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1225
Ausgabe 636 · 51. Jahrgang
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RG4
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Christkindlmarkt Wiedenbrück 24.11. – 23.12.
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2 Das Stadtgespräch
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1 Ob es in diesem Jahr wohl mit einem weißen Christkindlmarkt klappt?
Wiedenbrück wird zum
»Weihnachtswunderland«
Christkindlmarkt öffnet seine Tore
Vom 24. November bis
zum 23. Dezember ist der
Christkindlmarkt geöffnet.
Aberhunderte und tausende
Gäste aus nah und fern strömen
dann in die »gute Stube«, auf den
Marktplatz Wiedenbrücks. Ganze
Reisegesellschaften treffen in Bussen
ein, um sich an den Markt zu
erfreuen. Alle sind beseelt von dem
Wunsch, die vorweihnachtliche
Atmosphäre der im Lichterglanz
erstrahlenden Altstadt und der
festlich illuminierten Budenstadt
zu genießen. Manche Besuchende
kommen mehrmals, andere täglich
auf die über vier Wochen lang dauernde
Veranstaltung.
Der Christkindlmarkt ist einfach
sehr schön, attraktiv und gemütlich.
Wenn er auch längst nicht
mehr ein Alleinstellungsmerkmal
hat, so hat er dennoch seine Anzie-
hungskraft nicht verloren. Es sind
viele Dinge, die das Erscheinungsbild
des nunmehr bereits 51. Christkindlmarktes
so anziehend machen:
Die große Weihnachtstanne
und die Weihnachtspyramide, die
faszinierende Weihnachtsorgel
und das prächtige Weihnachtskarussell
lenken die Blicke auf sich.
Tausende LED-Lichter illuminieren
das Treiben in den Abendstunden.
Das vielfältige Bühnenprogramm
stimmt musikalisch auf das bevorstehende
Weihnachtsfest ein.
In den liebevoll gestalteten Markthäusern,
es sind 50 an der Zahl,
kann man das ein oder andere
individuelle Weihnachtsgeschenk
entdecken. Andere Stände bieten
Durstlöscher und Köstlichkeiten
für Leib und Magen. Das definitive
Highlight ist der Auftritt des Nürnberger
Christkinds. Alle Augen richten
sich auf die Repräsentantin der
Christkindlesstadt Nürnberg, wenn
es zum festlichen Prolog über die
Budenstadt gehoben wird. Dazu
gesellt sich das Wiedenbrücker
Engelchen. Es wird im zweiten Jahr
von Luise Austermann dargestellt.
Seine Beliebtheit führte schon zu
Folgeauftritten über den Christkindlmarkt
hinaus. Einen hohen
Stellenwert haben bei den Kleinen
ebenfalls der Nikolaus und seine
Einladung zum großen Umzug.
Die Altstadt begrüßt die Besuchenden
des Christkindlmarktes
mit vielen hundert Tannenbäumen
in den Straßen und tausenden
Lichtern an den Giebeln der Häuser.
Einkaufssonntag
am 1. Advent
Wer gerne abseits der Hektik des
Alltags und im Kreise seiner Familie
und Freunde einen vorweihnachtlichen
Einkaufsbummel unternehmen
möchte, findet dazu eine
besondere Gelegenheit am ersten
Adventssonntag, dem 30. November.
Die Händler stellen sich mit
dem zusätzlichen Einkaufstag auf
die Menschen ein, die es schätzen,
sich von der vorweihnachtlichen
Atmosphäre inspirieren zu lassen,
wenn sie für ihre Lieben Geschenke
erstehen oder sich selber etwas
gönnen möchten und dafür das
Besondere suchen.
Glücksmarken und -stempel
für Groß und Klein
Mit Beginn des Christkindlmarktes
können die Kunden der Geschäfte
in Wiedenbrück an einem Glücksspiel
teilnehmen. Das Mitmachen
ist einfach. Wer daran teilnehmen
will, muss die bei einem Einkauf
Das Stadtgespräch
3
1 Die erleuchteten Hütten schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre. 1 Für die Kleinen ist es das Größte, bei der Fahrt mit dem Nürnberger Christkind und
dem Wiedenbrücker Engelchen dabei zu sein.
erhaltenen Glücksmarken auf eine
Glückskarte kleben und diese bei
einem an der Aktion teilnehmenden
Geschäft oder bei der Kreissparkasse
bis zum 31. Dezember
abgeben. Es gibt 25 50-Euro-Einkaufsgutscheine
und 50 25-Euro-Gutscheine
zu gewinnen. Die
kleinen Kunden müssen in einem
Sammelheft sechs Stempelabdrucke
der Geschäfte sammeln. Dabei
ist es egal, ob sie etwas einkaufen
oder einfach nur in das Geschäft
für einen Stempelabdruck hineingehen.
Die bei einer Ziehung ermittelten
fünf Gewinner können
sich auf eine Familienkarte für das
Freibad Wiedenbrück freuen.
Nach dem Christkindlmarkt
ist vor dem
Christkindlmarkt
Die Bauhofmitarbeiter hatten die
Budenstadt auf dem Marktplatz
in Wiedenbrück nach dem Christkindlmarkt
2024 gerade abgebaut,
da lief in den ersten Wochen des
neuen Jahres im Büro des Gewerbevereins
schon eine erste Anfrage
einer Kunsthandwerkerin nach
einem freien Weihnachtshäuschen
für den diesjährigen Christkindlmarkt
auf. Noch in dem ersten
Quartal 2025, es war im März,
schrieb die Geschäftsführerin des
Gewerbevereins, Birgit Leßmann,
alle rund 50 Beschicker der letzten
Veranstaltung an, ob sie am Ende
des Jahres wieder bei dem vorweihnachtlichen
Event dabei sind. Nach
und nach trafen die Rückmeldungen
im Büro des Gewerbevereins
ein, die Zusagen von den vielen
Stammbeschickern – sie machen
gut die Hälfte der Teilnehmenden
aus – und den vielen anderen Teilnehmenden.
Bewährte Namen
Unter ihnen waren die gemeinnützigen
Teams der Rotarier
Rheda-Wiedenbrück und Lions
Gütersloh sowie des Togo-Fördervereins.
Sie freuen sich, dass sie in
jedem Jahr zu dem Kreis der Angesprochenen
gehören, können sie
doch mit den auf dem Christkindlmarkt
erwirtschafteten Erlösen
einen großen Teil ihrer Projekte
finanzieren.
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4 Das Stadtgespräch
1 Der festlich erstrahlende Christkindlmarkt erwärmt die Herzen. 1 Jede Menge Siebdruckarbeiten
Bodenständig
Überhaupt nimmt der Gewerbeverein
die Auswahl der Beschicker
nach der Devise vor, möglichst nur
Teilnehmende vom Ort zuzulassen
und den Anteil der Getränke- und
Essstände bewusst niedrig zu
halten. Einige machen schon seit
Jahrzehnten mit – mittlerweile in
zweiter Generation. Unter ihnen
befinden sich Namen wie der Ratskeller,
der Stand von Klaus-Dieter
Brockmann und seinen beiden
Söhnen Marcel und Stefan, der
Wirt mit Kultstatus Johnny vom
Planet Wiedenbrück, der von Nicole
Nottbrock weitergeführte Stand
ihrer Eltern. Die weihnachtliche
Hütte der Bäckerei und Konditorei
Vorbohle ist sogar seit der ersten
Veranstaltung vor 51 Jahren dabei.
Zusammen mit vielen Weiteren
nehmen die Markthandelnden die
vierwöchige Doppelbelastung von
täglichem Tagewerk und Einsatz
auf dem Christkindlmarkt gerne
in Kauf.
Es begeistert sie in jedem Jahr
wieder aufs Neue, an dem großartigen
Erfolg dieses traditionsreichen
Marktes mitzuarbeiten.
Der Zustrom der Besuchenden,
sie reisen bis aus dem Ruhrgebiet
und dem Osnabrücker Land und
weiter her an, lässt die organisatorischen
Herausforderungen für die
vierwöchige Veranstaltung schnell
vergessen.
Neue Angebote
In einigen Fällen musste das Büro
passende Lösungen für frei gewordene
Plätze finden. Wochen
vor dem Veranstaltungsbeginn
konnte es die Suche abschließen.
Bei der Akquise waren kreative
Ideen, Netzwerk und Geduld gefragt
– insbesondere bei der Verpflichtung
neuer »nonfood- und
nonalcohol-Angebote« für den
Christkindlmarkt. Aber letztendlich
erfolgversprechend erwies es sich
bei der Suche, sich im Stadtbild
umzuhören, Empfehlungen nachzugehen
und die Wünsche potentieller
Bewerber aufzuspüren. Dabei
stellte sich heraus, dass es insbesondere
möglichen Beschickern
von Geschenkideen, Handwerklichem
und Selbergemachtem nicht
immer möglich ist, die von ihnen
angemieteten Hütten über die gesamte
Veranstaltungsdauer personell
zu besetzen. Somit befinden
sich nunmehr unter den neu zugekommenen
Teilnehmenden auch
Händler, die sich die Laufzeit des
Christkindlmarktes in zwei Hälften
aufteilen. Den damit zwangsläufig
verbundenen verdoppelten
Verwaltungsaufwand nimmt der
Gewerbeverein bei seinem admi-
24.11. BIS 23.12.2025
montags bis donnerstags:
14.30 bis 21.00 Uhr
freitags: 14.30 bis 22.00 Uhr
samstags: 12.00 bis 22.00 Uhr
sonntags: 12.00 bis 21.00 Uhr
30.11.2025 ADVENTSEINKAUFSSONNTAG
13.00 BIS
18.00 UHR
Das Stadtgespräch
5
··
1 Kreative Becher und viel mehr
nistrativen Handeln gerne in Kauf.
Er freut sich insbesondere, dass er
unter den »Neuen« ausschließlich
mit heimischen Anbietern Verträge
abschließen konnte.
Ein paar Beispiele: In der Liste
der dazugekommenen Namen
findet man ganz bekannte Adressen,
beispielsweise: Feinkost
Mönchmeier, die Anker Villa,
Marion Helle mit Pebbels Beton,
»LaserArt« von Steffen Petermeier
bietet individuell bearbeitete
Holzkreationen und bei dem Damen-
und Herrenausstatter *OAK
werden die Besuchenden mit einer
großen Auswahl von Geschenkartikeln
fündig.
Das Credo des Marktes
Immer blieb es bei der Akquise
vorrangige Idee, ein ausgewogenes
Verhältnis von Geschenkartikeln,
Kunsthandwerk, Selbergemachtem
und Essen und Trinken
zu sichern, die Attraktivität des
Christkindlmarktes durch neue
Impulse zu stärken, sein bewährtes
1 Alles Alpaca
6 Das Stadtgespräch
Weihnachtliche Klänge sind das Markenzeichen des Christkindlmarktes.
bodenständiges und erfolgreiches
Erscheinungsbild aber zu bewahren.
Letzteres gilt auch für sein
Programm.
Programm
Sehr anspruchsvoll ist das Programm.
Die dort ausgewiesenen 70
(!) Bühnenauftritte sprechen durch
Stimmung, Niveau und erlesene
Vielfalt Jung und Alt an.
Speziell für die Kleinen gibt es
jede Menge Mitmachangebote und
andere ausgewählte kindgemäße
Unterhalt.Für die jungen Leute
und die Junggebliebenen legt
erstmals DJ Lars Rakete Christkindlmarkt-Beats
auf. Nicht zu vergessen
das Konzert der Musical Fabrik
und die Sazerac-Swinger live mit
Jazz und Entertainment.
Und wie in jedem Jahr lassen
die Klassiker aufhorchen: Die Liederlichen
Brüder, Panflötenklänge,
die Emsmöwen und die Langenberger
Blaskapelle und viele, viele andere
Chöre, Gruppen und Solisten
mit ihren Beiträgen. Die Gestaltung
der Auftritte ist aufwendig.
Verträge sind abzuschließen, Verabredungen
zu treffen, Auftrittszeiten
aufeinander abzustimmen,
das Equipment ist bereitzustellen.
»Langeweile haben wir in den letzten
Wochen nicht gehabt«, freut
sich die Geschäftsführerin des
Gewerbevereins auf die Eröffnung
des Christkindlmarktes am 24. November.
Teamleistung
Der Bauhof hilft beim Auf- und
Abbau der Budenstadt, Andreas
Wegener achtet auf die Einhaltung
des von ihm entworfenen Zeit- und
Aufbauplanes. Und dann gibt es
noch die vielen Dinge, die gar nicht
planbar sind und ebenso auf eine
Lösung warten – vor der Eröffnung
durch das Büro des Gewerbevereins
und während der Veranstaltung
von den Marktmeistern in der Regiehütte
aus.
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Das Stadtgespräch
7
1 Nicole Monert mit Ingrid Roth, seit 30 Jahren eine zuverlässige Seele in der »Püfferken«-Bäckerei
Foto: privat
Kein Christkindlmarkt
ohne Nottbrocks
Traditions-Kartoffelreibekuchenbäckerei
seit 50 Jahren dabei
Die Traditions-Kartoffelreibekuchenbäckerei
Nottbrock sorgt seit 50
Jahren für »Püfferken«-Duft auf
dem Christkindlmarkt. Neben der
Familie Peter Vorbohle ist sie die
zweitälteste Beschicker-Familie
des seit 51 Jahren bestehenden
Christkindlmarktes. Nicole Nottbrock
führt den Betrieb in zweiter
Generation weiter.
So war es früher und so ist
es bis heute geblieben! Schon in
ihrer Kindheit verputzten viele
Rheda-Wiedenbrücker auf dem
Christkindlmarkt die herrlich
duftenden Kartoffelpuffer von
Nottbrocks. Eine Gewohnheit,
die sie immer beibehalten haben.
Kein Christkindlmarkt ohne Nottbrocks,
ein Stück Heimat, wenn
man den Duft und die Zugewandtheit
der Familie Nottbrock
jedes Jahr aufs Neue erleben darf.
Sie wurden dort zu einer Institution:
Die rollende »Püfferken«-Bäckerei
stellt eine feste
Größe dieses berühmten Weihnachtsmarktes
in der Adventszeit
dar, ein Bild welches für die
meisten von uns nicht wegzudenken
ist. Das 50-jährige Jubiläum
ist für uns Anlass Einblick
in dieses großartige Stück Wiedenbrücker
Christkindlmarkt-Tradition
zu nehmen: Nicoles Vater
Heinz-Wilhelm und ihre Mutter
Ingeborg Nottbrock waren es, die
sich seit 1975 über einen Einsatz
auf dem Markt begeisterten. Der
Platz ist all die Jahre fix gesetzt
auf dem Markt, und doch bedarf
es eigentlich nur dieses unverkennbaren
Dufts, um an diese
unverwechselbare Köstlichkeit
zu gelangen.
Nicole Nottbrock kann sich
noch gut an die ersten Jahre erinnern.
Als gerade schulpflichtig
gewordenes Kind stand sie mit
ihren älteren Geschwistern Margit,
Christian und Daniel von
Anbeginn im elterlichen Betrieb.
Rückblickend betrachtet, wäre
1 Heinz und Ingeborg Nottbrock mit dem seinerzeit zwölfjährigen Sohn Christian in
ihrer Reibekuchenbäckerei
Foto: privat
das Ganze heute wohl kaum
vorstellbar … Denn nicht nur zum
Christkindlmarkt, sondern auch
jeden Freitag für den Wochenmarkt
wurden zentnerweise die
Kartoffeln geschält und gerieben.
Nicole lacht, wenn sie das Bild
vor Augen hat beim dazugehörigen
Zwiebelschneiden: Eine Taucherbrille
diente als Schutz vor
den vielen Tränen, die manches
Mal an einem Freitag geflossen
sind … Ebenso wurden die Äpfel
aus dem heimischen Garten
mit der Großmutter zerkleinert,
gedünstet und durch die »Flotte
Lotte« zu feinem Apfelmus bereitgestellt.
All diese Liebe, der Fleiß, die
dazugehörige Vehemenz dürften
wohl das Geheimnis der Familie
Nottbrock sein, und aus dem
schlussendlich 1988 das Seecafé
hervorgegangen ist. Kem
1 In dritter Generation: Henry Nottbrock Monert an der runden Pfanne Foto: privat
8 Das Stadtgespräch
Weihnachtsbaum für den
Christkindlmarkt steht
Weihnachtsbaumscout Wilmers holte
den Baum aus Langenberg
Auf dem Wiedenbrücker Marktplatz ist am Montag, dem 10. November,
der Baum für den diesjährigen Christkindlmarkt aufgestellt worden.
Weihnachtsbaumscout Hubertus Wilmers hatte die 17 Meter hohe Nordmanntanne
aus Langenberg geholt. Dort stand der schmucke Baum über
30 Jahre lang im elterlichen Garten von Claudia Brormann. Schon vor
fünf Jahren hatte der ebenfalls in Langenberg ansässige Wilmers nach
der Tanne gefragt. Claudias Vater sagte: »So lange ich lebe, bleibt die
Tanne stehen«. Als er im vergangenen Jahr verstarb gab sie den Baum
für den Umzug auf den Christkindlmarkt 2025 frei. »Schön, dass er nach
Wiedenbrück gekommen ist!«, sagte sie uns beim Aufstellen des Baumes
auf dem Marktplatz. Sie freute sich, dass die Tanne nun als Weihnachtsbaum
die Besuchenden des Christkindlmarktes erfreuen wird. Ihre Eltern
hatten die Tanne einst mit Ballen schon als Weihnachtsbaum gekauft
und nach dem Abschmücken in den Garten gepflanzt.
Wilmers holt schon seit zirka 30 Jahren den »großen Weihnachtsbaum«
für den Christkindlmarkt. Dort steht er gemeinsam mit der
großen Weihnachtspyramide, Weihnachtsorgel, dem historische Kinderkarussell,
den Stadttoren und den vielen anderen Attraktionen im
Blickpunkt der Besuchenden.
Der Weihnachtsbaumscout aber ist auch noch für den Weihnachtsbaum
in Münster im Einsatz. Dort stellt er den Baum immer vor der
Lambertuskirche auf.
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1 Ramona und Klaus hatten im vergangenen Jahr riesigen Spaß als Engelchen und
Nikolaus.
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Der Countdown läuft
Ein ganz besonderen Christkindllauf 2025
Der 33. Wiedenbrücker
Christkindllauf, der am
5. Dezember um 19 Uhr
in der Langen Straße startet,
wird einige Neuerungen mit sich
bringen. Aufgrund von Baustellen
in der Innenstadt und neuen
Sicherheitsvorgaben des Landes
NRW werden die Absperrungen
entlang der Laufstrecke ausgeweitet.
Besucherinnen und Besucher
sollten wissen, dass von
18 Uhr bis 20.30 Uhr auch Hauptverkehrsstraßen
rund um den
Christkindlmarkt für Autos gesperrt
sind. Verkehrsteilnehmer
werden deshalb dringend gebeten,
die Laufstrecke nach Möglichkeit
zu meiden und an diesem
Abend ab 18 Uhr die Parkplätze im
Inneren der Laufstecke (von 18.30
bis 20.30 Uhr) zu meiden.
Die Läuferinnen und Läufer
wurden bereits über eine neue
Streckenführung informiert: Da
ein Abschnitt der üblichen 2,5
km-Runde diesmal nicht nutzbar
ist, führt die neue Strecke
von circa 2,0 km nun 5-mal um
den Christkindlmarkt im Herzen
der Stadt.
Trotz der vorgenommenen
Streckenänderung waren im Oktober
die 1100 Startnummern bei
der Online-Anmeldung innerhalb
von weniger als zwei Minuten
vergeben. Auch im Jahr 2025
dürfen die Zuschauer entlang
der Strecke wieder Laufsport auf
höchstem Niveau erwarten. Neben
Julian Borgelt aus Herzebrock
(LC Paderborn) hat sich auch der
neunfache Christkindl-Sieger
Elias Sansar (TuS Bielefeld) angemeldet.
Im Damenfeld zählen
Amelie Sattler (Wien bzw. Herzebrock,
im Vorjahr Platz drei) und
die junge Sophie Brinkschröder
10 Das Stadtgespräch
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1 Auch im Jahr 2025 dürfen die Zuschauer entlang der Strecke wieder Laufsport auf
höchstem Niveau erwarten.
© Bild / Grafik: LG Burg / Ralph Schmidt
aus Wiedenbrück (LG Olympia
Dortmund) zu den Anwärterinnen
auf Spitzenplatzierungen.
Jedes Jahr nehmen rund 500
Sportlerinnen und Sportler aus
Rheda-Wiedenbrück am Lauf
teil. Entlang der Strecke feuern
wie gewohnt Familien, Freunde
und Kolleginnen und Kollegen die
Läuferinnen und Läufer lautstark
an. Diese Unterstützung sorgt für
die einzigartige Stimmung beim
Christkindl-Lauf und verleiht allen
Teilnehmenden zusätzliche
Motivation und Energie für sportliche
Höchstleistungen. Der Lauf
ist bekannt für seine stimmungsvolle
Atmosphäre, da die Strecke
durch die mit tausenden Lichtern
illuminierte historische Altstadt
rund um den Christkindlmarkt
führt.
Die abschließende Ehrung der
Gesamt- und Klassensiegerinnen
und -sieger findet um 20.30
Uhr auf der Bühne des Christkindl-Marktes
statt. Aktuelle
Informationen kurz vor der Veranstaltung
werden unter www.
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Das Stadtgespräch
11
Mo 24. November 2025
14.30 Markthäuschen und Stände öffnen
17.00 Posaunenchor der evangelischen
Kirchengemeinde Rietberg
17.30 Feierliche Eröffnung des Marktes
durch Bürgermeister Theo
Mettenborg und das Wiedenbrücker
Engelchen Luise
21.00 Die Turmbläser beenden den
ersten Abend
Di 25. November 2025
14.30 Der Christkindlmarkt öffnet seine
Tore
18.00 Tanzgruppen Jugendhaus
Homebase Wiedenbrück
19.30 Die Li(e)derlichen Brüder
21.00 Die Turmbläser entbieten den
Abendgruß
Mi 26. November 2025
14.30 Die Markthäuschen und Stände
öffnen
15.30 Valentino Puppenbühne
17.30 Männerchor Oelde
19.30 VinceGré – Music With Passion
21.00 Die Turmbläser beenden das
heutige Programm
Do 27. November 2025
14.30 Die Stände und Markthäuschen
öffnen
16.30 Mathom Theater „Gromilla
Zweizahn feiert Weihnachten“
18.00 Mandolinenensemble Taktgefühl
19.30 Städtisches Blasorchester Schloß
Holte-Stukenbrock
21.00 Die Turmbläser beenden den
Abend
Fr 28. November 2025
14.30 Die Stände und Häuschen
öffnen
16.00 Mit-Mach-Konzert mit Heiner
Rusche „Wir tanzen im Winter“
19.00 Magic Boogie
22.00 Die Turmbläser entbieten den
Abendgruß
Sa 29. November 2025
12.00 Der Christkindlmarkt öffnet
16.30 Isa Glücklich – Kindershow zum
Singen und Tanzen
20.00 Sazerac Swingers
22.00 Die Turmbläser beenden den Abend
So 30. November 2025
12.00 Der Markt beginnt zum 1. Advent
16.00 Max der kleine Dino – PartyAlarm
mit MAX & Thorsten
17.30 Stille Anbetung in St. Aegidius
18.30 Roratemesse in St. Aegidius
19.30 Shanty-Chor „Die Emsmöwen“
21.00 Die Turmbläser beenden den Markt
Mo 01. Dezember 2025
14.30 Der Christkindlmarkt öffnet
Di 02. Dezember 2025
14.30 Der Markt öffnet wieder für Sie
16.00 Kinder der Evangelischfreikirchlichen
Gemeinde
Rheda-Wiedenbrück e. V.
Christliche Weihnachtslieder
und Gedichte
19.30 nurSax
21.00 Die Turmbläser beenden den
Markt
Mi 03. Dezember 2025
14.30 Der Markt beginnt
16.00 Affentheater – Weihnachtliches
Theaterstück
17.30 Melody Ladies
19.00 Touch of Sound Band
21.00 Die Turmbläser entbieten
den Abendgruß
seine Tore
15.30 Castellos Puppentheater
„Hans im Glück“
Do 04. Dezember 2025
19.30 Langenberger Blaskapelle
14.30 Markt und Verkaufshäuschen öffnen
21.00 Die Turmbläser mit ihrem Ständchen 16.00 Mathom Theater
„Frechdachs im Weihnachtswald“
19.00 Symphonisches Blasorchester
der Feuerwehr Gütersloh
21.00 Die Turmbläser beenden das
heutige Programm
Fr 05. Dezember 2025
14.30 Stände und Markthäuschen öffnen
15.30 JOJOS KinderWeihnachtsShow –
Warten aufs Christkind
20.30 Siegerehrung 33. Christkindllauf
2025
22.00 Auch heute verabschieden Sie
die Turmbläser
Sa 06. Dezember 2025
12.00 Der Markt beginnt
17.00 Großer Lampion-Umzug mit
dem Nikolaus, der Feuerwehr
Wiedenbrück, dem
Wiedenbrücker Engelchen Luise
und der Stadtkapelle Geseke
19.00 Stadtkapelle Geseke
22.00 Zum Ausklang
die Turmbläser
24.11. BIS 23.12.2025
montags bis donnerstags: 14.30 bis 21.00 Uhr | freitags: 14.30 bis 22.00 Uhr | samstags: 12.00 bis 22.00 Uhr | sonntags: 12.00 bis 21.00 Uhr
12 Das Stadtgespräch
So 07. Dezember 2025
12.00 Der Markt öffnet für alle Gäste
15.00 Kater Kati –
Kinder- und Familienkonzert
17.30 Stille Anbetung in St. Aegidius
18.30 Roratemesse zum
Kolpinggedenktag
in St. Aegidius
19.30 Fürstliches Trompetercorps Rheda
21.00 Zum Abschluss die Turmbläser
Mo 08. Dezember 2025
14.30 Markt und Verkaufshäuschen öffnen
17.30 Akkordeon Ensemble Concordia
Mastholte
19.00 Band „Scheel“
21.00 Die Turmbläser beenden das
Programm
Di 09. Dezember 2025
14.30 Der Christkindlmarkt öffnet
seine Tore
17.30 Jugend-Blaskapelle Langenberg
19.00 Wohnzimmersoul
21.00 Die Turmbläser entbieten den
Abendgruß
Mi 10. Dezember 2025
14.30 Der Markt öffnet wieder für Sie
16.00 Mathom Theater „Gromilla
Zweizahn feiert Weihnachten“
18.00 Blechbläserensemble
der Musikschule
für den Kreis Gütersloh
19.30 MGV Eintracht Wiedenbrück
und MGV Geselligkeit Batenhorst
21.00 Die Turmbläser beenden das
Programm
Do 11. Dezember 2025
14.30 Der Markt beginnt: Buden und
Stände öffnen
19.30 Shanty-Chor „Die Emsmöwen“
21.00 Zum Abschluss die Turmbläser
Fr 12. Dezember 2025
14.30 Der Christkindlmarkt öffnet
seine Tore
15.30 Affentheater – Weihnachtliches
Theaterstück
18.00 Akkordeonorchester Gütersloh
20.00 Jailhouse-Sunshine-Band
22.00 Die Turmbläser beenden das
Programm
Sa 13. Dezember 2025
12.00 Markt und Verkaufshäuschen öffnen
16.00 Max der kleine Dino –
Weihnachtszeit mit MAX & Thorsten
18.00 Zu Gast in Wiedenbrück:
„Das Nürnberger Christkind“
musikalisch begleitet vom
Posaunenchor der evangelischen
Kirchengemeinde Rietberg
20.00 Magic Boogie
22.00 Zum Ausklang die Turmbläser
So 14. Dezember 2025
12.00 Der Christkindlmarkt öffnet seine
Tore
14.30 Jugendchor St. Clemens Rheda,
Kinderchor St. Clemens Rheda,
Projektchor Con-Takt Rheda
16.00 Adventskonzert der Aegidius-Chöre
in der St.-Aegidius-Kirche
17.30 Stille Anbetung in St. Aegidius
18.30 Roratemesse mit Friedenslicht in
St. Aegidius, anschließend wird das
Friedenslicht zur Christkindlmarkt-
Bühne getragen
21.00 Die Turmbläser beenden das
Programm
Mo 15. Dezember 2025
14.30 Der Christkindlmarkt öffnet
17.30 Melody Ladies
19.30 Musikverein Verl e. V.
Jugendorchester
21.00 Die Turmbläser entbieten den
Abendgruß
Di 16. Dezember 2025
14.30 Markt und Verkaufshäuschen öffnen
15.30 Valentino Puppenbühne
17.30 Jugendorchester des
Symphonischen Blasorchesters der
Feuerwehr Gütersloh
19.00 Leander Machan „Christmas Love“
Tour 2025 Weihnachts-Popsongs
21.00 Auch heute verabschieden Sie die
Turmbläser
Mi 17. Dezember 2025
14.30 Stände und Markthäuschen öffnen
15.30 Castellos Puppentheater „Helden
auf 4 Pfoten“
18.00 Mandolinenensemble Taktgefühl
19.00 Kolpingorchester Harsewinkel
21.00 Zum Abschluss die Turmbläser
30.11.2025
13.00 BIS 18.00 UHR
ADVENTSEINKAUFSSONNTAG
Do 18. Dezember 2025
14.30 Der Markt öffnet wieder für Sie
16.00 Woffelpantoffel – Musik und
Theater „Viele kleine Weihnachtszwerge“
17.00 Woffelpantoffel – Musik und
Theater „O wei, o wei,
O Weihnachtsbaum“
19.30 André Deininger
21.00 Die Turmbläser beenden den Abend
Fr 19. Dezember 2025
14.30 Der Markt beginnt: Buden und
Stände öffnen
17.00 St. Aegidius Kinder- und
Jugendchöre
20.00 Special Christmas Panflöten Show
22.00 Zum Abschluss die Turmbläser
Sa 20. Dezember 2025
12.00 Markt und Verkaufshäuschen öffnen
16.30 Isa Glücklich – Kindershow zum
Singen und Tanzen
20.00 Musical Fabrik
22.00 Die Turmbläser beenden das
Programm
So 21. Dezember 2025
12.00 Der Markt öffnet für alle Gäste
17.30 Stille Anbetung in St. Aegidius
18.30 Roratemesse in St. Aegidius
19.30 Jugendmusikkorps Avenwedde –
Stadt Gütersloh e. V.
21.00 Zum Abschluss die Turmbläser
Mo 22. Dezember 2025
14.30 Markt und Verkaufshäuschen öffnen
16.00 Tanzschule JM Dance Moves in
Wiedenbrück
19.00 ChristkindlBeats mit DJ Lars Rakete
21.00 Die Turmbläser beenden das
Programm
Di 23. Dezember 2025
14.30 Markt und Verkaufshäuschen öffnen
ab 18.00 Sparschweinfüttern der
Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück
19.00 Bläserquartett „das kleine
Hausblech“
20.00 Abschlussfeier mit Bürgermeister
Theo Mettenborg und dem Wiedenbrücker
Engelchen Luise
Im Anschluss: Die Turmbläser heute
von der Bühne
Das Stadtgespräch
13
1 (V. l.) Meinhard Kieneke,
Marco Sänger,
Dirk Kursim, (vorne
v. l.) Edeltraud Sänger,
Renate Rüsin
3 Die Frauen des AWO-Ortsvereins Rheda in den
Räumen der AWO an der damaligen Langen Straße in
Rheda, irgendwann in den Jahren 1946 – 1949 (genaues
Datum unbekannt). Ebenfalls unbekannt sind die
Namen der abgebildeten Frauen. Quelle: Archiv J. Sänger
Eine stolze Geschichte
80 Jahre Arbeiterwohlfahrt in Rheda-Wiedenbrück
Der Ortsverein Rheda-Wiedenbrück
der Arbeiterwohlfahrt
(AWO) feierte
sein 80-jähriges Bestehen. Er ist
damit der älteste Ortsverein der
AWO im Kreis Gütersloh. Die AWO
hatte anlässlich des Jubiläums zu
einem Frühstück in die EssBar eingeladen.
Der Vorsitzende des Ortsvereins,
Marco Sänger, konnte dort
50 geladene Gäste begrüßen. Sein
besonderer Gruß galt den beiden
Ehrengästen Bürgermeister Theo
Mettenborg und der Kreisgeschäftsführerin
der AWO Ulrike Boden. Der
Vorsitzende bedankte sich bei den
beiden »guten Geistern des Seniorencafes«
Edeltraud Sänger und
Renate Rüsing.
Mit einem Blick auf die anstehenden
Projekte teilte er mit, dass
der Ortsverein in Zusammenarbeit
mit dem Seniorenbeirat plane,
eine Wohnberatung für Senioren
in Rheda-Wiedenbrück zu etablieren.
Darüber hinaus gäbe es noch
das Vorhaben mit dem Arbeitstitel
»Hilfe für Angehörige von psychisch
Erkrankten«. Es befinde sich derzeit
im Planungsstadium.
Bürgermeister Theo Mettenborg
begrüßte die anwesenden Gäste
und bedankte sich für das ehrenamtliche
Engagement. Die AWO
Rheda-Wiedenbrück könne stolz auf
das Geleistete zurückblicken und sei
ein wichtiger Bestandteil der sozialen
Landschaft in der Stadt.
Ulrike Boden erinnerte in ihrem
Grußwort an die Anfänge der AWO
in Rheda-Wiedenbrück. Zu Beginn
ihrer Arbeit hätten in den Monaten
nach Kriegsende das Aufbereiten
von Kleidung und das Sammeln
von Spenden für Bedürftige und zur
Beschaffung von dringend benötigten
Nähmaschinen im Mittelpunkt
des ehrenamtlichen Engagements
gestanden. Der Sozialdemokrat August
Eickholt und seine Mitstreiter
gründeten die hiesige AWO – damals
noch als AWO Ortsverein Rheda – im
Oktober 1945. Die neue soziale Gemeinschaft
startete ihre Arbeit ein
paar Wochen später, im Dezember,
mit einer Winterhilfssammlung. Für
bedürftige Kinder erwarb er Spielsachen
als Weihnachtsgeschenke.
Ab März 1946 stellte die Arbeiterwohlfahrt
Nähmaschinen zur
Verfügung. Interessierte Frauen
erhielten dadurch die Möglichkeit,
unter Anleitung beschädigte Kleidungsstücke
zu reparieren oder
zu fertigen. Die Nähstube und die
Sammlungen für bedürftige Einwohner
und Flüchtlinge sowie die
Kinderverschickungen in Zeltlager
in der Senne blieben in den ersten
Jahren nach dem Krieg die Schwerpunkte
in der Arbeit der AWO in
Rheda.
Im Laufe der Jahre wandelte
sich die Arbeit des Ortsvereines
von der Nothilfe der Nachkriegsjahre
über die Unterstützung der
Benachteiligten der sogenannten
Wirtschaftswunderjahre hin zu der
heutigen, offenen Seniorenarbeit.
Die Kreisgeschäftsführerin sprach
ebenfalls über die kreisweite Arbeit
der »Wichtel« und die Kooperation
der AWO mit »Daheim«. Ebenso
ging sie auf die Rolle der AWO als
Träger von Schulsozialarbeit im Kreis
sowie als Träger von Kindertageseinrichtungen
in Rheda-Wiedenbrück
ein. Dem Verbund der AWO-Kitas in
OWL gehören in der Doppelstadt die
AWO-Kindertagesstätte »Die kleinen
Fürsten« sowie das AWO-Familienzentrum
mit der AWO-Kita »Am
Faulbusch« und »Am Emssee« an.
Ein besonderes Anliegen war
es Boden, die Bedeutung des ehrenamtlichen
Engagements für die
soziale Arbeit für den Zusammenhalt
unserer Gesellschaft hervorzuheben.
Sie sprach dem Ortsverein
ihren Dank für sein Engagement aus
und machte Mut für die Zukunft.
Mit einem geselligen Beisammensein
klang die Jubiläumsfeier aus.
Kem
14 Das Stadtgespräch
Auch in 33397 Rietberg, Rathausstr. 52, seit 2011 vor Ort
Der Goldpreis klettert von Rekord zu Rekord und erreicht immer neue Höchststände. Doch wenn man sich schon von
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Das Stadtgespräch
15
1 Plan der Standorte für die neun Anlagen der Windfarm Rheda-Wiedenbrück der Rheda-Wiedenbrücker Energiegenossenschaft eG
Kreis hat Baugenehmigung
für die ersten
3 Windräder erteilt
Windfarm Rheda-Wiedenbrück voll im Plan
Freude bei der Rheda-Wiedenbrücker
Energiegenossenschaft
eG: Die
Planungen für die Windfarm
Rheda-Wiedenbrück gehen weiterhin
gut voran. Nachdem der
Rat im Frühsommer die notwendige
Änderung des Flächennutzungsplanes
verabschiedet
hat, die Bezirksregierung Detmold
und der Kreis Gütersloh
ihr positives Votum dazu abgegeben
haben, erteilte der Kreis
nunmehr die Baugenehmigung
für die Windräder 13, 14 und 15
in Batenhorst und Nordrheda
(siehe abgedruckte Karte), teilte
die RheWie eG jüngst in ihrem
Newsletter 112 mit. Von der ers-
ten Idee im Frühjahr 2022 über
die erste Informationsveranstaltung
im November 2022 bis
zur jüngsten Genehmigung sind
weniger als drei Jahre vergangen.
