ELVjournal 6/2025
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Fachmagazin für angewandte Elektronik
6/2025 Dez. / Jan. 2026
www.elvjournal.de
ELV Smart Home Platin-Temperatursensor Interface
Professionelle
Temperatur-Erfassung
Unsere neuen ELV Bausätze und Projekte
Smart Home (Schlüsselbund-)
Fernbedienung
ELV Applikationsmodul
Analog-Digital-Wandler
Regenerative Energien –
Wasserkraftanlagen
Doppelte Sicherheit
Schwenk- und neigbare Kamera mit zwei Objektiven
Testsieger der Stiftung Warentest (Ausgabe 10/2025) –
Kategorie Überwachungskamera - mehr Infos hier
3K-Weitwinkelobjektiv
3K-Teleobjektiv
WiFi-Outdoor-Überwachungskamera H9c
• Gestochen scharfe Video-Aufnahmen in 3K-Auflösung
• Dual-Objektiv für einen umfassenden, separat steuerbaren Überblick
• Einfach verknüpfbar mit Homematic IP
• Kabellos ins Heimnetz einbindbar
via WLAN- oder LAN-Verbindung (2,4 GHz/RJ45)
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oder in der EZVIZ-Cloud
• KI-basierte Personen-/Fahrzeugerkennung mit
praktischer Bewegungsverfolgung
• Integrierte Gegensprechfunktion dank Mikrofon und Lautsprecher
• Kompatibel mit Amazon Alexa und Google Assistant
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Artikel-Nr. 254137
Zum Produkt
* Die angegebenen Preise sind unverbindlich, entsprechen dem Stand bei Redaktionsschluss und können sich
aufgrund von Verfügbarkeit, Marktentwicklung oder tagesaktueller Kalkulation ändern.
Editorial
Mit neuen Technik-Projekten
in die Weihnachtszeit
Wenn die Tage kürzer werden und das Jahr sich langsam dem Ende zuneigt,
beginnt für viele Bastler und Technikbegeisterte die schönste
Zeit: endlich Ruhe für neue Projekte, Ideen und Experimente. Auch wir
möchten Sie in dieser Ausgabe wieder mit spannenden Neuheiten inspirieren – für
noch präzisere Messungen, flexiblere Steuerungen und mehr Komfort im Smart
Home.
Ein echtes Highlight ist unser neues Sensor-Interface für Platinsensoren. Damit
können Sie jetzt auch Temperaturen in extremen Bereichen – von arktischer Kälte
bis hin zu 600 °C – zuverlässig erfassen. Das Interface ist selbstverständlich
Homematic IP-kompatibel und eignet sich ideal für anspruchsvolle Messumgebungen,
etwa in Laboren, Heizungsanlagen oder Außeninstallationen. Präzision,
auf die man sich verlassen kann.
Mit dem neuen Analog-Digital-Wandlermodul unseres Modulsystems geht es
weiter in Richtung individueller Messtechnik. Dieses Bauelement eröffnet vielfältige
Möglichkeiten – von der Gewichtserfassung mit Wägezellen bis hin zur eigenen
Sen sordatenerfassung. So können Sie Ihre Projekte noch besser auf Ihre
Bedürfnisse abstimmen und die Leistungsfähigkeit des ELV-Modulsystems voll
ausschöpfen.
Und weil Komfort auch bei der Bedienung zählt, stellen wir Ihnen außerdem unsere
zwei neuen Kompakt-Fernbedienungen für Homematic IP vor. Ob Zutrittssteuerung,
Licht, Rollläden, Bewässerung oder die Weihnachtsbeleuchtung – mit den
handlichen Sendern steuern Sie Ihr Smart Home ganz intuitiv und flexibel. Klein,
robust und vielseitig – so macht Hausautomation Spaß!
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Entdecken dieser neuen Möglichkeiten und
eine angenehme, smarte Weihnachtszeit voller spannender Ideen, gemütlicher
Bastelstunden und technischer Inspiration.
Herzlichst Ihr
Prof. Heinz-G. Redeker
ELVjournal 6/2025 3
ELVjournal 6/2025
6
Inhalt
6 ELV Smart Home
Platin-Temperatursensor
Interface
Professionelle
Temperatur-Erfassung
24
24 ELV Smart Home
Schlüsselbundfernbedienung
ELV-SH-KRC und
Fernbedienung Kompakt
ELV-SH-CRC
Sesam, öffne dich!
36 Regenerative Energien –
Wasserkraftanlagen
36
50 ELV Applikationsmodul
Analog-Digital-Wandler
ELV-AM-ADC
Präzision im Fokus
50
Außerdem in diesem Heft
58 Service, Bestellhinweise,
Impressum
4 www.elvjournal.de
Kostenlose
Online-Fachseminare
Mit unseren Experten
Andreas Prast
ELV Produktmanagement
Thomas Wiemken
ELV Entwicklung
Torsten Boekhoff
Teamleiter ELV Technical Support Center
und
Holger Arends
Redaktionsleiter ELVjournal
und Homematic IP Experte
zu Themen rund um Smart Home,
Homematic IP und Bausätze
Alle Online-Fachseminare finden live
auf unserem Youtube-Kanal statt:
youtube.com/@elvelektronik
Einfach kostenlos abonnieren und
kein Seminar mehr verpassen!
Unsere nächsten Fachseminare:
Das smarte Jahr 2025
Mittwoch, 10. Dezember 2025 um 16.00 Uhr
Sicherheit an der Homematic IP Home Control Unit
Donnerstag, 22. Januar 2026 um 16.00 Uhr
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden!
Alle Termine und bisherigen Seminare finden Sie hier.
ELVjournal 6/2025 5
Bausatz
ELV Smart Home Platin-Temperatursensor Interface
Professionelle
Temperatur-Erfassung
Anwendungsbeispiel mit optionalem Zubehör Abox 040
6 www.elvjournal.de
Bausatz
Das ELV Smart Home Platin-Temperatursensor Interface
2-fach – ELV-SH-PTI2 schließt die Lücke zwischen einfachen
Heimanwendungen und professioneller Messtechnik.
Durch den Anschluss von PT100-/PT1000-Sensoren lassen
sich nun auch extreme Temperaturen präzise messen:
-200 °C bis +600 °C sind, abhängig vom verwendeten Platin-
Temperatursensor, möglich.
Der Sensor misst synchronisiert die Temperaturen von zwei
abgesetzten Platin-Temperatursensoren und ermittelt intern
sofort die Temperaturdifferenz. Neben der Ermittlung
von Temperaturen an zwei unterschiedlichen Orten kann
das ELV-SH-PTI2 auch für Mess- und Steuerungsaufgaben
genutzt werden, für die die Temperaturdifferenz entscheidend
ist. Die gemessene Temperaturdifferenz können Sie
beispielsweise für Ihre Lüftersteuerung, für Beschattungsaufgaben,
Heizungssysteme (Vor-/Rücklauf), Garten-/Gewächshäuser
oder Ihre Poolsteuerung einsetzen.
Durch die Integration in Ihr Homematic IP System können
Sie die Messwerte besonders einfach zur automatischen
Steuerung und zur Erstellung von Diagrammen nutzen.
Das ELV-SH-PTI2 ist mit der Home Control Unit HCU1, dem
Access Point und der App und natürlich auch mit der CCU3
nutzbar.
Homematic IP 2-fach Temperatursensor V2.0
Einigen Lesern wird das ELV Smart Home Platin-
Temperatursensor Interface 2-fach – ELV-SH-PTI2
eventuell bekannt vorkommen und ja, Sie treffen damit
ins Schwarze. Denn das ELV-SH-PTI2 ist das ungeduldig
erwartete Upgrade des bereits bekannten HmIP-STE2-
PCB. Seit 2021 ist der „alte“ Bausatz erfolgreich und er ist
i
Infos zum Bausatz ELV-SH-PTI2
Schwierigkeitsgrad:
leicht
ebenfalls in der Lage, anhand zweier NTC-Messfühler die
einzelnen Temperaturen und deren Differenz zueinander zu
ermitteln. Jedoch sind der Temperaturmessbereich und das
Einsatzgebiet mit den NTC-Messfühlern limitiert. Aus diesem
Grund wurde nun mit dem ELV-SH-PTI2 eine Weiterentwicklung
und Verbesserung des bestehenden HmIP-STE2-
PCB umgesetzt. Durch die Unterstützung standardisierter
PT100-/PT1000-Sensoren können sowohl große Temperaturbandbreiten
als auch Sensoren für spezielle Anwendungen
einfach und schnell genutzt werden. Im ELVshop haben
wir auch passende Platin-Temperatursensoren in Angebot.
Bei allen im Shop erhältlichen Exemplaren handelt es sich
um PT1000-Sensoren mit einer Länge von 3 m. Die Sensoren
unterscheiden sich zum einen in der Anzahl der Anschlüsse
(2- oder 4-Draht) und zum anderen im eingesetzten Leitungsmaterial.
Die Silikon-Sensoren verfügen über einen Temperaturmessbereich
von -60 °C bis +200 °C. Noch breiter ist dieser
bei den Glasseide-Sensoren: Er liegt zwischen -40 °C und
+400 °C.
Platin-Temperatursensoren im ELVshop
PT1000, 2-Draht, 3 m, Silikon
PT1000, 4-Draht, 3 m, Silikon
PT1000, 2-Draht, 3 m, Glasseide
PT1000, 4-Draht, 3 m, Glasseide
Anwendungsbeispiele
Vorlauf- und Rücklauftemperatur der Heizung überwachen
Mit dem ELV-SH-PTI2 sowie zwei identischen PT-Sensoren
als Rohranlege-Fühler (Bild 1) können Sie die Vor- und Rücklauftemperatur
Ihrer Heizung präzise überwachen und so
die Effizienz Ihrer Heizungsanlage optimieren. Die Anlege-
Sensoren werden einfach an den entsprechenden Rohren
der Heizung befestigt und am ELV-SH-PTI2 verbunden.
Anschließend werden die Vor- und Rücklauftemperatur als
Bau-/Inbetriebnahmezeit:
ca. 0,75 h
Besondere Werkzeuge:
Seitenschneider, Schraubendreher Kreuz
Löterfahrung:
nein
Programmierkenntnisse:
nein
Elektrofachkraft:
nein
Bild 1: Mit speziellen Anlegefühlern wird die Montage zur Überwachung
der Vor- und Rücklauftemperatur an Heizungsrohren wesentlich einfacher.
ELVjournal 6/2025 7
Bausatz
auch die Differenztemperatur als Messdaten ermittelt und
an Ihr Homematic IP System übermittelt.
Über Homematic IP können Sie nun Temperaturwerte über
Ihre App oder die WebUI-Oberfläche einsehen und analysieren.
Natürlich lassen sich diese Messdaten auch für die
Automatisierung Ihrer Heizung nutzen. So können Sie beispielsweise
festlegen, dass die Heizleistung automatisch
angepasst wird, wenn die Differenz zwischen Vorlauf- und
Rücklauftemperatur einen bestimmten Wert über- oder
unterschreitet. Schon steuern Sie Ihre Heizung bedarfsgerecht
und energieeffizient.
Sollten Sie feststellen, dass die Vorlauftemperatur Ihrer
Heizung zu hoch oder die Rücklauftemperatur zu niedrig ist,
ist eine Optimierung sinnvoll. Meist wird in solch einem Fall
die Wärme nicht optimal an den Raum abgegeben. Mögliche
Ursachen hierfür könnten eine zu hohe Heizleistung, eine
unzureichende Wärmedämmung oder ein hydraulisches
Problem sein. Durch die Überwachung der Vor- und Rücklauftemperatur
mit dem ELV-SH-PTI2 können Sie diese
Situation frühzeitig erkennen und die Heizleistung automatisch
reduzieren. So sparen Sie Energie und schonen neben
Ihrem Geldbeutel zusätzlich die Umwelt.
Effizienz der Solarthermie-Anlage im Blick behalten
und optimieren
Die Überwachung von Solarthermie-Anlagen ist ein weiteres
brandaktuelles Anwendungsbeispiel. Umweltfreundliche
Alternativen zur eigenen Energiegewinnung sind nicht
mehr wegzudenken. Das betrifft insbesondere auch die Erzeugung
von Warmwasser. Da solche Systeme in der Regel
das bestehende System nur ergänzen und nicht autark laufen,
lassen sich Effizienzeinbußen oder Ausfälle häufig erst
auf der Strom- oder Gasrechnung erkennen.
Mit dem ELV-SH-PTI2-Modul können Sie die Leistung Ihrer
Anlage präzise überwachen, die Effizienz bewerten und den
Betrieb optimieren.
Die Backofentemperatur ständig überwachen
„Heizen Sie den Backofen auf 220 °C vor.“ Wir alle kennen
diese Aufforderung aus Rezepten und Kochanleitungen.
Natürlich hat man im Laufe der Zeit ein ungefähres Gefühl
dafür entwickelt, wie lange der Ofen braucht, um eine bestimmte
Temperatur zu erreichen. Doch dann gibt es diese
Tage, an denen eine andere Aufgabe dazwischenkommt,
und schon heizt der Ofen viel zu lange vor. Dank der Temperaturbeständigkeit
vieler weitverbreiteter PT-Sensoren
lassen sich auch die hohen Backofentemperaturen messen.
Hat der Backofen die gewünschte Temperatur erreicht, können
Sie sich von überall aus benachrichtigen lassen, ohne
das kleine Lämpchen ständig im Blick zu behalten.
Die Gefriertruhe immer im Blick
Nichts ist ärgerlicher als der versehentlich aufgetaute Inhalt
einer Gefriertruhe. Ist die Kühlkette der tiefgefrorenen
Lebensmittel einmal unterbrochen, können diese meist nur
noch entsorgt werden. Das ist aufgrund der Geräte-Isolation
nur ein schleichender Prozess und wird vom herkömmlichen
Mess-Equipment erst spät erkannt.
PT-Sensoren bieten hier eine präzise und überlegene Abhilfe
ohne große Messschwankungen, die sich zudem hervorragend
für extreme Umgebungsbedingungen eignen. Die
Sensoren lassen sich ohne Bedenken dauerhaft hohen Minusgraden
aussetzen, ohne dass die Genauigkeit darunter
leidet.
Bild 2: Spezieller Lufttemperaturfühler
Die Lufttemperatur präzise ermitteln
Zwei der nützlichsten Messwerte im Smart-Home-Bereich
sind die Lufttemperatur innen und außen. PT100-/1000-
Sensoren eignen sich aufgrund der hohen, linearen Messpräzision
(siehe Bild 4) besonders für diesen Anwendungsfall.
Zudem sind sie deutlich weniger anfällig für Störfaktoren
wie direkte Sonneneinstrahlung oder witterungsbedingten
Zerfall. Auch für diesen Anwendungsbereich gibt es extra
zugeschnittene Lufttemperatur- oder Raumpendeltemperaturfühler
(Bild 2), die verlässliche Ergebnisse liefern.
Die Pooltemperatur überwachen
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die Steuerung einer
Pumpe, die das Warmwasser von einer Poolsolarheizung
in den Pool pumpt. Hier können Sie zum einen die eigentliche
Wassertemperatur im Pool und zum anderen die Temperatur
des Warmwasserzulaufs mit je einem Platin-Temperatursensor
überwachen.
Sobald die Pooltemperatur einen Wert unterschreitet und/
oder die Temperatur des Warmwasserzulaufs von der
Poolsolarheizung eine Temperatur überschreitet, kann die
Förderpumpe z. B. mit einem Homematic IP Smart Home
Schalt-Mess-Kabel, HmIP-PSMCO geschaltet werden.
Funktionsweise von Platinwiderständen
Schon vor dem Zeitalter der Digitalisierung waren Platinwiderstände
eine weitverbreitete Methode zum Messen der
Temperatur. Bereits 1886 entwickelte Hugh Longbourne Callendar
einen Platin-Temperatursensor (Bild 3). Ausschlag-
8 www.elvjournal.de
Bausatz
gebend hierfür ist das ungewöhnlich lineare Verhalten des
Widerstands in Abhängigkeit zur Temperatur. Dadurch war
es möglich, auf komplizierte Linearisierungen zu verzichten
und den Spannungsabfall direkt zu verwenden. Auch wenn
die Kennlinie auf den ersten Blick tatsächlich perfekt linear
erscheint, treten in der Praxis geringe Abweichungen auf,
die insbesondere bei extremen Temperaturen relevant werden.
Bei Platin-Messwiderständen, wie den am häufigsten verwendeten
PT100- oder PT1000-Sensoren, handelt es sich
um typische Kaltleiter. Das bedeutet, dass der Widerstandswert
mit steigender Temperatur zunimmt und mit fallender
abnimmt. Die Zahl in der Kurzbezeichnung steht für den in
DIN EN 60751 genormten Widerstandswert bei 0 °C. Die genauen
Tem peraturen sind dabei abhängig vom Temperaturkoeffizienten
α, der wiederum abhängig von der Reinheit
und Beschaffenheit des Materials ist. Der Koeffizient des
hier gezeigten PT100 (Bild 5) lässt sich aus den Widerstandswerten
bei 0 °C und 100 °C berechnen:
Bild 3: Rectum-Platin-Thermometer by Callendar (Quelle)
Artikel-Nr.: 162126B1A – ELV Smart Home Platin-Temperatursensor Interface 2-fach – ELV-SH-PTI2 –
Journal 6/2025
Somit handelt es sich um einen typischen Alpha-385-Sensor
nach DIN EN 60751. Durch die in Bild 4 angesprochene
Linearität lässt sich bereits mit diesem Wert eine relativ
genaue Annäherung erstellen. Als Beispiel wird der Widerstandswert
des Sensors bei 150 °C bestimmt:
Dies entspricht einer absoluten Abweichung von 0,455 Ω
zum Datenblattwert. Deutlich genauer ist eine Annäherung
zweiten Grades, die sich auch für Temperaturen über 100 °C
sehr gut eignet und nach der zuvor genannten Norm folgendermaßen
berechnet wird:
Dies entspricht nur noch einer Abweichung von 0,017 Ω. Bei
Temperaturen unter 0 °C wird häufig ein weiterer Koeffizient
hinzugefügt:
Bei a, b und c handelt es sich um materialspezifische Konstanten.
Diese Callendar-Van-Dusen-Gleichung beschreibt
den negativen Temperaturverlauf sehr akkurat.
Deutlich komplexer ist es, diese Gleichung nach der Temperatur
aufzulösen und diese anhand des gemessenen Widerstands
zu ermitteln. Hierfür werden – je nach gewünschter
Genauigkeit und nach Temperaturbereich – Gleichungen
ersten, zweiten oder dritten Grades verwendet. Eine sehr
hohe Genauigkeit bieten die rationalen Funktionen, bei denen
es sich um einen Quotienten aus zwei Polynomfunktionen
handelt. Da das ELV-SH-PTI2 über einen leistungsstarken
32-Bit-Controller verfügt, nutzen wir hier natürlich
diese Rechenleistung aus und verwenden zur Berechnung
der Temperatur eine rationale Funktion.
Bei Platin-Messwiderständen, wie den am häufigsten verwendeten PT100 oder PT1000, handelt es sich
um typische Kaltleiter. Das bedeutet, dass ihr Widerstandswert mit steigender Temperatur zunimmt
und mit fallender Temperatur abnimmt. Die Zahl in der Kurzbezeichnung steht für den gemäß DIN EN
60751 genormten Widerstandswert bei 0 °C. Die genauen Temperaturen sind dabei abhängig vom
Temperaturkoeffizienten α, der wiederum von der Reinheit und Beschaffenheit des Materials
abhängig ist. Der Koeffizienten des hier gezeigten PT100 (Bild 5) lässt sich aus den Widerstandswerten
138,51Ω − 100Ω
bei 0°C und 100°C berechnen: αααα = = 0,003851 1 . Somit handelt es sich um einen
100Ω ∗ 100°CCCC
KKKK
typischen Alpha-385-Sensor nach DIN EN 60751. Durch die in Bild 4 angesprochene Linearität, lässt
sich bereits mit diesem Wert eine relativ genaue Annäherung erstellen. Als Beispiel wird der
Widerstandswert des Sensors bei 150 °C bestimmt:
Bild 4: Eine RRRR(150) gemessene = 100Ω ∗ Widerstand-Temperatur-Kennlinie 1 + 0,003851 1 ∗ 150°CCCCC = 157,765Ω
KKKK eines PT100-
Sensors
Dies entspricht einer absoluten Abweichung von 0,455 Ω zum Datenblattwert. Deutlich genauer ist
eine Annäherung 2. Grades, die sich auch für Temperaturen über 100 °C sehr gut eignet und nach der
zuvor genannten Norm folgendermaßen berechnet wird:
RRRR(150) = 100Ω ∗ (1 + 3,91 ∗ 10 −3 KKKK −1 ∗ 150°CCCC − 0,588 ∗ 10 −6 KKKK −2 ∗ 150°CCCC 2 ) = 157,327Ω
Dies entspricht nur noch einer Abweichung von 0,017 Ω. Bei Temperaturen unter 0 °C wird häufig ein
weiterer Koeffizient hinzugefügt: RRRR(TTTT) = RRRR0(1 + aaaaTTTT + bbbbbbbb 2 + cccc(TTTT − 100)TTTT 3 ). Bei a, b und c
handelt es sich hier um materialspezifische Konstanten. Diese Callendar-Van-Dusen-Gleichung
beschreibt den negativen Temperaturverlauf sehr akkurat.
Deutlich komplexer ist es, diese Gleichung nach der Temperatur aufzulösen, und diese anhand des
gemessenen Widerstandes zu ermitteln. Hierfür werden – je nach gewünschter Genauigkeit und
Temperaturbereich – Gleichungen ersten, zweiten oder dritten Grades verwendet. Eine sehr hohe
Genauigkeit Bild bieten 5: PT100 die rationalen nach DIN Funktionen, EN 60751 bei denen es sich um einen Quotienten aus zwei
Polynomfunktionen handelt. Da das ELV-SH-PTI2 über einen leistungsstarten 32-Bit-Controller verfügt,
nutzen wir hier natürlich diese Rechenleistung aus und verwenden zur Berechnung der Temperatur
eine rationale Funktion.
