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COBURGER – Das Magazin #29

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Nr. 29 | Oktober 2018

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen


Oudenaarde: Coburgs Partnerstadt ist immer eine

Reise wert. Mehr auf Seite 78. Foto: Rainer Brabec

2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 3


INHALT

AUSGABE 29 | OKTOBER 2018

8 DREIGESTIRN

10 STADTGESPRÄCH

12 DER HOFBERICHT

88 BUCHEMPFEHLUNG

89 THEATERVORSCHAU

100 SCHATZSUCHE

102 IN EIGENER SACHE

104 MONACO FRANKE

105 AUF EIN WORT

106 DAS LETZTE

FRANK WUNDERATSCH

CHRIS WINTER

VERSCHIEDENE KÜNSTLER

VERSCHIEDENE AUTOREN

WOLFRAM PORR

JULIA GRAHN

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

WOLFRAM HEGEN

VAL THOERMER

WOLFRAM HEGEN

ILKA ROSEMEIER

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

SEBASTIAN BUFF

12 HOFBERICHT

Das OktOPAfest in Coburg

16

20

30

33

PFUSCH AM BAU

Alptraum statt Traumhaus

ALLES SO SCHÖN BUNT HIER

Bilderstrecke Coburg im Herbst

SONDERTHEMA UMWELT

Sind wir nicht auch Teil?

SCHEIN UND SEIN UND SELBSTBETRUG

Umwelt und Doppelmoral

36 TEMPOWECHSEL

Über die Verstädterung der Lebensumwelt

44 MACHER

Dieses Mal Steffen Tetzlaff

46

54

68

80

MIT DRUCK UMGEHEN LERNEN

Das Lebenswerk von Peter Pratsch

DER UMDENKER

Thomas Bittorf im Gespräch

SCHÖNE DINGE

Wie Umgebung auf uns wirkt

HIER WOHNTE …

… der Schinkenbaron

4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


Seite 80

Hier wohnte … der Schinkenbaron

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 5


EDITORIAL

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN

Die Schilddrüse machte es nötig, ein paar Tage Aufenthalt im Klinikum Coburg, mitten in

diesem an heißen Tagen nicht gerade armen Sommer 2018, der gefühlt so lange andauerte,

dass – scherzhaft gesagt – wohl nur die Älteren unter uns sich noch an seine Anfänge

werden erinnern können, und der ob seiner Temperaturen auch die Tage und Nächte im

Krankenhausbett – trotz weit geöffneter Fenster und Türen in allen Gängen und Fluren –

zu einem Saunaaufenthalt machte, so dass an Schlaf kaum zu denken, dafür aber viel Zeit

zum Nachdenken war.

Grübeln also über das Leben an sich, Beruf und Berufung, Familie und Freunde, sowie natürlich über die großen

gesellschaftlichen Themen, von denen es gefühlt nur noch eines gibt. Wir wollen es hier nicht erwähnen.

Es ist ja - zwar nicht nur, aber auch - deswegen das große Thema, weil die paar Wenigen wollen, dass es das

große Thema ist. Und das schaffen sie auch mit ihren gezielten Provokationen. So sehen sich die sehr vielen

Mehr zu dauerhafter Reaktion und Entrüstung gezwungen. Verständlich. Auf diese Weise aber schafft es das

Thema auf Platz 1. Da aber gehört es nicht hin, das zeigt ein Blick auf die Faktenlage. Das soll nicht heißen, dass

es nicht klarer öffentlich kommunizierter Positionen und Haltungen bedarf, um grundsätzliche Werte zu verteidigen,

und, wenn es zu heftig wird, auch juristischer Möglichkeiten, wohl aber, dass man – Entschuldigung

- nicht in jeden Scheißhaufen treten sollte, vor allem, wenn andere ihn mutwillig hinterlassen. Davon bekommt

man nur schmutzige Schuhe, regt sich wahnsinnig auf und ist immerzu am Putzen. Schade um die Zeit.

Es gibt nämlich wirklich Wichtigeres. Die Umwelt zum Beispiel. Sie (über-)lebenswert zu erhalten ist Egoismus,

Nächstenliebe und Innovation zugleich. Unser Sonderthema Umwelt also stellt sich die rhetorische

Frage: „Sind wir nicht auch Teil?“ - und Ihnen zum Einstieg auch gleich ein paar Fragen, die wir uns aus einer

umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit entliehen haben und die zum Nachdenken taugen. Wir beantworten

zudem die Frage, warum wir uns denn mit dem „Umweltschützen“ so schwertun. Klar: Des Menschen Wesen

ist halt auch seine Beschränktheit, die als Erklärungsmuster für das eigentlich (eigentlich ist eigentlich ein Unwort,

geht aber hier nicht anders) Unerklärliche dienen kann, aber bitte nicht als Entschuldigung dienen soll.

Und weil die Umwelt zu schützen ja nur Sinn macht, weil wir doch zumindest fast alle am Leben hängen, muss

es doch auch viel Schönes, Spannendes, Liebenswertes auf dieser Welt geben … und das gibt es auch … und in

Coburg sowieso.

Deswegen erzählen wir viele Geschichten von Menschen aus der Region, wie von unserem Macher in diesem

COBURGER, Steffen Tetzlaff, wie über das Auf und Ab und Auf im Leben von Peter Pratsch, wie über das

Miteinander von Generationen bei den Bätzoldts, wie über die Kehrtwende im Leben von Thomas Bittorf. Wir

zeigen, wie bunt Coburg vor allem im Herbst ist, welche architektonische Pracht sich hinter einem Bretterzaun

am Ernstplatz verbirgt, und wir zeigen in Bildern, warum Anfang Oktober auf dem Schlossplatz der Schweiß in

solchen Strömen lief, dass die Itz Tränen der Rührung vergossen hätte, wenn sie nicht so ausgedörrt gewesen

wäre.

Es war halt ein heißer Sommer. Ein langer heißer Sommer. Unsere Prognose für 2018: Wärmer wirds nimmer.

So, jetzt sind Sie dran.

Wolfram Hegen

P.S. Diesmal nix, ist alles gesagt

P.P.S. Wie gesagt, alles gesagt

6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


INHALT

16

PFUSCH AM BAU

Alptraum statt Traumhaus

58

HARAKIRI AM BERG

Die steilsten Pisten in den Alpen

86

MARKTBERICHT

Begehrte Immobilien

30

SONDERTHEMA UMWELT

Sind wir nicht auch ein Teil?

Mohamed Mokhtar

Mein Name ist Mohamed Mokhtar und

ich komme aus Coburg.

Seit Juli 2018 bin ich bei Bodystreet

Coburg Heiligkreuz als neuer Bodystreet

Personaltrainer beschäftigt. Mir macht

es sehr viel Spaß mit Kunden zu arbeiten,

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bis 31.12.2018.

78

OUDENAARDE

Immer eine Reise wert

96

GALERIE

Lutz Naumann

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Tel.: 09561 / 973 44 66

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AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 7


DREIGESTIRN

DREIGESTIRN

Es streut der Wind mit voller Hand / von Bäumen Blättergold empor.

Das dürre Laub schwirrt durch die Luft / wie Fledermäus` aus Gräbertor.

Das Totenlied der Schöpfung spielt / der Herbstwind auf genicktem Rohr.

Auszüge aus einem Gedicht von Friedrich Rückert

Kunstvoll gedrechselt kocht der Wahl-Coburger und Welt-Lyriker Friedrich

Rückert das dem Herbst innewohnende Abschiednehmen, Absterben und

Auseinandergehen ein, melancholieduftend, sehnsuchtsleer. Die Sommerhitze

verglüht, die Nacht dunkelt, das Getöse verstummt. Freudloser Herbst?

Mitnichten. Farben tönen, Winde leuchten, Düfte pusten, das Jahr bäumt sich

auf, raubt sich seiner letzten Kräfte, bevor es im Winterschlaf zu neuem Leben

erwachen wird. Also halten wir es doch mit Friedrich Rückert, ernten wir im

Herbst die Früchte des Jahres, wohlan, feiert und seid fröhlich, bei einem unserer

3 besonderen Tipps für die nächsten Wochen oder wo auch immer:

O sieh des Jahrs Verwüstung an / und hole frischen Wein hervor!

Du trink, und seufz‘ im Winter nicht; / denn auch im Frühling seufzt ein Tor.

JAZZ AUS TAUSENDUNDEINER NACHT

DAS MARIE SÉFÉRIAN QUARTETT

Charmant lässt Marie Séférian ihre Stimme jubilieren, wie man es lange nicht

mehr so überzeugend im deutschen Jazz hören konnte. Das aktuelle Album des

Quartetts um Sängerin Marie Séférian „Mille Nuits“ behandelt ausschließlich in

Versform gebrachte Märchen, die im musikalischen Gewand präsentiert werden.

So entstehen u.a. musikalische Erzählungen wie „Schéhérazade“ oder auch „Aladins

Wunderlampe“. Marie Séférian verfügt über ein breites Ausdrucksspektrum,

das sich aus unterschiedlichsten Erfahrungen speist: Eine gebürtige Münsteranerin,

die deutsch-französische Wurzeln hat, sich in dem libanesischen Mikrokosmos

ihrer Großeltern Zuhause fühlt und Berlin zu ihrer Wahlheimat gemacht hat.

Niko Meinhold, Tim Kleinsorge und Javier Reyes schaffen einen farbenreichen

Klangteppich aus Gesang und Instrumenten, dem Marie Séférian bravourös neue

Konturen verleiht.

KALIFORNISCHER BLUES-ROCK

ANDY FRASCO & THE U.N. IN COBURG

Das darf man und frau nicht verpassen. Andy Frasco & The U.N. meets Coburg.

Was für eine Ehre. Möglich macht es die Sonderbar am Nikolausabend. Die

kalifornische Blues-Rock-Band rund um den charismatischen Keyboarder und

Sänger aus Kalifornien ist für ihre energiegeladenen Shows geradezu berüchtigt.

Und die entfalten ihre unglaubliche Kraft in kleinen Clubs natürlich ganz

besonders. Also nix wie hin zum Exklusiv-Konzert der verrückten Kalifornier.

Wann Wo Wie:

Freitag, 26. Oktober 20 Uhr, Leise am Markt

Karten unter 09561/ 90856 oder online unter www.leise-am-markt.de

Wann Wo Wie:

Donnerstag, 6. Dezember 2018 um 21 Uhr in der Sonderbar.

Tickets im Vorverkauf 16 Euro.

8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


HANDBALL SEIT 2000

DREIGESTIRN

URAUFFÜHRUNG

HERBSTKONZERT DES COBURGER BACHCHORES

Es wird ein ganz besonderer Nachmittag am 25. November in St. Moriz in

Coburg. Dann nämlich steht eine echte Uraufführung auf dem Programm des

Herbstkonzertes des Coburger Bachchores: Marcus M. Reißenbergers MEM 29

Psalm 130. Er selbst sagt darüber: „Die Komposition basiert auf dem Psalm 130 in

der Übersetzung von Martin Luther. Musikalisch ist das Werk sehr stark inspiriert

einerseits von der strengen Vokalpolyphonie der niederländischen Renaissance,

anderseits spielen auch impressionistische Klangflächenstrukturen eine nicht

unerhebliche Rolle.“ Dafür interessiert sich auch der Bayerische Rundfunk, der

die Uraufführung aufzeichnen wird. Davor aber steht ein traditionelles Werk auf

dem Programm - die Messe C-Dur op. 86 von Ludwig van Beethoven, von der

wiederum der Meister selbst sagt: „Von meiner Messe wie überhaupt von mir selbst

sage ich nicht gerne etwas, jedoch glaube ich, dass ich den Text behandelt habe, wie

er noch wenig behandelt worden.“ Neben dem Bachchor singen und musizieren

an diesem Nachmittag Anna Gütter, Stefanie Ernst, Milen Bozhkov und Michael

Lion, sowie das Philharmonische Orchester des Coburger Landestheaters unter

der Leitung von Peter Stenglein.

Spitzensport in Coburg

Die Heimspiele in der HUK-COBURG arena:

1 REGION. 1 ZIEL. H

GEME1NSAM

C.

HSC

COBURG

Wann Wo Wie:

Am Sonntag, den 25. November 2018 um 16 Uhr in der Kirche St. Moriz.

Karten 5 bis 29 Euro.

Weitere Ideen, Anregungen und Termine für Melancholiker, Herbstzeitlose,

Einsame, Gemeinsame, Gelangweilte, Interessierte und sonstige Nicht-

Stubenhocker:

▶ iTVCoburgApp, kostenlos zum Download

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Ich sinnlose so vor mich hin – habt Freude dabei.

HSC 2000 Coburg vs. TUSEM Essen

20. Oktober 2018

Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. TV Großwallstadt

09. November 2018

Anwurf: 20:00 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. Handball Sport Verein Hamburg

17. November 2018

Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. TuS Ferndorf

01. Dezember 2018

Anwurf: 19:30 Uhr

www.hsc2000.de

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 9


STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH...

BILDERDIEBSTAHL

Der Coburger Weihnachtsmarkt ist beliebt. Alljährlich drängen sich (in diesem Jahr

ab dem 30. November) Zehntausende in der kleinen romantischen Budenstadt,

wärmen sich mit lichterglänzenden Augen an dampfenden Glühweintassen. Für

die Coburger selbst ist es die fünfte Jahreszeit, für Exil-Coburger willkommene

Gelegenheit zum Heimatbesuch, für viele Gäste und Touristen mehr als

ein Geheimtipp. Vor allem, seit die Bilder vom weihnachtlichen Coburger

Marktplatz durch soziale Medien in alle Welt getragen - und dabei auch immer

mal wieder zweckentfremdet werden. So wie kürzlich auf dem Portal „Inside

Karlsruhe“, das den Usern als besonderen Tipp einen Besuch auf dem Straßburger

Weihnachtsmarkt empfahl:

„Der Straßburger Weihnachtsmarkt … wahrscheinlich der beste Weihnachtsmarkt bei

uns im Umkreis! Wir freuen uns jetzt schon auf die gemütlichste Zeit im Jahr mit genug

Glühwein, Langos und jede Menge anderer Leckereien.“

Sicherlich ist der Straßburger Weihnachtsmarkt eine Reise wert, allerdings prangte

neben dem Hinweis ein Bild des Coburger Weihnachtsmarktes! Ein Skandal, der

in Coburg nicht unbeobachtet bliebt und in den sozialen Medien eifrig diskutiert

wurde … allerdings nur ein paar Tage, dann war das falsche Bild ausgetauscht.

Besucher aus Karlsruhe oder auch Straßburg sind aber natürlich auch in Coburg

herzlich Willkommen.

SCHNITTCHEN

Coburgs Haarkünstler sind deutschlandweit ganz vorne dran: Der sogenannte

„Calligraphy Cut“, der in der Region exklusiv von Friseur Julia Göring Intercoiffure

angeboten wird, sorgte jetzt in der VOX-Show „Die Höhe der Löwen“ für

Aufsehen. Erfinder Frank Bormann konnte sich vor Angeboten aller vier „Löwen“

(Frank Thelen, Judith Williams, Dagmar Wöhrl und Herr Carsten M.) kaum retten.

Der Calligraphy Cut ist eine neue Schneidetechnik für Haare. Seit April 2011

werden ausgewählte Premium−Salons in Deutschland mit dem neuen Calligraphy

Cut−Service geschult.

Und das Studio Freese ist im November offizieller Beautypartner des

Bundespresseball im Hotel Adlon in Berlin. Schon im letzten Jahr hat das Team

rund um Torsten Freese bei diesem bedeutendsten gesellschaftlichen Event in der

Hauptstadt Stars und Sternchen betreut (und der COBURGER durfte mit dabei

sein, die Geschichte dazu gab es in der Ausgabe 24 im Dezember 2017). Das also

hat so gut funktioniert, dass Coburg auch in diesem Jahr wieder Berlin die Haare

schön macht. Kompliment und gutes Gelingen!

TRANSFER ZU ITVCOBURG

Der Lautertaler Andreas Leopold Schadt, bekannt unter anderem als Kommissar

Sebastian Fleischer aus dem Franken-Tatort, aus „Dahoam is dahoam“ und aus

der mit dem Grimmepreis ausgezeichneten Serie „5 vor 12“, ist seit Oktober bei

iTVCoburg angestellt. Der Coburger TV-Sender, ein Geschäftsbereich der süc//

dacor GmbH, sicherte sich die Dienste des gebürtigen Hofers zunächst für ein

Jahr. Schadt wird dort vor allem neue TV-Formate konzipieren und moderieren.

10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


STADTGESPRÄCH

WURMFORTSATZ

Hurra, Hurra, der Regenwurm ist wieder da. Eine erste kurze Schlechtwetterperiode

im September nämlich ließ die ersten „Wenigborster“ (zu dieser Ordnung

gehören Regenwürmer) wieder aus dem Boden des Dr. Stocke-Stadions an der

Wiesenstraße herausspitzen. Im letzten Jahr hatten die Tierchen unzählige Erdhäufchen

auf dem Sportplatz hinterlassen. Die Ursache neben einem feuchten

Sommer 2017 ist die Drainage der Dr. Stocke-Anlage. Ob auch in diesem Herbst

„der Wurm drin ist“ im Coburger Fußball, bleibt abzuwarten.

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AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 11


DER HOFBERICHT

FOTOS: FRANK WUNDERATSCH

Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg

sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist

sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen

Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne

HOFBERICHT

kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir

eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen

wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal vom OktOPAfest auf

dem Schlossplatz in Coburg.

12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


DER HOFBERICHT

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AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 13


DER HOFBERICHT

14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


DER HOFBERICHT

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AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 15


PFUSCH AM BAU

Dann lieber Profis …

Alptraum statt Traumhaus

16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


ALPTRAUM STATT TRAUMHAUS

VON CHRIS WINTER

Das Richtfest für das schmucke Eigenheim liegt schon lange zurück.

Der Innenausbau ist in den vergangenen Wochen und Monaten fortgeschritten

und endlich der langersehnte Tag: Der Einzug ins neue

Heim. Doch die Freude der Familie Müller (Name von der Redaktion

geändert) über die „eigenen vier Wände“ erfährt be trächtliche

Dämpfer. Manches Ge werk des Hauses war mit zu großer Lässig keit

aus geführt worden. So wunderte sich die Familie an fangs, warum

Freun de und Verwandte das Mobil telefon benutz ten, um mitzu

teilen, „wir stehen vor der Tür“. Die Ur sache war

schnell gefunden: Die Haus klingel funktionierte

nicht. Sie war nicht nur nicht angeschlossen,

sondern konnte aufgrund einer falsch verlegten

Stromleitung gar nicht funktionieren.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 17


Kettenreaktionen

PFUSCH AM BAU

Laut dem Eigentümerverband Haus & Grund in Berlin weisen etwa 99

Prozent aller Neubauten bauliche Mängel auf. Die Folge sind jede Menge

Ärger und lange Rechtsstreitigkeiten über Ursachen und Verantwortung.

In manchen Fällen ist eine Behebung der Schäden und Mängel technisch

gar nicht möglich, etwa wenn eine tragende Stahlbetonwand auf Grund

mangelhafter Schalung schief geworden ist. Je später der Mangel

entdeckt wird, desto unangenehmer die Situation. Denn dann beginnt

eine Kettenreaktion: Ist etwa der Estrich noch nicht trocken und das

nächste Gewerk verlegt das neue Parkett, ist der Bauschaden schon

vorprogrammiert. Nun muss – nachdem der Mangel festgestellt wurde – das

Parkett wieder raus, der Estrich austrocknen und ein neuer Boden verlegt

werden. Das verzögert wiederum den weiteren Ausbau. Am schlimmsten

sind Bauschäden, die erst nach der Bauabnahme oder erst nach Jahren

erkennbar werden, etwa durch eine undichte Dacheindeckung. Die

Beseitigung ist dann relativ teuer, da meist schon ganze Bauteile großflächig

beschädigt und dazu nicht mehr so einfach zugänglich sind. Außerdem sind

die Gewährleistungsfristen im schlimmsten Fall schon abgelaufen oder die

entsprechende Baufirma existiert bereits gar nicht mehr.

Schwarze Schafe sorgen für den Ärger

"Viele Probleme mit Mängeln (und spätere Auseinandersetzungen)

an Neubauten sind darauf zurückzuführen, dass viele Bauherren heute

keinen eigenen Architekten mehr beauftragen", sagt Kai Warnecke vom

Eigentümerverband. Nur ein Prozent der Bauvorhaben werde noch

klassisch mit Planung und Baubegleitung durch einen Architekten realisiert.

Die überwiegende Zahl der Handwerker macht einen guten Job. hingegen

sorgen die schwarzen Schafe in der Zunft mit abenteuerlichen und nahezu

grotesken Konstruktionen und Einbauten für mediale Aufmerksamkeit.

Eine Toilette in einem Altbau zeigte sich als schmaler, einige Schritte

langer Schlauch. Am Ende an der Schmalseite war die Toilette installiert.

Nach der Sanierung befand sich die Toilettenschlüssel um 90 Grad versetzt

an einer Seitenwand und war umständlich und in dem schmalen Raum nur

mit allerlei Verrenkungen zu erreichen. Was vorher möglich war, „ist jetzt

nicht anders machbar gewesen“, so der Handwerker zu der unglaublichen

Modifikation. Die Wohnungsinhaberin hatte die Rechnung schon bezahlt

und der Rückbau zu einer vernünftigen Lösung gestaltete sich langwierig

und nervenaufreibend. Ganz abgesehen, dass die Toilette für einige Zeit

wieder eine Baustelle und damit nicht zu benutzen war.

Die

1

2

3

4

5

6

7

Top Ten

der Baumängel

Das Mauerwerk oder der Putz haben Risse

Aktuelle Baustoffe wie Mörtel oder Putz sind hochkomplex und bedürfen

einer Verarbeitung exakt nach Vorgabe. Oft wird hier geschlampt oder es

werden Baustoffe kombiniert, die nicht zusammenpassen. Auch einfache

handwerkliche Fehler treten auf. Die Folge sind oft Risse in Putz und

Mauerwerk.

Die Fensterlaibungen sind durchfeuchtet

Die Anschlussdetails zwischen Putz und Fenster werden nicht sorgfältig

genug ausgeführt. Folge: Regen und Wind können eindringen, was sich

früher oder später in Wasserschäden an der Fensterlaibung niederschlägt.

Die Dampfsperre ist undicht

Eine Dampfsperre soll die hinter ihr liegenden Bauteile vor Feuchtigkeit in

der Luft schützen. Lecks können hier dramatische Folgen haben: Kühlt die

Luft ab, gibt sie Feuchtigkeit, zum Beispiel an die Dämmung, ab – und die

wird dadurch zerstört.

Die Bodeneinschubtreppe wurde falsch montiert

Beim Einbau der Bodeneinschubtreppe – also einer einklappbaren Treppe

zum Dachboden – werden bisweilen die Anschlüsse an die Dampfbremse

unsachgerecht ausgeführt. Dadurch kann Feuchtigkeit in die Bauteile

gelangen. Folge: Schlechterer Wärmeschutz oder gar Schimmelbefall.

Der Spitzboden wurde nicht entlüftet

Der Spitzboden sollte nach Ende der Bauarbeiten ausreichend gelüftet

werden, da er dann noch viel Feuchtigkeit enthält. Geschieht das nicht,

drohen Tauwasserschäden und Schimmelbefall.

Der Keller ist undicht

Ein undichter Keller kann viele Ursachen haben: Planungs- oder

Materialfehler oder einfach eine unsachgemäße Ausführung. Kostspielig

ist es allemal, solche Baumängel zu beheben. Fünfstellige Summen sind die

Regel.

Risse im Holz

Risse in tragenden Holzteilen sehen nicht nur schlecht aus, sondern

können auch ein Sicherheitsrisiko sein, da sie die Stabilität eines Bauteils

beeinträchtigen. Ursache ist meist, dass Holz verbaut wurde, das nicht

genug trocknen konnte: Durch den Schwund beim Trocknen entstehen die

Risse.

Flüchtigkeitsfehler

Für Ärger und Verdruss sorgen in vielen Fällen Abflüsse, die an der falschen

Stelle eingebaut wurden oder gar samt und sonders komplett verquere

Installationen. Beispielsweise, wenn sich das Waschbecken über der

Badewanne befindet. Ein Fehler, der eigentlich augenfällig und schon beim

Blick auf die Bauzeichnung klar werden sollte. Davon und anderem Murks

existieren viele Aufnahmen im Internet. Beim Fliesenlegen soll es möglichst

wenig Verschnitt geben, daher wird an den Rändern zusammengestückelt.

Noch eine neue Tapetenrolle anfangen, das muss nicht sein: Für die

Dachschräge reicht ein Rest aus. Genau auf solche „Flüchtigkeitsfehler“

bezieht sich der Begriff Pfusch. Viele dieser Fehler begründen sich im

Bestreben der Handwerker, ihren eigenen Müll zu reduzieren. Die Folge

sind unsaubere Übergänge an Ecken und Kanten. Ärgerlich und später

mitunter sehr teuer, weil aufwändig zu reparieren, sind schlampig und

damit unsachgemäß ausgeführte Isolierungen. Feuchtigkeitsschäden

sind vorprogrammiert, werden oft erst lange Zeit später bemerkt. Auch

Wände im Neubau gibt es, die nicht die nötige Stabilität haben. An derart

schwachen Konstruktionen gibt es Probleme bei späteren Befestigungen.

Wenn das Starkstromkabel für den Küchenherd gleich neben dem

Wasserrohr sitzt, sträuben sich bei Sachverständigen die Haare.

8

9

10

Fehler bei der Kelleraußentreppe

Die Entwässerung der Kelleraußentreppe ist bisweilen nicht optimal

gewährleistet: Dann kann Wasser nicht abfließen und es drohen langfristig

Feuchtigkeits- und Frostschäden.

Baumängel beim Estrich

Ungewollte Risse im Estrich entstehen, wenn Dehnungsfugen zu

angrenzenden Bauteilen nicht ausreichend dimensioniert oder an der

falschen Stelle gesetzt wurden. Liegt erst der Bodenbelag, kann man diesen

Baumangel nicht mehr ohne Weiteres erkennen. Bauherren müssen schon

während der Bauphase aufpassen.

