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1225

Ausgabe 636 · 51. Jahrgang

www.das-stadtgespraech.de · Instagram: das.stadtgespraech

RG4

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Christkindlmarkt Wiedenbrück 24.11. – 23.12.

Verkaufsoffen am 30.11. von 13 bis 18 Uhr

Christkindllauf 5.12.

Start um 19 Uhr

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2 Das Stadtgespräch

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1 Ob es in diesem Jahr wohl mit einem weißen Christkindlmarkt klappt?

Wiedenbrück wird zum

»Weihnachtswunderland«

Christkindlmarkt öffnet seine Tore

Vom 24. November bis

zum 23. Dezember ist der

Christkindlmarkt geöffnet.

Aberhunderte und tausende

Gäste aus nah und fern strömen

dann in die »gute Stube«, auf den

Marktplatz Wiedenbrücks. Ganze

Reisegesellschaften treffen in Bussen

ein, um sich an den Markt zu

erfreuen. Alle sind beseelt von dem

Wunsch, die vorweihnachtliche

Atmosphäre der im Lichterglanz

erstrahlenden Altstadt und der

festlich illuminierten Budenstadt

zu genießen. Manche Besuchende

kommen mehrmals, andere täglich

auf die über vier Wochen lang dauernde

Veranstaltung.

Der Christkindlmarkt ist einfach

sehr schön, attraktiv und gemütlich.

Wenn er auch längst nicht

mehr ein Alleinstellungsmerkmal

hat, so hat er dennoch seine Anzie-

hungskraft nicht verloren. Es sind

viele Dinge, die das Erscheinungsbild

des nunmehr bereits 51. Christkindlmarktes

so anziehend machen:

Die große Weihnachtstanne

und die Weihnachtspyramide, die

faszinierende Weihnachtsorgel

und das prächtige Weihnachtskarussell

lenken die Blicke auf sich.

Tausende LED-Lichter illuminieren

das Treiben in den Abendstunden.

Das vielfältige Bühnenprogramm

stimmt musikalisch auf das bevorstehende

Weihnachtsfest ein.

In den liebevoll gestalteten Markthäusern,

es sind 50 an der Zahl,

kann man das ein oder andere

individuelle Weihnachtsgeschenk

entdecken. Andere Stände bieten

Durstlöscher und Köstlichkeiten

für Leib und Magen. Das definitive

Highlight ist der Auftritt des Nürnberger

Christkinds. Alle Augen richten

sich auf die Repräsentantin der

Christkindlesstadt Nürnberg, wenn

es zum festlichen Prolog über die

Budenstadt gehoben wird. Dazu

gesellt sich das Wiedenbrücker

Engelchen. Es wird im zweiten Jahr

von Luise Austermann dargestellt.

Seine Beliebtheit führte schon zu

Folgeauftritten über den Christkindlmarkt

hinaus. Einen hohen

Stellenwert haben bei den Kleinen

ebenfalls der Nikolaus und seine

Einladung zum großen Umzug.

Die Altstadt begrüßt die Besuchenden

des Christkindlmarktes

mit vielen hundert Tannenbäumen

in den Straßen und tausenden

Lichtern an den Giebeln der Häuser.

Einkaufssonntag

am 1. Advent

Wer gerne abseits der Hektik des

Alltags und im Kreise seiner Familie

und Freunde einen vorweihnachtlichen

Einkaufsbummel unternehmen

möchte, findet dazu eine

besondere Gelegenheit am ersten

Adventssonntag, dem 30. November.

Die Händler stellen sich mit

dem zusätzlichen Einkaufstag auf

die Menschen ein, die es schätzen,

sich von der vorweihnachtlichen

Atmosphäre inspirieren zu lassen,

wenn sie für ihre Lieben Geschenke

erstehen oder sich selber etwas

gönnen möchten und dafür das

Besondere suchen.

Glücksmarken und -stempel

für Groß und Klein

Mit Beginn des Christkindlmarktes

können die Kunden der Geschäfte

in Wiedenbrück an einem Glücksspiel

teilnehmen. Das Mitmachen

ist einfach. Wer daran teilnehmen

will, muss die bei einem Einkauf

Das Stadtgespräch

3


1 Die erleuchteten Hütten schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre. 1 Für die Kleinen ist es das Größte, bei der Fahrt mit dem Nürnberger Christkind und

dem Wiedenbrücker Engelchen dabei zu sein.

erhaltenen Glücksmarken auf eine

Glückskarte kleben und diese bei

einem an der Aktion teilnehmenden

Geschäft oder bei der Kreissparkasse

bis zum 31. Dezember

abgeben. Es gibt 25 50-Euro-Einkaufsgutscheine

und 50 25-Euro-Gutscheine

zu gewinnen. Die

kleinen Kunden müssen in einem

Sammelheft sechs Stempelabdrucke

der Geschäfte sammeln. Dabei

ist es egal, ob sie etwas einkaufen

oder einfach nur in das Geschäft

für einen Stempelabdruck hineingehen.

Die bei einer Ziehung ermittelten

fünf Gewinner können

sich auf eine Familienkarte für das

Freibad Wiedenbrück freuen.

Nach dem Christkindlmarkt

ist vor dem

Christkindlmarkt

Die Bauhofmitarbeiter hatten die

Budenstadt auf dem Marktplatz

in Wiedenbrück nach dem Christkindlmarkt

2024 gerade abgebaut,

da lief in den ersten Wochen des

neuen Jahres im Büro des Gewerbevereins

schon eine erste Anfrage

einer Kunsthandwerkerin nach

einem freien Weihnachtshäuschen

für den diesjährigen Christkindlmarkt

auf. Noch in dem ersten

Quartal 2025, es war im März,

schrieb die Geschäftsführerin des

Gewerbevereins, Birgit Leßmann,

alle rund 50 Beschicker der letzten

Veranstaltung an, ob sie am Ende

des Jahres wieder bei dem vorweihnachtlichen

Event dabei sind. Nach

und nach trafen die Rückmeldungen

im Büro des Gewerbevereins

ein, die Zusagen von den vielen

Stammbeschickern – sie machen

gut die Hälfte der Teilnehmenden

aus – und den vielen anderen Teilnehmenden.

Bewährte Namen

Unter ihnen waren die gemeinnützigen

Teams der Rotarier

Rheda-Wiedenbrück und Lions

Gütersloh sowie des Togo-Fördervereins.

Sie freuen sich, dass sie in

jedem Jahr zu dem Kreis der Angesprochenen

gehören, können sie

doch mit den auf dem Christkindlmarkt

erwirtschafteten Erlösen

einen großen Teil ihrer Projekte

finanzieren.

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4 Das Stadtgespräch


1 Der festlich erstrahlende Christkindlmarkt erwärmt die Herzen. 1 Jede Menge Siebdruckarbeiten

Bodenständig

Überhaupt nimmt der Gewerbeverein

die Auswahl der Beschicker

nach der Devise vor, möglichst nur

Teilnehmende vom Ort zuzulassen

und den Anteil der Getränke- und

Essstände bewusst niedrig zu

halten. Einige machen schon seit

Jahrzehnten mit – mittlerweile in

zweiter Generation. Unter ihnen

befinden sich Namen wie der Ratskeller,

der Stand von Klaus-Dieter

Brockmann und seinen beiden

Söhnen Marcel und Stefan, der

Wirt mit Kultstatus Johnny vom

Planet Wiedenbrück, der von Nicole

Nottbrock weitergeführte Stand

ihrer Eltern. Die weihnachtliche

Hütte der Bäckerei und Konditorei

Vorbohle ist sogar seit der ersten

Veranstaltung vor 51 Jahren dabei.

Zusammen mit vielen Weiteren

nehmen die Markthandelnden die

vierwöchige Doppelbelastung von

täglichem Tagewerk und Einsatz

auf dem Christkindlmarkt gerne

in Kauf.

Es begeistert sie in jedem Jahr

wieder aufs Neue, an dem großartigen

Erfolg dieses traditionsreichen

Marktes mitzuarbeiten.

Der Zustrom der Besuchenden,

sie reisen bis aus dem Ruhrgebiet

und dem Osnabrücker Land und

weiter her an, lässt die organisatorischen

Herausforderungen für die

vierwöchige Veranstaltung schnell

vergessen.

Neue Angebote

In einigen Fällen musste das Büro

passende Lösungen für frei gewordene

Plätze finden. Wochen

vor dem Veranstaltungsbeginn

konnte es die Suche abschließen.

Bei der Akquise waren kreative

Ideen, Netzwerk und Geduld gefragt

– insbesondere bei der Verpflichtung

neuer »nonfood- und

nonalcohol-Angebote« für den

Christkindlmarkt. Aber letztendlich

erfolgversprechend erwies es sich

bei der Suche, sich im Stadtbild

umzuhören, Empfehlungen nachzugehen

und die Wünsche potentieller

Bewerber aufzuspüren. Dabei

stellte sich heraus, dass es insbesondere

möglichen Beschickern

von Geschenkideen, Handwerklichem

und Selbergemachtem nicht

immer möglich ist, die von ihnen

angemieteten Hütten über die gesamte

Veranstaltungsdauer personell

zu besetzen. Somit befinden

sich nunmehr unter den neu zugekommenen

Teilnehmenden auch

Händler, die sich die Laufzeit des

Christkindlmarktes in zwei Hälften

aufteilen. Den damit zwangsläufig

verbundenen verdoppelten

Verwaltungsaufwand nimmt der

Gewerbeverein bei seinem admi-

24.11. BIS 23.12.2025

montags bis donnerstags:

14.30 bis 21.00 Uhr

freitags: 14.30 bis 22.00 Uhr

samstags: 12.00 bis 22.00 Uhr

sonntags: 12.00 bis 21.00 Uhr

30.11.2025 ADVENTSEINKAUFSSONNTAG

13.00 BIS

18.00 UHR

Das Stadtgespräch

5


··

1 Kreative Becher und viel mehr

nistrativen Handeln gerne in Kauf.

Er freut sich insbesondere, dass er

unter den »Neuen« ausschließlich

mit heimischen Anbietern Verträge

abschließen konnte.

Ein paar Beispiele: In der Liste

der dazugekommenen Namen

findet man ganz bekannte Adressen,

beispielsweise: Feinkost

Mönchmeier, die Anker Villa,

Marion Helle mit Pebbels Beton,

»LaserArt« von Steffen Petermeier

bietet individuell bearbeitete

Holzkreationen und bei dem Damen-

und Herrenausstatter *OAK

werden die Besuchenden mit einer

großen Auswahl von Geschenkartikeln

fündig.

Das Credo des Marktes

Immer blieb es bei der Akquise

vorrangige Idee, ein ausgewogenes

Verhältnis von Geschenkartikeln,

Kunsthandwerk, Selbergemachtem

und Essen und Trinken

zu sichern, die Attraktivität des

Christkindlmarktes durch neue

Impulse zu stärken, sein bewährtes

1 Alles Alpaca

6 Das Stadtgespräch


Weihnachtliche Klänge sind das Markenzeichen des Christkindlmarktes.

bodenständiges und erfolgreiches

Erscheinungsbild aber zu bewahren.

Letzteres gilt auch für sein

Programm.

Programm

Sehr anspruchsvoll ist das Programm.

Die dort ausgewiesenen 70

(!) Bühnenauftritte sprechen durch

Stimmung, Niveau und erlesene

Vielfalt Jung und Alt an.

Speziell für die Kleinen gibt es

jede Menge Mitmachangebote und

andere ausgewählte kindgemäße

Unterhalt.Für die jungen Leute

und die Junggebliebenen legt

erstmals DJ Lars Rakete Christkindlmarkt-Beats

auf. Nicht zu vergessen

das Konzert der Musical Fabrik

und die Sazerac-Swinger live mit

Jazz und Entertainment.

Und wie in jedem Jahr lassen

die Klassiker aufhorchen: Die Liederlichen

Brüder, Panflötenklänge,

die Emsmöwen und die Langenberger

Blaskapelle und viele, viele andere

Chöre, Gruppen und Solisten

mit ihren Beiträgen. Die Gestaltung

der Auftritte ist aufwendig.

Verträge sind abzuschließen, Verabredungen

zu treffen, Auftrittszeiten

aufeinander abzustimmen,

das Equipment ist bereitzustellen.

»Langeweile haben wir in den letzten

Wochen nicht gehabt«, freut

sich die Geschäftsführerin des

Gewerbevereins auf die Eröffnung

des Christkindlmarktes am 24. November.

Teamleistung

Der Bauhof hilft beim Auf- und

Abbau der Budenstadt, Andreas

Wegener achtet auf die Einhaltung

des von ihm entworfenen Zeit- und

Aufbauplanes. Und dann gibt es

noch die vielen Dinge, die gar nicht

planbar sind und ebenso auf eine

Lösung warten – vor der Eröffnung

durch das Büro des Gewerbevereins

und während der Veranstaltung

von den Marktmeistern in der Regiehütte

aus.

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Das Stadtgespräch

7


1 Nicole Monert mit Ingrid Roth, seit 30 Jahren eine zuverlässige Seele in der »Püfferken«-Bäckerei

Foto: privat

Kein Christkindlmarkt

ohne Nottbrocks

Traditions-Kartoffelreibekuchenbäckerei

seit 50 Jahren dabei

Die Traditions-Kartoffelreibekuchenbäckerei

Nottbrock sorgt seit 50

Jahren für »Püfferken«-Duft auf

dem Christkindlmarkt. Neben der

Familie Peter Vorbohle ist sie die

zweitälteste Beschicker-Familie

des seit 51 Jahren bestehenden

Christkindlmarktes. Nicole Nottbrock

führt den Betrieb in zweiter

Generation weiter.

So war es früher und so ist

es bis heute geblieben! Schon in

ihrer Kindheit verputzten viele

Rheda-Wiedenbrücker auf dem

Christkindlmarkt die herrlich

duftenden Kartoffelpuffer von

Nottbrocks. Eine Gewohnheit,

die sie immer beibehalten haben.

Kein Christkindlmarkt ohne Nottbrocks,

ein Stück Heimat, wenn

man den Duft und die Zugewandtheit

der Familie Nottbrock

jedes Jahr aufs Neue erleben darf.

Sie wurden dort zu einer Institution:

Die rollende »Püfferken«-Bäckerei

stellt eine feste

Größe dieses berühmten Weihnachtsmarktes

in der Adventszeit

dar, ein Bild welches für die

meisten von uns nicht wegzudenken

ist. Das 50-jährige Jubiläum

ist für uns Anlass Einblick

in dieses großartige Stück Wiedenbrücker

Christkindlmarkt-Tradition

zu nehmen: Nicoles Vater

Heinz-Wilhelm und ihre Mutter

Ingeborg Nottbrock waren es, die

sich seit 1975 über einen Einsatz

auf dem Markt begeisterten. Der

Platz ist all die Jahre fix gesetzt

auf dem Markt, und doch bedarf

es eigentlich nur dieses unverkennbaren

Dufts, um an diese

unverwechselbare Köstlichkeit

zu gelangen.

Nicole Nottbrock kann sich

noch gut an die ersten Jahre erinnern.

Als gerade schulpflichtig

gewordenes Kind stand sie mit

ihren älteren Geschwistern Margit,

Christian und Daniel von

Anbeginn im elterlichen Betrieb.

Rückblickend betrachtet, wäre

1 Heinz und Ingeborg Nottbrock mit dem seinerzeit zwölfjährigen Sohn Christian in

ihrer Reibekuchenbäckerei

Foto: privat

das Ganze heute wohl kaum

vorstellbar … Denn nicht nur zum

Christkindlmarkt, sondern auch

jeden Freitag für den Wochenmarkt

wurden zentnerweise die

Kartoffeln geschält und gerieben.

Nicole lacht, wenn sie das Bild

vor Augen hat beim dazugehörigen

Zwiebelschneiden: Eine Taucherbrille

diente als Schutz vor

den vielen Tränen, die manches

Mal an einem Freitag geflossen

sind … Ebenso wurden die Äpfel

aus dem heimischen Garten

mit der Großmutter zerkleinert,

gedünstet und durch die »Flotte

Lotte« zu feinem Apfelmus bereitgestellt.

All diese Liebe, der Fleiß, die

dazugehörige Vehemenz dürften

wohl das Geheimnis der Familie

Nottbrock sein, und aus dem

schlussendlich 1988 das Seecafé

hervorgegangen ist. Kem

1 In dritter Generation: Henry Nottbrock Monert an der runden Pfanne Foto: privat

8 Das Stadtgespräch


Weihnachtsbaum für den

Christkindlmarkt steht

Weihnachtsbaumscout Wilmers holte

den Baum aus Langenberg

Auf dem Wiedenbrücker Marktplatz ist am Montag, dem 10. November,

der Baum für den diesjährigen Christkindlmarkt aufgestellt worden.

Weihnachtsbaumscout Hubertus Wilmers hatte die 17 Meter hohe Nordmanntanne

aus Langenberg geholt. Dort stand der schmucke Baum über

30 Jahre lang im elterlichen Garten von Claudia Brormann. Schon vor

fünf Jahren hatte der ebenfalls in Langenberg ansässige Wilmers nach

der Tanne gefragt. Claudias Vater sagte: »So lange ich lebe, bleibt die

Tanne stehen«. Als er im vergangenen Jahr verstarb gab sie den Baum

für den Umzug auf den Christkindlmarkt 2025 frei. »Schön, dass er nach

Wiedenbrück gekommen ist!«, sagte sie uns beim Aufstellen des Baumes

auf dem Marktplatz. Sie freute sich, dass die Tanne nun als Weihnachtsbaum

die Besuchenden des Christkindlmarktes erfreuen wird. Ihre Eltern

hatten die Tanne einst mit Ballen schon als Weihnachtsbaum gekauft

und nach dem Abschmücken in den Garten gepflanzt.

Wilmers holt schon seit zirka 30 Jahren den »großen Weihnachtsbaum«

für den Christkindlmarkt. Dort steht er gemeinsam mit der

großen Weihnachtspyramide, Weihnachtsorgel, dem historische Kinderkarussell,

den Stadttoren und den vielen anderen Attraktionen im

Blickpunkt der Besuchenden.

Der Weihnachtsbaumscout aber ist auch noch für den Weihnachtsbaum

in Münster im Einsatz. Dort stellt er den Baum immer vor der

Lambertuskirche auf.

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Nikolaus.

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Der Countdown läuft

Ein ganz besonderen Christkindllauf 2025

Der 33. Wiedenbrücker

Christkindllauf, der am

5. Dezember um 19 Uhr

in der Langen Straße startet,

wird einige Neuerungen mit sich

bringen. Aufgrund von Baustellen

in der Innenstadt und neuen

Sicherheitsvorgaben des Landes

NRW werden die Absperrungen

entlang der Laufstrecke ausgeweitet.

Besucherinnen und Besucher

sollten wissen, dass von

18 Uhr bis 20.30 Uhr auch Hauptverkehrsstraßen

rund um den

Christkindlmarkt für Autos gesperrt

sind. Verkehrsteilnehmer

werden deshalb dringend gebeten,

die Laufstrecke nach Möglichkeit

zu meiden und an diesem

Abend ab 18 Uhr die Parkplätze im

Inneren der Laufstecke (von 18.30

bis 20.30 Uhr) zu meiden.

Die Läuferinnen und Läufer

wurden bereits über eine neue

Streckenführung informiert: Da

ein Abschnitt der üblichen 2,5

km-Runde diesmal nicht nutzbar

ist, führt die neue Strecke

von circa 2,0 km nun 5-mal um

den Christkindlmarkt im Herzen

der Stadt.

Trotz der vorgenommenen

Streckenänderung waren im Oktober

die 1100 Startnummern bei

der Online-Anmeldung innerhalb

von weniger als zwei Minuten

vergeben. Auch im Jahr 2025

dürfen die Zuschauer entlang

der Strecke wieder Laufsport auf

höchstem Niveau erwarten. Neben

Julian Borgelt aus Herzebrock

(LC Paderborn) hat sich auch der

neunfache Christkindl-Sieger

Elias Sansar (TuS Bielefeld) angemeldet.

Im Damenfeld zählen

Amelie Sattler (Wien bzw. Herzebrock,

im Vorjahr Platz drei) und

die junge Sophie Brinkschröder

10 Das Stadtgespräch


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1 Auch im Jahr 2025 dürfen die Zuschauer entlang der Strecke wieder Laufsport auf

höchstem Niveau erwarten.

© Bild / Grafik: LG Burg / Ralph Schmidt

aus Wiedenbrück (LG Olympia

Dortmund) zu den Anwärterinnen

auf Spitzenplatzierungen.

Jedes Jahr nehmen rund 500

Sportlerinnen und Sportler aus

Rheda-Wiedenbrück am Lauf

teil. Entlang der Strecke feuern

wie gewohnt Familien, Freunde

und Kolleginnen und Kollegen die

Läuferinnen und Läufer lautstark

an. Diese Unterstützung sorgt für

die einzigartige Stimmung beim

Christkindl-Lauf und verleiht allen

Teilnehmenden zusätzliche

Motivation und Energie für sportliche

Höchstleistungen. Der Lauf

ist bekannt für seine stimmungsvolle

Atmosphäre, da die Strecke

durch die mit tausenden Lichtern

illuminierte historische Altstadt

rund um den Christkindlmarkt

führt.

Die abschließende Ehrung der

Gesamt- und Klassensiegerinnen

und -sieger findet um 20.30

Uhr auf der Bühne des Christkindl-Marktes

statt. Aktuelle

Informationen kurz vor der Veranstaltung

werden unter www.

lgburg.de veröffentlicht.

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Krane, Uwe Kappner, Jeanette Büscher, Melanie Austermann, Martin Masjosthusmann

© Bild / Grafik: LG Burg / Ralph Schmidt

Das Stadtgespräch

11


Mo 24. November 2025

14.30 Markthäuschen und Stände öffnen

17.00 Posaunenchor der evangelischen

Kirchengemeinde Rietberg

17.30 Feierliche Eröffnung des Marktes

durch Bürgermeister Theo

Mettenborg und das Wiedenbrücker

Engelchen Luise

21.00 Die Turmbläser beenden den

ersten Abend

Di 25. November 2025

14.30 Der Christkindlmarkt öffnet seine

Tore

18.00 Tanzgruppen Jugendhaus

Homebase Wiedenbrück

19.30 Die Li(e)derlichen Brüder

21.00 Die Turmbläser entbieten den

Abendgruß

Mi 26. November 2025

14.30 Die Markthäuschen und Stände

öffnen

15.30 Valentino Puppenbühne

17.30 Männerchor Oelde

19.30 VinceGré – Music With Passion

21.00 Die Turmbläser beenden das

heutige Programm

Do 27. November 2025

14.30 Die Stände und Markthäuschen

öffnen

16.30 Mathom Theater „Gromilla

Zweizahn feiert Weihnachten“

18.00 Mandolinenensemble Taktgefühl

19.30 Städtisches Blasorchester Schloß

Holte-Stukenbrock

21.00 Die Turmbläser beenden den

Abend

Fr 28. November 2025

14.30 Die Stände und Häuschen

öffnen

16.00 Mit-Mach-Konzert mit Heiner

Rusche „Wir tanzen im Winter“

19.00 Magic Boogie

22.00 Die Turmbläser entbieten den

Abendgruß

Sa 29. November 2025

12.00 Der Christkindlmarkt öffnet

16.30 Isa Glücklich – Kindershow zum

Singen und Tanzen

20.00 Sazerac Swingers

22.00 Die Turmbläser beenden den Abend

So 30. November 2025

12.00 Der Markt beginnt zum 1. Advent

16.00 Max der kleine Dino – PartyAlarm

mit MAX & Thorsten

17.30 Stille Anbetung in St. Aegidius

18.30 Roratemesse in St. Aegidius

19.30 Shanty-Chor „Die Emsmöwen“

21.00 Die Turmbläser beenden den Markt

Mo 01. Dezember 2025

14.30 Der Christkindlmarkt öffnet

Di 02. Dezember 2025

14.30 Der Markt öffnet wieder für Sie

16.00 Kinder der Evangelischfreikirchlichen

Gemeinde

Rheda-Wiedenbrück e. V.

Christliche Weihnachtslieder

und Gedichte

19.30 nurSax

21.00 Die Turmbläser beenden den

Markt

Mi 03. Dezember 2025

14.30 Der Markt beginnt

16.00 Affentheater – Weihnachtliches

Theaterstück

17.30 Melody Ladies

19.00 Touch of Sound Band

21.00 Die Turmbläser entbieten

den Abendgruß

seine Tore

15.30 Castellos Puppentheater

„Hans im Glück“

Do 04. Dezember 2025

19.30 Langenberger Blaskapelle

14.30 Markt und Verkaufshäuschen öffnen

21.00 Die Turmbläser mit ihrem Ständchen 16.00 Mathom Theater

„Frechdachs im Weihnachtswald“

19.00 Symphonisches Blasorchester

der Feuerwehr Gütersloh

21.00 Die Turmbläser beenden das

heutige Programm

Fr 05. Dezember 2025

14.30 Stände und Markthäuschen öffnen

15.30 JOJOS KinderWeihnachtsShow –

Warten aufs Christkind

20.30 Siegerehrung 33. Christkindllauf

2025

22.00 Auch heute verabschieden Sie

die Turmbläser

Sa 06. Dezember 2025

12.00 Der Markt beginnt

17.00 Großer Lampion-Umzug mit

dem Nikolaus, der Feuerwehr

Wiedenbrück, dem

Wiedenbrücker Engelchen Luise

und der Stadtkapelle Geseke

19.00 Stadtkapelle Geseke

22.00 Zum Ausklang

die Turmbläser

24.11. BIS 23.12.2025

montags bis donnerstags: 14.30 bis 21.00 Uhr | freitags: 14.30 bis 22.00 Uhr | samstags: 12.00 bis 22.00 Uhr | sonntags: 12.00 bis 21.00 Uhr

12 Das Stadtgespräch


So 07. Dezember 2025

12.00 Der Markt öffnet für alle Gäste

15.00 Kater Kati –

Kinder- und Familienkonzert

17.30 Stille Anbetung in St. Aegidius

18.30 Roratemesse zum

Kolpinggedenktag

in St. Aegidius

19.30 Fürstliches Trompetercorps Rheda

21.00 Zum Abschluss die Turmbläser

Mo 08. Dezember 2025

14.30 Markt und Verkaufshäuschen öffnen

17.30 Akkordeon Ensemble Concordia

Mastholte

19.00 Band „Scheel“

21.00 Die Turmbläser beenden das

Programm

Di 09. Dezember 2025

14.30 Der Christkindlmarkt öffnet

seine Tore

17.30 Jugend-Blaskapelle Langenberg

19.00 Wohnzimmersoul

21.00 Die Turmbläser entbieten den

Abendgruß

Mi 10. Dezember 2025

14.30 Der Markt öffnet wieder für Sie

16.00 Mathom Theater „Gromilla

Zweizahn feiert Weihnachten“

18.00 Blechbläserensemble

der Musikschule

für den Kreis Gütersloh

19.30 MGV Eintracht Wiedenbrück

und MGV Geselligkeit Batenhorst

21.00 Die Turmbläser beenden das

Programm

Do 11. Dezember 2025

14.30 Der Markt beginnt: Buden und

Stände öffnen

19.30 Shanty-Chor „Die Emsmöwen“

21.00 Zum Abschluss die Turmbläser

Fr 12. Dezember 2025

14.30 Der Christkindlmarkt öffnet

seine Tore

15.30 Affentheater – Weihnachtliches

Theaterstück

18.00 Akkordeonorchester Gütersloh

20.00 Jailhouse-Sunshine-Band

22.00 Die Turmbläser beenden das

Programm

Sa 13. Dezember 2025

12.00 Markt und Verkaufshäuschen öffnen

16.00 Max der kleine Dino –

Weihnachtszeit mit MAX & Thorsten

18.00 Zu Gast in Wiedenbrück:

„Das Nürnberger Christkind“

musikalisch begleitet vom

Posaunenchor der evangelischen

Kirchengemeinde Rietberg

20.00 Magic Boogie

22.00 Zum Ausklang die Turmbläser

So 14. Dezember 2025

12.00 Der Christkindlmarkt öffnet seine

Tore

14.30 Jugendchor St. Clemens Rheda,

Kinderchor St. Clemens Rheda,

Projektchor Con-Takt Rheda

16.00 Adventskonzert der Aegidius-Chöre

in der St.-Aegidius-Kirche

17.30 Stille Anbetung in St. Aegidius

18.30 Roratemesse mit Friedenslicht in

St. Aegidius, anschließend wird das

Friedenslicht zur Christkindlmarkt-

Bühne getragen

21.00 Die Turmbläser beenden das

Programm

Mo 15. Dezember 2025

14.30 Der Christkindlmarkt öffnet

17.30 Melody Ladies

19.30 Musikverein Verl e. V.

Jugendorchester

21.00 Die Turmbläser entbieten den

Abendgruß

Di 16. Dezember 2025

14.30 Markt und Verkaufshäuschen öffnen

15.30 Valentino Puppenbühne

17.30 Jugendorchester des

Symphonischen Blasorchesters der

Feuerwehr Gütersloh

19.00 Leander Machan „Christmas Love“

Tour 2025 Weihnachts-Popsongs

21.00 Auch heute verabschieden Sie die

Turmbläser

Mi 17. Dezember 2025

14.30 Stände und Markthäuschen öffnen

15.30 Castellos Puppentheater „Helden

auf 4 Pfoten“

18.00 Mandolinenensemble Taktgefühl

19.00 Kolpingorchester Harsewinkel

21.00 Zum Abschluss die Turmbläser

30.11.2025

13.00 BIS 18.00 UHR

ADVENTSEINKAUFSSONNTAG

Do 18. Dezember 2025

14.30 Der Markt öffnet wieder für Sie

16.00 Woffelpantoffel – Musik und

Theater „Viele kleine Weihnachtszwerge“

17.00 Woffelpantoffel – Musik und

Theater „O wei, o wei,

O Weihnachtsbaum“

19.30 André Deininger

21.00 Die Turmbläser beenden den Abend

Fr 19. Dezember 2025

14.30 Der Markt beginnt: Buden und

Stände öffnen

17.00 St. Aegidius Kinder- und

Jugendchöre

20.00 Special Christmas Panflöten Show

22.00 Zum Abschluss die Turmbläser

Sa 20. Dezember 2025

12.00 Markt und Verkaufshäuschen öffnen

16.30 Isa Glücklich – Kindershow zum

Singen und Tanzen

20.00 Musical Fabrik

22.00 Die Turmbläser beenden das

Programm

So 21. Dezember 2025

12.00 Der Markt öffnet für alle Gäste

17.30 Stille Anbetung in St. Aegidius

18.30 Roratemesse in St. Aegidius

19.30 Jugendmusikkorps Avenwedde –

Stadt Gütersloh e. V.

21.00 Zum Abschluss die Turmbläser

Mo 22. Dezember 2025

14.30 Markt und Verkaufshäuschen öffnen

16.00 Tanzschule JM Dance Moves in

Wiedenbrück

19.00 ChristkindlBeats mit DJ Lars Rakete

21.00 Die Turmbläser beenden das

Programm

Di 23. Dezember 2025

14.30 Markt und Verkaufshäuschen öffnen

ab 18.00 Sparschweinfüttern der

Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück

19.00 Bläserquartett „das kleine

Hausblech“

20.00 Abschlussfeier mit Bürgermeister

Theo Mettenborg und dem Wiedenbrücker

Engelchen Luise

Im Anschluss: Die Turmbläser heute

von der Bühne

Das Stadtgespräch

13


1 (V. l.) Meinhard Kieneke,

Marco Sänger,

Dirk Kursim, (vorne

v. l.) Edeltraud Sänger,

Renate Rüsin

3 Die Frauen des AWO-Ortsvereins Rheda in den

Räumen der AWO an der damaligen Langen Straße in

Rheda, irgendwann in den Jahren 1946 – 1949 (genaues

Datum unbekannt). Ebenfalls unbekannt sind die

Namen der abgebildeten Frauen. Quelle: Archiv J. Sänger

Eine stolze Geschichte

80 Jahre Arbeiterwohlfahrt in Rheda-Wiedenbrück

Der Ortsverein Rheda-Wiedenbrück

der Arbeiterwohlfahrt

(AWO) feierte

sein 80-jähriges Bestehen. Er ist

damit der älteste Ortsverein der

AWO im Kreis Gütersloh. Die AWO

hatte anlässlich des Jubiläums zu

einem Frühstück in die EssBar eingeladen.

Der Vorsitzende des Ortsvereins,

Marco Sänger, konnte dort

50 geladene Gäste begrüßen. Sein

besonderer Gruß galt den beiden

Ehrengästen Bürgermeister Theo

Mettenborg und der Kreisgeschäftsführerin

der AWO Ulrike Boden. Der

Vorsitzende bedankte sich bei den

beiden »guten Geistern des Seniorencafes«

Edeltraud Sänger und

Renate Rüsing.

Mit einem Blick auf die anstehenden

Projekte teilte er mit, dass

der Ortsverein in Zusammenarbeit

mit dem Seniorenbeirat plane,

eine Wohnberatung für Senioren

in Rheda-Wiedenbrück zu etablieren.

Darüber hinaus gäbe es noch

das Vorhaben mit dem Arbeitstitel

»Hilfe für Angehörige von psychisch

Erkrankten«. Es befinde sich derzeit

im Planungsstadium.

Bürgermeister Theo Mettenborg

begrüßte die anwesenden Gäste

und bedankte sich für das ehrenamtliche

Engagement. Die AWO

Rheda-Wiedenbrück könne stolz auf

das Geleistete zurückblicken und sei

ein wichtiger Bestandteil der sozialen

Landschaft in der Stadt.

Ulrike Boden erinnerte in ihrem

Grußwort an die Anfänge der AWO

in Rheda-Wiedenbrück. Zu Beginn

ihrer Arbeit hätten in den Monaten

nach Kriegsende das Aufbereiten

von Kleidung und das Sammeln

von Spenden für Bedürftige und zur

Beschaffung von dringend benötigten

Nähmaschinen im Mittelpunkt

des ehrenamtlichen Engagements

gestanden. Der Sozialdemokrat August

Eickholt und seine Mitstreiter

gründeten die hiesige AWO – damals

noch als AWO Ortsverein Rheda – im

Oktober 1945. Die neue soziale Gemeinschaft

startete ihre Arbeit ein

paar Wochen später, im Dezember,

mit einer Winterhilfssammlung. Für

bedürftige Kinder erwarb er Spielsachen

als Weihnachtsgeschenke.

Ab März 1946 stellte die Arbeiterwohlfahrt

Nähmaschinen zur

Verfügung. Interessierte Frauen

erhielten dadurch die Möglichkeit,

unter Anleitung beschädigte Kleidungsstücke

zu reparieren oder

zu fertigen. Die Nähstube und die

Sammlungen für bedürftige Einwohner

und Flüchtlinge sowie die

Kinderverschickungen in Zeltlager

in der Senne blieben in den ersten

Jahren nach dem Krieg die Schwerpunkte

in der Arbeit der AWO in

Rheda.

Im Laufe der Jahre wandelte

sich die Arbeit des Ortsvereines

von der Nothilfe der Nachkriegsjahre

über die Unterstützung der

Benachteiligten der sogenannten

Wirtschaftswunderjahre hin zu der

heutigen, offenen Seniorenarbeit.

Die Kreisgeschäftsführerin sprach

ebenfalls über die kreisweite Arbeit

der »Wichtel« und die Kooperation

der AWO mit »Daheim«. Ebenso

ging sie auf die Rolle der AWO als

Träger von Schulsozialarbeit im Kreis

sowie als Träger von Kindertageseinrichtungen

in Rheda-Wiedenbrück

ein. Dem Verbund der AWO-Kitas in

OWL gehören in der Doppelstadt die

AWO-Kindertagesstätte »Die kleinen

Fürsten« sowie das AWO-Familienzentrum

mit der AWO-Kita »Am

Faulbusch« und »Am Emssee« an.

Ein besonderes Anliegen war

es Boden, die Bedeutung des ehrenamtlichen

Engagements für die

soziale Arbeit für den Zusammenhalt

unserer Gesellschaft hervorzuheben.

Sie sprach dem Ortsverein

ihren Dank für sein Engagement aus

und machte Mut für die Zukunft.

Mit einem geselligen Beisammensein

klang die Jubiläumsfeier aus.