Über diesen Erfolg freut sich der
Vorstand, der nicht nur der Kreisverwaltung
ein Lob für die gute
Zusammenarbeit ausspricht,
sondern auch der Stadtverwaltung
in Rheda-Wiedenbrück
In 2024 hatte der Rat drei Räder
aus der Planung genommen,
so dass von den ursprünglich
zwölf noch neun weiterverfolgt
werden. Für drei der Anlagen ist
ein Netzanschluss vorhanden,
für die verbleibenden sechs
wird der Versorger Westnetz das
bestehende Umspannwerk am
Wasserturm erweitern.
Im nächsten Schritt nimmt
die RheWie eG mit den vorliegenden
Baugenehmigungen an
einer Ausschreibung der Bundesnetzagentur
teil. Damit erwirbt
die RheWie eG das Recht, mit
den Rädern Strom einzuspeisen.
Damit verbunden ist eine
garantierte Einspeisevergütung
für zwanzig Jahre.
Seit einer Entscheidung der
Politik 2017 müssen die Windradbetreiber
dazu ein Gebot
abgeben, welchen Preis man für
den Strom erzielen möchte – die
niedrigsten Gebote erhalten den
Zuschlag. Bieten die Erzeuger einen
niedrigen Preis, erhöht das
die Wahrscheinlichkeit einen
Zuschlag zu erhalten, reduziert
allerdings die Rendite für die
Anlagen.
Die Entscheidung über die
aktuelle Ausschreibung erwartet
die RheWie eG Anfang des
neuen Jahres. Sollte sie da nicht
zum Zuge gekommen sein, läuft
im Februar 2026 die nächste Ausschreibung,
heißt es in dem bereits
zitierten Newsletter.
Ausgehend von der optimistischen
Annahme eines
Zuschlages folgt im Anschluss
eine Kapitalerhöhung und der
Abschluss der Kaufverträge für
die drei Anlagen. »Alle, die sich
dann an unserer Energiegenossenschaft
neu beteiligen, oder
als Bestandsmitglieder ihre
Beteiligung erweitern wollen,
sollten sich dies für das erste
Quartal 2026 vormerken«, informiert
die RheWie eG in dem o. a.
Newsletter.
In den kommenden Wochen
erwartet die RheWie eG die Genehmigungen
für die weiteren
sechs Anlagen der Windfarm.
Daraufhin konkretisiert sie die
Gespräche mit dem Netzbetreiber
Westnetz über den Ausbau
des Umspannwerks am
Wasserturm Wiedenbrück. Die
weiteren Planungen sind daran
anzupassen.
Zwischenzeitlich hat sich
die RheWie eG ebenfalls entschieden,
die Windräder mit der
Firma Enercon zu bauen. In das
Genehmigungsverfahren war die
Energiegenossenschaft bekanntlich
mit der Firma Nordex gestartet.
Für diese Herstellerfirma war
aber auch schon auf der Generalversammlung
2025 aufgrund der
aufgetretenen baulichen Schäden
am Windrad in Langenberg
wenig Sympathien zu spüren.
Bei dem Vorhaben wird u. a.
der neueste Anlagentyp E-175 EP5
E2 installiert. Mit einem Rotordurchmesser
von 175 Metern und
einer Nennleistung von 7 MW
gehört die E-175 EP5 E2 zu den
leistungs- und ertragsstärksten
Onshore-Windturbinen in Europa.
Der von Vorstand Hubert Leiwes
dort vorgestellte Zeitplan
sah bereits die für Anfang 2026
geplante Kapitalerhöhung vor,
2027 den Baubeginn für die Kabel
und Erdarbeiten »und dann
2028 hoffentlich die Inbetriebnahme«.
Kem
16 Das Stadtgespräch
Bürger schmücken
den Weihnachtsbaum
vor dem Rathaus
Aktion Bürger-Weihnachtsbaum
Am 29. November ist es wieder soweit: Die »Aktion Bürger-Weihnachtsbaum«
lädt ab 14 Uhr zum Schmücken der großen Weihnachtstanne
vor dem Rathaus ein. Alle, die mitmachen möchten,
sind herzlich willkommen. Die Teilnehmenden werden gebeten, in diesem
Jahr mehr eigenen Christbaumschmuck mitzubringen.
Leider steht für die bevorstehende Aktion weniger eingelagerter Christbaumschmuck
zur Verfügung, da bei der Umlagerung der Kartons ein Unfall
passiert ist und einiges ist nun nicht mehr brauchbar. Ina Wagner, Initiatorin
der Bürger-Aktion, bittet um Verständnis. In den ersten Jahren dieser Initiative
fanden sich nach einem entsprechenden Aufruf viele Bürgerinnen und Bürger
mit ihrem Baumschmuck auf dem Rathausplatz zusammen, um den dort stehenden
städtischen Weihnachtsbaum zu verschönern. Sie zauberten einen
richtig schönen Blickfang vor das Rathaus, blickt Ina Wagner dankbar auf die
große Resonanz. Sie würde sich riesig freuen, wenn ebenfalls die anstehende
Aktion wieder so viele Menschen zusammenführen würde. Der Hubsteiger
wird freundlicherweise von der Firma Effertz zur Verfügung gestellt, abermals
bedient von dem Mitarbeiter Torsten Moré. Bürgermeister Theo Mettenborg
steht voll hinter der Aktion Bürger-Weihnachtsbaum: »Es freut mich, dass
1 Der Nikolaus mit Bürgermeister Theo Mettenborg und Ina Wagner von der Aktion
»Bürger-Weihnachtsbaum« beim Schmücken des großen Weihnachtsbaumes auf
dem Rathausplatz.
aus der Initiative ein solches Wir-Gefühl erwachsen ist. Viele Bürger bringen
sich ein, um unsere Stadt weihnachtlich zu schmücken. Das verzaubert uns
alle«. Die Bürger-Aktion sorgt in bewährter Weise ebenfalls für das leibliche
Wohl mit heißen und kalten Getränken sowie mit frischem Streuselkuchen.
Außerdem stehen für junge und junggebliebene Teilnehmende Spielmöglichkeiten
zur Verfügung. Auch der Nikolaus schaut sicherlich wieder vorbei,
um die Kinder zu erfreuen. Und als stimmungsvolles Fotomotiv wird der beleuchtete
Weihnachtsschlitten der Familie Eickholz wieder vor Ort einladen.
Daneben sind die exklusiven Artikel der Aktion erhältlich, beispielsweise der
Mini-Weihnachtsbaum-to-Go, selbst genähte Täschchen, Stadtschilder und
Glas-Christbaumkugeln mit der Rheda-Wiedenbrücker Silhouette. Die Erlöse
gehen zu hundert Prozent an die Aktion Lichtblicke.
Kem
SONDERVERKAUF
ICH SCHLIESSE
DIE SCHUHKINIK SCHLIESST DIE LADENTÜR
» Jedes Paar Schuhe erzählt eine Geschichte –
danke, dass ich Teil Ihrer Geschichten sein durfte.«
Am 19.12. ist Stichtag, bis dahin können die zur Reperatur
gegebenen Sachen noch abgeholt werden.
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Freitag, 5. Dezember von 13-16 Uhr
Samstag, 6. Dezember von 9-12 Uhr
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Im Schilffeld 16
33378 Rheda-Wiedenbrück
Telefon: 0 5242 / 598259
Weitere Informationen und Anmeldung unter cor.de/sale.
Teilnahme nur mit Terminbestätigung.
Das Stadtgespräch
17
1 Die Absolventinnen und Absolventen der Gesamtschule nutzten den Jobtrail, um
sich über Praktikumsplätze und Ausbildungsstellen zu informieren.
Berufsinformationen
aus erster Hand
Gesamtschülerinnen und -schüler informierten
sich beim Jobtrail
1 An den Ständen der am Jobtrail beteiligten Firmen herrschte reger Andrang.
1 Vorgeführte Baumaschinen wurden erklärt.
Ob das Nähen eigener Federmappen bei COR, das Verlegen von
Pflastersteinen bei Eurovia oder das Lenken des Minibaggers der
Firma Kraemer auf dem Schulhof, es wurde lautstark in allen Ecken
gebohrt, gehämmert, gehobelt und geschraubt. »Diesen Beruf möchte ich
weiterverfolgen und versuche mir in diesem Bereich einen Praktikumsplatz
zu sichern«, äußerte ein Schüler begeistert, während nebenan fleißig die
Serien- und Wechselschaltungen von Elektro Beckhoff gelegt wurden. Die
Schülerinnen und Schüler der Moritz-Fontaine-Gesamtschule nutzten gerne
die Gelegenheit des Jobtrails einfache, alltägliche Tätigkeiten zu erledigen
und dabei die präsentierten Berufsfelder zu entdecken. Alle 14 teilnehmenden
Betriebe boten kleine Plätze zum Mitmachen an.
Diese unkompliziert gesammelten Eindrücke bereiteten den Schülerinnen
und Schülern besonders Spaß und dadurch zeichnet sich der Jobtrail
aus. Sehr bereichert wurde die Berufsorientierungsveranstaltung auch durch
viele Auszubildende der Betriebe, von denen einige sogar ehemalige Schülerinnen
und Schüler der Moritz-Fontaine-Gesamtschule waren. Die jungen
Nachwuchskräfte ermöglichten eine Berufsorientierung auf Augenhöhe.
Der Jobtrail bildet den Startschuss des Berufsorientierungsprozesses
für die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8. Auch in diesem Jahr
waren wieder Gäste der Kopernikus-Schule und der Konrad-Zuse-Schule
Langenberg eingeladen. Wer Fragen rund um das Thema Praktikum hatte,
konnte sich hier direkt vor Ort über alle angebotenen Berufsfelder informieren.
Ebenfalls die Teilnehmenden der Praktikumsklasse nutzten gerne den
Jobtrail, um interessante Alternativen für ihren Einstieg in die Berufswelt
zu entdecken. Auch zahlreiche Praktikumsplätze der »Elfer« wurden in den
Gesprächen während des Jobtrails vereinbart. Gleichfalls die anderen Oberstufenjahrgänge,
Q1 und Q2, konnten sich über berufliche Möglichkeiten
nach dem Abitur informieren.
So bot der Jobtrail vor den Herbstferien den Betrieben und Kooperationspartnern
sowie den Schülerinnen und Schülern den optimalen Rahmen
zur ersten Kontaktaufnahme und individuellen Orientierung der beruflichen
Anschlussmöglichkeiten.
Das Berufsorientierungsteam der Moritz-Fontaine-Gesamtschule bedankt
sich bei den Firmen COR, Ford Lückenotto, Effertz, Premium Food
Group, Pfleiderer, 3C Holding, Baumaschinen Kraemer, Venjakob, Simonswerk,
Franziskus Hospital, Großewinkelmann, Elektro Beckhoff, Eurovia
Teerbau sowie Claas. Beteiligt waren ebenfalls die IHK und die Agentur für
Arbeit mit ihren Beratungsangeboten. Ein besonderer Dank galt ebenfalls
den Eltern. Sie halfen beim Auf- und Abbau und bereiteten belegte Brötchen
für die Mitarbeitenden der Betriebe zu. Am Ende der Veranstaltung wurde
mit allen Beteiligten als Dankeschön gegrillt.
Der Jobtrail ist ein Baustein in der Berufsorientierung an der Moritz-Fontaine-Gesamtschule,
der jetzt mit dem Berufswahl-Siegel ausgezeichnet
wurde.
Er fand bereits zum 10. Mal statt, in diesem Jahr am Standort Wiedenbrück.
Ursprünglich war er als Parcours gestartet, an dessen Stationen
die Schüler und Schülerinnen der 8. Klassen typische Handlungsabläufe
zahlreicher Berufsfelder erproben konnten. Diese Stationen wurden von
Eltern aus der Stufe 8 betreut.
Dann kam nach und nach die Idee auf, Betriebe mit einzuladen. Dabei
haben insbesondere die Kooperationspartner die Schule unterstützt.
Wegen des wachsenden Interesses heimischer Unternehmen findet der
ursprüngliche Parcours nicht mehr statt. Inzwischen kommen aktuell so
viele Betriebe, dass der Platz ausschließlich für diese genutzt wird. Kem
18 Das Stadtgespräch
Jedes Zuhause
erzählt eine
Geschichte
Wir bringen Menschen und
Immobilien zusammen
Wenn Sie darüber nachdenken, ein neues Kapitel
aufzuschlagen und Ihre Immobilie verkaufen
möchten, bietet der Immobilienmarkt
aktuell beste Voraussetzungen. Das Zinsniveau
ist konstant, die Kaufpreise sind auf einem stabilen
Niveau und die Nachfrage nach Wohneigentum
wächst stetig.
Wir erleben immer wieder, dass sich viele Interessenten
bewusst für den Kauf einer Immobilie
entscheiden, da die monatliche Belastung für
Zins und Tilgung des Darlehens oft günstiger ist
als die Miete einer vergleichbaren Immobilie.
Bei steigenden Mietpreisen dürfte diese Schere
zukünftig sogar noch weiter auseinandergehen,
zumal die Neubauaktivitäten weiter rar sind.
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Rheda auf den Doktorplatz ein.
Fotowettbewerb
Das Adventskrämchenteam hat
in diesem Jahr erstmalig einen
1 Eine Drohnenansicht von dem im Lichterglanz erstrahlenden Adventskrämchen
ziert die Fotowand für das perfekte Selfie. Foto: DronEye
1 Kleine Gruppen genießen den Aufenthalt im lauschigen Krämchen-Eck.
Neues auf dem Rhedaer
Vorweihnachtsevent
Vom 3. bis 7. Dezember: Viel Spaß beim Besuch
auf dem Adventskrämchen
Fotowettbewerb ausgeschrieben.
Gesucht werden die schönsten
Motive von dem Adventskrämchen.
Das Thema: »Impressionen
vom Adventskrämchen«.
Gehen Sie mit Ihrem Handy
auf die Jagd nach einem passenden
Motiv. Das Krämchenteam ist
gespannt auf Ihre Ideen und darauf,
wie die Teilnehmenden mit Ihren
Motiven die Jury überzeugen.
Senden Sie Ihr bestes Bild mit
dem Handy per QR-Code zwischen
dem 3. und 6. Dezember online
ein. In der folgenden Bewertungsphase
wählt die Jury die drei Preisträger
des Wettbewerbs aus. Zudem
gibt es einen Trostpreis. Die
Einsendenden der bestplatzierten
Fotos erhalten am Sonntagabend
auf der Abschlussveranstaltung,
gemeinsam mit der Überreichung
der Hauptpreise aus der traditionellen
Verlosung, die verdienten
Prämien – wertvolle Gutscheine
über die kulinarischen Genüsse
aus den Küchen der Rhedaer Gastronomie.
Die prämierten Fotos
werden auf dem Krämchen-Monitor
auf der Bühne sowie auf der
Homepage der Initiative Rheda
präsentiert.
Selfie-Fotowand
Ein kleines Event für sich bietet
eine neue Fotowand für das perfekte
Selfie. Eine überdimensionale
Drohnenansicht vom adventlich
erstrahlenden Krämchen und den
angrenzenden Altstadtgassen geben
dafür den Hintergrund. Vor dieser
Kulisse – im Herzen des Krämchens
– blühen die Besuchenden
sicherlich erst so richtig auf. Das
Adventskrämchenteam wünscht
allen Teilnehmenden viel Freude.
Vorweihnachtsstimmung
selbstgemacht
Es sind Bürgerinnen und Bürger
aus Rheda, aus seinen Kitas, Schulen
sowie Vereinen, Chören, Musikgruppen
und caritativen Einrichtungen,
Kirchen, und ebenso hier
ansässige Geschäftsleute, die mit
ihren Beiträgen in den Markthäuschen
und im Programm auf der
Bühne die Herzen der Krämchenbesuchenden
höherschlagen lassen.
Seit vielen Jahren nicht wegzudenken
ist das allabendliche
gemeinsame Abschlusssingen
mit Musikdirektor Thomas Venten,
am Donnerstagabend sogar
mit Marktmeister Alwin Wedler.
Die Gäste des Adventskrämchens
lassen sich dabei gerne zum Singen
adventlicher und weihnachtlicher
Lieder inspirieren. Dieser
stimmungsvolle Treff ist gelebte
Tradition und hat schon lange
Kultstatus.
Eine Innovation aus dem
letzten Jahr von Alwin Wedler
war, dass Kinder aus den dritten
Klassen der Park- und Wenneberschule,
welche die großen Weihnachtsbäume
an den Eingängen
des Adventskrämchens mit selber
gebastelter Weihnachtsdeko
schmücken. Sie treffen sich für die
Aktion am Eröffnungstag ab 14.30
Uhr. Pünktlich zur Eröffnung sind
dann die Tannen geschmückt.
Das Bastelmaterial für die vorhergehenden
Werkstunden in der
Schule stellt die Initiative Rheda
zur Verfügung. Alle beteiligten
Mädchen und Jungen erhalten
zur Belohnung von der Initiative
Wertgutscheine, die sie an den
Ständen des Krämchens einlösen
können. Den Schülerinnen und
Schülern bereitet dieser Einsatz
alljährlich riesigen Spaß.
Ebenso groß ist die Begeisterung
beim Abverkauf der Weihnachtsbäume
am Dienstag nach
dem Krämchenende, nach dem
Rückbau der Budenstadt. Den Erlös
überreicht die Initiative gemeinnützigen
Vereinen in der Stadt.
Sichtbar wird ebenfalls die
enge Beziehung zwischen den beiden
Kirchen und der Initiative: Am
20
Das Stadtgespräch
1 Das Adventskrämchen begrüßt seine Gäste. 1 Shoppingbummel im vorweihnachtlich illuminierten Rheda
Eröffnungstag leitet um 17 Uhr ein
ökumenischer Gottesdienst in das
Krämchengeschehen ein und am
Sonntagmorgen um 11 Uhr lädt ein
Evangelischer Gottesdienst mit
Pfarrerin Sarah Töws zum Mitfeiern
vor die Krämchenbühne ein.
Ein »Kirchenkaffee« von 12–13
Uhr am Stand vom Hille Eventservice
überbrückt die Zeit bis zur
Öffnung des Marktes um 13 Uhr.
Klein, fein und
bodenständig
Für viele Bürgerinnen und Bürger
aus Rheda-Wiedenbrück und aus
der Umgebung gehört es zur Adventszeit
wie Kerzenlicht und der
Duft von Lebkuchen, Spekulatius
und Glühwein: das Adventskrämchen
der Initiative Rheda. Durch
sein stilvolles Ambiente, geschaffen
aus 21 Holzhäuschen,
dem kleinen Kinderkarussell, drei
Gastroständen, einem Pizza- und
einem Würstchenstand, dem beleuchteten
Eingangsportal, dem
im vergangenen Jahr geschaffenen
LED-Giebelglanz und den geschmückten
Weihnachtsbäumen
gemeinsam mit dem Engagement
der Wirte vom Doktorplatz hat das
Krämchen noch einmal mehr an
großen Zuspruch gewonnen. Die
Besuchenden kommen aus Rheda-Wiedenbrück
und den Nachbarstädten,
aus Oelde, Herzebrock
sowie Gütersloh und Langenberg.
Alle Beschicker aus dem Vorjahr
haben sich auch für die diesjährige
Veranstaltung angemeldet.
Der Leiter des Adventskrämchensteams,
Alwin Wedler, bestätigte
uns, dass einige neue Bewerbende
auf der Warteliste stehen. Platz für
neue Stände auf dem Krämchen
bestehe aber leider nicht mehr.
Stände für jeden
Geschmack
An den Ständen mit Kunsthandwerk,
Handgemachtem, Dekorationen
und außergewöhnlichen Kreationen
und vielem mehr finden die
Besuchenden nahezu alles, was die
Augen der Besuchenden verwöhnt.
Neun caritative Vereine, eine
Schule und die Kirche verleihen
einem Teil des Krämchens den
Charakter einer Charity-Mile, wie
Schirmherrin Marissa, Fürstin zu
Bentheim-Tecklenburg mal dieses
Angebot beschrieb.
Damit ist die vorweihnachtliche
Veranstaltung zugleich primär
nicht kommerziell ausgerichtet.
»Wir möchten mit diesem Weihnachtsmarkt
vielmehr das ehrenamtliche
Engagement vor Ort
fördern und soziale und wohltätige
Einrichtungen unterstützen«,
erklärte Projektleiter Tino Hille.
Unterhaltung für die
ganze Familie
Das Adventskrämchen spricht
Groß und Klein an. Während die
Besuchenden sich in den Budengassen
begegnen und verweilen,
schicken Chöre, Musikgruppen
und junge Musikanten von der
Bühne herunter stimmungsvolle
Klänge über den festlichen Platz.
Für vielfältige Unterhaltung steht
Thomas Venten, Leiter des Programms.
Ihm ist es besonders
wichtig, ortsansässigen Musizierenden,
den Schulen und Vereinen
eine Bühne zu bieten.
Speziell für die kleinen Gäste
baut Noack wieder sein Kinderkarussell
auf. Am Samstag kommt
um 16 Uhr der Nikolaus. Er bringt
für alle Kinder eine Überraschung
mit. Am Sonntagnachmittag um
17 Uhr werden die Mädchen und
Jungen unendlichen Spaß bei dem
spannenden Mitmachprogramm
vom »Top-Act«-Frank und seine
Freunde erleben.
Verlosung
Die Initiative Rheda verlost täglich
attraktive Warengutscheine und
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Das Stadtgespräch
m
21
vember die »heiße Phase« beginnt und in den Tagen vor der Eröffnung
das Krämchen vor Ort zum Fulltime-Job wird.
Rheda im Advent
Adventskrämchen-Sonntag, 7.12., verkaufsoffen von 13.00 bis 18.00 Uhr.
Am letzten Tag des Adventskrämchens ist verkaufsoffener Sonntag! In
der adventlich geschmückten Stadt findet der weihnachtliche Einkaufsbummel
einen besonderen Reiz. Die Initiative Rheda wünscht den Kundinnen
und Kunden viel Spaß beim Shoppen.
1 Jedes artige Kind bekommt vom Nikolaus ein kleines Präsent.
Sachpreise. Die Lose haben eine doppelte Gewinnchance: bei der Zusatzziehung
am Sonntag, um 20 Uhr werden zum Abschluss des Weihnachtsmarktes
die Hauptgewinne verlost, berichten Simone Hördel und
Margret Reker. Sie zeichnen für die Verlosung verantwortlich.
Krämchenteam
Für die Organisation des Adventskrämchens zeichnet die Projektgruppe
der Initiative Rheda verantwortlich. Sie löst alle anfallenden Aufgaben im
Team. Dabei sind Tino Hille (Projektleitung), Alwin Wedler (Platzplanung
und Marktmeister) sowie Günter Göpfert, Wulf Hagen Lorenz und Kalle
Janßen als Vizemarktmeister, Simone Hördel (Administration), Margret
Reker (Beratung), Thomas Venten (musikalische Leitung/Programm).
Der Projektgruppe zur Seite steht das Team vom städtischen Bauhof
beim Aufbau der Budenstadt. Das Vorbereitungsteam startet mit den
ersten administrativen Arbeiten bereits im Sommer, ehe dann im No-
Such deinen
Weihnachtsstiefel
Auch in diesem Jahr möchten die Kaufleute in Rheda Kinder mit einer
besonderen Aktion überraschen. Bis zum 30. November 2025 dürfen
die »jüngsten« Rheda-Wiedenbrücker bei ihnen einen geputzten Stiefel
abgeben. Dieser sollte mit einem Schildchen mit Namen des Kindes,
Adresse, Alter und Telefonnummer gekennzeichnet sein. Dann werden
die Stiefel an die teilnehmenden Geschäfte neu verteilt, wo sie mit süßen
Überraschungen gefüllt werden. Am verkaufsoffenen Familien-Sonntag
7.12.2025 können die kleinen Schuhbesitzer in der Zeit von 13 bis 18 Uhr
dann ihre gefüllten Stiefel in den Schaufenstern und Geschäften suchen
und abholen. Im letzten Jahr wurden über 220 Stiefel abgeben.
Und so funktioniert es: Wer jünger als zehn Jahre alt ist, kann ab sofort
bis zum 29.11. bei einem teilnehmenden Geschäft seinen mit Schild
versehenen Schuh oder Stiefel abgeben. Diese werden mit Überraschungen
gefüllt. Ab dem 7. Dezember finden die Mädchen und Jungen ihr
Exemplar in einem der Schaufenster der 13 Teilnehmer wieder – also nicht
unbedingt dort, wo ihr ihn abgegeben habt. »Wenn ihr euren Stiefel
entdeckt habt, holt ihn euch und freut euch über den Inhalt. Als Beweis
bringt ihr den zweiten Stiefel mit« so Andrea Sandknop und Astrid Kappel-Sudbrock
aus dem Organisationsteam. Alle Teilnehmer der Aktion
freuen sich auf viele erwartungsvolle und strahlende Kinderaugen.
Viel Spaß beim Suchen wünschen: SCHMITT.Media – KroneMoch
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22
Das Stadtgespräch
1 Das Organisations-Team gestaltet das Adventskrämchen zu einem magisch anziehenden
Ort: (v. l.) Margret Reker, Günter Göpfert, Thomas Venten, Simone Hördel,
Kalle Janßen, Wulf Hagen Lorenz, Alwin Wedler, Tino Hille in einer Arbeitssitzung.
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Das Projektteam Astrid Kappel, Andrea Sandknop und Simone Hördel
steht für die Organisation dieser Aktion.
Sternenfängerspiel in der Adventszeit
Die Teilnehmer des Sternenfängerspiels der Initiative Rheda können sich
mit etwas Glück auf den Hauptgewinn in Höhe von 250 Euro (gestückelt
in 25 x 10 Euro Gutscheinen) freuen. Zudem gibt es 25 Gutscheine
à 50 Euro, ebenfalls aufgeteilt in 10 Euro-Gutscheine. Die Kundinnen
und Kunden brauchen auf den Gewinnkarten nur 40 Sterne bei den
beteiligten 17 Fachgeschäften zu sammeln. Pro 5 Euro Einkaufswert
wird wieder einen Stern auf die Sammelkarte gestempelt. Ist der letzte
Stempel auf die Karte gedrückt, kann sie dort auch abgegeben werden.
Das Gewinnspiel läuft vom ersten Adventssamstag (29. November) bis
zum 31. Dezember 2025. Die Ziehung findet wie gewohnt im Januar um
den Dreikönigstag statt.
Der kleinste Weihnachtsmarkt der Welt
In diesem Jahr findet nach dem Adventskrämchen wieder der »kleinste
Weihnachtsmarkt im Kreis« statt. Christa Ost öffnet die Glühweinhüt-
1 Individuelle Kreationen fertigt die Laserbar.
te gegenüber ihrem Geschäft in der Berliner Straße Mitte Dezember
von 17.00 Uhr bis 20 Uhr (spontan auch mal länger) sowie am Samstag
zusätzlich von 11 bis 13 Uhr. Bei schlechter Witterung bleibt die Hütte
geschlossen. In der Regel bleibt die Glühweinhütte bis Ende Januar des
neuen Jahres geöffnet.
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Mittwoch, 3. Dezember
16.00 Öffnen der Buden
17.00 Ökumenische Andacht (Leitung: Sara Töws)
mit dem CVJM Posaunenchor Rheda-Wiedenbrück
17.30–18.30 Eröffnung des Adventskrämchens mit Schirmherrin
Fürstin Marissa zu Bentheim-Tecklenburg, Bürgermeister
Theo Mettenborg sowie dem CVJM Posaunenchor
Rheda-Wiedenbrück
18.30–19.45 Akkordeonorchester »Hohnerklang« Oelde e.V.
(Leitung: Olaf Wittelmann)
20.00–20.30 Weihnachts- und Winterlieder mit Thomas Venten
20.30–21.00 Gemeinsames Abschlusssingen mit Thomas Venten
und Tenor Burkhard Weiß
Donnerstag, 4. Dezember
16.00 Öffnen der Buden
16.00–16.30 Tanz-AG der OGGS Wenneberschule (Leitung: Dilara Aydin)
16.30–17.00 Kinderchor »Kita Sonnenschein« (Leitung: Heidi Hellweg)
17.00–18.00 Heiner Rusche kommt mit Kinderprogramm –
der Musiker für Kinder
18.00–19.30 Rainbow Gospel-Chor, (musikalische Leitung: Tim Edler)
20.00–20.30 Adventliche Musik mit Thomas Venten
20.30–21.00 Gemeinsames Abschlusssingen mit dem Marktmeister
Ali Wedler und Thomas Venten
Freitag, 5. Dezember
16.00 Öffnen der Buden
16.00–17.00 Kantor Jens Engel – Kinderchor der ev. Kirchengemeinde
17.00–18.00 Ten Sing Rheda (Leitung: Nerio Zan)
18.00–19.30 Fürstliches Trompetercorps Rheda
(Leitung: Fredo Sommerfeld)
20.00–21.00 Posaunenchor der Petrusgemeinde Blasheim
(Leitung: Dirk Niedermeier)
21.00–21.30 Gemeinsames Abschlusssingen mit dem Chor »Friends«
und Thomas Venten
22.00 Das Krämchen schließt
Samstag, 6. Dezember
14.00 Öffnen der Buden
15.00–16.00 Kinder der Andreas-Schule singen und spielen Ihre Lieder
(Leitung: Christiane Westermann)
16.00–16.30 Der Nikolaus kommt … er bringt auch etwas mit!
Der Nikolaus nimmt gerne die Wunschzettel der
Kinder entgegen
24 Das Stadtgespräch
1 Die Wennebärchen unterhalten tänzerisch. 1 Wer seinen Stiefel entdeckt, kann ihn abholen und sich über den Inhalt freuen.
17.00–18.00 Session Sax Duo – Weihnachtshits gespielt von
2 Saxophonen
18.00–20.00 Martin Doughty … Sänger mit großer Stimme singt
Weihnachtslieder und Musical-Hits
20.30–20.45 Adventliche Musik mit Thomas Venten
20.45–21.30 Gemeinsames Abschlusssingen mit dem Chor »Friends«
und Thomas Venten
22.00 Das Krämchen schließt
Sonntag, 7. Dezember
11.00 Evangelischer Gottesdienst (Leitung: Pfarrerin Sara
Töws), bei schlechter Witterung in der Ev. Stadtkirche
13.00 Öffnen der Buden
14.30–15.00 Dance Academy – Schüler des Einstein-Gymnasium
(Leitung: Carmen Gladbach und Manuel Crass)
15.00–16.30 Jugendchor der St.-Clemens-Kirchengemeinde –
Christmas Time (Leitung: Harald Gokus)
17.00–18.00 Frank und seine Freunde mit dem Zappeltier –
tolle Mitmachshow für Kinder und Erwachsene
18.30–19.30 X-Mas Chor der Musical-Fabrik (Leitung: Denise Sander
und Michael Altemark)
20.00–20.30 Preisziehung der Hauptgewinne von der Losbude und
Bekanntgabe der Gewinner des Fotowettbewerbs durch
den Projektleiter Tino Hille und Simone Hördel
20.30–21.00 Gemeinsames Singen zum Abschluss des
Adventskrämchens Rheda mit dem Chor »Friends«
und Thomas Venten
Aktionstag in der
Badausstellung
Samstag
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Das Stadtgespräch 25
Cafeteria und
Advents basar im
Gemeindehaus
Ev. Frauenhilfe und Freundeskreis
Matiši laden ein
Foto: Birgit Strothenke
Am 6. und 7. Dezember laden die Evangelische Frauenhilfe Rheda und
der Freundeskreis Matiši der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde
Rheda-Wiedenbrück wieder zu Cafeteria und Adventsbasar ein.
Cafeteria
Duftender Kaffee, hausgemachter Kuchen und stimmungsvolle Adventsatmosphäre
– darauf dürfen sich die Besucherinnen und Besucher im
Gemeindehaus an der Schulte-Mönting-Straße 6 in Rheda am Wochenende
des Adventskrämchens freuen.
Ein liebevoll angerichtetes Kuchenbuffet mit vielen selbstgebackenen
Torten, frischen Waffeln und herzhaften Kleinigkeiten lädt zum Verweilen
ein. Die Cafeteria ist am Samstag von 14 bis 16.30 Uhr und am
Sonntag von 13 bis 16.30 Uhr geöffnet – eine gute Gelegenheit, bei Kaffee
und guten Gesprächen in vorweihnachtliche Stimmung zu kommen.
1 Viele Gäste beim letzten Café zu »Rheda erblüht« im Gemeindehaus Rheda
Adventsbasar
Wer noch auf Geschenksuche ist, wird auf dem Adventsbasar sicher
fündig. Dort gibt es handgefertigte Weihnachtskarten, festlichen Tischschmuck,
Kerzen, Taschen, Socken, Pullover, Marmeladen, Liköre, Plätzchen
und vieles mehr. Der Verkauf startet am Samstag um 11 Uhr und
am Sonntag um 12 Uhr. Für besondere Unterhaltung sorgt der junge
Zauberer Linus Nitzsche, der an beiden Nachmittagen kleine Zaubereien
für Groß und Klein zeigen wird.
Der Erlös aus Cafeteria und Basar kommt den Partnergemeinden
in Lettland, Tansania und Brasilien sowie Bedürftigen vor Ort zugute.
1 (V. l.) Joan Cama, Birgit Appelbaum, Dr. Claudia Busch, Andreas Böckmann, Bürgermeisterin
Maria Puíg, Peter Tenbuß, Bürgermeister Theo Mettenborg, Willi Repke,
Pepe Navarro, Günter Arlt, Dirk Kursim, Petra Kerkenmeier, Antje Meinderts-Repke,
Karin Tönnessen-Lersmacher, Jörg Droste.
30 Jahre
Städtepartnerschaft
Rheda-Wiedenbrücker besuchen Palamós
Seit 30 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen den Städten
Palamós und Rheda-Wiedenbrück: Jugendbegegnungen, offizielle
Besuche der Städte und eine tiefe Verbundenheit prägen die Städtepartnerschaft.
Anlässlich des 30. Geburtstags der Städtefreundschaft
ist wieder eine große Gruppe – vor allem Mitglieder der beteiligten Vereine
sowie eine kleine Delegation aus Mitgliedern des Rates und der Partnerschaftskommission
– aus Rheda-Wiedenbrück nach Palamós gereist.
Seit vielen Jahren ist es zu einer schönen Tradition geworden, dass
vor allem Jugendliche der DJK und von verschiedenen anderen Gruppen
im Sommer sich mit ihren Altersgenossen aus der katalanischen
Stadt treffen. Zum runden Geburtstag der Partnerschaft besuchte
auch eine offizielle Delegation die schöne Stadt an der Costa
Brava. Die Begegnung mit der neuen Bürgermeisterin Maria Puíg
und die offizielle Jubiläumsfeier prägten das diesjährige Treffen.
Die Partnerschafts- und Sportvereine, die Chöre und Schulen mit ihren jeweiligen
Austauschprogrammen tragen aktiv zur Verbindung der beiden
Städte bei. Gemeinsamer Sport, gemeinsamer Unterricht, gemeinsame
Fahrten in die Umgebung vertiefen die Freundschaften zwischen jungen
Menschen aus Rheda-Wiedenbrück und Palamós. Das traditionelle Grillfest
mit allen Akteuren war in diesem Jahr zugleich Höhepunkt der Woche.
Beim offiziellen Festakt betonten Bürgermeisterin Maria Puíg und Bürgermeister
Theo Mettenborg die große Bedeutung der Städtepartnerschaft,
die in vielen Familien bereits in der zweiten Generation mit Leben
erfüllt wird. Alle Beteiligten freuen sich schon auf den ebenfalls traditionellen
Gegenbesuch in der Vorweihnachtszeit in Rheda-Wiedenbrück.
Während die Jugendgruppen die Begegnung uneingeschränkt genießen
konnten, gab es für die offizielle Delegation Startschwierigkeiten:
Am Flughafen Düsseldorf sorgten technische Probleme beim Check-In,
fehlendes Personal, eine verzögerte Sicherheitskontrolle und die Ankündigung
von streikenden Flughafenmitarbeitenden am stärksten Reisetag
des Jahres dafür, dass die Gruppe nicht wie geplant am Samstag,
sondern erst am Sonntag auf dem Flughafen Barcelona landen konnte.
Im engen und kollegialen Austausch zwischen den Organisatoren beider
Städte konnte das geplante Programm jedoch so umstrukturiert werden,
dass alle Programmpunkte erfolgreich stattfinden konnten.