Undichte Lüftungsanlagen

Baumängel betreffen auch Lüftungsanlagen, die oft undicht sind. So

kann Feuchtigkeit an Bauteile gelangen, zudem wird die Energieeffizienz

gemindert.

18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


EXPERTENTIPP

Gesponserter Beitrag

PFUSCH AM BAU

Die eigenen vier Wände, Rückzugsort, trautes Heim. Für viele

Menschen Lebensziel und Lebensinhalt. Viel Zeit investieren

sie in ihre Wohnung, in ihr Haus, viel Geld geben sie aus für

Bau, Sanierung, Modernisierung. Man will sich wohlfühlen,

Komfort genießen, Werte schaffen. Immer wieder aber wird

das vermeintliche Traumhaus zum

Alptraum. Was dann zu tun ist oder

wie man es gar nicht soweit kommen

lässt, dazu Rechtsanwältin Heidi

Schüler von der Coburger Kanzlei

Hörnlein & Feyler.

Oft hat sie in ihrem beruflichen Alltag mit Pfusch

am Bau zu tun, Beispiele gibt es viele:

Über die fehler hafte Statik einer Bodenplatte

über Schä den durch Feucht igkeit

bis hin zum kom plet ten Stillstand

auf der Baustelle, weil Firmen nicht

mehr auftauchen, der Bauträger nicht

mehr reagiert. „Da kann man sich dann

glücklich schätzen, wenn man noch nicht

bezahlt hat.“ Ohnehin sollten Verträge so

geregelt sein, dass in gewissen Abständen

nach bestimmten Baufortschritten gezahlt

wird, empfiehlt Heidi Schüler.

Immer wieder sind es auch nur Kleinigkeiten, aus

denen sich große Schäden entwickeln können. Zum

Beispiel der Fall einer Familie, deren Bad saniert

worden ist. Doch weil die Duschwanne nicht fachmännisch

aufgesetzt worden war, lief nach und nach

Wasser in die Wand. Die Folge: Schimmel. Die Kosten:

Immens. Für Gutachten, Schimmelentfernung,

Trocknung, Wertminderung, Nutzungsausfall des

Hauses. „Das war alles schon fast so teuer wie ein

Neubau.“ Am Ende musste der Hand werker für den

Scha den aufkommen. In der Regel über nimmt das

seine Betriebs haft pflicht. Wenn offen sicht liche Schäden

auftauch en, sollte man diese auf jeden Fall mit Fotos

dokumentieren, umgehend den verantwortlichen

Unternehmer informieren, und ihm schriftlich eine

Frist zur Beseitigung geben. Sollte er die Frist nicht

einhalten, kann man einen anderen Handwerker beauftragen,

den Schaden zu beheben. Die Kosten muss

man sich dann vom Verursacher wieder zurückholen.

Sollten Schäden nicht eindeutig sein, wird es komplizierter.

Man kann den Werkvertrag kün digen,

Schadens ersatz verlangen, die Mangelbeseitigungskosten.

Im Einzelfall kann es auch möglich sein, dass

bei unzumutbaren Zuständen, wie beispielsweise

Kälte, Enge oder drohenden Gesundheitsschäden

durch Schimmelbefall der Handwerker verpflichtet

werden kann, eine Ersatzunterkunft zu bezahlen.

Und auch bei einem Gang vor Gericht stehen die

Chancen gut, dass man als Geschädigter zu seinem

Recht kommt. Übrigens: Kommt es zu keiner

Einigung, bestellt das Gericht einen Gutachter,

Privatgutachten sind dagegen als Beweis nicht

ausreichend.

Heidi Schüler ist in der Kanzlei

Hörnlein & Feyler unter anderem

auf Bau- und Architektenrecht und

öffentliches Bau recht spezialisiert.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 19


Alles so schön bunt hier. Coburg im Herbst.

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AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 29


SONDERTHEMA UMWELT

SIND WIR NICHT AUCH EIN TEIL?

SONDERTHEMA UMWELT

Umwelt – ist das nicht dasselbe wie Natur, also das mit dem Wald, den Meeren,

der Luft und so? Ja – und Nein. Alles ist Umwelt, mit dem wir in Kontakt

stehen. Also auch wir selbst. Wie vielfältig Umwelt ist, zeigen Auszüge aus

dem Fragebogen “Umweltbewusstsein in Deutschland” vom Institut für

ökologische Wirtschaftsforschung.

Viel Spaß beim Nachdenken.

30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


SIND WIR NICHT AUCH EIN TEIL?

FRAGEBOGEN

UMWELTBEWUSSTSEIN IN DEUTSCHLAND

Wird von den genannten Akteuren in Deutschland genug für den

Umwelt- und Klimaschutz getan?

Umweltverbände

Städte, Gemeinden

Bundesregierung

Industrie

Bürgerinnen und Bürger

Wenn Sie Ihre eigene Belastung durch Umweltprobleme

betrachten und sich mit dem Durchschnitt der Bevölkerung

in Deutschland vergleichen, fühlen Sie sich dann durch

Umweltprobleme mehr, weniger oder etwa gleich stark belastet?

Wenn sie einmal an die letzten 12 Monate hier bei Ihnen denken,

wie stark haben Sie sich persönlich durch den Lärm von

folgenden Dingen gestört oder belästigt gefühlt?

Schienenverkehrslärm

Straßenverkehrslärm

Industrie- und Gewerbelärm

Flugverkehrslärm

Lärm von Nachbarn

Im Folgenden sehen Sie verschiedene politische Aufgaben.

Welche Rolle spielt nach Ihrer Meinung der Umwelt- und

Klimaschutz im Hinblick auf diese Aufgaben?

Wohlstand sichern

Arbeitsplätze schaffen

Wettbewerbsfähigkeit sichern

für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen

Zukunftsaufgaben (wie z. B. Globalisierung) meistern

Im Folgenden sehen Sie nun einige Aussagen. Bitte geben Sie

jeweils an, ob Sie der entsprechenden Aussage voll und ganz,

eher, eher nicht oder überhaupt nicht zustimmen.

Es beunruhigt mich, wenn ich daran denke, in welchen

Umweltverhältnissen unsere Kinder und Enkelkinder

wahrscheinlich leben müssen.

Es bedeutet mir viel, so zu leben, dass ich mich mit mir und

der Umwelt im Reinen fühle.

Eine konsequente Politik zum Schutz der Umwelt wird sich

zukünftig positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft

auswirken.

Es ist nun mal so: Ohne weiteres Wirtschaftswachstum

können wir unser Wohlstandsniveau nicht halten.

Wenn ich sehe, dass unsere Wirtschaft Jahr für Jahr

weiterwächst, frage ich mich: Wie lange kann das noch gut

gehen?

Um mit dem Klimawandel und anderen Umweltproblemen

klar zu kommen, brauchen wir vor allem ein hohes

Wirtschaftswachstum. Denn die dafür notwendigen

Maßnahmen kosten viel Geld.

So wie ich es sehe, kann Deutschland viel zur Lösung von

Umweltproblemen auch in anderen Ländern beitragen.

Ich meine, durch unsere Lebensweise sind wir auch für viele

Umweltprobleme in ärmeren Ländern verantwortlich (z.B.

durch Ausbeutung von Rohstoffen oder Müllexport).

Die Umwelt kann nur gerettet werden, wenn wir alle weniger

konsumieren.

Wissenschaft und Technik werden viele Umweltprobleme

lösen, ohne dass wir unsere Lebensweise ändern müssen.

Im Folgenden geht es um Ihr persönliches Verhalten

bei Kauf und Nutzung von Produkten und

Dienstleistungen.

Bitte geben Sie an, wie häufig Sie in den letzten 4 Wochen …

… beim Kauf von Lebensmitteln und Getränken Bioprodukte

gewählt haben.

… beim Kauf von Fisch oder Meeresfrüchten Produkte aus

nachhaltiger Fischerei gewählt haben.

… beim Kauf von Kopierpapier, Klopapier oder

Papiertaschentüchern Produkte aus Recyclingpapier gewählt

haben.

… beim Kauf von Körperpflegeprodukten Produkte gewählt

haben, die als umweltschonend gekennzeichnet sind.

Bitte geben Sie an, wie häufig Sie im letzten Jahr

… zum Autofahren Car-Sharing genutzt haben.

… Fahrrad, Bus und Bahn statt Auto, Motorrad oder Flugzeug

genutzt haben.

… freiwillige Kompensationszahlungen bei Flugreisen geleistet

haben, um Ihre CO2-Emissionen auszugleichen.

FORTSETZUNG AUF DER NÄCHSTEN SEITE …

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SONDERTHEMA UMWELT

… FORTSETZUNG FRAGEBOGEN

UMWELTBEWUSSTSEIN IN DEUTSCHLAND

In Folgenden geht es um bestimmte Entscheidungen,

die nur gelegentlich getroffen werden: Was trifft auf

Sie in Bezug auf die folgenden Handlungen zu?

Haben Sie schon einmal…

… Ökostrom bezogen?

… ein Hybrid- oder Elektroauto gekauft?

… Geldanlagen gewählt, die dem Klima- und Umweltschutz

zugutekommen?

… Maßnahmen für eine umweltfreundliche Wärmeversorgung

am Eigenheim (z.B. Dämmung, Wärmeschutzverglasung,

effiziente Heizanlage, erneuerbare Energien) ergriffen?

… eine Wohnung/ein Haus zur Miete mit besonders geringem

Heizbedarf ausgewählt?

Wie häufig haben Sie in letzter Zeit bei Ihrer Hauptmahlzeit

Fleisch gegessen?

Wie häufig nutzen Sie die folgenden Verkehrsmittel für Ihre

Wege im Alltag?

Öffentliche Verkehrsmittel, z.B. Busse und Bahnen

Auto

Fahrrad

Ich gehe zu Fuß

Es folgen Fragen zu verschiedenen Folgen des

Klimawandels, die Sie in Ihrer persönlichen Lebensführung

betreffen können.

Glauben Sie, dass Sie in Zukunft sehr stark, stark, weniger oder

überhaupt nicht davon betroffen sind?

Hochwasserereignisse und Stürme führen zu Schäden an

meinem Haus oder meiner Wohnung.

Hitzewellen beeinträchtigen mein körperliches Wohlbefinden

oder meine Gesundheit.

Hitzewellen beeinträchtigen meine Leistungsfähigkeit z.B.

am Arbeitsplatz.

Ich fühle mich in meinem Urlaub durch Hitze in meiner

Erholung eingeschränkt.

Für die Ausübung meiner Wintersportaktivitäten gibt es

nicht mehr genug Schnee.

Können Sie sich vorstellen, sich aktiv für den Umwelt- und

Naturschutz zu engagieren, z.B. als ehren- amtlich Tätige(r)

in einer Umwelt- oder Naturschutzgruppe oder auch durch

Beteiligung an einzelnen Aktivitäten und Projekten?

Nachfolgend geht es um Meinungen zu verschiedenen

Aspekten des Lebens wie z.B. Gesellschaft, Beruf und

Privatleben. Hierzu finden Sie im Folgenden einige

Aussagen.

Bitte geben Sie jeweils an, ob Sie persönlich diesen Meinungen

und Ansichten voll und ganz, eher, eher nicht oder überhaupt

nicht zustimmen.

Mir ist es wichtig, neue Ideen einzubringen und Impulse

geben zu können.

Ich lebe mit dem Gefühl, dass ich immer wieder neu starten

kann.

Für umweltfreundliche Produkte bin ich bereit, mehr

auszugeben.

Ich vertraue auf die Kräfte des freien Marktes. Der Markt wird

dafür sorgen, dass sich verändert, was sich verändern muss.

Um meine Zukunft mache ich mir keine Sorgen.

Ich interessiere mich sehr dafür, was es Neues in den

Kulturszenen gibt.

Für uns gibt es heutzutage wenig Chancen, es zu etwas zu

bringen.

Es ist mir ganz wichtig, dass nichts nach außen dringt, wenn

es in meiner Familie Probleme gibt.

Ich bin für die Gleichstellung von Homosexuellen in allen

Lebensbereichen.

Manchmal leiste ich mir bewusst allerbeste Qualität.

Ich lebe gerne in einem Umfeld, in dem ich ganz unter schiedliche

Men schen treffen kann.

Ich habe genug mit meinen eigenen Problemen zu tun, ich

kann mich nicht noch um andere kümmern.

Ich möchte im Beruf vorankommen. Dafür bin ich auch bereit

in meiner Freizeit zu arbeiten.

Es kommt bei mir häufig vor, dass ich mich bei sozialen oder

ökologischen Fragen stark engagiere.

Wir brauchen in Zukunft mehr Wirtschaftswachstum, auch

wenn das die Umwelt belastet.

Es ist mir sehr wichtig, etwas für mein körperliches und

seelisches Wohlbefinden zu tun.

Ich habe den Eindruck, dass ich mich immer mehr anstrengen

muss, um nicht sozial abzurutschen.

32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


SIND WIR NICHT AUCH EIN TEIL?

SCHEIN UND SEIN

UND SELBSTBETRUG

ANSICHTEN UND EINSICHTEN

VON WOLFRAM PORR

Natürlich sind Umwelt schutz und Nach haltigkeit

eine gute Sache! Fin den Sie doch auch?! Aber für die

vergessene Tüte Milch fahren Sie dann doch häu fig

schnell noch mit dem Auto zum Supermarkt, oder?

Geht ja auch einfach schneller.

Die Arbeitsbedingungen von Näherinnen in

Bangladesch oder anderswo und ihre Ausbeutung sind

definitiv ein Skandal. Mit dem Primark-T-Shirt für drei

Euro oder der H&M-Klamotte für 6,95 Euro kann man

aber ja nichts falsch machen. Richtig? Sie fühlen sich

ertappt? Dann geht es Ihnen wie ganz vielen Menschen.

Eine bestimmte Einstellung zu haben und entsprechend

so zu handeln, das sind nicht selten zwei verschiedene

Paar Schuhe. Und gerade beim Thema Ökologie und

Umweltschutz tun wir uns wahnsinnig schwer, unsere

hehren Absichten und Vorsätze immer auch in Taten

umzusetzen. Ein Phänomen. Aber menschlich.

Als der Naturphilosoph, Astrophysiker und TV-Moderator Harald Lesch

kürzlich in einer Radio-Talkshow nach DEM Rätsel gefragt wurde, das er gerne

gelöst wüsste, antwortete er : „Eines der größten Rätsel für mich ist, warum wir

Menschen mit der Gabe ausgerüstet sind, auf der einen Seite unheimlich viel über

die Welt wissen zu können und sich doch häufig wider besseres Wissen verhalten.“

Aber warum ist das so? Wieso kann der Mensch so gut verdrängen und sich selbst

etwas vormachen? Laut einer repräsentativen Umfrage des Umweltbundesamtes

ist sich eine große Mehrheit der Deutschen der Umweltprobleme auf unserem

Planeten bewusst und hält viele davon sogar für „sehr bedrohlich“. Den meisten

von ihnen ist auch klar, dass viele dieser Probleme mit dem eigenen Konsum zu

tun haben.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


SONDERTHEMA UMWELT

Fragt man die Deutschen, dann sind sie selbstverständlich mehrheitlich bereit,

ihre Lebensweise umzustellen und in ihrem eigenen Leben Abstriche zu

machen. Mehr Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen? Kein Problem. Bio- oder fair

gehandelte Lebensmittel kaufen? Eh klar. Lieber das etwas teurere Hackfleisch

vom Landmetzger kaufen als die Billigware eines Großschlächters aus

Massentierhaltung? Ehrensache. So schön, so gut. Doch leider scheint das alles

nicht zu stimmen. An der Ladentheke oder beim Autohändler scheinen alle Ideale

vergessen. Der Anteil der SUVs im deutschen Straßenverkehr und damit der CO2-

Ausstoß nimmt immer weiter zu. Der Marktanteil von Bio-Lebensmitteln liegt

noch immer deutlich unter zehn Prozent. Und es gäbe noch mehr Beispiele. Da

passt etwas hinten und vorne nicht. Warum also um alles in der Welt tun wir so,

als gingen uns die Probleme nichts an?

INNERE WIDERSPRÜCHLICHKEIT WIRD TOLERIERT

In der Psychologie ist dieses Phänomen als „Ambiguitätstoleranz“ bekannt. Das

bedeutet: Menschen haben in der Regel kein Problem, wenn ihr Handeln von

ihrer Einstellung abweicht, erklärt Roland Alexander Quabis, wissenschaftlicher

Mitarbeiter am Lehrstuhl Sozialpsychologie der Ludwig-Maximilians-Universität

München. Die Widersprüchlichkeit wird dann eben toleriert. Hinzu komme,

so Quabis, dass man, wenn es um das Thema Umweltschutz geht, oft nicht klar

sagen kann, wie umweltschädlich ein Verhalten nun genau ist. Dies führe dazu,

dass Menschen Ausflüchte suchen und ihr Verhalten rechtfertigen, zum Beispiel

indem sie anführen, es gebe schließlich noch schlimmere Alternativen. Der dritte

Punkt ist der, dass Menschen gerade beim Thema Ökologie das Gefühl haben,

sie seien weit und breit die Einzigen, die etwas tun. Das belegt eine kanadische

Studie: Ein Schild mit der Aufschrift „bitte hinterlassen Sie keinen Müll“ bewirkte

in einem Nationalpark deutlich weniger als ein Schild, auf dem stand: „Danke,

dass 98 Prozent unserer Gäste keinen Müll hinterlassen.“ Beim zweiten Schild, so

die Psychologen, hätten die Besucher geglaubt, sie seien eben nicht die Einzigen,

die sich an die Aufforderung hielten.

Bekannt ist auch ein anderes Verhaltensmuster: Jeder Mensch versucht sich

anderen gegenüber positiver darzustellen, als es tatsächlich angesagt wäre.

Auch in Umfragen. Wenn Menschen also doch danach streben, ihre inneren

Widersprüche miteinander in Einklang zu bringen, dann funktioniert dies auf

zweierlei Weise: Entweder passen sie ihr Verhalten an die Einstellung an oder

– was deutlich bequemer ist – die Einstellung ans Verhalten. So biegt man sich

dann jede Situation zurecht, indem man zum Beispiel sagt, für die vergessene Tüte

Milch zu Fuß zum Supermarkt zu laufen, würde jetzt einfach zu lange dauern.

„ÖKOS“ GELTEN IMMER NOCH ALS „SPINNER“

Erschwerend kommt hinzu, dass Personen, die ihr Verhalten nach einer

ökologischen, nachhaltigen Lebensweise ausrichten, bei vielen immer noch

mindestens als seltsame Eigenbrödler, wenn nicht sogar als Spinner gelten. Die

Meldung, dass der englische Thronfolger Prinz Charles noch immer ein Jackett aus

dem Jahr 1969 trägt, sorgte doch eher für belustigte Reaktionen. Wer vegetarisch

oder gar vegan lebt, wer in der Politik etwa ein Tempolimit auf deutschen

„Welche Folgen hat mein Handeln, meine

Kaufentscheidung? Wer sich immer wieder diese Frage

stellt, der wird auch ethischer und nachhaltiger handeln.“

34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


SIND WIR NICHT AUCH EIN TEIL?

„Fragt man die Deutschen, dann sind sie selbstverständlich

mehrheitlich bereit, ihre Lebensweise umzustellen und in

ihrem eigenen Leben Abstriche zu mache (…) Doch leider

scheint das alles nicht zu stimmen.“

Autobahnen fordert, eine höhere Flugbenzinsteuer oder gar einen „Veggie-Day“

fordert, wird als unverbesserlicher Ökoapostel abgestempelt. Und seit einem Jahr

sitzt eine Partei im Bundestag, die alle wissenschaftlichen Studien zu dem Thema

einfach ignoriert und allen Ernstes bestreitet, dass es keinen Klimawandel gibt.

So lange das so ist, so lange das jeder einzelne von uns zulässt, so lange bleibt

es schwierig. Ein Paradigmenwechsel müsste her: Nicht mehr der „Öko“ darf der

Außenseiter oder Spinner sein, sondern derjenige, der sein Kind die 400 Meter

mit dem SUV in die Schule chauffiert. Die Zahlen der oben genannten Studie

belegen doch: Die Menschen würden gerne umweltbewusster und nachhaltiger

leben, aber sie tun sich schwer. Und warum ist das so? Weil auf einen Bioladen

immer noch 20 herkömmliche Supermärkte kommen, weil Etikettenschwindel

bei Produkten dafür sorgt, dass Verbraucher eben nicht zum Ökoprodukt greifen,

weil es immer noch anstrengend und unbequem ist, sich richtig zu informieren.

UMWELT-AMPEL STATT ÖKO-ETIKETTENSCHWINDEL

In erster Linie ist die Politik gefordert, mit den ihr zur Verfügung stehenden

Mitteln die Weichen für diesen Paradigmenwechsel zu stellen. Was weh tut und

teuer ist, wird eher hinterfragt. Entscheidungsträger in Politik und Industrie

sollten außerdem endlich darauf drängen, dass Verbraucher schneller erkennen

können, ob ein Produkt umweltverträglich ist oder nicht. Wenige, dafür streng

überwachte Umweltsiegel wären ein Lösungsansatz, ebenso auffällige und lesbare

Hinweise auf den Verpackungen, woher ein Produkt stammt, ob es recycelbar,

fair gehandelt oder wie schädlich es für das Klima ist. Auch die häufig geforderte

„Umwelt-Ampel“ könnte dafür sorgen, dass Umweltbewusstsein künftig keine

theoretische, abstrakte Sache mehr ist, sondern in den Alltag einfließt und zur

selbstverständlichen Leitlinie der Menschen wird.

Und was kann man im Kleinen tun? Ein erster Schritt wäre es, bewusster durchs

Leben zu gehen. Welche Folgen hat mein Handeln, meine Kaufentscheidung? Wer

sich immer wieder diese Frage stellt, der wird auch ethischer und nachhaltiger

handeln. Wen das überfordert, der findet schon jetzt Hilfe, zum Beispiel im

Internet. Seiten von Umweltorganisationen, von Öko-Test oder ehrenamtlichen

Initiativen wie rankabrand.de geben anhand unabhängiger Tests wertvolle

Hinweise.

VON „INTERESSANT“ ZU „RELEVANT“

Psychologen setzen als Lösungsansatz übrigens auf Rollenvorbilder. Und damit

sind wir wieder bei Harald Lesch. Der hat nach eigenen Worten in den letzten

Jahren in seinem Handeln eine Wandlung vollzogen, die er den „Übergang von

‚interessant‘ zu ‚relevant‘“ nennt. „Ich habe gemerkt, ich bin nicht der Typ, der

gerne am Rande des Universums irgendwelche Rätsel löst und zuhause geht alles

den Bach runter. Ich bin lieber zuhause und (…) helfe, dass es nicht den Bach

runtergeht.“ Das Rätsel, warum sich der Mensch oft so widersprüchlich verhält,

bleibt. „Es wäre schön, wenn möglichst viele das Rätsel dadurch aufzulösen

würden, dass wir das Richtige tun.“ Danke für dieses Schlusswort, Herr Lesch!

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 35


SONDERTHEMA UMWELT

VON JULIA GRAHN

TEMPOWECHSEL

ÜBER DIE VERSTÄDTERUNG DER LEBENSUMWELT

Wieder eine Sirene. Heulend rast der Rettungswagen. Dahinter noch

einer. Menschen hasten über Gehwege, auf dem Nachhauseweg

schnell den Einkauf erledigen. Weichen fluchenden Radfahrern

aus, rempeln Passanten an, hetzen zur Bahn. Schrilles Quietschen

des einfahrenden Zuges. Der Waggon gnadenlos überfüllt. Stress.

Schrilles Kindergeschrei übertönt den laut telefonierenden

Geschäftsmann. Die Tür der Bahn schließt mit lautem Getöse.

36 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


SIND WIR NICHT AUCH EIN TEIL?

120.000 STRESSFREIE GENERATIONEN

Puh. So oder so ähnlich sieht er aus, der Tag eines Stadtbewohners. Morgens hetzt

er mit dem Coffee to go in der Hand zur Arbeit, abends zurück. Und das mit einer

zehn Prozent höheren Schrittgeschwindigkeit als noch vor 20 Jahren. Der Städter

ist vor allem eins: gestresst. Denn Stadtleben strengt an. Es ist zu hektisch, zu

schnelllebig, zu laut. Trotzdem hat die Verstädterung in den letzten Jahrzehnten

rasant zugenommen. Während 1950 nur rund ein Drittel aller Menschen in Städten

lebte, ist es heute bereits die Hälfte. Im Jahr 2050 werden etwa 70 Prozent der

Menschheit ihr Leben in Städten verbringen. Der menschliche Organismus aber

ist für das Leben in der Stadt nicht geeignet. Betrachtet man die Evolution, dann

lebte der Mensch über 120.000 Generationen lang stressfrei als Jäger und Sammler

vor sich hin, nur manchmal durch ein Mammut oder einen Säbelzahntiger gestört.

Erst seit 10 Generationen ist er von der Industrialisierung beeinflusst, nur eine

Generation bekam bisher die Auswirkungen der Digitalisierung zu spüren. Der

Mensch also ist fürs Stadtleben nicht gemacht. Oder besser gesagt: Er muss sich

erst noch daran gewöhnen. Und das wird wohl noch etwas dauern, denn zumindest

die Evolution lässt sich Zeit.

BLOSS SCHNELL NACH HAUSE

Das Gefühl, dass das Leben in der Stadt die Nerven strapaziert, kommt also nicht

von ungefähr und ist bei weitem nicht neu. Bereits an der Schwelle vom 19. zum 20.

Jahrhundert, im fin de siècle also, spürten die Menschen in den Städten Europas

eine Überreizung der Nerven. Diese rührte einerseits vom massenhaften Zuzug

von Menschen her, die auf der Suche nach Arbeit vom Land in die Städte strömten.