Die zu berechnende Gleichung lautet wie folgt:
Die zu berechnende Gleichung lautet wie folgt:
TTTT = cccc 0 + RRRR RRRRR 1 + RRRRcccc 2 + RRRR(cccc 3 + cccc 4 RRRR)
1+RRRR(cccc 5 + RRRR(cccc 6 + cccc 7 RRRR))
TTTT = cccc 0 + cccc 1RRRR + cccc 2 RRRR 2 + cccc 3 RRRR 3 + cccc 4 RRRR 4
1+cccc 5 RRRR + cccc 6 RRRR 2 + cccc 7 RRRR 3
Die Formel besteht aus einer biquadratischen Polynom-
Die Formel besteht aus einer biquadratischen Polynomfunktion im Zähler und einer kubischen
Polynomfunktion
funktion
im
im
Nenner.
Zähler und einer kubischen Polynomfunktion im
Nenner. Mit dieser Gleichung wird die Temperatur anhand
Mit dieser Gleichung wird die Temperatur anhand des ermittelten Platinwiderstands RRRR in einem
Bereich von -200 °C bis +850 °C mit einer durchschnittlichen Abweichung von ±0,015 °C berechnet.
des ermittelten Platinwiderstands R in einem Bereich von
Näheres zu dem Thema finden Sie auf der folgenden Webseite.
-200 °C bis +850 °C mit einer durchschnittlichen Abweichung
von ±0,015 °C berechnet.
Näheres zu dem Thema finden Sie auf dieser Webseite.
ELVjournal 6/2025 9
Bausatz
Leitungskompensation
Da die Temperatur wie beschrieben vom Widerstandswert
abhängt, können Leitungswiderstände vom IC zum Sensor
und zurück das Ergebnis verfälschen. Bei einem PT100-
Sensor ändert sich die ermittelte Temperatur dabei um 1 °C
je 0,4 Ω zusätzlichem Leitungswiderstand. Um dem entgegenzuwirken,
wurden unterschiedliche Methoden zur Leitungskompensation
entwickelt, die sich in der Anzahl der
Adern widerspiegeln. Bei Sensoren mit zwei Adern kann
keine Kompensation vorgenommen werden. Kommt eine
dritte Ader hinzu, bietet sich bereits eine sehr genaue Kompensationsmöglichkeit.
Über die dritte Leitung wird der
Spannungsabfall zwischen der Sensorspitze und dem Kabelanfang
gemessen. Aus diesem Wert lässt sich dann der
Widerstand einer Leitung ermitteln. Da sich sowohl Hin- als
auch Rückleiter bei denselben Bedingungen sehr ähnlich
verhalten, wird der Wert auch auf die Rückleitung übertragen.
Die beste Kompensationsmöglichkeit bieten jedoch
Sensoren mit vier Adern. Über zwei der Leitungen fließt der
Messstrom, während über die anderen der Spannungsfall
bestimmt wird. Da der AD-Wandler wie alle Spannungsmessgeräte
einen sehr hohen Innenwiderstand hat, fließt so gut
wie kein Strom über die beiden Messleitungen. Daher entspricht
die gemessene Spannungsdifferenz ausschließlich
dem Spannungsabfall am Platinwiderstand. Bild 6 zeigt den
prinzipiellen Aufbau von 2-, 3- und 4-Draht-PT-Sen soren.
Vielfältige Einsatzzwecke
Doch was unterscheidet PT-Sensoren von herkömmlichen
Temperatursensoren? Neben der einfachen Auswertung
und Datenverarbeitung bieten PT-Sensoren weitere vielfältige
Einsatzmöglichkeiten. Wie beschrieben, hängt die
Genauigkeit stark mit dem verwendeten Typ und der Anzahl
der Adern zusammen. Wenn eine geeignete Kompensation
stattfindet oder der Leitungswiderstand nur gering ins Gewicht
fällt, übertrifft die Genauigkeit andere Sensoren bei
Weitem. Die zulässige Abweichung berechnet sich nach
DIN EN 60751 für Sensoren der Klasse A wie folgt:
±(0,15 + 0,002*|t|)°C.
Bei 20 °C entspricht dies einer maximalen Abweichung von
±0,19 °C, die in der Regel jedoch deutlich geringer ausfällt.
Durch die einheitliche Normierung lassen sich die Werte
zweier Sensoren hervorragend vergleichen. Zudem können
PT-Sensoren auch bei extremeren Bedingungen verwendet
werden. So lassen sich geeignete Ausführungen ohne Probleme
bei Temperaturen von -200 °C bis über 800 °C einsetzen,
was völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Die von uns unterstützte
Obergrenze liegt bei 600 °C, wobei auch hier noch
sehr genaue Messwerte gewährleistet werden können. Auch
bei der Bauform ist man alles andere als eingeschränkt. Im
Laufe der Zeit haben sich unterschiedlichste Ausführungen
etabliert, darunter Rohranlege-, Flansch-, Magnet- oder
Lufttemperatur-Fühler, die eine einfache Montage für vielfältige
Einsatzzwecke ermöglichen (Bild 7).
Bild 6: Aufbau eines PT-Sensors mit unterschiedlicher Aderanzahl
Bild 7: Verschiedene PT-Sensoren für unterschiedliche Einsatzzwecke
Sensor in Betrieb nehmen
Sensor zusammenbauen und PT-Sensoren anschließen
Bild 8 zeigt den Lieferumfang des komplett vorbestückten Bausatzes, Bild 9 die Platine und den Bestückungsdruck beidseitig
im Detail. Es sind keine Lötarbeiten notwendig.
Der Zusammenbau benötigt nur wenige Schritte:
• Antennenhalter und Konfigurationskarte anbringen
• Platine in eine Abox 040 einsetzen (Abox 040-L)
• Sensoren und gegebenenfalls Leitungen der Spannungsversorgung an die Federkraftklemmen der Platine anschließen
10 www.elvjournal.de
Bausatz
Bild 8:
Lieferumfang des
ELV Smart Home
Platin-Temperatursensor
Interface -
2-fach
ELV-SH-PTI2
Bild 9: Platine und Bestückungsdruck des ELV-SH-PTI2 von oben und unten
ELVjournal 6/2025 11
Bausatz
Bild 10: Antennenhalter einsetzen und
Antenne verlegen
Schieben Sie die beiden grauen Antennenhalter seitlich auf
die Platine (Bild 10). Um dabei ein Abscheren der kleinen
Rastnasen zu vermeiden, biegen Sie den unteren Teil des
Antennenhalters beim Aufschieben mit Ihrem Fingernagel
oder einem flachen Werkzeug leicht nach unten. Führen Sie
die Antenne anschließend durch die oberen Löcher der beiden
Halter.
Dem Bausatz liegt eine Konfigurationskarte bei, auf der die
DIP-Schalterstellungen für den jeweiligen PT-Sensortyp und
der Verbindungsplan für die 2-, 3- und 4-Draht-Anschlüsse
der Sensorkabel gezeigt werden. Diese Karte können Sie mit
den beiden mitgelieferten doppelseitigen Klebestreifen am
äußeren Batteriehalter befestigen. So haben Sie die Konfigurationsmöglichkeiten
immer parat.
Ziehen Sie die doppelseitigen Klebestreifen vom Trägermaterial
ab und kleben Sie diese an die im Bild 11 dargestellten
Stellen des Batteriehalters. Knicken Sie die Konfigurationskarte
an der vorhandenen Falz und kleben diese an den Batteriehalter
(Bild 12).
In den Tabellen 1 bis 3 sind die Inhalte der Konfigurationskarte
dargestellt.
Bild 11: Klebestellen für die doppelseitigen Klebestreifen am Batteriehalter
2-Wire
2-Draht
3-Wire
3-Draht
4-Wire
4-Draht
Sensor-Connection-Plan
Sensor-Verbindungsplan
X1/X2
A B C D
Red2
Rot2
Red2
Rot2
Red1
Rot1
Red1
Rot1
Red1
Rot1
White1
Weiß1
White1
Weiß1
White1
Weiß1
White2
Weiß2
Tabelle 1: Verbindungsplan für
2-, 3- und 4-Draht-Sensoren
Sensor-Resistance-Type
Sensor-Widerstands-Typ
X1
X2
S1.1 S1.2 S4.1 S4.2
PT100 On On On On
PT1000 Off Off Off Off
Tabelle 2: DIP-Schalterstellungen
für PT100- und
PT1000-Sensoren
2-Wire
2-Draht
3-Wire
3-Draht
4-Wire
4-Draht
Sensor-Wire-Type
Sensor-Draht-Typ
X1
X2
S2.1 S2.2 S3.1 S3.2 S5.1 S5.2 S6.1 S6.2
Off On On On Off On On On
On Off On Off On Off On Off
Off On Off Off Off On Off Off
Bild 12: Die am Batteriehalter befestigte Konfigurationskarte
Tabelle 3: DIP-Schalterstellungen für 2-, 3- und 4-Draht-Sensoren
12 www.elvjournal.de
Bausatz
Bild 13: Montagelöcher abdichten
Bild 14: Festgeschraubte Platine im Abox-Gehäuse
Sollten Sie das ELV-SH-PTI2 in der Abox 040-L verwenden,
montieren Sie diese zunächst am Bestimmungsort, da die
Platine sonst die Befestigungslöcher verdeckt. Dichten Sie
anschließend die beiden Befestigungslöcher mit den dem
Gehäuse beiliegenden Gummiverschlüssen ab (Bild 13).
Fixieren Sie die Platine mit den beiden beiliegenden Schrauben
am Gehäuseboden, wie in Bild 14 gezeigt.
Öffnen Sie vorsichtig die benötigten elastischen Kabeldurchführungen
im Bereich vor den Federkraftklemmen mit
einem spitzen Gegenstand (Kreuzschraubendreher). Führen
Sie die Anschlüsse der Platin-Temperatursensoren von
außen jeweils durch eines der drei elastischen Kabeldurchführungen
in das Gehäuse ein. Bei Verwendung einer Festspannung
führen Sie auch diese Leitungen durch eine freie
Kabeldurchführung von außen in das Gehäuse ein. Schieben
Sie mit einem Kreuzschraubendreher die jeweilige Federkraftklemme
auf und schließen Sie die Sensorkabel an, wie
in Tabelle 1 beschrieben und in Bild 15 gezeigt.
Fixieren Sie mit den beiliegenden Kabelbindern die Sensorleitungen
und gegebenenfalls die Leitungen der Festspannungsversorgung
an den in der Platine vorhandenen
T-Stücken. Bild 16 zeigt beispielhaft die Fixierung einer Sensorleitung.
Der Rastkörper des Kabelbinders sollte sich anschließend
dicht über der Platine befinden.
Abschließend legen Sie die Batterien polrichtig ein oder
schalten bei Verwendung einer Festspannung das Netzteil
an. Das ELV-SH-PTI2 startet mit dem typischen Blinken der
Homematic IP Status-LED und ist bereit zum Anlernen an
eine Zentrale.
Bild 15: Anschluss der Sensorleitungen
Bild 16: Fixierung der Leitungen mit einem Kabelbinder
ELVjournal 6/2025 13
Bausatz
PT-Sensoren über DIP-Schalter konfigurieren
Bevor Sie das ELV-SH-PTI2 an eine Zentrale
anlernen, stellen Sie die DIP-Schalter für den
angeschlossenen PT-Sensortyp am jeweiligen
Anschluss ein – siehe Konfigurationskarte oder
Zeichnung in Bild 17.
Bild 17: DIP-Schalterstellungen für die einzelnen PT-Sensortypen
ELV-SH-PTI2 anlernen
ELV-SH-PTI2 am Access Point oder
der Home Control Unit anlernen
Wählen Sie den Eintrag „Gerät anlernen“ und folgen
Sie dem Anmelde-Assistenten für die weitere
Einrichtung. Ordnen Sie das ELV-SH-PTI2
während des Anlernens einem Raum zu (Bild 18).
Legen Sie gegebenenfalls einen neuen Raum
an und geben Sie einen aussagekräftigen
Namen für das Temperatur-Sensor Interface
ein. Anschließend ist das Produkt betriebsbereit.
Im angelernten Raum kann nun im Reiter
„Wetter und Umwelt“ die Temperatur ausgelesen werden.
Hierfür werden die Differenztemperatur, der Temperatursensor
1 sowie der Temperatursensor 2 jeweils einzeln ausgegeben.
Zusätzlich kann der ELV-SH-PTI2 auch in Automatisierungsregeln
als Auslöser verwendet werden.
Bild 18: Einrichtungsassistent zum Anlernen
Den Homematic IP Access Point
ganz einfach einrichten
Bevor Sie Ihre Komponenten in Ihr Homematic IP
System integrieren können, müssen Sie den
Homematic IP Access Point und die App einrichten.
Eine detaillierte Anleitung dazu finden Sie in
unserem Video.
14 www.elvjournal.de
Bausatz
ELV-SH-PTI2 an die CCU3 anlernen und konfigurieren
Loggen Sie sich auf der WebUI Ihrer CCU3 ein und klicken
Sie oben rechts auf „Gerät anlernen“. Wählen Sie im Popup-Fenster
„HmIP Gerät anlernen“, um den Anlernmodus für
60 s zu starten. Geben Sie im Folgedialog unter Posteingang
die Beschriftung des Geräts und der Kanäle ein (Bild 19) und
ordnen Sie diese einem Raum oder Gewerk zu (siehe WebUI-
Handbuch).
Nach der Anmeldung an der CCU3 ist das Produkt betriebsbereit.
Wählen Sie auf der Startseite „Status und Bedienung“
„Geräte“ und klicken Sie in der Liste auf das ELV-SH-PTI2,
um die aktuellen Messwerte des Sensors zu sehen (Bild 20).
Im Reiter „Einstellungen“ „Geräte“ lassen sich diverse
Konfigurationsparameter der verschiedenen Gerätekanäle
anpassen (Bild 21). Im Kanal 0 können Sie z. B. das Sendeintervall
der Statusmeldungen und die Schwelle für Low-Bat
konfigurieren. In Kanal 1 und 3 besteht zudem die Möglichkeit,
eine Offset-Temperatur einzustellen, um so einen Temperaturunterschied
am Sensor auszugleichen. Im Kanal 5 ist
keine Offset-Temperatur-Einstellung möglich, da der Temperaturwert
die Differenz der Kanäle 1 und 3 ist und er somit
schon die Offset-Temperatur aus diesen Kanälen besitzt.
Bild 19: Namensvergabe und Zuordnung von Gewerk und Raum im Posteingang
Bild 20: Anzeige der Messwerte in der Statusansicht
ELVjournal 6/2025 15
Bausatz
Das ELV-SH-PTI2 besitzt 3 Kanäle (2, 4 und 6), die sich für bedingte Schaltbefehle zu verknüpften
Aktoren nutzen lassen. Es lassen sich bei jedem Kanal zwei verschiedene Schwellwerte
für die Temperatur definieren. Sollen Aktoren bei Über- oder Unterschreitung dieser Schwellen
schalten, setzen Sie ein Häkchen, um die zugehörigen Telegramme zu senden (Bild 22).
Bild 21: Geräteeinstellungen des ELV-SH-PTI2
Bild 22: Senden von Telegrammen bei Unter- oder Überschreitung von Grenzwerten aktivieren
16 www.elvjournal.de
Bausatz
Schaltungsbeschreibung
Die Schaltung des ELV-SH-PTI2 besteht aus der Spannungsversorgung,
dem Mikrocontroller U4 und dem Transceiver-
Modul A1 für die Funkkommunikation sowie den beiden
Mess-ICs U1 und U3 für die Platin-Temperatursensoren und
die dazugehörigen Klemmanschlüsse X1 und X2.
Die Spannungszufuhr des ELV-SH-PTI2 (Bild 23) kann entweder
mit einer Festspannung aus einem 5-V-Netzteil oder
über zwei LR6-Batterien (AA/Mignon) erfolgen. Für die Versorgung
aus einem Netzteil wird der Klemmanschluss X3
genutzt, dieser bietet zwei Leitungsanschlüsse für die +5-V-
und die Masse-Leitung. Die 5 V des Netzteils werden dann
an den Linearspannungsregler VR1 geführt, der am Ausgang
eine Spannung von 3,3 V ausgibt, welche über die Schottky-
Diode D1 an den Spannungsknotenpunkt +VDD gelangt.
Bei einer Batterieversorgung der Schaltung werden zwei
LR6-Batterien polrichtig in die dafür vorgesehenen Batteriehalter
BT1 und BT2 gelegt. Die Batteriespannung wird
dann über den PTC-Widerstand RT1 geführt, der im Falle eines
Kurzschlusses hochohmig wird und somit die Batterien
schützt. Anschließend gelangt die Batteriespannung an den
Source-Anschluss von P-Kanal-MOSFET Q2.
Die beiden P-Kanal-MOSFETs Q1 und Q2 sorgen dafür, dass
bei einer angeschlossenen 5-V-Festspannung über X3 die
Verbindung zu den Batterien unterbrochen wird. Dies erfolgt
mit der Verbindung von Klemmanschluss X3 über den
0-Ω-Widerstand R11 an die Gate-Anschlüsse von Q1 und Q2.
Durch diese Maßnahme kann auch mit eingelegten Batterien
eine Festspannung als Spannungsversorgung genutzt werden,
ohne dass die Batterien fälschlich geladen werden.
Wenn keine Festspannung angeschlossen ist, sorgt der
Widerstand R2 an den Gate-Anschlüssen von Q1 und Q2
dafür, dass beide komplett durchschalten und die Batteriespannung
nun ebenfalls am Spannungsknotenpunkt
+VDD anliegt. Die Spannung +VDD versorgt sowohl den Mikrocontroller
U4 als auch das Transceiver-Modul A1 für die
Funkkommunikation.
Zudem wird über +VDD auch der Schaltregler U2 versorgt.
Dieser Schaltregler (Boost Converter) sorgt dafür, dass auch
bei schon etwas entladenen Batterien an seinem Ausgang
eine Spannung von zirka 3,3 V (+UB) bereitgestellt wird, die
die beiden Mess-ICs U1 und U3 sicher versorgt. Da der Ruhestromverbrauch
der Mess-ICs mit bis zu 3 mA recht hoch
ist, wird der Schaltregler U2 nur dann eingeschaltet, wenn
auch eine Messung mit den beiden Mess-ICs bevorsteht.
Der Mikrocontroller U4 kann dazu mit der Leitung +UB_EN
den Schaltregler U2 ein- und ausschalten. Da der Schaltregler
U2 beim Einschalten zunächst viel Strom zum Anlaufen
benötigt, befinden sich in der Schaltung die sieben 22-µF-
Kondensatoren, die für eine genügend große Kapazität sorgen,
sodass die Spannung +VDD kaum einbricht.
+ -
5 VDC
TP2
BT1A
+
-
BT1B
BT2A
+
-
BT2B
TP4
X3
1
2
Überstromschutz
RT1
500mA
TP44
TP45
TP26
C2
+VDD
C25
10u
16V
C3
1u
16V
100n
16V
L1
600R
2
VIN
VR1
C21
10u
16V
VOUT 3
GND
1 C4
S1206B33
C22
100n
16V
R11
0R
U2
+UB-EN
R5
100k
EN 6
SEL
4
100n
16V
C5
Boost Converter
IN 5
10u
16V
L3
R6
100k
LX 2
2,2µH
External_PWR
OUT 1
GND
3
MAX17225ELT
C23
TP27
R1
0R
nip
TP3
3,3 VDC
+UB
TP1
R3
Bild 23: Schaltbild der Spannungsversorgung
R7
R2
100k
10u
16V
BAT43W
IRLML6401
Q1
Q2
IRLML6401
C24
100n
16V
L2
D1
600R
C6
+VDD
C7
100n
16V
C8
10u
16V
22u
16V
C9
C10 C11
22u
16V
22u
16V
22u
16V
C16 C17 C18
22u
16V
22u
16V
22u
16V
TP28
TP5
VDD 2
+VDD
+UB-EN
Mikrocontroller
U4A
21
PA00 RESETn 11
TP21
TP30
ELVjournal 6/2025 17
5 VDC
Bausatz
TP2
RT1
500mA
Das ELV-SH-PTI2 BT1A nutzt als +VDD Mikrocontroller (Bild 24) einen PC07 kann der Controller TP3
Boost Converter
anhand der Schalterstellungen von
+
L1
L2 3,3 VDC
EFM32PG22 der Firma Silicon Labs. Diese Controller zeich-
den DIP-Schaltern S1A, S1B, +UB S2A, S2B sowie S4A, S4B, S5A,
nen sich durch - einen exzellenten Energiesparmodus aus –
was der BT1B Batterielebensdauer sehr zugutekommt - und sind
BT2A
dennoch sehr
+
leistungsstark.
C25
C21 C22
Der Mikrocontroller U4 ist per SPI-Schnittstelle über die Anschlüsse
PA04 - bis PA07 und PB00 16V
16V 16V
1u
10u 100n
TP44
mit den beiden Mess-ICs
BT2B
U1 und U3 verbunden. Mit den Anschlüssen MAX31865_CS_1 R6
TP4
Überstromschutz
TP45
10u
16V
100n
16V
600R
R11
0R
(PA07) und MAX31865_CS_2 (PB00) kann per Low-Pegel entschieden
werden, mit welchem Mess-IC der Controller kommuniziert.
Durch Auswertung der vier Anschlüsse PC04 bis
U2
+UB-EN
R5
100k
EN 6
SEL
4
100n
16V
IN 5
10u
16V
L3
100k
LX 2
2,2µH
External_PWR
S5B erkennen, welcher Sensortyp eingestellt wurde.