26 Das Stadtgespräch
7 (v.l.) Marianne Zimmer, Susanne
Rau-Meißnest, Elke Lemke und Ulla
Fieber gestalten die verTANZt-Abende
im La Cantina am Bosfelder Weg
Als um kurz nach 19 Uhr der
Mambo No 5 zum Auftakt ertönte,
gab es kein Zögern und Abwarten
– nahezu geschlossen ging es auf
die Fläche und dort verblieben die
Tanzenden an die drei Stunden.
Bewegungsfreudig und angetrieben
von Klassikern freuten sie sich
entspannt-fröhlich über die eintrittsfreie
Gelegenheit, an einem
Mittwochabend alle Sorgen des
Alltags und der Welt zu vertanzen.
Genau so hatte sich die vierköpfige
Vorbereitungsgruppe
des Jazz-Clubs Rheda-Wiedenbrück
aus Marianne Zimmer, Elke
Lemke, Ulla Fieber und Susanne
Rauh-Meißnest den Abend vorgestellt.
Ungezwungene Stimmung
quer durch die Generationen,
Erfrischungsgetränke an
der Theke und Musik satt auf die
Ohren.
VerTANZT
in Rheda-Wiedenbrück
Eine gut bewegte Premiere für die
neue Veranstaltungsreihe »Ver-
Tanzt« liegt hinter gut 150 Tanzenden,
die sich auf Einladung des
Jazz-Clubs Rheda-Wiedenbrück im
»La Cantina« am Bosfelder Weg
trafen. Locker war die Stimmung
von Beginn an, man kannte sich,
Gruppen fanden sich.
Weiter geht es wieder
am Mittwoch, den 26.11.
Bereits am Mittwoch, den 26. November
und auch am Mittwoch,
den 24. Januar geht es weiter.
Auch dann heißt es von 19 bis
22 Uhr: tanzbare Musik von Elvis
bis Lady Gaga ganz ohne Jazz.
Kein Wunder, dass die Premiere
mit »Thank you for the music« von
Abba ausklang und spontanen
Beifall der Tanzenden auslöste.
Mangroven sind stabile Pflanzen. Und immergrün. Wir sind eine stabile
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für Kunden machen. Mit Dingen meinen wir z.B. Kampagnen, Content,
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Das Stadtgespräch
27
1 (V. l.) Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter der Miele-Gruppe, Moderator Carsten Schoßmeier, Chefredakteur von Radio Gütersloh, Klaus Brandner, Parlamentarischer
Staatssekretär a. D. sowie Vorstandsvorsitzender des Vereins Pro Arbeit, Nikola Weber, Geschäftsführerin pro Wirtschaft GT GmbH und Hans-Jürgen Heißmann-Gladow
von der IG Metall.
Starke Resonanz
beim Pro Arbeit-
Forum
Zeit zum Handeln: »Wandel von Arbeit
und Wirtschaft im Raum Gütersloh
gestalten«
Arbeit und Wirtschaft sind heute mehr denn je drastischen Veränderungen
unterworfen«, betonte Klaus Brandner, Parlamentarischer
Staatssekretär a. D. sowie Vorstandsvorsitzender des Vereins Pro
Arbeit. In der sehr gut besuchten Veranstaltung in der Cafeteria EssBares
im Haus der Ausbildung des Trägervereins stellte der hochkarätige
Referent Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter der Miele-Gruppe,
in seinem einführenden Vortrag voran, dass der Kreis Gütersloh
die »besten Voraussetzungen bietet, um diesen Wandel zu gestalten«.
Dieser Wirtschafts- und Industrie-Standort sei nach dem Kölner Raum
der »zweitstärkste Kreis in NRW«. Als die vier zentralen Handlungsfelder
des Wandels benannte der Referent die Digitalisierung inklusive der KI,
die demografischen Veränderungen sowie den Fachkräftemangel und die
ökologischen Anforderungen. Die Handlungsfelder seien in den Unternehmen
kein Zukunftsthema, sie »sind in den Unternehmen Teil des Alltags«.
Zudem ständen sie in einem herausfordernden Umfeld von überbordender
Regulatorik, einem schwierigen Konjunkturklima, der Globalisierung sowie
hoher Kosten für Energie. Die KI sei Chance und Herausforderung zugleich.
Sie stelle hohe Anforderungen an die Unternehmen und Mitarbeitenden:
Viele Berufe würden kurzfristig wegfallen, sich verändern. Viele neue Berufe
entständen. Um den Wandel aktiv und bestmöglich zu gestalten, würden
Offenheit für Neues, Mut, Führung und Zusammenhalt von den Unternehmen,
Gewerkschaften und allen gesellschaftlichen Akteuren gebraucht.
Um die Anforderungen der Digitalisierung und der sich verändernden
Berufsbilder, des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels
zu lösen, ist eine Qualifizierung der Mitarbeitenden (Weiterbildung, Umschulung)
und u. a. eine Zuwanderung von geeigneten Kräften erforderlich,
so Nikola Weber, Geschäftsführerin pro Wirtschaft GT GmbH. In diesem
Zusammenhang forderte sie, Jugendliche müssten für technische
Berufe motiviert werden, sie dürften nicht erst ab der 10. Klasse abgeholt
werden. Die Unternehmen müssten zudem mehr Jugendliche ausbilden.
Es sei beschämend, dass die Ausbildungsquote im Kreis Gütersloh nur
bei 3,9 % liege. Arbeitnehmende mit Helfer-Tätigkeiten – sie machen
einen hohen Anteil der Beschäftigten aus – müssten Qualifizierungsangebote
zu neuen Fachkräften erhalten. Dieses Potential sei zu heben.
Hans-Jürgen Heißmann-Gladow von der IG Metall sprach insbesondere
die sozialen Aspekte des Wandels an. Er warnte davor, bewährte
Regulatorik abzuschaffen. Als Beispiel nannte er die viel diskutierte Abkehr
vom 8-Stunden-Tag. »Da liegt eine Menge Sprengstoff, sagte er. Der
Wandel in der Arbeitswelt sei sozialverträglich zu gestalten. In Unternehmen
mit Mitbestimmung sei die Angst vor Veränderungen gering, berichtete
Heißmann-Gladow. Auszubildenden sei von den Unternehmen
eine Perspektive zu geben. Er berichtete, dass Arbeitnehmende oftmals
Probleme hätten, beruflichen Weiterbildungsangeboten nachzugehen.
Zudem müsse bedacht werden, dass viele keine Veränderungen wollten.
Sie sähen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, den Wohlstand
und ihre Arbeitsplätze in Gefahr, warf Moderator Carsten Schoßmeier,
Chefredakteur von Radio Gütersloh ein.
Brandner hielt es für erforderlich, arbeitslose Menschen so zu fördern,
dass sie in den Arbeitsprozess zurückkehren bzw. überhaupt eine
Arbeit aufnehmen können. Eine wichtige Rolle würde dabei die Einbindung
von langzeitarbeitslosen Menschen spielen. Pro Arbeit habe sich
dieser Aufgabe gestellt.
Kem
28 Das Stadtgespräch
Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir eine
engagierte und freundliche
Medizinische
Fachangestellte
(m/w/d) in Teilzeit (20 / 25 Stunden / Woche).
Ihre Aufgaben:
· Organisation des Praxisablaufs und Terminmanagement
· Assistenz bei Behandlungen und Untersuchungen
· Betreuung unserer Patientinnen und Patienten
· Durchführung administrativer Tätigkeiten
(Dokumentation, Abrechnung etc.)
· Unterstützung bei therapeutischen Maßnahmen
im Bereich Rehabilitation
Ihr Profil:
· Abgeschlossene Ausbildung zur Medizinischen
Fachangestellten (m/w/d)
· Freundliches, patientenorientiertes Auftreten
· Verantwortungsbewusste und strukturierte
Arbeitsweise
· Teamfähigkeit und Freude an der Arbeit im
medizinischen Bereich
· Kenntnisse in Praxissoftware wünschenswert
Wir bieten:
· Eine moderne, kollegiale Praxis mit angenehmem
Arbeitsklima
· Gründliche Einarbeitung und Unterstützung
durch ein erfahrenes Team
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Physikalischen und Rehabilitativen Medizin
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Kaum einer verwendet heute die ausführliche Bezeichnung »Medizinische
Fachangestellte«, sondern üblich ist vorwiegend die Abkürzung
»MFA«. Dieses Kürzel hat sich in den Sprachgebrauch eingebürgert,
auch bei Patienten. Früher hieß die MFA noch Arzthelferin oder Sprechstundenhilfe.
Medizinische Fachangestellte übernehmen ver schiedene
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den Ärzten bei Behandlungen. Auch eigenständige Tätigkeiten wie
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diesen Prozess mit Einfühlungsvermögen und Verständnis. Sie informieren
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Das Stadtgespräch
29
1 An dem Regenrückhaltebecken wurde ebenfalls ein Speichercontainer zur Aufnahme
des belasteten Wassers aufgestellt.
Zirka 600 Liter
Diesel- und
Altölgemisch
ausgelaufen
Ölunfall an der Röntgenstraße
Wir erhielten die Information über den Ölunfall an der Röntgenstraße
aus der davon betroffenen Nachbarschaft. Daraufhin
setzten wir uns mit der städtischen Pressestelle in
Verbindung. Wir wollten erfahren, inwieweit die Stadt bereits involviert
war. Sie teilte uns mit, dass der Eigenbetrieb Abwasser (EAW) nach Kenntnisnahme
dieses Vorfalls die Untere Wasserbehörde (uWB) beim Kreis
alarmiert und die Ursachensuche ausgelöst hatte.
Die weiteren Maßnahmen hat der Kreis gesteuert – auch die Installation
des Ölabscheiders in der Regenrückhaltung und die Entsorgung
des verschmutzten Wassers wurde von dort angeordnet.
Hierzu schrieb uns die Pressestelle des Kreises: Die Untere Wasserbehörde
war und ist teilweise auch noch bei dem Schadensfall zusammen
mit den Kollegen aus dem Bereich Abfall/Boden/Altlasten (4.5.1) und mit
den Kollegen des Eigenbetriebes Abwasser Rheda-Wiedenbrück im Einsatz.
Aufgefallen war der Schaden dem Eigenbetrieb Abwasser der Stadt,
als das Öl in die Rückhaltebecken gelangte. Daraufhin wurden sofort
seitens der Unteren Wasserbehörde und des Eigenbetriebs Abwasser
umfassende Maßnahmen ergriffen, so dass eine Verunreinigung von
Gewässern verhindert werden konnte.
Es handelt sich um eine illegale Lagerung von wassergefährdenden
Stoffen auf einem Firmengrundstück an der Röntgenstraße 17 in Rheda-Wiedenbrück.
Vor Ort konnten folgende Gebinde mit Altöl und/oder Diesel vorgefunden
werden:
· 3 x 1.000 Liter IBC (auf Paletten stehende Container), welche teilweise
halbgefüllt waren,
· 1 x 750 Liter IBC welcher zu ¾ gefüllt war,
· 3 x 200 Liter Fässer, welche teilweise gefüllt und teilweise leer waren,
· 3 x 20 Liter Kanister, welche hauptsächlich leer waren.
1 Aufgrund der Witterung wurden in der Nähe des Schadenherdes an der Röntgenstraße
Speichercontainer zur Aufnahme des belasteten Wassers platziert.
· Es ist davon auszugehen, dass ca. 600 l eines Diesel- bzw. Altölgemisches
ausgelaufen sind. Dies soll bei Aufräumarbeiten vor ca. 3 Wochen
geschehen und nicht bemerkt worden sein.
· Dieses Gemisch ist durch den Boden, bzw. die Schotterfläche gesickert
und in Drainageleitungen des Nachbargrundstückes eingetreten. Diese
Drainageleiten waren fälschlicherweise an den Regenwasserkanal des
Eigenbetriebes Abwasser der Stadt Rheda-Wiedenbrück angeschlossen.
Deswegen zieht sich die Verunreinigung von dem ursächlichen Grundstück
über das Nachbargrundstück, bis in den Regenwasserkanal und
das nachgeschaltete Regenrückhaltebecken sowie Regenklärbecken.
· Eine Verunreinigung des Gewässers konnte durch Sofortmaßnahmen
erfolgreich verhindert werden.
· Der Schadensherd auf dem Grundstück Röntgenstraße 17 wurde seitens
der uWB im Rahmen der Sofortmaßnahmen ausgebaggert (ca. 15 m³) und
das belastete Erdreich wurde zur fachgerechten Entsorgung abgefahren.
Weiterhin wurden die Drainagen von der Regenwasserkanal getrennt um
eine weitere Einleitung zu unterbinden. Aufgrund der Witterung wurden
an dem Regenrückhaltebecken und in der Nähe des Schadenherdes
Speichercontainer zur Aufnahme des belasteten Wassers aufgestellt. Die
Kanäle der Stadt sind gespült worden, um die Anhaftungen zu entfernen.
· Derzeit findet eine Abstimmung statt um das gespeicherte verunreinigte
Wasser über eine mobile Abscheideranlage zu reinigen und in
den Schmutzwasserkanal einzuleiten. Auch Drainagewasser welches in
einem neuen Schacht aufgefangen wird, soll über diese mobile Abscheideranlage
gereinigt werden. Dies wird federführend von dem Eigenbetrieb
Abwasser (EAW) der Stadt Rheda-Wiedenbrück mit Rücksprache
zur BR [Anm. d. Red.: Bezirksregierung] betreut.
· Der Rückbau der Drainagen unter dem Nachbargrundstück stellt sich
im Rahmen einer Sofortmaßnahme als nicht verhältnismäßig dar. Deswegen
wurde ein Gutachter hinzugezogen, um diese Verunreinigung
in Folgemaßnahmen zu betrachten und geeignete Sanierungsmaßnahmen
zu ergründen. Dies übernimmt federführend der Kreis GT in
Zusammenarbeit uWB und uBB (Wasser/Boden) [Anm. d. Red.: Untere
Bodenschutzbehörde].
· Es kann derzeit nicht abgeschätzt werden, wann alle Folgemaßnahmen
vollständig abgeschlossen sind
· Die Kosten sind durch den Verursacher zu tragen.
· Die Polizei hat zur Ermittlung in Hinblick auf eine Umweltstraftat
(Gewässer- und/oder Bodenverunreinigung) Kontakt mit uns aufgenommen.
Wir unterstützen in der Ermittlung und werden von unserer
Seite ein Bußgeldverfahren wegen der illegalen und unsachgemäßen
Lagerung von wassergefährdenden Stoffen einleiten.
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*Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light-duty vehicles Test Procedures) ermittelt.
Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein Vergleichszwecken
zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zu den Verbrauchswerten und Energiekosten finden Sie unter www.ford.de/energie.
**Gemäß Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure (WLTP) ist bei voll aufgeladener Batterie eine Reichweite bis zur genannten, zertifizierten
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Das Stadtgespräch
31
(170 PS), Automatikgetriebe, Heckantrieb. ⁴Details entnehmen Sie bitte den jeweils gültigen Bedingungen.
Rallye Ostwestfalen
Vierzig links voll in einhundert links fünf. Neunzig rechts vier,
minus drei. Hinter Tunnel rechts eins, Schotter, in achtzig über
gerade vier. Fünfzig in links zwei.« Jesus! Bei der Matheaufgabe
fängt man als Co-Pilotin schonmal an zu beten. Alles genau berechnet,
die Bibel ist Gesetz! Doch heute geht es nicht um Mathematik. Heute
geht es um die Religion des Rallyesports.
So wie der Pilot des Skoda Fabia R5, der mit seinen 280 PS auf mich
zugeflogen kommt, bekomme auch ich langsam schwitzige Hände. Da
habe ich mir heute Morgen ja echt was vorgenommen! So denke ich in
dem Moment, in dem ich realisiere, dass mir bloß wenige Sekunden
für mein fotografisches Vorhaben zur Verfügung stehen. Ich sehe dich
nicht, ich höre dich nicht. Zumindest noch nicht. Aber hier liegt etwas
in der Luft. Diese Ruhe die ich vor Anspannung verspüre, während ich
hier schon 7 Minuten und 26 Sekunden in meiner Hocke verharre. Sie
wird sich lohnen. Es kann mitunter schon mal anstrengend werden. Ich
entscheide mich dafür dich einzufrieren. Das heißt, ich brauche eine
kurze Verschlusszeit. Der Fokus ist gesetzt. Jetzt muss ich dich bloß
noch einfangen!
So langsam darfst du dann aber auch mal durch den Tunnel geschossen
kommen! Geduld gehörte noch nie zu meinen Stärken. Hier
liegt ein Geruch in der Luft der mir bekannt vorkommt. Ein Mix aus
Kupplung, Reifen, Bremsen und Benzin. Das wird vermutlich auch,
zumindest zu einem gewissen Teil, auf die Bahntrassen zurückzuführen
sein, die sich keine zehn Meter von mir entfernt durch das
schöne OWL schlängeln. Und während ich von diesem Gemisch noch
eine Nase nehme, da höre ich dich! Ich weiß aber nicht, dass du es
bist. Das, was ich aber weiß, ist, dass das hier jetzt klappen muss.
Ist es in der Geschichte nicht die Vorfreude auf den Höhepunkt, die die
Geschichte zur Geschichte macht? So soll es hier nicht anders sein. In
meinem rechten Augenwinkel erahne ich die Farbe Rot. Du bist es! Ohnehin
hast du dich schon spätestens tunneleinwärts mit dem Gebrüll
deines turboaufgelandenen eins-sechser 4-Zylinders bei mir angekündigt.
Mit einem Leistungsgewicht von 4,4 Kilo pro PS, gehörst du heute
zu den schnellen im Feld. Da verwundert es auch nicht, dass du heute
die Nummer 1 bist.
Vom Dritten in den Vierten. Vom Vierten zurück in den Dritten.
Der Zweite grüßt und ab in den Ersten. Alles sequenziell versteht sich!
Nähe zum Motiv schafft Geschichte,
so meine ich mal gehört zu haben. Ich
bin zwar ein Fan von Telebrennweiten,
doch »mittendrin statt
nur dabei«, erschien mir für
dich heute die bessere Wahl.
Bist sportlich unterwegs, die
Altsemester erinnern sich.
Der Erfolg im Ergebnis
darüber etwas vor die Linse
bekommen zu haben, womit
man selbst so nicht gerechnet
hat, ist für mich eines der
wertvollsten Gefühle in der
Fotografie. Dieses Glück, welches
du dir erarbeitest, weil du
hungrig bist. Hungrig auf das
32
Das Stadtgespräch
Abenteuer etwas Neues auszuprobieren, um dann festzustellen,
dass dir die Gänsehaut die du bei dem Anblick des Fotos
bekommst, Recht gibt. Fotografie geht unter die Haut, so wie
der Motorsport. Auch wenn das natürlich immer im Auge des
Betrachters liegt. Genau dafür ziehe ich los. Kein Foto ohne Geschichte,
keine Geschichte ohne Foto. Mein Credo.
Auf geht’s auf die nächste Etappe. Eine Szene hier, ein Stillleben
da und die ganze Rallye-Schar. Und wieder kitzelt mich
meine Nase. Dieses mal liegt neben Kupplung, Bremsen und
Gummi, eine Note von Phosphatriemen und Hopfenkaltschale
in der Luft. Wem das nicht geläufig ist, Wurst den Hungrigen,
Bier den Durstigen. Der Duft des Benzins ist natürlich nicht
zu vergessen. Schmeckt und geht runter wie Öl.
In der Ruhe liegt die Kraft. Wie passend, wenn man bedenkt,
hier stehen gerade tausende Pferde vor mir im Paddock.
Alle brav und keines gibt einen Laut von sich. Mal ein
Wiehern hier und ein Befehl dort. Aber nur bei denen, die sich
noch vor der Endabnahme befinden und auf den Marschall warten.
Garantiert genauer als jeder TÜV Prüfer, wird hier nochmal drauf
geschaut, das ist wichtig.
Alles davor? »Bitte hinter dem Absperrband bleiben.« Diesmal nicht
aus der Reihe getanzt, Glück gehabt. Ich sehe Pylonen, Flatterband, Zelte,
Frachtcontainer, Menschen und Piloten, Geschichten und einen Fuhrpark
voller Liebe. Die Verbindung zwischen Pilot und Fahrzeug ist eine besondere.
Die Liebe zueinander ebenso. Wenn man bedenkt, mit welchem
Affenzahn sie sich der Gefahr und dem Adrenalinkick hingeben.Eine
Symbiose aus Vertrauen und Vernunft. Ein Vertrauen, das Verbindung
schafft. Harakiri bringt hier nichts, das musst du schon können! Ein
Rallyefahrer ist ein Künstler, so heißt es im Motorsport. Den Wahnsinn
steuert der Kopf, der meistens ausgeschaltet ist. Und natürlich das Popometer.
Der Gefühl gebend vielleicht wichtigste Begleiter. Das meiste
passiert unter dir. Ein Rennfahrer spürt jeden Popel auf dem Asphalt
in seiner Gesäßmuskulatur. Ohnehin muss man sich fragen, welche
Maschine hier eigentliche welche Maschine pilotiert. Der Fitnesszustand
nicht außer Acht gelassen. Dieser zieht sich im Profi- sowie im
Amateurbereich durch alle Altersschichten. Ich ziehe meinen Hut, ihr
seid gut gealtert.
Gut gealtert bist auch du, du kleiner beigefarbener Lada. Du sollst
dein Foto bekommen. Wie war das noch mit den Zutaten für das Gericht
der Fotografie? Am besten ein wenig
von allem in den Topf. Gut umgerührt
und ein bisschen würzen. Es ist Angerichtet.
Diesmal vergehen keine knapp 8 Minuten. Es muss schneller gehen,
es wird zeitig gegessen. Wieder geht es um das Erahnen eines Augenblicks,
der sich in der Zukunft abspielen wird. Wann ist der Moment,
in dem diese Komposition am meisten Sinn macht? Ich blicke schon
in die Vergangenheit, bevor die Gegenwart geschehen ist. Es ist immer
von Vorteil, auf alles vorbereitet zu sein. Die Vorhänge meiner Kamera
küssen sich in der Mitte und senken sich wieder. Ausgelöst. Dieses mal
mit einer anderen Geschichte. Fotografie bedeutet für mich die Ehrlichkeit
des Augenblicks so unverfälscht wie nur eben möglich festzuhalten.
Die Geschichte. Neben den Farben und Formen kommt die Perspektive.
Nicht das Motiv entscheidet über das Foto, sondern die Haltung des
Gefühls die ich einnehme.
Alle sind involviert. Du stehst im Fokus und bekommst die Aufmerksamkeit,
die dir gebührt. Ob dir das gefällt? Das entscheiden mal wieder
andere. So wie du da stehst, dein Charme, dein Stil, dein Ausdruck. Du
bist das Hauptmotiv. Du allein kannst unzählige Seiten mit Geschichte
füllen. Du und die Aura, die dich umgibt, sorgen heute für den roten
Faden. Kein Foto ohne Geschichte, keine Geschichte ohne Foto.
Auf der Zielgeraden angekommen, bleibt mir noch ein
besonderer Dank an das Stadtgespräch Rheda Wiedenbrück,
für den mir eingeräumten Raum, den offenen
Dialog und den Mut, etwas erfrischend Neues
auszuprobieren. In dem Sinne, nochmal runter
geschaltet.Es gibt nur ein Gas, Vollgas!
Fotos und Text von Hendrik Plümer
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Das Stadtgespräch 33
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1 Manch einem Elternteil blieb vor ungläubigem Staunen förmlich die Luft weg, als die Kleinen Teller auf Stäben drehen ließen.
Kinderherzen
schlugen höher
Circus Tausendtraum verzauberte
Brüder-Grimm-Schule
Gleich zu Beginn rückte die Zirkusfeuerwehr
aus. Wie bei jedem der kleinen Artisten natürlich
in stilechten Kostümen. Dazu schmucke
Feuerwehrhelme und stabile Leitern – bei der Menschenpyramide
saß jeder Handgriff und der Applaus
der Zuschauer war riesig. Manch einem Elternteil blieb
vor ungläubigem Staunen förmlich die Luft weg, als die
Kleinen barfuß über Scherben gingen, Teller auf Stäben
drehen ließen, mit Tüchern jonglierten oder mit verblüffenden
Zaubertricks überraschten. Brandgefährlich: Die
Spannung stieg, als die kleinen Piraten eine Feuerprobe
lächelnd quittierten. Lucy’s lustige Luftschlange sorgte
für Begeisterung, weil eine aus dem Publikum ausgewählte
Kandidatin mit einem Schnuller abgedichtet
werden musste. Den Schalk im Nacken hatten ohne
Frage die Clowns, die stets die Lacher auf ihrer Seite hatten.
Stolze Gesichter an jeder Ecke. Überhaupt hielten
sich Humor und Akrobatik in erfrischender Weise das
komplette Programm über im Gleichgewicht. Die Kinder
blühten mindestens genauso auf, wie die Blumen,
die wie von Zauberhand auf der Bühne der Magier gesprossen
waren. Es gab so viele Nummern, dass sie gar
nicht alle aufgezählt werden können. Zwischendurch
konnten die Kinder verschnaufen und die Artisten von
»Tausendtraum« gaben eine kleine Einlage.
Den Höhepunkt des Projekts an der Brüder-Grimm-Schule
bildeten nach einer Woche mit Training
und Proben im gelb-blauen Zirkuszelt von Kinderzirkus
Tausendtraum vier Vorstellungen freitagmittags
und -abends Ende Oktober sowie am darauffolgenden
Sonntagmorgen und am Mittag. Da konnten die kleinen
Artisten dem Publikum aus Eltern, Geschwistern,
Großeltern, Freunden und anderen Interessierten ihr
neu erlerntes Können präsentieren. Mit bezauberndem
Charme nahmen sie die Zuschauenden mit auf eine
zweieinhalbstündige Reise ins Land der tausend Zirkusträume.
Ob nun die Kinder oder ihre Eltern nach den
so gelungenen Auftritten stolzer waren, lässt sich kaum
beantworten: Fest steht aber auf jeden Fall: Alle hatten
eine traumhafte Zeit in der Manege.
Die Auftritte wurden professionell auf DVD festgehalten,
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1 Lucy’s lustige Luftschlange sorgte für Begeisterung, weil
eine aus dem Publikum ausgewählte Kandidatin mit einem
Schnuller abgedichtet werden musste.
1 Die Spannung stieg, als die kleinen Piraten eine
Feuerprobe lächelnd bestanden.
34 Das Stadtgespräch
Sabine Keilbart-Mattusch
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1 Die Sponsoren und das gesamte Team der Brüder-Grimm-Schule sind sich einig,
dass dieses tolle Projekt alle gerne von Herzen unterstützt haben: (v. l.) Claudia
Wilm (Bürgerstiftung), David Selle (Zirkusdirektor), Julia Niemeyer (komm. Schulleiterin),
Kerstin Plugge und Britta Lück (Projektleitung), Björn Harz (Volksbank),
Marcel Knüwer (Kreissparkasse)
Insgesamt konnten sich alle 260 Kinder der Grundschule an dem Projekt
beteiligen und so mancher Filius wird wohl nach lange vom eigenen Zirkusauftritt
träumen und später den eigenen Kindern davon vorschwärmen.
Das vierköpfige »Tausendtraum-Team« hatte vor seinem jüngsten
Auftritt bereits zum vierten Mal an der Brüder-Grimm-Schule Station
gemacht, um mit den Kindern unter dem Motto »Lachen, Staunen, Träumen«
Zirkusnummern einzustudieren. Intensiv und mit pädagogischem
Geschick ging es in der Projektwoche und den Vorstellungen auf die
Kinder ein. Dem Zirkus-Team war es perfekt gelungen, für jedes Kind
die passende Rolle zu finden.
Ein solches Projekt wäre jedoch ohne großzügige Unterstützung nicht
möglich gewesen. Die Bürgerstiftung, die Kreissparkasse und Volksbank
haben – neben vielen weiteren Sponsoren – entscheidend dazu beigetragen,
dass dieser Traum für die gesamte Schulgemeinschaft der Brüder-Grimm-Schule
Wirklichkeit werden konnte. Auch der Förderverein
»Sterntaler« engagierte sich tatkräftig in der Finanzierung. Und nicht zuletzt
trugen die Kinder selbst durch einen erfolgreichen Sponsorenlauf einen
bedeutenden Teil dazu bei.
Die Schule war während des Projekts auf viele helfende Hände angewiesen
– ob beim Auf- und Abbau des Zirkuszeltes, bei den Proben, bei den
Vorstellungen und in den Pausen, beim Schminken und vielem mehr. »Ein
herzliches Dankeschön an alle, die mitgeholfen, unterstützt und dieses besondere
Erlebnis möglich gemacht haben – an die Eltern, Mitarbeiterinnen
der Offenen Ganztagsschule (OGGS) und vielen Freundinnen und Freunden
der Schule«, sagte Julia Niemeyer (komm. Schulleiterin). Kem
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3 3 3 7 8 R H E D A - W I E D E N B R Ü C K
Weihnachten und seine Zeit werden gerne gewählt, um inne
zu halten, den Blick auf zurückliegende Eindrücke gerichtet,
um nach vorne zu schauen. Für die gläubigen Menschen
steht diese Zeit in einem besonderen Licht der Zuversicht Gottes. Aber
auch viele Menschen abseits dieser Hoffnung können sich dem in vielen
Gebräuchen sichtbar werdenden Zauber nicht entziehen. Wir baten die
Geistlichen, Pfarrer Marco Beuermann von der Evangelischen Versöhnungskirchengemeinde
und Dechant Thomas Hengstebeck von dem
Katholischen Pastoralverbund Rheda-Herzebrock-Clarholz ihre ganz
persönlichen Gedanken zu dieser Zeit für unsere Lesenden niederzuschreiben.
Nachfolgend können sie die Textbeiträge lesen.
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Weihnachtserinnerungen und -wünsche von
Pfarrer Marco Beuermann
Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern…
Das Weihnachtsfest ist durch mein ganzes Leben hindurch eine herausragende
Zeit gewesen – mit unterschiedlichen Akzenten je nach Lebensalter.
Als Kind hatte der Advent eine besondere Magie: Das Warten
aufs Fest, jeden Morgen ein Türchen am Adventskalender, die ersten
Mandarinen im Jahr – und die Schallplatte (!) mit Weihnachtliedern von
Peter Alexander und Mireille Mathieu. Als Jugendlicher durfte ich dann
in den Heiligabend-Krippenspielen für Erwachsene mitwirken, die unser
Gemeindepädagoge in Minden immer sehr aufwendig inszenierte.
Einmal spielte ich einen Jugendlichen, der im 30-jährigen Krieg den
Frieden verkünden durfte. In der Christvesper wurde außerdem jedes
Jahr der »Quempas« (Lied 29 im Ev. Gesangbuch) aus den vier Ecken
der Kirche heraus gesungen. Eine Tradition, die ich danach nirgendwo
wieder erlebt habe.
Als Student dann gemütliche Advents-Sonntage mit Basteleien
und Plätzchenbacken. Noch heute denke ich gerne an den Geruch von
selbstgebackenen Vanillekipferln in unserer Studi-WG zurück. Als Vikar
in meiner ersten Stelle habe ich dann am 24. Dezember abends immer
»Heiligabend nicht allein« im Gemeindehaus angeboten. Menschen,
die sonst Weihnachten alleine Zuhause gesessen hätten, konnten in
Gemeinschaft essen, singen, Geschichten hören, Gemeinschaft erleben.
Das waren immer sehr intensive und emotionale Abende.
Seit ich Pfarrer bin, sind die Advents- und Weihnachtswochen natürlich
eine extrem gedrängte Zeit: Etliche Gottesdienste in der Gemeinde,
im Altenheim, mit den Schulen. Viele gemeindliche Weihnachtsfeiern,
mit der Feuerwehr, der Notfallseelsorge. Zahlreiche Krippenspiel-Proben,
Predigten, die geschrieben werden müssen, Benefiz-Lesungen, Konzerte...
Und dann als Höhepunkt der Heilige Abend. Am liebsten mag ich
die Christmette um 23.00 Uhr. Dann kehrt Ruhe ein. Und auch ich kann
dann mit Andacht »O du fröhliche« und »Stille Nacht« singen.
In meiner Arbeit als Pfarrer und im Ehrenamt als Feuerwehr- und Notfallseelsorger
merke ich, wie sehr die Menschen gerade zu Weihnachten
eine heile Welt und Frieden ersehnen: für sich persönlich – und für die
ganze Welt. Andererseits brechen immer wieder Katastrophen in unsere
Leben hinein: eine Krankheit, der Tod eines lieben Menschen, Existen-
36 Das Stadtgespräch
zängste ganz persönlich – und Krieg, Terror und Zerstörung in der Welt.
Wörtlich übersetzt bedeutet das aus dem Griechischen stammende Wort
Katastrophe »Umwendung / Umsturz«. Und tatsächlich haben betroffene
Menschen das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren – zu
stürzen. Dabei spricht mir ein Lied aus der Seele, das der Theologe Jochen
Klepper 1938 gedichtet hat. Er war mit einer jüdischen Frau verheiratet,
sie hatten eine jüdische Tochter. Von den Nazis mit Verfolgung und Deportation
bedroht, ist er mit seiner Familie am 11. Dezember 1942 in den
Tod gegangen. Für mich ist sein Lied »Die Nacht ist vorgedrungen« eines
der bewegendsten Adventslieder. Jochen Klepper schreibt:
1) Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern.
So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern!
Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.
4) Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld.
Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld.
Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr,
von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.
Auch 2025 wird es zu Weihnachten kleine und große Katastrophen in
unserem Leben, in unserer Stadt, auf unserer Erde geben. Manche Träne
wird uns dabei begleiten – manche Nacht wird über menschlichem Leid
anbrechen. Und doch hoffen wir darauf, dass bei all unserem Tun der
gute Stern Gottes unser Handeln und unsere Angst bescheinen wird.
Das ist meine Hoffnung für Weihnachten.
Gedanken zur Weihnachtszeit von
Dechant Thomas Hegstebeck
Die Weihnachtsnacht – Ein Wendepunkt im Licht des Wunders
In der tiefen, stillen Nacht, als die Welt ihren Atem anzuhalten schien,
geschah das unfassbare Wunder: Gott wird Mensch. Nicht mit Pomp und
Pracht, sondern in der Armut einer Krippe, erstrahlt das Licht in dunkler
Nacht.
Dieser Moment ist ein Wendepunkt, ein Einschnitt in die Geschichte. Er
sprengt die Stille mit lautem Jubel. Die himmlischen Heerscharen brechen
hervor, und über den Feldern erschallt das Gloria, der Gesang der Engel.
1 Pfarrer Marco Beuermann: »Wir hoffen
darauf, dass bei all unserem Tun der
gute Stern Gottes unser Handeln und
unsere Angst bescheinen wird. Das ist
meine Hoffnung für Weihnachten.«
1 Dechant Thomas Hegstebeck:
»Die Weihnachtsbotschaft schenkt
Vertrauen und Gewissheit«.
Die Hirten, einfache Menschen, werden Zeugen dieses Geschehens.
Sie machen sich auf, getrieben von einer unglaublichen Aufbruchstimmung
und tiefem Staunen, und finden das Kind in der Krippe. Sie sehen
das Zeichen, die Verheißung, die Hoffnung.
Doch das Leben kennt auch heute seine Wendepunkte, seine tiefen
Einschnitte, die uns herausfordern. Wir denken an Pfarrer Edeler, dessen
plötzlicher Schlaganfall ihn jäh aus seinem Dienst riss und eine schwere
Bürde auf seine Gemeinden legte. Die Herausforderung, zwei pastorale
Räume zu leiten, ist schon im Alltag groß, aber in Zeiten der Vakanz wird
sie zur Zerreißprobe.
Doch gerade in der Weihnachtsbotschaft liegt die Kraft, die uns tragen
kann. Das Wunder von damals schenkt uns heute Vertrauen und Gewissheit.
Es ist die Zusage, die über alle Sorgen triumphiert, die uns Jesus
Christus selbst schenkt: »Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt«. Dieses
Versprechen ist das wahre Licht, das uns durch jede Dunkelheit leitet
– damals wie heute, in der Krippe und in unseren pastoralen Räumen.
Frohe und gesegnete Weihnachten wünscht Ihnen Ihr Dechant
Thomas Hengstebeck
Kem
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Das Stadtgespräch
37
1 10 Männer und Frauen wurden von Pfarrerin Sarah Töws und Pfarrer Marco Beuermann an ihr Konfirmations-Versprechen vor 50 Jahren erinnert.