Andererseits sorgten in der sogenannten „Zweiten Industriellen Revolution“

neue Technologien in der Elektroindustrie für eine rasante Beschleunigung des

Lebens. Elektrische Straßenbahnen und Busse ersetzten die Pferdebahn, mithilfe

der neuen Kommunikationsmittel Telefon und Telegraph konnten selbst größte

Entfernungen überwunden werden. Unsicherheit und Orientierungslosigkeit, das

Gefühl, sich in der Masse zu verlieren, machten sich breit und Nervenschwäche

war das neue mal de siècle. Für das Krankheitsbild wurden die modernen

Lebensbedingungen verantwortlich gemacht. Auf der Flucht vor der Masse

zogen die Menschen sich in sich selbst, in die eigenen vier Wände zurück. Auch

der zeitgenössische Stadtbewohner folgt diesem Impuls: Bloß schnell nach

Hause, bloß weg aus dem Chaos draußen. Denn unser Gehirn kann die Vielzahl

von Reizen nicht verarbeiten, denen es ständig ausgesetzt ist. Und so haben wir

das Gefühl, überfordert zu sein, überflutet von Reizen. Es wird uns alles zu viel.

Hektik, Menschenmassen und permanente Reizüberflutung sind allerdings nicht

die einzigen Stressfaktoren im Leben eines Städters. Auch der Lärm, dem er Tag

und – wenn er Pech mit der Lage seiner Wohnung hat – Nacht ausgesetzt ist, sorgt

für Stress. Denn Lärm und hier vor allem Verkehrslärm lässt den Organismus

Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol ausschütten. Der Blutdruck steigt,

das Herz schlägt schneller. Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt. Das

häufige Sirenengeheul ist kein Wunder.

„Der Mensch also ist fürs Stadtleben nicht gemacht. Oder

besser gesagt: Er muss sich erst noch daran gewöhnen.

Und das wird wohl noch etwas dauern, denn zumindest die

Evolution lässt sich Zeit.“

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 37


SONDERTHEMA UMWELT

„Die Vorteile der Stadt wiegen für die meisten von uns

die Nachteile der Stadt auf, bei weitem sogar.“

STADT KRIECHT INS HIRN

Für die Wissenschaft ist das Thema schon länger interessant. Jemand, der sich auf

diesem Gebiet auskennt, ist der Kölner Stressforscher Mazda Adli, Chefarzt der

Fliedner Klinik Berlin. Er schrieb das Buch „Stress and the City: Warum Städte

uns krank machen. Und warum sie trotzdem gut für uns sind“. Darin beschreibt er

Stadtstress als „Kriechstress“, der meist unbemerkt bleibt und erst dann wirklich

gefährlich wird, wenn bereits andere seelische Belastungen wie beruflicher

Druck oder Probleme im Privatleben vorhanden sind. Dann kann der zusätzliche

Stadtstress das Fass zum Überlaufen bringen und sogar zu einer Depression oder

Angststörung führen. Schlafstörungen, Depressionen, Angst. Die möglichen

Folgen von Stress und Lärm sind vielfältig. Und sogar im Gehirn nachweisbar: »Die

Amygdala ist deutlich aktiver, je größer die Stadt ist, in der eine Person lebt.«, so

Adli. Diese Hirnregion ist unter anderem an der Entstehung von Depressionen und

Angst beteiligt. Und so kommt es, dass Städter 1,5 Mal häufiger an Depressionen

und 1,2 Mal öfter unter Angststörungen leiden als Landbewohner. Das Risiko,

eine Schizophrenie zu entwickeln, ist bei Stadtmenschen sogar doppelt so hoch.

Da verwundert es nicht, dass viele und vor allem junge Menschen der Stadt

mittlerweile den Rücken kehren und das Landleben wieder neu entdecken.

DIE ANDERE SEITE

Adli bricht dennoch eine Lanze für die Stadt und das Leben darin: „Die Vorteile

der Stadt wiegen für die meisten von uns die Nachteile der Stadt auf, bei

weitem sogar.“ Denn in der Stadt gibt es die bessere Gesundheitsversorgung,

größeren Wohlstand, mehr kulturelle Vielfalt, bessere Bildungschancen und

Förderprogramme für Kinder. Ein weiterer urban advantage, der sich ausgerechnet

aus der viel beklagten großstädtischen Anonymität ergibt, ist für viele Menschen

die Freiheit, ihr Leben nach ihren Wünschen leben zu können – ohne ständig unter

nachbarlicher Beobachtung zu stehen. Sogar für Kinder sieht Adli – entgegen

der landläufigen Meinung, die Kindheit auf dem Land sei die bessere Kindheit –

Vorteile: „Ich bin auch fest davon überzeugt, dass Kinder, die mit der Diversität

der Stadt aufwachsen, auch an ihr reifen können. Ich glaube, dass ein Aufwachsen

in der Stadt uns vielleicht viel leichter zu demokratischen Bürgern werden lässt,

weil wir eben mit der Vielfalt unserer Welt einen Umgang finden.“

GRÜNE STÄDTE

Einen Umgang mit dem Stadtstress finden wir, indem wir uns unsere ganz

eigenen Ruheoasen und Auszeiten schaffen. Mit Hobbys wie Yoga, regelmäßigen

Spaziergängen im Grünen und kleinen Wochenendausflügen aufs Land können

wir der Hektik schon sehr effektiv entgegenwirken. Typisch „ländliche“ Hobbys

wie Gärtnern oder die Imkerei sind ohnehin längst in der Stadt angekommen und

selbst auf Balkonen oder Dächern möglich. Auch hier kann man sich ganz einfach

seinen privaten Gemüse-, Kräuter- oder Blumengarten schaffen. Der städtische

rooftop honey jedenfalls scheint einen klaren Vorteil gegenüber dem vom Lande

zu haben: Da die Blumen in der Stadt nicht mit Pestiziden behandelt werden, ist

auch der Honig in dieser Hinsicht unbelasteter.

Vielleicht ist die Stadt ja sogar das bessere Land?

38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


Mitten in der Stadt die Früchte vom Land genießen: Markt in Coburg

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 39


Gesponserter Beitrag

SONDERTHEMA UMWELT

ENERGIE ERHALTEN

SANIERUNG UND ÖKOLOGIE

Wer baut, trägt Verantwortung. Für den Kunden, das

eigene Unternehmen, aber vor allem auch für die Umwelt:

Sowohl für das direkte Lebensumfeld, in das sich ein Bau

harmonisch einpassen soll, als auch für unsere natürlichen

Lebensgrundlagen. Ein Haus, eine Wohnung, ein Gebäude,

bestehen aus natürlichen Ressourcen, aus Holz, Stein, Wasser,

Metallen. Der Bau, die Sanierung und die Modernisierung

von Häusern sind daher auch immer eine Frage der Ökologie,

des bedachten und effizienten Einsatzes von Energie.

Informationen dazu von Max Beyersdorf, Geschäftsführender

Gesellschafter der Bauunternehmung Otto Hauch Coburg.

COBURGER: Sie bauen ja vor allem im Bestand, sanieren und modernisieren

historische Bausubstanz. Welche Bedeutung hat dabei der behutsame Umsatz mit

Ressourcen?

Max Beyersdorf: Das Thema spielt bei uns eine große Rolle. Immerhin ist bei

einem Altbau ja schon einmal viel Energie aufgewendet worden: Sowohl was das

Material an sich angeht, als auch die bei dessen Verarbeitung eingesetzte Energie,

ob nun von Maschinen oder von den Menschen. Diese Energie muss so weit wie

möglich bewahrt werden. Das heißt, am Anfang jeder Sanierung beschäftigen

wir uns mit der Altsubstanz, wieviel können und müssen wir erhalten. Das

ist ökologisch, das hat aber auch etwas mit Respekt zu tun. Wir alle wollen ja

auch ein intaktes Lebensumfeld, im dem wir uns wohlfühlen. Also auch aus

kulturhistorischer Sicht geht die Sanierung immer vor.

COBURGER: Gibt es auch Grenzen, hinter denen die Sanierung keinen Sinn

mehr macht?

Max Beyersdorf: Natürlich. Etwas altes Kaputtes wieder zum Leben zu erwecken,

egal wieviel Energie dafür aufgewendet werden muss, kann aus der Perspektive

der Nachhaltigkeit ja auch kontraproduktiv sein. Wir dürfen also nicht aus Prinzip

um jeden Preis krampfhaft am Alten festhalten, wir müssen immer abwägen.

COBURGER: Wie sieht es mit den Baumaterialien aus?

Max Beyersdorf: Da wägen wir natürlich auch ab. Schadstoffhaltige Baustoffe

gilt es zu entfernen, ob nun Eternitplatten oder mit Holzschutzmitteln

versehene Bauteile oder verklebte Bodenbeläge. Es gab eben Zeiten, vor allem

in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, da spielte Umweltschutz kaum eine

Rolle. Früher dagegen wurde ohnehin grundsätzlich ökologischer gebaut, mit

vielen Naturmaterialien, Ton, Stein, Holz, Lehm, Kalk, Sand, das waren alles

Naturprodukte. Und heute gibt es auch wieder viele ökologische Werkstoffe, die

wir einsetzen.

DIE BAUUNTERNEHMUNG OTTO HAUCH:

Ein Fa milien betrieb in vierter Generation mit Bau projekten in

ganz Deutschland, spezialisiert auf die Sanierung von bestehenden

Bauwerken und Gebäuden und die behutsame Modernisierung von

historischer Bausubstanz.

Mehr Informationen unter www.otto-hauch.com.

40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


SIND WIR NICHT AUCH EIN TEIL?

FLÄCHENNUTZUNG

IN DEUTSCHLAND

52,1%

Landwirtschaft

Wald

30,3 %

Siedlung und Verkehr

Binnengewässer

WELTRISIKOINDEX 2017

Länder mit dem größten Gefährundsgrad

durch Naturkatastrophen

1. Vanuatu 36,45%

2. Tonga 28,57%

3. Philippinen 27,69%

4. Guatemala 20,46%

5. Bangladesch 19,57%

6. Salomonen 18,77%

7. Costa Rica 17,16%

8. Kambodscha 16,92%

9. El Salvador 16,74%

13,6 %

2,4 %

IN 42 WÖRTERN

Umgebung eines Systems oder

einer Lebenseinheit, welche(s)

mit dieser in wechselseitigen

Beziehungen steht. Grundsätzliche

Unterscheidung der Umwelt

des Menschen in natürliche Umwelt

(Ökosphäre) und „künstliche“

Umwelt (Sozio- und

Technosphäre). Umwelt z.B.

für das System Unternehmung:

wirtschaftliche, technische, gesellschaftliche,

politische und

natürliche Umwelt.

1,6 %

Sonstiges

FEINSTAUBEMISSION

Anzahl vorzeitiger Todes fälle

in Europa 2014

Deutschland

Italien

Polen

Vereinigtes Königreich

Frankreich

Rumänien

66.080

59.630

46.020

37.600

34.880

23.960

ENERGIEVERBRAUCH

[LITER/100 PERSONEN-KM]

Spanien

Bulgarien

23.180

13.620

1,4 Reisebus & Fernlinienbus

1,9

Eisenbahn, Fernverkehr

3,0

Eisenbahn, Nahverkehr

3,3

Linienbus

3,3

Straße-, Stadt- und U-Bahn

4,9

Flugzeug

6,1

PKW

TIER-, PFLANZ UND PILZARTEN

IN DEUTSCHLAND

Pflanzen

Pilze

Tiere

Gesamt ca.

ca. 9.500 Arten

ca. 14.000 Arten

ca. 48.000 Arten

71.500 Arten

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 41


Gesponserter Beitrag

FINANZTIPP

Herbst ist in vielen Unternehmen

die Zeit für Mitarbeitergespräche

und Gehaltsverhandlungen. Dabei

bleiben einem Arbeitnehmer bei einer

Gehaltserhöhung von 100 Euro

durchschnittlich nur knapp mehr als

50 Euro netto übrig, während den

Arbeitgeber die Erhöhung 120 Euro

kostet. Die Differenz von knapp 70

Euro geht an den Staat für Lohnsteuer

und Sozialversicherungsbeiträge.

Welche steuergünstigen Möglichkeiten

es gibt, mehr Netto vom Brutto

herauszuholen, so dass davon letztendlich

sowohl der Arbeitgeber als

auch der Arbeitnehmer profitieren,

dazu Rechtsanwalt und Steuerberater

Thomas Bittorf von tb.legal.

Löwenstraße 27 | 96450 Coburg

Telefon: 09561 79 42 400 | Fax: 09561 79 42 402

E-Mail: info@tb.legal | Internet: www.tb.legal

COBURGER: Sie hatten schon einmal die Vorteile eines E-Bikes und die

steuerfreie Überlassung von Handys und PCs an Mitarbeiter erläutert. Welche

weiteren Möglichkeiten gibt es?

Thomas Bittorf: Gerade für junge Familien ist statt einer Gehaltserhöhung ein

Zuschuss des Arbeitgebers für die Unterbringung und Betreuung von nicht

schulpflichtigen Kindern in Kindergärten interessant. Diese Zuschüsse sind steuerund

sozialversicherungsfrei. Wichtig zu beachten ist, dass eine Gehaltsumwandlung

dabei nicht möglich ist, d.h. dass der Zuschuss zusätzlich zum vereinbarten

Arbeitslohn im Rahmen einer Gehaltserhöhung gezahlt werden muss.

Es gibt weiterhin einen Rabattfreibetrag von 1080 Euro pro Jahr für die unentgeltliche

oder verbilligte Überlassung von Wirtschaftsgütern oder Dienstleistungen an

die Arbeitnehmer, die der Arbeitgeber sonst auch gegenüber Dritten erbringt,

worunter man die sogenannten Belegschaftsrabatte fasst.

Zur Verbesserung des allgemein Gesundheitszustandes und der betrieblichen

Gesundheitsförderung sind auch Leistungen des Arbeitgebers wie spezielle

Yoga- oder Rückenkurse steuerfrei, soweit sie je Arbeitnehmer 500 Euro jährlich

nicht übersteigen. Aufmerksamkeiten anlässlich eines besonderen persönlichen

Ereignisses des Arbeitnehmers sind bis zu einem Wert von 60 Euro generell

steuerfrei. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, dem Arbeitnehmer

monatlich Sachzuwendungen in Höhe von max. 44 Euro zukommen zu lassen.

COBURGER: Was kann man sich unter Sachzuwendungen vorstellen?

Thomas Bittorf: Darunter ist letztlich alles zu verstehen, es darf bloß keinen

Anspruch auf eine Barauszahlung begründen. Das sind z.B. Einkaufsgutscheine,

Tankkarten, die Berechtigung in einem Fitnessstudio zu trainieren, eine

Prepaidkarte mit maximal 44 Euro monatlichen Guthaben oder auch eine zusätzliche

Krankenversicherung für den Arbeitnehmer. Wichtig ist, dass eine Auszahlung in

Geld - auch Restgeld - nicht zulässig ist. Der Vorteil von 44 Euro brutto darf auch nur

monatlich zugewendet werden. Deshalb ist z.B. die Überlassung einer BahnCard

nicht steuer- und sozialversicherungsfrei, selbst wenn der durchschnittliche Vorteil

monatlich weniger als 44 Euro beträgt. Auch darf ein Jobticket nur monatlich

überlassen werden und nicht im Voraus für ein gesamtes Jahr.

COBURGER: Kann man nicht verbrauchtes Guthaben auf den nächsten Monat

übertragen?

Thomas Bittorf: Eine Übertragung von nicht ausgeschöpften Beträgen in andere

Kalendermonate ist unzulässig. Die Freigrenze von 44 Euro monatlich kann nicht

in einen Jahresbetrag umgerechnet werden. Der Arbeitnehmer darf somit keinen

über die Dauer eines Monats hinausgehenden, unentziehbaren Anspruch zur

Nutzung einer Sache haben. Deshalb ist es beispielsweise nicht sinnvoll, ihm zu

Beginn des Jahres zwölf Tankgutscheine auszuhändigen, mit der Auflage nur einen

im Monat nutzen zu dürfen. Das Finanzamt würde den Arbeitnehmer dann so

behandeln, als ob er zu Beginn des Jahres einen Gutschein i.H.v. 528 Euro erhalten

hätte und alles der Lohnsteuer und Sozialversicherung unterwerfen.

COBURGER: Können diese Sachzuwendungen auch bei verschiedenen

Arbeitgebern erfolgen und auch an geringfügig Beschäftigte auf 450 Euro-Basis?

Thomas Bittorf: Bestehen mehrere Beschäftigungsverhältnisse, kann der Arbeitnehmer

von jedem Arbeitgeber Sachzuwendungen bis 44 Euro monatlich erhalten.

Auch geringfügig Beschäftigte (sogenannte Minijobber) können von dieser Freigrenze

von 44 Euro profitieren, ohne dass dadurch eine Sozialversicherungspflicht

eintritt, was allerdings weitgehend unbekannt ist.

42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


Wir übernehmen

Verantwortung

Für die Natur.

Wir von Schumacher Packaging stellen

aus nachwachsenden Rohstoffen

umweltfreundliche Verpackungen her –

zu 100% recycelbar. Bei allen Produktions-

und Investitionsentscheidungen

sind uns Nachhaltigkeit und ein

reduzierter Energiebedarf wichtig.

Für die Menschen.

Der Mensch steht für uns immer im

Zentrum. Wir beschäftigen heute 3.000

Mitarbeiter an 29 Standorten. 85 junge

Menschen aus allen Berufsgruppen

machen bei uns ihre Ausbildung.

Und 2017 sind wir erneut am IHK-Projekt

„Ausbildung von Flüchtlingen“ beteiligt.

Im DEUTSCHLAND-TEST 2017

„Top Karrierechancen für Ingenieure“

belegen wir sogar Platz 1 in der

Verpackungsindustrie.

Auch gemeinnützige Projekte liegen

uns sehr am Herzen: Wir unterstützen

Kindergärten, Schulen, Vereine in der

Region – und sind Sponsor diverser

Sportarten.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 43


44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der

großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe

einer oder eine – Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Steffen Tetzlaff, Geschäftsführer der Firma ROS GmbH & Co. KG, mit 300 Mitarbeitern einer der

größten kunststoffverarbeitenden Betriebe der Region, jüngst in den Schlagzeilen mit einem großen Neubau

auf dem Güterbahnhofgelände.

Sind Sie ein Macher?

Ich habe mir dazu lange Gedanken gemacht: Ich

sehe mich eigentlich als Coach eines Teams, das

erfolgreich sein möchte, das hochgesteckte Ziele

erreichen möchte.

Warum Sind sie ein Macher?

Ich hatte schon immer ein Faible, Dinge

umzusetzen, Herausforderungen anzunehmen,

komplexe Sachverhalte zu lösen. Dazu gehört

aber auch, sich immer mal wieder eine blutige

Nase zu holen, Niederlagen einzustecken, aber

aus diesen gestärkt hervorzugehen.

Wie ging es los mit dem Machen?

Eigentlich war ich ziemlich bequem, habe eine

kunststoffspezifische Ausbildung gemacht bei

einem Unternehmen in der Region, bin dann

aber als Führungskraft zu einer kleinen Firma

gewechselt. Der Chef dort hat mir vertraut,

mir viel Freiraum gegeben, mich Fehler

machen lassen. Er hat gesagt: „Du musst aus

der Summe Deiner Fehler lernen“. Das war

die hauptsächliche Weiche meiner Karriere

als Macher. Entscheidungen treffen, nicht

aussitzen, nicht warten, bis ein Problem sich

löst, das habe ich damals gelernt. Mit dieser

Einstellung habe ich dann die Chance bei ROS

bekommen, als Fertigungsleiter eines Bereichs,

dann verschiedene Stationen durchlaufen, mein

damaliger Mentor war Seniorchef Werner Ros,

von dem ich viel gelernt habe. Von 2007 bis 2009

war ich Geschäftsführer des Werks in Tschechien,

habe es mit aufgebaut, das war auch wieder ein

Sprung, verbunden mit vielen Heraus forderungen

und Lernprozessen, 20-Stunden-Tagen,

schlaflosen Nächten, Pendeln von und nach

Coburg, das war schon hart. Aber auch da hatte

ich wieder freie Hand. Die braucht man, wenn

man etwas machen soll, mit Reglementierungen

geht das nicht. Das alles hat dazu geführt, dass

ich 2009 die Gesamtgeschäftsführung von ROS

übernehmen durfte.

Was treibt sie an?

Es ist die pure Lust am Machen. Es macht einfach

Spaß, Produkte zu entwickeln, innovativ zu sein,

erfolgreich, mit Menschen zusammenzuarbeiten,

oder das neue Werk hier in Coburg zu planen und

zu bauen, das alles motiviert mich jeden Tag aufs

Neue.

Ist die Region Coburg ein guter

Standort zum Machen?

Ja, finde ich schon, aber leider wird Coburg

häufig schlechtgeredet. Dabei bietet die Stadt

viel: Schulen, eine Hochschule, die Autobahn,

den ICE, viel Kultur, das Landestheater, schnelle

Datenverbindungen. Es ist eine kleine Stadt, die

viel auf die Beine stellt. Und vor allem ist Coburg

ein wirtschaftsfreundlicher Standort, das muss

man ganz klar sagen, sonst hätten wir hier auch

nicht gebaut. Wir haben nur ein Problem: Uns

gehen in der Region die Fachkräfte aus, gerade

im Handwerk, und deswegen werden wir alle

nicht umhinkommen, uns organisatorisch neu

aufzustellen und auch tarifpolitisch neue Akzente

zu setzen, um uns zu behaupten.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 45


Das Lebenswerk

von Peter Pratsch

46 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


35 JAHRE DCT

MIT

DRUCK

UMGEHEN

LERNEN

Es sind mehrere Geschichten in einer. Die von Aufstieg und Fall. Die

vom Leben eines Autodidakten. Die vom Einmannunternehmer zum

Mittelständler. Die vom Grünschnabel zum Mann. Die Geschichte der

Druckerei DCT aus Coburg ist die Geschichte von Peter Pratsch.

35 Jahre lang leben beide jetzt Seite an Seite.

Versuch einer Kurzgeschichte.

VON WOLFRAM HEGEN

FOTO: VAL THOERMER

Vorwort oder Auf sich gestellt

Was treibt einen jungen Menschen an, sich selbständig zu

machen? Einen jungen Menschen, der gerade in Regensburg

Abi gemacht hat, sich dann in Coburg zum Studieren im

Klassiker Betriebswirtschaftslehre einschreibt, sich aber,

und so wird schon klar, dass ein klassischer Lebensweg

wohl kaum begangen wird, auf dem Campus kaum blicken

lassen kann, weil er anderes zu tun hat, weil er selbst

etwas auf die Beine stellen und dabei keine Zeit verlieren

möchte, verlieren darf, die nämlich hat er nicht, früh wird er

Vater, muss nebenher Geld verdienen, neben Kinderwagen,

Vorlesungen und Seminaren, da aber weiß er noch nicht,

dass er an diesem 1. Oktober 1983 den Grundstein eines

großen nordbayerischen Druckunternehmens legt, das sein

ganzes Leben prägt.

Kapitel 1 oder Lehrjahre

In Coburg nämlich gibt es damals keinen Copyshop. Trotz

Hochschule, trotz Studenten, trotz Professoren. Bedarf also

ist da. Und so eröffnet Peter Pratsch in der Ketschengasse

45 in Coburg seinen ersten Laden. Ein Einmann- und

Fünfkopierer-Betrieb. Alles einfach, nur schwarz-weiß.

Analoge Zeiten.

Er stellt den ersten Mitarbeiter an, kauft eine erste kleine

Druckmaschine, erweitert seinen Laden in Richtung

Salvatorgasse, stellt mehr Leute an, die Kopierer laufen

auf Hochtouren. „Aber von wegen nebenbei, ich war zehn

bis 14 Stunden im Copy-Shop, jeden Tag“, erinnert er sich.

„Und keine einzige Stunde an der Hochschule.“ Das beste

BWL-Studium ist der eigene Laden.

Die Zeichen stehen auf Wachstum. In der Ketschengasse

wird es zu eng. Der Copyshop bleibt im Stadtzentrum,

wandert aber an den Ernstplatz. Und am Rande der Stadt,

in Scheuerfeld, kauft und baut Pratsch Gebäude, um Platz

für Druckmaschinen zu schaffen. Die Branche boomt,

DCT wächst mit, Jahr für Jahr, vom Familienbetrieb zum

gestandenen Mittelständler mit 120 Mitarbeitern, verdient

Geld, viel Geld. „Wenn man selbst so etwas schafft, macht

einen das schon stolz“.

Kapitel 3 oder Lebenskrise

Eigentlich habe er am Höhepunkt 2011 die Firma verkaufen

wollen. „Aber man kriegt ja nie genug“, räumt er ein. Und

bisher kannte Peter Pratsch ja auch nur eine Richtung:

nach oben. Immer war es aufwärts gegangen, über 25

Jahre, nie abwärts. Bis jetzt. DCT steigt ins Online-Geschäft

ein, druckt anonym für große online-Portale, baut einen

eigenen Online-Shop auf, zunächst scheint auch das zu

funktionieren. DCT wird zum Industriebetrieb, digitalisiert,

automatisiert, die Maschinen laufen auf Hochtouren, Tag

und Nacht.

Doch die Krise nimmt ihren Anfang: Immer mehr Druckereien

strömen auf den neuen Markt, die Konkurrenz wächst, die

Preise fallen, irgendwann bleibt kaum mehr etwas übrig,

zu wenig Aufträge, ein großer Kunde bricht weg, Pratsch

reagiert, doch der Abschwung ist nicht aufzuhalten. „Das

hat uns beinahe das Leben gekostet“. Man verkauft eine

Halle, entlässt 50 Mitarbeiter. Hinter vorgehaltener Hand

wird von Insolvenz gesprochen, Coburg tuschelt über dct,

„die Leute zeigen auf einen zeigen und sagen, sie hätten es

schon immer gewusst. Das hat schon genagt, und das nagt

auch immer noch.“

Kapitel 4 oder Überleben

Er hat sie auch vernachlässigt, seine treuen Kunden, die

mit ihm gewachsen sind viele Jahre und Jahrzehnte lang.

„Wir wollten nur noch schneller werden, effizienter, mehr

Geld verdienen, es ging nur noch um Masse, da haben viele

Stammkunden nicht mehr dazu gepasst, die viel Beratung

brauchen“, räumt er ein. Eine schmerzhafte Erkenntnis.

