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Die schönsten Routen erleben
Die schönsten Routen erleben
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adacreisen.de
ROADTRIPS
Die schönsten Routen
erleben – ADAC Reisen
AMERICA
THE BEAUTIFUL
AWAITS
Willkommen auf den
schönsten Roadtrips
durch die USA
Dort, wo Freiheit auf Asphalt
trifft und jede Meile eine neue
Geschichte erzählt. 2026 feiert
die legendäre Route 66 ihren
100. Geburtstag. Ein Jahrhundert voller
Sehnsucht, Abenteuer und dem Traum,
einfach loszufahren. Die Mother Road ist
nur eine von vielen Traumstraßen, die
Nordamerika zu bieten hat: Der Highway 1
schlängelt sich spektakulär an der kalifornischen
Küste entlang, die Brücken zu den
Florida Keys glitzern unter dem Cabrio-
Dach, und die Pässe der Rocky Mountains
lassen Motorradherzen höherschlagen.
Der Blue Ridge Parkway verzaubert mit
endlosen Kurven durch die Appalachen,
der Pacific Coast Highway bietet dramatische
Ausblicke auf den Ozean, und die
Great River Road folgt dem mächtigen
Mississippi durch das Herz Amerikas.
Ein Roadtrip durch die USA ist mehr als
Urlaub, es ist ein Lebensgefühl. Ob mit
dem Camper durch die Weiten des Westens,
mit dem Mietwagen von Nationalpark
zu Nationalpark oder mit dem Motorrad
quer durchs Land: Die Vielfalt der
Landschaften, die Magie der Metropolen
und die Herzlichkeit der Kleinstädte machen
jede Reise einzigartig. Oft beginnt das
Abenteuer mit einem kurzen Städtetrip vor
dem Road trip: New York, Denver oder San
Francisco, oder doch lieber Boston, Miami
oder Los Angeles. Perfekt zum Ankommen,
Akklimatisieren und Eintauchen in die amerikanische
Lebensart.
Die Infrastruktur ist wie gemacht für
Roadtrips: Campgrounds inmitten der gewaltigen
Natur, entlang der Küsten, nahe
Themenparks oder mitten in Las Vegas. Wer
mit dem Mietwagen oder Motorrad unterwegs
ist, findet alles: vom typischen Motel
mit rustikalem Diner bis zum komfortablen
Resort oder einer Lodge in den Bergen.
Dieser Katalog lädt Sie ein, Ihre eigene
Route zu finden, durch ein Land, das wie
kein anderes für Freiheit, Vielfalt und unvergessliche
Momente steht. The beautiful
awaits.
Lassen Sie sich inspirieren! Den Rest
übernehmen wir.
Trona Pinnacles, California
Plan your trip at
AmericaTheBeautiful.com
FOTOS: BRAND USA
ADAC Reisen 3
Roadtrips On the road again
Inhalt Roadtrips
On the road again
Inhalt
Ob auf zwei oder vier Rädern – machen Sie sich mit ADAC Reisen auf, um die
legendären Straßen der USA zu erleben.
E
ndlose Highways und atemberaubende
Landschaften: Auf zwei
oder vier Rädern spüren Sie den
Puls des American Way of Life.
Kaum ein Land lässt sich so frei und intensiv
erleben wie die USA, ob mit dem Mietwagen,
dem Motorrad oder dem Wohnmobil.
Jedes Fahrzeug eröffnet eine ganz
eigene Perspektive. So wird Ihre Reise zur
Herzenssache, ganz gleich, ob beim Sightseeing
in pulsierenden Metro polen, beim
entspannten Strandleben an den Küsten
oder beim Wandern und Wildlife-Watching
in den majestätischen Nationalparks. Ein
Roadtrip durch die USA ist so vielfältig
wie das Land selbst, und so einzigartig
wie Ihre Träume.
›› Mietwagen ›› Motorrad
Eine der schönsten Arten, die USA zu
entdecken, ist mit dem Mietwagen, der in
der Regel komfortabler ist als in Europa.
Breite Straßen und zahllose Unterkünfte –
ob klassisches Motel, Glamping in der
Natur, Blockhütte am See, Lodge in den
Bergen, Designhotel in den Metropolen
oder Casinohotel am Las Vegas Strip –
laden zum Träumen ein. Morgens spontan
ins Diner zum Frühstück, abends zum
Sonnenuntergang in die Wildnis oder ans
Meer: einfach losfahren und den Moment
genießen. Gerade bei einer Tour durch die
Metropolen oder beim ersten Trip in die
Vereinigten Staaten ist ein Mietwagen eine
wunderbare Möglichkeit. Wer mit dem
Auto reist, bleibt frei, flexibel und genießt
vollen Komfort. Und warum nicht mal etwas
Besonderes wählen: Wie wäre es mit
einem SUV, Pickup oder Cabrio?
Fahrspaß pur: Das Roadmovie Easy Rider
lässt grüßen. Eine Tour auf zwei Rädern ist
wohl der Inbegriff von Freiheit beim Reisen.
Der Fahrtwind säuselt leise, während
die Landschaft an einem vorbeizieht – am
besten auf einer ikonischen Harley. Motorradfahrer
erleben und genießen eine
Reise noch intensiver. Mit ihren spektakulären
Strecken sind die USA ein Paradies
für Biker.
›› Wohnmobil
Mit einem Camper durch die USA unterwegs
zu sein, bedeutet, die Natur hautnah
zu erleben. Oder wie sonst ließe sich ein
Abendessen mit Blick auf einen grasenden
Wapiti-Hirsch genießen?
Mit dem RV, wie das Wohnmobil dort
genannt wird, wird ein Traum Wirklichkeit.
Ob knisterndes Lagerfeuer unter Sternen,
Wellenrauschen am Pazifik oder Sonnenaufgang
auf den Florida Keys – das sind
Momente, die bleiben. Gekühlte Getränke,
Küche und ein gemütliches Bett sind immer
dabei. Ideal auch für ein Picknick unter
freiem Himmel.
Die USA sind wie geschaffen für ein
Camper-Abenteuer. Stellplätze gibt es
überall – im Nationalpark ebenso wie in
der Stadt. Selbst Manhattan liegt vom Uferplatz
am Hudson River nur wenige Minuten
entfernt. Das Tempo Ihrer Reise bestimmen
Sie selbst – unterwegs im Zuhause auf vier
Rädern.
Ein Roadtrip mit dem Wohnmobil ist
mehr als nur die Strecke von A nach B nach
C. Es ist ein eigenes, intensives Lebensgefühl.
Wer mit dem Wohnmobil startet, lässt
den Alltag hinter sich: Freiheit beginnt mit
der ersten Meile.
FOTOS: CRUISE AMERICA/ANDREW OPTICS; BRAND USA
6 Detroit: Stadt der Innovationen
Klassische amerikanische Autos, Motown-Musik,
Kulturhauptstadt und Foodie-Hotspot.
8 Von Pilgervätern nach Hollywood
Kommen Sie mit auf eine Reise durch 250 Jahre
Geschichte der USA.
14 Die historische Route 66
Illinois – Missouri – Kansas – Oklahoma – Texas –
New Mexico – Arizona – Kalifornien
16 Lebendiges Arizona
Abenteuer im Großbildformat – Großstadttrubel,
Roadtrips und Outdoor-Abenteuer.
18 Texas
Abseits der Highways: Kunst, Kakteen und Cowboys.
20 Country Roads
Pennsylvania – West Virginia – Virginia –
Washington, D.C. – Maryland – Delaware
22 Philadelphia
Trendsetter mit Historie.
24 Am Ufer der Großen Seen
Illinois – Wisconsin – Minnesota – Michigan
26 Michigan – ein Staat für alle Sinne
Endlose Küstenlinien, klare Seen, tiefe Wälder und
lebendige Städte.
28 Musical Roots of the South
Texas – Louisiana – Mississippi – Alabama –
Tennessee – North und South Carolina – Georgia
30 Louisiana Love Affair
Von Lafayette nach New Orleans – wo
Lebensfreude klingt, schmeckt und tanzt.
37 Die Nationalparks der USA
Naturwunder entlang legendärer Straßen
und Highways.
41 Driving Southwest
Camper-Rundreise durch den Südwesten der USA
mit vorgebuchten Campingplätzen.
42 Wohnmobilreisen in den USA
Wie reist man mit seinem rollenden Zuhause auf
4 Rädern am besten über die legendären Straßen der
USA: Tipps und Tricks.
44 Rocky Mountains & Great Plains
Colorado – Wyoming – Montana –
North Dakota – South Dakota – Nebraska
46 Colorful Colorado
Das wilde Dach der USA
48 Weinstraße am Pazifik
Kalifornien – Oregon
50 Oregon
Outdoor-Abenteuer, Vulkane, wilde Küsten,
grüne Wälder und endlose Wüsten.
52 Weitere Routen
Berge, Gletscher und Nationalparks; Zauberhaftes
New England; Sonne, Spaß und Fantasie;
Civil Rights Trail; Der Wilde Westen am Oregon Trail;
Wildwest Cowboys & Country Music; Küsten- und
Berglandschaften der amerikanischen Südstaaten;
Four Corners – Nationalparks & Kulturschätze.
4 ADAC REISEN ADAC Reisen 5
Roadtrips Detroit
Detroit Roadtrips
›› Brücke über den
Atlantik: 100 Jahre
Ford T in Berlin
Detroit: Stadt der Innovationen
Klassische amerikanische Autos, Motown-Musik, Kulturhauptstadt und Foodie-Hotspot.
Detroit als Motor des Fortschritts hat
auch die deutsche Hauptstadt geprägt. Ab
1926 wurde der legendäre Ford T auch in
Berlin hergestellt.
In der Fabrik am Westhafen fertigten 30
Mitarbeiter anfänglich täglich 50 T-Modelle.
Die Produktion stieg sukzessive an – ein
epochales Kapitel Industriegeschichte als
Brücke über den Atlantik. Und Berlin als
Keimzelle für die Erfolgsgeschichte, die ab
1931 in Köln fortsetzte.
Was wären die USA ohne
Detroit? In jedem Fall weniger
lebenswert. Der Kreativität,
dem Know-how der
Menschen hier verdanken wir viel. Unter
anderem das Automobil für jedermann –
und damit unsere gewohnte und geschätzte
Individualität zum Reisen. Doch die Stadt
bietet weit mehr: Sie steht für Innova tionen,
Musik, Architektur, Kultur und Freiheit
Detroit ist Mythos. Hier wird der American
Dream immer wieder aufs Neue wahr:
erst Henry Ford als Erfinder des Automobilbaus,
dann Berry Gordy als Vater des
einzigartigen Musiklabels Motown und
Friedensnobelpreisträger Martin Luther
King, der hier eine der wichtigsten Reden
in der Geschichte der Nation – I have
a dream – erstmals gehalten hat. Heute
sind es der milliardenschwere Unternehmer
Dan Gilbert sowie ungezählte Startups,
Künstler und Küchenchefs, die die
Stadt prägen. Und so liefert Detroit gute
Gründe für einen Besuch.
Erstens, die Architektur: Detroit war
und ist die Spielwiese renommierter Architekten
wie Albert Kahn und Mies van der
Rohe – und ist heute ein Mix aus restaurierten
Gebäuden und modernen Wolkenkratzern.
Kein Wunder, dass die UNESCO
Detroit als bislang einzige Stadt in den USA
als City of Design ausgezeichnet hat.
Superlative im nahen Dearborn. Das Henry
Ford Museum of American Innovation
zeigt mehr als 26 Millionen Exponate amerikanischer
Geschichte: Erfindungen und
Prägendes, Präsidentenlimousinen, Züge
und Flugzeuge und mehr. An die Anfänge
des Reisens erinnern unter anderem ein
historisches Diner und eine Tankstelle, wie
man sie an der Route 66 erwartet. Und das
angrenzende Freilichtmuseum Greenfield
Village rekonstruiert eine US-Kleinstadt
aus längst vergangenen Zeiten mithilfe
originaler, historischer Gebäude aus allen
Regionen der USA.
Drittens, die Musik und die Lebensfreude:
Natürlich ist die Motor City auch die
Stadt des Motowns. Bei einer Führung durch
die legendären Studios ist Mitsingen gerne
erwünscht. Livemusik lässt sich vielerorts
genießen – in kleinen Clubs wie auf den großen
Bühnen etwa in der Aretha-Franklin-
Arena oder der neuen Little Caesars Arena.
Schließlich hat Detroit weltweit den Musikgeschmack
geprägt, neben Motown-Größen
wie den Supremes beispielsweise mit den
Erfindern der Technomusik. Für Emotionen
und Erfolg stehen zudem die Sportteams,
allen voran das NFL-Team der Lions, und
angesagte Stadtteile wie Canfield-Midtown
District.
Viertens, Freiheit und Black History:
Detroit war das nördliche Ende der sogenannten
Underground Railroad. An das
Flucht-Netzwerk zur Rettung versklavter
Menschen im 19. Jahrhundert erinnert ein
Monument an der Hart Plaza direkt am
Riverwalk. Auf das Engagement der Gegner
der Sklaverei blickt die Stadt bis heute
stolz zurück. Ebenso beeindruckend:
Das Charles H. Wright Museum of African
American History dokumentiert afroamerikanische
Geschichte und den Kampf um
Freiheit.
All diese Eindrücke prägen. Und wie
sich Detroit stets neu erfindet und neue
Impulse bietet, lässt sich gerade wieder
aufs Neue erleben: Die historische Michigan
Central Station strahlt dank des Geldes
von Ford wieder. Und General Motors
als zweiter Automobilgigant bezieht seine
neue funkelnde Firmenzentrale auf dem
Areal des einstigen Shoppingtempels des
Hudson’s Department Store.
Eine Stadt, die lebt und sich als resilient
erweist. Mit Kraft, Know-how und der
Innovationskraft vieler Menschen, die sich
für die Stadt einsetzen. Manchmal wirkt es
fast so, als ob man hier das ganze Land in
nur einer Metropole erleben würde.
FOTOS: MODELTMITCH; VISIT DETROIT; THE HENRY FORD; EASTERN MARKET PARTNERSHIP
Ford Rouge Tour, Henry Ford Museum Detroit, Michigan
›› Shopping und
Schlemmen in Detroit
Wer das Außergewöhnliche sucht, ist
in der Motor City genau richtig: Hier finden
sich zahlreiche Geschäfte und Restaurants
jenseits des Mainstreams. Zum Einkaufen
sind die Woodward Avenue sowie
die Szene- Locations The Belt und Parker’s
Alley prädestiniert. Zudem ist Detroit Heimat
vieler kreativer Köche. Eine große Auswahl
erwartet Reisende ebenfalls rund um
die Woodward Avenue sowie im Unterhaltungsviertel
Greektown. Zum Abschluss
eines Abends locken zahlreiche Rooftop-
Bars, Speakeasies und Clubs mit Livemusik.
Und unbedingt den Eastern Market besuchen
sowie den Coney Dog und Detroit Style
Pizza probieren.
Zweitens, Innovationen und Automobilgeschichte:
Niemand hat den Automobilbau
so geprägt wie die Pioniere aus Detroit
– allen voran Henry Ford mit seinem
Ford T. Die Ford Piquette Plant war seine
erste eigene Fabrik und ist heute eine fotogene
Ausstellung historischer Fahrzeuge.
Noch beeindruckender ist eine Schau der
FOTOS: VISIT DETROIT
›› ADAC Reisebüros
Vor fast 100 Jahren gründete der ADAC
in München sein erstes Reisebüro – die
ADAC-Reise- und Wirtschaftsdienste GmbH.
Ziel war es, Mitglieder bei der Reiseplanung
zu unterstützen: mit Karten, Routen und
Buchungen.
Daraus entstand ein bundesweites Netz
mit aktuell rund 250 modernen Reisebüros,
die heute individuelle Beratung, Pauschalreisen
sowie ADAC Mitgliederreisen weltweit
anbieten. Reisen – mit der Sicherheit
und Erfahrung des ADAC!
6 ADAC REISEN ADAC Reisen 7
Roadtrips 250 Jahre USA
250 Jahre USA Roadtrips
Von Pilgervätern nach Hollywood
Kommen Sie mit auf eine Reise durch 250 Jahre Geschichte der USA.
Die USA sind eine junge Nation,
aber erstaunlich reich an Geschichte.
Auf einem epischen
Roadtrip durch 19 der 50 Bundesstaaten
lässt sich die Geburt und Entwicklung
der amerikanischen Nation nacherleben.
Los geht es in Plymouth am Atlantik.
Hier unweit von Cape Cod gingen am 21. November
1620 102 verfrorene Frauen, Männer
und Kinder von Bord des kaum 30 m langen
Frachtseglers Mayflower. Es waren Protestanten,
die sich nicht dem religiösen Diktat
der englischen Staatskirche unterwerfen
wollten. Kurz darauf schlossen sie einen
Vertrag, der allen Kolonisten gleiche Rechte
versprach. Ein Novum in der Geschichte.
Ein Nachbau der Mayflower erinnert
im Hafen von Plymouth an diese Episode.
Es war dieser Geist der Freiheit, der
250 Jahre später die USA aus der Taufe
hob. Vordergründig ging es ums Geld, genauer
um Steuern, mit denen das britische
Mutter land seinen Krieg gegen Frankreich
in Nordamerika finanzieren wollte. Darauf
reagierten die Kolonisten mit Warenboykott.
Als der britische Gouverneur kurz vor
Weihnachten 1773 die Zwangsentladung
eines britischen Teefrachters anordnete,
stürmte eine aufgebrachte Gruppe
drei Tea-Clipper und warf 342 Teekisten
ins Hafenbecken von Boston. Auf dem
Freedom- Trail kann man diesen Sons of
Liberty vom Old South Meeting House bis
zum Hafen mit dem Tea-Party-Museum
und dem begehbaren Obelisken auf dem
Bunker Hill folgen, wo die Briten zwei Jahre
später erstmals in einer Schlacht gegen die
Kolonisten in Bedrängnis gerieten.
Nächste Station: New York City. 1789
wurde hier auf dem Balkon der Federal
Hall George Washington zum ersten Präsidenten
der USA vereidigt. Zwei Jahre lang
war New York damals Hauptstadt und der
erste Kongress verabschiedete hier 1789
die Bill of Rights. An der Stelle der Federal
Hall hat der National Park Service im
ersten Zollamt der USA ein Museum eingerichtet.
Hatte sich der Protest in Boston entzündet,
so wurden die entscheidenden Weichen
doch in Philadelphia gestellt, damals
der größten Stadt auf nordamerikanischem
Boden. Am 4. Juli 1776 beschloss der zweite
Kontinentalkongress in der heutigen Independence
Hall die Unabhängigkeit und
die Liberty Bell wurde geläutet. Nationale
Gedenkstätten erinnern daran. Mit Beginn
des 19. Jahrhunderts zogen Kongress und
Regierung in die neu angelegte Hauptstadt
Washington im unabhängigen District of
Columbia. Die Regierungsbauten an der
Mall zwischen Kongress und Weißem Haus
entstanden daher dem Zeitgeschmack folgend
fast alle im Stil des Klassizismus.
