften

und Aquarelle mit vielen Motiven von Görlitz und Umgebung. 1979 wurde er mit dem Görlitzer

Kunstpreis geehrt und erhielt 1987 für seine Verdienste den Ehrenbürgertitel der Stadt Görlitz.

Fotos: Henry Töpfer

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GÖRLITZER SAMMLUNGEN

FÜR GESCHICHTE UND

KULTUR

»Zauberhafte Stuben – Advent im Puppenhaus«

Ein Mitmachprogramm zur Advents- und Weihnachtszeit für kleine und große Entdecker

im Barockhaus Görlitz

Wenn im Barockhaus der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur der Duft

von Tannengrün in der Luft liegt und der Weihnachtsstern erstrahlt, ist es wieder

so weit: Das große Puppenhaus des Herrn Curt-Franken und die Puppenküche aus

dem ehemaligen Gasthaus »Zum braunen Hirsch« kehren zurück in die Wohnung des

Damast- und Tuchhändlers Johann Christian Ameiß, der hier im 18. Jahrhundert mit

seiner Familie lebte – und mit ihnen die Vorfreude auf die schönste Zeit des Jahres.

Wie jedes Jahr im Advent laden die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur

Kindergarten- und Hortgruppen sowie Grundschulklassen zu einem stimmungsvollen

Adventsprogramm ein. Gemeinsam mit Museumspädagogin Marie Karutz begeben

sich kleine und große Besucher auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Miniaturen:

In den liebevoll gestalteten Räumen des prächtigen Puppenhauses und der detailreichen

Puppenküche gibt es viel zu bestaunen – und ganz nebenbei erfahren die Kinder

Spannendes über die Geschichte dieser besonderen, handgemachten Spielzeuge.

Im Anschluss wird es kreativ: Im Atelier entstehen kleine Weihnachtsbäumchen, die

jedes Kind mit nach Hause nehmen darf – als festlicher Schmuck fürs eigene Wohnzimmer,

die Puppenstube oder als Weihnachtsgeschenk.

Wer sich im Barockhaus auf die Weihnachtszeit einstimmen möchte, erlebt hier Lichterglanz

in prachtvollem, historischem Ambiente – eine kleine Auszeit vom Trubel,

die Kinderaugen zum Leuchten bringt.

Adventsprogramm im Barockhaus – jetzt buchen

Für Kindergarten- und Hortgruppen sowie Grundschulklassen

Das Puppenhaus ist ab dem 8. November zu sehen.

Treffpunkt: Barockhaus, Neißstraße 30, Görlitz

Dauer: 1 ½ bis 2 Stunden

Kosten: Führungsgebühr 25 € pro Gruppe (2 Begleitpersonen frei)

Materialgebühr: 2 € pro Person

Buchung & Informationen:

museum@goerlitz.de oder 03581/67 13 55

Bitte beachten: Die maximale Gruppengröße beträgt 25 Kinder und 2 Begleitpersonen.

Größere Gruppen werden geteilt. Buchungen sind bis spätestens 2 Werktage

vor der geplanten Veranstaltung möglich. Termine dienstags bis freitags während der

Museumsöffnungszeiten (10.00–16.00 Uhr), spätester Beginn: 14.00 Uhr.

Fotos: Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur

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SCHLESISCHES

MUSEUM ZU GÖRLITZ

Im Advent wird das Museum zu einem Ort, an dem viele Menschen nach regionalen

Traditionen und weihnachtlicher Vorfreude suchen. Lichtzepter und die Geschichten

von alten Bräuchen, Lieder und Rezepte schmücken die Tage bis Heiligabend aus.

Nun kommst du wieder, seligste der Zeiten.

Am Samstag, dem 13.12., um 16:00 Uhr, laden wir herzlich zum Mitsingkonzert/

Kolędowanie ein!

Für das Weihnachtsfest gibt es eine reiche Liedtradition, die auch in Görlitz und Zgorzelec

lebendig ist. Magdalena und Thomas Maruck stellen Weihnachtslieder aus

Deutschland und Polen vor und laden alle Gäste zum Mitsingen ein. Liedtexte und

Noten erhalten Sie vor Ort. Ticket: 5 €

Foto: Axel Lange

Wie lange lebt ein Lebkuchen und wie viel Pfeffer ist im Pfefferkuchen?

Kindergruppen aus Kitas, Horten und Grundschulen können sich im Museum Appetit

holen!

Nicht nur in Schlesien, sondern in vielen Teilen der Welt schätzt man seit Jahrhunderten

das würzig-süße Gebäck. Das Schlesische Museum lädt ein zum Kosten, Riechen

und zu dem berühmten „Aha-Effekt“, denn Leb- und Pfefferkuchen sind lecker

und außerdem superinteressant. Anmeldungen nimmt entgegen: Matthias Voigt, Tel.

03581 8791-128, museumsbildung@schlesisches-museum.de

Weihnachtsgeschenke gesucht?

Unser Museumsladen bietet eine Auswahl an Literatur über Schlesien, Kinderbüchern,

Porzellan, Keramik, Schmuck, Weihnachtsdekoration und anderen kleinen

Präsenten. Auch der beliebte Maulwurf aus Tschechien huscht durch die Auslagen.

Allen, denen die Entscheidung schwerfällt, verkaufen wir gern Gutscheine für Einkäufe

oder Ausstellungsbesuche.

Für einen Museumsbummel an den Feiertagen haben wir geöffnet:

25.12., 13 – 17 Uhr 31.12., 10 – 14 Uhr

26.12., 13 – 17 Uhr 1.1.2026, 13 – 16 Uhr

Foto: SMG

Schlesisches Museum zu Görlitz

Brüderstraße 8, 02826 Görlitz

Tel. 03581 87910

kontakt@schlesisches-museum.de

www.schlesisches-museum.de

26


Anzeigen

190 Jahre Dienst am Kunden.

Wir starten ins Jubiläumsjahr!

Görlitzer Hanf- und Drahtseilerei GmbH & Co. KG

Am Flugplatz 9, 02828 Görlitz, Tel. 03581 38550

www.goltz-seile.de


MEISTERHAFTE HANDWERKSKUNST

GÖRLITZER GOLD- UND SILBERSCHMIEDE

Mit jahrelanger Erfahrung, handwerklichem Können und einer großen Leidenschaft für wertvolle Metalle, seltene Perlen und kostbare Edelsteine

erschaffen der Gold- und Silberschmiedemeister Kai Budich und die Gold- und Silberschmiedemeisterin Yvonne Pfeffer hochwertige Schmuckstücke.

Seit 2007 führen Meister und Meisterin ihre eigene Goldschmiedewerkstatt in der Neißstraße 26 im Herzen der Görlitzer Altstadt. Dort fertigen

sie, mittlerweile zusammen mit ihrer fähigen Gesellin Jana Hertrich, einzigartige Stücke, die nicht nur durch ihre Schönheit und hochwertige Verarbeitung

überzeugen, sondern auch durch ihre nachhaltige Herstellung. So findet zu 100 % recyceltes Gold, Silber und Platin in ihren Schmuckkreationen

Verwendung, ebenso wie feine Diamanten, natürliche Edelsteine und schimmernde Perlen, bei denen Wert auf eine konfliktfreie

Herkunft gelegt wird.

Die Leidenschaft für das Handwerk und die Liebe zum Detail und zur Görlitzer Heimat spiegeln sich in der „Görlitzer Sonne“ wider. Die goldene

„Görlitzer Sonne“ kann als Anhänger, Ohrschmuck oder Ring getragen werden und ist sowohl durch die eindrucksvolle Sonnenorgel in der Görlitzer

Peterskirche, als auch durch Görlitz als östlichste Stadt Deutschlands inspiriert.

Görlitzer Gold-und Silberschmiede

Budich & Pfeffer GbR

Neißstraße 26

02826 Görlitz

Tel.: 03581-893060

info@goerlitzer-goldschmiede.de

www.goerlitzer-goldschmiede.de

www.trauringe-aus-goerlitz.de

Insta:@goerlitzergoldschmiede

Öffnungszeiten:

Di-Fr 10:00-13:00 Uhr und

14:00-18:00 Uhr

Sa 10:00-16:00 Uhr

Samstage im Advent bis 18:00 Uhr

und gern nach Vereinbarung


SCHLESISCHE DELIKATESSEN AN DER NEISSE

DAS CAFÉHAUS LUCULLUS

Wenn Sie in Görlitz schlesische Spezialitäten suchen, sollten Sie das Café Lucullus besuchen. Das Café

zieht mit seiner reichen Geschichte und köstlichen Leckereien sowohl internationale Touristen als auch

Einheimische in die malerische Altstadt, die als Tor zu Schlesien gilt. Bei einem Besuch sind die Mohnpiele

mit Eierlikör ein unverzichtbares Muss.

Das Café Lucullus liegt an der Peterstraße 4, einem Haus aus dem 16. Jahrhundert, das sorgfältig restauriert

wurde. Die beeindruckende Architektur und der enge Innenhof mit seinen massiven Sandsteinbrüstungen

schaffen eine einladende Atmosphäre. Während der Sommermonate bietet sich den Gästen die

Möglichkeit, im malerischen Garten zu speisen und dabei den Ausblick auf den Nikolaiturm zu genießen.

Doch was das Café besonders macht, sind nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch die Geschichte des

Hauses. Der berühmte Bürger und Humanist Bartolomäus Scultetus, der als Mathematiker und Astronom

bekannt war, lebte hier von 1570 bis 1614. Er korrespondierte mit berühmten Kollegen wie Tycho Brahe

und Johannes Kepler. Im Café Lucullus wird auf dieses Erbe Wert gelegt und den Gästen wird ein Gefühl

von Tradition und Regionalität vermittelt.

Seine kleine, aber feine Auswahl an schlesischen Köstlichkeiten macht das Café berühmt. Gerne berät

und informiert das Ehepaar Stübner die Gäste über die Eigenheiten der regionalen Spezialitäten. Auf

keinen Fall sollten Sie bei einem Besuch die Mohnpiele auslassen, die in Oberschlesien üblicherweise serviert

wurden. Im Café Lucullus können sie das ganze Jahr über genossen werden, besonders im Sommer,

obwohl sie früher nur an Heiligabend oder Silvester auf den Tisch kamen.

Die Art und Weise, wie Mohnpiele gemacht werden, ist besonders. Die Teigmischung wird aus gebrühter

Mohnsaat, Milch und Weißbrot hergestellt und mit feinen Zutaten wie Rosinen, Korinthen und Mandeln

verfeinert. Ein bisschen Zucker, Honig oder Sirup verbessert den Geschmack. Die weiche Masse kann zu

Klops oder Törtchen geformt werden. Dazu wird Eierlikör gereicht, den die Gäste über die Mohnpiele

gießen. Da der Mohnanteil hoch ist, wirkt die Leckerei nicht allzu süß, sondern erfreulich aromatisch.

Im Café Lucullus gibt es zusätzlich zu den Mohnpielen auch andere schlesische Speisen. Die Liegnitzer

Bombe, eine Pfefferkuchenspezialität mit einer speziellen Füllung, ist eine besondere Empfehlung von

Peter Stübner. Auch wenn der Geschmack an Baumkuchen erinnert, handelt es sich nicht um den traditionellen

Kuchen. Auch in einem richtigen schlesischen Café sollte der herkömmliche schlesische Mohnkuchen

mit Teig- und Streuselboden nicht fehlen. Es ist interessant, dass dieser Streuselkuchen häufig auf

Beerdigungen serviert und deshalb als „Totenkuchen“ bezeichnet wird.

Im Café Lucullus treffen sich verschiedene Leute: Stammgäste aus Görlitz, Touristen aus verschiedenen

Ländern und ältere Schlesier, die sich an alte Zeiten erinnern. Prominente haben gelegentlich auch ihren

Weg ins Café gefunden. Die Unterhaltungen mit Gästen aus aller Welt werden besonders geschätzt. Peter

und Denise Stübner haben sich nach elf Jahren Aufenthalt in Australien entschieden, in ihre Heimat zurückzukehren.