Kem

14 Das Stadtgespräch


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Das Stadtgespräch

15


1 Plan der Standorte für die neun Anlagen der Windfarm Rheda-Wiedenbrück der Rheda-Wiedenbrücker Energiegenossenschaft eG

Kreis hat Baugenehmigung

für die ersten

3 Windräder erteilt

Windfarm Rheda-Wiedenbrück voll im Plan

Freude bei der Rheda-Wiedenbrücker

Energiegenossenschaft

eG: Die

Planungen für die Windfarm

Rheda-Wiedenbrück gehen weiterhin

gut voran. Nachdem der

Rat im Frühsommer die notwendige

Änderung des Flächennutzungsplanes

verabschiedet

hat, die Bezirksregierung Detmold

und der Kreis Gütersloh

ihr positives Votum dazu abgegeben

haben, erteilte der Kreis

nunmehr die Baugenehmigung

für die Windräder 13, 14 und 15

in Batenhorst und Nordrheda

(siehe abgedruckte Karte), teilte

die RheWie eG jüngst in ihrem

Newsletter 112 mit. Von der ers-

ten Idee im Frühjahr 2022 über

die erste Informationsveranstaltung

im November 2022 bis

zur jüngsten Genehmigung sind

weniger als drei Jahre vergangen.

Über diesen Erfolg freut sich der

Vorstand, der nicht nur der Kreisverwaltung

ein Lob für die gute

Zusammenarbeit ausspricht,

sondern auch der Stadtverwaltung

in Rheda-Wiedenbrück

In 2024 hatte der Rat drei Räder

aus der Planung genommen,

so dass von den ursprünglich

zwölf noch neun weiterverfolgt

werden. Für drei der Anlagen ist

ein Netzanschluss vorhanden,

für die verbleibenden sechs

wird der Versorger Westnetz das

bestehende Umspannwerk am

Wasserturm erweitern.

Im nächsten Schritt nimmt

die RheWie eG mit den vorliegenden

Baugenehmigungen an

einer Ausschreibung der Bundesnetzagentur

teil. Damit erwirbt

die RheWie eG das Recht, mit

den Rädern Strom einzuspeisen.

Damit verbunden ist eine

garantierte Einspeisevergütung

für zwanzig Jahre.

Seit einer Entscheidung der

Politik 2017 müssen die Windradbetreiber

dazu ein Gebot

abgeben, welchen Preis man für

den Strom erzielen möchte – die

niedrigsten Gebote erhalten den

Zuschlag. Bieten die Erzeuger einen

niedrigen Preis, erhöht das

die Wahrscheinlichkeit einen

Zuschlag zu erhalten, reduziert

allerdings die Rendite für die

Anlagen.

Die Entscheidung über die

aktuelle Ausschreibung erwartet

die RheWie eG Anfang des

neuen Jahres. Sollte sie da nicht

zum Zuge gekommen sein, läuft

im Februar 2026 die nächste Ausschreibung,

heißt es in dem bereits

zitierten Newsletter.

Ausgehend von der optimistischen

Annahme eines

Zuschlages folgt im Anschluss

eine Kapitalerhöhung und der

Abschluss der Kaufverträge für

die drei Anlagen. »Alle, die sich

dann an unserer Energiegenossenschaft

neu beteiligen, oder

als Bestandsmitglieder ihre

Beteiligung erweitern wollen,

sollten sich dies für das erste

Quartal 2026 vormerken«, informiert

die RheWie eG in dem o. a.

Newsletter.

In den kommenden Wochen

erwartet die RheWie eG die Genehmigungen

für die weiteren

sechs Anlagen der Windfarm.

Daraufhin konkretisiert sie die

Gespräche mit dem Netzbetreiber

Westnetz über den Ausbau

des Umspannwerks am

Wasserturm Wiedenbrück. Die

weiteren Planungen sind daran

anzupassen.

Zwischenzeitlich hat sich

die RheWie eG ebenfalls entschieden,

die Windräder mit der

Firma Enercon zu bauen. In das

Genehmigungsverfahren war die

Energiegenossenschaft bekanntlich

mit der Firma Nordex gestartet.

Für diese Herstellerfirma war

aber auch schon auf der Generalversammlung

2025 aufgrund der

aufgetretenen baulichen Schäden

am Windrad in Langenberg

wenig Sympathien zu spüren.

Bei dem Vorhaben wird u. a.

der neueste Anlagentyp E-175 EP5

E2 installiert. Mit einem Rotordurchmesser

von 175 Metern und

einer Nennleistung von 7 MW

gehört die E-175 EP5 E2 zu den

leistungs- und ertragsstärksten

Onshore-Windturbinen in Europa.

Der von Vorstand Hubert Leiwes

dort vorgestellte Zeitplan

sah bereits die für Anfang 2026

geplante Kapitalerhöhung vor,

2027 den Baubeginn für die Kabel

und Erdarbeiten »und dann

2028 hoffentlich die Inbetriebnahme«.

Kem

16 Das Stadtgespräch


Bürger schmücken

den Weihnachtsbaum

vor dem Rathaus

Aktion Bürger-Weihnachtsbaum

Am 29. November ist es wieder soweit: Die »Aktion Bürger-Weihnachtsbaum«

lädt ab 14 Uhr zum Schmücken der großen Weihnachtstanne

vor dem Rathaus ein. Alle, die mitmachen möchten,

sind herzlich willkommen. Die Teilnehmenden werden gebeten, in diesem

Jahr mehr eigenen Christbaumschmuck mitzubringen.

Leider steht für die bevorstehende Aktion weniger eingelagerter Christbaumschmuck

zur Verfügung, da bei der Umlagerung der Kartons ein Unfall

passiert ist und einiges ist nun nicht mehr brauchbar. Ina Wagner, Initiatorin

der Bürger-Aktion, bittet um Verständnis. In den ersten Jahren dieser Initiative

fanden sich nach einem entsprechenden Aufruf viele Bürgerinnen und Bürger

mit ihrem Baumschmuck auf dem Rathausplatz zusammen, um den dort stehenden

städtischen Weihnachtsbaum zu verschönern. Sie zauberten einen

richtig schönen Blickfang vor das Rathaus, blickt Ina Wagner dankbar auf die

große Resonanz. Sie würde sich riesig freuen, wenn ebenfalls die anstehende

Aktion wieder so viele Menschen zusammenführen würde. Der Hubsteiger

wird freundlicherweise von der Firma Effertz zur Verfügung gestellt, abermals

bedient von dem Mitarbeiter Torsten Moré. Bürgermeister Theo Mettenborg

steht voll hinter der Aktion Bürger-Weihnachtsbaum: »Es freut mich, dass

1 Der Nikolaus mit Bürgermeister Theo Mettenborg und Ina Wagner von der Aktion

»Bürger-Weihnachtsbaum« beim Schmücken des großen Weihnachtsbaumes auf

dem Rathausplatz.

aus der Initiative ein solches Wir-Gefühl erwachsen ist. Viele Bürger bringen

sich ein, um unsere Stadt weihnachtlich zu schmücken. Das verzaubert uns

alle«. Die Bürger-Aktion sorgt in bewährter Weise ebenfalls für das leibliche

Wohl mit heißen und kalten Getränken sowie mit frischem Streuselkuchen.

Außerdem stehen für junge und junggebliebene Teilnehmende Spielmöglichkeiten

zur Verfügung. Auch der Nikolaus schaut sicherlich wieder vorbei,

um die Kinder zu erfreuen. Und als stimmungsvolles Fotomotiv wird der beleuchtete

Weihnachtsschlitten der Familie Eickholz wieder vor Ort einladen.

Daneben sind die exklusiven Artikel der Aktion erhältlich, beispielsweise der

Mini-Weihnachtsbaum-to-Go, selbst genähte Täschchen, Stadtschilder und

Glas-Christbaumkugeln mit der Rheda-Wiedenbrücker Silhouette. Die Erlöse

gehen zu hundert Prozent an die Aktion Lichtblicke.

Kem

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Teilnahme nur mit Terminbestätigung.

Das Stadtgespräch

17


1 Die Absolventinnen und Absolventen der Gesamtschule nutzten den Jobtrail, um

sich über Praktikumsplätze und Ausbildungsstellen zu informieren.

Berufsinformationen

aus erster Hand

Gesamtschülerinnen und -schüler informierten

sich beim Jobtrail

1 An den Ständen der am Jobtrail beteiligten Firmen herrschte reger Andrang.

1 Vorgeführte Baumaschinen wurden erklärt.

Ob das Nähen eigener Federmappen bei COR, das Verlegen von

Pflastersteinen bei Eurovia oder das Lenken des Minibaggers der

Firma Kraemer auf dem Schulhof, es wurde lautstark in allen Ecken

gebohrt, gehämmert, gehobelt und geschraubt. »Diesen Beruf möchte ich

weiterverfolgen und versuche mir in diesem Bereich einen Praktikumsplatz

zu sichern«, äußerte ein Schüler begeistert, während nebenan fleißig die

Serien- und Wechselschaltungen von Elektro Beckhoff gelegt wurden. Die

Schülerinnen und Schüler der Moritz-Fontaine-Gesamtschule nutzten gerne

die Gelegenheit des Jobtrails einfache, alltägliche Tätigkeiten zu erledigen

und dabei die präsentierten Berufsfelder zu entdecken. Alle 14 teilnehmenden

Betriebe boten kleine Plätze zum Mitmachen an.

Diese unkompliziert gesammelten Eindrücke bereiteten den Schülerinnen

und Schülern besonders Spaß und dadurch zeichnet sich der Jobtrail

aus. Sehr bereichert wurde die Berufsorientierungsveranstaltung auch durch

viele Auszubildende der Betriebe, von denen einige sogar ehemalige Schülerinnen

und Schüler der Moritz-Fontaine-Gesamtschule waren. Die jungen

Nachwuchskräfte ermöglichten eine Berufsorientierung auf Augenhöhe.

Der Jobtrail bildet den Startschuss des Berufsorientierungsprozesses

für die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8. Auch in diesem Jahr

waren wieder Gäste der Kopernikus-Schule und der Konrad-Zuse-Schule

Langenberg eingeladen. Wer Fragen rund um das Thema Praktikum hatte,

konnte sich hier direkt vor Ort über alle angebotenen Berufsfelder informieren.

Ebenfalls die Teilnehmenden der Praktikumsklasse nutzten gerne den

Jobtrail, um interessante Alternativen für ihren Einstieg in die Berufswelt

zu entdecken. Auch zahlreiche Praktikumsplätze der »Elfer« wurden in den

Gesprächen während des Jobtrails vereinbart. Gleichfalls die anderen Oberstufenjahrgänge,

Q1 und Q2, konnten sich über berufliche Möglichkeiten

nach dem Abitur informieren.

So bot der Jobtrail vor den Herbstferien den Betrieben und Kooperationspartnern

sowie den Schülerinnen und Schülern den optimalen Rahmen

zur ersten Kontaktaufnahme und individuellen Orientierung der beruflichen

Anschlussmöglichkeiten.

Das Berufsorientierungsteam der Moritz-Fontaine-Gesamtschule bedankt

sich bei den Firmen COR, Ford Lückenotto, Effertz, Premium Food

Group, Pfleiderer, 3C Holding, Baumaschinen Kraemer, Venjakob, Simonswerk,

Franziskus Hospital, Großewinkelmann, Elektro Beckhoff, Eurovia

Teerbau sowie Claas. Beteiligt waren ebenfalls die IHK und die Agentur für

Arbeit mit ihren Beratungsangeboten. Ein besonderer Dank galt ebenfalls

den Eltern. Sie halfen beim Auf- und Abbau und bereiteten belegte Brötchen

für die Mitarbeitenden der Betriebe zu. Am Ende der Veranstaltung wurde

mit allen Beteiligten als Dankeschön gegrillt.

Der Jobtrail ist ein Baustein in der Berufsorientierung an der Moritz-Fontaine-Gesamtschule,

der jetzt mit dem Berufswahl-Siegel ausgezeichnet

wurde.

Er fand bereits zum 10. Mal statt, in diesem Jahr am Standort Wiedenbrück.

Ursprünglich war er als Parcours gestartet, an dessen Stationen

die Schüler und Schülerinnen der 8. Klassen typische Handlungsabläufe

zahlreicher Berufsfelder erproben konnten. Diese Stationen wurden von

Eltern aus der Stufe 8 betreut.

Dann kam nach und nach die Idee auf, Betriebe mit einzuladen. Dabei

haben insbesondere die Kooperationspartner die Schule unterstützt.

Wegen des wachsenden Interesses heimischer Unternehmen findet der

ursprüngliche Parcours nicht mehr statt. Inzwischen kommen aktuell so

viele Betriebe, dass der Platz ausschließlich für diese genutzt wird. Kem

18 Das Stadtgespräch


Jedes Zuhause

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Wir bringen Menschen und

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aktuell beste Voraussetzungen. Das Zinsniveau

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Niveau und die Nachfrage nach Wohneigentum

wächst stetig.

Wir erleben immer wieder, dass sich viele Interessenten

bewusst für den Kauf einer Immobilie

entscheiden, da die monatliche Belastung für

Zins und Tilgung des Darlehens oft günstiger ist

als die Miete einer vergleichbaren Immobilie.

Bei steigenden Mietpreisen dürfte diese Schere

zukünftig sogar noch weiter auseinandergehen,

zumal die Neubauaktivitäten weiter rar sind.

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Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten eine friedvolle, gemütliche und

fröhliche Adventszeit voller kleiner Wunder und großer Herzenswärme.

Das Stadtgespräch

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19


Die kleine Weihnachtsstadt

auf dem Doktorplatz

bietet viele aufregende

Attraktionen für Groß und Klein,

es duftet wunderbar und überall

gibt es etwas zu entdecken. Neues

gibt es aufzuspüren. Verschiedene

Köstlichkeiten für Leib und Magen

werden geboten. In diesem Jahr

lädt es vom 3. bis 7. Dezember in

Rheda auf den Doktorplatz ein.

Fotowettbewerb

Das Adventskrämchenteam hat

in diesem Jahr erstmalig einen

1 Eine Drohnenansicht von dem im Lichterglanz erstrahlenden Adventskrämchen

ziert die Fotowand für das perfekte Selfie. Foto: DronEye

1 Kleine Gruppen genießen den Aufenthalt im lauschigen Krämchen-Eck.

Neues auf dem Rhedaer

Vorweihnachtsevent

Vom 3. bis 7. Dezember: Viel Spaß beim Besuch

auf dem Adventskrämchen

Fotowettbewerb ausgeschrieben.

Gesucht werden die schönsten

Motive von dem Adventskrämchen.

Das Thema: »Impressionen

vom Adventskrämchen«.

Gehen Sie mit Ihrem Handy

auf die Jagd nach einem passenden

Motiv. Das Krämchenteam ist

gespannt auf Ihre Ideen und darauf,

wie die Teilnehmenden mit Ihren

Motiven die Jury überzeugen.

Senden Sie Ihr bestes Bild mit

dem Handy per QR-Code zwischen

dem 3. und 6. Dezember online

ein. In der folgenden Bewertungsphase

wählt die Jury die drei Preisträger

des Wettbewerbs aus. Zudem

gibt es einen Trostpreis. Die

Einsendenden der bestplatzierten

Fotos erhalten am Sonntagabend

auf der Abschlussveranstaltung,

gemeinsam mit der Überreichung

der Hauptpreise aus der traditionellen

Verlosung, die verdienten

Prämien – wertvolle Gutscheine

über die kulinarischen Genüsse

aus den Küchen der Rhedaer Gastronomie.

Die prämierten Fotos

werden auf dem Krämchen-Monitor

auf der Bühne sowie auf der

Homepage der Initiative Rheda

präsentiert.

Selfie-Fotowand

Ein kleines Event für sich bietet

eine neue Fotowand für das perfekte

Selfie. Eine überdimensionale

Drohnenansicht vom adventlich

erstrahlenden Krämchen und den

angrenzenden Altstadtgassen geben

dafür den Hintergrund. Vor dieser

Kulisse – im Herzen des Krämchens

– blühen die Besuchenden

sicherlich erst so richtig auf. Das

Adventskrämchenteam wünscht

allen Teilnehmenden viel Freude.

Vorweihnachtsstimmung

selbstgemacht

Es sind Bürgerinnen und Bürger

aus Rheda, aus seinen Kitas, Schulen

sowie Vereinen, Chören, Musikgruppen

und caritativen Einrichtungen,

Kirchen, und ebenso hier

ansässige Geschäftsleute, die mit

ihren Beiträgen in den Markthäuschen

und im Programm auf der

Bühne die Herzen der Krämchenbesuchenden

höherschlagen lassen.

Seit vielen Jahren nicht wegzudenken

ist das allabendliche

gemeinsame Abschlusssingen

mit Musikdirektor Thomas Venten,

am Donnerstagabend sogar

mit Marktmeister Alwin Wedler.

Die Gäste des Adventskrämchens

lassen sich dabei gerne zum Singen

adventlicher und weihnachtlicher

Lieder inspirieren. Dieser

stimmungsvolle Treff ist gelebte

Tradition und hat schon lange

Kultstatus.

Eine Innovation aus dem

letzten Jahr von Alwin Wedler

war, dass Kinder aus den dritten

Klassen der Park- und Wenneberschule,

welche die großen Weihnachtsbäume

an den Eingängen

des Adventskrämchens mit selber

gebastelter Weihnachtsdeko

schmücken. Sie treffen sich für die

Aktion am Eröffnungstag ab 14.30

Uhr. Pünktlich zur Eröffnung sind

dann die Tannen geschmückt.

Das Bastelmaterial für die vorhergehenden

Werkstunden in der

Schule stellt die Initiative Rheda

zur Verfügung. Alle beteiligten

Mädchen und Jungen erhalten

zur Belohnung von der Initiative

Wertgutscheine, die sie an den

Ständen des Krämchens einlösen

können. Den Schülerinnen und

Schülern bereitet dieser Einsatz

alljährlich riesigen Spaß.

Ebenso groß ist die Begeisterung

beim Abverkauf der Weihnachtsbäume

am Dienstag nach

dem Krämchenende, nach dem

Rückbau der Budenstadt. Den Erlös

überreicht die Initiative gemeinnützigen

Vereinen in der Stadt.

Sichtbar wird ebenfalls die

enge Beziehung zwischen den beiden

Kirchen und der Initiative: Am

20

Das Stadtgespräch


1 Das Adventskrämchen begrüßt seine Gäste. 1 Shoppingbummel im vorweihnachtlich illuminierten Rheda

Eröffnungstag leitet um 17 Uhr ein

ökumenischer Gottesdienst in das

Krämchengeschehen ein und am

Sonntagmorgen um 11 Uhr lädt ein

Evangelischer Gottesdienst mit

Pfarrerin Sarah Töws zum Mitfeiern

vor die Krämchenbühne ein.

Ein »Kirchenkaffee« von 12–13

Uhr am Stand vom Hille Eventservice

überbrückt die Zeit bis zur

Öffnung des Marktes um 13 Uhr.

Klein, fein und

bodenständig

Für viele Bürgerinnen und Bürger

aus Rheda-Wiedenbrück und aus

der Umgebung gehört es zur Adventszeit

wie Kerzenlicht und der

Duft von Lebkuchen, Spekulatius

und Glühwein: das Adventskrämchen

der Initiative Rheda. Durch

sein stilvolles Ambiente, geschaffen

aus 21 Holzhäuschen,

dem kleinen Kinderkarussell, drei

Gastroständen, einem Pizza- und

einem Würstchenstand, dem beleuchteten

Eingangsportal, dem

im vergangenen Jahr geschaffenen

LED-Giebelglanz und den geschmückten

Weihnachtsbäumen

gemeinsam mit dem Engagement

der Wirte vom Doktorplatz hat das

Krämchen noch einmal mehr an

großen Zuspruch gewonnen. Die

Besuchenden kommen aus Rheda-Wiedenbrück

und den Nachbarstädten,

aus Oelde, Herzebrock

sowie Gütersloh und Langenberg.

Alle Beschicker aus dem Vorjahr

haben sich auch für die diesjährige

Veranstaltung angemeldet.

Der Leiter des Adventskrämchensteams,

Alwin Wedler, bestätigte

uns, dass einige neue Bewerbende

auf der Warteliste stehen. Platz für

neue Stände auf dem Krämchen

bestehe aber leider nicht mehr.

Stände für jeden

Geschmack

An den Ständen mit Kunsthandwerk,

Handgemachtem, Dekorationen

und außergewöhnlichen Kreationen

und vielem mehr finden die

Besuchenden nahezu alles, was die

Augen der Besuchenden verwöhnt.

Neun caritative Vereine, eine

Schule und die Kirche verleihen

einem Teil des Krämchens den

Charakter einer Charity-Mile, wie

Schirmherrin Marissa, Fürstin zu

Bentheim-Tecklenburg mal dieses

Angebot beschrieb.

Damit ist die vorweihnachtliche

Veranstaltung zugleich primär

nicht kommerziell ausgerichtet.

»Wir möchten mit diesem Weihnachtsmarkt

vielmehr das ehrenamtliche

Engagement vor Ort

fördern und soziale und wohltätige

Einrichtungen unterstützen«,

erklärte Projektleiter Tino Hille.

Unterhaltung für die

ganze Familie

Das Adventskrämchen spricht

Groß und Klein an. Während die

Besuchenden sich in den Budengassen

begegnen und verweilen,

schicken Chöre, Musikgruppen

und junge Musikanten von der

Bühne herunter stimmungsvolle

Klänge über den festlichen Platz.

Für vielfältige Unterhaltung steht

Thomas Venten, Leiter des Programms.

Ihm ist es besonders

wichtig, ortsansässigen Musizierenden,

den Schulen und Vereinen

eine Bühne zu bieten.

Speziell für die kleinen Gäste

baut Noack wieder sein Kinderkarussell

auf. Am Samstag kommt

um 16 Uhr der Nikolaus. Er bringt

für alle Kinder eine Überraschung

mit. Am Sonntagnachmittag um

17 Uhr werden die Mädchen und

Jungen unendlichen Spaß bei dem

spannenden Mitmachprogramm

vom »Top-Act«-Frank und seine

Freunde erleben.

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Die Initiative Rheda verlost täglich

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Das Stadtgespräch

m

21


vember die »heiße Phase« beginnt und in den Tagen vor der Eröffnung

das Krämchen vor Ort zum Fulltime-Job wird.

Rheda im Advent

Adventskrämchen-Sonntag, 7.12., verkaufsoffen von 13.00 bis 18.00 Uhr.

Am letzten Tag des Adventskrämchens ist verkaufsoffener Sonntag! In

der adventlich geschmückten Stadt findet der weihnachtliche Einkaufsbummel

einen besonderen Reiz. Die Initiative Rheda wünscht den Kundinnen

und Kunden viel Spaß beim Shoppen.

1 Jedes artige Kind bekommt vom Nikolaus ein kleines Präsent.

Sachpreise. Die Lose haben eine doppelte Gewinnchance: bei der Zusatzziehung

am Sonntag, um 20 Uhr werden zum Abschluss des Weihnachtsmarktes

die Hauptgewinne verlost, berichten Simone Hördel und

Margret Reker. Sie zeichnen für die Verlosung verantwortlich.

Krämchenteam

Für die Organisation des Adventskrämchens zeichnet die Projektgruppe

der Initiative Rheda verantwortlich. Sie löst alle anfallenden Aufgaben im

Team. Dabei sind Tino Hille (Projektleitung), Alwin Wedler (Platzplanung

und Marktmeister) sowie Günter Göpfert, Wulf Hagen Lorenz und Kalle

Janßen als Vizemarktmeister, Simone Hördel (Administration), Margret

Reker (Beratung), Thomas Venten (musikalische Leitung/Programm).

Der Projektgruppe zur Seite steht das Team vom städtischen Bauhof

beim Aufbau der Budenstadt. Das Vorbereitungsteam startet mit den

ersten administrativen Arbeiten bereits im Sommer, ehe dann im No-

Such deinen

Weihnachtsstiefel

Auch in diesem Jahr möchten die Kaufleute in Rheda Kinder mit einer

besonderen Aktion überraschen. Bis zum 30. November 2025 dürfen

die »jüngsten« Rheda-Wiedenbrücker bei ihnen einen geputzten Stiefel

abgeben. Dieser sollte mit einem Schildchen mit Namen des Kindes,

Adresse, Alter und Telefonnummer gekennzeichnet sein. Dann werden

die Stiefel an die teilnehmenden Geschäfte neu verteilt, wo sie mit süßen

Überraschungen gefüllt werden. Am verkaufsoffenen Familien-Sonntag

7.12.2025 können die kleinen Schuhbesitzer in der Zeit von 13 bis 18 Uhr

dann ihre gefüllten Stiefel in den Schaufenstern und Geschäften suchen

und abholen. Im letzten Jahr wurden über 220 Stiefel abgeben.

Und so funktioniert es: Wer jünger als zehn Jahre alt ist, kann ab sofort

bis zum 29.11. bei einem teilnehmenden Geschäft seinen mit Schild

versehenen Schuh oder Stiefel abgeben. Diese werden mit Überraschungen

gefüllt. Ab dem 7. Dezember finden die Mädchen und Jungen ihr

Exemplar in einem der Schaufenster der 13 Teilnehmer wieder – also nicht

unbedingt dort, wo ihr ihn abgegeben habt. »Wenn ihr euren Stiefel

entdeckt habt, holt ihn euch und freut euch über den Inhalt. Als Beweis

bringt ihr den zweiten Stiefel mit« so Andrea Sandknop und Astrid Kappel-Sudbrock

aus dem Organisationsteam. Alle Teilnehmer der Aktion

freuen sich auf viele erwartungsvolle und strahlende Kinderaugen.

Viel Spaß beim Suchen wünschen: SCHMITT.Media – KroneMoch

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22

Das Stadtgespräch


1 Das Organisations-Team gestaltet das Adventskrämchen zu einem magisch anziehenden

Ort: (v. l.) Margret Reker, Günter Göpfert, Thomas Venten, Simone Hördel,

Kalle Janßen, Wulf Hagen Lorenz, Alwin Wedler, Tino Hille in einer Arbeitssitzung.

1 Tolle Ideen für Shirts, Geschenke oder einfach ganz verrückte Einfälle gibt es bei

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Das Projektteam Astrid Kappel, Andrea Sandknop und Simone Hördel

steht für die Organisation dieser Aktion.

Sternenfängerspiel in der Adventszeit

Die Teilnehmer des Sternenfängerspiels der Initiative Rheda können sich

mit etwas Glück auf den Hauptgewinn in Höhe von 250 Euro (gestückelt

in 25 x 10 Euro Gutscheinen) freuen. Zudem gibt es 25 Gutscheine

à 50 Euro, ebenfalls aufgeteilt in 10 Euro-Gutscheine. Die Kundinnen

und Kunden brauchen auf den Gewinnkarten nur 40 Sterne bei den

beteiligten 17 Fachgeschäften zu sammeln. Pro 5 Euro Einkaufswert

wird wieder einen Stern auf die Sammelkarte gestempelt. Ist der letzte

Stempel auf die Karte gedrückt, kann sie dort auch abgegeben werden.

Das Gewinnspiel läuft vom ersten Adventssamstag (29. November) bis

zum 31. Dezember 2025. Die Ziehung findet wie gewohnt im Januar um

den Dreikönigstag statt.

Der kleinste Weihnachtsmarkt der Welt

In diesem Jahr findet nach dem Adventskrämchen wieder der »kleinste

Weihnachtsmarkt im Kreis« statt. Christa Ost öffnet die Glühweinhüt-

1 Individuelle Kreationen fertigt die Laserbar.

te gegenüber ihrem Geschäft in der Berliner Straße Mitte Dezember

von 17.00 Uhr bis 20 Uhr (spontan auch mal länger) sowie am Samstag

zusätzlich von 11 bis 13 Uhr. Bei schlechter Witterung bleibt die Hütte

geschlossen. In der Regel bleibt die Glühweinhütte bis Ende Januar des

neuen Jahres geöffnet.

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Das Stadtgespräch

23


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Mittwoch, 3. Dezember

16.00 Öffnen der Buden

17.00 Ökumenische Andacht (Leitung: Sara Töws)

mit dem CVJM Posaunenchor Rheda-Wiedenbrück

17.30–18.30 Eröffnung des Adventskrämchens mit Schirmherrin

Fürstin Marissa zu Bentheim-Tecklenburg, Bürgermeister

Theo Mettenborg sowie dem CVJM Posaunenchor

Rheda-Wiedenbrück

18.30–19.45 Akkordeonorchester »Hohnerklang« Oelde e.V.

(Leitung: Olaf Wittelmann)

20.00–20.30 Weihnachts- und Winterlieder mit Thomas Venten

20.30–21.00 Gemeinsames Abschlusssingen mit Thomas Venten

und Tenor Burkhard Weiß

Donnerstag, 4. Dezember

16.00 Öffnen der Buden

16.00–16.30 Tanz-AG der OGGS Wenneberschule (Leitung: Dilara Aydin)

16.30–17.00 Kinderchor »Kita Sonnenschein« (Leitung: Heidi Hellweg)

17.00–18.00 Heiner Rusche kommt mit Kinderprogramm –

der Musiker für Kinder

18.00–19.30 Rainbow Gospel-Chor, (musikalische Leitung: Tim Edler)

20.00–20.30 Adventliche Musik mit Thomas Venten

20.30–21.00 Gemeinsames Abschlusssingen mit dem Marktmeister

Ali Wedler und Thomas Venten

Freitag, 5. Dezember

16.00 Öffnen der Buden

16.00–17.00 Kantor Jens Engel – Kinderchor der ev. Kirchengemeinde

17.00–18.00 Ten Sing Rheda (Leitung: Nerio Zan)

18.00–19.30 Fürstliches Trompetercorps Rheda

(Leitung: Fredo Sommerfeld)

20.00–21.00 Posaunenchor der Petrusgemeinde Blasheim

(Leitung: Dirk Niedermeier)

21.00–21.30 Gemeinsames Abschlusssingen mit dem Chor »Friends«

und Thomas Venten

22.00 Das Krämchen schließt

Samstag, 6. Dezember

14.00 Öffnen der Buden

15.00–16.00 Kinder der Andreas-Schule singen und spielen Ihre Lieder

(Leitung: Christiane Westermann)

16.00–16.30 Der Nikolaus kommt … er bringt auch etwas mit!

Der Nikolaus nimmt gerne die Wunschzettel der

Kinder entgegen

24 Das Stadtgespräch


1 Die Wennebärchen unterhalten tänzerisch. 1 Wer seinen Stiefel entdeckt, kann ihn abholen und sich über den Inhalt freuen.

17.00–18.00 Session Sax Duo – Weihnachtshits gespielt von

2 Saxophonen

18.00–20.00 Martin Doughty … Sänger mit großer Stimme singt

Weihnachtslieder und Musical-Hits

20.30–20.45 Adventliche Musik mit Thomas Venten

20.45–21.30 Gemeinsames Abschlusssingen mit dem Chor »Friends«

und Thomas Venten

22.00 Das Krämchen schließt

Sonntag, 7. Dezember

11.00 Evangelischer Gottesdienst (Leitung: Pfarrerin Sara

Töws), bei schlechter Witterung in der Ev. Stadtkirche

13.00 Öffnen der Buden

14.30–15.00 Dance Academy – Schüler des Einstein-Gymnasium

(Leitung: Carmen Gladbach und Manuel Crass)

15.00–16.30 Jugendchor der St.-Clemens-Kirchengemeinde –

Christmas Time (Leitung: Harald Gokus)

17.00–18.00 Frank und seine Freunde mit dem Zappeltier –

tolle Mitmachshow für Kinder und Erwachsene

18.30–19.30 X-Mas Chor der Musical-Fabrik (Leitung: Denise Sander

und Michael Altemark)

20.00–20.30 Preisziehung der Hauptgewinne von der Losbude und

Bekanntgabe der Gewinner des Fotowettbewerbs durch

den Projektleiter Tino Hille und Simone Hördel

20.30–21.00 Gemeinsames Singen zum Abschluss des

Adventskrämchens Rheda mit dem Chor »Friends«

und Thomas Venten

Aktionstag in der

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Samstag

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Das Stadtgespräch 25


Cafeteria und

Advents basar im

Gemeindehaus

Ev. Frauenhilfe und Freundeskreis

Matiši laden ein

Foto: Birgit Strothenke

Am 6. und 7. Dezember laden die Evangelische Frauenhilfe Rheda und

der Freundeskreis Matiši der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde

Rheda-Wiedenbrück wieder zu Cafeteria und Adventsbasar ein.

Cafeteria

Duftender Kaffee, hausgemachter Kuchen und stimmungsvolle Adventsatmosphäre

– darauf dürfen sich die Besucherinnen und Besucher im

Gemeindehaus an der Schulte-Mönting-Straße 6 in Rheda am Wochenende

des Adventskrämchens freuen.

Ein liebevoll angerichtetes Kuchenbuffet mit vielen selbstgebackenen

Torten, frischen Waffeln und herzhaften Kleinigkeiten lädt zum Verweilen

ein. Die Cafeteria ist am Samstag von 14 bis 16.30 Uhr und am

Sonntag von 13 bis 16.30 Uhr geöffnet – eine gute Gelegenheit, bei Kaffee

und guten Gesprächen in vorweihnachtliche Stimmung zu kommen.

1 Viele Gäste beim letzten Café zu »Rheda erblüht« im Gemeindehaus Rheda

Adventsbasar

Wer noch auf Geschenksuche ist, wird auf dem Adventsbasar sicher

fündig. Dort gibt es handgefertigte Weihnachtskarten, festlichen Tischschmuck,

Kerzen, Taschen, Socken, Pullover, Marmeladen, Liköre, Plätzchen

und vieles mehr. Der Verkauf startet am Samstag um 11 Uhr und

am Sonntag um 12 Uhr. Für besondere Unterhaltung sorgt der junge

Zauberer Linus Nitzsche, der an beiden Nachmittagen kleine Zaubereien

für Groß und Klein zeigen wird.

Der Erlös aus Cafeteria und Basar kommt den Partnergemeinden

in Lettland, Tansania und Brasilien sowie Bedürftigen vor Ort zugute.

1 (V. l.) Joan Cama, Birgit Appelbaum, Dr. Claudia Busch, Andreas Böckmann, Bürgermeisterin

Maria Puíg, Peter Tenbuß, Bürgermeister Theo Mettenborg, Willi Repke,

Pepe Navarro, Günter Arlt, Dirk Kursim, Petra Kerkenmeier, Antje Meinderts-Repke,

Karin Tönnessen-Lersmacher, Jörg Droste.

30 Jahre

Städtepartnerschaft

Rheda-Wiedenbrücker besuchen Palamós

Seit 30 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen den Städten

Palamós und Rheda-Wiedenbrück: Jugendbegegnungen, offizielle

Besuche der Städte und eine tiefe Verbundenheit prägen die Städtepartnerschaft.

Anlässlich des 30. Geburtstags der Städtefreundschaft

ist wieder eine große Gruppe – vor allem Mitglieder der beteiligten Vereine

sowie eine kleine Delegation aus Mitgliedern des Rates und der Partnerschaftskommission

– aus Rheda-Wiedenbrück nach Palamós gereist.

Seit vielen Jahren ist es zu einer schönen Tradition geworden, dass

vor allem Jugendliche der DJK und von verschiedenen anderen Gruppen

im Sommer sich mit ihren Altersgenossen aus der katalanischen

Stadt treffen. Zum runden Geburtstag der Partnerschaft besuchte

auch eine offizielle Delegation die schöne Stadt an der Costa

Brava. Die Begegnung mit der neuen Bürgermeisterin Maria Puíg

und die offizielle Jubiläumsfeier prägten das diesjährige Treffen.

Die Partnerschafts- und Sportvereine, die Chöre und Schulen mit ihren jeweiligen

Austauschprogrammen tragen aktiv zur Verbindung der beiden

Städte bei. Gemeinsamer Sport, gemeinsamer Unterricht, gemeinsame

Fahrten in die Umgebung vertiefen die Freundschaften zwischen jungen

Menschen aus Rheda-Wiedenbrück und Palamós. Das traditionelle Grillfest

mit allen Akteuren war in diesem Jahr zugleich Höhepunkt der Woche.

Beim offiziellen Festakt betonten Bürgermeisterin Maria Puíg und Bürgermeister

Theo Mettenborg die große Bedeutung der Städtepartnerschaft,

die in vielen Familien bereits in der zweiten Generation mit Leben

erfüllt wird. Alle Beteiligten freuen sich schon auf den ebenfalls traditionellen

Gegenbesuch in der Vorweihnachtszeit in Rheda-Wiedenbrück.

Während die Jugendgruppen die Begegnung uneingeschränkt genießen

konnten, gab es für die offizielle Delegation Startschwierigkeiten:

Am Flughafen Düsseldorf sorgten technische Probleme beim Check-In,

fehlendes Personal, eine verzögerte Sicherheitskontrolle und die Ankündigung

von streikenden Flughafenmitarbeitenden am stärksten Reisetag

des Jahres dafür, dass die Gruppe nicht wie geplant am Samstag,

sondern erst am Sonntag auf dem Flughafen Barcelona landen konnte.