Die Frage der Sklaverei sollte die junge
Nation schon bald stark beschäftigen. Mit
dem Angriff auf Fort Sumter in der Bucht
von Charleston in South Carolina begann
1861 der Amerikanische Bürgerkrieg, der
erst vier Jahre später mit der Niederlage
der Südstaaten-Armee bei Appomattox-
Courthouse in Virginia ein Ende finden und
die Nation in ihrer heutigen Form einigen
sollte. Beide Stätten werden heute vom National
Park Service als Museen unterhalten.
Danach nahm die Erschließung des amerikanischen
Westens endgültig Fahrt auf.
Chicago am Lake Michigan galt bereits als
Drehscheibe für Rohstoffe und Agrargüter.
Noch heute hat hier die wichtigste Warenterminbörse
des Landes ihren Sitz. Auf einer
Bootsfahrt auf dem Chicago River kann
man die vielen Wolkenkratzer bewundern,
die das rasante Stadtwachstum nach dem
großen Brand von 1871 ermöglichte.
FOTOS: BRAND USA
FOTOS: BRAND USA
Die Besiedelung neuer Gebiete brachte
immer wieder Konflikte mit der nordamerikanischen
Urbevölkerung mit sich.
Zum Fanal wurde im Dezember 1890 die
Schlacht von Wounded Knee in South Dakota.
300 Männer, Frauen und Kinder der
Lakota-Sioux unter Häuptling Spotted Elk
fielen ihr zum Opfer. Ein aufschlussreiches
Museum erklärt vor Ort die Hintergründe.
Fast zur selben Zeit erwuchs aber auch das
Verständnis für die Einmaligkeit der weiten
Naturlandschaften. Berichte von heißen
Springquellen und wilden Tieren hinterließen
in Washington derart großen Eindruck,
dass der Kongress 1872 das Tal des
Yellowstone River als ersten Nationalpark
der Welt unter staatlichen Schutz stellte.
Anfang 1848 war auf dem Grundstück
eines Schweizer Privatkolonialisten am
Sacramento River ein Nugget aufgetaucht.
Die Nachricht vom Goldfund löste bald eine
wahre Völkerwanderung aus, führte zur
Einnahme Kaliforniens und zur Gründung
der Stadt Sacramento. Im dortigen California
State Railroad Museum wird der goldene
Nagel verwahrt, mit dem 1869 die erste
transkontinentale Eisenbahnverbindung
geschlossen wurde.
1911 wurde die Westküste endgültig zum
Ort für Träume: Nachdem Regisseur David
W. Griffith in der Landgemeinde Holly wood
zunächst einen Stummfilm über Old California
abgedreht hatte, siedelten sich nur
ein Jahr später 16 unabhängige Filmstudios
im Umland von Los Angeles an – wegen
des guten Wetters, und um Patentgebühren
in New York City zu sparen. Ihre Filme
prägen seither das Bild der USA und ihrer
Geschichte. In den Paramount Studios oder
im Academy Museum of Motion Pictures
lässt sich die Traumfabrik dabei über die
Schulter schauen.
Statue of Liberty National Monument, NY City
Landsitz Mount Vernon, Virginia
›› Zu Gast bei
George Washington
Nur ein Dutzend Meilen südlich des
Weißen Hauses kann man in Mount Vernon
den ersten Staatspräsidenten George
Washington auf seinem ehemaligen Landsitz
hoch über dem Potomac River näher
kennenlernen. Nach dem Sieg im Unabhängigkeitskrieg
hatte der Befehlshaber
der Kontinentalarmee sich als Privatmann
zunächst hierhin zurückgezogen, bis er zum
Präsidenten gewählt wurde. Fast am Flussufer
liegt auch Washingtons Grab.
Washington Monument in Washington, D.C.
Magazin 360° NordAmerika
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Schwerpunkt 250 Jahre USA!) und Sie erhalten
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für die Reiseziele USA und Kanada.
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360-NordAmerika-Abo
›› Maritimes Flair
in Annapolis
Ein Abstecher führt von Washington, D. C.
an die Chesapeake Bay. Annapolis, die gemütliche
Hauptstadt von Maryland, diente
1783/84 neun Monate lang als Hauptstadt
der USA. Im ehrwürdigen State House
hatte George Washington seine Macht als
Generalstabschef zurück in die Hände des
Kongresses gelegt. Man kann die Originalräume
kostenlos besichtigen und anschließend
mit den Kadetten der Marineakademie
durch die Kopfsteinpflaster-Gassen
schlendern.
8 ADAC REISEN ADAC Reisen 9
Roadtrips Routenübersicht
Routenübersicht Roadtrips
WASHINGTON
4Rocky Mountains & Great Plains | S. 4
Am Ufer der Großen Seen | S. 22
OREGON
IDAHO
MONTANA
NORTH
DAKOTA
SOUTH
DAKOTA
MINNESOTA
WISCONSIN
Country Roads | S. 22
NEW HAMPSHIRE
VERMONT
NEW
YORK
MAINE
MASSACHUSETTS
WYOMING
NEBRASKA
IOWA
MICHIGAN
PENNSYLVANIA
RHODE
ISLAND
NEW JERSEY
KALIFORNIEN
NEVADA
UTAH
ARIZONA
COLORADO
KANSAS
OKLAHOMA
MISSOURI
ARKANSAS
ILLINOIS
INDIANA
KENTUCKY
TENNESSEE
OHIO
WEST
VIRGINIA
SOUTH
CAROLINA
VIRGINIA
NORTH
CAROLINA
DELAWARE
MARYLAND
WASHINGTON, D.C.
Weinstraßen am Pazifik | S. 44
Four Corners –
Nationalparks & Kulturschätze
NEW MEXICO
TEXAS
LOUISIANA
MISSISSIPPI
ALABAMA
GEORGIA
Küsten & Berge
FLORIDA
ALASKA
Musical Roots of the South | S. 22
Berge, Gletscher
und Nationalparks
Die historische Route 66 | S. 11
Wildwest Cowboys &
Country Music
FOTOS: PURE MICHIGAN; BRAND USA
HAWAII
PUERTO RICO
10 ADAC REISEN ADAC Reisen 11
Roadtrips
Roadtrips
Happy Birthday
Route 66
1926 – 2026
12 ADAC REISEN
ADAC Reisen 13
Roadtrips Route 66
Route 66 Roadtrips
KALIFORNIEN
SANTA
MONICA
NEVADA
LAS VEGAS
CHICAGO
ILLINOIS
SPRINGFIELD
KANSAS
ST. LOUIS
FLAGSTAFF
SPRINGFIELD
OKLAHOMA
TUCUMCARI
TULSA
HOLBROOK ALBUQUERQUE AMARILLO
OKLAHOMA CITY
ARIZONA NEW
MEXICO
TEXAS
Die historische Route 66
Illinois – Missouri – Kansas – Oklahoma – Texas – New Mexico – Arizona – Kalifornien
Die Route 66 ist die wahrscheinlich
bekannteste Straße der Welt
und ein Mythos von enormer
Strahlkraft. Unter wechselnder
Trassenführung hat die Landstraße von
1926 bis 1984 den Amerikanern erstmalig
die Fahrt von Chicago nach Los Angeles
mit dem eigenen Auto ermöglicht. Viele
sind in ein neues Leben im gelobten Westen
aufgebrochen. Das Logo mit der prägnanten
Zahl hat dabei zunächst nur als Erkennungszeichen
gedient. Doch vier Jahrzehnte
nachdem die Straße aller Straßen durch die
effektiveren Interstates verdrängt wurde,
verbirgt sich so viel mehr dahinter.
Es dürfte auf diesem Planeten kaum
jemanden geben, der noch nie von der
Route 66 gehört hat. Dabei ist die Mother
Road zum Sinnbild für das geworden, was
einen Roadtrip durch Nordamerika so reizvoll
macht: das Gefühl von Weite und Unendlichkeit.
Mit nostalgischen Momenten
an Vintage-Tankstellen oder im Diner, mit
schrulligen Attraktionen, einer nicht enden
wollenden Parade an Oldtimern und – nicht
zuletzt – liebenswerten Menschen.
Dank ihrer Beliebtheit ist die Route 66
ein beispielloses Vehikel für kommerzielle
Aktivitäten jeder Art geworden. Ihr Logo
prangt auf billigen T-Shirts, auf Rollkoffern
und auf den Fassaden von Vorstadtimbissbuden.
Allerorten ertönen aus Stereoanlagen
Schlachtrufe wie Get your Kicks
on Route 66 oder Born to be Wild. Und im
Fernsehen oder auf YouTube laufen unermüdlich
Dokus, die vom Gefühl der Freiheit
schwärmen.
Kurzum: Die Route ist 100 Jahre nach
ihrer Inbetriebnahme allgegenwärtig. Daraus
könnte man schlussfolgern, dass es
auf der 3.945 Kilometer langen Reise von
Illinois nach Kalifornien nicht mehr viel
zu entdecken gäbe. Doch das Gegenteil
ist der Fall: Der Trip auf der Mother Road
ist immer noch einer der besten, den man
in Nordamerika unternehmen kann. Völlig
unabhängig davon, ob man sich in einem
Ford Mustang Cabrio, auf einer Harley, im
komfortablen Wohnmobil oder an Bord eines
spritsparenden Hybridfahrzeugs auf die
Strecke begibt. Auch macht es wenig aus,
ob unterwegs Steppenwolf, Beethoven oder
Minimal Techno aus den Boxen kommt.
Ungeachtet aller Details dient ein Trip
über die Route 66 also keineswegs nur dazu,
von einer aufregenden Metropole in
die andere zu gelangen. Vielmehr steht
eine sinnliche Erfahrung im Mittelpunkt,
die losgelöst von der Gegenwart ist. Dank
schöner Begegnungen und unvergesslicher
Eindrücke hilft die Reise zudem dabei, ein
oft rätselhaftes Land zu ergründen und
vielleicht sogar zu verstehen.
Ganz nebenbei entspricht der Trip über
die Landstraße einer Reiseform, die wieder
schwer im Trend liegt: Slow Travel. Je niedriger
das Reisetempo, umso intensiver die
Erfahrung. So erfüllt der Roadtrip durch die
acht Bundesstaaten immer noch mühelos
jene Erwartung, die schon so oft beschrieben
und besungen wurden: Es ist die Reise
des Lebens. Nicht mehr und nicht weniger.
Mehr unter:
americathebeautiful.com/road-trips
FOTOS: BRAND USA
›› Reise-Highlights
• Eine Bootstour auf dem Chicago River
mit Blick auf die Wolkenkratzer
• Ein Blick auf die Road Yacht des 66-
Veterans Bob Waldmire in Pontiac, IL
• Die Fahrt zum Gateway Arch in St. Louis
und die Aussicht auf den Mississippi
• Die Stockyards von Oklahoma City
mit ihrer einzigen Western-Kultur
• Das schrullige Privatmuseum von
66-Legende Harley Russell in Erick, OK
• Der Art-déco-Bau des U-Drop-Inn in
Shamrock, TX
• Die pittoresk verfallene Motel-
Landschaft in Tucumcari, NM
• Der Nationalpark Painted Desert/
Petrified Forest in Arizona
• Der Friseursalon von 66-Retter Angel
Delgadillo in Seligman, AZ
• Roys Motel & Café in der Wüste
Kaliforniens
• Der erste Blick auf den Pier am
Endpunkt in Santa Monica, CA
Blue Swallow Motel, Tucumcari, New Mexico
Reisedauer:
mindestens 7 Nächte
Start: Chicago
›› Etappen & Distanzen
Von Chicago nach Springfield, Illinois
Von Springfield, Illinois nach St. Louis, Missouri
Von St. Louis nach Springfield, Missouri
Von Springfield, Missouri nach Tulsa, Oklahoma
Von Tulsa nach Oklahoma City, Oklahoma
Von Oklahoma City, Oklahoma nach Amarillo, Texas
Von Amarillo, Texas nach Tucumcari, New Mexico
Von Tucumcari nach Albuquerque, New Mexico
Von Albuquerque, New Mexico nach Holbrook, Arizona
Von Holbrook nach Flagstaff, Arizona
Von Flagstaff, Arizona nach Las Vegas, Nevada
Von Las Vegas, Nevada nach Santa Monica, Kalifornien
Buch-Tipp: Route 66
66 Abenteuer auf der Mother Road der USA
Die Route 66 ist ein Mythos von weltweiter Strahlkraft.
Auf 3945 Kilometern durchquert sie acht
Bundesstaaten, führt durch faszinierende Städte
und eine erstaunliche Vielfalt an Landschaften, wie
es sie nur in den USA gibt.
320 Seiten, über 300 Fotos, 9 Karten
Verlag: 360° medien; 1. Auflage 2025
Format: 148 x 210 mm
ISBN: 978-3-96855-665-9, Preis: 24,95 EUR
360grad-medienshop.de/Route-66
326 km
155 km
349 km
291 km
172 km
256 km
181 km
283 km
375 km
168 km
405 km
471 km
14 ADAC REISEN ADAC Reisen 15
Roadtrips Arizona
Arizona Roadtrips
Lebendiges Arizona
Abenteuer im Großbildformat – Großstadttrubel, Roadtrips und Outdoor-Abenteuer.
Die Schönheit Arizonas wird in vielfältiger Weise durch
sein berühmtestes Naturwunder, den einzigartigen
Grand Canyon, verkörpert. Ebenso bekannt ist der Staat
im Südwesten der USA für seine roten Felsen, zerklüfteten
Canyons und weiten Kakteenlandschaften.
Doch im Grand Canyon State gibt
es noch so viel mehr zu entdecken! Die
atemberaubende Natur bietet legendäre
Panoramen, reißende Wildwasserflüsse,
schneebedeckte Berggipfel, ebenso wie
gigantische Kiefernwälder, überwältigende
Sternenhimmel, blaue Seen und sogar
Sandstrände.
Neben insgesamt drei Nationalparks,
33 State Parks und 19 National-Monumenten
beheimatet Arizona 22 Native American-
Stämme, die die Geschichte des Staates
definieren, 45 nationale historische Wahrzeichen,
eine UNESCO-Stadt der Gastronomie
und zwei -Welterbestätten und drei
idyllische Weinregionen.
Die Route 66 – einst wichtigste Verbindung
zwischen Chicago und Kalifornien –
führt auf ihrem Weg auch durch den Bundesstaat
Arizona. Wer nicht die gesamte
Strecke von fast 4.000 km zurücklegen
kann, sollte sich diesen Abschnitt genauer
ansehen. Hier ist die Straße besonders gut
erhalten, voller Geschichte, Charme und
einzigartiger Orte. Eine Fahrt durch Arizona
auf der Mother Road ist wie eine Reise in
die Vergangenheit – mit Wüstenlandschaften,
Wildwest-Romantik und überraschenden
Begegnungen.
Im kleinen Ort Oatman, im äußersten
Nordwesten Arizonas, scheint die Zeit stehen
geblieben zu sein. Einst Goldgräberstadt,
heute touristischer Geheimtipp, begegnen
Ihnen hier nicht nur alte Holzhäuser,
sondern auch frei herumlaufende Esel –
Nachfahren jener Tiere, die einst in den
Minen eingesetzt wurden. Auf der Hauptstraße
werden regelmäßig Shows mit Cowboys
und gespielten Duellen aufgeführt.
Und wer ein ausgefallenes Andenken sucht,
NEVADA
ARIZONA
UTAH
Grand Canyon NP
Hackberry
Peach Springs
Kingman Seligman
Flagstaff
Oatman Williams
Naturerlebnisse lassen sich hier bestens mit kulturellen Aktivitäten
in den lebhaften Zentren der Städte wie Phoenix, Scottsdale
und Tucson verbinden.
›› Arizonas Route 66
Winslow Holbrook
Phoenix
Tucson
Cathedral Rock bei Sedona, Arizona
COLORADO
Petrified
Forest NP
NEW MEXICO
wird in den vielen kleinen Läden mit Sicherheit
fündig.
Weiter östlich liegt Kingman, das oft
als Herzstück der Route 66 in Arizona gilt.
Die Innenstadt versprüht nostalgischen
Charme mit Murals, Diners und historischen
Gebäuden. Besonders lohnenswert
ist ein Besuch im Route 66 Museum, das
die Geschichte dieser legendären Straße
anhand von Ausstellungsstücken und Bildern
erzählt.
Hier laden einerseits vielfältige Museen zum Verweilen ein
und andererseits locken schöne Künstlerviertel die Besucher. Für
kulinarische Highlights sorgen die lokalen Spezialitäten in vielen
ausgezeichneten Restaurants.
Ebenso lohnt es sich, in Orten wie Kingman,
Flagstaff, Seligman oder Oatman
der nostalgischen Route 66 zu folgen.
Ent lang dieser legendären Straße erwacht
das Lebensgefühl der 1950er-Jahre mit
Diner-Kultur, Neonreklamen und historischen
Tankstellen wieder zum Leben. Die
Route 66 in Arizona gilt als besonders gut
erhalten und bietet zahlreiche Fotomotive
und spannende Geschichten.
Unvergesslich sind auch Aufenthalte auf
authentischen Dude Ranches, wo Gäste
in den Alltag des Wilden Westens eintauchen
können – ob beim Reiten über staubige
Trails, am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel
oder bei Cowboy-Aktivitäten
wie Lassowerfen und Viehtreiben.
Sicherlich sollte der Grand Canyon auf keiner Arizona-Reise
fehlen, doch er ist bei Weitem nicht der einzige Grund, Arizona
zu besuchen.
Unweit von Kingman finden Sie Hackberry,
ein winziger Ort, der für seinen urigen
General Store bekannt ist. Zwischen
alten Zapfsäulen, rostigen Autos und überquellenden
Wänden voller Besucher-Erinnerungen
erleben Sie hier die Route 66 auf
besonders authentische Weise.
In Peach Springs tauchen Sie tiefer in
Arizonas Kultur und Natur ein. Die Gemeinde
auf dem Land der Hualapai bietet Zugang
zu Raftingtouren auf dem Colorado
FOTOS: BRAND USA
FOTOS: DISCOVER FLAGSTAFF; ARIZONA OFFICE OF TOURISM; SIMONE KRECKEL
Die Route 66 in Flagstaff, Arizona
River. Erfahrene indigene Guides begleiten
Sie durch die Schlucht und teilen ihr Wissen
über Geschichte und Lebensweise der
Region. Besonders eindrucksvoll: der Blick
auf geologische Formationen, die Millionen
Jahre alt sind.
