12.11.2025 Aufrufe

SB_22183LP

  • Keine Tags gefunden...

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

2024

Abschlussbericht

DVS-Forschung

Erweiterung der

Verfahrensgrenzen beim

Laser-Strahlschmelzen

durch simulations-gestützte

geometrieangepasste

Belichtungsstrategien



Erweiterung der

Verfahrensgrenzen beim

Laser-Strahlschmelzen durch

simulationsgestützte

geometrieangepasste

Belichtungsstrategien

Abschlussbericht zum

Forschungsvorhaben IGF-Nr.: 22.183 N

DVS-Nr.: 13.3434

Fraunhofer-Gesellschaft e.V.

Fraunhofer-Institut für

Werkzeugmaschinen und

Umformtechnik IWU

Technische Universität Dresden Institut

für Maschinenelemente und

Maschinenkonstruktion Professur für

Virtuelle Produktentwicklung

Förderhinweis:

Das IGF-Vorhaben Nr.: 22.183 N / DVS-Nr.: 13.3434 der Forschungsvereinigung

Schweißen und verwandte Verfahren e.V. des DVS, Aachener Str. 172, 40223 Düsseldorf,

wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen

Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.


Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der

Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind online

abrufbar unter: http://dnb.dnb.de

© 2024 DVS Media GmbH, Düsseldorf

DVS Forschung Band 597

Bestell-Nr.: 170707

Kontakt:

Forschungsvereinigung Schweißen

und verwandte Verfahren e.V. des DVS

T +49 211 1591-0

F +49 211 1591-200

forschung@dvs-home.de

Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch die der Übersetzung in andere Sprachen, bleiben

vorbehalten. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlages sind Vervielfältigungen, Mikroverfilmungen und die

Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen nicht gestattet.


Seite 2 des Schlussberichts zu IGF-Vorhaben 01IF22183N

1. Durchgeführte Arbeiten

AP1: Geometrieanalyse

Ziel

Anhand der Bauteilgeometrie sollen Bereiche für eine adaptive Belichtung detektiert werden.

Neben der Einteilung in eine Kategorie (Überhangbereich, Sonstiges, …) sollen zusätzlich

ortsdiskrete, skalare Werte zur genaueren Unterscheidung bei der Parameterdefinition berechnet

(bspw. Abstand zur Oberfläche in Abhängigkeit des Polarwinkels etc.) und in einem sog.

funktionalen Kennwert (mehrdimensionaler Vektor) zusammengefasst und bei der

Parameterdefinition berücksichtigt werden.

Durchgeführte Arbeiten und Ergebnisse

Es wurden Algorithmen zur Erstellung sog. Signed-Distance-Fields (SDF) erarbeitet (Abbildung 1

- links). Dabei wird, ausgehend von einer Dreiecksnetzbeschreibung eines Objektes, ein

Voxelfeld diskretisiert. Hierbei wird jeder Voxelposition ein vorzeichenbehafteter Abstand zur

Oberfläche zugeordnet. Die Voxelgröße kann eingestellt werden, und orientiert sich an der

geometrischen Auflösung der dargestellten Objekte. Das SDF kann zur Optimierung der

Berechnungs modifiziert werden. Dabei werden nur in einer angegebenen Bandbreite um die

Oberfläche des Objektes exakte Werte berechnet. Andere Voxel werden mit Standardwerten für

Innen und Außen gefüllt. Es zeigt sich, dass die Berechnung aller innenliegenden Voxel in

ausreichender Geschwindigkeit (wenige Sekunden) stattfinden kann.

Zur Analyse der Geometrie sind verschiedene Methoden implementiert worden. Alle basieren auf

der Auswertung der errechneten SDF. Dabei werden folgende Dinge berechnet:

• binäre Felder: dreidimensional berechnete Voxelfelder mit Werten für Innen (= 1) und

Außen (= 0)

• ebene 2D-Distanzfelder: Layer-parallel zur Baurichtung berechnete Felder mit Abständen

zur jeweiligen (ebenen) Kontur

• ebene 2D-Normalenkarte: Winkelkarten errechnen sich durch den lokalen Anstieg,

welcher durch die Abstandswerte in einer entsprechenden ebenen Nachbarschaft (3x3)

• 3D-Normalenkarte: Berechnung durch die Analyse aller Voxel in einem (3x3x3)-Bereich.

