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Klubexpress 8-2025

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AKTUELLES VON DER LANDTAGSSITZUNG AM 12.NOVEMBER 2025 | AUSGABE 8.2025

Veränderung

Foto: VLK

Gute, konservative Politik zeichnet

sich dadurch aus, Bewährtes

zu erhalten und notwendige

Veränderungen entschlossen

anzustoßen.

In Vorarlberg verfügen wir über

ein starkes

soziales Netz,

erfolgreiche

Unternehmen,

eine intakte

Umwelt, ein

ausgezeichnetes

Gesundheitssystem

und vieles

mehr, worauf wir mit Recht stolz

sein können. Doch es gibt keine

Garantie, dass dies auch in

Zukunft so bleibt. Die Welt rund

um uns verändert sich rasant:

Sie wird digitaler, unsere Gesellschaft

älter, der wirtschaftliche

Wettbewerb globaler – und

dessen Spielregeln ändern sich

laufend.

Daher braucht es von Seiten der

Politik die Kraft und den Willen,

diesen Wandel aktiv mitzugestalten.

Mit Mut, Offenheit und

ohne Scheuklappen. Wenn wir

das nicht wagen, können wir

Alles verlieren.

KO Veronika Marte

LH Wallner und LR Rüscher bei der Präsentation des „Spitalscampus Vorarlberg“ mit dem Expertenteam.

Die Weichen Richtung Zukunft stellen!

Unter „Spitalscampus Vorarlberg“ wird

das Spitalswesen im Land neu organisiert

und damit auf demografische, personelle

und finanzielle Herausforderungen

reagiert. Die Pläne dazu wurden von

Landeshauptmann Markus Wallner und

Landesrätin Martina Rüscher am LKH

Feldkirch präsentiert.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, eine sichere,

qualitätsvolle und bedarfsgerechte Versorgung

für die PatientInnen sowie attraktive

Arbeits- und Ausbildungsplätze für alle

MitarbeiterInnen sicherzustellen“, betonen

Wallner und Rüscher. Im Landtag wurden

die präsentierten Pläne in der Aktuellen

Stunde und im Rahmen der dringlichen

Anfragen debattiert.

VP-Gesundheitssprecherin Julia Berchtold

bezog klar Stellung: „Wir müssen jetzt die

Weichen für die Zukunft stellen. Die Zukunft

sind Spitäler, die eine sichere, qualitätsvolle

und patientenorientierte Versorgung

gewährleisten. Dafür brauchen wir attraktive

Arbeitsplätze und beste Rahmenbedingungen

für unsere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter. Ihre fachliche Kompetenz ist

der Schlüssel für eine stabile und hochwertige

medizinische Versorgung in Vorarlberg.

Deshalb ist eine regionale Fokussierung

und Spezialisierung notwendiger denn je.“

„Durch gezielte Schwerpunktsetzungen

in unseren

Spitälern wird die

Behandlungsqualität

gestärkt!“

LAbg. Julia Berchtold

Berchtold teilt die Überzeugung von LR

Rüscher, die bestehende Spitalsstruktur

neu zu denken: „Am Status quo festzuhalten

wäre weder im Interesse der Patientinnen

und Patienten noch der Beschäftigten.

Doppelgleisigkeiten belasten Personal und

Struktur – das ist langfristig nicht tragbar.

Die Politik ist daher gefordert, mit klaren

Entscheidungen in Richtung Standortspezialisierung

und Digitalisierung zu gehen –

auch um die Finanzierung der Gesundheitsversorgung

nachhaltig zu sichern.“


Wörtlich

„Wir haben ausgezeichnete

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

im Landesdienst, die

Großartiges für dieses Land

leisten!“

Landeshauptmann Markus Wallner

in der „Aktuellen Stunde“

„Das Zuhören scheint insgesamt

hier bei uns verbesserungswürdig

zu sein!“

Anträge / Anfragen

Kein kleines Glücksspiel

Auf SPÖ-Initiative berieten die Abgeordneten

des Vorarlberger Landtags über

das bestehende Verbot des „kleinen“

Glücksspiels in Vorarlberg.