Die Liebe zur Tradition und zur eigenen Kultur ist stark, und das spiegelt sich auch in ihrer

Auswahl an Köstlichkeiten wider.

Fotos: Caféhaus Lucullus

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BACKSTUBENGEFLÜSTER

DIE LIEGNITZER BOMBE

Als traditionelle Köstlichkeiten begleiten sie uns durch die dunklen, kalten Monate und auf dem Weihnachtsteller

– die beliebten Liegnitzer Bomben. Aromatisch, saftig und gefüllt mit allem, was an kalten

Herbstabenden Freude macht.

Jede Kugel ist ein echtes Kunstwerk: Lebkuchenteig, gefüllt mit einer köstlichen Mischung aus Marmelade,

Marzipan, Nüssen, Mandeln, Rosinen, kandierter Zitronen- und Orangenschale und den besten Weihnachtsgewürzen.

Mit Liebe gebacken und anschließend mit echter Schokolade überzogen – so wird jeder

Bissen zu einem puren Genuss.

Ob Sie sie in geselliger Runde genießen, als besonderes Geschenk verschenken oder einfach als süße Ergänzung

zur Adventszeit – die Liegnitzer Bombe ist einfach unverzichtbar.

Die Liegnitzer Bombe ist ein traditionelles Gebäck aus Niederschlesien, das vor dem Zweiten Weltkrieg

in ganz Deutschland große Bekanntheit erlangte. Sie gilt als kulinarische Visitenkarte der Stadt Liegnitz

(heute Legnica) und wurde von drei renommierten Manufakturen hergestellt. Nach dem Krieg wanderte

die Rezeptur nach Deutschland, während die Bomben in ihrer Heimat in Vergessenheit gerieten.

Glücklicherweise erlebt das köstliche Gebäck heute eine Renaissance! In Legnica kann man die Liegnitzer

Bombe beispielsweise im „Bistro Magistracka“ im neuen Rathaus genießen. Auch in Wrocław

(Breslau) wird sie in der Markthalle von der Lebkuchen-Manufaktur „Pierniki Wrocławskie“ von Anna

Kuśmierek-Rudy und Jacek Rudy angeboten. Zudem gibt es die Leckerei in der Schlesischen Schatztruhe

in Görlitz, hergestellt von der Bäckerei Tschirch.

Historischer Rückblick

Erfunden haben soll sie ein Liegnitzer Bäckergeselle. Er bekam die Aufgabe, etwas Außergewöhnliches zu

erfinden, ein Produkt, für das Liegnitz berühmt werden sollte. Außerdem stand für den Gesellen die Hand

der schönen Bäckermeistertochter auf dem Spiel. Übermüdet vom vielen Grübeln musste er plötzlich an

seine Großmutter in Schreiberhau (polnisch: Szklarska Poreba) denken. Sie erzählte ihm oft von Rübezahl

und wie dieser Menschen in Not geholfen habe. Der Berggeist des Riesengebirges erschien dem Gesellen

im Traum und verriet ihm ein Geheimrezept … Im Jahre 1853 eröffnete der niederschlesische Zuckerbäcker

Hermann Müller seine Konditorei in Liegnitz in der Frauenstraße 64 (heute ul. Najświętszej Maryi

Panny). Zwanzig Jahre später knüpfte er Kontakte mit der Schokoladenfirma Stollwerk aus Köln. Bestimmt

hat er schon damals nach einer Spezialität gesucht, die das Gebäck mit der Schokolade verbinden konnte.

Aber erst sein jüngerer Bruder Eduard Müller hat diese Pläne realisiert.

Auch die anderen Konditoren, darunter auch die zweite Linie der Familie, die ihr Geschäft im Bürgerhaus

am Ring 29 (Rynek 29) in Liegnitz betrieben, bauten die Liegnitzer Bombe in den 1880er Jahren, da sie

nicht patentiert war. Das Unternehmen von Franz Meyenburg begann 1884 mit dem Backen in nahezu

industriellem Umfang, und die Bombe entwickelte sich zu einer Klassikerin der niederschlesischen Backwaren.

Sie wurde zu Weihnachten in den meisten deutschen und niederschlesischen Städten angeboten.

Elegant verpackt, eignete sie sich als Geschenk für Weihnachten und Geburtstag.

Fotos: Małgorzata Urlich-Kornacka

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ERLEBEN SIE DIE VIELFALT DER SCHLESISCHEN KÜCHE

Restaurant Schlesische Qase

Gäste mit hungrigem Magen und Appetit auf etwas Besonderes haben die Qual der Wahl. Natürlich

gibt es die traditionellen deutschen und polnischen Gerichte sowie regionale Spezialitäten. Aus der

eher einfachen Küche der Schlesier sticht insbesondere das Schlesische Himmelreich hervor. Dahinter

verbergen sich Kasslerkamm, getrocknete Pflaumen, Aprikosen, ein paar saftige Klöße sowie Mehl und

Butter für die Soße. Und natürlich sollte man auch Bigos probieren, das polnische Nationalgericht –

einen Eintopf aus Sauerkraut, Weißkohl, Waldpilzen und verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten.

Im gemütlichen Restaurant „Schlesische Oase” werden von der freundlichen, mehrsprachigen Bedienung

original schlesische, polnische und mediterrane Spezialitäten serviert. Für die Speisenzubereitung

werden frische Zutaten aus der hiesigen Region verwendet. Alle Speisen werden nach traditionellen,

überlieferten Rezepten hergestellt. Die geschmackliche und thematische Vielfalt der angebotenen

Speisen verlockt die Gäste zur wiederholten Einkehr. Die Speisen werden nach alten Rezepturen geschmackvoll

zubereitet. Das kommt gut an – sowohl bei den Görlitzern als auch bei den Touristen.

Deshalb ist es ratsam, besonders in der Saison rechtzeitig zu reservieren!

Innen ist die Gaststätte liebevoll dekoriert. Sie wirkt wie ein altes Bauernhaus mit modernen Tupfern.

Restaurant „Schlesische Oase“

Inhaber: Renata Osinska

Brüderstraße 1, 02826 Görlitz

Telefon: 03581 8797497

www.schlesische-oase.de

Öffnungszeiten:

Mo., Di., Do., Fr. von 11:30 –15:00 Uhr und

von 17:00–21:00 Uhr (Küchenschluss)

Sa. 11:30 Uhr –21:00 Uhr (Küchenschluss)

So. 11:30 Uhr–16:30 Uhr

Mittwoch Ruhetag

33


KONZERTE ZU ADVENT

UND WEIHNACHTSZEIT 2025

Gut zu

wissen

DUO Stiehler Lucaciu – Weihnachtskonzert

Duo Stiehler/Lucaciu

Sascha Stiehler und Antonio Lucaciu gehören zu den gefragtesten

Musikern der deutschen Szene. Ob an der Seite von Clueso, Sarah

Lesch, Max Prosa oder Daniel Hope – ihre musikalische Vielseitigkeit

begeistert. Sie sind nicht nur auf großen Bühnen zu Hause, sondern

auch bekannt aus TV-Formaten wie Ina’s Nacht, Late Night Berlin und

den Tagesthemen.

Montag, 29.11.2025, um 19:30 Uhr

Kulturforum Görlitzer Synagoge

Otto-Müller-Straße 3

Knusper, Knusper, Knäuschen...

47. Weihnachtskonzert des Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau –

Neue Lausitzer Philharmonie

Juris, Hänsel und Gretel Knusper, knusper, knäuschen: Ein märchenhaftes

Familienkonzert mit einer der beliebtesten Geschichten aus der Sammlung der

Brüder Grimm und wunderbaren Melodien aus der weltberühmten Oper von

Engelbert Humperdinck.

Eine weihnachtliche Auswahl davon soll dieses Jahr erklingen – wie immer zum

Leben erweckt von unseren Solistinnen und Solisten, dem Opernchor und dem

Extrachor des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau sowie von der Neuen

Lausitzer Philharmonie – schön, wie im Märchen.

Premiere Samstag, 29.11.2025, um 19:30 Uhr

30.11.2025, 15:00 Uhr; 13.12.2025, 15:00 Uhr; 13.12.2025, 19:30 Uhr;

14.12.2025, 15:00 Uhr; 14.12.2025, 19:00 Uhr; 20.12.2025, 15:00 Uhr;

20.12.2025, 19:30 Uhr; 21.12.2025, 15:00 Uhr; 21.12.2025, 19:00 Uhr;

22.12.2025, 15:00 Uhr; 22.12.2025, 19:30 Uhr; 23.12.2025, 15:00 Uhr

23.12.2025, 19:30 Uhr; 25.12.2025, 18:00 Uhr

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, Haus Görlitz, Großer Saal

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau,

Haus Zittau, Großer Saal

03.12.2025, 15:00 Uhr; 04.12.2025, 19:30 Uhr; 05.12.2025, 15:00 Uhr; 05.12.2025, 19:30 Uhr; 06.12.2025, 15:00 Uhr;

06.12.2025, 19:30 Uhr; 07.12.2025, 15:00 Uhr

34



KONZERTE ZU ADVENT

UND WEIHNACHTSZEIT 2025

Wie klingt Weihnachten

Felix Räuber

Der ehemalige Polarkreis 18-Frontmann bringt klassische Weihnachtslieder

in ein modernes, traumhaftes Pop-Gewand – ein festliches

Konzert, das Musik, Geschichten und den besonderen Klang

des Raumes auf einzigartige Weise vereint. Ein Konzert für die ganze

Familie, das jedes Jahr ausverkauft ist.

Freitag, 12.12.2025, um 19:30 Uhr

Kulturforum Görlitzer Synagoge

Otto-Müller-Straße 3

02826 Görlitz

Das Große Adventskonzert

Stadionzauber – festliche Atmosphäre und

ein überwältigender Sternenhimmel.

For Swinging Dancers

The world famous GLENN MILLER ORCHESTRA directed by Uli Plettendorff

Das legendäre Glenn Miller Orchestra bringt 2025 seinen unverwechselbaren

Jazz-Sound nach Europa! Unter der Leitung von Uli Plettendorff lässt

die wohl beliebteste Big Band weltweit den elektrisierenden Sound der 40erund

50er-Jahre wieder aufleben. Mit im Gepäck haben die professionellen

Musizierenden Originalarrangements mit einer für sie bekannten musikalischen

Harmonie und einer mitreißenden Freude am Spielen.

Freitag, 12.12.2025, um 19:30 Uhr

GHT Görlitz-Zittau

Haus Görlitz, Großer Saal

Flankiert von Stars aus der internationalen Musikwelt präsentiert einer

der besten Knabenchöre der Welt die bekanntesten Weihnachtsmelodien

in klassischen und modernen Arrangements. Begleitet wird

der Chor vom eigens gegründeten Cros-Bel-Orchestra: renommierten

Band- und Studiomusikern aus ganz Deutschland.

Gemeinsam mit dem Publikum erklingen unter dem Firmament

hunderter Herrnhuter Sterne und dem Glanz tausender Handylichter

Weihnachtsklassiker wie „Sind die Lichter angezündet“ und „Stille

Nacht, heilige Nacht“.

36

Donnerstag, 18.12.2025, um 18:00 Uhr

im Rudolf-Harbig-Stadion Dresden

Gut zu

wissen


Gut zu

wissen

Christmas from London

Trinity Boys Choir (London)

Mit dem Trinity Boys Choir aus London eröffnet sich in diesem Jahr in

Cunewalde ein Fenster in eine andere und zauberhafte Weihnachtswelt.

Er zählt zu den renommiertesten und vielseitigsten Knabenchören

Großbritanniens und bringt im Rahmen seiner Deutschlandtournee

im Advent einen Hauch britischer Festlichkeit in die Oberlausitz.