Neben der SPI-Schnittstelle zu den Mess-ICs verfügt der
OUT 1
Mikrocontroller U4 über eine weitere separate SPI-Schnittstelle,
mit der die Kommunikation zum Transceiver-Modul
16V 16V
A1 erfolgt. Das Transceiver-Modul wiederum sorgt für die
GND
Funkkommunikation zum Homematic IP System.
3
MAX17225ELT
C23
R2
100k
10u
Am Anschluss PA8 ist die Homematic IP Systemtaste S7 und
an den Anschlüssen PD02 und PD03 sind die Status-LEDs
angeschlossen.
Q1
Q2
IRLML6401
C24
100n
600R
C6
C7
100n
16V
C8
10u
16V
22u
16V
C9
C10 C11
22u
16V
22u
16V
C16 C17 C18
22u
16V
22u
16V
22u
16V
22u
16V
TP28
R3
R7
TP5
A1
TRX1-TIF
TP13
VDD 2
TCKC/SWCLK 5
TMSC/SWDIO 4
SWO 3
RESET 1
GND 6
Prog.-Adapter
+UB 8
CSn 6
SI
1
SO 3
SCLK 2
GDO2 4
GDO0 5
GND 7
+VDD
C35
+VDD
TRX_SCLK
C36
22p
50V
TRX_CS
TRX_SI
TRX_SO
C37
100n
16V
10u
16V
TP6
TP7
TP8
TP9
TP10
C38
1n
50V
TP23
TP40
TP41
TP42
TP22
TP43
S7
TP14
+UB-EN
MAX31865_SDI
MAX31865_SDO
MAX31865_SCLK
MAX31865_CS_1
MAX31865_CS_2
External_PWR
R12
220k
R13
330k
Mikrocontroller
U4A
21
PA00
22
PA01
23
PA02
24
PA03
25
PA04
26
PA05
27
PA06
28
PA07
29
PA08
20
PB00
19
PB01
18
PB02
17
PB03
16
PB04
9
HFXTAL_I
10
HFXTAL_O
RESETn 11
PC00 1
PC01 2
PC02 3
PC03 4
PC04 5
PC05 6
PC06 7
PC07 8
PD02 38
PD03 37
NC 14
PD00 40
PD01 39
EFM32PG22C200F256IM40
TRX_SCLK
TRX_SO
TRX_SI
TRX_CS
PT_TYPE_SEL_1
WIRE_SEL_1
PT_TYPE_SEL_2
WIRE_SEL_2
Y1
32.768 kHz
C39
10p
50V
C33
C40
10p
50V
C34
100n
25V
TP21
TP11
TP15
1u
16V
nip
R9
390R
TP12
TP16
DS1
R10
1k5
R
TP30
+VDD
C41
12
15
34
DVDD
DVDD
DVDD
U4B
VREGSW 31
VREGVDD 32
IOVDD 36
AVDD 35
+VDD
Status-LEDs
10u
16V
C45
C46
100n
16V
C47
100n
16V
C48
100n
16V
1u
16V
30
DECOUPLE VREGVSS 33
13
GND TH-GND 41
EFM32PG22C200F256IM40
C42
C43
100n
16V
C44
100n
16V
10u
16V
Antenna1 Antenna2
Bild 24: Schaltbild Mikrocontroller und Transceiver-Modul
18 www.elvjournal.de
die Status-LEDs angeschlossen.
Kommen wir nun zu den eigentlichen Herzstücken der
Schaltung, den beiden bereits zuvor erwähnten Mess-ICs
U1 und U3 (Bild 25). Hierbei handelt es sich um ein spezielles
IC der Firma Analog Devices, den MAX31865. Dieses IC ist
darauf ausgelegt, den feinen, temperaturabhängigen Widerstandswert
eines Platin-Sensors in einen digitalen Wert
umzusetzen.
Hierfür benötigt der IC einen Referenzwert, der mittels Präzisionswiderständen
eingestellt wird. Damit der gesamte
Messbereich von -200 °C bis +600 °C abgebildet werden
kann, sollte der Referenzwiderstand ungefähr dem 4-fachen
Widerstandswert des Sensors bei 0 °C entsprechen.
Folglich muss der Wert zwischen 400 Ω und 4 kΩ variieren
können, damit sowohl PT100- als auch PT1000-Sensoren
unterstützt werden. Bei R3, R4, R7 und R8 handelt es sich
um die beschriebenen Präzisionswiderstände mit einer Abweichung
von maximal 0,1 %, die hier als Referenz dienen.
Wird nun ein PT1000-Sensor angeschlossen, müssen die
DIP-Schalter S1A bzw. S4A geöffnet (Off) sein, wodurch der
vom MAX31865 generierte (BIAS-)Messstrom nur über den
Kommen wir nun zu den eigentlichen Herzstücken der Schaltung, den beiden bereits zuvor erwähnten
Mess-ICs U1 und U3. Hierbei handelt es sich um ein spezielles IC der Firma Analog Devices den
MAX31865. Dieses IC ist darauf ausgelegt, den feinen, temperaturabhängigen Widerstandswert eines
Platin-Sensors in einen digitalen Wert umzusetzen.
Bausatz
Hierfür benötigt der IC einen Referenzwert, der mittels Präzisionswiderstände eingestellt wird. Damit
der gesamte Messbereich von -200 °C bis 600 °C abgebildet werden kann, sollte der
Referenzwiderstand ungefähr dem 4-fachen Widerstandswert des Sensors bei 0 °C entsprechen.
Folglich 4,02-kΩ-Widerstand muss Wert zwischen 400 Ω R3 und bzw. 4 kΩ R7 variieren und können, anschließend damit sowohl durch PT100- die als auch
PT1000-Sensoren unterstützt werden. Bei R3, R4, R7 und R8 handelt es sich um die beschriebenen
Anschlüsse FORCE+ und FORCE- über den Sensor und seinen
PT1000-Sensor aktuellen angeschlossen, temperaurabhängigen müssen die DIP-Schalter Widerstand S1A bzw. S4A fließt. geöffnet (Off) sein,
Präzisionswiderstände mit einer Abweichung von maximal 0,1%, die hier als Referenz dienen. Wird
nun ein
wodurch der vom MAX31865 generierte (BIAS-)Messstrom nur über den 4,02 kΩ Widerstand R3 bzw.
Bei Verwendung eines PT100-Sensors werden die DIP-
R7 und anschließend durch die Anschlüsse FORCE+ und FORCE- über den Sensor und seinem aktuellen
temperaurabhängigen Widerstand fließt.
Schalter S1A bzw. S4A hingegen geschlossen (On) und es
Bei Verwendung eines PT100-Sensors werden die DIP-Schalter S1A bzw. S4A hingegen geschlossen
(On) und es entsteht eine Parallelschaltung mit dem folgenden Gesamtwiderstand:
entsteht eine Parallelschaltung mit dem folgenden Gesamtwiderstand:
RRRR3|RRRR4 =RRRR7|RRRR8 =
4,02 kkkkk ∗ 442 k
= 398,216 k
4,02 kkkkk + 442 k
Der durch den Messstrom IIII MMMMMMMMMMMMMMMM erzeugte Spannungsabfall UUUU RRRRMMMMRRRR über den Referenzwiderstand RRRR RRRRMMMMRRRR
dient als Der Referenzspannung durch den für Messstrom den im MAX32865 IMess intern erzeugte enthaltenden Spannungsabfall
15-Bit-AD-Wandler. Damit
entspricht die Spannung UUUU RRRRMMMMRRRR auch dem maximalen AD-Wandler-Wert AAAAAAAACCCC mmmmmmmmmmmm von 32768.
URef über den Referenzwiderstand RRef dient als Referenz-
Wie schon erwähnt, fließt der Messstrom IIII MMMMMMMMMMMMMMMM auch durch den Sensor-Widerstand RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS und
spannung für den im MAX32865 intern enthaltenden 15-Biterzeugt
damit eine proportional zum Platinwiderstand anliegende Spannung UUUU SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS . Diese Sensor-
Spannung AD-Wandler. kann nun mit dem Damit 15-Bit-AD-Wandler entspricht an die den Anschlüssen Spannung RTDIN+ URef und auch RTDIN- dem in einen
digitalen Wert AAAAAAAACCCC SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS umgewandelt werden und ist dann über die SPI-Schnittstelle vom
maximalen AD-Wandler-Wert ADCmax von 32768.
Mikrocontroller U4 auslesbar. Da die exakten Referenzwiderstandswerte im Microcontroller U4
hinterlegt Wie sind, schon kann dieser erwähnt, nun zunächst fließt – mit Hilfe der des Messstrom ausgelesenen Werts IMess AAAAAAAACCCC auch SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS durch den Sensor-
Widerstand berechnen. Dazu wird die folgende Formel verwendet, die die Beziehung der einzelnen
den Sensor-Widerstand RSensor und erzeugt damit eine pro-
Widerstände, den anliegenden Spannungen durch den Messstrom und den ADC-Werten beschreibt.
IIII MMMMMMMMMMMMMMMM = UUUU RRRRMMMMRRRR
= UUUU SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS
= AAAAAAAACCCC mmmmmmmmmmmm
= AAAAAAAACCCC SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS
RRRR RRRRMMMMRRRR RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS RRRR RRRRMMMMRRRR RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS
portional zum Platinwiderstand anliegende Spannung USensor.
Diese Sensor-Spannung kann nun mit dem 15-Bit-AD-
Wandler an den Anschlüssen RTDIN+ und RTDIN- in einen
Wird diese Formel nun nach RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS umgestellt, folgt daraus folgendes:
digitalen Wert ADCSensor umgewandelt werden und ist dann
RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS = RRRR RRRRMMMMRRRR ∗ AAAAAAAACCCC SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS
AAAAAAAACCCC mmmmmmmmmmmm
Mit dem nun bekannten Sensorwiderstand kann nun die genaue Temperatur mit der rationalen
Funktion aus dem Abschnitt „Funktionsweise von Platinwiderständen" berechnet werden.
2u
6V
2u
6V
TP28
R3
4k02
1
MAX31865_SDI
MAX31865_SDO
S1A
R4
442R
4
TP29
MAX31865_CS_1
MAX31865_SCLK
11
SDI
14
SDO
1
BIAS
2
REFIN+
4
ISENSOR
13
CS
12
SCLK
U1A
MAX31865
WIRE_SEL_1
FORCE+ 5
FORCE2 6
RTDIN+ 7
3
REFIN-
RTDIN-
FORCE-
8
9
DRDY 18
17
N.C.
TP19
1
2
TP17
S2A
TP24
S2B
4
3
Neben den
A
DIP-Schaltern
B C D
S1A bzw. S4A, ist es wichtig auch die Schalter S1B bzw. S4B korrekt zu setzen.
Denn mit diesen Schaltern erkennt
S3A
der Mikrocontroller 100n über die
S3B
Anschlüsse PT_TYPE_SEL_1 und
16V
PT_TYPE_SEL_2 welcher Sensor-Typ verwendet wird. Analog zum Setzen der Schalter für den richtigen
1 4 C1 2 3
X1
1
TP32
PT_TYPE_SEL_1
2
TP33
2
3
TP34
S1B
4
TP35
3
PESD3V3S1UB
+UB
D2
C19
C12
4n7
50V
C20
100n
16V
PESD3V3S1UB
100n
16V
C13
D3
20
VDD
4n7
50V
19
DVDD
PESD3V3S1UB
U1B
DGND 15
GND1 16
GND2 10
TH-GND 21
MAX31865
C14
D4
4n7
50V
PESD3V3S1UB
C15
D5
4n7
50V
TP30
R7
4k02
1
S4A
MAX31865_SDI
MAX31865_SDO
R8
442R
4
TP31
MAX31865_CS_2
MAX31865_SCLK
WIRE_SEL_2
S5A
U3A
1 4
11
SDI
FORCE+ 5
14
SDO FORCE2 6 TP25
RTDIN+ 7
1
BIAS
RTDIN-
8
2
REFIN+
FORCE-
9
3
REFIN-
S5B
A B C D
X2
TP36
1
2
3
4
TP37
TP38
TP39
4
ISENSOR
2 3
13
CS
DRDY 18 TP18
S4B
12
17
SCLK
N.C.
PT_TYPE_SEL_2 2 3
MAX31865 TP20
PESD3V3S1UB
+UB
1
S6A
D6
C31
4
C27
4n7
50V
C32
100n
16V
PESD3V3S1UB
100n
16V
100n
16V
C26
C28
D7
20
VDD
4n7
50V
19
DVDD
PESD3V3S1UB
U3B
2
DGND 15
GND1 16
GND2 10
TH-GND 21
MAX31865
S6B
D8
3
C29
4n7
50V
PESD3V3S1UB
C30
D9
4n7
50V
Bild 25: Schaltbild Mess-ICs und Klemmanschlüsse
ELVjournal 6/2025 19
R7
nun
und
ein
anschließend
PT1000-Sensor
durch
angeschlossen,
die Anschlüsse
müssen
FORCE+
die
und
DIP-Schalter
FORCE- über
S1A
den
bzw.
Sensor
S4A
und
geöffnet
seinem
(Off)
aktuellen
sein,
temperaurabhängigen
wodurch der vom MAX31865
Widerstand
generierte
fließt.
(BIAS-)Messstrom nur über den 4,02 kΩ Widerstand R3 bzw.
R7 und anschließend durch die Anschlüsse FORCE+ und FORCE- über den Sensor und seinem aktuellen
Bei temperaurabhängigen Verwendung eines Widerstand PT100-Sensors fließt. werden die DIP-Schalter S1A bzw. S4A hingegen geschlossen
(On) und es entsteht eine Parallelschaltung mit dem folgenden Gesamtwiderstand:
Bei Verwendung Bausatz eines PT100-Sensors werden die DIP-Schalter S1A bzw. S4A hingegen geschlossen
(On) und es entsteht eine 4,02 kkkkk ∗ 442 k
RRRR3|RRRR4
Parallelschaltung
=RRRR7|RRRR8 =
mit dem folgenden Gesamtwiderstand:
= 398,216 k
4,02 kkkkk + 442 k
4,02 kkkkk ∗ 442 k
Der durch den Messstrom RRRR3|RRRR4 IIII =RRRR7|RRRR8 MMMMMMMMMMMMMMMM erzeugte = Spannungsabfall UUUU = RRRRMMMMRRRR über 398,216 den Referenzwiderstand k
4,02 kkkkk + 442 k RRRR RRRRMMMMRRRR
dient als über Referenzspannung die SPI-Schnittstelle für den im MAX32865 des intern Mikrocontrollers enthaltenden 15-Bit-AD-Wandler. U4 ausles-Damibar.
Referenzspannung Da die exakten für den Referenzwiderstandswerte im MAX32865 intern enthaltenden 15-Bit-AD-Wandler. im Mikrocon-Damit
entspricht Wie schon die erwähnt, Spannung fließt UUUU der Messstrom IIII
Der durch den Messstrom IIII
entspricht die Spannung UUUU MMMMMMMMMMMMMMMM erzeugte Spannungsabfall UUUU RRRRMMMMRRRR auch dem maximalen AD-Wandler-Wert RRRRMMMMRRRR über den Referenzwiderstand RRRR
AAAAAAAACCCC mmmmmmmmmmmm von 32768. RRRRMMMMRRRR
dient als
troller U4 hinterlegt RRRRMMMMRRRR auch dem maximalen
sind,
MMMMMMMMMMMMMMMM auch AD-Wandler-Wert durch den Sensor-Widerstand AAAAAAAACCCC RRRR
kann dieser nun zunächst mmmmmmmmmmmm von 32768.
mithilfe
SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS und
erzeugt damit eine proportional zum Platinwiderstand anliegende Spannung UUUU SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS . Diese Sensor-
Wie
Spannung
schon
des kann
erwähnt,
ausgelesenen nun mit
fließt
dem
der
15-Bit-AD-Wandler
Messstrom IIII
Werts ADCSensor MMMMMMMMMMMMMMMM an
auch
den
durch
Anschlüssen
den Sensor-Widerstand
den RTDIN+ und RTDIN-
RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS in einen
und
digitalen
erzeugt damit
Wert
eine
AAAAAAAACCCC
proportional SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS umgewandelt
zum Platinwiderstand
werden und
anliegende
ist dann
Spannung
über die
UUUU
SPI-Schnittstelle SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS . Diese Sensorvom
Mikrocontroller
Spannung berechnen. kann nun
U4 auslesbar.
mit dem Dazu 15-Bit-AD-Wandler
Da
wird
die exakten
die folgende
Referenzwiderstandswerte
an den Anschlüssen Formel RTDIN+ verwendet,
im
und
Microcontroller
RTDIN- die in einen
U4
hinterlegt
digitalen Wert
die sind, Beziehung kann
AAAAAAAACCCC SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS dieser nun
umgewandelt
der zunächst einzelnen – mit
werden
Hilfe
und
Widerstände, des ausgelesenen
ist dann über
Werts
die
der anliegenden
AAAAAAAACCCC
SPI-Schnittstelle SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS Sensorvom
Mikrocontroller
Widerstand berechnen.
U4 auslesbar.
Dazu wird
Da
die
die
folgende
exakten
Formel
Referenzwiderstandswerte
verwendet, die die Beziehung
im Microcontroller
der einzelnen
U4
hinterlegt
Widerstände, Spannungen sind,
den
kann
anliegenden
dieser (ADC-Werte) nun
Spannungen
zunächst – mit
durch durch Hilfe
den
des
Messstrom den ausgelesenen Messstrom und den
Werts
ADC-Werten
AAAAAAAACCCC beschreibt.
SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS beschreibt.
den Sensor-
Widerstand berechnen. Dazu wird die folgende Formel verwendet, die die Beziehung der einzelnen
Widerstände, den anliegenden
IIII
Spannungen MMMMMMMMMMMMMMMM = UUUU RRRRMMMMRRRR
= UUUU SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS durch den
= AAAAAAAACCCC Messstrom mmmmmmmmmmmm
= AAAAAAAACCCC und SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS den ADC-Werten beschreibt.
RRRR RRRRMMMMRRRR RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS RRRR RRRRMMMMRRRR RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS
IIII
Wird diese Formel nun nach MMMMMMMMMMMMMMMM = UUUU RRRRMMMMRRRR
= UUUU SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS
= AAAAAAAACCCC mmmmmmmmmmmm
= AAAAAAAACCCC SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS
RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS RRRR RRRRMMMMRRRR umgestellt, RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS folgt daraus RRRR RRRRMMMMRRRR folgendes: RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS
Wird diese Formel nun nach RSensor umgestellt, folgt daraus
Wird diese Formel nun nach RRRR
RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS = RRRR RRRRMMMMRRRR ∗ AAAAAAAACCCC SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS umgestellt, folgt daraus SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS folgendes:
AAAAAAAACCCC
Folgendes:
mmmmmmmmmmmm
Mit dem nun bekannten Sensorwiderstand
RRRR SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS =
kann
RRRR RRRRMMMMRRRR nun
∗ AAAAAAAACCCC SSSSMMMMSSSSMMMMSSSSSSSS
AAAAAAAACCCC die mmmmmmmmmmmm
genaue Temperatur mit der rationalen
Funktion aus dem Abschnitt „Funktionsweise von Platinwiderständen" berechnet werden.
Mit dem nun bekannten Sensorwiderstand kann nun die genaue Temperatur mit der rationalen
Mit dem nun bekannten Sensorwiderstand kann die genaue
Funktion Neben den aus DIP-Schaltern dem Abschnitt S1A „Funktionsweise bzw. S4A, ist es wichtig von Platinwiderständen" auch die Schalter S1B berechnet bzw. S4B werden. korrekt zu setzen.
Denn mit Temperatur diesen Schaltern mit erkennt der der rationalen Mikrocontroller Funktion über die aus Anschlüsse dem PT_TYPE_SEL_1 Abschnitt und
Neben
PT_TYPE_SEL_2
den DIP-Schaltern
welcher Sensor-Typ
S1A bzw. S4A,
verwendet
ist es wichtig
wird.
auch
Analog
die
zum
Schalter
Setzen
S1B
der
bzw.
Schalter
S4B korrekt
für den
zu
richtigen
setzen.
Denn mit „Funktionsweise diesen Schaltern erkennt von der Platinwiderständen“ Mikrocontroller über die Anschlüsse berechnet PT_TYPE_SEL_1 wer-
und
PT_TYPE_SEL_2 welcher Sensor-Typ verwendet wird. Analog zum Setzen der Schalter für den richtigen
den.
Neben den DIP-Schaltern S1A bzw. S4A müssen auch die
Schalter S1B bzw. S4B korrekt gesetzt werden. Denn mit
diesen Schaltern erkennt der Mikrocontroller über die Anschlüsse
PT_TYPE_SEL_1 und PT_TYPE_SEL_2, welcher
Sensortyp verwendet wird. Analog zum Setzen der Schalter
für den richtigen Referenzwiderstand sind auch hier die
Schalter S1B bzw. S4B bei Verwendung eines PT1000-Sensors
zu öffnen (Off) und zu schließen (On), wenn ein PT100-
Sensor zum Einsatz kommt.
Neben der richtigen Einstellung der DIP-Schalter für den benötigten
Referenzwiderstand werden auch die Einstellungen
für die verwendete Aderanzahl eines Sensors mit den
DIP-Schaltern vorgenommen.
Die beiden Sensoranschlüsse X1 und X2 bestehen jeweils aus
einem 4-poligen Klemmanschluss, der je nach Aderanzahl
unterschiedlich belegt sind. Bei 2-adrigen Sensoren werden
die beiden inneren Anschlusspunkte B und C verwendet.