„Unsere Haltung war immer klar – und

bleibt es auch: Vorarlberg wird das kleine

Glücksspiel nicht einführen. Wir schützen

damit Menschen und Familien vor Spielsucht

und deren negativen Begleiterscheinungen“,

hielt VP-Landtagsabgeordneter

Hanno Lecher fest.

Aufrechterhaltung des Verbots

Foto: pexels-seven11

Landtagspräsident Harald Sonderegger

in der „Aktuellen Stunde“

„Jede Gemeinde – ob groß

oder klein, arm oder reich

– hat Anspruch auf faire

Behandlung nach geltendem

Recht!“

LAbg. Nadine Peschl plädiert

für einen fairen Umgang mit

den Bedarfszuweisungen des

Bundes

Für Lecher stehen gesellschaftspolitische

Überlegungen im Vordergrund, die mögliche

wirtschaftliche Vorteile klar überwiegen:

„Die Spielsucht hat schon viele

Existenzen zerstört – und mit ihnen

viele Familien. Unser Ziel ist es, solche

„Durch die Aufrechterhaltung

des Verbots wollen

wir Menschen vor der

Spielsucht schützen!“

LAbg. Hanno Lecher

Das Glücksspiel braucht klare Regeln.

Schicksale wo immer möglich zu verhindern.

Daher halten wir an unserer restriktiven

Haltung fest und erwarten uns auch

von der Europäischen Union, den zahlreichen

Online-Anbietern entschlossen entgegenzutreten.“

Aus diesen Gründen hat

die Volkspartei dem Antrag der SPÖ zugestimmt,

der die Aufrechterhaltung des Verbots

forderte.

„Geschätzte Kollegen der

Opposition, ich bedanke

mich für eine Lektion in

Showbusiness!“

LAbg. Guido Flatz in der Diskussion

der „Dringlichen“ der SPÖ

„Wir können nicht so weiter

machen wie bisher. Nicht,

weil wir nicht wollen, sondern

weil wir nicht können!“

Landesrätin Martina Rüscher in

der Debatte um die Zukunft der

sozialen Landschaft in Vorarlberg

Nulllohnrunde für Politiker

VP-Klubobfrau Veronika Marte sieht

in Zeiten von Sparmaßnahmen in den

öffentlichen Haushalten die Notwendigkeit,

dass auch die Politik bei sich

selbst den Sparstift ansetzt.

„Es ist für uns angesichts der angespannten

Budgetsituation eine Selbstverständlichkeit,

dass auch die Politik einen Beitrag

leistet und ein Zeichen der Sparsamkeit

setzt. Wir sprechen uns deshalb dafür aus,

die Gehälter für Landespolitikerinnen und

Landespolitiker für 2026 nicht zu erhöhen.“

Gesetzes-Initiative

Volkspartei und Freiheitliche haben sich

darauf geeinigt, gemeinsam eine entsprechende

Gesetzes-Initiative dem Landtag

vorzulegen. In diesem Zusammenhang

soll auch die bestehende Bezüge-Pyramide

des Landes evaluiert werden. Diese

Initiative wurde vom Landtag einstimmig

beschlossen.

Ein Zusatzantrag der SPÖ für die Zweckwidmung

der Mittel wurde hingegen abgelehnt.

„Wir Politiker nehmen

unsere

Vorbildwirkung

ernst, indem wir auf eine

Gehaltserhöhung 2026

verzichten!“

KO Veronika Marte


Arbeitsmarkt

Leistung soll sich wieder mehr lohnen

Im Rahmen einer Antragsinitiative fordern

die beiden Regierungsfraktionen

von der Bundesregierung, dass

zukünftig geleistete Überstunden

steuerfrei gestellt werden.

Foto: pexels-energepic.com

„Mehrleistung am

Arbeitsplatz darf nicht

durch hohe Steuern

bestraft werden!“

LAbg. Karin Feurstein-

Pichler

Die steuerliche Belastung des Faktors Arbeit bereitet immer mehr Menschen Kopfzerbrechen.

„Die aktuelle Besteuerung von Überstunden

hemmt die Einsatzbereitschaft

all jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die bereit sind, durch Überstunden

ihre Arbeitgeber zu unterstützen und ein

zusätzliches Einkommen zu erzielen.