Freitag, 19.12.2025, um 19:00 Uhr

Ev. Kirche Cunewalde

Kirchweg 3

02733 Cunewalde

Weihnachten der 1.000 Lichter

Zusatzkonzert: KATRIN WETTIN

Genießen Sie eine musikalische Weihnachtsgeschichte, rund um die

Welt. Spannende Geschichten, Traditionen und Weihnachtslieder,

eingehüllt in 1000 Lichter, mit der Geigerin und Sängerin Katrin

Wettin. Lassen Sie sich von dieser einzigartigen Video- und Lichtshow

verzaubern!

Sonntag, 21.12.2025, um 16:00 Uhr

C. Bechstein VielHarmonie an der Mandau

Nordstraße 15

02782 Seifhennersdorf

Die größte Orgel-Show Deutschlands

Nico Wieditz

Stell dir vor: Die mächtige Orgel, die „Königin der Instrumente“, trifft

auf die Energie von Rock, Pop und epischen Filmsoundtracks – das

ist STARLIGHTS LIVE mit Nico Wieditz, Deutschlands Orgel-Rebell und

Virtuose! Mit seinem Motto „Ich steh auf Orgel – du Pfeife“ sprengt

er alle Regeln und verwandelt Kirchen und Konzerthäuser in ein

episches Klanguniversum.

Sonntag, 28.12.2025, um 16:00 und 20:00 Uhr

Evangelische Kreuzkirche Görlitz

Erich-Mühsam-Straße 1

37


KONZERTE ZU ADVENT

UND WEIHNACHTSZEIT 2025

Heal the World Tour

The Gospel People

Das rund zweistündige Programm erstreckt sich von Liedern aus dem

traditionellen „Black Gospel“ aus Amerika über den von Jazz und Soul

inspirierten Gospel bis hin zum aktuellen „Contemporary Gospel“ mit

seinen Rock-, Pop- und Rap-Elementen. Ein Abend mit einer packenden

Bühnen-Performance die Gänsehaut-Feeling verspricht.

Montag, 29.12.2025, um 19:30 Uhr

Maria-und-Martha-Kirche

August-Bebel-Platz

02625 Bautzen

Ich brauche keine Millionen – mir fehlt kein Pfennig zum Glück!

Laura Scherwitzl, Champagner Trio

Laura Scherwitzl … singt und tanzt überbordend komödiantisch zur großen

Freude des Publikums, ohne die leisen Zwischentöne zu vernachlässigen.

Die gebürtige Wienerin studierte Gesang an der Universität

für Musik und darstellende Kunst Wien. Von 2009 bis 2015 war Laura

Scherwitzl Ensemblemitglied des Gerhart-Hauptmann-Theaters in Görlitz,

wo sie einen Sonderpreis für ihre Rolleninterpretationen bekam.

Mittwoch, 31.12.2025, um 17:00 Uhr

Kulturforum Görlitzer Synagoge

Otto-Müller-Straße 3

02826 Görlitz

Weihnachtskonzert mit der Steffen-Peschel-Band

Steffen Peschel Band

Mit dem höchsten musikalischen Anspruch an sich selbst sind die Musiker

und Musikerinnen der Steffen-Peschel-Band ein Garant für erstklassige und

niveauvolle Veranstaltungen. Die Verbindung aus hervorragendem handwerklichem

Können, Spaß an der Musik, vielseitigem Repertoire und Gespür

für die Wünsche des Publikums lässt jedes Event zum Erlebnis werden. Dabei

steht die charismatische Sängerin Uta Hoffmann im Mittelpunkt und gibt der

Band ihr unverwechselbares Profil.

38

Mittwoch, 31.12.2025, um 17:00 Uhr

Seifhennersdorf, Kreuzkirche

Rumburger Str. 38

02782 Seifhennersdorf

Gut zu

wissen




LIEBEVOLL HANDGEFERTIGT UND HANDBEMALT

DIE GESCHICHTE DES

BUNZLAUER-KERAMIK-GESCHIRR

In einem kleinen, malerischen Dorf namens Bunzlau, versteckt in den sanften Hügeln Schlesiens, begann

vor Jahrhunderten eine Tradition, die bis heute in den Herzen der Menschen lebt – die Herstellung

der berühmten Bunzlauer Keramik.

Die Bunzlauer Keramik ist eine traditionsreiche Töpferkunst, die ihren Ursprung in der Region um

Bunzlau (heute Bolesławiec, Polen) hat. Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, wobei archäologische

Funde belegen, dass bereits im 14. Jahrhundert Keramikproduktion in dieser Gegend

stattfand. Die besonderen geologischen Gegebenheiten der Region, insbesondere die reichen Tonvorkommen,

bildeten die Grundlage für die Entwicklung dieser Handwerkskunst.

Die Bunzlauer Keramik zeichnet sich durch ihre charakteristische braune bis honigfarbene Glasur aus,

die durch das Brennen mit Salzglasurtechnik entstand. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte das Töpferhandwerk

in Bunzlau einen Aufschwung, als neue Techniken und stilistische Elemente Einzug hielten.

Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung der sogenannten Schwämmeltechnik im 19. Jahrhundert,

bei der Muster mithilfe von Schwämmen aufgetragen wurden. Diese Dekorationstechnik führte

zu den typischen blauen Punkten und floralen Mustern, die bis heute als Markenzeichen der Bunzlauer

Keramik gelten.

Während der Industrialisierung im 19. und frühen 20. Jahrhundert passte sich die Bunzlauer Keramikproduktion

an neue Fertigungsmethoden an, ohne ihre traditionelle Handwerkskunst aufzugeben.

Dies ermöglichte eine größere Verbreitung der Keramikwaren, die mittlerweile international geschätzt

wurden. Die Bunzlauer Keramik galt als robust, hitzebeständig und ästhetisch ansprechend, wodurch

sie in vielen Haushalten Einzug hielt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es infolge der geopolitischen Veränderungen zu einer Umsiedlung

der deutschen Bevölkerung aus Bunzlau. Dennoch wurde die Tradition der Bunzlauer Keramik sowohl

in Deutschland als auch in Polen weitergeführt. In Bolesławiec selbst erlebte die Keramikproduktion

eine Wiederbelebung, und heutige Manufakturen setzen die jahrhundertealte Tradition fort, indem

sie moderne Designs mit den klassischen Mustern kombinieren.

Heute ist die Bunzlauer Keramik weltweit bekannt und wird als Beispiel für europäische Handwerkskunst

geschätzt. Ihr historischer Ursprung, die Verbindung von traditioneller Handwerkskunst mit innovativen

Techniken und ihre unverwechselbaren Designs machen sie zu einem wertvollen Kulturgut.

Entdecken Sie die einzigartigen Keramikkollektionen der Manufaktur in Bolesławiec.

Besuchen Sie doch einmal die Manufaktur in Bolesławiec, um die Keramikherstellung live zu erleben.

In den öffentlichen Führungen lernen Sie die Herstellung von Bunzlauer Keramik an verschiedenen

Arbeitsplätzen in der Schauwerkstatt kennen. Im Anschluss an die Führungen können Sie das Museum

der ...individuell besichtigen.

Erleben Sie faszinierende Eindrücke und gehen Sie auf Entdeckungstour durch die Produktionsräume

der Manufaktur, in denen das Kulturgut Bunzlauer Keramik ganz besonders erfahrbar ist.

Weitere Informationen unter: www.manufakturawboleslawcu.pl

Auch unsere Schlesische Schatztruhe in Görlitz bietet eine große Auswahl an Original Bunzlauer Keramik

von der Manufaktur in Bolesławiec an.

Schlesische Schatztruhe, Brüderstraße 13

Öffnungszeiten: Montag–Samstag 10:00–18:00 Uhr, Sonn- und Feiertage 11:00–17:00 Uhr

41


Goodbye Stress!

Alpakas beruhigen und

verzaubern uns mit ihrem

besonderen Wesen.

In der Nebensaison, umgeben

von der Ruhe des Nationalparks,

vergessen wir alles um uns

herum und tanken neue Kraft

in dieser magischen

Atmosphäre.

www.bs-alpacas.cz

Fotos: Kamila Kubisková


WINTERHIGHLIGHT

ALPAKA WINTERWANDERN IN DER

BÖHMISCHEN SCHWEIZ

Warme Wollsocken und die knuffigen Alpakas der Böhmischen Schweiz

In der kalten Jahreszeit sind warme Wollsocken ein absolutes Muss. Doch was könnte noch besser sein,

als sich in kuschelige Socken zu hüllen, während man das sanfte Wesen der Alpakas um sich hat? In

der malerischen Böhmischen Schweiz gibt es einen Ort, an dem man genau das erleben kann. Kamila

Kubisková und ihre Familie betreiben dort eine Alpaka-Farm, die für ihre charmanten Bewohner und die

besonderen Erlebnisse bekannt ist.

Kamila begann 2013, als sie zwei Alpakas erwarb. Von diesem Moment an war ihre Familie in ihre neuen

Hofbewohner sofort verliebt. „Am Anfang hatten wir nur zwei Alpakas, und wir fanden einfach, dass es

wunderschöne Tiere sind“, erzählt Kamila. Die Leidenschaft für diese besonderen Tiere wuchs mit der

Zeit, und so entschied sich Kamila, Alpakas zu züchten und ihren Hof für Besucher zu öffnen. „Mit den

Alpakas zu arbeiten, sie aufzuziehen und in ihr Wesen einzutauchen, wurde schnell zu einer großen Leidenschaft

für uns.“

Heute umfasst die Herde bereits 16 Alpakas, die Kamila und ihre Familie in ihr Herz geschlossen haben.

Besondere Herausforderung ist es, das Vertrauen der Alpakas zu gewinnen – immerhin sind es wilde

Tiere mit einem starken Drang nach Freiheit. Doch die Geduld und die intensive Arbeit werden belohnt:

„Jeder Tag mit unseren Alpakas macht uns glücklich und zufrieden“, sagt Kamila.

Besucher haben die Möglichkeit, an Alpaka-Wanderungen teilzunehmen, die durch die traumhafte Landschaft

des Nationalparks führen. Diese Wanderungen finden von Oktober bis Mai statt und sind nicht nur

eine Gelegenheit, die hübschen Tiere hautnah zu erleben, sondern auch eine Quelle der Entspannung.

„Alpakas wirken beruhigend und haben therapeutische Eigenschaften. Wer sie sieht, möchte am liebsten

sofort ihr weiches Fell streicheln. Das mögen sie allerdings nicht wirklich, denn sie sind keine Haustiere“,

erklärt Kamila. Stattdessen können Gäste die Alpakas füttern und werden mit dankbaren Blicken belohnt.

Ein weiteres Highlight sind die professionellen Fotoshootings, die in Verbindung mit den Wanderungen

angeboten werden. Diese besonderen Erinnerungen sind bei Besuchern sehr beliebt. Zudem organisiert

Kamila im Sommer Alpaka-Picknicks für diejenigen, die die Gesellschaft der Tiere genießen möchten,

ohne wandern zu müssen.

Die beruhigenden Eigenschaften der Alpakas sind besonders wertvoll, vor allem für Menschen, die an

ADHS oder Autismus leiden. Studien belegen, dass der Kontakt mit diesen Tieren Stress reduzieren und

zur Entspannung beitragen kann.

Wenn Sie das besondere Erlebnis eines Alpaka-Dates in der Böhmischen Schweiz nicht verpassen möchten,

erreichen Sie Kamila am besten über E-Mail, Facebook oder Instagram. Gönnen Sie sich eine Auszeit

und genießen Sie die warmen Wollsocken zusammen mit dem bezaubernden Flair dieser außergewöhnlichen

Tiere!