Nicht weit entfernt liegt Grand Canyon
West, ein beliebtes Ziel außerhalb des Nationalparks
auf dem Land der Hualapai um
die berühmte Schlucht aus nächster Nähe
zu sehen. Dort befindet sich der SkyWalk –
ein gläserner Aussichtspunkt in Hufeisenform,
der über den Abgrund hinausragt.
Wer Höhen nicht scheut, kann auch an
einer Zipline-Tour teilnehmen oder einen
Helikopterflug wagen.
Seligman gilt als symbolischer Ausgangspunkt
des historisch erhaltenen Abschnitts
der Route 66 in Arizona. In den
1980er-Jahren setzte sich der ortsansässige
Friseur Angel Delgadillo für den Erhalt der
Straße ein. Heute zieht das Örtchen Besucher
aus aller Welt an, die sich in den Läden
mit Route-66-Souvenirs eindecken oder bei
einem Besuch im Snow Cap Drive-In eine
Portion Humor servieren lassen.
Auch in Williams ist die Zeit nicht spurlos
vergangen. Der Ort bietet eine malerische
Innenstadt, durch die die Route 66
noch immer verläuft. Oldtimer-Fans kommen
beim alljährlichen Autotreffen auf ihre
Kosten, wenn klassische Fahrzeuge auf
der alten Straße zur Schau gestellt werden.
Downtown Williams, Arizona
In Flagstaff erleben Sie eine lebendige
Stadt mit historischem Kern. Hier reihen
sich gut erhaltene Gebäude, Restaurants
und Hotels aneinander. Das berühmte Hotel
Monte Vista war einst Unterkunft für
Hollywoodstars – heute ist es ein Stück
Route 66 Geschichte. Eine selbstgeführte
Audiotour durch das südliche Stadtviertel
gibt Einblicke in weniger bekannte
Geschichten rund um die Straße und ihre
Entwicklung.
Ein kurzer Stopp lohnt sich auch in
Winslow – allein schon, um auf jener berühmten
Straßenecke zu stehen, die durch
ein Lied der Eagles unsterblich wurde.
Doch der Ort hat mehr zu bieten: Im Old
Trails Museum erfahren Sie Wissenswertes
über Eisenbahn, Route 66 und die lokale Geschichte.
Architektonisches Highlight ist das
La Posada Hotel, ein denkmalgeschütztes
Haus im Stil der spanischen Kolonialzeit mit
hervorragendem Restaurant.
Painted Desert, Arizona
Buch-Tipp: USA – Südwesten
50 Tipps abseits der ausgetretenen Pfade
Auf endlosen, Freiheit versprechenden
Highways, auf Wanderwegen durch eine
atemberaubende, unberührte Natur begegnet
man dem echten Geist des Wilden Westens .
Taschenbuch: 256 Seiten, 165 Fotos, 9 Karten
Verlag: 360° medien;
2. aktualisierte Auflage, Oktober 2024
ISBN: 978-3-96855-562-1
360grad-medienshop.de
In Holbrook geht es weiter mit einer
Mischung aus Wildwest-Atmosphäre und
Midcentury-Kitsch. Ein Muss ist die Übernachtung
im Wigwam Motel, wo Gäste in
Zimmern in Form von Tipis schlafen. Die
Stadt bietet zudem eine Tour durch historische
Schauplätze, darunter ein Saloon mit
dem vielsagenden Namen Bucket of Blood.
Ungewöhnlich für die Gegend: In Holbrook
wird auch hochwertiger Sake produziert –
ein kleiner Betrieb, dessen Reiswein international
ausgezeichnet wurde.
Zum Abschluss Ihrer Reise durch Arizona
empfiehlt sich ein Besuch des Petrified
Forest National Park. Dort entdecken
Sie versteinerte Baumstämme, die über
200 Millionen Jahre alt sind. Die farbigen,
kristallinen Strukturen dieser Fossilien machen
den Park zu einem geologischen Wunder
– und zu einem ganz besonderen Ziel
entlang der Route 66.
Ob Natur, Geschichte oder schrullige
Roadtrip-Romantik – auf Arizonas Teilstück
der Route 66 bekommen Sie alles.
Also tanken Sie voll, lassen Sie das Radio
laufen und erleben Sie ein Stück echtes
Americana.
16 ADAC REISEN ADAC Reisen 17
Roadtrips Texas
Texas Roadtrips
Texas – Wild im Westen
Abseits der Highways: Kunst, Kakteen und Cowboys.
In der Geisterstadt Terlingua schunkeln langhaarige Alt-Hippies
im plüschigen Starlight Theatre zu Country-Musik. Die
Gräber auf dem örtlichen Friedhof sind mit leeren Bierflaschen
dekoriert und im Hotel hängen Ölschinken mit Karl-
May-Szenen in kitschig-goldenen Stuckrahmen: Terlingua nahe
des Big Bend National Park, das sich selbst Ghost Town nennt,
ist ein Sammelbecken für alle Verrücktheiten, die der Westen
von Texas bereithält.
Im Grenzgebiet zu Mexiko, weit weg
vom Zeitgeist der Metropolen, treffen
sich freiheitsliebende Individualisten,
Künstler auf der Suche nach Inspiration
und Naturfreaks, die nachts Sterne
›› Artenreichster
Nationalpark
Weit weg von allem ist man auch
im Big Bend National Park, dem artenreichsten
der USA, in dem Schwarzbären,
Berglöwen und Pumas zuhause
sind. Der Park schmiegt sich in eine
große Flussschleife des Rio Grande,
der die Grenze zu Mexiko bildet. Wir sind
von mexikanischem Gebiet umrundet, sagt
Tom Vandenberg, Chef des Besucherzentrums
im Nationalpark. Die Leute kommen
her, um absolute Ruhe, die weite Landschaft
und nachts den spektakulären Sternenhimmel
zu erleben.
Big Bend mit seinen von Kakteen gesprenkelten
Wüstenebenen, den schroffen
Canyons, dem träge dahinmäandernden
Rio Grande und den bizarren Chisos
Mountains ist ein Eldorado für Wanderer.
Mehr als 200 Kilometer ausgewiesene Wege
gibt es im Park. Lohnenswert ist etwa
der Lost Mine Trail. Nach kurzem, mäßig
anstrengendem Aufstieg durch lichten
Kiefern- und Wacholderwald belohnt ein
360-Grad- Panoramablick auf den tief eingeschnittenen
Pine Canyon und die Sierra
del Carmen in Mexiko.
Ein Muss im Nationalpark ist der Besuch
der Chisos Mountains, einem Gebirgszug,
der wie eine riesige Felsenburg mit zahllosen
Wehrtürmen bis fast 2.400 m abrupt
aus der Wüstenlandschaft aufragt. Die Serpentinenstraße
nach oben schlängelt sich
zwischen bizarren Steinformationen hindurch,
die poliert von Wind und Wetter im
Sonnenlicht glänzen.
NEW
MEXICO
El Paso
Marfa
Pampa
Alpine
Big Bend NP
Amarillo
Lubbock
Abilene
Odessa
OKLAHOMA
OKLAHOMA
Dallas
TEXAS
Austin
San Antonio
Nuevo Laredo
Houston
›› Aussteiger, Abenteurer und Künstler
Wer auf seinem Roadtrip den Nationalpark
besucht, lernt zwangsläufig die verrückte
Seite im Westen von Texas kennen.
Rund um den Nationalpark und den angrenzenden
Big Bend Ranch State Park finden
sich kleine Örtchen, die sich so einige
Skurrilitäten leisten. Neben Terlingua mit
den bizarr dekorierten Friedhofsgräbern
hält auch das 75-Seelen-Dorf Lajitas eine
Überraschung parat: Zum Bürgermeister
wird hier traditionell eine Ziege gewählt.
Direkt neben dem Lajitas General Store,
dem einzigen Shop des Ortes, trifft man
auf Clay Henry III., den aktuellen Ziegen-
Bürgermeister.
am Himmel sehen wollen. Wir sind hier weit weg von allem, sagt
Andrew, der in Terlingua in einem Zelt schläft und seinen Lebensunterhalt
mit Paddeltouren auf dem Rio Grande – dem Grenzfluss
zwischen Mexiko und den USA – verdient. Er ist ein Outdoor-Freak
und findet in Terlingua den Lifestyle, der zu ihm passt. Ebenso
wie all die anderen Aussteiger, die hier wohnen und sich ihren bescheidenen
Lebensunterhalt damit verdienen, Touristen an Ziplines
zu hängen oder mit ihnen Pferdeausritte zu unternehmen.
NEVADA
ARIZONA
Hauptort in der Region ist Alpine. Man
sei die größte Stadt im größten Landkreis im
größten Bundesstaat der USA, so lautet die
Eigenwerbung. Alpine hat 6.000 Einwohner.
Denen wird allerdings einiges geboten:
Streetart-Künstler haben das Stadtbild mit
zahlreichen Wandgemälden verziert, es gibt
Galerien, das Museum of the Big Bend mit
einer Landkarten-Sammlung und das historische
Holland Hotel. Ansonsten hat Alpine
die gleichen Vorzüge wie die Nachbarörtchen
im Brewster County: Die Luft ist glasklar,
der Himmel blau und weit und nachts
schimmern am rabenschwarzen Firmament
Abermillionen von Sternen.
FOTOS: JUTTA LEMCKE; TRAVEL TEXAS/CHRIS ZEBO
FOTOS: JUTTA LEMCKE
›› Kunst-Institution
Und dann ist da natürlich Marfa – ein
Mini-Örtchen mitten in der sandigen Ödnis
der Chihuahua-Wüste. In der Ferne schimmern
die Chinati-Berge, Staub weht durch
die Straßen. Die trockenen Grasflächen
sind mit Sotol-Agaven und borstigen Ocotillo-Büschen
getupft. Nennt man Marfa
in der internationalen Kunstwelt – sei es
New York City, Paris oder Berlin – leuchten
die Augen von Künstlern, Kunstliebhabern
und Galeristen. Dreh- und Angelpunkt ihres
Interesses ist ein Museum. Dort, wo früher
die US-Armee stationiert war, zeigt heute
die Chinati Foundation in 30 Baracken moderne
Kunst. Gewidmet ist das international
bedeutende Museum ihrem Gründer,
dem 1994 verstorbenen Donald Judd.
Der Minimalist war zu Beginn der 1970er-
Jahre aus New York City nach Marfa gezogen,
um in der Weite der Wüste Inspiration
zu finden und seine Ideen von Kunst und
Architektur zu verwirklichen. Wer als unbedarfter
Besucher heute durch den Ort
schlendert, ist zunächst ein wenig ratlos.
Die Geschäfte bieten Tarotkarten, Yogamatten
und Cowboy-Hüte – doch die meisten
Läden sind geschlossen und öffnen offenbar
nur nach Lust und Laune. Ebenso wie
die Restaurants und Cafés, die Do your thing
oder Buddha Bakery heißen. Glück hat man
meist im The Sentinel Marfa Coffee Shop.
Dort trifft man auch auf Mary Etherington.
Die elegant gekleidete Dame ist bei
der örtlichen Wochenzeitung The Big Bend
Sentinel beschäftigt und wie die meisten
Marfa-Bewohner der Kunst zugeneigt. Zu
Lebzeiten von Donald Judd sei dies ein
wahrer Ort der Kreativität gewesen, abgeschieden,
inspirierend und auf die Kunst fokussiert,
meint sie. Auch heute noch spüre
man den Spirit, doch es kämen immer
mehr Menschen, die auf laute Partys aus
seien und Marfa vor allem auf ihrer Hipster-Bucket-Liste
abhaken wollen. Doch die
aktuelle Kunstszene trifft sich weiterhin
in Marfa. Das wird klar, wenn man im The
Sentinel Marfa Coffee Shop auf Mitarbeiter
der Berliner Galerie Max Hetzler trifft.
Das renommierte Kunsthaus betreibt Dependancen
in Paris, London – und in Marfa.
Wer die Ausstellungsräume besuchen will,
fährt von Downtown Marfa zwei Kilometer
über eine Staubpiste ins Nirgendwo und
durchquert dann ein Tor mit der Aufschrift
The Space between Thoughts – Der Raum
zwischen den Gedanken.
Schon früher zog es die Prominenz in
diese karge Gegend. Sogar die Hollywood-
Stars James Dean und Elizabeth Taylor
haben bereits 1955 Marfa-Luft geschnuppert.
Einige Meilen nördlich erinnern überdimensionale
Pappkulissen mit den Protagonisten
an den Filmdreh. Die fotogene
Installation mitten in der Wüste zieht immer
wieder reichweitenstarke Influencer
auf der Suche nach ikonischen Bildmotiven
an. Nicht weit entfernt machen sie weitere
Foto-Beute. Hier steht ein Shop der Nobelmarke
Prada mitten im Sande. Ein Laden
mit schicken Auslagen, aber ohne Einlass.
Prada Marfa ist jedoch kein Einkaufstempel
sondern eine Kunstinstallation des
dänisch-norwegischen Künstlerduos Elmgreen
& Dragset.
›› Reiseinfos
• TERLINGUA, TX 79852,
ghosttowntexas.com
The Big Bend Holiday Hotel: frisch
renoviertes Haus mit dem Charme alter
Zeiten, ab 100 USD; 200 Ivey Road,
bigbendholidayhotel.com
Espresso y Poco Mas: liebevoll geführte
Kaffeebar, Frühstück; 45 Milagro Way
Starlight Theatre: Restaurant/Bar mit
Livemusik, der Treffpunkt schlechthin
im Ort, Tex-Mex-Küche; 100 Ivey Road,
thestarlighttheatre.com
• BIG BEND NATIONAL PARK
Eintritt: 30 USD pro Auto oder kostenlos
mit US-Nationalparkpass America the
Beautiful, nps.gov/bibe
• LAJITAS, visitbigbend.com/lajitas
• ALPINE, TX 79830, visitalpinetx.com
Holland Hotel: restauriertes Haus von
1928, ab 150 USD; 209 W. Holland Ave.,
thehollandhoteltexas.com
• MARFA, TX 79834, visitmarfa.com
Chinati Foundation Viewing:
1 Cavalry Row, chinati.org/visit-chinati/
open-viewing
traveltexas.com
18 ADAC REISEN ADAC Reisen 19
Roadtrips Country Roads
Country Roads Roadtrips
›› Reise-Highlights
• Die Countryside of Philadelphia glänzt
mit kleinen Museen und pittoresken
Parks, darunter Longwood Gardens mit
seinen beeindruckenden Wasserspielen.
• Die Chesapeake Bay ist für ihre Austern
berühmt – Kapitän und Austernfischer
Chris Ludford nimmt auf seinem Boot
Besucher zu seiner Farm und fangfrischen
Meeresfrüchten mit.
MORGANTOWN
PENNSYLVANIA
PHILADELPHIA
GETTYSBURG
MARYLAND
Country Roads
Pennsylvania – West Virginia – Virginia – Washington, D.C. – Maryland – Delaware
• Mehr als 100 Attraktionen können
Urlauber in Washington, D.C. kostenlos
besuchen, unter anderem die weltberühmten
Museen an der National Mall
• Was der Lobster für die Neuenglandstaaten
ist, ist in Maryland und Virginia
der Crab Cake.
WEST
VIRGINIA
FAYETTEVILLE
BLACKWATER
FALLS STATE PARK
WHITE SULPHUR SPRINGS
SHEPHERDSTOWN
LURAY
VIRGINIA
WASHINGTON, D.C.
DELAWARE
Reisedauer: mindestens 13 Nächte
Start: Philadelphia oder Washington, D.C.
Ob Delfine in der Chesapeake
Bay oder der Sonnenuntergang
am Lincoln Memorial in
der Kapitale: Zwischen den
langen Stränden am Atlantik und den
dichten Wäldern der Appalachen genießen
Urlauber unvergessliche Momente.
Pennsylvania, West Virginia, Virginia,
Washington, D.C., Maryland und Delaware
bieten viel Freiraum, den berühmten American
Way of Life zu erleben – Historie und
Lifestyle in den Städten, Abenteuer und
Weite in der Natur, zu entdecken oftmals
auf malerischen Panoramastraßen und
Countryroads.
Philadelphia, die größte Stadt in Pennsylvania,
gilt als Wiege der Nation und der
Demokratie. Wer heute die Independence
Hall besichtigt, spürt den Hauch der Geschichte
– hier wurden vor knapp 250 Jahren
die Unabhängigkeitserklärung und die
Verfassung unterzeichnet. Ebenso beeindruckend:
die Liberty Bell als Symbol der
Freiheit, die öffentliche Kunst mit vielen
Skulpturen und hunderten Wandgemälden
sowie die kulinarische Vielfalt im Reading
Terminal Market. Gettysburg wiederum erinnert
an den Amerikanischen Bürgerkrieg,
während ein Besuch im Amish Country eine
ganz andere Zeitreise ist.
Der Rhythmus des Bluegrass und die
Berge der Appalachen machen West Virginia
so einzigartig. John Denvers Welthit
Take me Home, Country Roads ist mittlerweile
eine der offiziellen Hymnen. Welcher
Song könnte mehr Lust auf das Grün und
einen Road trip wecken? Und mit dem New
River Gorge National Park lässt sich hier der
jüngste der 63 Nationalparks bei Wanderungen
und Raftingtouren entdecken.
Weiter nach Virginia: morgens mit dem
Kajak zu den Delfinen in der Chesapeake
Bay, nachmittags auf dem Pferd durch die
Wälder im Shenandoah National Park. Herrlich
vielfältig ist der Bundesstaat, der bislang
acht US-Präsidenten hervorgebracht
hat. Die Magie der Appalachen und das maritime
Flair am Atlantik, gepaart mit dem
sogenannten Historic Triangle (den drei alten
Kolonialstädten Jamestown, Colonial
Williamsburg und Yorktown) ein ganz eigenes
Urlaubsgefühl. Und: Von der beliebten
Strandpromenade in Virginia Beach ist es
nicht weit zu einer Bootsfahrt durch den
weltweit größten Marinehafen in Norfolk.
Nur eine kurze Fahrt entfernt: Als Zentrum
der Macht und der Kultur, gepaart mit
pulsierenden Stadtvierteln – so präsentiert
sich die Hauptstadt Washington, DC.
Hier könnte man ewig bleiben, so viel gibt
es zu entdecken. Die Führung durchs US-
Kapitol, eine Fahrradtour entlang der berühmten
National Mall mit dem Weißen
Haus und den Monumenten sowie ein Besuch
der weltberühmten Museen zählen zu
den beliebtesten Aktivitäten. Und im Anschluss
lockt ein Abstecher in die Stadtteile.
Georgetown mit seinen kleinen Gassen, Restaurants
und Kunstgalerien ist wohl das bekannteste
Viertel, während NoMa im Kommen
ist und als Zentrum der Kreativen gilt.