Konfirmations-
Versprechen nach 50
Jahren erneuert
Männer und Frauen erneuerten nach 50 Jahren in einem
Festgottesdienst am Reformationstag in der
10 Wiedenbrücker Kreuzkirche ihr Konfirmations-Versprechen.
Für manche der 1974 und 1975 Konfirmierten war es der
erste Besuch in der 2017 umgestalteten Kreuzkirche. Pfarrerin Sarah
Töws und Pfarrer Marco Beuermann erinnerten an die vergangen
50 Jahre und legten allen Jubilaren die Hände zum Segen auf.
Der Gottesdienst stand unter dem Motto »Gottesbilder« und wur-
de maßgeblich von aktuellen Konfis mitgestaltet. Sie hatten Texte,
Gebete und eine kleine Bild-Ansprache selbst formuliert und sangen
zwei Lieder. Außerdem bereicherte der Pop-Chor unter der Leitung
von Kantor Jens Engel den Gottesdienst. Höhepunkt der Feier
war das gemeinsame Abendmahl, wo Konfirmanden aus den 70ern
neben solchen aus 2025 standen und das Sakrament empfingen.
Bei einem vorhergehenden Kaffeetrinken hatten die 10 Jubel-Konfirmanden
Gelegenheit, sich an ihre Konfi-Zeit mit Pfarrer Ernst-Otto
Meinhardt, Abende im Jugendkeller und gemeinsame Erlebnisse zu
erinnern. Pfarrer Marco Beuermann stellte in einer Bild-Präsentation
vor, wie der Konfirmanden-Kurs aktuell in der Versöhnungs-Kirchengemeinde
gestaltet wird. Das Motto »Learn to believe« (Lernen zu
glauben) sei aber eigentlich inhaltlich immer dasselbe geblieben, so
Beuermann.
Ein ganz besonderer Abend für die langjährigen
Lebensrettenden
Blutspenderehrung beim Roten Kreuz an der Schwedenschanze
Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes in Rheda-Wiedenbrück
bedankte sich herzlich für den unermüdlichen Einsatz
aller Blutspendeheldinnen und -helden. Die geehrten Spenderinnen
und Spender hatten im Laufe ihres Lebens 50, 75, 100, 125 und
sogar 150-mal ihr Blut für andere gegeben. Dieser selbstlose Dienst an
der Gemeinschaft ist aller Ehren wert, betonte Marissa Fürstin zu Bentheim-Tecklenburg,
Vorsitzende des Ortsvereins. Zugleich dankte sie
allen ehrenamtlich Helfenden, die den örtlichen Blutspendedienst durch
ihren Einsatz unterstützen. Blutspenderinnen und Blutspender seien
unersetzliche Lebensretter. Mit diesem besonderen Abend möchten
wir diesen tollen Menschen etwas zurückgeben und ihren kontinuierlichen,
selbstlosen Dienst an der Gemeinschaft entsprechend honorieren,
sagte sie weiter. Gemeinsam mit dem örtlichen Blutspendebeauftragten
Heinz-Jürgen Belger, der DRK-Helferin Maria Erdmann und der
DRK-Geschäftsführerin Xenia Dick ehrte sie 55 treue Blutspendende. Den
anwesenden Spenderinnen und Spendern aber gratulierten sie in den
Räumen der DRK-Zentrale an der Schwedenschanze mit einer Urkunde
und Ehrennadel sowie einem Präsent. Die Feierstunde rundeten sie in
gemütlicher Runde mit einem schmackhaften Imbiss und erfrischenden
Getränken ab.
Unter den Geehrten befanden sich u. a. Franz-Josef Bünte, Heiner
Diederich, Dieter Kornfeld, Heiner Oesterwiemann, Michael Poggenclaas
38 Das Stadtgespräch
Aktivita – Die Therapie Philipp Recker
1 In einer Feierstunde ehrte der DRK-Ortsverein Rheda-Wiedenbrück die treuen Blutspender.
sowie Josef Schmeing, Jürgen Schneider, Margret Schubert und Andre
Wilhelmstrop. Sie spendeten 100-mal Blut. 125-mal waren Marco Beuermann,
Dieter Lange, Burkhard Palm und Susanne Weidlich dabei. Sie
nahm ebenfalls für ihren verhinderten Bruder Dieter Weidlich die Auszeichnung
entgegen. Er erhielt die besondere Ehrung für insgesamt 150
Blutspenden gemeinsam mit Agnes, genannt »Aggi« Brökelmann. »Wir
freuen uns sehr über dieses Engagement und sagen herzlichen Dank«,
sagte Belger und schloss darin ausdrücklich alle 55 Spendenjubilare ein.
Nachfolgend die nächsten Spendentermine. Sie finden allesamt im
DRK-Zentrum, An der Schwedenschanze 16 statt: Sonntag, 7. Dezember,
11–15 Uhr sowie immer von 16–20 Uhr am Montag, 8. Dezember,
Dienstag, 9. Dezember, Mittwoch, 10. Dezember und Donnerstag, 18.
Dezember.
Bitte beachten: Zwischen zwei Vollblutspenden müssen mindestens
56 Tage vergehen. Innerhalb von zwölf Monaten dürfen Frauen viermal,
Männer sechsmal Vollblut spenden.
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Das Stadtgespräch
39
1 Stehender Applaus für den scheidenden Landrat Sven-Georg Adenauer (Mitte),
nachdem er als Letzter vom Rednerpult trat.
Foto: Kreis Gütersloh
Festakt zur
Verabschiedung von
Landrat Adenauer
Der abwechslungsreichste Beruf von allen
Er war der erste direkt gewählte Landrat des Kreises Gütersloh
– und der bisher Einzige. Am Freitag, 31. Oktober, ist Landrat
Sven-Georg Adenauer im Kreishaus Gütersloh mit einem Festakt
verabschiedet worden. An seinem letzten offiziellen Arbeitstag
waren rund 250 Personen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft
ins Kreishaus gekommen. 26 Jahre lang stand Adenauer an
der Spitze des Kreises. Unter den Gästen waren auch sechs Enkelkinder
des Landrats, die weiteste Anreise dürfte Guntis Gladskins, stellvertretender
Chef des Verwaltungsregion Valmiera/Lettland, gehabt haben.
Offen, kommunikativ, freundlich, fair, nahbar, stets ansprechbar, nicht
nachtragend, locker, unaufgeregt, respektvoll, zugewandt – egal aus
welcher Perspektive die Rednerinnen und Redner beim Festakt auf
Landrat Adenauer blickten, ihre Zuschreibungen hörten sich ähnlich an.
»Menschlich-freundlich-fair«, wie Dr. Christine Disselkamp, stellvertretende
Landrätin, es zusammenfasste. Alle aus ihrer jeweiligen Perspektive
beschrieben einen Landrat, einen Verwaltungs- und Polizeichef, dem
die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern sowie zu den Mitarbeitenden
stets wichtig war. Ein Landrat, der in der Bürgermeisterrunde moderierte,
vermittelt und vor allem verbunden hat, so Hubert Erichlandwehr, Sprecher
der 13 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, der selbst nach 26
Jahren als Bürgermeister von Schloß Holte-Stukenbrock seinen letzten
Arbeitstag hatte. Ein Chef, der in der Kantine immer mittendrin saß,
sich dort nach eigenem Bekunden gerne umhörte, wie die Stimmung im
Haus so war. Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling attestierte
Adenauer, dass es auch sein Verdienst sei, dass die Region so gut aufgestellt
sei, stark und modern. Kreisdirektorin Susanne Koch betonte,
dass es Adenauer zu verdanken sei, dass in der Führungsmannschaft
der Kreisverwaltung nicht nur eine gute Stimmung herrsche, sondern
auch alle an einem Strang zögen. Dr. Disselkamp, die als erste ans Mikro
trat, würdigte wie viele anderer Rednerinnen und Redner seinen
Grundsatz in der Amtsführung: »Verwaltung soll ermöglichen, nicht
verhindern«. Sie sei sich sicher, und hoffe es auch, dass dieser Grundsatz
noch lange über seine Amtszeit hinaus nachwirke und gelebt werde.
1999 trat Adenauer erstmals an und setzte sich gegen die Amtsinhaberin
Ursula Bolte durch, vier weitere Male bestätigten ihn die Wählerinnen
und Wähler jeweils im ersten Wahlgang. Adenauer blickte als
letzter Redner des Festakts sehr persönlich auf die vergangenen 26
Jahre zurück: Er erinnere sich gut an die Zeit, als er in seinem alten
Golf II damals stets aus Bonn gekommen sei und jeden CDU-Ortsverband
besucht habe, um abends wieder zurückzufahren. »Meine
Freunde warnten mich damals, tu das nicht! Die Menschen dort reden
wenig bis gar nicht. Mit denen wird man nicht warm, das dauert
ewig«, erinnerte sich Adenauer. Bekanntermaßen hat ihn das nicht
abgehalten. Dass er sich letztlich so wohl gefühlt habe im Kreis Gütersloh,
dazu habe maßgeblich beigetragen, dass ihm sein Beruf so
viel Freude bereitet habe – »jedenfalls ganz überwiegend«. Durch die
zahlreichen Begegnungen mit den Menschen im Kreis, die er als so bereichernd
empfand, gebe es keinen Beruf, der so abwechslungsreich sei.
Zu guter Letzt hatte der scheidende Landrat Wünsche an seine Nachfolgerin,
an die Politik, an die Verwaltung und die Anwesenden: »Mir ist
daher wichtig, dass Sie unserer Peter-August-Böckstiegel-Stiftung die
Unterstützung zukommen lassen, die sie benötigt. Das ist unser Erbe,
das wir seinerzeit wohlüberlegt angetreten haben. Investieren Sie weiter
in die Musikschule für den Kreis Gütersloh. Und setzen Sie sich für die
Realisierung von Stalag ein, damit Erinnerungskultur erhalten bleibt«.
Der Leiter der Musikschule für den Kreis Gütersloh, Holger Blüder, gestaltete
den musikalischen Rahmen des Festakts. Adenauer gab den Gästen
ebenfalls mit auf den Weg, ob es nicht Sinn mache, über kurz oder lang
nur eine Sparkasse für den ganzen Kreis anzustreben und die Abteilungen
der Kreisverwaltung am Standort Gütersloh zu konzentrieren.
Konstituierende
Kreistagssitzung:
Ina Laukötter offiziell ins
Amt eingeführt
»Aus Pessimismus ist noch nie Zukunft entstanden«
Ina Laukötter ist jetzt offiziell Landrätin des Kreises Gütersloh. Die am
14. September gewählte CDU-Politikerin wurde in der konstituierenden
Kreistagssitzung am 3. November offiziell in ihr Amt eingeführt.
Laukötter hatte sich bei der Kommunalwahl im ersten Wahlgang mit
knapp 60 % durchgesetzt. In ihrer Antrittsrede vor dem fast zur Hälfte
aus neuen Mitgliedern bestehenden Kreistag beteuerte sie, das Amt mit
Respekt, Zuversicht und großer Dankbarkeit anzutreten. »Ich werde mich
mit ganzer Kraft einsetzen – für Sie und unseren Kreis Gütersloh.« Ihr sei
klar, dass sie ihr Amt in einer schweren Zeit antrete: »Eine, die uns alle herausfordert,
gesellschaftlich, wirtschaftlich, finanziell und ökologisch«.
In der konstituierenden Sitzung wurden zudem die 70 Kreistagsmitglieder
– 23 Frauen und 47 Männer – verpflichtet und die ehrenamtlichen
Stellvertreterinnen und Stellvertreter von Landrätin Laukötter
gewählt. Als erste stellvertretende Landrätin wurde Dr. Christine
Disselkamp (CDU) wieder gewählt. Detlef Kroos (CDU) und Stefan
40 Das Stadtgespräch
1 Ina Laukötter am Rednerpult bei ihrer Antrittsrede Foto: Kreis Gütersloh 1 Landrätin Ina Laukötter (l.) mit den neu gewählten Stellvertretenden (v. r.) Detlef
Kroos, Dr. Christine Disselkamp und Stefan Schneidt
Foto: Kreis Gütersloh
Schneidt (SPD) komplettieren das Trio, das die Landrätin bei repräsentativen
Terminen unterstützt. Einziger weiterer Tagesordnungspunkt
war die Wahl der Mitglieder des Kreisausschusses. 16 Kreistagsmitglieder
plus Landrätin werden künftig in diesem Bündelungsausschuss
sitzen, die Fraktionen sind ihrer Größe entsprechend vertreten.
Laukötter machte in ihrer Rede deutlich, wofür sie in der aktuellen Legislatur
steht, wofür sie angetreten ist: »zusammen arbeiten und neue Gegebenheiten
gestalten«. Es komme auf Zusammenarbeit und gegenseitiges
Vertrauen an. So wörtlich: »Aus Pessimismus ist noch nie Zukunft
entstanden«. Inhaltlich hat sie einen Fokus auf drei zentrale Themen
gelegt: Wirtschaft und attraktive Arbeitsplätze, Bildung und Chancen
für alle sowie Sicherheit und Ordnung. Laukötter kündigte an, weiterhin
gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schaffen zu wollen, damit
Arbeitsplätze geschaffen werden und investiert würde. Zum zweiten
Schwerpunkt: »Bildung ist der Schlüssel zu Teilhabe und beruflichem Erfolg«.
An die Kreistagsmitglieder gerichtet ergänzte sie: »Sie und ich wissen
schon heute: Hier werden wir in den nächsten Jahren einiges zu tun
haben«. Außerdem fasste sie den Begriff Sicherheit weit: Mit der Polizei
müsse weiter daran gearbeitet werden, dass die Städte und Gemeinden sichere
Orte seien. Es gehe aber nun auch darum, das Bevölkerungsschutzzentrum
und den Ausbau der Rettungswachen weiter voranzutreiben.
Auch die Vorgehensweise in Krisenzeiten und bei enger Haushaltslage
hat sie umrissen. Sie werde schon bald mit Führungskräften des Kreises
in einen Zielbildprozess starten. Damit solle eine zukunftsfähige Vision
und die strategischen Ziele und Schwerpunkte erarbeitet werden. Diese
sollen als Grundlage für Verwaltungshandeln, Haushalsprioritäten
und die Kommunikation nach außen dienen. Einen besonderen Dank
richtete Laukötter an ihren Vorgänger im Amt, Sven-Georg Adenauer.
Sie dankte ebenfalls den Mitarbeitenden der Kreisverwaltung, die
sie schon vorab auf ihren ersten Schritten ins Amt begleitet hätten.
In einem Appell an den Kreistag, wie auch an die Bürgerinnen und Bürger
sagte sie: »Lassen Sie uns gemeinsam für unseren Kreis kämpfen,
mit Mut, Vertrauen ineinander, die Entschlossenheit und vor allem die
Leidenschaft und auch nicht ohne Spaß«.
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Das Stadtgespräch
41
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STARKE LOKALE GEMEINSCHAFT.
Seit März dieses Jahres stellen wir in unserem Stadtgespräch mit dem Spezial
Local Heroes in jeder Ausgabe ein Unternehmen aus unserer Region vor.
Warum? Weil es Zeit ist, wieder näher zusammenzurücken. In einer Welt, die
immer schneller und digitaler wird, drohen die kleinen Läden und Betriebe
vor Ort in Vergessenheit zu geraten – dabei sind sie das Herz einer Stadt.
Mit diesem Format möchten wir ein Zeichen setzen: für mehr Miteinander,
für eine starke lokale Wirtschaft und für bewussten Konsum. Wer lokal einkauft,
investiert in seine Nachbarschaft – in Vielfalt, Qualität und persönliche
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Seit 2013 gibt es in Rheda-Wiedenbrück die Immobilienagentur Pohlmann
& Partner. Seit drei Jahren befindet sich der Firmensitz inmitten von Wiedenbrück,
Markt 6. In dem markanten Gebäude direkt am Marktplatz
gelegen, sind es gerade die großen Schaufenster, die dazu einladen, genauer hinzuschauen
und auch Hemmschwellen zu nehmen. So erging es auch Gerda Vogel.
Bei einem Spaziergang durch die Stadt wurde sie auf Pohlmann & Partner aufmerksam.
Die 81-Jährige lebte seit 50 Jahren in einem Zweifamilienhaus im Westen von
Wiedenbrück, dass sie mit ihrem Mann gebaut hat. Nachdem der Mann von Gerda
Vogel verstarb, wurde das Haus für die alleinstehende, kinderlose Dame zu groß. Lange hat
sie sich mit dem Gedanken beschäftigt, wie es weitergehen kann. Soll sie das Haus verkaufen
oder die obere Wohnung vermieten? Der Garten machte viel Arbeit und war für sie alleine kaum
mehr zu bewältigen.
1 André und Melanie Pohlmann sind
ein gutes Team. 2013 haben sie die
Immobilienagentur gegründet.
»Ich weiß noch, wie mir die hübschen Schaufenster
von Pohlmann aufgefallen sind und das Schild, dass eine
Beratung kostenlos ist«, erzählt sie. Sie ist hineingegangen
und wurde sofort nett und freundlich beraten.
André Pohlmann schaute sich dann ihr Objekt an und gemeinsam haben sie überlegt,
was das Ziel sein soll. Gerda Vogel entschied sich nach langen Überlegungen das Objekt
zu verkaufen. Bedingungen dafür waren eine Wohnung in Wiedenbrück mit Balkon,
Barrierefreiheit und die Möglichkeit, möglichst vieles zu Fuß erreichen können. Als der
Entschluss feststand, dass sie sich von ihrem Haus trennt, erst da ging es
schnell. Zuvor hätte ihr André Pohlmann alle Zeit gegeben, die sie benötigte.
Und auch bei den Emotionen, die selbstverständlich in ihr hochkamen, als es
dann endgültig soweit war, fand sie bei André Pohlmann eine breite
Schulter und aufmunternde Worte. »Es soll für alle das Beste bei einem
Hauskauf herauskommen und auch wir möchten nachts gut schlafen,
weil wir mit einem guten Gewissen handeln«, betont Inhaberin
Melanie Pohlmann. Deshalb seien für Sie und ihren Mann offene
und insbesondere ehrliche Begegnungen mit den Kunden von
größter Bedeutung. Und auch Gerda Vogel weiß heute, dass
sie alles richtig gemacht hat. Sie hat neue nette Nachbarn,
muss sich keine Sorgen mehr um Haus und Garten machen
und hat das gute Gefühl, dass nun zwei junge Familien in
ihrer ehemaligen Immobilie ein neues Zuhause gefunden
haben. Abschließend betont sie: »Ich wünsche den Eheleuten
Pohlmann alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Sie haben mir
sehr geholfen.«
Zu den Leistungen von Pohlmann & Partner gehören die
professionelle Vermarktung und Vermietung einer jeden
Immobilie, sowie eines Grundstückes. Die fachmännische
Hausverwaltung von Wohn- und Gewerbeimmobilien gehört
ebenfalls zu den Kompetenzen sowie ein umfangreicher Hausmeister-Service.
Durch Seriosität, Objektivität, Kompetenz
und den nötigen Ehrgeiz versucht die Agentur, für den Kunden den
passenden Käufer oder Mieter finden, termingerecht und flexibel.
Die Immobilien-Experten aus Rheda-Wiedenbrück sind ab Frühjahr
2026 mit einer Niederlassung auch in Lippstadt präsent. Das Büro
wird dort von Mitarbeiterin Nicole Iannuzzo betreut.
5 (V. l.) Nicole Iannuzzo,
André Pohlmann,
Lucie Flaskamp,
Martina Birwe,
Melanie Pohlmann,
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Bürozeiten: Montag–Donnerstag 8 – 16 Uhr, Freitag 8 – 12.30 Uhr oder nach Vereinbarung
Sind Sie vom
Paris- Syndrom
betroffen?
Als bekennender Frankreich-Fan und
reisefreudiger Mensch bin ich neulich
über den Begriff »Paris-Syndrom«
gestolpert. Ein Syndrom bezeichnet ja in der
Medizin und auch in der Psychologie eine
Kombination von verschiedenen Krankheitszeichen,
also Symptomen, die typischerweise
gleichzeitig und gemeinsam auftreten. Aber
was hat das mit Paris zu tun, und wen betrifft
diese Krankheit? Der japanische Psychiater
Hiroaki Ota hat bei Betroffenen des »Pari shōkōgun«,
wie das Syndrom auf Japanisch heißt,
einige durchaus ernstzunehmende psychische
Symptome festgestellt. Dazu zählen akute
Wahnzustände, Halluzinationen, sowie Verfolgungswahn,
der sich in der Wahrnehmung
zeigt, ein Opfer von Vorurteilen, Aggression
oder Anfeindung durch andere zu sein. Dazu
kommen dann noch psychosomatische Leiden
wie etwa Schwindel, Herzrasen oder Schwitzen.
Festgestellt hat der japanische Psychiater,
der Ende der 80er Jahre in einem Pariser
Krankenhaus arbeitete, diese Symptome bei
seinen Landsleuten, die Paris besuchten. Dabei
klaffte die Lücke zwischen dem, was die Touristen
erwartet hatten, und dem, was sie vor Ort
fanden, so weit auseinander, dass sie damit
psychisch nicht mehr klarkamen. 2014 bestätigte
auch der Hauptgeschäftsführer der chinesischen
Reiseagenturen in Frankreich, dass
ebenso einige der chinesischen Touristen von
dem Paris-Syndrom betroffen sind. Als Gründe
dafür gaben Mediziner und der Reiseprofi übereinstimmend
an, dass Paris in Asien in ungeheurem
Ausmaß romantisiert wird. Touristen
mit wenig oder gar keiner Auslandserfahrung
würden erwarten, dass Künstler und wunderschöne
Frauen die Stadt bevölkern und vor
allem daran interessiert sind, die Liebe zu finden.
Stattdessen finden vor allem Japaner eine
Stadt vor, die im Vergleich zu japanischen Städten
furchtbar dreckig ist. Und auch die recht
ruppige Art der französischen Hauptstädter
sowie die Verständigungsschwierigkeiten lassen
manch zarte Seele in Tränen ausbrechen.
Paris-Syndrom nicht nur in Paris
Dabei tritt das Paris-Syndrom natürlich nicht
nur in Paris auf, obwohl es dort zuerst beschrieben
wurde. Doch auch viele andere Orte, die
1 So hat man sich Montmartre vielleicht nicht vorgestellt.
mit ganz vielen positiven Erwartungen belegt
sind, können für gewaltige Enttäuschungen
sorgen. Neben Faktoren wie der Idealisierung
des Reiseziels und der Erschöpfung aufgrund
einer langen Anreise fallen natürlich auch die
erwähnten Sprachbarrieren ins Gewicht. Und
nicht zuletzt die kulturellen Unterschiede
können für Enttäuschung sorgen. Und wie das
heutzutage so ist, gibt es für das Paris-Syndrom
seit 2001 jährlich eine Rangliste. Die gute
Nachricht für die französische Hauptstadt ist,
dass sie die von einem italienischen weltweit
operierenden Gepäckaufbewahrungs-Unternehmen
erstellte Liste in diesem Jahr nicht
mehr anführt. An die Daten für die am meisten
enttäuschenden Städte gelangte das Unternehmen
übrigens durch die Auswertung
von rund 100.000 Google-Kommentaren. Die
zweifelhafte Ehre, die Syndrom-Tabelle anzuführen,
gebührt nicht Paris, sondern vielmehr
dem mexikanischen Cancún. Mexiko war unter
den Top Ten der Enttäuschungen mit Playa
del Carmen noch ein weiteres Mal vertreten.
Immerhin erreichte keine deutsche Stadt und
auch keine europäische die Spitze der Negativ-Chart.
Wohl aber das japanische Kyoto. Das
kann ich wohl nachvollziehen, denn ich selbst
war im Frühjahr auch dort und war enttäuscht,
im Gegensatz zu allen anderen Städten im
Land des Lächelns. Gut, ich bekam jetzt keine
Schweißausbrüche oder einem Nervenzusammenbruch,
aber immerhin hatte ich ziemlich
schlechte Laune. Die alte Kaiserstadt erstickt
in Touristen, die sich durch die Gassen drängen
und Lärm und Dreck machen, was man
sowieso nirgendwo tun sollte. Aber speziell
in Japan erregt dieses Verhalten den Unmut
der Einheimischen, auch wenn sie das nicht
zeigen. Und wenn dann noch von dem weltberühmten
leuchtend roten Torii-Gang zum
Inari Berg so gut wie nichts zu sehen ist, weil
die Besucher dicht an dicht darin stehen, dann
kommt keine wahre Freude auf. Außerdem wagen
sich die Geishas, für die Kyoto berühmt
ist, nicht mehr auf die Straße, weil sie von fotowütigen
Touris bedrängt werden. Auch das
ist keineswegs lustig.
1 Tallinn begeistert viele.
Dann doch lieber das
Stendhal-Syndrom
Aber es gibt auch das gegenteilige Phänomen
bei Reisen. Wenn man nämlich von einem Reiseziel,
von dem man eigentlich nicht so viel
erwartet hat, vollkommen positiv überrascht
wird. Auch das wurde durch die oben genannte
Abfrage erfasst. Und auch dabei teile ich
zumindest zwei Einschätzungen aus eigener
Erfahrung. In dieser Positiv-Liste findet sich
nämlich unter den Top Ten Muskat, die Hauptstadt
des Oman. Zu der hatte ich vor meinem
Besuch vor wenigen Jahren so gut wie überhaupt
keine Vorstellung, war dann aber sehr
angetan von der ruhigen Stadt auf der Arabischen
Halbinsel, die so anders ist als etwa die
hektischen Zukunftsstädte Dubai oder Abu
Dhabi. Ebenfalls unter den positivsten Reiseeindrücken
rangiert 2025 Tallinn, die Hauptstadt
Estlands, die nicht nur Mittelalter-Fans
begeistert.
Ob die positiven Eindrücke bei jemanden
zum sogenannten Stendhal-Syndrom geführt
haben, ist jedoch nicht bekannt. Das ist nach
dem französischen Autor Marie-Henri Beyle
benannt, besser bekannt unter seinem Künstlernamen
Stendhal. Der sensible Künstler besuchte
1817 Florenz. Sein ganzes Leben lang
hatte er die italienische Renaissance bewundert
und sah sie damals zum ersten Mal mit
eigenen Augen. Er war so begeistert, dass es
ihn regelrecht überwältigte und er Herzrhythmus-Störungen
bekam, sich kaum auf den
Beinen halten konnte und ins Hospital eingeliefert
werden musste. Das ab dem Beginn des
19. Jahrhundert bekannte Phänomen der übersteigerten
Begeisterung angesichts der Kunst
bekam erst 1979 seinen Namen von der italienischen
Psychia terin Graziella Magherini. Der
letzte bekannte Vorfall geschah 2018, als ein
Besucher bei der Betrachtung des Bildes »Die
Geburt der Venus« von Botticelli einen Herzinfarkt
erlitt. Doch ich denke, dass nicht allzu
viele Reisende sich so über Kunst erregen, dass
sie zusammenbrechen. Da sind doch vermutlich
viel mehr Menschen beim Fußballschauen
gefährdet.
sto
44 Das Stadtgespräch
Unternehmensnachfolge
durch Fremd geschäfts führer als
steuerliche Schenkung
Foto: Katrin Biller Fotografie
Die generationenübergreifende Unternehmensnachfolge
stellt viele Betriebe
vor große Herausforderungen. Nicht
immer steht ein Familienmitglied als Nachfolger
bereit. Daher entscheiden sich Unternehmer
zunehmend dafür, Gesellschaftsanteile auch an
verdiente Führungskräfte außerhalb der Familie –
sogenannte Fremdgeschäftsführer – zu übertragen.
Diese sollen mit ihrer Erfahrung und Kompetenz
den Fortbestand des Unternehmens sichern.
Eine Beteiligung zum vollen Verkehrswert
ist jedoch oft weder gewünscht noch für den
Fremdgeschäftsführer finanzierbar. Wird der
Anteil daher zu einem geringeren Preis oder sogar
unentgeltlich übertragen, stellt sich die Frage
nach den steuerlichen Folgen.
In der Praxis betrachtet die Finanzverwaltung
die Differenz zwischen dem tatsächlichen Wert
der Anteile und dem gezahlten Kaufpreis häufig
als Arbeitslohn – mit der Folge, dass der Fremdgeschäftsführer
Steuern auf einen geldwerten
Vorteil zahlen muss, ohne tatsächlich liquide
Mittel zu erhalten.
Ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs
(BFH) eröffnet jedoch neue Gestaltungsmöglichkeiten:
Wird ein Mitarbeiter im Rahmen einer
Nachfolgeregelung zur Sicherung des Unternehmens
beteiligt, führt dies nicht automatisch zu
steuerpflichtigem Arbeitslohn. Der BFH stellte
klar: Arbeitslohn liegt nur dann vor, wenn die
vergünstigte oder unentgeltliche Beteiligung
als Gegenleistung für die Arbeitsleistung erfolgt.
Im konkreten Fall diente die Übertragung jedoch
primär der Unternehmensfortführung und wurde
daher nicht als Arbeitslohn gewertet.
Für diese steuerlich günstige Einordnung
waren folgende Punkte entscheidend:
· Die Anteilsübertragung war nicht an das bestehende
Arbeitsverhältnis gekoppelt.
· Die Beteiligung erfolgte erkennbar im Interesse
der langfristigen Unternehmenssicherung
durch eine erfahrene Führungskraft.
· Der gewährte Vorteil überstieg die marktübliche
Vergütung eines Geschäftsführers deutlich, sodass
eine bloße Gegenleistung unwahrscheinlich
war. Im Ergebnis wurde die Übertragung
nicht als Arbeitslohn, sondern als Schenkung
gewertet. Zwar ist auch eine Schenkung grundsätzlich
steuerpflichtig, jedoch sieht das Gesetz
für Unternehmensanteile umfangreiche Steuerbefreiungen
vor. Wird das Unternehmen fortgeführt,
kann die Schenkung – unter bestimmten
Voraussetzungen – größtenteils oder sogar
vollständig steuerfrei bleiben. Diese Regelung
gilt nicht nur für Familienangehörige, sondern
ausdrücklich auch für Fremdgeschäftsführer.
Gestaltungsimpuls für
Unternehmer:
Das BFH-Urteil bietet eine steuerlich attraktive
Möglichkeit, verdiente Führungskräfte in die Unternehmensnachfolge
einzubinden. Erfolgt die
Übertragung nicht als Entlohnung, sondern im
Rahmen einer strategischen Nachfolgeplanung,
kann sie mit erheblichen steuerlichen Vorteilen
verbunden sein.
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Bürokratiewahnsinn in
der Schweinezucht
Ein Bericht von Christoph Sandhäger
Im neuen Stall von Christoph Sandhäger fühlen sich die Schweine sichtbar
wohler: offene Seiten, hohe Decke, viel Auslauf und kuscheliges
Stroh bieten ihnen ein artgerechtes Umfeld. Der Landwirt hält hier 45
trächtige Jungsauen.
Mehr Tierwohl als Ziel
Sandhägers Wunsch ist klar: Seine Schweine sollen selbst entscheiden
können, wo sie sich aufhalten. Im Winter und in der Übergangszeit suchen
sie Schutz im warmen Stroh, im Sommer dagegen bevorzugen sie
kühle Bereiche mit Spaltenboden. Gemeinsam mit seinem Vater führt
er den Hof und hat große Pläne: Alle 600 Tiere sollen künftig in einem
neuen Stall mit großzügigem Strohauslauf, heller Belüftung und einem
großen Innenbereich leben. »Es wäre so viel möglich für mehr Tierwohl
– aber der Weg dorthin ist unglaublich schwer«, sagt er.
Hürden ohne Ende
Bauanträge ziehen sich endlos hin, unzählige Gutachten sind erforderlich.
Oft ändern sich während der Planungszeit sogar die Vorschriften.
Zusätzlich steht das Immissionsrecht dem Tierwohl entgegen: Ställe
sollen möglichst geruchsdicht sein, mit Luftwäschern ausgestattet – ein
Konzept, das offene, luftige Bauten verhindert.
Förderungen wanken
Umso wichtiger wäre eine verlässliche Förderung für tierwohlgerechte
Stallumbauten. Doch der neue Bundeslandwirtschaftsminister Alois
Rainer – selbst Metzgermeister – will diese Unterstützung kippen. Für
Sandhäger unverständlich: »Die Förderung hat mir Mut gemacht, meine
Pläne zu verfolgen. Ohne sie riskiert man, den Betrieb nach acht Generationen
an die Wand zu fahren«.
Die geringe Nachfrage nach Fördergeldern liegt seiner Ansicht nach
weniger an der Wirkung, sondern am Verfahren: Erst nach erteilter Baugenehmigung
fließt Geld – dabei wäre eine parallele Förderung deut-
46 Das Stadtgespräch
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1 Im Dezember 2022 hat der Hof eine Agroforst-Anlage mit Walnussbäumen angelegt,
um die Vorteile des Ackerbaus mit denen der Forstwirtschaft zu vereinen.
Foto: Hof Sandhäger
lich praxisnäher. Viele Landwirte schrecken zudem vor den massiven
Kontrollen zurück, die teils mit Bußgeldern oder sogar Rückzahlungen
enden können.
Sandhäger engagiert sich politisch. Als CDU-Ratsmitglied in Rheda-Wiedenbrück
hat er bereits den Bundestagsabgeordneten Ralph
Brinkhaus eingeschaltet – erste Signale machen Hoffnung.
Bürokratie im Alltag
Doch der bürokratische Wahnsinn endet nicht bei Stallbauten. Schon
einfache Meldungen zeigen das Problem: Landwirte müssen ihre Tierbestände
zweimal im Jahr sowohl in der HIT-Datenbank als auch in der
Antibiotikadatenbank (TAM) eintragen. Zwar sind es nur »drei Klicks«,
doch wer die Frist verpasst, erhält sofort Post vom Veterinäramt mit
Bußgeldandrohung.
Die Folge: Landwirt, Tierarzt und Amt sind oft eine Stunde mit einer
Formalität beschäftigt, die auch automatisch ablaufen könnte. »Warum
übernimmt die TAM die Daten nicht einfach direkt aus der HIT?«, fragt
Sandhäger.
Unbeirrt
Trotz aller Hürden bleibt er seinem Kurs treu: für mehr Tierwohl, für
die Zukunft seines Hofes, für die Verbraucherinnen und Verbraucher.
Mit einer neuen Direktvermarktung schafft er zusätzliche finanzielle
Spielräume – und arbeitet unbeirrt an seinem Ziel, die Schweinehaltung
nachhaltig zu verbessern.
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Emotionen
Rat konstituiert,
Bürgermeister vereidigt
In der Ratssitzung am Dienstag, 4. November, gab es viel zu gratulieren
und jede Menge Beifall: Bürgermeister Theo Mettenborg
wurde vereidigt, ebenso seine drei Stellvertretungen verpflichtet,
mit der Verpflichtungserklärung der 45 Ratsmitglieder der neue Rat der
Stadt Rheda-Wiedenbrück konstituiert, 22 ehemalige Ratsmitglieder,
die nicht mehr der neuen Ratsperiode angehören, verabschiedet, die
Fachausschüsse installiert und die drei Ortsvorsteher gewählt. Musikalisch
umrahmt vom Schulchor der Moritz-Fontaine Gesamtschule, dem
Ensemble »The Fairy Shots« von »The Voice Company« und der Sängerin
Hannah Eustermann.
Volker Brüggenjürgen (Bündnisgrüne), das älteste Ratsmitglied, begann
die Vereidigung von Theo Mettenborg mit einem kurzen Rückblick
auf seine langjährige Zeit als Ratsmitglied. Ihn erfülle es in seinen 38
Jahren als Ratsmitglied mit Stolz, weil hier im Kommunalparlament das
Fundament gelegt wird, auf dem unsere freiheitliche Demokratie im
Innersten aufbaut: Hier wird es ganz konkret begreifbar, anschaulich
und unmittelbar.
Einsatz für die Demokratie
Hier übernehmen Menschen aus unserer Stadt Verantwortung für ihre
Stadt – und hier beginnt Demokratie deshalb auch immer wieder neu.
In einer Zeit, in der weltweit Demokratien auf dem Rückzug zu sein
scheinen, Kriege millionenfaches Leid entfachen und Umweltirreparabel
zerstört werde, sei es eine Ehre diese Demokratie zu verteidigen, zu
stärken und zu schützen.
Sodann wandte er sich insbesondere den 14 neuen Ratskolleginnen
48 Das Stadtgespräch
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1 Der wieder gewählte Ortsvorsteher Dieter Feldmann (St. Vit – Bildmitte) mit den
neu gewählten Ortsvorstehern André Hünemeier (Batenhorst – rechts) und Thomas
Walter (Lintel – links)
Foto: Pressestelle der Stadt
und Kollegen zu. Er dankte für ihre Bereitschaft hier mitzuwirken, dabei
mitzuhelfen, dass die Menschenwürde in Rhedas-Wiedenbrück niemals
wieder angetastet wird. »Achten wir bei unseren Entscheidungen darauf,
dass wir Bürgerinnen und Bürger in dieser Stadt immer gleichermaßen
behandeln«. Dies werde gelingen, wenn wir miteinander reden und streiten
– auch und gerade dann, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.