43


Juwelier

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VMEISTERGOLDSCHMIEDE SEIT 1927

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die Stadthalle, Justitia am Görlitzer Rathaus,

den 15. Meridian von Görlitz, die Muschelminna,

den Dicken Turm und jetzt die spätgotische

Pfarrkirche St. Peter und Paul als neues Motiv.

Schauen Sie bei uns vorbei!

Schmackhafte Stollen prägen die Weihnachtsmärkte

in Sachsen ebenso wie Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge

und gigantische Holzpyramiden.

Dampfende Punschbecher, tausende von Lichtern

und weihnachtliche Klänge:

Die Zeit der Weihnachtsmärkte ist angebrochen.

Von Zwickau über Dresden bis nach Leipzig

locken auch dieses Jahr wieder zahlreiche hell erleuchtete Areale

mit typisch ostdeutschen Spezialitäten und charmanten Holzbuden.

Besonders berühmt ist der Dresdner Striezelmarkt,

aber auch kleinere Märkte laden zum

Schlemmen und Schlendern ein.

Berliner Str. 15, 02826 Görlitz, Telefon: 03581 403066

www.juwelier-voigt.de


Foto: Igor Pastierovic

Die 7 schönsten Weihnachtsmärkte in Sachsen

Das besonders von Einheimischen lang erwartete Highlight ist die traditionelle

Bergparade: Dann ziehen verschiedene Vereine, darunter

auch zahlreiche Musiker:innen, durch die Innenstadt. Sie findet 2024

am 30. November statt.

Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt beginnt am 29. November und endet

am 23. Dezember 2025.

Foto: Marko Unger

1 Weihnachtsmarkt Chemnitz

Traditioneller Markt in bezaubernder Kulisse

Die duftenden Holzbuden des Chemnitzer Weihnachtsmarktes erstrecken

sich über weite Teile der weihnachtlich beleuchteten Innenstadt

und bilden eine zauberhafte Kulisse. Am schönsten ist die Szenerie

auf dem Jakobikirchplatz, am Fuße des Rathauses. Ebenso romantisch

präsentiert sich die Innere Klosterstraße, welche historisch anmutende

Stände beheimatet und zu der „Chemnitzer Klosterweihnacht“

einlädt. In Chemnitz warten insgesamt fast 200 Stände auf Besucher:innen.

Über den hölzernen Tresen gibt es Eierpunsch, Glühwein,

Waffeln und herzhafte Speisen, aber auch weihnachtliche Souvenirs

und Kunsthandwerk – vor allem aus dem Erzgebirge –.

Zweifelsohne stellt die fünfstöckige und zwölf Meter hohe Weihnachtspyramide

mit über 20 Figuren einen weiteren Glanzpunkt des

Chemnitzer Weihnachtsmarktes dar. Sie liegt zwischen dem Markt und

dem Neumarkt und sorgt jedes Jahr dafür, dass Kinderaugen leuchten.

Ebenso typisch für den Weihnachtsmarkt in Chemnitz ist eine überdimensionale

Spieldose, die eine weihnachtliche Bescherung vorführt

– ihr Durchmesser beträgt 4,40 Meter.

Darüber hinaus sollten Sie Ausschau nach dem traditionellen Schwibbogen

aus dem Erzgebirge halten, welcher von Claus Döhler gefertigt

wurde und mit einer Größe von zwei mal fünf Metern einen der Eingänge

überspannt.

Auf der großen Bühne auf dem Jakobikirchplatz in Chemnitz gibt es ein

breites Adventsprogramm, das Groß und Klein ansprechen wird. So erklingen

beispielsweise jeden Samstagmorgen weihnachtliche Klänge

vom Turm des Rathauses, wo sich die Turmbläser positionieren. Des

Weiteren wird täglich mehrmals ein Glockenspiel aufgeführt. Täglich

haben Besucher die Möglichkeit, sowohl auf dem Neumarkt als auch

auf dem Rosenhof historischen Orgeln zu lauschen.

2 Weihnachtsmarkt Zwickau

Vielfältiges Programm für Groß und Klein

Zur Adventszeit wird die Innenstadt von Zwickau, die etwa 40 Kilometer

südöstlich von Chemnitz liegt, zu einem Lichtermeer mit schönen

Holzbuden. Auch in Zwickau zieht sich der Weihnachtsmarkt über

mehrere Bereiche der Innenstadt. Auf dem Kornmarkt steht eine

Pyramide, die vier Stockwerke hoch und fünf Meter hoch ist. Sie ist

seit 1975 auf dem Zwickauer Weihnachtsmarkt zu finden. Der riesige

Weihnachtsbaum, der auf dem Hauptmarkt jedes Jahr aufgestellt

wird, ist ebenfalls bemerkenswert.

Ein großes Angebot an original erzgebirgischem Kunsthandwerk wird

auch in Zwickau verkauft. Besucher:innen können an vielen Ständen

hölzerne Schwibbögen, mehrstöckige Pyramiden und Räuchermännchen

finden, um sich das weihnachtliche Flair mit nach Hause

zu bringen. Hier ist auch eine gute Wahl für diejenigen, die typische

sächsische Spezialitäten wie Pflaumentoffel oder Baumstriezel kosten

wollen.

Viele Kinder freuen sich auf den Zwickauer Weihnachtsmarkt: Eine

Kreativwerkstatt bietet viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Demnach

haben auch die jüngsten Besucher die Möglichkeit, sich dem Malen

45


und Basteln zu widmen, Kerzen nach eigenen Vorstellungen zu verzieren

oder im Rahmen einer Betreuung ihre Hausaufgaben zu erledigen.

Ein Highlight ist der regelmäßige Besuch des Weihnachtsmanns;

außerdem gibt es eine Märchenstraße, die Familien verzaubert.

Wie in Chemnitz ist auch auf dem Zwickauer Weihnachtsmarkt die

traditionelle Bergparade das absolute Höhepunkt. Sie findet am 13.

Dezember ab 14:00 Uhr statt und führt durch die gesamte Innenstadt

bis zum Domhof und zum Platz der Deutschen Einheit. Im Anschluss

daran geben die teilnehmenden Bergkapellen ein Konzert auf dem

Platz der Deutschen Einheit zum Besten.

Der Weihnachtsmarkt in Zwickau öffnet seine Pforten ab dem 24. November.

Er endet am 22. Dezember 2025.

Außerdem ist der Striezelmarkt in Dresden definitiv ein außergewöhnlicher

Weihnachtsmarkt: Hier können Besucher:innen die weltweit

größte erzgebirgische Pyramide bestaunen. Mit 14,62 Metern Höhe

überragt sie alle anderen Attraktionen des Marktes mit ihren lichterloh

brennenden Kerzen um ein Weites. In unmittelbarer Nähe liegt der

größte begehbare Schwibbogen der Welt, der fünf Meter hoch ist.

Der Pflaumentoffel ist ein übliches Symbol der Adventszeit in Sachsen,

neben dem Striezel. Auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt finden

Sie nicht nur das köstliche Gebäck, das mit getrockneten Pflaumen

veredelt wird, sondern auch an jeder Ecke Figuren – und sogar verkleidete

Schausteller:innen, die als Pflaumentoffel daherkommen. In

Dresden werden nicht nur Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge verkauft,

sondern auch andere traditionelle Produkte wie Spitze aus Plauen

oder Keramik aus dem schlesischen Teil des Bundeslands.

Verschiedene Festivitäten haben auf dem Dresdner Striezelmarkt Tradition

– so etwa das Stollenfest, bei dem ein gigantischer, rund vier

Tonnen schwerer Christstollen bei einem Festumzug durch die Innenstadt

bugsiert wird. Nach der Ankunft auf dem Altmarkt wird der

Stollen angeschnitten und an die anwesenden Besucherinnen und Besucher

verteilt. Das 30. Dresdner Stollenfest findet dieses Jahr am 6.

Dezember statt.

Auch das Pfefferkuchenfest, das im Jahr 2025 am 7. Dezember in der

sächsischen Landeshauptstadt stattfindet, ist typisch für die Adventszeit:

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um den beliebten

Pfefferkuchen. Eine Pfefferkuchenprinzessin wird gewählt. Der „Pfefferkuchen-Orden“

wird an Personen aus Dresden und Umgebung verliehen,

die viel für die Region getan haben.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

Weitere Highlights sind das Pyramidenfest am 13. Dezember sowie das

Dresdner Weihnachtsfest der Chöre am 20. Dezember 2025.

Der Striezelmarkt in Dresden dauert vom 26. November bis zum 24.

Dezember 2025.

3 Der berühmteste Weihnachtsmarkt in Sachsen

Striezelmarkt Dresden

Der Striezelmarkt in Dresden ist der älteste Weihnachtsmarkt in

Deutschland und der bekannteste in Ostdeutschland. Er findet im Jahr

2025 bereits zum 591. Mal statt – wie immer auf dem hübschen Altmarkt.

Der Striezelmarkt wurde nach dem ostdeutschen Ausdruck für

den Weihnachtsstollen benannt und lockt jedes Jahr etwa 2,5 Millionen

Besucher:innen an.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

Interessant: Zu seiner Geburtsstunde im frühen 15. Jahrhundert fand

der Markt nur an einem einzigen Tag statt und war als Fleischmarkt

konzipiert – die Einheimischen besorgten hier ihre Braten für die Festtage.

Im Laufe der folgenden Jahre wurden immer mehr Geschäfte

hinzugefügt. Heute sind hier jährlich über 200 Händler:innen vertreten.

46


Foto: Sebastian Rose

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4 Weihnachtsmarkt Festung Königstein

Romantisches Fest mit grandiosem Ausblick

„Königstein – ein Wintermärchen“, das ist das Motto des Weihnachtsmarktes

auf der bekannten Festung mit dem gleichen Namen. Seit

nunmehr 28 Jahren wandelt sich die Anlage im Elbsandsteingebirge

an den Wochenenden der Vorweihnachtszeit in ein funkelndes Areal

aus Kerzen und Lichterketten.

250 Tannenbäume, eine eindrucksvolle Pyramide mit Festungsmotiv

und ein Weihnachtsstall gehören zum Historisch-Romantischen Weihnachtsmarkt,

wie er offiziell genannt wird. Aufgrund seiner Lage auf

dem Königstein kann man immer eine beeindruckende Aussicht auf

die Umgebung genießen. Beim Eintritt in die Festungsanlage herrscht

schon festliche Stimmung: Zahllose Herrnhuter Sterne tauchen die

dunkle Appareille, den historischen Festungsaufgang, in stimmungsvolles

Licht und bringen eine mystische Atmosphäre in die von gregorianischen

Klängen erfüllten Sandsteingewölbe.

Auch auf diesem Weihnachtsmarkt wird die Tradition in den Mittelpunkt

gerückt: Es werden nicht nur handgefertigte Erzeugnisse angeboten,

sondern auch die Holzbuden sind größtenteils Eigenanfertigungen.

Probieren Sie unbedingt einen typisch sächsischen Eierpunsch

oder eine köstliche Gulaschsuppe! Dampfen in großen Kupferkesseln

über offenen Feuern!

Das Programm setzt sich aus einer Kombination von Tanzdarbietungen,

artistischen Vorführungen und Präsentationen von Kunsthandwerkern

zusammen. Für Kinder gibt es ein Puppentheater, Märchenspiele

und regelmäßige Besuche des Weihnachtsmanns.

Übrigens: An den Festwochenenden verkehrt der „Festungsexpress“

jede halbe Stunde zwischen der Stadt Königstein und der Festung. Der

Preis für die Hin- und Rückfahrt beträgt sieben Euro pro Person.

Der Weihnachtsmarkt auf der Festung Königstein findet lediglich an

den Adventswochenenden statt – also am 29./30. November und 6./7.

Dezember, am 13./14. Dezember, sowie am 20./21. Dezember 2025.

Für diesen Markt müssen Besuchende einen Eintrittspreis von 15 Euro

bezahlen. Der Ticketverkauf erfolgt ausschließlich online.