Nachbar Maryland ist maritimes Flair
pur, ob am Atlantik oder an der weiten
Chesapeake Bay. In der Hauptstadt Annapolis
unbedingt das State Capitol und die
United States Naval Academy besuchen,
ehe im Anschluss ein Segeltörn mit einem
imposanten Viermaster ansteht. Baltimore
als größte Stadt präsentiert sich ebenfalls
mit einem Mix aus Historie und Ostküsten-
Lifestyle.
Das angrenzende Delaware ist zwar
der zweitkleinste Bundesstaat – gilt aber
als First State, nachdem hier als erstes die
Verfassung ratifiziert wurde. Neben historischen
Stätten, darunter der First State National
Historical Park, begeistern die Strände
am Atlantik.
FOTOS: BRAND USA
The Liberty Bell, Philadelphia
Blackwater Falls State Park, West Virginia
›› Etappen & Distanzen
Von Philadelphia nach Gettysburg, Pennsylvania
Von Gettysburg, Pennsylvania nach Shepherdstown, West Virginia
Von Shepherdstown nach Morgantown, West Virginia
Von Morgantown nach Blackwater Falls State Park, West Virginia
Von Blackwater Falls State Park nach Fayetteville, West Virginia
Von Fayetteville nach White Sulphur Springs, West Virginia
Von White Sulphur Springs, West Virginia nach Luray, Virginia
Von Luray, Virginia nach Washington, D.C.
Von Washington, D.C. nach Philadelphia, Pennsylvania
National Mall, Washington, D.C.
241 km
86 km
253 km
116 km
328 km
100 km
327 km
178 km
294 km
20 ADAC REISEN ADAC Reisen 21
Roadtrips Philadelphia
Philadelphia
Trendsetter mit Historie.
Es ist die Stadt der liebenswerten Gegensätze: Hier die
älteste durchgehend bewohnte Straße des Landes, dort
progressive Streetart in ungeahnter Vielzahl. Einerseits
handfeste lokale Gerichte, andererseits französisch inspirierte
Gaumenfreude, dazu einzigartige Historie rund um die
Gründung der Nation und erstklassiger Kulturgenuss.
›› Start in Old Town
PENNSYLVANIA
PHILADELPHIA
Edgar Allen Poe
Nat. Historic Site
Gloria Dei Church
Nat. Historic Site
Menschen wie Jane, Conrad oder Matt lassen es sich nicht nehmen,
Besucher in die Geheimnisse ihrer Stadt mitzunehmen Plädoyer
für einen Städtetrip nach Philadelphia. Und ein Ausblick: 2026
begeistert die Stadt als Austragungsort für die Fußball-WM und mit
dem 250-jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit – sowie mit dem
50. Geburtstag des Filmklassikers Rocky.
White Hall
Commons
Independence Mall
Camden
County Park
Benjamin Rush
State Park
›› Lebensfreude
Nach viel spannenden Geschichten
empfiehlt sich ein Abstecher zum
Reading Terminal Market, einem der
größten und ältesten Märkte der USA.
Seafood oder Südstaaten-Küche,
Spezialitäten aus Georgien oder von
den Philippinen: Bei mehr als 80 Ständen
bleibt kein kulinarischer Wunsch
unerfüllt. Viele Stände existieren seit
mehreren Generationen oder sind untereinander
familiär verbunden, berichtet
Matt von City Food Tours.
›› Nummer 1 für Murals
Mehr als 4.400 Murals zieren die Wände
der Häuser. Bei einer Führung betonen
Jane Golden, Geschäftsführerin von Mural
Arts Philadelphia, und ihr Projektmanager
Conrad Benner die Vielfalt an Künstlern
und Botschaften. Kaum eine Straße glänzt
nicht farbenfroh. Kein Wunder, dass die Leser
von USA Today die Stadt zur Nummer
1 der Straßenkunst wählten. Aktuelle Themen
kommen nicht zu kurz: Im Herbst 2024
riefen Streetart-Künstler zur Teilnahme an
der US-Wahl auf.
›› Panoramablick ›› Lebensart
Fast noch ein Hidden Gem: die Besucherplattform
der City Hall in 167 Metern
Höhe. Unvergesslich der Blick von Downtown
bis zum Museum of Art. Der Renaissance-Bau
mit mehr als 500 Büros gilt als
eines der größten Verwaltungsgebäude der
USA – und ist nicht nur wegen der elf Meter
hohen Statue von Stadtgründer William
Penn an der Spitze sehenswert.
›› Entspannung
Was Philadelphia fürs Sightseeing so attraktiv
macht, sind die kurzen Wege. Vieles
lässt sich gemütlich zu Fuß entdecken. Und
das brachte der Stadt die Auszeichnung der
fußgängerfreundlichsten Stadt der USA ein!
Philadelphia Roadtrips
So liebenswert gegensätzlich wie die
Stadt präsentieren sich die Restaurants
und das Nachtleben: französische Bistroküche
im Parc mit Blick auf den Rittenhouse
Square, israelische Spezialitäten im
K’far Café und Mexican Food im El Vez,
während feine Jazz-Musik im Time und
das älteste Pub der Stadt – das McGillin’s
Olde Ale House – fast nebeneinander liegen.
Und für einen Drink zum Sonnenuntergang
geht’s in die Assembly Rooftop
Lounge im Logan Hotel.
Wer in den USA eine Altstadt nach
europäischem Maßstab sucht, wird hier
fündig. Eine schmale Gasse, Haus an Haus
eng gereiht. Pittoreske farbenfrohe Blumenkästen,
Kopfsteinpflaster. Die Häuser
hier an der Elfreth’s Alley gelten als die
am längsten bewohnten im ganzen Land.
Ein Streifzug durch Old Town gilt als bester
Start, Philadelphia zu erleben – idealerweise
mit einem Guide von Founding
Footsteps Tours. Schließlich fasziniert
Philadelphia als Wiege der Nation, nachdem
hier 1776 die Unabhängigkeit verkündet
und später die Verfassung beschlossen
wurde.
Doch Old Town hat noch mehr zu bieten:
Zu den Must-Sees zählt die Christ
Church, die wohl geschichtsträchtigste
Kirche der USA mit Mitgliedern wie George
Washington, John Adams und Benjamin
Franklin. Umfassend über die Amerikanische
Revolution informiert das Museum of
the American Revolution. Prunkstück der
Sammlung: das Zelt von George Washington
aus der Zeit des Revolutionskriegs.
Und nur wenige Schritte entfernt lässt
man sich die lokale Spezialität schmecken:
Campo’s, ein Familienbetrieb seit 1947,
zählt zu den Topadressen für ein Philly
Cheesesteak – Steak, Zwiebeln, Käse.
›› Historie hautnah
Berühmt ist die Stadt der brüderlichen
Liebe (übersetzt aus dem Griechischen) für
ihre Liberty Bell – eines der Symbole der
Unabhängigkeit von 1776. Die Glocke läutete
erstmals anlässlich der ersten öffentlichen
Lesung der Erklärung. Das Liberty
Bell Center ist seit 2003 ihr angemessenes
Zuhause.
Gleich gegenüber ein geschichtsträchtiges
Gebäude: die Independence Hall. Hier
wurde 1776 die Unabhängigkeit verkündet,
später auch die Verfassung beschlossen.
Während kurzer Führungen lässt sich der
Ostflügel besichtigen: Hier tagten einst
George Washington und andere Delegierte –
die beiden Räume sind ein eindrucksvolles
Zeugnis amerikanischer Geschichte. Mehr
Historie geht nicht. Und ebenfalls an der
Independence Mall: die Mint. In der ältesten
Münzprägeanstalt der USA lässt
sich beobachten, wie die Münzen geprägt
werden. Über die Historie der Währung
informiert eine Ausstellung, während im
Souvenir-Shop Sondermünzen in jeglicher
Preislage warten.
FOTOS: CHRISTIAN DOSE
FOTOS: CHRISTIAN DOSE
›› Kunstgenuss
Und was wäre ein Besuch von Philadelphia
ohne einen Abstecher zur legendären
Statue aus dem berühmten Film Rocky.
Ganz wie im Film, der 2026 sein 50-jähriges
Jubiläum feiert, rennen Besucher die
Stufen am Museum of Art hinauf. Doch
das Museum ist mehr als ein Selfie-Spot für
den Kinofilm. Das Haus gilt als eines der
herausragenden Kunstmuseen im ganzen
Land. Gerade die Sammlung europäischer
Künstler (beispielsweise Cézanne und Renoir)
aus der Zeit des Impressionismus und
der Renaissance zählen zum Besten, was es
in den USA und darüber hinaus zu sehen
gibt. Ebenfalls sehenswert: die Schau zeitgenössischer
amerikanischer Kunst.
Das Museum of Art ist wohl das Prunkstück
der Museumsmeile des Benjamin
Franklin Parkway. Entlang der breiten Allee
wetteifern mehrere Museen von Weltruhm
um die Zeit der Besucher. Wer das Besondere
sucht, geht in die Barnes Foundation,
die private Sammlung von Albert C.
Barnes. Allein 181 Werke von Renoir sowie
69 von Cézanne sind hier ausgestellt – und
zwar so, wie sie einst beim Kunstsammler
zu Hause hingen!
Gerade Penn’s Landing, wo einst 1682
der Stadtgründer am Delaware River an
Land ging, ist prädestiniert für einen Abstecher.
Alternativ findet sich in den Parkanlagen
immer ein gutes Plätzchen fürs Innehalten,
beispielsweise am Franklin Square.
›› Aktivitäten
Old City Historic Tour: 90-minütige
Stadtbesichtigung in Oldtown für
ca. 30 USD; foundingfootsteps.com
Museum of the American Revolution:
täglich geöffnet, ca. 13 USD;
101 S 3rd St, amrevmuseum.org
Liberty Bell Center: kostenlos, Sicherheitskontrolle,
teils lange Wartezeiten;
101 S Independence Mall W, nps.gov/inde
Independence Hall: gef. Touren, 30 Tage
vorher/Vortag um 17 Uhr reservieren
(1 USD), altern. First-Come-First-Served-
Basis, Sicherheitskontrolle, viel Zeit einplanen;
520 Chestnut St, nps.gov/inde
Mint: Montag bis Samstag, kostenlos, mit
Sicherheitskontrolle; 151 N Independence
Mall E, usmint.gov/about/
mint-tours-facilities/philadelphia
Reading Terminal Market:
täglich 8 – 18 Uhr; 1136 Arch St,
readingterminalmarket.org
City Food Tours:
z. B. 45 Min. Reading Market Terminal
für ca. 25 USD; phillysfoodtour.com
Mural Arts Philadelphia:
Stadtrund gänge ab 20 USD; muralarts.org
City Hall: Besichtigungen ab 16 USD;
1400 John F Kennedy Blvd,
phlvisitorcenter.com/CityHall
Museum of Art: Donnerstag bis Montag,
ca. 30 USD; 2600 Benjamin Franklin Pkwy,
philamuseum.org
discoverphl.com
22 ADAC REISEN ADAC Reisen 23
Roadtrips Great Lakes
Great Lakes Roadtrips
›› Reise-Highlights
• In der Ford Piquette Avenue Plant in
Detroit, der ersten eigenen Fabrik
von Henry Ford, be geistert die
Oldtimer-Sammlung nicht nur
Automobil-Fanatiker.
• Die Chicago Greeters zeigen Reisenden
ihre Metropole – kostenlos, aber
Geheimtipps für Fotospots inklusive.
GRAND RAPIDS
MINNESOTA
MINNEAPOLIS &
ST. PAUL
MARQUETTE
BAYFIELD
ST. IGNACE
WISCONSIN
MILWAUKEE MICHIGAN
Am Ufer der Großen Seen
Illinois – Wisconsin – Minnesota – Michigan
• Das Bad Luck ist eine Speakeasy-Bar
wie aus dem Bilderbuch – und ein
Symbol für das Comeback von Detroit.
• Die Chicago-Style Deep Dish Pizza
mit viel Mozzarella, Tomate und
Wurst ist typisch für Illinois und den
Mittleren Westen. Eine gute Adresse
seit den 1950er-Jahren für die
Chicagoer Spezialität ist Lou Malnati.
MADISON SAUGATUCK
CHICAGO
ILLINOIS
DETROIT
Reisedauer: mindestens 13 Nächte
Start: Chicago, Minneapolis oder Detroit
Hier fühlt es sich an wie im Herzen
der Vereinigten Staaten:
Die Great Lakes sind wohl das
Tor in den Mittleren Westen
schlechthin. Bei einem Roadtrip durch
Illinois, Wisconsin, Minnesota und Michigan
entdecken Reisende nicht nur
Städte und Landschaften, sondern vor allem
Persönlichkeiten und Geschichten.
Manche sagen auch: Auch wenn es nicht
die erste Reise in die USA ist: Erst hier habe
ich die Seele des Landes gespürt. Im Mittleren
Westen, schon der Name weckt die
Sehnsucht, hat das Land seinen ursprünglichen
Charakter bewahrt. Und entlang der
Great Lakes spürt man gerade in den kleinen
Orten mit ihren Leuchttürmen und
faszinierenden Felsformationen, warum
die Region auch als Amerikas dritte Küste
und erstklassiges Ferienziel gilt.
Ausgangspunkt ist das fotogene Chicago
am Lake Michigan. Renommierte Architekten
wie Ludwig Mies van der Rohe haben
mit ihren Wolkenkratzern ein städtisches
Kunstwerk geschaffen, das seinesgleichen
sucht. Am Chicago River bekommen Reisende
den besten Überblick. Zugleich präsentiert
sich die Windy City familienfreundlich:
mit dem Entertainment komplex Navy
Pier, dem Millennium Park und den vielen
Museen, darunter das Art Institute und das
Field Museum of Natural History.
Von der urbanen Metropole hinein
ins Outdoorparadies Wisconsin. Neben
den mächtigen Lake Michigan und Lake
Superior prägen viele kleine Seen und
Wälder die Weiten. Kajaks im Sommer
und Skier im Winter sind allgegenwärtig,
das nächste Lagerfeuer mit einem köstlichen
BBQ ist nicht weit. Die aufstrebende
Hauptstadt Madison überzeugt ebenfalls
mit sportlichen Aktivitäten sowie pulsierenden
Brauereien. Nicht zu vergessen:
Wisconsin ist die Heimat von Stararchitekt
Frank Lloyd Wright mit seinem Prunkstück
in Taliesin und Harley-Davidson mit dem
beeindruckenden Museum in Milwaukee,
der größten Stadt in Wisconsin.
Naturfreunde kommen auch im angrenzenden
Minnesota auf ihre Kosten: Wanderungen,
Radfahren und Paddeltouren sowie
Hundeschlittentouren im Winter, die Auswahl
an Outdoor-Aktivitäten ist scheinbar
endlos. Kein Wunder, dass Minnesota auch
als Land der 10.000 Seen bekannt ist. Und
natürlich entspringt hier im Lake Itasca
mit dem Mississippi River eine der großen
Lebensadern des Landes. Im Kontrast dazu:
lebhafte Städte wie die Twin Cities
Minneapolis und St. Paul. Hier wird wohl
jeder Besucher glücklich: Kunstfans steuern
den Sculpture Garden und das Walker Art
Center an, Sportfreunde die Baseball-Arena
der Minnesota Twins. Für Unterhaltung
und Shopping sorgt die Mall of America,
ein riesiges Einkaufs- und Unterhaltungszentrum,
einzigartig in den ganzen USA.
Schließlich Michigan, das sich auf zwei
Halbinseln rund um den Lake Michigan erstreckt.
Im Norden wiederum Natur und
Ruhe pur – beispielsweise an den bizarren
Felsen der Pictured Rocks National
Lakeshore oder Mackinac Island, wo zwischen
der viktorianischen Architektur nur
Pferdekutschen, aber keine Autos erlaubt
sind. Und das im Geburtsland der Autoindustrie:
Die Motor City Detroit erlebt ein
Comeback. Viele der prächtigen Art-Deco-
Häuser werden restauriert und ziehen Kreative
und Künstler an. Denn die Stadt an
der Grenze zu Kanada ist auch Heimat der
legendären Motown-Studios. Musik ist neben
Sport eines der Symbole von Detroit.
Amerikanische Geschichte und Auto kultur
lassen sich im nahen Dearborn im Henry
Ford Museum of American Innovation
und dem benachbarten Freilicht museum
Greenfield Village erleben.
FOTOS: PURE MICHIGAN
FOTOS: BRAND USA; PURE MICHIGAN
Madison, Wisconsin
Apostle Islands, Wisconsin
›› Etappen & Distanzen
Von Chicago, Illinois, nach Madison, Wisconsin
Von Madison, Wisconsin, nach Minneapolis und St. Paul, Minnesota
Von Minneapolis und St. Paul nach Grand Rapids, Minnesota
Von Grand Rapids, Minnesota, nach Bayfield, Wisconsin
Von Bayfield, Wisconsin, nach Marquette, Michigan
Von Marquette, Michigan, nach St. Ignace, Michigan
Von St. Ignace, Michigan, nach Detroit, Michigan
Von Detroit, Michigan, nach Saugatuck, Michigan
Von Saugatuck, Michigan, nach Milwaukee, Wisconsin
Von Milwaukee, Wisconsin, nach Chicago, Illinois
Covered Bridge an den Great Lakes
237 km
439 km
286 km
261 km
330 km
256 km
476 km
317 km
386 km
148 km
24 ADAC REISEN ADAC Reisen 25
Roadtrips Michigan
Michigan Roadtrips
Michigan – ein Staat für alle Sinne
Endlose Küstenlinien, klare Seen, tiefe Wälder und lebendige Städte.
Ob Frühlingserwachen im Blütenduft, der Geschmack
frischer Kirschen im Sommer, das Rascheln bunt gefärbter
Herbstwälder oder das Knirschen von Schnee
unter den Füßen im Winter – Michigan ist ein Fest für
die Sinne, zu jeder Jahreszeit.
Auf einem Roadtrip durch den Great Lakes
State begegnet man endlosen Küstenlinien,
klaren Seen, tiefen Wäldern und lebendigen
Städten. Der Staat besteht im Übrigen aus
zwei Halbinseln, der im Norden gelegenen
Upper Peninsula und der südlichen Lower
Peninsula. Über 5.000 Kilometer Süßwasser -
küste machen Michigan zum idealen Ziel für
Naturliebhaber, Wassersportfans und alle,
die die Weite suchen. Die Upper Peninsula
beeindruckt mit unberührter Wildnis, majestätischen
Wasserfällen und dem einsamen
Charme des Nordens.
›› Leuchtende
Herbstfarben
Wenn der Herbst die Wälder Michigans
in ein Farbenmeer taucht, wähnen Reisende
sich wie in einem lebendigen Gemälde.
Goldgelbe Birken, leuchtend rote
Ahornbäume und tiefblaue Seen schaffen
Kontraste, die den Herbst hier besonders
magisch machen. Vor allem entlang des
azurblauen Lake Superior oder als Hintergrund
pittoresker Small Towns zeigt sich
der Mittlere Westen von seiner schönsten,
farbenfrohsten Seite – ein Paradies
für Naturfreunde, und Fotografen und eine
super Alternative zu den klassischen Fall-
Color-Regionen an der Ostküste der USA
und Kanadas.