Steuerfreiheit für Überstunden

Das wollen wir ändern und setzen uns

daher beim Bund dafür ein, dass zusätzliche

Arbeit nicht gehemmt, sondern stärker

honoriert wird“, betont Karin Feurstein-Pichler

die in ihrer Fraktion für den

Arbeitsmarkt zuständig ist.

„Für uns ist klar: Wer mehr arbeitet, muss

für seine Leistungsbereitschaft belohnt

werden. Eine Steuerfreiheit für Überstunden

bringt die notwendige Wertschätzung

für Mehrarbeit klar zum Ausdruck und ist

ebenso wichtig für die Stärkung des Einkommens

der Leistungsträger und Leistungsträgerinnen,

wie auch zur Stärkung

der Mitte der Gesellschaft“, erläutert VP-

Arbeitsmarktsprecherin Karin Feurstein-

Pichler die Zielsetzung einer steuerlichen

Entlastung.

„Wirtschaftslandesrat Tittler betonte

mehrfach die hohe Leistungsbereitschaft

der Mitarbeiter:innen in Vorarlbergs

Unternehmen und hat in diesem Zusammenhang

eine steuerliche Entlastung

gefordert. Diese Chance soll auch als

Konjunkturimpuls genutzt werden. Mehrarbeit

muss sich lohnen, was wesentlich

über die Besteuerung des Faktors Arbeit

gesteuert wird – dessen ist sich auch die

Bundesregierung bewusst“, zeigt sich

Feurstein-Pichler zuversichtlich.

Landtagstelegramm

Regierungsvorlage „Gesetz über eine Änderung des Gesetzes

zum Schutz der Bodenqualität und des Kanalisationsgeset-zes –

Sammelnovelle“ (Beilage 69/2025): Die Regierungsvorlage wird einstimmig

angenommen.

V/F-Antrag „Gesetz über eine Änderung des Bezügegesetzes

1998“ (Beilage 134/2025): Der Antrag wird einstimmig angenommen.

N/G/S-Verlangen auf Behandlung des Berichts des Landes-Rechnungshofs

Vorarlberg „Lech-Zürs Tourismus-GmbH“ im Vorarlberger

Landtag (Beilage 124/2025): Der Bericht wird einstimmig zur

Kenntnis genommen.

G-Antrag „Distanzierung der Landesregierung von der Verleihung

des ‚Silbernen Ehrenzeichens des Landes Vorarlberg‘ an Natalie

Beer“ (Beilage 118/2025): Der Antrag wird in Punkt 1 einstimmig

angenommen, Punkt 2 bleibt in der Minderheit (G/S/N).

S-Antrag „Kleines Spiel, großes Leid: Nein zum ‚Kleinen Glücksspiel‘

“ (Beilage 119/2025): Der Antrag wird einstimmig angenommen.

G-Antrag „Bewährte Leistungen des Betreuungspools für die

Zukunft sichern!“ (Beilage 113/2025): Der Antrag bleibt in der Minderheit

(G/S).

Ausschussvorlage „Pflege-Unterstützungsstrukturen und Zugang

zu Beratungsangeboten weiterentwickeln“ (Beilage 154/2025): Die

Ausschussvorlage wird mehrheitlich angenommen (V/F/N).

S-Antrag „Für Gemeinnützigkeit in der 24-Stunden-Betreuung“

(Beilage 114/2025): Der Antrag bleibt in der Minderheit (S/F).

G-Antrag „Maßnahmenpaket für Kinderschutz in der Ferienbetreuung“

(Beilage 116/2025): Der Antrag bleibt in der Minderheit (S/G/N).

Ausschussvorlage „Kinderschutz-Maßnahmenpaket für Ferienheime“

(Beilage 155/2025): Die Ausschussvorlage wird mehrheitlich

(V/F) angenommen.

S-Antrag „Nicht öffentliche Studien über Missbräuche in SOS-Kinderdörfern

in Österreich der Kinder- und Jugendanwaltschaft in

Vorarlberg zugänglich machen“ (Beilage 135/2025): Der Antrag wird

einstimmig angenommen.

S-Antrag „ ,Nein heißt Nein‘ – Vorarlberg steht zum Fracking-Verbot“

(Beilage 122/2025): Der Antrag bleibt in der Minderheit (G/S/N).