Damit der vom MAX31865 generierte Messstrom durch
den Sensor fließen kann, müssen die DIP-Schalter S3A und
S3B bzw. S6A und S6B geschlossen (On) werden. Dadurch
werden die inneren mit den äußeren Anschlusspunkten verbunden,
also A (FORCE+) mit B (RTDIN+) und C (RTDIN-) mit
D (FORCE-). Da nun die Mess- und Stromleitung des Hin- sowie
Rückleiters direkt miteinander verbunden sind, wird der
Spannungsfall inkl. Leitungswiderstand gemessen.
Bei 4-adrigen Sensoren werden alle Anschlusspunkte A,
B, C und D des Sensoranschlusses verwendet und die DIP-
Schalter S3A und S3B bzw. S6A und S6B bleiben geöffnet
(Off). Hierbei ist es wichtig, auf das korrekte Anschließen
des Sensors zu achten. Die zwei Adern auf der einen Seite
des Platinwiderstands werden mit den Anschlüssen A und B
verbunden, die auf der anderen Seite mit C und D. Üblicherweise
sind die zusammengehörigen Adern einer Seite farblich
gekennzeichnet, z. B. zweimal rot und zweimal weiß,
siehe auch Bild 6.
20 www.elvjournal.de
Über die zwei äußeren Anschlüsse A und D fließt der Messstrom,
während über die inneren Anschlüsse B und C der
Spannungsfall über den Sensor bestimmt wird. Da der AD-
Wandler wie alle Spannungsmessgeräte einen sehr hohen
Innenwiderstand hat, fließt so gut wie kein Strom über die
beiden Messleitungen B und C. Daher entspricht die gemessene
Spannungsdifferenz ausschließlich dem Spannungsabfall
am Platinwiderstand.
Beim Anschluss von 2- und 4-adrigen Sensoren ist der DIP-
Schalter S2A bzw. S5A zu öffnen (Off) und der Schalter S2B
bzw. S5B zu schließen (On).
Eine Besonderheit stellt der 3-adrige PT-Sensor dar, der
an die Anschlusspunkte A, B und C angeschlossen wird.
Dabei werden die zwei zusammengehörigen Adern mit den
Anschlusspunkten A und B verbunden und die dritte Einzelader
am Anschlusspunkt C. Bei den DIP-Schaltern werden
in diesem Fall die Schalter S3A bzw. S6A geschlossen (On)
und die Schalter S3B bzw. S6B bleiben geöffnet (Off). Durch
das Schließen der DIP-Schaltern S3A bzw. S6A wird wieder
die Verbindung zwischen C (RTDIN-) mit D (FORCE-) realisiert
und erst so der Stromfluss durch den Platinwiderstand ermöglicht.
Jedoch fließt nun auch der Messstrom über die
am Anschlusspunkt C verbundene Einzelader und erzeugt
einen zusätzlichen Spannungsfall über den vorhandenen
Leitungswiderstand, der das Messergebnis verfälscht.
Wenn man davon ausgeht, dass die Leitungslängen und
auch die Eigenschaften der einzelnen Anschlussleitungen
des PT-Sensors quasi identisch sind, kann man auch davon
ausgehen, dass der Spannungsfall an der anderen stromführenden
Anschlussleitung – die von FORCE+ zum Platinwiderstand
– ebenfalls identisch ist. Über eine zusätzliche
Messleitung (FORCE2) wird nun der Spannungsfall zwischen
FORCE+ und RTDIN+ bestimmt. Dazu ist dann der DIP-Schalter
S2A bzw. S5A zu schließen (On) und der Schalter S2B bzw.
S5B zu öffnen (Off). Der nun gemessene Spannungsfall wird
für die Einzelader übernommen, mit der Hauptmessung verrechnet
und somit eliminiert.
Fazit
Das ELV Smart Home Platin-Temperatursensor Interface
2-fach ELV-SH-PTI2 ist eine leistungsstarke und flexible Erweiterung
für Ihr Homematic IP System und macht auch die
präzise Messung extremer Temperaturen und Temperaturbandbreiten
möglich. Durch die Unterstützung von standardisierten
PT100-/PT1000-Sensoren kann das Produkt zudem
für spezielle Anwendungen einfach und schnell genutzt
werden. Dies ermöglicht eine bislang unerreichte Präzision
und Skalierbarkeit für ganz individuelle Mess- und Automatisierungsanwendungen.
Bausatz
Stückliste
Widerstände:
0 Ω/SMD/0402 R11
390 Ω/SMD/0402 R9
442 Ω/SMD/0402 R4, R8
1,5 kΩ/SMD/0402 R10
4,02 kΩ/SMD/0402 R3, R7
100 kΩ/SMD/0402 R2, R5, R6
220 kΩ/SMD/0402 R12
330 kΩ/SMD/0402 R13
PTC/0,5 A/6 V/SMD
RT1
Kondensatoren:
10 pF/50 V/SMD/0402 C39, C40
22 pF/50 V/SMD/0402 C35
1 nF/50 V/SMD/0402 C38
4,7 nF/50 V/SMD/0402 C12-C15, C27-C30
100 nF/16 V/SMD/0402 C1, C3, C4, C6, C19, C20, C22,
C24, C26, C31, C32, C36, C42, C43, C45-C47
100 nF/25 V/SMD/0402 C33
1 µF/16 V/SMD/0402 C25, C48
10 µF/16 V/SMD/0603 C37, C41, C44
10 µF/16 V/SMD/0805 C2, C5, C7, C21, C23
22 µF/16 V/SMD/1206 C8-C11, C16-C18
Halbleiter:
MAX31865/SMD
MAX17225ELT/SMD
EFM32PG22C200F256IM40-C
S1206B33U3T1/SOT89-3
IRLML6401/SMD
BAT43W/SMD
PESD3V3S1UB/SMD
Duo-LED/rot/grün/SMD
U1, U3
U2
U4
VR1
Q1, Q2
D1
D2-D9
DS1
Sonstiges:
Chip-Ferrit, 600 Ω bei 100 MHz, 0603
L1, L2
Speicherdrossel, SMD, 2,2 µH / 1,5 A
L3
Quarz, 32,768 kHz, SMD
Y1
Sender-/Empfangsmodul TRX1-TIF
A1
Stiftleiste, 1x 8-polig, abgewinkelt
A1
Mini-Schalter, 2-polig, liegend, SMD
S1-S6
Taster mit 0,9-mm-Tastknopf, 1x ein,
SMD, 2,5 mm Höhe
S7
Federkraftklemme, 4-polig, Drahteinführung
135°, print, RM = 3,5 mm
X1, X2
Federkraftklemme, 2-polig, Draht
einführung 135°, print, RM = 3,5 mm
X3
Batteriehalter für 1x R6, Rohmaterial
BT1, BT2
Batteriekontakt Plus, R6
BT1, BT2
Batteriekontakt Minus, R6
BT1, BT2
Antennenhalter für Platinen ANTENNA1, ANTENNA2
Kunststoffschrauben, 4,0 x 8 mm
Kabelbinder, 71 x 1,8 mm
Konfigurationskarte
Klebepad, Formstück, doppelseitig
Quellen
• Rectum Thermometer, 1886-1930 | Science Museum
Group Collection
• PT100/1000-Messwiderstände messen bis 850 °C
• MAX31865.pdf
• Platin-Messwiderstand – Wikipedia
• Veröffentlichungen
• Pt100 Tabelle, Pt100 Widerstandstabelle, Pt100
Kennlinie & Widerstandswerte
• Konvertierung eines Platin-Temperaturwiderstands
in eine Temperatur, mithilfe rationaler
Polynomgleichungen
Technische Daten
Geräte-Kurzbezeichnung:
ELV-SH-PTI2
Spannungsversorgung:
2x 1,5 V LR6/Mignon/AA
bzw. 5VDC
Stromaufnahme:
Festspannungsbetrieb (5 VDC) 50 mA max., 70 µA typ.
Batteriebetrieb
50 mA max., 36 µA typ.
Batterielebensdauer (typ.):
3 Jahre
Stehstoßspannung:
330 V
Empfängerkategorie: SRD Category 2
Funk-Frequenzband:
868,0-868,6 MHz
869,4-869,65 MHz
Duty-Cycle:
< 1 % pro h/< 10 % pro h
Funk-Sendeleistung:
10 dBm max.
Typ. Funk-Freifeldreichweite:
284 m
Temperaturmessbereich: -200 °C min., +600 °C max.
(abhängig vom verwendeten Platin-Temperatursensor)
Temperaturauflösung: 0,1 °C
Temperaturgenauigkeit*:
PT-Sensor: ±(0,15 + 0,002 * |t|)°C (Klasse A)
Auslese-IC: 0,3 °C
Wirkungsweise Typ 1
Verschmutzungsgrad 2
Bedienelemente:
1x Systemtaste
12x Konfigurationsschalter
optische Anzeigen:
1x Geräte-LED
Leitungslänge an den Klemmen X1 und X2: 3 m max.
Umgebungstemperatur: -20 bis +55 °C
Abmessungen (B x H x T):
87 x 78 x 30 mm
Gewicht:
46 g
*abhängig von Leitungslänge, Aderanzahl und Sensorklasse
ELVjournal 6/2025 21
Bausatz
ELV Smart Home Platin-Temperatursensor
Interface 2-fach
ELV-SH-PTI2
• Unterstützt 2-, 3- und 4-adrige
PT100- und PT1000-Sensoren
• Kompatibilität mit verschiedenen
PT-Sensor-Bauformen
• Einfache Konfiguration der Sensoren ohne Löten
• Hohe Genauigkeit durch Leitungskompensation
und 15-Bit-AD-Wandler
• Messbereich von -200 °C bis über +600 °C
• Extrem energieeffizient
(batteriebetrieben typisch über 2 Jahre)
• Bis zu 2 Platin-Temperatursensoren nutzbar:
synchrone Temperaturmessung und
automatische Ermittlung der Differenztemperatur
• Kompatibel mit der Home Control Unit,
dem Access Point und der App sowie mit der CCU3
PT-Sensoren sind nicht im Lieferumfang enthalten – eine Auswahl finden Sie im ELVshop.
44,95 € *
Artikel-Nr. 162126
Zum Produkt
Welche PT-Sensoren für welchen Einsatzbereich?
Kabelfühler
Kabelfühler bestechen durch ihre vielseitige Einsatzmöglichkeit. Sie dienen zur
Erfassung von Temperaturen in gasförmigen und flüssigen Medien, z. B. mittels
Einbau in einer Tauchhülse. Bei vielen Kabelfühlern kommt eine Schutzhülse aus
Edelstahl zum Einsatz, die den eigentlichen Temperatursensor ideal vor Umwelteinflüssen
und mechanischen Belastungen schützt, wodurch sie optimale Eigenschaften
für die unterschiedlichsten Einsatzorte bieten.
Rohranlegefühler mit Alu-Prisma
Rohranlegefühler mit Aluminium-Prisma sind ideal für die präzise Temperaturmessung
an Rohrleitungen. Dank der passgenauen Rundung am Sensorkopf lassen
sie sich optimal an runde Oberflächen anlegen. Die Befestigung erfolgt einfach
über ein Spannband oder einen Kabelbinder.
Hochtemperatur-Kabelfühler – schnellansprechend
Bei schnellansprechenden Kabelfühlern kommt eine Schutzhülse aus Edelstahl
zum Einsatz, die mit einem Durchmesser von 6 mm beginnt und sich hin zur Spitze
auf einen Durchmesser von 3 mm verjüngt. Dadurch reagiert der eigentliche Temperatursensor
thermisch schnell, ist aber dennoch ideal vor Umwelteinflüssen und
mechanischen Belastungen geschützt. Zusätzlich besteht der Leitungsmantel aus
einem Glasseidegeflecht, das zusätzlich mit einem Metallgeflecht geschützt wird.
22 www.elvjournal.de
* Die angegebenen Preise sind unverbindlich, entsprechen dem Stand bei Redaktionsschluss und
können sich aufgrund von Verfügbarkeit, Marktentwicklung oder tagesaktueller Kalkulation ändern.
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• Misst Regen, Windgeschwindigkeit/-richtung, Innen-/Außenluftfeuchte,
Luftdruck, Innen-/Außentemperatur, Umgebungshelligkeit
• Erweiterbar um Zusatzsensoren für das Raumklima und den Garten
• Funkreichweite: typ. 100 m (Freifeld), Funkfrequenz: 868 MHz
• Kostenlose App (iOS und Android) für verschiedene Wetterportale
(z. B. Ecowitt Weather, Weather Underground, Weathercloud)
• Einbindbar in Smart-Home-Umgebungen dank IFTTT-Plattform
• Speicherung der Messwerte auf microSD-Karte (bis 32 GB, nicht inkl.)
• Einstellbare Wertschwellen für einen optischen/akustischen Alarm
• Weltweiter Zugriff (Ecowitt) auf individuell gestaltbare Kurvenansichten
Beispiel: Ecowitt-Weather-App – Lieferung ohne Smartphone
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aufgrund von Verfügbarkeit, Marktentwicklung oder tagesaktueller Kalkulation ändern.
ELVjournal 6/2025 23
Bausatz
ELV Smart Home
Schlüsselbundfernbedienung ELV-SH-KRC und
Fernbedienung Kompakt ELV-SH-CRC
Sesam, öffne dich!
Klein, kompakt, einfach zu bedienen, kein Verwechseln der
Tasten: Die beiden ELV Smart Home Ein-Tasten-Fernbedienungen
sind wahre Multitalente. Und das Beste: Sie sind
voll kompatibel mit Homematic IP. Einmal eingerichtet,
lassen sich verschiedene Aktoren im Innen- und Außenbereich
fernbedienen.
Noch eine Fernbedienung? Viele Leser kennen sicher
die Homematic IP Smart Home Schlüsselbundfernbedienung
mit vier Tasten HmIP-KRC4. Die neuen
Kollegen haben zwar „nur“ eine Taste, schließen dafür aber
Verwechslungen aus und machen die Bedienung zu einem
Kinderspiel.
Die Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächert: Ob als Garagentoröffner
im Auto, als Fernbedienung am Schlüsselbund
für Ihren Türöffner, zur Steuerung Ihrer Rollläden oder
Markisen, Ihrer Gartenbewässerung, Ihrer Beleuchtung oder
zum Ein- und Ausschalten eines Geräts. Für diese sechs
Hauptanwendungen werden kleine Aufkleber für die Mitte
der Taster mitgeliefert. So behalten Sie auch beim Einsatz
mehrerer Fernbedienungen stets den Überblick.
Wie die Taste reagieren soll, legen Sie in der Homematic IP
App oder der CCU3 WebUI fest: Ein- oder Ausschalten oder
die Markise zu 50 Prozent ausfahren – was darf es sein? Die
beiden Fernbedienungen unterscheiden sich zum einen in
der Farbe, zum anderen hat die ELV-SH-KRC einen praktischen
Metallbügel. So kann die ELV-SH-CRC als kompakter
Taster im Haus liegen oder über das mitgelieferte doppelseitige
Klebepad in passender Höhe an die Wand, den
Bettkasten, den Nachttisch etc. geklebt werden. Auch eine
verdeckte Montage ist möglich: Verstecken Sie die Fernbedienung
doch einfach unter der Arbeitsplatte der Küchenzeile.
Mit ihrem zusätzlichen Metallbügel ist die ELV-SH-KRC
stets griffbereit. Sie können sie schnell am Schlüsselbund
befestigen (Bild 1) oder regengeschützt z. B. im Gartenhäuschen/Gewächshaus
aufhängen. Im Auto - vorn in der Mittelkonsole
abgelegt - kurz den Taster bei der Rückkehr nach
Hause drücken, schon öffnet sich das Garagentor.
24 www.elvjournal.de
Bausatz
Bild 1: Fernbedienung am Schlüsselbund und unter einem Oberschrank in der Küche
Lieferumfang
Im Lieferumfang der ELV-SH-KRC und der ELV-SH-CRC sind
jeweils eine Platine mit Antenne, eine flexible Tasterkappe,
eine Mittelkappe, ein Gehäuseboden sowie eine Knopfzelle
CR2032 enthalten. Für beide Varianten liegen Aufkleber für
die Mitte der Fernbedienung bei – für Ihren individuellen Anwendungsfall.
Am Gehäuseboden der ELV-SH-KRC ist zusätzlich ein Metallbügel
zur Befestigung am Schlüsselbund oder zum Aufhängen
angebracht.
Der ELV-SH-CRC liegt für die Montage an einem festen Ort
ein doppelseitiges Klebepad bei (Bild 2).
Die Bestückung der Geräteplatine erfolgt bereits in unserem
konzerneigenen Produktionswerk.
i
Infos zum Bausatz ELV-SH-KRC
und ELV-SH-CRC
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Bau-/Inbetriebnahmezeit:
0,25 h
Besondere Werkzeuge:
keine
Löterfahrung:
nein
Programmierkenntnisse:
nein
Elektrofachkraft:
nein
Bild 2: Bausatz aus nur fünf Teilen – ganz ohne Löten; inkl. Aufkleber
ELVjournal 6/2025 25
Bausatz
Bild 3: So wird die Antenne im Gehäuse verlegt ...
Bild 4: ... und die Platine eingesetzt.
Bild 5: Die Knopfzelle wird mit der
Plus-Seite nach oben in den Batteriehalter
eingeschoben.
Inbetriebnahme
Antenne verlegen und Platine einsetzen
Legen Sie die Geräteantenne in die Antennenführung ein,
wie in Bild 3 gezeigt. Legen Sie die Platine so ein, dass diese
auf den beiden Führungsstiften links und rechts in der
Gehäuseoberschale aufliegt. Das Batteriefach zeigt dabei
nach oben und die Antenne macht einen kleinen Bogen
(Bild 4).
Bild 6: So wird die Mittelkappe (Lichtleiter nach unten) aufgesetzt.
Batterie einlegen und Gehäuse schließen
Drehen Sie die Pluspol-Markierung der mitgelieferten
Knopfzelle nach oben und schieben Sie diese in den Batteriehalter
ein, wie in Bild 5 zu sehen.
Bild 7: Die Ausrichtung
der Tasterkappe
ist zu beachten.
Bild 8: Ist die Tasterkappe umlaufend korrekt eingerastet?
Rasten Sie die Mittelkappe auf dem Gehäuseboden ein. Achten
Sie dabei unbedingt darauf, dass sich der Licht leiter und
die Verdickung im Bereich des Batteriehalters an den richtigen
Positionen befinden (Bild 6).
Zum Schluss wird die flexible Tasterkappe aufgesetzt. Richten
Sie die Lasche an der Kappe so aus, dass diese in der
Aussparung zwischen dem Metallring ihren Platz findet,
wie in Bild 7 gezeigt. Ziehen Sie die flexible Kappe über die
umlaufende Feder am Gehäuseunterteil. Achten Sie darauf,
dass diese fest in der Nut einrastet (Bild 8).
26 www.elvjournal.de
Bausatz
Anlernen
Sobald Sie die Batterie eingelegt haben, wechselt die Fernbedienung automatisch
für drei Minuten in den Anlernmodus und versucht, sich mit der Homematic
IP CCU3, der Home Control Unit oder dem Access Point zu verbinden. Die LED
der Fernbedienung leuchtet in dieser Zeit wiederholt kurz orange auf.
Starten Sie den Anlernmodus auf Ihrer eingesetzten Zentrale, wie in den folgenden
Kapiteln beschrieben. Sollte die Anlernzeit der Fernbedienung abgelaufen
sein, drücken Sie einfach den Taster der Fernbedienung, um den Anlernmodus
erneut zu starten.
Bei erfolgreicher Anmeldung leuchtet die LED an der Fernbedienung kurz grün auf
und erlischt.
Fernbedienung am Access Point/der Home Control Unit
anlernen und konfigurieren
Wählen Sie den Eintrag „Gerät anlernen“ und folgen Sie dem Anmelde-Assistenten
für die weitere Einrichtung der Fernbedienung (Bild 9 bis Bild 15).
Nach Durchlauf des Assistenten ist die Fernbedienung fast betriebsbereit – nur
die Zuordnung für die Tastenfunktion ist noch notwendig. Setzen Sie unter „Zuordnung“
ein Häkchen bei der gewünschte Tastenfunktion – in unserem Beispiel
„Zutritt“ – und wählen Sie diese in der Zutrittsberechtigung für den Homematic IP
Türschlossantrieb aus.
Bild 9: Klicken Sie auf „Gerät anlernen“.
Bild 10: Eingabe der letzten vier Stellen der
Geräte-SGTIN
Bild 11: Gerät einem Raum zuordnen
Bild 12: Name für Fernbedienung vergeben
ELVjournal 6/2025 27
Bausatz
Bild 13: Funktion des Tasters definieren
Bild 14: Das Anlernen ist abgeschlossen.
Bild 15: Beispiel Zutrittsberechtigung
Fernbedienung an der CCU3 anlernen und konfigurieren
Loggen Sie sich auf der WebUI Ihrer CCU3 ein und klicken Sie
oben rechts auf „Geräte anlernen“ (Bild 16).
Bild 16: Auf „Geräte anlernen“ klicken
Wählen Sie im Pop-up-Fenster „HmIP Gerät anlernen“, um
den Anlernmodus für 60 Sekunden zu starten (Bild 17).
Geben Sie im Folgedialog unter Posteingang die Beschriftung
des Geräts und der Kanäle ein – siehe WebUI Handbuch
und Bild 18.
Nach der Anmeldung an der CCU3 kann die Fernbedienung
bereits verwendet werden.
Um eine weitere Konfiguration des Geräts vorzunehmen,
wählen Sie auf der Startseite „Einstellungen“ „Geräte“
Bild 17: Fernbedienung anlernen
28 www.elvjournal.de
Bausatz
Bild 18: Fernbedienung im Posteingang
Bild 19: Zur Konfiguration auf „Einstellungen“ „Geräte“ klicken
(Bild 19) und klicken Sie in der Liste auf den gewünschten
Geräteeintrag ELV-SH-KRC bzw. ELV-SH-CRC, um diesen zu
konfigurieren.