Im engen und kollegialen Austausch zwischen den Organisatoren beider

Städte konnte das geplante Programm jedoch so umstrukturiert werden,

dass alle Programmpunkte erfolgreich stattfinden konnten.

26 Das Stadtgespräch


7 (v.l.) Marianne Zimmer, Susanne

Rau-Meißnest, Elke Lemke und Ulla

Fieber gestalten die verTANZt-Abende

im La Cantina am Bosfelder Weg

Als um kurz nach 19 Uhr der

Mambo No 5 zum Auftakt ertönte,

gab es kein Zögern und Abwarten

– nahezu geschlossen ging es auf

die Fläche und dort verblieben die

Tanzenden an die drei Stunden.

Bewegungsfreudig und angetrieben

von Klassikern freuten sie sich

entspannt-fröhlich über die eintrittsfreie

Gelegenheit, an einem

Mittwochabend alle Sorgen des

Alltags und der Welt zu vertanzen.

Genau so hatte sich die vierköpfige

Vorbereitungsgruppe

des Jazz-Clubs Rheda-Wiedenbrück

aus Marianne Zimmer, Elke

Lemke, Ulla Fieber und Susanne

Rauh-Meißnest den Abend vorgestellt.

Ungezwungene Stimmung

quer durch die Generationen,

Erfrischungsgetränke an

der Theke und Musik satt auf die

Ohren.

VerTANZT

in Rheda-Wiedenbrück

Eine gut bewegte Premiere für die

neue Veranstaltungsreihe »Ver-

Tanzt« liegt hinter gut 150 Tanzenden,

die sich auf Einladung des

Jazz-Clubs Rheda-Wiedenbrück im

»La Cantina« am Bosfelder Weg

trafen. Locker war die Stimmung

von Beginn an, man kannte sich,

Gruppen fanden sich.

Weiter geht es wieder

am Mittwoch, den 26.11.

Bereits am Mittwoch, den 26. November

und auch am Mittwoch,

den 24. Januar geht es weiter.

Auch dann heißt es von 19 bis

22 Uhr: tanzbare Musik von Elvis

bis Lady Gaga ganz ohne Jazz.

Kein Wunder, dass die Premiere

mit »Thank you for the music« von

Abba ausklang und spontanen

Beifall der Tanzenden auslöste.

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für Kunden machen. Mit Dingen meinen wir z.B. Kampagnen, Content,

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Das Stadtgespräch

27


1 (V. l.) Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter der Miele-Gruppe, Moderator Carsten Schoßmeier, Chefredakteur von Radio Gütersloh, Klaus Brandner, Parlamentarischer

Staatssekretär a. D. sowie Vorstandsvorsitzender des Vereins Pro Arbeit, Nikola Weber, Geschäftsführerin pro Wirtschaft GT GmbH und Hans-Jürgen Heißmann-Gladow

von der IG Metall.

Starke Resonanz

beim Pro Arbeit-

Forum

Zeit zum Handeln: »Wandel von Arbeit

und Wirtschaft im Raum Gütersloh

gestalten«

Arbeit und Wirtschaft sind heute mehr denn je drastischen Veränderungen

unterworfen«, betonte Klaus Brandner, Parlamentarischer

Staatssekretär a. D. sowie Vorstandsvorsitzender des Vereins Pro

Arbeit. In der sehr gut besuchten Veranstaltung in der Cafeteria EssBares

im Haus der Ausbildung des Trägervereins stellte der hochkarätige

Referent Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter der Miele-Gruppe,

in seinem einführenden Vortrag voran, dass der Kreis Gütersloh

die »besten Voraussetzungen bietet, um diesen Wandel zu gestalten«.

Dieser Wirtschafts- und Industrie-Standort sei nach dem Kölner Raum

der »zweitstärkste Kreis in NRW«. Als die vier zentralen Handlungsfelder

des Wandels benannte der Referent die Digitalisierung inklusive der KI,

die demografischen Veränderungen sowie den Fachkräftemangel und die

ökologischen Anforderungen. Die Handlungsfelder seien in den Unternehmen

kein Zukunftsthema, sie »sind in den Unternehmen Teil des Alltags«.

Zudem ständen sie in einem herausfordernden Umfeld von überbordender

Regulatorik, einem schwierigen Konjunkturklima, der Globalisierung sowie

hoher Kosten für Energie. Die KI sei Chance und Herausforderung zugleich.

Sie stelle hohe Anforderungen an die Unternehmen und Mitarbeitenden:

Viele Berufe würden kurzfristig wegfallen, sich verändern. Viele neue Berufe

entständen. Um den Wandel aktiv und bestmöglich zu gestalten, würden

Offenheit für Neues, Mut, Führung und Zusammenhalt von den Unternehmen,

Gewerkschaften und allen gesellschaftlichen Akteuren gebraucht.

Um die Anforderungen der Digitalisierung und der sich verändernden

Berufsbilder, des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels

zu lösen, ist eine Qualifizierung der Mitarbeitenden (Weiterbildung, Umschulung)

und u. a. eine Zuwanderung von geeigneten Kräften erforderlich,

so Nikola Weber, Geschäftsführerin pro Wirtschaft GT GmbH. In diesem

Zusammenhang forderte sie, Jugendliche müssten für technische

Berufe motiviert werden, sie dürften nicht erst ab der 10. Klasse abgeholt

werden. Die Unternehmen müssten zudem mehr Jugendliche ausbilden.

Es sei beschämend, dass die Ausbildungsquote im Kreis Gütersloh nur

bei 3,9 % liege. Arbeitnehmende mit Helfer-Tätigkeiten – sie machen

einen hohen Anteil der Beschäftigten aus – müssten Qualifizierungsangebote

zu neuen Fachkräften erhalten. Dieses Potential sei zu heben.

Hans-Jürgen Heißmann-Gladow von der IG Metall sprach insbesondere

die sozialen Aspekte des Wandels an. Er warnte davor, bewährte

Regulatorik abzuschaffen. Als Beispiel nannte er die viel diskutierte Abkehr

vom 8-Stunden-Tag. »Da liegt eine Menge Sprengstoff, sagte er. Der

Wandel in der Arbeitswelt sei sozialverträglich zu gestalten. In Unternehmen

mit Mitbestimmung sei die Angst vor Veränderungen gering, berichtete

Heißmann-Gladow. Auszubildenden sei von den Unternehmen

eine Perspektive zu geben. Er berichtete, dass Arbeitnehmende oftmals

Probleme hätten, beruflichen Weiterbildungsangeboten nachzugehen.

Zudem müsse bedacht werden, dass viele keine Veränderungen wollten.

Sie sähen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, den Wohlstand

und ihre Arbeitsplätze in Gefahr, warf Moderator Carsten Schoßmeier,

Chefredakteur von Radio Gütersloh ein.

Brandner hielt es für erforderlich, arbeitslose Menschen so zu fördern,

dass sie in den Arbeitsprozess zurückkehren bzw. überhaupt eine

Arbeit aufnehmen können. Eine wichtige Rolle würde dabei die Einbindung

von langzeitarbeitslosen Menschen spielen. Pro Arbeit habe sich

dieser Aufgabe gestellt.

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28 Das Stadtgespräch


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Kaum einer verwendet heute die ausführliche Bezeichnung »Medizinische

Fachangestellte«, sondern üblich ist vorwiegend die Abkürzung

»MFA«. Dieses Kürzel hat sich in den Sprachgebrauch eingebürgert,

auch bei Patienten. Früher hieß die MFA noch Arzthelferin oder Sprechstundenhilfe.

Medizinische Fachangestellte übernehmen ver schiedene

Aufgaben in der Patientenpflege und auch Verwaltungsaufgaben im

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Sie empfangen die Patienten, erfassen Daten, bereiten Behandlungsräume

sowie die erforderlichen Materialien vor und assistieren

den Ärzten bei Behandlungen. Auch eigenständige Tätigkeiten wie

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Das Stadtgespräch

29


1 An dem Regenrückhaltebecken wurde ebenfalls ein Speichercontainer zur Aufnahme

des belasteten Wassers aufgestellt.

Zirka 600 Liter

Diesel- und

Altölgemisch

ausgelaufen

Ölunfall an der Röntgenstraße

Wir erhielten die Information über den Ölunfall an der Röntgenstraße

aus der davon betroffenen Nachbarschaft. Daraufhin

setzten wir uns mit der städtischen Pressestelle in

Verbindung. Wir wollten erfahren, inwieweit die Stadt bereits involviert

war. Sie teilte uns mit, dass der Eigenbetrieb Abwasser (EAW) nach Kenntnisnahme

dieses Vorfalls die Untere Wasserbehörde (uWB) beim Kreis

alarmiert und die Ursachensuche ausgelöst hatte.

Die weiteren Maßnahmen hat der Kreis gesteuert – auch die Installation

des Ölabscheiders in der Regenrückhaltung und die Entsorgung

des verschmutzten Wassers wurde von dort angeordnet.

Hierzu schrieb uns die Pressestelle des Kreises: Die Untere Wasserbehörde

war und ist teilweise auch noch bei dem Schadensfall zusammen

mit den Kollegen aus dem Bereich Abfall/Boden/Altlasten (4.5.1) und mit

den Kollegen des Eigenbetriebes Abwasser Rheda-Wiedenbrück im Einsatz.

Aufgefallen war der Schaden dem Eigenbetrieb Abwasser der Stadt,

als das Öl in die Rückhaltebecken gelangte. Daraufhin wurden sofort

seitens der Unteren Wasserbehörde und des Eigenbetriebs Abwasser

umfassende Maßnahmen ergriffen, so dass eine Verunreinigung von

Gewässern verhindert werden konnte.

Es handelt sich um eine illegale Lagerung von wassergefährdenden

Stoffen auf einem Firmengrundstück an der Röntgenstraße 17 in Rheda-Wiedenbrück.

Vor Ort konnten folgende Gebinde mit Altöl und/oder Diesel vorgefunden

werden:

· 3 x 1.000 Liter IBC (auf Paletten stehende Container), welche teilweise

halbgefüllt waren,

· 1 x 750 Liter IBC welcher zu ¾ gefüllt war,

· 3 x 200 Liter Fässer, welche teilweise gefüllt und teilweise leer waren,

· 3 x 20 Liter Kanister, welche hauptsächlich leer waren.

1 Aufgrund der Witterung wurden in der Nähe des Schadenherdes an der Röntgenstraße

Speichercontainer zur Aufnahme des belasteten Wassers platziert.

· Es ist davon auszugehen, dass ca. 600 l eines Diesel- bzw. Altölgemisches

ausgelaufen sind. Dies soll bei Aufräumarbeiten vor ca. 3 Wochen

geschehen und nicht bemerkt worden sein.

· Dieses Gemisch ist durch den Boden, bzw. die Schotterfläche gesickert

und in Drainageleitungen des Nachbargrundstückes eingetreten. Diese

Drainageleiten waren fälschlicherweise an den Regenwasserkanal des

Eigenbetriebes Abwasser der Stadt Rheda-Wiedenbrück angeschlossen.

Deswegen zieht sich die Verunreinigung von dem ursächlichen Grundstück

über das Nachbargrundstück, bis in den Regenwasserkanal und

das nachgeschaltete Regenrückhaltebecken sowie Regenklärbecken.

· Eine Verunreinigung des Gewässers konnte durch Sofortmaßnahmen

erfolgreich verhindert werden.

· Der Schadensherd auf dem Grundstück Röntgenstraße 17 wurde seitens

der uWB im Rahmen der Sofortmaßnahmen ausgebaggert (ca. 15 m³) und

das belastete Erdreich wurde zur fachgerechten Entsorgung abgefahren.

Weiterhin wurden die Drainagen von der Regenwasserkanal getrennt um

eine weitere Einleitung zu unterbinden. Aufgrund der Witterung wurden

an dem Regenrückhaltebecken und in der Nähe des Schadenherdes

Speichercontainer zur Aufnahme des belasteten Wassers aufgestellt. Die

Kanäle der Stadt sind gespült worden, um die Anhaftungen zu entfernen.

· Derzeit findet eine Abstimmung statt um das gespeicherte verunreinigte

Wasser über eine mobile Abscheideranlage zu reinigen und in

den Schmutzwasserkanal einzuleiten. Auch Drainagewasser welches in

einem neuen Schacht aufgefangen wird, soll über diese mobile Abscheideranlage

gereinigt werden. Dies wird federführend von dem Eigenbetrieb

Abwasser (EAW) der Stadt Rheda-Wiedenbrück mit Rücksprache

zur BR [Anm. d. Red.: Bezirksregierung] betreut.

· Der Rückbau der Drainagen unter dem Nachbargrundstück stellt sich

im Rahmen einer Sofortmaßnahme als nicht verhältnismäßig dar. Deswegen

wurde ein Gutachter hinzugezogen, um diese Verunreinigung

in Folgemaßnahmen zu betrachten und geeignete Sanierungsmaßnahmen

zu ergründen. Dies übernimmt federführend der Kreis GT in

Zusammenarbeit uWB und uBB (Wasser/Boden) [Anm. d. Red.: Untere

Bodenschutzbehörde].

· Es kann derzeit nicht abgeschätzt werden, wann alle Folgemaßnahmen

vollständig abgeschlossen sind

· Die Kosten sind durch den Verursacher zu tragen.

· Die Polizei hat zur Ermittlung in Hinblick auf eine Umweltstraftat

(Gewässer- und/oder Bodenverunreinigung) Kontakt mit uns aufgenommen.

Wir unterstützen in der Ermittlung und werden von unserer

Seite ein Bußgeldverfahren wegen der illegalen und unsachgemäßen

Lagerung von wassergefährdenden Stoffen einleiten.

Kem

30 Das Stadtgespräch


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*Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light-duty vehicles Test Procedures) ermittelt.

Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein Vergleichszwecken

zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zu den Verbrauchswerten und Energiekosten finden Sie unter www.ford.de/energie.

**Gemäß Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure (WLTP) ist bei voll aufgeladener Batterie eine Reichweite bis zur genannten, zertifizierten

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¹Ford Zielraten-Finanzierung, Angebot der Ford Bank GmbH, Henry-Ford-Str. 1, 50735 Köln. Gültig bei verbindlichen Kundenbestellungen und Darlehensverträgen.

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1-Gang-Automatikgetriebe, Frontantrieb. ³Gilt für Privatkunden. Gilt für einen Ford Explorer Style 52 kWh Batterie Elektromotor Standard Range 125 kW

Das Stadtgespräch

31

(170 PS), Automatikgetriebe, Heckantrieb. ⁴Details entnehmen Sie bitte den jeweils gültigen Bedingungen.


Rallye Ostwestfalen

Vierzig links voll in einhundert links fünf. Neunzig rechts vier,

minus drei. Hinter Tunnel rechts eins, Schotter, in achtzig über

gerade vier. Fünfzig in links zwei.« Jesus! Bei der Matheaufgabe

fängt man als Co-Pilotin schonmal an zu beten. Alles genau berechnet,

die Bibel ist Gesetz! Doch heute geht es nicht um Mathematik. Heute

geht es um die Religion des Rallyesports.

So wie der Pilot des Skoda Fabia R5, der mit seinen 280 PS auf mich

zugeflogen kommt, bekomme auch ich langsam schwitzige Hände. Da

habe ich mir heute Morgen ja echt was vorgenommen! So denke ich in

dem Moment, in dem ich realisiere, dass mir bloß wenige Sekunden

für mein fotografisches Vorhaben zur Verfügung stehen. Ich sehe dich

nicht, ich höre dich nicht. Zumindest noch nicht. Aber hier liegt etwas

in der Luft. Diese Ruhe die ich vor Anspannung verspüre, während ich

hier schon 7 Minuten und 26 Sekunden in meiner Hocke verharre. Sie

wird sich lohnen. Es kann mitunter schon mal anstrengend werden. Ich

entscheide mich dafür dich einzufrieren. Das heißt, ich brauche eine

kurze Verschlusszeit. Der Fokus ist gesetzt. Jetzt muss ich dich bloß

noch einfangen!

So langsam darfst du dann aber auch mal durch den Tunnel geschossen

kommen! Geduld gehörte noch nie zu meinen Stärken. Hier

liegt ein Geruch in der Luft der mir bekannt vorkommt. Ein Mix aus

Kupplung, Reifen, Bremsen und Benzin. Das wird vermutlich auch,

zumindest zu einem gewissen Teil, auf die Bahntrassen zurückzuführen

sein, die sich keine zehn Meter von mir entfernt durch das

schöne OWL schlängeln. Und während ich von diesem Gemisch noch

eine Nase nehme, da höre ich dich! Ich weiß aber nicht, dass du es

bist. Das, was ich aber weiß, ist, dass das hier jetzt klappen muss.

Ist es in der Geschichte nicht die Vorfreude auf den Höhepunkt, die die

Geschichte zur Geschichte macht? So soll es hier nicht anders sein. In

meinem rechten Augenwinkel erahne ich die Farbe Rot. Du bist es! Ohnehin

hast du dich schon spätestens tunneleinwärts mit dem Gebrüll

deines turboaufgelandenen eins-sechser 4-Zylinders bei mir angekündigt.

Mit einem Leistungsgewicht von 4,4 Kilo pro PS, gehörst du heute

zu den schnellen im Feld. Da verwundert es auch nicht, dass du heute

die Nummer 1 bist.

Vom Dritten in den Vierten. Vom Vierten zurück in den Dritten.

Der Zweite grüßt und ab in den Ersten. Alles sequenziell versteht sich!

Nähe zum Motiv schafft Geschichte,

so meine ich mal gehört zu haben. Ich

bin zwar ein Fan von Telebrennweiten,

doch »mittendrin statt

nur dabei«, erschien mir für

dich heute die bessere Wahl.

Bist sportlich unterwegs, die

Altsemester erinnern sich.

Der Erfolg im Ergebnis

darüber etwas vor die Linse

bekommen zu haben, womit

man selbst so nicht gerechnet

hat, ist für mich eines der

wertvollsten Gefühle in der

Fotografie. Dieses Glück, welches

du dir erarbeitest, weil du

hungrig bist. Hungrig auf das

32

Das Stadtgespräch


Abenteuer etwas Neues auszuprobieren, um dann festzustellen,

dass dir die Gänsehaut die du bei dem Anblick des Fotos

bekommst, Recht gibt. Fotografie geht unter die Haut, so wie

der Motorsport. Auch wenn das natürlich immer im Auge des

Betrachters liegt. Genau dafür ziehe ich los. Kein Foto ohne Geschichte,

keine Geschichte ohne Foto. Mein Credo.

Auf geht’s auf die nächste Etappe. Eine Szene hier, ein Stillleben

da und die ganze Rallye-Schar. Und wieder kitzelt mich

meine Nase. Dieses mal liegt neben Kupplung, Bremsen und

Gummi, eine Note von Phosphatriemen und Hopfenkaltschale

in der Luft. Wem das nicht geläufig ist, Wurst den Hungrigen,

Bier den Durstigen. Der Duft des Benzins ist natürlich nicht

zu vergessen. Schmeckt und geht runter wie Öl.

In der Ruhe liegt die Kraft. Wie passend, wenn man bedenkt,

hier stehen gerade tausende Pferde vor mir im Paddock.

Alle brav und keines gibt einen Laut von sich. Mal ein

Wiehern hier und ein Befehl dort. Aber nur bei denen, die sich

noch vor der Endabnahme befinden und auf den Marschall warten.

Garantiert genauer als jeder TÜV Prüfer, wird hier nochmal drauf

geschaut, das ist wichtig.

Alles davor? »Bitte hinter dem Absperrband bleiben.« Diesmal nicht

aus der Reihe getanzt, Glück gehabt. Ich sehe Pylonen, Flatterband, Zelte,

Frachtcontainer, Menschen und Piloten, Geschichten und einen Fuhrpark

voller Liebe. Die Verbindung zwischen Pilot und Fahrzeug ist eine besondere.

Die Liebe zueinander ebenso. Wenn man bedenkt, mit welchem

Affenzahn sie sich der Gefahr und dem Adrenalinkick hingeben.Eine

Symbiose aus Vertrauen und Vernunft. Ein Vertrauen, das Verbindung

schafft. Harakiri bringt hier nichts, das musst du schon können! Ein

Rallyefahrer ist ein Künstler, so heißt es im Motorsport. Den Wahnsinn

steuert der Kopf, der meistens ausgeschaltet ist. Und natürlich das Popometer.

Der Gefühl gebend vielleicht wichtigste Begleiter. Das meiste

passiert unter dir. Ein Rennfahrer spürt jeden Popel auf dem Asphalt

in seiner Gesäßmuskulatur. Ohnehin muss man sich fragen, welche

Maschine hier eigentliche welche Maschine pilotiert. Der Fitnesszustand

nicht außer Acht gelassen. Dieser zieht sich im Profi- sowie im

Amateurbereich durch alle Altersschichten. Ich ziehe meinen Hut, ihr

seid gut gealtert.

Gut gealtert bist auch du, du kleiner beigefarbener Lada. Du sollst

dein Foto bekommen. Wie war das noch mit den Zutaten für das Gericht

der Fotografie? Am besten ein wenig

von allem in den Topf. Gut umgerührt

und ein bisschen würzen. Es ist Angerichtet.

Diesmal vergehen keine knapp 8 Minuten. Es muss schneller gehen,

es wird zeitig gegessen. Wieder geht es um das Erahnen eines Augenblicks,

der sich in der Zukunft abspielen wird. Wann ist der Moment,

in dem diese Komposition am meisten Sinn macht? Ich blicke schon

in die Vergangenheit, bevor die Gegenwart geschehen ist. Es ist immer

von Vorteil, auf alles vorbereitet zu sein. Die Vorhänge meiner Kamera

küssen sich in der Mitte und senken sich wieder. Ausgelöst. Dieses mal

mit einer anderen Geschichte. Fotografie bedeutet für mich die Ehrlichkeit

des Augenblicks so unverfälscht wie nur eben möglich festzuhalten.

Die Geschichte. Neben den Farben und Formen kommt die Perspektive.

Nicht das Motiv entscheidet über das Foto, sondern die Haltung des

Gefühls die ich einnehme.

Alle sind involviert. Du stehst im Fokus und bekommst die Aufmerksamkeit,

die dir gebührt. Ob dir das gefällt? Das entscheiden mal wieder

andere. So wie du da stehst, dein Charme, dein Stil, dein Ausdruck. Du

bist das Hauptmotiv. Du allein kannst unzählige Seiten mit Geschichte

füllen. Du und die Aura, die dich umgibt, sorgen heute für den roten

Faden. Kein Foto ohne Geschichte, keine Geschichte ohne Foto.

Auf der Zielgeraden angekommen, bleibt mir noch ein

besonderer Dank an das Stadtgespräch Rheda Wiedenbrück,

für den mir eingeräumten Raum, den offenen

Dialog und den Mut, etwas erfrischend Neues

auszuprobieren. In dem Sinne, nochmal runter

geschaltet.Es gibt nur ein Gas, Vollgas!

Fotos und Text von Hendrik Plümer

Instagram: @henno_on_tour · @henno_details

Das Stadtgespräch 33


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1 Manch einem Elternteil blieb vor ungläubigem Staunen förmlich die Luft weg, als die Kleinen Teller auf Stäben drehen ließen.

Kinderherzen

schlugen höher

Circus Tausendtraum verzauberte

Brüder-Grimm-Schule

Gleich zu Beginn rückte die Zirkusfeuerwehr

aus. Wie bei jedem der kleinen Artisten natürlich

in stilechten Kostümen. Dazu schmucke

Feuerwehrhelme und stabile Leitern – bei der Menschenpyramide

saß jeder Handgriff und der Applaus

der Zuschauer war riesig. Manch einem Elternteil blieb

vor ungläubigem Staunen förmlich die Luft weg, als die

Kleinen barfuß über Scherben gingen, Teller auf Stäben

drehen ließen, mit Tüchern jonglierten oder mit verblüffenden

Zaubertricks überraschten. Brandgefährlich: Die

Spannung stieg, als die kleinen Piraten eine Feuerprobe

lächelnd quittierten. Lucy’s lustige Luftschlange sorgte

für Begeisterung, weil eine aus dem Publikum ausgewählte

Kandidatin mit einem Schnuller abgedichtet

werden musste. Den Schalk im Nacken hatten ohne

Frage die Clowns, die stets die Lacher auf ihrer Seite hatten.

Stolze Gesichter an jeder Ecke. Überhaupt hielten

sich Humor und Akrobatik in erfrischender Weise das

komplette Programm über im Gleichgewicht. Die Kinder

blühten mindestens genauso auf, wie die Blumen,

die wie von Zauberhand auf der Bühne der Magier gesprossen

waren. Es gab so viele Nummern, dass sie gar

nicht alle aufgezählt werden können. Zwischendurch

konnten die Kinder verschnaufen und die Artisten von

»Tausendtraum« gaben eine kleine Einlage.

Den Höhepunkt des Projekts an der Brüder-Grimm-Schule

bildeten nach einer Woche mit Training

und Proben im gelb-blauen Zirkuszelt von Kinderzirkus

Tausendtraum vier Vorstellungen freitagmittags

und -abends Ende Oktober sowie am darauffolgenden

Sonntagmorgen und am Mittag. Da konnten die kleinen

Artisten dem Publikum aus Eltern, Geschwistern,

Großeltern, Freunden und anderen Interessierten ihr

neu erlerntes Können präsentieren. Mit bezauberndem

Charme nahmen sie die Zuschauenden mit auf eine

zweieinhalbstündige Reise ins Land der tausend Zirkusträume.

Ob nun die Kinder oder ihre Eltern nach den

so gelungenen Auftritten stolzer waren, lässt sich kaum

beantworten: Fest steht aber auf jeden Fall: Alle hatten

eine traumhafte Zeit in der Manege.

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1 Lucy’s lustige Luftschlange sorgte für Begeisterung, weil

eine aus dem Publikum ausgewählte Kandidatin mit einem

Schnuller abgedichtet werden musste.

1 Die Spannung stieg, als die kleinen Piraten eine

Feuerprobe lächelnd bestanden.

34 Das Stadtgespräch


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1 Die Sponsoren und das gesamte Team der Brüder-Grimm-Schule sind sich einig,

dass dieses tolle Projekt alle gerne von Herzen unterstützt haben: (v. l.) Claudia

Wilm (Bürgerstiftung), David Selle (Zirkusdirektor), Julia Niemeyer (komm. Schulleiterin),

Kerstin Plugge und Britta Lück (Projektleitung), Björn Harz (Volksbank),

Marcel Knüwer (Kreissparkasse)

Insgesamt konnten sich alle 260 Kinder der Grundschule an dem Projekt

beteiligen und so mancher Filius wird wohl nach lange vom eigenen Zirkusauftritt

träumen und später den eigenen Kindern davon vorschwärmen.

Das vierköpfige »Tausendtraum-Team« hatte vor seinem jüngsten

Auftritt bereits zum vierten Mal an der Brüder-Grimm-Schule Station

gemacht, um mit den Kindern unter dem Motto »Lachen, Staunen, Träumen«

Zirkusnummern einzustudieren. Intensiv und mit pädagogischem

Geschick ging es in der Projektwoche und den Vorstellungen auf die

Kinder ein. Dem Zirkus-Team war es perfekt gelungen, für jedes Kind

die passende Rolle zu finden.

Ein solches Projekt wäre jedoch ohne großzügige Unterstützung nicht

möglich gewesen. Die Bürgerstiftung, die Kreissparkasse und Volksbank

haben – neben vielen weiteren Sponsoren – entscheidend dazu beigetragen,

dass dieser Traum für die gesamte Schulgemeinschaft der Brüder-Grimm-Schule

Wirklichkeit werden konnte. Auch der Förderverein

»Sterntaler« engagierte sich tatkräftig in der Finanzierung. Und nicht zuletzt

trugen die Kinder selbst durch einen erfolgreichen Sponsorenlauf einen

bedeutenden Teil dazu bei.

Die Schule war während des Projekts auf viele helfende Hände angewiesen

– ob beim Auf- und Abbau des Zirkuszeltes, bei den Proben, bei den

Vorstellungen und in den Pausen, beim Schminken und vielem mehr. »Ein

herzliches Dankeschön an alle, die mitgeholfen, unterstützt und dieses besondere

Erlebnis möglich gemacht haben – an die Eltern, Mitarbeiterinnen

der Offenen Ganztagsschule (OGGS) und vielen Freundinnen und Freunden

der Schule«, sagte Julia Niemeyer (komm. Schulleiterin). Kem

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Das Stadtgespräch

35


S I C H E R . Z U V E R L Ä S S I G . I N N O V A T I V .

Weihnachten 2025

Ganz persönliche Gedanken zur Weihnachtszeit

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Weihnachten und seine Zeit werden gerne gewählt, um inne

zu halten, den Blick auf zurückliegende Eindrücke gerichtet,

um nach vorne zu schauen. Für die gläubigen Menschen

steht diese Zeit in einem besonderen Licht der Zuversicht Gottes. Aber

auch viele Menschen abseits dieser Hoffnung können sich dem in vielen

Gebräuchen sichtbar werdenden Zauber nicht entziehen. Wir baten die

Geistlichen, Pfarrer Marco Beuermann von der Evangelischen Versöhnungskirchengemeinde

und Dechant Thomas Hengstebeck von dem

Katholischen Pastoralverbund Rheda-Herzebrock-Clarholz ihre ganz

persönlichen Gedanken zu dieser Zeit für unsere Lesenden niederzuschreiben.

Nachfolgend können sie die Textbeiträge lesen.

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Weihnachtserinnerungen und -wünsche von

Pfarrer Marco Beuermann

Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern…

Das Weihnachtsfest ist durch mein ganzes Leben hindurch eine herausragende

Zeit gewesen – mit unterschiedlichen Akzenten je nach Lebensalter.

Als Kind hatte der Advent eine besondere Magie: Das Warten

aufs Fest, jeden Morgen ein Türchen am Adventskalender, die ersten

Mandarinen im Jahr – und die Schallplatte (!) mit Weihnachtliedern von

Peter Alexander und Mireille Mathieu. Als Jugendlicher durfte ich dann

in den Heiligabend-Krippenspielen für Erwachsene mitwirken, die unser

Gemeindepädagoge in Minden immer sehr aufwendig inszenierte.

Einmal spielte ich einen Jugendlichen, der im 30-jährigen Krieg den

Frieden verkünden durfte. In der Christvesper wurde außerdem jedes

Jahr der »Quempas« (Lied 29 im Ev. Gesangbuch) aus den vier Ecken

der Kirche heraus gesungen. Eine Tradition, die ich danach nirgendwo

wieder erlebt habe.

Als Student dann gemütliche Advents-Sonntage mit Basteleien

und Plätzchenbacken. Noch heute denke ich gerne an den Geruch von

selbstgebackenen Vanillekipferln in unserer Studi-WG zurück. Als Vikar

in meiner ersten Stelle habe ich dann am 24. Dezember abends immer

»Heiligabend nicht allein« im Gemeindehaus angeboten. Menschen,

die sonst Weihnachten alleine Zuhause gesessen hätten, konnten in

Gemeinschaft essen, singen, Geschichten hören, Gemeinschaft erleben.

Das waren immer sehr intensive und emotionale Abende.

Seit ich Pfarrer bin, sind die Advents- und Weihnachtswochen natürlich

eine extrem gedrängte Zeit: Etliche Gottesdienste in der Gemeinde,

im Altenheim, mit den Schulen. Viele gemeindliche Weihnachtsfeiern,

mit der Feuerwehr, der Notfallseelsorge. Zahlreiche Krippenspiel-Proben,

Predigten, die geschrieben werden müssen, Benefiz-Lesungen, Konzerte...

Und dann als Höhepunkt der Heilige Abend. Am liebsten mag ich

die Christmette um 23.00 Uhr. Dann kehrt Ruhe ein. Und auch ich kann

dann mit Andacht »O du fröhliche« und »Stille Nacht« singen.

In meiner Arbeit als Pfarrer und im Ehrenamt als Feuerwehr- und Notfallseelsorger

merke ich, wie sehr die Menschen gerade zu Weihnachten

eine heile Welt und Frieden ersehnen: für sich persönlich – und für die

ganze Welt. Andererseits brechen immer wieder Katastrophen in unsere

Leben hinein: eine Krankheit, der Tod eines lieben Menschen, Existen-

36 Das Stadtgespräch


zängste ganz persönlich – und Krieg, Terror und Zerstörung in der Welt.

Wörtlich übersetzt bedeutet das aus dem Griechischen stammende Wort

Katastrophe »Umwendung / Umsturz«. Und tatsächlich haben betroffene

Menschen das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren – zu

stürzen. Dabei spricht mir ein Lied aus der Seele, das der Theologe Jochen

Klepper 1938 gedichtet hat. Er war mit einer jüdischen Frau verheiratet,

sie hatten eine jüdische Tochter. Von den Nazis mit Verfolgung und Deportation

bedroht, ist er mit seiner Familie am 11. Dezember 1942 in den

Tod gegangen. Für mich ist sein Lied »Die Nacht ist vorgedrungen« eines

der bewegendsten Adventslieder. Jochen Klepper schreibt:

1) Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern.

So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern!

Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein.

Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.

4) Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld.

Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld.

Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr,

von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.

Auch 2025 wird es zu Weihnachten kleine und große Katastrophen in

unserem Leben, in unserer Stadt, auf unserer Erde geben. Manche Träne

wird uns dabei begleiten – manche Nacht wird über menschlichem Leid

anbrechen. Und doch hoffen wir darauf, dass bei all unserem Tun der

gute Stern Gottes unser Handeln und unsere Angst bescheinen wird.

Das ist meine Hoffnung für Weihnachten.

Gedanken zur Weihnachtszeit von

Dechant Thomas Hegstebeck

Die Weihnachtsnacht – Ein Wendepunkt im Licht des Wunders

In der tiefen, stillen Nacht, als die Welt ihren Atem anzuhalten schien,

geschah das unfassbare Wunder: Gott wird Mensch. Nicht mit Pomp und

Pracht, sondern in der Armut einer Krippe, erstrahlt das Licht in dunkler

Nacht.

Dieser Moment ist ein Wendepunkt, ein Einschnitt in die Geschichte. Er

sprengt die Stille mit lautem Jubel. Die himmlischen Heerscharen brechen

hervor, und über den Feldern erschallt das Gloria, der Gesang der Engel.

1 Pfarrer Marco Beuermann: »Wir hoffen

darauf, dass bei all unserem Tun der

gute Stern Gottes unser Handeln und

unsere Angst bescheinen wird. Das ist

meine Hoffnung für Weihnachten.«

1 Dechant Thomas Hegstebeck:

»Die Weihnachtsbotschaft schenkt

Vertrauen und Gewissheit«.

Die Hirten, einfache Menschen, werden Zeugen dieses Geschehens.

Sie machen sich auf, getrieben von einer unglaublichen Aufbruchstimmung

und tiefem Staunen, und finden das Kind in der Krippe. Sie sehen

das Zeichen, die Verheißung, die Hoffnung.

Doch das Leben kennt auch heute seine Wendepunkte, seine tiefen

Einschnitte, die uns herausfordern. Wir denken an Pfarrer Edeler, dessen

plötzlicher Schlaganfall ihn jäh aus seinem Dienst riss und eine schwere

Bürde auf seine Gemeinden legte. Die Herausforderung, zwei pastorale

Räume zu leiten, ist schon im Alltag groß, aber in Zeiten der Vakanz wird

sie zur Zerreißprobe.

Doch gerade in der Weihnachtsbotschaft liegt die Kraft, die uns tragen

kann. Das Wunder von damals schenkt uns heute Vertrauen und Gewissheit.

Es ist die Zusage, die über alle Sorgen triumphiert, die uns Jesus

Christus selbst schenkt: »Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt«. Dieses

Versprechen ist das wahre Licht, das uns durch jede Dunkelheit leitet

– damals wie heute, in der Krippe und in unseren pastoralen Räumen.

Frohe und gesegnete Weihnachten wünscht Ihnen Ihr Dechant

Thomas Hengstebeck

Kem

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Das Stadtgespräch

37


1 10 Männer und Frauen wurden von Pfarrerin Sarah Töws und Pfarrer Marco Beuermann an ihr Konfirmations-Versprechen vor 50 Jahren erinnert.