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Foto: Dirk Brzoska

5 Die schönsten Weihnachtsmärkte in Sachsen

Leipzig feiert den Advent

Noch keine Geschenkidee

für Weihnachten?

Verschenken Sie doch mal ein Stück

Lebensqualität.

Der Weihnachtsmarkt in Leipzig besteht aus vielen kleinen Standorten.

Insgesamt locken rund 300 Stände mit deftigen und süßen Spezialitäten

oder liebevoll verarbeitetem Kunsthandwerk. Die Grimmaische

Straße verwandelt Leipzigs Innenstadt zur Weihnachtszeit in eine hell

erleuchtete Flaniermeile, die von den Holzbuden auf dem Naschmarkt

und dem Markt bis zu denen auf dem Augustusplatz verläuft. Schon

im Jahr 1458 wurde in Leipzig der erste Weihnachtsmarkt abgehalten.

Damit ist er der Zweitälteste in Deutschland.

Besonders auf dem Augustusplatz sieht der Weihnachtsmarkt in Leipzig

aus wie eine Kirmes. Es gibt ein großes Riesenrad, drei verschiedene

Karussells für Kinder und eine Eisenbahn, die alle Besucher:innen zu

einer Fahrt einladen. Weiterhin gibt es Fahrgeschäfte auf der Reichsstraße

und auf dem Marktplatz. Besonders schön ist jedes Jahr der

Märchenwald, der auf dem Augustusplatz emporzuwachsen scheint

und in dem bekannte Märchen lebensgroß nachgestellt werden. Ein

besonderes Erlebnis ist das finnische Weihnachtsdorf, wo man Glühwein

und geräucherten Lachs probieren kann.

Augen

OPTIK

Martin

Auf der Bühne am Marktplatz gibt es jeden Tag um 16:30 Uhr ein großes

Adventsprogramm mit einem Märchenerzähler, einer Puppenbühne

und zahlreichen anderen Attraktionen. Donnerstags und freitags

findet am selben Ort die Weihnachtsmann-Sprechstunde statt, die

sich bei Kindern großer Beliebtheit erfreut. Das Programm wird durch

einen Wichtelladen ergänzt.

Außerdem werden auf der Bühne am Marktplatz unterschiedliche

Performances von Künstler:innen aufgeführt. Aufführungen des Weihnachtsoratoriums

von Johann Sebastian Bach, die in den Kirchen

der Stadt zur Weihnachtszeit regelmäßig stattfinden, und die Turmbläser:innen

am Alten Rathaus bilden das musikalische Rahmenprogramm.

Jakobstraße 4a . 02826 Görlitz . Tel.: 03581 40 30 11

www.optik-wuensche.de

Der Leipziger Weihnachtsmarkt öffnet 2025 vom 25. November bis

einschließlich 23. Dezember seine Pforten für Besucher:innen.


Foto: Uwe Reichel

Foto: Axel Lange

7 Weihnachtsmarkt in Meißen

Zauberhaftes Flair in der Porzellanstadt

Blick auf den Weihnachtsmarkt in Meißen

6 Schlesischer Christkindelmarkt Görlitz

Weihnachtsmarkt an der polnischen Grenze

Görlitz, eine Stadt mit 56 000 Einwohnern, liegt im kleinen Teil Schlesiens,

der zu Deutschland gezählt wird, und schmiegt sich direkt an

die polnische Grenze. Auf dem Christkindelmarkt werden neben Spezialitäten

und Waren aus Schlesien auch viel böhmisches und typisch

sächsisches Kunsthandwerk verkauft.

Mit der für diesen Anlass gestalteten Dialogkrippe und verschiedenen

Andachten für Groß und Klein verzaubert der Weihnachtsmarkt in der

charmanten Altstadt von Görlitz mit weihnachtlichen Klängen von

Chören und Musikensembles. Die Schlittschuhbahn auf dem Obermarkt

ist ebenfalls wunderschön und lädt zum Runden drehen ein.

Die Einzelheiten des Programms für 2025 sind noch nicht bekannt. Im

Allgemeinen findet jedoch jährlich der traditionelle Stollenanschnitt

statt, der den Weihnachtsmarkt eröffnet. 2025 lautet das Motto bei

der Kulinarik „17 Tage! 17 Essen“. An jedem Tag des Görlitzer Weihnachtsmarktes

gibt es ein anderes Gericht: Wechselnde Kochteams,

die sich vorher bewerben können, zaubern dann ihr Lieblingsessen für

die Besucher des Marktes. Die Görlitzer Kulturservicegesellschaft hat

die Idee entwickelt und umgesetzt, zusammen mit dem Förderverein

Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e. V.

Weitere Highlights 2025 sind das Eisstockschießen sowie eine Holzwerkstatt

und die Backstube für Kinder.

Der Weihnachtsmarkt in Meißen, der offiziell „Meißner Weihnacht“

genannt wird, ist mit rund 40 Hütten eher bescheiden. Dies beeinträchtigt

jedoch keineswegs die Attraktivität des Weihnachtsmarktes,

welcher sich über den Marktplatz der Stadt erstreckt.

Eingerahmt wird der Platz unter anderem vom hübschen gotischen

Rathaus, dessen Fassade in der Vorweihnachtszeit zu einem gigantischen

Adventskalender umfunktioniert wird. Täglich kommen viele

Zuschauer:innen zusammen, um überrascht über den Inhalt der jeweiligen

Türchen zu sein.

In Meißen startet der Weihnachtsmarkt normalerweise damit, dass

ein über zwei Meter langer Christstollen angeschnitten und dann

großzügig an die Besucher verteilt wird. Kinder freuen sich auf den

Besuch des Weihnachtsmanns und Musiker:innen und Bands bieten

ein vielfältiges Bühnenprogramm an.

Schnitzereien aus dem Erzgebirge, Weihnachtsschmuck, traditionelle

Pflaumentoffel, Töpferwaren und viele weitere Schätze laden zum

Stöbern und Verweilen ein. Abgerundet wird das Erlebnis durch eine

Vielzahl kulinarischer Genüsse: Gebrannte Mandeln, wärmender

Glühwein und andere winterliche Leckereien machen den Besuch zu

einem besonderen Höhepunkt in der Adventszeit in Meißen.

Der Weihnachtsmarkt in Meißen findet vom 24. November bis 24. Dezember

2025 statt.

Der Schlesische Christkindelmarkt in Görlitz findet 2025 vom 28. November

bis 14. Dezember statt.

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SCHÖNES ZUM FEST

REGIONALE GESCHENKIDEEN

AUS DER OBERLAUSITZ

Schenken gehört zu Weihnachten dazu. Aber was, wenn es etwas Besonderes sein soll?

Etwas, das es nicht in jedem Laden und an jeder Ecke zu kaufen gibt? Etwas aus der Region?

Wir haben verschiedene Ideen für Geschenke aus der Oberlausitz zusammengestellt.

LABA

Gewachsen, geflochten und genäht in der Lausitz

Ob lässig über die Schulter gelegt, oder elegant in der Hand für die nette

Zeit am Abend – mit dem LABA „Kiepchen“ bist Du immer eine Augenweide.

Die Kiepchen-Handtasche von Laba aus Görlitz ist mehr als nur ein

modisches Accessoire – sie ist ein wahres Kunstwerk, das die gesamte

Oberlausitz und darüber hinaus vereint. Die Reise beginnt in Cottbus,

wo die Weiden für die Taschen geerntet und geflochten werden. Anschließend

geht es weiter zur Leinenmanufaktur von Kleist in Neukirch,

wo ein erfahrener Sattler aus Camina die robusten Gurte anbringt.

Doch das ist noch nicht alles: Bei Kleist wird auch das hochwertige

Leinen verarbeitet, das von der Weberei Hofmann geliefert wird. Das

i-Tüpfelchen bildet das Laba-Patch, das in Weißwasser gefertigt wird.

Besonders spannend ist der rote Pin mit dem Laba-Signet, der nicht nur

stylish ist, sondern auch als Lautsprecher fungiert – erstellt im innovativen

3D-Druck-Verfahren des Löbauer Makerspace.

Gerhard Zschau, Inhaber von Laba-Fashion, ist stolz auf diese handwerkliche

Kooperation und trägt das „Kiepchen“ selbst gerne. Mit ihm

haben Sie alles Wichtige stets griffbereit: Handy, Portemonnaie, Schlüssel

und sogar eine kleine Bierflasche finden problemlos Platz. Seit einem

Jahr begeistert die kleine Schwester der großen Kiepe Modefreundinnen

und -freunde, vor allem online. Handarbeit hat ihren Preis: Je

nach Gurt-Ausstattung kostet das Kiepchen zwischen 259 und 285 Euro.

Vor Weihnachten hat der Flagship-Store von Laba in der Sohrstraße

in Görlitz erweiterte Öffnungszeiten, in denen das Kiepchen erhältlich

ist. Aber natürlich kann es auch online bestellt werden:

www.shop.laba.com

Quelle: laba.de

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SCHÖNES ZUM FEST

ANIKA BOMM

H erwigsdorferin fertigt Unikate

Goldschmiedin Anika Bomm – einzigartiger Schmuck für die Adventszeit

Im Advent ist Anika Bomm unterwegs wie nie zuvor. Ihre Leidenschaft

für das Goldschmieden zeigt sie auf Weihnachtsmärkten und Verkaufsmessen,

wo sie ihre einzigartigen Schmuckstücke präsentiert. Unter

dem Namen „Anousch“ kreiert sie seit 2016 in der Oberlausitz Unikate,

die oft aus dem Rahmen fallen. Ein besonderes Highlight sind ihre

Manschettenknöpfe, gefertigt aus kleinen elektronischen Bauteilen.

Trotz der Herausforderungen, allein von ihrem Schmuck zu leben,

bleibt Anika kreativ und engagiert. So hat sie beispielsweise bei der

Sanierung der Herrnhuter Kirchensaal-Orgel für Eule Orgelbau in Bautzen

mitgewirkt. Aktuell ist sie Teil des Teams der Goldschmiede Biedermann

in Sebnitz, während sie in ihrer eigenen Werkstatt in Rosenbach

bei Löbau an Ohr- und Halsschmuck, Ringen und Broschen arbeitet.

Wer mehr über ihre Werke erfahren möchte, sollte einen Termin in

ihrer Werkstatt vereinbaren oder sie auf einer Messe besuchen. Ihre

Produkte sind auch online sowie im Shop des Schlesischen Museums

in Görlitz erhältlich.

Kontakt und Kauf über ihre Internetseite www.anousch-unikate.

de oder telefonisch unter 0176 64185783 oder im Shop des Schlesischen

Museums Görlitz. Anika Bomm stellt auch Gutscheine aus und

bietet Kurse zum Schmuckgestalten an.

EWA KERZEN

H eimeliges Kerzenleuchten aus Ebersbach

Im November und Dezember verwandelt sich der Werksverkauf der

Ebersbacher Kerzenfabrik in ein wahres Winterwunderland. Neben

den klassischen Pyramiden- und Leuchterkerzen finden Besucher eine

beeindruckende Auswahl an verzierten Varianten und Duftkerzen, die

sich perfekt als Geschenke eignen.

Einige der besonderen Kreationen zeigen Rafaels Engel aus der Sixtinischen

Madonna, während andere knuffige Weihnachtswichtel oder

originelle Formen wie Eulen mit Weihnachtsmützen präsentieren. Für

Romantiker gibt es Kerzen mit schneebedeckten Landschaften oder

stilvollen Teelichthaltern. Vertriebsleiter Hendrik Hofmann betont die

große Preisspanne: Hier findet man alles, von 50 Cent bis hin zu aufwendigen

Kerzen für 70 oder 90 Euro. Ein Besuch lohnt sich auf jeden

Fall!