Genau in diesen Kunden nämlich sieht er jetzt wieder

die Zukunft: Es geht um Wertigkeit, um Kreativität, um

Beratung. Es geht darum, Vertrauen herzustellen, es geht

darum, wieder über hohe Qualität zu reden. Es geht um

Projekte wie für große Schauspielhäuser in der Republik,

in Hamburg oder Berlin und deren Spielpläne, es geht

um personalisierte Mailings, Broschüren, Veredelungen.

Peter Pratsch möchte das Unternehmen wieder in ruhige

Fahrbahnen steuern, möchte wieder ruhig schlafen können,

möchte allen Verpflichtungen für seine Mitarbeiter gerecht

werden, um dct dann seinem Sohn zu übergeben, der heute

schon Prokurist ist. „Es war schon eine Minute vor 12, aber

wir sind guter Dinge, dass wir gelernt haben: Es geht nicht

immer nur aufwärts.“

Nachwort oder Da geht noch was

Pratsch ist eigentlich zu jung, um schon über ein

„Altersstudium“ zu sprechen, tut es aber doch: Architektur

würde ihn interessieren, das Entwerfen mache ihm Spaß,

das Kreative.

Kapitel 2 oder Tellerwäscher

Peter Pratsch lernt in dieser Zeit nicht nur mit Personal,

Einkauf, Verkauf, Planung und Controlling umzugehen, auch

mit Druck, und vor allem mit Drucktechnik. „Ich habe mich

einmal nachts bis früh um vier Uhr an eine Druckmaschine

gestellt, mit ihr gearbeitet, die Anleitung in der einen Hand,

dann hatte ich verstanden.“

DCT

Die DCT GmbH ist eine der modernsten mittelständischen Druckereien im süddeutschen Raum. 1983 gegründet, tritt

das heute 70-köpfige Team für innovative Drucklösungen und ein Höchstmaß an Qualität in den Spezialbereichen

Offset-, Digital- und UV-Druck an. Zum Kundenspektrum des hochmodern ausgestatteten Druckunternehmens

gehören Geschäfts- und Industriekunden sowie Agenturen und Privatkunden aus dem In- und Ausland. DCT versteht

sich insbesondere als Partner von Designern, Grafikern und Produktionern, die für ihre Auftraggeber auf der Suche

nach individuellen Printlösungen in höchster Qualität sind.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 47


Advertorial

AUTOHAUS WORMSER

STARK IN DIE

ZUKUNFT

Das neue Autohaus Wormser auf der Lauterer Höhe

Erinnern Sie sich noch an die Anfänge damals?

Dieter Eichhorn – Leiter Autohaus Wormser Coburg

2009 hat die Firma Wormser ja das alte Autohaus übernommen. Zu der Zeit war ich noch bei Wormser

in Forchheim, habe dort 23 Jahre lang die Abläufe im Autohaus von der Pike auf erlernt. Dann hat man

mich gefragt, ob ich die Standortleitung in Coburg übernehmen möchte, ob ich Wormser in Coburg

etablieren und wieder erfolgreich machen möchte. Das war natürlich eine tolle Herausforderung, die

ich gerne übernommen habe. Und ich habe es nicht bereut, Coburg ist ein toller Standort, hat viel

Potential, und jetzt mit dem neuen Haus hier auf der Lauterer Höhe haben wir uns selbst belohnt,

krönen wir die Aufbauarbeit der letzten knapp zehn Jahre und bekennen uns damit ja auch als Wormser

zum Standort Coburg.

48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


STARK IN DIE ZUKUNFT

Viel Glas, moderne Architektur, viel Platz, Vesteblick, Arenablick:

Das BMW-Autohaus Wormser hat ein neues Zuhause gefunden,

weg von der in die Jahrzehnte gekommenen engen Niederlassung mitten

in Coburg am Sonntagsanger, hin auf die Lauterer Höhe. Ein Umzug, der

mehr ist als nur ein räumlicher Wechsel, steht er doch auch symbolisch

für die Entwicklung des Autohauses in den letzten knapp zehn Jahren hin

zum wiedererstarkten selbstbewussten guten Stück Coburg. Verbunden

ist dieser Aufstieg vor allem auch mit dem Namen Dieter Eichhorn. Er war

schon kurz nach der Übernahme des Autohauses Pfiffer durch Wormser

Leiter des Autohauses. Wir haben uns mit ihm unterhalten.

VON WOLFRAM HEGEN

FOTOS: VAL THOERMER

Eigentlich wollte man doch aber am alten Standort bleiben, oder?

Ja, das ist richtig. Noch 2012, das ist ja gar nicht solange her, hatten wir wirklich vor, die alten Gebäude

am Sonntagsanger auf Vordermann zu bringen, die historischen Gebäude stilvoll und schön zu sanieren,

das alte Parkhaus zu verglasen, die Räumlichkeiten auf den modernsten Stand zu bringen. Doch parallel

dazu sind eben auch die Standards angehoben worden, das ging auf der beengten Fläche einfach nicht,

also mussten wir uns nach einem neuen Standort umsehen. Dann kam die Stadt Coburg ins Spiel, die

uns diese tolle Fläche hier auf der Lauterer Höhe angeboten hat, groß, von allen Seiten gut einsehbar,

optimal an das Verkehrsnetz angeschlossen, mit viel Betrieb jeden Tag durch die zahlreichen Händler

hier oben, also wir sind der Stadt wirklich sehr dankbar.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 49


Es hat dann aber relativ lange gedauert, knapp zwei Jahre

seit dem Spatenstich 2016, bis jetzt der Umzug erfolgt ist …

Ich weiß, da wurden auch schon Witze darüber gemacht, das ist auch in Ordnung. Aber jeder, der baut,

weiß, dass bei jeder Planung etwas dazwischenkommen kann, Handwerker sind derzeit ein knappes

Gut, dann mussten wir ja als BMW und MINI Partner alle Planungen bis zur letzten Fliese mit BMW

abstimmen, all das kostet natürlich Zeit. Dafür haben wir Anfang September von BMW ein dickes

Kompliment für das neue Autohaus bekommen, haben das Audit mit Bravour bestanden, dafür hat sich

die lange Zeit gelohnt. Und umso schneller sind wir ja dann auch umgezogen.

Das war sicher ein ganz schöner Aufwand, ein ganzes Autohaus an eine andere Stelle zu verlagern.

Das kann man so sagen, alleine 150 Autos mussten hierher gebracht werden, da waren vier Leute

eineinhalb Tage damit beschäftigt, mit den ganzen Akten und ca. 800 eingelagerten Radsätzen haben

wir schon drei Wochen vorher angefangen, und den Rest dann in zweieinhalb Tagen mit einem echten

Kraftakt durchgezogen. Am Ende waren wir alle stolz auf unsere Leistung, das ganze Team hat Riesiges

geleistet, das haben wir dann mit einem gemeinsamen Essen und Umtrunk ausgiebig gefeiert. Und ich

muss wirklich meiner ganzen Mannschaft dafür noch einmal ein Riesenkompliment machen.

Gab es nicht auch Abschiedstränen?

Natürlich, der eine oder andere hat mehr als vierzig Jahre am Sonntagsanger gearbeitet, seit der

Lehre immer an der einen Stelle, die hatten natürlich schon auch ein Tränchen im Auge, denn so eng

es dort war, natürlich war es stadtnäher, kuscheliger, vertrauter, das ist doch klar, dass man einem

liebgewordenen Zuhause auch nachtrauert. Aber letztlich ist jetzt doch jeder froh, dass wir hier sind,

wir haben mehr Platz, es ist moderner, zeitgemäßer, heller.

50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


G E S C H I C H T E

Vom Spediteur zum

Mittelstandsunternehmen

1948

Gründung als „Erstes Silo- und Transportunternehmen

Konrad Wormser“ durch

Konrad Wormser als 1-Mann-Unternehmen

1963

Gründung des Bavaria Bremsenprüfdienstes

in Weisendorf – in erster Linie wurden

hier Instand haltungsarbeiten an den

firmeneigenen LKW`s durchgeführt.

Später wurden hier auch PKW`s repariert

und Fahrzeuge der Fa. Glas (das sog.

Goggomobil) vertrieben.

1970

Neubau des aktuellen Autohauses

Wormser in Herzogenaurach (damals

auch Speditionsbetrieb) und Vertrieb

der Marke BMW. Unerwarteter Tod

des Firmengründers Konrad Wormser.

Weiterführung des Unternehmens durch

seinen Sohn Hans Wormser.

1983 – 1984

Bau des Filialbetriebes in Höchstadt an der

Aisch – dieser Betrieb wurde 2001 und 2008

erweitert. In Höchstadt wird seit Anfang

des neuen Jahrtausends auch die Marke

MINI vertrieben

2001

Umbau des Betriebes in Herzogenaurach

nach einem Brand

Wie ist Wormser am neuen Standort in Coburg aufgestellt?

Also bei Wormser hier in Coburg arbeiten knapp 55 Leute inkl. zwölf Auszubildenden. Auch diese

Zahlen zeigen den Aufschwung der letzten Jahre. Am Anfang 2009 waren wir nur vierzig Leute. Auch das

Geschäft hat sich in diesem Zeitraum sehr stark verändert, der Verkauf läuft heute viel multimedialer als

früher. Das ist am neuen Standort natürlich perfekt möglich mit neuen digitalen Anwendungen. Dabei

bleiben die persönlichen über Jahre gewachsenen Bindungen der Verkäufer zu ihren Kunden aber auch

in diesen modernen Zeiten natürlich unser wichtigstes Potential. Darauf haben wir am Sonntagsanger

gebaut, darauf bauen wir auch heute in unseren neuen fünf Verkaufsbüros für BMW-Neufahrzeuge,

zwei weiteren für Mini und zusätzlich in unserem Gebrauchtwagenpavillon.

Noch ein Blick in die Zukunft?

Also was uns riesig freut ist, dass BMW absolut hinter Wormser steht und absolut hinter dem Standort

Coburg. Wir alle gehen gemeinsam nach vorne. Und da werden natürlich die Themen Elektromobilität

und Hybrid eine noch stärkere Rolle spielen als bisher, die Kundenanfragen steigen in diesem Segment,

wir haben die Fahrzeuge natürlich auch hier vor Ort. Ich bin aber auch überzeugt, dass es immer BMW

mit Verbrennungsmotor geben wird.

2008

Bernd Nicol (der bereits 1999 ins Autohaus

eintrat) wird Geschäftsführer der

Autohäuser.

2009

Übernahme des Autohauses Pfiffer / Coburg

– hier Vertrieb von BMW und MINI

2010

Übernahme des Autohauses Panzer /

Forchheim – hier Vertrieb von BMW und

MINI

2015

Modernisierung der Autohäuser in

Höchstadt und Forchheim nach den

Vorgaben der BMW AG

Was als 1 Mann Unternehmen im Jahr 1948

begonnen hatte, ist zu einem Mittel standsunter

nehmen in der Branche geworden.

Das neue Autohaus Wormser:

Raum für mehr Erlebnis. Mehr Service.

Neben dem KFZ-Gewerbe ist der Bereich

Transport und Logistik in den Mittelpunkt

der Unternehmens gruppe gerückt.

Mehr Komfort. Mehr Innovation.

Nahezu 700 Mitarbeiter an 15 Standorten in

4 Ländern sind in den Speditions betrieben

und Autohäusern beschäftigt.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 51


VON WOLFRAM HEGEN

FOTO: YVES ALLOINDE

52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


DIE BÄTZOLDT OHG

Advertorial

Die Bätzoldt OHG – Vater und Sohn erfolgreich unter einem Dach

Dass sie heute im Büro so nebeneinander sitzen, der eine, der sich um das sogenannte grüne Geschäft im

Betrieb kümmert, um die Gartentechnik, und der andere, zuständig fürs gelbe Geschäft, die traditionelle

KFZ-Werkstatt, beide Geschäftsführer des Familienbetriebs, zwei gestandene Männer mit 25 Jahren

Altersunterschied, Vater und Sohn, und gemeinsam über ihr Unternehmen, die Familie, die Herausforderungen

reden, und vor allem wie respektvoll sie das tun, ist nicht selbstverständlich, wenn man weiß, welch tiefe

Gräben Generationenkonflikte oft aufreißen können, und ist auch in diesem Fall nicht selbstverständlich, hat

sich entwickeln müssen, hat sich aber auch über Jahrzehnte entwickeln dürfen.

Wer zu spät kommt ….

Sohn Erik nämlich geht erst einmal eigene Wege, lernt bei einem anderen Betrieb in der Stadt KFZ-Mechaniker.

Als er zum elterlichen Betrieb zurückkehrt, schickt ihn sein Vater lieber erst einmal zur Bundeswehr. Aber

auch die geht vorbei, Erik kommt zurück. „Am Anfang hatten wir schon ein Problem miteinander“, sagt Erik

heute, „meine Schwester und die Mutter waren auch auf seiner Seite, das war manchmal schon schwierig“. Ab

und zu habe sich das aufgeschaukelt, fügt sein Vater hinzu, „dann haben wir schon mal zwei Tage nicht mehr

miteinander geredet.“ Meistens sei es um Kleinigkeiten gegangen, „ich war halt um halb sieben im Büro, beim

Sohn konnte es schon mal später werden. Das hat mir gar nicht gepasst.“

GENERATIONSÜBERGREIFEND

Der Bätzoldt hilft uns schon …

Vater Rainer nämlich ist im Nachkriegsdeutschland großgeworden, schweren Zeiten, geprägt von Mangel,

Disziplin, harter Arbeit. Sein Vater gründet 1949 das Unternehmen, anfänglich als Boschbatterieladestation,

aber schon bald als Fachbetrieb rund um KFZ-Elektrik, den Rainer Bätzoldt später übernimmt. „Der Bätzoldt

hilft uns schon“, war früher ein geflügeltes Wort in der Region, „wenn mal ein Betonmischer stehengeblieben

ist oder ein Milchlaster, immer waren wir zur Stelle.“ Das Unternehmen hat einen guten Ruf, als KFZ-

Meisterbetrieb kümmert man sich vor allem um viele LKW-Fuhrparks in der Region, Rainer ist einer, der

zupackt, nach Lösungen sucht und sie oft auch findet, einfallsreich, innovativ. Ein echter Handwerker eben.

Wenn in einem Jahr ein Familienunternehmen

70. Geburtstag feiert,

davon 50 Jahre am heute noch

aktuellen Standort existiert, wenn

gleich zeitig die zweite Generation der

Geschäfts führung 75 Jahre alt wird

und die dritte Generation 50, dann ist

das anstehende Jahr 2019 wohl ein

beson deres für die Firma Bätzoldt in

der Neustadter Straße. Und das Unternehmen

ist mit seiner kontinuierlichen

Ent wicklung auch ein Vorzeigebeispiel

dafür, wie Vater und Sohn

unter einem Firmendach erfolgreich

zusammenarbeiten können.

Nimm Dir eine Woche Zeit …

„Ich dagegen war immer eher ein Universalist, also irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes“, schmunzelt

Sohn Erik, obwohl selbst auch KFZ-Meister und Betriebswirt. Gegensätze, die lange aufeinanderprallen,

aber sich im Laufe der Jahre mehr und mehr ergänzen. „Das einfachste war manchmal das Schwierigste,

miteinander zu reden nämlich, und zwar unvoreingenommen“, erinnert sich Erik, aber genau das tun beide

mehr und mehr. Bis der Vater den Sohn fragt, ob er mit einsteigen möchte im Familienbetrieb, richtig, nicht

nur als Ferienjobber oder Lehrling. Eine Woche gibt er ihm Zeit, zu überlegen. „Das haben wir immer so

gehandhabt, dass man nichts aus dem Bauch heraus entscheidet.“ Erik stimmt zu, freiwillig, „mein Vater hat ja

nie gesagt, Du musst das machen.“

Eine glückliche Fügung …

Beide stehen Seite an Seite eine schwere Zeit durch, Anfang der 2000er Jahre nämlich bricht das LKW-

Geschäft fast komplett weg, weil Speditionen aufhören, Fuhrparks wegfallen. Auch Eriks Ausflug ins

Telekommunikationsgeschäft scheitert nach einiger Zeit. Doch eine „glückliche Fügung“ (Vater) hilft dem

Unternehmen: Eine Firma für Gartentechnik gibt ihr Geschäft auf, die Firma Bätzoldt übernimmt einen

Mitarbeiter und mit ihm viele Kunden. Die LKW-Halle wird umgebaut, und als der Verantwortliche nach ein

paar Jahren aufhört, übernimmt Rainer Bätzoldt den Geschäftsbereich, „obwohl ich davon ja eigentlich keine

Ahnung hatte.“ Aber er arbeitet sich ein, wollte beweisen, „dass man das schaffen kann.“ Er schafft es, heute

ist die Gartentechnik nicht mehr wegzudenken. Und ohne Gartentechnik wäre der Vater vielleicht nicht mehr

im Unternehmen.

Loslassen können …

Heute kommen sie gut aus, teilen sich die Geschäftsführung, jeder hat seinen Geschäftsbereich. Die interne

Übergabe des Unternehmens vom Vater an den Sohn ist geregelt. „Ich konnte sehr gut loslassen“, sagt Vater

Rainer, „ich wollte das, solange ich klar im Kopf bin, noch in die richtige Spur bringen, außerdem kann ich

mich jetzt mehr ums Handwerkliche kümmern.“ Und im Umgang miteinander gibt es Grundregeln. Keine

strategischen oder grundsätzlichen Fragen tagsüber im Tagesgeschäft. Stattdessen setzt man sich regelmäßig

in Ruhe zusammen, nimmt sich Zeit, „dann können sich große Probleme gar nicht erst aufbauen“, so Erik.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 53


54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


BERUF & LEBEN

Advertorial

Thomas Bittorf im Gespräch

„Ich verspreche keinen Erfolg, aber ich gebe alles dafür.“ Das ist der Leitspruch von

Thomas Bittorf. Der Rechtsanwalt und Steuerberater mit langjähriger Erfahrung hat

seine Kanzlei vor zwei Jahren neu aufgestellt. Seither tritt seine Kanzlei als tb.legal auf.

Dahinter verbirgt sich nicht nur ein anderer Name, sondern auch eine neue Philosophie.

Zeit für ein Gespräch über den Beruf, das Leben - und Coburg.

COBURGER: Wie hat sich Ihre Kanzlei in den letzten 2 Jahren am neuen

Standort in der Löwenstrasse 27 entwickelt?

Thomas Bittorf: Dank meiner motivierten Mitarbeiter und der Mandanten

waren die letzten beiden Jahre sehr positiv. Die Altbauräumlichkeiten hier

sind hell, offen und strahlen eine gewisse Leichtigkeit aus. Da kommt man

gerne hin.

COBURGER: Wie bringt man die Energie auf, sich jeden Tag mit den

Problemen anderer Leute zu beschäftigen?

Thomas Bittorf: Ich bin ja ein Dienstleister, wie ein Arzt auch. Es geht als

Rechtsanwalt und Steuerberater darum, anderen bei ihren spezifischen

Problemen zu helfen. Ich will Gerechtigkeit und versuche diese durchzusetzen.

Es geht aber nicht um das subjektive Gerechtigkeitsempfinden des Klienten

oder von mir, sondern ein objektiviertes. Entscheidend ist, wie ein Gericht, das

an Gesetze und die Rechtsprechung gebunden ist, am Ende des Tages urteilen

würde. Das versuche ich im Rahmen meiner Beratung vorwegzunehmen.

Das ist ein großer Motivationsfaktor, denn ich verliere sehr ungern Prozesse,

das ist wie eine Niederlage beim Sport. Manchmal ist es auch sinnvoll, direkt

mit der Gegnerseite zu verhandeln oder ggf. auch eine Mediation einzuleiten

- anstatt stets vor Gericht zu gehen. Am Ende eines Falles ist auch schön zu

sehen, wenn die Sache zu einem guten Ende gebracht ist und die Kunden

zufrieden, in vielen Fällen auch innerlich erleichtert sind.

„Ziel ist mittelfristig

eine multidisziplinäre

Kanzlei.“

COBURGER: Sie sind auf der Suche nach neuen Mitarbeitern?

Thomas Bittorf: Ja, mein Ziel ist es, mittelfristig eine multidisziplinäre

Kanzlei mit mehreren Berufsträgern, wie Rechtsanwälten und Steuerberatern

aufzubauen. Im Steuerbereich habe ich seit vielen Jahren hervorragende

Mitarbeiterinnen, aber ich muss mich perspektivisch um den Nachwuchs

kümmern, in beiden Bereichen.

COBURGER: Warum sollte sich jemand bei Ihnen bewerben wollen?

Thomas Bittorf: Wir haben eine wie ich meine wirklich gute Atmosphäre

hier, in sehr schönen Räumlichkeiten. Ich lasse meinen Mitarbeitern viel

Freiraum und versuche sie zu motivieren, den Fragestellungen auf den Grund

zu gehen und sie im Kontext zu sehen. Wenn einer allein bei einem Problem

nicht weiterkommt, lösen wir es gemeinsam. Persönliche Herausforderungen

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 55


THOMAS BITTORF IM GESPRÄCH

sind wichtig, aber Mitarbeiter sollten nie das Gefühl haben, überfordert zu

sein, sonst habe ich als Chef etwas falsch gemacht. Meine Mitarbeiter sollen

gerne zur Arbeit kommen und genauso viel Spaß an der Arbeit haben wie

ich. Wir legen großen Wert auf Fortbildung, das vermittelt auch Sicherheit

und Selbstbewusstsein. Die Vergütung und die Extras müssen natürlich auch

passen.

COBURGER: Sie haben den sportlichen Ehrgeiz schon angesprochen,

welchen Wert hat Sport in Ihrem Leben?

Thomas Bittorf: Mittlerweile wieder einen sehr hohen Wert: Du nimmst Dir

bewusst Zeit für Dich und tust etwas für Deinen Körper und Deine Gesundheit.

Mir macht es am meisten Spaß früh vor der Arbeit. Wenn Du am morgen früh

aufstehst und Dein Kopf sagt: Leg Dich noch mal hin - und stattdessen gehst

Du aber laufen… und plötzlich stellst Du fest, dass sich die Gedanken ändern

und Du Dich super fühlst.

Bei einer gewissen Regelmäßigkeit purzeln dann auch die Kilos, man stellt

seine Ernährung um und plötzlich schmecken Dir Salat und Müsli, Du trinkst

Ingwertee und nur noch eine Tasse Kaffee am Tag. Du merkst, dass es Dir

guttut und fragst Dich, warum Du es die letzten 15 Jahre nicht gemacht hast.

Und dann setzt Du Dir wieder Ziele und hast Träume, wie als Kind früher.

Letztes Jahr bin ich meinen ersten Marathon in Málaga gelaufen. Mit

regelmäßigem Sport denkst Du auch beruflich anders, Du bist fitter, wacher,

besser drauf, ausgeglichener aber auch entscheidungsfreudiger.

„Ich verliere ungern

Prozesse, das ist wie eine

Niederlage beim Sport.“

COBURGER: Was sind für Sie sonst noch wichtige Werte im Leben?

Thomas Bittorf: Die Zeit mit meiner Familie, ich versuche, meiner Tochter

nur das Beste mitzugeben, damit sie Selbstvertrauen, Mut und ihre Stärken

entwickelt. Freunde sind sehr wichtig, der ehrliche Umgang miteinander und

die Freude und der Spaß, gemeinsam etwas auf die Beine stellen.

COBURGER: Welchen Wert hat Ihre Heimat Coburg für Sie?

Thomas Bittorf: In Coburg bin ich aufgewachsen und mit Anfang 30 nach

Studium und ersten Berufsjahren in München wieder hierher zurückgekehrt.

Coburg hat unheimlich viel zu bieten für die Größe der Stadt, in jedem

Bereich. Aber man wird es erst schätzen, wenn man auch mal rausgeht und

sich ab und zu woanders umsieht, und nicht nur hier verharrt. Persönlich

würde ich mir wünschen, dass es uns gelingt, Coburg für die junge Generation

zwischen 20 und 35 noch attraktiver zu gestalten. Einer der wichtigsten

Maßstäbe für die erfolgreiche Entwicklung und Behauptung von Städten im

Wettbewerb ist ihr Altersdurchschnitt. In vielen großen Unternehmen vor Ort

ist er unterhalb des Durchschnitts der Stadt. Im Stadtrat, in dem wir wichtige

Rahmenbedingungen setzen, sind wir davon noch sicherlich entfernt. Jüngere

setzen teilweise naturgemäß andere Prioritäten.

COBURGER: Haben Sie konkrete Vorstellungen?

Thomas Bittorf: Wir haben in Coburg hervorragende Schulen und auch

Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Es geht aber z.B. um den Ausweis von

Baugebieten, von denen es in Coburg so gut wie nichts mehr gibt. Wir haben

viele kleine Spielplätze, aber keinen richtig großen wie z.B. im Nürnberger

Tiergarten mit Café oder auch nur Toiletten. Ein großer Anziehungspunkt

einer Stadt ist auch die Erlebbarkeit von Gewässern oder des Flusses einer

Stadt. Der Goldbergsee ist wirklich schön, aber für den Tourismus außer

Spazierengehen noch unerschlossen. Über die Itz-Belebung wurde schon

viel und angeregt diskutiert, aber leider noch nichts Konkretes umgesetzt.

Vorstellbar wären hier auch Möglichkeiten im Bereich Wassersport wie

Rudern oder evt. auch eine Wakeboard- und Wasserskianlage. Das wäre eine

echte Attraktion für Familien.

56 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


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die kanzlei tb.legal ist ein kleines, engagiertes team für die ganzheitliche steuer- und rechtsberatung mit

hohem qualitätsanspruch, freude an der kommunikation und dem intensiven gedankenaustausch.

die ziele der mandanten sind mittelpunkt unseres täglichen einsatzes und engagements.

regelmässige fortbildungen sind dabei für uns selbstverständlich.