Konfirmations-

Versprechen nach 50

Jahren erneuert

Männer und Frauen erneuerten nach 50 Jahren in einem

Festgottesdienst am Reformationstag in der

10 Wiedenbrücker Kreuzkirche ihr Konfirmations-Versprechen.

Für manche der 1974 und 1975 Konfirmierten war es der

erste Besuch in der 2017 umgestalteten Kreuzkirche. Pfarrerin Sarah

Töws und Pfarrer Marco Beuermann erinnerten an die vergangen

50 Jahre und legten allen Jubilaren die Hände zum Segen auf.

Der Gottesdienst stand unter dem Motto »Gottesbilder« und wur-

de maßgeblich von aktuellen Konfis mitgestaltet. Sie hatten Texte,

Gebete und eine kleine Bild-Ansprache selbst formuliert und sangen

zwei Lieder. Außerdem bereicherte der Pop-Chor unter der Leitung

von Kantor Jens Engel den Gottesdienst. Höhepunkt der Feier

war das gemeinsame Abendmahl, wo Konfirmanden aus den 70ern

neben solchen aus 2025 standen und das Sakrament empfingen.

Bei einem vorhergehenden Kaffeetrinken hatten die 10 Jubel-Konfirmanden

Gelegenheit, sich an ihre Konfi-Zeit mit Pfarrer Ernst-Otto

Meinhardt, Abende im Jugendkeller und gemeinsame Erlebnisse zu

erinnern. Pfarrer Marco Beuermann stellte in einer Bild-Präsentation

vor, wie der Konfirmanden-Kurs aktuell in der Versöhnungs-Kirchengemeinde

gestaltet wird. Das Motto »Learn to believe« (Lernen zu

glauben) sei aber eigentlich inhaltlich immer dasselbe geblieben, so

Beuermann.

Ein ganz besonderer Abend für die langjährigen

Lebensrettenden

Blutspenderehrung beim Roten Kreuz an der Schwedenschanze

Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes in Rheda-Wiedenbrück

bedankte sich herzlich für den unermüdlichen Einsatz

aller Blutspendeheldinnen und -helden. Die geehrten Spenderinnen

und Spender hatten im Laufe ihres Lebens 50, 75, 100, 125 und

sogar 150-mal ihr Blut für andere gegeben. Dieser selbstlose Dienst an

der Gemeinschaft ist aller Ehren wert, betonte Marissa Fürstin zu Bentheim-Tecklenburg,

Vorsitzende des Ortsvereins. Zugleich dankte sie

allen ehrenamtlich Helfenden, die den örtlichen Blutspendedienst durch

ihren Einsatz unterstützen. Blutspenderinnen und Blutspender seien

unersetzliche Lebensretter. Mit diesem besonderen Abend möchten

wir diesen tollen Menschen etwas zurückgeben und ihren kontinuierlichen,

selbstlosen Dienst an der Gemeinschaft entsprechend honorieren,

sagte sie weiter. Gemeinsam mit dem örtlichen Blutspendebeauftragten

Heinz-Jürgen Belger, der DRK-Helferin Maria Erdmann und der

DRK-Geschäftsführerin Xenia Dick ehrte sie 55 treue Blutspendende. Den

anwesenden Spenderinnen und Spendern aber gratulierten sie in den

Räumen der DRK-Zentrale an der Schwedenschanze mit einer Urkunde

und Ehrennadel sowie einem Präsent. Die Feierstunde rundeten sie in

gemütlicher Runde mit einem schmackhaften Imbiss und erfrischenden

Getränken ab.

Unter den Geehrten befanden sich u. a. Franz-Josef Bünte, Heiner

Diederich, Dieter Kornfeld, Heiner Oesterwiemann, Michael Poggenclaas

38 Das Stadtgespräch


Aktivita – Die Therapie Philipp Recker

1 In einer Feierstunde ehrte der DRK-Ortsverein Rheda-Wiedenbrück die treuen Blutspender.

sowie Josef Schmeing, Jürgen Schneider, Margret Schubert und Andre

Wilhelmstrop. Sie spendeten 100-mal Blut. 125-mal waren Marco Beuermann,

Dieter Lange, Burkhard Palm und Susanne Weidlich dabei. Sie

nahm ebenfalls für ihren verhinderten Bruder Dieter Weidlich die Auszeichnung

entgegen. Er erhielt die besondere Ehrung für insgesamt 150

Blutspenden gemeinsam mit Agnes, genannt »Aggi« Brökelmann. »Wir

freuen uns sehr über dieses Engagement und sagen herzlichen Dank«,

sagte Belger und schloss darin ausdrücklich alle 55 Spendenjubilare ein.

Nachfolgend die nächsten Spendentermine. Sie finden allesamt im

DRK-Zentrum, An der Schwedenschanze 16 statt: Sonntag, 7. Dezember,

11–15 Uhr sowie immer von 16–20 Uhr am Montag, 8. Dezember,

Dienstag, 9. Dezember, Mittwoch, 10. Dezember und Donnerstag, 18.

Dezember.

Bitte beachten: Zwischen zwei Vollblutspenden müssen mindestens

56 Tage vergehen. Innerhalb von zwölf Monaten dürfen Frauen viermal,

Männer sechsmal Vollblut spenden.

Kem

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Das Stadtgespräch

39


1 Stehender Applaus für den scheidenden Landrat Sven-Georg Adenauer (Mitte),

nachdem er als Letzter vom Rednerpult trat.

Foto: Kreis Gütersloh

Festakt zur

Verabschiedung von

Landrat Adenauer

Der abwechslungsreichste Beruf von allen

Er war der erste direkt gewählte Landrat des Kreises Gütersloh

– und der bisher Einzige. Am Freitag, 31. Oktober, ist Landrat

Sven-Georg Adenauer im Kreishaus Gütersloh mit einem Festakt

verabschiedet worden. An seinem letzten offiziellen Arbeitstag

waren rund 250 Personen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft

ins Kreishaus gekommen. 26 Jahre lang stand Adenauer an

der Spitze des Kreises. Unter den Gästen waren auch sechs Enkelkinder

des Landrats, die weiteste Anreise dürfte Guntis Gladskins, stellvertretender

Chef des Verwaltungsregion Valmiera/Lettland, gehabt haben.

Offen, kommunikativ, freundlich, fair, nahbar, stets ansprechbar, nicht

nachtragend, locker, unaufgeregt, respektvoll, zugewandt – egal aus

welcher Perspektive die Rednerinnen und Redner beim Festakt auf

Landrat Adenauer blickten, ihre Zuschreibungen hörten sich ähnlich an.

»Menschlich-freundlich-fair«, wie Dr. Christine Disselkamp, stellvertretende

Landrätin, es zusammenfasste. Alle aus ihrer jeweiligen Perspektive

beschrieben einen Landrat, einen Verwaltungs- und Polizeichef, dem

die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern sowie zu den Mitarbeitenden

stets wichtig war. Ein Landrat, der in der Bürgermeisterrunde moderierte,

vermittelt und vor allem verbunden hat, so Hubert Erichlandwehr, Sprecher

der 13 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, der selbst nach 26

Jahren als Bürgermeister von Schloß Holte-Stukenbrock seinen letzten

Arbeitstag hatte. Ein Chef, der in der Kantine immer mittendrin saß,

sich dort nach eigenem Bekunden gerne umhörte, wie die Stimmung im

Haus so war. Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling attestierte

Adenauer, dass es auch sein Verdienst sei, dass die Region so gut aufgestellt

sei, stark und modern. Kreisdirektorin Susanne Koch betonte,

dass es Adenauer zu verdanken sei, dass in der Führungsmannschaft

der Kreisverwaltung nicht nur eine gute Stimmung herrsche, sondern

auch alle an einem Strang zögen. Dr. Disselkamp, die als erste ans Mikro

trat, würdigte wie viele anderer Rednerinnen und Redner seinen

Grundsatz in der Amtsführung: »Verwaltung soll ermöglichen, nicht

verhindern«. Sie sei sich sicher, und hoffe es auch, dass dieser Grundsatz

noch lange über seine Amtszeit hinaus nachwirke und gelebt werde.

1999 trat Adenauer erstmals an und setzte sich gegen die Amtsinhaberin

Ursula Bolte durch, vier weitere Male bestätigten ihn die Wählerinnen

und Wähler jeweils im ersten Wahlgang. Adenauer blickte als

letzter Redner des Festakts sehr persönlich auf die vergangenen 26

Jahre zurück: Er erinnere sich gut an die Zeit, als er in seinem alten

Golf II damals stets aus Bonn gekommen sei und jeden CDU-Ortsverband

besucht habe, um abends wieder zurückzufahren. »Meine

Freunde warnten mich damals, tu das nicht! Die Menschen dort reden

wenig bis gar nicht. Mit denen wird man nicht warm, das dauert

ewig«, erinnerte sich Adenauer. Bekanntermaßen hat ihn das nicht

abgehalten. Dass er sich letztlich so wohl gefühlt habe im Kreis Gütersloh,

dazu habe maßgeblich beigetragen, dass ihm sein Beruf so

viel Freude bereitet habe – »jedenfalls ganz überwiegend«. Durch die

zahlreichen Begegnungen mit den Menschen im Kreis, die er als so bereichernd

empfand, gebe es keinen Beruf, der so abwechslungsreich sei.

Zu guter Letzt hatte der scheidende Landrat Wünsche an seine Nachfolgerin,

an die Politik, an die Verwaltung und die Anwesenden: »Mir ist

daher wichtig, dass Sie unserer Peter-August-Böckstiegel-Stiftung die

Unterstützung zukommen lassen, die sie benötigt. Das ist unser Erbe,

das wir seinerzeit wohlüberlegt angetreten haben. Investieren Sie weiter

in die Musikschule für den Kreis Gütersloh. Und setzen Sie sich für die

Realisierung von Stalag ein, damit Erinnerungskultur erhalten bleibt«.

Der Leiter der Musikschule für den Kreis Gütersloh, Holger Blüder, gestaltete

den musikalischen Rahmen des Festakts. Adenauer gab den Gästen

ebenfalls mit auf den Weg, ob es nicht Sinn mache, über kurz oder lang

nur eine Sparkasse für den ganzen Kreis anzustreben und die Abteilungen

der Kreisverwaltung am Standort Gütersloh zu konzentrieren.

Konstituierende

Kreistagssitzung:

Ina Laukötter offiziell ins

Amt eingeführt

»Aus Pessimismus ist noch nie Zukunft entstanden«

Ina Laukötter ist jetzt offiziell Landrätin des Kreises Gütersloh. Die am

14. September gewählte CDU-Politikerin wurde in der konstituierenden

Kreistagssitzung am 3. November offiziell in ihr Amt eingeführt.

Laukötter hatte sich bei der Kommunalwahl im ersten Wahlgang mit

knapp 60 % durchgesetzt. In ihrer Antrittsrede vor dem fast zur Hälfte

aus neuen Mitgliedern bestehenden Kreistag beteuerte sie, das Amt mit

Respekt, Zuversicht und großer Dankbarkeit anzutreten. »Ich werde mich

mit ganzer Kraft einsetzen – für Sie und unseren Kreis Gütersloh.« Ihr sei

klar, dass sie ihr Amt in einer schweren Zeit antrete: »Eine, die uns alle herausfordert,

gesellschaftlich, wirtschaftlich, finanziell und ökologisch«.

In der konstituierenden Sitzung wurden zudem die 70 Kreistagsmitglieder

– 23 Frauen und 47 Männer – verpflichtet und die ehrenamtlichen

Stellvertreterinnen und Stellvertreter von Landrätin Laukötter

gewählt. Als erste stellvertretende Landrätin wurde Dr. Christine

Disselkamp (CDU) wieder gewählt. Detlef Kroos (CDU) und Stefan

40 Das Stadtgespräch


1 Ina Laukötter am Rednerpult bei ihrer Antrittsrede Foto: Kreis Gütersloh 1 Landrätin Ina Laukötter (l.) mit den neu gewählten Stellvertretenden (v. r.) Detlef

Kroos, Dr. Christine Disselkamp und Stefan Schneidt

Foto: Kreis Gütersloh

Schneidt (SPD) komplettieren das Trio, das die Landrätin bei repräsentativen

Terminen unterstützt. Einziger weiterer Tagesordnungspunkt

war die Wahl der Mitglieder des Kreisausschusses. 16 Kreistagsmitglieder

plus Landrätin werden künftig in diesem Bündelungsausschuss

sitzen, die Fraktionen sind ihrer Größe entsprechend vertreten.

Laukötter machte in ihrer Rede deutlich, wofür sie in der aktuellen Legislatur

steht, wofür sie angetreten ist: »zusammen arbeiten und neue Gegebenheiten

gestalten«. Es komme auf Zusammenarbeit und gegenseitiges

Vertrauen an. So wörtlich: »Aus Pessimismus ist noch nie Zukunft

entstanden«. Inhaltlich hat sie einen Fokus auf drei zentrale Themen

gelegt: Wirtschaft und attraktive Arbeitsplätze, Bildung und Chancen

für alle sowie Sicherheit und Ordnung. Laukötter kündigte an, weiterhin

gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schaffen zu wollen, damit

Arbeitsplätze geschaffen werden und investiert würde. Zum zweiten

Schwerpunkt: »Bildung ist der Schlüssel zu Teilhabe und beruflichem Erfolg«.

An die Kreistagsmitglieder gerichtet ergänzte sie: »Sie und ich wissen

schon heute: Hier werden wir in den nächsten Jahren einiges zu tun

haben«. Außerdem fasste sie den Begriff Sicherheit weit: Mit der Polizei

müsse weiter daran gearbeitet werden, dass die Städte und Gemeinden sichere

Orte seien. Es gehe aber nun auch darum, das Bevölkerungsschutzzentrum

und den Ausbau der Rettungswachen weiter voranzutreiben.

Auch die Vorgehensweise in Krisenzeiten und bei enger Haushaltslage

hat sie umrissen. Sie werde schon bald mit Führungskräften des Kreises

in einen Zielbildprozess starten. Damit solle eine zukunftsfähige Vision

und die strategischen Ziele und Schwerpunkte erarbeitet werden. Diese

sollen als Grundlage für Verwaltungshandeln, Haushalsprioritäten

und die Kommunikation nach außen dienen. Einen besonderen Dank

richtete Laukötter an ihren Vorgänger im Amt, Sven-Georg Adenauer.

Sie dankte ebenfalls den Mitarbeitenden der Kreisverwaltung, die

sie schon vorab auf ihren ersten Schritten ins Amt begleitet hätten.

In einem Appell an den Kreistag, wie auch an die Bürgerinnen und Bürger

sagte sie: »Lassen Sie uns gemeinsam für unseren Kreis kämpfen,

mit Mut, Vertrauen ineinander, die Entschlossenheit und vor allem die

Leidenschaft und auch nicht ohne Spaß«.

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Das Stadtgespräch

41


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STARKE LOKALE GEMEINSCHAFT.

Seit März dieses Jahres stellen wir in unserem Stadtgespräch mit dem Spezial

Local Heroes in jeder Ausgabe ein Unternehmen aus unserer Region vor.

Warum? Weil es Zeit ist, wieder näher zusammenzurücken. In einer Welt, die

immer schneller und digitaler wird, drohen die kleinen Läden und Betriebe

vor Ort in Vergessenheit zu geraten – dabei sind sie das Herz einer Stadt.

Mit diesem Format möchten wir ein Zeichen setzen: für mehr Miteinander,

für eine starke lokale Wirtschaft und für bewussten Konsum. Wer lokal einkauft,

investiert in seine Nachbarschaft – in Vielfalt, Qualität und persönliche

Begegnungen.

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Seit 2013 gibt es in Rheda-Wiedenbrück die Immobilienagentur Pohlmann

& Partner. Seit drei Jahren befindet sich der Firmensitz inmitten von Wiedenbrück,

Markt 6. In dem markanten Gebäude direkt am Marktplatz

gelegen, sind es gerade die großen Schaufenster, die dazu einladen, genauer hinzuschauen

und auch Hemmschwellen zu nehmen. So erging es auch Gerda Vogel.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt wurde sie auf Pohlmann & Partner aufmerksam.

Die 81-Jährige lebte seit 50 Jahren in einem Zweifamilienhaus im Westen von

Wiedenbrück, dass sie mit ihrem Mann gebaut hat. Nachdem der Mann von Gerda

Vogel verstarb, wurde das Haus für die alleinstehende, kinderlose Dame zu groß. Lange hat

sie sich mit dem Gedanken beschäftigt, wie es weitergehen kann. Soll sie das Haus verkaufen

oder die obere Wohnung vermieten? Der Garten machte viel Arbeit und war für sie alleine kaum

mehr zu bewältigen.

1 André und Melanie Pohlmann sind

ein gutes Team. 2013 haben sie die

Immobilienagentur gegründet.

»Ich weiß noch, wie mir die hübschen Schaufenster

von Pohlmann aufgefallen sind und das Schild, dass eine

Beratung kostenlos ist«, erzählt sie. Sie ist hineingegangen

und wurde sofort nett und freundlich beraten.

André Pohlmann schaute sich dann ihr Objekt an und gemeinsam haben sie überlegt,

was das Ziel sein soll. Gerda Vogel entschied sich nach langen Überlegungen das Objekt

zu verkaufen. Bedingungen dafür waren eine Wohnung in Wiedenbrück mit Balkon,

Barrierefreiheit und die Möglichkeit, möglichst vieles zu Fuß erreichen können. Als der

Entschluss feststand, dass sie sich von ihrem Haus trennt, erst da ging es

schnell. Zuvor hätte ihr André Pohlmann alle Zeit gegeben, die sie benötigte.

Und auch bei den Emotionen, die selbstverständlich in ihr hochkamen, als es

dann endgültig soweit war, fand sie bei André Pohlmann eine breite

Schulter und aufmunternde Worte. »Es soll für alle das Beste bei einem

Hauskauf herauskommen und auch wir möchten nachts gut schlafen,

weil wir mit einem guten Gewissen handeln«, betont Inhaberin

Melanie Pohlmann. Deshalb seien für Sie und ihren Mann offene

und insbesondere ehrliche Begegnungen mit den Kunden von

größter Bedeutung. Und auch Gerda Vogel weiß heute, dass

sie alles richtig gemacht hat. Sie hat neue nette Nachbarn,

muss sich keine Sorgen mehr um Haus und Garten machen

und hat das gute Gefühl, dass nun zwei junge Familien in

ihrer ehemaligen Immobilie ein neues Zuhause gefunden

haben. Abschließend betont sie: »Ich wünsche den Eheleuten

Pohlmann alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Sie haben mir

sehr geholfen.«

Zu den Leistungen von Pohlmann & Partner gehören die

professionelle Vermarktung und Vermietung einer jeden

Immobilie, sowie eines Grundstückes. Die fachmännische

Hausverwaltung von Wohn- und Gewerbeimmobilien gehört

ebenfalls zu den Kompetenzen sowie ein umfangreicher Hausmeister-Service.

Durch Seriosität, Objektivität, Kompetenz

und den nötigen Ehrgeiz versucht die Agentur, für den Kunden den

passenden Käufer oder Mieter finden, termingerecht und flexibel.

Die Immobilien-Experten aus Rheda-Wiedenbrück sind ab Frühjahr

2026 mit einer Niederlassung auch in Lippstadt präsent. Das Büro

wird dort von Mitarbeiterin Nicole Iannuzzo betreut.

5 (V. l.) Nicole Iannuzzo,

André Pohlmann,

Lucie Flaskamp,

Martina Birwe,

Melanie Pohlmann,

Sena Sarac.

Tel. 05242/9318680 · info@pohlmann-partner.de

Bürozeiten: Montag–Donnerstag 8 – 16 Uhr, Freitag 8 – 12.30 Uhr oder nach Vereinbarung


Sind Sie vom

Paris- Syndrom

betroffen?

Als bekennender Frankreich-Fan und

reisefreudiger Mensch bin ich neulich

über den Begriff »Paris-Syndrom«

gestolpert. Ein Syndrom bezeichnet ja in der

Medizin und auch in der Psychologie eine

Kombination von verschiedenen Krankheitszeichen,

also Symptomen, die typischerweise

gleichzeitig und gemeinsam auftreten. Aber

was hat das mit Paris zu tun, und wen betrifft

diese Krankheit? Der japanische Psychiater

Hiroaki Ota hat bei Betroffenen des »Pari shōkōgun«,

wie das Syndrom auf Japanisch heißt,

einige durchaus ernstzunehmende psychische

Symptome festgestellt. Dazu zählen akute

Wahnzustände, Halluzinationen, sowie Verfolgungswahn,

der sich in der Wahrnehmung

zeigt, ein Opfer von Vorurteilen, Aggression

oder Anfeindung durch andere zu sein. Dazu

kommen dann noch psychosomatische Leiden

wie etwa Schwindel, Herzrasen oder Schwitzen.

Festgestellt hat der japanische Psychiater,

der Ende der 80er Jahre in einem Pariser

Krankenhaus arbeitete, diese Symptome bei

seinen Landsleuten, die Paris besuchten. Dabei

klaffte die Lücke zwischen dem, was die Touristen

erwartet hatten, und dem, was sie vor Ort

fanden, so weit auseinander, dass sie damit

psychisch nicht mehr klarkamen. 2014 bestätigte

auch der Hauptgeschäftsführer der chinesischen

Reiseagenturen in Frankreich, dass

ebenso einige der chinesischen Touristen von

dem Paris-Syndrom betroffen sind. Als Gründe

dafür gaben Mediziner und der Reiseprofi übereinstimmend

an, dass Paris in Asien in ungeheurem

Ausmaß romantisiert wird. Touristen

mit wenig oder gar keiner Auslandserfahrung

würden erwarten, dass Künstler und wunderschöne

Frauen die Stadt bevölkern und vor

allem daran interessiert sind, die Liebe zu finden.

Stattdessen finden vor allem Japaner eine

Stadt vor, die im Vergleich zu japanischen Städten

furchtbar dreckig ist. Und auch die recht

ruppige Art der französischen Hauptstädter

sowie die Verständigungsschwierigkeiten lassen

manch zarte Seele in Tränen ausbrechen.

Paris-Syndrom nicht nur in Paris

Dabei tritt das Paris-Syndrom natürlich nicht

nur in Paris auf, obwohl es dort zuerst beschrieben

wurde. Doch auch viele andere Orte, die

1 So hat man sich Montmartre vielleicht nicht vorgestellt.

mit ganz vielen positiven Erwartungen belegt

sind, können für gewaltige Enttäuschungen

sorgen. Neben Faktoren wie der Idealisierung

des Reiseziels und der Erschöpfung aufgrund

einer langen Anreise fallen natürlich auch die

erwähnten Sprachbarrieren ins Gewicht. Und

nicht zuletzt die kulturellen Unterschiede

können für Enttäuschung sorgen. Und wie das

heutzutage so ist, gibt es für das Paris-Syndrom

seit 2001 jährlich eine Rangliste. Die gute

Nachricht für die französische Hauptstadt ist,

dass sie die von einem italienischen weltweit

operierenden Gepäckaufbewahrungs-Unternehmen

erstellte Liste in diesem Jahr nicht

mehr anführt. An die Daten für die am meisten

enttäuschenden Städte gelangte das Unternehmen

übrigens durch die Auswertung

von rund 100.000 Google-Kommentaren. Die

zweifelhafte Ehre, die Syndrom-Tabelle anzuführen,

gebührt nicht Paris, sondern vielmehr

dem mexikanischen Cancún. Mexiko war unter

den Top Ten der Enttäuschungen mit Playa

del Carmen noch ein weiteres Mal vertreten.

Immerhin erreichte keine deutsche Stadt und

auch keine europäische die Spitze der Negativ-Chart.

Wohl aber das japanische Kyoto. Das

kann ich wohl nachvollziehen, denn ich selbst

war im Frühjahr auch dort und war enttäuscht,

im Gegensatz zu allen anderen Städten im

Land des Lächelns. Gut, ich bekam jetzt keine

Schweißausbrüche oder einem Nervenzusammenbruch,

aber immerhin hatte ich ziemlich

schlechte Laune. Die alte Kaiserstadt erstickt

in Touristen, die sich durch die Gassen drängen

und Lärm und Dreck machen, was man

sowieso nirgendwo tun sollte. Aber speziell

in Japan erregt dieses Verhalten den Unmut

der Einheimischen, auch wenn sie das nicht

zeigen. Und wenn dann noch von dem weltberühmten

leuchtend roten Torii-Gang zum

Inari Berg so gut wie nichts zu sehen ist, weil

die Besucher dicht an dicht darin stehen, dann

kommt keine wahre Freude auf. Außerdem wagen

sich die Geishas, für die Kyoto berühmt

ist, nicht mehr auf die Straße, weil sie von fotowütigen

Touris bedrängt werden. Auch das

ist keineswegs lustig.

1 Tallinn begeistert viele.

Dann doch lieber das

Stendhal-Syndrom

Aber es gibt auch das gegenteilige Phänomen

bei Reisen. Wenn man nämlich von einem Reiseziel,

von dem man eigentlich nicht so viel

erwartet hat, vollkommen positiv überrascht

wird. Auch das wurde durch die oben genannte

Abfrage erfasst. Und auch dabei teile ich

zumindest zwei Einschätzungen aus eigener

Erfahrung. In dieser Positiv-Liste findet sich

nämlich unter den Top Ten Muskat, die Hauptstadt

des Oman. Zu der hatte ich vor meinem

Besuch vor wenigen Jahren so gut wie überhaupt

keine Vorstellung, war dann aber sehr

angetan von der ruhigen Stadt auf der Arabischen

Halbinsel, die so anders ist als etwa die

hektischen Zukunftsstädte Dubai oder Abu

Dhabi. Ebenfalls unter den positivsten Reiseeindrücken

rangiert 2025 Tallinn, die Hauptstadt

Estlands, die nicht nur Mittelalter-Fans

begeistert.

Ob die positiven Eindrücke bei jemanden

zum sogenannten Stendhal-Syndrom geführt

haben, ist jedoch nicht bekannt. Das ist nach

dem französischen Autor Marie-Henri Beyle

benannt, besser bekannt unter seinem Künstlernamen

Stendhal. Der sensible Künstler besuchte

1817 Florenz. Sein ganzes Leben lang

hatte er die italienische Renaissance bewundert

und sah sie damals zum ersten Mal mit

eigenen Augen. Er war so begeistert, dass es

ihn regelrecht überwältigte und er Herzrhythmus-Störungen

bekam, sich kaum auf den

Beinen halten konnte und ins Hospital eingeliefert

werden musste. Das ab dem Beginn des

19. Jahrhundert bekannte Phänomen der übersteigerten

Begeisterung angesichts der Kunst

bekam erst 1979 seinen Namen von der italienischen

Psychia terin Graziella Magherini. Der

letzte bekannte Vorfall geschah 2018, als ein

Besucher bei der Betrachtung des Bildes »Die

Geburt der Venus« von Botticelli einen Herzinfarkt

erlitt. Doch ich denke, dass nicht allzu

viele Reisende sich so über Kunst erregen, dass

sie zusammenbrechen. Da sind doch vermutlich

viel mehr Menschen beim Fußballschauen

gefährdet.

sto

44 Das Stadtgespräch


Unternehmensnachfolge

durch Fremd geschäfts führer als

steuerliche Schenkung

Foto: Katrin Biller Fotografie

Die generationenübergreifende Unternehmensnachfolge

stellt viele Betriebe

vor große Herausforderungen. Nicht

immer steht ein Familienmitglied als Nachfolger

bereit. Daher entscheiden sich Unternehmer

zunehmend dafür, Gesellschaftsanteile auch an

verdiente Führungskräfte außerhalb der Familie –

sogenannte Fremdgeschäftsführer – zu übertragen.

Diese sollen mit ihrer Erfahrung und Kompetenz

den Fortbestand des Unternehmens sichern.

Eine Beteiligung zum vollen Verkehrswert

ist jedoch oft weder gewünscht noch für den

Fremdgeschäftsführer finanzierbar. Wird der

Anteil daher zu einem geringeren Preis oder sogar

unentgeltlich übertragen, stellt sich die Frage

nach den steuerlichen Folgen.

In der Praxis betrachtet die Finanzverwaltung

die Differenz zwischen dem tatsächlichen Wert

der Anteile und dem gezahlten Kaufpreis häufig

als Arbeitslohn – mit der Folge, dass der Fremdgeschäftsführer

Steuern auf einen geldwerten

Vorteil zahlen muss, ohne tatsächlich liquide

Mittel zu erhalten.

Ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs

(BFH) eröffnet jedoch neue Gestaltungsmöglichkeiten:

Wird ein Mitarbeiter im Rahmen einer

Nachfolgeregelung zur Sicherung des Unternehmens

beteiligt, führt dies nicht automatisch zu

steuerpflichtigem Arbeitslohn. Der BFH stellte

klar: Arbeitslohn liegt nur dann vor, wenn die

vergünstigte oder unentgeltliche Beteiligung

als Gegenleistung für die Arbeitsleistung erfolgt.

Im konkreten Fall diente die Übertragung jedoch

primär der Unternehmensfortführung und wurde

daher nicht als Arbeitslohn gewertet.

Für diese steuerlich günstige Einordnung

waren folgende Punkte entscheidend:

· Die Anteilsübertragung war nicht an das bestehende

Arbeitsverhältnis gekoppelt.

· Die Beteiligung erfolgte erkennbar im Interesse

der langfristigen Unternehmenssicherung

durch eine erfahrene Führungskraft.

· Der gewährte Vorteil überstieg die marktübliche

Vergütung eines Geschäftsführers deutlich, sodass

eine bloße Gegenleistung unwahrscheinlich

war. Im Ergebnis wurde die Übertragung

nicht als Arbeitslohn, sondern als Schenkung

gewertet. Zwar ist auch eine Schenkung grundsätzlich

steuerpflichtig, jedoch sieht das Gesetz

für Unternehmensanteile umfangreiche Steuerbefreiungen

vor. Wird das Unternehmen fortgeführt,

kann die Schenkung – unter bestimmten

Voraussetzungen – größtenteils oder sogar

vollständig steuerfrei bleiben. Diese Regelung

gilt nicht nur für Familienangehörige, sondern

ausdrücklich auch für Fremdgeschäftsführer.

Gestaltungsimpuls für

Unternehmer:

Das BFH-Urteil bietet eine steuerlich attraktive

Möglichkeit, verdiente Führungskräfte in die Unternehmensnachfolge

einzubinden. Erfolgt die

Übertragung nicht als Entlohnung, sondern im

Rahmen einer strategischen Nachfolgeplanung,

kann sie mit erheblichen steuerlichen Vorteilen

verbunden sein.

Frank van der Burg

Der Autor ist Steuerberater in der Kanzlei Wortmann &

Partner PartGmbB, Wirtschafts prüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft, Rheda-Wiedenbrück

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Bürokratiewahnsinn in

der Schweinezucht

Ein Bericht von Christoph Sandhäger

Im neuen Stall von Christoph Sandhäger fühlen sich die Schweine sichtbar

wohler: offene Seiten, hohe Decke, viel Auslauf und kuscheliges

Stroh bieten ihnen ein artgerechtes Umfeld. Der Landwirt hält hier 45

trächtige Jungsauen.

Mehr Tierwohl als Ziel

Sandhägers Wunsch ist klar: Seine Schweine sollen selbst entscheiden

können, wo sie sich aufhalten. Im Winter und in der Übergangszeit suchen

sie Schutz im warmen Stroh, im Sommer dagegen bevorzugen sie

kühle Bereiche mit Spaltenboden. Gemeinsam mit seinem Vater führt

er den Hof und hat große Pläne: Alle 600 Tiere sollen künftig in einem

neuen Stall mit großzügigem Strohauslauf, heller Belüftung und einem

großen Innenbereich leben. »Es wäre so viel möglich für mehr Tierwohl

– aber der Weg dorthin ist unglaublich schwer«, sagt er.

Hürden ohne Ende

Bauanträge ziehen sich endlos hin, unzählige Gutachten sind erforderlich.

Oft ändern sich während der Planungszeit sogar die Vorschriften.

Zusätzlich steht das Immissionsrecht dem Tierwohl entgegen: Ställe

sollen möglichst geruchsdicht sein, mit Luftwäschern ausgestattet – ein

Konzept, das offene, luftige Bauten verhindert.

Förderungen wanken

Umso wichtiger wäre eine verlässliche Förderung für tierwohlgerechte

Stallumbauten. Doch der neue Bundeslandwirtschaftsminister Alois

Rainer – selbst Metzgermeister – will diese Unterstützung kippen. Für

Sandhäger unverständlich: »Die Förderung hat mir Mut gemacht, meine

Pläne zu verfolgen. Ohne sie riskiert man, den Betrieb nach acht Generationen

an die Wand zu fahren«.

Die geringe Nachfrage nach Fördergeldern liegt seiner Ansicht nach

weniger an der Wirkung, sondern am Verfahren: Erst nach erteilter Baugenehmigung

fließt Geld – dabei wäre eine parallele Förderung deut-

46 Das Stadtgespräch


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1 Im Dezember 2022 hat der Hof eine Agroforst-Anlage mit Walnussbäumen angelegt,

um die Vorteile des Ackerbaus mit denen der Forstwirtschaft zu vereinen.

Foto: Hof Sandhäger

lich praxisnäher. Viele Landwirte schrecken zudem vor den massiven

Kontrollen zurück, die teils mit Bußgeldern oder sogar Rückzahlungen

enden können.

Sandhäger engagiert sich politisch. Als CDU-Ratsmitglied in Rheda-Wiedenbrück

hat er bereits den Bundestagsabgeordneten Ralph

Brinkhaus eingeschaltet – erste Signale machen Hoffnung.

Bürokratie im Alltag

Doch der bürokratische Wahnsinn endet nicht bei Stallbauten. Schon

einfache Meldungen zeigen das Problem: Landwirte müssen ihre Tierbestände

zweimal im Jahr sowohl in der HIT-Datenbank als auch in der

Antibiotikadatenbank (TAM) eintragen. Zwar sind es nur »drei Klicks«,

doch wer die Frist verpasst, erhält sofort Post vom Veterinäramt mit

Bußgeldandrohung.

Die Folge: Landwirt, Tierarzt und Amt sind oft eine Stunde mit einer

Formalität beschäftigt, die auch automatisch ablaufen könnte. »Warum

übernimmt die TAM die Daten nicht einfach direkt aus der HIT?«, fragt

Sandhäger.

Unbeirrt

Trotz aller Hürden bleibt er seinem Kurs treu: für mehr Tierwohl, für

die Zukunft seines Hofes, für die Verbraucherinnen und Verbraucher.

Mit einer neuen Direktvermarktung schafft er zusätzliche finanzielle

Spielräume – und arbeitet unbeirrt an seinem Ziel, die Schweinehaltung

nachhaltig zu verbessern.

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Viele

Emotionen

Rat konstituiert,

Bürgermeister vereidigt

In der Ratssitzung am Dienstag, 4. November, gab es viel zu gratulieren

und jede Menge Beifall: Bürgermeister Theo Mettenborg

wurde vereidigt, ebenso seine drei Stellvertretungen verpflichtet,

mit der Verpflichtungserklärung der 45 Ratsmitglieder der neue Rat der

Stadt Rheda-Wiedenbrück konstituiert, 22 ehemalige Ratsmitglieder,

die nicht mehr der neuen Ratsperiode angehören, verabschiedet, die

Fachausschüsse installiert und die drei Ortsvorsteher gewählt. Musikalisch

umrahmt vom Schulchor der Moritz-Fontaine Gesamtschule, dem

Ensemble »The Fairy Shots« von »The Voice Company« und der Sängerin

Hannah Eustermann.

Volker Brüggenjürgen (Bündnisgrüne), das älteste Ratsmitglied, begann

die Vereidigung von Theo Mettenborg mit einem kurzen Rückblick

auf seine langjährige Zeit als Ratsmitglied. Ihn erfülle es in seinen 38

Jahren als Ratsmitglied mit Stolz, weil hier im Kommunalparlament das

Fundament gelegt wird, auf dem unsere freiheitliche Demokratie im

Innersten aufbaut: Hier wird es ganz konkret begreifbar, anschaulich

und unmittelbar.

Einsatz für die Demokratie

Hier übernehmen Menschen aus unserer Stadt Verantwortung für ihre

Stadt – und hier beginnt Demokratie deshalb auch immer wieder neu.

In einer Zeit, in der weltweit Demokratien auf dem Rückzug zu sein

scheinen, Kriege millionenfaches Leid entfachen und Umweltirreparabel

zerstört werde, sei es eine Ehre diese Demokratie zu verteidigen, zu

stärken und zu schützen.

Sodann wandte er sich insbesondere den 14 neuen Ratskolleginnen

48 Das Stadtgespräch


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1 Der wieder gewählte Ortsvorsteher Dieter Feldmann (St. Vit – Bildmitte) mit den

neu gewählten Ortsvorstehern André Hünemeier (Batenhorst – rechts) und Thomas

Walter (Lintel – links)

Foto: Pressestelle der Stadt

und Kollegen zu. Er dankte für ihre Bereitschaft hier mitzuwirken, dabei

mitzuhelfen, dass die Menschenwürde in Rhedas-Wiedenbrück niemals

wieder angetastet wird. »Achten wir bei unseren Entscheidungen darauf,

dass wir Bürgerinnen und Bürger in dieser Stadt immer gleichermaßen

behandeln«. Dies werde gelingen, wenn wir miteinander reden und streiten

– auch und gerade dann, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.