Namentlich hieß er sie willkommen: Aus der CDU-Fraktion: Dr. Jörn
Fleiter, Frederik Gruß, Tanja Himmelspach, erneut Patrick Kosel, Christoph
Sandhäger, erneut Herr Alexander Siefert, Kathrin Söbke, von den
Bündnisgrünen: Birgit Kaupmann, Jenny Wedler, SPD: Markus Radszuhn,
FDP: Christoph Rasim, Die Linke: Lea Hartmann, Tim Johannfunke, AFD:
Barbara Stalter-Corneley
Drei Handschläge
Sodann gab es drei Handschläge zwischen dem Altersvorsitzenden des
Rates und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Den ersten für die Gratulation
des Rates zur Wahl als hauptamtlicher Bürgermeister, der zweite
für die Bestellung zum Bürgermeister für die Dauer von fünf Jahren und
der dritte erfolgte nach der Vereidigung und Übergabe der Amtskette
an Theo Mettenborg.
Dank
Der Altersvorsitzende dankte ihm anerkennend für die gewaltige Arbeitsleistung,
die er im Dienst und zum Wohle dieser Stadt für die Bürgerinnen
und Bürger in den vergangenen 16 Jahren erbracht habe. Man sehe
nicht sofort den Fleiß, das unglaubliche Arbeitspensum, die intensive
Verdichtung, die extrem langen Arbeitstage, die soziale Kontrolle, der
man ständig unterliege, den unglaublichen privaten Verzicht und den
hohen persönlichen Preis, der mit einer solch verantwortungsvollen
Führungsaufgabe verbunden sei. Der Bürgermeister habe in den vergangenen
Amtszeiten als Vorsitzender des Rates großen Wert auf eine
neutrale und eine überparteiliche Amtsführung gelegt.
Wünsche
»Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen dies in der neuen Periode auch wieder
gut gelingt, damit Sie die unterschiedlichen Standpunkte und Menschen
weiterhin zusammenbringen, um gemeinsam tragfähige Lösungen für
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die Stadt Rheda-Wiedenbrück zu entwickeln. Ihre Stärke als Bürgermeister
war bisher immer ein nahbarer Bürgermeister zu sein. Erhalten Sie
sich diese Stärke und das darf ich Ihnen als Bürgermeister und Dir Theo,
als früherer Messdiener gewiss auch so sagen: ›bleib nah am Nächsten!‹
Dann wirst Du auch zukünftig mit den Menschen im Dialog die richtigen
Wege und Lösungen finden, die diese Stadt nach vorne bringen«, sagte
Brüggenjürgen.
1 Viele bekannte Namen aus oft langjähriger Ratsarbeit sind im neuen Rat nicht mehr
dabei: (unten v. l.) Friedrich Ludwig, Uwe Henkenjohann, Aysegül Winter, Patrick
Büker, Andreas Hahn, (2. Reihe) Günter Arlt, Marco Sänger, Birgit Krimpmann,
(hinten v. l.) Ronald Hurman, Sandra Reffold, Michael zur Heiden, Alwin Wedler,
Hermann-Josef Pierenkemper.
Foto: Pressestelle der Stadt
1 Bürgermeister Theo Mettenborg (l.) mit der 1. stv. Bürgermeisterin Gabriele Bremke-Moenikes
(r.), der 2. stv. Bürgermeisterin Gudrun Bauer sowie dem 3. stv. Bürgermeister
Frank Schürmann
Foto: Pressestelle der Stadt
Konstituierung
Mit Blick auf den Rat dankte der Bürgermeister für die wertschätzenden
Worte: »Ich werde die Amtskette für Sie tragen«. Zur feierlichen
Konstituierung des neu gewählten Stadtrates beglückwünschte er die
Ratsmitglieder herzlich zu ihrer Wahl. Das Licht der ihnen übergebenen
»Rheda-Wiedenbrück-Stadtkerze« sei ein gutes Zeichen des Neuanfangs
und ein Symbol für Orientierung, Wärme aber auch für Klarheit. Sie
sei ein Sinnbild für ein »gemeinsames Leuchten für die Bürgerinnen
und Bürger unserer Stadt und für das, was uns – trotz aller Unterschiede
verbindet. Gemeinsamkeit heißt nicht, dass wir alle einer Meinung
sein müssen. Gemeinsamkeit bedeutet, den Respekt vor der Position
des anderen zu wahren und das Gemeinsame höher zu achten als das
Trennende. Werden Sie zu demokratischen Brückenbauern«. Das der
Kerze beigefügte Stadtwappen erinnere uns daran, dass wir in all unseren
Entscheidungen stets das Ganze im Blick haben, unsere Stadt
als lebenswerten Ort für alle weiterzuentwickeln in einer Zeit, die von
Unsicherheiten geprägt sei.
Wertschätzung
Ebenso herzlich beglückwünschte der Bürgermeister die ausscheidenden
22 Ratsmitglieder und zwei Ortsvorsteher: Jeder Einzelne von ihnen habe
sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl eingesetzt. Namens des Rates
dankte er allen mit sehr persönlichen und würdigen Worten.
Für 1, 2 und 3 Jahre Ratsmitgliedschaft Willi Repke, Johann Warkentin,
Hermann-Josef Pierenkemper und Aysegül Winter. Für 5 Jahre
Ratsmitgliedschaft: Günter Arlt, Jochen Buschsieweke, Michael Fischer,
Hendrik Hemke, Ronald Hurman, Hagen Klauss, Birgit Krimpmann,
Sandra Reffold, Berit Seidel, Alwin Wedler, Klaus Zerbin und Michael
zur Heiden. Für 11, 13 und 16 Jahre: Patrick Büker, Friedrich Ludwig und
Andreas Hahn. 26 Jahre: Marco Sänger und Uwe Henkenjohann. Ebenfalls
gewürdigt wurden der bisherige 1. Stellvertretender Bürgermeister
Georg Effertz sowie die beiden langjährigen Ortsvorsteher Hans Schulte
und Gerhard Stiens.
Einstimmig
Der Rat wählte einstimmig als 1. und 2. stellvertretende Bürgermeisterin
Gabriele Bremke-Moenikes und Gudrun Bauer sowie als 3. Stellvertretenden
Bürgermeister Frank Schürmann, als Ortsvorsteher André Hünemeier
(Batenhorst), Thomas Walter (Lintel), Dieter Feldmann (St. Vit).
1 Zwei Urgesteine: Die verabschiedeten Ortsvorsteher Gerhard Stiens (Lintel) und Hans
Schulte (Batenhorst).
Foto: Pressestelle der Stadt
Abschiedsworte
Stellvertretend für alle »gehenden« Ratsmitglieder und Ortsvorsteher
sei an dieser Stelle Georg Effertz genannt. Er bezeichnete es als Ehre,
dass er den Menschen der Stadt Rheda-Wiedenbrück dienen durfte. Er
dankte der Stadtverwaltung für die sehr gute Zusammenarbeit. Man
habe gemeinsam Vieles geregelt. Die als stellvertretender Bürgermeister
erhaltene Aufwandsentschädigung habe er stets als Spende der Stadt
zurückgegeben. Zum Abschluss seiner Amtszeit übergab er für die Stadtgesellschaft
10.000 Euro für die »Flora Westfalica«. Woraufhin er den
Ratssaal verließ.
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51
Von der Strahlenden
Glückseligkeit zur
Koreanischen Welle
Ein all inclusive-Urlaub irgendwo
am Mittelmeer ist
sicherlich entspannend,
aber für die meisten von uns
auch nicht sehr spannend. Das
ist bei einem Besuch in Südkoreas
Hauptstadt durchaus anders,
denn zumindest die erste Reise in
dieses ostasiatische Land sorgt
bei westlichen Besuchern für einige
Aha-Effekte. Dabei ist Seoul
weltweit kein Geheimtipp. Die
Stadtverwaltung Seouls gab zu
Beginn des Jahres bekannt, dass
2024 mehr als zwölf Millionen
ausländische Touristen
in die Hauptstadt
gereist sind. Dies
entspricht einem
Anstieg von 23,1 %
im Vergleich zum
Vorjahr. Die größte
Gruppe unter
diesen Besuchern waren keine
Deutschen oder andere Europäer,
sondern Chinesen, gefolgt von
Japanern, Taiwanesen und Amerikanern.
Dem Tourismus geholfen
hat offenbar auch, dass die Reiseplattform
Tripadvisor die südkoreanische
Hauptstadt zur besten
Stadt für Alleinreisende gekürt
hat. Auch sorgt die schiere Größe
der Stadt dafür, dass die Besucherströme
sich verlieren. Offiziell hat
Seoul, das man übrigens wie das
englische »soul« ausspricht, rund
zehn Millionen Einwohner. Das
berücksichtigt aber nicht die Vorstädte
oder Trabantenstädte wie
die Dreimillionenstadt Incheon,
den Hafen Seouls. Die Metropolregion
umfasst somit mehr als 25
Millionen Einwohner.
Geschichte zum
Bestaunen
Die Geschichte Koreas reicht
mindestens 1.500 Jahre zurück
und ist ausgesprochen bewegt.
Ein eindrucksvolles Zeugnis der
Bedeutung Seouls schon im Mittelalter
legt dabei der Gyeongbok
Palast ab. Dessen Name bedeutet
»Palast der strahlenden Glückseligkeit«.
Ab Ende des 14. Jahrhunderts
von den Herrschern der Joseon-Dynastie
erbaut, erstrahlt der
Palast und die umgebenden Gebäude
mitten im Zentrum Seouls
heute tatsächlich wieder in alter
Pracht. Die Berge im Norden und
der Hangan-Fluss im Süden waren
zwar malerische Kulisse, boten
aber vor allem Schutz,
der durch eine 18 Kilometer
lange Stadtmauer
ergänzt wurde.
In der japanischen Besatzungszeit
von 1592
bis 1598 zerstört, lag
das Gelände lange brach, bis es
schließlich erneut errichtet wurde.
Doch die Japaner fielen erneut
auf der koreanischen Halbinsel ein
und töteten 1895 die koreanische
Königin Min. 15 Jahre später begann
die japanische Besatzungsmacht
damit, rund 80 Prozent des
Palastkomplexes niederzureißen.
Die Besatzungszeit, in der systematisch
versucht wurde, die Koreaner
zu »japanisieren«, indem
man beispielsweise den Schulunterricht
allein auf
Japanisch zuließ,
endete erst
nach dem Zweiten
Weltkrieg. Es
dauerte bis 1990 bis
sowohl der Wille, die eigene
Geschichte anschaulich darzustellen,
als auch
die wirtschaftlichen Mittel groß
genug waren, das Palastgelände
mit seinen zahlreichen Bauten
auf einer Viertelmillion Quadratmetern
nach Originalplänen erneut
zu errichten. Dabei wurden
mit großer handwerklicher Kunst
selbst kleinste Details liebevoll
verwirklicht. Allein die farbenfrohen
Malereien an den Decken der
Gebäude kann man nicht anders
als fantastisch nennen.
Changing of the Guards
auf Koreanisch
Man sollte sich also einige Zeit
nehmen, um auch auf Details
achten zu können. Dazu empfiehlt
es sich auch, entweder um 10
oder um 14 Uhr am gigantischen
Haupttor der Anlage zu sein, denn
dann beginnt täglich bis auf
dienstags, wenn in Korea
viele Feiertage stattfinden,
die Wachablösung.
Und die ist
ein Spektakel, das optisch
und akustisch kaum zu toppen ist.
In akribischer Recherche wurde
nachgeforscht,
mit welcher
Zeremonie,
in welchem
Aufzug und mit welcher
Musik die Wachmannschaften
vor 600 Jahren getauscht
wurden. Nur die Zeiten wurden
touristenfreundlich festgelegt,
denn eigentlich wechselten die
Wachen des Königs lediglich zur
Nacht- und zur Tagschicht. Die
farbenfrohen Uniformgewänder,
die knatternden Fahnen und die
schmetternden Instrumente sind
aber nicht die einzigen traditionellen
Elemente beim Besuch
des Gyeongbok Palasts, denn viele
der Besucher erscheinen
ebenfalls in traditionellen
Gewändern. Diese Rückbesinnung
auf Traditionen
ist offenbar
vielen Koreanern
wichtig,
52 Das Stadtgespräch
denn die Besucher in Trachten
sind keineswegs die Ausnahme.
In den Straßen und Gassen rund
um das Palastgelände haben sich
Geschäfte darauf spezialisiert,
die aufwändigen Trachten, Hanbok
genannt, zu verleihen. Die
Gewänder werden dann mit großem
Stolz getragen und, natürlich,
auf unzähligen Handy-Fotos
verewigt. Auch beim Besuch des
sogenannten Buchon Hanok Dorfs
mitten im Stadtzentrum, wo
traditionelle koreanische
Häuser zu sehen sind,
oder in etwa Museen
sind Besucher in
Tracht keine
Seltenheit. Traditionelle Häuser
sind, wenig überraschend, nicht
nach modernen Kriterien und
städtebaulichen Bedürfnissen gestaltet,
sondern nach den Regeln
der chinesischen Harmonielehre
des Feng Shui.
1 Der Gyeongbok-Palast im Herzen Seouls
Rollenbilder und
Emanzipation
Diese Besinnung auf das eigentlich
Koreanische ist vielen ein Bedürfnis.
Vor allem auch angesichts
der jahrzehntelangen japanischen
Okkupation und den russischen,
chinesischen und amerikanischen
Einflüssen nicht nur im Koreakrieg,
der von 1950 bis 1953 dauerte.
Seit dem Ende des Krieges
ist die koreanische Halbinsel ins
kommunistische Nordkorea
und das nach dem Ende
der Militärdiktatur
1987 demokratische
Südkorea geteilt.
Doch die Tradition
zementiert auch oftmals die
Rollenbilder einer Gesellschaft.
Entsprechend
wird von
vielen Koreanern
ein
bestimmtes
Rollenverhalten
erwartet. Die südkoreanische
Literaturnobelpreisträgerin
von 2024, Hang Kang,
beschreibt in ihrem Roman »Die
Vegetarierin« in intensiver poetischer
Prosa eine junge Frau, die
sich den Konventionen widersetzt.
In diesem Roman kommen
die Männer nicht sonderlich gut
weg, aber immer noch deutlich
besser als in »Plant Lady« von Minyoung
Kang, siehe Buchtipp in
dieser Ausgabe.
K-Pop und
K-Drama
Ob die seit einiger
Zeit angesagten
Idole, vor allem der Jugend,
das Rollendenken nachhaltig
verbessern, bleibt abzuwarten.
Koreanische Dramen, heute meist
1 Traditionelles Wohnhaus nach Feng
Shui-Gesichtspunkten errichtet
kurz K-Drama genannt, sind Fernseh-
und Webserien aus Südkorea.
Sie gelten als Ursprung der sogenannten
Koreanischen Welle, die
den weltweiten Erfolg südkoreanischer
Popkultur begründet.
K-Dramas erfreuten sich zunächst
insbesondere in Südostasien großer
Beliebtheit. Im Laufe des 21.
Jahrhunderts entwickelten sich
K-Dramas zu einem wichtigen kulturellen
weltweiten Exportprodukt
für Südkorea. Mit der Netflix-Serie
»Squid Game« erreichte der internationale
Erfolg von koreanischen
Dramen einen Höhepunkt. 2021
erreichte die Serie in 90 Ländern
Platz 1 der Netflix-Charts und
wurde in mehr als 110 Millionen
Haushalten geschaut. Doch auch
andere südkoreanische Fernsehoder
Webserien sind mittlerweile
sehr beliebt. Mitte der 2000er
Jahre war der Preis für südkoreanische
Fernsehserien in Asien
Das Stadtgespräch
53
1 Palasteingang vor Bergkulisse 1 Frisch aus der Garküche
zum ersten Mal höher als der für
US-amerikanische. Auch die koreanische
Popmusik, also der K-Pop,
hat längst seinen Siegeszug angetreten.
Vielleicht erinnern Sie sich
noch an PSY, der mit seinen wilden
Tanzbewegungen 2012 den Gangnam
Style gründete. Gangnam ist
übrigens ein moderner Stadtteil
von Seoul. Riesige Erfolge konnten
auch verschiedene Boygroups und
auch Girlgroups verbuchen, die
vor allem nach ihrem guten Aussehen
gecastet werden. Die Idole
der männlichen wie weiblichen
Teens sind vor allem höflich, niedlich
und, wie gesagt, visuell sehr
ansprechend. Das macht sie auch
Schwiegereltern-kompatibel.
Korea-Boos und Kritiker
Die Welt der Koreanischen Welle
ist schön, bunt, sexy ohne Sex zu
zeigen und gewaltfrei. Das spricht
nicht nur koreanische junge Leute
an, sondern auch viele Ausländer.
Es gibt sogar ein eigenes Wort
für die Ausländer, die von allem,
was mit Korea zusammenhängt,
einfach nur begeistert sind, meist
ohne je im Land gewesen zu sein.
Die werden »Korea-Boo« genannt,
meist mit ironischem Unterton,
denn den Bewohnern des Landes
ist durchaus klar, dass Südkorea
kein utopisches Paradies ist. Das
Land steht vor ernsthaften Herausforderungen.
Das beginnt
schon im Grundschulalter, denn
schon dort macht sich der hohe
Wettbewerbsdruck im Bildungsund
Berufsleben bemerkbar. Den
sechs Grundschuljahren folgen
drei Jahre in der Mittelschule und
bei entsprechenden Noten weitere
drei Jahre in der Oberschule.
Klassenstärken bis 40 Kinder
sind keine Seltenheit, das Lernen
besteht überwiegend aus auswendig
lernen des Unterrichtsstoffes,
die Klassenarbeiten sind meist
multiple choice-Aufgaben. Viele
Kinder gehen nach dem Schultag,
der erst am späten Nachmittag
endet, auch noch in sogenannte
Hagwons, das sind spezielle, private
Nachhilfeinstitute, in denen
die Kinder und Jugendlichen in
kleineren Gruppen von etwa zehn
Schülern den Schulstoff wiederholen
und vertiefen. Das geschieht
selbstverständlich nicht unentgeltlich,
was den Druck auf die
Kinder natürlich erhöht. Die Kinder
wissen, dass ihre Eltern sich
krummlegen, um dem Nachwuchs
den Einstieg in die besten höheren
Bildungseinrichtungen zu ermöglichen,
was über Eingangstests
geschieht. Der Druck, erfolgreich
sein zu müssen, sowie der soziale
Druck bezüglich des Aussehens
führt bei Jugendlichen laut einer
Erhebung der OECD aus dem Jahr
2023 zu einer der höchsten Selbstmordraten
unter den entwickelten
Ländern.
Weltoffenheit und
eigene Welt
Das rigide Bildungssystem hat
allerdings für ausländische Besucher
durchaus Vorteile, denn Englisch
ist für die exportorientierte
Heimat von Hyundai, Samsung
und Co. von großer Bedeutung.
Anders als in vielen anderen asiatischen
Ländern, haben mindestens
die jüngeren Leute Grundkenntnisse
im Englischen oder
sprechen es sogar gut. Auch schicken
Familien, die es sich leisten
können, ihre Kinder oftmals für
ein Jahr ins Ausland zur Schule
oder zum Studium. Ausländer
sind heute in Korea willkommen.
Wer von den Ausländern länger
im Land bleiben möchte, in Seoul
sind das rund 400.000 Menschen,
der sollte natürlich die Sprache erlernen.
Dabei hilft es enorm, dass
die koreanische Schrift Hangul,
die bereits 1443 geschaffen wurde
und mit geringen Veränderungen
noch heute die offizielle Schrift
ist, eine Buchstabenschrift mit
19 Konsonantenbuchstaben und
21 Vokalbuchstaben bildet. Anders
als etwa die chinesischen
Schriftzeichen, von denen es über
100.000 gibt, von denen man allerdings
»nur« drei- bis fünftausend
für den alltäglichen Bedarf
braucht, ist Hangul schnell zu
lernen. Das bedeutet jedoch leider
nicht, dass Koreanisch, das weder
mit dem Chinesischen noch mit
Japanischen verwandt ist, einfach
zu lernen ist.
Doch es erleichtert das Reisen
ungemein, dass die Einheimischen
auch und vielleicht
gerade außerhalb der internationalen
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1 Die Auswahl an Meeresgetier ist überwältigend.
die Ferieninsel Jeju den Fremden
freundlich zugeneigt sind. Man
sollte sich unbedingt unters Volk
mischen, auch wenn man als
Europäer natürlich heraussticht.
Was also auf einer Reise nach
Korea auf keinen Fall fehlen darf,
ist der Besuch eines der Märkte.
Vor allem Fischmärkte sind durch
buntes Leben geprägt. Das ist
wörtlich zu verstehen, denn das
Meeresgetier wird überwiegend
lebend angeboten. Frischer geht
es nicht, aber natürlich ist es, nennen
wir es ungewöhnlich, wenn
ein sehr lebendiger Tintenfisch in
eine Plastiktüte gequetscht wird,
damit der Kunde ihn dann nach
Hause tragen kann. Der westliche
Besucher konzentriert sich da eher
auf die Essenstände, an denen die
Meeresbewohner in verarbeiteter
Form dargeboten werden.
Grill auf Koreanisch
Neben Fisch und anderen Meeresbewohnern
kommen in koreanischen
Restaurants die allgegenwärtigen
Kimchi ebenso wie Reis
auf den Tisch. Kimchi besteht traditionell
vor allem aus Chinakohl
und koreanischem Rettich, beides
in fermentierter Form. Früher war
die einzige Möglichkeit der Konservierung
von Gemüse die Fermentierung
in tönernen Fässern.
Heute werden auch alle anderen
Gemüsearten auf diese Weise zubereitet,
wobei das Einlegen vier
bis fünf Stunden dauert, nicht
mehr den ganzen Winter. Zum
ersten Mal schriftlich erwähnt
wurden Kimchi schon im 12. Jahrhundert.
Je nach Region haben
sich unterschiedliche Zubereitungsarten
und Gemüsesorten
durchgesetzt. Typisch für die Region
Seoul ist das Kimchi-Gericht
Chunggak, wobei Rettich zusammen
mit seinen Blättern eingelegt
oder in Würfel zerschnitten
gereicht wird.
Sehr beliebt, nicht nur in Seoul,
sind die sogenannten Barbecue-Restaurants.
Diese verfügen
über Tische mit einer Vertiefung
in der Mitte. Die Kellner stellen einen
Topf mit heißer Kohle in die
Vertiefung. Über dem Tisch hängt
eine Art Schnorchel, der den Rauch
abführt. Der Kohletopf ist mit einer
Grillplatte bedeckt, auf die der
Kellner dünne Streifen Schweinefleisch
legt und beizeiten wendet.
Nach dem Braten kommt die Bedienung
mit einer Art Gartenschere
an und schneidet die Fleischstreifen
klein, die dann bequem
mit Stäbchen verspeist werden
können. Dazu werden Soßen und
natürlich Kimchi serviert. Klingt
lecker? Dachte ich auch, aber das
Fleisch bestand zumindest in den
Restaurants, in denen wir gespeist
haben, zu 80 Prozent oder mehr
aus Fett. Und so haben wir die
Besuche der Grillrestaurants unter
»interessant« verbucht. Tatsächlich
war der Besuch Seouls mit jeder
Menge Eindrücke aber wirklich
sehr interessant. Und Aha-Effekte
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1 Der Vorstand mit: (v. l.) Ela Bernachia, Markus Gunske, Helmut Kempen, Wolfgang Neumann, Helga Leder, Daniel Dust, Sigrid
Frank und Jörn Niggeloh leiten die Geschicke der Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück im Verband Wohneigentum NRW.
DAS STADTGESPRÄCH
DIGITAL LESEN.
90-jähriges Bestehen gefeiert
Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück
im Verband Wohneigentum
Die Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück im
Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen
e. V. feierte 90-jähriges Bestehen mit
230 Gästen in der Stadthalle. Der erste Vorsitzende
Markus Gunske betonte, dass sich zwar vieles verändert
hat im Wohnumfeld und im Vereinsleben.
Doch eines sei gleichgeblieben: der Zusammenhalt
unter den Mitgliedern und das Engagement für ein
lebenswertes Zuhause in einer Zeit, in der das Miteinander
oft zu kurz kommt. Das Grußwort der Stadt
sprach die stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele
Bremke-Moenikes und Glückwünsche des Landesverbandes
überbrachte der Vorsitzende Peter Preuß. Bewusst
wurden die Ansprachen kurzgehalten, denn an
diesem Abend sollte es um das Miteinander gehen.
»Wir möchten zusammen essen, trinken und tanzen
und einen schönen geselligen Abend miteinander
verbringen«, betonte Gunske.
Zusammen mit seiner Stellvertreterin Ela Bernachia
und den anderen Vorstandmitgliedern ist er
tief eingetaucht in die Geschichte des 90 Jahren alten
Vereins, der 960 Mitglieder zählt und sich nach wie
vor großer Beliebtheit erfreut.
Gegründet im Jahre 1935, seinerzeit noch als Teil
des Deutschen Siedlerbundes, ist die Gemeinschaft
eine feste Größe im Leben der Doppelstadt und Ansprechpartner
für viele Frage rund ums Eigenheim.
»Unsere Gemeinschaft steht seit 90 Jahren für Zusammenhalt,
Verantwortung und Nachbarschaft. Diese
Werte sind heute genauso wichtig wie damals«, sagte
Markus Gunske, der seit 2021 Vorsitzender der Gemeinschaft
ist, die im selben Jahr aus den beiden Gruppen
Rheda und Wiedenbrück zusammengewachsen ist.
Was 1935 begann, war mehr als nur eine Bauini-
1 2021 fand die Fusion der beiden Gruppen Rheda und Wiedenbrück
statt. Markus Gunske übernahm den Vorsitz und löste
Roland Dust ab, der 40 Jahre Vorsitzender der Siedlergemeinschaft
Rheda war. Er wurde bei der Fusionsfeier zum
Ehrenvorsitzenden ernannt.
56 Das Stadtgespräch
Quelle: Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück im Verband Wohneigentum
1 Ein Foto aus vergangenen Tagen. Die Siedlergemeinschaft Rheda nahm 1988 an der
900-Jahr-Feier von Rheda teil. Gemeinsame Aktionen zur Stärkung des Wir-Gefühls
gehören seit eh und je zur Vision der Gemeinschaft.
tiative. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten schlossen sich engagierte
Bürger zusammen, um mit gemeinsamer Kraft Wohnraum zu schaffen.
Ziel war die Förderung des Eigenheimbesitzes für Familien mit geringem
Einkommen. Der damalige Siedlerbund verstand sich als Selbsthilfeorganisation.
Man half sich gegenseitig, teilte Wissen über Gartenbau
und Viehzucht, denn die meisten Häuser hatten seinerzeit auch einen
Nutzgarten für die Selbstversorgung und oftmals auch Tiere. Nach dem
Zweiten Weltkrieg war der Verein beim Wiederaufbau und der Erweiterung
von Siedlungsgebieten aktiv. Es wurde gemeinsam Baumaterial
beschafft und eine soziale Nachbarschaft aufgebaut.
2005 firmierte der ehemalige Deutsche Siedlerbund offiziell zum
Verband Wohneigentum um. Die Siedlergemeinschaft Rheda und die
Gemeinschaft Wiedenbrück wurden Teil der neuen Struktur des Verbandes
Wohneigentum NRW.
In den Jahren 2010 bis 2020 verschob sich der Fokus von der klassischen
Siedlungsarbeit hin zur umfassenden Verbraucher- und Eigentümerberatung.
Themen wie Energieeinsparung, Klimaschutz, altersgerechtes
Bauen und rechtliche Vertretung wurden zentral.
2020 erst hat sich die Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück aktiv in der
politischen Interessenvertretung für die Abschaffung der Straßenbaubeiträge
in NRW engagiert sowie für eine sozial gerechte Grundsteuerregelung.
Auch im Beirat der Innenstadt Rheda ist die Gemeinschaft aktiv.
Parallel pflegt sie aber auch die Wurzeln: Die Jugendgruppe organisiert
Aktionen für Kinder und Familien. Ferner gibt es Veranstaltungen
wie demnächst eine Weihnachtsfeier, Vorträge, Gartenaktionen oder
Ausflüge, die dafür sorgen, dass der Geist der alten Siedlerbewegung
lebendig bleibt. Gunske betont: »Von der Selbsthilfegruppe der 1930er
Jahre sind wir zu einer modernen, politisch aktiven und lebensnahen
Interessenvertretung für Wohneigentümer von heute gewachsen«.
Gute Gründe für eine Mitgliedschaft im Verband Wohneigentum
sind Dinge wie Beratung beim Bau, bei Energiefragen, Steuern und Recht
sowie Gartengestaltung. Dazu gibt es vergünstigte Versicherungen für
Haus und Grundstück, Einkaufsvorteile und vieles mehr, sowie ein vielseitiges
Vereinsleben.
»Das soll auch so bleiben. Wir wollen unseren Mitgliedern auch in
Zukunft ein starker Partner sein bei allen Fragen rund ums Wohnen, Bauen
und Zusammenleben«, betont Gunske. Eine gute Nachbarschaft, auf
die man sich verlassen kann, sei letztendlich durch nichts zu ersetzen.
Ein prägendes Kapitel ist in Rheda-Wiedenbrück mit dem Namen Roland
Dust verbunden, der 40 Jahre lang als Vorsitzender an der Spitze stand.
Sein Nachfolger Markus Gunske führt die Gemeinschaft in seinem Sinne
weiter mit dem klaren Ziel: Tradition erhalten, Zukunft gestalten. wl
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Standesamtsbezirk Rheda-Wiedenbrück
In dem angegebenen Zeitraum wurden insgesamt 16 Ehen geschlossen.
keine Geburt und 42 Sterbefälle beurkundet. Nachfolgend sind nur die
Personenstandsfälle aufgeführt, zu denen die Beteiligten ihr Einverständnis
gegeben haben:
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Fon 05242/44375 | bestattungen-detemple.de
Eheschließungen: Melanie Beckervordersandforth und Tobias Schulte
| Alina Brigitte Charlotte Jensen und Florian Wickern | Yasemin Jašari
und Serhan Ilhan | Vasilina Wagner und Janik Linnemannstöns | Jenny
Hinrichs geb. Becker und Emin Poyraz
Sterbefälle: Johannes Josef Himmelhaus | Maria Köller, geb. Grünebaum |
Karl Josef Beckschäfer | Kurt Klauke | Kerstin Gisela Auguste Lübbehüsen
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58 Das Stadtgespräch
20 Jahre
Wichtel in Rheda-
Wiedenbrück
Mit viel Herz und
handwerklichem Geschick
Seit zwei Jahrzehnten sind sie aus dem Stadtbild von Rheda-Wiedenbrück
nicht mehr wegzudenken: Die Wichtel, ein engagiertes
Team von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, das mit
handwerklichem Können und großem Herz Menschen in ihrer häuslichen
Umgebung unterstützt.
Im Jahr 2005 wurde der Wichteldienst als Projekt in Kooperation
zwischen der Stadt Rheda-Wiedenbrück, dem Seniorenbeirat und der
AWO ins Leben gerufen. Ziel war es, Senior/innen und Menschen mit
Behinderung bei kleinen handwerklichen Aufgaben im Alltag zu unterstützen.
»Der Bedarf ist weiterhin steigend«, betont Ulrike Boden,
Kreisgeschäftsführerin des AWO Kreisverband Gütersloh e.V. »Hilfestellungen
zur Verbesserung der Alltagssituation in der Häuslichkeit werden
vor dem Hintergrund des demografischen Wandels immer wichtiger.
Das Ohr nah an den Bedarfen der Menschen und die Zeit für ein nettes
Gespräch machen den Wichteldienst ebenfalls unersetzlich. Für dieses
Engagement danke ich den Wichteln von Herzen.«
Das Team besteht aus acht Wichteln, die das ganze Jahr über im
Einsatz sind. Sie helfen bei kleinen Reparaturen. Z.B. dem Tausch einer
Glühbirne, Reparatur des Rolladengurts oder dem tropfenden Wasserhahn.
Vor Ort koordinierte Hans Walter Stekelenburg über viele Jahre das
ehrenamtliche Team mit viel Herz und Engagement. Ein großes Dankeschön
richtete Friederike Hegemann (AWO-Wohnberatung) an seinen
Einsatz für das Team. Hans Walter Stekelenburg bleibt weiterhin den
Wichteln treu, gibt jedoch die Koordination an Wolfgang Bauszus weiter.
Zum Jubiläum lädt die Arbeiterwohlfahrt die Ehrenamtlichen und
den Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Karl-Josef Büscher im Seecafé ein.
Bei Kaffee und Kuchen wurde nicht nur gefeiert, sondern auch wertvoller
Austausch gepflegt. Der Vorsitzende des Seniorenbeirates lobte die
langjährige Zusammenarbeit und sprach den Wichteln seinen Dank
aus: »Ohne euch wäre vieles nicht möglich. Ihr seid ein Geschenk für
unsere Stadt«.
Hilfesuchende wenden sich an das Familienzentrum unter der Rufnummer
05242/40820.
IMPRESSUM:
Verlag/Herausgeber:
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Anschrift für Redaktion und Verlag:
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Das Stadtgespräch
59
Buchtipps
Kalte Winternächte schreien doch geradezu danach, dass man es sich
irgendwo in einer kuscheligen Ecke gemütlich macht und einen Krimi
liest. Vorzugsweise natürlich einen guten. Wir haben da mal vorsortiert
und aus der ganzen Bandbreite des Genres Krimis ausgewählt. sto
Minyoung Kang
»Plant Lady«
Seit Han Kang 2024 den Literatur-Nobelpreis
gewann, ist das
Interesse der literarischen Welt
an Südkorea deutlich gewachsen.
Und das ist auch gut so. Vor allem
Autorinnen sind im Fahrwasser der
Nobelpreisträgerin ins öffentliche
Interesse auch bei uns gerückt. Es
ist wohl eher nicht zufällig, dass
sich vor allem Frauen aus dem
erfolgreichen Industrie-Staat, der
bei aller Modernität jedoch auch
in starren Rollenbildern verhaftet
ist, deutlich positionieren. Minyoung
Kang ist eine dieser Frauen. Die Autorin und Chefredakteurin
des Filmmagazins »Cast« konnte im Westen bereits eine Essay-Sammlung
und den Roman »Please, don’t Freeze« veröffentlichen. Ihr neuester
Roman »Plant Lady« wurde im Juni 2024 von Hankyoreh Publishing
in Südkorea veröffentlicht und stürmte dort sofort die Bestsellerliste.
Minyoung Kangs Roman, der sich nur schwer dem reinen Krimis-Genre
zuordnen lässt, spielt in Südkoreas Mega-Metropole Seoul.
Ihre Heldin Yu-hee kann mit Menschen nicht viel anfangen. Speziell
mit Männern hat sie so ihre Probleme. Ihre eigentliche Liebe gilt
den Pflanzen. Um die kümmert sie sich leidenschaftlich, wobei es ihr
leichtfällt, die besonderen Bedürfnisse jedes einzelnen Gewächses zu
erkennen. Ihren gutbezahlten, aber frustrierenden Bürojob tauscht sie
konsequenter Weise gegen einen eigenen Pflanzenladen aus. Der liegt
ausgerechnet in Sejin, einem der 25 Stadtteile der Millionenmetropole,
der so richtig weit vom Schuss ist, wie Yu-hee schon von ihrer Maklerin
gewarnt wurde. Aber genau hier, zwischen Avocado, Agave und Rosmarin
fühlt Yu-hee sich ebenso wohl wie ihre Pflanzen, die wachsen
und gedeihen. Ihr Pflanzen-Laden entwickelt sich zu einer regelrechten
Oase. Anders als in ihrem früheren Leben weiß sich Yu-hee nach und
nach gegen unsensible Störenfriede des anderen Geschlechts zu wehren.
Und auch andere Frauen sehen in Yu-hees Pflanzenladen bald einen
Rückzugsort vor ihren persönlichen Dramen und Nöten, die nicht selten
mit übergriffigen Männern zu tun haben. Für ihre Kundinnen hat Yu-hee
immer ein offenes Ohr. Das geht so weit, dass sie auch einen Service der
besonderen Art anbietet. Sie sorgt nämlich dafür, dass die Peiniger aus
dem Leben der Frauen verschwinden. Spurlos und für immer.
Dem mit dem Verschwinden diverser Männer betrauten Hauptstadtpolizisten
Detective Cha Do-kyung fällt auf, dass die Vermissten keinerlei
Gemeinsamkeiten hatten, außer dass sie sich unerklärlicher Weise in
dem abgelegenen Viertel Seouls aufhielten. Genauer gesagt in dem mittlerweile
populären Blumenladen. Do-kyung heftet sich an die Fersen der
Pflanzendame und ein ganz besonderes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
»Plant Lady« trieft gelegentlich vor schwarzem Humor, doch der
Hintergrund ist durchaus ernst. Die Autorin, die beklagt, dass die Opfer
von Gewaltverbrechen meist Frauen sind, die völlig vergessen werden,
sagt zu ihrer Pflanzenlady: »Es gab Momente in meinem Leben, in denen
ich jemand wie sie gebraucht hätte«. Erschienen ist »Plant Lady« in der
Übersetzung von Kyong-Hae Flügel als Hardcover bei Heyne, übrigens
lobenswerter Weise schon vor der englischen Ausgabe, die erst 2026
herauskommt, 205 Seiten, 20 Euro.