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mit wenigstens 3 -jähriger berufserfahrung

als steuerfachangestellte(r) haben sie ihre abschlussprüfung als steuerfachangestellte(r) und/oder bilanzbuchhalter(in)

mit gutem erfolg abgeschlossen. sie können mittlerweile selbständig abschlüsse vorbereiten und steuererklärungen

erstellen. komplexe fragestellungen ängstigen sie nicht, sondern fordern sie heraus. mandanten und kunden stehen

für sie im mittelpunkt, denen sie gerne helfen und das leben erleichtern wollen.

als rechtsanwalt haben sie erfolgreich ihre staatsexamina abgelegt und erste erfahrungen vor gericht und im

umgang mit mandanten gesammelt. sie sind kommunikationsstark und haben ein gespür für ihr gegenüber.

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langfristigen perspektive mit dem ziel einer partnerschaftlichen zusammenarbeit.

ich freue mich darauf, sie in einem persönlichen gespräch kennenzulernen.

thomas bittorf | rechtsanwalt & steuerberater

löwenstrasse 27 96450 coburg

09561 79 42 400 | 09561 79 42 402

info@tb.legal | www.tb.legal

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 57


58 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


Harakiri

am Berg

Wenn der Schnee staubt und die Sonne vom blauen Himmel blitzt, dann zuckt

es in den Beinen. Dann beginnt die Skisaison. Dann zieht es die Brettlfans

ins Gebirge. Immer mehr suchen dort mehr als die einfache Familienabfahrt.

Sie suchen den besonderen Kick. Es lockt der Rausch der Tiefe. Es lockt das

besondere Glücksgefühl.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 59


HARAKIRI AM BERG

Es ist der Moment, wenn der Atem stockt, der Hormonspiegel

steigt, der Blutdruck nach oben schießt, der Magen kribbelt:

Eigentlich möchte man jetzt davonlaufen, eigentlich ist es aber

genau diese Situation, die man sucht, wenn die Vernunft mit

der Lust kämpft: Diese Lust am Risiko, dieser Kick Adrenalin,

wenn man oben steht, an der Kante des Abgrundes, den Blick

nach unten und genau weiß – Fehler solltest Du Dir jetzt nicht

erlauben. Dann noch einmal tief durchschnaufen und rein in den

Hang. Jetzt ist die Entscheidung getroffen. Ein Zurück gibt es

nicht mehr, nur ein nach unten.

Schmal, eisig, bucklig

Die steilsten Pisten in den Alpen üben auf Skifahrer einen

besonderen Reiz aus. Sich überwinden, das eigene Können

ausreizen, den Hang besiegen. Es gibt viele Gründe. Normale

Pisten, Schönfahren, das reicht oft nicht mehr. Dann schon lieber

die besondere Herausforderung suchen, immer öfter, immer

mehr. Lange nicht alle sogenannten schwarzen Pisten gehören da

dazu. So nämlich werden die anspruchsvollsten Abfahrten in den

Alpen gekennzeichnet. Dazu reicht laut Definition aber schon

ein Längs- und Quergefälle von mehr als 40%, also im Schnitt 40

Meter Höhenunterschied auf eine Strecke von 100 Metern. Das

stellt für gute Skifahrer in der Regel noch keine Herausforderung

dar. Richtig spannend aber wird es erst bei deutlich mehr Gefälle,

bei schmalen Streckenabschnitten, bei Eis und Buckeln. Dann

erst pocht das Blut in den Adern. Oft handelt es sich bei diesen

Streckenabschnitten nur um kurze Stücke, um Abhänge einer

längeren Piste. Das aber reicht aus für den besonderen Kick.

Hau di runter

Die Alpen haben einige dieser extrem steilen Abfahrten zu bieten,

die man nur als geübter Skifahrer mit einer Topausrüstung und

natürlich einem Helm wagen sollte. Schon die Namen dieser

Abfahrten verbreiten Angst und Schrecken: Harakiri heißt die

berühmteste im Skigebiet Mayrhofen, 78 Prozent beträgt das

Gefälle der Strecke, „Hau di runter“ ist das Motto, belohnt wird der

erfolgreiche Ritt auf der selbsternannten „steilsten präparierten

Skipiste Österreichs“ dann mit Merchandising-Artikeln. Oder

auch einem Foto. Das gibt’s immer Freitagnachmittags von

den Mayrhofer Bergbahnen. Dieses touristische Spiel mit der

Gefahr lohnt sich also, stößt aber auch auf Kritik: Viele ungeübte

Skifahrer treten zur Mutprobe an, mit allen Risiken für Leib

und Leben. Doch Bertold Brecht sollte ja nicht unbedingt Recht

behalten, wenn er sagt: „Der große Sport fängt da an, wo er längst

aufgehört hat, gesund zu sein.“

60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


DIE STEILSTEN PISTEN IN DEN ALPEN

G efälle über 100%

Eine andere Piste, die Skifahren trotz Winterkälte den Schweiß

auf die Stirn treibt, findet sich in Steinach am Brenner in

Tirol. Die WM-Piste „Manni Pranger“, benannt nach dem

Slalomweltmeister von 2009 Manfred Pranger, hat ein Gefälle

von über 100 Prozent und gilt wiederum als die selbsternannte

„steilste maschinell präparierte Piste Österreichs“, weil sie nur

mit Winde und einem speziellen Pistengerät bearbeitet werden

kann. Wer sich in sie hineinwagt, sollte seine Bretter schon im

Griff haben und eine ordentliche Oberschenkelmuskulatur kann

auch nicht schaden. Im Notfall holt einen zwar der Pistenbulli

aus der Steilwand, wie schon oft passiert, wer aber will sich denn

schon so blamieren? Dann lieber die gemütliche Familienabfahrt

wählen, die ein paar Meter oberhalb abzweigt. Auf der kommt

man im Zweifel auf jeden Fall sicher und gesund ins Tal.

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macht spass,

fit & gesund

Diese Lust am Risiko, dieser Kick Adrenalin, wenn

man oben steht, an der Kante des Abgrundes, den Blick

nach unten und genau weiß – Fehler solltest Du Dir

jetzt nicht erlauben.

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AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 61


HARAKIRI AM BERG

Nur die Allermutigsten trauen sich in den Hang,

bei 55 Grad Neigung, also über 140% Gefälle.

Teuflisch

Ein paar Kilometer weiter westlich, im Montafon in Vorarlberg, geht es teuflisch

zur Sache, wenn man sich die „Diabolo“ im Skigebiet Golm hinunterstürzt. „Trau

di ahi“ sagen die Einheimischen ähnlich wie an der Harakiri, „Trau dich runter“.

Man muss sich schon ein wenig überwinden, denn vor allem auf den ersten

Metern wird man schon kurzatmig bei 70 Prozent Gefälle. Dafür kann man sich im

weiteren Verlauf der Strecke ausruhen, wenn die Piste dann ihre ganze Sanftmut

zeigt. Kann aber auch nicht schaden, wenn die Oberschenkel schon brennen…

Nach einer kurzen Erholungsphase locken dann noch die sogenannten „Black

Scorpions“ im benachbarten Skigebiet „Silvretta Montafon“. Gleich sieben extrem

schwere schwarze Pisten fordern dort den ganzen Mann oder die ganze Frau. Bei

Gefällen von über 80 Prozent merkt man, warum gute Kanten nichts schaden

können. Vor allem die eisige steile kurve Sennigrat –Piste hat es in sich. Aber auch

die beiden Skirouten Sennihang und Abhenkina.

Be in

Shape

Endorphin im Blut

Wenn es ein bisschen mondäner im Umfeld sein soll, empfiehlt sich Lech am

Arlberg. Aber nicht nur zum Geldausgeben und Seines-Gleichen-Treffen ist der

historische Skiort das richtige Ziel. Denn vor dem abendlichen Prosecco und

Hummer gibt es auch eine ordentliche Portion Adrenalin zur Vorspeise: Der „Lange

Zug“ dort nämlich hat so gar nichts mit einer gemütlichen Eisenbahnfahrt zu tun,

sondern eher mit einem halsbrecherischen Höllenritt. Nur die Allermutigsten

trauen sich in den Hang, bei 55 Grad Neigung, also über 140% Gefälle gleich zu

Beginn. Nicht wenige wagen zwar einen Blick in den Abhang, mehr aber auch

nicht. Wer sich aber traut, wird belohnt, mit Endorphinen im Blut, mit über 6

Kilometern Pistenspaß und vor allem auch mit atemberaubenden Ausblicken in

die Bergwelt.

Vor dem Einkehrschwung …

Und wer dann immer noch nicht genug hat, kann auch die „Direttissima“ am

Katschberg besuchen, die auch „Kärntner Streif “ genannt wird in Anlehnung an

die berühmte Kitzbühler Streif (die in der Regel den Profis vorbehalten ist) mit

Neigungen zwischen 60 und 100 Prozent und einer Länge von 2500 Metern, die

„Gamsleiten 2“ in Obertauern im Salzburger Land mit bis zu 100 Prozent Gefälle

und vor allem vielen eisigen Buckeln, den „Franz-Klammer-Stich“, benannt nach

dem legendären österreichischen Ski Idol Franz Klammer, in Bad Kleinkirchheim

in Kärnten mit 80 Prozent, die „Direttissima“ in Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol,

zahlreiche Strecken in der Schweiz und Frankreich oder auch, ganz in der Nähe,

die berühmte „Kandahar“ in Garmisch-Partenkirchen. Auch die deutsche WM-

Abfahrt nämlich hat ein Stück, bei der einem bei über 90 Prozent Gefälle der Atem

stockt.

Adrenalinkick

Adrenalin wird vom Körper ausgeschüttet, wenn er besonderen

Anforderungen und Anspannungen ausgesetzt ist. Das Hormon Adrenalin

fokussiert unsere Wahrnehmung auf den Moment, es setzt ungeahnte Kräfte

frei und bringt unseren Geist nach der Herausforderung in eine euphorische

Stimmung – weswegen der Adrenalinkick auch eine gewisse Suchtgefahr

birgt. Dazu der Gottvater des Extremkicks, Jochen Schweizer: „Wer

etwas wagt, geht das Risiko ein, zu verlieren. Wer nie etwas wagt, verliert

garantiert. Denn Angst zu überwinden, bedeutet Freiheit.“ (Aus Fit for Fun)

Das Trainingsprogramm

“Figurtraining” kombiniert

Kraftausdauertraining &

Muskelaufbau für eine

sanfte Körperdefinition.

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62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


Advertorial

SCHMERZFREI

AUF ZWEI BRETTERN

Mit Tempo in den Hang, der Schnee staubt, die Kanten

krallen sich ins Eis: Skifahrer lieben ihn, diesen

ganz speziellen Kick, das Glücksgefühl auf zwei

Brettern. Ob nun mit Adrenalin in die Vertikale

oder sanft schwingend den Berg hinunter: Um den

Spaß auch genießen zu können, ist die richtige

Ausrüstung wichtig, vor allem auch der passende

Skischuh. Informationen dazu von Jochen

Fertsch, Mitarbeiter von Intersport Wohlleben

in Dörfles-Esbach.

Jochen, warum überhaupt ist ein möglichst perfekter Skischuh so wichtig?

Nur mit einem perfekt passenden Skischuh kann es auch ein perfekter

Skitag werden. Jeder, der sich schon mal mit einem nicht passenden

Skischuh quälen musste, weiß, von was ich spreche. Da können Wetter

und die Schneebedingungen ideal sein, genießen kann man das aber leider

nicht. Zudem sorgt nur ein perfekt passender Schuh für eine optimale

Kraftübertragung.

Neben qualitativ hochwertigen Marken-Skischuhen führt Ihr ja auch

thermoverformbare Skischuhe, was ist der Vorteil an Ihnen?

Thermoverformbare Skischuhe bieten den großen Vorteil, dass man die

Schale sehr gut auf den jeweiligen Fuß anpassen kann. Zusammen mit

anpassbaren Innenschuhen und Sohlen kann man so schon mal eine sehr

gute Passform „erzeugen“.

Jochen, Ihr seid ja auch einer der wenigen Partner von Aquanovoboot-

Skischuhen. Was ist bei diesen das Besondere?

Im Gegensatz zu den thermoverformbaren Skischuhen „von der Stange“

ist der Aquanovoboot wirklich ein Skischuh nach Maß. Es wird also ein

maßangefertigter Skischuh aus mehreren ausgewählten Komponenten

individuell für den jeweiligen Fuß angefertigt. Das sind die Skischuhschale,

der zu schäumende Innenschuh und eine eigens für Sie angepasste

Einlegesohle. Nur so lässt sich die Individualität der jeweiligen anatomischen

Gegebenheiten berücksichtigen. Erst dann kann ein spannungsund

druckfreier Skischuh erschaffen werden.

Der AquaNovoBoot. Besonders geeignet für …

… kleine, schmale Füße in Kombination mit starken, kräftigen Waden

… kräftige, breite Füße und dünne Unterschenkel

… Füße, die extrem von der sogenannten „Normform“ abweichen, z.B.

Senkfüße, Knickfüße, Spreizfüße, Hohlfüße, Sichelfüße. 80 Prozent der

Menschen haben keinen „Normfuß“.

… Ein schwaches Vorfußgewölbe, aus dem sich eine „Vorlagenunverträglichkeit“

ergeben kann.

… Kräftige bis übergewichtige Fahrer oder Fahrerinnen: Die Füße werden

deutlich stärker belastet. Bei einer kräftigen Wade ist der Schaft meist zu

eng, so dass auch die Durchblutung abgedrückt wird.

GUTSCHEIN AQUA NOVO BOOTS

Beim Kauf eines AQUA NOVO Boots bis zum 30.10.2018

erhalten Sie als Coburger Leser die praktische be heizbare

Skischuhtasche mit Rucksackfunktion im Wert

von 149,95 Euro gratis dazu!

Wie funktioniert die Aquanovoboot-Methode?

Mit Hilfe einer sehr speziellen Kombination von Luft- und Wasserdruck.

Erstmals werden die drei Komponenten – individuell angeformte Skischuh-

Schale, geschäumter Innenschuh und anatomische Einlegesohle – gleichzeitig

nach Maß angefertigt. Denn nur im Zusammenspiel entsteht der perfekte

Maßskischuh mit seiner einzigartigen Passform: der AquaNovoBoot. Dieses

Verfahren des deutschen Herstellers ist übrigens sogar von der EU patentiert.

Informationen &

Terminbuchung

Für wen sind solche Skischuhe vor allem geeignet?

Grundsätzlich sind diese Schuhe für alle geeignet, die einen perfekt

passenden Skischuh suchen. Aber vor allem Personen mit anatomischen

Herausforderungen werden sich über diese Schuhe freuen, um endlich

wieder schmerzfrei das Skifahren genießen zu können.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 63


Advertorial

RÜCKENSCHMERZEN

TRAINING HILFT

Volkskrankheit Rückenschmerzen

Sie ziehen, stechen, zucken wie

ein Blitz durch den Körper:

Rücken schmerzen sind eine

Volks krank heit. 80% der Menschen

der west lichen Welt leiden

im Laufe ihres Lebens mindestens

einmal an ihnen. Und gerade jetzt

im Herbst treten sie verstärkt

auf. Dabei müssen die meisten

Rücken schmerzen nicht sein, sagt

Rainer Falch, Geschäfts führer

vom Sport land Co burg in Dörfles-

Esbach. Der COBURGER hat sich

mit ihm unterhalten.

Rückentraining im Sportland

• Terminvereinbarung für eine kostenlose

und unverbindliche Beratung

inklusive Schnuppertraining unter

09561/68314

• Individuelles 8 Wochen Rückentrainingsprogramm

im hauseigenen

Dr. Wolff Rückenzentrum. Beginn

jederzeit bis zum 30.11.2018 möglich.

• Dr. Wolf Backcheck: Spezielles

Analysegerät, um Bauch-, Rückenund

Rumpfmuskulatur

zu analysieren und

eventuelle Dysbalancen

zu finden.

Warum treten denn gerade im Oktober und

November verstärkt Rückenschmerzen auf?

Rainer Falch: Das ist eigentlich ganz einfach

erklärt: Es wird kühler, die Luft wird feuchter, das

lässt Gewebe anschwellen und Nerven sensibler

werden. So werden Rückenschmerzen begünstigt

oder sogar ausgelöst. Außerdem arbeiten im

Herbst viele Menschen häufig ohne Pause

mehrere Stunden im Garten und überlasten dabei

ihren Rücken.

Und warum treten überhaupt so

häufig Rückenschmerzen auf?

Rainer Falch: Rückenschmerzen sind meist das

Ergebnis eines Missverhältnisses von physischer

und/oder psychischer Belastbarkeit eines

Menschen und seiner tatsächlichen Belastung.

Dabei können einmalige sehr hohe Belastungen

wie ungünstiges Heben, ein schwerer Sturz

oder lange und schwere Gartenarbeit die

Rückenschmerzen auslösen. Das merkt man dann

auch relativ schnell.Es können aber eben auch

häufig wiederkehrende leichte Belastungen wie

beispielsweise ungünstiges Sitzen, das tägliche

Arbeiten am PC, oder stundenlanges Surfen mit

dem Smartphone die Ursache sein. Und auch

Stress. Dieser führt zu unbewusster Anspannung

verschiedener Muskeln. So entstehen schleichend

über Monate Rückenschmerzen. Darüber hinaus

gibt es noch zahlreiche weitere Ursachen.

Was sollte man machen, falls Sie

es mal wieder erwischt hat?

Rainer Falch: Bei starken Schmerzen empfiehlt

sich auf jeden Fall der rasche Gang zum Arzt.

Dieser analysiert dann in Ruhe die Ursachen. Ein

schmerzlinderndes Medikament macht nicht nur

die Schmerzen erträglicher, sondern verhindert

auch, dass sich diese im Schmerzgedächtnis

festsetzen. Außerdem sollte man so weit wie

möglich in Bewegung bleiben, Spazieren gehen

und die eine oder andere Arbeit im Stehen

statt im Sitzen machen. Einfache gymnastische

„In 85% der Fälle ist

eine Operation unnötig“

Übungen wirken außerdem einem Muskelabbau

entgegen und beschleunigen den Heilungsverlauf.

Zu hohe Anstrengungen und falschen Ehrgeiz

sollte man dagegen vermeiden. Bei richtigem

Verhalten sollten die Schmerzen nach vier bis 8

Wochen verschwunden sein. Wenn es allerdings

zu Ausfall- oder Lähmungserscheinungen

kommen, muss man so schnell wie möglich zum

Arzt, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Ein

chirurgischer Eingriff ist aber übrigens nach einer

Erhebung der Techniker-Krankenkasse in 85

Prozent der Fälle nicht nötig.

Und was sollte man machen, dass es gar

nicht erst zu Rückenschmerzen kommt?

Rainer Falch: Gezieltes Muskeltraining spielt

dafür eine zentrale Rolle, wenn es geht zweimal

die Woche für 30 bis 60 Minuten, dann sollten

Rückenschmerzen bald der Vergangenheit

angehören. Am besten lässt man sich dazu von

einem Physiotherapeuten oder einem speziell

ausgebildeten Sportlehrer beraten und ein

gezieltes Rückenprogramm erstellen.

www.sportland-coburg.de

64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


KERSTIN HELLER

Gesponserter Beitrag

GESUND SEIN UND BLEIBEN

Der ganze Mensch

Gesundheit ist ein hohes Gut. Wenn wir uns gesund fühlen, sind

wir voller Energie, Taten drang und Lebens freude. Dann sind

Körper, Seele und Geist im Einklang. Ein Ideal zustand. Doch wir

erhält man ihn sich? Und wenn Krank heiten das Leben belasten,

wie geht man mit ihnen um? Wir haben uns dazu mit der Coburger

Heil praktiker in Kers tin Heller unterhalten.

Wenn Menschen nach ihrem Wichtigsten

im Leben gefragt werden, steht meist die

Gesundheit ganz oben. Natürlich versteht man

darunter zumeist die Ab wesenheit von schweren

Krankheiten. Aber was meint der Begriff

Gesundheit eigentlich wirklich?

Gesundheit ist immer davon abhängig, wie gut

der Organismus auf Anforderungen aus der

Umgebung reagieren kann beziehungsweise wie

gut er Belastungen kompensiert. Hat man genug

Kraft und Energie, um zum Beispiel mit Keimen

aller Art zurechtzukommen und sie abzuwehren?

Fühlt man sich geistig und seelisch im Einklang,

um mit schwierigen Lebens situationen vernünftig

umzugehen?

Fragen Sie sich einmal, wieviel Prozent Energie

Sie haben, ausgehend von 100 Prozent. Wer sich

stark fühlt, hat genug entgegenzusetzen. Wer geschwächt

ist, aus welchen Gründen auch immer,

wird eher krank. Diese Selbstbeobachtung ist

also sehr wichtig: Wie fühle ich mich körperlich

und geistig/ seelisch? In welchem Bereich bin ich

geschwächt und wo liegt eventuell die Ursache?

Es ist besser, ein Gespür für sich selbst zu

bekommen durch eigene Beobachtung, als die

eigene Gesundheit nur der Krankenversicherung

anzuvertrauen. Und Selbstbeobachtung kann

man lernen, beispielsweise durch Yoga oder

Acht samkeitsübungen.

Um gesund zu werden oder zumindest nicht

krank, greift man gerne zu Medikamenten, zu

Operationen, ist es dann nicht eigentlich schon

zu spät?

Wenn man krank wird, das heißt Schmerzen

bekommt, sich nicht mehr so gut bewegen kann

oder auch depressiv wird, dann liegen immer

Ursachen dafür vor. Es ist auf jeden Fall wichtig,

einmal darüber nachzudenken, warum diese

Krankheit entstanden ist und sich Unterstützung

für diesen jeweiligen Bereich zu suchen, um

diese Ursache herauszufinden. Wenn die Ursache

nicht behandelt wird, kommt es immer wieder zu

den gleichen Problemen.

Eine Krankheit ist auch immer ein „Blinklicht“,

ein Ausdruck des Körpers und des Geistes, uns

mitzuteilen, dass wir uns um uns kümmern

müssen beziehungsweise uns helfen lassen

sollten. Die Methode ist dann sicher abhängig

von der Art der Beschwerden. Dabei halten

sich anhand von Studien durch Professoren für

evidenzbasierte Medizin schulmedizinische aber

auch alternativmedizinische Methoden genau

die Waage. Beide Felder sind gleich wichtig,

entgegen der gängigen Medienpolitik. Krankheit

ist auch eine Chance, wenn man sie reflektiert.

Was macht Menschen wirklich dauerhaft krank,

wenn man einmal von angeborenen Krankheiten

oder von schweren Infektionen absieht?

Körperlich betrachtet entstehen die meisten

Erkrankungen durch chronische Entzündungen,

die vor allem unser Herz, Gefäße oder andere

Gewebe dauerhaft schädigen. Spitzenreiter sind

in Deutschland Herz- und Gefäßleiden, Krebs,

psychische Erkrankungen, Diabetes, chronische

Atemwegserkrankungen sowie Muskelund

Skelett erkrank ungen. Vor allem unsere

Lebensweise, unsere Ernährung, Überlastungen,

Umweltgifte und dauerhafte Medikation

beeinträchtigen dauerhaft unser System.

Ein großer Gesundheits-Faktor wäre es zum

Beispiel schon einmal, den Zuckerkonsum zu

senken, ab und zu einmal ein paar Wochen auf

schädigende Angewohnheiten zu verzichten,

und sich mit genügend Nährstoffen zu versorgen,

wie beispielsweise im Winter mit ausreichend

Vitamin D.

Welche Alternativen gibt es, um so lange wie

möglich gesund zu bleiben?

Nehmen wir das Beispiel der Chinesischen

Präventiv-Medizin. Die Menschen gehen dort

zum Arzt, wenn sie gesund sind, um auch

weiterhin gesund zu bleiben. In der traditionellen

chinesischen Medizin gilt es herauszufinden, wo

der Schwachpunkt im System eines Einzelnen

liegt. Die Beratung erfolgt dann hinsichtlich

der Lebensweise. Welches Essen vertrage ich

gut oder gar nicht, brauche ich eher mehr Ruhe

oder zum Ausgleich mehr Bewegung. Kann ich

meinen Körper je nach Jahreszeit mit natürlichen

Mitteln wie bestimmten Tees, Gewürzen oder

Vitalstoffen unterstützen? Für diese Art von

Beratung eignet sich besonders der Besuch bei

einem Osteopathen. Die sensiblen Hände und

die geschulte Wahrnehmung erkennen oft schon

im Vorfeld Blockaden, und lösen sie sehr sanft.

Das ist ganzheitliche und individuelle Beratung

nach den jeweiligen Bedürfnissen.

HEILPRAKTIKERIN

OSTEOPATHIE

MICROKINESITHERAPIE

AKUPUNKTUR

Heilpraktikerin Kerstin Heller ist seit

vielen Jahren Spezialistin für Osteopathie,

Microkinesitherapie, Akupunktur und

weitere ganzheitliche Ansätze.

Praxis Ernstplatz 1 • 96450 Coburg

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Termine nur nach Vereinbarung

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 65


66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


AQUARIA COBURG

Advertorial

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 67


VON ILKA ROSEMEIER

Schöne Dinge

Wie Umgebung auf uns wirkt

Unsere Wohnungseinrichtung lässt tief Blicken –

in unsere Seele. Sie spiegelt unsere Interessen und

Leidenschaften wider. Im besten Fall haben wir ein

wohlgestaltetes Heim, in dem wir uns entspannt zurücklehnen

und zum Beispiel von unserem schönsten

Urlaub träumen können. Doch oft kommt es ganz

anders: Während wir in unserem letzten Afrika-Urlaub

die Vorzüge einer Einrichtung im Kolonialstil

genossen und die afrikanischen Holzschnitzereien

in Form von Masken, Tieren und Menschenköpfen

bewundert haben, gepaart mit einem wunderschönen

Blick in die unendlich wirkende Steppenlandschaft

Afrikas, wirken unsere Urlaubsandenken im

eigenen, skandinavisch eingerichteten Heim irgendwie

deplatziert. Zur Krönung des Ganzen will sich

beim Anblick unserer mühsam mitgeschleppten

Afrika-Andenken zu Hause vor dänischer Wohnkulisse

absolut keine Urlaubsstimmung mehr einstellen.

Stattdessen schleicht sich ein Anflug von Frust

ein und wir fragen uns: Was habe ich bloß falsch gemacht?