Namentlich hieß er sie willkommen: Aus der CDU-Fraktion: Dr. Jörn

Fleiter, Frederik Gruß, Tanja Himmelspach, erneut Patrick Kosel, Christoph

Sandhäger, erneut Herr Alexander Siefert, Kathrin Söbke, von den

Bündnisgrünen: Birgit Kaupmann, Jenny Wedler, SPD: Markus Radszuhn,

FDP: Christoph Rasim, Die Linke: Lea Hartmann, Tim Johannfunke, AFD:

Barbara Stalter-Corneley

Drei Handschläge

Sodann gab es drei Handschläge zwischen dem Altersvorsitzenden des

Rates und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Den ersten für die Gratulation

des Rates zur Wahl als hauptamtlicher Bürgermeister, der zweite

für die Bestellung zum Bürgermeister für die Dauer von fünf Jahren und

der dritte erfolgte nach der Vereidigung und Übergabe der Amtskette

an Theo Mettenborg.

Dank

Der Altersvorsitzende dankte ihm anerkennend für die gewaltige Arbeitsleistung,

die er im Dienst und zum Wohle dieser Stadt für die Bürgerinnen

und Bürger in den vergangenen 16 Jahren erbracht habe. Man sehe

nicht sofort den Fleiß, das unglaubliche Arbeitspensum, die intensive

Verdichtung, die extrem langen Arbeitstage, die soziale Kontrolle, der

man ständig unterliege, den unglaublichen privaten Verzicht und den

hohen persönlichen Preis, der mit einer solch verantwortungsvollen

Führungsaufgabe verbunden sei. Der Bürgermeister habe in den vergangenen

Amtszeiten als Vorsitzender des Rates großen Wert auf eine

neutrale und eine überparteiliche Amtsführung gelegt.

Wünsche

»Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen dies in der neuen Periode auch wieder

gut gelingt, damit Sie die unterschiedlichen Standpunkte und Menschen

weiterhin zusammenbringen, um gemeinsam tragfähige Lösungen für

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die Stadt Rheda-Wiedenbrück zu entwickeln. Ihre Stärke als Bürgermeister

war bisher immer ein nahbarer Bürgermeister zu sein. Erhalten Sie

sich diese Stärke und das darf ich Ihnen als Bürgermeister und Dir Theo,

als früherer Messdiener gewiss auch so sagen: ›bleib nah am Nächsten!‹

Dann wirst Du auch zukünftig mit den Menschen im Dialog die richtigen

Wege und Lösungen finden, die diese Stadt nach vorne bringen«, sagte

Brüggenjürgen.

1 Viele bekannte Namen aus oft langjähriger Ratsarbeit sind im neuen Rat nicht mehr

dabei: (unten v. l.) Friedrich Ludwig, Uwe Henkenjohann, Aysegül Winter, Patrick

Büker, Andreas Hahn, (2. Reihe) Günter Arlt, Marco Sänger, Birgit Krimpmann,

(hinten v. l.) Ronald Hurman, Sandra Reffold, Michael zur Heiden, Alwin Wedler,

Hermann-Josef Pierenkemper.

Foto: Pressestelle der Stadt

1 Bürgermeister Theo Mettenborg (l.) mit der 1. stv. Bürgermeisterin Gabriele Bremke-Moenikes

(r.), der 2. stv. Bürgermeisterin Gudrun Bauer sowie dem 3. stv. Bürgermeister

Frank Schürmann

Foto: Pressestelle der Stadt

Konstituierung

Mit Blick auf den Rat dankte der Bürgermeister für die wertschätzenden

Worte: »Ich werde die Amtskette für Sie tragen«. Zur feierlichen

Konstituierung des neu gewählten Stadtrates beglückwünschte er die

Ratsmitglieder herzlich zu ihrer Wahl. Das Licht der ihnen übergebenen

»Rheda-Wiedenbrück-Stadtkerze« sei ein gutes Zeichen des Neuanfangs

und ein Symbol für Orientierung, Wärme aber auch für Klarheit. Sie

sei ein Sinnbild für ein »gemeinsames Leuchten für die Bürgerinnen

und Bürger unserer Stadt und für das, was uns – trotz aller Unterschiede

verbindet. Gemeinsamkeit heißt nicht, dass wir alle einer Meinung

sein müssen. Gemeinsamkeit bedeutet, den Respekt vor der Position

des anderen zu wahren und das Gemeinsame höher zu achten als das

Trennende. Werden Sie zu demokratischen Brückenbauern«. Das der

Kerze beigefügte Stadtwappen erinnere uns daran, dass wir in all unseren

Entscheidungen stets das Ganze im Blick haben, unsere Stadt

als lebenswerten Ort für alle weiterzuentwickeln in einer Zeit, die von

Unsicherheiten geprägt sei.

Wertschätzung

Ebenso herzlich beglückwünschte der Bürgermeister die ausscheidenden

22 Ratsmitglieder und zwei Ortsvorsteher: Jeder Einzelne von ihnen habe

sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl eingesetzt. Namens des Rates

dankte er allen mit sehr persönlichen und würdigen Worten.

Für 1, 2 und 3 Jahre Ratsmitgliedschaft Willi Repke, Johann Warkentin,

Hermann-Josef Pierenkemper und Aysegül Winter. Für 5 Jahre

Ratsmitgliedschaft: Günter Arlt, Jochen Buschsieweke, Michael Fischer,

Hendrik Hemke, Ronald Hurman, Hagen Klauss, Birgit Krimpmann,

Sandra Reffold, Berit Seidel, Alwin Wedler, Klaus Zerbin und Michael

zur Heiden. Für 11, 13 und 16 Jahre: Patrick Büker, Friedrich Ludwig und

Andreas Hahn. 26 Jahre: Marco Sänger und Uwe Henkenjohann. Ebenfalls

gewürdigt wurden der bisherige 1. Stellvertretender Bürgermeister

Georg Effertz sowie die beiden langjährigen Ortsvorsteher Hans Schulte

und Gerhard Stiens.

Einstimmig

Der Rat wählte einstimmig als 1. und 2. stellvertretende Bürgermeisterin

Gabriele Bremke-Moenikes und Gudrun Bauer sowie als 3. Stellvertretenden

Bürgermeister Frank Schürmann, als Ortsvorsteher André Hünemeier

(Batenhorst), Thomas Walter (Lintel), Dieter Feldmann (St. Vit).

1 Zwei Urgesteine: Die verabschiedeten Ortsvorsteher Gerhard Stiens (Lintel) und Hans

Schulte (Batenhorst).

Foto: Pressestelle der Stadt

Abschiedsworte

Stellvertretend für alle »gehenden« Ratsmitglieder und Ortsvorsteher

sei an dieser Stelle Georg Effertz genannt. Er bezeichnete es als Ehre,

dass er den Menschen der Stadt Rheda-Wiedenbrück dienen durfte. Er

dankte der Stadtverwaltung für die sehr gute Zusammenarbeit. Man

habe gemeinsam Vieles geregelt. Die als stellvertretender Bürgermeister

erhaltene Aufwandsentschädigung habe er stets als Spende der Stadt

zurückgegeben. Zum Abschluss seiner Amtszeit übergab er für die Stadtgesellschaft

10.000 Euro für die »Flora Westfalica«. Woraufhin er den

Ratssaal verließ.

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50 Das Stadtgespräch


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Das Stadtgespräch

51


Von der Strahlenden

Glückseligkeit zur

Koreanischen Welle

Ein all inclusive-Urlaub irgendwo

am Mittelmeer ist

sicherlich entspannend,

aber für die meisten von uns

auch nicht sehr spannend. Das

ist bei einem Besuch in Südkoreas

Hauptstadt durchaus anders,

denn zumindest die erste Reise in

dieses ostasiatische Land sorgt

bei westlichen Besuchern für einige

Aha-Effekte. Dabei ist Seoul

weltweit kein Geheimtipp. Die

Stadtverwaltung Seouls gab zu

Beginn des Jahres bekannt, dass

2024 mehr als zwölf Millionen

ausländische Touristen

in die Hauptstadt

gereist sind. Dies

entspricht einem

Anstieg von 23,1 %

im Vergleich zum

Vorjahr. Die größte

Gruppe unter

diesen Besuchern waren keine

Deutschen oder andere Europäer,

sondern Chinesen, gefolgt von

Japanern, Taiwanesen und Amerikanern.

Dem Tourismus geholfen

hat offenbar auch, dass die Reiseplattform

Tripadvisor die südkoreanische

Hauptstadt zur besten

Stadt für Alleinreisende gekürt

hat. Auch sorgt die schiere Größe

der Stadt dafür, dass die Besucherströme

sich verlieren. Offiziell hat

Seoul, das man übrigens wie das

englische »soul« ausspricht, rund

zehn Millionen Einwohner. Das

berücksichtigt aber nicht die Vorstädte

oder Trabantenstädte wie

die Dreimillionenstadt Incheon,

den Hafen Seouls. Die Metropolregion

umfasst somit mehr als 25

Millionen Einwohner.

Geschichte zum

Bestaunen

Die Geschichte Koreas reicht

mindestens 1.500 Jahre zurück

und ist ausgesprochen bewegt.

Ein eindrucksvolles Zeugnis der

Bedeutung Seouls schon im Mittelalter

legt dabei der Gyeongbok

Palast ab. Dessen Name bedeutet

»Palast der strahlenden Glückseligkeit«.

Ab Ende des 14. Jahrhunderts

von den Herrschern der Joseon-Dynastie

erbaut, erstrahlt der

Palast und die umgebenden Gebäude

mitten im Zentrum Seouls

heute tatsächlich wieder in alter

Pracht. Die Berge im Norden und

der Hangan-Fluss im Süden waren

zwar malerische Kulisse, boten

aber vor allem Schutz,

der durch eine 18 Kilometer

lange Stadtmauer

ergänzt wurde.

In der japanischen Besatzungszeit

von 1592

bis 1598 zerstört, lag

das Gelände lange brach, bis es

schließlich erneut errichtet wurde.

Doch die Japaner fielen erneut

auf der koreanischen Halbinsel ein

und töteten 1895 die koreanische

Königin Min. 15 Jahre später begann

die japanische Besatzungsmacht

damit, rund 80 Prozent des

Palastkomplexes niederzureißen.

Die Besatzungszeit, in der systematisch

versucht wurde, die Koreaner

zu »japanisieren«, indem

man beispielsweise den Schulunterricht

allein auf

Japanisch zuließ,

endete erst

nach dem Zweiten

Weltkrieg. Es

dauerte bis 1990 bis

sowohl der Wille, die eigene

Geschichte anschaulich darzustellen,

als auch

die wirtschaftlichen Mittel groß

genug waren, das Palastgelände

mit seinen zahlreichen Bauten

auf einer Viertelmillion Quadratmetern

nach Originalplänen erneut

zu errichten. Dabei wurden

mit großer handwerklicher Kunst

selbst kleinste Details liebevoll

verwirklicht. Allein die farbenfrohen

Malereien an den Decken der

Gebäude kann man nicht anders

als fantastisch nennen.

Changing of the Guards

auf Koreanisch

Man sollte sich also einige Zeit

nehmen, um auch auf Details

achten zu können. Dazu empfiehlt

es sich auch, entweder um 10

oder um 14 Uhr am gigantischen

Haupttor der Anlage zu sein, denn

dann beginnt täglich bis auf

dienstags, wenn in Korea

viele Feiertage stattfinden,

die Wachablösung.

Und die ist

ein Spektakel, das optisch

und akustisch kaum zu toppen ist.

In akribischer Recherche wurde

nachgeforscht,

mit welcher

Zeremonie,

in welchem

Aufzug und mit welcher

Musik die Wachmannschaften

vor 600 Jahren getauscht

wurden. Nur die Zeiten wurden

touristenfreundlich festgelegt,

denn eigentlich wechselten die

Wachen des Königs lediglich zur

Nacht- und zur Tagschicht. Die

farbenfrohen Uniformgewänder,

die knatternden Fahnen und die

schmetternden Instrumente sind

aber nicht die einzigen traditionellen

Elemente beim Besuch

des Gyeongbok Palasts, denn viele

der Besucher erscheinen

ebenfalls in traditionellen

Gewändern. Diese Rückbesinnung

auf Traditionen

ist offenbar

vielen Koreanern

wichtig,

52 Das Stadtgespräch


denn die Besucher in Trachten

sind keineswegs die Ausnahme.

In den Straßen und Gassen rund

um das Palastgelände haben sich

Geschäfte darauf spezialisiert,

die aufwändigen Trachten, Hanbok

genannt, zu verleihen. Die

Gewänder werden dann mit großem

Stolz getragen und, natürlich,

auf unzähligen Handy-Fotos

verewigt. Auch beim Besuch des

sogenannten Buchon Hanok Dorfs

mitten im Stadtzentrum, wo

traditionelle koreanische

Häuser zu sehen sind,

oder in etwa Museen

sind Besucher in

Tracht keine

Seltenheit. Traditionelle Häuser

sind, wenig überraschend, nicht

nach modernen Kriterien und

städtebaulichen Bedürfnissen gestaltet,

sondern nach den Regeln

der chinesischen Harmonielehre

des Feng Shui.

1 Der Gyeongbok-Palast im Herzen Seouls

Rollenbilder und

Emanzipation

Diese Besinnung auf das eigentlich

Koreanische ist vielen ein Bedürfnis.

Vor allem auch angesichts

der jahrzehntelangen japanischen

Okkupation und den russischen,

chinesischen und amerikanischen

Einflüssen nicht nur im Koreakrieg,

der von 1950 bis 1953 dauerte.

Seit dem Ende des Krieges

ist die koreanische Halbinsel ins

kommunistische Nordkorea

und das nach dem Ende

der Militärdiktatur

1987 demokratische

Südkorea geteilt.

Doch die Tradition

zementiert auch oftmals die

Rollenbilder einer Gesellschaft.

Entsprechend

wird von

vielen Koreanern

ein

bestimmtes

Rollenverhalten

erwartet. Die südkoreanische

Literaturnobelpreisträgerin

von 2024, Hang Kang,

beschreibt in ihrem Roman »Die

Vegetarierin« in intensiver poetischer

Prosa eine junge Frau, die

sich den Konventionen widersetzt.

In diesem Roman kommen

die Männer nicht sonderlich gut

weg, aber immer noch deutlich

besser als in »Plant Lady« von Minyoung

Kang, siehe Buchtipp in

dieser Ausgabe.

K-Pop und

K-Drama

Ob die seit einiger

Zeit angesagten

Idole, vor allem der Jugend,

das Rollendenken nachhaltig

verbessern, bleibt abzuwarten.

Koreanische Dramen, heute meist

1 Traditionelles Wohnhaus nach Feng

Shui-Gesichtspunkten errichtet

kurz K-Drama genannt, sind Fernseh-

und Webserien aus Südkorea.

Sie gelten als Ursprung der sogenannten

Koreanischen Welle, die

den weltweiten Erfolg südkoreanischer

Popkultur begründet.

K-Dramas erfreuten sich zunächst

insbesondere in Südostasien großer

Beliebtheit. Im Laufe des 21.

Jahrhunderts entwickelten sich

K-Dramas zu einem wichtigen kulturellen

weltweiten Exportprodukt

für Südkorea. Mit der Netflix-Serie

»Squid Game« erreichte der internationale

Erfolg von koreanischen

Dramen einen Höhepunkt. 2021

erreichte die Serie in 90 Ländern

Platz 1 der Netflix-Charts und

wurde in mehr als 110 Millionen

Haushalten geschaut. Doch auch

andere südkoreanische Fernsehoder

Webserien sind mittlerweile

sehr beliebt. Mitte der 2000er

Jahre war der Preis für südkoreanische

Fernsehserien in Asien

Das Stadtgespräch

53


1 Palasteingang vor Bergkulisse 1 Frisch aus der Garküche

zum ersten Mal höher als der für

US-amerikanische. Auch die koreanische

Popmusik, also der K-Pop,

hat längst seinen Siegeszug angetreten.

Vielleicht erinnern Sie sich

noch an PSY, der mit seinen wilden

Tanzbewegungen 2012 den Gangnam

Style gründete. Gangnam ist

übrigens ein moderner Stadtteil

von Seoul. Riesige Erfolge konnten

auch verschiedene Boygroups und

auch Girlgroups verbuchen, die

vor allem nach ihrem guten Aussehen

gecastet werden. Die Idole

der männlichen wie weiblichen

Teens sind vor allem höflich, niedlich

und, wie gesagt, visuell sehr

ansprechend. Das macht sie auch

Schwiegereltern-kompatibel.

Korea-Boos und Kritiker

Die Welt der Koreanischen Welle

ist schön, bunt, sexy ohne Sex zu

zeigen und gewaltfrei. Das spricht

nicht nur koreanische junge Leute

an, sondern auch viele Ausländer.

Es gibt sogar ein eigenes Wort

für die Ausländer, die von allem,

was mit Korea zusammenhängt,

einfach nur begeistert sind, meist

ohne je im Land gewesen zu sein.

Die werden »Korea-Boo« genannt,

meist mit ironischem Unterton,

denn den Bewohnern des Landes

ist durchaus klar, dass Südkorea

kein utopisches Paradies ist. Das

Land steht vor ernsthaften Herausforderungen.

Das beginnt

schon im Grundschulalter, denn

schon dort macht sich der hohe

Wettbewerbsdruck im Bildungsund

Berufsleben bemerkbar. Den

sechs Grundschuljahren folgen

drei Jahre in der Mittelschule und

bei entsprechenden Noten weitere

drei Jahre in der Oberschule.

Klassenstärken bis 40 Kinder

sind keine Seltenheit, das Lernen

besteht überwiegend aus auswendig

lernen des Unterrichtsstoffes,

die Klassenarbeiten sind meist

multiple choice-Aufgaben. Viele

Kinder gehen nach dem Schultag,

der erst am späten Nachmittag

endet, auch noch in sogenannte

Hagwons, das sind spezielle, private

Nachhilfeinstitute, in denen

die Kinder und Jugendlichen in

kleineren Gruppen von etwa zehn

Schülern den Schulstoff wiederholen

und vertiefen. Das geschieht

selbstverständlich nicht unentgeltlich,

was den Druck auf die

Kinder natürlich erhöht. Die Kinder

wissen, dass ihre Eltern sich

krummlegen, um dem Nachwuchs

den Einstieg in die besten höheren

Bildungseinrichtungen zu ermöglichen,

was über Eingangstests

geschieht. Der Druck, erfolgreich

sein zu müssen, sowie der soziale

Druck bezüglich des Aussehens

führt bei Jugendlichen laut einer

Erhebung der OECD aus dem Jahr

2023 zu einer der höchsten Selbstmordraten

unter den entwickelten

Ländern.

Weltoffenheit und

eigene Welt

Das rigide Bildungssystem hat

allerdings für ausländische Besucher

durchaus Vorteile, denn Englisch

ist für die exportorientierte

Heimat von Hyundai, Samsung

und Co. von großer Bedeutung.

Anders als in vielen anderen asiatischen

Ländern, haben mindestens

die jüngeren Leute Grundkenntnisse

im Englischen oder

sprechen es sogar gut. Auch schicken

Familien, die es sich leisten

können, ihre Kinder oftmals für

ein Jahr ins Ausland zur Schule

oder zum Studium. Ausländer

sind heute in Korea willkommen.

Wer von den Ausländern länger

im Land bleiben möchte, in Seoul

sind das rund 400.000 Menschen,

der sollte natürlich die Sprache erlernen.

Dabei hilft es enorm, dass

die koreanische Schrift Hangul,

die bereits 1443 geschaffen wurde

und mit geringen Veränderungen

noch heute die offizielle Schrift

ist, eine Buchstabenschrift mit

19 Konsonantenbuchstaben und

21 Vokalbuchstaben bildet. Anders

als etwa die chinesischen

Schriftzeichen, von denen es über

100.000 gibt, von denen man allerdings

»nur« drei- bis fünftausend

für den alltäglichen Bedarf

braucht, ist Hangul schnell zu

lernen. Das bedeutet jedoch leider

nicht, dass Koreanisch, das weder

mit dem Chinesischen noch mit

Japanischen verwandt ist, einfach

zu lernen ist.

Doch es erleichtert das Reisen

ungemein, dass die Einheimischen

auch und vielleicht

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54 Das Stadtgespräch


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1 Die Auswahl an Meeresgetier ist überwältigend.

die Ferieninsel Jeju den Fremden

freundlich zugeneigt sind. Man

sollte sich unbedingt unters Volk

mischen, auch wenn man als

Europäer natürlich heraussticht.

Was also auf einer Reise nach

Korea auf keinen Fall fehlen darf,

ist der Besuch eines der Märkte.

Vor allem Fischmärkte sind durch

buntes Leben geprägt. Das ist

wörtlich zu verstehen, denn das

Meeresgetier wird überwiegend

lebend angeboten. Frischer geht

es nicht, aber natürlich ist es, nennen

wir es ungewöhnlich, wenn

ein sehr lebendiger Tintenfisch in

eine Plastiktüte gequetscht wird,

damit der Kunde ihn dann nach

Hause tragen kann. Der westliche

Besucher konzentriert sich da eher

auf die Essenstände, an denen die

Meeresbewohner in verarbeiteter

Form dargeboten werden.

Grill auf Koreanisch

Neben Fisch und anderen Meeresbewohnern

kommen in koreanischen

Restaurants die allgegenwärtigen

Kimchi ebenso wie Reis

auf den Tisch. Kimchi besteht traditionell

vor allem aus Chinakohl

und koreanischem Rettich, beides

in fermentierter Form. Früher war

die einzige Möglichkeit der Konservierung

von Gemüse die Fermentierung

in tönernen Fässern.

Heute werden auch alle anderen

Gemüsearten auf diese Weise zubereitet,

wobei das Einlegen vier

bis fünf Stunden dauert, nicht

mehr den ganzen Winter. Zum

ersten Mal schriftlich erwähnt

wurden Kimchi schon im 12. Jahrhundert.

Je nach Region haben

sich unterschiedliche Zubereitungsarten

und Gemüsesorten

durchgesetzt. Typisch für die Region

Seoul ist das Kimchi-Gericht

Chunggak, wobei Rettich zusammen

mit seinen Blättern eingelegt

oder in Würfel zerschnitten

gereicht wird.

Sehr beliebt, nicht nur in Seoul,

sind die sogenannten Barbecue-Restaurants.

Diese verfügen

über Tische mit einer Vertiefung

in der Mitte. Die Kellner stellen einen

Topf mit heißer Kohle in die

Vertiefung. Über dem Tisch hängt

eine Art Schnorchel, der den Rauch

abführt. Der Kohletopf ist mit einer

Grillplatte bedeckt, auf die der

Kellner dünne Streifen Schweinefleisch

legt und beizeiten wendet.

Nach dem Braten kommt die Bedienung

mit einer Art Gartenschere

an und schneidet die Fleischstreifen

klein, die dann bequem

mit Stäbchen verspeist werden

können. Dazu werden Soßen und

natürlich Kimchi serviert. Klingt

lecker? Dachte ich auch, aber das

Fleisch bestand zumindest in den

Restaurants, in denen wir gespeist

haben, zu 80 Prozent oder mehr

aus Fett. Und so haben wir die

Besuche der Grillrestaurants unter

»interessant« verbucht. Tatsächlich

war der Besuch Seouls mit jeder

Menge Eindrücke aber wirklich

sehr interessant. Und Aha-Effekte

gab es auch genug. sto

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genießen wir nach unseren Wanderungen einen weiten

Blick übers Meer oder in den subtropischen Garten . Wir

erfrischen uns vor dem Abendessen im türkisfarbenen Pool.

Das hauseigene Restaurant sorgt mit viel Liebe zu Madeiras

Landesküche und internationalen Köstlichkeiten für unser

leibliches Wohl. Für die Zeit davor, danach und dazwischen

steht uns die Bar mit Kamin offen – für eine schöne Tasse

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Das Stadtgespräch

55


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1 Der Vorstand mit: (v. l.) Ela Bernachia, Markus Gunske, Helmut Kempen, Wolfgang Neumann, Helga Leder, Daniel Dust, Sigrid

Frank und Jörn Niggeloh leiten die Geschicke der Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück im Verband Wohneigentum NRW.

DAS STADTGESPRÄCH

DIGITAL LESEN.

90-jähriges Bestehen gefeiert

Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück

im Verband Wohneigentum

Die Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück im

Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen

e. V. feierte 90-jähriges Bestehen mit

230 Gästen in der Stadthalle. Der erste Vorsitzende

Markus Gunske betonte, dass sich zwar vieles verändert

hat im Wohnumfeld und im Vereinsleben.

Doch eines sei gleichgeblieben: der Zusammenhalt

unter den Mitgliedern und das Engagement für ein

lebenswertes Zuhause in einer Zeit, in der das Miteinander

oft zu kurz kommt. Das Grußwort der Stadt

sprach die stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele

Bremke-Moenikes und Glückwünsche des Landesverbandes

überbrachte der Vorsitzende Peter Preuß. Bewusst

wurden die Ansprachen kurzgehalten, denn an

diesem Abend sollte es um das Miteinander gehen.

»Wir möchten zusammen essen, trinken und tanzen

und einen schönen geselligen Abend miteinander

verbringen«, betonte Gunske.

Zusammen mit seiner Stellvertreterin Ela Bernachia

und den anderen Vorstandmitgliedern ist er

tief eingetaucht in die Geschichte des 90 Jahren alten

Vereins, der 960 Mitglieder zählt und sich nach wie

vor großer Beliebtheit erfreut.

Gegründet im Jahre 1935, seinerzeit noch als Teil

des Deutschen Siedlerbundes, ist die Gemeinschaft

eine feste Größe im Leben der Doppelstadt und Ansprechpartner

für viele Frage rund ums Eigenheim.

»Unsere Gemeinschaft steht seit 90 Jahren für Zusammenhalt,

Verantwortung und Nachbarschaft. Diese

Werte sind heute genauso wichtig wie damals«, sagte

Markus Gunske, der seit 2021 Vorsitzender der Gemeinschaft

ist, die im selben Jahr aus den beiden Gruppen

Rheda und Wiedenbrück zusammengewachsen ist.

Was 1935 begann, war mehr als nur eine Bauini-

1 2021 fand die Fusion der beiden Gruppen Rheda und Wiedenbrück

statt. Markus Gunske übernahm den Vorsitz und löste

Roland Dust ab, der 40 Jahre Vorsitzender der Siedlergemeinschaft

Rheda war. Er wurde bei der Fusionsfeier zum

Ehrenvorsitzenden ernannt.

56 Das Stadtgespräch


Quelle: Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück im Verband Wohneigentum

1 Ein Foto aus vergangenen Tagen. Die Siedlergemeinschaft Rheda nahm 1988 an der

900-Jahr-Feier von Rheda teil. Gemeinsame Aktionen zur Stärkung des Wir-Gefühls

gehören seit eh und je zur Vision der Gemeinschaft.

tiative. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten schlossen sich engagierte

Bürger zusammen, um mit gemeinsamer Kraft Wohnraum zu schaffen.

Ziel war die Förderung des Eigenheimbesitzes für Familien mit geringem

Einkommen. Der damalige Siedlerbund verstand sich als Selbsthilfeorganisation.

Man half sich gegenseitig, teilte Wissen über Gartenbau

und Viehzucht, denn die meisten Häuser hatten seinerzeit auch einen

Nutzgarten für die Selbstversorgung und oftmals auch Tiere. Nach dem

Zweiten Weltkrieg war der Verein beim Wiederaufbau und der Erweiterung

von Siedlungsgebieten aktiv. Es wurde gemeinsam Baumaterial

beschafft und eine soziale Nachbarschaft aufgebaut.

2005 firmierte der ehemalige Deutsche Siedlerbund offiziell zum

Verband Wohneigentum um. Die Siedlergemeinschaft Rheda und die

Gemeinschaft Wiedenbrück wurden Teil der neuen Struktur des Verbandes

Wohneigentum NRW.

In den Jahren 2010 bis 2020 verschob sich der Fokus von der klassischen

Siedlungsarbeit hin zur umfassenden Verbraucher- und Eigentümerberatung.

Themen wie Energieeinsparung, Klimaschutz, altersgerechtes

Bauen und rechtliche Vertretung wurden zentral.

2020 erst hat sich die Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück aktiv in der

politischen Interessenvertretung für die Abschaffung der Straßenbaubeiträge

in NRW engagiert sowie für eine sozial gerechte Grundsteuerregelung.

Auch im Beirat der Innenstadt Rheda ist die Gemeinschaft aktiv.

Parallel pflegt sie aber auch die Wurzeln: Die Jugendgruppe organisiert

Aktionen für Kinder und Familien. Ferner gibt es Veranstaltungen

wie demnächst eine Weihnachtsfeier, Vorträge, Gartenaktionen oder

Ausflüge, die dafür sorgen, dass der Geist der alten Siedlerbewegung

lebendig bleibt. Gunske betont: »Von der Selbsthilfegruppe der 1930er

Jahre sind wir zu einer modernen, politisch aktiven und lebensnahen

Interessenvertretung für Wohneigentümer von heute gewachsen«.

Gute Gründe für eine Mitgliedschaft im Verband Wohneigentum

sind Dinge wie Beratung beim Bau, bei Energiefragen, Steuern und Recht

sowie Gartengestaltung. Dazu gibt es vergünstigte Versicherungen für

Haus und Grundstück, Einkaufsvorteile und vieles mehr, sowie ein vielseitiges

Vereinsleben.

»Das soll auch so bleiben. Wir wollen unseren Mitgliedern auch in

Zukunft ein starker Partner sein bei allen Fragen rund ums Wohnen, Bauen

und Zusammenleben«, betont Gunske. Eine gute Nachbarschaft, auf

die man sich verlassen kann, sei letztendlich durch nichts zu ersetzen.

Ein prägendes Kapitel ist in Rheda-Wiedenbrück mit dem Namen Roland

Dust verbunden, der 40 Jahre lang als Vorsitzender an der Spitze stand.

Sein Nachfolger Markus Gunske führt die Gemeinschaft in seinem Sinne

weiter mit dem klaren Ziel: Tradition erhalten, Zukunft gestalten. wl

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Wir stehen

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im Trauerfall

persönlich

zur Seite

Standesamtliche

Nachrichten

Vom 1.10.2025 – 31.10.2025

Standesamtsbezirk Rheda-Wiedenbrück

In dem angegebenen Zeitraum wurden insgesamt 16 Ehen geschlossen.

keine Geburt und 42 Sterbefälle beurkundet. Nachfolgend sind nur die

Personenstandsfälle aufgeführt, zu denen die Beteiligten ihr Einverständnis

gegeben haben:

Auf der Schulenburg 43a | 33378 Rheda-Wiedenbrück

Fon 05242/44375 | bestattungen-detemple.de

Eheschließungen: Melanie Beckervordersandforth und Tobias Schulte

| Alina Brigitte Charlotte Jensen und Florian Wickern | Yasemin Jašari

und Serhan Ilhan | Vasilina Wagner und Janik Linnemannstöns | Jenny

Hinrichs geb. Becker und Emin Poyraz

Sterbefälle: Johannes Josef Himmelhaus | Maria Köller, geb. Grünebaum |

Karl Josef Beckschäfer | Kurt Klauke | Kerstin Gisela Auguste Lübbehüsen

| Reinhard Helmut Hartmut Blawert | Ursula Margarete Mahler, geb.

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58 Das Stadtgespräch


20 Jahre

Wichtel in Rheda-

Wiedenbrück

Mit viel Herz und

handwerklichem Geschick

Seit zwei Jahrzehnten sind sie aus dem Stadtbild von Rheda-Wiedenbrück

nicht mehr wegzudenken: Die Wichtel, ein engagiertes

Team von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, das mit

handwerklichem Können und großem Herz Menschen in ihrer häuslichen

Umgebung unterstützt.

Im Jahr 2005 wurde der Wichteldienst als Projekt in Kooperation

zwischen der Stadt Rheda-Wiedenbrück, dem Seniorenbeirat und der

AWO ins Leben gerufen. Ziel war es, Senior/innen und Menschen mit

Behinderung bei kleinen handwerklichen Aufgaben im Alltag zu unterstützen.

»Der Bedarf ist weiterhin steigend«, betont Ulrike Boden,

Kreisgeschäftsführerin des AWO Kreisverband Gütersloh e.V. »Hilfestellungen

zur Verbesserung der Alltagssituation in der Häuslichkeit werden

vor dem Hintergrund des demografischen Wandels immer wichtiger.

Das Ohr nah an den Bedarfen der Menschen und die Zeit für ein nettes

Gespräch machen den Wichteldienst ebenfalls unersetzlich. Für dieses

Engagement danke ich den Wichteln von Herzen.«

Das Team besteht aus acht Wichteln, die das ganze Jahr über im

Einsatz sind. Sie helfen bei kleinen Reparaturen. Z.B. dem Tausch einer

Glühbirne, Reparatur des Rolladengurts oder dem tropfenden Wasserhahn.

Vor Ort koordinierte Hans Walter Stekelenburg über viele Jahre das

ehrenamtliche Team mit viel Herz und Engagement. Ein großes Dankeschön

richtete Friederike Hegemann (AWO-Wohnberatung) an seinen

Einsatz für das Team. Hans Walter Stekelenburg bleibt weiterhin den

Wichteln treu, gibt jedoch die Koordination an Wolfgang Bauszus weiter.

Zum Jubiläum lädt die Arbeiterwohlfahrt die Ehrenamtlichen und

den Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Karl-Josef Büscher im Seecafé ein.

Bei Kaffee und Kuchen wurde nicht nur gefeiert, sondern auch wertvoller

Austausch gepflegt. Der Vorsitzende des Seniorenbeirates lobte die

langjährige Zusammenarbeit und sprach den Wichteln seinen Dank

aus: »Ohne euch wäre vieles nicht möglich. Ihr seid ein Geschenk für

unsere Stadt«.

Hilfesuchende wenden sich an das Familienzentrum unter der Rufnummer

05242/40820.

IMPRESSUM:

Verlag/Herausgeber:

Mangrove Advertising GmbH & Co. KG, Moritz Ebeling

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Artikel stimmen nicht unbedingt mit der

Meinung des Herausgebers überein. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte, Fotos und Druckvorlagen

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und Kürzung derselben behalten wir uns vor.

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Das Stadtgespräch

59


Buchtipps

Kalte Winternächte schreien doch geradezu danach, dass man es sich

irgendwo in einer kuscheligen Ecke gemütlich macht und einen Krimi

liest. Vorzugsweise natürlich einen guten. Wir haben da mal vorsortiert

und aus der ganzen Bandbreite des Genres Krimis ausgewählt. sto

Minyoung Kang

»Plant Lady«

Seit Han Kang 2024 den Literatur-Nobelpreis

gewann, ist das

Interesse der literarischen Welt

an Südkorea deutlich gewachsen.

Und das ist auch gut so. Vor allem

Autorinnen sind im Fahrwasser der

Nobelpreisträgerin ins öffentliche

Interesse auch bei uns gerückt. Es

ist wohl eher nicht zufällig, dass

sich vor allem Frauen aus dem

erfolgreichen Industrie-Staat, der

bei aller Modernität jedoch auch

in starren Rollenbildern verhaftet

ist, deutlich positionieren. Minyoung

Kang ist eine dieser Frauen. Die Autorin und Chefredakteurin

des Filmmagazins »Cast« konnte im Westen bereits eine Essay-Sammlung

und den Roman »Please, don’t Freeze« veröffentlichen. Ihr neuester

Roman »Plant Lady« wurde im Juni 2024 von Hankyoreh Publishing

in Südkorea veröffentlicht und stürmte dort sofort die Bestsellerliste.

Minyoung Kangs Roman, der sich nur schwer dem reinen Krimis-Genre

zuordnen lässt, spielt in Südkoreas Mega-Metropole Seoul.

Ihre Heldin Yu-hee kann mit Menschen nicht viel anfangen. Speziell

mit Männern hat sie so ihre Probleme. Ihre eigentliche Liebe gilt

den Pflanzen. Um die kümmert sie sich leidenschaftlich, wobei es ihr

leichtfällt, die besonderen Bedürfnisse jedes einzelnen Gewächses zu

erkennen. Ihren gutbezahlten, aber frustrierenden Bürojob tauscht sie

konsequenter Weise gegen einen eigenen Pflanzenladen aus. Der liegt

ausgerechnet in Sejin, einem der 25 Stadtteile der Millionenmetropole,

der so richtig weit vom Schuss ist, wie Yu-hee schon von ihrer Maklerin

gewarnt wurde. Aber genau hier, zwischen Avocado, Agave und Rosmarin

fühlt Yu-hee sich ebenso wohl wie ihre Pflanzen, die wachsen

und gedeihen. Ihr Pflanzen-Laden entwickelt sich zu einer regelrechten

Oase. Anders als in ihrem früheren Leben weiß sich Yu-hee nach und

nach gegen unsensible Störenfriede des anderen Geschlechts zu wehren.