Stellen Sie über die Konfigurationsseite beispielsweise die
Zeit für die Doppelklick-Tastensperre oder die Mindestdauer
für einen langen Tastendruck ein (Bild 20).
Bild 20: Konfigurationsseite der Fernbedienung
ELVjournal 6/2025 29
Bausatz
Bild 21: Beispiel Direktverknüpfung mit Bewässerungsaktor ELV-SH-WSM: Ein kurzer Tastendruck schaltet diesen für 30 Minuten ein, ein langer Tastendruck
schaltet die Bewässerung wieder aus.
Verknüpfung mit einem Homematic IP Aktor
In unserem Beispiel wird eine Verknüpfung zu einem
ELV-SH-WSM erstellt: Ein kurzer Tastendruck schaltet den
Bewässerungsaktor mit einer Einschaltdauer von 30 Minuten
ein, ein langer Tastendruck schaltet die Bewässerung
wieder aus (Bild 21). Um die aktuelle Konfiguration der Fernbedienung
aus der CCU3 WebUI abzurufen, drücken Sie kurz
den Taster auf der Fernbedienung. Ein Auseinanderbauen
des Gehäuses zum Betätigen der Systemtaste ist nicht notwendig.
Anpassung der Geräteparameter in Kanal 0 (nur für CCU3)
Abhängig von der Anwendung kann es sinnvoll sein, aus
Gründen der Stromersparnis oder der Einhaltung des Duty
Cycles eine bestimmte Anzahl von Statusmeldungen zu
überspringen oder Meldungen auszulassen, wenn keine Veränderung
bis zur nächsten Sendung erfolgt.
Wenn die Fernbedienung ihre Zustandsmeldungen, wie z. B.
den Batteriestand, in anderen Abständen und ohne Tastendruck
übermitteln soll, passen Sie die Werte „Anzahl der
auszulassenden Statusmeldungen“ sowie „Anzahl der auszulassenden,
unveränderten Statusmeldungen“ an. Bei der
Wertekombination Null–Null ergibt sich eine ungefähre Aktualisierungsrate
von zwei bis drei Minuten. Beachten Sie,
dass eine höhere Aktualisierungsrate die Batterie deutlich
schneller entleert und vor allem für eine reine Fernbedie-
Bild 22: Zusammensetzung der
zyklischen Aktualisierungsrate
30 www.elvjournal.de
Bausatz
nung kaum Vorteile bietet. Weitere Informationen zu den
Einstellungen der zyklischen Aktualisierung finden Sie im
Screenshot in Bild 22.
Die „Low-Bat-Schwelle“ stellt die Spannung dar, bei deren
Unterschreitung die Fernbedienung eine Batteriewarnung
ausgibt.
Deaktivieren Sie die Checkbox „Routing aktiv“, falls keine
Reichweitenverlängerung (siehe Smart-Hacks-Beitrag) über
Schaltsteckdosen gewünscht ist.
Fernbedienung mit Aufkleber
individualisieren
Nachdem Sie die Funktion der Fernbedienung festgelegt haben,
können Sie noch einen der beiliegenden Aufkleber auf
den Taster in der Mitte kleben (Bild 23).
Die ELV-SH-CRC können Sie an verschiedenen Orten griffbereit
ablegen oder mit dem mitgelieferten doppelseitigen
Klebepad am gewünschten Ort befestigen. Bevor Sie das
Klebepad anbringen, reinigen Sie ggf. die Oberfläche – sie
muss sauber, trocken und fettfrei sein. Befestigen Sie die
ELV-SH-KRC ggf. an Ihrem Schlüsselbund.
Batterie wechseln
Um die Batterie zu wechseln, lösen Sie die flexible Tasterkappe
– beginnend an der Lasche – vom Gehäuseboden und
nehmen Sie diese ab (Bild 24).
Drücken Sie vorsichtig mit einem kleinen Schraubendreher
einen der beiden Rasthaken leicht ein, um die Mittelkappe
anzuheben (Bild 25). Nehmen Sie diese nun ab und schieben
Sie die Batterie mit einem nicht leitenden Gegenstand aus
dem Batteriehalter.
Setzen Sie die neue Batterie ein und bringen Sie anschließend
die Mittelkappe sowie die flexible Tasterkappe wieder
an, wie im Kapitel „Inbetriebnahme“ beschrieben.
Bild 23: Mit Aufkleber versehene Fernbedienung mit Beispielanwendungen
Bild 24: Tasterkappe an der Lasche lösen
Bild 25: Rasthaken
leicht eindrücken
ELVjournal 6/2025 31
Bausatz
Schaltung
Der Schaltungsaufbau ist in Bild 26 dargestellt. Einige Komponenten
im Schaltbild sind nicht bestückt, da diese Platine
in unterschiedlichen Geräten Verwendung findet.
Die Fernbedienung wird über eine Knopfzelle CR2032 mit
Strom versorgt. Diese wird durch die selbstrückstellende
Sicherung RT1 abgesichert (PTC - Positive Temperature
Coefficient). Bei erhöhtem Stromfluss erwärmt sich das
Bauteil, wodurch sein Widerstand steigt und der Stromfluss
begrenzt wird.
Das Herzstück der Schaltung bildet der System-on-Chip
(SoC) A1 vom Typ TI CC1310. Dieser beinhaltet neben dem
Transceiver-Modul auch direkt eine Mikrocontroller-Einheit
MCU A1. Zur persistenten Speicherung der Konfiguration ist
am Controller über I2C ein EEPROM U4 angebunden.
Des Weiteren findet sich im Schaltbild als wichtiges Bedienelement
der Systemtaster S2, der zur Entstörung mit dem
Abblockkondensator C10 versehen ist und zur Übertragung
von Systemdaten verwendet werden kann. Zur Peripherie
des Mikrocontrollers gehört außerdem die Duo-LED DS1, die
zusammen mit den Widerständen R1 und R2 verschiedene
Betriebszustände signalisiert, z. B. während der Inbetriebnahme,
bei der Anmeldung an die Zentrale oder beim Senden
an Verknüpfungspartner. Die LED signalisiert Zustände
durch die Farben Rot und/oder Grün.
Die eigentliche Kanaltaste bzw. Bedientaste der Fernbedienung,
die zum Aussenden eines Befehls verwendet wird, ist
über den Taster S1 realisiert. Auch hier findet sich ein Abblockkondensator
C9 zur Entstörung.
Die restlichen Kondensatoren C6-C8 dienen wie C11-C13 zur
Spannungsstabilisierung und zusätzlichen Entstörung, damit
eine saubere Versorgungsspannung für den Betrieb des
Mikrocontrollers gewährleitet ist.
Fazit
Die beiden ELV Smart Home Fernbedienungen ELV-SH-KRC
und ELV-SH-CRC sind flexibel einsetzbar, kostengünstig
und schnell einsatzbereit.
Mit nur einer großen Taste sind diese nicht nur für Senioren
und Kinder ein wahrer Segen. Die Einsatzmöglichkeiten sind
breit gefächert: Die Fernbedienung für Ihre Aktoren ermöglicht
das Öffnen von Türen und Toren, die Steuerung von
Markisen und Rollläden sowie Beleuchtungen, das Schalten
der Gartenbewässerung und vieles mehr.
Welche Variante darf es sein? Die ELV-SH-KRC lässt sich
dank Metallbügel einfach aufhängen oder am Schlüsselbund
befestigen. Mobil ist die ELV-SH-CRC natürlich auch. Wer
die Fernbedienung lieber an einem bestimmten Platz hat,
tauscht hier den Metallbügel gegen ein Klebepad.
Ein kleiner, smarter HELVer!
C1
nip
TP3
TP4
100n
16V
+VDD
C2
nip
100n
16V
Beschleunigungssensor
U1
3
7
5
6
8
9
VDDIO
VDD
INT1
INT2
GNDIO
GND
BMA400
nip
SCX 12
SDX 2
SDO 1
CSB 10
NC 11
NC 4
6
2
4
5
Luftdrucksensor
U2
CSB
SCK
SDI
SDO
BMP581
nip
VDDIO 1
VDD 10
INT 7
GNDIO 3
GND 8
GND 9
TP9
+VDD
C3
C4
100n 100n
16V 16V
TP1
nip nip
TP5
TP6
DS1
R
R1
180R
LED
+VDD
G
R2
56R
Duo LED
TP2
TP7
Tranceiver-Modul
mit integrierter MCU
A1
3
DIO0
4
DIO1
5
DIO2
6
DIO3
7
DIO4
10
DIO5
11
DIO6
Temperatur-Feuchtesensor
U3 +VDD
TP8
18
DIO7
19
DIO8
21
DIO9
VDD 3
22
DIO10
Spannungsversorgung
TP15
+VDD
BT1.1 RT1
+
BT1.2
-
500mA
C6
TP16
10u
16V
C7
C8
100n
16V
100p
50V
SCL 2
SDA 1
GND 4 C5
100n
SHT40
16V
nip
nip
+VDD
U4
1
DU VCC 8
2
E1 SDA 5
3
E2 SCL 6
7
WC GND 4
M24M01-R DW 6 T P
EEPROM
R3
1k8
R4
1k8
TP14
VDD 2
TCKC/SWCLK 5
TMSC/SWDIO 4
SWO 3
RESET
1
GND 6
Prog.-Adapter
+VDD
D1
TP10
PESD3V3S1UB
D2
TP11 TP12
PESD3V3S1UB
S1
C9
1n
50V
S2
C10
Kanaltaster Systemtaster
+VDD
1n
50V
C11
C12
10u
16V
C13
100n
16V
TP13
22p
50V
23
DIO11
24
DIO12
25
DIO13
26
DIO14
12
J-TCKC
13
J-TMSC
14
Reset_N
17
VCC
8
GND
9
GND
15
GND
16
GND
20
GND
TRXC2-TIF
Bild 26: Schaltbild der ELV Smart Home Ein-Tasten-Fernbedienungen ELV-SH-KRC und ELV-SH-CRC
32 www.elvjournal.de
Bausatz
Platinenfotos und Bestückungsdrucke der ELV Smart Home Ein-Tasten-Fernbedienungen ELV-SH-KRC und ELV-SH-CRC
Stückliste
Widerstände:
56 Ω/SMD/0402 R2
180 Ω/SMD/0402 R1
1,8 kΩ/SMD/0402 R3, R4
PTC/0,5 A/6 V/SMD
RT1
Kondensatoren:
22 pF/50 V/SMD/0402 C13
100 pF/50 V/SMD/0402 C8
1 nF/50 V/SMD/0402 C9, C10
100 nF/16 V/SMD/0402 C7, C12
10 µF/16 V/SMD/0805 C6, C11
Technische Daten
Gerätebezeichnung:
ELV Smart Home
Schlüsselbundfernbedienung
ELV-SH-KRC
Fernbedienung Kompakt
ELV-SH-CRC
Versorgungsspannung:
1x 3 V CR2032
Stromaufnahme:
40 mA max.
Batterielebensdauer:
2 Jahre (typ.)
Umgebungstemperatur: -10 °C bis +55 °C
Schutzart:
IP20
Funk-Frequenzband:
868,0-868,6 MHz
869,4-869,65 MHz
Max. Funk-Sendeleistung:
10 dBm
Typ. Funk-Freifeldreichweite:
180 m
Duty Cycle:
< 1% pro h/< 10% pro h
Abmessungen: ELV-SH-KRC (B x H x T): 47 x 54 x 13 mm
ELV-SH-CRC (Ø x T): 46 x 13 mm
Gewicht (inkl. Batterie):
ELV-SH-KRC: 22 g
ELV-SH-CRC: 20 g
Halbleiter:
M24M01-DF DW 6 T G/TSSOP-8
PESD3V3S1UB/SMD
Duo-LED/rot/grün/SMD
Sonstiges:
Taster mit 0,9-mm-Tastknopf, 1x ein,
SMD, 2,5 mm Höhe
Batteriehalter für 1x R2020 bis R2032, SMD
TRXC2-TIF eQ-3
ELV-SH-KRC mit Öse
ELV-SH-CRC ohne Öse
flexible Tasterkappe
Mittelkappe mit Lichtleiter
Symbolaufkleber
ELV-SH-KRC: schwarz, bedruckt
ELV-SH-CRC: grau, bedruckt
doppelseitiges Klebepad (nur ELV-SH-CRC)
Lithium-Knopfzelle, CR2032
U4
D1, D2
DS1
S1,S2
BT1
A1
ELVjournal 6/2025 33
Bausatz
ELV Smart Home
Schlüsselbundfernbedienung ELV-SH-KRC
Fernbedienung Kompakt ELV-SH-CRC
ELV-SH-CRC
ELV-SH-KRC
22,95 € *
Artikel-Nr. 161251
22,95 € *
Artikel-Nr. 161913
Zum Produkt
Zum Produkt
• Die beiden ELV Smart Home Fernbedienungen schalten Ihre Homematic IP Aktoren bequem mit nur einer Taste
• Smarte Einsatzmöglichkeiten: Nutzen Sie die Fernbedienung als Tür- oder Garagentoröffner, zur Steuerung von Rollläden
oder Markisen, zur Gartenbewässerung, für Ihre Beleuchtung oder zum Ein- und Ausschalten eines Geräts
• Mit Aufklebern für die Mitte des Tasters zu 6 Hauptanwendungen
Smarte Einsatzmöglichkeiten der Ein-Tasten–Fernbedienungen
Bewässerungssteuerung
Starke Partner im Garten:
die Fernbedienung und der smarte
Homematic IP Bewässerungsaktor
ELV-SH-WSM. Steuern Sie Ihre Gartenbewässerung
ganz einfach per
Knopfdruck auf der Fernbedienung.
Geräte schalten
Mit der Fernbedienung lassen sich
auch Geräte schalten: innen mit
der Homematic IP Schaltsteckdose,
HmIP-PS-2 und außen mit dem
Homematic IP Schalt-Mess-Kabel –
außen, HmIP-PSMCO.
Rollladensteuerung
Das smarte Team aus der Fernbedienung
und dem Homematic IP
Rollladenaktor für Markenschalter,
HmIP-BROLL fährt Ihre Rollläden
hoch/herunter - z. B. im sonnenbeschienenen
Wohnzimmer.
Garagentorsteuerung
Sie haben einen Homematic IP Garagentortaster
HmIP-WGC im Einsatz?
Dann können Sie mit der Fernbedienung
Ihr Garagentor bequem
per Knopfdruck aus dem Auto heraus
öffnen, schließen oder stoppen.
Türschlosssteuerung
Sie möchten die Tür öffnen, wenn
jemand klingelt, ohne extra zur Tür
zu gehen?
Dann kombinieren Sie die Fernbedienung
mit dem Homematic IP
Türschlossantrieb HmIP-DLD.
Licht ein-/ausschalten
Verbinden Sie die Fernbedienung
mit einem Homematic IP 3-fach-
Funk-Dimmaktor für Hutschienenmontage,
HmIP-K-DRDI3. Schon
lässt sich Ihre Beleuchtung noch
smarter steuern.
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* Die angegebenen Preise sind unverbindlich, entsprechen dem Stand bei Redaktionsschluss und können sich
aufgrund von Verfügbarkeit, Marktentwicklung oder tagesaktueller Kalkulation ändern.
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je nachdem, welcher Wert größer ist
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• Speichert Messwerte auf 16-GB-microSD-Karte (inkl.)
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ELVjournal 6/2025 35
Know-how
Regenerative Energien
Wasserkraftanlagen
Teil
3
36 www.elvjournal.de
www.elvjournal.com
Know-how
Bild 1: Der natürliche Wasserkreislauf beruht auf Verdunstung, Luftbewegung, Niederschlag und Fließwasser.
Quelle: https://labs.waterdata.usgs.gov/visualizations/water-cycle/index.html#/
Wasserkraftanlagen gehören zu den regenerativen Energiequellen.
Sie beruhen auf der indirekten Nutzung von
Sonnenenergie, die als Antrieb der Luftmassenbewegung
dient und dadurch den natürlichen Wasserkreislauf unterhält.
Dieser entsteht, wenn Wasser durch Sonnenbestrahlung
verdunstet und in Gestalt von Wolken aufsteigt. Die
Wolken werden vom Wind versetzt und entleeren ihre Wasserfracht
bei Abkühlung durch Kondensation in Form von
Regen (Niederschlag). Geschieht dies über dem Festland,
sammelt sich das Niederschlagswasser in Bächen und
Flüssen und fließt in tiefer gelegene Regionen, um erneut
zu verdunsten (Bild 1).
Einem derartig geschlossenen Wasserkreislauf kann
man die dem Wasser in Seen und Flüssen enthaltene
potentielle oder kinetische Energie entziehen und
sie in die gewünschte Nutzenergieform umwandeln. In der
vorelektrischen Zeit waren dies ausschließlich mechanische
Anwendungen wie Getreide-, Walk- und Papiermühlen,
Hammer- und Pochwerke, Sägegatter, Pumpen usw. Letztlich
ließ sich so Muskelkraft durch Sonnenenergie ersetzen,
die auf Wasserkraft basiert.
Die Anfänge – Schöpfrad und
Archimedische Schraube
Der Antrieb von technischen Vorrichtungen wie Schöpfrädern,
Mühlsteinen, Winden usw. war mit der Muskelkraft von
Tieren und Menschen üblich, bevor dazu die Wasserkraft
genutzt wurde.
Bereits vor 5000 Jahren wurden in China und Mesopotamien
erste Schöpfräder zur landwirtschaftlichen Bewässerung
betrieben. In babylonischen Gesetzestexten finden Schöpfräder
Erwähnung, die unter staatlichen Schutz gestellt
waren. An den durch Tiere oder Menschen angetriebenen
Schöpfrädern waren Tongefäße angebracht, die sich beim
Durchgang durch einen Fluss, Kanal oder Brunnen mit Wasser
füllten, durch die Drehung des Rads angehoben und im
Gipfelpunkt in ein höher gelegenes Bewässerungssystem
entleert wurden. Der Antrieb erfolgte durch Göpel- oder
Treträder (Bild 2).
Bild 2: In der Anfangszeit der Wasserförderung wurde dafür noch tierische
oder menschliche Muskelkraft eingesetzt.
ELVjournal 6/2025 37
Know-how
Bild 3: Bereits im 1. Jahrhundert vor Christus gab es Wassermühlen mit
Zahnradgetrieben.
Beim Göpelrad wird eine waagrechte, am Außenrand „gezahnte“
Scheibe mit vertikaler Achse von einem umlaufenden
Esel oder Ochsen in eine Drehbewegung versetzt, die
man durch Stirn- und Kegelräder in Drehzahl und Orientierung
an den Verwendungszweck anpasste. Das Tretrad wurde
als Trommel mit horizontaler Achse ausgeführt. Angetrieben
wurde es, indem in seinem hohlen Inneren Mensch
oder Tier durch das stetige Laufen Muskelkraft freisetzten.
Die Weiterentwicklung zu einem Wasserrad, das durch kinetische
Energie des fließenden Wassers angetrieben wurde,
erwähnte erstmals der griechische Ingenieur Philon von
Byzanz um das Jahr 200 v. Chr. schriftlich. Der römische
Architekt und Ingenieur Vitruv (ca. 80–15 v. Chr.) schrieb:
„Man macht in Flüssen Schöpfräder auf dieselbe Weise.“
(Anmerkung der Redaktion: d. h. als Treträder). „Nur befestigt
man außen an den Schöpfrädern Schaufeln, welche von
dem Andrange des Wassers, durch ihr Vorwärtsgehen die
Räder zwingen, sich zu drehen und so in dem Kästchen das
Wasser schöpfend und nach oben bringend, leisten sie ohne
die Arbeit des Tretens, durch die Strömung des Flusses
selbst umgedreht, die nötigen Dienste. Auf dieselbe Weise
werden auch die Wassermühlen getrieben.“ (Quelle: Dr. Albert
Neuburger: „Die Technik des Altertums“, erschienen
1919 in R. Voigtländer`s Verlag, Leipzig).
An dieser Stelle sei bemerkt, dass Vitruv auch unterschlächtige
Wasserräder beschrieb, die über ein Getriebe den Mühlstein
einer Getreidemühle in Bewegung setzten (Bild 3).
Franz von Reber (1834–1919), Professor der Archäologie in
München, Übersetzer und Interpret zahlreicher Werke von
Vitruv, beschrieb die Abbildung so: „Auf dieselbe Weise
(Anmerkung der Redaktion: d. h. durch das unterschlächtige
Wasserrad) werden auch die Wassermühlen betrieben,
Bild 4: Noch heute
sind Schöpfräder
nach Jahrtausende
alten Konstruktionen
in Betrieb.
38 www.elvjournal.de
Know-how
bei welchen sonst alles dasselbe ist
mit Ausnahme des Um standes, daß
an einem Ende der Welle ein Zahnrad
(a) läuft. Dieses aber ist senkrecht
gestellt und dreht sich gleichmäßig
mit dem Schaufelrad in derselben
Richtung: in dieses eingreifend ist ein
zweites kleineres Zahnrad (b) angebracht,
welches in einer Welle (c) läuft,
die am oberen Ende einen eisernen
Doppelschwalbenschwanz (e) hat, welcher
in den Mühlstein eingekeilt ist. So
zwingen die Zähne jenes an die Welle
(des Schaufelrades) angefügten Zahnrades
dadurch, dass sie, in die Zähne
des waagrechten Zahnrades eingreifend,
dieses treiben, die Mühlsteine
(d) zur Umdrehung; die über dieser
Maschine hängende Gosse (f) gibt den
Mühlsteinen immer Getreide zu, und
durch dieselbe Umdrehung wird das
Mehl gemahlen.“
Welch exakte, über 2000 Jahre alte Funktionsbeschreibung!