Im Urlaub sah doch alles so schön aus?

Nun, es gibt so einiges, was wir tun können, damit unsere

Wohnumgebung eine positive Grundstimmung

in uns erzeugt:

Eine harmonische Wohnumgebung

Zunächst einmal wird die Wohnungsgestaltung

natürlich durch unseren jeweiligen Geschmack

bestimmt. Hierfür stehen uns diverse Einrichtungsstile

zur Verfügung. Oft wollen oder können wir uns nicht

auf einen bestimmten Stil festlegen. Dann sieht die

Einrichtung zusammengewürfelt aus und es will

sich kein harmonisches Gesamtbild in der Wohnung

einstellen. Natürlich ist es möglich, verschiedene

Stile miteinander zu kombinieren, doch das will

gekonnt sein! Hierbei sollten niemals mehr als zwei

unterschiedliche Stile kombiniert werden.

Zu unserem persönlichen Geschmack gesellt sich

dann noch die räumliche Aufteilung. Ist die Wohnung

eher dunkel oder hell? Sind die Räume klein oder

groß? Gibt es hohe Decken? Das sind wesentliche

Dinge, die es bei der Gestaltung der Wohnräume

unbedingt zu beachten gilt und bei denen wir grobe

Fehler zu Lasten unseres Wohlbefindens machen

können.

Raumgestaltung für Böden und Wände

Böden und Wände sind aufgrund der Größe ihrer

Flächen von besonderer Bedeutung. Deshalb sollte

hierauf das Hauptaugenmerk gelegt werden.

68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


Wände, Böden, Licht und Dekoration: Erst

das richtige Zusammenspiel sorgt für ein

harmonisches Wohngefühl.

Momentan ist es Trend, das eigene Heim möglichst

hell und freundlich zu gestalten, wodurch eine

gewisse Leichtigkeit erzielt wird, die uns wiederum

(wenn wir alles richtig gemacht haben) ein Hauch von

Urlaubsstimmung am Meer in das Herz zaubert. Helle

Farben, die harmonisch aufeinander abgestimmt

sind, lassen uns besser entspannen als zum Beispiel

ein leuchtendes Rot. Rot weckt in uns eher das

Bedürfnis von Aktivität.

Oft sind wir uns dessen nicht bewusst, aber der

Bodenbelag ist entscheidend, wie ein Raum auf

uns wirkt und prägt seinen Charakter. Hierbei

ist es zunächst egal, ob wir uns für Holzparkett,

Laminat, Fliesen oder Teppich entscheiden. Neben

unseren persönlichen Vorlieben spielt auch die

Nutzung des Bodens eine große Rolle. Für aktivere

Bereiche empfehlen sich härtere Böden, während

ein Teppichboden in den Schlafräumen für mehr

Wohnlichkeit sorgt. Wenn wir morgens mehr oder

weniger schnell aus dem Brett hüpfen, tut es doch

gut, wenn unsere Füße sofort auf etwas flauschig

Weichem landen, als wenn uns sogleich der nackte

Holzfußboden empfängt – mag er auch noch so

schick aussehen.

Auch an den Wänden können wir wieder eine Menge

falsch machen. Möchten wir unsere Wände streichen,

geben sanfte Creme- oder Beigetöne unseren

Räumen mehr Helligkeit und lassen sie größer

wirken. Auch helle Grün- Gelb- oder Blautöne lassen

sich gut dazu kombinieren. Aber Vorsicht! Diese

Farben müssen sehr genau aufeinander abgestimmt

sein, damit sich hinterher nicht ein Bild der “Villa

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 69


www.lisel.de

Kunterbunt“ einstellt. Wer gerne mit dunklen Farben arbeitet, sollte sich

dessen bewusst sein, dass dies die Räume kleiner und dunkler wirken

lässt. Auch kann dies ein etwas bedrückendes Gefühl in uns auslösen. Bei

der Wandgestaltung mit Tapeten sollten wir auch große Vorsicht walten

lassen. Schnell können wir mit der falschen Tapete unseren Raum dabei

unschön zergliedern.

Raumgestaltung durch Textilien und Dekoration

Während wir die Raumgestaltung durch Böden und Wände so einfach

nicht wieder ändern können, gelingt uns dies durch den simplen

Austausch von Textilien deutlich schneller. Ein Raum kann durch

neue Kissenbezüge minutenschnell eine ganz andere Wirkung auf uns

bekommen. Haben wir zum Beispiel vorher alles schön abgestimmt Ton

in Ton gehalten, wodurch das Auge durch nichts abgelenkt wird und

der Raum eher ruhig wirkt, können ein paar wohldosierte Farbtupfer in

Form von neuen Kissenbezügen uns sogleich fröhlicher stimmen. Das

Gleiche gilt auch für Polstermöbel, die durch einen neuen Bezug gleich

ganz anders wirken. Durch neue Gardinen oder Rollos lässt sich ein

Raum optisch verkleinern oder vergrößern. Schwere Vorhänge können

dabei einem großen, hellen Raum etwas mehr Gemütlichkeit verleihen.

SCHÖNE DINGE,

WOHNDESIGN, INTERIEUR.

ÜBER 10000 ARTIKEL AUSGESUCHTER MARKEN.

DER ONLINESHOP FÜR DAS BESONDERE.

Zur Dekoration zählt alles, was wir mit kleinem Aufwand verändern

können. Das sind Textilien, Accessoires und Kleinmöbel. Bei der

Dekoration können wir unseren Vorlieben und Ideen freien Lauf lassen.

Jedoch sollten wir dabei immer auch unseren Einrichtungsstil im Blick

haben, damit eine einheitliche Linie gewährleistet ist. Nur so kann sich

das optimale Wohlgefühl bei uns einstellen.

Raumgestaltung durch Licht

Machen wir uns überhaupt ausreichend Gedanken darüber, wie der

Tageslichteinfall in unserer Wohnung ist oder wo eine Beleuchtung

wirklich Sinn macht? Licht hat nämlich einen viel größeren Einfluss auf

die Grundstimmung eines Raumes, als wir denken.

Haben wir zum Beispiel ein sonnendurchflutetes Schlafzimmer, wäre

eine Verdunklung durch Gardinen oder Rollos sehr sinnvoll. Wünschen

wir uns dagegen eine lichtdurchflutete Wohnung, können wir uns auf

einen einfachen Sichtschutz verlegen, der das einfallende Licht nur

gering reduziert.

Bei der Beleuchtung sollten wir die Balance finden zwischen praktisch

und dennoch gemütlich. Eine helle Lichtquelle sollte schon sein, um den

Raum bei Bedarf vollständig zu erleuchten. Mehrere kleine Lichtquellen

zaubern Gemütlichkeit und geben punktuell Licht dort, wo es nötig ist.

LISEL - LICHT & DESIGN

WILHELM-KIRCHNER-RING 22

96253 UNTERSIEMAU

TELEFON: 09565 - 6169289

FAX: 09565 - 6176789

EMAIL: INFO@LISEL.DE

70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


Was wir tun können, damit unser Zuhause

im Winter noch gemütlicher wird

Wie oben unter Raumgestaltung durch Textilien

schon geschrieben, lässt sich unser Heim schnell

durch den Austausch von eben diesen verändern und

somit auch an die jeweilige Jahreszeit anpassen.

Bleiben wir auch noch einmal bei unserem

Beispiel der hellen und leichten Einrichtung im

skandinavischen Stil, der uns im Sommer an

schöne Strandtage erinnert, jedoch im Winter

schnell etwas unterkühlt wirken kann. Besonders

schön und passend zu diesem Einrichtungsstil sind

Kissenbezüge mit Wintermotiven, wie einer Meise

auf einem schneebedeckten Zweig oder einem Hirsch.

Dazu eine neue Decke aus Kunstfell für das Sofa und

vielleicht der ein oder andere kleine Kunstfellteppich

auf dem Boden oder einem Sessel, und schon

haben wir es “hyggelig“, wie der Däne sagen würde.

Natürlich dürfen in der dunklen Jahreszeit zusätzliche

Lichtquellen, wie Kerzen oder geschickt platzierte

Lichterketten nicht fehlen.

Stimmungsvolle

Weihnachtszeit

im Goebel Werksverkauf

Rödental

Unsere Wohnungseinrichtung

lässt tief

Blicken – in unsere Seele. Sie

spiegelt unsere Interessen

und Leidenschaften wider.

Montag bis Freitag 9 - 18 Uhr

Samstag 9 - 14 Uhr

Goebel Porzellan Werksverkauf

Coburger Str. 6 · D-96472 Rödental

Telefon 0 95 63 / 72 62 01 7 · www.goebel.de

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 71


Advertorial

72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


WEIHNACHTSFABRIK & MUSEUM

Seit dem 21. September hat die Alte Weihnachts fabrik in Neustadt bei Coburg wieder

geöffnet. Auf über 800 Quadratmetern gibt es nicht nur eine Riesenauswahl an

wunderschönem Weihnachts- und Adventsschmuck von Inge‘s Christmas Decor und

anderen Herstellern, sondern auch viele Geschenkideen, besondere, individuelle und

originelle Produkte für Groß und Klein.

Vor dreißig Jahren entdeckte Klaus Müller- Blech ein paar alte Weihnachts vögel aus Glas, wie

sie seine Eltern und Vorfahren schon seit Generationen herstellten. Sie wurden die ersten

Stücke einer der schönsten und größten Sammlungen von antikem Weih nachts schmuck

weltweit. Das historische Weihnachtsmuseum befindet sich im ersten Stockwerk.

In unserem Bistro ist die ganze Familie herzlich Willkommen. Es gibt viele leckere Speisen

und Getränke.

Die Alte

Weihnachtsfabrik

Neustadt

Weihnachtsschmuck und

Geschenkideen

Öffnungszeiten

Wochentags:

09:00 – 18:00 Uhr

Sonntags:

13:00 – 18:00 Uhr

Weihnachtsfeiertage und Neujahr geschlossen

Weihnachtsschnäppchenmarkt

Jeden Samstag

vom 27. Oktober bis 22. Dezember 2018

ab 1,50€ je Box

Kugelblasen für Kinder

Kinder ab 5 Jahren dürfen ihre eigene

Glaskugel blasen.

Ab 28. Oktober bis 23. Dezember 2018

jeden Sonntag von 13:00 – 17:00 Uhr

Die persönliche Glaskugel

Vor Ort von einer Malerin angefertigt

jeden Samstag von 13:00 bis 17:00 Uhr

Ab 24. November bis 22. Dezember 2018

Öffnungszeiten

Historisches

Weihnachtsmuseum

von Freitag, 21.09.2018 bis Samstag, 05.01.2019

Montag bis Samstag

Sonntag

9.30 bis 18.00 Uhr

13.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachten und Silvester:

9.30 bis 12.30 Uhr

Geschlossen

25. und 26. Dezember, 1. Januar.

Eintrittspreise

Erwachsene 4,50 €

Kinder bis 16 Jahre 2,50 €

Familienkarte (2 Erwachsene mit bis zu 3 Kindern) 12,00 €

Gruppentarif Erwachsene pro Person 3,50 €

ab 15 Personen

Gruppentarif Kinder pro Person 2,00 €

ab 15 Personen

Gruppen-Package für Erwachsene 12,00 €

ab 15 Personen; beinhaltet Eintritt und Weihnachts museum-

Ornament (mundgeblasen & handbemalt im Wert von 9,95 €)

Führungen

Museumsführung (45 Minuten) Sprache Deutsch 35,00 €

Museumsführung (45 Minuten) Sprache Englisch 50,00 €

Sternenweg 2

Neustadt bei Coburg

Tel. 0 95 68 / 8 57 - 0

www.alteweihnachtsfabrik.de

Jetzt auch auf Facebook und Instagram.

Bei größeren Gruppen mit dem Bus bitte vorher

telefonisch anmelden unter: 0 95 68 / 857-0

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 73


Handmade

in Neustadt bei Coburg

74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


HANDMADE IN NEUSTADT BEI COBURG

Produktentwicklung

Schon Anfang des Jahres werden die neuen

Trends von unserem jungen Kreativ-Team für

das kommende Jahr entwickelt. Farben und

Ornamente werden festgelegt.

Formenbau

Im hauseigenen Modellbau werden nicht

nur historische Formen gepflegt und zur

Verwendung erhalten, sondern auch neue,

zeitgemäße Ornamente gefertigt.

Glasblasen

In der Inge-Glas® Manufaktur werden alle

Ornamente nach alter Handwerkskunst

mundgeblasen. Kugeln, Spitzen und vieles mehr

werden von erfahrenen Glasbläsern frei vor der

Flamme geformt.

Versilbern

Die unverwechselbare Brillanz von Inge-Glas®

Manufaktur Glasschmuck entsteht durch die

Handverspiegelung mit echtem Silber.

Malen

Bis zu 30 Arbeitsgänge sind nötig um einem

Ornament sein fertiges Aussehen zu geben.

Kleinste Details, wie Augen, Pupillen und

Augenbrauen werden sorgfältig und mit sehr

ruhiger Hand von unseren qualifizierten Inge-

Glas® Malerinnen gemalt.

Konfektionierung

Alle gefertigten Vögel werden entweder

mit Federn geschmückt oder erhalten den

traditionellen Vogelschwanz aus gesponnenen

Glasfäden. Auch SWAROWSKI ELEMENTS

und andere Zierelemente werden in der

Konfektionierung verarbeitet.

Qualitätsprüfung

Jedes Ornament wird einer abschließenden

Qualitätsprüfung unterzogen. Erst wenn diese

bestanden ist, wird es mit dem geschützten

Markenzeichen, dem Sternkrönchen®, versehen.

In der Alten Weihnachtsfabrik

finden Sie alle aktuellen

Weihnachtstrends, die in unserer

Inge-Glas® Manufaktur

hergestellt worden sind.

Das ganz besondere Weihnachtsgeschenk:

Unsere limitierten Auflagen.

Limitiert auf 999 Stück.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 75


Advertorial

Genussvoller,

gemütlicher

Herbst.

Der Wind frischt auf und die Blätter fär ben

sich in gelb und rot, die Tage werden kürzer

und es ist uns allen klar: Der Herbst ist da –

die gemütliche Jahres zeit. Die Abende verlagern

sich mehr und mehr in die gute Stube

und vielerorts flackert schon das Feuer

in den Kamin öfen. Fehlt nur noch etwas,

mit dem wir unseren gemütlichen Kaminabend

noch mehr auskosten können, z.B.

mit gutem Käse und gutem Wein. Der uns

genussvoll durch den gemütlichen Herbst

bringt.

GENUSS

Die „Käse- und Weinstraße“

beim Frischecenter Wagner

auf der Lauterer Höhe

Damit der Käse auch zum Wein passt und man Genuss erleben

kann, gibt es ein paar Dinge, auf die man auf jeden Fall achten

sollte. Harmonie entsteht nur, wenn die feinen Aromen des

Weins nicht vom Käse erschlagen werden. Es empfiehlt sich,

auf Fettanteil und Reifegrad des Milchproduktes zu achten.

Ein milder, fetthaltiger Käse passt am besten zu einem ähnlich

milden Wein. Zu einem eher säurehaltigen Käse passt ein

süßer, alkoholreicher Wein besser, da dieser einen Kontrast im

Gaumen setzt. Salziger Käse schmeckt zu Weinen mit kräftiger

Säure genauso wie zu edelsüßen Tropfen. Am einfachsten

ist es Wein und Käse aus derselben Region zu kaufen, diese

harmonieren meistens gut. Schlussendlich gilt: Der beste Wein

zum Käse ist der, der einem am besten dazu schmeckt und

Geschmack ist nun mal Geschmackssache.

Also dann guten Appetit. Stopp, noch ein paar Infos zur „Käseund

Weinstraße“. Viele köstliche Sorten zum Probieren und

Kaufen werden den Gästen der „Käse- und Weinstraße“ beim

Frischecenter Wagner auf der Lauterer Höhe angeboten.

Rot- und Weißwein ist dabei ebenso in großer Auswahl zu

haben wie natürlich auch sämtliche Variationen des Käses aus

Deutschland, Österreich oder Italien. Ob Bergkäse oder andere

traditionelle Käsesorten, aber auch einige Variationen mit Chili

oder Zitronenpfeffer.

Die edlen Tropfen kommen aus den verschiedensten

Weingütern. Insgesamt hat der Frischecenter Wagner eine

riesige Auswahl an Weinen im Sortiment.

www.wagner-coburg.de

76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


www.itv-coburg.de

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 77


78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


IMMER EINEN BESUCH WERT

Advertorial

FOTOS: MICHAEL SELZER

OUDENAARDE

Mit der belgischen Stadt verbindet

Coburg seit 1972 eine enge

und gelebte Partnerschaft.

Der rund 31.000 Einwohner große Ort, nicht weit entfernt von Brüssel, Brügge

oder Gent, liegt an der Schelde – dem Fluss, dem er auch seinen Namen

verdankt. Oudenaarde heißt übersetzt so viel wie „Alter Hafen“. In unseren

Tagen auch als „Juwel der flämischen Ardennen“ bekannt, liegt Oudenaarde

inmitten dieser hügeligen Region. Hier lädt nicht nur die malerische Landschaft

zum Wandern an der ein oder anderen historischen Windmühle vorbei ein,

die Region ist einmal im Jahr auch Austragungsort eines der schwersten

Radrennen des Kontinents – der Flandernrundfahrt.

Die über 260 Kilometer zwischen Antwerpen

und Oudenaarde führen dabei zumeist über

Kopfsteinpflaster und sind eine Tortur für Mensch

und Material. In diesem Jahr ist das Rennen zum

102. Mal ausgetragen worden. Um diese Geschichte

entsprechend zu dokumentieren, haben die

Stadtväter der Flandernrundfahrt ein eigenes

Museum gewidmet. Neben historischen Rädern und

vielen Informationen rund um das Rennen kann man

hier aber auch selbst in die Rolle eines Radrennfahrers

schlüpfen. Zum einen als historischer Sieger mit

virtueller Brille, zum anderem aber auch auf einer

Installation, bei der man beim in-die-Pedale-treten

einen realistischen Eindruck erhält, wie es sich

anfühlt, auf dem belgischen Kopfsteinpflaster mit dem

Rad unterwegs zu sein. Ein bisschen rennradverrückt

sind sie schon in dieser Stadt. Wen wundert es also,

wenn man allerorten Menschen mit ihren Drahteseln

begegnet oder, dass Jean-Marie, der mit seinen 71

Jahren deutschsprachige Gäste durch das Museum

führt, auf die Frage, was er denn von E-Bikes hält,

antwortet: „Vielleicht mal, wenn ich alt bin“.

Das Herz von Oudenaarde schlägt rund um den

Marktplatz, der erst in diesem Jahr neu gestaltet

wurde. Viele kleine Läden, Cafés und Kneipen laden

zum Bummeln und Verweilen ein. Dominiert wird

das Zentrum vom prachtvollen Rathaus und der

Walburgakirche mit ihrem weithin sichtbaren 90

Meter hohen Turm. Vor allem beim Rathaus lohnt

sich aber nicht nur der Blick von außen. Im Inneren

warten auf die Besucher spektakuläre Exponate des

MOU (Museum von Oudenaarde und der flämischen

Ardennen): Riesige, historische, in den Oudenaarder

Werkstätten hergestellte Wandteppiche, eine

eindrucksvolle Silbersammlung und eine ausgefallene

Architektonik – so sind die Dachkonstruktionen dem

historischen Holzschiffbau nachempfunden – warten

auf die Besucher.

Noch bis zum 16. Dezember steht aber der wohl

berühmteste Sohn Oudenaardes im Mittelpunkt

einer Sonderausstellung. Künstler und Lebemann

Adrian Brouwer hat durch sein Schaffen selbst große

Maler wie Peter Paul Rubens oder auch Rembrandt

beeinflusst. In seinem nach nur 42 Jahren durch die

Pest beendeten Leben schuf er in der ersten Hälfte

des 17. Jahrhunderts rund 70 Bilder, von denen jetzt

erstmals rund die Hälfte zusammen im Oudenaarder

Rathaus ausgestellt werden. Als „Meister der

Emotionen“ waren es vor allem Szenen aus dem

bäuerlichen Leben, die Brouwer auf der Leinwand

festhielt und die bis heute von der Ausdruckskraft der

Figuren einzigartig sind. Über eine Million Euro hat

es sich die Stadt Oudenaarde kosten lassen, die Bilder

aus aller Welt zusammenzutragen – eine Investition,

die sich gelohnt hat.

Das wohl berühmteste Erzeugnis der Stadt ist

wahlweise hell oder dunkel und flüssig. Belgisches

Bier ist nicht nur bei den einheimischen beliebt

sondern auch ein Exportschlager. Gleich 7 Brauereien

stellen noch den begehrten Gerstensaft her, wobei die

beiden größten herausstechen, Roman und Liefers.

Während in der Brauerei Roman auf die traditionellen

belgischen Biere wie Pils, blond oder triple gesetzt

wird und natürlich auch Adrian Brouwer eine eigene

Reihe an zumeist dunklen Bieren gewidmet ist, sind

es bei Liefmans eher Craftbiere und die belgischen

Fruchtbiere, die in den Handel kommen. Aber

Vorsicht – in der Regel sind belgische Biere stärker

als das durchschnittliche fränkische Kellerbier – auch

wenn man es meist am Geschmack nicht erkennt,

sondern erst nach dem zweiten oder dritten Glas an

der Wirkung. Eine Brauereibesichtigung (unbedingt

vorher anmelden) mit anschließender Verkostung

lohnt sich aber allemal.

Wer die Bierspezialitäten aus der Coburger

Partnerstadt lieber auf dem heimischen Sofa

kosten möchte, hat traditionell auf dem Coburger

Weihnachtsmarkt die Gelegenheit dazu. Eine Gruppe

des Städtepartnerschaftsvereins verkauft auch in

diesem Jahr wieder zwischen dem 30. November und

2. Dezember belgisches Bier und Pralinen. Wer sicher

gehen will, noch etwas zu ergattern, sollte sich aber

beeilen, in der Regel ist der Stand am Samstagabend

schon ausverkauft.

Fazit: Oudenaarde ist definitiv eine Reise wert und in

Verbindung mit einem Ausflug zu Fuß oder mit dem

Fahrrad in die Ardennen und/oder einem Tagestrip

nach Brüssel, Gent oder Brügge, lohnen sich auch

mehrere Tage.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 79


80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


HIER WOHNTE …

HIER WOHNTE…

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

FOTOS: SEBASTIAN BUFF

… DER SCHINKENBARON

Wie ein kleines Schlösschen liegt das Gebäude an einer der meist befahrensten Straßen Coburgs und ist von weither sichtbar.

Tausende Autofahrer rasen täglich daran vorbei. Hunderte Fahrgäste sitzen an den beiden Haltestellen am Ernstplatz und

wenige von ihnen ahnen wahrscheinlich, welches Kleinod sich hinter dem Schallschutzzaun befindet.

Auf dem ehemals 2000 Quadratmeter großen Grundstück ließ sich

der Fleischwarenfabrikant und Kommerzienrat Tobias Großmann

um 1900 ein herrschaftliches Wohngebäude errichten. Der

Betrachter ahnt bei dessen Anblick, dass der Metzgermeister ein sehr

erfolgreicher Geschäftsmann gewesen sein muss. Und tatsächlich:

Unter Tobias Großmann entwickelte sich die Familienmetzgerei

mit Filialen in der Ketschengasse und der Bahnhofsstraße zu einem

der größten deutschen Exporteure von Schinken. Genauer gesagt

Coburger Delikatessschinken, eine bis heute überregional bekannte

Schinkenspezialität. Die familiäre Erfolgsgeschichte der bereits im

17.Jahrhundert aus Lobenstein zugewanderten Großmanns endete

im Jahre 1937, als Tobias kinderlos verstarb. Die Geschäfte wurden

weiter geführt, eine Aktiengesellschaft gegründet. (1996 jedoch kam

die Pleite des Familienbetriebs, der das rasante Expansionstempo

in den neunziger Jahren mit der Gründung einer tschechischen

Niederlassung nicht vertrug.)

Das Ende der Villa am Ernstplatz war dies freilich nicht. Der nächste

Eigentümer brauchte jedoch mehr Platz. Kurzerhand ließ Dr.Paul

Eichmüller den Wintergarten an der Rückseite abbrechen, um

einen Operationssaal mit Liegeterrasse für seine orthopädische

Klinik zu schaffen. Zusätzlich ließ er eine Mansarde aufstocken,

um Wohnräume für das Personal zu einzurichten. Keineswegs eine

bauliche Verschönerung des Gebäudes, zugegeben. Doch welch

herrlicher Anblick mag es für die Patienten gewesen sein, auf den

barocken Garten mit dem hölzernen Pavillon und der künstlichen

Steingrotte zu schauen. Ein Brunnen auf Höhe des Zauns und

verschiedene Steinfiguren ergänzten die Gartenanlage, die bis

heute über eine breite Freitreppe vom Erdgeschoss aus jederzeit

erreichbar ist.

Einen weiteren großen baulichen Einschnitt brachte, für alle

Coburger ersichtlich, das Jahr 1973 im Zuge der Verbreiterung

der Goethestraße. Fast 300 Quadratmeter des Gartens musste

der Eigentümer an die Stadt abtreten. Die Brunnenanlage wurde

dabei zerstört und der Zuschnitt des Gartens verändert. Der

nächste Eigentümer veränderte die Villa unbemerkt in ihrem

Inneren. Kaufmann Heinz Matthäi erwarb das Ensemble, um

seine Christbaumkugelausstellung darin zu präsentieren. Ab

diesem Zeitpunkt waren viele Fenster im Erdgeschoss ganzjährig

abgedunkelt, um die passende schummerige Weihnachtsstimmung

für dir Einkäufer erzeugen zu können. Bemerkenswert.

Aber auch dieser Coburger Geschäftsmann verkaufte das Gebäude

wieder - aufgrund des erhöhten Verkehrsaufommens an der

nunmehr verbreiterten Goethestraße. In diesen Jahren führt der

Arbeitsweg einen jungen Ingenieurs täglich an dem herrschaftlichen

Gebäude vorbei. Nach eigener Aussage träumte dieser davon,

irgendwann selbst einzuziehen, so sehr faszinierte Michael

Knörnschild dieses Gesamtkunstwerk, welches zunehmend verfiel.