Und auch andere Frauen sehen in Yu-hees Pflanzenladen bald einen

Rückzugsort vor ihren persönlichen Dramen und Nöten, die nicht selten

mit übergriffigen Männern zu tun haben. Für ihre Kundinnen hat Yu-hee

immer ein offenes Ohr. Das geht so weit, dass sie auch einen Service der

besonderen Art anbietet. Sie sorgt nämlich dafür, dass die Peiniger aus

dem Leben der Frauen verschwinden. Spurlos und für immer.

Dem mit dem Verschwinden diverser Männer betrauten Hauptstadtpolizisten

Detective Cha Do-kyung fällt auf, dass die Vermissten keinerlei

Gemeinsamkeiten hatten, außer dass sie sich unerklärlicher Weise in

dem abgelegenen Viertel Seouls aufhielten. Genauer gesagt in dem mittlerweile

populären Blumenladen. Do-kyung heftet sich an die Fersen der

Pflanzendame und ein ganz besonderes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

»Plant Lady« trieft gelegentlich vor schwarzem Humor, doch der

Hintergrund ist durchaus ernst. Die Autorin, die beklagt, dass die Opfer

von Gewaltverbrechen meist Frauen sind, die völlig vergessen werden,

sagt zu ihrer Pflanzenlady: »Es gab Momente in meinem Leben, in denen

ich jemand wie sie gebraucht hätte«. Erschienen ist »Plant Lady« in der

Übersetzung von Kyong-Hae Flügel als Hardcover bei Heyne, übrigens

lobenswerter Weise schon vor der englischen Ausgabe, die erst 2026

herauskommt, 205 Seiten, 20 Euro.

Robert Galbraith

»Der Tote mit dem

Silberzeichen«

Vielleicht sagt Ihnen der Name

Dietmar Wunder nichts. Aber Sie

kennen garantiert seine Stimme,

denn er leiht Daniel Craig als

James Bond ebenso seine deutsche

Stimme wie Adam Sandler

oder auch »Bad Boy« Martin Lawrence.

Hörbuchfans werden die

markante Stimme des gelernten

Schauspielers und Synchronsprechers ebenfalls genau kennen, spricht

er doch die Romane der isländischen Queen of Crime Yrsa Sigurðadottir

ebenso wie die von Don Winslow. Dietmar Wunder lauscht man ausgesprochen

gerne, was nicht ganz unwichtig ist bei den Büchern von

J.K. Rowling, die unter dem Pseudonym Robert Galbraith umfängliche

Kriminalromane schreibt. Ihr jüngst erschienener »Der Tote mit dem

Silberzeichen« dauert nämlich in der Hörversion nicht weniger als 32

Stunden. Doch keine Bange, die Zeit wird nicht lang!

Auch muss man bei dem neuesten Werk der Reihe um den Privatdetektiv

Cormoran Strike und seiner Mitstreiterin Robin Ellacot nicht befürchten,

sich durch langatmige Internet Chats wühlen zu müssen, wie

in »Das tiefschwarze Herz«. Und obwohl eine mysteriöse Freimaurerloge

eine Rolle in diesem Fall spielt, braucht man auch keine Verschwörungstheorien

à la Dan Brown zu fürchten.

Zum Inhalt: Im Tresorraum eines Silberhändlers wird eine verstümmelte

Leiche gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen

verurteilten Einbrecher handelt, was aber nicht eindeutig nachweisbar

ist. Die seltsame und seltsam reiche Decima Mullins ist jedenfalls überzeugt

davon, dass es sich bei der Leiche um ihren Freund handelt, der

unter mysteriösen Umständen verschwand. Da sie weder der Polizei noch

ihrer einflussreichen Familie vertraut, heuert sie Strike an. Trotz anfänglicher

Bedenken übernimmt der den Fall. Doch je tiefer Strike und seine

Geschäftspartnerin Robin in den Fall eintauchen, desto undurchsichtiger

wird der. Es gibt alle möglichen Spuren, die aber zusammengenommen

keinen Sinn ergeben. Beispielsweise ist der Silberladen neben Freemasons’

Hall gelegen und verkauft ausschließlich Freimaurersilber und

scheint irgendwie mit der Loge verbunden zu sein. Aber wie? Zudem

werden neben dem unbekannten Opfer noch weitere Männer vermisst,

die ebenfalls zum Profil der unbekannten Leiche passen könnten.

Doch nicht nur der komplizierte Fall beschäftigt Strike, der sich noch

um weitere Fälle kümmern muss, die durch Angestellte seiner Agentur

bearbeitet werden müssen. Das ist nicht immer ganz einfach, denn

so brillant Strike auch als Ermittler ist, das Zwischenmenschliche ist

60 Das Stadtgespräch


keinesfalls seine Spezialstrecke. Das gilt auch und vor allem in seiner

Beziehung zu Robin. Deren sympathischer Freund, der Polizist Ryan,

möchte seine Beziehung zu ihr auf ein neues Niveau heben und würde

am liebsten schon bald die Hochzeitsglocken läuten lassen. Eigentlich

also höchste Zeit für Strike, seine wahren Gefühle Robin gegenüber zu

offenbaren. Erschienen ist der neue Galbraith-Band als ungekürzte Lesung

bei Random House Audio, 26,45 Euro. Natürlich empfiehlt sich

auch das gedruckte Buch, das nicht weniger als 1.248 Seiten enthält

und soeben als Hardcover bei Blanvalet für 32 Euro auf den Markt gekommen

ist.

Michael Connelly

»Der Inselcop von L. A.«

Vielen Krimilesern muss man Michael Connelly gar nicht erst vorstellen.

Das verwundert wenig, hat er doch rund 90 Millionen Bücher weltweit

verkauft. Auch ist der US-amerikanische

Krimi-Superstar in nicht

weniger als 45 Sprachen übersetzt,

ins Deutsche übrigens das

erste Mal 1992. Connelly, Jahrgang

1956, wuchs in Florida auf, wo er

seine ersten Sporen als Lokalreporter

verdiente. Als Journalist

richtig großgeworden ist er bei

der Los Angeles Times als Gerichtsreporter.

Seitdem hat ihn

weder das Schreiben noch die

Stadt der Engel je wieder losgelassen.

L. A. ist dann auch die

Heimat des legendären Ermittlers

Harry Bosch, seines weiblichen

Pendants Detective René e Ballard sowie seines Halbbruders Michael

»Mickey« Haller, dem »Lincoln Lawyer«. Anders als bei anderen Autoren,

entwickeln sich bei Connelly die Figuren und werden, ungewöhnlich

für Hollywood, sogar älter. Zeit also für frisches Blut, Zeit für Stilwell.

Detective Stilwell ist eigentlich Mordermittler aus Los Angeles. Allerdings

hat es da bestimmte Reibereien mit Kollegen und Vorgesetzten

gegeben, nach denen Stilwell zwar nicht entlassen, aber immerhin

versetzt wurde. Er arbeitet nunmehr als Insel-Sheriff auf Catalina Island,

einem Naturschutzgebiet im Pazifik, vierzig Kilometer vor Los

Angeles. Als Chef des winzigen County Sheriff’s Department von Catalina

kümmert er sich höchstens mal um Einbrüche. Ansonsten sind

Taschendiebe, Leute, die sich am Wochenende volllaufen lassen und

sich dann prügeln, sowie Menschen seine Kundschaft, die gegen die

strikten Umweltauflagen der autofreien Insel verstoßen.

Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als Stilwell die Nachricht erhält,

dass am Grund des Hafens eine weibliche Leiche gefunden wurde, in

Plastiksäcke verpackt und mit einer Ankerkette beschwert. Der Bürgermeister

ist besorgt, dass ein Mord ausgerechnet kurz vor dem ersten

richtigen Sommerwochenende und dem Memorial Day passiert ist.

Der wird immer am letzten Montag im Mai gefeiert, wobei dann jede

Menge spendierfreudige Ausflügler vom Festland mit der Fähre oder

eigenen Booten auf die Insel strömen. Niemand scheint die tote Frau

zu kennen, niemand hat sie als vermisst gemeldet. Zudem entpuppt

sich die Meldung über Wilderei im Naturschutzreservat als gefährlicher

neuer Fall, für den Stilwell, als zugereister Dorf-Sheriff, auch noch in

die zwielichtige Vergangenheit eines hohen Tiers von Catalina Island

eintauchen muss. Doch Stillwell ist eben nicht der typische Sheriff vom

Das Stadtgespräch

Lande, denn er verbeißt sich genauso in seine Fälle wie die Kollegen,

die täglich mit den aufregenden Fällen der Großstadt zu tun haben.

Zwar hat er deren Ressourcen nicht, aber dafür den Vorteil, dass ihm

kein Vorgesetzter direkt vor der Nase sitzt. Wohl deshalb meint Stilwell

auch, dass er es mit den Vorschriften nicht immer so ganz genau zu

nehmen braucht. Die neue Connelly-Reihe fängt mit »Der Inselcop von

L. A.« jedenfalls ausgesprochen gelungen an und macht Hoffnung auf

mehr Stilwell. Erschienen im Kampa Verlag, 384 Seiten, 23 Euro.

Val McDermid

»Queen Macbeth«

Ich hoffe, Sie mussten in der Schule auch Shakespeares »Macbeth«

lesen und haben dann vielleicht die Orson-Welles-Verfilmung von 1948

oder zumindest die Polanski-Verfilmung von 1971 gesehen. Manchmal

muss man halt zu seinem Glück gezwungen werden. Bei dem gewaltigen

und gewalttätigen Drama

um Intrigen, Treue, Verrat und

mörderische Action kommt nur

eine Figur richtig schlecht davon

und das ist Lady Macbeth. Aus

übertriebenem Ehrgeiz stiftet

Lady Macbeth ihren eigentlich

loyalen Mann zum heimtückischen

Mord am guten König

an. Somit steht die Lady ganz in

der mittelalterlichen Tradition

des »übelen wîb«, wie das böse

Frauenzimmer auf Mittelhochdeutsch

genannt wurde.

Mit Shakespeare glauben wir

jedoch irriger Weise, die blutige

Wahrheit zu kennen. Darum ging es dem genialen Dramatiker auch

wohl nicht. Doch mit blutigen Wahrheiten kennt sich die schottische

Erfolgskrimiautorin Val McDermid wie kaum eine andere aus. In ihrem

gerade erschienenen historischen Kurzroman weist die Bestsellerautorin

jetzt nach, dass sie mehr als Gegenwartskrimis kann. So spannend

wie ein moderner Krimi ist auch diese Geschichte, die neues Licht auf

eine uralte Story wirft. Und dabei enthüllt sie eher so nebenbei, dass

Lady Macbeth niemals Lady Macbeth geheißen hat. Und Macbeth war

kein heimtückischer Mörder.

Zur historisch eher belegten Story: Vor tausend Jahren flüchtet Lady

Gruoch, wie Lady Macbeth tatsächlich hieß, mit ihren drei Gefährtinnen

– einer Heilerin, einer Weberin und einer Seherin – durch die

dramatisch karge schottische Landschaft. Die Männer, die sie jagen,

wollen sie töten – denn sie ist die Einzige, die zwischen ihnen und

ihren blutigen Zielen steht. Diese Frau ist ja nicht irgendeine Lady.

Vielmehr ist sie die erste Königin von Schottland, in Liebe verbunden

mit König Macbeth.

Während ihre Jäger sie einkreisen, erfahren wir die Geschichte von

Königin Macbeth; eine Geschichte von Leidenschaft, Zwangsheirat,

blutigen Massakern und der harten Realität des mittelalterlichen

Schottlands. Im Mittelpunkt steht eine starke, charismatische Frau,

die alles gibt, um das Richtige zu tun. Die Verluste erträgt und sich jeder

Gefahr stellt, um die endlosen Intrigen rücksichtsloser und machthungriger

Männer zu überstehen. Ihr Kampf hat ihr ein Land eingebracht.

Aber jetzt könnte er sie das Leben kosten. Erschienen ist der

ungewöhnliche Roman als Hardcover bei Droemer in der Übersetzung

von Karin Diemerling, 192 Seiten, 20 Euro.

61


Schwedenrätsel

himmelblaue

Farbe

das Herbeischaffen

von

Waren

Weg des

Motorkolbens

Rückbuchung

französischer

Bildhauer

(Auguste)

amerik.

Schauspieler

(Brad)

5 nach

bund 4

altägyptischer

Gott

Weltmeer

Langspieß

eine

Zahl

Lösungswort:

13

unempfänglich,

gefeit

ätherische

Flüssigkeit

niedersächsische

Stadt

geometrische

Figur

Wasserfahrzeug

(Kzw.)

französisch:

ja

Nachbarstaat

des Iran

Sudoku

Tonkunst

1 2 3 4 5 6 7 8

früherer

dt.

Städte-

deutsche

Popsängerin

Platzmangel,

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d.

Muskeln

englisch:

eins

Zeitmesser

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britischer

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Destillationsgefäß

Kletterpflanze

7

zu

keiner

Zeit

frühere

Längeneinheit

Reiz,

Versuchung

14

veraltet:

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der Geschichte

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der USA

6

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9 10 11 12

16

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Vorname

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Rostock

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Weserbergland

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Meeressäuge-

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13 14 15 16

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Tragen Sie in die leeren Felder die Ziffern 1 bis 9 so ein, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem 3-x-3-Gebiet jede der

Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt.

62 Das Stadtgespräch


1 Der Kommunale Ordnungsdienst bei seiner Einführung in 2020

Ordnungskräfte stärken Sicherheitsgefühl

Rheda-Wiedenbrücks kommunaler Ordnungsdienstler »mit Augenmaß«

Im Rathaus zu sitzen und am Schreibtisch Beschwerden von Bürgern

abzuarbeiten, ist eine Sache. Eine ganz andere ist es, draußen mit

Menschen ins Gespräch zu kommen – an ihren falsch geparkten Autos,

den Gehweg überwuchernden Hecken, bei illegaler Müllentsorgung,

nicht angeleinten Hunden und auf die Straße geworfenen Kippen. Und

das möglichst mit dem Bewirken von Einsicht. Oder auch mal der konsequenten

Ahndung von Fehlverhalten. Das genau macht der Kommunale

Ordnungsdienst (KOD).

Aufgaben

Die Mitarbeitenden des KODs sind zuständig für die Kontrolle und Wahrung

der Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum. Das bedeutet,

sie gehen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nach. Zu ihren Aufgaben

gehört es zudem, regelmäßig Orte aufzusuchen, an denen sich Bürger

subjektiv in ihrem Sicherheitsgefühl beeinträchtigt fühlen. Zudem gehen

sie Meldungen über Ruhestörungen nach, kontrollieren bei Verstößen

gegen das Jugendschutzgesetz, und helfen, den reibungslosen Ablauf von

Veranstaltungen (Kirmes, Großveranstaltungen mit Sicherheitsauflagen,

Karneval etc.) sicher zu stellen.

Die Außendienstler sind Ansprechpartner für die Bürger in allen Sicherheitsfragen

und kontrollieren die Einhaltung von Regeln auch in den Abendstunden

und an Wochenenden, heißt es in einer Presseerklärung der Stadt.

Der KOD besteht in der Doppelstadt seit dem 1. September 2020. Ihre

Präsenz im Stadtbild macht die Außendienstler zum »Gesicht der Verwaltung«

in Rheda-Wiedenbrück.

Die Mitarbeitenden tragen eine einheitliche Dienstkleidung, um als

Ansprechpartner erkennbar zu sein. Ebenfalls die drei Dienstfahrzeuge

sind deutlich als Wagen des Kommunalen Ordnungsdienstes erkennbar.

Die Präsenz dient dem subjektiven Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung.

Aufgabe der Ordnungsdienstler ist es, Konfliktpotenziale zu erkennen,

anzusprechen, dabei verhältnismäßig vorzugehen und in schwierigen

Situationen zu deeskalieren. Dazu stehen ihnen auch ordnungsbehördliche

Befugnisse zu. So haben sie unter anderem das Recht, Personen

zu befragen, ihre Identität festzustellen, Platzverweise auszusprechen,

Durchsuchungen und Sicherstellungen vorzunehmen oder Störungen

für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzustellen. Dafür sollen die

Ordnungskräfte zukünftig auch mit Bodycams zum Schutz der eigenen

Sicherheit ausgestattet werden.

1 Der KOD mit Joel Otta, Fachbereichsleiter für Sicherheit und Ordnung in 2023 1 Kommunaler Ordnungsdienst und Polizei gehen gemeinsam auf Streife.

Das Stadtgespräch

63


Präsenz-, Spät- und Nachtdienste

Adrian erläuterte, dass der KOD derzeit schwerpunktmäßig die beiden

Innenstädte bestreift. Im Fokus ständen hier das Bahnhofsumfeld, der

Rathausplatz und die Berliner Straße. Ebenfalls dem Flora-Westfalica-Park

und dem Bereich am Emssee gelte ein besonderes Augenmerk. Zu den

Kontrollpunkten zählen ebenfalls Spielplätze und Schulen. Der KOD gehe

hier den Meldungen aus der Bürgerschaft und der Schulen nach. Aktuell

findet eine Bestreifung insbesondere der Spielplätze am Kaiserforst und

an der Alexander-Schem-Straße sowie der Eichendorffschule und des

Berufskollegs statt.

1 Kommunaler Ordnungsdienst und Polizei sind Ansprechpartner für die Sorgen und

Anregungen der Menschen dieser Stadt.

Kooperation mit der Polizei

Als zuständige Behörde für die öffentliche Sicherheit nimmt das Ordnungsamt

eigene ordnungsrechtliche Aufgaben wahr. Ein wichtiger Baustein

des Ordnungsamtes ist der Kommunale Ordnungsdienst (KOD), der

eng mit der Polizei zusammenarbeitet – auf Grundlage einer Ordnungspartnerschaft,

die beide Behörden in ihrer Arbeit verbindet und ergänzt.

Mit der Kooperation werden die Bereiche fließender Verkehr (Zuständigkeit

der Polizei) und ruhender Verkehr (Zuständigkeit KOD) abgedeckt. Der

Austausch hat sich bewährt und es finden mittlerweile auch gemeinsame

Kontrollen auf dem Wochenmarkt statt.

In einem gemeinsamen Einsatz von Polizei, Zoll, Lebensmittelüberwachung,

Finanzamt und KOD wurden mehrere Gastronomiebetriebe und

Kioske aufgesucht, um etwaige Verstöße aufzuspüren.

Personal

Der Rat hatte 2018 drei Stellen für den neuen KOD beschlossen. Im Dezember

2024 stellte er sukzessive für die nächsten Jahre weitere fünf

Stellen für die kommunalen Ordnungshüter zur Verfügung. Seitdem ist die

Stadt bemüht, die Stellen zu besetzen. In der Ratssitzung im September

resümierte die zuständige Beigeordnete, Dr. Ina Epkenhans-Behr, dass die

Suche auf dem angespannten Arbeitsmarkt herausfordernd sei. Es handle

sich um einen sehr umkämpften Stellenmarkt.

David Adrian, Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit, Ordnung und

Verkehr, berichtete in derselben Ratssitzung, dass es keine grundständige

Ausbildung für kommunale Ordnungsdienstler gebe (d.h. keinen eigenen

Ausbildungsgang). Die Erfahrungen zeigen, dass ein Verwaltungshintergrund

bei der Einstellung von neuen Mitarbeitenden von Vorteil sein kann.

Umfangreiche Schulungsangebote, Weiterbildungsmöglichkeiten und

Qualifizierungen der Mitarbeitenden werden aktiv seitens der Verwaltung

genutzt. Seit diesem Jahr besteht ein Fortbildungsangebot des Studieninstitutes

mit einem zertifizierten Lehrgang für KOD-Mitarbeitende, das

von einem Mitarbeiter bereits absolviert wurde.

Darüber hinaus gebe es für die Außendienstmitarbeitenden regelmäßige

Einsatztrainings. Dr. Epkenhans-Behr begrüßte es, dass im Team

russische, türkische und rumänische Sprachkenntnisse vorhanden sind.

Somit klappe die Verständigung ebenfalls mit den Bürgerinnen und Bürgern,

die der deutschen Sprache nicht so mächtig sind.

Aktivitäten

Das vom Rat vor gut einem Jahr beschlossene Konzept teilt die vielfältigen

Aufgaben des KOD in die vier Segmente Verkehrsüberwachung, Auftragsund

Meldungsmanagement, Präsenz- und Streifendienste sowie Spät- und

Nachtdienste ein.

Ordnungswidrigkeiten

Die Zahl der bis Ende Oktober 2025 ausgesprochenen Ordnungswidrigkeiten

beläuft sich auf 124 Verstöße. Darin sind die mündlichen Verwarnungen

nicht erfasst. Die geahndeten Verstöße reichen beispielsweise von den

»klassischen« Ruhestörungen bis hin zu gemeldeten freilaufenden Hunden

und wild Urinierenden. Oftmals reiche es, einen freundlichen Dialog mit

den Leuten zu führen, damit sie sich einsichtig zeigen, ergänzte Adrian.

Verkehrsüberwachung

Bis Ende Oktober 2025 registrierte der KOD rund jeweils 6.753 Parkverstöße

in Rheda und in Wiedenbrück, so Adrian. Darüber hinaus leeren die

kommunalen Ordnungswächter die Parkscheinautomaten und führen

Schulwegkontrollen sowie die Überprüfung von Baustelleneinrichtungen

und Abschleppmaßnahmen in Feuerwehrzufahrten durch.

Auftrags- und Meldungsmanagement

Die häufigsten Aufträge beziehen sich aktuell auf das Abstellen von abgemeldeten

Fahrzeugen sowie auf die wilde Müllentsorgung an Glascontainerstandorten.

Ebenfalls unterstützt der KOD z. B. andere Fachbereiche

bei Ortsterminen. Er führt Jugendschutzkontrollen bei Veranstaltungen

durch – beispielsweise auf Schützenfesten, beim Altstadtfest, auf der

Herbstkirmes und beim Rosenmontagsumzug.

Stimmen aus dem Rat

Mehrere Ratsmitglieder hoben hervor, dass der KOD den Fokus insbesondere

auf den Stadtteil Rheda legen sollte. So gab Dr. Andreas Gernhold

(move) zu bedenken, dass das subjektive Sicherheitsgefühl gerade

in Rheda abgenommen habe. Insbesondere Frauen würden sich abends

nicht mehr in die Stadt wagen. Ebenfalls Volker Brüggenjürgen (Bündnisgrüne)

hob hervor, dass die gefühlte Situation in Rheda größer sei. Uwe

Henkenjohann (CDU) resümierte, dass Rheda-Wiedenbrück auf einem

guten Weg sei. Er appellierte, sich nicht darin hineinzusteigern, dass es

in Rheda an manchen Orten besonders schlimm sei. In Rheda-Wiedenbrück

gebe es – auch im Vergleich zu anderen Städten – immer noch ein

gutes Miteinander. Alwin Wedler (Bündnisgrüne) nannte einen vorrangigen

Handlungsbedarf in der Fußgängerzone Rhedas aufgrund unzähliger

Parkverstöße. Diese Situation habe sich seit der Eröffnung des Boxstudios

noch weiter verstärkt.

Objektives Sicherheitsgefühl

Dr. Ina Epkenhans-Behr erinnerte daran, dass die Kreispolizeibehörde

Rheda-Wiedenbrück ein gutes Sicherheitsniveau bescheinige, sowohl

im Landes-, als auch im Kreisvergleich.

Subjektives Sicherheitsgefühl

Gleichwohl empfinden Einwohnende der Doppelstadt das subjektive Sicherheitsgefühl

belastet. Zur Unsicherheit tragen u. a. Meldungen in den

64 Das Stadtgespräch


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Das Stadtgespräch

65


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Die Einordnung Rheda-Wiedenbrücks als sicheren

Ort durch die Kreispolizei bestätigt aber, dass sich die

Doppelstadt mit ihren vielfältigen Integrationsanstrengungen

auf dem richtigen Weg befindet.

Ein ARD-Deutschlandtrend macht das deutlich gesunkene

Sicherheitsgefühl im ganzen Land sichtbar.

40 % der vom Meinungsforschungsinstitut Infratest

Dimap Befragten gaben an, dass sie sich eher unsicher

oder sehr unsicher fühlen, wenn sie sich etwa auf öffentlichen

Plätzen, in Parkanlagen oder öffentlichen

Verkehrsmitteln bewegen. Das sind laut ARD 17 %

mehr als im Januar 2017. 49 % haben im öffentlichen

Raum die Sorge, Opfer eines Diebstahls zu werden.

Ähnlich groß ist die Angst, beleidigt oder angepöbelt

zu werden. Mit 52 % ist das Sicherheitsgefühl unter

Frauen niedriger als unter Männern (61 %).

Vor angstschürenden Debatten und vorschnellen

Verurteilungen warnen aber Irene Mihalic, Erste Parlamentarische

Geschäftsführerin, und Marcel Emmerich,

Obmann im Innenausschuss, zur Dunkelfeldstudie

»Sicherheit und Kriminalität in Deutschland« (SKiD)

des Bundesinnenministeriums. Das würde massiv dem

Sicherheitsgefühl schaden, erklärten sie.

Sicherheit gehört zu den essentiellen Grundbedürfnissen

des Menschen und ist ein wesentlicher

Bestandteil der Lebensqualität. Kommunen können

einiges tun, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu

stärken, so Forsa-Chef Manfred Güllner.

Auch unter diesem Aspekt befindet sich Rheda-Wiedenbrück

mit dem KOD auf dem richtigen Weg.

Vorgeschichte zum KOD

Der Ehrenvorsitzende und das frühere Ratsmitglied der

FWG, Dirk Kamin wies Mitte des vergangenen Jahres

darauf hin, dass die FWG bzw. UWG bereits 2005 (!)

vorgeschlagen hatte, den Ordnungsdienst zu stärken.

2009 unterstützte die FWG/UWG den Antrag der FDP

zur Erstellung eines Konzeptes »zur Eindämmung von

Vandalismus und Straßenkriminalität«. Die CDU und

die SPD warnten vor einer Dramatisierung. Mitte 2017

erhielt Kamin die Zusage vom Ersten Beigeordneten

Dr. Georg Robra, sich des Themas anzunehmen und

ein Konzept zu erarbeiten. Am 20. September 2018

informierte Kamin den Bürgermeister, dass er Unterlagen

über die Erfahrungen Nienburgs (Weser) mit der

Verstärkung des Ordnungsdienstes als »Muster« dem

Ersten Beigeordneten übergeben habe. Ein Konzept

hatte der Erste Beigeordnete nicht vorgelegt. Am 20.

September ging ein CDU-Antrag zu demselben Thema

im Rathaus ein. Die seinerzeit vom FWG-Vorsitzenden

Sergei Gorenbacher geäußerte Hoffnung, dass Robras

Nachfolgerin in dem Aufgabenbereich, Dr. Ina Epkenhans-Behr

ein Konzept erarbeitet, ging indes mit dem

seit einem Jahr vorliegenden und vom Rat beschlossenen

Papier in Erfüllung.

Wünsche

Dirk Kamin schrieb uns, dass es nach Feierabend keine

den Bürgern bekannte Telefonnummer des Ordnungsamtes

gibt. Man müsse dann z. B. bei Ruhestörungen

die Polizei anrufen. Er regte an, dass sich das Ordnungsamt

den Bürgern mindestens einmal im Jahr

zu einem Gedankenaustausch und Informationsgespräch

stellt. In anderen Gemeinden würde das schon

praktiziert.

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1 Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD). Das Team 2025: (v. l.) Baris Basoglu (KOD), Abteilungsleiter David Adrian, Beigeordnete

Dr. Ina Epkenhans-Behr, Xenia Fast (KOD), Fachbereichsleiter Joel Otta und Ion Popa (KOD) sind für die Einhaltung der öffentlichen

Sicherheit und Ordnung im Stadtgebiet zuständig. Der Kommunale Ordnungsdienst besteht mittlerweile aus vier Mitarbeitenden

(eine Person fehlt auf dem Bild) und soll perspektivisch weiter ausgebaut werden.

66 Das Stadtgespräch


1 Wenn Moneypenny blitzt, nehmen die Raser den Fuß vom Gaspedal.

Need for

Speed

Auf Leben und Tod

Rasen ist kein Hobby. Es ist ein Volkssport, ein Charaktertest: »Bin ich

schneller als der Rest? Kann ich Gott und die Physik gleichzeitig besiegen?«

Manche sammeln Briefmarken, andere sammeln Punkte in

Flensburg. Doch das hält niemanden davon ab, auf der Landstraße den

Michael Schumacher für Arme zu geben.

Die Regeln sind einfach: Gas geben, bis die Oma mit dem Rollator

zum beweglichen Zielobjekt wird. Trefferquote? Zweitrangig. Hauptsache,

der Motor röhrt lauter als das schlechte Gewissen.

Natürlich gibt es Endgegner. Blitzer zum Beispiel. Moneypenny und

ganz neu: Hansi. Und all ihre anderen blitzenden Verwandten anderswo

am Straßenrand.

Sie sind die einzigen Stellen, an denen der Fuß den Weg zur Bremse

findet. Nicht etwa, weil man sein Leben und das der anderen schützen

möchte. Sondern weil man sein Konto schützen muss.

Auch Bodenwellen können das Spiel unterbrechen. Als unfreiwillige

Sprungschanze für jene, die glauben, dass ihr Audi A6 eine Rakete ist.

Kurz. Da hüpft der Wagen wie ein Gummiball, die Stoßdämpfer klagen,

und man könnte meinen: »Jetzt hat er’s begriffen«. Doch kaum rollt das

Auto wieder geradeaus, geht’s weiter: Vollgas. Gib Gummi!

Das Ganze erinnert an ein Computerspiel – nur mit dem feinen Unterschied,

dass es keine »Extraleben« gibt. Wer sich verzockt, spielt gar

nicht mehr mit: landet nicht beim Neustart, sondern im Sarg. Aber hey:

die Hauptsache, man war schneller als die anderen, für 10 Sekunden.

Auch wenn es die letzten sind.

Aber immerhin: Für die Überlebenden gibt’s Applaus. Von der Polizei.

Beim Führerscheinentzug.

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Das Stadtgespräch

67


Mit Winny

Wichtel

gewinnen alle

Wenn die Enkel bei Monika

Kaufmann zum

Übernachtungsbesuch

anrücken, gilt die Regel,

dass Unterhaltungselek tronik

aller Art nicht mitgebracht wird.

Doch das bedeutet keineswegs,

dass es für den Nachwuchs keine

Unterhaltung gibt. Im Gegenteil!

Monika Kaufmann pflegt nämlich

die Jahrtausende alte Tradition des

Erzählens. Und das fasziniert die

Kids von heute mindestens ebenso

sehr wie diejenigen früherer Generationen.

Die selbst erdachten

Geschichten der Wiedenbrückerin

ziehen und zogen die Enkel so sehr

in ihren Bann, dass sie einhellig der

Meinung waren: »Oma, du musst

die Geschichten aufschreiben«.

Glücklicher Weise ist die Sechzigjährige

diesem Wunsch gefolgt

und brachte vor drei Jahren die

erste Geschichte des Weihnachtswichtels

Winny als Büchlein heraus.

Doch wie das nun mal so ist

mit phantasievollen Storys – sie

entwickeln ein Eigenleben. So blieb

es nicht bei der einen Geschichte

und Winny bestritt noch einige

andere aufregende Abenteuer.

Und da Winny nun mal ein Weihnachtswichtel

ist, drehen sich die

Geschichten natürlich um das Fest

der Liebe – und, seien wir mal ehrlich,

vor allem für die Kinder auch

um das Fest der Geschenke. Gerade

die Geschenke sind natürlich das,

wofür die Weihnachtswichtel zuständig

sind. Wobei gelegentlich

auch das eine oder andere Problem

entstehen kann, das Winny Wichtel

dann lösen muss. Das gerade

erschienene neue Büchlein heißt

dann auch »Winny Wichtel in weihnachtlicher

Mission«.

Wichtel mit Mission

Die jungen Leser und natürlich

auch die Hörer, können den recht

unerfahrenen Nachwuchswichtel

Winny jetzt begleiten auf seinem

Weg, der von seinem gemütlichen

Häuschen am Himmel, hinter der

Wolke 24, zu verschiedenen Einsätzen

auf der Erde führt. Dabei

trifft er nicht nur den Nikolaus

persönlich, sondern auch das

Menschenkind Lukas. Auch mit

der kleinen Fee Finchen freundet

er sich an. Dann gelingt es Winny

sogar, den Weihnachtsstern wieder

zum Leuchten zu bringen. Und

auch der kleinen Maus, die versehentlich

im Himmel landet, hilft er

weiter. Sogar in geheimer Mission

ist Winny unterwegs, denn er soll

eine Sommerweide für die Rentie-

Wir

wünschen allen Kunden ein schönes

Weihnachtsfest sowie einen guten ruTsch ins

neuE

Jahr!

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68 Das Stadtgespräch


re des Weihnachtsmanns finden,

was sich als gar nicht einfach herausstellt.

Letztlich helfen dem

Wichtel dabei seine neuen Freunde,

Waldemar das Wildschwein,

Henry der Hase und Rilka das Reh,

die er unterwegs antrifft. Selbst

die anfangs recht garstigen Trolle

sind eigentlich nett und hilfsbereit

unter ihrer rauen Schale. So nebenbei

lernt Winny, und mit ihm die

Kinder, auch noch, was es mit dem

Polarstern auf sich hat.

Ideengeberin und

Familienmensch

Monika Kaufmann hat immer

schon gerne Geschichten erzählt

und auf Nachfrage auch gern weitergesponnen.

Doch die kreativen

Gene setzen sich ganz offenbar

fort, denn nicht nur ihr Sohn Daniel,

der die Hauptfiguren gezeichnet

hat, sondern auch die Kinder

der Enkelgeneration haben sich

ordentlich ins Zeug gelegt, um die

Texte mit tollen Bildern zu ergänzen.

Und so haben Emma, Emily,

Jana, David, Anton, Lio, Lena und

Emilija zur liebevollen Gestaltung

das neuen Buchs erheblich beigetragen.

Achim Wenk hat dann das

Werk druckreif zusammengestellt.

Dass alle zu Recht stolz auf das

Familienprojekt sind, versteht sich

da fast schon von selbst.

Reinerlös für Kinder- und

Jugendprojekte

Finanziell profitieren weder die

Autorin noch die Helfer vom Verkauf

des Büchleins, denn der Reinerlös

soll wie schon beim ersten

Wichtelbüchlein Kinder- und Jugendprojekten

zu Gute kommen.

»Vor allem die Jugendhäuser leisten

tolle Arbeit«, betont Monika

Kaufmann. Dafür lohnt sich die

ganze Arbeit, die mit der Erstellung

und dem Verkauf des Wichtelbuchs

verbunden ist. Zunächst

ist »Winny Wichtel in weihnachtlicher

Mission« in einer Auflage

von 1.000 Exemplaren erschienen.

Wünschenswert wäre natürlich ein

großes Interesse, denn bei Winny

gewinnen alle, also diejenigen, die

sich kreativ verwirklichen konnten,

die Kinder, denen das Buch vorgelesen

wird oder die es schon selbst

lesen können, und natürlich die

Kinder- und Jugendarbeit, die bekanntlich

jeden Euro gebrauchen

kann. Natürlich sind Spenden, die

über den Preis des Büchleins hinausgehen,

sehr willkommen. Und

Sohn David bietet sogar an, die

Winny-Wichtel-Geschichten etwa

im Rahmen einer Nikolausfeier vorzulesen.

Auch kann man sich Winny

mit der Wichtelpost zuschicken

lassen, für die Enkel die Umschläge

liebevoll verzieren. Man bekommt

das Weihnachtswichtelwerk bei

der Autorin direkt, aber auch im

Ratskeller, im Salon Lejeune sowie

im nah&frisch Markt Möllenbrock

in der Hellingrottstraße.

Zudem wird das neue Büchlein

in den Filialen der Kreissparkasse

in Wiedenbrück und Halle

präsentiert. Da selbst Wichtel mit

der Zeit gehen, gibt es da noch

einen Instagram-Account unter

dem Namen »winnywichtel«.

Auch im Netz sind die Abenteuer

zu bestellen unter winnywichtel2025@gmail.com.