V/F-Antrag „Leistung belohnen statt bestrafen – Überstunden

steuerfrei stellen“ (Beilage 130/2025): Der Antrag wird mehrheitlich

(V/F/N) angenommen.

N-Antrag „Chancenmonitoring: Kompass für Vorarlbergs chancenreichsten

Lebensraum“ (Beilag 131/2025): Der Antrag bleibt in

der Minderheit (N/G/S).


Interna

Starke Grenzen – starkes Europa

Die Vorarlberger Volkspartei (ÖVP)

bekennt sich in diesen herausfordernden

Zeiten eindeutig zu einem starken,

handlungsfähigen Europa. Vorarlbergs

Wohlstand, Sicherheit und soziale Stabilität

sind eng mit der Zukunft der Europäischen

Union verknüpft. Gerade jetzt ist

es wichtiger denn je, als Land im Herzen

Europas, eine aktive, gestaltende Rolle

einzunehmen – und auf eine Politik der

europäischen Zusammenarbeit und Innovation

zu setzen statt sich in alte nationale

Trennlinien zurückzuziehen.

Die Vorarlberger Delegation bei der Abgeordnetenkonferenz in St. Wolfgang.

Im Rahmen der 4. Abgeordneten-Konferenz

der Österreichischen Volkspartei

stand Europapolitik mit Keynotes

von EVP-Chef Manfred Weber (CSU)

und unserem Vorarlberger EU-Kommissar

Magnus Brunner im Zentrum.

„Ein Rückzug zu Nationalismus würde

großen Schaden für unsere Sicherheit

und unseren Wohlstand bedeuten.

In einer zunehmend fragmentierten und

krisenanfälligen Welt kann kein Land

die Herausforderungen von Terrorismus,

Cyber-Bedrohungen oder wirtschaftlicher

Protektionismus alleine meistern“ so

Klubobfrau Veronika Marte, die die Vorarlberger

Delegation anführte.

Dieser Klub-Express ist für

DVR 0109533

Wer sich von der europäischen Solidargemeinschaft

abwendet, schwäche nicht

nur die gemeinsame Widerstandsfähigkeit

und Sicherheit, sondern gefährde

auch Schlüsselindustrien, Investitionen

und den sozialen Zusammenhalt.

Es brauche heute mehr denn je starke

Partnerschaften, offene Märkte und

europäische Lösungen – Abschottung

wäre der sicherste Weg zur wirtschaftlichen

Schwächung und zur sicherheitspolitischen

Isolation, war die einhellige Meinung.

Die Vorarlberger Volkspartei war neben

Klubobfrau Veronika Marte mit den Nationalräten

Heike Eder und Norbert Sieber,

den Bundesräten Christine Schwarz-

Fuchs und Christoph Thoma sowie den

Landtagsabgeordneten Präsident Harald

Sonderegger, Julia Berchtold, Gerda

Schnetzer-Suttterlüty, Andrea Schwarzmann,

Heidi Schuster-Burda und Cenk

Dogan vertreten.

Zukunft in der Europäischen Union

Unsere Zukunft liegt ganz klar in der

Europäischen Union – und nicht im Rückzug

zu einem Nationalstaat, wie ihn

populistische Stimmen fordern. Ein solches

„Zurück“ hätte dramatische Konsequenzen:

Österreich würde nicht nur wirtschaftlich

massiv verlieren, sondern auch

seine Sicherheit und Stabilität gefährden.

Der Euro als starke Währung und

der Zugang zu den größten Märkten sind

Garanten für Arbeitsplätze, Wohlstand

und soziale Gerechtigkeit. „Und dafür

stehen wir Seite an Seite mit EU-Kommissar

Magnus Brunner und der Österreichischen

Bundesregierung“, schließt

Klubobfrau Veronika Marte.

Österreichische Post AG

SP 02Z031898 S

Impressum: Medieninhaber, Herausgeber,

Verleger: VP-Landtagsklub, Römerstraße 15,

Landhaus, 6900 Bregenz

Tel.: 05574/511-31105, Fax 05574/511-31195

E-Mail: landtagsklub@volkspartei.at

http://www.volkspartei.at/

In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden aktuellen Themen debattiert und aufgearbeitet.

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