Anfang des Jahres 1994 war es dann soweit und ein befreundeter

Immobilienmakler bot ihm tatsächlich dieses Haus zum Kauf an.

Der Traum wurde wahr und das Ingenieurbüro Knörnschild bezog

nach umfassenden Sanierungsarbeiten die beiden Obergeschosse,

während im Souterrain ein Kopie-Shop als Mieter einzog. Seit

2003 wohnt Michael Knörnschild auch selbst in seiner Traumvilla.

Eine Herzensangelegenheit war ihm dabei die Rekonstruktion des

mittlerweile arg verwilderten Gartens. Nun bildet eine konkav

zulaufende Rasenfläche wieder den Mittelpunkt des Ziergartens.

Hecken wurden angelegt, die Grotte saniert und der reiche Bestand

an ausgefallenen Bäumen pflegerisch eingebunden. Die urzeitlichen

Riesenmammutbäume, die Hängebirken und die Linden entlang

der Straße machen aus dem Ensemble ein grünes Kleinod mitten

in der Stadt. Und so spricht heute auch keiner mehr über den als

Schallschutzwand gegen den Verkehrslärm angelegten Bretterzaun

entlang der Goethestraße, der dereinst die Gemüter in der Stadt

erhitzte, weil er als nicht ästhetisch empfunden wurde. Denn auch

diese hölzerne Konstruktion ist mittlerweile begrünt und fügt sich

gut in das Bild der Straße ein.

Häuser, die mit Unterstützung der

Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V.

saniert worden sind – der COBURGER

stellt sie vor: 2018 in jeder Ausgabe des

COBURGER eines in unserer Reihe

„Hier wohnte“.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 81


HIER WOHNTE …

82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


… DER SCHINKENBARON

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?

Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises

für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.

SÜC Energie und H 2

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AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 83


HIER WOHNTE …

84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


… DER SCHINKENBARON

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 85


Advertorial

MARKTBERICHT

COBURG

Wohnimmobilien

immer begehrter

Marktbericht von VON POLL IMMOBILIEN

Der aktuelle Marktbericht für Wohnimmobilien in Coburg, den das

Maklerunternehmen VON POLL IMMOBILIEN soeben vorgelegt hat, zeigt, dass

die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen in der Stadt weiter steigen. Denn

Wohnimmobilien vor Ort sind begehrt und die Nachfrage übersteigt das Angebot

um einiges. Zur absoluten Premiumlage zählt vor allem das Gebiet direkt am Fuße

des Coburger Festungsbergs. 2017 bewegten sich die Preise für ein freistehendes

Ein- oder Zweifamilienhaus dort und in vergleichbaren Lagen zwischen 425.000

Euro und einer Million Euro. Im laufenden Jahr 2018 liegt diese Preisspanne

bereits zwischen 450.000 und 1,1 Millionen Euro.

Im Segment Eigentumswohnungen sind zentrumsnahe Lagen sehr beliebt.

Insbesondere Best Ager bevorzugen das Wohnen in fußläufiger Entfernung zur

Innenstadt. In den besten Lagen gleich östlich der City und am Itzufer bewegen

sich die Preise pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung aktuell zwischen

3.600 und 4.000 Euro, in guten Wohnlagen wie in der Ketschenvorstadt zwischen

2.800 Euro und 3.600 Euro. 2017 lagen die entsprechenden Obergrenzen noch bei

3.800 Euro beziehungsweise 3.400 Euro.

Insgesamt wurden in Coburg 2017 nach Zahlen des Gutachterausschusses rund

28,1 Millionen Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser umgesetzt, im Vergleich

zu 2016 ein Anstieg um 16,6 Prozent. 115 Eigenheime wechselten dabei den

Eigentümer. Der Durchschnittspreis lag somit bei rund 244.000 Euro, das sind gut

14,6 Prozent mehr als 2016. Fast 70 Prozent aller veräußerten Wohnimmobilien

in Coburg waren 2017 Eigentumswohnungen. Das Umsatzvolumen in diesem

Segment lag bei 41,3 Millionen Euro, rund 17,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


WOHNIMMOBILIEN IMMER BEGEHRTER

Die Zahl der Transaktionen steigerte sich um 17 Prozent auf 247. Demnach stieg

der Durchschnittspreis für Eigentumswohnungen geringfügig um 0,2 Prozent auf

rund 167.000 Euro.

„Aufgrund der großen Nachfragen bei begrenztem Angebot gehe ich von weiter

steigenden Preisen in den bevorzugten Lagen Coburgs aus. Auch durch den

neuen ICE-Halt ist das Interesse an hochwertigen Immobilien in der Stadt weiter

gestiegen. In mittleren bis einfachen Lagen wird das aktuelle Preisniveau stabil

bleiben“, so Alexander J.N. Petrich, Geschäftsstelleninhaber des VON POLL

IMMOBILIEN-Shops in Coburg.

Den ausführlichen Marktbericht finden Sie unter

www.von-poll.com/coburg.

Er ist auch in gedruckter Form in der Geschäftsstelle

Coburg in der Judengasse 18 erhältlich.

Über die von Poll Immobilien GmbH

Die von Poll Immobilien GmbH hat ihren

Hauptsitz in Frankfurt am Main. Der Schwerpunkt

ihrer Tätigkeit liegt in der Vermittlung von

wertbeständigen Immobilien in bevorzugten Wohnund

Geschäftslagen. Die Geschäftsleitung des

Unternehmens bilden Beata von Poll, Daniel Ritter

und Sassan Hilgendorf. Mit mehr als 300 Shops und

über 1.200 Kollegen ist VON POLL IMMOBILIEN,

wozu auch die Sparten VON POLL COMMERCIAL,

VON POLL REAL ESTATE und VON POLL

FINANCE gehören, in Deutschland, Österreich,

der Schweiz, Spanien, Portugal, Norditalien,

den Niederlanden, Luxemburg, Kroatien sowie

Serbien vertreten und damit eines der größten

Maklerhäuser Europas. Durch eine konsequente

Expansionsstrategie befindet sich das Unternehmen

weiter auf Wachstumskurs. Der Capital Makler-

Kompass zeichnete VON POLL IMMOBILIEN im

Oktoberheft 2017 mit Bestnoten aus. Im Vergleich

der Maklerleistungen in 50 Städten erzielte das

Unternehmen mit 35 Fünf-Sterne-Bewertungen wie

in den Vorjahren die Spitzenposition.

KONTAKT

VON POLL IMMOBILIEN Coburg

Alexander J.N. Petrich

Geschäftsstelleninhaber

Judengasse 18

D-96450 Coburg

Telefon: +49 (0)9561 - 79 53 83 0

Mobil: +49 (0)172-995 60 43

E-Mail: coburg@von-poll.com

www.von-poll.com/coburg

PRESSEKONTAKT

VON POLL IMMOBILIEN GmbH

Angela Oelschlägel

Leiterin Public Relations

Feldbergstraße 35

D-60323 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69-26 91 57-601

Mobil: +49 (0)173-368 23 63

E-Mail: angela.oelschlaegel@von-poll.com

www.von-poll.com

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 87


Gesponserter Beitrag

VERA BUCK– „BAS BUCH DER VERGESSENEN ARTISTEN“

Buchempfehlung

Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN:

Ein großartiger Roman wider das Vergessen!

Langweiler, ein Dorf im Hunsrück, 1902. Der fünfzehnjährige Mathis Bohnsack ist aufgrund eines lahmen

Beines der Prügelknabe seiner Familie. Insbesondere seine zwölf Brüder machen ihm das Leben zur Hölle,

mit Duldung des Vaters. Da nutzt Mathis die Gelegenheit und schließt sich einem im Dorf gastierenden

Schausteller an. Meister Bos „Durchleuchtungsapparat“ sorgt auf dem Jahrmarkt für Furore und zieht

Mathis sofort in seinen Bann. Zufällig sucht Bo einen neuen Gehilfen, und Mathis nutzt die offenkundig

einmalige Chance, seinem Schicksal zu entfliehen.

Mit dieser Entscheidung taucht Mathis ein in die fantastische Welt der Schausteller. Seine abenteuerliche

Reise führt ihn durch das ganze Land und auch nach Zürich, wo er während eines längeren Gastspiels im

dortigen Panoptikum Meta, die Liebe seines Lebens, kennenlernt. Meta ist Kraftfrau und tritt als stärkste

Frau der Welt auf. Der nun gemeinsame Weg führt Mathis und Meta nach Paris, wo sie in den Folies-

Bergère gefeiert werden und auf Berühmtheiten wie Coco Chanel, Agatha Christie und Charlie Chaplin

treffen. Immer dabei ist Metas behinderter Bruder Ernsti. Meta und Ernsti waren einst Findelkinder, die

beim Jahrmarkt landeten.

Gebundenes Buch

mit Schutzumschlag, 752 Seiten:

ISBN: 978-3-8090-2679-2

22,00 Euro

eBook:

ISBN: 978-3-641-20165-4

17,99 Euro

Berlin, 1936. Die Massen jubeln jenem abgelehnten Kunststudenten zu, mit dem Mathis und Meta 1908

in Wien eine Wohnung teilten. Dieser seltsame Mann mit dem lächerlichen Schnauzer ist Adolf Hitler.

Das Klima wird rau für Künstler und Artisten. Bühnen werden geschlossen, immer mehr Künstler mit

Berufsverboten belegt. Nicht selten verschwinden Menschen über Nacht. Leben wird kategorisiert nach

lebenswert und nicht lebenswert. Da beschließt Mathis, Widerstand zu leisten und ein Buch gegen das

Vergessen zu schreiben – ein gefährliches Unterfangen in dieser Zeit, zumal Meta und Ernsti jüdische

Wurzeln haben …

„Das Buch der vergessenen Artisten“ ist der zweite Roman der jungen Autorin Vera Buck und ein seltenes

Leseerlebnis. Mit ihrer feinen, bildhaften Sprache und auch subtilem Humor lässt sie uns einerseits

eintauchen in die schillernde Welt der Artisten und Künstler im frühen 20. Jahrhundert und gemahnt uns

andererseits an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. „Das Buch der vergessenen Artisten“ ist

ein großartiges, berührendes und nachhaltig beeindruckendes Lesevergnügen. Es ist eine Hommage

an vergessene Menschen, an Heldenmut und an die Liebe und ein gewichtiges Buch in einer Zeit, da

Menschen wieder zunehmend nach Rasse, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit oder sexueller Orientierung

beurteilt werden.

Inhaltsangabe

Die wundersame Welt des Jahrmarkts, dram atische Zeiten

und eine Liebe, die auch die größte Dunkelheit erhellt …

Deutschland, 1902. Mathis ist der dreizehnte Sohn eines

Bohnenbauern, sein Leben zwischen Äckern und Feldern

scheint vorherbestimmt. Erst als der Jahrmarkt im Dorf Einzug

hält, bekommt Mathis eine Ahnung von der großen, weiten

Welt jenseits der Hügel, die den Ort umgeben. Eine Welt, in der

elektrische Wunder, Kuriositäten und schillernde Showbühnen

auf ihn warten und in der auch er einen Platz haben will.

Zusammen mit den Schaustellern begibt sich Mathis auf eine

außergewöhnliche Reise.

Nach über dreißig Jahren als Röntgenkünstler lebt Mathis mit

seiner Partnerin, der Kraftfrau Meta, in einer Wohnwagensiedlung

am Rande Berlins. Es sind düstere Zeiten für die Artisten:

Auftrittsverbote werden verhängt, Bühnen dichtgemacht. Doch

in geheimen Clubs und Künstlertreffs lebt die Vergangenheit

weiter. Genau wie in dem Buch, an dem Mathis schreibt – einem

Buch, das Geheimnisse birgt und unter keinen Umständen in

die falschen Hände geraten darf …

Vera Buck

Vera Buck, geboren 1986, studierte

Journalistik in Hannover und Scriptwriting

auf Hawaii. Während des

Studiums schrieb sie Texte für Radio,

Fern sehen und Zeitschriften, später

Kurz geschichten für Anthologien und

Literatur zeitschriften. Nach Stationen

an Universitäten in Frank reich,

Spanien und Italien lebt und arbeitet

Vera Buck heute in Zürich. Ihr Debütroman

„Runa“ wurde von der Presse

hochgelobt und für den renommierten

Glauser-Preis nominiert.

©André Volk

88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


THEATERVORSCHAU

DEMNÄCHST IM

LANDESTHEATER

WUCHTIGE TEXTE

4.48 PSYCHOSE

Schauspiel von Sarah Kane

Deutsche Übersetzung von Durs Grünbein

RASANTER BALLETTABEND

DREI FARBEN

Dreiteiliger Ballettabend von Tara Yipp,

Niko Ilias König und Mark McClain

OFRA

Live auf der

Coburg

in Halle 8

11.–14.10.18

Das

Coburger Land

genießen!

A DARUM GEHT ES

Um 4.48 Uhr beginnt die kurze Zeitspanne –

exakt eine Stunde und 12 Minuten – zwischen

zwei Medikamentengaben, eine Zeitspanne

voller Klarheit, aber auch voller Schmerz. In

ihrem poetisch verdichteten Text „4.48 Psychose“

entäußerte sich die britische Autorin Sarah Kane

(1971-1999) in all ihrer Verzweiflung und ihrer

Sehnsucht. Gespräche mit Therapeuten und Ärzten,

rätselhafte Zahlenkolonnen, exakte Beschreibungen

der Nebenwirkungen der Psychopharmaka, mit

denen sie behandelt wurde, und lyrische Passagen,

in denen sie ihren Gefühlen der Isolation und

Entfremdung Ausdruck verleiht. In schonungsloser

Offenheit gibt die Autorin die Innenschau einer

Depression preis. Kurze Zeit, nachdem Sarah Kane

das Stück ihrem Verleger übergab, nahm sie sich

das Leben. Es ist kaum möglich, sich ihrem Text

anzunähern und ihren Suizid auszublenden.

B WO UND WANN SPIELT ES

James Macdonald ließ in der Uraufführung den

Text von zwei Frauen und einem Mann spielen. Der

Aufführung wurde eine besondere Aufmerksamkeit

zuteil, nachdem die Autorin kurz nach Fertigstellung

des Stückes den Freitod gewählt hatte. Nach der

Uraufführung von 4.48 Psychosis im Royal Court

2000, hat es verschiedene Inszenierungen von „4.48

Psychose“ gegeben. Am 21. Januar 2012 hatte das

Stück Premiere an den Kammerspielen München.

C WAS ERWARTET MICH

Der Regisseur und Schauspieler Axel Sichrovsky hat

sich dem Coburger Publikum bereits 2016 mit seiner

hochgelobten Inszenierung von Elfriede Jelineks

„Wut“ vorgestellt. Nun lotet er die psychologische

und poetische Dimension dieses furiosen

Sprachkunstwerks aus.

D WANN

A DARUM GEHT ES

Farben, behaupten die Physiker, entstehen durch

die Brechung der Lichtstrahlung auf der Oberfläche

der Dinge. Farben sind aber noch viel mehr: sie

kreieren Bilder und Welten, sind Warnsignal und

Erkennungszeichen und rufen bei jedem von uns

andere Gefühle und Assoziationen hervor. Der

unendliche Farbenreichtum, den wir wahrnehmen,

lässt sich oftmals nur schwer in Worte fassen – ebenso

wie die komplexen Synergien und Bewegungen des

Tanzes.

C WAS ERWARTET MICH

Drei Farben aus dem bunten Spektrum des

zeitgenössischen Tanzes werden an diesem Abend

gezeigt: Tara Yipp, gebürtige Kanadierin, ist seit

2010 Ballettmeisterin am Landestheater Coburg und

stellte sich bereits mit „Gefährliche Liebschaften“

als Choreografin vor. Auch Niko Ilias König ist in

der Vestestadt kein Unbekannter: Er stand hier von

2008 bis 2014 als Solist auf der Bühne und bewies

im Rahmen der „First Steps“ sein choreografisches

Talent. Und – last but not least – der dem Coburger

Publikum bestens bekannte und für seine großartigen

Handlungsballette beliebte Ballettdirektor Mark

McClain. Drei Choreografen, die mit ihrer

individuellen Handschrift die Sinnlichkeit und

emotionale Kraft der Farben mit der Ausdruckskraft

des Tanzes zu fassen versuchen. Drei Teile, die

dementsprechend in Bewegungsstil, Thematik und

Musikauswahl kontrastieren und sich doch zu einem

farbintensiven und stimmungsvollen Abend zwischen

Bravour und Poesie zusammenfügen.

D WANN

Die Premiere findet am 10. November statt. Weitere

neun Aufführungen gibt es von November bis Januar

2019.

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Freunde und sich selbst

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Die Premiere findet am 30. November statt. Weitere

Vorstellungen gibt es am 2., 18. und 19. Dezember.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 89


LACHEN FÜR DEN

GUTEN ZWECK

Die Comedy-Gala geht am 5. Januar 2019 im Kongresshaus Coburg in

die 7. Runde! Die Benefiz-Veranstaltung des Round Table 151 wird

auch dieses Jahr vom Coburger Magazin präsentiert und wird euch

mit ausgewählten Comedians begeistern! Und das Beste an der Gala:

Die Einnahmen des Abends fließen komplett in die Servicekasse des

Round Table 151, die dieses wieder dafür verwenden Gutes zu tun.

Auch das Programm hat es in diesem Jahr wieder in sich und garantiert

einen Abend voller Lacher. Die Comedians der Comedy-Gala 2019 sind:

BERHANE BERHANE

Der sympathische Spaßvogel ist DAS neue Licht auf

Deutschlands Comedybühnen. Er rockte zweimal die SAP

Arena bei seinem Kurzauftritt als Gast von Bülent Ceylan

und Bülent war begeistert: “Der Typ ist so geil!“ Als Berhane

mit 6 Jahren nach Deutschland kam, hatte er praktisch

nichts, nicht einmal einen Nachnamen. Den bekam er erst in

Deutschland zusammen mit seinem Pass.

DON CLARKE

Der „Natural Born Comedian“, englischer Charme gepaart

mit britischem Humor Mit seinem neuen Soloprogramm

„SEXundSECHZIG“ knüpft der natural born Comedian Don

Clarke dort an, wo er niemals aufgehört hat: Nichts tun!

THORSTEN BÄR

Das Multitalent der deutschen Comedy mit seinem Mix aus

Standup, Parodie und Songs. Bereits über 200.000 Gäste hat

das Multitalent der deutschen Comedy begeistert. „Vadder

Unser“ ist ein kurzweiliger Abend mit einem dynamischen

Mix aus Stand-Up Parodie und Songs. Lustig, schnell und

authentisch.

NIKO FORMANEK (Moderation und Führung durch den Abend)

Seine natürliche Art und sein Charme sind ansteckend und so

wird ein Abend mit Niko Formanek zu einem Erlebnis, bei dem

einem das Herz aufgeht.

WEIHERER.

Dank des niederbayerischen Poeten und seinem millionenfach

geklickten Internet-Video kennt mittlerweile ganz

Deutschland die Postleitzahl von Brunsbüttel. Doch Weiherer

ist weit mehr als nur der „25541-Kasperl“: Ein faszinierender

Sturschädel mit einer Mischung aus Liedermacherei und

Kabarett!

KARTEN

Karten erhalten Sie online auf www.coburger-comedy-gala.de

oder in der Geschäftsstelle des Coburger Tageblatts.

Der Vorverkauf läuft seit dem 4. Oktober.

LACHEN FÜR EINEN GUTEN ZWECK!

ROUND TABLE 151 COBURG

90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018

BENEFIZ-VERANSTALTUNG


KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

Advertorial

UNVERGESSLICHE MOMENTE

Die Zeit der Open-Airs ist vorbei und die Veranstaltungen verlagern sich wieder in die Hallen, wie die brose ARENA in Bamberg und diese steht neben

Sport für eines unvergessliche Konzertmomente. Wer noch nie da war, für den heißt es jetzt: Tickets sichern, Freunde und Verwandte einpacken und

samt Kind und Kegel ein einzigartiges Erlebnisse genießen.

BEAT IT!

BROSE ARENA BAMBERG I 06. NOVEMBER 2018 I 20 UHR

Der „King of Pop“ ist zurück! Zum 60. Geburtstag von

Pop-Legende Michael Jackson feierte das brandneue

Musical „BEAT IT!“ am 29. August 2018 Weltpremiere

im Theater am Potsdamer Platz in Berlin und geht ab 30.

Oktober 2018 erstmals auf große Tournee und macht auch

zweimal in Oberfranken Stopp. Die zweistündige Musical-

Biographie „BEAT IT!“ von Erfolgsproduzent Oliver

Forster (u.a. „Falco - Das Musical“) zeigt in spektakulären

Bildern Michaels erste Schritte im Musikbusiness mit

den „Jackson 5“, seine unvergleichliche Solokarriere aber

auch seine persönlichen Veränderungen. Die grandiose

Bühnenshow präsentiert 25 der größten Jackson-Hits

in einzigartigen Originalchoreografien. Hits wie „Dirty

Diana“, „Thriller“, „Man In The Mirror“, „Billie Jean“,

„Beat It“ oder „ABC“ nehmen die Zuschauer mit auf eine

atemberaubende, musikalische Zeitreise.

257ERS

BROSE ARENA BAMBERG I 17. NOVEMBER 2018 I 20 UHR

MICHAEL MITTERMEIER

BROSE ARENA BAMBERG I16. NOVEMBER 2018 I 20 UHR

Die 257ers stammen aus Essen-Kupferdreh, einem Stadtteil im Süden der

Pottmetropole, also dem Arsch des Ruhrgebiets. Idyllisch ist es hier: Ein ruhiges

Fleckchen Erde mit einem Park, einem Wald, einem Supermarkt – eben rein

gar nicht so, wie man sich den Pott vorstellt. In der Tat haben die 257ers richtig

einen an der Klatsche – aber mit seiner ganz eigenen Humor- und HipHop-

Definition haben sich die 257ers in den letzten Jahren von Essen aus eine riesige

Fangemeinde erspielt. Die Postleitzahl ihres Heimatorts - 45257 Essen Kupferdreh

- lieferte ihnen dazu den Namen. Mit ihrer berühmt-berüchtigten Live-Show

haben die Essener jede Halle von Deutschland bis nach Österreich und in die

Schweiz abgerissen, sich eine sektenähnliche Anhängerschaft von »Mutanten«

erspielt, die Jugendsprache durch Begrifflichkeiten wie »Akk!« und »Abgehn!«

geprägt und Ende 2014 mit ihrem Album »Boomshakkalakka«, das bei Selfmade

Records veröffentlicht wurde, endlich auch die Chartspitze erklommen. Nach

einer nahezu restlos ausverkauften Mikrokosmos Tour waren die 257ers diesen

Sommer auf Festivals wie u.a. dem Southside / Hurricane, Frequency, Frauenfeld,

Helene Beach und dem Chiemsee Summer unterwegs. Derzeit arbeiten die

beiden Jungs auch an ihrem neuen Album und gehen ab November 2018 auf Tour!

Ring frei für den Comedykampf des Jahrhunderts! In der rechten Ecke als

Herausforderer: der Komiker. In der linken Ecke der Favorit: die Absurdität

des Alltags und ihre großen Brüder. Michael Mittermeier, der bayrische Karate

Kid der Stand Up Comedy fightet wie man ihn kennt und liebt: Schweben

wie Bruce Lee und stechen wie Biene Maja. Ein Mann, ein Mikro, keine

Regeln. Mittermeiers einziger Verbündeter: die berüchtigte Todes-Wuchtl,

eine lang vergessene, mündlich überlieferte Geheimwaffe, geschmiedet in

dunklen Gewölben einer antiken austrianischen Spaß-Dynastie, gestählt auf

allen Comedy-Bühnen dieser Erde. Und die Welt ist kein Tindergeburtstag!

Wer schlägt wen? Es heißt Jeder gegen Jeden: Batman vs. Baywatch... Chuck

Norris vs. Wonder Woman... Zwei Himmelhunde vs. Bud Spencer... Geistige

Veganer vs. Verbale Metzger... live gestreamt in den asozialen Medien...

Lasset die Spiele beginnen! Das Blöde und Böse in der Welt brauchen

keine Streicheleinheit, sondern eine Pointe genau zwischen die Augen.

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Ehrlich, hart und ohne Mundschutz. Ein furioses K.O. in 120 Minuten.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen,

telefonisch unter der Hotline 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 91


Advertorial

Eigentlich müsste es Coburger Konzert- und

Ver anstaltungs halle heißen, das Kongresshaus

Rosengarten. Zwar finden hier viele

Kongresse statt, vor allem aber ist das

Kongress haus eines: ein gutes Stück

Heimat. Ein Ort, mit dem viele Co burger

wich tige schöne Momente verbinden, an

dem sie getanzt, ge lacht, ge feiert und gestaunt

haben, schon jahrzehntelang: Seit

der Wiedereröffnung 1987 hat das Haus bis

heute mehr als 2 Millionen Besucher in über

10.000 Veranstaltungen empfangen.

Bei diesen handelt es sich vor allem um Veranstaltungen von Coburgern für

Coburger: so laden hier viele Schulen zu ihren alljährlichen Konzerten oder

Abschlussfeiern, es verabschieden fast alle örtlichen Gymnasien, weiterführenden

Schulen oder auch die Hochschule Coburg hier ihre Absolventen.

So ist das Kongresshaus Rosengarten auch Zuhause für wichtige Lebensabschnitte

des Coburger Kultur-, Vereins- und Wirtschaftslebens. Ob die Coburger

Narrhalla, die Effect`s, der Coburger Mohr, die Gesellschaft der Musikfreunde,

das Philharmonische Orchester des Landestheaters Coburg, Coburger

Chöre, Musikvereine, das Sambafestival, Tanzschulen, Serviceclubs, die

Polizei, die Industrie- und Handels- und die Handwerkskammer, Parteien,

große Unternehmen, die Stadt Coburg und viele andere: Im Kongresshaus

pulsiert das Coburger Leben, und zwar das ganze Jahr über: Im Fasching, bei

Ausbildungsmessen, Floh- und anderen Märkten, Bällen, Hochzeitsmessen,

Konzerten, Tagungen und Seminaren.