Die Kleinstadt Charlevoix im Herbst
Keweenaw Peninsula
WISCONSIN
MICHIGAN
Grand Rapids Turnip Rock
Holland State Park
ILLINOIS
Saugatuck
Mackinac Island
INDIANA
›› Fotospots mit
Geschichte
Petoskey
Charlevoix
Frankenmuth
Detroit
OHIO
Über 120 Leuchttürme säumen die Küsten
Michigans – mehr als in jedem anderen
US-Bundesstaat. Einst wiesen sie Schiffen
den Weg über die oft tückischen Gewässer
der Großen Seen, heute sind sie Zeitzeugen
einer bewegten maritimen Vergangenheit.
Viele der Türme, wie das Point Betsie Light
oder der Whitefish Point Lighthouse, lassen
sich besichtigen und bieten spektakuläre
Ausblicke. Eingebettet in Dünen, Wälder
oder kleine Hafenorte erzählen sie Geschichten
von Stürmen, Freiheit und dem
andauernden Kampf gegen die Naturgewalten.
Auf der Lower Peninsula laden Städte wie Ann Arbor, Grand
Rapids oder Detroit zu kulturellen Entdeckungsreisen ein – von
moderner Kunst über Musikgeschichte bis hin zu einer boomenden
Food-Szene mit regionalen Spezialitäten, Farm-to-Table-Küche und
preisgekröntem Craft Beer.
Ganz charakteristisch sind hier die stark
ausgeprägten Jahreszeiten: Jeder Abschnitt
des Jahres malt Michigan in neuen Farben,
Klängen und Düften. Der Frühling bringt
Tulpen und Kirschblüten, der Sommer Festivals
und Sonnenuntergänge am See, der
Herbst färbt die Wälder in leuchtendes Rot
und Gold, und im Winter verwandelt sich
der Staat in ein Winterwunderland aus
Schnee, Eis und Ruhe.
Ein Bundesstaat, der inspiriert, berührt –
und lange in Erinnerung bleibt.
Point Betsie Lighthouse
›› Mackinac Island
Mackinac Island versetzt Besucher in eine
vergangene Ära: Motorisiertes gibt es
hier nicht, und statt Straßenlärm prägen
Pferdekutschen das Bild. Der viktorianische
Charme zeigt sich in prächtigen Häusern
und dem berühmten Grand Hotel mit
seiner schier endlosen, mit Schaukelstühlen
bestückten Veranda. Beim Schlendern
durch blühende Gärten fühlt man sich wie
auf einer Zeitreise. Der Duft von frischem
Fudge und die ruhige Lage mitten im Lake
Huron machen einen Besuch auf Mackinac
Island zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Das Grand Hotel auf Mackinac Island
FOTOS: PURE MICHIGAN
FOTOS: PURE MICHIGAN
›› Porcupine Mountains &
Keweenaw Peninsula
Im Nordwesten Michigans entdecken
Naturfans mit den Porcupine Mountains
und der Keweenaw Peninsula zwei echte
landschaftliche Schönheiten. In den Porkies
beeindrucken endlose Wälder, Wasserfälle
und der traumhafte Lake of the Clouds, der
sich malerisch in einem Talkessel spiegelt.
Auf der Keweenaw-Halbinsel warten raue
Küsten, historische Kupferminen und der
idyllische Ort Copper Harbor. Besonders im
Herbst leuchtet die Region in spektakulären
Farben – perfekt für Wanderer, Fotografen
und Ruhesuchende.
›› Small Town Charme
Abseits der großen Städte entfaltet
Michigan seinen ganz besonderen Zauber:
In charmanten Kleinstädten wie Saugatuck,
Petoskey oder Frankenmuth erleben Reisende
den Bundesstaat mit allen Sinnen.
Historische, baumgesäumte Main Streets
sowie gemütliche Cafés und Geschäfte laden
zum Bummeln ein. Entlang der Küsten
punkten die Örtchen sogar durch ihre
Yachthäfen, Strände und Leuchttürme
mit einem maritimen Flair. Wer das echte
Michigan sucht, findet es hier: herzlich,
authentisch und voller Geschichten.
Main Street in Petoskey
›› Michigans
Thumbcoast
Michigans Untere Halbinsel gleicht der
Form eines Handschuhs – und an dessen
Daumen befindet sich die Thumbcoast.
Diese gilt noch als echter Geheimtipp in
Michigan – perfekt für alle, die Ruhe suchen
und trotzdem aktiv sein möchten. In
Port Austin starten Kajaktouren zum beeindruckenden
Turnip Rock, der wie ein
Naturdenkmal aus dem Lake Huron aufragt.
Frühaufsteher erleben unvergessliche
Sonnenaufgänge über dem Wasser. Feine
Sandstrände, gemütliche Orte wie Port Huron
und wenig Trubel machen die Region
ideal für eine entspannte Auszeit, fernab
der bekannten Pfade.
Wanderer in den Porcupine Mountains
›› Campground-Tipp:
Der Holland State Park
Der Holland State Park Campground an
den Ufern des Lake Michigan ist der perfekte
Ausgangspunkt für Entdeckungen entlang
des Lake Michigan. Zwischen weißen
Sandstränden und Dünen und unweit des
meistfotografierten Leuchtturms von Michigan
genießen Camper den Duft von Pinien
und die sanfte Brise des Sees. Abends
locken spektakuläre Sonnenuntergänge
über dem Wasser.
Torch Lake
Turnip Rock bei Port Austin
›› Der Torch Lake und
Traverse City
Karibikfeeling mitten im Norden der
USA? Ja, das gibt’s – am Torch Lake in Michigan.
Der See im Norden der Lower Peninsula
begeistert mit kristallklarem, türkisblauem
Wasser, das an tropische Traumziele
erinnert. Eingebettet in sanfte Hügellandschaften
und umgeben von dichten Wäldern,
lädt der Torch Lake zum Schwimmen,
Paddeln und Bootfahren ein.
Nur eine halbe Stunde entfernt liegt Traverse
City. Die Stadt und ihr Umland sind
bekannt für Weingüter, die jährliche Kirschblüte
und die Nähe zur Sleeping Bear Dunes
National Lakeshore. Die Region verbindet
charmanten Küstenflair mit kulinarischen
Highlights und Outdoor-Abenteuern. Wer
Aktivitäten mit Entspannung kombinieren
möchte, der findet in der Region Traverse
City den idealen Ausgangspunkt für einen
mehrtägigen Aufenthalt.
26 ADAC REISEN ADAC Reisen 27
Roadtrips Music Trails
Music Trails Roadtrips
TEXAS
AUSTIN
SAN ANTONIO
DALLAS
HOUSTON
INDIANOLA
LAFAYETTE
TUPELO
LOUISIANA
PORT
ARTHUR
GATLINBURG
TENNESSEE
CHATTANOOGA
BIRMINGHAM
ALABAMA
NATCHEZ
BATON ROUGE
MISSISSIPPI
NEW ORLEANS
NORTH
CAROLINA
GREAT SMOKY MOUNTAINS
SOUTH
CAROLINA
ATLANTA
GEORGIA
CHARLESTON
Musical Roots of the South
Texas – Louisiana – Mississippi – Alabama – Tennessee – North Carolina –
Georgia – South Carolina
Die Südstaaten sind ein besonderes
Sehnsuchtsziel. Die Lebensfreude
unvergesslich, die Küche
einzigartig. Seine ganz eigene
Musik spielt gefühlt jeder Ort – Blues, Jazz
und Rock ’n’ Roll klingen aus vielen Clubs
und Bars. Und auch zahlreiche geschichtsträchtige
Stätten, feine Strände und viel
Natur erwarten Reisende bei einem Roadtrip
durch den Süden der USA.
Der Lone Star State Texas ist der größte
Bundesstaat der Lower 48 – und entsprechend
vielfältig. Schon die Metropole
Dallas begeistert mit ihrer musikalischen
Vielfalt, während die Schwesterstadt Fort
Worth für ihre Wildwestkultur in den berühmten
Stock Yards bekannt ist. Für noch
mehr Musik steht indes Austin, angeblich
die Welthauptstadt der Livemusik, mit
zahlreichen Bühnen und Clubs sowie dem
jährlichen Festival South by Southwest. Das
State Capitol beeindruckt ebenso. Das nahe
San Antonio gilt mit seinem Riverwalk
als Venedig der USA, während die Missionsstation
Alamo zu den historisch herausragenden
Stätten im Süden zählt. Houston
als größte Stadt Texas begeistert ebenfalls
mit seiner Dichte an Bühnen und Restaurants
sowie seinen Museen. Entspannung
finden Reisende an den langen Stränden
des Golfs von Mexiko, während der Big
Bend National Park mit seiner Artenvielfalt
fasziniert.
In New Orleans findet sich alles, was den
Mythos Südstaaten auszeichnet. Hier tönt
es aus jeder Ecke, die Cajun-Küche ist gefühlt
ein Ticken köstlicher, die Stimmung
noch einladender, das Stadtbild unvergesslich.
Gleichwohl: Die Vibes von Louisiana
lassen sich auch in Lafayette sowie in der
Hauptstadt Baton Rouge spüren. Mississippi
ist nicht nur der nächste Südstaaten-
Stopp, sondern für Musik-Fans ein weiterer
Pflichtbesuch: Das B. B. King Museum in
Indianola würdigt den Blues-Sänger, während
Tupelo als Geburtsort von Elvis Presley
weltbekannt ist. Der Jazz schwingt auch
in Alabama. Als Top-Attraktion etablierte
sich in Birmingham schnell die Alabama
Jazz Hall of Fame in einem fotogenen Artdéco-Gebäude.
Noch mehr Musik erklingt in
Tennessee: Für Country und Bluegrass steht
Nashville, für Blues und Rock ’n’ Roll wiederum
Memphis. Doch bei aller Liebe zur
Musik: das National Civil Rights Museum
zur Bürgerrechtsbewegung sollte niemand
verpassen, ebenso nicht den Themenpark
Dolly wood in Pigeon Forge von Country star
Dolly Parton. Und natürlich ist Tennessee
auch für seinen Whiskey bekannt.
Auf ins Grün – Wasserfälle, Aussichtspunkte
mit Panoramablick und Wanderwege:
Der Great Smoky Mountains National
Park an der Grenze von Tennessee
und North Carolina ist der meist besuchte
Nationalpark in den Vereinigten Staaten.
Georgia zeichnet sich ebenfalls durch
seine Musik aus: Atlanta ist nicht nur die
Heimat des Coca-Cola-Museums, sondern
ein Zentrum des Hip-Hop und des
R&B. Für seine Postkartenidylle im Südstaaten-Look
ist Savannah bekannt. Ganz
ähnlich glänzt Charleston, das Schmuckstück
von South Carolina und eine der
schönsten Städte des Bundesstaates:
Herrenhäuser im Kolonialstil lassen sich
überall bestaunen. Dazu viel Geschichte:
Das Old Slave Mart Museum erinnert an
den letzten Sklavenmarkt der Region,
das 2023 eröffnete International African
American Museum erläutert die afroamerikanische
Historie, erlebbar ebenso auf
den zahlreichen Plantagen: Die Boone
Hall Plantation ist durch die TV-Serie
Fackeln im Sturm bekannt geworden. Die
Geschichte des Bürgerkriegs dokumentiert
das Fort Sumter National Monument.
Parallel viel Lifestyle und Musik in Restaurants
und Rooftopbars.
FOTOS: BRAND USA
FOTOS: BRAND USA
›› Reise-Highlights
• In Texas unbedingt auf einer Ranch im
Hill Country rund um Bandera (Hauptstadt
der Cowboys) übernachten und
hoch zu Ross die Landschaft genießen.
• Nirgendwo kommen Jazz-Liebhaber so
nahe wie in der kleinen historischen Preservation
Hall in New Orleans.
• North und South Carolina überraschen
mit ihrer Vielfalt an Meeresfrüchten und
frischem Fisch.
• Angeblich gibt es nirgends so viele Restaurants
wie in Houston – darunter
zahlreiche hervor ragende mexikanische
Küchenchefs.
Charleston, South Carolina
Reisedauer:
mindestens 15 Nächte
›› Etappen & Distanzen
Start: Dallas, Austin, Houston,
New Orleans oder Atlanta
Von Dallas, Texas, nach Austin, Texas
Von Austin, Texas nach San Antonio, Texas nach Houston, Texas
Von Houston, Texas nach Port Arthur, Texas nach Lafayette, Louisiana
nach New Orleans, Louisiana
Von New Orleans, Louisiana nach Baton Rouge, Louisiana
nach Natchez, Mississippi nach Indianola, Mississippi
Von Indianola, Mississippi nach Tupelo, Mississippi
nach Birmingham, Alabama
Von Birmingham, Alabama nach Chattanooga, Tennessee
Von Chattanooga, Tennessee nach Gatlinburg, Tennessee
Von Gatlinburg, Tennessee nach Great Smoky Mountains, Tennessee
und North Carolina nach Atlanta, Georgia
Von Atlanta, Georgia nach Charleston, South Carolina
Birmingham Steel City Jazz Festival
314 km
446 km
576 km
547 km
468 km
237 km
248 km
317 km
483 km
28 ADAC REISEN ADAC Reisen 29
Roadtrips Louisiana
Louisiana Love Affair
Von Lafayette nach New Orleans – wo Lebensfreude klingt, schmeckt und tanzt.
Es gibt Reisen, die man plant – und solche, die einen verändern.
Eine Fahrt durch Louisiana gehört zu Letzteren.
Zwischen Lafayette und New Orleans entfaltet sich ein
Stück Amerika, das nicht glänzen will, sondern glüht.
Hier trifft das flirrende Licht der Bayous auf die Schärfe von
Tabasco, Jazz auf Zydeco, französische Lebenskunst auf amerikanische
Gelassenheit. Wer diese Route fährt, hört das Herz des
Südens schlagen.
›› Zwischenstopps
voller Charakter
Auf dem Weg Richtung Osten öffnet sich
Louisiana wie ein Fächer: Breaux Bridge
mit seinen Crawfish-Restaurants, St. Martinville
mit alten Kirchen und New Iberia
mit kolonialem Charme und Zuckerrohrfelder
entlang der Straße.
Louisiana Roadtrips
›› Ein Roadtrip
voller Rhythmus
und Sinnlichkeit
Die Straße windet sich durch Zuckerrohrfelder,
vorbei an alten Eichen, über denen
Spanisches Moos hängt. In der Ferne glitzert
das Wasser der Sümpfe, und irgendwo
spielt jemand Akkordeon. Schon nach wenigen
Kilometern spürt man: Dies ist keine
gewöhnliche Reise – dies ist ein Eintauchen
in ein Lebensgefühl.
TEXAS
›› Lafayette – die Stadt, die tanzt
In Lafayette beginnt die Reise mit einem
Lächeln. Die Menschen hier scheinen
zu wissen, was Glück bedeutet. Laissez les
bons temps rouler – lass die guten Zeiten
rollen – ist hier kein Spruch, sondern Lebensmotto.
Lafayette gilt nicht ohne Grund als Happiest
City in the US, ausgezeichnet vom Wall
Street Journal’s MarketWatch. Diese Freude
ist spürbar – in den Straßen, Cafés und Tanzlokalen,
wo Musik und Lachen den Alltag
bestimmen.
Die Stadt im Herzen von Acadiana, der
Heimat der Cajuns, ist eine Hommage an
französische Lebensart mit amerikanischem
Soul. Überall duftet es nach Boudin und
frittierten Beignets, in den Cafés erklingt
Cajun-Musik, und niemand wundert sich,
wenn mitten am Vormittag getanzt wird.
Die Geschichte Lafayettes ist geprägt
von den Akadiern, französischen Siedlern,
die einst aus Kanada vertrieben wurden. Ihr
Erbe lebt in Sprache, Musik und Küche weiter.
In Vermilionville lässt sich dieses Erbe
hautnah erleben – ein Freilichtmuseum, in
Louisiana lebt von seinen Gegensätzen:
Wildnis und Eleganz, Temperament und
Melancholie. Jeder Ort erzählt eine andere
Facette, doch überall klingt derselbe Rhythmus:
Lebenslust pur.
LOUISIANA
Breaux Bridge
Lafayette
MISSISSIPPI
Baton Rouge
Atchafalaya Basin
Oak Alley Plantation
New Orleans
dem Cajun-Traditionen lebendig bleiben.
Auch im LARC’s Acadian Village scheint
zwischen Holzhäusern, kleinen Brücken
und Moosbäumen die Zeit stillzustehen.
Wer die Stadt verstehen will, muss
sie fühlen: beim Zydeco Breakfast im
Buck & Johnny’s, wo Waschbrett und Akkordeon
den Takt vorgeben, oder bei einem
Spaziergang durch Downtown mit Boutiquen,
Street Art und Galerien.
Und dann ist da noch Avery Island –
Heimat der legendären TABASCO-Soße.
Zwischen tropischen Gärten und alten
Eichen zeigt sich, wie viel Leidenschaft in
jedem Tropfen steckt.
Lafayette ist kein Ort, den man besucht –
es ist einer, den man spürt.
›› Mouton Plantation
Bed & Breakfast
Unser Hoteltipp in Lafayette ist ein
koloniales Kleinod aus dem 19. Jahrhundert,
umgeben von alten Eichen und kreolischem
Flair.
Jede Suite erzählt ihre eigene Geschichte,
beim Frühstück auf der Veranda serviert
die Gastgeberin hausgemachtes Bananenbrot
und Geschichten aus Acadiana.
TABASCO Factory
›› Must-Sees & Dos –
Lafayette
• Avery Island & TABASCO Factory –
legendäre Soßenfabrik mit
tropischen Gärten.
• Downtown Lafayette –
Boutiquen, Galerien, Street Art
und Cafés.
• Vermilionville Historic Village –
lebendige Geschichte der Cajun-Kultur.
• Atchafalaya Swamp Tour –
Bootsfahrt durch das größte
Sumpfgebiet Nordamerikas.
• Breaux Bridge –
charmante Kleinstadt und
Crawfish Capital of the World.
FOTOS: LAFAYETTE TRAVEL
FOTOS: NEW ORLEANS & COMPANY BRASS BAND/CHRIS GRANGER; BRAND USA
Wer Zeit hat, biegt ab ins Atchafalaya
Basin, das größte Sumpfgebiet Nordamerikas.
Zwischen Wasserlilien, Zypressen und
Alligatoren scheint die Welt stillzustehen.
Nur das leise Schaukeln des Bootes erinnert
daran, dass man sich noch bewegt.