Robert Galbraith
»Der Tote mit dem
Silberzeichen«
Vielleicht sagt Ihnen der Name
Dietmar Wunder nichts. Aber Sie
kennen garantiert seine Stimme,
denn er leiht Daniel Craig als
James Bond ebenso seine deutsche
Stimme wie Adam Sandler
oder auch »Bad Boy« Martin Lawrence.
Hörbuchfans werden die
markante Stimme des gelernten
Schauspielers und Synchronsprechers ebenfalls genau kennen, spricht
er doch die Romane der isländischen Queen of Crime Yrsa Sigurðadottir
ebenso wie die von Don Winslow. Dietmar Wunder lauscht man ausgesprochen
gerne, was nicht ganz unwichtig ist bei den Büchern von
J.K. Rowling, die unter dem Pseudonym Robert Galbraith umfängliche
Kriminalromane schreibt. Ihr jüngst erschienener »Der Tote mit dem
Silberzeichen« dauert nämlich in der Hörversion nicht weniger als 32
Stunden. Doch keine Bange, die Zeit wird nicht lang!
Auch muss man bei dem neuesten Werk der Reihe um den Privatdetektiv
Cormoran Strike und seiner Mitstreiterin Robin Ellacot nicht befürchten,
sich durch langatmige Internet Chats wühlen zu müssen, wie
in »Das tiefschwarze Herz«. Und obwohl eine mysteriöse Freimaurerloge
eine Rolle in diesem Fall spielt, braucht man auch keine Verschwörungstheorien
à la Dan Brown zu fürchten.
Zum Inhalt: Im Tresorraum eines Silberhändlers wird eine verstümmelte
Leiche gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen
verurteilten Einbrecher handelt, was aber nicht eindeutig nachweisbar
ist. Die seltsame und seltsam reiche Decima Mullins ist jedenfalls überzeugt
davon, dass es sich bei der Leiche um ihren Freund handelt, der
unter mysteriösen Umständen verschwand. Da sie weder der Polizei noch
ihrer einflussreichen Familie vertraut, heuert sie Strike an. Trotz anfänglicher
Bedenken übernimmt der den Fall. Doch je tiefer Strike und seine
Geschäftspartnerin Robin in den Fall eintauchen, desto undurchsichtiger
wird der. Es gibt alle möglichen Spuren, die aber zusammengenommen
keinen Sinn ergeben. Beispielsweise ist der Silberladen neben Freemasons’
Hall gelegen und verkauft ausschließlich Freimaurersilber und
scheint irgendwie mit der Loge verbunden zu sein. Aber wie? Zudem
werden neben dem unbekannten Opfer noch weitere Männer vermisst,
die ebenfalls zum Profil der unbekannten Leiche passen könnten.
Doch nicht nur der komplizierte Fall beschäftigt Strike, der sich noch
um weitere Fälle kümmern muss, die durch Angestellte seiner Agentur
bearbeitet werden müssen. Das ist nicht immer ganz einfach, denn
so brillant Strike auch als Ermittler ist, das Zwischenmenschliche ist
60 Das Stadtgespräch
keinesfalls seine Spezialstrecke. Das gilt auch und vor allem in seiner
Beziehung zu Robin. Deren sympathischer Freund, der Polizist Ryan,
möchte seine Beziehung zu ihr auf ein neues Niveau heben und würde
am liebsten schon bald die Hochzeitsglocken läuten lassen. Eigentlich
also höchste Zeit für Strike, seine wahren Gefühle Robin gegenüber zu
offenbaren. Erschienen ist der neue Galbraith-Band als ungekürzte Lesung
bei Random House Audio, 26,45 Euro. Natürlich empfiehlt sich
auch das gedruckte Buch, das nicht weniger als 1.248 Seiten enthält
und soeben als Hardcover bei Blanvalet für 32 Euro auf den Markt gekommen
ist.
Michael Connelly
»Der Inselcop von L. A.«
Vielen Krimilesern muss man Michael Connelly gar nicht erst vorstellen.
Das verwundert wenig, hat er doch rund 90 Millionen Bücher weltweit
verkauft. Auch ist der US-amerikanische
Krimi-Superstar in nicht
weniger als 45 Sprachen übersetzt,
ins Deutsche übrigens das
erste Mal 1992. Connelly, Jahrgang
1956, wuchs in Florida auf, wo er
seine ersten Sporen als Lokalreporter
verdiente. Als Journalist
richtig großgeworden ist er bei
der Los Angeles Times als Gerichtsreporter.
Seitdem hat ihn
weder das Schreiben noch die
Stadt der Engel je wieder losgelassen.
L. A. ist dann auch die
Heimat des legendären Ermittlers
Harry Bosch, seines weiblichen
Pendants Detective René e Ballard sowie seines Halbbruders Michael
»Mickey« Haller, dem »Lincoln Lawyer«. Anders als bei anderen Autoren,
entwickeln sich bei Connelly die Figuren und werden, ungewöhnlich
für Hollywood, sogar älter. Zeit also für frisches Blut, Zeit für Stilwell.
Detective Stilwell ist eigentlich Mordermittler aus Los Angeles. Allerdings
hat es da bestimmte Reibereien mit Kollegen und Vorgesetzten
gegeben, nach denen Stilwell zwar nicht entlassen, aber immerhin
versetzt wurde. Er arbeitet nunmehr als Insel-Sheriff auf Catalina Island,
einem Naturschutzgebiet im Pazifik, vierzig Kilometer vor Los
Angeles. Als Chef des winzigen County Sheriff’s Department von Catalina
kümmert er sich höchstens mal um Einbrüche. Ansonsten sind
Taschendiebe, Leute, die sich am Wochenende volllaufen lassen und
sich dann prügeln, sowie Menschen seine Kundschaft, die gegen die
strikten Umweltauflagen der autofreien Insel verstoßen.
Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als Stilwell die Nachricht erhält,
dass am Grund des Hafens eine weibliche Leiche gefunden wurde, in
Plastiksäcke verpackt und mit einer Ankerkette beschwert. Der Bürgermeister
ist besorgt, dass ein Mord ausgerechnet kurz vor dem ersten
richtigen Sommerwochenende und dem Memorial Day passiert ist.
Der wird immer am letzten Montag im Mai gefeiert, wobei dann jede
Menge spendierfreudige Ausflügler vom Festland mit der Fähre oder
eigenen Booten auf die Insel strömen. Niemand scheint die tote Frau
zu kennen, niemand hat sie als vermisst gemeldet. Zudem entpuppt
sich die Meldung über Wilderei im Naturschutzreservat als gefährlicher
neuer Fall, für den Stilwell, als zugereister Dorf-Sheriff, auch noch in
die zwielichtige Vergangenheit eines hohen Tiers von Catalina Island
eintauchen muss. Doch Stillwell ist eben nicht der typische Sheriff vom
Das Stadtgespräch
Lande, denn er verbeißt sich genauso in seine Fälle wie die Kollegen,
die täglich mit den aufregenden Fällen der Großstadt zu tun haben.
Zwar hat er deren Ressourcen nicht, aber dafür den Vorteil, dass ihm
kein Vorgesetzter direkt vor der Nase sitzt. Wohl deshalb meint Stilwell
auch, dass er es mit den Vorschriften nicht immer so ganz genau zu
nehmen braucht. Die neue Connelly-Reihe fängt mit »Der Inselcop von
L. A.« jedenfalls ausgesprochen gelungen an und macht Hoffnung auf
mehr Stilwell. Erschienen im Kampa Verlag, 384 Seiten, 23 Euro.
Val McDermid
»Queen Macbeth«
Ich hoffe, Sie mussten in der Schule auch Shakespeares »Macbeth«
lesen und haben dann vielleicht die Orson-Welles-Verfilmung von 1948
oder zumindest die Polanski-Verfilmung von 1971 gesehen. Manchmal
muss man halt zu seinem Glück gezwungen werden. Bei dem gewaltigen
und gewalttätigen Drama
um Intrigen, Treue, Verrat und
mörderische Action kommt nur
eine Figur richtig schlecht davon
und das ist Lady Macbeth. Aus
übertriebenem Ehrgeiz stiftet
Lady Macbeth ihren eigentlich
loyalen Mann zum heimtückischen
Mord am guten König
an. Somit steht die Lady ganz in
der mittelalterlichen Tradition
des »übelen wîb«, wie das böse
Frauenzimmer auf Mittelhochdeutsch
genannt wurde.
Mit Shakespeare glauben wir
jedoch irriger Weise, die blutige
Wahrheit zu kennen. Darum ging es dem genialen Dramatiker auch
wohl nicht. Doch mit blutigen Wahrheiten kennt sich die schottische
Erfolgskrimiautorin Val McDermid wie kaum eine andere aus. In ihrem
gerade erschienenen historischen Kurzroman weist die Bestsellerautorin
jetzt nach, dass sie mehr als Gegenwartskrimis kann. So spannend
wie ein moderner Krimi ist auch diese Geschichte, die neues Licht auf
eine uralte Story wirft. Und dabei enthüllt sie eher so nebenbei, dass
Lady Macbeth niemals Lady Macbeth geheißen hat. Und Macbeth war
kein heimtückischer Mörder.
Zur historisch eher belegten Story: Vor tausend Jahren flüchtet Lady
Gruoch, wie Lady Macbeth tatsächlich hieß, mit ihren drei Gefährtinnen
– einer Heilerin, einer Weberin und einer Seherin – durch die
dramatisch karge schottische Landschaft. Die Männer, die sie jagen,
wollen sie töten – denn sie ist die Einzige, die zwischen ihnen und
ihren blutigen Zielen steht. Diese Frau ist ja nicht irgendeine Lady.
Vielmehr ist sie die erste Königin von Schottland, in Liebe verbunden
mit König Macbeth.
Während ihre Jäger sie einkreisen, erfahren wir die Geschichte von
Königin Macbeth; eine Geschichte von Leidenschaft, Zwangsheirat,
blutigen Massakern und der harten Realität des mittelalterlichen
Schottlands. Im Mittelpunkt steht eine starke, charismatische Frau,
die alles gibt, um das Richtige zu tun. Die Verluste erträgt und sich jeder
Gefahr stellt, um die endlosen Intrigen rücksichtsloser und machthungriger
Männer zu überstehen. Ihr Kampf hat ihr ein Land eingebracht.
Aber jetzt könnte er sie das Leben kosten. Erschienen ist der
ungewöhnliche Roman als Hardcover bei Droemer in der Übersetzung
von Karin Diemerling, 192 Seiten, 20 Euro.
61
Schwedenrätsel
himmelblaue
Farbe
das Herbeischaffen
von
Waren
Weg des
Motorkolbens
Rückbuchung
französischer
Bildhauer
(Auguste)
amerik.
Schauspieler
(Brad)
5 nach
bund 4
altägyptischer
Gott
Weltmeer
Langspieß
eine
Zahl
Lösungswort:
13
unempfänglich,
gefeit
ätherische
Flüssigkeit
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Stadt
geometrische
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(Kzw.)
französisch:
ja
Nachbarstaat
des Iran
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Tonkunst
1 2 3 4 5 6 7 8
früherer
dt.
Städte-
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englisch:
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der USA
6
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9 10 11 12
16
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12
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8 1
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Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt.
62 Das Stadtgespräch
1 Der Kommunale Ordnungsdienst bei seiner Einführung in 2020
Ordnungskräfte stärken Sicherheitsgefühl
Rheda-Wiedenbrücks kommunaler Ordnungsdienstler »mit Augenmaß«
Im Rathaus zu sitzen und am Schreibtisch Beschwerden von Bürgern
abzuarbeiten, ist eine Sache. Eine ganz andere ist es, draußen mit
Menschen ins Gespräch zu kommen – an ihren falsch geparkten Autos,
den Gehweg überwuchernden Hecken, bei illegaler Müllentsorgung,
nicht angeleinten Hunden und auf die Straße geworfenen Kippen. Und
das möglichst mit dem Bewirken von Einsicht. Oder auch mal der konsequenten
Ahndung von Fehlverhalten. Das genau macht der Kommunale
Ordnungsdienst (KOD).
Aufgaben
Die Mitarbeitenden des KODs sind zuständig für die Kontrolle und Wahrung
der Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum. Das bedeutet,
sie gehen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nach. Zu ihren Aufgaben
gehört es zudem, regelmäßig Orte aufzusuchen, an denen sich Bürger
subjektiv in ihrem Sicherheitsgefühl beeinträchtigt fühlen. Zudem gehen
sie Meldungen über Ruhestörungen nach, kontrollieren bei Verstößen
gegen das Jugendschutzgesetz, und helfen, den reibungslosen Ablauf von
Veranstaltungen (Kirmes, Großveranstaltungen mit Sicherheitsauflagen,
Karneval etc.) sicher zu stellen.
Die Außendienstler sind Ansprechpartner für die Bürger in allen Sicherheitsfragen
und kontrollieren die Einhaltung von Regeln auch in den Abendstunden
und an Wochenenden, heißt es in einer Presseerklärung der Stadt.
Der KOD besteht in der Doppelstadt seit dem 1. September 2020. Ihre
Präsenz im Stadtbild macht die Außendienstler zum »Gesicht der Verwaltung«
in Rheda-Wiedenbrück.
Die Mitarbeitenden tragen eine einheitliche Dienstkleidung, um als
Ansprechpartner erkennbar zu sein. Ebenfalls die drei Dienstfahrzeuge
sind deutlich als Wagen des Kommunalen Ordnungsdienstes erkennbar.
Die Präsenz dient dem subjektiven Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung.
Aufgabe der Ordnungsdienstler ist es, Konfliktpotenziale zu erkennen,
anzusprechen, dabei verhältnismäßig vorzugehen und in schwierigen
Situationen zu deeskalieren. Dazu stehen ihnen auch ordnungsbehördliche
Befugnisse zu. So haben sie unter anderem das Recht, Personen
zu befragen, ihre Identität festzustellen, Platzverweise auszusprechen,
Durchsuchungen und Sicherstellungen vorzunehmen oder Störungen
für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzustellen. Dafür sollen die
Ordnungskräfte zukünftig auch mit Bodycams zum Schutz der eigenen
Sicherheit ausgestattet werden.
1 Der KOD mit Joel Otta, Fachbereichsleiter für Sicherheit und Ordnung in 2023 1 Kommunaler Ordnungsdienst und Polizei gehen gemeinsam auf Streife.
Das Stadtgespräch
63
Präsenz-, Spät- und Nachtdienste
Adrian erläuterte, dass der KOD derzeit schwerpunktmäßig die beiden
Innenstädte bestreift. Im Fokus ständen hier das Bahnhofsumfeld, der
Rathausplatz und die Berliner Straße. Ebenfalls dem Flora-Westfalica-Park
und dem Bereich am Emssee gelte ein besonderes Augenmerk. Zu den
Kontrollpunkten zählen ebenfalls Spielplätze und Schulen. Der KOD gehe
hier den Meldungen aus der Bürgerschaft und der Schulen nach. Aktuell
findet eine Bestreifung insbesondere der Spielplätze am Kaiserforst und
an der Alexander-Schem-Straße sowie der Eichendorffschule und des
Berufskollegs statt.
1 Kommunaler Ordnungsdienst und Polizei sind Ansprechpartner für die Sorgen und
Anregungen der Menschen dieser Stadt.
Kooperation mit der Polizei
Als zuständige Behörde für die öffentliche Sicherheit nimmt das Ordnungsamt
eigene ordnungsrechtliche Aufgaben wahr. Ein wichtiger Baustein
des Ordnungsamtes ist der Kommunale Ordnungsdienst (KOD), der
eng mit der Polizei zusammenarbeitet – auf Grundlage einer Ordnungspartnerschaft,
die beide Behörden in ihrer Arbeit verbindet und ergänzt.
Mit der Kooperation werden die Bereiche fließender Verkehr (Zuständigkeit
der Polizei) und ruhender Verkehr (Zuständigkeit KOD) abgedeckt. Der
Austausch hat sich bewährt und es finden mittlerweile auch gemeinsame
Kontrollen auf dem Wochenmarkt statt.
In einem gemeinsamen Einsatz von Polizei, Zoll, Lebensmittelüberwachung,
Finanzamt und KOD wurden mehrere Gastronomiebetriebe und
Kioske aufgesucht, um etwaige Verstöße aufzuspüren.
Personal
Der Rat hatte 2018 drei Stellen für den neuen KOD beschlossen. Im Dezember
2024 stellte er sukzessive für die nächsten Jahre weitere fünf
Stellen für die kommunalen Ordnungshüter zur Verfügung. Seitdem ist die
Stadt bemüht, die Stellen zu besetzen. In der Ratssitzung im September
resümierte die zuständige Beigeordnete, Dr. Ina Epkenhans-Behr, dass die
Suche auf dem angespannten Arbeitsmarkt herausfordernd sei. Es handle
sich um einen sehr umkämpften Stellenmarkt.
David Adrian, Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit, Ordnung und
Verkehr, berichtete in derselben Ratssitzung, dass es keine grundständige
Ausbildung für kommunale Ordnungsdienstler gebe (d.h. keinen eigenen
Ausbildungsgang). Die Erfahrungen zeigen, dass ein Verwaltungshintergrund
bei der Einstellung von neuen Mitarbeitenden von Vorteil sein kann.
Umfangreiche Schulungsangebote, Weiterbildungsmöglichkeiten und
Qualifizierungen der Mitarbeitenden werden aktiv seitens der Verwaltung
genutzt. Seit diesem Jahr besteht ein Fortbildungsangebot des Studieninstitutes
mit einem zertifizierten Lehrgang für KOD-Mitarbeitende, das
von einem Mitarbeiter bereits absolviert wurde.
Darüber hinaus gebe es für die Außendienstmitarbeitenden regelmäßige
Einsatztrainings. Dr. Epkenhans-Behr begrüßte es, dass im Team
russische, türkische und rumänische Sprachkenntnisse vorhanden sind.
Somit klappe die Verständigung ebenfalls mit den Bürgerinnen und Bürgern,
die der deutschen Sprache nicht so mächtig sind.
Aktivitäten
Das vom Rat vor gut einem Jahr beschlossene Konzept teilt die vielfältigen
Aufgaben des KOD in die vier Segmente Verkehrsüberwachung, Auftragsund
Meldungsmanagement, Präsenz- und Streifendienste sowie Spät- und
Nachtdienste ein.
Ordnungswidrigkeiten
Die Zahl der bis Ende Oktober 2025 ausgesprochenen Ordnungswidrigkeiten
beläuft sich auf 124 Verstöße. Darin sind die mündlichen Verwarnungen
nicht erfasst. Die geahndeten Verstöße reichen beispielsweise von den
»klassischen« Ruhestörungen bis hin zu gemeldeten freilaufenden Hunden
und wild Urinierenden. Oftmals reiche es, einen freundlichen Dialog mit
den Leuten zu führen, damit sie sich einsichtig zeigen, ergänzte Adrian.
Verkehrsüberwachung
Bis Ende Oktober 2025 registrierte der KOD rund jeweils 6.753 Parkverstöße
in Rheda und in Wiedenbrück, so Adrian. Darüber hinaus leeren die
kommunalen Ordnungswächter die Parkscheinautomaten und führen
Schulwegkontrollen sowie die Überprüfung von Baustelleneinrichtungen
und Abschleppmaßnahmen in Feuerwehrzufahrten durch.
Auftrags- und Meldungsmanagement
Die häufigsten Aufträge beziehen sich aktuell auf das Abstellen von abgemeldeten
Fahrzeugen sowie auf die wilde Müllentsorgung an Glascontainerstandorten.
Ebenfalls unterstützt der KOD z. B. andere Fachbereiche
bei Ortsterminen. Er führt Jugendschutzkontrollen bei Veranstaltungen
durch – beispielsweise auf Schützenfesten, beim Altstadtfest, auf der
Herbstkirmes und beim Rosenmontagsumzug.
Stimmen aus dem Rat
Mehrere Ratsmitglieder hoben hervor, dass der KOD den Fokus insbesondere
auf den Stadtteil Rheda legen sollte. So gab Dr. Andreas Gernhold
(move) zu bedenken, dass das subjektive Sicherheitsgefühl gerade
in Rheda abgenommen habe. Insbesondere Frauen würden sich abends
nicht mehr in die Stadt wagen. Ebenfalls Volker Brüggenjürgen (Bündnisgrüne)
hob hervor, dass die gefühlte Situation in Rheda größer sei. Uwe
Henkenjohann (CDU) resümierte, dass Rheda-Wiedenbrück auf einem
guten Weg sei. Er appellierte, sich nicht darin hineinzusteigern, dass es
in Rheda an manchen Orten besonders schlimm sei. In Rheda-Wiedenbrück
gebe es – auch im Vergleich zu anderen Städten – immer noch ein
gutes Miteinander. Alwin Wedler (Bündnisgrüne) nannte einen vorrangigen
Handlungsbedarf in der Fußgängerzone Rhedas aufgrund unzähliger
Parkverstöße. Diese Situation habe sich seit der Eröffnung des Boxstudios
noch weiter verstärkt.
Objektives Sicherheitsgefühl
Dr. Ina Epkenhans-Behr erinnerte daran, dass die Kreispolizeibehörde
Rheda-Wiedenbrück ein gutes Sicherheitsniveau bescheinige, sowohl
im Landes-, als auch im Kreisvergleich.
Subjektives Sicherheitsgefühl
Gleichwohl empfinden Einwohnende der Doppelstadt das subjektive Sicherheitsgefühl
belastet. Zur Unsicherheit tragen u. a. Meldungen in den
64 Das Stadtgespräch
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Das Stadtgespräch
65
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Jugendlichen, Schlägereien und Betrugsanrufe bei sowie
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Tatverdächtigen.
Die Einordnung Rheda-Wiedenbrücks als sicheren
Ort durch die Kreispolizei bestätigt aber, dass sich die
Doppelstadt mit ihren vielfältigen Integrationsanstrengungen
auf dem richtigen Weg befindet.
Ein ARD-Deutschlandtrend macht das deutlich gesunkene
Sicherheitsgefühl im ganzen Land sichtbar.
40 % der vom Meinungsforschungsinstitut Infratest
Dimap Befragten gaben an, dass sie sich eher unsicher
oder sehr unsicher fühlen, wenn sie sich etwa auf öffentlichen
Plätzen, in Parkanlagen oder öffentlichen
Verkehrsmitteln bewegen. Das sind laut ARD 17 %
mehr als im Januar 2017. 49 % haben im öffentlichen
Raum die Sorge, Opfer eines Diebstahls zu werden.
Ähnlich groß ist die Angst, beleidigt oder angepöbelt
zu werden. Mit 52 % ist das Sicherheitsgefühl unter
Frauen niedriger als unter Männern (61 %).
Vor angstschürenden Debatten und vorschnellen
Verurteilungen warnen aber Irene Mihalic, Erste Parlamentarische
Geschäftsführerin, und Marcel Emmerich,
Obmann im Innenausschuss, zur Dunkelfeldstudie
»Sicherheit und Kriminalität in Deutschland« (SKiD)
des Bundesinnenministeriums. Das würde massiv dem
Sicherheitsgefühl schaden, erklärten sie.
Sicherheit gehört zu den essentiellen Grundbedürfnissen
des Menschen und ist ein wesentlicher
Bestandteil der Lebensqualität. Kommunen können
einiges tun, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu
stärken, so Forsa-Chef Manfred Güllner.
Auch unter diesem Aspekt befindet sich Rheda-Wiedenbrück
mit dem KOD auf dem richtigen Weg.
Vorgeschichte zum KOD
Der Ehrenvorsitzende und das frühere Ratsmitglied der
FWG, Dirk Kamin wies Mitte des vergangenen Jahres
darauf hin, dass die FWG bzw. UWG bereits 2005 (!)
vorgeschlagen hatte, den Ordnungsdienst zu stärken.
2009 unterstützte die FWG/UWG den Antrag der FDP
zur Erstellung eines Konzeptes »zur Eindämmung von
Vandalismus und Straßenkriminalität«. Die CDU und
die SPD warnten vor einer Dramatisierung. Mitte 2017
erhielt Kamin die Zusage vom Ersten Beigeordneten
Dr. Georg Robra, sich des Themas anzunehmen und
ein Konzept zu erarbeiten. Am 20. September 2018
informierte Kamin den Bürgermeister, dass er Unterlagen
über die Erfahrungen Nienburgs (Weser) mit der
Verstärkung des Ordnungsdienstes als »Muster« dem
Ersten Beigeordneten übergeben habe. Ein Konzept
hatte der Erste Beigeordnete nicht vorgelegt. Am 20.
September ging ein CDU-Antrag zu demselben Thema
im Rathaus ein. Die seinerzeit vom FWG-Vorsitzenden
Sergei Gorenbacher geäußerte Hoffnung, dass Robras
Nachfolgerin in dem Aufgabenbereich, Dr. Ina Epkenhans-Behr
ein Konzept erarbeitet, ging indes mit dem
seit einem Jahr vorliegenden und vom Rat beschlossenen
Papier in Erfüllung.
Wünsche
Dirk Kamin schrieb uns, dass es nach Feierabend keine
den Bürgern bekannte Telefonnummer des Ordnungsamtes
gibt. Man müsse dann z. B. bei Ruhestörungen
die Polizei anrufen. Er regte an, dass sich das Ordnungsamt
den Bürgern mindestens einmal im Jahr
zu einem Gedankenaustausch und Informationsgespräch
stellt. In anderen Gemeinden würde das schon
praktiziert.
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1 Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD). Das Team 2025: (v. l.) Baris Basoglu (KOD), Abteilungsleiter David Adrian, Beigeordnete
Dr. Ina Epkenhans-Behr, Xenia Fast (KOD), Fachbereichsleiter Joel Otta und Ion Popa (KOD) sind für die Einhaltung der öffentlichen
Sicherheit und Ordnung im Stadtgebiet zuständig. Der Kommunale Ordnungsdienst besteht mittlerweile aus vier Mitarbeitenden
(eine Person fehlt auf dem Bild) und soll perspektivisch weiter ausgebaut werden.
66 Das Stadtgespräch
1 Wenn Moneypenny blitzt, nehmen die Raser den Fuß vom Gaspedal.
Need for
Speed
Auf Leben und Tod
Rasen ist kein Hobby. Es ist ein Volkssport, ein Charaktertest: »Bin ich
schneller als der Rest? Kann ich Gott und die Physik gleichzeitig besiegen?«
Manche sammeln Briefmarken, andere sammeln Punkte in
Flensburg. Doch das hält niemanden davon ab, auf der Landstraße den
Michael Schumacher für Arme zu geben.
Die Regeln sind einfach: Gas geben, bis die Oma mit dem Rollator
zum beweglichen Zielobjekt wird. Trefferquote? Zweitrangig. Hauptsache,
der Motor röhrt lauter als das schlechte Gewissen.
Natürlich gibt es Endgegner. Blitzer zum Beispiel. Moneypenny und
ganz neu: Hansi. Und all ihre anderen blitzenden Verwandten anderswo
am Straßenrand.
Sie sind die einzigen Stellen, an denen der Fuß den Weg zur Bremse
findet. Nicht etwa, weil man sein Leben und das der anderen schützen
möchte. Sondern weil man sein Konto schützen muss.
Auch Bodenwellen können das Spiel unterbrechen. Als unfreiwillige
Sprungschanze für jene, die glauben, dass ihr Audi A6 eine Rakete ist.
Kurz. Da hüpft der Wagen wie ein Gummiball, die Stoßdämpfer klagen,
und man könnte meinen: »Jetzt hat er’s begriffen«. Doch kaum rollt das
Auto wieder geradeaus, geht’s weiter: Vollgas. Gib Gummi!
Das Ganze erinnert an ein Computerspiel – nur mit dem feinen Unterschied,
dass es keine »Extraleben« gibt. Wer sich verzockt, spielt gar
nicht mehr mit: landet nicht beim Neustart, sondern im Sarg. Aber hey:
die Hauptsache, man war schneller als die anderen, für 10 Sekunden.
Auch wenn es die letzten sind.
Aber immerhin: Für die Überlebenden gibt’s Applaus. Von der Polizei.
Beim Führerscheinentzug.
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Das Stadtgespräch
67
Mit Winny
Wichtel
gewinnen alle
Wenn die Enkel bei Monika
Kaufmann zum
Übernachtungsbesuch
anrücken, gilt die Regel,
dass Unterhaltungselek tronik
aller Art nicht mitgebracht wird.
Doch das bedeutet keineswegs,
dass es für den Nachwuchs keine
Unterhaltung gibt. Im Gegenteil!
Monika Kaufmann pflegt nämlich
die Jahrtausende alte Tradition des
Erzählens. Und das fasziniert die
Kids von heute mindestens ebenso
sehr wie diejenigen früherer Generationen.
Die selbst erdachten
Geschichten der Wiedenbrückerin
ziehen und zogen die Enkel so sehr
in ihren Bann, dass sie einhellig der
Meinung waren: »Oma, du musst
die Geschichten aufschreiben«.
Glücklicher Weise ist die Sechzigjährige
diesem Wunsch gefolgt
und brachte vor drei Jahren die
erste Geschichte des Weihnachtswichtels
Winny als Büchlein heraus.
Doch wie das nun mal so ist
mit phantasievollen Storys – sie
entwickeln ein Eigenleben. So blieb
es nicht bei der einen Geschichte
und Winny bestritt noch einige
andere aufregende Abenteuer.
Und da Winny nun mal ein Weihnachtswichtel
ist, drehen sich die
Geschichten natürlich um das Fest
der Liebe – und, seien wir mal ehrlich,
vor allem für die Kinder auch
um das Fest der Geschenke. Gerade
die Geschenke sind natürlich das,
wofür die Weihnachtswichtel zuständig
sind. Wobei gelegentlich
auch das eine oder andere Problem
entstehen kann, das Winny Wichtel
dann lösen muss. Das gerade
erschienene neue Büchlein heißt
dann auch »Winny Wichtel in weihnachtlicher
Mission«.
Wichtel mit Mission
Die jungen Leser und natürlich
auch die Hörer, können den recht
unerfahrenen Nachwuchswichtel
Winny jetzt begleiten auf seinem
Weg, der von seinem gemütlichen
Häuschen am Himmel, hinter der
Wolke 24, zu verschiedenen Einsätzen
auf der Erde führt. Dabei
trifft er nicht nur den Nikolaus
persönlich, sondern auch das
Menschenkind Lukas. Auch mit
der kleinen Fee Finchen freundet
er sich an. Dann gelingt es Winny
sogar, den Weihnachtsstern wieder
zum Leuchten zu bringen. Und
auch der kleinen Maus, die versehentlich
im Himmel landet, hilft er
weiter. Sogar in geheimer Mission
ist Winny unterwegs, denn er soll
eine Sommerweide für die Rentie-
Wir
wünschen allen Kunden ein schönes
Weihnachtsfest sowie einen guten ruTsch ins
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Jahr!
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68 Das Stadtgespräch
re des Weihnachtsmanns finden,
was sich als gar nicht einfach herausstellt.
Letztlich helfen dem
Wichtel dabei seine neuen Freunde,
Waldemar das Wildschwein,
Henry der Hase und Rilka das Reh,
die er unterwegs antrifft. Selbst
die anfangs recht garstigen Trolle
sind eigentlich nett und hilfsbereit
unter ihrer rauen Schale. So nebenbei
lernt Winny, und mit ihm die
Kinder, auch noch, was es mit dem
Polarstern auf sich hat.
Ideengeberin und
Familienmensch
Monika Kaufmann hat immer
schon gerne Geschichten erzählt
und auf Nachfrage auch gern weitergesponnen.
Doch die kreativen
Gene setzen sich ganz offenbar
fort, denn nicht nur ihr Sohn Daniel,
der die Hauptfiguren gezeichnet
hat, sondern auch die Kinder
der Enkelgeneration haben sich
ordentlich ins Zeug gelegt, um die
Texte mit tollen Bildern zu ergänzen.
Und so haben Emma, Emily,
Jana, David, Anton, Lio, Lena und
Emilija zur liebevollen Gestaltung
das neuen Buchs erheblich beigetragen.
Achim Wenk hat dann das
Werk druckreif zusammengestellt.
Dass alle zu Recht stolz auf das
Familienprojekt sind, versteht sich
da fast schon von selbst.
Reinerlös für Kinder- und
Jugendprojekte
Finanziell profitieren weder die
Autorin noch die Helfer vom Verkauf
des Büchleins, denn der Reinerlös
soll wie schon beim ersten
Wichtelbüchlein Kinder- und Jugendprojekten
zu Gute kommen.
»Vor allem die Jugendhäuser leisten
tolle Arbeit«, betont Monika
Kaufmann. Dafür lohnt sich die
ganze Arbeit, die mit der Erstellung
und dem Verkauf des Wichtelbuchs
verbunden ist. Zunächst
ist »Winny Wichtel in weihnachtlicher
Mission« in einer Auflage
von 1.000 Exemplaren erschienen.
Wünschenswert wäre natürlich ein
großes Interesse, denn bei Winny
gewinnen alle, also diejenigen, die
sich kreativ verwirklichen konnten,
die Kinder, denen das Buch vorgelesen
wird oder die es schon selbst
lesen können, und natürlich die
Kinder- und Jugendarbeit, die bekanntlich
jeden Euro gebrauchen
kann. Natürlich sind Spenden, die
über den Preis des Büchleins hinausgehen,
sehr willkommen. Und
Sohn David bietet sogar an, die
Winny-Wichtel-Geschichten etwa
im Rahmen einer Nikolausfeier vorzulesen.
Auch kann man sich Winny
mit der Wichtelpost zuschicken
lassen, für die Enkel die Umschläge
liebevoll verzieren. Man bekommt
das Weihnachtswichtelwerk bei
der Autorin direkt, aber auch im
Ratskeller, im Salon Lejeune sowie
im nah&frisch Markt Möllenbrock
in der Hellingrottstraße.
Zudem wird das neue Büchlein
in den Filialen der Kreissparkasse
in Wiedenbrück und Halle
präsentiert. Da selbst Wichtel mit
der Zeit gehen, gibt es da noch
einen Instagram-Account unter
dem Namen »winnywichtel«.
Auch im Netz sind die Abenteuer
zu bestellen unter winnywichtel2025@gmail.com.
Das Buch
kostet 8,50 Euro, im Wichtelumschlag
10 Euro, bei Verschickung
durch die Wichtelpost 12,50
Euro. Natürlich sind auch Spenden
für den guten Zweck herzlich
willkommen: »Spendenaktion
Winny Wichtel« bei der Kreissparkasse
Halle-Wiedenbrück,
Kontonummer 1078344, IBAN DE
76 4785 3520 0001 078344. Bleibt
zu hoffen, dass viele Menschen
sich und anderen diese besondere
Weihnachtsfreude machen. sto
STADTHALLE I RHEDA-WIEDENBRÜCK
KULTUR
VÖLKERBALL - A
TRIBUTE TO RAMMSTEIN
23.01.
2026
GOD SAVE
THE QUEEN
30.12.
2025
02.01.
2026
RHYTHM OF
THE DANCE
IT’S SHOW-TIME
DIE HÖHNER
LIVE-TOUR
19.03.
2026
Das Stadtgespräch
69
1 Im Kreise seiner Gäste ist Jonny in seinem Element. Das Foto entstand vor vier Jahren im Planet Wiedenbrück.
Eine Ära ging zu Ende – Erinnerungen
an Planet Wiedenbrück
Man geht nicht so ganz
Die Gaststätte »Planet Wiedenbrück«
war sein Leben. 44 Jahre hatte er das
Traditionshaus geführt. Seine Gäste
waren fest davon überzeugt, dass er noch
einige Jährchen weitermacht. Gerne hätte er
ihren Wunsch erfüllt. Seinen Stammgästen
hatte er bis zuletzt eine Anlaufstelle gegeben.
Aber er möchte an seine Gesundheit denken
und sich mehr Zeit für seine drei Enkelkinder
nehmen. »Es war einfach an der Zeit«, sagte
Jonny. Und so war Ende 2024 Schluss für den
Einundsiebzigjährigen.
1 Im SC-Stübchen steht Jonny weiterhin am Zapfhahn.
Er hatte im Planet so viele schöne Zeiten
erlebt, sagte er uns im Gespräch. Er könnte
darüber Bände schreiben, erfuhren wir. Er
blickt auf ausgelassene Abende in der Kneipe
und unvergessliche Feiern in den Gasträumen
und im Saal und auf den Kegelbahnen
zurück. Es wurde sehr viel gelacht und bis auf
sehr wenige Ausnahmen habe es nie Ärger
gegeben.