Wer per E-Mail bestellt und nicht im Werksverkauf im Ebersbacher

Hofeweg 12/13 oder im Einzelhandel kauft, muss die Preise erfragen.

Im Katalog unter www.ewakerzen.de/produkte sind sie nicht

verzeichnet, dafür aber alle anderen Angaben.

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SCHÖNES ZUM FEST

LAUSITZER LAVENDEL

Provence in der Provinz

Ist das noch Lausitz oder schon Frankreich? Niesky See wird zur Mini-Provence:

Dort blüht ein Lavendelfeld so lila und schön, dass sogar

Touristen aus aller Welt anreisen.

Seit nunmehr fünf Jahren erblüht die kleine Stadt Niesky für einige Wochen

in einem zauberhaften Lila. Auf einer großzügigen Fläche von 2,5

Hektar, die zur Agrargenossenschaft See a. G. gehört, wird im großen

Stil Lavendel angebaut. Die Pflege des Lavendels erfolgt von Frühjahr

bis Herbst und die Ernte erfolgt im Sommer, wobei ein Teil der kostbaren

Blüten weiterverarbeitet wird.

So entstehen feine Produkte wie das wohltuende Lavendelöl und handgefertigte

Schätze wie das Lausitzer Lavendelwölkchen – ein einzigartiges

Seifenstück.

Auch kulinarisch findet der Lavendel Verwendung, dank der Zusammenarbeit

mit Zuckerwerk + Rebensaft aus Görlitz, die köstliche Schokolade

für uns kreiert, Viereichener Fleisch- und Wurstwaren, die Salami

und zur Grillsaison Bratwurst und Grillkäse herstellen, und Kekila,

die für uns die Brause herstellt. Ein Hoch auf den Lavendel!

Die Lausitzer Lavendelprodukte sind jederzeit vor Ort erhältlich.

Auch in unserem Onlineshop unter www.lausitzer-lavendel.de finden

Sie ein vielfältiges Angebot erlesener Produkte aus der Provence, die

Sie ganz einfach bei uns bestellen können. Gut verpackt und natürlich

in bester Qualität.

LAUSITZER ÖLMÜHLE

Weich und warm auf Leinsamen gebettet

Die Lausitzer Ölmühle in Hoyerswerda hat das ganze Jahr über ihre

Hochsaison, denn Leinöl ist nicht nur köstlich, sondern auch äußerst

gesund. Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit gibt es jedoch

eine Neuheit, die gleich ins Auge fällt: die Leinsamenkissen! Diese

praktischen Kissen funktionieren ähnlich wie die bekannten Kirschkernkissen,

sind aber mit Leinsamen gefüllt.

Die Kissen sind in drei verschiedenen Größen erhältlich und kosten

zwischen 10 und 22 Euro. Regine Jorga von der Ölmühle betont, dass

sie in liebevoller Handarbeit angefertigt werden und Stoffe mit wechselnden,

ansprechenden Motiven nutzen. Die Kissen lassen sich problemlos

in der Mikrowelle erwärmen und dank der kleinen Leinsamen

passen sie sich wunderbar an den Körper an. Ein Merkblatt zur richtigen

Nutzung ist im Preis inbegriffen – für ein langlebiges Wohlfühlerlebnis!

Abgesehen von einem Kauf direkt im Hofladen sind die Kissen ebenso

wie die anderen Ölmühlenprodukte online unter www.lausitzeroelmuehle.de

bestellbar.

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SCHÖNES ZUM FEST

NIESKYER MUSEUM

Den kniffligen Wachsmann-Knoten lösen

Wo gehobelt wird, da fallen Späne – oder anders: Wo man sich in großem

Stil mit Holzbau, Effizienz und Baukastensystemen beschäftigt, da

fällt auch eine spielerische Knobelei ab. In Niesky, der „Musterstadt für

den modernen Holzbau der Weimarer Zeit“, ist der Wachsmann-Knoten

schon vor Jahrzehnten gewissermaßen nebenbei entstanden. Er besteht

aus zwölf Einzelteilen aus drei verschiedenen Holzarten, was man an der

Farbe der einzelnen Teile auch erkennt. Die Aufgabe ist es, diese Teile mit

Geschick so zusammenzubauen, dass ein stimmiges Holzteil entsteht.

Ein wenig erinnert der Wachsmann-Knoten an den ungarischen Zauberwürfel

der 1980er Jahre. Nicht so bunt, aber man muss schon ein wenig

überlegen, wie dieser in seine Form gebracht wird. Beim Zauberwürfel

sind es die Farben, beim Wachsmann-Knoten die einzelnen Holzelemente,

die stimmig zusammenzusetzen sind.

Er ist gewissermaßen eine Art 3-D-Puzzle aus einer Zeit, in der man diesen

Begriff bisher nicht kannte. Den Knoten hat das Museum Niesky zu

neuem Leben erweckt und lässt ihn als Souvenir seit 2023 in Handarbeit

herstellen. Gerade um Weihnachten sei die Nachfrage durchaus höher,

heißt es im Museum.

Das ist der Wermutstropfen: Der Knoten ist nur im Nieskyer Museum

erhältlich (Sonntag bis Donnerstag 10:00 bis 16:00 Uhr) und kostet 120

Euro. Es gibt ihn in einer hübschen Holzschachtel.

HERRNHUTER SPIELE

Spielen mit den Siedlern aus H errnhut

Spiele müssen nicht immer von großen Firmen stammen, um Freude

zu bereiten und den Horizont zu erweitern. Ein Beispiel hierfür ist

„Die Siedler aus Herrnhut“. In diesem fesselnden Spiel geht es darum,

eine Siedlung aufzubauen, die die typischen Elemente der Herrnhuter

Brüdergemeine des 18. Jahrhunderts umfasst. Orte wie Niesky und

Kleinwelka in der Oberlausitz sowie viele weitere Siedlungen weltweit

dienen als Inspiration.

Wichtige Bestandteile wie Kirchensaal, Gottesacker und Schule müssen

strategisch platziert werden, um zu gewinnen. Entwickelt wurde

das Spiel von Lars Dannenberg, Matthias Donath und Jan Bergmann-

Ahlswede, dem Leiter des Nieskyer Museums. Angesichts der Ernennung

von Herrnhut und anderen Siedlungen zur UNESCO-Welterbestätte

erhält das Spiel nun besonderen aktuellen Wert.

Das Spiel kann man online bei www.herrnhuter-spiele.de bestellen,

wenige Exemplare gibt’s auch im Völkerkundemuseum Herrnhut.

Einen festgelegten Preis gibt es nicht. Wer das Spiel haben möchte,

spendet einen Betrag seiner Wahl.

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Ausgewählte Manufakturen

BJÖRN KÖHLER

Berührend Schönes aus H olz

Sich auf das Wesen der Dinge konzentrieren und voller Neugier die eigene

Welt erfinden – so entstehen bei Björn Köhler in kunsthandwerklichen

Kleinserien jene knuffigen Holzfiguren, welche die Manufaktur

über die Grenzen des Erzgebirges hinaus bekannt gemacht haben.

Ganz gleich, ob lustige Weihnachtsmänner, Kobolde oder Krippenfiguren

– sie alle erreichen erst durch vieler Hände Arbeit, geprägt von

handwerklicher Meisterschaft sowie einer großen Liebe zum Detail, ihre

endgültige Gestalt. Das kann man sehen und in den Händen spüren.

Durch ihre moderne Gestaltung und typische Handschrift unterscheiden

sich die kleinen Helden deutlich vom traditionellen Formschatz

erzgebirgischer Volkskunst und sind in dem ehrlichen Bekenntnis zum

Kunsthandwerk dennoch wohltuend konventionell.

Da die formbildende Arbeit an der Handdrechselbank geschieht,

gleicht kein Stück dem anderen und es entstehen charaktervolle Solisten,

die gemeinsam dennoch ein unverwechselbares Ensemble bilden.

Verwendung findet vorwiegend Fichtenholz. Es verlangt ein hohes Einfühlungsvermögen

vom Drechsler, belohnt jedoch mit einer schönen

und ausdrucksstarken Textur. Das kann man den kleinen Geschöpfen

ansehen, denn ihre formal reduzierte Gestalt lebt von jener eindrucksvollen

Maserung des Holzes.

SEIFFENER VOLKSKUNST

Kostbares aus dem Original

Die Seiffener Volkskunst eG blickt auf eine lange Tradition im erzgebirgischen

Seiffen zurück. Seit 1958 entstehen hier in sorgfältiger Handarbeit

Nussknacker, Räuchermännchen, Schwibbögen und Pyramiden.

In der Werkstatt wird gedrechselt, gebohrt, bemalt und montiert. So

wird jedes Stück ein Unikat aus dem Erzgebirge.

Im Ladengeschäft und Onlineshop präsentiert die Genossenschaft

rund 4000 Weihnachtsartikel, mal klassisch, mal modern gestaltet. Besonderer

Wert wird auf Qualität und die Bewahrung von Traditionen

gelegt. Besucher können in der Schauwerkstatt miterleben, wie ein

Nussknacker seine Haare und seinen Bart erhält oder eine Pyramide

entsteht. Ein Erlebnis, das Handwerk und Weihnachtsstimmung verbindet.

Auch Mitmachen ist möglich: In der Bastelwerkstatt stehen etwa 200

Bastelsets bereit, mit denen Kinder und Erwachsene eigene Souvenirs

gestalten können. Von Teelichthaltern über Räuchermännchen bis zu

kleinen Schwibbögen. Die Seiffener Volkskunst eG lädt dazu ein, die

Faszination erzgebirgischer Holzkunst hautnah zu erleben.

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Ausgewählte Manufakturen

INGE-GLAS

Zauberhaftes aus Glas

Echte und traditionelle Handwerkskunst schenkt Freude! Nach diesem

Leitbild führt Klaus Müller-Blech in dritter Generation das Familienunternehmen

INGE-GLAS im bayrischen Neustadt bei Coburg. Mitten

in der traditionellen Region der deutschen Glasschmuckherstellung

werden einzigartige Glasornamente und Kugeln wie vor 100 Jahren

von erfahrenen Glasbläsern von Mund geblasen. Das Handwerk wird

in der 15. Generation ausgeführt.

Mit viel Liebe zum Detail werden diese anschließend von begabten

Malerinnen von Hand bemalt, sodass bis zu 60 Arbeitsschritte benötigt

werden, um die einzigartigen und individuell geschmückten Unikate

herzustellen.

Nur beste Werkstoffe finden in der INGE-Glas-Manufaktur Verwendung.

Von klarem Kristallglas, edlem Silber leuchtenden Farben bis hin

zu glitzernden, wertvollen Dekorationsmaterialien werden nur ausgewählte

Produkte für die Herstellung der funkelnden Ornamente und

Kugeln verwendet.

So entsteht in der INGE-GLAS-Manufaktur Jahr für Jahr zauberhaft

Glänzendes aus Glas.

INGE-GLAS – ein Stück Ewigkeit

KUNSTGEWERBE NEUFERT

Traditionelles Handwerk seit 1973

Kunstgewerbe Neufert aus Oybin ist wohl eine der kleinsten Manufakturen

der Oberlausitz, jedoch mit einem ganz besonderen Charme.

Seit 1973 stellt die traditionelle Manufaktur handgefertigte Strohkugeln

und Strohsterne in großer Vielfalt her.

Mit dem Messer vorsichtig geschlitzt, mehrfach geglättet und in Länge

geschnitten, wird Strohhalm für Strohhalm in Form gebracht und

verbunden. Bis zu zwanzig Ringe werden vorsichtig zu einer Strohkugel

zusammengefügt – eine wahrlich filigrane Handarbeit – und nach

bis zu fünfzehn Minuten erfährt ein einziges Meisterstück seine Vollendung.