›› New Orleans – großer,
schöner Schlussakkord
New Orleans – ein Name, der schon
klingt wie Musik. Die Stadt empfängt Reisende
mit einer Welle aus Klang, Farbe und
Duft. Trompeten auf der Bourbon Street,
Puderzucker auf den Lippen vom Café du
Monde, Jazz in der Luft.
Im French Quarter glitzern Balkone aus
Schmiedeeisen im Sonnenlicht, und rund
um den Jackson Square malen Künstler ihre
Bilder unter freiem Himmel – lebendige
Szenen, die den Geist der Stadt einfangen.
Abends zieht man weiter in die Frenchmen
Street, wo sich Jazzclubs, Bars und kleine
Bühnen aneinanderreihen.
Nur wenige Straßen weiter zeigt
New Orleans ein anderes Gesicht: den
Warehouse District, einst ein stilles Lagerhausviertel,
heute das kreative Herz
der Stadt. Zwischen roten Backsteinfassaden
liegen Galerien, Concept Stores
Jazz-Blaskapelle im French Quarter, New Orleans
und preisgekrönte Restaurants. Abends
füllt sich das Viertel mit Leben – Cocktails
auf Dachterrassen, leises Lachen, urbaner
Charme.
Ganz anders, aber ebenso bezaubernd,
präsentiert sich das Marigny – ein Viertel
voller Farbe, Musik und Bohème. Zwischen
pastellfarbenen Häusern, kleinen Cafés und
spontaner Straßenmusik lädt es zu einem
Spaziergang ohne Ziel ein.
Im Garden District reihen sich Herrenhäuser
wie Perlen an einer Kette, in Treme
lebt die Seele des Jazz, und im National
WWII Museum spürt man die Geschichte
Amerikas. Und dann sitzt man am Mississippi,
sieht den Sonnenuntergang und weiß:
Hier ist das Leben größer, lauter, schöner.
Doch New Orleans ist auch eine Stadt der
Gegensätze. Hinter der Ausgelassenheit liegt
eine stille, fast poetische Melancholie. Vielleicht,
weil hier Musik immer auch Erinnerung
ist – an Zeiten, Menschen, Geschichten.
›› Must-Sees & Dos –
New Orleans
• Vue Orleans – interaktive
Aussichtsplattform mit Blick über
Stadt und Mississippi.
• Steamboat Natchez Cruise –
Sonnenuntergangsfahrt mit Jazz
und Südstaatenflair.
• Mardi Gras World – Blick hinter die
Kulissen der legendären Parade.
• JamNOLA – farbenfrohes Museum
für Kunst, Musik und Kreativität.
• City Tour – zu Fuß oder per Bus
durch French Quarter, Garden District
und Treme.
MERIAN scout Louisiana
MERIAN scout 200 x Louisiana bietet
Tipps und Empfehlungen für einen Urlaub
in Louisiana, einem Staat voller Kultur,
Musik, kulinarischer Vielfalt und von bezaubernder
Naturschönheit.
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30 ADAC REISEN
Roadtrips Louisiana
›› Hotel Peter & Paul
Unser Hoteltipp in New Orleans ist ein
Designtraum in einem ehemaligen Kloster.
Zwischen gotischen Fenstern, Vintage-Fliesen
und samtigen Sesseln vereinen sich
Geschichte und Stil zu einer sinnlichen
Oase im Herzen des Marigny District.
›› Commander’s Palace
Seit über 130 Jahren eine Institution in
New Orleans. Türkisfarbene Fassade, weiße
Veranda, Jazz-Brunch am Sonntag – hier isst
man nicht nur, man feiert das Leben.
French Quarter Festival
›› Eine Liebes erklärung
an den Süden
Ein Roadtrip von Lafayette nach New
Orleans ist kein einfacher Urlaub. Es ist
eine Begegnung – mit einer Kultur, die sich
nicht erklären, sondern nur erleben lässt.
Zwischen Cajun-Fiddle und Jazz-Trompete,
zwischen scharfer Soße und süßem Beignet,
zwischen Lachen und Sehnsucht offen bart
sich ein Gefühl, das bleibt.
Louisiana ist keine Destination – es ist
ein Lebensgefühl. Und wer einmal dort war,
trägt diesen Sound für immer im Herzen.
›› Travel Note
• Beste Reisezeit:
Frühjahr und Herbst.
• Must-taste: Crawfish Étouffée,
Beignets, Gumbo.
• Playlist: Clifton Chenier, Trombone
Shorty, Preservation Hall Jazz Band.
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Musik, die nicht mehr aufhört.
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Arch
MISSISSIPPI
INDIANA
MICHIGAN
TENNESSEE
ALABAMA
OHIO
KENTUCKY
Mammoth
Cave
Cuyahoga
Valley
GEORGIA
WEST
VIRGINIA
Great Smoky
Mountains
PENNSYLVANIA
Congaree
NEW
HAMPSHIRE
VERMONT
NEW YORK
Shenandoah
New River
Gorge
VIRGINIA
NORTH
CAROLINA
SOUTH
CAROLINA
MAINE
Acadia
DELAWARE
MARYLAND
MASSACHUSETTS
RHODE ISLAND
CONNECTICUT
NEW JERSEY
WASHINGTON, D.C.
Nationalparks der USA Roadtrips
Big
Bend
LOUISIANA
FLORIDA
Everglades
Biscayne
Gates of
the Arctic
Kobuk
Valley
ALASKA
Lake
Clark
Katmai
Denali
Wrangell
St. Elias
Kenai
Fjords
Glacier
Bay
HAWAII
Haleakalā
Hawai'i Volcanoes
PUERTO RICO
El Yunque National Forest
36 ADAC REISEN ADAC Reisen 37
Die Nationalparks der USA
Naturwunder entlang legendärer Straßen und Highways.
Die Nationalparks der USA Roadtrips
Die Geschichte der US-Nationalparks
beginnt im späten 19. Jahrhundert
mit dem Wunsch, die
unberührte Natur Nordamerikas
dauerhaft zu schützen. 1872 wurde mit dem
Yellowstone Nationalpark das weltweit
erste Schutzgebiet dieser Art gegründet –
ein Meilenstein, der eine neue Ära des
Naturschutzes einläutete. Die Bewegung
wurde maßgeblich von Naturphilosophen
wie John Muir geprägt, dessen berühmte
Worte The mountains are calling and I must
go bis heute die Sehnsucht nach Wildnis
und innerer Freiheit verkörpern.
Mit der Gründung des US National Park
Service im Jahr 1916 erhielten die Parks
eine einheitliche Verwaltung und ein klares
Ziel: die Bewahrung der natürlichen und
kulturellen Schätze für kommende Generationen.
Heute umfasst das System über
60 Nationalparks, die die landschaftliche
Vielfalt der Vereinigten Staaten widerspiegeln
– von schneebedeckten Gipfeln und
endlosen Wüsten über tropische Regenwälder
bis hin zu leuchtenden Korallenriffen.
Jeder Park erzählt seine eigene Geschichte
und bietet Raum für Abenteuer, Erholung
und tiefes Staunen. Ob beim Wandern durch
uralte Wälder, beim Beobachten von Wildtieren
oder beim Fotografieren spektakulärer
Sonnenuntergänge – die Nationalparks
sind Orte der Inspiration und Begegnung mit
der Natur. Besonders in den Sommermonaten
bereichern Ranger das Erlebnis mit geführten
Touren, informativen Vorträgen und
abendlichen Lagerfeuerprogrammen. Mit
Leidenschaft und Fachwissen vermitteln
sie Geologie, Ökologie und Geschichte –
ein Highlight für Groß und Klein auf jedem
Roadtrip durch die USA.
DIE NPS-APP – EINE APP, ALLE PARKS
Die NPS-App ist die neue offizielle App des
National Park Service mit Tools zur Erkundung
von mehr als 400 Nationalparks im ganzen
Land. Hier finden Sie interaktive Karten, Führungen
durch die Parks, Informationen über
die Zugänglichkeit vor Ort und vieles mehr. Die
kosten lose App ist derzeit für iOS- und Android-
Geräte verfügbar.
nps.gov/subjects/digital/nps-apps.htm
›› Top 10 der berühmtesten Nationalparks
1 Yellowstone (Wyoming, Montana, Idaho) Der älteste Nationalpark der Welt –
berühmt für Geysire wie Old Faithful, heiße Quellen und eine beeindruckende
Tierwelt mit Bisons und Wölfen.
2 Grand Canyon (Arizona) Eine der spektakulärsten Schluchten der Erde –
ein geologisches Wunder mit atemberaubenden Ausblicken.
3 Yosemite (Kalifornien) Heimat ikonischer Granitformationen wie El Capitan und
Half Dome sowie mächtiger Wasserfälle und uralter Mammutbäume.
4 Zion (Utah) Rote Sandsteinfelsen, tiefe Canyons und legendäre Wanderwege
wie Angels Landing machen diesen Park zum Abenteuerparadies.
5 Rocky Mountain (Colorado) Hochalpine Landschaften, kristallklare Bergseen und
eine vielfältige Tierwelt prägen diesen Park in den majestätischen Rockies.
6 Acadia (Maine) Der erste Nationalpark östlich des Mississippi – mit rauer Küste,
dichten Wäldern und dem ersten Sonnenaufgang der USA.
7 Grand Teton (Wyoming) Dramatische Bergketten, stille Seen und eine reiche Tierwelt
– ein Paradies für Fotografen und Naturliebhaber.
8 Bryce Canyon (Utah) Faszinierende Hoodoos – bizarr geformte Felsnadeln in leuchtenden
Farben – schaffen eine fast surreale Landschaft.
9 Denali (Alaska) Heimat des höchsten Berges Nordamerikas, Mount Denali (6.190 m),
und einer wilden, unberührten Natur voller Bären, Elche und Gletscher.
10 Glacier (Montana) Gletscherseen, alpine Wiesen und die berühmte
Going-to-the-Sun Road machen diesen Park zu einem Klassiker für Roadtrips.
Ob entlang der historischen Route 66 oder auf abgelegenen Pfaden: die Nationalparks
der USA sind mehr als nur Reiseziele. Sie sind lebendige Zeugnisse der Naturgeschichte,
Orte der Ruhe und Inspiration und ein unverzichtbarer Bestandteil jedes großen Amerika-
Roadtrips.
NATIONALPARK PASS DER USA
Der Nationalpark-Pass umfasst eine unglaubliche Anzahl von über 2.000 Erholungsorten
in den USA und ist eine tolle Möglichkeit, die Nationalparks der USA kostengünstig
zu bereisen. Er gehört zu den sogenannten America the Beautiful-Pässen, die von der
US-Regierung ausgestellt werden.
Ein großer Vorteil des Passes ist die gemeinsame Nutzung mit weiteren Personen.
Je nach besuchtem Nationalpark dürfen bis zu vier Erwachsene oder alle Personen im privaten
Fahrzeug den Pass mitnutzen.
nps.gov/planyourvisit/passes.htm
ADAC Reisen 39
Roadtrips ADAC Camper
ADAC Promotion Camper
Abenteuer zum Anfassen!
Erleben Sie echtes Nordamerika-
Feeling mit unserem 23–25 ft US-
Camper mit Slide-out, einem originalen
Fahrzeug des THL Premium-
Vermieters Road Bear RV.
Die inspirierende Folierung zum Jubiläum
100 Jahre Route 66 macht ihn zum
Blickfang und zur Hommage an die legendärste
Straße der Welt.
Camper Reise Roadtrips
Driving Southwest
Camper-Rundreise durch den Südwesten der USA mit vorgebuchten Campingplätzen.
Ob auf Road Trips durch weite Landschaften
oder als Inspiration auf ADAC
Veranstaltungen und Reisemessen – dieser
Camper bringt das Abenteuer direkt
zu Ihnen. In den kommenden zwei Jahren
ist der ADAC Promotion Camper deutschlandweit
zu besichtigen – ein Muss für alle,
die den Traum vom grenzenlosen Reisen
leben wollen.
Viele Tipps und Angebote zu Roadtrips in
den USA finden Sie unter: adacreisen.de/
ratgeber/usa/roadtrip-usa
Diese dreiwöchige Route kann in
San Francisco, Las Vegas oder
Los Angeles gestartet werden.
Die Route besticht durch die vielen
Nationalparks und zahlreichen Outdooraktivitäten,
die Sie im Südwesten der
USA erleben können.
Die unterschiedlichen Landschaften der
Staaten Arizona, Kalifornien, Nevada und
Utah sorgen für faszinierende Kontraste,
von sattgrünen Wäldern über trockene
Wüsten und tiefe Schluchten bis hin zu beeindruckenden
Felsformationen. Bei jeder
Etappe bleibt Ihnen viel Zeit für ausgiebige
Wanderungen, individuelle Entdeckungen
sowie Ausflüge.
Alle Campingplätze werden für Sie vorgebucht
und Sie erhalten ein individuelles
Road Book mit zahlreichen Insider- und
Streckentipps. Es wird ein Mix aus privaten
und staatlichen Campgrounds gebucht.
USA Südwesten Rundreise ab/bis Las
Vegas, San Francisco oder Los Angeles
20 Tage und ca. 4.000 – 4.500 km
Tag 1: Las Vegas
(Übernahme Wohnmobil, 1 Nacht)
Tag 2: Las Vegas – Calico/Barstow
(ca. 240 km, 1 Nacht)
Tag 3: Calico/Barstow – Sequoia NP
(ca. 440 km, 1 Nacht)
Tag 4: Sequoia NP – Yosemite NP
(ca. 235 km, 2 Nächte)
Tag 6: Yosemite NP – San Francisco
(ca. 310 km, 2 Nächte)
Tag 8: San Francisco – Carmel/Monterey
(ca. 200 km, 1 Nacht)
Tag 9: Carmel/Monterey –
Pismo Beach/Morro Bay
(ca. 195 km, 1 Nacht)
San Francisco
Carmel/Monterey
Pinnacles NP
Morro Bay/
Pismo Beach
Yosemite NP
Tag 10: Pismo Beach/Morro Bay –
Los Angeles
(ca. 335 km, 2 Nächte)
Tag 12: Los Angeles – Joshua Tree NP
(ca. 205 km, 1 Nacht)
Tag 13: Joshua Tree Nationalpark –
Kingman
(ca. 360 km, 1 Nacht)
Tag 14: Kingman – Grand Canyon NP
(ca. 305 km, 2 Nächte)
Tag 16: Grand Canyon NP –
Bryce Canyon NP
(ca. 470 km, 1 Nacht)
Tag 17: Bryce Canyon NP – Zion NP
(ca. 135 km, 2 Nächte)
Tag 19: Zion NP – Las Vegas
(ca. 260 km, 1 Nacht)
Tag 20: Las Vegas (Abgabe Wohnmobil)
Zion NP
Kings Canyon NP
Death Valley NP
Sequoia NP
Las Vegas
Barstow
Bryce Canyon NP
Kingman
Grand
Canyon NP
USA
Los Angeles
Joshua Tree NP
Reisetermine:
März–Oktober
ab 2.549 €
für zwei Personen*
FOTOS: CRUISE AMERICA; ROAD BEAR;
Reiseleistungen:
* Reisepreis beinhaltet alle Campingplätze laut Reiseplan für zwei Personen und ein Fahrzeug (max. 25 Fuß).
Weitere Personen und Wohnmobilgrößen auf Anfrage. Individuelles, digitales Roadbook.
Bitte beachten: Im hier genannten Reisepreis nicht enthalten sind die Wohnmobilmiete und Kilometer,
Versicherungen sowie Tankkosten.
Zahlungsbedingungen: Anzahlung von 25%; Restzahlung bis 60 Tage vor Reisebeginn. Stornobedingungen:
Ab Buchung bis 62 Tage vor Reiseantritt 20%, ab 61 Tage bis 31 Tage vor Reiseantritt 65%, ab 30 Tage vor
Reiseantritt 95%.
ADAC Reisen 41
Roadtrips Wohnmobilreisen
Wohnmobilreisen Roadtrips
Wohnmobilreisen in den USA
Wie reist man mit seinem rollenden Zuhause auf 4 Rädern am besten über die
legendären Straßen der USA: Tipps und Tricks.
Freiheit, Natur und Abenteuer pur im
Wohnmobil erleben. Individueller
und flexibler lässt sich eine Reise
kaum gestalten. Wer mit dem RV
(Re creational Vehicle), wie Wohnmobile
und Camper in den USA heißen, losfährt,
hört schon vor dem Trip: Oh, wie cool, das
will ich auch!
Natürlich reist man mit dem rollenden
Zuhause auf 4 Rädern locker und mit viel
persönlicher Freiheit. Schließlich ist alles
dabei: bequeme Betten, Sitzecke, Picknicktisch
sowie Küche und Dusche – Garanten
für viel Freiraum auf einer individuellen
Tour. Doch auch beim Roadtrip mit dem
RV sollten Urlauber vorab gut planen,
damit sie später ihre Reise noch mehr genießen
können.
Durch den Grand Teton Nationalpark, Wyoming
›› Beste Reisezeit
In den USA findet sich immer eine Region
für eine abwechslungsreiche Wohnmobilreise.
Der Sommer ist selbstredend für Alaska,
Michigan samt den Great Lakes und die
Rocky Mountain-Staaten – unter anderem
mit dem Yellowstone National Park – prädestiniert.
Im Frühjahr und Herbst locken
beispielsweise Kalifornien, Nevada, Arizona
und Utah, im Herbst zudem die Neuenglandstaaten
mit dem farbenfrohen Indian
Summer. Winter und Frühjahr sind wiederum
für Florida, die Südstaaten samt South
Carolina sowie Arizona und New Mexico
gut geeignet.
Mit dem Wohnmobil durch das Monument Valley, Arizona
›› Weniger ist mehr ›› Lieber eine Nummer
Natürlich erscheint es verlockend,
möglichst viele Orte und Nationalparks
auf einer Reise zu erleben. Doch so laufen
Reisende schnell Gefahr, Land und
Leute nur von der Straße aus zu sehen.
Als Faustregel gilt: im Durchschnitt nicht
mehr als 200 Meilen (also etwa 320 Kilometer
bzw. rund vier bis fünf Stunden reine
Fahrzeit) pro ganzen Tag Wohnmobilmiete
einplanen, wobei die Tage der Übernahme
und Rückgabe nicht mitzählen. Bei einer
Mietdauer von 14 Tagen sind somit rund
2.400 Meilen – also zwölf Tage mit jeweils
200 Meilen Fahrstrecke – einigermaßen
stressfrei machbar. So bleibt ausreichend
Zeit zum Entdecken und Entspannen sowie
die tägliche Routine im Wohnmobil.