Jonny und sein Planet gehörten zusammen.
Sie waren bei den Gästen Kult. Zu diesem
Ansehen trug sicherlich auch der Ruf des
1 Auf dem Christkindlmarkt gehört Jonny zu den Urgesteinen.
Das Foto zeigt ihn mit seinem langjährigen
Mitstreiter, bei den Stammgästen noch heute als
»Opi« bekannt. Er verstarb vor vier Jahren.
Planets als Sportbar bei. In Sachen Sport war
der Planet eine Institution. Hier trafen sich
gerne die Fußballfreunde, um beim gemeinsamen
Fußball-Kucken ihre Mannschaften
zu feiern. Bei diesem Thema war Jonny selber
mit dabei. Kein Wunder: In jungen Jahren
zog Jonny gerne selber die Fußballschuhe an
– bei der DJK in Gütersloh, dann in Rheda und
zuletzt für Westfalia Wiedenbrück. Als Fan ist
er seit ewigen Zeiten mit Bayern München
verbunden. Aber auch die Fans anderer Vereine
schauten gerne bei ihm herein, weil sie
in ihm stets einen wahren Fußballfreund und
Experten fanden.
Diese Affinität spiegelt sich ebenfalls darin
wider, dass er das von ihm seit 25 Jahren
geführte SC-Stübchen ebenfalls in Zukunft
betreibt. Immer wenn der SCW zum Heimspiel
an der Reitbahn antritt, öffnet er das Bistro.
Seine Freunde freuen sich, dass er nicht so
ganz gegangen ist. Für die »alten« Stammgäste
aus dem Planet ist er jeden Freitag 16–20
Uhr auf der SCW-Kampfbahn da.
Ebenfalls auf dem Christkindlmarkt bleibt
er Stammbeschicker – nach Peter Vorbohle
der dienstälteste Teilnehmer. Viele Jahre bildete
er mit dem vor vier Jahren Verstorbenen
bei allen beliebten »Opi« ein Team.
Gleichfalls beim Oktoberfest bei Krane
wird er zur Herbstkirmes mit seiner Mannschaft
weiterhin am Zapfhahn stehen.
Er freut sich, dass er bei allen Tätigkeiten
auch in Zukunft auf die super Zusammenarbeit
mit der Hohenfelder Brauerei bauen kann
– namentlich Markus Korfmacher, Inhaber Dr.
Edgar Schütze und in der Nachfolge Sophia
Schütze.
Bedanken möchte er sich ebenfalls bei
allen Wegefährten und ebenso Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern, die im Laufe der
zurückliegenden Jahrzehnte zu seinem Team
gehörten.
Jonny, der eigentlich Helmut Johannknecht
heißt, musste vor elf Jahren einen
schweren Schicksalsschlag verkraften, als
seine Ehefrau Heidi ihren Kampf gegen den
Krebs verlor. Sie wurde nur 51 Jahre alt. »Ihren
Tod werde ich nie vergessen. Wir waren
im Planet ein Team, verstanden uns einfach
immer gut«, sagt der beliebte Gastwirt.
Er taufte das von ihm 1981 übernommene
einstige Kolpinghaus zur Jahrtausendwende
in das amerikanisch klingende
Planet um: »Weil Heidi und ich unseren
Urlaub wiederholt und gern in den USA
verlebten«. Sein Sonnenschein sind jetzt
seine Tochter Nicole und seine Enkelkinder.
Kem
70 Das Stadtgespräch
Wir möchten
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neue Zuhause entstehen – vom ersten Spatenstich
bis zum Einzug. Seien Sie der Erste, wenn
wir neue Immobilienangebote veröffentlichen
und begleiten Sie uns bei spannenden Einblicken
in unsere tägliche Arbeit. Lernen Sie Ihren
persönlichen Helden der SKW kennen – er
berät Sie kompetent und ehrlich rund um Ihre
Immobilie. Erfahren Sie außerdem, wie und wo
es sich am besten lebt, und entdecken Sie Orte,
die Sie begeistern werden.
Auch für Verkäufer lohnt sich ein Blick hinter
die Kulissen: In unseren Reels zeigen wir,
wie wir Besichtigungen durchführen und Immobilien
perfekt in Szene setzen – authentisch,
professionell und mit Leidenschaft.
Für Ihre ganz individuellen Fragen und
Wünsche sind wir selbstverständlich persönlich
und virtuell für Sie da. Vereinbaren Sie einfach
einen Termin – wir nehmen uns Zeit für Sie
und Ihre Immobilienwünsche.
Werden Sie unser Fan und folgen
Sie uns auf Instagram!
@skw_immobilien
Ihr Team der SKW Haus & Grund
Veranstaltungs -
vielfalt in der
Stadt halle
Rheda-
Wie den brück
Was darf es sein? Begeistert feiern, herzhaft
lachen, mit großen Augen staunen? Mit ihren
vielfältigen und abwechslungsreichen Veranstaltungen
sorgt die Stadthalle Rheda-Wiedenbrück
für kleine Fluchten aus dem Alltag. Für
jeden Geschmack ist garantiert etwas dabei.
Fans von Marco Gianni (20.3.26) und Daphne
de Luxe (27.2.26) sollten sich rasch um
Tickets bemühen. Aber es wird natürlich
noch viel mehr geboten. Ob Thomas Schmidt
(26.2.26), Toni & Max Uthoff (15.10.26) oder Sven
Bensmann (16.12.26) – die Comedians begeistern
stets mit ihrem einzigartigen Programm.
Lust auf eine fette Party? Richtig abfeiern
ist am 23.1.26 angesagt bei »Völkerball – a Tribute
to Rammstein«. Zu einem außergewöhn-
1 Völkerball – a Tribute to Rammstein
lichen Konzert lädt zudem The Ukulele Orchestra
of Great Britain am 22.2.26 ein. Oder wie
wäre es mit Miss Allie? Die coole Singer-Songwriterin
macht auf ihrer Paradiesvogel-Tour am
11.9.2026 Halt in Rheda-Wiedenbrück.
Wer etwas wirklich Besonderes sucht,
kommt zum Vortrag von Dr. Mark Benecke
(6.3.26), zur sensationellen Show von Gedankenleser
Thorsten Havener (21.3.26), zum Komiker-Trio
»Eure Mütter« (18.4.2026) oder, oder,
oder…
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Das Stadtgespräch
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71
»Gemeinsam
statt einsam«
Basteln und Gutes tun:
die Weihnachtsstern-Aktion der
Volksbank in Ostwestfalen
»Da ist eine unangenehme Leere in mir.« »Ich
vermisse Menschen, die mir nahestehen.« »Ich
fühle mich einsam.« Solche Gedanken kennen
viele Menschen. In einer Zeit, in der wir mehr
denn je vernetzt sind und praktisch jederzeit
weltweit kommunizieren können, nimmt das
Gefühl der Einsamkeit zu. Seit Corona ist es
erwiesenermaßen noch höher. Geringe finanzielle
Mittel, fehlende Zeit für soziale Kontakte,
Migrationshintergrund oder die sozialen
Medien: Die Gründe sind vielfältig und individuell
unterschiedlich. Und die Folgen? Neben
negativen Auswirkungen auf die mentale und
körperliche Gesundheit sind auch die gesellschaftspolitischen
Entwicklungen gefährlich.
So sagt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung,
dass junge Menschen, die sich einsam fühlen,
unzufriedener mit der Demokratie sind und
weniger Antrieb haben, sich sozial zu engagieren.
Worte können helfen
Das Gute ist: Es gibt Auswege. Jede und jeder
kann etwas dagegen tun. Wie sieht es
mit einem Besuch bei meiner Oma aus, die
nicht mehr mobil ist und ihre Zeit zuhause
verbringt? Mit einem kurzen Gespräch mit
meinem Nachbarn, der nie Besuch bekommt?
Oder einem offenen Ohr für meine Kollegin,
von der ich nicht viel weiß? Den eigenen Blick
zu schärfen und sich dann die Zeit für einen
Besuch oder ein Gespräch zu nehmen, kann bei
unseren Mitmenschen etwas bewirken.
Telefonseelsorge: »Wir sind da,
wenn sonst niemand da ist.«
Und wenn ich mich selbst alleingelassen
fühle? Keinen Menschen habe, mit dem ich
meine Sorgen und Gefühle teilen kann? Dann
ist die Telefonseelsorge da. Rund um die Uhr,
anonym und kostenlos. Geschulte Ehrenamtliche
nehmen sich Zeit. Sie hören zu in allen
Gefühlslagen. Sie haben ein tröstendes Wort
oder vermitteln Hilfe – ohne Vorurteile und
mit viel Herz. Das Ganze sehr niedrigschwellig,
Verschwiegenheit und Anonymität sind
garantiert.
105 eigenständige Telefonseelsorgen gibt
es deutschlandweit, erreichbar über die zentralen
Nummern 0800/1110111 und 0800/1110222.
1 Einsamkeit kann jeden treffen – zunehmend auch junge Menschen. Foto: AdobeStock
Bei uns in der Region sind die TelefonSeelsorge
® Bielefeld-OWL und die TelefonSeelsorge ®
Ostwestfalen aktiv. Bundesweit werden jedes
Jahr mehr als 1,2 Millionen Gespräche geführt,
davon jährlich rund 20.000 durch die beiden
ortsansässigen. Neben technischen Ressourcen
braucht es vor allem Menschen, die sich
ehrenamtlich engagieren. Sie brauchen eine
umfassende Ausbildung, Fortbildungen und
Supervisionen, um den Hilfesuchenden offen
und positiv zu begegnen. Immer wieder ein
Thema: die Finanzierung. Neben öffentlichen
und kirchlichen Mittteln sind Spenden ein
wichtiger Bestandteil. Ein ideales Thema für
die Weihnachtsstern-Aktion der Volksbank in
Ostwestfalen!
Was ein Stern nicht schafft, das
schaffen viele
Die Volksbank lädt auch in diesem Jahr alle
kleinen und großen Menschen ein, kreativ zu
werden und gleichzeitig Gutes zu tun. Seit dem
3. November gibt es in allen Geschäftsstellen
der Volksbank in Ostwestfalen Bastelvorlagen,
um einen ganz persönlichen Weihnachtsstern
zu gestalten. Für jedes kleine Kunstwerk, das
bis zum 19. Dezember in einer der Geschäftsstellen
abgegeben wird, spendet die Volksbank
zwei Euro an die beiden genannten Telefonseelsorgen
(maximal 15.000 Euro insgesamt). So
strahlt jeder einzelne Stern gegen seelische
Notlagen wie Einsamkeit.
Gemeinsam Dinge besser machen
für die Menschen in Ostwestfalen
Dafür macht sich die Volksbank in Ostwestfalen
stark, und das nicht nur im finanziellen
Sinn. Es ist Teil der genossenschaftlichen Idee,
die die Gründer vor über 170 Jahren hatten und
die bis heute überlebt: »Was einer allein nicht
schafft, das schaffen viele«. Diese Haltung
macht aus dem Wirtschaftsbetrieb »Volksbank
in Ostwestfalen« darüber hinaus eine Wertegemeinschaft.
Die Telefonseelsorge passt genau
zu diesen Werten.
Unter volksbankinostwestfalen.de/weihnachten
gibt es weitere Infos und die Bastelvorlage
zum Download.
1 Gemeinsame Aktionen tun gut – in der Nachbarschaft, beim Sport, im Ehrenamt. Foto: AdobeStock
72
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Das Stadtgespräch
Kosmetik institut
Sabine Keilbart-Mattusch
Spendenaktion
Das Team (v. l.) Claudia, Eva, Sabine, Petra, Brigitte und Monika des Kosmetikinstituts Sabine Keilbart-Mattusch
würde sich freuen, wenn Sie auch dieses Jahr wieder das Herzensprojekt unterstützen würden.
Auch in diesem Jahr konnte das Kosmetikinstitut
von Sabine Keilbart-Mattusch mit der Aktion
»Wundertüten für den Herzenswunsch Krankenwagen«
Großes erreichen: Insgesamt 1.000 Euro
wurden gesammelt und an den Malteser Wunscherfüller
mit Herz in Gütersloh übergeben,
ein Fahrzeug, das schwerkranken Menschen
letzte Wünsche erfüllt und ihnen unvergessliche,
glückliche Momente schenkt. Das ist das
Ziel des Ehrenamtsprojektes. Ab dem 27.11.2025
können Sie erneut Teil unserer Spendenaktion
werden und eine Wundertüte für 9,95 Euro erwerben,
dessen Produktwert weitaus höher ist.
Entdecken Sie unser vielseitiges Angebot vor
Ort! In der Marienfelder Str. 30, 33330 Gütersloh,
erwarten Sie hochwertige Produkte und individuelle
Beratung.
Wir freuen uns, Sie persönlich begrüßen zu
dürfen!
Die »Schuhklinik« schließt ihre Türen
– Danke für 20 Jahre Vertrauen
1 Claudia Lütkestratkötter
Nach 40 Jahren im Schuhmacherhandwerk und
20 Jahren Selbstständigkeit verabschiedet sich
Claudia Lütkestratkötter mit ihrer Schuhklinik
in den wohlverdienten Ruhestand. Aus persönlichen
Gründen wird das Geschäft zum 19.
Dezember endgültig geschlossen.
Bis zu diesem Datum müssen alle reparierten
Schuhe, Taschen und anderen abgegebenen
Waren noch abgeholt werden. Nach dem
Stichtag ist dies leider nicht mehr möglich.
»Ich möchte mich von Herzen bei all meinen
treuen Kundinnen und Kunden für das
jahrzehntelange Vertrauen, die netten Gespräche
und die vielen gemeinsamen Jahre bedanken.
Es war mir stets eine Freude, Ihre Schuhe
wieder auf Vordermann zu bringen!«, betont
Frau Lütkestratkötter.
Mit einem lachenden und einem weinenden
Auge heißt es nun: »Die Schuhklinik schließt
ihre Ladentür für immer«. Die Schuhklinik sagt
Danke und wünscht allen Kundinnen und Kunden
alles Gute – und stets einen sicheren und
bequemen Schritt auf allen Wegen!
Claudia Lütkestratkötter · Im Schilffeld 16
33378 Rheda-Wiedenbrück · Tel. 05242/598259
Webseite: www.die-schuhklinik.de
Das Stadtgespräch
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1 (V. l.) Emilian Klein, Dörte Andresen, Werner Twent, Daniel Kreuzburg und Klaus Dirks gratulieren Henning Bauer (Mitte)
herzlich zum 40-jährigen Sparkassen-Jubiläum.
40 Jahre Treue und Engagement:
Henning Bauer feiert besonderes Dienstjubiläum
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse in Feierstunde geehrt
Mit großem Respekt und herzlicher
Anerkennung blickt die Kreissparkasse
Halle-Wiedenbrück auf einen
außergewöhnlichen beruflichen Werdegang
zurück: Ihr stellvertretender Vorstandsvorsitzender
Henning Bauer feierte am 20. Oktober
sein 40-jähriges Sparkassen-Jubiläum. In einer
Feierstunde würdigten der Verwaltungsratsvorsitzende
Klaus Dirks, die Vorstandskollegen
Werner Twent, Emilian Klein und Daniel Kreuzburg
sowie die Personalratsvorsitzende Dörte
Andresen das Engagement von Henning Bauer
und bedankten sich für die gute Zusammenarbeit.
Klaus Dirks dankte dem Sparkassendirektor
für seine verdienstvolle Tätigkeit: »Maßgeblich
haben Sie zum Erfolg und Wachstum der Kreissparkasse
beigetragen – mit Innovationsgeist,
Engagement und tiefer Verbundenheit zur Region.
Besonders durch Ihre außergewöhnliche
Fachkompetenz, Ihr zielorientiertes Handeln
und Ihre soziale Kompetenz haben Sie die
erfolgreiche Entwicklung der Kreissparkasse
Halle-Wiedenbrück möglich gemacht«. Die
Vorstandskollegen Werner Twent, Emilian
Klein und Daniel Kreuzburg schlossen sich
den Glückwünschen an. Werner Twent: »Mit
viel Herzblut und außergewöhnlichem Einsatz
hast du die Kreissparkasse zu dem gemacht,
was sie heute ist«, Die Personalratsvorsitzende
Dörte Andresen gratulierte herzlich im Namen
der Mitarbeitenden.
Der in Stadtoldendorf, Landkreis Holzminden,
geborene Henning Bauer ist seit vier Jahrzehnten
Mitglied der Sparkassen-Familie. 1985
begann er seine Ausbildung zum Sparkassenkaufmann
bei der damaligen Kreissparkasse Alfeld
(Leine). In der Niedersächsischen Sparkasse
bekleidete er nach Abschluss der Ausbildung
verschiedene leitende Funktionen und legte den
Grundstein für seine Karriere. Der diplomierte
Sparkassenbetriebswirt wechselte im Jahr 2006
zur Kreissparkasse Melle, bei der er die Bereiche
Vermögensbetreuung und Immobilienzentrum
leitete und ab 2008 als Verhinderungsvertreter
des Vorstandes tätig war. Im Mai 2009 wurde
Henning Bauer Vorstandsmitglied der Kreissparkasse
Halle (Westf.) und im April 2022 deren
Vorstandsvorsitzender. Seit der Fusion mit der
Kreissparkasse Wiedenbrück im vergangenen
Jahr ist er stellvertretender Vorstandsvorsitzender
der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück. In
seine Zuständigkeit fallen aktuell die internen
Bereiche Personal, Infrastrukturmanagement,
Marktfolge und Revision.
Neben seiner Vorstandstätigkeit ist Henning
Bauer Mitglied des Verwaltungsrates
und des Prüfungsausschusses der Sparkassenakademie
NRW sowie des Fachausschusses
Betrieb/Personal des Sparkassenverbandes
Westfalen-Lippe. Auf regionaler Ebene engagiert
er sich im Aufsichtsrat der gemeinnützigen
KreisWohnstättenGenossenschaft Halle
(Westf.) eG sowie im Kuratorium der Peter-
August-Böckstiegel- Stiftung und der Haller
Bach-Tage. Er ist Schatzmeister des Lions-Club
Bielefeld-Hünenburg und Mitglied im Verwaltungsrat
der Diakonie im Kirchenkreis Halle.
Der zweifache Familienvater lebt bereits
seit Jahren mit seiner Frau in Halle. Das Reisen
ist sein liebstes Hobby – er wandert auch gerne,
so im Frühjahr mit einer seiner beiden Töchter
in Spanien auf dem Jakobsweg.
Zum 1. April 2026 wird Henning Bauer den
Vorstandsvorsitz der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück
von Werner Twent übernehmen. Der
Verwaltungsrat hat den Änderungen in seiner
Sitzung am 9. Juli 2025 zugestimmt.
74
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Das Stadtgespräch
Anas Qayomi
übernimmt
Provinzial
Kühmann
Bei der Provinzial Kühmann & Qayomi
steht ein Führungswechsel an. Franz-Josef
Kühmann, der 37 Jahre lang die
Versicherungsagentur in Langenberg an der
Hauptstraße und auch die Zweigstelle in St.
Vit an der Kleestraße geführt hat, möchte nun
kürzertreten und hat mit Anas Qayomi einen
perfekten Nachfolger gefunden. Das ist für den
67-Jährigen eine große Erleichterung, denn immerhin
hat er die Agentur schon von seinem
Vater übernommen. Der inzwischen vierfache
Großvater möchte mehr Zeit mit der Familie
verbringen, aber sich auch eine Auszeit gönnen
in der »Auszeit«. Denn so heißt die Saunaanlage
in Langenberg, die er 2023 übernommen hat.
Dort will er sich demnächst mehr einbringen,
wird aber auch weiterhin mit Rat und Tat seinem
Team der Provinzial zur Verfügung stehen.
Der 35-jährige Anas Qayomi ist in Wiedenbrück
aufgewachsen, hat dort zunächst die
Piusschule besucht und anschließend die Osterrath-
Realschule. Im Anschluss hat er sein
Abitur am Ratsgymnasium abgelegt. Schon
früh hat er sich in der Jugendarbeit von St.
Pius engagiert und Nachhilfe gegeben. Bei der
Volksbank hat er eine Ausbildung zum Bankkaufmann
gemacht und war in Verl in der Anlagen-
und Vermögensberatung tätig. 2014 hat
Qayomi zur R+V Versicherung gewechselt und
hat dort zehn Jahre das Versicherungsgeschäft
von der Pike auf gelernt. In dieser Zeit war er
auch für den Bereich Langenberg tätig. Dort hat
er die Wurzeln gelegt für seine Selbständigkeit.
In diesem Jahr sind Kühmann und Qayomi als
Partner unterwegs und ab Januar 2026 wird
die Agentur ausschließlich »Provinzial Qayomi«
heißen.
Für einige Zeit war die Zweigstelle St. Vit
ein bisschen stiefmütterlich behandelt worden.
Nach der Corona-Pandemie hat man zum
Rhythmus der geregelten Öffnungszeiten nicht
zurückgefunden. Das hat sich nun geändert.
Dreimal in der Woche ist das Büro in der Kleestraße
22 für die St. Viter oder auch den Kunden
aus Batenhorst und dem Umland geöffnet.
»Es wird immer ein kompetenter Ansprechpartner
vor Ort sein, der den Kunden zur Seite
steht«, betont Qayomi.
1 Zwei, die sich verstehen. Franz-Josef Kühmann gibt sein Geschäft mit gutem Gewissen in die jüngeren Hände von
Anas Qayomi.
Gerade Kundennähe, gute Beratung, Service
und ein freundlicher Umgang liegen ihm ganz
besonders am Herzen.
Mit seinem fünfköpfigen Team, das sich optimal
aus erfahrenen Mitarbeitern und jungen
Nachwuchskräften zusammensetzt, möchte er
insbesondere auch jüngere Kunden gewinnen.
Drei Mitarbeiter haben eine Bankkaufmannausbildung
und die anderen sind Versicherungsfachkräfte.
Eine junge Frau absolviert gerade
ihre Ausbildung dort. Das will Anas Qayomi
auch weiterhin so handhaben, dass er seine
Fachkräfte selber ausbildet.
Schon längst nicht mehr ist eine Versicherung
nur Ansprechpartner für die Klassiker wie
Hausrat, Haftpflicht oder KFZ-Versicherung.
Themen wie Absicherung und Altersvorsorge
seien wichtiger denn je. Private Unfallversicherung,
Krankenzusatz oder auch Digitale Versicherungen
würden gerade jüngere Kunden beschäftigen.
Berufsunfähigkeitsversicherungen
gibt es bei der Provinzial-Versicherung bereits
für Schüler ab 10 Jahren mit einem sehr preisgünstigem
Einstiegspreis. »Wir merken in den
letzten Jahren, dass sich junge Menschen mit
dem Thema Zukunft extrem beschäftigen und
dabei möchten wir behilflich sein«, so Qayomi.
Das Versicherungsgeschäft hätte nun mal viel
mit guter und ehrlicher Beratung und Vertrauen
zu tun. Und das genau möchte er anbieten. Er
würde auch antizyklisch arbeiten, sein Team
verstärken, statt verkleinern und auch an der
Geschäftsstelle St. Vit festhalten, um auch dort
präsent zu sein. Zuverlässigkeit ist ein weiteres
Stichwort, das dem 35-Jährigen wichtig ist,
denn »wer einen Schaden hat, möchte auch
schnelle Hilfe haben und nicht vertröstet oder
hingehalten werden«. Zudem hat er sich mit
seinem Team auf die Fahnen geschrieben, die
Versicherungen der Kunden regelmäßig zu checken,
um zu schauen, ob sie wirklich optimal
versichert sind, ob es womöglich Einsparpotenzial
gibt oder nachgebessert werden muss,
damit es im Schadensfall nicht zu bösen Überraschungen
kommt.
wl
Die Geschäftsstelle St. Vit in der Kleestraße 22
hat montags und mittwochs von 8.30 bis 12.20
Uhr und von 14.30 bis 17.30 sowie freitags von
8.30 bis 12.30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung
geöffnet. Tel. 05242/377676, E-Mail:
Qayomi@provinzial.de. Die Geschäftsstelle in
Langenberg in der Hauptstraße 27 ist täglich
geöffnet. Tel. 05248/7788 (WhatsApp-fähig).
1 Das Provinzial-Team mit: (v. l.) Claudia Fidora, Marlene Bayer, Franz-Josef Kühmann, Anas Qayomi, Melike Ersavas,
Volker Richter und Leana Döhring
Das Stadtgespräch
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„Das Stadtgespräch,
Chiffre-Nummer , Nickelstraße 7a,
33378 Rheda-Wiedenbrück”
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Nr. 637 – Januar 2026
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Donnerstag, 27.11.2025
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Das Stadtgespräch
77
Termine
1
Mit viel Liebe zum Detail wird Gütersloh um 1900 (hier: Hof Teckentrup) anschaulich.
2
Krippenfiguren
Bitte beachten Sie weitere Termine
aus unserer November-Ausgabe.
November
MI 19
8.00 Gütersloh um 1900 –
Erweiterte Ansichten
Durch das Gütersloh von vor 125 Jahren
wandeln – mit der Ausstellung von
Norbert Jebramcik wird eine solche
Zeitreise möglich. Bis zum 5. Januar
präsentiert der Gütersloher Modellbauer
auf 80 m 2 in der Galerie im Forum
der Stadthalle Gütersloh an die
700 Häuser aus Karton – rund 85 %
der um 1900 bebauten Fläche des Gütersloher
Stadtgebiets. Eintritt: frei.
Öffnungszeiten: Mo–Fr 8–12 Uhr, sowie
zu Veranstaltungen in der Stadthalle
und nach Vereinbarung.
9.00 Birgit Schelp:
»Der Kreis schließt sich«
Mit dem Pinsel oder gleich dem ganzen
Farbtopf wird gespritzt, Farbe
direkt auf die Leinwand geschüttet
oder getropft: Action Painting erfordert
Mut, denn zurücknehmen oder
korrigieren kann die Künstlerin bei
dieser Technik nichts. Ihre Kunst entsteht
durch Emotion, die auf Leinwand
trifft. Bis heute wurden Birgit Schelps
Bilder in mehr als 25 Ausstellungen
gezeigt. Ein Visuelles Erlebnis bis zum
2. Januar im BeratungsCenter Wiedenbrück
der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück,
Wasserstr. 8–12. Öffnungszeiten:
Mo–Fr 9–12.30 Uhr + Mo–Di &
Do 14.30–18 Uhr + Fr 14–16 Uhr. Weitere
Infos: birgit-schelp-malerei.de
1
Fotos: Strothenke
14.00 Droste Digital –
Handschriften-Räume-Installationen
Zum ersten Mal macht eine Ausstellung
die digitalisierten Handschriften
der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff
zugänglich. Sie zeigt die
fast mikroskopisch kleine Handschrift,
die winzigen, kaum lesbaren Buchstaben,
die sich dicht an dicht auf den
Seiten drängen und das Papier mit
zahlreichen Korrekturen füllen. Sie
gehören zum Meersburger Nachlass,
der mit 1500 Textseiten ungefähr zwei
Drittel des gesamten Nachlasses der
Schriftstellerin umfasst. Der herausragende
Kulturschatz besteht aus sehr
unterschiedlichen Textsorten, zum
Beispiel Reinschriften von und Entwürfe
zu Gedichten, Motivsammlungen,
Briefe sowie Notizen, Quittungen
und Listen. Mit diesen Texten von Annette
von Droste-Hülshoff haben sich
Schriftsteller/innen und Künstler/innen
beschäftigt und so einzelne Räume
der Ausstellung auf Burg Hülshoff
gestaltet. Die Räume und Installationen
werden im Museum für Westfälische
Literatur nachgebildet. Zudem
wird dort »Von Hand erzählt – Die Tagebücher
der Jenny von Droste-Hülshoff«
gezeigt. Die Vertraute und Unterstützerin
ihrer Schwester Annette
war eine Persönlichkeit, die mit bemerkenswerter
Akribie ihr Leben dokumentierte.
Ihre bisher weitgehend
unbekannten Aufzeichnungen eröffnen
spannende Perspektiven auf Erziehung
und Bildung, kulturelles und
gesellschaftliches Leben, Religionspraxis
und das Selbstverständnis des
Adels im 19. Jahrhundert. Ausstellung
auf dem Kulturgut Haus Nottbeck bis
8. Februar. Sie bestimmen Ihren Eintrittspreis
selbst. Öffnungszeiten: Di–
Fr 14–18 Uhr, Sa, So, feiertags 11–18 Uhr.
Infos: www. kulturgut-nottbeck.de.
MO 24
9.00 Winzige Welten
Aus oft einfachen Materialien wie
Holz, Papier, Kunststoff und Kleber
lässt die Gütersloher Miniaturkünstlerin
Gisela Walkenhorst mit Schere,
Lineal, Pinzette und Lupe lebendige
Miniaturszenen mit vielen liebevollen
Details entstehen. In jeder Szene
gibt es viel zu entdecken – man muss
nur genau hinsehen. Die Werke werden
bis zum 20. Dezember im Flur
des Klosters Wiedenbrück ausgestellt.
Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–12 Uhr und
14–17 Uhr oder nach Vereinbarung. Eintritt:
frei. Ohne Reservierung.
14.30 Christkindlmarkt
Ort: Marktplatz in Wiedenbrück. Bis
23. Dezember. Öffnungszeiten: Mo–
Fr 14.30–21 Uhr, Sa 12–22 Uhr, So 12–21
Uhr. So 30. November: Die Geschäfte
öffnen 13–18 Uhr. Infos vorn.
17.00–19.00 Offener Trauer-Treff
Nach dem Tod eines geliebten
Menschen ist vieles ungewohnt, neu
und schwierig. Das Gespräch in einer
geschützten Atmosphäre kann beim
Weg der Trauer helfen. Ort: Caritas
Tagespflege, Nadelstr. 8, Rheda. Infos
bei Thomas Plugge, Cari tasverband für
den Kreis Gütersloh, Tel. 05242/1821120
oder plugge@ caritas-guetersloh.de.
Weiterer Termin: Mo 15. Dezember.
DI 25
15.00–17.30 Gemeinsam gegen Elektroschrott:
Reparieren statt Entsorgen
Der Toaster ist defekt, der Haartrockner
streikt, das Handy liegt mit Wackelkontakt
in der Schublade? Unter dem
Motto »Elektroschrott vermeiden – Reparieren
statt Wegwerfen« öffnet die
Wertstoffwerkstatt des Ecowest Verbundes
am Westring 10 in Ennigerloh.
Gemeinsam mit mehreren Repair Cafés
wird kostenlos Hilfe zur Selbsthilfe angeboten:
Bürgerinnen und Bürger können
ihr defektes Kleingerät mitbringen
und sich kostenlos zeigen lassen, wie
eine Reparatur gelingen kann. Löten,
Schrauben, Nachfragen – alles ist ausdrücklich
erlaubt. Anmeldung für einen
30-Minuten-Termin erforderlich unter
Tel. 02524/9307-430.
2
19.30 Begegnungen an der Krippe
Die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde
Rheda-Wiedenbrück lädt zu drei Themenabenden
in die Stadtkirche Rheda
ein: Di 25. November: Josef auf dem
Weg. Im Lukas-Evangelium macht sich
Josef mit der schwangeren Maria auf
den Weg nach Bethlehem zur Volkszählung.
Ist das eigentlich historisch?
Gab es Josef? Gab es die Volkszählung?
Und wenn nicht, was heißt das
für uns? | Di 9. Dezember: Der Kameltreiber:
»Und immer lauf ich hinterher!«.
Im Matthäus- Evangelium wird
von dem langen Weg der drei Weisen
aus dem Morgenland erzählt, die dem
neuen König der Juden ihre Aufwartung
machen. Natürlich haben die drei
Sterndeuter Personal dabei, so auch
den Kameltreiber, der sich um die
Reittiere kümmern muss. Wie geht es
dem? Und dann soll der Stall das Ziel
sein? Hat die Begegnung mit dem Jesuskind
in der Krippe für den Kameltreiber
eine Veränderung bewirkt? Sind
die Könige von ihrem »hohen Ross«
gepurzelt? Erzählen die Geschenke
Gold, Weihrauch und Myrrhe schon
etwas über den Weg Jesu? Ist die ganze
Geschichte die Konstruktion des
Verfassers? Und wenn das so ist, was
macht das mit uns? | Di 16. Dezember:
Der Hirtenjunge zwischen Angst
und Hoffnung. Im Lukas-Evangelium
kommt ein Engel zu den Hirten
und verkündigt ihnen: »Fürchtet euch
nicht!«. Eine Szene, die verwundert:
»Was, ausgerechnet bei denen?«. Und
da war auch der Hirtenjunge. Was bedeutet
die Engel-Begegnung für ihn?
Und was hat sich konkret für ihn nach
der Begegnung an der Krippe geändert?
Läuft Hoffnung ins Leere? Und
wo stehen wir? Sie sind eingeladen
den unterschiedlichen Menschen aus
den Weihnachts-Erzählungen nachzuspüren.
Dabei wird ein Bogen bis in
unsere heutige Zeit geschlagen.
19.30 Weihnachtskrippe in der
Stadtkirche Rheda
»Da wohnt ein Sehnen tief in uns
nach dir….« So heißt es in einem Lied,
und vielleicht ist das das Geheimnis,
warum so viele Menschen der
Advent berührt und anspricht. Dank
großzügiger Spenden konnte die Ev.
Versöhnungs–Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück
die Krippenfiguren
der St. Viter Holzbildhauermeisterin
Petra Rentrup anschaffen. Bis zum 3.
Advent werden diese in der Krippe in
der Stadtkirche wieder an 3 Stationen
zu sehen sein, ehe sie am Stall zusammenkommen.
Wer möchte, kann die
Geschichten in der Bibel nachlesen
und mit Anwesenden reden oder einfach
nur die schönen Figuren auf sich
wirken lassen. Öffnungszeiten (bis Silvester):
zur »offenen Kirche« Mi & Sa
10–12 Uhr, Fr 28. November, 5., 12. und
19. Dezember 15–17 Uhr, Mo 29. und Di
30. Dezember 15–17Uhr.
FR 28
15.00–16.00 Erlebt Liselotte mit
Alexander Steffensmeier!
In der Bibliothek Wiedenbrück entführt
Alexander Steffensmeier Kinder
ab 4 J. in die Welt der Bilderbücher.
Er zeigt, wie ein Bilderbuch erstellt
wird, zeichnet live seine Bilder und
liest spannende Geschichten aus seinen
beliebten Lieselotte-Büchern vor.
Eintritt: 5 €. Anmeldung ( begrenzte
Tln.-Zahl) unter Tel. 05242/90405,
stadtbibliothek@rh-wd.de oder persönlich
in den Bibliotheken Rheda
und Wiedenbrück. Weitere Infos: kuhlieselotte.de
ab 19.00 SpieleZeit im Küsterhaus
Eine abwechslungsreiche Auswahl an
Gesellschaftsspielen und kalte Getränke
stehen bereit. Eigene Spiele dürfen
gern mitgebracht werden. Ohne Anmeldung.
Infos: dorfaktiv.de
SA 29
18.00 Musikalischer
Abendgottesdienst
Der Christliche Popchor Cantiamo
(Ltg. Ulrike Nowak-Heil) sowie der
Partnerchor Libenter Canto aus der
St.-Bonifatius-Gemeinde Lippstadt
(Ltg. Christa Backmann) stimmen gemeinsam
in der St.-Clemens-Kirche
auf die Weihnachtszeit ein.
78 Das Stadtgespräch
19.30 Ein Abend mit Thomas Kade
und Thorsten Trelenberg
Die fünf Bücher mit Gedichten und
Geschichten zu den verschiedensten
Themen wie Natur, Krieg, Liebe, Stadtleben
zeigen die intensive Zusammenarbeit
der beiden als Autoren und
Herausgeber. Seit über zehn Jahren
organisieren sie Projekte und geben
Bücher heraus, machen gemeinsame
Lesungen und literarische Spaziergänge.
Insbesondere die jüngste Veröffentlichung
»Das Elend von Krieg und
Liebe« ist hochaktuell und setzt sich
in Gedichten mit Ursachen, Verbrechen
und Möglichkeiten von Liebe in
den vielen Kriegen auseinander, ohne
einer bestimmten Partei, einem Land
die Schuld zuzuschieben. Auf dem
Kulturgut Haus Nottbeck lesen sie daraus.
Tickets im VVK je 12 € / 10 € (zzgl.
Gebühren) unter kulturgut- nottbeck.
reservix.de | AK je 14 € / 12 €. Infos:
www.kulturgut- nottbeck.de
20.00 Dahamwadi Bescherung 2025
Heinz Flottmann & L. M. Klause
Immer deutlicher schält sich OWL als
Wiege vieler heute verbreiteten Weihnachtsgesänge
heraus. Hier begannen
sie ihren Siegeszug in die Welt. Heinz
Flottmann und seine High-Liga-Band
entdecken unermüdlich neue Funde.