Bis heute sind Schöpfräder der von Vitruv beschriebenen
Art noch im Einsatz. Bild 4 zeigt zwei davon bei der bayrischen
Gemeinde Möhrendorf an der Regnitz. Ein Wasserrad
versorgte ein ausgedehntes Bewässerungsnetz. Es schöpfte
pro Tag etwa 1400 m3 Wasser und wässerte damit bis
zu 8 ha Wiesen. Dadurch wurde es möglich, statt nur einer
Mahd (Ernte) im Jahr drei Mahden von Heu und Grummet einzubringen.
Eine der ältesten Förderanlagen zum Heben von Wasser
ist die Archimedische Schraube, auch als Schrauben- oder
Schneckenpumpe bezeichnet (Bild 5). Sie ist nach ihrem Erfinder
Archimedes von Syrakus (287–212 v. Chr.) benannt und
dient bis heute zur Bewässerung von landwirtschaftlichen
Nutzflächen.
Ihr entscheidendes Bauteil ist ein drehbares schraubenförmiges
Element (Schnecke), das in einem Zylinder oder Trog
um seine Mittelachse eingepasst ist. Um Wasser von einem
niedrigen auf ein höheres Niveau zu heben, wird die Schnecke
in das zu hebende Wasser eingetaucht und gedreht.
Zylinder bzw. Trog und Schnecke bilden Kammern, deren
Wasserfüllungen sich nach oben „schrauben“. Am Ende der
Schnecke löst sich unter ihrem Auslaufen die dort befindliche
Schneckenkammer auf und am Anfang der Schnecke
bildet sich eine neue Kammer.
Das Prinzip der Archimedischen Schraube kommt heute
auch in modernen Schneckenförderern für Weizen und
Schüttgüter zum Einsatz. Mit der Bauform „Schnecke in Zylinder“
ist bei entsprechend hohen Drehzahlen der Schnecke
sogar die senkrechte Förderung des Schüttguts möglich.
Bild 5: Schon vor 2300 Jahren ersann Archimedes eine Vorrichtung zum Heben von Wasser, die
Archimedische Schraube
Unterschlächtige Wasserräder
Die ersten Wasserräder hatten brettartige Schaufeln, die
quer zur Fließrichtung ins Wasser eintauchen. Vom Wasserstrom
angestoßen, bewegen sie sich in Strömungsrichtung,
bis sie aus dem Wasser auftauchen und dafür die nächste
Schaufel eintaucht. Weil die kinetische Energie des Wassers
an der Unterseite des Wasserrads angreift und an den
Schaufeln eine Impulsübertragung stattfindet, gehört solch
ein Wasserrad zur Klasse der unterschlächtigen Wasserräder
und wird als Stoß-Wasserrad bezeichnet (Bild 6).
Bild 6: Beim Stoß-Wasserrad strömt das Wasser gegen Brettschaufeln
und überträgt dabei Energie in die Rotationsbewegung.
ELVjournal 6/2025 39
Know-how
Bild 7: Nach Jahrhunderten noch in Betrieb: Stoßwasserrad bei Rheinfelden.
Quelle: https://commons.widimedia.org/wiki/
File: Wasserrad_unterschlaechtig.jpg
Bild 8: Gekrümmte Schaufeln setzen dem Wasserfluss einen höheren
Widerstand als reine Bretter entgegen und verbessern damit den Wirkungsgrad
des Wasserrads.
Ein schönes Beispiel für ein solches Stoßrad findet man am
rechten Ufer des Rheinfalls beim schweizerischen Rheinfelden
(Bild 7). Es ist augenscheinlich, dass dieser Wasserradtyp
für einen oberschlächtigen Antrieb ungeeignet ist. Das
dabei auf die Oberseite des Rads fließende Wasser müsste
anstatt auf reine Bretter auf seitlich geschlossene Zellen
auftreffen, in denen sich das zugeführte Wasser sammeln
kann, um über sein Gewicht das Rad in Drehung zu versetzen.
Der Widerstand, den reine Bretter als Schaufeln dem zulaufenden
Wasser an der Unterseite des Rads entgegensetzen,
lässt sich durch deren Krümmung erhöhen (Bild 8).
Das Ziel ist, dem strömenden Wasser möglichst viel seiner
kinetischen Energie zu entnehmen. Das gelingt, wenn die
Umfangsgeschwindigkeit des Wasserrads ein Drittel der
Strömungsgeschwindigkeit ist. Dies vorausgesetzt und ein
möglichst großer cw-Wert (Strömungswiderstandskoeffizient)
der Schaufeln von 1,3 angenommen, lassen sich dennoch
nur maximal 19 Prozent der Energie des unter dem Rad
durchströmenden Wassers in Rotationsenergie wandeln.
Mittelschlächtige Wasserräder
Mittelschlächtige Wasserräder können als Schaufelrad oder
als Zellenrad gebaut werden. Bei ihnen trifft das Wasser
auf Nabenhöhe oder etwas darüber auf die Schaufeln oder
Zellen (Bild 9). Dabei nutzen mittelschlächtige Wasserräder
Bild 9: Das
Zuppinger-Wasserrad
an der brandenburgischen
Elstermühle
vereinigt unter- und
mittelschlächtige
Eigenschaften
40 www.elvjournal.de
Know-how
sowohl die Strömungskraft als auch die Gewichtskraft des
Wassers (also Stoß und Druck), was ihren Wirkungsgrad
steigert. Damit sind sie ähnlich wie oberschlächtige Räder
gebaut, drehen sich aber in die entgegengesetzte Richtung,
weshalb sie auch als rückschlächtig bezeichnet werden.
Der Übergang vom unterschlächtigen Wasserrad zum mittelschlächtigen
ist fließend. Der Schweizer Ingenieur Walter
Zuppinger (1814–1889) erzielte 1849 mit evolventenförmig
gekrümmten Schaufeln, die nicht nur den dynamischen,
sondern auch den hydrostatischen Druck des Wassers ausnutzen,
eine höhere Ausbeute der Energie des fließenden
Wassers. Bei entsprechend hohem Wassereinlauf kann das
Zuppingerrad auch zu den mittelschlächtigen Wasserrädern
gezählt werden.
Gut dimensionierte mittelschlächtige Wasserräder erreichen
Wirkungsgrade um 85 Prozent und kommen in dieser
Hinsicht herkömmlichen Turbinen nahe.
Oberschlächtige Wasserräder
Der Wasserzulauf für diesen Wasserradtyp setzt oberhalb
seines Mittelpunkts an (Bild 10). Die Schaufeln sind als seitlich
geschlossene Kammern gestaltet, in denen möglichst
viel Wasser möglichst lange (d. h. bis zu großen Drehwinkeln
des Wasserrads) verbleibt und dabei ein durch die Schwerkraft
bedingtes Drehmoment auf die Radwelle ausübt. So
lassen sich bis zu 80 Prozent der potentiellen Energie des
Schaufelwassers in Rotationsenergie der Radwelle überführen.
Die kinetische Energie des in die erste Schaufelkammer
einströmenden Wassers kann vernachlässigt werden.
Das Kosten-Nutzen-Verhältnis moderner oberschlächtiger
Wasserräder macht ihren Einsatz in vielen Szenarien attraktiv
(siehe https://wasserrad-drews.de).
Die elektrische Abgabeleistung Pel eines Wasserkraftwerks,
das auf einem oberschlächtigen Wasserrad beruht, lässt
sich überschlägig so ermitteln:
Gleichung 2
Die in Gleichung 2 berechnete mechanische Leistung von
Pmech = 3,924 kW führt bei Verwendung eines Generators
mit einem Wirkungsgrad von 95 % zu einer elektrischen
Leistung Pel = 3,73 kW. Die Näherung in Gleichung 1 scheint
also recht brauchbar zu sein.
Eine typische Anwendung des oberschlächtigen Wasserrads
im Bergbau des Mittelalters zeigt Bild 11. Darin wird ein
Pochwerk dargestellt, in dem die Erzbrocken zerkleinert
werden, um so das Schmelzen zu erleichtern. Das Bild ent-
Bild 10: Ein oberschlächtiges Wasserrad wird durch die Gewichtskraft des
in seinen Schaufelkammern gehaltenen Wassers in Drehbewegung versetzt.
(1)
Gleichung 1
Die mit der Faustformel in Gleichung 1 abgeschätzte elektrische
Leistung Pel ergibt sich in Kilowatt. Der Faktor 7,5 fasst
Erdbeschleunigung
und die Verluste in Wasserbauten, Turbine,
Übersetzung und Generator
zusammen. Es ergibt sich
somit näherungsweise Pel = 3,75 kW.
Eine genauere Berechnung wäre die Folgende.
Bild 11: Im mittelalterlichen Bergbau zerkleinerten wassergetriebene
Pochwerke die Erzbrocken, um deren Schmelzen zu erleichtern.
(2)
ELVjournal 6/2025 41
Know-how
Bild 12: Die drei
heute am häufigsten
verwendeten Wasserturbinentype
im
Überblick.
stammt dem zwölfbändigen Standardwerk der Metalle und
des Bergbaus „De re metallica libri XII“ des Renaissance-
Gelehrten Georg Bauer (1494-1555) mit dem latinisierten
Namen Georgius Agricola. Hierin sind auch viele weitere auf
Wasserkraft beruhende Maschinen wie Winden, Pumpen,
Blasebälge etc. beschrieben und abgebildet.
Die Komplexität, die Dimensionierung und einer Kleinwasserkraftanlage
mit ober- und unterschlächtigem Wasserrad
zu berechnnen, wird in zwei Vorlesungsvideos von Prof. Andreas
Malcherek deutlich (Video 1 und Video 2).
Turbinen
Die Weiterentwicklung des Wasserrads in Hinblick auf geringere
Abmessungen, Leistungssteigerung, Anpassung
an den Einsatzzweck, Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz
führten im 16. und 17. Jahrhundert zu einer regen Entwicklungsarbeit
von Tüftlern und Ingenieuren, die zu den Turbinen
heutiger Bauart führte.
1750 konstruierte der Göttinger Physikprofessor Johannes
Andreas von Segner (1704–1777) ein auf dem Rückstoßprinzip
beruhendes Wasserrad. 1826 stellte der französische
Erfinder Benoît Fourneyron (1802–1867) ein „Wasserrad“ vor,
das an mehreren Stellen angetrieben wurde, die Fourneyron-Turbine.
Sie war wohl die erste Überdruckturbine und
wurde von dem anglo-amerikanischen Ingenieur James B.
Francis (1815–1892) zu seiner 1849 vorgestellten Francis-
Wasserturbine weiterentwickelt. Der US-amerikanische
Erfinder Lester Allan Pelton (1829–1908) ließ sich 1889 seine
von ihm entwickelte, auf dem Reaktionsprinzip beruhende
Freistrahlturbine patentieren. Die Turbine des österreichischen
Ingenieurs Viktor Kaplan (1876–1934) aus dem Jahr
1913 ist eine Weiterentwicklung der Francis-Turbine und
verwendet einen Propeller mit verstellbaren Flügeln. Die
wesentlichen Eigenschaften der drei letztgenannten Turbinen
sind in Bild 12 zusammengefasst.
Die Pelton-Turbine ist geeignet, relativ wenig Wasser aus
großen Fallhöhen bis zu 2000 m zu verarbeiten. Das Wasser
steht am unteren Ende des Fallrohrs unter hohem statischen
Druck (bis 200 bar). Wenn es durch eine verstellbare
Düse gepresst wird (Bild 13), ist die Geschwindigkeit des
austretenden Wasserstrahls sehr hoch (bis 500 km/h). Als
freier Strahl (Freistrahl) wird er tangential auf die Schaufeln
des Turbinenlaufrads geleitet, wo er möglichst viel seiner
kinetischen Energie nach dem Prinzip „Actio gleich Reactio“
abgibt. Dementsprechend hoch ist die Drehzahl des Laufrads
(bis 3000 U/min).
Die Geschwindigkeit des Wassers beim Verlassen der Düse
lässt sich durch Gleichsetzen der potentiellen Energie eines
Wassermassenelements m auf Höhe des Fallrohreinlasses
mit der kinetischen Energie, die diesem Massenelement
beim Verlassen der Düse innewohnt, ermitteln. Nach
Durchfallen der Fallhöhe h ist die kinetische Energie von m
42 www.elvjournal.de
Know-how
am Düsenausgang gleich der potentiellen Energie vor dem
Einlass in das Fallrohr. Daraus lässt sich wegen des Energieerhaltungsssatzes
die Austrittsgeschwindigkeit gemäß
Gleichung 3 berechnen.
%
Gleichung 3
Der Begriff Gleichdruckturbine rührt aus der Tatsache her,
dass das Strahlwasser zwischen dem Austritt aus der Turbine
und dem Auftreffen auf die Schaufel(n) und danach den
gleichen (Umgebungs-)Druck hat. Weil nur eine oder einige
wenige der über den Umfang des Turbinenrads verteilten
Schaufeln mit Strahlwasser beaufschlagt werden, spricht
man auch von einer Teilbeaufschlagung. Im Gegensatz dazu
wird die Francis- bzw. die Kaplan-Turbine voll beaufschlagt.
Die Form einer Pelton-Turbinen-Schaufel, auch Tasse genannt,
ist markant (Bild 14). Sie besteht aus zwei aneinandergefügten
halbkugelartigen Halbschalen. Der Trennsteg
(Schneide) zwischen den Halbschalen teilt den Wasserstrahl
und leitet je eine Strahlhälfte in eine der konkav gekrümmten
Halbschaufeln. Hier wird er möglichst um 180 ° umgelenkt
und zurück zur Düse geschleudert. Mit dieser Formgebung
und einer Schaufelgeschwindigkeit, die halb so groß ist wie
die des Wasserstrahls (damit das Wasser keine kinetische
Energie mehr hat und einfach nur noch herabfällt) erreicht
die Pelton-Turbine ihr Leistungsmaximum.
Zur Steigerung der Turbinenleistung können auch mehrere
Düsen auf ein Laufrad wirken. Bei mehr als zwei Düsen wird
die Turbinenachse meistens vertikal angeordnet, damit das
herabfallende Wasser die Druckwasserstrahlen nicht stört.
Die Wandlung mechanischer Rotationsenergie in elektrische
Energie machte deren Weiterleitung und Nutzung an
Orten möglich, die weit entfernt waren von der Stelle der Erzeugung.
Zuvor fand die Nutzung der mechanischen Energie
von Wasser- oder Windrädern stets dort statt, wo sie gewonnen
wurde. Das Hammerwerk lag neben dem Wasserrad
am Fluss, die Getreidemühle neben dem Windrad auf dem
Hügel.
Bild 13: Bei der Pelton-Turbine wird unter hohem hydrostatischen Druck stehendes Wasser durch eine verstellbare Düse gepresst und mit hoher Geschwindigkeit
in die Schaufeln des Turbinenrads eingespritzt.
ELVjournal 6/2025 43
Know-how
Bild 14: Die Schaufeln sind als zwei konkave Tassen mit Trennsteg ausgebildet, in denen das eingespritzte
Wasser zur Richtungsumkehr gezwungen wird und dabei seine Bewegungsenergie überträgt.
Bild 15: Mit der Erfindung der Dynamomaschine
hatte Werner Siemens 1885 das Zeitalter der
Elektrizität eingeläutet.
Das änderte sich schlagartig mit der Realisierung der dynamoelektrischen
Maschine durch Werner Siemens (1816-1892,
geadelt 1888) (Bild 15). Im Jahre 1866 entwickelte er damit
den ersten elektrischen Generator auf der Grundlage des
von ihm wissenschaftlich begründeten dynamoelektrischen
Prinzips. Im Dezember 1866 schrieb er an seinen Bruder William:
„Ich habe eine neue Idee gehabt, die aller Wahrscheinlichkeit
nach reüssieren und bedeutende Resultate geben
wird. [...] Die Effekte müssen bei richtiger Konstruktion kolossal
werden. Die Sache ist sehr ausbildungsfähig und kann
eine neue Ära des Elektromagnetismus anbahnen. In wenigen
Tagen wird ein Apparat fertig sein. Magnet-Elektrizität
wird hierdurch billiger werden, und kann nun für Licht, Galvanometallurgie
usw., selbst für kleine elektromagnetische
Maschinen, die ihre Kraft von großen erhalten, möglich und
nützlich werden.“ 1867 veröffentlichte Werner Siemens seine
Erkenntnisse durch einen Bericht an die Berliner Akademie
der Wissenschaften. Geradezu visionär schloss er den
Bericht mit den Worten: „Der Technik sind gegenwärtig die
Mittel gegeben, electrische Ströme von unbegrenzter Stärke
auf billige und bequeme Weise überall da zu erzeugen, wo
Arbeitskraft disponibel ist. „
Zu dieser Zeit versuchte sich bereits eine Vielzahl von Tüftlern
wie Ritchie, Clarke und Stöhrer an der Entwicklung
stromerzeugender Maschinen, deren Stromausbeute jedoch
gering war. Eine umfassende Darstellung der chronologischen
Abfolge der mannigfaltigen Entwicklungsbeiträge
ist auf der Homepage des elektrotechnischen Instituts
der Universität Karlsruhe (KIT: Karlsruhe Institute of Technology)
unter https://www.eti.kit.edu/1390.php zu finden.
Wie aus dem Stand des physikalischen Wissens der Zeit
bereits bekannt war, wird in einem durch ein Magnetfeld
bewegten elektrischen Leiter eine Spannung induziert. Bei
einem schwachen Magnetfeld, wie es Dauermagneten damals
nur erzeugen konnten, kamen entsprechend schwache
Induktionswirkungen zustande. Daran krankten auch die
technologischen Ansätze für elektromechanische Stromerzeuger
mit Dauermagneten. Mit starken Elektromagneten
ließ sich die bilanzielle Effizienz der Stromerzeuger zwar
steigern, aber es bedurfte eben externer Batterien zur Erregung
des weichmagnetischen Magneteisenkerns.
Werner Siemens hatte eine geniale Idee, die den Stromertrag
seiner Maschine in neue Höhen katapultierte: das Prinzip
der Dynamomaschine! Er erkannte, dass der Restmagnetismus
(= remanenter Magnetismus), der im Weicheisen
eines felderzeugenden Elektromagneten im Generator verbleibt,
ausreicht, um eine zunächst schwache Spannung im
rotierenden Anker beim Anlauf des Generators zu induzieren.
Den dadurch bewirkten schwachen Strom nutzte Siemens,
um den Restmagnetismus der Weicheisenpolschuhe,
in denen sich der Anker dreht, zu verstärken. Diese in Bild 16
dargestellte Selbsterregung führt mit zunehmender Drehzahl
des Ankers zu einem maximal möglichen Magnetismus
bis zur Sättigungsgrenze des magnetisierten Weicheisens.
So konnte sich eine maximale Induktion entfalten. Das war
in Verbindung mit dem Energieangebot aus den stetig mechanische
Rotationsenergie liefernden Wasserturbinen der
Startschuss zum Eintritt in das Zeitalter der Starkstromtechnik
mit elektrischem Licht, elektrischen Antrieben,
elektrischer Heizung, elektrischen industriellen Prozessen
44 www.elvjournal.de
Know-how
Bild 16: Genial einfach – Einfach genial: Das Prinzip der Selbsterregung.
Quelle: www.siemens.com/de/de/unternehmen/konzern/geschichte/stories/dynamo-machine.html
usw. Jetzt war es möglich, Energie vom günstigsten Ort der
Erzeugung flexibel an den Ort ihres Bedarfs zu liefern!
In den Kindertagen der Produktion elektrischer Energie
wurden Siedlungen und Handwerksbetriebe, die im Umkreis
der Erzeugungsstellen lagen, zu Beleuchtungs- und Produktionszwecken
mit Gleichstrom versorgt. Doch der schnell
ansteigende Bedarf und die Sicherheit der Versorgung
machten die Kopplung der Einzelnetze zu größeren Verbundnetzen
erforderlich. Dem dienten auch Wasserspeicher
in Gestalt von natürlichen und künstlich aufgestauten
Bergseen, die zu Zeiten von Bedarfsspitzen angezapft werden
konnten. Mit zunehmender Größe der Versorgungsnetze
ging man schrittweise auf Wechselstrom über, weil nur damit
Transformatoren betrieben werden können, welche die
Spannungsangleichung bei Netzkopplungen ermöglichten.
Bald kam man auf die Idee, höher gelegene Wasserspeicherreservoire
anzulegen, die mit einem gerade herrschenden
Stromüberangebot über elektrisch angetriebene Pumpen
gefüllt wurden, um sie bei Strombedarfsspitzen über Turbinen-Generator-Sätze
nahezu verzögerungsfrei zu entleeren.
Mit derartigen Pumpspeicherwerken konnte man das
Grundproblem der elektrischen Stromversorgung beherrschen:
Der erzeugte Strom muss jederzeit durch eine gleich
große Abnahme gedeckt sein, damit die Netzfrequenz stabil
bleibt.
Allerdings gab es noch bis in die Nachkriegszeit in den
1950-Jahren lokale oder regionale Gleich- oder Wechselspannungsnetze
mit unterschiedlichen Spannungen (Inselnetze).
Die meisten Radiosammler haben trafolose Allstromgeräte
in ihrem Fundus, die für den Betrieb an Gleich- und
Wechselstromnetzen einstellbar waren und noch in den
Gründerjahren der Bundesrepublik gebaut wurden. So
steht in der Bedienungsanleitung (Bild 17) des in den Jahren
1954/55 gebauten Philips-Allstrom-Supers ‚PHILETTA
234 L‘ unter „Anschluss an das Lichtnetz“: „Ihre „PHILETTA
234 L“ ist zum wahlweisen Anschluss an Gleich- oder Wechselstrom
geeignet und ist im Werk auf die am häufigsten
anzutreffende Spannung des Lichtnetzes von 220 Volt eingestellt.