Das Buch

kostet 8,50 Euro, im Wichtelumschlag

10 Euro, bei Verschickung

durch die Wichtelpost 12,50

Euro. Natürlich sind auch Spenden

für den guten Zweck herzlich

willkommen: »Spendenaktion

Winny Wichtel« bei der Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück,

Kontonummer 1078344, IBAN DE

76 4785 3520 0001 078344. Bleibt

zu hoffen, dass viele Menschen

sich und anderen diese besondere

Weihnachtsfreude machen. sto

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VÖLKERBALL - A

TRIBUTE TO RAMMSTEIN

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2026

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30.12.

2025

02.01.

2026

RHYTHM OF

THE DANCE

IT’S SHOW-TIME

DIE HÖHNER

LIVE-TOUR

19.03.

2026

Das Stadtgespräch

69


1 Im Kreise seiner Gäste ist Jonny in seinem Element. Das Foto entstand vor vier Jahren im Planet Wiedenbrück.

Eine Ära ging zu Ende – Erinnerungen

an Planet Wiedenbrück

Man geht nicht so ganz

Die Gaststätte »Planet Wiedenbrück«

war sein Leben. 44 Jahre hatte er das

Traditionshaus geführt. Seine Gäste

waren fest davon überzeugt, dass er noch

einige Jährchen weitermacht. Gerne hätte er

ihren Wunsch erfüllt. Seinen Stammgästen

hatte er bis zuletzt eine Anlaufstelle gegeben.

Aber er möchte an seine Gesundheit denken

und sich mehr Zeit für seine drei Enkelkinder

nehmen. »Es war einfach an der Zeit«, sagte

Jonny. Und so war Ende 2024 Schluss für den

Einundsiebzigjährigen.

1 Im SC-Stübchen steht Jonny weiterhin am Zapfhahn.

Er hatte im Planet so viele schöne Zeiten

erlebt, sagte er uns im Gespräch. Er könnte

darüber Bände schreiben, erfuhren wir. Er

blickt auf ausgelassene Abende in der Kneipe

und unvergessliche Feiern in den Gasträumen

und im Saal und auf den Kegelbahnen

zurück. Es wurde sehr viel gelacht und bis auf

sehr wenige Ausnahmen habe es nie Ärger

gegeben.

Jonny und sein Planet gehörten zusammen.

Sie waren bei den Gästen Kult. Zu diesem

Ansehen trug sicherlich auch der Ruf des

1 Auf dem Christkindlmarkt gehört Jonny zu den Urgesteinen.

Das Foto zeigt ihn mit seinem langjährigen

Mitstreiter, bei den Stammgästen noch heute als

»Opi« bekannt. Er verstarb vor vier Jahren.

Planets als Sportbar bei. In Sachen Sport war

der Planet eine Institution. Hier trafen sich

gerne die Fußballfreunde, um beim gemeinsamen

Fußball-Kucken ihre Mannschaften

zu feiern. Bei diesem Thema war Jonny selber

mit dabei. Kein Wunder: In jungen Jahren

zog Jonny gerne selber die Fußballschuhe an

– bei der DJK in Gütersloh, dann in Rheda und

zuletzt für Westfalia Wiedenbrück. Als Fan ist

er seit ewigen Zeiten mit Bayern München

verbunden. Aber auch die Fans anderer Vereine

schauten gerne bei ihm herein, weil sie

in ihm stets einen wahren Fußballfreund und

Experten fanden.

Diese Affinität spiegelt sich ebenfalls darin

wider, dass er das von ihm seit 25 Jahren

geführte SC-Stübchen ebenfalls in Zukunft

betreibt. Immer wenn der SCW zum Heimspiel

an der Reitbahn antritt, öffnet er das Bistro.

Seine Freunde freuen sich, dass er nicht so

ganz gegangen ist. Für die »alten« Stammgäste

aus dem Planet ist er jeden Freitag 16–20

Uhr auf der SCW-Kampfbahn da.

Ebenfalls auf dem Christkindlmarkt bleibt

er Stammbeschicker – nach Peter Vorbohle

der dienstälteste Teilnehmer. Viele Jahre bildete

er mit dem vor vier Jahren Verstorbenen

bei allen beliebten »Opi« ein Team.

Gleichfalls beim Oktoberfest bei Krane

wird er zur Herbstkirmes mit seiner Mannschaft

weiterhin am Zapfhahn stehen.

Er freut sich, dass er bei allen Tätigkeiten

auch in Zukunft auf die super Zusammenarbeit

mit der Hohenfelder Brauerei bauen kann

– namentlich Markus Korfmacher, Inhaber Dr.

Edgar Schütze und in der Nachfolge Sophia

Schütze.

Bedanken möchte er sich ebenfalls bei

allen Wegefährten und ebenso Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern, die im Laufe der

zurückliegenden Jahrzehnte zu seinem Team

gehörten.

Jonny, der eigentlich Helmut Johannknecht

heißt, musste vor elf Jahren einen

schweren Schicksalsschlag verkraften, als

seine Ehefrau Heidi ihren Kampf gegen den

Krebs verlor. Sie wurde nur 51 Jahre alt. »Ihren

Tod werde ich nie vergessen. Wir waren

im Planet ein Team, verstanden uns einfach

immer gut«, sagt der beliebte Gastwirt.

Er taufte das von ihm 1981 übernommene

einstige Kolpinghaus zur Jahrtausendwende

in das amerikanisch klingende

Planet um: »Weil Heidi und ich unseren

Urlaub wiederholt und gern in den USA

verlebten«. Sein Sonnenschein sind jetzt

seine Tochter Nicole und seine Enkelkinder.

Kem

70 Das Stadtgespräch


Wir möchten

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Erleben Sie, wie in unseren Neubaugebieten

neue Zuhause entstehen – vom ersten Spatenstich

bis zum Einzug. Seien Sie der Erste, wenn

wir neue Immobilienangebote veröffentlichen

und begleiten Sie uns bei spannenden Einblicken

in unsere tägliche Arbeit. Lernen Sie Ihren

persönlichen Helden der SKW kennen – er

berät Sie kompetent und ehrlich rund um Ihre

Immobilie. Erfahren Sie außerdem, wie und wo

es sich am besten lebt, und entdecken Sie Orte,

die Sie begeistern werden.

Auch für Verkäufer lohnt sich ein Blick hinter

die Kulissen: In unseren Reels zeigen wir,

wie wir Besichtigungen durchführen und Immobilien

perfekt in Szene setzen – authentisch,

professionell und mit Leidenschaft.

Für Ihre ganz individuellen Fragen und

Wünsche sind wir selbstverständlich persönlich

und virtuell für Sie da. Vereinbaren Sie einfach

einen Termin – wir nehmen uns Zeit für Sie

und Ihre Immobilienwünsche.

Werden Sie unser Fan und folgen

Sie uns auf Instagram!

@skw_immobilien

Ihr Team der SKW Haus & Grund

Veranstaltungs -

vielfalt in der

Stadt halle

Rheda-

Wie den brück

Was darf es sein? Begeistert feiern, herzhaft

lachen, mit großen Augen staunen? Mit ihren

vielfältigen und abwechslungsreichen Veranstaltungen

sorgt die Stadthalle Rheda-Wiedenbrück

für kleine Fluchten aus dem Alltag. Für

jeden Geschmack ist garantiert etwas dabei.

Fans von Marco Gianni (20.3.26) und Daphne

de Luxe (27.2.26) sollten sich rasch um

Tickets bemühen. Aber es wird natürlich

noch viel mehr geboten. Ob Thomas Schmidt

(26.2.26), Toni & Max Uthoff (15.10.26) oder Sven

Bensmann (16.12.26) – die Comedians begeistern

stets mit ihrem einzigartigen Programm.

Lust auf eine fette Party? Richtig abfeiern

ist am 23.1.26 angesagt bei »Völkerball – a Tribute

to Rammstein«. Zu einem außergewöhn-

1 Völkerball – a Tribute to Rammstein

lichen Konzert lädt zudem The Ukulele Orchestra

of Great Britain am 22.2.26 ein. Oder wie

wäre es mit Miss Allie? Die coole Singer-Songwriterin

macht auf ihrer Paradiesvogel-Tour am

11.9.2026 Halt in Rheda-Wiedenbrück.

Wer etwas wirklich Besonderes sucht,

kommt zum Vortrag von Dr. Mark Benecke

(6.3.26), zur sensationellen Show von Gedankenleser

Thorsten Havener (21.3.26), zum Komiker-Trio

»Eure Mütter« (18.4.2026) oder, oder,

oder…

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen,

unter www.flora-ticket.de oder

unter Telefon 05242/9301-0.

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Öffnungszeiten

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Das Stadtgespräch

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»Gemeinsam

statt einsam«

Basteln und Gutes tun:

die Weihnachtsstern-Aktion der

Volksbank in Ostwestfalen

»Da ist eine unangenehme Leere in mir.« »Ich

vermisse Menschen, die mir nahestehen.« »Ich

fühle mich einsam.« Solche Gedanken kennen

viele Menschen. In einer Zeit, in der wir mehr

denn je vernetzt sind und praktisch jederzeit

weltweit kommunizieren können, nimmt das

Gefühl der Einsamkeit zu. Seit Corona ist es

erwiesenermaßen noch höher. Geringe finanzielle

Mittel, fehlende Zeit für soziale Kontakte,

Migrationshintergrund oder die sozialen

Medien: Die Gründe sind vielfältig und individuell

unterschiedlich. Und die Folgen? Neben

negativen Auswirkungen auf die mentale und

körperliche Gesundheit sind auch die gesellschaftspolitischen

Entwicklungen gefährlich.

So sagt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung,

dass junge Menschen, die sich einsam fühlen,

unzufriedener mit der Demokratie sind und

weniger Antrieb haben, sich sozial zu engagieren.

Worte können helfen

Das Gute ist: Es gibt Auswege. Jede und jeder

kann etwas dagegen tun. Wie sieht es

mit einem Besuch bei meiner Oma aus, die

nicht mehr mobil ist und ihre Zeit zuhause

verbringt? Mit einem kurzen Gespräch mit

meinem Nachbarn, der nie Besuch bekommt?

Oder einem offenen Ohr für meine Kollegin,

von der ich nicht viel weiß? Den eigenen Blick

zu schärfen und sich dann die Zeit für einen

Besuch oder ein Gespräch zu nehmen, kann bei

unseren Mitmenschen etwas bewirken.

Telefonseelsorge: »Wir sind da,

wenn sonst niemand da ist.«

Und wenn ich mich selbst alleingelassen

fühle? Keinen Menschen habe, mit dem ich

meine Sorgen und Gefühle teilen kann? Dann

ist die Telefonseelsorge da. Rund um die Uhr,

anonym und kostenlos. Geschulte Ehrenamtliche

nehmen sich Zeit. Sie hören zu in allen

Gefühlslagen. Sie haben ein tröstendes Wort

oder vermitteln Hilfe – ohne Vorurteile und

mit viel Herz. Das Ganze sehr niedrigschwellig,

Verschwiegenheit und Anonymität sind

garantiert.

105 eigenständige Telefonseelsorgen gibt

es deutschlandweit, erreichbar über die zentralen

Nummern 0800/1110111 und 0800/1110222.

1 Einsamkeit kann jeden treffen – zunehmend auch junge Menschen. Foto: AdobeStock

Bei uns in der Region sind die TelefonSeelsorge

® Bielefeld-OWL und die TelefonSeelsorge ®

Ostwestfalen aktiv. Bundesweit werden jedes

Jahr mehr als 1,2 Millionen Gespräche geführt,

davon jährlich rund 20.000 durch die beiden

ortsansässigen. Neben technischen Ressourcen

braucht es vor allem Menschen, die sich

ehrenamtlich engagieren. Sie brauchen eine

umfassende Ausbildung, Fortbildungen und

Supervisionen, um den Hilfesuchenden offen

und positiv zu begegnen. Immer wieder ein

Thema: die Finanzierung. Neben öffentlichen

und kirchlichen Mittteln sind Spenden ein

wichtiger Bestandteil. Ein ideales Thema für

die Weihnachtsstern-Aktion der Volksbank in

Ostwestfalen!

Was ein Stern nicht schafft, das

schaffen viele

Die Volksbank lädt auch in diesem Jahr alle

kleinen und großen Menschen ein, kreativ zu

werden und gleichzeitig Gutes zu tun. Seit dem

3. November gibt es in allen Geschäftsstellen

der Volksbank in Ostwestfalen Bastelvorlagen,

um einen ganz persönlichen Weihnachtsstern

zu gestalten. Für jedes kleine Kunstwerk, das

bis zum 19. Dezember in einer der Geschäftsstellen

abgegeben wird, spendet die Volksbank

zwei Euro an die beiden genannten Telefonseelsorgen

(maximal 15.000 Euro insgesamt). So

strahlt jeder einzelne Stern gegen seelische

Notlagen wie Einsamkeit.

Gemeinsam Dinge besser machen

für die Menschen in Ostwestfalen

Dafür macht sich die Volksbank in Ostwestfalen

stark, und das nicht nur im finanziellen

Sinn. Es ist Teil der genossenschaftlichen Idee,

die die Gründer vor über 170 Jahren hatten und

die bis heute überlebt: »Was einer allein nicht

schafft, das schaffen viele«. Diese Haltung

macht aus dem Wirtschaftsbetrieb »Volksbank

in Ostwestfalen« darüber hinaus eine Wertegemeinschaft.

Die Telefonseelsorge passt genau

zu diesen Werten.

Unter volksbankinostwestfalen.de/weihnachten

gibt es weitere Infos und die Bastelvorlage

zum Download.

1 Gemeinsame Aktionen tun gut – in der Nachbarschaft, beim Sport, im Ehrenamt. Foto: AdobeStock

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Das Stadtgespräch


Kosmetik institut

Sabine Keilbart-Mattusch

Spendenaktion

Das Team (v. l.) Claudia, Eva, Sabine, Petra, Brigitte und Monika des Kosmetikinstituts Sabine Keilbart-Mattusch

würde sich freuen, wenn Sie auch dieses Jahr wieder das Herzensprojekt unterstützen würden.

Auch in diesem Jahr konnte das Kosmetikinstitut

von Sabine Keilbart-Mattusch mit der Aktion

»Wundertüten für den Herzenswunsch Krankenwagen«

Großes erreichen: Insgesamt 1.000 Euro

wurden gesammelt und an den Malteser Wunscherfüller

mit Herz in Gütersloh übergeben,

ein Fahrzeug, das schwerkranken Menschen

letzte Wünsche erfüllt und ihnen unvergessliche,

glückliche Momente schenkt. Das ist das

Ziel des Ehrenamtsprojektes. Ab dem 27.11.2025

können Sie erneut Teil unserer Spendenaktion

werden und eine Wundertüte für 9,95 Euro erwerben,

dessen Produktwert weitaus höher ist.

Entdecken Sie unser vielseitiges Angebot vor

Ort! In der Marienfelder Str. 30, 33330 Gütersloh,

erwarten Sie hochwertige Produkte und individuelle

Beratung.

Wir freuen uns, Sie persönlich begrüßen zu

dürfen!

Die »Schuhklinik« schließt ihre Türen

– Danke für 20 Jahre Vertrauen

1 Claudia Lütkestratkötter

Nach 40 Jahren im Schuhmacherhandwerk und

20 Jahren Selbstständigkeit verabschiedet sich

Claudia Lütkestratkötter mit ihrer Schuhklinik

in den wohlverdienten Ruhestand. Aus persönlichen

Gründen wird das Geschäft zum 19.

Dezember endgültig geschlossen.

Bis zu diesem Datum müssen alle reparierten

Schuhe, Taschen und anderen abgegebenen

Waren noch abgeholt werden. Nach dem

Stichtag ist dies leider nicht mehr möglich.

»Ich möchte mich von Herzen bei all meinen

treuen Kundinnen und Kunden für das

jahrzehntelange Vertrauen, die netten Gespräche

und die vielen gemeinsamen Jahre bedanken.

Es war mir stets eine Freude, Ihre Schuhe

wieder auf Vordermann zu bringen!«, betont

Frau Lütkestratkötter.

Mit einem lachenden und einem weinenden

Auge heißt es nun: »Die Schuhklinik schließt

ihre Ladentür für immer«. Die Schuhklinik sagt

Danke und wünscht allen Kundinnen und Kunden

alles Gute – und stets einen sicheren und

bequemen Schritt auf allen Wegen!

Claudia Lütkestratkötter · Im Schilffeld 16

33378 Rheda-Wiedenbrück · Tel. 05242/598259

Webseite: www.die-schuhklinik.de

Das Stadtgespräch

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1 (V. l.) Emilian Klein, Dörte Andresen, Werner Twent, Daniel Kreuzburg und Klaus Dirks gratulieren Henning Bauer (Mitte)

herzlich zum 40-jährigen Sparkassen-Jubiläum.

40 Jahre Treue und Engagement:

Henning Bauer feiert besonderes Dienstjubiläum

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse in Feierstunde geehrt

Mit großem Respekt und herzlicher

Anerkennung blickt die Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück auf einen

außergewöhnlichen beruflichen Werdegang

zurück: Ihr stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Henning Bauer feierte am 20. Oktober

sein 40-jähriges Sparkassen-Jubiläum. In einer

Feierstunde würdigten der Verwaltungsratsvorsitzende

Klaus Dirks, die Vorstandskollegen

Werner Twent, Emilian Klein und Daniel Kreuzburg

sowie die Personalratsvorsitzende Dörte

Andresen das Engagement von Henning Bauer

und bedankten sich für die gute Zusammenarbeit.

Klaus Dirks dankte dem Sparkassendirektor

für seine verdienstvolle Tätigkeit: »Maßgeblich

haben Sie zum Erfolg und Wachstum der Kreissparkasse

beigetragen – mit Innovationsgeist,

Engagement und tiefer Verbundenheit zur Region.

Besonders durch Ihre außergewöhnliche

Fachkompetenz, Ihr zielorientiertes Handeln

und Ihre soziale Kompetenz haben Sie die

erfolgreiche Entwicklung der Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück möglich gemacht«. Die

Vorstandskollegen Werner Twent, Emilian

Klein und Daniel Kreuzburg schlossen sich

den Glückwünschen an. Werner Twent: »Mit

viel Herzblut und außergewöhnlichem Einsatz

hast du die Kreissparkasse zu dem gemacht,

was sie heute ist«, Die Personalratsvorsitzende

Dörte Andresen gratulierte herzlich im Namen

der Mitarbeitenden.

Der in Stadtoldendorf, Landkreis Holzminden,

geborene Henning Bauer ist seit vier Jahrzehnten

Mitglied der Sparkassen-Familie. 1985

begann er seine Ausbildung zum Sparkassenkaufmann

bei der damaligen Kreissparkasse Alfeld

(Leine). In der Niedersächsischen Sparkasse

bekleidete er nach Abschluss der Ausbildung

verschiedene leitende Funktionen und legte den

Grundstein für seine Karriere. Der diplomierte

Sparkassenbetriebswirt wechselte im Jahr 2006

zur Kreissparkasse Melle, bei der er die Bereiche

Vermögensbetreuung und Immobilienzentrum

leitete und ab 2008 als Verhinderungsvertreter

des Vorstandes tätig war. Im Mai 2009 wurde

Henning Bauer Vorstandsmitglied der Kreissparkasse

Halle (Westf.) und im April 2022 deren

Vorstandsvorsitzender. Seit der Fusion mit der

Kreissparkasse Wiedenbrück im vergangenen

Jahr ist er stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück. In

seine Zuständigkeit fallen aktuell die internen

Bereiche Personal, Infrastrukturmanagement,

Marktfolge und Revision.

Neben seiner Vorstandstätigkeit ist Henning

Bauer Mitglied des Verwaltungsrates

und des Prüfungsausschusses der Sparkassenakademie

NRW sowie des Fachausschusses

Betrieb/Personal des Sparkassenverbandes

Westfalen-Lippe. Auf regionaler Ebene engagiert

er sich im Aufsichtsrat der gemeinnützigen

KreisWohnstättenGenossenschaft Halle

(Westf.) eG sowie im Kuratorium der Peter-

August-Böckstiegel- Stiftung und der Haller

Bach-Tage. Er ist Schatzmeister des Lions-Club

Bielefeld-Hünenburg und Mitglied im Verwaltungsrat

der Diakonie im Kirchenkreis Halle.

Der zweifache Familienvater lebt bereits

seit Jahren mit seiner Frau in Halle. Das Reisen

ist sein liebstes Hobby – er wandert auch gerne,

so im Frühjahr mit einer seiner beiden Töchter

in Spanien auf dem Jakobsweg.

Zum 1. April 2026 wird Henning Bauer den

Vorstandsvorsitz der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück

von Werner Twent übernehmen. Der

Verwaltungsrat hat den Änderungen in seiner

Sitzung am 9. Juli 2025 zugestimmt.

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Das Stadtgespräch


Anas Qayomi

übernimmt

Provinzial

Kühmann

Bei der Provinzial Kühmann & Qayomi

steht ein Führungswechsel an. Franz-Josef

Kühmann, der 37 Jahre lang die

Versicherungsagentur in Langenberg an der

Hauptstraße und auch die Zweigstelle in St.

Vit an der Kleestraße geführt hat, möchte nun

kürzertreten und hat mit Anas Qayomi einen

perfekten Nachfolger gefunden. Das ist für den

67-Jährigen eine große Erleichterung, denn immerhin

hat er die Agentur schon von seinem

Vater übernommen. Der inzwischen vierfache

Großvater möchte mehr Zeit mit der Familie

verbringen, aber sich auch eine Auszeit gönnen

in der »Auszeit«. Denn so heißt die Saunaanlage

in Langenberg, die er 2023 übernommen hat.

Dort will er sich demnächst mehr einbringen,

wird aber auch weiterhin mit Rat und Tat seinem

Team der Provinzial zur Verfügung stehen.

Der 35-jährige Anas Qayomi ist in Wiedenbrück

aufgewachsen, hat dort zunächst die

Piusschule besucht und anschließend die Osterrath-

Realschule. Im Anschluss hat er sein

Abitur am Ratsgymnasium abgelegt. Schon

früh hat er sich in der Jugendarbeit von St.

Pius engagiert und Nachhilfe gegeben. Bei der

Volksbank hat er eine Ausbildung zum Bankkaufmann

gemacht und war in Verl in der Anlagen-

und Vermögensberatung tätig. 2014 hat

Qayomi zur R+V Versicherung gewechselt und

hat dort zehn Jahre das Versicherungsgeschäft

von der Pike auf gelernt. In dieser Zeit war er

auch für den Bereich Langenberg tätig. Dort hat

er die Wurzeln gelegt für seine Selbständigkeit.

In diesem Jahr sind Kühmann und Qayomi als

Partner unterwegs und ab Januar 2026 wird

die Agentur ausschließlich »Provinzial Qayomi«

heißen.

Für einige Zeit war die Zweigstelle St. Vit

ein bisschen stiefmütterlich behandelt worden.

Nach der Corona-Pandemie hat man zum

Rhythmus der geregelten Öffnungszeiten nicht

zurückgefunden. Das hat sich nun geändert.

Dreimal in der Woche ist das Büro in der Kleestraße

22 für die St. Viter oder auch den Kunden

aus Batenhorst und dem Umland geöffnet.

»Es wird immer ein kompetenter Ansprechpartner

vor Ort sein, der den Kunden zur Seite

steht«, betont Qayomi.

1 Zwei, die sich verstehen. Franz-Josef Kühmann gibt sein Geschäft mit gutem Gewissen in die jüngeren Hände von

Anas Qayomi.

Gerade Kundennähe, gute Beratung, Service

und ein freundlicher Umgang liegen ihm ganz

besonders am Herzen.

Mit seinem fünfköpfigen Team, das sich optimal

aus erfahrenen Mitarbeitern und jungen

Nachwuchskräften zusammensetzt, möchte er

insbesondere auch jüngere Kunden gewinnen.

Drei Mitarbeiter haben eine Bankkaufmannausbildung

und die anderen sind Versicherungsfachkräfte.

Eine junge Frau absolviert gerade

ihre Ausbildung dort. Das will Anas Qayomi

auch weiterhin so handhaben, dass er seine

Fachkräfte selber ausbildet.

Schon längst nicht mehr ist eine Versicherung

nur Ansprechpartner für die Klassiker wie

Hausrat, Haftpflicht oder KFZ-Versicherung.

Themen wie Absicherung und Altersvorsorge

seien wichtiger denn je. Private Unfallversicherung,

Krankenzusatz oder auch Digitale Versicherungen

würden gerade jüngere Kunden beschäftigen.

Berufsunfähigkeitsversicherungen

gibt es bei der Provinzial-Versicherung bereits

für Schüler ab 10 Jahren mit einem sehr preisgünstigem

Einstiegspreis. »Wir merken in den

letzten Jahren, dass sich junge Menschen mit

dem Thema Zukunft extrem beschäftigen und

dabei möchten wir behilflich sein«, so Qayomi.

Das Versicherungsgeschäft hätte nun mal viel

mit guter und ehrlicher Beratung und Vertrauen

zu tun. Und das genau möchte er anbieten. Er

würde auch antizyklisch arbeiten, sein Team

verstärken, statt verkleinern und auch an der

Geschäftsstelle St. Vit festhalten, um auch dort

präsent zu sein. Zuverlässigkeit ist ein weiteres

Stichwort, das dem 35-Jährigen wichtig ist,

denn »wer einen Schaden hat, möchte auch

schnelle Hilfe haben und nicht vertröstet oder

hingehalten werden«. Zudem hat er sich mit

seinem Team auf die Fahnen geschrieben, die

Versicherungen der Kunden regelmäßig zu checken,

um zu schauen, ob sie wirklich optimal

versichert sind, ob es womöglich Einsparpotenzial

gibt oder nachgebessert werden muss,

damit es im Schadensfall nicht zu bösen Überraschungen

kommt.

wl

Die Geschäftsstelle St. Vit in der Kleestraße 22

hat montags und mittwochs von 8.30 bis 12.20

Uhr und von 14.30 bis 17.30 sowie freitags von

8.30 bis 12.30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung

geöffnet. Tel. 05242/377676, E-Mail:

Qayomi@provinzial.de. Die Geschäftsstelle in

Langenberg in der Hauptstraße 27 ist täglich

geöffnet. Tel. 05248/7788 (WhatsApp-fähig).

1 Das Provinzial-Team mit: (v. l.) Claudia Fidora, Marlene Bayer, Franz-Josef Kühmann, Anas Qayomi, Melike Ersavas,

Volker Richter und Leana Döhring

Das Stadtgespräch

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Donnerstag, 27.11.2025

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Das Stadtgespräch

77


Termine

1

Mit viel Liebe zum Detail wird Gütersloh um 1900 (hier: Hof Teckentrup) anschaulich.

2

Krippenfiguren

Bitte beachten Sie weitere Termine

aus unserer November-Ausgabe.

November

MI 19

8.00 Gütersloh um 1900 –

Erweiterte Ansichten

Durch das Gütersloh von vor 125 Jahren

wandeln – mit der Ausstellung von

Norbert Jebramcik wird eine solche

Zeitreise möglich. Bis zum 5. Januar

präsentiert der Gütersloher Modellbauer

auf 80 m 2 in der Galerie im Forum

der Stadthalle Gütersloh an die

700 Häuser aus Karton – rund 85 %

der um 1900 bebauten Fläche des Gütersloher

Stadtgebiets. Eintritt: frei.

Öffnungszeiten: Mo–Fr 8–12 Uhr, sowie

zu Veranstaltungen in der Stadthalle

und nach Vereinbarung.

9.00 Birgit Schelp:

»Der Kreis schließt sich«

Mit dem Pinsel oder gleich dem ganzen

Farbtopf wird gespritzt, Farbe

direkt auf die Leinwand geschüttet

oder getropft: Action Painting erfordert

Mut, denn zurücknehmen oder

korrigieren kann die Künstlerin bei

dieser Technik nichts. Ihre Kunst entsteht

durch Emotion, die auf Leinwand

trifft. Bis heute wurden Birgit Schelps

Bilder in mehr als 25 Ausstellungen

gezeigt. Ein Visuelles Erlebnis bis zum

2. Januar im BeratungsCenter Wiedenbrück

der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück,

Wasserstr. 8–12. Öffnungszeiten:

Mo–Fr 9–12.30 Uhr + Mo–Di &

Do 14.30–18 Uhr + Fr 14–16 Uhr. Weitere

Infos: birgit-schelp-malerei.de

1

Fotos: Strothenke

14.00 Droste Digital –

Handschriften-Räume-Installationen

Zum ersten Mal macht eine Ausstellung

die digitalisierten Handschriften

der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff

zugänglich. Sie zeigt die

fast mikroskopisch kleine Handschrift,

die winzigen, kaum lesbaren Buchstaben,

die sich dicht an dicht auf den

Seiten drängen und das Papier mit

zahlreichen Korrekturen füllen. Sie

gehören zum Meersburger Nachlass,

der mit 1500 Textseiten ungefähr zwei

Drittel des gesamten Nachlasses der

Schriftstellerin umfasst. Der herausragende

Kulturschatz besteht aus sehr

unterschiedlichen Textsorten, zum

Beispiel Reinschriften von und Entwürfe

zu Gedichten, Motivsammlungen,

Briefe sowie Notizen, Quittungen

und Listen. Mit diesen Texten von Annette

von Droste-Hülshoff haben sich

Schriftsteller/innen und Künstler/innen

beschäftigt und so einzelne Räume

der Ausstellung auf Burg Hülshoff

gestaltet. Die Räume und Installationen

werden im Museum für Westfälische

Literatur nachgebildet. Zudem

wird dort »Von Hand erzählt – Die Tagebücher

der Jenny von Droste-Hülshoff«

gezeigt. Die Vertraute und Unterstützerin

ihrer Schwester Annette

war eine Persönlichkeit, die mit bemerkenswerter

Akribie ihr Leben dokumentierte.

Ihre bisher weitgehend

unbekannten Aufzeichnungen eröffnen

spannende Perspektiven auf Erziehung

und Bildung, kulturelles und

gesellschaftliches Leben, Religionspraxis

und das Selbstverständnis des

Adels im 19. Jahrhundert. Ausstellung

auf dem Kulturgut Haus Nottbeck bis

8. Februar. Sie bestimmen Ihren Eintrittspreis

selbst. Öffnungszeiten: Di–

Fr 14–18 Uhr, Sa, So, feiertags 11–18 Uhr.

Infos: www. kulturgut-nottbeck.de.

MO 24

9.00 Winzige Welten

Aus oft einfachen Materialien wie

Holz, Papier, Kunststoff und Kleber

lässt die Gütersloher Miniaturkünstlerin

Gisela Walkenhorst mit Schere,

Lineal, Pinzette und Lupe lebendige

Miniaturszenen mit vielen liebevollen

Details entstehen. In jeder Szene

gibt es viel zu entdecken – man muss

nur genau hinsehen. Die Werke werden

bis zum 20. Dezember im Flur

des Klosters Wiedenbrück ausgestellt.

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–12 Uhr und

14–17 Uhr oder nach Vereinbarung. Eintritt:

frei. Ohne Reservierung.

14.30 Christkindlmarkt

Ort: Marktplatz in Wiedenbrück. Bis

23. Dezember. Öffnungszeiten: Mo–

Fr 14.30–21 Uhr, Sa 12–22 Uhr, So 12–21

Uhr. So 30. November: Die Geschäfte

öffnen 13–18 Uhr. Infos vorn.

17.00–19.00 Offener Trauer-Treff

Nach dem Tod eines geliebten

Menschen ist vieles ungewohnt, neu

und schwierig. Das Gespräch in einer

geschützten Atmosphäre kann beim

Weg der Trauer helfen. Ort: Caritas

Tagespflege, Nadelstr. 8, Rheda. Infos

bei Thomas Plugge, Cari tasverband für

den Kreis Gütersloh, Tel. 05242/1821120

oder plugge@ caritas-guetersloh.de.

Weiterer Termin: Mo 15. Dezember.

DI 25

15.00–17.30 Gemeinsam gegen Elektroschrott:

Reparieren statt Entsorgen

Der Toaster ist defekt, der Haartrockner

streikt, das Handy liegt mit Wackelkontakt

in der Schublade? Unter dem

Motto »Elektroschrott vermeiden – Reparieren

statt Wegwerfen« öffnet die

Wertstoffwerkstatt des Ecowest Verbundes

am Westring 10 in Ennigerloh.

Gemeinsam mit mehreren Repair Cafés

wird kostenlos Hilfe zur Selbsthilfe angeboten:

Bürgerinnen und Bürger können

ihr defektes Kleingerät mitbringen

und sich kostenlos zeigen lassen, wie

eine Reparatur gelingen kann. Löten,

Schrauben, Nachfragen – alles ist ausdrücklich

erlaubt. Anmeldung für einen

30-Minuten-Termin erforderlich unter

Tel. 02524/9307-430.

2

19.30 Begegnungen an der Krippe

Die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde

Rheda-Wiedenbrück lädt zu drei Themenabenden

in die Stadtkirche Rheda

ein: Di 25. November: Josef auf dem

Weg. Im Lukas-Evangelium macht sich

Josef mit der schwangeren Maria auf

den Weg nach Bethlehem zur Volkszählung.

Ist das eigentlich historisch?

Gab es Josef? Gab es die Volkszählung?

Und wenn nicht, was heißt das

für uns? | Di 9. Dezember: Der Kameltreiber:

»Und immer lauf ich hinterher!«.

Im Matthäus- Evangelium wird

von dem langen Weg der drei Weisen

aus dem Morgenland erzählt, die dem

neuen König der Juden ihre Aufwartung

machen. Natürlich haben die drei

Sterndeuter Personal dabei, so auch

den Kameltreiber, der sich um die

Reittiere kümmern muss. Wie geht es

dem? Und dann soll der Stall das Ziel

sein? Hat die Begegnung mit dem Jesuskind

in der Krippe für den Kameltreiber

eine Veränderung bewirkt? Sind

die Könige von ihrem »hohen Ross«

gepurzelt? Erzählen die Geschenke

Gold, Weihrauch und Myrrhe schon

etwas über den Weg Jesu? Ist die ganze

Geschichte die Konstruktion des

Verfassers? Und wenn das so ist, was

macht das mit uns? | Di 16. Dezember:

Der Hirtenjunge zwischen Angst

und Hoffnung. Im Lukas-Evangelium

kommt ein Engel zu den Hirten

und verkündigt ihnen: »Fürchtet euch

nicht!«. Eine Szene, die verwundert:

»Was, ausgerechnet bei denen?«. Und

da war auch der Hirtenjunge. Was bedeutet

die Engel-Begegnung für ihn?

Und was hat sich konkret für ihn nach

der Begegnung an der Krippe geändert?

Läuft Hoffnung ins Leere? Und

wo stehen wir? Sie sind eingeladen

den unterschiedlichen Menschen aus

den Weihnachts-Erzählungen nachzuspüren.

Dabei wird ein Bogen bis in

unsere heutige Zeit geschlagen.

19.30 Weihnachtskrippe in der

Stadtkirche Rheda

»Da wohnt ein Sehnen tief in uns

nach dir….« So heißt es in einem Lied,

und vielleicht ist das das Geheimnis,

warum so viele Menschen der

Advent berührt und anspricht. Dank

großzügiger Spenden konnte die Ev.

Versöhnungs–Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück

die Krippenfiguren

der St. Viter Holzbildhauermeisterin

Petra Rentrup anschaffen. Bis zum 3.

Advent werden diese in der Krippe in

der Stadtkirche wieder an 3 Stationen

zu sehen sein, ehe sie am Stall zusammenkommen.

Wer möchte, kann die

Geschichten in der Bibel nachlesen

und mit Anwesenden reden oder einfach

nur die schönen Figuren auf sich

wirken lassen. Öffnungszeiten (bis Silvester):

zur »offenen Kirche« Mi & Sa

10–12 Uhr, Fr 28. November, 5., 12. und

19. Dezember 15–17 Uhr, Mo 29. und Di

30. Dezember 15–17Uhr.

FR 28

15.00–16.00 Erlebt Liselotte mit

Alexander Steffensmeier!

In der Bibliothek Wiedenbrück entführt

Alexander Steffensmeier Kinder

ab 4 J. in die Welt der Bilderbücher.

Er zeigt, wie ein Bilderbuch erstellt

wird, zeichnet live seine Bilder und

liest spannende Geschichten aus seinen

beliebten Lieselotte-Büchern vor.

Eintritt: 5 €. Anmeldung ( begrenzte

Tln.-Zahl) unter Tel. 05242/90405,

stadtbibliothek@rh-wd.de oder persönlich

in den Bibliotheken Rheda

und Wiedenbrück. Weitere Infos: kuhlieselotte.de

ab 19.00 SpieleZeit im Küsterhaus

Eine abwechslungsreiche Auswahl an

Gesellschaftsspielen und kalte Getränke

stehen bereit. Eigene Spiele dürfen

gern mitgebracht werden. Ohne Anmeldung.