Für die Detektion der Überhänge wurden verschiedene Methoden auf Basis der

Voxelbeschreibung umgesetzt. Als einfachste Lösung wurde jedes Voxel als Überhang markiert,

bei dem in einer definierten Distanz unterhalb desselben (entgegen der Baurichtung) kein

besetztes Voxel steht. Gespeichert wird der Überhang als binäre Karte (Abbildung 2 - rechts). In

einer erweiterten Methode (und später favorisierte Lösung) lässt sich aus der errechneten

Normalenkarte und den SDF-Distanzen (siehe oben) der Bereich des Überhangs identifizieren

(Abbildung 1 - rechts). Die Normalenvektoren werden mit negativen Z-Wert und entsprechendem

(kleinen) Winkel zur positiven Z-Achse gespeichert. Zusätzlich gibt die Distanz an, wie weit die

Überhang-Oberfläche von der aktuellen Position entfernt ist. Des Weiteren werden auch einzelne

Distanzfelder anhand der segmentierten Down-Skin-Flächen berechnet (Abbildung 3). Die

Segmentierung erfolgt dabei anhand des Normalenvektors der Dreiecke und dem daraus

berechneten Down-Skin-Winkel.

Die errechneten SDF liegen in einer sog. octree-basierten speicher-reduzierten Form in einer

Softwarebibliothek vor. Daneben lässt sich diese Form der Beschreibung in ein vollständig

besetztes (Steuerungs-)Feld umrechnen. Dabei ist das ganze Array mit Werten gefüllt. Ferner

sind alle Einträge über eine Transformationsmatrix eindeutig im Koordinatensystem des Bauteils


Seite 3 des Schlussberichts zu IGF-Vorhaben 01IF22183N

verortbar. Damit lassen sich die gespeicherten, lokalen Eigenschaften auslesen. Zur besseren

Kombination der einzelnen Steuerungsfelder liegen diese einzeln vor, der mehrdimensionale

Eigenschaftsvektor ergibt sich aus den ortsbezogenen Einträgen der einzelnen Felder.

Abbildung 1: Signed Distance Field (links) und Bridge Region Field (rechts)

Abbildung 2: Planares Signed Distance Field (links) und voxelbasierter Überhangbereich

(rechts)

Abbildung 3: Segmentierung der Down-Skin-Flächen und des daraus resultierenden Distanz-

Feldes (SDF)


Seite 4 des Schlussberichts zu IGF-Vorhaben 01IF22183N

AP2: Geometrieadaptives Hatching

Ziel

Anhand der Ergebnisse aus AP 1 werden die funktionalen Kennwerte zur Erstellung von

größenangepassten Teilbelichtungsflächen verwendet und somit auf eine Down-Skin abhängige

Größeneinteilung abgezielt. Für jedes Teilbelichtungsfeld soll weiterhin eine Hatching-Strategie

zur Erzeugung entsprechender Scanvektoren zugeordnet werden.

Durchgeführte Arbeiten und Ergebnisse

Belichtungsstrategie – Größe der Teilbelichtungsflächen

Im Projekt steht eine Belichtungsstrategie auf Basis von einzelnen Teilbelichtungsflächen (auch

Hatchfelder genannt) auf Basis einer Voronoi-Berechnungsvorschrift im Fokus. Für die Nutzung

von Voronoi-basierten Teilflächen innerhalb eines Layers bzw. einer Schicht wurde die Voronoi-

Erzeugung durch sog. Saatpunkte steuerbar gestaltet. Dies geschieht mit denen in AP 1

genannten Voxelfeldern. Die notwendigen Saatpunktabstände, welche anhand lokaler

geometrischer Eigenschaften des Bauteils errechnet werden sollen, können durch diese Felder

bestimmt werden. Um lokale Abstände einzuhalten und eine entsprechende, nahezu runde

Zellform zu erhalten, wurde statt klassischer Zufallsfunktionen das sog. Poisson-Disk-Sampling

genutzt. Damit lässt sich die Häufigkeit, mit der ein Saatpunkt auftritt, mit dem Abstand zu den

umherliegenden Saatpunkten berechnen. Abbildung 4 zeigt die Ergebnisse für verschiedene

Größen für Teilbelichtungsflächen. Zu sehen sind gleichförmige Teilbelichtungsflächen mit

definierter Größe (Abbildung 4 – links und Mitte). Die lokale Größe wird als Funktion des

Distanzwertes berechnet. Damit sind auch Gradierungen der Größe möglich (Abbildung 4 -

rechts).

Abbildung 4: Variation der Teilbelichtungsflächengröße in einer Schicht

(LE – Längeneinheiten)

Die nachfolgende Abbildung (Abbildung 5) zeigt exemplarisch die Anwendung der

Größensteuerung durch die berechneten Distanzfelder. Dabei wird das SDF direkt zur

Berechnung der Teilbelichtungsflächengrößen genutzt.

Abbildung 5: Berechnung der Teilbelichtungsflächen mit einer, über das Distanz-Feld

steuerbarer Größe. Innen sind größere, nach außen werden die Teilbelichtungsflächen kleiner

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!