Prüfen Sie bitte, bevor Sie das Gerät anschließen,
welche Netzspannung Sie in Ihrer Wohnung haben. Das Typenschild
Ihres Stromzählers oder auch jede Ihrer Glühlam-
Bild 17: Die Vollendung eines allumfassenden einheitlichen Verbundnetzes
ist noch gar nicht so lange her. In den 50er-Jahren gab es noch vielfach
Radios und Fernsehgeräte, die mit Gleich- oder Wechselspannung unterschiedlicher
Höhe betrieben werden konnten.
ELVjournal 6/2025 45
Know-how
pen gibt darüber Auskunft. Eine Umschaltung auf 127 Volt ist mit Hilfe des Spannungswählers
möglich, der nach Abnahme der Rückwand zugänglich ist.“
Ein anderes Beispiel: Erst am 10.10.1992 (nach der Wiedervereinigung!) erfolgte
für Ernstthal, einen Ortsteil der Glasbläserstadt Lauscha in Thüringen, noch eine
Spannungsumstellung von 127/220 Volt auf 220/380 V für 180 Stromkunden.
Wird mehr Strom in das Netz eingespeist als verbraucht, steigt seine Frequenz
(> 50 Hz) und die Erzeugung muss gedrosselt werden. Wird mehr Strom verbraucht
als eingespeist, nimmt die Netzfrequenz ab (< 50 Hz) und die Stromproduktion
muss gesteigert werden.
Alternativ lässt sich auch der Verbrauch in gewissen Grenzen an die Produktion
anpassen, um das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch herzustellen.
Dazu müssen aber bestimmte Verbraucher (z. B. das Ladegeräte von Elektrofahrzeugen,
Waschmaschinen, Speicherheizungen …) vom Netzbetreiber mittels
Fernwirktechnik temporär ab- und zugeschaltet werden. Im Zeitalter eines nahezu
überall verfügbaren Internets ist das technisch problemlos möglich.
Grundsätzlich gilt als Voraussetzung für eine stabile Versorgung: Zur Abdeckung
der Grundlast benötigt man stetig erzeugte Energie und zur Abdeckung von Lastspitzen
und zu Regelungszwecken schnell verfügbare Energie.
Speicherkraftwerke
Das im Speichersee eines Speicherkraftwerks gesammelte Wasser hat eine potentielle
Energie (Lageenergie) die dem Produkt aus Wassermasse m in kg, Erdbeschleunigung
g (g = 9,81 m/s2) und Höhe über dem Meeresspiegel in m entspricht.
Gleichung 4 zeigt in grober Abschätzung die wesentlichen physikalischen Zusammenhänge
am Beispiel des österreichichen Speicherkraftwerks Kaprun:
Die Gegebenheiten zeigt eine Infotafel der Kraftwerksgruppe Glockner-Kaprun
(Bild 18). Indem das Wasser aus dem Speichersee über Druckstollen oder Fallrohre
in die tiefer gelegenen Turbinen abgelassen wird, findet die Wandlung potentieller
in kinetische Energie statt. Unter Berücksichtigung aller Verluste und der
Wirkungsgrade von Turbine und Stromgenerator lassen sich letztendlich etwa
70 Prozent der potentiellen Energie in elektrische Energie überführen.
Im Jahr 2022 speisten in Deutschland 31 Pumpspeicherwerke zusammen sechs
Terawattstunden elektrische Energie ins Stromnetz.
Gleichung 4
46 www.elvjournal.de
Know-how
Installierte Leistung
Nach Informationen des Bundesverbands
Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) e.V.
sind derzeit etwa 7300 Wasserkraftanlagen
aller Größenordnungen mit einer
installierten Leistung von rund 5600 MW
in Betrieb. Dabei leisten 6900 Anlagen
(94 Prozent) unter 1 MW und gelten deshalb
als Kleinwasserkraftanlagen. Ihr
Beitrag zur gesamten Stromproduktion
durch Wasserkraftanlagen beträgt nur
etwa 14 Prozent, was ca. 0,5 Prozent der
bundesdeutschen Stromproduktion entspricht.
Wegen der schwankenden Niederschlagsmengen
ist die jährliche Stromproduktion
aus Wasserkraft entsprechend unbeständig
und liegt zwischen 20000 und 29000
TWh. Damit lassen sich zwischen 5,7 und
8,3 Millionen Haushalte mit einem durchschnittlichen
Jahresverbrauch von 3500
kWh versorgen. Wegen des hohen Alters
vieler Wasserkraftanlagen von bis zu 100
Jahren ließe sich alleine durch Modernisierungsmaßnahmen
deren Leistung um
30 Prozent steigern.
Ob Erneuerung, Neubau oder Reaktivierung
von Wasserkraftanlagen wirtschaftlich
sinnvoll ist, hängt stark von den
Rahmenbedingungen, insbesondere der
EEG-Vergütung (EEG: das Erneuerbare-
Energien-Gesetz) ab. Nicht zuletzt muss
die gesellschaftliche Akzeptanz im Hinblick
auf Ökologie und Gewässerschutz
gegeben sein.
Bild 18: Das Kraftwerk Kaprun in den österreichischen Tauern ist eines der größten
Wasserkraftwerke Europas. Es wird mit Speicherwasser aus natürlichem Regen- und
Schmelzwasserzufluss und bei Stromüberfluss gepumptem Wasser betrieben.
ELVjournal 6/2025 47
Bausatz
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ELVjournal 6/2025 49
Bausatz
ELV Applikationsmodul Analog-Digital-Wandler ELV-AM-ADC
Präzision im Fokus
i
Infos zum Bausatz
ELV-AM-ADC
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Bau-/Inbetriebnahmezeit:
0,5 h
Besondere Werkzeuge:
Schraubendreher, Schlitz 2,5 mm
Differenzielle Eingänge
2,5-V-Erregerspannung
Kompatibel mit MCU-/LW-/SH-Base
Löterfahrung:
nein
Programmierkenntnisse:
nein (ja, MCU-Base)
Elektrofachkraft:
nein
50 www.elvjournal.de
Bausatz
Präzise Waage statt vage! Für alle, die exakte Messwerte
benötigen: Erfassen Sie analoge Signale mit hoher Genauigkeit.
Das ELV-AM-ADC ist ein 24-Bit-ADC-Applikationsmodul
mit differenziellen Eingängen (AINP/AINN) und einer
integrierten 2,5-V-Erregerspannung zur direkten Versorgung
von Sensoren wie Wägezellen.
AINN kann alternativ auf Masse gelegt werden, sodass das
Modul auch als Single-ended-Eingang nutzbar ist. Das Ergebnis:
rauscharme, stabile Messwerte, die sich einfach in
MCU-Base, LW-Base oder SH-Base einbinden lassen — ideal
für präzise Messaufgaben in Werkstatt, Smart-Home-Projekten
oder beim Prototyping.
Wozu dient das ELV-AM-ADC?
Das ELV-AM-ADC ist ein 24-Bit-Analog-Digital-Wandler
als Applikationsmodul: Ziel ist die präzise, rauscharme
Erfassung sehr kleiner analoger Spannungen,
wie sie z. B. von Wägezellen, Drucksensoren oder einigen
Temperatursensoren kommen.
Typischer Einsatz:
• das Modul liefert eine differenzielle Messgröße
(AINP − AINN),
• die MCU-Base liest diese Werte, führt Kalibrierung/Linearisierung
durch und verarbeitet oder kommuniziert die
Daten weiter.
Wichtig: Für präzise Messungen sind eine stabile Erregerspannung
(z. B. die 2,5 V des Moduls), kurze, abgeschirmte
Leitungen und eine sinnvolle Brückenschaltung (Wheatstone)
entscheidend.
Firmware-Stand:
Die Firmware für die MCU-Base ist zum Verkaufsstart
verfügbar und bildet deshalb die primäre Plattform für
die gezeigten Beispiele und Anleitungen. Die Firmware
für die LW-Base und SH-Base wird nachgereicht. Die Anleitungen
im Text konzen trieren sich daher vorrangig auf
die Einbindung der MCU-Base. Nach Veröffentlichung der
LW-/SH-Base-Firmware werden wir die Anwendungsbeispiele
um konkrete Integrationstipps (z. B. Uplink-Format,
Downlink-Konfiguration) ergänzen.
Grundprinzip
Ein Dehnungsmessstreifen (DMS) ist ein feiner Widerstandsträger,
dessen Widerstand sich bei mechanischer Dehnung
oder Stauchung ändert. Mathematisch gilt näherungsweise
ΔR/R≈k·ε, wobei ε die Dehnung und k der sogenannte Gauge-
Factor (typisch ≈ 2) ist. Die dadurch entstehenden relativen
Widerstandsänderungen sind sehr klein (µΩ bis mΩ), daher
werden DMS-Signale meist in einer Brückenschaltung (z. B.
Wheatstone-Brücke) gemessen, um die Sensitivität zu erhöhen
und eine differenzielle Spannungsabgabe für den
ADC zu erhalten.
Typische Anwendungen
Dehnungsmessstreifen kommen überall dort zum Einsatz,
wo Kräfte, Gewichte oder mechanische Verformungen erfasst
werden sollen. Häufige Beispiele sind Wägezellen, bei
denen mehrere DMS auf einem Träger zu einer Vollbrücke
kombiniert werden, Biege- oder Kraftmessungen an Bauteilen
sowie Druckaufnehmer, bei denen eine mechanische
Verformung eines elastischen Elements in eine Widerstandsänderung
umgesetzt wird.
Praktische Hinweise
Für reproduzierbare Ergebnisse ist eine sorgfältige, planebene
Verklebung des DMS auf dem Messkörper entscheidend.
Die Oberflächenvorbereitung (Reinigen, ggf. Anschleifen)
beeinflusst die Messqualität stark. Temperaturdrift und
Langzeitdrift müssen berücksichtigt und, wo nötig, durch
geeignete Brückenkonfigurationen oder softwareseitige
Korrekturen kompensiert werden.
Vor dem Einsatz ist eine Kalibrierung mittels bekannter Lasten
(Nullabgleich und Empfindlichkeitsbestimmung) unerlässlich,
um verlässliche Messergebnisse zu erhalten.
Dehnungsrichtung
Dehnungsmessstreifen (Strain Gauge) –
Aufbau und Theorie
Ein Dehnungsmessstreifen (DMS, Bild 1) ist ein fein strukturierter
Widerstandsträger, dessen elektrischer Widerstand
sich ändert, wenn er mechanisch gedehnt oder gestaucht
wird. Die relative Widerstandsänderung ist proportional zur
mechanischen Dehnung.
Messgitter
Bild 1: Aufbau eines Dehungsmessstreifens
Widerstandsfolie
ELVjournal 6/2025 51
Bausatz
Wheatstone-Messbrücke –
Funktion und Anschluss
Warum eine Messbrücke?
Weil Dehnungsmessstreifen nur sehr kleine Widerstandsänderungen
liefern, wandelt eine Wheatstone-Brücke diese
Änderungen direkt in eine Differenzspannung um. Die
Brücke verbessert Empfindlichkeit und Unterdrückung von
Störeinflüssen.
Aufbau (vereinfacht)
Vier Widerstände, R1–R4, sind zu einem Quadrat (Rhombus,
Bild 2) verschaltet. Die Brücke wird mit einer stabilen Spannung
Vexc (Erregerspannung) gespeist. Die Messgröße entsteht
zwischen den Mittelpunkten der beiden Widerstandszweige:
das ist die Differenzspannung Vout, die idealerweise
zu AINP/AINN des ADC geführt wird.
Ausgleichsbedingung (balancierte Brücke):
Die Brücke ist im Ruhezustand ausgeglichen, wenn:
Bei kleinen Widerstandsänderungen (ΔR) in einem oder
mehreren Zweigen entsteht eine proportionale Ausgangsspannung
Vout, die typischerweise in µV- bis mV-Bereichen
liegt und verstärkt bzw. direkt mit einem hochauflösenden
Differenz-ADC gemessen werden kann.
Brückentopologien
Vollbrücke: vier aktive Dehnungsmessstreifen (DMS)
höchste Empfindlichkeit und beste Kompensation
(Temperatur/Versorgung)
Halbbrücke: zwei aktive DMS + zwei Referenzwiderstände
mittlere Empfindlichkeit
Viertelbrücke: ein aktiver DMS + drei Referenzen
einfachste Variante, geringste Empfindlichkeit
ELV-AM-ADC in Betrieb nehmen
Zur Inbetriebnahme und als Anwendungsfall stellen wir im
Folgenden den Einsatz zum Messen analoger Spannungen
sowie den Einsatz als Waage dar und zeigen, wie das Applikationsmodul
konfiguriert werden muss. Für die Anwendungsbeispiele
wird zusätzlich die ELV-BM-MCU benötigt,
deren Inbetriebnahme der zugehörigen Bauanleitung entnommen
werden kann.
Waage kalibrieren
Es gibt verschiedene Anwendungsfälle, für die eine Gewichtsüberprüfung
sinnvoll ist: z. B. zur Überwachung von
Füll- oder Lagerbeständen, für Tierfuttersäcke oder im
Haushalt. Durch die Möglichkeit, verschiedene Arten von
Dehnungsmessstreifen auszuwerten, kann auch eine Waage
mit einem sehr weiten Messbereich gebaut werden. Im
Beispiel kann die Waage bis zu 200 kg über vier Wägezellen
hinweg messen. Die Wägezellen müssen dabei, wie in Bild 2
zu sehen, als Messbrücke miteinander verbunden und an die
Anschlüsse des ELV-AM-ADC angeschlossen werden. Die
Referenzspannung ersetzt die Spannungsquelle E und das
gezeigte Voltmeter wird über die Schraubklemmen durch
die Messeingänge ersetzt.
Bei Verwendung der Wägezellen aus dem ELVshop verbinden
Sie die Anschlüsse wie in Bild 3 und Bild 4 zu sehen. Es
gilt: E+ = REFP, A+ = AINP, A- = AINN und E- = REFN.
1 2
3
4
A+ E- A- E+
VG
(Vout)
Bild 3: Anschlussplan Messbrücke
4
REFP
AINP
AINN
REFN
E (Vexc)
Bild 2: Wheatstone‘sche Messbrücke
Bild 4: Anschlussbelegung ELV-AM-ADC
52 www.elvjournal.de
Bausatz
Zu Inbetriebnahme der Waage laden Sie den Beispiel-Code
von der ELV Website herunter.
Führen Sie anschließend die folgenden Schritte durch:
1
Ändern Sie im Code in Zeile 18
„#define APP_USE“ in „SCALE_CALIB“.
Die Waage muss mit einem Gewicht > 1 kg kalibriert werden.
Tragen Sie dazu das Gewicht in Gramm in der Funktion
„scale_calibrate“ ein (Zeile 114).
2
3
Laden Sie den Code hoch. Lassen Sie nun die Waage
ohne Belastung die Selbstkalibrierung durchlaufen.
Nach dem Hochladen des Codes werden die Daten in
der Konsole angezeigt (Bild 5).
Tragen Sie in der Funktion „scale_set_offset“ (Zeile
76) im Set-up den unteren angezeigten ganzzahligen
Wert ein.
Nach dem Eintragen des Werts stellen Sie das Kalibrierungsgewicht
auf die Waage. Nach zwei Durchläufen
der Firmware, bei denen neue Werte angezeigt
werden, tragen Sie den Kommawert im Set-up in der
Funktion „scale_set_scale“ (Zeile 77) ein.
Bild 5: Konsolenausgabe der MCU-Base
Analoge Spannungen
konfigurieren und messen
Mit der Messung analoger Spannungen können verschiedene
Signale ausgewertet werden. Ob es sich um eine Strom-
Spannungs-Wandlung handelt, um Dehnungsmessstreifen,
um Thermoelemente oder um Sensoren mit analogem Ausgang
– die Möglichkeiten sind vielfältig. Hierbei muss zwischen
unipolar und bipolar (siehe Infokasten) unterschieden
werden.
Ähnlich wie bei der Waage müssen Sie das Applikationsmodul
zuerst konfigurieren:
1
2
Laden Sie den Beispiel-Code von der ELV Website herunter.
Stellen Sie im Code in Zeile 18 „#define APP_USE“ auf
„ADC_DIFF“ oder „ADC_UNI“ ein.
Je nachdem, ob Sie sich für unipolar oder bipolar entscheiden,
konfiguriert der Co-Prozessor den Mess-
Chip. In der Konsole wird entsprechend ein Spannungswert
in Mikrovolt ausgegeben.
Achten Sie bei der Übertragung der Werte auf das richtige
Vorzeichen und auf das „f“ am Ende!
4
Damit ist die Kalibrierung der Waage fast abgeschlossen.
Stellen Sie abschließend die zuerst geänderte
Definition „#define APP_USE“ wieder auf
„SCALE_APP“ um.
Wenn nun die Firmware erneut hochgeladen wird, ist die
Waage einsatzbereit.
In der Konsole wird ca. alle 12 Sekunden das gemessene
Gewicht in Kilogramm ausgegeben.
Unipolar und bipolar
Der Mess-Chip MAX11210 ist in der Lage, sowohl unipolar
als auch bipolar zu messen.
Unipolar bedeutet hierbei, dass nur eine Polarität gemessen
wird, und zwar von 0 V aufwärts in den positiven
Bereich.
Bei einer bipolaren Messung wird auch der negative
Spannungsbereich gemessen. So kann während einer
unipolaren Messung von 0 V bis zur Referenzspannung
gemessen werden, während bei bipolaren Messungen
auch der negative Bereich bis zum Wert der negativen
Referenzspannung gemessen werden kann.
ELVjournal 6/2025 53
Bausatz
3
Als Beispiel für eine Anwendung wurde
die Ausgabe auf einem LC-Display mit
4x20 Zeichen visualisiert (Bild 6).
Das Display kann durch einen Zusatz-
Chip auf der Rückseite mit I2C kommunizieren.
Die Datenleitung des Displays
muss hierbei auf Pin 7 (PB7) der MCU-
Base gelegt und die Taktleitung mit Pin 8
(PB6) verbunden werden.
Es werden keine weiteren Pull-up-Widerstände
benötigt, da bereits Widerstände
auf dem Applikationsmodul des
ELV-AM-ADC vorhanden sind.
Bild 6: Beispielanwendung für das ELV-AM-ADC als Waage
Schaltung
Die Platinenfotos und die Bestückungsdrucke zeigen die
Ober- und Unterseite des ELV-AM-ADC (Bild 7).
Die Schaltung (Bild 8) des ELV-AM-ADC ist übersichtlich
in die folgenden Hauptblöcke gegliedert: Spannungsversorgung/Referenz,
Analog-Frontend (Eingangsfilter plus
Schutz), 24-Bit-Analog-Digital-Converter und Mikrocontroller-Schnittstelle
zur Base.
Spannungsversorgung und Referenz
Die Modulspannung wird über einen LDO-Regler (VR1, auf
der Platine) erzeugt und mit mehreren Kondensatoren sowie
Ferrit-Bauteilen geglättet. Auf dem Modul steht eine stabile
Erregerspannung/Referenz (REFP/REFN) zur Verfügung,
die sich für die Versorgung von Messbrücken (z. B. Wägezellen)
eignet.
Analog-Frontend
Eingangssignale führen an die differenziellen Eingänge
AINP/AINN. Vor den ADC-Eingängen sind einfache Ein-/Ausgangsfilter,
Ferrite und ESD-Schutzbausteine vorgesehen,
um Störungen zu dämpfen und die Eingänge gegen Spannungsspitzen
zu schützen.
Analog-Digital-Converter (ADC)
Als Wandler kommt ein hochauflösender 24-Bit-ADC-
Baustein zum Einsatz (U2: MAX11210). Die ICs sind für differenzielle
Messungen ausgelegt. REFP/REFN dienen als
positive/negative Referenzpunkte. Die Platine enthält Kondensatoren
(z. B. C5, C6) für die Analogfilterung.
Mikrocontroller und Schnittstellen
Ein Mikrocontroller (U1: STM8L-Typ) übernimmt die Steuerung,
das Auslesen der ADC-Daten und die Anbindung an die
Base. Der ADC ist per SPI angebunden (Signale: CS, SCLK,
DIN, RDY/DOUT). Die Platine stellt Anschlüsse/Stiftleisten
für die Base bereit (Pins für +VDD/GND/SDA/SCL), sodass
sich das Modul einfach in das ELV-Modulsystem integrieren
lässt.
Bild 7: Platinenfotos und Bestückungsdrucke
54 www.elvjournal.de
Bausatz
C1
J3
C2
22u
16V
R1
4k7
C3
100n
16V
+VDD
J4
TP2
R2
4k7
+VDD
100n
16V
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
12
VRef+
39
VDD
10
VDD
11
VDDA
J1
1
2
3
4
5
6
7: SDA
8: SCL
GND 9
10
11
12
U1B
STM8L052C6T6
GND 40
AGND 9
I²C
24
23
22
21
20
19
18
17
GND :16
+VDD :15
14
13
J2
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
+VDD
TP1
VCC 3
SWIM 4
NRST 2
GND 1
Prog.-Adapter
TP3
TP4
+VDD
1
PA0
2
PA1
37
PC0
38
PC1
32
PF0
3
PA2
4
PA3
44
PC5
45
PC6
13
VLCD
U1A
PA4 5
PA5 6
PA6 7
PD1 21
PA7 8
PE0 14
PE1 15
PE2 16
PE3 17
PE4 18
PE5 19
PD0 20
PD2 22
PD3 23
PB0 24
PB1 25
PB2 26
PB3 27
PB4 28
PB5 29
PB6 30
PB7 31
PD4 33
PD5 34
PD6 35
PD7 36
PC2 41
PC3 42
PC4 43
PC7 46
PE6 47
PE7 48
TP5
TP6
I²C-Addr.