Strohsterne ergänzen das Sortiment der kleinen Manufaktur

– von Hand geschnittene Muster in den einzelnen Strohhalmen verlangen

besonderes Augenmaß und unterstreichen die Einzigartigkeit

eines jeden Sterns. Pro Jahr entstehen so schätzungsweise viertausend

Einzelstücke – aus über fünfzig verschiedenen Ausführungen fällt

die Entscheidung schwer – das Herz entscheidet.

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Ausgewählte Manufakturen

HUSS WEIHRICHKARZLE

Feinster Duft – wenig Rauch

Weihrichkarzle? Sind die besten Räucherkerzen. Das war damals so

und wird bis heute bewahrt. Bereits seit 1930 stellt die Firma HUSS aus

Neudorf Räucherkerzen, die fein duftenden Kegel aus dem Erzgebirge,

aus natürlichen Rohstoffen und nach alten Familienrezepturen her. Die

„Karzle“ sind sozusagen Natur pur. Zu Zeiten des Firmengründers Kurt

Huß war „Bio“ drin, ohne darüber zu reden, einfach selbstverständlich,

und dieser Schatz wird bis heute bewahrt.

Besonders dem Einsatz von ausgewählten Trockenstoffen wie Hölzern,

Harzen oder Gewürzen verdanken die feinen Weihrichkarzle der Firma

HUSS ihren angenehmen Duft, der sich beim Abbrennen der Räucherkerzen

erst vollkommen entfaltet – ein echtes Markenzeichen der

„Karzle“ aus dem Hause HUSS.

Neben Räucherkerzen haben sich über die Jahre hinweg einzigartige

Räucherkerzenöfen aus Blech hinzugesellt. In aufwendiger Handarbeit

entstehen in Neudorf Jahr für Jahr originelle und kultige Produkte,

worin die Räucherkerzen in einer eigens entwickelten Abbrennvorrichtung

sicher verglimmen. Detailverliebt lassen diese die Herzen von

vielen Menschen generationsübergreifend höher schlagen.

Und wer noch nicht genug von „Karzeln“ hat, der wird seit 2013 in

regelmäßigen Abständen von einem zum Leben erwachten „Karzl“ in

erzgebirgischer Mundart unterhalten. Karzl-Geschichten aus Neudorf

erfreuen Menschen aus nah, fern und ganz fern.

Fetzig. Kultig. Originell.

STICKEREI VOGEL

Feinste Plauener Spitze

Im Vogtland, dem über 125 Jahre alten Zentrum der deutschen Stickereiindustrie,

hat die Stickerei Vogel ihren Firmensitz. Bereits in der

5. nächsten Generation wird das Kunsthandwerk der Plauener Spitze

bewahrt und weitergegeben.

Die Kollektion umfasst neben hochwertiger, bestickter Tischwäsche

im klassischen, aber auch modernen Bereich ebenfalls traditionelle

Fensterbilder und Luftspitzenanhänger für den Weihnachtsbaum,

Konfektionsstoffe, Kissen und Accessoires. Abgerundet wird das Sortiment

durch eine Vielzahl weiterer individueller Kleinserien nach Maß

mit feinster Verarbeitung, welche den Kundenwünschen individuell

angepasst werden.

Trotz des vielseitigen Sortiments stehen so Tradition und Qualität stets

im Mittelpunkt. Mit dem feinen Blick, Struktur und Gewebe mit einem

Ornament aus echter Plauener Spitze zu veredeln oder feinste Plauener

Spitze neu zu interpretieren, steht die Stickerei Vogel nicht nur

für Ihre traditionelle Tischwäsche, sondern auch für modernes Design.

Eine kleine Kostbarkeit

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Ausgewählte Manufakturen

MINIATURENDRECHSLEREI UHLIG

Ein großer Traum von einer winzigen Welt

So klein und unscheinbar uns die Dinge auch erscheinen, betrachten

wir sie im Detail, erkennen wir ihre wahre Größe. Nach diesem Leitbild

erschafft Uwe Uhlig einzigartige Produkte mit besonderem Charakter

– stets vor der Herausforderung, traditionelles erzgebirgisches Kunsthandwerk

zu bewahren und gleichzeitig modern zu interpretieren.

Verwendung finden dabei neben exotischen Hölzern auch viele einheimische

Edelhölzer, wie Kirsche oder Esche, die so nicht nur regional

bezogen werden können, sondern den Produkten auch einen

besonderen Charme verleihen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen

märchenhafte Motive ebenso wie innovative Ideen mit Witz, wie der

Weihnachtsbaum für die Hosentasche oder die Serie Pocket Art. Diese

winzigen Produkte bedürfen größter Sorgfalt, höchster Präzision und

eines ausgezeichneten handwerklichen Könnens und lassen staunend

Details entdecken, die auf den ersten Blick nicht zu sehen sind. So verlässt

man gemeinsam mit der Miniaturendrechslerei Uhlig die Welt

des Großen, um sich dem Kleinen, Verblüffenden zu stellen.

Eine Kleinigkeit für die Ewigkeit

UNOFERRUM

Ein moderner, ästhetischer Clou

Bei unoferrum trifft modernes, ästhetisches Design auf höchste Qualität.

Mit einem besonderen Sinn für Funktionalität hebt sich das saisonale

Design-Label aus Freital bei Dresden seit 2014 deutlich von der

Konkurrenz ab.

Bei SILHOUETTE können Figuren aus fein gebürstetem Edelstahl variabel

und stilvoll platziert werden. Die Basis bilden dabei halbrunde

Holzpodeste, welche von Hand gefräst, geschliffen und mit Hartwachsöl

behandelt werden.

Das Unverwechselbare an unoferrum und seiner Kollektion liegt jedoch

im Boden der Holzpodeste. Eine, in den Boden eingearbeitete,

magnetische Komponente ermöglicht es, die Metallfiguren platzsparend

aufzubewahren. So kann übers Jahr kein Teil verloren gehen. Die

weihnachtlichen Szenerien schimmern stimmungsvoll und können immer

neu variabel aufgebaut werden.

Etwas ganz Besonderes

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Ausgewählte Manufakturen

WENDT & KÜHN

Die Traditionsmanufaktur

Sie sind exklusiv und von zeitloser Schönheit. Ausgelegt für individuelle

Ansprüche: die farbenfrohen Figuren und Spieldosen aus der Traditionsmanufaktur

Wendt & Kühn. Bis heute bilden unzählige überlieferte

Figurenentwürfe und Zeichnungen die Grundlage des Sortiments,

der Marke und ihres Erfolges.

Heute genauso wie vor über 100 Jahren werden die Figuren in aufwendiger

Handarbeit in den Werkstätten in Grünhainichen gefertigt,

denn nur die Herstellung der Artikel am Gründungsstandort wird dem

Anspruch an Authentizität, höchster Qualität und handwerklicher

Meisterschaft gerecht. Die mustergetreue Fertigung nach Originalentwürfen

der Schöpferinnen ist bei Wendt & Kühn oberstes Gebot und

verleiht den Figuren deren unverwechselbaren Charakter, welcher Anmut,

Ästhetik, Tradition und Exklusivität ausstrahlt. Es sind vor allem

die Grünhainichener Engel® mit den charakteristischen elf weißen Flügelpunkten,

welche die Traditionsmarke Wendt & Kühn ausmachen.

In fast 150 verschiedenen Varianten, meist als Musikanten, sind sie in

der ganzen Welt bekannt. Jede einzelne Figur aus dem Haus Wendt

& Kühn ist gefertigt für Liebhaber, die das Exklusive mögen und das

Außergewöhnliche schätzen.

OBERLAUSITZER SCHMUCKMANUFAKTUR

Ein Schmuckerlebnis der besonderen Art

Filigrane Verarbeitung von Materialien, Individualität und kleine, aber

feine Schmuckkollektionen – dafür steht die Oberlausitzer Schmuckmanufaktur

aus Neueibau in Sachsen.

Das sächsische Familienunternehmen, welches im Jahr 1979 von Goldschmiedemeister

Peter Schneider gegründet wurde, pflegt die Tradition

der Schmuckherstellung bereits in zweiter Generation und setzt

dabei nicht nur auf traditionellen Silber- und Goldschmuck. Mit der

Liebe zum Detail entstehen sowohl kleine Kollektionen mit regionalen

Gesteinen, als auch ganz individuell gestaltete Schmuckstücke als Einzelanfertigung.

Die Herausforderung, etwas Besonderes zu schaffen,

findet hier ihren Meister – was die hauseigene Kollektion mit Oberlausitzer

Granit beweist. Einzelne Gesteinsstücke werden dabei in ihrem

natürlichen Urzustand in Silberschmuck integriert und verleihen der

Kollektion eine zeitlose Schönheit.

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Foto: incaming


Und leuchtet in die ganze Welt – der Herrnhuter

Stern und seine Geschichte

Nun ist seine Zeit wiedergekommen. Jetzt darf er wieder leuchten –

der Herrnhuter Stern. Gerade in den dunkelsten Wochen des Jahres,

an den kürzesten Tagen und in den längsten Nächten, leuchtet er in

den Straßen, Wohnungen und Kirchen. Seine Strahlen schenken Helligkeit

und weisen den Weg – es ist die Zeit der Ankunft, des Advents.

Der Herrnhuter Stern ist ein besonderer Stern. Sein Leuchten geht

über die familiäre Besinnlichkeit und die dekorative Behaglichkeit in

der Advents- und Weihnachtszeit hinaus.

Der Herrnhuter Stern kommt zu uns als Botschafter mit Tradition. Und

das auf eine schlichte, unaufdringliche, oft auch romantische Art. Es ist

ein Leuchten, das ausstrahlt und anzieht: warmes Gelb, klares Weiß,

sinnliches Rot.

Bald nach Jesu Geburt kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem

und fragten: »Wo finden wir den neugeborenen König der Juden?«

Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen,

um uns vor ihm niederzuwerfen«. … und der Stern … ging ihnen voraus.

Genau über der Stelle, wo das Kind war, blieb er stehen. Als sie

den Stern sahen, kam eine große Freude über sie. Sie gingen in das

Haus und fanden das Kind mit seiner Mutter Maria. (Gute Nachricht

Bibel, aus Matthäus 2)

So wie der Stern von Bethlehem vor zweitausend Jahren die Weisen

aus dem Morgenland zu Jesus Christus führte, weist uns der Herrnhuter

Stern heute auf das Weihnachtswunder: Christus ist geboren. Gott

ist in einem kleinen Kind zu uns Menschen gekommen. Und dieser

Christus spricht: »Ich bin der leuchtende Morgenstern« (Gute Nachricht

Bibel, Offenbarung 22,16). Damit erfüllte er jahrhundertlange

Hoffnungen seiner Mitmenschen (4. Mose 24,17) und bietet auch uns

heute eine hoffnungsvolle Perspektive. Auch in unserer Zeit können

wir unseren Lebensweg an Christus orientieren. Auch dies möchte uns

der Herrnhuter Stern sagen.

Seinen Ursprung hat der Stern gar nicht in Herrnhut, wie es sein Name

vermuten lässt. Die Anfänge des Herrnhuter Sterns liegen mehr als

195 Jahre zurück. Inspiriert von seinen biblischen Vorbildern, entstand

er in der Schule der Brüder-Unität (Herrnhuter Brüdergemeine) in

Niesky.

Erstmals erwähnt wird ein beleuchteter Stern zum fünfzigjährigen

Jubiläum der Nieskyer Knabenanstalt vom 4. bis 6. Januar 1821: »In

der Mitte hing an Missionsschueiners Leine … ein großer buntfarbiger

Schulklasse beim Schmücken der Internatsstube.