Infos: dorfaktiv.de

SA 29

18.00 Musikalischer

Abendgottesdienst

Der Christliche Popchor Cantiamo

(Ltg. Ulrike Nowak-Heil) sowie der

Partnerchor Libenter Canto aus der

St.-Bonifatius-Gemeinde Lippstadt

(Ltg. Christa Backmann) stimmen gemeinsam

in der St.-Clemens-Kirche

auf die Weihnachtszeit ein.

78 Das Stadtgespräch


19.30 Ein Abend mit Thomas Kade

und Thorsten Trelenberg

Die fünf Bücher mit Gedichten und

Geschichten zu den verschiedensten

Themen wie Natur, Krieg, Liebe, Stadtleben

zeigen die intensive Zusammenarbeit

der beiden als Autoren und

Herausgeber. Seit über zehn Jahren

organisieren sie Projekte und geben

Bücher heraus, machen gemeinsame

Lesungen und literarische Spaziergänge.

Insbesondere die jüngste Veröffentlichung

»Das Elend von Krieg und

Liebe« ist hochaktuell und setzt sich

in Gedichten mit Ursachen, Verbrechen

und Möglichkeiten von Liebe in

den vielen Kriegen auseinander, ohne

einer bestimmten Partei, einem Land

die Schuld zuzuschieben. Auf dem

Kulturgut Haus Nottbeck lesen sie daraus.

Tickets im VVK je 12 € / 10 € (zzgl.

Gebühren) unter kulturgut- nottbeck.

reservix.de | AK je 14 € / 12 €. Infos:

www.kulturgut- nottbeck.de

20.00 Dahamwadi Bescherung 2025

Heinz Flottmann & L. M. Klause

Immer deutlicher schält sich OWL als

Wiege vieler heute verbreiteten Weihnachtsgesänge

heraus. Hier begannen

sie ihren Siegeszug in die Welt. Heinz

Flottmann und seine High-Liga-Band

entdecken unermüdlich neue Funde.

Zahllose große Künstler wie Alphaville,

T. Rex, Patti Smith, Beatles, Robbie

Williams, Cat Stevens, Manfred Mann

haben sich – von unbewusst bis ungeniert

– dieses musikalischen Erbes

bedient. Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit,

die alten Weihnachts-Originale

in ihrer schlichten Eleganz zu

hören. Musik & Kabarett mit Songs,

Geschichten, Trends, guter Laune,

Glühwein und Lagerfeuer im/am Küsterhaus.

Eintritt: 15 €. Bestellung unter

info@vitart.de. Infos: vitart.de

SO 30

5.00 Das »Rhedaer Adventssingen«

»Macht hoch die Tür, die Tor machtweit…«

singen die Rhedaer Adventssängerinnen

und -sänger am 1. Adventssonntag,

das erste Mal vor der ev.

Stadtkirche. Danach trennen sich die

zwei Fahrradgruppen und singen an

vielen verschiedenen Orten der Stadt

die 1. Strophe des Adventsliedes, z.B. an

der Schlossmühle, bei Privatpersonen

und vor und in den Senio renheimen.

Dort stehen häufig Plätzchen und Getränke

zur Stärkung und zum Aufwärmen

bereit. Mer mag, geht zum Abschluss

zum Frühstücken. An jedem

Adventssonntag wird ein anderes Lied

gesungen, so wie schon in den letzten

Jahrzehnten. Damit diese schöne Tradition

erhalten bleibt, benötigen die Adventssänger/innen

Verstärkung. Kommen

Sie doch einfach frühmorgens

mit dem Fahrrad zur Stadtkirche. Bei

Fragen wenden Sie sich bitte an Rudolf

Frank Tel. 05242/400227. Wenn Sie Fotos

vom Adventssingen aus »früheren«

Zeiten haben oder etwas aus den Anfängen

berichten können, melden Sie

sich bitte bei Herrn Frank oder bei Birgit

Götz: birgit.goetz@angekreuzt.de

14.00 Game Day

Ob Brettspiele, Kicker, Carrerabahn,

Hüpfburg, Bingo oder IPS-Spiel: Der

JKR lädt zum 12. Mal ein, vorbeizukommen.

Waffeln und Getränke werden

angeboten. Ort: Stadthalle. Infos:

jugendkulturring.com

19.00 Frauenchor Era

Die preisgekrönte A-Cappella-Gruppe

ÉRA aus Mazsalaca in der Region Valmiera

in Lettland kommt in die Stadtkirche

nach Rheda zu einem festlichen

Konzert mit lettischen Winter- und

Weihnachtsliedern in beeindruckender

Mehrstimmigkeit. Eintritt: frei – Spende

am Ausgang zur Deckung der Kosten

der Konzertreise erbeten.

Dezember

MO 1

meist 18.00–19.00 Treffpunkt Advent:

»Stern in dunkler Nacht«

Konfessionsunabhängige Aktion der

Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde

Mo–Fr bis 23. Dezember in Rheda und

Wiedenbrück. Vor adventlich gestalteten

Fenstern trifft man sich zu Liedern

und Gesprächen und – wenn gewollt

– mit Gebäck und warmen Getränken.

Eine Kerze und Liederzettel werden

von Fenster zu Fenster weitergereicht.

Die Adressen finden Sie unter

www.angekreuzt.de. Nähere Information

erteilt Birgit Strothenke unter Tel.

05242/931587 oder bistro1@web.de.

DI 2

15.30–17.00 Rheuma-Café

Kaffeetrinken, Klönen und Erfahrungsaustausch

in vorweihnachtlicher Atmosphäre:

Die Arbeitsgemeinschaft

der Rheuma-Liga Rheda-Wiedenbrück

lädt ein. Gäste sind willkommen. Treffpunkt:

»Stall« des Kloster-Gästehauses.

19.15–21.30 »Kinder und Schlaf« –

Online-Vortrag für Eltern

Schlafen tut gut und ist gleichzeitig

manchmal ganz schön schwer. Auch

für die Kleinsten kann das Ein- und

Durchschlafen eine Herausforderung

sein. Dazu berichtet Diplom-Sozialarbeiterin

Ulrike Buchholz und gibt

Tipps für erholsamere Nächte für alle

Familienmitglieder. Das Caritas-Kreisfamilienzentren

Langenberg, Herzebrock-Clarholz

und Schloß Holte-Stukenbrock

und das Stadtfamilienzentrum

Rheda-Wiedenbrück laden in

Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte

Oelde-Neubeckum herzlich

ein. Ohne Kosten. Anmeldung

und Infos unter fbs-oelde.de/produkt/

kinder-und-schlaf-online

19.30 Tommy Soleil: Winterkonzert

»Während sich die Landschaft um

die Kreuzkirche Wiedenbrück herum

in den Winterschlaf begibt, lässt der

junge Pianist den Abend mit Klavier

& Gesang lebendig werden. Mit Musik

von Tschaikowsky bis Coldplay,

von den amerikanischen Winterklassikern

über französische und skandinavische

Lieder bis hin zu Mariah Carey

nimmt Tommy Soleil sein Publikum

mit auf eine winterliche Reise. Eintritt:

20 € / 10 € (Schüler, Studenten, U18,

Menschen mit Behinderung). Tickets

unter tommysoleil.com, bei Bücher

Güth und der Flora Westfalica. Einlass:

19 Uhr.

MI 3

16.00–21.00 Adventskrämchen

Weihnachtsmarkt auf dem Rhedaer

Doktorplatz. Auch Do 4. Dezember 16–

21 Uhr, Fr 5. Dezember 16–22 Uhr, Sa 6.

Dezember 14–22 Uhr und So 7. Dezember

13–21 Uhr (die Geschäfte haben

verkaufsoffen 13–18 Uhr). Infos vorn.

3

Artur Töws, Ute Stevener, Bärbel Page und Marco Beuermann

4

Gemeinsames Weihnachtssingen auf dem Reckenberg

20.00–22.00 Schmerzhafte Schulter

Dr. Sumar Abd Ali, leitender Oberarzt

im St. Vinzenz Hospital, erklärt

im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal),

was hinter Beschwerden stecken kann

und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten

es gibt. Ohne Gebühr.

Eine vorherige Anmeldung über die

Zentrale der VHS ist erforderlich.

DO 4

13.30 Seniorenwanderung mit Besuch

des Weihnachtsmarktes in Warendorf

Der SGV Gütersloh lädt auch Gäste ein,

mitzukommen. Treff: Möbelmarktparkpl.

an der Bielef. Str. 26 in Gütersloh.

Infos: Uschi Ries, Tel. 05247 / 405353 u.

Lothar Möller, Tel. 02583 / 2233.

19.00 Es weihnachtet sehr –

dank Feuerwehr

Die Gemeindestiftung »Via Nova« lädt

zu ihren weihnachtlich-humo ristischen

Benefiz-Veranstaltungen ein. Bärbel

Page, Ute Stevener, Artur Töws und

Marco Beuerman präsentieren lustige

Geschichten und Satiren rund um die

Advents- und Weihnachtszeit. Termin

1: Buchhandlung Güth (begrenzte Sitzplätze,

Anmeldung erbeten). Termin 2:

So 14. Dezem ber, 17 Uhr in der Wiedenbrücker

Kreuzkirche. Eintritt: jeweils

frei – Kollekte die Stiftung »Via Nova«

der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde.

FR 5

15.30 Musikalischer Winternachmittag

mit Kater Kati

Kinderrock und Elternpop: Das Unplugged-Konzert

für die ganze Familie

(ab 3 J.) im Refektorium des Klosters

3

Termine

lädt zum Tanzen, Mitsingen und Kuscheln

ein. Familienticket: 7 € (2 Pers.) /

10 € (3–5 Pers.). Tickets unter klosterwiedenbrueck.de,

im Kloster (Mo–Fr

9–12 Uhr und 14–17 Uhr) oder an der TK.

18.30–20.00 Von guten Mächten:

Literarisch-musikalischer Advent

Besinnliches in Texten (bekannter Autoren,

ergänzt durch Neuentdeckungen

und beliebte Weihnachtsgeschichten)

mit Burkhard Schlüter (Rezitator)

und im Wechsel mit Musik von Harald

Gokus (Orgel) bei Kerzenschein in St.

Clemens. Eintritt: frei.

SA 6

11.00–11.30 Eine Kleine Marktmusik

Mit dem Rotkreuzchor des DRK Rheda-Wiedenbrück

(Ltg. Gabriele Berger)

in der Stadtkirche. Eintritt: frei – Spende

am Ausgang erbeten.

15.00–17.00 ErzählCafé

Dorf aktiv lädt ins Küsterhaus. Bei

Kaffee und Kuchen werden kleine Geschichten

von erstaunlichen, kuriosen

und lustigen Begebenheiten aus der

Dorfgeschichte erzählt. Eine Gebühr

von 5 € für Kaffee, Kuchen und eine

kleine Nikolausüberraschung wird zu

Beginn eingesammelt. Anmeldung erforderlich

bis Mo 1. Dezember bei Ludger

Vollenkemper, Tel. 0160/ 1560566.

SO 7

11.00–12.30 Öffentliche Führung

durch die Wiedenbrücker Altstadt

Treffpunkt: Adenauerplatz. Kosten:

5 €. Ohne Anmeldung. Infos:

flora-westfalica.de.

Das Stadtgespräch

79


Termine

5

Mellow: Blow your Mind!

6

God save the Queen – Q-Revival-Band

17.00 Gemeinsames Weihnachtssingen

auf dem Reckenberg

Zusammen mit dem heimischen Chor

»The Voice Company« bietet das Kloster

Wiedenbrück ein stimmungsvolles Programm

für alle Generationen. Es können

garantiert alle mitmachen, denn

die Ohrwurm-Dichte ist hoch. Die Texte

werden auf einer großen Leinwand angezeigt.

Der Eintritt ist dank Unterstützung

zahlreicher Unternehmen und

Personen frei. Einlass: ab 16.30 Uhr.

DI 9

18.30–21.00 Benefizkonzert mit dem

Landespolizeiorchester NRW

Unter dem Motto »Gutes hören. Gutes

tun.« kommt das Landespolizeiorchester

NRW unter der Schirmherrschaft

des Gütersloher und Rheda-Wiedenbrücker

Bürgermeisters mit einem vielseitigen

Programm ins Theater Gütersloh

– unterstützt vom »singenden Kommissar

aus Aachen«, Kriminalhauptkommissar

Oliver Schmitt. Moderation:

Matthias Traeger (Radio Gütersloh).

Der Erlös geht an die Gütersloher Projekte

»Nische« der AWO Gütersloh

und »Sprungbrett« der ash GmbH Gütersloh.

Veranstalter: Lions Club Rheda-Wiedenbrück

2024 e. V. Karten im

VVK je 20 € (Barzahlung) u. a. bei Neue

Zeiten, Kirchstr. 1 Mo–Fr 9.30–12.30 &

14.30–18.30 Uhr, Sa 9.30–16 Uhr. AK 22 €

(solange der Vorrat reicht).

20.00–22.30 Kai Magnus Sting & das

Spardosen-Terzett

Jedes Jahr feiern sie Weihnachten.

Aber nicht so, wie man sich das für

gewöhnlich vorstellt. Nein, sie feiern

4

Foto: Christoph Börgmann – www.bogie.rocks

Foto: Maris Rietrums

beswingt, jazzig und hochmusikalisch.

Und Kai Magnus Sting ist wie

immer sprachlich brillant, chaotisch

bis verzweifelnd und umwerfend komisch.

Und wenn in den Erzählungen

letztendlich an Heiligabend alles im

Chaos zusammenbricht und sich danach

alle verzweifelt in den Armen liegen

und das Spardosen-Terzett musiziert,

dann ist klar: Jetzt ist Weihnachten.

Ort; Stadthalle. Karten: ab 26,50 €

im VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.

DO 11

20.00–22.30 Wolfgang Trepper

Wenn Kabarettist Wolfgang Trepper

loslegt, gibt es kein Halten mehr: Er

poltert, regt sich auf, analysiert Politiker

und Fernsehmoderatoren, Serien

und Fußballdramen – und natürlich

Schlagertexte. Für sein Publikum hat

er sich wieder stundenlang vor die

Glotze gesetzt, um einen Überblick

zu geben, was man alles nicht sehen

muss... Kabarett in der Stadthalle. Einlass:

19 Uhr. Karten ab 31,50 € im VVK

bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter florawestfalica.de.

FR 12

18.00 SpieleTreff im Kloster

Bei bekannten und neuen Strategie-

Spielen sind Einsteiger ebenso willkommen

wie Experten. Der Spaß und

das Treffen anderer Leute stehen im

Vordergrund. Eigene Spiele können

gern mitgebracht werden. Eintritt: frei.

Ohne Reservierung.

19.00 Brauseboys

»Auf Nimmerwiedersehen 2025«

Wer stürzt über die Muskaffäre, ist

ein Ami als Heiliger Vater unfehlbarer

als der große Zolltroll und wer steckt

eigentlich hinter der großen Welsverschwörung?

Mit Satire und Liedgut

von Klavier, Ukulele und Blatt und

mit bewegten Bildern von der Wand

präsentieren die Brauseboys gewohnt

multimedial ihren traditionellen Jahresrückblick.

Auch auf dem Kulturgut

Haus Nottbeck nehmen sie das

Wahnsinnsjahr 2025 an die Hand und

führen es in die Klapse der Geschichte.

Tickets im VVK je 16 € / 14 € (zzgl.

Gebühren) unter kulturgut- nottbeck.

reservix.de | AK je 18 € / 16 €. Infos:

www.kulturgut- nottbeck.de

19.00–20.30 Treffpunkt Meditation:

Schweige und Höre

Die Kraft der Stille entdecken, bei sich

selbst ankommen und in der Gegenwart

Gottes einfach da sein. Seminar

mit Pfarrer und Meditationslehrer Rainer

Moritz im Gemeindehaus, Bolandstraße

15, Herzebrock-Clarholz. Ohne

Anmeldung. Ein Angebot des Erwachsenenbildungsreferats

im Ev. Kirchenkreis

Gütersloh.

SA 13

14.00–17.00 RepairCafé

Eigene Gegenstände mitbringen und

unter Anleitung selbst reparieren.

Preis: Spende nach eigenem Ermessen.

Ort: Osterrath-Realschule, Burgweg 19.

SO 14

16.00 Adventskonzert

Mit den Aegidius-Chören (Ltg. Christian

Ortkras) in St. Aegidius. Eintritt:

frei – Türkollekte.

16.00–18.00 Schnuppertreffen

Lesekreis »Kultur & Kapitel«

Gemeinsam lesen, lauschen, nachdenken

– und in den Austausch treten

über Literatur, die bewegt. Ob zeitgenössischer

Roman, Klassiker oder

literarische Entdeckung – jedes Treffen

widmet sich einem ausgewählten

Werk. Moderiert wird die Runde durch

das Team des Lesekreises auf dem Kulturgut

Haus Nottbeck. Ort: Bibliothek

im Museumsgebäude. Keine Vorbereitung

notwendig. Anmeldung unter

museum@kulturgut-nottbeck.de

17.00 Blasmusik und

Weihnachtssingen

Die St. Viter Bläsergruppe stimmt

am / im Küsterhaus auf die weihnachtlichen

Festtage ein.

DI 16

19.00 Die Welt im Umbruch,

Deutschland im Aufbruch

Der (Kultur)-Politische Salon feiert

Premiere: Als erster Gast der Veranstaltungsreihe

ist der deutsche Journalist

und Rundfunkmanager Thomas

»Tom« Buhrow auf der Nottbecker-

Kulturbühne. Der studierte Geschichtsund

Politikwissenschaftler blickt

auf eine große Karriere zurück:

Er war Intendant des Westdeutschen

Rundfunks, Vorsitzender der

ARD und Moderator der Tagesthemen.

Eintritt: frei. Anmeldung auf

museum@ kulturgut-nottbeck.de

erforderlich. Infos: www. kulturgutnottbeck.de

20.00–22.30 Die großen 7:

Eine Weihnachtsgeschichte

Die sozialkritische Erzählung über den

alten Geizhals Ebenezer Scrooge, der

am Vorabend des Weihnachtsfests

von vier Geistern heimgesucht wird

und durch sie seine Menschlichkeit

wiederentdeckt, ist ein Klassiker. Der

erfolgreiche Regisseur und Produzent

Martin Mühleis hat zusammen mit

dem Komponisten Libor Síma in seiner

Neufassung ein musikalisches Bühnenmärchen

geschaffen, das in seiner

Ästhetik an alte Schwarzweißfilme erinnert

und mit Elementen literarischer

Revuen spielt. Szenische Lesung mit

Musik nach Charles Dickens, dargeboten

vom sagas.ensemble in der Stadthalle.

Restkarten: ab 22 €. Tickets im

VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter

flora- ticket.de. Einlass: 19.30 Uhr.

MI 17

19.15–21.30 LittMitt: Gottfried Keller –

Züricher Novellen/Hadlaub

Vortrag von Dr. Rüdiger Krüger in der

Kinderbibliothek der Stadtbibliothek

Wiedenbrück über einen der bedeutendsten

deutschsprachigen Schweizer

Autoren des 19. Jh. Gebühr (auch

für online): 10 €. Anmeldung unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139 oder

aleksandra. matuszak@vhs-re.de

DO 18

20.00–22.00 musica da camera: Weihnachtskonzert

»Merry Harmonica«

Ein internationales Weihnachtsrepertoire

mit einem modernen, stilistisch

offenen Zugang – stimmungsvoll,

ohne kitschig zu sein, charmant,

virtuos und mitreißend. Konzert mit

Konstantin Reinfeld (Mundhamonika)

und Benyamin Nuss (Klavier) in

der Orangerie. Restkarten: ab 26 € /

erm. 13 €. Tickets im VVK bei der Flora

Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.

05242/9301-0 bzw. unter flora- ticket.

de. Einlass: 19.30 Uhr.

FR 19

20.00–22.30 Martin Reinl &

Carsten Haffke: Puppen gucken

Die Stars aus der »Wiwaldi Show«,

»Zimmer frei« und den »RTL Puppenstars«

feiern mit Ihnen die größten

TV-Momente aus 100 Jahren und verraten

Geheimnisse, von denen selbst

Hardcore-Nerds noch keine Ahnung

hatten. Wussten Sie, dass das alte Zirkuspferd

Horst-Pferdinand schon mal

in einer Weltraumserie mitgespielt hat?

Dass Wiwaldi & Kakerlak fast mal »Wetten

dass…« moderiert hätten? Und dass

Charming Traudl sämtliche Fernsehmelodien

nachnuscheln kann? Schwelgen

Sie mit über 40 Puppen in nostalgischen

Erinnerungen und werfen Sie

gleichzeitig auch einen Blick in die Zukunft.

Wenn Sie einen Abend erleben

wollen, bei dem Sie endlich mal wieder

herzhaft lachen können, dann kommen

Sie Puppen gucken! Brandneue Comedyshow

in der Stadthalle. Karten: ab

27,90 € im VVK bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.

SA 20

11.00–13.00 Puppentheater Pulcinella

Das Bielefelder Figurentheater präsentiert

im Refektorium des Klosters

das Stück »Kathi Braun und der

80 Das Stadtgespräch


Weihnachtsmann«. Darin gerät der

Weihnachtsmann von einer Fast-Katastrophe

in die Nächste: Der neue

supermoderne Weihnachtsschlitten

hat eine Motorpanne und der Berg an

Geschenken wird jedes Jahr riesiger.

Und überdies schickt ihn auch noch

das Navi in zig verschiedene Richtungen!

Doch dann helfen Kathi und ihr

Stoffhase Frederick dem überforderten

Weihnachtsmann aus der Patsche ...

Geeignet für Kinder ab 3 J. Familienticket:

(2 Pers.) 7 € / (3–5 Pers.) 10 €.

Tickets gibt es unter kloster-wiedenbrueck.de,

Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17

Uhr im Kloster oder an der Tageskasse.

17.00 LeseWinter im Klostergarten

Lustig, besinnlich, erstaunlich, lehrreich

oder verrückt: Das Team hat besondere

Wintergeschichten ausgesucht

und liest sie bei Lichterglanz,

Glühwein und kleinen Leckereien vor.

Eintritt: frei. Ohne Reservierung.

19.00–21.30 Mellow: Blow your Mind!

Magie & Illusionen live!

Der sympathische Magier im Kapuzenpulli

ist Deutscher Meister der Zauberkunst

und stellt mit kreativen Illusionen

und humorvollem Storytelling

Deine Welt auf den Kopf: Neuartige holographische

Videoeffekte treffen auf

handgemachte Magie und interaktive

Illusionen. Mellow erweckt Polaroid-

Fotos zum Leben, bricht in den Tresor

einer Banknotendruckerei ein und

verwandelt einfaches Papier in endlos

viele Geldscheine, fängt mit einem

Teleskop das Licht einer Sternschnuppe

ein und lässt unzählige Glühwürmchen

durch den Raum fliegen ... Show

für die ganze Familie (empf. ab 12 J.) in

der Stadthalle. Karten: ab 29,95 € im

VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter

flora- ticket.de. Einlass: 18 Uhr.

MI 24

15.00 Krippenfeier

Mit den Kinderchören in St. Aegidius.

17.00 Familienchristmette

Mit der Mädchenkantorei und dem

Knabenchor in St. Aegidius.

22.30 Christmette

Jugendchöre und Ehemalige singen zu

diesem Anlass in St. Aegidius.

DO 25

10.30 Hochfest der Geburt des Herrn

Mit dem Kammerchor in St. Aegidius.

17.00 Festvesper zum Hochfest der

Geburt des Herrn

Ort: St. Aegidius.

18.30 Hochfest der Geburt des Herrn

Mit dem Kirchenchor Wiedenbrück in

St. Pius.

FR 26

10.30 Lateinisches Hochamt

Mit der Choralschola in St. Aegidius.

SA 27

16.00 SpieleZeit Spezial

»Weihnachten«

Eine abwechslungsreiche Auswahl an

Gesellschaftsspielen und kalte Getränke

stehen im Küsterhaus bereit. Eigene

Spiele dürfen gern mitgebracht werden.

Mitbringbuffet. Ohne Anmeldung.

5

DI 30

20.00–22.30 God save the Queen

Europas beste Queen-Coverband sorgt

für eine unvergessliche Rocknacht!

Fast so, als ob Queen mit Freddie Mercury

leibhaftig auf der Bühne stände,

so authentisch performt die Q-Revival-Band

live die Hits der britischen

Mega-Rocker. Ob »Bohemian Rhapsody«,

»We will rock you«, »It’s a kind of

magic« oder »Another one bites the

dust«, diese Show hat alle Superhits.

Sogar die Instrumente und Gitarrenverstärker

sowie zahlreiche Requisiten

entsprechen den Originalen. Eine musikalische

Zeitreise mit überraschenden

Showeinlagen und aufwändigen

Lichteffekten durch das Gesamtwerk

der größten Rockband aller Zeiten in

der Stadthalle. Karten: ab 37,40 € im

VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter

flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.

Januar

FR 2

18.00 2 stimmungsvolle Kerzenschein-Konzerte

in Wiedenbrück

Über 2.000 Kerzen verwandeln die

Wiedenbrücker Kreuzkirche in eine

stimmungsvolle Atmosphäre. Ab 18

Uhr spielt die Pianistin Melanie Peoski

eine feinfühlige Auswahl an Werken

von Ludovico Einaudi, darunter »Una

Mattina«, »Experience« und » Nuvole

Bianche«, ergänzt durch epische Filmmusik

von Hans Zimmer. Darüber

hinaus interpretiert sie gefühlvolle

Crossover-Arrangements moderner

Popmusik. Einlass: 17.30 Uhr | Ab 20

Uhr präsentiert Pianist Filip Peoski ein

atmosphärisches Crossover-Programm

mit emotionalen Arrangements bekannter

Coldplay-Songs und moderner

Popmusik. Seine Musik verbindet

klassische Klangwelten mit zeitgenössischen

Melodien. Einlass: 19.40 Uhr.

Eintritt: jeweils 25 € (freie Platzwahl).

Karten im VVK im Gemeindebüro der

Ev. Versöhnungs- Kirchengemeinde

und unter kerzenschein-konzert.de/

eintrittskarten. Weiterer Konzert-

Abend: Freitag, 6. Februar.

20.00–22.00 Rhythm of

the Dance: Tour 26

Über 7 Millionen Fans weltweit stehen

für über 25 Jahre Rhythm of the Dance.

Wie ein Blitz, hat das Spektakel mit

seinen pulsierenden Rhythmen, purer

Energie und melodischen irischen Klängen

in 50 Ländern rund um den Globus

eingeschlagen. Rhythm of the Dance

ist mehr als nur eine Tanzshow. Sie

nimmt das Publikum mit auf eine Reise

durch die irische Kulturgeschichte, die

durch lebendige Choreografien, dynamische

Inszenierungen und Live-Musik

erzählt wird. Flinke Füße, die in einer

atemberaubenden Geschwindigkeit,

faszinierend synchron über das Parkett

tanzen, aufwändige und sensationelle

Licht- und Soundeffekte, fantasievolle

Kostüme und fantastische Musik in der

Stadthalle. Einlass: 19 Uhr. Tickets: ab

41,95 € im VVK bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de. Einlass: 18 Uhr.

SA 3

20.00–22.30 Luciano –

3 Tenöre feiern eine Legende

2025 hätte einer der größten Opernsänger

aller Zeiten seinen 90. Geburts-

6

7

8

7

Filip und Melanie Peoski im Schein von 2000 Kerzen

8

Rhythm of the Dance

tag gefeiert: Luciano Pavarotti. In Erinnerung

an diesen unvergessenen

Künstler möchten die drei Ausnahmetenöre

Johannes Groß, Oscar Marin

und Ricardo Marinello ihr großes Idol

feiern und dabei die wunderbaren Arien

und Lieder, mit denen Luciano Pavarotti

berühmt geworden ist, erklingen

lassen – 100 % live und ohne Mikrofone.

Werke von Verdi, Puccini oder Donizetti

stehen genauso auf dem Programm

wie beliebte italienische Kanzonen,

z. B. »Nessun dorma«, »’O sole

mio«, »Caruso«, »La donna è mobile«,

»Torna a Surriento«, »E lucevan le stelle«,

»Funiculì, Funiculà«, »Vesti la giubba«,

»Mamma«, »Granada«. Die drei

stimmgewaltigen Sänger werden in der

Stadthalle von Tastenvirtuosin Claudia

Hirschfeld begleitet. Ein namhafter

Moderator reflektiert mit Geschichten

und Anekdoten das abwechslungsreiche

Leben von Luciano Pavarotti. Karten

im VVK ab 49 € bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-

0 bzw. unter flora- ticket.de. Einlass: 19

Uhr. Infos: luciano-konzerte.de

SO 4

11.00–12.30 Öffentliche Führung

durch die Wiedenbrücker Altstadt

Treffpunkt: Adenauerplatz. Kosten:

5 €. Ohne Anmeldung. Infos:

flora-westfalica.de.

15.30–17.00 Lotta kann fast alles

Lotta feiert ihren fünften Geburtstag

und kann eigentlich schon alles, sogar

Fahrrad fahren. Doch ihre Geschwister

meinen, sie sei noch zu klein dafür.

Sie borgt sich das große Fahrrad ihrer

Termine

Foto: privat

Foto: Wim Lanser / Martina McLaughlin

Nachbarin und saust gekonnt in den

nächsten Rosenbusch. Doch das hält

Lotta nicht davon ab, weiter mutig voranzugehen.

So rettet sie eigenhändig

das Osterfest mit Schokoladenweihnachtsmännern

und besorgt auf eigene

Faust einen Weihnachtsbaum ...

Kindertheater ab 4 Jahren nach Astrid

Lindgren mit dem Westfälischen Landestheater

in der Stadthalle. Tickets

im VVK ab 12 € bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.

DO 8

20.00–22.30 Nussknacker

Marie ist in freudiger Erwartung des

Weihnachtsabends. Vom alten, geheimnisumwitterten

Onkel Drosselmeier

erhält sie auch einen Nussknacker

als Geschenk. Beglückt schläft

das Kind mit dem Nussknacker im

Arm unter dem Weihnachtsbaum ein.

In ihrem Traum wird dieser lebendig …

Die Geschichte führt in das Zauberreich,

wo das Gute und das Schöne

herrschen und wohin man immer

wieder zurückkehren möchte. Die

faszinierende Pracht von Bühnenbild

und Kostümen, die märchenhafte

Handlung, die Musik und der Tanz

vervollständigt das vitale Werk voller

Romantik und macht den Ballettabend

mit dem Royal Classical Ballet

zum wahren Fest. Höchste Perfektion

und eindrucksvolle Ästhetik verbinden

sich in der Stadthalle zu einem Balletterlebnis

der Spitzenklasse. Karten im

VVK ab 41,30 € bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.

Das Stadtgespräch

81


1 Alle Kinder sangen am Anfang gemeinsam den Titelsong »Krasses Leben«. Barbara Grohmann-Kraaz leitet als

Vocal-Coaching den Chor.

Vorverkauf für »Annie«

ist gestartet

Musical Fabrik gibt 12 Vorstellungen

ab Oktober 2026

Nach den Sommerferien hat die Musical

Fabrik mit den Proben für die neueste

Inszenierung »Annie« gestartet. Bevor

es in die Herbstferien ging, trafen sich alle Akteure,

um die Besetzungen für die 12 Aufführungen,

die mit der Premiere am 1. Oktober 2026 auf der

Bühne in der Stadthalle starten, auszulosen.

Aufregende Spannung herrschte im Probensaal,

bevor die drei »Mollys«, das sind die

jüngsten Darsteller mit sechs und sieben Jahren,

die Umschläge ziehen durften. Es gibt insgesamt

drei Kinderbesetzungen mit jeweils zehn Kindern

und zwei Erwachsenenbesetzungen mit je 22 Personen.

Die Kinderrollen werden aus dem Grund

dreifach besetzt, weil es gesetzliche Vorschriften

gibt, wie lange Kinder auf der Bühne stehen dürfen.

Gerade an den Tagen, wo zwei Aufführungen

stattfinden, war diese Dreifachbesetzung nötig

und »es gibt uns auch ein bisschen Sicherheit,

falls es mal zu krankheitsbedingten Ausfällen

1 Das sind die drei Hauptdarstellerinnen der Annie:

Malia Hoffmann, Hannah Konieczny und Carlotta

Gromann.

kommt«, erklärt Klaus Wulfheide, der für die

Gesamtleitung und das Orchester verantwortlich

zeichnet. Die drei Hauptdarstellerinnen der

»Annie« sind Hannah, Malia und Carlotta. Und

so heißen auch die Casts. In der Premiere steht

Cast »Carlotta« auf der Bühne. Bei den Jugendlichen

und Erwachsenen gibt es zwei Besetzungen.

»Cast Manhattan« und »Cast Brooklyn«. Die

beiden Besetzungen wechseln tageweise. Den

Anfang macht am 1. Oktober Cast Manhattan.

Großer Jubel fand bei der Auslosung statt,

obgleich es den meisten egal ist, wann sie auf

der Bühne stehen. Wichtig war nur, dass passend

vor dem Vorverkauf die Besetzungen für die

jeweiligen Aufführungen stehen. Letztendlich

wollen insbesondere die Familien und Freunde

der Darsteller auch genau ihre Lieben auf der

Bühne sehen.

Vorverkauf ist gestartet

Nach dem Vorverkaufsstart am 26. Oktober ausschließlich

im Web-Shop der Flora Westfalica

können Tickets für die zwölf Aufführungen des

Musicals »Annie« nun auch auch persönlich im

Büro der Flora Westfalica erworben werden. Es

gibt drei Kategorien, die sich zwischen 30 und

40 Euro bewegen. Kinder unter 12 Jahren erhalten

eine Ermäßigung von 5 Euro.

Drei kecke Hauptdarstellerinnen

Hannah, Malia und Carlotta sind mächtig stolz,

dass sie diese wichtige Rolle spielen dürfen. Sie

konnten über das Kinder-Casting überzeugen.

1 Eine Szene im Kinderheim. Ella Sander und Hannah

Konieczny sitzen auf dem Bett. Annie tröstet die

jüngere Molly.

Hannah und Carlotta sind neun Jahre und singen

bereits zusammen im Kinderchor von St.

Clemens. Singen ist für sie kein Problem, eher

das Auswendiglernen der vielen und zum Teil

langen Texte. Ganz überzeugend meinen sie jedoch:

»Wir sind aber nicht die Schlechtesten«.

Das konnte auch Rob Vriens, der die Regie übernimmt,

bestätigen: »Ihr seid schon echt gut«. Die

zehnjährige Malia singt gerne und viel zuhause

und auch ihr macht es bis jetzt richtig Spaß. Einen

ersten Auftritt hatten die Mädels im Sommer

bei der Veranstaltung »Music in the Air«. Dort

traten sie mit einem kleinen Kinderchor in der

Stadthalle auf und konnten erste Bühnenerfahrung

schnuppern.

Was mussten sie eigentlich neben einer

Portion Mut mitbringen, um an diese Rolle zu

kommen? »Wir müssen singen können, ein bisschen

frech sein und so wie Annie positiv denken«,

erzählen die drei. Vriens betont, dass sie

das mitbringen und gerade die positive Art der

Annie, die in der Geschichte immer wieder zum

Vorschein kommt, sei ihm wichtig. Hannah hat

von Natur aus wellige brünette Haare, die schon

perfekt passen. Die anderen beiden werden wohl

eine Perücke bekommen.

Gemeinsam sangen alle Kinder am Freitagabend

zusammen das Titellied »Krasses Leben«.

Danach konnten alle Auszüge aus den ersten

einstudierten Szenen bekommen. Hanna spielte

mit ihrem Team eine Szene im Kinderheim,

wo nachts die Kinder oftmals nicht schlafen

können, weil sie traurig sind. Bislang haben die

Kinder und die Erwachsenen getrennt geprobt.

Die Aufpasserin Miss Hannigan (Kerstin Buchta)

kam hinzu. Erstmals kamen sie nun gemeinsam

auf die Bühne. Obgleich erste Szenen grob stehen,

gibt es noch eine Menge zu tun, aber es ist

ja auch noch fast ein Jahr lang Zeit, um langsam

und kontinuierlich auf die Aufführungen

hinzuarbeiten.

wl

82 Das Stadtgespräch


Momente der Nähe

Gute

Adventszeit!

Gute

Adventszeit!

Gemeinsam durch die

festliche Zeit.

Die Caritas Gütersloh wünscht

Ihnen und Ihren Lieben frohe

Festtage und einen guten Rutsch

in das neue Jahr!

www.caritas-gt.de

Das Stadtgespräch

83


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