J5
J6
CS
SCLK
DIN
RDY/DOUT
SCLK
RDY/DOUT
DIN
CS
TP10
J7
J8
J9
J10
15
CLK
14
SCLK
12
DIN
11
CS
U2A
13
RDY/DOUT
MAX11210
GPIO1 1
GPIO2 2
GPIO3 3
GPIO4 16
REFP 5
REFN 6
GND
AINP 8
AINN 7
C5
1n
50V
TP7
TP8
TP9
TP11
REFP
C4
100p
50V nip
REFN
C6
100n
25V
TP12
TP14
TP16
D1
D2
D3
REFP
PESD3V3S1UB
PESD3V3S1UB
PESD3V3S1UB
C7
C8
C9
STM8L052C6T6
100p
50V
nip
100p
50V
nip
100p
50V
nip
L1
600R
L2
600R
L3
600R
TP13
TP15
TP17
TP18
X1
1
2
X2
1
2
REFP
AINP
nip = not in place/
nicht bestückt
AINN
REFN
REFN
+VDD
C10
C11
10u
16V
10n
50V
9
AVDD
U2B
GND
4
10
DVDD
C12
MAX11210
100n
25V
+VDD
+VDD
C13
2
VIN
1u
50V
VR1
GND
VOUT 3
1 MCP1703T
C14
1u
50V
L4
600R
C15
1u
50V
J11
REFP
Bild 8: Schaltplan des Applikationsmoduls ELV-AM-ADC
ELVjournal 6/2025 55
Bausatz
Stückliste
Widerstände:
4,7 kΩ/SMD/0402 R1, R2
Kondensatoren:
1 nF/50 V/SMD/0402 C5
10 nF/50 V/SMD/0402 C11
100 nF/16 V/SMD/0402 C2, C3
100 nF/25 V/SMD/0402 C6, C12
1 µF/50 V/SMD/0603 C13-C15
10 µF/16 V/SMD/0603 C10
22 µF/16 V/SMD/1206 C1
Halbleiter:
STM8L052C6T6/SMD
U1
MAX11210/SMD
U2
MCP1703T-2502E/SOT89-3/SMD
VR1
PESD3V3S1UB/SMD
D1-D3
Sonstiges:
Chip-Ferrit, 600 Ω bei 100 MHz, 0603
L1-L4
Schraubklemme, 2-polig, Drahteinführung 90°,
RM = 3,5 mm, THT, black
X1, X2
Buchsenleiste, 1x 12-polig,
10 mm Pinlänge, gerade J1, J2
Technische Daten
Geräte-Kurzbezeichnung:
ELV-AM-ADC
Spannungsversorgung:
3,0–3,3 VDC
Stromaufnahme (mit ELV-BM-TRX1) @ 3,0 V
Sleep: ø 51,85 µA
während einer Messung:
ø 2,36 mA
Auflösung ADC:
24 Bit
Messbereich: 0–2,5 VDC ±10 µV
Leitungslänge an der Klemmen X1/ X2: 20 cm max.
Umgebungstemperatur: -10 bis +55 °C
Abmessungen (B x H x T):
55 x 26 x 19 mm
Gewicht:
11 g
Mein ELVprojekt
Viele Ideen für Ihr Smart Home
Bei uns erwarten Sie viele spannende, ausführlich beschriebene Projekte für
Einsteiger und Profis. Diese Projekte haben wir als Produktmanager und Techniker
alle selbst erfolgreich umgesetzt. Wir zeigen Ihnen zum Beispiel, wie Sie
für mehr Komfort und Energieeinsparung Ihre Rollläden automatisieren, mit
einer intelligenten Heizungssteuerung Energiekosten sparen oder Ihr Zuhause
vor Einbrechern wirkungsvoll schützen können.
Sie erhalten Informationen zum geschätzten Zeitaufwand und zum Schwierigkeitsgrad
und alle verwendeten Produkte aus unserem Sortiment werden
für Sie übersichtlich aufgeführt. Für viele Projekte gibt es außerdem hilfreiche
Installationsvideos.
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56 www.elvjournal.de
Bausatz
ELV Applikationsmodul
Analog-Digital-Wandler ELV-AM-ADC
• 24-Bit-Auflösung für hochpräzise Signalwandlung
• 4 Anschlüsse: Masse, 2,5-V-Erregerspannung, AINP und AINN
• Unterstützt differenzielle und Single-ended-Messungen für maximale Flexibilität
• 2,5-V-Referenzausgang ermöglicht direkte Versorgung von Sensoren
• Einfache Integration in das ELV-Modulsystem über MCU-, LW- oder SH-Base**
• Ideal für Wägezellen und andere analoge Präzisionssensoren
** Die Firmware für die MCU-Base ist zum Verkaufsstart verfügbar. Die Firmware für die LW-Base und SH-Base wird nachgereicht.
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Zum Produkt
Wägezelle – allgemein, 50 kg
• Belastungssensor mit 50 kg Kapazität pro Zelle
• Bis zu 200 kg bei Einsatz von 4 Sensoren
• Wheatstone-Brückenkonfiguration für präzise Auswertung
• Herstellerseitig für Waagenaufbau mit 4 Sensoren vorgesehen
7,95 € *
Artikel-Nr. 254765
Zum Produkt
Dehnungsmessstreifen Wägezelle, 5 kg
• Widerstandsänderung bei Krafteinwirkung
zur Messung von Dehnung
• Mit Epoxidharz an starkem Aluminium befestigt für Schutz
• Erforderliche Kalibrierung nach Installation
4,95 € *
Artikel-Nr. 254766
Zum Produkt
11,5-cm-Display (4,5") SBC-LCD20x4
• Ansteuerung über I2C-Bus (2-Draht)
• LC-Display mit 4x 20 Zeichen
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• Mit Hintergrundbeleuchtung
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Zum Produkt
* Die angegebenen Preise sind unverbindlich, entsprechen dem Stand bei Redaktionsschluss und können sich
aufgrund von Verfügbarkeit, Marktentwicklung oder tagesaktueller Kalkulation ändern.
ELVjournal 6/2025 57
Service/Bestellhinweise
Technische Anfragen
Für technische Fragen zu den Beiträgen aus dem ELVjournal, kontaktieren Sie
gerne unsere technische Kundenberatung über unser Kontaktformular.
Bitte nennen Sie hierbei die Artikelnummer, Artikelbezeichnung und Journalseite.
Unsere Techniker klären Ihre offenen Fragen im Anschluss.
Reparatur-Service
Für ELV Markenprodukte, aber auch für Geräte, die Sie aus ELV Bausätzen selbst
herstellen, bieten wir Ihnen einen kostengünstigen Reparatur-Service an. Im Sinne
einer schnellen Abwicklung führen wir eine Reparatur sofort durch, wenn die Reparaturkosten
den halben Artikelpreis nicht überschreiten. Bei einem größeren Defekt
erhalten Sie vorab einen unverbindlichen Kostenvoranschlag. Die Kontaktdaten:
ELV Elektronik AG, Reparatur-Service, 26789 Leer, Deutschland
Qualität/Sicherheit
Bausätze von ELV beinhalten sämtliche zum Aufbau erforderlichen elektronischen
und mechanischen Teile einschließlich Platinen, Gehäuse mit ge bohrter und bedruckter
Frontplatte, Netztrafos, Schrauben, Muttern usw. Es finden ausschließlich
hochwertige Markenbauteile Verwendung. Fertiggeräte werden mit Gehäuse
betriebsfertig und komplett abgeglichen geliefert. Sämtliche ELV Bausätze und
ELV Fertiggeräte sind mit 1-%-Metallfilm widerständen ausgerüstet. Technische
Änderungen vorbehalten.
Wichtiger Hinweis
Bitte beachten Sie beim Aufbau von Bausätzen die Sicherheits- und VDE-Bestimmungen.
Netzspannungen und Spannungen ab 42 V sind lebensgefährlich.
Bitte lassen Sie unbedingt die nötige Vorsicht walten und achten Sie sorgfältig
darauf, dass Spannung führende Teile absolut berührungssicher sind.
Zahlreiche ELV Bausätze, insbesondere solche, bei denen für den Betrieb der
fertigen Geräte Netzspannung erforderlich ist, dürfen ausschließlich von einer
ausgebildeten Elektrofachkraft aufgebaut wer den, die aufgrund ihrer Ausbildung
dazu befugt und hinreichend mit den einschlägigen Sicher heits- und VDE-
Bestimmungen vertraut ist.
Versandkosten
Unsere Versandkosten betragen 3,99 €, ab 39,00 € liefern wir für Sie innerhalb
Deutschlands versandkostenfrei. Unsere Versandkosten in andere Länder entnehmen
Sie bitte unserer Internetseite.
Kontaktdaten
Bestellannahme, Technische Kundenberatung, Reklamation/Retouren
Kontakt per E-Mail:
Adresse:
Kontaktformular
ELV Elektronik AG
Maiburger Straße 29-36
26789 Leer
Deutschland
Weiterführende Informationen und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sowie
Hotlinezeiten finden Sie auf unserer Internetseite
de.elv.com/service-bereich/kontakt-support/.
Bestellhinweise
Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), die Sie auf unserer
Internetseite de.elv.com/service-bereich/agb/ einsehen, speichern und ausdrucken
können. Sie können die AGB auch schriftlich anfordern.
Rücknahme von Elektro- und Elektronik-Altgeräten
Hersteller und Händler sind gesetzlich verpflichtet, Altgeräte
kostenfrei wieder zurückzunehmen und nach vorgegebenen
Standards umweltverträglich zu entsorgen bzw. zu verwerten.
Dies gilt für betreffende Produkte mit nebenstehender
Kennzeichnung.
Verbraucher/-innen dürfen Altgeräte mit dieser Kennzeichnung nicht über den Hausmüll
entsorgen, sondern können diese bei den dafür vorgesehenen Sammelstellen innerhalb Ihrer
Gemeinde bzw. bei den ÖRE (öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger) abgeben.
Verbraucher/-innen sind im Hinblick auf das Löschen personenbezogener Daten auf den zu
entsorgenden Altgeräten selbst verantwortlich.
Unsere Rücknahmeverpflichtung nach dem ElektroG wickeln wir über die Fa. Hellmann
Process Management GmbH & Co. KG (HPM) und die Fa. DHL Paket GmbH (DHL) ab. HPM übernimmt
für uns die Entsorgung und Verwertung der Altgeräte über die kommunalen Sammelstellen.
Zum Erstellen eines DHL-Retouren-Aufklebers für die Rücksendung Ihres Elektround
Elektronik-Altgeräts benutzen Sie bitte unser DHL-Retouren-Portal im Internet. Weitere
Informationen finden Sie unter de.elv.com/hinweise-zur-entsorgung. Unsere Registrierungsnummer
lautet: WEEE-Reg. Nr. DE 14047296.
Batteriegesetz – BattG
Verbraucher/-innen sind zur Rückgabe von Altbatterien gesetzlich
verpflichtet.
= Symbol für die
getrennte Erfassung
von Elektround
Elektronikgeräten
= Batterien sind
schadstoffhaltige
Produkte und dürfen
nicht über den
Hausmüll entsorgt
werden.
Mit nebenstehendem Zeichen versehene Batterien dürfen nicht
über den Hausmüll entsorgt werden, sondern sind einer getrennten
Entsorgung zuzuführen. Verbraucher(innen) können
Batterien nach Gebrauch unentgeltlich an unser Versandlager schicken oder dort abgeben.
Altbatterien können Schadstoffe enthalten, die bei nicht sach gemäßer Lagerung oder Entsorgung
die Umwelt oder Ihre Gesundheit schädigen können. Batterien enthalten aber auch
wichtige Rohstoffe, wie z. B. Eisen, Zink, Mangan oder Nickel und werden wiederverwendet.
Bedeutung chemischer Zeichen in Kennzeichnung: Hg = Quecksilber; Cd = Cadmium; Pb = Blei
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sofern Sie Verbraucher sind, können Sie Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne
Angabe von Gründen mittels einer eindeutigen Erklärung widerrufen. Die Frist beginnt nach
Abschluss des Vertrags und nachdem Sie die Vertragsbestimmungen einschließlich der Allgemeinen
Geschäftsbedingungen erhalten haben, im Falle eines Verbrauchsgüterkaufs jedoch
nicht, bevor Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht Frachtführer ist, die Ware erhalten
hat; im Falle der Lieferung mehrerer Waren oder Teilsendungen im Rahmen einer einheitlichen
Bestellung nicht vor Lieferung der letzten Ware oder Teilsendung; im Falle der regelmäßigen
Belieferung über einen festgelegten Zeitraum nicht vor Lieferung der ersten Ware.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.
Der Widerruf ist zu richten an: ELV Elektronik AG, Maiburger Str. 29-36, 26789 Leer, Telefax:
+49 491/7016, E-Mail: widerruf@elv.com. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular
verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Widerrufsfrist
reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der
Widerrufsfrist absenden.
Für den Beginn der Widerrufsfrist erforderliche Informationen
Die Informationen im Sinne des Abschnitts 1 Satz 2 umfassen folgende Angaben:
1. die Identität des Unternehmers; anzugeben ist auch das öffentliche Unternehmensregister,
bei dem der Rechtsträger eingetragen ist, und die zugehörige Registernummer oder
gleichwertige Kennung;
2. die Hauptgeschäftstätigkeit des Unternehmers und die für seine Zulassung zuständige
Aufsichtsbehörde;
3. die ladungsfähige Anschrift des Unternehmers, bei juristischen Personen, Personenvereinigungen
oder Personengruppen auch den Namen des Vertretungsberechtigten;
4. die wesentlichen Informationen darüber, wie der Vertrag zustande kommt;
5. gegebenenfalls zusätzlich anfallende Kosten;
6. eine Befristung der Gültigkeitsdauer der zur Verfügung gestellten Informationen, beispielsweise
die Gültigkeitsdauer befristeter Angebote, insbesondere hinsichtlich des Preises;
7. Einzelheiten hinsichtlich der Zahlung und der Erfüllung;
8. das Bestehen eines Widerrufsrechts sowie die Bedingungen, Einzelheiten der Ausübung,
insbesondere Name und Anschrift desjenigen, gegenüber dem der Widerruf zu erklären ist,
und die Rechtsfolgen des Widerrufs einschließlich Informationen über den Betrag, den der
Verbraucher im Fall des Widerrufs für die erbrachte Leistung zu zahlen hat, sofern er zur
Zahlung von Wertersatz verpflichtet ist (zugrundeliegende Vorschrift: § 357a des Bürgerlichen
Gesetzbuchs);
9. eine Vertragsklausel über das auf den Vertrag anwendbare Recht oder über das zuständige
Gericht;
10. die Sprachen, in welchen die Vertragsbedingungen und die in dieser Widerrufsbelehrung
genannten Vorabinformationen mitgeteilt werden, sowie die Sprachen, in welchen sich der
Unternehmer verpflichtet, mit Zustimmung des Verbrauchers die Kommunikation während
der Laufzeit dieses Vertrags zu führen;
11. den Hinweis, ob der Verbraucher ein außergerichtliches Beschwerde- und Rechtsbehelfsverfahren,
dem der Unternehmer unterworfen ist, nutzen kann, und gegebenenfalls dessen
Zugangsvoraussetzungen;
Widerrufsfolgen
Im Fall eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren.
Für die Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen
Transaktion eingesetzt haben.
Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für
deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich
ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten
sind; bei Lieferung von Ton- oder Videoaufnahmen oder Computersoftware in einer versiegelten
Packung, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde.
Ende der Widerrufsbelehrung
Muster-Widerrufsformular
Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück an:
ELV Elektronik AG
Maiburger Str. 29–36
26789 Leer
Telefax: +49 491/7016
E-Mail: widerruf@elv.com
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden
Waren (*) / die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)
___________________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________________
Bestellt am _____________________ (*) / erhalten am___________________(*)
Name und Anschrift des/der Verbraucher(s)
___________________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________________
_____________
Datum
(*) Unzutreffendes streichen
_________________________________________________________________
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
Datenschutz
Erklärung zu personenbezogenen Daten
Personenbezogene Daten sind Informationen, die Ihrer Person zugeordnet werden können.
Hierunter fallen z. B. der Name, die Anschrift oder die E-Mail-Adresse.
Erfassung und Verwendung von personenbezogenen Daten
Persönliche Daten, die Sie uns zur Verfügung stellen, dienen der Abwicklung der Bestellung, der
Lieferung der Waren sowie der Zahlungsabwicklung. Da der Datenschutz für die ELV Elektronik
AG einen sehr hohen Stellenwert einnimmt, erfolgt die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung
Ihrer uns zur Verfügung gestellten Daten ausschließlich auf der Grundlage der gesetzlichen
Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), des Bundesdatenschutzgesetzes
(BDSG) und des Telemediengesetzes (TMG).
Nach den geltenden gesetzlichen Regelungen haben Sie ein Recht auf unentgeltliche Auskunft
über Ihre gespeicherten Daten sowie ggf. ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung
dieser Daten.
Bei Erstbestellungen auf Rechnung oder per Lastschrift können wir bei Bestehen eines berechtigten
Interesses zur Risikovermeidung Informationen zu Ihrem bisherigen Zahlungsverhalten
sowie Bonitätsinformationen auf der Basis mathematisch-statistischer Verfahren von der
Credit reform Boniversum GmbH, Hellersbergstr. 11, 41460 Neuss, vertreten durch Dr. Holger
Bissel, Ingolf Dorff, Thomas Schurk, einholen.
Im Bereich der Kreditkartenzahlung arbeiten wir zusammen mit der Mollie B.V. (Mollie), Keizersgracht
126, 1015 CW Amsterdam, Niederlande. In diesem Rahmen werden neben Kaufbetrag und
Datum auch Kartendaten an das oben genannte Unternehmen übermittelt.
Wir weisen gemäß Art. 6 ff. DSGVO darauf hin, dass wir die von unseren Kunden mitgeteilten
Daten EDV-mäßig speichern.
Sollten Sie keine Informationen über unsere Angebote und Dienstleistungen wünschen, genügt
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Erscheinungsweise:
zweimonatlich (Januar, März, Mai, Juli, September, November)
Technisches Layout:
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wird der gewährte Gutscheinbetrag vom zu erstattenden Kaufpreis abgezogen, sofern durch
die Ausübung des Widerrufsrechts und der Rückabwicklung der Gesamtwarenwert von 200,– €
unterschritten wird. Auszahlung/Verrechnung mit offener Rechnung sowie Gutschrift nach
Widerruf sind nicht möglich. Der Gutscheincode ist nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.
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es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung, auch bei themengleichen Lösungen. Der
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ELV Elektronik AG, 26789 Leer, Deutschland
oder leserwettbewerb@elv.com
Redaktion:
Dipl.-Ing. (FH) Holger Arends, Markus Battermann (M. Eng.),
Dipl.-Ing. (FH) Karsten Beck, Dipl.-Ing. Bartholo meus Beute,
Dipl.-Ing. (FH) Hans-Jürgen Boekhoff, Wilhelm Brückmann,
Dipl.-Ing. (FH) Gerd Busboom, Markus Cramer (M. Sc.),
Dipl.-Ing. (FH) Timo Friedrichs, Dipl.-Inf. Andreas Gabel,
Dipl.-Ing.(FH) Frank Graß, Alfred Grobelnik,
Stephan Fabry (M. Eng.), Dipl.-Ing. (FH) Fredo Hammiediers,
Lothar Harberts, Dipl.-Ing. (FH) Christian Helm,
Julian Kaden (M. Eng.), Damian Krause, Nikolai Krause,
Dipl.-Ing. (FH) Karsten Loof, Marcel Maas (M. Eng.),
Simon Mählmann (B. Eng.), Hilko Meyer (M. Eng.),
Tammo Post (M. Eng.), Andreas Prast (Bachelor Professional),
Dipl.-Ing. (FH) Thorsten Reck, Helga Redeker,
Dipl.-Ing. (FH) Keno Reiß, Dipl.-Wi-Inf. (FH) Frank Sanders,
Dipl.-Ing. (FH) Lothar Schäfer, Kevin Schönig (M. Eng.),
Bastian Schmidt (B. Eng.), Udo Schoon (M. Eng.),
Dirk Stüben, Dipl.-Ing. (FH) Heiko Thole,
Dipl.-Ing. (FH) Thomas Wiemken, Dipl.-Ing. (FH) Markus Willenborg,
Florian Willms (M. Sc.), Sebastian Witt (B. Eng.),
Dipl.-Ing. (FH) Matthias Ysker
Lithografie:
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48691 Vreden
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Verantwortlicher: Udo Wesseler
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Eingesandte Beiträge:
Der Herausgeber ist nicht verpflichtet, unverlangt eingesandte
Manuskripte oder Geräte zurückzusenden. Eine Haftung wird für diese
Gegenstände nicht übernommen.
Gesetzliche Bestimmungen:
Die geltenden gesetzli chen Bestimmungen hinsichtlich Erwerb,
Herstellung und Inbetriebnahme von Sende- und Empfangseinrichtungen
sind zu beachten.
Haftungsausschluss:
Der Herausgeber übernimmt keine Haf tung für die Richtigkeit der
veröffentlichten Schaltungen und son stigen Anordnungen sowie für
die Richtigkeit des technischen Inhalts der veröffentlichten Artikel
und sonstigen Beiträge.
ELVjournal 6/2025 59
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modernes Design
Leuchtende Boost-Taste
an der Vorderseite für ein
schnelles Aufheizen
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• Bis zu drei einstellbare Heizprofile mit 13 Änderungen pro Tag
• LED-Farbe des Stellrads für verschiedene Aktionen direkt in der
Homematic IP App konfigurierbar (in Verbindung mit einem Access Point
oder der Home Control Unit)
• Bediensperre zum Schutz vor ungewollter Bedienung – einstellbar per App
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oder eine CCU3 notwendig
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aufgrund von Verfügbarkeit, Marktentwicklung oder tagesaktueller Kalkulation ändern.
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der Stellantriebe
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Durchflussmenge für optimale
Raumtemperatur
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