Zahllose große Künstler wie Alphaville,
T. Rex, Patti Smith, Beatles, Robbie
Williams, Cat Stevens, Manfred Mann
haben sich – von unbewusst bis ungeniert
– dieses musikalischen Erbes
bedient. Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit,
die alten Weihnachts-Originale
in ihrer schlichten Eleganz zu
hören. Musik & Kabarett mit Songs,
Geschichten, Trends, guter Laune,
Glühwein und Lagerfeuer im/am Küsterhaus.
Eintritt: 15 €. Bestellung unter
info@vitart.de. Infos: vitart.de
SO 30
5.00 Das »Rhedaer Adventssingen«
»Macht hoch die Tür, die Tor machtweit…«
singen die Rhedaer Adventssängerinnen
und -sänger am 1. Adventssonntag,
das erste Mal vor der ev.
Stadtkirche. Danach trennen sich die
zwei Fahrradgruppen und singen an
vielen verschiedenen Orten der Stadt
die 1. Strophe des Adventsliedes, z.B. an
der Schlossmühle, bei Privatpersonen
und vor und in den Senio renheimen.
Dort stehen häufig Plätzchen und Getränke
zur Stärkung und zum Aufwärmen
bereit. Mer mag, geht zum Abschluss
zum Frühstücken. An jedem
Adventssonntag wird ein anderes Lied
gesungen, so wie schon in den letzten
Jahrzehnten. Damit diese schöne Tradition
erhalten bleibt, benötigen die Adventssänger/innen
Verstärkung. Kommen
Sie doch einfach frühmorgens
mit dem Fahrrad zur Stadtkirche. Bei
Fragen wenden Sie sich bitte an Rudolf
Frank Tel. 05242/400227. Wenn Sie Fotos
vom Adventssingen aus »früheren«
Zeiten haben oder etwas aus den Anfängen
berichten können, melden Sie
sich bitte bei Herrn Frank oder bei Birgit
Götz: birgit.goetz@angekreuzt.de
14.00 Game Day
Ob Brettspiele, Kicker, Carrerabahn,
Hüpfburg, Bingo oder IPS-Spiel: Der
JKR lädt zum 12. Mal ein, vorbeizukommen.
Waffeln und Getränke werden
angeboten. Ort: Stadthalle. Infos:
jugendkulturring.com
19.00 Frauenchor Era
Die preisgekrönte A-Cappella-Gruppe
ÉRA aus Mazsalaca in der Region Valmiera
in Lettland kommt in die Stadtkirche
nach Rheda zu einem festlichen
Konzert mit lettischen Winter- und
Weihnachtsliedern in beeindruckender
Mehrstimmigkeit. Eintritt: frei – Spende
am Ausgang zur Deckung der Kosten
der Konzertreise erbeten.
Dezember
MO 1
meist 18.00–19.00 Treffpunkt Advent:
»Stern in dunkler Nacht«
Konfessionsunabhängige Aktion der
Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde
Mo–Fr bis 23. Dezember in Rheda und
Wiedenbrück. Vor adventlich gestalteten
Fenstern trifft man sich zu Liedern
und Gesprächen und – wenn gewollt
– mit Gebäck und warmen Getränken.
Eine Kerze und Liederzettel werden
von Fenster zu Fenster weitergereicht.
Die Adressen finden Sie unter
www.angekreuzt.de. Nähere Information
erteilt Birgit Strothenke unter Tel.
05242/931587 oder bistro1@web.de.
DI 2
15.30–17.00 Rheuma-Café
Kaffeetrinken, Klönen und Erfahrungsaustausch
in vorweihnachtlicher Atmosphäre:
Die Arbeitsgemeinschaft
der Rheuma-Liga Rheda-Wiedenbrück
lädt ein. Gäste sind willkommen. Treffpunkt:
»Stall« des Kloster-Gästehauses.
19.15–21.30 »Kinder und Schlaf« –
Online-Vortrag für Eltern
Schlafen tut gut und ist gleichzeitig
manchmal ganz schön schwer. Auch
für die Kleinsten kann das Ein- und
Durchschlafen eine Herausforderung
sein. Dazu berichtet Diplom-Sozialarbeiterin
Ulrike Buchholz und gibt
Tipps für erholsamere Nächte für alle
Familienmitglieder. Das Caritas-Kreisfamilienzentren
Langenberg, Herzebrock-Clarholz
und Schloß Holte-Stukenbrock
und das Stadtfamilienzentrum
Rheda-Wiedenbrück laden in
Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte
Oelde-Neubeckum herzlich
ein. Ohne Kosten. Anmeldung
und Infos unter fbs-oelde.de/produkt/
kinder-und-schlaf-online
19.30 Tommy Soleil: Winterkonzert
»Während sich die Landschaft um
die Kreuzkirche Wiedenbrück herum
in den Winterschlaf begibt, lässt der
junge Pianist den Abend mit Klavier
& Gesang lebendig werden. Mit Musik
von Tschaikowsky bis Coldplay,
von den amerikanischen Winterklassikern
über französische und skandinavische
Lieder bis hin zu Mariah Carey
nimmt Tommy Soleil sein Publikum
mit auf eine winterliche Reise. Eintritt:
20 € / 10 € (Schüler, Studenten, U18,
Menschen mit Behinderung). Tickets
unter tommysoleil.com, bei Bücher
Güth und der Flora Westfalica. Einlass:
19 Uhr.
MI 3
16.00–21.00 Adventskrämchen
Weihnachtsmarkt auf dem Rhedaer
Doktorplatz. Auch Do 4. Dezember 16–
21 Uhr, Fr 5. Dezember 16–22 Uhr, Sa 6.
Dezember 14–22 Uhr und So 7. Dezember
13–21 Uhr (die Geschäfte haben
verkaufsoffen 13–18 Uhr). Infos vorn.
3
Artur Töws, Ute Stevener, Bärbel Page und Marco Beuermann
4
Gemeinsames Weihnachtssingen auf dem Reckenberg
20.00–22.00 Schmerzhafte Schulter
Dr. Sumar Abd Ali, leitender Oberarzt
im St. Vinzenz Hospital, erklärt
im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal),
was hinter Beschwerden stecken kann
und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten
es gibt. Ohne Gebühr.
Eine vorherige Anmeldung über die
Zentrale der VHS ist erforderlich.
DO 4
13.30 Seniorenwanderung mit Besuch
des Weihnachtsmarktes in Warendorf
Der SGV Gütersloh lädt auch Gäste ein,
mitzukommen. Treff: Möbelmarktparkpl.
an der Bielef. Str. 26 in Gütersloh.
Infos: Uschi Ries, Tel. 05247 / 405353 u.
Lothar Möller, Tel. 02583 / 2233.
19.00 Es weihnachtet sehr –
dank Feuerwehr
Die Gemeindestiftung »Via Nova« lädt
zu ihren weihnachtlich-humo ristischen
Benefiz-Veranstaltungen ein. Bärbel
Page, Ute Stevener, Artur Töws und
Marco Beuerman präsentieren lustige
Geschichten und Satiren rund um die
Advents- und Weihnachtszeit. Termin
1: Buchhandlung Güth (begrenzte Sitzplätze,
Anmeldung erbeten). Termin 2:
So 14. Dezem ber, 17 Uhr in der Wiedenbrücker
Kreuzkirche. Eintritt: jeweils
frei – Kollekte die Stiftung »Via Nova«
der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde.
FR 5
15.30 Musikalischer Winternachmittag
mit Kater Kati
Kinderrock und Elternpop: Das Unplugged-Konzert
für die ganze Familie
(ab 3 J.) im Refektorium des Klosters
3
Termine
lädt zum Tanzen, Mitsingen und Kuscheln
ein. Familienticket: 7 € (2 Pers.) /
10 € (3–5 Pers.). Tickets unter klosterwiedenbrueck.de,
im Kloster (Mo–Fr
9–12 Uhr und 14–17 Uhr) oder an der TK.
18.30–20.00 Von guten Mächten:
Literarisch-musikalischer Advent
Besinnliches in Texten (bekannter Autoren,
ergänzt durch Neuentdeckungen
und beliebte Weihnachtsgeschichten)
mit Burkhard Schlüter (Rezitator)
und im Wechsel mit Musik von Harald
Gokus (Orgel) bei Kerzenschein in St.
Clemens. Eintritt: frei.
SA 6
11.00–11.30 Eine Kleine Marktmusik
Mit dem Rotkreuzchor des DRK Rheda-Wiedenbrück
(Ltg. Gabriele Berger)
in der Stadtkirche. Eintritt: frei – Spende
am Ausgang erbeten.
15.00–17.00 ErzählCafé
Dorf aktiv lädt ins Küsterhaus. Bei
Kaffee und Kuchen werden kleine Geschichten
von erstaunlichen, kuriosen
und lustigen Begebenheiten aus der
Dorfgeschichte erzählt. Eine Gebühr
von 5 € für Kaffee, Kuchen und eine
kleine Nikolausüberraschung wird zu
Beginn eingesammelt. Anmeldung erforderlich
bis Mo 1. Dezember bei Ludger
Vollenkemper, Tel. 0160/ 1560566.
SO 7
11.00–12.30 Öffentliche Führung
durch die Wiedenbrücker Altstadt
Treffpunkt: Adenauerplatz. Kosten:
5 €. Ohne Anmeldung. Infos:
flora-westfalica.de.
Das Stadtgespräch
79
Termine
5
Mellow: Blow your Mind!
6
God save the Queen – Q-Revival-Band
17.00 Gemeinsames Weihnachtssingen
auf dem Reckenberg
Zusammen mit dem heimischen Chor
»The Voice Company« bietet das Kloster
Wiedenbrück ein stimmungsvolles Programm
für alle Generationen. Es können
garantiert alle mitmachen, denn
die Ohrwurm-Dichte ist hoch. Die Texte
werden auf einer großen Leinwand angezeigt.
Der Eintritt ist dank Unterstützung
zahlreicher Unternehmen und
Personen frei. Einlass: ab 16.30 Uhr.
DI 9
18.30–21.00 Benefizkonzert mit dem
Landespolizeiorchester NRW
Unter dem Motto »Gutes hören. Gutes
tun.« kommt das Landespolizeiorchester
NRW unter der Schirmherrschaft
des Gütersloher und Rheda-Wiedenbrücker
Bürgermeisters mit einem vielseitigen
Programm ins Theater Gütersloh
– unterstützt vom »singenden Kommissar
aus Aachen«, Kriminalhauptkommissar
Oliver Schmitt. Moderation:
Matthias Traeger (Radio Gütersloh).
Der Erlös geht an die Gütersloher Projekte
»Nische« der AWO Gütersloh
und »Sprungbrett« der ash GmbH Gütersloh.
Veranstalter: Lions Club Rheda-Wiedenbrück
2024 e. V. Karten im
VVK je 20 € (Barzahlung) u. a. bei Neue
Zeiten, Kirchstr. 1 Mo–Fr 9.30–12.30 &
14.30–18.30 Uhr, Sa 9.30–16 Uhr. AK 22 €
(solange der Vorrat reicht).
20.00–22.30 Kai Magnus Sting & das
Spardosen-Terzett
Jedes Jahr feiern sie Weihnachten.
Aber nicht so, wie man sich das für
gewöhnlich vorstellt. Nein, sie feiern
4
Foto: Christoph Börgmann – www.bogie.rocks
Foto: Maris Rietrums
beswingt, jazzig und hochmusikalisch.
Und Kai Magnus Sting ist wie
immer sprachlich brillant, chaotisch
bis verzweifelnd und umwerfend komisch.
Und wenn in den Erzählungen
letztendlich an Heiligabend alles im
Chaos zusammenbricht und sich danach
alle verzweifelt in den Armen liegen
und das Spardosen-Terzett musiziert,
dann ist klar: Jetzt ist Weihnachten.
Ort; Stadthalle. Karten: ab 26,50 €
im VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.
8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.
unter flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.
DO 11
20.00–22.30 Wolfgang Trepper
Wenn Kabarettist Wolfgang Trepper
loslegt, gibt es kein Halten mehr: Er
poltert, regt sich auf, analysiert Politiker
und Fernsehmoderatoren, Serien
und Fußballdramen – und natürlich
Schlagertexte. Für sein Publikum hat
er sich wieder stundenlang vor die
Glotze gesetzt, um einen Überblick
zu geben, was man alles nicht sehen
muss... Kabarett in der Stadthalle. Einlass:
19 Uhr. Karten ab 31,50 € im VVK
bei der Flora Westfalica, Rathauspl.
8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter florawestfalica.de.
FR 12
18.00 SpieleTreff im Kloster
Bei bekannten und neuen Strategie-
Spielen sind Einsteiger ebenso willkommen
wie Experten. Der Spaß und
das Treffen anderer Leute stehen im
Vordergrund. Eigene Spiele können
gern mitgebracht werden. Eintritt: frei.
Ohne Reservierung.
19.00 Brauseboys
»Auf Nimmerwiedersehen 2025«
Wer stürzt über die Muskaffäre, ist
ein Ami als Heiliger Vater unfehlbarer
als der große Zolltroll und wer steckt
eigentlich hinter der großen Welsverschwörung?
Mit Satire und Liedgut
von Klavier, Ukulele und Blatt und
mit bewegten Bildern von der Wand
präsentieren die Brauseboys gewohnt
multimedial ihren traditionellen Jahresrückblick.
Auch auf dem Kulturgut
Haus Nottbeck nehmen sie das
Wahnsinnsjahr 2025 an die Hand und
führen es in die Klapse der Geschichte.
Tickets im VVK je 16 € / 14 € (zzgl.
Gebühren) unter kulturgut- nottbeck.
reservix.de | AK je 18 € / 16 €. Infos:
www.kulturgut- nottbeck.de
19.00–20.30 Treffpunkt Meditation:
Schweige und Höre
Die Kraft der Stille entdecken, bei sich
selbst ankommen und in der Gegenwart
Gottes einfach da sein. Seminar
mit Pfarrer und Meditationslehrer Rainer
Moritz im Gemeindehaus, Bolandstraße
15, Herzebrock-Clarholz. Ohne
Anmeldung. Ein Angebot des Erwachsenenbildungsreferats
im Ev. Kirchenkreis
Gütersloh.
SA 13
14.00–17.00 RepairCafé
Eigene Gegenstände mitbringen und
unter Anleitung selbst reparieren.
Preis: Spende nach eigenem Ermessen.
Ort: Osterrath-Realschule, Burgweg 19.
SO 14
16.00 Adventskonzert
Mit den Aegidius-Chören (Ltg. Christian
Ortkras) in St. Aegidius. Eintritt:
frei – Türkollekte.
16.00–18.00 Schnuppertreffen
Lesekreis »Kultur & Kapitel«
Gemeinsam lesen, lauschen, nachdenken
– und in den Austausch treten
über Literatur, die bewegt. Ob zeitgenössischer
Roman, Klassiker oder
literarische Entdeckung – jedes Treffen
widmet sich einem ausgewählten
Werk. Moderiert wird die Runde durch
das Team des Lesekreises auf dem Kulturgut
Haus Nottbeck. Ort: Bibliothek
im Museumsgebäude. Keine Vorbereitung
notwendig. Anmeldung unter
museum@kulturgut-nottbeck.de
17.00 Blasmusik und
Weihnachtssingen
Die St. Viter Bläsergruppe stimmt
am / im Küsterhaus auf die weihnachtlichen
Festtage ein.
DI 16
19.00 Die Welt im Umbruch,
Deutschland im Aufbruch
Der (Kultur)-Politische Salon feiert
Premiere: Als erster Gast der Veranstaltungsreihe
ist der deutsche Journalist
und Rundfunkmanager Thomas
»Tom« Buhrow auf der Nottbecker-
Kulturbühne. Der studierte Geschichtsund
Politikwissenschaftler blickt
auf eine große Karriere zurück:
Er war Intendant des Westdeutschen
Rundfunks, Vorsitzender der
ARD und Moderator der Tagesthemen.
Eintritt: frei. Anmeldung auf
museum@ kulturgut-nottbeck.de
erforderlich. Infos: www. kulturgutnottbeck.de
20.00–22.30 Die großen 7:
Eine Weihnachtsgeschichte
Die sozialkritische Erzählung über den
alten Geizhals Ebenezer Scrooge, der
am Vorabend des Weihnachtsfests
von vier Geistern heimgesucht wird
und durch sie seine Menschlichkeit
wiederentdeckt, ist ein Klassiker. Der
erfolgreiche Regisseur und Produzent
Martin Mühleis hat zusammen mit
dem Komponisten Libor Síma in seiner
Neufassung ein musikalisches Bühnenmärchen
geschaffen, das in seiner
Ästhetik an alte Schwarzweißfilme erinnert
und mit Elementen literarischer
Revuen spielt. Szenische Lesung mit
Musik nach Charles Dickens, dargeboten
vom sagas.ensemble in der Stadthalle.
Restkarten: ab 22 €. Tickets im
VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.
8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter
flora- ticket.de. Einlass: 19.30 Uhr.
MI 17
19.15–21.30 LittMitt: Gottfried Keller –
Züricher Novellen/Hadlaub
Vortrag von Dr. Rüdiger Krüger in der
Kinderbibliothek der Stadtbibliothek
Wiedenbrück über einen der bedeutendsten
deutschsprachigen Schweizer
Autoren des 19. Jh. Gebühr (auch
für online): 10 €. Anmeldung unter
vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139 oder
aleksandra. matuszak@vhs-re.de
DO 18
20.00–22.00 musica da camera: Weihnachtskonzert
»Merry Harmonica«
Ein internationales Weihnachtsrepertoire
mit einem modernen, stilistisch
offenen Zugang – stimmungsvoll,
ohne kitschig zu sein, charmant,
virtuos und mitreißend. Konzert mit
Konstantin Reinfeld (Mundhamonika)
und Benyamin Nuss (Klavier) in
der Orangerie. Restkarten: ab 26 € /
erm. 13 €. Tickets im VVK bei der Flora
Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.
05242/9301-0 bzw. unter flora- ticket.
de. Einlass: 19.30 Uhr.
FR 19
20.00–22.30 Martin Reinl &
Carsten Haffke: Puppen gucken
Die Stars aus der »Wiwaldi Show«,
»Zimmer frei« und den »RTL Puppenstars«
feiern mit Ihnen die größten
TV-Momente aus 100 Jahren und verraten
Geheimnisse, von denen selbst
Hardcore-Nerds noch keine Ahnung
hatten. Wussten Sie, dass das alte Zirkuspferd
Horst-Pferdinand schon mal
in einer Weltraumserie mitgespielt hat?
Dass Wiwaldi & Kakerlak fast mal »Wetten
dass…« moderiert hätten? Und dass
Charming Traudl sämtliche Fernsehmelodien
nachnuscheln kann? Schwelgen
Sie mit über 40 Puppen in nostalgischen
Erinnerungen und werfen Sie
gleichzeitig auch einen Blick in die Zukunft.
Wenn Sie einen Abend erleben
wollen, bei dem Sie endlich mal wieder
herzhaft lachen können, dann kommen
Sie Puppen gucken! Brandneue Comedyshow
in der Stadthalle. Karten: ab
27,90 € im VVK bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.
unter flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.
SA 20
11.00–13.00 Puppentheater Pulcinella
Das Bielefelder Figurentheater präsentiert
im Refektorium des Klosters
das Stück »Kathi Braun und der
80 Das Stadtgespräch
Weihnachtsmann«. Darin gerät der
Weihnachtsmann von einer Fast-Katastrophe
in die Nächste: Der neue
supermoderne Weihnachtsschlitten
hat eine Motorpanne und der Berg an
Geschenken wird jedes Jahr riesiger.
Und überdies schickt ihn auch noch
das Navi in zig verschiedene Richtungen!
Doch dann helfen Kathi und ihr
Stoffhase Frederick dem überforderten
Weihnachtsmann aus der Patsche ...
Geeignet für Kinder ab 3 J. Familienticket:
(2 Pers.) 7 € / (3–5 Pers.) 10 €.
Tickets gibt es unter kloster-wiedenbrueck.de,
Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17
Uhr im Kloster oder an der Tageskasse.
17.00 LeseWinter im Klostergarten
Lustig, besinnlich, erstaunlich, lehrreich
oder verrückt: Das Team hat besondere
Wintergeschichten ausgesucht
und liest sie bei Lichterglanz,
Glühwein und kleinen Leckereien vor.
Eintritt: frei. Ohne Reservierung.
19.00–21.30 Mellow: Blow your Mind!
Magie & Illusionen live!
Der sympathische Magier im Kapuzenpulli
ist Deutscher Meister der Zauberkunst
und stellt mit kreativen Illusionen
und humorvollem Storytelling
Deine Welt auf den Kopf: Neuartige holographische
Videoeffekte treffen auf
handgemachte Magie und interaktive
Illusionen. Mellow erweckt Polaroid-
Fotos zum Leben, bricht in den Tresor
einer Banknotendruckerei ein und
verwandelt einfaches Papier in endlos
viele Geldscheine, fängt mit einem
Teleskop das Licht einer Sternschnuppe
ein und lässt unzählige Glühwürmchen
durch den Raum fliegen ... Show
für die ganze Familie (empf. ab 12 J.) in
der Stadthalle. Karten: ab 29,95 € im
VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.
8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter
flora- ticket.de. Einlass: 18 Uhr.
MI 24
15.00 Krippenfeier
Mit den Kinderchören in St. Aegidius.
17.00 Familienchristmette
Mit der Mädchenkantorei und dem
Knabenchor in St. Aegidius.
22.30 Christmette
Jugendchöre und Ehemalige singen zu
diesem Anlass in St. Aegidius.
DO 25
10.30 Hochfest der Geburt des Herrn
Mit dem Kammerchor in St. Aegidius.
17.00 Festvesper zum Hochfest der
Geburt des Herrn
Ort: St. Aegidius.
18.30 Hochfest der Geburt des Herrn
Mit dem Kirchenchor Wiedenbrück in
St. Pius.
FR 26
10.30 Lateinisches Hochamt
Mit der Choralschola in St. Aegidius.
SA 27
16.00 SpieleZeit Spezial
»Weihnachten«
Eine abwechslungsreiche Auswahl an
Gesellschaftsspielen und kalte Getränke
stehen im Küsterhaus bereit. Eigene
Spiele dürfen gern mitgebracht werden.
Mitbringbuffet. Ohne Anmeldung.
5
DI 30
20.00–22.30 God save the Queen
Europas beste Queen-Coverband sorgt
für eine unvergessliche Rocknacht!
Fast so, als ob Queen mit Freddie Mercury
leibhaftig auf der Bühne stände,
so authentisch performt die Q-Revival-Band
live die Hits der britischen
Mega-Rocker. Ob »Bohemian Rhapsody«,
»We will rock you«, »It’s a kind of
magic« oder »Another one bites the
dust«, diese Show hat alle Superhits.
Sogar die Instrumente und Gitarrenverstärker
sowie zahlreiche Requisiten
entsprechen den Originalen. Eine musikalische
Zeitreise mit überraschenden
Showeinlagen und aufwändigen
Lichteffekten durch das Gesamtwerk
der größten Rockband aller Zeiten in
der Stadthalle. Karten: ab 37,40 € im
VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.
8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter
flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.
Januar
FR 2
18.00 2 stimmungsvolle Kerzenschein-Konzerte
in Wiedenbrück
Über 2.000 Kerzen verwandeln die
Wiedenbrücker Kreuzkirche in eine
stimmungsvolle Atmosphäre. Ab 18
Uhr spielt die Pianistin Melanie Peoski
eine feinfühlige Auswahl an Werken
von Ludovico Einaudi, darunter »Una
Mattina«, »Experience« und » Nuvole
Bianche«, ergänzt durch epische Filmmusik
von Hans Zimmer. Darüber
hinaus interpretiert sie gefühlvolle
Crossover-Arrangements moderner
Popmusik. Einlass: 17.30 Uhr | Ab 20
Uhr präsentiert Pianist Filip Peoski ein
atmosphärisches Crossover-Programm
mit emotionalen Arrangements bekannter
Coldplay-Songs und moderner
Popmusik. Seine Musik verbindet
klassische Klangwelten mit zeitgenössischen
Melodien. Einlass: 19.40 Uhr.
Eintritt: jeweils 25 € (freie Platzwahl).
Karten im VVK im Gemeindebüro der
Ev. Versöhnungs- Kirchengemeinde
und unter kerzenschein-konzert.de/
eintrittskarten. Weiterer Konzert-
Abend: Freitag, 6. Februar.
20.00–22.00 Rhythm of
the Dance: Tour 26
Über 7 Millionen Fans weltweit stehen
für über 25 Jahre Rhythm of the Dance.
Wie ein Blitz, hat das Spektakel mit
seinen pulsierenden Rhythmen, purer
Energie und melodischen irischen Klängen
in 50 Ländern rund um den Globus
eingeschlagen. Rhythm of the Dance
ist mehr als nur eine Tanzshow. Sie
nimmt das Publikum mit auf eine Reise
durch die irische Kulturgeschichte, die
durch lebendige Choreografien, dynamische
Inszenierungen und Live-Musik
erzählt wird. Flinke Füße, die in einer
atemberaubenden Geschwindigkeit,
faszinierend synchron über das Parkett
tanzen, aufwändige und sensationelle
Licht- und Soundeffekte, fantasievolle
Kostüme und fantastische Musik in der
Stadthalle. Einlass: 19 Uhr. Tickets: ab
41,95 € im VVK bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.
unter flora- ticket.de. Einlass: 18 Uhr.
SA 3
20.00–22.30 Luciano –
3 Tenöre feiern eine Legende
2025 hätte einer der größten Opernsänger
aller Zeiten seinen 90. Geburts-
6
7
8
7
Filip und Melanie Peoski im Schein von 2000 Kerzen
8
Rhythm of the Dance
tag gefeiert: Luciano Pavarotti. In Erinnerung
an diesen unvergessenen
Künstler möchten die drei Ausnahmetenöre
Johannes Groß, Oscar Marin
und Ricardo Marinello ihr großes Idol
feiern und dabei die wunderbaren Arien
und Lieder, mit denen Luciano Pavarotti
berühmt geworden ist, erklingen
lassen – 100 % live und ohne Mikrofone.
Werke von Verdi, Puccini oder Donizetti
stehen genauso auf dem Programm
wie beliebte italienische Kanzonen,
z. B. »Nessun dorma«, »’O sole
mio«, »Caruso«, »La donna è mobile«,
»Torna a Surriento«, »E lucevan le stelle«,
»Funiculì, Funiculà«, »Vesti la giubba«,
»Mamma«, »Granada«. Die drei
stimmgewaltigen Sänger werden in der
Stadthalle von Tastenvirtuosin Claudia
Hirschfeld begleitet. Ein namhafter
Moderator reflektiert mit Geschichten
und Anekdoten das abwechslungsreiche
Leben von Luciano Pavarotti. Karten
im VVK ab 49 € bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-
0 bzw. unter flora- ticket.de. Einlass: 19
Uhr. Infos: luciano-konzerte.de
SO 4
11.00–12.30 Öffentliche Führung
durch die Wiedenbrücker Altstadt
Treffpunkt: Adenauerplatz. Kosten:
5 €. Ohne Anmeldung. Infos:
flora-westfalica.de.
15.30–17.00 Lotta kann fast alles
Lotta feiert ihren fünften Geburtstag
und kann eigentlich schon alles, sogar
Fahrrad fahren. Doch ihre Geschwister
meinen, sie sei noch zu klein dafür.
Sie borgt sich das große Fahrrad ihrer
Termine
Foto: privat
Foto: Wim Lanser / Martina McLaughlin
Nachbarin und saust gekonnt in den
nächsten Rosenbusch. Doch das hält
Lotta nicht davon ab, weiter mutig voranzugehen.
So rettet sie eigenhändig
das Osterfest mit Schokoladenweihnachtsmännern
und besorgt auf eigene
Faust einen Weihnachtsbaum ...
Kindertheater ab 4 Jahren nach Astrid
Lindgren mit dem Westfälischen Landestheater
in der Stadthalle. Tickets
im VVK ab 12 € bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.
unter flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.
DO 8
20.00–22.30 Nussknacker
Marie ist in freudiger Erwartung des
Weihnachtsabends. Vom alten, geheimnisumwitterten
Onkel Drosselmeier
erhält sie auch einen Nussknacker
als Geschenk. Beglückt schläft
das Kind mit dem Nussknacker im
Arm unter dem Weihnachtsbaum ein.
In ihrem Traum wird dieser lebendig …
Die Geschichte führt in das Zauberreich,
wo das Gute und das Schöne
herrschen und wohin man immer
wieder zurückkehren möchte. Die
faszinierende Pracht von Bühnenbild
und Kostümen, die märchenhafte
Handlung, die Musik und der Tanz
vervollständigt das vitale Werk voller
Romantik und macht den Ballettabend
mit dem Royal Classical Ballet
zum wahren Fest. Höchste Perfektion
und eindrucksvolle Ästhetik verbinden
sich in der Stadthalle zu einem Balletterlebnis
der Spitzenklasse. Karten im
VVK ab 41,30 € bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.
unter flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.
Das Stadtgespräch
81
1 Alle Kinder sangen am Anfang gemeinsam den Titelsong »Krasses Leben«. Barbara Grohmann-Kraaz leitet als
Vocal-Coaching den Chor.
Vorverkauf für »Annie«
ist gestartet
Musical Fabrik gibt 12 Vorstellungen
ab Oktober 2026
Nach den Sommerferien hat die Musical
Fabrik mit den Proben für die neueste
Inszenierung »Annie« gestartet. Bevor
es in die Herbstferien ging, trafen sich alle Akteure,
um die Besetzungen für die 12 Aufführungen,
die mit der Premiere am 1. Oktober 2026 auf der
Bühne in der Stadthalle starten, auszulosen.
Aufregende Spannung herrschte im Probensaal,
bevor die drei »Mollys«, das sind die
jüngsten Darsteller mit sechs und sieben Jahren,
die Umschläge ziehen durften. Es gibt insgesamt
drei Kinderbesetzungen mit jeweils zehn Kindern
und zwei Erwachsenenbesetzungen mit je 22 Personen.
Die Kinderrollen werden aus dem Grund
dreifach besetzt, weil es gesetzliche Vorschriften
gibt, wie lange Kinder auf der Bühne stehen dürfen.
Gerade an den Tagen, wo zwei Aufführungen
stattfinden, war diese Dreifachbesetzung nötig
und »es gibt uns auch ein bisschen Sicherheit,
falls es mal zu krankheitsbedingten Ausfällen
1 Das sind die drei Hauptdarstellerinnen der Annie:
Malia Hoffmann, Hannah Konieczny und Carlotta
Gromann.
kommt«, erklärt Klaus Wulfheide, der für die
Gesamtleitung und das Orchester verantwortlich
zeichnet. Die drei Hauptdarstellerinnen der
»Annie« sind Hannah, Malia und Carlotta. Und
so heißen auch die Casts. In der Premiere steht
Cast »Carlotta« auf der Bühne. Bei den Jugendlichen
und Erwachsenen gibt es zwei Besetzungen.
»Cast Manhattan« und »Cast Brooklyn«. Die
beiden Besetzungen wechseln tageweise. Den
Anfang macht am 1. Oktober Cast Manhattan.
Großer Jubel fand bei der Auslosung statt,
obgleich es den meisten egal ist, wann sie auf
der Bühne stehen. Wichtig war nur, dass passend
vor dem Vorverkauf die Besetzungen für die
jeweiligen Aufführungen stehen. Letztendlich
wollen insbesondere die Familien und Freunde
der Darsteller auch genau ihre Lieben auf der
Bühne sehen.
Vorverkauf ist gestartet
Nach dem Vorverkaufsstart am 26. Oktober ausschließlich
im Web-Shop der Flora Westfalica
können Tickets für die zwölf Aufführungen des
Musicals »Annie« nun auch auch persönlich im
Büro der Flora Westfalica erworben werden. Es
gibt drei Kategorien, die sich zwischen 30 und
40 Euro bewegen. Kinder unter 12 Jahren erhalten
eine Ermäßigung von 5 Euro.
Drei kecke Hauptdarstellerinnen
Hannah, Malia und Carlotta sind mächtig stolz,
dass sie diese wichtige Rolle spielen dürfen. Sie
konnten über das Kinder-Casting überzeugen.
1 Eine Szene im Kinderheim. Ella Sander und Hannah
Konieczny sitzen auf dem Bett. Annie tröstet die
jüngere Molly.
Hannah und Carlotta sind neun Jahre und singen
bereits zusammen im Kinderchor von St.
Clemens. Singen ist für sie kein Problem, eher
das Auswendiglernen der vielen und zum Teil
langen Texte. Ganz überzeugend meinen sie jedoch:
»Wir sind aber nicht die Schlechtesten«.
Das konnte auch Rob Vriens, der die Regie übernimmt,
bestätigen: »Ihr seid schon echt gut«. Die
zehnjährige Malia singt gerne und viel zuhause
und auch ihr macht es bis jetzt richtig Spaß. Einen
ersten Auftritt hatten die Mädels im Sommer
bei der Veranstaltung »Music in the Air«. Dort
traten sie mit einem kleinen Kinderchor in der
Stadthalle auf und konnten erste Bühnenerfahrung
schnuppern.
Was mussten sie eigentlich neben einer
Portion Mut mitbringen, um an diese Rolle zu
kommen? »Wir müssen singen können, ein bisschen
frech sein und so wie Annie positiv denken«,
erzählen die drei. Vriens betont, dass sie
das mitbringen und gerade die positive Art der
Annie, die in der Geschichte immer wieder zum
Vorschein kommt, sei ihm wichtig. Hannah hat
von Natur aus wellige brünette Haare, die schon
perfekt passen. Die anderen beiden werden wohl
eine Perücke bekommen.
Gemeinsam sangen alle Kinder am Freitagabend
zusammen das Titellied »Krasses Leben«.
Danach konnten alle Auszüge aus den ersten
einstudierten Szenen bekommen. Hanna spielte
mit ihrem Team eine Szene im Kinderheim,
wo nachts die Kinder oftmals nicht schlafen
können, weil sie traurig sind. Bislang haben die
Kinder und die Erwachsenen getrennt geprobt.
Die Aufpasserin Miss Hannigan (Kerstin Buchta)
kam hinzu. Erstmals kamen sie nun gemeinsam
auf die Bühne. Obgleich erste Szenen grob stehen,
gibt es noch eine Menge zu tun, aber es ist
ja auch noch fast ein Jahr lang Zeit, um langsam
und kontinuierlich auf die Aufführungen
hinzuarbeiten.
wl
82 Das Stadtgespräch
Momente der Nähe
Gute
Adventszeit!
Gute
Adventszeit!
Gemeinsam durch die
festliche Zeit.
Die Caritas Gütersloh wünscht
Ihnen und Ihren Lieben frohe
Festtage und einen guten Rutsch
in das neue Jahr!
www.caritas-gt.de
Das Stadtgespräch
83
RINDER-
ROULADEN
nur aus der
Oberschale
geschnitten
1000 g 17.99
RINDER-
SAUER-
BRATEN
nach Hausfrauenart
eingelegt
1000 g 16.99
DEUTSCHES
ROASTBEEF
vom Jungbullen
1000 g 23.99
3
RINDER-
BEIN-
SCHEIBEN
ideal für kräftige
Suppen und Eintöpfe
1000 g 8.99
TAFELSPITZ
vom Rind,
ideal als Braten und
Kochfl eisch
1000 g 15.99
FRISCHE
SCHWEINE-
ROULADEN
o. Schweineschnitzel,
aus der Oberschale
1000 g 7.99
RINDER-
BRATEN
o. Rindergulasch,
aus der Keule
1000 g 15.99
19
Feinstes
DEUTSCHES
RINDERFILET
das edelste Teilstück
1000 g 34.99
9 24
Aktuelle Angebote unter werksverkauf.toennies.de
Angebote gültig bis 31.12.2025
Alle Angebote solange der Vorrat reicht. Druckfehler und Irrtürmer vorbehalten.
In der Mark 2, 33378 Rheda-Wiedenbrück, Telefon: 05242 / 961-196
Öffnungszeiten / Werksverkauf: Montag – Freitag: 8.00 Uhr – 18.00 Uhr,
Samstag: 8.00 Uhr – 16.00 Uhr
FRISCHES
LAND-
SCHWEINFILET
einzeln vac., mit
Filetkopf, das edelste
Teilstück
1000 g 7.99
SCHWEINE-
MAGER-
BÄCKCHEN
natur o. gepökelt,
für traditionelle
Gerichte
1000 g 7.99
SCHWEINE-
LACHSBRATEN
ideal zum
Kurzbraten, vac.
1000 g 6.99
8
FRISCHE
RINDER-
ZUNGEN
für die traditionelle
Küche
1000 g 10.99
zum Fest 12
,,DAS
KLEINE
MITBRINGSEL‘‘
weihnachtlicher
Präsentkorb
28 €
je Korb
* Abbildung ähnlich