Ebenfalls wichtig: Fahrtzeiten nicht
zu knapp planen. Wer sich auf Tools wie
Google Maps verlässt, setzt auf idealtypische
Zeiten. Doch Fotostopps, spontane
Einkäufe oder Staus können die Fahrtzeit
schnell verlängern. Daher mindestens
ein Drittel der vom Navi kalkulierten Zeit
als Puffer obendrauf rechnen! Und: Großstädte
besser umfahren. Natürlich lässt es
sich nah zu Manhattan auf einem Campingplatz
übernachten oder in Hollywood
ein paar Stunden parken – doch Metropolen
besuchen Reisende besser am Anfang
oder Ende einer Reise, oft auch ohne
Mietwagen.
größer
Das Angebot ist vielfältig: Vom kleinen
Camper Van bis zum luxuriösen Class-A-
Wohnmobil mit Panoramascheibe können
Urlauber wählen – je größer, desto komfortabler.
Kleine Vans verfügen oft nicht über
Klimaanlagen sowie Duschen und Toiletten.
Zudem muss vielfach die Sitzecke zum
Bett und zurück umgebaut werden. Bei den
größeren Modellen entfällt das alles, der
Urlaub wird komfortabler.
Also besser ein Wohnmobil mieten, welches
mehr Platz bietet, als eigentlich benötigt
wird, gerade bei längeren Reisen und
mit Kindern – zum Beispiel ein Wohnmobil
für sechs Reisende buchen, auch wenn
nur vier Betten benötigt werden. Größere
Modelle bieten nicht nur mehr Platz wie
zum Beispiel ausfahrbare Wohnelemente
(Slide-out), sondern auch eine bessere Ausstattung
bis hin zu Mikrowelle, Fernseher
und mehr.
Vor der Skyline von New York City
FOTOS: CRUISE AMERICA; THL/EL MONTE/ROADBEAR
FOTOS: CRUISE AMERICA; THL/EL MONTE
›› Besser vorreservieren
Natürlich träumt man bei einer Wohnmobilreise
von grenzenloser Freiheit und
spontanen Abenteuern. Doch wer zur Hochsaison
oder an langen Wochenenden beliebte
Ziele wie ausgewählte Nationalparks
oder Küstenregionen ansteuert, sollte Campingplätze
im Park unbedingt vorreservieren
– denn die Nachfrage ist enorm! Und
frei stehen ist nur sehr eingeschränkt erlaubt,
etwa in Nationalparks oder auf öffentlichen
Parkplätzen. Wer sich seinen
Wunsch-Stellplatz sichern möchte, kommt
um eine gute Planung nicht herum. Zuweilen
ist eine Buchung sogar mehrere Monate
im Voraus erforderlich.
Tipp: Für besonders begehrte Campgrounds
gelten feste Buchungsfreigaben –
hier heißt es: schnell sein und direkt nach
Freischaltung reservieren!
Campgrounds gibt es nahezu überall –
Tausende Stellplätze warten auf Entdecker.
In den National- u. State Parks punkten sie
mit traumhafter Natur, Tierbeobachtungen
und wohltuender Ruhe. Strom- und Wasseranschlüsse
sind dort allerdings selten.
Kommerzielle Anlagen hingegen, allein
der Anbieter KOA betreibt über 500 Plätze
in den USA und Kanada, bieten oft deutlich
mehr Komfort: mit Pool, Waschmaschinen,
WLAN, Spielplätzen, vereinzelt auch Restaurant
und vielem mehr.
Gut zu wissen: Für einige Nationalparks,
darunter den Rocky Mountain National
Park oder die spektakuläre Goingto-the-Sun
Road im Glacier National Park,
ist auch der reine Besuch reservierungspflichtig
– meist vier Monate im Voraus.
Wer hier spontan anreist, steht schnell vor
verschlossenen Schranken.
Buch-Tipp: USA im Wohnmobil
50 Tipps abseits der ausgetretenen Pfade
Wohnmobil-Campingplatz in Florida
›› 2 RVs – mehr Freiheit,
weniger Stress
Wie plant man einen solchen Roadtrip? Wie findet sich der
passende Platz zum Übernachten? Welches Wohnmobil passt
zu mir? Wie funktioniert die Wasserversorgung? Und überhaupt:
Welche Strecke ist die schönste? Dieses Buch liefert
Antworten – informativ und kompakt! Zahlreiche wertvolle
Tipps rund um eine Reise mit dem RV (Recreational Vehicle,
wie die US-Amerikaner sagen) finden Sie im ersten Teil. Der
zweite Teil bietet Ihnen viel Inspiration und stellt zehn Rundreisen
vor. Mit diesen Tipps und Empfehlungen werden Sie
zum echten Wohnmobil-Profi!
Wenn Freunde, Paare oder Familien
gemeinsam reisen, lohnt es sich oft, zwei
kleinere RVs zu mieten statt eines großen.
Das kostet zwar mehr, sorgt aber für
mehr Freiraum, Flexibilität und Harmonie,
besonders bei längeren Touren. So lassen
sich Konflikte über Routen, Tagesabläufe
oder Privatsphäre vermeiden. Jeder kann
seinen Rhythmus leben, ohne die Gruppe
zu sprengen. In abgelegenen Regionen helfen
günstige Walkie-Talkies beim Kontakt
unterwegs, größtenteils reicht aber das
Handy netz völlig aus.
Fazit: Zwei Fahrzeuge, doppelt so viel
Freiheit und ein entspannteres Miteinander
für alle.
Mit dem Wohnmobil durch den Joshua Tree National Park, Kalifornien
Taschenbuch: ca. 288 Seiten
Verlag: 360° medien,
1. Auflage (Juli 2023)
ISBN: 978-3-96855-328-3
360grad-medienshop.de
›› US-Nationalparkpass
America the Beautiful
Wer mehrere Nationalparks ansteuert,
sollte sich den Nationalpark-Pass America
the Beautiful zulegen. Zum Preis von 80 US-
Dollar pro Fahrzeug für ein Jahr können alle
63 Nationalparks sowie weitere staatliche
Schutzgebiete besucht werden, beispielsweise
das Colorado National Monument
und das Muir Woods National Monument
(bei San Francisco) – ohne weitere Kosten.
Der Preis rentiert sich meist schon, wenn
innerhalb einer Tour drei Nationalparks
(oder weitere inkludierte Schutzgebiete)
besucht werden.
Weitere Informationen finden Sie auf
den Seiten 36–39.
42 ADAC REISEN ADAC Reisen 43
Roadtrips Rocky Mountains & Great Plains
Rocky Mountains & Great Plains Roadtrips
Rocky Mountains & Great Plains
Colorado – Wyoming – Montana – North Dakota – South Dakota – Nebraska
›› Reise-Highlights
• Unbedingt ein Rodeo besuchen,
beispielsweise in Cody oder
Jackson: ganz neue Einblicke in die
amerikanische Seele.
• Bootstouren nach Elk Island im
Grand Teton National Park verbinden
Naturschauspiel mit köstlicher Küche,
wenn sich beispielsweise beim
Frühstück zwei Wapiti-Hirsche vor der
Kulisse der Gipfel beobachten lassen.
• Die Going-to-the-Sun Road im Glacier
National Park sowie der Beartooth
Highway sind zwei der landes weit
schönsten Panoramastraßen.
• Als bestes Abendessen im Yellowstone
National Park gilt das Old West Dinner
Cookout. Per Kutsche oder mit dem
Pferd geht es in ein kleines Tal, wo
köstliche Steaks und Co. samt
Country-Musik und Tierbeobachtungen
die Urlauber erwartet.
YELLOWSTONE
NATIONAL PARK
MONTANA
GRAND JUNCTION
BILLINGS
WYOMING
ROCK SPRINGS
VAIL
CAÑON CITY
COLORADO
ESTES PARK
DENVER
NORTH DAKOTA
MEDORA
SOUTH DAKOTA
RAPID CITY
HOT SPRINGS
SCOTTS BLUFF
NATIONAL MONUMENT
NEBRASKA
Plötzlich passiert es doch: Ob vormittags
ein Elch im Snake River
oder in der Mittagszeit ein Braunbär
neben der Straße im Yellowstone
National Park – zwischen den Rocky
Mountains und den großen Weiten im Westen
erleben Naturfreunde ihren besonderen
Moment. Verführerisch Great American
West heißt die Region, in der man die Hoffnung
auf unvergessliche Wildlife-Momente
einfach nicht aufgeben darf. Colorado,
Wyoming, Montana, North und South Dakota
sowie Nebraska sind das perfekte
Ziel für Wanderungen, Kanutouren und
Reitausflüge umgeben von grüner Prärie,
klaren Bergseen und schneebedeckten
Gipfeln.
Gateway in die Natur ist die Mile High
City Denver, Colorado auf 1.600 Metern
Höhe, umgeben von schneebedeckten
Bergen. Museen wie das Art Museum sowie
viel Lifestyle mit Hausbrauereien und
Restaurants stimmen auf eine Rundreise
an. Und unbedingt an einer geführten Tour
durch das Colorado State Capitol teilnehmen:
Der Aufstieg wird mit einem Panoramablick
belohnt. Nur eine kurze Fahrt entfernt
steigern die Sandsteinformationen
im Garden of the Gods sowie die Fahrt auf
die Spitze des Pikes Peak die Vorfreude auf
das Anstehende. Im Anschluss lassen sich
entweder die Nationalparks Black Canyon
of the Gunnison (spektakuläre Schluchten),
Great Sand Dunes (die landesweit höchsten
Sanddünen) und Mesa Verde (historische
Felsensiedlungen) ansteuern – oder legendäre
Skiorte wie Breckenridge und Vail, die
im Sommer zu Wanderungen und Downhill-
Touren mit dem Mountainbike animieren.
Ebenso via I-70 als eine der schönsten Interstates
erreichbar: die Quellen im Glenwood
Hot Springs Pool sowie das Colorado
National Monument.
Jackson in Wyoming ist mehr als das
Tor in zwei grandiose Nationalparks: mondän
mit Restaurants und Geschäften rund
um den Town Square, fotogen mit der Seilbahn
zum 3.331 Meter hohen Rendezvous
Peak. Von hier aus sind es nur wenige
Minuten zum Grand Teton National Park
mit seinen mächtigen Bergen und idyllischen
Seen, zwischendrin beste Chancen
auf Elch- Beobachtungen. Und dann endlich:
der Yellowstone als weltweit ältester
National park. Hayden und Lamar Valley
sind Garanten für Wildlife-Beobachtungen,
während der Grand Canyon of Yellowstone,
die Geysire und heißen Quellen rund
um Old Faithful beliebte Stopps sind. Wer
Zeit hat, lässt sich Amerikas Kronjuwelen
nicht entgehen: Der Glacier National Park
in Montana begeistert mit Gletschern und
Wildlife inmitten grandioser Bergwelt. Livingston
ist eine Westernstadt wie aus
dem Bilderbuch, während die Museen von
Billings die Historie erläutern.
North Dakota ist wahrlich ein Ziel abseits
der üblichen Routen. Der Theodore
Roosevelt National Park schützt eine eindrucksvolle
Landschaft mit ihren zahlreichen
Bisons und erinnert an die Verdienste
von Präsident Roosevelt für den
Naturschutz. Ebenso ein ideales Ziel für
Naturfreunde: der Badlands National Park
in South Dakota. Rapid City ist eine lebendige
Kleinstadt, wie auch so manch anderer
Ort in den Rocky Mountain-Staaten. Die
Topattraktion ist weltweit bekannt: Mount
Rushmore mit den in Stein gemeißelten
Portraits von vier besonders bedeutenden
US-Präsidenten. Durch Nebraska geht es
zurück nach Colorado. Der Rocky Mountain
National Park mit viel unberührter Natur
setzt den Schlusspunkt eines einzigartigen
Roadtrips.
FOTOS: BRAND USA/TALIA SALEM
Reisedauer:
mindestens 14 Nächte
Start: Denver
›› Etappen & Distanzen
Von Denver nach Caňon City, Colorado
186 km
Von Canon City nach Vail, Colorado
214 km
Von Vail nach Grand Junction, Colorado
237 km
Von Grand Junction, Colorado, nach Rock Springs, Wyoming
409 km
Von Rock Springs, Wyoming, zum Yellowstone NP, Wyoming/Montana/Idaho 415 km
Vom Yellowstone NP, Wyoming/Montana/Idaho, nach Billings, Montana 323 km
Von Billings, Montana, nach Medora, North Dakota
452 km
Von Medora, North Dakota, nach Rapid City, South Dakota
378 km
Von Rapid City nach Hot Springs, South Dakota
92 km
Von Hot Springs, South Dakota, zum Scotts Bluff National Monument, Nebraska 234 km
Vom Scotts Bluff National Monument, Nebraska, bis Estes Park, Colorado 294 km
Von Estes Park nach Denver, Colorado
103 km
Mount Rushmore National Memorial, South Dakota
Yellowstone National Park, Wyoming
44 ADAC REISEN ADAC Reisen 45
Roadtrips Colorado
Colorado Roadtrips
Colorful Colorado
Das wilde Dach der USA.
Dabei bieten vor allem die 4 Nationalparks,
8 National Monuments und über 40
State Parks oftmals genau das Erlebnis,
das deutsche Reisende oft suchen, wenn
sie den Westen der USA besuchen: Spektakuläre
und einzigartige Landschaften,
die nicht überfüllt sind. Zudem ist Colo-
Es gibt Regionen der USA, da weiß man genau, was einen rado einer der US-Bundesstaaten, der die besten Bedingungen
bei der Reise erwartet. Schließlich kennt man diese Gegenden
zuhauf aus Filmen, Serien oder Hochglanzwerbe-
der Landschaft macht Colorado zu dem abwechslungsreichen
für denkwürdige Roadtrips bietet. Denn besonders die Vielfalt
anzeigen.
WYOMING Urlaubsziel, als das der Staat berühmt ist. Im Osten ausgedehnte
Felder und Prärie, im Westen die Rocky
Wenn man allerdings den Namen Colorado
hört, dann hat man –neben dem ersten
Gedanken an eine Süßwarenmischung
mit ähnlichem Namen – oftmals nur eine
sehr vage Vorstellung davon, was einen als
Besucher hier erwartet.
›› Cache La Poudre –
North Park Scenic
Byway
Colorado ist die Heimat von gleich 26
sogenannter Scenic Byways, also landschaftlich
besonders attraktiv ausgewiesene
Panoramastraßen.
Eine besonders empfehlenswerte
Strecke, die oft unter dem Radar fliegt,
ist dabei die Panoramastraße mit dem etwas
sperrigen Namen Cache La Poudre
– North Park Scenic Byway im Norden
Colorados. Von Fort Collins aus führt der
Scenic Byway nach Westen über den Highway
14, erst entlang des idyllischen Cache
La Poudre Rivers durch enge und kurvige
Schluchten und charmante kleine Siedlungen.
Anschließend geht es über den rund
3.200 m hohen Cameron Pass, vorbei am
State Forest State Park, bis man zum Abschluss
zu weitläufigen Hochweiden im
Gebiet North Park bei Walden gelangt.
Diese abwechslungsreiche Route lässt
sich ideal mit der Fahrt über die wesentlich
bekanntere Trail Ridge Road im Rocky
Mountain Nationalpark kombinieren, der
höchsten asphaltierten Passstraße Nordamerikas.
Zudem lohnt sich ein Aufenthalt
in Fort Collins, einer Studentenstadt mit
sehr charmanter Altstadt.
North Park
UTAH
Strawberry Park Cameron Pass
Fort Collins
Hot Springs
Rocky Mountain NP
Grand Junction
Colorado
National
Monument
WYOMING
Durango
NEW MEXICO
Silverton
Denver
Cottonwood Pass
Crested Butte
COLORADO
NEBRASKA
Grand Junction, Colorado National Monument
KANSAS
›› Colorado National Monument
Dass es nicht immer nur ein Besuch in
Nationalparks sein muss, stellt im Westen
Colorados eindrucksvoll das Colorado National
Monument unter Beweis.
Vor den Toren der Stadt Grand Junction
erhebt sich hier im Colorado National Monument
ein Hochplateau, das von zahlreichen
Canyons durchzogen ist und mit seinen
roten Sandsteinfelsen und markanten
Mountains mit ihren weiten Tälern, klaren
Gebirgsflüssen und Seen. Manchmal
wechseln die Landschaften innerhalb von
15 Minuten auf dramatischste Art und Weise,
so dass das Fahren nie langweilig wird
– und die größte Gefahr ist, dass man aufgrund
zu vieler Fotostopps sein Tagesziel
zu spät erreicht.
Um den nächsten Roadtrip durch Colorado
besonders abwechslungsreich zu
gestalten, haben wir hier fünf Insidertipps
für Sie gesammelt.
Gesteinsformationen ein atemberaubendes
Naturelebnis bietet – und das mit weit
weniger Besuchern als es in Nationalparks
manchmal der Fall sein kann.
Ein besonderes Highlight ist die spektakuläre
Rim Road, die eng am Rand der
Schluchten durch den Park führt und sich
gut in einen Roadtrip einbinden lässt.
FOTOS: COLORADO TOURISM OFFICE
FOTOS: DAN AND ZORA AVILA; COLORADO TOURISM OFFICE; ANTHONY D’AMATO; GUNNISON-CRESTED BUTTE; C. FREY
›› Crested Butte
Im Herzen Colorados, mitten in den West
Elk Mountains und etwas abseits der bekanntesten
Routen gelegen, findet man
einen der Geheimtipps Colorados – die
charmante Kleinstadt Crested Butte. Das
Stadtbild ist geprägt von farbenfrohen Holzhäusern,
individuellen Geschäften und Restaurants
(Tipp: die Pizza bei Secret Stash!)
sowie einer entspannten Atmosphäre.
Ursprünglich eine Bergbau-Siedlung,
hat sie sich zu einem beliebten Ziel für Outdoor-Enthusiasten
entwickelt. Im Winter
ist Crested Butte ein erstklassiges Skigebiet
mit hervorragenden Pisten und Pulverschnee.
Im Sommer locken Wander- und
Mountainbike-Strecken, farbenprächtige
Wildblumenwiesen und klare Bergseen.
Im Herbst lohnt sich ein Ausflug über den
Kebler Pass durch einen der größten Aspenwälder
der Welt, der im September und Oktober
in spektakulären Gelb-, Orange- und
Goldtönen erstrahlt.
Eine weitere attraktive Route in der Nähe
Crested Buttes ist die Fahrt über den
Cottonwood Pass.
Crested Butte Main Street
Ausritt im Great Sand Dunes National Park
Durango Train by the River
›› Durango – Silverton Narrow Gauge Railroad
Für einen Tag während Ihres Roadtrips
sollten Sie das Auto einmal gegen den Zug
eintauschen. Im Südwesten Colorados, in
der vielleicht dramatischsten und schönsten
Region des Bundesstaates verkehrt die
historische Dampfeisenbahn der Durango-
Silverton Narrow Gauge Railroad – ein
einzigartiges Erlebnis.
Von Durango aus führt die beeindruckende
Strecke zumeist entlang des Animas
Rivers erst durch weite Täler, dann durch
enge, unberührte Canyons in den San Juan
Mountains bis man nach rund 3,5 Stunden
Fahrt schließlich das urige Silbergräberstädtchen
Silverton erreicht.