Und das Kongresshaus ist auch ein Tor zur Musik- und Show-Welt. Viel Prominenz

stand in den letzten drei Jahrzehnten im Rampenlicht auf der Bühne. Das

Kongresshaus Rosengarten ist damit im echten Sinn ein gutes Stück Heimat.

92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


„Seit 2006 ist der Wirtschaftstag im Herbst ein fester

Bestandteil im Veranstaltungsangebot der Sparkasse

Coburg - Lichtenfels. Das Kongresshaus Rosengarten

bietet für dieses Highlight den richtigen Rahmen.

Das Team vom Kongresshaus berücksichtigt unsere

Wünsche und Anforderungen. Für unterschiedliche

Bedürfnisse im Hinblick auf die Räume als auch die

technische Ausstattung ist das Haus bestens gerüstet.

Auch die Verkehrsanbindung passt und auf dem

Anger und in den umliegenden Parkhäusern kann

man gut parken. „

Jana Lindner-Okrusch | Sparkasse Coburg-Lichtenfels

„Unsere Tanzschule Weinberg veranstaltet 3-4 im Jahr

im Kongresshaus Rosengarten den Abschlussball.

Nach 30 Jahren im Kongresshaus fühlen wir uns

immer noch sehr wohl, werden jedes Mal freundlich

und herzlich vom Personal empfangen und unsere

Wünsche stets schnell erfüllt.“

Sascha Weinberg | Tanzschule Weinberg

„Seit 2013 veranstalten wir regelmäßig im Coburger

Kongresshaus und arbeiten mit der Mannschaft um

Frau Schlecht und Sebastian Sonntag unkompliziert

und auf Augenhöhe zusammen. Mein persönliches

Highlight war der Auftritt des Krawall-Komikers

Gernot Hassknecht. Faszinierend war zudem die

Wortgewandheit von Norbert Neugirg (Altneihauser

Feierwehrkapelln). Schade, dass an dem Tag keine

Lokalpolitiker im Publikum saßen ... Ich freue mich

auf unsere nächsten Gastspiele im Kongresshaus,

nämlich auf Vince Ebert und die Kult A Cappella

Gruppe: Alte Bekannte.“

Oli Schneider | Agentur Streckenbach

„Der Festsaal: kein Saal im „Schuhschachtel-Format“,

sondern ein eleganter Erlebnisraum. Die Zusammenarbeit:

Unkomplizierte Kommunikation und zuvorkommender

Service. Sehr empfehlenswert – immer

wieder gerne“.

Dr. Joachim Rückert | Gesellschaft der Musikfreunde Coburg e.V.

„Seit mehr als 10 Jahren veranstaltet Hörgeräte Geuter

den Coburger Gesundheitstag im Kongresshaus

Rosengarten. Das Kongresshaus ist hervorragend für

diese Veranstaltung geeignet.

Durch die unterschiedlichen Räumlichkeiten ist alles

vorhanden: ein großer Vortragsraum, der große Saal

und das Foyer im Erdgeschoss für die Ausstellung und

der Konferenzraum sowie die Empore für Mitmach-

Aktivitäten. Von der Technik und vom Mobiliar ist

alles da, was benötigt wird.

Die Mitarbeiter sind stets sehr freundlich und helfen,

wo es nötig ist.

Fast ebenso lange organisieren wir im Kongresshaus

Rosengarten den Tag des Hörens. Eben aus oben

genannten Gründen. Auch unsere Firmenevents

haben im Kongresshaus stattgefunden.“

Jessica Heß | terzo-Zentrum Hörgeräte Geuter

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 93


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94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


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AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 95


LUTZ NAUMANN

96 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


GALERIE

G A L E R I E

L U T Z N A U M A N N

Lutz Naumann kennt zwei Arten von Fotografie: Das gezielte,

planmäßige, meist auftragsgebundene Umsetzen einer Idee

in ein Foto, das vor über 25 Jahren zu seinem zweiten Beruf

wurde. Daneben das Herumwandern, Beobachten, sich

Überraschenlassen und Übersetzen des Erlebten in ein Bild.

Letzteres tat er schon davor und betreibt es immer noch.

Da er sich nicht sicher ist, ob ihm dabei ausreichend gute

Bilder gelungen sind, macht er weiter. Auch in der Hoffnung,

Weltverständnis und Maßstäbe immer wieder neu justieren

und anpassen zu können. Natur und Menschen im öffentlichen

Raum bieten Motive und Überraschungen. Man muß nicht weit

fahren, aber viel laufen und schauen…

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 97


LUTZ NAUMANN

98 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


GALERIE

Unsere Veranstaltungen im Herbst

19.10. Kings of Floyd - "Pink Floyd“-Tribute-Band

23.10. SIXX PAXX ROXX TOUR - Male Revue Show

24.10. Thorsten Havener - Geheimnisse der nonverbalen Kommunikation

28.10. Seemanns-Chor Coburg - „Lieder der Meere“

10.11. 25. Bürger- und Polizeiball der Gewerkschaft der Polizei

13.11. Russisches Kindertheater - „Barboskiny “

17.11. Frankenmasters der Tanzsportgarde Coburger Mohr e.V.

25.11. Bastel- & Kunsthandwerkermarkt

Weitere Informationen unter: www.coburg-kongress.de

Berliner Platz 1 96450 Coburg Tel.: 09561 89-830 Fax: 09561 89-8384 info@kongress.coburg.de www.coburg-kongress.de

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 99


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Coburg – Lichtenfels und in Zusammenarbeit mit iTVCoburg winken wieder

Gutscheine und Bargeld in Höhe von 1000 Euro. Die ersten Hinweise zu den

Fragen sind gleich ein paar Zeilen weiter unten zu finden – außerdem habt Ihr

zur Lösung ausreichend Zeit. Vergesst nicht, die kostenlose iTVCoburgApp

herunterzuladen. Dort findet Ihr nämlich immer den letzten Hinweis.

Und so geht’s 2018 – ganz einfach:

Die Schatzsuche findet jetzt noch zweimal statt. Jedes Mal neu, jedes Mal geht es

um Preise im Wert von 1000 Euro.

Es gibt jeweils Hinweise zu den Fragen der Schatzsuche in jedem neuen

COBURGER gedruckt oder auch online unter www.coburger-magazin.de: Also

in diesem COBURGER, dann nochmal im Dezember.

Dann folgt die eigentliche Schatzsuche: 7 Tage lang 7 Fragen lösen -

jeweils ab 17 Uhr unter www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-

Seiten des COBURGER und von iTVCoburg an allen Tagen in folgenden

Schatzsuche-Wochen: 20. bis 27. Oktober, 08. bis 15. Dezember. Dann

habt Ihr sieben Antworten – und mit dem abschließenden Hinweis auf der

iTVCoburgApp kommt Ihr dann auf die Lösung, den Schlüssel zum Schatz.

Eine Woche habt Ihr dafür Zeit. Die Lösung dann einfach per Mail an

hegen@coburger-magazin.de schicken.

Aus allen richtigen Mails losen wir einen Gewinner. Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen, Mitspielen könnt Ihr ab 16 Jahre. Der Veröffentlichung von

Namen und Bild, solltet Ihr gewinnen, stimmt Ihr mit der Teilnahme zu.

100 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION

Und hier die sieben Hinweise für die

sieben Fragen der dritten Schatzsuche

2018 vom 20. bis 27. Oktober. Dann

könnt Ihr Euch schon mal vorbereiten:

1 Wer gut recherchiert, wird etwas Neues bei

iTVCoburg feststellen

2 Kaum zu Glauben

3 Jahrgang 1998

4 Gesprächsrunde in Coburg

5 Fand dieses Jahr zum ersten mal statt

6 Totgesagte leben länger

Und hier noch die Auflösung vom

letzten mal:

„Einfach“ war das Lösungswort, obwohl es nicht so

einfach herauszubekommen war, aber am Ende dann

schlicht und einfach „einfach“. Einfach alles richtig

gemacht hat Sonja Feiler aus der Callenberger Straße.

Sie hat sich die Preise im Gesamtwert von 1000 Euro

gesichert, Gutscheine im Wert von 750 Euro, dazu

Bargeld in Höhe von 250 Euro. Alle Fragen, alle

Antworten von der letzten Schatzsuche auf www.

coburger-magazin.de.

UNSERE KREATIVITÄT ENTSTEHT

AUS DER LIEBE ZUM HAAR UND

UNSEREM SINN VON ÄSTHETIK.

Unser Anspruch ist die stetige

Entwicklung in unserem Handwerk.

7 Förderung des Freistaates Bayern

Jetzt seid Ihr schon gut gerüstet für die

erste Frage un serer drit ten Schatz suche

am Sams tag, den 20. Oktober um 17 Uhr

auf www.coburger-magazin.de oder auf

den Facebook-Seiten des COBURGER

und von iTVCoburg.

Ihr benötigt also

zum Miträtseln nur:

Jeweils den neuen COBURGER gedruckt

oder online unter www.coburger-magazin.de

alternativ einen Facebook-Zugang COBURGER oder

iTVCoburg und die kostenlose iTVCoburg App

Dann noch Freude am Rätseln und Glück.

Das war es – viel Spaß.

Unsere Sponsoren 2018 u.a.:

Studio Freese, seit 10 Jahren in Coburg

Judengasse 54 | 96450 Coburg | 09561 35 32 922

www.studio-freese.de

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 101


IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM

COBURGER – Das Magazin

Ausgabe 29 / Oktober 2018

Sechster Jahrgang

Auflage 4000 Stück

www.coburger-magazin.de

Verlag:

markatus | markantes marketing

Mohrenstr. 31

96450 Coburg

Telefon 0 95 61 / 973 45 00

www.markatus.de

Herausgeber und Chefredakteur:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Gründungsherausgeber:

Peter Einheuser

Wolfram Hegen

Autoren dieser Ausgabe:

Benedikt Dellert

Wolfram Hegen

Wolfram Porr

Heidi Schulz-Scheidt

Chris Winter

Julia Grahn

Ilka Rosemeier

Fotografen dieser Ausgabe:

Ives Alloinde

Sebastian Buff

Lutz Naumann

Val Thoermer

Frank Wunderatsch

Michael Selzer

Rainer Brabec

Layout/ Illustrationen:

Axel Straubinger

Titel-Illustration:

Coburger Herbst

veredelt von DCT

Grundlayout:

Peter Einheuser

Anzeigengestaltung:

markatus | markantes marketing

Anzeigenvertrieb:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2018

Druck:

DCT GmbH

www.dct.de

Preis:

kostenlos

Vertrieb:

über 200 Verteilstellen

in Coburg Stadt und Land

Bestellung:

Online über www.coburger-magazin.de

Preis inkl. Verpackung und Versand

innerhalb Deutschlands

5 Euro inkl. MwSt.

IN EIGENER SACHE

COBURGER ZU WEIHNACHTEN

FÜR COBURGER

ONLINE BESTELLEN UND

AUF POST FREUEN

Zur Weihnachtszeit kommen sie nach Coburg,

viele Coburger, die das Jahr über nicht in ihrer

Geburtsstadt, sondern irgendwo in Deutschland,

Europa oder auf einem anderen Kontinent

leben und arbeiten. Hm, lass mal überlegen, was

schenken wir denen den dieses Jahr? Vielleicht ein

COBURGER-Abo?

Also Eltern, Großeltern, Firmenchefs und

andere Coburger: Macht Euren Kindern, Enkeln,

Mitarbeitern oder guten Freunden doch eine

besondere Freude – verschenkt zu Weihnachten ein

Jahresabo für den COBURGER im Wert von 30 Euro

für sechs Ausgaben. Für Euch lohnt sich das doppelt:

Schenken nämlich macht zum einen glücklich,

außerdem erhalten die ersten 100, die unser „Coburg

kommt ab sofort zu Dir“-Weihnachtsabo für einen

Freund, Verwandten, Mitarbeiter oder anderen

nicht in Coburg lebenden Coburger bestellen, einen

Gutschein von der „Heimatliebe“ im Wert von 10

Euro. Also am besten gleich reinklicken auf www.

coburger-magazin.de/abo. So sichert Ihr Euch den

Gutschein und macht anderen eine Freude. Und

wenn Ihr ganz schnell seid, liegt sogar schon die

Weihnachtsausgabe 2017 unter dem Baum. So kommt

Coburg zu allen Coburgern, auch wenn die nicht

mehr in Coburg leben. Ein echt heimatverbundene

Geschenkidee.

COBURGS BESTE

TOP UNTERNEHMEN IN DER REGION

Innovativ, traditionell, verantwortungsbewusst,

heimatverbunden – das sind Coburgs beste

Unternehmen. Und der COBURGER stellt sie vor,

ungewöhnlich, anders, innovativ.

Warum? Weil wir vom COBURGER in einem

gemeinsamen bis zu zweistündigen Workshop und

Interview den Wesenskern dieser Unternehmen

herausarbeiten, dabei aber nicht nur den

gegenwärtigen Zustand abbilden, sondern auch einen

Blick in die Zukunft wagen. Am Ende steht eine ganz

andere Unternehmenspräsentation, vier Seiten ganz

individuell gestaltet, optisch, inhaltlich, emotional.

Potentielle Fachkräfte, Kunden, Lieferanten und Ihre

Mitarbeiter erhalten durch diese Art der Reportage

nicht nur einen Einblick in Ihre Unternehmung,

sondern auch die Wahrnehmung aus einem anderen

Blickwinkel. COBURGS BESTE – demnächst in

jeder Ausgabe des COBURGER.

102 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


IN EIGENER SACHE

PREMIUM PARTNER

VORFREUDE AUF DIE

COBURGER COMEDY GALA

Unternehmer und Vertreter der Region, die uns über

das ganze Jahr begleiten - das sind unsere PREMIUM-

Partner. Mit Vorteilen für beide Seiten: Uns geben

treue Partner Planungssicherheit – und wir bedanken

uns dafür mit interessanten Geschichten. Das werden

wir auch in 2019 so fortführen – versprochen. Und

damit danke an unsere aktuellen PREMIUM-Partner.

Haben Sie auch Interesse?

Weitere Infos auf der Webseite unter

www.coburger-magazin.de/premium-partner

Oder schreiben Sie uns an:

hegen@coburger-magazin.de.

… Pssst

Wir werden übrigens alle PREMIUM-Partner

wieder einladen: zur vom COBURGER

präsentierten Coburger Comedy Gala in die

„COBURGER“-Loge des Kongresshauses

Rosengarten am Samstag, den 5. Januar 2019.

Mehr Informationen zur Comedy Gala

in diesem Magazin.

Und das sind bisher unsere

PREMIUM-KUNDEN 2018:

Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

Autohaus Willy Ernst

Baugesellschaft Otto Hauch

Bätzoldt oHG

Bodystreet Coburg Heiligkreuz

Broadway Body GmbH

Buchhandlung Riemann

Ciderhof

Citroen Grosch

Coburg Stadt und Land aktiv

Engel & Völkers

Frische-Center Wagner

Friseur Julia Göring Intercoiffure

IHK zu Coburg

Intersport Wohlleben

iTVCoburg

Kongresshaus Rosengarten

Landestheater Coburg

Lasco Umformtechnik

Optik Müller

ROB – Roberto Bauer Herrenmoden

Schumacher Packaging

Sparkasse Coburg – Lichtenfels

Sportland Coburg

Studio Freese

SÜC

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Thomas Bittorf tb.legal

Tourismus & Stadtmarketing

Citymanagement Coburg

Veranstaltungsservice Bamberg

Vitadrom

Von Poll Immobilien

VR-Bank Coburg

09561 5529-0

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www.baetzoldt.com

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 103


MONACO FRANKE

Was war das für ein Sommer, oder? A weng arg trocken vielleicht, stimmt. Aber

ansonsten? Der Hammer! Wochenlang 30 Grad oder mehr, laue Abende bis weit

in den September hinein. Wann hat’s sowas zum letzten Mal gegeben?! Iech

waaß es fei echt nimmer! Okay, viele haben auch ein bisschen über die Hitze

gejammert – bei dem einen machte der Kreislauf nicht mit, andere konnten bei

den warmen Temperaturen nachts nicht mehr gut schlafen, die nächsten sind

vor den Wespen und Stechmücken (elende Drecksviecher!) geflohen. Aber hey,

die meisten haben’s genossen. Auch der Monaco! Sein‘ Sunnabrand konnt ma

allweil in einem schönen schattigen Biergarten mit am frischen Seidla löschen.

Grad schee woar’s!

Und so geht’s! Kaum haben wir mal einen heißen Sommer, schon gab’s nur noch

ein Thema. Und prompt hat es der wunderbare Begriff „derschwitzen“ zum

neuen oberfränkischen Wort des Jahres gebracht und steht nun in einer Reihe

mit dem „Wischkästla“, der Redewendung „a weng weng“ und mit dem „urigeln“.

Seit 2015 kürt der Bezirk Oberfranken dieses „Oberfränkische Wort des Jahres“.

Echt amoll a gude Idee! Denn so a weng weng Dialekt macht die Leut‘ doch erst

zu Menschen, oder? Verkündet wurde das Ergebnis übrigens im Rahmen des 21.

Oberfränkischen Mundart-Theater-Tages im Bauernhofmuseum in Kleinlosnitz.

Na des bassd ja.

Für die vierköpfige Jury, darunter immerhin eine Dozentin

vom Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft

an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen (wieso

eigentlich Mittelfranken??) war es übrigens eine eindeutige

Entscheidung, wie zu hören war. Schön ist nach solchen

Verkündungen ja dann immer, wenn die Verantwortlichen

versuchen, dem gemeinen Nicht-Oberfranken zu erklären,

was das betreffende Wort nun also genau zu bedeuten hat.

Also: Die offizielle Bedeutung des Wortes „derschwitzen“

könne man mit „durch Schwitzen zu Grunde gehen“

umschreiben, hieß es da.

Die schon erwähnte Sprachwissenschaftlerin erklärte,

unsere Standardsprache kenne das Wort in der im Dialekt

üblichen Bedeutung zwar nicht. Das Deutsche Wörterbuch

von Jacob und Wilhelm Grimm habe seinerzeit aber

immerhin den Begriff „erschwitzen“ aufgeführt und mit

„schwitzen, ausschwitzen oder durch Schwitzen etwas

erlangen“ übersetzt. Weiter sagte sie: „Den Buchstaben

d als Vorsilbe kennen wir in der Sprache bereits seit dem

12. Jahrhundert. In den bayerischen und ostfränkischen

Dialekten hat sich dies zum Teil bis heute überliefert.“

Widda wos g’lernt, gell!

DER MONACO FRANKE

bezeichnet wird – könnt‘ ma jetz goar ned so viel erzählen. Dudd weh, sieht

bleed aus und is ansteckend. Und a Blunz’n? Na ja, da gibt’s verschiedene

Wortbedeutungen. A Blunz’n kann a Bludworschd saa, oba halt aa a rechte

Plauze mit haddem P! Ich sooch amoll so: A echter Franke sieht so wos jeden

Tag im Spiegel, da muss er ned noch an ganzen Artikel drüber lesen!

Im Süden gibt’s solche Wortprämierungen übrigens nicht. Jedenfalls nicht

offiziell. Das Münchner Oktoberfest ist aber trotzdem immer eine gute

Inspirationsquelle für alle, die in die selbstherrliche „Mia-san-mia“-Welt der

Oberbayern eintauchen wollen. Meistens sind die Mode-Wortschöpfungen halt

weniger derb als liab, weil sie ja standesgemäß auf Lebkuchenherzen oder den

zünftigen, aus feinem Filz gearbeiteten Dirndl-Trachtentaschen geschrieben

stehen sollen. Aber zwischen so manches „Spatzl“ oder „fesches Dirndl“ mischt

sich doch hier und da schon mal ein „Kniabiesler“, ein „Dipfalscheissa“ oder ein

„Bockfotzngsicht“.

Ein Evergreen ist und bleibt der „Saupreiß“ – die Tatsache, dass der Ausdruck

immer noch populär ist, zeigt aber nur, wie konservativ der Oberbayer ist, wenn

es um seine geliebte Heimat und seine Sprache geht. Und nicht nur da! So wurde

dem Monaco folgende Anekdote zugetragen: Nachdem er frisch nach Coburg

gezogen war, bekam ein junger Münchner

in seiner neuen Heimat in der Vestestadt

Besuch von seinen weltreisenden Eltern.

Und Sie dürfen einmal raten, welche drei

Mitbringsel sie für ihren verlorenen Sohn

dabei hatten: Ein Paar Weißwürste, zwei

Flaschen Augustiner Edelstoff und einen

Kanten Pfister-Brot! Wie gut! Denn wenn

er versucht hätte, das alles in Coburg

aufzutreiben, wäre er womöglich ganz

schön ins „Derschwitzen“ gekommen.

Schätzla, schau wie iech schau!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

Der Monaco ist der Jury jedenfalls für ihre Wahl sehr

dankbar, und zwar aus reiner Uneigennützigkeit! Denn

nicht auszudenken, Sie müssten hier eine Abhandlung

über die „Bäppm“ oder die „Blunz’n“ lesen! Über so a

Bäppm - also das, was im Hochdeutschen als Lippenherpes

104 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


AUF EIN WORT

In jedem

COBURGER laden wir

an dieser Stelle Coburger

oder Nicht-Coburger

ein, ihre Meinung

zu sagen.

ENDSTATION SEHNSUCHT

Von Thomas Apfel

Wann waren Sie zuletzt am Coburger Bahnhof? Wenn Sie schon länger nicht mehr dort waren – es hat sich

nichts geändert. Immer noch strahlt er den morbiden Charme der frühen 70er Jahre aus. Die Eingangshalle, so

etwas wie das Tor zur Stadt, ist ein Alptraum. Wenn es mal regnet (was es zum Glück schon lang nicht mehr

getan hat), stehen im Bahnhof die Pfützen. Es ist eine Schande, welches Bild der altehrwürdige Bahnhof abgibt.

Immerhin geht es seit kurzem aufwärts, zumindest was den Aufzug am ICE-Gleis 2 betrifft. Das lange Hin-und-

Her um die Inbetriebnahme aber war eine Farce. Erst nachdem mehrere Politiker den Druck ins Unermessliche

gesteigert haben und die FDP sogar aus eigener Tasche die TÜV-Abnahme bezahlen wollte, sah sich die Bahn

bemüßigt, den Aufzug in Betrieb zu nehmen. Immer noch ohne Aufzug müssen die zahlreichen Pendler nach

Bad Rodach auskommen. Es ist eine Schande. Doch was tun?

Dass es auch anders geht, zeigt der Blick nach Sonneberg. Der dortige Bahnhof, ebenfalls in die Jahre gekommen,

wird demnächst saniert. Allerding übernimmt ein privater Investor die Umgestaltung zum Spielzeugbahnhof.

Lutz Lange (Therme Natur Bad Rodach, Klettergarten Kloster Banz und Sonnebad in Sonneberg – um nur

einige zu nennen) war es leid, den „schlonzigen“ Bahnhof in Sonneberg zu betreten. Hier wird nun gehandelt.

Lange öffnet die private Schatulle, es wird kräftig investiert um den Bahnhof salonfähig zu machen und zu

einem Spielzeugbahnhof umzubauen.

Zurück zum Coburger 70er Jahre Bahnhof. Immerhin hat der ansässige Imbissstand investiert und neu renoviert.

Der Buch- und Zeitschriftenladen ist auch in Ordnung. Der Aufzug am ICE-Gleis funktioniert (noch). Aber was

ist mit dem Rest? Der Zugang zu den Gleisen, die Eingangshalle, die Fassade, die fehlenden Parkplätze rund

um den Bahnhof: Alle heimischen Politiker und auch die Wirtschaft sollten den Druck auch die Bahn weiter

erhöhen oder vielleicht einen ganz anderen Weg gehen. Das Schicksal selbst in die Hand nehmen – auf die Bahn

zu warten könnte angesichts des bundesweiten Investitionsstaus bei der Sanierung der Bahnhöfe ewig dauern.

Barrierefreie Bahnhöfe sollten im Jahr 2018 eigentlich überall ohne Probleme möglich sein (auch in Coburg).

Aber vielleicht lässt sich der alte Coburger Bahnhof ja touristisch oder filmisch vermarkten – vielleicht dreht

Michael „Bully“ Herbig demnächst in Coburg einen Film, in dem ein Bahnhof aus den 70er Jahren eine große

Rolle spielt, vielleicht mit dem Titel „Endstation Sehnsucht“.

Viel ändern muss er dann nicht – leider.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 105


Coburger | Das Magazin

erscheint wieder am 7. Dezember 2018

Anzeigenschluss ist

der 23. November 2018.

Witze und Zitate über Herbstdepressionen sind dieses Mal … das Letzte.

Bevor Du bei Dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erst

einmal sicher, dass Du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist. (Sigmund Freud)

Das Leben wäre viel einfacher, wenn es nicht so schwer wäre.

Eine Depression ist lediglich Ärger ohne Enthusiasmus.

(Willy Meurer, deutsch-kanadischer Kaufmann und Publizist)

Jemanden zu lieben, der Depressionen hat, ist wie London. Es ist die tollste Stadt der Welt, aber es regnet

jeden Tag. (Sophie Manleitner)

„Verblüht sind Dahlien und Ginster,

die Abende sind früher finster,

die Rechnung steigt für Gas und Licht,

der Tag nimmt ab – ich leider nicht.“

Alkohol macht dumm und gleichgültig … Kapier ich nicht, ist mir aber auch egal.

106 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


Schnelles Internet

für die Region.

Verfügbarkeitsabfrage unter www.dacor.de

Kontakt

Öffnungszeiten

Shop Coburg

Telefon: (09561) 97621-0

Mo - Do: 8:30 Uhr - 17:00 Uhr

Schillerplatz 1

E-Mail: vertrieb@dacor.de

Fr: 8:30 Uhr - 14:00 Uhr

96450 Coburg

web: www.dacor.de

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 107


Nähe

ist einfach.

Weil man die Sparkasse immer

und überall erreicht.

Von zu Hause, mobil und in

der Filiale.

sparkasse-co-lif.de

108 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 29 / OKTOBER 2018

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