Das Zuhause ersetzen konnten diese Schulheime natürlich nicht. Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit war die Trennung von den Eltern sehr schmerzhaft. So kam der Stern als Symbol

für die biblische Geschichte ganz recht. Ein Erzieher nutzt den Stern im Mathematikunterricht als Vorlage, um ein besseres geometrisches Verständnis zu vermitteln. Er ließ die Internatskinder

Sterne aus verschiedenen geometrischen Formen bauen und diese schmückten später damit ihre Internatsstuben. Die ersten Sterne trugen dabei die Farben Weiß /Rot - Weiß für die Reinheit

und Rot für das Blut Jesus Christus. Fortan bastelten die Kinder stets am 1. Sonntag im Advent ihre Sterne und trugen damit diesen Brauch in ihre Familien. Foto: Herrnhuter Sterne GmbH

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Überall, wo ein Herrnhuter Stern leuchtete, wurden Menschen von

seinen Strahlen berührt und angezogen. Der Stern und seine Botschaft

breiteten sich aus. Mit den Schülern der Missionsschulen und den Mitgliedern

der weitverzweigten Brüder-Unität wurde der Stern von seiner

oberlausitzer Heimat in viele Teile der Welt getragen. Grundlage dafür

war die serienmäßige Produktion, die am Ausgang des 19. Jahrhunderts

begann und dem Stern seinen Namen brachte. 1897 bot der Kaufmann

Pieter Hendrik Verbeek (1863–1935) in seiner Herrnhuter »Buch-,

Kunst-, Musikalien- und Papierhandlung« die ersten serienmäßig hergestellten

Sterne an: »Herrnhuter transparente Weihnachtssterne«. Der

bald mit einem Patent versehene Stern bestand aus einem Metallkörper

und 25 Papierzacken mit Metallrähmchen. Er konnte auseinandergebaut

und mit einer Petroleumlampe beleuchtet werden. Seine geometrische

Form – Fachleute sprechen von einem Rhomben-Kuboktaeder – hat er

bis heute behalten. Die Resonanz auf diesen ersten Herrnhuter Stern

war überaus groß. Bereits 1899 wurde eine Sternmanufaktur und 1925

die »Sterngesellschaft mbH Herrnhut« gegründet, um der wachsenden

Nachfrage gerecht zu werden. Die Konstruktion des Sterns wurde

weiterentwickelt, und neue Modelle ergänzten die Produktionspalette.

Neben den klassischen Stern in Weiß und Rot traten weitere Farbkombinationen

auf: Weiß-Grün-Rot, Weiß-Blau-Rot, Gelb-Rot. Auch Sterne in

neuen Größen und mit anderer Zackenzahl wurden entworfen.

Der Zweite Weltkrieg sorgte ab 1940 für ein Ende der Sternproduktion.

Mit einer wohl einzigartigen Entwicklung in der DDR konnte der Herrnhuter

Stern auf Dauer gesichert werden: Aus der 1946 verstaatlichten

Sterngesellschaft wurde 1968 die Sternproduktion ausgegliedert und an

die Brüder-Unität als ehemalige Teilhaberin zurückgegeben. So wurden

ab 1969 die Sterne wieder in kirchlicher Verantwortung produziert – allerdings

mit staatlichen Planvorgaben und im Rahmen der DDR-Mangelwirtschaft.

Aufbauanleitung aus dem Jahre 1898. Die Gebrauchsanweisung zeigt das Zusammensetzen

des Herrnhuter Sterns mit Metallkörper. Die Metallkörper und -rähmchen der früheren

Sterne wurden vom Herrnhuter Klempnermeister Krautwurst hergestellt, die Zacken im

Brüderhaus von Frauen geklebt und versandfertig gemacht. Foto: Herrnhuter Sterne GmbH

Stern mit 110 Strahlen, der durch eine große Lampe erleuchtet wurde«.

Und 21 Jahre später, zur 100-Jahr-Feier des Ortes Niesky am 8.

und 9. August 1842, wird von einem jungen Handwerker berichtet, der

ebenfalls einen »erleuchteten Papierstern« aufhängte.

Die ersten Berichte zeigen, dass der Stern zunächst zum Erscheinungsfest

(Dreikönigstag, 6. Januar) und sogar im Hochsommer leuchtete. Die

Konzentration auf die Adventszeit erfolgte erst in der zweiten Hälfte des

19. Jahrhunderts, als sich das Anfertigen der Sterne in den Schulen der

Brüder-Unität etablierte. Die ersten gesicherten Spuren führen in die

Missionsschule nach Kleinwelka bei Bautzen, die unter anderem von

Kindern ausgesandter Missionare besucht wurde. Am 1. Advent 1887

staunte ein kleiner Junge, der in diesem Frühjahr aus Südafrika nach

Deutschland kam, über den ersten beleuchteten Weihnachtsstern, den

er sah. Später berichtete er, wie diese Sterne vor der Adventszeit in

der Schule gebastelt wurden. Der Sternbau vermittelte nicht nur mathematische

und geometrische Kenntnisse. Zugleich bot der Stern, den

die Kinder aus biblischen Erzählungen und vom nächtlichen Himmelsfirmament

kannten, eine geistige Verbindung zu den Eltern in fernen

Ländern. Und manch selbst gebastelter Stern ist dann durchaus auch

auf die Reise nach Surinam, Labrador oder Südafrika gegangen.

Als erster namentlich bekannter Bastler eines Advents- und Weihnachtssterns

gilt Hermann Bourquin (1847–1913). Seine Familie berichtete,

dass er während eines Ferienaufenthaltes in Herrnhut im

Dezember 1867 einen Stern baute. Das Sternebasteln wird übrigens in

Familien der Brüdergemeine bis heute gepflegt. So entstehen weiterhin

kunstvolle Sterne mit 50, 98 oder gar 110 Zacken als Einzelstücke

für Wohnungen und Kirchensäle.

Mindestens 200 Jahre ist der Herrnhuter Stern alt: In seiner ursprünglichen Farbkombination

weiß-rot symbolisiert er die Reinheit und das Blut Christi (Bestell-Prospekt von 1898).

Foto: Herrnhuter Sterne GmbH

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Heute präsentiert sich die Herrnhuter Sterne GmbH, die 1991 den

Neuanfang in der freien Marktwirtschaft wagte, als modernes Unternehmen

mit Tradition. Im Jahr 2008 konnte ein neues Manufakturgebäude

erbaut werden, in dessen Besucherzentrum über die Geschichte

und Herstellung dieses außergewöhnlichen Sterns informiert wird.

Der Herrnhuter Stern – nach wie vor in Handarbeit hergestellt – wird

mittlerweile in über 75 verschiedenen Ausführungen als Außen- und

Innenstern produziert. Durch die immer größer werdende Präsenz der

Herrnhuter Sterne sowie den Ausbau des Exports konnte sich das Unternehmen

in den letzten Jahren stabil und stetig entwickeln. Waren

es im Jahr 2010 noch rund 80 Mitarbeiter, welche ca. 300 000 Sterne

pro Jahr herstellten, sind es 2023 bereits 800 000 Sterne und etwa

195 Mitarbeiter. So wurde in den Jahren 2014, 2017 und 2022 der Bau

dreier neuer Lager- und Produktionshallen notwendig, um den benötigten

Kapazitäten gerecht zu werden. Neben den Herrnhuter Sternen

ergänzen seit einigen Jahren besondere Designprodukte, wie Sternenleuchten,

Lichterbögen oder auch Schriftzüge das Sortiment, welche

den Herrnhuter Stern immer wieder neu in Szene setzen.

In Görlitz mieten!

COWORKING

SPACE

Einfach & unkompliziert

Modern ausgestattet für produktives Arbeiten –

alles, was du brauchst, an einem Ort.

Herrnhuter Stern, nach 1982 © Historische Sammlung Brüdergemeine Herrnhut, Foto: Johanna

Funke

Mit ihrem Wirtschaftsunternehmen Herrnhuter Sterne GmbH weiß

sich die Brüder-Unität der christlichen Sozialethik verpflichtet. Die

Arbeit soll durch »Wahrhaftigkeit, Treue und soziale Gesinnung bestimmt

sein« (Kirchenordnung der Brüder-Unität). Unternehmensgewinne

kommen der diakonischen, pädagogischen und missionarischen

Arbeit zugute.

Herrnhuter Sterne leuchten schon längst nicht mehr nur in Deutschland,

sondern auch in Mali und Nicaragua, in Israel und Kanada und in

vielen Teilen dieser Erde. Ihr Licht bringt Wärme und Geborgenheit zu

den Menschen und weist sie auf die Botschaft des Sterns hin: Christus

ist als Licht für alle Menschen in die Welt gekommen.

Thomas Przyluski

Coworking Andreas Sauer

Bismarckstraße 31

02826 Görlitz

Telefon: 0152 / 55798231

E-Mail: info@coworking-goerlitz.de

www.coworking-sauer-goerlitz.de


DER TANNENBAUM

TANNENGUT BELGER

Ein Symbol der Festlichkeit

Zu Weihnachten ist das ein ganz besonderer Anlass, denn die Räume

werden festlich geschmückt und alles auf Hochglanz poliert. Die Gans

ist bestellt und alles soll perfekt sein. Darum gehört der Weihnachtsbaum

auch dazu. Ob das die Nordmanntanne ist, oder die Blaufichte,

oder die einfache Rotfichte. Jede ist schön und wartet nur darauf, die

Wohnstuben zu verzaubern. Die Begeisterung für Weihnachten nimmt

nicht ab, denn hier feiern wir nicht nur die Geburt Jesu. Nein, es ist die

Zeit im Jahr, wo die Familie zusammensitzt und begeistert Geschenke

unter dem Weihnachtsbaum auspackt. Das Weihnachtsfest ist gelebte

Tradition: Jahr für Jahr, und das seit Jahrzehnten, seit Jahrhunderten,

seit rund 2000 Jahren.

Weihnachtsbäume oder Christbäume werden oft auch als Tannenbäume

bezeichnet. Jedoch sind die Bäume nicht immer Tannen, sondern

oft auch Fichten. Im Tannengut Belger aus Kottmar/OT Niedercunnersdorf

werden verschiedene Arten mit viel Liebe und Herzblut herangezogen,

wie die Nordmanntanne, Blaufichte, Rotfichte, Korktanne,

Concolor, Tanne und Kiefer. Die Bäume sind beliebt bei Geschäftskunden

sowie bei privaten Käufern aus der Region.

Regional und umweltfreundlich

Die meisten der in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume sind auf

Plantagen in Dänemark und im Sauerland oder Schleswig-Holstein gewachsen.

Unsere Weihnachtsbäume wachsen mitten in der Oberlausitz.

Durch die heimische Produktion und Vermarktung in der Region

werden größere Transportwege mit dem Lkw vermieden. Sie werden

ganz frisch geschlagen und kommen ohne weite Lieferwege direkt an

unsere Verkaufsstände. Unsere Standorte befinden sich alle im Umkreis

der Erzeugung. Sie können sich also sicher sein, einen regional erzeugten,

umweltfreundlichen und frischen Weihnachtsbaum ins Haus

geholt zu haben.

Ganz frisch geschlagen

Die Weihnachtsbäume werden täglich frisch geschlagen. Daher nadeln

sie nicht so schnell wie der handelsübliche Weihnachtsbaum aus dem

Baumarkt. Als besonders nadelfest gilt die Nordmanntanne. Benannt

ist diese übrigens nach Alexander Davidowitsch v. Nordmann, einem

finnischen Zoologen, Botaniker und Paläontologen, der sie 1835 im

Kaukasus bei Borshomi entdeckte.

Weihnachtsbaum selbst sägen

In unserer Weihnachtsbaum-Kultur in Kottmar/OT Niedercunnersdorf

können Sie Ihre frische Tanne direkt selbst sägen. Nutzen Sie dieses

tolle Familien-Event als einen kleinen Ausflug in unsere schöne Kultur

und erleben Sie ein echtes Tannenabenteuer. Verbringen Sie schöne

Stunden. Und stärken Sie sich mit Bratwurst, Kinderpunsch oder Glühwein.

Dieser Tag macht Weihnachten noch schöner.

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