Die Rückfahrt kann man entweder wieder
mit dem historischen Zug machen oder
alternativ mit dem Bus, der nur 1,5 Stunden
unterwegs ist und eine etwas andere, aber
ebenfalls landschaftlich attraktive Strecke
fährt.
›› Strawberry Park
Hot Springs
Bei so viel Fahrerei und spannenden
Entdeckungen darf die Erholung nicht zu
kurz kommen. Ideal eignen sich dafür die
zahlreichen Thermalquellen, die man verteilt
in ganz Colorado findet.
Ein idyllischer und uriger Geheimtipp
sind die Strawberry Park Hot Springs in der
Nähe von Steamboat Springs im Norden
Colorados. Die von heißen Quellen gespeisten
Becken sind sehr naturnah angelegt
und bieten nur wenige Annehmlichkeiten –
aber dafür ein extrem idyllisches Erlebnis.
Besonders spektakulär ist der Besuch am
Abend, denn die Hot Springs verfügen nicht
über elektrisches Licht, so dass man unter
einem atemberaubenden Sternenhimmel
baden kann.
46 ADAC REISEN ADAC Reisen 47
Roadtrips Weinstraße
Weinstraße Roadtrips
PORTLAND
›› Reise-Highlights
• Wer die erste Fähre nach Alcatraz nimmt,
erlebt die Gefängnisinsel vor den
Besuchermassen – und irgendwann
verzieht sich schon der Nebel über der
Golden Gate Bridge.
ROGUE VALLEY
WILLAMETTE VALLEY
EUGENE
OREGON
Weinstraße am Pazifik
Kalifornien – Oregon
Ob California Dreaming oder San
Francisco: Kaum ein Bundesstaat
rühmt sich so vieler Hits
wie der Golden State. Doch Kalifornien
ist mehr als Strände und Städte,
Natur und Nationalparks. Von hier aus können
Reisende auch eindrucksvolle Touren
entlang des Pazifiks und durch Weinberge
nach Oregon entdecken.
Doch was sollten Urlauber nicht verpassen,
bevor sie gen Norden starten? Natürlich,
Los Angeles, die Stadt der Engel. Hollywood
sowie die Vergnügungstempel von
Disney und Universal sind weltbekannt.
Downtown ist mit seiner Art-Déco-Architektur
und der historischen Standseilbahn
Angels Flight ebenfalls sehenswert. Und
ein Abstecher an den Strand lässt einen das
entspannte Flair von Southern California
genießen: Venice und Santa Monica sind
besonders populär, Huntington Beach und
die übrigen Badeorte im Orange County
rund um Anaheim international wohl eher
noch ein besonderer Tipp. Ebenso reizvoll:
das mondäne Palm Springs, das relaxte San
Diego sowie die Nationalparks Joshua Tree
und Death Valley.
Von Santa Monica – Ziel der legendären
Route 66 – geht über den ebenso ikonischen
Highway 1 Richtung Norden. Die
Panoramaroute am California Highway 1 ist
vielleicht der Klassiker schlechthin für einen
unvergesslichen Roadtrip. Entlang der
malerischen, kurvenreichen Strecke freuen
sich Urlauber über ungezählte Fotospots
und Highlights, erst Santa Barbara und Pismo
Beach, schließlich die McWay Falls, der
Pfeiffer Big Sur State Park und die mächtige
Rocky Creek Brigde. Bevor die Stadt
der Blumenkinder – San Francisco mit
Fisherman’s Wharf, Alcatraz und mehr –
erreicht ist, lohnen Abstecher ins Techparadies
Silicon Valley sowie in die hochgelegene
Sierra Nevada mit Lake Tahoe und
dem Yosemite National Park mit dem markanten
Half Dome.
Über die Golden Gate Bridge steuern Urlauber
nun die Weinregionen im pazifischen
Nordwesten an. Sonoma und Napa Valley
sind wohl die Topziele: Neben herausragenden
Weingütern locken eine vibrierende
Restaurantszene und Galerien. Auf dem
Weg nach Redding mit weiteren Weingütern
bieten sich Abstecher zum Old Faithful
Geyser of California und zum Robert Louis
Stevenson State Park an. Nächster Stopp:
das malerische Rogue Valley im benachbarten
Oregon. Neben seinen Verkostungen ist
das Tal für seine mitreißende Kunstszene
bekannt, unter anderem das Oregon Shakespeare
Festival. Auf dem Roadtrip erwartet
Reisende nun ein spektakuläres Naturschauspiel:
Der Crater Lake im gleichnamigen
Nationalpark beeindruckt mit seinem
kristallklaren Blau inmitten der schroffen
Bergwelt. Der mit 592 Metern tiefste See
der Vereinigten Staaten bildete sich vor etwa
7.500 Jahren bei einem Vulkanausbruch.
Eine Panoramastrecke rund um den Crater
Lake ist Garant für zahlreiche Postkartenmotive.
Eugene im Willamette Valley steht dann
wiederum für höchsten Rebengenuss, insbesondere
Premium-Burgunder. Die Markthalle
und pittoreske Museen empfehlen
sich für Pausen zwischen den Tastings. Im
Tal selbst lässt es sich gut mehrere Tage
verweilen – so viele Weingüter warten darauf,
entdeckt zu werden. Schließlich ist
es nicht mehr weit bis nach Portland. Die
größte Stadt Oregons ist für ihre Gastroszene
mit lokalen Brauereien und ungezählten
Food Carts sowie ihre Vintage-Geschäfte
bekannt. Die Vielfalt des Beaver
State machen die Pazifikstrände wie Cannon
Beach sowie die Columbia River Gorge
und der Mount Hood vollkommen.
FOTOS: BRAND USA
• Der 17 Mile Drive zwischen Monterey
und Carmel-by-the-Sea punktet mit
wellenumtosten Stränden, Wildlife und
Wäldern – und wirkt im Nachmittagslicht
einfach am schönsten.
• Eine Fahrt mit dem Napa Valley Wine
Train kombiniert den Charme eines Oldtimerzuges
mit der Schönheit der Region
und Köstlichkeiten der lokalen Weingüter.
• In Downtown Los Angeles lädt der Grand
Central Market zu einer kulinarischen
Weltreise – von japanischen Bento-Boxen
über Berliner Curry-Wurst bis zu preisgekrönten
Tacos. Einfach nur Yummie.
›› Etappen & Distanzen
Von San Francisco nach Napa Valley, Kalifornien
Von Napa Valley nach Redding, Kalifornien
Von Redding, Kalifornien, nach Rogue Valley, Oregon
Von Rogue Valley nach Eugene, Oregon
Von Eugene nach Willamette Valley, Oregon
Von Willamette Valley nach Portland, Oregon
Das kalifornische Wine Country
REDDING
SAN FRANCISCO
Reisedauer:
mindestens 7 Nächte
Start: Portland oder San Francisco
NAPA VALLEY
KALIFORNIEN
107 km
284 km
257 km
262 km
107 km
76 km
48 ADAC REISEN ADAC Reisen 49
Roadtrips Oregon
Oregon Roadtrips
Oregon
Outdoor-Abenteuer, Vulkane, wilde Küsten, grüne Wälder und endlose Wüsten.
Wer den Bundesstaat Oregon bereist, entdeckt eine
Welt voller Gegensätze. Vom wilden Pazifik über
die schneebedeckten Gipfel der Cascade Range bis
zur kargen Hochwüste im Osten – hier wechseln
›› Wo der Pazifik atmet ›› Leuchtende Hügel
Die Küste Oregons ist wild, rau und unverwechselbar.
Nebelschwaden ziehen über
einsame Strände, Leuchttürme thronen auf
Klippen, und Möwen schreien gegen den
Wind. Entlang des Highway 101 reihen sich
kleine Orte wie Perlen auf einer Schnur –
jeder mit eigenem Charakter. Cannon Beach
lockt mit dem ikonischen Haystack Rock,
während Yachats und Bandon authentisches
Küstenleben zeigen. Wer Glück hat,
sieht Seehunde, Wale oder Pelikane.
Besonders magisch ist der Neskowin
Ghost Forest, wo 2.000 Jahre alte Baumstümpfe
bei Ebbe am Strand sichtbar werden
– ein beliebter Fotostopp. Oregons Küste
ist kein Badeparadies, sondern ein Ort für
Träumer und Entdecker.
›› Frei, frech, faszinierend
Portland ist Oregons kreative Seele –
eine Stadt, die anders tickt. Zwischen
Brücken, Foodtrucks und Craft Bier Bars
pulsiert ein urbaner Rhythmus, der trotzdem
entspannt bleibt. Statt Hochglanz
und Hektik setzt Portland auf Lebensfreude,
Nachhaltigkeit und Stil mit Ecken und
Kanten. Im Pearl District locken Galerien
und Vintage-Shops, in den Parks blühen
Portland
Columbia River Gorge
Hood River
Mount Hood
Willamette Valley Hells Canyon
Joseph
Neskowin Sisters Painted Hills
Ghost Forest
OREGON
Crater Lake NP
Alvord Desert
Jacksonville
Ashland
KALIFORNIEN
WASHINGTON
ARIZONA
NEVADA
Rhododendren, und über allem thront der
schneebedeckte Mount Hood. Ein Muss
ist die legendäre Powell’s City of Books,
größter unabhängiger Buchladen der Welt.
Wer durch die Stadt streift, spürt: Hier
zählen Ideen mehr als Fassaden – und
Kreativität ist kein Trend, sondern Alltag.
Landschaften so schnell wie die Wetterstimmungen am Meer.
Perfekt für alle, die Freiheit lieben und gerne auf eigene Faust
unterwegs sind. Ein Roadtrip durch Oregon ist keine Reise von
A nach B, sondern eine Sammlung unvergesslicher Momente.
im Osten
Die Painted Hills gehören zu den eindrucksvollsten
Naturwundern Oregons –
und wirken, als hätte jemand die Landschaft
mit einem riesigen Pinsel bemalt.
Sanfte Hügel leuchten in Schichten aus Rot,
Ocker, Gold und Schwarz, Relikte aus Millionen
Jahren Erdgeschichte. Besonders im
Abendlicht glühen die Farben intensiv und
wechseln je nach Sonnenstand ihr Gesicht.
Wer die Szenerie in Ruhe genießen will,
wählt den kurzen Painted Cove Trail, der
auf Holzstegen durch die farbige Landschaft
führt. Trotz ihrer Bekanntheit
herrscht hier eine fast meditative Stille –
nur Wind, Steppe und Farben, die kaum
real wirken.
›› Höllisch schön
Der Hells Canyon ist eine Landschaft
der Extreme – tiefer als der Grand Canyon
und wilder, als man es erwartet. Zwischen
Oregon und Idaho frisst sich der Snake River
in dramatischen Windungen durch das
Gestein, 2.400 m tief. Wer hinabsteigt oder
mit einem Jetboot durch die Schlucht fährt,
spürt die gewaltige Kraft des Wassers, das
diese Szenerie über Millionen Jahre geformt
hat. Auf den Plateaus grasen Dickhornschafe,
Greifvögel kreisen in der warmen Thermik.
Besonders eindrucksvoll ist der Blick
vom Hells Canyon Overlook: Die Weite,
die Stille, das Spiel aus Licht und Schatten –
pure Wildnis, roh und ungezähmt.
Alphabet District, Portland
FOTOS: NASHCO PHOTO; SATOSHI ETO
FOTOS: TRAVEL OREGON; TRAVEL OREGON/KATIE FALKENBERG
›› Vulkan trifft
Himmelblau
Der Crater Lake Nationalpark ist Oregons
tiefblaues Herz und ein Ort, der fast
unwirklich wirkt. Vor rund 7.700 Jahren
brach hier der Mount Mazama zusammen
und hinterließ eine Caldera, die sich mit
Regen- und Schmelzwasser füllte. Heute
leuchtet der See in einem Blau, das fast
überirdisch wirkt – glasklar, spiegelglatt
und mit 594 Metern der tiefste See der
gesamten USA.
Eine Straße führt rund um den Kraterrand,
mit immer neuen Ausblicken auf die
magische Wasserfläche. Wer hinabsteigt,
kann mit dem Boot zur Wizard Island fahren,
einem kleinen Vulkan im Vulkan. Sonnenaufgänge
hier oben sind still, kalt und
vollkommen – ein Moment reiner Natur.
›› Small Town Magic
Abseits der großen Sehenswürdigkeiten
liegt Oregons wahre Seele in seinen kleinen,
authentischen Orten. In Sisters riecht die
Luft nach Kiefernharz und Cowboygeschichte,
in Joseph schmücken Bronzeskulpturen
die Straßen, und in Ashland füllen sich die
Parks im Sommer mit Theaterfans. Hood
River am Columbia River zieht Wind- und
Kitesurfer aus aller Welt an – und bleibt
trotzdem charmant kleinstädtisch. Weiter
südlich überrascht Jacksonville mit historischen
Häusern aus der Goldgräberzeit.
Viele Dörfer wirken, als wäre die Zeit
stehen geblieben – mit alten Holzhäusern,
handgemachten Schildern und Cafés, in denen
die Besitzer noch selbst hinter der Theke
stehen. Hier kommt man ins Gespräch,
hört Geschichten vom Leben zwischen Bergen
und Meer und erlebt, was Oregon wirklich
ausmacht: Bodenständigkeit, Offenheit
und eine Prise Abenteuerlust.
Multnomah Falls
Crater Lake
›› Im Tal des Pinot Noir
Das Willamette Valley ist das Herz von
Oregons Weinwelt – sanfte Hügel, sattes
Grün und Winzer mit Leidenschaft. Bekannt
ist die Region für ihren eleganten Pinot
Noir, der hier dank des kühlen Klimas besonders
fein und aromatisch reift.
Statt pompöser Weinschlösser findet
man kleine Familiengüter, in denen die Winzer
noch selbst ausschenken und erzählen.
Viele Betriebe setzen auf Nachhaltigkeit
und biodynamischen Anbau. Neben Pinot
Noir gedeihen auch Chardonnay und Pinot
Gris hervorragend. Wer durch das Tal fährt,
entdeckt Weingüter mit Picknickwiesen,
herrlichen Ausblicken und einer entspannten
Atmosphäre – ganz ohne Allüren, aber
mit großem Geschmack.
Alvord Desert
›› Hoch hinaus & tief hinab
Der majestätische Mount Hood thront
wie ein Wächter über Oregon – schneebedeckt,
formvollendet und von fast überall
sichtbar. Im Sommer locken alpine Wiesen,
klare Bergseen und Wanderwege mit Panoramablick,
im Winter verwandelt sich der
Vulkan in ein Paradies für Skifahrer.
Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen
dieser alpinen Welt und der nahen
›› Desert Dreams
Wer wirklich ans Ende der Welt reisen
will, fährt in den Südosten Oregons – zur
Alvord Desert.
Diese weiße, endlos scheinende Salzpfanne
liegt am Fuß des Steens Mountain
und bietet ein Gefühl grenzenloser Freiheit.
Kein Baum, kein Geräusch, nur Wind und
Horizont. Wenn die Sonne untergeht, färbt
sich der Himmel in Rosa und Gold, nachts
spannt sich ein Sternenzelt über die weite
Ebene, dass man so in Europa kaum noch
sieht.
Hier kann man zelten, barfuß über den
knisternden Boden laufen oder einfach die
Stille genießen. Ein magischer Ort für alle,
die Einsamkeit lieben.
Columbia River Gorge, einer spektakulären
Schlucht, in der Dutzende Wasserfälle in die
Tiefe rauschen. Die berühmten Multnomah
Falls stürzen 190 m über zwei Stufen hinab.
Wer hingegen den Abstecher zu den ruhigeren
Wahclella Falls macht, erlebt Natur
pur – moosgrün, feucht und überwältigend
schön.
50 ADAC REISEN ADAC Reisen 51
Roadtrips Weitere Routen
Weitere Routen Roadtrips
›› Berge, Gletscher und Nationalparks
›› Zauberhaftes New England
›› Der Wilde Westen am Oregon Trail
›› Wildwest Cowboys & Country Music
Alaska
Massachusetts – New Hampshire – Maine – New
Hampshire – Vermont – Connecticut – Rhode Island
Missouri – Kansas – Nebraska – Wyoming – Idaho –
Washington – Oregon
Tennessee – Missouri – Kansas – Oklahoma – Texas
Wundervolles Alaska. Ein Roadtrip von
Anchorage bis zum Denali Nationalpark.
Vom großstädtischen Boston zu charmanten
Ortschaften und Küstenschätzen. Ein Roadtrip
durch sieben Neuengland-Staaten.
Der Route des historischen Oregon Trails von
Missouri bis an die Küste Oregons folgend
geht es ins Herz des Wilden Westens.
Entdecken Sie Cowboy-Kultur, Country-
Musik und unvergessliches Essen auf einem
epischen Wild-West-Roadtrip durch fünf US-
Bundesstaaten
tinyurl.com/4nwfmmau
tinyurl.com/mrrzsny3
tinyurl.com/yeym9wsn
tinyurl.com/3afy724s
›› Sonne, Spaß und Fantasie
Florida
›› Civil Rights Trail
Tennessee – Mississippi – Alabama – Georgia
›› Küsten- und Berglandschaften der
amerikanischen Südstaaten
Georgia – North Carolina – Tennessee – South Carolina
›› Four Corners –
Nationalparks & Kulturschätze
Arizona – Colorado – New Mexico – Utah
Floridas schönste Seiten – ein Roadtrip von
der Ost- bis zur Westküste
tinyurl.com/zcdhsfp7
Der Civil Rights Trail erstreckt sich über
14 Bundesstaaten und führt an mehr als
100 Orten und Sehenswürdigkeiten vorbei,
die an die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung
erinnern.
tinyurl.com/79hee9tc
FOTOS: BRAND USA
FOTOS: BRAND USA
Vom pulsierenden Atlanta zu charmanten
Kleinstädten und malerischen Naturlandschaften.
Ein Roadtrip durch die Abwechslungsreiche
Landschaft der Südstaaten.
tinyurl.com/4tu9uxd7
Genießen Sie raue Westernlandschaften und
weltberühmte Canyon-Aussichten auf Ihrer
Abenteuertour durch vier Nationalparks und
vier Bundesstaaten.
tinyurl.com/mvhj6tc9
52 ADAC REISEN ADAC Reisen 53
Roadtrips ADAC Reisen
USA
IM WOHNMOBIL
USA im Wohnmobil
Vorbereitung | Fahrzeuge
Expertenwissen | Routen
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FOTOS: ADAC WÜRTTEMBERG, ADAC REISEN
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Autoren: Christian Dose (On the road again, Detroit, Country Roads, Philadelphia, Am Ufer der großen Seen, Musical Roots of the South, Wohnmobilreisen in
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